Arh Dod. tir Jlhun Henn Ma chaa ſie Vanh lin Fai Jäten g und rchelgn Scht dunhatr S ſe unm tii Forut e 6 V 9r* Geiſliche und Lirbiche Welche durch Doct. Martin Luthern, Johann Hermann, Paul Gerhard, und andere ſeine Werckzeuge, in den vorigen und fetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen Brandenburg. Lande bekannt, 5 und mit Pririlegio gedrucket und eingefuͤhret worden⸗ 1 Nebſt und einer Vorrede ö bon iigl. Preußiſchen Conſiſtorfal⸗Nath, Probſt und Inſpectore in Berlin. Buchbinders an der langen Bruͤcke, Erben, 50 ee e ee privil. Buchdrucker. 1 7 8 4. 0 aul 4 e* 9 Pſalm 92, v. 2. 3. 0 Das iſt ein koͤſtlich Ding, dem f e HErrn dancken, und lob⸗ inn e i Eben ne J ſingen deinem Namen, Du Aller⸗ ech dane. hoͤchſter. Des Morgens deine mit ngen e Gnade, und des Nachts deine 5 1 50 Sich aich Wih t= N. Wahrheit verkuͤndigen. n Mas Sean r A n N f achiden d f fle g bende de bon 1 orn. **„„ 4 8 each nden in Sirach 43, b. 32.35. 05 buen,(8 h Ee und preiſet den Herrn, gu 1 8 1 ſo hoch ihr vermoͤget, Er iſt ban% i 0 doch noch hoͤher: Preiſet Ihn! 11 880 inach 9 bei b ft aus allen Kraͤften, und laſſet nicht sh can 10 27 abe. Noch werdet ihrs nicht er 5 3 1 reichen. Wer kan Ihn ſo hoch 1 e 225 Er 101 8 2* 1 w 1 nhl g 000 997 4 Renovirtes Privilegium und Ertract aus demſelben. annach von Seiner Koͤnigll⸗ chen Majeſtaͤt in Preuſſen, Un⸗ — ſerm Allergnaͤdigſten Herrn, die ner du Ag Erben des verſtorbenen Joſua David Schatz alleruntertaͤnigſt vorſtellig ge⸗ Nos us dh machet, wesgeſtalt das ihrem beregten N ts dh Erblaſſer von des Hoͤchſtſeligen Koͤniges a Friederich Wilhelms Majeſtaͤt Glor⸗ ige würdigſten Andenkens, unterm raten Februarii 1722. uͤber den Druck und PVerlag verſchiedener Geiſtlichen Buͤcher, beſonders des von dem vormaligen Con⸗ 4%% ſiſtorial⸗Rath und Probſt in Berlin, Jo⸗ b. 3 5. 0 N pen buchs ertheilte, und ihnen unterm 28ten er„ Dei Jannuarii 1741. renovirte Privilegium ern et, er mit dem raten Februarii c. zu Ende ge⸗ e itt 9 hen, und daher alleruntertaͤnigſt Anſu⸗ : e chung gethan, ſelbiges, jedoch mit Aus⸗ „n Haſſet ib ſchlieſſung des niemals in Debit geweſe⸗ 45 nicht nen Porſtenſchen Communion⸗Buch, et I n. unter dem Titul: hann Porſten, eingerichteten Geſang⸗ an ne Chriſtliche Vorbereitung zum ö wuͤrdigen Genuß des heiligen ſte Abendmahls aufanderweitige fuͤnf und zwanzig Jah⸗ 1 re lang allerhuldreichſt zu prolongiren; Se 8855 1 7 1 Als haben Sr. Königl. Mapeſtäͤt die acht 5 I ſem Geſuch in Gnaden zu deſeriren kein gag kgirens d Bedenken gefunden; Hoͤchſtdieſelben re) t a der, noviren und beſtaͤtigen dahero auch hie, 1100 Ain, mit, und Kraft dieſes vorberegtes Pri e 10— 4 viligium vom raten Februarli 1722, miei 0 welches woͤrtich folgender Geſtall Gh, Igo te lautet: dc d ch 4 ch 5 ſehe kchen, hit. ur Wir Sriederich Wilhelm, von Got, di es oft B tes Gnaden, Roͤnig in Preuſſen, gang: er Marggraf zu Brandenburg ann e n e Pein dude,. S Nekennen hiermit fuͤr Uns, Un 1 hel 10 Y ſere Erben und Nachkommen, 4 us in Könige in Preuſen, Marg eee d grafen und Churfuͤrſten zu zun 1 8 Alb genache fc * a 6 b Unſer Lieber Getreuer, Joſua Oo thing det, von linſers in Ott rußenden enen e e Herrn Vaters, Koͤnig Friedrich 0 0 1 2 2 1 b, 13 11 05 4 0 ig. a n H. ce 0 d e Vir; aus der, Uns zustehenden Unterthanigſt angelanget.. — s v e höchsten Koͤniglichen, auch Chur⸗ Au m uns Landesfürſtlichen Macht und age e Gewalt, Ihn, gemeldten Buchbin⸗ der, Joſua David Schatzen, und 1 ſeine Erben, hiemit und in Kraft he von dieſes Unſers offenen Briefes, der⸗ ig peuſſ geſtatt und alſo: daß er ſolche Buͤ⸗ ora burg cher, als das Neue Teſtament mit den 51 Pſalmen Davids, Jeſus Sirach, Cate⸗ it fins, imus Lutheri, und einigen Liedern, de bonn desgleichen das, von Unſerm bunt„. 12 af An Conſiſtorial⸗Rath und Probſten in hu Weste E Johann Porſten, einge⸗ ten richtetes Geſangbuch, unter dem 0 n Y Titul: Geiſtliche und Liebliche Lieder, * Aa mit einem kurtzen Auszug der nd⸗ 10 ae 0 thigſten Gebeter, wie auch deſſelben l But aufgeſetztes Communion⸗Buch, Un⸗ n Megna ter dem Titul: Vorbereitung zum 0 9 long wuͤrdigen Genuß des heiligen Abend⸗ G nel zahle, mit ſeiner Vorrede, nicht zn kiel roeniger das gemeldte Buchſabier- ſtſe In Me Leſe⸗ und Spruch ⸗Buch nebſt der egi A rdnung des Seils, mit denen noͤ⸗ e N 3 thi⸗ Als privilegiren und begnadigen 807 30 2 O 1 1 thigen Spruͤchen, wieder auflegen, Aach in und dieſelbe ſowol in Duodetz⸗ als anch p e Octav⸗Format mit groſſer und e Mrundlh 1 kleiner Schrift und geſpaltenen Co⸗ Aan preun lumnen drucken laſſen moͤge; ſon⸗ A chuftrſen e Br ſten aber niemand in Unſerer Chur⸗ malchuuch mehr an und Marck Brandenburg ſowol, In Sthazerr f als Unſern ubrigen Provintzien und fahrt dere ge Landen, ſothane Buͤcher innerhalb Ni ergab S ch denen naͤchſten funftzig Jahren, i ud ahn g weder gantz, noch zum Theil, oder dun ach une dan auch Extractsweiſe nachzudrucken, ehem gegag⸗ n, noch zu verlegen, noch weniger die⸗ Map in J e jenige Exemplaria, ſo etwa auſſer dnüagen Be A a0 Unſern Landen und Gebiete von lng(2 be andern nachgedrucket und verleget rann iy a de ſeyn mochten, in Unſere Lande ein⸗ 155 In. ufuͤhren, daſelbſt zu diſtrahiren, ah hy Ag eimlich oder öffentlich zu verhan⸗ unde int L Verkaͤufer oder Kaͤufer gefunden fbi 9 und angetroffen werden, wie auch uh 1 Zoepgundert Rthlr. Geld⸗Strafe ehen* 0 halb Unſerm Fiſco, und die andere anche f DVe.lfte nebſt den Eremplarien, ihm aud. be dem von Uns privilegirten 1 75 Abcfeßg* 0 ä nee eeng Könige in Preuſſen, Marggrafen ſen gez ß und Churfirſten zu Brandenburg, da 2 binder Schatzen und ſeine Erben, 1 1 ſolche Zeit der funftzig Jahre uber, uc Mana dabey allergnaͤdigſt ſchuͤtzen, hand⸗ uff Ian haben und erhalten, geſtalt Wir um el h dann auch Unſerm Cammer⸗Ge⸗ 0 ua otulg richte und Regierungen, auch denen ch iger Magiſtraͤten in Staͤdten, und an⸗ ſo goa auß dern Unſern Befehlshabern, ſo von d ch iete n Unſerntwegen Gerichte üben und et u vel verwalten in vorgedachter Unſer nſer undech Chur⸗ und Marck Brandenburg, zu rahtn auch Unſern ubrigen Provinzien iche vethn und Landen, ſolches an Unſerer ſtatt ria n beſy gleichfalls zu thun, uͤber dieſemun⸗ For Aion A ſerm Privilegio zu halten, und dieje⸗ nö bey iu nigen, ſo dawider handeln, mit vor⸗ auf ef erwaͤhnter Strafe ohnnachlaͤßig an⸗ erde wie al zuſehen, hiermit allergnaͤdigſt und E.-u zugleich ernſtlich anbefehlen; Da⸗ u e ang hingegen aber ſoll Impetrant ſchul⸗ pen iem ih dig und gehalten ſeyn, vorgemeldte e n de Bucher fleißig corrigiren, aufs zier⸗ leg 6 1 85 4 b chte N N e lichſte drucken, und gut weiß Papier darzu nehmen zu laſſen, auch dieſel⸗ ben um einen billigen Preis ver⸗ kaufen, und von jedem Druck und Format derſelben, ſechs gebundene Exemplaria, theils in unſere Biblio⸗ thee, und theils in Unſer Lehns⸗ Archiy allhier, ehe ſte verkaufet wer⸗ den, auf ſeine Koſten einzuſchicken und auszuliefern. Getreulich, ſonder Gefaͤhrde. Jedoch Uns anlUnſerm, und ſonſten maͤnniglichen an ſeinen Rechten ohne Schaden. Urkund⸗ lich unter Unſerer Eigenhaͤndigen Unterſchrift und anhaͤngendem Lehnsſtegel. Gegeben zu Berlin, den Tꝗten Februarü, nach Chriſti Unſers lieben HErrn und Selig⸗ machers Geburt, im 1722. Jahrt. Fr. Wilhelm. (L. S.) M.. b. Prüutzen. Derge⸗ 80 O. ait ud 8d gacheeen aufe 4 be zeug ehre E hai e aueh A. ſo bg de d b. da, r e 1 Pufenſchen m dk und ut n Sac Höch Jet Mit an Da er winner Atom f net ſaſphochz und ſon= inf fun Nahen ohne Y den dess mk dem. ban den. 2 4 ch b aden 4 T 9 (L Mr 1% fc ad 8 S „ 125 1* 1 Ga hal 10 a M li 159 ie n da % We Ei nerd — ett uf ost auc G1 flach cp ch Manlhe nig Mun ane had 1 Un . 1 N * wanniger Anordnung eines neuen ſangbuchs, nen Rechten ohne Schaden. Urkundlich Dergeſtalt und alſo, daß die Scha⸗ aue sziſche Erben auf anderweitige füͤnf und zwanzig Jahre lang, vom raten Fe⸗ bruarü c. angerechnet, ſothanen Privi⸗ legio gemaͤß, die darinnen benannte Geiſt⸗ liche Buͤcher, excluſive des oben beruͤhr⸗ ten Porſtenſchen Communion⸗Buchs zu drucken und zu verlegen ſeyn ſollen. Jedoch Hoͤchſtgedachter Sr. Koͤnigl. Majeſtaͤt an Dero, beſonders bey 955 E⸗ und ſonſt maͤnniglichen an ſei⸗ iſt dieſes mit dem Koͤnigl. Lehns⸗Siegel r CHanhern bedruckt worden. Geſchehen und gege ⸗ i ängen geb mn Bit rü nuch Ch Erna ynd g im ng. J L Abel L. ie 90 Du ben Berlin den zten May 1772. (L. S.) Auf Sr. Koͤniglichen Majeſtaͤt allergnaͤdigſten Special⸗Beſehl. b. Muͤnchhauſen. Renovirtes Privilegium fuͤr die Schatziſchen Erben, uͤber den Druck und Verlag verſchiedener Geiſtlicher Buͤcher.. „F S ieee Vorrede. Heilig, Heilig, Heilig iſt G Ott, der Herr Zebaoth, alle Lande ſind ſeiner Ehren voll! Hallel. Amen. 1 Chriſto geliebter Leſer! 8 Je beſſer ein Chriſt ſich ſelbſt und den wah⸗ ren Goss erkennet, je eifriger wird er befliſſen ſeyn, mit geiſtlichen liebli⸗ Kirchen und zu Hauſe recht zu preiſen. 2 — 2 2 8 — — 2 — — 5 . 2 — — S 2 2 2. S N S 2 * 2 = — 22 — S 2 hervor bringen koͤnnen,) mit dieſem herrlichen er verſtaͤndlich oder ſt kherus redet, die Nuſic im Dienſt deſſ 17 0 aſſen. cen Liedern Got, das hoͤchſte Zut, in der f l gebeht% een er vos 2 Fel(ſ luer. fache enn be fe ſh) hats ge 2 f, Heft, ub derne der in Hang dolkammel 8 fl A hatt dabe, K 8 kr! alte Gche und A g ei Wheat und„ ffe id dug die Erker de f 10 e Wer hehre ei anche Dandz 3 zu Cotthat, puch une un Hund froichgema: z rch Syn welhener f ge 9305 1 7 cod Aae aaches mit Er la cht lasen er mi 0 Lat dchoy ſin 10 ingen. 9.1 * 1 N cee el le 0 530 1 0 geſaleache. bg 90 Hann i n ern W% Je 7 1 E fn dai G 3 5 2 0 Vorrede. 7 1880 Heiligung(ſo lauter unergruͤndliche und un⸗ e Oceanen und Meere der 17 7 Ee 5 Liebe ſind) bereits genoſſen hat, noch kaͤglich ge⸗ J, nnieſſet, und dereinſten in der Verherrlichung 71 im Himmel vollkommen und ewig genieſſen wird, ili 0% und behertziget dabey, wie er ſoſches alles aus „ie lauter Gnade und Barmhertzigkeit, ohn alle 17 ane ſein Verdienſt und Wuͤrdigkeit empfahe, ſo I A el zu wird durch dieſe Erkenntniß des Guten, das 1% a, er ſonderlich in Chriſto JES u hat, nicht nur lie re ſein Glaube ſtarck, ſondern auch die Liebe gereitzet, dieſem guͤtigſten GOtte und getreue⸗ ſten Wohlthaͤter hiefuͤr in tiefſter Ehrfurcht ſich aß n en ei Herrlicher Dancklied zu ſingen. Denn ung Fette Gott hat, ſoricht Lutherus, unſer Hertz und lit! Aüchen l Mund froͤlich gemacht durch ſeinen lieben een 0 Sohn, welchen er fuͤr uns gegeben hat zur t z Mie Erloͤſung von Sünde, Tod und Teufel. ch 0 f Wer ſolches mit Ernſt glaubt, der kans ob 9 7 che nicht laſſen, er muß froͤlich, und mit ohh chan Luſt davon ſingen, u. ſ. w. Tom. VIII. pag. die n uch Ein 571. a. er an benfünt mi en ga Erkennet er ſich weiter als ein Kind, Knecht 0 gin oder Magd G'Ottes, denen zukommt, ihren at ad dae Vater und HErrn zu ehren, Malach. 1, 6. und das e age bah vernimmt, wie Er inſonderheit auch mit Geſang „d dig l/ und Liedern wolle verehret ſeyn, indem Er ſor⸗ ase Ach sie dert Singet dem Herrn ein neus Lied, eisß f. ſo n machets gut auf Saiten⸗Spiel mit Schal⸗ un era le, Pſ. 33, 13. Pf. 47, 7. 8. Pſ. 96 f. 2. ver zu kemi und gebent! Tehret und ermahnet euch er n r fel gn; ſelbſt mit Pſalmen und Lobgeſaͤngen, und m git deſh geiſtlichen lieblichen Liedern, und ſinget uh che i dem Serrn in eurem Sertzenz Col. 3, 16. Epheſ. 5, 19. Jgc. 5, 13. Ey ſiehet er ſolchen „ i eu d Willen ſeines GOttes an, nicht als einen be⸗ i Schuh ſchwerlichen Frohndiend, ſondern als den ange⸗ ce Johan! nehmſten Lie besdienſt, dadurch er ſuͤſſiglich un J rlöſum gelocket wird, die Ehre ſeines Vaters und 10* 6 —— —ĩ— HeErrn Vorrede. SeErrn auch mit Singen williglich zu befördern. f Laßt uns, ſpricht er, Ihn lieben, auch mit Singen unſere Liebe bezeugen, denn Er hat une dn erſt geliebet. 1. Joh. 4, v. 19. Erkennet er ſich endlich auch als einen Conſor ten und Mitgenoſſen der heiligen Engel und aller Gläubigen, und hoͤret, wie jene ihr Heilig, Heilig, Heilig iſt GOtt; und ihr Ehre ſey Sott in der Soͤhe! erſchallen laſſen; Es. 6,3. Luc. 2, 13. 14. Dieſe aber ihre Lobgeſaͤnge, wir Moſes, Mirjam, 2 Moſ. 15% 1. 2. 21. Deborq Barac, Nicht. 5/1. Hanna, 1 Sam. 2, 1. David, 2 Sam. 22, 1. Sir. 47, 9. 10. 11. Daniel 2, 20, d 7 16,/ 1. 2. Maria, Zacharias, Simeon, uc. 1, 46. 46. 3 2, 28. und Chriſtus ſelbſt mit ſeinen Juͤngern: Matth. 26, 30. ihr Hoſtanng und gelobet ſey, der da koͤmmt im Namen des HeErrn; wie das Volck mit den unmuͤndigen Kindern; Luc. 19, 38. Matth. neues Lied, wie die auserwaͤhlten Ueberwinder, Offenb. 5, 9. cap. 14, 3. cap. 15,. und ihr Halleluja, F. 6. anſtimmen, und alſo alles was Odem hat, den HErrn lobe, Halleluja: Pſ. 180, 6. S ziehen ihn Erxem f ihnen im Lobe GOttes einzuſtimmen, und als ihr 4—— auch, wie ſie, den lieben GOtt mit Geſaͤngen inniglich zu verherrlichen. Erkennet er hiernaͤchſt auch den wahren Golt recht, als einen GOtt eben ſowol im Geiſt und in 0 gen werden muͤſſe, als Er im Geiſt und in der Wahrheit muß angebetet werden: Joh. 4, 11 ſo wird er keinesweges damit vergnuͤgt Mund allein ſinge, oder die Worte ohne Andacht und Verſtand herklinge: Sondern wird ſich ürnehmlich dahin beſtreben, daß er von Grunde es Hertzens und mit rechtem Verſtande 1755 ö — 217 9. 15. iht wie alle Gottesfuͤrchtige, Offenb. 19% 90 ſolche heilige Exempel kraͤftiglich, mit der ein Geiſt iſt, vem der Wahrheit geſun ſeyn, daß der 1 ce 1 b L A gen abe( c N 1 Nun 1 1 Köche uv». le mg hau den„ de ain Lider feln cult engen, u 88. ah nuß nicht= im g chey oder ohr f pfafeoder Har E. gt bes fuß alles, got fein andächtig, geiz un decgeengeſheh— cht! 01 6 805 8 geſ g g. 6 n ſdat A seh Wach ur 2 br ehr n um fin a I ahn Uher. iin ien ben gn fut, Ji,. Gen S felt 12 d das r öden ae rz 88 in nac e haf: v enn 5 u Jan gel on 2 n e n damm: 9 10 I Wade aha 6 15. 5 wake ing aan 1 10 e ſpekenen( 9 au a an eil a ge nl wie A ihr kt n ihreeh 3 las, Ei Mal 1/9. erwe za Uchen e%. U fut aver Offeft al as Oden ha; Ifo, 6. 0 rem v raͤſtiglch,! zuſti a, und den en Goh! errl dot dem goͤttlichen Lobe erſuͤllet 11 moͤge, welch hernach der Mund mit Lobgeſaͤngen aussprechen foll. Er ſuchet erſt voll Geiſtes zu werden, da⸗ gen(Saitenſpiel) liegt im freudigen Geiſte. . Das Vorrede. 1 moͤge. Er ſiehet zu, wie ſein Hertz zuvor mik 8 58 mit er hernach dem HErrn die rechten geiſtli⸗ chen Cieder ſpielen koͤnne. Eph. 7, 18. 19. Solch Singen, wie der ſel. Lutherus ſehr wohl erinnert, muß nicht allein mit dem unde geſchehen, oder ohne allen Verſtand, wie ei⸗ ne Pfeiffe oder Harfe klingt Lom. III. p. 468. b. Es muß alles, ſagt der gottſel. Herr Arndt, fein andaͤchtig, geiſtlich, und aus Grund des Herzens geſchehen nicht nur ein aͤuſſer⸗ licherSchall und Gepraͤnge ſeyn. Wahr. Chr. 0 2 B. c. 43. pag. 32 1. Geſchicht das nicht, ſo wird ein aͤuſſerliches Werck daraus, worinnen ſich das he mehr an dem ſuͤſſen Klange, als das Hertz an dem goͤttlichen Lobe ergoͤtzet, woruͤber, daß es ihm einigemal begegnet, Auguſtinus bitterlich klaget, Vid. B. Geſnerus Medit. Gener. Pfalt. p. 490. Und was wuͤrden ſodann auch die lieb⸗ fi 0 Lieder vor GOtt anders ſeyn, als ein Ge⸗ plaͤrr, welches Er haſſet? Amos 5, 23. Um des- willen haben die Alten gar fein erinnert, 1 Non vox, ſed votum: non cordula Muſica; ſed Cor: Non clamans: S e e. Welches uͤberhaupt zu teutſch ſo viel heiſſen moͤchte: Vergeblich ſingt allein der Mund, wo es nicht geht aus ertzens ⸗ Grund. (Siehe Weſtemeri Concil. Seript.&e. p. 853.) „Das wahre Lob Gottes, ſpricht Hr. D. Hein⸗ rich Muͤller, liegt im Hertzen und Glauben, Verlangen und in der Liebe: Das rechte Sin⸗ ſed amans cantat in aure 1 — a ——— 8 2 2 5 3—.—* 5 5 ——————*— 1 25—ů————— 9 .. ff....„FETTTCTTCTꝙTTTCTCT—T—T—T—r1ꝛ....— F — 8— a 2—.—...., 8 ——.——.—— Vorrede. Das heist denn Stille GOTT loben, wenn der verborgene Grund des Hertzens vom Heiligen Geiſt mit Freuden uͤberſchwemmet wird, daß er ſich in Gottes Lob gantz und gar ergieſſen will. Viele meynen, wenn ſie nicht in der Kirche ſitzen und ſingen, ſo ſey es auch kein Lob GOttes. Ach nein! das Lob Gottes beſtehet vielmehr im inner lichen Seuſtzen des Geiſtes, als in der lauten Stimme des Mundes. Ein hertzliches Saus zerlein klinget oft vor Gott beſſer, als ein hohes und lautes Geſchrey. Der Heilige Geiſt muß den Lobgeſang heraustreiben. Er ſelbſt muß durch 5 55 Mund beten und ſingen. Iſt das Hertz voll Geiſtes, voll himmliſcher Freude, voll Erkenntniß GOttes, ſo wird der Brunn bald uͤberlaufen, da kan denn der Mund nicht ſchweigen, wie David ſpricht: Pf. 116, 10, ch glaube, darum rede ich. Wie kan das 84 chweigen, in welchem Chriſtus und ſein Gei redet? Iſt der Grund im Hertzen gelegt durch die Erkenntniß der Guͤte Gottes, ſo denckette, tichtets und lauſts uͤber fuͤr Andacht und Freu⸗ de; Ergeußt ſich wie ein Strom; Wird ein Schatz, daraus man viel Gutes kan hervor bringen. Oſt fuͤhlet das Hertz mehr, als der Mund kan ausſprechen. So nnendlich it Gott in ſeiner Suͤßigkeit. Siehe Muͤllers goͤttliche Liebes Flamme. 2. Buch cap. 1, pag⸗ 1086. 1027. 1038. 1039. Gleichwie nun ein jeder Chriſt, Sott fleiſſig bitten ſoll, daß Er ihm ſeinen Heiligen Geiſt ſcheucken wolle, auf daß er im Geiſt und in der Wahrheit moͤge 1 koͤnnen, welches ohne den Heiligen Geiſt unmöglich geſchehen kan: Alſo muß er ſich auch beſleiſſigen, das enige, was er ſinget, wohl zu überlegen, und den rechten Verſtand deſſelben zu erlangen. Wie denn auch, damit nicht jemand Urſach habe, 1 nach dem ß. Pfalm in der 9. 3 T ame 1, 1 eee V bel U ö. Je daahtt dyn,) e Nh d beder Les sg nt ug de T n A n deind aller t elef false weſens: T f 0 fr An Dingen r ch 0 Heeg J A fd Mila, das it, it: Nu ud daß dc da A d Wahthet L ein Elif Ag wol fin ce d. Iii, meine deut. 2 p. Mug a Geh n fa 5 5 N** 4 det „ c bn 1 auh ug u ft 9 10 ſihn ien“: th aber mn f f ö 0 87 1 Er bete f un 1 h ſchet 10 0 e de en enn„ Mad i richt. 116, 10 b . en dag priſt a d ſen ce He a gelegt an C kan haut Herl 15 a0 l kendlh l. J he Mile ch Ott ſcß ſeine welligen 8 im Jet und 1 9 757 1 glich; chehen l. lei/ dat übe e n and 0 hab ä— — S 0 ö — — Vorrede. mit dem Caͤmmerer Ap. Geſch. 8, 30. 31. uͤber Mangel der Unterweiſung zu beklagen, treue Leh⸗ rer bemuͤhet ſeyn, ihren Zuhoͤrern deu rechten Verſtand der Lieder beyzubringen. Erkennet auch der Chriſt den lieben GOtt rech⸗ uh als einen Feind aller Heucheley, Cuͤgen und ottloſen Weſens: Pſalm 5, 57. So wird er ch vor allen Dingen ernſtlich dahin beſtreben, daß, wie Hertz und Mund in der Andacht und Verſtande, das iſt, im Geiſt: Alſo auch der Mund und das Leben in der Sache ſelbſt, oder in der Wahrheit, uͤbereinſtimmen moͤgen. Sonſt klingts wol fein, wenn der Mund ſaße 0 IkEſu, meine Freude u. ſ. w. Wo man aber * dennoch an Geld und Gut ſeine Freude hat Wo man ſich 1. in ſchnoͤder Wolluſt weidet, u. ſ. w. ſo iſt ſolches Singen Luͤgen und Heucheley. Von ſolchen mag man mit Paulo ſprechen: Sie ſagen, ſingen und toͤnen: Sie erkennen Gott, aber mit den Wercken verleugnen ſie es. Tit. 16. Sie ſingen: ItEſu, meine Freude: Aber mit dem Leben verleugnen ſie es, worinnen die Welt und Wolluſt ihre Freude iſt. Hingegen nun pruͤſet ſich derjenige, der GO TT, den Hertzens⸗Kuͤndiger recht erken⸗ net, ſo oſt er ſingen will, und was er ſinget, ob er auch vor GO TT, als vor deſſen Ange ſichte er ſtehet, alſo beſchaffen ſey, wie er mit dem Munde ſaget? Ob ſich das in ſeinem Leben und Wandel wuͤrcklich ſo finde, wie er im Geſange von ſich ausgiebt? Und geht ſodann ſein Fleiß dahin, daß er die ſchaͤndliche Heu⸗ cheley vermeiden, und Gott, wie in dem Ge⸗ ſange, alſo auch mit dem Leben, recht preiſen möge. Hierauf zielet die ſeine Ermahnung, welche im Coneiio Carthaginenſi 65 9 1. g red 1 N rden idem Vorrede. f ee einem gottloſen Leben Ihn laͤſtert, und andern d be Ae ce e dae weden ohl 5. din ehret den Vater mit den 18 e rcken ſeines Gehorſams. 5 fi Aerzen Singet der Chriſt alſo, daß Hertz, Mund und wen e Stel Leben 1 e 2 75 es ge⸗ 15. 198. ſchehe uͤbrigens oͤffentlich mit der Gemeine, oder ner Fon Hen im Verborgenen alleine: Es ſey ſeine Stimme in ichn 8 ſchoͤn, oder vor Menſchen uͤbel klingend; ſo iſts ht: F ien dennoch die lieblichſte Harmonie und Melodie in d hehe ing vor GOtt und den Engeln. Und wer vermag herf iet, ur n welch ein koͤſtlich und nuͤtzz⸗ n Goten lich Ding ſolch Singen ſey? Pfalm 92, 2. 3. imm ah ſe h Gewißlich iſt es eine ſelige Schule der Chriſten, T acht n darinnen ſie in der Erkenntniß ihres GOttes wach⸗ e er a Worte ſen und zunehmen. Denn alſo lehren und ver⸗ 39. f er si mahnen ſie ſich ſelbſt mit Pfalmen und Lobgeſän⸗ Ott b m gen, nach der Ermahnung des Heiligen Geiſtes, Wa g Coloſſ. 16. daß GOttes mort, mie der ſelige 6 du a da dn Lutherus redet, und die Chriſtliche Lehre auf leber din? 4 Weiſe getrieben und geuͤbet wer⸗ n cen a din elſam e Solches Singen iſt es J J 0 nchen Sa 5 4 N el, dadurch oft die haͤrteſte n iceeg Wie solches d 1 terweichet, worden. n d. Acht. J Papiſen gecchehen 6 e Lieder Lutheri an i 2 1. 190 Kauen Audaches Hachen P. H. 5. 1 ben dem z Geduh Eddi ir er bet 0 Juͤdin ward durch die 1885„„ alle) Aturen ge i 55 1 en a in galt 1 5 95 7 8 Suͤnden ſe n Lu O SERR JkEsu, laß mich ſinden S ——ů e Lauf, i Die Je 0 1 Deine Wunden offen ſtehn! der and: M Da alleine Hülf und Rath en W, 0 Iſt fuͤr meine Miſſethat. ech Jet Goch welche ſie einen Chriſten taͤglich ſingen hoͤrete, Pre bie 1 dermaſſen beweget, daß ſie eine Ehriſtin ward. 0 Ein „ 1 0 1175 — ——————— Vorrede. Ein Moͤrder, der auf der Straſſen einer Frau nachſchlich, ſie zu erwuͤrgen, ward durch ihr Singen, ſonderli 3 da ſie auf ſein Begehren noch ein Bußlied ſingen muſte, alſo gerühret, daß er ihr nichts thun konte, ſondern anfing, ſich nach der Gnade Gottes zu ſehnen: Wie Titius in L. T. H. pag. 105. Loc. XXIII. n. 23. von Liedern erzaͤhlet. Durch ſolches Singen koͤnnen die weltlichen Sauf⸗ und Huren Lieder edaͤmpfet werden, die ſonſt als die ace e Peſt viele unſchuldige Hertzen verderben. Darum, als der ſelige Lutherus ſein Geſangbuch drucken laſſen, worinnen die Lieder in vier Stimmen gebracht waren, bezeugte er, daß es deswegen auch geſchehen, weil er gern wolte, daß doch die Jugend, welche ſonſt ſolle und muͤſſe in der Muſica, und andern rechten Kuͤn⸗ ſten erzogen werden, etwas haͤtte, damit ſie die Buhlen ⸗Lieder und fleiſchlichen Geſaͤnge los wur de, und 8 derſelben ſtatt, etwas Heilſames lernte, loc. cit. b. 8 Ja, durch diefes Singen kan allen Suͤnden und fleiſchlichen Verſuchungen maͤchtiglich vor⸗ gebeuget werden. Daher auch unſer, durch die Erfahrung wohlgeuͤbte Lutherus, allen Ange, ochtenen den Rath giebt, daß ſie fleißig ſingen ollen. Tom. II. pag. 616. a. Solch Singen berſuͤſſet auch alles Creutz und Leiden. Solch Singen vereiniget Engel und Menſchen mit ein, ander, wie der ſelige Arnd loc. cit. pag. 323. redet, und Herr Dock. Muͤller 10 c. eit. Aae ſpricht: Das Lob Gottes iſt der Engel Leben und Freude: Darum haben ſie auch die Men⸗ ſchen lieb, und geſellen ſich gerne zu ihnen, die täglich GO TT loben und ihre Mitſinger ſind. Wir ſollen dort den Engeln gleich werden in der Klarheit, davon wird hier der Anfang ge⸗ macht in einem andaͤchtigen Lobe GOttes. Ein Menſch, der taͤglich GOtt lobet, iſt ein 8— f 10 Mang des Hin v. 2 78 0 ch der ee dad. 5 in acc s: Dit 10 Hun Dod A F f 0 Gen 5. ſ6:. gel Gun, sat Her pio ade gag 60h. K. ſie 6 ag d Hume ft, A U, d ab ser 8. ben 10 0 mi k b 6 A h os Heß F kilig 16 ea ſche Aslu Ach tk nctun tr fas n dg ach EH. b L ag eh een n n, 2 kb Au wir nge r 0 c d 2 ar! Gas, fa un de 409 . ce K En ber 1 Aa dg 7! Van un fiche gc 155 n chen Ange log wa J lamez in en len Sich nger. chtigich y aud 2 per, duch he. e allen d da I feehig ih a. oblch Si und ben. 6 ind chen mii d e t. pag. 3 er u t. pag. lo 8 Eng ben Aach die e H K ih, ih ge eln d) well hie. Aufiß —— tte ö lol ft 1 1 Vorrede. tiger Engel. Ja, in ſolchem rechten Singen, iſt der Anfang des Himmels auf Erden, ein wahrer Vorſchmack der ewigen Freude. Wie Hr. Dv. Muͤller am angezogenen Orte weiter meldet, auch Herr Doct. Luͤtkemann in der Harfe von zehen Saiten p. 562. bezeuget.„Unter ſolchem n Singen, ſagt Herr D. Carpzow T. I. Leichen⸗ Predigt pag. 542. werden die Glaͤubigen wahr⸗ haftig in den Himmel entzuͤckt, daß ihnen anders nicht iſt, als ob ſie unter den heiligen Engeln waren, und mit ihnen ihren GOTT lobeten. Da wird das Hertz voll Heiligen Geiſtes, und 8 eine rechte Himmelsluſt und Freude., Ach, ſolte nicht um ſolches unausſprechlichen Na ⸗ . tzens willen ſolch Singen und Lob Gottes, ſo lang ein Odem in uns iſt, geuͤbet werden? Aus dieſer angezeigten, an ſich unſtreitigen Chriſten⸗Pflicht und Nutzbarkeit des rechten Singens, ffieſſet von ſelbſten, daß jeder Glaͤubi⸗ ger, ſo viel er kan, willig beyzutragen habe, was ſolche Pflicht auszuuben und ſolchen ſeligen Nutzen zu erlangen dienlich iſt. 6 Wann nun ſolches vornehmlich dadurch mit goͤttlicher Huͤlfe geſchehen kan, wenn gute Ge- ſangbuͤcher, darinnen man rechte geiſtliche Lieder finden kan, angeſchaffet werden; ſo iſt allerdings noͤthig, daß man denen dach fe Gemeinden, ſolche zu erlangen, behuͤlflich ſey, zumal, da die Lieder ein Stuͤck unſers Chriſtli⸗ chen Bekenntniſſes und offentlichen Gottesdienſtes g find; Daher es allerdings auch in die Sorge eines treuen Lehrers laͤuſt, daß ſolche Lieder in den Kirchen und in Haͤuſern geſungen werden, die dem goͤttlichen Worte gemaͤß und fein deut⸗ lich ſind: wie 5 D. Balduinus I. e, ſehr wohl erinnert; So ſind ſonderlich Chriſtliche Lehrer darauf bedacht ihre Zuhoͤrer mit ſolchen 8 Vorrede. ſangbuͤchern zu verſorgen Hierinnen haben wir an dem ſeligen Lutherb ſelbſten einen guten Vor⸗ gaͤnger. Wie er es weitlaͤuftig Tom. II. p. 7751. und Tom. VIII. pag. 587. a. auch Lom. III. Alt. pag. 467. U. f. vorgeſtellet. Denn als zu ſeiner Zeit, dieweil faſt alles in latein ſcher Sprache geſungen ward, die wenigſten mitſin, 2 gen konten, oder ob ſie gleich mit eintoͤneten, dennoch nichts davon verſtunden, ſo dichtete er ſelbſt geiſtliche Lieder in Teutſcher Sprache, und ließ ein Geſangbuch von Teutſchen Liedern drucken. Wir wollen ihn ſelbſt davon hoͤren: Daß geiſtliche Lieder ſingen, ſpricht er, gut, und Gott angenehm ſey, achte ich, ſey keinem Chriſten verborgen, dieweil jeder⸗ mann nicht allein das Exempel der Pro⸗ pheten und Koͤnige im Alten Teſtament (die mit Singen und Dichten und allerley Saiten ſpiel GOtt gelobet haben,) vor ſich hat, ſon⸗ dern auch ſolcher Brauch ſonderlich mit Pſalmen gemeiner Chriſtenheit von An⸗ fang kund iſt, in 1 Corinth. 14, 16. eingeſetzet, und Tol. 3, 16: geboten iſt. Demnach habe ich auch ſamt etlichen andern zum guten Anfange, und Urſach zu geben denen, die es beſſer vermoͤgen, etliche geiſtliche CLie⸗ der zuſammen bracht, das heilige Evan⸗ gelium, ſo itzt von Gottes Gnade wie⸗ der aufgegangen iſt, zu treiben und in Schwang zu bringen, damit wir auch uns moͤgen ruͤhmen, wie Moſes in ſeinem Ge⸗ ſange, Exod. 15,1. 2. daß Chriſtus unſer Lob und Geſang ſey, und nichts wiſſen ſollen zu ſingen noch ʒu ſagen, denn Jeſum Chri⸗ ſtum unſern Zeiland, wie Paulus ſagt, Corinth. 2, 2. Bitte derhalben ein jeglicher frommer Chriſt wolle ihm ſolches gefal⸗ len laſſen, und wo ihm Gott mehr oder dergleichen verleihet, fordern helfen. Tom. II. p. 75 1. a. b. Die Chriſten, ſagt er, ü ferner, vs. baden ot gen anhaben 5 afchberte als. ge 155 wie ich e gie dab nere geil J fie dase I. ga hn de g/ I Ot ache He ewe. 1 bn Wumatalche Ces ich ah hs r F fe n che fn I fun ne get r dea, faut geultdene e I m. liche ei in de: ar d Kaen, une: kh lach fag n dier 8 f n ih fie, und dor de dict u fn ref g: Ale bac ud rl W luch 1 chen, dan dle dan fen gen a5 d uon küchen; er 5 Sand dag: lle Ach de da, 4 2 n. Mee kung u d Gilde und Li, I une i A ken hre, e N Tang Al* a Nb 1% 0 en 27 aha ud a U 0 93 N ue 10 0 ald 4 1 J ine 10 U ſel gben hin ge en ey u te iche zer a weil ſeh re l der A e Teſſam ur a len Sa ot, hat, c ich erlich ſt iſte ant von 14% J ingeſett „mach ha dee um gute ge a denen, ich zy ſliche l das Ax ige Eva tt inade wi t wen und! mi Ar auch ut oſen u einem ge hri apunſer ll cht npſſen ſolg den weſum h vie Julus ſil Ab n jeglih bm Aehes geil G. A nehr de öl en hen 17 Mn, act lac, i Vorrede. ſerner, haben Gott fur die Auslegung und geoffenbarte Wahrheit goͤttlichen Worts gedancket, wie ich denn auch gerne wolte, daß unſere geiſtliche teutſche Lieder der⸗ maſſen waͤren. Tom. III. p. 467. 8 Weil denn der guͤtige SOtt nach und nach manches Hertz erwecket hat, welches durch ſeine Gnade ein erbauliches Lied gemacht, ſo, daß da⸗ von unterschiedliche Geſangbuͤcher ſind angefuͤllet, und auch hieſiges Orts viel derſelben bekannt, und in den Kirchen oͤffentlich geſungen werden: Es ſich aber oſtmals zugetragen hat, daß, weil ſolche bekannt gewordene Lieder in mancherley Geſang⸗ büchern, eins in dieſen, das andere in einem an⸗ dern geſtanden, zuweilen zwey bis drey Geſang: bücher zugleich in die Kirche mitgenommen wer⸗ den müſſen, und doch wol das died in ſochen nicht zu finden geweſen iſt; Als haben ſich giele beſchweret, und verlanget, ein ſolches Geſang⸗ buch zu haben, darinnen alle diejenigen Lieder die hier pflegen geſungen zu werden, beyſammen geſunden wuͤrden; So ward man durch dieſes Klagen und Verlangen vor etlichen Jahren veran⸗ laſſet, alle Lieder, alte und neue, ſo viel deren hieſiges Orts eingefuͤhret worden, und man erfah⸗ ren konnen, zu ſammlen, und unter dem Titul: Geiſtliche und Liebliche Lieder drucken zu laſſen; worinnen des ſel. kutheri Lieder, ſo wie er ausdrücklich begehret, unverandert behalten wor⸗ den. Tom. 8. Alt. pag. 685. b. 6 Nebſt dieſen herrlichen Liedern Lutheri, hat man auch diejenigen mit eingeruͤckt die von geiſt⸗ reichen Lehrern und frommen Chriſten gemacht, und hieſiges Orts, ihrer Guͤte wegen, beliebt und angenommen worden ſiud, damit man ein, ſo vic! moglich, vollſtaͤndiges und zulaͤngliches Geſang⸗ buch zur offentlichen und ſonderlichen Andacht ha⸗ ben moͤchte. Vorrede. Da nun die Exemplaria von der erſten Auf lage bald abgegangen, und viel Nachfragen nach dem Buche worden, reſolvirte ſich der hie⸗ ſige Buchbinder, Serr Joſua David Schatz, unter deſſen Namen die erſte Auflage bekandt worden, das Geſangbuch auf ſeine Koſten auſs neue drucken zu laſſen. Nachdruck und daher beſorglichen Schaden ſicher ſeyn moͤchte, bat er Se. Koͤnigl. Majeſtaͤt in Preuſſen um ein allergnaͤdigſtes Privilegium, welches er auch, nachdem er das Buch, auf ergangenen allergnaͤdigſten Befehl, cenſiren laſ⸗ ſen, erhalten. Weil er mich nun erſuchet, gedachtes Buch mit einer Vorrede zu begleiten, und es dem ge⸗ neigten Leſer aufs beſte zu recommendiren, habe ich kein Bedencken gehabt, ihm in ſeinem Werlangen zu willfahren. Verſichere demnach den geneigten Leſer, daß er hierinnen einen Auszug der kraͤſtigſten und geiſtreichſten Lieder beyſammen finden, auch alle Geſaͤnge, ſo ſemalt in dieſen Staͤdten bekandt, und in den Kirchen geſungen worden, antreffen werde. Es ſind zwar in der Cenſur einige Redensarten geaͤn⸗ dert, auch etliche Lieder, ſo in der erſten Edition geſtanden, heraus genommen: Es ſind aber da⸗ gegen in die ſolgende Editionen viele geistliche und kraftige Lieder eingeruͤcket worden, welche in der erſten nicht geweſen. Was die Ordnung der Materien betrifft/ ſo iſt dieſelbe eingerichtet nach der Ordnung des Heyls, ſo wie ſie der ſelige D. Spener in ſeiner lautern Milch vorſtellet. Und handelt erſtlich von Gott ſo der Urheber des Heyls; von Chriſto, ſo das Heyl erworben; Vom Heiligen Geiſt, welcher es zueignet; Hernach von den Mitteln des Heyls, von Seiten GOttes und r Menſchen. Ferner von den Guͤtern des der M ſch F 0 Damit er aber vor den vos sten— r* U hahefig nat. 15 in de d ge 60h der wir ebthg ut l E. 1 1 175 1* 5 ag e lache! zue . fn n W ah en, das a E. er u agen nt goa al run une gebn A fg födh ange werden z 0 Bau a Mad 1 0 dag uu dg e n Dann a dee Un ir umu) 2 fi Ache age auch n d u diss) S de Hahn , Müſang 5 1 N 2 00 un e ce Heyls tbeilhaftig worden; und endlich von der oſu J h Einfuhrung in den volligen Genuß des er 175 Heyls in der Ewigkeit. Die Lieder unter einem jeden Titul, ſind nach der Ordnung des Alphabets eingerichtet, daß a man ſie deſto leichter und bequemer auſſchlagen a und finden kan; Am Ende ſind angehangen zwey Regiſter, das erſte iſt uͤber die Melodeyen, in welchem mit groſſer Muͤhe alle Geſaͤnge un⸗ ter einer Numer gebracht, welche in einer Me⸗ lodey geſungen werden koͤnnen, damit die, ſo et⸗ wa nur eine Melodey wiſſen, dennoch alle die iche g dacht z übr igen Lieder nach dieſer einigen Melodey ſin⸗ eile id es hg gen können; Denen aber mehr als eine bekandt, Ironman die koͤnnen die anmuthigſte erwaͤhlen, und die jehe A hm in i ub rigen Geſaͤnge auch nach derſelben ſingen. We ere dau Das andere Regiſter iſt uͤber die Lieder, ſo im F eimaec Geſangbuch ſtehen, da die erſte Zahl die Nu⸗ 5 7. i mer der Melodeyen, die andere aber das Blat, le(ge, in wo das Lied zu finden, anzeiget. Endlich iſt u den aach noch beygefuͤget ein kurtzes Gebet Buch aus n e G Johann Arnds Paradies ⸗Gaͤrtlein und e u Ware h an dern bew Gebet⸗Buͤchern zuſammen ge⸗ in ain eig zogen; da ſowol Morgen- und Abend als auch en: J füb aa Buß⸗Beicht⸗ und Commnnion Gebeter on eile güch und Formen auf allerle Falle im Chriſtenthum g et an ch nah d finden. Sind Fehler, oder ſonſt etwas darinnen, das je⸗ m enbelſl mand anſtoͤßig; ſo wolle es der geneigte Leſer auss de 4% dnupgk beſte erklaͤren und anzeigen, man verſichert, daß P S ener u bey kuͤnſtigem Verlag alles geaͤndert und gebeſſert 18 behalt werden ſoll, Wel der einge Jwech dieſer Arbeit 4 395000 i iſt, dem Näͤchſten in dienen und zu beſſeru. en Ain Hehe Mein Wunſch dabey ſt, daß dieſes Buch, 4 9810 gleich den gluͤenden Kohlen vom Allar des 1—. u ĩeErrn ſeyn moͤge, alſo, daß alle Hertzen, die 5 se 1 Vorrede. es im Gebrauch beruͤhren, davon gluͤend, zum göttlichen Lobe und zur rechten JEſus⸗Liebe ent. zündet werden! 155 ich ſeufze mit dem ſeligen D. Spener in ſeinem theologiſchen Bedenchen p. 323. Der SERR, HERR, dem alles Lob gebuͤhret, wolle alles zu dieſes Zwecks Erß e reichung richten, alles dahin zielende Vor Nohl chebel LI nehmen ſegnen, ſonderlich aber, ſo oft wir uns auch zum Singen vor ſein Angeſicht 0 o 7 1 1 ſtellen, unf ere Herzen mit derjenigen Kraft Okt eins 1 des Geiſtes erfuͤllen, daß alles, was wir e 1 0 2 7 ſingen wollen, erſt in unſern Herzen le 1 f bendig ſey und dieſe mit himmliſchen 0 it n 185 f Feuer entzuͤndet werden moͤgen, damit e 10% n was wir alsdann mit der Zunge ſingen, Glad 1 0 1 1* ein ſuͤſſer Ton vielmehr in ſeinen, als der ahm Menſchen Ohren, mehr im Himmel, als 1 27 e auf rden ſchalle, als ein wahres Vor 10 eta 1 ſpiel jener ewigen Harmonie werde, hin. i gag ge 1005 21 gegen aller Orten das unandaͤchtige Ge n 4 50 r plerr der Lieder aufhoͤre, und dieſe 2. P. wahren Frucht des Geiſtes Platz gebe 1 enen e Halleluja! Das verleihe uns alles aus Gnaden ure h, 10%* du die heilige hochgelobte Dreyeinigkeit, und 10 0 bc ö uns endlich dahin kommen: wo wir ohne Auf hi 100 10 in e ren recht ſingen werden: 60 0 10 0* WI e f Heilig, Seilig, Seilig heiſt 1 11 555 128 ö GO CTC der Vater, Sohn und Geiſt, 15 fache We N 0 9 Halleluja, Ey ja, waͤren wir da! Amen, 895 Aan 0 Berlin, den 1. Auguſt 1 2 die lt* 1 1727. 10 o 1 255 0 Hegg i Johann en 1 8 e ae. N avon gluͤend, zun IJEſus⸗Liebe enn ze mit dem ſeligen giſchen Bedencg. dem alles Lob ieſes Zwecks En 17744 e l e r e e in zielende do Vom Urheber unſers Heils. aber, ſo oft wi r ſein Angeſich Von GOTZ und der heiligen 'erjenigen Kraf. Dreyei alles, was wü. In eigener Mel. ſern Herzen le Me tit himmliſcheſchIllein Gott in der mogen, damit Hob ſed br und r Zunge ſingen;, Dauck fuͤr ſeine ſeinen, als daaund nimmermehr uns kuͤß⸗ im Himmel, alten kann kein Schade; ein in wahres Wee e e nie werde, hinb at. Nun kſt groß Fried 3 aͤchtige 1 1 all Fehd hat „kun ein ende. dre, und dieſt. 2. Wir loben, preiſen tes Platz gebe enbeien dich, für deine Ehr alles aus Gnadaſvir danken, daß du, Gott inigkeit, und gate dagen regierſtohn b wir ohne Aufh alles Wanken. Ganz un⸗ kmeſſen iſt deine Macht, ben geſchicht, was dein 50 3 Will hat bedacht, wohl uns eilig heiſt des fein Herren. ohn und Geiſt. b, deln heit Sohn (Guade, darum, daß nun higkeit. erloͤſet durch groſſe Mart'r und bittern Tod, abwend all unſern Jamm'r und Noth, dazu wir unz ver⸗ laſſen. 2. N. Der Tag iſt hin, ö meim ꝛc. Drepeinigkeit derchott⸗ heit wahrer Splegel, o Licht om Licht als deſſen Allmaches⸗Flägel ſich um und um durch dieſen Erd⸗ kreis ſtreckt, und alle Welt uit ſeinemSchiem bedeckt. 2. Wir loben dich, fo bald die Sonn erwachet und wenn ſie jetzt den ſpaͤ⸗ ten Abend machet; was lebt und webt auf dieſer Erden weit iſt alles, Herr kingebohen deines himmli⸗ iu deinem Dienſt bereit. chen Vaters, Verſoͤhner] 3. O reicher Schatz! 6 wir da! men d, die war'n verlohrn, f 2 du Stiller unfers Haders; Fämm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unſter Noth, ergarm dich unſer aller! 4. O Hellger Geiſt, du oͤchtes Gut, du aller ö 5 ainſter Tröſter! vors hann Porſt eee fortan be⸗ huͤt, die JEſus Chriſtus Vom in Gericht ergründen! unumſchraͤnktes Weſen! Wer hat wol je die Heim⸗ lichkeit geleſen? O tlefſter Brunn! O unerforſchte Pracht! wie groß, ach Gott! wie groß iſt deine 4. Wer kann doch hier; HErr, deine weg 1190 Wie ſoll ein Meuſch wol UR 8 Von GOtt und Nur weg, Vernunft, nur weg, nur weg mit dir, dein Witz der iſt gar viel zu ſchlecht allhier. 5. Nur immerhin nur hin mit deinem Tickten, du kanſt dich nicht in Got⸗ tes Weisheit richten: Wo Gott nicht ſelbſ dich un. terweiſen wird, ſo bleibeſt du verloren und verirrt. 6. Drum lehr uns, Herr, o lehr uns ohne Trennen in einem Drey, in Dreyen Eins, erkennen: Ach! lehr uns doch, Gott Vater, Sohn und Geiſt, daß du Ein Gott in drey Perſe nen heiſt. 8 7. Gib, daß von dir dis Wort bey uns ſtets klinge: Von Ihm, durch Ihn, in Ihm ſind alle Dinge; Dem Fele Sgtt ſey Ehr in wigkeit. Ja, Amen, Ja, ſingt alle Chriſtenheit. 8. Dein Nam iſt groß; Dein Reich, HErr, in uns wohne; Dein Will uns zwing; ernäbr uns, und verſch one; Ver ſuchung ſteur z erlöͤſ' aus boͤſer Zeit. Dein iſt das Reich, die Kraft und Herrlichkeit. 3. Mel. O Sott, du frommer Gott. u dreymal großer Gott, dem Erd und Himmel dienen, dem hei⸗ lig, heilig ſingt die Schaar der Seraphinen: Du hoͤch⸗ ſte Majeſtaͤt und Helfer in der Noth, du aller Herren Herr, Jehovah Zebaoth. 2. Dich bet ich jetzund an, dir Lob und Danck zu leſen, ein jedes und alle Creatur. Freud. Thau, Kirch zuſammen, 4. Es muß dich jede mann den treuen Vat bar, willſt Leib und Sei Seligkeit, das en ge Hin uu mels Heil, die uiermeß aug ö 7. Du ſuͤßer Himmel g 10 0 du Taube rein dechten Flammen, Herr und G0 dez peilger Geiſt, du uͤhrſeh Paßt 0 8 du he Nun inn I ligſt durch und durch, 0 0 155 1 7 5 9 giebſt neue Feuersſlut, N nee, na mit kein Glaub erich de 1 f Neha MA Blas den aba Ant ktauel 0 lle Lic 0 ae h 15 Au dl G* 0 eh 108 2 an dich, und trateſt in) nee lacan r 1 e 10 6 1 5 n ed, Hund e db fit aden fa hn he. ac i g e en lallen, mein Halleluſa la cache dir gnaͤdig wohlgefallen 1 5 Hate: be du allerhoͤchſtes Gut, un z klo Heilgrd Wohlchats⸗volle Sonn, zu ge d Beke aller Gaben Meer, gau Jie de abe a iel unerſchoͤpfter Brunn. 3. Mein Schoͤpfer, Menſt za, und Vieh, und alles andn fach Weſen laͤßt deinerulmach F eat. Pracht ganz klaͤrlich an g hn Hun, Sohren dus f Wunde möge c lobt dich in der Allnatm eh de rig u. kt Stern, Element Gewöll Reſſ ach dene le Heil J bed E12 . Wollen bird vol ebe uche f I rast un tt a 1 i „ b nend/ Y 2 den Ve ena teh, 2 8 Aid buch an beg End S ks fue Ehegehn. dot gloßtr 2 ul .ch g/ W f. ane. 0b us, fa ung dein 1 e en 5 date 1 1 Ach, N uns J. nich En, dun dog Vit ins das Hung: geht; kan kein Verſtand ergrh 2 1 10 2 bet; fen „„ lt tüſen. ahr, 4 18 fich ii, 1% 92 der heiligen Dreyeinigkeit. 3 , mein Halleluſaf gnaͤdig wohlgefal llerhoͤchſtes Gut, Athats⸗volle Sonn, Gaben Meer, gi ſchoͤpfter Brunn. e ee Fan N ö E g ä en laͤßt deiner lng 995—. 3 Kraft und cht gam klärlic af B tet Vater, Sohn zich ineder Aan und Heiß, ein Goit, and en, Element G un Eins in Dreyen, geprieſ ne alle Creatu en Heajeſtät, auf ſiets zu bene E85 muß dich„ deyen! Laß uns imTugend⸗ in den treuen* Weg gewiſſenhaftig ſtehn, 0 du fab. M und durch ein ſei'ges End 15 i 15105 1 zu unſerm Erbe gehn. % welle und ed 20. Laß, dreymal großer ſen, erhoͤreſt das Geh„ f lte Gut und A So den Than der Gna ſind viel zu gering, n e Treue thut. Heiland, Imman um Gottes ohne E „mein Jeſu! deinel kein Verſtand erg „bas Hoſianng ſingt, r wahrer Ehuſt, iſchliche Geſchlecht) aft erlöͤſet it. Gori der Vater wohn Du nahmeſt Fe Y uns bey, und laß uns ich, und trateſt in nicht verderben! mach uns tten, trugſt unſte El aller Suͤnden frey, und hilf Schuld, indem du uns ſelig terben. Vor dem ſtten: Doch dis J Teufel uns bewahr, halt nt und Tod erwirbt] uus bey veſſem Glauben, ligkeit, das en ge hh und aufdich laß uns bauen, s Heil, die unermiſ aus Hertzens⸗ Grund ver⸗ . trauen. Dir uns laſſen Du fuͤßer Himm gantz und gar, mit allen au, du Taube re rechten Chriſten, entfliehn immen, Herr und c des Teufels Liſten, mit ilger Geiſt, du fuͤhr( Waffen Gott's uns ruͤſten. ich zuſammen du Amen, Amen, das ſey wahr, t durch und durch, ſo ſingen wir Halelußa. ein Licht von ei. Jeſus Christus, wohn bſt neue Feuerszlut, une bey, und laß uns nicht kein Glaub zer verderben e. Ach alerböchſter Troß und beſter Weisheits⸗Leh⸗ Du theilß die Gaben aus, ſegne uns, laß uns dein Antlitz leuchten, wir hoffen ja auf dich, du laͤß'ſt uns nicht in Spott, drum ſingt das Gloria: Gelobt, ge⸗ 4. In eigener Mel. rer, Erleuchter, Heiliger, Aufrichter und Bekehrer, bas Wollen wird voll⸗ den feuchten! Ach! ſegne koͤnt verheelen, du HErr, A a ſiehſt 3. Heil'ger Geiſt, uns wohne bey, und laß uns nicht verderben. 5. Mel. meine Seel erhebet den Herrn. Ott ſey uns gnaͤdig und barmhertzig, und gebe uns ſeinen goͤttlichen Segen. 2. Er laſſe uns ſein Antlitz leuchten, daß wir auf Erden erkennen ſeine Wege! 3. Es ſegne uns Gott unſer Gott! Es ſegne uns Gott, und gebe uns ſeinen Frieden. Amen. 4. Lob und Preis ſey Gott dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiſte. a 5. Wie es war im An⸗ fang jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit. Amen. 6. Mel. An waſſer⸗ fluͤſſen Babylon. Err Goc, der du erforſcheſt mich, und kenuſt mich aus und in⸗ nen, mein Thun und Laſ⸗ ſen kommt vor dich, Gehn, Stehen und Beginnen. Was ich im Bette denck und dicht, ſiehſt du von fern und fehleſt nicht, du pruͤfeſt Hertz und Nieren: Du kanſt auch, wenn ich bin allein, und gerne wolt verborgen ſeyn, all meine Weg aus ſpüren. 2. Es iß kein Wort in meinem Mund, ſo ich die 4 Von Gott ad ſiehſt recht des Herzens⸗ Grund, was ſteckt in mei⸗ ner Seelen. Du ſchaffeſt ja, was ich vollbring, wie groß es iſt, und wie ge⸗ ring, ich kans ohn dich nicht tichten; wenn aber du, durch deine Gnad, Verfländ mir giebſt, und Huͤlf und Rath, ſo kan ich alles ſchlichten. 3. Wie du die Deinen wunderlich, o Gott! hier pflegſt zu fuͤhren, verſteh ich nicht, und laſſe mich blos deine Gnad regieren, wo ſoll ich hin vor deinem Geiſt: Denn du auch die Gedanken weiß'ſt, es 10 vor dir kein Fliehen. Fuͤhr ich gen Himmel, bit du da⸗ auch in der Hoͤll trittſt du mir nah, kan dit mich nicht entziehen. 4. Nun, großer Gott, weil deine Hand mich überall kan finden, und all mein Thun iſt dir be⸗ kannt, ſo huͤt ich mich vor Suͤnden: Denn finſter iſt wie Licht bey dir, was 11555 war, kömmt klar erfuͤr, ich kan dir nicht bohren war, haſt du E Stunden, Tag und n im Lebens⸗Lauf gezählet. 6. Ich danke dir, un preiſe dich fuͤr ſolche große Thaten, und daß du mi ſo wunderlich an Leib und Seel gerathen. Sehr ko ß, lich iſt dein Werk an mih bey dir, und warte deine Gnaden: Ich ac daß meine Suͤnd durch Chriſtum mir vergebe ſind, daß ſie mir nich mehr ſchaden. — bod iſt, meide. Die got loſ' Rott fern von 155 1 von Frommen mich nich ſcheide; daß ich zur lich was dir gefaͤllt, und haſſ was iſt von der Welt, aul ihren Trutz nicht achte a dein Gebot, hoͤr gern dei betrachte. ſuch all mein Gedanke und ſiehe, ob ich hinten entgehen. Was ich ſtehen. 5. Herr, meine Seel' erkennt dis wohl, daß du mich haſt bereitet, und wie ein Menſch geſtalt ſeyn ſoll, aus Mutterleib geleitet: Durch deine Vorſorg Fleiſch und Bein, und alle Glieder an mir ſeyn: Dein Aug hat mich erwaͤh⸗ let. Da ich noch unge⸗ ge⸗ than, geredt, gedacht, das wird vor deinem Thron ge⸗ vielleicht auf boͤſem Wel Licht bracht, da muß ich vor dir waͤrts, und auf bie Gel woll' wanken. Bin ſo fuͤhr du mich den 1 ten Steg, der nich den fe Himmel weiſe, daß 100 vom Suͤnden⸗ e reiſe. 7. In eigener Nel. ( 3 ehoba iſt mei Li F. Den Vorſatz gieb mi Herr, dabey, daß ich, waer Wort, im Glauben und ſ fn Hoffnung fort das Ew 10 0, 3. Ekforſch mich Gal gel che ergruͤnd mein Her, durch deine und dir, s HErr! gefaͤllh dir I ſey, bis ich von binn 50 10 mi f und See 4 n d. 0 ſſi0 0 tone t J. Haba it le mie Seh N eng if be 5 ec deem Lich Tah nde 1003 0 A. 1 fl die! n h/ Wopne, J. 1 1 beugen* 1 0 1 78 n I Mrung 10 un Gelen, i e U 0 0 91 1 wenn ich erwach bin ich 0 Cub ch auch dt 1 10 jah i en un 4 fl5 abt wehr, da wen S Ver ac wg in ve= ſeb 1 liert dy 1 fern ſihen Wat iter? un ben, nie S ut err ge Rach f bo egit. Uuhatd 115 Sr. e ee Wer guſ 9 06 er ei i J he nunt ſg 90„Sei v ge viel d Wallatie, il war 9. 1 rige o kiiger lun 1 Jaa Leb 1 An dug, 1 0 10 17 10 10 12 J 60 1 0 2 7 l füt 1 10 bat find, b a0 100 05 425 1 100 0 U ud fag N. . — 7 1 8 7 2 . — 4. ——— 1* 128 „ 355 5 — nd 5 1 war, haſt du 7 e 5 den, Tag und 0(Lehopah ißt die Vollenkom⸗ bens Kauf geahſa wenbeit, Jebovab iſt deen cen dae F ahlet reine Seelen⸗Wonne, Je⸗ Aich für pg in hovah iſt der Brunn voll en, und daß 17 Heiligkeit. In dieſem Licht derlich an eibn dun wolbenkenmenbeit it gerathen. Sehr ih die nah nde Beelen Fan 5 0 meine Ruh, die Seelen. ſiſch erwach 51 Freud erquicket mich dazu: ir, und warte dei in len gehn. ub ichauch N etbeil zu ihm gehn. 5 2 n% 2. Jehovah iſt ein un⸗ a i un pegreiflich Weſen, da mein daß ſie verge Perg and ſich willig in ver 0 caden mir nig liert: In ſeinem Wort iſt Den Vorfa F giebi dieſes klar zu leſen, wie „dabey, d b ch u wunderbor der kluge Rath 17 8 915 1 regiert. Wer hat den Sinn Rott fert e. Die go des Geiſtes je erkannt? 5 1 1[Wer gab dem Rath, der 1 900 mich nit war von Swigkeit? Ver⸗ 5 ft. nut lil nunft ſey fill, die See iſt 0 1 der% 5 zu breit und allzutlef, f 5 Dr 77 ö er 0 icrußz nicht achte o. kluger Unverſtand Gebot, hoͤr gern de Leben aller Dinge, du biſ t, im Glauben und fuͤrwahr ein unzugaͤnglich fung fort das Eni Licht. Hieb, daß im Licht achte. mein Wandel mir gelin⸗ Erforſch mich Gal ge! Ach! fuͤhre mich mit ünd mein Heri, du deinem Angeſicht. Du all mein Gedankt biß ein Licht, und biß im ſiehe, ob ich hint Licht allein, du haſſeß den ts, und auf bie E der Finterniſſen liebt, du wanken. Bin liebe den, der Recht und eicht auf boͤſem W Licht dir gibt: o laß mich ihr du mich den ia ſtets bey deinen Strahlen Steg, der nach du ſeyn! mel weiſe, daß 4. Jehovah, Gott mit Suͤnden⸗Dielnſte g mir zu allen Zeiten, wi dir, e H Err! gefäll dir ich nun Gemelnſchaft bis ich von hinn haben kan, wenn du mich . wirſt mit deinen Augen 0 „ leiten, ſo wirſt du mich „In eigener Nel. zu Ehren nehmen an. hlinde Welt! o Welt, ich hova iſt mein Lit warne dich! fleus ſt du dis und Gnaden 5 Gch, und laufeſt in K der heiligen Drepeinigkeit. 3. Jehovah, Grund und Nacht, die arme Seel ſt ewig umgebracht. Nur Licht und Nacht vereinigt Gott und mich. 8. In eigener Mel. Here ole Dreyeinig; J keit, die du ſo ſuͤß und milde, mich haſt geſchaf⸗ fen in der Zeit zu deinem Ebenbilde: Ach! daß ich dich von Herzens Grund doch lieben moͤchte alle Stund! drum komm doch und zeuch ein bey mir, 2. O Vater! nimm ganz kraͤftig ein das ſehnende Gemuͤthe, mach es zu dei⸗ nem innern Schrein und deiner ſtillen Hütte: Ver⸗ gib, daß meine Seele ſich ſo oft zerſtreuet jaͤmmer⸗ lich, verſetze ſie in deiner Ruh, daß nlchts in ihr ſey als nur du. 3. Gott Sohn, erleuchte den Verſtand mit deiner Weisheit Lichte, vergieb, daß er ſich oft gewandt zu eitelem Gedichte: Laß nunmehr nur in deinem Schein meln einigs Schau'n und Wircken ſeyn; zeuch ihn, daß er hier allbereit entreiſſe ſich von Ort und Zeit. 4. O Heilger Geiſt, du Liebes- Feur, entzünde meinen Willen, ſtarck ihn komm mir zu Hülf und ſteur,, den deinen zu erfüͤl⸗ Olen: Vergib, daß ich ſo oft gewollt, was ſündlich iſt, und nicht geſollt: Ver⸗ leih, daß ich mit reiner 1 Brun ſt mach Wohnung und bereit 6 Don Gott und 1 ellgen 10 75 188 5 221 f i Brunſt dich innig ewig lieb du haſt erloͤſt, o Jet rellen d umſonſt. 5. O heilige Dreyeinig⸗ keit, fuͤhr mich nur gantz von hinnen! Richt zu dem Lauf der Ewigkeit all aͤuß⸗ und inn're Sinnen! Ver⸗ ein'ge mich, und laß mich hier eins mit dir ſeyn, daß ich mit dir auch dort ſey in der Herrlichkeit, o heilige Dreyeinigkeit. 9. In eigener Mel. Feſaia, dem Propheten I das geſchah, daß er im Geis den Herren ſitzen ſah, auf einem dohen Thron mit hellem Glantz, ſein's Klei; des Saum den Chor erfuͤl⸗ let gantz. Es ſtunden zween Seraphim bey ihm dran, ſechs Fluͤgel ſah man einen jeden han. Mit zween ver⸗ bargen ſte ihr Ain klar, mit zween bedeckten ſie ihre betra 1 16 10 vil. Hottes Sohn! Unser in einem . 5* 8 d ler bit in dem hoͤchſten do Hh deten Thron, zu dir ſchreng Fah e Feu g 1 wir aus Hertzens⸗ Beglet, Sale db elde, l. b Eleiſon. da g u nerbar 1 2. Kyrie, Gott Heiligen dun eh un dun 8 10 Geist, troͤſt, ftaͤrck uns in dat, Aale hei 1 Glauben allermeiſt, daf bühne& wir am letzten End froͤlich wall earn daun z. abſcheiden aus dieſen neee e Elend. J. de u ait an r vn 8 19 5 0 110 18 1 11. M. Es woll uns aner er 5„, dder aug, Ie de nich, 2 Jon Gott genaͤdig r guten. Mö nic nicht e meine Seel, erhebt iht ug c, du 8 dich, mit Andacht kan dit uu a 5. ke chten, wie Gott ha man, ce dbu, aß e ee offenbaret ſich, und wi mich gag he deen dere f br man ihn ſoll achten, daß e di 175 1b aba, der Allerhoͤchſte iſt im inn dic dc 1 mel und auf Erden, und ſol 6. Münch, hen, geruͤhme zu jeder Friſt, auch dine dual, f Ka kx angerufen werden, als un died lag, Men 4 ſprung aller Dinge. der Eitth' ch knut, D js b. Füͤſfe gar, und mit den an⸗ dern zween ſtogen ſie frey, geg'n einander ſie ruften mit groſf n Geſcheey: Hei⸗ lig iſt Gott, der Herre Ze⸗ baoth:,::, Sein Ehr die utze Weit erfuͤllet hat. fuͤr und fuͤr, 2. Gott, du bif einig die dach n fan, nichts ſind de geb, tha Heiden Götter, kein Hill macht ai ii din We aht 1 1 und Troſt iſt auſſer dir, nich kein Helfer noch Erretten nat tg Hun Laß mich, o Herr, euf dich mene sten allein von ganzem Here u eiche dae trauen, dir inniglich erge und Ei, 0 Von dem Geſchrey zittert Schwell und Balken gar, das Haus auch gantz voll Rauch und Nebel war. 10. In eigener Mel. Kette, Gott Vater in Ewiaken! aroß iſt dei⸗ ne Barmherzigkeit, aller Ding ein Schoͤpfer und Re⸗ glerer. Eleiſon. 2. Chriſte, aller Melt fanhangen. den ſeyn, auf niemand aß,. l ag ga ders bauen, dir, dir alen 0 N 5 10 0 ah ſe g f 3. O Herr, mei Gol 15 wech du biſt ein Geiſt, und thel, dn Roß, hug leſt bey uns allen an Gaben Nh g 1 aus, was geiſtlich heißt, d dir ˖ nach deinem Wohlgefallen Laß mich ſters geiſtlih ſeyl geſinut, daß, wenn ich vor dich trete, ich deine Kraſt in mir empſind, und deburch dich aubete im Geiſtund il Troſt! uns Suͤnder allein der Wahrheit. gen nd E iſt erlöf, o Je. Zu bist o Gott! von Sohn! unſer Mig Ewigkeit, obn Anfang urd t in dem hoͤchſe ohn Ende. Gieb, daß mein 1, iu dir ſchrey Hertz von aller Freud des „der belligen Prexeintskelt Suͤnd nicht leiden. Wer ſagen will, er ſey dein Knecht, der muß das Boͤſe meiden. Gieb, daß ich en Beg Jeitlichen ſich wende, dal 8 daß ich moͤge immerdar kyrie, Gott Heilig drum dirten, und drauf troͤſt, ſtaͤrck uns üdenken, weil alles her ißt zen allermeiſt, dg wandelbar, daß du mir dort n letzten End froͤll wollſt ſchencken das unver⸗ iden aus dieſeſgaͤnglich Erbe. i 5. O Gott! du biſt an allem Ort, und gar nicht N. Es woll unn 1 11 0 0 ott genaͤdig ꝛc. oder dort, iſt er dir nie 19 1 entſeſſen. Laß mich nicht meine Seel, erhehzweifeln, wo ich ſey, du dich, mit Andachty koͤnnſt dich mein anneh⸗ ten, wie Gott hu men, auch was ich thu, laß aret ſich, und u mich dabey des Boͤſen vor hn ſoll achten, daß dir ſchͤmen, und überall lerhoͤchſte iſt im in dich fürchten. nd auf Erden, und. 5. Unendlich iſt, HErr, me zu jeder Friſt, aun deine Macht, zu retten, ufen werden, als in die dich lieben, und wenn g aller Dinge. der Gottloſ dich veracht, Gott, du bis ein die Rache auch in uͤben, d für, nichts ſind da gieb, daß ſich deiner All⸗ en Götter, kein Hi macht Schutz fort über Troſt iſt auſſer diz mich erſtrecke; mich auch delfer noch Erreten nicht Menſchen Grimm ich, o Herr, eufbiſ und Trutz, von ganzem Hen ſerſchrecke; Du toͤdteſt Leib n, dir inniglich erg und Seele. yn, auf niemandaß, 7., Voll hoͤchſter Weis⸗ auen, dir, dir all heit biſt du, Gott, nie⸗ igen. m O Herr, mein Goh dein Geiſt, und the uns allen an Gabe was gelſtlich heißt deinem Wohlgefallen uch ſters geiſtlich ſen Ie, daß, wenn ich U rete, ich deine Kraft. mpfind, und daburg inbete im Geiſt und! 33 hr he it. 4. N * 4 Herz und Nieren 8. G nur deine Straf and kan ſie ergruͤnden! Wie wunderſchwer auch iſt die Noth, weiß'ſt du doch Kath zu finden. Gieb, daß ich dir ſteis traue zu, auf dich werf meine Sorgen, auch Uebels weder denck noch tdu, weil du ſiehſt ins Verborgen, und pruͤfeſt Ott, du biſt heilig und gerecht, du kaunſt 1 mich zu jeder Zeit der Heiligkeit beflelße, nach⸗ jage der Gerechtigkeit, auch dein Gericht gut hieße, ob ichs ſchon nicht begreife. 1 9. Du biſt ſehr gnaͤdig, fromm und gut, wo bekehrt der Sünder, er⸗ barmſt dich, wie ein Vater thut, von Hertzen deiner Kinder. HErr, laß von deiner Lieb und Gnad mich allweg Troſt bekommen, von mir auch meine Miſſe⸗ that ſo ſern ſeyn hingenom⸗ men, als Morgen iſt vom Abend. g 10. Gott, deine Wahr⸗ heit ſtets beſteht, und wohl dem, der dir glaͤubet! Der Himmel und die Erd ver⸗ geht, dein Wort, Herr, ewig bleibet. Gib, daß ich fuͤrchte dein Gericht, und les, was du draͤueſt, auch hoffe, was dein Wort ver⸗ ſpricht, das du mir gern nicht iu ſchanden. 11. AUlfelig bit du Gott, und frey, du thuſt, was dir beliebet, du bit ein milder HErr dabey, der reichlich Gutes giebet. Laß mich mit dem zufrie⸗ den ſeon, was iſt dein helle er Wille: Gieb auch, daß ch von dir allein und dei⸗ ner Guͤte Fuͤlle erwarte all's in allem. 12. Gott, wenn ich dich ſo kenn und ehr, dein Wort zum Grunde ſetze, kan ich 4 mich i verleihen: Hoffnung wird 8 Don Gott und mich drob erfreuen mehr, als uber alle Schaͤtze. Bis ich dort, o du wahres Licht, eh dieſes alles ſein Weſch aach keien ge oben S d. ohn Lallen dieh werd nen⸗ nen, von Angeſicht zu Angeſicht anſchauen und arkennen, und ohn Auf⸗ hoͤren loben. 13. Gott Vater, Sohn und Heilger Geiſt, der du auch wilt auf Erden von mir und allen ſeyn gepreiſt, laß deinen Ruhm groß wer⸗ den: Verleih mir Gnade, Kraft und Staͤrck, daß ich zu allen Zeiten, HERR, deinen Namen und dein Werck, koͤnn' mehr und mehr ausbreiten, ſo lang ch hab das Leben. 12. Mel. Schoͤnſter Immanuel ꝛc. Selaſes We ſen, unend⸗ liche Wone, Abgrund der allervollkommenſten Luſt, ewige Herrlichkeit, raͤchtige Sonne, der nicht Veraͤndrung noch Wechſel bewußt: Laß mich dich loben, bis einſt dort oben, wo dich die Engel und Menſchen beſingen, meine verherrlichte Zunge wird klingen. a 2. Goͤnne von ferne doch einige Blicke deiner im Glauben vermäͤhleten Braut, bis ich die Seele einſt freudig hinſchicke, da ſie dich, wie du biſt, ſelſg beſchaut, wenn ich dein Lieben ſtetig kan uͤben, und mit recht frommen und reinem Gewiſſen werd 4. Leb ich in Finſtern machet dein Glaͤnzen ſelh. im Todes⸗Thal mir wied! Licht; fall ich in Oh macht, und ſchwebe Graͤntzen ſchwerer V. zweifelung, laͤß'ſt du mit nicht. Endlich im Ster muß ich ererben durch hit und in dir ein ewiges! ben, das nur das ſelig Weſen kan geben. und donnert der Him tobet und ſchnaubet raſende Welt, dleldt en doch mitten in ſolchem g tuͤmmel noch meine Geli nur dir; wenn ich mei Seuſzen gen Hinmil! richte, merr ich im He auch balde, was mt tl dir beſtimmet, wel ſeh anglimmet, was nichſe ewig und ſelig ente wenn du in deine Riß mit deine Ruhe und Wolluſt genießen. wirt einſezen. 101 eg uud, 7 S0 hn gh deiner Gun cht 0 . Wu dir Jukr 5. Schüttert die E z. Mil vun Gon All chrich lasen, i Schmerzen ſchon da, ſch cher ort ho nagen, de Hen, Aufl nate, 0 f, fad f 0 00 7 14 1 L ö I Fleck Hit wah W hie, 0 100 0 1 6 cher f U 9 Nn W Mae s, J eh 5 b 1 1 nd der helligen Dreyeinigkeit. 9 Der du dich uu urch dich erſenn ſhaalef ſes alles ſein We in, auch, was o biſt du ſelig, und theileſt mir abe, laͤße! Neat bt on 5 en 0 Macht, daß es von Mut⸗ 15 h cn wee kerlelb zus in zum Fee n och eh dem, den du deiner Gun 1 n. Hell wuͤrdig geacht't, iu ſcha⸗ 8 ſich alt den tauge, ſa, daß kein 3 das! Auge, ſollt es gleich Him⸗ N 1 iſen, das di mel und Erde durchgehen, 55. genugſh einen unſeligen Chriſten 1 kann ſehen. 8. Bin ich denn ſelig, ſo ſtllaß mich es merken, ſchreib es durch deinen Geiſt mir recht in Sinn und reiß im Glauben und ſeligen ſt[ Werken mich von der Ei⸗ telkeit, wenn du wilt hin, wo man nach Klonen freu⸗ dig kann ſagen: Seht! aus der Schaar der elendeſten Suͤnder macht der ſel ge Gott ſelige Kinder. et dein Glaͤnzen ſelh odes⸗Thal mir wien V 01 v fall ich in Oh t, und ſchwebe zen ſchwerer V elung, laͤß'ſt du mi „Endlich im Ster ich ererben durch in dir ein ewiges! das nur das ſelig 8 N büttert die E 13. Mel. Von Gott donnert der Himm t und ſchnaubet! 2 nicht laſſen. de Welt, dleldtn Huff auf ihrReichs⸗ mitten in ſolchem g genoſſen, der Koͤ: mel noch meine Sel nig kommt heran, veſte geſtellt, we empfahet unverdroſſen den Erbarmen ſich Ii großen Wundermann. Ihr rmen von dem, di Tbriſten, geht herfuͤr, laßt lichſte ſeligſte We uns vor allen Dingen Ihm hat zum Felſen u Hoſtanna ſingen mit hei⸗ e erleſen. liger Begier. Wird meine E 2. Auf, ihr betrübten Glauben auch lich Herzen, der Koͤnig iſt ſehr ich eo, ſeligſte Sonn nah, hinweg al Angſt und dir; wenn ich u Schmerzen, der Helfer iſt ſzen gen Himmel! ſchon da, ſeht, wie ſo man⸗ e, mer ich im Heiß eher Ort hochrroͤſtlich iſt in balde, was mir ü neunen, da wir ihm finden beſtimmet, weil ſch konnen, im Nachtmahl, (Tauf und Wort. 3. Auf! auf! ihr Vielge⸗ Leb ich in Finſtern Erwerbe immet, was michſt und ſelig ergöͤtz r unſers Heils, von JEſu Chriſto. Und zwar I. Von der Zukunft Chriſti ins Fleiſch. 4 zagte, dort kommt der Mor⸗ genſtern. Der HErr will in der Noth mit reichem Troſt euch ſpelſen, Er will euch Hülf erweiſen, ja daͤmpfen gar den Tod. 4. Nun hoͤrt ihr frechen Suͤnder! der Koͤnig mer⸗ ket drauf, wenn ihr, ver⸗ lohrne Kinder, in vollem Laſter⸗Kauf auf Arges ſerd bedacht: So thut es ohne Sorgen: gar nichts iſt ihm verborgen, Er giebt auf alles acht. i 5. Seyd fromm ihr Un⸗ tertbanen, der Konig iſt gerecht. Laßt uns die Weg Ihm bahnen, und machen alles ſchlecht, fuͤrwahr, Er meynt es gut: drum laſſet uns die Plagen, die Er uns i plagte, der König it nicht fern, „8 7 n du in deine Ruh t einſetzen. ſeyd froͤllch ihr— ſchickt, ertragen mit uner⸗ ſchrocknem Muth. a 5 ä 6. And 6 19 Von der Zukunft Chriſti d 8 6, Und wenn gleich Ke ſeg und Flammen uns alles rauben hin: Geduld, weil ihm zuſammen gehoͤrt doch der Gewinn. Wenn 4 0 ein fruͤher Tod uns, ie uns lieb, genommen; wohlan! ſo ſind ſie kom⸗ glb ins Leben aus ber dont 5. Friſch auf in Gott giel ihr Armen! Koͤni ſorgt fuͤr euch, er will durch ſein Erbarmen euch machen groß und reich, der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernaͤh⸗ ren, begehren, das ſteht in ſei⸗ ner Macht. der 8. Hat endlich uns be⸗ troffen viel Creutz, laͤßt er doch nicht die, welch auf ihn ſtets hoffen mit rochter Zuverſicht. Von Gott kommt alles her, der laͤſſet auch im Sterten die Seinen nicht verder⸗ den, zu ſchwer. 9. Friſch auf, ihr Hoch⸗ f betruͤbte! der Koͤnig komt mit Macht? an uns, ſein Hertzaellebte, hat er ſchon laͤngſt gedacht: uns wird kein Angſt und Pein, noch Zorn hinfuͤhro ſchaden, die⸗ weil uns Gott aus Gna⸗ Den laͤßt ſeine Kinder ſeyn. 10. So lauft mit ſchnel⸗ len Schritten, den Koͤnig zu beſehn, dieweil er kommt geritten ſtark, erlich, ſanft und ſchoͤn: tun tretet all heran, den Heiland u begrüßen, der alles Creutz verſuͤßen, und uns Mien kan. was Menſchen nur ſt ſein' Hand iſt nicht n 1 f 11. Der König will d 50 + ee dencken die, die er herz w 5 ene 1 liebt, mit etlichen a e ens ſchencken, als der ſich ſeſhf wee 100 In. 5 Won* 2 1 li und Wort öni nm, erhoben, wir alle 10 D 11 40— 10 loben dich freudig hier un W905 eee 1 100 10 11 Nun, HERR, 4, Ut f. giebt uns reichlich, ob u ln fle r Engel— gleich arm und ae 4 Chi none du liebeſt unvergleichlch“ 10 1 0 U 2 0 du jagſt den Sünden meu, neben nd a nach, drum wollen a wn, hdd 18 allein die Stimme hot padeſehln 0 erſchwingen, dir Hoſſan den, A fta use 10 ingen, und ewig dauc eig dalla, bar ſeyn. 1. Mf eſe chen 1 nde 1. * 90 dez, er üer z ile, 14. In eigener Mel. Wige ui Gottes Sohn iſt ko 14 sah nungen 2 men, uns allen d 1 frommen, hier auf diese Nr 1e Erden, in armen Geberdel 0 Fache daß er uns von Sün! 1 Wahn f eve und entbinde. t gat, enden 2. Er kommt auch noc nt stehn u, beuie, und lehret die Len kuige. f te, wie ſie ſich von Sun den, zur Buß ſollen wen 1. Ha dm zn den, vom Irrthum* mel hoh dg z. Tho— treten zu d 10 Wahrheit. Lit an ng . Die ſich ſein nich. Buh dune ſchaͤmen, und ſein'n Dien 10 10 geah ug annehmen durch ein“ 21 ů 0 rechten Glauben, 1 10 In i tin ganzem Vertrauen, denn d 1 will er eben ihre Sun! 0 bügle 000 vergeben. 510% ee 4. Denn er thun ih i% ſcheucken in den Sack e I e 1 P‚* 1 885 5 JJ. ⁰¶——— S 222 2 2 1 . . * land wi der Si duch ie 5 f in 8 u dh d e l menten ſich ſelber in Speiſe ſein Lieb zu bene ſen, daß ſie ſein genieſſe in ihrem Sensen 90 ö t Chriſti ins Sleiſch⸗. r Ko Die alſo bekleiben fen die, die er herz und beſtaͤndig bleiben, dem „ mit koͤſtlichen 9 Erren in allen trachten icken, als der ſich zu gefallen, die werden mit giebt, durch ſeinech Freuden auch von binnen Wort. O Koͤnig hyſcheiden. ben, wir alle wel 6. Denn bald und behen⸗ n dich freudig hiern de kommt ihr letztes Ende, . da wird er rom Boͤſen ihre „ Nun, HERR, Seel erkoͤſen, und ſie mit ſt uns reichlich, obzihm fuͤhren zu der Engel h arm und ſehngebörer e iebeſt unvergleichlſ 7. Von dannen er kom⸗ jagſt den Sündzmen, wie denn wird ver⸗ „drum wollen zuommen, wenn die Todten n die Stimme hywerden erſtehn von der Er⸗ wingen, dir Hoſſanden, und zu ſein n Fuͤſſen n, und ewig donſich darſtellen muͤſſen. ſeyn. 3. Da wird er ſie ſchei⸗ den, die Frommen zurßkeu⸗ . In eigener Mel den, die Boͤſen zur Hollen, ottes Sohn iſt kae men, uns allen bu „Der König wit 10 müſſen ihr Untugend ſen. 0 imen, hier auf di, 2. Ey nun, o HER en, in armen eben geſu ſchicke unſre Herzen er uns von Sulu, daß wir alle Stunden und entbinde. recht glaͤubig erfunden Er kommt auchn darinnen verſcheiden zu e, 5 1„% Freude. wie ſie ſich von SI 1 3 tur Buß ſollen un 15. Mel, Dom Sim⸗ „ vom Irrthum u mel hoch da ze. in peinliche Stellen, da ſie 11 Mildigkeit! Gott thut ein Werk, das ihm kein Mann, auch kein Engel verdancken kan. 4. Der Schöpfer aller Creatur nimmt an ſich un⸗ ſere Natur, verachtet nicht ein armes Weib u werden Menſch in ihrem Leib. 5. Des Vaters Wort von Ewigkeit wird Fleiſch in aller Reinigkeit: Das A und O, Anfang und End giebt ſich fuͤr uns in groß Elend. 1 6. Was iſt der Menſch! was iſt ſein Thun? daß Gott fuͤt ihm giebt ſeinen Sohn? was darf unſer das hoͤchſte Gut, daß es ſo unſerthalben thut?; 7. O weh dem Volck, das dich veracht t, der Gnad ſich nicht theilhaſtig macht, nicht hoͤren wil des Sohnes Stimm, denn guf ihm bleibet Gottes — ‚ 8. O Menſch! wie daß du's nicht verſtehſt, und deinem Koͤnig entgegen gehſt, der dir ſo ganz de. muͤthig koͤmmt, und ſich ſo theit treten iu Job ſev dem allerhöchſten heit. chſtel Die z Gott, der unſer ſich er⸗ 4 ein n ̃ erb- ee barmet hat, geſandt ſein'n 1 wallerliebſten Sohn, aus 3 en ihm gebohrn im hoͤchſten treulich dein annimmt. 9. Ey! nimm ihn heut mit Freuden an, bereit ihm deines Herzens Bahn, auf daß er ſomm in dein Gemuͤth, und du genleßeſt em Vertrauen, den 8 5 e unſer Het a. 2. Auf das er unſer Hei⸗ 8915 ihre Su bud Sind e . 24% der nden Buürd, und deen 8 tog in duc ſeine Gua d und ticken in den Sar Wahrheit fuhrte zur ewi⸗ ten ſich ſelber gen Klarheit. 10. Unterwirf ihm deine Vernunft in dieſer guns denreich'n Zukunſt, unter⸗ gib ſeiner Herrlichkeit die Werk deiner Gerech⸗ ü 11. Wo bu dis thuſt, ſo daß ſie ſein genieſſ hrem ien 9 9 iſe ſein Lieb zu bend z O große Gnad und Dinkel 10 tiefe Lieb und A iſt er dein, bewahrt dich 6 vor 12 Von der Zuk unft Chriſtt vor der Hollen Pein: Wo nicht, ſo ſieh dich eben fuͤr denn Er ſchleußt dir des Himmels Thuͤr. 5 12. Sein erſte Zukunft in die Welt iſt in ſanftmuͤ⸗ thiger Geſtalt; die andre wird erſchrecklich ſeyn, den Gottloſen zu großer Pein. 13. Die aber jetzt in Chri⸗ ſto ſtehn; die werden denn zur Freud eingehn, beſitzen da der Engel Choͤr, daß ſie kein Hebel mehr beruͤhr. 10 Dem Vater in dem hoͤchſten Thron, ſamt ſei⸗ kan ſich recht bereiten, dem kommt Jeſus Chris, 4. Ach! mache du mich Armen, in dieſet Gnaden Zeit, aus Guͤte und Erba men, HErr Jeſu, ſelbſ bereit; Zeuch in mein Hen hinein, vom Stall und unn der Krippen: ſo werde Herz und Lippen dit en dankbar ſeyn. 1— 17. Mel. Von Gol will ich nicht c nem eingebohrnen Sohn, dem Heilgen Geiſt in glei⸗ cher Wen ſey ewiglich Dank, Ehr und Preis. 16. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. Mei Ernſt, ihr Men⸗ ſchen Kinder, das Hertz in euch beſtellt, damit das Heil der Suͤnder, der große Wunder Held, den Gott ans Gnad allein der Welt zum Licht und Leben Nin jautzet all ih Frommen in dleſſ Gnaden Zeit, weil une Heil iſt kommen, der Hen der Herrlichkeit; zwar ohn ſtoltzer Pracht, doch mach tig zu verehren und gaͤnt lich zu zerſtoͤren des Tel fels Reich und Macht. 2. Er kommt zu un ritten auf einem Eſelel und ſtellt ſich in die Nl ten fuͤr uns zum Opfe eln; Er bringt kein zeitlit geſendet und gegeben bey allen kehre ein. 3 2. Bereitet doch fein tuͤchtig den Weg dem groſ⸗ ſen Gaſt: Macht ſeine Stei⸗ Gut; Er will allein erwer ben durch ſeinen Tod un Sterben, was ewig wih ren thut. 1 3. Kein Seepter, kein ge richtig laßt alles, was er haßt: Macht alle Bah⸗ nen recht: Die Thal laßt ſeyn erhoͤhet, macht nie⸗ drig, was hoch ſtehet; was krumm iſt, gleich und ſchlecht. 88 8 3. Ein Hertz, das De⸗ muth liebet, bey Gott am hoͤchſten ſteht. Ein Hertz, das Hochmuth uͤbet, mit Angſt zu Grunde geht: ein Hertz/ das richtig ift, und Krone ſucht er auf dieſſ Throne iſt ihm ſein Reſt beſtellt. Er will hier ſeil Macht und Majeſat be huͤlen, bis er des Vate Willen im Leiden hat val bracht. an, wenn ihr euch woll rathen und gehn die recht Bahn, die zu dem 11 5 folget Gottes Leiten, du 0 ſteſt ite u. Welt: Im hohen Hiſtel 4. Ihr großen Poteſte ten, nehmt dieſen Kön i661 ſ eig r 1 mente) un ln M 0 0 0 19 79 0 i Adelbrühtt. 8 0 1 „ec ad 0 eee 0 Ihr A dle Enden waß 2 fe Jaög dee ch! S In Waſchechtgenuth lle buch, e, 0 r f khutdenelni engen, de 1 6 ald kun bab k d cee n ſann Hrtlch eit fei uch errglag 1. fn Weſeg dertandeb, 1 de ted. its, der hee 1 faz gal U Hüne?(o rg Ab b geg ls g feng, ch S f n d 1 0 JJ, . A gh 8. Nun ung ub N h e g 0 N 7 Het ich aun 1 dehnt 12 f 1% Ma un Muß e 10 Mn 1¹58 ae fh,, 101 0 9 000 0 u fat Aeg * * 0 1 Chriſtit 1 Gottes Leiten, d ich recht bereiten, kommt Jeſus Chris Ach! mache du n en, in dieſer Gaze aus Guͤte und Erh „HeErr JEſu, ſell t; Zeuch in mein 9. in, vom Stall undi Krippen: ſo wen und Lippen dir en bar ſeyn. ä Mel. Von Go vill ich nicht ꝛc un jautzet all Frommen in die den Zeit, weil un iſt kommen, der H. derrlichkeit; zwar oh er Pracht, doch mit u verehren und gan zu zerſtöͤren des d Reich und Macht. Er kommt zu un u auf einem Eſel! ſtellt ſich in die N für uns zum On Er bringt kein zeil ; Er will allein erm durch ſeinen Tod n rben, was ewig u thut. Kein Scepter, ke ne ſucht er auf di lt: Im hohen Hifi rone iſt ihm ſein a ellt. Er will hier ſe icht und Majeſtaͤt len, bis er des Val llen im Leiden hat u „ Ihr großen Potel „ Rehmt dieſen K wenn ihr euch wol hen und gehn die rel hn, die zu dem 115 fuͤhrt. Sonſt wo ihr ihn verachtet, und nur nach Hoheit trachtet, euch, Got⸗ tes Zorn denn ruͤhrt. F. Ihr Armen und Elen⸗ den, in dieſer boͤſengeit die ihr an allen Enden muͤßt haben Angſt und Leid, ſeyd dennoch wohlgemuth! laßt eure Lieder klingen, und thut demKoͤnig ſingen, der iſt eu'r hoͤchſtes Gut. 6 Er wird nun bald er⸗ ſcheinen in ſeiner Herrlich⸗ keit, und all eu'r Klag' und Weinen verwandelen in Freud. Er iſts, der helfen fan: halt't eure Lampen fertig, und ſeyd ſtets ſeln gewaͤrtig, der Bahn. 18. In eigener Mel. Nine eiden I Heiland, der Jung⸗ frauen Kind erkannt, des ſich wundert alle Welt: Gott ſolch Geburt Ihm beſtell ellt. 8 2. Nicht von Manns⸗ Blut, noch vomFleiſch, al⸗ lein von dem HeilgenGeiſt iſt Gottes Wort worden Menſch, und blüht ein' Frucht Weibes Fleiſch. 3. Der Jungfrau'n Leib doch bleibt Keuſchheit rein be⸗ wahrt, leucht't hervor manch Tugend ſchon, Gott ſchwanger ward, da war in ſeinem Thron. 4. 5 2 erliſt ſchon auf 4. Er gleng aus der Kammer ſein, dem koͤnig⸗ lichen Saal, ſo rein, Gott von Art, und Menſch ein Held, ſein'n Weg er zu Quell und i 6 1 e fuͤr alle Wun⸗ J. Sein Lauf kam vom Vater her, und kehrt wie⸗ der zum Vater, ſuht hinun⸗ ter zu der Hoͤll und wieder zu Gottes Stuhl. 6. Der du biſt dem Va⸗ ter gleich, fuhr hinaus den Sieg im Fleiſch, daß dein! ew'ge Gott's Gewalt in . krauck Fleiſch er⸗ 7. Dein Krippen glaͤntzt hell und klar, die Nacht giebt ein neu Licht dar, dunkel muß nicht kommen drein, der Glaub bleibt im⸗ mer im Schein. 8. Lob ſey Gott dem Vater g'than, Lob ſey Goc, ſein'm eingen Sohn, Lob ſey Gott dem Heilgen Geiſt immer und in Ewigkeit. 19. Mel. Nun freut euch, lieben c. Heilige Dreyeinig⸗ keit, voll Majeſtaͤt und Ehren, wie kan doch deine Christenheit dein Lob genug vermehren? Du biſt ſehr hoch und wunderſam, ganz unbegreiflich iſt dein Nam, dein Weſen uner⸗ forſchlic. 2. Wir danken dir, daß deine Gnad, auch weil wir hier noch leben, in deinem Worte ſo viel hat uns of⸗ ſenbar gegeben, daß dan biſt wahrer Gott und heiß'ſt GOT Vater, Sohn, HeiligerGgeiſt, drey⸗ faͤltig und doch einig. 2. O Vater aller Dinge Quell und Urſprung ſey — 2 ee der Huld, bezahlet unſte Suͤnd 14 Von der Zukunft Chriſti der, die ſo hell uns deine Macht erweiſet. Du, Va⸗ ter, haſt vor aller Zeit den eingen Sohn von Ewig⸗ keit, dein Ebenbild, ge⸗ zeuget. 4. Du haſt gemacht den Erdenkreis, nach deinem Wohlgefallen, und Men⸗ ſchen drauf zu deinem Preis, da wird deln Lob er⸗ ſchallen: Auch wird durch. deines Mundes Wort dis alles immer fort und fort erhalten und resieret 5. Drum ſteh, o Vater, ferner bey uns, deinen ar⸗ men Kindern, und alle Schulden uns verzeih, als bußfertigen Sündern: aus unſern Noͤthen mannigfalt errette uns und bilf uns bald, wie du uns haſt verſprochen 6. O Jeſu Chriße, Got⸗ tes Sohn! von Ewigkeit gebohren, une Menſchen auch ins Himmels⸗Thron zum Mittler auserkohren, und Gott, wir wollen dit für deinen Tod und alle Wohlthat dancken. 9. O Heilger Geist, du werthe Kron, erleuchte unſre Sinnen, der du vom Vater und vom Sohn aus geheſt ohn Beginnen: Du Eud, der Vater und ber Sohn dich ſend im Glan ben Uns zu leiten. 10. HErr, du gebie⸗ reſt durch die Tauf unt nacher auch nimmſt du unt auf, wenn du glebſt wahre Reue. Durch dich wird unſre Hoffnung veſt, und wenn uns alle Welt ver laͤßt, bleibſt du bey uns im Hertzen. 11. Wir bitten dich de⸗ muͤthiglich, daß es ja nog durchdringen, was wir fuͤt Seuftzer, oft ver dich in unſrer Noth vorbringen: Und wenn die letzte Stund durch dich geſchicht, was nur geſchicht, o wahrer Gott, o wahres Licht vom wahren Gott und Lichte. 7. Du biß des Vaters Ebenbild, und doch vom Himmel kommen; als eben war die Zeit erfullt, ha du Fleiſch angenommen, haſt uns erworben Gottes und Schuld durch dein un⸗ ſchldg Leiden. 8. Nun ſitzeſt du zur rechten Hand des Vaters hoch erhoben, beherrſcheſt alle Leut und Land, und daͤmpſſt der Feinde Toben. I ſum Chriſt getroſt und ſelig ſterben. 1 12. Gott Vater, Sohn, Heiliger Seiß, fuͤr ale Gnad und Guͤte ſey im merdar von uns gopreiſt dir geben. W'i⸗ ſoll ich dich em pfangen, und wie Hilf uns, o wahrer Menſch begegn ich dir! 5 Welt 0 biſt allmaͤchtig und en wiederum auſs neue, her da iſt, ſo hilf, daß wir auf mit ſreudigem Gemüthe. ſt Des Himmels Herr deln Lob erklingt, und Heilig, Heilig, Heilig ſingt. Das thun wir auch auf Erden. 20. M Valet will ich 15 N ———ů. 17 Ft Belangen O fe 8 S kde 0 t U ed, fe nt fab 2 Jacke be, dank, wa. dich kite Ar fd un. niſſeh, 3. Del gu feat his 8. ft algen dg Stg. u, ud ch nit dr e. f Pfalen Amur me. len Finn, Main Herz z 8 ki fall Iſt ce t fete u br Lob ic r ud deine Naſtahen, gut u fu an aud gh. 4 dei groß ge 0 1 feen len le 1. e 1 „Ae, Age n 2 f, dc 11 1 1 1 00 1 ieh n WW 10 c auh, e A f 1 di 0. 0% lag Chriſti 2 N 3 17* hott, wir wollen 9 jnen Tod und al that dancken. O Heilger Geiſt, e Kron, erleuch Sinnen, der du von und vom Sohn aut ohn Beginnen: D lmaͤchtig und e der Vater und diz dich ſend im Glay is zu leiten. HErr, du gebie⸗ urch die auf un rum aufs neue, her auch nimmſt du un enn du giebſt wahn Durch dich wir Hoffnung veſt, un uns alle Welt ver bleibſt du bey un ertzen. Wir bitten dich de, glich, daß es ja nig bringen, was wir fit zer, oft ver dich in Noth vorbringen; enn die letzte Stund ſo hilf, daß wir auf u Chriſt getroſt un erben. Gott Vater, Sohn, zer Sei, für ale und Guͤte ſey im r von uns gopreiſ eudigem Gemuͤtht, dimmels Herr deln klingt, und Heilig „, Heilig ſingt. Da zir auch auf Erden. . Valet will ich dir geben. e ſoll ich dich em pfangen, und ut 1 O alltt ich dil 40 ins Sleiſch. 15 Welt Verlangen! O mei⸗ ner Seelen Zier! O Jeſu: Jeſu, ſetze mir ſelbſt die Fackel bey, damit, was dich ergoͤtze, mir kund und wiſſend ſey. f 2. Dein Zion ſtreut dir Palmen und gruͤne Zweige hin, und ich wil dir in Pfalmen ermuntern mei⸗ nen Sinn. Mein Hertze ſoll dir grunen in ſtetem Lob und Preis, und deinen Namen dienen, ſo gut es kan und weiß. Was haſt du unker⸗ laſſen ju meinem Troſt und Freud, als Leib und Seele ſaßen in ihrem groͤßten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da biſt du, mein Heil, kommen, und haſt mich froh gemacht. 4. Ich lag in ſchweren Banden, du kommſt und machſt mich los: ich ſtund in Spott und Schanden, du kommſt und machſt wich groß, und hebſt mich hoch zu Ehren, und ſchenkſt mir großes Gut, das ſich nicht laͤßt verzehren, wie irdiſch Reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmels⸗Zelt, als das ge⸗ liebte kieben, womit du alle Welt in ihren tauſend Pla⸗ gen und großen Jammer⸗ Laſt, die kein Menſch kan ausſagen, ſo veſt umfan⸗ gen haſt. 1 6. Das ſchreib dir in dein Hertze, du hochbe⸗ truͤbtes Heer, bey denen Gram und Schmertze ſich haͤuft je mehr und mehr: Seyd unverzagt, ihr habet die Huͤlfe vor der Thuͤr: der eure Herzen labet und troͤſtet, ſteht allhier. 7. Ihr duͤrft euch nicht bemuͤhen, noch ſorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Ar⸗ mes Macht! Er kommt, er kommt mit Willen, iſt voller Lieb und Luſt, all' Angſt und Noth zu ſtillen, die ihm an euch bewuſt. 8. Auch duͤrft ihr nicht erſchrecken vor eurer Suͤn⸗ den Schuld; nein, Ickſus will ſie decken mit ſeiner Lieb und Huld. Er kommt, jer kommt den Suͤndern zu Troſt und wahrem Heil, ſchafft, daß bey Gottes⸗ Kindern verbleib' ih: Erb und Theil. a 9. Was fragt ihr nach dem Schreyen der Feind und ihrer Tuck? Der Herr wird ſie zerſtreuen in einem Augenblick. Er kommt, ſer kommt ein Koͤnig, dem warlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerſtande ſeynd. 10. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht; mit Gnad und ſuͤſſem Licht dem, der ihn liebt und ſucht. Ach komm, ach komm, o Sone! und hohl uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in denen Freuden⸗Saal. 21. M. Freu dich ſehr o meine Seele. Warum willt du drauſ⸗ W̃ ſen ſehen, du Ge⸗ ſegne⸗ 8 16 Von der Zukunft Chriſti ins gleiſch. ſegneter des HErrn? Laß dir bey mir einzugehen, wohlgefallen, du mein Stern: Du mein JeEſu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit! hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich ſchmerzen. 2. Meine Wunden ſind der Jammer, welchen oft⸗ mals Tag und Nacht des Geſetzes ſtarker Hammer mir mit ſeinem Schrecken macht. O der ſchweren Donner⸗ Stimm! die mir Gottes Zorn und Grimm alſo tief ins Herze ſchlaͤget, daß ſich all mein Blut beweget. „Dazu kommt des Teufels Luͤgen, der mir alle Guad abſagt, als muͤſt ich nun ewig liegen in der. alles ſetzet, was dir vor zu⸗ Hoͤllen, die ihn plagt: Ja auch, was noch aͤrger iſt, ſo zermartert und zerfrißt mich mein eigenes Gewiſ⸗ ſen mit vergiften Schlan⸗ gen⸗Biſſen. 4. Will ich denn mein Elend lindern, und erleich⸗ tern meine Noth, bey der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends in den Koth: da iſt Troſt, der mich betruͤbt, Freude, die mein Ungluͤck liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. 5. In der Welt iſt alles nichtig, nichts iſt, das nicht kraftlos waͤr Hab ich Ho⸗ heit, die iſt fluͤchtig! Hab ich Reichthum, was ißs mehr, als ein Stücklein armer Exd? Hab ich Luſt, was iſt ſie werth? Was iſt, das mich heut erfreue, das mich morgen nicht ge⸗ reuet? 6. Aller Troſt und alle Freude ruht in dir, Hen Jeſu Chriſt! dein Erfreuen iſt die Weide, da man ſich recht froͤlich ißt. Leucht mir, o Freuden⸗Licht eh mir das Herze bricht; laß mich, HeErr, an dir en guicken! Jeſu, komm, laß dich erblicken. 2. Freu dich, Herz, di biſt erhoͤret, jetzo komm und zeucht er ein, ſeiſ Gang iſt zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen ſeyn, und bereite dich Ihn zu, gib dich ganz zu ſeinel Ruh, oͤffne dein Gemüth und Seele, klag ihm, wat dich druͤck und quaͤle. 8. Stehſt du, wie ſich wider ſtund, hoͤrſt du, wie Er dich ergoͤtzet mit dem Zuckerſuͤſſen Mund! Ey! wie laͤßt der große Drach all ſein Thun und Toben nach, er muß aus dem Vor, theil ziehen, und in ſeinem Abgrund fliehen. 9. Nun du haſt ein ſuͤſſes Leben, alles, was du will, iſt dein: Chriſtus, der ſich legt ſein! dir ergeben, ſein Reichthum bey dir ein, Seine Guad iſt deine Kron und du biſt ſein Stuhl und Thron. Er hat dich in ſich geſchloſſen, nennt dich ſei⸗ nen Hausgevoſſen. 10. Seines Himmels guͤldne Decke ſpannt Et um dich rings herum, daß dich fort nicht mehr er ſchrecke deines Feindes un geſtům, I dc ade Tee e eee 2 6 0 100 0 Galan wel 11 nt uw det duale 9 aabdp He. ö 1. 15, th bu Vic bu,. f Hagge, das It ale ſgeſbaſt: Hate Leh: er st fiat gente del: 8 f. Sins urd aut Chri Et kchat da 8. Fb“ c a Bib l dur pat sc nil nog FF. bi . A X 22. fo Conde= zen nuch,. — — benen 6 e dl Fttunbes; u b eilen de Aut Melt, wem. fac cee T. d a Jide ch 1 0 aa Valk u. a eh e.. * U u. 2. Halde und qu Ju faengt en ft 10 fen J 0 c ie g n e, ese t e en 0 0 fü ch 11 0 10 in 0 0 3 100 10 aud J. tac i Va. 6 1 ce en Tante 0 ti ins Sleiſch. von der Geburt Chriſti. 17 is mich heut erfrenn geffüm? ſeine Engel ellen * morgen nicht g 5 dir zur 7 9 155 wenn Du dich hier willſt ober bort Aller Troſt und a hinwenden, tragen ſie dich de ruht in dir, cn auf den Handen. Chriſt! dein Erfreuy 17. Was du Boͤſes haſt Weide, da man begangen, das iſt alles froͤlich ißt. Leuch abgeſchafft: Gottes Liebe o Freuden⸗Lichtl nimmt gefangen deiner as Herze bricht; Sünden Macht und Kraft; N HErr, an dieg Chriſti Sieg behaͤlt das . komm, l 9 95 11 was 3 f. er Welt ſich will wider Freu dich, Hertz,)— 9 8 4 b dich erregen, wird zu ſauter Gluck und Seegen. 12. Alles dient zu deſ⸗ nem Frommen, was dir göſ' und ſchaͤdlich ſcheint, weil dich Chriſtus ange⸗ nommen, und es treulich mit dir meynt; Bleibeſt du dem wieder treu, iſts gewiß, und bleibt dabey, daß du mit den Engeln droben Ihn dort ewig wer⸗ deſt loben. — rhoͤret, jetze kong zeucht er ein, ſeſ g. iſt zu dir gekehn ihn nur willkomm 22. M. Wo Gott der und bereite dich) Herr nicht ꝛc. gib dich ganz zu ſeln e „oͤffne dein Semi — II. Von der Geburt Chriſti. 4. Ver lebet in Jeru⸗ ſalem in Stolz und Pracht des Lebens, und gehet nicht nach Bethlehem, der ſucht Ich! wie erſchrickt die boͤſe Wels vor Gottes Freund d Kindern: wie wird ibr Angeſicht verſtellt, wenn ſie nicht kann verhindern, daß ſie im Glauben fahren n Werk an und Seele, klag ihm, u. ruͤck und quaͤle. Stehſt du, wie ſſ ſetzet, was dir vor ſtund, hoͤrſt du, un ich ergoͤtzet mit de erſuͤſſen Mund! e laͤßt der große Din fort, des Herren ein Thun und Tol allem Ort zu treiben er muß aus dem Vu zu bauen. ziehen, und in ſeiun 2. Herodes und Jern⸗ und fliehen. ſalem erſchrecken, wenn ſte 1 ſein Heil vergebens: Auch wer die Schrift von außen nennt, und thut nicht, was er wahr erkennt, wird IEſum nimmer finden. J. Die Weiſen forſchen ſs lang nach, bis ſie das Haus erblicken, wo ſie an der geſuchten Sach ſich in der That erquicken. Ach! daß wir mochten thun wie ſie, und ſparen weder Zeit Nun du haſt ein ſuͤſſ hoͤren, daß JEſus iſt in u, alles, was du wil Bethlehem gebohren: da in: Chriſtus, derſi ihr Lehren doch zeuget aus ergeben, legt sel der Sckriſt davon, daß hier hihum bey dir el des Allerhöchſten Sohn ge⸗ je Guad iſt deine Kuß bohren ſollte werden. du biſt ſein Stuhl u 3. Sie wiſſen dieſes aus on. Er hat dich inſſ dem Wort Herodt ara loſſen, nennt dich preiſen: doch gehen ſie nicht Hausgevoſſen. an den Ort, den ſie doch „ Seines Himmſ ſelbſt anweiſen. So geht ne Decke ſpannt u es noch: Wie mancher zich rings herum, ii weiß des Herren Wahr ö heit und Geheiß, thut boch fort nicht mehr 9, f cke deines ein zicht nach dem Wiſſen. geſtüſ noch Muͤh, bis wir dis Heil gefunden. 6. Herodes fraget heim⸗ lich nach, wenn dieſer Stern erſchienen. Und ob ers thaͤte nur aus Rach, ſo laßt es da⸗ zu dienen, daß weir nur um des Sternes Schein, der Jeſus iſt, bekuͤmmert ſeyn, fo lang wir forſchen koͤnen. 8 Gold, Weyhrauch, Myrrhen ſey die Gah, die wit zum Opfer bringen, ſammt Seel und Leib, all lunſre Haab, ſo wird es uns c gelin⸗ 18 Von der Geburt Chriſti. gelingen, daß unſer Fuß fall Gott gefällt, und IEſus ſich zu uns geſellt im eben und im Sterben. 8. HErr Ikſu, der du wunderbar die Heiden haſt gezogen, gieb, daß ich, wie die Heiden⸗Schaar, im Herzen werd bewogen, zu ſuchen dich, und nichtes mehr, zu deines Namens Preis 7 ſo lang ich leb auf E rden. 9. Ja, preiſ', o werthe Chriſtenheit, wie dir es heut gebühret, daß Gott aus der Unwiſenbeit die Heiden hat gefuͤhtet: und deneke, daß die Finſterniß ein⸗ boͤſes Ende nehmen muͤß, wenn man als Hei⸗ den lebet. ters Haus, ſchaft, deine Eigenheit, geh von dir ſelbſten aus. 6. Ued mache dich be hende auf, befreyt voni — von deinem Lauf, bis d das Kindlein haſt. Wü en die rechte de vid 6 SEtadt, wenn du den Hertze mach ſt bequem ſolcher großen Gnad. 8. Da findeſt du das be bens⸗Brodt, das dich erſa ben kan, fuͤr deiner Seelen — 1 9 Noth das allen beſte Mann. 9. Nimm wahr, me gingſt du ganz allein, un forſche weiter fleißig nach 23. Mel. Lobt Gott ihr Chriſten allzu⸗ gleich. 2 uf! Seele, auf, und ſaͤume nicht, es bricht das Licht herfuͤr, der Wun⸗ derſtern giebt dir Bericht, der 1905 ſey vor der Thuͤr. Geh weg aus deinem Vaterland, zu ſachen ſol⸗ chen HErrn, laß deine Augen ſeyn gewandt auf dieſen Morgenſtern. 3. Gieb acht auf dieſen hellen Schein, der dir auf⸗ gangen iſt, er fuͤhret dich zum Kindelein, das heiſſet Jeſus Chriſt. 4. Er iſt der Held aus Davids Stamm, die theure Sarous Blum, das rechte aͤchte Gottes⸗Lamm! Iſ⸗ raels Preis und Ruhm. 5. Drum hoͤre, merke, und ſuch das Kindelein. 10. Halt dich im Glau⸗ 765 an das Wort, das veſ iſt und gewiß, das fuhr dich zum Lichte fort aut aller Finſterniß. 11. In ſolchem Licht ſiehet man das wahre Licht allein; Ein armes Men, ſchenkind, das kan uns da⸗ von Muße ſeyn. 12. Jo hannes ſelbſt, denn treulich meynt, der zeuget ja von ſich, daß er nur ſeh des Braͤutgams Freund: Zu ſolchem nahe dich. 13. Erſinke du vor ſei⸗ nem Glantz in tiefſter 5 muth ein, und laß dein ſolchem Freudenſchein. 14. Gieb dich ihr ſelbſ zum Opfer dar mit Geiſe, IKLeib und Seel, und ſinge mit der Engel Schaar: ſey bereit, verlaß des Va⸗ die Freun 7 ler Laſt, und laß nicht a 7. Du, du biſt ſelbſt da Herz, doch deiner Sach,) een Lebe get Hie f det Hertz erleuchten ganz von n 9 6* K Nucl gehe 1 1 10 15 0 1 ae 0 eien, M t, 10 aich Ala! N tn ih 10 Oi e* ö 4 1 0 fifa s ſch dan denne S 1 106 ff fl Je gen. n hier gt lo. 1 fh u dig D 1 pie bil, Wehn e E 55 10 In deiſet Nel dehg Buß, die.. Ades lee, 0 15 Sakebir ker, gel-, die Ieh i 10 5. i.. lich Kan dan e de fe im Fülere f,. te dic her it dt du loan un. 5 06 Harck, de gie dercqalſ. 9. 20 Heilen ale St; E. gen 0 fing nal, Vein, e nid After 1 Het up Ein n Nel an 0 W et 88* 00* 0 0 lt* 90 W 5 in leg 651 g i 3* 5* ci h 118 u n Hier iſt Immanuel. 14.0 e 72 7 ö Chriſti. Haus, die Freuß „deine Eigenbeic ir ſelbſten aus. Ued mache dich h auf, befreyt von iſt, und laß nicht deinem Lauf, bis) eindlein haſt. Du, du biſt ſelbſt i lehem, die rechte d. Stadt, wenn du de ge machſt bequem er großen Gnad. Da findeſt du das! Brodt, das dich ers an, fuͤr deiner Seele zers⸗Noth das alle Mann. Nimm wahr, mi „doch deiner Sach, du ganz allein, un he weiter fleißig nac uch das Kindelein. Halt dich im Glan n das Wort, das 9. d gewiß, das fuͤhn zum Lichte fort au Finſterniß. In ſolchem Lich t man das wahre Lich 1; Ein armes Men kind, das kan uns d Nuß ſeyn. Johannes ſelbſt, den ich meynt, der zeug n ſich, daß er nur f Braͤutgams Freund olchem nahe dich. . Erxſinke du vor e Glantz in tiefſter d! ein, und laß de z erleuchten ganz d em Freudenſchein. „ Gieb dich ihm ſell Opfer dar mit Geiſ und Seel, und ſing der Engel Scha iſt Immanuel. 15. 0 Leben geht: Hier iſt des her erkannt, den ſtilen Von der Geburt Chriſti. 19 3—œ 8 17, O wunderbare Süſ⸗ giebt dem, deſſen Herz da⸗ zu bereit, und dieſes Kind⸗ lein liebt. 16. Die Engel in des Himmels Saal, die freuen ſich darob, die Kinder Zet⸗ tes allzumal, die bringen hier ihr Lob. 17, Da ſieh und ſchmeck, wie ſuͤß die Luſt, die hier verborgen liegt in deines JEſu Liebes Bruſt, die alles Leid beſtegtt. 18. Genieße hier dasEn⸗ gel-Brod, die ſuͤſſe Him⸗ mels⸗Koſt, und lobe hertz⸗ lich deinen Gott bey die⸗ ſem Freuden⸗ Mot.. 19. Hier iſt dae Ziel, hier iſt der Ort, wo man zum Paradiſes Pſort, die wie⸗ der offen ſteht. 20. Hier fallen alle Sor⸗ gen hin, zur Luſt wird alle Pein, es wird erfreuet . zeigen an, der heget ei ſigkeit! die dieſer Anblick Tuͤck der heget einen 25. Er will das Kindlein bringen um, die edle Got⸗ tes Frucht, den theuren Schatz, dein Eigenthum, er dir zu rauben ſucht. 26. Laß toben, würgen, wie er will, dir widerfährt kein Leid, geh du die Le⸗ bens ⸗Bahn in Still zur frohen Ewigkeit. 24. M. DomSimmel hoch da ꝛc. hriſtum wir ſollen loben ſchon, der reinen Magd Marien Sohn, ſo weit die ltobe Sonne leucht't, und an aller Welt Ende teicht. 2. Der ſel'ge Schoͤpfer aller Ding zog an eins Knechtes Leib gering, daß er dasFleiſch durchs Fleiſch erwürb, und ſein Geſchoͤpf nicht all's verduͤrb. 3. Die goͤttlich Gnad Hertz und Sinn in dieſem vom Himmel groß ſich in JEſulein. 21. Hier iſt in allem Ueberfluß, was einem nur behagt, da iſt kein Kummer, noch Verdruß, der vor das Hertz zernagt. 23. Mit Gott und allen Seligen haßt du Gemein, ſchaft hier, der Ort if wol am alücklihſten, da woh⸗ net SOtt in dir. 23. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vor⸗ Ruh⸗ und Friedens⸗Steg zum ewgen Vaterlond. 24. Denſelben geh und folge dann, und kehre dle keuſche Mutter goß, ein Maͤgdlein trug ein heim⸗ lich Pfand, das der Natur war unbekannt. 4. Das zuͤchtig Haus des Herzens zart gar bald ein Tempel Gottes ward: die kein Mann ruͤhret noch er⸗ kannt, von Gottes Wort man ſchwanger ſand. 5. Die eble Mutter hat gebohrn, den Gabriel ver⸗ hieß zuvor, den Sanet Johann mit Springen ſeigt, da er noch lag in Mutterleib. ö 6. Er lag im Heu mit Armuth groß, die Krippen n. ht zuruͤck) Herodi es zu hart ihn nicht verdroß: es 20 Don der Geburt Chriſti. es war ein' kleine Milch ſein 3 der nie kein Voͤglein hungern ließ. 7. Des Himmels Ehoͤrſe ſich freuen drob, und die Engel ſingen Gott Lob, den armen 15 wird vermeldt der Hirt und Schöpfer all ler Welt. 8. Lob, Ehr und Danck ſey dir geſagt; Ehriſt, ge⸗ bohrn von der reinen Magd, mit Vater und dem Heilgen Getſt, von nun an bis in Ewigkeit. 25. In eigener Mel. Daa der iſt ſo freu⸗ denreich fuͤr alle Crea⸗ ture: Denn Gottes Sohn vom Himmelteich wol uͤber die Nature von einer Jung⸗ fran iſt gebohrn, Marla du biſt auserkohrn, daß du D Mutter werdet Was ge⸗ ſchah ſo wunderlich? Got⸗ tes Sohn vom Himmel⸗ reich, der iſt Menſch ge⸗ bohren. 2. Ein Kindelein ſo loͤbe⸗ lich iſtuns gebohren beute von einer Jungfrau ſäuber⸗ lich, zu Troß uns armen Leuten. War uns das Kind⸗ lein nicht gebohen, ſo waͤr'n wir allzumal Heil il unſer aller. Ev du ſuͤſſer Jeſo Chriſt, der du Menf ch gebehren bil, be⸗ hüt ung vor der Holle. 3. Als die Sonn burch⸗ ſcheint das Glas mit ih rem klaren Scheine, und doch nicht ee das, ſo mercket allgemeine: zu gleicher Weiſ gebohren ward von einer Juugſrau rein und zart Gattes So der werthe; In ein' Kripy ward er gelegt, große Mar, er fuͤr uns kraͤgt, allhter auf di eser Erden. 4 Die Hirten auf dem Felde warn, erfuhren neut Maͤhre von denen Enge⸗ liſ ſchen Schaar n, wie hei gebohren wäre, ein Kong üb'r alle Koͤnig' groß, He, rod's die Red gar ſehr ven, droß, aus ſandt er ſeine o/ ten. Ey! wie gar ein fal⸗ IEſum Chriſt, die Kind, lein ließ er toͤdten. 26. N. Mer nur den lieben G Ott ꝛc. 8. dte Nacht, da mit erſchienen des großen eee, Freundlichkeit ind, dem alle Enge dienen, e moi⸗ ne Dunkelheit; und diese Welt⸗ und Him nels⸗ſicht 3 hundert tauſend Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten meine Seele: verſaͤume nicht den Gnadenſchein der Glanz in dieſer kleinen verlohrn, das ne, ſche Liſt erdacht er wide Höhle Freckt ſich in alle Welt hinein; Er treibet weg der Hollen Macht, det Suͤnden und des Creutzel Nacht. 3. In dieſem Lichte kauf du ſehen das Licht der kla⸗ ren Se ltakeit; zWennSon⸗ Mond und Stern ver“ gehen, vielleicht noch in gal furzer Zeit, wird dleſes Licht mit ſeinem Schein dein Himel und dein Al, les f ſehn. 1 10 1D 10 1 05 5 15 1 2 dar h nch fleht r Mn 3 4 10 ea e fle. 3 b 1 fahle, b A alt dür= de uf lei kühe N. Silas ut, 110 deu ende 1* 1 Fünf, bie ich in liche 4 Fanden fl, Aud ig dees Wai 0 ch ul. 5 77 9 dan Nl. 0 dh!(hötg 0 8 0 10 11% ſteuesſchgtnaeg. Hal re li, „ 11 0 100 I eeheN 1„Hebel. 2 5 . Nel Hachen nd 20 Das gh gane 7 ö 2 Neuen Fig. e ö 70 K. * 1. 9 —.— — — — — 28 8 v— 95 5 N 0 8 51 W 00 1 11 0% 10 5 10 0 b a Chriſti. nd zart Gottes So rthe; In ein' Kein or gelegt, große May r uns tragt, all eſer Erde. Die Hirten auf dg warn, erfuhren nen e von denen E 1Schaar'n, wie Thi zen 1 5 Koͤn ue König groß, 9. die Red gar ſehr 8 ausſandt er ſeine dn Ey! wie gar ein' fa ziſt erdacht er win m Chriſt, die Kin ieß er töͤdten. N. Wer nur der ben GOtt ꝛc. 97 5 inkelheit; und dieſg zund Him nels⸗ Lich ht hundert taufen en nicht Laſt dich erleuchten Seele: verſaͤum den Gnadenſchei lanz in dieſer klein e Freckt ſich in al hinein; Er treibe er Hollen Macht, du den und des Creuße k. 5 8 f Ju dieſem Lichte kau zen das Licht der kl eltakeit; Wenn eon Nond und Stern ben „oolleicht noch in ga Zeit, wird dleſe⸗ mit ſeinem Scheſ Himmel und dein vn. N 40 kel ſeyn. Weihnachts⸗Wonne, und Weihnachts⸗Glanzes voll. 27. In eigener Mel. Von der Geburt Chriſti. 21 . Laß ur indeſſen helle ſcheinen, dein Glaubens, und deinLebens⸗Licht; mit Gott muſt du. es treulich meynen, ſonſt hilft dir die⸗ ſe Sorge nicht Wilt du machte gleich:: derbraͤcht zu Gottes Reich. Halleluja. 8. Damit Er uns ihm nnd wie⸗ 9 Fur ſolche Gnadenkei⸗ che Zeit, ſey Gott gelobt genleßen dieſen Schein ſo in Ewigkeit. Hallen darfſt du nicht mehr dun⸗ F. Drum, IEſu, ſchoͤne Weihnachts Sonne, be ſtrahle mich mit deiner Gunſt dein Licht ſeh meine lehre mich die Weihnachts, Künſt, wie ich im Lichte wandeln ſoll, und ſe des Ei, i gebörn zu 5 Bethlehem: des Feu d eule e de Aua . Hier liegt es Krippelein n ohnende iſt die Herrſchaft ſein. Hallel. 3. Das Oechslein und bas Eſelein: erkannten Ott den Herren ſein. Halleluja. 55 „4. Die Weiſ aus Saba kamen dak:, Gold, Weih⸗ kauch, Mytrhen brachten ſie dar. Halleluſa.. F. Sein Mutter iſt die teine Magd die ohn ein'n Mann gebohren hat. Halleluja. 6. Die Schlang ihn nicht vergiften kunt:,; iſt wor⸗ den unſer Blut ohn Suͤnd. Hallelu a. 7. Er iſt uns gar gleich nach dem Fleiſch ,: der in dem ſtſcher Luſt und Wonne, . 10. Lob ſey der heilgen Dreyeinigkelt: von nun an bis in Ewigkeit. Hallel. 28. Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm, 2c. Fin Kind iſt uns gebob; — ken heut, der liebſte Sohn iſt uns geſehenket, in dem Goc Guad um Gnad darbeut fur alles, was die Seele kraͤnket Merck auf, mein Herz und ſchau das Knaͤblein an! denck, welch ein Wunder Gott durch ihn gethan. 2. Es ſpielt in ſelnem Angeſicht, mit freudenrei⸗ Wohne, des Klarheit, Lieb und Er iſt des neuen s Sonne, dadurch der Welt ein neues Licht entſteht, die ohne Ihn im Dunkel untergeht. 3. Das Kind iſt art und traͤget doch, was Erd und Meer und Himmel heget: der ganzen Herrſchaft Laſt und Joch iſt ſeinen Schul⸗ tern aufgeleget don dem, der ihn zum Mittel⸗Punkt geſetzt des, was da iſt und werden ſoll zuletzt. 4. Sein Name heißet Wunderbar, Er iſt auch aller Wunder⸗ Krone: Es jubklirt der Engel Schaar, mit Herzens⸗Luſt im ſuͤſß⸗ Vaters Licht: Himmels Suͤnd nach iſt er uns nicht gleich. Halleluja. ſen Tone das Gloria, 70 ie⸗ 22 Von der Geburt Chriſti. dieſes Wunder ⸗ Pfand ſich in der Nacht bey uns zur Welt einfand. 5. Bedarfſt du Rath und Unterricht; will dirs an Witz und Weisheit feh len: Dis Kind heiß Rath, es iſt dein Licht; ſo du dich wirſt mit ihm vermaͤhlen, ſo wird es dir in aller Noth und Pein dein treu⸗ er Rath, dein Licht und Leitſtern ſeyn. 6. Fehlt dirs an Kraft, o liebe Seel! auf Gottes Wegen fort zu kommen, ſey unverzagt! Immanuel, der deine Menſchheit ange⸗ nommen, heiſt Kraft, und will durch ſeine Kraft al⸗ lein in allem Kampf dein treuer Helſer ſeyn. 7. Fehlt dirs an Muth und Tapferkeit, der Feinde Rotte zu bekriegen: hier iſt der Held, der in dem Streit dich nicht kan laſſen unterliegen: Wer in der Schlacht ihn an die Spitze ſtellt, der ſieget und behaͤlt zuletzt das Feld. a 8. Ein ewger Vater iſt er dir, weil er dich durch ſein Wort gezeuget: Nun ſorgt er fuͤr dich fuͤr und fuͤr, ſein Hertz bleibt ſtets zu dir geneiget. Was er befiehlt den Vaͤtern in der Zeit, wird er vielmehr ſelbſ thun in Ewigkeit. 9. Den Friedens⸗Fuͤr⸗ ſten nennt er ſich, weil legt dich auch ner Liebe Schooß. 10. Drum geben: Erhebe jauchtzenſ fu, e dein Stimm, und pfeil ihn mit deinem Lehel, Gott giebt ſich dir, gie du ihm wiederum dit gantz und gar zn ſeiun Eigenthum. 29. Mel. Du biſt enn Menſch ꝛc. Ermuntre dich, mel ſchwacher Geist, unh krage groß Verlangen, en kleines Kind, das Vatg heißt, mit Freuden zuem pfangen. Dis iſt die Nacht, darin es kam, und menſch lich Weſen an ae durch bie Welt mit Kreuen als ſeine Braut zu frehen. 2. Willkomm' n, o ſüßg Braͤutigam, du Koͤnig al ler Ehren! willkomm e, Jeſu, Gottes Lamm! ich will dein Lob verwehren; ich will dir all mein kebe⸗ lang von Hertzen ſaben Preis und Danck, daß du da wir verlohren, fur unt biſt Menſch gebohren. 3. O großer Gott! wat kont es ſeyn, dein Himmel. reich zu laſſen, zu kommen in die Welt hinein, nichts denn Neid und Ha ſen? Wie konnkeſt du die er als Hertzog fuͤr dich große Macht dein Kong ſtteitet, ergoͤtzt indeſſen reich, die Freuden Prach, reichlich dich an ſeinen ja dein erwuͤnſchtes beben Tiſch, den er bekeitet, fur ſolche Feind hingeben! und macht dein Hertz von Furcht und Schrecken loß, 4. Iſt doch Herr J. ſu, deſne Braut gantz aim uf auſt in e ö freue dich Hataſ eu mein Hertz, in ihm: nun dude ec an, was dir dein Gotz gu Kuh hat Fc 16. da vonder Oe 7 N teu c t 1 ole t floc 1 bb Fuer, e . uch huihtent⸗ N 100 ia Sher don f it lg. „ A dn ud Hen ſctrdl g at hu e Js iar, d fager ah u kat Hab, fickt Hill eig, g es nig lcd, Auch anten tio Aung, ee 1 g 10 0 dan 4 Much geworden; 6. Ne al, 105 f Wunde 0 Hen Abgeben 4 den Hag achadt un 4 aan du haft gaht he a T0 t e . 12 0 f 2—— — 5. 4 L 4„ A . — — — 2 — . — — —— — —— — —— — — — — 4 * 1 4 — —— I—— EN. 8 argh est ind ſichſſe. 75 g gut 10 ah und dirs ay it feh Ruh, du dich nͤhlen, aller treue t und Kraſt, Hottes nen, ſey vel, der ange, ſt, und ſaft al, f dein Muth Feinde : pier in dem n laſſen bin der Eyitze behält Lob beg deter ie it al ne F 1 66 0 Nuß ö fir undſ g e Aobren, fa t fers g g un an 0 19 f n 10 355 u diaz aun e a , den e 19 ltc hu, 10 l an in m. b 1 . du ite e e dich 6 0 f 7 1 ee e ind, da dag genen Doeh, em, uud c ſchrede e Weltmeen „ Brauti e, 1 komm . am, d 0 4 l ik, J ottes damn c eg; ſelmeht t N * belt hie n Neb einen ekellet, itz von I — 2 1 — — — — — —— Wege e und voller Schanden; noch 74 hast du ſie dir ſelbſt ver⸗ ſteaut am Creutz in Todes, Banden; iſt ſie doch nichts als Ueberdruß, Fluch, Un⸗ flath, Tod und Finſter⸗ wegen den Seepter von dir legen. 5. Du Fuͤrſt und Herr⸗ ſcher dieſer Welt, du Frie⸗ dens Wiederbringer, du kluger Rath und tapfrer Held, du ſtarker Hoͤllen⸗ Zwinger, wie iſt es moͤg⸗ lich, daß du dich erniedri⸗ geſt ſo jaͤmmerlich, als waͤ reſt du im Orden der Bett⸗ ler Menſch geworden? 6. O großes Werck, o Wunder ⸗Nacht, der glei⸗ chen nie gefunden! Du ha den Heiland hergebracht, der alles überwunden; Du haſt gebracht den ſtarcken Mann, derFeu'r und Wol⸗ cken zwingen kan, vor dem die Himmel zittern, und alle Berg erſchuͤttern. 7. O liebes Kind, ſuͤßer Knab, holdſelig von Geberden, mein Bruder, den ich lieber hab, als alle Schatz auf Erden! komm, Schoͤnſter in mein Hertz hinein! Komm eilend laß die Krippen ſeyn. Komm komm, ich will bey Zeiten dein Lager dir bereiten! 8. Sag an, mein Her⸗ tzens⸗Braͤutigam, mein Hoffnung, Freud und Le⸗ benn, mein edler Zweig aus Jacobs Stamm, was ſoll ich dir doch geben? Ach! nimm von mir Leib, Seel und Geiſt, ja alles, was Menſch iſt und heißt; ich Von der Geburt Chriſti. will mich gantz verſchrei⸗ „4— ben, dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob, Preis und Danck, Herr Jeſu Chriſt, ſey dir von mir geſungen, daß du mein Bruder worden biſt, und haſt die Welt bezwun⸗ gen: hilf daß ich deinecuͤ⸗ tigkeit ſtets preiſ' in die⸗ ſer Gnaden⸗Zeit, und moͤg hernach dort oben in Ewig⸗ keit dich loben. 30. M. Solt ich mei nen Gott ꝛc. Enie ſey dir Lob geſun⸗ gen, o du Menſch ge⸗ bohrner Held, mit dem Herzen und der Zungen, ſtI daß du biſt auf dieſe Welt mir zu gut ins Fleiſch ge⸗ kommen, und aus lauter Freundlichkeit, o du Sohn der Ewigkeit! Fleiſch und Blut haſt angenommen, und mein Bruder worden biſt: Sey willkommen und gegruͤßt. g 2. Sey gegruͤßet! Dir U heut ein Lob⸗Ge⸗ ſang mit Recht; weil du ja ſo hoch geehret unſer menſchliches Geſchlecht, daß du ſolches anvermaͤhlet haſt der goͤttlichen Natur, unſre, die ſo niedrig nur, unſre Menſchheit auser⸗ waͤhlet und geſetzt auf Gottes Thron, in der mittelnden Perſon. 3. Die in Adam gantz verderbet, und geſchwaͤrtzt durch Suͤnde war, ſo von ihm uns angeerbet, wird jetzt wieder weiß und klar, klar und rein in dir; Von wegen 24 Von der Geburt Chriſti. wegen Aden war ſie ganz verflucht! Du gebenedeyte Frucht, der Junsfrauen biſt ihr Segen. Satan machte m ſie zu Spott: Du verbin⸗ deſt ſte mit GOtt. 4. Du, du biſt der M ler worden, zwiſchen, Gott und Menſchen: Du haſt der armen Menſch en Or⸗ ben wiederum in Fried und Ruh, als du wurdeſt Menſch, geſetzet, uns betzm Vater ausgeſöhne, und mit ſelner Huld gekrönt. Soi, che G Guade und Liebe weßzet u meinen Glauben wider Tod wider Suͤnd und Hoͤllen⸗ Noth. F. Solte Gott nicht ſeyn gewogen mir, und ich in 3 der mein Fleiſch hat angezogen? Haßt auch wer ſein Fleiſch und Blut? Iſt ſein Sohn nicht mir gebohren, und bekleidt wit e hat er mich nicht ihm vertraut? Trotz, der ſagt, ich ſey verlohren! Stoßt mir um dis Felſen⸗ Wort: daß Cott ſelber iſt mein Hort. 6. Wird das Leben doch d mein Leben, leuchtet mir doch ſelbſt das Licht, wird das Heil doch ſelbſt gege⸗ den mir zum Heil! Ach! was gebricht weiter uns? Die Quell der Freuden, fallt in dieſes Jammerthal, aus dem hohen Himmels, Saal uns zu Troſt in alles Leiden, meine Lieb und Snigkelt teln Mensch g bohren heut. 7. O du ällerſchoͤnſter a o du keuſcher Jung⸗ aun⸗ Sohn! meiner See⸗ ſich mit uns beten 10, 15 die Genadenſonne. o 1 N wanken: i Mia Genaden⸗ Sonne. 4 1 Iilen relchſte Haade; meines Glaubens edle Kron, laß auch neu geböhren werden nuch, e als wie du Kind, das man in der Kr; ppen indt: meine bete Freud auf Erden! Laß fuͤt dieſen Gnadenſchein mich dir ewig dankbar ſeyn. — — ä — ——— — —. — — — — 1 11 6 2 deu d . 1 ent 1 31. In eigener Mel. 725 Treuet euch, ihr Chriß ei been alle! freue ſich wer img 10 baun ſo mer kan! Gott hat viel an 10 enn uns gethan. Freuet 9 4 mit großem Schalle, da 4 J A n — —— 5 8 i. bee 5 ent tat 9 10 dire erm deu fekte Ie babe r lat— Er uns ſo hoch geacht't, 11 10 10 11 10 0 1 0 f lun 0 D m 4 128 1 5 10 0 e mächt. Freude, Freude uber Freude, Chriſtus weh⸗ tet allem Leide! Wonne, 1 Wonne uͤber Wonne! Et 10 Siehe, ſie be, meine f Seele; wie dein Heil and kommt zu dir, brennt iu Liebe fur und fuͤr, daß Et in der Krippen ⸗ Höhle harte lieget dir zu gut, dich u löſen durch ſein Blut. 88 Freude, Freude uͤber Freu⸗ 0 00 ahn 2, Christus wehret alem Leide! 1 Wonne] Wonne 1255 über Wonne! Er iſt die Genaden Sonne. 2. JEſu, wie ſoll ich di banken? ich bekenne, daf von dir meine Seligkeit herruͤhr. So laß mich von 1 15 1 n 138 0 2 10 0 60 U 5 0 e 7 Leide! e. über Wonne! Er 300 Donder Geburt Chriſti. 25 yſte Haabe; meſſ Samen, ee 7— us edle Kron, 4, eln, imm dich dei; ner Glieder ferner in Ge⸗ u gebohren werd ind fromm, alsgnaden an, ſchincke was 2 2 d, das man in n u findt: meine hadeine Brüder; Gieb der dt: meine he een She Gnadenſchein S rleden und ein ſeligs g dankbar 7 rende ehe uͤber Freu auf Erden! Laßſgantzen Freude 1 1 10 1 In eigener Mel allemkeide: Wonne, Won⸗ 3 0 neuͤber Wonne! Er iſt die t euch, ihr Cheilſcdenaden⸗ Sonne. e! freue ſich wer iz z. M. warum ſollt 1! Sote hat viel! than. Freuet en oßem Schalle, 0 ich mich denn graͤmen? 8 ſo hoc gauche t uns befreundt g Freude, Frei vor Freud alle 5 e ruf 12 reude, Chriſtut wi alen 5 em Leibe! Woge s len Genadenſonze. bohren. Siehe, ſte. 2. Heute geht aus ſelner Siehe, ſtehe, mi 0 5 at 5 40 8 die Welt reißt aus allem t zu dir, 905 10 5 Met wird f pen HiMenſch, dir, Menſch, zu gu⸗ ne 0 f Aa a 185 110 n nech sein Flbindtſich mit unſerm Blute. n ute eee 3. Sollt uns Gott nun „ der uns Wonne! Wedeln c. liebt uber alle „wie dein Heilgam ur und für, daß Nammer; „ Freude über Fin hricus wehret ahkoͤnnen haſſen, Bonne! Er iſt! zen Sonne. 1 baten cler Mea und Ehren. ir meine Selſgl 6 e bngekehret, det ſein Reich und egen bin: gehret? Sollt uns Gottes ohn nicht lieben, der jetzt let frey eures Glaubens ir zu eigen hin: 1 1 det Herz und Si i b. 17 N 8 e, Freude über zauwas uns will betrüben. jan bitten kan, zu erquicken Luſt zu unſerm Schaden ey ſo wuͤrd' unſre Buͤrd' Er nicht auf ſich laden 6. Er nitemt auf ſich was auf Erden wir gerhan, Troͤlich ſoll mein Hertze 8 ſpringen, dieſer Zeit, alle Engel oͤrt, hoͤrt, wie mit hoͤren alle Luft e uber Wonne!(aute ruft: Ehriſtus iſt ge⸗ giebt ſich an, unſer Lamm zu werden: unſer Lam, das fuͤr uns ſtirbet und bey Bott fuͤr den Tod Gnad und Heil erwirbek. 7. Nun er liegt in ſelner Krippen, ruft zu ſich nich und dich ſpricht mit ſuͤſſen kippen; Laſſet fahr'n, 9 liehen Brüder, was euch guält, was euch fehlt, ich bring alles wieder. 8. Eh ſo kommt und laßt uns laufen, ſtellt euch ein Groß und Klein, eilt mit groſſen Haufen! liebt den, der vor Liebe bren⸗ net; ſchaut den Stern, der aßen? Gott giebt, un ſchwe zen, de ſerm Leid zu wehren, ſeinen empfind't ſeine Sund und zoͤhn aus dem Thron ſei⸗ Gewiſſens ⸗Schmertzen, oͤmmt, von uns nimmt, euch gern Licht und Labſal goͤnnet 8 9. Die ihr ſchwebt in groſſen Leiden, ſehet, hier iſt die Thur zu den ewgen Freuden. Faßt Ihn wohl, Er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Creutz wird rühren. 10. Wer ſich fuͤhlt be⸗ ſchwert im Hertzen, wer ſey getroſt, hier wird ge⸗ 4. Sollte von uns ſeyn funden, der in Eil machet heil dis vergiſten Wunden. 11. Die ihr arm ſey und elende, kommt herbey, fuͤl⸗ Hande: Hier ſind alle gute [Gaben und das Gold, daihe hriſtus wehre alt 5. Hatte vor der Men⸗ ſollt euer Hertz mit laben. Wonen chen Orden unfer Heil Wonne en ik leinen Greu'l, war er nicht den Sonne, Je Mensch worden; Hirt Er Wonne! Er 12. Suͤſſes Heil! laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverruͤckt an⸗ B han⸗ 26 Von der Geburt Chriſti. hangen: Du biſt meines Lebens Leben, nun kan ich mich durch dich wohl zu⸗ frieden geben. 13. Meine Schuld kan mich nicht druͤcken, denn du haſt meine Laſt all auf deinem Ruͤcken: Kein Fleck iſt an mir zu finden, ich bin gar rein und klar aller meiner Suͤnden. 14. Ich bin rein um dei⸗ netwilen, du gibſt gnug Ehr und Schmuck, mich dartnn zu huͤllen. Ich will dich ins Heize ſchlieſſen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dich recht genieſſen. 15. Ich will dich Fleiß bewahren, ich will dir leben hier, dir will ich ab⸗ fahren. Mit dir will ich endlich ſchweben voller Freud, ohne Zeit, dort im andern Leben. 33. In eigener Mel. Gene ſeyſt du, Jeſu Chriſt, daß du Menſch gebohren biſt von einer Jungfraun, das iſt wahr, des freuet ſich der Engel⸗ Schaar. Kyrieleis. 2. Des ewgen Vaters einigs Kind jetzt man in der Krippen findt; in unſer armes Fleiſch und Blut verkleidet ſich das ewge Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Welt Kreis nie beſchloß, der liegt in Marien Schooß; Er iſt ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhaͤlt allein. Kyrieleis. 4. Das ew'ge Licht geht da herein, giebt der Welt. ch mit! ge ein'n neuen Schein: e leucht wohl mitten in du au h en Nacht, und uns des Lichte 906 1 Kinder macht. Kyrieleis, g 5. Der Sohn des Vater guche Gott von Art, ein Gaf auh in der Welt bie ward; Ei mee fuͤhrt uns aus dem Jau merthal, und macht un„een Erben in ſein m Saal. K gie each l rieleis. 0 6. Er iſt auf Erden kom men arm, daß Er unſa a ſich erbarm, und in den Himmel mache reich, un ſeinen lieben Engeln gleich J Kyrieleis. 0 7. Das hat er alles un gethan, ſein groß Liebe e zeigen an: des freut ſiſ n alle Chriſtenheit, un danckt Ihm des in Ewig keit. Kyrieleis. ö 34. M. Nun komm der Heyden c. Gon ſey Danck dur alle Welt, der ſelſ Wort beſtaͤndig haͤlt, un der Suͤnder Troſt und Ra zu uns hergeſendet hat. 2. Was der alten Vac h Schaar hoͤchſter Wunſt a und Sehnen war, und wa ſte geprophezeyt, iſt erfuͤl nach Herrlichkeit. 1 3. Blons Huͤlf und Abraum i Lohn, Jacobs Heil, de 1000 Jung fraun Sohn, der wi n e iweygeſtammte Held ha ſich treulich eingeſtelt. 4 Sey willkommen, mein Heil! dir Hoſtanne o mein Theil! richte 90 11 0 auch eine Bahn dir in me g nem Hertzen an. n ., Zeuch, du Ehren Koͤnig ein, es gehoͤret di 1 allen il 0 ——— — ——— . ä J 0 2* — — — inen J g — .— ie del. 60. b%e Eten f hug f ö 10 17 1* g 0 6 weise. nder O DU Een 1 9 0 l. 5 85 E dus 106 f g an 0 ert unt Ng echt at t ncht. Indͤdt u te 5 8 nab, I Mel= ktinck, Mic l: ig Erden 1 l Beg ficht naht dr dent ua dn. R 17 N g Wen Chriſti. neuen Schein: wohl mitten i „und uns des Lig r macht. Kyriel er Sohn des V von Art, ein Welt hie ward; uns aus dem al, und macht! in ſein'm Sagl, l 3. Er iſt auf Erden arm, rbarm, und in nel mache reich, daß Ex n ö 1 J lieben Engeln gag leis. Das hat er alles in, ſein groß Lie an: des freut Thriſtenheitz! t Ihm des in e Kyrieleis. 0 M. Nun kom er Heyden 10 3 Ott ſey Danck d alle Welt, der t beſtaͤndig haͤlt, duͤnder Troſt und N gerne thuſt, rein von allem en 2 5 6. Und gleich wie dein m Von der Geburt Chriſti. 25 allein: mach es, wie du Zukunft war voller Sanft; uth ohn Gefahr: alſo ſey auch jederzeit deine Sanft⸗ muth mir bereit. 7. Troͤſte, troͤſte meinen Sinn, weil ich ſchwach und bloͤde bin, und des Satans ſchlaue Liſt ſich ſo hoch an mir vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwey, daß ich aller Aengſten frey, dir im Glau⸗ ben Um und an ſelig blei⸗ be zugethan. 9. Daß, wenn du, o Le⸗ bens⸗Fürſt, praͤchtig wie, derkommen wirft, ich dir moͤg entgegen gehn, und vor dir gerecht beſtehn. 5. M. SErr GOtt nun ſey gepreiſet. ſchmecken dein Suͤßigkeit im Hertzen, und duͤrſten ſtets nach dir. 4. Du Schöpfer aller Dinge, du vaͤterliche Kraft, regierſt von End zu Ende kraͤftig aus eigner Macht: das Hertz uns zu dir wende, und kehr ab unſre Sinne, daß ſie nicht irr'n von dir. 5 Erroͤdt uns durch dein Güte, erweck uns durch dein Enad, den alten Men⸗ ſchen kraͤncke, daß der neu leben„ag wobl hier auf dieſer Erden, den Sinn und all Begehrden, und G'danken haben zu dir. 36. Mel. Mir nach ſpricht Chriſtus ꝛc. Oder: Auf! Chriſten Menſch ꝛc. ier liegt, den meine Seele liebt, nun darf H 85 Chriſt, der ein' ge Gottes Sohn Vaters t Ewigkeit, aus ſeinem is hergeſendet ha Hertz'n enkſproſſen, gleich⸗ Was der alten A wis geſchrieben ſteht. Er gar hoͤchſter Wil itz der Morgenſterne, ſein'n Sehnen war, und f eprophezeyt, iſt en Herrlichkeit. ons Huͤlf und Ahn , Jacobs Heil, n, der Held gfraun Soh geſtammte 0 treulich eingeſtell Sep willkommen Heil! dir Hoſſa ein Theil! richt. eine Bahn dir ian N Glanz ſtreckt Er ſo ferne vor andern Sternen klar. 2. Für uns ein Menſch gebohren im letzten Theil der Zelt, der Mutter un⸗ verlohren, ihr jungfraͤulich ich nicht mehr klagen, weñ mich die ſchnoͤde Welt be⸗ truͤbt, mir anthut Schmach und Plagen. Im Herzen lieget mir des Kind, bey dem man Troſt und Ret⸗ tung findt. 5 2. Es ſcheint ja zwar ein ſchwaches Kind, liegt da in einer Krippen, im Stall und wo man Unflath find: doch ſeine ſüͤſſe Lippen die blaſen aus in mir denGeiſt, Kegſchheit; den Tod fuͤr der mir den Weg zum Le⸗ uns zerbrochen, den Him⸗ mel aufgeſchloſſen, das Le⸗ ben wiederbracht. 3. Laß uns in deinerLiebe und Erkenntniß nehmen zu, daß wir im Glauben und dienen im bleiben 7 Geiſt ſo, daß wir hie moͤgen ben weiſ't. 25 3. Raum auf, mein Herz nimm willig an dein Creutz, das dir gebühret dis Kind, das dich erfreuen kan, und deine Seele zieret. O druck es veſt an deine Bruſt, und laß es ſtets ſeyn deine Luſt. B 2 4. 8 5 4 5 Wachfe doch, du werthes Kind in mir nach deiner Güte! 0 Kind 9 11 den man eintzig findt das troͤſtliche Gemuthe 7 laß mich auch wachſen a uf in dit 1 Tugend zier 5. Du haſt dich ja in Ewigkeit allhier mit mir vermählet, und wir dar Herr& auf Gerechtigkeit und Un⸗ ſchuld zugezaͤhle't: Drum ſcheu ich dein Gerichte Richt, weil du im Tod auch 10 mein Licht. Don der Geburt Chviſti. und mich mit de inert So nimmſt du nun dagegen an das alles, was ich habe. Du zahlſt, was ich licht daher kan, und helf mir aus ewiglich. 7. Du wirſt ſchwach daß ich ſey ein Mann, hier ritterlich zu kaͤmpfen. Du dem Grabe. Fuͤr Duͤrſeigkelt giebſt du( mir dich, und mir bir alles nimmſt mein ganzes Elend an, kum meine Noth zu daͤmpfen: ich kan es alles ſagen nicht, was du mit worden biſt, mein Licht. 8. Du biſt mein All, was will ich mehr in dieſem kartzen Leben? Dort werd ich ſchauen deine Ehr, weñ du mir da wirſt geben. Was ich allhier in Furcht und Noth muß ſuchen bis in meinem Tod. 9. Dis eine will ich bit⸗ ken noch: Du wolleſt in mir wenden dis ſchwer ge⸗ ſpannte Suͤnden⸗Joch und dis mein Elend enden: Ach! laß mich weiter nicht dran ziehn, und ja der Luſt⸗ Such bald entflſehn. 10. So werd ich voll Troſt und Freud in mel a Elend werden, vel; 115 geſſen all mein gantzel 10 Leid und zeitliche Be⸗ ſchwerden. Wenn du auch 1 kommeſt zum Gericht, wirft du wich denn ven f f dammen nich 11 Des hi uns allet, Chriſt, der du da⸗ zu gebohten und uvnſel ein'ger Heiland big, daß der ſich bekeh und dit ne Liebe baut. 37, m O GO, du 0 frommer Gott. h freue mich in dit, 1 N und 7 dich will kommen, mein liebſtes Ie ſulein! Du haß dir vor 90 Ae en, mein Bruͤden lein zu ſeyn;: Ach] wie ein ſuͤſſer Ton, wie freundlich ſieht Er aus, der groſſe Gottes Ehn. 2. GO ſenckt die Majeſtat, ſein unbegreſf lich Weſen, in eines Men cen Leib: Nun muß die ö en f 0 ö alt ventraut, 0 ſſich in dein 5 0 e . Abts* un gärn J fahne . 2 fte 1 i be. 21 ff d fh ach fen ſüſſen 1 HE nie wand 5. werlohrch 0 al N ö aste ce abertrf oke, 1 1 0 3. Nn S d und S. f eig Ban 10 1 Venn ef aan Alt 1 kibt weint in fi 1M. ue, ich ten. Dei dach n guter zahle dei an Alber! ae 07 10 me 1. dende u nt A A Wk la, — 7 50 It geneſen; Der alle“- hoͤchſte Got ſpricht freund lich bey mir ein, wird gar ein kleines Kind, und heißt mein Ichſulein. 1 8 wie ſchal ut Er in die Ihren, es fan durch Stal hl 12055 Ertz und Ae bohren das liebſte JEſu⸗ lein: Wer IEfum recht erkennt der ſtirbt nicht, wenn er ſtirbt, ſo hald er 4 harte Fel ſen IEſum nennt. 4. W f 3. Wie lieblich kl ne Chriſti. So werd ich 1 und an und 8 en nicht. Dos hilf uns al rr Chriſt, der du! bohten, und 9 r Heiland bis, nd ſey verlohn ch bekähtt, un ut, und ſich in) be baut. N. GOGO, mmer GOtt freut mich in 0 1 90 0 N, mein liebſtes) Du haft dir imen, mein Bruͤh üſeyn; Ach!] wie Ton, wie freund Er aus, der gu es Hohn. GO ſenckt tit, ſein unbege zeſen, in eines M Leib: Nun muß geneſen; Der al e Got ſpricht freu ey mir ein, wird ines Kind, und he Ich ſulein. Wie lieblich klingt wie ſchallt Er in „ es kan durch St rtz und harte Fl n das liehſte Jef Wer IEfum re it der ſtirbt nicht er ſtirbt, ſo bald m nennt. 4. W See ind Freud in zmich an dich, e Elend werden, halten„und ſollte gleich ſatt ſehen, all mein gandie Welt in zeitliche ſcken ſpalten. den. Wenn dun dir, nur dir, eſt zum Gere gantz allein: 9 mich denn Fein, ſu, 48. Mel. Nun freut nein Leben! und ſchencke! mir haſt gegeben. Glantz, — Von der Geburt Chriſti. 22 4. Wohlan! ſo tauſend 1 15 O IE Su, auf dich al⸗ auf dich ſchlaf ich ein. euch, lieben 2c. „o JEſulein ich ſtehe,brins Nimm ißt mein Geiſt und Ich ſteh an deiner Krip JJ pen hiet hin, es Sinn, Muth, und laß 2. Du haſt mit deiner jed' erfullt mein' Adern Heblüte: Dein ſchoͤner dein ſuͤſſes Bild, liegt mir ſtets im Gemu⸗ the. Und wie mages auch anders ſeyn? Wie koͤnt ich dich, mein JEſulein. aus meinem Hertzen laſſen. 3. Da ich noch nie gebob ren war, da biſt du mir ge⸗ bohren und haſt mich bit u eigen gar, eh ich di 8. und kannt, erkohren; da hat dein Hertze teſt werden. 1 Ich lag in tiefer To⸗ des⸗Nacht, du wareſt meine die Le⸗ Sonne, die Sonne, dir zugebracht Licht, ben, Freud und Wonne O Sonne, Elcht des deine Strahlen? will ich! 5 Ich ſehe 9 IJEſu, den an, und „mein JE⸗ weites möchte faſſen, Hertz, Seel und nimm alles hin i pirs wohlgefallen. Troſt kan finden, da ruft mirs zu: Ich bin die das werthe Glaubens in mir angericht' t, wie ſchoͤn ſind b f pen liegen! Fuͤr edle Kin⸗ B 3 der dich mitcreu, kan mich nicht und weil ich nun nicht weiter kan ſo chu JESu, ich, was geſchehen. O daß dir leb ich mein Senn ein Abe rund är, und meine Seel ein Mer, daß ich dich 6. Veraönne mir, o JE⸗ ſulein, daß ſch dein Münd⸗ lein küſſe das Mundleig das den ſüͤſſen Wein, auch Milch und Honig Flüſſe weit übertrifft in ſeiner Kraft, es iſt voll Labſal, Starck und Saft, der Mark und Bein erquicket. 7. Wenn oft mein Hertz meLeibe weint, und keinen dein Freund, ich tilge deine Suͤnden. Was traureſt du, mein Fleiſch und Bein? du ſolt ja guter Dinge en, Ich zahle deine Schulden. 8. Wer iſt der Meiſter, der allhier nach Wuͤrdig⸗ keit ausſtreichet die Haͤnd⸗ boh⸗flein, ſo dis Kindlein mir anlachende zureichet! Der Schnee iſt hell, die Milch ich iſt weiß, verlieren doch ö eh ich durch deine Hand gemacht, ſchon bedacht, wie du mein wol⸗ beyd ihren Preis, wenn dieſe Händlein blicken. 9. Wo nehm ich Weis⸗ heit und Verſtand⸗ mit Lo⸗ be zu erhoͤhen die Aenglein, die ſo unverwandt nach mir gerichtet ſtehen? Der volle Mond iſt ſchoͤn und klar, ſchoͤn in der guͤldnen Siter⸗ nen Schaar, dieſ Aeug⸗ lein ſind viel ſchöner. 10. O daß doch ſo ein lle⸗ ber Stern ſoll in der Krip⸗ 30 Von der Geburt Chriſti. der groſſer Herrn gehoͤren guͤldne Wiegen. Ach! Heu und Stroh iſt viel zu ſchlecht, Sammt, Seiden und Purpur waͤren recht, dis Kindlein drauf zu le⸗ gen. 11. Nehmt weg das Stroh, nehmt weg das Heu, ich will mir Blumen holen, daß meines Hei⸗ lands Lager ſey auf Ro⸗ ſen und Violen; mit Tul⸗ pen, Nelken, Rosmarin aus ſchoͤnen Gaͤrten will ich Ihn von oben her be⸗ ſtreuen. 132. Zur Seiten will ich hier und dar viel weiſſe Lilien ſtecken, die ſollen ſeiner Aeuglein Paar im Schlafe ſanft bedecken: Doch liebt vielleich: das duͤrre Gras dis Kindlein mehr, als alles das, was ich hier nenn und dencke. 13. Du frageſt nicht nach Luſt der Welt, noch nach des Leibes Freuden: Du haſt dich bey uns einge⸗ ſtellt, an unſrer Statt zu leiden: Guchſt meiner Seelen Troſt und Freud durch allerhand Beſchwer⸗ lichkeit, das will ich dir nicht wehren. 14. Eins aber, hoff ich wirſt du mir, mein Hei⸗ land, nicht verſagen, daß ich dich moge far und fur in, bey und an mir tra⸗ gen: So laß mich doch dein Kripplein ſeyn, komm, komm und lege bey mir ein dich und all deine Freuden. 15. Zwar ſoll ich den⸗ ſtets nenne, ſchoͤnſes cken,, wie 8 85 ich dich N bewirthen werde; Du bi AK * 1 der Schoͤpfer aller Ding 0 ich bin nur Staub und Erde: Doch diſt du ein ah fo lieber Gag, daß du noch nie verſchmaͤhet haf 5 den, der dich gerne ſiehet. 0 39. In eigener Mel. FEseSu, rofe mich vol 85 91 Welt, daß ich zu blen Ui elle ö Jeſu, e e nee W. 2 Nicht Jeruſalem, ſo d fliege Te bi, en dern B Serhledem hat beſche⸗ e 5 rek, was uns naͤl Ah Jeruſalem. Habe, 5 Ua ie n, s dent 3. Wertbes Bethlehem tes 1 18iun I ö du biſt angenehm, aus dir a ee kommet, was uns from Aha eg e dig be met, werthes Bethlehem. 1 aun der S. 4. Du biſt, wie maß 14 65 u ttt und dolce nun die Kleinft⸗ e Nun! nicht: allen Leuten, auch m den Heiden, bringſt du Heil und Licht. 5. Zeige mir den Sten 5 mich aus der Fern vol den Heiden lehr abſchen den, zeige mir den Stern. 6. So werd, Jeſu, ich hald, bald finden dic An⸗ dachts⸗Kertzen, Reu im Herzen glaͤubig bringe ich, dh . Ach! verſchmaͤh mich 1110 gieb 55 daß N 90 nun und immer in ö mir ſchimmer, ach! ver. 105 1 ſchmaͤh mich nicht.* 8. Schoͤnſtes Wunde, be Kind, hilf, daß ich ent, 1. zuͤndt in dir brenne, dich 5 108 5 Wu 9. Süuͤſſer Liebes⸗Blick, 99 zoͤnne wir das Glück biet a 1 Wunder⸗Kind. und droben dich zu loben, 1 Wa I ſuͤſſer Liebes Blick, ee 1 4%, Mel. ah 0 4 — —— Von der Seburt Chriſt 5 31 4 eee eee eee ee 40. M. In dich hab in nur Srauß ich gehoffet ꝛc. Doch biſt du m finſtern Stall, Wun⸗ 15 Gaſt, daß 15 groß! des Vaters nie verkchmäher] Kind liegt nackt und blos, er dich gerne ſieh 00 1 75 Lebens. In eige O goͤttlichs Wort! o 3 igener Mi mels⸗ Pfort! das thußt du U, rufe mich z nicht vergebens. r Welt, daß ig 2. Weil du ſe duͤrftig le, nicht ver kommſt herein, raͤumſt du rufe mich. das Himmelreich uns ein, icht Jeruſalem, daß wir die Fulle haben Fethledem hat bel Dein Armuth macht, da as uns naͤhret, I uns wird bracht der Reich⸗ alem. thum edler Gaben. Werthes Bethleh 3. O Menſchen⸗Kinder! tangenehm, aut! Freuet euch, dis nackte et, was uns si Kindlein macht euch reich werthes Bethlehn es bringt euch von der Er⸗ Du biſt, wie n den zur Himmels Freud, t, nun die Klei die euch bereit, und ewig allen Leuten, u lich ſoll werden. Heiden, bringt! 4. Drum laßt die Her⸗ und Licht. tzen g wacker ſeyn, und mit Zeige mir den El den lieben Engelein, die ich aus der Fern! Stimm alſo erſchallen: beiden lehr abſch SOtt, dir ſey Ehr, bey zeige mir den Ein uns ſich mehr dein Fried So werd, Jeſu, und Wohlgefallen. bald finden dicht, F. Du aber, zartes JE⸗ 3⸗Kertzen, Ren ſulein, kehr ach bes mir n glaͤubig bringe zur Herberg ein: erleucht Ach! verſchmah n uns das Gemuͤthe, daß gieb doch, daß 9 Glaub und Lieb ein jeder nun und immer üb: HErr, giebs durch 1 75„ach! deine Guͤte. h mich nicht. 41 Schoͤnſtes Wune 41. U. A „hilf, daß ich in dir brenne, N nenne, ſchoͤnf der⸗Kind. Suͤſſer Liebes⸗ Bil mir das Gluͤck h 0 Him⸗ kund ß Und Obrer ſeyn. it bleib ich, we Ach was ſoll ich Suͤndee machen. leiner Knabe, groſſer Gott, ſchoͤnſte Blu⸗ me, weiß und roth, von Maria neu geboren, unter tauſend auserkohren, aller⸗ liebſtes Jeſulein, laß mich 2. Nimm mich an ver⸗ liebtes Kind, und beſiehle mir geſchwind, rege deine ſuͤſſe Lippen, rufe mich ku deiner Kripoen, thu mir durch den holden Mund deinen liebſten Willen . 3. Ich verlaſſe nun die Welt, und was mich an ihr gefällt. Dir alleine will ich leben, dir mich kindlich untergeben. J Du alleine, Jeſulein, ſolſt mein Herr 4. Dir ſoll meine Seel' allzeit ſamt den Kraͤften ſeyn bereit, und mein Leib mit allen Sinnen ſoll nichts ohne dich beginnen, mein Gemuͤthe ſoll an dich den⸗ cken jetzt und ewiglich. 5. Nimm mich an, Jeſulein? Denn ich wuͤn⸗ ſche dein zu ſeyn, dein ver⸗ il ich lebe dein, wenn ich den Geiſt aufge⸗ be. Wer dir dient, du ſtarker Held, der he⸗ hertſcht die ganze Welt. 42. M. Saſt du denn Jcekſu, dein ꝛc. ommſt du nun, Jeſu, N oom Himmel herunter auf Erden? Soll nun der Himmel und Erden verei⸗ niget werden? Ewiger Gott! Kann dich mein Jaſner und Noth bringen ſu Menſchen⸗Geberden? 2. Was ich in Adam und Eda durch ſterben verloh⸗ ren, haſt du mir, JEſu, durch Leben und Leiden er kohren; Guͤtigſter Gott oben dich zu lob Liebes Blick. deinen Diener ſepn. e 5 alle mein Jammer und 4 Noth 32 Von der Geburt Chriſti. Noth endet ſich, da du gebohren. 3. Teufel, Tod, Höͤſſe die zuͤrnen und halten zu⸗ ſuchen aus der Hoh. hat Ihn gezogen, uns, d U Satanas betrogen, zu he 5. Jacobs Stern iſt au ammeßg, wollen mich Suͤn⸗ gegangen, ſtillt das ſehn, 16 der verſchlingen und gaͤntz⸗ liche Verlangen, bricht det g 0 ö Iich verbammen. Mächti⸗Kopf der alten Schlau, ger Goc! wende denſgen und zerſtoͤhrt der Hi, Jammer und Noth, tilge len Reich. ae die hoͤll ſchen Flamen. 5 4. Geb mir o Ick Sullſaſſen, und mit Sorgen Rur heil ge gute Gedanken, ohne Maßen uns das Hey halte die Gli der des Lei⸗ tze felbſt abfraſſen kſt en bes in heillsen Schran⸗ zwey, und wir ſind frey. cken Heiliger KOttf laß; 7. O du hochgeſegneg mich nach d inem Gebot Stunde, da wir das von — — — — „ cen ee 6, Unſer Kercker, da wi e ben hertzlich im Glauben de dancken 8 9. Fuͤhre mich endlich, J Eſu! ins ewige Leben, welches du allen, die glaͤu⸗ ben, verſprochen zu geben, da ich hey Gott ohne Noth, Jammer und Tod, ewig in Freuden kan ſchweben. 33. Mel. Quem Paſto- res laudavere. ommt und laßt uns Chriſtum ehren, Hertz und Sinnen zu ihm keh⸗ ven: Singet froͤlich, laßt euch hoͤren, werthes Volck der Chriſtenheit. 2. Sund und Hoͤlle mag ſich graͤmen, Tod und Teu⸗ fel mag ſich ſchaͤmen; wir, die unſer Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was GOT hat gegeben, ſeinen Sohn zum ewgen Leben. Dieſer kan und will uns heben aus dem Leid ins Him⸗ mels⸗Freud. 4. Seine Seel iſt uns gewogen, Lieb und Gunſt Hertzens Grunde glauben und mit unſerm Mund dancken dir, o JEſulein. 8. Schoͤnſtes Kindle in dem Stalle, ſey un freundlich, bring uns all dahin, wo mit ſüͤſſen Schalle dich der Eng Heer erhoͤht. 44. M. Aus der Tie fen rufe ich ꝛc. ſeyn, preiſen GOcde den HErren, der ſeln lieh thut verehren. 2. Er kommt in das Jam merthal, wird ein Knecht ren werden. 7 Wunder? Drum lol allzeit, wie jetzunder. unſer wahr, durch dein! een et Laßt uns alle fröhllg ſtes Söhnelein uns ſelb“ 3. Er wird arm, wi werden reich; iſt das nich!“ 1 9 J U aach hr adhs getze net c e e ag el, 0 0 1 ech u 15 1 1 f ne, 0 55 N Ac e 1 n a1 4 auf Erden, daß wir in de, e Himmels Saal groſſe Her ac N55 1 Nn Hat e 0 0 0 Oc im Himmelreich 4. O HErrChriſt, nimm 0 heil'gen Namen, gieb 19 I a n. 6 10* * 1 burt Chriſti. 33 Chriſti. von der Ge bn gezogen, ung eff gat neueß Jahr: were zen, und eſn gut neues Jahr: wers nas betrogen, lüſhegehrt ſprech Amen. aus der Höh 45. In eigener Mel. 46. el. Ermuntre dich mein ſchwa⸗ cher Geiſt. Jacobs Steen ist ihr Chriſten, igen, ſtillt das Verlangen, brich Hobt GOtt, ihr der alten Sch& allzugleich, in ſeine nd zerſtoͤhrt der h hoͤchſten Thron, der hei eich. aufſchleußt ſein Himmel⸗ Unſer Kercker, du reich, und ſchenckt uns ſel % und mit En gen Sohn. Maßen uns das) 2. Er loſt abfraſſen iſth Vaters Schvoß, und wir ſind sen ein Kindlein klein, Er O du hochgeſig dort elend, nackt und bloß ide, da wir dasz in einem Krippelein. ens Grunde glu 3. Er aͤuſſert ſich al ſein r mit unſerm Nu Gewalt, wird niedrig und en dir, e IJEſulſß gering, und nimmt an ſich Schoͤnſtes Kindl ein's Knecht's⸗Geſtalt, der em Stalle, ſey! Schoͤpfer aller Ding. dlich, bring uns! 4. Er liegt an feiner n, wo mit ſiſ Mutter Brust, ihr Milck lle dich der Ei die iſt ſein Speis, an dem nem t 1 n. i ommt aus ſeines und wird rliegt iſt auf Erden kommen. Mein Hertze, ſchwinge dich empor ſey froh und guter Dinge; auf! mit dem ſchoͤgen Engel Chor. ermuntre dich und ſinge! weil Gottes eingebohrner Sohn von ſeinem hohen Himmels Thron zu dir und allen Froummen heut 2. O frommer Heiland [IJEſu Chreſt, wie ho iſt doch zu ſchaͤtzen, daß du gering und niedris hiſt! Wie herrlich kann ergoͤtzen die Demuth, ſo du bey dir haſt! Willkommen, ſanft⸗ müthiger Gaſt, und Troſt betruͤbter Sünder, des To⸗ det Ueberwinder⸗ 1 erhoͤht. die Engel ſehn ihr Luſt, 3. Daß du, o theurer denn 3 1 n* f Aude Fuͤrſt, haft Fleiſch 5. Daß aus ſein'n Staſſt an dich genommen, geuin⸗ N. Aus der T eniſprieſſen ſolt in dieſer ger als ein Engel wirſt, das en rufe ich z, letzten Zeit, durch welchen iſt von Liebe kommen Du Gott aufrichten wolt ſein wirſt dort in dein Ehren⸗ t uns alle ftͤl Reich die Ehriſtenheit. Reich uns machen denen eyn, preiſen Go 6. Exren, der ſein Soͤhnelein uns( verehren. giebt Er kommt in das! Reich hal wird ein A dran.. d Erden, daß wir 7. Er wird ein mels Saal groſſeh und ich ein Herr, werden. ein Wechſel ſeyn! wie! Er wird arm, es doch ſein freundliche en reich; iſt das das hertze IEſulein? Wunder? Drum! D im Himmel it, wie jetzunden O HErrcChriſt, ui r wahr, durch del gen Namen, gc ſchoͤnen Paradeis, dafur; Gott und Preis. Er wechſelt mit uns wunderlich, Fleiſch und Blut nimmt er an, und uns in ſein's Vaters die klare Goitheit Knecht, iſt uns das rechte Zelt des das mag Himmels eingegeben! Du ie koͤnt wirſt gebohren in der Nacht, auf daß uns werde 8. Heut ſchleußt er wieder auf die Thur 75 er Eherub ſteht nicht mehr kommeſt du, beingſt uns ſey Loh Ehr 175 Himmels Lentzen; Du „ Engeln gleich: du kommſt zu uns auf Erden, auf daß wir himmliſch werden. 4 Du wirſt ein Gaſt n dieſer Welt und führſt ein dürftig Leben; hierdurch Licht gebracht, durch dich ſind wir geriſſen aus dicken Finſterniſſen. 5. Im harten Winter chſt im dunckeln Stalle B 8 Rub 34 Ruh, damit wir mochten bezwingen; glaͤnzen, u Ruhe ſeyn: In Windeln wickelt man dich ein, daß du uns moͤchteſt retten von ſchweren Todes⸗Keiten. 6. Du weinſt in deinen Windelein, auf daß wir ewig lachen: Du biſt der Groͤßt', und wirſt doch klein, uns alle groß zu machen. O Heiland! O Genaden⸗Thron! Du biſt 1g Gottes liebſter Sohn, du kommſt zu uns auf Er⸗ den willſt unſer Bruder werden 7. Du biſt ein Herr, und wirſt ein Knecht uns ewig zu befreyen: Reich biſt du, wirſt doch arm und ſchlecht, uns Reich⸗ hum zu verleihen. Du trägſt geduldig alles Leid: O gieb, daß ich auch je⸗ derzeft, wenn mich die Noth wird plagen, dein Creutz dir moͤg nachtragen. Von der Geburt Chriſti. dir will dig eee—— nd ewig in der ewig ſingen. 47. N. In dulei jubilo, Mun ſinget, und ſend 4 1 ſaget ſo: Unſers Herzen Wonne liegt in der Krit pen blos, und leucht't doch als die Sonne in ſeine Mutter Schooß, du biſt g und O, du biſt A und O. 2. Sohn Gattes in der Hoͤh, nach dir iſt mir ſe weh. Troͤſt mir mein Ge Huld, der Sohn tilgt un ſere Schuld: Wir waren all verdorben durch Guͤnd und Eitelkeit, ſo hat er un erworben die ew'ge wir da:,: 9. O du barmhertzig's Jeſulein! gieb, daß ich mich des Armen, wo ich ihm kan behuͤlflich ſeyn, von Hertzen moͤg erbar⸗ men. Gieh Sanftmuth, gieb Beſcheidenheit, gieb chriſtliche Leutſeligkeit, laß mich den Naͤchſten lieben, 11 wahre Demuth üben 9. O reicher Heiland! ſchenke mir, was mir kan ewig nutzen; O ſtarker HErr! ich hang an dir, du kanst und willſt mich ſchuͤtzen; Wenn alle Men⸗ ſchen ferne ſtehn, auch wenn mir wird die Seel Ort? nirgends mehr denn dort, da die Engel ſingen mit den Heiligen all, und die Pſalmen klingen im hohen Himmels Saal. Eya: waͤr'n wir da ,: 48. Mel. Wir Chri⸗ ſten⸗Zeut ꝛc. Paradies da meine Seele weidet. Hier iſt der Ort, angekleidet. 2 Dem Meer und Wind zum Dienſt, und wird ein ausgehſſ wiüß du den Tod! froh jauchzt all, und muͤthe, oKindelein zart und rein durch alle deine Gute; 3. Groß is des Vater Him mels Freud; Eya! war'n 4. Wo iſt der Freuden JEſu Chriſt, dein Krippiein iſt mein hier liegt das Wort mit unſerm Fleiſch perſoͤnlich gehorſam find, giebt ſch Knecht der Suͤnder. du ̃ Gett ü, t a1 di 0 0 ö f Jug e 1 10 de 0 1 10 cheg. f fit 10* itt t un Sele W i Ait u wett ee Tan ted& Im ide: nt n c and! aufe ka 0 140 0 . i, t, air de e un cu und kenn et derm, Tüten r z Nu Ach erh nchen, eh kt al 3. Dent 10„ Lr den 1004 fe ü ben . 105 7 e une r U . 33533 Chriſti. Von der Geburt Chriſt. 33 gen? dir u BSttes Sohn wirſt Erd Blut die guft und Wolter a dir wſlf und Thon, gering und lenken Wem doe e 5 chwach, wie wir und ich frage dich,) erheben, N. In dulei ju unſre Kinder.„dich in Angſt und Furcht ſinget 3. Du höochſtes Zut zu ſencken. 8 roh fe 1 und peöſt unſer Blut in deie] 1. Dein blöder Stün 0: Unt ö 00 nen Thron hoch uͤber alle geht oft dahin, ruft Ach e l 4 ſers Ha Höhen. Du ew'ge Kraft und Weh, laͤßt allen Troſt 8 1 dl der a machſt Brüderſchaft mit verſchwinden; Komm her g So euchrih uns„ die wir wie Rauch und richt dein Angeſicht ie Sonne in ſi und Dampf vergehen. zum Kripplein Chriſtt, da, . e du b Was will uns nun da wirſt du's finden. du biſt A undd zuwider thun der Seelen x1. Wirſt du geplagt: * Gottes in Feind mit allem Gift und ſey unverzagt! dein Bru⸗ nach dir iſt un Gallen? Was wirft er mir der wird dein Bitten nicht Tröſt mir mein) und andern fuͤr, daß Adam verſchmaͤhen: Sein Hertz „o Kindelein zart ict, und wir mit ihm ge⸗ iſt welch und Gnadenreich, uch ale deine Oil fallen. kan unſer Leid nicht ohne ſtes Jeſulein; n 5. Schweig,arger Feind! Thraͤnen ſehen. —— .—— S—— hin nach dir:: da ſitzt mein Freund, mein 12. Tritt zu ihm zu, Broß is des Baß Fleiſch und Blut, hoch in ſuch Hülf und Ruß Er der Sohn tilgen dem Himmel droden: was wird ſo machen, daß du chuld: Wir waren du gefällt, das hat der ihm wirst danken er rben durch Suͤndn Held aus Jacobs Stamm weiß und kennt, was heißt eit, ſo bat er! zu groſſer Ehr erhoben. ſund brenne, verſteht wohl: ben die ew'ge c 6. Sein Licht und Heils wie in Muthe ſey dem Freud; Eyal u macht alles heil, der Him⸗Krancke. 5 a:: mels⸗ Schatz bringt allen 13. Denn eben drum Wo iſt der Freun Schaden wieder: Derſbhat Er den Grimm des ulrgends mehr n Freuden Quell, Imma Creutzes auch am Leibe da die Engel ſug nuel, ſchlaͤgt Teufel, Holl wollen tragen, daß ſeine en Heiligen all, h und all ihr Reich dar Pein ihm moͤgte ſeyn ein ſalmen klingen nieder. unverrückt' Erinnrung un⸗ Himmels; Sn 7. Drum, fronmerChriſt, ſrer 05 5 waͤr'n wir da wer 0 auch 1 1100 icht 8 1 15 0 215 1 a Muths, und laß dich ni r iſt die Pfort zu dieſe Mel. wir ch betruͤben. Weil G8 te a des andern Lebens fen ⸗Zeut ꝛc. Kind dich ihm verbindt, ſo Freuden: Er macht behend JEſu Christ, I kans nicht anders ſeyn, ein ſeligs End an alle Krippiein iſt me. Gott muß dich lieben. dem, was fromme Chri⸗ dies da meine E 8. Gedencke doch, wie ſten leiden, t. Hier iſt der dy hertlich hoch er uber allen 18. Laß aller Welt iht liegt das Wort 8 dich geführet: Gut und Geld, und ſiehe m Fleiſch perfil der Engel Heer iſt ſelbſt nur, daß dieſer Schatz dit leidet. nicht mehr, als eben du, bleibe; wer den hier veſt Dem Meer und Ul mit Seligkeit gezieret. halt und nicht laßt, den am ſind, giebt“ 9. Du ſieheſt Jo vor ehrt und kroͤnt er dort an Dienſt, und wird“ Augen da, dein Fleiſ y und! Seel und Leibe. ht der Suͤnder. 8 B 5 49. Mel. 7 36 Von der Geburt Chriſtt. e 777 40 Mel. Ach! was 7. Nur dein Paradiſiſc cee ſoll ich Suͤnder ꝛc. uns vor, und der Wil ud zufrieden, lieben geht empor, deinen Na BBrüder, denn dee men zu erheben, wir h 0 Vaters Wort und Licht] genieſſen deiner R 0 g 1 75 1 e pricht, bringet das Per⸗, lohrne wieder, und in un.. In eigener Mel.* ſer Fleiſch und Bein klei⸗ Vem Himmel hoch d een db, 1 det ſich die Liebe ein. Dkomm ich her, ich a ee 2, Hoͤret, wie der Engel bring euch gute nene ier bi 1 Orden in den Luͤften ſich er- Mahr, der guten Mahn n Rad! 4* freun, und wie halb erſtau⸗ bring ich ſo viel, davon dem net ſeyn, daß das Wort iſt ich ſing'n und ſagen will. 7 Fleiſch geworden daß unn 2. Euch iſt ein Kindleiy 6 a Gottes liebſtes Kind unter heut gebohrn, von einen ae en, Dez del Adams Kindern findt. Jungfrau auserkohrn ein eh e 3. Der die Himmel auf Kindelein ſo zart und fein e e gefuͤhret, und der Erden das ſoll eu'r Freud und Grund gelegt, der die Wonne ſenn.* Creaturen tragt, wurde 3. Er in der HE Re de auch wie wir förmiret, Chriſt, unſer Gott, der g und der alle Ding erfüllt, will euch fuͤhr'n aus allen a 5 wird in Windeln einge Noth, Er will eu'r Hel iet 0 huͤlt. land ſelber ſeyn, von allen Ae 4 Werde auch in uns Suͤnden machen rein. gebohren, und erleuchte du 4. Er bringt euch alle uns gantz, o du durchge⸗ Seligkeit, die GO da brochner Glantz, und dein; Vater hat bereit, daß iht Bild, das wir verlohren, mit uns im Himmelreich, kehre wieder bey uns ein, ſolt leben nunund ewiglich. daß wir Menſchen Gottes 5. So merket nun das e ſeyn. 3e ichen recht die Krippen f 5. Uns verlangt auf die⸗ Windelein ſo ſchlecht, da a ſer Erden durch der Liebe findet ihr das Kind gelegt Wunder ⸗Kraft zu des Lich⸗ das alle Welt erhaͤlt und V. 1 gebracht zu werden, daß 6. Des laßt uns ale uns unſer Vaterland kuͤnffroͤlſch ſeyn, und mit den h tig wieder ſey bekannt Hirten gehn hinein zu ſe⸗ 6. Wir verehren dieſe hen, was Gott hat be, Liebe, die ſich nun mit uns ſchert, uns mit ſein m lie gepaart: o wie lauter und ben Sohn verehrt. 10 wie zart brannteſt du in 7. Merck auf, mein Hern, dieſem Triebe der du uns und ſieh dort hin, was an Licht und Pracht denen liegt dort in den Krippe⸗ Engeln gleich gemacht. lein? Wes iſ vas fe 7 in. N 5 Dein 5 9 1 1 f Leben dringet wieder rte e 00 den El 1 Itha/ 0 05 0 15 Ebriſti. Bon der Geburt Chriſti⸗ Nur dein Paras Findeſeſn J Es if das liebe dringet wiede JEſulein. 1 und der N 3. Bis willkommen, du empor, deinen edler Gaſt, den Sünder zu erheben, J nicht verſchmahet haß, und ſen deiner Ruh, kommſt ins Elend ber zu lig ſind wir nu, mir; 19 ſoll ich immer In eigener Ma dancken dir In eigener Ml da Ach Hegg! Du n Himmel hoch Schoͤpfer aller Ding, wie komm ich her, biſt du worden ſo gering, euch gute n daß du da liegſt auf duͤrren der guten M Gras davon ein Rind und ich ſo viel, daß Eſel aß. an und ſagen n 10. Und wpar die Welt Euch iſt ein Kind sielmal ſo welt, von Edel⸗ gebohrn, von eh ſtein und Gold bereit, ſo frau auserkohrn kär ſie dir doch iel zu 27 uns ſolch neues Jahr. 31. M. Vom Sim⸗ mel hoch da 35 5 Nom Himmel kam de V Engel ⸗Schagr, er⸗ ſchien den Hikten offenbar, ſte ſagten ihn' n, ein Kind: lein zart, das liegt dort in der Krippen hart. 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadl, wie Michg das verkuͤndigt hat; Es ſſt der HErre JIEſu Chriſt, der euer aller Heiland i, 3. Des ſollt ihr billig froͤ⸗ lich ſeyn, daß Gott mit lein ſo zart und se klein, zu ſeyn ein enges euch iſt worden eln, er iſi oll eu'r Freude Wiegelein. ne ſeyn. 1 5 gebohrn eu'r Fleiſch und 11. Der Sammet und Blut, eu'r Bruder iſt das 0 Er iß der Hei die Seiden dein, das iſt ew'ge Gu ö t. 1 t, unfer GOtt, grob Heu und Windelein, 4. Was kan euch tzun uch fuhren aus 4 darauf du Koͤn'g, ſo groß die Suͤnd und Tod? Ihr „Er will eure und reich herprangſt, als habt mit euch den wahren ſelber ſeyn, von a wars dein Himmelreich. Gott: laßt zürnen Teufel den machen rein, 12 Das hat alſo gefallen und die Höll, Gott's Sehn Er bringt euch dir, die Wahrheit anzu⸗iſt worden eur Gefell. zkeit, die 60 tl zeigen mir, wie aller Welt] F. Er will und kan euch r hat bereit, daß] Pracht, Ehr und Gut, vor laſſen nicht ſetzt nur auf ins im Himmeln dir nichts gilt, nichts hilſt Ihn eu'r Zuverſicht, es ben nunundewigll noch th mögen euch viel fechten thut. So merket nun! 13. Ach! mein hertzlie⸗ſ an; dem ſey Trotz ders en recht die Kin bes IEſulein, mach dir nicht laſſen kan. delein ſo ſchlecht, ein kein ſanft Bettelein, 6. Zuletzt müßt ihr doch t ihr das Kind gh zu ruhn in meines Her, haben recht, ihr ſerd nun alle Welt erdälken ens Schrein, daß ich worden Gotk's Geſchlecht; 5 nimmer vergeſſe dein. Des laßt ubs des dancker Gott in Ewig⸗ 14. Davon ich allzeit keit geduldig, froͤlich alle; h ſeyn, und mit froͤlich ſer, zu, ſpringen, zeit. en gehn hinein zu ſingen immer frey, das„„ was Gott hat reibte Suſaninne ſchon, 52. M. Chriſtum wir , uns mit fein mit Herzens Lust den ſollen loben ꝛc. Bohn verehrt. ſuͤſſen Ton. Merck auf, meiuhg 13, Lob, Ehr ſieh dort hin, mn 2 Wos fuͤrcht'ſt du Feind, ſey GOtt 2 Herodes, ſehr, daß im hoͤchſten Thron, der uns gebohrn kommt Chriß, ort gehn uns ſchenckt ſeinen ein gen der Herre Er ſucht kein e 1 0 Sohn. Des freuet ſich der 1 Koͤnigreich, 105 N 38 Von der Geburt Chriſti. zu uns bringt ſein Him⸗ melreich. 2. Dem Stern die Wei⸗ ſen folgen nach, ſolch Licht zum rechten sicht ſie bracht. Sie zeugen mit den Gaben drey, dis Kind GO Menſch und Koͤnig ſey. 3. Die Tauf im Jordan an ſich nahm das Himme⸗ liſche Gottes⸗Lamm, da⸗ durch, der nie kein Suͤnde that, von Suͤnden uns ge⸗ waſchen hat 4. Ein Wunderwerk da nen geſchah, ſechs ſteinern Kruͤge man da ſah voll Waſſer, das verlohr ſein Art, rechter Wein durch ſein Wort daraus ward. 5. Lob, Ehr und Danck ſey dir geſagt, Chriſt, gebohr'n von der reinen Magd, mit Vater und dem Heil gen Geiſt, von nun an bis in Ewigkeit. 53. In eigener Mel. Wbebriſten Leut hab'n 5 jetze Freud, weil uns zu Troſt Gottes Sohn iſt Menſch gebohren: hat uns erloͤſt; wer ſich des troͤſt t, und glaͤubet veſt, ſoll nicht werden verlohren. ä 2. Ein' Wunder, Freud! Gott ſelbſt wird heut von Maria ein wahrer Menſch gebohren: Ein' Jungfrau zart ſein Mutter ward, von Gott dem Herren ſelbſt dazu erkohren. 3. Die Suͤnd macht Leid, Chriſtus bringt Freud, weil Er zu uns in dieſe Welt iſt kommen: Mit uns iſt Gott nun in der Noth: Wer iſt der uns als C ſten kan verdammen. 4. Drum ſag ich Dank e mit dem Geſang Chriſto de dee dem eren der uns zu gut Menſch worden: Daß wit durch Ihn nun all los ſeyn der Sünden Laſt und un, traͤglichen Buͤrden. F. Halleluja] gelobt ſey Gott! ſingen wir all au unſers Hertzens Grunde: Denn Gott hat heut ge⸗ macht ſolch Freud', der wit vergeſſen ſoll'n zu keine Stunde. 54. Mel. Erſchienen iſt der herrlich Tag. Im Wir ſingen dir, manuel, du Lebens Fuͤrſt und Gnaden Quell, du Himmels Blum und Morgenſtern, du Jung⸗ fraun Sohn, HeErr allet Herrn. Halleluja. 2. Wir ſingen dir in dei nem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß be 0 10 bla H k in fer bnd sad Feat dd** g dea, tr e chen aue n nich! 9 ö . 1 ne Hale Aten Mes 1 2 —— — 0 — — — 8 . Medoc e Nah und w — ug, wan ſcht ger 1 f Muth, I dein N 1 daß! bin. H. ö 0 „ — 1 chr i dude a — — N d ed ü ale g du, o laͤngſt gewuͤnſchten Gaſt, dich nunmehr ein⸗ geſtellet haſt. Halleluja. 2. Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat ſo manch Hertz nach dir ge⸗ tracht, dich hat gehoft ſo lange Jahr der Vaͤter und Propheten Schaar. Hal⸗ leluja⸗ 4. Vor andern hat dein . Bitis Kaser ve ae WI n. , W das: nicht x Aust du! 1 ker. ales uigi hoch begehrt der Hirt und a a Koͤnig deiner Heerd, det Mann, der dir ſo wohl gefiel, wenn er dir ſang auf 0 Saltenſptel. Hallel. 5. Ach! daß der Herk aus Zion kaͤm, und unſte Bande von uns naͤhm den! Freud 1 . Drum ſag F g ich d aß die Hülfe brächſwähleſ 2 Geſaͤng 000 berein! So würde 151 wahleſt, was die Welt 1 0 der uns 1 froͤlich ſeyn. Halleluja acht, wurdſt ar ben Seward Dag 6. Nun biſt du da, dali däeftig, nahm vor 2 Ibn nun al doe fan del hälrſt da im Kripp⸗ wo der Mangel dich da 5 1 Bürden. bes machſt doch alles groß 14 Du ſchliefſt ja auf d 5 e gelen n wir alla och bloß. plein auch ni Hertzens 6050 7. Du kehrſt it Hallel. der Stall das nicht grobn i ru Hauſung 1 0 5 fremde umfing e dich ſolch' Fre 15 ö alle Himmel 7 ſind doch und ſehr ar alles ſchlecht, gd n, Bau ud eau, trust 1. Daun o dab ic de 5 zu el Bruſt und d guten M arum ſo hab ich 5 ſt, und biß doch. Muth, du der Engel e ißt doch ſelbſt halte uth, du wirſt auch mel. Erſcht engel Luſt. Halle en mich fuͤr gut. O2 „ Erſchien% Du ha dei el. ſulein! dein fe„ e⸗ 1 een 10 2 1 gelte und wil dies di daß 75 eee r ſingen dir, J Bi ſudein zugedeckt. in. Halleluje a mee n dee en Sand en On Stroh; 31 gab ich e 8 e tern, du 00 Halleluja kommſt du voch de E91 9 18 Er l e e b ſich ber Sünder 1 Halleluja. vi Freud, und dulde 0 ehr. 1 80 fingen dir 9 Herzeleid: 2 IZ. Haͤtt' 10 e e f a6 un Ehr 10 fin dſt i f roſt, und eil an einer Huld; o laͤngſt un ndſt ihn nicht. Ha vergeblich war 5 15 11 0 chen Freund, 1 e Ge r e „Halle f och ſind di Zorn. Halleluja. enn Ape eee eee a, fang, da) Herodes en feind: ol aß ich dich nun gemacht, h des Her hält dich fuͤ yne Scheu, du 0 Pd ech Greu'l, und biſt doch b für mich alles J machſt . nichts D. Jammers fr „ dich hat man Heil. Ha Du trägſt den Zor 5955 Jahr der Nn ringſt Acer 5 käraß den Lob bertehef beten Schaat. f f gſter Knecht, ich ſa in Freud all Angſt oft 0. 0 Ich Ae es gane Ke dee W Vor and nch liebe dich do in u biſt mein Haupt, 5 bur gan eben gal. 5 10 derne Ee unde bin ich dez n, der dir s 1 Kraft in er Will iſt da, di will, ſo viel dein Gei mi „ wenn er dire ub Kraft iſt klein, doch„die giebt, ſtets dien e fahl dirs nicht„doch wird dirs belit en dir, wie enſptel. zuwider seyn: eliebt. Hallelal Ach daß ber 00 e eg i110 Ich n den Hel 15 kaͤm, und u 1 1 1 Hnaden 0 105. ü, von uns ui dich ſchwal e ee en ie e dich ſchw doch ſelbſt ſchall en Saal ſoll hach gemacht, er, Zah en ohne Zeit und zahl: Halleluja. g —— ——— — — — 8 1 40 Von Namen und Aemtern . III. Von Namen und Aemtern JEſu Chriſti. 5 Mel. O Gott, du 5 Aunmer GOtt. ide Jen deſſen Treu im Himmel und auf Erden! N 255 keines Menſchen Mund kan gnug geprieſen werden! Ich dancke dir, daß du ein wahrer Menſch gebohr'n, haſt von mir 57 gewandt, daß ich nicht bin verlohr'n. 2, Vornemlich wird in mir all Hertzens⸗Angſt ge⸗ ſtillet, wenn mich dein ſuͤſ⸗ ſer Nam mit ſeinem 170 5 erfüllet: kein Troſt ſo lieb⸗ lich iſt, als den mir giebt dein Nam der ſuͤſſe JEſus⸗ Nam, o Fürſt aus Davlds⸗ Stamm! 3. O IeESul hoͤchſter Schatz du fanſt nur Freude bringen; Es kan nichts lieb⸗ lichers als JEſus Nam⸗ klingen. Ich kan nicht trau⸗ rig ſeyn, weil JEſus heiß: ſo viel als Heiland, oder Held, der ſelig machen will. 4. Wenn Satan ſich bey mir in Anfechtung will re⸗ gen, iſt IEſus Name mir zum Troſt, Schutz, Fried und Segen, zur Weisheit und Artzney in aller Angſt und Noth, daß ich nicht fuͤrchten darf den Teufel und den Tod. 9. Daß ich eingorn⸗ Kind bin, das macht die ſchnoͤde Suͤnde: Dein JEſus Nam macht mich zu einem Gna⸗ was mir kommt unterdan ö den Klude; Er nimmt bon Aae 6 e bon 1 be, Fel 5 Nee 10 1010 ae mir hinweg die Schuld und Miſſethat, bringt mit die Seligkeit und fein Vaters Gnad. 6. Ey nun ſo heilge mich, J der ich bin gantz beflecket, dein heilger Ieſus⸗Nam, der alle Suͤnd zudecket; Er kehre ab den Fluch, den Segen zu mir wend, auf daß dadurch hey mir ſich alle Schwachheit end. 7. Er ſey mein Licht, das mich in Finſterniß zen te: Er ſey des Himmel Thau, der mich in 0. anfeuchte, Er ſey mein Schatten, Hut, Schloß und mein hoͤchſtes Gut. Weg, die Warheit und das Leben; Er wolle mir zuletzt aus Gnaden dieſes geben daß ich alsdann in Ihm dis Leben ſchließe wohl, wenn meine Sterbens⸗Jeit und Stunde kommen ſoll. 9. Immittelſt helf er mir, — Schirm und Schild, mein mein Reichthum, Ehr und Ruhm, Er ſey 8. Er ſey mein Himmels! —— 5 0 U lh N U 1 fut 2 Aang U Ankh O —— ——— l f ö 0 e —— nnd 1 5 10 11 5 bffenbe 0 f 1 5 D Han. halte, ſo lang ich hier noch wand 19 le daß ich in meinem Thun treu und aufrichtig handle. Er ſtehe mir ſtets bey mit ſeines Gelſtes Gab, und gebe Kraft, wenn ich waz zu verachten hab. 10. In JEſu Namen hin ich heute auſgeſtanden, in Ihm vollbring ich heut, IſEſu Chriſte. Aemtern. 0 nd Aemteſ de ſu seinem Namen if] 4. Wo blſt du, ſchöͤnſter i 4 Braͤutigam? o auserkohr⸗ 1 der Anfang ſchon gemacht, iſt. das Mittel und der Sci wird auch durch Ihn voll⸗ nde; Er nimntz bracht. i hinweg die 89 11. Dir leb ich, u Ga dir, in dir will ich a 1 8 110 ſterben; HERR, ſterben e Gad. und ech wil ich die: indie will ic Ey nun ſo heil ererben das ewge Himmel⸗ 5 in ad zellgen reich, das du erworben deilger Je mir; Von dir verklärt will le Süͤnd zudel ich dir dienen fuͤr und fuͤr. hre ab den Fluch, 5 n zu mir wend, 1— 8 11 mit wachheit end, deh auf mein's Hertzens Er ſey mein eich, 1 7. 8 Finſterniß eri werde mir zur Sonne; geh r ſey des inn auf, und ſey von mir nicht 1, der mich in) fern, du hoͤchſte Seelen⸗ ichte, Er ſey em Wonne! Erleuchte mich em und Schild, m gantz inniglich, daß ich in ztten, Schloß h deinem Lichte noch dieſen „ mein Reichthy Tag erblicken mag dein und Ruhm, Ef llebſtes Angeſichte. hoͤchſtes Gut. 2. Ich wuͤnſche nichts als Er ſey mein Himm dich zu ſehn, hab auch ſonſt „die Warheit und kein Verlangen; Ach! wen, nB; Er wolle mir zul wird es doch nur geſchehn, Gnaden dieſes ga daß ich dich werd umfan⸗ ich alsdann in hn gen? Du biſt das Licht, das n ſchließe wohl, n meln Geſicht alleine will e Sterbens ⸗Jeit! erblicken; Du biſt der * ö nde kommen ſol! Strahl der allemal kan Immittelſt helf een meine Seel erquicken. ng ich hier noch n, 3. Du biſt der Glantz der ß ich in meinem e Herrlichkelt, und giebſt der und aufrichtig ha Welt das Leben; Dein Au⸗ ſehe mir ſtets bey! blick macht auch jederzeit s Gelſtes Gab, n mich in dem Himmel ſchwe⸗ Kraft, wenn ich! ben: Dein Freuden, errichten hab. Schein macht meine Pein, 85 In JEſu amel mir über Zucker ſüſſe. heüte aufgeſtanden, Deln's Mundes Kuß, u vollbring ich h deins Geiſtes Guß macht, mir kommt unte daß ich gantz zerflieſſe. ner Knabe! Wo biſt du, ſuͤſ⸗ ſes Gottes, Lamm, daß ich mich mit dir labe? Komm ud in doch geſchwind, du Gottes⸗ uch Kind! komm, komm, daß ich dich preiſe, und dirLob, Ehr und Danck und Ruhm aus Herzens Kraft erweiſe. d gen ſtehn voll Thraͤnen, der Mund erblaßt, ruft; Ach und Ach! das Hertz iſt vol⸗ ler Sehnen, O JEſulein, mein Freuden Schein! Du kanſt mich ja erquicken: Verzeuch doch nicht mit deinem Licht mich gnaͤdig anzublicken. 57. Mel. Ikkſu, hilf G dir inwendig gelehret zu ſeyn: du aus des Vaters 5. Der Letb wird matt, le Seel iſt ſchwach, die Au⸗ ſiegen. oſſer Prophete! mein Hertze begehret von Schooß zu uns gekehret, haſt offenbaret, wie du und ich Ein. Du haſt, als Mit⸗ ler, den Teufel bezwun⸗ gen, dir iſt das Schlangen Kopf⸗Treten gelungen. 2. Prieſter in Ewigkeit, meine Gedancken dencken mit brennendem! Eifer au dich, bringe mein Seuftzen in heilige Schrancken, der du ein Opfer geworden für mich! Du biſt als Fuͤr“ ſprach zum Himmel gefah⸗ ren, kanſt auch dein Eigen⸗ thum ewig bewahren. 3. Koͤnig der Ehren! dich wollen wir ehren; ſtimmet ihr Saiten der Liebe mit lein! laſſet das Loben und 1 Dan⸗ 42 Von Namen und Aemtern. 1 0 wir die tbeuer Erkaufete ſeyn; Herrſche, liebwuͤr⸗ digſter Heiland, als Koͤnig! Menſchen⸗Freund! ſchuͤtze die Deinen, die wenig. 4. Nun denn, ſo ſoll auch mein alles erklingen, ich als ein Chriſt will treten herbey, will nicht ermuͤdet aus Liebe dir ſingen, ſon⸗ dern vermehren das Jubel⸗ Geſchrey; Ich will dich, Hertzog des Lebens vereh⸗ ren. Alles was Odem hat lobe den Herren. ſchen müſſen 2c. Eſu frommer Men ſchen Heerden, guter und getreuer Hirt, laß mich auch dein Schaͤflein werden, das dein Stab Dancken nun hoͤren, weil Ich kenne dich: Ich auc rief: Dich kenne ich. 0 4. Heerden ihre Hirten hoͤren, folgen ihrer Stimm allein: Hirten auch zm Heerd ſich kehren, wenn ſi blocken Groß und Klein; ſchreyeſt, laß mich laufen, wenn du draͤueſt laß mich ſu, hoͤre du auch mich. 5. Hoͤre, Jeſu, und en dir ſchreyen lehre, weñ ſich naht des Wolfes Grimm, laß mein Schreyen dir ge⸗ bete, hoͤre mich, JEſu, ſprich: Ich hoͤre dich. 6. Hoͤre, Jeſu, und er, hoͤre, wenn ich ruf, ankloyf und Stimme fuͤhrt: Ach! du haſt aus Lieb dein Le⸗ ben fuͤr die Schaafe hin⸗ gegeben, und du gabß es auch fuͤr mich, laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden hre Hirten lieben, und ein Hirt liebt ſeine Heerd: laß uns auch ſo Liebe üben, du im Him⸗ mel ich auf Erd. Schallet und ſchrey, Jeſu, dich von mir nicht kehre, ſteh mi bald in Gnaden bey! Ja du hoͤrſt in deinem Namen iſt ja alles Ja und Amen. Nun ich glaub und fühle ſchon deinen Troſt, o Got tes Sohn. 59. M. O Gott du frommer Gott. 0 ö ö ö 0 deine Lieb hernieder, ſoll dir meine ſchallen wieder wenn du rufſt: Ich liebe dich, ruft mein Hertz: Dich liebe ich. 3. Schgafe ihren Hirte ennen, dem ſie auch ſind ohl bekannt: Laß mich uch nach dir ſo rennen wie du kamſt nach mir gerannt, als des Hoͤllen⸗ Wolfes Rachen eine Beut aus mir ch hab Ihn dennoch lieb und bleibe an Ihm hangen, Er einzig meine Luſt, Er einzig mein Ver⸗ langen: Fall ich ſchon of, termals aus meiner bes⸗ Pflicht, ſolches doch die treue Lle⸗ be nicht. 2. Denn haͤtt ich nur die Kraft, die ich mir wuͤn⸗ ſchen wollte, wenn mein wollt machen, riefeſt du; Wunſch nach Begier er⸗ fuͤllet Laß mich hoͤren wenn du 1 horchen ſtets auf dich, N. 4 hoͤre meine, deines Schaf ah leins Stimm, mich auch u Lie 0 ſo trennet . 3 1 1 8. ee Stile i e en 1 l fat 11 0 0 Hel l 4 eth, N EIn Bin! n N bachbe 0 wil „ i. T ſeht Bin ie floß, nich Am“ 1 5 100 imen b 160 5 102 din f un A Abe S Jef 64% E nic, „. 0 5 uch 5 e met a1 del e. Spott, mdr üer& sein E cc, S mit etui hen, E cht, wa ih alt du S it nich Auchenai) Hat d ba nh ne e Sat, een“ s Kraft; ah nh, 5 kr Je ba Hon fe dal 56 danhalen K; ˖ M i ebm Aemtern. Iſkſu Chriſti. kenne dich: J : Dich kenne 1. Heerden ihre Hi n, folgen ihrer Si in: Hirten auch rd ſich kehren, wenn ken Groß und Ki mich hoͤren wen peſt, laß mich lau n du draͤueſt laß i hen ſtets auf dich, hoͤre du auch mich. 475 deine meine, deines Sch a e i Liebe bin. 1. 5 auch f 4. Und werd ich dermal⸗ ret due Aa e ae ch 8 10 kommen, wie will ich ihm n denen eo treu verbleiben meinem deinen Troſt h frommen und allerbeſten er ſchallen, wenn 5 „hoͤre mich, Je Schaß! Ach! gegen Ihn 9: Ich hoͤre dich. Hoͤre, Jeſu, und „wenn ich ruf, ankl. ſchrey, Jeſu, dich! nicht kehre, ſteh! in Gnaden bey! oͤrſt in deinem Nam füllt werden ſollte: gewiß, 55 bleibe treu, Er ſollte noch an mir von Hertzen ſeyn vergnuͤgt, Er, meine 7 Zier. 5 bed Wollen und der Muth ſind da, obgleich zu Zeiten Vollbringen man 00 beten n taͤglich ſtreiten Fisch und Blut deneiſt⸗ geſinnten Sinn, weil ich nur noch ein Kind in Chri⸗ Brunſt mein Herz entzuͤn⸗ vn. 5. Kommkiebſter! zuͤnde an entzuͤnde die Gedanken; entzuͤnde mir mein Herz, ſo werd ich niemals wanken aus meiner Liebes⸗Pflicht; entzuͤnde gegen dich mein 98 Herz, ſo bleib ich treu dir Liebſter! ewiglich. 60. Mel. Gott ſey ommer Gon. Dank durch alle ꝛc. hab Ihn dennoch Oder: und dleibe an NMun kommt dersei⸗ zen, Er einzig nel den Seiland. Er einzig mein N(Su, meiner Seelen⸗ en: Fall ich ſchon J Ruh, und mein beſter 7 reh mir allein, ſollſt auch fer⸗ es doch die treue A ner alles ſeyn. ft auch fer icht. 2. Liebet jemand in der Denn haͤtt ich nur Welt edle Schätze, Gold t, die ich mir ul und Geld, Jeſus und ſein wollte, wenn me theures Blut iſt mix mehr iſch nach Bete deus gurt But, alles Ja und Am ich glaͤub und fi deinen Troſt, Sohn. M. G Gott, allein ſoll in recht keuſcher e 3. Stellen meine Feinde ſich oͤffentlich gleich wider mich; IESus reißt aus aller Noth, tilget Teufel Hoͤll und Tod. 4. Bin ich kranck, und iſt kein Manu, der die Schwachheit heilen kan: ch IEſus will mein Artzt in Pein, und mein treuer Helfer ſeyn. 5. Bin ich nackend, arm und bloß, und mein Vor⸗ rath iſt nicht groß: JEſus hilft zu rechter Zeit mei⸗ ner armen Duürftigkeit. 6. Muß ich in das Elend fort, hin an einen fremden Ort; JEſus ſorget auch fuͤr mich, ſchuͤtzet mich gantz wunderlich. 7. Muß ich dulden Hohn und Spott, wegen Gott und ſein Gebot: Jeſus giebt mir Kraft und Macht, daß ich allen Spott nicht acht. 8. Hat der Bienen Ho⸗ nig⸗Saft, und der Zucker ſuͤſſe Kraft: Mein Hertz⸗ liebſter Jeſus Chriſt tau⸗ ſendmal noch ſuͤſſer iſt. 9. Drum, o Jeſu! will ich dich immer lieben ve⸗ ſtiglich: Du, o Jeſu: ſollſt allein meiner Seelen Alles ſeyn. b 10. Jeſus, was durch Ohren bricht, Jeſus, was das Auge ſieht, Jeſus, was die Zunge ſchmeckt, und wornach die Hand ſich ſtreckt. f 0 11. IESusSſſey mein Speif und Trank, Jeſus ſey mein Lobgeſang, Jeſus ſey mein gantzes All, Jeſus ſey mein Freuden⸗Schall. 5 12. End⸗ 44 Don Namen und Aemtern. 12. Endlich laß du hoͤch⸗ ſtes Gut, IEſu, laß dein theures Blut, deine Wun⸗ den, deine Pein, meinen Troſt im Tode ſeyn. 61. M. Ieſus meine Zuverſicht. ESus itt der ſchoͤnſte Nam aller, die von Bimmel kommen, huld⸗ reich, praͤchtig, tugendſam, den GOtt ſelber angenom⸗ men: ſeiner groſſen Lieb⸗ lichkeit gleicht kein Name weit 305 breit. Eſus iſt das Heil der Welt, 1 eig Artzney für die Suͤnden. IEſus iſt ein ftarker Held, unſte Feind' zu überwin nden: Wo nur JEſus wild 1. wird der Teufel bal d zerſtöhrt. 3. JIEſus it der Weiſen Stein, giebt und Leben. Jeſus n hilft von aller Pein die den Menſchen kann umge! ben. A6 IEſum nur aufs 1885 ſo verliert 15 aller Schmerz Ickſus iſt mein ewger Schaß und ein Abgrund alles Guten. JEſus iſt ein Freuden Platz voller ſüſſer e Jeſas t ein friſcher Thau derſe eeſtiſche 00 d und Au. F.. Ieſus iſt der ſuͤſſe Brunn, der die Seelen recht erquicket. JEſus iſt die ewge Sonn, deren Strahl uns gantz entzuͤcket. Wilſt du froh und freudig ſeyn, laß ihn nur zu dir 1 6. IEſus iſt der liebſſe Ton, den mir alle Welt kan der Geſundheit ſingen, ja ich bin im Hire an* mel ſchon, wenn ich Jeſun 10 hoͤr erklingen IEſus i mein's Hertzens a meine emge Seligkeit. Je Sus 10 mein 5 1 ls⸗ Brodt, das mit ſchmeckt⸗ wie ichs begeh⸗ res Er erhaͤl t mich vor den Tod, ſtaͤrckt mich daß ewig lebe; Zucker iſt er mit im Mund, Balſam, weng ich bin verwundt. 8. IEſus iſt der Leben Baum, voller edlen Tu! gend Fruͤchte; Wenn find im Hertzen Raum wird das Unkraut bald 10 117. Alles Gift und u heil weicht, das ſeln Schah ten nur erreicht. 9. IEſus iſt das höch Gut in dem Himmel u auf Erden. JEſus Nau macht mir Muth daß ie cht kann traurig werde Jeſoe Name ſoll alle mit der liebſte Name ſeyn 62. Mel. Ach! ada was 1 ꝛc. de 5 See 10 1 195 W ich liebe dich erzlih n 5 o JEſu vor allen, d. 2 es, an dem ich mei g eintzig Gefallen: ich 10 0 dich, ich lieb dich, ich wil dich be ich will dic 50 veſt halten, ich will dig 5 nicht laſſen. JE 2 Mein liebſtes Kin 0 ſolteſt du lieber Mi 0 en als andere? Lie Mah beſt du etwa die Gaben Wie, wenn du vom L ben nichts folteſ 9 10% Me e dos 0 ie! „ ale 1 155 10390 1 1 1 Eil e gin, r der. 110 W Ie, dt h 10 tr ich ver i b 0 9 10. 1 f 0 f 10 0 mh 1 ö f 5 05 1 3 5 0 ha 0 8 1 %u a 0. d Aemtern, 2—— Ickſu Cheiſtii 35 ien, ja ich bin im 0 e ſchon, wenn ich dei fen, ſo moͤchte wohl etwa erklingen, Jeu die Liebe zerſtießen. n's Hertzens gn Seele. ne ewge Seligke, 3. Ich liebe den Geber „Ice Sus ist nicht um das Geſchencke,ſeo umels⸗Brodt, dag wiel ich mich kenne, und wie neckt, wie ichs bn ich gedeucke; Ich hoffe in Er erhalt mich vr dieſem Theil treu zu beſte, d, ſtaͤrckt mich daß den wenn du, o mein Jeſu! g lebe; Zucker iſter, die Probe wollt'ſt ſehen. Mund, Balſam, JESu bin verwundt. . IEſus iſt der dh um, voller edlen; 65 hertzlich und inniglich lie⸗ ben und gioch en id Fruͤchte; Wen Treu dennoch ausuben, d im Hertzen gan wenn ich dir die Güter d das Unkraut balh der Erde entelſſe, und in hte: Alles Gift eee Armuth ver⸗ weicht, das ſeinsg lieſſe? Keie Seele. nur erreicht. 6 9. IEſus 10 b J. Wer an dir, o Jeu, it in dem Himmel lfindt alles Vergnügen, der ferden. Jeſus al, ſich in dleſes mir leich, icht mir Muth dafter Müh fügen: ich werde ht kann traurig walmich für den Beguͤtertſten Eſus Name fol Achsen lo agg dg bleibeſt r der liebſte Namef mein einde 11 tzen. 3e. 4. Wollt'ſt du mich ſo und Leiden, das moͤchte die Liebe, ſo zwiſchen uns ſcheiden: Wie wuͤrdeſt du wohl in der Probe beſte⸗ hen wenn du fur mich ſoll⸗ teſt zum Tode hingehen. Seele. 9. Ich wollte mich um dich, mein Leben, herſchlin? gen, ſo konte kein Marten noch Tod mich bezwingen, ich wollte anhangen mit Liebe und Glauben, ſo koͤnnte mich niemand des Lebens berauben. 10. Wie? wenn ich mich ſtellte, als wollt ich dich fliehen? ſo dürft wohl die Welt dich mit Luft zu ſich ziehen! Du würd'ſt dich dem, der dich anlscket, verg'ſellen, dich gegen den, der ſich verſtellet, ver⸗ ſtellen. Soele. 11. Du kanſt nicht von Hertzen die Meuſchen be⸗ * 6. Mie aber wenn ich dir Mel. Ach! alpie Ehre ließ nehmen, daß, was Simmel die dich geehret, ſich nach⸗ Seele. mals dein ſchuͤmen? Wie ich liebe dich benwürd du bey Schmach 5 v Jeſu vor all ſund Verachtung dich bal⸗ e ic pen, es möchte die Liebe 3 wohl etwas cles. Se itzig Gefallen: ich Seele. 7 Laß Ehre, Gunſt, Herr, lchkeit immer hinfliehen, AN und Spott mich beziehen Jec us dich will es geduldig und 2 Mein llebſtes Awillig verſchmertzen, und lteſt du lie ber hnimmer ermuͤdet dich lie⸗ ben als andere! pen von Hertzen. NE 0 ſt du etwa die Ga JeESus. zie, wenn du von 8. Gefaͤngniß, Brand, truͤben, drum werd ich nicht muͤde, dich dennoch zu lieben: ob deine Treu Hul⸗ fe zu wancken gleich ſchie⸗ nen; ſo muß es zu meiner Verſtaͤrckung nur dienen. JESUS JES S. 12. Ich fonte dich gleich⸗ wol verſtoſſen zur Hollen, denn wuͤrde man ſehen, wie dn dich moͤcht est ſtellen: du wuͤrdeſt aufhören zu lie⸗ ben, und haſſen den, der dich nunmehrs haͤtt' gaͤntz⸗ lich verlaſſen. Stele. 13. Ach Leber, wie ſolt'ſt du das konnen und wol⸗ len, und halten ſo theure n nichts folteſt Marter, Schmertz, Elend Zuſage nicht ſollen? Du haſt, 46 Don Namen und Aemtern f haſt den Bekehrten zu hel/ fen verſprochen, was du mir beeidet, wird nimmer gebrochen. JESus. 14. Wer wollte mich zwingen dich, Suͤnder, zu lieben, ein'n ſolchen, der öfters mich pflegt zu be⸗ truͤben? Ich haſſe die Boͤ⸗ ſen, und liebe die From⸗ men: Ein reines Hertz laß Ich vor mein Ge⸗ ſicht kommen. Seele. 15. Ich leugne nicht, daß ich geſuͤudiget habe, doch glaub ich, dein Blut mich von Suͤnden waͤſcht abe; und da du mich wegen der Suͤnden wolltſt haſſen, ſo wolt ich dein eigne Gerech⸗ Held ligkeit faſſen. JE SuS. 16. Wer dabey mich faſ⸗ ſet, dem iſt es gelungen, dein Glaube mein' Liebſte, der hat mich bezwungen. Ich lieb dich, ich halt dich, Ich will dich nicht laſſen, Ich will dich annehmen, Ich will dich umfaſſen. Seele. 5 17. Beſtaͤndig bey mei⸗ nem Vorſatze zu bleiben, wollſt du mich durch dei⸗ nen Geiſt ſtetig antreiben: und daß ich denſelben auch ſetze ins Wercke, verlelh mir, HErr, Kraͤfte und goͤttliche Staͤrcke. IgSSus. 18. Im Lieben getreu bis ans Ende verbleibe, Mich nimmer zu laſſen aufs neu dich verſchreibe; Von dir will ich Liebſte, wohl nimmermehr weichen, bis Ich dich heim hole zen Te 22505 Todes⸗Verbleichen.* N 19. Im kieben getren bis ans End ich verbleuh 10 dich nimmer zu laſſen auf 90 neu mich verſchreibe: 20 1 dirwill ich, Liebster, un een nimmermehr weichen, bis 1 0 0 du mich heimholeſt beyn Ia nn Todes⸗Verbleichen. dk, 8 fi fe 1 kieſen 63. M. Nun komm 5„Du! der Heiden ꝛc. 1 9—— Kraft J. iſt mein Freuden fun J* ande wenn er hen n Mu ans e n 95 meiner Sen fee e l keine 5 b ſe af dt, Jar s men 2. Jeſus iſt mein ſtarka une fene eld, wenn der Teuff 0 e dee mich anfaͤllt, und die S1 n Du 0 degreß lich macht, ichſn e e e Trotzen gantz nicht acht 110. 1 ſichte 3. Jeſus iſt mein ves ae 1 Sſeg, wider Ceufels, Bu ah bels Krieg, Er iſt meine M.& ft ſtarcke Wehr wider dab verdammte Heer. e 4. Ach! mein Jeſu, laß ˖ mich dir ſeyn verpfande für und für, Laß mich Ar e men dir allein in der Lie 0 1 ihr gef 15 .„die ihr Jeſum ſucht, kofnt, genieſſet ſein W Frucht, die den Gelſt und 9 0 Stel erguickt, euch damit 10 zum Siegen ſchickt. Ahne 6. Hertzens⸗Jeſu, Sie, 10 00 ges Fürg! meine Seele ah a u o ne ee f 2g, daß ich nicht ang, im Kampf erlieg. e 00 ent e 7. Nach dem Siegen niſt wäßüen vauf, da pu fut e 81 mich auf zu dem auser 9 * Aemtern Jæſu Chriſti. 47 den Onaden⸗Lohn geben wirſt, o Gottes Sohn. 8. Auf! ihr Ueberwin⸗ Im Lieben gu der, ſeht, Jeſus euch ent⸗ ans End ich veriſ gegen geht, um fuͤr wenig ch nimmer zu laſſen Schmach und Hohn, euch u mich verſchreibe: zu geb'n die Ehren Kron. will ich, Liebster, 2. Halleluja! Gloria, mmermehr weichen auf! des HErren Tag iſt mich heimholeſh nah! wachet, haltet euch bereit, jetzt kommt die Er⸗ quickungs⸗ Zeit. odes⸗Verbleichen. euch, lieben c. 1 iſt mein Fran 8 Licht, wenn erh Mein derzues⸗ Jeſu, ir anbricht, meinen meine Luſt, an dem ine Kraft mehr hal ich mich vergnuͤge, der ich an deiner Liebes Bruſt 2. Jeſus iſt mein ſi eld, wenn der mit meinem Hertzen liege: 71 e 117 755 ich anfaͤllt, und die e Lob bereit, weil ich von dei⸗ groß bc mache ner Freundlich keit ſo groſ⸗ rotzen gantz nicht ag ſes Labſal kriege. 3. Jeſus iſt mein. 2. Mein Hertze wallt n. ö 7 6 5. la Krteg Er i es ſpringt, es freuet ſich, ircke Wehr wide f rdammte Herr, oft es dich empfindet, Ach! mein Jeſi b.; 10 171 n kuͤßt, der du dem Hertzen rund fuͤr, laß mich ales biſt, das dich im en dir allein in de. Blauen fader, geben ſeyn 3. Du biſt mein wunder⸗ 5. Alle, die ihr q bares Licht, durch welches cht, koft genie ich erblicke mit aufgedeck⸗ ucht, die den Geſſ r e e el ergquickt, euch mein Hersckerfellen om i Siegen 27 ct. wein Herz, erfuͤll es ganz, b. Seele ee 100 o wahres Licht, durch dei⸗ 4, Für! mene niche ure, n weiche ich dir duͤrſt, alle 125. Du bia in ſi mir beſieg, daß ih! Himmels, Weg, durch dich 1 70 10 ich) Himmels⸗Weg, durch dich 95 pberlieg, ſteht alles offen, wer dich 7. Nach dem Siegen verſteht, der hat den Steg ig bende des⸗Verbleichen! Seele. 19. Im Lie ſo oft es dich im Glauben Ach laß mich, Tiebſies Heil, hinfuͤr doch ja den Himmel auſſer dir auf keine Wege hoffen. 5. Du biſt die Wahrheit, dich allein hab ich mir auserleſen, denn ohne dich iſt Wort und Schein, in dir iſt Kraft und Weſen: Ach, mach mein Hertz doch vollig frey, daß es nur dir ergeben ſey, durch den es kan geneſen. 6. Du biſt mein Leben deine Kraft ſoll mich allein regieren, dein Geiſt, der alles in mir ſchaft, kan Leib und Seele ruͤhren, das ich voll Geiſt und Leben bin: mein Jeſu, laß mich nun forthin das Leben nicht verliehren. 7. Du biſt mein ſuͤſſes Himmels⸗ Brod, des Va⸗ ters hoͤchſte Gabe, damit ich mich in Hungers⸗Noth als einer Staͤrckung labe: O Btod! das Kraft und Le⸗ ben giebt, gieb, daß ich was der Welt beliebt, niemals zur Nahrung habe. 8. Du biſt mein Trank, und deine Frucht iſt mei⸗ ner Kehlen ſuͤſſe, wer von dir trinkt, derſelbe ſucht, daß er dich ſtets genieſſe: O Quell! nach dem mein Hertze ſchreyt, gieb, daß der Strom ber Suͤßigkeit ſich ganz in mir ergieff 5 9. Du biſt mein aller⸗ ſchoͤnſtes Kleid, mein Zier⸗ rath, mein Geſchmeide, du ſchmuͤckſt mich mit Gerechtigkeit, gleich als mit reiner Seide; Ach! gieb, daß ich die ſchnoͤde ch auf zu dem e zur Seligkein getroffen; aͤhlten Hauf, da 10 gkeit getroffen acht, damit die Welt 8 cht, dam ſich 48 Von Namen und Aemtern ſich herrlich macht, als einen Unflath meiden. 10. Du biſt mein Schloß und ſichres Haus, da ich in Freiheit ſitze, da trei⸗ bet mich kein Feind her⸗ aus, da ſticht mich keine 5 Hitze. Ach! laß mich, llebßes IEſulein, allzeit in dir erfunden ſeyn, daß deine Huld mich ſchuͤtze. 11. Du biſt mein treuer Seelen⸗ Hirt, und ſelher auch die Weide, du haſt mich, 4 wär verirrt, geholt mit groͤſſer Freude: Ach! nimm dein Schaͤflein nun in acht, damit es we⸗ der Liſt noch 1 9 0 von deiner Heerde ſcheide. 12. Du biſt mein holder Braͤutigam, dich will ich ſtets umfaſſen: mein Ho⸗ herprieſter und mein Laſn, das ſich i ſchlachten 15 ſen! mein Koͤnig der mich ie beſitzt, und mich mit ſeiner A chuͤtzt wenn mich viel Feinde haſſen. 13. Du biſt mein auser⸗ koͤhrner Freund, der mir mein Hertz beweget; Mein Bruder, der es treulich meynt; die Mutter, die mich pfleget: Meln Artzt, wenn ich verwundet bin; Mein Balſam, meine Waͤrterin, die mich in Schwachheit traͤget. 14. Du biſt mein ſtar⸗ cker Held im Streit, mein Pantzer, Schild und Bo⸗ gen: Mein Troͤſter in der Traurigkeit, mein Schiff in Waſſerwogen, mein Ancker, wenn ein Sturm entſteht, mein ſichrer Compas und Magnet, de 7 U mich noch nie betrogen. 5 0 15. Du biſt mein Leit W000 fate ſtern und mein Licht, weng a, 1 0 ich im Finſtern gehe: Meiſ 50 Mä; Reichthum, wenn es mi t 4 gebricht: in Tiefen meint 0 916 Höhe; mein Zucker, wenn 1 es bliter ſchmeckt; meln veſtes Dach, das mich he deckt, wenn ich im We 10 100 ſtehe. 16. Ou biſt 55 n Gar ten, da ich mich in ſtille Luſt ergoͤtze; mein liebſt 9 100 Bluͤmlein, darinn zur Zierde ſetz 5e mein Roͤsgen in dem Cre tzes⸗ 15 N n 0 Dor, nen ohne Zahl den ſchwe ren Gang verletze. 10 m 17. Du biſt mein Troß in n, im Hertzeleid; mein Luff e eg 85 Spiel, wenn ich lache lin mein Tagewerck, das mich 650 die* erfreut, mein Dencken ah d nt K wenn ich wache; im Schlaf 92 nag „mein Traum und fue u n ah Ruh; mein Vorbaug, dal 5 0 ich immer zu mtr um met e A Bette mache. 40 0 1 5 0 18. Was ſoll ich, Scho a ſter, wohl von dir noch weß ter ſagen koͤnnen? ich wil 5 15 dich meine Liebs⸗Begſer 0 mein eintzig Alles nennen f 0 Denn was ich will, das bit du mir: Ach! laß l 1 Hertze fuͤr und fuͤr von deß 90 ner Liebe brennen. 10 100 88 In eigener Mel. ein Vater! zeuge 0 mich dein Kind nach 1690 deinem Bilde, und ſchaf Ae fe ſelbſt in mir die neue 100 Ai E Ereatur: laß mich auch guͤtig ſeyn, auch heilig; weiſ äund milde, 17 0 92 f Hier d I M Mette, 2 ern ic fac h denn tr felbf chu nag, beß d welches i e ma di 8. Fit g eng S. gg an an pez e, 1. ug. ia e ä demtern 185 JEſu Chriſt 5 und Nagnet. beiter Onaden Kraft, wie ch nie betrogch du bi von Natur. Du bi mein h. 2. Mein Licht, leuchte d mein Licht, un mich, laß deiner Gnaden⸗ inſtern gehe: Strahlen mir dringen in bum, wenn es wein Hertz, verkteib die : in Tieſen ne Finſterniß! ich fall und 1100 Fucke, le ſonſt zu allzuvielen⸗ er ſchmeckt; mmelen a werd ich nicht Dach, das michſerleucht t verderbt ich ganz Licht lich Gott, das Licht mich, Ihn Abba recht zu pennen, daß alle mein Gebet in rechter Vrunſt geſcheh! hr nicht auf fur mich zu beten, ach! rufe doch mit denn ich im Nabe e kein Weg lom Ba, ch mich in ſſ gemeinden he zitze; mein li Reich im Glauben Über ein, welches i dein 1 115 1 Orte ſchon lang genug A auch mi Irepheit ringt. ne Zahl den sch 4. Wahrheit! heilge ua verlebe.„ mich in aller deiner Wahr: Du biſt mein dißeit, und bringe meinen ewohnt, und nun nach wenn ich lalkeit, vertreib den Luͤgen⸗ zagewerck, dan heiß durch deines Wortes „mein Deuafklarheit, und mache mich H wachez im Ga xecht veſt in allem Kampf Traum und ſſund Streit. 3 mein Vorhang F. Mein Leben leb in mir ner zu mir ummund laß mich in dir leben. mache. a Ich bin ja ohne dich zum Vas ſoll ich, Salzuten gantzlich todt. Da hl von dir 100 das Lebensbtodt, das S ich einzig Nahkung geben kan en konnen? id ehen kan eine Liebs⸗Begneinem matten Geiſt in intzig Alles nenngller Hungers⸗Notb⸗ vas ch will, daß 6. Mein Laͤmmlein! ſtill . Ach! laß Hund fromm, rein, 9. fuͤr und fuͤr von und unſchuldig, achl wik⸗ be brennen. n Vater! keuſch auch wie du, im Leide uch dein Kind lkecht geduldig, und laſſe Bilde, 5 1 100 79 gar willig t in mir die fuhren hn. N g lab mich 10 7, Mein Meiſter! lehre ſeyn, auch heilſnich den Vater wohl zu und milde, 1 bringt du welſt Ja, das deren la i ̃ 5 0 nel W 11 zur Zierde a dein Knecht an einem b mir den Vater taͤglich an; u W Va, laß deinen Heilgen Geiſt Du biſt mein Gtekland, ach öffür mir die mit Seuftzen mich vertre⸗ Pforte, die mich ins Liebe ten, wenn ich im harten Kalpf ſelbſt nicht mehr 2 2 9. Mein Konig! ſchuͤtze mich, wenn Satan, Welt und Suͤnde/ die ſich in mit noch regt, auf meine Seele nm Schooß ich allzeit Ru⸗ il che finde: Denn der ſſt ſicher unt/ den deine Macht beſchumtt. 10. Mein Hirte! weide mich auf einer gruͤnen Auen, und lagre mich im Duüͤrſt ans friſche Waſſer hin: Hol meine Seel her⸗ um: Wolt ich aufs Eitle kecht den ausgeſchweiften VVV 11. Mein Artzt! bin ich bes⸗Flaß, dein theut ver; heilig, gotznes Blut mich heilen. Laß des Gein⸗ Erneu⸗ ke doch in mir den ſaͤnften kungs⸗Lebens⸗Saͤfte mch In eigener Melkaͤmmleins Sinn, ſo weroͤl laben und erfreyn, mit ſtaͤrcken Hertz und Muth. 12. Mein Freund ver⸗ traue dich doch beſſer mei⸗ deiner Treu noch meht /I kennen, weil ohne bich, nicht ſeh: 1 be ee 8. Mein Hoherprieſſer! türmt. Hilf, daß in dei ſch auen, ſo bringe bald zu bekwundt, ſi d ausgezehrk die Kraͤſee, ſo laß den Lie⸗ nem Herten, und ſaß mich verſichert ſeyn, auf daß u E* allet 55 Dom Namen und Aemtern aller geit, ich meiner See len Schmerzen getroſt ver⸗ ſenken darf in deines Her⸗ zens⸗ Schrein. 13. Mein Braͤut gam! liebe mich, und ſetze mir das Siegel der unverfaͤlſchten Lieb, den Geiſt, auf meine Bruſt! laß deinen Gruß und Kuß mich ſchmecken: ſey mein Spiegel, darin ich mich beſchau, nach al⸗ ler Herzens Kuſt. 14. Mein Ein und Alles! laß mit dir mich Eins hier werden, ſo wird mir alles nichts, du aber alles ſeyn. Und nimmet deine Gut mich endlich von der Er⸗ den N ſo geh ich Friedens voll in deine Freude ein. 66. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns der ꝛc. Mein Jeſu, ſuͤſſe See⸗ len⸗Luſt! mir iſt nichts auſſer dir bewuſt, wenn du mein Herz er⸗ quickeſt: Dieweil dein Kuß ſo lieblich iſt, daß man auch ſeiner ſelbſt vergißt wenn du den Geiſt entzu⸗ ckeſt: daß ich in dich, aus dem Triebe reiner Liebe, von der Erde uͤber mich gezogen werde. 2. Was hatt' ich doch fuͤr Troſt und Licht, als ich dein holdes Angeſicht, mein Jeſu noch nicht kann⸗ te; Wie blind und thoͤricht gieng ich hin, da mein ver⸗ kehrter Fleiſches Sinn von Welt⸗Begierden brannte? Bis mir von dir L Licht und Die arme Welt del 1 zwar den Schein, als wi bh ann ge ice dea Iced ein herrliches Vergnügen Me ee Allein, wie eilend 9 0 0 Ne vorbey, da ſieht man, 10 1 es Blendwerk ſey, wo durch wir uns betrüten f. Drum muß Jeſus mit de Schaͤtzen mich ergoͤtzen, 10 Aan keden ft e, Luſt muß vergehen. Glauben haͤlt, der hat di 0 ben, nen Kraft der andern Wel a en dhe. hier allbereit zuſchmecken da a nc e mancher Zeit bey großch Herzens ⸗ Traurigkeit ſiſh doch ſein Joch ſanft u feiner, als wenn einer 4 aus deinem Wort, daß di nicht ewiglich verßeckel du thuſt 105 5 1570 Al gen zu, auf daß du d igrößre Ruh hernach f 10 e mir erweckeſt, wenn i 1 h treulich als ein Rebe e dir klebe, auch im Leide nicht nur in der fü 0 f Freude. 10 te 6. Derhalben ſoll mic ie keine Noth, mein Jeſu ff ee waͤr es auch der Tod, vol 10, deinem Dienſt abſchrecken, 15 0 Ich weiß, daß mich dell 1 Herze liebt, darum ſo ah 10 ia 16 ich unbetrüͤbt mit dir durch ehe Dorn und Hecken: Pl 0 1 U ſchlage, ich bin ſtile, 40 190 Wille mich zu kräs 1 5 0*, fan dd) ihn 1. beßehen, wenn die Wel 1555 g* zA helde: 4. Wer Jeſum veſt 1 abe 8 1 geſu, e u 15* 10 Ac r ag lieb 1 daß . zu verdecken, 6 609 in e V auser ei l ten ele a tt d g en me Pflegt Jeſus gleich 10 10 u 15 a* aas dich, liebſter Seelen⸗ Hort ee E V des 1100 1. N funds e ec N 0 5 liter Aura 00 e en 2 Unger N 0 0 0 D Jef 1 11 ee 5 475 v 1 15 ſſſuc 17 5 1 fh fa nge* Fiet unt. 16, Jeſu 15 lest fas m. dem 9785 dieſer Welt ſchlafen hatte. 0 19 5 479 9 7. So weiß ich aud bug at nir 1 Fluß Dein TCbriſ * och wie dun bonig 0 beſſe 0 kp Jeſu, mein Imfib 1 0 Die arme e er Jckſu Chriſti. 1 den Schein, 90 J. Und ſolt ich guch mein 66. M. Erſchienen iſt hlechtes Hort, in mir dein ſaſſes lich es Wenn Manna nicht allhier in die⸗ , wie eilend g ſergeit empfinden: So will v, da ſſeht man ich doch zufrieden ſen, lendwerk ſey, z und werde deinen Gnaden wir uns betrug Schein in jenem Leben fin⸗ n muß Jeſus nuf den, da man ſtets kan ſich tzen mich ergöten zu laben, Jeſum haben, ſen, wenn die u fete erblicken und ihn in muß vergehen. die 7 9 8 0 5 8 er Je 8. Allein du! 1 6 a pe 10 Menſchen Sohn, ich kenne hält, der hal e 75 f t der andern deine kiebe ſchon, wenn allbereit zuſchuh uns die Donne ſtechen. 4 Jeſas gleig Dan 1 mich ia 5 i raure„ 908, Tape Lerſclar ee, maß vrch Je zule lauter Liebe tz zu verdecken, zulest vor anke g und ſein Joch ſanſt! rechen: drum füllt und r, als wenn einn guillt in mern Herze nach Bette dieſer Wil dem Schmerze deine ien dene! ee ere c e So weiß ich u hier zee mich wi einem Wort, da r. ede liebſter Seelen n Fend en vnd Seel recht ewiglich verſi ters Leib und Seel recht huſt vor mir lieg innig lich erfreuen! Ich in, auf daß uu wess da an mich be⸗ re Ruh berni dub ich weiß auch, was erweckeſt win du denen gfebſt, die ſich da⸗ ich als ein gelt vor nicht ſcheuen. Drum ib uch im gieb den Trieb, unabwen⸗ bose 2 dig und beſtändig treu zu e Derhalben ſaln 10. Der Glaub iſt eine e Noth, mein 0 1 D ſtarke Hand, und haͤlt dich es auch der de als zin veßes Baud: Ach! 1 9 ſtaͤrke meinen Glauben: g de lest, darm mand der, im Glauben kan inbetrüt mind dich niemand mir, o ſtarker u und Hecken:. Jeſu, rauben, weil ich fro ige, ich bin ſtile Iich Welt und Drachen kan u wi verlachen, und die Sünden und ſich im Glauben kan mich nie⸗ der herrliche Tag. Jeſu, ſuͤß! wer dein gedenkt, des Herz mit Freud wird uͤber⸗ ſchwemmt: noch ſuͤſſer aber alles ig, wo du, o Jeſu, ſelber biſt. Halleluja. 2. JEſu, du Herzens Freud und Wonn, des Lebens- Brunn, du wahre Sonn: dir gleichet nichts auf dieſer Erd, in dir iſt, was man je begehrt. Hallelu as. 2. Jeſu, dein Lieb iſt mehr denn ſuͤß, nick ts iſt darin, daß ein'n verdrieß: Viel tauſendmal iſts, wie ich ſag edler, als man aus⸗ ſprechen mag. Halleluja. 4. Jeſu, du Quell der Guͤtigkeit, du biſt die Hoff⸗ nung unſer Freud, ein ſuͤſſer Fluß und Gnaden⸗ Brunn, des Herzens wahre Freud und Wonn. Hallel. 5. Dein Lieb, o ſuͤſſer Jeſu Chriſt, des Herzens ſatt, doch ohn Verdruß der Hunger waͤchſt im Ue⸗ berfluß. Halleluſa. 6. O Jeſu, du engliſche Zier, wie ſuͤß in Ohren klingſt du mir! du Wun⸗ der⸗Honig in dem Mund kein'n beſſern Trank mein Herz empfand. Hallel. 7. Jeſu, du hohe Guͤtig⸗ keit, meins Herzens Luſt Und beſte Freud, du bic die unbegreiflich' Gut, dein' Lieb umfaͤht al mein Ge⸗ müth. Halleluja 55 8. Jeſum lieb haben iſt 0 anken. 5 winden. 6 durch den Glauben uͤber⸗ hr gut, wol dem, der ſonß 5 0 nichts ſe E 2 ni beſte Labung iſt ſie mache 32 Von Namen und Aemtern gichts fachen thut. Mir ſelber will ich ſterben ab, daß ich in ihm das Leben hab. Halleluja. 9. Jeſu, o meine Süͤßlig⸗ keit! Du Troſt der Seel bie zu dir ſchreyt: die heiſſe Theaͤnen ſuchen dich: das Herz zu dir ſchreyt innig⸗ lich. Halleluja. 10, Ja, wo ich bin, um was Revier, ſo wolt ich Jeſus waͤr bey mir; Freub Über Freud, wenn ich Ihn find, ſelig, wenn ich ihn halten koͤnnt! Halleluja. 11. Was ich gſeucht das ſeh ich nun; Was ich be⸗ gehrt, das hab ich ſchon. Vor Lieb, o Jeſu, bin ich ſchwach, mein Hertz das flammt, und ſchreyt dir nach. Halleluja. 12. Wer dich, o Jeſu, aͤlſo liebt, der bleibt gewiß wol unbetrübt. Nichts iſt, das dieſe Lieb verzehr, ſie waͤchſt und brennt je laͤng'r je mehr. Halleluſa. 13. Jeſu, du Blum und Jungfraun⸗Sohn, du Lieb nd unſer Gnaden⸗Thron, ir ſey Lob, Ehr wie ſichs geziemt. Dein Reich kein Ende niſſter nimt. Hallel. 14. An dir mein Herz hat feine Luſt, Herr, mein Be⸗ gier iſt dir bewuſt, auf dich iſt all mein Ruhm geſtellt, JEſu du Heiland aller Welt. Halleluja. 15. Du Brunn quel der Barmhertzigkeit, dein Glantz erſtreckt ſich weit und breit, Der Traurig⸗ keit Gewoͤlck vertreib, das Licht der Glorie bey uns bleib. Halleluja. 2 i— 16. Dein Lob im Hime hoch erklingt, kein Chot iſt, der nicht von dir ſingt! IEſus erfreut die gauge Welt, die er bey Gott zu flied'n geſtellt. Halleluja. 17. IEſus im Fried re⸗ gieren thut der uͤbertriſt alls zeitlichczut: Der rieh hewahr mein Hertz und Sinn, ſo lang ich hier auf Erden bin. Halleluja. 18. Und wenn ich ende meinen Lauf, ſo hole mich zu dir hinauf. IEſu, daß ich/ da Fried und Freud bey dir genieß in Ewigkeſt. Halleluja. 9 19. Jeſu, erhoͤre mei Bitt! Icſu, verſchmaͤh mein Geußzen nicht! Je ſu, mein Hoffnung steh zu dir; o Jeſu, Jeſu, hilf du mir. Halleluja. 68. M. Seelen⸗Braͤu⸗ tigam. Wer iſt wohl wie du W̃᷑ Jeſu, ſuͤſſe Rah: Unter vielen auserkoren, und ihr Licht dazu, Jeſi ſüſſe Ruh. 55 2, Leben, das den Tod, mich aus aller Noth zu er loͤſen hat geſchmecket mei, ne Schulden zugedecket, und mich aus der Noth hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlich tum Erloſer uns geſchen cket, und in unſer Fleiſch verſencket in der Füll der Zeit! Glantz der Herr lichkeit. 0 Leben, derer die verlohren keit! Du biſt vor der Zeit, 1 b. ſſaſun* beet. 1 e An e 2 ch 60 1 1 100 nee 10 01 D een. 1 15 W dig bt eech ren& K, un E ptind 1 des F decken Eine 5 ba da ah e deine eh, van d Fleiſ g g e wir enn ch dei W n. Et a,. ., m une i de dee 5 1 J 0 e in ase eh 1 7 chen S —— N . 8 Held! 10 1 kuug 4. Großer Sieges Held! 5 Zünd, und g en; e Sund, Saen Aemtern Dein eob im Hi erklengt, kein r nicht von dir ſig 8 er ue „die er bey Gil 1 geſtellt. Halle Icſus im Fri thut der üben eitlich Gut: Der hr mein Herze ſo lang ich hien u bin. Halleluſt Und wenn iche en Lauf, ſo holen hinauf. Ieſi da Fried und z ir genieß in Ewig Anise. Jeſu, erhoͤre y J Icſu, verſchg Gehfzen nicht!“ mein Hoffnung . o Jeſu, Jeſi, ir. Halleluja. N. Seelen. Bu tigam. er iſt wohl ni Jeſu, ſuͤſſe Al vielen auserkih „ derer die verloh he ſicht dazu, J Ruh. Leben, das dend aus aller Noth il hat geſchmecken ſchulden zugedeg mich aus der efuhrt zu Gotl, Glanz der Hen Du biſt vor de Erloͤſer uns geh und in unſer e icket in der Fil! Glantz der 9 it. 4 Hroßer Sieges Sund, Hol ö ſen Drachen haſt du wolln zu Schanden machen durch Sinn 9 Held! nen, als dein Eigenthum dich. Jes 1 Chriſti. 53 Det, alle Kraft des groſ⸗ F. Hoͤchſte Majeſtaͤt, Koͤ⸗ nig und Prophet! deinen Seepter will ich kuͤſſen, ich will ſitzen dir zu Füſſen, wie Marig that, hoͤchſte o 6, Laß mich deinen R hm, als dein Eigenthum, durch des Geiſtes Licht erkennen, ſtets in deiner Liebe bren⸗ allerſchoͤnſter Ruhm. zerrinne und zerſchmelte, Schrancken, ſey du mein Gewinn, gieb mir deinen 10. Wecke mich reckt auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortſetze, und mich nicht in ſeinem Netze Satan halte auf, foͤr⸗ dre meinen Lauf. 11. Deines Geiſtes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen moͤg und beten, freudig vor dein Anclitz treten, ungefaͤrbte Lieb in die Seele gieb. 12. Wenn der Wellen Macht in der truͤben Nacht 7. Zeuch mich gam in will des Herzens Schiff- dich, daß vor Liebe ick ganz lein decken, wo [Hand ausſtrecken! wollſt du deine Habe und auf dich mein Elend auf mich acht, Huͤter in der weitze, das ſters druͤcket Nacht. mich, zeuch mich gau in; 13. Einen Helden⸗Muth, 8. Deiner Sauftmuth Schild, deiner Demuth Bild mir anlege, in wich praͤne, daß kein Zorn noch Stolz ſich rege, ſoaſt nichts gilt, els dein eigen Bild. 9. Steure meinen Giun, der zur Welt will hin, daß ich nicht moͤg von dir won⸗ ken ſondern bleiben in den vor bir der da Gut und Blut gern um deines willen laſſe, und des Fleiſches Lüſte haſſe, durch dein theures Blut. 14. Solls zum Sterben gehn, wollſt du mir bey⸗ ßebu, mich durchs Todes Thal bealeiten, und zur ich einſt mag ſehn mich zur Rechten ſtehn. IV. Vom Leiden Chriſti. 69. M. Ich liebe dich = bertzlic. ch alles, was Him 6 mel und Erden 4 umſchlieſſet, ſey von mir viel ianſendmahl ſchoͤnſtens gearuͤſſet; Was en eum hoͤre, ich wil ſonſt nichts wiſſen, als mei⸗ nen gekreutzigten Jeſum zu kuͤ en 2. Ich ruͤhme mich einzig der blutigen Wunden, die IEfus an Haͤnden und Fuͤſſen empfunden, drein will ich mich wickeln, recht 9 zu leben, das ein⸗ gleb wir, hoͤchſtes Gut! Herrlichkeit bereiten, daß 54 Dom Zelden Chriſtt. einſtens ich Himmel an froͤlich kann ſtreben. 3 Es mag die Welt tuͤ⸗— N mes Hertze, brich entzwey, 5 gleich wuͤten und to⸗ ben, den lieblichen Jeſug will dennoch ich loben: Es mogen gleich Blitze und Donner drein knallen, ſo will ich von IEſu doch nimmermehr fallen. 4. Und weß es ſchon ſollte in Trüſmern zergehen, daß nichts meh bliebe auf Er⸗ den bestehen; ſo ſoll doch mein Hertze bey Jeſu ver⸗ bleiben, von welchem mich ewig kein Teufel kan treibe. 5. Denn Jeſus betrach tet die ſchmaͤchtige Herzen, verſuͤſſet mit Freuden die bürtere Schmertzen; das weiß ich nun alles, drum will ich nicht laſſen von meinem Hertz⸗IEſu, ich muß Ihn umfaſſen. 6. Ach ſiehe! mein Ie⸗ ſus kommt freundlich ge⸗ gangen, und will mich vor Fiebe ſaſt brünſtig umfan⸗ geni o Liebe, o Freude! 9 liebliches Leben! wer wollte an JIEſu nicht im⸗ merdar kleben! 7. Auf JEſum ſind alle Gedancken gerichtet, dem hab ich mich gaͤnklich mit allem verpflichtet, den hab ich mir eintzig vor allem erleſen, ſo lange mich traͤ⸗ get das irrdiſche Weſen. 3. Wenn Augen und 1 70. In eigener Mel. mes Hertz, mein ar⸗ ach! mein Schmertz, mein groſſer Schmertze, der iſt ſo viel und mancherley, der Himmel zittert, die Erde ſchuttert: ach Noth! ach Norh! ell, iſt todt. . Hes zet mit ihr ſtom 5 M euren S. 77 0 an, kann euch nicht, ihr Meuſchen, bauren, was harte Fele dauren kann? Die 2 Berg ſpringen, die Felsen klin gen: ach Noth! ach Noth! ach Noth! JEſg⸗ lein, mein Schatz, iſt todt. 3. Seufzet mit, ihr ſtillen Flüſſe, bejammert eures Kaͤnigs Fall! weinet doch geſammte Guͤſſe, weint doch ihr Quellen uͤberall, die Meere brauſen, die Seen ſauſen: ach Noth ach Noth! l ach Noth! Ie mein Schatz, rich entzwey, mein ar⸗ ach Noth! 1445 tauren, ach! ſehet eh 10 . 15** edle anette r der tt mucho. un fich ae D aan be 1 P gesch 1 fond hun V n Bla eeuc. gehkla ue Jeg foite b eedg, e Im di N d 100.8 auch 0 3 1 ſole ful i, wein Schatz, it todt „Trauret mit ihr hellen eicher, ihr hellen Sterne ſinßert euch, finſtert euch, auch, ihr Geſichter, der Herrſcher haͤngt letzt blaß und bleich: die Gonne wimmert, kein Mond 0 ſchimmert: ach Noth! ach Noth! ach Noth! Jeſus Hertze un Tode 15 beu⸗ lein, mein Schatz iſt! gen, ſo will ich doch endlich nuit Seufien bezeugen, daß Ib ſus nur JEſus, mein e Seſus ſoll heißen, von welchem mich ewig kein uf kan reißen. 5. Fall und ſtirb, du Za und Seiden vermodre aller 5 Stoltz und Pracht, jetzund 1 auß mein JEſus leiden, Rein Jeſus wird jetzt um gebracht, ber Scharla i ſchw. * U hriſti. Vom Zeiden Chriſti. 55 In sigener Ni, ſchweißet, der Vorhang ch endwey, we keißet: ach Noth! ach klis Hertz, mei: Noth, ach Noth! Iegſu dertze, brich ent jein, mein Schatz, iſt todt. nein Schmeitz, 6, Laſſe, Welt, jetzt Luſt r Schmertze, du und Trinken, ach weinet Hund manchaß vielmehr, die ihr lebt! dinmel zittert, jetzund muß mein JEſus Huüttert: ach uh ſincken, der uͤber alles lebt dog! ach und ſchwebt. Die todten leln, mein Eg Frommen, die muͤſſen kom⸗ .. men: ach Noth! ach Noth! Alec zet mit ihr ach Noth! JEſulein, mein Mauren, ach! Schatz, iſt todt. eſtellt Pilato, dem Hei⸗ en, der Ihn unſchuldig befand, ohn Urſach des Todes, ihn derbalben von ſich ſandt, zum Koͤnig He⸗ kodes. 85 3. Um drey ward der Sottes Sohn mit Geißeln geſchmiſſen und ſein Haupt mit einer Kron von Dor⸗ nen zerriſſen, gekleidet zu Hohn und Spott, ward er Schöpfer an,( 7. Jeſulein mein Schatz licht, ihr Meuſh und Leben, hier bin ich n, was harte zi mein Hertz um und an, ſoll n kann? Die M ſich 11 der Welt begeben, zen, die Felſenſ ſoll heulen, weinen, was es ach Noth! kan, ſo lang ſichs reget, und Wach Noth! N ſico beweget: ach Noth ach nein Schatz, ill Noth!l a Noth! JSſu⸗ zeufzet mit, ihr lein, mein Schatz, iſt todt. „ bejammert u 8. IEſulein mein Schatz 6 Fall! weinen it blteben ach jämmerlich mte Guͤſſe, ih an einem Pfahl, ach! mein br Quellen uin Schatz, den ich muß lieben Neere brauſen, in Swigkeit und uberall, ſauſen: ach Ju den muß ich miſſen, und 2 Noth! JeEſulein mein rauret mit ihr Schatz, ist todt. r, ihr hellen Gi. euch, finſtenun 75. M. Einen guten ihr Geſichter Kampf hab ich ꝛc. Mei Obridus, der un ſelig iert, kein Monden. macht, kein Bös bat mert: ach Noth begangen, der ward für ach Noth! 9 uns in der Nacht als ein nein Schatziſenl Dieb gekangen getunt all und ſtirb,duß z und Pracht, jeh mein JEſus lei IEſus wird jetz cht, der 2 denn die Schrift ſaget. dotklaß Leut 15 1 all und ſtirb, duc verklaget, verlach⸗, ver⸗ zeiden vermodun höhnt und verſpeyt, wie 2. In der erſten Tages⸗ Stund ward er unbeſchei⸗ Creutz zu ſeinem Tod muſt Er ſelber tragen. 4. Um ſechs ward Er nackt und bloß an das Creutz geſchlagen, an dem Er ſein Blut vergoß, betet mit Wehklagen. Die Zu⸗ ſeher ſpoiten ſein auch die bey ihm hingen, bis die Sonn auch ihren Schein entzog ſolchen Dingen. 5. Jeſus ſchrie zur neun⸗ ten Stund, klaget ſich ver⸗ laſſen! bald ward Gall in ſeinen Mund mit Eſſig ge⸗ laſſen. Da gab er auf ſeinen Geiſt, und die Erd erbebet; Vorhang zerreißt, und manch Fels zerklebet. Veſper Zeit die Schaͤcher ſeine Seit mit ein'm Speer geſtochen: daraus Blut und Waſſer rann, die Schriſt zu erfuͤllen, wie um unſert willen 7. Da der Tag ſein Ende nahm, der Abend war Creutzes Stamm durch den als ein Moͤrder dar⸗ ſehr geſchlagen, und das Des Tempels 6. Da man hat zur zerbrochen, ward IEſus in Johannes zeiget an, nur kommen, ward Jeſus vom Joſeyh genommen, herr⸗ ECC lich 35 vom ggeiden Chriſti. lich nach Juͤdiſcher Are, in wirſt heut bey mir ſeyn ii meines Vaters Reiche. Zum dritt'n gedeng ſein'r großen Noth, laß dir die Red nicht ſeyn ei Spott: Weib, ſchau dei Sohn gar eben; Johannez nimm dein'r Mutter wan ſols ihr gar eben pflegen. 5. Nun merket, wasd viert Wort war; Mich duͤrſt ſo hart ohn Unterlaf ſchreyt Gott mit lautet g Stimme: Das menſchlich Heil thaͤt Er degehr'n, den Ka ward er empfindend, 6. Zum fuͤnfeen geden 1. der Angſt dabsey: Mei e e a dog en zin Be mein Gott! au dea a, uf e erg Creutz Er ſchrie, wie haſt du eme e und: mich verlaſſen: das Elend u le dere das ich leiden muß, das if a agu re fog da kan din e; omm Das ſechſte war eig ahſheunthahe e det kraͤftigs Wart, das maß dana er Suͤnder auch gehoͤl ame aus ſein in goͤttlichen Mun etz h de: Es iſt vollbracht mein Leiden groß, wohl hi ein Grab geleget, alldg mit Huͤtern verwahrt, wie Matthaͤus zeuget. 3. O hilf! Chriſte, Goꝛ⸗ tes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir ſtets unterthan, all Untugend meiden, delnen Tod und ſein' Urſach fruchtbarlich bedencken, dafuͤr, wiewohl arm und ſchwach, dir Dank Opfer ſchenken. 72. In eigener Mel. Cbriſe, du Lamm Got tes, der du traͤgſt die Suͤnde der Welt, erbarm dich unſer. 2. Chriſte, du Lamm Gottes, der du traͤgſt die Sünde der Welt, erbarm dich unſer 3. Chriſte, du Lamm Gottes ꝛc. gieh uns deinen Frieden. 73. Mel In dich hab ich gehoffst ꝛc. Da Jeſus an dem Creu⸗ tze ſtund, und ihm ſein Leichnam war verwundt, ſo gar mit bittern Schmer⸗ zen, die ſtieben Wort, die Jeſus ſprach, betracht in deinem Herzen. ſuͤßtglich zu ſeinem Vat r im Himmelreſch, mitKraͤf⸗ ten und mit Sinnen: Ver⸗ gib ihn'n, Vater, ſie wiſſen nicht, was ſie an mir be⸗ ginnen. 3. Zum andern denk— großen Gnad, die Gott dem Schaͤcher bewieſen hat, ſprach Gott gar nädigliche; Fuͤcwahr, dul o nt e 0 1 0* U ch I. 106 Ain t.. n ee 0 0 e a i 9 6 a ee 1 unde J„ and (gc Ju, der n ge 8 peel ente Da d u. T n Et Said= ine: ber die Maſſen. Die elch ae Haͤnd befehl, in meinen iez agent, een Zeiten weil ſie jegt vaß ia Ute du mir ſcheiden will, und mag nicht laͤnger ſtreiten. 2. Zum erſten ſprach Er akt f hu N t 0 Wan ae „ i u dich ſebn i ene 777 e Lebe, meine Lie ee e bunte n bel ce e 0 die 7 A 8 1 61 82 fun,! is de 100 H mic, „ dein, u ärcke i, d gef ch can. 0j 5 zin er zn agg d * wan 5— 1 den: ich meß f n in deln au hagge 48 1 1 ö 1 Ii. ee d ue een Fange 1 dh di dlit um g ah N tie hriſtj. vom Leiden Chriſti. 3 es Vaters Nel Zum dritten ge großen Noth, iſt JEſus Chriſt, weg, ihr argen Seelen⸗Diebe, Sa⸗ ö 0;. 6 f Noth, Liſt, eure Lieb iſt nicht von N a ſenl Bott, eure Lieb it gar der 3 0 ſchauſß Tod: Der am Creutz iſt Lerne mia meine Kebe, weil ich mich 0 ein 560 im Glauben übe. Nun! eben pfl 2. Der am Creutz iſt mei⸗ Mont tber a ne kiebe Frevler, was de, Wort war; 9 fremdet dich, daß ich mich ſo 8556 ohn Unt im Glauben übe? Jeſus dt Gott mit 1 gab ſich ſelbſt fuͤr mich, ſo ume Das meu wird Ee mein Friedens, that Er begehrg Schild, aber auch mein Le⸗ ward er empfi bens Bild; Der am ꝛc. Zum fuͤnfen gg 3 Der am Creutz iſt mei, Angſt dabey: ne kiebe: Suͤnde, du ver; 1 mein Gottl lierſt den Sturm, weh 6 Er ſchrie, wie h mir, wenn ich den betruͤbe, verlaſſen: das eh der ſtatt meiner ward tin ch leiden muß, N Wurm. Creutzigt ich uicht uͤber die Maſſen Gottes Sohn? Traͤt ich Das ſechſte un nicht ſein Blut mit Hohn? igs Wert, das Der am Crentz ꝛc Sünder auch g 4. Der am Creutz ift mei⸗ iu m goͤrtlichenſh ne Liebe; ſchweig, Gowiſ⸗ Es iſt vollbrachih ſen, niemand mahnt: Gott groß, wohl i preißt ſeine Liebes⸗Trlebe Stunde. wenn mir von der Hand⸗ um ſiebenden: ichn ſchrift ahnt: ſchau, wie eel, o Vater, ih mein Hals⸗Buͤrge jahlt, befehl, in meine Gottes Blut hat ſie durch⸗ eiten weil ſie jenn mahle: Der am ꝛe. cheiden will, unn. Der am Creutz iſt mei⸗ laͤnger ſtreiten. ne Liebe: Drum, Tyranne, Wer Gottes M foltre, ſtoß, Hunger, Blöͤſ⸗ ren hat, und g ſe, Heukers Hiebe, nichts der ſieben Woll macht mich pon Jeſu los: Bott eben pflegen Nicht Gewalt, nicht Gold, zuf Erden will nicht Ruhm, Engel zicht, „ und dort imen kein Fürſtenthum! Der am f 6 Der am Ereutz iſt meine N. Freu dichſi Liebe komm, Tod, komm, meine Seel ich wie eln Staub zerſtiebe, mein beſter Freund, wenn eint, da, da ſchau ich Got⸗ tes Tamm, meiner Seelen Bräutigam; Der am Creutz iſt meine Liebe, weil ich mich im Glauben uͤbe. 75. M. Nun laßt uns den Leib c. Die Seele Chriſti heilge mich, ſejn Geiſt ver⸗ ſeucke mich in ſich, ſein Leichnam, der für mich ver⸗ wundt, der macht mir Leib und Seel geſund. 8 2. Das Waſſer, welches auf den Stoß des Speers aus ſeiner Seiten floß, das ſey mein Bad, und all ſein Blut erquicke mir Hertz, Sinn und Muth. 8 3. Der Schweiß von ſei⸗ nem Augeſicht, laß mich nicht kommen ins Gericht: ſein ganzes Leiden, Creutz und Pein, das wolle mei⸗ ue Staͤrcke ſeyn. 4. O Jeſu Chriſt, erhoͤre mich; nimm und verbirg mich ganz in dich, laß mich in deine Wunden ein, daß ich vorm Feind kan ſicher 5. Ruf mir in meiner letzten Noth, und ſetz mich neben dich, mein Ott, daß ſich mit deinen Heil gen all'n mos ewiglich dein Lob erſchaln. 76. In eigener Mel. Al was haſt du gethan! 1 ach! was haſt du ver⸗ ſchuldt! Du Brunn der Freundlichkeit, du Ur⸗ ſprung aller Huld! daß du geereutzigt biſt. 2. Du unbeflecktes Kind, du reiner Jungfraun⸗ r am Creutz is! ge Liebe, meint! wird mein JEſus mir ver; Sohn, du Sanſtmuthsvol⸗ C 5 les b — — * 5„ 12 38 Vom Leiden Chriſti. bo 2 ſes Lamm, du welſſer fenthalt in allem 8 15 100 5 0 Kenſchheits⸗Thron, ach Frey⸗Stadt in der böſch e 4 was haßt du gethan: Zeit! Allerliebſtes Jeſugs 0 15 den 3. Du himmeliſche Lieb, Hertze, bi 5gegruͤßt i e ü dt da m.? du unſers Lebens Gott, deinem Schmertze. 0 10 161 a 40 warum hängst du da? 2. Thron der Liebe, Si 1 aan warum biſt du todt? der Güte, Brunequell ale ach warum iſts geſchehn? Suͤßigkeit, ewger Gotthel! 4. Iſts, daß du mir mein eigne Huͤtte, Tempel der l Hertz mit deinem Pfeil Dreyeinigkeit, treues 90 J verwundt? ſo haſt du wohl ze, bis gegruͤſfet, und uf ence denn, ſchan, ich wahrer Lieb de, e 9 1% m bin geſund, ich bin ge⸗ Hat du denn aut ü. ſund davon muͤſſen leiden, und bo vl 0 1 Ul. 9 fi . Was leideſt du denn verwundet ſeyn? O du in„ 5* 8, dn dis weil du mir nichts ge ſprung aller Freuben! mif An, a. than? weil ich dich, o mein du denn auch fühlen Pein wal Se ha 2 1. Kind! nie hab geklaget an Muß man denn auch di ac, lg 1 auch ſtets geprieſen hab. mein Leben, einen Stig Wi ln 8, A Ach! Ja auch du ber, durchs Herze geben. A, e ene. 1480 bein roſinfarbnes 4 Was fuͤr Lieb hat dit A und Blut, gleich wie ein Pe⸗ 5 auszuſtehen md Nah, d e. bal; liean fuͤr ſeine Kuͤchlein ſolchen Stoß? daß de uach itt kat ue Das 70 daß ichs genießen Feind wuͤrd recht bezwuyn c Ee 1 oe gen, da du ſtirbeſt nach 10 W 1d m . Its dis, du ſuͤſſer und bloß: da dein Gel want anten den Gott Iſts dis, mein mit bittern Leiden vag 1, MIR Saen S en Pelican? ſo fuͤlle doch dem Leibe muſte ſcheiden, tu mein Herz und Seele da- 5. Ach du thutſts, da u ee e wein von an, und wandle mich ich ſoll wiſſen, daß du mic auge mg di n dich gantz innigſt liebſt: un fh in, nt pe 1 ch 185 Denn ſchau, ich wuͤn⸗ nach ſo viel Liebes Küſſ Math 1 ſche mir mit groſſer Innig⸗ auch dein Herzens ⸗Biu üs, ug he Feit dein Ebenbild zu ſeyn, bergie; daß du alle bin, und ſo zur Dankbarkeit an willt wenden, mei u mee für dich gekreutzigt ſtehn. Erlöſung zu vollenden. aebi 9. Drum werd ich dich! 6 O du hochgeltebte ne mein Kind, anrufen für. meine Hertzen eee und fuͤr, und warten mit Paradies, meine Ruh i an 0, v Geduld bey deiner Gna⸗ allem Schmerze, b d Nane an un, den Thur, bis ich ge⸗ Liebe, Ruhm und Prei 10 100 10 1 ereutzigt bin. Reines Geistes doch 10— 80 5 reud mein ee 1 77. M. Herr. ich ha⸗ ene Weide. el 9 G W de mißsebandeln., Geuß die Flaum e 100 Banner, Pagen deiner Liebe wie ein groſſg 10 N g fin Kammer, Gaſthaus Strom in mich, laͤuin lh 10 5 der Barmherzigkeit, 0 mich, daß ich mich W wah, 1 b 1 hriſti. vom Leiden Cöriſeit 3 alt in allem Jem dich zu lieben wuͤrdiglich! Stadt in der Laß mein Herze noch auf Allerliebſtes J Erden deinem Herzen aͤhn⸗ e, bi; gegri lich werden. m Schmertze. 8 Durch das Blut, das Thron der Lieht du vergoſſen, liebſtes Her⸗ zute, Brunequeld ze laß mich ein! laß mich igkeit, ewger Haß doch dein'n Hausgenoſſen Hütte, Tem und Bewohner ewig ſeyn. einigkeit, treue h Denn ich mag auch bey den is gegruͤſſet, un Tbronen ohne dich, mein er Lieb geküſſc Schatz nicht wohnen. Haſt du denn! 9. Laß mich ein, mit en leiden, und einem Worte, laß mich ein, undet ſeyn? Oundu freyer Saal! laß mich ag aller Freudenſſhein, du enge Pforte, laß enn auch fühlen mich ein du Lillen⸗Thal: man denn auch Laß mich ein, denn i Leben, einen e vergehe, wenn ich laͤnger s Herze geben drauſſen ſtehe. Was fuͤr Lieb hu 10. Ach! mich Armen ungen, auszuſ und Betruͤbten, daß ich en Stoß? def doch nicht damals ſtund, d wuͤrd recht han wo das Herze des Gelieb⸗ da du ſtirbeſ ten ward geoͤffnet und ver⸗ bloß: da dein h wundt! Denn es waͤre mir 8 de a ag rung 1 5 Speer be muſte ſcheſ ingedrungen⸗ 1 Ach 12 0% 11. Ach! wie wolt ich mich ol wiſſen, daß dunergoͤtzen ach! wie wolt ich innigſt liebs; Krolich ſeon, und mit wah⸗ ſo viel Liebes Aſrer Freud erſetzen mein Be⸗ nesltruͤbniß, Angſt und Pein. dan Daß i Ach wie wolf ich moch ver- wet, der; . Du kanſt und ſollt ſie ma⸗ d 1 ſenken, und mein durſtigs ſung iu volkeihn erte a ab h du auͤlb⸗ O du hochgelll, 12. Taß mich ein dug 05 f ne Hole, ewger Schoͤnheit wies mene ih Soinmer Haus Laß mich cht hein, eh meine Seele vor 1 Kachmern Per hängt an deinem Mund, 5 Verlangen faͤhret aus. Laß e ö mich ein, du killer Hira⸗ de, meiner Gmel, nimm mich aus dem „Weide. Welt⸗Getuͤmmel. Geuß die Fla, 13. Laß mich ein, auf daß i Liebe wie eech bleibe dir gam zügig; m in mich ſhlich vereint, und mein Herz daß ich mich dir einverleibe, daß es 1* nicht mehr meine ſcheint. Denn ich wuͤnſche nichts auf Erden, als dein Her⸗ zens Herz zu werden. fluͤſſen Babylon. Ein Laͤmmlein geht und — traͤgt die Schuld der Welt und ihrer Kinder, es geht und buͤßet in Ge⸗ duld die Sünden aller Suͤnder; es geht dahin, wird matt und krank, es giebt ſich auf die Wuͤrge⸗ Banck, verzieht ſich aller Freuden: es nimmt an chf ſich Schmach, Hohn und Spott, Angſt, Wunden, Striemen, Creutz und Tod, und ſpricht: Ich wills gern leiden. 2. Das Laͤmmlein iſt der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sünden Feind und Soͤh⸗ ner wollen waͤhlen. Gez hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Etraf⸗ und Zornes Ru⸗ then: die Straf iſt ſchwer, der Zorn iſt groß; chen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja von Her⸗ zensgrund, leg auf ich wills gern tragen: mein Wollen mein Wirken iſt dein Sa⸗ gen OWunder Lieb lovie⸗ bes Macht! du kanſt, was nie kein Menſch gedacht, Gott ſeinen Sohn abzw in⸗ gen. Okiebe! Liebe! du biſt ſtark, du ſtreckeſt den ins 5 Grab 60 Vom Leiden Chriſti. Grab und Sarg, vor dem die Felſen ſpringen. 4. Du marterſt Ihn am Creutzes Stamm mit Na eln und mit Spießen, du chlachteſt Ihn als wie ein Lamm, machſt Herz und Adern fließen: das Herze mit der Seufter Kraft, die Adern mit dem edlen Saft des Purpur⸗ rothen Blutes. O ſuͤſſes Lamm! was ſoll ich dir erweiſen dafuͤr, daß du mir erzeigeſt ſo viel Gutes. 5. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht laſſen: dich will ich ſtets, gleich wie du mich, mit Liebes⸗Armen faſſen. Du ſollt ſeyn meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücken bricht ſollt du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein hoͤchſter Ruhm, hiermit zu deinem Eigen⸗ thum beſtaͤndiglich ver⸗ ſchreiben. 6. Ich w Lieblich keit bey Nacht und ill von deiner mus, Myrrhen, Caſia, ich hab ein beſſers funden, Mein größter Schatz, Herr IEſu Chriſt, is deines Leibes Wunden. 3. Das ſoll und will ich mir zu Nutz zu allen Zeiten Traurigkeit mein Lachen in Froͤlichkeit mein Sa ten⸗Spiel: und wenn mi nichts mehr ſchmecken wil Gold Arabia, weg Cal 0 machen; im Streite ſol! es ſeyn mein Schutz! 0 * N el, chin, dieſes, was geſtoſſen iſt auß 600 ö 0 du a en u dach.& obe VU D 45 a cn ni„ 9 we 1 t une ſen; im Durſt ſolls sen mein Waſſer⸗ Quell: 0 ſoll mich dis Manna ſpe⸗ 0 Miene Weit h, eb due e h a n Atte! Tc ce d Ruh, als auf dem Bette Krancker: Und wenn del Tage ſingen, mich ſeloſt auch dir zu aller Zeit zum Freuden ⸗ Opfer bringen: mein Bach des Lebens ſoll ſich dir und deinem Namen fuͤr und fuͤr in Dankbar⸗ keit ergießen. Und was du mir zu gut gethan, das will ich ſtets, ſo gut ich b kan, in mein Gedaͤchtniß den: Es ſoll ſeyn meine it ſchließen. Hauptes Kron, in welche 7. Erweitre dich, mein ich will vor den Throl uu ge Herzens⸗Gchrein! du ſollt des hoͤchſten Vaters gehen dhe ein Schaß⸗Haus werden und die, dem er mich au he der Schaͤtze, die viel großer vertraut, als eine wohlge ſchmückte Braut an deine g Creutzes Uugeſtuͤm mel de Schifflein treibet um un uͤm, ſo biſt du doch me Ancker. 4 10. Wenn endlich it ſoll treten ein in 9 01 Reiches Freuden, ſo laß di Blut mein Purpur ſey 1 7 5 5 1 1 Dach a 5 0 g 10 60 ich will mich darein kel di ſeyn, als Himmel, Meer ö und Erden, weg mit dem Seiten ſtehen. Chriſti. Myrrhen, ab ein beſſerz N u größter eh„ließt ihr Augen, fließt rr IEſu Chrif, s, was geſtoſſenſſ es Leibes Wund Das ſoll und u zu Nutz zu allen hen; im Stein eyn mein Schuß urigkeit mein 1 Froͤlichkeit mein Spiel: und wen ts mehr ſchmeche mich dis Mau im Durſt ſoll n Waſſer⸗ Out ſamkeit mein 8 ll, zu Haus un Reiſen. Was ſchadet u des Gift! Dei iſt mein Leben: der Sonnen , ſo kan mits geben: Setzt ug wermuths⸗Schn ſo find ich bey diu h, als auf dem d incker: Und wen utzes Uugeſtuͤn ifflein treibet un ſo biſt du doch ker. 5 o. Wenn endlſ treten ein in ches Freuden, ſo ut mein Purput will mich dare : Es ſoll ſeyn i uptes Kron, in will vor den hoͤchſten Vaters dir, dem er ni 8 traut, als eine ß nückte Braut au iten ſtehen. 79 Vom Lelden Chriſti. 70. Mel. Freu dich . ſehr, o meine ꝛc. U von Thraͤnen, und be⸗ welnet eure Schuld; brich mein Hertz von Seutzen, Stoͤhnen, weil ein Laͤmm⸗ lein in Geduld nach Jeru⸗ ſalem zum Tod, ach zum Tod fuͤr deine Noth und der ganzen Welt hinwan H delt: denk, ach! wie haſt du gehandelt. 85 2. Es ſoll nun vollendet werden, was davon ge⸗ ſchrieben iſt, und warum ſch auf dieſer Erden iſt gekom⸗ men Jeſus Chriſt: Schauet nun des Hoͤchſten Sohn in dem Leiden Schmach und Hohn, in den Wunden in den Schmerzen, und nehmt alles wohl zu Herzen. 3. Es wird in der Suͤn⸗ ber Haͤnde uͤberlieſert Zot⸗ des Lamm, daß ſich dein Verderben wende; Jud und Heiden ſind Ihm gram, und verwerfen die⸗ ſen Stein, der ihr Eckſtein ſolte ſeyn, Ach! dis leidet der Gerechte fuͤr die boͤſen Suͤnden⸗Knechte 4. Jeſus ſteht in Strick und Banden, deſſen 1 ey Verachtung, Spott und Schanden, und wird hoͤ⸗ niſch ausgelacht; Backen⸗ ſtreich und Fäuſtenſchlag, Juͤd⸗ und Heiden⸗ Grimm und Rach duldet Er füt deine Sünden: wer kan die Welt gemacht, ſolche Lieb ergründen? 5. Laß es dir zu Herzen gehen, beſſre und bekehre dich: wer kan dieſe hat an⸗ ſehen, daß man nicht bewe⸗ ge ſich! Jeſus ſteht an un⸗ rer Statt, was der Menſch verdienet hat, buͤſſet Je⸗ ſus und erduldet, was der Sünder hat verſchuldet. 6. Er haͤlt ſeinen heilgen Ruͤcken, Beiſſeln, Ruth und Peitſchen dar; wer kan dis ohn Reu erblicken; wenn die rohe Juͤden⸗ Schaar and aslegt an Gottes Bild, das ſo freundlich ftomm und mild, und doch nackend wird gehauen, wer kan ſolchen Greu'l an⸗ 7. Alſo ſolt mau bir be⸗ Menſchen Herz! aber nun kommt dich zu ſegnen, und zu tragen deinen Schmerz Jeſus, und entbloͤßet ſich, und wird dort ſo jaͤmmer⸗ lich abgeſtraft, zerhackt, zer⸗ ſchlagen, daß kein Maaß noch Ziel der Plagen. Schluß geſprochen, Jeſus muß zum Tode gehn, und der Stab wird abgebro⸗ chen, es hilft hier kein Bitten, Flehn. VBarra⸗ bas wird losgezahlt, Je⸗ ſus wird zum Creutz er⸗ wählt, weg mit dieſem, dem Verfluchten, ruft der Haufe der Verruchten. 9. Folge denn zur Schaͤ⸗ del⸗Staͤtte deinem Jeſu traurig nach; aber auf dem mit Weh und Ach, daß der Vater auf ſein Kind, als den Buͤrgen fur die Suͤnd, ſehen woll, und ſich und Armen. C7 10, Muß 1 61 6 5 * i f gegnen, du verruchtes g. Endlich wird der Wege bete, bet im Geiſt erbarmen uber dich lend 2 Vom Leiden Thriſti. 10. Muß ich Jeſu, dich denn ſehen am verfluchten Creutzes Pfal, ach! ſo laß ich uͤbergehen meine Thea nen ſonder Zahl. Ach! er⸗ barm dich, Gottes Lamm, das da haͤngt am Creutzes⸗ Stamm ach, erbarm dich! weil dein Leiden mir ge⸗ deyen ſoll zur Freuden. 11. Ich will dir einOpfer geben, Seel und Lefb iſt meine Gab. Jeſu nimm dis arme Leben, weil ich ja nichts beſſers hab: toͤdt in mir was dir mißfällt, leb in mir auf dieſer Welt, laß mich mit dir leben ſterben und dein Reich im Him⸗ mel erben. 1a. Tauſendmal ſey dir geſungen, liebster Jeſu! Preis und Ruhm, daß du Holl und Tod bezwungen. Nun bin ich dein Eigen⸗ thum, und du meine Freud und Wonnz moͤcht ich dich, Hb ſchoͤnſte Sonn, baldin dei⸗ 1 ner Krone ſehen; komm, dein Leiden iſt geſchehen. 80. Mel. Ach Gott und Serr. e aus mir rinnt Fried, Heil, Troſt, Freud und Le⸗ ben. In Angſt und Noth, bis in den Tod mir ſolche Labſal geben. 53 2. Die Quell du biſt, Herr JEſu Chriſt, die Bruͤnnlein deine Wunden; daraus ich mich lab in⸗ niglich in heiſſen Creutzes⸗ Stunden. 3. Laß mit ſtets ſeyn das Leiden dein ein Spiegel, Regel, Riegel, daß ich nach laß ihm nicht den Zuͤgel. Seelen Freude! nimm hin die Suͤnd: das Herz entzuͤnd, daß mich von dir nichts ſcheide. F. So werde ich recht ſe⸗ 1* liglich den Lebens Lauf vollbringen, und ſtoͤlich rechte Vollbracht ſingen. im Himmelreich. Gesruſſes ſetzſt du Gott mein Heil, mein ein⸗ geLieb und ſchoͤnſtes Theil! Gegruͤſſeſt ſeyſt du, werthe Bruſt, du Gottes Sohn, du aller Buͤrd und Laf du aller Muͤden Ruh und Raſt. zu mir mit deiner Bruſt, deiner Lieb entbrenn, und von der ganzen Welt ſich trenn: halt Herz und Bruſt ganz deinem Willen gleich. 3. Mach, Herr, durch deines Herzens Quell mein der du biſt Gottes theil aus den Schaͤtzen dei⸗ ner Gnad Gnade, Rath und That. 4. O ſuͤſſe Brust thu mir die Gunſt, und fülle mich mit deiner Brunſt, du biſt der Weisheit tief, ſter Grund, dich lobt und ſingt der Engel Mund, aus direniſpzig dir mein Fleiſch regier und 4. O Gottes Lamm! 0 1 8 Liebes⸗Flamm! o meiner hier, o Gott, mit dir das 81. mM. Vater unſer Menſchen⸗Luſt, du Trager 6 2. Mein Jeſu! neige bich i damit von dir mein Herzin 6 in Andacht reich, und mich f 90 10 1 zul Herz vom Unflath rein unn 0 0 hell, 1 ottes 1 Glanz und Bild, und aller d Armen Troſt und Schild, in uch mir mit hriſti. ein Fleiſch regt micht den Zug O Gottes Lamm s Flamm! o meh n Freude! gg je Suͤnd: das nd, daß mich ichts ſcheide. So werde ich rech den Lebens ingen, o Gott, mit dir Vollbracht ſingg MI. Vater un Himmelreich ruͤſſet ſetzſt du g nein Heil, meig und ſckhönſtese Iſſeſt ſeyſt du, wa „du Gottes Sohn chen⸗Luſt, du Lis Zuͤrd und Laſt dug n Ruh und Raf, dein Jeſu! neigel r mit deiner Bu von dir mein Hen Lieb entbrenn, er ganzen Welt f halt Herz und da dacht reich, undi einem Willen glei Mach, Herr, di Herzens Quell zom Unflath rein der du biſt Goh und Bild, unde u Troſt und Sal jus den Schaͤtzen nad guch mit e, Rath und Thal O ſuͤſſe Brust e Gunſt, und fi mit deiner Beil t der Weisheit Frund, dich 0 ſingt der Eng „ aus direnmſpiſ wenn zur Welt ich muß und seh uns armen Suͤndern kom⸗ Du retteſt mich durch nen Tod von mehr als Dem Leiden Chriſti. die ole Frucht, die dein Johannes bey dir ſucht. 5. In dir wohnt alle Got⸗ tes Full, haſt alles, was ich wuͤuſch und will, du biſt das rechte Gottes⸗Haus, drum f hinaus, ſo ſchließ mich treulich in dich ein, und laß mich ewig bey dir ſeyn. 82. M. An Waſſer⸗ fluͤſſen Babylon. egruͤſſet ſebſt du, mei⸗ One Kron, und Koͤnig aller Frommen, der du zum Troſt von deinem Thron men. O wahrer Menſch o wahrer Gott! o Hel⸗ fer, voller Hohn und Spott, den du doch nicht verſchuldet: ach! wie ſo arm, wie nackt und bloß haͤngſt du am Creutz: wie ſchwer und groß iſt dein Schmertz, den du duldeſt. 2. Es fließet deines Blu⸗ tes Bach mit ganzem hellen Haufen, dein Leib iſt dir mit Ungemach gantz durch und durch belaufen. O un⸗ umſchraͤnkte Majeſtaͤt! wie kommts, daß dirs ſo kläg⸗ 83. Mel. Auf! Chri- lich geht? das macht dein Huld und Treue. Wer dankt dir des? Wo iſt der Mann, der ſich, wie du für uns gethan, fär dich zu ſterben freue. machſt mich ſicher wohnen. Laß Hoͤll und Teufel boͤſe ſeyn: Was ſchadts? Sie müſſen dennoch mein und meiner Seelen ſchonen. 4, Vor großer Lieb und heiliger Luſt, damit du mich erfüllet druͤck ich dich an wird mein Leid geſtillet, das deinem Herzen wohl bekannt, und das iſt dir krankes Hertz zu laben. Ach! bleib mir hold und gutes Muths, bis mich die Stroͤme deines Bluis dens rein gewaſchen ha⸗ en. 5. Sen du mein Schatz und hoͤchſte Freud, ich will dein Diener bleiben und deines Creutzes Herzeleid will ich in mein Herz ſchrei⸗ ben. Verleihe du mir Kraft und Macht damit, was ich ins Werk auch ſetzen. So wieſt du, Schoͤnſter, mei⸗ nen Sinn, und alles, was terlaß ergoͤtzen. ſten⸗Menſch ꝛc deduldigs Laͤſſlein Je⸗ ſu Chriſt, der du all Angſt und Plagen, und Un⸗ gemach zu jedercFriſt gebul⸗ dig haſt getragen: Verleih 3. Was oll ich dir doch mir auch zur Leiden ⸗Zeit immermehr, o Liebſter da⸗ Geduld und alle Tapferkeit. fuͤr geben, daß dein Hertz ſich ſo hoch und ſehr be⸗ muͤht hat um mein 01 05 el; einer Todes ⸗ Noth, und 2. Du haſt gelitten, daß auch ich dir folgen ſol und leiden Daß ich mein Ereu⸗ ze williglich ſoll tragen auch mit Freuden: Ach! moͤcht ich doch im n mein Hertz und Bruſt, ſo ja keine Schand, ein bey dir bedacht, ich moͤg ich hab und bin, ohn Un⸗ 7 —— ... . 5— 8——.—.....̃— D 64 und Pein ge duldig als ein Laͤmmlein ſeyn. 3. Ich wünſchte mir von Ha ensgründ fuͤr dich ge⸗ ſchlacht't zu werden: und was noch mehr, zu jeder Stund geereutzigt tehn auf Erden! doch aber wünſch ich auch dabey, daß ich ein Laͤmmlein Jeſu ſey. aß kommen alles ene Pein, laß kom men alle Plagen; laß mich veracht't, verſpottet ſeyn, verwundt und hart geſchla⸗ gen; laß aber a uch in aller Pein mich ein geduldigs Laͤmmlein ſeyn. 5. Ich weiß, man kan ohn Creutz und Leid zur Freude nicht gelangen, weil du in deine Herrlichkeit ſelbſt bitt durchs Creutz gegan⸗ gen: wer nicht mit dir leidt Creutz und Pein, kan auch mit dir nicht ſelig ſeyn. 84. m. Herr, ich habe mißgebandelt. Gute Nacht, ihr eitlen Freuden, gute Nacht, du falſche Welt! ſehet doch welch Angſt und Leiden jetzt ausſteht der Lebens Held! mie Er zittert, wie er rin: get, daß ſein Blut auch von ihm 1 2. Wie? ſollt ich denn Wolluſt pflegen, und, o ſchnoͤde Welt! mit dir ge⸗ hen auf den breiten Wegen der verderblichen Begier! 7 Neſu, ich will nun Jeſu leben, 1 euch gute Nacht jetzt geben. 2 Ich mas euch durchaus t hoͤren, die ihr bald Vom Leiden n Chriſtl. ein frommes Her mit den ech Anſehn könnt bethören, hn bet euch nun hinterwaͤrts, ihr ſollt mich nicht 10 verblenden, noch von Je, ſu mich abwenden. 4 Beſſer iſts, mit Jeſu leide n, Hohn, Verachtung, Schmach und Spott, al! on ihm ſeyn abgeſchieden, und bey der gottloſen Rol hier in großen Ehren ſitzen and dort in der Holen ſchwitzen. 5. 079 mit weg mit Prangen, weg mit allem Uebermuth! Meines Heilands Haupt und Wan gen triefen uͤberall vos Blut, und den Schutz Herrn aller Frommen ſind die Kleider ſelbſt genommen. 6. Ach! das Haupt muß Dornen tragen, und die Glieder prangen noch! Js, der Herr muß Bloͤſſe kla⸗ gen, und der Knecht ſtolzie⸗ ret hoch! O du falſch be⸗ ſchoͤntes Gleiſſen! wer kaß 25 doch chriſtlich heiſſen! Weiche Schwelgen, wech e denn dein Weſen macht, daß mich Furcht und Schrecken uͤber/ laufen, wenn ich nur be⸗ denk, wie ſich auch zu ihrem 0 1 10 10* ae 5 — 3 15 Il a 1 1 Bahn 0 Fu rahr 715 0 2 f faxe. Hoffa, eee bit r 0 1 Mu: Jo b une, g 8e See bi N Sa e iich 1 gene 00 öS hn u n 6 en 1 5 4 b. He,! fur Os aeg in eg ade . eren 2 g dat 0 ie g, de S de: acta u in 1 1 un dur de nne Ae F. i 1 . 10 e hig h 0 0 105 5 1 N großen Schaden, viel in 19 Wolluſt uͤberladen. 1 10 11 en: 3. Und dem Schoͤpfer al dot ler Dinge hats ſo gut nicht ig koͤnnen ſeyn, daß, als Et den am Creutz nun hinge, in im der ſchwerſten Todes Pein, 0.4 Er, ſein mattes Herz zul“ bir ben, 1 ein Troͤpflein d Waſſer haben. r fach 1 9. Drum geb ich euch m ſchnoͤden Sünden, hiermit g noch/ * ommes Herz miſſ 'n könnt bethöreg ich nun hintern ollt mich nicht 0 ich abwenden. Beſſer iſts, mit „Hohn, Verachſh tach und Spott, ym ſeyn abgeſchih eh der gottloſeßg n großen Ehrenſſ dort in der 4 Buß au zen. Weg mit Hoſſi lit Prangen, wegn Uebermuth! Men nds Paupt undi triefen uberall) und den Sch aller Frommen] leider ſelbſf genoß Ach! das Haupt h en tragen, und er prangen noch! err muß Bloͤſſe ind der Knecht fü ch! O du falſch tes Gleiſſen! wa och chriſtlich heſſ Weiche Schwel e Saufen: dena n macht, daß t und Schrecken i u, wenn ich um wie ſich auch zu in n Schaden, vil uſt uͤberladen. ind dem Schoͤpfe inge hats ſo gut n ſeyn, daß, al reutz nun hinge, hwerſten Todes ein mattes Herz möcht ein Tri er haben. Drum geb ich! den Sünden, din Angſt gemacht, daß Er kla⸗ enden, noch von get ohne Maſſen„wie ſein und Traurigkeit, für die rathen? vom Aeiden Christi. 65 ßoͤchmals gute Nacht; wei, chet fern, und bleibt da⸗ hinten, ihr habt Get die Gott ihn hab verlaſſen. 10. Daß der xebens: err verſtirbet, und deß Er ein Fluch jetzt ik, der den Segen uns erwirbet, dat ſoll mich zu jeder Friß von der Sünden⸗Bahn ab, ſchrecken, und zu wahrer ſwecken. 8 11. Habe Dank, o Freund der Beelen! für die Ang ſt 2 Striemen, Noth und Qug⸗ len fuͤr des Todes Vitter⸗ keit, die du haſt, von Sund und Schanden uns zu fes ten, ausgeſtanden. Jeſu, hade dis verſchuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbaillch iſt doch dieſe Strafe. Der gute Hütte leidet für die [Schaafe: die Schuid be⸗ zahlt der Herre, der Ge⸗ rechte, fuͤr ſeine Knegte. 5. Der Fromme firbt, der recht und richtig wan⸗ delt; der Böͤſe lebt, der wider Gott mißhandelt; der Menſch verwirkt den Tod, und iſt entgangen! Gott wird gefangen. 6. Ich war von Fuß auf voller Schuld und Sun⸗ war nichts gute zu finden dafür haͤtt ich dort in der Holen muͤſſen ewiglich büßen. ö 12. Gieb, daß wit fort⸗ hin bereuen unſter Sünde ſchwere Laſt, und die Sika⸗ fen nicht erneuen, die du jetzt bezahlet haſt; ſondern dir uns ganz ergeben, und nach deinem Willen leben. 35. In eigner Mel. 1 He Jeſu! was haſt du verbrochen, daß man ein ſolch ſchar Urtheil hat geſorochen! wat iſt die Schuld? in was fuͤr Miſſethaten biſt du ge⸗ 2. Du wirſt Lubre ge⸗ ſchlagen und verhoͤhnet, gegeiſſelt und mit Dornen ſcharfgekroͤnet, mit Eßig, gls man dich ans Creutz ge⸗ henket, wirſt du getränket. 3. Was iſt die Urſach aller ſolcher Plagen? Ach meine Suͤnden haben dich geſchlagen: Ich, Ach! Herr Suͤr 7. O große Lieb, o Lieh zohn alle Maſſe: die dich gebracht auf dieſe Marter⸗ Straſſe! ich lebe mii der Welt in Luſt und Freuden, und du muſt leiden. f 2 Ach! groſſer Konig! groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugſam ſolche Treu ausbreiten; Kein menſchlich Herze mag im f dis ausdencken, was dit zu ſchencken. 9. Ich kans mit meinen Sinien nicht erreichen, mit was doch dein' Erbartung zu vergleichen: wie keñ ich ten im Werk erſtanten? 10, Doch iſt noch ewas das dir angenehme wenn ich des Fieiſches Luſte daͤmpf und zaͤhme, daß ſie aufs neu mein Hertze nicht entzünden mit aiten den, bis zu der Scheitel dir denn deine Liebes Tha⸗ 1 11. Weil —UUöé— ̊——— ͥꝗͤ ↄ—— 66 Dom Leiden Cbriſti. . 220. 1905 11, Weil aber dis nicht ſteht in eignen Kraͤten, dem Ereutze die Begierden an⸗ zuheften: ſo gieb mir dei⸗ nen Geiſt, der mich regiere, zum Guten führe. 12. Alsdenn ſo werd ich deine Huld betrachten, au⸗ Lieb an dich die Welt fuͤr nichtes achten: len ſtets zu erfuͤllen. 13. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Creutz nicht achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todes Schmer⸗ zen nehmen zu Hertzen. 14. Dis alles, obs fuͤr ſchlecht zwar iſt zu ir wirſt du es doch nicht gar beyſeite ſetzen: in Gnaden wirſt du dis von mir an⸗ ee mich nicht be⸗ ſchaͤmen. 15 Wenn dort, Herr JE Eu, wird vor deinem hrone auf meinem Haup⸗ te ſtehn die Ehren⸗Krone, da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Danck ſingen. 86. Mel. Nun laßt uns den Zeib ꝛc. Hie IEſu Chriſt, dein theures Blut iſt mei⸗ ner Seelen hoͤchſtes Gut, das ſtärckt, das labt, das macht alleln mein Hertz von allen Suͤnden rein. 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehren⸗ Kleid, dein' Unſchuld und Gerechtigkeit macht, daß ch kann vor Goc be⸗ Ich werde mich bemuͤhen deinen Wil⸗ ſus, das Laͤmmlein. rent und iu der Fiume a0 5 reud eing bn. N 70 3. O Jeſu Chriſte, Got⸗ 6 0 1755 uch 4 b tes Sohn, mein Troſt mein Heil, neincönaden⸗ Thron, dein theures Blut dein 2 10 bens 1 e 155 ſtett lug neue Lebens⸗ Kraft. pi 4. Herr JEſu in da 20 lt 9 10 letzten Noth, wenn mich den e, e 10 ſchreckt Teufel, Hoͤll und 15 uch, 2. 1 Tod, ſo laß ja dis meinkal en f ſehn: dein Blut macht deen. ki, mich von Suͤnden rein. aß 1150 fes dat 5 11 fan at bn 87. Nn. wenn meine 100 fu en! 7 Suͤnd mich ꝛc. e ilf Gott! laß mixs ge fa n„ fene Ungen, du edler Schi gen 0 etla pfer meln, die Wort in Rein rn, 1085 18 1. iu bringen, zu kob den N ep e Ni men dein, daß ich mach fro z ae Chr. lich heben an, von deinen putz; üg r 5 d n Wort zu ſingen: Herr, 1 0 15 15 Hen du wollſt mir beyſtahn. un che g a 2. Ewig dein? Wort thut 10 iel; 755 9 010 bleiben, wie Jeſaias meldt, en 9 in ſeinem Buch thut ſchrei,** ben: Eh wird dergehn die 1415 tk Welt, und was Gott ſelbe ein 80 U je erſchuf, ſolt es alles der/ e zu in, 8 d derben,: er thaͤt kein u g Men ch, Widerruf. ah 0 ug 3 IEſus das Wort des e Nthetg 0„ J Vaters, iſt kommen in die ne e, Welt mit groſſen Wunden e 1 An a 2 Tae; 1 5 10 e 8 t r wah pegel 4 Nachdem ſie hatte g, e gegeſſen, vernehmt, 3 F thaten; verkauft um 70 tc des Geld, durch Juda ſeiner Jünger ein' n, wu er in Tod gegeben:,: J Die Lamm, da thaͤt T„ e, e d nicht vergeſſen, das Brodt 1 1 b b* in ſein Hand nahm: ſprach: 110 Eßt, das iſt mein Leich,% nam lind, der 20 1 e ſti. zu der nd g bn. eſu Christe, g. mein Trost 1Gnaden⸗ Tin res Blut dei t gibt mir — — dis meint dein Blut Suͤnden tei, Wenn mei d mich z kt! laß mitt n, du edler die Wort ing „zu Lob den an, pon dein ſingen 1 hn mie beyſtahh, dein Wolti ie Jeſaias nf Buch thut ſcht wird dergehn! was Gott ſeh ſolt es alleß! : er thaͤt lei 16 das Won . ſt kommen i groſſen Wu erkauft um ſchuſ durch Jude iger ein'n, gegeben N Laͤmmlein. hdem ſi⸗ hal vernehmt, m, da that! ſſen, das Bau b nahm: pet iſt mein Len „ der für ſolt ihr verkuͤndgen, Pau⸗ (ins geſchrieben hat: Wer wuͤrdig itt von dieſem dieſem Kelche Stund, lehrt ſie mit Wor⸗ mein' Junger ſeyd. Vom Zeid en Chriſti. 67 wird gegeben:,; zur Ver⸗ gebung eurer Sünd. 5. Reicht ihnen guch dar zu trincken im Wein ſein Blu ſo roth: Seinen Tod Brodt, und trinckt aus 27: wird nit ſehen den Tod. 6. Ikkſus wuſch ihn'n, die Fuͤſſe wohl zu derſelben ten ſuͤſſe aus ſein m goͤtt lichen Mund: Liebet ein⸗ ander allezeit, daran wird man erkennen: daß ihr und wird getauft, der hat das ew'ge Leben:,: durch Chriſtum ihm erkauft. 11. Lucas gar ſchoͤn thut ſchreiben von ſeiner Him⸗ melfahrt, doch allweg bey uns bleiben, wie Er ver⸗ ſprochen hat, vernimms in ſein'm goͤttlichen Wort, wider das kan nicht ſie⸗ gen j: kein G'walt noch Hoͤllen⸗Pfort! 12 Ein'n Troͤſter thaͤt er ſenden, das war der Heilge Geiß, von Gott der thaͤt ſie lencken in Wahrheit al⸗ lermeiſt: denſelben woll'n wir ruſen an, der wird uns tus, der HErr 7. Chri im Garten, da Ee gebetet hat, der Jaden thaͤt er warten: von ihnen gebun⸗ den hart: ſie fuͤhrten ihn zum Richter dar, gege belt und gekroͤnet: zum Tod verurtheilet wird. 8. Hoch an ein Creutz ge⸗ hangen, der hochgebohrne Fuͤrſt, nach uns thaͤt ihm verlangen, darum ſprach er: Mich duͤrß't, vernimm nach unſer Sellgkeit, dar⸗ um ein Menſch gebohren e,: von einer reinen Magd. 5 Mit ſeinem Haſipt ge⸗ neiget Er ſeinen Geiſt auf⸗ gab, als uns Johannes zen⸗ get: Er ward genommen ab vem Ereutz: ins Grab ward Er geleget, am drit⸗ ten Tag erſtanden ,: wie Er zusor geſagt. 10. Und in denſelben Tagen Jeſus ſeineg Jünger lehrt, alein ſein Wort zu tragen, predigen in aller nicht verlaſſen ,: und uns treulich bepſtahn. 13 Recht. laßt uns alle bitten Chriſtu m fuͤr Obrig⸗ keit, ob wir ſchon von ihr litten Gewalt, auch fur all Feind', daß ihn'n Gott wolle gnaͤdig ſeyn, zu Lobe [feinem Namen,:,: um Chriſti Tod und Pein. 83. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Ja dancke dir fur deinen Tod, Herr JEſa, und die Schmertzen, die du in deiner letzten Noth em⸗ pfund'ſt in deinem Herzen: Lat die Vers lenſte ſolcher Pein ein Labſal meiner Seelen ſeyn, wenn meine Augen brechen. 2. Ich daucke dir fuͤr deine Huld, die du mir haſt erzeiget, da du mit Zah⸗ ung meiner Schuld dein Haupt zu mir geneiget: Ach neig dich auch zu mir, Welt; Wer glaube recht mein Gott, wenn ich ge⸗ e rath 68 Vom Leiden Chriſti. rath in Nodes Noth auf daß ich Guede ſpuͤre. 3. Laß meine Seel in dei⸗ ne Gunſt aus ihrem Leibe ſcheiden, auf daß an mir d nicht ſey umſonſt dein 15 euer werthes Leiden: dimm ſie hinauf zur ſelben Ni„ wo du ihr liebſter Jeſus biſt, und laß mich ewig leben. 89. N. Es woll uns Bott genaͤdig ꝛc. 1 gruſſe ea du froͤmmſter Mann, der hertlich gern vergiebet: wie ſomerzlich weh wird dir gethan, mie wird deln Leib betruͤbet! Es grüſſer dich mein ganzer Geict, d verſincken, ſy werd ich mi 5 5 recht laben. f 0 4. Mein Mund ſtreckt ſch nage 1 55 aller Kraft, damit a ene e en b beruͤhre, und ich den nic A tnt fen en Lebens- Saft e 10 01* Mark und Beinen ſplte galt e, d Ach! wie ſo ſüße bist di hae doch Herr Jeſu, meinen gh Mu dec Herzen: Wer dich rech aal,. 0 ſirbe dem ird das Joch def eee e bittern Todes⸗Schmeren gleich alt zu lauter 9 5. Verbirse mich un ſchließ u mich ein in dein Seitenhoͤle hier laß i ſtill unk ſicher ſeyn waͤrme melne Seele. 99 mich der kalte Tod be und wenn der hoͤllſche! we nach mir und meinen Ge ite fte lt, ſo laß in del — — — el J Aten: 5 501* M 5 0 hing 905 eee g ben fle a din e fön. AN di Jeu Gi 166 aht, g tn 1 A tic, 16 0 0 Nel u ank meines Heilands⸗ Seite, ner Treue mich denn feigen 0, Ab in g du edle Quell, aus relcher fleußt das Blut, das fo viel Leute von ihren Sünden * waͤſchet. Ich mach, HErr IEſu midi ach! halt mirs doch zu Zute, und laß mich ſuchen Tron für mir in dei⸗ ner Wunden Blute. Du werthe Wunde ſey gegruͤßt, du werthes Thor der Gna⸗ den, daraus ſich Blut und Waſſer gießt: und da all unſerm Schaden kan ab⸗ gebolfe n werden. 3. Du riechſt mir ſuͤſſer als der Wein, und heil 25 Gift der Schlangen, du floͤſſet mir das Leben ſverblenden meinen Sinh ei 0 00 ein, und ſtillf des Durſtsf und Muth, weil meinebiel dar Erösffne dich gecreutzigt iſt. Verlangen du lieze Wund, und laß mein Herze trincken! Iſts moglich, laß mich gar zu Grund in dir gehn, und nicht eine Freude W ü 1 50 ruhig bleiben, 90. In eigener Mel, Ich lebe nun nicht meh denn Chriſtus iſt mel Leben, und meine Lieb gar mit! N alis Creutz g geben. ganze Welt, daß mir nicht 2. Es herrſcht in mir 10 Feur der luͤſternden Begien f den, mein Herze„ auch nicht nach Prachtund 1 10 I d back A fete 1. Mae 19 1 10 aul, 10 9 Gol uh Een te ung, dhl, falke Aach 1 Lang wiſſe nun di 0 n Reg 90 f n 1 wi 1 Anm 10 6 i e unt, lag mehr an ihr gefaͤlt, wel dug 600„ 0. meine Lieb geerentzigt il, 10 l et 1 1000 10 e ehe 955 1 997 det fac uch ef eitlen Zierden. Es kan ken 100 0 f Reichthum, Geld und cu Muth 3 1 ö Dei 15 5 4 0 10 0 15 ber geh ea W e an den geſcho 3 mir kan, was zeitlich il u Fate 1. geh d ſſti. n, ſp werd ich en. h 0 7 odes⸗ Sch zu lauter gu rüirse mich! 10 5 in dg de hier laß y ſicher ſeyn, ne Seele, kalte Tod h der hoͤllſch⸗ nur und meh Ut, ſo laß n e mich denn i ben. eigener N nun nicht ne Chriſtus it nd meine Lie hm aun Creußs Es wiſſe nun! it, daß mira hr gefallt, b geerentzigtſ erſcht in wih üſternden dag in Herze he nach Pracht den. Es kauf u, Geld une u meinen 6 , weil meigell t iſt. 9 habe keine choffgen dig was zeitlich! Ffeude bun 2 K. „ ctzigt iſt. gt. M. Thriſtus, der uns ſelig macht. ſu, deine Paſſion will ich jetzt hedencken: wolleſt mir vom Himmels⸗ Thron Geiſt und Andacht ſchencken. In dem Bild jetzund erſchein, JES! meinem Hertzen, wie du unſer Heil zu ſeyn, litteſt große Schmertzen. 2. Meine Seele ſehen wag deine Angſt und Bande, deine Speichel, köchlaͤg und Schmach beine Creutzes⸗Schande, deine Geiſſeln, Dornen Kron, Speer und Naͤgel, Wunden, deinen Tod, e Gottes Sohn, und den Leib voll Schrunden. 3. Doch ſo laß mich nicht allein deine Marter ſehen: Laß mich auch die Urſach fein und die Frucht ver⸗ ſtehen. Ach! die Urſach war auch ich, ich und mei⸗ Suͤnder; Sind wir durch ne Guͤnde: Dieſe hat ge⸗ 5 9905 nicht das eid'n Geſinde. 9 Jefu, lehr bedencken mich Dis mit Buß und Knachte 8 aufs neue. Solt ich dazu und ihr Ruhm ſcheint mir haben Luſt, und nicht wsl⸗ ſen meiden, was Gott ſel⸗ ſem Leiden? ich F. Wenn mir meine Huͤn⸗ de will machen heiß die Hoͤne: Jeſu mein Gewiſ⸗ ſen ſtill dich ins Mietel ſtelle. Dich und deine Paſ⸗ ſton laß mich glänbig faſ⸗ ſen: liebſt du mich, o Got⸗ tes Sohn, wie kan Gott mich haſſen 5 6. Gieb auch Jeſu, daß ich gern dit das Creutz nachtrage, daß ich De⸗ muth von dir lern, und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. In⸗ deß laß dis Lallen,(bei ſern Dank ich dorten geb! Jeſu dir gefallen. ſu, wir ſind hier. J Lamm, itt für unſre zahlt am Ereutzes⸗ Stamm, und die Freyheit uns er⸗ worben: wer die Suͤnde wohl berenet, wird durch Chriſti Tod erfreuet. 2. GOTT, der ſelbſt die Liebe iſt, preiſet ſeiner Sohn, Herr Jeſu Chriſt, ſtarb fur alle Feind und dis Blut Gerechte, trift der Zorn nicht mehr die 3. Ja, ſo wir verſöhnet ſind, weil der Sohn ſich Neue; Hilf, daß ich mit Sünden dich martre nicht hingegeben, ſo wird das erſtandne Kind noch viel⸗ meht ber buͤſſen muſt mit ſo groſ⸗ 92. M. Liepſter Je- Feſus Ehriſtus, Gottes Liehe Wunder, daß ſein Schuld geſtorben, hat be⸗ 8 70 Dom Leiden Chriſti. 7 5 0 mehr uns durch ſein Leben ſelig machen, die Er Bruͤ⸗ der heißt und ſeines Lei⸗ bes Glieder. i 4. Aber nicht alleine dis, ſondern weil wir ſind im Sohne, welcher ſelbſt den Sünden⸗Biß heilet, daß er in uns wohne. Ey, ſo ruͤhmen auch wir Suͤnder, daß wir nun ſind Gottes Kinder. a g. Hochgelobet ſagen wir, ater in dem Himmel oben, ſiehe! wie die Suͤnd allhier in uns noch will im⸗ mer toben. Laß den Herrn den Geiſt uns geben, daß wir in dir ewig leben. 93. M. Freu dich ſehr o meine Seele. IEſu, deine tiefe Wun⸗ den, deine Quaal und bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Troſt in Leibs⸗ und Seelennoth! Faͤllt mit etwas Arges ein, denk ich bald an deine Pein, die erlaubet meinem Herzen mit der Suͤnde nicht zu ſcherzen. 2. Will ſich denn in Wol⸗ luſt weiden mein verderb⸗ tes Fleiſch und Blut, ſo gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut: Kommt der Satan, und ſotzt mir heftig zu, halt ich ihm fuͤe deine Gnad und Gnaden Zeichen bald muß der von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Wolluſt⸗ Bahn, da nichts iſt, als Jubiliren, alsdenn ſchau ich emſig an deiner Marter Ceniner⸗Laſt, die — De du ausgeſtanden haſt,. e 0 kann ich ine, nbachlaleſe e an alle boͤſe Luſt vertteiben. 4. Ja fuͤr alles, was mich kraͤnket, geben deine Wuß den Kraft: Wenn mei Herz hinein ſich ſenke, krieg ich neuen Leben Saft! deines Troſtes Süß ſigkeit wendt in mir da⸗ bettre Leid, der du mir daß Heil erworben, da du bi für mich geſiorben. — I u, u r J, J. 5. Auf dich ſetz ich wan aan Vertrauen, du di men a e 11 Zuversicht? dein Tod zh laat dai e e den den 0 1 zerhauen 5 u Aal 2 mich kan toͤdten nicht; daß neee ich an dir habe Theil 5 Aae 1 get mir Troſt, Schutz und aa err denk ſen Beim en W. n aut dunn gu gi E J. 176. mir geben Auferſtehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in mel nem Herzen, du Brun aller Guͤtigkeit! ſo empfin! ich keine Schmerzen au im letzten Kampf und z Streit; ich verberge mich in dich. Welch Feind kay verletzen mich? Wer ſich Heil: deine Gnade ⸗ wü wachte ebe S —— legt in deine Wunden, den bach hat glücklich überwunden mae? de 94. N Alle Nenſchen i*— muüſſen ſterben. 5 0 0— Jeu, weines Leben zue U e 3 Leben, Jeſu, meine dach 1 un für mich d ben in i F e e m, mich gegeben in ue ah ae tiefſte Seelennoth, in des 5 An 1 zuſſerſte Verderben, r Auch, 1 daß ich nicht möchte er ae e ben. Tauſend, tauſend mal ſey dir, liebſter Jeſu/ fue Dank dafuͤr, e 2. Duach! du haſtaus 0 geſtanden Luͤſter⸗Reden, 8 ſt EM ſti. 133 kan den haf, Andacht ft vertteſhen r alles, wat eben deine i : vom Zelden Cbriſtt. 71 Spott und Hohn, Speichel, Gd laͤge, Strick und Ban⸗ den, du gerechter Gottes Sohn, mich Elenden zu er⸗ retten von des Teufels Wenn u Sunden Ketten. Tauſend, Verſpotten, 7. Deine Demuth hat Uebermuth, dein Tod mei⸗ Dein alles mir zu gut. dein Ver⸗ ein ſich sa tauſendmal ſey dir, liebſter ſpepen muß zu Ehren mir neuen Lehe nes Troſſet e Jeſu, Dank dafuͤr. 3. Du haſt laſſen Wun⸗ gedeyen. Tauſend, tau⸗ ſendmal ſey dir, liebſter ndt in mi den ſchlagen, dich erbaͤrm⸗Jeſu, Dank dafuͤr. „ der du e eben, da dub zeſiorben. lich richten zu, um zu hei⸗ len meine Plagen, und zu ſitzen mich in Ruh. Ach! 8. Nun ich danke dir von Herzen, Jeſu, fuͤr geſam⸗ te Noth, fuͤr die Wunden dich ſetz ic du ha zu meinem Seegen fuͤr die Schmerzen, fuͤr den „ Du biſt aa : dein 0 hauen d oͤdten nicht; habe Theil du Bf keit! ſo ent Schmerzen ah Kampf h verbirgt 0 Jelch Feind! lich? Wer e Wundeſ, ch uͤberwußhe lle Menſch 1 ſterbeh. weines Leh „Jeſu, el 5, der du g gegeben i! ennoth, i Jerderben, cht moͤchte ſend, tauſh , liebfter 10 5 1, N Lit 90 N goͤtzen, laſſen dich mit Fluch be⸗ legen. Tauſend, tauſend⸗ mal ſey dir, liebſter Jeſu Dank daſuͤr. 4. Man hat dich zu ſehr 10 verhoͤhnet, dich mit groſ⸗ ſem Schimpf belegt, und mit Dornen gar g kroͤnet, was hat dich dazu bewegt? daß du moͤchteſt mich er⸗ mir die Ebren Kron aufſetzen. Tauſend, tauſendmal ſey dir, lieb⸗ ſter Jeſu, Dank dafur. F. Du haſt wollen ſeyn geſchlagen zur Befreyung meiner Pein faͤlſchlich laſ⸗ ſen dich anklagen, daß ich koͤnnte ſicher ſeyn; Daß ich moͤchte troſtreich prangen, biſt du ſonder Troſt gehan⸗ gen. Tauſend, tauſend⸗ mal ſey dir liebſter Jeſu, Dank dafur. 6. Du haſt dich in Noth geſtecket, und gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geſchmecket, um zu heilen meine Schuld, daß ich wuͤrde losgezaͤhlet, haſt du wollen ſeyn gequaͤlet Tauſend, tauſendmal ſey dir, liebſter Jeſu, Dank dafur Menſch herben bittern Tod, fuͤr dein Zittern, fuͤr dein Za⸗ gen, für dein tauſendfa⸗ ches Klagen; fuͤr dein Ach und tiefe Pein will ich ewig. Rankbar en. 95. M. Chriſtus der uns ſelig macht. 0 meiner Seelen Licht, Freude meiner Freuden, meines Lebens dein Leiden dieſen ſchlech⸗ ten Dank hier an, ſo viel meine Seele immermehr dit bringen kan, in der Sch wachheits⸗Hoͤhle. 2. Ich erweg es hin und her, was dich doch bewo⸗ gen, daß du ſo viel Herz⸗ Beſchwer haſt auf dich ge⸗ zogen, daß du Angſt, Ge⸗ walt und Noth, Schlaͤg und Hohn und Vanden, Laͤſterung und Creutz und Tod willig ausgeſtanden. 3. Gottes Wohlgewo⸗ Gute, deines Herzens Freundlichkeit, und dein treu Gemuͤthe, Jeſu, hat es uns. daß kein gebuͤſſet meinen Stolz und nen Tub verſuͤſſet, eskommt Zuverſicht, nimm doch fuͤr genheit, Vater ⸗Lieb und erzagte, wenn ber Suün⸗ 72 Vom Leiden Soriſtl. 15 a0 D e Sünden Meng und Macht 285 Gewiſſ h nagte. O du wunderbater Rath, den man nie er⸗ gruͤndet: O der unerhoͤrten That die man nirgends fin de?! Was der Menſch der Erden Knecht, trotzig hat erbrochen, ird an Got: der doch gerecht, durch und durch gebechen, F. Meine wilde Schand⸗ Begiet har dich ſo geſchla⸗ 70 0 dieſe Krankheit gab ch dit, Jef ſu, aufgetragen: Nein Schuld und Miſſe⸗ That hat dich ſo verbürget, bis ſie dich auch endlich har ie hingewuͤrget. Alle Strafe, der ich 90 Tag und Nacht ver⸗ bunden, liegt auf dir nun gantz und gar, und durch deine Wunden wird uns Fried und Heil gebracht: Drum will mir geiiemen, deine ſtarke kiebes Macht ewiglich zu kuͤhmen. 7. Laß doch dieſe Si heit gleichfalls mein wiſſe u zwiſchen Angſt und Tod und 4 40h weer wird mein 1 505 wenn ich Gnad kan inder Joſu, ſieh ich falle dir mit zerknirſchter Buſſe, und mit Beſſerungs⸗Begier, Glaubens voll zu Fuſſe. 9. Nun ich weiß worauf ich bau, und bey wem ich —— 60 bleibe, welcher er 0 cast, 58 71 in mich trau, und an wen 1 2 1 ich glaube. IJEſu du bil 10 10 rel 2 es dllein, ber mich öl a eint n* 1 und ſchuͤtzet, wenn gleich ah 0 5 0 N alle Hollen 0 N auf mich ei n le 14 ſchießt und blltzet. 155 ght h in dn mit 10. Ich will, weil ich mi e 2ſt dir freh werd im Himmel) 4 t 8 8 erben, Herr, in deinen Au. 1 10 0 t ſel men treu leben und e nig u, e ſterben, bis man ſrdlich f Nn e gen wird nach des Tode zug 50 8 nit Banden: Sieh den auch In Braͤut'gam und dein Hit 1 19 IEſus, iſt vorhanden. N de 1 cer e e 96. In eigener Mel. la Gon z* 10 n Ihr alle, die ihr Jeſun 8 J liebt, ſeyd traurig un Ne* 10 dh n tet betruͤbt: ech u ah, e Er, der wahtz Gottes Sohn, der da fal haut N aufs Vaters Thron, wil 1 115 5 10 ins Grab geleget. I eh A 1 2. Schau, Braut, hie f 5 We Braͤutigam, dei 12500 1 f Hirt und auch dein Lamm, Fa we 7 10 cher⸗ De ines Hetzens! Troſt und e 2 b 1* Ge- Ruhm, deiner Seelen El ahn 5 1 1 Schau, al geſtorben. 3. O groſſes Leid, 1 bktre, Nen, Was, bb aach 1 1160 Stirnen Herrlichkeit 15 nun ganz verſchwunden, 100 5. O Menſchenkind de 0% denck es wohl, was dis 1 10 beuten ſoll; deine Su und Wüſſethat 14% 1 ü 0 Bug. d Ae 10 bun g 1 8 I * 4 ä Wu, 15 Vom Zeiden Chriſti. 72 ˖ f cer uod eſencket. 1 6. Wie ſelis iſt, der weil tr lebt, ſick ſelbſt mit ihm begraͤbt: der hier von der „ ünd abſteht, und durch ill, Weilih einen Tod eingeht in ein td im a eſer Leben. „ in deiheng eben und ane tze 0 iuferſtehe. „. M. wer nur den igener A lieven Gott ꝛc. die ihr e de ſeyd trau dommt her und ſchauet an mein Leben, das un Mpefleckte Innefraun Kind, chaut, wie es iſt ans Ceutz zegeben, fur unſre Schuld eleget⸗ und unfre Sund, Er it ſo u, Braut) übel zugericht't, daß mir ördutigath mein armes Hertze brickt. ich dem kun 2. Schaut, wie Ihn die tzens Ticficot loſen haben ſo hart inet Seele ſerſchmiſfen und verwundt: Schau, afwie man Ihm Hand und „ i Fuß durchgraben, wie man oſſes 0 betohnt den holden Mund: Was iwie iſt die ewge Freund⸗ d? Allez allichkeit mit Koth beworfen Welt un und verſpeyt! ſich hat, T 3. Der Leib iſt voller klagen. Beul'n und Schrunden, Ach! wie hon Angſt und Sch mertzen, „ vetblaſſeuſſſt ſein Geiſt: das Fleiſch f ſeiner Alhhand Marck iſt faſt ver⸗ keit, ſelſſchwunden das Blut ver⸗ Herklichket Jzoſſen allermeiſt: wie muß erſchwulha das liebe Augelein der enſchenkinh elt ein ſolches Scheuſal hl, was Ralſeyn! : deine Ei 4. Er hat vom Himmel etoͤdtet hat, und ins Grab daß Er ge Liebe ſich geſenckt, daß wir erledigt ſollen werden von allem Uebel, das uns kraͤnckt: und ſieh, er ſtecket ſelbſt in Noth, der ewig treue Liebes Gott. 5. Wer iſt nun der Ihm kann ber ſprirgen, wer will Ihm ſeine Treu bezahl'n? Wer Oele ſeinen Wunden bringen? Wer ſiiller f ine Pein und Quaal? Wer iſt, der ſich mit dieſem Kind mitleidig mit ans Creutze bindt? 6. Soll denn die Lieb am Creutz ſterben? ſoll denn die Unſchuld langer ſt hn? Soll denn das Heil der Welt verderben? und unſer Leben untergehn? Ach ja! es weint ſchon Geiß und Sinn! Ach ja! mein Gott, die Leh iſt hin. 7, Die Lieb iſt hin, o ar⸗ me Seele, die Lieb iſt todt, lauf doch hinzu? Ersffne deines Herzens Hoͤhle und gieb ſie Ihm noch jetzt zur Ruh: Steig auf das Creutz nimm Ihn herab, und ſey der ſel gen Liebe Grab 8. Du biſt die Sckuld, 8 Lorben, do biſt die Urſach ſeiner Pein; Weil Er um deine Lieb ge⸗ worben, hat Er des Todes müſſen ſeyn: Dis Lamm⸗ lein iſt fuͤr dich geſchlachtt ür dick in Leid und Tod gebracht. 9. Entzieht euch nur ihr meine Sinnen; ihr Au⸗ gen, ſchließt euch beyde zu, mein Geiſt begebe ſich von hinnen, mein Leben that ite, beau that if 15 6 den aus lauter f die Ex 9 das erſterb guch nu, ich kan vor Leid nicht 1 5 * In La. ee, Aan. aten. ie 1 1 0 deen: e Lahe 05 a, 50 1 1 L f mit 955 7 0 ziehen, ſeinem Vorbild! K e folgen nack in der Welt 99. NI. Eiebſter Je- a der Welt entfliehen auf der ſu wer ſind hier. 1 N90 10 Bahn, die Er uns brach,„ immer fort jum H nmel Meine Seel, ermuntze u n S e reiſen, irrdiſch noch, doch 22 dich, deines Je u am i ne himmliſch ſeyn, glauben Lieb bedencke, wie Et füt J 0 ud W bal, recht und l ben fein, in der dich giebet ſich, darauf del Ihahee, x Pat Lieb den Glauben weiſen. ne Andacht lencke: Ach Ven U Treuer Jeu, bleid bey ermeg die große Treue uu 1% flir mir; gehe vor, ich folge dir. deinet Jeſus freue. n 2 Laſſet une mit JEſuf 2. Sieh der wahr Gas leiden ſeiner, Vorbild wer⸗ tes Sohn i fuͤr dich au dun den gleich: Nach dem Lei⸗ Holz gehencket ſein Haut Dt den folgen Freuden, Ar“ trägt, die, Dornen⸗Krol, da eee muth bier nacht dorten ſein Leib iſt mit Blut ben Phe 2 Stu reich. Thraͤnen Saat bie menget, Er laͤßt ſich fit bol machet Lach n, Hoffnung dich verwunden; Wo ii du 12 tröſtet mit Geduld, es kann groͤßre Lieb gefunden. mitgegteh leichtli Gottes Huld aus. Du, du ſollteſt gros 4 dem Regen Sonne ma⸗ Pein ewig leiden in der eg dil gan md, fen chen, JEſa, bier leid ich Hoden, und von Gott va di Age Nas i mit dit dort theil deine ſtoſſen ſenn wegen viel i Me, Freud mit mir. FSünden⸗ Fallen Aber Je f iche 14 3. Laßet uns mit JEſufſus tragt bie Sünden, un in n e ſterben ſein Tod uns vom laͤßt dich Genade finden. g, a andern Tod tettet, und 4, Durch ſein Leiden i unn l vom Seel Verderben, von geftillt deines Gottes Zorn ge, 100%„ 4 der ewiglichen Noth. Laßt und Race, Er hat dase zn* uns toͤdten, weil wir leben, ſetz er fuͤllt, gut gemacht die unſer Fleiſch, dem ſterben boͤſe Sache, Suͤnde, Teufel ab; So wird Er uns aus Tod umſchrenket, und di dem Srab in de Himmels Himmel dir geſchencket. Leben heben JEſu, ſterb.. Was zu thun, o lieh ich, ſterb ich dir, daß ich Hertz, wie folt du dich rech lebe fuͤr und für. anſtellen? Ie Su Leiden 4. Kaſſet uns mit JEſu ist kein Scherz, ſeine Liebe leben: weil er aufertan⸗ kein Verbelen Den den iſt, muß das Grab uns drauf, was dir oblieget g wieder geben. JEſu, unſer gen den, derfür dic i. it wirst Alteder, ay ben wirr ach fuͤr deine d dirſch ch j auch bey di, Liebſter) ſind hien Seel, erm „ deinet 1 cke, wiege ſich, darauf t lencke: zroße Freue ſus freue, der wahre it fur dich! icket ſeinchn Dornen ſt mit Blat Er laͤßt ſich inden; W. b gefunden, du ſollteſ N g leiden il nd von Gott n wegen i allen! Aber ie Suͤnden Jenade finds, ch ſein Leib nes Gottes z „Er hat ba gut gemac „Suͤnde, Ta renket, unh ir geſchenchl zu thun, o ſolt du dicht JE Cu herz, ſeine lh ellen: Da s dir obliegt gafür d Vom Leide u Chriſtt. 23 . Ich kann nimmer nim⸗ 12. Nun ſo bleibt es veſt mermehr das gerſngſte nur dabey! IEſus ſoll es ſeyn vergelten, er verbindt mich und bleiben, dem ich balch allzuſehr! Meine Trägheit des ich ſey: Nichtsſoll mie muß ich ſchelten, daß ich von IJEſu treiben: du wirſt, Ihn ſo ſchlecht geliebet, und wohl gar mit Sünd betrübet. 7. Was geſchehen, ſoll nun nicht hinfort mehr von mir geſchehen: mein Schluß ſey nun veſt ge⸗ richt't, einen andern Weg zu gehen, darum ich nur IEſum ſuche, und was Ihn betruͤbt verfluche. 3 Weg, ihr Sünden weg von mir, euch kann ich an mir nicht lelden, eurent⸗ wegen muß ich hier und dort don dem ſeyn geſchie⸗ den, ohne welchem iſt kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. 9. Du, mein Jesu, du mein Heil, dir will ich mich gantz verſchreiben, daß ich dir, als meinem Theil, ewig will getreu verblei⸗ ben, dir zu leben, dir zu leiden, dit zu ſterben, dir zu meiden. 10. Du, mein JESu, ſolt es ſeyn, den lch mir zum Zweck geſetzet, wie du mein, ſo will ich dein blei⸗ ben ſiets und unverletzet. Was du liebeſt, will ich lieben, und was dich, ſoll mich betruͤben. Jesu, mich nicht laſſen, ewig will lch dich umfaſſen. 13. Iſt bereits ſchon jetzo hier ſolche Freud und Ruh zu finden, wenn im Glau⸗ ben wir mit dir uns, mein JEcSu recht verbinden; Schenckſt du ſchon ſo viel auf Erden, ey was will im Himmel werden! 14. Was fürkuſt und Suͤſ⸗ ſigkeit, was fuͤr Freud und Jubiliren, was fuͤr Ruhe nach dem Streit, was für Ehre wird uns zieren ewig ewig werd ich loben, tzenn ich gantz in GOtt erhoben. 15. Ach! ich freu mich alle Stund auf des Freu⸗ den⸗volle Leben, dancke dir mit Hertz und Mund, du, o ISS! haſts gegeben; nur im Glauben laß michs halten, und dein'n Geiſt in mir ſtets walten. 100. In eigener Mel. Mee Liebe haͤngt am Creutz, ich will Ihn daſelbſtumfaſſen, und nicht laſſen, daß Er durch ſein theures Blut mache mich gerecht und gut 2. Meine Liebe haͤngt 11. Was du wilt, das ſey mein Will, dein Wort mei⸗ nes Herzens Spiegel, wenn du ſchlaͤgeſt, halt ich ſtill: Dein Geiſt bleibt mein Pfand und Siegel, daß ich ſoll den Himmel erben, dar⸗ auf kann ich froͤlich ond am Creutz, was hang ich denn an den Bruͤſten ſchnoͤ⸗ der Luͤſten! Waͤre doch die Welt nur mir, und ich auch geereutzigt ihr. am Creutz, ich will ſeiner ſtets gedenken, wenn mich 3 5 kraͤn⸗ 3. Meine Liebe hangt 76 Te ifel 5 Hol fü meine& er l. Meine Llebe ich froͤlich ererben, ſterben, Seligkeit. 101. M. Ich hab mein Sach GOit ꝛc. Nn es alles wohlge⸗ macht, weil IS ſus es iſt vollsracht! ruft: Er neigt ſein Haupt, o Menſch! und ſtirbt, der bir erwirbt das Leben, das niemals verdirbt. 2. Erſchrecklich, daß der HE Rg erbleicht, der Herrlich keit, dem nis⸗ mand gleicht, der kebens⸗ Fuͤrſt: die Erde kracht und es wird Nacht, weil GOttes Sohn wird um⸗ gebracht. 3. Die Sonn verlferet ihren Schein, des Tem⸗ pels Vorhang reiſſet ein, der Heil'gen Graͤber oͤff⸗ nen ſich ganz wunderlich, 1 ſtehen auf gantz ſicht 4. 1900 denn die Crea⸗ ttt ſich regt, ſo werd, o Menſch! hierdurch bewegt, zerreißt ein Fels, und du wieſt nicht durch dis Ge richt bewogen, daß dein! Hertze bricht? 5. Du biſt die Schuld, nimm dich in acht, daß Je⸗ ſus iſt ans Creutz gebrocht, was mir Mit hat zubereit in der ewgen 1 * Vom 2 Zeiden 2 beiſti. kranken 0 Tos und Ge ſt, und mi mit Gef 2570 I Er macht ſchied ab. 6. Drum folge IE haͤng⸗ nach ins Grab, und ich am Kae anf Ihn will den Greu'l der Sünden und ab, gehſt du nicht mit Ihn in den Tod, vom Suͤnden⸗ Koth, ſo Kuß du fuͤhlen Hoͤllen⸗ Net 7. Ach! Vater, ach dein ein'ger Sohn erbleicht am Creutz mit Schmach und Hohn; nun dies geſchicht fur meine Schuld, drum hab Geduld, und zeig in Eſu Gnad und Huld. 8. Ich will mit hm u Grabe gehn, und wo die Unſchuld bleibet ſehn; Ja, f ich will gantz begraben hn im Tod allein u und ſelig ſchlafen ein. 9. Ertoͤdt, ſelbſt in mir der Sch lan⸗ gen Brut, den alten Menſchen, daß ich ſtreb' und mich erheb gen Himmel, und dit, 10. Solt ich den Suͤn⸗ den Unfloch noch mehr hegen? Nein, dis ſchwere Joch ſey abgelegt, es hat mir lang gemacher bang, nun weiß ich, aß ich Gnad empfang. 11. Ich will heut abge⸗ Ie Su, leb. nit Ihm, eg fe 8 das boͤſe Thier, ſtorben ſepn der Sund“ und leben dir allein hat dein Tod das Leben mir gebracht herfuͤr, und aufgethan d Wi O JESu Chri⸗ fe, ſtarcke nich en meinem Porlſatz kraͤftiglich! Laß ja gar zum Tod und in das mich den Kampf ſo ſetzen Grab, weil Er aufgab den fort nach deinem 9 es die Hin Ame lo bel l 18 1 un 1 1 — e 1 be. 50 1 f 1 4 110 10 0 1 1 E blk „l ne* ſanlſente 85 1 bub 5 bene gef e 1 erg e u fen; 1 dich 150 den a0 0* 40 0 Ute 0 1917 11 Je Ae 1 Jen die 10 5. e denen, ee u J rab ri,, b gig ick. pale khan ash g 1 Teen i e g a e euag 0 Hat gan; let 11 U 10 ee lich he An* 0 ie c 0 W in fee c 0 J I dn llt, 10 ih, 1 ö* e holt l E de Wee! i. mit Gef folge Jeg ab, und 0 der Sung nicht mit I a5 8 0 ß da Ih th. fh Vater, achhy n erbleicht in d dies geſch Schuld, 10 „und zeig und Huld. il mit hi U „und wo bet ſehn; begraben fe un wit J afen ein. der Sau as boͤſe Thin unſchen, 9 d mich erh l, und i 5 ich den Gi h noch mah n, dis ſchun zelegt, es macher bah „aß ich Guß ber ir allein, yd das Lehel herfür, a ie Himmel E Su eh, ich en meien, tglich! f z mpf ſo ſehel inen Will U Vom Leiden Chriſti. daß ich die Kron erlange dort.. 13. So will ich dich, HER RICE SU Chiiſt, daß du fuͤr mich geſtor ben bit, von Hertzen preiſen in der Zeit, und nach dem Streit in Freud und Wonn in Ewigkeit. 102. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen 2c. dukiebe meiner tebe! du el wünſchte Selig keit, die du dich aus hoͤch⸗ in das Jam⸗ ſtorben, und ein immer⸗ ſtem Triebe mer⸗volle Leid deines Lei⸗ 77 letzt in hoͤchſter Huld ihrem Vater uͤberlaſſen, die ſelbſt ſtarb und für mich bat, daß mich nicht der Zorn ſole faſ⸗ ſen, weil mich ihr Ver⸗ dienſt vertrat. 5. Liebe, die mit ſo viel Wunden, gegen mich als ſeine Braut, unaufhoͤrlich ſich verbunden, und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine Schmertzen, meines Lebens Jammer⸗ Pein, in den Blut ver⸗ wundten Hertzen ſanft in dir geſtiller ſey. 6 Liebe die fuͤr mich ge⸗ waͤhrend Gut an dem dens mir zu gute, als ein Creutzes Holtz er worten, Schlacht Schaef einge- ad! wie denck ich an dein nem Blute alle der Welt. ſtellt, und bahltemit dei Blut! Ach! wie danck ich Miſſethat deinen Wunden, du ver⸗ wundte Liebe du! wen! 2. Liebe, die mit Schweiß ich in den letzten Stun⸗ und Thraͤnen an dem bete! ſanft in deiner Sei⸗ berg ſich betrübt: Liebe⸗ die mit Blut und Sehnen ah, 7. kiebe, die ſich todt ge⸗ er⸗ unaufhörlich feſt geliebt: kräucket, und für mein Liebe die mit allem Wil; len Go tes Zorn und Eifer trägt, den, ſo niemand kalb'tes Hertz in ein kaltes Grab verſencket, ach! wie danck ich deinem Schmertz! Habe Danck daß du geſtor⸗ ben, daß ich ewig leben kan, und der Seelen Heil erworben, nimm mich lieb⸗ ſter JEſu an. konte ftillen, hat dein Ster ben hingelegt. 3. Liebe die mit ſtarckem Hertzen alle Schmach und Hohn geyoͤrt: Liehe, die mit Angſt und Schmertzen nicht der ſtrengſte Tod ver⸗ ſehrt: Liebe, die ſich liebend zeiget, als ſich Kraft und Athemendt: Liebe, die ſich liebend neiget, als ſich Leib und Geele trennt.[ Elend, Jaſſier, Angſt 4. Liebe, die mit ihren und Noth! Seh ich Armen, mich zuletzt umfan⸗ doch meinen IEſum tod! gen wollt; Liebe, die aus Er iſt erſtarret gantz und Kiebs⸗Erbarme e, mich zu⸗ gar, der eintzig meine Hoff; 5* 4 7 7 2 2 103. M. Vater unſer im Himmelkeeich. nung 78 Vom Zeiden Thriſti. nug 7 Nun nimm, nun nimm dis Leben hin, ich ruh nicht, bis ich auch fort bar Nichts iſt nun auf der galtz⸗ 5 Welt, das mein Gemüth zufrieden ſtellt mein Troſt und Freude Gottes Sohn, mein' Lieb und Leben iſt davon: Ach nimm, ach nimm dis Leben hin, ich ruh nicht bis ich auch fort bin. 3. O Lieb, dein blaſſes Angeſtcht macht, daß mir Hertz und Muth gebricht, dein gantz verblichner Ro⸗ ſen⸗Mund hat mir ſchon Leib und Seel verwond't Ach uimm, ach nimm die Leben hin! ich ruh nicht, bis ich auch fort bin. 4. Ich weiß wohl daß du mir zu gut vergoſſen hast dein theures Blut. Drum daß ich es vergelte dir, ſo will ich wieder ſterben mir. Ey aimm, ey nimm, dis bis tech auch fort bin. 5. Gib mir dein Leiden, 3 und Pein, die Naͤgel⸗ male druͤck mir ein, beehre mich mit deinen Spott, mach mich gantz aͤhnlich deinem Tod: Ach nimm, ach nimm dis Leben hin! ich ruh nicht bis ich auch fort bin. 6. O JEſu, laß mich mich doch in das Grab mit dir, laß deines ſuͤſſen Her⸗ tzens Schrein, mein Grab und ein'ge Ruhſtett ſeyn: O JeEſu! nimm dis Leben 104. MN. Was Ott thut das iſt ꝛc. S großer Ott im Hin eee. 1 P — 1 00 5 9 100 6 fag 1.„ M 1 an Del s ben che e, N a. lib 20 N ö mels Thron hilf, daß 0 10 eil 1* a ich moͤg erkennen, wer doch 1 a ach 8 geweſen die Perſon, 10 0 1155 l wie ſte ſey zu nennen, die e 4 hier auf mich ſo ritterlig ed lde n bis in das Grab geſtritien, 5 1700 t als ſie den 8 erlitten. 1 en Like 8 Wr 2. Ach! iſt es nicht 10 b liebes Hertz, dein Kind und Eingebohrner? Wie led denn ſo großen Schwelh o Got! dein auserkoh, ner? Wle kan es ſeyn, das ſolche Pein dem Helden wird gegeben, der allen 3 5 das Leben. Ja, Vater, iſt er nich, der Mahn, von dem du ſelbſt geſaget: Er iſt es, der mich ſtillen kann weil Sohn, der mir bebagn Wie muß 05 er jetzuud ſo ſchwer die Buͤrde auf 9 0 bin! ich ruh nicht, ſich nehmen, den Top be durch zu zaͤhmen. 4. Iſt er nicht ſelbſt die noch verſpeyet? Ja, iſt et nicht der Held im Gitelh hin! ich ruh nicht bis ich auch fort bin. und wird ſo leicht zer ſſtreuet! Iſt er nicht G it, und leidet Spott; iſt Er nicht ſonder Schulden und muß den Tod erdulden? 5. O frommes unbeflecl⸗ doch nicht hier! Nimm tes Lamm, o ſchönſter Menſch auf Erden o Man/ na, das vom Himmel kam, da muſt geopfert werden, dein Haͤnd und Fuͤß, als die ſo ſuͤß an letzten End uns 1 10 1 werden ang durchgrab Herrlichkeit, und wird 15 e iche 12 5 10 flu.. 1 Mag be beere 10 un uo 0, S reha n Neun gar. an ene d bat Hannu: n Kösel sun 5c den Ao 05 u im un gef 0 ſeſtun tt i 1 90 5 10. de Wafer lag eu% her ſtſahdich se e ne 14 S aa, 1 eg. 9 de dd * . 0 0 15 en* le n tine 0 1 che 118% niz ti. Was das fin 9 er HOtt ing 0 Thron bi kennen, wer ie Perſon, 1 h zu nennen, 905 ö 15 Arab geſſrih Tod eliun iſt es nicht „ dein Kind ner? Wie f Jatet, iſt rt 7 8 dem et: Er ist ſllen n r mir behag denn er jeh die Bürde g „ den Tobhſ hmen. nicht ſelbſt! t, und wird oy — pet? Ja i, held im Gini ſo leſcht g er nicht chen Spott; iſt e Schulden u b erdulden! mes unbeſſeh 1 ſchoͤhſt Erden on Himmel ah ypfert werdel ind Fuͤß, 0b In letzten Ei ie werden gal 6. N b rig vom Leiden Chriſti. keuſch, gerecht, un Liſt geprieſen wird im mit Weduld gantz 6. Dein wuͤrdigs Haupt, o Gores Sohn, das mik mit Zittern ehren, bedecket eine Stachel Kron, dein Elend zu vermehren: Dein tbeurer Mund, der Währ⸗ farbne Lippen ſind bleicher als die Klippen. 7. O große Lieb jetzt ſeh ich recht die Wend in dei ner Seiten, wilt mir armen Knecht dein ewges Mahl bereſten, dis Hertzens⸗ Blut, das hohe Gut, desgleichen nicht zu finden, befreyet wich von Sünden. 8. Dein' Augen voller Freundlichkeit, der Men⸗ ſchen Luſt und Wonne die klarer waren vor der Zekt, als die ſo klare Sonne die andern ſich nun jaͤmmer⸗ lich, die ſchoͤnſten Lichter ſchwellen von lauter Thraͤ⸗ nen⸗Quellen. 9. Sie rinnen als ein Waſſer Fluß auf die zer⸗ ſchlagne Glieder, ſie fallen wie ein Regen Guß die zar, ten Wangen nieder. Ach nichts iſt hie als Angſt und Müh, es wird mit tauſend Plagen der ſchoͤnſte Leib zerſchlagen. 3 10. Du traͤgſt die Strafen meiner Schuld und ſchwe Schmach Schrift erfuͤllet: des HEr⸗ ren Tod hat nun die ren Miſſethaten! ja laͤſſeſt dich aus lauter Huld am Pfahl des Creutzes aten. Das thaͤt die Lieb, HErr, die dich trieb, die Sünder aus dem Rachen der Hoͤllen frey zu machen. 11. O Wunder- Werck! der herrlich iſt, nimmt auf ſich unſre Schande, der dadurch du eignes hingegeben. 79 de, traͤgt und fonder Lan⸗ feemde Schuld, ſa hat ſein Leb 12. Wie en fuͤr unſers niedrig biſt du worden, HErr, um unſer Hoffart willen! Dein Geiſ⸗ ſeln, Marter un Beſchwet muß Unsre Foch heit ſtilen. Nur unſte Lu der Suͤn⸗ den Wut, gebieret deinem Hertzen, o Heiland! ſo viel Schmertzen. 13. Ich bin, HErrIJeſu, gantz verflocht; See bift der Du aber gen: Noch hat dein Se'gen mich geſucht auf gar verfluchten Wen n. Ich hab allein die hoͤchſte Pein mit verdienet; ausgeſuͤhnet. war 14. Ich Hollen G Suͤnden wohl Du haſt mich verkauft zur lut um ſo viel boͤſer Thaten, da wußt al⸗ lein dein ſolcher theure Platz, der weichen. Suͤnd, goͤttlich Blut in Noth zu rathen, der Schatz behaͤlt den Saten mußte Hoͤll und Tod desgleichen. 15. Nun hoͤret auf des Hoͤchſten Rach, ſein Zorn der iſt geftillet viel Schmertzen, chma 9, durch ſo Pein und nun iſt die Noth auf Erden weggeno umen, der Fried if 16. H wiederkommen. Err AEſu' nimm mich gnädig an vertilg in mir die Sünde, die i nicht gantz ertoͤdten kann, wie leider! Eins bitt ich dich, HE 4 ich befinde. rr, laſſe 5 80 Vom Eeiden Chriſti. 1 a laſſe mich dein theures aller Güter, iſt mit vf 70 Blutvergießen bis in mein Guts gethan. Dein Mund 0 ö 10 Grab genieſſen. hat mich gelabet mi Mich!. und 1 Koſt, dein Geis 10h 1 7. 105. Mel. Sertzlich 3 1 0 e 10 thut mich ꝛc. 6, Ich will hier bey de ON bl bt ü fſtſtehen, verachte nach doc t 50 O Haupt, voll Blut nicht; von dir will ich nich l Ian Haß n 8 fiec und Wunden, voll gehen wenn dir dein Herze an hen ure Sgmetz und vel rdohn: bricht; Wenn dein Pa ee ee le o Haupt! zum Spott ge⸗ wird erblaſſen, im letzt dl. dem laß bunden mit einer Dornen⸗Todes⸗Stoß, alsdenn nil fe 1 11 Ind Kron, o Haupt ſonſt ſchoͤn ich dich faſſen in meinen in furl 7907 1 gew eret mit höͤcoger Ehr Arm und Schooß. d h* und Zer jetzt aber hoch]„ Es dient zu meine ach A 1 chimpfiret; gegruͤſſet ſeyſt Freuden, und kömmt me i A i de se 4 du mir hertzlich wohl wenn ichil Scene 4 2 Dux edles Angeſichte, 1 keldel, wein 5a d ane 10 davor ſonſt ſchrick; und mich finden foll. Ach mögt ea Kun Ada ſcbeut das grote Welt: ich, o mein Leben, an deh ag n a ene e Gewichte, wie best du ſo nem Ereutze hier mein Le we, e beſpen? wie bic du ſo ben von mir geben, ut d Me e be erbleichet? wer hat dein wohl geſchaͤhe mir. ccd, Je Augen Licht, dem ſonſt kein 8. Ich dancke dir von 1 1 Licht nicht gleicher, ſo Hertzen, 9 Jeu, liebſen e eh e m ſchaͤndlich zugerichtt! Freund, für deine Toder, l A J d 0 3 Die Farbe deiner Schmertzen, da dus ſo gulf duch in u e a, Wangen, der rothenkippen gemeynt. Achl gieb, daß ich de Ui de, J Pracht iſt hin, und gantz mich halte zu dir und deinen dee 9 vergangen! Des blaſſen Treu, und wenn ich nun ch. Ul e Todes Macht hat alles hin⸗ kalte, in dir meinEnde ſey. Fa genommen hat alles hin⸗⸗ 9. Wenn ich ein mal ſol gerafft, und daher bic, du ſcheiden, ſo ſcheide nicht witten Wc kom nen von deines Lei“ von mir; wenn ich den a F un 1 bes Kraft. 5 we eb 4. Nun, was du, HErr, dann herfuͤr, wenn wir an in fi 10 erduldet, iſt alles meine allerbaͤngſten wird um das a a h ä——— .——..———— I ů— — Laſt: Ich hab es ſelbſt ver- Hertze ſeyn, ſo reiß mich d n ch ldet, was du gekragen aus den Aengſten, kraft del 11 1 aſt. Schau her hier ſteh ner Angg und Pein. 1 K ich Armer, der Zorn ver- 10 Erſcheine mir zum e dienet hat] gieb mir, of Schilde, zum Troſe in mei,* mein Erbarmer! den An⸗ nem Tod! und laß mich f blick delner Guadd ſſehn dein Bilde in deine I J. Erkenne mich mein Crentzes⸗Noth, da willic W W il Hüter! mein Hirte, nimm nach dir blicken, da will ich us dir 0 ah 0 mich an; Von dir, Quell Glaubens voll dich 10 ane m N + f 5 5 —— 7 iſt mir ö f. Dein 9 abet mii q ost, dein 8 abet, mit. ls, Lust. ll hier hey! chte pachhe dir dein Ha 0 el enn dein en, im leg , alsdeng n en in meint ſchooß. ent zu Meig nd koͤmmt 0, wenn en, mein h oll. Ach nig ehen, an g. hier mein geben, 0 he mir. ancke dir f 10 ů⁊ ſuͤß'ſten Hertzen! dich hat JEſu, lieb deine Tod da dus ſog hl gieb, daß dir und den enn ich nung mein Ende ich einmal ſchelde nig wenn ich de n, ſo tit wenn irg wird um da ſo reiß mig Pein. eine mit ut Troſt in mel und laß mic ilde in dein eu da willig l dich veſt as e 11 ir will ichn dich gruͤßt mein Hertz mit dir wohl bewuſt, hat ſeine wie bezwang und drang 0 Vom Zeiden Chriſti. mein Hertz drücken. Wer ſo ſtirbt, der ſtirbt wohl. 106. M. G menſch bewein dein ꝛc. Hertz des Koͤnigs aller Welt, des Werrſchers in dem Himmels ⸗Zelt! Freuden! mein Hertze wie groͤßt und beſte Luſt an dir und deinem Leiden. Achl dich doch dein' edle Lieb, ins bittre Joch der Schmertzen dich zu geben: Da du dich neigteſt in den Tod, zu retten aus der Todes⸗Noth mich und mein armes Leben. 2. O Tod du fremder Erden⸗Gaſt! wie warſt du o ein' herbe Laſt dem aller⸗ ein Weib der Welt ge bracht, und machſt dem der die Welt gemacht, ſo unerhoͤrte Schmertzen! du meines Hertzens Hertz und Sinn, du brichſt und fallt und ſtirbſt dahin, wollſt mir ein Wort gewaͤh⸗ ren: Ergreif mein Hertz, un ſtarke Glut durch all mein Hertze, Geiſt und Muth mit allen Kräften dringen. Laß deine Lieb und Freundlichkeit zur Hegen⸗ Lieb, Herr, allezeit mich armen Sünder bringen. 4. Erweitre dich, mach alles voll, ſey meine Roſ' und riech mir wohl bring Hertz und Hertz zuſammen? Entzuͤnde mich durch dich, und laß mein Hertz ohn End und alle Maaß in dei⸗ ner Liebe flammen. Wer dieſes hat, wie wohl iſt dem! in dir beruhn iſt an? genehm: Ach! nie mand kans gnug ſagen. Wer dich recht liebt, ergiebt ſich fü in deiner Lieb und ſuͤſſen Treu, auch wohl den Tod zu tragen. 5 Ich rief aus aller Her⸗ tzens⸗Macht, dich, Hertz, in dem mein Hertze wacht, ach! laß dich doch errufen; komm, beug, und neige dich zu mir, an meines Hertzens arme Thuͤr, und zeuch mich auf die Stufen der Andacht und der Freu⸗ digkeit, gieb, daß mein Hertz in Lieb und Leid dein eigen ſey und bleibe, daß es und ſchließ es ein in dich und deiner Liebe Schrein, mehr will ich nicht be⸗ gehren. a 3. Mein Hertz iſt kalt, bart und bethoͤrt von al⸗ lem, was zur Welt gehört, fragt nur nach eitlen Sa⸗ drum Hertzens Her⸗ du wolleſt erhoͤhte Kraft mein Hertz then; 5 ze, bitt ich dich, dir zu Ehren immerfort all ſeine Zeit pertreibe. 6. O Hertzens Roſ o ſchoͤnſte Blum! ach! wie ſo koͤſtlich iſt dein Ruhm! du biſt nicht auszupreiſen Eroͤffne dich, laß deinen [Saft und des Geruchs dis mein Hertz und mich und Seele ſpeiſen. Dein warm weich und ſauber, Hertz HERR IESu! machen! Laß deine Flamm iſt verwundt, ach! tritt D Au 8 5 1 11 1. 8 a ö 1 1 ö J dir dien“ an allem Ort, und 1 9 82 Vom Zeiden Chriſti. un mir in meinen Bund, und gib mir deinen Or⸗ den, verwund auch mich, o fuͤffes Heil, und triff Pfeil, wie du verwundet word n. 7. Nimm mein Hertz, o mein hoͤchſtes Gut, und leg es hin, wo dein Hertz ruht, da iſts wohl aufgehoben, da gehts mit dir gleich als zum Tantz, da lobt es dei⸗ nes Hauſes Glantz, und kans doch nicht gnug lo ben. Hier ſetzt ſich hie ge⸗ faͤllts ihm wohl, hier freut Erfüll, HErr meinen Wil⸗ len, und well mein Hertz deln Hertze liebt, ſo laß 9 0 Wein 5 Recht es Web', dein Hertz mein Hertze ſtillen. 107 Mel. wie ſchoͤn leucht uns der ꝛc. O IeEſu Chriſte, Gotte; „in, nein theurer Seelen Bräutigam, der du für mich gelltten„der du des Leidens ſchwere Laſt an meier ſtatt getragen haft, und mit dem Tod ge⸗ ritten, gib mir an dir och jetzunder deine Wun der anzuſehen, und im Gei⸗ ſte zu verſtehen. 2 Es rauſchet uͤber dich mit Macht, die gantze ſſen gehen. Schage der Hollen Wacht: das Reich der Fanſte nis ſen geußt ſeinen ſchwarzen Zorn und Grimm aus uber dich mit Ungeſtüͤm, du muß anjetzo bußen, was und triff Schmach und Plagen. mein Hertz mit deinem 3. Der grimm'ge od u 7 ſichs, daß es bleiben ſoll. 4. Du wirſf von dn bes h ve im Lei l dt! 3 1 ae 10 du, IEſu, nicht verbro he 15 val! 3 Lebe den, wird gerochen, dh an, dig tigt muſt tragen aller Menſchen da ſeiner Macht iſt gantzich du 7 dich 9 h dem du jetzt muſt ringen c 1 O bittrer Zorn ſehr ſchue e!. N. und beiß bafüͤr die en 14 pfen Blut wie Schweiß un d en 1 11 durch die Adern dringen egg 10 10 65 Ach! wie druͤckt die Guy ke ne den⸗Menge dich ſo re len nh ge, daß du liegeſt, e ne dich wie ein Würmla ane** biegeſt. 3. pen den uud e Gottloſen Rott, in ſolchg a Nane. innern Seelen Roh, auch fit, Aube nn d aͤußerlich gefangen: muß, Het h n kommt zu dir mit ſtarchn auß n Macht als ei em Mordg ak Ai ah, a in der Nacht mit Spieſſ fach f eg d e und mit Stangen: kein aaa den, 1 fe eigne Schuld der Suͤnde el e, g kan man finden noch auſt Ae ikea e gen, und doch wirſt du han er ee, geſchlagen.„ 6 Aae F, Du traͤgeſt Schlag, Aung Hohn und Spott, Verach aß dae e tung, Schmach und Epe adele ſchelKoth; Du biſt gleich da, Ka e g einem Ballen, den mal da nan bald wirft bald ſtößt, bah ach n, ſchlaͤgt, bald hin, bald wi⸗ 1 fen d der her bewegt, bald laßt 0 00 it zur Erden fallen; Wie ei 10 ee n Wwürmtein auf den Si en ge ſen muß du laſſen auf dic kate.. a1 ſteben uber dich mit Fuß, ** 1 u un n an 155 Ir) g 4 10 10 ft 6 . * je fta; lud D Fdig 15 7 D 11 U 0 78 ich dubahn be 1 6. Du wirſt gar ernſtlich ume angeklagt, und was ein eil dach ung. gen Maul ausſagt, falsch 0 n wider dich, muß geltenz die 0 1 Luͤgen, die ſie ſelbſt erdacht, W 1 8 hat man auf dich be n 6 8 5 Vom Eeiden Christi. 83 —— bracht, daß je di konnen————— gabe 18 187 ngen, Ach ſch wil 110 gerochn thut das beſte, weil dan mei ö n aller veſte ba„weil wan] mein Leben nun eingebe Monſh veſte haͤlt zuſamn ich dir zu ei geben b Pian zun 90 e 5 zu eigen, und mein a ane ac men be.. Ach doch. dag ſt ge ſaͤnmt man nicht, man ſpey⸗ mei„Ach! hilf doch da erung, et dir ins An eſicht ſpey⸗ mein Lebelang ich dir von nuf i ſchläget dich 5„man Hertzen Lob und Dinck für die t Grim ſolche G a rn ſehr h me; die Rotte trei dec nad erweiſe, daß gfuͤr die dir ihr Spi treibt mit ich in meinem Lebeng⸗ dir spiel, ſie legt auf Ref f 85 dern dei ſie giebt e e hart und veſt, und dei 1 ich um und uͤm⸗ Wunder pret d deine üͤckt die mer Was man kon hie under preiſe: Gih mir, dich ſo l erdencken dich iu! an hier nach dir mich zu ſehnen f Ken, dich zu kraͤncken und mit nei 1 liegeſt, l und zu nalen ei, Si Thränen meine in Wü nes maß es fn ie den es . Zu mehrer ein u. 7 irſt vun] groſſen Hohn befiehlt e ion bein elk 1 be fangen! giebt ein Rohr 3 an den Gang darnac zu rich⸗ Arn 1 80 44 le 5 In Hin r mit su Hand, zum Kleid ein u 10— 5 Him nel i em Nil pur⸗ roth Gewand, man mir hintan War zu gute mit Ep ſpricht mit Spott und mich 0 5 geſtell: ſo laß kangen:. Knien: Gluͤck zu, 0 du mich ewi e daß 5 a de ae das Leiden non di en hoch aß oͤren dich ein weni 1 e 5 wirſt dul feiner Suben Deinen 1 nur den . 9. Du muft die ſchw 1 igeſt all Kreutzes⸗Laſt, die ah, die Eren 115 8880 Elend 5polt, Von aller Welt verhaßt, ſelbſt ſolt ich„ wie ach und E auf den Rücken tragen du Gemach auf diese 5 Du biſt ale wirſt, gleich einem Boͤſe⸗ fuchen? Solt ich hi Erden 5 e dic, d er ben Hun und el, ba ld ſtößt, A Anger dee und an das du mein 4 1% 8 gt, bald dein Weh ohnmaͤßig; Schma⸗ N len; Nh Gall und Eßig wird 107 5 0 uf den En 5 0 dir in deinem Durſt und Koͤnig ſich ſo 14 0 aſſen aufg Seas l d dis ni allhier achten, was ſolt ich dich mi. 5 Hen a d dsg nach Ehren trachten 6„auf dich, daß 14. Der Koͤnig tra ſigarkrull][. du davon befrebeſ miez o die Dornen aun f daas ell berbliches Erbarmen Wie ich ſein g. 1 ſoll ich dir gui e en ee e iusſagt, ſil ich dir gnug danckbar beſſern Lohn, als ſeyn fuͤr dis dei 757 1 7 0„wie ut gelt] Tod und P dein Leiden, mein He RR erwartenz ein, die F frohe Zeit ſelbſt eta ich ohn brach 4 Dom beiden Christi. 805 Fil der HERR 3. O Lan GOttes u 17 ir Herrlichkeit vor Angſt ſchuldig, e. Gib uns den e . Blut ſchwißt im Garten 2 nen Frieden, o JEſu! den ſich nicht ſchaͤmen, auch 15. Wer nur der Welt O Menſch! bewein deln Creutz iſt der Cbriſten Zei⸗Schooß aͤußert, und kan Creutze von ſich ſtoͤßt, von für uns Er hie gebohre 11 15 nein der l Knecht will werden, muß auf Er⸗ 0 7. T— 109. M. O Sertz, des ſein Creutz auf ſich uf RBoͤnigs aller c neh en. Luſt hier begehrt, der iſt— Suͤnde groß, darun s JEſu l dein nicht welth, Chriſtas ſein's Vaten chen. Am Creutze wurden auf Erden, von eiu wir erloͤſt, drum wer das Jungfrau rein und ja dem maß Chriſtus weichen. Singen, ſpringen, dem Welt Lebeß ſich ergeben, ſtoltz hergehen, kann mit Christi Creutz nicht ſtehen. 16. O Cheiſte] gieb mir deinen Sinn daß ich wie würd, trug unſer Suͤndel ſchwere Buͤrd wohl an de du, nun auch forthin das Welt⸗Getuͤmmel meide, daß ich, JeEſu, mein Goc und HER, dir aͤhnlich werde mehr und mehr, und dieſe Zeit mit leide, daß mich, wenn ich hier mit leide, dort die Freude auch erquicke und einſt dir entgegen ruͤcke. 108. In eigener Mel. O Lamm Gottes un⸗ ſchuldig, am Stamm des Creutzes geſchlachtet, allzeit erfunden geduldig, wie wohl! du wareſt verach⸗ ward, Er wolt der Mitilg werden. Den TLodten e dabey all Kranckheit a, bis ſich die Zeit herdrange, daß er fuͤr uns geopfen Creutzes Stange. 2. Oenn als das Feſt be Juden kam, JeEſus ſeil Jünger zu ſich nahm, ga bald thaͤt Er ihn'n ſagen Des Menſchen Sohn ver rathen wird ans Creutz ge ſchlagen und erwuͤrgt, wohl auf der Juͤden Tage. J. Simons Haus ein Fraue kam, viel koͤſtlich Waſſer zu ihr nahm, zhaͤts uͤb'r den HErren gieſſen. Etlich der Juͤnger murrten bal) IEſus die Fraue gar nicht ſchalt, das that Judam verdrieſſen. 3. Zum Hohenprieſte! tet! All Suͤnd haſt du ge tragen, ſouſt müſten wir g Pfennig b'hende: das Leben gab, und leg er ſich fuͤgt, den Herten zu verrathen lugt, nahm ie . ern nta 1 e .* 5 g eh Ihr e b. ff. Ha HeSnug i M ech de he 0 E. tg er Ng ace fh b e 1 der 1 en g cuil 1 n N. f 95 le d 1 1 9 1 ſuc Wiang den eden a ee Bib Er ſetzt uns auf ein Teſta⸗in ihrem Wuͤten. Judas f Jes ment, ſein'n Tod zu beden⸗gab ihm den Kuß b hend' Jeu] cken eis ans End, wusch der graufam Hauſ auf Je⸗ den Juͤngern die Fuͤſſe. Erſſum denn, und fingen Ihn Hertz bild r ihu'n vor die Liebe mit Grimme: Petrus ſein aller ſchon, und wie ſie ihn wur- Schwerdt auczückte recht alles ze] den verlahn, mit Troſt thaͤt hieb ab das Ohr des Bi⸗ bewelſ Ers beſchlieſſen. ſchofs Knecht. JEſus ant⸗ rot 0 4. Darnach Er an den wortet ihm: a 1 J Oelberg trat, mit Furcht 7. Fecht nickt, ſteck ein 1 10 und Zittern Er da bat: das Schwerdte dein, ſoll nde each betet und thut wachen. ich den Kelch nicht tein⸗ 5 19 a Ein'n Steinwurf Er bald cken ein? Den Knecht ji 1 A färder ging, zu ſeinem macht er geſunde. Der Aber Vater auch anfing: O Va- Hauf ICſum in Haunas 70 U ter! thu bie machen, daß führt, und auch de Cai⸗ 6 obteß[] dieſer Kelch jetzt geh von phas da tuͤhrt, gefangen 0 1 J Mir; denn alle Ding ſind und gebunden Perus 1 heit] moͤglich dir: doch es ge, folgt in den Hof hineen, it herd] ſcdeh dein Wille. Solche durch den bekannten Juͤn⸗ uns gen] Er zum drittenmale tbat, ger ein u, verkeugnt dere nſer Su! ſs oft Er zu ſein'n Juͤngern mal den HErren. Der Bi⸗ wohl au]] trat, ſie ſchliefen all in ſchof fragte IEſum hart, 139 Stille. ſie ſuchten falſche Zeug'n dag dei) 5. Er ſprach: Schlaſt und Rath Ihn zu ver⸗ Jeſuß] ihr in meinem Leid; Es dammen fuhren„ nahm,] it guug, die Stund iß be. Chin antwortet ihn n n reit, des Menſchen Sohn ihnen nicht der Hoheprie⸗ n Sohn wird gegeben in die Haͤnd ſter zu ihm ſpricht: was us Creußg] der Suͤnder, ſtehet auf, der wilt du dazu ſagen? Ich rwürgt, ua mich verraͤrh, der lauret b'ſchwer dich bey dem n Tage J drauf, nun betet ihr dar⸗Gotte mein, ſag' biſt du 8 ein dea] neben. Als er noch redt, Cbriſt der Sohuſ ſein? ch ſieh Judas kam, ein IeEſu antwort ohn Za- groſſe Schaar Er zu ſich gen: Ich bins, und ſag' nahm, mit Spieſſen, und von dieſer Zeit werd't ihr lurtten a! mit Stangen: Ein Zei des Menſchen Sohne weit ine gar ig chen der Verrtaͤher gab, in Wolcken ſehen kommen, thaͤt Jun] welchen ich kuͤß, merckt zur Rechten Gottes ſitzen eben ab, den ſolt ihr weis⸗ fein. Der Biſckof riß ab vohenprie lich fangen. das Kleld ſein, und ſprach: den Herd). Als IeEſus nun wußt Ihr habt vernommen: luͤgt, nah alle Ding, gar balder ihm 9. Daß Ex gelaͤſtertd Ott 1 b'hende —— mit sein! Und aß n ter- Lamm elbe enden —— entgegen ging zu ihnen mit Guͤte: Wen ſucht ihr hier mit ſolcher Gewalt? JEſum ſprach n ſie, und fielen bald 1 und ſprach ſo ſehr, Er ic dee auf! was woll'n wir mehr? Sie ſprachen: Er ſoll ßer⸗ ben. Und ſpeyten Ihm ins Angeſicht, viel Backen, 7 ſiret 0 * 1 J g vom 4 ich auf J 5 i er⸗ „Worten herbe, ver eckt ten Ihm das Antktitz ſein und ſchlugen Ihn mit Faͤuſten. drein, ſagt'n: Wer hat dich geſchlagen? Am Morgen früh der Haufe gar fragten JEſum mit mancher Gefahr, thaͤten mit Ihm bald jagen. 10. Und gaben Ihn 7 b'hend. Als Judas fſah', wonaus es lend, thaͤt ihm die Sach gereuen: Das Geld er bald den Prieſtern gab, und ſprach: ich ſehr geſuͤndigt hab, erkaunte ſein' Untreue, er⸗ henckte ſich und barſt ent⸗ zwey. Die Hohenprieſter beyderley rathſchlagten um das Gelde: ein's Toͤpfers Acker kauften ſie dem Pilgrim zum Begraͤbniß hie, als der Prophete meldet. 11. Da IéEſus vor Pi⸗ lato ſtund, A0 ſich groſſe Klag ohn Grund, thaͤten Ihn hart verklagen: Dem Kayſer hat er zuwid'r ge⸗ than, und nennet ſich auch Gottes Sohn verfuͤhrt das l alle Tage. Pilatus Ihn viel frage thaͤt JEſus, 5 kein' Antwort redt, das nahm Pilatus Wun⸗ der. Er ſchickt ihn zu He⸗ rodes hin, Herodes freuet ſich auf Ihm, meynt, wolt ſehn was beſonders. 12. Als IEſus nun kein Antwort gab, verachtet Ihn Herodes drob, ſchickt Ihn Pilato wieder Pl. latus b'ruft die Juͤden, ſprach: Den Menſchen auch Herodes ſah, und den Chriſti. achtet i, fuͤr bieder, En G'wohnheit ihr allwege habt, darin ihr ein'n Ge⸗ fangnen labt, Ic ſum will ich losgeben; Sie ſchryen all mit lauter Stimm: IEſum nur an das Cxeutze 70 imm, Barrabam laß uns eben. 13. Pilatus J Eſum geiſ⸗ bahn eß, unter die Schaar insRichthaus ſtleß, I kſus ein Purpur truge; Aus Dornen flochtken ſte ein Kron, die muſte durch ſein Haupte gahn, mit einem Rohr ſie ihn ſchlugen, und gruͤßten Ihn ein'n König mit Spott, ſpeyten auch 10 ſein Antlitz Koth, ſein heil. ges Haupt auch ſchlugen. Pilatus ſprach: ſeht an den Mann, in dem ſch kein Arg's finden kann, und hab nicht Strafens Fuge. 14. Sie ſchryen all mit lauter Stimm: Creutzige fun ge, den hinnimm, ſonſt biſt nicht% Freunde. Als nun Pila⸗ tus hort das Wort, ſetzt er ſich an des Richters Ort, wuſch die Haͤnd, wolt ſein ohn Suͤnde, gab ihn'n den Moͤrder Barrabam, bald er JEſum zu ereutzgen nahm, nach ihrem falſchen Willen. Sein' Kleider ſie anthaͤten Ihm, und füͤhr⸗ ten Ihn mit groſſer [Stimm, das Kreutz trug Er mit Stille. 15. Als ſie nun gingen aus mit Ihm, zwungen ſie Simon in den Grimm, daß er Ihms, Creutz nach: Viel Volcks und truͤge. Frauen weinten da, bald JeEſus fei de beheben. 1 cent ud eth Au Eg. Mainau 0 pbabült den a0 on ub ar rennt, We ata n 5 bt eh u. I. 0 m 1 n e dae diccenſchent. de fan g b 0 5 6 f 190 1% f g . M Nia uur, e e das Cle am laß ut JEſum ga die Scha ließ, Jeg uge; N en ſte eit ie durch sat mit einen lugen, u inen Kong hren guchſſ h, ſein hei ch schlug, : ſeht denn ſch kai in, und hoh Fuge. pen all nt Creutz hinnimm, t Kapſelz nun Pig; Vort, seht 1 Richte Haͤnd, wolt „ gab ihk Barraba, u ereußge em falſchen Kleider ſe und fuͤhl⸗ g roſſet Treutz tg nun gingen wungen ſie 1 Grimm, reutz nach⸗ Folcks und da, bald nicht uͤber mich, ihr Toͤch⸗ J eus Vom Zeiden Cheiſti. 87 IeEſus ſprach, als er ſie ſah, that ſich in ihnen bie, gen, und ſprach: Weinet ter Zion, bewein ſich ein jed's und ſeine Kinder, ihr werd't noch ſelig ſprechen die Unfruchtbarn und die ſaͤugten nie, vor Furcht und Qual der Suͤnder. 16. Sie kamen bald zur Schaͤdelſtaͤtt, zween Uebel⸗ thaͤtter man da haͤtt,dieman ans Creutz auch ſchluge, zur lincken und zur rechten Hand, wie es die Schrift laͤngſt hat bekant IEſus bat, ſprach mit Fuge: Verzeih ihn'n Vater, dleſe That kein'r weit, was er hie gethan hat. Pilatus that auch ſchreiben Hebraͤiſch, Griechiſch und Latein: Je⸗ ſus ein Koͤnig der Juͤden fein! das thaͤt die Prieſt'r betruͤben. 17. Als IEſus nun ge⸗ erentz'gt war, ſein Kleider ſie bald nahmen dar, und ſpielten druͤb'r behende. Auch IEſus da ſein Mut⸗ ter ſah, dazu Johannem bald er ſprach: Weib die, ſen ich dir ſende, dis iſt ſchuld er ihm da lehrt, ſprach: IEſu, denck mein nachher, ſo du kemmef ins Reiche dein. Er ſprach: Heut wirſt du bey mir ſeyn, wohl in dem Para⸗ Grund mit lauter Stimm, nicht leiſe. 19. Mein Gott! mein Gott! wie laß'ſt du mich, im Spott brachten ſie bald Eſſig, und gaben Ihm zu verſuchet hatt', ſprach Er: Vollbracht iſt, das ich that, ſein Haupt ließ er da ſin⸗ cken: O Vater, in die den Geiſte mein, ſchrie er mit lauter Stimme, gab auf ſein'n Geiſt. Der Vor⸗ hang b'hend im Tempel riß entzwey zu End, die Felſen wichen me. 20. Das Erdreich auch erzittert war, die Graͤber wurden offenbar, der Hauptmann und ſein G'ſinde ſprachen: Fuͤr⸗ wahr, der Fromme was, und Gottes Sohn, der dein Sohn, zum Jünger ſpricht: Dis iſt dein Mut⸗ ter, laß ſie nicht: Bald er ſte zu ſich nahme. Die Ho⸗ henprieſter triehen Spott, auch andre viel laͤſterten Gott: biſt du, der von Gott kame. 18. Biſt du nun Gottes lieber Sohn! teig jetzt vom dir davon Creutz, hilf a das thaͤten auch die Schä⸗ cher. Doch einer ſich zum andern kehrt, JEſus Un⸗ zeuget das, ſchlugen ihr Hertz'n geſchwinde. Als ſie Bein, war JEſus todt, brachen Ihm kein und ſta⸗ chen auf ſein Seite, es rann daraus Waſſer und Blut, ders hat geſehen, zeugets auch weiter. 21. Nachdem als nun der Abend kam, Joseph der Fromme, ISſum nahm en dieſe. Ein Finſtrniß ward zur ſechsten rtund, um neun Uhr IEſus ſchrie von Haͤnde dein befehl ich dir dem Schaͤcher brach'n die gut, die Schrift zeugt es vom Creutz, ihn zu beben ö — n 88 Vom! ben; Dau au b Nieode⸗ mus kam, viel Aloe s und Myrehen nahm damit ſie IeEſum haben gewickelt in ein Leinwand rein, da war ein Grab in einem Stein, in einem Felſen neue, da⸗ ein ſie JEſum legten ſchoͤn, ein Slein auch druͤber ward gethan, 5 gingen hin mit Reu 22. Die Juden fuͤhrte noch ein' Klag, 10g Grab am dritten Tag, J ſus ſtund auf mit 3 95 auf daß er uns ja frommer macht und mit ihm in ſein Reiche braͤcht, aus der ſüͤndlichen G'ſtalte. Dar⸗ um wir ſollen froͤlich ſeyn, daß unſer Seligmacher fein E Chriſtus, hat uͤberwunden, fuͤr uns der Suͤnden große Noth, dazu die Holle und den Tod und auch den Teu⸗ ſel bunden. 23. So laßt uns ihm nun danckbar ſeyn, daß er fur l uns litt große Pein nach ſeinem Willen leben; Auch laßt uns ſeyn der Suͤnden Feind, weil uns Gott'r Wort ſo helle ſcheint, Tag und Nacht darnach ſtre⸗ ben: die Lieb erzeigen jeder⸗ mann, wie Chriſtus hat an uns gethan mit ſein'm Lei⸗ den und Sterben. O Men⸗ ſchen⸗Kind! betracht das recht, wie Gottes Zorn die davor bewahre. 110 M. Treuer Va⸗ ter deine Liebe. O!, ſo haſt du nun dein Leiden Chriſti. hingegeben, JeEſu, ine ne Freud und Ruh! bi du nun fuͤr mich geſtor⸗ ben, und haſt mir das Heil erworben, du vw Liebe du. 2. Freylich, ja du bit wi geſtorben, daß du mir daz 7 Heil erworben, lisgeſt so elende todt: Nicht ein Athem iſt zu ſpuͤren, nicht nein Glied kanſt du 1 8 540 Ach! der uner⸗ hoͤrten Noth. 2 Deine Lippen ſind vet/ blichen, und dein Geiſt von 5 f dir gewichen, alle Krafte ſind verzehrt! Alle Roſen deiner Wangen ſind vet Schoͤnheit iſt verheert. N 4. Dein erfreulich Ange, eſichte iſt nun worden gag zu nichte, deine Stirn iſt ungeſtallt ia dein' Augen, meine Sonnen, ſind ver⸗ 57 und zerronnen, al⸗ es üſt verſtalt und kalt. ach e werd ich ö aul 00! d del 10 be ö a* 1 7 10 Ai dc 0„ f. 1. ht bog . 7 7 0 Wü deln. 1* 0 100 15 a an) un det U chend dul den 1 les eln c h S bt. 1 0 dagen 2 40 00 in il 0 un F;; ö ö 1 aach Fa bieuet 1 finden mich hinfuͤhro an 0. welcket und vergangen, allt ia n 70 Dei e gil 1 1 a wih rs 5 ö 15 weihin 5 1 W Giza c d zuzünden in der ewgen Lie, ni 00 bes⸗Brunſt! wenn deln 98 f Augen, o mein Leben keine c, Funcken von ſich geben, iſt ite Thun umſonſt. 6. Ach! was ſoll ich wei 0 ter ſagen; Du biſt auch ſo daßmein gar ge ſchlagen, Hertz und Seele weint! 0 Deine Schultern ſind iet, Sünde ſchlaͤgt, und dich“ ſcmiſſen, und dein Haupt ſo ſehr zerriſſen, daß es lauter Wunden ſcheint. 7. Du biſt gantz mit Blut umfloſſen, welches du fuͤr mich vergoſſen, aus dem tiefſten ebeus Grund, Leben fuͤr das ee Aerreug 10 u, lie N 90 ge icht ſpuͤren, 1 ſt du meh der uf pen ſind un ein Geiſt hy alle Kei Alle Ro n ſind un gangen, al verheert. reulich Aug worden gag ne Stinn dein Auge „ ſind gas rronnen, 4 und kalt yerd ichfen infuͤhro g r ewgen d wenn da Leben kei ich geben 1 umſonf. ſoll ich e biſt auch f n, daß el zeele weint ern ſind ie dein Haul ſen, daß en ſcheint, gantz mf n, welch ergoſſen, al bens Gru nd zerren 10 meines Hertzens! 2. a ˖ ö Kletzuey meiner Pein. O ſulein, dem ich ſchau in die Hertze gruͤſſen, wie ich im⸗ Vom Leiden Cbriſtt. dein verliebtes dem man in ſeiner großen Quaal die Rippen zählet am Hertz ſt wund. 8 O der Wunden! O des alzumal Schmertzens! O du Hertze Pfahl??? O du 2. Ach! ja es iſt mein Je⸗ daz ich mein's Hertzens Seit hinein, in welcher lau⸗ Leben mot haben hinge⸗ ter Honig klebt, das allem geben, und fuͤr dich ver⸗Truͤbſal widerſtrebt, das wundet ſeyn. um uns ſchwebt. 9. Weil dirs aber ſo ge- 2. Gegruͤſſeſt ſeyſt du, fallen, daß du Treueſter ſchoͤnſte Quell, in dir er⸗ vor alen, meinetwegen das ſcheinet trefflich hell der gethan, will auch ich mich Eiebe Macht, die rothe zu dir ſtrecken, und dein Fluth, des Lebens⸗Brunn, theures Blut auflecken, dein edles Blut, mein hoͤch⸗ weil mein Mund ſich ruͤh⸗ ſtes Guk. 55 ren kan. 4. Ich mache mich in 10. Deine Manden will Furcht zu dir, du Gottes⸗ ich küſſen, und das liebſte Lamm, verzeih es mir! Ich komm allein zu ſehen an mer kan und weiß, deinen die Wunde welch uns Leichnam will ich pflegen, heilen kan, da Blut aus⸗ in Gewürtz und Myrrhen rann. 5 O werther Riß! o f ſuͤßer Fluß! nimm hin von logen, und ihn ehr'n mit 11 Gib mir, wenn ich mir den Glaubens⸗Kuß! großem Fleiß. dich ſo küſſe, daß mir Seel eroͤffne mir dadurch den und Leib zerflieſſe, daß Mund, und laß mich wer⸗ mein Hertze werde weich ij den bald geſund bis auf Daß der Baiſam deinerſden Grund. Wunden heile meiner See-] 6. Wie heilſam iſt doch len Schrunden, daß mein] deine Kraft wie trefflich Geiſt dein Hertzerreich. deine Eigenſchaft! Du 12. Denn ich will mich, o riecheſt edler als der Wein, mein Leben! in dein offnesfkein Gift kan vor dir Hertz begeben, als den ſicher ſeyn, du machſt uns beſten Felſen Stein: Weils rein. man vor dem Grimm der 7. Du biſt der rechte Hoͤllen, vor der Welt und Lebens⸗Tranck, du heileſt ihren Wellen, kan darin⸗ mich, wenn ich bin kranck: nen ſicher ſeyn. diel ſuͤſſes Labſal giebt du „ imir, wenn mich, HERR, 1. M Dis ſind die duͤrſtet für und für, allein heilgen zeyn Gebot. nach dir il dieſer nicht des Hoͤch⸗] 8. Eroͤffne dich, du Gei⸗ ſten Sohn, der Suͤnderlten⸗Loch⸗ daß ich dein 2955 1 be⸗ Creutzes⸗ 88 und was mehr mein Hertze Heil und Gnaden Thron, Ekraͤncket: 90 begräſfe doch: Ach Jccſu! kann es nicht geſchel u. daf, ich mag in die Hoͤhle gehn, dein Herz den zu ſehn? 9 HERR, meine Lip⸗ pen ſchlieſſen ſich, deen Herz zu kuͤſſen ſaͤuberlich: ich dringe mit Gewalt hinein. J will in ſealoß Herzens Schrein verſchlo ſen ſeyn. 10 0 ſuͤßer Schmuck 5 Himmels„Brodt, aus Liebe wuͤnich ich mir den Tod: Wer dich geſchmeckt, du Helſ der? 8 5 der hat ſich ſelbſt ſchon hingeſtellt ins bienmels Zelt 11. In diefer Hoͤhl e ſoll kein Schmertz betruͤben mein zerſchlagnes Hertz, da fuͤrcht ich nicht der Hoͤl⸗ len Glut, det Hoͤchſten Grimm, der Suͤnden e f des Creutzes Ruth. jetzt meine Seel in bee deine Seiten Hoͤhl, und laß mich fre von allem Etreit erheben dich nach dieſer Zeit in Ewigkeit. 212. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. Lamm Gottes hoch erhaben welches der Welt Sünde traͤgt! Du allein, du kanſt uns laben, wenn uns Noth und Todt bewegt. Siehe, du biſt Goites Lamm, ſiehe, wir vom Suͤnden Stamm. Ach! 8 ſind ja Gottes Feinde, lehr uns werden Gottes Freunde. Haſt dich ſelbſt fuͤr uns ga u e d Vom Zelden Chriſti. 2. Biß du nicht der de 0 e zum Leben? Biſt du 115 M 8 r Wahrheit Erundt u 11 1 100 2 4 geben, daß noch übrig aß 1, ein Bund, ein Bund du! en ul Barmherzigkeit, ein Bun Nu 100 1065 i 5 e 100 Cfeutz, deil. Blut iſt di 0 Seegen, 10 uss blingt zu daf d 1 0 58 Vegen. falt han ee buche O Lamm GOktet 10 1 An 50 99535 obet! Gottes Weit maso heit, Gottes Kraft! ah gef Een d dt der Grimm und Zo Tce Wet). f getobet, haſt du Fri aue ö f, uns geſchofft. Biſt val N 1% 1 Ewigkeit erkobhrn, un wa dazu ein Menſch gebohri nah ene daß dein ewiges Erbarme 0 Mantle i in 425 1 errett u Keinen Armen* 100 ine f c Na 900 1 1 auer 0 0 1 1 Schuld! J du 50 00 1 0 Ereutzes Pein laſſen mein fer 8. 1 Vergnügen ſeyn, daß du dal, moͤchteſt durch dein Stach f ben Znad und Heil gung n Ru, 10 uns erwerben. 10 Mic F. Unſre Hertzen, une 1e Sinnen, unſte Krafte uͤben 10 e füt 30 0 N all ſind verkehrt von aus l aß 5 und innen durch den eren iu Suͤnden⸗Fall: Sind von Guten gantz entleert, und kum 0 ins Boͤle gantz gekehrt; das h e e alles Lichten, alles Trach⸗ er ſöl a ful ten kann nichts, als nu due wi Eott verachten. uihler hir 6. Alles dieſes hat ge. de zn de buͤſſetHoztes eingebohrne due Sohn: Groſſer Heiland, 1 60 ſey gegrüſſet, du trügt n unſter Sünden Lohn! 1 it 10 12 1 nicht de Blſt dug beit Em bſt fuͤr z loch üb ein Bund. keit, eng iakeit. J . Blut ff uns bling gen. 1 um Go Gottetzeh 6 Kraft! m und 3 ſt du Fr t. Biſt. kohrn, oſch geboh ges Exbarn erxxett o Sc ſchafße ag uld; Gi wie ich f chen Suͤlhe „du haßt! n laſſen i eyn, daß ch dein Es nd Heil gu 6 ertzen, e Kraͤfte übe hrt von aus ch den ert : Sind entleert, u üntz gekehſt allles Tra ts, als ö ten. ſieſes hat eingebohilt ſer Heilall „ du lig Lohn alles deines Leidens Kraft des Lebens⸗Holtz, biſt der Vom Zeid iſt dener Wunden Saft, uns geſchenckt den Feind zu binden und dasßleiſch zu uͤberwinden. 7 O Geheimniß voller Wunder! Creutz, du biſt ein'ge Troſt der Suͤnder, daß der Fall nicht mache ſtoltz! Chriſti Creutz bringt alles ein, was nur mag. verlohren ſeyn, wenn der Geiſt aus Chriſti Schmer⸗ tzen, ereutziget die Welt im Hertzen.. 8. Drum, o Icſu! laß dein Leiden in mir ſchaffen wahre Frucht, laß mich den Betrug vermeiden, daß ich nicht Fer Sünden Sucht zu bedecken faͤlſchlich meyn', oh ich bleibe gleich unrein. Niemand wird Vergebung finden, der nicht abſtirbt allen Sünden. 9. Und wer mag nun von ſich ſagen: Sieh, ich ſterbe der Welt ab? Wo man nicht in deine Pla⸗ gen ſich verſenckt und in dein Grab. Dein Tod will gepflantzet ſeyn, in mein gantzes Hertz hineln, en Chriſti. 91 11. Eile zu mir aus dem Garten, Gottes Lamm, mit deinem Sinn, brich mir meinen Sinn, den harten nimm gantz mei nen Willen hin! Sey du denn der Engel auch, der mir ſtaͤrcke den Gebrauch, deines Leidens in dem al⸗ len, wie ich moͤge dir nach⸗ wallen. 12. Will der Welt es nicht gefallen, daß ich ihr Thun fliehe ſehr, laß mich nicht zuruͤck hin⸗ fallen, binde mich je⸗ mehr und mehr, daß ich dir gebünden ſev und durch deine Bande frey daß ſie mich durch ihre Netze nicht berücke noch Veiletze? 13. Jeſu, deine Backen⸗ ſtreiche, deine Wun en ohne Zahl, ſtaͤreken mich, daß ich nicht weiche, zu erdulden alle Quaal: Du traͤgſt falſcher Zeugen Haß, gib mir auch ohn Unter⸗ laß, meine Feinde Recht zu lieben, zu betruͤben. 8 14. Will der Teufel mich verklagen, daß die Sinne daß die Suͤnden aller Sin⸗ nen, auszuſterben recht be⸗ RMan en 10 Komm, o Zagen, kemm, o Trauren, über alles boͤß in mir! nichts mebr ſoll fort bey mir dauren, was die Welt er⸗ waͤhlet hier. Siehe dort wie zu dem Bach auf dem Creutzes Wege, ach! ach! das Lamm ſo tief ſich nei⸗ get, unter Gottes Willen C laͤtern Gott: laß mich, IEfſu nicht verzagen, hilf [durch deinen Hohn und Spott; durch den Gelſt der Heligung daͤmpf in mir die Zweifelung, durch dein heiliges Bekennen, laß mich Goc den Vater neunen. 15. Trotz geſagt dem alten Drachen, des Pro⸗ pheten falſchem Schein! 1 reißt mich aus eurem Rachen durch des Soh⸗ keinen Menſchen 92 Sohnes Schmach und Pein: Hetzet auf mich nur das Thier, das mich laͤngſt verſchlungen ſchter, reitzet auf mich los die Wilden, denen ihr koͤnnt was ein⸗ 3 Was fuͤr Schmaͤ⸗ hun 1 was fuͤr Schlaͤge, leideſt du, o Heiland mein! Solt ich denn allein ſo kraͤge und von ihm ge⸗ ſchieden ſeyn? Nein, ich kan, ich will, ich muß gleich wie dort Ignatius, in mir ſein Beyſpiel erfuͤl⸗ len, nichts ſoll mein Ver⸗ langen ſtillen. 17. Sein Stillſchweilgen nur bezwinget meinen Geiſt in Gottes Sckooß, und ſein Geiſt in mir ſtets rin⸗ get, daß ich von mir werde los, gantz von eignem Wil⸗ len frey, nichts nicht in der Welt mehr ſcheu alle ſeine Schmach und Pla⸗ gen durch Ihn willig zu ertragen. 18. O mein GOTT! meln Gott Er ſchreyet, hast du mich 1 gar? Den die boͤſe Welt an⸗ ſpeyet, ſtraft der Vater offenbar, da er doch un⸗ ſchuldig it, und Ihn wuͤr⸗ get meine Liſt. Ey wie gern bin ich verlaſſen, ſein Verdienſt kann Gott nicht 0 19 Alter Menſch, dein arges Leben muß ſo auf⸗Izerknirſchet recht, ſo wil g bald der Suͤnden⸗ geopfert ſeyn, du mußt deinen Geiſt aufgeben, ſoll ich anders werden rein. Laß die Welt nur ſchreyen baß: Sehet welch ein Menſch iſt das! gnug! C Vom Leiden Chriſti. Reichthum und Herrlich Tun m es fordert Chr ß T chu sh en 1— I daß der Suͤnden Leib a 14 hoͤre. fal m 20. Angenagelt muſt l ga aal, ſterben, angenage ima n c fort: Solch dein Siu amen 1 ben vom Verderben mit auch 15 10 befreyet hier und done in 1 1 11 Gall und Eßig ſey del gehn Int dc 10 Tranck; Jeu dir ſey u. ee 10 und Danck, lehre mich w en* wie von der Erde mi ah e e bl 11 nichts, denn die Null 0 K i0 durft werde. nich e Ne*. 21. Selig, ſelig, d l fache dit, nas e al das Streuben dieſer Wil ich 1 7 1 erf gantz ſtellen ein, und bah hard een ihren Leib betaͤuben, uu n a n E d e terthaͤnig Gott zu seyn geo 1 Selig i ihr Ausgang hig 46 Jah Aa, durch Chriſtum ſie für und cken ka daa 90 fuͤr Welt en eee un Rund, r 0 winden, Fried und Freud cke daz E en, de im Geiſte finden. be: se e 0 22. O Geheimniß volle dund: Mosgg N. Wunder! Creutz birgt ng he ee, 4 60 lauter Seligkeit, Creutz ehen aten g 5 hebt die armen Sündershpelkucgt v gl 1 d de f iin 4 K in keit. Schenckt den Creuſ ſhlteg, Kelch immer voll; Alle. was ich leiden ſoll, mich in N nun mehr und mehr ber 0 100 Bene ſchreitet. 3. JEſu, Got tes ball 0 die Beinen folgen dir nich ey anders nach: Kommt deſſ en Laß 1 5 Geiſt durch ſeligs Wel me füth in nen unter ihres Pane N ahn dat, he. Dach, wird das Fielſt gien, e 0 5 z U * Knecht aan ein Kind GOttes, den Miterbe, dis verſuͤßet ale Herbe. 0 . Drum wer ſich 05 4 4 fen 00 t, und e. hriſto nennet, will f 1 ch Vom Leiden Chriſti. 93 riß dcahlt des Creutzes Joch, den bab ſolchen nichts vom Herren krennet, iſt er nur beſpren⸗ gelt nufſ get n 1 och: Chrſſti Blut, tagelkiu ſein Eigenthum, reinigt dein Githn zum Heiligthum, ihn rderhen Adurche Leiden ſtets verkla und dahlret ihm das Erbe ſtets ver⸗ big ſey mehret. 5 u dit eh 25. O wie ſehnet ſich lehre Aimein alles, deinem Tode r Erde gleich zu thun, keiner Pla⸗ die Mute keines Falles, fürcht ich mich, o JEſu nun: Alles ſelig, Fiß ein Vortheil mir was i dieſer y mich zur gleich machet dir: in, undi Herrlichkeit und ewges Le⸗ tauben, U ben wirſt du deinem Kin⸗ Ott zu side geben. usgang 26. HERR der Herr⸗ m ſie far lichkeit! ich dencke ſtets Teufelül an deinen theuren Mund, ed und zn lencke meine Sinnen len⸗ den. cke: ſencke mich in deinen eimniß ul Bund: Michts mag ſo ge⸗ Treutz ät ring hier ſenn, zit, Eteußl kleines Troͤpfelein was en Sünde verleugnet, was gelitten ind Heul wird dein Segen über⸗ t den Ci ſchütten r voll; M 27. 3 u ſoll, u im Ringen, d mehr b Wachen lehre mich, e Geiſt ich alles et. und im Gottes ka dich, laen dir n! ſtehen auf, Kommi meinen Lauf: ſeligs Nich dort es Hertel dir, Lam das Fiel) bringen. acht, ſo 0) 28. Ewig will uden⸗Kug)“ ſagen, yOttes„A haßt, dur verſuͤßtal“ Angſt und der ſchwere wer ſich daß dein Blut net/ 15 11 hat ge U N Plagen, n Suͤnde i die Rei auch ein tur beſtaͤndig ſeyn Flehn und daß mag vollbringen, Grab auch ehren und im Geiſt auch bis ich ende da will froͤlich ſingen, m Gottes, Opfer ich dir Lob daß du mich erloͤſet ch dein Leiden, von den⸗Laſt: bracht zur Heiligung, will ich mit ver⸗ klaͤrten Weiſen ſtets in dei⸗ nem Bilde preiſen. 113. M. O Traurig⸗ keit, o Sertzeleid. O theures Blut lo rothe Fluth! Wie quillſt du aus den Wunden, die mit unerhoͤrter Angſt JEſus hat empfunden. 2. Ach theurer Fluß! Ach Fluß! ich muß mit dir die Seele laben: Soeuſten kan ſie in der Welt keinen Lab⸗ ſal haben. 3. Fleuß auf ſie zu, und ſchaffe Ruh, wenn ſie die Sünde naget, wenn ſie fuͤhlet Hoͤllen⸗Angſt, und nach Troſte fraget. 4. O Gottes Sohn! mein Gnaden Thron! Du ſtirbſt, auf daß ich lebe, und an dir, o Weinſtock! ſey eine gruͤne Rebe. 5. Ich Suͤnden⸗Knecht bin nun gerecht, meinn Fluch wird mir zum Se⸗ gen: Denn ich bin des Hoͤchſten Kind, meines JEſu wegen. 6. Ich daucke dir, o Himmels Zier! daß du fuͤr wich gelitten, daß du ſter⸗ bend meinen Tod ritterlich beſtritten. 7. O Pelican, o reiner Schwan! laß ſolches mich bedencken, bis man endlich meinen Leib wird ins Grab verſencken. a 8 8. Denn leb ich wohl gleichwie ich ſoll, und ſerb in deinem Namen komm, du theures A und O, mich zu holen, Amen 4 7 9 114. Mel 94 ve a eee eee e 114. M. G Cbeures Blut, o tothe ꝛc Traurigkeit lo Hertze leid; iſt das nicht zu mit Schlägen Hohn und l großem Spott. bett lagen? Gott, des Va⸗ ters einigs Kind, wird ins Grab getragen O große Noth! Gott ſelbſtlleg todt am Creutz iſt er geſtorben, hat da durch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 2. O Menſchen⸗ Kind! nur deine Suͤnd hat dieſes angerichtet, da du durck⸗ die Miſſethat wareſt gantz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gottes Lamm, liegt hier mit Blut befloſſen, welches Er gantz mildiglich hat fuͤr 25 vergoſſen. O ſuͤſſer Mund] o Glaubens Heund iwie biſt du ſo zerſchlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. O lieblichs Bild ſckoͤn zart und mild, du Soͤhn⸗ lein der Jungfrauen, nie⸗ mand kan dein heiſſes Blut ohne Reu anſchauen. 7. Hochſelig iſt zu jeder Friſt, der dieſes recht be dencket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab 1 O IESu, du mein' Hüͤif und Ruh; ich bitte dich mit Thraͤnen: hilf daß ich mich bis ins Grab nach dir moͤge ſehnen. 115. M. Nun ruhen alle Waͤlder. O Welt, ſieh hier dein Leben am Stamm des Vom Leiden Chriſti. nem edlen Hertzen vor un 1 10 2 ſſſin, 0 1155 duld. t To. 1 nc ter und. 10 19 u Ster 1079 9 45 Herglüb 10 0 Olek 1 51 0 15 A 9. 4 0, fl hel 1 varbu sn A nb eie doe rohe, 8 ſchwẽ bet, ih [Heil fickt in den* Der gꝛoße Fͤrſt der Ehr, laßt wilt g ſich beſcwern 15 5 fen di eh 10 12 1 8. Tritt her, und ſchay mit Fleiſſe, ſein 99 1 gantz mit Schweiſſe del Blutes überfüllt. erſchoͤpften Schmerzen, enn date nach dem anden 90 0 1 5 5 d Wer hat dich ſo g g al n * ſchlagen, mein Heil, un del! a. dich mit Plagen ſo übel 0 uin A gericht. Du a nic glg ein Suͤnder, wie wir. ul leben Ci Lr 1 unſte Kinder, von Mit un gan thaten weißt du nicht. eh me 4. Ich, ich und mam alt e Suͤnden die ſich wie Kür den Aa 10 lein finden des Sandes au, 1% dem Meer, die baben d end erreget das Elend das dih fen a ſchlaͤget, und das betrüͤhl 13 n n% 1 Marker Hier. aeg 5. Ich bins, ich pol ac W. buͤſſen an Handen und au dle Füſſen gebunden in de 1 110 iu 9 Höll. Die Geiſſeln un d N die Banden und was i lle% can 85 ausgestanden, das hat ven 100 gung dienet meine Seel. 1 1 f 6. Ou nimmſt auf 6 1 Mie nem Rücken die Laben di dern 0. mich drucken viel ſchwern iz Jon als ein Stein, du wirf 10 wilt h ein Fluch dagegen verehn he win du mir den Segen; Dei 1 1 15 Schmerzen muß mein Lal/ 0 lie 0 1 Du ſetzeſt dich un 155 9 Burgen, ja laͤß'ſt dich gu 135 erwuͤrgen fuͤr mich und 4 1% Mir. meine Schuld; Mir laſſet d du dich kroͤnen mi 757 N 9 5 ˖ 0 ir 1 b „ e a „ und Stunden, dir uͤber hoch und ſehr; Was Leib und Seel vermoͤgen, das ſoll ich ſe Spiegel der Unſchuld und ein Siegel der Lieb und Vom, Zelden Chriſti. 95 7 den die dich hoͤhnen, und ledeſ alles mit Geduld. 8. Du ſpringſt ins To⸗ des Rache n, mich frey und los zu machen von ſolchem Ungeheur? mein Sterben nimmſt du abe; vergratzſt es in dem Grabe. O uner- ( bintet, Liebes Feur! 9. Ich bin, mein Hell 0 Auge bl ick billig legen allzeit an dei⸗ nen Dienſt und Ehr! 10. Nun ich kann nicht viel geben in dieſem armen Leben: Eizns aber will ich thun: Es ſoll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele ſcheiden, mir ſtets in mei I nem Herten, ruhn. 11. Ich wills vor Augen e setzen, mich ſtets daran er⸗ ötzen, ich ſey auch wo ich y; Es ſoll mir ſeyn ein unverfaͤlſchten Treu. 12. Wie e den den frommen Gott ent⸗ zünden, wie Rach und Ei⸗ fer gehn, wie graufam ſei⸗ ne Ruthen, wie zornig ſei⸗ „ ne Fluthen, will ich aus dieſem Leiden ſehn. 13. Ich will daraus ſtu⸗ biren, wie ich mein Hertz ſoll zieren mit ſtillen fan f ten Muth, und wie ich die Chriſtus in die Welt, und 4 soll lieben, die mich doch fehr betruͤben mit Werken, ſo die Bosheit thut. 14. Wenn boͤſe Zungen ſtechen, mir Glimpf und Namen brechen, ſo will ich lahmen mich; das Unrecht i 5 will ich dulden, dem Näch⸗ ſten ſeine Schulden verzei hen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir ſchlagen ans Creutz und dem abſagen was meinem Fleiſch geluͤſt: was deine Augen haſſen, das will ich fliehn und 415 en, ſo diel mir immer moglich iſt. 16, Dein Seufzen und dein Stöhnen, und 55 viel tau! fend Thränen, die dir gefloſen zu, die ſollen mich am Ende, in deinen Sg boß und Hande e, hegleiten zu der ew'gen Ruh. 116. In eigener Mel. wir armen Sünder! * unſte Miſſe that, dar⸗ in wir empfangen und ge⸗ bohrkn ſind, hat gebracht uns alle in ſolche groſſe Noth, daß wir unterwor⸗ fen ſind dem 1 1 5 Tod. Kyrie eleiſon, Chriſte elei⸗ ſon, Kyrie eleiſen. 2. Aus dem od wir koñ⸗ ten durch unſer eigen Werck nimmer werden errettet, die Suͤnde war zu ſtarck. Daß wir wuͤrd'n erloͤſet, ſo konnts nicht anders ſeyn, denn Gottes Sohn muſt leiden des Todes bittre Pein. Kyrte eleiſon. Chri⸗ ſte eleiſon, Kyrie eleiſon. 3. So nicht waͤte kommen an ſich genommen unſre arm' Geſtalt, und für unſre Suͤnden geſtorben willig? lich blei ſo haͤtt'n wir muͤſſen n verdammet ewig⸗ be lich. Kyrie eleiſon, Chriſte eleiſon, Kyrie eleiſon. N N 4. Sol⸗ 95 Vom Zerden Christi. 4. Solche große Znade und vaͤterliche Gunſt hat uns Gott erzeiget lauter gar umſonſt, in Chriſto ſei⸗ nem Sohne, der ſich gege⸗ ben hat in den Tod des Creutzes, zu unſcer Selig⸗ keit. Kyrie eleſſon, Chriſte eleiſon. Kyrie eleiſon. rallen, beſchmitzt mit Gallen. 4. Sein ſo holdreicher an e geſicht kann man vor Blut i erkennen nicht, die Stirne ni e die iſt ganz zerſtochen, und ſeine Augen ſind gebrochen, 5. Das Haupt iſt grau⸗ ſamlich verhoͤhnt, mit ei⸗ 5. Des ſoll'n wir uns troͤ⸗ ſten wider Suͤnd und Tod, und ja nicht verzagen vor der Hollen Glut. Denn wir ſind errettet aus aller Faͤhr⸗ lichkeit durch Chriſtum un⸗ deyt Kyrie eleiſon, Chriſte eleiſon. Kyrie eleiſon. 6. Darum woll'n wir lo⸗ ben und dancken allezeit dem Vater und dem Soh⸗ ne, und demHeiligenseiſt, und bitten, daß er wolle behuͤten uns vor Noth, auch daß wir ſtets bleiben bey ſeinem heilgen Wort. Kyrie eleiſon. Chriſte elei⸗ ſon, Kyrie eleiſon. 117. In eigener Mel. Schaus aut, wie haͤngt dein Braͤutigam an einem harten Creutzes⸗ Stamm! Sag, iſt auch wol ein Schmertz zu nennen, den man nicht jetzt an Ihm kann kennen. 2. Schau doch, Er haͤn⸗ get gantz entblößt betruͤbt, geaͤngſtigt ungetroͤſt't! voll Beulen, Striemen voller Wunden, die ungepfleget, unverbonden. 3 Die Glieder alle ſind zerdehnt, der Mund ſteht offen lechtzt und ahnt! und ſeine Lippen wie Co⸗ nem Dornen Crantz ge⸗ croͤnt; und ſeiner voller Speichel⸗Flocken. ſern HErrn ewig gebene⸗ gelaͤhmet und verkehrt, ja ſelbſt das Herz, ogroß Be⸗ truͤben, das iſt nicht un⸗ verwundet blieben. Paradeis! den? 9. Geh, werde ſeinem Leiden gleich, erduld guch ſeyſt ohne Striemen. Creutze ſterben. ne Zuverſicht. die ſind erblaßt, F b er Haate Seu een ſchoͤne Locken, die haͤngen pid nh 6. Die Haͤnd und Fuſſe ch ſind durchbohrt, verreuckt, 7. Schau, Braut, ſo gehts dem gruͤnen Reis, eh ſo gehts dem fruchtbarn a a, Schau, wie ech wird es denn mit dir wer- Du duͤrres Holtz, 10 du mit Ihm den Streich; Denn es will ſich ja nicht 0 geziemen, daß du als Braut 10 Ach! ſteig hinauf, und 0 ſtirb mit ihm wie ein ver, e liebhter Seraphim: Deng wer ſein Leben will erwer⸗ 9 füt ben, der muß mit Ihm am 1 118. m. Jeſus mei-. 0 15 Selig, wer ihm ſuchet SRKaum auf den 8 0 0 10 llt, ö 0 4 4 et, e 0 85* 10 0 106 100 95 an Me ö Jallen. Leiche por J. die Sith chen, 1 Fgebirocht t iſt gn Ffltuchtia chau, tage nich eine Nu er heigtſch Dill dichſch wlſſen, vie ein ee d erblag 0 „ erhoͤhet. Wenn der 8 ö Vom Leiden Chriun. 97 Feſedens⸗Maften, bey des heilgen Creuzes Baum, ſitzend unter ſeinem Schat⸗ ten. Denn er bleibet wohl beſchuͤtzt, wenns gleich donnert, kracht und . 2. Keine Sönne brennet ihn, und kein Mond kan ihm nicht ſchaden; Sein Gemüthe Hertz und Sinn wird mit keinem Weh be⸗ laden. Er iſt ſicher, daß nicht Gift, noch ein Un⸗ heil ihn betrifft. „ 3. Er erquicket ſeine GBluſt mit der Frucht, die auf ihm ſtehet; wird da⸗ durch nach Wunſch und Luſt inniglich zu G0 TN dog,„5 wie fü in dieſe Frucht; Selig, wer ſie kecht berſuchet! 4. Selne Seele wird ge⸗ ttoͤſt, wie ein Schaaf auf 0 Kader Weiden, wenn ſie en, der ſie erloͤſt, ſo verliebet i mein Troßt und Nuß Allein, 4 119. N. Zion klagt mit Angſt ꝛc. Ses mir tauſendmal gegruͤſſet, der mich je und je geliebt, JEſu, der du ſelbſt gebuͤſſet das womit ich dich betrübt. Ach! wie iſt mir doch ſo wohl, wenn ich knien und liegen ſoll an dem Creutze da du ſtirbeſt; und um meine Seele wirbeſt. 2. Ich umfange, bert und kuͤſſe der gekraͤnkten Wunden Zahl, und die Purpur rothe Fluͤſſe dei⸗ ner Fuͤß und Nägel Maal. O wer kann doch, ſchoͤnſtek Fuͤrſt, den ſo hoch nach mir gedürſt t, deinen Durſt und Liebs⸗Verlangen voͤl⸗ lich faſſen und umfangen. 3. Heile mich, o Heil der Seelen, wo ich kranck und traurig bin! nimm 5 Schmertzen, die mich quaͤ⸗ len, und den ganzen Scha⸗ den hin, den mir Adams Fall gebracht, und ich ſel⸗ der mir gemacht. Wird, o Artzt! dein Blut mich netzen, wird ſich all mein Jammer ſetzen. 4. Schreibe deine blu⸗ 0 Wunden mir, Herr, n das Hertz bineln, daß ſie mögen alle Stunden bey mik unvergeſſen ſeyn. Du biſt doch mein ſchön⸗ ſtes Gut, daͤ mein gantzes Hertze ruht; kaß mich iets zu deinen Faſſen dei⸗ ner Lieb und Günſt ge⸗ . 5. Dieſe Füſſe wil ich halten, auf das dest ich immer kann. Schaue mei⸗ 2 get 98 Dom Zeiden Chriſtt. ner Hände Falten, und mich ſelbſten freundlich an von des hohen Creutzes⸗ Baum, und gieb meiner Bitte Raum; Sprich: Laß all dein Trauren ſchwinden Ich, ich tilge deine Suͤnden. 120. M. was mein Gott will ꝛc. Ser wohl gegruͤſſet, gu⸗ ter Hirt, und ihr, o heilgen Hande voll Roſen, die man preiſen wird bis an des Himmels Ende: die Roſen, die ich meyn all⸗ hier, ſind deine Maal und Plagen, die dir am Eud' in deine Haͤnd' am Creutze ſind geſchlagen. 2. Du zahlſt mit beyden Haͤnden dar die edle rothe Gulden, ueid bringſt die gantze Menſchen⸗ Schaar dadurch aus allen Schul⸗ den Ach! laß von mir, b Liebſter! dir die Haͤnde hertzlich drücken, und mit dein'm Blut, das mir zu gut vergoſſen, mich erquicken. 3. Wie freundlich thuſt du dich doch zu, und greifſt mit beyden Armen nach al⸗ ler Welt, in Lied und Ruh, uns ewig zu erwarmen. Ach HErr! ſieh hier, mit was Beger ich Armer zu dir trete; Sey mir bereit, und gieb mir Freod' und Troſt, darum ſch bete. 4. Zeuch allen meinen Geiſt und Sinn nach dir und dener Hoͤhe, gieb daß mein Hertz nur immerhin bey deinem Creutze ſehe: Ja, daß ich mich ſelhſt williglich mit dir ans Creutze binde, und meh und mehr toͤdt, und gen Gör in mir des Fleiſche Suͤnde. 10 Ich hertz und kuͤſe a en 5. wiederum aus rechten treuen Hertzen, Heng, deine Haͤnd', und ſage Ruhm und Danck fuͤr ihre Schmertzen, darneben gel ich, weil ich leb', in dieß deine Haͤnde Hertz, Seen und Leib und alſo bleib ich dein bis an mein Ende. 121. MN. Chriſtus, de 6 uns ſelig macht. Siebe! mein getreu Knecht der wird wel lich handeln, ohne Tadel ſchlecht und recht auf de Erde wandeln: ſein ge treuer frommer Sinn wil in Einfalt gehen: dennoch dennoch wird man Ihn an das Ereutz erhoͤhen. 2. Hoch am Creutze win mein Sohn groſſe Marla leiden, und viel werden ihn mit Hohn als ell Scheuſal meiden] Abl alſo wird ſein Blut auf dit Heiden ſpringen, und das Hertze bringen. 3. Koͤn'ge werden ihten Mund gezen Ihn zuhal ten, und aus innern Hen, tzensgrund ihre Haͤnde fa! ten. Das verhlendte taube Heer wird ihn ſehn und hoͤren, und mit Lust u ſeiner Ehr ihren Glauben mehren. 5 4. Aber da, wo Gottes Licht reichlich wird g“ ſpuͤret, haͤlt man ſich mu nichten gd Aan Eibe Ta ma, get dale d Sem, bel ic sent Jig Jun u n waſag Nee. 6a Bü sn Saahe M da ag Feu ac Ehe mf bude hit rer Ach halt eg ges dena,. Av ght en L wi age nch, we Wi e Jeg Aeg bgm 1 falt 1 3 1 her a 9 Dahl 8 6 fa t,. m er eg N 1 Mah beg gx ew'ge wahre Gut in ihn 8 le, b 1 0 ö . H n ., l 0 Hen e o dl Lein get er wird e ohne Ka 9 man J)y choͤhen. Cuxeutze n w roſſe Mu biel wah Ihn als iden! Blut auf Gut i digt Worten? Wem wird Gottes Arm bekannt in aus der dürren Erden, f ö n Frank, verdorret, ungeſtalt in allzeit voll Geduld, llaͤßt wandtem Hertzen. Welt fur Pein billig ſoll Vom Leiden Chriſti. 99 fiſchten nicht, wie es ſich ge⸗ bühret: Denn wer glaͤabt im Juden Land unſter Pre⸗ Iſraels Orten? 5. Niemand will faßt ſel⸗ nen Preis ihm hier laſ⸗ ſen werden: Denn Er ſcheußt auf wie ein Reis voller Blut und Schmer⸗ tzen; daher ſcheut Ihn Jung und Alt mie ver⸗ 6. Ey was hat gethan? Was ſind ſeine Schulden, daß er da vor jederman ſolche Schmach muß dulden? Hat Ereiwa Gott betrübt bey geſun⸗ Er denn Tollen, dringen. Aber GOTC•, der fromm und treu, nimmt, was wir ver⸗ dienen, und legts ſeinem Sohne bey, der muß uns verſuͤnnen. 10. Nun, er thut es hertz⸗ lich gern: Ach des treuen Hertzen! Ex ummmean den Zorn des HEern, mit viel tauſend Schmertzen, und kein Woͤrtlein hoͤren wider die, ſo ohne Schuld, Ihn ſo hoch beſchweren. 11. Wie ein Laͤm̃lein ſich dahin laͤßt zur Schlacht⸗ Bauck leiten, und hat in dem frommen Sinn gar kein Widerſtreiten, laßt ſich handeln, wie man well — fangen, binden, zaͤhmen, den Tagen, daf Er Ihm ametzo giebt ſeinen Lohn mit Plagen? 7. Nein, fuͤkwahr, wahr⸗ haftig nein! Er iſt ohne Suͤnden: ſondern, was die empfinden, was fuͤrͤKrauck, heit, Angſt und Weh uns von Recht gebühret, das iſt, was Ihn in die Hoͤh auch dazu in groſſer Still, Ihm ſein Leben nehmen. 12. Alſo laͤßt auch Got⸗ tes Lamm ohne Wider⸗ ſprechen, ihm ſein Hertz am Creutzes-Stamm unſert⸗ wegen brechen. Er ſinckt in den Tod hinab, den Er ſelbſt doch bindet, weil Er ſterbend Tod und Grab maͤchtig uͤberwindet, 13. Er wird aus der Angſt an das Crcutz geführet. 8. Daß Ihn Gott ſo heftig ſchlaͤgt, thut Er unſert willen: Daß Er ſolche Bürden tragt, da⸗ mit will er ſtillen Gortes Zorn und groſſen Grimm, daß wir Frieden haben durch ſein Leiden, und in Ihm Leib und Seele laben 5 9. Mir ſinds, die wir in der Irr, als die Schaafe gingen, und noch, ſteis zur Höͤlen⸗Thür, als die und Quaal endlich hinge⸗ eriſſen, tritt den Feinden allzumahl ihren Kopf mit Fuſſen. Wer will ſeines Lebens⸗Laͤng immer mehr ausrechnen? Seiner Jahr und Tage Meng iſt nicht auszuſprechen. 8 14, Doch er iſt wahrhaf⸗ tig hier fuͤr ſein Volck ge⸗ ſtorben, und hat voͤllig mit und dir Heil und Gnad erworben: Kommt auch in das Grab hinein herr⸗ E 3 lich 100 Vom Keiden Chriſti. lich eingehuͤllet, wle die, 1 mit Reichthum ſind in er Welt erfüllet. 15. Er wird als ein boͤſer Mann von der Welt ge⸗ plaget, da er doch noch nie jethan, auch noch nie ge⸗ ſaget was da boͤſ und un⸗ kecht waͤr, Er hat nie be⸗ trogen, nie verletzet Got, tes Ehr, ſein Mund nie gelogen.. 16. Ach ler iſt fuͤr fremde Suͤnd in den Tod gegeben, auf daß du, o Menſchen Kind, durch ihn moͤgteſt leben, daß er pflantzte ſein Geſchlecht, den gerechten Saamen, der GOtt dient za und Opfer braͤcht ſeinem heilgen Namen. 17. Denn das iſt ſein hoͤchſte Freud, und des Va ters Wille, daß den Erd⸗ kreis weit und breit ſein Erkenntniß fuͤlle damit der e der voll⸗ ommne Suͤhner, glaͤubig mach und recht gerecht alle Suͤnden Diener. 18. Groſſe Menge wied ehen Gott zur Verehrung ſich mit Spott fuͤr uns laſ⸗ ſen kraͤncken da Et denen Ubertreten, auch fur die, ſo Ihn verletzt, ſelbſt bey Gott gebeten. 122. M. was mein G Ott will ꝛc. Se gehett du, mein geſu, hin, den Tod fuͤr mich zu leiden, fuͤt mich, der ſch ein Sünder din, der pe dich betrübt mit Freuden. dat Wohlan fahr fort, du edler Hort, mein Augen ſollen 1 flieſſen ein Thränen ⸗Set, mit Ach und Weh dein den dall den zu begieſſen. 2. Ach Sund! du ſchaͤb⸗ lich Schlangen⸗Gift, wie weit kanſt du es bringen, bein Lobn, der Fluch mich 110 ö in Tod 1 0 mich zwingen. Jetzt kommt die Nacht, der Euͤnden⸗ macht, fremd Schuld muß ich abtragen. Betracht e⸗ recht, du Suͤnden⸗Knecht Nun darfſt du nicht meht gen. N . Ich, ich HErt Jeu, ſollte zwar der Sünden Strafen leiden an Leib und Seel, au Haut und Haat, auch ewig aller Freuden heraubet ſeyn, und leiden Bein, ſo nimmſt du hin die Sckhulde und Tod bringt mich vor m r 8 Liebe ſchencken, darum, daß a ch doch will ei werd Gott, ich bleib in deiner Hulde. i 5 4. Was kann fuͤr ſolche ich wohl geben? Ich weiß finde nichts an mit, leben, mich, Liebſter, dir hier nach Gehuͤhr, zu die/ nen gantz verſchreiben auch nach der Zeit in Ewig⸗ keit dein Diener ſeyn und bleiben. 123. Mel. Mir nach ſpricht Chriſtus ꝛc. Nerwund'ter Heiland! V ſieh nicht an, daß 0 deln Blut dir, HERR Jesu J 0* 9. Ae aich tann, W 8 9˙ 0 m dee er anf bh s E Aua duften, 1. leise ſe Hätte geh! 4M d e A e, u r mehr kia, u!. z. denken nice d enn 10 e 130 N eise geh nun dee 1 0 J angie agb* lag Nek 5 li, ud t wa ag Y daß ihr ct e 5 0 Bat 1 iche 0 f 1 i Pemigehandelt, und mit den Sundern auf der Bahn der Bosheit hab' gewan⸗ Ert Je e t mich in dein r Rg Neil lich al ebſter, y Ahr, zu h a eiben au in Ep er ſthn uh ohne Maaß, und nimmer⸗ mehr verlaſſen, mit Her⸗ Vom Zeiden Chriſti. 101 delt: ich komme nun zu deinen Fuͤſſen, und kuͤſſe dich mit tauſend Kuͤſſen. 2. Die Zunge bebt und ſprichtnicht viel, das Haupt finckt zu der Erden, die Thraͤnen ſagen, was ich will, es reden die Geber⸗ den: Erhoͤr mein Hertz, o grpſſe Guͤte, und das jer⸗ Fnirſchete Gemuͤthe. 3. Laß mich nur ſolche Gnad und Huld wie Mag⸗ dalen erlangen, und die Vergebung meiner Schuld aus deinem Mund empfan⸗ gen: Heiß mich ſo voller Troß aufſtehen, und gleichwie ſie befriedigt gehen. 3 4. Ich will dich lieben tzens Thraͤnen machen naß, und als ein Kind umfaſſen, Ich will dich lieben, meine Seele, gieb mir nur deiner Wunden Oele. 5. Ihr armen Fuͤſſe ſeyd ekuͤßt, die ihr fuͤr mich zer chlagen, die ihr fuͤr meine Tbaten buͤßt, und traget meine Plagen: Hatt ich doch nie gelebt in Guͤnden, daß ihr nicht duͤrftet dis empfinden. 5 6. Verſtoßt mich doch nicht, well mirs leid, weil 124. M. O Durchbre⸗ cher aller Bande. oder O du Ziebe meiner Liebe. mann Weſenl A unbegreiflich hoͤch es Gut! von dem Vater aus⸗ erleſen, daß du ſeines Zor⸗ nes Glut und erweckten Grimm ſollſt ſtillen, durch dein Gottes⸗Blut ſo roth, und erfüllen ſeinen Willen im Gehorſam bis zum Tod. 2. Ich verehre deine Lie⸗ be, Unbeflecktes Gottes⸗ Lamm! die durch ihre Feuer⸗Triebe dich gebracht aus Creutzes⸗Stamm; ach! daß ich doch koͤnnt durch⸗ ſchauen dein vonkiebdurch⸗ glühtes Hertz, und im glaͤu⸗ bigen Vertrauen dadurch lindern meinen Schmertz. 3. Zwar kann ich mich werth nicht ſchaͤtzen, daß in meiner Sgelen⸗Pein, ich an dir mich ſoll ergoͤtzen, ein ſo armes Würmelein-Doch du biſt ein Arzt der Schwa⸗ chen, der betruͤbten Suͤn⸗ der Freund, freundlich anzulachen, der mit Petro klaͤglich weint. 4. Drum ſieh nicht auf meine Würde, Lamm, das aller Wuͤrde werth! ſchau hingegen auf die Burde, die den matten Geiſt be⸗ ſchwert; Weißt du doch ich die Schuld dekennet wie dem zu Muthe, welchen Vergebt, weil ich mi allbereit von Hertzen ener nenne: gebt, daß ich det Verdienſts genieſſe, das ch druͤckt der Sünden⸗Laſt, weil du ſelbſt im Schweiß und Blute dieſes Joch ge⸗ tragen haſt. a 5. O! wie hat es dich ge⸗ 10 erwerbt, iht heilgen ſe, druckt, Hertzens⸗Laͤmm⸗ E 3 lein pflegſt den 102 Vom Zeid en Chriſti. lein, frommes Schaaf! Du biſt drunter tief gebücket gangen: Aller Jammer traf deiner Menſchheit zarte Glteber: unſre Schmach bat dich gehoͤhnt; Aber ſo heſt du uns wieder mit dem Ve ter ausgeſoͤhnt. 6 Laß mich dieſeFreund⸗ ſchaft ſchmecken, ſo auf ewig veſt geſtellt: Laß dein Blut die Schuld be⸗ decken, das du haſt zum Loͤſegeld deinem Vater dar⸗ gegeben, durch der Liebe Wunder⸗Macht, und da durch du uns das Leben deiner Gottheit wieder⸗ bracht. 7. Laß dein Hertz mir offen ſtehen, oͤffne deiner Seiten Thuͤr, da hinenn ſoll mein Hertz gehen, wenn ich keine Kraft mehr ſpur. Wie ein Hirſch in vollem Springen, laß den iusgezehrten Geiſt hin in deize Wunden dringen, 55 Blut und Waſſer eußt ä 8. Dieſer Balſam wuͤſſe ſtärcken Geiſt und Seele, Marck und Bein: Laß mich neut Krafte mercken, dir, o Laͤmmlein! treu zu ſeyn: Zeichne meines Hertens Pfoſten, daß der Würger mich nicht rühr, laß mich wahre Freyheit koſten, die mich zu der Ruhe führ! 9. Lamm! Du haſt dich mir ergeben, Dir ergeb ich wieder mich, und verſchrei⸗ be mich Farnehen, dein zu bleiben ewiglich. Du biſt nun erhoͤhet worden; bald nach, daß ich in det e 14 Engel Orden deine Treu beſingen mag. 125. H. Treuer Va⸗ ter deine Liebe. as bedent't, dis ihr AJungfrauen, daß wir unſern Bräut'gam ſchauen mit geſreckten Armen ſtehn? Daß er deyde Hand — ausbreitet, und ſein Blut herauſſer ſpreitet, daß er ſich laͤßt ſo erhoͤhn? 2. Thut ers nicht, uns zu erlangen, zu umhal⸗ ſen, zu umpfangen, unſſe Seel zu ſich zu ziehn? Frey⸗ lich, ja er will vom Bö⸗ ſen ſeine Braut hiermit erlöͤſen, drum geht naher zu ihm hin. 3. Gehet, daß ihr ſeht die Plagen ſeiner Haͤnde die dorchſchlagen, und ans Creutz geheftet ſenn, daß ihr ſeht, mit was fur Wun⸗ den euer Bräut'gam ſich verbunden, euch zu retten 50 aus der Pein. 5 4 Echant das Leiden ſeiner Armen, daß es ei⸗ nen Stein erbarmen, und ein'n Stock bewegen ſolt. Iſt nicht alles ſo zerren⸗ Let, ausgezsgen und ge⸗ kraͤncket, wie ſein Feind es ſelbſt gewollt? 9. O der groſſen Liebes. Flamme, die Ihn an det Creutzes Stamme ausge⸗ man vormals auch geſe⸗ hen, ſplches Wunderwerck zeſchehen, als der liebſte Ott erbscht: 5 6. Dank ſey dir fuͤr dieſe Lieber! zeuch mich dir Schinertzen, Jeg Eee lle — ſpaunet gehen macht! Hat die f 010 ub hal du! 75 10 un b, 14 5 . 9* edge. 3 3 it nen 1 ul ach, Huhn R 8 a0 l b t d He een he f e m d ue Dent( 0 Mn n l vie ö 5 1 0 eg, Jag Ne 1 0 al. ien ge,, a Et, a 0 img c Nasen Uh Anact u h pe Hill ein da * 1 5 1 4 ihn? n une en, un ehnd grey * bom 90 it herne geht niht 4 aß ihr seh fer Hane A, und a ſetn, daß bar Wu, te'gam ſh h in en 5 44 das 1 daß es% Armen, ut vegen ſilt ſo feln „ ſſen Liebes Ihn an g * 1 7 9 9 Ni * 5 die groſſe Mildigkeit. Denn dadurch haſt du er⸗ worben meine Hande, die verdorben durch die Un⸗ barmhertzigkeit. F. Gieb daß ich nicht müde werde, Gu's zu thun auf dieſer Erde mit den Haͤnden, was ich kan; daß ich deine Liebe preiſe, und dir wieder Dienſt er⸗ weiſe, weil du mir ſo viel gethan. a 8. Daß du mir an mei, nem Ende reicheſt deine treuen Hande, und dein gültiges Verdienſt. Daß ich in den keuſchen Armen hoch erfreulich mog er⸗ warmen, mit befaͤndigem Gewinnſt. 2 Dom Leiden Chriſti. von ganzem He lten, fuͤr 103 Schuld ißt alltumal bezahlt durch Thriſti theures Blut, daß ich nicht mehr darf fuͤrchten der Hollen Quaal und Glut. 4. Drum ſag ich dir von Hertzen jetzt und mein Lebelang, fuͤr deine Pein und Schmertzen, o Jeſu, Lob und Danck, fur deine Noth und Anaſt Geſckrey, fuͤr dein unſchuldig Ster⸗ den, fuͤr deine Lieb und Treu. 1 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reitzen fuͤr und für, mit allem Ernſt zu meiden die ſuͤndliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, mie viel es dir gekoſtet, daß ich er⸗ loͤſet bin. 6. Mein Creutz und 126. M. Silf Gt. laß mirs gelinge. Wenn meine Suͤnd mich kraͤncken, o mein HErr JEſu Chriſt, ſo lat mich wohl bedencken, wie du geſtorben biſt, und alle meine Schulden Laſt am Stamm des hellgen Creutzes auf dich genom⸗ men haſt. 2 Wunder ohne Maſſen! Wer es hetrach⸗ tet recht, es hat ſich mar, meine Plagen, ſolts auch ſeyn Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne dieſe Welt, und folge dem Exempel, das du mir vor⸗ geſtellt. 5 7. Laß mich an andern uͤben, was du an mir ge⸗ than, und meinen Naͤchſten lieben, gern dienen jeder⸗ mann obn Eigennutz un Heuchelſchein, und wie du mir e wieſen, aus reiner Lieb' allein. tern laſſen der Here für ſeine Knecht! Es hat ſich ſelbſt der wahre GOtt für mich verlohrnen Menſchen gegeben in den Tod. 3. Was kann mie denn nun ſchaden der Suͤnden groſſe Zahl? Ich bin bey Sc in Gnaden, 12 3. Laß endlich deine MWunden mich troͤſten kraͤftiglich in meiner letz⸗ ten Stunden, und des ver ſichern mich, weil ich auf dein Verdienſt nur trau, du werdeſt mich annehmen, daß ich dich ewig ſchau. 5 4 127. Mel 104 Vom Leiden Chriſti. 127 Miel. Freu dich ſehr o meine ꝛc. Menn Vernunft von Chriſti Leiden und von deſſen Nutzen ſpricht, will ſie ſich von auſſen wei⸗ erdicht t: Oder kommt es hoch, ſo kan ſie viel Kla⸗ gens fangen an uͤber Ehri⸗ 1 Pein und Schmertzen, gleichwohl gehts hr nie von Hertzen. 2. Aber meines Geiſtes Sehnen zielt auf die Ge⸗ meinſchaft hin ſtets zum Sterben zu gewoͤhnen den ſo tief verderbten Sinn. ier haͤng ich den Myr⸗ then Strauch nicht nur auf die Brun zum Brauch 0 mein Hertz will ich ihr chlieſſen, um ihn nimmer zu vermiſſen. 3. Dis Geheimniß wird verborgen, und als Thor⸗ beit angeſehn; aber meine krößte Sorgen ſollen auf dis Wunder gehn, das nur Thriſti Tod in mir durch Erſterten für und für zu dem Leben ausgebleret, beet. de den Sieg aus ühret. 4. Drum ſuch ich den Freund im Grunde meines Hertzens, wo Er ſich aus dem ſonſt verſchleſſnen Munde mir einfloͤßt ſo ſuͤſ⸗ ſiglich, ſeine gantze Ster; deus Kraft, die ein neues Weſen ſchaft als die Rofen in den Lentzen, nach dem Tod des Winters glantzen. Krä i i- zu all's erwahlet. den, mit dem Troſt den ſie die beſſe leber Flame ſelbſt in mir zu braten weiß frag ich nicht erſt, wer es ſey, weil ich ihn ſelbſt eſſe frey, und wenns noch an ſten feblet, t er mir 6. Dis druͤckt mich i Hoffart nieder, in Betruh niß haͤlts empor, giebt ein Schwachheit Staͤrcke wie, der, aus Verzweiflung ziehts hervor, halt mig zwiſchen Lieb und Leid ig ber rechten Maͤßigkeitz J ich find die tiefſte Stiſſe, wenn am Creutze haͤpg mein Wille. 7. O Geheimniß⸗ reiche Liebe, die ſich im Verborg, nen ſchenckt, öffne die ge, heimen Triebe, wenn mei Sinn ans Creutz hindenckt Keine Leiden⸗Kraft von dir muͤſſe jemals mangel mir. Auſſer mir mag all! vergehen, bleibe du in mi nur ſtehen. Chriſt, wahrer ze. le) 128 M. SErr Jeſu e W n l f Pu 129. ailagl l 1 L. N I A ieee n 10 Mee U Euen, on M o ne D d ff hekan ng Seb e d Mi unnengehege bn Mn 10 5 b chung Ve e ber J e J i fel 10 1 d n 1 1, U gn de Sein au ng, Ju 03 7 Wi danken dir, Heu Jeſu Chriſt, daß du gerecht und gut. rer Menſch und Wunden roth, erloͤſ ung von dem ew'gen Tod, und fuͤr uns geflortzen biſt, und g haſt uns durch dein theuret Blut vor Gott gemacht 2, Und bitten dich, wah, ah le „da 1 durch dein daa en kroß ung in der legten Noth. 3. Behuͤt uns auch vor . Wenn ich denn vom Suͤnd und Schand, telt Oster- Lomme mit recht bittetn Salſen ſpeif, das uns 155 dein allmaͤchtgt Hand, daß wir im Aa Creuß Von der Auferſtehung JEſu CThriſt. 105 „ en geduldig ſeyn, uns troͤſten war verlaſſen nicht: ſon⸗ katen we deiner ſchweren Pein. dern gantz treulich bey uns u 4. Und ſchoͤpfen draus ſtehn, bis wir durchs Creutz die Zuverſicht, daß du uns ins Leben gehn. . % V. Von der Auferſtehung a ü N 111„iti 10 JEſu Chriſti. u 129. M. Chriſt lag in Kraft zur Seligkeit, und hat, 5 froͤlich mit Ihm gehen 90 Todes Banden. durch viel Trübſal, Angſt und Quaal, und durch das Ich Goc! mich fiaſtire Todes ⸗Thal zur druckt ein ſchwerer Freud und Wonn erhoben, J Stein, wer will dort oben. I ibn von mir nehmen? Dir] F. Dein JEſus läßt dich chin iſt bekant mein Schmertz nicht zuruck, weilEr iſt vor⸗ und pein, und mein gehei⸗ gegangen: Er wird zerreiſ⸗ uh mes Gramen: Jeſus lebt, ſen, Band' und Strick, in ue und ich bin todt! ach! Va⸗ welchen du gefangen, und 1 ter! das iſt meine Noth, dich aus dem Grabe ziehn, und ich kan mich fuͤr Suͤn⸗ ohn alle Sorgen und Be⸗ den nicht finden. muͤhn: und nehmen deins ö 2. Wer waͤltzet dieſen Schmertzen vom Hertzen. Stein von mir, der mich 6. Des Herren Engel N 0 hart beſchwerer? Wenn ſind bey dir, die dich in öffnet ſich des Grabes IeEſu leiten, und auf dem Thür? Wenn wird mir Weg zur Lebens Thuͤr mit Trost gewaͤhret! Soll ich Flammen fur dich fireiten. daß aus dem Tode nicht durch. Suche du den Gecreutzig⸗ brechen zu dem Himmels ten? So geh hin mit den Licht; Wer will mich von Heiligen, wo JEſus ißt von den Ketten erretten? Banden erſtauden. 3. Betruͤbtes Hertz! ver⸗[ 7. Er i nicht in dem lage nicht, dein JEſus iſt Sünden⸗ Grab, nein, wer 90 erftanden, der Tod und Hoͤl⸗ mit Ihm erstanden, und len Macht zerbricht, und folget ſeinem Hirten Stab, 5 loſ't die Suͤnden⸗Bandenz bey dem iſt Er vorhanden? n Töb,nn Er wird auch durch ſeinen Darum pruͤf, e Menſch, 11 10 Tod dich reiſſen aus dem dein Hertz, thu Buß in be fe Sünden⸗Koth, und zu des wahrer Reu und Schmertz: ns auch Seiſtes Leben erheben. ſſo iſt der Stein gehoben, dad, l 4 Er ißt darum erſtan. von oben ene auferfeben. is Himmels, gel, 74% I re A fer ſteh durch ſeine! ins Hi 3e a im En 0 Eg Himme 7 dein gel 0 1 106 dein Heil zu finden: geh aus im Glauben in der Welt, verlaſſe was da⸗ hinten; ſo wird Ieſus ſich in Eil dir zeigen als dein beſtes Theil, du wirſt ihn nach Verlangen umfangen. 9. O JES, laß mich auferſtehn im Geiſt, und mit dir leben, bis du mich ſͤlig wirſt erhoͤhn, und mir die Crone geben, die mir iſt nach dieſer Zeit bereit't im Reich der Herrlichkeit Herr, hoͤr, und laß mein Flehen geſchehen. 130. In eigner Mel. Ale heilig iſt der Tag, das ihn niemand mit Lob erfuͤllen mag. Denn der ein'ge Gottes Sohn, der die Holl überwand und. 5 den leidigen Teufel darin⸗ ohn Gefahr: Der Tod mit nen band; domit erloͤſtfſeiner Macht wird ſchlecht bey mir geacht't, er bleibt der HErr die Chriſtenheit, das war Chriſtus ſelber. Kyrieleis. 131. M. Mein Jeſu, ſchoͤnſtes Leben. Aaus mein Hertz mit Freuden, nimm wahr, was heut geſchicht, wie kommt nach groſſen Leiden AUun ein ſo groſſes Licht! mein Heiland war gelegt, da, wo man uns hintraͤgt, wenn von uns unſer Geiſt gen Himmel iſt gereiſ't groß Geſchrey; vermeint und dencket, iſt Chriſtus wieder frey, und ruft: Vitoria! ſchwingt kölich hie und da bein eh ers durch die Höll, ich bin ſtets l daß h die Holl, ich bit Wi 1 1 Von der Auferſtehung Faͤhnlein, als ein eld, der 1 0 10ův Feld und Muth behaͤlt. 3. Der Held ſteht auf dem Grabe, und ſieht ſich munter uͤm; der Feind liegt und legt abe Gift, Gal und Urgeſtüm, er wirt zu Cheiſti Fuß ſein Hol, len Neich, und muß ſelbſ in des Siegers Band et, geben Fuß und Hand. n a ela 9 a der a ü 4. Das ist mir am ſchauen ein rechtes Freu, No den⸗GSpiel: Nun ſoll mit dit nicht mehr grauen vor al⸗ len, was mir will beneh⸗ men meinen Muth, zuſamt dem edley Gut, durch IEſum Chriſt aus Lieb erworben iſt. 5. Die Hoͤll und ihre Rotten, die kruͤmmen mit kein Haar: der Sünden kan ich ſpotten bleib allten ein todtes Bild, und waͤr et noch ſo wild i 6. Die Welt iſt mir eln Lachen mit ihrem groſſen Zorn, ſie zuͤrnt, und kan ſo mit 15 0 1 0 ü era, * N J e on e Hun e u ſeyn. Apet 10 10 nichts machen, all Arbeit iſt verlohrn, die Trübſal truͤbt mir zicht mein Herz und Angeſicht, das Unglück iſt mein Gluck, die Nacht mein Sonpenblick. 7. Ich hang, und blelb auch hangen au Chriſte 0 ger als ein Elted; Wo meist ah 2. Er war ins Grab[Haupt durch iſt gangen geſencket, der Feind trieb da nimmt es mich auch mit: Er reiſſet durch den Tod, durch Wel, durch Suͤnd und Noth, Er reiſſet ſein Gefell. 0 * 3 fig; Hal 0 1 14 . „ a ee behall. Jer Sind bleib ale Der Todi Jeœſu Chriſti. 107 J. Tr dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm im⸗ mer nach, und darf mi gar nicht kehren an eintzig Ungemacht: es tobe, was da kan, mein Haupt nimmt ſich mein an, mein Heiland iſt mein Schild, der alles Toben ſtillt. n 9. Er bringt mich, an bie Pforten, die in den Himmel fuͤhrt, daran mit guldnen Worten der Reim geleſen wird: Wer dort wird mit verhoͤhnt, wird hier auch mit gekroͤnt: Wer dort mit ſterben geht, wrid hier auch mit erhoͤht. 132. In eigner Mel. Cofie iſt erſtanden von der Marter alls, des ſoll'n wir alle froh ſeyn, Chriſtus will unſer Troſt ſeyn. Kyrieleis. 2. War Er nicht erſtan⸗ den, ſo waͤr die Welt ver⸗ gangen; ſeit daß Er erſtan⸗ den kſt, loben wir den HEr⸗ ite ren Irſum Chriſt. Ky⸗ ich enen bin fe 50 05 rieleis!. 3. Halleluja! Halleluja Halleluja! des ſoll'n wir alle froh ſeyn Chriſtus will unſer Troſt ſ n. Kyrleleis. 133. In eigner Mel. 5 Cbrigkeain Lade ag, den, füt unſre Suͤnd⸗ Menſchen Kindern das macht alles unſre Sund, chf kein' Unſchuld war zu fin⸗ den, davon kam der Tod ſo bald, und nahm uber uns Gewalt, hielt uns in ſein m Reich gefangen. Halleluja. 3.IEſusChriſtus, wahr'r Gottes Sohn, an unſrer Stalt iſt kommen, und hat die Sünde abgethan damit dem Tod genoſien, all ſein 717 und ſein Gewalt, da bleibet nichts denn Tod's⸗ Geſtalt, den Stachel hat er verlohren. Halleluja. 4. Es war ein wunder⸗ licher Krieg, da Tod und Leben rungen! Das Leben das behält den Sieg, es hat den Tod verſchlungen. Die Schrift hat verkuͤndigt das, wie ein Tod den andern fraß: ein Spott aus dem Tod iſt worden. J. Hier iſt das rechte Ofler Lamm, davon Ott hat geboten, das iſt hoch an des Creutzes Stamm ig heiſſer Lieb gebraten: Des Blut zeichnet unſre Thuͤr, das hält der Glaub dem Tode fuͤr, der Wuͤrger kan uns nicht ruͤhren. Hallel. 5. Es feyern wir dat hohe Feſt mit Hertzens⸗ Freud und Wonne, das uns der HErr erſcheinen laͤßt: Er iſt ſelber die Ehe gegeben: Er iſt wieder er⸗ fanden, und hat uns bracht das Leben, daß wir ſollen i frölich ſeyn, Gott loben und ihm dauckbar ſeyn, und ſingen: Hallel. Halleluja. . Den Tod niemand 24 229 Sonne, der durch ſeinen Gnaden Glantz erleuchtet unſre Hertzen gantz; det Sünden Nacht iſt vergau⸗ gen. Hallelua. 5 . 7. Wit eſſen jetzt und leben wohl, intechten Oſter⸗ bezwingen kont bey. Fladen: der alte Saller; fei 108 Don der Auferſtehung teig nicht ſoll ſeyn bey dem Wort der Gnaden. Christus will die Koͤſte ſeyn, und ſpeiſen unſre Seel allein, der Glaub will kein's an⸗ dern leben. Halleluja. 134. M. Erſchienen iſt der herrlich ꝛc. brio, dem Oſter Laͤm melein, welch's hat er⸗ loͤſt ſein Schafelein ſingt heut die liebe Chr ſtenheit: Lob, Ehr ſez Goc in Ewigkeit. Halleluja. 2. mit ſein'r Unſchuld hat uns erworben, Gottes Huld, den Suͤndern zu Genaden bracht, und zu ein' m Himmels Erben gemacht. Halleluja. 3. Tod und Leben traten in Kampf, ein ſtarker Loͤw, ein ſchwaches Lamm, der Tod meynt, er haͤtt ſchon geſiegt, weil Chriſt, der HERR, im Grabe liegt. Halleluia. 4. Aber es waͤhret nicht drey Tag, Chriſtus ſiegt, der Tod unten lag, verlohr all ſeine Kraft und Macht, Chriſtus erſtand aus eigner Kraft. Halleluja. 5. Maria, ſag uns oh⸗ ne Scheu, wer dir am Weg begegnet ſey? Es war mein Heiland JEſus Chriſt, wahrhaftig Er erſtanden iſt. Halleluja. 5 6. Zween Engel ſaß'n in ſeinem Grab, desgleichen ich auch geſehen hab ſein Schweiß⸗Tuͤchleinundeei⸗ Das Lamm Sottes 7. Aber Chriſtus, mein hoͤchſte Troſt, wahrhaſtig iſt vom Tod erloͤſt. Daß Grab iſt leer, ſein Leib i hin, am Wege ſelbſt er mit erſchien. Halleluja. 6 8. Er ſprach: Maria, geh ſchnell hin zu meinen ſoll n in Galilaͤam gehn, da . 9. Mari Zeugniß bas iſt wahr, Gott geb, was log der Juden Schaar w Chriſt vom Tode auſerſtas/ den iſt. Halleluja. 10. JESu, du wahre Oſter⸗Kamm, hilf uns ſſe/ gen im Todes Kampf, ſieh uns bey in der letzten Noth, und ſchuͤtz uns vor den ew'gen Tod. Halleluja. 135. M. Dis ſind de heilgen zehn ꝛc. Bruͤdern, und ſag ihn e ſoll n ſte mich wahr haſug f jenen iſt deuberrlich Dei Erſc §“C Tag, dran ſich nie⸗ mand gnug freuen mag? Chriſt, unſer HErr, heut triumphirt, all ſeine Feind gefangen fuͤhrt Hallel. 2. Die altg Schlang, die Suͤnd und Tod, die Holl, all'n Jammer, Angſt und Noth, hat uͤberwunden „ a e Hall, 3. Am Sabbath früh us Specerey kamen zum Grab Marien drey, daß ſie ſalb⸗ ten Marlen Sohn, der von dem Tod erſtanden ſchon, Halleluja. 1 newand, drein Joſeph ihn 4. Wen ſucht ihr da! ee huͤllet hat. Halleluja, ber Engel ſprach: 000 1 1 1 der heut von ce alk 10. Hin ehm e lichte U 90 1 fle 10 e U 1 wit en gewiß, daß Jeſun d 100 En * Rb c 5 db lig W. nie 0 3 b Of, l 1 ee 0 Mat eu 71 1 —————— euguiß 9 17 00 10 Schaar daß Je e aufetſt is ſindhe ehn ꝛ. derber nn ſich i tenen ma Jikſu Chriſtt. 109 if erſtanden, der hie lag. Hier ſeht ihr die Schweiß Tuͤcherlein. Geht hin, ſagts bald den Juͤngern ſein. Halleluſa. . Der Juͤnger Furcht und Hertzeleid wird heut verkehrt in lauter Freud, ſo bald ſie nur den HEr⸗ Sauerteig ſoll ber, uns ſeyn, daß wir von Suͤnden leben rein. Halleluja. 12. Der ſchlagend Eng l vorüber geht, kein Erſtge⸗ burt er bey uns unſer Thür⸗Schwell bat Chriſti Blut beſtrichen, das hält uns in Hut. ren ſahn, verſchwand ihr Hall Trauten, Fuccht und Za⸗ ge'n, Halleluſa. 6. Der HErr hielt ein freundlich Geſpraͤch mit zween Juͤngern auf dem Weg, vor Freud das Herz im Leib ihnen brannt, am Brodtbrechen ward Erer⸗ 7. Unſer Simſon, der theure Held, Chriſtus, den larcken Loͤwen faͤllt, der Hoöllen Pforten Er hin⸗ tragt, Jem Teufel all ſein S'walt erlegt. Hallel. 8. Jonas im Wallfiſch war drey Tag, ſo lang Chriſtus im Grab auch las. Denn laͤnger Ihn der Tod kein Stund in ſei⸗ nem Rach'n behalten kunt. Hallelu ag. 9. Sein'n Raub der Tod muſt fahren lahn, das Leben ſiegt und g' wann kannt. Halleluja. ihm an, zerſtoͤhrt iſt nun all ſeine Macht, Chriſt hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 2 10. Heut gehn wir aus Egoptenland aus Pharao⸗ nis Dienſt und Band, das rechte Oſter Laͤmmelein eſſen wir heut im Brod und ein. Aach een 1 11. Auch eſſen wir die ſuͤſſen Brod, wie Moſes Votes Polek gebot. 38 hallelujſa. 3 13. Die Sonn, die Erd, all Ereatur, und was be⸗ truͤbet war zuvor, das freut ſich heut an dieſem Tag, da der Welt Fuͤrſt darnie⸗ der 6 Halleluſa. 5 rum wir auch billi froͤlich ſeyn, ſingen da Halleluja fein, und loben dich, HEtr JEſu Chriſt, zu Troſt bu uns erſtanden biſt. Halleluja. 136. Mel. Seut tri⸗ umphiret ꝛc. zruͤh Morgens, da die . Sonn aufgeht, mein Heiland, Chriſtus, aufer⸗ ſieht. Halleluja, Halleluja, Vertrieben iſt der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wieder bracht. Halle⸗ luja, Halleluſa. 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Noth verſchloſ⸗ ſen, gleich als war ich todt. Hallel. Halleluja. Läß'ſt du mir fruͤh die Gnaden⸗ Sonn aufgehn, nach Trau⸗ ren Freud und Wonn. 299 Halleluja. 3. Nicht mehr, als nur drey Tage lang, bleibt mein Heiland in Todes Zwang. Halleluja, Hallel Den N Tag durchs* K ſchlaͤgt, 110 Er dringt, mit Ehren ſei⸗ ne Siegs⸗Fahn ſchwingt. Hallel. Hallelufa. 4. Jetzt iſt der Tag, da mich die Welt am Creutz mit Schmach gefangen Bie, Halleluja, Halleluſa. 4 rauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Hallel! Halleluja. b F., In kurtzem wach ich froͤhlich auf, mein Ofter⸗ Tag iſt ſchon im Lauf: Halleluja, Halleluja. Ich wach auf durch des HEr⸗ ren Stimm, veracht den Tod mit ſeinem Grimm. 0 ſtarcker Held! wo iſt ein Hallel. Halleluja. a 6. Am Creutz laßt Chri⸗ ſtus öffentlich vor allem Hallel. Halleluja. Volcke toͤdien ſich. Hallel. Halleluja. Da er durchs Todes Kercker bricht, lahr Ers die Menſchen ſehen nicht. Hallel. Halleluja. 7. Sein Reich iſt nicht von dieſer Welt, kein groß Gepraͤng ihm hier gefällt. Hallel Halleluja. Was ſchlecht und. niedrig geht herein, ſoll ihm das aller⸗ iebſte ſeyn. Hallel. Hal⸗ leluia 5 f 8. Hier iſt noch nicht recht kund gemacht, Er aus ſeinem Grab ge⸗ bracht. Hallel. Halleluja. Der groſſe Schatz, die rei⸗ che Beut. drauf ſich ein Chriſt ſo hertzlich freut.. 15 0 18, bin ich betruͤbt! Ich wels Hallel. Halleluja. 9. Der Jung ſte Tag wird zeigen au, was Er fuͤr Thaten hat gethan. Halleluj 2. Halleluja. Wie Er der Schlangen Kopf zerickt, die Hoͤll zer⸗ Von der Auferſtehung was 9 ftihrt, den Tod zerdruͤckt. Halleluja, Halleluja. 10. Da werd ich Thriſti Herrlichkeit anſchauen ewig voller Freud. Halle⸗ luja, Halleluja. Ich werde ſehn, wie alle Feind zur Höͤllenpeingeſtuͤrtzet ſeynd. Halleluja, Halleibja. 11. Der HErr den Tod ſelbſt todt und ſich nicht regt, Halleluja, Halleluja. Geht aus dem Grab in eigner Kraft, Tod, Teufel, Holl an Ihm nichts ſchafft. Halleluja, Halleluja. 12. O Wunder groß! 0 Feind, den Er nicht fällt! Kein Angſt⸗Stein liegt ſo ſchwer auf mir, Er weltzt ihn von des Herzens⸗Thuͤr. Hallel. Halleluia. 97 Kein Creutz und Truͤbſal iſt ſo tief, mein Heiland thut drein einen Griff. Hallel. Halleluig, Fuͤhrt mich hinaus mit ſel ner Hand, wer mich will halten, wird zu Schand. Hallel. Halleluja. 14. Und daß der HErr erſtanden ſey, das iſt von allem Zweifel frey. Hallel. Halleluja. Der Engel ſelbſt bezeugt es klar, bas leert Grab machts offenbar. Halleluja, Hallelua 15. Lebt Chriſtus, was daß Er mich hertzlich liebt. Hallel. Hälleluſa. Wenn mir glich alle Welt ſtirbt ab, gaug daß ich Ehtiſtum bei mir hab. Halleluja/ Halleluja⸗ 2 a B 16. ER zu Boden ſchlaͤgt, da Er K Hane dc ee u Amend Haha Durch J 10 U haft, J. eic eat“ ſeht Hd. Hale n Aicher barf r ein chat n Euch debe g. 08% Hafen, Dede t bar, rt m II ei den re groſſe Hh, Har Je. dau in ede Haft an role mitfraſſan paßte dei duhn u/ ale H b urn, deen 30 ec een Todalantg* elus 0 an n 1** 1 — ene den Lu). 11 b da g Hallelun SGrob i Dp, Leuſſ ts schaft A lug. er groß wo it eh 1 licht fill ja. Kei t ſo ſchuen t ihn bn U li. Halle entz ul I ef, mei ein einn Hallelaſz us mit ſth mich wil Scha, . der Het ads iſt uo 9. Hall, engel ſellt baß let elnija Ich weg lich liebt. — ** . Wehn Velt fett „Cbtifun Halleluja/ 18. 6 offenbal. — IEſu Chriſti. 111 16. Er nährt, Er ſchuͤtzt, Halleluja. Fuͤhr uns durch Er tröſtet mich: ſterb ich, ſo dein“ Barmhertzigkeit mit nimt Er mich zu. Hal⸗ Freuden in dein Herrlich⸗ 4. Hier iſt doch nichts leluja. Halleluja. Wo, Hallelui. Halleluib. jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied ſein's Lei⸗ denn Anaſt und Noth; wer bes bin. Hallel. Halleluja. gläubet und hält dein Ge⸗ 17 Durch ſeine Aufer⸗ ſtehung Kraft komm ich zu Engel Bruͤderſchaft: Hall. Halleluj. Durch Ihn bin ich mit Gott verſoͤhnt, die Feindſchaft iſt gantz abge⸗ lehnt. Hallel. Halleluja. 18. Mein Hertz darf nicht entſetzen ſich, Gott und die ja. Hohn und Spott muß lei⸗ Engel lieben mich. Hallel. Halleluja. Die Freude, die bot, Halleluja. Hallelu⸗ Der Welt iſt er ein den oft ein'n ſchnoͤden Tod. Halleluja. Halleluja. 5. Nun kann uns kein Jeind ſchaden mehr, ob er gleich murrt, iſts ohn Gefahr. Halleluja. Halle⸗⸗ luja. Er liegt im Koth. der arge Feind, dageg'n mir iſt bereit, vertreibet wir Gottes Kinder ſeynd 7 Furcht und T aurigkeit Hallel Halleluja. 19. Für dieſen Troſt, o groſſer Held, Herr Ja ſu, ins Hin f 8 tufa. Halleluja. Er iſt am danckt dir alle Welt. Hal. Halleluja. Dort wollen wu mit groͤſſerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preiß Halleluja. Halleluja. 137. M. Wir danken dir, Herr ꝛc. eut triumphiret Got, „ tes Sohn, der von dem Tod erſtanden ſchon. Hal⸗ leluj Hallel. Mit groſſer Pracht und Herrlich kein: des dancken wir ihn in Ewigkeit. Hallel. Hallel. 2 Dem Teufel hatEr ſei⸗ ne Macht zerſtoͤrt, verheert mit groſſer Kraft. Hallel. Halleluja. Wie pflegr zu thun ein ſtarcker Held der ſeinen Feind gewaltig fällt. Halleluja Hallelua. 3. O ſuͤſſer Herre Jeſu Chriſt, der du der Sün⸗ der Heiland biſt. Hallelußg. Halleluja. Halleluſa 6. Dafuͤr dancken wir alle gleich, und ſehen uns ins Himmelreich. Halle⸗ End, Gott helf uns all: ſo ſingen mit groſſem Schall: Hallel. Hallelja. 7. GOtt dem Vater in höchſten Thron, ſamt ſei⸗ juem eingebohrnen Sohn. Hall. Hall. Dem Heilgen Geiſt in gleicher Weiß in Ewigkeit ſey Lob und Preis. Hall. Halleluja. 138. M. Meinen Je⸗ ſum laß ich nicht. IeEſus meine Zuverſichs und mein Herland ist im Leben: dieſes weiß ich ſolt ich nicht darum mich zufrieden geben! Was die lange Todes- Nacht mir auch fuͤrchedancken macht. 2. JEſus, Er mein Heit⸗ land, lebt, ich werd auch uns 5* ö mein Eploͤſer ſchwa bt, war⸗ das Leben ſchauen, ſehn we —.' 85 112 Von der Auferſtehung um ſolte mir denn grauen 7 0 auch ein Haupt ſein Glied, welches es nicht nach ſich ziebt? 3. Ich bin durch der Hoff⸗ nung Band zu genau mit ihm verbunden, meine ſtar⸗ cke Glaubens Hand wird in ihm gelegt gefunden, daß mich auch kein Todes⸗Ban ewig gon ihm trennen kan. 4. Ich bin Fleiſch, und muß daher auch ein nal zu Aſchen werden, das geſteh ich, doch wird Er mich er wecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um Ihn ſeyn moͤs allezeit. F. Denn wird eben dieſe Haut mich umgeben wie ich glaͤube, GOtt wird wer⸗ den angeſchaut denn von mir in dieſe n Leibe, und in dieſemFleiſch werd ich JE⸗ ſum ſehen ewiglich. 6. Dieſer meiner Augen Licht wird Ihn, meinen Heiland kennen: ich, ich, ſelbet, kein Fremder nicht, werd in ſeiner Liebe bren⸗ nen; nur die Schwachheit um und an wird von mir ſeyn abgethan. 7. Was hie kraͤnket ſeuftt und fleht, wird dort friſch. und herrlich gehen: irrdiſch werd ich ausgeſaͤt, him̃liſch werd ich auferſtehen, hier geh ich natürlich ein, nach⸗ mals werd ichgeiſtlichſeyn. 8. Seyd geiroſt und hoch erfreut, IEſus tragt euch meine Glieder! Gebt nicht ſtatt der Traurigkeit, ſterbt ihr, Chriſtus ruft euch wie der, wenn die letzt Trom⸗ pet erklingt, die auch durch die Graͤber dringt. 9. Lacht der finſtern Er, den Kluft, lacht des Todes und Verdruß liegen unte⸗ euren Fuß. Erden, und euch dem ſchen das Herze da hinein, wo lh ewig wuͤnſcht zu ſeyn. 139. In eigener Mel. Heiland, der den Tod überwand, iſt auferſtan⸗ den, die Suͤnd hat Er gefangen. Kyrie eleiſon. 2. Der ohn Suͤnde war gebohren, trug fuͤr unt ſoͤhnet, daß uns Gott ſein Huldgoͤnnet. Kyrie eleiſon. Leben and nad, all's in Haͤnden Er hat, Er kan er⸗ retten alle, die zu Ihm tre⸗ ten. Kyrie eleiſon. 140. M. Es iſtgewiß⸗ lich an der Zeit. Ihr Chriſten ſebt, daß 3 ihr ausfegt, was ſich in euch von Sünden und al⸗ tem Sauerteig noch regt, nichts muß ſich des mehr finden; daß ihr ein neuer Teig moͤgt ſeyn, der unge⸗ ſaͤuert ſey und rein, ein Teig, der Gott gefalle, 2. Habt doch darauf ge⸗ naue Acht, daß ihr euch 10 Nur daß ihr dencelt ee erhebt von denkuͤſten dieſer 1 0 Gottes Zorn, hat uns ver⸗ s vor wohl problret, wie 0 928 „ 0 und der Hollen: Denn ihr ae ſolt euch durch die kuſt en ⸗ n rem Heiland zugeſellen: du Denn wird Schwachhelt jetzt ergebt, dem ihr beyge/ fuͤgt wolt werden. Schickt Jeg Tbriſtus, unſer m achat n te Stach, In dug 6g Such na, 1 3. Cob, Sund, Teuſe) 0 des Todt Denn ii ugeſellen! wache gen un er Mel. , ue e den e Auferſtay Icſu Chriſtl. 113 Gott in allem macht, und euren Wandel führet: ein wenig e leicht den ſchlaic Teig fortan durchſchleicht, daß er wird gantz durchfaͤuertt.. .. Alſo es mit den Suͤn⸗ den iſt, wo eine herrſchend bleibet, da bleibt, auch was iu jeder Friſt zum Boͤſen Fame treibet. Das Oſter⸗ Lamm im neuen Bund er⸗ fordert, daß des Hertzens Grund gantz rein in allem werde. Wer Ottern halten will, der muß dabey nicht unterlaſſen die bittern Sal⸗ ſen wahrer Buß, er mußdas Boͤſe haſſen, das Chriſtus, überall! kommet, daß wir Danuck erweſſen, unferm Gott mit ſuͤſſem Schall. Er iſt frey von Todes Bande, Simſon, der vom Himmel kam: Und der Loͤw ſtus IEſus, iſt erſtanden; nun iſt hin der lange Streit: Freue dich, o Chri⸗ ſtenheit. , Chriſtus ſelbſt hat uͤberwunden des ergrimm⸗ ten Todes Macht: Der in Tüchern lag gebunden, bat die Schlange umgebracht, Satans Reich iſt gantz verheeret; Chriſtus hat es nach der Ruh ausge; tilget, und darzu Beltal 55 i unſer Oſter⸗Lamm, für uns ſein Schloß ierſtoͤhret, 11 10 geſchlacht't am Creutzes daß wir haben frey Ge⸗ i ſür ung Stamm, ihn durch ſein Blut rein mache. leit: Freue dich, o Chri⸗ ſtenheit.. 1 30%% F. Drum laßt uns nicht 2 Wareſt du, o Held, 1 11 im Sauerteig der Bosheit geſtorben: Wareſt du ins 15 56 00 Oſtern eſſen, auch nicht in Grab gelegt? Ey, du 11 N 5710 Schalckheit, ob ſie gleich bliebeſt un verdorben: Da 7 Et kan, uns hat ſehr bart beſeſſen. Vielmehr laßt uns die ſich nur die Erd erregt, biſt du aus der Erden Ihn, Sßer⸗Zeit im ſuͤſſen Teig kommen, haſt das Leben öl. der Lauterkeit und Wahr⸗ und die Macht aus der a i beit Chriſtlich halten. Gruft herwieder bracht, Wigewiß, 6. Err Jeſu, Oſter⸗ und des Todes Raub ge⸗ Zeit. Lamm, verleih uns deine nommen, ſchenckeſt uns die Abt, Oſtergaben, daß wir den Seligkeſt: Freue dich, o V ebt, d Frieden und dabe ein rei⸗ Ehriſtenheit. was ſichh! nes Hertze haben. Gieb, daß 4. Tod, wo ſind nun en und al aus Juda Stamm, Chrie⸗ in uns deln heilges Wort deine Waffen? Holle, wo den Suͤnden⸗ Sauerteig iſt dein Triumph? Satan noch regt, bes mat hinfort jemehr und mehr konte gar nichts ſchaffen, 5 an ne gus ſege.(ſeinepfeile wurden ſtumpf; 1 in 2 Christus iſt ſein Gift ee 114, M Solt ich mei⸗ geweſen, ja der Hollen gefalle, nen Gott nicht ꝛc.[Seuch und Peſt; Welt dakaufg“ und Sünde liegen veſt, ß ihr ed Len den HErren und wir Menſchen ſind 1 leiht g X preiſen, o ibr Ebriſten geneſen, nur durch 1 5 e tap⸗ 5 114 Von der Auerſtehunng tapfern Streit; Freue Troſt und Friede nach den dich, o Christenheit Krieg: O! die ſollen kräf, 0 F. Gott heilet unſreſtig laben Leib und Seel in e Plagen, wenn wir nir⸗ allem Leid: Freue dich, 9 e gends Huͤlfe ſehn! laͤſſet Chriſtenheit. f uns nach dreyen Tagen 9. Weil nach dieſem e eh a lebend wieder auferſtehn Fried ich duͤrſte, wie nach z t u Darum muß ich danckbar Waſſer, Tag und Nacht, e dale dich werden: und mein Heitz den du, groſſer Sieges hl. iſt Freuden voll, weil der Fuͤrſte, aus dem Kauſuf Herr nicht ſehen ſoll die haſt e Ey, ſoyy) Verweſung in der Erden, dheil jetzt aus die Beute, Jg, noch der Höllen Einlam⸗ wie der ſtarcke Simſon phiſ keit; Freue dich, o Chri- that, als er uͤberwunden 10 ſtenheit. hat. Laß dich ruͤhmen alle Oe n die de 6 Er iſt aus der Augſt Leute, daß geendigt ſey L hehe hee geriſſen, und mit Ehren der Srreit: Freue dich, 9 rcſegſchheh angethan: Wer iſt der ſein Christenheit. ele Wü A. Leben wiſſen, und die Laͤng 10. Gieb, HErr Jeſ, gc lu ausreden kan; Chriſtus iſt deine Gnade, daß wir ſteit Ag een W der Sckſtein wordenz On, mit Reue, ſehn, wie ſo groß he had Hage das iſt von dir geſchehn, ſey unſer Schade; da W g 5 15 K g 7 5 2 3 1. f wie wir jetzt vor Augen wir dir gleich auferſtehn. ace u e ſehn: wir ſind aus der Bricht hervor in unſem za Sͤnder Orden hingeriſſen Hertzen, überwinde Sunbe, ac ah 51 — durch den Streit: Freue Tod, Teufel, Welt und aher dich, o Chriſtenheit. Hollen Noth: dampf i ut ſuh Wa 7. Haſt du ſchon vom men einen Tranck, und er⸗ liiten tauſend Schlaͤge, wareſt kraͤncker noch als kranck: Ey, ſo haſt du doch erhoben dein verklaͤrtes Angeſicht, ſtirbeſt nun und nimmer nicht; Ja, wir werden ewig loben dich, HErr IEſu, nach dem Streit; Freue dich, o. Chriſtenheit. 38. Herr, dis ſind die edlen Früchte, die dein Auferſtehung giebt, daß wir treten vor Gerichte, gantz in deine Gunſt ver liebt. HeErr, dis ſind die ſchoͤnen Gaben, Onad und keben, Freud und Sieg, rigkeit: Freue dich, Chriſtenheit. 1 11. Meinen Leib witd alle Graͤber wird entdecken, und der Engel Feld Ge ſchrey zeigen, was, vorhan⸗ den ſey; denn wird mich mein GOtt aufwecken, und beſchlieſſen all ell ſtenheit. meine Glieder, die jet Staub vnd Aſche fen der, uns die Angſt und Schmek⸗ kt.! Bach am Wege eingenom⸗ zen, ſamt der Seelen Trau 3 man begraben, aber gleich Fei wohl ewig nicht: bald werd dr n ich das Leben haben, wem das letzte Welt Gericht e Leid: Freue dich, o Chi 12. Deun ſo werden unverweslich leben wie en eendigt i Leue dich 0 hade; i. J auferſeh in ufa inde Suu Welt i ): dana ind Sch Seelen u e bi, N Leih i „ aber glei It: bald wel haben, de Ig elt Gelſc rd entdec * finden i den, 5 Chrißenheit. 142. M. Seut trium⸗ der, und erlangen ſolchen Schein, deſſen gleichen hier auf Erden immer zehr zu a: Ja, mein Leib, Err Ickſu Chriſt, ſoll dem deinen aͤhnlich wer voller Pracht und Herrlichkeit: Freue dich, phiret Sottes ꝛc. geb: Chriſtus, was hin ich betrübt? Ich weiß, daß Er mich hertzlich liebt. Hal⸗ lelnja, Halleluja. Wen mir gleich alle Welt ffürb ab, guug daß ich Chriſtum beo mir hab Halel Halleluja. 2. Mein JEſus lebt und ſchützet mich, darum, mein Hertz freu allzeit dich. Hal lelüja, Halleluia. Ob ſich erhebrder Boͤſen Rott, ſey gutes Muths, nur ihrer ſpott. Hall l. Hallelulgs. 3. Lebt doch mein Jeſus Kind. Iſt GOtt verſoͤhnt und nun 115 Er frey und rein. Halle⸗ luja, Halleluja. 6. Mein Glaub an Ick⸗ ſum tilgt die und, Gott liebet mich recht als ſeln Hallel Hallelnja. mein Freund, laß toben Welt und alle Feind. Hallel. Halleluja. 7. O Tod! vor dich fürcht ich mich nicht, dein Macht die VBoͤſen nur an⸗ ficht. Hallel. Hallelula. Mein Leben, Jeſus, dich bezwingt, und mich durch dich gen Himmel bringt. Hallel. Halleluja. a 8. Wenn ich Troſt, Huͤlf und Gnad begehr, mein IEſu, mir daſſelb gewaͤhr. Hall. Hallelvia Ich glaub an dich, ſtaͤrck meinenGeiſt, daß du vom Tos erſtanden ſeyſt. Hallel. Halleluja. 9. So werd ich nimmer ſeyn verlehrn, ſo wahr als du ein Menſch gebohrn. Halleluja, Halleluſa. Wer in der Hoͤh, trotz dem, der mir entgegen ſteh. Hallel. Halleluja. Er kau den Feind begegnen ſo, daß er der Liſt wird nimmer froh. Halleluja, Halleluja. . Ich ſeh auch nicht, warum ich ſolt betrüben mich, wenn ich gleich wolt. Hallel. Hallel. Weil Ick⸗ ſus lebt, an den ich glaub, wer iſt, der mir das(eben raub? Hallel. Halleluja. 5. Er macht ja dach ſein Aüſerſtehn, daß ich im Himmel kan eingehn. Hal, iel. Halleluja. Kein Sünd, fein Tod im Weg webu ſeyn, die Straſſe haͤlt, an dich glaubt, und zweifelt nicht, der kommt ja nicht ins Gericht. Hallelnja, Halleluja. 1 10. Ich glaͤub an dich, mein Herre Chriſt, daß du fuͤr mich geröͤdtet biſt. Hal⸗ leluja, Halleluja. Und auf⸗ eiſtanden mir zu gut, daß du mich haͤlteſtſteis in ut, Halleluja, Halleluja. 11. Wie koͤnnt ich denn verlohren ſeyn? Es iſt un⸗ möglich, nein, ach nein! Hallel. Halleluja. GOtt Lob! derſtarcke Jeſus lebt, mit Ihm lebt, wer im Glauben ſchwebt. Halle⸗ lujg, Hallelus. . 30 1 12. SGottes Grimm 12. Ich leb und werd in Ewiakeit mit IEſu leben, oder Freud! Hallel Halle⸗ luja! Des habe Danck du Lebens Hort, hab Danck, b JeEſu, hier und dort! Halleluja, Halleluja. 143. Mel. Auf, auf, mein Vert, mit ze. Mein IEſu, ſchoͤnſtes Leben, du echtes Oſter⸗Lamm, der du dich haſt gegeben fuͤr mich am ** es Stamm aus heiſ⸗ er freyem Geiſtes Trieb, zum Opfer und zur Gab: mein mattes Hertze lab. 2. O Lammlein ohne Schulden! das laͤßt erwuͤr⸗ gen ſich, und gerne will er⸗ dulden die Straf und Pein fuͤr mich: Du haͤngeſt an dem Holtz, iu büſſen mei⸗ nen Stoltz, du ſtirbeſt fur die Welt, die doch von dir nichts halt. 2. Hierhaͤngt das Heilder Erden, mein Schatz und Braͤutigam; hier will zur Suͤnde werden das reine Gottes⸗Kamm. Das Leben ſelber ſtirbt, Gnad, Segen ried erwirbt uns Men⸗ chen insgemein: Ach! laßt uns danckbar ſeyn. 4. Das Laͤmmlein laͤßt ſich braten am hohen Creu⸗ zes Stamm, zu helfen und zu rathen uns von der Hoͤl⸗ Th len Flamm; ſein ſchoͤnes rothes Blut loͤſcht aus die heiſſe Glut, und daͤmpfet durch ſei⸗ ertzens⸗ Lleb, aus ben ſucht; Dein Creutz ſol ner Fuͤrbiit Stimm. U a 5 * m * M 10 Siſt, lack un 1 eng . n deing 3. fa 10 J f Treu, die alle Morgen neu, Je, e a nee 9. Der Sauerteig den ech du e Sünden muß werden aut, a Hip e de, gefe 31, die Luͤſte, ſo ſich iy A n Ha den hey mir, ſeyn abgelegſ Aten Aan hüt 7 In ſuͤſſerk auterkeit wil ich u du n dan u nun ſeyn bereit, zu wandelt a Sai 1 b 5 ee ſo lang ich le 9 fu, en werd. 111 9. Geguͤrtet will ich fi ö 14. O Oo, ge 17 ben zum Guten, und ge e ene, ſchuht, den deg des Henn l chin, 1555 f 10 . ö 6 zu gehen, da man, was bro. u J a d ſeyn mein Stab, der Erden ala,; ſag ich ab, zu dir hinauf%* ich eil, im Himmel iſt melt 10 1. De 1 0 heil. ei„0 U% 10 Wie ſüß, o dat. e, l ſchmecket dis Oſter⸗ Lan, tt, melein: Sein Kleid die une men Bloͤſſe decket, ſein Blut 105 bee, macht bell und: reine Sein Kea, in 10 File; 1 5 rt, . im Mund giebts ſuͤſſen Saft, Hertzen Staͤrck und G Kraft. hat rechte Zucker Art, u pied durch dich ckt. 8 13. Drum, Laͤmmlein, JeEſu, ſpeiſe mit deinem Fleiſch und Blut uns auf der Himmels⸗Reiſe, und 4% bring uns zu der Hut, wo 0 keinen nicht mehr duͤr t; erkeit nul da du ſelbſt leiten wirſt bach den Schehen zn det ſo langihh Quell, die ſelig, klar und t will 10 14. Da Gott, die Le⸗ en, und een ö n 1 e a„u an uns ſcheint, wo Jrſu 2 1 Freud und Wonne dem ein dach finſchenckt, der geweint, ib, der eic we, Jauch t, der hier ger i dir ban acht, wo hübft, der pier mel im gelechtzt: Der Schaden Neiſche fe bd 0 Davids Sohn, Preis, Eh⸗ * „ ſein N. 5 db rein ga 7 re, Lob and Rubm, Macht, Weisheit und Reichthem, zuſamt Vietoria bringen, Halleluja. 144 M. Vater unſer im Simmelreich. Mun danucket Gott e ibr Ehriſten al, und 570 80 Ihm mit frohen Schall: Dieweil Er ſeiner Gottheit Macht durch ſei⸗ nen Sohn an Tag gebracht; Triumph, Triumph, ſchrey alle Welt! denn JESuse hat den Feind gefallt. 2. Er iſt erſſanden von dem cod, der Lebens⸗Fuͤrſt, der wahre Gott. Er hat des Teufels Burg zerſtoͤhrt und Gottes Himmelreich vermehrt. Triumph ze. 3, Er iſt erſchienen wie ein Blitz, und har bethoͤrt der Feinde Witz: Er hat er⸗ wieſen mit der That, was Er zuvor verkuͤndigt hat. Triumph e. 4. Er hat nun uͤberwun⸗ den gar ſein Leiden, Truͤb⸗ ſal und Gefahr. Sein Haußt trägt ſchon mit groſſem Glantz den ewig⸗ gruͤnen Lorbeer ⸗Crantz. Triumph e. 1 5. Die Wunden, di Er hiet empfing, da Er ans Creutz genagelt hing, die leuchten wie der Mor⸗ gen⸗Stern, und ſtrahlen von Ihm weit und fern. Triumph e. 6. Er iſt nun voller Se⸗ ligkeit, und herrſchet u 55 118 Don der Auferſtebung Ort und Zeit, Er lebt voll Freud im Paradeis, und hoͤrt mit Luſt ſein Lob und Preis. Triumph ꝛc. 7. Drum dancket Gott, ihr Chriſten all, und jauch⸗ zet Ihm mit groſſem Schall! Ihr ſollt in Ihm auch auferſtehn, und in die ew'ge Freud eingehn. Drum ſchrey Triumph die gantze Welt; denn JEſus hat den Feind gefaͤllt. 145. M. Triumph, Trlumph ꝛc. Nin hat das heil'ge 4 Gottes⸗ Lamm, dem man am Creutz das Le⸗ ben nahm, den ſchoͤnen Sieg an Holl und Tod behaupiet als ein wahrer Goc. Triumph, Tri⸗ umph, Triumph, Tri⸗ umph, Victoria, und ewi⸗ ges Halleluja. 2. Sein Ferſen⸗Srich giebt nicht mehr Blut, ver⸗ ſchwunden iſt der Schtan⸗ gen Muth, ihr Haupt iſt nun zerknieſchet 155 das bey den Creutz ſo freche 1 Triumph ze. Der Drache hat ſich ugehüllt /ſein Trotz und 10 iſt geſtillt; ſein Gift macht ihm ſelbſt Angſt und Pein, und drin⸗ get auf ſein Hertz hinein. Triumph ze. 4. Mo iſt, o Tod, dein Stachel gent? Teufel, euren Witz: des Macht, das hoͤlliſch aha r Vo f iſt der Hoͤllen Macht Heer? Faß toben wos da dr mer und Gieg? Wer füähret wider uns nun Krieg! Kampf friſch mit ihn n al. ae Triumph ꝛe. U Triumph ze. derum zum Leben gehſ. 5 185 — 5. Das Lamm, das 10 1, Welt Sünde tragt, ha M eure Macht in Koth gz ih legt: es herrſchet frag ah dort und hier, und eu w Leid waͤhrt fuͤr und 10 0 Triumph ꝛc. 6. Ja, Liebſter Heilen, deine Kraft hat uns 15 1a Fried und Ruh geſchaff 5 5 gantz matt ſind, die uu gert I draͤngen ſehr, und gelte fh; Ia 1 fort und fort nicht neh. I hum. Triumph ꝛc 7. Was wurret ihr, 10 0 e dhe,. Teufel, noch, was per/ ret ſich der Hollen Loch, und durfen Gottes seh e lehne ner Schaar noch Mu, t I di dd ter draͤnen und Gefah, 60 T0 6 SEohſt Je hn e. ut, amm 0 1 ä — 2 2 * 1 1 18 i in K 5 de ö ö 110 an geh 1 nd hilf! N 6 1 —— — — — — —— ———— — Triumph ꝛc⸗ 8. Das Laͤmmlein, dot erwuͤrget war, bricht en unten ren Muth und Rachen 1 gar: der Loͤw aus Jude ſteht uns bey, und macht von eurem Garn uns frey. Triumph de. 9. Der Simſon heicht der Höllen⸗Thuͤr der kühne 2 tritt herfuͤr, derch⸗ liath liegt ſchon geffreck!, und die Philiſter ſind en. ſchreckt, Triumph ꝛc. Magen, 10. Du Heiland, du um uf lig Ahh beherzt, 0 2545 haf 9 1 aller Feinde Muth ge 15 b faͤllt, indem du aus den si 1 Grab aufſtehſt, und wie, Sind 1 fc gn 1 1 1 a f . 1 Triumph ꝛc. 1 Wo habt, denn fuͤrchten ſehr des dl ge 11. Jas wollen 1 1 00 will und kan, tritt uur den 1. „ bahe 12. H 1 11 3 9 f 2— e de ang, ee kccher rt. d fuͤr und 1 ter Heil har unt; Aub geſchgh, und, dien und icht 10 10 Hdllen 0 Im aug J, erfuͤr, dug hon geſtalh, liſter fich 1 5970 E. Heiland, Mhh du as hel 1 ſt, und tsben fes litt uh dem dis geſchehen, dürfen Leben ga. mitihrn Ickſu Chriſti. 119 12. Iſt deines Macht, o Menſch, gleich ſchwach, ſo hilft dein Heiland hinken nach, durch deſſen Kraft wirſt du beſtehn, und dein Feind muß zu Boden gehn. Triumph ꝛe. 13. O Heiland! hilf zu jeder Friſt, der du vom Tod erſtanden biſt: Tritt her zu uns in unſter Noth fuͤhr uns ins Leben dur den Tod. Triumph ie. 146. M. Jeſu meine Freude ꝛc. Nin iſt auferſtanden aus des Todes Banden, 0 und Menſchen⸗ Sohn: JeEſus hat geſie⸗ get, daß nun alles lieget unter ſeinem Thron. Alle Feind ſo viel ihr'r ſeynd, hat er auf das Haupt ge⸗ ſchlagem ja gar Schau ge⸗ tragen. 2. Daß Er wollen ſter⸗ ben, war, uns zu erwerben Heil und Seligkeit. Nach⸗ wir nur ſehen, daß vor kurtzer Zeit Er zwar ſich wahrhaftiglich in den Tod um unſer Leben hat dahin gegeben. c 3. Niemand wird nun finden, daß von unſern Suͤnden noch was übrig ſey; weil der wiederkom⸗ men, der ſie uͤbernommen: Ja, indem Er frey, ſo iſt nun genug zu thun, weil die Zahlung juſt befunden, kei⸗ ner mehr verbunden. 4. Was will uns nun ſchaden, weil wir zu Ge⸗ Macht. bracht? Will der Teufel draͤnen, dürfen wir nicht ſcheuen ſein' verlohrne Hier iſt der, vor welchem er augenblicklich muß erbeben, und hinweg ſich heben. 5. Holle, wilt du pochen! Der dich hat zerbrochen ſtellt ſich lebend dar. Weil du nun gelaſſen, und nicht mogteſt faſſen, den, der Buͤrge war; So haſt du fort immerzu deines Rech⸗ tes dich begeben wider un⸗ ſer Leben. 0 6. Laß die Zaͤhne blaͤcken und die Hand ausſtrecken wider uns den Tod; Denn ſein Pfeil und Bogen fin⸗ det ſich betrogen. Es hat keine Noth. Ob er trifft, iſts drum kein Gifft, ſon⸗ dern muß mitſeinen Pfeilen er vielmehr uns heilen. 7. Darum mir nicht grauet, wenn mein Geiſt anſchauet, daß noch in das Grab meine muͤden Glieder werde legen nieder, weil ich dieſes hab, daß mein Hort mir dieſen Ort ſelbſt mit ſeinem Leibe weihe, daß ich ihn nicht ſchene . So ſind all wir Chri⸗ ſten dir und deinen Luͤſten todt, o Eitelkeit; wie wir uns nun haben laſſen mit begraben hier in dieſer Zeit: ſo wird Er, der groſſe HErr, une hervor auch mit ſich fuͤhren, und mit Kronen zieren. 9. Denn das ſicher ſte⸗ het, weil das Haupt nun gehet aus dem Grab her⸗ aus, muͤſſen auch die Glie⸗ naden ſind einmal ge⸗ der ſonder Zweifel role, der 120 Von der Auferſtehung der aus dem Todten⸗Haus (wenn jetzund die liebe Stund lünen wleder giebt das Leben) zu ihm ſi begeben. 8 16. O der groſſen Freu⸗ del. Wer wollt nun das Kleide dieſer Sterblichkeit nicht getroſt ablegen? weil 1 doch hingegen nach ſo kuntzer Zeit JEſus Chriſt bereitet iſt, ihn zu kleiden mit der Sonne, in der Himmels Wonne. 147. M. Allein Ott in der Soͤh ꝛc. Tod: wo iſt dein Stachel nan? Wo iſt dein Sieg, b Hoͤlle? was kann üns jetzt der Teufel thun, wie beſ er ſich auch ſtelle? Gott ſey gedankt, der uns den Sieg ſo herrlich hat nach dieſem Krieg aus Gn und Gunſt gegeben. 2. Wie ſtraͤubte ſich die alte Schlang, als Chkiſtus mit ihr kaͤmpfre, mit Liſt und Macht ſie auf ihn drang; jedennoch Er ſie dampfte: Ob ſie ihn in die Ferſen ſticht, ſo ſteget ſie darum doch nicht, der Kopf iſt ihr zertreten. kommt herfuͤr, den Feind nimmt Er gefangen, zer⸗ bricht der Hollen Schloß und Thuͤr, tragt weg den Raub mit Prangen: Niches iſt, das in dem Sieges Lauf den ſtarken Held kan halten auf, Er iſt der Ueberwinder. 4. Des Todes Gift, der Hallen Pest iſt anſet ch Morden. Und da er ſonf 5 d' bleibt; Er lebt, Chriſtus] ſe Heiland worden; L 60 2 Satan auch noch unge neh enden läßt vom Wuͤten und vo du H e de nichts ſchaffen kann, nur oe Tah und Nacht uns kl ale Me get an, ſo iſt er doch vel Sun 1 9 a Henten Re 000 We. 5. Des HErren Recht Sach We die behalt den, Sieg uu ei dee lit erhoͤhet: Des Herren ue en 1 Rechte mächtig falt, vas db e. ihr entgegen fiehet. Toß 60“ fe den,. Teufel, Höll und alt u ares Feind in Chriſto ganz gey au e a f daͤmpfet ſeynd, iht Zon drehung 1 f ißt kraftlos worden. 0 e 100 fe e riſt, ſie n 1 lebet wieder. Weil nun auh, lan g a das Haupt erſtanden i* fh a wann t ſteh'n wir auch auf, die O e e lieder. Se jemand Chr mals nee,.. ſti Worten glaubt, ie deut i hen de e Tod und Grabe det high 555 4 — gleich alrdet ob k luzek 1 15* gleich ſtirbet. due de en Be 10 7, We 4 glg un e durch wahre Neu u al, e c Ehtiſto auferſtehet, it unde dort vom andern Todt. ftey, derſelb' ihn nicht duch angehet; der Tod hat ſey die ner keine Macht, das ee dn Lc ben iſt uns wiederbeacht und unvergaͤnglichs We n. 1 2. Das it die recht! Oſter⸗Bent, der wir thell haftig werden. Fried, Heil) Freud und Getechtigkelt, 1 im Himmel und auf Erden. hure 125 Hier ſind wir ſeill und ure e warten fort, bit unſel e Bud, 107 1 Leib wird Ahnlich dort eee Chriſti verklaͤrtem Lelbe. schlange 0 10 9 6 9. Der alte Drach unn, de ſeine Rott hingegen 25 1 4 1 1 AJckſu Chriſti. 2 3 r r N 19 100 in Schanden, erlegt iß er e ie m Ad e d it Schimpf und Spott, a Chriſtus iſt erſtanden. uptes Sieg der 1 5 „Glieder iſt, drus: kann mit aller Macht und Liſt uns doch Satan nicht mehr ſchaden. Na Stachel nun? Wo iſt dein 10. OT/Tod, cho iſt dein i Sieg, o Hole? Was kan uns jetzt der Teufel thun, J wie grauſam er ſich ſtelle? Gon ſehy gedanckt, der d uns den Steg ſo herrlich hat in dieſem Krieg aus I Gnad und Gunft gegeben. . 148. mel. Nun freut S; euch, lieben ꝛc. y froͤlich alles weit und breit, was vor⸗ mals war verlohren, weil heut der HErr der Herr⸗ at 0 n glichs d bie g Buͤſſer, ö am Creutz vergoſſen uns zu 1ſt lichkeit, den GOtt ſelbſt auserkohren zum Guͤnden⸗ der ſein Blut gut, vom Tod iſt aufer⸗ anden. 2. Wie ſchoͤn haſt du durch deine Macht, du wilder Feind des Lebens, den Lebens⸗Fuͤrſten um: gebracht! dein Stachel iſt vergebens durch Ihn ge⸗ ſchoſſen, ſchnaͤder Feind, du haͤtteſt wahrlich wohl ge meynt, Er wuͤrd im Stau be bleiben.. 3. Nein, nein! Er traͤgt ſein Haupt empor iſt maͤch⸗ tig dure gedrungen, durch uu deine Bande, durch dein Thor! ja hat im Gieg ver⸗ 1 1% ſchlungen dich ſelbſt, daß 1 wer an Ihn nur glaͤubt, von dir jetzt ein Geſpoͤite 1 g 121 treibt, und ſpricht: Wo iſt dein Stachel! 8 4. Denn deine Macht die iſt dahin, und keinen Schaden bringet dem, der ſich ſtets mir Hertz und Sinn zu dieſem Fuͤrſten ſchwinget, der froͤlich ſpricht: Ich leb und ihr ſolt mit mit leben für und fuͤr, weil ich es euch er⸗ worben. e 5. Der Tod hat keine Kraft nicht mehr, ihr duͤrfet ihn nicht ſcheuen, Ich bin ſein Stegs Fürſt und ſein HErr, des ſolt ihr euch erfreuen; Dazu ſo bin ich euer Haupt, drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, als Glieder mit mir leben. 6. Der Hoͤllen Sieg der iſt auch mein, Ich habe ſie ſterftöhret! Es darf nicht fürchten ihre Pein, wer mich und mein Wort hoͤ⸗ ret. Und weil des Teu⸗ fels Macht und Liſt ge⸗ daͤmpft, ſein Kopf zerire⸗ ten iſt, mag es ihm auch nicht ſchaden 7. Nun, GOT ſet Danck, der uns den Sieg durch Chriſtum hat gege⸗ ben, und uns den Frieden für den Krieg, und fuͤr den Tod das Leben erworben, ber die Sund und Tod, Welt, Teufel, Holl und was in Noth uns fluͤttzet, uͤberwunden. 5 140. m. Erſchienen iſt der herrlich Lag. o bald des großen — Sabdathe Nach a 1 2 122 Von der Auferſtehung Tag vertrieb und dunckel macht, da kauften der Ma⸗ rien drey, den„Errn zu ſal⸗ ben Specerey. Halleluja. 2. Sie richten alles fleiſ⸗ ſig zu, und warten bis aus ihrer Ruh ans Himmels⸗ Feld die Morgenroth in ihrem güldnem Schmucke geht. Halleluja.. 3. Als ſie nun auf dem Wege ſind, bald ſich ein neuer Kummer findt: Ach! ſprechen ſie: ein groſſer Schmertz durchwuͤhlet un⸗ ſer traurigs Hertz! Hal leluja. ö 4. Wer offnet uns des Grabes Thuͤr? Kein Juͤn⸗ germach' ſich jetzt herfuͤr, uns Armen wirds unmög⸗ lich ſeyn, zu waͤltzen ab den ſchweren Sein. Hallel. 5. Indem ſie ſchauen auf das Grab, da iſt des Stein gewaͤltzet ab; Gott giebt fuͤr Ange und groſſes Leid, gew ünſchtendroſt und Froͤ⸗ lichkeit. Halleluja. 6. Sie gehn hinein, da ſehn ſie bald, wie daß ein Jngling wohlgeſtalt zur Rechten ſtebt, und tragt ein Kleid, welß wie der Schnee in Winters Zeit, Halleluja. 7. Sie ſind beſtuͤrtzt daß keine kann vor Furcht die andern reden an, der Engel troͤſtet ſie, und ſpricht: Ihr lieben Frauen fuͤrcht euch nicht. Halleluja. 8. Ihr ſucht den HErrn von Nazareth, der Irſus heit, hier iſt die Glatt, hier iſt das Raͤumlein, wo man Ihn aus Liebe hat ge⸗ zwar den Tod; jetzt aber lebt Er frey ohn Noth: iſt erſtanden als ein Mann, der auch den Tod ſelbß th ten kann. Halleluja. 10. Hier bey den Todten werdet ihr ihn finden nicht, das glaubet mix. Geht hi, kund, und Petro, dem sei Hertz iſt wund. Hallelug, 11. Heißt ſie in Gal leam gehn, daſelbſt wide vor ihnen ſtehn, ſie werden Er zuſagt, das fehlet nich. Halleluja. 12. Sie gehn heraus und eilen fort, ihr Mund un Zittern redt kein Won, die bloͤden Hertzen ſind n ſchreckt, mit Furcht un) Anaſt ganz uͤberdeckt. Hal. 13. Wir aber halten di Freud und Luſt, und day cken, dir HErr J Eſuchriſ, daß du heut auferſtanden biſt. Halleluja. ö 14. Der Teufel tobe, wie er will, wer fragt lach ihm, er hat kein Ziel, dal, uͤber darf er ſchreiten nicht, wuͤrd' er auch toll, er gericht't. Halleluja. 15. Des Todes Stachel iſt entzwey, er thut nichl, was mir ſchaͤblich ſey! Sterb ich ſo ſterb ich di allein, die Seele muß hald bey dir ſeyn. Halleluja. 16. Der Leib, der in den Grabe liegt, ſchlaͤſt ſanſt, als waͤr er eingewiegt, ich weiß, daß du ihn als eit Fuͤrſt des Lebens auferwt⸗ leget hin. Halleluja. Icken wirft. alleluja. * 150. N 9. Am Creutze litt— und machts den Jungen ſehn ſein Angeſicht, un! 1 ſch orten nn een 0 ſe Poſt fuͤr unſers Hertzen. üg,. „Nen Gtr J u e ders e daeen 5 1 4 Fehling u heran r Mund i Fein MI Artzen sil b Furcht erdeckt. er halten ſers Hen it, und Jesus auferſa uſel toon e ftagt u in Ziel, keiten i toll, a allelu odes Sach 2. thut ſich, häblich h ſteth 10 ele muß ha Hallelog⸗ ib, der den ſchliſt u gewiegt, 1 IeEſu Chriſti. 1233 150. In eigener Mel. Denn Triumph! es „kommt mit Pracht der Sieges⸗Fuͤrſt heut aus der Schlacht: wer ſeines Rei⸗ chesUnterthan, ſchau heute ſein Triumphs ⸗Feſt an, 8 u ihn als ens aufer dallelus 150, 0 0 Triumph, Triumph, Triumph, Triumph, Vie⸗ to via, und ewiges Hallel. 2. Vor Freuden Thal und Wald erklingt, die Erde ſchoͤnes Blumwerck bringt: der Zierath, die Tapecerey zeugt, daß der Schöpfer Sieger ſey. Triumph ꝛc. 3. Die Sonne ſich aufs ſchoͤnſte ſchmuͤckt, und wie⸗ der durch das Blaue blickt, die vor Pech ſchwartz in Trauen Kleid beſchaut den Blut- und Todes ⸗Streit. Triumph ꝛce Fluch und Bann vertilgt hier mein Erloͤſers⸗Mann. Triumph ꝛc. 2 1. Qu liebe Seel biſt ausgebürgt, der hoͤlliſche yran erwürgt, ſein Raub⸗ chloß und geſchworne Rott iſt gantz zerſtoͤhrt, der Tod-ein Spott. Triumphꝛe. 9. Hier liegt der ſtolze Belial, die Hollen Burger allzumal ſind ſammt der Schweſels Burg zerſtoͤhrt. Kein Feind ſich wider uns empoͤrt. Triumph ꝛc. 10. HEtr IEſu, wahrer Sieges Fuͤrſt! wir glau⸗ ben, daß du ſchencken wirſt uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Triumph ꝛc.. 11. Triumph, Triumph, dich ehren wir, und wollen 4. Das ſtille Lamm jetzt durch dich kaͤmpfen hier, nicht mehr ſchweigt, ſich muthig als ein Loͤwerzeigt: kein harter Fels Ihn haͤlt und zwingt, Grab, Slegel, Riegel, vor Ihm ſpringt. Triumph ꝛc. N daß wir als Reichsgen oſſen dort, dir ſolgen durch die Sieges⸗Pfort. Triumph, Triumph, Triumph, Triumph, Vietorig! und ewiges Hallelujg. 5. Der andre Adam heut, t. mel. Nun freut erwacht, nach ſeiner har⸗ ten Todes Nacht, aus ſei⸗ ner Seiten Er erbaut uns, ſeine theuer⸗erloͤſ'te Braut. Triumph ꝛc. 6. Wie gen bluͤht trug! ſo traͤget priefters Leichnam heut, Triumph ꝛc 7. Mun iſt die Herrlich⸗ keit erkaͤmpft, der Suͤnden * Peſt und Gift gedaͤmpft: Ile der ſchweren Handschrift und laß dein F 2 Arons Ruthe ſchoͤn ausſchlug, am Mor⸗ und Mandeln Frucht der Seliskeit des Hohen⸗ euch, lieben ꝛc. vach auf, mein Hertz, W̃᷑ die Nacht iſt hin, die Sonn iſt aufgegangen, er⸗ muntre deinen Geiſt und Sinn, den Heiland zu um⸗ fangen, der heute durch des Todes Thür gebrochen aus dem Grab herfür, der gantzen Welt zur Wonne. 2. Steh aus dem Grab der Suͤnden auf, und ſuch ein neues Leben; volführe deinen Hlaubens Lauf, Hertz ſich he⸗ ben — 124 Don der Auferſt. Jæxſu Cbriſti. ben gen Himmel, da dein Ie Eſus iſt, und ſucht, was droben, als ein Chriſt, der geißtlich auferſtanden. 3. Vergeſſe, was dahinten iſt, und tracht nach dem was droben, damit dein Hertz zu jeder Friſt zu IJEſu ſey erhoben: Tritt unter dich die boͤſe Welt, und ſtrebe nach des Him⸗ mels Zelt, wo JEſus iſt zu finden. 4. Quaͤlt dich ein ſchwe⸗ ter Sorgen⸗Stein, dein IEſus wird ihn heben: Es an ein Chriſt bey Creutzes⸗ Pein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den HErrn, und ſorge nicht, Er ißt nicht fern, weil er iſt auferſtanden. 5. Geh mit Maria Magda⸗ len und Salomo zum Gra⸗ be, die fruͤh dahin ausgiebe gehn mit ihrer Salbungs⸗ Gabe; ſo wirſt du ſehn, daß JEſu⸗Chriſt vomdod heut auferſtanden iſt, und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Loͤw aus Juda Stamm, heut ſieg⸗ reich uͤberwunden, erwuͤrgte Gottes Lamm, hat uns zum Heil erfunden, das Leben und Gerechtig⸗ keit, weil er nach uͤber⸗ ſtandnem Streit die Feinde Schau getragen. 7. Drum auf, mein Hertz! 8. Schon weder Teufel, Welt noch Tod, noch gal der Hoͤllen⸗Rachen: dein IEſus lebt; Es hat kein Noth. Er iſt noch bey den Schwachen und den Gerin, gen dieſer Welt, als ein ge⸗ kroͤnter Sleges⸗Held drum wirſt du uͤberwinden. 9. Ach mein HErr Ieh, der du biſt von Todten auf tans Macht und Liſt, und aus des Todes Banden, daß wir zuſammen insgemeil zum neuenseben gehen ein, das du uns haſt erworben. 25 10. Sey hochgelobt in dieſer Zeit von allen Got, tes Kindern, und ewig in Ueberwindern, die uͤbet⸗ wunden durch dein Blut, HErr JEſu gieb uns Kraft und Muth, daß wir auch überwinden. ö 152. M. Erſchienen iſt der herrlich Tag. Wie dancken dir, Herr Wẽ᷑ JEſu Chriß, daß du und W e erſtanden biſt, und haſt den Tod zerſtoͤrt ſein Macht, und uns das Leben wiederbracht. Halleluja. fang an den Streit, weil wird auch uͤberwinden weit in dir, weil er gebunden, der Feinde Macht, daß du aufſtehſt, und in ein neues Leben gehſt, und Goit im epn. Halleluja. 3. Gott dem Vater im eingebohrnen Sohn, dem Heligen Geiſt in gleicher Weis in Ewigkeit ſer Lob Glauben dleneſt. und Preis. Halleluja 0 IV. Von erſtanden, errett aus Sg der Herrlichkeit von allen W N c t in Net 7. Haſt, 0 keveti Sei ünmlel. as „ gta ale „ fue hy g 0 t Mui und gn gg in Ahr) Puach. gabe hf hoben ö be hoͤchſten Thron, ſaſitſeinen 1 wa Siet, kin f t hn, 100 deen nel, 1 2. Wir bitten dich durch Hef e deine nad, nimm von uns unſre Miſſethat, und hilf daß. 2 bein, Sof 8 aß wir dein' treue Diener IEſus uͤberwunden: Er f Ich. 8 g 1 f 8 f 1 a * 5 1 1 a0, 0 Wett ang 6% dei, 0 . anden, 0 inegemſſ igehen e Lrworbet, gelobte allen 60% id ewig t don al die 150 dein Vl, VI. Von der +. b uns Ku 5 b wit aug 1 1150 0 ich Tag a 1 0 rxuͤhint und ehret den, 2 dir, Hel itt, daß U Den ical erſtoͤrt ea L s das beben Hallelug, Adich duch um vou t, unh Gute hel, 5 eue Dien 14 L. 5 1 Vater in N john, den In gleiche eit ſer Lol glleluias IV, Po 4 0 9 ö von der Simmel fahrt Chrlſti. 125 Chr 153. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der ꝛc. nech! wunder groſſer D Sieges Held, du 1409 Suͤnden Trager eller Welt! heut haſt du dich geſetzet zur Rechten deines Vaters⸗Kraft, der Feinde Schaar gebracht zur — aft, bis auf den Tod ver⸗ lezet: Maͤchtig, praͤchtig/ t iumphireſt, jubilireſt, Tod und Leben iſt, HErr Eheiſt dir untergehen. 2. Dir dienen alle Che⸗ rabim, viel tauſend hohe Seraphim dich, Sieges⸗ Fürſten loben, wei du den Segen wiederbracht, mit Majeſtat und groſſer Pracht zur Freude biſt er⸗ hoben: Singet, 3 0 fahret auf gen Himmel mii Poſaunen und Getümmel. 3. Du biſt das Haupt, hingegen wir ſind Glieder ja es kommt von uns Licht, Troſt und geben: 8 Hell, Fried und Freude Starck und Kraſt, Erqut, Labſal, Hertzens⸗ Saft wird uns von dir Bringe, zwinge mein Ge⸗ dlaͤte, daß es preiſe, dirkob, ckung, gegeben: mein Gemuͤthe, Ehr und Danck erweiſe. 4. Zeuch, Jes ö euch Ans nach dir, hilf, dat wit kuͤnftig fur und für dir auf Su, uns Himmelfahrt iſti. ten: Laß unſer Thun und Wandel ſeyn, daß wir mit Demuth gehn herein, all Ueppigkeit verachten: Un⸗ den, Chriſtlich leiden wohl ergruͤnden, wo die Gnade ſey zu finden. 5. Sey, IESu, unſer Schutz und Schatz, ſer un⸗ ſer Ruhm und veſter Platz, darauf wir uns verlaſſen. Laß ſuchen uns, was dro⸗ ben iſt, auf Erden wohnet Trug und Lift, es iſt auf allen Straſſen Luͤgen Trü⸗ gen, Angſt und Plagen, die da nagen, die da quslen ſtuͤndlich arme Chriſten⸗ Seelen. 6. HErr IJEſu, komm, du Gnaden ⸗Thron, dusse⸗ ges Fürſt, Held, Davids Sohn! komm, ſtille das Verlangen! Du, du biſt allen uus zu gut, o JEſu, durch dein theures Blut ins Heiligthum gegangen: [Komm ſchier, hilf mir: Denn ſo ſollen, denn ſo wollen wir ohnEnde froͤlich klopfen in die Haͤnde. 154. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Art Ebriſti Himmelfahrt allein ich meine Nach⸗ fahrt gründe, und allen Zweifel Angſt und Pein iermit ſtets uͤberwinde: nach deinem Reiche trach⸗ denn well das Haupt im „ 8 Him⸗ 3 art, Hoffart laß uns mei⸗ 126 Don der Simmelfahrt Chriſti. Himmeliſt, wirdſeine lie- iſts nicht Ernſt zum Her, der JEſus Chriſt zur rech⸗ ten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen Him⸗ mel an, und groſſe Gab'n empfangen, mein Hertz auch nur im Himmel kan, ſonſt nirgend, Ruh erlan⸗ gen: Denn wo mein Schatz genommen hin, da iſt auch ſtets mein Herz und Sinn: Nach Ihm mich fehr ver⸗ langet. 8 3. Ach HErr! laß dieſe Gnade mich von deiner Auffahrt ſpuͤren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zie ren, und denn einmal, wenn dirs gefallt, mit Freuden ſcheiden aus der Welt. Herr hoͤre dis mein Flehen. 155. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Aut dieſen Tag bedencken wir, daß Chriſt gen Himm'l gefahren, und dan⸗ cken Gott aus hoͤchſt'r Vegier, mit Bitt, er woll bewahren uns arme Suͤn⸗ der hier auf Erd, die wie von wegen manch'r Ge fahr ohn' Hoffnung han kein Troſte. 2, Drum ſey Gott Lob der Weg iſtg'macht, uns ſteht der Himmel offen: Chriſtus ſchleußt auf mit groſſem Pracht, vorhin war all's verſchloſſen. Wer glaubt, des Hertz iſt Freu den voll, dahin er ſich denn ruͤſten ſoll, dem HEtren nachzufolgen. 3: Wer nicht folgt, noch feinen Willen thut, dem ren: Denn Er wird auch vor Fleiſch und Blut ſein Himmelreich verſperken. Am Glauben liegt, ſo der iſt recht, ſo wird auch g wiß das Leben ſchlechtu Son im Himm'l gerichtet. 4. Solch Himmelſahnt faͤhrt in uns an, wenn wit den Vater finden, und flie⸗ hen ſtets der Welt iht Bahn, thun uns zu Gottet Kindern; die ſehn hinauf und Gott herab, en Treu und Lieb geht ihn! nichts ab, bis ſie zuſammen kommen. 5. Denn wird der Tag erſt freudenreich, wenn unt Gott zu ihm nehmen, und ſeinem Sohn wird machen gleich, als wir den jetz bekennen, da wird ſich finden Freud und Muth u ew'gen Zeit bey hoͤchſten Gut, Gott woll, daß wirs erleben. JEſu Chriſt, der fur unz iſt geſtorben, und wieder Huld erworben, daß wir nun nicht in Adams Fall umkommen und auch ſtet⸗ ben all, ſondern das be⸗ hen erben. N 156. In eigener Mel. Chu fuhr gen Himmel! was ſandt Er uns hernteder? Den Troͤſter, den Heiligen Geiſt, zu Troß Kyrieleis. 2. Halleluja, Halleloſ, Halleluja. Des ſolb n 10 6. Ehr' ſey dem Herren, ber armen Chriſtenheit dunn eee Aue. Runfte 5 11 5 auferſtandeniſt, des Vaters L * geht ihr 5 f zuſammg an d der 200 1 ahmen, in rd mache u ir den 100 i ö em Hern der für u und wien * des vnn 8 , daß e Adams. d auch er ern das 4% 3 Ak Mul. un Himmtl! t Et u en toter * ee 1 Thuiftenhe b ſolln u . 157. Mel. Nun freut Von der Simmelfahrt Chriſti. 127 alle ſroh ſeyn Ehriſtus will unſer Troſt ſeyn. Kyrieleis. euch, neben c. De faͤhrſt gen Himmel, JESu Chriſt, die Staͤdt mir zu bereiten, auf daß ich bleibe, wo du biſt, zu ewiglichen Zeiten? Du faͤhrſt, mein Heiland, in die Hoh, auf daß ich in die Hoͤh auch geh: dis kan mich recht ergoͤtzen. 2. Du faͤhrſt mein Jeſu Wolcken an, und dringſt durch alle Himmel, damis, ich dir nachfolgen kan aus dieſem Welt Getümmel Du biſt, mein JEſu, aus dem Leid gegangen in die boͤchſte Freud daß ſtete Freud mich labe. 3. Wo JEſus iſt, da kon ich hin, bey JEſu will ich bleiben. Drum ſteht zu JEſu ſtets mein Sinn, nichts ſoll mich von Ihm treiben: ob ich ſchon duld hier manche Noth, ſo werd ich doch nach meinen Tod bey IEſu recht erquicket. 4. So zage nicht, du mei⸗ ne Seel, laß nur den Kum⸗ mer fahren, und dich nicht allzu ſchmertzlich quaͤl, ich. werd nach kurtzen Jahren gelangen aus dem Jam, merthal hin in den ſchönen Himmelsſaal, da JEſus mich wird troͤſten. 158. Mel. Ermuntre dich mein ꝛc. biſt auſgenomen gen Him! mel, da dein Vater iſt und die Gemein der Frommen? wie ſoll ich deinen großen Sieg, den du uns durch den ſchweren Krieg erworben haſt recht preiſen, und dir gnug Ehr erweiſen. 2. Du haft die Holl und Sünden Noth gantz ritter lich bezwungen: Du ha den Teufel, Welt und Tod durch deinen Tod verdrun⸗ gen; Du haſt geſieget weit und breit: Mie ſoll ich ſol⸗ che Herrlichkeit, o Herr, in dieſem Leben gnug wuͤr⸗ diglich erheben. 3. Du haſt dich zu der rechten Hand des Vaters hingeſetzet, der alles dir hat zugewandt, nach dem du, kaum verletzet! die fcaͤrck⸗ ſte Feind haſt umgebracht, Triumph und Sieg dar⸗ aus gemacht, und ſie auf deinen Wagen gantz herr⸗ lich Schau getragen. 4. Nun lieget alles un⸗ ter dir, der Vater ausge⸗ nommen: Die Engel muͤſ⸗ ſen fuͤr und fuͤr dir aufu⸗ warten kommen, die Für⸗ ſten ſtehn auch auf der Bahn, und ſind dir willig unterthan, Luft, Waſſer, Feuer, Erden muß dir zu Dienſte werden. F. Du ſtarcker Herrscher faͤhreſt auf mit Jauchzen und Lobſagen, und gleich mit dir in vollem Lauf auch mehr denn tauſend Wagenz Du faͤhreſt auf mit Lobge⸗ ſang, es ſchallet der Poſau⸗ nen Klang: mein Gott vor allen Dingen will ich u Lebens⸗Fuͤrſt, HErr Dozeſa Chriſt, det du dir auch lobſingen. 84 6. 128 Don der Zimmelfahrt Chriſti. 6. Du biſt gefahren in werd ich vor dir ſtehen, deln die Hoͤh hinſuͤhrend, die Angeſicht zu ſehen. Gefangen, ſo uns mit 11. Wenn ſoll ich hin ins Thraͤnen, Ach und Weh Paradies, zu dir, Hegg genetzet oft die Wangen, IESu, kommen? Wenn Drum preiſen wir mit koſt ich doch das Engelſuͤß; ſuſſem Schall, o ſtarcker wenn werd ich aufgenom⸗ Gott, dich uͤberall, wir, men? Mein Heiland, kofſ, die wir ſo viel Gaben von und nimm mich an, auf daß dir empfangen haben. ich froͤlich ſauchtzen kan, 9. Du haſt durch deine und klopfen in die Haͤnde; Himmelfahrt die Straſſe Halleluja! ohn Ende! 85 7 5 1 8 Weg uns offenbahrt, der. une zum Vater eile, und 159. Mel. Ach alles, weil denn du, HErr JEſuf was Simmel ꝛc. Chriſt, nun ſtets in deiner en f Wohnung bist, ſo werden N mie Handen ihn ja dießrommen dahin auch J Voͤlcker, nun alle, und zu dir kommen. jauchtzet dem Hoͤch en mit 8. Iſt unſer Haupt im ſtoͤlichem Schalle. Dem 19 Himmelreich, als die Apo- Gott der Allerhoͤchſteſſ ſtel ſchreiben, ſo werden ſchrecklich dort oben, eil wir, den Engeln gleich, Koͤnig ſehr hoch auf dg ja nicht herauſfen bleiben: Erden erhoben. i Du wirſt uns, deine Kin⸗ 2. Der nunmehr die derlein, mein GOit, nicht Voͤlcker, wird unter uns laſſen von dir ſeyn? die zwingen, die Leut unter ihnen yeſt vertrauen, dein' unſere Fuͤſſe nun bringen; Herrlichkeit zu ſckauen. Denn Ex uns zum Erbe 2. Hilf, daß wir ſuchen theilerwaͤhlet, und giebet unſern Schatz nicht hier die errlichkei Jacobs, den in dieſem Leben, beſondern Er ha: geliebert. dort, wo du den Platz wirſt 3. Frolocket mit jauch⸗ Gottes Kindern geben; tzendem Schall Gott au Ach] laß uns ſtreben veſt fahret, der HErr mit hel⸗ und wohl nach dem, was len Poſaunen beehret. Lob koͤn⸗ ſinget G Ott, ſinget, lobſin⸗ Junta g in e e 7 J 8 Dund audten, aged g a de hennch e Walſgadn geüt, 6 Mah u he 00 i l Jaber Seal en fal, ge Heun Ich allt nel ꝛc, deni dach en ni 72 le. * oben, ei h auf dh, mehr unter u Leut une I bringen; und giehe Jacobs, d mit jeuch „Gott auß r mit hel ehret. Loh get, lob Lob use get., Ott iſt„ em Erd“ den auf Erden, und wird ll, Jan Thöͤchſte Von der Simm elfahrt Chriſti. 129 5. Die Fuͤrſten der Voͤl⸗ cker ſind alle gezaͤhlet zu ei⸗ nem Volck Abrahams, das Gott erwaͤhlet. Denn Gott iſt ſehr hoch bey denSchil⸗ noch viel hoͤher und herrli⸗ cher werden. 160. In eigner Mel. * Gen Himmel aufgefah⸗ O en iſt, Halleluja! der Koͤn'g der Ehren IEſus Chriſt, Halleluſa. 2. Er ſitzt zur Rechten Gottes Hand, Halleluja! herrſcht uͤber Himml und alle Land. Halleluia. 3. Nun iſt erfuͤllt, was eſchrieben iſt, Halleluja! u Pfſalmen von dem HeEr⸗ ren Chriſt. Halleluja. 4. Nun ſitzt beymHerren wie zu ihm hat geſagt der Herr, Halleluja. 5. Drum jauckten wir mit Ja! den HErren Chriſt zum Wohlgefall'n, Halleluſg. 6. Wir loben die heil ge Dreyelnigkeit, Halleluja! Gott Vater, Sohn und Heil gen Geiſt, Halleluja. 161. M. Mit Ernſt, ihr Menſchen ꝛc. Gen fuͤhret auf gen Himmel mit frohem Jubel Schall, mit praͤch⸗ Ihm alle dem. Eg der Hen 1, ſelber il . S tigen Getuͤmmel, und mit Poſaunen⸗Hall. Lobſingt, lobſinget Gott, lobſingt lobſingt mit Freuden, dem „Könige der Heiden, dem Davids HErr, Halleluja! feuer groſſem Schall'n, Hallelu⸗ 2 Der HERR wird aufgenommen, der gantze Himmel lacht, um Ihn gehn alle Frommen, die Er hat frey gemacht. Es holen JEſum ein, die lau⸗ tre Cherubinen, den hellen Seraphinen muß er will⸗ kommen ſeyn 3. Wir wiſſen nun die Stiege, die unſer Haupt erhoht, wir wiſſen zur Ge⸗ nüge, wie man zum Him⸗ mel geht. Der Heiland geht voran, will uns nicht na ſich laſſen, Er zeiget uns die Straſſen, Er macht uns ſichre Bahn. 4. Wir ſollen himmliſch werden, der HErre macht uns Platz; Wir gehen von der Erden.. wo un ſer Schatz: Ihr Hertzen, macht euch auf! wo Jeſus hingegangen, dahin ſey das. dahin ſey auf. 5. Laßt uns zum Him⸗ mel ſpringen mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch ſingen: dich, JEfa, ſuchen wir! dich o du Got. tes Sohn, dich Weg, dich wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich unſers Hauptes Kron. 6. Ade mit deinen Schaͤtzen, du truges⸗volle Welt, dein Kothkaun nicht ergoͤtzen. Weiß ſt du, was uns gefällt? Der HERR iſt unſer Preis, der HErr iſt unſre Freude und köſt⸗ liches Geſchmeide, zu Ihm gilt unſte Rei. 7. Wenn ſoll es doch ge⸗ ſchehen? Wenn kommt die Herren Zebaoth. liebe Zeit, daß wir GOtt F 5 wer⸗ 130 Von der Simmelfabrt Chriſti. werden ſehen in ſeiner Herrlichkeit? Du Tag, wenn wirſt du ſeyn daß wir den Heiland gruͤſſen, daß wir den Heiland kuͤſſen? Trauer⸗Höͤle, Jefu e ſu! du allein muſt nut meine Hüͤͤlfe ſeyn. 162. M. O GOtt! du frommer GOtt. f— pee git 5 I, d 1 n e e u. Komm, ſtelle dich doch ein. mch 10 161. I. Herr, nicht cretzund betrachten wi,, 50t b. ſchicke deine c. daß Chriſtus aufzeſah⸗ N 19175 6 i 57, ren! mit Butt, e pöchig e u 1 elfer meiner armen Gott, du wolleſt un 600 dec e Seele! Troͤſter in der bewahren, weil wir noch 1 cn Frauer Höle, ach! wie iſts unten ſtehn in dieſer argen mien ſo groſſe Pein, lang und ferne von dir ſeyn? 2. Schau, ich zaͤhle Tag und Stunden, bis ich ſelig werd entbunden! ach wenn endet ſich meine Pein daß ich ſonder dich muß ſeyn? „. Schneid den Lebens⸗ Faden abe, brins mich heu⸗ te noch zu Grabe. Denn es macht mir doch nur Pein, 18 ich nicht bey dir ſoll 4. Laß mich alle Luſß ge⸗ nieſſen laß mich alle Kuͤnſte wiſſen, wenn ich nicht bey dir ſoll ſeyn, ſo gebiert es mir nur Pein. 5. Laß mich alle Welt ver⸗ ehren, muſtelt'n mit tau⸗ ſen Choͤren: Alles, alles, wird mir Pein, ohne dich mein Ieſu ſeyn. 6. Laß hergegen mich zer⸗ keiſſen, und den Baſilis⸗ ken heiſſen, Wenn ich nur bey dir ſoll ſeyn, ſo duͤnckt michs doch keine Pein. 7. Ach! wer hilft mir doch erwerben, daß ich ſchleunig möge ſterben? Daß ſich ende meine Pein, die ich hab, bey Gott zu ſeyn. S. Helfer meiner ar men Seele, Troͤſter in der Welt, da uns im Tiefen Dee Sl nd. Hin, Hen ee Chuiſh ch Eh jnuc n nb Feber j indes Engel. dal dir Heillg hiſ, gate nichts, als Suͤnd und Noth befaͤllt. f 2. Doch iſt der Weg ge bahnt, der Himmel fleht uns offen: Nun kennen wir von Gott den rechten Einfluß hoffen. Wer dieſen Zugang kennt, des Herz iſt Freuden ⸗voll, denn en ſchaut Chriſto nach, wie er Ihm folgen ſoll. 3. Wer dieſen Weg nicht ſucht, dem iſts nicht Ernst zum Herren, der da vor Fleiſch und Blut den Him mel wird verſperren: An Glauben liegts allein, iſ der im Hertzen recht, ſ kommt die Hulf herab, und wird das Fleiſch geſchwaͤcht. 4. Dis iſt die Fahrt fur uns den Vater bald zu fin⸗ den, die Bahn der Welt jn fliehn, und zu entgehn den Suͤnden: Faͤhrt nun die Seel hinauf, ſo faͤhrt det HeErr herab, und wo der Vater wohnt, gehts nie ohn Segen ab. 5. O Herr, bleib ſetz geneigt uns freundlich auf zunehmen, wenn wir durch Chriſtum uns zur Him: melfahrt bequemen: 5 N J. e Mau kalen ſchſge ag gm ung 9 W r gu, chr e uns zu dir hinauf, bis wir Feed muß U en. 10 17 am Dich 55 b Den rech Wer die eerken: 0 allein, 0 d wo de „ öhts nieoh 3 0 ö 1 e 0 Illdlich auf wir dug zur Hi fen; Jet Von der Simmelfahrt Chriſti. 121 mit rechten Muth mit dir vereinigt ſeyn, als unſerm hoͤchſten Gut. 164. M. Von Sim⸗ mel hoch da ꝛc. Nan ſreut euch Gottes Kinder all, der HErr faͤhrt auf mit groſſem Schall, lobſinget Ihm, lob⸗ ſinget Ihm, lobſinget Ihm mit heller Stimm. g 2. Die Engel und all Ehriſto göttlich Ehr, und jauchtzen Ihm mit frohem Schall, das thun die lieben Engel all. a 3. Daß unſer Heiland JEſus Chriſt, wahr'r Got⸗ tes Sohn, Menſch worden iſt, des freuen ſichdie Engel ſehr, und goͤnnen uns gern ſolche Ekr. i 4. Der HErr hat uns die Staͤtt bereit, da wir ſoll'n bleib'n in Ewigkeit: Lobſinget Ihm, lobſinget Ihm, lobſinget Ihm mit heller Stimm . Himmelreich, wir ſind den leben Engeln gleich; das ſehn die lieben Engel gern, und dancken mit uns Gott den HErrn. 6. Es hat mit uns nun keine Noth: der Satan, Suͤnd und ew'ger Tod all⸗ ſamt zu ſchanden worden ſind durch Gottes und Marien Kind. 7. Den Heilgen Geiſt ſend't er herab, auf daß er unſre Hertzen lab, und troͤſt uns durch ſein böte . Wort, und behuͤt uns vors Teufels Mord. f 8. Alſd baut er die Chri⸗ ſtenheit zur ew'gen Freud und Seligke rt. Allein der Glaub an IEſum Chriſt, das recht Erkenntniß Got⸗ tes iſt. i 5 9. Der Heilge Geiſt den Glauben flaͤrck, Geduld und Hoffnung in uns wirckt, erleucht und macht die Hertzen veſt, und uns in Truͤbſal nicht verlaͤßt. 10. Was uns die goͤtz⸗ Wir ſind Erben im Himmels Heer erzeigen lich Majeſtaͤt am heilgen Creutz erwortzen hat, das theilet aus der Heilge Geiſt, darum er unſer Leh⸗ rer heißt. 11. Der Vater hat den Sohn geſandt, der Sohn wird anders nicht erkannt ohn durch den HeilgenGei allein, der muß die Hertzen machen rein. f 12 So manche ſchoͤne Gottes Gab bringt uns der HeilgeGeiſt herab, und uns vorm Satanwohl bewahrt: ſolchs ſchafft des HErren Himmelfahrt. lieben HErrn, und lobet ſeinen Namen gern; lob⸗ ſinget mit der Engel Choͤr, daß man es in dem Him⸗ mel hoͤ e. 5 14. Gott Vater in der Ewigkeit, es ſagt bir deine Cheiſtenheit groß Ehr und zu allen Zeiten Lob und Preis. 15. HErr IEſu Chriſte, Gottes Sohn, gewaltig, herrlich, praͤchtig, ſchoͤn es danckt dir deine Chri⸗ 6 ſten, 13. So dancket nun deem Danck mit hoͤchſten Fleiß 132 Von der Simmelfahrt Chriſti. ſtenheit von nun an bis in Ewigkeit. 16. O Heilger Geiſt, du wahrer Gott, der du uns troͤſt ſt in aller Noth wir kruͤhmen dich, wir loben dich, und ſagen dir Danck ewiglich. 165. M. Erſchienen iſt der herrlich ꝛc. 5 Witrdancen dir, HErr JEſu Chriſt, daß du gen Himm''!l gefahren biſt, b ſtarcker Ostt, Immanuel, ſtaͤrck uns an Leib, ſtaͤrck uns an Seer! Halleluja. 2. Nun freut ſich alle Chriſtenheit, und ſingt und ſpringt ohn alles Leid! GOtt Lob und Danck im hoͤchſten Thron, unſer Bru⸗ der it GOttes Sohn. Hall. 3. Gen Himmel it ge⸗ fahren hoch, und iſt boch allzeit bey uns noch, ſein Macht und G'walt unend⸗ lich iſt, wahrer Gott und Menſch zu aller Friſt. Hal leluia. 8 4. Ueb'r alle Himmel hoch erhebt, uͤb r alle En⸗ gel maͤchtig ſchwebt, uͤb'r alle Menſchen Er regiert, und alle Creaturen fuͤhrt. Hallelgja. 5. Zur Rechten Gott's des Vaters groß, hat Er all Macht ohn alle Maaß, all Ding ſind ihm gantz unter⸗ than, Gottes und der Ma⸗ rien Sohn. Halleluja. 6. All' Teufel, Welt, Suͤnd, Holl und Tod, uns ins Himmels Saal, da wir mit deinen Engelein To n es das Amen wollen ſingen liegt nichts dran, deu fein. Halleluja.. e a Er alles uͤberwunden hat. Trotz wer da will, han. Halleluja. fragt nach dir, nach Chriße leluja. ſein Blut hat erloͤſt, das daß uns nicht ſchad ere Tod. Halleluja. aus Hertzens⸗ Grund, und ſingen froͤlich mit dem Mund: Unſer Bruder, Halleluja. wir nur trauen veſt auf ewiglich Halleluja. JES Chriſt, Halleluja. 12. Komm, lieber H Err, komm es iſt Zeit, um letzten Gericht und Herr⸗ 10 5. Amen! ſingen wir noch einmal, und ſehnen 6. Ju 0 Sieg muß Er doch ale 7. Wohl dem der Ihm vertrauen thut, und hat in Ihm ein'n friſchen Muth: Welt, wie du wilt, wer d ſtets unſer Begier. Hal, 8. Er iſt der Herr und unſer Troſt, der uns durch G'faͤngniß Er nd der 0 9 er bi? 9. Wir freuen ung 0 6 Fel, d Fleiſch, Bein und Blut, iſt unſer allerhoͤchſtes Gut. 10. Durch Ihn der Hin mel unſer iſt, hilf uns, Bruder IEſu Chriſt, daß dich, und durch dich leben gel, bam d. de Sounen Sa Saat 11. Amen! Amen: HErr 1 der du gen Himm'l gefahren biſt, behalt uns HERR, bey reiner Lehr, des Teufels Trug und Liſten wehr. 0 1 N. cg lichkeit, fuͤr uns aus. dieſem Jammerthal in den 4 5 Freuden Saal. Halleluja. ö rund, uh. mit dug er Brudeh und Bl a chſtes Ol, on der Hy, “billf unt) dhriſt, h en veſt dich lag leluja. men: Hen, , der lu ahren bi, RR, ee es Teuſl“ h ſten weh, 1 71 eber her, eit, um und H, Als as e ethal inbeß en, Eil, 11 fingen 1 b Und ſehneg en Engel len ſingen * —— — Vom Seil igen Geiſt. 133 1410566. In eigener Mel. ö ö d. 5 Wo iſt der Liebſte hin⸗ ich ihn geſchwinde, wie ich * gegangen, der meine Seele haͤlt gefangen, der mir mein Hertz genommen ſey? Wer will mir, um mich zu erheben, der Mor⸗ hat? Wo iſt die Sonne der 3. Wer giebt mir, daß begehr, erblick und finde, und unzertrennlich bey ihm Heiraten Woſic der de dentbige Fluͤgel geben, ſtern der Verliebten, der aß ich ihn ſuche friſch mich getroͤſtet fruͤh u ſpat? und frey? 2. Ich geh vom Abend bis zum Morgen in groſſem Kummer, groſſen Sorgen, daß ich nicht ſeh ſein Ange, ſicht: Ich aͤngſte mich in meinem Hertzen, ich leide Pein und groſſe Schmer⸗ zen, daß mir mein lieber Schatz gebricht. 4. Iſt er im Haus der Ewigkeiten, mir eine Woh⸗ nung zu bereiten: ſo mach ers bald, und ſaͤum ſich nicht, ich werde ſenſt vor Leid verderben, und gleich wie ein Verliebter ſterben, 0 es in kurtzem nicht ge⸗ cht. Vom Heiligen Geiſt, Welcher uns zum Genuß des Heils bringet. 167. Mel. Nun laßt uns den Zeib ꝛc. Y. IeEſus Chriſtus, Gottes Sohn mit ſeiner leiblichen Perſon von dieſer Welt ab⸗ ſcheiden woll'n, ſagt er ſei n'n Juͤngern unverhohl'n: 2. 75 geh zu Gottes Majeſtät, ihr aber geht nicht aus der Staͤtt, bis euch zuvor himmliſche Kraft be⸗ ſtaͤtiget zur Ritterſchaft. . Die Juͤnger glaubten dieſe Wort, bleiben ver⸗ ſammlet an ein' m Ort, ein⸗ traͤchtig nach Chriſtlicher Weiſ betend zu GOtt mit allem Fleiß. 8 Nach Oſtern an dem den Pfingſt⸗Tag nennen mag, zehn Tag nachChriſti Himmelfahrt ward ein ſehr groß Ding offenbahrt. 7 4 5. Des Morgens um die dritte Stund, weil ſie beten aus Hertzens Grund, kam der Heilige Geiſt ins Haus, wie ein Sturmwind mit groſſem Braus. 6. Saß auf jeg lichem un⸗ ter ihn' n, gab ihn'n ein' n rechtſchaffnen Sinn, ſagt ihn'n von Gottes Wunder⸗ that, mit neuen Sprachen ohne Spott. 7. Auf dieſem Sturm lief viel Volck zu, und ſieh, die Juͤnger redten nu, mit neuen Zungen groſſe Ding, ſunfpigte n Tag,— i das vielen ſehr zu Hertzen 5 s. 1 2. De—— 134 Vom eiligen Geiſt. 8. Derhalben sprachen mein Gemuͤth entzuͤndt. etliche: die Maͤn der ſind Lehre meine ſchwache Sal, von Galiaͤ, wie reden ſie ten deine Kraft und Lob denn unſre Sprach, ſo groſſe ausbreiten. Ding vorbringen auch? 9. Etliche ſprachen: Sie ger, fremder Sprachen ſind voll, ſte reden wie die Bringer, ſuͤſſer Hertzens⸗ Trunkenbold! Petrus aber Saft, Troͤſter der Betrül⸗ voll Gottes Kraft, gab ten, Flamme der Verlieb⸗ ihnen freudig Rechenſchaſt. ten, alles Athems Kraft: 2. Starcker Gottes Fin⸗ 10. Nahm Wort vor ſich aus Joels⸗ Buch, und aus dem Pfſalter manchen Spruch, redet, das durch viel Hertzen drang, und ſie alſo zu reden zwang: 11. O lieben Bruͤder, ra⸗ thet zu, wie kommen wir gieb mir deine Brunſt und Gaben, dich von Hertzen lieb zu haben. 3. Braͤutigam der See len, laß mich in der Hoͤlen deiner Lieblichkeit Ruh und Zuflucht finden, 135 mich von den Winden truͤ⸗ zur rechten Ruh? Wir fin⸗ ber Noth befreyt! Koum den bey uns nichts denn Sund, ſagt, wer uns denn davon entbindt? 12. Petrus ſprach: Beſ⸗ ſert euer Thun, und glaubt an Chriſtum Gottes Sohn, betet Ihn an mit Hertz und Mund, laßt euch tau⸗ fen auf ſeine Bund. 13. Sie thaͤten, wie ihn n Petrus rieth, kamen von ihrem boͤſen Tritt, glaub⸗ ten, und empfingen die Tauf, liefen ein'n gottſe⸗ ligen Kauf 14. Ey nun verleih, Hei liger Geiſt, daß wir uns halten allermeiſt nach die⸗ fer erſten Kirchen Weiſ dir Gott zu Lob, Dauck, Ehr und Preis. 168. In eigener Mel. Been aller Guͤter, Herrſcher der Gemuͤ⸗ ther, lebendiger Wind! Stiller aller Schmertzen, deſſen Glantz und Kertzen hervor, o Gnaden⸗Sonne, kuͤſſe mich mit Troſt und Wonne. 4. Theure Gottes Gabe! komm, o komm mich labe! ſieh ich bin verſchmacht't: komm, o mein Verlangen, komm, mein' Lieb gegan⸗ gen, denn mein Hertze lacht, wird von neuen gantz er, quicket, wenn es, Labſal dich erblicket. 5. Wie ein Hirſchlein gehnet ſich nach Waſſer ſeh⸗ net, wenn er wird gejagt; ſo pflegt mein Gemüthe, HErr, nach deiner Gute wenn es wird geplagt, tief zu ſeuftzen, und im Duͤrren nach dir, reichem Strom, zu girren. 6. Wahrer Menſchen, Schoͤpfer, unſers Thones Toͤpfer, Gott von Ewig keit! Zunder keuſcherkiebe gieb, daß ich mich uͤbe, auch im Exeutz und Leid, alles dir anheim zu ſtellen, und mich troͤſt in allen Fallen 5 7. Fuͤh⸗ Bit n due, ache Hu aen, de iet Af De d eig And ache tin Ada ü. 109 Mel Aufl* 7 man gez Ind. Joe en A u U dn gehe, la t s in ga Wen Alaſ gde ih, 14 mich ehe e dec dec d pu * 1 f 1 entzoͤndt ache nd ka Vetter i Syprochi Hertzeng B Beitih Verlieh s Kut n 10 n Herten i der See ber Hit eit Ruh den, 1 nden tri „ Koun Sone, I roſt un 110 es Gabel zich lab machte erlangen, eb gegah⸗ e ertze lach) gantz, N, Labſal 3 3 Hirſchlen Jaſſerſeh ed gesagt; „ Bemülhe, i ner Gi u lagt, tif en Düren u Stton, „ Neuſche⸗ s Tholt⸗ on Emig i ſcherkiehe . Übe, auch id, alles len, und 7. Fh, — Vom Seiligen Geiſt. 135 7. Fuͤhre meine Sachen, meinen Schlaf und Wa⸗ chen, meinen Tritt und Gang, Glieder undeſich⸗ te, daß mein arm Gedich⸗ te, daß mein ſchlecht Ge⸗ ſang, Wandel, Werck und Stand vor allen, dir, o Vater, mag gefallen. 8. Laß den Fuͤrſt der Hoͤl⸗ len nicht mit Luͤſten faͤllen meiner Tage Lauf; numm nach dieſemLeiden mich, zur Himmels Freuden, deinen Diener, auf! Da ſoll dich mein Mund erheben, dir ein Halleluja geben. 169. Mel. Auf! auf! mein Sertz, und ꝛc. yu Geiſt des Herrn, der 2 du von Gott aus⸗ geheſt, und ſelbſt als Wott in gleichen Weſen keit: Kraft aus der Hoͤh, komm mich zu uherſcha ten, komm deinem Lob und meiner Bitt zu ſtatten. 2. Beihrone mich dein guͤldnes Tempel⸗Haus und fuͤll es gantz mit Herrlich⸗ keiten aus, achlheilge mich, wie du der Heilge heiſſeſt, und unſern Sinn der Sund und Welt entreiſſeſt. 3. Dein Ruf, Beruf, Er⸗ leucht uud Sammelung hat mich gebracht zur Chriſten Huldigung, auf meine Tauf wurd'ſt du ſchon ausgegoſ⸗ ſen, ſeit dem von dir viel Welt um ihre Suͤnd, thu weg aus mir, was ſich noch ſchlimmes findt, durch⸗ kraͤnck, durchbrenn, ent⸗ ſuͤnd'ge meine Sinnen, und Ieſus ſich in mir verkla- „„„ e ſchaff in mir neu Leben und Beginnen. a 5. Mach, daß meincgeiſt or dir zerknirſcht erſchein, in ſeinen Grund floͤß Weh⸗ und Demuth ein, durchlaͤu⸗ tre ihn von allen Eitelket⸗ ten, daß deinem Trieb nichts koͤnne wiederſtreiten. 6. Magneten Trieb, ach! zeuch mich von der Erd, da⸗ niit ich folg wenn ich bewe⸗ get werd, verneure mich in dem beſtaͤrckten Glauben, die Ritterſchaft laß keine Feinde rauben. 7. Du soͤttlichs Feur, ent zuͤnde mein Gebet, wenn deine Bruſt in meiner Bruſt entſteht, die Andacht laß mein Hertz durckdring⸗ lich fuͤhlen, darinnen dir er⸗ wecklich ſing'n und ſpielen. 8 Du Weisheit ſeibſt, du Abgrund ohne End, Ver⸗ nunft und Kunſt iſt ohne dich verblendt: gib mir Verſtand und dein gelehr⸗ tes Wiſſen, wie Salomon zu bitten ſich befliſſen: 9. Im Wort da ſich Gott hat geoffenbahrt, weiſt du allein die recht Auslegungs⸗ Art, aus dir allein, durch deine Kraft getrieben hat geſchrieben.. 10. Drum Klerheit komm, komm, und erleuchte mich, ſonſt tappe ich und ſtoß i mich jämmerlich, komm, Gnad auf mich gefloſſen. Meiste: lehr Gott beſſer 4. Dein Arm bestraft die zu erkennen, durch dich al⸗ lein Ihn einen HErrn zu nennen. 11. O Licht vomeicht aleb mir vollkommen Tag, daß 1 1 f 74 1 N f 9 der Prophet und Junger es 126 Vom Seiligen Geiſt. ren mag, du Stimm des Zeiten, mach mich gewiz HErrn, eroͤffne, was ver⸗ borgen, du Fiager dent und zeig den hellen Morgen. 12. Werck⸗Meiſter, hilf an unſerm Himmels Bau, und vollbreit was ich noch nirgend ſchau, gebrauch mich ſelbſt zum Werckzenug deiner Gnaden, laß, was du wirckſt, vollkomment⸗ lich gerathen. 13. Der Seelen gieb den wahren Schmack unb Zier, hab Luß an ihr, und ihrer Sehn⸗Begier, den Bal⸗ ſam kan ſie nirgend ſonſt erwarten, du ſanfter Weſt komm, weh durch meinen Garten. 2 14. Du Salbungs⸗Oel, verleiß vermehrte Kraft, du Hauch von Gott balſ ein Geruch und Saft, du ſuͤſſer Hort, laß deine La⸗ bung ſpuͤren, und all mein Thun zugleich nachdruͤck⸗ lich ruͤhren. 15. Sieb den Beſchmack der Krafte jener Welt die ſuͤſſer id als Honig, Wein und Held, laß die Natur der Gottheit mich genieſ ſen, und ſich in mich leben⸗ dig Troſt ergieſſen. 16 Du Kleinod, ſprich der Seelen freundlich zu, dein Kelch heißt ja nur Friede, Freud und Ruh, 197 daß ich ſey ein Kind und Erb vom Himmel, das Abba ſchreyt, auch unterm Welt⸗Geruumel. 8 17. Drum, der du auch Geiß der Verheiſſung heißt ein theyres Pfand, das mich aufhoffaung ſpeiſt, verſieg⸗ le mich bis zu den beſſern der ewgen Seligkeiten. 18. Nun, Heilger Geif, bethronſt du mich allſo; Ach! wer iſt wol, der mehr begluͤckt, und froh? Wirſt! Troſt verneuren, ſo kan ſch recht ein ſtetes Pfingſt⸗Feſt feyren. Herrn, denn c. Gei aller Geiſter, uner⸗ ſchaffnes Weſen! dein Name ſey jetzt gleichſals hochgelobet. 2. Du unerſchoͤpflich Quell des ewgen Vaters ſich als den Strom des Le⸗ beus klar ergteſſet. 3. Du geheſt aus vom [Sohn ein Geiſt des Mun, des, und ſalbeſt ohne Maaß den Geſalhten Gottes. 4 Von dir wird das, was lebt und webt, begei⸗ ſtert; der gantze Erdkreit iſt voll deiner Gute. 5. Der Suͤnder wild ſchlagen: dein Hauchen töd⸗ tet plotzlich die Gottloſen. 6 Du ſchreckſt und 1öd⸗ teſt Hertzen und Gewiſſen, wer deinem Finger folgel, iſt geneſen. 5 7. Das Licht die Wels, heit und die Kraft des be⸗ bens ſchenckeſt du dem, der an JEſum eintzig slaubet, . Durch Blut, Geiſ, Waſſer, als der dritte Zeug vom Himmel wirckſt du in den Kindern Gottes, 9. Dutödteſt das Fleiſch und ſtaͤrckſt die Seel m 5 du mich ſo mit Onad und 170. N. Danket den durchs Wort von dir ge e z f ud, den ars den gl wicht gat%s fe Hug he bir bal, u kt u ia un böte hebe pech, Kön e 17 0. Wehn z% ht, tt . Mh, en, ma, U 15 , ü wich 1 1 e 4 nh e gf i let den em c. ker, un sen del Aeichſah „ chip 1 Valet em des ey t. „ aus beh. es Mul/ ne Maß oktes, id da, bt, begel Erdl ite. er ui n dit 1 a ichen ti JZottloſeh und ih n Bemiſſth, er felge, ie Mil, itt des ke dell, det glaube. Il, Gt t itte Zeug ck du Gottes. eh Vom Geiligen Geiſt. . 1 3 2 ben: die Todten wirſt du einſt all erwecken. 10 Herr unſerHerrſcher! herrlich iſt dein Name in allen Landen; dir danckt man im Himmel. a 11. Lob, Ehr und Preis ſey dir, o Gott lgeſungen, dem Vater, Sohn und Heil⸗ gem Geiſte, Amen. 171. M. Kommt her zu mir ꝛc. Got Vater ſende deinen Geiſt, den uns dein Sohn erbltten heißt, aus deines Himmels Hohen: wir bitten, wie Er uns gelehrt, laß uns doch ja zicht unerhoͤrt, von deinem Throne geben. 2. Kein Menſchen Kind hier auf der Erd iſt dieſer edlen Gabe werth, bey uns iſt kein Verdlenen. Hier geile gar nichts als Lieb und Gnad, die Chriſtus uns verdienet hat mit Buͤſſen und Verſuͤhnen. 3. Et jammert deinen Va⸗ ter Sinn der groſſe Jamer da wir hin durch Adams Fall gefallen: Durch dieſes 1— iſt die Macht des boͤ⸗ en Geiſtes leider! bracht, auf ihn und auf uns allen. 4̃. Wir halten, HErt, an unſerm Heil, und ſind ge⸗ wiß, daß wir dein Theil in Thriſto werden bleiben, die ir durch ſeinen Tod und Flut des Himmels Erb ſand hoͤct ſtes Gut zu haben treulich glauben. 5. Und das iſt auch dein Gaaden⸗Werck, auch dei⸗ erb me nes Heilgen Geiſtes Star ckz e ,. in uns ißt kein Vermoͤgen. Wie bald wuͤrd' unſer Glaub und Treu, Herr, wo du uns nicht ſtuͤndeſt bey, ſich in die Aſche legen. 6. Dein Geiſt huͤlt unſers Glaubens Licht, wenn alle Welt dawider ſickt mit Sturm und vielen Waffen; Und wenn auch gleich der Fuͤrſt der Welt ſelbſt wider uns ſich legt ins Feld, ſo kan et doch nichts ſchaffen. 7. Wo Gottes Geiſt iſt, da iſt Sieg, wo dieſer hilft, da wird der Krieg gewißlich wohl abfallen. Was iſt doch Satans Reich und Ständ? Wenn Gottes Gelſt erhebt die Hand, faͤllt alles übern Haufen. 8. Er reißt der Hoͤllen Band entzwey, er troͤßt und mackt das Herze fre von allem, was uns kraͤncket: Wenn uns des Unglücks Wetter ſchreckt, ſo iſt ers, der uns ſchuͤtzt und deckt, viel beſſer als man dencket. 9. Er macht das bittre Creutze ſoß, iſt unſer Licht in Finſternif, fuhrt uns als ſelne Schaafe, haͤltuͤberuns ſein Schild und Macht, daß ſeine Heerd in tiefer Nacht mit Ruh und Frie⸗ den ſchlafe. 10 Der Geiſt, den Gott vom Himmel giebt ber lei⸗ get alles, was ihn liebt, auf wohlgebahnzen Megen. Er ſet und richtet unſern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man findt den Segen. 11. Er macht geſchickt und rüſtet aus die Diener, die des Herten Haus in dieſem Leben 138 Leben bauen: Er ziert ihr Hertz, Muth und Verſtand, laßt ihnen, was uns unbe⸗ kannt, zu unſerm Beſten ſchauen. 12. Er oͤffnet unſersHer⸗ tzens⸗Thor, wenn ſie ſein Wort in unſer Ohr als ed⸗ len Saamenſtreuen. Er gie⸗ bet Kraft demſelben Wort, und wenn es fallet, 1 ers fort, und laͤßt es wohl gedezen. i 13. Er lehret uns die Furcht des HErrn, liebt Reinigkeit, und wohnet gern in frommen keuſchen Seelen: Was niedrig iſt, was Tugend ehrt, was Buſ⸗ ſe thut, und ſich bekehrt, das yflegt Er zu erwaͤhlen. 14. Er iſt und bleibetſtets getreu, und ſteht uns auch im Tode bey, wenn alle Ding abſtehen; Er lindert unſre letzte Quaal, laͤßt uns hindurch ins Himmelsſaal getroſt und froͤlich gehen. 10. O ſelig! wer in die⸗ ſer Welt laͤßt dieſem Gaſte Haus und Zelt in ſeiner Seel aufſchlagen: Wer Ihn aufnimmt in dieſer Zeit, den wird er dort zur ewgen Freud in Gottes Huͤtte tragen. 16 Nun HErr und Va⸗ ter aller Güt, hoͤr unſern Wunſch, geuß ins Gemuͤth uns allen dieſe Gabe. Gieb deinen Geiß der uns allhier regier und dorten fur und fuͤr im ewgen Leben labe. 17. M. Err Jikſu Cbeiſt, wahr rie. Err IEſu Chriſt, dich zu uns wend, dein'n Vom Selligen Geiſt. — a———— ieee eee ee Heilgen Geiſt du zu unt den uns regler, und uns den Weg zur Wahrheit fuͤhr. Nam werd wohl bekannt. Gottes Heer: Heilig, Hei flig iſt Gott der Herr, 1 ö ſel'gen Licht. dem Sohn, dem Heil'gen Geiſt in einem Thron! der heiligen Drepfaltigkeit ſe Call iſt gantz ꝛc. Feſt ber Kirchen ange⸗ ſich ſehen laͤßt des Geiſtes ſend; mit Huͤlf und Gna⸗ und ſchauen dich von Ange ſicht in ew'ger Freud und 4. Ehr ſey dem Vater und fin 5 dim eit ſe Tach t e Lob und Preis in Ewigkeit, de N 173 N. Durch Adams eut iſt das rechte Jubel gangen, daran ein Glantz 1 d lan 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Her zur Andacht fein! den Glauben mehr, ſtaͤrck den Verſtand, daß uns dein 3. Bis wir ſingen mit hn dt das bur Mh lu Ante Se eden W eg r Wemag ſatege,. tuch Richy As a, deh, 1g wbt 6. 1 den empfangen der Juͤnger Sch aar, die offenbar von dieſem Himmels Regen benetzet iſt; Dis, o mein Chriſt, kan Herz und Mulh bewegen g 2. Au 8 und vern imm, wie doch auf die Freuden Stimm, euch iſt die Sund erlaſſen, nun ſeyd ihr frey, es ſind ent⸗ zwey ber Hollen ſtarcke Ket⸗ ten: Ein Suͤnder kan vor jedermann jetzt auf dem Schauplatz treten. 3, Nun wird das Evan gellum auf einem Wunder Wagen deswertheng meine Seel, auf allen Gaſſen gehoͤret wir) ci Ahe 0 r 1 1 1 fan fen ate I Heilgn „ bron! he Iltigkeitſy AI Ewigkel, „ Adamt ntzze. chte Jubel chen auge ein Glantz es Geis der Juͤnget „ fenbar on ls Kegen 6% 0 10 unden Sell, auf 0 die doch e hoͤret wih imm, eu aſſen, nun s ſind eil falke Kch % der kane e auf den teh. das Eta Mu: l Wunde hen Sei iht 10 getragen: o welch ein Schatz! der ſeinen platz bey ſrommen Seelen ſuchet, wer den nicht nimmt, und dem beyſtimmt, bleibt ewig lich verfluchet. 4. Hier ſchauet man des Glaubens Gold, hier wird man frey von Suͤnden, hier Vom Heiligen Geiſt. 130 pelt herum gefuͤhrt und 8. O Tag des Heils, s gäld⸗ ner Tag, dergleichen nicht geſehen!lo Tag, davon man ſingen mag, daß Wunder ſind geſcheben im Himmel⸗ reich, als auch zugleich hier unten auf der Erden! Gott faͤhrt auf des Geiſtes Lauf 9. Der Juͤnger Zungen laßt ein reicher Gnaden⸗ hold ſich uͤberfluͤß ia finden. Hier iſt das Brodt das in der Noth kan unſte Seele laben; hier finden ſich fur dich und mich viel tauſend ſchoͤne Gaben. 5. Heut hat der groſſe Himmels Herr Herolden ausgeſendet, ſchaut, ſeine tapfre Prediger, die haben ſich gewendet an manchen Ort, da klingt ihr Wort: Thu Buß ihr Leut auf Er⸗ den, dis iſt die Zeit, welch euch befreyt, und laͤſſet ſe⸗ lig werden. 6. Es laͤßt die wunder⸗ ſchoͤne Braut ſich hoͤren auf den Wegen, ſte tritt her⸗ vor und ſchreyet laut: da kommt nun euer Segen: macht auf die Thur, jetzt geht herfuͤr der Geiſt in racht und Ehren, der will n euch ſein herrlich Reich erbauen und vermehren. 7. Seht, hier iſt lauter Troſt und Licht, ſeht hier ſind Gnaden Zeichen! hier darf kein Chriſt ſich fuͤrch⸗ ten nicht, hier muß der Sa⸗ tan weichen, des Hoͤchſten Mund macht einen Bund mit Juͤden und mit Hei⸗ den: trotz jedermann nun nichts uns kann von Gottes Liebe ſcheiden. gleichen ſichden ſchallenden Poſaunen, ihr Haupthaar breunet wunderlich, das Volck muß ſchiex erſtaunen, es bricht heraus in ihrem Haus ein Wort von groſſen [Thaten: o welchein Glanz, der himmliſch ganz, iſt auf das Volck gerathen. 10. Es laſſen ſich Luft, Feu'rund Wind voll Wun⸗ der ſebn und hoͤren, welch, ob ſie wol nicht einig ſind, doch niemand hier verſeh⸗ nur geſchaft, daß ſich die Schwachen ſtaͤrcken Wer ihn nur hat, kan Troſt und Rath in allem Trübſal mercken. 5 11. O ſuͤſſer Tag! nun wird der Geiſt vom Him⸗ mel aus gegoſſen, der Geiſt, der uns der Welt entreißt, der uns als Reichs genoſ⸗ ſen der Sterblichkeit ſo gar befreyt, zu JEſy laͤſſet kom⸗ men. Ach! würd ich bald auch der geſtalt an dieſen Ort genommen. 12. O guter Geist, regiere doch mein Herz, daß ch dich liebe! daß meine Seel im Suͤnden Joch hinfort ſich nimmer uͤbe! HErr! laß mich bald des Feurs Ge⸗ walt, das himmlich heiſt empfinden, und alle Noth, e 18 muß uns hienieden werden. ren; des Windes Kraft hat Dom Seiligen SGeiſt. ja ſelbſt den Tod, durch folches uͤberwinden. 174. m. SEre Jæſu Ehriſt, dich zu ꝛc. Heilger Geiſt, beſuch das Hertz der Menſchen dein, mit Gaben ſie full, wie du weißt, daß dein Ge⸗ ſchoͤpf ſoll vor dir ſeyn. 2 Denn du der Troͤſter biſt genannt des Aller hoͤch⸗ ſten Gabe theur, ein geiſt⸗ lich Salb an uns gewandt, des Lebens Brunnen, Lieb und eur. 3. Du biſt mit Gaben männigfalt, der Finger Gottes rechter Hand: des Vaters Wort giebſt du gar bald mit Zungen frey in alle Land. 4 Zuͤnd uns ein Licht an im Verstand, gieb uns ins Herz der Liebe Brunſt, des Fleiſchen Schwachheit, di! bekann, ftaͤrck allzei: durch dein nad und Gunſt. 5. Des Feindes Liß treib von uns fern, den Frieden ſchaff in ene dein' Snad, daß wir deiy'm zeiten fol⸗ gen gern, and meiden unſrer Seelen Schad. 6. Den Vater uns wohl]! kennen lehr, und JEſum Chriſtum, ſeinen Sohn, daß wir auch geben gleiche Ehr dir, beyder Geiſt, in einem Thron, 175. In eigener Mel. homm, Heilgercei, ey, füll die Herzen deiner Gläubigen, und entzuͤnd in der da durch Mannigfaltigkeitder Zungen die Völker der gan tzen Welt verſammlet haf, Halleluja, Halleluja. 176. N. Vater unſer im Simmelreich. Komm, Heilger Geis, du da deine ſuͤßße Flammen ſich tufemmen ſchlagen über mich, erweck in mit durch deine Gunſt, oH Err, der Wahren Liebe Brunſt. 2. Erleuchte mich, du Finſtern ſierbe nicht; Be⸗ Hitze fühl. nes Herzens Au' mit deiner he! gen Gotthelt Thau. 3. Komm, komm, du nichts kan noch hab: erfuͤ le meines Herzen ⸗Schrein mit deiner ſtarcken Gon. heit Mein. 7 Gott, unſer Vater, ein liebes Aud, Gott ſey allzeit aus Hertzene⸗ rund von uns gepreiſt; Lob ſee, HErr IeEſu, dir bereit, mit Gott dem werthen e Geiſt. fürcht, ſchwind; daß ich d deiner Weisheit Licht em⸗ lpfang, daß ich* 1% in Einigkeit des Glauben. a 4. Gieb, daß ich, 1 un 2 5 Fee 1 0 6 aun 1 ihnen das Feuer deiner omm, Gott Sckoͤpfer, goͤttlichen Liebe: ö hoͤchſtes Gut, entzund fe mein Herz wit deiner Glu, wahres Licht, daß ich im ſchatke mich mit deiner Kühl, daß ich nicht frende Erquicke mei⸗ allerliehſter Troſt, der une ſer Seelen liebſte Koſt! Komm komm, duc eber i ler Gab, ohn welchen ich Frömm zigkeit erlang, 30 f ala das ane 15 cn de l Nahe rnenene nt. 5 nadel 10 a u giti 1 eee Mau, daß u.. deln Meg flat. 400 55 Ae nich bur 1 5 I dab. nel bn a 90 0 an ved Daß i 1 I N 0 ed . S e N 19 Gast nn 0 e def his) Hfhdeng If eee ght. d H. ng gels hen bing, en 1 0 eee 50 hui. 2 bah ut 50 305 1 10 05 ene 517 1 en, I dag a Wee 10 10 und Ihme folg 17 900 „ er Nu 5 5 er deiug der h 10 ltigkeig er der gun unler ha, Blauen A eluja. er unſn 11. lreſch. * 92 15 Geiſ, hu , enn einer, Flamm h ſchlagen Jeck in m t, o Hel, Brun. mich, hu ah ich in Acht; Be lt deiner It ſtende uuicke wei mit deiner it Thau. „ omm, bu 1ſt, der un bſte Ko ueber dvelchen ich n hab: fl, wen e cken Gol 1 19 ib ich Aid, G. me folg ge ß ich di lang, unf Licht 80 h den Wen 9 i 0 Vom Seiligen Geiſt. 141 der Seligkeit betrete mit Beſtaͤndigkeit. g. Gieb mir die Staͤrcke daß ich kan dir dienen, wie ein Krieges⸗Mann: dein Rath regiere meinen Sinn, daß ich recht unterſcheiden koͤnn: Verleih mir goͤttli⸗ chen Verſtand, daß mir dein Wille ſey bekannt. 6. Geuß deiner Weisheit guͤldnen Fluß in mich durch deinen Liebes Kuß, daß ich in meinem Herzen wiß, we gut du biſt, und wie ſo ſäß. Daß ich anſchau zu jeder Friſt die Wahrheit die du ſelber iſt. 7. O JEſu der du dieſen Gaſt mir gargewiß verſpro⸗ chen haſt; O ſens ihn doch in meine Seel, zubenedeyen die Hohl. Geuß ihn tief in mein Hertz hinein, und laß ihn ewig bey mir ſeyn. 177. In eigener Mel. Oomm, Heiliger Geiſt, HErreſs Ott, erfuͤll mit deiner Gnaden⸗Gut deiner Glaͤubigen Herz, Muth und Sinn, dein bruͤnſtig Lieb entzuͤnd in ihn'n; O HErr, durch deinesLichtes Glanz, zu dem Glauben berſamm⸗ let haſt das Volck aus aller Welt Zungen, das ſey dir, HErr, zu Lob geſungen. Halleluja. Halleluſa. 2. Du heiliges icht, edler Hort, laß uns leuchten des Leben⸗Wore, und lehr uns Gott recht erkennen, von Hertzen Vater Ihn nen⸗ nen! O HErr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht JEſum Chriſt mit rechtem Glauben, und ihm aus gantzer Macht vertrauen, Halleluja. Halleluja. 3. Du heilige Brunſt, ſuͤſſer Trost, nun hilf uns froͤlich und getroſt in dei⸗ nem Dienſt beſaͤndig blei⸗ ben, die Trübſal uns nicht abtrer ben! o HErr! durch dein Kraft uns bereit, und 7 ſtaͤrck des Fleiſches Bloͤdig keit, daß wir hier rizterlich ringen, durch Tod und Le⸗ ben zu dir dringen. Hallel. Hallelua 178. Mel. Ziebe, die du mich zum ꝛc. Kemm, o komm, duGelſt des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, deine ſie erfuͤll uns jederzeit: So wird Geiſt uud Licht und Schein in dem duncklen Hertzen ſeyn. 0 2. Gieb in unſer Hertz und Sinnen Weisheit, Rath, Verſtand und Zucht, daß nen, als was nur dein Wille ſucht: dein Etkenntniß vom Irrthum los. 3. Zeige HErr, die Wohl⸗ ſahrts Stege, das, was hin⸗ ter uns gethan, raͤume fer⸗ ner aus dem Wege ſchlecht und recht ſey um und an! wircke Reu an Suͤnden⸗ ſtatt, wenn der Fuß ge⸗ ſtrauchelt hat. 5 4. Laß uns ſtets dein Zeugniß fühlen, daß wir Gottes Kinder ſind, die „Meiſter ſuchen mehr, denn auf Ihn alleine zielen, Wenn Kraft ſey nicht vergebens, wir anders nichts begin⸗ werde groß, und mach uns 32 142 wann ſich Noth und Drang⸗ ſal ſindt: denn des Vaters liebe Ruth, iſt uns alle⸗ wege gut. 5. Reitz uns, daß wir zu . treten, frey mit allet Freudigkeit; ſeuftz auch in uns, wenn wir beten, und vertritt uns allezeit: ſo 5 unſre Bitt erhoͤrt, und die Zuverſicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troſte bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott! mein Gott! wie lange. Ey! ſo mache den Beſchluß: Sprich der See⸗ len tröſtlich zu, und gieb Muth, Geduld und Ruh. 7. O du Geiſt der Kraft und Staͤrcke, du gewiſſer neuer Geiſt, ſoͤrdre in uns deine Wercke, wenn der Satan auf uns ſcheußt! ſchenck uns Waffen in den Krieg, und erhalt in uns den Sieg. 8. HErr, bewahr auch unſern Glauben, daß kein Teufel, Tod und Spott, uns denſelben moͤge rau⸗ ben. Du biſt unſer Schutz und Gott; ſagt das Fleiſch gleich immer nein, laß dein Wort gewiſſer ſeyn. 9. Weng wir endlich ſol⸗ len ſterben, ſo verſichre uns je mehr, als des Himmel⸗ reiches Erben, jener Herr⸗ lichkeit und Ehr, die uns unſer Gott erkieſt, und nicht auszuſprechen iſt. 170. Mel. MiteErnſt Abr Menſchen ꝛc. )omm, Troͤſter, komm hernieder vom hohen Dom Heiligen Geiſt. Himmels Thron, Chriſti 5 der, komm eilig, komm und wohn im Hertzen aller, meiſt mit deinem Licht und Gaben, und Freuden ⸗Oel auf Heilger Geiſt. . Du biſt ein Troſt der zu erquicken die Seelen, die thiglich. 1575 Laß allen Troſt ver⸗ ſchwinden, Welt verſpricht bey ihrem Dienſt der Suͤnden, der Was Ieſus mir anpreiſ! dem will ich veſte glu ben, du ſolt mein Troͤſtet bleiben, du, o Gott Hell“ ger Geiſt. 4. Du kanſt mein Heitz erſteuen, und kraͤftig raͤſen aus, ja gantz und gar er⸗ neuen 47 armes Uuöger mir cage mein Geſicht erblaßt! 5. Der du als Got ausgeheſt vom Vater un) dem Sohn, und mich im Stuhl und Thron, kehr ſewig bey mir ein, und lehr Je mich JEſum kennen, Ih meinen HeErren nennen, Schein. Vater, der meine 1 00 Freund und Br zu T1 komm, werther Frommen, geuß aus dein heil ges Oel, und laß es u mir kommen, daß ſich mein Hertz und Seel erfreuen inniglich: Komm, Troͤſter, ſich bücken im Geiſt demu 05 mich doch troͤſtet nich. d zn Wan, ce ner 19* tui 10. 6 Geiſt erhoͤheſt zu Goltes 10 mit Wahrheit nicht un a 6„ Du kommi von vn h —— ech fac key auch m. N, dn ic Aal 70 5 17 ec,* 120 iokeden 1 0 0 Freud en. 8 A. nein r ö 10 Nel ge Ale af od us 5 N ud ei El 1d; daß ang,„ meh eee, 1 en, genie di fahne 5 0 ic eden dinge 2a ung es den mir die ls Tan 0 y g 4% Hung dn, nich ki Hane Habe, a Fah 1 a hend* Her; 1 i 10 fen 10 1 1 5 10 9 U ihm W 1 5 Troſt uur n mir die bey ihtin eden, dn ſtet nicht r anpreiſt peoeſte glu; ein Tröſt Gott Hell, mein Hat A dſtig tüßen ind gas er emes Het, en lenlel licht uu u kia vonde eine Sei ede c 0 ſerm Ende, uns deinen Schein, lehr Ihn glauben, den treuen „Heiland, der uns bracht land. Kyrieleis. empfinden derLiebe Brunſt, Vom Seil gen Geiſt. 143 liebt, drum ſey auch mein Berather, wenn mich die Welt betruͤbt, ſo komm und troͤſe mich, und ſtaͤrk im Creutz und keiden mein, einander lieben, und im Fried auf einem Sinne bleiben. Kyrieleis. 4. Du hoͤchſter Troͤſter in aller Noth; hilf daß wir Hertz mit vielen Freuden, daß es erquicke ſich. 7. Ja zeug' in meinem 1 nicht fuͤrchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Hertzen von JESu gantz Feind das Leben wird ver⸗ allein, von ſeinem od und klagen. Kyrieleis. Schmertzen, und ſeiner Wahrheit Schein; daß ich gantz uͤberzeugt, kein Bild in meiner Seelen, als Jc⸗ ſum, moͤg erwaͤhlen, bis ſich mein Hertz ihm gleicht. 8 eit mich mit deinem Finger, o Geiſt von Got⸗ tes Thron! und ſey mein Hertz Bezwinger, daß mich kein Schmach noch Hohn, kein' Truͤbſal, keine Noth von meinem JEſu ſcheide, im Creutz ſey meine Freude und Troſt bis in den Tod. 180. In eigener Mel. Nun bitten wir den Heil⸗ ligen Geiſt um den rechten Glauben allermeiſt, daß Er uns behuͤte an un⸗ wenn wir heimfahren aus dieſem Elende. Kyrkeleis. 2. Du werthes icht, gieb uns Iekſum Chriſtum er⸗ kennen allein, daß wir an hat zu dem rechten Vater⸗ 3. Du ſuͤſſe Liebe ſchenck uns deine Gunſt, laß uns 181. Mel, Zion klagt mit Angſt ꝛc. S du allerſuͤß' ſteFrende * o du allerſchoͤnſtes Licht, der du uns in Lieb und Leide unbeſuchet laͤſſeſt nicht; Geist des Hoͤchſten, boͤchſter Fuͤrſt, der du halt' ſt und halten wirſt, ohn Auf⸗ hören alle Dinge, hoͤre, hoͤre, was ich ſinge. 2, Du biſt ja die beſte Gabe, die ein Menſche nen⸗ nen kann, wenn ich dich er⸗ wuͤnſcht und habe, geb ich alles Wuͤnſchen an, Ach! ergieb dich, komm zu mir in mein Hertze, das du dir, da ich in die Welt gebohten, ſelbſt zum Tem⸗ pel auserkohren. 3. Du wirſt aus des Regen ausgeſchuͤtt, bringſt vom Vater und vom Soh⸗ ne nichts als lauter Segen mit; kaß doch, o du, werther Gaſt, Gottes Se⸗ gen, den du haſt, und ver⸗ walt'ſt nach deinem Wil⸗ len, mich an Leib und Seele füllen. 5 4. Du biſt weiſ und voll Verſtandes, was geheim daß wir uns von Hertzen! iſt, iſt dir kund, zaͤhlſt den Staub Himmels Throne, wie ein 1 144 Dom Seiligen Geiſt. Staub des kleinſten San⸗ des, gruͤndſt des tieſen Meeres Grund: Nun, du weiß'ſt auch Zweifels ⸗frey, wie verderbt und blind i ſey; drum gieb Weisheit, und vor allen, wie ich moͤge Gott gefallen. 5. Du bi heilig laͤß ſt dich finden, wo man rein und ſauber iſt: fleuchſt hingegen Schand und Suͤn⸗ den, wie die Tauben Stauck und Mic. Mache mich, ocinaden⸗Quell, durch dein Waſchen rein und hell; laß mich fliehen, was du flieheſt, gib mir, was du gerne ſieheſt. f 6. Du biſt, wie ein Schaͤflein pfleget, frommes Hertzens, ſanftes Muths, hleibſt im Lieben unbewe⸗ get, thuſt uns Boͤſen alles Zuts; Ach! verleih, und gieb mir auch dieſen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde lie⸗ be, keinen, den du liebſt, betruͤbe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verſtöß' ſt; Bleib ich von dir ungeſchie⸗ den, ey ſo bin ich gung ge⸗ troͤſt: Laß mich ſeyn dein Eigenthum, ich verſprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermoͤgen, dir 2, Du Weisheit fleußt, in fromme Seelen geußt/ zu Ehren anzulegen. 8. Ich entſage alle deme, was dir deinen Ruhm be⸗ nimmt, ich will, daß mein Hertz annehme nur allein, was von dir kömmt was der Satan will und ſucht, will ich halten als verflucht, ich will ſeinen ſchnoͤden Wegen mich mit Ernſt zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich ſtaͤrekeſt, und mir treu⸗ ch lich ſteheſt bey, hilf mein Helfer, wo du merckeſ, daß mir Huͤlfe noͤthig ſey; Brich des boͤſen Fleiſchez len hin, mach ihn allerdin ges neue, daß mein Gott ſich meiner freue. 10. Sey mein Retter, halt mich eben, wenn ich ſincke, ſey mein Stab! menn ich ſterbe, ſey mein Leben; wenn ich liege, ſey mein Grab; wenn ich wie der auferſteh, ey ſo hilf mit daß ich geh hin, da du i ew'gen Freuden wirſt dein Aus erwaͤhlten weiden. 182. Mel. wie ſchoͤy leuchtet der ꝛc. o fomm, du Hertzens, Sonne dy immelsekickt, laß deinen Schein bey unt 3 und in uns kraͤftig ſeyn, zu steter Freud und Wonne Sonne, Wonne, himmliſch Leben wilt du geben, wenn wir beten, zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, laß deinen Tro uns hö, ren, daß wir in Einigkeit auch konnen all Chriſtenheit dein wahres Jeugniß lehren! Hot Sinn nimm den alien wil Glauben ſehre, daß wir können Het 0 und Sinnen dir age 0 N fee sri u n Ae 3 1 Mu fets ben A hne, un ehre techt⸗ ad, Ma den We Tc aten deb un r Beige ir e e Ae sir un fü, Aunbpan leide müſſas zun un wa s fer sgi, it za caſderfdeler Luft an ae ams eminem un zan atze, dedortt zx Hecgtck wache Auf dag ac tt hehe Schw ane n fiche dönde Laß Mö a 0* M 9 ße,* üb — s ide r ung mehr U 0 Kennt 0 deine aa 0 ö 10 n draus alt Haze die ſich ſchenck e gen. / daß 9 mit teh Dilf naß n merckgh, üthig h Fleiſchg i aliendi n aberdiß ein Goh 1 n Rete wenn ig 1 in Stab ſey mei lege, ſeh unn ich wi⸗ d ſo hilf u, „ da du buirſt deſß a beiden⸗ gie ſchoy Wer. eiſt, kh n, undlaß ung ſehn, Helßen melselickt, ein bey unt tig ſeyn, 5 dir zum Lob und uns zum deine Güte ins Gemüthe daß wir koͤnnen Chriſtum unſern Heiland nennen. Thau, ſchweben Fried u 0 wirſt du gebems Vom Zelligen Geiſt. 145 Leben. 3. Steh uns ſtets bey mit deinem Rath, und fuͤhr uns ſelbſt den rechten Pfad, 5 nicht wiſſen; Gieb uns Beſtaͤndigkeit, daß wir ge⸗ treu dir bleiben fur und für, wenn wir nun leiden muͤſſen Schaue, baue, was zerriſſen und gefliſſen, dich zu ſchauen, und auf deinem Troſt zu bauen. 6 4. Laß uns dein' edle Bal⸗ ſams⸗Kraft empfinden und die wir den Weg 7 Gieb, daß in reiner Heiligkeit wirfuͤhren unſre Lebens Zeit! ſey unſers Geiſtes Staͤrcke, daß uns forthin ſey unbewuſt die Eitelkeit desFleiſches Luſt, und ſeine todte Wercke. Ruͤhre, fuͤhre unſre Sin⸗ nen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmels⸗ Erben werden. 8 183. In eigener Mel. O Felle, Geiſ, o hel liger GOtt! du Troͤ⸗ zur Ritterſchaft dadurch geſtaͤrckt werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Trutz mit freudigen Geberden; Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Droſt empfinden, alles Un⸗ gluͤck uͤberwinden. 5. O ſtarcker Fels und Lebens Hort! laß uns dein Himmel ſuͤſſes Wort in un⸗ ſern Hertzen brennen, daß wir uns moͤgen nimmer⸗ mehr von deiner Weisheit reichen Lehr und deinerkie⸗ be trennen. Flieſſe, gieſſe 6. Du ſuͤſſer Himmels laß dich in unſre Hertzen kraͤftiglich, und ſchenck uns deine Liebe, daß unſer Sinn verbunden ſey dem Naͤchſten ſtets mit Liebes Treu, und ſich darinnen uͤbe: Kein Neid, ſter werth in aller Noth! du biſt geſandt vons Hin, mels Thron, von Gott 24 liger Ge oö, O heiliger Geiſt, o hei⸗ liger 8 851 N 2. O heiliger Geiſt, 9 heiliger Gott! 15 uns die Lieb zu deinem Wort! Zünd an in uns der Liebe eam Faru 9 lieben alleſa mt. eilig Geiſt, o heiliger Gott 8 3 O Heiliger Geiſt, o heiliger Gott! mehr un⸗ ſern Glauben immerfort! An Chreiſtum niemand glauben kan, es ſey dann S Heiter Ge gethan. ger Geiſt, o heil 105 88%. ſt, o heili⸗ 4. elliger Geiſt, o hetliger Gott! tie uns durch dein goͤttlich Wort, lehr uns den Vater kennen ſchon, dazu auch ſeinen lieben Sohn! 8 5 155 Geiſt, o heiliger kein Streit dich betruͤbe. G0 Fried und Liele müſſen Thur zur 6 0 5. O Heilger Geiß, heiliger Ott! du. Himmels⸗Pfort: laß 146 Vom Seiligen Geiſt. laß uns hier kaͤmpfen ritter⸗ lich, und zu dir dringen ſeeliglich: o Heilger Geiſt v heiliger Gott! 6. O Heiliger Geiſt! o ſanfte Speiſe unſter Ser len, wie kann ich denn dich wee e Gaß erwaͤhlen? Hallelun, Ehen 4. So elend iſt des Hetr⸗ te ich ia heiliger Gti! verlaß uns nicht in Noth und Tod; Mir ſagen dirkob, Ehr und Dank, jetzund und unſer Lebelang. O Heiliger Seiſt, s heiliger GOtt! 184. M. Komm, Sei⸗ liger Geiſt. O enge ne Heil⸗ ger Geiſt! der du dich in die Herzen geuß'ſt, die ſich zu dir in Demuth keh⸗ ren, ich fleh dich, mich zu er⸗ huren, und mein erkolketes Gemuͤth durchs ſüͤſſe Feuer deiner Güt erwärmen und es zu erneuren, ſo kann ich recht die Pfingſten feyren Halleln ja, Hallelnia. 2. Durchdringe du mit deiner Kraft des Hertzens harte Eigenſchaft, zermal⸗ me dieſen Fels der Hunden, daß du dein Haus koͤnneſt uden: Ach! es iſt lelder IFreybei⸗ ſtehen Hallelußg, tzeus⸗Haus, ach! kehre en Ln fl alert G 11 und fege aus den Schlaum e de und Koth der Finſterniſſen, hehe e ergaͤnze, was daſelbſt zer, ae e riſſen. Zerſtoͤhr das faule ele Wa Suͤnden Neſt, daß ſich ehe* auf Belial verlaͤßt, und ag mich aus der Knechtſchaſt daha gehen, und in der ſuͤſſen Halleluja.. Spee 5. Du edlerpfingſt⸗Gaft, Wat edel dring herzu, und gieb det meer Seelen ihre Ruh! arbeſte gt 8 ſelbſt an meinem Herzen, Dai! und zuͤnde an diechlaubeng uh Kertzen. Schlag deln ce Werkſtatt bey mir auß, und fuͤhre meinen Lebens lauf; ſo kan ich durch deln werthes Laben den innen Sabbath in mir haben Halleluja, Halleluja. 6. Du Geiſt der Kind Hallelnia, Halle 3. Der Wille liebt die Jeitlichkeit, und haͤlt die Nacht fuͤr ſuͤſſe Freud, ver⸗ läßt die Ruh, das wahre Weſen, und will durchs Todes Glft geneſen: dein theures Wort erkennt er nicht, ja ſchmecket nicht des Glaubens Licht, die 90 - f das 6 N nen Wegen, daß ſich i 105 mir die Lüſte legen, ud neſeſn ich in wahrem Glauben mie u kañ das Abba, Vater, 110 ha, 1 —— iter E denn dig Dalleluſ t des he kehren Schlau iſterniſſeh aſelbſt zy r das fal , das seh Apt, und l hechtſchaſ der ſiſſa 1 Halleluſg ingſt, Gaß end geb de ih! arbeſt em Herze e Glaubel lag dei h mit au len Leben „ durch dal i den inne m ba Alelujs. ö l der Kuh ir, wie mm zu diſ von heute kes Herze laben. u wie wir ſollen ehren. n Vom Seiligen Geiſt. 147 men an! geuß aus durch deine ſtarcke Triebe die Strome Goꝛtes reicherele⸗ be! Halleluja, Halleluja. 8. Umgürte mich in allem treit mit wahrer Glan beus⸗Freudigkeit, daß ich 2. Theurer Lehrer, Got⸗ tes Finger, lehr und ſchreibe deinen Sinn auch ins Herz mir, deinem Jünger, ſetze dich auf mich auch hin, daß ich ſets von deiner Fülle reichlich lern, was ſey dein 1* in deiner Kraft bestehe, und Will nich: auf ſremde Wege ge⸗ he! Du Geiſt der Weisheit lehre mich, daß Herze, Geiſt und Seele ſich nach deiner hohen Weis beit ſehne, und von dir alle Macht entleh ne. Halleluja, Halleluja. 9. O Gef ff, reglere meinen Geiſt, daß er dir folge aller⸗ meiſt daß er die Man'r der Suͤnden breche, und Abba, Vater, fletig ſpreche: Laß Ruh und Fried im Hertzen ſeyn, und flöſſ deinen Troſt hinein, duß keine Suͤnd dich von mir treibe, und ich in deinem Bunde bleibe. Hal⸗ leluja, Halleluja. 185. M. Herr, ich ha⸗ be mißgehandelt. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe Geiſt der Gnaden, wahrer Gott, hoͤre wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir noth, laß den Aus fluß dei⸗ ner Gaben auch mein duͤr 2, Glaube, Weisheit, Rath und Staͤrcke, Furcht, Erkenntniß und Verſtand. das ſind deiner Gottheit Wercke, dadurch wirs du uns bekaunt, dadurch weiß'ſt du recht zu lehren, IeSum Wille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe ruͤhren meine Zung und Mund, daß ich noch wit heiſſem Triebe Gottes Thaten mache kund; laß es Seel und Hertz ent⸗ zuͤnden, und verzehren alle Günden. 9 Leg hingegen meiner Seele deine heilge Sal⸗ bung bey, daß mein Leib auch von dem Oele, dein geweihter Tempel ſeyz bleib auch bey mir, wenn ich ſterbe, daß ich Chriſti Reich ererhe.. 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Hohe, Geiſt der Gnaden, wahrer Gott; hoͤre, wie ich Armer fl he, das zu geben, was mir noth, laß den Aus fluß deiner Gaben auch mein duͤrres Hertze laben. ä 186. Mel. Don Gott will ich nicht laſſen. Jen ein zu delnen Tho⸗ ren, ſet meines Herzens aſt, der du, da ich geboh⸗ ren mich neu gebohren haft; Du hoch geliebter Geiſt des Vaters und des Sohnes, mit beyden glei⸗ ches Turones, mit beyden gleich gepreiſt. 8. Zeuch ein, laß mich empfinden und ſchmecken deine Kraſt, die Kraft, die 8 N uns vom Seiligen Geist. . uns von Suͤnden Huͤlf und Erreztung ſchafft. Ent⸗ ſüͤnd'ge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geite dir Ehr und Dienſteleiſte, die ich dir ſchuldig bin. 3. Jch war ein wilder Reben, du haſt mich gut gemacht: der Tod durch⸗ drang mein Leben, du haſt ihn umgebracht, und in der Tauff ergickt, als wie in einer Fluthe, mit deſſen Tod und Blute der uns im Tod erquickt. 4. Du bit das heil'ge Oele, damit geſalb'et iſt mein Leib und meine Seele dem HERREN IJeSu Ch iſt zum wahren Eigen⸗ thum zum Prießer und Propheten, zum Koͤn ge, — 5 1— Streit. Der Feindſchaft biſt du ſeind, willt, daß durch Liebes Flammen, ſich wieder thun zuſam⸗ men, die voller Zwietracht ſeynd den in Noͤthen Gott ſchuͤtzt vom Heiligthum. F. Du biſt ein Geiſt, der lehret, wie man recht beten ſoll: Dein Beien wird erhoͤret, dein Singen klin, get wohl! es ſteigt zum Himmel laͤßt nicht abe, bis der ge⸗ holfen habe, der allen hel⸗ an; es ſteigt und denheit“ 8. Du, Herr, haͤſt ſolbſt 1 g a—— in Händen die ganze welke 9 Welt, kanuſt Menſchen Nagl 50 Hertzen wenden, wie dir 0 0 90 N es wohlgefäalltz ſo gieb doch amen made deine Fuad zum Fried und 10 0 arch W Liebes⸗Banben, veikhuͤpff in allen Landen was ſich getrennet hat. 9. Erhebe dich und ſteure dem Hertzleib aaf der Erd, bring wieder und erneute dte Wohlfahrt deiner Heerd. Laß bluͤhen, wie zuver die Lander ſo ver⸗ heeret, die Kirchen ſo er ſtoͤhret, durch Krieg und Feuers Zorn. 10. Beſchirm die Polt eeyen, ban unſers Königs Thron, daß er und wir ge⸗ deyen! ſchmuͤck, als mit einer Kron, die Alten mit Verſtand, mit Froͤmigkeit die Jugend, mit Gottes furcht und Tugend das He Volck im ganzen Land. dh N fen kann. 6, Du biſt ein Geiſt der Freuden, von Trauren haͤltſt du nicht, erleuchteſt uns im Leiden mit deines Troſtes Licht. Ach! ja, wie manchesmal haſt du mit ſüſſen Worten mir aufgethan die Pforten zum guͤldnen Himmels Sal. 7. Du biſt ein Geiſt der Liebe; ein Freund der Freundlichkeitz willt nicht, daß uns betruͤbe Zorn, 11. Erfülle die Hemühee mit reiner Glaubens Zinn, die Haͤuſer und die Gütet mit Segen fuͤr und fü. Vertreib den boͤſen Geiſ, der ſich dir widerſetzet, dieb 0 und, was dein Hertz er“ dei en goͤtzet, aus unſern Herzen und Zanck, Haß, Neid und reißt. 12. Sieb Freudigkeitund Wen n Staͤrcke, zu ſtehen in den e Fat b Streit des Satans Reic aut obe 5 und Wercke uns taglich h 1% anerbeut: hilf kämpfen ige, N 17 kitterlich, damit wir übe“ Sihl, ih wind, 9965 1 *. is —— And schal llt, daß lame, — 98 N 9 1 zug 5 TNietract baſtſaht ie weile“ K Menſch f 6 eb doc Died un verkue was g und teu f der Erh dd ernenn rt deiner uͤhen, bia ek ſo bel chen ſo a Krieg unh, die Poll ers König ind wir ge. ee und ſil, d ſen Ga n Hetzel ern Hels blgkeitul 1 hen in del itans Rei Ans tigt lf käme it wir ul 1 winde Vom worte GOttes. 149 winden, und ja zum Dienſt der Sünden kein Chriſt er⸗ gebe ſich. 5 13. Richt unſer gantzes Leben allzeit nach deinen Sinn; und wenn wirs ſol⸗ len geben ins Todes Haͤnde hin, wenns mit uns hler wird aus; So hilf uns froͤlich terben, und nach dem Tod ererben des ew⸗ gen Lebens⸗Haus. Von den goͤttl ichen Gnaden⸗ Mitteln, wodurch wir zum Genuß des Heils gelangen. I. Vom Worte Gottes. 187, M. Seer JEſu Ehriſt, dich zu uns 3 tend. ib ch! bleib bey uns dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bey uns ausloͤſchen nicht. 2. In dieſer letzten be⸗ trübten Zeit verleih uns HErr, Beflaͤndigkeit, daß wir dein Wort und Sacra⸗ ment rein behalten bis an 2 5 3. HeEtr IJ ſu, hilf, denn Kirch erhalt, wir ſind gar ſicher, faul und kalt, gieb Gluͤck und Heil zu deinem Wort, damit es ſchall an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bey deinem Wort, und wehr des Teufels Trug und Mord. Gieb deiner Kir⸗ che Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Geduld. Henn Jesu Ebriſt, weil es nun Abend worden iſt; 5. Ach Gott! es geht gar uͤbel zu! auf dieſer Erd iſt keine Ruh, viel Seeten und viel Schwar⸗ merey auf einen Haufen kommen herbe. 6. Den ſtoltzen Geistern wehre doch, die ſich mit G' walt erheben hoch, und bringen ſtets was neues f 9 10 zu faͤlſchen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr Herr IJEſu Christ, nicht unſer, ſondern ja deln iſt, darum, ſo ſieh du denen bey, die ſich auf dich ver⸗ laſſen fre. 8. Dein Wort iſt unſers Hertzens Trutz, und deiner Kirchen wahrsrSchutz, da⸗ dey erhalt uns, lleber HeErr, daß wir nichts an⸗ ders ſuchen mehr. 9. Gieb, daß wir leb'n nach deinem Wort, und darauf ferner fahren fort von hinnen aus dem Jam⸗ merthal zu dir in deinem Himmels ⸗Saal. N 188. In 150 Vom Worte Gottes. 188. In eigener Mel. * Gott! vom Him⸗ mel ſieh darein, und laß dich des erbarmen! wie wenig ſind der Heilgen dein! verlaſſen ſind wer Armen. Dein Wort man ulcht laͤßt haben wahr, der Glaub iſt auch verloſchen gar bey allen Menſchen⸗ Kindern. 2. Sie lehren eitel falſche Liſt, was eigen Witz erfin⸗ det, ihr Hertz nicht eines Sinnes iſt in Gottes Wort gearuͤndet: Der wählet dis, der andre das, ſt⸗ trennen ſich ohn alle Naas, und gleiſſen ſchoͤn von auſſen. 3. Gott woll ausrot⸗ ten alle Lehr, die falſchen Schein uns lehren, dazu ihr' Zung ſtolz offenbar ſpricht: Trotz wer wills uns wehren? wir habens Recht und Macht allein, was wir ſetzen, das gilt ge⸗ mein: Wer iſt, der uns ſoll metſtern? 4 Darum ſpricht Ott: Ich muß auf ſeyn, die Ar⸗ men ſind zerſtöhret, ihr Seufzen dringt zu Mie herein, ich hab' ihr Klag' exrhoͤret: Mein heilſam Wort ſoll auf den Plan getroß und friſch ſte greifen an, und ſeyn die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feu'r ſiebenmal bewahrt, wird lauter funden: An Gottes Wort man war⸗ ten ſoll desgleichen alle Stunden; es will durchs Creutz bewaͤhret ſeyn, da e wird erkannt ſein“ Krae und Schein, und leucht't ſtarck in die Lande. 7 ar 3 argen Heſchleck ke, und laß ung d: 91 55 1 uns dir befohlen ſeyn, daß ſichs in uns nicht flechee! her ſtndt, wo dieſe ſoſe Ley? find in deinem Volt erhaben. mein Herz, und ſinge. Der Hegg der aller Enden reglert mit ſei⸗ nen Händen, ber ew gen Gäter, der iſt mein Hir: und Huter. — 1 3 17 4 habe, fehlt mirs an keiner Füll und Hull. — in ſchweren Faͤllen. 4. Wenn meine Seele zaget, und ſich mit Sor Dach he ige. gen plaget, weiß Er ſte u erquſcken, aus aller Nolh zu rücken 5. Ex lehrt mich thun rechter Straſſen, läßt willen. andern im finſtern Thal muß wandern, füͤrcht ich doch keine Tücke, bin feen vorm Ungeluͤcke. 7. Denn Der gettlos Hauf ſich um 189. Mel. Wach auf 72 g. 2. Gs lang ich dieſen Babe: der Reichthum ſei⸗ ner Fülle giebt, mir die 43. Er laſſet mich mie Freuden auf grüner Auen weiden, fuͤhrt mich zu fr ſchen Quellen, ſchaft Rath Und laſſen, führt mich auf Furcht und Angßs ſich ſtl⸗ len um ſeines Namens 6. Und ob ich gleich vor der Prunn u, weit 0. en e A Aan 11 0 deen 2 b And ag f k fleche 55 ich Aft: * leſe 100% em Volt ach alf und der alte t mit ſh⸗ er Bruny „ der it iter ich dien e beige jthum ſei „ mir die mich nit Fleer Auer Ich zu ft, haft Rath n le Seele mit Son Er ſtien ler Nolh mich thin 191 mich auß 10 en, laäft 4 0 b ſich fit Namens glei br ern Thal fuͤrcht ic , bia A*„ ö 7. De ö Vom worte GGtes. 151 7 Denn du ſtehſt mir zur Seiten, ſchuͤtz'ſt mich vor boͤſen Leuten: dein Stab HErr und dein Stecken benimmt mir all' mein Schrecken. 8 8. Du ſetzeſt mich zu Ti⸗ ſche, machſt daß ich mich erfriſche, wenn mir mein Feind viel Schmerzen er⸗ weckt in meinem Herzen. 9 Du ſalbſt mein Haupt mit Oele, und fuͤlleſt meine Seele, die leer und durſtig ſaße, mit vollgeſchencktem Maſſe. 1 10. Barmhertzigkeit und Gutes wird mein Hertz gu⸗ tes Muthes, voll Luſt, voll Freud und Lachen, ſo lang ich lebe machen. 5 11. Ich will dein Die⸗ ner bleiben, und dein Lob herrlich treiben im Hauſe da du wohneſt, und fromm ſeyn wohl belohneſt. 12. Ich will dich hier auf Erden, und dort, da wir dich werden ſelbſt ſchau'n im Himmel droben, hoch preiſen, ſing'n und loben. 190. In eigener Mel Dies ſind die heilgen zehn Gebot, die uns gab unſer HErre Gott, durch Moſen ſeinen Diener treu, hoch auf dem Berg Sinai. Kyrieleis. 1 2. Ich bin allein dein G O TT und HERR kein' Goͤtter ſolt du haben mehr; du ſolt mir gantz vertrauen dich, von Her⸗ zens⸗Grunde lieben mich, Kyrieleis. 8 5 Du ſolt nicht fuhren zu Unehrn den Namen Gottes, deines HErrn, du ſolt nicht preiſen recht noch gut, ohn was BOtt rieleis. 4. Du ſolt heilgen den ſiebend'en Tag, daß du und dein Haus ruhen mag: du ſolt von dein m Thun laſſen ab, daß Gott ſein Werk in dir hab Kyrleleis. 5. Du ſolt ehr'n und ge⸗-(— horſam ſeyn dem Vater und der Mutter dein, und wo dein' Hand ihn'n dienen kann, ſo wirſt du langes Le⸗ ben han. Kyreileis. 6. Du ſolt nicht toͤd⸗ ten zorniglich, nicht haſ⸗ ſen, noch ſelbſt raͤchen dich: Geduld haben und ſanften Muth, und auch dem Feinde thun das Gut. Kyrieleis. 8 7. Dein' Eh' ſolt du be⸗ wahren rein, daß auch dein Hertz kein' andre meyn/ und halten keuſch das Lehen dein mit Zucht und Maͤßig⸗ keit fein. Kyrieleis. I 8. Du ſolt nicht ſteh⸗ len Geld noch Gut, nicht wuchern jemands Schweiß noch Blut; du ſolt auf⸗ thun dein milde Hand den Armen die in deinemLs and. Kyrieleis. f 9. Du ſolt kein falſcher Zeuge ſeyn, nicht luͤgen auf den Naͤchſten dein: ſein' Unſchuld ſolt auch ret⸗ ten du, und ſeine Schand decken zu Kyrieleis. 10 Du ſolt dein'sNaͤch⸗ ſten Weib und Haus be⸗ geb res . ſelbſt red't und thut. Ky⸗ 1 8 152 Vom Worte Gottes. gehren nicht, noch etwas draus. Du ſolt ihm wünſchen alles Gut, wie dir dein Hertze ſelber thut. Kyrieleis. II. Die G' bot all uns ge⸗ geben ſind, daß du dein Sünd, oMenſchenkind, er⸗ kennen ſollt und lernen wohl, wie man vor Gott recht leben ſoll. Kyrieleis 12. Das helf uns der HErr IEſus Ehriſt, der unſer Mittler worden iſt! Es iſt mit unſerm Thun rn, verdienen doch nur eitel Zorn. Kyrieleis. verlohrn, 191. Mel. was mein GOtt will 2c. Durch Adams Fall iſt gantz verderbt menſch⸗ lich Natur und Weſen! Daſſelb' Gift iſt auf uns ge⸗ erbt, daß wir nicht konnt'! geneſen ohn Gottes Troſt, der uns erloͤſt hat von dem groſſen Schaden dar⸗ inn die Schlang Evam be⸗ zwang 4 Gott's Zorn auf ſich zu laden. 2. Weil denn die Schlang Evam hat bracht, daß ſie iſt abgefallen von Gottes Wort, das ſie verachtet dadurch ſie in uns allen bracht hat den Tod; ſo war je Noth, daß uns auch Gott ſolt geben ſein'n lieben Sohn, den Gnaden⸗ dem wir moͤch⸗ . Wie uns nun hat ein' fremde Schuld in Adam all verhoͤnet, und alſo uns kin fremde Huld inChriſo Thron, in ten leben. fall verſoͤhnet: Und wie wit all durch Adams Fall ſind ew'gen Tod's geſtorben: Alſo hat Gott durch Chri⸗ ſti Tod ernen'rt, was war verborben. 4. So er uns denn ſein'n Sohn geſchenckt, da wir fur uns iſt aus Creutz ge⸗ henkt, getoͤd't gen Himm! gefahren, dadurch wir ſeyn von Tod und Pein erlöf, ſo wir vertrauen in dieſem Hort, des Vaters Wort: Wem wolt vorm Sterben grauen. ſeicht, die Pfort die Waht⸗ heit und das Leben, des Vaters Rath und ew' ges Wort, den Er uns hat ge⸗ wir zum Trutz an Ihm veſ ſollen glauben, darum un bald kein Macht noch Gewalt aus ſeiner Hand wird rauben. iſt auch noch ferren, del Troſt bey einem Mehſchel ſucht, und nicht bey Gott dem HErren. Denn wel fels G'walt mit ſeiner L erſchrecken. 1 7. Wer hofft in Gott nimmermehr zuſchanden Denn wer auf dieſen Fe en baut ob ihm gleich okt zu handen viel Ul ſein' Feind noch waren, der 5. Er iſt der Weg, daz 7 ö geben zu einem Schutz, daß 6. Der Mensch iſ gon, Tel g z. los und verflucht ſein Hell fen 00 116 4 0 0 1 und dem vertraut, wird cette t Volg 10 80 J Aten d 4 Tiger enz Ohl. 0 ihm will ein ander Ziel 2. ohn dieſen Troͤſter ſtecken, den mag gar bald des Ten, von was 4 5 set dach 100. f Ab gel. 1 1 15 g Heel und ö mob aten age da dar nee Mutd nic nie Destin Sind Schaben Hus ſeßit det Putter ik gc t tun palast d dn d did en, 1 Murfiſgükb hallges dun en bene uke el Lach, Nel ir de Lig aß f; 6 dieß Mug Ein d Aung de feht egen leheh n 50 0 1 get z 0 gn ht, 10 Hufcuß dal 1 * 10 bb. und gen e 10 chello, r, a 1 cken 1 60 0 N 5 7* 1 4 Chtitun, 70 enen Sig fing W i, de 1000 ** e 1 e Venn ſei tk, da ut Varen, da Creuß g. c wir ſan Dein erſiſ in dieſeg ers Witt n 99 Weh, dh die Wah eben, de ind ew gez Uns hat ge Schutz, d 101 i Ihm darum acht noch iner Ga S 4 9 48% e 5 1. u Mech ch nicht ſchauen. Erhalt uns, Herr, bey deinem Wort, und Aa ſteur des Pabſt und Tuͤr⸗ (cken Mord, die Ic kſum Höh ſtürtzen wollen von ſeinem I HERR IeEſu Chriſt der biſt, beſchirm dein arme Chriſtenheit, daß ſie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gott Heilger Geiſt, du Troͤſter werth, gieb deinem Volck einerley Sinn auf N Erd ſteh uns bey in der be ehen fall 4. N 7 5 auf e ianichte mach laß wan, e 8 Vom Worte G Ottes. 10 Hertzens Grund du wollſt nicht von mir nehmen dein heilges Wort aus meinem Mund, ſs wird mich nicht beſchamen mein' Suͤnd und Schuld: denn in dein Huld ſetz ich all mein Vertrauen; wer ſich nur veſt darauf verlaͤßt, der wird den Tod 9. Meln'n Fuͤſſen iſt dein heilges Wort ein brennen⸗ de Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weiſt fort; So dieſer Morgen Sterne in uns aufgeht, ſo bald ver⸗ ſteht der Menſch die hohen Gaben, die Gottes Geiſt denen gewiß verheißt, die Hoffnung darin haben. 192. M. Ach bleib hey uns HErr ꝛc — ies Troſt; Er hilft ſein fen die boͤſe Sach, und Glaͤnb'gen allen. ſtürtz ſie in die Grub hin⸗ . Ich hitt, o Herr, aus ein, die ſie machen den Chriſten dein. .So werden ſie erken⸗ nen doch, daß du, unſer Gott, lebeſt noch, und hilſſt gewaltig deiner Schaar, die ſich auf dich verlaſ⸗ ſen gar. 193. M Es iſt gewiß⸗ lich an der Zeit. Es ſpricht der Unweiſen Mund wol, den rech⸗ ten Gott wir meynen: doch iſt ihr Hertz Unglau⸗ bens voll, mit That ſie ihn vermeinen! Ihr Weſen iſt verderbet zwar, vor Gott iſt es ein Greuel gar, es thut ihr keiner kein Gutes. ä 2. Gott ſelbſt vom Himmel ſah herab auf alle Menſchen⸗ Kinder ſchauen ſie Er ſich begab, od Chriſtum, deinen Sohn, . 2. Beweiſ' dein' Macht, du ein HErr all'r HErren letzten Noth, g'leit uns ins Leben aus den Tod. 4. Ihr Anſchlaͤg, HErr, Er jemand moͤcht finden, der ſein'n Verſtand gerich⸗ tet haͤtt', mit Ernſt nach Gottes Worten that, und fragt nach ſeinem Willen. 3. Da war niemand auf rechter Bahn, ſte war n all ausgeſchritten, ein jeder ging nach ſeinem Wahn, und hielt verlohrne Sit⸗ ten; es thaͤt ihr keiner doch kein gut; wiewohl gar viel betrog der Muth, ihr Thun ſollt GOtt gefallen. 4. Wie lange woll nun⸗ wiſſend ſeyn, die ſolche Muͤb aufladen; und freſ⸗ ſen dafuͤr das Volck mein, und naͤhren ſich mit Schaden? Es ſteht ihr 5 i Trau⸗ 154 Vom Worte Gottes. paun WIe 0 Fſchſſu 5 Trauen nicht auf Gott, ſie rufen Ihn nicht in der Noth, und woll'n ſich ſelbſt verſorgen. 5. Darum iſt ihr Hertz nimmer ſtill, und ſteht all⸗ zeit in Furchten; Gott bey den Frommen bleiben will, die Ihm im Glaub'n gehorchen! Ihr aber ſchmäht des Armen Rath, und hoͤhnet alles, was er ſagt, daß Gott ſein Troſt iſt worden. 6. Wer ſoll Iſrael, dem Armen, zu Zion Heil er⸗ langen? Gott wird ſich ſein'“ Volck erbarmen. und loͤſen die Gefangnen. Das wird er thun durch ſeinen Sohn, davon wird Jacob Wonne han, und Iſrael ſich freuen. 194. M Chriſt, unſer Herr, zum ꝛc 2 und ſie zu GOtt bekehren. 2. So danken und lob Uüberalle Volck erhalten in echtg uefa mengen Bahn 1 33 uc che itlustag 3. Es dancke Ot un fee lobe dich das Volck in guten aer ven; Thaten, daß Land bring khn Ai, Frucht und beßre ſich, den dich ha Wort laß wohl gerathen! gechegg i Aukag Uns ſegne Vater und der Jag ehe dur Sohn„ uns ſegne Gott dee gaht dend el der Heillge Geiſt! dem ale alg Ng uns here n Judt F Welt die Ehre thut, zr Halen ihm ſich fürchtet allermeif,, J den Jud Nun sprecht von Herzen, vn kat a Amen! den ſheuplich un 0 fl Asten bEchar, d li fang sh 0 ir* , d 1 krſchien erlich. des Hen Dag, veg. b lag, ln Abel nich 1 N ö —— Vom Worte SOttes. 154 6. Erkennt mit danckba⸗ mehr ausbreften deines rem Gemüth, wie er allein Namens Ehr. Halleluja. durch ſeine Guͤt uns taͤglich 14 O liebſter Heſland, 60 ſchuͤtzet und ernaͤhrt, und Jekſu Chriſt, der du vom 0 manches Unglück von uns Tod erſtanden biſt, richt kehrt. Halleluja. ſunſte Hertzen auf zu dir, 7. Denckt auch, daß heut datz ſich der Suͤnden Schlaf geſchehen iſt die Auferſſe⸗ verliehr Halleluja. bang JEſu Christ dadurch! 15. Gieb deiner Aufer⸗ die wahre Freud okeit in ſtehung Kraft, daß dieſer aller Noth uns iſt bereit. Troſt ja bey uns haft, und Halleluja. wir uns drauf verlaſſen 8. Der von den Juden veſt, wenn uns nun alle war veracht't, mit Moͤr⸗ Walt verläßt Halleluja. dern ſchaͤndlich um 6. O Hellgercheiſt! laß gebracht, daß ſeine Lehr uns dein Wort ſo hören haͤtt kurtzen Lauf, und heut und immerfo't, daß mit Ihm müſte hoͤren auf. ſich in und durch deine kehr Hallelnja. 5 5 Glaub, bieb und Hoffunng 2. Der iſterſtanden hell eichlich mehr. Halleluja. und klar, und hat erfreut 7. Erleuchte uns, du ſein' kleine Schaar, die bis wahres Licht, entzeuck uns ans Ende ihn geliebt und deine Gnade nicht. All un⸗ det Hilfh ſeinethalden war betrübt. ſer Than auch ſo regier, „ allelun. Halleluja,„„daß wir Gott preiſen fur ber, und g 10. Let bhaftig Er ſich ih und fuͤr. Halleluja. ie bor 60 nen wleſ, ſich ſehen, hoͤr n 0 und gut bie, es — , gehört h la. „ imettriglch doch hal emen Seit bt Ihn gl i der Chi I Halleluſ A unſers Bach it, da Eh end die g bas dieſch alleluſs. Werkennen, und je mehr 1 5 Ruh, und fuͤhlen ließ, damit ver⸗ 96. el. 8 ſichert waͤr ihr Sinn, des e e Todes Macht ſey nun da⸗ 5 tt. hin. Halleluja. 4 He nliebſter Jeſu Chriſt 1 „ 11. Drum wollen wir) wir dancken deiner begehn mit Fleit den Tag Gute, daß du ſo willig biſt, nach recht Ehriſtliche“ in unſrer erſten Bluͤthe, Weise, wir wollen aufthun zu ſchencken ſolchen Sinn, unſern Mund, und ſagen der ſich nach deinem beugt; das von Hertzens Grund: Ach! nimm doch alles Halleluja. hin, was uns von dir ab⸗ 12. O Gott! der du den zeucht. 5 affen hat Erdenkrei erſchaffen haſt 2. Hab Danck fuͤr deine zu deinem Preis, uns auch Lehr und allzugroſſe bewahrt ſe manches Jahr, Treue, erleucht uns mehr in vieler Truͤbſal und Ge⸗ und mehr, und unſer Hertz fahr. Halleluja. erfreue durch deinen Gna⸗ „ 13 Hilf daß wir alle dei den⸗ Schein; Hilf, daß bt, Ine Werek, voll Weisheit, wir nehmen zu im Guten? Gute, Kraft und Starck Führ uns ein zuletzt in dei⸗ * 3. Wir. 186 Vom Worte 5 GGtteés. 4. Wir wollen nun hin⸗ fort zu deinem Dienſte le⸗ ben, gehorſam deinem Wort, das du uns haſt ge⸗ eben: Verleih Beſtaͤndig, eit„behuͤt uns vor Ruͤck⸗ fall! regier uns jederzeit, bekehr uns allzumal⸗ 197. MN. Serr, ich ha⸗ be mißgehandelt EeEu, komm mit dei⸗ nem Vater, komm zu Mir, ich liebe dich! komm, o treuer Seelen Rather, Heilger Geiſt beſitze mich! Laß mich, o Dxeyeinigs Weſen dir zur Wohnung ſeyn erleſen 2, Laß mich, JEſu, dei nem Worte vollen Glau⸗ ben ſtellen zu, denn es iſt die rechte Pforte zu der ſuͤſſen Seelen⸗ Ruh: Nie⸗ mand kann den Troſt er⸗ ründen, der in deinem ort zu finden. 8 . Sende nun, e Vaker, ſende deinen Geiſt von dei nem Thron, der mein Hertz zu dem nut wende, was dein allerliebſter Sohn, deſſen Wort wir angehd⸗ ret, uns von deinem Wil⸗ len lehre. 4. Von mir ſelbſt kan ichs nicht faſſen, mein Hertz iſt verfinſtert gantz: ich geh auf der 1 Straſ⸗ ſen, wo nicht deines Geiſtes Glantz dem verblendten Sinn kegieret, und zur hel⸗ len Wahrheit fuͤhret. 5. Zuͤnd doch an die Lie⸗ bes Kerzen, und durchhitze lergehen Geiſt! laß unſere Herten brennen in der reinen Glut, ſchaff, daß deine heile Flammen ſchlagen über uns zuſammen. 7 t ſtets 6. Führe mir Gemuͤthe, was mir JEſus iugeſagt/ daß ich traue ſe. ner Guͤte, wenn vielleicht der Zweifel fragt: Ob auf meine Bitt und Flehe! Huͤlf 5 Rettung werb. 7. Es kann keine Noi nicht haben, weil mei JEſus wohnt in mir, ich genieſſe ſeiner Gaben, die ſein Geiſt mir ſtellet für wenn ich Ihn beſtandig liebe, und in ſeinem Wort nich übe 8. Wer nach ſelnen Wort nicht lebet, und Ihn nicht von Hertzen liebt nu nach ſchnoͤder Wolluſt bet, der muß ewig ſeyn be trüͤst; GOtt wird nic in ihm mehr wohnen, ſol, dern ihn mit Zorn be lohnen.. 1 9. Mein Hertz, du dart gi nicht erſchrecken, JEſus ſi Ih dein Aufenthalt, denn ſein anch Friede wird dich decke a wider aller Feind Gewall die vergeblich auf dich kun met, weil ſein Friede dich beſchirmet:.„ 10. Fahr nur hin witdel nem Frieden mehr als ßend geſinnte Welt, deinel wel ich zeitlich müde, weil del Friede bald zerfällt Golte Fried erfreut die Hertel! Welt, dein Friede brings Schmertzen. Vi, Nun fol weder aut hene * dach, bine uh he Auge Nicht übe, ah bey kene N 0 Geiß und Muth; werther 11. Nun ſo 901 5 IEſu, kelle noch Leiden, JeEſ ut Got 1 0 5 et, und en liebt Wollußt ai wg ſehn wird gt ohnen, fo 1 Zotn etz, du darſ e, Jeſat lt) dez s dich del ind Ge L235 auf dich f Friede. hun ehr glet ö 5 J. Vater hin, hohl mich, der 199. M. Nun GOtt Liebfer JEſu, wir ſind Bom Wore deiner kiebe ſchelden, weil dein Friede bey mir ſt: ja es ſoͤllen meine Sinnen nichts als JEfum lieb ge⸗ winnen. 8 8 12. JEſu, der du vorge⸗ gangen durch den Tod zum ich mit Verlangen dir zu folgen willig bin: willſt du, ich will gern aufſtehen, und mit dir von hinnen gehen. 198. mel. Zertzlich thut mich ꝛc La mich dein ſein und bleiben, du treuer Gott und Herr, von dir laß mich nichts treiben, halt mich bey reiner Lehr; HER laß mich nur nicht wancken, gib mir Beſtaͤndigkeit, dg⸗ uͤFr will ich dir dancken in alle Ewigkeit. ob, es iſt ꝛc. hier, dich und dein Wort anzuhören! Lencke Sinnen und Begier auf die ſüſſen Himmels Lehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unſer Wiſſen und Ver⸗ ſtand iſt mit Finſterniß um⸗ huͤllet, wo nicht deines Geiſtes Hand, uns mit hel⸗ lem Licht erfullet: Gutes dencken, thun und tichten wollſt du ſelbſt in uns ver⸗ lichten . 5 O du Glantz ber Herr; lichkeit, sicht vom Licht aus r Macht noch Li mich von alleſamt bereit, oͤffne Her⸗ zen, Mund und Ohren! Singen, laß, HErr JEſu, wohl gelingen. 200, MN. Dis ſind die beilgen zeyn ꝛc. 1 Menſch, wilt du leben M ſelialich; und bey Ott bleiben ſollt du holten die zehn Gebot, die uns geboten Unſer Gott. Kyrſeleis! 2. Dein Gott und HErr allein bin ich, kein ander GO muß irren dich, trauen ſoll mir das Hertie dein, mein eigen Reiche ſollt du ſeyn. Kyrieleis. 3. Du ſöollt mein'n Na⸗ men ehren ſchon, und in der Nöth mich rufen an, du ſolt heil gen den Gab⸗ barh Tag, auf daß ich in din wircken mag 4. Dem Vater und der Mutter dein ſollt du nach mit gehorſam ſen: Nie⸗ mand ködten, nog zornig * ten rein Kyrieleis. 5: Du ſollt ein mandern ſtehlen nicht, auf niemand falſches zeugen nicht dein's gern entbehrn Kyrieleis. 201. N. Liebſter Je⸗ ſu wir ſind hier. un N vollbracht Singen, Beten, Lehren, Hoͤren: Gott hat alles wohl ge⸗ macht, drum laßt uns ſein Gott gebohren, mach* 7 a Unſer Bitten, Flehn und ewiglich ſeyn, und deine The hal- 10 Naͤchſten Weib auch nicht 1 1 begehrnundall ſein s Gutes Gdit Lob! es fl Lob vermehren, Une Gt. 58 Vom Worte GOttes. Gott ſey hoch gepreiſet, daß Er uns ſo herrlich ſpeiſet. f 2. Weil der Gottes dienſt iſt aus, uns auch mit⸗ getheilt der Segen: So gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen! Gottes Geiſt uns ferner leite, und uns alle wohl bereite. 3 Unſern Ausgang ſegne Gott, unſern Eingang gleichermaſſen; Segne un⸗ ſer täglich Brod, ſegne un⸗ ſer Shun und Laſſen, ſegne uns mit ſel'gem Sterben, und mach uns zu Him⸗ mels⸗ Erben. 202. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. O HErre Gott, dein goͤttlich Wort iſt lans verdunckelt blieben, bis durch dein Gnad uns it geſagt, was Paulus hat ge⸗ ſchrieben, und andere Apo⸗ ſtel mehr, aus dein'm goͤt lichen Munde. Des danck ich dir mit Fleiß, daß wir erlebet haben die Stunde. 2 Daß es mit Macht an Tag iß bracht, wie klaͤrlich iſt vor Augen! Ach Gott, mein HErr! erbarm dich der' r, die dich noch jetzt ver⸗ leugnen, und achten ſehr auf Menſchen⸗Lehr, darin ſie doch verderben; dein's Worts Verſtand mach ihn'n bekannt, daß ſie nicht ewig ſterben. a 3. Wilt du nun fein gut Christe ſeyn, ſs muff du bau, Hoffnung und Lieb im Glauben, allein durch Chriſt, zu aller Friſt, dein'n Naͤchſten lieb darneben, das G'wiſſen frey, rein tur kan geben. 4. Allein, Herr, du muſt ſolches thun, doch nur aus lauter Gnaden; wer ſich des troͤſt't, der iſt erloͤſt, und kann ihm niemand ſchaden, ob wollten gleich Pabſt, Kayſer, Reich, ſie und dein Wort vertreiben, iſt doch ihr Macht gegen dir nichts geacht't, ſie werdens wol laſſen bleiben. 5 Hilf, HErre Gott, in dieſer Noth, daß ſich auch die bekehren, die nichts be⸗ tracht'n, dein Wort ver⸗ achten, und wollens auch nicht lehren. Sie ſprechen ſchlecht; es ſey nicht recht, und habens nie geleſen, auch nie gehoͤrt das edle Wort: Iſts nicht ein teuf⸗ liſch Weſen)! 6. Ich glaͤub' gewiß gar, daß es ſey wahr, was Pau⸗ lus uns thut ſchreiben: Eh muß geſchehn, und alls vergehn, dein goͤttlichs Wort ſoll bleiben in Ewig, keit, waͤr es auch leid eln hart verſtockten Hertzen. Kehr n ſie nicht um, wer⸗ den ſie drum leiden gar groſſe Schmertzen. 7. GOtt iſt mein HErt, ſo bin ich der, dem Sterben, kommt zu gute, dadurch uns haſt aus aller Last erloͤſt mit deinem Blute: Des danck ich dir, drum erſtlich glauben, ſetz dein wirſt du mir nach dein! Vertrau'n, darauf veſt] Verheiſſung geben, 15 Hertz dabey das kein Crea⸗ bon u f icbltz berg 1, th l nd 0 in M, ich heſee ddt le n kee J. belaſh, le ben N. act kus Kbach Tctatn 9 duc lich a lg dig ben Oe d, cd, eucte g dc auh gt, J 1 900 dub n Ei uc f 0 1 ü M enn U 0 . K nd lie in duc deinen neben, „ein In Cres uus wol tt, in ſich auch * 11 be⸗ — Jjort ver ⸗ ens auch ſprechen chtrecht, geleſen, Das edle 1 Aan teuf⸗ vib gar, as Pau⸗ en: Ch ind al? goͤttlichs i Ewig⸗ idceln Hertzen. un, sek den gar . dadurch ler Laſt N Blute 5 k, drum ih dein! , en Het, Sterben, 1 ö 1 0 werdeſt die in keiner Noth Seligkeit, Vom worte Gottes. 159 ich dich bitt: verſag mirs nicht im Tod und auch im Lebe. 8. HErr, ich hoffe je, du verlaſſen, die bein Wort recht als treue Knecht im Hertz'n und Glauden faſ⸗ ſen: giebſt ihn'n bereit die und laͤß'ſt ſie nicht verderben. O HErr, durch dich, bitt ich laß wich froͤlich und ſelis ſterben. 803. Mel. O IEſu Chriſt, mein's ꝛc. O Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, IJEſu Chriſte, wahres und Himmelteich, hier zeitlich und dort ewiglich fur ſolche Gnade preiſen dich. 0 204 Mel. Es iſt das ö 9 Heil uns ꝛc. IN Menſch, wie iſt denn Hertz beſtellt? Hab Achtung auf dein Leben. Was kraägt fur Frucht dein Hertzens⸗Feld? ſinds Dor⸗ 11 0 nen oder Reben? Denn aus der Frucht kennt man die Saat, auch, wer das and beſaͤet hat, GOn, oder der Verderber. Iſt nun dein Herz dem Wege gleich, und einer Neben Straſſen, da auf bringe ſie zu deiner Heerd, dem breiten Laſter Steig daß ihre Seel auch ſelig die Voͤgel alles fraſſen, ach! werd. 2. Erfuͤll mit deinem Gnaden Schein, die in Irrthum verführet ſeyn: auch die ſo heimlich ſich⸗ tet an, in ihrem Sinn ein falſcher Wahn. 3. Und was ſich ſonſt verlaufen hat bey dir, das; ſuche du mit Gnad, und ſein verwundt Gewiſſen heil, liß ſie im Himmel. haben Theil. 4. Den Tauben oͤffne das Gehöoͤr, die Stummen rich⸗ tig reden lehr, die nicht bekennen wollen frey was ihres Herzens Glaube ſey. 5. Exleuchte, die da ſind verblondt, bring her, die ſich von dir getrennt, ver ſammle, die zerſtreue! gehn, mach veſte, die im Zweifel ſtehn. 6. So werden ſie mit uns zugleich auf Erden und im vom Geſetz ierſch gen ur pruͤfe dich, es iſt kein Schertz: iſt ſo bewandt dein armes Hertz: So biſt du zu beklagen. 3 Denn, ist der Saame weggeraft, vertreten und gefreſſen, ſo haſt du keine Glaubens Kraft noche ee⸗ len Speiſ zu eſſen: Faͤllt dir ins Ohr der Saame nur, und nicht ins Hertz, ſo iſt die Spur zum Leben gantz A anch d 4. Iſt auch dein Hertze Felſen Art, verhaͤrtet durch die Sünden: So iſt der Gaame ſchlecht verwahrt auf ſolchen Felſen Gruͤn⸗ den. Ein Felſen⸗Stein hat keinen Saft: Drum hat der Saame keine Kraft zu ſprieſſen und zu ſchleſſen.„ J. So lang noch nicht zerknirſcht dein Hertz und * 160 Vom Worte Gottes. durch wahre Buße, Reu und Schmertz, ſo kanns nicht Früchte tragen: Be⸗ denk es wohl, und thue Buß, glaub veſt und falle Gott zu Fuß, ſs iſt dein Hertz geneſen. 6. Oſt iſt das Hertz auch Dorzen- voll mit Sorgen angefuͤllet, oſt lebet es in Reichthum wohl, da wird der Saam verhuͤllet; Ja, q gar veſt verſiegelt, durch ſeinen Geist: und in er erſticket gantz und und wied nicht einmal offenbar, das iſt wohl in beklagen. 7. Sy geht es wenn man nur um Geld und Reich⸗ thum iſt bemühet, und gar nach Wollust dieſer Welt mitaug und Hertzen ſiehet, hinein, und laß ihnFruͤchte tragen, die mir im Himmel folven nach, da ich ſie fin⸗ de tauſendfach, das wuͤnſch ich mit Verlangen. 205. M. O Gott, du frommer Ott. 8 ſelbſten hat dis Wort der Wahrheit bewaͤhrt der Seel verriegelt: Recht muß doch bleiben Recht. Haͤlts gleich die Welt vor Schertz, ſo faͤllet ihm doch zu ein jedes glaͤubigs Hertz 2 2. Ihr Menſchen draͤuet da kaun kein Eutes haben ſtatt, wo man der Wolluſt nicht wird ſatt, der Saame muß erſticken 8. Doch iſt, Gott Lob! noch gutes Land auf die⸗ ſer Welt zu finden, das Goc dem HERRN allein bekannt, den Hertzens⸗Gtuͤnden der Saame, den GOcTtt ein⸗ gelegt, noch hundertfältig Fruͤchte traͤgt: das ſind die rechten Hertzen. 9. Wer Ohren hat, der hoͤte doch, und prüſe ſich ohn Heucheln, dleweil es herte heiſſet noch hier muß ſich keiner ſchmeicheln. Die ö das Ende heits Grund mich laſſen Zeit vergeht, da in m mir mit viel und manchen Plagen, wo ich nach eurer Luſt euch nicht bald will behagen; ihr wollt mir, wie ihr ſagt, beneh⸗ men Amt und Ehr, und machen, daß kein Kind mich nicht ſoll achten rr, 3. Doch dis bewegt mich nicht: Wie? ſolt ich denn betrachten, was mir ein Menſch gebeut, und unter- deß verachten des HErren ſein Gebot, ſo müſte dieſes Haupt vom Hoͤren ſeyn entbloͤtzt, von Sinnen ſeyn beraubt. 4. Solt ich vom Wahr⸗ gaht; fallt auf kein gutes abe führen, waͤr ich das Land die Saat, ſo mußt du ewig ſterben. 15. HERR JE Su, laß mein Hertze ſeyn zer⸗ knirſchet und zerſchlagen, damit der Saame dring elendſt nicht denn unter al len Thieren? Ein wankel: bares Rohr? Ein leicht zerbrochnes Faß? f das iſt ungereimt, mein Gott verhuͤte das! 5. Laß Nein 1 e nl, Mine den Ja, ace den dugh, dr Schl wekf Aera, und Laub, Auaſh ub ic pp n Lal. de Kah ae 0 ben af n Ke, l „ J een 1 de Shunt dualen b heſprihge, gehiſen v Verdſſ eh Gil, Welt Sand aan, be ih nt mig fa bh de b, Hagen b ent iu eg dunn Nee aͤhrheſt bewahrt und i Recht Rec. elt vot et ihm llaͤubigz i draͤuet anchen ich enret ld will 11 lt mir, N bekeh⸗ Jank, und in Kind achten u egt mich ich denn mir ein id unter Herten muste l Höͤken Sinlen. Wah, h laſſes * ſch daz „ Auter alk wankel n leicht Nein 0 1 5 mein n 5. N Vom Worte Gottes. 161 5. Laß kommen, was da will, laß alle Spotter raſen, laß ſchwartze Nach⸗ red auch mit vollem Mun⸗ de blaſen ihr toͤdliches Vergift: Laß Kinder, Mann und Weib mir tre⸗ ten auf den Kopf, mir ſpeyen auf den Leib. 6. Werd ich ſchon von der Schmach an allem Ort beſprungen, gebiſſen von dem Neid, geſtochen von und Hertz die Wahrheit ſollt verlieren Viel lieber ſoll mein Leib ohn Haupt ſeyn dargeßtreckt, als meine Seele mit Treuloſigkeit befleckt. 11. Mein Glaub, auf Gott gegrund't, wird mich ſchon laſſen ſchmecken das Leben in dem Tod, daß ich nicht werd erſchrecken vorm theil, das man faͤllt zu daͤmpfen meinen Muth. den Zungen, der Schimpf werf Eiter aus, und der Verdruß ſpey Gall, der Welt Schand oder Ehr bewegt mich nichts mit all. 7. Unſchuld veracht't Ge⸗ fahr. Laß auch den Henker kommen, zu plagen meinen Leib, es dient zu meinem Ein Wahrheits Zeug ſchweigt nicht, wie ſonſt ein Suͤnder thut, 12. Nun ſeht, das iſt mein Schluß, die Wahrheit hoch zu ſchaͤ nen, und alles Zeitliche derſelben nach⸗ zuſetzen. warten ab, was GOtt, Frommen. IſtJEſusmeine mein treuer Hirt, mir im⸗ Kraft, hab ich ein treues Hertz, ſo bleib ich wohl⸗ gemuth auch mitten in dem Schmerz. f 8. Entweder wird mein Gott die Pein von mir abwenden, wo nicht, ſo wird Er mir drin ſiaͤrken meine Lenden und geben Geiſtes Muth, daß mitten in der Pein, dem Teufel zum Verdruß, ich froͤlich moͤge ſeyn. 9. Und ſo denn jemand fragt? Warum muß dteſer leiden? Wo ich noch reden kann, will ich ihm dis be⸗ ſcheiden: Drum, daß er lieber wolt erfahren Spott und Pein, als wieder ſeine Treu ein Luͤgen⸗ Redner eyn. 5 10. Dis ſteht in mir ge⸗ ſetzt; ich wolt den Tod er⸗ fuhren, eh deß mein Mund 5 ſchicken wird. 12. Ich hab auf Gott vertraut, in Gott hab ich begonnen, mit Gott den Streit gefuͤhrt, mit Gott hab ich gewonnen, Gott ſtell ichs ferner heim, Was acht ich Schmach und Spott? Wie kanns dem uͤbel gehn, der ſich verläßt auf GOtt.. 14. Ich will von vun fortan in meinem gantzem Leben, nach Gottes reinem Wort, zu handeln wich er⸗ geben, zu ſeyn in meinem Thun demuͤthig und ge⸗ recht, zu werden durch den Geiſt ein frommer treuer Knecht. 1 15. Drüm was ich vor⸗ mals hab geredet und geſchrileben, dabey bin ich geblle⸗ Ich will denn mer dieſes Falls zu handen Gott Lob! bis hieher noch 162 geblieben, und bleibt jetzt auch dabey, und hoffe tren zu ſeyn, bis JAS AUS eine Geel zur Freuden führet ein. 206. Vor der Predigt. Gott, du unſer Va⸗ ter biſt, durch IEſum Chriſt, gieb deinen Geiſt uns all'n gemein, der uns zur Wahrheit leite: Er⸗ hoͤr uns auch zu dieſer Stund, öffne den Mund dein's Dieners, daß er dein Wort rein und frey⸗ müßhig ausbreite, dazu o Herr! gnaͤdiglich, oͤffne Uuſre Hertz'n und Ohren, daß wir das hoͤren ſleißig⸗ lich und treuelich bewah⸗ ren, auf daß wir moͤgen fruchtbarlich dein Lob all⸗ zeit verklaͤren. 20%. In eigener Mel. Dolt ich aus Furcht vor Menſchen⸗ Kindern, des Geiſtes Trieb in mir verhindern, und nicht bey ſo viel Heuchel⸗ Schein ein treuer Zeuge Gottes ſeyn! 5 2. Solt ich des Hoͤckſten Wort verſchweigen, und nicht dem Hauſe Jacobs zeigen, wie ſchaͤndlich ſichs vor SoOtt verſtellt, dar⸗ um weils Menſchen nicht gefaͤllt? 0 3. Solt ich den falſchen Chriſten heucheln, und der gottloſen Rotte ſchmei cheln, um eine Hand vol zeitlich Korn, und zu ent⸗ gehn der Menſchen Zorn? Vom Worte Gottes. 4. Solt ich die Boͤſen ſelig prelſen, die wederkicht noch Glaͤuben weiſen, um derer Gunſt und Liebes⸗ Mind, die doch nur Feinde Gottes ſind. 5. Solt ich die Gottes Kinder nennen, die weder Gott noch Chriſtum ken; nen, die bey der Wahrheit hellem Schein, ſo arg als blinde Heiden ſenn 6. Wer ſind ſie denn, die mich verlaſſen, und mich als ain Feg⸗Opfer haſſen? wer ſind die die ſo zornig, lich ihr Hertz verbittern wider mich. 7. Es ſind nur Menſchen die mit Suͤnden und loſen Stricken ſich verbinden, ein Nichts, ein Gras, ein ſchnd⸗ des Heu, ein Dampf und leicht geſchaͤtzte Spreu. 8. So hoch ſie ſind in ihren Sinnen, ſo werden Zelt hier waͤhrt. der mich reben heißt, und ther Geiſt. ich hier deris, daß ichs ihnen ſage! 1 ists mich ſich ihnen kund? 11. Ey ſolt mein Gott mich auch nicht ſchuͤtzen, wenn ſie mit Wüten auf mich blitzen? Solt deſſen Huld in aller Pein mit 8 1 nicht I 1 f e die ih ſie doch endlich innen, daß all ihr Thun zur Hollen fahrt, und nur auf kurſe 9. Wer bin ich denn, den ſie verſchmaͤhen? Iſts f denn auf mich nur ange- ſehen? Iſts Gott nicht, trage? wer for nicht des groſſen Got“ (tes⸗Mund, der thut dutch N bon wo — — BI 1 funkt wd Ne „icht. . 11 Ju l. sh Gan e, bach u l, d. c 15. e mich Rt, d i dag nich Höhe g 4 mit kacken, Biz Fee gunzen s 1 len Ache. 1% Cahg nid ersehen den Kr Loch Klan ien den: Bydy ay l 1 5 Git 8 ſchrre 0 ich, (ot u gane ig J ne d 0 ee l h ene 0 5 fad 15 N 10 a N treibt mich nicht ſein wei- ſteud 1 1 e Diße 1 1909900 iſen, un Liebe 5 Ar geine ile. Gottee Die weder“ 1485 a e ö * arg al bent i und mich k haſſen! ſo zornig ber bitter „ Menſchen * At chdrigget . und losen indewen 1 ein ſchuͤ⸗ ampf und 17 Spreu. 5 ie ſind iu ſo werden ühnen da ö Ar Hoͤlen 10 auf kun 195 6 1 ich den ien? N Vom Worte Gottes. nicht ein ſuͤſſes Labſal ſeyn? 12, Du kennſt mich ja, du Menſchen Hut er, daß mirs nicht um die ſchnoͤden Guͤter zu thun, noch um die Bunt der We elt, die manchen ſo gefangen haͤlt. 22 Dle Liebe Chriſti die 1 die iſts, d die mich in Geiſte zwingen, mit Rufen, Locken, Bitten, Flehn! der Meuf chen See⸗ len nachzugel Uk. 14. Datuͤber will ich gerne lelden: Kein Kreu 15 noch 4 92 9 pott der Boͤſen mei⸗ den: Geh du mir 6 Hohn und Spott nicht ſchreckl Eos 19. Hier iſt mein Blut mein armes Leben, ſoll ichs a bey deinemWort hingeben, ja, Herr, e. Will geſcheh an mir! being nur dadurch bn getreuer 0 7 16. Ich weiß, dein Wort wird en. ee e 0— gen, d Hieg wird man in en 15 hn, ſolts auch durch Mäaͤrt' rer⸗Blut ge ſchehn. 17. Ach ſtaͤrke mich doch auch mein Rekter„ damit durch alle Donner Wetter mein Zeugneß veſt und i freudig ſey, es ift beate! Gott ſteh mir bey. 208. Huel. Es iſt das 155 1 un 8 20. Menſchen ſind zu öerſcltl bringen. s Gott! was . geiſtlich iſt, untüchtig: Dein Weſen, Wille und hingenommen: Gebot iſt viel u hoch und und Steinen kan das Wort wichtig: wir wiſfens und nimmt ein Ende. du ſelbſt deinem Donner (Acht nicht laſſen: bertehens nicht, wo uns dein goͤttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiſet. 2 Drum ſin d vor Zeiten 4 ausgeſa dipropheten, dei⸗ ne Knecht te, daß durch 6 ſelben wi ürd' bekannt dein heilger Will un Rechte. Zu letzten iſt dein einger Sohn, o Be von des Himmels ⸗ Thron ſelbſt kommen une 0 lehren. 3. Fuͤr ſolches Hell 19 HErr, geprelſt, laß uns dabzey verbleiben; und gieb Und beinen Heilgen Geift, daß wir dem Worte glaͤu⸗ den daſſelb annehmen iederzelt mit Sanftmuth, en e, Lieb und Freud, s Gottes, nicht der Menſchen. 4. Hilf, daß der loſen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende: denn ihr Geſpoͤtt ſamt ihnen drauf mit Schrecken Gieb Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich in uns wohne. 5. Oeffn' uns die Ohren und das Hertz, daß wir dein Wort recht foſſen, in Lieb und keid, in Freud und i es aus der Daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, ſondern Thaͤter ſeyn, Frucht hun⸗ 6. Am Weg' der Gaame 14 wird ſo fort vom Teufel In Fe 18 f ö f 0 die 164 Vom worte Gottes. die Wurtzel nicht bekom⸗ men; der Sam, ſo in die Dornen fallt, von Sorg und Wolluſt dieſer Welt, verdirbet und erſticket. 7. Ach hilf, HErr, daß wir werden gleich dem gu⸗ ten fruchtbarn Lande, und ſeyn an guten Wercken reich in unſerm Amt und Stande; viel Fruͤchte brin⸗ en in Geduld, bewahren eine Lehr und Huld in ſei⸗ nem guten Hertzen. 8. Laß uns, ſo lang wir leben hier, den Weg der Sünder meiden. Gleb, daß wir halten veſt an dir in Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dornen all zumal, hilf uns die Welt Sorg uͤberall und boͤſe Luͤ⸗ ſte daͤmpfen. in gottloſer Leute Rath: Wohl dem, der nicht un⸗ recht handelt, noch tritt auf der Sünder Pfad, der der Spoͤtter Freund⸗ ſchaft fleucht, und von ihr'n Geſellen weicht, der. was uns God vom Himmel lehret. und hier, als auf fuͤſſer Weide, Tag und Nacht beſtaͤndig bleibt, deſſen Segen waͤchſt und bluͤht, wie ein Palm Baum, den man ſieht, bey den Fluͤſſen auf den Seiten ſeine friſche Zweig aus⸗ breiten. 9. Dein Wort, o HErr, laß allweg ſein die Leuchte unſern Fuͤſſer, erhalt es bey uns klar und rein, hilf, daß wir draus genieſſen Kraft, Rath, und Troſt in aller giebt: Seine Blaͤtter wer⸗ den alt und doch nie⸗ Noth, daß wir im Leben; mals ungeſtalt: G Ott giebt und im Tod beſtaͤndig dar⸗ auf trauen. 10. GOtt Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort 4 ſich weit ausbreiten! Hilfſerfreuet, mit dem gehts I᷑EkSu, daß uns deine f viel anders zu; er wird Lehr erleuchten moͤg und leiten; O Heiliger Beis, dein goͤttlich Wort laß in im ſchnellen Nu. uns wircken fort und fort der Herr ſein Haufen Glaub, Lieb, Geduld und richt, da bleidt kein Got“ Hoffnung. geratben. ſireuet von dem Wind loſer nicht. Summe: Gott liebt alle Freu 4. Aber wen die Euͤnd wie die Spreu en: im ſchnellen Nu. WO hingegen hertzlich ehret, z. Wohl dem, der mit Luſt und Freude das Ge, ſetz des Hoͤchſten treibt, 3. Alſo ſag ich, wid auch grunen, der in Got“ tes Wort ſichl uͤbt: Lull und Sonne wird ihm die, nen, bis er reife Fruͤchte Gluck zu ſeinen Thaten, was er macht muß wohl 2009. M. werde mun⸗ men, und wei boͤs fe ter mein Gemuͤthe. Wobt dem Menſchen der nicht wandelt muß umkommen. II. Von ſchen us un Sig 1 uch den bi duch fin a I Nude h beh. ft Tod. Blut helge Wage id Judt / deſſen nd bluͤht, aun, bey del. i Seiten eig aul in Got, übt: kat ihm die. de Fruͤchte latter wet: doch nie: 8 0tt geht 1 Thgtlen, muß woſl die Sul dem getz 3 er ih ren 4 „ em Wi Nu.. Haufe kein Goll Summe lle Feu r bös 9 il. II. Von der Tauffe. 210. Mel. Es woll fährt, im Tauben Bild Von der Taufe. 165 uns GGtt genaͤ⸗ erkleidet, daß wir nicht dig ſeyn. ſollen zweifeln dran, wenn GOhriſt, unſer HErrfdrey Perſon'n getaufet zum Jordan kam han: damit bey uns auf nach ſeines Vaters Erden zu wohnen ſich Willen, von Sanet Jo- begeben. hann's die Tauffe nahm, F. Sein'n Juͤngern heißt ſein Wort und Amt zu der HErre Chriſt: Geh't erfuͤllen; da wollt er ſtif⸗ bin, all' Welt zu lehren, ien uns ein Bad, iu wa⸗ daß ſie verlohrn in unden ſchen uns von Suͤnden, zit, ſich ſoll zur Buſſe keh⸗ erſaͤufen auch den bittern ren. Wer glaubet und ſich Tod, durch ſein ſelbſt taufen laßt, ſoll dadurch Blut und Wunden, es ſelig werden, ein neuge? galt ein neues Leben. bohrner Menſch er heißt, 2. So hoͤrt und mercket der nicht mehr koͤnne ſter⸗ alle wohl, was Gott ben, das Himmelreich ſoll ſelbſt heißtdie Tauffe, und erben. f was ein Ehriſte glauben 6. Wer nicht glaͤubt die⸗ ſoll: zu meiden Ketzer ſer großen Gnad, der bleibt Haufe. G0 ss ſpricht, in ſeinen Sünden, und And will, daß Waſſer ſey, iſt verdammt zum engen doch nicht allein ſchlecht Tod tief in der Hollen Waſſer, ſein heil ges Wort Gründen. Nichts hilft ſein ißt auch dabey mit reichem eigne Heiligkeit, all ſein Geiſt ohn Maßen, der iſt Thun iſt verlohren, die allhier der Taͤufer. Erb Suͤnd machts zur 3. Solch's hat er uns Nichtigkeit darin er iſt ge⸗ 2 bewieſen klar mit Bildern bohren, vermag ihm ſelbſt 1 und mit Worten: des Va⸗ nicht helfen. 4 ters Stimm man offenbar 7. Das Aug allein das daſelbſt am Jordan hoͤrte.] Waſſer ſieht, wie Men⸗ Er ſprach: Dis iſt mein ſchen Waſſer gieſſen: der lieber Sohn, an dem ich Glaub im Geiſt die Kraft hab Gefallen, den will ich verſteht des Blutes IEſu euch befohlen han, daß ihr Chriſti, und iſt vor ihm Ihn hoͤret alle, und folget ein koche Fluth, von ſeiner Lehre. Chriſti Blut gefaͤrbet, die 4. Auch Gottes Sohn allen Schaden heilen thut, hier ſelber ſteht in ſei⸗ von Adam her geerbet, ner arten Menſchheit: auch von uns ſelbſt be⸗ der Helge Geiſt hernjeder gangen. Vl N 311. Mel. wir getaufet werden, al“ 166 Von der Tauffe. 211. M. Allein Gott in der goͤh ſey Ehr. OT Vater, Sohn und Heilger Geist, du Gott von groſſer Zute, ſey jetzt und immerdar gepreiſt mit danckbarem Gemüthe, daß du aus unserdienter Gnad mich durch das heilge Waſſer⸗ Bad von Sünden abdge⸗ waſchen. 1 2. Her ich bekenne, daß ich bin gezeugt aus Sün⸗ den Saamen, ein Kind des Borns, das immerhin ent heiligt deinen Namenz ich f weiß, daß vol Natur ich leb ohn deine Furcht, und wieberſtreb, Gott, deinem Wort und Willen. 3. Du aber haſt, o Vater, mich, da ich war ganz verlohren, zu dir gezogen gnädiglich, und wieder neu gebohren durchs Waſſer⸗ Bad der heilgen Tauff; daß ich in meinem Lebens⸗ Wuͤrdigkeit, rufen an: O Abba, lieber Vater! 5 6. Weil in der auf auch Ickſus Chriſt von mir iſt angezogen, ſo hilf, daß durch des Satans uit ich nimmer werd betrogen: Denn die nuncgottes Fem⸗ pel ſeynd, die bleiben von 7 dem boͤſen Feind in deiner Gnade ſicher. 7, OHG RAR, an dieſer die du mir wollen ſchencken, laß mich jetzund und allezeit in mei⸗ ner Noth gedencken; Denn ich dadurch ein Hertze faß, und immer mich darauf verlaß, daß du mir Hulf verſprochen. 5 8. Ich hab auch bey dem Waſſer⸗Bad mich die zum Dienſt verbunden: Drum gieb, daß keine Sun den⸗That in mit werd herrſchend funden: Gieh, daß fuͤr deine Guͤt und fiel; An har pioſſeg dt sehr en 1 Als eich eaſch e ige nas ſch g Treu ich den Gehorſam ſtets erneu, lauf mich deiner Lieb kann troͤſten. 4. HErr Ieſu Chriſ, dein theures Blut waͤſcht mich von meinen Sünden; Kraft deſſen wacht die Waſſer⸗Fluth denſelben Fluch verſchwinden, den ich hab von Natur ver⸗ ſchuldt, und ſetzet mich ins Vaters Huld, die Adam den ſch da angelober. 9. Und ſo ich was aus Schwachheit thu, das wollſt du mir verzeihen, und mir es ja nicht rechnen zu: die Gnade anch ver⸗ leihen, daß ich in dir he⸗ ſtaͤndig bleib, bis du die Seele von dem Leib zu dir hinauf wirſt nehmen. N hat verſchertzet. F. O Heilger Geiſt, ich dancke dir(ür diese ele Err, zum ꝛc. Gabe, daß ich nun in⸗ nerlich in mir dein 910 tig Zeugniß habe: Da⸗ Goc T, da ich gar keinen Rath fuͤr wei⸗ ne Seel konnt ſinden, haſt 212. M. Chriſt, unſer durch ich meinen Schoͤpfer du mich durch das Waſſer⸗ kann getroſt und freudig Bad gewaſchen e ut 1 . 1 3 9 — — 17 * liebt auf auch 10 i 1 11 6 ich 2 etrogen: di Leu, ben bon . deiner and eee ede tit laß nic 0 ben mei 1 n; Denn ertze faß, 1 W derag * nir Hill 1 15 0 mch die kbunder 0 alen tt web n Gieh, Gt. Id 0 Schein en ich 0 *— —trvrvrvr,rV¼.tv.——— was aus ü hu, das verzeihe, ht kechnen b» anch bel n dir he⸗ bis du die 0 Leib zu dig A5 men. 1 1 i da ich ga th für Zi 1 nden, os Waſeſ 1, 10 Sünden: dabeß du flaͤrli ich haſt beweiſt, und durch ein ſichtbar Zeichen, o Vater, Sohn und Heilger G eiſt! es ſeh nichts zu 1875 chen mit deiner Gnad und Liebe, 2. Denn willig und von Hertzens„Grund, ſo bald ich zu dir kommen, haſt du mich auf in deinem Bund zum Kind auch angenom⸗ men: Du haͤtteſt Urſach mich vielmehr zu ſtrafen und zu haſſen: und haſt, o groſſer Gott! ſo ſehr 5 Unter dich gelaſſen, den Bund mit mir geſtftet. 3. Dadurch bin ich nun als dein Kind verſichert dei⸗ ner Gnaden: was ſich fuͤr Schwachheit an mir find' das laͤßſt du wir nicht 855 den: Den Geiſt der Kind⸗ ſchaft giebſt du mir, und wenn ich vor dich trete, mein Herz ausſchuͤtte, Gott, vor dir, nach dei⸗ nem Willen bete, werd ich allzeit erhoͤret. 4. Hingegen hah ich mich verpflicht t, ich wol ein gut Gewiſſen fort bey des Glaubens Zuverſicht, zn halten ſeyn befliſſen; Dich, Vater, Sohn und Geiſt allzeit ſuͤr meinen Gott erkennen und ſammt der wahren Chriſtenheit mit Ehrerbietung nennen % den ein gen HErrn und tune 1 Ich hab dem boͤſen Feind 1 und allen ſeinen Wercken und die, ſer Bund, der ihn verjagt, kann gegen ihn mich ſtaͤr⸗ cken: Ich bin, o Gott! Von dee Tauffe. 167 dein Tempel nur, und wie⸗ der nen gebohren, auf daß ich rechte Wercke thu, dazu bin ich erkohren, und die du ſelbſt befohlen. 6. Der, alte Menſch muß ſterben ab, der neue aber leben: den böſen Fuͤſten, die ich hab, muß ich gets wi⸗ e ich muß dem Guten hangen an, verrich⸗ ten deinen Willen, mit Fleiß und Sorgfalt denken dran, daß ich ihn mog er⸗ fuͤllen, durch deine Kraft und S taͤrcke. 7. GOtt Vater, Sohn e daß ich 170 an dich glaͤube, mich meines 8955 Bundes not und freu, darin be tand! 15 bleibe, als dein Kind Teu⸗ fels Werke aß, die boͤſen kuͤſte daͤmpfe, das Gut zu thun nie werds laß, bis an das End hier kaͤmpfe, und dort dein Reich ererbe. 213. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. O IESE U Chriſt! ich preiſe dich mit froͤli⸗ chem Gemuͤthe, daß du mich ſo geuaͤdiglich, nach deiner großen Guͤte, durch deine Tauff errettet haſt von aller meiner Suͤnden⸗ Laſt, und mir dein Heil geſchencket. 2. So bald mein Haupt dein Waſſer 57 hegunte zu begieſſen, da ließ ſt du deinen Liebes Fluß auch in mein Herze flieſſen: Ein goͤttlich Leben gabß du mir dein Geiſt verband mein Hertz 168 Von der a dale — Taufe. 00 Herz mit dir, ich werd aus SoOtt gebohren. 7 3. Du wuſcheſt meine Seele ab von allen Sün⸗ den⸗Flecken, und lieſſeſtalſo in dein Grabldes Fleiſches Macht verſtecken: es ward in deinem Tod getaucht, was Satanas vother ge⸗ braucht, ins Elend mich zu bringen. f 14᷑.ᷓ. So ſtelleteſt du hei⸗ lig dar vor deines Vaters Throne und vor der Aus⸗ erwaͤhlten Schaar, mich in der ſchoͤnen Krone der goͤttlichen Gerechtigkeit, ren Kleid, darin ich konn⸗ te prangen. 5. Kein el wa ſchoͤn als ich/da ich dich an⸗ gezogen, ich prangte mehr als koͤniglich, du wurdeſt ſelbſt bewogen, mich nun zu nennen deine Braut, im Glauben ward ich dir vertraut. So hoch ward ich erhoben. 6. Da ward mir auch zugleich das Recht zu dei nem Reich gegeben: ich war von goͤltlichem Ge⸗ ſchlecht: du wurdeſt ſelbſt mein Leben, weil ich an deinem Leibe ward ein Glied, und nun nach dei, ner Art mein Leben konnte fuͤhren 7. war bedecket, konnte ſte Klarheit. ſtets die Frage ſtellen an: du wurdeſt ſelbſt mein Eh, geige Engel war ſo 7 in Gnaden losgezäͤhlet! 7 Doch mußte dies ver⸗ borgen ſeyn, die Schoͤnheit dir ni da man der& mich alſo tauchte ein, und unters Creutz verſtecket; Es mußte nun ans Leiden gehn, bis ich auch künftig hn in offenbarer 8. So war es zu derſel⸗ ben Stund, als ich ward u aufgenommen in dieſen 0 heil'gen Gnaden Bund, und in die Zabl der From; men. Wie iſt es aber nun mit mir? mein Heiland, ſoll ich jetzo dir nicht gleich⸗ fl falls 1 8 9. Ach ja! es ig no 14.40 1 dieſer Bund mein Spie e wrde im Gewiſſen, das mich ver/ ablachen de g ſichert alle Stund, wie du Hekſchhh ne noch ſeyſt geffiſſen mich zu ech wie erhalten, daß ich kann noch dringen hade, an kite emta d de Weſtgat eu mc, ſo geh 1 Awo lhug. a 1 0 keliſen, Ai durch die g e Bin ich nicht, Gott, dein eigen? 10. Haſt du mich nicht zu deinem Kind in deinem Sohn erwaͤhlet? Haſt du mich nicht von aller Suͤnd Iſt nicht dein Bund ein ew'ger Bund? Hat ſol chen nicht dein treuer Mund mit einem Eid ven ſiegelt? a 11. Geht mich nicht auc das alles an; was Chli⸗ ſtus mir erworben? Hat Ers nicht mir zu gut ge than? Iſt er nicht mit geſtorben? Iſt ſein Bar dienſt mir nicht geſchenckt, da ich im Glauben ward verſenckt in ſeine Gnas und 0 güte 12. Drum bleib ich 4 dein Eigenthum, das du 5 cht laͤß'ſt nehmen; under Macht wild wiederum mich nimmen mehr beſchaͤmen, du wil und kannſt den laſſen nicht der auf dich ſeine Zuben ſicht von ganzen Heri ſeßet. 5 a I 20 J f bel 7 100 Je die hee 7 4 * * 1 3 vom heiligen Abendmahl. 12. Zwar hab ich auch durch viele Schuld den Gnaden⸗ Bund zerriſſen, bin unwerth worden deiner Huld; Doch bin ich nun befliſſen, daß durch die Buſſe dieſer Bund befeſtigt werde, weil der Grund bey dir noch veſte ſtehet. 14. Ich ſteh im Kampfe wieder mich, mein Fleiſch und Blut zu zwingen: Der Geiſt kaͤmpft in mir ritter⸗ lich, weun Luͤſte auf mich dringen; Laͤßt mir der Sa⸗ tan keine Ruh, ſtürmt auch die Welt mit auf mich zu, iu def, ich wah in def Bui, Der Frou, 2 aber gun ODeilag, 1 8 ig oh 1 Spiegl I mich ber 15. Drum weil ich nun getaufet bin mit deinem Liebes⸗Feuer, das gantz durchgluͤhet meinen Sinn, iſt mir ſehr werth und heuer dein goͤttlichs Wort das weiſet mir, wie ich ſoll fliehen für und für, was dir nicht wohlgefaͤllet. 16. Gieb nun, daß deine Lieb in mir ſtets treibe mein Gemuͤthe, daß ich mich ſehne ſtets nach dir, und mich vor Guͤnden huͤte. Du Liebe thuſt mir diel zu gut; Gteb, daß ein jeder Tropfen Blut von ſo geb ich nicht gewonnen. deiner Liebe walle. * 1 d, wie dl iellen at in deinem Sgezaͤhlet! ein tren ſehr o meine Seele. 1 was C das nicht Guͤtig⸗ Er bereit tt, IEſus bitt't Suͤnd und Noth entnom⸗ 2. JEſus Chriſtus will nicht Gnad erweiſen? O 1. Zu geſehen, ſolches iſt noch en mich u kann noch Jutt, dei mich hich 7 Haft du 1 ber En III. Vo 1 5 00 214. M. Freu dich nee Ide Grad uber aue bricht u. Gnaden! heiſſet keit! IEſus hat uns ſelbſt eben! la geladen zu dem Tiſch, den uns ſelbſt zu Gaſt, daß wir aller Sorgen Laft, aller men, in den Himmel moͤ⸗ gen kommen. 5 uns ſpeiſen, und auch ſelbſt die Koͤſte ſeyn, heiſſet das mein liebſtes JEſulein! ſolches iſt an keinem Ort bh mein liebſter Seelen Hort, ſonſt gehoͤret noch ten Heiß nie geſchehen⸗ 1 N 1 mheiligen Abendmahl. 1 3. Haſt du dich doch ſchon gegeben unſertwegen in den Tod, daß wir moͤch⸗ ten wieder leben frey von aller Quaal und Noth; aber deiner Liebe Macht hat dich auch dahin ge⸗ bracht, daß du deinen Leib uns ſchenckeſt und mit dei⸗ nem Blute traͤnckeſt. 4. Hier ſieht man dein treu Gemuͤthe, du biſt ſonſt der Artzt allein, doch wilſt du aus lauter Güte auch die Artzney ſelber ſeyn! Du gießt dich ſelbſt uns zum Theil, daß wir mochten werden heil von den liefen Seelen Wun⸗ den, die ſonſt waren un⸗ verbunden. F. Ach! zu dir komm ich geſchtitten, o mein liebſter Feen Chriſt! und will 4 170 Vom heiligen Aber dmahl. bob 5 dich im Glauben bitten, weil er vor mir bereitet iſt jetzo dein Genaden⸗Tiſch, daß ich meine Seel er⸗ friſch, und vor Hunger nicht vergehe, wenn mir deine Kraft entſtehe. 6. Ach! ſo wolleſt du mich laben mit dem rech⸗ ten Himmels Brodt, und mit reichem Troſt begaben wider Holle, wider Tod!! ach! laß deine Lebens⸗ Quell auch mich machen weiß und hell: Traͤncke mich, eh ich erſterbe, und vor groſſem Durſt verderbe. 2. Dir will ich anjetze ſchicken mein gantz mud und mattes Hertz, ach! das wolleſt du erquicken, weil es b faſt vergebt vor Schmertz! O mein Artzt, du kanſt u mich von Suͤnden en rein, kan mich heilen von der Suͤnden Eiter⸗ Beulen. 215. Mel. Ich danck dir ſchon ꝛc. A ch! komm! du ſuͤſſer Hertzens⸗Gaſt! du Labſal meiner Seele! bey der du deine Wohnung haft in dieſer Jammer Hoͤhle. 2. Rott aus, du theu⸗ res Glaubens Pfand, was nicht dein eigen heiſſet. Ach! beut dem Willen doch die beser. der ſich der Welt entreiſſet. 3. Es ſch chaut dein holder Gnaden ⸗ Blick die Suͤn⸗ den Gruft im Hertzen, und zieht ſich dennoch du alleine h nicht zurück, er ſſeht oy 95 l Schmertzen. 0 Ich öffne dig Hen, Seel und Sinn mit brüͤn⸗ ſtigem Verlangen, 100 10 5 meine Ru h, und nein de 1 winn, recht freudig zu en fangen. 10 5. Komm, komm, und halt dein Abendmahl mit, deinem Schwachen Kine auf daß dein Wunder ſuͤſſer Strahl mich ng f lich entzuͤnde. 6. Dein Manna ſchnedt nach Himmels Luſt: dein Brunnquell fleußt ins Le ben; davon das, was um nicht bewuſt, zu ſchmecken wird gegeben. 7. Es iſt wohl ein oeh borgn er Schatz, doch 9 0 er Geiſt und Leben,(un laͤtzt den Suͤnden kein üben die Andacht zu en en. 8. So kehrt 90% zu der Seelen ein mi allen ſeinen Guͤtern, un machet ſeine Kraſt 9% mein den himmliſchen G. muͤthern. 9. Da liegt des Ten fels Macht zerſtreut, de Wolt iſtuͤberwunden, un) fuͤhrt des Geiſtes Freudi keit, die Sünden Lu 9 bunden. 10. Gott zeigt, w zu erwarten ſep auf wenn Creutzes Stunden, wen wir von dieſen Feſſel! den die Freyheit ſo g fund fate 11. Da, daderbinden Seel und Gott in rech vertrauter Liebe; WI a iſt goͤttlich, 90 * 1 77 0 10 1 100 8 den Net de lamm. 3 11 h wilt 119 0. wetd ih ſegeh, Ad le 10 10 b 1 10 ict N ee 216 1 bau ſtommer oh Ab Vel bott. 8 be 0 e Wachen g 1 N . „ eußt ins! ih sankt if ſeine Bürde! Ach! ich ich oftmals hab getruncken 17 komm, 0 nemo J Vun wich in na ſchu 0 1 ut: M0 0 as, waz 0 0 In ſchmech W „ bohl ein n g, doch hei eben,(ui inden ke dacht zun Huͤtern,! A Klatt 1101 A mliſchen . gt des k, u erflreit, a ö 0 i wunden, e iſtes Freud den Lu! K eſen reyheit sy! 1 Ott in te n iebe; Antlich, 0 e eh auf. f len eit 5 Vom heiligen Abendmahl. 171 zu Bpolt vor dieſem Him⸗ giß bey Lelbe du der Liebe IeEſu ni mels⸗Triebe. 12. Wie leicht iſt da des Heilands Joch! Wie ſpricht die Seel, daß ich jetzt doch ein Himmels Burger würde. 13. Mein Gott, wenn jeuchſt du mich zu dir, wenn werd ich dahin kom⸗ men, daß ich dein Anklitß fuͤr und fuͤr anſchaue mit den Frommen. 14. Ich glaube doch, lch werde ſehn das Gut im Freuden Himmel, und dort vor deinem Throne ſtehn, nach dieſem Welt Ge⸗ tuͤmmel. 15 Du Geiſt der Gnaden ſteh mir bey, und laß mich ja nicht fallen. Mach mei; nen Gang gewiß und frey, ach! leite mich in allen 16. Ach! ſtrelte wieder meinen Feind, ſo kan un werd ich ſiegen, und wenn ers gleich aufs ärgſte meynt, kanſt du nicht un⸗ terliegen.. b 17. Drum nimm mein Hertz dir gaͤntzlich ein, und doch nicht. n 2. Ach! wie konne ich ch auch, mein IEſu, dein vergeſſen? Das, was und gegeſſen, dein eigen Leib und Blut, das hat mein Hertz und Sinn ver⸗ andert, daß ich nun in mei⸗ nem Iſu bin. 3. Ich bin gantz durch und durch mit J&ſu an⸗ gefuͤllet: kein' Ader iſt in mir, die nicht von IkEſu quillet, das Hertz dasttiefet noch vons liebſten Ickſu Blut, und breunet lichter⸗ loh in Jeſu Liedes Glut. 4. Zu oiel, ach! gar zu viel thuſt dn mir, IEſu, Gnade, ich armes Stuͤck⸗ lein Erd bekenne zu gerade: Ich bin der keines werth, ſo du an mir gethan, und weiß auch nimmermehr, wie ich d gnug dancken kan. 5. Dis Dencken und den Danck laß ſtetig dazu kom⸗ men in allem, was auch wird von mir nur vorge⸗ nommen: So leb in Jeſu ich mit einem friſchen flarck es aus der ſeyn, wenn ſehe. 216. M. O Gott, du frommer Gott. Lie Au 91 wenn ich mich doch könnt in IEſu be ſencken, vad alle genblick an IEſu Liebe Mir deucht, ſtets! als wenn mir was zuſpricht; Ver⸗ dencken! ich hoͤre Hoͤhe! Denn werd ich völlig ſelig ich dich 1 9 Muth, und ſterbe, wenn Gott will, auf IEſum und ſein Blut. 217. M. Ich danck dir ſchon durch ꝛc. Als IJEſus Chriſtus in . der Nacht, darin Er ward verrathen, auf unſer Heil gantz war bedacht, daſſelbe zu erſtatten: 2. Da nahm er in die Hand das Brodt, und brachs H 2 mit 7 3. Nehmt hin und eßt, das iſt mein Leib, der fuͤr euch wird gegeben und den⸗ cket, daß ich euer bleib im Tod und auch im Leben. 4. Desgleichen nahm Er auch den Wein im Kelch, und Nehmt bin, und trincket insgemein, wollt ihr Gott wohlgefallen. 5 J. Hler geb ich euch mein theures Blut, im Kelche zu genieſſen, das ich fuͤr euch, und euch zu gut, am Creutz jetzt werd vergieſſen. 6. Hier wird ein neuer Bund gemacht in meinem eignen Blute; Im alten ward nur Vieh geſchlacht, geholet von der Hute. 7. Hier iſt der Koͤrper der bin ich, dort war Figur und Schatten: Dort war einkamm: hier laß ich mich in heiſſer Liebe braten. 8. Das macht euch aller Suͤnden frey, daß ſie euch nicht mehr kraͤncken, ſo oft ihrs thut, ſollt ihr dabey an meinen Tod ge⸗ dencken. 9. O JEſu, dir ſey ewig Danck fuͤr deine Treu und Gaben! ach! laß durch bieſe Speis und Tranck auch mir das Leben haben. 218. In eigener Mel. Auf auff mein Geiſt, erhebe dich zum Him⸗ mel, weich von dem unbe⸗ ſprach zu allen:! 3. Gebeut, als HERg, dem theu'r erkauften Ku- de: Gieb, daß ich Kraſt in dir als Koͤnig finde. Sey mein Prophet ſo werd ich gottgelehrt; Biſt du mein Haupt, ſo hab ich dich zum Fuhrer: Biſt du mein ich dein Opfer werd. 4. Was will ich mehr als dieſen Himmels ⸗Fuͤrſten? Ich werd hinfort in Ewig⸗ keit nicht dürſten, weil der mich traͤnckt, der ſelbſt das Leben iſt. Kein Hunger wird die Seele jemals preſ⸗ ſen, weil mir ein heil vom Manna zugemeſſen, das Idu allein, o ſuͤſſer JEſu, bi 5. Ich lebe nun, und will mich Gott ergeben: Doch nicht ich, ſondern Chriſtus iſt mein Leben, So lebe denn in mir, Gottes Sohn! ich bin ge⸗ wiß, beste. 10 0 8 and 20 Wunde deldonchn. 1 5 ald Je 1 hun dn Nn fingen 3.0 U Blld naß deen. Weſen peer Eb der Bſiuuhad, chen ſic zupa um Lehn. Ahnen dak Vaunderelge ing 1 Mann, ſo biſt du mein Re ⸗ gierer: als Hoherprieſter h 1* 0 „ gung , haf 0 45 Aar inengüſt in Wola den U 1 ſchon aal och mat . ul meh, i e fen 0 ch Kraſtih n de. Eh 9 werd ic iſt du ien ch dich un du meg u mein ge herprieſa mi werd. h mehre „ Furſeg! et in Etig i, weil det e ſelbſt hat n Hun, emals pr, Theil bun 0 ſſin, das ſſer Jesu un, und ergeben! „ ſondelrſ in Leben, in mir, ich bin ge /, net ſich, Le den dich recht zu um⸗ Vom heiligen wiß, daß droben und auf Erden Barmherzigkeit und Guͤte folgen werden als ein durchs Blut des Lamms erworbner Lohn 219. M. mein Ikſu der du mich ꝛc. A*„Seele, ſey geruͤſt: dein Herland Jesus Ehriſt, brennt bor Ver⸗ langen. Sein Hertze ſeh⸗ noch vor dem ſangen. 2.0 Liebe ohne Zahl! das Bild muß dieſesmal dem Weſen weichen, Er ſelbit, der Bräutigam, ſchenckt ſich zum Oſter Lamm uns ſchier, 7 Abendmahl. 173 Sinn nach deinem Wille,- daß wir, was dir gekällt, in dieſer Creutzes Welt moͤgen erfuͤllen. 8. Laß deines Todes⸗ Kraft, den edlen Lebens⸗ Saft in uns ausflleſſen: Stärck uns aus deiner Hoͤh, wenn du die letz⸗ ten Weh nun wirſt aus⸗ gieſſen. 9. Sieh, Satan merckets daß dein Volck, HERR, bey dir findt Huͤlf und Segen; Drum . er ſich auf, uns unſern Waffen Lauf nieder zu legen. 10. Du aber, IæEſu, hilf, daß wir nicht wie das Schilf hin und her wanke n ganz zu eigen. i 3. Er hat ein Denkmal jetzt der Wunder eingeſetze, uns zu verbinden zu ſeinem Tod, den wir, bis Er kommt, fuͤr und fuͤr ſollen verkuͤnd'gen. 5 4. Drum liebes Iſrael auf ſtarke deine Seel, er greif die Siegel. Gott fuͤhrt durchs kammes Blut die Seinen durch die Flut zum Freuden Hügel. D IEsSu, dir ſey Danck, lehr uns den Lob⸗ Geſang nun alſo ſingen, Gieb uns Beſtändigkeit in Truͤbſal, Angſt und Leid, dir ſtets zu dancken. 11. Auf daß wir un⸗ ſern Muth in keiner Hitz und Gluth nicht laſſen ſincken, ſondern den Myrthen⸗Wein, den du uns ſchenckeſt ein, gantz willig trincken. 12. Die Zeit ja bald hinſchleicht, da uns drauf wird gereicht der Kelch der Freuden! o Froſtes ueber fluß! der dann erſetzen muß das kleine Leiden. daß wer denn koͤnnen drauf 13. Da wird die Trau⸗ den Oel Berg gehn hinauf, nnd tapfer ringen. 6. Die Zeit eilt ja heran, da wir die Leidens⸗Bahnfweiſſe Ach hilf! daß uns die Nacht nicht ſollen betreten. eifrig zu beten. 7. Nimm unſern Wellen trag und ſchlaͤfrig macht, igkeit von Freud und Herrlichkeit werden ver⸗ ſchlungen, wenn Gott das Kleid giebt denen nach dem Streit, die hier gerungen. 14. Hiernach das Hertze wallt, HERR Jechu komm, komm bald, uns zu hin, ſchaff einen neuen vollenden, hilf, weil jetzt Y 3 Ba⸗ 3 124 Vom heiligen Abendmahl. Babel ſchnaubt, damit es dich nicht raubt uns aus den Haͤnden. 15. Laß unſte Waffen doch im Segen ferner noch ſtets ſiegend gehen, ver⸗ blende Babtlok, daß es mit 755 und Hohn nur muß beſtehen. 16. Und geuß, Immanuel, in unſer Hertz und Seel Einfalt und Waheheit, gieb uns Weisheit in dir, und ſchenck uns fuͤr und fur Klugheit und Klarheit. 12. HErr, dir iß ja der Ruhm, ach! hoͤr im Heilig⸗ thum dis unſer Lallen, hier klingt. Halleluja! laß Je, ſu Ja, Ja, Ja, doch wieder, ſe allen. 18. Mach uns in dir bereit, durch Leiden in die Freud ſo elraudringen, daß wir Vietoria! Triumph! der HERR iſt da, bald froͤl ich ſingen. 220. Mel Nun freut euch, lieben ꝛc. ein Blut, HERg iſt mein Element, dar⸗ innen ich kan leben, daß mich kein Schmack ſonſt ſt zu ſich wendt, als dieſer Saft der Reben. So leb 55 in des Vaters Schooß und gen blos, und bin in Gott verſchlungen. 2. So thu an mir, o Hir⸗ ten Treu dein Amt in allen Dingen, und mache mich vom Fremden frey, dir einzig Frücht' zu brin⸗ gen, die reife, ſuͤß und beilſam ſind, ſo bleib ich bleib von allen Din⸗Hi ind unt ein gehorſam Kind, und wohn in deinem Namen 3. Komm ſelbſt, o volle Lebens⸗ Quell, dring ein in meine Seele, daß nichtg aus Adams Fall mich fe 9 und durch die Suͤnde que. Du muſt in allem alles ſeyn, ſoll anders deine Schoͤpfung rein und heit, lich wieder werden. 4. Du biſt der Weder, bringer ganz effen ftelle, zu dri gen tief in di hineil, und u zverrückt n dir zu ſeyn, mein Leben und mein Alles. 5. Da iſt nur Ruh und r Sicherheit, da mangelt kein Vergnügen; da haſt du mir die Staͤtt bereit't wo ich ſoll ſaufte liegen, und fangen deiner Weis⸗ heit⸗Bruſt die iſt ſo voller reiner Luſt, daß alles ihr mu weichen. 6. Drum eile bruͤnſiig mun res Reh, komm, ſpring auf deine Triften, nimm auf dir, der du je und f ein Denckmal wollen ften, mit dir ſoll alle Creutzes⸗Pein mein ſchoͤn⸗ ſter Roſen⸗Garten ſeyn: denn du biſt ſelbſt der mmol. 7. Biſt du, mein Schatz, nich immerdar der Ur⸗ ſprung reiner Freude: Ei 1 lautrer Strom, Cryſtalle klar, darin ich mich 1 weide, und triuck in Luſt und Liebs⸗Begier? Bleib ewig unbewegt in mir, im Band der ewgen 15 221ʃ der da 91 hubgiig ee 0 6 fur, ohn dich it lauter Hollen gieb, daß ſch mir die rechte Spur zu dir ben fan. 1 ii n 1 „ lan 105 9 2 n 10 0 l U 1 10 dich 10 1 12 5 dir Bil e ö dh un alf f bean daß ic K nürdi 100 anno be du dh lein Lap He ln, dn f ſchn Mfg ihn den i 0 1 0 b ten: 71 dic, mf A 1 laß mich hagen Foaher. Nun lui 1 ſchmech 3. Ducke ar Mels, 1 Jide fu t f 10 du he Watt 9 M 1 . Beäugan U ie big 0 5. Fut lh gunf ficht 0 1 10. erſgeh 10 gude 00 i 1 0 ü 1. sache 1 tif gi 0 ers deine . 11 Den ren 5 5 5 b, daß ſc bur zn dit . 0 dri 1 5 hei 1 dich 0 15 5 ch hineſh 1 An dir zn 1 E N Wr Ruh und 100 1 mangel! 2235 da ha itt bereltt fte liegeg, . ner Weit iſt ſo bolt 6 alles 9 + 4 bünth 2 mmi 51 len, nn du je und 85 nal woleh ir ſol 3 mein ſchi⸗, fſelbſt di 11 Jein Sch ar der 10 arten 7 in mit, if en Ehe! 221 M Vom helligen Abendmahl. 175 11 221. Mel. Nun freut euch lieben ꝛc. u Lebens Brod, Herr DO Jen Chriſt, mag dich ein Suͤnder haben, ben a der nach dem Himmel hungrig iſt, und ſich mit dir will laben; So bitt ich dich demuͤthiglich, du wolleſt recht bereiten mich, daß ich recht wuͤrdig werde. 2. Auf gruͤner Auen wol leſt du mich dieſen Tag, He R, leiten, den fri⸗ ſchen Waſſer fuͤhren zu, den Tiſch fuͤr mich berei⸗ ten: Ich bin zwar fund lich, matt und kranck, doch laß mich deinen Gnaden⸗ Tranck aus deinem Be er ſchmecken. 3. DuZucker ſuͤſſesim⸗ mels⸗Brod, du wolleſt mir verleihen, daß ich in meiner Seelen ⸗Noih zu dir mag kindlich ſchreyen; Dein Glaubens Rock be⸗ decke mich, auf daß ich moͤ⸗ ge wuͤrdiglich an deiner Tafel ſitzen. 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, o HErr, aus meinem Hertzen: Laß mich die Sund in dieſer Zeit be⸗ reuen ja mit Schmertzen. Du heiſt gebramnes Oſter⸗ Lamm, du meiner Seelen Be autigam! laß mich dich recht genieſſen. 5. Zwar bin ich deiner Gunſt nicht werth, der ich anjetzt erſcheine 5 40 den allzuviel beſch w die ſchmertzlich ich 9715 ne: In ſolcher Truͤbſal troͤſtet mich HErr Jefch e deine S Seele Lyn bereit, und ſtille daß dus nädiglich der Suͤn⸗ . dich erbarmeſt. Ich bin eee Sün en Grind, laß deine Hand 1 heilen. Er⸗ leuchte mich, denn ich bin blind, du kanſt mir Gnad ertheilen. Ich bin ver⸗ dammt, erbarme dich! ich bin verlohren, ſuche mich, und hilf auslauter Gnaden! 7. Mein Braͤutigam! komm her zu mir, und wohn in meinem Hertzen: Laß mich dich kuͤſſen für un für, und lieblich mit dir ſche 115. ach laß doch ßigkeit fuͤr meine Jammer. Du Lebens ⸗Vrodt, Herr Jeſo, Chriſf! komm ſelbſt dich mir zu ſchenken! o Blut] daß du vergoſſen biſt, komm, eiligſt min zu traͤncken Ich bleib in dir, du bleibt in mir, drum wieſt du guͤlbne Himmels⸗ Thuͤr auch mich dort auf⸗ erwecken. 3 222. In eigener Mel. Du decke ſuͤſſes Him⸗ mels⸗Brod, du wah⸗ re Seelen Speiſe, du Arz⸗ ney vor dem ewgen Tod, du Koſt auf meiner Reiſe: wie herzlich ſehn ich mich nach dir! komm doch mein Schatz! o komm zu mir, daß ich dich ſelbſt in mir mag haben, und mich mit deinem Saſte laben. 2. Ich bin verſchmacht und ungeſund, du aber kanſt mich heilen, drum ſchreyt zu dir mein Aung zu mir eilen. Dein Blut, o IeESu, id der Thau, von welchen gruͤnt mein's Herzens Au! dein Fleiſch iſt meiner Seelen Leben, das du fuͤr mich haſt hin⸗ gegeben. 3. Du biſt mein rechtes Oſter Lamm, fuͤr mich am Creutz geſchlachtet, und willig andeſſelben Staum in heiſſer Lieb verſchmach⸗ tet; du biſt des ewgen Le⸗ bens Brod, das meine Seel erhalt im Tod: wer dich genießt, der darf nicht ſterben, und kan in keiner Noth verderben. 4. Du biſt die ewge Suͤſ⸗ ſigkeit, nach dir mein Geiſt lich ſehnet: der wahre Troſt und ein'ge Freud, nach der mein Herze thraͤ⸗ net: Du biſt mein's Mun des Honigſeim und mein erwünſchter Seelen Leim, der mich mit Gott auch in en Flammen vereiniget und fuͤgt zuſammen. J. Laß mich dich doch, o Engel Brod! oft wuͤr⸗ Diglich genieſſen; Daß ich dich moͤge ſuͤſſer Gott, in meiner Seelen kuͤſſen; daß ich dich ſchmecke, Jeſu Chriſt, wie fuß und lieb⸗ lich du mir bit, daß ich 0 90 19 155 1 57 105 onig; ſuͤſſe Wurze Jeſſe ſuͤſſe Wurzel 223. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. ine, ſuͤſſer Seelen. 176 Vom heiligen Abendmahl. und Mund, daß du wollſt i erfreue, komm an du mel Ruh und Raſt, wie groß deine Treue, daß du J Seelen, die ſo ſchwach hin unter eines Suͤnders Daß ſo bruͤderlich einkehre. 2. Groß Herzens A hab ich daran, wenn ich dein' Wunder mercke, doc ſchau ich, was du haſt ge than in dem Erloͤſunge Wercke, wenn mich dein eib und Blut erquickt h bald mein Geiſt viel eu erblickt, mit Vorſchmac jenes Lebens. 3. Wie gnaͤdig biſt du Wunder Gott, den hoch betruͤbten Seelen, du laß ſeſt ſie ja nicht mit Spon von ſtolzen Feinden gut len, dein theurer Schaz mir ſteht bereit, zu Troß des Feindes Grauſamkeit! Trotz, wer es nicht kann laſſen. 4. Wohl weideſt du mich, treuer Hirt, zeigſt mir ge⸗ ſundes Waſſer, du traͤnkt mich als ein treuer Wirth, treibſt ab den boͤſen Haſſer und giebſt dich ſelbſt zu eigen mir, was opfre ich dir denn dafuͤr, fuͤr dieſe Liebes ⸗Thaten? Dank, du haſt mich wohl verbunden, du ſtaͤrkſt mich wenn ich liege krank gn alten Adams Wunden, ich dancke dir, daß du HErt Chiiſt, mein treuer Sama riter biſt, willſt Leib und Seele helfen. 6. Du haͤlteſt die Ver? heiſſung veſt, und meynſt el Erſh⸗ Gaſt, daß ich mich hoch gut von Herten, wie treu lich du geſchehen laͤßt, 1 9 5. Nun habe ſuſſerJeſu eam hellgen geft hu ibu. 79 ſſen hach, 1 1 1 K.. glich bench ach Seelen 7. t 0 1 10 fd, un dec femme dunn hinge Bod) a0 U fatel, Machu u in penal erich mich n Obe dul, U mit ichuchenſcnachte. . Welch 11 hoch undheht, e, Rosse Gott, Jin Nane, wi allt ig den duh un Ehr, ih dan an Hofs Saane, hoch, gel en etch Aberdunhl vet e faut daten dich ne haſſen. 1 1 120 b dene el 1 ey gate 0 geheuedeyet, der faba hegeb dn aun Falch uud nit enn Bite, dat lat! 25 Her helge fl it Jegroßf b i dig bi n t, den 0% u len, duft t mit Sag e inden ga 1 urer Sch t, zu Lung de raufam ke, 1 nicht kan deſt dum eigſt mir g⸗ r, du In euer With, I boͤſen Hag h ſelbſe n as bpſte ih r, für di en! N e ſuͤſſer ge ſt mich nal A uſtärkſn e krank Wunden, 0 aß du He n euer Sau „ llt Leib ug N a test die I ind eye gel geußt du in die Schmerzen. heiſſen haſt, ſo haſt du dei⸗ hniglich verpfleget. Hungers Noth, maß ich mein Hertz abmatten, ſo Brod; erfreulich mir zu im Abendmahl erfriſche mich in Todes Quaal, da⸗ mit ich nicht verſchmachte. [Maria kam und das heilige Vom heiligen Denn, wie du, HErr, ver⸗ nen armen Gaſt recht Koͤ⸗ 7. Trift mich der Seelen komme du mein Himmels⸗ ſtatten, dein theures Blut 8. Wie herrlich, heilig, hoch und hehr, iſt, groſſer Gott, dein Name, wie heilig iſt dein Ruhm und Ehr, ich bin ein bloſſer Saame, jedoch, weil du mit mir, HErr Chriſt, im Abendmahl vereinigt biſt, Abendmahl. 177 zwungen hat, daß dies Blut an uns groß Wunder that, und bezahlt unſre Schuld, daß uns Gott iſt worden huld. Kyrie eleiſon. 3. Gott geb uns allen ſeinen Gnaden Seegen, daß wir gehn auf ſeinen Wegen in rechter Lieb und bruͤder⸗ licher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrie eleiſon. Herr, deinen Heil⸗ gen Geiſt uns immer laß, der uns geb zu halten rechte Maaß, daß dein armeChri⸗ ſtenheit leb in Fried und Ewigkeit. Kyrie eleiſon. 225. M. GOtt ſey ge⸗ ER R Jeſu Christe kanſt du dein Glied 285 haſſen. 224. In eigener Mel. Gods ſey gelobet und gebenedeyet, der uns ſelber hat geſpeiſet mit ſei⸗ nem Fleiſche und mit ſei⸗ nem Blute, das giebt uns, HErr Goc, zu gute, Kyrie eleiſon. HErr durch deinen heillgen Leichnam, der von deiner Mutter Blut, hilf uns, HERR, aus aller Noth. Kyrie eleiſon. 25, Der heil'ge Leichnam iſt fuͤr uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch le⸗ ben. Nicht groͤßre Guͤte konte Er uns ſchencken, da bey wir ſein ſol'n geden⸗ ken. Kyrie eleiſon! HErr, lobet und ꝛc. H mein getreuer Hirte, omm mit Gnaden mich bewirthe, bey dir alleine find ich Heil und Leben: Was ich darf, kanſt du mie geben. Kyrie eleiſon! Dein arm Schaͤflein wolleſt du weiden auf Iſraels Ber⸗ gen in Freuden, und zum friſchen Waſſer fuͤhren, da das Leben her thut ruͤhren. Kyrie eleiſon. 2. All andre Speis und Tranck iſt gantz vergebens, du biſt ſelbſt das Brod des kebens; Kein Hunger pla⸗ get den, der von dir iſſet, alles Jammers er vergiſſet. Kyrie eleiſon! Du biſt die lebendige Quelle, zu dir ich mein Kruͤglein ſtelle, laßt mit Troſt es flieſſen voll, ſo wird meiner Seelen wohl. Kyrse eleiſon. a 8 3. Laß mich recht trauren dein' Lieb' ſo groß dich ge⸗ uͤber meine Suͤnde, doch H 5 den 178 Vom heilige a 1 5 b n Abendmahl. on heli den Glauben auch anzuͤnde den wahren Zlauben, mit dem ich dich faſſe, mich auf dein Perdfenſt verlaſſe. Gieb mir ein recht bhusfertig Hertze, ich mit der Suͤnd nicht ſchertze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Seligkeit. Kykie eleiſon. daß ich Kyrie eleiſon. 4. Mir iſt befleckt ſehr greulich mein Gewiſſen: Ach! laß die Bluts⸗Tröpf⸗ lein flieſſen aus deinen Wunden, welche du em⸗ pfangen, da du biſt am Creutz gehangen. Kyrie eleiſon. Wird damit mein Hertz gerühret, wirds von Stund an rein und g'zieret durch dein Blut mit Glau⸗ hen ſchoͤn, kan in dir vor 0 s beſtehn, Kyrie eleiſon. 5. Der darf des Artztes, den die Kranckheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget: O ſuͤſſer Jeu! ſchau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefun⸗ den. Kyrie eleiſon. Du biſt ja der Artzt, den ich rufe, auf den ich mit Verlan⸗ gen hoffe. Hilf, wahrer Menſch und Gott! hilfſt du nicht ſo bin ich todt. Kyrie eleiſon. 6. Du ruſeſt all zu dir in Gnaden, die muͤh⸗ ſelig und beladen: Alle ihre Miſſethat wilt du verzei⸗ ben, ihrer Burde ſie be⸗ “““... 8 bir zu dienen, Kraft verleih, Kyrie eleiſon. 10 7. Du wolleſt Geiſt un Hertze zu dir neigen! nimm mich mir, gib mich dir ei gen. Du biſt der Weinſtoſ, ich bin dein Rebe, nimm mich in dich, daß ich lebe, Kyrte eletſon. Ach! int find ich eitel Suͤnden in müß'n ſie bald verſchwih⸗ den. In mir find ich Hob len-Pein, in dir muß ich fe lig ſezn. Kyrie eleiſon. 8. Komm, mein Freund, o komm, du ſchoͤne Crone JEſu, komm und in mu wohne. In mir will ich dich mit Gebet oft gruͤſſen, ja mit Lieb und Glauben ku ſen. Kyrie eleiſon. Komm, und ſchenck mir deinekiebe, ſo wird nichts ſeyn, die mich betruͤbe. Deine Sanſt⸗ muth und Geduld, di Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrie eleiſon. 9. Dis ſind die Bluͤm⸗ lein die mich koͤnnen hellen, und mir Lebens⸗Kraſt er⸗ theilen, daß ichaus mir nun all Untugend reiſſe, dir zu dienen mich befleiſſe. Kyrie eleiſon. In dir hab ich, was ich ſoll haben, deiner Gua⸗ den Bruͤnnlein mich laben. Laß mich ewig ſeyn an dit bol de wel: a be Malen alen S che. B — bedenck ſem Glaub Noth, dr ls des h ale 140 Nah den e 1 fir weden ze Jich t i N und bleib ewig auch in mir. fate Kyrle eleiſon. ud freyen. Kyrie eleiſon. Ach! komm ſelbſt, leg an deine Haͤnde, und die ſchwereLaſt von mir wende. Mache Mich von Suͤnden frey 226. Mel. Wie ſchoͤn F. J dau leucht't uns ꝛc. Ch Dun, 1 FeEgR Ju, dir ev 907 fa, H Preis und Dauck für 400 h n dieſe Seelen⸗ Speis und 10 er buſſche, Tranck, damit du uns be⸗ fade ed, gabet im Brodt und Wein 9 4 ud fir, 15 dein Leib und Blut W Wungeſe, 1 101 f „dat va „nich dir 10 1 0 5 5 fe 0 1 * 1 7 N busse 18. Gnad 100 A eleiſon. die Blu nen helle, - Kkaſt k, aus mir eiſſe, dir feiſſe. y hab ich u deiner Ge mich laben. ep ande“ auch in mi. vie ſchoh ins c. . u, dir f, Dauck fi I SEpets un du uhg be e und We lun om I „Seel, die Wohnung da zu machen: Drum uns ein % ſolches Hertz verleih, das * vom heiligen Abendmahl. 170 uns wahrhaftig wohl zu gut, und unſre Hertzen la⸗ bet: Daß wir in dir und nach allem Wohlgefallen heilig leben: Solches wol⸗ leſt du uns geben. 2. Du kehreſt, o Imma⸗ nuel, ja ſelber ein in unſre von der Welt⸗Lieb ledig ſey, und allen eitlen Sa⸗ Amen, hilf, uns kaͤmpfen, hilf uns daͤmpfen alle Suͤnden! hilf uns froͤlich uͤberwinden. 225. M. Meine Sesle erhebet den ꝛc. Ich dancke dem HErrn O von gautzem Hertzen, im Rath der Frommen, und in der Gemeine. 2. Groß ſind die Wercke chen. Bleibe, krribe unſre Sinnen und Beginnen, daß des HErrn, wer ihr achtet, der hat eitel Luſt wir trachten, alles Ird'ſche daran. zu verachten. 3. Was Er ordnet, das 3. Ach! Herr, laß uns iſt loͤblich und herrlich, und doch nehmen nicht dein werthes Nachtmahl zum Gericht; Ein jeder recht bebencke, daß wir mit die⸗ ſem Lebens ⸗Brodt im ſeine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. 4. Er hat ein Gedaͤchtniß geſtiftet ſeiner Wunber, der gnaͤdige und barmhertzige Glauben ſtillen unſre % Poth, der Fels des Heils uns traͤncke: Zuͤchtig, tuͤch⸗ tig, dich dort oben ſtets zu loben, bis wir werden zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir ſolcher Se⸗ 14 erwarten moͤchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen! und folglich aus dem Jammerthal ein⸗ gehen in des Himmels⸗ Saal, da wir Got werden ſchauen! Troͤſtlich, koͤblich und als Gaͤſte auf das Beſte bey Ihm laben, und gantz volle Gnuͤge habin. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, o Ic ſu Chriſte, Gottes Sohn! Giebs durch dein bitter Leiden, daſſelbe, weil wir leben hier, lar uns betrach- ſein Name. ten für und für, all Boͤ ſes darum meiden, Amen, HErr. 5 Et giebt Speiſe denen ſo Ihn fuͤrchten. Er ge⸗ dencket ewiglich an ſeinen Bund. 6. Er laͤſſet verkuͤndiger ſeine gewaltige Thaten ſei⸗ nem Polck, daß Er ihnen gebe das Erbe der Heiden. 1 Die Wercke einer Haͤnde find Wahrheit und Recht, alle ſeine Gebote ſind rechtſchaffen. 8. Sie werden erhal⸗ ten immer und ewiglich, und geſchehen treulich und redlich. f 9. Er ſendet eine Erloͤ⸗ ſung ſeinem Volck, Er ver⸗ zeiſſet, daß ſein Bund zewiglich bleiben ſoll, 10. Heilig und hehr iſt 0 Die Furcht des HeErrn iſt der Weis⸗ heit Anfang. 96 11. Das — 180 Dom heiligen Abendmahl. 11. Das iſt eine feine Klughelt, wer darnach thut, des Lob bleibet ewiglich. i 12. Lob und Preis ſey Gott dem Vater und dem Sohn, und dem heiligen Geiſte 13. Wie es war im Anfang, jetzt und mmer dar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. ga8. Mel Nunfreut euch, lieben ꝛc. ch komm jetzt als ein ariner Gaſt, o HErr, zu deinem Tiſche, den du fuͤr mich bereitet haſt, daß er mein Hertz erfriſche; wenn mich der Seelen Hunger nagt, wenn mich Manna ſpeiſe mich, un traͤncke mich dein theure Blut, auf daß mich ja kei falſches Gut von dein Liebe ſcheide. 5. Gleichwie des Hit ſches mattes Hertz nach ſriſchem Waſſer ſchrehel; So ſchreyet auch mein Seelen ⸗Schmertz. Ach! laß mich ſeyn befreyet von meiner ſchweren Suͤnden, Pein, und ſchencke mir die Troſt Fluth ein, denn bin ich beuedeyet. 0 6, Vor allem aber wirt in mir ein' ungefaͤrbie Reue, daß, wie vor einem wilden Thier, ich mich vor Suͤnden ſcheue; Wirf mit 5 den Rock des Glaubens an, der dein Verdienſt ergrei der Durſt des Geiſtes plagt, bis ich den Schweiß abwiſche. 2. Nun ſprichſt du See⸗ len Biſchof dort: Ich bin das Brodt zum Leben. Dis Brodt treibt auch den Hun⸗ ger fort, den ſonſt nichts mag aufheben. Ich bin der Tranck, wer glaͤubt an Mich, dem wird der Durſt nicht ewiglich im Hertzen Stiche geben. 3. Drum fuͤhre mich, treuer Hirt, auf deine Himmels Auen, bis meine Seel erquicket wird, wenn fen kann, damit mein Henn ſich freue. 7. Entzund in mir die Andachts⸗Brunſt, daß ich die Welt verlaſſe, und deine Treu und Bruder ⸗ Gunſt in dieſer Speiſe faſſe, daß durch dein Lieben Lieb in mir zu meinem Naͤchſten wachs herfür und ich fort niemand haſſe. 8. Ach fuͤhre mich nur ſelbſt von mir! Bey mit iſt nichts denn Sterben. Nimm aber mich, o Herr, zu dir! Bey dir iſt kein Verderben. In mir iſt lau⸗ du ſie laͤſſeſt ſchauen die Strome deiner Guͤtig⸗ keit, die du fuͤr alle haſt bereit, ſo deiner Hut ſich tranen. i 4. Ich armes Schaͤflein ſuche dich auf deiner gruͤ⸗ nen Weide, dein Lebens, ter Hoͤllen⸗ Pein, in dir iſt nichts dann ſelig ſeyn, mit allen Himmels Erden. 9. Erneure mich, o Le⸗ bens Stab, mit deines Geiſtes Gaben, laß mich die S l 3 ö 10 die mich ſonſt pflag ien ech unde dancken ab, Troſt in allem Leide,& fe bon hel ür felt ie bac le 1. fü hetzt gebt Neun und, anke diſen, als vnd anti diene nic ane ehen uh Tod gen. u. Olic Heile Fctuſſeſ Duc, fir de Süßen ic bin lauter fiche keck ve watt c uuf de gel; i5 nech lu lehe Gurk nc uten ernadſat nt zn mals Ka Kun, 1 l 2 Nühen N el 91 für de ucke mir * in, denn h 155 0 1 15 duden 10 dienst ere N 15 meh f 1 in mit he, unf, daß ih laſſe, 10 end Brubg 6 5 1 4 0 Syeſt ein Leh, „ in mel 0 en chern end haſſe. dee mich ll e Bey u, en Sterben, a lich, 1 dir if ka mifn, in in die, 2 ig ey 10 6 Erben. lun mich, 10% 1 i mit Wu 604, laß nic e ahcken ab e pfag in 1 Vom heiligen Abendmahl. ben. Reglere meinen laſ, ſen Sinn, daß er die Luͤfle werfe hin, die er ſonſt pflegt zu haben. 10. So komm nun, o mein Seelen⸗ Schatz, und laß dich freundlich kuͤſſen, mein Hertze giebt dir Raum und Platz, und will von keinem wiſſen, als nur von dir, mein Braͤutigam! dieweil du mich am Creu⸗ Lohn. tzes. Stamm aus Noth und Tod geriſſen. 11. O liebſter Heiland! groſſen Danck, fuͤr deine Suͤßigkeiten! ich bin vor lauter Liebe kranck. drum wart ich auf die Zeiten, in welchen du, o Lebens⸗ Fuͤrſt! mich ſamt den Aus⸗ erwählren wirſt zur Him⸗ mels⸗ Tafel leiten. 23429. In eigener Mel. CFEſus Chriſtus, unſer J Heiland, der von uns den Gottes Zorn wandt, durch das bittre Leiden ſein, half Er uns aus der Hollen Pein. Daß wir nimmer des vereff en, gab er uns ſe nen Leib zu eſſen, verborgen im Brod ſo klein und zu trin⸗ cken ſein Blut im Wein. 3. Wer ſich zu dem Tiſch wil machen, der hab wohl acht auf ſein 0 wer unwuͤrdig hinzu geht, fuͤr das Leben den Tod empfaͤht. 4. Du ſolt Goc den Vater preiſen, daß Er dich ſo wohl thut ſoeiſen, und fuͤr deine Miſſetaht in den 181 5. Du ſolt glaͤuben und nicht waucken, daß es ſei ein' Speis der Krancken, derer Hertz von Suͤnden oſſchwer/ und vor Angſt iſt betruͤbt ſehr. 6. Solch groß Gnad und Barmhertzigkeit ſucht ein Hertz in großer Arbeit: Iſt dir wohl, ſo bleib davon, . du nicht kriegeſt boͤſen 7. Er ſpricht ſelber: Kommt ihr Armen, laßt mich uͤber euch erbarmen, kein Artzt iſt dem Starcken noth, ſein' Kunſt wird an ihm gar ein Spott. 8. Haͤtt'ſt du dir was koͤnn' n erwerben, was duͤrft ich denn fuͤr dich ſterben? dieſer Tiſch auch dir nicht lle ſo du dir ſelber helfen 9. Glaͤubſt du das von Hertzens⸗ Grunde, und be⸗ kennſt es mit dem Munde, ſo hiſt du recht wohl ge⸗ ſchickt, und die Speis dei⸗ ne Seel erquickt. 10. Die Furcht ſoll auch nicht ausbleiben, deinen Naͤchſten ſollt du lieben, daß er dein genieſſen kan, wie dein Goc an dir hat gethan. 230. Mel. Rommt her zu mir ꝛc. FEſus, der ſüſſe Lebens⸗ W Wein, nimmt meinen Geiſt ſo maͤch tig ein, daß er ſonſt nichts mag trincken: Er ruft und ſchreyt mit voller Bruſt: Tod ſein' n Sohn geben hat. Ach! moͤcht' ich 121 in H 7 die⸗ 182 Dom heiligen Abendmahl. dieſen Moſt nur gantz und gar verſiacken. 8 2. Nunmehr begehr ich keine Tracht, die auf der Herren Tiſch wird bracht, will auch nicht ihr Ge⸗ traͤncke; Denn Jeſus, der mich ſpeiſ't, iſt ja viel ſuͤſſer, als Ambroſta, und was ich je gedencke. 3. Weg mit den Blumen auf der Au, mit Honig und mit Mehen⸗ Tan, mit Manna, und was ſuͤſſe: Mein IeEſus iſt mein Thau allein, mein Honig, Manna, Bluͤmelein, den ich fuͤr all's genieſſe. wolt ich mich erheben. Ich hinge mich an ſeine Bruſt, und bliebe da nach Wanſch und Luſt, bis ich zerfloͤſſe, kleben.. 5. O JEſu, hilf mir doch darzu, daß ich ſchon jetzt darinnen ruh auf him⸗ mellſche Weiſe: Du blei⸗ beſt doch in Ewigkeit mein's Hertzens Troſt und Suͤſ⸗ ſigkeit, mein beſter Tranck und Speiſe. ö 231. Mel. Wie ſchoͤn leucht't uns ꝛc. JE Sus. Mein. Freundin, ſieh! ich ſtehe hier vor dei⸗ ner innern Hertzens⸗Thuͤr, und klopf an mit Verlan⸗ gen, ob jemand meine Stimm woll hoͤr'n, und wie es wol ſolt ſeyn, ge⸗ ijmit allem gegangen, der mir die Thuͤt bald aufthue, daß ich Ruhe in ihm finde, jund nicht laͤnger drauſſen ſtuͤnde. Seele. 2. Iſt dieſes nicht die ſuͤſſe Stimm! Still, fil, mein Hertz, und recht vet. nimm, obs meines Freun⸗ des Worte? Ja, Ja, Er iſts, ich kenn ſie nun; Auf! auf! geſchwind, ſetz alles Thun zurück! Eil zu der Pforte, gehe, ſtehe, brich das Siegel, treib den Rie⸗ gel von den Thuͤren, meinen Schatz herein zu fuͤhren. 4. Ach! daß ich doch nur moͤchte ſeyn, gleichwie, ein kluges Bienelein, ſo! 3. Macht hoch das Thot, die Thuͤren weit, raͤumt alles Hoͤckericht beyſeit, der Koͤnig aller Ehren, det Err des Himmels, der mit Zier ankommet, dieſer ſoll bey mir gantz praͤchtig jetzt einkehren. liehet, ziehet aus mit Haufen, fern zu laufen, all ihr Suͤn⸗ den! Keine laß ſich hier mehr finden. 4. Herein, mein Freund, mir ſolt du willkommen ſeyn, wollſt drauſſen nicht lang ſtehen, das Haus ist gantz fuͤr dich geraͤumt, be⸗ liebe, Liebſter, ungeſaͤumt einzugehen; Dein heißt mein Geiſt, Leib, ſamt allen zu gefallen, es beſiehe, als dein eigen Haus beziehe. JE Sus. 5. So jemand meiner Stimm nimmt wahr, ge⸗ horcht derſelben, will ich waͤhr'n, niemand kam raus⸗ gar, wenn er aufthut, ein treten; 9 ih hauch, Mud, Mu ſiſe Mot, Wich, bighe tig R ach! komm herein, von tobten, ˖ 1 b ö 1 234„appel, teen. bt hadahl, , d Uibe; ga Lung! tnt unt ame Eheiſc u kt e wnkrfoſte wei, J mein Pag, dach Blute, dazu gut dat! gehen, has khütdere da khn, . Nn dunn Anne N bel, ſip Ha gad fut inen 1 m. Stich Eren fg dus , de nd, Epelſ den it yu Na e Werckſz wen Git % l ent g, Kuaſt, daß 5 bezwin ü hagit, 4 lieben ou Mi e 1 5 fi, bet n till, 7 117 recht „esu, AJ, n i in; Aufl i a ſet aeg „ l zu den 9% he, brich den Ritz h, meinen fuͤhren. et, dieſg n in Freun, E kein, bay illkommen A uſſen nicht b, Haus aͤumt, be, ungeſaumm anzugehen ein Geiſ, ju gefalle, dei bigel 10 ind meine e wahl, 9% h A fthut, ein treu geheiſſen. angeſtellt, und wollen Vom heiligen Abendmahl. 183 treten: ich bringemit Ge⸗ nad und Gab, ſein iſt es alles, was ich hab, weil er mich hat erbeten: Sein Hirt und Wirth will ich werden. Guts auf Erden ſoll zuflieſſen, das Mahl ſoll er mit genieſſen. 7. Das Abendmahl, da ich bin Koſt, das Lebens, Brod, der ſuͤſſe Moſt, der Wirth, Gaſt, Tranck und Speiſe. Wer mir ein glaͤu⸗ big Hertz vorſetzt, als meine Speiſe, den ergoͤtzt auf unerforſchte Weiſe, ſo fort mein Wort, Fleiſch und Blute, das zu gute darge⸗ geben, das erhaͤlt der Geel das Leben. 8. Wer davon nimmet, ißt und trinckt im Glau- ben, ſein Geiſt gleich ver⸗ ſinckt hinein in meine Staͤrcke. Er als ein luͤch⸗ tig' Rebe, ſaugt aus Mir den Saft, der ihm denn taugt zur Uebung rechter Wercke: mein Saft giebt Kraft, daß er ringet, und bezwinget, was von noͤthen, kein Tod ihn mag ewig toͤdten. 232 M. Wer nur den lieben EOtt ꝛc. Men JEſu! hier ſind deine Bruͤber, die 2. Und darum rufen wir zuſammen: Erweck in uns gerechten Trieb, daß wir durch deines Geiſes Flam⸗ wen im Glauben, Hoff⸗ nung, Furcht und Lieb, und in Gewißheit vor dir ſtehen, und dieſes hohe Werck 2 8 3. Wir ſprechen dis, was du geſprochen, wir brechen ungeſaͤuert Brod, gleich⸗ wie du deinen Leib gebro⸗ chen, und dencken bey an deinen Tod, ſo laß uns denn ſuͤr unſre Suͤnden deſſelben Kraft in uns empfinden. 4. Denn unſer Geiß will dieſe Stunde mit Leib und Blut geſpeiſer ſeyn, drum nehmen wir mi: unſerm Munde, ſo wohl geſegnet Brodt als Wein, damit Glauben laben. 5. Und weil wir deinen Leib genieſſen, weil uns dein Blut Geneſung giebt, ſo koͤnnen wir gewiß lich ſchlieſſen, daß jeder der von uns dich liebt, an dir und Ewigkeit vereinigt bleibe. 6. Wie wir von einem Brodte eſſen, und eins mit einem Leibe ſind, ſo laß uns nimermehr vergeſſen, was Uns jetzt unter uns ver⸗ bindt, daß wir uns innig⸗ lich vereinen, datz wir ein Liebe an einander haͤlt die Leib in Lieb erſcheinen. haben nun als deine Glie⸗ der das Bro dt zu brechen, dein Gedaͤchtniß preiſen, wie du im Nachtmahl haſt 7. Ja, liebſter Jeſu, weil wir leben, ſo ſind und leben wir in dir, weil wir uns einmel dir ergeben, und mit ſo hertzlicher Begier die Gaben, welche von dir flies. wir es zum Pfande haben, und unſern ſchwachen deinem werthen Leibe im 16 1 1 0 11* 10 f N N 164 Vom heiligen Abendmahl. flieſſen, mit deinem Leib und Blut genieſſen. 8. Wir koͤnnen dich auch recht bekennen durch diefes theure Liebes⸗ Mahl, vor denen, die ſich nach dir nennen, daß wir in deiner Bruͤder Zahl, und deine rechte J uͤn ger N wenn wir uns mit eina der lieben. 9. Wir koͤnnen uns des! endlich freuen, daß du, groſſer kebens⸗Fuͤrſt, mit uns das Abendmahl von neuen in deinem Reiche halten wirſt, denn du kanſt uns in dieſen Wercken mit Glauben, Lieb und Hoff⸗ nung ſtaͤrcken. 233. M. HeErr IEEſa Chriſt, wahrer ꝛc. O: Ikſu, 2 mein Braͤu⸗ tigam, der du auskieb am Creutzes⸗ Stamm fuͤr mich den Tod gelitten haſt, genommen weg der Sun den Laſt. 2. Ich komm zu deinem Abendmablverderbt durch manchen Suͤnden Fall, ich bin kranck, unrein, nackt und blos, blind und arm; ach! mich nicht verſtoß. 3. Du biſt der Artzt, du biſt das Licht, du biſt der HERR, dem nichts ge⸗ bricht. Du biſt der Brunn der Heiliokeit, du biſt das recht Hochzeit⸗Kleid. 4 Darum, HErr! JEſu, l bitt ich dich, in meiner Schwachheit heile mich: Was unrein iſt, das mache rein, durch deinen helen Gnaden⸗ Schein. 5. Erleuchte mein ver⸗ finftert Herz, zuͤnd an die ſchöne Glaubens Kerz; mein Armuth in Reich⸗ thum verkehr, und mei⸗ 115 Fleiſche ſteur und we 6. Auf daß ich dich du wahres Brod der Engel, wahrer Menſch und cott, mit ſolcher Ehrerbietung nehm, wie 25 es ruͤhmlich/ o mir beque 7. Löſch 1 Laſter aus in 1 Hertz mit Lieb und Glauben zier, und was ſonſt iſt von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr. 8. Gib was mir nütz an Seel und Leib: Was ſchaͤd⸗ lich iſt, fern von mir treib, komm in mein Hertz, laß mich mit dir vereinigt blei⸗ ben fuͤr und fuͤr. 9. Hilf, daß durch deiner Mahlzeit Kraft, das Voͤſ' in mir werd abgeſchaft, er⸗ laſſen alle Suͤnd und Schuld, erlangt des Vaters Gnad und Huld. 10. Vertreibe alle meine Feind, die ſichtbar und un⸗ ſichtbar ſeynd. Den guten Vorſatz den ich fuͤhr, 1 deinen Geiſt mach veſt in mir. 11. Mein Leben, Sitten Sinn und Pflicht nach dei⸗ nem heil'gen 9 richt. 2 5 laß mich meine Tag 10 Ruh und Friede Chrif⸗ ich bringen zu. 12. Bis du mich, o du Le⸗ bens Fuͤrſt! zu dir im Him; mel nehmen wirſt, daß 5 bey dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. 254. Mel. h une 5 20155 then tu 1 5 0 0 0 ich i geſcente? 4 1015 wk 2 100 1 Adakkich r 0 Leden, den pmg her gte h d dt n 200 un M 1 1 5 0 0 geh ſce lay gl 1 U. ö f 75— 1 11 mein ber/ e ind an di 0 1 0 in Reig⸗ 1 und me ben u 10 bb dich hy 4 er ele 19 undgot * kühn 10 b mit Lich N. 16 110 1511. Agen 5 in men n lr nützen E Vas schad r Iπ mir teeſ, 1 ln Heth, ff einigt ble urch deine eſchaft, er und und e des Vale eie alle meiſe ac, das N. e har und 5 Den gute fuͤhr, duch 15 lach 11 den, Sit ht nach de Iilllen rich. meine Tag e 10 bude erdietn KLaſter gut 0 r im Hin . bft daß ich „ iglich al eue nich 224. Nl Vom heiligen Abendmahl. 185 234. mel. Mun laßt uns Gott dem ꝛc. O IEſu meine Wonne du meiner Seelen Sonne, du Freundlichſter auf Erden, laß mich dir dankbar werden. Wie kan ich gnugſam ſchazen, dis Himmel⸗ſuͤß Ergoͤtzen, und dieſe theure Gaben, welch uns geſtaͤr⸗ ket haben? 3. Wie ſoll ich dir ver⸗ dancken, o HErr! daß du mich Krancken geſpeiſet und getraͤnket, ja ſelbſt dich mir geſchenket? 4. Ich lobe dich von Her⸗ tzen fuͤr alle deine Smer⸗ tzen fuͤr deine Schlaͤn und Wunden, der'r du ſo viel empfunden. 5. Dir dank ich fuͤr dein Leiden, den Urſprung mei⸗ ner Freuden: dir dank ich fuͤr dein Sehnen und heiß vergoßne Thraͤnen. 6. Dir Dank ich fuͤr dein Lieben, das ſtandhaft iſt ge⸗ blieben: Dir dank ich fuͤr deln Sterben, das mich 55 Reich laͤßt erben. Itzt ſchmecket mein Oemüthe dein' uͤbergroße Güͤthe: Dis theure Pfand der Gnaden tilgt allen mei⸗ nen Schaden. 8. HErr laß mich nicht vergeſſen, daß du mir zu⸗ gemeſſen die kraͤft ge Him, mels Speiſe, wofuͤr mein Herz dich preiſe 9. Du wolleſt ja die Suͤn⸗ de, welch' ich annoch em⸗ 10. Nun bin ich losge⸗ zaͤhlet von Suͤnden, und vermaͤhlet mit dir, mein liebſtes Leben! Was kanſt du werthers geben? 11. Laß, Schoͤnſter, mei⸗ ne Seele doch ſtets in die⸗ ſer Hohle des Leibes mit Verlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Suͤnde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit An⸗ dacht beten, und von der Welt abtreten. 13. Im Handeln, Wan⸗ deln, Eſſen, laß nimmer mich vorgeſſen, wie treflich ich begluͤcket, und himm⸗ liſch bin erquicket. 14. Nun kan aich nicht verderben, drauf will ich ſelig ſterben, und freudig auferſtehen, o IEſu, dich zu ſehen. 235. In eigener Mel. Schmu k. dich, o liebe Seele! laß die dyunckle Sünden⸗Hoͤhle, 7780 ans helle Licht gegangen, fange denn der HERR, voll Heil und 3 will dich jetzt zu Gaſte laden: der den Himmel kan verwal⸗ teu, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Braͤnti⸗ gam entgegen, der da mit dem Gnaden ⸗ Hammer klopft an deines Herzens; Kammer: Oeffn' Ihm bald pfinde, aus meinem Klei⸗ des Geiſtes Pforten, red ſche treiben, in mir bleiben. Ihn an mit ſchoͤnen Wor⸗ und kraͤftig J ten; Komm mein 9 10 8 herrlich an zu prangen; . ſtets, daß ein Gebeine ſich 186 Vom heiligen Abendmahl. Freud und Wonne Jeſt, laß dich kuͤſſen, laß mich dei⸗ ner nicht mehr miſſen. 3. Zwar in Kaufung. tbeurer Waaren pflegt man ſonſt kein Geld zu ſparen Aber du wilſt fuͤr die Faben deiner Huld keinGeld nicht haben, weil in allen Berg⸗ wercks⸗Gruͤnden kein ſolch Kleinod iſt zu finden, das die Blut gefuͤllte Schaa⸗ len, und dis Manna kan bezahlen. N 1 Ach! wie hungert mein Gemuͤthe, Menſchen⸗ Freund! nach deiner Gute. Ach! wie pfleg ich oft mit Thraͤnen mich nach dieſer Koß zu ſehnen! ach! wie pfleget mich zu duͤrſten, nach dem Tranck des Le⸗ bens Fuͤrſten! Wuͤnſche durch GO mit SOT vereine. 5. Beydes Lachen und auch Zittern laͤſſet ſich in mir jetzt wittern, das Ge⸗ heimniß bieſer Speiſe und die unerforſchte Weiſe ma⸗ chet, daß ich fruͤh vermercke, HeErr, die Groͤſſe deiner Wercke. Iſt auch wol ein Menſch zu finden, der dein! Allmacht kan ergruͤnden! 6. Nein, Vernunft die muß hier weichen, kan dis Wunder nicht erreichen, daß dis Brod wird nie ver⸗ zehret, ob es gleich viel tau⸗ ſend naͤhret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird Christ! Blut gegeben O! der groſſen Heimlich⸗ keiten, die nur Gottes Geis kan deuten. du mein gantz Beginnen Lebens⸗Quell und icht det Sinnen: Hier fall ich zu deinen Füſſen, laß mich würdiglich genieſſen dieſer deiner Himmels Speise mir zum Heil und dir zum Preiſe. 8. HErr, es hat dein treues Lieben dich vom Himm''l herab getrieben, ben in den Tod fuͤr uns gegeben, und dazu gantzun⸗ verdroſſen, Herr, dein Blut fuͤr uns vergoſſen, daß uns jetzt kan kraͤftig traͤncken, deiner Liebe zu gedencken. 9. IEſu, wahres Brod des Lebens! hilf daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Scha⸗ den ſer zu deinem Tiſch ge⸗ laden: laß mich durch dis Seelen⸗Eſſen deine Liebe recht ermeſſen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, moͤg ein Gaſt im Himmel werden. 236. In eigener Mel. Duͤſſes Seelen⸗ Abend, mahl, Himmels Koſt im Jammerthal, Manna aller Luͤſte! O wie wurde nicht die Welt all's verach⸗ ten, was ſie haͤlt, wenn ſies weislich wuͤſte. 2. Aller Speiſen Luſt ver⸗ ſchwind, wenn man dich im Herzen find, du allein biſt ſuͤſſe! dir gleicht nicht, was Wald und Gruft was Feld, Meer giebt, was die Luſt, und die 7. IEſu, meines Lebens Sonne, JE Su, meine Waſſer/ Fluͤſſe. 3.0 = daß du willig haſt dein ee⸗ n Sch Fan dafat 0 lem al, 4 i Hun b. man Sean. 1 1 Mie goht hat u ge b e. delten Hus, fach ſeich bach dach, fühle Fand uß Au. wunterſe ei, 0 nde ih me cha 10 Tcicket eg Herz 0 i Heiß der ht bobüche e 2. Dubai führer, 0 A en Gaben Halbe i ich ger ſelcge 1. 7.7 95 10 ie Je, a* Beginn, 6 7 f 7* g i I. la 10 *„ hat dei e dich von * ch von De gedenckel, a ens, oben mum Schĩ⸗ n Liſchge z durch hz eine Liebe daß ich A Erden, en Him er Mel, * en- Abehh⸗ wels Ka l, Maßſg wie würd i ll's vera „wenn ſees I! en Lust bel „ man dich um, du allen deicht nicht nd Gr 0 Neer giebt und dis A 90 Armen biſt mein Luſt Lene, e ce und ale reich begabet, daß ich jetzt ſer Lebens Tranck o Ltebs 1 3. 00 Vom heiligen Abendmahl. 187 . Du ernähreſt wie ein werthe Brod des Leben, Brod, Quell in Noth, will verderben. Troſt und traͤnkeſt wie ein das ſehr ergoͤtzet mich; du heilſt, was haſt mir zugelaſſen, daß ich Biſt der den Seelen Wein imGlau⸗ Schatz, bon moͤchte faſſen, und dir der Verfolgten Zuflucht vermaͤhlet ſeyn. Platz, laͤſſeſt niemand 2. Beh dir hab ich ge⸗ ben.. geſſen die Speiſe der Un⸗ 4. Du biſts Opfer für die ſterblichkett, du haſt mir Schuld, biſt der F ommen voll gemeſſen den edlen Gnad und Huld, biſt mein Kelch! der mich erfreut! Leib Gedinge; Biſt der, Ach 80 T! du haſt er⸗ Engel Spele ind und Lob⸗ Dinge 1 5 Weg mit aller Speiſ und Tracht, die den Köni⸗ gen wird bracht, weg mit Gpecereyen! Ig Sus iſt mein Troſt allein meine Speiſ und beſter Wein, er ſoll mich erfreuen. 237. Mel. Nun lob, mein' Seel ꝛc. Wie wohl haſt du gela bet, o liebſter Jin deinen Gact, ja mich ſo fuͤhle Freud und Raſt. O wunberſame Speiſe, o ſuͤſ⸗ mahl! das ich preiſe mit einem LobGeſang; Indem er hat erquicket meinkeben, Hertz und Muth, mein Geiß der hat erblicket das allerhöchſte Gut. 3. Du haſt mich jetzt ge⸗ fuͤhret, o HErr, in dei; nen Gnaden Saal, daſelbſt hab ich beruͤhret dein' edle Guter allzumal, du haſt mir nicht vergebens ge⸗ ſcheucket mildiglich das und Tranuck, zeiget mir Armen ſolche Gunſt, daß billig jetzt ſich Lie⸗ neiget mein Hertz vor bes Brunſt Du haſt mich laſſen ſchmecken das koͤſt⸗ lich ngel⸗Brod; hinfort kann mich nicht ſchrecken, 1255 Teufel, Suͤnd und Tod. „4. So lang ich leb auf Erden preiſ ich dich, lieb⸗ ſter JEſu, wohl, daß du mich laͤſſeſt werden von dir und durch dich ſatt und voll. Du haſt mich ſelbſt getraͤncket mit dei⸗ nem theuren Blat, und dich za mir gelencket, o unvergleichlichs Gut: nun werd ich ja nicht ſterben, weil mich geſpeiſet hat, der nimmer kan verderben mein Troſt, Schutz, Huͤlf und Rath. 53. Wle kan ichs aber 5 ſen, HERR JESul daß du mit Begier dich haßt ſo tief gelaſſen vom Him⸗ mels⸗Saal herab zu mir? Du Schoͤpfer aller Dinge, beſuche deinen Knecht, ach! bilf, daß ich die brin⸗ ge ein Hertz, das fromm und ſchlecht, das glaͤubig dir vertraue, damit nach dieſer Zeit ich ja dein Ant⸗ 188 Dom heiligen Abendmahl. 7 5* Ewigkeit. 6. Du biſts der ewig bleibet, ich aber bin dem Schatten gleich, den bald Antlitz ſchaue dort in der ein Wind vertreibet: HeErr ich bin arm und du hiſt reich; Du biſt ſehr groß von Guͤte kein Unrecht gilt bey dir: ich boshaft von Gemüthe, kan fehlen fuͤr und für: Noch kommeſt du hernieder zu mir, dem Suͤnden Mann: was geb ſingen dir Lob, Ehr und Danck, fahr hin, du Welt; ler Tand; Ich ſeuftze nach dem Himmel, dem rechten luſt Ueberſtuß. 238. M. Auf, aufmein will ich froͤlich ſtehen/ Vaterland, in dem ich wer⸗ de leben ohn Ungluͤck, und Verdruß, denn du, Got, wirſt mir geben, der Woh Getuͤmmel, du biſt ein eit diegt wwätttz, Aton ke lich Aach, Wa we Hertz 2c. ber Magin n Gott n Jan Salt ich die doch wieder, das erfließ mein Geiſt, in dir gefallen kan? 7. Ein Hertz durch Reu zerſchlagen, ein Hertz, das gantz zerknirſchet iſt, das weif ich, wird behagen, mein Heiland, dir zu jeder Friſt: Du wirſt es nich: verachten, demnach ich em⸗ ſig hin, nach deiner Gunſt zu trachten. Nimm doch in Gnaden hin das Opfer meiner Zungen, denn billig wird jetzund dein theurer Ruhm beſungen, HeErr Gott durch mei⸗ nen Mund. 8. Hilf ja, daß dies Ge⸗ nieſſen des edlen Schatzes ſchaff in mir ein unauf⸗ hoͤrlichs Buͤßen, daß ich mich wende ſtets zu dir: Laß mich hinfuͤhro ſpuͤren kein' andre Lieblichkeit, als weiche pflegt zu ruͤhren von dir in dieſer Zeit! Laß mich ia nichts begeh⸗ ren, als deine Lieb und Gunſt! dean niemand kan entbehren hier deiner Liebe Brunſt. 5 9. Wohl mir, ich bin ver⸗ ſehen mit Himmels⸗ Speis und Engel⸗Tranck, nun Jce'ſu Blut und Wun⸗ den, und trinck nach langem Durfſt dich ſatt! Ich habe ietzt die Quelle wieder fun; den, die Seelen labt, ſo muͤd und matt. Eil, wie ein Pirſch zu dieſer Quel, die kraͤftig, lieblich ſuͤß, und hell aus IEſu Hertz und Seite flieſſet, und unſet Hertz und Seel durchſuͤſſe. bens kehre, der lauter fleußt wird das Innerſte ver⸗ gnuͤgt, das ſonſten als Seelen⸗Kraͤſte. 0 3. Spey aus, wo du noch etwas haſt im Munde, das nach den eitlen Waſſenn ſchmeckt, daß der Crit lein dir entdeckt. 1 1 7 2. Die Welt hat nichts, das dir ein Labſal waͤre, ſte traͤnkt mit Gift vom Hoͤllen⸗Pfuhl, darum dich bald zum Strom des Le. vor GOttes Stuhl, Hier d verſchmachtet liegt, hier wirckt ein Balſam aller e Saͤfte mit Kraft in ale Juhen beßn ſeſan Mew g bi. b 1 Dl Wich fe J. Of Me O dtt i hege dur, Aan i Käte b. Het uo ng eg, 0 ie e n n ließ in dem reinen Grun, died de, den Gottes Brun Vel, b eiten en/ miſche nicht Goten 10 1 den Eumpein n — 1 ſtehen, ö Ehr uf i due Hiſt ein ei ſeuftze ua N dem recht 1 em ichn Alüͤck, u ö 4 K du, G0ʃ, 1 der Dol — .„ 4 72 1 2 47 aufmeh Gel,! tun Wu lach langen Ich hahe weder fuß en labt, jeſer Jul llch fuß n Hertz un Und une Je durchſuſſt t hat nicht, lautet fle 1% tuhl. He i mnerſte a ſionſten e liegt, hic 1% alſam alt 1% kaft in alt Mee. 9 , wo du loc Munde, da len Waſſg der Ef einen Gra e ttes Ball eckt. J, bott u N vom heiligen Abendmahl. 189 Welt, weil dieſes nie zu⸗ ſammen haͤlt: Es haben reinen Sinn und Augen die Kinder, die die Gnade augen. 4. Und, o! wie ſchoͤn, wie un ausſprechlich quillet die Himmels Luſt in unſer Hertz, wenn GOTT den Durſt in ſeiner Liebe ſtillei und in uns ſtroͤmet nieder⸗ waͤrts, dis kan kein fleiſch⸗ lich Auge ſehn, viel weni⸗ ger die Werck verſtehn, die Gott in ſtiuer Seelen thut, wenn ſie von ihren Wercken ruht. f 5. Der Menſch ſieht Gott mit heilger Furcht und Zittern in Kräften uͤber alle Kraft, da Er in uns das Irrd'ſche will zer⸗ ſplittern, das uns haͤlt in gemeiner Haft. Doch kom⸗ met Er ſo lieblich ſüß daß dieſe Pein iſt kein Verdrieß: Er haͤlt uns mit verborgnen Haͤnden daß wir uns gerne zu Ihm M wenden. 6. H Err! deine Lieb kan ſonſt unmoͤglich tragen die Creatur, die ſo voll Suͤnd: denn ob ſie wohl hier hat ein Wohlbehagen, wenn du ſie blickeſt an geſchwind: ſo muß doch, wenn ein Str ahl entſteht von deiner hoh en Majeſtaͤt, was ſterb⸗ lich ſt, vor dir erſchrecken. und mit Eliſa ſich ver⸗ decken. 7. Doch offenbahrſt du dis) in groſſer Wonne, die deinem Kind ertraͤglich Welt. Wir ſuchen nur die Morgenroth, da doch dein Licht ſtets hoͤher geht, bis uns nach Her⸗ tzens⸗Luſt erſchienen dein volles Licht der Blut⸗ Rubinen. 8. Ein Strohm von dle⸗ ſen Waſſern kan vertreiben Egyptens dicke Finſterniß, die Kraft kann man nicht reden oder ſchreiben, die in mir macht das Hertz gewiß: Wir fuͤhlen deinen ſtarcken Geiſt, der deine groſſe Liebe preiſt, in rei⸗ ner Klarheit ohne Mackel, als eine reine Wahrheits⸗ Fackel. 9. Mein Heiland! hier kan ich mich recht erken⸗ nen, daß ich bin eine ſchlechte Mad! ein faules Holtz, nichts werth als zu verbrennen; und doch erhalt mich deine Gnad. Dein Licht zeigt mir den kleinſten Staub der Suͤn⸗ den, die ich ſonſt nicht glaub, dies legt den Stoltz fein bey mir nieder, und fuͤhrt mich zu der Demuth wieder.„ 10. Nun hler kann ich, mein Heiland! dich erken⸗ nen, wie gnadenreich dein Angeſicht: Du fegſt den Staub von deiner lieben Tennen, und giebeſt mie was mir gebricht, mein Elend nimmſt du von mir ab, und giebſt dich mir zum ſichern Stab, und wenn ich nicht weiß fort jugehen, ſo muß ein neues falle, du ſpielſt in uns o Freuden/ reiche A alis Sonne in der neuen Licht aufgehen. 11. Je treuer ich dich in dem Glauben halte, je klaͤ⸗ rer 190 Von wahrer Buſſe. rer wird deinkicht verklaͤrt, und wenn ich nun die fro; hen Haͤnde falte, die Seel der Liebe Kraft erfaͤhrt. Denn huͤpfet ſie in Liebes⸗ Trieb, und hat dich HErr inbruͤnſig lieb, und gaͤbe dir wol tauſend Welten die; treue Liebe zu vergelten. 12. O HErr! laß mich dein Angeſicht oft ſehen, ich weiß ſonſt nichts, dat mich vergnuͤgt; ach! laß doch bald die ſchwartzt Wolck vergehen, wenn ſie mir vor ben Sinnen liegt, Du Freundlichſter, du bis uns nah, wenn man dich ſucht, ſo biſt du da, du haͤltſt dich immer zu den Deinen; darum muſt bu mir oft erſcheinen. Von der Ordnung und den 1 Mitteln, wodurch der Menſch i zum Genuß des Heils gelanget. I. Von wahrer Buſſe. 239. Mel. O Jeſu Chriſt, du 2c. Ech Gott! iſt noch dein Geis bey mir der mir kan Zeug⸗ niß geben, ich ſey dein Kind, ich zweifle ſchier wenn ich beſchau mein Le⸗ ben: nichts iſt an mir, das mich entzuͤndt, in wahrer Buß zu ſeyn geſinnt, wie du von mir begehreſt. 2. Den guten Geiſt, den du mir haſt verſprochen, mich zu fuͤhren, treib n von mir und halt fuͤr La ſein himmliſches Regieren: Die Freud in Gott, die wahre Ruh, kan ich mir nimmer eignen zu, weil nur mein Fleiſch mich leitet. 3. Daß du ein groſſer Herrſcher ſeyſt, der alles hier regieret, hedenck ich twar: doch daß du dran der Suͤnd, wie ihr gebüh⸗ ret, mit ſchwerer Straf be⸗ tracht ich nicht. Den Rich ter weiß ich, das Gericht 4. Die vielen Gaben die ſer Welt lieb ich meht alt den Geber, Geſundheit, Wolluſt, Ehr und Geld, ſind ſolche ſuͤſſe Traber, wornach ich meine Win, ſche ſtell: Daß meine Seil die wahre Quell verliehel ihren W 5. Ich meine zwar, ich liebe dich, wuͤnſch auch deil Gegenliebe: Was abet ſcheidet dich und mich ſchen ich mich nicht zu üben Ich halte dich fuͤr mein Gott: will doch nicht ha ten dein Gebot, entzeh mich deinem Loche 21 N 9 1 Don w i. b. Duſtetubt daten t nic Art kueche geb ch ſürceltet Ich l 1a daß rde del, Ache eben I dee ehr e Man, a h dn dec , J gute g. es fach li bet Jeu meiß Wſſen! Jh Ihren ö 0 will ich doch nicht erwegen. 1 ö 1 0 dirrichz aebi Seel, Ik hu gaſſen 00 a8 intſewille Lo herrdi ſe be 1. Neben, dee eigen hand ſe hauck ch bllaehgeg, fest die ſe wu hegewudt 1 11— erhohen ſeſch ict 18 W , 0 00 ö bing Ah b 10 Mudethen n gu einde u N. 2— ‚ „ cht, Nl „ cha 10% mer z in „ een uf r en. —— % dn ( Men ls 8 5 ee. 1=bedenck. „ eihr gell duda, 1 6 e cht 17 aber ch mehteeh i Geſugoſe „r und Gh, : iſſe Ciahe beine WI e meine Eil n ell dale 0 „ ne zwar, e Joche,„ Don wahrer Buſſe. 6. Du gabſt aus Lieb mir kleinmuͤthig machen. Des deinen Sohn, mich Armen Suͤnders Reu iſt deinekuſt, zu erloͤſen, was geb ich dir der Engel Freud und La⸗ für einen Lohn? Ich laufeſchen. Dein guter Geiſt geb nach dem Boͤſen: die Suͤn⸗fuͤr und fuͤr ein Zeugniß den, die du haſt verbannt, meinem Geiſt in mir, daß in die bin ich ſo ſehr ent⸗ ich ſey Gottes Erbe. braune, daß ich dein gar 5 vergeſſen. 240. M. Fuͤnf Bruͤn⸗ groſſer Gott lein ſind ꝛc. 7. Ja, es ſaget mir der Zeuge, mein Gewiſſen: Ich geb Ac Gott und HErr! dir nichts, ich raube dir die A wie groß und ſchwer Seel, die du geriſſen mit ſind meln begang'ne Suͤn⸗ ſolchet Mäh aus ihrer den! da iſt niemand, der Nokh ich ſtuͤrtz ſie willig in c g in helfen kann, in dieſer Welt den Tod, verrath ſie deinen zu ſinden. Feinden. 2. Lief ich gleich weit 8. Die Gaben, die von zu dieſer Zeit, bis an der deiner Hand ſie danckbar⸗ Welt ihr Ende, und wolt lich ſolt nehmen, ſie ſinds, los ſeyn des Ereutzes Pein, die ſie von dir gewandt und würd es ſich doch nicht 10 ihren Glauben lahmen, ſie enden.. an der Erd ſo heften an, daß 2 u bir flieh ich verſtoß ſie ſich nicht mehr ſchwin⸗ mich nicht, wie ichs wol gen kan zum Urſprung ih⸗ hab verdienet: Ach Gott! res Weſens. nurn nicht, geh nicht ins 9. Weil denn mein Geiſt Gericht, deſn Sohn hat ſo irrdiſch iſt, ſo hab ich mich verſuͤnnet. leicht empfunden, daß mich 4. Solls ja ſo ſeyn, daß mein Fleiſch und Satans] Straf und Pein auf Suͤn⸗ Liſt an dieſe Welt gebun⸗ den folgen muͤſſen: So den, loͤſ“ du mich GOtt fahr hier fort, und ſchone der du mich haſt vor dort, und laß mich hier mals erloͤſt von Suͤnden⸗ wohl buͤſſen. Last, und meiner dich er⸗⸗( F. Gleb, Herr, Geduld, barme. f vergieb die Schuld, verleih 10. Den guten Geiſt, den ein g'borſam Hertze; laß ich nunmehr ſo lange nicht mich nur nicht wie's oft gefuͤhlet, den laß mir kom⸗geſchicht, mein Heil mur⸗ men wieder her, und ſteur rend verſchertzen. dem, der da zielet auf mich! 6. Handle mit mir, wie's mit toͤdlichem Geſchoß: duͤncket dir, nach deiner Damit kein Zweiſelmuth Gnad wills leiden; laß nur nicht ſtoß die Seel in das nicht mich dort ewiglich Verderben. von dir ſeyn abgeſcheiden. 11. Es ſoll der ſchwere 7. Gleichwie ſich fein Suͤnden⸗Wuſt mich nicht lein Voͤgelein im 1 N gu 191 1 1 192 Saum verſtecket, wenns truͤb hergeht, die Luft un⸗ ſtet, Menſchen und Vieh erſchrecket! 5 8. Alſo, Herr Chriſt, mein Zuflucht iſt die Hohle deiner Wunden: wenn Sünd und Tod mich bracht in Noth, hab ich mich drein gefunden. 9. Darin ich bleib, ob ſchon der Leib und Seel von ander ſcheiden: ſo werd ich dort, bey dir, o Gott, ſeyn in der ewgen Freuden. 10. Ehre ſey nun Gott Vater, Sohn und Helligem Geiſt zuſammen, zwelfel auch nicht, weil Chrißus ſpricht: Wer glaͤubt, wird ſelig, Amen. 6 241. M. erzlich thut mich verlangen. A HErr! mich armen Suͤnder ſtraf nicht in deinem Zorn, dein'n ernſten Grimm doch linder, ſonſt iſts mit mir verlobru. Ach HERR, wollſt mir vergeben mein Suͤnd, und gnaͤdig ſeyn, daß ich mag ewig leben, entfliehn der Hoͤllen⸗ Pein. 2. Hell du mich, lieber Herre, wenn ich bin kranck und ſchwach, mein Hertz betruͤbet ſehre, leidet groß Ungemach, meine G'beine ſind erſchrocken, mir iſt ſehr angſt und bang, mein Seel iſt ſehr erſchrocken: Ach! du HErr, wie ſo lang. 3 Herr! troͤſt mir mein Gemuͤthe, mein Seel rett, lieber Gott, von wegen deiner Guͤte hilf mir aus Von wahrer Buße aller Noth. Im Tod i alles ſcille, da denckt man deiner nicht; wer will doch in der Hoͤlle dir dancken ewiglich„ 4. Ich bin von Seuftzen muͤde, hab weder Kraft noch Macht, in groſſen Schweiß ich liege durch⸗ aus die gantze Nacht, mein Lager naß von Thraͤnen, mein' G'ſtalt vor Trauren alt, zu tod ich mich fast graͤme, die Augſt iſt man, nigfalt. 3 7. Weicht all, iht Uebel, thaͤter, ſchon! der HErr iſt mein Erretter, Er nimmt mein Flehen an, Er hoͤrt mein! Weinens Stimme: es muͤſ⸗ ſen fallen hin all ſein und meine Feinde, und ſchaͤnd⸗ lich kommen uͤm. 6. Ehr ſey ins Himmels iich i Throne mit hohem Ruhm und Preis dem Vater und dem Sohne, und auch zu gleicher Weis dem Heiligen Geiſt mit Ehren in alk Ewigkeit, der woll uns all! beſcheren die ewge Selig Eich keit. 242. M. Ach! wagſol ich Suͤnder machen. Inch! ich armes Schaf A lein 1 und be⸗ kenne ſelbſt mit Reue, daß ich mich vergangen hab. Ich ließ mich die Luſt ver fuhren, lief mit Boͤcken gil ſpatziren, kam weit von del Heerde a.. 72. Ach! mich ſlechen ft Gewiſſen Dornen, und ich ſoll ein Biſſen den bm wa un wa Halen ſeſh Jin m He wal kant nen da h n ul etgtig bun fo eln iet ein . Machen Sale eh eh m. erſchale, ſagriede 11 der Ha, uud dei Stab ala lenche daß ich aach niet kene kräucte. Je ah et ſeyg getunt t al 243. MI die Som mir iſt geholfen hat ſſh nit r „ Ac re ncht; 4 Ach graſe N fich 0 bekich e fuß verge, eunn dee en ot, der seh, n ff her 1 at hin l 100 eder Ku in groſch or rang bi. nich fi 1ſt it muß 1% f geholſeh r ist meh mt melt Vurt meis! n het es mi I fein und und schi 105. s Hine dem Ruht n Vater unh end auch n en in ale obll uns 110 ge Gels e wasſof n machen, nes Sh e, und hi Reue, di algen hab, ie kuſt vn Böcken. n weit von 1 b fechel % len, undi e ege duc räneh, ihr neh ſtehn? Ach! zurne nicht, bracht. en dott 910 8 Don wahrer Buſſe. 193 Hoͤllen⸗Wölfe ſeyn. JEſu, treuer Hitt, wollſt kom⸗ men Laß die neun und neuntzig Frommen, komm, hol mich das hunbertſt ein. 3. Mache, daß in deinem Stalle eine Freud ob mir erſchalle, bring mich wieder zu der Heerd, und dein Stab alsdenn mich lencke, daß ich mich nicht ferner kraͤncke. IEſu! laß es . ſeyn gewahrt! 243. Mel. Die Sonn hat ſich mit ꝛc. Achu ſchone doch, o groſ, ſer Menſchen⸗ Hüter! Ach! ſtrafe nicht, barmher⸗ tziger Gebieter, ach! rechne nicht, wer kan vor dir be⸗ da ich will zu dir gehn. 2. Ach! zuͤrne nicht in IEſu will ich kommen, hat der nicht, Herr, die Strafe weggenommen? Er kſt am Creutz ein Fluch fuͤr; mich gemacht, aß meiner Statt hat er es vollen, 3. Ach! rechne nicht, auf tauſend muß ich ſchwei⸗ gen, ich will mich nur zum Gnaben⸗Seepter beugen, auf meinen Mund hie Hand ich legen will, und wie ein Kind geöuidig ſchweigen fl. 4. Ach! ſtrafe nicht, du ſonſt verjehrend Feuer, ich muß vergehn, die Flamm brennt ungeheuer; da iſt dein Sohn, der ſtehet vor dem Riß! da iſt der Burg 4 F. Ach ſchone doch, lch bin nur Aſch und Erden, ein ſchlechtes Blatt, das bald zu Staub muß wer⸗ den, was nützet doch, zu treten auf die Blum? Was bin ich, HErr! ge⸗ denck an deinen Ruhm. Antwort Gottes. 6. Ich kan dich nicht mein Kind, hinfort verlaſ⸗ ſen. Ich will mit Lieb dich ewiglich umfaſſen. Sey nur getroſt, hab einen fri⸗ ſchen Muth, es iſt bezahlt durch deines IEſh Blut. 244. N Ich bin muͤ⸗ de mehr zu leben. Ac was ſoll ich Suͤnder machen? Ach! was ſoll ich fangen an? Mein Ge⸗ wiſſen klagt mich an; Es beginnet aufzuwachen, dis iſt meine Zuverſicht: Mei⸗ nen IEſum laß ich nicht. 2. Zwar es haben meine Suͤnden meinen IEſum oft betruͤbt, doch weiß ich daß er mich liebt, denn Er laͤßt ſich gnaͤdig finden; drum ob mich die Sund anſicht: Meinen IEſum laß ich nicht. 3. Ob zwar ſchweres Creutz und Leiden, ſo bey Ehriſten oft entfteht, mu mir hart darneder gehe: Solls mich doch von Jom nicht ſcheiden. Er iſt mie ins Hertz gericht, meinen JEſum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unſer Leben oft nur als ein Nebel iſt, denn wir hier zu jeder Friſt mit dem Tode der hat bezahlet dis. ſind umgeben? drum ohs 2 bheu⸗ A 164 von wahrer Buſſe. deute nicht geſchicht, mei⸗ nen Jeſum laß ich nicht. 5. Sterb ich bald, ſo komm ich abe von der Welt Beſchwerlichkeit, ruhe bis tur vollen Freud, und weiß, daß im finſtern Gra⸗ de JEſus iſt mein helles Licht, meinen JEſum laß ich nicht. 8 6. Durch ihn will ich wieder leben, denn Er wird tur rechten Zeit wecken mich zur Seligkeit, und thut mirs aus Gnaden ge⸗ den, muß ich ſchon erſt vors Gericht, meinen IEſum laß ich nicht. 7. Drum, o IJEſu, ſolt Duͤ bleiben, bis ich kom⸗ me an den Ort: welcher iſt des Himmels Pfort: dar⸗ um ihu einverleiben mei⸗ ö e deinem Licht, mei⸗ neSeel ſum laß ich nicht. nen Je 245. M. Was mein Gott will ꝛc. A* Weh! Ach Weh! wo ſoll ich hin vor mei⸗ nen groſſen Suͤnden! Wo wird mein Geiſt und todter Sinn das Leben wieder finden? Wer giebt mir eine Thränen⸗Fluth, daß ich mein Leid beweine! Wer gluͤht mein Hertz mit Kraft und Gluth, und macht mich wieder reine? 2. Ich hab des Schoͤpfers ſchoͤnſtes Bild, mein arme Seel beflecket, und ſeiner Sleichniß beſten Schild in Koth und Schlamm vor der Herrlichkeit Schmach und Spott gefal let. Ach Weh! Ach Weh ja Hertzeleid, daß ich mich ſo verſtellet. i 3. Ach weh! ich habe mich von Gott, dem hoͤch/ ſten Gut gewendet, und in der Suͤnd, der Hoͤll un! Tod, gantz thoͤricht ange⸗ landet. Ich hab Ihn nicht und kalt gedienet, und ſtocktes Kind, den Pater, verdecket: Ich dab mich wie ich geſollt, von Her/ bon v l eren 0 M 6 deln Hertz iu Gottes La Du, du Fo g uc ne ufel z duc bich 10 1 90 Ich habe meine Pflicht und Schuld Ihm leider! nicht 9 erzeiget/ noch vor der. fen terlichen Huld mich nuch Gebuͤhr geneiget. und 6. Ich babe meinen beſten Freund die Freun a ſchaft aufgeſaget, und In u 10 1, Wü wie treu Ers auch 3, zi ne meint, von mir hinweg ge ze af fta, v8 jaget: Ich habe mich aun e J Feind gewandt, und on ö ſein Sclave worden zm f on lech Feind der mich doch zu inge behend auf ewig wolln e ch 8 nile Je morden. ie e ee 7. 90 d n 0 K „ dem hig 9 det, und n bricht 15 b he icht ſeſ 3 dem 9 r. A t ſehr lu 0 eyet, u ine gau echter m h hab nc ehabt, ui Mucht geh mit den 6% ein schöns aehtet. wie eit ei den Pie e: und bing end blur, 10 Weit Sash ( ie pflicht a leidet! nal . F. Ich habe meinen Braͤu⸗ keitl o Suͤnden⸗Wuſt! ſoll ich meine Traurigkeit % und ewgenSchaden ſagen? J Seelen Gift, mein Tod und Feind geweſen; Und jetzt wiſt, das, Uebel aus⸗ 0 ſer GOtt! zu dir wend a ich meines Hertzens Noth, 16 vor dir werf ich mich nle⸗ ein gen Sopn, der 1 2 5 von wahrer Buſſe. 105 tigam, der mich Ihm aus⸗ erkoren, mein's Hertzens⸗ Schatz, das Gotees Lamm elendiglich verlohnen: Ich hab des Schon ſten Ange⸗ 5 des Liedſten Kuß ver⸗ chertzet. Ich habe meines Lebens Licht mit tauſend Weh geſchmertzet. 8. O ktauſend Weh! o todte Luſt! Wie haſt du mich vernichtet! O Eitel⸗ Wie bin ich zugerichtet? Du, du, o Suͤnd, oSeelen⸗ Tod! haßt mich mir ſelbſt 33 durch dich bin ch um Vater, G0 Hg RN, Freund und Braut gam kommen. 9. Ach! iſt auch irgend eine Pein, die meiner gleich zu ſchaͤtzen? Kan auch ein einzig Uebel ſeyn, das neben meins zu ſetzen! Goc iſt für mich aus bloſſer Huld am Creutzes⸗ — Stamm geſtorben: Und, ich hab mich aus eigner Schuld doch wiederum verdorben. ü 10. Wem ſoll ich nun mein Hertzeleid und groſ⸗ ſen Jammer klagen? Wem Ich bin mir ſelbſt mein hab mir ſelbſt, was mich erleſen. 6 11. O ew' ge Guͤt! o groſ⸗ der: Dir ruf ich zu, dich ſchrey ich an umAblaß mei⸗ ner Sünden; Du biſt al⸗ lein, der helfen kan, und mich vom Tod ent inden. 12. Es iſt mir leid, was ich gethan, und was ich mißgehandelt; es ꝛeuet mich, daß ich die Bahn der Sünden bin gewandelt. Ach! daß ich doch mein Angeſicht von dir je abge⸗ wendet, und auf die Crea⸗ tur, mein Licht! ſo ſuͤndlich angelaͤndet. 13. Es iſt mir leid, ich bin nicht werth dein Antlitz iu erblicken: ich bin nicht T, werth, daß mich die Erd und ihre Fruͤcht erquicken, jedoch, vergib, ſchrey ich zu dir, vergib, o groſſe Guͤte, vergib, vergib, vergib es mir, o gnaͤdiges Gemuͤthe! 14. Du biſt ja huldreich, gut und mild, barmbertzig und gelinde; Du wirſt ja deiner Gottheit ild nicht dzlaſſen in der Suͤnde!l Wer wird dich loben in dem Pfuhl? Wer in den Ab⸗ grund preiſen? Wer Opfer bringen deinem Stuhl, und ein' gen Dienſt er⸗ weiſen? 15. So du wilt ins Ge⸗ richte gehn, und nach den Thaten ſprechen, wer iſt der vor dir wird beſtehn, und ſich der Straf ent⸗ brechen? die Himmel ſind nicht rein vor dir, und dei⸗ ne Heilgen alle, vielmehr der Menſch, das Suͤnden⸗ Thier, der ſo geneigt zum ich mich wieder; dir klag Fall e. f 16. Schau an, ſchau deinen meine . Schwach⸗ kuͤhre, 195 Von wahrer Buſſe. Schwachheit traͤget: Der meine Pein und Suͤnden⸗ Lohn ſich ſelbſt hat aufgele⸗ get: Schau, wie er an des Creutzes⸗Stamm fur mich iſt augeſchlagen, und als ein treuer Bräutigam ſo liebreich ſich laͤßt plagen. 17. Was wilt du mehr? die Suͤnd iſt hin, die Schulden ſind bezahlet; Veraͤndert iſt mein Hertz und Sinn, ſein Blut hat mich bemahlet: Ich bin nun Freund, ich bin nun Kind, ich bin nun neu der Traurigkeit lebe ichen Sicherheit, JIEſu, mich doch ſo regiere, daß ich wahre Buße ſpüre. 3. Ach! ich kan an dich nicht dencken, wie ich ſolt und gerne wolt: denn mein Geiſt der laͤßt ſich lencken dahin, wo ich ſlie⸗ hen ſolt, grund ziehen kan. Ieſa, hilf mein Hertz aus Gna⸗ den dieſer ſchweren Laß entladen. 5 4. Ach! well denn mein geboren: Es ſauſet nun ſein's Geiſtes Wind in meines Hertzens Ohren. 18. Hinfuͤhro werd ich nimmermehr aus deinem Wege ſchreiten: Ich werde deines Namens Ehr durch alle Welt ausbrei⸗ ten: Ich will dich lieben uber mich, ich will mein Geiſt erſtorben, und mein und klebt dem ſo feſte an, was zum Ab, Fleiſch nimmt uͤberhand, ſeh ich kaum was ich er⸗ worben, da ich mich von God gewandt. Mein weil ich geb dem Fleiſche Gefahr erkenne. Leib und Leben zu deinem Lobe williglich, ſo oſt du willt, hingeben. 246. Mel. Zion klagt mit Angſt und ꝛc. Ach! wie will es endlich werden? ach! wie will ſ. es laufen ab, daß ich ſtete hang an der Erden, und ſo wenig Andacht hab? Ja, daß ich mit hartem Sinn ohne Buß geh immerhin? IEſu, mie mein Hertze „und zur wahren Buſſe führe. i 2. Ach! ich fuͤhle keine Reue, und mein Suͤnden⸗ Hertz iſt kalt. Ich erkenne ohne Scheue meine Fehler mannisfalt, und doch ſon⸗ von Suͤnden auf, o du 5. Ach! ſo wache doch Verderben merck ich kaum, Raum. JeEſu, mir die Gnade goͤnne, daß ich bie mein ſichrer Geiſt. Guche Gnaden Thuͤr nun noch ſtehet offen dir. JEſu, i o gutem Wercke mich mit Hertzens⸗Andacht faͤrcke. 6. Ach mein Hertz, be⸗ wie weit du biſt von Gott, wie du ſeine Gnad und Hulde haſt verworfen und verſpott't, und wie du au ſeiner Ruh ſelbſt der. Hölle eileſt zu. JEſu, mit mei Hertze lencke, daß ich diet Noth bedencke. 7. Ach! weil denn Zeit zu kehren, ſo ver 0 ſch denck die Schulde, ſchal SoOtt, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heiſt; Komme, weil die noch ad e enz nich bahn ene, ic e from ke führe. nig ee 3. Male heſcwüte, 5 e g, 0 ag so erde 1 Me den W 6 N g ebe 1 e, mc 0 1 daß! 5 ke. 0 ui an dig J 1 die ich ſiſ 1„ dent % An sc 0 5 50 ich i Flebt den 0 5 1. Jet aus Oh. eren lf 8 denn men und mei Aberhaßh, vas ich en h mich h 70 dt, Mil i kich kam, em Fleiſce. il, mir de “daß iche 1 5 g wache bog i eiſt. Och r zu finde, V dein Pur ue, welle et nun na At. Jeu, W cke mich u un acht fac ik Hertz,% A ulde, sc u ſſt von Go nad e erworfenu end wie dun S.— r.— 2 * FFF , bſt der an fu, mit i. 9 daß ich Micke, a ine in, ſo del — meinen Suͤnden⸗ Von wahrer Buſſe. 197 ich dieſen Stand. Du, mein IEſu, wollſt mich hoͤ⸗ ren, und mir bieten dei e Hand, Hilf mir Schwa⸗ chen, hilf mir auf, fieute Lauf, HErr! um deiner Mar ter willen wirſt du meinen Wunſch erfüllen. 8. Ach! ich kann ſchon tröſtlich finden, JEſu hier in deinem Blut die Ab⸗ waſchung meiner Sünden. Dieſes ſtaͤrcket meinen Muth, dis erfriſchet mei nen Sinn, ob ich gleich ein Suͤnder bin. Jeſa! mich forthin regiere, daß ich ein fromm Leben fuͤhre. 8 2347. M. reich ha⸗ be mißgehandelt Ae wo iſt mein JEſu blieben? Wo iſt mein getreuſter Hirt? Wo bin ſch denn hingetrieben? O ich habe mich verirrt! bin ge⸗ bracht von meinen Lützen in die ſchwartze Gunden⸗ Wuͤſten. 8 2. Hab ich mich ſo weit vergangen? Ey, das hätt ich nicht gedacht. Wie ſoll ich hieraus gelangen? Es befaͤllt mich ſcon die Nacht! o wie wird es mir hie gehen! non iſts wohl um mich geſchehen. 3. Meine Seufzer gehn geſchwiade, und mein Aengſen haͤufet ſich; Wo ich nicht bald JEſum fin⸗ de, ſo verderhich laͤmmer⸗ ich: Denn bes grimm'gen Molfes Rachen wird mich bald zum Raube machen. 4. Drum ſo komm, ach komm, mein Leben, JEſu komm, mein Hirt und Freund! Der du bich far mich gegeben, auch da ich noch war dein Feind. Suche ſelbek mit viel Er⸗ barmen mich von dir ver⸗ laufnen Armen. 5. JEſu, hoͤr, wie durch die Waͤlder dein verirrtes Schaͤflein ruft. Hier be⸗ wohnt die duͤrren Felder lauter ungeſunde Luft. Führe mich zu deinen Auen, die von Lebens Balſam thauen. 6. Nimmermher will ich denn wieder, weg von dir, mein JEſu, gehn; und voll Lob und Freuden⸗ Lieder ſollmein Mund hin⸗ kuͤnftig ſtehn. Nur, daß mich dein Geiſt regiere und auf rechter Straſſen führe. 248, Mel. Du weineſt fuͤr Jeruſalem. Abbein zu dir, HErr JEſu Chriſt, mein' Hoffnung ſteht auf Erden. Ich weiß daß du mein Troͤſter biſt, kein Troſt mag mir ſonſt werden. Von Anbeginn iſt nichts erkohrn, auf Erden war kein Menſch ge⸗ bohrn, der mir aus Noͤ⸗ then helfen kan, ich ruf dich an, zu bem ich mein Vertrauen hab. 2. Mein' Günd'n ſind ſchwer und uͤbergreß, und reuen mich von Hertzen, derſelben mach mich quit und los durch delnen Tod und Schmertzen, und zeig 8 mich 198 Von wahrer Buſſe. mich deinem Vater an, daß du haſt guug fur mich ge⸗ than: ſo werd ich quit der Sünden⸗Laſt. HErr, halt mir veſt, weß du dich mir verſprochen haſt.. 3. Sieb mir nach deiner Barmhertzigkeit den wah⸗ ren Chriſten Glauben, auf daß ich deine Suͤßig⸗ keit moͤg inniglich an⸗ ſchauen; vor allen Din⸗ gen lieben dich, und mei⸗ nen Nächſten gleich als mich: Am letzten End' dein Huͤlf mir ſend, damit be⸗ bend des Teufels Liſt ſich von mir wend. 4. Ehr ſey Gott in dem hoͤchſten Thron, dem Vater aller Güte, und Eſu Chriſt, ſein'm lieb⸗ kanſt keines Menſchen ſcho⸗ nen, wo du nach Verdient wilt lohnen. 3. Aber deine großeckuͤte die erlaͤſſet deren Schuld, muͤthe ſich vertrauen dei, ner Huld, die ihr Uebel⸗ that bereuen, und zu dir um Gnade ſchrepen. 4. HErr! ich will auf dich ſtets bauen, meine Soele harret dein, auf dein Wort will ich ver trauen, wenn der helle Tag bricht ein, und wenn er des Abends ſchwindet, und ſich Morgens wieder findet.. 5. Iſrael dein Hoff nung lade auf des Her, ren ſtarcke Macht; Denn 6 den Sohn, der uns allzeit 5 behuͤte, und Gott, dem Heiligen, Geiſte, der uns ſein“ Huͤlf allzeit 111„ in damit wir ihm gefaͤ ſeyn hier in der Zelt, fe in der Ewig⸗ eit. 249. Mel. S Err, ich habe mißgehandelt us der Tiefen meiner Sinnen ruf ich, grof⸗ ſer HErr! zu dir, der du von der Sternen Zinnen blickeſt auf dis Rund all⸗ hier: laß die Seufzer mei⸗ ner Stiamen uͤber ſich gen Himmel klimmen. 2. Laß dein Ohren auf mich mercken, laß mein Schreyen vor dich 9 75 denn wo du nach unſern Wercken ſtrafeſt, Herr, wer wird beßehn? Du bey Ihm iſt lauter Gna⸗ de, ja, Er hat Erloͤſung bracht; Er wird Iſrael er, retten aus den ſchweren Suͤnden⸗Ketten. 250. Mel. G IſeEſu Chriſt, du hoͤchſtes er Noth f Ius tiefer Noth ſchrey A ich zu dir, Hegg Gott, ethoͤr mein Rufen: Dein gnaͤdig Ohr neig het tu mir, und meiner Bitt ſie oͤffne. Denn ſo du wilt und Unrecht iſt gethan! wer kan, Herr, vor dit bleiben? 2. Bey dir gilt nicht denn Guad und Gun die Suͤnde zu vergeben. Es iſt doch unſer Thun umſonſt, auch in denn he⸗ ſten Leben; vor dir ui mand ſich ruͤhmen 1. 4 die aus kindlichem Ge⸗ das ſehen an, was Suͤnd on u e n e 10 10h baer On, 6 5 vil Hf ich, Ahenfh ict, baut 1 40 Heß Auf J. 1 feel ktuuet, de nt lu fein ge Vat: d. I mei Fuf ud ken Hort, hs Al ic adh han. 4. Uu ee wih in die Macht, Uu wied an den Migek: Doch ſ mein Hitz as G0 Micht aveſeh f. loch soch: 5 Iſtael ticher au, 9 aus det Ges kg ward, ui fee gal J „ Ob ey uus if Sünden id, de 08 if helmet Huh, Hand iu dae d 00% der Sch, e el der gute itt, u krldſen mh 40 fn elbe n 9 21. Mal. 0 ſoll 0600 1 — der zt wahcken 15 in gu 0 00 e 8 e 9 7— 5 208 Verdieng * erdient 0 90. koßeſ 41 d. 1% will auf , melbe t ein, auf l ich ben ider hele und wen e schwindet, Nes wies ein haf ii des Heu cht; Den inter Ge/ 6% Erlös F d Iſtgel e n ſchſhen : en. O Je hoͤchſen . ( ſtoth 55 b ie, MN t uh aun 4%% hr neig 1 meiner B i ſo du ene was Si 1% iſt gethu rr, date N ö %% gilt nich f 1 10 Gul 6 Verdienſt nicht bauen, Hand zu helfen hat kein 4 14 4 4 was dich plaget, hoͤr, Von wahrer Buſſe. muß dich fuͤrchten jeder⸗ mann, und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein auf Ihn mein Hertz soll laſſen ſich, und ſeiner Guͤte trauen, die mir zuſagt fl werthes Wort: das ſt mein Troſt und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 1 4. Und ob es waͤhrt bis in die Nacht, und wieder an den Morgen: Doch ſoll mein Hertz an Gottes Micht verzweifeln nicht noch ſorgen: So thu Iſrael rechter Art, der aus den Geiſt erzeuget ward, und ſeines Gott's erh arre. 5 5. Ob bey uns iſt der Sünden viel, bey GOtt iſt vielmehr Gnade, ſein Ziel, wie groß auch ſey der Schade, Er iſt allein der gute Hirt, der Iſrael erloͤſen wird aus ſeinen Suͤnden allen. 251. Mel. Ach! was ſoll ich Suͤnder ꝛc. Bit du, Ephraim, be⸗ kruͤbet, daß du Bos⸗ 199 was dir der Hoͤchſte ſaget, und was ſein Mund ſelber ſpricht: Ich bin gnaͤdig und ſanftmuͤthig, Vater⸗ hertzig und auch guͤtig, ewig wahrt mein Jorn auch nicht. 3. Ephraim, du hochbe⸗ truͤbter! biſt du nicht mein Hertzgeliebter, und mein allertrautſter Sohn? Wie ſolt ich mich denn erboſſen, und im Zorne dich verſtoſ⸗ ſen. Ol mein Sinn iſt weit davon. 3. Hoͤr ich dich ſo klaͤg⸗ lich ſprechen, moͤchte mir das Hertze brechen, ſeh ich deinen Thraͤnen⸗ Fluß, und der rechten Buſſe Schmertzen, machſt du, daß ich mich von Hertzen uͤber dich erbarmen muß. 5. Aber du muſt in dich gehen, und dein Suͤnden⸗ 17 beſehen, wie es bis⸗ her ſeinen Spott hat mit meiner Gunſt getrieben, wie dein üppigs Laſter⸗ Lieben mich betruͤbet, dei⸗ nen Gott. 6. Deine mir verhaßte Suͤnden, die ſich haͤuſig bey dir finden, haben mich und dich getrennt, deiner Bosheit ſchwer Gewichte macht, daß ich mein An⸗ geſichte habe von dir ab⸗ gewandt. heit haſt veruͤbet, drückt 7. Denck nicht etwan, dich deine Miſſethat? laß daß mein Ohren ihre Hoͤ⸗ darum nicht di Gedancken von des Hͤͤchſten Gnade wancken, ſondern folge die⸗ ſem Rath. a 2. Leg zur Seiten rens⸗Kraft verlohren, oder daß mein Hand verkuͤrtzt, daß ſie dir nicht helfen konne, denn mit deinem Laſter⸗Sinne haſt du ſelber dich geſtuͤttzt. 346 8. Aber ich Mich zu dir wenden, 200 Von wahrer Buſſe. 8. Aber gib dich nur zu frieden, du biſt nicht von Mir geſchieden, kehr nur wiederum zu mir, ſo will Chriſt, du hoͤchſtes ut. Oder: alle dein Betruͤbniß enden und dich lieben fuͤr und Ur. 5 9. Such mich nur, weil ich zu finden, klag mir deine ſchweren Suͤnden, ruf mich, weil ich nah bin, an; weiche von dem Suͤnden⸗ Wege, tritt vom breitem Laſter Stege, und erkenn, was du gethan. a 10. So will ich mich dein erbarmen, und dich wiederum umarmen, als waͤr es noch nie geſchehn. Ich will alle deinen Scha⸗ den aus Barmherzigkeit und Gnaden, als ein Vater überſehn. 11. Wenn auch deine groſſe Fehler waren wie die Purpur ⸗NMaͤler und wie roſinfarbnes Blut, ſollen ſie doch weiſſer werden, als der friſche Schnee auf Er⸗ den, oder wie das Wol⸗ len⸗Gut. 12. Huͤgel, Berge, ſtar⸗ cke Wallen ſollen weichen und zerfallen, aber dle Barmhertzigkeit, die ich dir, mein Kind, will rei⸗ chen, ſoll in Ewigkeit nicht weichen, ſondern waͤhren allezeit. N 13. Schau, wie dich der Hoͤchſte liebet, und was Er fuͤr Troſt dir giebet; Ephraim, denck ja daran! nimm es danekbarlich zu Hertzen, wirf von dir des Hertzens Schmertzen, und beren, was du gethas. Mun freut euch, lie⸗ ben Chriſten g'mein. as Elend weiß'ſt du Ott allein, das mit alle Kraͤfte ſeyn durch Adams Fall verderbet denn mein Verſtand ver, fin ſtert iſt, und kan dich gat nen Rath erkennen. 2. Mein Wille iſt ſoͤ ſeht verkehrt in meinem Thon und Loſſen, daß er am mei, ſten das begehrt, was di gegen, Vater, was du will, bey mir ſehr wenig ol mals gilt, ich ſetz es aul den Augen. 3. Es geht des alten Abams Trieb nur immer, dar zur Hünben, daß recht Vertrauen, rechte Lieb ſich in mir nicht befinden, daß nicht, weuns nicht zu me nem Nutz geſchicht, und ſuche nur das Meine. 4. Ja, wenn ich ales recht betracht, ſo wund müſt werden Dean Ege, Lieb und Eigen Ehr, auc Eigen Nutz und was des mehr, mir leider! noch al, hanget. 5. Dis iſt die Wurſel ud derchrund, draas 5 Unheil kuͤhret, dae 252. Mel. O ITſu iſt angeerbet, und wie mit nicht, wie du biſt, noch dei eſi haſſen; Hit, dal beft Ilſt zu haſſ. 5 den ich dem Naͤchſten diele gar leicht auf Erden en n Abgott aus mir ſelbt, macht, dem fort gedielt Ehe, Gab face eln Dingen. 6, Dach nic nan Sünden daf cht oll g, und, hen ett! fauunt ih Ent, hawie icht 0 U ich ich An geh dat deut d Nac Jan Ds in tübethud,! ich möcht dacht in e Und Schi h 10 1 b 1 1 1 ſe 4 1 55 N „ 7 5 40 89 8 5 uch, lie Iig' mein. welß'ſt hy in, dab und wie m 1 eyn dutt v9erderbel tand on 5 kan 0 t, doch, b nnen. e lle it ſa ſh ü 1 nem 90 e ger amm N t, was N At 000 8 .= 1 11 wenig 9 4 ſetz es al 0 14 1 ö ht des ala Me) nut 15 0 n 0 0 1 i J i finden, 0 ächten di nicht zun 1 a1 a 1 1 s Melle, 7 1 fort 10 0 0 Den af Eg n E nd 90 0 br! fach 1. A 0 w , daß 1 9 bbas du wi 4 Von wahrer Buſſe. aller Zeit und Stund von dir werd angefuͤhret: Es ſteht mir ſtets mein Hertz und Muth nach Wolluſt, Ehre, Geld und Gut, und 22 eitlen Dingen. Da ich mich nun der Sünden Luſt nicht ſoll ge⸗ fangen geben, und, wie mirs macht dein Wort be⸗ 255 ihr allzeit widerſtre⸗ ben; ſv denck ich nicht ſo fleißig dran, ruf dich nicht fort um Huͤlfe an, ich bin oft traͤg und ſicher. 7. Wenn mir was Boͤſes kommt in Sinn, dawieder ich ſolt kaͤmpfen; ſo tracht ich nicht alsbald dahin, das Feu'r mit Macht zu daͤmpfen: Das nimmt den in mir uͤberhand, daß ich moͤcht leicht in Suͤnd und Schand daruͤber groͤb⸗ lich fallen. 8. Oft will mich auch die arge Welt, die ich doch ſtets ſoll fliehen, wenn meinem Fleiſch ihr Werck gefaͤllt, mir zur Geſell⸗ ſchaft ziehen: Sie will daß ich auch 5 thu, und andern reitzen ſoll dar⸗ zu, daß ſie auch Suͤnd begehen. 9. Ach GOtt! ich hab nach ſolcher Art gar lang mit groſſen Schaden, eh ich zu dir bekehret ward, gelebet auſſerchuaden. Ich bin auch noch nicht ohn Gefahr, dieweil mir jetzt und immerdar die Suͤn⸗ den⸗Luſt anklebet. 10. O HErr! in dieſer meiner Noth ſieh mich an mit Erbarmen; Komm mir zu Huͤlf, du treuer J 5 Gott, und ſteh mir bey, mir Armen; Erleucht burch deine Gnad und Güt mein unverſtandigas Gemuͤth, daß ich dich recht erkenne. 11. Den Willen leit nach deinem Wort, daß ich dich hertzlich liebe! Dir veſt vertrau, und fort und fort in Gottesfurcht mich übe. Daß ich dir meine Tauf⸗ zuſag mit ſtarckem Vorſatz 5 Tag aufs neue wieder⸗ ole. 12. Und weil dir nie⸗ mand ohn Gebet beſtaͤndig ka anhangen ſo gieb, daß ich oft vor dich tret', die Gnade zu erlangen. Da⸗ mit mein gantzes Chriſten⸗ thum des Naͤchſten Nutz und deinen Ruhm ohn Heucheley befoͤrdre. 13. Gib mir des Geiſtes Freudigkeit, daß ich da⸗ durch verachte Geld, Ehr und Wolluſt dieſer Zelt, das Ewige betrachte. Ach! uimm mich mir und gib mich dir, daß ich dir leb und ſterbe mir und meinen W 4. Des Fleiſches und des Belſee Krieg iſt dis bey Jung und Alten; Laß mich da immerfort den Steg durch deine Kraft er⸗ halten. HErr, ſtaͤrcke mich und mich erneu, daß ich ſtets unverdroſſen ſey, an dieſen Streit 1 treten. 15. VorStol tz und Ehr⸗ ſucht mich behuͤt, daß die nicht funden werden in 1 meinem Hertzen und Ge⸗ muͤth, in Worten und Ge⸗ berden! 201 Hoffart war ia des 3. 20 Von wahr er Buſſe. des Teufels Fal: Ach hilf, HErr, daß ich uͤber⸗ 7 an der Demuth alte. 16. Die Sorg der Nah⸗ rung nimm von mir, laß mich nicht mehr begeh⸗ ren, denn was ich hab von⸗ noͤthen hier, mich ehrlich zu ernaͤhren! Daß ich auch keinen Zweifel hab, du werdeſt mich bis in mein Grab mit ver ſorgen. 17. HErr, gib mir Gna⸗ de, daß ich daͤnf des Flei⸗ ſches boͤſen Willen, und wieder mich ja ſell er kampf, die Luſt nicht zu er⸗ füllen, wenns gleich nur in Gedancken waͤr. Hilf auch daß ich mich nicht beſchwer mit Eſſen oder 1 daß ich oft d 18. Gieb, da oft der Hollen Qugal hierwieder mög bedencken, wie haufig man die wird einmal für boͤſe Luſt einſchencken: Pech, Schwefel, Jammer ohne Maaß wird folgen bort ohn Unterlaß auf kur⸗ ze Luſt und Freude. 19. Laß mich allzeit vor⸗ Unterhalt N Wenn ſich Verſuchung iu mir wendt, laß ſie gewin⸗ nen ſo ein End, damit ichs kan ertragen. 21. Perleih, o Vater gnädiglich, daß es ja mög geſchehen, was ich, dei Kind, nun bitte dich mit Seufzen und mit Flehen Hilf, wenn mir alle Hul zerrinnt, daß ich geduldig uͤberwind in JEſu Chriſf Namen. 253. M. Allein zu die Herr JKſu Chriſt. u weineſt fuͤr Jeruſſ heiſſe Zähren, zum Zeug niß dir ſey angenehm, wen Suͤnder ſich bekehren, Wenn ich vor dir mit Bu erſchein, und uͤber meine Suͤnden wein, abwaͤſche du aus lauter Gnad al De equaͤlet hat. l. Wenn deines Pa; ters Zorn entbrennt vol wegen meiner Suͤnde, i deinen Thraͤnen i ſichtig ſenn, mit wem, und wie ich wandle: Daß ich hab mein Gewiſſen kein in allem, was ich handle, und achte keines Menſchen Gunſt, wenn mich die Welt durch ihre 55 von dir will zu ſich ziehen. a 20. Dem boͤſen Geiſt gib nimmer zu, mich irgends zu verletzen, und meine Seel aus ihrer Ruh aufs nen in Noth zu ſetzen: finde. 855 Gott ſind die⸗ ſe hoch geſchaͤtzt, Send biemit benetzt, dil blickt GOtt an mit Güͤtig keit, zu jeder Zeil, und ſein betruͤbtes Hertz(l freut. i N f 3. Hier muß ich noch in er Angſt oſt weinen, d lt ausballen manchen Strauß. Sie wartet ga die Deinen. Auf allen 1 ten, wo ſie kan, fing 1 D lem, HERR Jesu, N Uebelthat, ſo mich biehn ch nich wend, da ich Erquickung wer ſeige f Thraͤnen⸗Haus aus gro on r tanta bern en,, ö Hose nd Ale! Hase M den di. 4 Wal ne Seuf ag d Mn fd fahle, dwibſegeich ſihlbu de, haroch flug seht, 107 fetten eh, poste Hedegen ib, Haß du Mein elbe nuf, bir deraf, Van du allet Acht J Ng ien Thränen, fal n dul Hoß sie, rf lich ſeyn iy 10 und 1 fache fl 0 solche güle, def —— U 10 1 laſprecheg kal, 10 da blatt i ute Mein eg und ird wogen Kut dt 0 Agel, 1 n u Mich neu Eil i a W T 7 5 ſie 1000 gew ig e 0 Pag ck zes ja „ ch gedulſh id Es Che Nein zud en hei, v. e füt Jet kN Je an zum deu ſe u enehm, vnn r Jbekehin ie u dir mit J 0 uͤber meh n, abwaſch . er Gnad i o nch büch, . 6 itzt, wer f b bene F en mit 600 e eil, %% tes Hal 1 n N X. 17 11 0 damit 100 Von wahrer Buſſe. mit mir zu hadern an. Dis troͤſtei mich zu aller Friſt, Herr JEſu Chriſt, in Noth du auch geweſen biſt. 4. Ja alle meine Seufzer⸗ lein und Thraͤnen find ge⸗ ALaͤhlet, und ob ſie gleich un⸗ zählbar ſeyn, dennoch dir keiner ſehlet, 10 oft vor dir fe regen ſich, o oft ſie auch hei bewegen dich, daß du dich beiner mein erbarmen muſt, wie Guͤter: dir bewuſt, denn du mir allzeit Huͤlſe thut. 5. Wer jeßzund ſaͤet Thraͤnen aus, haͤlt in Ge⸗ buld Gott ſtille, wird froͤ⸗ mein 620 aus, ſich lich ſeyn in deinem Ha und erndien reiche Fuͤlle, ja ſolche Fülle, die kein Mann mit ſeiner Zung ausſprechen kan, und die da bleibt in Ewigkeit. Mein Creutz und Leid wird werden lauter Froͤ⸗ lichkeit. i d 6. Fur dieſe Thraͤnen : wenn du michſd holen wirſt einmal hinauf in deinen Freuden ⸗ Saal, a dann will ich recht lob⸗ ſingen dir, o hoͤchſte Zler, fuͤr deine Thraͤnen fuͤr und fuͤr. 254. In eigener Mel. ö i b Erbarm dich mein, o Herre Gott, nach deiner groſſen Barmher tzigkeit, waſch ab, mach rein mein' Miſſethat ich er⸗ kenn mein Sund und iſt mir leid. Allein ich dir ge⸗ 3 ſuͤnd' get hab, das iſt wider mich ſtetiglich; das Boͤſ nag nicht beſtehn, bſt gerecht, ob man urtheilet dich. utter: die Wahr⸗ thuſt offenbarn kisheit heimlich beſpreng mich, mit Yſopo, rein ch, ſo du waͤſcheſt elſſer denn Schnee ein wird freuen been, ſieh nicht an mein, thu ab chtigkelr, und dir das auch gege den zerknirſch⸗ ertz darneben 24 Von wahrer Buſſe. verſchmäh nicht, S Ott, und daß ich jetzt, wo di das Opfer mein, thu wohl! nicht hilfſt ertrincke, u, 9 nach deiner Guͤtigkeit dem weil ich dich verlaſſen ha. Berg Zion, da Chriſten allhier, ſo werd ich jetzt ſeyn, die opfern dir Ge- verlaſſen auch von dir, rechtigkeit. 4. Iſt denn nun nichts 576 1 75 1 10 i as mich aus Angſt und 255. N. Hertzlich lieb rauher Trübſal ſeze! mein hab ich dich c. Geiſſ erbleicht, mein Heng 8 8 verltert das Hertz, und ö Tur G'richt, Herr IEſu ſchwellet auf von Reuey dich J ſteh ich hie, beug in und vom Schmertz. unde emuth mein's Hertzens 5. Die Thraͤnen⸗Fluth Knie, und ſeufſe mit Weh⸗ bemüht ſich wegzuſchwem Lehſeß klagen: Mein' geoſſeSuͤnd men die Suͤnden⸗KLaß, und Feipde scean, d und Miſſethat mich ver⸗ deinen Grimm zu hem, gef Nag und dad klagt und verdammet hat: men! was aber hilft der doch will ich nicht verzagen bloſſe Thraͤnen⸗Bachf Et 82 IEſu Chriſt, dein mehret nur ein ſchweres lut allein macht mich von Ungemach. 5 allen Sünden rein, weil ich 6. Was thu ich nun, wie veſt glaͤude, und dabey im ſoll ich, HErr, verzagen Hertzen habe wahre Ren. in ſolcher Angſt, in ſolcheg HErr IEſu Chriſt, des meinen Plagen? Soll ich dauck ich dir i ich will verzagt wie Cain ſagen mich beſſern, hilf du mir. hier, daß groſſe Schuld oy 3 nicht lerlaͤſſeſt mir? 256. Mel. Die Sonn 10 115 nel 1. 6 ch mi ich will zu dir mich ſchwin⸗ bat ſich mit ꝛc. gen, und mit Gebet und groß iſt die Quaal, o Flehen auf dich dringen, „err in meiner Gee⸗ well von der Schuld mein len, die Fünd und Schuld Heiland ſelber ſpricht: daß mir mein Bewiſſen quaͤlen, Er ſie deck, und denke weil deinen Grimm ich hab ſolcher nicht. N auf mich gebracht, und] 8. So will ich nun bie dein Gebot und draͤuen Suͤnden,Laſt hinlegen ag nicht betracht: ſeüeelchen Ort, wo abiuflieſn 2. So muß ich nun in pflegen die Gnaden⸗Suim meinem Leiden leiden, und aus Chriſti theurem lit deine Gnad und ſäſſe entſprungen, und vergoſen Gunſt entmeiden, ich ſinck mie zu gut. 1 binab tief in die Hollen 9. Hlerzu will ich die Gruft, aus der dir jetzt die Buſſe Thraͤnen bringe matte Seele ruft. die ſollen auf die Laß de 3. Du ſiehſt, mein Hertz, Suͤnden dringen, und wie daß ich unterfiscke, fuhren ſie zu deiner 100 ö 4 —— n—— . zes Heer, hen Flag a Aegzuſchwen 1 n⸗Laß, 115 e iu ba ˖ a ber hilft! ö Bach * ein schul k, ben ſt, in ſolag en, Sil Cain u 1 ſe Schuld! ö mir!)“ ul ach ll wich ſcht 1% it Gebe us ich dei n Schuld ng! r ſprichte i und daa un. 1 lll ich nun g enk hinlegeng bo abzufle!) i naden⸗ Gul kthenten a und beagle i 2 f ringen, 4 e deiner 9 f 5 ach nun,, „r, A1 44 1 will ich inen 0 Von wahrer Buſſe. 205 ö hin die ewig kan erquicken Geiſt und Sinn. 10. Wenn ſie nun, HErr an deine Lieb hinkommen, ſo hilf, daß ſie bald werd hinweg genommen, verſen⸗ cke ba der Suͤnden ſchwar⸗ verſenck es HERR, in dein Erbar⸗ mungs⸗ Meer. 11. So werd ich denn dich wieder koͤnnen loben, und achten nicht der Nei⸗ der grimm'ges Toben, des Teufels Liſt und meiner Feinde Schaar. Du til⸗ geſt Noth und Tod dann gantz und gar. 5 12. Denn wird mein Geiſt ſich wiederum er⸗ freuen, weil weggelegt wird ſeyn dein grimmges Draͤuen: Drauf opfre ich mich dir nun gantz und gar, und fliebe von der Suͤnder loſen Schaar. 13. Mein HErr, mein Gott, dich will ich einig preiſen; doch wolleſt du, mein Heil, mich unter⸗ weiſen den Weg, den ich ſoll gehen fort von nun, und lehre mich nach dei⸗ nem Willen thun. 257. M. Ik Eæſu, mei⸗ ne Freude. aſt du Angſt im Her⸗ tzen, und empfindeſt Schmertzen wegen deiner Sünd? O ſey wohl zufrie⸗ den, denn du bist hienie⸗ den worden Gottes Kind, Gott betrübt das, was Er liebt, was Gott will zur Rechten ſtellen, fuͤhrt Ex erſt zur Hoͤllen. 2. Wer ſich ſelbſt wird richten, den wird Gott mit nichten bringen ins Gericht: Gott hat drum das eben ſeines Sohns gegeben in den Tod, daß nicht ich und du von ew'ger Ruß ſolten abgeſondert bleiben, wenn wir Ihm nur glaͤuben. 3. Gottes heil'ge Pflege ſind die Wunder⸗Wege, darauf Er uns fuͤhrt, drauf wir muͤſſen kaͤmpfen, un⸗ ſern Willen dampfen, bis daß wir verſpuͤrt, daß die Buß haͤlt bey uns Fuß, und wir Glaubens⸗Maͤn⸗ ner werden hier auf dieſer Erden. 4. Wilt du Gnadꝛ finden, ſuche deine Suͤnden fort⸗ hin nicht in dir. Schaue IEſum tragen das, um was du klagen fort wilt für und fuͤr; Gott der ſchlaͤgt den, welcher traͤgt unſrer Suͤnden ſchwere Buͤrden, daß wir Kinder würden. 5. Macht der Suͤnden Menge dir die Welt zu Gottes Gnad iſt enge; groß hier in dieſem Leben, Gott will uns vergeben, daß wir frey und los moͤ⸗ gen ſeyn von ewger Pein, Wer die Suͤnd hier ſucht in haſſen den wird GOtt nicht laſſen. 6. Der den Gott nicht liebet, wird hier nickt be⸗ truͤbet wegen ſeiner Sund, all dieweil er bleibet g⸗ſſen, ber ihn treibet, Sata⸗ nas ſein Kind. Schaue nun, wie iſt dein Thun? „Wirſt du wahre Buß an⸗ 27 fan- 206 Don wahrer Buſſe. fangen, ſolt du Onad er⸗ GOtt, der Suͤnd ver⸗ giebet. angen. 7 Gottes Lieb und Treue 5. Laß deine Froͤmmig⸗ bleibt uns hier ſtets neue: keit ſeyn meinen Troſt und Goc wirft uns nickt weg, allen viel und ſehr gefallen. Auf dem Lebens Steg, hat ſteis acht des Hoͤchſten Wacht auf uns ſeiner Lie be Brennen laͤßt uns nicht abtrennen. 8. Dieſer Liebe Brennen lehr uns wohl erkennen, d Herr IEſu Chriſt, wenn in unſerm Zagen oftmals wir beklagen was uns nagt und frißt, IEſu, du, o ein'ge Kuh, laß uns nicht von dir abſcheiden, noch von deinen Freuden. 288. Mel. Als der guͤtige GOtt ꝛc. 5 Err! hoͤre, was mein 9 Mund aus innerm Hertzens Grund, ohn alle Falſchheit ſpricht: Wend Herr dein Angeſicht, ver⸗ nimm meine Bitte. 2. Ich bitte nicht um ob wir glei h vor Freud, laß uͤber meine Schuld dein edle Lieb und Huld ſich reichlich er, ieſſen. 6. Betrachte wer ich bin, im Huy fahr ich dahin, zer; brechlich wie ein Glas ver gaͤnglich wie ein Gras: ein Wind kan mich fallen. 7. Wilt du nichts ſehen an, als was ein Menſch ethan, ſo wird kein Men⸗ chen⸗Kind vor Menge ſeiner Suͤud im Himmel beſtehen. 5 8. Sieh an, wie Jeſus Chriſt fuͤr mich gegeben if, der hat, was ich nicht kann, erfüllt und gnug gethan, im Leben und im Leiden. 9. Du liebeſt Reu und — Schmertz, ſchau her, hier iſt mein Hertz, das ſeine Suͤnd erkennt, und wie ein Feuer breunt vor Augſt, Leld und Sorgen. 10. Ich lechtze, wie ein Land, dem deine milde Hand den Regen lang ent. Gut, das auf der Welt beruht, und endlich mit der Welt bricht, Boden faͤllt, und mag gar nichts retten.. 3. Der Schatz, den ich begehr, iſt deine Gnad, o HERR, die Gnade, die dein Sohn, mein Heil und Gnaden ⸗Thron, mir ſter⸗ bend erworben. 4. Du biſt rein und ge⸗ recht: Ich bin ein boͤſer Knecht: Ich bin in Sun und zu do zeucht, bis Saft und Kraft entweicht, und alles ver rret. 11. Gleichwie auch auf der Heid ein Hirſch begle⸗ rig ſchreyt nach friſchen Waſſer⸗Quell, ſo ruf ich laut und hell nach dir, mein Leben! 5 12. Erquicke mein Ge bein, geuß Troſt und Lab; ſal ein, und ſprich mit freundlich zu, daß meine Seele ruh im Schooß dei. 2 den lodt, du biſt der groſſe ner Liebe. 5 13. G eg den An u men uud ich ul blabeg e lich el Ehe d. Eid iche hol 5 Hen al mlt keh ud Sele auch gaht valle H 0 ban fu, ug f Aim en dl deiner Rat, die! aud Woleſ ſhift, Al meit Pernigit, Vj. Mun fdr Hat, de hehe weiß de Wig her 10 b f 5 1 0 4 det kung en e il. alen eit r gc 1 alete d n rich bi, 51 ahl, zer 1% gBiastber, M en Fras: ell m ien. t his ſehen W I Nerſt 1 ein Men WW Meng u, Himmel b eie Jen m geben iß, at icht kann, id ang gethau, ut Leiden. li Renu und 7 L her, ier de. das feine ei nd wie ein en or Aug, S.. h e, wie ein de n ine milde a lang en is und Kat t,. alles v te auch a de. itſch beg 5 h fisch E o ih h. ich d, b„ 5caf . 13. 00 Von wahrer Buſſe. 205 13, Gib mir getroſten Muth, wenn meine Suͤn⸗ den Fluth aufſteiget in die Hoh, erſaͤuf all Angſt und Weh im Meer deiner Gnaden. 1 14. Treib weg den boͤſen Feind, der mich zu fuͤrtzen meynt! Du biſt mein Hirt und ich will bleiben ewig⸗ lich ein Schaaf deiner Weide. 15. So lang auf dieſer Erd ich Athem holen werd v Herr! fe ich gern aus Schrecken mich vor deinem Zorn verſtecken.„ 2. Doch, wie koͤnt ich dir entfliehen: Du wirft allent⸗ halben ſeyn: Wolt ich über See gleich ziehen, ſtieg ich in die Gruft hinein: Hätt ich Fluͤgel gleich den Win den, gleichwohl wuͤrdeſt du mich finden. 3. Drum ich muß es nu; bekennen, HErr, ich habe hole mißgethan, darf mich nich: o will ich dein dein Kind mehr nennen, mit Leib und Seele ſeyn, ach nimm mich zu Gna⸗ auch getreu verbleiben. 16. Ich will dir danck doch iſt mein Koͤnnen klein; Allein in deiner Kraft, die Thun und Wollen ſchafft, ſteht all mein Vermoͤgen. bar ſeyn 17. Drum ſende deinen Geiſt, der deinen Kindern weiſt den Weg, der dir ge⸗ faͤlt: wer den bewahrt und haͤlt, der kann nimmer fehl en. 18. Ich richte mich nach dir, du ſolt mir gehen fur du ſolt mir ſchlleſſen auf die Bahn im Tugend Lauf, ich will treulich folgen. 19. Und wenn des Him⸗ mels Pfort ich werd errei⸗ chen dort, ſo will im Engel⸗ Heer ich ewig deiner Ehr in Freuden lobſingen. 259. M. Ach! wo iſt mein Ickſus ꝛc. engt, ich habe miß⸗ gehandelt, ja, mich druckt der Suͤnden⸗Laſt, ich kin nicht den Weg ge⸗ den an; Laß die Menge meiner Suͤnden deinen Zorn nicht gar entzͤͤnden. 4. Koͤnt ein Menſch den Sand gleich zaͤhlen an dem weiten Mittel⸗Meer; den⸗ noch wird es ihm wohl ſeh⸗ leu, daß er meiner Sün⸗ denheer, daß er alle mein Gebrechen ſolte wiſſen aus⸗ zuſprechen. i 5. Wein, ach! wein fetzt um die Wette meiner bey⸗ den Augen Bach! O daß ich gnug Thränen haͤtte, zu betrauren meine Schmach! O! daß aus den Thraͤnen⸗ Brunnen kaͤm ein ſtareker Strom geronnen! 6. Ach! daß doch die ſtren⸗ ge Fluthen uͤberſchwemm⸗ ten mein Geſicht, und die Augen moͤgten bluten, weil mir Waſſer ſonſt gebricht; Ach! daß ſie wie Meeres⸗ Wellen mochten in die Hohe ſchwellen. 7. Aber, Chriſte! deine Beulen, ja, ein eintzigs Troͤpflein Blut, das kan wandelt, den du mir ge⸗ zeiget haft, und jetzt wolt meine Wunden heilen, loaͤſchen meiner Suͤnden Glut: 8 208 Von wahrer Buſſe. Glut: drum will ich, mein Angſt zu ſtillen, mich in deine Wunden huͤllen. 8. Dir will ich die Laſt aufbinden, wirf ſie in di⸗ tiefe See, waſche mich von meinen Suͤnden, mache mich ſo weiß als Schnee; laß dain'n guten Geiſt mich treiben, einzig ſtets bey dir zu bleiben. 260. N. Soltes gleich bisweilen ꝛc. Err nicht ſchigke deine Rache uͤber meine boͤſe Sache, ob ſie wohl durch Uebelthat groſſen Zorn ver, dienet hat. Freylich muß ich es bekennen, Urſach haſt du, ſehr zu brennen: Doch du wolleſt jetzt allein Vater und nicht Richter ſeyn. 2. Schicke lieber, o mir Armen, fuͤr den Eifer dein Erbarmen: heile mich, denn ich vorhin ſchwach und lagerhaftig bin. Sie⸗ he! wie ich ab bin kommen wie mir alle Kraft benom⸗ men, mache, HErr, es ja nicht lang Marek und Bein iſt ſterbenskranck. 3. Vor den Sorgen Pein und Schmertzen iſt kein Troſt in meinen Her⸗ tzen; Mein Gemüthe das dich liebt iſt bis an den Tod beeruͤbt. Mein Troſt, kanuſt du noch verwetllen? Ha es ſeine Noth zu eilen? Mache denn deine Guͤte ſich ſchwerer, als der Kum⸗ mer mich? Kehre wieder, wieder⸗ kehre, eh ich mich in Augſt verzehre, reiche deine Hand, teſt ſte wol haſſen, weil ſie ſelber dich verlaſſen: Doch betrachte dis dabey, was dein Heil und Guͤte ſey. mehr im Leben, die den wiſſen nichts von Schuld und Pflicht, und gedencken deiner nicht: Denn wer kan dir Ehr erweiſen, wer vermag dich wohl zu prei⸗ ſen, wenn er ſchon liegt aus geſtreckt, und im tiefen Grabe ſteckt? 6. Meine muͤde Seufſer ſagen, was der Mund nicht weiß zu klagen: durch mein Weinen alle Nacht wird mein Lager naß gemacht. Meiner Augen heiſſe Zaͤh⸗ ren, die mir Ruh und Schlaf beſchweren, quel⸗ len als ein Waſſer Fluß, daß im Bett ich ſchwim⸗ men muß. ie 7. Von der Pein, die ich empfunden, iſt mein Antlitzabgeſchwunden. Un geduld macht die Geſtalt mir vor meinen Jahren alt; Denn ich muß von allen Seiten mit dem lo⸗ ſen Haufen ſtreiten, der mir anthut Schmach und Spott, und mich quält bis auf den Tod. 8. Nun ihr Uebelthaͤter, ziehet ihr Tyrannen auf! und fliehet, geht, ihr Volck der Eitelkeit, hin, woher ihr kommen ſeyd: Denn der HER ſieht, wenn ich 5 daß 18 mit Treue meyne e 8 Thri 0 o GOtt, meiner Seelen in der Noth Zwar du moͤch⸗ 5. Menſchen, die nicht Geiſt ſchon aufgegeben, — z. 0 Ine ee Von r 5 eee Furchen ese hin l Heth l age U 1er Hen, en ce aden kei the, gc est, Im fee unc bern Aicha c J e Jg ae d ken, hat ug e ſchmüchtlhern In des gan hen dolle l n gaag un 1% th ach dic f de chu ha ent , g L 2 N 5 4 i e aſſer Fuß F eded, 7 10 du mich 3. 2 8— 1 1 15 be Seuſſe Nund nicht durch— acht wi 1 1210 geiſſe 10 Ruh uud * ken, quel. 5 45 schu 0 Pein,. , iſt mull n ounden. die Geſel len Jahr ul ch muß v0 um nit 775 delten, d. dye n 1 105 gui r aneh that e annen 10 e bt, iht dal hin, pohſ 1„ eyd: 77 ſieht, fe daß 1 4 * ple, 1 90 . — 5 Von wahrer Buſſe ee e eee Thränen flieſſen hin in ſeig Hettz und beugen ihn. 9. Er, der HErr, hat ſchon mein Flehen in Ge⸗ naden angeſehen, mein Genu Seele! Hil lf mir durch dei⸗ ne Guͤt und 55 ich chu t mich dir befehl en. Im Tod. gedenckt 0 de iner icht, in der Hollen dir kein muͤthe, das mich regt, hat Ihm ſeines auch bewegt; Alſobald ich Ihn gebeten, Ab nor Augen bin getre ten, hat auch ſeine Gute ſich ansgebree über mich. Danck gef ſchicht, darin iſt nichts denn Qualen. 4. Von Seuſzen ich! ſehr müde bin, mein Bette 1 ich ſchwemmen, be truͤbt iſt mir Hertz, Muth und 10. Vor der gantzen Welt auf Erden ſollen die nun ſchamroth werden, N zitlern auch vor Gott und mir, die mich haſſen fuͤr und fuͤr, weichen müſſen ſie zuruͤcke plotzlich und im Augenbl ide, und doch ſe 5 n auch dabey, daß der HErr mein Heilaud ſeh. 261. mel. O Ick ſu Chriſt, d dh des Gut. 8 Herr, ſtraf mich nicht in deinem Zorn, das bitt ich dich von! Herten, m ich bin ſonſt gantz und gar verlohrn, lt dir iſt nicht zu ſcherzen: auch ö zuͤchtg 19100 nicht in deinem Grimm, weil ich ſo voll Betrübniß bin, und leide groſſe Schmerzen. 2. Sey gnaͤdig mir, denn ich bin ſchwa ich, von 05 15 110 15 yr erſchrocken, kein Ruh hab ich beg, Ta ig und Nacht, das karck em. Bein verkrock: 155 mein Seel auch ſehr betrübet iſt, daß du, 0 Err, ſo 5 ige bi 2, auf den ich ſtels 10 hoffen. Ach! wende dich, du lie er Herr, erreue meine Saar, nach dir thu ich m ich ſehnen, die ganze Nacht das Lager mein mit Thraͤnen muß genetzer ſeyn, das wo llſt da, HErr, ek kennen. 5. Von Trauern abge⸗ nommen hat mein G'ſtalt und iſt veraltet, ich werd geaͤngſtet früß und ſpat das Hertz im Lelb 7 0 Ach HER Rl! erhoͤr das Weinen mein, mein Flehn laß nicht vergeblich ſeyn, im Glauben mich erhalte. 6. Ihr Uebelthaͤter, weicht von mir, der Herr erhoͤrt mein Flehen. Me in' Feind zu ſchanden werden ſchier; Mein G'bet zu Oe ge⸗ ſchehen, wird nicht vergeb⸗ lich ſeyn fuͤrwa ahr, das iſt gewiß und ane des thu ich mich verſehen. ö enn 262 MN wer nur den lieben GOtt laßt walten. ch ch armer Menſch, ich 5 armer Sünder, ſteh hier vor Gottes Angeſt cht. Ach Se! Ach Edit verfahr gelinder, und geh nicht mit Mir ins Warich t. Erbarme dich, erbarme 8 dich 210 Von wahrer Buſſe. dich, Gott, mein Erbar⸗ mer! uͤber mich. 2. Wie iſt mir doch ſo hertzlich bange von wegen meiner groſſen Suͤnd: Ach! daß ich Gnad von dir erlange, ich armes und verlohrnes Kind. Erbar⸗ me dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer! uͤber mich. 2. Ach! hoͤre doch mein ſeufzend Schreyen, du al⸗ lerliebſtes Vater ⸗ Hertz, wollſt alle Suͤnden mir verzeihen, und lindern meines Hertzens Schmertz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer! uber mich. 4. Wie lang ſoll ich ver⸗ geblich klagen? hoͤrſt du denn nicht, hoͤrſt du denn nicht? Wie kanſt du das Geſchrey vertragen? hoͤr, was der arme Suͤnder ſpricht: Erbarme dich, er⸗ barme dich, Gott, mein Erbarmer uber mich. 5. Wahr iſt es, uͤbel ſteht der Schade, den niemand heilet, auſſer du: Ach! aber ach! ach Gnade, Gnade, ich laſſe dir nicht eher Ruh, Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarme! uͤber mich. 6. Nicht, wie ich hab verſchuldet, lohne, und handle nicht nach meiner Suͤnd. O treuer Vater! ſchone, ſchone, und nimm mich wieder an zum Kind. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer! über mich. 7. Sprich nur ein Wort, ſo werd ich leben, ſprich⸗ daß der arme Suͤnder hoͤr: Geh hin, die Suͤnd iſt dir vergeben; nur ſuͤn⸗ dige hinfort nicht meht. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbar⸗ mer! uͤber mich. 8. Ich zweifle nicht, ich fich bin erhoͤret; Erhoͤret bin ich Zweifels frey, weil ſich der Troſt im Hertzen mehret. Drum will ich enden mein Geſchrey; Ich lobe dich, ich lobe dich, GocteH, mein Erbarme uͤber mich. 363. Melod. Durch Adams Fall iſt gantz verderbt. Ich armer Suͤnder komm zu dir mit demüthi⸗ gem Hertzen, o Goce! der gnaͤdig fuͤr und fuͤr, be⸗ kenne dir mit Schmertzen die Suͤnden all und jeden Fall, wle ich ihn hab be⸗ gangen von Jugend auf mit groſſem Hauf, darin ich bin gefangen. 2. Die Suͤnden ſind, die ich gethan, unmoͤglich zu erzaͤhlen: Doch ich ſſie auch nicht bergen kann, weil ſie mich immer gud len. Dein liebſter Sohn hat mich davon durch ſel⸗ nen Tod entbunden: Den, noch hab ich jetzt laſſen mich den Satan neu ver wunden. 3. So iſt auch mein Un danckbarkeit ſehr groß bis auf die Stunde; ich habe dir zu keiner Zeit gedanckt von Hertzens⸗Grunde fü deine Treu, die taͤglich 1 nmkilet 7. ba du Het angſclayeh: d beiten Heiſt mir g l Fin 1 A rtich 105 g fes trag lie 5 Nurninich beg 1 5. et Mische, f 4, le ih it! ſchulbt, Jah Lung a at ſokt! font, hic hen! une, ic gehen rag d fler, dig ich z di Temmen. ul Nen N I t u ſuft, dez Hine lagen: af fü nd durch vid Pahlhhn Buſſe nh benogeg,e mit erühal aug, und Huch in d g 15 1 a 6. Dhhoch, has nicht lugren lan, bu gleich angeflye, ich dir ene g. dan, die hen ſoufet, u dg A ib b gi uud nagt 7. dl lug aun wet f mit 10 ö 0 bi igab zu 0 1 der 10 hg Ege, Led ind fen, 80 mag dane In iat du n gan und Quaal zu dir hinguf⸗ Leid und Neu, in Suͤnden Von wahrer Buſſe. 211 Fur deine Lieb und Guͤte, die ich an mir gar reichlich ſpuͤr, und ſtets trag im Gemuͤthe. 8. Wenn mein Hertz dis bey ſich bedenckt, in Stuͤcken moͤcht's zerſprin⸗ gen; die groſſe Sicher⸗ 4. Vornehmlich haft duſhele mich kraͤnckt, thut mik Geduld viel Jahr bis, her verſchonet, und mir nicht, wie ich oft ver, ſchuldt, bald zornig ab⸗ gelohnet: haſt fort und fort, o hoͤchſter Hort! dich meiner angenommen, haft: nichts geſpart nach deiner Art, bis 155 zu dir bin kommen. 7. Mit deinem Wort baſt du gar oft an mein Hertz angeſchlagen: durch deinen Geiſt mir zuge⸗ ruft, den Himmel ange⸗ tragen: haſt fruͤh und ſpat burch viel Wohlthat zur Buſſe mich bewogen, auch mit Truͤbſal, Angſt, Noth, geiogen. 6. Dennoch, das ich nicht leugnen kan, wenn du gleich angeklopfet, hab ich dir niemals aufge⸗ than, die Ohren zuge⸗ 9 9 0 mit Unbedacht ich gantz veracht't, den Ruͤcken zugekehret: doch haſt du mich ſo gnaͤdiglich geduld't, und nicht ver⸗ . ret. Du koͤnteſt oft mit uten Recht das Leben mir verkuͤrtzen, und mich als einen boͤſen Knecht 3 zur 9005 ſtuͤrtzen, der ich ohn Scheu, ohn mich verweiler; Dennoch jebſt du mir Raum und Rub, haßt wich fit abr, let. Marck und Bein durch⸗ dringen. Kein Höͤllen⸗ Pein ſo groß mag ſeyn, ich habe ſie verſchuldet ich bin 1 werth, da mich die Erd ktraͤgt b und auf 0 Unwerth bin ich daß man mich nennt ein Werck von dir geſckg en werth bin ich, daß all' Element zur Strafe mich hinraffen; So weit hats bracht der Suͤnden Macht, ich muß es frey bekennen: wo du ſiehſt an, was ich erden, ſo muß ich ewig rennen. 10. O Vater der Barmhertzlgkeit! ich falle dir zu Fuße, verwirf nicht den, der zu dir ſchreyt, und thu recht⸗ ſchaffne Buſſe. Dein An⸗ geſicht aus Gnaden richt auf mich betruͤbten Suͤn⸗ der, gib mir ein'n Blick, der mich erquick, ſo wird mein Augſt bald minder. 11. Eroͤffne mir dein freundlich Hertz, die Re⸗ ſidentz der Liebe, vergieb die Guͤnb, heil meinen Schmertz hilf, datz ich mich ſtets uͤbe in dem, was dir gefallt an mir, und alles Röſe meide, bis ich hinfahr zur Engel⸗ Schaar, da nichts denn lauter Freude. 264. Mel. PPP 8 — 212 Von wahrer Buſſe. 264. Mel. Serr ſtraf mich nicht ꝛc. Oder: Nun freut euch lie⸗ ben Christen g' mein. ch will von meiner Miſ⸗ ſethat zum Herren mich bekehren. Du wolleſt ſelbſt mir Hülf und Rath hiezu, o S 0tt, beſcheren, und deines guten Geiſtes Kraft, der neue Hertzen in uns ſchaft, aus Gnaden mir gewähren. i 2. Natürlich kan ein Elend ſelbſt empfinden, er iſt ohn deines Geiſtes kicht blind, taub und todt iſt Sünden; verkehrt iſt Will Verſtand und Thun: Des groſſen Jammers wollſt du nun, o Vater, mich ent⸗ binden. 3. Klopf durch Erkennt⸗ niß bey mir an, und fuͤhr mir wohl zu Sinnen, was Boͤſes ich vor dir gethan, du kanſt mein Hertz gewin⸗ nen, daß ich aus Kummer und Beſchwer laß uͤber mei⸗ ne Wangen her viel heiſſe Thraͤnen rinnen. 4. Wie haſt du doch an mich gewandt den Reich⸗ thum deiner Gnaden! mein Leben danck ich deiner Hand! Du haſt mich uͤber⸗ laden mit Ruh, Geſund⸗ heit, Ehr und Brod, du mach ſt, daß mir noch keine Nor bis hieher konnen aden. 5. Haſt auch in Chrito mich erwaͤhlt tief aus der Hoͤüen Fluthen; daß nie⸗ irgend einem Guten; und ſer Treu geſtaupt mit Vi, ker Ruthen. zu genieſſen? ſchenk aber ich Gehorſam bir? Dat zeuget mein Gewifßen, mein Hertz, in welchen auf den Tod gebiſſen. ſchuoͤde Sachen verklagen ich Armer machen? Sit ſtellen, HErr, mir vor Zorn⸗Gericht, der Hollen offnen Rachen. Quaal, uud ſchaͤm ſie zu bekennen, es iſt ihr weder Maaß noch Zahl ich weiß ſie kaum zu nennen, und iſ ihr keiner doch ſo klein, um welches willen nicht alleil, ich ewig muͤſte brennen. 9. Bisher hab ich in geſchlaſen, geſagt: es hat noch lange Zeit, G0 d pflegt nicht bald zu ſtrafeg, Er fähret nicht mit une Schuld ſo ſtrenge fort, es har Geduld der Hirte nit den Schafen. 10 Dis alles jettt zugleich erwacht, mein Hertz wil mit zerſotingen, ich ſeh deinen Donners Macht und Feuer auf mich drin guns Du regeit wider mich mals mir es hat gefehlt ay daß ich ja dein eigen ſey, haſt du mich auch aus groß, 6. Wer giebt den Kih dern, was du mir gegeben nichts geſund, das tauſend Sünbenwuͤrme wund bit Sicherheit fein unbeſotgt 7. Die Chorheit mein wi kan ein jungen Jahr, und alk Menſch doch nicht ſein Geſicht dein unertraͤglich 8. Ich hege meinerchreuel und wei 70 id at, mit dige ge Fienden. 0 Vun mg Sanacch Eg 1 95 94 5 f zugleich des Saane dic 15 5 ö u Helme un nich e Die a g eh unge sich o n gllach, t d Füge g 9 ferßes Ac ate bab, fag h ihr Küng, Hann Hügel 96 8 Abl un uc chen, bee. Dig mich zu offenbar. Was ſol unt dach lis ig, wirft du leech nich de dcn Ein legen. 13. Hftr Je nich zu A an, c in deie Wunden, di 9 Heilaſhl wegen t am Creize haf ay d, 1 0 fla e ! den Müh, di zug lea kanp, werd g tragen ahſhebundeh 4. Much nig eiten dez Ech und Parhxtaehe eh Und luß! 0% ö . duch de Wich 1 wegey eder 15 . Eh gage 1 0 fa geg daf in h v eigel f % cee tt mit N 00. r da 1 Gemiſſh, 05 1 welch e das kaut „ end „ Jebiſſen. „und f 0 5 hen verklan e ak. Was n ichen; 6 . mf u 9 2 1a AN 0 9 7 J bierchen „ ſchäm ſieg ei iſt iht wa n ahl ich ug. m nnen, undi n e hfo leit n nicht al ig te brennen 2 r hab ich ein unbeſſg „c eſagt: eh a zeit, G05 —— n ald zu ta cht mit u d Lenze fol, e det Nati — 0 1. es jekt ag iin Het gen, ich ers Mü uf mich du jeff widerg d Sei Fleiſches⸗Luſt und Welt, Von wahrer Buſſe. 2132 der Hollen Reich, die wol⸗ len mich verſchlingen. 11. Die mich verfolgt die groſſe Nolh, faͤhrt ſchnell ohn Zaum und Zügel, wo flieh ich hin? du Mor⸗ genroth, ertheil mir dei⸗ ne Flügel, derbirge mich o fernes Meer, ſtͤrtzt hoch berab, fallt auf mich her, ihr Kippen, Thurn und Huͤgel. 12. Ach! nur umſonſt, (und konnt ich auch bis in den Himmel ſteigen, und e wieder in der Hoͤllen Bauch, mich ku verkrie⸗ chen, neigen. Dein Auge dringt durch alles ſich, da wirſt du meine Schand und mich der lichten Sonnen zeigen. 3 13. HErr JEſu, nimm mich zu dir ein, ich flieh in deine Wunden, die du, o Heiland! wegen mein am Creutze haſt empfun⸗ den, als unſer aller Suͤn⸗ den Muͤh, dir, o du Got⸗ tes⸗Lamm, ward bie zu tragen aufgebunden. 14. Waſch mich durch deinen Todes Schweiß und Purpur rothes Leiden, und laß mich ſauber ſeyn und weiß, durch deiner Unſchuld Seiten. Von wegen deiner Creutzes⸗Laſt erqutck, was du zermalmet haſt, mit deines Troſtes Freuden. 1 15. So angethan will ich mich hin vor deinem Pater machen: ich weiß, Er lencket ſeinen Sinn und ſchaffet Rath mir Schwachen. Er weiß, was und Satan uns fuͤr Netze ſtellt, die uns zu ſtuͤrtzen wachen. 16. Wie werd ich mich mein Lebenlang vor ſolcher Strafe ſcheuen, durch dei⸗ nes guten Geiſtes Zwang, den du mir wollſt verlei⸗ hen: daß er von aller Suͤn⸗ den Liſt und bem, was dir zuwider iſt helf ewig mich befreyen. 8 265. M. Du of choͤnes Welt⸗Gebaͤude. Scefſu! der du meine cßee⸗ le haſt durch deinen hit⸗ tern Tod, aus des Teufels ſinſtern Hohle, und der ſchweren Suͤnden⸗ Noth kraͤftiglich heraus geriſſen un d mich ſo ches laſſen wiſ⸗ ſen durch dein angenehmes Wort: ſey doch jetzt o GOtt, mein Hort. 2. Treulich haſt du ja geſuchet, die verlohrne Schaͤfelein, als ſie liefen gantz verfluchet in der Hoͤl⸗ len Pfuhl hinein, ja, du Satans⸗Ueberwinder, haſt die hochbetruͤbten Suͤnder ſo gerufen zu der Buß, daß ich billig kommen muß. 3. Ach! ich bin ein Kind der Sünden, ach! ich irre weit und breit; Es iſt nichts an mir zu finden, als nur Ungerechtigkeit; all mein Tichten, all mein Trachten heiſſet unſern Gott verachten: boͤslich leb ich gantz und gar und ſehr gottlos immerdar. 4. HErr, ich muß es ja bekennen, daß nichts Gutes 214 Von wahrer Buſſe. Gutes wohnt in mir, das war, was wir Wollen nen⸗ neu, halt in meiner Seelen fuͤr: Aber Fleiſch und Blut zu zwingen, und das Gute zu vollbringen, fol; get gar nicht, wie es ſoll 175 ich nicht will, thu 8 men, Stich, o ſten mich 9. Wenn ich vor Gericht leſt du mich retten, und wohl. i * 45, HER, ich dich meiner nehmen an. Schwitzen, delne Strie f chlag und Ritzen deine Marter, Angſt und as Jeſu, tro 30 ſoll trezen, da man nicht entfliehen kan, ach! ſo wol kan nicht wiſſen meiner Du, Herr, kauſt alleine“ Fehler Meng allein, mein Gemuͤth iſt gantz zerriſ⸗ ſen durch der Suͤnden Schmertz und Pein, und mein Hertz iſt matt von Sorgen: Ach! vergib mir, was verborgen; rechne nicht die Miſſethat, die dich, HER, erzuͤrnet hat. 6. JEſu, du haſt weg⸗ 41 meine Schul⸗ en durch dein Blut, laß es, o Erloͤſer! kommen! meiner Seligkeit zu gut, und dieweil du ſo zerſchla⸗ C gen, haſt die Suͤnd am Creutz getragen; Eo, ſo ſprich mich endlich frey, daß ich gantz dein eigen „ 7. Weil mich auch der Hollen Schrecken und des Satans Grimmigkeit viel- ſt kannt. 10. Du ergruͤndeſt mein. Schmertzen, neſt meine Pein: es. als dein herber Tod allein, Dis mein Hertz mit Leid vermenget, das dei theures Blut beſprenget, ſo am Creutz vergoſſen i, geb ich dir, Herr Ji wiſſen, das mich plagt; es was du ſelber hast geſag, daß auf dieſer weiten Ey den keiner ſoll verlohren nichts in meinem Hertze, du erk, hriſt. 11. Nun ich weiß, du wirſt mir ſtillen mein G wird deine Treu erſuͤllen, mals pflegen aufzuwecken, ben ſol, wenn er nur if 5 und zu führen in den Streit, daß ich ſchier muß unterliegen: Ach! ſo hilf, HErr JEſu! ſiegen, o du meine Zuverſicht, laß mich ja verzagen nicht. 8. Deine rothgefaͤrbte Wunden, deine Nagel, Kron und Grab, deine Schenckel veſt gebunden wenden alle Plagen ab. Glaubens voll. 12. HErr! ich glauhe, mich ja verzagen nicht; du⸗ machen, wenn mich Sund und Tod anſicht. Deinen Gute will ich trauen: bil ich, frölich werde ſchaus dich, HErr Jeſu, nach dem Streit, in der frohes Deine Pein und blut ges Ewigkeit. 166, hilf mir Schwachen, laß N du kannſt mich ffärcht 80 hren, daß ich nicht dan e Fluch darf hoͤren: M zu meiner lincken Hand ſeyd von mir noch nie werden, ſondern ewig l.„. A egen J, Deine die Guth kala r Klei) 1 Nun 5 hn 1 f walt ing 5 N O Me . zel gn vor gent ze e man nit et a ach o u ketten, 1 ei e nehmen del e Af alen „ch nicht de g dten; 4 in wfcken n n jpoch nie du e indeſt maß r e du ee ei ein: es in= em Herze u Lada — le I etz 110 8 1s das dei I beſprengt Ci ee dergoſſen. ) Hen J 5 N. ie ch wolß/ ni len mein 0 Lan, ich plagt! del a ren erſülg u r haf gel uf er weiten i oll verloh u, ern ewig Henn er nun e ll. 4 ich glu i n wachen, g gen licht; 5 a mich fac u en mich Ell U ficht. Dehn e auen: i werde sha 1 Jeſa 5 in dir fu de 100 nicht ſterben laſſen, der nach die Quelle, wo ich ſoll mein Von wahrer Buſſe. 2175 266. Niel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. CTEſu, liebſter Schatz der 5 Frommen, ſchoͤnſter Braͤutgam Gottes Sohn, cum, deine Braut jetzt ommen, wie ſie ſich vor deinem Thron zu der Er⸗ den niederleget, und auf ihre Bruſt anſchlaͤget, weil ihr hochberruͤbtes Hertz fuͤhlt den ſchweren Suͤn⸗ den ⸗Schmertz. f 2. Ach! es iſt nicht zu beſchreiben die ſehr groſſe Sünden Schuld! Ich kan kaum vor Wehzmuth blei⸗ ben, weil o Jeſu, deine Huld gegen mir iſt nun verſchertzet, welches mich ſo heftig ſchmertzet, lieber ktuͤrb ich tauſendmal, als ich litte ſolche Quaal. 3. Selbſt das Herz faͤngt an zu bluten, das dein ſcharf Geſetz zerbricht, die ſehr perbe Thraͤnen Fluthen uͤberſchwemmen mein Ge⸗ ſicht; Alle mein Gebein erzittert weil dein Gtimm in mir ſo wittert, ach! ich bin lebendig todt in ſo groſſer Seelen⸗Noth. 4. Wilt du mich denn ewig haſſen? deine Lieb und Freundlichkeit wird ja den deiner Huͤlfe ſchreyt! ach! ich weiß, dein Hertz wird rechen, und mir Armen Troſt zuſprechen, weil du meine Suͤnden⸗Laſt, Jeſu ſelbſt getragen haſt. 5. Deine Wunden ſind Koth der Eitelkeit. Ach! wie will ich nich denn la⸗ ben: Kan ich nur elncroͤpf⸗ lein haben von dem Balſam deines Bluts, des hoch⸗ theuren Seelen ⸗Guts. 6. Wirf dein liebreich Augeſichte her auf dein be⸗ truͤbtes Kind, weil ich mich jetzt zu dir richte, und be⸗ reue meine Sund: laß dech mein geaͤngſt't Gewiſſen ei⸗ nen Gnadenblick genießen, einen Blick, o Bruder⸗ Hertz! ſo verſchwindet Angſt und Schmertz. 267. Mel. Ach was ſoll ich Suͤnder ꝛc. (Iſrael, bekehre dich, ach! Jbekehre dich doch heute, und im Glauben dich berei⸗ te, daß du koͤnneſt wuͤrdig⸗ lich bey dem Abendmahl erſcheinen, wozu JeEſus ruft die Seinen. 2. Willſt du kommen, ſaubre dich ron dem Schmutz der Laſter⸗Fle⸗ cken, die in deinem Fleiſche ſtecken; Chriſti Blut kan dich und mich reinigen von allen Suͤnden, wenn wir Buſſe bey uns finden. 2. Glaube, Hoffnung und Geduld, Liebe, Demuth und dergleichen ſind der Chriſten wahre Zeichen, welche ſtehn in Christi Huld, die Er kennet und heiſt kommen, daß ſie wer⸗ den aufgenommen. 4. Solcher Schmuck und Himmels ⸗ Tracht Chriſto einig wohlgefället, wer der Laſter⸗Kleid machen als ein Schnee ſo helle von dem Welt hier gleich ſich ſtellet, der wird von ihm nicht 8 3 816 Von wahrer Buſſe. geacht, und von ſeinen Tiſch⸗Benoſſen ſchimpflich wieder ausgeſtoßen. F. Iſrael, bekehre dich, weil es jetzt nuch heiſſet heute, und imſhlauben dich bereite, daß du könneſt würdiglich bey dem Abend⸗ mahl erſcheinen, wozu JE⸗ ſus ruft, die Seinen. 258. M. Chriſtus der uns ſelig macht. Diehſter Vater, ich dein Kind, komm zu dir geei⸗ let, weil ſich ſonſſen nie⸗ mand ſindt, der mich Armen heilet! Meine Wunden ſind ſchr groß, groß ſind meine Suͤnden; mach mich von denſelben los, laß mich Gnade finden. 2. Führſt du vaͤterlich Geſchlecht, und hast Vater⸗ Sitten: Ey ſo hab ich Kinder- Recht, und darf kuͤhnlich bitten: Denn den Kiadern ſteht es frey, Vaͤ⸗ ter anzuflehen: Vater, dei⸗ ne Vater⸗Treu laß mich Armen ſehen. 3. Liebſter Vater, willſt du dich Vater laſſen nen⸗ nen: Ey ſo muſt du laſſen mich Vater ⸗Sinn erken⸗ nen. Denn das waͤre viel zu ſchlecht, bloſſen Namen fuhren, und nicht thun nach Pater Recht, was ſich will gebühren. 4. Nun, ſo nimm dich meiner an, wie die Vaͤter pflegen: Meine Buf und Thränen⸗Bahn laß dich doch bewegen: Meine Suͤnden bringen Schmertz, 5 die ich hab begangen Ach! du liebstes Vater, Hertz, laß mich Gnad er, langen. 5, Haſt du doch in de lem Wort Gnade mir ven ſprochen: Laß mich an die Gnaden Pfort nicht ver gebens pochen. Laß der matten Seufzer Stark durch die Woleken dringen, und von deinem Him mels Berg mir Genade, bringen. 6. Ich laß doch nicht eher ab, bis du mir ge⸗ waͤhret Gnade, die ich von dir hab inniclich begehret; Segne mich, ſo laß ich dich eher nicht, ich hange wie die Klett am Kleid, is ich Snad von dir er, länge. 7. Du biſt Gott, und heißeſt ant, weil du Gut, * ein Vater thut, deine Kin der liebeſt. Dieſer Gut, that laß mich auch, Vatel, mich nach deinem Brauch deine Gnade flieſſen. 8. Ach! verzeih mir, ach vergib, was ich mißgehal delt, weil ich nach de Sünden Trieb oftermal gewandelt. Meine Sünde ich verſenck, HErr in dein Wunden! ach! derſelbel nickt gedenck, laß ſie ſey verſchwunden. 1 9. Klagt mich mei Gewiſſen an, und wil mich verdammen, dich zu Ey, ſo daß ich Staub und ach ö that übeſt, und gleiche f Hertz, genieſſen, laß auf 8 den w 19 def nch von we 1 0 ban e aachen, 109 neun kelt, ust en G en 1 74 begangeh 10 des Va af a 9 Grad 0 af doch 1 00 1 nde mir, mich au 1 nicht n p Faß i „er Sit ie! teh dringgy , nem B 18 fir ee l. 54 doch nt b, N du mik 10 G die ich uu in. ch begehrg n ſo laß. er e ich hau e n am Kle von dit Du Gdtt, u 99 eil du c be end gleicht te e, deile K be, Dieſer 0 5 uuch, Val 9 ſen, laß a nem Bratt G i flieſſen. cc zeih wie, „ch mißgehe en ned often deut Nane Err in bi 8 1 91 der ze„ laß ſie 1 i. mich 1 se t undi e e men, mil! t allen N. n v auflamne 0 W e mit Hell bund ö — 8 N Von wahrer Buſſe. 217 und daß mich don meiner Schuld, hab dein Blut gewaſchen. 269. M. O Traurig⸗ keit, o Serzeleid Angſt und keid! O — Traurigkeit! die ich jetzt muß empfinden, die jetzt mein Gewiſſen nagt, wegen meiner Suͤnden. 2. O Furcht und Graus! das Hoͤllenhaus, darnach dich pfleg zu ringen, hat den Rachen aukgeſperrt, und will mich verſchlingen. 3. O Ach und Weh! Schreckens See! Wo ſoll ich mich verſtecken? Ach daß doch die tieſſte Gruft moͤchte mich bedecken. 4. Der Erden Saum hat keinen Raum, drinn ich kan ſicher bleiben, meine Bos⸗ heft will mich ganz in den Abgrund treiben. 5. Wie werd ich dort ſo ſtrenge Wort vor Gottes 9. O treuer Hirt, wenn Satan wird mein Ueppig⸗ keit verklagen; ſo ſtill ihn durch dein Verdienß, ſonſt muͤſt ich verzagen. 270. M. Nun laßt uns den Leib ꝛc. O frommer und getreuer Gott! ich hab gebro⸗ chen dein Gebot, und ſehr geſuͤndigt wider dich, das iſt mir leid, und reuet mich. 2. Weil aber du, gnaͤdiger Gott, nicht haſtSefall'n an herzliches Begehrn, daß ich O mich ſoll zu dir bekehrn. 3. Auf dis Wort, lleber Vater, fromm ich armer Suͤnder zu dir komm, und bitt dich durch den bittern Tod und heilige fuͤnf Wan⸗ den roth. IEſu Chriſt, der mir zu gut Menſch worden iſt, laß deine Gnad und Guͤtig⸗ keit mehr gelten denn Ge⸗ Richtſtuhl hören: Weil ich rechtigkei mich die Fleiſches Luſt laſ⸗ en ſo bethoͤren. 6. O Gottes Sohn, du Gnaden ⸗Thron! ſch flieh in deine Wunden, drinn hab ich doch jederzeit Ruh und Rettung funden. 7. Dein heilges Blut ward vergoſſen, iſt ein Brunn, daraus das Heil koͤmmt auf mich gefloſſen. 3. Darum, mein Heil laß mich jetzt Theil an dei⸗ nem Guugthun haben! Meine Suͤnde ſey hinfort in dein Grab begraben. 4 z. Bacon, v 5. Verſchon, o Herr, laß deine Huld zudecken alle meine Schuld, ſo werd ich arm verlohrnes Kind, ledig und los all meiner Suͤnd. 6, Ich will, o HERR! ort, damit ich moͤg nach dieſer Zeit gelangen zu der Seligkeit. 271. M. Aus tiefer Noth ſchꝛrey ich ꝛc. A Jeſu Chriſt, du hoch O ſtes Gut, en Bun guel meinem Tod, und iſt dein 4. Dein's lieben Sohnes bet 90 1 75 mich zeſſern, leben fromm hin/ das mir zu gut am Creutze fort, de mm hin, 218 Von wahrer Buſſe. zuell aller Gnaden! ſieh doch wie ich in meinem Muth mit Suͤnden bin beladen, und in mir hab der Pfeile viel die im Ge⸗ wiſſen ohne Ztel mich ar⸗ men Suͤnder drucken. 2. Erbarm dich mein in ſolcher Laſt, nimm ſie aus meinem Hertzen, dieweil du ſie gebuͤſſet haſt am Holtz mit Todes Schmer⸗ tzen, auf daß ich nicht mit groſſem Weh in meinen Suͤnden untergeh, noch ewiglich veriage. 3. Fuͤrwahr, wenn mir das koͤmmet ein, was ich mein Tag begangen: ſo faͤlt mir auf das Hertz ein Stein, und bin mit Furcht umfangen, ja, ich weiß w und muͤßte gantz verlohren ſeyn, wenn ich dein Wort nicht haͤtte. a 4. Aber dein heilſam Wort das macht mit ſei⸗ nem ſuͤſſen Singen, daß mir das Hertze wieder lacht, und faſt beginnt zu ſpringen; dieweil es alle Gnad verheißt denen, ſo mit zerknerſchtem Geiſt zu dir, o JEſu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn, wie ich zuvor geklaget, auch ein be⸗ truͤbter Suͤnder bin, dem ſein Gewiſſen naget, und gerne moͤgt im Blute dein von Suͤnden losgeſprochen ſeyn, wie David und Manaſſe. 6. Allſo komm ich nun auch allhie in meiner Noth geſchritten, und thu dich mit gebeugtem Knie von ich nicht, vergib mirs doch um del weder aus noch ein, ntzem Hertzen bine 7 1 zerzeih mirs doch gui 1% l. f diglich, was ich mein Tag 1 wider dich auf Erden he begangen. 7. O Herr mein Go! nes Namens willen, un thu in mir das ſchwen Joch der Uebertretung il len, daß ſich mein Herz frieden geb, und dir hau fort zu Ehren leb in kü, Soon, lichem Gehorſam. 119 age 8. Staͤrck mich mit deß 127 50 nem Freuden Geist, he e mich mit deinen Wunden, waſch mich mit deinen, Todes⸗Gchweiß in mein aich, v letzten Stunden, und el, bu nimm mich hin, wenn din zer gruß gh gefällt in wahrem laub en 60h ln fe aus der Welt zu dein Cg Auserwaͤhlten. 6. Weh eil di, 9. Auf daß ich in dn page ew gen Freud mit Sing! hu boch und Jubiliren, preiſ eng fund hun, hö —* i 10 Me pring'n und Triumph ren, Erhoͤr mein Bitt nach i 15 fl 273 Staff nch apalt deinem Wort, nimm auf dein Kind, o treuer Holl, durch JEſum Chriſiun, Amen. 272. Mel. Nun laßt uns den Zeib be⸗ graben. ſtarcker SO Ding 10 O Seelen Kraft lo lieh, Dan f a 1 l 4 100 was ſoll ich thun, was hi wen Kl. dein Will? gebeut, ich ul h nen gern halten ſtill. 2. Ich weiß ja nicht d 2 Jh h weißt du 5 40 10 i970 1 * N. —— m. chen d . N 5 doch un da willen, n. das sehn de. ettreung ae mein a n und dl u en leb in ih n rrſam. E mich nit It Geiß, m nen Wulh mit dein 8, i beiß in mah n anden, z 1 in, weng h t,„ hrem ola de elt zu da r en. 2%% aß ich n d mit e J en, praiſeh I klichkeit, n. e nd. Trum n ett, nin! K teuer 0 eum Chr 1 Me. Nun 6 8 u Leib hy J aben. er Bod en Kraft 1 o Leben h thun,% 1 1 ine Ei mein Blu Von wahrer Buſſe. 219 ſoll, du kanſt allein ver⸗ richten dis, du weißt es auch allein gewiß. 3. Rath, Kraft, Held iſt niemand als du, Rath, ch bin hungerig, feucht mich duͤrren Garten! Satan ſchlaͤgt und erregt ſehr viel harte Wunden in Verſu⸗ ungs Stunden. giebeſt du in ſtiller Ruh, Kraft giebſt du auch in böchſter Noth, Held iſt dein Nam, o Wunder Gott! f 4. Du Fels des Heils erhalte mich, du Lebens Strom, fließ mildiglich, fließ doch in meine Seel binein, ey kehre bey dem Sünder ein. 1 5. Die Zeit iſt boͤſ und Falſchheit voll, ich weiß nicht, wie ichs machen ſoll, du biſt ein Herr, der groß von Rath, du biſt ein Gott, der ßarck von That. a 6. Was wilt du, HErr, das ſage mir, ich klopf, ach! thu boch auf die Thur! ich ruf und ſchrey, du höoͤrſt es wol, was wilt du, HErr, daß ich thun ſoll? 273. Mel. Strafmich nicht in deinem Zorn. Seele. Sieber ich gefallner Knecht, voller Blut und Schlaͤge, ich, dein Diener, bin wohl recht langſam, faul und traͤge; Ach! du Gott, Zebaoth, hoͤr mein Schreyen, Toͤ⸗ nen, und mein angßlich Sehnen. 2. Ich bin kalt, entzuͤnde % mich, o! exweich mich Harten; ſpeiſ mich, ich 3. Meines FleiſchesLuſt⸗ Begier macht mir man⸗ che Schmertzen, auch die Welt, die ſchieſſet mir Pfeile nach dem Hertzen: Mancherley Menſchen⸗ Scheu ſucht mich zu er; ſchrecken, und in Noth zu ſtecken. 1 4. Ach! koͤnnt ich doch, JEſu, dich wie ich wollte lieben: O! moͤgt ich doch kraͤftiglich ſolche Lieb aus⸗ üben! Brünſtiglich wün⸗ ſche ich dich imGGeiſt zu kuͤſ⸗ fen, in dir zu zerflieſſen. . Mein Seiſt weiß die Molluſt wohl, was es ſer dich lieben; doch das Fleiſch iſt Trägheit voll, will die Herrſchaft uͤben: Fleiſch und Geist zieht und reißt mich auf beyden Seiten, o! da gilt es ſtreiten. 6. Ach! was mach ich Armer doch! Wer wird mich erretten? Wohin flieh ich endlich noch? Wer wird mich vertreten? HeErr, mein Heil, komm in Eil, brich des Flei⸗ ſches Tuͤcke, die verſirick⸗ ten Stricke! geSus. d Sieh! ich komme und erf a u, Seele, dein Ver⸗ langen, ja, ich kuͤſſe dich, und will dich mit Lieb um⸗ fangen; Fleiſches Noth, [Welt und Tod, ja, der K 2 Hol! 920 Von wahrer Buſſe. Hoͤlen⸗Banden, mache ich zu ſchanden. 3. Meinen Geiſt den ſcheuck ich dir, der das leiſch bezwinge, auch die ieb' die dich zu Mir zieh und kraͤftig dringe. Ich heil dich, dich will ich rein gen und entbinden, ſtaͤrcken, kraͤft gen, gruͤnden. 9. Deiner Wunden tiefen Schmertz heilen meine Wunden, deine Schlaͤge hat mein Hertz dir zum Heil empfunden: Trag Geduld, alle Schuld ſoll mein Blut bezwingen, ſoll mein Blut verſchlingen. 10. Dieſer reine Purpur⸗ Schweiß machet alles rei⸗ ne, was nicht reine, das wird weiß durch dis Blut alleine; die Natur, Crea, tur, und dis ganze Weſen ſoll dadurch geneſen. Seele. 11, O wie rein iſt doch dein Blut, JEſu, meine Wonne! Schnee weiß iſt die Wunden Fluth, heller denn die Sonne. Ganz und gar hell und klar werden dort die Oeinen durch dein f. Blut erſcheinen. 12. Danck ſey dir, du Gottes kamm! daß Du uͤberwunden, daß du mir am Creutzes⸗ Stamm die Erloͤſung funden. Ich bin dein, dir allein will ich 75 7. ergeben, in dir ſiegen, en. ö 4274. N. Vater unſer im Simmelreich. Mir iſt nicht lieb des Sun ders Cod, vielmehr iſt dis mein Wunſch und Wil, daß er von Suͤnden halt ſtill, von ſeiner Boshelt kehre ſich, und lebe mit Mir ewiglich. 2. Dis Wort bedenck, Menſchenkind! verzweie nicht in Hier findeſt du Troſt, Hell und Gnad, die Gott dit zugeſaget hat, und zwar durch einen theuren Eid: O ſelig! dem ſein Suͤ) iſt leid.„ 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denck nicht! Es iſt noch lange Zeit, ich will erſt froͤlich ſeyn guf Erd; und wenn ich Leben muͤde werd, alsdenn wil ich bekehren mich, Gon ird wol mein erbarmen U 9 4. Wahr iſts, Got iſt zwar ſtets bereit den Suͤnder mit Barmherzig⸗ keit: Doch, wer auf Gnade ſuͤndigt hin, fahrt fort in ſeinem boͤſen Sinn, und ſeiner Seelen ſelbſt nicht chont, der wird mit Un⸗ gnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zuge⸗ ſaget OoOtt, von wegen Chriſtt Blut und Tod, doch ſagen hat Er nicht gewollt, ob du bis mo gen leben ſollt, daß du muſt ſterben, iſt dir kund, verborgen iſt die Todes, Stund. 55 6 Hent lebſt du, hen bekehre dich, eh morgel kommt, kanns aͤn dern ſich Wer heut iſt friſch, geſun So wahr Ich lebe Sp den Lobes. und roth, iß morgen u deiner Sundl fe Lid heteit 275 1 mein aft ber trafic naht fen Zoll, Ott archoge! d. mich nicht e der nach 10 0 entündt lch ah Lamme deibeg g Flamme 2. Hel, wet de ode deſg; wer he der Hllch; kette nel Peſnder berg Seren ß h ad füt dort en Tag, ergo 10 I „ Jewel Hal ut eu chwacenz ach ab nach Geteige fachen; 0 Saul pt n h geoſſeg ech g alen She 4. W hne ne an, he e 7h, net 600 f en hat Huh 0 duscht 0 ac ch 1 5 10 0 5 h e denck nic , be ge! ich ſehu g m e nn ich Len bi 8 f ate dich U . n„ alsdenn ul i a ein ebam e ists, Ga, al aus berelt er u Barmhen 0 er auf Buch t I fährt n e Sinn, Cen ſelbſt neh C, bon I it und 0 ſt n hat Et ie t du bis oll, da) 1„ iſt dir hu 9 t die a ja wohl gar todt. So du nun ſtirbeſt ohne Buß, dein Leib und Seel dort bren⸗ nen muß. 7. Hilf, o HErr JE P ſu! hilf du mir, daß ich jetzt komme bald zu dir, und Buſſe ehu den Au⸗ genblick, eh mich der ſchnel⸗ ſe Tod hinruͤck, auf da ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt ſey bereit. 275. M. Mache dich mein Geiſt bereit. Stief mich nicht in dei⸗ nem Zorn, groſſer ek Gott verſchone! ach, laß mich nicht ſeyn verlohrn, nach Verdienſt uſcht loh⸗ e: hat die Sünd dich entzuͤndt, loͤſch ab in dem Lamme deines Grimmes Flamme. a 2. HErr, wer denckt im Tode dein; wer danckt in . der Höͤllen? rette mich aus jener Pein der verdammten Seelen! daß ich dir fuͤr und für dort au jenem Tage, hoͤchſter Ott, Lob age. 2. Zeig mir deine Vater⸗ Huld, ſtaͤrck mit Vroſt mich Schwachen; ath HErr! hab mit mir Geduld, weln' Zeheine krachen; heil die Seel mit dem Oel deiner groſſen Gnaden, wend' ab allen Schaden. f 4. Ach, ſteh mein Gebei⸗ ne an, wie ſie al erſtar⸗ ren, meine Seele gar nicht kan deiner Hülß⸗ h irren. Ich verſchmacht, Tag und Von wahrer Buſſe. ßmuths Hoͤhle Nacht muß mein g 96 221 flieſſen von den Thraͤnen⸗ Guͤſſen. a 5. Ach! ich bin ſo muͤd und matt von den ſchweren Plagen; Mein Hertz iſt der Seufzer ſatt, die nach Hülfe fragen: Wie ſo lang machſt du bang meiner ar⸗ men Seele in 28 Schwer⸗ 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, GOtt er⸗ hoͤrt mein Beten! Nun⸗ mehr darf ich mit Begier vor ſein Antlitz treten: Deufel weich, Holle leuch! was mich vor gekräncket, hat mir Gott geſchen⸗ et. 7. Vater, dir ſey ewig Preis, hier und auch dort oben, wie auchChriſto glei⸗ cher Weiſ', der allzeit zu lo⸗ ben. Heilger Geiſ, ſey ge⸗ preiſt; hochgerühmt, geeh⸗ ret, daß du mich erhoͤret. 276. Mel. zlon klagt mit Angſt ꝛc. Later, ach! laß Troſt erſcheinen, ſieheſt du dein Kind denn nicht hit⸗ terlich mit Petro weinen? wie es mit Manaſſe ſpricht; Wie es ſchlaͤgt an ſeine Brut? Wie die eitle Suͤn⸗ den Luſt wird aus Reue ſo verfluchet? wie es weinend Gnade ſuchet! 2. Haſt du, Vater! nicht geliebet mich von aller Ewigkeit! So mich nun die Schuld berrübet troͤſt ich mich der Gnaden ⸗Zeit: IeEſu Steutz und Dornen⸗ Kron bring ich hier vor deinen Thron: Hat dein Sohn nicht das erlitten, 1 und von wahrer Buſſe. 222 und kan kraͤftig fuͤr mich wie ein gejagtes junge bitten? 3, Zwar du biſt gerecht, ich ſchaͤme mich der Unge rechtigkeit: ſo ich Feigen Blaͤtter naͤhme, meiner Kleid deck es dog die Bloͤſſe nicht; ſo du, Vater, vor Gericht Recht fuͤr Gnade läſſeſt gehn, wer iſt rein? Wercke nichtig Wer kann beſtehen: 4. Gleichwohl ſagſt du zu das Leben, und willſt nicht des Suͤnders Tod, du willſt ſchencken und vergeben, wo verlaſſen dein Gebet: wo auf boͤſ verderbten Art, auf der breiten Höllenfahrt. ich mich habe laſſen finden, en gan ungebuͤßten Suͤnden. f mich, dein Schaͤflein wieder, du mein Gott und treuer Hirt! welches irtig auf und nie⸗ en ſonſt zum Rauben wird: Schließ in JEſa Wunden ein das ver⸗ ſcheuchte Taͤubelein, daß es Satan nicht erwiſche in dem wuͤſten Weltgebuͤſche. 6. HErr ich habe zwar verzogen, bin nach Nod Raben Art ſicher hin und hergefloge, hab die Muſſe langgeſpart: Jetzt iu ich zu dir den Tkitt, bringe Reu und Glauben mit. HeErr! ich komme hoch be⸗ laben, nimm dein armes 5. Suche der Woͤlfen Kind zu Gnaden. 277. M. Wenn wir in hoͤchſten ꝛc, Tom Satan lieg ich bier Sün den 6 ben aül den Tod verletzt, ich kalfder Bogen mie M gehetzt! von Wild verblutet lieg, ben ſtrickt, verhüllt. 2. Erloͤſ mich, meine Hoffnung Stab, o Je, treib den Geyer ab, der ſe⸗ nen Schnabel an mir legt, und an das Herz der Sen, len ſchlaͤgt. 3. Du ſorichſt vielleicht Wer biſt du dann? Wie Ey! kenneſt du, mein Troß und Licht das Denckmahl deine Güte nicht. 4. Eriunre, Samarite, dich, der unter Morden wahr, bin ich, bey Jerichi lag ich halb todt, ich lag und lieg in gleicher Noth . Du warſt, und biſte, deſſen Hand mich dort se meiſterlich verband, de lindes Oel und reinen Wein in meine Wunden goß hinein. 6. Du brachteſt mich gat fein zur Ruh, und hielte alles glücklich zu, du war teſt, daß ich mich biufett ſollt huͤten vor dem Rai, ber-Ort. 7. Und ich verſprach hil, gegen dir, dafuͤt zu diegen fur und fur, nicht mehl den Suͤnben⸗Pfad zu geht noch bey der Eitelkeit l. ſtehn. 5 8. Auf dieſe nun ſo ſchtua che Bruſt ſchreib ich die Handſchrift an mit kuf: ben ſeyn, du Artzt Iſtael ewig dein. 9. Ach Gott! wie it umgewandt, das ſcheſſt geſchrieben in den Sal, Dit Hertz foll fuͤr mein Suͤude doch verſtellen kan; Gad Aud Te ell ſch be uß d hergeul, ſhun bie fo krank, hol Eiter uch et, 12. hne bi 0 a0 ünend hel verbinde de ben Muth uc diu Wundch auth, 13. Mel) f ba et An Nene bleib ch eng dag 17 0 0 l U r u fa wie meim batten 10 f 5 ö J* erf der e e 7 1 ch olelſh dann: c el ca ſerſtellen y 1 * Denen E ucht. ö E e, Sama d. 5 g 1 Min „J, bey Ja 0 Aude ihn te ileichet ß D et, und bit ae, mich don r berband, und u „ eine Wan i W T. ichteſt iche u und het g i, dum deni mich ba 1 vor den aß 0** u erſprac i afuͤr zu din 1„ icht 1 5 Pfad zu f 5 1er Einate 5 fe un, ſchrelb 0 0 Wat an wit bl fürn, Ae 1 10 kt Ie iu! das weit von Ziel, und fiel in friſches Leid. a 10. Leid iſt mir aber wie⸗ der, laß dich meiner Augen Blick und Naß bewegen, ſchen an, mit ach; vewirf mich nicht dar⸗ um von deinem Angeſicht. 11. Laß ſich verneuen Gnad und Treu bey dir, weil ſich bey mir die Reu verneut, ſchau wie ich bin ſo kranck, voll Blut, voll Eiter und Geſtanck. 12. Erbarme dich, ſchlag die Hand doch an, und heil was niemand heilen kan, verbinde den verwundten Muth, durch deiner rothen Wunden Fluth. 13. Verleih mir ſriſche Starck und Kraft aus dei⸗ ner Adern Reben Saft, ſo bleib ich ewis danckbardir ergeben, und du bleibſt in mir. 278. Mel. O JESU Chriſt, du ꝛc Wei mir! daß ich ſo oft und viel, als waͤr ich gar verblenden, geſündigt ehne Maaß und Ziel; von Gott mich abgewendet, der mir doch nichts, denn lauter Snad und Wohl⸗ that ſtets erwieſen hat, in meinem gantzen Leben. 2. Weh mir, daß ick vor meinen Gott mein Herz ſo veſt verſchloſſen, da Er mir doch ein Schutz in dacht, 3. Ich bin das unge⸗ rathne Kind, das ſich von uͤſten, pachgelett, die was veche 1 iſt, verwüsten. Das hoͤchſte Gut hab ich geracht, auf dis, was zeitlich iſt, ge⸗ und in der Welt Noth zu ſeyn war unver⸗ boch pranget. droſſen; vielchreuel hab ich drein gebracht, es ſtinckt jetzt wie ein garſtig Schacht darin der Satan wohnet. 3. Mich uͤberieuget Hertz und Sinn, ich muß es fte 3. Doch aber bitt ich dich, aus Gnad wollſt du nicht mehr gedenken, was ich geuͤbt fur Frevelthat; ins Meer wollſt du ſie ſenker 0 Dies uͤnd erlaß, die Srrafß N abſayt⸗ Sohnes willen. 275. In eigener Mel. Wi 99 von Jh 5 1 were Joch der Sünden, errette mich, mein Jeſu, durch dein Blut: wenn ferner mich die Luͤſte wollen binden befreye mich durch deine Liebes⸗Glut. Hier iſt mein Herze, zer⸗ Jan von Leid und Schmertze: Du wirſt mich Ja nicht laſſen in den Ban⸗ den: Ich hab auf dich ge⸗ baut, und JEſu, deiner Huld vertraut, drum werd ich nicht zu Schanden. 2. Ich will dir nur mein falſches Hertz bekennen, ich zeuge dir von dem, das mir bewuſt. Ich ließ in mir ein fremdes Feuer brennen, und heuchelte mit der verbotnen Luſt, ich bin geglitten, weil ich M nicht treu geſtritten. Du wollf mich nicht mehr laſſen in den Banden: die⸗ weil ich dir vertrau, und ſtets auf deine Wahrheit bau, ſo werd ich nicht zu 4 ch hen ich nich 2. att ni k, 9 Hoͤchſter! ſtets vor Au⸗ gen, noch deine Furcht mir recht in Sinn gedruckt: Ich lüſterte nach Dingen, die nicht taugen, dle hatten mir faſt meinen Geiſt er⸗ ftiekt. HErr, deine Treue zolrd jetze wieder neue, iu dem du mich befreyeſt von den Banden: Ich hab auf mir, um deines den; Dieweil ich dir ver, trau, und nur auf dein Guͤte bau, ſo werd ich nicht zu Schande. 5. O! ſiehe doch, wie meine Seele aͤchtzet, und ſich nach dir und deinen Stroͤmen ſehnt. Wie du res Land nach friſchem Regen lechtzet: alſo meln Geiſt nach Lebens Waſſer ſtoͤhnt. Komm ja, und leite mich bald zu deiner Seite, und ziehe mich mit acht aus dieſen Ban⸗ den; Ach! hilf mix dir vertrau'n, und Troſt in 10 uch 8 2 werd nicht zu Schanden. 6. Gib mir dein Fleiſch doch wuͤrdig zu genieſſen, und druͤcke mich an deine ſanfte Bruſt: laß auch dein Blut in meine Seele flieſſen, und ſchwaͤche ſo die Wurtzel böſer Lust, daß 05 1 mir 150 Wohn, Platz finden, laß mich nicht mehr feſſeln mit den Banden. Ich wil dir ſtets vertrau n, auf dich, den Lebens Fuͤrſten bau'n, ſo werd ich nicht dich gebaut, und deiner zu Schanden.„ 60 . Cueußes Buda h den, geb, aich trau, Aud nut auß Willen 0* ſcht in che 1 Tah dae Gl lebe in M et deinen ch n e cken feht Lab li nich zemils hun d hen, hoch nic bol dir gude ſouft wi halte ge du mich b file. e dein Wü f i den ich bit verkaun, ff deie Freue i ic t 1 leben G0. Wet 1 wel ich die Wa niteklen gf deh! Walch funden? Wenn al erke, geit nicht weiht dul auf daß heat n font nei den iche n dea 95 lab du l 1 00 d A u 2 5 u n au, dr 17 zu Sch doch, 1. S chtzet, n ch und dell en t. Wie di ni ch ſtiſhe lei a; alſo ne ac ens Wust en ja, un nit d zu dei u he mich mi 0 diesen B/ A. bilf ui. bend Tro S aul, ſo h ti handen. ile dein Fee ur n genes uͤe z ſch an del e tt: laß aug u„ neine Et „u g wicht el b M Luft, 90 u e in mit de inden, n 51% mehr fee en. Ich l s„ bau%% de eus Für ard ich nic al al 10 du mſch cha die Fleiſches⸗Luſt zu Err trau, und nur auf deinen Willen bau, ſo werd ich „ nicht zu Schanden. Liebe in mir brennen, mir in Gedan⸗ Grabe: Laß keine Luſt ſchloſſen: tren⸗ bleiben muͤſſen. 280. M. Auf meinen auf dein Gebot und Rath, Von wahrer Buſſe. 225 7. Dieb mir das Pfand der Seligkeit zu ſchmecken, und druͤcke mir dein wer⸗ ſcher Kühlung ſchreyn, zur Kraft im Kaͤmpfen, fen. den, gieb, daß ich dir ver⸗ Kind, b Suͤnd, ö 9 thes Siegel ein zur Macht ſtecken, und mich ſo beſere ii im Streit, zur Labung in dem Schrecken, wenn ſiehſt nach fri⸗ gefunden daͤm⸗ Fluth, pfen. ach Suͤnde, laß mich ſa in keinen Ban⸗ Hertz verbinde, und ihrer nicht mehr gedencke, ins Meer ſie tief verſencke. J. Ich, dein betruͤbtes werf alle meine ſo viel ihr r in mir ſchrecken, in deine tiefe Wunden, da ich ſtets Heil 4. Durch dein unſchul⸗ dig Blut, die ſchoͤne rothe waſch ab all meine mit Troſt mein 5. Du biſt der, der mich troͤſt't, weil du mich haſt er⸗ 8. Laß deine Glut der loͤſt: was ich geſuͤndigt ha⸗ deinen Tod cken ſtehn:. mich jemals von dir nen, noch mich aus Furcht von 5 ſonſt wie dein halte gerne ſtille: 5 du mich pruͤfen willſt in Ereutzes Banden, ſo will ich dir vertraun, und veſt auf deine Treue bau n, ſo werd ich nicht zu Schal- l doch, was i den. b lieben GOtt. Wo ſol ich fliehen hin, weil ich beſchweret bin mit vielen groſſen Sun, den? Wo ſoll ich Rettung finden? Wenn alle Welt berkaͤme, mein Angſt ſie nicht wegnähme. 3. O JEſu! voller Gnad, kommt mein betrübt Ge⸗ muͤthe zu deiner groſſen Güte! laß du auf mein laß be, haſt du verſt li ſchlagen, charrt im da haſt du es ver⸗ da wirds auch 6. Iſt meine Bosheit dir zurücke gehn! groß, o werd ich ihr'r doch Wille, ich los, wenn ich Wenn auffaſſe, verlaſſe: dein Blut und mich darauf ſe: Wer ſich zu dir nur findet, all Angſt ihne ſtbald verſchwindet. 7. Mir mangelt zwar fehr b ch haben ill, iſt alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich uͤberwinde Tod, Teufel, Hoͤll und 3 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen waͤr, darf ich doch nichtver⸗ tagen, mit dir kan ich ſte ö dein Blut darf ich nur zeigen, ſo muß ihr Trutz bald ſchweigen. 9. Dein Blut, der edle Saft, hat ſolche Staͤrck und Kraft, daß auch ein Troͤpſtein kleine die gantze Welt kan reine, ja, gar aus Teufels Rachen frey, los Gewiſſen ein Gnaden⸗ Erdoflein meſſen. und ledig machen. K 1 18. C bbb II. Vom Glauben. 281. In eigener Mel. . 65 Jesu, dem die Seraphinen im Glantz der hoͤchſten Majeſtat ſelbſt mit bedeckten Antlitz dienen, wenn dein Befehl an ſie ergeht! Wie ſolten bloͤde Fleiſches Augen, die der verhaßten Suͤnden⸗ Nacht, mit ihrem Schat⸗ ten truͤb gemacht, dein helles kicht zu ſchauen taugen? c 2. Doch aoͤnne meinen Glaubens, Blicken, den dein Blut von Schuld un b Pein erloͤſt, da es ſo aut el, . 7 2 1 5 ü 0 en! * 800 fall 10 5 0 11510 1 n „ dc J 0 Gnaden Hände, und bit en Glaub 6 nich mel hchen. mit dem Glaubens⸗Kuß Lieb Hera lu n! Gerechter Koͤnig, wen wende die Gnade der Herzens Buß. J bin gerecht durch dein Wunden; es iſt cl a ſtraͤflichs tnehr an mit e bin aber ich verſohnt un dir: ſo bleib ich auch n dir verbunden. 5. Ach! laß mich dei 7 Weisheit leiten, und nimm Eingang in dein Heilig; thum, und laß mich deine Gnad erquicken zu mei⸗ nem Heil und deinem Ruhm! Reich deinen See⸗ ter meiner Seele, die ſich wie Eſther vor dir neigt, And dir als deine Braut ſich zeigt; Spricht: J, du biſts, die ich erwaͤhle 3. Sey gnaͤdig Ick Su, Voller Guͤte, dem Hertzen! dieſer Zeit in Leib und hen zens⸗ Freundlichkeit tach deinem Wort und Wille id das nach Gnade lechtzt! Hor, wie bie Zung ia dem Bemuͤthe! Gott ſey mir Armen gnaͤdig aͤchtzt. Ich weiß, du kauſt mich nicht verſtoffen: Wie koͤnnteſſ du ungnaͤdis ben dem, den Kell mir nicht 1 40 peiſe det un eg Wee 282, Mel Nunf 995 euch, 1 1 Gotlez oh, 0 0 F 00 l U daß cht 10 8 „ Cchedn Und Npreiß Vom Glauben. g 0 22 5 us⸗ Hertz will . *— 5 * fach ne flert, auch in mir a duc Mebreitet werden 1 dee. Ja, ja meinde: 5. 44 dich ümfaſſen, erwähl es, scheiden HErr, zu deinem Thron. em keit“ Haſt du aus Lieb ebmals du n wig dich verlaſſen des Himmels Pracht und deine Kron: f 1 So wuͤrd'ge auch mein N. Hertz, o Leben, und laß es 8 deinen Himmel ſeyn, bis n Sc du, wenn dieſer Ban fällt eie da eh ein, mich wirſt in deinen N Himmel heben. i 7 1 75 15 9 8. Ich ſteig hinauf zu dir de, und de dn laubens h Lieb he 8 ch könig, on mir nichts dieſe Freude de Gnade rauben, erfülle mich nur Anis Voß. J gan mir dir. Ich will dich g0˙⁹ durch lan ten, 3 2 ud es ang in mi erz 10 10 ee reg, und wenn daſſelb ab) versöhnt 10 auch nicht mehr ſchlaͤgt: b ich gut de ſoll doch noch die Liebe e en wahren. 9 laß mich hi 85 150 e 282. Mel. Nun freut ki 1. 1 15 g euch, lieben ꝛc. h deine 8 r Gottes Sohn, HErr A ee O Sein Ede, we a ds an e man kecht konne glauben, ö mtich ul nicht jedermannes Ding ſo * 4 Leib undi iſt auch ſtandhaft zu ver⸗ 72 kli l bleiben! Drum h lfdu mir Kaen 910 von oben her, des wahren 5 8 15 1 15 75 1 b und daß ich drinn verharke. L 1 mir 2. Lehr du und unter⸗ deu webe 1 f weiſe mich, daß ich den te deine Au Vater kenne, daß ich, o 4% eng leber Jeſu, dich den % bean a Sobn des oochſen nenne M e Feinde 5 Daß ich auch ehr den Heil u dein An ber Geiſt zugleich gels⸗ e erden, de! bet und geprriſt in dem im Glauben, ſteig du in Lieb herab zu mir! Laß 3. Laß mich vom groſſen Gnaden⸗Heil das wahr Erkenntniß finven, wie der nur an dir habe Theil, dem du vergiebſt die Sünden. Hilf, daß ichs ſuch, wie mir gebührt, du biſt der Weg, der mich recht faͤhrt, die Wahrheit und das Leben. 3 5. Gieb, daß ich traue deinem Wort, ins Herze es wohl faſſe! Daß ſich mein Glaube immerfort auf dein Verdlenſt verlaſſez daß zur Gerechtigkeit n. ie werd wenn ich von Suͤn⸗ den bin beſchwert, mein lebendiger Glaube. 5. Den Glauben, OErr, laß troͤſten ſich des Bluts ſo du vergoſſen: Auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeſchlsſſen; und durch den Glauben auch die Welt, und was dieſelb am hoͤchſten haͤlt, fuͤr Koth allzeit nur achte. 6. Waͤr auch mein Glaub wie Senf⸗ Korn klein, und daß man ihn kaum mercke, wollſt du doch in mir maͤch⸗ tig ſeyn, daß deine Hand broch ſtaͤrcke, die das zer⸗ brochne Rohr nicht bricht, das glimmend Tocht auch vollends nicht auslöſchet in den Schwachen. 7. Hilf, daß ich ſtets ſorg⸗ faltig ſey, den Glauben zu behalten; ein gut ewiſſen auch dabey, und daß ich ſo moͤg walten, daß ich ſer lauter iederteit ohn Anſtoß mit Gerechtigkeit erfullt und ihren Fruͤchten. 8. Herr durch den Glau⸗ bre füht! drepein gen Weſen! d n mlt 1 ben wohn in mir, laß ihn 6 l e 228 vom Glauben. ſich immer ſtaͤrken, daß er ſey fruchtbar fuͤr und fuͤr, und reich an guten Wer/ cken: Daß er ſey thaͤtig durch die Lieb, mit Freu⸗ den und Geduld ſich uͤb, dem Naͤchſten fort zu dienen. 5 9. Inſonderheit gieb mir 0 1 die Kraft, daß vollends dey dem Ende ich uͤb' die gute Ritterſchaft, zu dir allein mich wende in mei⸗ ner letzten Stund un Noth, des Glaubens⸗End durch deinen Tod, die Seligkeit erlange. 10. HErx JEſu, der du angezuͤndt das Fuͤnklein in mir Schwachen, was ſich vom Glauben in mir find' du woll'ſt es ſtaͤrcker ma⸗ chen, was du gefangen an, vollfuͤhr bis an das End', daß dort bey dir auf Glau⸗ ben folg das Schauen! ag3. M. O Ott, du frommer GOtt. Verſuchet euch doch 1 1 ob ihr im Glau⸗ ben ſtehet, ob Chriſtus in euch iſt, ob ihr ihm auch nachgehet in Demuth und Geduld, in Sauftmuth, Freundlichkeit, in Lieb dem Maͤchſten ſtets zu dienen ſeyd bereit. 2. Der Glaube iſt ein Licht im Herzen tief verbor⸗ en, bricht als ein Glanz ervor, ſcheint als der helle Morgen, beweiſet ſeine Kraft, macht Chriſto gleich geſiunt, verneuert Hertz und Muth, macht uns zu Gottes Kind. 6 3. Er ſchoͤpft aus Chu reich in Chriſto worden ißt ſto Heil, Gerechtigkeit und Leben, und pflegt in Ein falt ſtets dem Nach ſten u vergeben! Dieweil er uͤben preißt er die Gnade hoch, bekennet IEſum Chriß. 4. Er hofft in Zuverſicht, was Gott im Wort zu get, drum muß der Zweifel fort, die Schwermuth wii derjaget. Sieh! wie der d Glaube bringt die Hof, nung an den Tag, hall Sturm und Wetter aus, beſteht im Ungemach. 5. Aus Hoffnung wacht die Lieb, weil man aut Gottes Haͤnden nimmt ale Dinge an, nicht zuͤrne, thut nicht ſchaͤnden; denn alles uns zu Nutz und Be. ſten iſt gemeint, drum dringt die Liebe durch auf 6. Wir waren Gottes Kind zu einem Gnaden⸗ Freunde und auf Feind. Feind, Er giebt uns feinen Sohne, ſein eingebohrnes Throne, ſetzt Liebe gegen Haß: wer glaͤubig dis erkennt, wird bald in Keb entzuͤndt, die allen Ha verbrennt. 7. Wie uns nun Gottge than, thun wir dem Nach dem Tod; wir zeigen ihm — ſten eben: droht er uns nt das Leben: flucht er, ſo ſegnen wir, in Schande, Spott und Hohn, ig unſet Ehren⸗Kron. 8. Setzt uns Gott auf die Prob, ein ſchweres Creutz in tragen, der Glaube bringt tealt Gebuld, macht leich 15 beſter Troſt des Himmel! Akt. e füt eld ech Pie uch dete M Naga J kralet Fh Kl gichte chu ut aut Jet e. 10. Hiltſch an! dien, Mangel e 175 fu beg teht ah un e fleht Ke Num ball ſich inte Aldck ub chor u. B. wohl, i Chalſl betz deſchrit wornach der Hl. het; erg nacht! denn hal e alen gen We ob du 1 06 12. Den doch iy ug de Rlanbeh Wucht der g beaubtn, Je geht de Schi davon 15 9 Gott 0 Et mich ag 00 224. Jie 0 8 et eht u de t die M al Lag, 9 un Wetlter g t gemach. Au e nung wic jekt eil man a mm cut und iſt leint, u Ide a auf Fell De daten Ga „„ ebt uns c ie,„ eingebshy 1% fiem Ou ne t Liebe gag : glaubt nt, d bald mh nd ie allen 4 5 0 9 4 1 0 ut cht ang mich als dein Haus. n, HBlaube li Vom Glauben. 229 Plagen: ſtatt Murren, Un⸗ Unfall will Er wehren, kein geberd, wird das Gebet er⸗[Leid ſoll uns widerfahren, weckt, weil aller Angſt und Er ſorger fur uns, hüt Noth von Gott ein Ziel und wacht es ſteht alles geſteckt. lin ſeiner Macht. 6 9. Man lernet nur dadurch glaͤube ſeln Elend recht verſtehen, Jeſum Chrlſt, ſeinen Sobn wie auch des Hchſten Guͤt, und haͤlt an mit Bitten, Flehen, ewig bey dem Vater iſt, verzaget an ſich ſelbſt, und gleicher Gott von Macht trauet Chriſti Kraft, ver⸗ und Ehren. Von Maria, nichtet ſich zu Frund, ſaugt der Jungfrauen, iſt ein nur aus JEſu Saft! wahrer Menſch gebohren, 10, Halt ſich an ſein Ver⸗ durch den Heilgen Geiß im dienſt, erlanget Geilt und Glauben: für uns, die wir Staͤrcke, in ſolcher Zuver⸗ war'n verlohren, am Creutz ſicht zu üben gute Wercke, geſtorben, und vom Tod ,: ſteht ab vom Eigenſiun, wieder auferſtanden iſt fleht die Vermeſſenheit, durch Gott. N haͤlt ſich in hottesfurcht im 2. Wir glauben auch an Gluck und ſchwerer Zeit. 00 1. So prüfe dich denn Vater und dem Sohne, wohl, ob Chriſtus in dir le⸗ der aller Bloͤden Eröſter bet; denn Ehriſti Leben iſts, heiſt, uns mit Gaben zleret wornach der Glaube ſtre⸗ ſchoͤne; die ganze Chriſten⸗ bet; erſt machet er gerecht, heit auf Erden haͤlt in ei⸗ denn heilig, wircket Luſt zu nem Sinn gar eben. Hier allem gutem Werck: ſieh, all ob du 93 ſo thuſt. den; 12. O HErr! ſo mehre wieder leben, Glauben, ſo kan mich keine Leben in Ewigkeit. Macht der guten Werck O berauben. Wo Licht iſt, geht der Schein freywillfg wir in der Noth: Durch davon aus, du biſt mein deine groſſe Barmherzig? Gott und HErr, bewahr keit, erbarm dich uͤber uns! erhoͤren! Fuͤr uns biſt dn 284. In eigener Mel. Men Goebabten von Ma, Wirglauben alen einen ria, Erbarm dich uͤber uns GOTT, Schoͤpfer hat, daß wir ſeine Kinder nem Willen zu leben, en werden: Er will uns allzeit barm dich uͤber uns! ernaͤhren, Leib und Seel 1 1 auch wohl bewahren: allen 4 7 2. Wir glauben auch as und unfern HErren) den Heilgen Geist, Gott mit Suͤnd vergeben wer⸗-⸗ das Fleiſch ſoll un? ö nach dieſemmn doch in mir den wahren Elend iſt bereit:: uns ein Vater, dumächtige. Gir zudieſchepe⸗ 2. Chriſte, wollſt uns f 3. OHeilger Geiſt! wollſft Himmels und der Erden, uns geben, dich allzeit her⸗ der ſich zum Vater geben lich zu lieben, und nach deise Vom Gebet. III. Vom Gebet. 285. Mel. Sertzlich 5 5 5 durch Ihn ge⸗ ut mich 5 2. Zeuch mich, o Vater, chl bleib mit deiner zu dem Sohne, damit dein Gnade bey uns oer Jeſu Thriſ, daß uns hinfort nicht ſcha⸗ de des boͤſen Feindes Liſt: Ach! bleib mit deinem Worte bey uns, Erloͤſer Gottes ſchmeck und fahl, werth, daß uns beyd hier und dir darob im Hertzen und dorte ſey, Zut und ſing und ſpiel. Heil beſchert. 3. Verleih mir, Hoͤchſter, 2. Ach! bleib mit deinem ſolche Guͤte, ſo wird gewiß Glantze bey uns, du wer⸗ mein Singen recht gethan: thes Licht. Dein' Wahr⸗ So klingt es ſchoͤn in mel⸗ heit uns umſchantze, damit nem Liede, und ich bet dich wir irren nicht. Ach! im Geiſt und 2 bleib mit deinem Seegen an: So hebt dein Geiſt bey uns, du reicher HErr, mein Hertz zu dir empor, dein Gnad und all's Ver⸗ daß ich dir Pfalmen ſing mogen in uns reichlich im hoͤhern Chor. vermehr. 4. Denn der kan mich 2 Ach! bleib mit deinem bey dir vertreten mit Seuf⸗ Schutze bay uns, du ſtar⸗tzern die ganz unausſprech⸗ cker Held, daß uns der lich ſind, der lehret mich N nicht trutze noch faͤl recht glaubig beten, glebt die boͤſe Welt. Ach! bleib Zeugniß meinem Geiſt, daß mit deiner Treue bey uns ich dein Kind, und ein Mit⸗ mein HErr und Gott, Erde IEſu Chriſti ſep, 230 dir: dein Geiſt in meinem Hertzen wohne, und meine Sinnen und Verſtand re⸗ gier, daß ich den Frieden uns aus aller Noth. ter! ſchrey. ö 5. Wenn dis aus mei⸗ 286. Mel. O Jeſufſ nem Hertzen ſchallet, durch deines Heil'gen Geiſtes meiner Seelen ꝛc. Kraft und Trieb, ſo bricht Dir, 5 E Hertz und wa ich ſingen, denn wo let ganz brünſtig gegen mir iſt doch ein ſolcher Gott vor heiſſer Lieb, daß mirs wie du? Dir will ich die Bitte nicht verſagen neine Lieder bringen, ach! kan, die ich nach deinem ib mir deines Geiſtes Willen hab gethan. Kraft dazu, daß ſch es thuf 6. Was mich dein Gelſt im Namen JEſuChriſt, ſo, ſelbſt bitten lehret, 127 Beſtaͤndigkeie verleihe, hilf daher ich Abba, lleber Va⸗ dir, Jehovah, will dein Vater Hertz und wal⸗ Sohn mich wieder zieh u. 2 5 fickt. 5 ige nerhölet; l. nen dale 0 flit, duc n Kd d e aa bg 10 m de ll, v, cogch hebel! 0 r Lua! digkeit und geh gute Cab, del erlanget chen ut bu, Aberſchengch ich bash, betet 5. 150 Jef Napeg, delnet Mach tut: en and Ape im Gif u 2 ehh eq i b ir 0 An ch„0 90 ch/ Nah, el e zamithen ich; her ziehn ein mein d e id 100 5 b Fe d ud ih, da een. 57 Ong eil z Hoͤchſer ite itd 10 ge I tgethaß: t een in wel. e, ch bet dich 1% Wahrheit bein Gef 00 Air empor, dit lmen ſing rn en. in kan nch ert n mitSeuß⸗ zat n uusſprech d hret mich ubi en, gen ne u Geiſe in dein Mi, Eſt bniſti ſeh, Al leber Lu: ·. 4 un aus mes. zen let, dung He e HGeife +, ſo bricht er. und wal ruͤr e gegen it r daß mis verſagen id h deinen ab in. 3, beit Gel ten, das if vac * nach deinem Willen Vom Gebet. 5 einge⸗ richt't. und wird gewiß von dir erhoͤret, weil esim Na⸗ men deines Sohn's ge⸗ ſchicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dis Zeugniß habe! drum bin ch voller Troſt und Fren⸗ digkeit, und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die giebſt du, und thuſt überſchwenglich mehr, als 2. HERR, lehre mich und oͤffne meinchehoͤr, daß ich zu deiner Lehr mich ganzlich moͤge kehren, und in Stimm aus deinem Rund recht deutlich konnen hoͤ⸗ ren: Mache den Verſtand verſtaͤndig, und den Wil⸗ len dir recht willig! Ma⸗ che meine Sinnen baͤndig, daß ſie ſeyn geſinnt, wie billig dir zu dienen heilig⸗ lich! HERR, lehre mich! HErr, lehre mich! 3. HErr, ſieh auf mich! ich verſtehe, bitte und und laß dein wahres Licht betehr. 8. Wohl mir! ich bitt in IEſu Namen, der mich zu deiner Rechten ſelbſt ver⸗ triet: in Ihm iſt alles Ja und Amen, was ich von dir im Geiß und Glauben bitt! Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir ſcheuckeſt ſolche Seligkeit. 287. In eigener Mel. Heer hoͤre michl und merke auf mein Wort o du mein treuer Hort, denn ich will vor dir beten, und ietzt vor deinen Thron im Geiſt, durch deinen Sohn, mit Flehen glaͤublg treten: Du giedſt mir hierzu das Wollen. Weil und gnädig Angeſicht mir leuchten und mich leiten! bewahre meinen Gang, damit mein Lebenslang mein Fuß nicht moͤge glei⸗ ten, noch von deiner Bahn abweichen. Laß mick nicht die Tuͤcke fallen, ſo die Feinde mir erzeigen, die mir Netz und Stricke ſtel⸗ ich dich; HERR, ſieh auf mich! i 4. HErr, zſeh auch mich mit der nem Gnaden Blick, daß ich nicht ſeh zurück auf das, was iſt dahin dent gieb, daß ich mein Geſicht, nut einzig dahin richt, wo ich das Kleinod finden und das Ziel erlangen moͤge, das du mir haſt vorgeſte⸗ cket, auch nicht werde laß wir aber doch nicht wiſſen, und traͤge, bis ich bab den was und wie wir bitten ſollen, wird dein Geiſt mich lehren muͤſſen ſchreren, ſeufzen innislich: HERR boͤre mich! HER, höre mich! Lauf vollfrecket und ge⸗ endet ſeliglich! HERR, ziehe mich! HER, ziehe mich! a 5. HERR, ſtaͤrcke mich 221 des Horzens⸗Grund die 1 ö len, darum fleh und bitt mich Heben, ſied auf 1 mit deines Geiges 25% 1 Im Streit, damit! 232 Dom in meiner Nitterſchaft, daß ich moͤg tapfer rin⸗ gen! Zeuch du zu aller eit ſelbſt vor mir 140 an bezwingen Teufel, Sünde, Welt und alles, was mir nach der Seele ſtehet, und ſich freuet meines Falles: deine Rechte ſey erhoͤhe uͤber mich, ſo ſiege ich; HErr, ſtaͤrcke mich! Herr, ſtaͤrcke mich. 65. HERR, merck anf mich, wenn ich bin in Ge ſahr: und doch nicht im⸗ merdar dich ſehe oder hoͤ⸗ re: Wenn du dich ſtelleſt bart, wie deine Gegenwart mir gar entzogen waͤre, da gib Hoffnung und Ver⸗ frauen, daß ich treu ſey bis ans Ende! und kan ich dich gleich nicht ſchauen, nimm mich doch in deine Haͤnde, daß ich merck und fuͤhle dich, HErr, merck auf mich, HER, merck auf mich. 7. HERR, weide mich auf einer gruͤnen Au, wo mir dein Gnaden ⸗Thau dat Manna giebt zu ſchme⸗ cken, und mach mich ſatt und friſch an deinem Him; mels⸗Tiſch, den du haſt laſſen decken fuͤr die, ſo nach dir verlangen, als die Scdaaſe deiner Weide: laß mich da vollauf empfan⸗ gen, wo die Gaͤſte deiner Freude ſuͤß und freundlich ſchmecken dich: HERR weide mich, HER, wei⸗ de mich. 3 8. HERR, leite mich zum friſchen Waſſer hin, deiner Lebens- Quelle, und meine Seele achtzt, als wie ein Hirſchlein lechtzt, nach der Erqul⸗ ckungs⸗ Stelle, da du iht wirſt voll einſchencken von den Stroͤmen deiner Freuden, und ſie wirt mit Wolluſt traͤncken, daß ſie nicht mehr Durſt darf leiden: dahin ſeuftz ich duͤrſtiglich: HERR, leſ⸗ te mich, HR RR, leite mich. 9. HERR, labe mich, wenn ich vor Angſt und Schmach im Creutz und Ungemach muß gar in Ohnmacht liegen Sey mir da Labſals gnug, und laß mich den Geruch vom Lebens ⸗Balſam riechen, der durch Geiſt und Seele dringet, und die Krafte gantz verneuet, der da neues Leben bringet, und gar von dem Tod befreyet, daß ich leb und lobe dich: HErr, labe mich, Her, labe mich. 10. HERR, habe mich zu deinem Ghreu⸗ Faß, fuͤll mich mit vollem Maaß, von deiner Got tes⸗ Fulle, damit in mei ner Ses dein Salb⸗ und Freuden⸗ Oel dir ſtets lu Ehren quille, und daß hier all mein Beginnen, als ein Opfer, dir wohl rieche! Endlich, wenn ich ſcheid von hinnen, gib mit dort die volle ſt du mich. haſt du mich 118. Mil. indem ich durſtig bin nach Gnuͤge! [HEgRg behalt mich ewig; lich; Da haſt du mich, da biſgeltn 5 1 f Se 1 10 krſuchulg ., Ac i becht auf wben Schlafe! 19 0 dald batguf elt Straſt, ahl den Tod gte! Sünden ben. 3. Wahethl dich nich ung 1 1% ache mtb fin fache he euchtzh; dun pill für de il Ofaden abe geh 00 4 Pabeſdigh bas Lig facht alttefel wal e ende le, A ie; ni gots 90 lelt, of! Sbeaſen, vent ſchlaen. 5 ache, n 2 1 G2. — S2 2 — . eee 12 8 8— ——— a 0 R, AN, ick 1 * 1 1. no e uß gar ich 1„ zeruch von um riechen, ich und St „ die Keile et en et, dern kel e kinget,) 1D nöd e 1 0% lobe dh la ich, Hen ich HG, habe nig vom Gebet. 288. M. Straf mich nicht in ꝛc. Moch dich, mein Geiſt bereit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die boͤfe Zeit unverhoftbetrete: denn es iſt Satans Liſt, uber viele Frommen zur Verſuchung kommen. 3. Aber, wache erſt recht auf von dem Suͤnden Schlafe! denn es folgen bald darauf eine lange Strafe, und die Noth ſamt den Tod moͤgte dich in Suͤnden unvermuthet fin⸗ den. 3. Wache auf! ſonſt kan dich nicht unſer HERR erleuchten: wache ſonſten wird ſein Licht dir noch fer⸗ ne deuchten: Denn Gott will fuͤr die Fuͤll ſeiner Gnaden ⸗Gaben offne Au⸗ gen haben. 6 4. Wache! daß dich Sa⸗ tans Liſt nicht im Schlaf antreffe! weil er ſonſt be⸗ hende iſt, daß er dich be⸗ aͤffe; Und Sodts giebt, die er liebt, oft in ſalne Strafen, wenn ſie ſicher nen hren Fa, ſchlaf, id it vollen n deinet G0 Fl mit i „„ Salb⸗ 1 n, dir ſetz 4 und d ll Beglateh 1% dir v ( ch, wenie ol ten, gib ie le Gu R t wich eng da du mich n bringe; damit nie viel von falſchen 8 afen. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be⸗ zwinge, oder wenn ſie ſich verſtellt, wieder an ſich Wach und ſieh, Bruͤdern unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch ſuͤr dich, fuͤr dein Fleiſch und e Herze, damit es nicht lie⸗ derlich Gottes Gnad ver⸗ ſcherze: Denn es iſt voller Ait, und kann ſich bald heucheln und in Hoffart ſchmeicheln. 7. Vete aber auch dabey mitten in dem Wachen; denn der HErre muß dich frey von dem allen machen, was dich druͤckt, und be⸗ ſtrickt, daß du ſchlaͤfrig blei⸗ beſt, und ſein Werck nicht treibeſt. . Ja, Er will gebeten ſeyn, wenn Er was ſoll geben: Er verlanget unſen Schrey'n, wenn wir wollen leben, und durch Ihn un⸗ ern Sinn, Feind, Welt, leiſch und Suͤnden, kraͤf⸗ tig uͤberwinden. 9. Doch wol gut, es muß uns ſchon alles gluͤcklich gehen, wenn wir Ihn durch ſeinen Sohn im Gebet an⸗ flehen: denn Er will, uns mit Fuͤll ſeiner Gunſt be⸗ ſchuͤtten, wenn wir glaͤu⸗ big bitten. 5 10. Drum ſo laßt uns im⸗ merdar wachen, flehen, be⸗ ten: weil die Angſt, Noth und Gefahr immer naher treten, denn die Zeit iſt nicht weit, da uns GOtt wird richten, und die Welt vernichten. 289. M. An Waſſer⸗ fluͤſſen Babylon. O Goc! der du in Liebes⸗Brunſt gantz gegen uns entbrenneſt, und dich aus unerforſchter Gunſt ſelbſt unſern Pater nenneſt, der du im hohen Himmel biſt, und alles ſtehſt, was niedrig iſt, auch uns ſelbſt haſt gelehret, wie man recht kraͤftig beten ſok; gib, daß der Mund dich Glau⸗ 233 1 234 Vom Gebet Glaubensvoll von ganzenſchen: Treid Theurung e Herzen ehret. und Peſt Gefahr: hilfbe 2. Laß delnes hohen Na⸗ mens Ruhm, dem ſich die Thronen beugen, und dem der Engel Fuͤrſtenthum, pflegt Ehre zu erzeigen, vor dem ſich Luft und Erdreich buͤckt, und die erſchrecklich Hoͤlle erſchrickt, bey uns dreyheilig heißen! gieb rei⸗ ne Lehr⸗ und hilf, dau daß wir uns, groſſer GOtt, wie du derHeiligkeit befleißen! 3. Vergoͤnn uns, HErr, dein Gnaden ⸗Reich, auch noch in dieſem Leben„dis daß wir dermaleinſt zu⸗ gleich mit dir in Freuden ſchweben, dein werther Geiſt, der wohn uns bev, daß unſer Herz nicht ir⸗ diſch ſey, er ſchenck uns ſet⸗ ne Gaben, daß wir in dleſer Wander Zeit, den Vor⸗ ſchmack ſuͤſſerEwis keit und Himmels Sehnung haben. 4. HErr, was du wilt und dir gefallt, muß auch vollendet werden, gleich wie in jener Himmels⸗ Welt alſo bey uns auf Er⸗ den. Hilf, daß wir dir ge⸗ horſam ſeyn in Lieb und Leid, in Lun und Pein, Laß uns, wenn du betrubeſt, pedencken, daß du, HErr, uns ſchlaͤgſt, und es alſs zu machen pflegſt mit denen, die du liebeſt. 5. Gieb uns heut unſer taglich Brod, und was den Leib ernaͤhret. wend ab die ſchwere Krieges Noth, die eut und Länd verheeret, daß wir geſund mit guter Ruh, dis kurze Leben brin, wir dir uns treuen gar, un dich nur laſſen machen 6. Daß unſre ſuͤnd ge Adams Art durch ſchre liches Verbrechen, gar oft mals iſt dein Wiederpan, raͤchen: Gleichwie auch uit aus Hertzens grund demſel ben, die durch Thal und Mund uns Leid anthun, vergeben. HErr, gib uns einen ſanftenGeiſt der auch denſelben Guts beweist e uns ſtehen nach dem Leben. 7. Verleih auch einen Helden Muth, wenn wit jetzt ſollen kaͤmpfen ut Teufel, Welt und unſem Blut, hilf, daß ſie uns nicht daͤmpfen: Sey du der rechte Mittels⸗Mant, und nimm dich unſer treu⸗ lich an, lehr unſte Arne kriegen, daß wir behalten Oberhand, und wenn der Feind iſt uͤbermaunt, mit groſſen Freuden ſtegen. 8. Und weil in dieſen Jammerthal nichts Ogtes iſt zu hoffen, weil nichts als Elend, Muͤh und Quaal alhier wird ang troffen: So ſteh uns u dem Unfall bey, und mach uns von demſelben ſe, bis daß die Zeit wird fon men, daß wir zu deſſen Herrlichkeit aus ſerbl. cher Beſchwerlichkeit gan werden aufgenommen. 9. Denn dein, Her das Reich und Thon, vl ſind dir untergeben, es kan vor deiner Allmachtt Kran denz, geſegn all unſre Sa⸗ 1 3 7 1 r ſich keine, M 96 ů 00 wollſt du, o Herr, hic! 0 ö 6* — deben h eilt auc vgl feht 7 A Müh 5 a ehötel: Null 200. Nell Salons: Nile, et 05 1300 bugtündey ek iutafeh 0 gar nich fuben Halben auß, ul eic seh lber eigen Git hae des Gelttel, 2. Dat t l täͤſtiglih, unt mag bellen kommen; Her, In danckſh uud Laß gich gur pe endund/ h aus Herfeggren ſet Goth hit J. Jeach 4 Jm Hei h fa 1 unt im richt dach bir. ſtendet dend ten: Zi ue ere tech wir bitte 0 durchgy fu 5 Hilbaßt aug Na, d en: Sey! ec h Nttels n nit ch unſer in an ur unſte dn gen e wir behalt chen und wen d herman, l. ſen a den ſſegel. 1 veil in den im l nichte ohn u en, weil dit E M, Mi g dal aher with uh en o ſteh u u bey, Urn o a emſelben da Zeit wi ,/ wir zu 1 rli et aus f iverlichkel de n genommeh 0 g*. dein, Hen R Ind Thi, d n tergeben, de n Aumachth t, a* * heben: ob dieſe Welt gleich erhoͤret: Amen. Vom Gebet e eee eee vorſchrelben anhalten ohne wird vergehn, bleibt deine Unterlaß; Bey dem allein Kraft Preis ſſeyn deinem Namen! Weil JEſus ſelbſt ſo bitten heit, und uns die rechte Bet⸗Kunſt weiſt, ſind wir 290. Mel. Es iſt das Heil uns ꝛc. Vater, unſer Gott, es iſt unmoͤglich aus⸗ zugruͤnden, wie du recht an⸗ zurufen biſt, Veruunft kaus gar nicht finden. Des halben geuß, wie du ver⸗ heiſt, ſelbſt uͤber nus aus deinen Geiſt der Onad und des Gebetes. ö 2. Das er mit Seufzen kraͤftiglich, uns bey dir mag vertreten, ſo oft wir kommen, Herr, vor dich, doch ewig ſtehn Lob, zu Will, was deine Ehr, und bleiben, was iſt dein unſre Wohlfahrt mehr und mehr befoͤrdert hier und ewig. 5 6. Laß uns im Herten und Gemuͤih auf unſre Werck nicht bauen: Auf deine unausſprechlich Gut laß einzig uns vertrauen: ob wir es gleich nicht wur⸗ dig ſeyn, wollſt du aus lau⸗ ter Gnad allein uns doch die Bitt gewaͤhren. 0 7. Du Vater! weiß'ſt, was uns gebricht, weil wie noch ſind im Leben, es iſt dir auch verbrogen nicht, in was Gefahr wir ſchweben. Um Beyſtand flehen wir dich an, dein Vater Herze uns nicht kan verlaſſen, deine Kinder. zu dancken und zu beten: Laß nich nur plappern un⸗ fern Mund, hilf, daß zu dir, aus Herzensgrund, groſ⸗ ſer Gott! wir rufen. 3. Zeuch unſer Hertz in dir hinauf im Beten und im Singen, und tbu uns anch die Lippen auf, ein Opfer dir zu bringen, das dir gefalle, wenn allda das Herziſt mit denkippen nah, und nicht von dit entfernet. 2. Im Geiſt und Wahr⸗ heit laß zu bir das Herz uns immer richten, mit An, dach beten für und fur, ohn fremdes Denck⸗ und Tich⸗ ten: Gib uns des Glau⸗ dens Zuverſicht, das, was 8. Wir haben ja die Freu⸗ digkeit, in JEſu Chrfl em pfangen, derchnaden Stuhl iſt da bereit, die Huͤlfe zu erlangen: Drum laß hier und an allem End uns ſtets aufheben heil'ge Hand, zu dir gen Himmel ſchreyen. 9. Dein Nam, o Gott! geheiligt werd, dein Reich laß zu uns komm, dein Will geſchehe auch auf Erd, giebßried, Brodt, Nutz und Frommen, all uuſre Suͤn⸗ den uns vezeih, ſteh uns in der Verſuchung bey, er loͤs uns von dem Uebel. 10. Dis alles Vater! wer⸗ du wolleſt es er⸗ de wahr, wir bitten zweifeln nicht, füllen, erhoͤr und hilf uns durch Coriſtum zu erhalten. immerdar um JEſu Ehriſt 5. Hilf, daß wi Heure bie e al denn dein, o Err, noch Maaß im Beten Hir iſt allezeit von Ewigkeit 5 zu 236 Vom Gebet. zu Ewigkeit das Reich, die Macht und Ehre. 291. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſti ꝛc. Si Aſch und Thon! 2. Sieh doch auf mich, Err, ich bitt' dich, lenke mich nach deinem Sinn! dich alleine ich nur meyne, dein erkauſter Erb ich bin; Laß dich finden:,: gib dich mir, und nimm mich hin. 2. Ich begehre nichts, o HeErre, als nur deine freye Gnab, die du giebeſt den du liebeſt, und der dich liebt in der That; Laß dich finden,: der hat alles, wer dich hat. 4. Himmels ⸗ Sonne, Seelen Wonne, unbefleck⸗ tes Gottes⸗Lamm! in der Hoͤhle meine Seele ſuchet dich, o Braͤutigam; Laß dich finden ,: ftarcker Held aus Davids Stamm. F. Hoͤr, wie klaͤglich, wie beweglich dir die treue Seele ſingt! wie demuͤthig, und wehmüthig deines Kindes Stimme klingt! Laß dich finden ,: denn mein Herze zu dir dringt. 6. Dieſer Zeiten Eitel⸗ keiten, Reichthum, Wol⸗ luſt, Ehr und Freud, ſind nur Schmertzen meinem Hertzen, welches ſucht die eh/ hie bin ich, Eh⸗ ren Koͤnig, lege mich vor deinem Thron, ſchwa⸗ che Thraͤnen, kindlich Seh⸗ nen bring ich dir, du Men⸗ ſchen⸗ Sohn; laß dich fin den ,: von mir, der ich uns Serr, du ꝛ0, a V reich, heiſſeſt glei das Beten von gib, daß nicht bet alen der Mund, hilf, daß g geh aus Hertzensgrund. 2. Geheiligt werd' de Name dein, dein Wort be uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen wil diglich; behuͤt uns, Hen, vor falſcher Lehr, das aum verfuͤhrte Volck bekehrt. geGeiſt uns wohne bey mit ſeinen Gaben mancherley; dein' Kirch erhalt. Erd aib uns Geduld in Leidens, Zeit, gehorſam ſeyn in kit wider deinen Willen thut. taͤglich Brodt, und was man darf zur Leibes Noth: behuͤt uns, HERR, vat Unfried, Streit, vor Seu⸗ chen und vor theurer eit daß wir in guten Frieden ſtehn, der Sorg und Gei⸗ zes muͤßis gehn. Ewigkeit; Laß dich fin⸗ den, groſſer GOtt Umich zubereit. Iwir auch unſten. micht berruͤbe mehr, wie a e 292. M. Nimm von den ter unſer im Himmel ter Leb un der du uns al ch Bruͤder ſeyn Verſuchun und dich rufen an, und ui uns der dal uns bag; fut tel 3. Es komm dein Reich zu dieſer Zeit, und dort hen nach in Ewigkeit: der Heil! des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor im 4. Dein Will geſcheh, HeErr Gott, zugleich auf en, wieim Himmelreich und Leid, wehr und ſteur allem Fleiſch und Blut, das 5. Gib uns heut unſer b 6. Au unſer Schuld ver. gib uns, HErr, daß ſte ung degeb nich Aba bel 1. U g 15 dae ha 7, l fen ld in i uch Hal f 1 lde d in ken Wider i ben ve bn und dünchhe hel let Co. J. Von alan le elf s x e Vom Cle cue 205. Cf du 16 15 Heu dn Life 90 u Aüwendet, uud Jokn dag s 0 10 ſüſſe! ton Es n dein ſer 112 und dorthh nd eit: der iſt n ohne beyn G aach manchnlh 5 Im 7 And ge ich, vor t Ki 0 halt 8 D GCill gecch zugleich a „n n Himmeliat 8 eld in Leide gel n ſeyn in el td ehr und gi Fl und Bluth de Willen hn G is heut un b Mt, und g ar Leibes No u n eRR, d, eit, vot Ban ud e cheurer gl ir uten Fri „zorg und hu u hu. Ai Schuld h —— 90 5 A. was uns betrübt und 10 kn Sc Wanke N In gemeinen Nöthen. 237 — 2 8 f ö gern ihr Schuld und Fehl vergeben gern, zu dienen mach unsall bereit in rech⸗ im ter Lieb und Einigkeit. 7. Fuͤhr uns, HErr, in a Verſuchung nicht, wenn uns der doͤſe Geiſt anſicht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns thun ſtar⸗ ken Widerſtand im Glau⸗ ben veſt und wohl geruͤſt t, und durch des Heilige Gei⸗ des Troſt. „%. Von allem Uebel uns erloͤß es und die Zeit und Tage boͤſ'; erloͤf uns von dem ew' gen Tod, und troͤſt uns in der letzten Noth: beſcher uns alkn ein ſeligs End; nimm unſte Seel in deine Haͤnd. 9. Amen, das heiſt: es werde wahr, ſtaͤrck unſern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit ge⸗ beten han, auf deln Wort in dem Namen dein, ſo ſprechen wir das Amen fein. 8 6 Vom Ereutz und Leiden, als einem Huͤlfs Mittel. I. In gemeinen Noͤthen. 293. Mel. O Ickſu Chriſt, du hoͤch⸗ ſtes Gut. Err, der du vor, Smals haſt deinLand mit Gnaden ange⸗ blicket, und des gefangnen 1 Band geloͤſt und ſhu⸗ erquicket? der du die Suͤnd und Miſſethat, die dein Volk vor began⸗ gen hat, haſt vaͤterlich ver⸗ ziehen. 2. HErr, der du deſnes Eifers Glut zuvor haſt ab gawendet, und nach dem Zorn das ſuͤſſe Gut der Keb und Huld geſendet Ach frommes Hertz! a unſer Heil! nimm wegs und heb auf in der Eil, 3. Loͤſch aus, Herr, deinen groſſen Grimm im Brun⸗ nen deiner Gnaden: erfreu und troͤſt uns wiederum nach ausgeſtandnem Scha⸗ den: Wilt du denn zuͤrnen ewiglich, und ſollen deine Fluthen ſich ohn alles End ergieſſen? 4 Wilt du, o Vater uns den nicht nun einmal wieder laben, und ſollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben! Ach! geuß aus deines Himmels Haus, HErr, deine Suͤt und Segen aus auf uns und unſte Haͤuſer. 5. Ach! daß ich hoͤren ſolt das Wort erſchallen bald auf Erden, daß Friede ſolt an allem Ort, wo Chriſten wohnen, werden. Ach! daß uns GT doch ſagte zu des Krieges⸗Schluß, der 238 Ingemeinen Nöͤthten. Waffen⸗Ruh und alles Un⸗ gluͤcks Ende. 725 6. Ach! daß doch dieſe boͤſe Zeit ſich ſtellt in guten Tagen, damit wir in dem groſſen Leid nicht moͤgen gantz verzagen! Doch iſt ja Gottes Hülſe nah, und ſeine Gnade ſtehet da all denen, die ihn fuͤrchten. 7. Wenn wir nur fromm ſind, wird ſich SOtt ſchen wieder zu uns wenden; den Krieg und alle andre Neth nach Wunſch und alſo en⸗ den, daß ſeine Ehr in un⸗ ſerm Land, und über alle werd erkant, ja ſtetig bey uns wohne. 8. Die Guͤt und Treue werden ſchoͤn einander gruͤſſen muͤſſen; Gerecht tigkeit wird einher gehn, und Friede wird ſiech kuͤſſen Die Treue wird mit FLuſt und Freud aufErdenbluͤhn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel ſchauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Fruͤchte geben, und die in ſeinem Schooſſe ſt[ Vor dem ewigen Tod. Erbarm dich uͤber une“ HErr Gott Heilger Geiß Erbarm dich uͤber unt Sey uns gnaͤdig, Verſchon uns, llebn HErre Gott! 5 15 1 gnädig, ilf uns lieber Hege Go!! Vor allen Suͤnden, Vor allem Irrthum. Vor allem Übel, Vor des und Liſt Vor boͤſen Teufels Trug ſchnellen Tod, 0 Tele Ellie 0 Deinen 556 0 Fan und halt hen erhalte. Nen Nati ul ien wehte Dlener i Ale ige bnd d. wiederheſ agen/ Den Satih e ſſe kalt Mpeiter i fel it i aum Wine gh Allen Bettlbten l. den helen und Wer enten und theurr Eihit 0 f eit. Vor Krieg und Blutver Alen h bih, PVoꝛHagel undungewitter, Behuͤft uns lieber Hertt Gottl Durch deine h burt, Durch deinen Todes * N 15 Kampf und blutigen Schweiß, ruhn, die werden davon leben: Gerechtigkeit wird dennoch ſtehn, und ſtets in vollem Schwange gehn zur Ehre ſeines Namens. 294. Die Eitanep. Ken„ Eleiſon! Chriſte, Eleiſon! Kyrie, Eleiſon! Durch dein Creutz un“ od, Ae p Durch dein heilig ufer“ ſtehn und Himmelfahrt, In unſrer letzten Noih, Am juͤngſten Gericht. Hilf uns lieber Hen ten, Du wolleſt uns erhöͤken, Chriſte erhoͤre uns! HERR Gott Vater im Himmel K RR Gott Sohn, der Welt Heiland, lieber Herre GOtt! Und deine Heilige Chriſt⸗ liche Kirche regleren und Erbarm dich uͤber uns! fuͤhren, e 2 erren und Kirchen Auen Fe 0 Dien haun, a Sott!!! Wir armen Suͤnder bil- Alen Schwinge giſſen. deen, Wir und Zwi⸗ Fed i ., Vor Feu'r und Wass 1 eilige Ge mi g 1 0, n f tach , Chur, und uin hen. Im K f ider dean ge len. fem 9 5 9 alen egen ge beiten ih gc 8 ihne 9 0 hüten, Gthür he leh 11 910 t fehr snd ſcheiten Singel 1 0 Geheyen g. le md pſegnn und ne uche anden eigen bann n let Ne dane f 5 gelen d 10 und then 5 id Bun Af a und 35 5 1 300 6 and 1 Nie da e dungewilg den an igen od. hu at lieber H Ott! 5% helge „ h en N m ind blut u g d tent unde 5 e heilig du hn an Nimmelſahſ ut sten Noll, uͤn Gericht. if lleber Hen aue! at. Suͤnder 1, 1 Aue 1 hen te Go. de eilige Chi es — e regler 1 Life, J nd Hehe 1 0 Alle Irrige und Verfuͤhrte Den Satan unter unſre Treue Arbeiter in deine Deinen Geiſt und Kraft o Du GOttesgamm! das der Welt Suͤnde tragt, 2 Diener im heilſamen Wort und heiligen Le⸗ ben erhalten. Allen Rotten und Aerger⸗ niſſen wehren wiederbringen, Füſſe treten, Erndte ſenden. zum Worte geben. Allen Betruͤbten und Ploͤ⸗ den helfen und troͤſten. In gemeinen Nöthen. 2239 gern und kaͤſterern verge⸗ ben, und ſie bekehren. Die Fruͤchte auf dem Land geben und bewahren, und uns gnaͤdiglich erhoͤ⸗ ren. Erhoͤr 7 lieber Herre tt O JeEſu Chriſte, GSoOttes Sohn! Erhoͤr uns lieber HErre Gott! Erbarm dich uͤber uns! O du Gottes Lamm! das Erhoͤr uns lieber HErre 60 tt! Allen Chriſtlichen Koͤni⸗ gen, Ehur⸗ und Fuͤrſten Fried und Eintracht ge⸗ ven. unſerm Kaͤyſer ſieten Sieg wider deine Feinde goͤn⸗ nen. Unſerm Landes Herrn mit allen ſeinen Gewaltigen leiten und ſchuͤtzen, Unſern Rath, Schul und Gemeine ſegnen und be⸗ huͤten, 93 Erhoͤr uns lieber Herre i Gott 8 O 1 8 5 Allen, ſo in Noth und Ge⸗ fahr ſind, mit Hüͤͤlſe er⸗ ſcheinen. Allen Schwangern und Saͤugern ſroͤliche Frucht und Gedeyen geben, Aller Kinder und Krancken pflegen und warten, Alle unſchuld ig Gefangene ſos und ledig laſſen, Alleu Wittwe und Wayſen vertheidigen und ver⸗ ſorgen, Aller Menſchen dich er⸗ der Welt Suͤnde traͤgt, Erbarm dich uͤber uns O du Goꝛtes amm das der Welt Suͤnde tragt! verleih uns ſteten Fried! Kyrie, Eleiſon! Chriſte! Eleiſon! Kyrie Eleſon! Amen 295. Mel. Vater un⸗ ſer im Simmel⸗ Keich. b imm von uns, HErr du treuer Gott, die ſchwere Straf und groſſe Noth, die wir mit Suͤnden ohne Zahl verdienet haben allzumal: Behüt vor Krieg und theurer Zeit, vor Seu⸗ chen, Feu'r und groſſem Leid. 8 2. Erbarm dich deiner boͤſen Knecht, wir bitten Gnad und nicht das Recht: denn ſo du HErr, den rech⸗ ten Lohn uns geben wollſt barmen. Urſern Feinden, Verſol⸗ nach unſern Thun: ſo muͤß Chriſte, erhoͤre uns! 1 240 muͤſt die ganze Welt ver⸗ gehn, und koͤnt kein Menſch vor dir beſtehn. 2. Ach[H Err Gott, durch die Treue dein, mit Troſt und Rettung uns erſchein, beweiſ an uns dein' groſſe Gnad, und ſtraf uns nicht auf friſcher That, wohn uns mit deiner Guͤte bey, dein Zorn und Grimm fern von uns ſey. 4. Warum wilt du ſo zornig ſeyn uͤber uns arme Wuͤrmelein? Weiß'ſt du doch wohl dugroſſer GOtt, daß wir nichts ſind als Erd und Koth. Es iſt ja vor dein'm Angeſicht un⸗ ſre Schwach heit verborgen nicht. J. Die Sund hat uns verderbet ſehr, der Teufel plagt uns noch vielmehr, die Welt, auch unſer Fleiſch und Blut, uns allezeit verfuͤhren thut; Solch Elend kennſt du, HERR, allein, ach! laß es dir be⸗ fohlen ſeyn. i 6. Gedenck an dein's Sohns bittern Tod, ſteh an ſein heilig fuͤnf Wun⸗ den roth, die ſind ja fuͤr die gantze Welt die Zah⸗ lung und das Loͤſe⸗Geld; des troͤſten wir uns alle⸗ zeit, und hoffen auf Barm⸗ herzigkeit. 7. Leit uns mit deiner rechten Hand, und ſegne unſer Stadt und Land; gieb uns allzeit dein heil⸗ ges Wort, behuͤt vors Teufels Lig und Mord, verleih ein ſel ges Stuͤnde⸗ lein, auf daß wir ewig bey dir ſeyn. In gemeinen Nöthen. Grimmigkeit: Vielleicht moͤgten noch Fromme ſeyn, die thaͤten nach dem Will dein; Drum wolle du verſchonen, nicht nach den Wercken lohnen! 2. O groſſer Gott vo Ehr! dis ferne ſey vondſ, daß Boͤſ' und Fromm'zu, gleich die ſtrenge Straf he ruͤhr: der'r moͤgten eln fünfzig ſeyn, die thurn nach dem Willen deln Drum wolleſt du verſcho nen, nicht nach den Wet cken lohnen! 3. O groſſer GOtt ven Rath, laß die Barmhe/ zigkeii ergehen, und halt ein mit der Gerechtigkeit: der'r moͤgten fuͤnfund pier zig ſeyn, die thaͤten nach dem Willen dein; Drum wolleſt du verſchonen, nicht nach den Wercken 0 lohnen! 4. O groſſer Gott ben Starck! ſchau an das ame Land, und wende von der Straf dein ausgereckle Hand: der'r moͤgten ewa die thaͤtn 5, nach dem Willen dein; viertzig ſeyn, Drum wolleſt du verſcho⸗ nen, nicht nach den We, cken lohnen! 5. O groſſer Gott von Kraft! laß doch erweiche! dich, well das elend 99 ſo oft erholet ſich: moͤgten etwa dre 51 ſehh/ Wi du betſch 5 den Unden hn tief vernumm Diel ten etwa wenge ſhͤten nach dem! ein, Rut wol herſchonen, hichtn uu b 4 3 gemeinen Nötben. gr „ ſeyn, die thaͤten nach dem e gener ce da berchen drang uc e du verſchonen, nicht na Loet den Wercken lohnen! ‚* e wilt uu, 6. O groſſer SOtt von m 4 ſtraſen SGnad: erhöoͤr auch dieſe em wolle) ten etwa zwantzig ſeyn, die 11 moͤgten e That! chau, wie die arme lo t drum wolleſt du verſcho⸗ 7 5 9 nen, nicht nach den Wer⸗ f i N b 1 e 5. O groſſer Gott von i ie thätn n Lotz! wenn ja das Maaß 2 45 dein; I erfuͤllt der Suͤnden, und ſt r aus Zorn uns gar verder⸗ 1 1 17 ben wilt: So moͤchten e den Wit doch die Kinderlein thun 4 1 ſer geln nach dem rechten Willen 4 enden dein; drum wolleß du ver⸗ ck 2 10 ſchonen, 5 uns nicht nach f e Suͤnden lohnen! dremar ni 9. O groſſer GOtt von ie hl dein Treu, weil vor dir nie⸗ Wilen d mand gilt, als dein Sohn m ef du ta Jeſus Chriß, der deinen — „118 face Zorn geſtillt! So ſieh doch]! 1 10 an die Wunden ſein, ſein' ft 5 ſt et ſſch tel lw, 0 0 7. nicht ahn thaͤten nach dem Willen 297. In eigener Mel. Wenn wir in hoͤch ſten Noͤthen ſeyn, und wiſſen nicht wo aus noch ein und finden weder Huͤlf, noch Rath, ob wir gleich ſorgen fruͤh und ſpat. 2. So iſt dis unſer Troſt allein, daß wir zuſammen insgemein dich anrufen, o treuer GOtt! um Ret⸗ tung aus der Angſt und Noth. JiUnd heben unfreug'n und Hertz zu dir in wahrer Reu und Schmertz und ſu⸗ f chen der Suͤnd Vergebung, rung. gnädiglich allen die darum bitten dich im Namen dein's Sohns JEſuChriſt, der unſer Hell und Fuͤr⸗ ſprech'r iſt. F. Drum kommen wir, oHErre Gott! und klagen dir all unſre Noth weil wir jetzt ſtehn verlaſſen gar, in groſſer Trübſal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unſre Suͤnden groß, ſprich uns derſelb'n aus Gnaden los, ſteh uns in unſerm Elend bey, mach uns von allen Plagen frey. 1 7: Auf daß von Hertzen koͤnnen wir nachmals mit Freuden dancken dir, ge⸗ lr gol Marter, Augſt und ſchwere horſam ſeyn nach deinem boch aal Pein, um ſeinet willen Wort, dich allzeit preiſen „ahead ſchone, uns nicht nach pennen pez ll. Bey 242 In gemeinen Nöthen. 9 II. Bey groſſer Duͤrre, ode um Regen. 298. Mel. Wo Gott der Err nicht ꝛc. * ä Herre, du ge⸗ 5 Gott, wir habens wohl ver⸗ dienet, mit unſer Suͤnd und Miſſethat, daß nuſer Feld nicht grütet, daß Men⸗ ſchen und Vieh traurig ſeyn. Wenn du iuſchleußt den Himmel dein, ſo muͤf ſen wir verſchmachten. 2. HErr, unſre Suͤnd bekennen wir, die wollſt du uns verzeihen: All unſre Hoffnung ſteht zu dir, Troſt, Huͤlf thu uns verleihen: Gieb uns Re⸗ — ich 91 1 alt mibben Ende Wesch ea milde Hand a biet ubs n e allein, HER N un Weng dugſihz! Gott und Troͤſterr. das and 7 Gedencke, Heu in der Rage deinen Bund um dein auſchuß, e le Namens willen, bittennh nir; Wehn Sc dich aus Hertzens⸗ Gru Selm deko und thu unſre Noth filn man uns Kit vom Himmel mit del schaden.“ Regen dein: Denn des f. Dahl nl iſt ja der Himmel aueh treuer ee ohn dich kann es 1 unserm Same, regnen. Feinde Bega ut 4. Kein nicht ger gig in Ehren Kunm vermag es nicht daß er o Beſchütz wors d Regen geben: Den Hun Tyrapnep! dot mel haſt du zugericht t dan Mord und Erh innen thuſt du ſchweben buch JE AUmaͤchtig iſt der Nang Amen. dein, ſolch alles kan dl thun allein, Herr, unt 300, r. —— die gen und Seegen dein, um deines Namens will'n Gott und Troͤter. III. Dankſagung fuͤr erlag ten Regen. 209. Mel. Nun freut Zuch, lieben ꝛc. A 7 wir loben dich, und preiſen deinen Na⸗ men, daß du uns haſt ſo gnaͤ⸗ diglich unſer Gewaͤchs und Saamen befeuchtet wi dem Regen warm, o hoͤch⸗ ſter G0 Te! dich doch erbarm, und ferner uns bedenke. 15 2. Gib fruchtbarn Reg'n und Sonnenſchein zu rech⸗ ch! HErre GOtt, kalheuch d. dischen ch alſolg 90 erfun Jah! ken Heut, hoch! hochge deln geliebte Erben, da c dein's Sohnes Bruͤd ſind, drum laß uns uit verderben. Behüͤt un HERR, vor Hong W Noth, und gzieb uns 10 haben kg ſir eher 4 u egg, tt n Trößes 0 6 icke, Hen ei nd un m. m e illen, biin ens On ste ful t mel mh Wu, Deng imm dh, n kaun et 8 „ icht ger i gicht daß en: Den h A zugerichliſ t du sche e iſ det du h alles kant 51, Herr, 0 Tröster. 2.— J ct erlaß 90 J d Sture e nd mit dh n let werd n: 4 In du dat) it! u Gut, hal id n ter Hut, u e en tlänch, — 12 3 2 2 — 5 ——————— E 5 ö d gi tenſpiel zur Hand, milden Gnaden. Menn du aufthuſt dein' milde Hand, ſo ſte⸗ het al's im Seegen: Wenn du gnädig anſchauſt das Land, ſo neiget ſich der Regen: Wenn du aufthuſt, ſo ſammlen wir: Wenn Schutz und Schirm herkommt von dir, mag uns kein Unglück ſchuden. 5. Behuͤt uns auch, o treuer GOT! mit allen unſerm Saamen, vor aller Feind' Gewalt und Spott, zu Ehren deinem Namen Beſchuͤtz vors Tuͤrcken Tyranney, 8 Mord und Tru Amen. 300. M. Die Sonn hat ſich mit ꝛc. Berri dich mein Hertz aus allen Kraͤften, entzeuch den Sinn von irrdiſchen Geſchäften: nimm alſobald dein Sai⸗ und ſing ein Lied in Geiſtes⸗ Glut entbraunt. 2. Schwing jetzt empor die Fluͤgel deiner Sinnen, und preiſe GOtt, der von des Himmels Zinnen hat dein Gebet und Seuftzen angehoͤrt. Sprich: HEr⸗ ren HErr, dein Nam iſt I hochgeehrt. 3. Du hoͤreſt ſtets des armen Volckes Flehen, und pflegeſt ſein Geſchrey nicht zu verſchmaͤhen. Wir haben kaum dir, groſ⸗ In gemeinen Nöthen. tdgiich Brodt aus reichen Noth geklagt, da hilfeſt du uns ſchon. 4. Du ſteheſt an das le btzendechefilde, und waͤſ⸗ ſorſt es gantz gnadſglich vnd milde; du giebſt Befehl, daß ſich die Wolcken Fluth ergieſſen ſoll, als wie ſie jetzt auch thut. 5. Ein Tropfen Strom getrieben von dem Winde, aus Weſten her netzt unſte dürre Gründe, und unſer Feld, das vor ſo ſchmaͤch⸗ tig ſchien, das ſtehet jetzt gantz fruchtbar friſch und gruͤn. a 6. Wo iſt doch wohl ein vor Pabdſtes gerey, durch JIEſum Chriſt um, l n nenſchein, Wind, Regen, 1 Gott die zu vergleichen? Wer hat wohl je verübet ſolche Zeichen? wie du, o Gott! dir muß der Son⸗ Blitz ſtets zu Gebote ſeyn. 7. Nun groſſer HErr, wir dancken deinem Na⸗ men, wir dancken ihm, daß Er Gras, Frucht und Saa⸗ men zu rechter Zeit durch Regen, Thau, erquickt und wieder drauf ein warmes Wetter ſchickt. 8. Auch bitten wir, laß deinen Gnaden ⸗Segen ſich ferner noch um unſreßelder legen, daß wir mit Danck, in Rub, und ungekraͤnckt genieſſen das, was deine Hand uns ſchenekt. 301. M. SeErr, ich habe mißgehandelt. Gode, des Guͤte ſich nicht endet, haſt du denn die Vater Hand gaͤntzlich von uns abge⸗ wendet? Wilt du uns ſer Gnaden Thron, 45 und unſer Land mit den 5„ viel gedraͤuten Pfagen, gantz und gar zu Boden . . Warum wilt du, G Ott der Goͤtter, über uns ſo 3 5 1 1 4 e 5 244 In gemeinen Noôthen. adberr e — gt beit Denn dein Wort Fel. ſſf un du zornig ſeyn? Ach! was ſind wir? Stoppeln, Blat wikſt unſre Felder baueſ, getieſe, 0 ter Wuͤrme, Schaum ein keerer Schein: Laß doch unſteheiſſe Zaͤhren, deinen Zorn in Gnade kehren. 3. Sieh, HERR, bes Land muß trauren, weil es nicht getraͤncket wird, unſre Aecker ſind wie Mau⸗ ren, ſo iſt alles ausgeduͤrrt, unſre Gruͤnde ſind gantz trocken, und die Saat die bleibet ſtocken. drum werden preiſen. Fülle ſpeiſen, daß wir dich 302. Mel. Wenn wit in hoͤchſten Noͤthen ſeym der Vater, ber 185 deine Sonn laß ſcheinen uͤber Boͤſ' und 4. Iſt der Himmel denn Fromm, und der gauge— verſchloſſen! Soll forthin Welt damit leucht ſt; fit das Wolcken ⸗Faß nicht Reg'n und Thau die e mehr werden ausgegoſſen; befeuchb'ſt. Soll forthin des Himmels 2. Die Berg machf d Naß nickt mehr unſer Feld von oben naß, und laß ergötzen? nicht mehr un drauf wachſen Laub ung ſre Saat benetzen! F. Soll das Land nun aut Ertz du legt: Fri, Eiſen werden? Soll das Schutz und Recht du fel Feld nun oͤde ſtehn? Sol⸗ ber hegſt. N ſen wir ſamt unſern Heer⸗] 3. Du giebſt auch fel G In i d. den gar verſchmachten, gar ber Brodt und Wein, ba vergehn? Ach! Herr laß Menſchen⸗ Hertz kan 0 dich doch bewegen, laß doch lich ſeyn: Du deckſt auch ſag ach bebt deinen Zorn ſich legen. 6. Dencke doch an dei Gras: In Gaͤng und gel bin roh c e unſre Suͤnde zu! De Goc dagen Wort bringt uns To mi ende nen Bogen, den du in die Fried und Ruh. een Hz fe Luft geſtellt, als du dei⸗⸗ 4. So bitt'n wit un luste Dit itz nen Bund vollzogen nach dein' Gnad und Gut, 10 2. Elin zorg der Süudſtuth erſter Welt, Wort und Fried uns ſeaſ enthtannt zu Du, HERR, haſt noch behuͤt. Die Fruͤcht der E unß renz f 005 nie gebrochen, was du vor⸗ den uns bewahr, und 9% Maschen F mals haſt verſprochen. 7. Ja, du haſt mit dei nen Seegen uns zu jeder ter uns beſcher dem 100 Gkoſſen eue Zeit beſchenckt, haſt mit gel und Gewitter weh wenden lee, früh und ſpaten Regen un Schnee, Neger, a dun l ſer dürres Land getraͤnckt: und Sen nenſche nn wise uns jetzt ein reiches Ja, dend und ſech F. Ein fruchtbar u walk ou d f f 8 105 . 0 1 Vert N m A ge 1 8 tbetgehen daß pn I preiſen wennn 0 en Noth an O bater, du Sonn ier Boe g u. ud der gan t leucht z n Thau dieß e . Herg machf o aß, und uf„ bſen Laub as Gaͤngud E legt: gi bu* Recht du . 3.. giebſt auch und Wei, en Hertz kay ſre Wende zul or ngk un! ied ut Ruh); 4, bit in'. d und Git. or Fried u huͤ n le bruͤchth n„ ewahr, un 1„ keiches 5. 8 fruchtbar! 1 J eſcher den e Gemitter ch! Regel, 91 id. reise 11 1 1 In gemeinen Nöthen. 245 iel beinm Wort gehor:Ertz, Brodt, Kraut und ſam ſeyr Gras, daß Leut und Vieh . 6. Heuſchreck'n und Rau⸗ pen ſind dein Ruth, und all's, was Schaden an Fruͤchten thut: ſolch Un⸗ geztefer, HErr, vertreih, daß dein Gab uuheſchä⸗ digt bleib. 2. Denck, daß wir arme Wuͤrmelein dein G'ſchoͤpf, Erbgut und Kinder ſepn, und warten auf dein milde Hand, uns aus dein m Wort und Werck bekannt. Um Sonnenſchein. ihr Nahrung hab und dich kennen aus deiner Gab. Um Regen. 9. Durch Chriſt dein'n Sohn, hör unſte Bett, theil uns ein'n gnaͤdigen Regen mit, und kroͤn das Jahr aus deiner Hand, mit dein'n Fußſtapfen düng das Land, 10. Den HErrn von Zion man dich nennt in aller Welt dein Guͤt man kennt, hoͤrſt unſre Bitt und hilfſt allein. Gih 8. Die liebe Sonn uns fart, bes aaf Gnad, daß wir dir danck⸗ har ſeyn, IV. Danckſagung fuͤr Son⸗ nenſchein, nach langem Regen und Ungewitter. og. M. Auf meinen lieben Gott. hn ist der Regen 5 8 hin, wohl auf mein 9 es Hertz und Sine, ſing nach bertrübten Leiden GSOTcr deinen Herrn, mit Freuden! Gon hal ſein Hertz gekehret, und unſre Bite erhoͤret. entbrannt auf uns und unſer Fand; Er ſprach: ih: Menſchen⸗Kinder, geht; ſeyd und bleibet Sünder, wollt von dir Bocheit Straſſen euch gar nicht wenden laſſen. 3. Drum ſoll mein Him⸗ mels⸗Licht ſein klares Ak Sein Zorn war ſehr Decken und dunckle Wol⸗ ken ſtecken, und fuͤr das heile Scheinen nur immer zu euch weinen. 4. Bald aber ſiel ſein Grimm durch unſers Seuf⸗ jens Stimm, das ewige Gemüthe dacht an ſein' ewge Güte, und ließ auf unſer Schreyen Ihm ſei⸗ nen Zorn gereuen. F. Die Wolcken flohen Steg, daher die Waſſer floſſen, nahm ab, und ward verſchloſſen, des hohen Himmels Tiefen, die hoͤr; ten auf zu triefen. 6. Steh auf, du mattes Feld, gus deinem Trauer⸗ 253 Zelt, geſicht in ſchwartze truͤbe weg, der feuchten Winde — 5— —— — f 246 2 Zelt, ſteh auf und laß nun wieder die ſuͤſſen Sommer⸗ Leder, zu deines Schoͤpfers Ehren, mit kuſt und Freu⸗ The 0 das ſewge Gut und 9 den hoͤren. 7. Sieh hier, der Gon⸗ nen Zier geht wieder ſchoͤn herfur, bringt nach dem Schlagg' und Regen den lieben warmen See⸗ gen, und wirckt auf Berg und Thalen mit wunder lichen Strahlen. 8, Die Erde wird er⸗ quickt, und was durch In gemeinen Jöthen. ſen, das Bießlein wit wir) wohl tragen bey guten 8 warmen Tagen. 10 Davon wird unſet Heil, uns alleſamt zumeſ⸗ ſe en, wir merdens ſehn und adden und mit dem Gut der Erden zur Onüg' ge ge⸗ ſäͤttigt werden. 11. Nun Gott iſt fromm und tren, ſein Huld iſt in mer neu, und laßt ſich leicht verſöhnen, giebt, was wit nicht verdienen, laßt gui Naß erſtickt, das wird nun diglich 905 finden, lohn wieder leben, und reife Fruͤchte geben, die Aecker zut Getraide, die Wieſen Gras und Weide. 9. Die Baͤume werden ſchoͤn in ihrer Fulle ntehn, die Berge werden flieſſen und Wein und Oele 0 nicht nach unſern Suͤnden. 12. Darum ſo richte nun, o Menſch, auch du dein bun zu GOttet Lob und Liebe, daß dein Hertz nicht betrühe zu mehrern Zor und Schmertze das aller 8 Hertze. v. Gebet um Sonnenschein bey vielem Regen. 304. Mel. Wo GOtt der Hecker nichtlꝛc. 0 5 Lott! der du das N Firmament mit WWolcken thuſt be decken, der du imgleichen kannſt behend dassonnen⸗ licht erwecken haltdochmit vielen Regen ein, und gib uns wieder Sh unenſche ein, daß unſer Land ſich freue. 3. Die Felder trauren weit, und breit, die Früchte leiden Sckaden, weil ſie von vieler Feuchtigkeit und Naͤſſe ſind beladen: Dein Seegen, HERR, den du gezelgt uns Irmen, ſich 1 1 57770 0 Zeit beit Hen 75 1.0 5 nge ſunels⸗ Salden Kadtund Sl„ ns wieder 1 ben Freud u r ſſer dir ke Gee ca 305 Mel. wo det 56 hach 80 a dll ge von dir o ine Cteuz gene dau auch 0 ti Brodt, ſam N 4 1 Augſt und Nut ſichen überkymmen 2. Gib kei e kuf Sofa chen, b uud fruchtbar geg nit die 95 f fat, durch eigen Gegen, dieherz ſtih 110 0 ü 0 zur Erben neigt, und wil z verſchwindet. fa ſt 8 Ar 2. Das machet Unſre 9 Neſſethat, und gantz ver“ ſebttes Leben, ſo deinen Zorn entzündet hat, daß wir in Nöthen ſchweben. Wir muͤſſen zeugen unſte Schuld: weil wir die But nicht gewollt, ſo muß der Himmel weinen. 4. Doch dencke wieder an die Treu, die du uns haft verſrg. en, und woh⸗ ne uns in Hnaden bey, die wir dich kindlich ſuchen. Wie halt ſich ſo hart 144% . 3 0 01 e 1 ebt, wagt inden A ſern 11. zeugeh 110 wir hie daf ii encke W 3 n die 1 E , d E . 1 175 ä a„ iel dy Zeit dein Hertz und ſanfte n be ag Freundlichkeit? Du biſt a en, unſer Vater. 1 85 * d witz i s. Gib uns von deſnem * ige Hun Himmels⸗Saal deiuklaxes A1 amt um Licht und Sonne, und laß dens ſchuſ uns wieder uber all empfin⸗ t een e den Freud und Wonne, daß r Sni alle Welt erkenne fre, daß Au. auſſer dir kein Seegen ſeh 10 Ott ite im Himmel und auf Erden. * a tsch 305. Mel. Wo GSGOtt der H Err nicht ꝛc. HErr Gott, der da ern Sund deiner Schaar haſt 0 zugeſagt auf Erden: Daß llc dn n die von dir ſoll immerdar im Eteutz getroͤſtet werden, dazu auch das tagliche Brodt, ſamt Rettung aus der Augſt und Noth, reich⸗ ite. lichen uberkommen. 3 2. Gib reine Luft, warm — Sonnenſchein, gib Thau Ane!„ und fruchtbarn Regen, da⸗ Wenſcheh wit die Früchte wachfen 10 ßein, durch deinen milden 6 Seegen, die hier zu Lande n Armen, se fruͤh und ſpat der Acker⸗ igt, und mann geworfen hat, auf „ chwindek. dein Wort in die Erde. been,. Ohn dich iſt alle un⸗ fre Kunſt, Fleiß, Arbeit und Vermoͤgen vergebens, wo du deineſ Gunſt nicht geben wirſt zum Pflügen, en. läßt z N et hat, 4. HErr, ſtraf uns nicht in deinem Zorn, gedenck an deine Guͤte: den Wein⸗ ſtock und das liebe Korn 6 uns gnaͤdiglich behuͤte vor Hagel, Froſt, Sturmwind und Schlag, vor Mehlthau und was ſchaden mag ben Fruͤchten insgemeine. 5. Vor groſſer Duͤrre uns bewahr, vergib uns unſte Sünde, damit nicht etwa mit Gefahr das Wetter was anzünde Halt auch das Erdreich nicht zu naß, auf daß wir moͤgen Scheun und Faß durch deinen See⸗ gen füllen. 6. Gib gnaͤdig, was uns deine Hand jetzt thut gar reichlich weiſen, und thu damit im gantzen Land all Creaturen ſpeiſen So wird dich loben Groß und Klein, die Alten und die Kinderlein, und was auf Erden lebet. e 7. Wir trauen dir, Herre Gott! dein Gnade laß uns walten: du weißt wohl, was uns mangeln thut, haſt lange hausgehal⸗ ten, und wirſt noch ferner ſo reglern, daß man wird deinen Seegen ſpürn und en schu und allen Saamen wecken deinen Namen preiſen. VI. Bey groſſe 306. M. Erbarm dich mein, o Herre ꝛc. de E Fes G otttwieſchreck⸗ Aden heb, g lich iſt dein Griſn, „ ſo Muß * J Nen.. m Ungewitter. den Wolcken gehſt, und dei⸗ ne ſchwere Donner⸗Stiſß mit ſtarckem Krachen von dir ſtoͤß'ſt? wir arme bloͤde Menſchen⸗Kind erkennen wenn du ſtarck auf deine groſſe Macht. Drum 24 wir 248 wir in Furcht und Schre⸗ kken ſind, dieweil der 5 mel blitzt und kracht. die groß hat, di offen Suͤnde hertzlich leid, 15 laß uns nicht. 2, Bedecke du mit denn Vieh, Gut und Haab! En. halt die Frucht durch gel und Land, und was sont mehr iſt deine Gab, vn Schloſſen, fluth, vor g Wetter⸗ Schad; halt un, o Gott! in deiner Hu wir wollen ruͤhmen dein Gnad. 8. Du biſt allein der Hen Blitz, Feur, Luſt und Gebot, und ſeinen Will wo iſt dir jemand gleich im Himmel und il ale gewaltig Reich, dem ale ſtracks iu Fuſſe fällt! 9. Drum ſprich ein Wo ſo weichet bald des schul, Hand Leib, Leben, Haut, Hagel, Waſſe eur und anden 1 und Gott, dem Donne, thut geſchwind. Ach hen Welt? Wer hat ein solch 9 00 0 1„ * 25 el b 10 iu debe nberſehreh, wn . JN Wind, dem alles ſtehet n 4 Dis Welle ſleheg, ren Wetters Grausame! 1 i man— mit Gewalt, drum 50 retten ſey bereit Ach ken VIII. cg ach komm! und jetzt ben daß du der rechte Hel. Meh ſeyſt; ſo wollen wir dir ſn N gen Preis, ſamt 9016 ie und dem Heilgen Hei 0 M nch u. zu.—— 1 en 15 ru ine n l a6 J 1 f unh lage uu 10 ern ee er ſey du bg ust h, ub N ee, ien an e ee, Ie vi e em schl r iner Halte f 5 W 1 edu Leben, H h, imd Haahlt t d 1 cht durch . und ws r eine Gad, agel, Naß ur und auh tte J had; hall Bol n deln 0 W rühmen ad D un alen idem Du tz gut, Luft! ind alles ſehn bol d ſeinen Mh tg n ind. Ach ie jemand ga Hund elt her het el val s eich, del D eprich ein dl we bald des fh 9 l Graue n t durchhch 30. Mel. Von Git c naden⸗Hand, die dich zeit an Ungewittef. 242 Bey groſſen VII. Danckſagung nach ſchwe⸗ rem Ungewitter. will ich nicht ꝛc. Qir haben jetzt ver⸗ nommen, wie du Herr Zebaoth! zu uns biſt ſchrecklich kom⸗ men durch Blitz und Feuers⸗Noth. Wir waͤren gantz verzehrt, wenn du es nicht gewendet, und Hülfe zugeſendet, wie wir von dir begehrt. N 2. HErr, deine Macht wir preiſen, dein Zorn it uns bekannt! doch thuſt du uns auch weiſen, wie deine anflehen, ſchuͤtzt. Wer ſich zu dir bekehret, der bleibet unverſehret, wie ſehr es kracht und blitzt. 3. Iſt Truͤbſal da mit Haufen, ſo denckſt du jeder⸗ die, ſo dich anlau⸗ fen, hilſſt in Barmherßig⸗ keit, du haſt an uns ge⸗ dacht, wie du des nicht vergeſſen, der in der Arch geſeſſen, hast ihn zu Land gebracht. 4. Das Wetter iſt ver⸗ und Kraft, du bist ſtets be uns blieben, haft Sicher⸗ heit verſchaſt, wie du Her: Jeſu Chriſt, im Scha dem Meer gedraͤuet, die Juͤnger drob erfreuet, ge⸗ wehrt des Teufels List. 5. Du hast Haus, Hof, Leib, Leben, und was ein jeder hat, mit deinem Schutz umgeben, bey uns und unſrer Stadt. Dein freundlich Angeſicht laß ſt du uns wieder ſchauen, die wir uns dir vertrauen mit ſtarcker Zuverſicht. 6. Danck⸗Opfer wir dir bringen für dis, was du gethan; Von deiner H lf wir ſingen, ach! nimms in Gnaden an, durch Chriſtum deinen Sohn, um ſein Verdienstes willen, der deinen Zorn kan stillen, der wahre Gnaden⸗ Thron. 2. Wenn du am jungſten ſtellt, mit deinem Donner⸗ Schlage anzuͤndenwirſt die Welt: ſo ſtreck aus deine Hand und zeuch uns, die wir glaͤuben an dich, und treu verbleiben, hinauf ins trieben, durch deine Gnad Vaterland. — VIII. In Krieges Zeiten. 208. In eigener Mel. 8 uFriedefuͤrſt, Herr JeEfſucChriſt, wahrer Menſchund wahrer Gott! ein ſtarcker Nothe helfer du biſt im Leben und im Tod. Drum wir allein 8 Namen dein, zu deinem 8. Recht Vater ſchreyen. L 5 Sage, der ſchon iſt ange- ö 250 In Krieg 2. Recht groſſe Noth uns ſtoͤſſet an, von Krieg und Ungemach, daraus uns niemand helfen kann. denn du, drum fuhr die Sach, deinen Vater bitt, daß er ja nicht im Zorn mit uns woll' fahren. 75 3. Gedenck, HErr, jetze an dein Amt, daß d ein Fried⸗Fuͤrſt biſt, und hilf uns gnaͤdig alleſamt, jetzund zu dieſer Friſt: laß uns hinfort dein göttlich Wort in Fried noch ger ſchallen i 4. Verdienet hab'n wir alles wohl, und leidens mit Geduld; doch deine Gnad gröſſer ſeyn ſoll, denn unſte Suͤnd und Schuld; darum vergieh nach deiner Lieb, die du ſeſt zu uns traͤgeſt. 8 5. Es iſt groß Elend und! S Gefahr, wo Peſtilentz re⸗ giert; aber viel groͤſſer iſts fuͤrwahr, wo Krieg gefuͤh⸗ ret wird, da wird veracht't und nicht betracht, was recht und loͤblich waͤre. 6. Da fragt man nichts nach Ehrbarkeit, nach Zucht und nach Gericht, dein Wort liegt auch zu ſolcher Zeit, und geht im Schwan⸗ ge nicht. Drum hilf uns, Herr, treib von uns fern Krieg, und all ſchaͤdlichs Weſen. 7. Erleucht auch unſer Sinn und Hertz durch den Geiſt deiner Gnad, daß wir nicht treiben draus ein'n Schertz, der unſrer Seelen ſchad. O 1 Chriſt, allein du biſt, der ſolch's lane, es⸗ZJeiten. GOct will ꝛc. Gier Fried, o frommer treuer Gott, du Va die groß vorſſehend Nolh: verhuͤt all unſern Schaden: fromm, erkennen, lob'n und ehren. lieber HErr, du Schützer deiner Heerde! es langet an dein Amt und Ehr, den Gottesdſenſt ſo werthe, ſolch's alles der Feind mit Ernſt jetzt meynt, wills hin, dern und ausrotten: drum frey, die Feinde mach zu f potte. . Gib Fried, o Her Sott Heilger Geiſt, da Troͤſter aller Bloͤden! dein Hülf uns jetzt und allzeit leiſt, laß dein Kirch nicht weck, den Glauben ſtaͤrck, gib wahre Buß und Reue: die Feinde ſtuͤrtz, dein Volck beſchuͤtz, auf daß ſichs ewig freue. 310. Mel. Nun lob mein Seel, den Sberren. Ott Lob! nun iſt et, ſchollen das edleßried⸗ und Freuden ⸗ Wort, daß nunmehr ruhen ſollen die Spieß und Schwerdter wohl kann ausrichten. . und ihr Mord; wohl auf, und ö 2 309. Mel. Was mein ter aller Gnaden! wend ah Der Feind mit Macht da. hin nur tracht't die Volcen zu verheeren, die deinen Sohn, den Heiland fits doch ly. ln 3, Ges Fried, o Jen ſteh uns bey, HErr Jeſuß Ferdl 1 Wehen ent, Ache und grosse 30 der echte de 7 00 geschlagen ſcharſet Muh, noch wuß wat Wer i dir u Wir ſind and bl Hottit ud e dh, 1 0 ſiſe der Krieg Geſchrey. 1. Geh füſen omen d then Friedens ab, wir, wah für deln hey ue woh hab. In dir 0 5 bekſenckkt penspene r ee, 9 5 und franca, ihn ſelbſe beg Herzleiden e hd cht, gu die güde get nit ſellet 10 1 itt —— 1 Min page „Das meg 50„ vill ꝛ0. oß 3 chend a l e do weil, s er Feind nl jetz an nt. wils h ind aan, otten; tlg id e herr Jet . ide mach Gi ed, 9 0 r Gel, ert I zloͤden! da un t und al la' Kiech nch en, e G' bete de I auben fiat ihr Ig und Ren. ein n kurz, du b., auf WI ue. 75% Nn Vun li, i Feel, dey fen. tt nun ie ol lg edlegrch rei e Wolt, def ht. en sollen 17 5„* Schwere 1 ile 4 In Brieg es⸗Jeiten. 251 und nimm nun wieder deln Saiten⸗Spiel hervor. O Teutſchland ſinge Lie⸗ der in hohen vollem Chor. Erhebe dein Gemuͤthe zu deinem Gott, und ſprich: HeEtr, deine Gnad un Guͤte bleibt dennech ewig⸗ lich. 2. Wir haben nichts ver⸗ dienet, als ſchwere Straf und groſſen Zo rm, weil! gelat wendet, und vaͤterlich be⸗ ſtets noch bey uns gruͤnet, der rechte ſchroͤde Suͤnden⸗ Dorn. Wir ſind fuͤrwahr geſchlagen mit harter ſcharfer Ruth, und den⸗ noch muß man fragen: Wir iſt der Buſſe thut? Wir ſind und bleiben boͤſe, Gott iſt und bleibet treu, hilf, daß ſich bey uns loͤſe der Krieg und ſein Geſchrey. 3. Sey tauſendmal will⸗ kommen du theure werehe Friedens Gab, jetzt ſehn wir, was fuͤr Frommen dein bey uns wohnen in ſich hab. In dir hat Gott verſencket all unſer Gluck und Heil, wer dich betrübt und kraͤncket, der drückt ihm ſelbſt den Pfeil des Hertzleids in das Hertze, und loͤſcht, aus Unverſtand die guͤldne Freuden ⸗Kertze mit ſeiner eigne Hand. 4. Das druckt uns nie⸗ mand beſſer in unſre Seel und Hertz hinein, als ihr zerkoͤhrten Schloͤſſer, und Städte voller Schutt und Stein! ihr vormals ſchoͤne Felder, mit friſcher Saat deſtreut, ſetzt aber lauter Walder, und duͤrre wuͤſte Leichen, und Flur ger Hel⸗ den⸗Schweiß, der Helden man nicht weiß. nen, o Menſch! und laß dl den Thraͤnen⸗VBach aus beyden Augen rinnen, geh in dein Hertz, und deucke nach, was GOtt bisher geſendet, das haſt du aus⸗ gelacht, nun hat er ſich ge⸗ dacht, vom Grimm und ſcharfen Dingen, zu deinem Heil zu ruhn: ob er dich möỹchte zwingen mit Lieb und Gutes thun. 6. Ach laß dich doch er⸗ wecken, wach auf! wach auf! du harte Welt, eh als das ſtarcke Schrecken dich liebet, ſey unerſchrocknes Muths, der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende naht herzu, da in ed gem Fried und Ruh. IeSll ꝛc werden die, ſo in ihren Noͤthen und Beſchwerben bey Tag und Nacht auf deine Güte hoffen, und zu dir rufen. alle, die dich haſſen, die ſich allein auf ihre Macht ver⸗ 5. uud derer gleichen auf Erden 5 Hier truͤbe deine Sin⸗ ... r!, e e———. „„7—FFFTTTTTCTCT0TTCT0T—TTꝗT—Tꝗä—ĩd——„FFFFFFTFTF—T—TCTCT7T7TCT—T7T7T7T7T7T7T7T7T—T—T—T—X—X— 5 5 7 ſchnell und plotzlich uͤber⸗ fallt! Wer aber Thriſtum ſollt ihr bey G Ott leben 311. M. Bertzliebſter FER, unſer Gr, 8 laß nicht zu Schanden 2. Mache zu Schanden laſſen Ach! kehre dich mit uͤrre wüße Gnaden zu uns Armen, laß Held 1 Ir Gräber volzr dichs erbarmen. 252 In Brieges Zekten. . Und ſchaff uns Bey⸗ fand wider unſere Fein, beich 1 77 15. ſprichſt, werden ſie ba Freunde, ſie muͤſſen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand dem wir uns vertrauen; vergebens iſt, auf Men; 118 Huͤlfe bauen: mit ir wollen wir Thaten thun und kämpfen, die Feinde daͤmpfen. 5. Du biſt der Held, ber ſte kan untertreten, und das bedraͤngte kleine Haͤu⸗ lein retten. Wit traun auf dich, wir ſchrey'n in ESu Namen: Hilf, delfer, Amen. 312. M. Singen wir aus Sertzensgrund. reuer Waͤchter Iſrael, des ſich ſreuet Leib und Seel, der du weiſſeſt alles Leid deiner armen Chriſtenheit; O du Waͤch⸗ ter, der du nicht ſchlaͤfſt noch ſchlummerſt, zu uns richt dein huͤlfreiches An geſicht ö 2. Schau, wie groſſe Noth und Quaal trifft dein Volck jetzt überall, täglich wird der Trübſal mehr: Hilf, ach! hilf, ſchuͤtz deine Ebr, wir verderben, wir vergehn, nichts wir ſonſt vor Augen ſehn, wo du nicht bey uns wirſt 900 16 95 3. Hoherprieſter, JE⸗ ſu Chriſt, der du einge⸗ gangen biſt in dem heil gen It, zu Götte duch uns verſoͤhnt mit deinn Blut, ausgeloͤſcht der Hi len Glut, wiederbrachton hoͤchſe Gut. 4. Sitzeſt jetzt ins vu ters Reich, Ihm g Macht uno Ehren gleich unſer Mittler und Patron ſeine hoͤchſte Freud un Kron, den er in den Hertzen traͤgt, wie ſa ſelbſt zu lleben pflege, den Er keine Bitt abſchlagt. F. Klaͤglich ſchreyen a zu dir, klopfen an de Gnaden Thuͤr, wir, dien mit hoͤchſten Ruhm, dit gemacht zum Eigenthun! deines Vaters Zorn ah. wend, der wie lauter Feu jetzt brennt, und ſchler al! Welt durchrennt. 6. Zeig ihm deine Wuß den roth red von deinen Creutz und Tod, und ug du mehr haſt gethan, ze Ihm unſettwegen an: fl ge, daß du unſre Schul haſt bezahletinHHeduld un erlanget Gnad und Hul ſus heiſt, und als Jet Hülfe leiſt. Hilf mie de ner ſtarcken Hand, Mel. ſchen davor tern ſie anſchan. 8. Liebſtet Schatz, Ju 1 1 1 —̃ v— uns, in aller Noth, nebel Gott für uns zu alle 1 Creutz und bittern u 7. IEſu, der du J 8 Hüͤlf bat ſich wandt; eine Mauer un daß uns bau, daß dem Feine E 15 und mit 8” 1 manuel, du Beſchütze 9 meiner Seel, GOn un 9 uns, und in uns Goc Zeit, Trotz dem, d. de em, ig, fer ich hz. ſchen 1010 Ne wir ht fel. ſaſ Nacht, el kenn/ de Welte al Herren nen. 10. fe l. Kraut, idem Rüterſchal fen sehn A dr ſch begle werden ic bleib iht 1 tand, ſſch f gun bert. 11. Güte 1 1 8 bac und für fei fame el hier zuf Auf die Hal egebſed mel hin, 10 folgen Ei 1, Dig r, wir% hi e Ruhm, tack g Eigenthn nes es Zonn! nd, n ie lauter tbr und schien lt! u rennt. . 3 m dein d ro ed von deln utz I rod, und mel t gehat, mie wegen at:“ d ei une Eh n dat sh dd n Maus! „ aß den fi or d und n i en Veſchlih n ee, 65 In RKrieges⸗Jeiten. 253 thut ein Leid, Gottes Straf iß ihm bereit. 9. Deines Vaters ſtar⸗ cker Aem, komm, und un, ſer ſich erharm. Laß jetzt ſehen deine Macht, drauf 1 wir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Koß pel trenn, daß dich alle Welterkenn, aller Herren Herren nenn. 10. Andre trauen ihrer Kraft, ihrem Glück und Ritterſchaft: deine Chri⸗ ſten ſehn auf dich, trauen dir ſich veſtiglich, laß ſie werden nicht zu Schand, bleib ihr Helfer und Bey⸗ ſtand, ſind ſie dir doch gantz bekannt.. 11. Gürte dein Schwerdt um die Seit als ein Held, und fuͤr ſie ſtreit: und zer⸗ ſchmeitre deine Feind, ſo viel hier auf Erden ſeynd. Auf die Haälſe tritt du ihnen, leg ſie dir zum Sche⸗ mel hin, und brich ihren ſtoltzen Sinn. 12. Du biſt ia der Held und Mann, der den Krie⸗ gen ſteuern kan, der da Spieß und Schwerdt zer⸗ bricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt, und der Monſchen Herze wendt, daß der Krieg gewinnt ein 313. In eigener Mel. Jerleih vuns Flieden gnaͤdiglich, HERR Gott, zu unſern Zeiten, es iſt doch ja kein ander nicht, der fuͤr uns koͤnte ſtreiten, denn du unſer 0 Tc alleine. Gib un⸗ ſerm Konig und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, daß wir unet ihnen ein geruhiges und illes Leben führen mogen n aller Gottſeeligkeit und Ehrbarkeit, Amen. 314. M. Kommt her zu mir, ſpricht Got⸗ tes Sohn. erzage nicht, o Haͤuf⸗ lein klein od ſchon die Feinde willens ſeym dich gaͤntzlich zu verſtoͤb ren, und ſuchen deinen Unter, gang davon dir wird recht angſt und bang, es wird nicht lange wahren. 2. FTröſte dich nur, daß beine Sach iſt Gotte e, dem befiehl die Rach; laß Ihn alleine walten; Er wird durch ſeinen Gideon, den Er wohl keunt, dir helfen ſchon dich und ſein Wort erhalten. 3. So wahr GottGott iſt, und ſein Wort, muß Teufel, Welt und Hoͤllen⸗ Pfort, und was dem thut anhangen, endlich werden zu Hohn und Spott, GOtt SO, den Sieg woll'n wir erlangen. 5 1. Drum ſez gettoſt du kleines Heer, ſtreit rit⸗ terlich fuͤr Gottes Ehr, 2 7 b und iſt mit uns, und wir mit In Brieges⸗ Zeiten. 254 8 und laß dir gar nicht grauen, Er wird den Feinden nehm'n den Muth, daß ſie ſterben in ihrem Blut, wirſt du mit Augan ſchauen. hilf, HErr F. Amen! das IEſu Chriſt, dieweil du Unſer Schutz Herr biſt, hilf uns durch deinen Na⸗ men: So wollen wir, dei⸗ ne Gemein, dich loben und dir danckbar ſeyn, und froͤ⸗ lich ſingen: Amen. 315. M. Warum be⸗ truͤb' t du ꝛc. ie iſt ſo groß und ſchwer die Laſt, die du uns aufgeleget haſt, o aller Goͤtter GOTT! Gott, der du ſtreug und eifrig biſt, dem, der nicht ſromm und heilig iſt. 2. Die Laſt, die iſt die Krieges Flut, ſo⸗jetzt die Welt mir rothem Blut, und heiſſen Thraͤnen fuͤllt: Es iſt das Feu'r, das hitzt und breunt, ſo weit faſt Sonn und Mond ſich wendt. 3. Groß iſt die Laſt, doch iſt daben dein ſtarker Schutz und Vater Treu uns gar nicht unbekannt? Du ſtrafſt, und mitten in dem Leid erzeigſt du Lieb und Freundlichkeit. 4. Wir unſers Theils ſind dir verpflicht't dafur daß du dein Heil und Licht uns niemals ganz ver⸗ ſagt: viel andre haſt du abgelohnt, uns haſt du ja noch oft verſchont. 5. Wie manchmal hat ſich hier und dar ein groſ⸗ ö ſes Wetter und Gefahr un uns gezogen auf! dei Hand, die Erd und Him mel trägt, hat Sturm und Wetter beygelegt. Tag und Nacht der Feil uns, deine Heerd, um ringt; du aber, o du treuer Hüt! haſt unſen Wolf zuruͤck gefuͤhrt. 7. Viel unſer Brüdte ſind geplagt von Haut und Hof darzu verjſagt; wir aber haben noch beyn [Weinſtock und beym ge genbaum ein jeder ſeinen Sitz und Raum. 8. Sieh an mein Helſ, wie Stadt und Land an vielen Orten iſt gewandt zum tiefſten Untergang! Der Menſchen Huͤtten ſind zerſtoͤhrt, die Gottes Hau, ſer umgekehrt. 9. Bey uns lit ſa noch Policey, auch leiſten wi noch ohne Scheu den HErren ſeinen Dien! man lehrt und hort ja felt und fort alltaͤzlich bey un Gottes Wort. 10. Wer dieſes nun nicht will verſtehn, laͤßts in die Luft und Winde gehn, und bey ſo hellem Licht nicht Gottes Wort und Ot erkennt, der iſt fuͤrwah durchaus verblendt II. O frommer nimm von uns hin sol Unvernunft, icht uuſen Sinn, daß wir mit Danckbarkeit, mit Lobe Geſang und ſuͤſſen Lol uns e vor dei n n. 4 e Nich 0 * Ghtt, 6. Wle oftmals hat bez 0 de Liſt und groſſe Macht h Letten dei 5 St 1 Nicht guet ch unſerm has, d dir, 9 Euader let 1 f. 1 ſſchuld, Ju al it Lied uud Hal Ah Laß dite Glut in un en hertz und Muth; gelche ral, unte Metin g dir betzitet sch, 14, Laß ech ein so bie del R. Ju gib. If. d. 100 hoͤchten then ſeſ 115 den Jon d goß e dic gt ind um 10 gh bede Ilaugfteh 2. Bebit hetlein, um U 1 0. 15 d laß ung ah ug . Judlergg g nicht, 9 Eit zei Zett doeh ges e auf! 0 ö rd und h rag —— — g u N t Stumm! ter legt. W mals un! cht der f iſt.„ groſſe diz „ Heetd, u t) aber, 9 r h haf unn u 0 gefuͤht. A mſer Bi ge i von 51 D erzu berg ab? a en noch bi ust nd beym b wei ti öhr e Golies 0 i t. e s l a cel ich leiſten g Scheu d rre inen Dien le d hört ja f so a aͤglich ben tes 2 t. ur nde geh ſo m Licht 1 — — jeder fei 6 b % um. mancher Menſch noch nie 2 be n ve in läßtsüh C 12. Nicht unſerm Werck nicht unſerm Thun, allein dir, dir, o Snaden Brunn gebuͤhrt allEhr undRuhm; Wir haben Zorn und Tod verſchuld, du zableſt uns mit Lieb und Huld 13. Laß dieſe Lieb als eine Glut in uns entzünden Hertz und Muth; gieb en geliſche Brunſt, daß alle unſte Aederlein zu ſingen dir bereitet ſeyn. 14. Laß auch einmal nach ſo viel Leid uns wieder ſcheinen unſre Freud, des Friedens Angeſicht, das einmal geſchaut in dieſem Jimmerthal. 18. Sind wirs nicht werth, ſo ſieh doch an die ſo kein Uurecht je gethan, die kleinen Kinderlein. In Sterbens⸗Kaͤuften. 2 255 Soll'n ſie denn in der Wie⸗ gon noch mit tragen dieſes ſchwere Joch? 15. Erbarm dich o barm⸗ hertzig's Hertz, ſo vieler Seufzer, die der Schmertz uns aus dem Hertzen zwingt. Du biſt ja Gott, und nicht ein Stein, wie kanſt du dens ſo harte ſeyn? 17. Wir ſind an boͤſen Wunden kranck, voll Eiter⸗ Striemen, Koth und Stanck du, HErr, biſt un⸗ ſet Arzt. Geuß ein, geuß ein dein Gnaden⸗Oel, ſo wird geheilet Leib und Seel. 18. Nun du wirſt thun, das glaͤuben wir, ob gleich noch wenig ſcheinen fuͤr die Mittel in der Welt: wenn alle Mittel ſtille ſtehn, denn pflegt dein Helfen anzugehn. c IX. In Sterbens ⸗Laͤuften. 316. M. Wenn wir in hoͤchſten Noͤ⸗ ben ſeyn. 5 dach Gott! in Gna⸗ den von uns wend dis große Creutz und groß Elend, damit wir ſind umgeben gar, u. ſtehn all Aug'nblick in Hefahr. 2. Behut uns deine Kin⸗ Mund fuͤr deinen Schutz aus Hertzens⸗ Grund. 317. M. Woote der Err nicht ec. Achelteben Christen, ſerd getrost, wie thut ihr ſo verzagen? Weil uns des HRK heimſuchen thut, laßt uns von Hertzen ſagen; die Straf wir wohl verdie⸗ ha m erblendt, 1.„ omme m ung er n kickt! 1 und laß uns nicht in dieſer Noth. 2. In dleſer Noth ach! laß uus nicht, wend von uns, HeErr, dein Zorn Ge⸗ 1 g 1 licht, daß dir lobſinge unſer 10 n. * net han, ſolchs muß beken⸗ nen jedermann, niemand darf ſich ausſckl⸗ ſſen. 2. In deine Hand uns geben wir, o Gott, du lieber Vater! denn unſer Wandel iſt bey dir, bier ird uns nicht gerathen. Weil wir in dieſer Hütten ſeyn, 236 8 In Sterbens Laͤuften. ſeyn, iſt nur Elend, Trüb⸗ ſal und Pein, bey dir der Freud wir warten. a „Kein Frucht das Wei⸗ tzen⸗Körnlein bringt, es fall denn in die Erden: ſo muß auch unſer irrd'ſcher Leib zu Staub und Aſchen werden, eh er kommt zu ber Herrlichkeit, die du HErr Chriß, uns haſt be⸗ reit't, durch deinen Gang zum Pater.. 4. Was wollen wir denn fuͤrchten ſehr den Tod auf dieſer Erden? Es muß ein⸗ mal geſtorben ſeynl O wohl iſt hler geweſen, welcher, wie Simeon einſchlaͤft ſein Suͤnd erkennt, Chriſtum ergreift, ſo muß man ſelig ſterben. 5 5. Dein' Seel bedenck, bewahr dein'n Leib, laß; Gott den Vater ſorgen; Sein' Engel deine Waͤchter ſeyn, behuͤten dich vorm Argen; ja wie ein Henn ihr Küchelein bedeckt mit ihren Flügelein, ſo thut der HErr uns Armen. 6. Wir wachen oder ſchla⸗ fen ein, ſo ſind wir ja des HErren, auf Chriſtum wir getaufet ſeyn, der kan dem Satan wehren. Durch Adam auf uns kommt der Tod; Chriſtus hilft uns aus aller Noth, drum loben wir den HErren. 318 Mel. Err, ſtraf mich nicht ꝛc. O frommer und getreuer Gott aller, die auf dich hoffen! es hat uns eine ſchwere Noth durch deine Hand betroffen; dein Jorn, der druͤckt uns mit Gewalt, und wirft die Menſchen, jung und al mit Peſtilentz darnieder. 2. Du biff gerecht, und fine meg an t L. in felge de 1 1 5 6 He,! A dmm gußſe dein Gericht kann dyſer eh mit 5 keiner ſtrafen: Von wegen wir ſo ſchnell en: ſchlafel, Ja unſte groſſe Miſſethat dich fo gar hoch bewogen ſchieſſen. gar geſchwinde! kehr doch des Vaters Angeſicht deinem lieben Kinde: laß uns wieder zu Genaden an nimm, um deines Namen willen b 4. Sieh HERR, wi wir betruͤbet gehn, kraftlos mit Furcht umgeben, Angſt und groſſen Sorge ſtehn und in viel Kummes 1 fk, du t! unfrer Sund geſchicht, daß Lahn und lig! It Wahthet! Filgen go! bal lit wenns! hat, deinen Pfeil in uns 3. O Herr, vergib, und ſtraf uns nicht im Zorns fallen den gerechten Grüß, ſchweben! Die Nachbar ſchaft ſich vor uns ſcheuch ein jeder vor uns lauft, und fleucht, als waͤren wit verbannet. 5. Lehr- Amt und andn Ordnung mehr gehn nicht in vollem Schwange: al unſte Nabrung welcket ſehr, uns iſt von Heizen bange, und wiſſen wedel aus noch ein, o Vater, ſich doch gnaͤdig drein, und th uns wieder troͤſten. 6. Laß ab von uns mi deiner Ruth, nimm ſie von unſerm Rücken! was haf du Nutz an unſerm Blut, wenns thut der Tod hill ruͤcken? Ein tober Kön ſich lebet. f. 0 c fer Heih tu ale wenden; Pian Bogen unh die. deines Bites Hiiß den Pade auf, daß er h ſchwinde Hu, ine Beruht. 9. Delf N wir bitten all nicht verkgſe; fr in 0 hich 5 ö 2 14 ahn N. her e ug und 0 eſt darniedg, Du gerecht, He. e kann 0 t Don „1 ines Nauen 13 S egg, 0 eit ag zehn, ktaſſh Fu umgeben, u s oſſen Sog ue biel Kum ebe die Nachha t st u kufsſchent je or unt fi fle als wären oll e öchwange!! e rung m 9% drein, ung w. trösten ib bon„6 zer, nimm ſel err e cken! N unſern a int t der L 5 ker in g N ö dich nicht preiſt, noch je⸗ mand zur Erkenntniß weiſt deines heiligen Namens. 7. Erzeig uns Gnad, 0 frommer HErr, thu dei⸗ nen Grimm aufheben, und ſey mit deiner Huͤlf nicht fern, du haſt ja Luſt zum Leben, und biſt ein GOtt von Wahrheit veſt, der ſeinen Zorn bald fahren laßt, wenn man dich hertz⸗ lich llebet. 5 8. O JEſu Ehrlſte! un⸗ ſer Heil, thu alles Unglück wenden; Nimm doch den Bogen und die Pfeil aus; deines Vaters Haͤnden! Heiß den Verderber hoͤren auf, daß er nicht ſo ge⸗ ſchwinde lauf, zu würgen deine Bruder. 9. Dein Will geſcheh, wir bitten all in Noth uns nicht verlaſſe Hilf uns nach deinem Wohlgefallen du weißt die rechte Maaſſe, und wirſt wohl deine Zeit erſehn, wenn uns hierinn ſoll Huͤlf geſchehn, das woll'n wir dir vertrauen. 10. ſto, unſerm HExrren. 319. M. wo Gott der Herr, nicht ꝛc. Wer in dem Schutz des WbHöͤchſten iſt, und ſich Odit thut ergeben: Der In Sterbens⸗Kaͤuften. e iſpricht: du, HErr, mein 277 Zuflucht biſt, mein GOtt, — 1 Hoffnung und Leben: Der du ja wirſt erretten mich vons Teufels Stricken gnaͤdiglich, und von der Peſtilentze. 2. Mit ſeinen Fluͤgeln deckt er dich, auf Ihn ſolk bu vertrauen, ſein Wahr; heit ſchuͤtzt dich g'waltig⸗ lich daß dich bey Nacht kein Grauen noch Betrüb⸗ niß erſchrecken mag, auch kein Pfeil, der da fleucht bey Tag, weill dir ſein 10. O Heilger Geiſt mit deiner Kraft, die ſter⸗ den ſollen, ſtaͤrcke, daß man des Glaubens Nitterſchaft an ihrem End vermercke: und ſie alſo mit Fried und Freud ihr'n Abſchied neh⸗ men aus der Zeit in Chri⸗ Wort thut leuchten. 3. Kein' Peſtilentz dir ſchaden kan, die in dem Finſtern ſchleichet. Kein Seuch noch Krankheit rührt dich an, die im Mit⸗ tag umſtreichet. Ob tau⸗ ſend ſtürben dir zur Seit, und zehen tauſend ander⸗ weit, ſoll es dich doch nicht treffen. 4. Ja du wirſt auch noch Luſt und Freud mit dei⸗ nen Augen ſehen, an der Gottloſen Hertzeleid, wenn hen: Weil der HErr ist dein Zuverſicht, und die der Hoͤchſt' ſein'n Schutz verſpricht, drum, daß du ihm vertraueſt. 5. Kein Uebels wird be⸗ gegnen dir, kein Plag' dein Haus wird rühren, denn Er ſein'n Engel für und fuͤr befiehlet dich zu fuͤh⸗ Unfall auf Händen tragen überall, daß kein Stein dein'n Fuß verletze. 6. Auf Loͤden und Ottern wirſt du gehn, und e 5 5 5 77 9 a 0 U Vergeltung wird giſche-⸗ ren, und zu behuͤten von — 258 Vom Erkenmmniß Gottes auf die Drachen: auf jun⸗ gen Loͤmen wirſt du ſtehn, ihr' Zahn und Gift verla⸗ chen: Denn dir der keines ſchaden kaun. Kein' Seuch kommt dem vom andern an, der auf Gott thut ver⸗lang's Leben ihn auch 8 krauen. 7. Er begehrt mein aus ich ihm zeigen. Hertzens⸗Grund unk hofft; 9. Ehr ſey dem Vater und auf meine Gute, drum dem Sohn, und demHeill⸗ helf ich ihm zu aller gen Geiſte: wie es im A, Stund; Ich will ihn wohl behüten. Ich will allzeit ſein Helfer ſeyn, daß er kennt den Namen mein; des ſoll er ſich ja kroͤſten. eee drum 8. Er ruft mich an, alt ſeinen GOtt, drum will ich ihn erhoͤren. Ich bin be ihm in aller Noth ich wil ihm Hülf gewähren; 30 Ehren ich ihn bringen wil, geben will, mein Heil wil 11 fang war und nun, der ung ſein' Gnade leiſte, daß wit wandeln in ſeinem Pfad, daß uns der arge Feind nicht ſchad. Wer das be⸗ gehrt, ſprech Amen. — Von den Guͤtern des Heils. J. Vom Erkenntniß Gottes und Jełſu. 320. M. O Gott, du L eb en d frommer ꝛc. ö ſprich t zu werden alle ag, nehmlich ein guter Chrtſt. nennen laſſen, muß lieben was iſt gut, mit Erg 28 Idas Böſe haſſen: der liebel A ſagſt: Ich bin ein Chriſt. Wohlan wenn Werck und ir deſſen, was du ſagſt, Beweis und Zengniß geben, ſo ſteht es wohl um dich, Ich wuͤnſche, was du Chriſtum nicht, der noch die Guͤnde llebt, iſt auch kein Chriſt, ob er ſich gleich den Namen giebt. 4. Du ſagſt: Ich bin ein Ehriſt, denn ich bin ja beſprenget mit Waſſer f in der Tauf, mit Chriſt Blut vermenget. Ja wohl; 2. Du ſagß: Ich bin ein haſt aber du gehalten auch e iſt, was du ſagſt, ein Spotz. Du ſaägſt: Ich bin 1 Chriſt. Der iſts, der IE⸗ den Bund, den du mit ſum kennet, und ſeinen Gott gemacht in jener Goc und Herrn nicht alleine neunet, dern ihnt auch mit Fleiß, was fordert ſein Gebot gebrochen? Haſt du, als Thuſt du, kicht auch alſo G Gnaden Stund? 5. Haſt du ihn nicht vorkängſt gar oft und viel Gottes Kind dich, wie du haſt verſprochen, in allem Thun erzelgt, dem ein Chriß. Wer ſichs will Guten nachgeſkrebt; Hal nicht lch Mh faden 0 1 e du d if; uc fach Ginden, ufd Vebltall dh, unt fich mein regt fag e nit U Hecht de Nl bey dit! J. Achl d le pit ber, dez Werck und Sig mals ärger gos Vorſatz u geht uach den l und was usch ſehn, it wenſ a heftet, gur laat elſtein 9 Du fagſt ri; ich d tränken ſatt Chitus if i wahl will ſchehcke ber zeige Mü, 9 Leb und Blit i Heltgung uch f tna thut? 10e. Ou fight Shri, ich bar; unge, ich geh is dus, sind das! Le Sie gh enn ſie wa de bet, daß et dabey eig J. f aße khegt „ öhrenz 4 175* 15 0 4 nen 2 I ihn au 1 u W. e Vat d dem eit ſp Amen. Adeils. Hotte 1 i muß liebe n: der lebt bt, iſt aug n iebt. t: Ich li T mit Chi t. Ja wohſ ge en t in je end? J ihn nc, 4 It und uh den J af du, dich/ l Tl n kzeſgt, e e lebt! 5 fich (Chriß, weil Gottes Wort ie es im ah unn, der ug 3 8 5 41 ſte, daß u Chriſt; ich beichte meine ln 1 inem fh, alge geil Ber daß he bpoftmals ärger noch. Dein 6 mit Er t, der noch er ſich ga enn ich l. e mit Waſg mahl will ſchencken. . Leib und Blut in dir zur halten und Heiligung auch ſeine Wir⸗ e ckung thut? 19 a0 4 fo ſie in ßere babey ein reines 0 Gengd, mich ernſtlich zu befleiſſ Hertze kriegt. 5 her in dir gelebt? 6. Du ſagſt: Ich bin ein und Lehre ohn allen Men. ſchen⸗Tand ich fleizig le und hoͤre Ia Lieber, thuſt du auch, was bieſes Wort dich lehrt? Nicht ders hort ſondern thut, der iſt bey Gott geehrt. 1 7 Du ſagſt: Ich bin ein Sünden, und laß beym und Ieſu. nicht der alte Menſch bis⸗ 259 11. Du ſagſt: Ich bin ein Chriſt. Ich kann dirs nicht geſtehen es ſey denn daß ichs werd aus deinem Wandel ſehen. Wer ſagt, sound ruͤhmet, daß er Chri⸗ ſtum angehoͤr, und auch ſein Jünger ſey, muß wan⸗ deln gleich wie er. 12. Biſt du ein ſolcher Chriſt, ſo muſt du ſeyn geſinnet wie JEſus Cöhri⸗ zus war; Wenn reine Liebe rinnet aus deines Beichtſtuhl mich auch of⸗ Hertzens⸗Quell, wenn du kermalen finden Findt aberſdemürhig biſt von Hertzen ſich mein Freund, ich itte, iwie der HErr, ſo ſag: Du ſag es mir, nach abgelegter Beicht die Beßrung auch bey di . 8. Ach! du bleibſt nach wie ver, dein Worte, Werck und Sinnen wird Vorſatz und Beginnen geht nach dem alten Trieb, gut soll und was noch ſehn, iſt wenn mans ted beteht, nur lauter Heu⸗ chelſ hein 1 9 Du ſagſt: Ich bin en Fpriſt; ich laß mich ſpeiſen pnd traͤncken mit dem, was Fürkſtus mir im Abend⸗ Wohl aber zeige mir, ob Chrifti 10. Ou fagſt: Ich bin ein Shri, ich bete, leſ' und ſinge, ich geh ins Gottes⸗ Haus, ſind das nicht aute Dinge? Ste ſind es: Aber werden ſo ver, weiß ſeyſt ein Chriſt. 13. So lang ich aber noch an dir erſeh und ſpuͤre, daß Stolz und Uebermuth dein Sinn und Hertz regie⸗ re! Wenn an der Sanft⸗ muth Stell ſich zeigen Haß und Neid, ſo biſt du gantz gewiß vom Chriſtenthum ehr weit. 14. Gagſt du: Ich din ein Chriſt, und ruͤhmſt dich aber du auch mehr, als andre kluge Heiden? Ach! öfters nicht ſo viel, was Gutes ſie gethan; ſie wer⸗ den dorten dich gewißlich klagen an. 15. Sag nicht: Jh bin ein Chriſt, bis daß der Werck und Leben auch deſſen was du ſagſt, Be⸗ und Zeregniß geben. Die Wort ſind nlehr ge⸗ nug: Ein Chriſt muß ohne Scheen das, wos er wird genannt, im Weſen ſelber, richt't, daß GOtt auch f ehn. 16. Ach! mein GOtt gib des mit Freuden: Thuſt 250 Dom Erkenntniß Gottes befleiſſen, zu ſeyn ein wah⸗ rer Chriſt, und nicht nur ſo trug, mit dieſem We 10 zu heiſſen? Denn welcher ſoeiſen: als ob dis ſchon g n Nam und That nicht hat nug zur und fuͤhrt zugleich, der kommet nimmermehr dir ins Himmelreich, 32 1. In elgener Mel. 6. Es iſt ein Selb 0 ** 10 N Glaubens- Peohz zu frey, die auch ein bligg Deid aus Furcht 9 rleucht mich, HERR mein Licht! ich bin mir ſelbſt verborgen, und kenne mich noch nicht: ich mercke 921765 zwar, ich ſey nicht wie ich war, indeſſen fuͤhl ich wohl, ich ſey nicht wie ich ſoll. 2. Ich lebt in ſtoltzer Ruh und wuſtenſchts von Sor⸗ gen vor dieſem; Aber nu bin ich gantz voller Braſt, und mir ſelbſt eine Laſt: was vormals meine Freud, macht mir letzt Hertzeleid. 2. Kein zeitlicher Verluſt Luſt und Rath, Gut, El und was er hat, von Hen en haßt und ſpricht: Pi IEſus iſt mein Licht. 8. Das iſt des Glaub enz Wort und duͤrſtiges V= langen: Hege Ic ſehmein Hort: Verfohne ER und Schild, an fuhr mich, wie di wil dein bin ick, wie ich bin, nimm mich zu eigen hin, 9. Wer dis nicht gründlich meynt, des Glaub iſt noch 774 110 verurſacht dieſen Schmer⸗ zen, ſo vlel mir ja bewuſt, mich liebt manch treuer Freund: mich uͤberwindt kein Feind, der Leib hat was er will, Geſundheit, Huͤll und Full. 4. Nein! es iſt Seelen⸗ Pein, es kommt mir aus dem Hertzen, und dringt durch Marck und Bein. Nur dis, dis liegt mir an, daß ich nicht wiſſen kann: ob ich ein wahrer Chriſt, und du mein IEſus biſt. 5 Es iſt nicht ſo gemein, einChriſte ſeyn, als heiſſen: ich weiß, daß der allein des Namens faͤhlg iſt, der ſeine liebſte Luſt durch Chriſti Kraft zerbricht, und lebt ihm ſelber nicht. untüchtig, der bleibt noch hüngsgrund iſt Sand, und hält zuletzt nicht Stand der ein ge Glaubens⸗Grund if dieſer Gnaden Bund. 18. Hier, ſorg ich, fehlt es mir, die Lieb iſt noch nicht richtig, die ich Het Chriſt, zu dir jetzt habe; Weil ich doch bey nah ein Chriſte noch, die Weil und ſt noch mehr geliebt, alt deine Ehr. 4 11 Mein Hertz, begreif dich nu, ich muß es redlich Luſt no wagen, ich komm eh nicht zur Ruh: Sagſt du hiemit der Welt, und was dem Fleiſch gefaͤllt, kein ab, und Ehriſto an, ſo iſt die Sach gethan. 12. O0 7. Der zeucht nur ch ſtum an, der aus ihm e gegangen, und ſeines Fa ſches/ Wahn, Vermögen, 1 gez, der bh „bon Hotteh ge Gottes Feind: ſein Hoff malten de int eise Ii. W fit Ihm 0 chr c li. fc bergöß er in, duch eine Nei 10 Wiha den Verurdg,! Won fc Seel! und ſag: ganzläch aue meinen Leuf, und Leih zd Ehre, chu 106. 90 0 mit mir, wit gekichtet hy e und Jie, Aae Heil heklecte nd daun b ids guhaf, dal, gantzge 2 Jul dlebeke Mud, gag 0 Mes Et Au a 8 u 1 0 N 10 1 ur da 1 in! riſt ten ne I ba „ Fur 1 ib't. 1 icht urch aus i 75 10 feinen h Verne in th, Gul, 10 Art: No 140 t: Petſih 1 Schild wie da a wie ich l. eigen, „ hachtgrün e der bleibt y Ad: fein i iſt Sand, y 1 licht Stand 4 bens-Hrun en- Bun. , ſorg ich L Lieb ist die ich e dir jetzt geh Och bey la , die Will a ehr geliehh 85 und wal * zu, der allein weiſ' und fü 9 1 5 13. Du Erd; Wuürt! ſolteſt du dem Köͤh'ge dich verſagen, dem alles ſtehet reich, der alles iſt zugleich, der ſelbſt die gantze Welt erſchaffen und erhält? und Iſüu. gert 0„ Hertzens⸗Grund, und mühen ſich darneben, Guts zu thun ſo lana ſie leben. 8 12 E be⸗ 2. Selig find, die De⸗ math haben, und ſind all⸗ zeit arm im Geiſt, rüh⸗ men ſich gar keiner Ga⸗ 13. Wenn alles wird ver⸗ ben, daß Goctet werd al⸗ gehn was Erd und Him, mel heget, ſo bleibt er veſt beſtehn, ſein Weſen nimmt nicht ab die Gottheit weiß kein Grab, und wen er ein⸗ mal kennt, des Wohlſtand nimmt kein End. 14. Wer aber in del de * mit Ihm ſich nicht vertraͤ⸗ get, der bleibt in Ewigkeit pon Gottes Freuden Haus gantz, gantz geſchloſſen ans, vergoͤß er in dem Weh auch eine Thränen Ses. 15 Wuͤnſcht nun GOtt den Vertrag, Ja Wort ſchlichten, o liebe Seel! und ſag: dir opfr ich e gaͤntzlich auf, o mein GOtt Sanſtmuth und Geiſt welche Hohn und Trutz meinen Lauf, lein geykeiſt, dancken dem guch fuͤr und für, denn das Himmelkeich iſt ihr. Ott wird dort zu Eh⸗ ren ſetzen, die ſich ſelbſt gering hler ſchaͤtzen. 3 Selig ſind, die Lei⸗ de tragen, da ſich goͤttlich Trauren finbt, die be⸗ ſenkzen und beklagen iht und andrer Leute Sund; die deshalben traurig gehn, oft vor GOT mit Thraͤ⸗ nen ſtehn, dieſe ſollen noch auf Erden, und denn dort laß ihn dein getröstet werden. 4. Seelig ſind die fröͤm⸗ men Hertzen, da man ſpuͤren kann und Leib und Blut, Luſt verſchmertzen, weichen ger⸗ Ehre, Hab und Gut. mit mir, werd ich nur zu⸗ gerichtet zu deinem Preis und Zier, ein Faß der Herrlichkeit, mit deinem Heil bekleidt, geheiligt nun f 150 ſtreben nach und dann, wohl mir, ſo iſts gethan. 322. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. Hommt, laßt euch den N Heiren lehren, kommt und lernet allzumahl, wel⸗ che die find, die gehoren in der rechten Chriſten⸗ Zahl, die bekennen mit dem Mund, glauben veſt von ne ledermann; die nicht ſuchen eigne Rach und be⸗ fehlen GOT die Sach: dieſe will der HERR ſo ſchützen, daß ſie noch das Land beſitzen. 5. Selig ſind, di ſehn⸗ Gerech⸗ tigkeit und Treu, daß in ihrem Thun und Leben kein' Gewalt noch Unrecht und recht, ſind aufrichtig fromm und ſchlecht, Geitz, Betrug und Unrecht haf⸗ ſen, die wird SoOtt ſatt werden laſſen. 6. Selig ſind, die aus frem⸗ ſey; die da lieben gleich Erbarmen ſich annehmen — N 8 262 Vom Erkenntniß Gottes fremder Noth, ſind mitlei⸗ bring; Sanft dig mit den Armen, bit⸗ ten treulich für ſie Gott, die behuͤlſlich ſind mit Rath, auch, wo moͤglich un mit der That, und Barmhertzigkeit er⸗ langen. 7. Selig ſind, die fun⸗ den werden reines Hertzens jederzeit, die im Werck, Wort und Geberden(e⸗ ben Zucht und Heiligkeit: dieſe, welchen nicht ge⸗ faͤllt die unreine Luſt der Welt, ſondern ſie mit Ernſt vermelden, wer⸗ den ſchanen GOT mit Freuden. 7 8. Selig ſind, die Frie⸗ de machen, und drauf ſehn ohnünterlaß, daß man moͤg in allen Sachen fliehen Ha⸗ der, Streit und Haß: Die, da ſtiſten Fried und Ruh, rathen allerſeits dazu, ſich auch Friedens ſelbſt befleiſ⸗ ſen, werden Gottes Kin⸗ der heiſſen. 9. Selig ſind, die muͤſ⸗ ſen dulden Schmach, Ver⸗ folgung, Augſt und Pein, da ſie es doch nicht ver⸗ ſchulden, und gerecht er⸗ fanden ſeyn: ob des Creu⸗ tzes gleich iſt viel, ſetzet GOT doch Maaß und Ziel, und hernach wird ers belohnen ewig mit der Ehren⸗Kronen. 10. HERR, regler zu allen Zeiten meinen Wan⸗ del hier auf Erd, daß ich ſolcher Seligkeiten aus Genaden faͤhig werd! Gib, daß ich mich acht' gering i D. werden!lreines Hertz, die in i wieder Hülf empfangen, mein uftmuth auh an Feinden uͤbe, die 6 rechtigkeit ſtets liebe. 11. Daß ich Ar men he d diene, immer habe f f fried ſtehn, verſuͤhne, anhang in Freud u Schmertz, Vater, f a, Wat neh Naar gat pech l 0 bit went , daß und Rah ge fi in bine e dit alben ang. . Gluck ib l lch in Schuch — von delnem Thron, 9 ich glaub an deinen Sohh, und durch deines Geiſe Staͤrcke mich befleiſſe ug ter Wercke. 3% M. O GOt d frommer GO. verſtand, was Weisheit itt zu nennen; vor allen aber gib, daß ich dich tea verehr, aus deines Geh ſtes Kraft, nach deine Sohnes Lehr. thum, laß mich boch chtiſtlich leben, auf dei nes Sohnes Pfad nach tel ich dir zugeſagt: Ich wo te deinen Will'n, nach nau durch dich erfuͤll h. 3. Die Lehr entſpringt ter Lehrer: Biſt du der auch ihr Vermehrer Was hilft mir mein Bemühn, ein Leſen, mein Siu dir'n? Willſt du mich nicht dadurch zur wahren u gend fuhren. meine Klag oft vor dich ö Weishelt aus du Hoͤh! gib du mitn erkennen bey meinem In 2. Ich leb im Chriſten ner Tugend ſtreben, rell meiner Tauſe Bund, ge, von dir, ſey du mein kech⸗ Weisheit Quell, ſo ſeg 4. Mein Dencken und mein Wort, mein 11 den huber, nich bal) du Hülfe wat de benz auf dic u Mgeſcht, und mag von dit, Welt, Bh it . Bein den mein Geiß e Gut und Leheg, Hegg, eit Schutz gezebet Höchster, was; ſch in deiue han mein Anfalg bi auch ſets fei kakohken, 1d ſugghll, e Vater, 14 8 07 1 di e eihetz Gait „Gon ro am er OO ö f eit aus 1 un e meinem! ſtar e was Weſth u een; vor a tig g ß ich dich n ehe 15 deinez g K hach bah hm t. 0 if mich tl ben, auf) S en nach, 0 0 Ti ſtreben, dir z ſagt: Ju dei n Will'n, ine nie Bund,) di ich erfüll, . Lehr entf 15 e du mein Le n Bi hu eis Quell,.. 0 f a ermehrer ſt eins nein Pen in Mil, moll 1 ! lt du michl ur ter wahteg! n b 2 —* 1 8— * — a 2 — ö 5 ö wre 0 gib duni ein Chriſte, . giere gantz nach dir. Soll ich was weiters faſſen, ſo gib, daß dirs allein zu Lob und Ruhm gelang, wie ichs in deinem Sohn und dir allein anfang. J. Sinck ich unachtſam⸗ lich in Schwachheits Suͤn⸗ den nieder, ſo richte du mich bald durch deine Hülfe wieder, daß ich mich flets auf dich mit offnem Angeſicht, und nimmer⸗ weg von dir, auf dieſe Welt⸗Bahn richt. 6. Dein theures Pfand mein Geiſt, mein' Ehre, Gut und Leben, ſey dir, o und Ick ſu. e 5 e eee 222 Und auch mein Laſſen re⸗ und Guts den Armen thate — keine grobe Laſter hate, ey. f 4. Todtes Werck, hiſto⸗ riſch Weſen iſt was ſich die Welt erleſen, und für ihren Chriſtum haͤlt! Schatten, Bildnuitz, Schein und Meynen, Judas Kuß und Heuchel⸗ Weinen iſt der Glaube dieſer Welt. 5. Hierin hab ich auch geſtecket bis du mich haſt aufgewecket; Ach! daß ich nun wachte recht, und den Gnaden Zug bedachte, wie du, HExre, der Gerechte, mich willſt haben recht und — HER, allein in deinen ſchlech Schutz gegeben: Mein Hoͤchſter, was ich bin, werf ich in deine Hand: wie du mein Anfang biſt, ſo bleib auch ſtets mein End. 324. Mel. Ach! was ſoll ich Suͤnder ꝛc. teuer Vater, deine Liebe, ſo aus einem heiſſen Triebe mich in Thriſto auserwaͤhle, und eh ich zur Welt gebohren, ſchon zur Kindſchaft aus⸗ erkohren, und den Deinen zugezaͤhlt. 3. Hat mich zwar bisher geſehen, als ein Faß des Zornes gehen, doch ertra⸗ en mit Geduld, ſo, daß u nicht wollen ſtrafen, noch mich aus dem Wege raffen, mitten in der Suͤn⸗ den⸗Schuld. 3 3. Da ich dacht, ich waͤr und davon zu reden wuͤſte, brauchte Kirch, Altar dabey, ſang echt. 6, Hilf, daß ich dem Fleiſch abſage, nicht nach teitlen Ehten frage, rein'ge ſelbſten Hertz und Sinn: Laß kein Welt⸗Tand mich ergoͤtzen, Chriſti Schmach viel hoͤher ſchaͤtzen, als Egyptens Luſt⸗Gewinn. 7. Toͤdt des alten Adams Glteder, mach uns dit zum Opfer wieder, lehr mich nur zu Chriſto gehn; Aus des alten Adams Modern muß der neue Menſch auf⸗ lodern, und in Chriſto auferſtehn. 8. Wenn am Eitlen an⸗ dre kleben, zwiſchen Luſt und Furcht noch ſchweben, oder blind zur Hollen gehn, will ich meine Glaubens⸗ Fluͤgel ſchwingen zu dem Sternen⸗Huͤgel, und auf meinen Helland ſehn. hoch achten, andrer Wan⸗ man ſondre Gaben ehrt: werd war es doch nur Heuche⸗ 9. Wird man gute Werck del ſehr betrachten, und ——— S 264 Von Erkenneniß Gottes 1 90 Werd ich mich daran er⸗ goͤtzen, wenn mir GOT mit Chriſti Schaͤtzen nur den Glauben recht beſchert. 10. Will der Satan ſeine Oiſteln wieder in bie Roſen niſteln, und mich gerne zu ſich ziehn; Zeigt er ſeines Reiches Schaͤtze, ſtellt ſubtil und grobe Netze, laß ihn ſich umſonſt bemühn. 11. Sollte mich Egyp⸗ ten reuen, und nach ihren Topfen ſchrehen, Hertz und Geiſt nach Sodom ſehn? Laß mich beten, wachen, kaͤmpfen. Suͤn⸗ de, Tod und Hoͤlle daͤm⸗ pfen, widerſtenn. 12. Wird mir Kraft und Muth genommen, und enns ſoll zum Treffen kommen, ich nur hab den Willen noch: So verleih auch das Vollbringen, Weisheit, Kraſt in allen Dingen, und zu tragen Chriſtt Joch. 13, Will die Eigenheit mich fallen, oder ſchlagen Trübſals Wellen auf mein ſchwaches Schiflein zu; Weiß ich, daß es JE⸗ Sus fuͤhtet, und Er ſelbſt das Steu'r regieret, bringt es auch im Port C 14. Wer kein Heerling will verbleiben, muß ſich Chriſts einverleiben, und ein guter Rebe ſeyn; Sor⸗ en, Geitz und Wolluſt haſſen, ſich allein dem Heiland laſſen, meiden al⸗ en Heuchel⸗Schein. und dem Anlauf en 15. Wer auf ſelnen/ 1 gut ble 5 land trauet, der hat a den Fels gebauet, und he ſitzt den Himmel ſchon: er gleich muß zeitlich 9 den, folgt doch Herilſch ſi durch baren keit und Freuden dot uu ag ülge ſeines IEſu Thron. feht Licht 16. HErr du wollt ni 22. J, ſelbſt bereiten, wie in al ern Heade und Ewigkeiten du del armes Kind begehrſt; u kanſt kraͤft' gen, ſtaͤrken gruͤnden, Mittel, Zelt un Wege finden, da du if dein Heil gewaͤhrſt. 17. Ich will gerne hal ten ſtille, meine Heilgung ſeſammet, wind ſey dein Wille, laß mei zen anheahnle, Hertze brünſtig ſeyn, dich Bräusſgam lde mein Heilaßd, zu um Glaubens Lan fangen, und dir ewig aß gen, und beh. zuhangen; Sey du mei Lob ih ſgeh; ich bleibe dein. i Gloris! 18. Wird mich Bab gleich vernichten, will mic auch ſelbſt Zlon rich ten, trag ich ſolches mit che en duld, und will mich dabey vergnuͤgen, wenn ich nur kan ſicher liegen unter mei nes IEſu Huld. 3 19, JESu, was d angefangen, das era ich mit Verlangen: Ach 1 verſiegk es doch einmal 26, Me eaß mich durch den r lebeßt Geiſt auf Erden ſtarc un ne innern Menſchen werden Slask Salb mich mit dem Fre 11 5 den Oel. ea 20. Ich will nach de 1 ae Stille ſtreben, und an del, 1. tl 6 f ner Liebe kleben; Gib n 10 big h geſtes Herze mir, daß ic lee ſtets aufrichtig handle lan ut, Ein ede gde Fa 10 Tn deig a fiche de don el 1 geführt weden, Nuſend Sage dich ihten Hüten a in ncht neh, elfen terlich in Liebe wandle, an wil; J eh tur. Tage, durch goͤttliche 7 96 GO tes und J Eu. 265 A, 21. SerrI bekehr doch 1 0 auch die Meinen, ſchkeib mel 0 8ſie in die Zahl der Deinen, 1 1 10 10 5 zeige ihn'n dein Angeſicht! 5 u 115 liehe ſie von oben kräftig, ſey durch deinen Geiſt ge⸗ ſchaͤßig; bringe ſie zum techn ten Licht Ja, laß auch die an⸗ dern Heerden bald herzu Ferſbrdt geren, und wiel 1 4 tauſend Seelen ſeyn, die 10 Jen, 10 dich ibren Hirten nennen, ide 5 kel, Je und in rechter Wahrheit 3% deu kennen, zan ut dir gehn 1% ih. immel e 7. dil gere 23. Daz wir künftig al⸗ fil beine hug 0 te wenn die Poch⸗ de ile, lab zeit anberahmet, und der tze tig seyn, Braͤutigam alda, helle in end, u Glaubens Lampen been. zen 3 d dir engl gen, al ' N 5„ 1 blu ein, 1 Gloria! 8. d mich 9. e ich u chten, wan 325. Mel. ERK, ch Jilon i nicht ſchicke ꝛc. a 10*. ches Ta e Meiſter! Id,„ will mich ⸗ T Worte ſt nd die rechte g, wenn ich und dem Lamm din an e Seg Ju Lob⸗Lied ſingen: Haällelu⸗ m deine. Himmels Morte; deine Lehren ſind der Pfad, der uns fuhrt zu Goltes Stadt O wie ſelig! Wee dich hoͤret, wer von dir will ſeun gelehret! Wer zu jeder Zeit und Stund Hanz auf deinen treuen Mund. 2. Sprich doch ein in meiner Hale, rede doch zu meiner Seele: Lehr ſie halten his in Tod deiner Liebe, Liebs⸗Gebot. Hilf mir in dem Lieben uͤben, und Gott uͤber alles lie⸗ ben; meinen Nächſten gleich wie mich laß mich 5 inniglich. Lehr mich engliſche Geberden, laß mir dein Demuth werden: Genu mir deine Sanftmutb ein, mach mich klug in Einfalt fein. Alſo werd ich mich entbinden, und der Seele Ruhe finden; alſs werd ich in der Zeit ſeyn gelehrt in Ewigkeit. II. Von der Gnade und Liebe U gef i, das lh n erlangen . 326. M. wer nur den s doch en 3 0* durch l lieben Gott ꝛc. eif Emden fa Tragt m niche ner henſchen u f 90 18 ich 0 a mit ben p 4 2 0 0 un 1 0 1 ÿ 1* 400 and r Welt! es kan mich ja gar nichts ergoͤtzen, was mir die Welt vor Augen ſtellt. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe JEſum Gottes und Ie ſu. 2. Er iſt alleine meim Freude, mein Gold, mein Schatz, mein ſchoͤnſtes Bild, an dem ich meine klebe walſl 0 al Ae ire der mein Ziel. 5 zugericht t. Ein jeder ꝛc. M Sin nd Augen weide! und finde, Schaͤtzen, von was mein Hertze ſtillt. Ein te. und Schoͤnheit die⸗ jeder liebe, was ꝛe L 3. Die Welt vergeht mit iin Luͤſten, des Fleiſches Schoͤnheit dauret nicht, die Zeit kann alles das verwuͤ⸗ ſten, was Menſchen Haͤnde 4. Sein Schloß kan kei, ne Macht zerſtoͤhren, ſein eich vergeht nicht mit er Zelt: ſein Thron bleibt ſtets in gleichen Ehren, von nun an bis in Ewig⸗ keit. Ein jet er liebe ꝛc. J. Sein Reichthum it nicht zu ergruͤnden: ſein allerſchoͤnſtes Angeſicht, und was vor Schmuck an Ihn zu finden verbleicher und veraltet nicht. Ein jeder liebe ie. 6. Er kan mich uͤber alls erheben, und ſeiner Klar⸗ heit machen gleich: er kan mir ſo viel Schaͤtze geben, daß ich werd unerſchoͤpflich teich. Ein jeder de. 7. Und ob echs zwar ne muß entbehren, ſo lang ich wandre in der Zeit: Se wird er mirs doch wohl ge⸗ währen em Reiche ſeiner Herrlichkeit. Drum thu ede was er will. ich ebe JEſum, der mein Ziel. 327. Mel. Ermuntre dich, mein 2c. Alls hat GOtt die Welt gelebt,(das mercke wer es hoͤret!) die Welt die Gott ſo hoch betruͤbt, dat Gott ſo hoch geebret, daß er ſein'n eingebohr⸗ nen Sohn, den ein' gen Schatz, die ein ge Kron, das ein ge Hertz und Leben mit Willen hingegeben. 2 Ach! wie muß doch ein ein ges Kind bey uns hier anf der Erden, da man doch nichts als Boaheit findt, ſo ſehr geſchonet 3 3 5 1 5 266 Bon der Gnade und Liebe brennt der Vater Ein wie giebt und ſchenckt! alles hin, eh als er an dg Schencken des ein g nur will deucke aus freyem Muth, u trenen milden Herze ſein ein' ges ſchoͤnſtes Gut, in mehre tauſend Schmertzen; e le 40 giebt Ihn in den Tod ih 1. Bund ein, ja in die Hoͤll unden werden: wie hitzt und 60 . 0 00 0 meet bens hl ich Vo M ug, für be Win Rind h Hag 11. dir immer mehr g Was haft du ah! heſehn, haf, 9 dich hoyneſ fu — . 3. GO TC aber ſcheſch Kind 0 icht dein Recht, aft eg pate — ge Pein; zu unerhört a Leide, Fößt Göde e e e N einge Freude. ſanich uuf Warum boch bah Hapeſel; A daß du, o Welt! fte ne e U der mͤͤchteſt then, 0 fa d durch ein theures k 4 fe fir hen Geld aus deinen Kat gehen? denn du wel U wobl, du ſchuzde B, de fen wle, de dich GO dd 105* anvertraut, du, u ae Gin deinen Orden, ihm al bee untreu worden. e gar ſhlect! 5. Darüber hel d geh Die fe Sund und Tod, und 60** cht u tanas Geſellen, zu bil 4 W Angſt und harter Nah e She A beſchloſſen in der Hel und iſt bier gar keln au 95 1 i 1 1 00 0 il eben hat: wer den I ae 0 9 a 7„ N deißs en⸗Feind entlaufen, 6 215 60 hat uns fein 4 605 Nil Sohn verehrt, daß ald zug be Menſchen Weſen, ſe 1 0 dem ewgen 5 0 lu ſchwert, durch 55 9% Mun eneſen: ict. Siehe Pammniß b ſchrüunn mh N f ung, Troſt und 415 Naben haber J l des ewgen galt ebt en den Laß n. de Höll e ze dun ide fte fegt der N um boch aß d F Walk! fen ere e at stehen, — S ur theres zeld u deiner A ehe denn du b ol J ſchnͤde gn le, ich God noe wt, du, ein I eden, 0 nur 1 Zur z Tob, unh 0 ane 12 11 ing ed haktet l en in der gi 0 un i e 66 1 [Heitz ergruͤnden! Wie iſt dir immer mehr geſchehn? nen Was haſt du an der Welt n e n Kin nf aß ut, i gekroͤnet? . 0 N Gottes und Ikkſu. 257 7. Ach, mein GO, meines Lebens Grund, wo ſol ich Worte ſinden? Mit was fur Lobe ſoll mein Mund dein treu⸗s geſehn, daf, die ſo ſehr dich hoͤhnet, du ſo gar hoch 3. Warum behiek'ſt du nicht dein Recht, und lieſ⸗ ſeſt ewig preſſen diejen ge, die dein Recht ge⸗ ſchwaͤcht und, freventlich vergeſſen; Was hatteſ du an der fuͤr Luſt, von wel⸗ cher dir doch war hewuſt, daß ſie für dein Verſcho⸗ nen dir ſchaͤndlich wurde lohnen?. 9. Das Hertz im Leibe weinet mir vor gkoſſem Leid und Graͤmen, wenn ich bedenke, wie wir dir ſo gar ſchlecht uns beque⸗ men. deiner nicht, und was du ihnen zugericht't durch dei⸗ nes Sohnes Buͤſſen, das treten ſie mit Fuͤſſen. to. Du frommer Vater, meynſt es gut izt allen MenſchenKindeld; du orbneſt deines Sohnes Blut, und reichſt es allen Suͤndern: Willſt, daß ſie mit der Glaubens Hand das, was du ihnen zuge⸗ wandt, ſich voͤllig zu er⸗ quicken veſt in ihr Hertze drucken. 8 11. Sieh aber, ſſt nicht immerfort dir alle Welt zuwider? du baueſt hier, du baueſt dort, die Welt ſchlaͤgt alles nieder; Dar; um erlangt ſie auch kein Hell: ſie bleibt im Tod, und hat kein Theil am Reiche, da die Frommen, die G0 T geſolgt, hin⸗ kommen. 12. An dir, 6 Sock! iſt keine Schuld, du, du haſt nichts verſchlafen! Der Feind und Haſſer dei: ner Huld iſt Urſach deiner Strafen: Weil er den Sohn, und nah ans Hertz geſtel⸗ let war, auch eintzig hel⸗ fen ſolte, durchaus nicht haben wolte. 13. So fahre hin, du tolle Schaar, ich bleibe bey dem Sohne, dem geh ich mich, des bin ich gar, und er iſt Hab ich den Sohn, ſo hab ſch gnug, ſein Creutz und Leiden iſt mein Schmuck, ſein' Angſt iſt meine Freu⸗ de, ſein Sterben meine Die meiſten wollen Wei B 5 0 14. Ich freue mich, ſo oft und viel ich dleſes Sohns gedencke; dis iſt Sünd und Miſſethat will groͤſſer ſeyn als Gottes Gnad, und wenn mir mei⸗ Hertz will rauben. 15. En, ſprech ch, war mir Gott geneigt, da wir noch Feinde waren, ſo wird er ja, der kein Recht beugt, nicht feindlich mit mir fahren qnietzo, da ich ihm verſuͤhnt; da, was ich Boͤſes je verdient, ſein Sohn der nichts verſchul⸗ 8 det⸗ nen Glauben mein eigen der ihm ſo klae meine Krone. 80 mein Lied und Saiten⸗ Spiel, wenn ich mich heim⸗ lich ktaͤncke, Menn meine 268 Von der Gnade und lebe det, ſo wohl fuͤr mich er- 4. OIcſu! befne dh duldet. 16. Fehlts hier und da! Hertze ſchließ, erquickel t Ey unverzagt! Laß Sorg mich ohne Zahl viel th und Kummer ſchwinden: ſend, tauſend, tauſendma Der mir das Größte nicht verſagt, wird Rath zum Kleinern finden. Hat Goit mir ſeinen Sohn geſchenckt, und für mich in den Tod geſenckt, wie ſolt er, laßt uns dencken mit ihm nicht alles ſchencken. 17. Ich hins gewiß, und ſterbe drauf, nach meines Gottes Willen: Mein Creutz und gantzer Lebens⸗ Laaf wird ſich noch froͤllch ſtillen Hier hab ich Gott und Gottes Sohn, und dort bey Gottes Stuhl und Thron, da wird faͤr⸗ wahr mein Leben in ew'gen Freuden ſchweben. 328. Mel. Nun laßt C Glauben, uns den eib be⸗ graben. ſuͤß, wenn ich ſie tief in 5. Ach! liebt und lobe doch mit mir, den, der un liebet fuͤr und ſuͤr, mit eic belohnet Lieb allzeit, u hort nicht auf in Ewige 6. Me in Ickſulein lieg Mir im Sinn, ich geh un ſteh, und wo ich bin: Mie froh und ſelig werdich ſen, wenn es wird ſeyg und ble ben mein. 7. An dir mein Hertz hn eine Luc, vollkommen die Lieb und Luſt, me Ruhm ift all auf dich g. ftellt, o Itzſu! Heilag aller Welt. 329, M. Saſt du nu f Ickſu dein ꝛc, hriſte! mein Hoffen, mei mein Walen und das, was Cheiſen Ar IEſum dencken oft kan ſchmecken und einig und viel, bringt Freud gefallen; richte den Sin und Wonn ohn Maaf und treuer Welt Heiland! da 15 recht aber Honig⸗ hin, Ruhm dit zu bringen uͤſſer Art iſt ſeine Gna⸗ vor allef. den Gegenwart. 2. Nichts llebers meine Zunge ſingt, nichts teiners meinen Ohren kling, nichts ſüſſers meinem Hertzen iſt, als mein hertz⸗ lieber JEſus Chriſt. 3. O JEſu! Hertzens⸗ Freud und Wonn, o Le⸗ bens Brunn, o wahre Sonn! ohn dich iſt alle Freud unwerth, und was man auf der Welt begehrt. 1 f 2. Eintzig Gelſebter, du Wonne! dick will ich ere ben, ich will mich gaͤutzlag die ſchencken und völlig hingeben! nimm du mich hin, iſt es mein groſſer che wing, keinen wird ka cken mein Leben. 3. Eines, das noͤthig, laß maͤchtig vor allen bestehen Ruhe der Seelen, laß al 05 1 Eintzige Lu mir 8 ſerſ 0 mein Lebe — ea dw Wenig ele 1 He Musles nig 0 ſb daß 0 Wöalgund fl un: Gib du fel Ge, was gb ch anders die S le J. Filed ich im Halle Ach achunge len dis Whſch höchtes Venn dir nichtz neh Ich jetb begeht ſlich dir ſelber⸗ 6, Centner f mir die Bie ſicht wilt 90 was irdische die Chriſten Laß es den ban pf Eh der wirds blade. 7, Nan, zun duch men un Peda fum, das le in ſich anfaſe mir ſein Nee — ales allein, Fe wer wollte bich 330. M. 2 was gihn e Du ac D ieh Riesen, kau Hazen fie h ſiſſen: vil ber dich 0 i aug. ge Hong desen rin e ich bin h l 103 nn 7 int „ eh mein Hergh ne e volk Li a deu, uhn ill auf dig It,„ Eſul er) „ 0, I Saſt dun chr melt kel ei Hoffen, lau n mein Wal d was Ch n f ken und e fall fichte den ei, 9 ue t Hela „ „4 1 2. 4 Gelee on ich ile u, i il mich ga 0 r h ken und 9 i dit zn bi 1 nagt e nimm du „ a mein goſeh un inen wi n in Leben. 3. ,das nocht ſch r alen d uh Seelen, lf „ in etel, den in ft il 15 u mich im Glauben dir treg⸗ verjagen. auch mmer und ewiplich muß alles, geſchweige das ferner bewuſt, Chriſtus mir ewig erſehen. 4. Herzog des Lebens! du wolleſ mich ſelber regie⸗ ren, ſo, daß mein Leben tchheilig und ſelig magfuͤh⸗ ren: Gib du den Geiß, rei⸗ che, was goͤ tlich nur heiſt, anders die Seele zu zieren. Gottes und Ickſu. 5. Friedens ⸗Füͤrſt! laß lich anhangen: Eile zu ſtil⸗ len dis Wünſchen, mein hoͤchſtes Verlangen: Von dir nichts mehr Heiland ich jetzo begehr: Nimm mich dir ſelber gefangen. 6. Centner ſchwer ſind mir dir Buͤrden, wo du nicht wilt tragen: Alles, was irrdiſch iſt, trachtet die Chriſten zu plagen. Laß es denn ſeyn, lebt man nur Chriſts gemein, der wirds wohl koͤnnen 7. Nan, nun, ſo will ich haſſen Buͤrden, die Chri⸗ ſtum, das Kleinod, nicht in ſich einfaſſen Er ſoll mir ſein Reidthum und G alles allein, GOtt! Gott! wer wollte dich laſſen. 330. N. Ach! ailes, was Himmel und Erden. Jurch bloſſes Gedaͤcht niß dein, Ick Sulge⸗ kieſſen, kann Sinnen und Hertzen wie Honig daärch⸗ ſöſſen: willſt aber du ſel⸗ ber dich bey uns befinden, eee 2. Man ſinget nichts Chören, man kan auch auf Erdennichts lieblichers hoͤ⸗ ren, ſo iſt auch im Dencken nitöts ſüſſer zu loben, als Paters von oben. 3. O Ic Su! du Hoff. nung des, der ſich bikehret: mie biſt du ſo milde, wann man dich begebret! Wie hiſt du ſo guͤtig im Suchen der Blinden! Wie wirſt du denn heiſſen, wenn man dich wird finden. 4 O JéeSu du Suͤſ⸗ ſe der innern Guter, du Brunngnell dee Lebens, du Licht der Gemüther: Wo du biſt, muß alle die Freude verbleichen, man kann es mit keinem Ver⸗ langen erreichen. 5. Die Zunge verſtum⸗ met und kan es nicht ſagen, ſo kan es auch niemand in Schriften vortragen: Er⸗ fahrung die lehret, vom Glauben getrieben, was dieſes bedeutet, dich, IE⸗ Su, zu lieben. 6. Dich ſuch ich imette des Nachts bis am Mor⸗ gen, wenn ich mich im Zim⸗ mer des Hertzens verbor⸗ gen. So heimlich als oͤf⸗ fentlich unter dem Haufen ſieht man mich vor Liebe dir, IFſu! nachlaufen. 7. Ich geh mit Maria im eifrigen Trabe, ond ſu⸗ che dich, JEſu, des Mor⸗ gens im Grabe, da muß ich in Dencken mich kraͤn⸗ cken und winden, und win⸗ Honig verſchwinden. M 2 kann finden. 8. So ſchöners in himmliſchen JeSue, die Gabe des. ſeln, dieweil dich kein Auge 270 8. So will ich das Grab denn mit Thraͤnen hegieſſen, ſo ſoll denn mein Aechzen, die Hoͤhle durchſchieſſen. Drauf kommſt du, da will ich zum Fuͤſſen hinkuten, die faß ich, und bin nicht herun⸗ ter zu ziehen. 9. Rabbuni! du Konig der himmliſchen Wunder ſo ko umſt du, ſo ſiegſt du noch immer jetzunder. O Suͤſſe! bie mehr als mit Worten kann laben, wie brennt mein Verlangen, dich immer zu haben! 10. So bleib denn, mein Liebſter! vor meinem Geſichte, erleuchte mich Armen mit himmliſchem Lichte; Treib ferne das Dunckle vom Geist und vom Willen, mich kleine Welt, lieblich mit Licht zu N Und weichſt du, ſo 0 doch auch wieder zur Seelen, laß leuch⸗ ten die Wahrheit ohn alles Verheelen: ſo wird ſich das Eitle der Welt von mir trennen, ich werde vor Liebe beginnen zu brengen. 12. Denn haſt du mich IJeESul! nicht erndlic geliebet? Wie lieblich wie ſüß iſts, wenn man ich ſo uͤbet: viel tau⸗ end Ergoͤtzung iſt bey dir zu ſpuͤren, nlemand mit Worten aus⸗ ſuͤhren. 13. Iſt denn nicht im Leiden dein Hertze zerfloſſen? Haſt du nicht dein But wie die f es kann es ja Von der Gnade und Ziebe] Strome v berge 5 ich, nuh erloͤ ſet, mid GO kann ertraun und ewig erhoffe 4% Antlitz zu ſchauen. 14. W kommt alle, lernt e f ſum erkennen, beging gd vor Liebe mit mir zu elt breunen! Kommt, uns ihn ſuchen mit Eſſg auf Erden, damit wir in . noch brug werde 15. age gellehet ſo laßt uns ihn liebeh ſonſt wird ja diekiete dun Liebe getrieben; Komm laßt uns doch ſeinem Gen che nachlaufen und was g gewünſchet, das wünſch mit Haufen. fe Fe. 15 10 ere 5 e „-b; dd g 5 35 — 1 6 0 e Nb 1 16 f el, al 1 5a ſſge ideuch en ſuch die Eand 1 e lacht 1 0 4. O thats 1 da 0 mis es von N. Newüͤget ii, 10 t d 6 ſeh mir nahe, dich ſhund ch 1 lt daß dc„raum 14 1 winden wei 331. In eigener Mel. in's Chriſten Hen ſehnt ſich nach 1000 Dingen; ein irrdiſch Hat nach dem, was 115 heißt. Haͤlt GO e de Seel, kayn ſie kein Wel, Geiſt zwingen, weil Gal tes Kraft ſie faͤrckt und zu ſich reißt. Gode getreu, wenn man ſich zu Ihm wenbet, fang Er 19 an, Er mittl, ald vollendet. Ja, er kommt 10 Abr mit ſelher Gnab 0 Er ſuchet uns, und wil uns zu ſich ziehn: 0 ſchaͤtzt der HE Rg ſo graf die arme Made, ob ſſt gleich ſolt mit Jona v Ihm fliebn, 7 1. doch, und will ga Leung, 1 190 5 0 9 1 ein gatürſch hen hat; J ius Hettz, k was gie dei erſaßten in he Manns eſſh l e 50 fü 05 von wir 115 60 dert aber iz den eh ſag 1 16 i, Ns 550 0 Ten ur( lebe) en D A 1 N id% berhoſ ntliß J chauen 9 — — — S— 2 6 0 — — 0 — 2 — — —— * 1 — 2 2. —— —— 15. er uns ge 5 e onſt! u adietliteeh (lebe eben; Hum ſaßt! n chſeſſent * 4 1 und ng gew mir a5 b — 37 6% eigene Rl Nin. Che sich nac Ding e ein irrdich nach; waz f beiß“ Halt Hh See n ſie kel Gei ngen, wel tes; n t ſee fich! zu ſi a ßt. Goll gett i wenn n zu e wenbet, 0 1 an, Er ig und endet. 2 ker kaun zuvb wit eile 00 3* . — . — 2 — — — — — —. HERR l Made,“ 100 will euch erg zicken, wenn 8 euch die Sünd und ihre und wenn i dich, 8 N winden mein gro ſt 1 G ttes und IE fu. 271 gern ſaſſen dos Sünden 332.. Juͤr Gicht 1 Er ſucht es zu Err IE ſu 2c. 18 Ach! oͤffne mir die 1 lieb hab ich Tiefe meiner Sünden de, dich, o Hen, ich ſaß mich auch ſehn die but, bu mollſt ſeyn don Tiefe deiner Gnad; Laß mir nicht fern mit deiner keine Ruh mich ſuchen Hülf und Gnade: Die oder finden, als nur bey gantze Welt erfreut mich dem, der ſolche fuͤr mic nicht, nach Himm'l und J Erden frag ich nichk, wenn ich dich nur kan haben? ö mir gleich Laſt recht drucken. mein, Heitz zerbricht, e 4. O theures Lamm! biß du doch mein Zuver⸗ das dort Johannes ſahe icht, mein Theil und mei⸗ wie es vom Anfang her hes Hertzens Trost, der gewürget iſt; nimm weg mich durch ſein Blut hat von mir die Sund, und erlöͤſt. HERR IE Su ſey mir nahe, da ich Cht'ſt, mein 60 t und dich ſeh und ſchmecke, wis HERR meln Gos Tund du biſt: Laß mich durch HERR! in Schanden laß Lamm! recht über, uns nimmermebr: 26% bist, HErr, dein Creutz, die Greuel mei- G' chenck und Hab, mein ner Sünden. Leib, Seel, und all's was FJ. Gib mir ein reines ich bab in dieſem armen Hertz, damit ich ſehe, was Leben! Damit ichs brauch kein naturlich Aug geſe! zum Lobe dein, ium Nutz ben hat; gib deine Lieb und Dienſt des Naͤchſten ins Hertz, daß ich verſtehe/ mein, wollſt mir dein was nie kein Menſch Gnade geben! Behlt erfahren in der That: Laß mich/ 7 vor ſalſcher mich doch vom verborgnen Lehr, des Satans Mord Manna eſſen, und dein und Luͤgen wehr: in al⸗ o JES Ul ewig nicht lem Creutz erhalte mich pergeſſen. 8 auf daß ichs trag geduldig 6. So ſoll dein Lob lick, HErr JEcy Chriſt denn von mir ſtets erklin⸗ mein HERR und GO gen, ſo lang ich noch in men HEgiR und G0 dieſer Schwachheit bin; kroͤſt mir mein Seei in dert aber werd ich dir ein Todes„Noth. 8 neu Lied ſingen, inzwiſchen 3. Ach! HERR, laß nimm dis Lallen von mii dein lieb Engelein am letz hin, bis ich dort werde wilſ ten End die Seele mein den Seraphinen in deinem in Abrahams Schooß den Leib in ſei⸗ hat; der da gerufen: Tempel Tag und Pacht tragen dir dienen. n'm Schlaf Kaͤmmerlein M4 gas a Don der Gnade und Ziebe juͤngſten Tage; Preiſen ewiglich. 333. M. Wer nur den lieben G Ott ꝛc. eich will dich lieben mei; u ich win dich lieben, meine Zier! 955 will dich lieben mit em Wercke, mit immer währender Begier? Ich will dich lieben, ſchoͤnſtes Licht! bis mir das Hertz ne Staͤrcke! im Sterben bricht. 2. Ich will dich lieben 9 mein Leben! als meinen allerliebſten Freund; Ich will dich lieben und er⸗ heben, ſo lange mich dein Glantz beſcheint. Ich will dich lieben, Gomes Lamm 57 meinen liebſten Braͤu⸗ gam. 3. Ach! daß lch dich ſo ſpat erkennet, du hochge⸗ lobte Schoͤnheit du! und dich nicht eher mein ge⸗ nennet, du hoͤchſtes Gut und wabre Ruh! es iſt mir leid, ich bin hetruͤbt, daß ich dich hab ſo ſpat geliebt. 4. Ich lief verirrt, und war verblendet, ich uchte dich, und ſand dich nicht; hatte mich von dir ge⸗ wendet, und lebte das ge⸗ gar ſanft, ohn einge Quaal und Pein, ruhn bis am alsdenn vom Tod erwecke mich, daß meine Augen ſehen dich in aller Freud, o Gottes⸗ Sohn! mein Heiland und mein Gnaden Thron, HErr IeEſu Ehriſt, erhoͤre mich! erhoͤre mich! ich will dich 5. Ich dein Glantz das Licht ge brackt; Ich dancke di du Himmels⸗Wonne! da ſuͤffer Mund, daß du mic innigſt machſt geſund. nen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn: la meinen Fuß in deinen W. ſtille ſtehn; Erleuchte een und Seele gantz, du e ſtarcker Himmels Glantz. 2. Gib meinen Aug ſuͤſſe Thraͤnen, gib meinen Hertzen keuſche Brun Laß meine Seele ſich ge wohnen, zu uͤben in de Liebes⸗Kunſt: Laß meinen ſtets ſeyn zu dir men Schatz gewandt. 9. Ich will dich lieh meine Krone, dich mil ich lieben meinen Gon; Ich will dich kleben ohe Lohne, auch in der alle größten Noth! Ich wil bis mir das Sterben bricht. 334. M. Folget mit ruft uns ꝛc. (IeSu! deine Lebe Flamme, macht daß ich die Welt verdamme, wen ſte mir das eitle Spiel ihre Hertz in Liebe zeigen will; Dee Treu iſt meine Fteude, ſchaffne Licht.: Nan aber deine Wolluſt meine 15 iſt durch dach geſchehn, da ich dich endlich hah erſehn Ich dancke dir, du wahre Sonne! daß m 1 khibeg; f chat el nig 90 ich wil der Wie du mich froh iund ſrey 5 Ane e macht: Ich dancke dit y gen nicht ſtraucheln on Sinn, Geiſt und Verſtand, dich lieben, ſchoͤnſtes Lt Feel Gin l U.. gbr deter dae eln fe, dich il ſküſſn, Ren 6. Erhalte mich auf) e ſche ders 1. Ac is ſchen eben und 5 egen gehn, 5 die evpdſchaf Lolh, ach! o her⸗Noth: wi Noſe heecheg, ſich 19900 ein Ttöpfiſz keit führt e Heltzeleid. 4. Wer date ſe, und je eh hieſſe deſto due ſich weine Gi dich: und fg ler ebe uch Slunden übe, Zelt fuͤrwalt ſonfttanſenb e ſoll ich im e Hertz noch hy er lad Pahl zu de Hochleit d laß ax an die bellebteſ bin dein, und! ewig ſoll die 337 M. d mes welt Jen dt Sinne, I 22 2 —— es 1 1 1 e; ut r 88292 1 N a U inn nach 10 Halte nich nen„en, ul me ng fuß ire gen n ot ſuuche stil Anz Erlach un le ganz, da binn „b nee ſuſ A roͤnen gn h Henze keuſde u La en ine Ge t wi ange, zu ain Li d Kunf ban S u eiß und eh ſte dyn i d S do gewandt. Iich wil dach m im Krone, It! Js e dich e Ame, auch gen Noth d ben, sci bis Fir des g Egazen hic, 3 f M. Se ruft unn d te d Veltva bar z dee e, J s kein u itt l je el I Wat nid n Ihr i ge, ic M ben meltel g ewig ſoll die Liebe ſeyn. 335. M. Du o ſchoͤ⸗ c u e Gottes und JIEſu. 273 ſelig bin. 2. Dich will ich zur Per⸗ de, und dein Segen mein Gewinn, bis ich tod und ignügen, Lu ne, ſund Rohm! len Eigenthum, mein Ver⸗ ſt und Won⸗ meine Hoffnung, Ehr dir hab ich len haben, deine Freund⸗ mich gantz ergeben in dem (ſchafz ſoll mich laben, und Tod und auch im ich will der Miederſchein bu allein mein Jeſu du, du deiner Gegen Liebe ſeyn: biſt meiner Seelen Ruh. deine Wolluſt will ich wiſ⸗ Leben 2. Nichtes ſoll mich von ſen, dich will ich im Gei⸗ dir trennen, nicht Verfol⸗ ſte kuͤſſen, dir will ich ent gung, gegen gehn, und dem Flei⸗ ſche widerſtehn 3. Ach! was iſt ber Men⸗ ſchen Lieben? wenig Luſt und viel Betrüben: wieg! die Freundſchaft kaum ein Loth, ach! ſo iſt da Cen⸗ ner⸗Noth: will man eine Roſe brechen, muß man ſich vielfaͤltig ſtechen: und ein Troͤpflein Herrlich⸗ keit fuhrt ein Meer voll Hertzeleid. a 4. Aber deine Lieb iſt ſuͤ⸗ ſe, und je mehr ich ſie ge⸗ hieſſe deſto mehr vertiefet ſich meine Seele gantz in dich: und wenn ich in dei⸗ ner Liebe mich nur wenig Stunden uͤbe, iſt die kurtze Zeit fuͤrwahr beſſer, als ſonſt tanſend Jahr. F., Nun, mein Freund, ſoll ich im Leben dir das Hertz noch weiter geben, oder lad't mich deine Wahl zu des Himmels Hochzeit Mahl: Ach! ſo laß ak allem Orte hören die verliebten Worte: Ich bin dein, und du biſt mein, nes Weit Gebaͤude FESu, Jen, meine 3 Sonne, meiner See M 5 Angſt und Noth, ewig will ich dich erken⸗ nen meinen Heiland, mei⸗ nen GOT, meinen Fuͤr⸗ ſten und Erreuer meines Leidens Untertreter, alſo ſag ich nur alſo, ſo bin ich vergnuͤgt und froh. 3. Ach! wenn komm ich in den Himmel, zu dir in den Freuden Saal, hier in dleſem Welt ⸗Getuͤmmel i nur Trauren, Creutz und Quaal, Jammer Truͤbſal, Leiden, Plagen, Schrecken, Furcht und ſtetes Zagen, drum ſo ſeufze ich, ach! ach! reiß mich aus dem Ungemach. 336 Mel. Liebe, die du mich zum ꝛc. Eſus, JEſus, nichts als JEſus, ſoll mein Bunſch ſeyn und meln Ziel. Jetzund mach ich ein Verbindniß, daß ich will, was Ic ſus will. Denn mein Hertz mit ihm erfuͤllt, rufet nur: HErr 1 wie du wilt. 2. Einer iſt es, dem ich lebe, den ich liebe fruͤh und ſpat Jeæſus iſt es, dem 92 gebe was 4 bl 12 en hat. Ich bin in ſein Blut 274 Don der Gnad e und Liebe Blut verhuͤllt, fuͤhre mich HErr, wie du wilt. 55 Seheinet was, es ſey mein Slücke, unb iſt doch zuwider dir: Ach! ſo nimm es bald zurücke, JEcu, gib, was nuͤtzet mir. Gib dich mir, Herr Jeu, mild; kimm mich dir, HERR, wie du wilt, „Und vollbringe deinen Willen, in, durch, und an mir, mein GO! Doi⸗ nen Willen laß erfüllen mich im Leben, Freud und Tod, ſterben als dein Ebenbild, Hegg, wenn, wo, und wie du wilt. f 5. Bey auch JEſu geprieſen, daß du dich und viel darzu haſt geſchenckt und mir erwieſen daß ich froͤl ich ſinge nu: Es geſche⸗ he mir, mein Schlld, wie du wilt, HErr, wie du wilt. 337. Nel. Ach! was ſoll ich Suͤnder ꝛc. Neſus iſt mein Freuden⸗ Leben: IEſus iſt mein Lebens⸗Kron; Jeſus iſt mein Gnaden ⸗ Thron, Ih⸗ me thu ich mich ergeben, Ar J 5 theures uk: JIEſu tei 7 0 825 ſt mein hoͤch 1 1 O erben, ohne ſeiner Gna⸗ den⸗ Schein, hah ich lauter dͤllen⸗ Pein. Leib und verderben, u Tod mir helfen IEſus iſt mein Gut. böchßes hne Je ſum muß ich Schmertzen, das mit u chel ſus iſt 4 Alſo w ſſen auf d Teufels⸗Liſt; wenn nh Welt und Menſchen e ſen, wenn mich ſchreckth Hoͤllen⸗ Blut: JeSſen mein hoͤchſtes Gut. 5. Niemand kann mitge der Gldeon, Gottes en gebohrner Gohn, welchn ſich wird zu mir wendn mit der Engel Schaar an Hut: Jeſus iſt mein hoch es Gu ſtetsſ ſtes G 6. Nun laß deine Mach mich mercken, hilf den Sohne deiner Magd, wen mich Furcht und Schrech nagt, wollt du deing Knecht auch aͤrcken, gi mir deines Geiſtes Mud 5 iſt mein hoͤchſſe 1 geben, dein getreuer Knecht zu ſeyn, dir am Won dienen rein, gib mir nut en heiligbeben, gib mir deine Geiſtes Muth: Ieſus if mein hoͤchſtes Gut. 8. So will ich mit Feu, den blelben in dem Haus deiner Ehr, gerne huͤten de ner Thur, und es laſſen niz verſchreiben, dir ſoll diene Geiſt und Muth: Jeſat iſt mein hoͤchſtes Gut. 338. Mel Ickſu, mei 3. Hab ick dleſes Gut im 350 ey! ſo hab ich alles wohl, was ich ewig haben ſoll, das mir lindert alle ne Freude. Ieſu, Sonn im Hen gen, Ie Sl, Freud chmertzen, JEeSy, 1 tung ſenden, ohne Cheiſ eka! 1 00 50 gel ertzens/ Muth bi; Jes. mein Höch gl Atman ill ich mich on l 1609 1 en Henne Manke Jeſum Chriſt, wider gh 1 le. 7 0 . 10 10 Ade, duale N 1 Sil Mein Hett il bon den schone Du haß mich gi komm, 9 Je kiste mich made Jes, weinette 3, M0 0 Wee ich nich hach Gad und Nel Mir verleih! und für, Jan Hach ub le N mitbeiger eh meine Liebe“ 1 109 del, nicht, dat kümmel, night 1 0 0 1 7 7. Eintzeluͤbd will itz hir 950 ich mite Jeſu, eit Toft iy tt , Mein f dict ere alen Abe, mi cht und na e wolf du h Hr n fuß ig ſtet. bah la dee mien ercken, Se We 0 Ku ey wch fn, U 1. 25 45 J 5 ist en hit G1 „elbe get ein genug %u, dir n die u eln, gib enn be. i ben, ön G Muth. N me ches du, o willi nh de. r ben in den h nei Aer, undes la ver nc tben, d Gen end Mu:. iſt s bͤchthe. 1 del Neun 1 1 N Frtud 4 S nN, „ele dei un hr gerne 0, Eon SOttes und Ickſu. 275 n ſen Fuſ fach wo biff du blieben in meinem Betruͤ⸗ ben; IESu! unbewuſt? Ach! komm hald, meln Herz iſt kalt, waͤrme mich mit deiner Liebe, IESu, mei⸗ ne Liebe. 5 2. Wenn ich dich nicht finde, quäalet mich die Suͤn⸗ de, Icſu, Seelen Troſt! Maein Hertz will 7 5 von den ſchweren Plagen, du haſt mich erloͤcß, drun ſo „ komm, o Jeu, fromm, troͤſte mich mit deinerelebe, JeEſu, meine Lebe. 3. Wo ick ſitz und gehe, en wo ich lieg und ſtehe, ſehn ich mich nach dir, deine Gnad und Treue, IeSu mir verleihe immer fur und für, IeEſu, Freud ig Lieb und keid, labe mich mit deiner Liebe, IE Su, meine Liebe. 5 4. Nicht der blaue Him⸗ mel, nicht, das Weit⸗Ge⸗ tuͤmmel, nicht, was zeit⸗ lich iſt, meine Seel belie⸗ bet, alles mich betrüͤbet, was nur irrdiſch iſt. GO allein mein Freudenſchein waͤrme mich mit deiner Liebe, IEſu, meine Liebe. 5. Treuer Hirt der See⸗ len, laß mich nicht ſoguaͤlen in der Wuſteney, ich bin matt und müde, ö mich zum Friede, mach mich los und frey, mir iſt bang, ach! bleib nicht lang, waͤr⸗ me mich mit deiner Liebe, IEſu, meine Liebe. 6. Dort in jenem Leben, ſo du mir wirſt geben, Je ſu, meine Zier! will ich dich mit Freuden frey von allem Leiden, loben 3 bringe Begier, JEfu Heiß, mein Liebes Schmertzl labe mich mit deiner Liebe, JES, meine Liebe. 339. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. FeEseu, wenn ich dich . nur habe ob mir ſonſt gleich all's gebricht, du bleibſt meine beſte Gabe, meinet Augen Sonn und Licht, wuͤrd auch Himmel und die Erden mir gegeben ohne dich: wurd ich doch nicht reicher werden, ſon⸗ dern nur beſchweren mich. 2, Aber wer dich kan femeſſen; deſſen Herze acht in Freud, du kanſt allen Schmertz verſuͤſſen. Du kanſt wendenallesgeide Solt auch Leib und Seel derſchmachten, bleibſt du doch mein Troſt und Theil, daß ich freudig kan verach⸗ en, was die Welt acht t 5 Jet. u abt 3. JEfu, du meins Liebe, dich hab ich mir aus⸗ erwaͤhlt, ſcheint der Him⸗ mel gleich mir trübe, und dein Angeſicht verſtellt, biſt du doch mein Gnaden⸗ Sonne, die mich wieder blicket an, und mein's Her⸗ zens Fienden⸗Wonne, die mich nicht betruͤben kan. 4. Nun, ich hab es wohl getroffen, leb' befreyet al⸗ ler Pein, der Genuß, an⸗ ſtatt des Hoffen, iſt mir zun geraͤumet ein: Jes ſus Liebe mich umfanget, und wornach ich mich ge⸗ ſehnt, hab ich vollig jetze erlanget bleib bey Jeu ungetrennt. 6 340. Mel 26 Den 340 M. Valet will ich dir geben. n meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam', 2. In meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam', HErr Chriſt! allein funckelt all⸗ zu todt. zeit und Stunde, drauf kan ich froͤlich ſeyn. Wenn alles um mich trübe, gantz ſchwartz und finſter iſt, laß ſchimmern deine Liebe in mir, o JEſu Chriſt. 3. In meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam, HErr Chriſt! allein funckelt all⸗ zeit und Stunde, drauf kan ich froͤlich ſeyn. Den will ich auch behalten in meines Hertzens⸗ Schrein, bis ich einſt werd erkalten, und in dir ſchlafen ein. 4. In meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam, HErr Chriſt! allein funckelt all⸗ 45 und Stunde, drauf an ich froͤlich ſeyn. In meiner Seelen leuchte dein IᷣEſus⸗Nam und Glut, mich durch und durch befeuchte dein theures Von der Snade und Liebe wilt, ich weiß, daß oben, des Nam ist Sg * Schild In meinẽs Herzen Grunde dein Sonne laß mir cn zu, ſo bleib Sun der Ruh. 7. In meines Herze Grunde deln Nam, He Chriſt! alleim funckeſta zeit und Stunde, dn kan ich froͤlich ſeyn, deinem Namen frahn Heil, Leben, Kraſt u Glantz, die meine Eu bemahlen mit JEſus u ben gantz. 6 8. In meines Hertz Hrunde dein Nam He Ehriſt! allein funckelll zeit und Stunde, deu kan ich froͤlich ſen Way in mir will entſtehey Angſt, Schrecken, Fuuc und f Scheu, mir aufgehen deinen ſus Namen neu. 9. In meines Hertel Grunde dein Nam, Heik Chriſt! allein funckelt al! zeit und Stunde, dial kan ich froͤllch ſeyn. Tu Teufel, Suͤnd, Tod Hole! daß ihr mich taſtet an, hie Roſen Blut. 8 5. In meines Hertzens⸗ Grunde denn Nam', HErr Chriſt! allein funckelt all⸗ zeit und Stunde, drauf iſt an meiner Stelle, deren ft Jutz gehe euch wehren kan. 10. In meines Herzen Grunde dein Nam Hel f Ehtiſt! allein funckelt al“ kan ich frͤlich ſehn So zeit und Stunde, dio magſt du, Welt, gleich to⸗ kan ich froͤließ ſeyn, A hen, und trotzen, wie du Vater! meiner 5 7 0 ch ſtlch en laß eiligt 9 u Helge fe labſe hem de 1. J e 0% Chet! aul b tnnd Stel Gu! es sole Nate in man du bis wer ſchetwach fl 12 Jule Gwdedeg Chriß! alen Felt und Sl ich fihlich ſe lt in den Troß ine du Hen dic haß f 30 N Cheiſtt 4 L 0 Bilde de hast gemaßß du nich ſoſ Fal mit! Hebe, dit deln zu bla 2. Liebt ohren, e ſen tar; 10 0 gleich we gar; Liebe, 3. Hebe; lten, und, ſteitten eg Sueligkeil 4, Lebe und keben heit, geiß he, die ft f meine E. n deln Naſ, Chi F allein fun zeit u Stunde ben Wege Ir rein Nun Chi lein fuck eit u Stunde, kan e zlich ſehn K in 1 bill eis Ang A chtecke, J, mir ehen de ſus nen neu. rn ein Nin ade aun giche wilt n wei oben 0 N00 0 le h u 7. 0% nine Hun Gru a eln Ran, 0 0 5 Chr A lem fund ſzett n Stunde, tan, dic ö deih Jan Hei 4 ben, Kuß Ole e die meitet n m. 8% meines 0 und eu, la, 9 meines h Chi J allein fuuch zeit un Stunde, fan 9 lich fel, N Ter n und, Tao daß zu ich ug iſt e en ner Sul, 0 eud ns ren fal, — er 1 f 1 — e * — — 2 — — — . 1 —— 9 1 . ſtritten ew'ge Lu mein Hertz zu Fuſſe fallt, ſich hlos zu deinem Gohne, und ſeinem Namen halt. 11. In meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam, HEtr Gottes und Jkſu. 2 mir zum Heil und Seelen⸗ Hort; Liebe, dir ꝛc. 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die Chriſt! allein funckelt all⸗ zelt und Stunde, drauſkan ich froͤlich ſeyn. Nun, Je; Su! es ſoll glaͤntzen, dein 6. Liebe, i Name' in meiner Bruſt, bis du dis wirt ergaͤntzen, und ich erwach mit Luſt. 12 In meines Hertzens⸗ Grunde dein Nam, HEkr Chrig! allein funckelt all, zeit und Stunde, drauf kan ich frolich ſeyn Erſchein mir in dem Bilde, zu Troſt in meiner Noth, wie du HErr CThriſt ſo milde dich haſt geblut'! zu tod. 341. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſti Glieder. ꝛiebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit haſt gemacht; Liebe, die du mich ſo milde nach dem Fall mit Heil bedacht; Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich er⸗ kohren, eh als ich erſchaf⸗ fen war; Liebe, die du Menſch gebohren, und mir gleich warſt gantz und gar; Liebe, dir ze 3. Liebe, die fuͤr mich ge. litten, und geſtorben in der Zeit; Liebe, die 9 er⸗ un Seeligkeit; Liebe dir ꝛc. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahr⸗ heit, Geiſt und Wort; Lie⸗ be, die ſich bloß ergeben 1 M d hoͤchſte Gut, mich überwunden, und mein Hertz hat gantz da⸗ hin; Liebe, dir ꝛc. die mich ewig die fuͤr meine Seele bitt't: Liebe, die das Loͤſ“⸗ Geld giebet, und mich kraͤftiglich vertritt; Liebe e 7. Liebe, die mich wird liebet, 2 * der Sterblichkeit; Liebe, die mich wird umſtecken mit dem Laub der Herr⸗ lichkeit; Liebe, dir ergedb ich mich, dein zu bleiben etwiglich. I 342. M. Ach! was ſoll ich Sůͤnder ꝛc. Meme Seele, willt du L ruhn und dir immer guͤtlich thun; wuͤnſcheſt du dir von Beſchwerden und Begierden ſrey zu wer⸗ den; Liebe IEſum und ſonſt nichts, meine Seele ſo geſchſches 2. Niemand hat ſich je betruͤbt, daß er JEſum hat geliebt; Niemand hat je Weh empfunden, daß er IE Su ſich verbunden; IEſum lieben und allein; iſt ſo viel als ſelig ſehnn.⁶ 3. Wer ihn liebt, liebts das allein vergnuͤgen thut. Seine Liebe pflegt zu geben ew ge Freud und ewges Leben: Seine Liebe macht die Zeit gleich der ſuͤſſen Ewigkeit. 7 4. rum erwecken aus dem Grab 276 Von der Gnade und lebe Pein, rey zu ſeyn, ſo ſuchſt du dich zu ergoͤtzen, und in ew'ge Ruh zu ſetzen? Liebe IEſum und ſonſt nichts, meine Seele, ſo geſchichts. F. Liebe Seele, ach! daß du dieſe wahre Seelen⸗ Ruh doch nicht eher haſt erkennet, und dein hoͤchſtes Gut genennet: Laß dirs leid ſeyn, ſey betruͤbt, daß du Gott ſo ſpaͤt geliebt. 6. Schaͤtze meltlichFreud und Luſt nur fuͤr Koth und Suͤnden⸗Wuſt; weil doch nichts von ſolchen Dingen dir kan wahre Ruhe brin⸗ gen. IEſum lieben nur allein, wird die wahre Ru⸗ e ſeyn. 5 f 8 7. Nun, mein IESu ſchencke mir, daß ich eintzig fuͤr und fuͤr liebe dich von gantzem Hertzen; alles an⸗ dre zu verſchertzen, und zu lieben dich allein ſoll mein Wunſch und Wille ſeyn. 3. Geuß ſelbſt deinen Geiſt der Lieb', ſeine Brunſt und ſüſſen Trieb milbiglich in mein Gemuͤ⸗ the: laß mich ſchmecken deine Guͤte, dich zu lieben unberruͤckt und aus mir in dich verzuͤekt. 9. Wie mag einer See⸗ len ſeyn, deren Liebe zu dir rein, die nichts wuͤnſchet, nichts verlanget, als nur dich, dem ſie anhanget: Mehr als alles biſt du ihr, wasſie ſucht, ſindt ſie in dir. 10. Ruhe, Fried und Si⸗ cherheit, Leben, Lust, Troft, Heil und Freud gietzet, 4. Orum, ſo du von aller meine Seel, wuͤnſchſt 5 mein Helfer ſeufze ich. 11. ſtets antreibt:— uns, kan man merken ay der Lieb und ihren Wa ken: Gott Gottes Geiſt. laß mich zu in allen Dingen: Jesum liebe nur allein, ſonſt kan du nicht ſelig ſeyn. 343. M. wer nur den leben Gott ic. MeinGottdu weißt an M allerbeſten, das was mir gut und uutzlich ſey, hinweg mit allen Menſchen⸗ Feſten, weg mit dem e ge, nen Gebgu: Gib Hert, daß ich auf dich nur bau, und dir alleine gantz vertan. 2. Reiß alles weg aus meiner Seelen, was dich nicht ſucht und deine Ehr, ja wolte es ſich auch verhe⸗ g 5 len, ſo pruͤfe ſelbſſ je meh und mehr mein innere Be⸗ ſchaffenheit, und gib mit Hertzens Redlichkeit. 3. Daß ich koͤnn in der Wahrheit ſprechen: Du biſt mein Abba, Licht und Heil: du heileſt alle mein Gebrechen, und ſchenckeſt mir an Chriſto Theil! du biſt mein allerbeſtet 1„ders allteit hertz ich mit mir meynt. 5. Denn kan ich dich nur IeEſu, deine Liebe: ol daß Vater nennen, enter ö ſich mein Self erhüde 6 und veſt zu lieben dich hi, Tepe G Ott, die Lie in wem er bleibt, lieb zu hben id Lead:. er in sort und JEſum le ben, heißt in uns unſen 12. Ach! du reine Liebes/ Glut brenn in meigem Si und Muth: Nach der Lehe ringen, ſchrey mm Tagen bis 7 ſerbunherig nir ales Utz pas man ſongh Site fade Tin 5. Dtum 9 5 fh gat fil fi Pedoch in Din ſchteibt, 10 i Went züſſg erkläre nete eie Vater 6. Du uneſſ ſtes Weſen) Wult an mz da ich gar ie weſen, det Schloß gen Chriſe helſ ſtey ven al! „ Dein ſus hat poll beſchloſſen die Sellgke der mir di ſſt alles de bar geſohtt dir in Etoig Veſte noch 9. Nun dir zu Füsse glerhöchſe wie Wacht ſteſſen ind bes- Glut eiue Hegen lu meiner e 10. Und 5 hee hee — 4 170 erhüͤbe ve ſeufſeig 1 6, die 0 ö er A eh ts ah n ch 0 Uns 0 12 A% inet, lut 0 n A meiang 43. K% ber nurn liel Ott 1. Mei s ttdu wee N„ eſleh, daa ir glad gc ines aer dee eſten, a mit hene en Gl Gib Her, Nauf gur bau, ir all gantz ben 2. alles weg einn len, was ichtſ ind deine ch wol ich auch geh n, e ſelbſen nd m en ein innere/ haffe W, und g, ſertze wedlichket. 3. 0 ch könn Baht 1 ſprechen.. iſt n n ba, Ach eil: u eileſt ale u zehn a und schu ira ite Thall ite n allethehl reun bers Ahh Ak meynt. 99 0 kal ich 0 fate rn, 7, 3 „Treu, der Barmherzigkeit! ſomuß mir alles nutzen konnen, was man ſonſtheiſſe Creutz und Leid: denn auch das Bittre ſuͤſſe iſt, wenn du o God im Hertzen biſt. F. Drum gib, daß ich recht kindlich ante„ und nur fein friſch und unverzagt ſedoch in Demuth mir zu⸗ ſchreibe, was mir dein hei⸗ lig Wort zuſagt. Dein Geiſt erkloͤre meinem Geiſt, was deine Vater ⸗ Treue heiſt. 6. Du unerſchaffnes hoͤch⸗ es Weſen, haſt vor der Welt an mich gedacht, und Gottes und Ickſu. 11 0 5 1 3* a 1 5 9 5 N 1 bin deinEigenthum ſo gib, daß ich auch dir zum Prei⸗ ſe und deines groſſen Na⸗ mens Ruhm ſtets diene in Gerechtigkeit, und dir beltebter Heiligkeit. 11. Du mußt das Gute ſelbſt vollbringen in Wor⸗ ten, Werken und Ver⸗ ſtand: drum reiche mir in allen Dingen aus Gnaden deine Vater Hand: Denn 9 hier gilt nicht, wer rennen kann, blos kommts auf dein Erbarmen an. 12. Legſt du was auf, ſo hilfs auch tragen, gib mir da ſch gar noch nichts ge⸗ weſen, den Liebes vollen Schluß gemacht, daß ich in Chriſts dein ſoll ſeyn, und frey von aller Hollen Pein. 7 Dein Kind, mein JE⸗ ſus hat vollendet, was du beſchloſſen vor der Zeit, hat Schuld und Strafen abge⸗ wendet, und mir geſchenckt die Seligkeit. Dein Geiſt, der mir dis macht bekannt iſt alles deſſen Unterpfand. 8. Ich weiß nicht, was ich ſonſt ſoll ſagen von deiner die ich verſpuͤrt, da bu mich haſt in meinen Tagen bis hieher wunder bar geführt. Ja dort bey dir in Ewigkeit iſt mir das Veſte noch bereit. 9. Nun Herr, ich falle dir zu Fuͤſſen, und bitt, 6 allerhoͤchſtos Gut, ſaß mich wie Wachs doch gantz zer⸗ flieſſen in dieſer deiner Le⸗ bes- Glut. Ach! gib, daß eine Gegen Treu doch ſtets in meiner Seelen ſeyv. 10. Und weil ich auf ſo Geduld in Leidens⸗Zeit, 6 und ſey in gut und boͤſen Tagen mein Troſt, mein Rath und meine Freud. Gib Demuth, Einfalt, Lieb und Zucht; was falſch und hoch iſt, ſey verflucht. 13. Nun, Amen! es ſey veſt beſchloſſen; nur, daß des Heilgen Geiſtes Kraft bleib uber mir ſtets ausge⸗ goſſen, als welche alles Su⸗ le ſchafft: So bleibts in Ewigkeit dabey, daß du mein, und ich deine ſey. 344 M. æs iſt gewiß⸗ lich an der Zeit. Nie freut euch, lieben I Chriſt'n gemein, und laßt uns froͤlſch ſpringen, daß wir getroſt und all in ein mit Luſt und Liebe ſin⸗ gen, was Gott an uns ge⸗ wendet hat, und ſeine fuͤſſe Wunderthat, gar theuer hat Ers erworben. 2. Dem Teufel ich ge⸗ fangen lag, im Tod war ziele Weiſe, mein Vater! jch verlohren, mein Suͤnd mich 280 mich quälte Nacht und Dag darin ich war gebohren. Ich ſiel auch immer tie⸗ er hreln, es war kein Guts am Leben mein, die Suͤnd hat mich beſeſſen, 3. Mein' gute Werck die galten nicht, es war mit ihne verdorben der Frey⸗ Will haßte Gott's Ge— richt, er war zum Gut n er⸗ ſtorben: Die Angſt mich zu verzweffeln trieb, daß nichts denn Sterben bey mir blieb, zur Hollen muſt ich ſincken. 4. Da jammerts Goc in Ewigkeit mein Elend uͤb'r die Maſſen, Er dacht an ſein' Barmhertzigkelt, Er wolt mir helfen laſſen, Er wandt zu mir ſein Va⸗ ter⸗Hertz, es war bey ihm Von der Gnade und Liebe ich für dich ringen, den ich bin dein, und du bis mein, und wo ich bleib, da ſollt du ſeyn, uns ſoll der Feind nicht ſcheiden. 8. Vergieſſen wird man mir mein Blut, darzu man Leben rauben, das leid ic alles dir zu gut, das halt mit veſtem Glauben: Dag Tod verſchlingt das Leben mein, mein Unſchuld tag die Suͤnde dein, da hi du ſelig worden. 9. Gen Himmel zu den Vater mein fahr ich aus dieſem Leben: da will ich ſeyn der Meiſter dein, den Geiſt will ich dir geben, der dich in Trubſal troͤten ſoll, und lehren mich er, kennen wohl, und in der Wahrheit leiten. ö fuͤrwahr kein Schertz, er. ließ ſein Beſtes koſten. 5. Er ſprach zu ſeinem lleben Sohn: Die Zeit iſt hie zu erbarmen, fahr hin, meins Hertzens wer⸗ the Kron, und ſey das Heil der Armen, und hilf ihn'n aus der Suͤnden⸗ Noth, erwuͤrg fuͤr ſie den biütern Tod, und laß ſie mit dir leben. 6. Der Sohn dem Pat'r gehorſam war, Er kam tu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart, 10. Ws ich gethan hab und gelehrt, das ſollt du thun und lehren, damit haß Reich Gott's werd gemehrt zu Lob und ſeinen Ehren? und huͤt dich vor der Meß ſchen G'ſatz, davon verdult der edle Schatz, das laß ich dir zuletzte. 345 M Ich ruf zudie HeErr Jikſu ꝛc. O Erwolt ein Bruder wer⸗ den; Gar heimlich fuͤhrtEr ſein' Gewalt, Er ging in einer arm'n Gaſtalt, den Teufel wolt Er fangen. 7. Er ſprach zu mir: Halt dich an Mich, es ſoll dir jetzt gelingen, ich geb mich ſel⸗ ber gantz fuͤr dich, da will IEſu Chriſt, mei fſchoͤnſtes Licht, der du in deiner Seelen ſe hoch mich liebſt, daß ich et nicht ausſprechen kann noch zaͤhlen: Gib, daß weil Hertz dich wisderum mit Liebe und Verlangen mig umfangen, und als dein Eigenthum nur eintzig an dir hangen. 2. Gib 9 faber Se, Le Kobe lh e Lieb ern I Schatz l Sao ales au fia, was micht fenen, ud gen, daß al und Siu i he tenen. 3. Wie 0 lig ſüß und ſu, deine L feht, kaun das meinen Tium laß ders denken k ſehen, fuͤhleh bel, ehren, und dich, d bermehten. 4. Ol da hechut möcht ſſten, 6 daß dale ol hißen! Ach! chen Tag ul dieſen che bor den Schi der uns mf Satans Rel J. Mein bin mit zur! und Tod 0 Aünmen Dieb und hagge, dert und ſehr ve laß mich d alle Stunde Heltenigtt und verwwug 6. Dein! bergoſſen w gut und reiß hingegen h n lach! 10 ſcheibgg, 8. J en it 0 mir mee lut, deu Leben an n, dat alles d gut, du ait veya lauken:) 590 e 1 mein,/ Unſchuloh die S 115 10 du 9 5 tden. 9. Can vimmel zy ge Vater un far dieſem Mein; da u ſeyn d iter dei, N Hei ch dir gehn der die u run ſoll, e lehren nich kennen l, und l 10. ich gethan h und g, Vas fol! hun! e hren, damit Reich e s werd geh zu Lol a ſeinen En und h.) vor herd chen!„davon bah der ed J aß, deli dir zu, i Ich naah 4 195 Jun „ Chu, 1. du in het Seal hoch! Ai iebſ, daß icht rechen äblel! ib, daß ertz 10 iebe ee Eige d nur eg d 1. U 900 Gottes und Jeſu. 281 2. T ieb daß ſonſt nichts in meiner Seel, als deine Liebe wohne! gieb, daß ich deine Lieb erwaͤhl, als mei⸗ nen Schatz und Krone! Stoß alles aus, nimm alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht gon nen, daß all mein Thun und Sinn in deiner Lie⸗ be brennen 3. Wie freundlich, ſe⸗ lig, ſuß und ſchoͤn iſt IE⸗ ſu, deine Liebe! wo dieſe ſteht, kann nichts beſtehn, das meinen Geiſt betruͤbe. Trum laß nichts an⸗ ders denken mich, nichts ſehen, fuͤhlen, hoͤren, lie⸗ ben, ehren, als deine Lieb und dich, der du ſie kanſt vermehren. 4. O! daß ich dieſes ho⸗ he Gut moͤcht ewiglich be⸗ ſitzen, o daß in mir dies edle Glut ohn Ende moͤgte hitzen! Ach! helf mir wa⸗ chen Tag und Nacht, und dieſen Schatz bewahren vor den Schaaren, die wi⸗ der uns mit Macht aus Satans Reiche fahren. 5. Mein Heiland! Dy biſt mir zur Lieb in Noth und Tod gegangen, und biſt am Creutz als wie ein Dieb und Moͤrder, da ge⸗ hangen, verhoͤhnt, verſpey: und ſehr verwundt: Ach! laß mich deine Wunden alle Stunden mit Lleb im Hertzensgrund auch ritzen und verwunden. 6. Dein Blut, das dir vergoſſen ward, iſt koͤſtlich gut und reine: Mein Hertz hingegen boͤſer Art, und hart gleich einem Steine. Ach! laß doch deines Blu⸗ tes Kraft mein hartes Her⸗ tze zwingen, und durch⸗ dringen, und dieſen Le⸗ bens⸗Saft mir deine Lie⸗ be bringen. N 7. O! daß mein Hertze offen ſtuͤnd, und fleißig mögt auffangen die Tro⸗ pfeu Bluts, die meine Suͤnd im Garten dir abdrangen: Ach! daß ſich weiner Augen Brunn aufthaͤt, und mit viel Stoͤhnen heiſſe Thraͤ⸗ nen vergoͤſſe, wie die thun, die ſich in Liebe ſehnen. 9. O! daß ich wie ein dir nachginge, ſo lange bis dein Hertz entzuͤndt, mit Armen mich umſinge, und deine Seel in mein Gemuͤth in voller ſuͤſſer Liebe ſich erhuͤbe, und alſo deiner Guß ich ſtets ver⸗ einigt bliebe. 9. Ach! zeuch, mein Lieb⸗ ſter, mich nach dir, ſo lauf ich mit den Fuͤſſen, ich lauf und will dich mit Beger in meinem Hertzen kuͤſſen: ich will aus deines Mundes ⸗Zier, den ſuͤſſen Troſt empfinden, der die Sünden und alles Ungluͤck hier kau leichtlich uͤberwinden. 10. Mein Troſt, mein Schatz, mein Licht, mein Heil, mein hoͤchſtes Gut, mein Leben, ach! nimm mich auf zu deinem Theil, dir hab ich mich ergeben! Denn auſſer dir iſt lauter Pein ich find hieruͤber alle nichts als Galle, nichts kan mir troͤſtlich ſeyn, nichts iſt, das mir gefalle. 11. Du kleines Kind mit Weinen . 0 ö W* l! 1 282 Von der Gnade und Aiebe 11. Du aher hit die rech⸗ te Nuh, in dir iſt Fried und Freude: gib, Ie ſu! gib, daß immer zu mein Hertz in ir ſich weide: ſey meine lamm, und brenn in mir, mein Balſam, wolleſt eilen, lindern, heilenden Schmer⸗ tzen, der allhier mich ſeuf⸗ hen mant und heulen 12. Was iſt, oSchoͤnſter! das ich nicht an deiner Liebe habe? Sie iſt mein Stern und Sonnen Licht mein Quell, da ich mich la⸗ be, mein ſuͤſſer Wein, mein Himmel Brod, mein Kleid vor Gottes Throne, meine Krone, mein Schutz in aller Noth, mein Haus, darin ich wohne. gute Wercke lehren, ſten ren wehren der Sund, ung nach der That bald wiede mich bekehren. . 16, Laß ſie ſeyn mange Frend in Leid, in schwach, heit mein Vermoͤgen, und wenn ich nach voll brachte Zeit mich ſoll zur Ruhe% gen alsdenn laß deine K, bes Sreu, Herr JEſu u beyſtehen, Luſt zuwehel, daß ich getroſt und frey g in dein Reich eingehen. 346. Mel. Ach! allen 7 1 1 1 was Simmel ze, JESu! du Blume Jungftäulicher Lu gend, du Süßlgkeit uhn die Liebe der Jugend! J 13. Ach! ſiebſte Lieb, kan ſchler nicht weiter h wenn du entweichſt, was muß bir, mein Leben, Loh, hilft mir ſeys gebohren? Wenn du mir deine Lied entzeuchſt, iſt all mein Gut vertohren: ſo gib, daß lch dich, meinen Gaſt, wohl ſuch, und beſter maſſen möge faſſen, und wenn ich dich gefaßt, in Ewig⸗ keit nicht laſſen. 14. Du haſt mich je und je geliebt und auch nach dir gezsgen: eh ich noch etwas Guts geübt, warſt du mir ſchon gewogen. Ach l laß doch ferner, edler Hort! mich dieſe Liebe leiten und begleiten, daß ſie mir im⸗ merfort beyſteh guf allen Seiten. ̃ 15 Laß meinen Stand, darin ich ſteh, HErr! deine Liebe zieren, und wo ich etwa irre geh, alsbald zu⸗ rechte fuhren: laß ſie mich allzeit guten Rath und Ebre, Reich, Herrſchaſ f und Herrlichkeit geben. 2. Komm, trefſicher gd nig, komm heiligs Geſehe, du Vater unendliche himmliſcher Schaͤtzel ſchein endlich im Hertzen noche ler verklaͤret, wie ich dig bishero ſo oſtmals begeh⸗ et. f 2 Du biſt ja viel heller as Himmel und Sonne, kei Balſam durchdringt mit ſo 1 lieblicher Wenne, nicht ſuͤſſers kan alſo die Zunge erquicken, nichts liebers ka alſo die Hertzen best ickel, 4. Dein Schmack ite lieblich, als etwas zu nel nen, dein Riechen ſo ref lich, als je was zu kennen! das gantze Gemuthe fängt an zu vergehen, die Kiebe bleibt eintzig im Hertel da ſtehen. 5. 01 1 2 1 0 1 1019, Lig N 1 9 0 f b 0 E wan ahne mag Kaufen l u Heiland dk IK weiters zu he 6. Meis Let hitdet! ſe de bet! der du tin des Paten deni de Getüme ehe doch a de der Hi a ich folge imd dc nchthit de Mir abt der Meusch Frofneg! ich ut mein 5. Jr 5 me g, ann macht hohe reit 101 Aiumph!! das Reich e JS di kommen, ke 9.0 Ken König dere ſſch dein S ſchen vern leiden die! und vergebe das Vater Leben. 19. Du barmen, du fen du Lich des Lebens Nun wirſt! des Traure und uns mi hes kichtes Ib ien 0 ö den einde — ute A g lehre ute J ang lehrer en we nner S achd ar bah ng nich ken. 16.( ſſe ſeyn n e 1 1 N Freund d, nein 540. L. Ahle w' ümmeln, 3 die Li Wer Jugend! kan ſe ng 1 muß! ein ehen, Edre Puck, Han und e ichkeit geg, 2. f m, trace nig, u heilige ge du et ueaſle himn er Scha endli g Hergen nach ler v Amet, wie c bieh a oſtmale ret. 2 A ja viel Him end Soutz, Bal n uch dringen Hiebl I WA ſuͤſſe ae also die gg erqu nichtolln alſo erben bi n Schnac ehe das 11 0 1 an; n ehen, ble. u ibis in daf M. 6 UI l l ftäuichn 9 gend g Süßfgken Gottes und Ikſu. 1* 4 Du boͤchſte Veranuͤ⸗ gung, Ergöͤtz ing der Sin⸗ neu, der Liebe hollkomme⸗ nes End und Beginnen! mein Ruͤhmen und Preiſen 282 a Wende. ee 992— 2323 des Himmels dich prelſen! was wird man dir Dan⸗ ckens und Rühmens erwei⸗ ſen! Denn I᷑ſus erfreut nun die Erde hienieden, mein Laufen und Rennen, und macht mit dem Vater du Heiland der Wele] was den ewigen Frieden. ißt weiters zu nennen. kla. Nun herrſche, mein 6. Mein Liebſſer wieder! ſo werd ich ergs⸗ tzet! der du dich zur Rech⸗ komm IeSu! mit Frieden und Freuden, da irrdiſche Sin⸗ nen weit weichen und ten des Vaters geſetzet: iſt ſcheiden Drauf ſteht nun de Getümmel? Komm, oͤffne doch einſtens die Rei⸗ che der Himmel. 7. Du ſeyſt, wo du 80 ich folge imlauben, esſoll dich nicht Himmel noch Er⸗ de mir rauben; Du Ehre der Menſchen! duKrone ber Froſneg lich folge, du haſt mir mein Heitze genoffen. 3. Ihr Buͤrger des Him⸗ me s, komt alle gezegen, macht hoͤher die Thore, reißt nieder die Bogen! Triumph! unſer HErr hat das Reich eingenommen, o JS du Koͤnig, will⸗ kommen, willkommen! 9. O Koͤnig der Kraͤftele Koͤnig der Ehren! nun wird ſich dein Siegen und Herr⸗ ſchen vermehren: Nan bleiben die Sünden zuruck und vergeben, nan oͤffnet das Vaterland ſelbſten das Leben 19. Du Brunn voll Er⸗ bparmen, du Quelle der Dei⸗ nen du Licht bas im Lande Lebens wird ſcheinen Nan wirt du die Wolcken des Traurens vertreiben, und uns mit den Bürgern bes des Lichtes einſchreiben. 11. Wie werden die Choͤre denn nicht geleget der Fein⸗ mein Sinn und mein gan⸗ zes Begehren, ich weiß auch, mein Heiland! du wirſt mirs gewaͤhren. 13. Indeſſen, weil du noch beym Vater verblei- bett, und deine Regierung unſichtbarlich treibeſt, ſo itt auch mein Hertz aus mir ſelber gezogen, und dorken dir nach bis gen Himmel geflogen. 14. Nun kan ich nicht anders als ledig hertreten mit Loben und Singen mit Wuͤnſchen und Beten; Du wollſt uns aus Gna⸗ den dach alle bequemen, mit dir eine Stell ia der Freude zu nehmen. 347. Mel. Ach! alles was Fimmel c. der ewigen Gnade, du Hoffnuns der Freuden in goͤttlichem Pfade, du Brunnquell der ſüſen voll himmliſchen Güter Ergötzung der Seele, Geiſt Hertz und Gemuͤcher. O laß mich empftaden in göttlicher Szille dein hertz⸗ lichumarmen und Liebe die Fulle. Komm wieder zu ge⸗ ben, damit ich mich ſeh 9 cke, noch einmal zu ſchauen die bhimmliſchen Blicke. 3. Denn kan gleich die Zunge dein Lob nicht er⸗ ſteigen, ſo kan ich indeſſen doch gleichwolnicht ſchwei⸗ gen: die Liebe bewegt mich zu dir mich zu lencken, dieweil du ja bleibeſt mein eintzig Gedenken. 4. Dein Lieben, o JE, Su! das ſpeiſet die Sin⸗ nen, ſo bald dir die Seele kan Schmack abgewinnen. Das ſaͤttigt ohn Eckel, mit himmliſchen Gaben, und macht mehr Verlangen und Hunger zu haben. 5. Wenn man dich ge⸗ ſchmecket, ſo will man mehr eſſen, wer trincket, dem mird nie genug ein⸗ gemeſſen: Man kan nichts 284 Von der Gnade und Liebe dich, HErr IZ 0 du, o Freude, mich einm ane l iu talen, zu steigen, un aha mit dir ſelber zu füllen. i dacht ei 2% Os waͤhret ſo lang,. Kaum HERR! eh ich dich kriege, Ich ſuchte⸗ waf ich ſchter verſchnacl eutdn, und ber kiebe kranck liege; nich mit den Doch weiß ich vom olg hebunden: der Hoffnung zu ſprecheſ, fon wieder und Bluͤte vom Baum schmachten, des Lebens zu brechen. in Leben al 10% Da bleibeſt mir in, ihn kuchen mer der Gipfel der Güte, die liebſten Gedanchen n 1, Coll meinem Gemüthe; un fein imer bleibet viel übrig, dag poſchlagetdle nicht zu begreifen, das kn dig zum ich nur blos mit dem Lie. ſſch icht och ben anſtreifen. ſie nicht hach 11. Doch ie es genug, ſet, Und wef i ſu] zu lie⸗ Gunz zu ki ben, nichts ware 50 V. Sieb — . verlangen, man kan nichts begehren, als JESU; daß er doch die Seele ſoll naͤhren. 6. Wild einer nur trun⸗ cken mit Lieb überdecket, ſo kan er erſt ſagen, wie IESus geſchmecket. O Flig! o ſelig! dems alſo gegangen, der hat mehr, als immer ſein Hertz kan verlangen. 7. O engliſche Schoͤn⸗ heit, ins Auge zu dringen! o lieblicher Klang, vor den ſl⸗ chen, dis eintzig zu uͤben 6 1 ind 3 def! in king da will ich mich meln 0 eiß nl gang ſelber be zeben, da mit ich, mein Heilanbl f cherte dir eint g kan lebe. den en 4. O ſüſſeter deen le ich lieg in der Hohle, ich ſhitzu. wart', o du Hoffung der a ſeuftzenden Seele ich he i. Sie dich eintzig mit klagſſchen Feuer vom Thraͤnen, ich ſchrey in den Lochen: unſ Hertzen mit ängſtlichm Muck und Sehnen. 1 70 13. Ich ſey, wo ich wolle, die Seele mit in Orten und Landen, h Lachen, de ſeuftz ich: Acht war doch meln Haß Ohren zu ſingen! o Honig mein Ickſus vorhanden: in machen. im Munde! o Labſal der Wie werd ich mich freuen,. 9 fl Schmertzen! dis alles iſt wenn ſch ihn kan finden, alien Jene, und Nectar im wie ſelig, wenn ich mich kühlend 15 Herten. mit ihen kan verkinber, fc ohe 8. Viel tauſend und tau⸗ 14. Da werd ich ihn hal“ ich 816 ſendmal trag ich Verlau⸗ ten, da werd ich ihn füße, 10 10 0 gen, und ſchaue, wenn weit ſuͤſſer, als koͤnt ich fin: wet kommt doch mein JEſus viel Honigs gen eſſen. 9 ſin zu gegangen? Wenn kommſtſſelig! wenn ich uur den l be Heu ö 1 du, 0 r l 1 De, mich 7 14 223 f mit di 1 meine emüthe; bleibe hei i 6 nicht a feiſen 0 g 00% ſch uu n den 0 ben a n eg. II. ch ie dic b fel ben, n ſehte 0 ite zu Wen, h eingguſh da wee mich ni ganz a begeben, mt ie ein Heil dir ein s ay lebe. 12, J fester Jeg ich li der He wart un Hoffung ſeuftz n Seelel ich dich g mit klagſch Thraͤ e ch schuh Hertz went gl Sehl 13, ſeh/ ro ichn in Oe ind Landen, ſeuſtz Acht ward mein Fus vorhulſ Wie ich mich ſteh wenn ihn kon ſeh wie z wenn ich l mit i in verbinde 14 J werdich hu ten, g idich ihne weit e, als kin viel! gene, ſelig 8 un ich ll, 0 1 55 ö 3 Eg 0 0 N. Nuß bah Gottes und IK ſu. 285 Herren ſo fange; doch aber, ach leider es dau 348. Mel. wie ſchoͤn ret nicht lange. 15. Kaum heißt es;! leuchtet ꝛc. Ich ſuchte, nun bah ich gefunden, verbunden: , nun hab ich mich mit dem Geliebten der ſo muß ich Thron, mein Schatz, mein Oln eln Gottes Gohn, mein Vru⸗ und mein Gnaden⸗ ſchon wieder abweſend ver Freud und Wonne! du ſchmachten, und brentend weiſſeſt, daß ich rede wahr, im Lieben aufs neu nach ihm trachten. 16. So bleibet die Liebe fein immer in Flammen vor dir iſt alles Sonnen⸗ klar, und klaͤrer als die Sonne. Hertzlich lieb ich mit Gefallen, dich vor allen: nichts auf Erden ſo ſchlaͤget die Loche beſtaͤn⸗ dig zuſammen Sie laßt ſich nicht loͤſchen, man kan kan und mag mir lieber werden. 5 2 Dis iſt mein Schmert je nſchte dc 7 g J„ 7 n 7 ſte nicht dampfen, ſte wach- und kräncket mich, daß! ſet, und weitz mit Verſu⸗ hung zu kaͤmpfen. nicht gnug kan lieben dich, 9 als ich dich lieben wollte: 17. Sie brennet beſtaͤn⸗ ich werd von Tag zu Tag dig in einerley Zander, man weiß nicht wie ſuͤſſe, wie li blich, vor Wunder: ſie ſchmecket ſo innig, ſo tief von Ergoͤtzen, daß ei⸗ ner ſchon alſo vor ſelig zu ſchaͤtzen. 18. Sie iſt wie ein Feuer vom Himmel ent brochen: und hat mir das Marck und die Adern durchkrochen: Es lodert die Seele mit Freuden und Lachen, da weiß denn mein Geiſt ſich fein luſtig zu machen. 19. O ſelige Brunſt! entzuͤckendes Feuer! wie kühlend, wie lieblich, wie koͤſtlich, wietheuer! wo hin ich? Was ſag ich! Wie werd ich getrieben? Ich ſage: wie ſuͤß es ſey, 3 entzuͤndt, je mehr ich lieb, je mehr ich ſind, daß ich dich lieben ſolte. Von dir, laß mir deine Guͤte ins Gemuͤthe lieblich flieſſen, ſo wird ſich die Lieb er⸗ gieſſen. 3. Durch deine Kraft treff ich das Ziel, daß ich, ſo viel ich kan und will, dich allzeit lieben konne. Nichts auf der gantzen weiten Welt, Pracht, Wol⸗ luſt, Ehre, Freud und eld, wenn ich es recht beſinne, kan mich, ohn dich, gnug⸗ ſam laben, ich muß haben reine Liebe, die troͤſt't, wenn ich mich betruͤbe. 4. Denn wer dich liebt, den liebeſt du, ſchaffſt ſei⸗ nem Hertzen Fried und Ruh, erfreueſt ſein Gewiſ⸗ ſen: es geh ihm wie es ſum zu lieben. woll, auf Erd, wenn ihn a gleich zehrt, ſol er doch dein ge⸗ nieſſen im Glück: ewig dach dem Leide groſſe Freude wird er finden, alles Trauren muß ver⸗ ſchwinden.. F. Kein Ohr hat dis je⸗ mals gehort, kein Menſch zeſehen noch gelehrt, es uͤßt ſich nicht heſchreiben, was denen dort fuͤr Herr⸗ lichkeit bey dir und von dir iſt bereit, die in der Liebe bleiben; Gruͤndlich laͤßt ſich nicht erreichen noch vergleichen den Welt Schoͤßen dis, was uns dort wird ergöͤtzen. 6. Drum laß ich billig dis allein, o JEſu! meine rende ſehn, dak ich dich hertzlich liebe! daß ich in dem, was dir gefaͤllt und mir dein wahres Wort ver⸗ meldt, aus kiebe mich ſteꝛs übe, bis ich endlich werd abſcheiden, und mit Freu⸗ den zu dir komen, aller Truͤbſal gantz entnommen. 286 Von der Gnade und Ziebe gleich gantz das Creutz ver Gottes Hulb, ſtill fein Brunnquell aller Gnaßeh O Himmelbreite Gotz Gunß! komm, heile me zen Schaden! Komm, komm, nimm Herz un Sinnen ein, durchſch wa me meine Seele! wa ab, mach helle, licht un rein die dunckle Herzen Hoͤdle! 1 2. Erlang mir wiede Grimmes Wellen, loch au den Brand, der ewig woll mich brennen in der Hil len: treib aus das Bis das in mir den Geist mac kalt und truͤbe, deln en! ges Licht ſey meipe Zier, hoͤchſte Gortes⸗ Liebe. ſen, Sinn und Much i laß mich ſtets in ſtiller Hut dein's Worts Veimah, nung hoͤren! daͤmpf auch in mir das fremde Feu das aus der Hollen fa, met; die ewge Glut koum mir zur Steur, die blos gus 7, Da werd ich deine Huͤſ⸗ Lieb entflammet. igkeit, die jetzt beruhmt 8 e e ſt weit und breit, in reiner Liebe ſchmecken, und fehn brennen, von dir laß wich dein liebreich Angeſicht mit ünverwandten Augen⸗ Licht, ohn alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd ich ſeyn erquicket, un geſchmuͤcket, vor dein'm Ebrone, mit der ſchoͤnen Himmels Krone. 349. Mel. Was mein GOtt will ꝛc. Vater⸗ Hertz! b Lie O des Brunſt! 5 o Gott! in Liebe laß n bis in den Tod nicht Hoh nicht Tiefe trennen. Ach! ſteh mir, dich zu lieben be mit deines Geistes Sia cke: gib mir, paß ich ohn Heucheley auf deine Lieb nur me 5. Laß mich aufſtehn, nach del nem Liebes Willen in fie be laß mich ſchlaſen geh, ach! thu weinSenſtzen ei, len: Hilf mir dich ebe was ich kan, a 1 970 3. Zwing Hertz, Gew ſeyn im Ste folgen deinen kehren, u 3 aß, dich zu lieben * 6 den blos dig Bahſ ſut eig Arden b Hach dei A meig Tod Melle ſcheſſe daß elner! Bach kit E eigſeſen? d bleib wein Si. iu welchem f un, ſie eh mein Schild, dn se bil lohn. eb, dir bf ich nich gantz pol weit 1 f einem Mut beige Liebe f ſoll kein Wi u iht getich atfaben. 9. Der lcht ich in Reiben und e, nur hi lk zu wehr mir Onaden Auuehm in d dich mehr leben, Ach döllig diese Mieiſerlich zu 9. en kleben: N de 1 Un ebe run e der dd 9 1 f g 1 0 1 0 1 1* eg, Kl mich en in be 3. Hertz Ben ſen, in du folge u ven kehith, laß en d ett in file dein Fats Nau nung Wen! dip h inn s fende z as n der Hill met; u wge Heft mirz J eur, dir laßt Lieb u ammet 4. 1 it entzünden 0 Gt in Liebe lg gl brent vob dir bis il Tod Ric nicht We trengen.% geha dich iullche mit s Geistes e cke: h nit, paß Heu e auf dag r We. u. d mick 4 behn, f nem 178 Willa be la n ch fallt ach! n beine len:. mi dic 0 was an, i 0 ergleſſen: ſoll mein Hertz zu — Gchtres und Jef. 8 350. Mel. Söchſter 0 ſten Begierden, und waͤn⸗ deln blos die Liebes⸗ Bahn zur ewgen Liebes⸗ Zierden 5 6. Nach deiner Lieb laß all mein Tag des Hertzens Pfeile ſchieſſen, lach ihr muß meiner Tbränen⸗ Bach mit Stroͤmen ſich : Dein Liebe bleib mein Siegs Panier, zu welchem ich geſchwo⸗ ren, ſie ſey mein Burg, mein Schild, meik' Zier, dhu ſie bin ich ver⸗ ohen. „. Nun, Gorct der Lieb, dir blos allein will ich mich gantz ergeben, dir . eigen ſeyn im Leben: deine Liebe ſchallen! Es ſoll kein Wort, das nicht zu ihr gericht't ſey, mir entfallen. i 8. Der Gottes Lieb kicht ich zu Ehren mein Reden und mein Schwei gen, nur bieſe Flamm in mir zu mehren, wollſt du mir Guad erzeigen; daß ich zünehm in dieſer Brunſt, dich mehr und mehr zu lieben. Ach! lehr mich vollig dieſe Kunſt, und meiſterlich zu uͤben. 287 Formitrer 16. S choͤfſter Immanuel S Hertzog der Frommen, du weiner Seelen Troſt, komm, komm nur bald! du haſt mir, hoͤchſfer Schatz, wein Hertz genommen, ſo gantz vor Liebe brennt und nac di wallt. Nichts kan auf Erden mir liebers werden, als wenn ich mei⸗ nen JEtom ſtets behalt, Dein Nam iſ Jacke; ſuͤß, Honig im Munde, holdſelig, lieblich, feiſch wie kuͤhler Thau, der Feld und Blumen netzt zur Mor; igen Stunde Mein Jeſus tetben und im it es nur, dem ich vertrat. Nichts ſol aus Denn weicht von Hertzen, meinem Mund hirfoͤr als was mir mackt Schmer⸗ tzen, wenn ich im Glau⸗ ben Ihn anbet und ſchau. 3. Oh mich das Creutze gleich hier zeitlich plaget, wie es bey Chriſten o pflegt zu geſchehn: Wenn mein⸗ Seele nur nach IE⸗ ſu fraget! ſo kan das Her⸗ tze ſchon auf Roſen gehn. Kein Ungewitter iſt mir ichs froͤlich uͤberſtehn. 4. Wenn Satans Liſt ſchlüingen, wonn das Ge⸗ 9. Entzuͤnd in mir die wiſſens Buch die Sünden keuſche Glut der JEſus- ſagt! Liebes Flammen, daß nicht Her Hͤllen ſtrenge Fluth ſchlag uͤber mich zuſam⸗ men: Laß deine ſäſſe Lie bes Pein ohn Aufhoͤr n in mir walten, und meines Hertzens Flaͤmmelein zu keiner Zeit erbalten. Wenn auch mit ihrem Heer mich will um⸗ ringen die Holle: wenn der Tod am Hertzen nagt: ſteh ich doch veſte, JEſus, der ſein Blut verjagt. „Ob mich auch will die zu bitter, wit IEſu kan 15 Macht mich will ver⸗ Beſte, iſt, der ſie alle durch ö 5 Wil verfolgen, haſſen, 5 And —. 5 5.——— agg von der Gnade und Ziebe und bin dazu veracht bey jedermann, von meinen Freunden auch gantzlich verlaſſen; nimmt JEſus meiner doch ſich hertzlich an, und ſtaͤrckt mich Muͤ⸗ den, ſpricht: Sey zufrie⸗ den, ich bin dein beſter Freund, der helfen kan. 6. Drum fahret immer⸗ hin, ihr Eitelkeiten: du Seele ja verloͤſche nic meines Glaubens: Licht, S. So werd ich in d bleiben fuͤr und für] dein in dir dein Lob vermehnen, weil ich fuͤr und fuͤr bla ben werd in dir. Stamm! deine Lieht Flamm mich ernaͤhre, un JEſu! du biſt mein, und ich bin deln! ich will mich von der Welt zu dir bereiten, du ſolt in meinem Hertz und Munde ſeyn: Meln gantzes Leben ſey dir erge⸗ ben, bis man mich einſten legt ins Grab hinein. 351. Mel. O du ſuͤſſe Luſt ꝛc. Selen Bräutigam, JE ſu, Gottes Lamm, habe Danck fuͤr deine Lie⸗ be, die mich zieht aus rei⸗ nem Triebe von dem Suͤn⸗ den Schlamm, JEſu, Got⸗ tes⸗ Lamm 1 . Deine Liebes ⸗Glut ſtaͤrcket Muth und Blut: Wenn du freundlich mich anblickeſt, und an deine Bruſt mich druͤckeſt, macht mich wohlgemuth deine Liebes Glut. 3. Wahrer Menſch und Gott, Troſt in Noth und Tod, du biſt darum Menſch gebohren, zu erſetzen, was verlohren, durch dein Blut ſo roth, wahrer Menſch und Gott., 5 4. Meines Glaubens- Licht laß verloͤſchen nicht, bon ich nun ergreife Wunden leiten Thränen ⸗Fluß ſich ba verwehre, daß die Wel mich nicht verſehre, oft mir gleich gram, Hel aus Davids Stamm! 7. Grvſſer Friede Fur wie haſt du geduͤrß nach der Menſchen Heil und Leben, und dich in dem Loh 52 1 groſſer Fri e⸗Fur 8. Deinen Frieden gleb, aus ſo groſſerLieb, uns, den Deinen, die dich kennen, und uach dir ſich Ehtiſten deinen Frieden gieb. 9. um den lebendigen Glag⸗ ben, der wird bald em pfindlich ſchauen, daß nie mand verdirbt, der hen Welt abſtirbt. 10. Nun ergreif ich ic zi du mein gantzes Ich, ich will nimmermehr dich la ſen, a umfaſſen, weil im Glau/ abe gläubig dich dich. 11. Wenn ich Fluß nun die meinen au begleiten, und zu deiſen daß 10 ſalbe mich mit Freuden⸗ Oele, daß hin fort in Weiner! ſtillen muß. Liebe will ich ehren, un 6. Held aus David gegeben, wie du ef weinen muß, wird dein hre 11. Be N nen wieder fel du die lache, dis ich en Reiche en ge mich mit 13. Hier d und Hehn, dor Kron; Nan im Glauben, d hen und in Deng die E olgt auf Spor 14. Je. ich Adler kit hurch dich dhe ih beißen Sie wie ſo bittet fampſt für mi 11. Du mel Ruhm, wert Blum! in m nichts erſchal dir nur kann g. — he Satons mein eis ur nennen; denen du biß lie, 1 372. M. 9. Wex der Welt ah, 5 b ſtirbt, emſig ſich bewihl GSN hochge hett ger und Nu de de 1 de Seel N mei 8 0 neu wiederum N N du dich auch; nem Reiche ewiglich aufs neu mich mit dir erfreu. (13. Hier durch Spott und Hohn, dort zur Ehren; da Kron; Hier im en und im Glauben, dort im Ha⸗ Flan Ten, ben und im Schauen: verw, daß i Denn die Ehren Kron mich bei folgt auf Sport und Hohn. mir o gan,“ 14. IeSu! N daß aus os Snnn ich all hier ritterlich alles 7.8 ſer stehe In den überwinde, und 1. 1 du 111 u deinen Sieg empfinde, der ſchen Hel wie ſo ritterlich du ge⸗ Lebe u dich ind dal kämpft, fuͤr mich, e m b ubm, E . 1 110 weh Blum! in mir ſell nun 3. 0 en duch g nichts erſchallen, als was Laus 87 fut dir nur kaun gefallen, wer⸗ Dei die dich fa the Sarous⸗ Blum, du und dez die 1 0% mein Preis und Ruhm. nen enen dude„„ h Wiedenge, 352. M. Preis, Ehr cee, und Ruhm e. git 70 1 um A eben Dey 590 00 barm⸗ ben e wird 0 S hertz'ger Gott, der p pfin cha l Du d dich unſer angenom⸗ man n edirbt, Ulmen/ und uns in unſer t Wel lirbt. Seelen⸗Noth, mit Hülfe e 1. W ner et zu ſtatten kommen, du 1 gantez% Du ſchenckeſ uns. von dei⸗ will aun kerne 11 em Himmele Thron dein ſen,„ dern gauah liebes Kend und eingebohr⸗ 4 4 5 G 1 8 ergtelfe g. 2. Du ſeg us in beg— be Ibm, dem HErrn, mit muf e P 3296 aer 10 e 913 11 e 10 5 muth Gad a deiner f, dein tbeuren Gnad entgegen; 5 0 4 0 te ſind wir doch, du rtl 8 i 5* Ke — 3 — 8 Gottes und JEſu. 5 Wenn ich mich aufs 3 gleiche, bis ich dort in bei ſallerhöͤchſtes Gut, daß dei⸗ ne Lleb ſo groſſes an uns 55 Was dringet dich, wir ſind jg kur des erſten Adams Suͤnden⸗ Kinder, und ſind auch alle von Na⸗ tur verderbte Menſchen, ſchnoͤde Sünder, und frem⸗ de vom Verheiſſungs⸗Te⸗ ſtament, arm, lahm und hlos, blind, taub, ſtumm unb elend. 4. Allein, du Vater voller Guad, haft unſers Elends dich erbarmet, und uns nach deinem Gnaden⸗ Rath, in Christos, deinem Sohn umarmt, daß wie in ihm, wie du zuvor bedacht nun Kinder ſind, und ant genehm gemacht. 5. Du laͤſſect uns ind Eſu Blut, Heil, Leben, und Er⸗ loͤſung finden, und waͤſcheſt durch die edle Fluth uns von dem Unflat aller Suͤnden. O tiefe Lieb f o Wunder Guütigkeit! die unſre Seel von ſolcher Bend befreyt. 6. Du haſt uns Men; ſchen deinen Rath durch IEſum Chriſtum wiſſen laſſen, damit Du, was da Odem hat, in Ihm Er iſt der Grund, auf wel⸗ chem alles ſteht, was lebt und 9 5 was lieget, ſitzt und g 75 br ſtiftet Frieden zwiſchen Goc und uns da wir noch Feinde wa⸗ ren, und wird der Welt wahren. N. 289 r moͤchteſt faſſen, und Hoͤll zum Spott, den 2 1 Frieden 1 ins uns bde⸗ o Herelſchi 7 Ae 1 11 00 Von der Liebe Gottes und Jeſu. — daß wir in Frieden ſtehn, nun duͤrfen wir getroſt zum Vater gehn. i 3. Lebt Chriſtus doch in uns, und wir ſind auch durch Ihn mit Gott ver bunden: wir haben ſeiner Lieb Panier als eine ſtar⸗ cke Veſtung funden: In Ihm ſind wir voll Ruh und Sicherheit, und ſchme⸗ cken ſchon die Kraft der Seligkeit. 9. Du giebſt uns auch das Erbtheil durch Chri⸗ ſtum, der es uns erwor⸗ ben, als Er, der HErr, zu unſerm Heil am bittern Creutzes⸗ Stamm gezor⸗ ben; und ſein Verdienſt und Leiden macht allein, daß dir zum Preis wir nunmehr etwas ſeyn. 10. Durch dich und IEſum, unſern Hort, er⸗ kennen wir das Wort der Wahrheit, und wachſen immer fort und fort im Lichte zur vollkomm nen Klarheit: du ſelbßten bit das we ſentliche Licht, das durch den Sohn die Finſter⸗ niß vernicht t. 11. Du, Vater, wirckeſt auch durch Ihn in uns den lebendigen Glauben, den uns die Welt nicht kann entziehn, noch Satan aus dem Hertzen rauben: Er wircket lelbſt, und ſeb nes Geiſtes Trieb macht unſre Seel unſtraͤflich in der Lieb. 12. Du haſt mit dei⸗ nes Geiſtes Pfand durch Chriſtum unſre Seel ge⸗ ſchmuͤcket, und Ihn auf gedruͤcket, zur Vu rung, daß wir zu N nem Ruhm dein E ſeyn und auch dein Eig thum. 8 13. Nun, was wir ſih das kommt von 9 in Chriſte haßt du u geſchaffen zum Lobe ner Macht, daß wir! Hottes Kraſt und ſtes Waffen aus zen Lieb in deinen Wen gehn, und deinem Ruh mit Mund und Herz n. 14. So, Vater, ſo du bereit, in, durch ß um des Sohnes will den du gezeugt von En keit, uns mit dir fe zu erfuͤllen, auf daß nichts, Er aber allen ja alles gar in allen d gen ſey. 2 15. Drum wollen u HERR, deine Mach ö S 2 = keiten, die unſte Ser wohl bedacht, von% tzen ruͤhmen und ausbe ten. Es ruͤhme dich u. — ruͤhmen kann, was lebt in Odem hat. 16. Ja, treuer Gol wir loben dich, und eh deinen groſſen Name Hertz, Seel und Geist eh bet ſich, und ſinget! 0 leluja, Amen. Der Hen 2 g Selig heiſt, f Sohn und auch Got Heilger Geiſt. unſte Bruſt und Hand! III. Von zum veſten Siegel a 7 Du Vater aller Herr f t, 0 l deine groſſe That, etleſen, da allertreuen der den Hi. der Wolckel Winden gieb d Bahn,! Wege finden gehen kann. 2. Dem h trauen, went etgehn, au muß du ſchal Werck ſoll k Sorgen und und mit ſelb laßt Gott it U ſascker Held tum Staub uit deinem! 4. Wgg 0. gen an Mitt cht, dend Gegen dein! Licht:deing wand hinde det darf i U, bat 0 ft J. 50 0 uuf hir! kiel deinen Jh 19 10, Vier,. keit ns mit dit 0 ger t 1 tum wle kei en die unſte 6 tel u men uud f Nel du deine We, 100 ge, und was dein Hertze kraͤnckt, der 19 4 1 nd und 6 N du met, in, dug! um J Sohhes% den u gezeugt vont zu Ii len, auf daß nie n Er aber al ia. ger in an! l, dete 80 2 ler h ſey wo e dacht, dan tei es tüͤhme ah de n roſſe Thal, d e ban ö ſtarcker Held, und bringſt zum Stand und Weſen, was deinem Rath gefallt. % gen an Mitteln fehlti dirs nicht, dein Thun iſt lauter Segen, dein Gang iſt lauter Licht: dein Werck kann nie⸗ mand hindern, dein' Ar⸗ beit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern e 1 Teufel dir wolten wider⸗ Von goͤttl. vorſorge und Regierung. 291 III. Von goͤttlicher Vorſorge und Regierung. 353. M. Hertzlich thut mich ꝛc. allertreuſten Pflege des der den Himmel lenckt; der Wolcken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden da dein Fuß gehen kann. 2. Dem HErren muſt du trauen, wenn dirs ſoll wohl ergehn, auf ſein Wer. muſt du ſchauen, wenn dein Werck ſoll beſtehn. Mit Sorgen und mit Graͤmen, und mit ſelbſt eigner Pein laͤßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten 0 N. 3. Dein' ew'ge Treu und Gnade, o Vater, weiß und ſieht, was gut ſey oder ſchade dem ſterblichen Ge⸗ blut: und was du denn erleſen, das treibſt du 4. Weg haſt du allerwe⸗ rſprießlich iſt, wilt thun. 5. Und ob gleich alle ſtehn, ſo wird doch ohne Zweifel Gott nicht zuruͤcke gehn. Was Er Ihm vor⸗ endlich kommen zu ſeinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme See- le, hoff, und ſey unber⸗ jagt, Gott wird dich aus der Hoͤhle, da dich der Kum⸗ mer plagt, mit groſſen Gnaden rücken: erwarte nur der Zeit, ſo wirſt du ſchon erblicken die Sonn ck der ſchoͤnſten Freud. 7. Auf! auf! gieb dei, gen gute Nacht; laß fab⸗ ren was das Hertze be⸗ truͤbt und traurig macht. Biſt du doch nicht Regen⸗ te, der alles fuhren ſoll: Gott ſitzt im Regimente, und fuͤhret alles wohl. 8. Ihn, Ihn, laß thun und walten, Er iſt ein wel⸗ ſer Fuͤrſt, und wird ſich ſo verhalten, daß du dich wundern wirſt, wenn Er, wle Ihm gebuͤhret, mit Werck hinaus gefuͤhret, das dich bekuͤmmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit ſeinem Troſt verziehn, und thun an ſei⸗ nem Theile, als haͤtt in ſeinem Sinn Er deiner ſich begeben, und ſoltt du für und fuͤr in Angſt und Noͤ⸗ then ſchweben, und frag' Er nichts nach dir. N 2 5 10. Wirds genommen, und was er haben will, das muß doch nem Schmertze und Sor⸗ 1 wunderbarem Rath das 5 Von goͤttlicher Vorſorge 10. Wirds aber ſich be⸗ finden, daß du Ihm treu verbleibſt, ſo wird er dich entbinden, da du's am mindſten glaͤubſt: Er wird dein Hertze loͤſen von der ſo ſchweren Last, die du zu keinem Boͤſen bisher getragen haſt. a 11. Wohl dir, du Kind der Treue! Du haſt und traͤgſt davon mit Ruhm und Danck⸗Geſchreye den Sieg und Ehren⸗Kron: Go giebt dir ſelbſt die Palmen in deine rechte Hand und du ſingſt Freu⸗ den⸗Pſalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o HErr mach Ende au aller unſter Noth: ſtaͤrck unſre Fut und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen ſeyn, ſo gehen unſre Wege gewiß zum Himmel ein. 354. Mel. Ermuntre dich mein ꝛce. Du biſt ein Menſch, das weiſt du wohl, was ſtrebſt du denn nach Din⸗ gen, die Goc der HErr alleine ſoll und kaß muwege bringen? Du faͤhrſt mit deinem Witz und Sinn durch ſo viel tauſend Sor⸗ gen hin, und denckſt: Wie wills auf Erden noch end⸗ lich mit mir werden? 2, Es iſt umſonſt, du wirſt füͤrwahr mit allen deinem Tichten, auch nicht ein ein' ges kleines Haar in aller Welt ausrichten; nirgends zu, als daß dich aus deiner Ruy dürges, ud „ Und ſelbſt! Leben kuͤrtzeſt. 0 3. Wilt du was th das Goc gefallt, u dir zum Heil gedehet, So wirf dein Sorgen aß den Held, den Eid i Himmel ſcheuet, und gi dein Leben, Thun un Stand nur froͤlich hin i Gottes Hand, ſo wird e deinen Sachen ein frog Ende machen. 4. Wer hat geſorgt, deine Seel im Anfang he ner Tage noch in der Mun ter Leibes Hoͤhl und f ſterm Kercker lage! Na hat allda dein Heil he dacht? Was that da ale Menſchen Macht, da Get und Sinn und Leben ward ins Hertz gegeben! 5. Durch weſſen Kun ſteht dein Gebein in an deutlicher Fuͤlle? We gab den Augen Licht un Schein, dem Leibe Ha und Hulle! Wer og dl Adern hier und doll Ein' jed an ihre Stel und Ort? Wer ſetzte hn und wieder ſo viel u ſchoͤne Glieder? 6 Wo war dein Hell, Will und Verſtand, da ſch des Himmels Decken 0 dreckten uber See und Land, und aller Erden Ecken? Wer brachte Soll und Mond herfür? PA 10 machte Kraͤuter, Biun und Thier, un deinen Willen nach und dient dein Gram ſonſt. 5 hot del ein Kleid to und hieß et. i illen? tens Luſt he 1 uf Hh anf 10 e ai dont oben, auf alen 10 ethe gls du bekeit die du ett l. guch ch 4 1 2 dich algema da e lein Kamme Dach, Und! liegen, bat k genichtt, h Und Angeſich ud ſahe, ww. heſckahe. 9. Had de Angeſicht de hen fuhren, glauheſt we was delt“? Was du heg ein dei Licht und Was der eh, das ha lohten. 10, Nun biel und of umgeſchlage wiß und ge — Haden z gegen, wie f hoch geſch all kein Wur kein Sinne dencken kön N 294 Von göttlicher Vorſorge alſo kanſt du dencken, wie ſeinem Muth in Muthe ſey, wenn wir uns oft⸗ mals kraͤncken mit ſo ver⸗ gebner Sorgen⸗Buͤrd, als ob er uns nun gaͤntzlich wird, aus lauter Zorn und Haſſen, gantz huͤlf⸗ und tro los laſſen. 17. Das ſchlag hinweg, derlich bethoͤren: obgleich nicht allzeit das geſchicht, was Freude kann vermeh⸗ ren: ſo wird doch warlich das geſchehn, was GOT dein Vater auserſehn: Was Er zu dir will keh⸗ ren, das wird kein Men⸗ ſche wehren. 18. Thu als ein Kind, und lege dich in deines Vaters Arme; bitt Ihn, und flehe, bis Er ſich dein wie Er pflegt, erbarme: So wird Er dich durch ſei⸗ nen Geiſt, auſ Wegen, die du jetzt nicht weiſt, nach wohlgehaltnem Ringen, aus allen Sorgen bringen. 355. M. Kommt her zu mir ſpricht Got tes Sohn. Geb aus mein Hertz, und ſuche Freud bey Zeit, an deines Gottes Gaben: Schau an der ſchoͤ nen Garten ⸗Zler, und ſie⸗ he, wle ſie mir und dir ſich ausgeſchmuͤcket haben. 2. Die Baͤume ſtehen voller Laub, das Erdreich decket ſeinen Staub mit einem gruͤnen Kleide: Nar⸗ und laß dich nicht ſo lie⸗Feld dieſer lieben Sommer⸗ Reif Reben ſich viel ſchoner ay pte du als Salomonis Seide. 9 1 ale 3. Die Lerche ſchwugt Ig ſuge mit ſich in die Luft, das Fuß Ji, un laſe lein fleucht aus felher Höchber lugt Kluft, und macht ſich iy zen Hergen ke die Walder. Die hochle 5 dch enck gate Nachtigall ergißt her io hi, und fuͤllt mit ihrem Gch ans ſo Lehle Berg, Huͤgel, Thal un dieter armen e elder. a il doch wohl 4. Die Glucke fuhrt i Welt dort in Kuͤchlein aus, der Stuch Himmels el baut und bewohnt seln gem Schloßßet Haus, das Schwalblen 1d Welch ſpoitzt die Jungen. Der melch beer e ſchnelle Hirſch, das leichte dot in Chriß Reh iſt froh und kommt ſeyn! wie muß aus ſeiner Hoͤh ins tiefe ingen, da ſo Gras geſprungen. Seraphim mit 5. Die Baͤchlein rau gem Muth u. ſchen in dem Sand, und ihr Hafeluig mahlen ſich in ihren 1. d wir! Rand mit Schatten, reh, fand ich ſchot chen Myrrthen, die Wie, Gott, vor den ſen liegen hart dabey, und und träge meln klingen gantz vom kuf, e volt ich nge Geſchrey der Schaaf und e höhen ihrer Hirten. wens Preis f 6. Dle unverdroßne Bie ſchöxen Palm nen⸗ Schaar keche bin L Doch ge und her, ſucht hier un) ich, weil ich nl dar ihr edle Honig⸗Spel gedieſez Lesbe ſe. Des fuͤſſen Weinſtockt nicht gar file 1 87 Saft bringt tig, wein Herze ſe ich neue Starck und und fort au! Kraft in ſeinem ſchwachen au alen dit eiſe.„ Aube neigen. 7. Der Weitzen wich, i. Hunt ſet mit Gewalt, darüber weiten eis; jauchtzet Jung und Alt, der zum it und rühmt die greſſe H, daß ſch die te des, der ſo überflußſg leb, daß der labt, und mit ſo manchem er Gad in Gut begabt das menſchll 10 ud e che Gemuͤthe. ens Frucht 8. Ich ſelber kann und i. Ruch elſſen und die Tulipan, die mag nicht ruhn, 60 em Gate be ge ehen 7 N und Regierung. 295 A 8 8 Sa A Gottes groſſes Thun er⸗ 3. D Veche sh weckt mir ale Sinnen. Gu et, dag 90 Ich ſinge mit, wenn alles n ft e dug e inst, und laſſe, was dem luft, 1 mach l Höchſten klingt, aus mei⸗ ie W i Die 0 nem Hertzen rinnen. ate?„ gal ea. Ach tdenck ich biß dn a i hre pier e schr und na derg, Agel, Jan une ſo lieblich gehn auf lden e 1 0— 4. 40% will doch wohl nach dieſer ii 05 ae Fial dort in dem veſten aut 1 ewobgt uns Zelt und guͤld dane Schi nem Schloſſe werden. peißt„ Junge, U welch beler eche n, 85 cbne c dan dort in Ebrißt Garten 95 ft ö e ken wie muß es da woh l e e J.„ Gichen mem Muth und Stimm, chen em End, Wihr Haſteluja ſingen. mah c iu, T. O war ich da: Ach! Rand. Schitten ſtuͤnd ich ſchon, o groſſer chen? Athen, die Gott, vor deinem Thron, ſen I i hart dabeh u und truͤge meine Palmen! klingen int dun i ſo wolt ich nach der Engel Geſch er Scha Weis erhoͤhen deines Na⸗ ihrer Aaen. mens Preis mt tauſend r 6. 4% werdroneh ſchoͤnen Pſalmen. nen-„ ar 10. 12. Doch gleichwohl will und J fſucht ga wich, weil ich noch bier tra⸗ dar il e Hon e ge dieſes Leibes Joch, au ſe. 2. iſen Pau nicht gar ſtille ſchweigen: arck Wat being mein Hertze ſoll ſich fort 10 e Stite! und fort an dieſem und gra enen hach an, allem Ort iu deinem Fei N Lobe neigen. % Wehen n 13. Hilf mir, und ſegne ewalt, An meinen Geiſt mit Seegen, d ung h der dom Himmel fleußt, 1 die grbſeh daß ich dir ſietig bluͤhe! er Tae 15— 850 70 4 ner Gnad in meiner Seelen 39 56 0 fruͤh und ſpat viel Glau⸗ Gu 0 A ide bens ⸗Fruͤcht erziehe. che feln U. Mach in mir dei⸗ 5.. fehr nem Geiße Raum, daß ich mag i ruhe * dir werd ein guter Baum, und laß mich wohl beklei⸗ ben; Verleihe, daß zu dei⸗ nem Ruhm ich deines Gartens ſchoͤne Blum und e bleiben. 15. Erwaͤhle mich zum Paradeis, und laß mich bis zur letzten Reiſ an Leib und Seele gruͤnen. So will ich dir und dei⸗ ner Ehr abein und ſonſten keigem mehr, hier und Pflantze 118 [dort ewig dienen. 356. M. IlEſu, meine Freude ꝛc. Goc der wirds wohl machen, dem ich alle Sachen allteit heimge⸗ ſtollt, er hat mich erkohren, eb ich noch gebohren, bin in dieſe Welt; hat mir auch nach ſeinem Brauch, was vonnoͤthen, ſtets gege⸗ ben, hier in dieſem Leben. 2. G0 TT der wirds mohl machen! Der mir manches Lachen, Freud und Luſt geſchenckt: Der mich nie vergeſſen, der mit ch] Kleid und Eſſen taͤglich mich bedenckt: Auch wenn die Seinen ziemlich druͤ⸗ cket, hat er mich erqui⸗ cket. 3. GOTT der wirds mohl machen! Laß das Wetter krachen, und die Stuͤrme gehn! Wenn mit groſſem Grauſen alle Wel⸗ len brauſen, will er bey mir ſtehn. Jonas lag in dritten Tag: Schlaͤgt dich Usgluͤck gleich darnieder, Gott erhebt dich wieder. N 4 4. Gott faſt die Creutzes Laſt oft 4. God der wirds wobl machen! Er wird ſelber wachen uͤber deiner Noth. Wenn du wilt ver zagen unter deinen Plagen, ſt der fromme Gott auf den Plan und nimmt dich an; denn verſtaͤubt die Angſt geſchwinde, wie der Rauch im Winde. 5. Gosct der wirds wohl machen! Mächtig in den Schwachen iſt Er Von gsttlicher Vorſorge allezeit. fehlet, Wem hats je ge⸗ der ſich Gos erwaͤhlet in dem Hertze⸗ leid? Drum, mein Hertz, vergiß den Schmertz, al⸗ les ſteht in ſeinen Haͤn⸗ den: Goc kann alles wenden. 6. Ge der wirds wohl machen! Wenn des Todes Rachen gleich iſt aufgethan] Wenn die Le⸗ bens⸗Jahre liegen auf der Bahre, fuͤhrt er Himmel⸗ an. Dieſer Bund hat ſei⸗ nen Grund: Die gelebt und leben werben, kom men in die Erden. 7. GO der wirds wohl machen! Der den alten Drachen daͤmpfet kitterlich, fuͤhrt er gleich die Seinen uͤbar Stock und Steinen vielmals wunderlich; Sey bereit e und Leid. Gott befiehl nur deine Sachen: God der wirds wohl machen. 357. M. HErr, ſtraf 8 mich nicht ꝛc. Oes berrſchet und haͤlt beb uns Haus, was ſagſt du, Mech darwider? Was ſchlag du ſeinen Willen aut Leg in den Staub dich nieder. Schweig fill, Ihn nur Meſſter seyn 0 iſt da 200 af nagemein deſſelben ſchuy che Glieder. 9 Er dich nit 2. Belegt Ereutz und Noth, un greift dir nech dem u zen, Er ſchickt das Lehn und den Tod, laß dir e etwas ſchmertzen: Dog huͤte dich vor Ungeduſ du moͤchteſt ſonſt dun groſſe Schuld dein ben Heil 5 3. Er bleibt ſchon von Alters her: jetzt hal Er ſich verborgen, a wiß Er nichts um dei Beſchwer, laßt immer dich ſorgen, hat gegel dich ſich bart gemacht dis waͤhrt vom Abend die Nacht, und wieder al den Morgen. 4. Jetzt iſt Er wiel gnaͤdig hier, glebt Eu ſchaft deinen Leiden. E leget deinen Sack von die und guͤrtet dich mit Fel den. Vater dich, jedoch uus ſeine Gnade ſich daran nicht von dir ſcheiden. 7. Wie wohl iſt doch der Menſch daran, dal ſich in GOttes Wege n ktiefſter Demuth ſchih kann, Ihm aushalt all Schlage! dis nimmt del hoͤchſten Kunſt den Pre. HeErr! gib uns, daß — — aller Fleiß auf dis zu del 0 N nen lege. 151 0 emacht m Er zuͤchtigt als“ traut Ich ehebe, I eit eu licht, we und für in aufgerſcht, l da herab ich! Hülfe hal. 2. Melle allen von Gnade her ſſch, hubſch! mel, Erbe, und was ii I, uns u geruͤßt. 3. Ex Him Tultt, o mel in acht: W. geht Er mit — gen ſchwere eg, macht; und Geile wenn dich du nn teß zent und n bod etwa merten! 3 buͤte. vor 0 6 5 f 1 1 — — — dis 2 „8. 80 Ichuld de gg geruͤ Heil 422 3. J bleibt ſchn von mes her: z Er A ven wiß 8 nichts un) Bef ae, lat inn dich a gen, hat dich 9 bat gen 4 t vom 15 C ib u, 0 all J ß auf d net Nu; verhotgen,“ 11 und Regierung. 297 358. Mel. Tiicht ſo traurig ꝛc. ch erhebe, HERR, zu 2 dir meiner beyden Au H gen Licht, mein Geſicht iſt fuͤr und fuͤr zu den Bergen, aufgericht, zu den Bergen, da herab ich mein Heil und Huͤlfe hab. 2. Meine Huͤlfe kommt allein von des Hoͤchſten Gnade her, der ſo künſt⸗ lich, huͤbſch und fein, Him⸗ mel, Erde, Luft und Meer, und was in dem allem iſt, uns zum Beſten aus⸗ t. 3. Er nimmt deiner Fuͤſſe Tritt, o mein Hertze, wohl in acht: Wenn du geheſt, geht Er mit, und bewahrt dich Tag und Nacht. Sey getroſt, das Hollen Heer wird dir ſchaden nimmer⸗ mehr. 1 4. Sieht, wie ſein Auge wacht, wenn du liegeſt in der Ruh, wenn du ſchlaͤfeſt, kommt mit Macht auf dein Bett geflogen zu ſei⸗ ner Engel guͤldne Schaar, daß ſie deiner nehme wahr. b F. Alles, was du biſt und haſt, iſt umringt mit ſeiner Hut: Deiner Sor⸗ gen ſchwere Laſt nimmt Er weg, macht alles gut, Leib und Seele er verdeckt, wenn dich Sturm und Wetter ſchreckt. 6. Wenn der Sonnen 0 Hitze brennt, und des Lei⸗ bes⸗Kraͤfte bricht, wenn dich Stern und Monde blendt mit dem klaren An; geſicht, hat er ſeine ſtar⸗ cke Hand dir zum Schat⸗ ten vorgewandt. 7. Nun Er fahre immer fort, der getreue fromme irt, bleibe ſtets dein Schild und Hort, wenn dein Hertz geaͤngſtet wird. Wenn die Noth wird viel und groß, nimmt er dich in ſeinen Schoß. 6. Wenn du ſitzeſt, wenn du ſtoͤhſt, wenn du redeſt, wenn du hoͤrſt, wenn du aus dem Hauſe gehſt, und zuruͤcke wiederkehrſt, wenn du trittſt aus oder ein, woll er dein Gefaͤhrte ſeyn. 359. Mel. O welt, ich muß dich laſſen. In allen meinen Thaten laß ich den Hoͤchſten rathen, der alles kann und hat: Er muß zu allen Din⸗ gen, ſolls anders wohl ger lingen, uns ſelber geben Rath und That. 2. Nichts iſt es ſpaͤt und fruͤhe um alle meine Muͤhe mein Sorgen iſt umſonſt. Er mags mit meinen Sa⸗ chen nach ſeinem Willen machen, ich ſtell es blos in ſeine Gunſt. 11 Es kann mir nichts geſchehen, als was er bat verſehen, und was mir ſelig iſt, ich nehm es, wie Ers giebet, was Ihm von mir beliebet, das hab ich willig auch erkieſt. 4. Ich traue ſeiner Gna⸗ den, die mich vor allm Schaden, vor allem nebel ſchuͤtzt: leb ich nach ſeinen Satzen, ſo wird mich nichts N 5 ver⸗ 298 Von goͤttlicher Vorſorge meine Schuld: verletzen, auch nichts feh⸗ len, was mir nuͤzt. 5. Er wolle meiner Suͤn⸗ den in Gnaden mich ent⸗ binden, durchſtreichen Er wird auf mein Verbrechen nicht ſtracks das Urtheil ſpre⸗ chen, und haben noch mit mir geduld.. 6. Leg ich mich ſpaͤte nieder, erwach ich fruͤhe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachbeit und in Banden, und was mir ſtoͤßt zu handen, ſo troͤſtet mich ſein ſuͤſſes Wort. 7. Hat er es denn be⸗ ſchloſſen, ſo will ich un⸗ verdroſſen, an mein Ver⸗ haͤngniß gehn! Kein Un⸗ fall unter allen wird mir zu harte fallen, ich will ihn freudig uͤberſtehn. 8. Ihm hab ich mich er⸗ geben, zu ſterben und zu leben, ſo bald er mir ge⸗ beut, es ſey heut oder mor⸗ gen, dafur laß ich Ihn ſergen, Er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. Es ſey nun, Seele, ſeine, und traue dem al⸗ leine, der dich geſchaffen hat: Es gehe, wie es ge⸗ 15 115. in daz eiß ſchon zu allen Sachen Rath. 360. Mel. Auf ihr Chriſten, Chriſti Glieder. Meine Hoffnung ſtehet veſte auf den leben⸗ digen Gott. Er iſt mir der allerbeſte, der mir bey⸗ ſteht in der Noth; Er al⸗ lein ſoll es ſeyn, den ſch nur von Hertzen meyn. ſchwaches Schloͤſſer bauen in dle kuſt und in den Wind? Es bey ihr auf der Erden ſeht. Aber Gottes Git les hat ſeine Gnad darge⸗ reichet fruͤh und ſpat. 4. Giebet er nicht alles unbegreiflich, begehrt. Erd und Thon: Groß bon der uns erhalten hat. teltaͤubelein ꝛc. Vicht ſo traurig, nicht N 1075 meine Geil ſey betruͤbt, daß dir Got Nimm fuͤrlieb mit deiſen Gott, haft du Gott, fe hats nicht Noth. 2. Du noch eintzig Men ſchen⸗Kind, haſt ein Recht die ge⸗ in dieſer Welt, 416 1 — 5 2. Sagt mir, wer kaun doch vertrauen auf en ö Menſchen Kind? Wer kann beſe whret immer und Ewigkeit: Vieh und Men, ſchen er ernaͤhret durch e wuͤnſchte Jahres Zeit: ab reichlich und mit groſſen Gewinn, f ute e se e 41 wie e ſtarcker Waſſer⸗Guß: Luſt und Erd uns ernährt, wenn es Gottes Gun 5. Dancket nun den groſſen Schoͤpfer durch den wahren Menſchen Sohn, der uns, wie ein ſteyen Töpfer, hat gemacht aus flaſfe ſub n tenden! geht nichts beſteht, wg bhles 6 Gluͤck, Gui und Ehr nicht ſo viel, wie andern, glebt. En in 40 wil, 10 Gif de icht her f haben ſolt, mel uͤber dit iſt Freud, Ehr ore R „Der ſſch krauckt poll Eltelke Goc dal Schlitze det Bleibt der dir gehen k geheſt aus d. klebe ht eitiſt ins 6. Aber lhit, G01 Chtiſtt Bit kater ge Rath, ſtarck von That i Aden bleibet alle Gut zerfl Seelen Gu 361. N. Wie ein Tun mt 1 J. Acht U blind, L Uobehacht! Menschen g ich nocht 50 1 s 15 10 bet, 117 der zahl Unwerth g lebt ſe q Vol. je n sol err . 10d een 0 1, wi in ueber u Seihe Rah unbeg ich, we ſtarckt Naser Gus und 0 wenn a Gottes du begeh 5.. cket aun groſſe n hoͤpfer duc wahr! I enſchn El * 10 1 1 Toöpf at gemacht Erd. bon: Gui Natk. eck von T der 1 halten hu, 361. Wie ein d t Mubelein y g 0 An N N deo traut, ey! bt, da dae 60 1 uh c o t 1 itlieb m. 58 i du 80 bunt ache 0 noch eilte ö 0 55 f lin d ung ah U bt, weiße e im fremden Zelt: GO iſt HErr in ſeinem Haus, wie Er will, ſo theilt Er aus. 3. Biſt du doch darum nicht hier, daß du Erben haben ſolt, ſchau den Him mel uber dir, da, da iſt dein edles Gold, da iſt Ehre, da iſt Freud, Freud ohn End, Ehr ohne Neid. „Der iſt alber, der ſich kraͤnckt um ein' Hand voll Eitelkeit, wenn ihm Gott dargegen ſchenckt Schaͤtze der Beſtaͤndigkeit: Bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. l 5. Schaue alle Guͤter an, die dein Hertz fur Guͤter haͤlt, keines mit dir gehen kann, wenn du geheſt aus der Welt. Alles bleibet hinter dir, wenn du trittſt ins Grabes Thuͤr. 6. Aber was die Seele nährt, SOttes Huld und Chriſti Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, iſt und bleibet allzeit gut: Erden⸗ Gut zerfaͤllt und bricht: Seelen⸗Gut verſchwindet nicht. F. Ach! wie biſt du doch ſo blind, und im Dencken unbedacht! Augen haſt du Menſchen Kind, und ha doch noch nie bedacht de ner Augen helles Glas: Siehe! welch ein Schatz iſt das! 3. Zaͤhle deine Finger her, und der andern Glie⸗ der Zahl: keins iſt, das dir unwerth waͤr, ehrſt und liebst ſie alllumal, keines ſchaffen ſind, ſind nur Gast 209 gaͤbſt du weg um Gold, wenn man dirs abnehmen wo Grund deines Hertzens, das dich lehrt, wie viel oben wird beſchert; Du haſt mehr als Sand am immer Büßte e 10. Wuͤßte, der im Him⸗ mel lebt, daß dir waͤre nuͤtz und gut, wornach ſo begier⸗ lich ſtrebt dein verblendtes Fleiſch und Blut: wurde nicht laſſen unerfreut. 11. GoOtt iſt deiner Ae⸗ be voll, und von gantzem Hertzen treue wenn du wie dein Wunſch beſchaf⸗ fen ſey, iſt dirs gut, ſo Schade, ſpricht Er: Nein. 12. Unterdeſſen ſein Geiſt dir in deines Hertzens Haus Manna, und ſchmuͤckt es herrlich aus, ja, erwaͤhlet dir zum Heil, dich zu ſeinem Gut und Theil. 1 13. Ey, ſo richte dich empor, du betruͤhtes An⸗ geſicht, laß das Seuftzen nimm hervor deines Glau⸗ bens Freuden⸗Licht, das behalt, wenn dich die Nacht deines Kummers traurig macht. 14. Setze, als ein Him⸗ mels Sohn, deinen Wil⸗ len Maaß und Ziel, rühre ſtets vor Gottes Thron deines Danckes Saiten⸗ Spiel, N 5 gege⸗ . ———— ——Z—ͤ—ͤ— 272.0 ͤãTdTdßVTPpßßßßfßßfßfßfßfß ß.. 3 9. Nun ſo gehe in den Gutes alle Stund dir von Meer, und willſt doch noch ſeine Froͤmmigkeit dich wuͤnſcheſt, pruͤft Er wohl, geht Ers ein, is dein traͤgt das die Engel ſpeißt, ziert E ͤ Ä ͤ— ͤv— ͤͤ——,——..——. ̃ ᷣͤ vp... weil dir ſchon ————— — 2 ———— ͤ—̃———— 300 Von goͤttlicher Vorſorge gegeben iſt mehrers, als du wuͤrdig biſt. 15. Fuͤhre deinen Le⸗ bens⸗Lauf allzeit GOttes eingedenck: wie es kommt, nimm alles auf als ein wohlbe dacht Geſchenck: Geht dirs widrig, laß es ehn, Got im Himmel leibt dir ſtehn. 362. Mel. wie ſchoͤn leucht't uns ꝛc. Gottes Sohn von Ewegkeit: wie ſelig war dieſelbe Zeit, da man dich hat geſehen; ihr Au⸗ gen voller Herrlichkeit, ihr Ohren voller Lieblichkeit, wie wohl iſt euch geſche⸗ hen! Viele, viele Maje⸗ ſtaͤten und Propheten wol⸗ ten ſchauen, was Juͤnger konnt erbauen. 2. Doch wars nur eine kleine Friſt, daß ſolches Licht erſchienen iſt im Fleiſch und Wunder ⸗Bli⸗ 25 Bald, ſprach der * Wagen ihn begleitet, n was uns dort ſey betet 4. Indeſſen war nu Sonnen Strahl den Jun blieben aber in der L und ſeinem Wort je neh und mehr, Er werde u der kommen. Selig, eng die nicht ſehen, doch hei hen veſt im Glauben: diene abermal der Freudenpol Du nit f gern weggenommen. 6 Troſt kan niemand raub 5. Drum, llebe Sen ermuntre dich, dein J die Side Fatat uber . Alein, Heng Je nit deigem ben? Wie! ter feugt beinget kel Haus, Tauben! laß dein E Wirren, k muß auf len haben. Er ruft in deinem He Teufels Strick, es iß en du mich verſchertzen. Mi und in bittern Freuden 6. Ein weiſes Wut ſpricht Salomo zur Wel Luſt: was, wie, wei und wo biſt du ſo l mit Springen? Wer wel denn nicht, daß huſe ſus bleibt unſichtbarſch tzen; Ey! huͤte dich vun 1 f 1 1 Thraͤnen, ſolcher Guß u ie Gott verſoͤhnen. 9 Ell gebaͤhren f Heler&. und weil kleiner Augenblick, ſo fan Freude:“ Menſch zu che, lache mit Exzitten gebenckt le Macht keinem ke Darum, Augſ und Jagen hat getkagen. 10. El mancheenm et Nöthen, R, bald wird es Feind bey ſchneller Zeit? Quggl, ſeyn, ſo wird euch nicht mehr dieſer Schein durchs Angeſicht erquicken. Ein klein Stuͤndlein muß ich ſcheiden, und viel leiden, und einſchlafen, Ich trag eure Suͤnden, Strafen. 3. Zwar iſt er drauf er⸗ fanden bald in ſchoͤner Klarheit und Geſtalt, war viertzig Tag auf Erden, als Er, der eingebohrne Sohn, zu ſeines Vaters hoͤchſten Thron nun ſolt erhoben werden. Eyal wer treten: Ich ſaus nen Wunden Saft, Auferſtehung iſt die Kral, dadurch ich lerne beten. E Mit dir in mir, will h ernſtlich meynt, und ſuch uns zu verſchlingen? Jm mer ſchlimmer, und! laͤnger, deſſe ſrengen kaͤmpft der Boͤſe, bis da Vater uns erloͤſe. 7. Lob ſey dir, Jeeh! cöOttes⸗Lamm! Daß Du zuerſt am Creutzes⸗Sta um der Schlaugen Kopf zen, 10 ö ein da mochte ſagen, was fuͤr k ampfen: ich will 5 1 ſehy verlag Gedaͤchtul und deſſen Juth, de Hermaſſe SEunder, penn may ſez ſerſe. gehn guf II. Du geht Ehr ker ei 0 ö ö Maut fte er Y Arge Wage begleitk, 19 1 t ſeh bah f g T kam gk 0 e eg doch 0 hen y z Glauben Troft i emand 10 5. n, liebe 8 ern A dh l ſus e unſchthaſ 900 1 145 0 enz 9 4 16 Teuf A tc, e klein A genblich a du m 105 b ſche, Ae mit Eu und J Ilttern Fru Thre u ſolchet Haß Gol föhneg, 6.) pelſes J. ſpric momo zur d Luſt 8 it, wie, und c biſt du steg mit dagen? Wa dent g att, daß Fein e schueler ernf A neynt, ue mer laͤng 0 kaͤm er Bdſe, i Vat s erlöse 7. J ſeh dit, Je o n amm! D zuer u Creuzes eln der 28 augen Kl tret ch ſuug. nen den Eat, 1 1 Auf ung i be dad! u ich vl on 1 Noͤthen, uns i erſchlingen) mmer, l n deſto fe 1 0 ich berge 0 Mit in mik, 1 und Regierung. alle Suͤnden, Welt und Satan uͤberwinden. 2. Allein, wie kommts, HERR JEſu Chriſt, daß Du mir oft ſo ferne bist nit deinem Licht im Glau⸗ ben? Wie mancher Seuf⸗ tzer fleugt mir aus, und bringet kein Oel⸗Blatt zu Haus, wie Noah ſeine Tauben? Stille Wille! laß dein Girren und Ver⸗ wirren, mein Vertrauen muß auf Gott ohn Fuͤh len hauen. 9, Ein Weib, wenn ſie gebaͤhren ſoll, befindt ſich vieler Schmertzen voll, und weiß von keiner Freude: Bald, wenn der Menſch zur Welt gebracht, gedenckt ſie nur an Got tes Macht, und weiß von keinem Leide. Warum? Darum, daß die Plage, Angſt und Klage unterm Zagen hat die edle Frucht getragen. 10. So iſt der Glaube manchesmal in groſſen Furcht und Quaal, und klagt, man ſey verlaſſen; Halt im Gedaͤchtniß JESn Tod, und deſſen Wunder groſſe Noth, der ſchreyet glei, m Blinder koͤnnteſt du es boͤſe mit uns Suͤnder, ſo da meynet, meynen, da deine chermaſſen. wenn man weinet, Gott ſey ferne. In der Nacht gehn auf die Sterne. 11. Durch folchen Weg geht Chriſtus hin, und lencket ſeines Vaters Sinn, wie Er vorhin gegangen. Ein Kleines laͤßt Er ſich nicht ſehn, wird aber in ſen Wegen. 12. Und ſoll ich mit der Creutzes Laſt, die du, mein Heil getragen haſt, bis in den Tod dich ehren: So ißs doch ein geringes Nu, darauf denn bald, bald fol⸗ get Ruh, in 2 ohn Aufhoͤren. Endlich werd ich Jubtlate und Cantate froͤlſch ſingen, drum will ich nur tapfer ringen. 1060 13. O Gottes Sohn in Ewigkeit! wir warten ſchon der letzten Zeit, da wir dich ſollen ſehen. Ihe Augen voller Herrlichkeit, ihr Ohren voller Lieblich⸗ keit, wie wohl wird euch geſchehen! Lauter, lauter ten werden ſchauen Got⸗ tes Lamm auf grüner Auen. 363. M. Jehovah iſt mein Licht ꝛc. 1 So fuͤhrſt du doch recht ſelig, HERR, die Deinen, ja ſelig und doch meiſtens wunderlich: Wie Treu nicht kann verleugnen ſich. Die Wege ſind oft krumm, und doch gerad, darauf du laͤß'ſt die Kinder zu dir gehn, da pſtegt es wun⸗ derſeltſam aus zuſehn. Doch triumphirt zuletzt dein hoher Rath. 2. Dein Geiſt haͤngt nie dir auferſtehn; Er halt ſich an menſchlichen Geſetzen N 7 fü e e 5 es nur gefangen. Auf! auf!% ſein Lauf iſt die Sonne, meine Wonne, nichts denn Segen folget mir auf die- Majeſtaͤten und Prophe⸗ 302 Von goͤttlicher Vorſorge ſo die Vernunft und gute Meynung ſtellt. Zweifels Knoten kann dein Schwerdt verletzen, loͤſen auf, nachdem es dir gefaͤllt. Du reiſſeſt wohl die ſtaͤrckſten Band ent⸗ zwey: Was ſich entgegen ſetzt muß ſincken hin: Ein Wort bricht oft den aller⸗ haͤrtſten Sinn, Denn geht dein Fuß auch durch Un⸗ wege rey. 3. Was unſre Klugheit will zaſammen fuͤgen, theilt den Verſtand in Oſt und Was man⸗ cher unter Joch und Laſt ſetzt deine Hand frey an der Ster⸗ nen Haus. Die Welt zer⸗ reißt, und du verknuͤpfſt in Kraft: Sie bricht, du bauſt: Sie baut, du reiſ⸗ Ihr Glantz muß dir ein dunckler Schatten Dein Geiſt bey Todten Kraft und Leben Weſten aus: will biegen, ſeſt ein. ſeyn. ſchafft. 4. Will die Vernunft was fromm und yreiſen, ſo haſt du's ſchon aus deinem Buch gethan. Wenn aber niemand will dis Zeugniß weiſen, den fuͤhrſt du in der Still, ſelbſt Himmel an. Tiſch der Phariſaͤer laͤßſt Der und ſelig Den Der Worte Pracht und Ruhm mag dir nicht tau⸗ gen. Du glebſt die Kraſt und Nachdruck durch den Trieb. Die beſten Wer bringen dir kein Lob, ſie ſind verſteekt, der Blinde geht vorbey. Wer Augen hat, ſteht ſte doch nicht ſ⸗ frey. Die Sachen ſind klar, der Sinn zu grob. 6. O Herrſcher! ſey von uns gebenedeyet, der du uns toͤdteſt und lebendig machſt. Wenn uns dei Geiſt der Weisheit Scha verleibet, ſo ſehn wir en bey uns, wir ſpielen mit, bey uns zu wohnen ist die lauter Luſt, die reget ſich in deiner Vater ⸗Bruß, und gaͤngelt uns mit za tem Kinder⸗Schritt. 7. Bald ſcheinſt du uns was harte anzugreifen, bald fähreſt du mit un gantz faͤuberlich, ge ſchichts, daß unſer Sin ſücht auszuſchwelfen, ſo weiſ't die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wit denn mit blöden Außen ch hin, du kuͤſſeſt uns: wit ſagen Beßrung zu. Drauf ſchenckt dein Geist den Hertzen wieder Ruh, und du ſtehn, und ſpeiſeſt mit haͤlt im Zaum den ausge frey. Wer we den Suͤndern, 85 * ſt ſie was weiften Sinn. 8 Du keunſt, o Votel, Dtters deine Abſicht ſep? wohl das ſchwache deen Wer kann der tiefſten Weisheit Abgrund ſehn? F.. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen: Was nichts iſt, haſt du groſſer HErr, recht lieb. die Ohnmacht und dnn Sinnen Unverſtand, Mal kann uns fast au unte Stirn ableſen, wie es un ſchwache Linder ſey den wandt. Drum mt wie wohl du fuͤr u wachſt. Die Weishet ſpiel nd hilt 0 auch i hege; 90 Riemand eanas deine 5 105 del Id ze. 9. Alo 9 die gemeine Fuß wird f eſehn, de was ſich im wenn du! mit uns wi Widerſpel Augen dar du in deine Wet meynt Vokſat kec wird am E oft gewahr 10, O A Trug loch det, gieht n ſcharſen U. kurch Nat wird entſch Licht von 1 Laß d der N Jad d duhm n dit üg h en. 4 1 ebf die g nd N 0 rieb. han f rey. 9 lar, Ig inn zu oh, machk! Venn un Geiſt In Leisheit 10 verlei u ſo ſehn e wie 1 n du t wach Je Weihe bey u„ pit ſpielen gh bey ug n wogen i 0 lauten A, die teeth in de e Vater Fil und ga lt unt 1 tem, er Schritt. 7.( ſcheinß dur was e anzogteſth bald A eſt du nit gantz berlich ſchick aß unſer e ſucht u nuſchweſſen, weiſ zucht uns wih hin a Anh. Da gelt denn u blöden da hin, i aſſeſt uns nein Get/ — leder Ruh — —2 8 —— 88 8 — 2 1 . 2 ſcw. wan 1 Am 1 ſaget kung lu. dl in mir anzuͤnd', daß ic 303 U, und haltſt und trageſt Ach! ſelig, der dein Licht und Regierung. e, brauchſt Vater⸗Recht ergreift und findt. und zeigeſt Mutter⸗Treu, 12. Ss ziehe mich denn wo niemand meynt, daß recht nach deinem Willen, etwas deine ſey, da hegſt und trag, und heb, und du ſelbſt dein Schaͤfgen jeſfuͤhr dein armes Kind! und je. Dein innres Zeugniß ſoll 9. Alſo gehſt du nichtſden Zweifel ſtillen: dein die gemeinen Wege, dein Geiſt die Furcht und Luͤſte Fuß wird ſelten öffentlich uͤberwindt. Du biſt mein geſehn, damit du ſehſ, Alles, denn dein Sohn ist was ſich im Hertzen rege, mein, dein Geiſt regt ſich wenn du in Dunckelheit gantz kraͤftiglich in mir; mit uns wilt gehn: Das ich brenne nur nach dir in Widerſpiel legſt du vor Liebs Begier. Wie oft Augen dar von dem, was erquickt mich deiner Klar⸗ du in deinem Sinne haſt. heit Schein. Wer meynt, er hab den 12 Drum muß die Crea⸗ Vorſatz recht gefaßt, der tur mir immer dienen, kein wird am End ein andres Engel ſchaͤmt nun der Ge⸗ oft gewahr. meinſchaft ſich: Die Gei⸗ 10. O Auge! das nicht ſter, die vor dir vollendet Trug noch Heucheln lei, gruͤnen, ſind meine Bruͤ⸗ det, giebt mir der Klugheit der, und erwarten mich. ſcharfen Unterſcheid, da Wie oft erquicket meinen durch Natur und Gnade Geiſt ein Hertz, das dich wird entſcheidet, das eigneſund mich und alle Chri⸗ Licht von deiner Heiter ſten liebt? Iſts moͤglich, keit. Laß doch mein Hertz daß mich etwas noch be⸗ dich niemals meistern truͤbt? Komm, Freuden, nicht, brich gantz ent Quell! weich ewig, aller zwey den Willen, der ſich Schmertz. liebt: erweck die Luſt, die ſich nur dir ergiebt, und 364. In eigener Mel. iadelt nie dein himmli⸗ l arum betruͤbſt du dich, mein Hertz? ſches Gericht. 11. Will etwa die Ver⸗ nunft dir widerſprechen, bekuͤmmerſt dich, und traͤ⸗ und ſchuͤttelt ihren Kopf geſt Schmertz nur um das zu deinem Weg, ſo wollſt zeitlich Gut; vertrau du du die Beveſtung nieder⸗delnem HErren God T, brechen, daß ihre Hoh der alle Ding erſchaffen ſich nur bey Zeiten leg'. hat.„ Keln fremdes Feuer ſſ 2. Er kann und will dich b laſſen nicht, Er weiß gar vor dich in Thorheit brin⸗ wohl, was dir gebricht; gen moͤcht, und dir wohl Himmel und Erd iſt ſein. gar ſo zu gefallen daͤcht. Mein Vater 25 e Erre 34 Von goͤttlicher Vorſorge HErre Gott, der mlr bey⸗ ſteht in aller Noth. 3. Weil du mein Gott und Vater biſt, dein Kind wirſt du verlaſſen nicht, du vaͤterliches Hertz; Ich bin ein armer Erden⸗Kloß, auf Erden weiß ich keinen Troſt.. 4. Der Reich' verlaͤßt ſich auf ſein Gut, ich aber will vertrau'n mein m Goc; ob ich gleich werd' veracht't, ſe weiß und glaub ich veſtſglichk: Wer Gott vertraut, dem mangelt nicht. 0 F. Elia! wer ernaͤhret dich, da es ſo lange regnet nicht in ſo ſchwer theurer Gott. 0 12. Alles, was is in di ſer Welt, es ſey Gllbet, Gold, oder Geld, Reich⸗ thum und zeitlich Got, Zeit? Ein' Wittwe aus Sidonier Land, zu wel⸗ cher du von Gott warſt geſandt. 6. Da er lag unterm Wacholder ⸗ Baum, ein Engel Gott's vom Him⸗ mel kam, und bracht ihm Speis und Tranck; er ging gar einen weiten Gang, bis zu dem Berg, Horeb genannt. 2. Des Daniels Gott nicht vergaß, da er unter den Loͤwen ſaß, ſeln'n Engel ſandt er hin, und ließ ihm Speiſe bringen ut durch ſeinen Diener habaeue. 8. Joſeph in Egypten ver⸗ kaufet ward, von Pharao gefangen hart, um ſein'r Gottsfuͤrchtigkeit. Gott macht ihn zu ein'm groſſen Herrn, daß er konnt Vat'r und Bruder ernaͤhrn. 9. Es ließ auch nicht der treue GO die drey Maͤnn er im Feuer/ dee roth, ſein'n Engel ſandt en bewahrt ſie vor es Feuers, Glut, und half h hin, nen aus aller Noth. 10. Ach Goc de biſt noch heut ſo reich, au du biſt g'weſen ewiglich, mein Vertrauen ſieht gay an me⸗ zu dir; mach mich ner Seelen reich, ſo hah ig gnug hier und ewiglich, 11. Der zeitlichen Et will ich gern enthehrn, u woll'ſt mir nur das Ewe gewaͤhrn, das du erwo ben haſt durch deinen hen ben bittern Tod, das hitt ich dich, mein HErr ud das waͤhrt nur eine kleihe Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 13. Ich danck dit, Chet mich ſolch's erkennen lahn 15 1 2 göntiche Wort, verleih mir auch o Gottes Sohn, daß da Beſtaͤndigkeit, zu meinen Seelen Seligkeit. 14. Lob, Ehr und Dauk ſen bir geſagt fuͤr alle delt erzeigt Wohlthat, u bitt demuͤthiglich: mich nicht von dein m A geſicht verſtoſſen werden ewiglich. 5 365. Mel. Warum ſollt ich mich denn graͤmen. Werum wilt*— fuͤr Morgen, 95 — ſcheuckt dar 1 1 M allel id den cken, traut laßt nicht dencken. 3. Gage full ich ef dit ſchon 1508 ſch kann et wird inet heſcheren. 7. Ach! guf Erden mast uns; r U. Age Naͤnn. 101% ue J 68 1 10 1155 10 0 b 1 u dir; an) mich ay h ter S. e gnug n ind ewwiglih nhl n, rt ö g Jeuers J fig l en au r Nut 10. i ö ö 0 0 0 N Juen feht gn 11. 0 jeitlichg c will 16% f n enthehn woll g an gur 10 0 en 1 1 0 5 ch deinen hy ben d 1 Tod, das ich di g dein Her Con Hen 12., was fh ſer N W es ſey Sah Gold Wer Geld, d thum u 5 geitlch ch. — f bitt g üͤthiglic mich t 1 au geſte Fertoſſn ul das 1 nur eſſe f Zeit, u hilft doch ie zur(eit. 13. L dauck dit, E o Gl ee Sohn, diß durck! fein gütlich Wor erleih ni. Beſt a 1 ih 5eel s eligkel. 8 ehre ſey s g agt für dle erzel 1 ohlthet, 6 ewig 365 fel. Wan ſo Wh mich da raͤmen. n wilt u 2 e Heide ad bat mich s erkennen 91 J. und Regierung. Heide immerwaͤrts 5 ein taz werden; Wer Gott dient dein taͤglich Gra⸗ men, weil Gott will in der Still ſich der Noth ſorgen? annehmen. 2. GOT hat dir ge⸗ ſchenckt das Leben, Seel bleib Er wird ferner alles ſchen⸗ ſt, Er ver⸗ laͤßt nicht, die an Ihm und Leib, darum Ihm allein ergeben. cken, traue veſt, dencken. 3. Sage nicht: Was ſoll ich eſſen? Gott hat dir ſchon allhier ſo viel zugemeſſen, daß der Leib ſich kann ernaͤhren, uͤbriges wird indeß Gottes Hand beſcheren. 4. Es iſt mehr als Tranck und Speiſen dieſer Leib? Darum glaͤub, daß erweiſen, daß er Speis und Tranck 10 kann geben dem, der ſich 11. Er kann alles wieder vekiglich ihm ergiebt im Goc wird Leben. 5. Sorgſt du, wie du dich ſollſt kleiden? JEſus ſpricht: Sorge nicht, ſol⸗ ches thun die Heiden. Schau die Blumen guf den Feldern, wie ſo ſchoͤn dieſe ſtehn, und die Baͤum in Waͤldern. 6. Sorgt ein Vogel auf den Zweigen, ſingt, huͤpft und ſpringt, wer ihm ſoll anteigen, was er eſſen ſoll und trincken? wenn er kann im Glauben faſſen, der wird nicht, wenns ge⸗ laſſen. nachtrachtet, und zugleich Gottes Reich über alles achtet, der wird warlich nach Verlangen Speis und Schlaf empfangen. geben, was mir fehlet, Weil verheelet. die ich hab, mir gar laſſen Beſten kommen, hinweg genommen. geben: wenn Er nimmt, le fromme Seelen leben ſo, und ſind froh, ohne Sorg und Qualen. 12. Sie befehlen Gott und ſind ſtill immer im Verborgen: Was Gott will, iſt ihr Vergnügen, und wie's Er ohngefaͤht will mit ihnen fügen. 13. Doch kann ihnen nicht verſagen Gott ihr Nein, ach! nein, er al⸗Brodt in der Noth, wenn lein folgt des Himmels Wincken. 7. Ach! der Glaube fehlt auf Erden, waͤr er da, müßt uns ja, was uns notblam groͤßten. Er hoͤrt ihr Klagen. Er kommt warlich ſie zu troͤ⸗ ſten, eh' mans meynt, und erſcheint, wenn die Noth 14. Ihre 300 bricht, von ihm ſeyn ver⸗ 0 3. Wer Gerechtigkeit Tranck Lebenslang wie im 9. Laß die Welt denn ſich bemuͤhen immerhin; ⁶. Ach! mein Sinn ſoll in IESnu fliehen. Er wird ob ers oft unverhoft eine 10. Will er pruͤfen meinen Glauben, und die Gab, ſo beſtimmt er ſein Wort zum Leben! Ach! wie vie⸗ die Sorgen, wie Er will, rauben: ſo muß mir zum N 1„wenn Gott mir alles ſchier hat 7 Von goͤttlicher Vorſorge 14. Ihre Sorg iſt fuͤr die Seelen, und ihr Lauf 38 hinauf zu den Feiſen⸗ doͤblen, zu des HExrren IEſu Wunden: Hier ſind ſie aller Muͤh und der Noth entbunden. 15. Nun ſul meine Fr HERR Ie ⸗ eude, meine Sonn, meine Wonn, mei⸗ o wird mir nichts am Lei ner Seelen Weide. Sor⸗ e nur fuͤr meine Seele, auch allhier be fehlen. 16. Alles ſey dir unver⸗ holen, was mir fehlt, was mich quaͤlt, groſſer Gott! befohlen: S orge du, ſo will ich ſchweigen, und vor dir nach Gebuͤhr mei⸗ ne Knie beugen. N 17. Ich will dir mit reuden dancken fort und ort, hier und dort, und will nimmer wancken. Lob And Preis ſey men; Sey mein Theil, Huͤlf und Heil, liebſter IEſu, Amen. deinem Na⸗ 866. mel. wer weiß wie nahe mir mein Ende. er nur den lieben Gott laͤßt walten, And hoffet auf ihn allezeit, den wird er erhalten in a und Traurigkeit. wunderlich llem Creutz Wer Gott dem Allerhoͤchſten traut, der hat auf kelnen Sand gebaut. 2. Was he lfen uns dle ſchweren Sorgen? Was bilft uns unſer Weh und eee eee ee Ach! Was hilft es, wir alle Morgen beſeuß⸗ tzen unſer Ungemach? wir machen unſer Creutz und Leid nur groͤſſer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur eln wenig ſtille, und ſey doch in ſich ſelbſt vergnuͤgt, wie uns ihm hat auserwaͤhlt, der weiß auch gar wohl was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten weiß wohl, wenn es huͤt⸗ lich ſey: Wenn Er uns nur hat treu erfunden, und mercket keine Heuche⸗ ley, ſo kommt Goc, eh wirs uns verſehn, und laͤſſet uns viel Guts ge⸗ ehn. 5. Denck nicht in deiner Drangſals Hitze, daß du von Gott verlaſſen ſeyl, S und daß der GO jn Schooſſe ſitze, der ſich mit ſtetem Gluͤcke ſpeſt: Die folgende Zeit vera, dert viel, und ſetzet jegli⸗ ch Ziel. ſehr ſchlechte Sachen, und iſt dem Höch let gleich, den Reichen klein und arm zn machen, den Armen aber groß und reich: Gott ic der rech, te Wunder Mann, der bald erhoͤhn, bald ſtuͤrtzen kann. 7. Sing, bet, und geh auf Goites Wegen, verricht das Deine nur getreu, au des Himmels reichen trau des Hi Segel ö daß Lunge dib w 1 1 1 unſers Gottes gnadger Wille, wie ſein Allwiſſß, heit es fuͤgt. Gott, der „ ſſ Aden vachet sei! f Gott se alt er nicht. % N. Chris d w nicht Gun, athe Freuden ⸗ Stunden, Er Imſonſ, wi Stadt nicht! ss iſt umſon Wacht. 2 Vettel tüh auffeſ Sboſtgen ſch Und eß't eu und Ungemach: de gon im Schlaf. 3. Nun ſi waste Kind, Im gegebe ie die Pfel Hand, fo Edtt bekant 4 Es fol schehen we bat feigen f werden nich 11 Spott belnd hewah . ehr fe und dem Heil gen ao ſey ber 16 in Eni, 308. M.] nes Welt bit wohl! chehn. 5. D nicht in dat Drang Hitze, daß on& serlaſſen set ind dener Göde chose Witze, der f nit ſt 0000 0 Die f ade Zeit vu ert v 13 1 ſetzet fe 2(d i de ſehr ſe ste Sachen ſt de in 100 gleich und e m iber ch J 3 tt f 1 ö Main * a k, bald 1 i 11* degen, fa 1984 nur 15 trau nn 5 0 Sorgen , Reichen ll. und Regierung. „ Seegen, ſo wird er bey dir werden neu: De i welcher ſeine Zuverſicht auf Gott ſetzt, den ver⸗ Denn laͤßt er nicht. 367 M. Herr JkEſu Chriſt, dich zu uns wend. Wo GOT zum Haus nicht giebt ſeln' Gunf, arbeitet jedermann umſonſt, wo Goc T die Stadt nicht ſelbſt bewacht, ſo iſt umſonſt der Waͤchter acht. 2, Vergebens, daß ihr fruͤh aufſteht, dazu mit und eß't eu'r Brodt mit Ungemach: Denn wems 60D goͤnnt, giebt Ers im Schl af. 3. Nun ſind ſein Erben unſre Kind, die uns von Ihm gegeben ſind: Gleich⸗ wie die Pfeil ins Starcken Hand, ſo i die Jugend Gott bekannt. 4. Es ſoll und muß dem g'ſchehen wohl, der dieſer hat ſeinen Koͤcher voll, ſie werden nicht zu Schand nd Spott, vor ihrem eind bewahrt ſie GOtt. 5. Ehr ſey dem Vater und dem Sohn, ſamt Heil'gen Geiſt in einem Thron, welch's Ihm auch alſo ſey bereit von nun an bis in Ewigkeit. 368. M. Du, 0 ſchoͤ. nes Welt⸗Gebaͤude. Womit don, ich dic wohl loben? Maͤch⸗ ſchlafen geht, daf tiger HERR Zebaoth!! Sende mir dazu von oben. deines Geiſtes Kraft, mein SO Tc. Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebes⸗Zeichen: Tauſend, tauſendmal ſey dir, groſſer Koͤnig! Danck dafuͤr. 8 2. HERR, enttuͤnde mein Gemuͤthe, daß ich deine Wunder⸗ Macht, deine Gnade, Treu und Guͤte ſtets erhebe Tag und Nacht; Denn von deinen Gnaden Guͤſſen Leib und Seele zeugen muͤſſen. Tauſend, tauſendmal ſey dir, groſſer Koͤnig! Danck u afuͤr. 5 Denck ich nur der Suͤnden⸗Gaſſen, drauf ich haͤufte Schuld mit Schuld, ſo moͤcht ich vor Schaam erblaſſen vor der Langmuth und Geduld, womit du, o GOT! mich Armen haſt getra⸗ dafuͤr. 4. Ach ja, wenn ſch uͤberlege, mit was Lieb und Guͤtigkeit du durch ſo vlel Wunder Wege mich geführt die Lebens⸗ Zeit; So weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hier zu ergruͤnden. Tauſend, tauſendmal ſey dir, groſſer Koͤnig! Danck dafuͤr. 5. Du, HE RR, biſt mir nachgelaufen, mich zu reiſſen aus der Gluth: Denn da mit der Suͤn⸗ der Haufen ich nur ſuchte irrdiſch . ——ũ̃ 2 2—— ——.——— gen mit Erbarmen. Tau⸗ ſend, tauſendmal ſey dir, groſſer Koͤnig! Danck 5 — . — ̃— H— ä 77.7... ñß——T—X—T—T — 9 308 Von gaͤttlicher Vorſorgnge urdiſch Gut, heiſſeſt du auf diels mehr achten, wornach enan zuerſt ſoll trachten, Tauſend, tauſendmal ſey a Koͤnig! Danck ü afuͤr. 6. O! wie haſt du meine Seele ſtets geſucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Suͤnden⸗Hoͤhle moͤchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgeſoͤhnet haben, und mir Kraft zum Leben gaben. Tauſend ꝛe. 7. Ja, HER, lauter Gnad und Wahrheit ſind vor deinem Angeſicht: Du du trittſt hervor in Klar⸗ heit, in Gerechtigkeit, Ge⸗ richt: daß man ſoll aus del⸗ nen Wercken deine Guͤt und Allmacht mercken. Tauſend, tauſend de. 8. Wie du ſetzeſt jedem Dinge Zeit, Zahl, Maaß, Gewicht und Ziel, damit keinem zu geringe moͤcht ge⸗ —— ich auf tauſend Weiſen dei⸗ ne Weisheit auch zu prei⸗ ſen. Taufend, tauſend ꝛce. 9. Bald mit Lieben, bald mitkeiden, kamſt du, HErr, meis Gott, zu mir, nur mein Hertze zu bereiten, ſich gantz zu ergeben dir, daß mein gaͤntzliches Verlan⸗ gen moͤcht an deinem Wil⸗ len hangen. Tauſend ꝛſc. ſchehen noch zu viel: ſo hab — 7 I. Mich haf du ann f Adlers,Fluͤgelg oft gel ace! gen vaͤterlich, in den Th uch dee lern, auf den Hage g g wunderbar errettet Aich., En. Wenn ſchien alles zu zw 10 anne, ward dod dn] inn Huͤlf ich innen. Taufen, Wale de tauſend mal ꝛc. e e 12. Flelen tauſend a bein Reber zur Seiten, und zur nach led ten zehnmal mehr, ſieſeh ute 10 du misch doch been lien bo 5. e ud segen eer, daß den Nöthen, 717 die mich drangen, ich V. dennoch bin entgangen e Tauſend, tauſendmal ze. 375! z. Pater! du baff u chen erzeiget lauter Gad un Guͤtigkeit: und du haß n 0 mir geneiget, JEſu, dale Freundlichkeit; und duch dee dich, o Geiß der Gnaden, dabeſmen werd ich ſtets noch eng 0 10 0 laden. Taufend, tauſeſh, 10 10 0 mal ſey. 44 1105 14. Tauſendmal ſez dit el er, e geſungen, HERR] mein 160 Sorte, pielt, oe me Danck, daß es mir bisher Welt unt gelungen. Ach! laß mens 2. Schi Lebens Gang ferner duch unz bee durch JEſu Leiten, uur Pee dei gehn in die Swigkeiten d ſes war f will ich, HErr, fur und ſit nennen, ewig, ewig dancken dir, fihig ſatt, 369. Nel. Nun laßt Ein — 10. Wie ein Vater nit] uns den Leib c. dcr die dern nuͤtzlich iſt, ſo haf du mich auch geliebet, HErr, mein Gott, zu jeder Frlſt, und giebet, nachdems Kin⸗ 3100 Deng, o Here, zin ſic weit! von dir, dis ole“. ge du nicht wegern mir, pal ic uch ich in dieſem Leben a, Fempel und dich meiner angenom⸗ſeh mich mein Stuͤndbn framllg, men, wenns auch gleich aufs hoͤchſte kommen. Tau⸗ ſend, tauſendmal ꝛc. nimmt dahin. a 8 2. Verfaͤlſchte Lehr, N A l Igötterey und Luͤgen 70 11. Adlers F N ten K i mehr, du u 85 10 0 h „ und zur bebſch denn in eng Teuf d auſendmg 13 erf du hat ſerzel n zuter guad z 10 1 ö get, Jes, Ii. Frei nei a0 l dich, J eiſt der Huch wert A ſtets noch eh lade! fend, tu mal e. 1. J uſendmal geſt W. Hege G pet, aa Da daß es meh gell. Ach a Leb n Nang ent dur Eh Leit, geh A ie Swigkein wil hen, fra 1 ew wg dach „Euͤnd ich mir gefallen, die N 0 ſich weit groͤſſer anerbeut. ei keundlich, gnädig, willig Ruff; ach! kommt, ibr Von der Rechtfertigung. 8 von mir ſey. Armutß und Reichthum gieb mir nicht, doch dieſes ich noch ferner bitt: 3. Ein ziemlich Noth⸗ durft ſchaff dem Leib, daß ich kann nähren Kind und Weib, daß kein groß Noth noch Mangel ſey, und auch kein Ueberfluß dabey. 4 Sonß wenn ich wuͤrd' zu ſatte ſeyn, moͤcht ich ver, leugn'n den HErren mein, und ſagen: Was frag ich nach Gott? Ich Pin ver, ſorgt in aller Noth. 0 wie mancher thut. 10 6. Des HErren Segen machet reich ohn alle Sorg, wenn du zugleich in dein'm Stand treu und fleißig biſt, und thuſt, was dir befohlen iſt. IV. Von der Rechtfertigung. 370. Mel Alle Men⸗ chen muͤſſen ꝛc. [Ich! ein Wort von groſſer Treue, e das theu'r und annehmenswerth, ehre ich in tiefſter Reue Le, benslang auf dieſer Erd hier in dieſer Welt, ihr Kinder, ein Exrloͤſer aller Suͤnder, IEſus Chriſtus kommen iſt; 15. nun Welt und Satans Liſt. 2. Schoͤpfer! ach, ich muß bekennen jetzt zum Preiſe deiner Gnad; Bo ſes war wohl nichts zu nennen, ich war deſſen faͤhig ſatt. Leider, ach vor andern allen, ließ die aber die Barwhertzigkeit 3. Chriſte, drum muß ſch auch billig hier als ein Exempel ſeyn, wie . alle Suͤnder ladeſt ein. fat, 5 2. In Sünd bin ich em⸗ pfangen, in Suͤnd bin i bloͤden Tauben, tretet doch berzu im Glauben, ziehet an das Hochzeit⸗ Kleid in der letzten Gna⸗ den⸗Zeit.. 2 a 4. Halleluja! kommt ihr Armen, lobt mit mir des Hoͤchüen Guͤt: laßt uns preiſen ſein Erbarmen: Lehen Er den Todten ſchencket, und mit ſeiner Lieb uns traͤncket. JE, Gu, laß uns fuͤr und fur Halleluja ſingen dir. voll Blut c. Ac Gott! ich muß dirs klagen, daß ich ſo elend bin, mein Hertz will mie verzagen, mein' Sünd liegt mir im Sinn, ich kaun ihr nicht vergeſſen, ſie iſt ſo groß und ſchwer, ſie hat mich gar beſeſſen, bracht in Noth und Ge⸗ gebohrn, viel Sund ha een 7. Oder wenn Armuth drückte mich, zum Stehlen moͤcht gerathen ich, oden⸗ mit Sünd trachten nach Gut ohn Gottes Schen eitel Gnade uns ſetzt blüht. 310 Von der Rechtfertigung, ich begangen, darum bin ich verlohrn. Ich kann nicht freudig werden den Himmel anzuſehn, ſchame mich, auf Erden vor dir, o Goc, iu e 3. Nun ſolt ich ja ver⸗ trauen deinem Sohn Ie⸗ ſu Chriſt, anf ſein Per⸗ dienſt veſt bauen, weil Er mein Fuͤrſprach iſt: So ſchreckt mich mein Gewiſ⸗ ſen, und zweifelt immer⸗ dar, und ſpricht: Dich werd verdrieſſen, daß ich die Suͤnd nicht ſpar. 4. Ich wolt auch hertz⸗ lich gerne beſſern das Leben mein, mit Werck, Wort und Geberden fromm und gottsfuͤrchtig ſeyn: Ich kanns ja nicht vollbrin⸗ gen, wie ichs oft hab be⸗ dacht, ich laß mich davon bringen des Satans Liſt und Macht. 5. Was ſoll ich denn nun ö 0 —— och glaub dem wer glaubt ſeyn. ſelbſt lebe, ungern ich will, daß Glauben me aller Suͤnd vors Teufels Strick und Wege ne Ha 10. Segne mein Leh machen? Wie kann ſch doch und Leben, beſtehn? Ich fall in Hol, len Rachen, wenn ich dir will entgebn. HER, zu dir komm ich wieder, und ſuch Barmhertzigkeit, ich falle vor dir nieder, mein Sünde iſt mir leid. 6. Du haſt dein'n Sohn gegeben fuͤr aller Men⸗ ſchen Suͤnd, daß jeder⸗ mann ſolt leben, der an Ihn glauben koͤnnt: Will gleich mein Hertz nicht trauen, ſo glaub ich den⸗ noch veſt: Hilf du meinen Unglauben, dein Huͤlfe iſt die beſt. Beruf und du mir haſt Erhoͤr mein mich kann e abſcheiden ſelgen End, aus dieſem erweiſen, u Ewigkeit. 7. Ich bin nicht werth der Gute, die du an mir gethan, daß fi ſein m Oiute en lieber Sohn. ich doch nothwendig, das mir zuſagt befand 8. So w mein HERR Sünder in den Tod. J und ewig lebe mir: de rechten Weg mich lehn, ſo komme ich zu Dir. 9. Mit deinem Heile Geiſte mein'm ſchwache und Beyffand leite, f deines Namens Ehr. dit mich auf deinem Stege un bewahr durch he nd huͤt durch deine Stick; Schreyen, und mei furchtſame Wort, daß ich acht'n des Satans Mol. 1I. Zuletzt laß mich Seel in deine Hand. Du fuͤr will ich dich preſeh fallen mit ſteter Danckbarket Goc wird mir Gua 372. Mel der ni 1 ir mich n bezahlt hei Bedarf 0 10 Worie de wird se ahr als h ſprichſt dy und Gode, 2. Wit uͤbergehe den dich, HE iſt lauter! gudlet unt bergifte e Dieſes Gi er umkeſn, ö kteuet Je Teufel un Verdamm Tlttern, da ſer Stel; itt erwache und fan 4. Ohne fel Jeſt licht durch hat fact busen Fi felt, ſef kf heüche mit ihrem rfreuen, be, 9 hr, mir Hilf und Schaub, . auch mein! Werck, was gegeben, be ö Seuſtz u un mit eiten und nia Leiden mein 6, Dat liebfer 1 nd helfen i fern 5e unte Her 373, Ml. 0 chtfe ang. „ 7 * 1 und n lebe lt tech Beg mich ſo k me ich 1 J fe J 0 p ei er I 0 9, deinem J Gei: Wiein m 10 Gla aas mehr, u und c fand hefe, det An gmens Eh, mic deinem Steg alle und und Ech dor Puſels Stick! We. Wewahr durch ne 1 J Gegne uit! unt Jen, auch uh. Be feind Werk,) du i haſt gegehet, Erk ein Geuz! Semper, und fur n ne Wort,. mice gan erfteueh,! ach wies Satt 1 zuletzt la! abt Aden ni fell Wind, 1d 1 n Leiben Se i deine hill. ech u l ich dich mi J ter Dach Gmwitd l er! et, uh Er aint. 50 3 1 0 huͤt ag ach deine eilt Von der Rechtfertigung. 311 372. Mel. H Err ich habe mißgehandelt. Ach! was ſind wir ohne JEſu! duͤrftig, jaͤm⸗ merlich und arm: Ach! was ſind wir? voller Elend. Ach! HErr IeESu, dich erbarm! Laß dich unſte Noth bewegen, die wir dir vor Augen legen. 2. Wir ſind nichts ohn' dich, HErr JEœu, hier iſt lauter Finſterniß, darzu quaͤlet uns gar heftig der vergifte Schlangen Biß. Dieſes Gift ſteigt zu dem Hertzen, und verurſacht ſtete Schmertzen. 3. Ach? ohn dich, ge⸗ treuer JEſu, ſchreckt der Teufel und die Hoͤll, die Verdammniß macht mich zittern, da ich ſteh auf di⸗ ſer Stell; mein Gewiſſen iſt erwachet, und der Ab⸗ grund flammt und krachet. 4. Ohne dich, hertzlieb⸗ ſter JEſu, kommt man nicht durch dieſe Welt, ſie hat faſt auf allen Wegen G unſern Fuͤſſen Netz ge⸗ ſtellt, ſie kann trotzen, ſte kan beucheln, und haͤlt uns mit ihrem Schmeicheln. Hertz erquicken. daß mehr beruͤhre. 9, Laß den Geiſt Kraft, unſerm Geiſte Kraft, daß wir bruͤnſtig dir nach wan⸗ deln nach der Liebe Elgen⸗ ſchaft. Ach! HErr, mach uns ſelber tuͤchtig, ſo iſt unſer Leben richtig. 10. Denn wird Lob und Dauck, HERR JéeSu, ſchallen aus des Hertzens Grund; Denn wird alles jubiliren, und dir ſingen der wird auf der gantzen Erden IEſus hochgelobet wer⸗ 5. Ach! wie kraftlos, den Hertzens⸗JeEſu, richten ſich die Krancken auf; unſre Macht iſt lauter Ohnmacht in den muͤden Lebens Lauf: Denn man ieht uns, da wir wallen, fters ſtraucheln, oftmals fallen. 6. Darum ſtaͤrck uns, liebſter JEſu, ſey in Fin ſterniß das Licht, oͤffne ſu, wir ſind hier. Das iſt je gewißlich wahr — das ſind theure werthe Worte, JEſus Christus ſtellt ſich dar, und it hier an dieſen Orte, zu den Boͤſen, nicht zum From⸗ unſre Hertzens⸗ Augen, men in die Welt hernieder 2. Daß dein freundlich Angeſicht: 0 9 ſpiel, s Sonn, mit zebens⸗ Blicken, ſo wird ſich das S. Faß uns an, o ſuͤſſer JEſu! fuͤhr uns durch die Pilger⸗Straß, daß wir auf den rechten Wegen gehen fort ohn Unterlaß; laß uns meiden alle Stricke, und nicht wieder ſehn zuruͤcke. HErr ISEſu] geben 9 Hertz und Mund: Denn 373. M. CLiebſter Je. 7. Tritt den Satan, ſtarcker JEſu! unter un⸗ ſern ſchwachen Fuß. Komm zu deiner Braut gegangen, gib ibr einen Liebes⸗ Kuß, ie Himmels ⸗ Freud verſpuͤhre, und kein Leid ſie i 110 312 Von der Rechtfertigung. 9 2. Daß Er dort die Suͤnden Knecht, die ſchon in des Todes Rachen, moͤchte ledig und gerecht, und aus Gnaden ſelig machen, unter weichen ich vor dieſen mich als der Vornehmſt' erwieſen. 3. Aber darum iſt an mir die Barmhertzigkeit geſchehen, auf daß andre auch allhier mochten durch die Guede ſehen, wie er auch am boͤſen Zweige alle die Geduld erzeige. 4. Daß ich werd an meinem Theil ein Exem⸗ pel denen Leuten, welche an Ihn, als ihr Heil ſelten in den letzten Zei⸗ ten veſte glauben und ver⸗ trauen, und ein ewig Le⸗ ben ſchauen. 374. M. O Gott du frommer GOtt. Fer Gnaden Brunn fleußt noch, den jeder⸗ mann kann trincken: Mein Geiſt, laß deinen Got: dir doch umſonſt nicht wincken! Es lehrt dich 0 das Wort, das Licht fur deinen Fuß, das Chriſtus dir allein von Suͤnden helfen muß. 2. Dein Thun iſt nicht eſchickt, zu einem beſſern keben, auf Chriſtum lichte dich, der kann dir ſolches geben. Der hat den Zorn verſoͤhnt mit ſeinem theu⸗ ren Blut, und uns den Weg gebahnt zu Gose, dem hoͤchſten Gut. 3. Die Suͤnden abzu⸗ thun, kannſt du dir doch nicht trauen, deln Brau Ac kun muß allein auf Gong sic zun a Hülfe bauen: Vernunſt val Gott ao m geht wie ſie will, der Ex von gleich b tan kann ſie drehn; Hit a der Geiſ Gottes Geiſt dir nicht, 0 erden al iſts um dich geſchehn. on it uns 4. Nun, Herr, ich ehh. Es wn Durſt nach deiner Gen Wahn dhe den⸗Quelle, wie ein gen fein h fehr ter Hirſch auf ſo viel Ei — K 9b wir möch den⸗Faͤlle. Wie komm ig hach ſeinen aus der Noth, als duch Ss if es f den Gnaden Saft; Hf fat, der ul mir durch deinen Ge Sünder, An in mir iſt keine Kraſt. Feiſc bebt F. Du haſt ja zugeſagt„ 4, Nicht Du wollſt die Durd e diesel A pfinden, nach der Gerech Kiten las tigkelt, befteyn von haun it verſuch Suͤnden: nun weiſet uns mehkt ſie den Weg dein Sohn, da Mnaſeh. wahre Thriſt! Nur d Weich 00 muſt Helfer ſeyn, nel dann, ut Du voll Hülfe biſt, der Sünder 6. O ſelig! wilt u delt nut an mir von dieſem Waſet., Noch geben, das traͤncket men erfüllet ſey nen Geic zu der Gerech wir al bert ten Leben. Gleb dien cht Ait Tranck mir fletz, di betein, der Brunn der Guͤtikeitl“ f neiben, iſt mir immer wohl in d ez hat Er Gelaſſenheit. 05 1 i er Uh. 375. Mel. Sey Lab g um und Ehr dem 1 flit ie, d Es iſt das Hell uns kon kunnt halte men her aus Guadum el fromm lauter Guͤte; Die Was Guben! die helfen nimmermehn Nacht wah ſie moͤgen nicht behaen Herre m Der Glaub ſieht Jeſin fol mir d Ehriſtum an, der hat 4 du ha fü fuͤr uns ill gethan, 1. Dung der Mittler 7 Zweifel tr 2. Was Gott im 0 lain. U gt, da wan! geboten bat, da d muß auf c ſich Zorn und groſſe Noth mer luͤgen. Wer glaubt 7 5 len; Peng 155 Gott ſo n an dich, und wird geta e fft, e eee e Göſetzſerkauft, daß er nicht werd Gott e de aus der Geiſt, vom G'ſetzſ erkauft, daß er nicht wer 4 uch c Durs n c 9 1 f 0 en- 8• ber Güde iſt un umer wohl! Ge e het. el. Sey! 9 Ehr den! cht her fſagſt du, daß kein Menſch utigk eſteyn ung oft verſuchet ward, dochſder: das Evangelium „den deln Sh, Maaſſen. Deun Gleißners ſtaͤrckt den Suͤnder wieder, weiß wohl, wenns am be⸗ ſten ic, und braucht an uns kein arge List, des ſol⸗ len wir Ihm vert auen. 12. Ob ſichs anließ, als wolt Er nicht, laß dich es O nicht 314 Von der Rechtfertigung. nicht erſchrecken. Denn wo Er iſt am beſten mit, da will Ers nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewiſſer ſeyn, und ob dein Hertz ſpraͤch lauter nein, ſo laß dir doch nicht grauen. 13. Sey Lob und Ehr mit hohem Preis, um dieſer Woßhlthat willen, Goc Vater, Sohn, Heiligem Geiſt, der woll in Gnad'n erfuͤllen, was Er in uns angefangen hat zu Ehren ſeiner Majeſtat, daß g'heiligt werd ſein Name. 14. Sein Reich zukomm, ſein Will auf Erd g'ſcheh wie ins Himmels Throne, das taͤglich Brodt ja heut uns werd: Wollſt unſer Schuld verſchonen, als wir auch unſern Schuld h gern thun, laß uns nicht u Verſuchung ſtahn, loͤſ' uns vom Uebel, Amen. 376. In eigener Mel. Och Erde, was erkuͤhn ich „mich? Ich Staub und Acſche, darf ich dich anreden oder hören: Du Fuͤrſt und HER der Ehren. 2. G0 T T, ich erſtarr und ſteh ja kaum, und meine Zunge klebt am Gaum, uch! die Gedancken Hiehen, die ich will vor dich ziehen. N 3. GOT T, es erſchrickt mein bloͤder Geiſt, den meine Noth zu dir hinreißt, mein mattes Hertz erzit⸗ 5 4. Mein Haupt. ſchwach und neigt f gar, zu Berge ſehen g Haar, und alle meine e hinnen. 5. Gantz feurig wien was meine Zunge ſyrch kann kaum ein Ohr bern men, ich bin voll Auggen Graͤmen. 6. Unwuͤrdig bin du gerecht, du ſchlig mich, HERR, dell Knecht, nicht nur die g genlieder, zu deinen F ſen nuleder. 7. Du weiß ſt, Hegg was ich bitten wil, ac deſſen iſt bey dir gar i ich will, mich guug zu ben, nur ein paar Troy aben. 8. Laß deinen rech Gnaden⸗Quell, zu dem ig mich in Demuth ſtell, du duͤrren Mund bewaäſſery wird ſichs mit mir beſſen 9. Die trockne Ln lechtzen ſehr, die Adern ich tzen mehr und mehr 10 dir, du Strom des Lehen, ol halt ſie nicht vergeben 10. Ach! bin ich deſeh ja nicht werth, was mel Seel von dir begehrt hab ichs doch vonnöth laß mich die Noth nal toͤdten. 11. Ach HErr! verſe teſt du mir das; bald mein Lebens; Oln zum allerletzten ich zum Todten⸗Hauſel, 13. Ich din doch dein ſchöpf und Kind, voglel tert, der gantze Leib er⸗ ſchüttert. lan mir viel Suͤnden 190 nen gehn allgemach 1 mein Heſich, und dh 1 ſo nüt laufen un liches Web, glaächſam it Geissel unt And dein ſo 16. Die Dornen⸗K machte Sy die Schme Etricken, deinem Rü 7. Der hatter Sta Tanck, die die fünf Bl den, die 0 Stunden, 18. Der das Grab,! 195 1 auch für Und für mi chtfe Hung a ch ud 00 gar, 2 7 100 Hag nen 8 aa * 4 mei 5 le was ge Jun kan ene 82 1% aden 6 4* 1700 0 . Je Kn 14 nicht zur 1 ger 1. iu nf e weiß wa W 12 it, algen gu 10 2 de t bey dir 0 ich I mich 100 bel n ein u e a N 1 J deiget dt 4 GI uel, zu d mi i Demuth l duͤ nn Mund hevaſe wi! 5 ubs mit nir e troche let W ehr, die donn 8 700 und 10 Strom dea lj 1 ſie nicht ug 0 bi 0 4 *. 15 nes Fluth, ach! laß mich von 0 ziereſt alle week. Von der Rechtfertigung. 315 den ſind: Bin ich von dir te ſo ſieh mich zu dir kriechen. 17 War ich nicht wle ch ſolte dein, ſo will iche jetzt und kuͤnftig ſeyn: HERR! flaͤrcke nur den Willen, daß ich es kann er⸗ 1 7 Ach IESu, wohl erſeh ich dich, dein ſuͤſſer Anblick troͤſtet mich. Dein Schweiß, die rothe Tro⸗ pfey, dein schweres Her⸗ tzens⸗ Klopfen. 15. Dein in⸗ und aͤuſſer⸗ liches Weh, die Angſt, die gleichſam ich noch ſeh, die Geiſſel und die Ruthen, und dein ſo mildes Bluten. 16. Die Ritzen und die Dornen⸗-Kron, der uͤber⸗ machte Spott und Hohn, die Schmertzen von den Stricken, das Creutz auf deinem Ruͤcken. 17. Der ſpitz'gen Naͤgel harter Stahl, der Gallen⸗ Tranck, die Seelen Quaal, die fuͤnf Blut rothe Wun⸗ den, die bittre Todes⸗ Stunden. 18. Der letzte Kampf, das Grab, der Stein, das alles iſt zum Theile mein, als auch fur mich erlitten, . und fuͤr mich uͤberſtritten. 19. Miſch dich, o Pur⸗ pur⸗ farbnes Blut! in mei⸗ Hertzens Thraͤnen⸗ dir 7. und tilge mei⸗ ne Flecken. 20. Du Unſchuld! o du ſeidnes Kleid, bedeckeſt meine Herrlichkeit, um⸗ 21. Ihr werthe Wun⸗ den, nehmt mich ein, ihr ſollet meine Veſtuns ſeyn, daraus ich kann zertrennen, was mich hart an will rennen. 22. Nun ich, nicht ich, mein Heiland du, du gehſt mit mir dem Vater zu, ich hang an deinen Armen, Er muß ſich dein erbarmen. 23. O Vater!] ſchau auf deinen Sohn, ſoll ich, ſo muß Er auch davon, und dein Geſtchte meiden, Er laͤßt mich nicht abſcheiden. 23. O Vater! ich ver⸗ gnuͤge mich, dein huld⸗ 675 8 1 zeiget ſich, durch deines Sohnes Wun⸗ den, der mich ihm hat verbunden. 25. Der Gnaden⸗Blick vermehret ſich, und laͤſſet mich 193 ſeliglich auf ſein holdſelig Wincken, in Ruh und Frlede ſincken. 8 26, Nun ſtaͤrck ich mich, und laß mir nicht wegneh⸗ men dieſe Zuverſicht, du werdeſt Vater n dein Sohn mich Ihm ein⸗ leiben. 377. Mel. O Ie SU Chriſt, du ꝛc. Ich hab, o HErr, mein J Gott, durch mich dich zwar erzuͤrnen koͤnnen, wie aber ich verſoͤhne dich, weiß ich nicht auszuſinnen. Dis weiß ich, daß dein liebſtes Kind, an dem man nichts ſuͤndhaftes findt, iſt mein Erloͤſer worden. legeſt meine Glieder, und 3. Vom Himmel iſt Er kom⸗ 8 zu uns hernieder 316 Von der Rechtfertigung. fene dun heran dee 5e ſer Lieb an ſich mein Fleiſch ich und Blut genommen, daß Er mich Schwachen beilen moͤcht, und wiederum zu⸗ rechte braͤcht, was leider! iſt verdorben. 3. Dich hat ein Menſch zum Zorn bewegt, di muſt' ein Menſch verſoͤh⸗ nen: Drum ward auf deinen Sohn gelegt, was billig uns verhoͤhnen und gnaͤlen ſolt in Ewigkeit: Nun dieſe groſſe Guͤtig⸗ keit, giebt mir Troſt, Heil und Leben. 4. Ja, dis iſt meine Zu⸗ verſicht, dis iſt mein gantz Vertrauen, wilt du der Suͤnden halber nicht mich, groſſer Gott, anſchauen: Ss ſiehe mich in Gnaden an, weil gnug fuͤr mich dein Sohn gethan, und meine Schuld beiahlet. 5. Nimm wahr, o Va⸗ der, deinen Soßzn, ſey gnaͤdig deinem Knechte: Kraft ſeines Leidens mei⸗ ner ſchon, und ſtrafe nicht nach Rechte: Wenn du ſiehſt ſeine Naͤgel⸗ Mahl, ſo lat doch meiner Suͤn⸗ den Zahl daſelbſt verbor, gen bleiben. 6. Schau an ſein Roſin⸗ farbnes Blut, fuͤr mi am Creutz vergoſſen: Schau an die ſchoͤne rothe Flnth, die mildiglich ge oſſen. Weil dich das Fleiſch erzuͤrnet hat, ſo laß dich auch das Fleiſch zur Gnad hinwiederum bewegen. 7: Groß iſt es, was ich oft und viel durch Miſſe⸗ chlauszugruͤnden, durch 9 nicht veriagen wil weil Chriſtus hat erda det gehorſamlich den bit tern Tod, und mir dadurch o treuer Gott, die Gen e liskeit erworben. 2. Groß iſt mein Une ch rechtigkeit, die deine Zorn erwecket: Sein y ſchuld aber iſt das Kah damit ſie wird bedecht Kein Men ſch ſe gu Sünde ſindt, die nichtig Chriſti Tod verſchwindt, der unſer Bruder w den. 9. Wer iſt ſo ſehr aller Welt mit Sul ben Schuld beladen, dem Chu ſtus, unſer Loͤſe⸗Geld, nich hilft von allem Schaden Zwar groß iſt meine Mi ſethat, noch groͤſſer all Gottes Gnad in Chris mir erworben. 10. Ja, wenn man leg te Chriſti Pein und all Menſchen Sünden in geh che Waage⸗Schaalen ei ſo würde ſich befinden ſolcher groſſer Unterſchel, als zwiſchen Nacht! un Tages Zeit, als zwiſche Hoͤll und Himmel. 11. Darum Guide reicher GOit, der dun 77 nes Sobnes Blut un Tod, vergib mir men Sünden. Laß durch fel Unſchuld meine Schul durch ſein' Geduld ne Ungeduld gantz ausgell get werden. 12. Laß ſeine Demut allezeit vor Hoffahrt mic beſchutzen. Laß wider * en Ja ſile Sun E seh, Wit darf fe 1 ſehh se ſch erdam men 378. Me habe m esel, NI. allet Ban in den E ten, Acht zeleld, U des Wund voll Kraft 2. Meſ Brünnleit angebohrt und Ade durch dat Luft: Ke fen it! nicht ſig Sünden. 3. N, Pfeile di Fleiſch u. i den ſch wiede licht lat 5. Di 755 6 felbſ 0 Verhind chtfe ung. N 100 J chuldetſ d. ich veriagen ildet 10 de * 7 ſamlich du l 11 und mir hahn ö U N Gott, diet like u vorben, b 8. it wan rech t, die 1 Zorn Focke: 600 Iſſchu 2 er ik eh s dam we wird geh diKet w enſch seh Je e, i % Chr rod ur il der er Buh z den 1 0 9 er ist 0 fh allt J pelt mit 10 Sc Aub elgden, dend tur er Lis bil u. allen Sch Zu z oß iß wand ſet u koch grͤſa; Gian Grab in e Imi en Vorbeh. Ja, ee, welt ſeyſte iti Pein any te: M. Wen Sunde l le cht Wuge⸗ Gch chtiſo 0 e ſich hefe o d droſſer una ab Wischen Nich T geit, 46 f H ad Himmel, u. 1 er / N: en ich nd 6 re Gbit, 10 „ 2 Laß selbe N00 4 U vor Hof 10 b len. Lab l ö habe mißgehandelt. . Num, Von der Rech nen Haß und Neid, mir . ſeine Sanſtmuth nützen: ka ö chſtzen lindern ja des Todes Stoß verhindern. Es ſey mir alles was te darf, ſo wird kein Uriheil ſeyn ſo ſcharf, das mich verdammen mochte. 378. Mel. SeErr, ich eu, Kraft der bloͤ . den Hertzen, Troſt in aller Bangigkeit, Labſal in den Suͤnden⸗Schmer⸗ tzen, Artzt für alles Her, tzeleld, Pflaſter fuͤr die To⸗ des Wunden, das man ſtets voll Kraft befunden. 2. Meines Hertzens J Bruͤnnlein quillet lauter angebohrnen Wuſt; Mark und Adern ſind erfüllet durch das Gift der boͤſen Luſt: Kein Bluts⸗Tro⸗ pfen iſt zu finden, der nicht ſtarrt von andern Suͤnden. 3. Ja, ich ſtecke voller Pfeile durch den Leufel, Fleiſch und Welt! Eh ich zu dem Helfer eile, werd ich wiederum gefaͤllt, mei⸗ ne Seele muß erliegen, eh ich kann recht Athem kriegen. N 4. Will ich mich zu dir erheben, wird vor Trag; heit nichts daraus, wenn dein Geiſt in mir ſoll le⸗ ben, jagt das wilde Fleiſc Ihn aus, daß ich auch di Quaal der Schulden fort nicht laͤnger kann erdulden. 5. Drum, du Heil der krancken Suͤnder, Brunn, von dem das Leben ſpringt, ſelbſt das Pflaſter un 1 4 2 tfertigung. — gets wohl gelingt: Du unſt Pein und Schmer⸗ 6. Komm, o HERR und druck in Gnaden mir dein Bild ins Hertz hlu⸗ ein, ten Blut geholfen ſeyn: ſalbt dein Oele meine Wunden, ſo bin ich denn gantz ver⸗ bunde 5 ſo wird meinem al⸗ Schaden durch dein U. 7. Floͤſſeſt du denn 755 ner Seele, dich, o Hel⸗ fer! ſelber ein, ſo wird melner Adern des neuen Lebens ſeyn: Hoͤle voll Ja, mein Mund wird vol⸗ ſer Weiſen deinen Finger ewig preiſen. 379. M. Kommt ber zu mir, ſpricht ce. Ehr armen Suͤnder komt zu Hauf, kommt eilig kömmt und macht euch auf, muͤhſelig und bela- den! hier offnet ſich das JEſus⸗ Hertz fuͤr alle, die iin Reu und Schmertz er⸗ kennen ihren Schaden. die Suͤnder an! 0 komm, dein ISſus will und kann dich reiten und umarmen. Buß, 5 1 ben Ihm zu Fuß, Er wird ſich dein erbarmen. 9 3. Ein Hirt verlaͤßt ſein Er ſuͤcht es mit Verlangen, 9 dEr laſſet neun und neun⸗ Verbinder, deſſen Cur tzig ſtehn, und ſie gar in 10 555 5 der ns heißt: Er nimmt Drum 10 nend, komm in wahrer und fall im Glau⸗ Schaflein nicht, dems in der Irr an Hͤlf gebricht, es ſicher bey d 318 Von der Rechtfertigung. zu empfangen. Gnaden⸗Stunden. den: Ich bin ein Schaaf, das ſich verirrt, ach nimm mich auf, weil ich ver⸗ wirrt im Strick und Netz der Suͤnden. 6. Ach! wehe mir, daß ich von dir gewichen bin zum Abgrund ſchier, ach! laß mich wiederkehren zu deinem Schaaf ⸗ Stall, uimm mich an, und mach mich frey vom Fluch und Bann, das iſt mein Hertz⸗ Begehren. der Wuͤſten gehn, das eine 4. Es ſucht der liebte IJEſus Chriſt das Schaf, lein, das verlohren iſt, bis daß ers hat gefunden; So laß dich finden, liebe Seel, und flieh in IEſu Wun⸗ den⸗Hoͤhl, noch ſind die F. O IE Sul deine Lieb iſt groß, ich komm mühſelig, nackt und blos, ach! laß mich Gnade fin⸗ bewahre mich vor Sun Werck, und gieb ir de nes Geiſtes Staͤrck am ei Seelen. und an der 380. In eigener Me. Immanuel, des gin J nicht zu zählen, Hall 10 der 805 eil; verborgner God du Troſt betrübler Seelih, der geiſtlich Armen Hen tzens Theil! Da du, ſu ſelber wohneſt, nei auf ibr Geſchrey dein oh und mit viel Geduld vet ſchoneſt das zerbrochſ Glaubens ⸗Rohr. 2, Ach! ſiehe doch de Hoͤllen⸗Angſt den Schmen aus mir zwingt: Ach! ſteu⸗ re doch, HErr, meſhen eignem Hertzen, aus den der boͤſe Quell entſpriug, das mir will dein Won vernichten; ach! Hegg, laß es ihm nicht zu; La 7. Laß mich dein Schaͤf⸗ Leben und Laß mich vom eitlen Welt; Geſind ausgehn, als Gottes Kind um dich, mein Schatz bewerben. 8. Ich will von nun an ſagen ab der Sunden⸗ Luſt bis in mein Grab, und in dem in Heillg⸗ 1 * ig⸗ und Gerechtig⸗ keit, dir dienen noch di kurtze Zeit, die mir zum Heil gegeben. 9,½ Ach! nimm dein ar, mes Taͤublein e deinen Wunden⸗Höͤhlen: . zweifelnden in, und laß wenn gleich dein Wont ir ſeyn, in und Troß erſchallt, le iſt und bleibt mein Al mich nicht den Satan lein ewig ſeon, und du ſichten, meinen Glauben mein treuer Hirt allein im ſtaͤrcke du. im Sterben: leich mit Weinen vor dit krete/ ſo trau ich doch mit ſelber nicht, ob denn di, warum ich klage, mir auch neuen Leben, wohl zu Hertzen geht, wel 5 des blen Zweifels Plage f e 5 mir, leider! ſelbſt en ſteht. f Beten iſt vol Ae tzen, der ſo viel Seuſter 3. Ich kaͤmpf, ich ſchte, ich ängſte mich, ich bel, und mich und bin erbaͤrmlich zuge⸗ richt't: und wenn h 0 —— dec wel mal Halte und kalt; Aug und Sal in sech ſelbſt! Tann kaum u klugen, fe Ein bettet 5. Die W vormals ſel die du son gethan, un ſuſonderheit ich wle jene der die Men Baume: 1 kaun be ſt mits, taͤume, da ſchehen ſeyn. 6. Wenn mlt deinem fillen, unt kiel Thränen Schriſt von Willen und Leiden für, ich Mährlei keinen Gla und was vg htte, gieb keine Kraſt. U * * 2* n ſſtaͤre 1 und er 35( nelhengg in ſich ſelbi verwirrt Im nel 15 Krar 5 0 Sinn verirrt. Heil bo du T er etre * 9 trübten zens 2 l ſu aan wohleſ 6 öl ſicht me ich ſtehl 1 8 N nes 0 ge b a Wan Roh 2,. ſeche u traume, daß ſie je ge⸗ 0 1 hen, 1055 e 6. Wenn ich mein Hertz aut un ping; Ac mit deinem Wort will mach, ich K erbarme boͤſen Hertzen trauen, das 110 n ue auch dein Wort mir nie⸗ glei u ft Wellen aa derreißt, den Grund dar⸗ ret, trau schuh ſelbe ut, war weh klage, woh ee f det n bene ſchrey, leider! doch nicht aus Ap eber iche dahin bringen, daß es fon; 4.* 1 Benn — eig 10 9 fahre, wie ichs meyne, und n fl a i u 0 eibt enn und kalt; Es iſt voller Angſt und Zagen, 1 9 „in kann kaum mich ſelbſt ver; Al tragen, ſo gar iſt mein J. Die Wunder, die ich dau e vormals ſelbtt geprieſen, die du von Anfang ha Dad, inſonderheit erwieſen, ſeh , iſt mirs, als ob mirs ſuen dat und was vor mein Hertze nahrte, giebt mir jetzund auf ich ſoll mein Hoffen aden bauen, und mich an allem nan zweifeln heißt: das ich mich, mein Gott, war⸗ um ich weine, ob dis wahrhaftig ſey mein Schmertz, daß mein Glau⸗ bens ⸗Tocht ſo wancket, daß mein Hertz ſo lau⸗ licht ift, und dir nicht mit Andacht dancket, ob Du mir mein Alles biſt? 33 9. Find'ſt du denn doch bey mir den rechten Wil⸗ len, daß mein Hertz um den Glauben ſchreyt, ſo laß ſich doch das Unge⸗ lt witter ſtillen, das in mir regt den Zweifel⸗ Streit. Iſt mein Glaube klein und ſch naͤchtig, bin ich elend, blind, und blos, ſo ſey deine Gnade maͤch⸗ tig, und in meiner Schwachheit groß. 10. Solt aber, ach! blichen/ hat ſich vielleicht mein Hertz der Welt, die mir mit ihrem Fuͤrſten nachgeſchlichen, und de⸗ nen Thoxen zugeſellt, die gantz keinen Gott nicht glauben; Ach! ſo aͤndre meinen Sinn, laß dir, JEſu, mich nicht rauben, mich, der ich dein eigen n. 11. Du kannſt ja, Gott, die Todten auferwecken, wie ſolt dir denn un⸗ moglich ſeyn, des Glau⸗ bens ⸗Licht auch wieder anzuſtecken, und ein nen Hertz zu geben ein, daß ſich wieder zu dir kehre, treulich und ohn Heuche⸗ ley, obne Zweifelmuth dich 2 ee durchſuche doch mein h böſes Hertz, und pruͤfe ehre, und ſich laſſe deiner Treu. O0 4 12. Du mein Glaube ſeyn ver⸗ 320 Von der Rechtfertigung. ö 12. Du fannt mein Hell, und muſt mein Zagen enden, dein' eigne Ehre m wills von dir; ich bin ja dein, und ſtieh in deinen Haͤnden: Was hilft dein ſchmertzlichs Leiden mir, wenn du mich wolteſt fal⸗ len ſaſſen, weil ich Glau— bens Krancker nicht dich getroſt und feſt kann faſ⸗ ſen, well mein Hertze mit mir ſicht't. 13. Zwar hab ichs wohl mit Traͤgheit und mit Gef Suͤnden ſchon laͤngſt, o. Gott, verdient, daß ich jetzt weder Troſt noch Glauben kann empfinden: Ach! aber ach! erbarme dich! IEſu! hilf dem Un⸗ vermögen. Ich will, wenn ich aber, ach! Dir mein Hertz recht vor ſoll legen; guch mein Wollen iſt ſehr ſchwach. f 14. Ach! ftaͤrcke, HErr, das Wollen und das Koͤn⸗ nen, und gieb mir den ge⸗ wiſſen Geiſt, daß ich mich wieder freudig dein kann nennen, und glauben, wie dein Wort michs heißt: kann ich dich nicht veſte hal⸗ ten, deſto veſter halt du mich; laß mein Hertz nicht gantz erkalten, bis mein Glaub erbolet ſich. 1s. Trotz meines Her⸗ tzens iweifelnden Gedan⸗ cken! Trotz meinem boͤſen 1955 und Blut, das mich b quaͤlt, und macht mich immer wancken, daß mein Gemuͤthe nimmer ruht, ſollt du doch mein IEſus bleiben, ich will beten und an dich, HErr, wie ſchwach ſchaden, weil du kein Vi 1 b glauben i in mein Hertz gleich u flo i alle Lg, 16. Kann ich gleichng 2 Eile ſo, wie ich 12. G55 arne gen, und fall aus Schunt man, ich al heit bald zuruck, ſo wil foi, du abel doch mit Gott nach Ic che terliegen. Ach! Jeſu, g 115 die mir einen Blick, wien ſchobet auf dort dem Petro gabef, h sie nicht fa ſchon gantz gefallen n 3. Daß Daß du meine Seele kehr, haf beſt, und entreiſſeſ 1 lichtet dul fahr. Reich und berichtet. Git und T Woldken re neln feiner chen und et. 4. Gelbſ bielbelei Sünden,! nicht ſelbt fden;: fel ch und ehh, ich k. von meiner 3. DU ericht t, Weg geri waldeln ſ Petr, ge ey gelobt, le Hund“! willig ohn todten We * efa 17. Nur zuͤtne nicht deinem ſchwachen Ku, und habe, Herr, mit ni Geduld, auch rechne ng was ich in mir heßnh, nicht zur Verdammn und zur Schuld. Laß Schwachheit mir iich dienſt begehrſt ſonden doch nur bloß aus Goh uns die Seligkeit gewahr 18. Ach! aber ach! moglich, iſts dein Will, So laß den Kelch doc von mir gehn, und mach mich von der Verſuchnn ſtille, und laß mich wih veſte ſtehn, und mit aug lichen Gedancken in de Glauben, den mein Mul frey bekennet, nicht 0 wancken: mach, o Aut mein Hertz geſund. 15 0 381. M. O GOth aa 0 frommer 5 Nas kann ich doch ſih W̃᷑ Danck, o EAA 0 Dir dafuͤr ſagen, daß U. mich mit Geduld ſo lan Zeit getragen? Da ich! ind und Uebe mancher Suͤnd 9 50 N: e In, 9 ein 16 in ich ge 1 d entreſſeh 11 tis 1% ur ür ich dei un schwachen ch un! ag he, Herr, yz Gegen, güch becher we l in mir ge ni 1 zur Jehan un u Gchud. 1h S mdhheit mir en; ſch a weil in kn din J begehrt ach do n er bloß aut ur An Seligketgang 7 rr, on, ge; nich wieſm; Pen der Nat lch! aber gc m Mobb, U de 1 E den Kal ann vt e gehn, un ißt: c end laß nic halo sehn, und ü) t duſſi uu Gedancken ertzſe auen, den eng bis e ekenget, ch. t n: mach, 1 Hern ndert ged. dan⸗ hoͤſen mi mich mein üht, Eſus n und wach 340 A mmer l Is kaun ic Daud 1 4 rr 2 . Ogg — . l etage 0 5 N 0 0 uns er Sul Von der Rechtfertigung. 322 1 fort, du Ich wie 4 ſch 115 auf die Straf, 85 11 gefaln ſie nicht beft meine Each Ge alle Tag. 9 2. Sehr groſſe Lieb und due, Gnad erweiſeſt du mir Ar⸗ i men, ich fahr in Bosheit aber in Erbarmen. derſtrebte dir, und Du daß folgte drauf. 3. Daß ich nun bin be⸗ kehrt, haſt du allein ver⸗ richtet, du hast des Satans Reich und Werck in mir vernichtet. HERR deine Güͤͤt und Treu, die an die chob die Buße auf: Erden, laß mich nicht oh⸗ ne dich durch mich gefuͤh⸗ ret werden Fuͤhr ich mich ohne dich, ſo werd ich bald verführt Wenn du mich fuͤhreſt ſelbt, thu ich, was mir gebührt. 8. O Gott! du groſſer SoOtt! o Pater! hoͤr mein Flehen. O IEſu! Gottes Sohn, laß deine Kraft mich ſehen! O werther Heilger Geiſt, regler mich allezeit, daß ich die diene 0 und dort in Ewig⸗ et* 8 0 Wolcken reicht, hat auch mein ſteinern Hertz zerbro⸗ chen und erweicht. 4. Selbſt konnt ich allzu⸗ vielbeleid'gen dich mit Suͤnden, ich konnte aber nicht ſelbſt Gnade wieder finden: ſelbſt fallen konnte ich und ins Verderben gehn, ich konte ſelber nicht von meinem Fall aufſtehn. 5. Du hast mich auf⸗ gerichtt, und mir den Weg gewieſen, den ich nun wandeln ſoll, dafür ſey HErr, geprieſen. Gott ſey gelobt, daß ich die al⸗ 382. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Wers dein hertzliebſter * Sohn, o GOTT! nicht waͤr auf Erden kom⸗ men, und hatt als ich in Suͤnden todt, mein Fleiſch nicht angenomnen: So muͤßt ich armes Wuͤr⸗ melein zur Hollen wandern f in die Pein, um meiner 0 Suͤnden willen. 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Raſt, darf nim⸗ mermehr vertagen, weil Er die ſchwere Sünden⸗ te Sund nun haß, und willig ohne Furcht die todten Wercke laß. 6. Damit ich aber nicht aufs neue wieder falle, ſo gieb mir deinen Geiſt, die⸗ weil ich hier noch walle, der meine Schwachheit ſtaͤrckt, und darin maͤchtig und mein Gemüthe deinem Dienſt ernen. 7, Ach! leit und führe mich. ſo lang ich leb auf ſey, u ſtets in Laſt fuͤr mich hat ſelbſt getragen: Er hat mit dir ſverſoͤhnet mich, da er am Creutz ließ toͤdten ſich, ſof auf daß ich ſelig werde. 3. Drum iſt getroſt mein Hertz und Mutb mit kindli⸗ chem Vertrauen, auf dis ſein Roſin farbnes Blut will ich mein' Hoffnung bauen, daß Er fuͤr mich vergoſſen hat, gewaſchen ab die Miſſetbat, und mir 151 Heil erworben. 5 4. In 322 N N Vom Frieden Gottes. 4. In ſeinem Blut er⸗ quick ich mich, und komm zu dir mit Freuden, ich ſuche Onad demuͤthiglich, von Dir ſoll mich nichts ſchei⸗ den. Was mir erworben hat dein Sohn burch ſeinen Tod und Marter⸗Kron, ſoll Gerechtigkeit, die vom g ſetz herruͤhret: Wer ſic in eignen Werck erſtell wird jaͤmmerlich verſſh ret: des HErren Je Werck allein, das macht. daß ich kann ſelig ſeyn, mir kein Teufel rauben. ichs im Glauben faſſe. V. Vom Fri 383. Mel. IlEſu, hilf ſiegen ꝛc. riede! ach Friede! ach goͤttlicher Frie⸗ 105 de vom Vater durch Chriſtum im Heiligen SGeiſt! welcher der From⸗ men Hertz, Sinn und Ge, muͤthe in Chriſto zum ewi⸗ gen Leben aufſchleußt, den ſollen die glaͤubigen Seelen erlangen, die al⸗ les verleugnen, und JEſu 8 a a. e deswegen Friedliebende Seele, dein Hertze im Glauben zu JE, ſu hinan; was da iſt dro⸗ ben bey Chriſto, erwaͤhle, verlaugne dich ſelbſt und den irrdiſchen Plan 3 Himm auf dich das ſanfte Joch e e u Ruhe un ktli⸗ chen Frieden. 3. Nahm doch der Mitt⸗ ler des Friedens viel Schmertzen, von wegen des Vaters Verſoͤhnung auf ſich; nimm dis, recht fleißig zu A — eden GOtten nem Blut Frieden zun ge, und machet daß al. Unruhe ſich lege. 4. Nun dafuͤr biſt du Ihm ewig verbunden, z ſollſt dafuͤr gaͤntzlich geh Eigenthum ſeyn: weil E den, und ſchließt dich Gnaden⸗ und Frieden, Bund ein: drum ſteht, daß du dich Ihm gaͤntlich liebeſt. Fried Bundes- Genoſſn erfordert Er herzlich! Welt, Teu was JEſu zuwider is, fli⸗ hen und meiden. 6. Weislich und fleiß mußt du dich entſchlagel nicht fuͤrch TT. Denn gen G ſich zu ſolch die ew'ge Exloͤſung erfun ergiebeſt, und immer be ſtaͤndig von Hertzen J 5. Siehe, von ſelneg Liebe und Treu; daun ſollſt du von dir glles auß ſtoſſen, was ſeiner fein ſeligen Gegen Partheg. fel und Suͤnbe, die mußt du nicht leiden, , e uͤn chen ott, welk e Lüten nachjagen 0 ten 8 lieben den 140 en Bottloſt geſel⸗ . Nichts hit urg e „Küchle ſeyſhter Gl ehen u Raben nich uch Seel — hachkenne, Brut und katschlagl dein Heilgt beſchirmen Welt/ Te losſürnen 5. Hehe Jeſs dich Er dit ſage aſſe und daß inn ſeligſay f ichs„ Zlauben fi iede dtn nem F ant Fiileden pu ge, u ma 19 7 chet A 4 U daſcr it Iht e 19 W ſollſ ag Fur giant Eig uam schr: ne die m Etlaſung den) ſchllezt dig Gn, c und gcc Bu in: dau d daß g ich Ihm gin 14 J d aͤn ie gon Hern lieb. ieb 5 be, bun ei Fri Hundes Gen erft v Er bert Lieb a ud Treu; I ſoll F oon dir gag ſtof A was seller h ſeli 00 e Weg euſel un el die uu du nicht wa n ider hen a melden. ( dilich ud mu dich eulthe der 0 Ae uͤn aten Rltt, 10 1 ltlichel nac zo n, 1 ich u feen V befellen, die fahren mit ih⸗ 90 ſchreyen und laufen den nachrenne, dich ſuͤndlicher ich lege. vom Frieden Gottes. 323 nen hinunter zur Hollen. 6. Kuͤchlein die bleiben bey ihrer Gluck⸗Henne, ſie Raben nicht nach: Alſo auch, Seele, nur IJESnu Brut und Welt Voͤgel entſchlag! ſo wird auch dein Heiland ſein Kuͤchlein beſchirmen, wenn auf di Welt, Teufel und Holle losſtuͤrmen. 8. Liebe und uͤbe, was IEſus dich lehret, und was Er dir ſaget daſſelbige thu. Haſſe und laſſe, was ſein ort verwehret, ſo fin⸗ deſt du Frieden und ewige Ruh: denn ſelig die alſo ſich JEſu ergeben, und glaͤubig und heilig nach ſei⸗ nem Wort leben. 9. IESu, du Hertzog der Friedens- Heerſchaa⸗ ren, o Koͤnig von Salem! Ach! ieuch uns nach dir, daß wir den Friedens⸗ Bund treulich bewahren, im Wege des Friedens dir folgen allhſer: Ach! laß uns doch deinen Geiſt kraͤftig regieren, und dir nach im Frieden zum Vater hinfuͤhren. 384. M. Wachet auf, ruft uns die ꝛc. Gewieſcheen Sabbath, heil'ge Stille, o Para⸗ dies der Gottes Fulle! o Seelen⸗Luſt] o ſuͤſſe Ruhl mein Braͤutigam voll Preis und Ehren, laͤßt ſich in ſei⸗ ch vids⸗Stadt; Was ſeine Braut recht lieblich zu. Mein Hertz, ach! ſey nicht weit, freu dich der Herrlichkeit, Zions⸗Lade der GOttes⸗Macht, des Himmels Pracht wird dir, mein Hertz, jet zugedacht. 2. Was huͤpft ihr doch, ihr ſtoltzen 8210 Hler glaͤntzet ja des Geistes Sie⸗ gel, hier iſt die guͤldne Da⸗ fragt meln Licht nach Kalck und Steinen? im Hertzen will Er maͤchtig ſcheinen, wo Er ſein Heerd und Feuer hat. Das iſt das Heilig? ⁶. thum, der Seelen Schmuck und Ruhm: Halleluja! das Freuden⸗Mahl, der Ehren⸗ Saal thut ſich ſchon auf im Jammerthal. 3. Nun iſt der Vo anfgezogen! hier iſt der Thron und Ehren-Bogen hier glaͤntzt und ſtrahlt, mein Freuden⸗Licht. Ihr Seraphim deckt Aug'n und Fuͤſſe: Ich aber ſchau, was ich genieſſe mit auf ñ⁶ gedecktem Angeſicht: ks Lamm, mein Braͤutigam, der Held aus Davids Stamm ſpringet, huͤpfet, kommt mir ſo nah, und ſchon da, und wohnt in mir Halleluja. 385. M. Aufl ihr Chri⸗ ſten, Chriſti ꝛc. Ich will einſam und ge⸗ J meinfam mit dem ein⸗ gen Gott umgehn, und bie Sinnen halten innen, nem Tempel hoͤren, ſpricht bg, dtn ſen ſtehn, das Getuͤmmel! 9295 und Vorhang —— 324 Vom Frieden Gottes. und Gewimmel will ſich nicht zu mir verſtehn. 2. O du ſüſſe ſtille Wu e, da all das Ge⸗ ſchoͤpfe ſchweigt, da das Hertze ohne Schmertze ſich zum groſſen Schoͤpfer neigt, und der Hande Un, terpfaͤnde ſeinem ſchoͤnſten JEfu reicht. 3. Mir hier ſtincket, was da blincket! nach der eitlen Herrlichkeit, weil ich einſam und gemeinſom handle mit der Ewigkeit: mit Gott leb ich, an Goꝛt kleb ich in und auſſer aller Zeit. N 4. Nach der Stille, ohn Gewuͤhle hat mein⸗Hei⸗ land ſelbſt getracht, und im Hauſe und nicht drauſ⸗ ſen dreyßig Jahre zuge⸗ bracht, da Er fleifig, ja das weiß ich, vor Gott's Pforten hat gewachkt. 5. Himmliſch Weſen laß geneſen mich in deiner Gegenwart: und herge⸗ gen gantz ablegen Eſaus Welt⸗ geſinnte Art, die das Brauſen liebet drauſ⸗ en, und ſich nicht vorm Heuchkel⸗ a 12 2 So wird deines 6 ſſes Leben, deines ſuo men Hertzens⸗Gaft, auf den ſtillen Waſſern schn. ben mit der holden Hi mels⸗Kraft. So wih meine Seele ſingen un der frommen Vater Fug und dir ein Danck⸗ Oy bringen, das dir wohl faͤllig ſenrnr. 3. Du wirſt ſelbſt Wort mich lehren in d ſanſten Einſamkeit, nf ich dich ſoll recht verehng hier noch in der Lana Zeit. Ach! daß ich nac ſolte traͤncken aus dem ſen Liebes Ste, daß g mich gantz drein ſolt ſeh cken, in vergeſſen Wi und Weh. ö 4. So wolt ich gantz oh Aufhoͤren, in verftaͤraung Liebes⸗Muth, JEſu, fel dein Lob vermehren, di mein liebſtes hoͤchſtes Gul Doch, du wirſts wohl feh ner machen, wie dirs woh gefällig iſt, dir befehl mein Sachen ohn ai Liß. 5. Du wirſt mich wol . ö 1 1 0 1 17 Fei nd bewahrt. 380. Mel. Alle Men⸗ 5 9 ten der trotz dem ſtrengen Eigen- wallen auf dem Will leg Stuͤrme Rachen zu, laß Vernunft Wind nicht meh een meine Ruh. ſchen muͤſſen ꝛc. ß mich dich, mein Hei⸗ land, loben in der ſanf⸗ Hertzens Still, trotz ſtoltzen Sinen Loben, . Du, du ſelbſten die Wellen, halt der r bellen, noch verfoͤ⸗ zu dir ziehen auf dem ff len Friedens Meer, ds il ich vor freuden fliehen il HERR! So it n de Wohlgefallen: Gott! freuſt du dich gang eh willſt mit deinen Fre ſchoͤſeh n Mee . Ey! ſo laß mich deal 155 6. Zions Feld! Du w mich ja wohl bewahren dem S dir, o mein GSN un 1 g 0 der Suͤndel, turm Wel! f 17 1 — 7 Fel: f 10 erſchal. I hu, dic Menn wit st Ig aaf beg ien Meet. die! ein zur füſ Friede it 0 Tiubleit geb dich t ſtleden, r gen los, ich beſch theuren w 2. Auf, der Etder u JEſg lichts leb du baß ſon Einem ſey ben, Jes allein, ni Hußt du f du kuhig! 3. Nis f lein uche Rücken 10 U Schatz. 5 er falſchet 0 kachten! Schatz zu 4. Ha kekpͤtzen Sbdte hinfahren nach dem floh ebet ohn ſus labet alles ſſt 1 Er hat g. J t's en ner ge zus die iuſ⸗ rm n es —— en, en, en nf, W Aalen: Col 'otz f hie ih in der kn Zel! Alch! da ſoh macken aug den „ oltich t Au n, in ve Lie Ruth, Je, dei K nh verneint, me. wöftes pcie Deichen wirft ho ner um en, wiedltg gel A it, dir bach me i 5 He e. „ wikſ nic zu ehen auf be len Ad oens Mer ich ug freuden ch dir n nein 699 b H Eo i 0 fre Ar! dich galt wi 14 dennen f U wa in auf den 00 5 Fe mic eve der d rum Vom Frieden Scttes 325 Welt: Laß in mir dein Lob erſchallen, GOT T, daß du dich freueſt ſehr, wenn wir ſs in Liebe wal⸗ len auf dem ſchoͤnſten ſtil⸗ len Meer. 387. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. Medi Seel, komm in die Wunden Chriſti ein zur ſuͤſſen Ruhe, allwo Friede wird gefunden, hin, 9 Taͤublein, fleuch hinzu: gieb dich wie ein Lamm zu⸗ frieden, ruhe aller Sor, gen los, da, wohin Er dich beſchieden in dem theuren werthen Schooß. 2. Auf, o Seele, von der Erden, ſchwinge dich in JEſn Hertz, laſſe dir nichts liebers werden denn du haſt ſonſt eitel Schmertz. Einem ſey dein Hertz erge ben, IESuM liebe nur allein, nur nach JEſum mußt du ſtreben, alſo kanſt du ruhig ſeyn. a 3. Als ſein liebes Schaf lein ſuche nur auf IEſu Ruͤcken Platz. Sachen die ſer Welt verfluche, Gott im Himmel ſey dein Schatz. O was wilt du lange achten auf der Guͤ⸗ ter falſchen Schein? Pein iſts. Darum muſt du trachten bey dem lieben Schatz zu ſeyn. 4. Haſt du Luſt dich zu ergoͤtzen, richte dich nach GoOties Wort: JESus liebet ohn Verletzen, JE⸗ ſus labet hier und dort! N bench Sn 1 10 alles iſt in ihm zu lieben, Er hat allen Ueberfluß, Rube, Reichthum ohn Be⸗ truͤben, Leben, Gnuͤge ohn Verdruß. 5 5. JIeESus haͤlt vor andern allen Freunſchaft, ſey ibm nur getreu. Ey! was kann dir doch gefallen Reichthum? Davon mach dich frey. Dieſer Braͤut⸗ gam will ja ſchencken in der Welt, was dir iſt noth. Ey! ſo muſt du dich nicht ſencken ein in dieſen Erden ⸗Koth. 388. Mel. O IxSu, du biſt mein. Mee genug beſchwerter Sinnl wirf die Ge⸗ dancken hin, und wende dich zur Stille, daß dein zerſtreuter Wille entflieht der Feinde Liſt, weil ich in keinem Winde, ſolch ſanftes Sauſen finde, in welchem JEſus iſt. 2. Kehr aus der Erden Rund in deiner Seelen Grund, die ſchweifenden Gedancken behalt in ihren Schrancken, und ſuche dei⸗ nen Freund mit ſanften Liebes⸗ Blicken, bis Er, dich zu erquicken, mit Fried und Ruh erſcheint. 3. Weg mit dem Ei⸗ genſinn, durch den ich finſter bin! weg mit den wilden Funcken, und was mich ſonſten truncken in meiner Seele mach! Wirſt du es nicht verlaſ⸗ ſen, ſo wird dich ſolches faſſen, ſo bleibet deine acht. ö 4. Drum glaube gantz gewiß, dis iſt die Hinder⸗ 985 16 326 vom Frieden Gottes. niß; dis macht, daß deine Kraͤfte in aͤuſſerem Geſchaͤf⸗ te, in laut'r Unruh ſtehn. Mag Satan nicht den Willen, den ſeine Kraͤfte fuͤllen, mit Unruh leicht durchwehn. 5. Kehr hleher deln Ge⸗ ſicht, du kannſt die Urſach nicht der Unruh ſonſt er⸗ gruͤnden: In dich wirſt du es finden, was dei⸗ nen Frleden ſtoͤhrt: Sonſt wird ſelbſt in den Wal⸗ dern, und auch in ſtillen Feldern, die Unruh wohl vermehrt. 6. So wage nur den Streit mit deiner Eigen heit: haͤlt ſie dich hart ge⸗ fangen, ſo ſtuͤrtze mit Ver⸗ langen in Gottes Liebe ein, und laß nicht ab im Ringen, bis alle Krafte ſpringen, du wirſt bald anders ſeyn. 7. So wirſt du Wunder ſehn, ſo wird es denn ge⸗ ſchehn, daß du in ſanften Frieden, von allem ab⸗ geſchieden, mit Himmels Kraft erfuͤllt, wirſt Linde; rung empfinden, da muß dein Schmertz verſchwin⸗ den, da wird dein Durſt geſtillt. i 8. Da ſeuftzet man nicht mehr, da giebt man kein Gehoͤr den raͤuſchenden Gedancken, da kann man ohne Wancken in Gottes Liebe ruhn; da kann es denn der Seelen an Licht und Recht nicht fehlen: Wer will ihr da was thun? 5 9. Man trelbt ſolch Lie⸗ nur will, mag man u Gottes Hertzen in ſauß, ter Liebe ſchertzen. de ſindt ſich kein Verdruß, kein Zorn⸗Blick kann unt ruͤhren, hier iſt sen nichts zu ſpuͤhren, als ff ſer Ueberfluß. 10, Wie zart iſt das fuͤhl bey dieſem Liebe, Spiel! Wie lieblich iu Speiſe, wie angenehm die Weiſe in dieſem Himmes Schertz, wenn ſolche ſüt Fluthen mehr als man kam vermuthen, durchſiroͤnn unſer Hertz. 8 11. Wenn du den Steal der Luſt in dir empfinde muſt, wenn Hoͤllen⸗Furch dich jaget, wenn das wiſſen naget, ſo is ge Einderung. Verbirgt sich nur der Wille in die wuͤnſchte Stille, ſo kan pfeſt du genug. 12. Wie ſicher wandel du in dieſer ſtillen Ruh hier bleibſt du ungeſcht⸗ den; Denn Goktes tei Frieden nimmt keine Sil der ein. Es koͤngen kel Suͤnden den Friedel Grund ergründen! laß t nur gantz hinein. 13. Wenn man ſich tuch findt, ſo wird man hier el zuͤndt: Das machet u das Feuer von Zeit zu 9 ten freyer, wenn den ſchwaͤchten Geiſt, und — e ſerſchoͤpften Sinnen a 5 tislich von innen das Hi mels Manna ſpeiſt. 14. Drum folg ich die ſer Spur, und fache die nur im Geiſte zu erlauge bes⸗Spiel, ſo ofte man ſo haͤlt mich nicht 11 2 323 1 e Ghiel: E. en Schtal aan ohne angt me gl. 29. Mel 9 Tan dee wiedet h. ich doch, alem Me. bag bey se ſbenſtern Und ſtzen deine ſicht dich dein lasen, u ſaſſen kan 2. Ach! geschwind walſt nid ten Triff Hine hal in, und linge, da kannſt wei nichts di Aimms an Rosen f Aleman ehrt e e zart if y fahl, deen 0 E ae vi 9 e eee Sch wenn verr en unſe e tz. der win dir ent mufs enn Hölle dich alt, wenn da wiſſes Wiget, fu int ang. Verbin pfeſ genug. num ug ez bine. J 73 enn man schl fin: I wird maß jun, Das macht! dat a er von Jh ten mer, wenn. ie; jan tes ſch d en Gal; s 1 me 2 anna pal, — 9. 0 had 0 erſ A ten Site tis 8 rum f. ö N 0 0 380. Mel. wo iſt der 9 125 Hie che Flut ag gehras un duch 1 en du bench 0 nur 3 2 f 10 wur e Stile, c warſt nicht auf der ech; 1 5 le ſichet kun du( eſer file hier A ht du nage den 2 enn Gott Fri me mmt kee der u Es könen a Ar e egraͤnden“ Bren 5 O e niemand dir die Freyheit schl. wehrt. nichts die Ruhe ſtoͤhrt, on innen b Arme nimmt. Vom Frieden Gottes. gen der Sinnen Gauckel⸗ Spiel: So bleib ich in den Schrancken, ſo laͤuft man ohne Wancken, Ziel man recht zum tel. 8 — 2 Sch oͤnſte, den ich liebe. O Taͤublein, fleuch zu — deinen Fenſtern, kehr wieder heim, verkriech dich doch, entzeuch dich allem Menſchen Joch, du haſt bey ſo viel Nacht⸗Ge⸗ ſpenſtern genug verzlehn und ſitzen muͤſſen. Sieh deine ſichre Hohle an, da dich dein Liebſter wieder kuͤſſen, und ungeſtoͤrt um⸗ faſſen kann. 2. Aeh! Schaͤfchen, auf! geſchwind und ſpringe, du ten Trifft, die dir dein Hirte hat geſtift't. Geh hin, und acht es nicht ge⸗ ringe, daß du ſo ſtille dich kannſt weiden dort, wo dir nimms an mit Danck und groſſen Freuden, weil 3. Mein Laͤmmchen, du biſt doch alleine noch an W̃ die Bruſt und Milch ge⸗ woͤhnt, darnach dein Mund ſich immer ſehnt. Zu an⸗ drer Koſt biſt du zu kleine, zu zart und kindiſch, ſchrey ſo lange, bis dein Fuß aus der Wuͤſten koͤmmt. Der Mutter wird da viel zu fleuch hin zur Wiegen, ſchlaf wohl, dir ſingt der Engel Chor, ſuch den dein Spiel-Zeug wieder vor, ſieh, wo die ſchoͤn⸗ ſten Sachen liegen, geh bin zum Vater, laß dich fuͤllen, zieh nur fein ſanft an Chriſti Bruſt, die ſuͤſſe Liebe wird dich ſtillen. Er giebt dir Nahrung, Kraft und Luſt. J. Mein Bienchen, du biſt ausgeflogen: Fleuch wieder ein ins rechte Haus, es moͤchte dir die Weſpe draus das Honig haben ausgeſogen, das Christus dir hat einge⸗ leget: Komm, ſetz dich wieder auf die Blum, die dich ſo ofte ſpeiſt und heget, bleib ewig IE Sn Eigenthum. 6. Ach! Schiffchen, eil nur nach dem Haven, du haſt genug im Sturm geſchwebt, dein Schiff⸗ mann, der in dir noch lebt, wird nicht bey dei⸗ ner Reiſe ſchlafen, du ſolt nun bald im Trocknen im Regen ſind: Laß alles durch einander wehen, di 3 Wetter und kein 7. O Braut, kehr wie⸗ der in die Stille, laß dich zur Hochzeit ſchmuͤcken mehr: Du kannſt dem Braͤutgam nicht zu ſehr gefallen, dat nicht ſeine Fulle dich koͤnnte noch viel ſchoͤner zieren. Er lie⸗ bet die Verborgenheit, dar⸗ bange, bis ſie dich in die rein will Er dich, Liebe, eue 327 4. Mein liebes Kind ſtehen; wenn andre noch 328 Vom Frieden Gottes. fuͤhren, durch lauter Ab⸗ geſchiedenheit. 8. Haſt du vom Schmu⸗ cke was verlohren bey dem Gedeaͤnge klags Ihm frey, daß Er dir wieder alles ſey; Du biſt doch Ihm zur Freud erkohren. Kehr ein zu Ihm, laß ſeine Liebe dir ſuͤſſer als zuvor noch ſeyn, wer folget ſeinem fuͤſſen Triebe, der geht ge⸗ wiß zur Ruhe ein. 9. Er wird dir immer naͤher treten, als du bisher empfunden haſt, du traͤgſt en treuen Hertzens Gaſt nun ſtets beym Wachen und beym Beten. Es ſoll dir nicht an Ruhe fehlen, kein Laͤrm verhindert dein Gehoͤr, was Er dir will zu gut erwaͤhlen, das giebt Er dir durch ſeine Ehr. 10. Doch ſteh berelt auf ſein Geſchicke, wohin Er dich noch ferner leucht, daß dein Rath ſeinem Willen mein Hertz! nach derfeſſe ring, wo du immer bi, ſuch Ruh, ſuch Ruh, Hiel und dort iſt keine Rub, al bey Gott: zu Ihme gu Gott iſt die Ruh. die Welt, ibre Freud un Pracht! nicht giebt Rah weicht, zieh den Gehörſam nie zuruͤcke. Du magſt nun wo du willſt, hinwandern, ſo zieht dein Liebſter doch mit dich: Er wird dich doch mit allen andern zu⸗ letzt vollkommen ziehn zu ſich. 390. M. Auf! hinauf zu deiner Freude. Robe iſt das beſte Gut, i das man haben kann, Stille und ein guter Muth, feilget Himmel an: die ſuche du. Hler und dort iſt keine Ruh, als bey GOT: Zu Ihme zul Gott iſt die Ruh. 2. Ruhe ſucht ein jedes 3. Ruhe giebet nic Gut und Geld, Luft, Eh Gunſt und Macht; reich keines zu. Hier und don ift keine Ruß, als be God: Zu Ihme u Gott iſt die Ruh. 4. Ruhe glebt die Ei, nicht, die ißt Kugeltun den ſie in die Hoͤh gerich t't, ſtuͤrtzet ſie zur Stun O ſchlechte Ruh: Hi und dort it keine Nah. als bey GOtt; Zu In zu! Gott iſt die Ruh. 5. Ruhe geben kaun a lein JEſus, Gottes Goh, der Uns alle ladet ein u des Himmels Thron il wahren Ruh. Hier un dort iſt keine Ruß, bey EOtt: Zu Ihme f Gott iſt die Ruh. 6. Ruhe wer da fie will, komme uur zu nn, Haſt du gleich des viel, Ich kanns lindern und geben Ruh. Hler al dort ist keine Ruh, ale h Gott: Zu Ihme zul die belahl Weib, oder Kind fi Ihm Ruh. dort iſt keine bey Gott: Zu Ding, allermeiſt ein Chriſt: Leib 6 G er it die da% Mund: ſer Ageſicht! dens Brut iu, Hier keine uh, au Inne die Roh. 10, Al 10 dee Ich will Ich 3 dere als ſelhſt und dort als bey G 1! Gott nachtein 00 — die 9 ibre 5 5 Freuß; Gut n Geld, e Gun u ed Nc 9 0 7 10 Ab ſt Une Kuß dc 4 84 fh ———— mein ag nach da ame 3, He gleberz nicht geſt 8 J er Gd n dle Rb. 4 e glebt hee aſtinich e ist Augen en den oll ft't, A et ſie zur En „O hte Ruh: inſund 8 t in keige g zuſals Gott; Ju bt iu uf Er daß len am fun 8 10 edes b. 0. kit: 6 Ai die fu 0 ö fdo J keine Rh 1% tt if dieguh. 5% he geben kun. leit tus, Gatte der uu alle ladet a des z imels L, wa uu Rah. Hit dor Ii keige Rah, ber W: Ju J Gi net die Rub, 4% he wer da fh G n du Ipmeiul iſt I Aub.% 1 die Hh d Vom Fried en Gottes. 329 g. Ruhe ſchmecket de⸗ nen wohl, die ſchwer ſind gedruckt, und muͤhſelig A Schmertzen⸗ voll, daß ſie faſt erſtickt gern finden Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey Gott: Zu Ihme zu! GO die Rub. 9. Ruh aus lauter Gnad verſpricht JE Su treuer Mund: ſein ſo freundlich Angeſicht! aus des Her⸗ tzens Grund lockt all her⸗ zu. Hier und dert is keine Ruh, als bey Gott Zu Ihme zu! Gott is ie Ruh. 10. Ruhe ſo gar willig⸗ lich JESus bietet an: Ich will euch erqxicken, Ich, ders am beſten kaun, als ſelbſt die Ruh. Hier und dort iſt keine Rab, als bey Gott: Zu Ihme zu! Gott iſt die Ruh 11. Ruhe labet und er⸗ guickt ſuͤßiglich ein Hertz, das da druͤckt und faſt er⸗ ſtickt Kummer, Creutz und Schmertz, das ſchreyt: Ach Ruh! Hier und dort ic keine Ruh, als bey GO: Zu Ihme zu Gott iſt die Ruh. 12. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur JE⸗ ſum haͤlt; JEſus machet leicht, was ſchwer, richtet auf, was faͤllt; ſein Geiſt bringt Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey GOT: Zu Ihme zu! Gott iſt die Rub. 13. Ruhe find ich aller⸗ meiſt, wo Gehorſam blüht, ein in Gott geſetzter Geiſt macht ein ſtill Gemuͤth und Seelen ⸗ Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey GOtt: Zu Ihme zu! Gott iſt die Ruh, 14. Ruhe waͤchſet aus Geduld und Zufrieden⸗ heit, der in Gottes Zorn Die und Huld, und in Lieb und Leid ſich giebt zur keine Ruh, als bey WoOtt: Zu Ihme zu! Goc iſt die Ruh. 15. Ruhe hat, wer wil⸗ lichlich Chriſtt ſanftes Joch bingebücket nimmt auf ſich, iſt es lieblich doch, und ſchaffet Anh. Hier und dort iſt keine Ruh, als ber Gott: Zu Ihme zu! Gott jſt die Ruh. 16. Ruhe den erſt recht ergoͤtzt, der ein Schuͤler iſt, und ſich zu den Fuͤſſen ſetzt ſeines HErren Chriſt, und dort iſt keine Ruh, als bey Gott: Zu Ibme zu! Gott iſt die Ruh. 17. Ruhe nirgends lie⸗ ber bleibt, als wo De⸗ muth ziert. Was zur Nie⸗ drigkeit fein treibt, und herunter fuͤhrt, giebt wah⸗ re Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey GO c: Zu Ihme zu! Gott iſt die Ruh. 18. Ruhe ſpringet aus der Quell, wo die Liebe fleußt] iſt das Hertze klar und hell, ſanft und ſtill der Geiſt, da ſtroͤmt die Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey Gott: Zu Ih⸗ me Zu] Gott iſt die Ruh. 19. Ruhe, noch mit ei⸗ nem Wort, ſoll ſie ewig Ruh. Hier und dort iſt und lernt die Ruh. Hier ſeyn, 0 330 Vom Frieden Gottes. ſeyn, wilt du ruhen hier und dort, dring zu JEſu ein, Er iſt die Ruh. Hier und dort iſt keine Ruh, als bey Gott: Zu Ihme zu! Gott iſt die Ruh. 391. In eigener Mel. Wie wohl iſt mir, Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh. Ich ſteige aus der Schwermuths ⸗Hoͤhlen, und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Traurens ſcheiden, wenn mit ſo angenehmen Freu⸗ den die Liebe ſtrahlt aus deiner Bruſt. Hier iſt mein Himmel ſchon auf Erden, wer wollte nicht vergnuͤget werden, der in dir ſuchet Ruh und Luſt? 3. Die Welt mag ſchmaͤ⸗ hen oder preiſen, es ſey alſo, ich trau ihr nicht, wenn ſie mir gleich will Lieb erweiſen, bey einem freundlichem Geſicht. In dir vergnuͤgt ſich meine Seele, du biſt mein Freund, den ich erwaͤhle. Du bleibſt mein Freund, wenn Freundſchaft weicht; der Welt Haß kann mich doch nicht faͤllen, well in den ſtaͤrckſten Ungluͤcks⸗ Wellen mir deine Treu den Ancker reicht. 3. Will mich des Moſis Eifer druͤcken, blitzt auf mich des Geſetzes Weh: Droht Straf und Hoͤlle meinem Ruͤcken, ſo ſteig ich glaͤubig in die Hoͤh, und flieh in deiner Seiten 2 kann. mich zuſammen meln Heil, ſich ue g 4. Fuͤhrſt du mich die Creutzes⸗ Wife, ih folg, und lehne mich gu dich, du naͤhreſt aus den beſt aus den Felſen mich; Ich traue deinen Wunde Wegen, ſie enden ſich. Lieb und Segen, Genug, wenn ich dich bey mi hab. Ich weiß, wen du wilt herrlich tieren, uns uͤber Sonn und Stegen fuͤhren, den fuͤhreſt du zu vor hinab. 5. Der Tod mas ah dern duͤſter ſcheinen, mit nicht, weil Seele, Heiz und Muth in dir, der du verlaͤſſeſt keinen, o gl lerliebſtes Leben!] ruht. Wen kann des Weges End erſchrecken, wenn er aug Moͤrder vollen Hecken 9 langet in die Sicherheit! Mein Licht! Es will ich auch mit Freuden aus die ſer finſtern Wildniß ſchel —— 3 Ruh del wigkeit. 6. Wie iſt mir den, o Freund der Seele, ſo wohl, wenn ich lehn auf dich! 2 Laß ſolche Ruh in den 1 ä deine Gemuͤthe, 10 unumſchraͤnckten Wunden, da hab ich ſchon f iſſen Vor; des Himmels ſüſſge me Wolcken Bruͤſten, und ß nich Mich kaun Welt, Noth und Tod nic aß qualen, weil du, mein 1 GST! vergnügen mich. 6 Von del ——— den Ort gefunden, wo uch scha seyn. kein Fluch⸗ Strahl 1 0 10 alen Se Tritt alles wien nacts kann du bit wer will ve dammen;? die Liebe nimmt — . 2 de nuruh il komm, laß das Feld, d ohhe Sorge Nein, wir leg ſeyn. 2. Findet ſet Prangen als uf den ich doch ke lach det Ge Welt: De deinen Kuß und ohn Ve 3. Golt pfangen wor ſedermat len Lippen Belt Feind wurde mein 61 genannt J. fegt zn fi 1 ö E * „ L nich 8 vil Seele, ich doch kein Verlangen Me bt! Es zer Auen Widduß den u fanden dd mit allen Schmeicheleyen, * Maichts kann als JeSus mein. „ wer dam r diedt ſich! k an. 92. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſti 3 Glieder. [Gch! was mach ich ein den Städten, n ſeyn. 2. Findet ſich gleich groͤſ⸗ 5. To w a ſer Prangen in der Stadt dern zug er schein, Rals auf dem Feld: ſo hab und a th in d, mach der Schoͤnheit dieſer du 1 ſeg keinen, Welt: Drauſſen hab ich lerli Ae Leben adeinen Kuß, ohne Muh Wel nen des Weiß htund ohn Verbruß. erſch Bern, wein ag 2. Solt ich deinen Kuß Mö wp oollen Henſempfangen in der Stadt lang n die Eſchahvor jedermann, und an dei⸗ ö nen Lippen hangen, daß mein Feind es ſaͤhe an, wuͤrde meine Liebes⸗Pein den i deiner Raf. genannt ein Heuchel⸗ ein i ſo„ W 0 f 4. Fleiſch und Blut hat 0 0 Wa in genie erfahren, wie der HErr % J den fo freundlich il Seben ſehn A dic! Müden die Laer⸗Schaaren, e at u dchldaß man geiflich truncken 1 eil du, Ait, aus dem Wolluſt⸗ Strom gemacht, ſo wird 0 ſalles nur veracht t. aud in Freuden a . Wie ein Braͤut gam VI. Von der Freude im Heili⸗ es niemand gerne wiſſen, wenn er ihr ſein Hertz ver⸗ traut; So giebſt du, wenn wir allein, deiner Bruͤſte ſuͤſſfen Wein. 6. Wenn mich deine Lie⸗ bes⸗Flammen, ſuͤſſer JEſul zünden an, wenn du Leib und Seel zuſammen fuͤh⸗ reſt auf den Wolluſt⸗Plan, ſo bricht alles, was in mir, wie ein voller Strom her fuͤr. ö 7. Mein Hertz wallet, und die Fuͤlle ſchuͤttet es zum Mund heraus; mein Fuß ſtehet auch nicht ſtille, gehet froͤlich in dein Haus: Mei⸗ ner Augen helles Paar wei⸗ nen auch vor Freuden gar. 8. Wie die Quelle ſich ergleſſet, wenn ſie reich an Waſſer iſt, und vor Reichthum uͤberflieſſet: ſo iſt der, der dein genießt; Sein verliebter Freuden⸗ Stand muß ſeyn aller Welt bekannt.. „Er erdichtet Liebes⸗ Pfalmen, ſinget, ſpringet, jubiliret, ſeine Haͤnde ſind voll Palmen, ſeine Zunge triumphirt, ſeine Flammen kann er nicht bergen, alles muß ans Licht. f 10. Wenn nun dis ein Welt- Kind hoͤret, meynt es, es ſey raſend⸗ toll, ſein Gehirn ſey ihm verſtoͤhret, pflegt zu kuͤſſen im Ver; unt Tae fe horsnen ſeine Braut, labt fh oder ſuͤſſen Weines voll: ü Alles 332 Von der Freude im Helligen Geiſt Alles wird verlacht, ver⸗ hoͤhnt, was er von der Liebe toͤnt. 11. Drum mein Freund! komm, laß uns reiſen auf das Feld, da wir allein in verſuͤßten Liebes⸗Weiſen wollen veſtverknuͤpfetſch ſeyn, tauſendmal will ich da dich kuͤſſen, und du wie⸗ der mich. 5 12. Da, da wollen wir die Hertzen bloͤſſen und vor Au⸗ gen ſehn deinen ich, du mei⸗ nen Schmertzen: Da, da ſolls vor Lieb geſchehn, daß wir uns mit ſuͤſſen Weiſen — 957 um die Wette prei⸗ en. 13. Du wirſt ſingen: meine Taube, komm zu mei⸗ ner Wunden Gruft, daß dich kein Feind mir berau⸗ be, hier iſt eine ſichre Kluft, lege dich an meine Bruſt, und genieſſe ſuͤſſe Luſt. 14. Denn werd ich mit Freuden ſpringen in die offne Wunden⸗Thuͤr, und 0 JEſu! Ieſu! ſingen, o wie ſuͤſſe biſt du mir: Ich bin dein und du bit mein, ewig ſoll die Liebe ſeyn. 15. Hoͤrt, ihr Blumen auf den Auen! Hoͤrt, ibr Voͤg⸗ lein in der Luft: Ich will mich ineieb vertrauen mei⸗ Geiſt gantz aus mit gar und ſuchet nur dich, 9 ſu, mein Ich. 2. Die ſtrahlenden gen die zuͤnden mich gh mein Hertze bekennet, J lichterloh brennet, daß es das Feuer der Lach gethan: Es flammet i Blut mit himmliſch Glut, drum ſtirbet dahh mein irrdiſcher Sinn. 3. O irrdiſche Sonnel! brenneß zwar ſehr, wen uns beſtrahleſt, und nic tig herprahleſt, doch hu nen die Augen des Beil gams vielmehr, wenn e uns anblickt, und Feuer g ſchickt, das heftiger ſich als Sonne dein Licht. 4. Ich ſterbe vor Leh, doch leb ich auch noc ertoͤdtete Glieder, erhol euch wieder, und ziehet n Freuden das ſelige Jud Dein him̃liſcher Glanz! neuert mich gantz, 9 Jef nur dir, dir leb ich hüt 5. Dein goͤttliches Jen empfindet die Bruff weine vor Freuden, wüͤnſche ſolch Leiden dit ſtetig im Hertzen iu fahl mit Luſt. O ſüſſele Pal wie nimmſt du mich Ach! ach! ich weiß nal nem Jeſu, der mich ruft. Ich ach! wie mir geſchicht bin ſein, und Er iſt mein, ewig ſoll die Liebe ſeyn. 393. In eigener Mel. Dis lieblichen Blicke, die JEſus mir giebt, die machen mir Schmer⸗ tzen, und dringen zum Hertzen, daß ich mich nun 6. Wie wird mt de werden, wenn du ut nun wirſt mit himmliſcht Blicken dort ewig ein cken, darnach mit Verl gen mein Herze O goͤttliche Zier! ach! ich bey dir. O! ſcher Schein! komm, 0 in IE ſum ver⸗ iebt; drum iſt auch mein mich ein. 5 1 ſo dun Si imb l Oh 10 f U 0 ie leb mlt ſi nch beweg nein Hold chat. beruͤhrt, d ſpürt, ſe 1570 erg„ 1 Er Herbe gal vertreibet Begehren du mil id mein Bet Die gakte die Be w mir ausf den Geis 3. Gb! ſam/ ſo tl Schöne Drum wil von deine dieſem che blick it den Mutl ſbo ſeih, f ey eim! Nigen Gel Gel I saug nde er und Mot nur 100 df* dh 1 91 2 5 + ſtr 1 ufſgen e l anfmei Aurtze bekenng enflich g N etſche g u. euer de; ich get un Ei fen e- BI Mit binn 0 . bdiſche Sin ei- bre aa zwar feht, e da un a rahlet, tic u brahleß, doch ne Augen de c ge n ielmohr, yen ul lick, und gag ſc s das ether al 9 une dein dc 9 ferbe ur di“ Web ich auch! 0 — ſen rei⸗ en: mei⸗ daß rau⸗ uft, ruſt, e War te Glieder, eng criedet ph F en das eg A scimlcher Nag u n mich galh u( Juk, dir le ch ein gte e Fam det die Bull 1 l vor Sead, dhe solch lahe im Hetzel 0 1e. 0 ſüſeſ „imm du f „lach l ich u wie nir gat Wie wich mh Korn, weng ae Magen dott en giebt,] darnach le mer⸗“ nein Here Ettlich g ch ey k. 1 1 1 U Schinli Was traͤumeſt du doch! 6 ai en von der Freude im Heiligen Geiſt. 333 94. In eigener Mel. D die lieblich? Kraft, die bey mir ſich reset, und die mich beweget, hat JEſus mein Holder, mein Treuer geſchaft. Der hat mich berührt, den hab ich ver⸗ ſpürt, ſein freundlicher Schertz erquicket mein Hertz 2: 5 2 Er macht mir das Hertze gantz linde und ſtill, vertreibet das Kraͤncken, Begehren und Dencken, da will ich, was Iegſus mein Bräutigam will. Die zarte Regung und die Bewegung, die in mir ausfleußt, beruhigt den Geiſt 72 3. Gs riechet dein Bal⸗ ſam, ſo triefet dein Gang, o Schoͤnſter der Schoͤnen! Drum will ich auch toͤnen von deinen Fußſtapfen mit dieſem Geſang. Der Vor⸗ blick iſt gut, er ſtaͤrcket den Muth: If das ſchon ſo fein, wie wirſt dun cht ſeyn 7:. ö 4. Doch was ich empfin de, das iſt nicht mein Ziel Ich laß es dahinten, es oll mich nicht binden, mein Hertze befriedigt kein ſinnliches Spiel Ich ſuche das Licht, das ahes ausſpricht! Drum lieb ich das Creutz aus heiligen Geitz:,: 5. Auf! Seele, auf! ih ſchwinge dich über den Sinn, und ſuche den Willen in IEeEu zu ſtil len, mir ist die Entblöſ ſung des Geiſtes Gewinn. [Was ſaͤumeſt du noch? ie ſanfte Bewegung, — eyn:,: 7. Doch hat mich dein Anblick gar bruͤnſtig ge⸗ macht, mein Hertze laͤuft uͤber, und hat dich noch lieber, da du mich in dieſe Bewegung gebracht. Du haß mich ſo lieb, ich fuͤhle den Trieb, in welchem du brennt, durch den du mich kennſt /: 8. Ihr Toͤchter Jeruſa⸗ lems! liebet mit mir, ach! liebet den Koͤnig, bemüht euch nicht wenig, unb bre⸗ chet mit Jauchtzen und Freuden herfuͤr. Beſinget die Pracht, bedencket die Macht: ſein ſeliges Reich gehoͤret fuͤr euch:: 9. Ich dringe zu ſeinem Gezelte hinein, ich will mich befleiſſen, durch alles zu reſſſen, was mir im Durchbrechen will hinder⸗ lich ſeyn Er ſtelle ſich an, wie harte er kann, was acht ich den Schmertz! Ich kenne ſein Hertz!,: ſoll ich Suͤnder ꝛc. 1. Die Seele. Irch bin voller Troſt und Freuden, und verge h fuͤr Croͤlichkeit. Suſſe u mir mir alles Leid, kurtz das Elend dieſer Zeit: Mein Gebluͤte kocht in mir, und mein Hertz zerſpringet ſchier. 2. Die Hirten. Was bedeut t dein Ju⸗ bilfren, du verliebte Schaͤ⸗ ferin, weſſentwegen laß ſt du ſpuͤhren ſolche Freud in deinem Sinn! Haſt du dei⸗ nen Schatz geſehn? Oder was iſt ſonſt geſchezn? 3. Die Seele. „Ach! wle ſolt ich mich nicht freuen, weil mich der zur Braut erkieſt, der die Erde wird verneuen, und des Himmels Erb⸗HErr iſt! Der mir ſo viel Guts gethan, und mich nimmer laſſen kann. 4. Die Hirten. ſich kann eingehn, wenn i d, Selig bin ich alle en dl B. Ach ch wiſen, n Jes O, der den Schal 15 mit 10 nenn „Du haſt funden de Sonne, die dir Licht un Leben giebt: Deine Fra de, deine Wonne, 9 wohl haft du geliebt, deln Liebe Lohn und Kron ide hoͤchſten Gottes Sohn. 9. Die Seele. O! wie wohl hab ich getroffen, wie gefallt n doch das Spiel, fe Wunden ſtehn mit et Slehſt du ich weſde Schafel meht wel du ub 0 will: Seine Hande teig Billig biſt du doch er⸗ freuet, weil dich der ſo in⸗Th nig liebt, der den Him⸗ mel benedeyet, und der Welt das Leben giebt mir des verliebten Herzen. uͤr. 10. Die Hirten. dune Sti Geh in diefen Ott iu delt dus Freuden, werthe Geil, a 6 O du koͤnigliche Braut die GO TT ſelbſten iſt vertraut. a 5. Die Seele. Auf die Erde iſt Er kom nen, als ein armes Knäbelein, hat den Fluch auf ſich genommen, und gelitten meine Pein: O der groſſen Wunder⸗That 5 wie Er geliebet 6. Die Hirten. Selig muͤſſen wir dich preiſen, wel ſich GO Te zu dir geneigt: und mit unerhoͤrten Weiſen ſolche lia eee Selig iſt du Schaͤferin, felig iſt dein Hertz und Sinn. trinck den Wein, den di 1 1 JeSSus hat beſcheben schen bis du gantz wirft trunce ſeyn: Geh in ſeine ſiſt Bruſt, und genieß des fur Wonne hat ein Herz, 11. Die Seele. Was fuͤr Freude, ag das JEſum liebt! Kofi gor, de 920 5 5 aus dieſen Wülin Brunnen, der umſolt 1 euch alles giebtl Senn 9. i Liede Sͤͤßziakeit übe naehe 5 den Honig weit. 5 9 12. Die Hirten. Kommt, wir wollen ale trincken, bis wir wetdel truncken ſeyn, bis ul galt 1 aft ic derſeh e Gottzt Eh Die Gul. ue voll 0 les Wein: Bis uns Red und Wort gebricht, und ſich keiner kennet nicht. Ach! wie gerne wolt i ich wiſſen, wo denn nun ich ewig ſoll genieſſen, der mich hat zur Braut er⸗ % kieſt, der mir ſolche Suͤſ⸗ ſigkeit als ein andrer hat e W dugeſe Von der Freude im Heiligen Geiſt. 335 in die Quell und in den 13. Die Seele. mein JESue ißt? Den bereit. 14. Der ſuͤſſe JESUS. Siehſt du mich nicht, meine Freude, meine Braut, mein Taͤubelein? Siebſt du nicht, wie treu 18. Die Hirten mit der Seel Lele. 4 Ey! ſo laßt uns alle ſin⸗ gen, und ein ſuͤſſes Hirten⸗ Lied unſerm lieben JSſüu bringen, der ſo hertzlich N ſich bemuͤht, daß ein arme Schaͤferin ſey ſein Schatz und Koͤnigin. 19. Ihm ſey Lob von al⸗ len Zungen und vom Graͤs⸗ lein auf der Au! ſeine Guͤ⸗ te ſey beſungen von den Troͤpflein in dem Thau. Ihm ſey Preis und Herr⸗ 3 jetzo und in Ewig⸗ eit. 396. M. Wer nur den ich weide meine bloͤde Schaͤfelein? Nimmer⸗ mehr weich ich von dir, ge Faun, wie gefſhl do Was Spill, V un ſtehn mit lieben GOtt 1c. Feu! wie ſuͤß iſt deine J Liebe, wie Honig flleſ⸗ ic aug eingeht uu w J eine Hie f 89 verliebten Die Hin in diesen O wo du nur verbleibſt bey mir. a 15. Die Seele. Ach! das iſt des Braͤut⸗ gams Stimme! ach! mein IEſu, das biſt du! der dem Wolf und ſeinem Grim⸗ ſend iſt dein Kuß! wer nur in deiner Liebe bllebe, der haͤtte gnug und Ueberfluß: Wie ſuͤß iſt es, bey dir zu ſeyn, und koſten deiner Bruͤſte Wein. f F rn, werthe G. 2. Wie ſuͤß iſt es, in del⸗ nen Armen empfinden, dei⸗ nes Geiſtes Gunſt! bey dir, du heilge Glut, erwarmen, und deiner heiſſen Llebes⸗ Brunſt! Wie ſuͤß iſt es, bey dir allein, du ſuͤſſer Braͤutgam JEſu, ſeyn. 3. Wie ſuͤß iſt es, in * me widerſteht bis heute 3 82 1 zu: Ach! mein Lieb, um⸗ 5 86 ganz wit ln e dich weil ich eintzig 16. JE Sue. ſe* i 0 Tien de Bleib beſtaͤndig und ge⸗ N trene, hochgeltebte Schä⸗ 0 bit Feat ferin, bis ich voͤllig dich er⸗ 0 1 15 lh kene, und dich sruſſe, Kö — 4 9 2 121 — — . 2 — — 3 . Ezinen, de el 2 ei ö d V bonig . 0 5 N 2 2 — N — —— — — 0 1 — — — — les giebt e mil Die Hul, nigin. Denn wird meiner Gottheit Schein in und ewig um dich ſeyn. 17. Die Seele. Ja, ich will beſtaͤndig bleiben, Allerliebſter, und mich dir, ewig treu zu ſeyn verſchreiben, will dir die⸗ſt deiner Flammen ent uͤndet werden und durchgluͤckt! ſund gantz und gar mit dir zuſammen geſtoſſen ſeyn in ew'gen Fried Wie ſuͤß iſts, in ein ein' ges Ein mit dir, 005 Schatz, geſchmoltzen yn. unt, wit hal nen fuͤr und fuͤr. Meine 4. Wohl denen die ſchon ale 1 bc e Seele ſoll allein nur in gantz verſuncken im Meere 1 dun ſeyt, 0 dich verliebet ſeyn. deiner Suͤß igkeit. Sie ſind 4 und z N a voll S— ———— von deiner Liebe truncken, 5. doch immer bey mit, mz 336 Von der Sreude im Heiligen Get] vnd und jautzen dir in Ewig⸗ keit! wie ſuͤſſe muſt du ihnen ſeyn, du Himmel, ſuͤſſer Seelen Weln. F., Wie ſuͤſſe! JESu! o wie ſuͤſſe wirſt da mir ſeyn! wenn ich in dir ge⸗ nieſſen werde Zucker⸗Küſſe der ewgen Liebe fuͤr und fuͤr, wenn ich mit Gott ein ein' ges Ein in dir mein Schatz, werd ewig ſeyn. 397. Mel. O IkEſu, mein Braͤuttgam. Ni freut euch ihr K Hirten, ach! freut euch mit mir, ich habe den ſeligſten Braͤutigam hier, s oläckliche Stun, den, nun hah ich gefun⸗ den den, welchen ich ſuch⸗ te mit ſteter Begier. 2. O theureſter Itſu! wie ſuͤſſe biſt du; Was bringſt du der Seelen für ſelige Ruh! o IEſu, mein Leben! was ſoll ich der geben? Weit ſuͤſſer als Honigſeim biſt du mir nu. 3. O Liebſter! du rie. cheſt ſo kraͤftig, ſo gut! erquickeß dle Seele, Leib, Leben und Blut, du klin⸗ geſt ſo ſchoͤne, wie En⸗ gel⸗Getoͤne, und ſetzeſt in Jauchtzen den traurigen Muth. 4. Mein JEcſu! wie hertzlich beweiſeſt du dich, wie innig, wie gott ich er⸗ freueſt du mich! o himm⸗ liſche Sonnel o ewige Wonne, nun alle mein Leben ergiebet dir ſich. J O Liebe, o d Fat 5 dat, Himmel, mein Jauch te 400 mein gtuliche 36g en will dich ſtets preiſen u 5 fh 0 0 We 5 ingen und Klingen, un Toͤnen vor dir. 15 15 6. Mein Engel, um Dan det alles und jedetz, was nen fohlet nich zu deiner gewuͤnſchten“„ c luſtigung ein. Mein paß Ruh du ſoll werden dein Haun O ale gu auf Erden, mein Jeil ſghler be wie kannſt du doch anden Sunne! in wo ſeyn. a 398. Melod. Seeley al Bräutigam. aua du ſuſſe Luſt aus 9 i Liebes ⸗Bruf, A 5 erweekeſt wahre de 2155 13 10 15 1 70„ohn de; o du ſüͤſſe Kuß aus h feng Liebes⸗Bruſt. 5 2. Deine reiche Qu dier auf giebet klar und bel ga Enfen, liche Erquickungs Ei du lend Lebens volle Him 5 aid e 30. Me ebt es klar und hell, euch, o du Jesus Leben A0 an, endlich tiefe Güte, v u nohl, dein froh is mein Gemüthel! nich gay 890 e* i IEſus, Lieb. he geſun 4. Laß mich in det 0 1 fragt nicht, was ich n 2. Joh Ich bin durch den Tah uuf recht hang gangen JEſum 5 und an di tzig zu umfafgen. 00 der Lehe mich in der Ruh, fa keſchſch nicht, was ich thu. Wels 5. Ich bin benedel Nutz well mich Hon ae Wune he dieſe Freud niemald 60 4% n fäbret/ als in dere la f 1 4. 5 5 will J 0. 6. Denn das ſinnlich' 0 1 19 Theil fuͤhlet nicht dies nir S. g and Ki Heil. Blos der Geiſt der Seelen Kraͤfte trincket üſſef e ein Enge dieſe Himmels„Säfte. und allt n d jedet 0 Denn das ſinnlich Theil Ottſu r gepig, küblet nicht dies Heil. dirſlut n 90% 7. In der Sabbaths⸗ 19 fol zz den dan Rub dritt er ſelbſt berzu. wigſſol z den dein üiſſe Wonne 10 5 ſu, we. Ruh tritt er ſelbſt herz. n. 30 elod ea, 8. Alles wird verſenckt, r! was uns je gekraͤnckt: Dieſe ihr rraͤutgan Freud weiß nichts vom Lei⸗ 4 L. 0 ſaſe ban den, weil in Freuden über abe Vebes, Aa Tres d ver⸗ Freuden alles wird ver zamſer Bat nahme t ſeuckt was uns je gekraͤnckt. tun. da A falſche nn 9. O du fuͤſſer Hort, du fun de 2 u fiken lebendigs Wort! Du mußt uchi I Blu, niemals mich berlaſſen, elke nice hier auf dieſer Pilgrims⸗ du g klar ud i Straffen, o du ſuͤſſer Hort, Nac 1 8 ee du lebendigs Wort. fur ee pole nein K, Delteut 309. Mel. Nun freut derſge s klar ug euch, ihr Hirten. als e gew a Jeseu, mein Braut, nu. o, Jesus el gam, wie iſt mir ſo rie. ſe e tieſe Hit) wohl, dein Liebe die macht gut ft at mein Hanh mich gantz truncken und Leib, ſg ger Ttiehl voll: O ſelſge Stunden lich klin⸗„Lieb. habe gefunden, was ewig En aß nichl erfreuen und ſaͤttigen ſoll. eſteinſf Aer gicht, ga„ 3. Du hast mich, o Je, rigen elt d uma der Liebe gedruckt, mich dich, ih da 0 Leih beſchencket, mit c er, imm⸗ ewige 6 C T l gangen Ni und an die Troſt- Bruͤſte g g Hoͤlle Flelſch, Suͤnde und ln durch u ſu! recht reichlich erguſckt, W um, alles iſt dein, mein Lie⸗ ben und Haſſen hab ich dir gelaſſen, dies alles wirckt in mir dein goͤttlicher Wein. 5 Was iſt es, das hier und dort mich noch anſicht der Eſtern, der Bruͤder, der Kinder Geſicht? Weg, weg, ihr Verwandten, weg Freund und Bekannten! ſchweigt alle nur ſtille, ich kenn euch ja nicht. F. Kommt, jauchtzet, ihr Frommen! Frolocket mit mir, ich habe die Quelle der Freuden ſelbſt bier; kommt, laſfet uns ſpringen und ſingeg und klingen, jg gaͤntzlich entbrennen in Liebes⸗Begier. 6. O Liebſter! wie haſt du mein Hertze verwundt? wie hat mich dein heili⸗ ges Feuer entzuͤndt! ach! 5 771 die Flammen, ſie ſchlagen zuſammen nicht Himmel noch Erde weiß, was ich empfind. 7, Trotz Teufel, Welt, Tod, ich fuͤrchte kein Truͤb⸗ ſal, kein Leiden und Noth, will JEſus mich leben, was kann mich betruͤben? alls, was mir entgegen, muß werden zu Spott. 8. Weg Kronen, weg Seepter, weg Hoheit der elt! weg Reichthum, weg Schaͤtze, weg Guͤter und Geld! weg Wolluſt, weg Prangen! mein ein⸗ zig Verlangen iß JEſus der Schönſte im himmli⸗ chen Zelt. mein]! u Freud ig 10 n e b. bich. icht mehr mein, 0 9. Wenn nimmſt du, o Liebſter! mich gaͤntzlich iu S Dir: Dir? Wie lang, ach! wie lang ſoll ich warten allhler? Wenn ſeh ch, o Wonne! dich, ewige Sonne? 9 JeESul o Schoͤnſter! 5 einige Zier! 400. In eigener Mel. Schwinge dich, mein ſchwacher Geiſt, hin zu dem, was hinmliſch heiſt, hin zu deiner Seelen Leben; Schwinge dich in keuſcher Brunſt hin zu dem, der dir ergeben it, in heiſſer Liebes⸗Gunſt. 2 O! wes hob ich jetzt erblickt? Meine Seele wird entzuͤckt. Biſt du bey mir, meine Freude? Ieſu, ja ich mercke dich, dich, du meiner Seelen Welde; Ey, ſo komm und kuͤſſe mich. 3. Du haſt mir den Geiſt verwundt, o du Himmels, ſuͤſſer Mund! O du ſebn⸗ liches Verlangen! O wie werd ich jetzt erquickt, weil mein Schatz an ſeine Wangen mein verliebtes Hertze druͤckt. 338 Von der geiſtlichen Vermaͤhlung 4. Tritt jetzt, ſan Eitelkeit! die du 15 biſt beyſeit; Ich heſchue dein Beginnen, laß m jetzo weine Kuſt, weich un meines Liebsten Jaun f denn ich lieg an Jeſu Bu 5. Kommet aber, kum herein, ihr, ihr reinen g ſterlein, ſchauet unser ech lichs Kuͤſſen! kommt, Engel! kommt bhelbg wartet auf, und ſen 0 fliſſen, uns zu leiſten Din und 6. Elebſter Jeu, biſt mein, und ich bla ewig dein, du haft wich Lieb umfangen. Dun nimm dea gantzen M nimm mich dir, du mh Verlangen! und verſeng mich in 900 1 7. Unaus ſprechlich t Luft, die wir hier au Je Bruſt durch den Glaub nur empfinden; 91 wird fuͤr Herrlichkeit hu meingeib und Seele ſuhn in dem Lieben ohne gl —.. VI. Von der geiſtl. Vermaͤhlun 401. M. O GOtt, du frommer Gott. ein Geiſt, mein Ie; ſu Chriſt, das rech⸗ te wahre Leben, kaun mir zu aller Friſt Troß und Erqgujckung geben, wenn ich in Angſt und Noth nur ſchrey, o Gott! iu dir, ſo kann dein bittrer Tod erwecken Freud in mir. 2. Wie ſoll dein ſuͤſſer Ach! geh doch nicht 1 Saft nicht innerlich er⸗ quicken: Es wird aller Laſt befreyt in al Stuͤcken mein Hertz, 10 ſo beſchwert, kriegt u. den Wunden Kraft, fuͤßiglich es naͤbtt, un tt macht es tugendhaft. 9 3. Wie traurig feht K du wilt h und füll Hertz, 770 weg gehen nichts denn Sc wells ſo allein muß fehl 915 mir, 1 Heiland 10 Treu. 1 we Act eg, 100 für, l Joch, tt etburdel die Noth bet hal bes- Tob bie Laff. 7. Alle weh, we den gehen ſtile ſeh im glehe 1 ehe dich verk. den 1 8. GU , Ac U l irſ 11 l at mir, denn daß in dir allein h Von der geiſtlichen Vermaͤhlung. 330 A ncht weg, ich ſchreye fur und far, Herr, lehr mich e deinen Steg. 4. Du haſt vorhin ge⸗ K eee ſagt, ich will dich feſt um⸗ faſſen. Als einsmals hat geklagt die Seel, ſie ſetz Vein verlaſſen; Sprachſt du ihr troͤſtlich zu: Sey fill und harre doch, ich bring dich bald zur Ruh, und nehm dir ab das Joch. 5. Wie freundlich ſind b die Wort] So ich daran gedencke, mein allerliebſter Hort, ich mich tlef in dich Ma ſencke, und wänſche nichtes zu deinem Preis und Ehr: lich Rich möcht veraraben ſeyn. 6. Wie ſelig iſt es doch, wenn man dich hat gefun den, und der, ſo traͤgt dein 1 Joch, wird daven leicht entbunden, ſo er betracht't die Noth, die du erdul⸗ t det haſt bes in des Creu⸗ te tzes⸗Tod, da ſich geenbdt die Laſt. 1 I f e h 1 1 at e dich verklagt, Ich bald zu f bc ec ,„ 8. So du Ai treu in meinen Wegen ge⸗ 7. Allein es thut auch 1 wenn du wilt wie⸗El er gehen, da heißs: nur ſtille ſteh im Wachen und im Flehen. O Seel, ſey unverzagt, halt nur veſt am Gebet, den Feind der Boden tret. 8. So du nun wirſt ge⸗ che, hen, in wahrer Hertzens⸗ ech Neu auf meine Huͤlfe ſe⸗ 5 N 5* * , ache 1 J f U 10 fl fc an“ hen! Scl kan, 1 a ad e ob er dich gleich ſicht an. daß er dir ſchade nicht, 9. Ach! daß mein Auge ö 0 nur waͤr ſietiglich gerichtet ſo glaub nur best daß 1 1 ich den Boͤswicht dampfen e — nach deiner Liebes⸗Epur, ich weiß, daß du verrichtet, des Hohenprieſters Amt, ich muß ja ſelig ſeyn, ich werde nicht verdammt, weil du mein ein' ges Ein. „10. Mein allerliebſte Braut, du darfft ja nicht derzagen, ich hab milch dir vertraut, du kannſts nur ſicher wagen: ich kann dich laſſen nicht vor groſſer Lie; es⸗Flamm, mein Hertz mir ſelber bricht, der ich bin Gottes⸗Lamm. 11. So will ich ferner mich dir gantz und gar erge⸗ en, und glauben veſtig⸗ lich. Du eintzig ſeyſt mein Leben, der mich nicht laſſen kann, ob du gleich gehſt von mir, du weißt, ich hang dir an, und weiche nicht von dir. 12. O du mein trautes Hertz, ich will bald wieder kommen, alsdenn du him⸗ melwaͤrts ſolſt werden auf⸗ genommen von dieſer ar. gen Welt, da nichts denn lend in, und gehn ins Freuden Zelt, da du gantz licher biſt. 13. Nun ich will warten bein mit ſehnlſchen Ver⸗ langen, ach! brich doch bald herein mit Freuden⸗ vollem Prangen; Laß doch von aller Norh und Angſt entfernet ſeyn die, ſo auf deinen Tod vertrauen gantz allein 14. Hierauf will ich mein Hand dir, liebste Seele, geben, zugleich ein Unter⸗ pfand, den Geſſt, der giebt das Leben dem, ſo faß gar verzagt, ja todt in Suͤnden P 2 iſt, 5 98 340 Von der geiſtlichen vermaͤhlung vin int, den ſein Gewiſſen nagt, und plagt zu aller Friſt. 15. Wenn auch des Va⸗ tert Will hierin erfullt ſolt werden, ſo will ich halten fill, bis du mich von der Erden zu dir wirſt nehmen hin in jene Herrlichkeit, da ſich mein Hertz und Sinn, ſoll freun in Ewigkeit. 16. Ich komm, o edler Schatz! ich hab' dich mir erwaͤhlet. Nimm ein, nimm ein den Platz, du biſt nunmehr gezaͤhlet zu denen, ſo das Land in meines Vaters Reich er⸗ erben, Ihm bekannt, und ſeyn den Engeln gleich. 17. Hab Dauck, mein Braͤutig am, fuͤr deine groſſe Liebe, du Loͤp aus Juda Stamm, gib, daß ich nicht betrüͤbe, den werthen Heilgen Geiſt, der da will führen hin den, ſo gen Himmel reiſt: der Tod ist mein Gewinn. 18. Komm, komm, du ſelges Kind, geneuß des Himmels Freuden, hir⸗ weg iſt alle Suͤnd, ein En; de hat dein Leiden, trinck ja mit Freuden ein was eingeſchencket iſt, ich meyn den ſuͤſſen Wein, bis daß du truncken biſt. 402. M. SeErr Chriſt/ der ein' ge ꝛc. Du biſt ja gantz mein eigen, HErr JEſu und ich dein, nichts ſoll von dir mich beugen, ich kann ſonſt niemands ſeyn: Dir hab ich mich ergeben, weil du auch dich, mein Leben, 2. Was ich all pier bet ohn dich iſt Gall und pe dein edle Liebes Hiße lauter ſuͤſſer Wein; leuchten ihre Flamme, hy mit daraus herſtamme Gluth der Gegen- Leb. 3. Wie haſt du doch heftig geliebt, mich amg Staub! gib, daß ich u ge kraͤftig dich edle Ken Traub in meiner Bu empfinden, und dich un mir verbinden durch tu Gegen- Gunſt. 4. Nimm weg aus n nen Hertzen, was den Willens nicht: loͤſch n die fremden 1 dat deiner Wangen Licht: wuͤnſche nie zu kennen! anders Hertzens Bren als deine Lieb in ul. 5. Wie fleundlich aut Maaſſen iſt ihrer Auma Blick: wie liebreich kal uns ſaſſen und ziehn. ſeidner Strick! wie ſeh mich ihr Ergöoͤtzen mit wirckt von lauter Huh 6. Ich wuͤnſche in beh. ten dis hohe Gut in und nimmer zu erkaun dieſen Schatz in org Abends und am Mohl durch hertzliches Ge 7. Ach] ſolt ich ſe lieren aus meiner Sei Schooß, was konnte 10 doch zleren? Ich se nackt und blos? dum! gleich Magdelenen Auge von bir, b mit Thraͤnen bitten ſi. 8. O Allerſchönſter haſt gantz gegeben mir. mich deiner Liebe& chen guͤldnen Netzen, flammender Beger d aß fie ll unn icht wal ich h. In Stau ghalt und 0. 5 f Gchwettze wenn ich! ttoͤtte mi guf mein dein Hal bluͤhen Tocht, 4s verlö e 10. Ui fol ſchel Kummer; mch dur Etkaufter bey dit dort we ten, und mehr wei . 10 1 10 ——— e 7 4 dae 5 ü — Ja- oltſl ten tlicher Lirmübln 9 Tce ge ö Tre gin melt) g dich e em aßen, und de mir aas inden duch Ge Gun. mm weg ag nel rtzen, un W'i nicht: di die an aden 10 10 de. N Wongen lach wi din nie zu finn, an We Herzens Jun alt ng ge Lieb in e ſteundlchm M feen iſt ihrer an B d wle lehr! un u ſſen ud dh ſe u Stuck! m c k Etat 10 ch u ildnen Noel, „w Ppon lauter n 1 h wuͤnschen tu 1% hohe Hit h un mme zu fe mender Bee D Schatz in Ae und an d 85 Hetbliche riſt,J chi fit i 4 1 8, was kahl Je 0 14 J J U vonſu ind blos l, kaun fg am r e von di, e. 0 455 * bun a daß ſte mich recht bekehrt, wenn ich verirret bin, mich, well ich hier muß wallen, im Straucheln oder Fallen, erhalt und richt emper. 9. Du Lindrung meiner Schmertzen, du Staͤrcke, wenn ich ſchwach; komm, troͤſte mich von Hertzen, auf mein geſeuftztes Ach! dein Hauch mach in mir bluͤhen den Glanbens⸗ Tocht, und gluͤhen, wenn es verloͤſchen will. 10. Und wenn ich nun ſoll ſcheiden von dieſem Kummer⸗Plan, ſo nimm mich durch dein Leiden Erkauften freundlich an, bey dir mich zu behalten, dort ws man vom Erkal⸗ ten, und Scheiden nichts mehr weiß. 403. M. Nun kommt der Heyden 20. Ewge Weisheit, JEſu, Chriſt, da mein rech⸗ ter Brautſchatz iſt, haſt du ſchon vorlaͤngſt mir nicht, ein Verloͤbniß zugericht't. 2. Iſt die ſtarcke Liebes⸗ Hand, nicht ein ſichres Un⸗ terpfand? Hatt' ich nicht den Siegel⸗Ring, als ich deinen Geiſt empfing? 3. Haſt du mich nicht ſchon ich geliebt, ob ich gleich dich noch betruͤbt? haſt du deine Werbung nicht, Braͤuti⸗ gam, auf mich gericht? 4. Bracht der Vater meinen Sinn nicht aus Liebe iu dir hin, als ſein unverwehrter Zug den Un⸗ glauben uͤberwog? 5. Als ich mich nun zu dir wandt, machteſt du von der geiſtlichen vermablung. 34x dich mir bekannt, mehr als man Verlobte ſchaut mit einander ſeyn vertraut. 6. So viel Jahre, Tag lund Stund iſt mir deine Liebe kund, und der Treu“ Standhaftigkeit dauret veſt auf deiner Geit. 7. Mir iſt auch das Hoch⸗ zeit⸗Kleid in mir durch dein Heil bereit: Deine Meuſchhelt JEſu Chriſt, die 5 it.. 8. Dis iſt die Gerech⸗ tigkeit, ſo die Suͤnde von mir ſcheid: da du in mir neu gebohren, biſt nun⸗ mehr zum Heil erkohren. 9. Ja es mangelt mir auch nicht Heiligung, Kraft, Lieb und Licht; Du bringſt mir wahrhaftig ein, was mein ewig Theil ſoll ſeyn. 10. Aber eines fehlt mir hier, daß ich nicht gantz find in mir der verbund⸗ Veſtigkeit. 5 II. Denn mein Wille leuckt ſich wohl manehmal aus dir, da er ſol in dich eingekehret ſeyn, dringen in das Sine ein. 13. Wie du mich nun edler Gaſt, durch dein'n Geiſt verſiegelt haſt, daß weiß, ich bleibe nun ewig in der Liebe ruhn. 13. Alſo ziehe meinen Sinn gaͤntzlich in dein We⸗ ſen hin, daß ich wie ein Siegel ſteh, und dich ein⸗ gedruckt mir ſeh. 14. Ich begehr nur in dein Hertz, ſonſt nicht auf noch niederwaͤrts; ohne dich will ich nicht ſeyn, e irgendwo gedruͤcket ein. P 3 16. O nen Einigkeit, unbewegte* 15. O! daß diefes Sie⸗ gel blieb aaf den Armen meiner Lieb, unverruͤcket eingepraͤgt, wenn ſich nur mein Leben regt. 16. So, daß auch kein Augenblick, mich von der Gemeinſchaft ruͤck, nichts zu wolln, nichts zu thun, als in dir, mein Lieb'! zu ruh. a N 17. Laß dis Bild ſtets veſte ſeyn in mein Hertz gedrüͤcket ein: Tod und Leben mach mich gleich deinem Bild und Himmel, reich. a a 18. Wer will alſo ſchei⸗ den mich von der Lieb, die ewiglich als ein Spiegel in mir steht, und aus GOtt zu Gott eingeht. 404. M. Ser tzlich thut mich verlangen. Err Jeu! Sonne, Seelen Freund, mein Braͤutigam und Wonne! ſehr gut iſt es gemeynt, ürum komme, komm und eile, komm, es iſt hohe Zeit. Ach! komm, dich nicht verweile! mach dei⸗ ne Braut bereit. 2. Die Braut iſt meine Seele, weil ich, HERR JESu, dich zum lieben Schatz erwaͤhle, die trach⸗ tet inniglich dahin, wo ſie verliebet, ſie ſeuftzet ohn Verdruß, bis ihr der Liebſſe giebet den erſten Zucker Kuß. 3. Du haſt ja durch Verpfaͤnden ſie dir zur liebſten Braut mit freu gegebnen Haͤnden vermaͤh⸗ Lebens hertzliebſter let und vertraut; ſchſ haſt du ſie gekleidet, de Braut Schmuck zugerſch tt, dich hoch und veſt ver det, von ihr zu laſſen nicht 4. Ach! liebſter Freund. ach bleibe, ach! weich nicht von ihr, ſie dir einverleibe, vereinig' f mit dir. Ach! Bruder nich verſchmaͤhe die Schweſſ deine Braut, hilf, daß dort bald ſehe, worauf hier gebaut. 405. Mel Schoͤnſter aller Schonen. Die Braut. Liebſer aller Liebe meiner Seelen Ruhh, dem ich mich verſchriebe, als ſein Eigenthum; J bin kranck vor Liebe, un die ſtarcken Triebe age mich aus mir zu dir, Saarons⸗ Blum. 2. Ich ſeh, daß auf en den nichts beſtaͤndig drum will ich entweſhe dieſem Erden⸗Miſt. 4 die Sinnen ſchweſgeh die ſich abwaͤrts neige Nimm mich aus mir selbt hin, wo du alles biff. JE Sus. 3. Meine liebe Taub auserwählte Braut! fel ig der Glaube, der oll Sehen traut: nimm m dein Verlangen in Gedul gefangen, und ſey gal 1 f 40 mein Aug auf dich ſchaut. 4. Auf der Erden schu ben, ſchadet keinem picht Aber krrdiſch leben, brich die Liebes⸗Pflicht, gland du nur veſte, daß es 10 342 Von der geiſtlichen Vermaͤhlung bon de Nele 1 1 10 Die! 3. Amen, gabe, daß Pfand dit! maube aus Hund: Ab wird mein! Unter vielen deiner Leh Je 9 6. ltd und ahnebet die ton dich le ein Lie recht das E wenn des teſ ficht l Die 7. Bla Seelen! do Fteud; hie gudlen in Goll ich m. dort zu ſeh vun Kimme Auagl und J6 . Fliege reſſſen deir den ſchern Verleugnn meiner Cteuzes; 6 dab ich doc nd bey dir 9.8 di funf nien laſſenheit; Sachen machen, f 1 Und hae Die 10, Hei ſeh Und gan ts r nd ens ſter ein ine! ynt, und ohe dich dei⸗ mitt verſc e die dein 40% Wel Schöſh Li er gere de F klangen in 0 8 15 0 cane geſchich 5 0 ch! Suu wird mein Hertz gefreſſen, Such unter vielem Leid, durch eh deiner Liebe Brand. 0 JeS US. 6. Wilt du mit regieren, und ohne Leiden ſeyn? Soll die Kron dich zieren ohne al le Pein? Liebſte, das iſt eben recht das Chriſten⸗Leben, wenn des Creutzes Dorn reel du tief ſticht ins Hertz hinein. den p mich sch Die Braut. als. Eigerthunz bin Ag ck dar che Seelen! dort iſt nichts als die a en Kube Freud; hier muß ich mich 0. 7 * Schöne le Braut, mien 8 mit inn quaͤlen in der Eitelkeit: Se ans, Blun. Soll ich mich nicht ſehnen, „„ ſeh, dat ut dort zu ſtehn bey denen, die der gts bea nun nimmermehr beruͤhret dri ill ich a Quaal und Leid. die u Erden f. JESus. die Janzen schu 8. Fliegende Gedancken die zu abwättz u reiſſen deinen Sinn aus N. e nich aun den ſichern Schrancken der hu n J du ales n Verleugnung bin. Du ſolt Jesus.. 4 65 41 eine lebe A Creutzes⸗Garten: Gnug, * 1 Bun daß ich doch ſtets in, mit⸗ Ie d e dich nicht dermit 1 fing! 5 b 7 8 een, 100 ren die Begierigkeit: Du U, und e kannſt niemals irren in Ge⸗ dan laſſenbeit: Ich will deine N Sachen ohne dich wohl di J der een machen, rube du zu mir, 7. Biaͤut gam meiner Beſte ſey 11. Soll ich laͤnger le⸗ ben, lebe du in mir, dir bleib ich ergeben, beydes dort und hier. Soll ich aber ſterben, und den Himmel erben: Ey, ſo fahr ich hin mit freudiger Begier. 6 12, O: wie will ich oͤrs⸗ ben in Saphirnen Thron dich ſo froͤlich loben, o du Gottes Sohn, wenn ich werde hoͤren, bey der En⸗ gel Choͤren in der ſtoltzen Ruh den ew'gen Jubel⸗ on. 13. Ja auch hier ſchon ſinge, was nur JEſum nennt. Halleluja bringe wer den Heiland kennt; laßt uns hier im Lieben, und im Loben uͤben, bis der müde Geiſt ſich von der Aſche trennt. 406. M. ¶ iebſter J᷑E⸗ ſu du wirſt c. Li ebſter Braut gam denckſt du nicht an die theure Liebes Pflicht, da du dich mit tauſend Wun⸗ den meiner Seelen haſt verbunden? 2. Denckſt du nicht an deinen Spott? an das Ereutz und an die Noth! und an deiner Seelen Lei⸗ den, da ſie ſollte von dir ſcheiden. Ada ken und harre meiner Zeit. 1 e e Bella, Fr und es ict und z 3 di Poe g und Koͤnig! ich erkenn dun ve, 5 Weiß'ſt du wohl, daß deine Pein mein' Erloͤſung P 4 ſollte 344 von der geiſtlich en Vermaͤhlung. ond ſollte ſeyn? und wie muß ich denn auf Erden noch ſo lang gequaͤlet werden? 4. Bin ich dir als deine Braut ſchon verlobet und vertraut, warum laͤß ſt du, meine Seele in des Lei⸗ dens Trauer Hohle: J. Bin ich dein und du biſt mein, warum laͤß ſt du mich allein? warum wilt du mich, mein Leben ⸗ nicht alsbald zu dir erheben? 6. Ich verſchmachte vor Beger, die mein Hertze hat nach dir, ich vergehe vor Verlangen, dich zu ſehn und zu umpfangen. 7. Dencke doch, o Got, tes Lamm, daß du biſt mein Bräutigam; dencke, daß dirs will gebuͤhren, deine Braut zur Ruh zu fuhren. a 8 8. Nimm mich, Liebſter in dein Reich, mach mich den Erwaͤhlten gleich! Nimm mich aus der Trauer ⸗Hoͤhle, IESu, Braͤutgam meiner Seele. f 407. M. Auf! Seele, ſep geruͤſt. Men IE Su, der du mich zum Luſt⸗Spiel ewiglich dir hast erwaͤhlet. Sieh, wie deis Eigenthum des groſſen Braͤutgams Ruhm ſo gern erzaͤhlet. 2. Vernimm, wie deine Braut, worauf dein Auge ſchaut, zu deinen Ehren ein Lied von Zion ſingt, wie ihr das Hertze ſpringt, dein Lob zu mehren. 3. Zwar hoͤr ich deinen Ton, du ſchnoͤdes Baby⸗ nur zu verſpotten. ch 10 6 tbeil du gewohrerſſ dee ac das, was von Zion 0 ct 4. Allein mein Bin. Lu e gam, der Held aus Da dcn, dn Stamm, wacht ſſe% h, die den, drum ſing ich doch e I die Ve Lied, das ſie nicht Nan fuß die ſieht, in ihren Landen, guch bald! 5. Es kommt auch 10 13. Jil ein Jahr, wenn Gott wohl, was werthe Schaar gen J ful, wer bringet, das Zion hoch Was bir; freut von ſeiner Henſch des Pol keit zu Zion ſinget, dum geug 6. Denn warlich auß 1. Die Gott wird uns zu ihn scho in Spott aus Vabel fuͤhn Thron dir und die erkaufte Zahl) und acht Zion noch einmal die E dein bob! ten 8 1 ausiubrelt 7. Wie ſoll das nel. Lied, daß Zion ewig bläh 605. Hie alsdann erſchallen! W k es von Babel heißt, diet N 1 jetzt ſelig preiſt: Se l in de gefallen! Hatz hat! 8. Der Braͤutgam u dicht wein ſchon laut zu der verlſeblh Ihm hin, Braut: Ja, ja, ich komm bergeſſen, t nunmehr verzieh ich uc du Walt ſey kraͤftig aufgericht, was ſie lich, fl meine Fromme. lebt, die 9. Jg, koſn doch, lleblh ſuneſen, Hört d und laß dein wan 2. eig Wort nun bald ergehen mein Geiſ So wird die blinde Pil ne Seel; die es fuͤr Thorheit bil ze Schine mit Spott bestehen. i mich f 10. Und mich, die ſte hn den ich kr lacht, wird deine gu din, ahn Macht mit Lieb bedenn ale hin, Wenn du auf Cherub e Stilen und aus den Wolcken bn. Es die Welt zu schrecken. dich wie 11. Ich halte veſtan d Eibe, 9 und will dich nun in mi ſer geit ff loͤn, und deiner Rotten, bleiben zwingen, ich 1 un Ent Von der geiſtlichen Vermählung. 343 dich nicht aus, in mei ner Matter Haus muß ich dla J ne d 15 2 4g nur bald ge n 12. Käß e a 1 u, Su. debe ſcheha, der, die du haf 0 9 5 9210 1 f eh Muß die Hochzeit ja ſich ufer J hake auch bald finden u e eee,. J 13. Jedoch, ich weiß ja 1 9 ö Scan a wohl, was bald geſchehen bei 1K a ſoll, wer mag es wehren? He Was dir zu thun gefällt, vorſfre In fein hat kel 1 Jiob ſuut das ſoll bald alle Welt 15 zum Zeugniß hören. dorf i en id 4. Die Braut itzt jetzo ihn ard un g ſchon im Geist auf deinen E e dae Thron dir zu der Seiten, zot/ un. erkzuſn und macht ſich ſchon bereit, bit Zi Moch gane dein Lob in Ewigkeit hoch cke, te I ez. auszubreiten. en,, fe ſol u e g got 403. Mel. Nun freut 1 200 e euch, lieben ꝛc. al 0 erſchalen ſterſet e Babel he ein IEſus liegt mir nich je! 4 test: c M in dem Sinn, mein ich ig en Hertz hat er beſeſſen: Ich der er Beh richt mein Aug nur zu Su,/ aut dal Ihm hin, will alles gern ele. W Ji vergeſſen, was dieſer ſchnoͤ⸗ 1 r ee den Welt beltebt, und ele, f Fart ai was ſie denen reichlich giebt, die ihr das Hertz iumeſſen. 2. Nein, viel zu edel iſt zu theuer mei⸗ ö 155 t daf e Spiel!. 50 a ne Schoͤne heißt, ohn den Ait 5 ich mich ſtets quale. ohn den ich kranck und kraftlos % bin, ohn den ich wanckend falle hin, kein freud ges Stuͤndlein laͤhle. 3. Es iſt mir alles ohne dich, wie duͤrres Heu auf Erden, Nichts iſt in die⸗ ſer Zelt fuͤr mich, das mir zum Troß mag werden; ter b l „en Jwingel Drum ſteigt mein Her ſtets Himmel, an, wo i dich, Schoͤnſter, kuͤſſen kann, gantz frey und ohn Beſchwerden 4. Du d deine Kron mein Haupt und Scheitel kroͤne. Auf deinen hohen guͤldnen Thron ich mich in De⸗ muth lehne. Ach! wende dich doch zu mir her, daß meine Noth ſich zu dir kehr, und ſtets nach dir ſich ſehne. 5. Du biſt mein Freund, der mir verwandt, der ſich mir gantz vertrauet, der mich als ſeiner Liebe Pfand aus ſeiner Seit erbauet. Vor facher Freundſchaft dieſer Welt, die nur auf Luͤgen iſt geſtellt, HErr, meiner Seelen grauet. 6. Du biſt mein Braͤut⸗ am, welcher mich geliedt ey zarten Jahren. Der in den Tod gegeben ſich, da wir noch Feinde waren. 0 6 Ach! mach verliebt mein Hertz und Sinn, daß es, o Schoͤnſter, immerhin mit ir ſich moͤge paaren. g 7. Ach! koͤnnt ich delner Augen Zier, mein Heiland bruͤnſtig machen, mit einer groſſen Liebs⸗Begier im Schlafen und im Wachen: Daß du muͤß ſt ſagen: Wen⸗ de dich! dein Tauben Aug entzuͤndet mich, mein Her⸗ tze will mir brenne. 8. Biſt du mein Braͤut⸗ gam, ich die Braut, ſo will ich ſeyn verſchloſſen: Gleichwie man eine Quelle ſchaut, die nie aus ſich 0 gefloſſen; Fur Fremde it P mein itt mein König, 346 von der geiſtlichen Vermaͤhlun. v mein Hertze nicht, nur dir ſey ſolches zugerſcht't, du haſts mit Lieb erfuͤllet. 9. Blſt du mein Braͤut'⸗ gam ey! ſo laß mich deiner recht genieſſen, und wie der Thau aufs gruͤne Gras ſo laß auch auf mich flieſ⸗ ſen den Honig⸗Thau der Liebe dein, daß ſuͤſſe Nee⸗ tar⸗Stroͤmelein laß ſich in mir ergieſſen. 10. Du biſt mein Braͤu⸗ gam, weil ich dir das Jawort ſchon gegeben, da du an meines Hertzens⸗ Thuͤr geklopfet haſt, o Le⸗ ben. Ss laß es ewig Amen ſeyn, und druͤcke ſelbſt dein Siegel dreyn, daß ich in dir ſoll bleiben. i 11. Und weils mein Schatz dir ſo gefallt, daß ich ſoll alles laſſen, Ehr, Reichthum, Wolluß dieſer Welt, dich nur allein um faſſen; So laß mich wie Rebeeen ſeyn, die Mut⸗ ter, Bruder ließ allein, zog froͤlich ihre Straſſen. 12. Die Welt lauft ih⸗ ren Buhlen nach mit gei⸗ ler Brunſt erfuͤllet, wird aber dort an jenem Tag mit Jammer ſeyn umhuͤl⸗ let: Denn führt mein Iſaae ohne Pein mich in der Mutter Kammer ein, da lauter Ruhe quillet. 13. Wie will ich da um⸗ armen dich, wie veſt will ich dich halten! wenn gar kein Fehl wird kennen mich, nichts uͤbrig ſeyn vom Al ten. Wenn alles, was das Auge ſteht, verneuret und verwandelt bluͤht, kein Tod noch Leiden walten. 7 7 14. So komm, u Braͤut gam, deine Bum hat ſich gar fein geſchnſ eket. Du haft mit jahn Hertz vertraut, mich a die Bruſt gedrüͤcket. A daun du. lang ſoll wahren e aß, uud Nacht, die mir ſo mant ketem Gi Thraͤnen macht, de 5, Er mich zu dir ziehe. el ge kuf 15. Wenn ſoll ich hin der mie dieſe Stimm: Komm mein auge o meine Taube! die ot un ich ſe Falſch und ohne Grun gesang komm, du geliebte Tan b. Er ich ſtrecke jetzt mein Hu gau sch nach dir, und ſieh ah bat ch m gantz herein zu mir, h kaut; Et dich kein Feind na welch raube. eib nat 16. Wer wird mir n 7. Eb gen diefe Poß, die Hoch dügethan, iſt erſchlenen des Laune was ich fa ſe ſelber ie die Kuß Ein i hilt wie die An herubim die Braut ſteht da in ihn Glantz, mit Chriſt 0% 40 Me umſtrahlet gantz, bet dich h Ihm zu dienen. 1 409. Mel. Nun laß 0 Eg une den ee Iein Lieb iſt m Mech iin u e un viel ich kann. 2. Er liebt me uͤber ſich, ich lieb J der uͤber mich: Et nei ſich zu mir mit Gun, mich zu Ihm mit keusch Brunſt. 55 Er ſucht in 1a 1.0 Hertzen Ruh, und g ſchrey ſeinem immer 0 0 Er wüͤnſcht iu ſeyn in 1 der Th ai macht, dee mie dir 19 wird Pein Lich n mir nh mit Seuftzen und Sehnen nch 2 u an mein Hertze zerſchmeltzet m 1 lt as das et und he 177„ % ner Hoͤhl, und ich in ſei⸗ ner ſuͤſſen Seel. 4. Er ſtillet meines Geiſt's Begier, ich ſeine, die Er hat zu mir: Er kommt zu mir mit ſeinem eh Kuß, und ich zu ihm mit de n ſtetem Gruß. S. Er hat an mir ſein' ein'ge Luſt, und ich an ſei⸗ ner milden Bruſt: Er i mein angenehmſter Klang, und ich ſein liebſter Lob⸗ geſang. 4 Jenn sol ih die 9 Ktimm: Kun 9 Tabel e Je ind ohe 0 ko Mu du gelte ich au ke jeht er ne Fir, h ge“ A erein in nh 2 gam, ich ſein' Braut, Er hat ſich mir, ich Ihm ver⸗ 1 5. bleibet 1 5 di ein Fein trennlich mein, und i re 8 f bleib unablaͤßig ſein. ner wü 7. So iſt mein Lieb mir e pot, dh sugethan, ſo bin ich Ihme, 0 enen des i was ich kann: So müßt du er iſdiegeſ ſeyn, wilt du zu Ihm, wie de Fromm g Cherubim und Seraphim. V Faut ſteht bah„ e m e 410. Mel. Ich liebe dich hertzlich ꝛc. Mein Liebſter, mein 0 M Schoͤnſter mein Troͤ⸗ ſter im Leiden, der unter den Roſen ſtets pfleget zu weiden, iſt heimlich von meinem Gezelte gegangen, o! daß ich ihn haͤtte ge⸗ buͤhrlich empfangen. 2. Er rufte ſo freundlich, ich liebte den Schlummer, Er liel h nun ſterb ich vor lauter ch, cc Hertz ſchmertzendem Kum⸗ 6 0 N d 0 1 W mblet gad cn dienen. 1, emel. Hun is den lch ich bin ia „ diet Chen 1 cchaun en ich karl. 10 Don der geiſtlichen Vermaͤhlung. 37 ger ergruͤnden? Ich rufte 5 6. Er iſt mein Braͤut'⸗ und ſchrye auf Straſſen und Gaſſen: Mein Lieb⸗ ſter hat ſeine Geliebte ver⸗ laſſen. 8 4. Ich fragte die Waͤch⸗ ter bey naͤchtlichen Stun⸗ den: Die Moͤrder ant⸗ Wunden. Ich meynte, ſie wuͤrden mein Trauren verhindern, ſo duͤrften die Räuber den Schleyer auch luͤndern. 5 5. Ihr Toͤchter Jeruſa⸗ lems, liebſte Geſpielen, kommt, ſuchet mir meinen Geliebten im Kuͤhlen, und wenn ihr Ihn findet den Etebſten vor allen, ſagt daß ich vor Llebe in Kranckheit gefallen. 6. So rief ich, ſo ſucht ich aus allem Vermoͤgen, und ſiehe, da kam mir mein Liebſter entgegen: Ich kam nur ein wenig von Ihnen gegangen, da ward ich von meinen Lieb⸗ haber empfangen. 7. Willkommen, ihr ewig geprieſene Stunden? Ich habe mein Leben nun wie⸗ der gefunden, ich habe den den ich von Hertzensgrund liebe, wle wallet die Seele vom ſeligen Triebe. 8. Wie ſoll ich nicht im⸗ mer vor Freuden frolocken Ich hoͤre des Freundes holdſeliges Locken, Er lber nic h mer; Ich wins le und girre i in blutigen Thränen. Er such h 3. Wo ſoll ich ihn ſuchen, 1 huͤpfet auf Bergen; Er ſpringet auf Huͤgeln, nun kann ich in ſeinem Geſich⸗ te mich 29905 5 9. Ihr Tochter Jeruſa⸗ 1 Nah wo ſoll ich Ihn ſinden? wo 1 n en fell lch ein bimmülſches ka⸗ S bünſch euren lieb⸗ qugelnden An⸗ 9 6 duge lems, iſt es jetzunder noch gen worten mit Schlaͤgen und 4 10 28. Von der geiſtlchen Vermählung. gen eſn Wunder? Befrem⸗ det euch, daß ich euch alſo beſchworen; So ſehet Ihn, ſte ſidmet aus ſelner hg den ich vor tauſend er, kohren ben. Kein Redner fa ſeine Holdſeligkeit 00 freundlichen Kehlen. 16. Ein ſolcher ite, han 10. Seht, deſſen Abwe⸗ ich vor allen erkobren; E ſen mich hoͤchlich bekuͤm⸗ſolcher inis, den ich u mert, wie roͤthlich ſein Li⸗ batte verlohren; Ein a lienweiß Angeſicht ſchim: cher iſts, den ich ven mert: Was ſchließt ihr aus tzens⸗Grund liebe, dent ſeinen lebhaftigen Farben? mich zu Ehren im Glaube che Ich wolt Ihn fur Himmel Und Erben nicht darben. 12. Wie firahlen die lieb lichen Augen von ferne! ſiemeiner Gedaucken funckein ſo helle wie himm⸗ Spiegel! Ol eke ne * ſtets uͤbe. 0 0 7 1 1 en. 13. Mein Außen En liſche Sterne. Die Backen Seelchen aufs Herten ſind Beete mit Wuͤrtzen be⸗ Siegel! nichts dame ſetzet: die Lppen ſind Ro nichts loͤſchet die hin 13. Die Haͤnde, darin mit meinen Geſpielen zu nen mein Name gepraͤget, Lamme! ſen mit Myrrhen benetzet. liſche Flumme. Ich ſoh 1 ud uͤber und uͤber mit 411. M. O Gott! uͤrckis beleget: Die zar ten Gliedmaſſen ſind ber frommer Gon, lich geſchmuͤcket, wie El⸗ M Sch fenbein unter Saphiren. Braͤutigg vorbllicket. 14. Ich muß mich in ſeinem Beloben verweilen : eln Scha m 5 : Liebe recht gen Die Beine ſind ſteifer denn Liebster, ſage doch e marmelne Saulen, ge⸗ wohl dieſer Ort, da gruͤndet, geſpuͤndet, au guͤldenen Fuͤſſen. 5 Wem wolte ſein Anblick nich alles verſuͤſſen? 15. Sein Anblick er⸗ dich, f klebe clath nut bean t 99 ſey hier w Herr Je hen, auf welchen die Wal⸗ gen. mein Herr J freuet wie Libanons Hö⸗ Ebviſt, in kiebe m 10 Alleine nur 10 6 der von Cedern⸗ Holtz ſte⸗ im Lieben fun ben 17. Ich hab Ibn, f 11. Zeigt einen, der mei- halt Ihn, ich wil nem Geliebten zu gleichen nicht kaſſen, ich wil Dem Haupte muß ſelbſtenfumhalſen, ich il das feinſe Gold weichen, umfaſſen; Ich ui A das Salomons Schaͤtze in ins Zimmer zur Mul Ophir gegraben. Die beimfuͤhren, da werd krauſen Haarlocken ſind erſt völlige Gnade ſchwärtzer als Raben. ſſpu U 1 ö 1 led 80 0 zac 0 das Te 15 5 6, Da ſich ſche 0 1 ine 5 u, ſte ft t aus fen ö eich n enero 11. und led e nelſſtel In 1 ich hab Jh, nei⸗ſ ha? n, 1 en nit 30 ſſen, ſc l ſten fur agen, Ich hen, ur Pen; J 5 3 — in ſin g mer ut Dieſ be n hren, du ſindſenn Fl ige duc 111 i lieb⸗/ 1 Mein daa ſieſn er Seta mm- gell Ol acken( den auß en be(ell, nch d Ro 1 lösche e 1 Fanme. I geinen Gehe ee! 1m. oc b gerne fisch E ge, ich* 3 kecht 105 ** N 0 r denn J fh ö ommer G0. g. Schah Bräutaah Von der geiſtlichen Vermaͤhlung. 330 daß Deufel, Welt und Fleiſch mißfalle meine Art. 3. Da ſchmeckt das Lie⸗ ben recht, wo Haß ſich wi⸗ derſetzet, wo Feindſchaft, arge Lis; ſich doch mein Hertz ergoͤtzet, mit dir mein IEſu Christ, mein Bru⸗ der, mein Beyſtaud, der du in aller Noth, mir rei⸗ cgeſt deine Hand. J. Doch wu ich gerne auch, wie ſuͤſſe es mir ſchmecke, wenn ohne Hin derniß, mich deine Liebe decke, mein JEſu, mein HeErr Chriſt, mein Fuͤrſt, mein Bräutigam, mein Bruder, ja mein Freund, mein Held aus Jacobs Stamm.* 5. Allein, was kraͤnck ich mich? So lange hier noch wallen die Glieder deines Leibs, muß ihnen auch ge⸗ fallen das Wandern hin und ber, die Sach iſt aus gemacht, daß JEſus Chri⸗ ſtus ſelbſt im Fleiſch hat vollenbracht. 6. Das drauſſen wird ſich ſchon zu ſeiner Zelt auch finden, mein Bruder, ja mein Hertz! da wollen wir verbinden, wir beyde unſer Hertz, all's Hoͤhnen dieſer Welt bey unſerm Liebes Kuß ſoll ſeyn gantz weggeſtellt. 1 7. Was iſt das fuͤr ein Ort? Was ſollen ſeyn die Zeiten? Ich meyn das Paradeis mit allen deinen Leuten, die elnes Sinnes ſind mit dir, mein Braͤu⸗ tigam! und auch mit mir, in dir, du liebſtes Gottes Lamm! 412. Mel. Ach! was 91 ſoll ich Sůͤnder ꝛc. mie ſelig ſind die Sees len, die mit JESu ſich vermaͤhlen, die ſein ſanfter Liebes Wind ſo gewaltiglich getrieben, daß ſie gantz daſelbſt geblie⸗ ben, wo ſich ihr Magnet befindt. 2. Denn wer faſſet ib⸗ re Würde, die bey dieſer Lelbes⸗Buͤrde ſich in ihnen ſchon beſindt? Alle Himmel ſind zu wenig fuͤr die Seelen, die der 1 ſo vortreflich ange? 3. Wenn die Seraphim ſich decken, und vor ſeiner Macht erſchrecken, wird Er doch von ſeiner Braut in der Wunder- vollen Krone auf dem glorleuſen Throne ohne Decke angeſchaut. 4. Sonſt erfreut man ſich mit Zittern, und bedie⸗ Koͤnigs Heiligkeit. Aber wer mit Ihm vertrauet, wird, wenn er ſein Antlitz ſchauet, doch gar ſaͤnftig lich erfreut. 7 5. Wenn Jehovah man genennet, wird nichts hoͤ?: bers mehr erkennet, als die Herrlichkeit der Braut: Sie wird mit dem hoͤchſten Weſen, das ſte ſich zur 1 1 erleſen, gar zu einem Geiſt vertraut. 6. Sie iſt edler als Car⸗ funckel, Diamanten ſind zu dunckel vor dem Glantz der Herrlichkeit, der ſie durch und durch erat, der wie Stroͤme aus iht P77 ulllet nen mit Erſchuͤttern dieſes quillet, der die Koͤnigin erfreut. 72, Drum, wer wollte ſonſt was lieben, und ſich nicht beſtaͤndig uͤben, des Monarchen Braut zu ſeyn? Muß man gleich dabey was leiden, ſich von allen Dingen ſcheiden, bringts ein Tag doch wie⸗ der ein. 8. Schencke, HErr auf meine Bitte mir ein goͤtt⸗ liches Gemuͤthe, einen Koͤ⸗ niglichen Geiſt, mich ars dir verlobt zu tragen, allem freudig abzuſagen, was nur Welt und irrdiſch heißt. ö 9. So will ich mich ſelbſt nicht achten, ſollte gleich der Leib verſchmachten, bleib ich IEſu doch getreu. blicken, will ich mich da⸗ mit erquicken, daß ich mei⸗ nes JEſu ſey. 10. Ohne Fuͤhlen will ich trauen, bis die Zeit kommt, Ihn zu ſchauen, bis Er ſich zu mir geſellt, bis ich werd in ſeinen Ar⸗ men in gar ſuͤſſer Lieb er⸗ warmen, und Er mit mir Hochzeit haͤlt. 313. Melod. Ciebſter aller Lieben ꝛc. Schonſter aller Schöoͤ⸗ nen, meines Herzens⸗ Luſt, eintziges Vergnuͤgen meiner zarten Bruſt, Quell der ſuͤſſen Freuden, Troſt im bittern Leiden, Hirte, Koͤnig, Retter aus der Suͤnden Wuſt. 2. Ach! mei ſchaue, den du durch die Ma in die Nothg wie i ich le gen netzt. 3. Solt ſch drum zugezaͤhlt. mir ſo grauſam ſeyn? ein? ſten, ſauſen, un; brauſen, wird ſtatt Schiff die Noth und verſenckt. liebt, der ſich deiner ſen uͤb.. 7. Hertzen Bild; 0 Gut in Freuden, ſe 6. Drum ſo komm, un arme, der dich herlich gantz zu eigen giebt: il, mein Verlangen, dope dein Umfangen, lehre a man ſich mit keuſchen gi Druͤck in meln ab dein ſchörg f Gieb, daß Glaub, Lieb, Hoffnung me Bruſt erfullt! Muth, 1 duld in Leiden, 1 N 9 ö 350 Von der geiſtlichen Vermaͤhlung bond daß ven 1 10 1 j ſchaue ch achtze, ſchaue, u ich lechtze, ſchaue, wie he Thraͤnen⸗Thau die Nm. f Ad des Beſehl m. ct lieben, daß ich bin geguilt Lieben iſt ja Leben, da uns nicht entſeelt; du biſt ſelbſt die Liebe, un die ſuͤſſen Triebe werdn uns von deiner Hand seh 4. Was ein Garn bauet, reißt er jg nicht en und du ſollſt, mein Lieben, Was die Erde traͤget, wird von dir geheget, und du ſollen mir entzlehn den Gnahe Solt ich keinen Troſt er⸗Schei . 1 3. Doch, du biſ wel holder, als Vernunft el denckt, denn am allernach n, wenn Anfechtug kraͤnckt, wenn die Winde und die Wellen Pet! Aug Liebe 100 00 59% A fur frohen lit eine 414. J. Felig: O 1h der Hoch beruſen f Jeu, du hiſt de daß die nahm,! ganz erk ich den gen, den Braut, betraut, nichts f ttenhen. . Se N mic Uben hie centhum 9350 7 ges te N, * 2 uſic ch chſgen . t ſch de es lieb n ich hi uns ag deiner Ha 9 I mi gc vauam en ich die 10 V tc m g 0 n Triede 00 1 5 1 as 4 es ein g ſch bar z Weißtet uc un g olf, men a e ktäget, ui dir a get, und duch mi zs gehn den ga S. 19007 ö Hoch, du an ho e als Vena de Ws denn an la ſte. ven Mech it kr B, wenn dit 87 4*. 1 ſa n und die f br M, wind ea E Mg die Noth ung itt. um ſo hun Ii Sher ſic hel 9 Ann eigen ee n A Veflauge, d A mfangeſ, 1 uc mütkeuſchl % Hoffung! 185 lll 1 een e 6 Befehl mein Fuͤhrer, bis trennen. g Ji der dich gal verpflichtet fuͤr und fur, 3 Laß ſchehen, daß mir niemals Oel gebricht: meines Glaubens Licht! Leider Von der geiſtlichen vermaͤhlung. 351 Kleid des Heils, ſo meine Bruſt umhuͤllt. 8. Dein Geiſt ſey mein Mahlſchatz, meiner Liebe Oel! Deine tiefe Wunden meine ſichre Hoͤhl: Dein Wort mein Regierer, dein zur frohen Hochzeit ſchrei⸗ tet meine Seel. 414. In eigener Mel. Selis 27: 2,: ſind, die zu dem Abendmahl der Hochzeit des Lammes berufen ſind ,: liebſterſg JEſu, liebſtes Leben! der du biſt das Gottes⸗Lamm, daß die Suͤnde auf ſich nahm, dir hab ich mich gantz ergeben,:,: dich will ich den Braͤut'gam nen⸗ nen, denn ich bin ja deine Braut, die du ewig dir vertraut, nichts:,: 3: nichts ſoll unſre Liebe 2. Selig ,::,: ſind, ꝛc. Laß mich dieſe Kuͤhnheit uͤben hier in meinem Chri- 9 ſes ſey mein Ruhm, daß kein Unfall, kein Betrü⸗ ben ,: mich durch Schre⸗ cken kann abziehen von der Lieb, damit ich dir bin all':/: ,: alle Luſt der Welt zu fliehen. Selig):: ſind ze. durch deine Gnad ge⸗ gieb 7 daß nimmer moͤg in mir aus⸗ geben ,: Laß die Lampe ſtenthum, daß nur die⸗ Gebet und Wachſamkeit, und daß in der Dunckel⸗ heit ſtie ,: 2 ſie ſtets ſcheint und helle blicket. 4. Gelig 1,::,: ſind, ꝛc. Laß den Schlaf nicht uͤberwinden meine Augen, ſoͤndern gieb, daß durch mich wachend moͤgeſt fin⸗ den:,: und mit hertzli⸗ chem r ne von der geſtirnten Luft: Auf,:,: ,: auf: der Beäaͤut'gam kommt gegan⸗ en. 5. Seelig 1:17: ſind; ꝛc. Laß mich dir entgegen gehen, wenn du mir ent⸗ gegen koͤmmſt, daß du mich zu dir einnimmſt, da ich dich ſoll ewig ſehen:,: IEſu, du wollt mich ver⸗ neuen, daß bey deinem Abendmahl in der Auser⸗ freuen. 415. In eigener Mel. Fuͤhrer meiner Ju⸗ gend, Melſter meiner Sin⸗ nen, JEſu! der vor allen laß dich lieb gewinnen. 2. Laß mich in den Ar⸗ men deiner Lieb erwar⸗ñ⁶⁵⁶ men! Laß mich dich genieſ⸗ ſen, und in deinem Lichte, ſchoͤnſtes Angeſichte! deine Lippen kuͤſſen. 3. Trage deine Flam⸗ men in mein Hertz zuſam⸗ men, daß es ſich entzuͤnde, ſeyn geſchmuͤcket, durch und in heiſſer Liebe durch des deines Geiſtes Trieb du wenn der Engel ruft hoch wahlten Zahl ich ,: ù„: ich mich ewig kann er⸗ Spiegel aller Tugend mir vorlaͤngſt gefallen, 1 ö ö 352 Von der geiſtlichen Vermaͤhlung. ö des Geiſtes Triebe, ſich mit dir verbinde. 4. Zaͤhle meine Thränen und mein aͤnsſtlich Sehnen, wage meine Schmertzen, die ich um dich leide, IEſu, meine Freude! in⸗ nerlich im Herzen. 5. Komm, erzeig dich milde deinem Ebenbilde! Denn ich kann nicht leben in des Leibes Hohle, wo du meiner Seele dich nicht wilt ergeben. 6. Dru ſo laß mich werden deine Braut auf Erden, daß ich kann mit Freuden meine Zeit vol⸗ lenden, und in deinen Haͤnden aus der Welt gerſcheiden. 416. Mel. Ach! was ſoll ich Suͤnder ꝛc. eil ich meinen Je Sum habe, und an ſeiner Bruſt mich labe, fürcht ich keine Noth und Pein; wer Ip R liebet, wer IN kennet, wer weiß, wie ſein Hertze brennet, der kann niemals traurig ſeyn. f 2. Ws ſch ſitze, wo ich gehe, ws ich liege, wo ich ſtehe, weicht mein JEſus nicht von mir. Er mir ſtets an der Seiten, will mich uͤberall beglei⸗ ten: Ich bin ſeine Luſt k. 5 hat mich zur Braut erkohren, eh ich ſolte ſeyn verlohren, muͤßt zergehn die gantze Welt. Ey! was ſolt mich denn betruͤben, und Zie 3. Er ſtſtes und Marien Sh lieben, der da alles trag und halt. 4. Er hat ſich mit mt verbunden, nichtes, nch tes wird gefunden, da Ibn von mir trennen thut; Er mein Braͤutgam, u mein Koͤnig, acht t ſonnn alles wenig: Ich bin ihn ſein liebstes Gut. 5. Darum froͤlſch, i mer froͤlich, weil ich h in JEſu ſelig: ich bin fel ſpringen, jubiſtren, un in IS triumphiten ſoll nur mein Geſchſ e 417. Mel. O Jes Iteſu, chOttes Ai W̃ der Morgen Sten voll Gnad und Wahihel von dem HERRN, D. ſuͤſſe Wurzel Jeſſe n Sohn Daolds aug Jaeol Stamm, mein Kong un mein Braͤutigam, ge mir mein Hertz beſeſſh und herrlich, groß ul ehrlich, reich von Ge hoch und ſehr prächl erhaben. meine Perl, 2. Ey a werthe Kron, wahr 1600 ein hochgeborner Kü Mein Her 1 14 fuͤſſes Ein lauter ig b da mich der ſo hoch thut * und er iſt mein; ſinge, d e ſchoͤn leucht't u — n lieblich, freundlich, sci heißt dich( d b Von 3 s un ame d. beten mie eib an len. Sin bilttet, t 0 Wh f ahi ichen 2 maͤhlun eden Tide d 0 ! 1 du al 4. at ſich nun „ verbi gann, 1 „ſtes hr feine, b , Jen dir trennen Er eu n Brzutgam, meir 5 g, acht ti allet mig! Jg hu ein es On. en 5,% um flach, 9 mer ich, well 0 5 n 0 in J selig: ih und mn f mein sig ſprl Ar, jubien, sun n ume tſſol an mein ga ſey ,t jen elt vo J nad und Mhh vo n im Henn, IE üuͤ! Wurzel Je und S Ae dasldt aut abe, E mn, mein Ah und u Bräutigan, bet, m zein Hen wer ertze 10 2, teich von U— ſehr ml . a 10 f + 20 meine Eſus r 58 ian, i fit nd Muren ( Sochgehenme! 19 Hetz eit) 4 dat 10 8 C. u genlich, 2 ten, glei. Luft Arista draut 18.8 ah ſeyn rgehn was uͤben, thut A Heften la, 0 fac ink 1 8 Genß I 70 90 ſchoͤy ul! 8 2 5 Motels li NU, freundlich dem Herren! Achten e,, von der geiſtlichen Vermaͤhlung. 353 ber, und Rubin, die lamme deiner Liebe! und erfreu mich, daß ich doch bleib an deinem auser⸗ waͤhlten Leib ein lebendige Ribbe. Nach dir iſt mir, Gratioſa Coll Roſa, kranck und glimmend, mein Hertz durch Liebe verwundet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenſchein, wenn du mit deinen Aeugelein mich freundlich thuſt anblicken. O HERR Jeu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geiſt, dein Leib und Blut mich innerlich erqui⸗ cken. Nimm mich freund⸗ lich in dein Arme, daß ich warme werd von Gna⸗ den; Auf dein Wort komm ich geladen. J. HErr Gott Vater, mein Farcker Held! Du haſt mich ewig von der Welt in deinem Sohn ge⸗ liebet? Dein Sohn hat mich ihm ſelbſt vertraut, Er iſt mein Schatz, ich bin ſein Braut, ſehr hoch in Ihm erfreuet. Eya, Eya, immliſch Leben wird Er eben mir dort oben, ewig oll mein Hertz Ihn loben. 6. Zwengt die Saiten in Cithara, und laßt die ſuͤſſe Muſieg gantz frendenreich erſchallen, daß ich moͤge mit JEſulein, dem wun⸗ derſchoͤnen Braͤut gam mein, in ſteter Liebe wal⸗ len. Singet, ſpringet, ju⸗ biliret, triumphiret, danckt a Groß iſt der Koͤnig der Ehren. 7. Wie bin ich doch ſo bertzlich froh, daß mein Schatz iſt das A und O, der Anfang und das Ende! Er wird mich doch zu ſeinem Preis aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die Haͤnde. Amen! Amen! Komm, du ſchoͤne Freu⸗ den Krone! bleib nicht lange, deiner wart ich mit Verlangen. 418. Mel. Es iſt das Heil uns kommen ꝛc. icht vom Licht lo Va⸗ ter⸗Glantz, o Wahr⸗ heit und das Leben! der du als GOtt und Menſch dich gantz zum Opfer hingege⸗ ben fuͤr uns, und darauf deine Macht aus deines groſſen Vaters Kraft, wie ein Held angenommen. 2. Als Hoherprieſter ſtir⸗ beſt du, als Koͤnig haſt du wieder verlaſſen deine To⸗ des Ruh, und hiemit deine Glieder der Hoͤll entfuͤhrt: Haſt deinen Lauf nach aus⸗ geſtandner CreutzesTauff jum Vater fortgeſetzet. 3. Derſelbe hat dich, ſei⸗ nen Sohn, geſetzt zu ſejner Rechten, daß du auf ſeinen Ehren⸗Thron fuͤr deine Brant ſolt fechten, und ih⸗ rer Feinde Liſt und Werck durch deine große Loͤwen⸗ Staͤrck zu Spott und Schanden machen. 4. So hat durchs Todes ⸗ Leiden dich mit Preis und Schmuck gekroͤnet, o Gott! dein Gott, und wunderlich den Stein ſo da verhoͤhnet, zum Eckſtein ſeiner Kirch erwaͤhlt, zum Ehrenhaupt das da beſeelt die Glie⸗ der ſeines Leibes. 5. Er 5. Er hat dir alles un: terthan, und dir das Reich beſchleden: doch dleſes nie⸗ mand leugnen kann, daß wir, ſo da hlenieden, dein 354 Von der geiſtlic chen Vermaͤblung. vo de bir ernennet: ich din ſſ b al ſchwartz, auf mich nich b ich de ſchaut, die Sonn hat bat mich my und g verbrennet. Mein Na 10 iu du Reich und deine Herrlich⸗ keit nicht recht erkennen, bis zur Zeit der ſiebenden Poſaunen. 6. Da wird das Leben, das noch jetzt in Gott ſehr tief verborgen, ausbrechen wie ein heller Blitz, wenn jener heller Morgen, nach vorgegangnem Abend Licht wird ſeyn, und jener Boͤ ſewlcht zum Abgrund ſtarck verriegelt. 7. So gehts auch uns, die wir erbaut aus deinem Fleiſch und Beinen, die du dir als ein Weib ver⸗ traut, und die du als die Deinen alleine kenneſt, und in dir, o unbelleckte Gottes ⸗ Zier! geieichnet und geſchrieben. 8. Wir find in deinemTod getaufft, und ſamt dir auch begraben, ba haſt du uns die bu erkauft, mit Licht, mit Heil und Gaben, mit Ehr und Herrlichkeit er⸗ fuͤllt doch iſt dies alles noch umhuͤllt mit Suͤnd und Schwachheits Windeln. 9. Wir ſind wohl ſelig, und von dir inwendig ſchoͤn geſchmuͤcket; doch ſind wir uns verborgen ſchier, weil uns noch taͤg⸗ lich drücket Verſuchung, Schwachheit, Furcht und Noth, und dieſer Leib zu Staub und Koth noch der⸗ maleinſt muß werden. 1 und Immanuel! Jh oi wa löhrer Lea und nicht 5 0 140 ſoll ich dies verhelen. 40. Mel 11. Vielweniger u ichtig mich die Welt erke ichn und groß achten, well g ageohl re mich ſchaͤm, nach Ehr W recht Geld und ihrer Lu Chricen ee trachten: nenn ich in de dit und! muth mich dein Kind, J ales ober wird ſie raſend, tol an lebt boch blind, wie Caiphas, iy ſehet! Heuchler. 2. W. 12. Alſs bin ich, Hen und recht t IEſu Chriſt, mit dun Chrißen Gott verborgen, ſo n Lebens, ge, bis du kommen wir Wenn die und vollends von den Sa wehr Kune gen, dein Zion, die geſeh mt yend o te Braut, darauf den z. Wohl freundlich Auge ſchaut, und kecht erloͤſen und beſreyen. Chiſen g 13. Drum will ich diy ſich wechſel o Gottes Lamm, ml den, Lich. Pracht entgegen geheh Fh in e wie eine Braut den Bit ute delle tigam, und dir zur Nah 4 Wohl ten ſtehen: da ſoll del und dacht! Eſther frey von dir u Chriſen Se glaſern 7 1 10 10 100 auf ihrer Harfe ſpielen, a so hal 105 iſt des Kön pee, alle 14. Hier iſt ö Tochter zwar inwenhſſ Welt verge 1 Dort abe f. Wal ſchoͤn gezieret: ſchoͤn gez w. kad 0 . wird ſie gantz und gar aut 180 ſeyn pollret, Ran 8 ſchoͤn geſticktem Kleidch ker! Schlag Schein, es wird kein Fel dis Rieſe noch 1 175 ſeyn an ihren 1 klaren Leibe. 15. Ach! drum bricht 6. Pohl 10. Ich ſelbſt ſag oft mit jener Braut, die du doch 16 mein liebſtes Heil! dan 6 facht! Mott und! 10 g ich dich bald ſehe, wenn gien e 5 in meinem hn uche n. ch le- b ns, em die vert die jeſt, ckte hnet Tod auch 10 J achten, 1 mic a gam, ut 0 Wẽ'e Ge n nd ihrer i tra auc; nenn ic ur? guich dein w irwie Ca. Hor hug, W Chrigen Tage: laß den e cerberg, Lebenslauf zerrinnen. ge 1 du kennen Wenn die Sinnen nicht ur n(lende dabtzmehr ſinnen, fahren wir ge in Sion, hegen t Freud von hinnen. te gut, an z. Wohl recht wichtig sr wich Auge ſcgund recht tuͤchtig iſt der er A und heftig, Chriſten Freude: wenn Pi t entgegen Fried in Streiten, bleiben uns wis ze Beall haun ſre Froͤlichkeiten e Ster war irmüblan 1 Von der geiſtlichen Vermaͤhlung. 355 5 900 mit Daniel aufſtehe. Hier Enn in bleib ich doch verborgen, un mir und andern, bis du mich zu dir ins Paradies wirſt fuͤhren. 10. Mel. Ach! wie ichtig, ach wie ꝛc. hlrecht wichtis und recht tuͤchtig iſt der Christen Leben: Ob gleich Seit und Welt vergehet, 155 M²alles oberſt' unten ſtehet, eh, lebt doch unſer Leben fu ſehet! J. 2. Wohl recht wichtig ase g und recht tuͤchtig ſind der 1 drum uf hſich wechſeln Freud in Lei⸗ o tes Lm den, Licht im Dunckel, 0 4. Wohl recht wichtig 1 5 195175 iſt 4 bey von U hriſten oͤne: nur der . ee eelen Glantz beſtehet, 4 Jer Huſe la, ſo bald ein Luͤftgen Her ide Uvebet, alle Pracht der Welt vergebet. a t F. Wohl recht wichtig Aaend recht tüchtig iſt der Chriſten Staͤrcke: Wun⸗ her! Schlacht Schaaf, die ils Rieſen ſiegen: wenn bir ſterbend müſſen Opfer⸗ Zlut und Geiſt ausgieſſen ti n ud dir il 1 den: di ft 1 geſlelet alt 1, es 6 Nackt feht da der Welt Gluͤck ſchnell vergehet wie ſich eine Kugel drehet. 7. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig iſt der Chriſten Ehre: den die Welt jetzt tritt mit Fuͤſ⸗ ſen, wird, wenn ſie ver⸗ geben muͤſſen, dort die Himmels Glerie kuͤſſen. 8. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig iſt der Chriſten Wiſſen: wenn die Weiſen Witz verlieren, pflegt uns ohne Diſeuri⸗ ren, Chriſti Wort zu Gott zu fuhren. 1 9. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig iſt der Chriſten Tichten, der die Liebe liebgewonnen, bat in IEſu, ſeiner Sonnen, mehr als aller Welt er⸗ ronnen. 5 10. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ſind der Chriſten Schaͤtze: wenn hier Gluth und Fluth ent⸗ ſtehen, Erd und Himmel untergehen, wird man un⸗ ſern Reichthum ſehen. 11. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig iſt der Chriſten Herrſchen; Hier als ſchnoͤdes Fegſal liegen, dorten uber alles ſiegen, kann das matte Hertz ver⸗ gnuͤgen. a 12. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig iſt der Chriſten Prangen: die wir hier in Schmach geſeſſen, werden alles Leid vergeſ⸗ ſen, dorten prangen uner⸗ meſſ en 13. Wohl recht wichtig und recht tuͤchtig ſind der Chriſten Sachen: Alles, alles, 3365 Vom Creutz K der Chriſten. alles, was wir ſehen, das muß fallen und versehen, VIII. Vom Creutz der Chr 42 och Goc, erhör ö N mein Seuftzen und Wehklagen; Laß mich in meiner Noth nicht gar verzagen: Du weiß'ſt mein'n Schmertz, erkenn'ſt mein Hertz, haſt du mirs aufgelegt, ſo hilf mirs tragen. a 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen, du kannſt verfluchen und auch wieder ſegnen! Bin ich dein Kind, und habs verdient, gieb warmen Sonnenſchein nach truͤben Regen 3. Pflantz nur Geduld durch deinen Geiſt ins Hertze, und hilf, daß ich es acht fuͤr keinen Scher⸗ tze, zu deiner Zeit wend ab mein Leid. Durch Marck und Bein dringt mir der groſſe Schmertze. 4. Ich weiß, du haſt noch meiner nicht vergeſ⸗ ſen, daß ich vor Leid mir ſolt mein Hertz abfreſſen, mitten in Noth denck ich an Gott, wenn Er mich ſchon mit Creutz und Angſt thut preſſen. 28 5. Es hat kein Ungluͤck nie ſo lang gewaͤhnet: es hat doch endlich wieder aufgehoͤret, beut mir dein Haͤnd, und machs ein End, mein Hertz und Sinn ſonſt o. In eigener Mel. wer Gott fuͤrchtt 110 et ewig ſtehen.. 1 Chlſt. 177 Inder, 10 deln 2 6. Soll ich noch eon, w um deinet willen ee ung hat ſo ſteh mir, Herr,. du, we deiner Kraft zur Ea esch ge fein ritterlich 1 ane lich hilf mir mein W ed gantz ſacher all bestreiten, aller Noth, 7. Daß ich durch“ Nel nen Geiſt moͤg üben und Gott den, und mich allen is mie der deinem Haus laß fi es aun kei zum Preis und Dan y ſo ſchwer /! Lobgeſang, mit dn erfreut vi. ich aus Liebe mich Elend nag binden. deln ſüſſe 8. Daß wir in Ei dert fei. keit bleiben zufann. Ob und ich allteit denn Seel erwaͤhlten Namen u o geh, g. hertziglich, das bitt nacht acht: dich, und 5** f. 0 5 nes Hertzens/. 4 f 47 bin! und Seel, 421. M. Vater un im Himmelreich! Ac Gott! wie mg 1 Hertzeleld, begin mir zu dieſer Zet, als boch b Hüͤlf und Rath, allen, wie nichtes mehr begehret. t Mpffenen eg 4 ſteuen dan wit gefunden hat; un d B riſten. vom Creutz der Chriſten. 357 dasſ w ndtt r 9 ben, ef nend ſemals verlaffen it, der getraut hat auf JEſum C. big der rechte el Wet ChſhrzanderMaun, das del. Sol eigt dein Amt und dein 0 meitet 0 erſon, welch Wunder⸗ erhört J. ah ul,% ine hat ma 1 2 Ken da du, mein Gott, ſt J iter Ahsnenſch gebohrn]! und e käbret uns durch deinen 357 00 er gh wunderlich aus 31 Daz i 0 4 IeESu, mein HErr 5. 2 5 und SStt allein, wie ſäß f 4 ist mir der Name dein, Willen e e 5 5 ein ſüſſer an egnen, 8 J gesang, M erfreut zielmehr: Kein g 8 da Elend mag ſo bitter ſeyn, d habs Def u dert fein. zarmen 3 blilben z 5. Ob mir gleich Leib truͤben a 10 15 + 5 ee Herr, dag ich ö d ihlten ung ſo gieb, o HErr, daß i Gedult de agli, de micht acht: wenn ich dich iſt im e, und sig Ahab, ſo hab ich wohl, was daß id n Herzen nich ewig erfreuen ſoll. Scher en. Dein bin ich ja mit Leib vend a und Seel, was kann mir Mar F.. M. büntbun Suͤnd, Tod und 6„ immele oll? a mir dig* 5 1 bern ere 10 Ottl erden enn nur bey 1 1 1 8 8 15. id n G cht verläß'ſt, dein Zu⸗ ini f 0 4 ia ae bleibt mir ewig veſt: 16 en al Du biſt mein rechter lait de fereuer Hürt, der mich ut, fiewis behüten wird. f 7. IEſu, mein' Freud, mein Ehr und Ruhm, — an, wie ho 9 eee kann. Wer Glaub dein ſuͤſſer Nam es lin⸗ und Lieb im Hertzen hat, der wirds erfahren in der 8. Drum hab ich oft und viel geredt, wenn ich an dir nicht Freude haͤtt: ſo wolt ich den Tod wuͤn⸗ ſchen her, ja, daß ich nie gebohren waͤr. Denn wer dich nicht im Hertzen hat, 5 6 iſt fuͤrwahr lebendig 9. JESu, du edler Braut'gam werth, mein hoͤchſte Zierd auf dieſer Erd, an dir allein ich mich ergoͤtz weit uͤber al⸗ le guͤldne Schaͤtz. So oft ich nur gedeuck an dich all mein Gemuͤth erfreuet 10. Wenn ich mein Hoff⸗ nung ſtell zu dir, ſo find ich Freud und Troſt in mir, wenn ich in Noͤthen bet und ſing, ſo wird mein Hertz recht guter Ding: Dein Geiſt bezeugt, daß ſolches frey des ewgen Le⸗ 2 S bens Vorſchmack ſey. 11. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Creutz dir willig tragen nach; Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum ch Beſten allezeit! Hilf mir 0 mein Sach recht greifen an, daß ich mein'n Lauf vollenden kann. 12. Hilf mir auch zwin⸗ gen Fleiſch und Blut, vor Suͤnd und Schanden mich behuͤt, erhalt mein Hertz im Glauben rein, ſo leb und ſterb ich dir allein; IEſu, mein Troſt! hoͤr mein Begier, o mein Hei⸗ land, waͤr ich bey dir. . 1 42. Mel. 378 Vom Creutz der CThriſten. 422. Mel. O JESU Chriſt, du hoͤchſtes Gut. A* HERR! wie lange welt du mein ſo gantz und gar vergeſſen; wie lan ge ſoll der Sorgen Stein, mich und mein Hertze preſ⸗ ſen? Wie lange ſoll dein Angeſicht ſich von mir wenden, wilt du nicht dich meiner mehr erbarmen? 2. Wie lange ſoll ich armes Kind der Seelen Ruh entbehren? Wie lan⸗ ge ſoll der Sturm und Wind der Hertzens⸗Angſt noch waͤhren? Wie lange ſoll mein ſtoltzer Feind, ders niemals gut, ſtets boͤſe meynt, ſich uber mich erheben. 3. Ach! ſchaue doch, mein Gott und Hort, von deiner heilgen Huͤtte, und hoͤre meine Klage⸗Wort, und hochbetruͤbte Bitte; gieb meinen Augen Kraft und Macht, und laß des Todes finſtre Nacht mich nicht ſo bald befallen. 4. Sonſt wuͤrde meiner Feinde Mund des Ruhms K kein Ende machen: ſie wuͤr⸗ den mein, als der zu Grund und Boden gangen, la⸗ chen; Da liegt der, wuͤr⸗ den ſie mit Freud herprah⸗ len, der uns jederzeit ſo viel zu ſchaffen machte. 5. Ich kenne ſie, und weiß gar wohl, was ſie im Schilde fuͤhren, ihr Hertz iſt aller Bosheit voll, laͤßt ſich nichts Guts regieren: Du aber biſt der fromme der nicht laſſen fan, i hes ſo ſich zu dir hullg iu feige 6. Des troͤtt ich mic eau, lee hoffe drauf, du wi g un aß f mir fromm bleiben, J un Stat aller boͤſen Tücke eu, 4 Dab waltig hintertreſben J gelebter e Hertze freut ſich, un then gi bedenkt, wie gern Du eh Et kn dein Heil geſchenck e Thron, der ſich dir vertraun digt wett 7. Das thu ich, hn durch rü ich traue dir, du hin Noth, g, ein'ge Freude, benah ben bitten mich, thuß wohl an zu Hun und fuͤhrſt mich eu J. Hat Leide! Dafur will ehm der em Lebelang dir manchen wilig dc nen Lobgeſang zum I will ich und Opfer bringen. 9 5 6 teben? 423. M. Err, ß mich nicht. Iſch treuer Gott, hn a hertzigs Hertz, Guͤte ſich nich ende, weiß, daß mir dis Ein kunft zu! und Schmertz dein% dewelben hat iugeſendet: ia, e fade; ich weiß, daß diese heiben?? du mir aus Lieb ene Erut ſo haſt, und gar aus n ſchwerlic aſſe. 1b Leid 23 Deyn das ist a emen. dein Gebrauch, wer. 7. Pag it, muß was leiden, A d g e wen du liebſt, den al ut der bu auch, ſchſckſ dia daß wr fuͤr die Freuden, fü bens Zi uns zur Hollen, 0 Werd ent uns weh, und fuͤhnn! te wich, wleder in die Höh, in bewef ge ſo geht eins ums aul Vutt, 3. Du fuͤhri u u Munen, dein Hertz erke 0, heine; * Mann, Herr, mein Gott, recht wunderlich die,“ 8, Bin leben ſol, muß er! e reut! Christen der Chriſten. 389 E Süüf ire Dom Creutz bſtes, Urs. Todes Höhlen feen: * Dee was ſteigen ſoll zur Ehr drauf, h empor, ſiegt auf der Erd e lange] rom i und muß ſich vor im Koth wielange e und Dan 92 g 4. Das ha rr, dein Senn, e hn geſtebter Gohg floß wohl ber al erfahrn auf Erden: denn ah 9 55 kam. 1 ee e Tbron, muſt Er gekreu⸗ n mir 185 dünn igt 5 5 Er gieng 8 ai durch Truͤbſal, Angſt und ſol ich! dae Noth, ja, durch den her; Seelen de wat, ben bittern Tod drang Er 10 10„ bu a zur Himmels ⸗Freude. — 15 1 fahre ne F. Hat nun dein Sohn, m um 3 el Daa der fromm und recht, ſo „ Anaf Selang zen willig ſich ergeben: was will ich armer Suͤnden⸗ le langen Lobgeſap Feind m Opfer in Knecht dir viel zuwider⸗ t, ſtet ftreben? Er iſt der Spie⸗ ch uͤbe=. M. 4 gel der 8 und der nch lich ſehnt nach ſeiner doch min Huld, der muß Ihm aͤhn⸗ rt, 1 chte dot lich werden. te, un— beni 6. Ach! lieber Vater 1 „Worte ſic 10 wie ſo ſchwer iſts der Ver⸗ Bitte m 5, daß u uunft zu glauben, daß du u Kram Saneh i demſelben, den du ſehr laß der üg ſeblaͤgſt, ſolteſt guͤnſt i cht mi weiß, Ah bleiben? Wie macht do Unverdroſſen ſey zum Ru⸗ fen, Seuftzen, Beten. So lang ein Hertze hoft und glaͤubt, und im Gebet be⸗ ſtaͤndig bleibt, ſo lang iſts unbezwungen. 9. Greif mich auch nicht zu heftig an, damit ich nicht vergehe, du weiß'ſt wohl, was ich tragen kann, wie's um mein Loben ſtehe; ich bin ja weder Stahl noch Stein, wie halde geht ein Wind herein, ſo fall ich hin und ſterbe. 10. Ach JEſu! der du worden biſt mein Heil mit deinem Blute, du weiſt gar wohl was Creutze iſt, und wie dem ſey zu Muthe, den Creutz und groſſes Un⸗ gluͤck plagt, drum wirſt du, was mein Hertze klagt, gar gern zu Hertzen ſaſſen. II. Ich weiß, du wirſt in deinem Sinn, mit mir Mitleiden haben, und mich, wie ich jetzt dürftig bin, mit Gnad und Huͤlfe laben. Ach! ſtaͤreke meine ſchwache Hand, ach! heil und bring in beſſern Stand, das Straucheln meiner 12, Sprich meiner Seel ein Hertze zu, und troͤſte mich aufs beſte, denn du biſt ja der Muͤden Ruh, der Schwachen Thurm und Veſte, ein Schatten vor 0 der Sonnen Hitz, ein Hütte, da ich ſicher ſitz' im len. mit aus Creutz ſo lange Zeit, wie mein I n a schwerlich will ſich Lieb Kuhn i. und Leid zuſammen laſſen Füſſe ewa. Den reimen. Grub, n Gebt 7. Was ich nicht kann, 4 nos e das gib du mir, o hoͤchſtes en,%„de l But der Frommen, geb, „ Wi aach fa daß mir nicht des Glau⸗ herprg g die de bens Zier durch Teübſal reit b iin hi werd entnommen: erhal⸗ chte.. f geh, ali te mich, o farcker Hort: % der e beveſt ge mich in deinem Wort, behuͤte mich vor 51 Murren. 3 , 8. Bin ich ja ſchwach, ia laß deine Treu mir an die Seite treten, hilf daß ich Sturm und Ungewitter. 23. Und weil ich ja nach deinem Rath hier ſoll ein wenig leiden, ſo laß mich auch in deiner Gnad, als wie ein Schaͤlleſn weiden, 5 daß verbunden. vermaͤhlet. 0 1 360 Vom Creutz der Chriſten. daß ich im Glauben die 2. Zwar du wirf e 7 f Geduld, und durch Geduld mit Creutz i 10 die edle Huld nach harter leidet ſonder Recht g Guell 0 0 Prob erhalte. Tug fuͤr deine Boi zu Awo 14. O Heilger Geist, du Trotz und Trug, da nice Freuden⸗Oel, das Gottſmit deinem Gott 155 1 W vom Himmel ſchicket, er⸗ net. Du haft verbtac Gg freue mich, gieb meiner paßt verſehn, Ex ul, Fei Seel, was Marck und dich zur Marter gehn, gt, pe Beln erguicket: du biſt der haſt die Straf und J eg geit Geiſt der Herrlichkeit, verſchuldet, Er hal unter m weißt, was fuͤr Gnade, all's fuͤr dich erdulhg hüdken. Troſt und Freud, mein in z. Wie manchma“. Fig dem Himmel warte. dein Fuß gegleitet: Wh ſu, mein L 15. Ach! laß mich ſchauen hat die verwegne Hauhſ ners G wie ſo ſchoͤn und lieblichfzum verbotnen Zwel uo mir m ſey das Leben, das denen wandt! Wie oft hal den thut, die durch Truͤbſal gehn, dein Aug verleſtet d Heng! du dermaleinſt wirſt ge⸗ Satans Erb, Gift aß cen Dir ben; ein Leben, gegen haucht, das haf du. ale Schü welchem hier, die gantze mals mitgebraucht/ in Leiden Welt mit ihrer Zier, durch⸗ Hertz hat aus des a ehr mich aus nicht zu vergleichen. Schrancken, durch da ien, Ruth 16. Dafelbſt wirſt du Trieb oft muͤſſen nau amen g in ew'ger Luſt aufs ſuͤß te 4. Drum leſde,“ 3, Laß mit mir handeln, mein Gott aufgelegt, eu he, hein Ereutz, das dir und mir es mit dir herzlich au Heir dewuſt, in Ehr und kennſt ja ſeinen u eig, Freud verwandeln: da Muth, damit Er i muß auf wird mein Weinen lauter Schwachheit rige mipem h Wein, mein Aechtzen lau⸗ Joch, die alt die Heſſen: 4 ter Jauchtzen ſeyn, das und Pein, laß dir eu Hat, das glaͤnb ich, hilf mir, res Merckmal sehn du für g 8 18 1 ehet, bey ſel 10 424.* 1 Mel. ü 1 Gag de a Uſrmſeligs Huͤttlein mei- F. Laß de f A ner Seelen, du wuͤſtes 15 Abgrunds an 425. M. Neſt! was ſuchſt du doch die theure Schuld, 10 der in dem dir aufgelegten de Poſt, die wehe an Joch dich ſelber mit Ver⸗ geeſeſe kot t, die u Au druß zu quaͤlen? Dein greif chſchwert ei nin Haupt und Heiland leidet die Satan auf unt 19 dig le b Pein, und du, du wilt be⸗ kann, die bat 1 Ein freyet ſeyn? Sieh deines ſus abgethan; he 7 8 Herrſchers tiefe Wunden, von Sünden feh 0 Aue die dich zu gleichem Bund let und ewig'ſich n 6 —— d 4 1 g lauter lau⸗ das mit, Nel. ha ve ah det, kr all J Er dich er de h0 25 f u werbotge 3 w AN Wie 1 00 b 10 6 6, Oſuͤſſes Joch, o ſauf⸗ te Buͤrde] o vortheilhafte in J Creutzes⸗Laſt, die du mir das erworben haf, daß ſch mit GOT vereinigt wuͤr⸗ Wee leicht iſt, was En.O TTC aufgelegt, weil mg Ehriſtus ſelber hegt und Ein ragt, weil Gottes Kind der Fe felbſt ſeinen Rücken will unter meiner Bürde 0 e h 7. Tulg, ach Herr Je f gegleltet g ſu, mein Verbrechen, J ſch tenen unſers Gottes Eifer Glut, wo mir mein Laſter Scha⸗ den thut, laß für mich, HERR! dein Leſden ſpre⸗ e alle Schuld. Gleb Tro enitgehtuhe! in Leiden, gieb Geduld! be anhe lehr mich, daß deine Va⸗ Aaen, du ter⸗Ruthe komm meinem et nia armen Geiſt zu gate. N% 8. Laß mich dein Lei, gase e den, dein Verdrieſſen, was it di het HErr! dein' Lieb für mich n be ertrug, als Gottes Zorn⸗ 10% dane] ruth auf dich ſchlag, iu Sachhet meinem Heil und Troſt ge⸗ 1 . mug vefleite! N Eth, G „ das haft , die Ha, nieſſen: Laß, HErr! das ſ elt, Ae Gut, das du erwarbſt, als * ercknil 1 du fuͤr mich am Holtze icht hier ai ſtarbſt, mich deinen Knecht, l ben eh dein Kind, ererben; ſo aden seg, werd ich in dir ſelig ſterben. met La deln n wuͤſtetz u doch legte? 9 — I dhelrt 70 ft, die foft, i 1 A Wund n 425. M. Nun kommt der Heiden c. us der Tiefen rufe ich zu dir, HErr, erhoͤre i mich! Deine Ohren gnaͤ⸗ dig leih, merck die flehend timm dabey. 3. Aus der Tiefen ruf 0 vom Creutz der Chriſten. 36 HErr, mit mir, ſo beſteh, ich nicht vor dir. 3. Aus der Tiefen rufe ch, will denn niemand — IEſu mein] du wirſt ja der Helfer ſeyn. 4 Aus der Tiefen rufe S baͤrmialich, Creutz und Lei⸗ den halten an, Jeſus mich erretten kaun. 5. Aus der Tiefen rufe ich, warum, JEſu, laͤß ſt du mich? ich harr, war⸗ te, ſeuftze. Ach! bis zur andern Morgen- Wach. 6. Aus der Tiefen rufe ich, JESu Gnade troͤſtet mich, ob es mir gleich ge⸗ het hart, ich doch der Er⸗ 7. Aus der Tiefen rufe ich, IEſus wird erloͤſen mich: IEſus machet daß , rein werd von allen unden mein. 8. Nunmehr hab ich ausgeruft: IEſus kommt und machet kuft. Seele chwing dich in die Hoͤh, ſage zu der Welt: Ade! Adams Fall iſt ꝛc. Bamb ger Vater, hoͤchſter GOTT, ge⸗ deuck an deine Worte, du ſprichſt: Ruf mich an in der Noth, und klopf an meine Prorte; ſo will ich dir Errettung hier nach deinem Wunſch erweisen daß du mit Mund und Hertzensgrund in Freuden mich ſolt preiſen. ich, Suͤnden gehen uber mich; Wilt du rechten, 2, Beſiehl dem HErren früh und ſpat all deine Weg . und hoͤren mich? Ach! ſo hoͤre ch, ach! ſchon lang er⸗ 426. Melod. Durch 362 Vom Creus der Chriſten. und Sachen: Er weiß iu geben Rath und That, kann alles richtig machen. Wirf auf ihn hin, was dir im Sinn liegt, und dein Hertz betruͤbet: Er iſt dein Hirt, der wiſſen wird zu ſchuͤtzen was er liehet. 3. Der fromme Vater wird ſein Kind in ſeine Arme faſſen, und die ge⸗ recht und glaͤubig ſind: nicht ſtets in Unruh laſſen: drum lieben Leut, hoft al⸗ leieit auf den, der voͤllig labet: dem ſchuͤttet aus, was ihr im Haus, und auf dem Hertzen habet. 4. Ach ſuͤſſer Hort] wie troſtllich klingt, was du verſprichſt den Frommen: Ich will, wenn Trübſal einher dringt, ihm ſelbſ zu Huͤlfe kommen: Er liebet mich, drum will auch ich ihn lieben und beſchuͤtzen. Er ſoll bey mir im Schooſ⸗ ſe hier, frey aller Sor⸗ gen ſitzen. ö 5. Der HERR iſt allen denen nah, die ſich zu Ihme finden: wenn ſie ihn rufen, ſtebt Er da, hilkt froͤlich überwinden all Angſt und Weh, hebt in die Hoͤh, die ſchon darnleder liegen. Er macht und ſchafft, daß ſte viel Kraft und groſſe Staͤrcke kriegen. 6. Fuͤrwahr, wer meinen 0 8 ehrt, ſpricht Chri⸗ ſtus, und veſt glaubet, des Bitten wird von G07 T erhoͤrt, ſein's Hertzens⸗ Wunſch bekleibet. So der wird die Frucht groſſem Nuß erlangen, 7. Hoͤrt, was dort jun Richter ſagt: ich muß! Wittmwe hoͤren, diewelf mich ſo treibt und ph Solt denn Gott ſich a kehren zu ſeiner Sch die hier und dar bey d und Tage ſchreyen? ſag und halt, Er wü bald aus aller Noth frepen. 3. Wenn der Gerecht! Noͤthen weint, wil 80 ihn froͤlſch machen, die zerbrochnes Henze ſeyn, die ſollen wich lachen. Wer fromm i ſeyn, muß in der Peu Jammer ⸗Straſſen wal Doch ſteht ihm bey Hoͤchten Treu, und ihm aus dem allen 9. Ich habe dich Augenblick, o liebes K verloſſen: Sieb aben mit groſſem Glück u daß ich! Troſt ohn alle Mas 0 mamph ich dir ſchon die Freu 14, Ach Kron aufſetzen und 10 bleibe gt ren: dein kürtzes Laab h ig deſgen ſich in Freud und ent penn ich Heil verkehren. A geb, 10. Ach! lieber Bott 1 Leg auf Vater Hertz, mein ea nit ha von ſo viel Jahren, 1 flggen: laͤb'n du mich ſo mach daß auch Gchmertz und groſſe aa ſey über erfahren! 15. D 12. W. kaigüch, eheigen! 1 Verh 000 10 g Züri du icht neh uumfſen ich wil di Hand kan 3. N berlanget mer dies GOL, guf bich, den werd. Len Freut Feind ſig lie. Gi Mein He g ſchmache, mein Auge weg dundner und weint ſich krachen de 90 truͤbe! mein Angeſicht h hac ein liert ſein ache Ea 0 0 N ich uͤbe.. ben, das ae e ln mi iu, tret heran ein jedermenn: wer bittet, wird empfan⸗ gen, und wer da ſucht, Ach HErr!] w gar vergeſſen! wilt du mein, ſo gal wilt eu men cht 1 au, t 8 der Aten. iuſder I d d die Fro 0 gro du eilgrgg ce e. ſa u o ha En ind: ben us Aer N en: fi 10 au 't al⸗ oͤllig aus, ö auflt 1 ren wein, gl 1 u dlich lach, Pibrochnes e die dolle. wie as du ene men:, n ger Surfen rb al, c steht in bft zu e cken Nur llebet,* cui dem all. ich iche Ich hibe d huͤtzen. ill ch Schdoſe 7 ſen. 1 0 Sor: u göſſen! 9 ichn ale tr schon de 10 1 1 5 aufſehth l I 115 4 et He t J St, d gh 10 want dran v weilt fh ft sein 190 f 1 1 0 155 aun alles wenden. 1 9 in alles we ten mir haſt beſchloſſen 0 1 wicht daß auch nicht das Maa mea ch ei u be! mein 1 7 du, mein GST D 11 105 biſt groß von Rath, Vom Creutz der Chriſten. 363 ſoll ich traurig ſeyn, und mein Leid in mich freſſen? Wie lang ergrimmt dein Hertz, und nimmt dein Antlitz meiner Seelen? le lange ſoll ich Sorgen⸗ voll mein Hertz im Leibe guaͤlen? 12. Wilt du verſtoſſen ewiglich, und keine Gnad erzeigen! Soll dein Wort und r ſich nun gantz zu Grunde neigen? Zuͤrnſt du ſo ſehr, daß du nicht mehr dein Heil magſt zu mir ſenden? doch, HErr, ich will dir halten ſtill, dein HErr, 13. Nach dir, o verlanget mich 15 Jam HER mer dieſer Erden: Mein Go, ich harr und hoff auf dich, laß nicht zu ſchan⸗ den werden, HER, dei⸗ nen Freund, daß nicht mein Feind ſich freu und jubil⸗ lire. Gieb mir vielmehr, daß ich mit Ehr erhoben triumphire. 14. Ach Here! du biſt und bleibſt auch wohl getreu in deinem Sinne, darum wenn ich ja kaͤmpfen ſoll, 115 gieb, daß ich gewinne: Leg auf die Laſt, die du zulegen: Leg auf, do ſey uͤber mein Vermoͤgen. 15. Du biſt ja unge⸗ bundner Kraft, ein Held, der Hochmuth ſtuͤrtzet, du haſt ein Hand die alles ſchafft, die i noch unver⸗ kuͤrtzet. HERR Zebaoth und deiner That kann keine Staͤrcke wehren. 16. Du biſt der Troͤſter Iſergel, und Retter aus Trübſalen; Wie kommts denn, daß du meine Seel lei ſincken laͤßt und fal⸗ len? Du ſtellſt und haſt dich als ein Gaſt, der fremd iſt in dem Lande, und wie ein Held dems Hertz ent⸗ faͤllt mit Schimpf und groſſer Schande. 17. Nein, HERR, ein ſolcher biſt du nicht, deß iſt mein Hertz gegruͤndet; du ſteheſt veſt, der du dein Licht hier bey uns ange⸗ zuͤndet, ja—— haͤltſt du, KR, deine 1 bey uns, die nach dir heiſſen, und bist bereit, zur rech⸗ ten Zeit ſie aus der Noth zu reiſſen. 18. Nun, Herr! nach aller dieſer Zahl der jetzt erzaͤhlten Worte, hilf mir, der ich ſo manchesmal ge⸗ klopft an deine Pforte: Hilf, Helfer, mir, ſo will ich hier dir Freuden Opfer bringen, auch nachmalss dort dir fort und fort m Himmel herrlich ſingen. 427. 5 05 Nur friſch hinein ꝛc. E fuͤhrt hinein, Er muß auch Helfer ſeyn, der treue Gort, der ſich nicht kann verleugnen: kein Un⸗ fall darf ſich ohne Ihn er⸗ eignen, Er, Er verfuͤgts, Er thut es gantz allein, Er fuͤhrt hinein 2. Fuͤhrt Er hinein, ſo naunt zu deinen Eh⸗ kannſt du freudig ſeyn, Er hat ja nicht Gefallen am Q 2 Ver⸗ 364 Vom Ereut der Chriſten. Verderben, kein Suͤnder ſoll in ſeinen Suͤnden ſter⸗ ben. Damit das Hertz vom Unflath werde rein, fuͤhrt Er hinein. 3. Er meynt es wohl, nicht daß man fallen ſoll, wenn dem Sefuͤhl Er ſeine Hand entziehet, nur die Vernunft iſt blind: Der Glaube ſtehet, Und kehret ſich u God, als ſei⸗ nem Pol, der meynt es wohl. 4. Die Hollen Pfort iſt oft der duͤctre Ort in wel⸗ chen man gedencket zu ver⸗ fincken: Bald ſtiüt der HEtrr den Sturm mit ei⸗ nem Wincken, und es ver⸗ ſchwindet auf ein eintzigs Wort die Hoͤllen⸗Pfort. 5. Der Todten Zahl ſieht man ein andermal in einem Blick ſchon vor und um ſich ſchweben, und eh mans hoft, giebt Go ein neues Leben, daß man ſich ſieht ent⸗ fernt vom ſinſtern Thal der Todten⸗ Seb. 6. Der HErr erhalt den weiten Kreis der Welt, den Erden⸗ Ball hat Er hineingeſetzet: Durch ſei⸗ nen Schutz bleibt alles un⸗ verletzet, drum iſts gewiß, daß keiner gaͤntzlich faͤllt, den Er erhalt. 7. Die Bitterkeit, die man empfindet heut, kann morgen ſchon dem Geiſt wie Honig ſchmecken. Und ſolt Er auch noch laͤn ger ſich verſtecken, ſo bleibts doch wahr; Es weichet mit der Zeit die Bitterkeit. . Dis mesckz anch dir der Schlangen Haag in Adam ſchon als Gt hat eingeblaſen, verſah in dir nunmehr ſein le 175 7 115 geht, da ſindet ſich gu Rauch, dis merck 00 „ 9. Oo lang dis 0 kein Gegen⸗Gift aun pflegt es gar fil und in vermerckt zu toͤdten wan aber nun es ſelber Noͤthen, nachdem d Wort den Buß Ka angeſtift't, da braußet g Gift. 10, Es folget nicht, y wenn wir fein ſanſt an unſern Hefen liegen, Je wir uns ſelbſß au nien Thun vergnuͤgen: d unſeer Seel alsdenn wohl geſchicht, das fe get nicht. 11. Es iſt Betrug, wa man den erſten Flug, mit die Seel ſich elt aufwaͤrts ſchwinget, noch das Hertz des Ei zes Dorn durchdg erkennen will fur Ch ſtenthums genug, das Betrug. 4 12. Vor Sicherhelt! wahrt der ſaure S den man in ſich mit Fla und Blut muß fl wenn ſich nunmehr die Luͤſte rühren. Der Eu verwahrt, 9 groſſe& 9 keit! vor Sicherhe. 12. Manu lernt da was vor ein. Held mag) ob man nicht vor Kampf Triumph 1 gen, und mit ber Zu N — S———— —— ——— 1 1 — Wo Feuer en Ens da nichts gehiich — r bot. duch fal ſebet ſen In hebe 1. J. Sttelt 1. Nut; ſo Kite fl lch e detziſten urch G. Muth,! 16. M 15 gli nit Ber ulterrü dort den ſelgem will erl. nen ſud Dornen ein Chri Schluß, 13. 0 lern nus lieher 0 ertz in in, 1* ebleſen, unm 0 l, tes J n. 290 fl oll, ſtel 1 6 ae! * R * die Der kel J gen zl Hretſp ſel⸗ e es ſab e zun es fen 9 e NIS een, bach t i002„ Hachen wel verie, der t ei⸗ ö ver; igigs ort. Zahl rmal bot 0 er⸗Idir Schlag 0 . cen c 0 l. Mö dag Di dis mech 9 2% lang 1 fl g ger f 1 0 1 e ekt zu Kun . eden Biß * W Et file ne ft fein i 1heſen leg f 0 10 15 feli 1 0 vergnügen e Gesel gag eben, giebt eben, ent Thal o geſchich, Acht den erſten Nah 13e Gerl sch lt den Welt, en wil 0 Dorn d at Et i hum gen 1 ch ſeis ug. les une! Vor Sieh ewiß, J ert dig fal faͤllt⸗ nan in sch lt ß ö 0 a findet eh ee E Ei iti Vom Creutz der Chriſten. 365 nur voraus geſprungen. Auch wie man muß im Leiden ſeyn getreu, lernt man dabey.. 14. Iſt uns denn gut der Streit mit Fleiſch und Blut; ſo muͤſſen auch bie Kraͤfte in den Luͤften uns nuͤtzlich ſeyn, anſtatt uns zu vergiften. Wer nur in Gott durch Glauben ſtäͤrckt ben Muth, dem iſt es gut. 15. Und wenn die Welt, uns grimmig uͤberfaͤllt und mit Verfolgung unt will unterdruͤcken, ja wenn ſie uns gar lockt mit Huren, Blicken; beſieget doch, wer ſich zu JEſu haͤlt, leicht auch die Welt. 16. Mit einem Wort: Es ſoll die Hoͤllen⸗Pfort, ſammt aller Macht und Li⸗ ſtigkelt der Feinde nicht ſchaden dem, der ISſu hat zum Freunde. Denn Jeſus iſt der Seelen Fels Und Hort mit einem Wort. 17. Mit leiden muß, wer dort den Friedens⸗Kuß auf ſeinem Thron von Ihm will erlangen: Wer Kro⸗ nen ſucht, muß vor mit Dornen prangen, dieweil ein Chriſt, nach ewig feſtem Schluß, mit leiden muß. 13. Drum friſch hinein, lern nur geduldig ſeyn, o lieber Chriſt, laß nichts das Ziel verruͤcken: ſey ſtets getroſt, es muß dir endlich gluͤcken; das rothe Meer wird lauter Zucker⸗ Wein; nur friſch hinein. 19. Den Lobgeſang mit füſſem Freuden ⸗Klang eilt Moſis ſchon am Ufer vorzuſingen: ſieh Mirjam dort am Reihen froͤllch ſpringen; So folget dir, auf deinem Creutzes⸗Gang der Lob⸗Geſang. 20. Der Jubel, Schall giebt einen Gegen Hall bon oben her, ven den ver⸗ kloͤrten Chören: Mau kann im Geiſt die Engel⸗Stim̃e hören, Sie rufen laut; Es toͤnet uberall der Ju⸗ bel⸗-Schall. 8 21. Prels, Lob und Ehr bringt unſerm JEſa her, der durch das Creutz in dieſe Freude fuͤhret, das Haupt mit Gold die Hand mit Palmen zieret. Er bleibt erhoht, bringt Ihm je mehr und mehr, Preis, Lob und Ehr. 6 428. Mel. Es koſtes viel, ein Chriſt ꝛc. 109 Er wird es than der fromme treue Gott; Er kann ja nicht ohn allo Maaß verſuchen, Er blei⸗ bet doch ein Vater in der Noth, ſein Segens⸗Mund wird ſeinem Kind nicht fluchen. Ey! hoͤre nur, wie Er ſo frreudlich ſpricht: Verzage nicht. 2, Bedencke fein, daß du berufen biſt, in Gottes⸗ Reich durch Truͤbſal ein⸗ zugehen. Du glaubeſt ja, du ſeyſt ein wahrer Chris; ſo muß man auch von dir die Prohe ſehen, ſo lang es geht nach deinem Fleiſch und Blut, nicht 855. 3. Du haſt genug vom Chriſten⸗Creutz gehoͤrt, ſo haſt du auch genug davon doch haftet geſprochen, 2 3 mehr, ſtehts noch 1 7 den guten Lohn zuletzt davon. mehr, was die Erfahrung lehrt; drum komm getroſt zum Creutz heran gekro⸗ chen. Wer dleſes faßt, dem wird zuletzt zu Theil Kraft, Troſt und Hell. 4. Eh Joſeph ſteigt auf der Egypter Thron, muß er juvor den ſchwartzen Kercker ſehen. Eh David kommt zu der verheißnen Kron, muß er mit Schmach im Elend umher gehen. iskias wird erg nach der ſterbens Noth befreyt vom Tod. 5. Dein JeEſus ſelbſt geht dir zum Bey ſplel vor, er muſte ja auf Erden vie⸗ les leiden, eh er ſich hoh zur Herrlichkeit empor, da er nun hat und giebt die ew'ge Freuden. Wer treu⸗ lich kaͤmpft, bringt auch 6. Drum hoffe nur auf den der Vater heißt, Er iſt dir gut auch mitten in dem zammer: Dein Braͤutgam ieht, wenn dich der Kum⸗ mer beißt, und ſchaut hin⸗ ein in deine Hertzens⸗Kam⸗ mer, da ſieht Ers wohl, wenn du bliſt Troſtes blos und Huͤlfe los. 7. Und alſo bricht das Hertz Ihm gegen dir, Er ſpricht: Ich will mich uͤber dich erbarmen, du liebes Kind, haſt niemand auſſer mit, drum halt ich dich in meiner Gute Armen. Habe 9 8 0 uͤlfes Stund iſt nah, dein Troſt iſt da. 8. Dir ſey gedauckt, du 366 Vom Creutz der Christen. dens⸗ das nen, Hoffn in Fre Ruh 429. ſch ſu, li weil d auserwaͤhlter Freund; daß ddr dein Jagt die Deinen! Denn pen uns jetzt der arge tie wir verlohren der Hoͤ 8 9. Gib, daß auch p die du ſo 51 10 10 denn mit me gen ſtets — Feind ſo hat geſg ſo ſtürtzet du 100 len Schl f ung ehren, well u ja nicht von Herzen git betrüͤbſt, und unſer ude willſt verkehr So ſey dir beun dh m und Da nch ge bracht aus aller Macht Mel Alle Men en muͤſſen u. ahre fort mit kh Schlagen, ſuͤſſer J obſter Hort! laß dec Truͤbſals⸗Winde rege und bring mich hebung an Port. Ach! ich bien 1 ich dub ge zu, abs verſchulbt: Creutz und Neth sud lin 1 Am bes Stricke, Zeichen da ner groſſen Huld. 2. Ich 17 lang, gewichen, lang war a das Eitle lieb: Doch iet 11 7 du mir nachgeſchlich Deeſe g ich deine Liebe trüb. Liebe, die dir Hand ub Fuͤſſe an des Creutzel Holtz geſpeßt! Liebe, u ſo Honigfuͤſſe auf die a me Suͤnder fließt. 3. Ach! ſo dehcke lich wie lange ich dich, Brau gam, nicht erkannt, weit mich zur alten Schlag oft mit Hertz und 15 ſchteſt gu 1 Lieb uh — gewandt date Bit Vg le heack an Euunbeg, c geſc 4 ege es, Rutht betten und mach Hut, Ae die Thür Sinden⸗ Gieb, dat ſpüte, du Sohn. . Be ingeno n lichts me ch hab mer, de iu ſeyn, nich ned licht die che Lu Stoltz, f ey mir! mußt. 6. Den —.— git ſauf Pektrag ö Nen, w. oder T. peil dur J. NI 5 Leh fl mei Leib und geh ich]! ein: Die nem Her mf ofen Ar hes zen vid die. kenſme metz ach He gz en.] ja derb eyt bſt or, die hoh 1 muffder uß rech Stund, in 87) — b 0 und Dir br Au U 4. Nel Alec J fort a eh, bang l der ae beilkg Fleiſch durchritzt; . bügg denck an delne Trauer ace Stunden, da du Blut für enge mich geſchwitt. an Sä, 4. Fege durch die Creu⸗ tzes Ruthe alles aus dem % de Hertzen aus: waſch es 1 0 denn mit deinem Blute, ia und mach es zu deinem g g ehren,/ Haus. Ach! eroͤffne ſelbſt 221 bon Haug die Thuͤre, 1 1 den , ee Sünden 2 Stein, davon: e wilg un Gieb, daß ich dich drinnen dir den ſpuͤre, du geliebter Gottes Sohn. 5. Wenn du es nun eingenommen, ſo laß gar 805 W denn hab mir vorgenom- n müßen men, dein hinfort allein iu ſeyn. Ich will ſelbſt mich nicht mehr kennen, nicht die Welt, nicht Flel⸗ Stele, ſldlich Brennen 160 0 alt, ſündlich Brennen, 2„ ſey mir niemals mehr be⸗ f wußt. 151 0 6. Denn ich will in dei⸗ ( ud Nu f nen Armen unterm Creutz „ Atilche, Jute e a 1 5 1 zoſſen hin, men, 5 Laſſen ich n ü oder Thun noch mit Schwachheit ſehr befleckt, 9 Hligen, fig t fer Hotte 16 U Sill lieb: An git nach die dir nicht verborgen iſt: Dieſe aber wird bedecket, weil du mein Erloͤſer biſt. 7. Nun du ſolt mein in dem Leben, und im Tod auch meine ſeyn; Dir mit Leib und Seel ergeben, geh ich in mich ſelbſt hin⸗ ein: Dich ſuch ich in mei⸗ nem Hertzen, biſt du dich hicht eau! mir offenbahrſt: Schencke mir des Glaubens Ker⸗ dig warſt. 3 8. Hoͤr, ach hoͤr mein ſebnlich Flehen, ach! wie lang verbirgſt du dich! Hilf mir kaͤmpfen, wieder⸗ ehen, meine Kraft ver⸗ lieret ſich. Aber du biſt in den Schwachen mich tig, wenn ihr Hertz“ be⸗ truͤbt: Drum magſt du es mit mir machen, ISSu! wie es dir beliebt. 430. Mel. Der lieben Sonnen Vicht und Pracht. a FTriſch, friſch hinnach, 5 mein Geiſt und Hertz, auf IJEſus Dornen We⸗ gen, bekrieget mich hier Leid und Schmertz, auf Siegen folget Segen. Nur froͤlich aufgefaßt die leichte Liebes⸗Laſt: Das Leiden dieſer kurtzen Zeit iſt doch nicht werth der Herrlichkeit. 2. Du kenneſt, lieber JE Su! wohl der Schul⸗ tern Staͤrck, Vermoͤgen du weiß ſt ſchon, was ich tragen ſoll, und was du ſollſt auflegen. Leg auf, ich halte dir, dein Will geſcheh in mir, dein Will', an dem mein Wol⸗ len hangt, das nichts, als was du willt, verlangt. 5. Du glengeſt ſelbſt zu Ehren ein durch Schmertz Geduld und Leiden. Solt, ich nun, JE Su, beſſer ſeyn, und hier in Roſen weiden; Der Hiſuel Lil⸗ jen⸗Glantz waͤchſt aus dem Dornen Krantz. Dem, der den Rock des Creutzes 4 tragt traͤgt wird dort der Pur, pur angelegt. 4 Wo bliob' des Her tzens Garten Pracht, wenn Euͤd und Nord ſtets ſchlie⸗ fen? Nur das bewoͤlckte Woehen macht, daß ſeine Wuͤrtze triefen. Indeſſen bleibeſt du doch malne Sonn und Ruh, die mich mit ihrem Licht ergzoͤtzt, wenn mich des Creutzes Sturm benetzt. 5. Denn du, mein Goes! biſt Sonn und Schild der Glaͤubigen auf Erden, die deinem Creutz und Marter⸗ Bild hier ſollen aͤhnlich wer⸗ den, eh ſie die Herrlich⸗ keit mit ihrer Kron er⸗ freut, und der Geduld die Palmen bringt, die ſie nach Sieg des Leidens ſchwingt 6. Mein Hertz kann dieſe Leidens⸗Ehr, o IeSu! faſt nicht faſſen. So komm, du liebe Laſt, denn her: Wer will ſein Wohlſeyn haſſen? Mit JES bier gehoͤhnt: mit JE Su dort gekroͤnt, mit JESu hier ans Creutz gedruͤckt, mit JEſus⸗ Freude dort er guickt. „7. Wohlan! ſo will ich in Geduld nach deinem Willen leiden! der Becher fließt von deiner Huld, den du mir haſt beſchei⸗ den. Im Creutz erblick ich ſchon die mir ver⸗ helßne Kron. Du leuch⸗ teſt in Geduld mir vor, ich folg, es gilt zum Ster⸗ nen⸗Thor. 368 Vom Creutz der Chriſten. f —— 431. Mel. O Jug wache el Chriſt, du pöchſt 20 Gut. de 0 — Gueeichwie eiß Hirſch 11 hakt mit Begier zun Stium, ſer, ſich zu frischen Noc geg ſchreyt mein Seel o/ f der zu dir, nach Got acht t Seelen duͤrſtet; des“ das aldte bens GOT legt n Sinn, ach! wenn un ei 18 wg ein Antlitz ſchaue f z. Mein teach e at f f dem Feind, Göde! 1 u A mein gan ſolchem Spott bricht 0 muß flit mein Hertz, dron i ſit, we vor Gott ausſchütt R ich yer Schmertz, Inn m zurch N Noth zu klagen. 3. Wie gerne woll mit hingehn, zum Ha Gottes wallen: daß 1 imoͤcht bey dem Huf doch el ſtehn, der dich, Hen uh h dancken in der aug gel ne G'mein, mit Frols lui zathen. Namen dein, war mch 8092 Hertzens Freude. 4. Was b trüͤbſt. daß ach de muß seyn Gnad ab! * doch, meine Seel, Unruh fruͤh und Harr nur auf God 62. all'm Ungefäll weiß f wobl zu kathen. Ih ſche Glier gan. komm, nicht, hilft mir nit! nem Angeſicht, de l ich ihm noch bange „Ach 7 Seel iſt ſehr ber 1 gewiß, God lar n b macht n 0 8 der sten nee manche ſebnſich Klage. Dargegen dis den Tro ſt Laſt der ſſenſſe ach ane fd melt Sa ct, duhſc Gn K U eher I fich mich 1 10, hach God itzt, E Me utzes sb 8 ode enn lein und igen nem Bild wer⸗ rlich⸗ Hex: eduld t, die 2 9 eidens n dieſe Su! Each! pen; 10% ömmen dh, 1 in 21 ö S0 c auen sen ich in nich Nein Vom Creutz der Chriſten. 369 mir giebt, Du hält'ſt g'wiß dein' Zuſage. Den Berg e Zlon und Hermonim, da man hoͤrt deines Wortes Stimm, haſt du dein'm Volck gegeben. 5 6. Der Truͤbſal Fluth rauſchet daher, ein Leid das andre reget: Gleich⸗ wie auf ungeſtuͤmen Meer ein' Well' die andre ſchlä⸗ get. Taͤglich verſpricht Gott ſeine Gnad, dafür lob ich Ihn fruͤh und ſpat, ruf an GOT meines s ich muß hien Leben rr Feind, od gantz berge! Aim Spott ich Hertz, un ahdtt guss metz, M. J in klagen. A 2 „ mil F Then ort er Sens Freih, iam hoch la ihn! 1 Gaſt! 7. Ich ſag: Du biſt mein Fels, mein Hort, und haſt mein gantz vergeſſen? Ich muß mich graͤmen fort und fort, wenn meine Feind mich preſſen. Es gehet mir noch dancken. N 432. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. 2. Verſe. zluͤck zu, Creutz, von gantzem Hertzen! komm, du angenehmer dein Schmertz im Ste* t mi eli fal macht mir keine Schmer⸗ tzen', deine Laſt auch keine 2. Creutz Schmach iſt keine Schande, es iſt auch kein Schimpf dabey, denn die harten Creutzes⸗ Bande folgen nicht auf Büberey. Y 5 3. Sondern ſind der Wahrheit Zeichen! fuͤr die auch Sanet Stephanus zu Jeruſalem erbleichen und erbaͤrmlich leiden muß. 4. Hing doch JESues unſer Leben, unſer ſchoͤn⸗ ſter Braͤutigam, welcher ſich fuͤr uns gegeben, ſelbſten an bes Creutzes⸗ Stamm. §. Und wie iſt er doch den Seinen in der Liebe beygethan, wenn ſie bit⸗ tre Thraͤnen weinen unter dieſer Creutzes⸗Fahn. 6. Alle Zeugen und Be⸗ kenner ruͤhmen jene Feſſel noch, und die Bande from⸗ mer Maͤnner, ſammt der Maͤrtrer Ereutzes⸗Joch. 7. Gluͤck zu, Creutz, du lieber Bote der zukuͤnftgen Herrlichkeit, der Gerech⸗ ten in dem Tode lieblich⸗ ſte Zufriedenheit. 3. Komm, du Freundin aller Frommen! dein Ge⸗ daͤchtniß ruht in mir: komm, ich heiß dich ja willommen, und umfaß dich mit Begier. 9. Die ans Creutz ge⸗ hefte Wahrheit ſitzt in Majeſtat jetzund, und die Liebe herrſcht in Klar⸗ 2958 die zuvor im Leiden und. 10. Ja, im Himel ſteht geſchrieben der Bekenner Q werthe 2 Vom Creus der Cbriſten. werthe Zahl, und der Braͤutgam ruft: Ihr Lie⸗ ben, kommt, und halt't das Hochzeit Mahl. 11. O! wer will nun nicht mit Freuden Creutz, Verfolgung, Hohn und Spott, ſamt der groͤß ten Marter leiden, ja den al⸗ ſch leraͤrgßden Tod: 12. Jagt die Stimme doch des Lieben und ein eintigs Liebes Wort, al⸗ les, was uns kann betruͤ⸗ 3 neben aller Schande ort 12. Drum ſo kommt, ihr Creutzes⸗Bruͤder, fol⸗ get unſerm Bruder nach. Kommt, und ſingt Ihm neue Lieder mitten in der Todes⸗ Schmach. 14. Band' und Strie⸗ geuthum, und die Kercker ſind wie Thronen, Schmach und Schande unſer Ruhm. 15. Kommet! denn die Engel bringen, wenn uns gleich die Welt ver⸗ acht't, und wir mit dem Tode ringen, Kraft und Staͤrcke, Sieg und Macht. 16. Sehn wir doch den Himmel offen, wenn man uns zur Marter ziebt! O! erwegt, was da iu hoffen, 18 Auge J E Gu M ieht. 17. Laßt uns vor die Thore gehen, gehr aus dieſer Huͤtten aus! der Stern, den uns Gott läßt ſeben, fuͤhr uns in des aters Haus. e 433. Mel. Alle en ſchen muͤſſen. 2. Verſe. Goat d mia n 91 0 mit den Deinen, 10 lch klaͤglich fragen u Hoe Will die Sonne noch ih Stunden ſcheinen nach den tt den E f 6 3 2, Iſt der Himmel den ögel verſchlsſſen!? lait er c nurgen Gebet mehr ein? Sol denn von Gott vert und er unerbittlich ga 3. Hat die Guͤte dene Ende, hat Erbarmen maß gehoͤrt? Sind die 0% denreichen Haͤnde nur ei mich gantz ausgeleert 4. Ach! wie lange, Hey wie lange muß ich ſiehn 55 t en berpflcht eſbig iu! 8 vor der ur mi wür 111 men ſind uns Tron en, unſer Schmuck und Ei⸗ ſich ſparſam find bey u . 5. Herr, du ſſehes nah um Troſt ſehr bange,* men und Anliegen, und den un meh mer, der mich druͤckt, y ſichs nicht mit mit al fuͤgen, und zu keiner daß rung ſchick. 6. Iſt kein Raͤumchg mehr vorhanden, da 5 endlich los und ſtey u f der fremden Wohlthel ze Banden, dir nur da Eu 10 und danckbar ſey. ite 0 7. Doch ich ehre dal 15 Gerichte uͤber meine Ei den Schuld, ſo, daß mich dir verpflichte, fill halten mit Geduld.„ derben 8. Was du wilt,(0 mir gefallen, mich behil ſchlecht und recht, vu k hier ſoll 1 nein U YER R, er loͤſe denn — = Knecht. 44. M. 8 der M iſten, der 43 fer 5 Lie⸗ 1 5 Aleſ rt!(c muͤſcht 2. Verf nun c 8 K fe n jut, 64 110 d und ſich i lich tag; ten e Some n ale ſch n hach U 5 ae ieſ i der Hi ein vg P ſſen 1 „ al, E ncht zt ercker! nen, ande un die gen, und! der mac hit % wenns 1 ſchict!. it ver) N een n t dem u vorhadeh,) Kraft ich lu u g und S tender U Se 100 ch den n dauckhet Pan d Eat ibu u „ ſte, dich alſos von Vom Creutz der Chriſten. 371 434. Nel. Lobe den SErren, den ꝛc. Braut. du denn, Iesy, ertzen betruͤben, daß ich ein we⸗ nig zu lange bin auſſen geblieben? Weißt du denn nicht, wie ich mich habe verpflicht t, Liebſte, dich ewig zu lieben? Braut. 3. Meine betruͤbete Gei⸗ ſter die weinen von Her⸗ tzen, weil nun die Flam⸗ men und Funcken der brennenden Kertzen in Lie bes ⸗Gluth, leider! dein Zuͤrnen austhut: Soll ich Nun dieſes verſchmertzen? Bräutigam. 4. Ach! du bekuͤmmer⸗ te Seele ſey froͤlich im Hertzen, ſtille die trau rigen Sorgen und quaͤlen⸗ de. Schmertzen. Keine 4 uth tilget die feu⸗ rig brennenden Kertzen. Braut. L. Wilt du mich laſſen in Noͤthen, o IEſu! ver⸗ derben? Ey nu, ſo laſſe 4 17 Suͤſſer, doch ſelig⸗ ſterben, auf daß ich ahh kann dorten die himm⸗ liſche Bahn endlich aus Gnaden exerben. und He luth meiner Lieb Braͤutigam. 6, Richte dich, Llebſte, nach meinem Gefallen, und glaͤube, daß ich dein Seelen Freund immer und ewig verbleibe, der dich ergoͤtzt, und in den Himmel verſetzt aus dem gemarterten Leibe. aut. 7. Muſt ich in dieſem betruͤbeten zeitlichenèeben, gleich in des Todes ge⸗ faͤnglichen Schrancken ſtets ſchweben, ſo wird mir dort JEeus am ſeligen Ort himmliſche Freyheit doch geben. 6 Braͤutigam. 8. Traue nur ſicher und bleibe betaͤndig im Glau⸗ ben, 510 Tod, Teufel id Holle ſich bruͤten und ſchnauben; ſollen ſie doch nicht in ihr hoͤlliſches Joch dich aus den Haͤnden mit rauben. Braut. 9. Hlermit ſo will ich eſegnen die kerdiſchen renden, hiermit ſo will ſch vom zeitlichen Leben abſcheiden, ewige Luc wird mir doͤrt werden bewußt, wenn mich der Himmel wird welden. Braͤutig am. 10. Hertzlich verlangen. de Seele nach himmlischen Freuden, ey nu, ſo ſchicke dich, ſelig von hinnen zu ſchelden, troͤſte dich mein, daß ich dein Hirte will ſeyn, und dich erquicken und weiden. Braut. 11. Ade, o Erde, du ſchoͤ⸗ nes, doch ſchnoͤdes Gebaͤn⸗ 2˙ de: 372 vom Creutz der Chriſten. 5 de: Ade! o Wolluſt, du ſuͤſ⸗ ſe, doch zeitliche Freude! Ade! o Welt! mir es nicht laͤnger gefallt, da⸗ rum zu Ieſn ich ſcheide. Braͤutigam. 12. Ach! nun willkom⸗ men, mein Erbtheil vom Vater gegeben, erbe die Schaͤtze des Himmels und ewiges Leben, da du mit mir, fuͤr die Welt Lei⸗ den allhier ewig in Freu⸗ den ſollſt ſchweben. 435. M. Hertzliebſter IEſu, was haſt du verbrochen. e RR, deinen Jorn „ wend ab von uns in Gnaden, und laß nicht wuͤten deine blut ge Ruthe, richt uns nicht ſtkeng nach unſern Miſſethaten, ſon⸗ dern nach Gute. 2. Denn ſo du wolteſt Zach Verdienſte ſtraffen, wer koͤnnte deinen Grimm und Hand ertragen? All's muͤßt vergehen, was du Haſt geſchaffen, vor deinen Plagen. 3. Vergieb, HErr, gnaͤ⸗ Dig unſre groſſe Schulde, laß uͤber uns das Recht der Gnaden walten, der du zu ſchonen pflegſt nach Broſſer Hulde, uns zu er⸗ halten. 4. Sind wir doch arme Wuͤrmlein, Staub und Erden, mit Erb⸗Suͤnd, Schwachheit, Noth und Tod beladen, warum ſoll'n wir denn gar zunichte werden, im Zorn ohn Gnaden?, nes Creutz und bitter Leß den, der uns erloͤſet hat mit ſeinem Blute eroͤfnen laſſen auch ſein Hertz und Seiten, der Welt zu gute. laß uns nicht verderhen durch Chriſtum wollſt uns des Himmelreiches Erhen, mit dir zu leben. N 436. Mel. O ItEſu Chriſt, du hoͤchſtes Gut. 5 IEſu Chriſt, ich ſchrey zu dir aus hoch⸗ macht laß erſcheinen mit, Viel groͤſſer iſt die Augſt und Schmertz, ſo anſicht und turbirt mein Hertz, als daß ichs kann erzaͤhlen. 2. HErr JEſu Christ! erbarm dich mein nach deiner groſſen Guͤte: mit Troſt und Rettung jetzt erſchein mein'm traurigem Gemuͤthe, welch's elendis⸗ lich wird geplagt, und ſo wells keinen Troſt kann ii finden.„ 3, HErr JEſu Chriſt! groß iſt die Noth, darſnn ich jetzt thu ſtecken! Ach hilf, mein allerllebſter dich erwecken: Nieman iſt, der mir helfen kann, kein: Creatur ſich mein nimmt an! Ich darfs auch niemand klagen. du biſt allein mein Hof, nung 5. Sieh an dern oh,. 0 6. Darum, ach! Vater, g dein Gngd und Geiſt geben, mach uns zugleich ne betruͤbter Seele: dein All h und mich nicht alſo quale: du nicht hilſſt, gar vertagt, Go, ſchlaf nicht, 1 bi n 4. HErr JEſu Chriſt! f dure A eu 1 gebt ach 5 un itt* DT A nelle mit t 1 + 57 ma 1 2 10 10 40 u ſer if f — erz, fte daß a kaun Kah ak Nis ert un dich nil, de. az toſen gi 1 An erf** G me, wih * n 5 10 0 1 il 170 1 11 gen h . En del 91 5 T Vom m Creutz der Chriſten. Drum will ich in die Haͤnde dein mich gantz und gar ergeben O HERR! laß meine Zuver ſicht auf dich zu Schanden werden nicht, ſonſt bin ich gantz verlaſſen. a 5. HErr IEſu Chriſte Gottes Sohn, zu dir ſiett mein Vertrauen; Du biſt der rechte Gnaden⸗Thron, wer nur auf bich thut bauen, dem ſtehſß du bey in aller Noth, hil ft, ihm im Leben und im Tod; Darauf ich mich derlaſſe. 6. HErr IEſu Chriſt! das Elend mein thu gnaͤ⸗ diglich anſehen: Durch die heilgen fuͤnf Wunden dein, hör mein Gebet und Fle⸗ hen, welch's Tag und Nacht mit Angſt und Schmertz zu dir ausſtoͤßt mein traurigs Hertz. Ach! laß dichs doch erbarmen 7. HErr Iéfſu Chriſt! wenn es iſt Zeit nach dei⸗ nem Wohlgefallen, hilf mir durch dein Barmher⸗ tzigkeit, aus meinen Aeng⸗ ſten allen: Zerſtoͤhr den Anſchlag meiner Feind, die mir zu ſtarck und maͤchtig ſeynd; laß mich nic unterdruͤcken. HErr IeEſu Christ! ich weiß keinen Rath dis Elend los zu werden, ſo du nicht hilfſt durch deine Gnad, ſo lang ich leb auf Erden Wenn es denn dir nun ja gefallt, daß ich alſo ſoll ſeyn gequaͤlt, ſo gieb mir Kraft und Staͤrcke. 9. HErr JEſu Ehriſt! veleih Sedüld, hilf mir Wend nicht von mir ab deine Huld, und wo du mich wilt plagen, es zeit⸗ lich hier am Leibe thu, gieb nur der armen Seele Ruh, daß ſie dort mit dir lebe. 10. HErr IEſu Chriſt! das glaub ich doch aus meines Hertzens S 0 Du wirt mich wohl erhoͤ⸗ ren noch zu rechter Zeit und Stunde: Denn du haſt mich noch nie ver⸗ lahn, wenn ich bich hab gerufen an,, des ich mich hertzlich troͤſte 11. Err Seſu Chris! du ein'ger Troſt, zu dir will ich mich 5 mein Heptzeleis iſt dir wohl 1 bewußt, du. kenns und wirſt es enden. In dei⸗ nem Willen ſeys geſtellt, machs, lleber GO c, wie r. gefaͤllt, dein bin und will ich bleiben. 12. Herr JEſu Chriſt! die Seuftzer mein, die ich vor dir thu bringen, be⸗ ſprenge mit dem Blute dein, damit ſie hindurch dringen, und erweichen das Vater ⸗Hertz, daß Er abwend all Angſt und Schmertz, der mich von 113 err 8 Ein Chrid rr IEſu Chriſt! mit 5 Uf erſchein all'n Armen und Elenden, die jetzt in groſſen Aengſten ſeyn, thu dich zu ihnen wenden, mit ſtarcker Hand heraus ſie reiß, dafuͤr 11 dir dort Lob und Preis ewiglich ſagen 2 8 i 73117. Mel. 5 322 fung und mein in Leb en.) mein Creutz ertragen: Haͤnde, ſein Erbarmen 437. M. Du, o ſchoͤ nes Welt⸗Gebaͤude. Camper hat mich gantz J umgeben, Elend hat mich angethan, Trauren heitzt mein kurtzes Leben, Truͤbſal führt mich auf den Plan. GOT der hat mich gar verlaſſen, keinen Troſt weit ich zu faſſen, hier auf dieſer Un⸗ glücks Bahn. ,: 2. Grauſamlich bin ich getrieben, von des HErren Angeſicht, als ich, Ihn al⸗ lein zu lieben, nicht gedacht an meine Pflicht, drum muß ich ſo klaͤglich ſtehen: H doch es iſt mir recht ge⸗ ſchehen: mein Gott rief, ich hoͤrt ihn nicht:, 2. Ach! mein Schiff lein well verſincken recht auf die⸗ ſem Suͤnden⸗Meer, Got, tes Grimm laͤßt mich er⸗ trincken, denn ſein Hand iſt viel zu ſchwer, ja mein Schifflein laßt ſich jagen, durch Verzweiflung, Angſt und Plagen, gantz ent⸗ anckert hia und her.:,: 4. Gott hat mich jetzt gar vergeſſen, weil ich nicht an ihn gedacht, meine Suͤnd hat er gemeſſen, und ſich meinen Feind gemacht, daß ich ringen muß die hat ein Ende, ſchler bin ich zur Hollen bracht.:,: 5. Wo iſt Rath und Troſt zu finden, wo iſt Huͤlf in dieſer Noth? HERR! wer rettet mich von Sünden? Wer erloͤſet mich vom Tod? ich ge⸗ 32 om Creus der Chriſten. da du pflagſt fuͤr uns zu ſtreiten, wenn wir lagen gar im Koth:,: 6. Aber nun hat ſich ge⸗ endet deine Lieb und groſſe Treu, ach! dein Hertz iſt abgewendet, und dein Grimm wird taͤglich neu, du biſt gar von mir gegan⸗ gen, und dein Zorn halt mich gefangen, ich ver⸗ ſchwinde wie die Spreu:,: 7. Hoͤllen⸗Angſt hat mich betreffen, mein Gewiſſen quaͤlet mich, kein' Erloͤ⸗ pfinde Todes Stich, und ein unaufhoͤrlich Sterben, HERR! ich eile zum Verderben, und vergehe jaͤmmerlich.:,: „8. Grauen hat mich uͤberfallen, Zittern hat mich angeſeckt, ſchwerlich kann ich nunmehr lallen, Angſt und Noth hat mich bedeckt, ach! ich wandle jetzt die Straſſen, da ich mich muß martern laſſen, ol wie wird mein Geiſt erſchreckt.:,: 9. Will mir denn kein Troſt erſcheinen, ſpuͤr ich gar kein Gnaden Licht! Nein, vergeblich iſt mein Weinen, mein Gebet das hilft mir nicht, uͤber mich verlaßnen Armen will kein Helfer ſich erbarmen, ich bin todt, mein Hertz zer⸗ bricht.:,: Chriſtlicher Troſt der angefochtenen Seele. 10. Llebſte Seel, hoͤr dencke zwar der Zeiten, ſung iſt zu hoffen, ich em⸗ auf zu ſchrepen, deines Kla⸗ Bree a 1K et 0% 0 dec, Von 145 a 15 n 0 5 5 f e E c din Heul dan adh. 8. — 10 ft n N iin gegthes,. Salah ſchte eng a Gag gc he Ie, I Er es dag Ji bh cn, feln ku anf nüt l. zu mi Vom Creutʒ der Chriſten. 375 Klagens sit zu viel, nach dem Trauren kommt das Freuen, Hertzens, Angſt hat auch ihr Ziel, Wech⸗ ſel iſt bey allen Sachen, nach dem Heulen kann man lachen. GO 1 der treibt mit dir ſein Spiel. ,: 11. Iſt dein Heiland von dir gangen, Er wird Aua wiederkommen ſchon, und um ſein en: HE ge. Vert, an rief, jqaͤmp z 8. ef h b lein uͤber e Sitten die mich zug ect, Got, kan A munmech h er⸗ Ang n Noth Ju Handſbede ch! ic mein jetzt Base, agen, mid g maten Angſt o! i oitd wen ent⸗erſe A, 52 9 ü d jetzt Tit ee wich gar. Gude meine Ne„ ergeblich „ und We a eit nacht, hill E b die ver t Me armen er bin 1 ch etharnc 0 t. 27. bei 0 mit freuden dich umfan⸗ gen, recht wie den ver, lohrnen Sohn. Hat dein Kiebſter dich verlaſſen? Ey, Er kann dich uimmer haſſen, ſeine Gut iſt doch dein Lohn.:,: 13. Hat dich Gott da hin gegeben, daß dich Satan ſichten ſoll! und das Creutz dich mache be⸗ ben, ey! Er meynt doch alles wohl: Dis ſind ſeine Liebes⸗Zeichen, die doch keiner kann erreichen, 1. er nicht iſt Glaubens vo wiſſen naget ob dein Geiſt bekümmert iſt, ob der Hoͤllen Furcht dich plaget, ob dich ſchreckt des Teu⸗ fels Liſt; traure nicht, Gott wird es wenden, und dir groſſe Lindrung enden, wenn du nur ge⸗ uldig biſt.:,: ä 14. Moſes hat dis auch erfahren, und ſein Bru⸗ der Aaron, Noah, und die mit ihm waren, ſahen nicht die Gnaden Se David, Joſeph und Elias, Petrus, Paulus und To- bias, trugen auch ihr 13. Ob dich dein Ge ann. C 15. Sey zufrieden, lie⸗ be Seele! billig traͤmn du ſolche Laſt, hier in dieſer Unglücks Hohle weiß man doch von keiner Raſt: drum ſo ſtille nur dein nd d und gedenck, es ind die Plagen, die du laͤngſt verdienet haft.:,: 16. Brauſen jetzt die Waſſerwsgen morgen aͤn⸗ dert ſich das Meer: iſt dir heut ein Freud ent⸗ zogen, morgen kommt ſie wieder her. Iſt dir aller Troſt entgangen, ſey zu⸗ frieden, dein Verlangen gehr. 27:* 17. Was betruͤbſſ du doch, und harr auf Gott, dancken will ich ihm von Hertzen, daß ich werde nicht zu Spott: Ob er gleich mich wuͤrde toͤdten, hilft er mir dennoch aus Noͤthen, Er, der ſtarcke Zebagoth.:,: 18. HErr, errette mich mit Freuden aus der Hoͤl⸗ len Grauſamkeit, hilf mir, daß ich auch im Leiden dir zu dienen ſey bereit. Giebſt du nur des Geiges Gaben, daß ſie mir die Seele laben, tret ich froͤ⸗ lich an den Streit.:,: 438. Mel. Ach! was ſoll ich Suͤnder machen. in muͤde mehr zu ch 2 leben, nimm mich lleb⸗ er Gott! zu dir, muß Theil davon.:,: llich in Betruͤbniß 1 ch doch im Leben hier taͤg⸗ wird erfuͤllet nach Be⸗ 4 dich mit Schmertzen? ſtille 376 Vom Creutz der Chriſten. ben, meine größte Lebens⸗ zeit lauft dahin in Trau⸗ rigkeit. f 2. Moͤcht es dir, mein Gott, gefaken, wolt ich hertzlich gern ins Grab, da mein Leib geſchnitten ab, da mein Schmertzen⸗ vol, les Wallen dieſes Lebens gantz verſchwindt, und ſein endlichs Ende findt. 3. Ich verſchmgchte faſt ver Sorgen, meine milde Thraͤnen⸗Fluth, und des Creutzes heiſſe Glut ſind mein Fruͤhſtück alle Mor⸗ gen, Furcht, Betruͤbniß, Angſt und Noth, ſind mein' taͤglich' Speiſ' und Mot 4. Seh ich jene boͤſe Rot, ten, die ſich in die Welt verliebt, werd ich inner⸗ lich betruͤbt, denn ſie mei⸗ ker hoͤhniſch ſpotten, wenn ſte ſchreyen: Geht den Mann, dem ſein GOT e nicht helfen kann. 5. Denn gez ich in meine Kammer, fall suf meine matte Knie, heul und win⸗ ſel je und je und beweine meinen Jammer: meiner Thraͤnen milder Lauf ſtei⸗ get zu den Wolcken auf. 6. Gott! wenn wirſt du dich erbarmen uͤber meine ſchwere Pein? Wenn wirſt du mir gnaͤdig ſeyn? Ach! wenn wirſt du mich um; armen? Ach! mein Gott! wie lang! wie lang ſoll mir doch noch ſeyn ſo bang. 7. Setze mich doch ein, mal nieder, laß mich kom⸗ men doch zur Ruh, aller⸗ liebſter Vater du! troͤſte mich doch einmal wieder, gieb mir endlich doch ein⸗ mal Hertzens⸗Luſt nach die⸗ ſer Quaal. 8. Doch, wer weiß, wo⸗ zu es nuͤtzet, daß du mich ſo zuͤchtigeſt, daß ich wer⸗ de ſo gepreßt, und vor welcher Noth es ſchüͤtzet; Denn wer in der Welt ſich freut, kommt oft um die Seligkeit. 9. Drum laß hier die Straf ergehen, ſchlage zu, und ſtaͤupe fort, llobſter GOT, und ſchone dort, doch, damit ichs kann aus⸗ ſtehen, ſo verleihe mir Ge⸗ duld bey verborgner Gnad und Huld. 10. Und nimm mich nach deinem Willen, nach der ausgeſtandnen Quagal, in den groſſen Freuden Saal, da ſich alle Noth wird ſtillen. Komm, o Gott, wenn dirs gefallt, und reiß mich aus dieſer Welt. 439. M. Ich bin vol⸗ ler Troſt ꝛc. Ich bin voller Angſt und J Leiden, und vergeh vor Traurigkeit bitter ſind mir alle Freuden, lang das Elend dieſer Zeit, mein Gebluͤt erſtarrt in mir, und mein Hertz ver— ſchm Lamentiren, bu betruͤbtes Iſtgel? weſſentwegen laß, ſeſt du ſpͤͤren ſolches Leid in deiner Seel, mußt du dich verlaſſen ſehn, oder was iſt ſonſt geſchehn? 3 Ach! wie ſolt ich nicht erſchuͤttern; weil der mein Feind worden iſt, vor 855 1 Heu Zul d fal, Habu nue“ ſudiddg eau“ i er eben. ſt r ö M chli 0. 8 der 925 8,Jgeb 0 88 f ſer 5 5 zins 8. T er uz ich zu es 45 daſſo zuch u, de . ſo At, 10 eus ein 2 — — —— ——— 5 * — 8 7 5 2 2 1 3 —— —— 10 1 1 1 N Unt ie G 1 0 9 2 0 lig Steg ae und 1 fott, 0 60 T o ſcheneh doch, icht kh — —— — fall lde des ſind 70 ißt ſteher 1 eln fad, e bse und 10 Wen Noteſt* 12 1090 Veltſausg Alen dull ner⸗(den! Fuad mal, da le Noth! 255 ſtille ae en wen geil 8 mich Ae e 439. Ich bin — ne Tao, wine Je 0 elne Men e vor igkeit! N f ſtei⸗ ſind m alle teh jf. lan. e rt du mei bitch meine mit eil J wirſtſſcht 145 * 0 bc 0 Ul 1 e e 0 1 0 0 0 e weste öl 1 0 11 el fc. Vom Creutʒ Erd und Himmel zittern, wenn Er ſich mit Eifer ruͤſt, dem ich viel zu Leid gethan, fie mit Grimm und Zorn mich an. 4. Billig biſt du hoch⸗ betruͤbet, weil du traͤgſt des HErren Zorn: Denn fuͤr das, was du verüdet„ſoltſt du billig ſeyn verlohrn! O! du armer Erden⸗Wurm, wer hilft dir in dieſem Sturm? 5. Ach! ich hab nicht angenommen, den, der mir zu helfen 5 drum auf mich der Fluch iſt kommen, den ſonſt IEſus auf ſich nahm! SO] der groſſen Miſſethat, die Gdit ſehr erzuͤrnet hat. 6. Recht man dich un. ſelig nennet, ja auch aller OBnad unwerth, weil du ſolches nicht erkennet, und dich gantz von Gott ge⸗ kehrt, alle Augſt faͤllt auf dich hin, und zernagt dein Hertz und Sinn. 5 Aengtſtlich klag ich, ja dis ſchmertzet und macht mich erſt jammervoll, weil ich habe den verſchertzet, der moin A und O ſeyn ſoll. Durch die Sünde hab ich mir ſelbſt geſperrt die Gna⸗ den⸗Thuͤr. 8. Du haſt deine Gna⸗ den⸗Sonne, die dir Licht und Leben giebt, deine Freude, deine Wonne, ar⸗ mes Kind, zwar ſehr, be⸗ truͤbt; Aber glaube, daß dich doch Gott zur Beß⸗ rung zuͤchtigt noch. 9. Ach! ach! wenn nur einſt mein Hoffen lief in dieſen Hafen ein, da mir 3 der Chriſten. 357 JE Sus Wunden offen ſtehen, aber ach! der Pein, es ſieht ja mein Glaub jetzt nicht, 15 Naͤgel⸗Maal, das ſticht loc Geh nur auch zum Ort der Leiden, geh und trinck der Myrrhen Wein, welchen IEſus dir beſchei⸗ den, bis du gaͤntzlich voll wirſt ſeyn: Dean ein ſo zerknirſchter Geiſt endlich a Huld geneußt. Nun ſo trag ich 0 Betrüben, ſchließt auch GOL gleich zu die Hand: Ich bin ja darein geſchrleben, ſeln Aug iſt auf mich gewandt, ſeine Treue wirckt in mir dis 3 5 Seuftzen und Be⸗ gler 4 12. Kommt wir wollen gerne 3 dieſen Lei⸗ dens Kelch, bis wir gantz in unſer Nichts verſincken, quillt, ihr Augen, Thraͤnen nhier! Flnſterniß⸗ iſt bey Gott Licht, wenn gleich alles Licht gebricht. 1 440. M. Nun kommt der Heyden ꝛc. Fecsuſbilf mein Creutz mir tragen, wenn in döſen Jammer„Hagen, 1 mich der arge Feind an⸗ ficht, JES! denn ver⸗ giß mein nicht⸗ 2. Wenn die falſche Rott Geſellen dencken gaͤntzlich mich zu fallen, und mir Rath und That gebricht, IE u Chriſt! vergiß mein 10 3. Will mich boͤſe Luſt verführen, ſo laß mir das Hertze ruͤbren das zukuͤnk⸗ 9 tige 378 Vom Creutz ——— meiner nicht. 4. Kommt die Welt mit tbren Tücken und will mir das Ziel verruͤcken, durch ihr falſches Wolluf⸗ Licht, JESu! ſo vergiß mein nicht. 5. Wollen auch wohl meine Freunde mir nicht anders als die Felnde, hindern meine Lebens, Bahn JEſu! nimm Dich meiner an. 6, Fehlet mirs an Kraft zu beten, laß mich deinen Geiſt vertreten, ſtaͤrcke meine Zuverſicht, und ver⸗ giß nur meiner nicht. . Will auch gleich der Glaub ſchwach werden, und nicht tragen die Be⸗ ſchwerden, wenn die Drangſals Hitze ſiicht, JE Sul! ſo vergiß mein nicht. 1 8. Bin ich irgend abge wichen, und hab mich von Dir verſchlichen, ſey mein Wlederkehr und Licht, 9 und vergiß mein 9. Wenn ich gaͤntzlich bin verlaſſen, und mich alle Menſchen haſſen, ſo ſey Du mein' Zuverſicht, JESn! und vergiß mein nicht. 5 10. Wenn ich huͤlflos da muß llegen in den letz ten Todes⸗Zuͤgen, wenn mein Hertz im Leib zer; bricht, IeSu! ſo vergiß mein nicht. 11. Fahr ich aus dem Welt⸗ Getümmel, nimm mich, JEſu, in den Him⸗ der Chriſten. dr Age Sericht, und vergeſſe ſicht, Jen Chriſt l den giß mein nicht. 441. In eigener Mel. Kein e Rechnunng machen und lachen: Wir haben zu gewarten. 2. Wer dort mit Chri- ſto hofft zu erben, gedeuck leiden und zu ſterben: Hier wird, was God uns dort erkehren, durchs Creutz gebohren. 3. Was muſte Chriſſus ſelbſt ausſtehen! Er muſte ja durchs Creutz und jaͤm⸗ merlichen Tod zu ſeiner Herrlichkeit eingehen: und du vermeynß mit Recht zu klagen in boͤſen Tagen. 4 Der Wein muß erſt gekeltert werden, eh als ſein ſuͤſſer Saft das Trau⸗ ren von uns rafft: Der Weltzen, ſo uns fäͤrckt auf Erden, kommt durch das Mahlen und durch Hitze uns erſt zu nuͤtze. 5 Gold, Silber und viel anders Weſen muß eh als es kann beſtehn. Ein Krancker, will er recht ge⸗ neſen, wird über den Artz ney⸗Getraͤncken ſich nicht viel kraͤncken. ges⸗Krantz getragen, der nicht vom Uebermuth der Feind, im Schweiß und mel, da ich ſeh dein Ange⸗ Blut und Kummer hat gew Chriſt ſoll ihm die„4 daß lauter Sonnenſcheing um ihn ſtets werde ſeyn, h und er nur ſchertzen moͤg keinen Roſen⸗Garten hiex auch für und fuͤr in dieſen Welt allhier mit Ihm u 1 d auch durchs Feuer gehn, 6. Wer hat den Sie⸗ ſictnert l dic vag 0% l Je, nm u n e, 7, Jh kf gar g t di Heng, ide Git neh 15 th ud Site g Aaſchulhe 1 9 0 0 fer- hett, . 1 105 8 der EA m, eſſe ſicht, e 06 m. 1 N ein Ke daß 1 8 um it n und e und 15 keiner 8 ju ger,. 9 60 nen Well er ne rcke leide 0 N 0 vet⸗ Creu 3. cht, mein merl ibge klag A bdſen Tag von meinſgeke wenden, icht, ſein Got ha meinten e ung uit Wa. in, 0 6 itlichſauf 0 u, fon mich das Wohlen a 4, fo Hi erk e icht, 1, Gib mein vie n es Vest auen tech Fun alfosſeb kann e n letz Kr S/ l A wenn ue Fe nicht dein Sohn, mein 1 e tale vil e cken. l 1 „ ent g 1 5 705 Leben ea 0 b ler vergiß dem nimm Him-. Auge 1 b n Tie. 0. C igen g ung nt, ö aul wieder fahren, ſo ig doch g 10 Herrlichkeit, die GO iin uns will offenbaren, weil ſie nach dieſen kurtzen 4 Zaͤhren ſoll ewig waͤhren. 2. bort ieh ſto he g N dd für 0 Hier, n 00 uns! n ckchre, 7255 3. due ehh . 1h An eg ja di Creußen d Her ait auge du d an win verſchulden. 4 1 Wein u 9 Vom Creutz der Chriſten. 379 gewuſt zu ſagen? Wer wird das Ziel im Wette⸗ Rennen ohn Staub er⸗ kennen? f Fi. Iſt noch ſo viel uns dieſes Leid nicht werth ber 442. Mel, Ach Gott 9 und Herr. 0 mm, Kreutzes„Laß, du werther Geſt! ich will dich willig tragen; Weil jeder Chriſt, ſo fromm er iſt, muß haben ſeine Plagen. 2. Ich will gar gern den Zorn des HERRN, und ſeinen Eifer dulden, weil ſeine Glut mein Frevel; muth und Suͤnden wohl 3. Ich ſag es recht, ich Laſter⸗Knecht, hab oͤfters mißgehandelt: Den Suͤn⸗ den⸗Pfad durch Miſſethat 1 auf gewan⸗ 4. Dadurch hab ich ge⸗ ſtuͤrtzet mich in ewiges Verderben: Ich muͤſte ſort zur Hoͤllen⸗Pfort, und boͤſen Todes ſterben. 5. Wo deine Gunſt, und Liebes Brunſt nicht vor den Riß getreten, und Gnaden ⸗ Thron, bey dir mich losgebeten. 6. Well du denn biſt zu jeder Friſt, mein Gott, ſehr reich von Gute, wo ſonſt dabey iſt voller Reu und Buſſe das Gemuͤthe. 7. So glaub auch ich gantz ſicherlich, du wirſt, mich laſſen ſpuͤhren dein' Herrlichkeit, und mit der Zelt mir meine Sach aus⸗ fuͤhren. 8. Du wirſt, mein Gott, aus Hobn und Spott ans Licht mich end⸗ lich bringen. Der Feinde Schaar nicht immerdar es laſſen ſo gelingen. i 9. Drum, Creutzes. Laſt, komm, werther Gaſt! Ich will dich willig tragen, weil jeder Chriſt, ſo fromm er iſt, muß ha⸗ ben ſeine Plagen. 443. Mel. Geh aus mein Hertz ꝛc. Kemmt her zu mir, ſpricht GOttes Sohn, all' die ihr ſeyd beſchweret nun, mit Guͤnden hart beladen. Ihr Jungen, Altan, Frau und Mann, Ich will euch geben was ich kann, will heilen allen Schaden. 2. Mein Joch iſt ſuͤß, mein' Buͤrd iſtg'ring, wer mirs nachtraͤgt in dem Geding, der Hoͤll wird er entweſchen: ich will ihm treulich helfen trag'n, mit meiner Huͤlf wird er er⸗ jag'n das ewge Himmel⸗ reiche. 4. Was ich gethan und gelitten hie in meinem Le⸗ ben ſpat und früh, das ſolt ihr auch erfüllen: was ihr gedenckt, ja redt und thut, das wird euch ales recht und gut, wenns g'ſchicht nach Got⸗ e 380 Vom Creutz der Chriſten. 4. Gern wolt die Welt auch ſelig ſeyn, wenn nar nicht waͤr die ſchwere Pein, die alle Chriſten leiden; ſo mag es benn nicht anders ſeyn, darum ergeb ſich nur darein, wer ewig Pein will meiden. 5. All Creatur bezeuget das, was lebt im Waſſer, Luf: und Gras, ſein Lei den kanns nicht meiden: Wer denn in Gottes Na⸗ m'n nicht will, zuletzt muß er des Teufels Ziel mit ſchwer'm Gewiſſen leiden. . Heut iſt der Meuſch ſchoͤn, jung und lang, ſieh! morgen iſt er ſchwach und kranck, bald muß er auch gar ſerben. Gleichwie die Blumen auf dem Feld: alſo muß auch die ſchnoͤde Welt in einem Huy ver⸗ derben 80 7 Die Welt erzittert ob den Tod, wenn einer liegt in letzter Noth, denn will er erſt fromm werden! Einer ſchaft dis, der an⸗ dre das, ſein'r armen Seel er gantz vergaß, die weil er lebt auf Erden. 8. Und wenn er nim mer leben mag, ſo hebt er an ein' groſſe Klag, will ſich erſt GOT er⸗ geben. Ich fürcht' fuͤr wahr, die goͤttlich' Gnad die er allzeit verſpottet hat, wird ſchwerlich ob ihm ſchweben. 9. Ein'm Reichen hilft doch nicht ſein Gut, dem Jungen nicht ſein ſtoltzer Muth, er muß aus dieſem Mayen: wean elner hätt' die gantze Welt, Silber, und Gold und alles nicht bereit, weil er leht in der Gnaden⸗Zeit, ewig muß er verderben. 11. Hoͤret und merckt, ihr lieben Kind, die jetz Gott ergeben ſind, laßt euch die Muͤh nicht reueh, halt't ſtets am heil'gen Gottes Wort, das iſt eur Troſt nnd hoͤchſter Hort Goc wird euch ſchon erfreuen. 12. Nicht Uebel ihr um Uebel geht, ſchaut das ihr hier unſchuldig lebt, laſt euch die Welt nur affen: Gebt Gott die Rach und alle Ehr, den engen Ste geht immer her, Gog wird die Welt ſchon ſtrafen. 13. Wenn es ging lach des Fleiſches Muth, in Gunſt, Geſundheit; groſ⸗ ſem Gut: würdet ihr gar bald erkalten; Darum ſchickt Gott die Trübſal her, damit das Fleisch ge⸗ zuchtigt werd, zur ewgen Freud erhalten. berinn die Welt thut ren⸗ nen: mit Leib und Seel muß Leiden ſeyn, ohn Unterlaß die ewge Pein, und mag doch nicht vel, brennen. 15. Ihr aber werd t nach 3 dieſer Zeit mit Chriſo 1 5 el, r Cpu 14. Iſt euch das Creuß bitter und ſchwer, gedeckt, wie heiß die Holle waͤr, en: Es le eke. 11 ſahech a dene 1. h chice. Fun het 0 5 N 15 lege Hort u! 10 ch N* grand lh a0 bit Ant W. uch N en. a Schaar ö 1 M öt inan lchtkt rel et ic muß hen . dach ligt uch nt. utz der Belt; ar dein, j ſo dert nur willi ben; euget aſſer, Les. * 282 113 iden: ihr Na⸗ t muß mit eiden. denſch Ten 1770 Ge N euc Net ch und erf N r auch! ichwie e 1 Feld: hit* ſchnoͤdeſen ih ver⸗ 22 2 „ zittert Reiner „ denn verden! der an⸗ en 0 die weil — . — 2 8 8 2 — 1 2 8 8 er nim ſo hebtſh ———= 572 er. t Ffuͤr d Gnad erſpottet tlich od 7 und r und ſo. 4 90 10 1 K ſonſt u 0 nicht Ale, 5 in di 92 G0 ch hall; 1 Oo a don, 6 d 2 . — —— Gol! Z 5 Klag, et bid, ren Aer 8 a0 I ö — 1— 5 mäßen g f f 10 5 10 — 2— ahn lit b Aal, 1. 10 Nüh nit 5 N b 0 nich icht lag ht, ect chu 10 Mul du tt he del ca 1 er, die Wel W 5 ches N Geſaudheh t: wü kalte! 1 1 55 9 1 0 174 1 00 5 15 1 den bilft e 1 jut, dem U ſtoltzer 4 18 dieſem 5 ger hätt' „Silber, 1 2 Laß die che 10 dl Mr cet Zn ben ewge! Freud, dahin ſolt ihr gedencken: Es lebt kein Mann, der ausſprechen kan die Glorie und den ewgen Lohn, den euch der HErr wird ſchencken. 16. Und was der ew'ge guͤt'ge GO in ſeinem Wort verſprochen har, ge⸗ ſchworn beh ſeinem Na⸗ men, das haͤlt und giebt Er g'wiß fuͤrwahr: Der helf uns zu der Engel⸗ 3 durch JESU M Chriſtum, Amen. 444. M. Auf meinen lieben Gott. ebt jemand, ſo wie ich, ſo lebt er jaͤmmerlich, wor⸗ uͤber ich muß weinen, will mir doch nicht erſcheinen, was ich ſuch mit Begier, verbirget ſich vor mir. 2. Im Himmel iſt das Gut, darinn mein Hertze ruht, hinauf ſteht mein Verlangen, dich JESy! finde nicht, was mir ſo Was mir ſonſt wer⸗ 5 kann, ſteht meiner Lieb nicht an, die Welt mit ih⸗ Schaͤtzen kan mich auch nicht ergoͤtzen, die Wolluſt dleſer Erd iſt keiner Liebe werth. 4. Ich lieb, was ewig bleibt, was keine Zeit ver⸗ treibt, was meine Seele nähret, was keine Fluth verzehret, und keine Gluth 1 keinüngluͤck von r trennt. Ich lieb und werd ard, denn was ich Vom ben der Chriſten. fact finden, was man ſüc 6. Wie lang hab ich ge⸗ weint, weil mir kein Troſt erſcheint: Wie lang hab ich geklaget, daß mich die Ltebe plaget, bund nicht mein Hertz und Sinn nach IEſu immer hin. 7. Ach Himmel! thun dich auf, ich komm in vollem Lauf. Laß mich nur erſt erblicken den, der mich kann erquicken. Ach JEſu! laß mich ein, war oft mein Seufterlein. 8. Umſonſt iſt alles doch, ich muß am ſchweren Joch des Lebens laͤnger ziehen, umſonff iſt mein Bemuͤhen. Was mir ſollt ſuͤſſe ſeyn, das beinget bittre Pein. 9. Ich will doch nicht aufhoͤrn zu lieben und zu ehr'n, den meine Seele liebet, ob gleich die Lieb betruͤbet: ob ich ſein nicht genteß, iſt doch das Leben ſuͤß. 10. Der Wille bringt die Kron, iſt ſonſt kein ander Lohn, das unge⸗ ſtillte Sehnen verm ſchet mit den Thraͤnen, muß mitten in der Pein ein ſuͤſſes Labſal ſenn. 445. In eigener Mel. Mes ich Ungluͤck nicht widerſtahn, muß Un⸗ gnad han, der Welt fuͤr mein Recht glauben: So weiß ich doch, das iſt mein Kunſt, Gott's Huld und Gunſt, 367 0 hab erwaͤhlt, giebt ſich nlcht zu geneſſen. Wie ſollte nicht verdr! feſſen, ſtets lieben ohne Frucht, Hertz entbrannt in heiſſer 382 Vom Creutz der Chriſten. Gunſt, die muß man mir erlauben, Gott ig nicht weit, ein' kleine Zeit Er ſich verbirgt, bis Er er⸗ wuͤrgt, die mich ſein's Worts berauben. 2. Richt't, wie ihr wolt, jetzund mein' Sach, wei „bin ſchwach, unk Sorte mich Furcht laͤßt finden: So weiß ich, daß kein' G'walt bleibt veſt, iſts allerbeſt, das Zeit, lich' muß verſchwinden: das ewige Gut mach: rechten Muth, dabey ich bleib, wag Gut und Leib, 8 Goc helf mirs uͤber⸗ ſe winden. 3. All Ding ein' Weil eln Sprichwort iſt, HErr IEſu Christ, du wirſt mir ſtehn zur Seiten, und ſe⸗ hen auf des Unelück mein, als waͤr es dein, wenns ſanftes Quell gedaͤmpft. 3. Du mußt'ſt mit An des Feuers Macht zerſch „ ſt g le fin b len, die dergestalt in deinen n Sch. 10 t N Geiſt geblitzt, daß du ge, 0 ſchmeckt die Bitterkeit der eu J hell! Hollen, und in den Kampf alan en das milde Blut geſchwitzt. hn. Du ſinckſt ſo tief in Tod hinein, daß du von deinem Gott mußt wie geſchieden yn. 8 4. O Braͤut gam Denn Geheimniß volles Lieben, bat dich ſelbſt zum Ang⸗ thema gemacht. Wie; wird die Lieb auch bis zum Fluch getrieben? Ach ja] der Trieb hat ſie ſo weit ge⸗ 5 un Wurde iu Het da h h Jabs uud üb ſch ber Blic wieder mich will ſtreiten. Muß ich denn dran auf bracht. Das Leben nimmt mich wieder an, ſonſt war dieſer Bahn: Welt, wie ich aus dem Buch des ke⸗ du wilt, Got iſt mein Schild, Er wird mich wohl begleiten, 446. In eigner Mel. ein Freund zer⸗ ſchmeltzt aus Lieb in ſeinem Blute, ſein Leiden iſt der Hollen ſtrenge Pein: Er loͤſcht den Grimm, zer⸗ bricht des Treibers Ruthe, das Leben wirft ſich en den Tod hinein, davon zer⸗ ſpringt des Todes Schlund, nun macht mein Braͤu⸗ 99 05 mich wiederum ge⸗ . 2. Er ſahe mich in mei⸗ nem Blute liegen, ſein bens ausgethan. 5. So haſt du denn, 6 Tod: den Mann verſchlun, en, und wußteſt nicht, daß r das Leben traͤgt: Dem Leben iſt der weiſe Rath gelungen, des Todes Trutz wird von Ihm hingelegt, Geh ich nun in den Tod hinein, ſo muß der Tod mir ſelbſt des Lebens Wurtzel ſetu. 6. In Chriſti Tod wird nun mein Tod vertrieben, er iſt mir nur ein Weg ins Paradies. Darlinnen wird der ſtrenge Sinn zerrieben, wenn ich ſein Blut und ſeinen Tod genleß. Davon Liebes Macht. Dis iwar zerſchmeltzt die Haͤrtiskeit und in mirſgen nicht At Er Er er ſeiw's geß r wolt, „ weil und t laßt 10 „ daß G4 t veſt, ſſch f dei, wach 2 bey ichſht 4 N d Leib, uͤber⸗ 4 12 und ſe⸗ U wenns ſtreiten. 9 an auf iſt mein b en d mich Mel. d qer⸗ s Lieb in Leiden ze Pein: um, zer⸗ Ruthe, 3 chen den von 7 Schlund, Brau rum 90%.: b in* 1 ſein heiſſet Dea mel (zen, 1 bon J reutʒ der ee d 18% 1 0 Fit A 05 ft 155 N 158 Hi f da he lag mein Freund: Die Gluth 9 21 8 f derklärt in ſeinem Tlegel] 1 ſtehn. 10 5 11 ien dee Farben, a blinckt das Hertz wie irſt mir ft 9 Jaſpis und Rubin. 1 W e ſich der Blick, durchaus k mein, g pen N Werſtreckt, ſo kriegt mein hat fe. Geiſt ſein ebe, und wird b e dab mit Licht bede u leder g lt, wie i 41) Weisheit ſüſſe Blicke, da Uögeth ö l e Liebes⸗Schooß; da wird 4 Jaden ſie denn vom Tod vom 10 b Suͤnden⸗Stticke und von (i behnh 55 Dienſt der Eitelkeiten e i b los, 5 5 Klarheit, ziert, wird nige gel uͤhrt. 10, Drum ſcheu ich nicht ſches Schmertz nicht irren, ( gleng den ſchmalen Steg, 10 1 vom Creutz der Ehriſten. 383 1 wandelt meine Pein in reine Himmels Freud. 7, Nun wird mein Gold im Leiden rein gefeget: der [Oken iß das Creutz, der Tel das Hertz, die Schlacke iſt, was ſich in Glieder reget: Der Schmeſtzer 10 der Schmertz. Muß gleich das Bold durchs Feuer gehn, ſo bleibt es doch N. Denn bringt mein (Geit mit Freuden ſelne⸗ 1* Si an e Bruun Si g Well U 1 Herr fe 0 des Himmels Blitz i et meinen inn, die Weisheit pielt 9. Da ku ien ihn der ruht die Seel in ihrem Wenn ſie des Him e als Koͤnigin zum Koͤ⸗ des Leidens bittre Myrr⸗ hen, in Myrrhen liegt die ſchoͤnſte Balſams Kraft! Dabey kann mich des Flei⸗ weil mir das Joch in Chri⸗ 1 ſto Ruhe ſchafft. Die Liebe aus Liebe waͤhl ich mir der 11. Mein GOT! ent⸗ zuͤnd in mir des Creutzes Fiamme, laß deſſen Gluͤth des Geiſtes Gold durch⸗ ben und ſtaͤrcke mich in em erwuͤrgten Lamme, n daß ich verklaͤrt im Tiegel bleibe ſtehn. Wenn gleich das Fleiſch ſich kl alich ſtellt: 1245 daß der neue 177 5 im Creutz den Sieg erhalt. 447. M. In dich hab ich gehoffet ꝛc. enſch! drückt dein Creutz dich ohne Zie iſt auch des Leidens no ſo viel, werd ja nicht um Rebellen: Starck deinen Muth, Gott meynt es gut, dis wird zuletzt erhellen. 2. Kommi du in Unfall, Angſt und Plag, Verluſt, Verfolgung, Spott und Schmach, den Creutz Weg hergegangen: lach' oder wein, es muß ſo ſeyn, ſollſt du zum Heil gelangen. 3. Wenn Gott dich ſchlaͤgt an Geld und Gut, an Ehr, Gericht, an Fleiſch und Blut, au Seel an Muth und Sinnen: Du biſts nicht werth, denn er begehrt hie⸗ durch dich zu gewinnen. 4. Un hoͤglich iſt, mit ſolchem Zeug zu gehen ein in Gottes Reich: Drum will Er von dir nehmen, was haßt und liebt, freut und betruͤbt, zur Reiſ' dich zu bequemen. J. Trage du dein Creutz nir eieben fort, ſo tragt es dich zur Himmels Pfort, da Luſt fuͤr Laſt zu fin⸗ Liebe Creutzes⸗Weg. den. Legſt du eins bey, ſo ſindſt 384 Vom Creutz der Chriſten. ſindeſt du zwey, und bleibeſt wohl aar dahinten. 6. Daß du dein ſelbß nur erſt kommſt los, ſo ſtehe aller Dinge blos, ſey, wie es geht, zufrieden: Nimm dich nichts an, ſo iſts gethan, und bleibt die Suͤnd vermieden. 7. Drum faß dich mit Beſtaͤnd gkeit, ſtets gleich zu ſtehn in Leid und Freud, in Rettung und Verder⸗ ben, in Suͤß und Saur, wle eine Maur, im Le⸗ ben und im Sterben. 9 Cxeutz war die Wehr in Chrißt Hand, als Er den Teufel üͤherwand, wer kann das Creutz guug lo⸗ ben? In allem Krieg er⸗ haͤlts den Sieg, wenn noch die Feind ſo toben. 9. Creutz iß der Weg und enge Pfad, der uns zum Himmel führt gerad, drum wolt ihn Chriſtus gehen. Wer dieſes glaubt Und olgtr dem Haupt kann fuͤr ein Glied beſtehen. 10. Creutz iſt das Zeichen im Gericht, wenn Chriſt, der HERR, das Urtheil ſpricht; Wer denn nicht will anhoͤren das harte Wort: Weicht von mir fort! muß ſich zum Creutz hinkehren. 11. Kein f Seel betruͤbt, die in Ge⸗ duld zum Creutz ſich giebt: ihr ſchadt kein Tod no Hoͤlle. Unleid ſamkeit bringt teten Streit, und iſt der Suͤnden Quelle. 12. Des Eigen⸗Wlllens boͤſe Art haͤlt GO in uns ſteis Widerpart; wie ungluͤck je die 8 wohl wuͤrds mit uns ſte⸗ lebte GOtt, und koͤnnt ſein Sgam' aufgehen. Satans Bild, iſt, der die Seele ſo verwildt, und ſtärtzt aus Gottes Weſen in Untergang, durch Creutz der geneſen. 14. Drum lehrte Chri⸗ ſtus: Eſus iſt Noth, und 0 uns auf ein neu Ge⸗ ot, Creutz und Leiden. Wer hierum wirbt, der Suͤnd abſtirbt, ſelbſt kann ſcheiden. er haͤlt, macht Preis und Danck aus Klagen. 16. Durchs Creutz gieng und von ſich 15. In dem ſleht auf ein neuer Mann nach Geiſt(. 60 und Kraft, der alles kann zu Gottes Wohlbehagen; Was dem gefaͤllt, für gut 1 Der Eigen⸗Will, des durchs Wort vom hen, waͤr dieſer todt; denn lt 1 Ne und Drang muß ſie wie⸗ ges! 7 unſer HERR allein zu ſei⸗ len. Dle Wahrheit ſpricht: deiner armen Seelen. 448. Mel. O JeEſu Chriſt, meins ꝛc. ach dir, o HE Rg, ver langet mich, du biſt mein GOT, ich hoff auf dich: ich hoff und bin der ch Zuverſicht, du werdeſt mich beſchaͤmen nicht. 2. Der wird zu ſchau⸗ den, der dich ſchaͤndt, und ſein Gemuͤthe von dir wendt; Der abet, t, und der ſich dir ergiebt, 110 ner Herrlichkeit auch ein, den Weg mußt Er erwaͤh⸗ Gehſt du ihn nicht, Weh 1 0 10, dee. 5 1 ö 6 0 — 13 6 lbſt ed, 14 rder⸗ flus; n 6 9 6 aur, ſetzt 1 Le⸗ſbot, 4 c lehre 0 un . ch Ng; Cret 9 Fehn; ehrſhier F 110 Er abt. ud ſelb schen 1 den ſchg neu dan geh und e, der A au g s Nahe Weg Wee gef r unser gerad, De de Kaen yriſtus 1 ch Cu glaubtſun egg nc t kann ne 45 10 en. de i mate zeichen fle. J Valche Thriſt,ſ Au ibn Urtheilſde amen Sal nicht barteſg el 0 on mir Creutz je diefs in Ge— 1 glebt: 0 d noch? it hbringtſl h iſt der 1 Willens e 0 eldt; 0 t; wiel Jace 8 8 macht u 1 freut, Noth am tiefſten ſteht, vom Creutz der Chriſten. 385 dich recht liebt, bleibt un⸗ betruͤbt. 3. HERR, nimm dich meiner Seelen an, und fuͤhre ſie die rechte Bahn; laß deine Wahrheit leuch⸗ ten mir im Steige, der Uns fuͤhrt zu dir. 4. Denn du biſt ja mein ein'ges Licht, ſonſt weiß ich keinen Helfer nicht; Ich harre dein bey Tag und Nacht: was iſt, das dich ſo ſaͤumend macht? 5. Ach! wende, HErr dein Augen ab von dem, was ich geſuͤndigt hab: Was denckſt du an den Suͤnden⸗Lauf, den ich ge⸗ fuͤhrt von Jugend auf? 6. Gedenck an deine Guͤtigkeit, und an die groſſe Suͤßigkelt, damit dein Hertz zu troͤſten pflegt, das, was ſich dir zum Fuͤſſen legt. 7. Der HErr iſt fromm und hertzlich gut, dem, der ſich pruͤft und Buſſe thut: Wer ſeinen Bund und Zeugniß haͤlt, der wird er⸗ halten, wenn er faͤllt. 8. Ein Hertz das Gott von Hertzen ſcheut, daß wird in ſeinem Leid er⸗ und wenn die ſo wird ſein Creutz zur Wonn erhoͤht. 9. Nun HERR, ich 4 bin dle wohl bekannt, mein Geiſt der ſchwebt in deiner Hand: du ſiehſt, wie meine Seele thraͤnt und ſich nach deiner Huͤlfe ehnt e 10. Dle Angſt, ſo mir ein, zum ewgen Fried und eden. 110 449. Mel⸗ mein Hertze dringt, und daraus ſo viel Seuftzer zwingt, iſt groß: Du aber biſt der Mann, dem nichts in groß entſtehen kann. 11. Drum feht mein Auge ſtets nach dir, und teägt dir mein Vegehren fuͤr. Ach! laß doch, wie Du pflegſt zu thun, dein Aug auf meinen Augen 12 Wenn ich dein darf, ſo wende nicht, von mi dein Aug und Angeſicht! laß deiner Antwort Ge⸗ genſchein, mit meinem Be⸗ ten ſtimmen ein. 13. Die Welt iſt falſch, Du biſt mein Freund, ders treulich und von Hertzen meynt; Der Menſchen Gunſt ſteht nur im Mund: Du aber liebſt von Her⸗. tzens Grund. J 14. Zerreiß die Netz, heb 0 auf die Strick, und brich des Feindes Liſt und Tuck, und wenn mein Ungluͤck iſt vorbey, ſo gieb, daß ich auch danckbar ſey. 15. Laß mich in deiner Furcht beſtehn, fein ſchlecht und recht ſtets einher gehn: gieb mir die Einfalt, die dich ehrt, und lieber dul⸗ det als beſchwert. 16. Regier und fuͤhre mich zu dir, auch andre Chriſten neben mir, nimm, was dir mißfaͤllt von uns hin, gieb neue Hertzen, neuen Sinn. 17. Waſch ab all unſern Suͤnden⸗Koth, erloͤſ aus aller Angſt und Noth, und führ uns bald mit Gnaden 386 Vom Creus der Chriſten. 44%. m. Zion klagt noch ihre Seufzer fl 145 M., top 9 nen bis in Gottes 3 Noche betruͤbters iſt aufuüber dieſen Mann, der Erden, nichts kann ſo die Wittwen aͤngſten kann, zu Hertzen gebn, als wenn bis der hoͤchſſe Gott das arme Witwen werden, Ende, und den Wittwen 1 wenn verlaßne Wayſen Huͤlfe ſende. fehn ohne Vater, ohne 6. Wittwen ſind in Muth, ohne Freunde, oh⸗[ Gottes Armen, Wayſen ſind ſind in Gottes Schooß: verlaßne Frauen, wer thut Ihrer will er ſich erbar⸗ ne Gut: Wittwen auf die Wayſen ſchauen? men, waͤr die Noth noch 2. Wo die Zaͤune ſind eins ſo groß. Ein ſolch zerlücket, jedermann bin, ungerechter Mann tastet über feigt: Auch ein Gottes Auge an, der die Kind die Früchte pflücket, armen Waypſen druckt, da die Aeſte ſind gebeugt. und der Wittwen Hertz Wo die Mauren ſind zer beſtricket. ſpalt't, da findt ſich der 7. Venn ſie bleiben in Feind gar bald, wem der dem Schrancken, darein Schirm und Schatten ſie Gott hat geſtellt, und weichet, den die Hitze von ihm nicht abe wan bald erreichet. cken, weil Er ſich zu 3. Alſo muͤſſen ſtets die ihnen haͤlt, ſollen ſie im Armen leiden lauter Un⸗ Himmels Schloß werden gemach, Ihrer wenig ſich ales Kummers los, de erbarmen. Wittwenſſoll nicht mehr, wie auf. 0 ſchreyen Weh und Ach! Erden, Wittwen⸗Noth — 15 h i gehoͤret werden. nd in n ſtecken a läßt. Wayſen muͤſſen ſich 40: N.. O Traurig nur ſchmiegen andern un⸗ keit! o Hertzeleid. tern Fuͤſſen liegen. O Creutzes⸗ Stand! O 4. Alſo muß es hier er⸗ gehen, in der Welt auch le Streiter bindet: deinen mir und dir; Wayſen muͤſ⸗ ſüſſen Honig⸗ Saft mein ſen traurig ſteben, Wit. Hertz wohl empfindet. wen muͤſſen leiden hier.] a; O ſelig iſt, der dein Denn wie konnte GOT genießt, und mit dir iſt denn mein und der Dei⸗ gezeichnet! lauter Segen nen Pater ni Sonſten laß i du nach dem, der ware Gott nicht Rich⸗ dich erreichet. ter, und der Wahſen Sa,. O edler Schaß! hab chen Schlichter. ewig Platz bey mir in mei 5. Jwar der armen nem Hertzen: ich kuͤß dei⸗ Wittwen Thränen flieſſen ne Suͤßigkeit mit Lieb⸗ auf die Backen los: Den⸗ vollen Schmertzen. 0 a f 4. mit Angſt 7. nen ⸗ Schloß; Schreyen edles Pfand! das al!“ —-= m 5. y ic 1700 H. dcn he 0 0 d oder cg n. gti noch de 9 nen b 155 auffü Nun, n ſoſdie W e denn bis de K ge 80 en, Ende e de 0 yſenHuͤlft We. ohne 6. g ten 0 0 einſchot age gu, uͤcket, arm dane beugt. und 1 Win d zer beſt ch der 7 n se dh m derſden h ranch, batten ſie 8 bat geh Hitze vor e nicht de nell t ets dieſihr( Wuilt, an; er Un, 10 1 7 10 lig ſichfall! Humm ub en ſo It neh Ach E. ag Mils/ t preßt ge u nende, ſtecken 4 1077. on 1 an 18 0 ch Fuuten en dier er 95 0 a! 1 1 U it auch le tet bach 1 * 2 l elt, er Deb 0 lat e 0 e ſen Sa, 1* 15 0 a2 erf e! eser e 10 90 85 10 d ; Den 4 Vom Creutz der Chriſten. 387 U 4. O. liebſter Gast! ofdes Leidens mich drückt ſuͤſſe Laſt! Bewahrung al⸗allzumabl, geb ich doch ler Frommen! Nlmm hin, kein'n Rebellen: Dein weg die Ungeduld, Mur, Joch, mein GO Tk iſt C ö ren laß nicht kommen. uͤß im Spott dein Nam 5. Ertoͤdt den Leib, die wird mir erhellen. 1 Luſt vertreib, laß deine 2. Wirſt du berruͤbt, chen und vergehen. haßt, verlaͤcht: Halt fill, 6. Im Creutz iſt Lieb, wie dirs auch gebe: Bitt, des Glaubens Trieb⸗ und nur Geduld von Gottes Hoffnungs⸗ volles Leben: Huld, der Himmel offen es giebt Troſt, verſichertſ ſtehet. n 11 auch der Kindſchaft dar⸗ 5 52 8 Ui dir ſchen neben.[Sd in Geld und 2 O ſauftes Joch! du Hut, in dein Gerücht. bleibe doch ſehr leicht, in Fleiſch und Blut, wie Chriſius lebret; wer ins Hertz und dein funf in deſſen Kraft dich fuͤhlt, Sinnen: Fall Gode zu liebet dich und ehret. Fuß: Liebe leiden muß: 3. Geheime Ruh, wie Godct thuts, dich zu bald wirſt du bringen die gewinnen.„ ſchoͤne Krone, die den Sie⸗ 4. Dein n Muth faſt gern JEſus wird gebenſmit Beſtaͤndigkeit in dort zum Lohne. Süß, in Saur, in Lieb 9. O Zions⸗Kraft ach! und Leid, in Reichthum eil geſchwind, ſtreck aus und Verderben. Halt die beyden Armen, nimm dis Gebot in Freud und darein das Creutz mit Luſt, Noth, im Leben und im Gott iſt deln Erbarmen. Sterben. 10. Er iſt ſehr mild, dein 5. Creutz tragen iſt dern Burg und Schild, deinſenge Pfad, zum Him ⁵ Schutz HERR und Er, mel fuͤhrt er dich gerade, retter, dein Immanuelſdrum wollt ihn Chri?2? und auch im Creutz dein ſtus gehen. Wer dieſes Vertreter. glaubt, und folgt dem 11. Der hat bereits und Haupt, kann fuͤr ein Glied wird dein Creutz noch fer⸗ beſtehen. ner helfen tragen, drum 6. Dis ſind die Waff'n will ich mit Zions Schaar in Chriſti Hand, da Er auch mit Amen ſagen. den Teufel uͤberwand: m. In dich hab e— 6 451. M. In dich ha reiben. Dis ſind bere 5 4 in allem Streit, im Creutz ich gehoffet, ꝛc. ſe ſtandbaft bleiben. 1 Ob ſchon das Creutz, 7. Nichts unſrer See⸗ die groß ſte Qugalllen Schaden bringt, ſo R a lang Natur und Eigenheit wei⸗ drückt, verſchmäht, ge.: 383 Vom Lreus der Chriſten. lang die Truͤbſal auf uns reit, da du Ihm dein dringt; Trotz Tod und Hertz verſchloſſen, ob Ihn Hollen Geiſter] wo Creutz das nicht hab verdroſſen. nicht ißt, da wird durch 2. Seh setren en deinem Liſt die Welt bald unſer Glauben, baue deiner See- Meiſter. len Grund, nicht auf zwei⸗ 8. Wo eigner Will hat felhafte Schrauben: ſage überhand, ſo ſind wir von den gewiſſen Bund, ſo ge⸗ Goit abgewandt; denn ſchloſſen in der auff, deis 0 haßt du überwunden, wenn dem Go nicht wieder dein Will todt, ſo ſchmeckſt auf: Fange an eln beſſer du Gott, und haſt die Leben, deinem Gott zun Tugend funden. Dienſt ergeben. 9. Dis iſt das rechte 3. Sey getreu in deiner u neu Gebot, das Chriſtus Liebe gegen Goc der lehrte, Menſch und Gott dich geltebt: an dem Nich⸗ durchs Wort vom Ereutz dien Gutes uͤbe, ob er dich und Leiden Dein Lu gleich hat betruͤbt: Den⸗ muß hier, und böſ Be⸗ cke, wie der Heiland that; gierd von dir ſeyn ab⸗ als Er für die Feinde bat, geſcheiden. ſo muſt du verzeihen eben, 10. Denn halt du dich oll GOT anders dir zum Geiß bekehrt vom vergeben.. Fleiſch, und kannst dich un 4 Sey getreu in deinem verwehrt in Gottes Wil⸗ Hoffen, hilft Gott gleich len üben, und dancken nicht, wie du wilt. Er hat Goes im Creutz und bald ein Mittel troffen, Tod, kein Leid wird dich daß dein Wuͤnſchen wird hetruͤben. erfüllt: Hoffe veſt, Gott 11. So gienge durch das ſiſt ſchon hier, ſein Hertz Creutz und Leid auch Chri- bricht Ihm gegen die, ſius ein zur Herrlichkeit. hoffe nur, GStt iſt vor⸗ Ach! diefen Weg erwah e, handen, Hoffnung macht wie Gottes Sohn: Trittſildich nicht in ſchanden. du davon, weh deiner F. Sey getreu in Te armen Seele. des Nöthen, fechte friſch den letzten Zug; ſolt di 452. Mel. Freu dich klei r 71 der lh l en, das it fel eine ſte Druck: Wer da recht . mit JESu ringt, un Ser getreu in deinem wie Jacob ihn bezwingt, h Leiden, laſſe dich kein der gewißlich auch obſle Ungemach von der Liebeſ get, und die Lebens⸗Krot JESu ſcheiden, murreſne krieget. nicht mit Weh und Ach!] 6. Sey getreu bis an Dencke, wie er manche das Ende, daure redlich Felt dir zu helfen war be⸗ aus den Kampf; e 8 der Ch, uns ſteſt, 7 und Hertz ve 1 In ö eutz urch 2. uſerſe hat felhafte e! von den gei 1 Bu — eu 1 e vennſgem G 0 leckſt auf:* die Leben, m gh Dienß en. echte riſtus Liebe n doe, SOttſdichg n Treutzſſien g u be,% „Luft ſgleich hat Be- ſcke, u ehelugt ab ⸗ſals( dee „on e e u dichſſoll T a vomſ verge deiner U 1 e e das nicht Ae f e treu ſeyn bis zum Schei⸗ 3. Cg eren da Er ſich dir verſchrie⸗ Ewigkeit als Vater dich Vom Creutz der Chriſten. leich harte Staͤnde, dul⸗ eſt du gleich manchen Dampf: Iſt das Leiden dieſer Zeit doch nicht werth Chrif 389 kein' Lu noch Leiden in deinem gantzen Lebens⸗ Lauf von ſeiner Liebe ſcheiden; ein' alte Treu u der Herrlichkeit, ſo dir wird taͤglich neu, ſein wird dein IEſus geben, Wort ſteht nicht auf dort in jenem Freuden⸗ Leben. 5 7. Ey, wohlan! ſo will ich leiden, glauben, le⸗ ben, hoffen veſt, und ge den, weil mein Jene nicht verlaͤft den, der Ihn beſtaͤndig liebt, und im Creutze ſich ergiebt. Ihm befehl ich meine Sa⸗ Schrauben, was er ver⸗ ſpricht, das bricht Er nicht, das ſolt du kuͤhn⸗ lich glauben. 4. Sey Gott getreu, in deinem Stand, darein Er dich geſetzet: Wenn Er dich haͤlt mit ſeinen Hand, wer iſt, der dich verletzet? Wer ſeine Gnad zur Bruſtwehr hat, kein chen, IEſus wirds zuletzt, Teuſel kann ihm ſchaden. wohl machen. 453. Mel Was mein GOtt will ꝛc. Ser OT getreu, halt ſeinen Bund, s Menſch! in deinem Le⸗ ben, leg dieſen Stein zum erſten Grund, bleib ihm allein ergeben: Denck an den Kauff in deiner Tauff, ben bey einem Eid, in zu lieben. 2. Sey Got getreu, laß keinen Wind des Creutzes dich abkehren: iſt er dein Vater du ſein Kind, was wilt du mehr begehren? Dis hoͤchne Gut macht rech⸗ ten Muth: Kann ſeine Huld dir werden, nichts beſſers iſt, mein lieber Chriſt, im Himmel und auf Erden. Wo dis Stacket um einen ſteht, dem bleibet wohl gerathen. 8 5. Sey Go getreu, ſeln liebes Wort ſland⸗ haftig zu bekennen, ſteh veſt darauf an allem Ort, laß dich davon nicht tren⸗ nen; Was dieſe Welt in Armen haͤlt, muß al⸗ les doch vergehen; Sein liebes Wort bleibt ewig fort ohn alles Wancken ſtehen.. 6. Sey Goc getreu, als welcher ſich laßt tren und gnaͤdig finden: Streit unter ihm kur ritte lich, laß uͤber dich den Suͤn⸗ den, ja wider Pflicht den Zuͤgel nicht: Mar ja der Fall geſchehen, ſo ſey bereit, durch Buß bey Zeit nur wieder auf⸗ zuſtehen. 7. Sey Got getreu, bis in den Tod, und laß dich nichts abwenden: Er wird und kann in aller 3. Sey Soc getreu, von Jugend auf, laß dich Noth dir treuen Bep⸗ R 3 ſtaud 390 vom Creutz der Chriſten. ſtand ſenden, und kaͤm auch gleich das hoͤll ſche Reich mit aller Macht ge⸗ drungen, wolt auf dich zu, ſo glaube du, du bleibeſt unbezwungen. bleiben treu, wird Er ſich dir erweiſen, daß Er dein lieber Vater ſey, wie Er dir bat verheiſſen, und eine Kron zum Gnaden⸗ Lohn, im Himmel dir auf⸗ ſetzen, da wirſt du dich dort ewiglich in ſeiner Treu ergoͤtzen. 454. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. Ser mir tauſendmahl willkommen, ſuͤſſes Leiden, liebes Creutz! O du M lieber Sohn. 2. O wie kuͤß ich deine Ruthe, Abba! o ich kuͤſſe ſie! Denn ſie thut mir viel zu gute, toͤdtet meine Schlange hie. Drum, ſo ſchlag, o Vater! ſchlage nur noch beſſer meinen Feind, ders ja warlich all mein Tage niemals gut mit mir gemeynt. 3. IJEſu, ſtuͤrm in mir die Holle der verfluchten Eigenheit, brich, zermal⸗ me und zerſchoͤlle alle meine Eitelkeit! So will ich dir froͤlich ſingen Lob und Preis und Sloria, 8. Wirſt du Gott alſo Hertz und Mund ſoll noch erklingen vom Triumph Vietoria. 455. M. Haſt du denn Ik ſu dein ꝛc. Sel ich denn, IeESu, mein Leben in Trau⸗ ren beſchlieſſen? Soll ich denn ſtuͤndlich mit Thraͤ⸗ nen die Wangen begieſ⸗ ſen? willſt du mich nicht JeESu! mein Leben und f 5 Licht, laſſen die Freuden genieſſen? 2. Ich will, was zeit⸗ lich iſt, willig und gern verlaſſen, wandeln mit IEſu, dem Heiland, die himmliſche Straſſen, ewi⸗ ge Ruh fuͤhlet mein Hertze ja nu; weil ich dich, JE⸗ ſu, thu faſſ ben, immer mit Krieg und Streit haͤufig und ſtuͤndlich umgeben, hier iſt kein Ruh, Ieſu! dir flieh ich nur zu, laß mich im Himmel bald ſchweben. nen und Seuftzen mein Hertze abnagen; wie ich muß jaͤmmerlich kleiden, und dulden viel Plagen, daß ich vor Noth öfters mir wuͤnſche den Tod, darzu das ewige Leben. 456. M. vater unſer im Himmelreich ꝛc. So ſoll ich denn noch — mehr ausſtehn? O JeSu! ſoll ich dir nach⸗ gehn, ate eh, fach uc Lech. e A lil, faſſen.„ 3. Iſt doch dis zeitliche fluͤchtig und nichtige Le⸗ 4. Schaue, wie Thraͤ⸗ nn le 11 1 1 act wenig g 10 ügehblcch! rde Ahe os 5 0 107 git, n d 1 J Ey, Sale IN 10 der c 1. ale nge N ge, Bietet I de ia. dun N Wehe ell Anz, 955 ich Jeet icht, u die e un iſſesſge R geit ah Oſja 1 * kom⸗ſu, 1 ſen. de gehn durch deinen m n; Erſren be. a ind denn zal ic 0 e fluch chin jetzt ben, 15 100 Fron, und d eit blaß n Lob ſtuͤn Sa umgeben H W, M fiel 5 ur,% dich denn auf, dis iſt der im, Wiel hüblgg rechte Tugend Lauf, du 41e mußt alhier gebaſſet ſeyn nen n Sei von allen, und dis nicht He denage allein von Feinden; ach! ſof mu ume ö 0 gebahnten Weg, ich ſterbend lebe noch. 5. Ey, Seele! muntre dein naͤchſtes Blut, das un t den na fuͤhrt dich oft vom hoͤch⸗ ische lu, * 8 50 e Freuden fort durch Dor⸗ . da 8 vor dh ſten Gut. 6. Nun, Seele! geh mit en und durch Stachel⸗ Wort, dein Heiland, der 41. vad die Sanftmuth war, geht vor dir her, er ſtirbet gar; Fahr fort, ſo lang Lt imme loria, 328 U el it e es dir gefällt, mich recht c 1 zn baſſen, falſche Welt. Creutz und Elends volle Steg? Ach! hilf denn tragen dieſes Joch, damit Vom Creutz der Chriſten. 391 5 a7. if. Jeſu meine Freude ꝛc. ſprung wahrer Freu⸗ f ſchießt, mich ſtaͤrcke, daß ich Troſt vermercke. 4. Wenn ich nun ſoll ſterben, und mein Fleiſch verderben, da verlaß mich nicht. Tritt mir an die Seite, hilf, daß ich ſo ſtreite, daß ich ins Ge⸗ richt ja nicht komm, o: mache fromm mich, daß ich in dieſem Leben bloß hiernach moͤg ſtreben. 438. M. Freuet euch, ihr Chriſten alle. achet auf, ihr lie⸗ R 4 ben Hertzen] wachet auf eee eee ee eee 2 un—— — 392 Vom Creutz der Chriſten. auf, und tret't deran, ſeht, was JESUS hat gethan! Er mußt durch viel Todes ⸗Schmertzen, durch ſo manchen harten Streit gehen ein zur Herr lichkeit. Ach! ſs ſchickt euch auch zum Leben, wer genieſſen will der Freuden: Gebt euch in des Vaters Willen, Er wird euren Hunger ſtillen. 2. Kaͤmpfet, denn es wird gebohren in dem Ereutz die Friedens⸗ Kraft und die wahre Ruh geſchaft. Wer nun will ſeyn auserkohren, dringe durch die blut'ge Nacht, ſo wird er dazu gebracht. Laßt uns ſeyn darauf be⸗ fliſſen, durch viel Creutz und Leiden muͤſſen, die gottsfuͤrchtig wollen le⸗ ben, nach dem Reiche Sottes ſtreben. 3. Wer dem LFamme will nachgehen, wo es hin⸗ geht allezeit, muß ſich wa⸗ gen in den Streit. Der wird noch auf Dion ſte⸗ hen, der ſich innig Ihm ergiebt, und nicht ſeine Seele liebt. Denn der muß die Seel verlieren, der durchs Creutz ſich nicht laßt fuͤhren: Wer ſich aber wagt im Streite, wird ſie tragen noch zur Beute. 1 f 4. Unſers Hauptes Vater traͤget Vater⸗Lie⸗ be gegen die, ſo ein we⸗ nig haben Muͤh unterm Creutz, wenn er ſte ſchlaͤ⸗ get, und der Kinder ihr Hemuͤth mit der Liebes⸗ ANuthe klebt. Er zerſchlägt und reiſſet nieder, doch heilt Er und bauet wie⸗ der, toͤdtet und ſchenckt auch das Leben denen, die ſich Ihm ergeben. N 5 Da der Heiland war auf Erden, gieng es ſei⸗ nen Juͤngern gut, aber da der Feinde Wuth wol⸗ te gar zum Moͤrder wer⸗ den an denſelben, furch⸗ ten ſich die Verlaßnen angftiglich. Endlich haben. ſie ihr Leben ſelbſt mit die gefolget Gottes Soh⸗ ne, und erlangt die Mar⸗ ter⸗Krone. 6. Ach ſo laß uns Ihm nachgehen, da der Abend gehet weg, daß wir blei⸗ ben auf den Steg: Durch die letzte Wach wir ſehen ſchon den Blick der Mor⸗ senroͤth, da die Son von fern aufgeht. Es faͤngt nun bald an in tagen, wie die Wachter alle ſagen: Es wird kei⸗ ne Nacht mehr kommen, wenn vollendet ſind die erhen. ö 459. Mel Freuden von ſich geben, af utz der 0 In. eran, und 1. tzen, 5 J ben v Iten 1 ein Jes Ober die Lieb 1 dert 8 u, der du meine ele,. 01 f 97 Seele.. Andre wiſſen nichts werſnen erg 1 uden: da d he 0 zaters te g n euren den A m es ang. Em demſſie 1 bh 0 dens Fre A vog sch Ruh die e willſ ne, e Seele. — e ter 7 1 dacht, e 5 g dir mir angſt und bang. bracht. nac, da l 0 Ebriſtne uf be⸗ gel 9, 0% 2. Braut, wie biſt du ſo Creutz bel I en eng verſuncken, in dem Meer Ich , dieſdie I Nic t der Traurigkeit? Ich hab en lesſſch en Bac dir eins zugetruncken, liebſt teicheſze e a du Mich, ſo thu beſcheid, vo W gufgeh Lieb beſteht nicht ohne Lei⸗ ammeſfü un d den, Lieb und Leid nicht es hin⸗Hta wie die J koͤnnen ſcheiden. Wer nicht ſich wa/ al en: E leidet, liebet nicht: e „ Derne it 40 du mie„ fo 4005 mit. on— 18 3 400 dal einen ace t ae Keb, 1 len Rücken, warum leiden nn der di 11 100 andre nicht? Ich ſoll mich alieren, g t kum Creutz faßt bücken, ch nicht.) 2 i andre gehen aufgericht't. ſich 9 h d ed SR R! erlaabe mir zu 4 bereite! ſagen, daß auch andre hel⸗ Sele* 50 Pa fen tragen! mir allein des 0 1 och zurſt Steil Pein, will faßt un . 3 nin e 4. Friſch gewagt, iſt halb ein we⸗ es uns., fein hurtig faßt, iß der Pla u Vom Creutz der Chriſten. 303 b 0 beilt 1 Wia 459. JEſu, mei 515 in dem Sterben enn wird doch meinſweitz nichts von Freuden, JEſus kommen inf nur von lauter Traurig⸗ das wilde Thraͤnen⸗Landeſkeit: Andern gehts nach Plag und Klag hat zuge⸗JWunſch und Willen, mich nommen, Leid und Neid kann nichts als Wehmuth nimmt uͤberhand: Wennſſgtillen: andre haben lau⸗ wird mich mein Heiland ter 8 75 muß leiden gruͤſſen, mir den bit:ern ohne Schuld 8 Kelch verſuͤſſen? HErr du Ebriſtus. bleibt mir gar zu lang, nach! s. Schau, das Kind den es ſey wenig oder viel, weil und im Leben, rechte Liebe hat kein Ziel, niemals i 55 Leiden, nur von lau⸗ ter Luſtbarkeit, aber ich Vater trutzet: Schweig, und willig dich ergleb: ich welß beſſer, was dir nutzet, wills haben, nimns vorlieb: Du darfſt nicht nach andern fragen, was ich aufleg, ſolt du tragen, es ſey wenig oder viel, weil ichs alſo haben will. Seele. 7. Nun, wohlan, ich bin mfrieder, IEſu, ach! ver⸗ gib es mir, was ich allzuviel getrieben. Ach! das Creu erſchreckt mich ſchier; doe ins Creutz ich mich ergebe, mit dem ſterhe ich und lebe, es IEſus haben will. Chriſtus. 8. So recht, alfo will Ichs haben, jetzt biſt du mein liebes Kind: Dro⸗ ben will ich dich ſchon la⸗ ben, hier gedulde rauhen Wind. Leide du, wie i gelitten, ſtreite du, wie i la ge bald entronnen, fuͤhlet 190 6 K 1 kaum die halbe Last. Du Liebes, g* dich dem Creutz er⸗ ſchlägt ren Droben folgt 1 1 tber 55 und praͤchti er Kohn. R 5 a. 2 N — * 1 1 5 1 1 1 13 1 1 . 1 1 1 8 1 1 N f U ö „ N 1 1 1 204 Vom Creutz der Chriſten. 460. Mel. Freu dich und uͤber dem Haupt ſehr, o meine berſatſar. Seele. wogen, deine Wellen all, Wie nach einer Waſſer⸗ zumal, uͤber mich zuſam⸗ Quelle ein Hirſchſmen ſchlagen: doch teöͤſt ſchreyet mit Begier, alſo ich mich in Truͤbſal, daß auch mein“ arme Seele du helfen wirſt bey Tag, ruft und ſchreyt, HERR daß ich des Nachts ſingen GOT, zu dir, nach dir mag, dich als meinen lebendigen Goc, ſie Heiland preiſe, anruf duͤrſt't und Verlangen und anbet mit Fleiſſe. bat. Ach! wenn ſoll es 5. Goc, mein Fels Doch geſchehen, daß ich will ich denn ſagen, wie vergiß'ſt du mein ſe gar, de dein Antlitz mag ſehen? 2. Tag und Nacht mir wenn mich meine Feind meine Zaͤhren ſind wie ſo plagen, daß ich traure 5. Alle delne Waſſer von e ben 1 ein' Speiſ oder Brodt: immerdar! Ihr Schmaͤh⸗ 69 wenn ich das hoͤr mit Be⸗ Wort und falſcher Mund ſchwerden, daß man fragt mich bis aufs Gebein ver⸗ wo iſt dein Gott? Ich wundt, weil ſie taglich die ſchuͤtt denn mein Hertz Red' treiben: Schau! wo ar aus, denck, wie ich nun dein Soccer mag u Gottes Haus geh mit bleiben. Leuten, die lobſingen, 7. Mein Seel, was huͤpfen und vor Freuden thuſt du dich kräncken? ſpringen. Was macht du dir ſelber 3. Mein Seel, was Quaal? Hoff zu Goc, thüſt du dich kraͤncken? und thu gedencken, ich Was machſt du dir ſelber werd Ihm dancken ein Quaal? Hoff auf Gott, mal, der mir ſein Hell + und thu gedencken, ich ſichtbarlich ſtellt vor Au⸗ werd ihm dancken einmal. gen, und der ſich ferner Der mir hilft, wenn er wird hernach erklaren, alz nur richt't auf mich ſein den meinen Gocdct und klar Angeſicht? mein HErren. Soc, Weh iſt meiner Seelen, die ſich graͤmen thut und quaͤlen. 4. Denn denck ich an dich mein'n HErren, jen⸗ ſeit dem Jordaner⸗Land, und dem Berg Hermon ſo ferren, auch dem Berg Miſar genannt. Ein Ab⸗ grund den andern ruft, wenn uͤber mir in der Luft, deine Ungeſtuͤme brauſen, 461. Mel. Freu dich 1011 duch il Gtr NMunderli s Wos chicken, wunder ⸗ barlich i ſein Rath, h herrlich iſt doch ſein Er ⸗ quicken, dies erweißt zu a letzt die That. Wohl dem, der es recht bedenckt, ſeinen Sinn zu Goc nur lenckt: der wird 15 us der CI a dichſund. den ſberſan . f 0 h dir mag) 6 ſie Hel 0 8* ee b ichſ will A e „ver e wen m ech na Nee rodt: im ae 100 it Be. Wi g d ie frägt mi au Ichſwu 1 Hertz Re n Eben, Ec vie ichfnu g zin do d 7% ingen* welded F gg A achd du was U ancken ur cen gehe r ſelberſw Ain de Gott, n Jet unt 1, ichſſt Ag l einmal.] g und R penn erſn J ernach nil ich ſeinſd! weine 0 mein 4. deinen reel dt r, 0 U ich an 22 en, jen,]/— Schal Land, rah 1 men ſof Sach Rü erg EH d en a0 de de ch d „ t He ü f. 2. Alſo pflegt es Gott ſich maͤchtig nennen wenn zu machen, dieſes iſt ſein Er redet, ſo geſchichts. ö a O betruͤbt und kränckt Er Mittel ſind bekannt, wie dich erloͤſen Angſt und Noth, die Erſwider all' Vernunft vom tes Zuſag traue, au lein Macht und Ona 8. Doch, mein Hertz noch dleſes wiſſe, 685 4. Dencke ſelbſten nur ſiſt auch ein weiſer Mann: zurücke, deine Jugend dich denck nicht, daß er hel⸗ herrlich will aus fuͤhren, ben liegen und erſterben, unſer Hau t mit Gnade lleß dich GOtt voch nicht zieten. ay 9985 Haͤlts G O nun 9. 5. Nun der groſſe Gott vor dir verborgen, wenn, der Erden, der iſt unver⸗ aͤnderlich: Wolt'ſt du jetzt veriaget werden, als ſolt Er nicht ſchuͤtzen dich? Nein! ſein werthes Va⸗ ter⸗Hertz, bricht ihm noch H in deinem Schmertz: ja wie's eine Mutter kraͤn⸗ cket, ſo dein Goc an , dich gedencket. 6. Alſo fehlts auch % nicht am Koͤnnen, Goccr wie, wo Er helfen will: mach dir darum keine Sorgen, ſey nur in dem HErren ſtill. Er will ſe⸗ N hen, ob auch veſt ſich dein ertz auf Ihn verlaͤßt: Er will, daß du ihn wo! 0 kenneſt, deſto mehr auch ö Vater nenneſt. 1 10. Er will deine an⸗ dacht mehren, welche ſonſt faſt kalt und todt: Er will R 6 gern 306 Von geiſtlichen Kampf. dir kein gern das Lob andren, ſofdi ruͤhren, du nach erlittner Noth, Ihm, als der dein Lebens, 11 noch erfreuter ge⸗ en wirſt, wenn du tro, reich wirſt erblicken, Got⸗ tes herrliches Erqauicken. 11. Drum ſo laſſe GO't nur walten, ob du manch⸗ mal harren muſt: Er wird dennoch bey dir halten, deine Noth iſt ihm bewuſt, die Er ſo genau qabmißt, daß auch aller Feinde Liſt du mir bet, iſt muß verlieren. 12. Nun, me ö ſey gelobet; Freylich biſt Creutzes-Meer gleich to⸗ dabey. Starck mir meine Zuverſicht, daß ſie veſt auf e dich gericht t: Wunder lich wirs du's noch ſchi“ cken, herrlich dein Kind in erquicken. Haͤrlein mag be⸗ ohne Gott, ſie 1 1 in Jesu, getreu, ob des doch deine Hand 4 We gc deln al Eile Feand den ü ie fach, IX. Vom geiſtlichen Ka 462. M. O J Su ch Gott! der Sa⸗ tan giebt mir ein, a du wollſt der Suͤnden wegen mir fort⸗ in nicht mehr gnaͤdig eyn, ja ſeyſt mir gantz entgegen, rufſt alle Crea⸗ tur herbey, daß ſie tur Kache fertig ſey, mich ewig zu verderben. 2. Du wirſt mich ja nicht, liebſter GOtt! von deiner Gnade ſcheiden: dein Sohn hat ja durch ſeinen Tod und aus ge⸗ ſtandnes Leiden, vertilget meine Suͤnden⸗ Schuld, und mir hinwieder Ona und Huld durch ſein Ver⸗ ienſt erworben. 3. Drum gieb mir ei nen Gnaden Blick, ich weiß ſonſt nicht zu blei⸗ ben, vertreib des Teufels boͤſe Tuͤck, und lehre mich veſt glaͤuben, daß du mein Freund und Vater ſeyſt, der alle Gnade du mich mich gn ſo will dancken. f. den; in ſtreiten, ew'gen on. mit ſein mir erweiſt, um JE Chriſti willen. 4. Ach! ſte ſo lange Zeit, als wollſt 463. M. wohl dem, der ſich ce. lu A auf, auf! zum Streit, auf, auf! zum uͤberwin⸗ dieſer Zeit iſt keine Ruh zu finden. W 2. Der Teufe mpf. 1 4 ft 0 SA pott 6 5 1 l dich nicht 2 nicht ſehen, ich moͤcht in meiner Bangig⸗ keit ſonſt ohne Troſt ver“ gehen: A ch! eil, und ſieh aͤdig an, daß ich mich wieder freuen kann: ich HERR, dit 0 Chritten⸗Menſch l 0 Welt in dieſer er nicht will J tragt die Kron des Lebens nicht da kommt 05 er Liſt, die Welt d Praun“ ugen: tap ffn tlichen 24 pf. — ſeſdir F. ene th, ſruͤhre he 0 00 ens muß 1 0 ges 12 wird Zur 25 10 Wuff, lick u 10 0 17 cke rt e L. ſälere g eee geiſtl n Sum woe, u . L wille A chl f er Sa⸗ſſt* ge Jah gh ür ein, den ich nat derſr e in me ir fort- Mont ehe gnädig e; 510 r gantzl Srgnad e Crea dl ſie zur? all ih 0 a da ausge 1 1. vertilge) in die Schuld et Zelt 1 na 1 indek. W fn B el 3— 1 mir E lick N„ N it, Namen drein. zu blt 6 N ſpoͤttlich wenn er noch mit muß endlich aus dem Sinn, HERR alsbald darauf Vom geiſtlichen Rampf. tapfrer Held, ſo biſt duf hin, und ſchon 1 3. Gedencke, daß du zu der Fahn dein's Feld⸗ 55 haſt geſchworen. enck ferner, daß du als ein Mann zum Streit biſt auserkohren: Ja den⸗ cke, daß ohn Streit und Sieg, nie keiner zum Tr⸗ umph aufſtieg 4. Wie ſchmaͤhlig iſts wenn ein Soldat dem Feind den Rücken kehret: wie ſchaͤndlich, wenn er ſeine Stadt verlaͤßt, und ich nicht wehret: Wie Fleiß aus Zagheit wird dem Feind zum Preis. 5. Bind an, der Teufel iſt bald hin, die Welt wird leicht verſaget, das Fleiſch wie ſehr dichs immer pla get! O ew'ge Schande! wenn ein Heid vor dieſen dreyen Buben faͤllt. 6. Wer uͤberwindt und kriegt den Raum der Feia⸗ de, die vermeſſen der wird im Paradies vom Baum des ew'gen Lebens eſſen: Wer uͤberwindt den ſoll kein Leid noch Tod be⸗ ruͤhrn in Ewigkeit. 7. Wer uͤberwindt, und ſeinen Lauff mit Ehren kann vollenden, dem wird der verborgnes Manna ſen⸗ ſen Stein, und einen neuen 8. Wer uͤberwindt, be⸗ kommt 1 mit Chri⸗ 2397 einer Schaar zu fuͤhren. Wer uͤberwindt, bekommt vom HERRN, zum Feld⸗ Panier den Morgenſtern. 9. Wer uͤderwindt, ſoll ewig nicht aus Gottes 1 Tempel gehen, vielmehr drinn wie ein engliſch Licht, und guͤldne Saule ſtehen. Der Name Got⸗ tes, unſers HERRN ſoll . von ihm weit und fern. 10. Wer uͤberwindt, ſoll auf dem Thron mit Chri⸗ ſto IEſu ſitzen, ſoll glaͤn⸗ tzen, wie ein Gottes⸗ Sohn, und wie die Son⸗ ne blitzen: ja ewig herr⸗ ſchen und regieren und immerdar den Himmel zieren. 11. 8 ſtreit keck und kuͤn, daß du moͤgſt uͤberwinden: Streng an die Kraͤfte Muth und Sinn, daß du dis Gut moͤgſt finden. Wer nicht will ſtreiten um die Kron, ³ bleibt ewiglich in Spott. 464. m. meine Soff⸗ ö nung ſtehet veſte c. Ai 8 3 Chriſten, Chri⸗ Glieder, die ih! noch ee Auf! wacht auf! ermannt euch wieder, eb ihr werdet hingeraubt. Satan beut, ————ß—ꝛ—ꝛꝛrůĩů——. ĩů— ——————ů—— an den Streit e und 1 den ihm geben einen weiſs⸗ 1 der Chriſtenheit 6 2. Auf! folgt Cbriſo eurem Helde, trauet ſeis nem ſtarcken Arm, liegt der Satan gleich zu 15 4 de, mit dem gantzen Hoͤl“ b zu regieren, mi. Macht ie Voͤlcker mannigfalt in 4 len⸗Schwarm: Sind doch 8 dex 308 Vom geiſtlichen Kampf. der noch vielmehr, die da ſtets ſind um uns her. 3. Nur auf Chriſti Blut gewaget mit Gebet und Wachſamkeit, dieſes ma⸗ chet unverzagt, und recht tapfre Krieges⸗Leut: Chri⸗ ſti Blut giebt uns Muth wider alle Teufels⸗ Brut. 4. Chriſti Heeres Creu⸗ tzes Fahne, ſv da weiß und roth geſprengt, iſt ſchon auf dem Sieges ⸗Plane und zum Troſte ausge⸗ haͤngt: Wer hier kriegt, nie erliegt ſondern un⸗ term Creutze ſiegt. 5. Dieſen Sieg hat auch empfunden vieler Heil'gen ſtarcker Muth, da ſie ha⸗ ben überwunden froͤlich durch des Lammes Blut. Solten wir denn allhier nicht auch ſtreiten mit Begier? 6. Wer die Selaverey nur liebet in der Zeit und Ewigkeit, und den Suͤn⸗ den ſich ergiebet, der hat wenig Luſt zum Streit; Denn die Nacht, Satans Macht, hat ihn in den Schlaf gebracht. 7. Aber wen die Weis⸗ heit lehret, was die Frey⸗ heit fuͤr ein Theil, deſſen Hertz zu Gods ſich keh⸗ ret, ſeinem allerhoͤchſten Heil, ſucht allein ohne Schein Chriſti freyer Knecht zu ſeyn. 8. Denn vergnuͤgt auch wohl das Leben, ſo der Freyheit mangeln muß? Wer ſich Goc nicht gantz ergeben, hat nur Muͤh, Angſt und Ver⸗ druß: Der, der kriegt recht vergnuͤgt, wer ſein Leben ſelbſt beſiegt. das uns deckt und erweckt und nach Gottes Liebe ſchmeckt. 10. Unſer Leben ſey verborgen mit Chriſto in Gott allein, auf daß wir an jenem Morgen mit Ihm offenbar auch feyn, da das Leid dieſer Zeit werden wird zu lauter Freud. 11. Da GOT treuen Knechten geben wird den Gnaden Lohn, und die Huͤtten der Ge⸗ rechten ſt immen an den Sieges⸗Ton: da fuͤrwahr Gottes Schaar Ihn wird loben immerdar. 465. M. Kom̃t, ſeyd gefaßt zum ꝛc. Das Leben unſers Kö? nigs ſiegt, und hat ſich durch den Tod ge⸗ ſchwungen: Wle hoͤchſt⸗ erfreulich iſts, daß es ſo wobl gelungen, und daß der Drachen Kopf vor ſei⸗ nen Fuͤſſen liegt. 2. Nun kann ich nicht mehr traurig ſeyn, weil der Beherrſcher aller Schmer⸗ tzen, das Wort, mir nahe iſt in meinem Mund und Hertzen, und dringt alt Gieger auch in meine Kraͤfte ein. 4. 3. Was graͤmt und kuͤm⸗ mert man ſich doch, daß Satans Kraft ſich bey uns 9. Drum auf! laßt uns uͤberwinden in dem Blute JE u Chriſt, und an unſre Stirne binden ſein Wort, ſo ein Zeugniß iſt, ſeinen de, e 10 190 Vom geiſtlichen Kampf. 399 N uns findet! J adſüberw h auch in Iſt der nicht daß * u a, wenn m i a0 Jes e be g l ee Kralt des er m e d Wilde a und Ueber. Slauben käblt des Lebens — das u ct 1 4. Sein Sieg ſiſt noch Tapferkeit. 8 und% deu nicht gantz geend't, Er 466 1 ſcnmm di kämpft und ſiegt in un⸗ 466 M. Preis, Cob on oeche 5 7 kan Kast, ble, 1 de ene f mit eh— 5 die ae Dp dir hier— 1 ie Se r, und gen 5— 5 die Seini⸗— 4 8 8 bange—5 5. Wenn J ö er, das i be ain J zb ib. e, uch 11 6079 dein Triumphs ⸗Lied ulder Laſt der Erden, haſt genſtren Sa gen, und ſolt ſin, du uns nicht von Fei be eue e ben dich durch uit geen der Hand rl e Wie lich* 4 f. e t. a lat. rech innen er letzte Feind, der Tod. wird ſer i„J. 2. Wir waren wi eee 0 cen ben fortgekaͤmpft, au- Höll in ſich verſchlungen: 15 ob nen ſich die Schlange b 2 des Feindes pfeil die Her⸗ — keget, und nur 1 80 0s tzen traf, der Schlangen 916 4 1 Wei des ta, a rr W 8 Iſt zun ete ſo wird ihr ſchnoͤ⸗ und! rache tobt r hat des r' ſchno⸗ und herrschte in 1 reit; Te it Muth 15 ſolchen durch Lueifer 3 1 ans& fe. 7. Intwiſchen e reiſſen hin. 1 den ſie ich da das Leden zu, und grünt 3. Mit dieſen Feinden ec ue% Lor, lieblich durch di hatte ſich das Thier in uns; Geiser 8 i Krafte, der berbe Sturm Höll Sieg vereinet, die Frey⸗ſ. Je lunge, und Streit bewegt die oͤlle hatt' nus duͤrſtiglich deſſen de S nchen Lebens⸗Saͤfte, und wir⸗ 5 halten immerdar ver⸗ b feh- u een le cket mit zur Frucht der k eynet, da lagen wir, er⸗ a een in ſüſſen Sabbarh⸗⸗Ruh noch d uns ſelbſt nicht, ohne amis 8. Du, Ggtt, durch⸗ ſtert ie Gefahr, verfin⸗ feyer L sch lh dringſt die Erde ga ert obne Licht.— F e daß ſie die Rauhi W. Nun offenbar dich 1 auch A lieret, und man gkeit ver⸗ JE Su! bald in uns, d 1 auch 1.. Kraft in ih Jar. ſuͤſſe Vaters Werck„des 6 fonte well uuſer Erde Hetelte t arc Kutchts ce e Erde des geindee Ker 85 ch. 1 fuͤhlt des Himmels ſcker moͤ f at nur A i Gelaber ſey ref, ler, zer b. dal 3 chen in der„ zd wei ihn 55— bie Feude bat gegeben, Seipel, Hans. 5. Ach! un, Leid er wird 455 10 400 Vom geiſtlichen Kampf. J. Ach! HeErr des Le— bens, Jußre dich mit vol⸗ ler Staͤrcke in den Dei, nen, die Tag und Nacht ſchreyn aͤngſtiglich, bis du, als Retter, wirſt erſchei⸗ nen: wir halten an, bis daß dein Je Wort koͤmmt, den gantzen Sieg und Durchbruch uns beſtimmt. . Schau, wie ſo viel die Schlang anlaͤuft mit ihren truͤglich glatten Worten: Wie oft ſich die Beſtuͤrmung haͤuft, und manches ſchon iſt maͤchtig worden; Laß dein Gerſcht nun uͤber ſie forigehn, daß ſie ſich gantz muß aus⸗ geſtoſſen ſehn. 7. O daß wir unſer Le⸗ bis in das Sterben! O daß der Kampf ſchon waͤr verricht, im Blut des KLamms, von feinen Er⸗ ben! Du den fuͤhr doch aus den ſchweren Krieg! Wir glauben, daß in dir nichts iſt, als Sies. Macht und Kraft dir Gott, und deinen Chriſtus wer⸗ den, der den aus deinem Himmel ſchafft, und deiner Weide Heer⸗ den verklagt vor dir; HERR, raͤche Freund, die dir den Ruhm zu geben ſind gemeynt. 9. Halt uns ins Enge, bis uns mag die Tauff im Geiſt und Feu'r durchzie⸗ hen: der blut'ge Kampf das Leben wag: gantz aus der Eigenheit zu fliehen, zu ſtehn vor dir entbloͤßt, rein, arm und frey, daß ben nicht lieb hatten, auch 8. Nun muͤſſe Heil und ſo uns deine nichts dem Feind da zu betaßen ſey. 1 10. So gebn wir durch die enge Thur, die du vor uns wollz offen geben, in dringen mit Gewalt zu dir, genteſſen das Erloͤ⸗ ſungs⸗ Lieben, ſo uns bey 50 TT ins Heiligthumes Stadt, Melchiſedeck im Blut erfunden hat. II. Ja, Amen! IEſu, treuer Zeug, wer duͤrſt, den glaubt, wer glaubt, der nimmet, wer nimmt, der hat das Freuden Reich, weil die geſchmuͤckte Lam⸗ pe glimmet! ſo gehn wir ein ins Braͤut gams Hoch⸗ zelt Haus, da iſt die Lieb, die theilt nur Liebe aus. II. Noch eins, HERR, bitten wir von dir, daß wenn der Sieg iſt ausge⸗ bohren, der Arg uns denn nicht mehr betrübe, und ewig hab' ſein Recht ver⸗ lohren. Nach ſolchem Sieg ſoll dein Voſck williglich im heil'gen Schmuck dir opfern ewiglich. 467. Mel. Verliebtes Cuſt Spiel ꝛc. Die Tugend wird durchs Ereutz geuͤbet, denn ohne das kann ſie nicht ſeyn. Wenn ſie kicht oft mals werd betrübet, ſe merckt man gar nicht ih⸗ ren Schein. Sie muß im Creutz die Stärcke zeigen, die ſie verborgen in hat, daß ſie den koͤnne unterbeugen, der ihr nach⸗ ſtellet fruͤh und ſpat. 2. Wer ſolte ohne Kampf wohl ſiegen? die Tape unk date Akan 15 402 Vom geiſtlichen Kampf. wenn mir dein Licht nicht helle ſcheint. 10. Floß immer in mich neue Krafte, damit ich hang an deiner Bruſt, und toͤdt in mir all mein Ge— ſchaͤfte, dein Friede bleib mir nur bewußt: Starck du, mein Held, mir ſelbſt den Glauben, und zieh mein Aug auf dich nur hin, ſo wird mich wohl der Feind nicht rauben, weil du in mir, ich in dir bin. 468. In eigener Mel. Du biſt ja, JEſu! mei⸗ ne Freude, warum iſt denn mein Hertz be⸗ truͤbt? Kann denn die Fon auch bey dem Leide eyn in dem Hertzen, das dich liebt? Ach ja, mein Ja wenn ich uͤbe mein ertz in deiner ſuͤſſen Liebe, ſo zeigt ſich ſolche Freud oft an, die keine Zung aus ſprechen kann. 2. Weil aber noch nicht gantz gedaͤmpfet in mir mein boͤſes Flelſch und Blut, und noch der Geiſt darwider kaͤmpfet, wird oft dadurch gekraͤnckt der Muth. Drum leg ich mich vor dir mit Flehen, mein Heil! laß Huͤlfe mich ge⸗ ſchehen, und ſtaͤrcke mich in dieſem Streit, das i moͤg uͤberwinden weit. 3. Du haſt, o Held! ja überwunden, gieb mir auch Ueberwindungs⸗ Kraft, und laß mich in des Kampfes Stunden erfahren, was dein Leiden ſchaft, dadurch du alles Tod; nun mach ſie auch an mir zu Spott. d⸗ ine Gnade, die mir dein es ſagt: Daß nichts den an deiner Kraft gebrlcht. Nun haſt du mich ja an⸗ W als ich bin ehend zu dir kommen: Es hats mein Hertz ja wohl verſpuͤrt, als es dein Gnaden Blick geruͤhrt. J. Well ich denn nun an deinem Leibe ein Glied, wiewohl unwuͤrdig bin, ſo gib, daß ich ſtets an dir bleibe, und in mir habe dei⸗ nen Sinn; Laß mich nicht andre Helfer ſuchen, laß falſche Luͤce mich verflu⸗ chen, beſitze du mein Hertz allein, dein Leben laß mein Leben ſeyn dir ſlets freue: weil dein den ſcheue, als welches meinen Glauben uͤbt, und macht, daß ich viel ſtar⸗ cker ringe, und Immer ug. her in dich dringe, bit endlich nach beſiegter Pein ft mir wird lauter Freude eyn. 469. M. Was Gott thut, das iſt ꝛc. Ein Chriſt, ein tapfrer Krieges Held, voll Geiſt, voll Kraft und Stärcke, verleugnet ſich, bezwingt die Welt, ver⸗ haßt beſieget, das unter öͤhrt des Satans Wercke eee deinen Fuͤſſen lieget Welt, Suͤnde, Teufel, Hoͤll und 11 3. Ich trau allein auf 0 theures Wort verſpricht, 101 Deinen ſchade, weils nie 1 0 ſegft, die ale 0 70 10 100 6. Gieb, daß ich mich in Hertz mich beständig ließt: Doch auch dabey kein Leit , e 1 unt wb Aden. 3 0 h, 1 t ſchwage ah lle Muhen K b ib dc eh Ve en fut h bite fer Sila; dh le 0 Nach gb at, id lg nic d fed, f ſerwinhel. tliche icht 2 deine S an ng 165 d⸗ theu es. Dei an Nu m Es 6 18 dei Nabel g alle e wi i das egit i bleed ne S n a Se ach infa kü n n. W pf. Ae vom geiſtlichen Kampf. 2 5 ee Ekaͤmpft innerlich und aduſ⸗ ac ſerlich mit Teufel, Welt ben, und Sünden, und kann 1 un ii doch überwinden. Nac. Ich, babe mich vor, hen u laͤngſt gequaͤlt, und gab da ie auch ſchier verlohren, bis e h GOtt mich zu der Zahl Aa gezahlt, die Er aus ſich gebohren: Wer will die , e Kraft, die alles ſchafft, e e und Chriſti Macht er⸗ 5 1 9 3 dadurch wir uber, bat,. u 0, Pi 10 3. 15 ſprach: Ich bin fiche ein ſchwaches Kind, wie Menſchen⸗ Kinder, in ſich kein Vermdͤ⸗ en findt, ich bin ein ar, mer Suͤnder: Ach Gott! ib Rath, gib Will'n und That, und laß mich Gna⸗ de finden, ſo kann ich uͤberwinden. 4. Ich war ein Menſch Gen voll Eigensinn, voll E' Aue gen Lieb und Ehre: Ich N a lebte nach den Luͤſten hen, ic and nicht nach Chriſti e bre. Doch Goc er 105 K ich bins nicht mehr, 5 n ch ſtreite mit den Suͤnden, e und will die überwinden nen F. Kommt mir die alte ch Atze lu la al* en c 05 8 h Hosveit ein, und will noch „„ e deblich ſchmecken: Soll e fa Leiden, Creutz und e e Pein mich heilſamlich er⸗ 1 0 ſchrecken: Die ſuͤſſe Luſt in meiner Bruſt, die lieb⸗ ſten Buſen⸗Suͤnden, die jut, d wil ich uͤberwinden. 6. Will Menſchen⸗Furcht gens( und Menſchen Zunß Al Leid oder Freude ma⸗ Aal chen: ſo hertz ich die ver⸗ eh ſchmaͤhte Kunſt, verachte 1 61 0 55 9 E 51 g ue Side Sroben, Lachen: Ibr Haß und Gunſt iſt lauter Dunſt, und Blaͤtter auf den Linden, drum will ich uͤber winden. 7. Leb ich in ſteter Traurigkeit, ſind wenig gute Stunden, in meiner kurtzen Lebens⸗Zeit: Ich habe Goc gefunden; Der troͤflet mich gar ſuͤſ⸗ ſiglich, der kann den Schmertz verbinden, und ich will uͤberwinden. 3. Die Welt mit aller Schmach und Hohn, be⸗ foͤrdert mich zu Ehren; ſie muß an meiner Ehren⸗ Kron die Edelſteine meh⸗ ren, wenn wider mich blutduͤrſtiglich viel hun⸗ dert tauſend ſtuͤnden; ſo wolt ich uͤberwinden. 9. Der Teufel in der Loͤwen⸗ Haut will meine Seele ſchrecken. Goc will das Kuͤchlein, ſeine Braut, mit Allmachts⸗ Fluͤgeln decken; Iſt er er⸗ boſt, ich bin getroſt: Gott kann den Satan binden, und ich kann uͤberwinden. 10, Will er in falſcher Heiliskeit ſich als ein En⸗ gel ſtellen, und ſucht durch zugelaßne Freud den ſchwachen Tritt zu fallen, erblick ich nur die Schlan⸗ gen⸗Spur, und geh nicht wie die Blinden, ſo kann ich uͤberwinden. i 11. Ja, muß ich mit dem hoͤchſten Pfand, mit Gott wie Jacob ringen; ſo will ich durch die Glau⸗ bens Hand den Aller⸗ ſtaͤrckſten zwingen, kann ich zur Stund aus ſeinem Mund nicht bald den 5 Troß 5. 1* 5—— 5———— PP ˙» Troſt empfinden, noch will ich uͤberw inden. 12. Halt mir mein Gott die Augen zu, kann ich nicht weiter ſehen, als was ich gegenwaͤrtig thu: ſo laß ichs gern geſchehen. Kommt die Vernunft mit ihrer Zunft in ausge⸗ ſchmuͤckten Gruͤnden, denn kann ich überwinden. 13. Mir geht der Tod nicht bitter ein, ich bin ſchon laͤngſt geſtorben, erſck ſoll recht Zucker ſuͤſſe ſeyn: Das Haus wird gar ver⸗ dorben. Gott muß den Got der Erden⸗Laſt auf ſolche Art entbinden, das hilft mir uͤberwinden. 14. Bisher hab ich mich ſelbſt bekriegt, und hatte viel zu ſchaffen; GOT Lob! die Welt iſt bald be⸗ ſiegt mit meinen Glau⸗ bens⸗Waffen, ich lieg im Sarg, und bin doch ſtarck, vergeſſe, was dahinden, will alles uͤberwinden. 15. Das Kleinod iſt mir vorgeſteckt, ich ſoll nur tapfer kämpfen: Drum bleibt mein Arm ſtets aus geſtreckt, mit Goc den Feind zu daͤmpfen: Nur Unverzagt, und friſch ge⸗ wagt, ich ſeh die Krone binden, drum will ich uͤberwinden. 470. In elgener Mel. Endinde mich mein Sott! von allen mei⸗ nen Banden, womit mein armer Geiſt noch ſo gebun⸗ den iſt: Mach des Phili fers Stick und Tacke gantz zu ſchanden: weill ſe 4 Vom geistlichen Kampf. du mein Goel nur, un auch mein Sim ſon bi. Zerbeich, zerſchlag, zen reiz, und mach mich durch nl,. den Sohn zum recht Ge t; K h freyeten, vor deinem Gua, 5e, dh Gott ert 2. 8 erſt war gelten ich recht ein Selave aller e f Suͤnden: doch dein Etz, dent c f barmen hat mich davon at en Münee frep gemacht. Nun wollen h gun lan ſich aufs neu ſubtile Set gte! 0 0 heit nie gie hie Chr; e 8gelein. 0 n L 7 , ace 9 J wie ich mehr ſo gefaugen e 330 it 0 0 * kann fre gd m 0 W. 7 9 ohn 1 0 fr, 90 cheben. de„ un h G01 ic t ein eig i er 10 0 macht. Ju en, erſe den. J ſe ſeyn: t Wen 10 har ver,( r gebragte uß dene Noch fh Laſt auf“ Taten da en, das! Fein galt den. ee ich mich! d Vas nah ad hatte ttz, dach OTT gen! U bald be- denn nh Glau b lieg im e ein N ch ſtarck, Ech ah l ahnden, 18 da ni den., ah od iſt mir r hn, ſoll nur er ich Aue Drum 2 1 fh Tod bin ſtets aus e genac/ eren 160 l J beſchal, r doch f er Mel. S de H langen 8 5 0 el 18 der, l allen mel mit m io gebel it 10 des Phil 100 ind Tuc I 1 den: 1 dich: Doch, ſoll ichs recht 0 l. bat W i 1 Ks Kl i U befreyen? Wer zeigt zur gebunden 1 ſchau ich vom geiſtlichen Kampf. 4057 5. Ich weiß, ich liebe bekennen, noch lange nicht ſo viel, als meine Seel begehrt; Es iſt noch was in mir, ich kann es ſelbſt nicht nennen, das öfters meinen Geiſt in deiner Liebe ſtoͤhrt. Ach! fuͤnd ch/ denck ich 0 t/ doch nur ein Raͤumelein, da ich gantz ungeſtoͤhrt dich mochte liebend ſeyn. 6. Such ich die Ein⸗ ſamkeſt, und meyn es da iu finden, ſo waͤr es frey⸗ lich gut wenn ich da konnt allein mich gaͤntzlich von mir ſelbſt und meiner Laſt entbinden, daß ich auch ohne mich konnt recht al leine ſeyn: Doch nun trag ich mit mir mein arges Fleiſch und Blut, das in ehe der Einſamkeit auch nim⸗ mer in mir ruht. i 7. Gedancken plagen mich und tolle Phantaſeyen, Zerſtreuung mancherley, die Schwermuth der Na⸗ tur die kommt noch wohl dazu: Ach! wer wird mich Freyhelt mir die rechte ſichre Spur? Ich Ar; mer, ach! wie lans ſoll ich ſeyn? Wenn durchs Geſetz der vollen Freyheit ein? 3. Die Eigen Liebe ſchleicht ſich olt in seine Glieder, und Koͤhrt durch ihren Trieb mir öfters al⸗ le Ruh: Dis ſchlaͤgt die Freudigkeit der Seelen maͤchtig nieder: Kaum thut das Hertz ſich auf, ſo Soll Licht und Finſterniß denn ſtets im Wechſel ſeyn? Wenn kommt mein helles Licht, und ſteter Sonnenſchein. 9. Ach Gott! entbin⸗ de mich von allen meinen Banden, und was mich noch ſubtil im Fleiſch ge⸗ fangen haͤlt; iſt das nlcht chon genug, wenn eines noch vorhanden, das mich noch binden kann in dieſer Suͤnden⸗Welt? Soll ich gebunden ſeyn, ſo binde deine Treu mein armes Hertz, auf daß ſch dein Gefangner ſey. 10. Wen deine Liebe bindt, ißt nicht ein Knecht der Suͤnden: Er bleibt in Banden auch ein rechter freyer Mann. Mein Ab⸗ ba! ſo will ich mich gerne laſſen binden, wenn ich dein freyes Kind auf ewig bleiben kann. Nur mach mich von mir frey, und von der armen Welt, daß meine edle Seel ihr Frey⸗ heits⸗Recht behaͤlt. 19 471. In eigener Mel. Es koſtet viel, ein Chriſt zu ſeyn, und nach dem Sinn des reinen Geiſtes leben: Denn der Natur geht es gar ſauer ein, ſich immerdar in Chrſſti Tod zu geben; und iſt hier gleich ein Kampf wohl ſausgericht, das machts noch nicht.::: 1 2. Man muß hier ſtets ſauf Schlangen gehn, die ihren Gift in unſre Ferſen bringen, da koſtets Muͤh, auf ſeiner Hut zu ſtehn, 2 ſchließt ſichs wieder zu. 29 daß nicht der Gift kann in die 406 Vom geiſtlichen Kampf. vun g die Seele dringen: Wenn mit IESu leben] nicht mans verſucht, ſo ſpuͤrt hoher wird an Kraft un 0 max mit der Zeit die Wich⸗Wuͤrde ſeyn, als Goc f tigkeit 272 a allein:,: g.* 3. Doch iſt es wohl der 8. Auf! auf! mein Geis e N Mühe wertßh, wenn man ermuͤde nicht, dich durch iel danzehe erweget, die ewiglich ein ſzu reiſſen: was ſoͤrgeſt duz ic beten ſolcher Men ſch erfährt, daß dirs an Kraft gebricht! Je Bude ehe der ſich hier ſiets aufs Bedencke, was fur Kraft ach vn Himmliſche geleget. Es uns GOL L verheiſſen: der as Ai an, hat wohl Muh, die Gna⸗ wie gut wird ſichs doch lennet; Jh, 5 de aber macht daß mans nach der Arbeit kuhn, wie it gehe hl! nicht acht't:,: wohl wirds thun:; 4. Man ſoll ein Kind des 472. In eigener Mel. oͤchſten ſeyn, ein reiner Tahre fort:,: Zion fahre lantz, ein Licht im groſſen O fort im Licht, mache Lichte! wie wird der Leib deinen Leuchter helle, laß ſo ſtarck, ſo hell und rein, die erſte Liebe nicht, ſuche ſo herrlich ſeyn, ſo lieblich ſtets die Lebens„Quelle; im Geſichte! dieweil ihn Zion, dringe durch die en⸗ da die weſentliche Pracht ge Pfort, fahre fort;: ſo ſchoͤne macht /: 2. Leide dich:,: Zion, 5. Da wird das Kind den leide ohne Scheu Truͤb⸗ Vater ſehn, im Schauen ſal, Angſt und Spott und wird es ihn mit Luſt em Hohne, ſey bis in den pfinden, der lautre Strom Tod getreu, ſiehe auf die wird es da gantz durch⸗ Lebens⸗Krone: Zion, fuͤh⸗ gehn, und es mit Gott leſt du den Schlangen ⸗ zu einem Geiſt verbinden. Stich, leide dich,: Wer weiß, was da im 3. Folge nicht:,: Zion, Geiſte wird geſchehn? Wer folge nicht der Welt, die mags verſtehn:::; dich ſuchet groß zu ma⸗ 6. Da giebt ſich ihm die chen, achte nichts ihr Gut Weisbeit gantz, die es hier und Geld, nimm nicht an ſtets als Mutter hat ge- den Stuhl des Drachen. . ſie kroͤnet es mit Zion, weiin ſie dir viel Lu hrem Perlen Krantz, und verſpricht, folge nicht:: wird als Braut der Seelen 4. Pruͤfe recht; Jon zugefuͤhret. Die Heimlich⸗prufe recht den Geiſt, der keit wird da gantz offen⸗ddich ruft auf bevden Sel⸗ bar, die in ihm war:, ten, thue nicht, was er 7, Was Gdtt gen ett dich beißt, laß nur denen e J genießt es auch, was Gott Stern dich leiten: Zion, ch u 1000 beſitzt, wird ihm in Gott beyde das, was krumm und elt 10 0 gegeben, der Himmel ſtehi ſchlecht, pruͤfe recht:; g 800 bereit ihm zum Gebrauch. 5. Dringe ein:,: Zion We 1 Wie lieblich wird es dochſdringe ein in Gott: 15 wü 9 mit Ernſt die Herrlichkeit die Macht der Finſterniß 9 eg ö 5 m * 1 . ringe: ſo findeſt du hier die Einfalt in mir. Seele. 7. Ich warte vom Morgen zum Abend, und Sorgen ſtets aͤngſten die Seele, die Naͤchte ich zaͤh⸗ 408 Vom geiſtlichen Kampf. Angeſicht zu meiner Ar, muth ſeyn gericht. 2. Schau her, ich fuͤhle in deinem Tode ſterben: O konnte doch in deiner le. HErr, komme in Eil, und zeig mir dein Hei. JEſus. 7. Durch War⸗ ten vom Morgen zum Abend mit Sorgen kann man Mich nicht finden, Ich laß mich nicht bin⸗ den: Gey ſtille in dir, ſo kommſt du zu Mir. Seele. 3. HERR, gieb mir den Segen, in finſte⸗ ren Wegen laͤßt du mich jetzt gehen, ich bleibe veſt ſtehen, und ringe mit dir ergleb dich nur mir. IJEſus. 8. Die alſo im Ringen ſich um Mich veſt ſchwingen, empfangen den Segen, und Licht auf den Wegen, wie Jacob das Licht bey Pniel anbricht. Seele. 9. HERR, laß dich gewinnen, wenn gleich auch zerrinnen die Kraͤft! und Vermoͤgen, doch hoff ich zu ſiegen, ich halte, HERR, dich; ach! ſegne du mich. JEſus. 9. Dir iſt es gelungen, du haft Mich be⸗ iwungen in Lie be, zu ge⸗ ben die Kraͤfte zum Leben, das glaube du Mir, Ich ſchencke Mich dir. 474. M. Zeuch mei⸗ nen Geiſt ꝛc. ier legt mein Sinn ſich vor dir nieder, mein Geiſt ſucht ſeinen Urſprung wieder; Laß dein erfreuend Pein die Eigenheit ertoͤd⸗ tet ſeyn. ö 3. Du wolleſt, JEſul Brich der Natur Gewalt nen Willen frey. 4. Ich fuͤhle wohl, d ich dich liebe, und mich Nur iſt von der Unlau⸗ gantz befreyt. nen Geiſt geheiligt wer⸗ den. Der Ginn muß tie⸗ muß unbeweglich ſtehn. nicht felbſt zu rathen, hier gelten nichts der Men ſchen Thaten! Wer macht das Hertz wobl ſelber rein? Es muß durch dich gewircket ſeyn. 1 7. Doch kenn dein treues Lieben: D biſt noch immer treu ge du flehſt mir bey, und er frey. 8. Indeſſen w lich kaͤmpfen, falſche Regun bis du dir dei ſiehſt, und m chem Netze ziehſt. 1 9. In Hoffnung kannich 1 mein Verderben, laß mich 6. Ich weiß mir war blieben. Ich weiß gewiß, ch di machſt mich von mir ſel 1 cl Bias, entzwey, und mache mei in deinen Wegen übe: terkeit die Liebe noch nicht 5. Ich muß noch mehr auf die ſer Erden durch del fer in dich gehn, der Fuß 10 i d di leich 0 8 2 dt aa froͤlich ſagen: Gott 1455 b b meinen Willen mit der i. Gelaſſenheit erfuͤllen: 1 80 oon ge i een gott 1 Kampf in tel 5 Aub u ehe J. Drit dee 5 Reer Saluſl Ian Pitten auge Ac enge A 0 lichen! pf. dier Ange, n de Vom geiſtlichen Rampf. 409 ü!— muth W ge der Hollen Macht geſchla⸗ zom] 2. e g gen: GOtt fuͤhrt mich aus urdſ mein) Fenbes g dem Kampf und Streit in dieſin d a Kode ſeine Ruh und Sicherheit. Jah K dec 10. Drum will die Sor⸗ Eil, Peit Eigene ge meiner Seelen dir, mei „ tet nem Vater, gantz befehlen! War 3 pole Ach! drücke tief in meinen zum met i Wil Sinn, daß ich in dir ſchon kanne heit gh ſelig bin. nden, Br e Nan,. Wenn ich mit Erng bin, ent J und ne bieran gedencke, und mich ir, ſoſne J len ii, in deinem Abgrund ſencke, Aitheg ſe werd ich von dir ange „giebſ ick J liehe, blickt, und mein Hertz wird fine, in g e dg von die erqutckt. mich N ben e So waͤchſt der Eifer be veſtſte e kg mit im Streite, ſo ſchmeck nit dir 9 Apeſtezt ich theils die ſuͤße Beute, c n und fuhle daß es Wahrheit lit im fa f Ei 1 daß du, mein God ich veſtih! weis gha die Liebe biſt. gen denſ! der Ein duß den( a dic g 475. M. O JESu, 8b dat a Abena du biſt mein. ch armes Meuſchenkind, N. Ach! daß mir meine Suͤnd, die ſchwere Todes⸗ bricht.] 8 Ich XR, laß] Seltz uh wenn. Wet ich anen die mögen,. Hel würde, 1 ſtegen, J E mig der Laſt des Fleiſches, die N, dich: S fickt sin mich dräcket, und meinen ich. Dich zal Geiß erkticket, bekame Ruh ir in el e me und Raft. Mich de F- duc mal e, in g bel. J pilft du mir? Wenn zeuchſ uz Leben S fel z du mich zu dir? Mle lange Mit, N 1 fte. „Jen uch me he ac und dich kann ſcheiden, des ſt ic. 1 ſull Flelſches Werck und Lieb. widerſtreben dem edlen Geiſtes Trieb? Wie lange . i 3. JESu, mein HErr nein e e und St, dü meines To, der, uf Ahh des Tod, du meines Lebens d d Leben! wenn wilt du dich in erſteus ee Harde, doch abgenommen Ach! daß ich von 2. Mein Gott! wenn e a oll das Leben des Fleiſches dune h ſell ich leiden was mich b erheben? Steh auf, erhe⸗ be dich! ertoͤdt in deiner Staͤrcke des todten Flei⸗ ſches Wercke, in dir er⸗ toͤdte mich. 4. Ich bin des Lebens ſatt, das mir h ſuͤſſe that, weil es ein Tod und Ster⸗ ben, und ſtetiges Verder⸗ ben mehr als ein Leben war. So will ich denn nun ſtreben nach einem beſſern Leben mit auser⸗ waͤhlter Schaar. 5. Wer hier dem Fleiſche nach will leben, der, o ach! iſt an der Seel erſtorben, er hat durchs Fleiſch ver⸗ dorben den edlen Geiſt aus Goc. Wer alles das Tſäwill haben, was unſer Fleiſch kann laben, des Seele leidet Noth. 6. Des Geiſt's und Flei⸗ ſches Reich beſtehet nicht zugleich, das Fleiſch muß untergehen, ſonſt mag der Geiſt nicht ſtehen: Denn wo das Fleiſch regiert, ö da ſchlaͤgt es alles nieder, was Hertz und Geiſt hin⸗ 1 8 zum Leben neu ge⸗ ert. 7. Drum, JIEſu! hilf du püir daß mein Geiſt leb in ir, laß alles an mir ſter⸗ ben, verweſen und verder⸗ ben, was fleiſch⸗ und ſuͤnd⸗ lich iſt, daß ſich zum neuen Leben mein Geiſt mag auf⸗ erheben, wie du erſtanden 1 8. Gieb, daß ich ſey der Welt mit dir ans Creutz geſtellt, gieb mir das recht zu faſſen, was alle Men⸗ ſchen haſſen, dein Creu und deinen Tod, und da S mir 410 Vom geiſtlichen Kampf. mir ſey hingegen der Welt⸗ Luſt, Freud und Seegen mein Creutz und meine Noth. 9. So werd ich auch mit dir zur rechten Lebens, Thuͤr durch deinen Tod eingehen, und in dirzaufer⸗ ſtehe zur Unverweßlichkeit. Ich werd im neuen Weſen des Geißzes wohl geneſen, in Himmels ⸗Luſt und Freud. 10. Da werd ich, Bach dich anſchauen inniglich, du wirſt mich denn um⸗ faſſen, und mich dich kuͤſ⸗ ſen laſſen, o ſuͤſſe Seelen⸗ Luſt, wie werd ich mich erguicken, wenn JEſus mich wird druͤcken vor Lieb an ſeine Bruſt. 11. Wie werd ich dich alsdann, mein JEſu, reden an? Mein Tuaſt nach mei⸗ nen Plagen werd ich denn zu dir ſagen: Mein edle Perlen⸗Kron, mein theurer Schatz, mein Leben, o Weinſtock deiner Reben, o IEſu! Gottes Sohn! 13. Mein Schatz, um⸗ faſſe mich, dich Schatz um⸗ faſſe ich, mein Heil, mein Licht und Sonne, o ſuͤſſe Seelen Wonne! Du biſt mein Braͤutigam. Hertz hat ſtets gethraͤnet, und ſich nach dir geſehnet, eh ich, Schatz! iu dir kam. 13. Nun aber, ey! nun⸗ mehr bin ich erfreuet ſehr, die Augen ſind erfriſchet, die Thraͤnen abgewiſchet. Denn meine Feinde ſind, Triumph! Triumph! ver⸗ ſchwunden! Ich habe JIE⸗ Mein 476. Mel. O JS f Chriſt mein ꝛc. 1 .„ 1 rch ruf zu dir, Err unt aun A IEſu, Chriſt ich bit 41„ eh, erhoͤr mein Klagen: verleih t of mir Gnad zu dieſer Friſt, laß mich doch nicht verfa⸗ 0 gen! den rechten Weg, o 1 HErr! ich meyn, den wol. leſt du mir geben, dir zu 0% Ml 0 leben, mein m Nächten Immanuel, Nutz zu ſeyn, dein Wort een g tu halten eben. Mr Fürth gebe n d z ee 2. Ich bitt noch mehr, 9 HErre Gott! du kannt es mir wol geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott, die nicht Hoffnung gib darneben, voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir moͤg ver⸗ trauen, und nicht bauen auf alles mein Thun, ſonſt wird michs ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Hertzens⸗Grund mein'n Feinden mög vergeben, verzeih mir guch zu dieſet Stund, ſchaff mir ein neues Leben! Dein Wort mein Speif laß allweg ſeyn, da⸗ mit mein: Seel zu naͤhren, mich zu wehren, wenn Un⸗ luͤck geht daher, das mich ald moͤg abkehren. 4. Laß mich kein Luſt noch Furcht von dir in dieſer Welt abwenden, beſtaͤndig ſeyn ans End gib mir, du haſts allein in Händen, und wenn du's giebſt, der hats umſonſt, es mag nie⸗ mand ererben, noch erwer⸗ ben durch Wercke deine Gnad, die uns errett't vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und üg end di. Since „e, eln in mit hie ſum funden. Ich bin ein fie Kind. J b Eeszdeeb, g. h 6 wlederſtreb, hilf, En elt⸗ 6 gen er e 6 i Chriſt, dem Schwachen, e 8 i o,) kleb, du kannſt mich ſtaͤrker 25* g*. A machen; kommt nun An⸗ Tod erhd a Khan fechtung her, ſo wehr, daß nes lune, Ae die mich nicht umfeoſſen. 770 laß! A och ich Du kanſt maſſen, daß mirs * den iehtag dicht bring Gefahr; ich 2 115 1 1 neh weiß, du wirſis nicht laſſen. ir geh e eh e 477 mel Schanſter glich, tu! A ee. eu, bil tegen! Du um, 2, dit a 2 Fuͤrſte des Lebens, lieh, b kuͤſ e dul wie die Finſterniß dringet eelen⸗ mi a gben h herein; wie ſie ihr hoͤlli⸗ mich wi ac nen ſches Heer nicht vergedens Eſus Hi ag gi i mächtig auffuͤhret, mir e e ee e ne e e Seen, wie er nuch fich d dice e 15 vernöͤhre und kräncke reden ſar n mee k ISſu, hilf ſiegen! der b weis w. ec d mich erkauff't, retze, h denn: kerle, U wennßleiſch und Blut, Sa⸗ n edleſg ihn kan und Welt mich zu be iheuter A e rücken, gantz grimmig an⸗ en, oss. mt gh n ne ene laufen, oder auch ſchme eben, oss Wi cn cheind ſich liſtig verſtellt. bn I e ee Wenn Babel wütet von „5 um, 0 30 Laß alla auſſen! und innen, laß 10 meinſt Bin weht e e ; a„. Jeſu, hilf ſiegen, ach! ( 1 wer muß nicht klagen e e dee wer een jeſehnet, A abwee wenn die Suͤnden der In⸗ dir kam.] F i Een gend mich nagen, die mein ech e Gewiſſen mir kaͤglich halt en ee Far: Ach! laß mich ſchme⸗ frischer, än cken dein kräftigs Ver ube ewiſchet. S etebeh nen, und bis dl meiner de sind, r urch Nut Demtehigung dienen„ ph! ver diene 4. JESu, hilf ſiegen ble en, wenn ig mir die, Sünde, abe J ee clan Eigen⸗Lieb, Hoffarth und W S l Mſbguntt ſich reßt: wenn 476. H. G Vom geiſtlichen Kampf. 41 ich die Laſt der Beglerden empfinde, und ſich mein tiefes Verderben barlegt: So hilf, daß ich vor mir ſelbſt mag erroͤthen, und durch dein Leiden mein ſuͤndlich Fleiſch koͤdten. F. IEſu, hilf ſiegen, und lege gefangen in mir die Luͤtedes Fleiſches, und gib, daß bey mir lebe des Gei⸗ zes Verlangen, aufwaͤrts ſich ſchwingen durch helli⸗ gen Trieb; laß mich dringen ins goͤttliche We⸗ ſen: ſo wird mein Geiſt, Leib und Seele geneſen. 6. IEſu, hilf ſtegen, da⸗ mit auch mein Wille dir, HER, ſey gaͤntzlich in eigen geſchenckt, und ich mich ſtets in dein Wollen verhuͤlle, wo ſich die Seele zur Ruhe hinlenkt; laß mich mir ſterben und alle dem Meinen, daß ich mich zaͤh⸗ len kann unter die Deinen. 7. IEſu, hilf ſiegen! in allerley Fallen, gib mir die Waffen und Wehre zur Hand: wenn mir die höl⸗ ie liſchen Feinde nachſtellen, dich mir zu rauben, v edel⸗ ſtes Pfand! ſo hilf mir Schwachen mit Allmacht und Staͤrcke, daß ich, o Lieb⸗ ſter, dein Daſein vermercke. 8. IEſu, hilf ſiegen, wer in mag ſonſt bestehen wider den liſtig verſchmitzeten, Feind? Wer mag doch deſ⸗ en Verſuchung entgehen? der wie ein Engel des Lich⸗ tes erſcheint? Ach! HEkx! wo du weicht, ſo muß ich ja irren, wenn mich Schlangen Liſt ſucht zn 412 vom geiſtlichen Kampf. 9. JESu, hilf ſiegen! und laß mich nicht ſincken, wenn ſich die Kraͤfte der Lügen aufblaͤhn, und mit dem Scheine der Wahr⸗ heit ſich ſchmincken; laß doch viel heller denn deine Kraft ſehn! ſieh mir zur Rechten, o Koͤnig und Met⸗ ſter! lehre mich kaͤmpfen und prüfen die Geſſter. Lammes zu gehn: kleide 10. IEſu, hilf ſiegen! dein Zion mit guͤldenen im Wachen und Beten; Stuͤcken, laß uns den Un. Huͤter, du ſchlaͤfſt ja und tergang Babels einſt ſehn! ſchlummerſt nicht ein. Laß Doch wohlan! kracht es, dein Gebet mich unendlichſſo wirds auch bald liegen. vertreten, der du verſpro⸗ Auf! Zlon, rute dich, Je chen, mein Fuͤrſprach zu ſus hilft ſiegen. ſeyn: Wenn mich die 15. Ieſu, hilf ſiegen! Nacht mit Ermuͤdung will wenns nun kommt um decken, wollſt du mich Sterben, mach du mich J ESu, ermuntern und ſwuͤrdig und ſtetig bereit: wecken. 7 5 daß ich mich koͤnne recht 11. IESu, hilf ſiegen! nennen dein'n Erben, dort wenn alles verſchwindet, in der Ewigkeit, hier in der und ich mein Nichts und Zeit! JEſu, mein JeEſu, Verderben nur ſeh. Wenn dir bleib ich ergeben, hilf kein Vermoͤgen iu Beten du mir ſiegen mein Heil, ſich findet, wenn ich muß Troſt und Leben. ſeyn ein verſchuͤchtertes 16. IEſu, hilf ſiegen! Reh! Ach HErr: ſo wollſt wenn ſch nun ſoll ſchei⸗ du im Grunde der Seelen den, von dieſer Jammer; dich mit dem innigſten und Leid, vollen Welt, Seuftzen vermaͤhlen. wenn du mich rufeſt, gleb, 12. JE SEu, hilf ſiegen! daß ich mit Freuden zn und laß mirs gelingen, dir moͤg fahren ins himm⸗ daß ich das Zeichen des liſche Zelt] Laß mich, ach Sieges erlang, ſo will ich JEſu, recht ritterlich rin, ewig dir Lob und Danek gen, und durch das Le⸗ ſingen, JEſu mein Hei ben und Tod zu Dir land! mit frohem Geſang. dringen. 555 wird ref Name 1 del erden geprieſen, wo du 478. el. Verza 4—— dich ſo maͤchtig 888 nicht. 13. JESn, hilf ſiegen!] Iin dich hab ich gehoffet laß baſd doch erſchallen, J HERR, hilf, daß ich daß Zion rufet: Es iſtlnicht zu ſchanden 115 decken gen nun! fir 9 Vom geiſtlichen Kampf. 413 ö 10 koch ewiglich zu Spotte! An das bitt ich dich, erbal⸗ 00 te mich in deiner Treu HeEre Gotte. 2. Dein gnaͤdig Ohr neig her in mir, erhoͤr mein Bitt, thu dich herfuͤr, eil bald mich zu erretten, in Angſt und Weh, ich lieg od'r ſteh, hilf mir aus egen! den Fenn meinen Noͤthen. deten; St, 1990 3. Mein GOTT und u undſter dige Schirmer ſteh mir bey, ſeh 1. Laß De a mir ein' Burg darinn ich udlichſſo 4 1 frey und ritterlich mog rſpro/ Ar og, ti ö ſtreiten wid'r meine Feind, ach zu ſu a der gar viel ſeynd an mir 9 dle e auf allen Seiten. ag wil g 4 Du big mein Stare, mich S n meinfels, mein Hort, mein n un e e Schild mein Kraft, lag g e A mir dein Wort, mein Huͤlf ſiegen ln a 1 a 8 2 eme mein ſtarcker in aller windet, A Aceh, Noth, wer mag dir wider⸗ ts und 3 est, nch ſtreben. — ee. Mir bardie weletrug, tend 1 dene lich gericht mit Lügen und ch muß i ed i, mit falſch'm Gedicht, viel a e ei ved Seelenſt en i diefer Gefahr b'huͤt mich e Heger! 1 ih befehl ich dir, mein Gott elingen, J 29 fta mein Gott, weich nicht zen des lt kan von mir, nimm mich indei⸗ will ich!“ tech ü ne Hande, o wahrer Gott, Dank. und duch) aus aller Noth hilf mir am in Hei] nd letzten Ende. Geſang. 4 J:. 7. Glori, Lob, Ehr und ame da Herrlichkeit, ſey GOcct 00 dul! Mel h 2 75 175 Oe 805 1 em Heil gen Geiſt mlt Na⸗ mächtig„ 55 die 8 al mach uns ſieghaft dur 9 000 eeun Ectitun en i en en. 479. M. Kommt her zu mir, ſpricht ꝛc. Iſt Gott mein Schild und J Helfers⸗Mann, was wird ſeyn, das mir ſchaden kann? Weicht, alle mei⸗ ne Feinde! die ihr mir li⸗ ſtiglich nachſteht, nur eu⸗ rer Schmach eutgegen geht, ich habe Gott zum Freun⸗ e 2. Iſt Gott mein Troſt und Zuverſicht, kein Leid kann ſeyn, ſo mich anficht; weicht alle meine Feinde! die ihr nur ſinnet auf Ge⸗ fahr, ich achte folches gar kein Haar, ich habe Gott zum Freunde! 3. Iſt Gott mein Schirm und mein Panter, kein Un⸗ gemach kann ſchaden mir, weicht alle meine Feinde! die ihr mich aͤngſtet und be⸗ truͤbt, es iſt umſonſt was ihr veruͤbt, ich habe Gott zum Freunde 4. Iſt Gott mein Schutz und treuer Hirt, kein Un⸗ gluͤck mich betruͤben wird, weicht alle meine Feinde! die ihr nur ſtiftet Angſt und Pein, es wird zu eurem Schaden ſeyn, ich habe Gott zum Freunde! 5. Iſt Gott mein Ret⸗ ter und Patron, was acht ich der Welt Schimpf und Hohn. Weicht, alle mei⸗ ne Feinde! die ihr mich laͤſtert fruͤh und ſpat, es wird euch richten eure That, ich habe GOtt zum Freunde 6. Iſt Gott mein Heil, mein Huͤlf und Kraft, die boͤſe Welt nichts an mir S 3 ſchaft, 414 Vom geiſtlichen Kampf. ſchaft, weicht, alle meine Feindel die ihr auf mich vergallet ſeyd, ihr thut euch 5 er gebranntes Leid, Ich habe GOTT zum Freunde! 7. Iſt Gott mein Bey⸗ ſtand in der Noth, was kann mir ſchaden Suͤnd und Tod? weicht alle mei ne Feinde! Tod, Suͤnde, Teufel, Hoͤll und Welt, ihr muͤſſet raͤumen doch das Feld, ich habe Gott zum Freunde! 480. Mel. O JkEſu Chriſt, 8 Gut Mei Hertz, 0 Goc ſpricht ſelbſt zu mir wo wilt du Gnade finden? Der 0 7 der zürnt mit dir, von we⸗ gen deiner 2 73 Wer Gott mit ſeiner Miſſe⸗ that, ſo oft, wie du be⸗ leidigt hat, dem iſt Er gar nicht gnaͤdig.. Drum g eb du mir nach deiner Gnad ein innig⸗ lich Verlangen Haß ge⸗ gen Suͤnd und Miſſethat, und Laßt dir anzuhangen, daß ich an ſolchen Zeichen ſeh, wie ich noch veſt im Hauben ſteh, und an dir IEſu, bleibe. 3. Ach! lehr mich einig und allein von gantzem Hertzen glauben, daß du mir wolleſt gnaͤdig ſeyn, und wohlgewogen bleiben: wend alle meine Traurig keit, und mache mein Hertz voller Freud, Troſt, Huͤlfe, 4. Soll ich mich aber ey ner armen Seelen, daß ich und ich errettet werde. 481. Mel. O Iſeſu Chriſt, du hoͤchſtes Gut. Schau, lieber Goc! On wie meine Feind, da⸗ mit ich ſtots muß kaͤmpfen, ſo liſtig und ſe maͤchtig f ynd, daß ſte mich leich lich daͤmpfen: HErr] wo nicht deine Gnad mich hält, ſo kann der Teufel, Fleiſch und Welt mich leicht in Suͤnden ſtuͤrtzen. 2. Der Satanas mit ſeiner Liſt im Anfang gar ſuͤß lo⸗ cket! Drauf wenn die Suͤnd und endlich in die Hoͤlle. wohl bewußt, wie die kann Anlaß geben tu Augenluft, zu Flel ſches! luſt und hoffaͤr⸗ deen Lebe en. Wenn aber Gottes Zorn angeht, ein 1256 da zurt ücke ſteht, die Freund ſchaft hat ein Ende. 4. Und dennoch will mein Fleiſch und Blut von dem groſſen Schaden thut es will die Welt nicht! alen die kurze Freud gefallt ihm wohl, drum wills nicht 1 ich meiden ſoll des Teufels l und Leben. Netz und Stricke. 5. Nun net weit mis ſeſchen Sah 1 6 gen qaalen; ſo hilf nach def u file ner Goͤtigkeit, HErr, mel i l gu ich e n im Glauben veſſe eh, bi io ben 10 dieſe Prob' zu Ende g 156 e Trug und wil Gewalt von einer Suͤnd zur andern bald n 3. Der Welt Art iſt auch Ungerne laſſen, was ihm 3 Meene au ale At ind abet. 11 36 ft eh iat in Kun 1 le in dee i Jeſt C 905 10 0 10 1 elt de Ki und Wack de mi be. 7. Laß dee del fen Hel 16 i eren, daß ich ale Jas dl 100 1 dicht laß gerſſheg, ic dem Agen ni . licht un f 90 15 a 110 525 meine f mich r thut Leid, zum du mir in innig⸗ daß ge⸗— iſſethat, hangen, Zelchen veſt Im d an dit ich einig gantzem daß du ache ig ſeynſ aiſlichen gen fp im ag ent 8 e. ö 4 0 e ehen was du heizt, und m Vom geiſtlichen Kampf. 1988— 0 5. Nun muß ich Armer immerfort mit dieſen Fein⸗ fei 0 den ſtreiten, ſie aͤngſten 1 68 mich an allem Ort, und 7 ſtehn mich ſtets zur Sei⸗ ten: Der Satan ſetzt mir 5 157 ü ei heftig zu, die Weit laßt mir gar keine Ruh, mein Fleiſch zur Suͤnd mich 10 treibet. i , dul 6. Zu dir ſlieh ich; o Gut, treuer Gott! ich weiß ſie 2 e e ter, in dieſer Noth, Swe um“ Jeſu Corſctt willen! „eee wa Verleih mir deines Geistes 0 e Stärck, daß meiner Fein⸗ ec fen de Liſt und Werck dadurch „ e e e zerſtoͤret werde. 8 11 eite, 7. Laß dieſen deinen gu⸗ b h kant a ten Geiſt mich inniglich re⸗ F un c gteren, daß ich allzeit thu, naa nicht laß verfuͤhren, daß a ich dem Argen widerſteh, c ermften und nicht von deinem ſeiſb ent, u Weg abgeh zur Rechten etz ei oder Lincken. 8 red ae 8. Ob boͤſe Luſt noch enden mannigfalt mich anficht, ich n weil ich lebe, ſo hilf daß den ich ihr alſobald im An⸗ Jo enuſt, an fang. widerſtrebe, und daß 5 abel ich ia vergeſſe nicht die hee Todes Stunde, das Ge „ Lebe, d richt, den Himmel und die es Jon a da zn 1 dſchathig 15e denne 1c unh d a an Sch bleiben; Traurig“) Jörze ein Hertz! d, Huͤlfe, . 100 F die Witti Ful drum 4 eben l = id Luc e. 9. Gib, daß ich dencke jederzeit an dieſe letzte Dinge, und dadurch alle Suͤnden Freud aus mei⸗ nem Hertzen bringe, da⸗ mit ich moͤg mein Leben lang dir dienen ohne Furcht und Zwang in willigem Sehorſam. 1 10. Gott Vater! deine Kraft und Treu laß reich⸗ lich mich empfinden. O IEſu, Chriſte, ſteh mir bey, daß ich kann uͤberwin⸗ den. Hilf, Heiliger Geiſt in dieſem Krieg, daß ich da immer einen Sieg er⸗ halte nach dem andern.! 482. M. Freu dichſehr, o meine Seele. Schatte deines Lichtes Strahlen, o mein Heiland, uͤber mich, laß ſie mein Gemuͤth bemahlen mit der Klarheit maͤchtig⸗ lich, und vertreib durch Heiterkeit in mir alle Dun⸗ ckelbeit, daß ich moͤge vor dir ſtehen, und dein Gna⸗ den⸗Licht anſehen. 2. Hemme in mir das ich Zerſtreuen meiner Sinnen, deine Kraft kan mich leicht davon befreyen: Ach! wenn wird mir Huͤlf geſchaft! Stehe mir im Kampfe bey, daß ich Ueberwinder ſey, weil ſich die Verſuchungs⸗ Stunden haben maͤchtig eingefunden. i 3. Tödte in mir alle Thiere der Begierden, die allzeit mich beſtreiten, und vollfuͤhre ſelbſt in mir zum Steg den Streit, daß dein Friede je und je in dem Hertzen kraͤftig bluͤh, und mein Mund zu allen Zei⸗ ten moͤge deinen Ruhm ausbreiten. 4. HErr, gebeut den ſtarcken Winden, dem Ge⸗ witter und dem Meer, ſo muß ſich die Stille finden, ob ſie wuͤten noch ſo ſehr. Laſſe deiner Wahr⸗ heit Schein als ein helles S 4 Licht 415 4 90 5 Voi ge 416 Vom geiſtlichen Kampf. 5 Licht mir ſeyn, denn ſonſt ben will aus meinem Hey u den Nun bleib ich ſchnoͤde Erde, b ö hte, 15 wenn ich nicht erleuchtet F und werde. a f a 5, Laß von oben auf mich 0 ba flieſſen deiner Gnaden en Suͤßigkeit, und den mat, ten Geiſt genieſſen deinen Himmels Thau allzeit. m aa Geuß in deine duͤrre Erd dir, auch den Glauben mir F und de e Lebens⸗Stroͤme, daß ich und allen glebſt du, wie dirs werd fruchtbar, und vor mag gefallen. hat: B g allen Dingen dir moͤg gute 3. O mein Gott vor file a Fruͤchte bringen. dem ich trete, jetzt in mei⸗ 6. Ach! ſo heb durch dei⸗ ner großen 17 hoͤre, ne Guͤte mein gepreßtes wie ich ſehnlich bete, laß Hertz empor, ziehe nach mich werden nicht in dir mein Gemuͤthe, oͤffne Spott! mach zunicht des ibm des Himmels Thor, Teufels Werck, meinen daß es göttlich werd er⸗ſchwachen Glauben ſlaͤrck, freut, und flieht alle Eitel⸗ daß ich nimmermehr ver keit, an gar nichtes mehr iage, Chriſtum ſtets im zu dencken, was nicht kann Hertzen trage. gen Himmel lencken. 4. ICS, Brunnqauel 7. Reiſſe weg aus mei⸗ aller Gnaden, der du nem Hertzen allen Troſt niemand von dir ſtoß f, der Creatur; denn der lin⸗ der mit Schwachheit it dert nicht die Schmertzen, beladen, fondern deine zeigt mir auch nicht deine Juͤnger troͤſt ſt: Solt ihr Spur: die Begierde brennt Glaube auch ſo klein, wie in mir, o mein Heiland ein kleines Senfkorn ſeyn, nur nach dir laß mich, wenn wollſt du ſie doch wuͤrdig ich dich gefunden, ewig mit ſchaͤtzen, große Berge zu dir ſeyn verbunden. verſetzen. 3 83. Mel. Freu dichlde Kabel, der uh. bi l 483. Mel. Freu dich de finden, der N vol . 5 Traurigkeit, hilf du mir ſehr⸗ dei ſelbſt uͤberwinden, ſo oft 5 ich muß in den Streit: Turner Gott, ich muß meinen Glauben taglich dir klagen meines Her⸗ mehr, deines Geiſtes zens Jammer⸗Stand, ob Schwerdt verehr, damit dir wohl ſind meine Pla,ſich den Feind kaun ſchla⸗ en beſſer, als mir ſelbſtſgen, alle Pfeile von mir d ekannt: arsſſe Schwach⸗ jagen. 5 10 0 beit ich bey mir in An, 6. Heilger Geist ju 10% 0 hben fechtung oft verſpuͤr, wenn Himmels Throne, glelt geile 15 f der Satan allen Glau⸗ cher Gott von Enie Nääh kl 418 Vom geiſtlichen Kampf. weit dabon zu ſeyn, ja ich ziele recht mit Schmer⸗ tzen auf den Freuden⸗ vol, len Schein: doch das Lau⸗ fen, thut mir bange, und der Kampf wird mir m lange, der geſchmuͤckte Er⸗ den ⸗Wuſt kimmt mir of, ters alle Luft. 4. Mein verderbter Ei, gen Wille, hat bald dis, bald das zu thun, haͤlt im Laufen vielmals ſtille, und will in dem Streite ruhn. Satan macht mich auch faſt muͤrbe, daß mir auch der Sieg verduͤrbe, wo mir deine treue Kraft nicht ge⸗ wuͤnſchte Huͤlfe ſchaft. F. Drum, mein JEſu! ſteh mir Armen in ſo groſ⸗ ſer Schwachheit bey, laß dich meine Noth erbarmen, mache mich von allen frey! was mir will mein Ziel verrücken, komm, mich ſelbſt recht zuzuſchicken, gieb mir Kraft und Freu⸗ digkeit, foͤrdre meinen Lauf m Streit. 6. Es verlohnt ſich wohl der Muͤhe, ob mirs gleich was ſauer wird, wenn ich mich der Welt enttiehe, die mich ſtets zuruͤcke fährt: deine treue Gnaden Exone iſt mir uͤbergnug zum Loh⸗ ne, wirſt du nur mein Beyſtand ſeyn; ſo iſt ſie oftmals ſchwach und wir⸗ ö 1 7 8 85 2 K ö will ihn laben mit im n, ee mels⸗Gaben, und er ſoll in bie de ln f t. dt. haben, was ewig tröͤß t. ieee, d 1 u t a! Die glaͤubige Seele. 19 1 Wel 2. O IE Su! hilf du ihr fte d mir ſelbſt uͤberwenden! ich, Harig e kaͤmpf zwar, ſedoch mit in Git u Ein wenig Macht; oft pflegt Ach geh nic de die Suͤnde mir den Arm dit eu u! zu binden, daß in dem dagen Ii gehe Streite faſt das Hertz ver,, die ſchmacht't. Du mußt mich Puig dei coe leiten, ſelbs helfen ſtreiß Ehn ten, und mich bereiten, wie dirs gefallt.. Chriſtus. 3. Wer uͤber⸗ windet, dem ſoll nichts ge⸗ ſchehen vom andern To⸗ de, der die Seele quaͤlt: Er ſoll mein Angeſicht vorm Throne ſehen, wo das erwahnte Heer mein Lob erzaͤhlt. Nach tapfern Ringen ſoll Er mir ſingen, und Opfer bringen in Hei⸗ ligkeit. f Seele. 4. O Jechu! hilf du mir ſelbſt über, winden! mein Glaub iſt cket nicht. Schick einen in kurtzem mein. 485. Mel. Schoͤnſter Immanuel ꝛc. Cbriſtus. er uͤberwinbet, fell vom Holtz genieſſen, Gnaden⸗Strahl, ihn in entzünden, vertreib die Finſterniß durch helles Licht. Laß mich recht brennen, in Schrancken rennen, und dich erken⸗ nen, o Siegesfuͤrſt. windet, dem will Chrißus 5. Wer uͤber⸗ 1 ch zu eſſen 2 .. 5 N 7 „ adas e uin sen vom Manna geben, men nichts vertilgt noch 20 U das verborgen liegt. Sein ſcheldet, den ich beken⸗ ſin, M, Zengniß bleibet auch gar nen will, daß er ig mein. ian nicht vergeſſen, ein neuer Vors Vaters Throne, Name wird ihm beyge bey dem ich wohne, wird kte Ex- wi dba fügt, den der verſtehet, ihm die Krone des Heils nir of, me abe, mer Ge 10 volvo eg s Lau El „ und Mi 1 10 nir juldet f an öhei 5 f f 2 ter El ba ea eur. bs ber des Lammes Seele. 10. 'd dis, Seele. 6. O Jecu winden]! Mein Kleid der alt im e gig hilf le, 0 . f 5 2 1 8,9 18 1 51 ee F, r auch w mic Ach! ziehe mich von ihr, di Jude zu dir empor. Du woll . de u verjagen und nlederſchla⸗ t. ge A teh gen, die zu mir ſagen: bleibt. 75 JEſulſſe tt an Wo ißt dein Gott! Ehriſtus. 11 Wer uͤber⸗ b Vom geiſtlichen Kampf. wer ihn empfaͤhet, und geſchenckt 7 ſo große fh e Chriſtus. 7. Wer uͤber⸗ windet, ey, kaßſt dich windet, und halt meine 1 armen, d e entziehe, 8. ge führt:] e. n Crone] 74 um Loh⸗ ſo iſt ſie * ö betrübt. ſpachen, und ſiegreich 2255 e ee Cbeiftus. 9. Wer über- ſind. a e. en, windet, ſoll gantz weiß] Chrſſtus. 13. Wer auͤber⸗ % gekleldet, im Buch des windet, ſoll im Himmel ei gebens eingeſchriebenſſttzen auf meinem Stuhl it, fol gehn. 0 i ſeyn, wo ſeinen Naslgleichwie ich uͤberwand. euleft u, Er, 2 6 E IJch 6 1 5 hiif du mir ſelbſt uͤber⸗ (du mir ſelbſt über⸗ Seelen iſt noch ſchwartz 5 winden! Die Welt legt befleckt; der Wercke un Fein mir ihr falſches Manna werth muß wie Rauch ver⸗ hn vor, darinn verbirget ſieſſchwinden vor deinen Au⸗ das Gift der Suͤnden; gen bleibt ja nichts ver⸗ deckt; Ach! mach mich rei⸗ ne, daß ich als deine im Fi erſcheine, das ewig e 8 ſoll ein Pfeiler ese e e Se des S tes ein Wercke bis an das Ende nes Gottes fruͤh un en frey!][ en e mit Beſtaͤndigkeit, dem ſpat. Ich will auf ihn ein Zielft, dm fü geb ich uͤber Heiden den „ wichſf een un a Macht und Staͤrcke, daßſſchreiben, Jeruſalems, ſchicken, t“ Ir de ea er ſie mit der eiſern Ruthe id Freu⸗( Il nen a weid, bis ſie zerſchmiſſen, en Lauft Tre erkennen muͤſſen, daß all „niht e vor mir nichts f„edablt. J. ae e Se n de en ene Oe wenn ich“ Shin ia bilf du mir ſelbſt Aber⸗ hilf du mir ſelbſt ͤber⸗ 3 37707 7 5 940 11 0 4 75. in. 8 Ehriſtenthum recht lau⸗ ſincket doch mein Herk e ee e dee Heidniſch' ehr an m. 5 8 0 600 befinden. Ach! mache mich cken, gruͤnden, ach! waff⸗ ar nan ee vom fiußzern Weſen krey.ſne mie) zum Stege durch en E muſt mich lehren, dein Blut. Du kannſt den een mein Hertz bekehren, und Schwachen gnug Krafte e das zerftoͤhren, was dich machen, daß ſte ſlets Namen GOttes das GOtt erwaͤhlet hat. Mein's Namens Zeichen ſoll er erreichen, und nim⸗ mer weichen, noch von mir 420 Vom geiſtlichen Kampf. Ich muſt' auch in der Weltf 4. Du aber lehre mich am Creutze ſchwitzen, nun verſtehn, daß ſolches laͤten ſitz ich zu des Vaters rech⸗ liche Schmaͤhn vom boͤſen ten Hand. Hier ſoll ſich Geiſt herruͤhre, daß er durch laben an Himmels Gaben, ſolche Laͤſterung mich Ar, und Ruhe haben, wer recht men in Verzwefelung und gekaͤmpft. andre Laſter fuͤhre. Seele. 14. O JESu! 5. Rett dein und meines hilf du mir ſelbß uber, Heilands Ehr, und laß den winden: Der Feinde Zahl Teufel nun nicht mehr in iſt groß, ach] komm ge⸗ meinem Hertzen ſchmaͤhen. ſchwind; Welt, Teufel Ach gib, daß ich den la Fleiſch und Blut, ſamt ſter⸗Geiſt, der mich dich meinen Suͤnden ind mir gur verlaͤſtern heißt, moͤg zu ſtarck. O HER, er⸗kraͤftig wiederfſehen. boͤr dein Kind! So ſoll 6. Verleih, daß ich gleich dort oben mein Geiſt dich in der Zeit, wenn ſich der loben, wenn ich erhoben boͤſe Geiſt nicht ſcheut, den Sieg erlangt. durch Laͤſterung zu toben, 1190 4 1 1 10 0 tzens Grund und guſſerlich 486. M Kommt her mit meinem Mund mit ho⸗ zu mir, ſpricht ic. hem Ruhme loben. 7. Ach! HERR, ich Wo denck ich armer ſchreye noch zu dir, laß dei⸗ Menſch doch hin, wie nen guten Geiſt in mit komm ich doch auf dieſen mit ſeiner Gnade bleiben, Sinn, daß ich, zwar widerſich raͤum ihm gantz mein Willen, HErr wider dich Hertze ein, das ſoll ſein ohn alle Maaß vom boͤſen heilger Tempel ſeyn, ſein Geiſt mein Hertze laß mit Werck darinn zu treiben. Laͤſterung anfuͤllen. 8. Ach! Heil'ger Geiſt, 2. Du haſt mir ja von komm, heiſe mich, daß Kindheit an, an Leib und Satan, der ſo laͤſterlich dich ch bihh Seel viel Guts gethan, und ſtets geſchaͤndet, weiche. f alle Gnad erwieſen; Ist Ach! bleib, und wircke du denn nun dis der Danckſin mir, daf alles, was dafär? Wirſt du, mein ich nehme fuͤr, zu Gottes Gott! alſo von mir fuͤr Lob gereiche. n 5 7 10 . A 0 R, 8 baͤtte wohl verdient, daß 487. M. Wer nur den du mich als ein boͤſes Kind. lieben GOrt ꝛc. den alsbald zur Hollen ſtieſſeſt. ben, urd mich daſeloſt bey hoͤch⸗Nsohl dem, der ſich mit ee g ter Quaal die Gottes,* Ernſt bemuͤhet, daß dym 15 Laͤſtrung allzumahl im er ein Streiter Christi ſey: demch, Keb Feuer Ibuͤſſen lieſſeſt. Der nicht am e l 79 iſt nun s rech⸗ ell ſich r recht ESEu! uͤber⸗ e Zahl im ge. Teufel, ſamt ud mir R, er. 1 50 ſoll ſt dich rhoben it her t ꝛc. armer nin, wie F dieſen ar wider der dich m boͤſen laß mit ja von zeſb und dan, und en; Iſt t Dauck u, mein mit fuͤt verf 1 5 fo 0 62 05 haben, ſolg eh lichen Fi Welt 4. err 5 dein Ie n mitem gal n er Hache! am ihn gag 4 A eil, 0 i en 1% dating lch! Hey r, beige 1 ,der geſchidt! bleib, n *„ da 0 Sehme fi, N H keich. 9 Gottes ö Sthel ab c Vom geiſtlichen Kampf. 421 ziehet, vom Hochmuth, Neid und Wolluſt frey, der ſtets die arge Welt be⸗ kaͤmpft, und ſeinen eignen Millen daͤmpft. 2. Der heißt allein nur Chriſti Streiter, wer ihm in allen folget nach: Wem er ſoll ſeyn Weg, Licht und Leiter, der traͤgt auch billig ſeine Schmach, wer nicht den Oel Berg mit Ihm ſteigt, wird Tha⸗ bors Glantz auch nicht ezeigt. 3. Was hilft, das Chri⸗ ſtus iſt empfangen, und unſer Fleiſch theilhaftis ward? Wenn wir nicht auch dazu gelangen, daß Er ſich in uns offenbart? Und ſoll Er in dich keh⸗ ren ein ſo muß dein Hertz rechtſchaffen ſeyn. a 4. Was hilfts, das Chri⸗ ſtus uns gebohrn, und uns die Kindſchaft wieder⸗ bringt? Wenn, da dis Recht ſchon laͤngſt verloh⸗ ren, man hierzu nicht durch Buſſe dringt; Als Kind im Seiſt ſich neu gebiert, und ſtets ein goͤtt⸗ lich Leben fuͤhrt. 5. Was hilft dem Men⸗ ſchen Chriſti Lehre, wer der Vernunft ein Sclave bleibt; nach eigner Weis heit, Wahn und Ehre ſein Leben, Thun und Wan⸗ del treibt. Ein Chriſt der die Verleugnung ehrt, folgt dem nur, was ihm JEſus lehrt. s 6. Was hilft uns Chri⸗ ſti Thun und Leben, was De muth, Lieb und Freund⸗ 1 lichkeit? Wenn wir dem g Stoltz und Haß ergeben, Purpur ſchoͤn. Wer hier und ſchaͤndet ſeine Hei⸗ ligkeit? Was hilfts, nur mit dem Mund allein, und nicht im Glauben Chriſti ſeyn? a 2 7. Was hilft uns Chriſti Angſt und Leiden, wenn mann nicht will ins Leiden ehn? Nur nach der Pein ind ſuͤt die Freuden, und nach der Schmach ſteht nicht feinen Adam kraͤnckt, wird Chriſti Kron auch nicht geſchenckt. 0 8. Was hilft uns Christ Tod und Sterben, wenn wir uns ſelbſt nicht ſterben ab? Du liebſt dein Le⸗ ben zum Verderben, fuͤhrſt du die Luſt nicht in ſein Grab? Es bleibt dir Chri⸗„ ſti Tod ein Bild, wenn 1 Welt nicht ſterben wilt.. 9. Was hilft ſein Loͤſen und Befreyen, wer mit der Welt im Bunde ſteht? Was hilft, HErr, HErr und Meilſter! ſchreyen, wer nicht aus Satans Banden geht? Wie denckt doch der er ſey verſuͤhnt, wer noch der Welt und Suͤnden dient? 1 10. Was hilft dir Chriſtt Auferſtehen, bleibſt du noch n dem SZuͤnden⸗Tod?s Was hilft dir ſein gen Himmel gehen, klebſt du noch an der Erden Koh? Was hilſt dir ſein Trlumph und Sieg, führſt du mit dir nicht ſelber Krieg? 11. Wohlan! ſo lebe, thu und leide, wie JIEſus divein Vorbild war. Buch, S 7 das 42 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. daß dich ſeine Unschuld. J E Su N liebt, tracht kleide, ſo bleihſt du in der nur allein ein Welt⸗Be⸗ Streiter Schaar; Werlſtreiter ſiets zu ſeyn. 488. In eigener Mel. ch! IESu, mei⸗ ner Seelen Freu⸗ de; mein Reich⸗ thum, wenn ich Mangel leide, mein Heil in mei⸗ ner Suͤnden⸗Laſt! mein. Ancker, wenn mein Schiff will wancken; mein Licht, wle kann ich dir verdaucken, daß du mich ſo geliebet hast? 2. Ich armer Knecht, ich war verlohren: und du mein. HErr, du wirſt geboh⸗ ren und glebſt für mich dich in Gefahr: Ich war dein Feind, du kommſt gelaufen, meingeben durch dein Blut in kaufen, das anders nicht zu retten war. 3. O Treu! die nicht iſt auszuſinnen, was ſoll ich Armer doch beginnen, der dis nicht wohl begreifen kann? Doch wohl lich habe veſten Glauben, den ſoll mir auch der Feind nicht rauben, und lief er noch ſo heftig an. 8 4. Ich weiß, das Gott mich hat erkohren: Daß mich ſein Geiß hat nen ge⸗ bohren, daß mir ſein Sohn geſterben iſt; Ich weiß, Hegg, daß du biſt mein X. Vom ſuͤſſen Troſte GOttes. fuͤr mich gegeben, jg daß du noch mein Helfer biſt! 5. Schlaͤgt Moſes ſeine Donner Flammen um tein verdammtes Haupt ſuſammen; in dir, o JEfn, find ich Ruh: Muß ich mit Sund und Hoͤlle ſtreiten, ſo lauf ich, HErr, auf deine Seiten, als meine ſtaͤrckſte Veßzung zu. 6. Und kommt auch gleich der Tod geſprungen; hat JeEſus doch fuͤr mich gerun⸗ gen, und durch den Tod den Tod verjagt; Was darf mir vor dem ode grauen, wenn ich durch ihn kann wircklich ſchauen, was mir mein Ic⸗ ſus zugeſagt. f J. Nun JEſu] laß mich an dir kleben, ſo bleibet dir mein gantzes Leben mit ſtets verbundner Treu ver⸗ pflicht: Denn wer ſich bier mit dir verbindet, der bleibt obgleich ſein Leben ſchwin⸗ det, und ſtirbet auch im Tode nicht. 499. M. Singen wir aus Hertzensgrund. Auf den Nebel folgt die HSonn, auf das Trau⸗ ren Freud und Wonn, auf die ſchwere bittre Pein ſtellt ſich Troſt und Labſal Leben: Daß du auch biſt ein. Meine Seele, die zu⸗ vor uon ſi i d „cht! ne C , Mr 0 6, Huf e Outs, 0 a0 aue ut b fe te Ei NN it, 0 n 2 vet Mitte dJ e ES 2 8. der nur g. 4 Verſſreite 13 a —— l. fuͤr m W gebe mei⸗ reu⸗ ne ant 3 uſar z 190 mei⸗Suͤr meinflauf, chiff Se. 6. A omntauch jebet 9 555 Sach fürn echt,* Mulch 10 10 duTol egtz Naa eboh, vor Wecodeguu bdic ich! rh deinſſcht Roungs min fen, ſus Sagt. Blut ei nichtſan J A ben, ſo ehh meg izes Lehe cht iſt ſteſ ee 5% yl ich 1 8 e , derſugß 1 bindet reifen 10 ſein ehm h habeſdeſ dg Te ht. 100. Singe al dertzeſih I 0 9 30, uh Sohnſte n And g weiß, D be 19 f mein fl 9 Dol 1 ch biſt el eine Seil, vor ſanck bis gn der Höͤl⸗ vom ſůͤſſen Troſte Gottes. 23 len Thor, ſteigt nun bis zum Himmels⸗Chor. 2. Der, vor dem die Welt erſchrickt, hat mir meinen Geiſt erquickt; ſeine hohe ſtarcke Hand reißt mich aus der Höl len Band. Alle ſeine Lieb und 7 uͤberſchwemmt mir mein Gemuͤth, und erfriſcht mir mein Gebluͤt. 3. Had ich vormahls Angſt gefuͤhlt, hat der Gram mein Hertz zer⸗ wuͤhlt, hat der Kummer mich beſchwert, hat der Satan mich bethoͤrt: Ey ſo bin ich nunmehr frey: Heil und Rettung, Schutz und Treu ſteht mir treu⸗ lich wieder bey. 4. Nun erfahr ich ſchnoͤ⸗ der Feind, wie dus haſt mit mir gemeynt: Du haſt warlich mich mit Macht in dein Netz zu ziehn gedacht: Haͤtt ich dir zu viel 5 haͤtt' ſt du, eh ich zugeſchaut, mir zum Fal ein Sieb gebaut. 5. Ich erkenne deine Liſt, da du mit erfuͤllet biſt, du beleugſt mir meinen Gott, und machſt ſeinen Nuhm zu Spott: Wenn Er ſetzt, ſo wirfſt du um, wenn Er ſpricht, verkehrt b dein Grimm ſeine ſuͤße Va⸗ ter⸗ Stimm. 6. Hoff und wart ich alles Guts, bin ich froh und gutes Muths: Rückſt du mir aus meinen Sinn alles gute Sinnen hin, wandt es bald, hielt ſern von dir, alles Ungluͤck bricht herfuͤr, ſeht und liegt vor deiner Thuͤ r. 7. Heb dich weg verlogs⸗ ner Mund! Hier iſt GOtt und Gottes Grund, hier iſt Gottes Angeſicht und das ſchoͤnſte helle Licht ſei⸗ nes Segens, ſeiner Gnad, all ſein Wort und weiſer Rath 8785 vor mir in vol⸗ ler Tha 8. 6888 laßt keinen traurig ſtehn, noch mit Schimpf zuruͤcke gehn, der ſich ihm zu elgen ſchenckt, und Ihn in ſein Hertze ſenckt. Wer auf O TT ſein' Hoffnung ſetzt, ſindet endlich und zuletzt, was ihm Leib und Seel ergoͤtzt. 9. Koͤmmts nicht heute wie man will, ſey man nur ein wenig ſtill: Iſt doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit haͤlt ihren Schritt, wein die kommt, kommt unſre Bitt 55 die Freu⸗ de reichlich mit. 10. Ach wie oft gedacht ich doch, da mir noch des Truͤbſals⸗Joch, auf dem Haupt und Halſe ſaß, und das Leid mein Hertze fraß: Nun iſt keine Hoffnung 11 5 kein Ruhen is ich kehr in das ſchwarze Todten⸗Meer. 11. Aber mein GOT? t und hlelt mich dergeſtalt, daß ich, was ſein Arm gethan, e 175 preiſen kann. weder Gee iſt, ſprichſt 1 bier Ach ba ein gen Weg zur g 424 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. zur Rettung ſah, hatt ſch ſeine Huͤlfe nah. 12. Als ich furchtſam und verzagt mich ſelbſt, und mein Hertze plagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen kranck ge⸗ macht; als mir aller Troſt entfiel; Tratſt du, mein GOrttrH, ſelbſt ins Spiel, gabſt dem Unfall Maaß und Ziel. 13. Nun, ſo lang ich in der Welt, haben werde Haus und Zelt, ſoll mir dieſer Wunderſchein ſtets vor meinen Augen ſeyn. Ich will all mein Leben⸗ lang meinen Gott mit Lob ⸗Geſang hiefuͤr bringen Preis und Danck. 14. Allen Jammer, aller Schmertz, dem des ewgen Vaters Hertz mir ſchon jetzo zugezaͤblt, oder kuͤnftig auserwählt, will ich hier in dieſem Lauf meines Lebens allzubauf friſch und freu nes heilſamen Wortes. 2. Zum rechten Waſſer er mich weiſt, das mich er⸗ quicken thut, das iſt ſein Fromm Heiliger Geiſt, der mich, macht wohlgemuth: Er fuͤhret mich auf rechter Straß, in ſein'n Geboten ohn Ablaß von wegen ſei⸗ nes Namens. 3. Ob ich wandle im fin⸗ ſtern Thal, fuͤrcht ich kein Ungeluͤcke, in Verfolgung, Leiden, Truͤbſal und die⸗ ſer Welt boͤſ Tuͤcke; denn du biſt bey mir ſtetiglich, dein Stab und Stecken troͤ ſten mich, auf dein Wort ich mich laſſe. 4. Du bereiteſt vor mir einen Tiſch vor Feinden allenthalben, machſt mein Hertz unverzagt und friſch, mein Haupt thuſt du mir ſalben mit deinem Geiſt, dem Freuden ⸗Oel, und dig nehmen auf. Angſt und Noth, ich will gehn bis in den Tod, ich will gehn ins Grgb hinein, und dort allzeit froͤlich ſeyn. Wem der Staͤrckſte bey will ſtehen, wen der Hoͤchſte will erhoͤhn, kann nicht gantz zu Grunde gehn. 400. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Der HER iſt mein ge⸗ treuer Hirt, haͤlt mich in ſeiner Hute, darum mir gar nichts mangeln wird an irgend einem Gute. Er * 14. Ich will gehn in ſchenckeſt voll ein meiner Seel, deiner goͤttlichen Freude. 5. Viel Gutes und Barm⸗ hertziskeit laufen mir nach im Leben, und ſch werd bleiben allezeit im Haus des Herren eben, auf Erd in Chriſtlicher Gemein, und nach dem Tode werd ich ſeyn, bey Chriſto mei⸗ nem HErren. 491. M. Es woll uns Gott genaͤdig ꝛc. Der HERR it mein Hi giebt mir Weid ohn Un⸗ rt. Der wahre GO und Gottes Sohn, a terlaß, darauf waͤchſt das wohlſchmeckend Gras ſei⸗ 190 1 0 c 10 11 a ſſelſſg aun 1 lage * 1 ö nd de f f ö 10. t kl, 1 p lh 1 Er walt nie het elne; lihet N Troſt 01 un t t sch. terig piel, Maaß ohn nes eng ich in verde mir ſtets ſeyn. eben⸗ mi ingen * f alerſa ſtert Une Lei ſer du Tim d wohl 4 0 10 J e 355 fich h N 1 10 100 dei bümen 1 7 faba 8 4 g cen U ewgen U jetzo unftig hier in eir! mich ul all AWrſben, 1 Het H petzagt ub mit mußt tha Lebens ſal W nit dae! freu de hn 5 * will d⸗ ich! hinein, ch ſeyn. ey will pte will gantz zu freut . nein 2 alt 44 um mit n wird] ute. Er f n Une eden; Da, ſck nt bol bt S* 12 9 en 9 W t 9 in e, 1h 90 7 0 U ren t 4 1 diglich de u c dene 1 ben 1 Eten mM. sn tt gend — Nen win 50 nel 600 ti 1 0 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 425 der Suͤnder Orden getre⸗ ten und vor laͤngſten ſchon mein Bruder den, und durch den boͤch⸗ ſten Liebes⸗Zug ſich vollig dargegeben zum Lamm das meine Suͤnde trug, und ſterbend ward mein 5 der iſt mein ein'ger wir 235 nichts man⸗ 2. eum wird kein Man⸗ gel in der Noth, ſich je, mals bey mir finden. Bin ich verwundet, ſchwach, ja todt, beſchwert vom Fluch und Suͤnden; Iſt er doch die Gerechtigkeit, durch die ich wieder ſtille mein Hertz in jedem Kampf und Streit, und nehm aus ſeiner Fuͤlle Genade um Genade. Er weidet mich auf ei⸗ 4.85 gruͤnen Au. „Er weidet mich auf graner Au' der Himmel⸗ ſuͤßen Lehre, da ſchmeck ich Gottes Gnaden Thau, mit dem ich mich ernähre als meines Hirten Eigen⸗ thum, der taglich mir dar⸗ reichet ſein ſuͤſſes Evange⸗ lium, dem Milch und Ho⸗ nig weichet, wenn Gott die ſpeiſet. Und fuͤhret mich zum fri⸗ ſchen Waſſer. 4. Wird mein Geist dur⸗ ſtig, fuͤhrt er mich zu friſch⸗ und ſtillen Fluͤſſen, wo Gottes Lebens Stroͤme ſich in Fuͤlle recht 25 ſen; Da ſchmeck ich m ner Tauffe Kraft, die 5 ſend Freude bringet, wenn meines Hirten Blutes⸗ 1 ſt gewor Wort Saft mir recht ins Hertze dringet im Abendmahl und l e. Er erquicket meine Seele. a 5. Denn hier wird mei⸗ ne Seel erquickt, die ſon⸗ ſten muß vergehen, wenn ſie in Gottes Troſt ent⸗ zuͤckt, kann glaͤubig Gott Aueh n„wie ſie in Ihm, und Er in ihr vereinigt ſey und bleibe, daß auch von ſeiner Lieb⸗Begier ſie kein Geſchoͤpf abtreibe, ja weder Tod noch Leben. Er fuͤhret mich auf rech⸗ ter Straſſen. 6. Er fuͤhret mich auf rechter Bahn, entfernt vom Pfad der Suͤnde, da nimmt mich GOTT in an, an zu ſeinem Gna⸗ den Kinde, wenn meines Hirten Reinigkeit mein unrein Hertze decket: Sein Geiſt auch taͤglich mich fortleit't, und von der! Suͤnd abſchrecket, erneurt zu ſeinem Bilde. 16 Um ſeines Namens willen. 7. Um ſeines Namens willen thut er alle dieſe Gnade, bey mir iſt kein Verdienſt noch Gut, viel mehr Verluſt und Scha⸗ den: Dein Nam iſts der aus Noth erloͤſt, der Ja- cob Schutz verleihet! der Nam, der auch den Mo⸗-⸗ ſen troͤſt't, und Iſrael er⸗ freuet, gepredigt von dem HErren. 0 Und ob ich ſchon wand⸗ le im finſtern Thal, fuͤrcht ich doch kein Un Ae. 0 6 8. Und 426 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. g. Und ob ich wand'r im finſtern Thal der toͤdtlich⸗ ſchwerenSchstten, da man che herbe Seelen⸗Qual mich Armen gantz abmatten: fuͤrcht ich 0 kein Unglück nicht, nichts, das mir koͤnnte ſchaden: Nichts iſt, das mir mein Hertzef bricht, nichts das mich koͤnnt beladen mit ew'ger Angſt und Sorgen. Denn du biſt bey mir, dein Stecken und Stab troͤſten mich. 9. Donn du, Herr, biſt ä doch ſtets bey mir, verei⸗ nigt in der Liebe; was iſt denn, das mich irgend hier]“ beſtaͤndiglich betruͤbe: Dein Stab und Stecken troͤſten ja weit uber alles Leiden, kommt mir das Unglück denn recht nah, weiß'ſt du mich wohl zu weiden mit Manna in der Wuͤſten. get ein in meine Seel, daß 1 Pein zuſam̃en anf mich ſchlagen, weil meines Got⸗ ben und im Sterben. [Kelch des Heils mir ein voll von Genad und Le⸗ ben, voll. und Freuden Wein, dle deine Wunden geben. Wenn ich im Glauben trinck hievon, macht mich voll Troſt dein Quaͤlen, dein Blut⸗Schweiß, Angſt, Schmach, Spott und Hohn, giebt Herrlichkeit der Seelen, ja ſelbſt dein Tod das Leben. Gutes und Barmhertzig⸗ keit werden mir folgen Du bereiteſt vor mir ei⸗ nen 055 gegen meine Feinde. 10. Du haſt bereitet ei, nen Tiſch voll Himmels⸗ ſuͤſſer Lehre: Da werd ich recht geſund und friſch, und ſpott' der Feinde Heere, die auf m ich öf, ters ſetzen zu, wenn Teu⸗ fel, Hoͤll und Suͤnde mir ſtoͤhren wollen meine Ruh, als die ich uͤberwinde bloß durch das Schwerdt des Geiſtes. Du Lale mein Haupt mit Oele. 11. Du ſalbeſt mir mein Haupt mit Oel des Gei⸗ mein Lebelang. 13. Barmhertzigkeit und Vater Huld degleiten mich Im Leben, ſie rufet mich, mich in dich zum Rte der an den Weinſtock Fruͤchte tragt, lehrt mich das Abba beten; 7 iſt es die mich ſanfte ſch. aͤgt, von Euͤnden lehrt abtre⸗ ten, und troͤſet bis aus Ende. Und werde bleiben im a des HErrn im⸗ merda 14. In(Gottes Hauſe werd ich nun bits blei⸗ ben ohne Ende, da werd ich frey von allem Thun ſtes deiter Liebe, das drin⸗ und Mathe meiner h tes Troſt und Schein mir lindern alle Plagen im Le 5 dene mir voll 9 Bu ſchenckſt den befreyt von Schuld, pflanit 9 ich mich nicht betruͤbe, wenn 1. 16 Hertzens⸗Angs und Creu⸗ een el ich an dee i delneg the bal de ee h wle, 10 fen 10. ul e b, U 1 5 5 N eme 1 0 hct 6 1 dh ein n N r i e 75318 m get e A ige „„Ken eee ich mi Au roſti Mitte. Hertz * Un 1 ecke 10 5 mir ei mein etd! friſch 1. Feind 12 de nich fil in Teuſſo runden al ch di A gebel. iich K Nlaubgz ſti hie„ Aemacht 1 Tr U en uin BI A ach wels, f tecken t alles ir das t nah, hl zu in der Sec, Syn H get H en, ( Leb, der Te e und B weiden nn ene V h dee , fe 9 * t elbe en Sch zm t dich un! 1 ttägt, 4h da bete 0 f 7 L 35 95 nde mirſt— ap nig ne Ruh de blo dt des Haupt ir mein es Ge ved lc 1 n e 12 In Go ch ln hne Et, en vn l getreu erfunden; Ich halt mich an deinem Wort und zu deinen theuren Wun den. Ich halt dich, halt du mich, halt du mich, 14 2. Ob mich gleich ſchon neben biſt melner Seelen Heil! den Nell 46 bel, be a ten Todes⸗ Stunden, bi Vom ſuͤſſ en Troſte Gottes. 427 wenn GOtt wird laſſenfdu meine Zuoerſicht, ich ſchauen ſich, und ich in ergreife deine Wunden. Lieb entzuͤckst, an ſeinen Wegen freue mich, dem ee Elend gantz enträcket in 8*. e len ben g eg IEſu Schvoß und Armen. 482. In eigener Mel. ich, Herr JEſua Chrſſt, mein Hort! habe ich mein Troſt und Licht, ich will dich ja laſſen u all's verläßt, was mich kann und will verlaſſen, ſo halt' ſt du doch bey mir veſt. Trotz dem, der mich will aufaſ ſen. Ich halt dich, halt du mich!] halt du mich, mein Troſt und Licht, ich will dich ja laſſen nicht. 3. Du ſinckſt nimmer neine Seel, wenn das Gluͤck zu Boden ſincket, du wer dich liebet nicht ertrin⸗ cket. Ich halt dich, halt du mich, halt du mich, mein Troß und Licht, ich will dich ja laſſen nicht. 4, Wenn ich gantz ent kraͤftet bin, ſo kanſt du mich Schwachen halten und be⸗ ſtärcken meinen Sinn, dei ne Lieb kann nicht erkalten. Ich halt dich, halt du mich, halt du mich, mein Troſt und Licht, ich will dich ja laſſen nicht. F. Wenn mein Hertz mir endlich bricht in den letz⸗ Ich halt dich, halt du mich, halt du mich, mein Troſt und Licht, ich will dich ja laſſen nicht. 6. Es mas gehen, wie es woll im Tod, Leben, Creutz und Leiden, nmmermehr, o IESu! ſoll mich und dich hier etwas ſcheiden. Ich halt dich, halt du mich, halt du mich mein Troſt und nicht ich will dich ja laſſen icht. 493. M. Auf! hinauf zu deiner Freude. Seele. f Nu mein, du mein ſchoͤn⸗ ſtes Leben, JSSu, voller Suͤßigkelt! Sieh, ach lͤſteh, ich bin umgeben, hier mit Leiden, Angſt und Streit, hohl mich zu dir, Hertz und Sinn nach dir verlanget, weil mein Hertz an deinem hanget, ach! komm ſchier. Chriſus. 2. Harre noch ein wenig, harre, bald, gar bald ſtell ich mich ein, dich in die Geduld verſcharre, jetzt, jetzt will ich bey dir ſeyn. Ich bin ſchon da! Mit dem Glaubens⸗Aug mich ſchaue, und dem Wort der Wahrheit traue: Der HErr iſt nah. Seele. 3. Ja, ja, ja, ich kann bald ſpuͤren in mir deine Ge⸗ genwart, dein Geis mei⸗ ner pflegt zu ruͤhren mit ——̃—— 8 TTT—TTTTT—TCT—T—5—5———————— Begier zur Himmelfahrt, hin⸗ — nn eee 15 rr——— —— I 5 n 5* 8 5— ——— .—̃.uy“—̃ ͤ 8 und Braͤutigam betruͤbter 428 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. hinauf! hinauf! auf der Erd mag ich nicht bleiben, ich empfind ein ſtetes Trei⸗ ben; bey Gott zu ſeyn. Chriſtus. 4. Da, ſieh da! nun kannſt du ſehen Mich, den deine Seele liebt. Eil, komm, komm, und laß uns gehen an den Ort, der Wonne giebt, ſtell dich zur Ruh, haſt du doch, was du wilt haben, Ga⸗ ben, die dich ewig laben, und mich dazu. Seele 5 5. Wohl, ſehr wohl, ich bin vergnuͤget, Leid und treit das hat ein End, wie ichs gewuͤnſcht, ſichs fuͤget, du bietſt mir ich dir die Händ, du mein ich dein, liebſter JESu! mei⸗ ne Freude, in dir kann ich nach dem Leide recht frö⸗ lich ſeyn Chrizus. 6. O] wie froh, o liehe Seele, biſt du, nachdem du erblickt Mich, den HErren, deſſengiebe dich ſo inniglich erquickt, und tief entzuͤndt, Ewig, ewig will ich geben Friede, Freude, Licht und Leben dir, liebes Kind. 494. M. Mein Itkſu, der du ꝛc. Du, wahres Gottes, Lamm! Du Freund⸗ Seelen! Wie lange ſoll denn ſich ſo ſehn⸗ und h 2 65 mein Hertze quälen. 2. Ach! kuͤß, ach! kuͤſſe Wenn wirſt du doch mi noch das ſchwere Sun den- Joch einſt gantz ent binden. 3. Nach dir zeuch mich, JE dich doch gnaͤdig en Su und halte mich will mit Spott belegen. mein, mein Freund und ſich, weil du ſo jaͤmmerlich mich laͤſſeſt gehen. allen Sorgen. Welt zu dir gezogen, ſieh, thut, ſo oft betrogen. ſtehen; Gieb mir dein Un; ſehen. her zu Mir, mich, ach! laß ach! laſſe falle, das Leben gebeſ, und in der Glaub gen Hees t „nach 01 1 2 0 gebt laufe ich in deinen Wegen, N nur fill, wenn mich die Welt gleſch 4. Du biſt, du hiſt jaa ich bin dein, laß mich doch ſehen; mein Hertze ſehnet 5. Mein Freund! komm doch zu mir, ich ſehne mich nach dir, du ſtehſt verbor gen; Ach! komm, befrey das Hertz von Suͤnden, Furcht und Schmertz und 6. Mein Jeſu, farcker Held, der du mich von der wie mich Fleiſch und Blut, das, was ihm moͤglich, 7. Nimm du dich mel⸗ ner an, weil ich ſonſt nir⸗ gend kann vor Gott be⸗ ſchulds Kleid, ſo kann in n Ewigkeit ich denn Gott 8. Du ſprichſt: Kommt ich bin die rechte Thür zum ewigen ee⸗. haf ben. Nehmt nur mein Joch i in die auf euch, ſo werdet iht d nußt) im Reich des Vaters ſchwe⸗ N 1 en. 9. Du kamſt in dieſe Welt, daß du, wie dirs ge⸗ do Mr le 1. 9 3 0 lat t nch 10 Wh 0 9 fel kann ich icht fret o llebe dem du YErxren, nniglich ntzuͤndt, ch geben icht und Kind. IEſu, ſottes/ Freund, etruͤbter inge ſo n und Hertze ch! kuͤſſe „0 noc UE vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 429 ö 0 uf du e trefbeßt allen Schmertz, und drinnen lebeſt. 10. Ich bin nicht mehr betruͤbt, weil du mich ſo geliebt, und deine Seele dein für mich zum Löſe⸗Geld 105 giebſt: Drum fahr hin o 0 Welt, zur Abgrunds Hoͤhle. c de 11. O IESu! du big put 10 mein, ach! komm und brich 1 berein mit deinem Tage, Aue der, wie er mir die Freud N hel 1 der Welt bringt Traurig e el 0 keit und gte Plase. ſt 1 Fil f. 12. Ach machs, ach machs mch ſeſ ee nicht babe ſieh wie den 15 Cbriſten bang, ſo lang in e Keben! Der Geiſt und 1% Braut ſpricht: Komm! ja uch A komm, Herr JEfu! komm ch in daß wir dich ſeden. D ul cn m. Auf mei 495. M. Auf meinen e, 495. D lieben GOtt. 1 derſan riſch auf mein Seel! in eee e Noth, vertrau allein Sch een auf Gott, und laß denſel⸗ ne e ben walten, er wird dich ie oft han wohl erhalten, und dich iim aus allen Noͤthen wohl e e wiſſen zu erretten. ein n. Steckſt du in Armuth den fehr, oder in Kranckheit Ah ſchwer, und mut auf allen eit ie Seiten groß Noth und 0 Kummer leiden, ſo thu nur di e Leißig beten, Gott wird i, dich ſchon erretten.. Sai ed in dieter ben ge leid in dieſer boͤſen Ze e und mußt dich laſfen pla⸗ 10 anlgen, ſolt du drum nicht ver⸗ agen, wenn du wirft ſteißig beten, wird dich GOT wohl erretten. Biſt du der Welt J „ 1 — Du f t allen groſſer Noth, von jeder⸗ mann verlaſſen, thu ein friſch Hertze faſſen, wenn du wirſt fleißig beten, wird dich Got wohl erretten. 1. Denn wer ein Christ will ſeyn, der ſchick ſich nur darein, und ſeyr im Creutz geduldig, geb ſichh vor Goc nur ſchuldig, der ihn aus allen Noͤthen gar wohl weiß zu erret⸗ en. 6. Denn es zu jeder Friſt alſo beſchaffen iſt, wenn ein Creutz nur auf⸗ hoͤret, bald ein anders einkehret, drum mußt du fleißig beten zu Gott in allen Noͤthen. 7. Weil auſſerhalb der Noth unſer Gebet ist todt, ſo muß Gott Truͤbſal ſen⸗ denz daß wir uns zu Ihm wenden, und allzeit fleißig beten, daß Er uns troͤſt in Noͤthen. 3. Ein Chriſt machs wie er will, ſo muß er leiden viel, wird faͤlſch⸗ lich angegeben, man thut ihm widerſſehen: drum muß er fleißig beten, daß ihn Goc troͤſt in Noͤ⸗ then. 9. Denn wer hier in Geduld befiehlt Gott ſein Unſchuld, der ſie an Tag kann bringen, dem wirds endlich gelingen, wenn er in ſeinen Noͤthen, nur ſtets wird fleißig beten. 10. Und weil Truͤbſal und Notz der Chriſten aͤglich Brodt, Hertzleid in Staͤnden, wo man ott, und ſteckſt in ch! laſſe ſich thut binwenden ſo muß 330 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. man fleißig beten, daß uns Gott troͤſt in Noͤthen. 11. Darum, o frommer Chriſt! du Gott ergeben biſt, laß dir vorm Creutz nicht grauen, thu auf dem HeErren bauen, der dich aus allen Noͤthen wird wiſ⸗ ſen zu erretten. A2. Wandle auf Gottes Weg, zum Guten ſey nicht traͤg, fahr fort, leid dich geduldig, ob du biſt gleich Unſchuldig, und het hertz, lich in Noͤthen, Gott wird dich wohl erretten. 13. Und obs hier nicht geſchicht, ſolt du verzagen nicht, es wird nach den Beſchwerden im Himmel beſſer werden, da uns Gott wird erretten aus allen unſern Noͤthen. 14. Da denn all unſer Leid ſich kehren ſoll in Freud, und wir werden zu⸗ ſammen preiſen des HEr⸗ ren Namen, befreyt von allen Noͤthen, vor Gottes Antlitz treten. 496. Mel. Was mein GoOtt will ꝛc. riſch auf mein' Seel! verzage nicht, Gott wird ſich dein erbarmen, Rath, Huͤlf wird Er dir theilen mit, Er iſt ein Schutz der Armen. Obs oft geht hart, im Roſen Gart kann man nicht allzeit flitzen. Wer Gott vertraut hat wohl gebaut, den will Er ewig ſchuͤtzen. 3. Das bat Joſeph, der wohl erheben. F. Ob ſichs bisweilen ſchon anließ, alt wolt mich David, Job, man leſen traut, hat wohl gebgut, wenn noch der Feind ſo wütet 3. Trotz ſey dem Teufel und der Welt von Gott mich abzufuͤhren; auf Ihn mein Hoffgung iſt geſtellt, ſein' Gutthat thu ich ſpuͤ⸗ ren. Denn Er mir het Gnad, Huüͤlf und Rath in ſelnem Sohn verheiſſen; Wer Ihm vertraut, hat wohl gebaut, wer will mich anders weiſen. 4. Wenn boͤſe Leut ſchon ſpotten mein, mich gantz und gar verachten, alt wolt GO Es nicht mein Helfer ſeyn, dennoch will ichs nicht achten: der Schutz HErr mein iſt Gott allein dem hab ich mich ergeben, dem ich vertrau, veſt au Ihn bau, der kann mi Gott nicht ſchuͤtzen, und baͤtt die Welt mein uͤber⸗ drüß, wolt mich auch dan trotzen So we ß ich doch, Er wird mich noch zu ſei⸗ ner Zelt nicht laſſen; Wer 1 Gott vertraut, hat wohl“ gebaut; wie koͤnk Er mich 2 9 16 Drum ne liebe Seel! Es ſoll kein“ Noth nicht haben, Welt, Suünd, Tod, Ten fel und die Hoͤll ſoll ewig fromme Mann, ſehr oft und viel erfahren. Von dir nicht ſehaden. dreh 5 . a b 1 Ot ul freu dich met⸗ Denn Gottes Sohn, der Gna⸗ a den⸗ ö von ſi wee age al „ fa gien de n 1 15 t ſ 0 0 ab Lc lb btingt obi n b gut ge Pet Gott betta kauf haut, de een J. Wef ger hi Menſcheh uc, l eh U dn d dach mg fucht, Aut fehr zu Ehten, Gott geln l eh, Nein eh fel. Ni face ad Soft Net g wer, dn 6 0 — hen. ommerf ren ergebenſihr uf dem tra er dich we ird wiſ— f Gottes ey nicht d dich m ſt gleich et hertz⸗ tt wird G ſe er nicht erzagen ach den Himmel da uns ten aus gen. ll unſer ſoll in rden zu⸗ es HEr⸗ eyt von Gottes f. 1 0 f s mein c. Seel! „ Gott rbarmen, Er dir iſt ein f. * 0 1 hre Creutz hüt wuͤ E nolt nit! J. 80 et d nich l 1 te bett tz; weil 2 1 e die l = en Troſt Atteg 70— 0 J0 1 0 I 0 4 1 enn 11 i e enn pe 5 11 1 hat af 0 de 5 III * 4 1 n a Hilf un 4 enn e ce da und Lee ielig ni nic Nn det,! „can, d oitheheg, ie Wel h hasch, Dum fil be Sei Noth ö 95 1 tes El cl N 90 U K Vom ſuͤſſen Er oſte Gottes. 431 den Thron hat ſie all über wunden. Auf Gott ver hilft zu allen Stunden. 0 genieſſen. bey Gott dem HErren, derſelb gottlos und ver, flucht, kommt nimmer⸗ mehr zu Ehren. Denn (Gott allein will Helfer ſeyn, in JEſu Chriſti Na⸗ men. Wer ſolches glaubt Gott vertraut, ſoll werden, Amen. 0 0 i meg,. 8 ernchen! 2 cht neh Nedenſoch GOtt will ꝛc. db e f A riſch auf, meine Seel! cht 10 8 Aug' hat Er auf dich ge⸗ und traure nicht, dein IEſus lebt, Er lebet! ſein richt't, ſein Fittig ob dir ſchwebet. Er it dein Heil, dein Troſt und Theil, wie kannſt du doch nun trau⸗ ren? Der treue Hort in ſelnem Wort verſpricht ſich ſelbſt zu Mauren. trau, veſt auf ihn bau, der 8. Wer aber Huͤlf bey enſchen ſucht, und nicht 497. Mel. Was mein f Tauff dir ſolche ſind ge- ſchencket, und dir zu gut durch Christi Blut gar tief 0 ins Meer geſencket. 3. Ja, ſprichſt du, wenn ich nicht aufs neu den Tauff- Bund uͤbertreten. Was du verſehen haſt, be⸗ reu, und denn Gott abge⸗ beten. Fall ihm zu Fuß, und thue Buß, Er wird dich gern aufnehmen wenn es kein Schertz, und ſich dein Hertz des Boͤſen recht will ſchaͤmen. 4. Wenn es dich ſchmertzt was du gethan, es nim⸗ mer zu begehen, aufs neue Gott gelobet an, vergiebt Er, was geſchehen, weil JEſus Chriſt der Mittler iſt fuͤr die, ſo an Ihn glau⸗ ben; Doch ſiehe zu, es nicht mehr thu, kannſt dich der Gnad berauben. 5. Glaub veſt an JEſum Gottes Sohn, daß durch ſein Tod und Leiden, durch 4 7 * eine Wunden, Spott und Hohn nunmehr auf Got⸗ tes Seiten Gerechtigkeit, Gnad, Heil, bereit, die Sünde dir erlaſſen. Dun biſt gerecht, wo du ihm ſchlecht im Glauben weiß'ſt zu faſſen. 85 6. Fuͤhlſt du den Glau⸗ ben nicht ſo groß, wie du wohl moͤcht'ſt begehren: ergteb dich GOttes Willen bloß, ob Er dir woll gewaͤh⸗ ren die Bitt, und trau, daß ö 2 Ohn iſt es nicht, es kraͤncket zwar, wo ſo viel Suͤnd begangen, und iſt es leider! allzu wahr, daß wir in Suͤnd empfangen; doch ſieh darauf, daß in der Liebe ſchwach, die Hoffnung i Er genau dein Seuftzen hoͤr und kenne: halt dich ans Wort, bet immerfort, der Hüͤlf nicht Zeit benenne. 7. Imgleichen, wenn die 1 432 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. vohſiſ N N . „ 14 14 17 1 13 17 14 15 1 11 1 * 1 ö g 1 5 9 1 . ͤ nn P wil verſchwinden, un dſ Himmel fal ſein Glaub anch ü! heißt: daß doch der Freu⸗ den ach! kein Fuͤhlen und Empfinden] ſey in Gott ſtill, ſag: HErr dein Will g geſcheh zu allen Zeiten, das Beſt wird ſeyn, ich geb mich drein, wie du's ſchickſt, will ichs leiden. 8. Auch wenn das Fleiſch ſelbſt dich anſicht, die Suͤn⸗ de lockt mit Reitzen, der Satan dich im Stebe ſich⸗ t't, argliſtig, wie den Wei⸗ tzen, die Welt bald lacht, bald haßt, veracht, 0 es ſcheint, Gott woll nicht hoͤren, ja haſt wohl ſchwach zur boͤſen Sach gar laſſen dich bethoͤren. 9. Lauf unverzuͤglich und mit Eil in allen dieſen Dingen, zu IJEſu Chriſto, daß Er heil, was ſcheinet zu mißlingen, daß Er, was ſchwach an dir, ſtarck mach, und ſeinen Geiſt dir gebe, der in dir bleib, zum Gu⸗ ten treib, dem Boͤſen wi⸗ derſtrebe. 10. Gewiß, es iſt kein Noth ſo ſchwer, ſo bitter iſt kein Leiden, es druͤ das Creutz auch noch ſo ſehr, Schmertz ſey auf allen Seiten, der Muth nicht ſteht, der Leib ver⸗ geht: Darum doch nicht verzaget, GOTT lebet noch, ſitzt nicht zu hoch! 225 friſch auf Ihn gewa⸗ get. 11. Wohl, wohl und ewig, ewig wohl! wer ſteif auf GO vertrauet, es gehe, wie es moͤg und ſoll er hat ſehr veſt gebauet: wenn bricht die Welt, der wird doch nicht fallen, das Wahrheits Wort, ſteht fort und fort: Gott hilf den Seinen allen. ö ch n ni Mn. Nu, dell 12. Und ſollt es auch der Tod gleich ſeyn, ſo gieb dich doch zufrieden: Stell liebe Seel, das Trauren ein, da bleibeſt ungeſchteden von dem, der heiſſet JEſus Chriſt, im Tode if Er dein e Leben, was wilt du mehr: O freu dich ſehr, bedenck was dir gegeben. 398. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. eht ihr traurigen Ge⸗ dancken, die ihr mit in Sünde ges 9 d wach uh d gut mein Hertz beſchwert, flieht aus meiner Sinen Schran, cken, daß ihr nimmer wie⸗ n derkehrt. Weg mit der ea Melancholey! Ich will les ben froh und frey, JEſus wird na ch ſeinem Willen dhe e 1 5 betruͤbtes Hertze c eh illen. 6 2. Was ſoll ich mich ſelber kraͤncken, weil mich ck doch mein IESus liebt! ich will ſtets daran ge. dencken: Satan du magſt ſeyn betruͤbt, du biſt nicht wie ich getaufft; du biſt f 7 f nicht, wie ich erkaufft; dir iſt Ehriſtus nicht geſtor⸗ ben; dir ißt nichts, wie mit erworben.. 3. Wenn ich ſonſt gleich alle Schätze, alles Gold und Geld der Welt, gegen dieſe Ehre ſetze ea dien geſc ſes Loͤſe⸗Geld; w r mir alle qc Ehr und Luß in der gan 4 tzen Welt bewußt: Ey ſie wuͤr⸗ ſen r. eam ande J Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 423 Y„ Freu, w. gich n und 75 a0 icht ſ ade mich nicht laben, ich JE e 1 3 70 9 kane, ich JEſum nicht ſoll (hab Will de N in, 1.5 4. Nun, wohlan] Er ißt 5 das] e wf mit geben, daß ich mich ch gebs can ein freuen kann: Le den, ſchlckſt, d S Tod, Verdienſt und Le⸗ a N I bg ee alles, was Er hat ge. Fleiſch 1 0 than: 10 und was Er le Sur? Ar der het b 1 at, 5 f und 85 7 en, de auch w eder ſein: Teufe ede 05 mne de Tod und Suͤnden kaun ich durch Ihn uber⸗ winden. . wahr: ich bi 15 ein Sünder: aber meine ma JE Su Blut treibt der + v1, o nh 50 denne 5 10 dahinter, Finſterniß. Er deſchützt noch und beſchirmet ſeine Glaͤubige gewiß. Fuͤrch⸗ te dich nur nicht, mein Sinn, ſchlage die Gedan⸗ cken hin, JEſus wird dich wohl erhalten, laß Ihn nur geduldtg walten. 9. IEſu, meiner See len Freude, gib mir dei⸗ nen Freuden Geiſt, der mein hungrig Hertze weide, wie dein heilſam Wort ver⸗ heißt. Ach] mein Hort, benimm mir doch dieſes ſchwere Thraͤnen Joch! laß mich ſeyn in dir lufrie⸗ den, und zu keiner Zeit a laſſen erzuͤglich en dieſen Chriſto, ſcheinet Er, was ck mu dir g und t mich gerecht 21 5 und 1555 55 packed, Gettes, Kamm mußte mich S begieh am Ereutzes Stamm, ien dorch ſein heiliges Verdie⸗ din nen bey den hoͤchſten Gott E In ach Verfügen, i 6 Es ict wahr, ich muß e„ um 10 auch ſterben, und durch zum 5175 fad f„ fler gehn: aber — 16. ſoll nicht verderben, e e 0 0 8 at des Tode W W Macht durch ſein Ster A ben amg bracht, daß er o 100 mir ein Durchgang wor⸗ 2 10 den zu den Himmels Buͤr⸗ D bbeltilt* Orden. — 7. Es iſt wahr, der Sa⸗ tan ſchrecket, und iſt uber e Furcht erwecket, die 3 in mir zuſammen zieht: 10 8 ich gebenck daran: wobl un 455 ESus itt der ftarcke wer e 10 150 t zu hoch Jon gent f c Mann, der den Teufel hat Ah agen, und die Hoͤlle 100 chau Hetragen. 5 0. 3. JEſus bat durchaus ai erer die verdammte Ons gerechte geſchieden. 10. Gib, daß ich in dir erfreue, ein geruhigs Hertze hab, welches durch dich gantz erneuet, ſich 2 dir ergoͤtz und lab. [Gey du meiner Seelen Hort, und laß durch dein eiche Wort deinen Geiſt mich wohl erquieken, und darinnen dich erblicken. 11. Laß mich Ungeduld vermelden, die zuweilen reſſich erregt, laß mich dir zu Ehren leiden, was du mir haſt n Laß mich zwingen Fleiſch und Blut, und 1 mei⸗ nen Mund. Laß mich dein doch ſeyn und be mich bemuͤht, daß er Angſt und von dir mich nichts abtreſben. 12. JE Su, laß mich ja nicht fallen, halte mich in deiner Hand, laß beſtaͤn⸗ dig mich in allen an dir bleiben unverwandt. Laß mich alle Angſt und Noth, alle Furcht, ja ſelbſt den Tod durch dich h T uber ene uͤberwinden, und des Glau⸗ bens Ende finden. 499. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. FER! deine Treue iſt ſo groß, daß wir uns wundern muͤſſen; wir liegen vor dir arm und bloß zn deinen Gnaden, Fuͤſ⸗ ſen; Die Bosheit waͤhret immerfort, und du bleibſt doch der treue Hort, und wilſt uns nicht verderben. 2. Die Suͤnde nimmet überhand, du ſieheſt ſelbſt die Schmertzen, die Wun⸗ den ſind dir wohl bekannt, der ſehr verſtockten Her⸗ tzen: Die Schulden nehmen taglich zu, es haben weder Raſt noch Ruh, die dir den Ruͤcken kehren. 3. Dein Auge ſtehet wi⸗ der die, ſo deiner Wege fehlen, und in dem gan⸗ zen Leben hie den krum⸗ men Weg erwaͤhlen, und ſuchen in dem Sünden; Wuſt zu huͤſſen ihres Flei⸗ ſches⸗Luſt, nach dem ver⸗ derbten Willen. 4. Die Creatur entſetzet ſich, und ſeuffet frey zu werden, 117 wartet und thut anz gkich; der Him mel und die Erden, die deiner Finger Wercke ſind, und was ſich in demſelben find, beweinen ſolch Ver⸗ derben. 5. Wir boffen dennoch veſt zu dir, du werdeſt uns erhoͤren, wir flehen, o Gott! fuͤr und fuͤr, du wolleſt doch bekehren die Suͤndenvolle blinde Welt, die ſich fuͤr ſo gluͤckſelig Lamm wird weiden. 1 3 4334 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. haͤlt, da ſie zur Holle eilet. treuer Gott! der du die Welt geliebet, die Welt, die gantz in Sünden todt, te Kraft, daß es in ſolchen wie die Felſen. erkennen noch mit ihren blinden Kindern, wie wenden ſich zu deiner Huld und deines Sohnes Wunden. 1 8. Die Heerde die du haſt erwaͤhlt, die ſetze du zum Seegen, und ſchencke, was ihr annoch fehlt, zu deiner Guͤte trauen. 9. Ein Vater und ein, 1 Hirte meynt des treulich mit den Geinen: du biſt nen! Drum trauen wir allein auf dich, ach! leite nem Rath und Willen. 10. Hier ſind wir deine Reben ſchon, und freuen uns darneben, daß du uns mehro bald wirt geben: wir hoffen bald dein An⸗ geſicht zu ſehen bort in ſenem Licht, da uns das * 7 6. Erbarme dich, du in Irrthum dich betruͤbet, gieb deinem werthen Wor⸗ Hertzen haft, die hart ſind 7. Laß doch die Welt ſanft und angenehm dein Joch ſey denen armen Suͤndern, ſo fuͤhlen ihre Sünden Schuld, und gehn auf deinen Wegen: Laß deine Treue, Augund Hand ſevn deinen Glie⸗ dern wohl bekannt, die 15 noch mehr als beyde ſeynd, du kanns nicht boͤſe mey⸗ du uns vaͤterlich nach dei⸗ die Genaden Cron nun⸗ cl, 0 9. J0 gt dh A, mis da Sehen, mai! Hecht hh ih ſhthe, hafte fund gu ffn ſſen Tro Glau⸗ haͤl e ſen; wir und bloß Fuß währet u bleibſt rt, und derben. mimmet 1 eſt ſelbftſ* e Wun⸗e bekannt, en Her- zu i ngehmen en weder le dir den 0 5 5 ſtehet wi⸗ er Wege dem gan⸗ en krum⸗ len, und Suͤnden⸗ res Flei⸗ dem ver⸗ r La t frey z artet*. der Him die aul N 0 zercke ſind, En e ey! ſprach den, 3 75 Wo ſa Fend n 10 1 15 en, f 1 f 40. A ſſch lu 8 eat 5 0 Ha Hiwi, Heeg t ht an Ae uf deinen f. Nee 10 ſein deln wohl Nau 1 Gate EIn N ( nennt ven 111 u lehr ad nds 10 — Drum demſelben Rat) 10 ſolch Verl denne zu werde vir. i nd fuͤr, 2 kedren di! inde Well ae — r Genddel Her 1 1 e N a Vom ſuͤſſen Troſte 0 435 500. M. I kEſu, meine Kerne; mein Gemüthe 75 dei⸗ ner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir oft gar un⸗ verhoft hat geholfen in den Klagen, Noth, Leid, Anugſt und Zagen. 2. Nun will ich dran dencken: wenn ich werd in 1 125 in Aengſten ſeyn. ich werde ſte⸗ hen, e ch de gehen, will ich dencken dein, ich will dir, HErr! für und fuͤr danckbar ſeyn in mei⸗ nem Hertzen, dencken dei⸗ ner Schmer en. 3. Ich bat 1b mit Thraͤ⸗ nen, mit Leid Angſt und Sehnen, mein Ang und Geſicht hub ich auf und chrye, beugte meine Knie, ſtund auch aufgericht't, ſch ging hin und her, mein Sinn war bekuͤmmert und voll Sorgen durch die acht am Morgen. 4. Ich als ich nicht ſahe, daß du mir ſo nahe, ſprach zu dir im Sinn: Ich kann nicht mehr beten komm, mein Heil getreten, ſonſt ſinck ich 41155 ja ich ſinck, dein Winck: halt: meynſt du, daß ich nicht lebe, noch fort um 1 cho) 0 dich ſchweb e. 1 0 5. Ich war noch im 1 Glauben, den mir doch zu 0 da rauben Satan war be⸗ ofen bah muͤht, der die armen See⸗ Ai len in des Leibes Hoͤhlen u fle vielmals nach ſich zieht. — n 0 1. 80 ſprach doch: Ich glaͤu⸗ be noch! Glaͤubt ich nicht, ſwolt ich nicht beten, noch 5 dich hintreten. 6. HERR! wer zu dir tſſchreyet, ſeine Suͤnd an⸗ ſpeyet, ruft dich hertzlich an aus getreuem Hertzen, deſ⸗ ſen groſſe Schmertzen wirſt du, HErr!alsdan, wenn er veſt glaubt, dich nicht laͤßt, als die deine ſelbſt empfin⸗ den, tilgen ſeine Suͤnden. 7. Drum, o meine Liebe! die ich oft betruͤbe hier/ in dieſer Welt, der danckt mein 1— 1 dei⸗ ner Guͤte, die mich noch erhaͤlt, die mir oft gar un⸗ verhoft hat geholfen in den Klagen, Noth, Leid, Angſt und Zagen. 501. Mel. Nun freut euch, lieben c. Erst Ephraim nicht meine J Kron, und meines Her⸗ uſtzens Wonne, mein trau⸗ tes Kind, mein theurer Sohn, mein Stern und meine Sonne, mein' Au⸗ gen⸗Luſt, mein edle Blum, mein auserwaͤhltes Eigen⸗ thum, und meiner Seelen Freude? 2. Ich hoͤre deines Seuf⸗ gens Stimm und hoch be⸗ truͤbtes Klagen; Mein GOTT hat mich, ſpricht Ephraim, geſtraft und 19 8 geſchlagen. Er ſucht mich heim mit harter Zucht, das iſt mein Lohn, das iſt die Frucht und Nu⸗ tzen meiner Suͤnden. 3. Hoͤr alle Welt! ich bin getreu, und halte mein T 2 Ver⸗ n brenne e,——— e— ere— 2— N ·unnĩü I en PP ——— 2 brechen: Ephraim gar bald erfah⸗ Verſprechen: Was ich ge⸗ redt, da bleibt es bey, mein Wort werd ich nicht Das ſoll mein ren, und mich dergeſtalt recht aus dem Grund er⸗ kennen. 3. Ich denck noch wohl an meinen Eid, den ich ge⸗ ſchworen habe, da ich aus lauter Guͤtigkeit Mich ihm zu eigen gabe; Ich ſprach: Du haſt mein Hertz erfüllt mit deiner Lieb', Ich bin dein Schild und wills auch ewig bleiben. 5. Ich will mit meiner ſtarcken Hand dich als ein Vater fuͤhren: dich ſelbſt will ich und auch dein Land aufs ſchoͤnſt' und beſte zie⸗ ren: und wirſt du Mir gehorſam ſeyn, ſo ſoll dich meines Segens⸗ Schein ohn alles End erfreuen. 6. Wo du dich aber boͤſen Rath wirſt von mir wen den laſſen, ſo will ich deine Miſſethat heimſuchen, doch mit Maaſſen: Und wenn du wiederkehrſt zu Mir, ſos will ich wieder auch zu dir mich in Erbar⸗ men kehren 7. Nun kehrt zu Mlr mein Ephraim, ſucht Gnad in meinen Armen; drum bricht mein Hertze gegen ihm, Ich muß mich ſein erbarmen: walt, mein Eingeweide hitzt und wallt in treuer Lieb und Gnade. 8. Kommt, alle Suͤnder kommt zu Mir, bereuet Teufel ſeyn, laß die Erde eure Suͤnden, und ſuchet ich erſchuͤttern, 25 5 me ih feh Der Un⸗ muth faͤllt Mir mit Ge⸗ ch wie Ephraim erhoͤrt, und hier und dort getroſtet. 502. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſti, Glieder. Kehre wieder, meine Seele! was betruͤbſt und graͤmſt du dich? fleuch die Qugal⸗ und Kummer; Höhle, und ſchau redlich uͤber dich, ey! gedenck, ge⸗ dencke doch, GOT, dein Vater, lebet noch. 2 Liegt das Creutz auf deinen Rücken, will dee Angſte⸗ vermengte Pein dene Hoffnung nleder⸗ druͤcken, laß Geduld deln Labſal ſeyn, traͤgſt du gleich ein ſchweres Joch, GO TT, dein Helfer le- bet noch. 3. Denckt der Satan dich zu faͤllen, und will ſein verdammtes Heer deiner Seligkeit nachſtellen, ey! ſo fuͤrchte dich nacht ſehr, er gehört ins Hollen Loch, g GoTeH, dein Troͤſter, le- bet noch. 4. Biſt du arm und gantz verlaſſen, ißt doch Gos, dein hoͤchſtes Gut: ob dich gleich die Menſchen haſſen, baͤlt dich Gott in ſeines Hut, wohl mir, wenn ich ſag' und poch: Gott, mein Hüter lebet noch. 5. Laß es hageln, laß et wittern, laß die Welt vo 160 0 0 10 gal, gk be N dd he dug ban ich wage lud ich vill ft hach: Adtt, le behet noch. 503. l 9 thiſ nic einenhht 60. eh, Ihn Allet, ah h en, 1 ae Mithen, ahn 100 c fets be Anliegen Wein Nich ihm ſprach: ills auch meiner J als ein ch ſelbſt hein Land beſte zie⸗ du Mir b ſoll dich Schein rfreuen. iber boͤſen mir wen. ich deine imſuchen, en: Und rkehrſt zu uſſen Tre bett ich ge⸗ pere „ol eich Ib n 50 8 gb erfullt u Ich bind 1 3 ech, ey d Der 100 0 99 lebet n g 0 1 1 1 1 1 10 6 1 b gedit el. en, 0 e wie! 9 7 ele! 0 mf du aal uh g 8 bet hal 1 Rich, 0 b e Heft N, n gag 11 1 N C/, ch. Denckt h u fil u + mtes 900 1 Dtelt nail 1 * 18 — ch wieder in Erhar⸗ ingeweid in treue . le Suͤnde „ bereue Lctchte dig hot ius f T, dei 0 Biſt hum 0 ell, el ſe und ſuche erſtiu mir bekannt: um Geduld Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 437 Gottes, er iſt dein, ſchwobt das Creutze noch ſo hoch, GOST, dein Schirmer lebet noch. 6. Kehre wieder, meine Seel, was betrübſt und quaͤlſt du dich? Wenn ich God die Noth befehle, kann ich trotzen veſtiglich duld ich viel, ſo ſag ich doch: Gott, mein Leben lebet noch. 503. Mel. Sertzlich thut mich ꝛc. Keinen hat Gott verlaſ⸗ ſen, der Ihm vertraut allzeit, und ob ihn gleich viel haſſen, geſchicht ihm doch kein Leid, Gott will die Seinen ſchuͤtzen, zuletzt erheben hoch, und geben was ihnen naͤtzet, hier zeit⸗ lich und auch dort. 2. Allein ichs Ott heim⸗ ſtelle. Er machs wies ihm gefallt, zu Nutz mein'r ar⸗ men Seele. In dieſer ar⸗ gen Welt, iſt doch nur Creutz und Leiden, und muß auch alſo ſeyn: denn die zeitliche Freuden brin, gen uns ewge Pein. 3. Treulich will ich GOtt bitten, und nehmen zum Betzſtand, in allen meinen Nöthen, Ihm beſſer als wil ich ſtets bitten in all m denn haſſen, der treue Noth⸗ helfer mein? Ja, wenn die Noth am groͤßten, ſo will er bey mir ſeyn 5. Reichthum und alle Schaͤtze, was ſonſt der Welt gefallt, drauf ſch mein'n Sinn nicht ſetze, das bleibet in der Welt. Ein'n Schatz hab ich im Himmel, der JEſus Chri⸗ ſtus heißt, iſt uͤber alle Schaͤtze, ſchenckt uns den 5 ich daß Ihn et Ich hab Ihn einge⸗ ſchloſſen in meines Her⸗ tzens⸗Schrein, ſein Blut hat er vergoſſen fuͤr mich arm's Wuͤrmelein, mich damit zu erloͤſen von ew'⸗ ger Angſt und Pein. Wie koͤnnt auf dieſer Erden doch groͤßre Liebe ſeyn. 9. Nun ſolt ich mich er⸗ zeigen, dauckbar fer ſolche Gnad! ich geb mich Gott zu eigen, mit allem was ich hab. Wie ers mit mir will machen, ſetz Ihm alls heimgeſtellt: Ich b'fehl Ihm all mein Sachen, Er mach's wies Ihm gefallt. 8. Amen, nan will ich ſchlieſſen, dis ſchlechte Lie⸗ delein: HErr, durch dein Blutvergieſſen laß mich dein'n Erben ſeyn. So hab ich all's auf Erden, was mich erfreuet ſchon: Im Himmel ſoll mir werden die ewge Gnaden⸗Kron. 50g. M. Wer ſeinen IkEſum haͤlt. ebl jemand ſo wie ſch, ſo lebt er ſeliglich, was ich ſucht alle Stunden, hab ich nun einſt gefun⸗ & 3 den 48 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. den, ich bin der Sorgen — 917 ſitz in JESU chooß. 2. Ich aß das Thraͤnen Brodt, und graͤmte mich ſchier todt, ich ließ das Welt Getuͤmmel, und hatt' binauf gen Himmel mein Hertz und Sinn ge⸗ . allein ich fand ihn n 3. Die Welt drang auf mich zu, verſprach mir ſuͤße Ruh, die Wolluſt guͤldne Zeiten, die Hoffarth Herr⸗ lichkeiten, die Augen⸗Luſt viel Gut, zu lencken mei⸗ nen Muth. 4. Fahr Welt, fahr im⸗ mer hin! ſprach ich in mei⸗ nem Sinn, denn deinesteb⸗ lichkeiten verblͤhen mit den Zeiten! Bey dir iſt kein Gewinn! Fahr Welt, fahr immer hin! 3. Kaum war das Wort geſagt, da mirs ſchon Freu⸗ de bracht, Er gab ſich zu ge⸗ nieſſen, mit tauſendeiebes, Kuͤſſen, den meine Seele 1207 der mir vorhin be⸗ kruͤbt. 6. Halt ein du Thraͤnen⸗ Bach, du Hertz⸗erzwungnes Ach! 195 kommt nach bit⸗ term Leiden, mit vielen ſuͤſſen Freuden, JEſus, der ltebſte Freund, den meine Seele meynt. 5 7. Mein Seuften iſt er⸗ hoͤrt, mein Weinen iſt ge⸗ kehrt in Lachen, mein Be⸗ truͤben iſt ſuͤß erwuͤnſch⸗ tes Lieben: Der Himmel troͤpfelt ab die werthe See⸗ len⸗Gah. 8. Was mir bracht blttre Pein, muß jetzo ſuͤſſe ſeyn, je bitter im Betrüͤben, je ſuͤſſer in dem Lieben, ver⸗ wandelt mir die Zeit, in voͤll'ge Ewigkeit. 9. Dis quaͤlet mich an⸗ noch, daß ich vom Lebens; Joch nicht kann erloͤſet wer⸗ den; Ach! reiß mich von der Erden, daß ich in Ewigkeit genieſſe dieſer Freud 10. Ich bin des Lebens ſatt, vom vielem Creutze matt, die Erde macht mir bange: Mein IJEſu, wie ſo lange? ach! nimm mich aus der Welt ins guͤldne Himmels ⸗Zelt. 505. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. Men Sorgen. Angſt und Plagen laufen mit der Zeit zu End; al⸗ les Seuftzen, alles Kla⸗ gen, das der HErr alleine kennt; wird, Gott Lob! nicht ewig ſeyn, nach dem Regen wird ein Schein vieler tauſend Sonnen⸗ Blicken meinen matten Geiſt erqulcken. 2, Meine Saat, die ich geſaͤet, wird zur Freude wachſen aus: Wenn die 6 Dornen abgemaͤhet: So 0 i ge bitt wiſ' E el ge, b i in Aua Alu man dier be, fen; fuß bbekwindeh. 5 5 J n Stehe, Geuten i bee guß maß ſch fernen, Jh e g Zlut behegt: Schloß hr E eh. J. Es sa un tome, Re Hels Kagel f heel 5 0 nen; daun ſe e fehn dat he Stuhl und Ehre bel 10 hte id mit ang namphitet traͤgt man die Frucht zu Haus: Wenn ein Wetter iſt vorbey, wird der Him; mel wieder frey: Nach dem Kaͤmpfen, nach dem Streiten kommen die Er guickungs⸗Zeiten. 3. Wenn man Roſen will abbrechen, muß man leiden in der Still, daß ornen ſte⸗ uns auch die D cin c bu m veel m Amis Eten fahr im⸗ ch in mei 1 eluekitbö 5 Sc dn hen mit Me, on ep dir iſtſt ine Sagt, ihr Welt,, und an it gene das Wort] Leuſten, 1 don Freu nt de Ken ſich ju ger wd, 20 ndkiebes, mig/ ne Stele n c finden; ſe muß man erſt Mane rüſch J. Unſer Weg geht nach Mu hit den Sternen, der mit N wird ſo tief nicht ſeyn, Creutzen it beſetzt: hier muß man ſich nicht ent⸗ Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 439 chen: Es geht alles, wie Gott will: Er hat uns ein Ziel geieigt, das man nur im Kampf exreicht: Will man hier das Kleinod fernen, ob er gleich mit Blut benetzt: Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Menſch hin, ſonder Streit; die in Sa⸗ lems Mauren wohnen, zeigen ihre Dornen ⸗Cro⸗ nen. 5. Es ſind warlich alle Frommen, die des Him; mels Klarheit ſehn, aus mer Tag: Auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sor⸗ gen. c 506. In eigener Mel. n friſch hinein! es das rothe Meer wird dir ſchon Platz ver goͤnnen: Was wimmerſt du? Solt der nicht helfen koͤnnen, der nach dem Blitz giebt heitern Sonnen⸗Schein? Nur friſch hinein! 2. Betruͤbter Chriſt! der du in Schwermuth biſt, ermuntre dich und deine ſchwache Sinnen: Das ſchwere Creutz wird doch einmal zerrinnen gleich et⸗ viel Truͤbſal bergekom⸗ men: darum ſiehet man ſie ſtehn vor des gammes Stuhl und Thron, pran⸗ gen in der Ehren Cron, und mit Palmen. ausge- zieret, weil ſie glücklich triumphiret. 6. Gottes Ordnung ſte⸗ orhin be⸗ es taal het veſte, und bleibt eweg ben n unverrückt: ſeine Freund Thränen= ac und Hochzeit⸗Gaͤſte wer; ſwungnes]= fein en den nach dem Streit be⸗ nach bit/ wi guckt. Iſrael behalt den it vielen en ae Sieg nach geführtem Eſus, der cen 4 Kampf und Krieg, Ca⸗ zen meine= mn ie naan wird nicht gefun⸗ e den, wo man nicht hat ae übseramen 43 5 e r lee d, 7. Darum trage deine 2 Be. iat Ketten, meine Seel, und zrwünſch,— Atih kan Pilde dich! Goc wird r Pune a dich gewiß erretten. Das erthe See Wen Gewitter leget ſich: Nach g abba! dem Blitz und Donner⸗ sien iſt er nem Fluß, der dir zum Beyſpiel iſt, betruͤbter Chriſt!. 3. Der Himmels⸗ Held hat einen Weg beſtellt, den niemand weiß; Eh ſein Volck sollte ſincken, muß ſelbſt das Meer auf dieſes Helden Winecken zur Mauer ſeyn, Er herrſcht im Fluthen Feld, der Him⸗ mels⸗Held.„ 4. Die Tapferkeit iſt je⸗ derzeit bereit, durch Creutz und Schmach und durch die krauſe Wellen zu drin⸗ gen durch; kein Sturm⸗ Wind kann ſie faͤllen; Sie haͤlt uns veſt in ſteter Si⸗ cherheit, die Tapferkeit. 5. Ein Krieges⸗Mann muß tapfer halten an, es ſteht nicht wohl, wenn Krieger wollen fliehen, weil ſie das End des Krle⸗ l 1 ſchlag folgt ein angeneh⸗ zacht bitte n 91 ſchlag folg geneh ſüſe en e auc es nicht erſehen. Ein 2 4. N Chriſt Christ iſt auch der tapfer kaͤmpfen kann, ein Krie⸗ ges⸗Mann. 6, Es hoͤret auf ein Ding, ſo bald ſein Lauf zu Ende Kauft: Was einmal ange⸗ fangen, das nimmt ein End. Der HErr iſt vor⸗ gegangen, du folge nach, und tritt nur tapfer drauf es hoͤret auf. 2 7: Des Creutzes Pein wird ja nicht ewig ſeyn, es iſt ein Kelch, der ſeinen oll Boden zeiget, man ſieht den Zrund, wenn alles aus⸗ 4 Drum bilde dir note ſuͤſſen Neetar ein, des Creutzes⸗Pein. §. Die Centner⸗Noth zerbricht der kalte Tod: Hindurch, hindurch, und folge deinem Fuͤhrer, deln 7 iſt der Erd⸗ und eer⸗Reglerer, der watet durch, und tritt fuͤr dich in Koth die Centner⸗Noth. 9. Er iſt dein Hirt, der dich nicht laſſen wird, Er wird ſein Schaaf auf ſeinen Ach ſeln tragen, es wartet ſchon auf dich der Engel⸗ Wagen zum ſichern Schutz, und ob du dich verirrt, Er iſt dein Hirt! 10. Auf! ſchwacher Sinn wirf allen Kummer hin, und ſchicke dich, die Tiefe durchzuwaten; Kommt ſchon ein Sturm, dein JEſſus wird dir rathen, und helfen aus, der Tod iſt dein Gewinn. Auf! ſchwacher Sinn! ä 11. Der Chriſten Stand iſt hier alſs bewandt, es muß ein Creutz das andre es dem, der unfer Freut f getragen am Creuge 0 Stamm. Es ist kein Kn der⸗Tand der Chriſten fle- Fg 1 In Hetze: de n ch id Schtethen Methan, bah ſſer Che, In Hotte wenn du nur key mir biſ, gal ger ſo Kill ich auch mein Leben z willig enden, zu dir mein Gott, will ich mich ganz lich wenden, und tragen, was mir auferleget iſt, ach, ſuͤſſer Chriſt! 507. M. Chriſtus der uns ſelig macht. Schwing dich auf zu delt nem Gott, du betruͤ⸗ te Seele! Warum liegſt du Goc um Spott n der Schwer muths Hohle? Merckſt du nicht des Sa tans Liſt? Er will durch ſein Kämpfen deinen Trof, den JEſus Christ dir ere worben, daͤmpfen. 2. Schuͤttle deinen Kopf und ſprich: Fleuch, du alte Schlange! Was erneurſt du deinen Stich, machſt mir angſt und bange? It dir doch der Kopf ier“ knickt, und ich bin durche er Leiden meines Heiland e worden g 0 1 S. fel 1 e nürgöeg 1 u Eg e Creutze jagen. So gleng der Freuden. g d be. d 42) den fuͤr? Wo hat beſoh Me We 1 Ding, u Ende lange⸗ mt ein iſt vor⸗ ge nach, er drauf es Pein ig ſeyn, er ſeinen an ſieht les aus- bilde der ein, des Noth te Tod: ich, und rer, deln Erd und her watet fuͤr dich in t: Noth. Hirt, der wird. Er auf ſeinen es warte 17⁰ 171 St de S 4 m 90. u ſo d dee 1 0 9 a0 199 25 U * g t umer bin die Tieff zur fich ga es ſey mir G0 Ts nicht ge⸗ der wute; Gleichwohl muß Komm Se bogen, Es iſt lauter Taͤu, gelaſſen ſtehn, was Gott eine e g e logen] Waͤr Gott mirf lich muß vergehn, was er rm, del So glen 5 0 13 0 der puh f a 85 i doch liegſt verſenckt, in der[ meinem Leben. U Sen, 1 r ir aufttig Ef aufen 1 is ſelgnu — en bon ele! ug 1 Odd t cen er Engel- kt du lc rn Schutz, 1 Ki derirrt, E* Ne el iber Sinn cn, en wen eigen worden ſeynd, wohl Go iſt mein! wer iſt ane mels⸗Zelt, was im tiefen dem bittern Leide: Laß as ür! 00 dd Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 444 een befohlen, daß mein Ur⸗der Welt! das mir nicht E theil uͤber mir, ich bey dir gut waͤre? Weme brennt den doll helen? Wer hat dir dieſdas Sternen vicht? Wozu Macht geſchenckt, andre zuſiſt gegeben Luft und Waſ⸗ verdammen, der du ſelbſtſſer? dient es nicht mir und c egg Hoͤllen⸗Flammen. 9. Weme wird das Erd⸗ e J. Hab ich was nicht reich naß von dem Thau ehen recht gethan, iſt mirs leid und Regen? Weme gruͤnet ele von Hertzen: da hingegen Laub und Gras? Weme diel; ag nehm ich an Chriſti Blut fuͤllt der Segen Berg und Jal, zug und Schmertzen: denn das Thaler, Feld und Wald? iſt die Rantzion meiner Warlich; mir zur Freude, Ach fie Miſſethaten: bring ich diß daß ich meinen Aufenthalt vor Gottes Thron, iſt mir hab und Leibes Weide. wohl gerathen. 10, Meine Seele lebt bah, S. Chriſtt Unſchuld iſt in mir durch die ſuͤſſe Leh⸗ mein Ruhm, ſein Rechtſren, ſo die Chriſten mit meine Krone, ſein Ver, Hekabr alle Tage hoͤren. dienſt mein Eigenthum, GOTT e roͤffnet fruͤh und das ich frey in wohne, als ſpat meinen Geiſt und in einem veſten Schloß, Sinnen, daß ſie ſeines das kein Feind kann faͤhen, Geiſtes Gnad in ſich zie⸗ braͤcht er gleich davor Ge hen koͤnnen. 3 ſchoß, und Gefahr der 1x. Was ſind der Pro⸗ Hollen. ſyheten Wort und Apoſtel 6. Stuͤrme Teufel und Schreiben, als ein Licht im du Tod, was koͤnnt ihr mir dunckeln Ort, Fackeln, die ſchaden? Deckt mich doch vertreiben meines Hertzens in meiner Noth Gott mit Finſterniß, und in Glau⸗ ſeiner Gnaden: der Gott bens⸗Sachen, das Gewiſ⸗ der mir ſeinen Sohn ſelbſtſſen fein gewiß, und recht verehrt aus Liebe, daß grundveſt machen? der ewge Spott und 132. Nun auf dieſen heil⸗ Hohn mich dort nicht gen Grund bau ich mein betruͤbe. Gemuͤthe, ſehe, wie der 7. Schreye kolle Welt! Hoͤllen⸗Hund zwar darwi⸗ wing dic g ute ſcherey, und im Grund er⸗N aufgerichtet? Aber ſchaͤnd⸗ A gram und feind, wuͤrd ſelber dichtet. A Er ſeine Gaben, die mein 13. Ich bin Gottes, Act behalten haben. der uns ſcheide? Dringt elde. 8. Denn was iſt im Him⸗Z das liebe Creutz herein mit doch Meere? Was iſt Gutes in dringen, kommt es TS von 2 K— 1— 3—— ̃—— 5 — 5 1 442 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. von geliebten Handen, bricht, und kriegt ge⸗ ſchwind ein Loch, wenn es Gott wird wenden. 14. Kinder, die der Va⸗ ter ſoll zehn zu allem Gu⸗ ten, die gerathen ſelten wohl ohne Zucht und Ru⸗ then: Bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn Er mich von meiner Suͤnd auf was Guts will ziehen. 15. Es iſt hertzlich gut gemeynt mit der Chriſten Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint darf nicht ewig klagen; Sondern hat vollkommne Luſt dort in Chriſti Garten, dem er einig recht bewußt, end- lich zu erwarten. 16. Gottes Kinder ſaͤen zwar traurig und mit Thraͤnen: Aber endlich kommt das Jahr, wornach ſie ſich ſehnen. Denn es koſnt die Erndte⸗Zeit, da ſie Garben machen, da wird all ihr Gram und Leid, lauter Freud und Lachen, 5 17. Ey! ſs faß, o Chri⸗ ſten⸗ Hertz! alle deine Schmertzen, wirf ſie froͤ⸗ lich hinterwaͤrts, laß des Troſtes Kertzen dich ent; zünden mehr und mehr. Hieb den großen Namen deines Gottes Preis und Ehr, er wird helfen, Amen. 40g. Mel. Nun freut euch lieben c. Mes N 19 an fuͤr Noth, ſo uns der HErre weidet, und ſpeiſet uns mit Himmels⸗ . 1 cut dle ſiuet; d 2. Und wegen ſeines Denn uns der HErr bey⸗ ſtehet. 1 3. Dein Stab mit dem du leiten thuſt, uns troͤ⸗ ſtet und auch ſrafet, das Creutz daͤmpfet des Flei⸗ ſches⸗Luſt, daß es m Schaden ſchaffet, dem Geiſte durch den Suͤnden⸗ Gift, die alles Boͤſe( lei⸗ der!) ſtift, und thut ſich ſtetig regen. 4. Du einen Tiſch be⸗ reitet haſt, den ſtetes wit — . Wenn uns des Feindes Li zaufalt, dieſelb dann unſte Geiſtes Fuͤlle re folgen werden, ven daß wir allhier auf Erden, durch ſeligmachend Glau⸗ ben ſeynd dort offenbar im 57 15„Buͤrger und hausgenoſſen. 6. Das helf uns der HErr JEſus Chriſt, der Unfre Hertzen bauet, durch Glauben, der recht toi des Schatten und Pei, fab anſchauen, dein's heilgen Wortes werthe Koſt, die 1 wir im Hertzen kauen: Seel erhaͤlt, ſamt deines 5. Dein Guͤte und Barmhertzigkeit uns HEr⸗ nun an bis in Swigkeit, ch. Mf. Auf lebin Ge filen, u ö 2 le r ist schu nne Creutes Nate g odd le Jie kange, pie Jagen dä falt! 5 , Doch dich teu, daß hal fetreu, 1 ſen Troſſ ———ů—ů—ů— de u, Bre gt ge⸗ſde] venn es uns er Vuſſeit em Gu, Ge 7 4 ind Ru-] m. un nunf re um will auf was ſe ˖0 lich gut de Chriſten] 2 r zeitlichſſt urf nicht dern hate dort in dem er] t, ende 0 nder ſaͤen und mit e endlich „wornach Zeit, da ba, d 5 1 di mebt und 4 10 ᷑0 en Nam e f e N S nber Votes Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 442 d und Gott den Vater 755 fung ſchauet; Durch Ihme e e kamt den heilgen Geiff, 775 Vuze auf daß werd dieſer Wunſch e aten Ane brecht ein, 4 aa müthig Amen. roß en me k Je nd uh 9og. M. Auf meinen lieben Gott. tum bei arum betruͤbſt du dich , h W̃᷑ und thuſt ſo aͤngßig⸗ cht e lich, mein Hertz, als ob dein i da Zagen und kläglich Jam⸗ 0 merklagen das Leiden konte e e ſtellen, und aͤndern Gottes ben tha Willen. d c 2. O nein! es ic gefehlt! de dir iſt ſchon zugezaͤhlt des See, e Creutzes Maaß und Men⸗ den e ge, ode hat beſtimmt beit die Lange, wie lange ſeine e de Aeta du ſollt und kannſt i, at ertragen. 5 — 4 3: Doch dich darob er⸗ a freu, daß dein Gott iſt eu, und nicht von Her⸗ en ſchlaͤget, noch allzu⸗ viel aufleget: Die Wun⸗ den will verbinden, und helfen uͤberwinden. 4. Sein allerliebſter wegen mit mehr denn tau⸗ ſend Schlaͤgen am Creutze laſſen würgen: O einen theuren Burgen. 5. Er iſt verſucht wie gen e l un nelle du, ſein' Arbeit bringt dir fa an e e Nb, ein Sterben i bein — fend pu Leben; wirſt du dich Ihm un freu i dee ergeben, ſo wird ſein heil⸗ ben. c. A geliſt ges Buͤſſen dir all dein dis e Leid verfuͤſſen. geen hh 6. Von ſeiner Creutzes⸗ met e Laſt du kaum ein Spaͤnlein t Himmel e ute, 1 haſt mein Hertz, auf dich zu nehmen; Drum wollſt du dich nicht ſchaͤmen, noch ſo daruͤber klagen, es JEſu nachzutragen. 9. Die ſündliche Begier, die annoch wohnt in dir, will in dergleichen Noͤthen der fromme Vater toͤdten, wie ſonſt der AelternRuthe den Kindern kom̃t zu gute. 8. Nicht denck, Er haf ſe dich: Gott der in Ehri⸗ ſto ſich mit dir verſoͤhnt, erkennet, den dein Geiſt Vater nennet der hat nie ungewogen die Liebe aus⸗ gezogen. 8 1 9. Nun, JEſu, liebſter Hort! ich wandre willig fort durch dieſes Thal der Thraͤnen, nur iſt mein Wunſch und Sehnen: Laß mich nach Creutz und Lei⸗ den bald kommen zu den Freuden. 510. M. gertzlich thut mich verlangen. Mas lacht ihr Babels⸗ Kinder? daß nun mein Hertze ſpringt, und jetzo vlel geſchwinder, als vormals, Pſalmen ſingt, das Waſſer it verfloſſen, mir iſt die Gnaden⸗Thuͤr nun wieder aufgeſchloſſen: 1758 zuͤrnet nicht mit mir. 2. Ihr ſichre ſtoltze See⸗ len habt mich durch euren Spott noch mehr gedacht zu quälen, allein der treue Gott, der mir das Hertz zerriſſen, haͤlt mir nun wie⸗ der fuͤr den Troſt; wellt 6 W 444 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. ihr ihn wiſſen: Goc zuͤrnet nicht mit mir. 3. Wfe ſicher war mein Leben, als ich in Babel war; ich war der Luſt erge⸗ ben; und ſtand doch in Ge⸗ fahr des Todes und der Hoͤlle. Viel beſſer ſprech ich hier an der Verſoͤh⸗ nungs⸗ Stelle: God zuͤrnet nicht mit mir. 1 Zwar haben meine Suͤnden mich ſchrecklich zugericht't, allein, Gott läßt mich finden ſein gnaͤ⸗ dig Ang ſicht: in meines IeEeSun Blut, dorinn ich mich verlier, kommt mir das Wort zu gute: Gott zuͤrnet nicht mit mir. 5. Vorhin gieng ich gebuͤ⸗ cket, mein Hertz war ſehr betruͤbt! Nun hat mich Gott erquicket, der mich in Chriſto liebt: nun tritt die Freuden⸗Sonne nach kur⸗ zer Pein herfuͤr, ich ſchrey mit Hertzens⸗ Wonne Gott zuͤrnet nicht mit mir. 6. Ach wuͤßet ihrs, ihr Spotter, was das fuͤr reude bringt, wenn JE⸗ us, mein Erretter, mir recht ins Hertze dringt, ihr wuͤrdet mir nicht goͤn⸗ 511. Mel. Zion klagt mit Angſt ꝛc. Meg, mein Hertz mit 5 dem Gedancken, als ob du verſtoſſen wärst! bleib in Gottes Wort und Schrancken, da du anders reden hoͤrſt. Biſt du bös und ungerecht; ey ſo is Gott fromm und ſchlecht, Haſt du Zorn und Tod Gott iſt verſuͤhnet. 2. Du biſt, wie die Men ſchen alle, angeſteckt mit Adam mit dem Falle ſamt der Schlangen angeſtiſt't; Aber ſo du kehrſt zu Gott, nd dich beſſerſt hats nicht Noth: ſey gettoſt ſchmaͤhen. noch Loͤwe, der ſich nur nach zu lauter Treue und zur Sanftmuth gluͤck iſt ſein Schmertze, unſer Sterben kraͤnckt ſein nen der Chriſten ſchoͤnte Hertz Zier, in Wahrheit ſagen können Godte zurnet nicht mit mir. 7. Es lacht ihr Babels⸗ Kinder, bis euch der Fluch hinreißt laß du mich ar⸗ men Suͤnder, HErr Chriß durch deinen Geiſt nur in dem Stande bleiben, bis an die Grabes Thuͤr zu re den und zu ſchreiben Gott zuͤrnet nicht mit mir. re 4. Ss wahrhaftig als Ich lebe, will ich keines Suͤnders Tod, ſondern daß er ſich ergebe, an Mich aus dem Suͤnden⸗Koth. Got⸗ tes Freud iſt, wenn auf Erd ein Verirrter wieder“ kehrt, will nicht, daß aus ſeiner Heerde, das ge, t ringſt entzogen werde. 5. Kein Hirt kann ſo den e e, verdienet, ſincke nicht Suͤnden Gift, welches SOT wird dein Flehen und Abbitten nicht ver, 3. Er iſt ja kein Bar Blute ſehnt, fein Hertz it angewoͤhnt: GOT hat einen Vater Sinn, unſer Jammer jammert Ihn, unſer Un, i bengaheg von 1151 106• 0 5 0 „ Keiß See 5 en Trof Aa. STTſs lx l mein Babelſ o uf erge- h in Ge⸗ 5 II. 90 ind derſbleſ n Sa un el, 10 5 r ſprech Verſoͤh⸗ Uir. u meine! chrecklich o „ Gottſe 12 meines ſe Wonne t mit mir.] t ihrs, ihr das fuͤr wenn JE. ter, mir e dringt, nicht goͤn⸗ u ſchoͤnceſ beit ſagen God unſ en ehh 90 Gem 10 He den 1 4 5050 e 00 Ge ch 1 er 1 11 4155 9 0 „ e et,„0 t Wach 2 All 155 ter am! Amt) c A hat 10 2 90 1 N fekt Il 2 it ſeh 0 4 12580 f 1 85 isch tbe, nl T lürnet r Tbuͤr 7 tel ben Gott! mit. 1 Oetz Tah ae 8 Ire 478 152 „ il nch t 0 1 0 Kein Hl, — al 7 125 10* Huld, die Er uͤber unſte Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 445 Schaaf, das ſich verlaͤuft Solſt du Gottes Hertze ſehen, wie ſich da der Kum⸗ mer haͤuft, wie es duͤrtet, jaͤcht und brennt, nach dem der ſich abgetrennt von enn und auch von den einen, wuͤrdeſt du vorn Liebe weinen. 6. Gott der liebt nicht nur die Frommen, die in ſeinem Hause. ſeynd, ſon⸗ dern auch die Ihm genom⸗ men, durch den grimm'gen Seelen Feind; der dort in der Hoͤlle ſitzt, und der Menſchen Hertz erhitzt, wider den, der, wenn ſich reget ſein Fuß, alle Welt beweget. 7. Dennoch bleibt in Liebes⸗Flammen ſein Ver⸗ langen allzeit groß, ruft und locket uns zuſammen, in dem weiten Himmels, Schooß: Wer ſich nun da ſtellet ein, ſuchet fre und los zu ſeyn, aus des Sa⸗ tans Reich und Rachen, der macht. Gott und En⸗ gel lachen. 8. Gott und alles Heer hoch droben, dem der Him. mel ſchweoͤgen muß, wenn ſie ihren Schoͤpfer loben, jauchtzen uber unſre Buß; Aber was geſuͤndigt iß, das verdeckt Er, und ver⸗ ict wie wir Ihn belei⸗ digt haben, alles, alles iſt vergraben. 9. Kein' See kann ſich ſo ergieſſen, kein Grund kann ſo grundlos ſeyn, kein Strom ſo gewalt'g flieſſen, gegen GOT iſt alles klein, gegen GOTT und ſeiner Schuld alle Tage laͤſſet ſchweben, durch das gantze Suͤnden⸗ Leben. 10. Nun ſo rußz und ſey zufrieden Seele, die du traurig biſt! Was wilt du 8 viel ermuden, da es icht vonnoͤthen iſt? Dei⸗ ner Suͤnden groſſes Heer, wie es ſcheinet, iſt nicht mehr gegen Gottes Hertz zu ſagen, als was wir mit Fingern tragen. 11. Waren tauſend Welt zu finden, von dem Hoͤch⸗ den zugericht't, und du haͤtteſt alle Suͤnden, ſo darinnen ſind verricht't: Maͤr es viel, doch lange nicht ſo viel, daß das helle Licht ſeiner Gnaden hier auf Erden, dadurch koͤnnt erloſchet werden. 12. Mein GO ct oͤffne mir die Pforten ſolcher Wohlgewogenheit, laß mich allzeit aller Orten ſchmecken deine Suͤßig⸗ keit! Liebe mich, und treib mich an, daß ich dich, ſo gut ich kann, wie⸗ derum umfang und liebe, und ja nun nicht mehr be⸗ truͤbe. 512. M. Cebt jemand 8 wie ich ꝛc. Ner ſeinen JéES ud haͤlt, ſo lang ihn 1115 die Welt, und JE⸗ ſum nicht will laſſen uf ſeines Lebens Straſſen, der ſchaut in IESu hier die offne Himmels⸗Thuͤr. 2. Wer ſeinen IEſum faßt in aller Creutzes⸗ Laſt, und ſie von ſeinem Rücken auf IEſum nur kann druͤ⸗ T 7 cken 1 JCCCCCCCCCC ˙.— 111 5—————————— 5 * — 2 n 8— 2. e 44 Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. cken, dem macht ſie JE⸗ ſus leicht, und hat die Ruh erreicht. 8 5 15 Wer ſchwinget ſeinen Sinn zu ſeinem J ESU hin, und laͤßt die Glau⸗ bens⸗Fluͤgel gehn uͤber alle Huͤgel, der tritt die Him⸗ mels⸗ Bahn mit ſeinem JESu an. 4. Wer JESu Lippen ehrt, und ſeine Stiftung lehrt, wer IESu reine Wunden auf ſeine Seel gebunden, dem gehet JEſu Blut durch Seel, Geiſt, Blut und Muth. 5. Wem JEſus alles iſt, der recht den Himmel! kuͤßt, ſein Hertz kann ſchon auf Erden der Himmel IEſu werden, ſein Leben iſt vergnuͤgt, ſein Tod den Tod beſtegt. 6. Ich halte IE Such veſt, mein JEſus mich nicht laͤßt, die zugeſchickten Plagen hilft JE ſus mir mit tragen, ich flieg gen Himmel auf, mein JEſus iſt mein Lauf. 7. Die Fluͤgel ſind zwar ſchwer, ach! JESu, hilf und wehr, vom heiſſen Creutz geſchwaͤrtzet, von JES Hand gehertze!, ich flieh, ich flieh allzeit in meines JEſu Seit. 8. Ich hoͤre deine Wort o JESu, Lebens⸗Hort! dein Leib und Blut mich eree 5 1 Zekcken, du Herr JEeESul! mein, ich bin, HErr JEſu! dein. 9. Ich bin im Himmel ſchon, o IeEſu, meine Kron! in JEſu ich ſtets ſchwebe/ im Tod mit Jeg lebe, mein IEſus blei⸗ bet mir mein Alles fuͤr und fuͤr. cket alle GOtt. Mohl dem, der Jacobs W Godtcr zum Helfer ſich erwaͤhlet, der, was ſein Hertze kraͤnckt, voll Hoff, nung Ihm erzaͤhlet, der ſeine Zuverſicht veſt auf den HErren ſtellt, der alle Huͤlfe thut, und allen Glauben haͤlt. 2. Unmoͤglich iſts, daß den ſein Hoffnung kann be⸗ truͤgen, der GOttes Wahr⸗ heit traut, die nimmer⸗ mehr kan lügen. Der HEtr iſt gut und fromm, und was ſein Wort verspricht, das folget in der That ge⸗ wiß, und fehlet nicht. 3. Wie gut iſts, auf den HERRN und nicht auf Menſchen bauen wie ei⸗ tel, ſchwach und falſch, wie ſchnoͤd iſt das Ver⸗ trauen, ſo ſich auf Fleiſch verlaͤßt, und einig Men; ſchen Kind: denn auch die blich 9 auf Erden er nd. 4. Die ſich mit ihrer Noth zu ihren Fuͤſſen le⸗ gen, die muͤſſen Zeugen ſeyn, wie nichtig ihr Ver⸗ moͤgen, wie wandelbar ihr Seyn, und ihrer Hoheit Pracht: wie mancher Un⸗ gluͤcks⸗ Fall ihr Koͤnnen ſchamroth macht. 5. Weit ſichrer iſt mein Troſt, ich weiß, an wen ich glaube, 113. Mel. Nun daͤn⸗ Von ſü ſſſte ot daß! ö ſube, 1 J Roth Seele Stile 1 1 fl 1 0e belkuͤrtt, fan g ber Wil gut z une die ſetz ö n f dc hat Hüh ud ſchaſt. meln t lach Abetpand kuͤhmt, Cote! kthöhen, 7.8 1 0 f 1 meine Freud sich 1 2 S= — 2 S2 . — . ſen 5 d t Mean 1 4 1 8 beg d N Him⸗ ſeinem bac d Lappen? 7 10 i 10010 Geiſt, 5 11 00 1 n ſchon del 1. U 0 mmelſtri. Lebenſhe g m, de Tod dene e lage dg iſt g und 1 ESuqnſ we u n 1s mi 10 de W gel in dad schickten w.„ ind ſehlal ſus mir F de guele lieg gene N u u JEſus Jen g t ee u nöd if. t n u, d h A en geherze e, fe 1 allzeit i eine Wort. ns- Hort! Blut mich ſind jwae Su, bilf heiſſen et, don Vom ſuͤſſen Troſte Gottes. 447 glaube, trotz daß die größ⸗ te Noth mir ſolch Ver⸗ trauen raube, zu dem der ewig bleibt, dem rechten Wunder⸗Mann, dem keine Noth zu groß, der helfen will und kann. 6. In Jung iſt meine Seele in hoͤchſter Ruh und Stille, ſein' Hand iſt un⸗ verkuͤrtzt, ſein Gnadenvol⸗ ler Wille iſt unveraͤndert gut; unendlich ſeine Kraft, die ſtets von Alters her, 12 ft und Rath ge⸗ 7. Drum halt ich mich zu GOT T, und das iſt meine Freude, wenn mein erquicktes Hertz nach uͤberſtandnem Leide ſich ſeiner Woblthat ruͤhmt, und ihm mit gan⸗ tzem Fleiß, ein Danck Lied ſingen kann zu ſeines Na⸗ mens Preis. 8. Laß du mich nur mein Goc! dein Lob hier zu erhoͤhen, nicht faul und traͤge ſeyn, wie du nie auf mein Flehen zu mercken muͤde wirſt, und ſtets von Kindheit an ſo uͤber⸗ ſchwenglich viel an mir haſt Güts gethan. 9. Gieb, daß ich ferner 1100 an dir veſt bangen bleibe, daß weder Gluͤck noch Noth mich von der Bahn abtreibe, die dein Gebot mir heißt: gib neuen Geiſt und Kraft, zu uͤben immerdar die gute Ritter⸗ aft. 10. Daß nichts, was ei⸗ tel iſt, ſich fuͤr mein Wohl⸗ ſeyn achte, noch Fleſſch fuͤr meinen Arm, daß ich nach ſonſt nichts trachte, als was du ſelber biſt. Ach! nimm mein Gott! mich mir, entreiſſe mich der Welt, und zeuch mich gantz nach dir. 11. Laß mich in allem Creutz und auch im Tode ſchmecken, wie freundlich du mir biſt, laß mich die Schuld nicht ſchrecken, die IJESuse ſchmertzlich gnug ſchon lang an mei⸗ ner ſtatt gebuͤßt, und dir mein Gott durch ſich be⸗ zahlet hat. 12. Laß ſeine Wun den mir alsdann an meinem Ende ein ſichres Frey⸗ Schloß ſeyn, dahin mein Geiſt ſich wende, wenn mich mein Hertz ver⸗ dammt: wenn Satan noch zuletzt ſein Heil an mir neren, und grimmig an mich ſetz 13. Baß, wie ich JEſu hier mich gantz zu eigen gebe, dort, wo er herrſcht und lebt, ich ewig mit ihm lebe, als ſein erkauf⸗ tes Gut, und treue wer⸗ the Braut, die in der Schwachheit hier Er ſich ſchon hat vertraut. 1 14. Daß an dem Freu⸗ den⸗Ort, worinnen Gei⸗ fler wohnen, auch ich dich, meinen Gott, in allen drey Perſonen, in deinem kla⸗ ren Licht vollkommen ken⸗ nen kann, und mit der n⸗ gel⸗Schaar ein e ee ſtimmen an. XII Ben 448 Von der Freudigkeit des Glaubens. XI. Von 714. Mel. O J Su Chriſt, mein's ꝛc. 9 ch Gott! in was fuͤr Freudigkeit, ſchwingt ſich mein Hertz zu die ſer Zeit, ſo oft ich nur an IEſum denck, und mich in ſeine Wunden „ 2. Wie freuet ſich mein Geiſt in dir, was Ruh und Freude ſchencket mir der Glaub an dich, o Icſu Christ, der du mein Ein und Alles biſt. 3. Wenn ich dich recht und wohl betracht, mein Hertz all Luſt der Welt ver acht: wenn mein Sinn zu dir iſt gericht't, die Erd e ich acht ihr nicht. 4. In was fuͤr Liebe ſetzet mich die Liebe, ſo bezwun⸗ gen dich, daß du des Todes fuͤr mich ſtirbſt, mir Gna⸗ de, Leben, Fried erwirbt. 5. Das Hertz wird gantz in mir entzündt, aus Lieb zu dir und Haß der Zünd; ſo bald es deiner wird ge⸗ wahr, wie du dich mir giebſt gantz und gar. 6. Es wuͤnſchet nur dich und allein in dich gantz tief zu ſincken ein, nur dich, nur dich es haben will, eh ruht es nicht, noch ſteht es ſtill. 7. Nun was fuͤr Troſt und Zuyerſicht erweckt an dir der Glaube nicht? Ich trau und trotze ungeſcheut CCC ˙000 — ̃ ·—·˙ 5 nun kein' der Freudigkeit des Glaubens. 19 auf dich, mein JESu allezeit b 8. Wenn ſch im Glauben bey dir ſteh, und in die ro⸗ the Wunden ſeh, die du fur mich traͤgſt, fallt mir ein: Solt mir Gott nicht genaͤdig ſeyn? 9. Gnaͤdig Er iſt, Er kann traun nicht mehr zuͤrnen: Sein Sohn hat verricht't; was zur Verſöhnung nie thig war, mit mir hat es Gefahr. f 10. Wiewohl ich noch ein Suͤnder bin; ſo nimmt die Sünd doch JEſus hin, und ſchenckt mir ſein Gerech⸗ tiskeit, bebt zwiſchen Gott und mir den Streit. 11. Bin ich durch Ihn gerecht vor Gott, iſt mir all' Anklag nur ein Spott, wenn JEſus mich vertritt, komm an, der mich ſodenn verklagen kann. 12. Wenn ich mit Gott den Frieden hab, des wah⸗ ren Glaubens Frucht und Gab, ſo ruh und ſchlaf ich ſanft und ſtill, ins Vaters Schooß: Will, was Er will. 8 13. Und bin gewiß, daß kein Gefahr, kein Noth Tod, ja der Teufel gar von meinen GO s mich ſchei⸗ den werd,(0 lang ich leb auf dieſer Erd. 14. Denn, Herr, dels Geiſt felbſt traͤſtet mich und ſchreyet: Glaub nur veſtiglich? du biſt ein Kind und Erb des Heils, nicht Sa⸗ vonder 7 fun 00. 1 Det geld hl kine Nach deh Tag ct duc — 2 . 2 2 — 2 — — — 2 inch Seit errut Es Nan, g .. ——— — —— — — — — 3 — — Wigkeit? uh er Fre ß Flauber E SuUdauf 8. Ig was bey! 4% mh keit the g Mü mein fuͤr ſo oftſein: J mitt, denck, 231 i Erie gent 9. tram t ae e Neha uh undſ war g Vaſihig ir derſthi mn ICſaſum Geh in Einf ewa Si 7 Au; ag ch recht. S/ nch See meinſſch 7 1. zelt der tis Mehta Binn zu ur den en die Erde in ic acht ihr ge Bot oh al 0 in ebe ſetzetw reſus nah deiwuwſkt z, da ug Todes o en k, ur Ong] Wenn ian rwirbſt. eden h, Ard gantz aus Lieb r Suͤnd wird ge⸗ 5 f nir! 6 — b Aud a t nur dich i eſahl; N gantz tief det Leaf 6 nur dich San den will, D 1 ſdeht eſet Eil. noch steht! 00 0 far Troſt— 0 weckt an icht! Ich ingeſcheut — zünden h mein 3 ſchlehet! 1 F ith des an ihm die Heuchler alleſamt; * 00 F lichſ d 100 „Von der Sreudigke Satans, ſondern JEſus Theils 15 Der Feind find an dir keine Macht, du wirſt dey Tag und Nacht be⸗ wacht durch meinen und der Engel Schutz, was dir begegnet iſt dein Nutz. 16. Gott iſt dein Vater, bitt und ſchrey, Er laͤßt dich nicht, Er ſteht dir bey, verzag in deiner Schwach⸗ heit nicht, was du nicht kannſt, er ſelbſt verricht t. 17. Dein Seufien allzeit Gott geraͤllt, das glaͤubig zu ihm iſt geſtellt, ſchweigt gleich der Mund, er hoͤrt die Bitt ſein's Geiſtes, der dich wohl vertritt. 18. Ob dieſen Troſt gantz innerlich mein' Seel und Geiſt erfreuet ſich, wenn IJEſus Name, Kraft und Geiſt ſs maͤchtig ſich in mir beweißt. 5 19. Welch herrlich maͤch⸗ tig Kunſt⸗ Stück iſt der Glaub an dich, HErr Ie ſu Chriſt!l er machet heilig, freudigs Muths, er ſchafft und wircket alles Guts. 20. Wer ihn nicht hat der wird verdammt, mit und wer ihn hat, ſchon ſelig iſt, er lebt und ſtirbt ein wahrer Chriſt. 21. Drum, IEſu, ſtaͤrcke fuͤr und fuͤr den wahren Glauben, daß ich dir ver⸗ trau, dich lieb, dir leb und ſterb, ſo bleibt die Seligkeit mein Erb. 22. So lang ich denn als Pilger werd noch wal⸗ len hier auf dieſer Erd it des Glaubens. 49 Ruhm ausbreiten fernen um und um. 23. Wenn aber ſich das Leben ſchleußt, und meine Seel ſich gantz ergeußt in dich, HErr Ick Eu] mit was Freud werd ich dich lob'n in Ewigkeit. 515. Mel. Ach! was ſoll ich Suͤnder macken. Alles iſt an Gottes See⸗ gen, und an ſeiner Guad gelegen, über alles Held und Gut. Wer auf Gott ſein' Hoffnung ſetzet 995 e Heide tet einen freyen Helden⸗ Muth. 2, Der mich hat bisher ernähret, und mir manches Gut beſcheret, iſt und blei⸗ bet ewig mein. Der mich wunderlich gefuͤhret, und noch leitet und regſeret, 19 hinfort mein Helfer y. 3. Viel bemuͤhen ſich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen, und gantz unbeſtaͤndig ſind? Ich be⸗ was Vergnuͤgen pflegt zu bringen, und mau letzt gar ⁵ ſelten fſindt. 4. Hoffnung kañ das Hertz erquicken, was ich wuͤnſche ders GoOte gefaͤllt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich ſeiner Gnad ergeben. und ihm alles heimgeſzellt. J. Er weiß ſchon nach ſeinem Willen, mein Ver⸗ langen zu erfüllen, es hat alles ſeine Zeit. Ich So lange will ich deinen hab ihm nichts vorzuſchrei⸗ eee ben, gehr nach dem zu ingen, wird ſich ſchicken, ſo es an⸗ ben, wie Got will, ſo muß es bleiben, wenn Soc will, bin ich be⸗ reit. 6. Soll ich langer allhier leben, will ich ihm nicht wi⸗ derſtreben, ich verlaſſe mich auf Ihn. Iſt doch nichts, das lang beſtehet, alles Irr⸗ diſche vergehet, und faͤhrt wie ein Strom dahin. 516. Mel. Du mein, du mein ſchoͤnſtes uf! hinauf zu deiner Freude, meine Seele, Hertz und Sinn! weg, hin⸗ weg mit deinem Leide, hin zu deinem JEln hin! Er iſt dein Schatz. JEſus iſt dein eintzig Leben: will die Welt kein'n Ort dir geben, bey Ihm iſt Platz. 2. Fort! nur fort, ſteig immer weiter, in die Hoͤh zu IEſu auf! an, hinan die Glaubens Leiter, klet⸗ tre mit geſchwindem Lauf. Gott iſt dein Schutz, JE⸗ ſus bleibet dein Beſchirmer wider alle Seel⸗Beſtuͤrmer, und bietet Trutz. a 3. Veſt, fein veſt dich angehalten, an die ſtarcke JeEſus⸗Treu, laß du, laß du Gott nur walten, ſeine Guͤt iſt taͤglich neu? Er meynts recht gut. Wenn die Feinde dich anfallen, muͤſſen ſie zuruͤcke prallen, hab guten Muth. 4. Ein, hinein, in Got⸗ tes Kammer, die dir. JE⸗ ſus aufgethan! klag und ſag Ihm deinen Jammer, ſchreye Ihn um Huͤlfe an: Er ſteht dir bey. Wenn kann und will er dich nicht laſſen, das glaube frey. 5. Hoch ſo hoch du kannſt erheben, deine Sinnen von der Erd, ſchwinge dich dem zu ergeben, was du haft, der iſt dein werth: dein IJEſus iſt, der um dich ſo treulich wirbet„ und für dich aus Liebe ſtirbet, drum du ſein biſt. ä 6. Auf! hinauf, was dro⸗ [ben, ſuche, trachte doch allein dahin, wo dein JE⸗ ſus: ſonſt verfluche allen ſchnoͤden Sünden Sinn. Zum Himmel zu, Welt und Erde muß verſchwinden, nur bey JEſu iſt zu finden die wahre Ruh. 517. M. Wo ſoll ich fliehen hin. Iluf meinen lieben Gott A trau ich in Angſt und retten aus Truͤbſal Angſt und Noͤthen. Mein Un⸗ gluͤck kann er wenden, feht all's in ſeinen Haͤnden. 2. Ob mich mein' Suͤnd nicht, auf Chriſtum will ich bauen, und ihm allein vertrauen: Ihm will ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Sterben i mein Gewinn und Chri⸗ ſtus iſt mein Leben, dem m e e erb heut oder 7 mein' Seel wird Got verſorgen. erſorge 40 dich alle Menſchen haſſen, Noth, der kann mich allet e anſicht, will ich veriagen 0 450 Von der Freudigkeit des Glaubens. vuderdn ee Gai dern nch ac gen, A! e erwoche fen zugeh. Hamea J. Erhig f ei Tos/ d dich/ hilf Ak Ede, nich nic Hunde, dch ih. heide, dc gin leude. 6. Ame kale ſprech ich gls! Gund, i U fag leltey Her u alen Je, i beiße Nun lch preſſeß, J. Ji Ma. Er itt der hirrle Bic 0 6 ſochtgtz he hurch N eudigkel gu, 6 N i e 85 ich be eich ee D. S meln Herr en ee LEbriß! der du 0 9 dndig aübierſt T. ga bis für mich am Eren an. e pech gestorben, haſt mir das 60 erh Aer Heil erworben, auch uns der Wihnzeh allen zugleiche das ew'ge nichts, zu en, a les Irre der 0 10 id fahrt Je, den Himmelreiche. 5. Erhoͤre gnaͤdig mich, mein Troſt, das bitt ich un. tre z wu dich, hilf mir am letzten die eee Ende, nimm mich in deine mein, du i. Hande, daß ich ſelig ab⸗ nſtes hg ende zur himmeliſchen be. Freude. al. 1 6. Amen zu aller Stund u deiner ſſu f le pre ch ich aus Hertzens, e Seele, e n eie Grund, du wolle uns beg, hin⸗J mme ſelbſt leiten, HErr Chrlſt ide, dine Je a zu allen Zeiten, auf daß ul Er it el wir deinen Namen, ewig, 16 ift dein f lich preiſen, Amen. ö d rte da, 5 die Welt 518. Mel. Erſchienen den, beyſz Fei, ol iſt der herrlich Tag. liehen hy Brich durch, mein ange⸗ i wan fochtnes Hertz! brich 1* mich durch 17 0 nem 5 0 tet, 115 e dert ien Hein 5 en dem Lauf. chuß, Je; zeſchirmer zeſtuͤrmer, ort, ſteig a 0 1 1 1 98 am Creutzes⸗ e a. Dein Jeſus reicht die i Nn earme dir, und legt dir pet dicht Vet, wl Kuß und Leben für, die die darcke e al A Crone der Gerechtigkeit, 1 du, laß Wag, man den Zugang, der nus ii lien, eine r el, Al dereit r zur Seligkeit. gen! Er I gehe ud 3. Sey nur gettoſt, und ut. Wenn in Lebe, ringe recht, durch Ringen ui kalen, dd n wirſt du Gottes Knecht, Vanfalen, i i öden aller Anfall lehret kal dich, wie man in ihm gantz AMritterlich bewaffnet ſich. ch n 4, Die Wunden hält dit V bebt alu zu, die Sicherheit und ſuͤſſe Ruh, darinn der Zuflucht finden kann, der Von der Sreudigkeit des Glaubens. 471 Fluth, ich fuͤhle ſtets der n ei Gnaden Brunn, das Got⸗ Ihn im Glauben ſiehet an, den Wunder Mann. 5. Hier iſt die Burg fuͤr alle Noth, die Gegen⸗Cur fuͤr Holl und Tod, die Quell, daraus das Leben quillt, das Meer, ſo Durſt und Kummer ſtillt, mit Gnad erfullt. l 6. Stürmt auf uns die Verſuchung los, wohlan wir treten zu ihm blos, da ſtaͤrckt uns unſer IEſus Chriſt, wenn nur das Hertz aufrichtig iſt, zu aller Friſt. 7. Nun ſuͤſſſter IEſu meine Ruh! ich eile dei⸗ nen Wunden zu, mein Hertz und Glauben laͤßt dich nicht, bis auch dein theures Gnaden Licht in mir anbricht. 8. Mein Hertz empfin⸗ det Sturm und Wuth, auf allen Sei ten ſtroͤmt die Suͤnden⸗Pfeil, drum ich zu dir im Glauben eil, und ſuche Heil. 9. Zu deinen Wunden fltehe ich, in deiner Seiten ſtaͤrck ich mich, ich labe mich in deinem Blut, das auch durch deine Liebes⸗ Glut, mir kommt zu gut. 10. Olunerſchoͤpftes Gnaden⸗Meer, Ifrgels Ruhm, und Zions Ehr! wie 5 uns deine treue Hand, das auserwaͤhite Gnaden ⸗Pfand und Liebes⸗ Band. l 11. Da haͤngeſt du aus groſſer Huld, fuͤr fremde Suͤnd, fuͤr unſre Schuld, nur das die angefochtne Seel erlang in deiner Sei, 3— — FFF eee e eee eee eee e e 2 a 1 5.* 1—**——*——*— den⸗Oel. 8 12. Du Heil'ger wirſt vor aller Welt zum Trauer⸗ Falte öh„das Gna⸗ Schauſpiel vorgeſtellt, und kauffeſt uns durch deinen Tod, die Freyhelt aus der Seelen Noͤth, bringſt uns zu Gott.. 13. Ey, wie ſolt ich denn traurig ſeyn, ich kehr bey dir, mein JEſu, ein: Hier find ich wahre Ruh und Raſt, weil du auf dich die Suͤnden⸗Laſt genom⸗ men haſt. ö 14. Dis ew'ge Wort traͤgt volle Kraft, hier iſt die beſte Ritter ſchaft. Wohlan denn, IEſu, mein Gewinn! Dir liefre ich Hertz, Seel und Sinn, ach nimm es hin. 519. In eigener Mel. in' veſte Burg iſt unſer Ott, ein' gute Wehr und Waffen, Er hilft uns frey aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alte boͤſe Feind mit Ernſt ers jetzt meint: groß Macht und viel Liſt ſein grauſam Ruͤſtung iſt, auf Erd'n iſt nicht ſein's gleichen. 2. Mit unſret Macht iſt nichts gethan, wir find gar bald verlohren: Es freit t fur uns der rechte Mann, den Gott ſelbſt hat erkoh⸗ ren. Fragſt du wer er iſt? Er heißt IEſus Christ, der HEtrre Zebaoth, und iſt kein ander Gott, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt vol Teufel waͤr, und wol⸗ 452 Von der Freudigkeit des Glaubens. duda fuͤrchten wir uns nicht 1 fi 0 õů ſehr, es ſoll uns doch 1 w 110 ingen: Der Fuͤrſte diefer Ja fehl 5 Welt, wie ſauer er ich una ſtellt, thut er uns doch dot und eie nichts, das macht er i ec ar ch gerecht t, ein Wörtlein gte kann ihn fallen. 0 Tod ich g 4. Das Wort ſie ſollen ſhet if 0 laſſen ſtahn, und feinen md arg, J Danck dazu haben, er ict it, dein dee bey uns wohl auf den Plan ak bey eh mit ſeinem Geis und Ga⸗ ld kan ga he ben. Nehmen ſie uns den at fol A eib, Gut, Ehr, Kind und(., Velf Weib, laß fahren dahin, maln mit g eh in alle u 520. Mel. O I Eſu n die lehre mich c. en Hirggh fh s traure wer da will, J. Schah — ich will mich freuen, ein Welt ſur es ſoll kein Trauer Geiſt lden, ſo iht! bey mir gedeyen: denn ud Herh i en JEſus ſteht mir bey in al den: De Je len Gnaden, mir kann kein at bey ih aeg Creutz, kein Leid, kein dum kan ke Teufel ſchaden. in fend ech 2. Ficht mich gleich Un⸗ d. Und ven! glück an auf allen Ecken: boch ſo grace ſo ſoll doch ſolches Leid iin ich dul mich nicht erſchreckent ad aufgchuhen Denn IEſus ſteht mie Nun et az bey in allen Gnaden, mit dien Gage, kann kein Ungemach, kein ud decke lc Jammer ſchaden. n Schah 3. Hab ich nicht Gelb„) duc ag noch Gut, noch Ruhm und aug un dich Ehre, krankt dieſer Man, u nan lege gel mich doch nicht gar ſeh,ß duc uln re: Denn Ic dus ſteht mir Dau ela bey in allen Gnaden, mit mae Haun kann kein Armuth nicht, in anger kein Elend ſchaben. ful scher, 4. Bin ich hier gantz ven ten uns verſchlingen, ſo 9 Wat 875 acht't, muß inter 0 Wat ah — ell undſſte 0 deinen u ö ingſt uns 1 ich deunſle kehr bey u, ein: 1 ihre Ruhm ee, geno ge „ hier iſtſ eſchaft. Eſu, mein 1 ich Sinn, ach t e er Mel. rg iſt unſer n T hilft uns Noth, die ſel 1 0 it= Wort 9 un foll doch die folge Weit 1 da mich nicht beſtegen; Denn I wie 100 IeEſus ſteht mir bey in al⸗ hn 1% een Gnaden, mir kann kein ne Dobhn und Spott, kein 0 et 190 Schlapf 1755 ſchaden.. e ea an 25 905 e iſt nichts ſo ſchwer 100 bet, arg, das mich betrü⸗ L 7 0 0 mir bey in allen Gnaden, n de und kann auch die Gefahr ami m mir ſelbſt nicht ſchaden. ut En 6. Verföoͤßt mich jeder⸗ ſah fle 5. mit Gram und Haſ⸗ ben k ſen, kann ich mich doch den 4e Neid nicht kraͤncken laſſen: . Denn JE ſus ſſeht mir N bey in allen Gnaden, und 88 fel 00 kann die Feindſchaft mir ehre kein Haͤrlein ſchaden. e e 7. Schwebt auf der gan⸗ on tzen Welt nur Creutz und een Leiden, ſo lebt meln Geiſt . gehen und Hertz in lauter Freu⸗ T den: Denn IEſus oſte hte er geg mir bey in allen Gnad n, i, kan drum kann kein Hertzeleid offen. Dey e ahn der Freude ſchaden 15 Ern groß in grauſau es el doch fh 8. Und wenn die Feinde Ficht 10 Machſ x a al l 1 ſo grauſam toben, ſo n ich wohl verwahrt uf Erd'n i 1 and aufgehoben: Denn 0 1* f hat erkof 4 wer et i De, lf b de th, r, M das 90 5 21 5 dle 5 2 IeEſus ßebt mir bey in ct 1 aan allen Gnaden, Er ſchuͤßt au wir sind aa 1 2 keln : Es ſireit En ſüi 10 285 decket mich vor ih⸗ Schaden. 9. Auch macht die tiefe 01 10 Nölh und hoͤchſtes Leiden 1 15 meinen lieben Goder dec, voller Freudenzſn 10 150 Denn IEſus ſteht mir bey in allen Gnaden, ſo, daß zur Seligkeit mir nichts 0 kann u ſchaden. 3 255 10. Was frag ich nach 10 1 bder Welt und ihrem Schaͤ⸗ 0 0 und Von der Freudigkeit des Glaubens. 453 mich groß und reich, heilt denn IESucß ſteht IEſu ſelig, hahe ſchon den zen! mich kan mein rel ſcher Gott vielmehr ergoͤtzen. Denn JEſus ſteht mir bey in allen Gnaden, Er macht allen Schaden. 11. Muß endlich Seel und Leib von hinnen ſchei⸗ den, ſo fahr ich fort von hier zu IESu Freuden! Denn IEſus feht mir bey in allen Gnaden, drum bringet mir der Tod gar keinen Schaden. 12. Nun traure, wer da will, ich will mich freuen, es ſoll kein Trauer⸗Geiſt bey mir gedeyen: Denn IEſus ſteht mir bey in al⸗ ſen Gnaden; mir kann kein Creutz, kein Leid, kein Teufel ſchaden. 521. M. Treuer va. ter deine Liebe. FTrolich„froͤlich, immer froͤlich, denn ich bin in Himmel hier. Andre freſe ſen ihre Hertzen durch die ſchwere Sorgen ⸗Schmer⸗ tzen, mir komt gar nichts traurig fuͤr Weil ich meinen IJIE⸗ am habe, und an ſeiner Bruſt mich labe, ſo ver⸗ ſchwindet alle Pein. Wer Ihn liebet, wer Ihn ken⸗ net, wer weiß, wie ſein Hertze brennet, der kann lemale traurig ſeyn. Wo ich ſitze, wo ich ehe, wo ich 1„wo ich gehe, weicht mein 33 nicht von mir, Er iſt mir gets an der Geiten, thut mich überall male 454 Von der Freudig keit des Glaubens. ich bin ſeine Luſt und Zier. f 4. Er hat ſich mit mir verbunden nichtes, nich⸗ tes wird gefunden das Ihn von mir trennen thut. Er, mein Braͤut gam und mein Koͤnig, achtet ſon⸗ ſten alles wenig ich bin Ihm ſein liebſtes Gut. 5. Er hat mich zur Braut erkohren, eh ich Ihm ſoſt ſeyn verlohren, muͤßt ver; gehn die gaatze Welt, ach! was ſoll mich denn betruͤ— ben, weil mich der ſo hoch thut lieben, der ja alles traͤgt und halt. 6. Darum froͤlſch, im⸗ mer frölich, ich bin ſchon in JEſu ſelig, ich bin ſein, und Er iſt mein. Singen, Springen, Jubiltren, und in JEſu triumphiren, ſoll nur mein Geſchaͤfte ſeyn. 522 M Herr JkEſu Ch iſt wahr' r ꝛc. H. Krol mit dun und Traurigkeit, hinweg mit Zweifel, Angſt und Leid! Ich will nun haben guten Muth und hoffen auf das hoͤchſte Gut. 2 Mein Troſt iſt Ic, ſus Gottes Sohn, der in mir ſetzet ſeinen Thron, der mich ſo liebt als eine Braut, die ibm gantz in⸗ nig iſt vertraut. 3. Er hat ſein koſtbar⸗ liches Blut vergieſſen wol⸗ len mir iu gut; Sein Le ben gab Er in den Tod, daß Er mich nur verſoͤyn⸗ te Gott. 4. Er hat mir ſeine und all' ew'ge Freud; E wird mich auch ſchon brin gen hin, wo ich Ihm ewig treue bin. f 5. Ob ich zwar jetzo muß allein, gleich wie ein Tur tel⸗Daͤublein ſeyn; ſo wird er doch zu ſeiner Zeſt en ſetzen dieſes kurtze Leid. 5. Laß kommen Truͤbſal, Angſt und Noth, laß wuͤe then Teufel, Holl und Tod: Wer nur nach Got, tes Willen thut der bleibet ewig wohlge guth. 7. Ich weiß, er wird in Todes Pein mein treuer Freund und Boyſtand ſeyn, Er wird erfuͤllen mit det ſaget hat. 8. Drum will ich h fen auf das hoͤchſte Gut, und wenn mir gleich das doch verzagen nicht. 723. Mel. Wer nur den lieben cc. Ich bin vergnuͤgt und J. halte ſtille, wenn mich gſeich manche Trübſal druckt, und dencke, daß et Gottes Wille, der mir das Creutze zugeſchickt. Und hat Er mir es zug vergnuͤgt. 2. J 6 allem Leiden, dieweil el doch nicht ewig waͤhrt, es ſoll mich nichts von 2 ſcheiden, weil Leid in Freu de wird verkehrt, mein Heyland hat all' Angſt he Herrlichkeit verſprochen, ſtegt der gantzen Welt, ic bin vergnuͤst. 8 9 . 46 0 iu weigen 1 That, was Er mir zuge⸗ 5 ben guten Muth, und hof, 8 Hertze bricht, ſo will ich gil efuͤgt, ſo bin ſch doch mit Ihm gt. 135 ch bin vergnuͤgt un Eſu k ö 10h 15 3.0%, mien Hofe ea e ich wi hon den Ech fil) Er des alt aud 3 Auf ihn, denn d Hof I 2 an ü N 1 U i i n Freudigkei An undſunß 0 mit mir ger een . 15 tre 5 0 5 as ich un nen thut. all Aan gam und ſtel btet ſon⸗ſer 9 ich bin Gut. zur Braut Ihm ſolt muͤßt ver, Belt, ach! un betruüͤ— er ſo hoch r ja alles lich, im bin ſchon b bin ſein, Singen, liren, und hiren, ſoll fte ſeyn. rr IEſu r' ic. furcht und t, hinweg Angſt und nun haben 3. Ich bin vergnuͤgt in meinem Hoffen, denn bilft Goc gleich nicht wie ich will, ſo bat Er ö ſchon den Schluß getrof⸗ be ken, Er weiß die beſte Zeit und Ziel. Ich harr 0 1 aß denn 00 n onna die Hoffnung n Ich e bie vergnügt. 4. Ich bin vergnuͤgt: meinen Leben, hab ich nicht viel und mancherley, ſo glaub ich, daß mir alles F and Vater ſey Obgleich der Arme unten liegt, ſo 7 3 a heißt es doch: Ich bin 2775 ala vergnuͤgt. nahe F. Ich bin vergnuͤgt: an, Wenn meiner ſpotten der dun e Satan und die falſche e e Welt, was ſchaden mir i ih die argen Rotten? Ein een e Frommer Chriſt behaͤlt das e ace Feld, wenn er ſich nur ee geduldig ſchmiegt, und I Demutb liebt: Ich bin e vergnuͤgtt. 7285 den le 6. Ich bin vergnuͤgt auch bin u in dem Sterben: wenn aa nun 11 2 5 955 1 85 7 anch per eilt, ich weiß, daß wir — l e die Crone erben, die uns ag i J ei zugetheilt: , de ore nicht lägt, drum en Thron, Wer f ich ich ch ich 91 0 bt ass eins 2. ſch u ag ich noch n ver⸗ i gantz in= dt. , 2, Jch bin vergnügt in n 1 0 1 g ch Ul N Von der Sreudigkeit des Glaubens 465 Noth, gel nicht verderben, nun! ſo glaub ich ſteif und veſt, daß Er mich auch nicht Hungers ſterben, noch ſonſt in Noth ver⸗ derben laßt: Drum ſeh ich auch in meiner Noth zufoͤr⸗ derſt auf den lieben Gott. ſtaͤndig bleiben bey Gott in 524. M. Wer nur den lieben Gott laͤßt walten. Ich trau auf Gott in J allen Gachen, denn wer wolt ſonſt mein Hel⸗ fer ſeyn? Ach niemand hilft den armen Schwa⸗ chen, denn nur mein Gott, der thuts allein: Drum ſeh ich auch in mei⸗ ner Noth, zufoͤrderſt auf den lieben Gott. a 2. Und muß ich gleich zu truͤben Zelten was dul⸗ den, ey] was iſts denn nun? Ich will es hertzlich gern leiden, Gott wird mir keinen Schaden thun? Drum ſeh ich auch in mei⸗ ner Noth, zufoͤrderſt auf den lieben Gott. 3. Er hat mir ja ſo oft verſprochen, daß er mein Helfer wollte ſeyn, ich weiß, Er halt mirs unge⸗ 9 5 ſein Wort trift onſten richtig ein: Drum ſeb ich auch in meiner zufoͤrderſt auf den lieben GOtt. ieben 2751 4. Laͤßt Gott die Voͤ⸗ eh 5. Wohlan ich will be⸗ 6 1 i verſt al 1* ir verſoͤb lad haun mit ſein der galt gnuͤ erſpochen cell Noth und Todes Quaal, von Gott ſoll mich kein Ungluͤck treiben, drum 905 ich ein vor allemahl: 3 ſeh in aller meiner Noth 2 3 2 ——. ˙7˖ Lr 1 1 11 ö 1 0 177 N 1 1 15 — 1 f 5 1 1 4 . 4 . 17 171 54 43 14 15 1 3 1 5 14 f 1 1 1 1 17 1 J. 1 441 67 N 1 1 4 . —— 456 Von der Freudigkeit des Glaubens. Noth zuförderſt auf den lieben GOtt. 525. N. Ikſus mei⸗ ne Zuverſicht. Ich will fröͤlich ſeyn in Joott, frölch, frölich immer froͤlich: Denn ſch weiß in aller Noth, daß ich ſchon in Gott bin ſelig. Weil der Freudens⸗Gott iſt mein, ſo kann ich wohl froͤlich ſeyn. 2. Aber ach! ich Men⸗ ſchen⸗Kind kann ich auch ſe von Freuden ſagen: Da doch die unzaͤhlig ſind, die bald hier bald dort mich plagen; Doch well Gott der Helfer mein, wohl mir, ich kann froͤlich ſeyn. 3. Will die Suͤnde qus⸗ len mich, IEſus hat ſie ſchon gebuͤſſet. Findet Creutz und Truͤbſal ſich, dieſer hat es auch verſüſ⸗ ſet; iſt der Suͤnden⸗Tiiger mein: wohl mir, ich kann froͤllch ſeyn. 4. Stuͤrmet Satan auf mich los, will die Hoͤlle mich verſchlingen, ſo bin ich in Chriſtt Schvoß, dar⸗ aus wird mich niemand, bringen. Iſt der Schlan⸗ gen treter mein, ſollte ich nicht frölſch ſeyn? 5. Haͤtt ich gleich gar keinen Freund, ey, was koͤnnte mir das ſchaden? wär die gantze Welt mir feind; IEſus kann mich wohl berathen, dieſer Menſchen⸗Freund iſt mein 5 Ihm will ich frölich eyn. 6. Bin ich elend und nicht reich, mangeln mit die hohen Gaben, bin ſch den Geringen gleich und kann nicht, was andre ha— ben, ſo iſt Gott, der reich⸗ ſte, mein: Drum kann ich auch froͤlich ſeyn. 7. Daß mein Feind mich ſonſt beſchwehrt, und mich will zum Spotte machen 9 Vander 50, l d fal ic Sund r fäh Je 01 Alt schon 1 1 1 Etzel Sung ant g le iſt des Traurens gar nicht werth, ich muß ſeiſer ugekt Thorheit lachen, denn well nh G Ott die Ehre meig, kann ich dennoch froͤlich raffen hin, Gott der ſtillet bald ſein Wuͤten, iſt denn Sterben mein Gewinn, ey! ſo bin ich wohl zuftie— kann ich froͤlich ſeyn. 9. Hertz und Mund ſind froͤlich nur, froͤlich, Jesu! iſt die Seele, gieb, daß frölich alles Thun dich n. i 5.5 8. Will der Tod mich 3.80 Mat heheſen: Ig. Iden, Goc, des Todes Gift, iſt mein, in Ihm zum Zweck und Ziel erwoaͤh⸗ ee froͤlich ſeyn le, laß mich, o mein Son, 0 nenſchein! ohne dich nicht el 10, Laß mich uͤben Trau/ rigkeit, wo zu trauren ſich gehoͤret, ſonſten aber Fl, lichkeit, die ſonſt nicht als dich begehret, du big meine Freud allein, durch dich kann ich frölich ſeyn. 11. Laß mich froͤlich le ng ben hier, froͤlich ſeyn il alem Leiden: hilf int froͤlich ſterben dir, gib mt 0 bald die Himmels: Freu, den, ſo blelbſt du die Fel de mein, da, da will froͤlſch ſeyn. 526. Mil. ch ec 1 1 N 5 0 G0 N f den e 586, kel Ach! was 104 77385 ſoll ich Sunder ꝛc. de Micrmmer froͤlſch, immer meu t 1085 ſrdlich, ich bin auf ht. be n ſchon felig, habe 10 10 hiſchon den Himmel hier, e Abandre freſſen ihre Her⸗ fel 170 I. tzen durch die ſchwere enn ichſſe 75 nei Sorgen Schmertzen: Mir daß chen Fel kommt gar nichts trau, 0 selig ies 0 1 G01 1 0 15 b Ben 05 9 5 uur l unge räͤncket; der fiaͤup ic W ect mich, der an mich dencket eh de mein Vater, ich Memel Auch dan Lein Kind. Lafarum, den 10 1 SESlles liebte, manche 8 Nil de Trüb ſal auch betruͤbte! dis ſod, dieß h nur Liebes e ſind. ort wich vel Wai, 3. So viel Jahr hab ich il Gott den 6 gefteſen: bin geſund und vohl mie, en bir Friſch geweſen! ſollt ich eyn. Geke einen krancken Tag nicht unde guz⸗ e e von meinen Gott anneh⸗ w s hat ſie ich fich men? Kann ich mich zur Findet? He i Luft bequemen, warum ibſal ſch, Fd Nicht zur Leibes Plag. ich verſuͤß 1 64% Wird von ſcharfen en,Tügeſ f f 20 gäßer„Zungen manches ich kan e Leid Lied mie geſungen, bin Söhnen ich darum traurig nicht. Satan auf 8 rel a Wein Gewiſſen bt ſie die ih en in ſchwweigen, kann mir gutes n, ſo bit n eugniß zeugen, ſo die La⸗ Hooß, de 1 5 öh Her Haͤlſe bricht. niemand Ait, peklaſſen Gott der weiß 1 mich ſo zu 100 en A en u nichtig und gero allem „n? 0 allem kann abſagen, und gleich 14 10 15 15990 1155 1 ey, agen, noch was fonſten 1* 10 ff ö aut mich ſtoͤßt. 1„Drum getroſt, nur 9 fei gewaget! Der mich 1515 hoͤhnt und plaget, wirds die Laͤnge keiben von der Sreudigkeit des Glaubens. 457 Teufels 9 5, Alle Welt mag mich Gl nicht, FEfus iſt es, der mich ſtaͤrcket, der es ſehet, der es mercket, der ſchon kommet zum Gericht. 7. Alsdenn kommt, ihr Laͤſter⸗Zungen, iſt es euch allhter n de ſo ver⸗ dammet mich denn auch: Ich ſteh als ein Held im Glaubeg, 11 ener Schnauben: achte ich fuͤr Dampf und Rauch. 8. Wenn ihr laͤſtert, will ich flehen, wenn ihr ſchel⸗ tet, will ich ſtehen vor des Allerboͤchſten Thron, und vor Ihm mein Hertz aus⸗ ſchütten, ob vielleicht ich koͤnnt verbitten euren ſonſt verdienten Lohn. 9. Ja, wenn gleich auf allen Seiten ſich 1 Krieg und Streiten doch noch feölich, unverzagt! wenn das Schiff beginnt zu krachen, eilt mein JE⸗ ſus aufzuwachen, nur im Glauben friſch gewagt 10 Wuͤtet auch der Hoͤllen Rachen, mich den Suͤnder, bloͤd zu machen, hleib ich. 3 e muth; Meines JE Su Blutes Cropfen dieſen Rachen ſtopfen, 45155 aus die Schwefels⸗ üth. 11. Sterben mir die An, verwandten, Eltern, Freun⸗ de und Bekaunten, bleibt die Freud doch unverſehrt; der ſie gab hat ſie genom⸗ men, darem ſey bey allen Froumen Gottes Name hochgeehrt. 12, Ich habs ja nicht a an dern wollen, und ſie Ie ſu goͤnnen ſollen, der 1 5 1 hoͤher 408 von der Sreudigkeit des Glaubens. hoͤher ſie geliebt: Er nahm ſie vom Welt⸗Getuͤmmel, und nun ihnen in dem Himmel das verborgne Manna giebt. 13. Muß ich um das Meine kommen, wird mir zeitlich Gut genommen, doch kein Sorgen mich ver⸗ zehrt: und wes ſag ich, um das Meine? GOT, dem hoͤchſten Gut, alleine, was ich habe, zugehoͤrt. 14. Deſſen dab ich mich a Er hat, was Er mir geliehen, wieder von mir weggethan, und die Laſt mir abgenommen, daß ich eher zu Ihm kom⸗ men, und gen Himmel ſteigen kann. 527. Mel. Hertzlich thut mich ꝛc. Ii Goc fuͤr mich, ſo mich! ſo oft ich ſing und trete gleich alles wider bete, weicht alles hinter ew'ge wahre Gut mir und meinem Lebe iſt nichts auf dieſer Erh was Chriſtus mir geg ben, das iſt der Leh werth. f 4. Mein JEſus iſt mein Ehre, mein Glantz und helles Licht, wenn Er nicht in mir waͤre, ſo duͤrſt und koͤnnt ich nicht vor Gottes Augen ſtehen, und vor den ſtrengen Sitz, ich mußte ſtracks vergehen, wie Wachs in Feuers⸗Hitz. 5. Mein JEſus hat ge, loͤſchet, was mit ſich bringt der Tod, der iſts, der mich rein waͤſchet, macht ſchnee⸗ weiß was iſt roth. In Ihm kann ich mich freuen, hab einen Helden⸗Muth, darf kein Gerichte schen 5 wie ſonſt ein Guͤnder 4 ſich; Hab ich das Haupt zum Freunde, und bin be liebt bey Ott, was kann mir thun der Feinde und Wlederſacher Rott. 3. Nun weiß und glaub ich veſte, ich ruͤhms auch ohne Scheu, daß Goc der Hoͤchſt' und Beſte, mit Fluͤgeln decket mein Heiland der mich liebt.. 7. Sein Geiſt wohnt mir im Hertzen, regieret mei nen Sinn, vertreibt mit Sorg und Schmertzen, nimmt allen Kummer hin, hilft mir das Abba ſchreyen aus aller meiner Kraft. iebt Segen und Gedeyen, em, was er in mir ſchafft; vnde dn beet 5 1 ein Hef diem Gele f i rog⸗ Put gott dem Haß 0 Iym siche e Er haß eh e neue Stabt, d Hetze ſhale gllubet get 10, Ot ff ne 1 Elbe Ak gelchtt; dan! fil und fee, hein Him n ich guch gach!h teh mit Shih gelt, mein Jen 0 1 N achten u ald. 4 I. Wet f bindet, 10 def dle Plagen, klch 0 0 A2. D . dg nahm mmel, dem zorgne immel tzlich C. ich, ſo s wider ng und hinter Haupt bin be 1 — 9 * f Meg Gh 16085 17 1 paßt Von der Freudigkeit des Glaubens. 459 1 20 a unausſprechlich ſind mir Chr war und meinem Munde, 1 5 Acott aber wohl bewußt, e e ider an des Hertzens⸗Grun⸗ fein ae de erſtehet ſeine Luſt. ene. Sein Geiſt ſprſcht ect meinem Geiste manch ſüͤſ⸗ 4 Ulſes Troßf⸗Wort zu, wie . Wüte G oOtt dem Huͤlfe leiſte, der 1 . ich ne dey Ihm ſuchet Ruh, und feen wie Er hab erbauet ein' 3 Sſedle neue Stadt, da Aug' b perich und Hertze ſchauet, was es A in da geglaͤubet het. 5 Mein) 10. Da iſt mein Theil t, wa und Erde mir praͤchtig zu⸗ od, da gericht't; wenn ich gleich wich fall und ſterbe, fallt doch wasn mein Himmel nicht. Muß ich ich auch gleich hier feuch⸗ Leiben ten mit Thraͤnen meine 1 kein i Zeit, mein JEſus und ſein 0 0 U. durchſuͤſſet alles 0 el Pact 11. Wer ſich mit dem beiden verbindet, den Satan inet men fleucht und haßt, der wird i m verfolgt und findet ein' har⸗ die fehl te ſchwere Laſt zu leiden und itz Ah zu tragen, gerath in Hohn „ Jucket, K und Spott, das Creutz und den alle Plagen, die ſind ſein li täglich Brodt. lb e, e. Das i mir nicht F Ebrldeg verborgen; Doch bin f Beſte, Vater len Faͤl⸗ Rechten Sturm vas mir wo ich Thriſtus as ma e, das bene unverzagt. Dich will ich 1 5 0 laſſen ſorgen, dem ich mich ein e zugeſagt: Es koſte Leib e und Leben, und alles was ina ich hab, an Dir will ich * 8 a e naten“ and nimmer % laſſen ab. eben 13. Die Welt die mas ile mn zerbrechen; Du ſtehſt mir und e ewiglich; kein Brennen, 1 Orte f Hauen, Stechen, ſoll tren⸗ Saane nen mich und dich; Lein 1 und kein Duͤr⸗ ſten, kein' Armuth, keine Pein, kein Zorn des grof⸗ ſen Fuͤrſten, ſoll mir ein' Hindrung ſeyn. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein“ ſ⸗ Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angſt, kein Hertzeleid; was man nur kann erdencken, es ſey klein oder groß, der keines foll mich lencken aus dei⸗ nem Arm und Schooß. 15. Mein Hertze geht in Springen, und kann nicht traurig ſeyn: iſt voller Freud und Singen, ſſeht lauter Sonneuſchein: Die Sonne die mir lachet, iſt mein HErr IEſus Chriſt; das, was mich ſingend machet, iſt, was im Him⸗ mel iſt. 528. M. IEeſus meine Zuverſicht. Me fuͤr mich gegeben: ſo er⸗ fordert meine Pflicht, als eln Glied an Ihm zu kle⸗ ben: Er ia meines Lebens⸗ Licht. Meinen JEſum ch laß ich nicht. 2. IEſum laß ich nim⸗ mer nicht, weil ich ſoll auf Erden leben. Ihm hab ich voll Zuverſicht, was ich bin und hab ergeben: Alles iſt auf Ihn gericht. Meinen JEſum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Ge⸗ ſicht, Hoͤren, Schmecken, Fühlen, Weichen; Laß das letzte Tages Licht mich auf dieſer Welt erreichen, wenn der Lebens ⸗Faden 1 2 brich t⸗ inen JEſum laß ich 5 1 nicht, weil Er ſich 0 ich nicht. 4. Ich werd Ihn auch laſſen nicht, wenn ich nun dahis gelanget, wo vor ſeinem Angeſicht aller Frommen Glaube pran⸗ get mich erfreut ſein An⸗ geſſcht, meinen JEſum laß ich nicht. 13 5. Nicht nach Welt nach Himmel nicht meine Seele wuͤnſcht und boͤhnet; JE: Su ſucht ſie und ſein Licht, der mich hat mit Gott verſoͤhnet, der mich freyet vom Bericht, mei⸗ nen ISſum laß ich nicht. 6. I Sſum laß ich nicht von mer, geh ihn ewig an der Se ten; Chriſtus laͤßt mich fuͤr und fuͤr, zu dem Lebens ⸗Baͤchlein leiten, Selig, der mit mir ſo ſpricht: Meinen JEſum laß ich nicht. ſof mit Mutter, Haͤnden de 2 vonder 3. Mich Fann auch nia cee verlaſfen JEfus der then a 0 Mann: Wer ihn nur 100 65 net faſſen, des nimmer e glech U ſich an, erquicket eine Se ae hald abe, mit seinen Liebes- Gab 10 in Ohnmacht ihn zu lahg aus ſeiner Wunden Hoh, ergeben, du findeß in Ihn Ruh, Er macht dir ſiß das Leben, drum geh ge rade zu, ergreiſ ſein then res Blut, will dich di Satan ſchrecken, ſo wil er dich bedecken vor alle Feinde Wuth. 5. Mich kann auch nich verlaſſen des HERREJ werther Geiſt: ich uff die Suͤnde haſſen, uu de thun was Er mich heißt g 0 * So wir mich deſſen Gi . * 1 lch geſidt ., Troh her tit hem Dial kaun hte Matt Trotz dem 10 0 ten, und hier mit Hi mels Freuden erquſcke mel ig 5290. M. Von GOtt will ich nicht ꝛc. Nich kann Gott nicht A verlaſſen, mein Gott verlaͤßt mich nicht, wenn ich kein'n Troſt kann faſſen, iſt Er mein Zuverſicht. Daß Soc mich nicht verlaͤßt, das hab ich ort erfahren in meinen Kin⸗ der Jahren, drum halt ich an Ihm veſt 2. Er iſt voll Gnad und Stoaͤrcke, wer ſich auf Ihn verletzt, betrachtenden Wercke der ißt genug ge⸗ troͤſt! Denn ſeiner Gna⸗ den Licht erquicket unſreſn Hertzen in Aenaſten, Kaͤm⸗ pfen, Schmertzen, in veßer mein Gemüth. 4. 6. Er ſelbſt wird durch her nedeſ, ſein Leben, ertoͤdten mes ncht ageſ e nen Tod, und volle Kraſt ug ich h mir geben, zu dulden Lott t Schmach und Spott. un Kath, if fe allem, was ich thu, el un sch fie Er mich ſtets regteten nir doch de und endlich mit ſſh eben: way führen zur Freud und nit imnel 0 zur Ruh. fes aur Gez 530, Mel. HERR, 19100 l. nicht ſchicke z. 10 f 0 ch biswal, eg u buff Ihren cher als wen die Sel⸗ m ler meigg l, wenn 1 endlich doch gew die Er auégeſch er drum nicht auge 0 1 Heu, gend 0 4 5 7 1 13 5 ne Seele et; Je: der mich cbt, mei⸗ 127 ch nicht. ich nicht 1 ewig ah 5 iſtus läßt „ zu der in leiten 2 it mir e u JEſun 9 1 n GOt + cht ꝛc. Ott nich mein Gol cht, wen ann faſſen Zuverſich mich nie hab ich 9. einen K aſten, K 1 4 0 en, in ve 1 f eg Gl 010 n. 7 Belt nach Gal 3 * Von der§reudigkeit des Glaubens. 451 Nich kaun aeeiheltt ee ncht zu je n ſychlift Er del, deztgift. eee. Gleich wie en nicht bald geben, wornach nac itre ee hält G Dit und Zbel. u und wenn Er hner kan eben, n ſten, n E. Jeg, ep allergro und ſein lat, u ein: m hat mit im schuh terlich g c bedekgſ trotz 1 * * eh, da de Wut! Mache kann it e Trotz dem ſchweren Creu, ſſen du ber Gee Sünde M B 1 mes K wir; mg Mutter „und ha „ Ftelhan 1 ih 5 Er seh Lebel, Tod, in gebe, mach uu , Wal 0 mich J ende! ren fit gl N Ruh, Trotz der Welt und allen ö pfleg zu haſſen: Sie hab ihren Erden⸗Koth, und laß mir nur meinen Gott. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, ſag ich allem andern abe: legt man mich gleich in das 5 Herr, wenn ich dich nur der Friſf, der t doch wenns noͤthig Väter Kinder ſtreben: So Oct auch Maaß Er giebt wem Er will! Sei⸗ u ich mich getroͤ⸗ wenn die Noth am ßten: Er iſt gegen Kind mehr als vaͤ⸗ eſinnt. Trotz dem Teufel dem Drachen! Ich un ihre Macht verlachen: 3. zes Joch, Goc t, mein gter lebet noch. Trotz des bittern Todes Zaͤhnen: denen, die mir ſind ohn Urſach feind; Gos T im Himmel iſt mein Freund. 4. Laß die Welt nur im; mer neiden, will ſie mich nicht langer leiden; Ey, ſo frag ich nichts darnach: Gott iſt Richter meiner Sach. Will ſie mich gleich von ſich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben: wenn ich nur den Himmel krieg, hab alles zur Genug. 3. Ich will ihr gar ger; ne laſſen, was ich ſonſten Grab! gnug 531. M. Liebſter JRE 2 traurig machen! trau auf Go in allen Dingen, die dir zu dem Hertzen dringen. Seelen⸗Plagen, wenn dlch deinessuͤnden nagen: denn Gott ift in ſolchen Schwer⸗ tzen ein recht Pflaßer fuͤr die Hertzen⸗ 0 weiß dich iu bewahren; ſu du wirſt ꝛc. au auf 30 L in allen Sachen, die dich jetzo 2. Trau auf GO Te in 3. Trau auf Goc wenn Tod und Hoͤlle, wenn der Teufel iſt zur Stelle, und dir vom Verdammen ſaget; Gott iſt, der ihn alsbald jaget. 4. Trau auf God im boͤſen Gluͤcke, denn Gott iſt dir eine Brucke, drauf du ſicher Stand kann ha⸗ ben, wenn viel Ungluͤck um dich traben. F. Trau auf GOT T, wenn boͤſe Seuchen in dem Land herummer ſchlei⸗ chen, denn Er kann dich ſo bedecken, daß dich keine darf anſtecken. 6. Trau auf Gos T in Krlegs⸗Gefahren, denn Er Er kann machen daß die Feinde werden deine beſten Freunde. 7. Trau auf Gott in Hungers Nöthen, denn wird dich kein, Hunger toͤdten, waͤchſet gleich kein Korn auf Erden; denn wird Brod aus Steinen werden. ü 8. Trau auf GO bey a duͤrren Zeiten, denn Er 1 3 5 wird 462 Von der Freudigkeit des Glaubens. Von ber wird vom Himmel leiten ſeine Segens⸗Stroͤm und Quellen, die dein Hertz zufrieden ſtellen. 9. Trau auf Gott wenn Feuer⸗Flammen ſchlagen uͤber dich zuſammen, Got tes Engel ſchuͤtzt die From⸗ men, die in Feuers⸗Noth gekommen. 10. Trau auf GOT L wenns ſtuͤrmt und ſchneyet, wenn die Donner⸗Wolcke ſchreyet, wenn dich trift das boͤſe Wetter, denn Gott iſt allein dein Retter. 5 11. Trau auf Gott in allen Sachen, denn Er kann den Anſchlag machen, trau auf G0 Tt in allen Din⸗ gen, denn wirſt du ein Danck⸗Lied ſingen. 532. In eigener Mel. on Gos will ich nicht laſſen, denn Er laͤßt nicht von mir, fuͤhrt mich auf rechter Straſſen, da ich ſonſt irret ſehr: Er reicht mir ſeine Hand: den Abend als den Morgen, thut Er mich wohl verſor⸗ gan ö ſey, wo ich woll' im ſchen Hulde und Wohlthat all verkehrt: ſs findt ſich T gar balde ſein' Macht und Gnad bewaͤhrt, hilfet aus aller Noth, er⸗ rett't von Suͤnd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch waͤr der Tod. tig 3. Auf ihn will ich ver⸗ trauen in meiner ſchweren 2. Wenn ſich der Men⸗ Zeit, es wird mich nicht gereuen, er wendet allet Leid, Ihm ſey es heimge⸗ ſtellt; Mein Leib, mein Seel, mein Leben, ſey Got T dem Herrn erge⸗ ben, er machs, wies Ihm gefaͤllt. 4. Es thut Ihm nichts ge fallen, denn was mir nuͤtz lich iſt, er meynts gut mit uns allen, ſchenckt uns den HErren Chriſt, ja ſeinen lieben Sohn: durch Ihn er uns beſcheret, was Leib und Seel ernaͤhret: Lobt Ihn ins Himmels, Thron. 5. Lob Ihn mit Hertz und Munde, welch's Er uns beyde ſchenckt; das iſt ein' ſelge Stunde, darinn man ſein gedenckt, ſonſt ver⸗ dirbt alle Zeit, die wir zu⸗ bringen auf Erden; wir 8 ſollen ſelig werden, und leb'n in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stoltz und Pracht, wed'r Ehr noch Gut beſtehet, welch's vor 3 1 80 . fel, we ichs u fache a de e Ieh bol bi Ende, l cum kene/ dfthren fol 9, Dit if de Ale, det unt! fat, Hein eich die Fülle, Keul Hebad: 0 0 Falge Geiß in 1 0 N inmeß fig e a h 333. Mel heingherheſp num ſolt war groß geacht t! wir wer, dn den nach dem Tod tief in die Erd begraben, wenn wir geſchlafen haben, will uns erwecken Gott. 7. Die Seel bleibt unverlohren,* 7 in Abrams Schooß, der Leib wird neu gebohren von ie ee eilig rein und zart, ein Kind und Erb des Heg⸗ RE, daran muß unz nicht irren, des Teufels ly pa Art. 8. Darum ob ich ſchon dulde hie Wiberwiſe m und des Glaubens. 462 95 Hertz“, t wenn chlagen et nn Freuden voll! dieſelb ohn „Got From. 385 mach Noth f 55 OTT pneyet, H Aft dasſf es Sah heilge Geiſt im Glauben Bott i* 3 aan une reg * 5 ou u Ihn Er kann 8 10 1 n, trau 7 do qq n 533. Mel. Froͤlich ſoll en Din⸗ agu A mein Hertzeſpringen. du ein e mepd fen r eig Siu ein ch Wodem font ich mich ich doch Cbellum noch och Ehriſtum no 27 a h wer will mir den nehmen; ee Wer win mir den dimmel will ich W b rauben? den mir ſchon denn Er fu an Hottes Sohn beygelegt „ führt n im Gzzackend lag ich auf Straſſen,= brach 0 da ich kam ſeht: Er uh Nich nahm meinen ersten en de den enn ich 1 verſor S E. Wah 25 4A Erd als ein e e e Miene 3. E der Men Dee e Seel und Leben iſt nicht Wohltbaft lohn, 2750 Gott allein iſt es, findt e der gegeben: willErs wie⸗ Ade ſein= iel A der zu ſich kehren, nehm bewährt: u Sin Ers bin, ich will Ihn Noth, er 4 le U dennoch froͤlich ehren. ind un un e 4. Schickt Er mir ein detten un N, dun Creutz zu tragen, dringt nd wenn t bee Angſt und Pein; Mel. wie Er ſoll all mein Un⸗ gluͤck enden. F. Gott hat mich bey guten Tagen oft ergöͤtzt, ſolt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm iſt Oct, ünd ſchaͤrft mit Maaſſen ſein Gericht, kann mich nicht gantz und gar verlaſſen. 23 55 6. Satan, Welt und ihre Rotten koͤnnen mir nichts mehr hier thun, als meiner ſpotten. Laß ſie ſpotten, laß ſie lachen, Gott mein Heil, wird in Eil ſie zu ſchanden machen. 7. Unverzagt and ohne Grauen ſoll ein Chriſt, wo er iſt, ſtets ſich laſſen ſchauen: Wolt ihn auch der Tod aufreiben, ſoll der Muth dennoch gut und fein ſtille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht toͤdten, ſondern reißt unſern Geiſt aus viel tauſend Noͤthen, ſchleußt das Thor der bittern Lei⸗ den, und macht Bahn, da man kann, gebn zur Him⸗ mels⸗ Freuden.. 9, Allda will in ſuͤſſen Schaͤtzen ich mein Her auf den Schmertz ewigli ergoͤtzen. Hier iſt kein recht Gut zu finden, was die Welt in ſich haͤlt, muß in Huy verſchwinden. 10. Was ſind dieſe Le⸗ bens ⸗Guͤter! Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemuͤther. Dort, dort ſind die edlen Gaben, dg mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. II. HErr, mein Hirt, 1 5 gchickt d 2 i ic den Dun der es ſchickt, der würd e 1 e wenden. Er weiß wohl, Brunn aller Freuden, du 14 biſt 464 Von der Freudigk eit des Glaubens. biſt mein, ich bin dein, niemand kann uns ſcheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, in dem Tod gegeben. 1 12. Du biſt mein, weil ich dich faſſe, und dich nicht, * mein Licht aus dem Her⸗ Zen laſſe. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich lleblich werd umfangen. 534. In eigener Mel. f as God thut, das iſt wohl gethan: es bleibt gerecht ſein Wille, wie er fangt meine Sachen an, will ich ihn halten ſtille. Er iſt mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten, drum laß dich ihn nur walten. 2. Was Gott thut das iſt wohl gethan: Er wird mich nicht betruͤgen! Er führet mich auf rechter Bahn; ſo laß ich mich be⸗ Menn ſch betracht mein fündlichs Weſen, und; daß ich doch in Gnaden, bin, und wiederum in Gott geneſen, ſo freuet ſich Heiz gnügen, an ſeiner Huld und hab Geduld: Er wird mein Ungluͤck wenden, es ſteht in ſeinen Haͤnden. 3. Was Gott thut das iſt wohl gethan: Er wird mich wohl bedencken, Er, als ein Artzt und Wunder⸗ Mann, wird mir nicht Gift einſchencken fuͤr Ar tzeney: Gos iſt getreu, drum will ich auf Ihn, bauen, und ſeiner Zuͤ⸗ te trauen. 4. Was Gott thut das iſt wohl gethan: Er iſt mein Licht und Leben, der mir ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid, es komm die Zeit: da oͤffentlich en ſcheinet, wie treulich er ei meynet. 5. Was GOD thut das iſt wohl gethan: muß ich den Kelch gleich ſchmecken, der bitter iſt mach mei nem Wahn; laß ich mich doch nicht ſchrecken; weil doch zuletzt ich werd er⸗ goͤtzt mit ſuͤſſen Troſt im Hertzen, da weichen alle Schmertzen. 6. Was Gott thut dat iſt wohl gethan: dabey will ich verbleiben, es mag mich auf die rauhe Bahn, Noth, Tod und Elend treiben, ſo wird Gos e mich ganz vaͤterlich in ſeinen Amen halten, drum laß ich Ihn nur walten. 535. M. wer nur den lieben GOtt laßt. walten. Muth und Sinn, und verricht, ich laſſe meinen Ja 1 2. Vo nimmer wancken, der mich 9 Gnaden bin; daher Ihn Mund und Hertz vel nichts Boͤſes goͤnnen kann IEſum nicht. ich will J) fe und cle Herz hin ſpricht: Mein JEſus hats ſu will ich u. eliebet hat vorhin, und dem ichs eintzig hab i 0 daucken, daß ich jetzund i ſpricht: Ich laſſe meinen 4.90 onde I ſih, un get genen Jef 4 Er laßt ft ih i 1 hee In l ed es 0 Glauben Acht J. Der nich l 1 fmmt auf nch und dieſetz i Zeichen, Hara den Christen f ger bin Ian cht, ic JEſum nicht. ö 12 N d dg bertel dog 10 f Hama mich wo hnig 1 9 85 gkeit Mug ,ich w ned Leb, a wiil ihm halten, es geh mit Freu die 16 ich A iben e auf het vohlſ hal dn a nu en len. 53 Na. Weryy n Gol 1 2 da N doch iu bi un wicheun uch each p U Mee o e c wagen. Ami ge, ſp fun JN feu und Ei mirs weder geben, J. Ich laß ihn nicht, ich a ie drüber, wie es geh: ich laſ⸗ che n a drüber, wie ee geb: ich laſ 50 n ſe meinen IEſum walten, bey dem ich in Genaden ſteh, waß mlr auf ewig drum geſchicht, ich laſſe lich auch mein en IEſum nicht. 4. Er laͤßt mich nicht; ſolt ich ihn laſſen? o nein] mein IEſus bleibet mein, ich will Ihn immer ſtärcker faſſen, und ſchließ en in men Hertz hinein, im Glauben wird es zu gericht't, im Glauben laß ich IEſum nicht 5. Der Satan meynt mich zu erreichen, die Welt kommt auf mich zugerennt, und dieſes iſt ein rechtes Zeichen, daran man e; nen Chriſten kennt! Ich aber bin ihm hoch ver⸗ pflicht't, ich laſſe meinen JEſum nicht. 6. Man maa mich hier und da vertreiben, ich weiß ſchon einen ſichern Ort, da man mich wohl muß laſ⸗ ſen ble ben, das iſt mein IèEsus und ſein Wort; Mein alles iſt auf Ihn ge⸗ kicht't, ich laſſe meinen IeEſum nicht. 7. Kommis gleich mit mir gar bis ans Leben, weil von der Freudigk eit des Flaubens 467 nicht ve Ferbeu des hab ich ir ein gewiſſes Pfand, ſo mir ſein heillſam Wort ver⸗ ſvricht, ich laſſe meinen JE⸗ ſum nicht 9. Die Welt muß end⸗ vergehen mit aller ihrer Herrlichkeit, nichts ie, das eoig kann beßehen, als was uns IEſus hat bereit, wenn tnmel, Erd und les bricht, laß ich doch meinen IElum ncht 10, Schlaͤgt mich die Guͤnd ſchon oftmals nie⸗ der, daß mein Gew eſſen faſt verzagt, hilft IEſus doch uns ſtärckt mich wie⸗ dor, Er haͤlt, was Er mir zugeſagt: Drum, venn mich ſchon mein Hünd an⸗ ſicht, laß ich doch meinen JEſum nicht. 11. Der juͤngſte Tag kann nich nicht cchrecken, ich ring von Tod zum Leben ein, men Jus ill mich auferwecken, das ich bey ihm ſoll»wig ſeyn, an jenem groſſen Welt Ge⸗ richt, da laß ich meinen IEſum nicht. 12 Ich laß ihn nicht n jenem Leben, dort Ihm zur Seiten gehn, will ewig, ewig an Ihmkleben, ja die Welt nur Bosheit und nimmermehr von JE uͤbt, mein IEczus wird ſu gehn, da will ich ſehn en IeEſum nicht. 8. Der Tod ſoll uber im Sterben aſch den Angeſicht, und meinen JE⸗ meine gantze Seele liebt, ſum laß ich nicht ich leb und ſterb auf den Bericht, ich laſſe meinen 13. Da will ich Halle⸗ luja ſingen, und Amen in dem hoͤchten Ton: will Ruhm, Danck, ö is und Ehre bringe und ew ges mich nicht behalten Oberhand, U vor Gottes Thren, mein JeSus laßt mich * will wandein dort in ſei⸗ 15 nem ſem ce und menen Je⸗ ſum laſſen nicht. 536. Mel. Was mein Gott will ꝛc. Wer GO E vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden: wer ſich verlaͤßt auf IE ſum Ehriſt, dem muß der Him⸗ mel werden. Darum auf dich all Hoffnung ich gantz veſt und ſteif thu ſetzen. HErr JEſu Christ, mein Troſt Du bit in Todes⸗ Noth und Schmertzen. 2. Und wenns gleich waͤr dem Teufel ſehr und aller Welt iuwider; dennoch ſo biſt du, JEſu Chriſt, der ſte all ſchlaͤgt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinen Geiß und Gnaden, ſo kañ fuͤꝛwahr mir gantz und gar weder Tod noch Teufel ſchaden. 1᷑. Dein troͤſt ich mich Zantz ſtcherlich, denn du kanſt mirs wohl geben, was mir iſt Noth, du treuer Gott, in dieſ'm und jenem Leben. Gieb wahre Reu, mein Hertz erneu, errette Leib und Seele. Ach! hoͤre HErr, dis mein Be⸗ sehr, und laß mein Bitt nicht fehlen. 337. Mel. Auf! Chri⸗ ſten Menſch ꝛc. ohl dem, der ſich anf feinen Goes recht kindlich kann verlaſſen, den mag gleich Suͤnde, Holl, und Tod und alle Teufel baſſen; ſo bleibt er dennoch wohl vergnuͤgt, wenn er nur Gott zum Freunde kriegt. 0 455 Von der Freudigkeit des Glaubens. 2. Die boͤſe Welt mag immerhin mich hier und da befeinden; kann ſich nut mein Gemuͤth und Sinn mit meinem Goc be⸗ freunden, frag ich doch nichts nach ihrem Haß: iſt Gott mein Freund, wer thut mir was? 3. Und ob ich gleich dar⸗ uͤber oft viel Ungluͤck lei⸗ den muͤſſen; ſo hat Gott gleichwohl unverhofft mich wieder draus geriſſen: Da lernt ich erſt, daß Gott allein der Menſchen beſter Freund muß ſeyn. 4. Ja wenn gleich meiner Suͤnden Schuld ſich haͤuft in mir zuſammen, mich treibt die Angſt und 75 duld, und will gleich hier verdammen; ſo fuͤrcht ich doch dieſelbe nie, denn Gott, mein Freund, ver⸗ tilget ſie. f 5. Dahero Trotz der Hol len Heer! Trot auch des Todes Rachen: Trotz aller Welt! mich kañ nicht mehr ihr Pochen traurig machen. Gott iſt mein Freund, mein Schutz und Rath, wohl dem, der Gott zum Freunde hat. 538. M. Wer nur den Ja ch bins gewiß mi J nichts ſcheiden von meinem Heil, von meinem Goc, was frag ich nach Welt, Ereutz und Leiden! Was acht ich Noth, Tod, Hohn und Spott? Mit bleibt gewiß, was Goc verſpricht, ich weiß, meln JEſus läßt mich nicht. Von Mein tte Hetze, weh 1 0 ſch chte 0 twah 1 I treue, J wählt. 2. iat he denke, daß ich bin gut ze 5 L. get mit Schn Jeſus ist hi 10 hab. 0 Wich gl reitde n ahn. Von der Begierde zu GOtt. 467 Von den Fruͤchten des Heils. g J. Von der Liebe und Begierde zu GO E ar ſo Freu ß em hut 7 ahn lernt Fuß, alleſt ine 0 treit 4 öh duld u ff gh fiſverd nz f doch a he e, GO en Freu tilg K. 5 e den len g Tit Tol chen; du 9 e ihr agen traut Ge it nan e me pchuh und Iwo A dere Ir hat. m. U ht 30 u 5 mein Braͤutigam. N 1 ch! laß dich jetzt finden, komm Je⸗ ſul komm fort, mein Herze will binden dein Hertze, mein Hort! Nach IEſu ich ſchreye, den hab ich erwaͤhlt, mein IEſus iß treue, Ihm bin ſch ver, ich maͤhlt. 2. Trotz dem, der nicht dencket, daß ſeine ich ſey, ich bin nun verſchencket, es d blelbet dabey, nichts brin⸗ get mir Schmertzen, weil IEſus iſt hier, der traͤgt mich im Het Ihm danck ich dafür. 3. O! weichet ihr Fein⸗ de! mein JEſus iſt mein, Ihn hab ich zum Freunde, ein bin ich allein, ich bleibe ſein eigen, Er hat mich er⸗ kaufft, ſein Blut wird er zei⸗ geb, damit ich getaufft 4. Auch kann ich ermeſ ſen, daß JEſus mich liebt, weil er mir zu eſſen ſich ſelbſten dargiebt; ſo geb ich nun wieder, was JEſu ge⸗ hoͤrt, Leib, Seele und Glie der Ihn nochmals verehrt 3. Ja, 1a, ich bin ſeine, wir beyde ſind eins, ich bin nicht mehr meine, uns ſchei⸗ det nun keins, bleib gleich ich auf Erden, ſo lange er will, ſo hab ich den Wer then, den halte ich ſtill. tt. 6. Ihm kann mich nichts rauben, der Staͤrckſte der ſiegt, an den will ich glau⸗ ben, am Hertzen mir liegt, im Schlafen und Wachen iſt IEſus mir nah: Ey! ſolt ich nicht lachen, daß IEſus ſteht da. 7. An Jen ich klebe, in JEſu ich ruh, in JEſu lebe und ſterbe dazu. AE ich klebe, in JES ich ruh, in 86 ich lebe und ſterbe 539. Mel. Schwinge dich mein ꝛc. Iſch! mein God, wie lieblich iſt deige Woh⸗ nung, da Du biſt; Zions⸗ Burg, da man nichts hoͤ⸗ ret, als des werthen Braͤut⸗ ams Ruhm, womit ſeine raut ihn ehret in dem ſtillen Heiligthum. 2. Ach! wie ſehn ich mich dahin, daß ich vor Verlan⸗ gen bin faſt vergangen: Moͤcht ich koͤnnen vor ſein heilges Angeſicht treten, und in Liebe brennen bey dem ſuͤſſen Gnaden⸗Licht, 3. Welches Voͤglein iſt doch wohl, wenn es Junge hecken ſoll, das nicht bald ein Neſt ſich mache, oder baue irgend an, unter ei⸗ nem ſichern Dache, da es ſich erauicken kann. 6 4. War⸗ 4. Warum olt ich, lieb⸗ ſter nicht, dein holdſelig Angeſicht zu erblicken auck verlangen: Wo vor dei⸗ nem Altar ich wahre Ruhe kann empfangen, und mich laden e glich. 5. Wohl den Menſchen, die bey dir ſich befinden fuͤr und ar, die ſind nur al; lein bemuͤhet, dich zu loben immerdar, weil ihr Hertz vor Liebe gluͤhet bey der auser wöhlten Schaor. 6. Doch auch wohl dem, der von dir Kraft empfaͤ⸗ het fuͤr und fur, nichtet ſein Hertz auf die Wege, die zu deinem Tempel ehn, und iſt uicht im aufen traͤge, da er muß viel Creutz usſtehn. 7. Deyn die durch dis Thraͤnen⸗Thel gehen nach dem Freuden⸗Sgal, ma⸗ chen ſolches ſelbſt:ur Quel⸗ le, die zur Freude dienen muß, und der Regen, der ſo helle ch ergießt bringt Ueberfluß. 8. Denn das Creutz, das hier ein Chriſt, der nach God begierig iſt, aut ſich nimmet, wird ſo ſuſſe daß es Freud und Leben giebt; Darzu kommen Gnaden Fluͤſſe von dem Geiſte, der ſie liebt. 9. Da gehn ſie aus Kraft in Kraft, bis daß ihre Wanderſchaft ſie be⸗ ſchlieſſen und gelangen vor des Höchſten Angeſicht, da ſie vor ihm koͤſtlie pran gen, angethan mit lauter Licht. s 10. Nun, mein Gott 468 Von der Begier de zu Gott. ——— baoth, neige dich auch zu meinem armen Flehen, ———— geſicht. Tag! Ich tguſend andre will lieber dahin trachten, dat ich drinnen huͤten mag. 12. Denn Du HERR biſt Sonn und Schild geln laſſen. Hegg Goc Zebaoth, der Noth. 540. M. Ach! wenn kommt 2. 2 meiner Seelen ⸗Zier, Jes erhoͤre mich, God Ze⸗ ach!, mein Schild, ver, ſchmaͤh mich nicht! Gieb, 0 daß ich auch moge ſehen bald dein freundlich An⸗ 11. Denn auch einen Tag allein in dem Haue Gottes ſeyn, will ich noch viel hoher achten, als viel 1 der du deinen Kindern wilt niemals etwas mau Wohl dem, der dich kann im Glaaben „ und dir trauen in ch! mein IEſu, fleuchſt du noch? JEſu komm ach! komme doch, komm, b Sonene N 7. Nu! beg e ſtelletei/ I aß i ich ihm ſu, ko m, ich warte hier. 3. D ine Lieb erguicket ſſe mich, wenn ich, Ice ſchaue dich, ach! kom mme nes Lebens Licht, Jeu kemm verzen ch doch nicht. 3. Dein beliebter Res ben Sat, und des Bal, dul) N ſams ſtarck Kraft macht, täten z. daß ich ſchrey für und Erle fuͤr; IéEeu, bleib, ach! J. Acht! bleib doch her.„ dbuue liege 4. Zeuch wich nur ich fee folge nach in dein heilig mem den Schlaf Ge mach„wo mi iz picht fun Luſt 75 70 10 bah um, ach! ſaͤume nia ß. 0 ſaͤum, ach f. Schi 15 ewe an al imfgeu. Jlt uß He odd dis fa ind din dasſm u Seel nachfſu. m,, von der Begierde zu G Ott. I. Schwärtzt mich gleichſiör Land ſep mir gantz un⸗ der Sonnen Schein, muß bewußt dinfort, damit gur ich ſchwartz und haͤß lich mein Verlangen zu Dir ſeyn, dennoch acht ich die⸗ ſes nicht, IeEſus iſt mein helles Licht.* 6. Sage an, wo weldeſt Du? Wo iſt deine Mit⸗ tags Ruh? Gebſt du weg, ſo weiß ich nicht, JESu, was vor Angſt geſchicht. geh 4 7. Nun will ich nicht ruhig ſeyn, bis ſich JEſus ellet ein, wohl! Er kommt ich laß ihn nicht, ewig bleib ich ihm verpflicht. 541 Mel. Wo iſt der Schoͤnſte, den ꝛc. ch! moͤcht ich meinen IEſum ſehen, der mei⸗ ne Seel ſo hertzlich liebt, ob ich ihn gleich ſo oft be⸗ trübt! Ach! moͤcht ich aus mich ſelber gehen zu dem der mich ſo kraͤftig zlehet von dieſer Welt zu ſich hin⸗ auf, bey der ich mich ſo ſehr bemuͤhet in meinem gantzen Lebens Lauf. 2. Ach! möcht ich doch die Fuͤſſe kuͤſſen, und prei⸗ ſen ſeine Nägelmahl, die Muͤh und Schmertzen ohne Zahl die er fuͤr mich er⸗ dulden muͤſſen! Ach moͤcht ich mich doch niederſetzen zu ſeinen Füſſen in Ge⸗ duld, und ſie mit Liebes Thraͤnen netzen, dieweil Er tilget meine Schuld. 21. Ach! laß mich mit Jo⸗ hanne liegen an deiner ſüs⸗ ſen Lisbes Bruſt, und'reib aus mir den Suͤnden⸗Wuſt! las nicht die Welt mich mehr betrugen, der ich ſo lang bin nachsegangen, u] meine Luſt. ich muß noch was groͤſſers bitten: Zieh mich mein JEſu! gantz in dich und komm du ſelber auch in mich, laß mich nur bloß nach deinen Sitten und heil'gen Willen einherge⸗ icht hen, ja ruf uno treib mich ſtets zu dir, und laß mich nicht zurücke ſehen, mein Heiland ſo genüget mir. F. Ich will hinfort nun alles ſaſſen, und folgen dir nur blindlings nach, auch achten gantz keinungemach. Ich will nun recht mein Le⸗ den haſſen, damit ich moge zu dir kommen. Mach mich nur veſt durch deine Gnad, und fuͤhre mich zu deinen Frommen! gieb ſelbſt zu allem Rath und That. 9 542. Mel. Liebſter Braͤut gam 7. Ach! wenn kommt die Zeit heran, daß ich moge ſchauen an meinen ltebſten JEſum Chriſt, der Lieb und Leben iſt. 2. Ach! wo bleibſt du doch mein Licht! komm doch fort und faͤum dich nicht. Komm doch! weil mit grof⸗ ſem Schmertz auf dich wart't mein kranckes Hertz. 3. Kom mit du nicht jetzt alſobald, meines Lebens⸗ Aufenthalt, ſo vergeht vor Liebs⸗Begier mein betruͤb⸗ ter Geſſt in mir. 1 4. Allzeit weiſt Du, deß ich mich nicht erhalten kann ohn Dich, w 8 lieb Pein, theurſter IEſu] was 47 Von der Begierde zu Gott. liebſter JEſu Chriſt! mei⸗ nes Lebens Leben biſt. 5. Drum, ſo komm doch ſelbſt zu mir, und erfreue mich mit Dir, ſchlietz mich in die Arme ein, die fuͤr mich verwundet ſeyn. f 6. Reich mir deinen ſuͤſ⸗ ſen Mund, thu mir deine Liebe kund, druck mich an die zarte Brust, die mir ewig ſchaffet Luft. 7. Alſo werd ich dort und hier froͤlich ſingen fuͤr und für, daß du liebſter Icſu Chriſt, meines Lebens Le- ben biſt. 543. Mel. JEſu mei⸗ nes Hertzens ꝛc. ch! wenn werd ich ſchauen dich, liebſter IEſu? Wenn wirft du um⸗ fangen mich, liebſter JEſuf mein Hertz nach dir ſehnet ſich! liebſter JEſu] Iæſu, liebſter Jeu! 2. Schmertzlich ich nach dir verlang, ſchoͤnſterJEſul meiner Seelen iſt ſehr bang! ſchoͤ ſſchoͤnſter IEſu! ach! wo bleibeſt du ſo lang? ſchoͤn⸗ ſter JEſu! JEſu, ſchoͤnſter Jeſu! 3. Alles iſt nur Angſt und nicht himmliſch, was nicht dein, theurſter JEſu! ich bin dein, und du biſt mein, theurſter JSSu! JESu, theurſter ISſu! 4. Deine ſuͤſſe Lieblich⸗ keit, ſuͤſſer JEſu! mich er⸗ freut in Traurigkeit, ſuͤſſer IEſu] und verſuͤſſet alles 5. Komm, o angenehmer Gaſt! treuſter JE Su, nimm von mir die Suͤnden⸗ Laſt, treuſter JEſu: Du biſt meine Ruh und Raſt, treuſter JEſu, IEſu, treu⸗ ſter JIEſu! 6. JEſu Lieb! erſcheine mir, werther IEſu, meine Seele duͤrſt't nach dir, wer⸗ ther JEſu, deiner wart ich fuͤr und fur, werther Jen! JEſu werther IEſu! 544. In eigener Mel. Ach ziehe mich, ach! ziehe mich, mein JE⸗ ſu! gantz in dich: Denn mein Hertze muß zerflleſſen, und mein Geiſt muß gantz aus mir, ob der groſſen Liebs⸗Begler, die er hat, dich zu genieſſen. mich zu dir hin mit Leib, Geiſt, Muth und Sinn, oder komm in meine See⸗ le, geh durch dieſen offnen Mund, heil mich, daß ich werd geſund, edle Salbe, ſuͤſſes Dele! 3. Wie wuͤnſch ich dich, mein Himmels⸗Prodt! verborgner Menſch und Gott Selig iſt der da kann haben deiner ſtarcken Gott⸗ heit Kraft und ſein Hertze mit dem Saft deiner ſuͤſſen Menſchheit laben. 4. O] gieb dich mir und zießze mich, mein JESu, gantz in dich! laß mich Dich in dir genieſſen, denn ich kann in Ewigkeit ſonſt von keiner Luſt und Freud, als von Dir, mein Manna/ Leid; fſuͤſſer JEſn] JEſu Nie lwiſſen. 545. N 2. Ach! zeuch, ach zeuch vo Alercch 05 N 5 e Paradeis, fa 100 Jugend auff Jen! Van 6 dich kü, Munds e 3. Es i ich zu dit nit det 1 J. Mel. F 5. Ki e Bag!„ e de 0 oiſt me 0 treuſtet ſter J 9 mir, f 1 ich ö ummo e ſu! ce n dh den a 0 4 tr Jed N e e ed 6. ö um 3 74% K eng, Az Je n, h ich, ang 07 70 mein ag mu unden zeig 10 aus 1 b der g Liebs Suer, de ö * 1 5 18 ht Il, U, * dich lesen, 2. O leuch, ic mich t h „Geif 8 Jath unh e oder ain ü le, ch del Mu el mid verb et N Gd F relgibeh dab 4 wer ür hein w t und fa mit. 1 Me Peit ah i 4 2 gieb dc h zie mr h, ne de n J e alt el n a Von der Begi erde zu GOtt. 471 545. In eigener Mel. UAllerſchoͤnſter, den ich weiß, du meiner Au⸗ gen Paradeis, du Suͤſſer dem ich mit Verlangen von Jugend auf bin nachgegan⸗ en! Vergoͤnne mir, daß ch dich kuͤſſe, und deines Munds einmal genieſſe. 2. Es iſt zwar viel, daß ich zu dir mich nahen darf mit der Begier: Du aber haſt mir ſelbſt mein Leben! iu dieſer Kuͤhnheit Urſach geben, weil du in meiner Menſchheit Orden mein naͤchſter Freund und Bru⸗ der worden. „Ich dancke dir wohl, daß du mich haſt angeblickt ſo gnaͤdiglich, und nach der Huld bey deinen Fuͤſſen die heilgen Haͤnde laſſen kuͤſſen: wirſt du mich aber nicht er⸗ heben zum Mund, ſo haſt du nichts gegeben. 4. Dein Mund, o JEſu! ſoll allein das Ende meiner Liebe ſeyn! und ob ſich zwar die Seraphinen Ihn zu beruͤhren nicht erkuͤh⸗ nen: Schaͤtz ich mich doch dazu gebohren, weil du mich haſt zur Braut erkoh⸗ ren. a 5. So laß mich denn nach dieſem Bund erreichen dei⸗ nen Roſen⸗Mund; erhebe mich, daß ich ihn kuͤſſe, und ſelnes Honig ſeims genieſſel damit ichende mein Perlan⸗ gen, das mich von Jugend hat gefangen. 546. Mel. Auf! Chri⸗ ſten⸗ Menſch ꝛc. Ju gruͤner Zweig, du D edler Reis, du Honig- reiche Bluͤthe! du aufge⸗ thanes Paradeis! gewaͤhr mir eine Bitte! laß meine Seel ein Bienelein auf dei⸗ nen Roſen⸗Wunden ſeyn. „ 2. Ich ſehne mich naß ihren Saft, ich ſuche ſie mit Schmertzen. Weil ſie ertheilen Starck und Kraft dem abgematt'temHertzen. Drum laß mich doch ein Bienelein auf deinen ꝛe. 3. Ihr uͤbertreflicher Ge⸗ ruch iſt ein Geruch zum Le⸗ ben; vertreibt den Gift verjagt den Fluch, und macht den Geiſt erheben: Drum laß mich wie ein Bie⸗ nelein, auf deinen ꝛc. 4. Ich nahe mich mit Hertz und Mund, ſie tau⸗ ſendmal zu kuͤſſen: Laß mich zu jeder Zeit und Stund den Honig⸗Saft genieſſen: Laß mich doch wie ein ze. 5. Ach! ach! wie ſuͤß iſt dieſer Thau, wie lieblich meiner Seele! Wie gut iſts, ſeyn auf ſolcher Au, und ſolcher Blumen ⸗Hoͤh⸗ le! laß mich ſtets wie ein Bienelein e. 6. Nimm mein Gemuͤthe, Geiſt und Sinn, Leib, Seel und was ich habe: Nimm alles gaͤntzlich von mir hin, gleb mir nur dieſe Gabe: Daß ich mag ſtets ein Bie⸗ nelein, HErr Chriſt, auf deinen Wunden ſeyn. 547. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. u D ſtes Gut, an welchem klebt mein Hertz und Muth ich dür 9 /g ach unbegreiflich hoch?! 4 Von der Begierde zu Gott. nach dir, ach! hilf, ach! lauf, ach! komm zu mir. 2. Ich bin ein Hirſch, der durſtig iſt, von großer Hitz: Du JEſu! biſt für dleſen Hirſch, ein Seelen⸗ Tranck, erquicke mich denn ich bin kranck. 3. Ich ſchreye zu dir ohne Stimm; ich ſeuftze nur: o HErr!lvbernimm, veruimm es doch, du Gnaden, Qaell! und labe meine duͤrre Seel 4. Ein friſches Waſſer fehlet mir, HErr JEſu! ieuch, zeuch mich nach dir, nach dir ein groſſer Durg mich treibt, ach! waͤr ich dir nur einverleibt. FJ. Wo biſt du denn o Braͤutigam? wo weideſt du o Gottes Lamm? an welchem Bruͤnnlein ruheſ du; ich duͤrſte: laß mich auch dan. 6. Ich kann nicht mehr, ich bin zu ſchwach, ich ſchreye, duͤrſt' und ruf dir nach: der Hirſch muß bald gekuͤhlet ſeyn, du biſt ja ſein, und er iſt dein. f 548. M. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. leuch, mein Geliebter! auf die Hoͤhe: Fleuch immerhin und warte nicht: Fleuch, gleichſam wie ein junges Rehe, das von der Ebne ſich entbricht: Je mehr du fleuchſt und laͤuff von mir, je ſtaͤrcker zeuchſt du mich nach dir. 2. Mein Hertz iſt an dein Hertz gebunden mit beiner ewgen Liebe Band: Drum wird von ihme bald em⸗ hingewendt: Fleuch t mer, Fleuch, es iſt dein mich nach dir ziehn. 3. Feuch uͤber all⸗Berg und Huͤgel, fleuch in die lehne dir des Adlers Flügel, fleuch mit des Winds Ge⸗ ſchwindigkeit: Fleuch auſ⸗ ſer aller Creatur, ich fehl uicht deiner holden Spur. 4. Ich hoff, es wind mir noch gelingen, daß du mich uͤber Ort und Zeit mit dei, nem Ziehn zur Ruh wirſt bringen, und in dem Schvoß der Ewigkeit! drum fleuch nur fort, ich folge dir, ſobald du fleuchſt und lauft von mir. 540. Mel. Mein Her⸗ tzens ItEſu, meine ꝛc. Hour Lob? ein Schritt zur Ewigkeit, itt aber⸗ mahls vollendet, zu dir im Fortgang dieſer Zeit mein Hertz ſich ſehnlich wendet. O Quell, daraus mein be⸗ ben fleußt, und alle Gnade ſich ergeußt in meine Seel lum Leben. 2. Ich zaͤhle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzulange, bis es er⸗ ſcheine, daß ich gar, oreben! dich umpfange, damit was ſterblich iſt in mir, ver⸗ ſchlungen werde gantz in dir und ich unſterblich werde. 3. Vomzeuer deinereiebe gluͤht mein Hertz, das ſich entzuͤndet, wos in mir i, und mein Gemuͤth ſich ſo mit dir verbindet, baß du pfunden, wo ſich das deine in mir, und ich in dir,* Fliehn nichts anders, als Wuͤſte weit und breit: Ent ⸗ . ruft und ſcht komm hi, komme. Et a lt win d rr alle At, uicht d tet 4.J 9 171 uber dem dd fur Naht brei t ee e r Ey Scho f fel t ga und Le don n. 540. IN. Mah tzen eiu, nenn cab ett 8 J wigkeh mah e N lendet, u For dog dieſer n a0 Het I ſehnſd u O1— daraus 1 ben N ſch at nt , 1 0d Zet folge bab 1 Mabllet Von der Begierde zu Gtt. 473 ich doch immer noch allhierfder Tag,(die Nacht)(die will nber in dich dringen. 4. O! daß du ſelber kaͤ⸗ meſt bald, ich zaͤhl die Au⸗ genblicke; ach! komm, eh mir das Hertz erkalt, und ſich zum Sterben ſchicke: komm doch in deiner Herrlichkeit! ſchau deine Braut hat ſich bereit t, die Lenden ſind umgürtet. 5. Und weil das Oel des Geiſtes ja in wir iſt aus. gegoſſen, du mir auch ſelbß von innen nah, und ich in dir zerfloſſen; ſo leuchtet mir des Lebens Licht und meine Lamp iſt zugerichtt, dich froͤlich zu empfangen. 6. Komm! iſt die Stim⸗ me deiner Braut, komm, rufet deine Fromme: ſie ruft und ſchreyet uͤberlaut: komm bald, ach! IEſu! komme. So komme denn, A! mein Braͤutigam, dukenneſt] f mich,»Gsttes Lamm! daß ich dir bin vertrauet. 7. Doch ſey dir gantz an⸗ Stund J geendet, und alſo auch von dieſer Zeit ein Schritt nochmals vollen⸗ det, und ſchreite hurtig weiter ſort bis ich gelange an die Pfort Jeruſalems dort oben. 1 8 19 Wenn auch die Haͤn⸗ de laͤßig ſind, und meine Knie wancken; ſo biet mir deine Hand geſchwind in meines Glaubens Schran⸗ cken, damit durch deine Kraft mein Hertz ſich ſtaͤr⸗ cke, und ich Himmelwaͤrts ohn Unterlaß aufſteige. 11. Geh, Seele! friſch im Glauben dran, und ſey nur laß dich heim gestellt, die rechte Zeit Liebe biſt, mich gaͤntzlich und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefaͤllt, daß ich mit Hertz und Munde dich kommen heiſſe und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 8. Ich bin vergnuͤgt daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frey vor jedermann dich darf den Braͤut'gam nen⸗ nen, und du, e theurer Le⸗ bens⸗Fürſt, dich dort mit mir vermaͤhlen wirſt, und mir dein Erbe ſchencken. ka 9. Drum preis ich dich aus Danckbarkeit, daß ſich 550. M. Wer nur den lieben Gꝰtt c. H ERR, wenn ich dich 2 nur werde haben, mein beſtes Thefl zu jeder Zeit, ſo wird ſich Leib und Geele laben hier zeitlich und in n Was geht die Welt uns Ehriſten an? ge⸗ ung, wer dich, Gott haben nn. 2. Wie ſchoͤn und hoch haſt du gebauet der Ster⸗ nen PPP—— E e 25 r—.——— 1— r 8 5— e— . —— —— E n— Ech habe funden, den 44 Von der Begierde zu Gott. nen reiche Him̃els⸗Stadt, daß ſie der Menſch mit Luſt anſchauet, die ſo viel Glantz und Klarheſt hat. Was geht mich Sternen⸗Klar⸗ heit an? genug, wer dich, Gott haben kann. 3. Wle reich iſt doch von Gold und Schaͤtzen der Er⸗ den groſſes Wunder,⸗Feld! Wie weiß ſich mancher zu ergoͤtzen an Reichthum Eh⸗ re, Gut und Geld? Was b geht mich aller Reichthum an? genug, wer dich, Gott, haben kann. 4. Kann auch ein veſtrer Bund im Leben, als zwi⸗ ſchen Leib und Seele ſeyn? Wenn die ſich von einander geben, alsbald Verſchmach⸗ tung faͤllet ein. Was geht mich dieſes Leben an? ge⸗ Freund und Braͤutigam, den treuen Hirten und das Lamm, daher ich mich nicht mehr betrübe! Ich ſey auf Wleſen oder Matten, ſo hab ich ihn doch allzeit, und werde unter ſeinem Schatten mit Liebes⸗Aep⸗ feln hoch erfreut. 2. Bey ſchoͤnen Tulpen und Nareiſſen ſpuͤr ich das zarte Lilien⸗Kind: daß ſich ey Ro ſen gerne ſindt, und mich der Lieb' da laßt genieſſen. Die Tuberoſen und Jeſminen, die Blu⸗ men Arten mannigfalt, die muͤſſen mir zur Freude dienen, weil ich mich iu dem ſchoͤnſten halt. 3. Ihr kühlen Brunnen und ihr Queen! ihr auch, ihr klaren Baͤchelein! ſollt nug, wer dich Gott, ha⸗ ben kann. i f 5. Du Gott, ja, du biſt mein alleine, mein's Her⸗ tzeus Troſt und beſte Freud, des Him̃els Glantz weicht deinem Scheine, die Welt⸗ Luſt aller Herrlichkeit. Was geht die Welt uns Chriſten an? genug, wer dich, Gott, haben kann. 6. Drum hilf, daß ich an dich gedencke in meinem Le⸗ ben allezeit, und mein Ge⸗ müuͤth zum Himmel lencke, entrückt der eiteln Eitel⸗ keit. Was geht die Welt uns Chriſten an? genug, wer dich, Gott, haben kann. 551. M. O Taͤubchen, fleuch. daß ich mich halt in allen Faͤllen, zu dem, der allen Durſt mir ſtillet, und reich⸗ lich ſich in mir ergeußt, zum Lebens ⸗ Brunn, der in mir quillet, und in das ewge Leben fleußt. 4. Ich ſuch auch nicht, o ihr Gefieder! bey euch den treuen Pelican, der große Arbeit hat gethan, daß Er mir braͤcht das Leben wie, der. Ich ſage euch, daß ich Ihn habe, und mich an ſeiner offnen Seit in uͤber⸗ großer Freude labe, die ſeine Liebe hat bereit. 5. Ach! jaz ich habe meine Sonne, den vollen Mond das Firmament, den rech⸗ ten Anfang und das End, den, der mein Jubel, meine Wonne, mein wahres Licht ich liebe, den liebten in Leben, mein und auch mein„ Ain heute meine Zeugen ſeyn, Voß! ene Jun berd ch hen ſchwebet/ nem Trage 0 fun ste Saauben met am, das fle 10 00 gur licht fi 15 1 ö 18 gehen, Füunte deva Glaube laßt ſchehen, Ind Ek belt 552. Mes. ſten Ich lauf h tem Ach und mit Se dich gantz l lebſer S. el. Deih erweckt in m ſu, enge llt 1. Die 1 meinen Git Iten rc ſch doch f 3 rde z Au htt. Freund Vic amm, Schat⸗ t fi N feln K 1 2.40 ihr k ung Bic daß c ich ae Fall n den, 1 Da n nile ahn lich 5 in m ag t zum g, Ju inn Hillet, 0 ewe z zen felt, 4. uch aut ihr Ger ah tret Nellen, Arlt geh den E ſagtelch „ Ih e, U 10 bei en Et itſgr 2 teabe i „ ſei! ebe hatt n ih S cr den fle da namel 0 te ang uch l, dt S meig dl 9 7 iin nu de⸗ Deni Glauben meinen Braͤuti⸗ Ami dt das Un ren Schaͤtzen; Denn dein Von der Begierde zu Gott. 45* Himmel iſt und Paradeis: drum werd ich ſtets inFreu⸗ den ſchweben, weil ich von keinem Trauren welß. 6. Wohl mir! ich kann nun ſtets umfaſſen im gam, das allerliebſte GOt, tes⸗Lamm, Er kann mich nun nicht mehr verlaſſen: denn wohin ſolt wohl IE⸗ ſus gehen, da ich nicht koͤnnte bey Ihm ſeyn? Der Glaube laͤßt es nicht ge⸗ ſchehen, ich bleibe ſein, und Er bleibt mein. 552. Mel. Auf! Chri⸗ ſten/ Menſch ꝛc. ch lauf dir nach mit ſte⸗ 1 tem Ach! mit Geufken und mit Sehnen, ich ſuche dich gantz inniglich, meinſb liebſter Schatz! mit Thraͤ⸗ nen. Denn dein Geruch erweckt in mir, HErr JE⸗ ſu, ewge Liebs⸗Begier. 2. Die Welt iſt hin aus meinen Sinn mit allem ihren Prangen: Wie ſolt ch doch nur etwas noch, was zeitlich iſt verlangen? Denn dein Geruch ꝛc. 3. Des Fleiſches Luſt duͤnckt mir nur Wuſt, und kann mich nicht ergoͤtzen: Mir ſtinckt die Erd, und iſt unwerth mit allen ih⸗ Geruch erweckt ꝛc. 4. Allein nach dir ſteht mein Begier, nach dir brennt Leib und Seele, dir ſoll allein ſtets offen ſeyn mein's armen Hertzens Hohle: Denn dein Geruch 5573. In eigener Mel. Tcch ſuche dich in dieſer 95 Ferne mein Aufent⸗ halt, mein Licht und Ster⸗ ne! dein Pilgrim bin ich noch auf Erd: Ach! wie ſo bald, ach! wie ſs gerne waͤr ich in dich gar eingekehrt. 2. Komm, guͤrte mir die traͤgensenden, laß ſich mein Hertz dir gantz zuwenden, und halte meinen Sinn in dir. Wenn wird ſich doch die Unruh enden, daß ich dich kraͤftig fuͤhl in mir? 3. Ach! faſſe die zerſtreu⸗ ten Sinnen, und nahe dich mir ſelbſt von innen, daß mich nicht jede Regung ſtoͤhrt; zeuch mich im Grun⸗ de ſtets von hinnen, daß 9 Fleiſch nicht mehr E r. 4. Du, meine Luſt! biſt ſo behende, und m ein Verlangen hat kein Ende, ſo kommſt du einmal ſchnell vorbey: Eh ich die Sinnen dir nachwende, iſt mein Gemuͤth ſchon mauncherley. 5. Ach! heitre doch von ſo viel Duͤnſten die Seele, die dich den Gewuͤnſchten, im Hertzen ſtets zu finden ſucht, daß ich moͤg wachen und zum mindſten dich noch erreich in dieſer Flucht. 6. Weil noch ſo unſtaͤt die Gedancken, ſo bind das Hertz in ſolchem Wan⸗ cken an dich, du Hoffnung ſelger Fahrt, erhalte mich in Glaubens- Schrancken, bis ſich dein Licht einſt of⸗ fenbahrt. erweckt in mir, HErr JE⸗ ſu/ ewge Liebs⸗Begier. 7. Ich fuͤhle wohl, du biſts alleine: ach 100 eee eee eee ee, ee . 1 . — —— n 46 Von der Begierde zu Gchtt. doch von mir all das Meine, daß ich der Gnade maͤchtig werd. O JEſn! komm und mir erſcheine, bis alle Hoffnung in dich kehrt. 8. Du biß mein Gott und ewigs Weſen, in dir allein bin ich geneſen, wie mag ich ohne Weſen ſeyn? wenn gleich das Fleiſch die Wort kann leſen, behalt es dennoch nur den Schein. 9. Ach! ſo befreye durch dein Weſen der Wahrheit den, der kann geneſen, den Geiſt, und eigne dir ihn gar, daß er in einem Wahr⸗ heits⸗Weſen dir, und du ihm ſeyſt offenbar. 10. Erwecke doch den edlen Saamen, der aus Je⸗ hovah hoͤchſten Namen in dir ihn neugebohren hat, daß er die Kraft dir nach⸗ zuahmen, allzeit erweiſe in der That. 11. Laß die entbrannte Liebes Flamen der reinen Geiſter in mir ſtammen, und nur nichts fleiſchlichs ruͤhren mehr: Ach! halte veſt in dir zuſammen, die von dir mit mir kommen her. 12. Dein' Gottes Leuch⸗ te, reine Liebe, laß führen mich im heilgen Triebe dir nach, und halte dieſe Spur, wenn ich hier nur aufrich⸗ tig liebe mich nicht aufhalt die Creatur. 554. MN. Hekrr, ich ha⸗ be mißgehandelt. GEseSu, du mein liebes IJ eben, meiner Seelen Bräutigam! der du hlſt fuͤr mich gegeben an des bittern Creutzes Stamm, jetzt will ich mit füſſen Weiſen dich von gantzer Seelen preiſen. 2. Du biſt Got, der uns gegeben Seel und Leib, auch Ehr und Gut, der du unſer Leib und Leben ſchuͤ⸗ tzeſt durch der Engel Hut, denn auch dir allein zu Eh⸗ ren ſich mein Mund ſoll laſſen hoͤren. 3. IEſu, Paradies der Freuden, das mein Geiſt mit Schmertzen ſacht: O! du ſtarcker Troſt im Lel⸗ den! O du friſche Lebens⸗ Frucht. Alles Frauren, alles Leiden, wendest dn in lauter Freuden. 4. Komm, ach komm, du Troſt der Heiden komm, mein JEſu, ſtaͤrcke mich; komm, und flaͤrcke mich mit Freuden! komm und hilf mir gnadiglich, komm mein Wunſch, mein gan⸗ tzes Hoffen, komm meln Hertze geht dir offen. die Sinnen, JEſu ſey nur laſſe mich nicht wancken. Jahr, trage mich ſtets auf den Handen, halte bey mir 5. IEſu, richte mein Bey ginnen, IEſu bleibe ſſeits bey mir, JEſu zaume mit mein Begier, IEſu, ſeßy mir in Gedauckeh, Jesu, 6. IJEſu, laß mich ſelg enden meine kurtze Lebens in Gefahr. Freudig will ich dich umfaſſen, wenn oll die Welt verlaſſen. 555. In eigener Mel. Vaters Freude, ſo Er 10 Jeeus ii das ſchönt Licht, Jesus ii dee Voß, det, weil ſidet, eh Fah rde;% O, N 9 2 e gn 1, 2 e don 0 alu denn J 0 l i ale ren f h 9 laſſer 5 f 3. h Na Freu W das nz mit& etzen f du 5 4. 20, ach Tun F hee n* 8 108 „Fre gert kenn umi digg mes usch, un teſtze R den m on echt he „ ice bs gi W Je d te be, ü n ieſdi S de, Jet enſn izegle, Win cr Sich nen en et, n dirſe ei n ur, e trage mg ch E Tide ah alt aht. 1 e unſaſe r e c 11 J. ga 5 5 0 ie u 1 ct, N a b N JIeEſu ſeyn. Von der Begierde zu Gott. 47 ſich ſelber ſpeicht: Er iſt meine Luſt und Weide. IEſus iſt die ſüſſe Kraft die mit Liebe mich entzuün⸗ det, da mein Hertz alleine findet, was mir Ruß und Freude ſchafft. f 2. IEſus iſt die Lieb⸗ lichkeit, und der Seelen Luſt⸗Spiel worden, Er ver⸗ zehret alles Leid, Er er⸗ leuchtet ſeinen Orden; IS. ſus iſt mein Freuden Spiel, ich bin gantz in ihm entzun⸗ det, weil man alles in ihm findet, was man wuͤnſcht und was man will. a 3. IESue wird von mir geſucht, JEſus wird von mir begehret. Alles, alles ſey verflucht, was mich in den Suchen ſtoͤh⸗ ret: Sagt mir nichts von Luſt und Welt, ſagt mir nichts von guten Tagen: Wollt ihr aber ja was ſa⸗ gen, ſagt, wie JESus mir gefallt. 4. JEſu, JEſu, meine Ruh! IEſu, Ickſu, laß dich finden! IEſu, magſt du mich doch nu mit den Liebes⸗Seilen binden, JE⸗ ſum ſuch ich nur allein, eEſus ſoll mich nur be⸗ ſitzen, laß die Hoͤlleu⸗Kraͤfte blitzen, kann ich nur in 5. Nenne mich nur deine Brant, nenne mich nur deine Taube mache mich Dir recht vertraut, mache, daß ich an dich glauße IE ſu, IEſu, nimm mich guf, ich will dein alleine heiſ⸗ ſen, mich von allen Din⸗ gen reiſſen, ſo verhindern daß ich dir noch ſey ver⸗ 6. Sage nicht, v Creaturrt bunden. Nun hab hab ich reine Spur meines Bräu⸗ tigams gefunden: Was von dir noch au mir klebt, ſoll nicht immer in mir bleiben, IEſus wird es ſchon vertreiben, wenn Er mich iu ſich erhebt. 7. Ihr Geſpielen, ſaget mir, wo ich finde, den ich meyne? Ach! wer bringet mich zu dir; Saget ihm: ich ſey nun ſeine; Sagt, ich ſey in ihm entbrannt, und mit Liebes Macht durch⸗ drungen: Saget Ihm, wie ich gerungen, da ich ſeinen Zug erkannt. 1 8. Doch ich will ihm ſel her ſehn, ich muß JEſum ſelber ſprechen, und ich weiß, es wird geſchehn, es wird Ihm ſein Hertze bre⸗ chen; denn ich will nicht eher ruhn, bis ich JEſum kann umfaſſen, bis Er ſich wird ſehen laſſen, und mir meinen Willen thun.. 9. Oft haſt du mich an⸗ geblickt, und gelabt mit deinen Gaben: Doch din ich nicht gnug erquickt, ach! ich muß dich ſelber haben: JEſu, brich in mir herfuͤr, IEſu, werde mir zur Sonne! JEſu, JEſu! meine Wonne! JEſu, ach! ergib dich mir. 0 506. M. Nun kommt der Heiden ꝛc. AnkEſu, kom doch ſelbſt zu mir, und verbleibe für und fur: köymm doch, wer⸗ ther Seelen⸗Freund, Lieb⸗ meinen Lauf, ſter/ den mein Hertze meynt. . Tau⸗ 1 2. Tauſendmahl begehr ich dich, weil ſonſt nichts vergnüget mich: Tauſend⸗ mahl ſchrey ich zu dir! IE, ſu, JEſu, komm zu mir. 3. Keine Luſt iſt in der Welt, die mein Hertz zu⸗ frieden ſtellt: Dein, o J&⸗ ſu, bey mir ſeyn, nenn ich meine Luſt allein. J., Aller Engel Glantz und Pracht, und was ihnen Freude macht, iſt mir ſuͤſ⸗ ſer Seelen⸗Kuß! ohne dich nichts als Verdruß. 5. Nimm nur alles von mir hin, ich veraͤndre nicht mußt allein, ewig meine Freude ſeyn. f 6. Keinem andern ſag ich zu, daß ich ihm mein Hertz aufthu, dich alleine laß ich ein, dich alleine nenn ich mein. 7. Dich alleine, Gottes⸗ Sohn, heiß ich meine Kron und Lohn Du, fuͤr mich verwund tes Lamm, bitt al⸗ lein mein Braͤuttgam⸗ 8. O ſo komm denn, ſuͤſſes Hertz! und vermindre mei⸗ nen Schmertz. Denn ich ſchrey doch fuͤr und fuͤr: JEſu, JEſu, komm zu mir. 9. Nun ich warte mitGe⸗ duld, bitte nur um dieſe Huld, daß du mir in Todes⸗ Pein wolltt ein ſuͤſſer JE⸗ ſu ſeyn. 1 557. Mel. Wenn er⸗ blick ich doch ꝛc. [Geeu meines Her⸗ 3 tzens Freud, ſey ge⸗ gruͤſſet! meines Hertzens⸗ Freudiskeit! ſey gegruͤſ⸗ 478 Von der Begierde zu Gott. gegruͤſſet den Sinn: Du, o JEſu, im Streit, ſey JEſu, ſey gegruͤſſet! 2. Dein gedenck ich tau⸗ ſendmahl, Braut gam kom⸗ me Dich ich ſuche uͤberall, Bräut' gam, komme! Dein verlang ich ohne Zahl, Braͤut gam, komme, lieb⸗ ſter Braͤut gam, komme. 3. Speiſe mich mit deiner Bruſt, welche ſuͤſſe, ſauge mich nach Hertzens⸗Kuſt, in lein bewußt, ſo genieſſe ſch viel Kraft und Suſſe. 4. Nichts iſt ſanfters auſ⸗ ſer dir, liebſtekiebe Nichts iſt denn Du, ſuͤſſer mir ſuͤſſe Liebe! nichts ißt milz ders fuͤr und fuͤr, als die Liebe! JIEſu deine Liebe! 5. Ich erſtarr, entzuͤnde mich, o Etebhaber! ich bin matt, ach troͤſte mich! O mein Schoͤpfer! ich ſterb, hilf mir ewiglich! O Erloͤ⸗ ſer! JEſu, mein Erloͤſer! 558. Mel. Wenn er⸗ blick ich doch ꝛc. Freud, ſuͤſſer JEſu! meiner Seelen Seligkeit, ſüſſer JEſu! des Gemuͤ⸗ thes Se cherheit ſuͤſſer JE⸗ ſu! JEſu, fuͤſſer Jesu! 2. Tauſendmahl gedenck ich dein, mein Erloͤſer! und begehre dich allein, mein Erloͤſer! ſehne mich bey dir zu ſeyn, mein Erloͤſer! JE⸗ ſu, mein Erloͤſer! 3: Nichts iſt lieblichers als du, liebte Liebe! nichts iſt freundlicher, als Du, milde Liebe! auch nichts ſuͤſſeres als Du, ſuͤſſe Liebe! et! meiner Seelen Held Eſu, ſuͤſſe Liebe. IEſu, ſuͤſſ 4. Weide mich flieſſe! bleibe mir al⸗ Jeche meines Hertzens⸗ f du melee Nah der Seel aß der Sie J. Ich bi ic ſerb felt 95 Rein Tröſet, eheplaz: 9 Leltfern, Komm, mel beſſcht, korhſ kelte Seel, Pahtes Baff 1 Kom 1 oki, meigz Mein liebe dal Ruch, helfer Heth eln Rösleih Aan, Mein 4% e ſer di Mise 16 b, fa * l, 5 ſuͤſſe A ice ers 0 150 lk, 1 Liebe u Mi „ e mich e hahe matt g ti nc meir h per 0 hilf ewig d ſer! M. hene J 5d U el We U 5 lich dab Jes t), U mei ele Lach ſüͤff? ven 0 10 11 0 0 al Ni fist f S ſich 2 weit kü 0 ſehte nich 10 une ſa⸗ all S bebte . 10 oblahg 0 + bebe! du, ME ſuſſe l. J ſiſſe! 1 mich ſatt, Himmeſs⸗Spei⸗ F. Ich bin kranck, komm en mein Tröster, JEſu, Du Komm, mein bes W dich a komm, me a mein Heil und guͤldner Fiuß, komm, mein Hirte, Ei meine Weid, komm, mein chte Ae J Eſu, meine Freud. su ele du daß Von der Begierde zu Gott. 470 2—— 3 4 4. Weide mich und mach ſe/ traͤncke mich, mein Hertz iſt matt, Seelen⸗ Weide ſey du meine Ruhe⸗Statt, Ruh der Seelen! IESu! Ruh der Seelen! ſtaͤrcke mich, meine Staͤr⸗ cke: ich bin matt, erquicke mich, ſuͤſſer JEſu! wenn ch ſterb ſo troͤte mich Da mein Troͤſter. 559. Mel. Nicht ſo traurig ꝛc. omm, mein Hertze, komm mein Schatz, komm mein gruͤner Freu⸗ den Platz: Komm, mein Leitſtern, komm meineicht! Komm, mein liebstes An⸗ geſicht, komm mein Leben, meine Seel, komm mein wahres Balſam Oel! 2. Komm, mein Manna, komm, mein Tranck, komm, mein lieblichſter Geſang, komm, mein Artz'ney vor den Fluch, komm, mein edelſter Geruch: Komm, mein Roͤslein, meine Blum, komm, mein Garten, voller m. 3. Komm, mein Koͤnig, komm, mein Held, komm, mein Himmel, meine Welt: Braͤut'gam, mein Kuß, komm, 560. In eigener Mel. )bomm, Liebſter, komm, Li deine Frommen, die be⸗ draͤnget ſind allhier! IE⸗ in deinen Garten, auf ft ten, komm in meines Her⸗ tzens⸗Schrein, komm, o Je⸗ ſu! komm herein. 2. Komm, bring zurech⸗ te, was zerſtreuet, und ſetz es ein, damit's gedeyet: Komm, du edler Gaͤrtner Du, richt's nach deinem Willen zu. 3. Wenn du herein kommſt, wahre Sonne, ſo ſteht der Garten voller Wonne: alle Blumen thun ſich auf, wenn ſie ſpuͤhren deinen Lauf. 4. Was vor erſtockt war fund erfroren, das lebt denn, und iſt neugebohren: was verdorret war im Fluch, das giebt himmli⸗ ſchen Geruch. J. Komm, laß dein's Herzens⸗Waſſer ſpringen, und durch des meinen Er⸗ de dringen: Deiner offnen Wunden Saft gebe mir zum gruͤnen Kraft. 6. Dein Haupt von Dornen gantz zerriſſen, laß alles Blut herunter flieſſen: Deines Angeſich⸗ tes Schweiß mache mich zum Paradelss. 7. So werd ich ſchoͤn und herrlich gruͤnen, und Dir zur Luſt und Freude die⸗ nen: und mein Hertze wird ſo fein, dein gewuͤnſchter Garten ſeyn. 561. Mel. Liebſter Braͤut gam ꝛc. ebſter IE Su, du wirſt kommen, zu erfreuen u, mich, JEſu! mich ver⸗ die Fruͤchte beſſer ar⸗ langt nach di r. 2. Ach — a im —.— 5— 8— — 5—— n — . —— ——Ü—2 6, —— 40 Von der Begierde zu Gott. 2. Ach! ſo laß mich deine bleiben, laß mich deinen Geiſt ſtets treiben, daß Du allzeit wohnst in mir: JE, ſu, mich, JEſu! mich ꝛe. 3. Richte, JEſu! meine Wege, bahne du ſelbſt mei⸗ ne Stege, laß mich ſeuftzen fuͤr und fuͤr, JEſu, mich de. 4. Komm doch, JEſu, mein Vergnuͤgen! in mein Hertz, laß mich nicht lie⸗ gen vor des Fleiſches Sun⸗ den Thur; JEſu, mich ꝛe. F. An dir hanget meine Seele, ohne dich ich mich recht quale; ohne dich ver⸗ geh ich ſchier; JEſu ꝛe. 6. Bilde du deln ſchoͤnes Weſen in mein Hertz, daß Du erleſen, ſpiegle Du dich ſelbſt in mir; JEſu ee. 7. Eya, IEſu! ſchoͤnſte Wonne, ſchein in mir, Du Lebens Sonne: es iſt nichts im Lehen hler; JEſu ꝛc. 38. Treufle deine Ltebes⸗ Tropfen, die dein Bild in mir einpfropfen; geh durch meines Hertzens Thuͤr; IEſu, mich ꝛe. 9. Halte meine Seele ve⸗ ſte, du big js der allerbeste, ach! daß ich dich nicht ver⸗ liehr; JEſu mich ꝛe. 10. Allerliebſter Hertzens⸗ Freund! der es eintztg gut gemeynt, halt mich, bis du brichſt herfuͤr: IESu, mich, IESut mich ver⸗ langt nach dir. 562. Mel. Was mein Gott will ꝛc. ein Gott, erſchaffen haft Du mich zu dei⸗ nem Freuden Leben, das weiß und glaub ich veſlig⸗ lich, kann doch nicht recht erheben mein Hertz zn dir, ſtets fuͤr und für nach ſol⸗ chem Leben trachten: Es ich ſolches nicht kan achten. 2. Wenn Creutz und Truͤbſal kommt heran, ſo laß mich nicht verzagen: helfen kann mein Elend leicht zu tragen. Ich weiß Dir, HErr Jekſu, leben. mein Licht nach ſolcher Wohlfahrt ſtreben? 3. Laß Fleiſches⸗ Welt⸗ nicht laͤnger walten; ein beſſers iſt mir ja bewußt, daran ich mich ſoll halten! Laß meinen Sinn ſich ſchwingen hin zu dir mit mein Licht und Zuverſicht, ja meiner Seelen Sonne. 4. Ach! ach! wenn wird mein Braͤutigam mich ein. reiſſen, wenn werd doch das ſchwere Joch vol meinen Schultern legen; Wenn wird ſich mir doch Freuden Segen 5. O! noͤcht ich doch befreyt von aller Aug und Schrecken, dein u hens⸗ Saft! ich dich empfinden 7 Em iſt mir leid, daß in der Zeit Dein Wort iſt, das mir ja wohl, wie daß ich ſoll mit 1 Ich Soll ich denn nicht, o n und Augen Luſt in mir ug Freud und Wonne, Du biſt — 9 mal kommen heiſſen, wenn wird Er mich aus dieſem Schlamm und eitlem keben thun herfuͤr des Himmels J Armer! ausſprechlich' Herrlichkel in jenem Leben ſchmeckel o fuͤſſe Kraft! o h wenn wel e komm pig 7 eglerde en ine nem e Von der Begierde zu Gott. 0 5 lich, Agi. mach mich be⸗ ie reit, iets Ad 10 ſchwinden. bien e 563. M Du Geiſt d mei⸗ iſt x 503. 3* 8— es ene e ener ba.) 2, l dh Mein Heiland lehre mich ene( recht lieben dich, ich mein laß z nicht 0 leb ohn dich mein Schar: lie De en ſonſt jämmerlich; Du aber Sun hell en mig baſt ja Lu zum Leben nur, che. leie ran e drum gieb dich mir, mein neineſiaf esa Lieb“ ser rechten Eur. mich Di 1 95 0 2. Ich kann ja von mir ver- St dend g 1 16 8. NI ten Unterricht, daß ich dich doͤnes W d lieb, zur Llede kaſſe recht daß e ge und bleib in deiner Liebe „„ Duſur e zen ka vecht und schlecht. u re. u Nen 2. Laß mich dich lieben hoͤngeſbe Tu ent Beständigkeit, und „ Duſde Ahhh mach mein Hertzund Sinn nichts een en zur Lieb bereit, daß ich, ue. e en e mein Lieb, auf ewig liebe klebes 8 d U dich, wie du mich haſt ge⸗ Hild inf aten n liebet ewiglic t. durch ere 4. Dis ſſt dein groͤß'cſes hüt ch Werck, das ſchaff in mir, ö ria daß ich, o Lieb! dich liebe . 5 — 5 eele ve⸗ erbeſle, cht ver⸗ ee mich ohn dich nicht leben Fame mehr, gieb mur dich gantz e% wa mit deiner Liebe her. vertzens' es i F. Nun kann ſch nichts 10g gut. Sen Ke ohn dich, du lebe, thun, , bie J a e ich kanu nur bald in andern Seel bat U Dingen run, Ach! leid f Ver en Ei es nicht, mein ſchoͤnſtes uch dl ich Lieb“ in mir, daß etwas e ect in mir liebe auſſer dir. 1 ce 5 55 15 5 N in echic Fgroſſe Liebes⸗ Macht! ſo 2 e eb du dich in mir ſelbſt . e Kah Tag und Nacht: aus mir, erſchaffeß 4484 tebe her, in dir ich wahre e mmeſ he für und fuͤr. Ach! laſſef 7. Die gib mir, we mir den Mund, der dich nur äßt. Laß keine andre Kraft mich nehmen ein; als dich o kreuekieb zu lieben rein. 8. Schenckſt du mir recht wie ich dich lieben ſoll, ſo werd ich deiner treuen Liebe voll: So werd ich recht zur Liebe, wie du biſt, und koſte ſtets, wie ſuͤß deln Lieben iſt. 9. Sonſt bin ich todt, mein Lieb' ,das weiſſeßt du, drum bringe mich durch deine Lieb' zur Ruh, daß ich dich lieb in alle 6 wig⸗ deiner Barmhergtgkeit, 10. Nun ſchaff in mir, daß ich Dich lieben kann, HERR Zebgoth, du bi der rechte Mann, der du mich ja ſo hoch geltebet hat, lieb mich, ſo lieb ich dich, du ljebſter Gaſt. 564. Mel, Ach Gott und HErr. Oden Chriſt, der du mir biſt der Liebst auf dieſer Erden, gieb, daß ich. gantz in deinem Glantz mog aufgezogen werden. 2. Zeuch mich nach dir, ſo lauffen wir mit hertzli⸗ chen Belieben in dem Ge⸗ jagt hat und vertrleben. 3. Zeuch mich nach dir, ſo lauffen wir in deine ſuͤſſe Wunden, wo in geheim der Honigſeim der Liebe wird gefunden. Zeuch mich nach dir, mein Lieb, kommt falſche 0 uu def Liebe nur begehrt. Hertz ſelbſt die Liebe biſt, eroͤſn. keit, und trinck mich voll ruch, der uns den Fluch ver⸗ 4. * lauffen wir, dein liebſtes ————— ——— m3 e e ee 5 T.. ̃——.. n i —— 3— 5 4 2 5 5 8 ———— 5— r ———————ç. 8——— 1————— 8— 85 r—.—.——ͤ————— 8 8 2 S——————. — . r ee* Nee ———— — . 48˙ 2 792 Von der Begie rde zu Gch. Heitz zu kuͤſſen, und ſei nen Saft mit aller Kraft aufs beſte zu genjeſſen. 5. Zeuch mich in dich, und ſpeiſe mich du ausge goßnes Oele! Geuß dich in Schrein mein's Hertzens ein, und labe meine Seele. 6. O JEſu Christ! der du mir biſt der Liebſt auf dieſer Erden: gieb⸗ daß ich gantz in deinem Glanz moͤg aufgezogen werden. 565. M. Vater unſer im Himmelreich. O Ieſu, JEſu! Du mein Hirt, o JEſu! meine Speiſ und Wirth, o IJEſu!⸗Milch, und Ho⸗ nig⸗Fiuf; o JEſu! Him⸗ mels Neetar⸗ Guß, 9 IEſu! ach]! verſſoß mich nicht, wenn mich der See⸗ len⸗Durſt anſichkt 2. O Jeu, IEſu! mei, ne Ko, o IeEſa! du mein Artzt und mein Erfriſchungs Quell, 5 JEſu lieblich, klar und hell, o JEſu, ach! ver⸗ laß mich nicht, wenn mir Starck, Kraft und Saft gebricht. 5 3. 0 Iecu, JEſu! Du mein Heil, o JEſn, meines Hertzens Theil, o IEſu! meine Wonn und Luſt, 9 IJEſu, wie dir wohl bewuſt, 5 JEſu, ach! vergiß mein nicht, wenn Teufel, Welt mich gantz verſpricht 4. OI Eſu, JEſu! Du mein Rähm, o JEſu! mei ne Ehren Blum, o Jeu! meine groſſe Pracht, o J&⸗ ſul meine ſtarcke Macht, roſt, o JEſu!“ mich nicht, wenn mich de Neid und Haß anficht 5. O IJEfu, IJEſu! du ch, mein GST, o JeSu! Retter aus der Noth, IESu! meine Huͤlf und Schutz, o JEſu! Zuver, ſicht und Trutz, o JeEſu! ach! verlaß mich nicht, wenn mich Sund, Noth und Tod anſicht. ne beſte Kunſt, o IEſu, IEſu Gottes Sohn! o Je, 3 u, mein getreufter Lohn! o IEſu, ach! vergiß mein nicht, wenn Teufel, Welt, mich gantz verſpricht. 7. O JEſu, JEſu] mel ne Zier, o IEſu]! meine Liebs⸗Begier, o JEſu! du mein hoͤchſtes Hut, o Je, ſu! durch dein theures Blut, o JEſu! ach! verſtoß mich 4005 wenn mir det Tod mein Hertz zerbricht. 8. O JEſu, IEſu! Du mein Licht! o JEſu! mei, ne Zuverſicht; Jeſo, IeEſu] du mein Hort, IEſu! meines Leben Pfort, o JEſu lach! verlaß mich nicht, wenn mir das Licht und Weg gebricht. 9 O JeEſu, JEſu] meine Freud o JEſa! Himmel, Seligkeit, o JEſu! heller Jubel⸗Schall, o JEſu! du mein einig All, 5 JES! ach! verwirf mich nicht mein HErr! von deinen Angeſicht. 10. O IJEEn, Du mein Glantz, du mein Sieges Kran, o JEſu! wahres Gottes 9 JEſl, Jeu, ach! verſchmäh um f 9 IEſu! Seelel Lamm! o Jes Bil Jeg, 0 J 5 . be Heat gam katheuch ö hichſ 1 506. J fue Leben 6. O JEfu, IEſu! mei, ſcha ne Brunst! o JEſu! mei- p eu, dog dir, f nich hne, i Nautzich mie elles Hertz Fele uch it hie: Ach, berfucht. d baflachet, J fe, Ic biß! ſih du mi Al dich y fache dich h n c bach geh 0 Heft. Jah ö 0 0 g Hatz, dae e uh; Ua 0 . U 5 12 0 bal Von der Begierde zu Gott. 483 een Srautgam, o Ja! ach n, e entteuch mir nicht dein boͤchtt erfreuend Angeſicht. 566. In eigner Mel. O ſtarcker Zebaoth! Du Leben meiner Seel, und meines Geiſtes Kraft, o mein Immanuel! Du Schoͤpfer deines Kindes, ſchaff doch ein reines Hertz o IJ& Su, wehre doch in mir den Suͤnden⸗Schmertz. Zufrieden ,o Seele! zufrie⸗ den und ſtill, anſchaue von weiten dein ſeliges Ziel, und dencke, daß dieſes mein gnaͤdiger Will. 2. Ach ja! mein Seelen⸗ Freund, ich bin noch weit von dir, zeuch mich, zeuch Nahe ea mich hinauf, und gib dich an den! gäntzlich mir, o Gott! ein 1 W keines Hertz iſt, das die 10 fat Seele ſucht. Unreinigkeit .. 5 Jeu dich me 11085 ige Ne wens der ch in J me ele. ſie 1 Jud Fin 1 g 0 ö 10 ab ich m J ü ih 12 Nel, I . eee u b Kun, inſerſe e in getrafg 0 5 ach! 1 h denn T Bhantz wut N 11900 5 0 9 Beger bal. 10 5 — 2 JEſu! Vieth, id Ho⸗ Himeſt uß, 9 micht * See⸗ n wein Weg gi ift hie: Ach, ach! ich bin JEſu lf 000% verflucht. Du biſt nicht Duell, ict a verfluchet, Ich mache dich lar und pperſch,! neu, Ich bin dein Erloͤſer, ch! ver, i a ſey du mir getreu: Ich enn mir 1! 9 ce„ Ich „ohh ſpreche dich frey. d Sat 100 3. Was Freyheit? bin Wort, das ſoll mein Ancker ſeyn! bis ich komm an dem Port: Der Heiland aller Welt will mir auch gnaͤdig ſeyn, drum meine Seele D Seele! ſey ruhig und faſſe dis Wort: Ich bringe dich ſicher zum ſeligen Port Ich laß dich nicht, glaub es, ich bleibe dein Hort. 567. In eigener Mel. 5 ewiges Licht! da niemand vergebens ſucht, was ihm gebricht. Leben⸗ dige Quelle, ſo lauter und helle ſich aus ſeinem und in die begierigen See⸗ len einfließt. 2. Du ſprichſt: Wer be⸗ gehret zu trincken von Mir, was ewiglich naͤhret, der komme! allhier ſind himm⸗ liſche Gaben, die ſuͤßziglich laben; Es trete imGlaüben zur Quelle heran, hier iſt, was ihn ewig beſeligen kan. 3. Hier komm ich, mein Hirte, mich duͤrſtet nach dir: O Liebſter! bewirthe Na ich doch gefangen von der dein Schaͤflein allhier. Du Sund? Was Treue, der eufel zu Spott; Ich will cht ö Eſu! Dl echt, kanũſt dein Verſprechen mir Armen nicht brechen, du ſieheſt, wie elend und duͤrf⸗ tig ich bin, auch giebſt du die Gaben aus Gnaden nur hin. 1 4. Du ſuͤſſe Fluth, la⸗ beſt Geiſt, Seele und Muth, und wen du be⸗ gabeſt, ſindt ewiges Gut. Wenn man dich genieſ⸗ Eſu! D dich erretten aus ewiger u me d dap Ich will es thun, 0 JEih 3 aun e als ein nahrbaftiserc) Ott bt Je 0 wi. 4. Wbhlan] ſo will ich ene ee das daten an dies zerſch ſet, wird alles verſüͤſſet, es jauchtzet, es ſinget, * 2 es heiligen Tempel ergießt, geh zu deiner Freude ein. O 5 des Lebens: 2 es ſpringet das Hertz, es weichet zurücke der trau rige Schmertz. 5. Drum gleb mir iu trincken, wie's dein Wort verbelßt, lat gaͤntzlich ver⸗ ſincken den ſehnenden Geist im Meer deiner Liebe: Laß heilfge Triebe mich immer fort treiben zum Himmli⸗ ſchen hin, es werde mein Hertze gantz truncken darin. 6. Wenn du auch vom Leiden was ſchenckeſt mir ein, ſo gieb, dir mit Freu⸗ den gehorſam zu ſeyn. Denn alle die, welche mit trincken vom Kelche, den Du haſt getruncken im Lei⸗ den allhier, die werden dort ewig ſich freuen mit b. 7. Drum laß mich auch werden mein JEſu! er⸗ qulckt, da wo deine Heer, den kein Leiden mehr druͤckt, wo Freude die Ful⸗ le, wo liebliche Stille, wo Wolluſt, wo Jautzen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. 568. Mel. Valet will ich dir geben. chatz uͤber alle Schaͤ⸗ tze, o JEſul liebſter Schatz, an dem ich mich 461. von der Begierde zu Gott mel Brodt, damit ich mich kann weiden das meine Seelen⸗Noth gantz kraͤf, tiglich kan ſtillen, und mich in Leidens⸗Zeit erfreulich über füllen mit Troſt und Suͤßigkelt. 3. Laß, Liebſter, mich Angeſicht, mein Hertze zu erquicken, komm, komm, mein Freuden⸗Licht! Denn ohne Dich zu leben is lauter Hertzeleid, vor dei⸗ nen Augen ſchweben, wahre Seligkeit. 4. reiche Lebens⸗ Quelle? O Iéeu, ſuſſe Ruh: Du treuer Creutz Geſelle, ſchlag nach Bellie, ben zu; ich will geduldlg leiden und ſoll mich keine Pein von deiner Liebe ſchel, den, noch mir beſchwerlich fey nn 5. Mein Hertze bleibt ergeben dir immer ſät und fuͤr, zu ſterben und zu leben, und will viel, mehr mit dir im tlefſſen Feuer ſchwitzen, als Gch n, ſter, ohne dich im Para dieſe ſitzen verachr't und jaͤmmerlich. 6. O Herrlichkeit der Erden! dich mag und will ſch nicht, mein Geiſt wil himmliſch werden, und iſt dahin gericht t, wo Jae wird geſchauet, . * ergoͤtze, hier hab ich einen Platz in meinen treuen Hertzen dir, Schoͤnſter, zu getheilt, weil du mit dei⸗ nem Schmertzen mir mei⸗ nen Schmertz geheilt. 2. Ach! Freude meiner Freuden! du wahres Him, mich hinein, w Huͤtten bauet, iſt gut zu ſeyn. 7. Nun, Je Vergnuͤgenf komm hole Schooß zu llegen: komm meiner Seelen Zier, 1 erblicken dein freundlich 7 da 0 0 0 ben dort Su, mel mich zu dir, in deinen 0 0 — fete nich ab dle tube fun it nie 0 l ich te 400 M. E ach ö b Töne, eln 0 tütſtt Hut, ach! Acht dein Mein Lamm get Liebe ng langen ert dich, mein gel beteit ſndhche At ſligich mi 2. Nichte Hen liche lach deite nb Lehen, K Am wich 1 0 albeiggeßt Hetze, zu lem Pfad elne was ſchaf) mein ih icke J. Quel, ee Eiß get ch e 10 Sünden; Ache ef 4 ile 1 ict Begierd 45801 5, es m Von der Be gierde zu& Ott. 485 3 bnd ſetze mich aus Gnaden in e deine Freuden⸗Stadt: f kann mir niemand ſchaden, ſo bin ich reich und ſatt. 569. M. Eins iſt noth ach Herr ꝛc. 0 Tracuſer JIEſu! Ehren⸗ i 0 ee g, du mein Schatz, N mein darin. m ehe Hort, ach? nur ein wenig . vomſo! dig ig richt dein Aug auf mich, ſt mir la ee mein Lamm! voll bruͤnſti⸗ Freu⸗ ne rigen e trau 110 den Se n ur iu tig 5 0 deine Bruſt: Fried, ewige oſetebe, Freud, hertzlichs Er⸗ barmen das traͤucket, er⸗ goͤtze t und ſaͤtt'gt mich Ar⸗ men: ein volles Meer dei⸗ ner unendlichen Güt, mein Iéeu! ergeußt ſich jetzt f mein Gemuͤth. 5. Liebſſer, hilf, daß ich auch treulich unverruͤckt im Bräutigam„edler 0 ger Liebe nnd heiſſem Ver⸗ ſeyn. w Se langen erwarte mein Hertz he mit d i dich, mein Hell zu umfan⸗ e, den 81 100% gen: bereite mich, tige die im Leid e date fündliche Art, o JEſul ſey werden 11 hal inniglich mit mir gepaart. en mitſt e 2. Nichts, als Dich 10 ud weir gin reinige ch auch E nach deinem Sinn„Get ul er- F und Leben, Leib und Seele, e Heer, u mehr an hin. nimm mich dir gantz 275 5 5 e 3 deine ite e uch, 1 Hertze, zu laufen in goͤtt⸗ zen, wos“, J lichem Pfade, nur dleſes ut, wo g fe chef L wet e e a i J 10 eng e 3 10 und wircke in mir. 3. Quelle, die das Le⸗ hen quillet, deiner Stroͤme Süß gkeit ſey mein Labſal, ſo da Filet Herzens, Ang und Suͤnden⸗ Leid:: Unend⸗ „ en. le Schi e 10 a mitt dir in belüger Sille lebe! ge ich mig a gf Ruck alle Gedancken nur ich eine 1) Hen Himmel⸗ wärts hin, tritt licher Aus fluß der goͤttli⸗ g chen N 2 verbinde mich Glaubens⸗Lauf dleſes Klei⸗ nod, das ſehr heilig, ſtill und klüglich hebe auf] Es mogen alsdenn gleich die Kraͤfte der Hollen mit ih rem Anhange ſich wider mich ſtellen; Geiſt, Kraft, Macht und Staͤrcke legt Icſus mir bey, er ſelber hilft 75 und machet mich fr 6. 1 Wolluſt mich nun traͤncket, das, was mich ergoͤtzt allein, iſt in JIEſu mir geſchencket, koͤnnt auch was erwuͤnſchter(eyn? Stimmt alle die Hertzen zuſammen im Loben, Licht Leben, Heil, Gnade erſchei⸗ net von oben: vor allem hebt Himmel⸗ auf heilige Haͤnd, Gott faaͤrekt uns, o IEſu bilf ſiegen ohn End. 570. mel. Ipeſu mei⸗ nes Sertzens ꝛc. Menn erblick ich doch einmal meine Liebe? eile bald von Libanon, ſuͤſſe Liebe! deine Braut ruft mit Begier: Komm o JE⸗ ſu! ko um, o ſo ſſer JSſu! 2. Siehe mich, die Mat⸗ te an, deine Krancke, daß ich nicht von dir, mein Hirt, etwa wancke; u treue 8 15 unter die Füſſe den ir, zuler, Alu. g 1 1 diſchen Sinn. mit d 0 4. In dir werd ich ja er⸗ m nb 10 1% 0 fen mit der reinen En⸗ bel. 0 1 gel 145 an Bet Base und e mei E 10 5 10 drucket an dein Hertz und daa meine Kraft verlaͤſſet * 3 mich. 436 Von der Begierde zu Gott. mich, ich vergehe, wo ich auf dem Oel berg ſſehen dich nicht ſehe. ſchon ſeine Fuͤſſe, die ich 3. Toͤchter von Jeruſa⸗ hertzlich kuͤſſe. lem! Gehet, ellet, ſaget 10. Voller Freude jauch⸗ meinem Braͤutigam, der ze ich, weil mirs gluͤcket mich hellet, ſaget wie mich daß ich meinen ſchoͤnſten bat entzuͤndt ſeine Flam⸗ Schatz hab erblicket, er ist me, ſeine keuſche Flamme. mein, und ich bin ſein: Er 4. Ruft, ihr Sternen alleine iſt es, Er alleine. uͤberlaut, daß ich liebe,, II. Buͤrger Zions! die und ihr Waſſer, rufet ihr ſeyd meine Lieben nach, daß ich liebe! alles deren Nam im Himmel was nur Stimme hat, ſag iſt angeſchrieben, und du dem Lamme vlel von mei⸗jungfraͤuliches Heer! freut ner Flamme. euch alle, freut euch mit 5. Einmal hat er einen mir alle. Kuß mir gegeben, alsbald 12. Seht mit frohem konnt ich ohne Ihn nicht Angeſicht meine Freude! del mehr leben: Nichts ver⸗[Geht, wie mit dem Brau⸗ gnuͤdzt mich auſſer Ihm, tigam ich mich weide] Er alle Dinge ſind mir zuſiſt mein und ich bin ſein; geringe. Er alleiue iſt es, Ex alleine. 0 8 Fe 5 endmahl meinen Bruder, b tauſendmahl begehr ich 571. Mel. Ich habe Ihn, meinen Bruder: Er funden, den ich ac. kommt nie aus meinem Sinn: Er iſt meine, und Wo iſt mein Schaͤflein, ich gaͤntzlich ſeine. f 7. Was verzeuchſt du ſich ſo weit von mir ver, denn, mein Hertz, mein Verlangen? O wie ſehn⸗ lich wart ich, dich zu ich mich ſo ſehr betruͤbe! d umfangen! Sieh, der Wißt ihrs, ihr Walder Geist und deine Brautſund ihr Hecken, ſo ſagt rufen: Komme, labe dei⸗ mirs eurem Schoͤpfer an: ne Fromme! Ich will ſehn, ob ichs kann 8. Komme wieder, lieb⸗ erwecken: und retten von ſter Freund! Komme wie⸗ der Irre⸗Bahn. der! Lauf noch ſchneller als 2. Ach! Schaͤflein, finde ein Hirſch, komm hernie⸗ dich doch wieder zu dem, der! Kuͤſſe mich mit dei⸗ der dich ſo hertzlich liebt, ug nem Kuß! Deine Kuͤſſefund nie was Böſes hal ſind wie Honig ſüſſe. oeruͤbt an dir, der ſich ge 9. Hoͤrt, die holde Stim⸗laſſen nieder, um dich me ruft meines Freundes, ſuchen und zu faſſen auf bloß die Stimm erquſcket ſeinen Achſeln ſanftiglich mich meines Freundes, der nimmermehr dich 155 5 Vol dali: d Lach wahrt! . J0 kaft fig wiſſe Mecchieden fun bin fut, und dude miſ chalein die nun in m ſe kuhn: ſſcher vor die ihgen k thun. 1. Dufſ Ftieden, bi ea; Ach hen armes ſhaſ deine J. Mila Am nicht mer wet r Ruß t lc füt 1 duch wolteftt beigen lr nelle l 1 eigen, —— cgierd Sb ſchſauf Melt, 100 ſcho 1530 1 uſa⸗ her f elde if use. erz derſze 1 beil nichſdaf 10 Sc gabe 100 me. me d ich bh 0 e a e e lebe, e ufet ih i„ m Verſaſſen: Denn meine Lieb wäbrt ewiglich. 3. Ich kann dich ja nicht länger wiſſen in ſolcher Abgeſchiedenbeit, du laͤufſt nun hin und her zer, n und mußt die groſſe Freude e die andre chaͤflein bey mir finden, f 5 15 in 1 alles de e ruhn: Da ſind ſie „ ſag 0 4 en ſicher vor den Winden, mer ju rule 5 ihnen koͤnnen Schaden u fn 4. Du findest eher keinen be Frieden, bis du dich gantz * Un mich verſenckt, und 7 5 dein Hertz haſt zu mir ge⸗ 6! lenckt. Ich bins alleine, ——+ 15 5 5 Pie kan 8 10 raft, Erquickung geben esch So komme doch nun bald herzu; Ach! ſchone doch dein armes Leben, und ſchaffe deiner Seelen Ruh. 5. Wilſt du, o armes r Hu ih Mir? Ruf ich doch ſehn⸗ oft os fel lich fuͤr und fuͤr; ob du „ mein und fü noch wolteſt wiederkehren e ſehn⸗ Du ld Ha zu deinem Urſprung, deiner dich zu ch*[Quelle, aus welcher du b, det ite gefloſſen biſt, die ja ſo Braut ri ſailieblich und ſo helle von abe del r ellen e Ewigkeit geweſen ist 1 Mel. den, da 58285 2 Von der 2 Vegterde zu Gott. e 487 7. Weß ſt die Stimme, die ich hoͤre in dieſer wil⸗ den Wuͤſteney? Es ſcheint als obs ein Hirte ſey. Er rufet immer: Wieder⸗ kehre! Solt Er mich denn auch irgend meynen? Ich ſehe wohl, daß ich verirrt: nun bin ich lahm auf mei⸗ nen Beinen: Ach! haͤtt ich mich nicht ſo e Hirt 8. Ich fill dir keine Ruhe laſſen, ich will dich locken, bis du hoͤrſt, und dich von Hertzen zu mir kehrſt; ach! wie will ich dich denn umfaſſen, und an mein Hertz 1175 ſaͤnfte druͤecken: In Liebes⸗Sei⸗ len ſolt du gehn, denn wird kein Feind dich mehr beruͤcken; In melnen Huͤr⸗ den ſolt dũ ſtehn. Schaͤflein 9. Ach! ho der Hirt, ich komm gelaufen, ſo gut ich kan, 2 Geſchrey: du mußt mich aber machen frey, und ſelber bringen zu dem Haufen der andern Schaͤflein, die dich kennen, und dich nur ihre Augen⸗ Luſt und allerliebſten Hir⸗ ten nennen. Nun druͤck mich veſt an deine Bruſt. 572. Mel. Du, o ſchoͤ⸗ nes Welt Ge⸗ baͤude. W' mein Schatz liegt, iſt mein Hertze; was ich lieb, da lebe ich; wo es licht iſt, brennt die Kertze der Begierden bruͤnſtiglich. wil fh, 6. Kann dich mein Ru⸗ er, lieh x 3 t ber nicht erweichen, das in wie A der Wuͤteen laut erſchallt, me 1 d land in den Klüften wie⸗ ben 000 Alderhallt, ſo biſt du wohl A* 9 00 ſahrecht iu vergleichen den mit ne Abarten Felſen und 1 5 ze Kü 1 n Steinen, die doch mein uͤſſe. en ni e 1 kann. en s 0 00 Ach! ich muß vor Erbar⸗ freundeſ d en ag men weinen, daß du Mich r 7 ua ncht wilt boͤren an. K freunde ann das Schwere von * 4 ber 0 488 Von der Begierde zu G Ott. der Erden ſchon nicht leicht gezogen werden, ziehet doch ſein Liebs⸗ Magnet alles, was von Ihm ausgeht. 2. Ach! daß meine Seel zerflieſſen und wie Wachs⸗ zerſchmeſtzen unt, wenns die Sonne koͤnt durchſchie⸗ ſen, daß ſie ſeine Haͤrte wend. O koͤnnt mich die Lieb erweichen, ſeine Gaͤnf⸗ te zu erreichen! Wuͤrde nicht der harte Sinn als zerſchmoltzen fallen bin? 3. Komm o Herr und ſprich die Worte deines Geiſtes in mir aus: Oefne mir die Liebes⸗Pfor⸗ te, ſchein ins dunkle See⸗ len⸗ Haus, bis dein Strahl mich gantz durchblitze und in voller Brunſt erhitze, daß ich wie zerfloſſen ſteh, und nach deinem Wort ausgeh. 4. J wenn dein lichtes Ange ſicht iſt auf ihren Dienst gantz gericht't 6. W Eſu, aller Leben Le⸗ ben! iſt doch nichts ſo ſtarr und hart, dem du nicht kannſt Waͤrme geben, daß es werde lind und zart, wenn es nur ſich dir ver⸗ trauet, auf dich im Ge⸗ horſam ſchauet; ſoltſt du mich nicht weg von mir ziehen koͤnnen hin zu dir? 5. Of ich will ſo lange flehen, bis ich deinen ſtar⸗ cken Zug in mir werde ſiegend ſehen, zu befoͤr⸗ dern meinen Flug nach den obern Seraphinen, die in Liebes⸗Feur zerrinnen, je der Vater mich im Sohne bat gezogen in mir wohne, und ich in ihm bleiben muß; Aiſo zeuch, o JESu! wieder mich und alle deine Glie⸗ der zu des Vaters Staͤrck Liebes⸗Trieb. ne Leben, das du weſem⸗ lich ſelbſt biſt, will ſich wieder einergeben in den Brunn der Gott nur it. verklaͤren ſeinen Vater, 8. Vater kennſt du dei⸗ nen Saamen, der die pure Gottheit preißt? ſo verklah re deinen Namen, welcher JEſus in mir heißt, der zin dem Geiſt, den du bei reitet dir zur Freude, mit ſey mein Theil. 9. So find ich den ür, cher Natur: Nichtz zeucht mehr zur Erden nie⸗ der die verneute Creatur. Leib und Seel mag mir bei gehen, Gottes Sohn bleibt in mir ſtehen: Selig! wer in ſich ſo fuͤhtt, wie die Gottheit in Ihm ſpielt. 573. Me Schoͤnſte, den ich liebe: Zeug meinen Geiſt, . Err, 4 von hinnen, ſuͤber ſich zu dir hin, auf: Ich ſehn mich ſehl, den gantzen Lauf nach die zu thun mit Hertz und 115 7 in der Buß, daß er eig und Lieb, durch erneurten 7 Denn das neugebohr⸗ So kann denn der Sohn Ihm zu Ehren, wenn Ex ihm nur wieder giebt gantz vollendet, was Er liebt. ſich weſentlich ausbre tet zum Heil: Göttlich deben ſprung wieder, leb in git um berheißh And gern g ter lebet; ah dle ſche , du dci Gſgen u, 4 war ff „ manche lich un fa, darin. dt 0 1 „Als die 90 sch fel geſncit en, Wees 1 mißge auh nich, t) g egierde n en. Von der Begierde zu Gott. 489 * 1 ö 10 ptſt b 00 en, 1 25 iebs, Um„1 don jene 10 mi Seell der achs und 3 zenns Lie geh. 1 0 nen. Regiere mich nach U 0 deinem Willen, dem Fuͤh⸗ Neiiz rer nur zu folgen ſchlecht: Ae was kann ſonſt meinen . W Hunger ſtillen? wer iſt, durch an der mich vergnuͤget recht? 2. Weil aber ſo viel wi⸗ chie- 7 un derſtrebet dem abgewand⸗ Daärteſne, d ten Pilgrims„ Geiſ, der L dieſig A b i zum 1 0 75 reit, 170 57 0 U l gern 7 85 4 Gefrey⸗ uͤrde B erg er lebet; ſo nimm mir n als S Ait ab die ſchweren Laſten der in? de n ken fündlich groben Irrdiſch⸗ Funds n eh heit, den Geiſt laß in der deines nit Stille raſten, in dir und Su Chriſte! dein Erbar⸗ men helfe meiner Bloͤdig⸗ keit! willſt du mich nicht 8 dir ziehen, ach, ſo muß ich von dir fliehen. 8 2. O du Hirte meiner Seelen, ſuche dein verirr⸗ tes Schaaf! wem ſoll ich mich ſonſt befehlen? weck mich aus dem SEuͤnden⸗ Schlaf! guter Meiſter! laß mich laufen nach dir, und nach deinem Haufen. 3. Wie ein Wolf den Walderfüllet mit Geheul, bey finſtrer Nacht: alſo auch der Satan brüllet, a deiner Ledigkeit. 1 4 dec ee öpſ alen one; 9 0 e muß all's verlaſſen ſeyn. e uadſe 46 en dun ein Auge dringt in den 0 a im Grunde ſehne, von an⸗ be. 0% dern kann ich nichts be Wort de dee, dich deb abe eie Adi, 0 in mich, und du zeuch mich ben Lee heil: 10 in dich: Ich laß dich wal⸗ sene Side ſchlieſ mir meine innen zu. n, daß 1 Zwar findt mein Geiſt d zart 5 Nag ſo 00 Spelſen, die i 80 che geiſtlich und vergnüglich Ge⸗ de wu ſind, A man auch wohl lil du Sudeten Nahrung findt: Doch kann on mit Ten en 1 ich nichts vor beſſers prei⸗ zu dir? sehe, ſen, als dich Selbſt⸗ſelbſt, o lange ech f du Brodt der Seelen. O zen star, del u n be und vollkommen— ie dich zum beſten Theil 1200 Tena erwaͤhlen, bis ſie in dich 19 fac ben geſencket ein. —— ig. n 574. M. SErr, ich ha⸗ 11555 0 3 Ange 0 be mißgehandelt. n Dun 16 105 3. mich, zeuch mich — gal l mit den Armen deiner a unt groſſen e JE⸗ um mich, wie ein Loͤwe wacht, HERR, er will dein Kind verſchlingen, hilf im Glauben ihn be⸗ zwingen. 1 Mörder, alte Schlange: Tauſendkuͤnſt⸗ ler ſchaͤme dich! ſchaͤme dich, mir iſt nicht bange, denn mein IEſus troͤſtet mich: weil er ziehet, muß ich laufen, Er will mich Ihm ſelbſt erkauffen. 5. Zeuch mich mit den Liebes Seilen, zeuch mich kraͤftig, o mein Gott! ach wie lange, lange Weilen machſt du mir, Herr Ze⸗ baoth! doch ich hoff in al⸗ len Noͤthen, wenn du mich gleich wolteſt toͤdten. 6. Mutter Hertze wil 1 uͤber ihres Kin⸗ s Schmertz: Du wirſt dich an mir nicht raͤchen, o du mehr als Mutter⸗ 8 zeuch mich von dem boͤſen Haufen, nach dir JEſu, will ich laufen. II. Vom * 400 Vom Lobe Gottes: II. a) Vom Lobe Gottes insgemein. sy. M. Meine Hoff⸗auf! auf! mein Siun ü Auf! auf! mein Leib ä 5 ſtehet veſte de. 77 N 4 0 * 5 N uͤte, auf]! alle Kra Pand weben“ nid und was ich bin: Bere 4 in Feld und Haͤu⸗ nigt euch, und lobt mit was nur Stimm mir der Engel Troſt, der Menſchen Zier, 0 1 ſern tſt, men, zum Lobe meine HErrn zuſammen. 2. Erhebt euch wie die Adler von der Erden, . euch hinauf vor ſeinen Thron, vor Ihm mit danckbaren 1 1 im hoͤchfſen Ton; Seyd froͤlich, munter, jauchht und klingt, frolsckt mit Haͤnden, tantzt und ſpringt: 1 zu Lob und Ehren einer Leiden. 1 3. Es muͤſſen dir dit Ehren deiner Wunden stet wachend meine Sinne! ſeyn: Zu deinen Ehre! werd immerdar gefunden in meinem Fuͤhlen deine Pein: Mein Auge ſehe dir zu Ehr'n, mein Obe merck auf dein Wort und Lehren; Es muͤſſe melt Geſchmack dich ſchmecken; 0 7 nur mein Geruch ich ſtrecken. b 4. Es lobe dich, Hen Danck Denn der HERR iſt jederzeit voler Gnad und Guͤtiakeit. 4. GO t des Himmels und der Erde, Vater Sohn und heilger Geiſt, daß dein Ruhm bey uns groß werde, Beyſtand ſelbſt und Huͤlf uns leiſt! Gieb Ans Kraͤfte und Begier dich in preiſen fur und fuͤr. 370. M. derfließ mein 4 f iſt ꝛc mein Verſtand und Will, Wit 8878 L, weln Sedan Auf! auf! mein Geist, lobe dich: Zu deinem ae A und du, o mein Oe ſey meine Bildung fil, muͤtbe, auf! meine Seel mein Geist erbeb' ſich 15 1 J 0 all in heiſſen Liebes⸗Flam, erſcheiut Erzeigt euch voller heile —— sch Renn g fit und für Te fett Ih Es si e Glieder! i tauſend . Mein delle kleb! Heel in dein ihn: Mel 105 it ne en Seufzer En mu di beben eig main eh wf, a Geberden, und ſinget Ihm inc, K 1 ire il gebͤhtt lachen, 9 Aan deiget 6 du mich heben, I 0 0 beinem , Mel Oriſte 00 ſlckt de 8 1 80 om U 10 Aan! Er 9 fe N Lobe( e, ſchlag ſtets das Sanctus ögem zh 6 1 ne Glieder zu deinen Eh⸗ Soffeſ au Jak nc ren tauſend Lieder. eꝛc. n et F. Mein Hertze muß in n. Herz un deiner Lieb zerflieſſen; Die b lebtſbl. 1 auff Seel in deinem 1 7 5 e diu 2 Halt len, und Tag und Nacht Nen ag, dir offen ſtehn; Es muͤſſen A ec dienen dir zur Luſt die tief⸗ in Een ö 10 gen Seuftzer meiner Brut. denen ee Es muſse dich mit kob um Abeba en ein ſehnlichs Leben. Heu An A 5 15 all's 11 5 Inug is, dich zu preiſenz e be wollt dn ſelbß bein kh 1 10 19 vollfuͤhrn, und dir fuͤr mich ae Dau, Ehr und Preſe e erweiſen wie deiner Hoheit e ae e one r bum. cui erſetzen, o mein Lich 2 mir an deinemLob gebricht e de bu mich wirft in dich Lobet cls erheben, in deinem Glauß eh, n. 6 1 ad deinem Lebe Heng Suben 57. mel. Auf! ihr end meh hriſti bah 5 f Chr 1 Jer eth 1 228 melt h e Nauckt dem HERRN, Vater: N ihr Gottes⸗Knechte, r Heiß J 4 Ell kommt, erhebet ſeinen bey 0 i Kuhm! Er hält Iſraels id 100 Sin e Geſchlechte doch noch für „eie nell ſein Eigenthum. Jeſus Degſe b ms Chriſtus iſt noch heut, ge⸗ und tuch fern und in Ewigkeit. h, 2. Sprich nicht: Es ift b meis- dai dieler Zeiten nicht noch, e wie es vormals war, Gott in Geil S dh 4 tnsgemein. Ich; Mein Athem lob dich im L 5 Ga f an fie, 1255 Puls⸗ Dir] Es ſingen alle mei⸗ geben mein Warten und al b 491 Was er vormals hat ge⸗ than, das geht uns anjetzt nicht an. 2 nichten jetzt zu ſchwach, ſei⸗ e Gut hat auch de, Exel gnädig vor wie nach; JEſus Ehriſſus iſt noch heut, geſtern und in Ewigkeit. 4. Halte dich in allen Dingen nur an deines Got⸗ aller deiner Noth nichts We als deinen Hott. 5. All ihr hoͤret! in eurer Noth; wer ſich zu wem anders kehret, als zu Ihm, dem wahren Gott, der geht irr in allem Stuck, und bereitet Ungelack. HeErrn vertrauen, Grauen Ihn kur einzig ruffen an, denen wird ale lein bekannt Gottes Herr⸗ lichkeit und Hand. 7 Drum dauckt Gott, ihr Gottes Knechte komt erhebet ſeinen Ruhm! Ce haͤlt Iſraels Geſchlechte doch noch für ſein Eigen⸗ thum. JEſus Chriſtus iſt noch heut, geſtern und in Ewigkeit. Der HE Rg hat alles wohl gemacht, Er 19* ai Wagetzund niemand offenbar; lein Y ec 174 85 ine Se acht ſeine. wird nichts Boͤſes machen: ** a* 1 . Sprich ſo nicht. Des Hoͤchſten Hande ſiud mit auch kein En⸗ 578. Mel. Ermuntre e eee eee 3—— eee g——— 2 eee —— n 3 . 402 Vom Lobe Gottes dis, fromme Seele, wohl betracht in allen deinen Sachen, in Freud und Leid, in Gnüg und Noth, in Kranckheit, Jammer, Creutz und Tod, in Kum mer, Angſt und Schmer, tzen: Das glaub, o Hertz! von Hertzen. 2. Der HErr hat alles wohl gemocht, noch eh er uns erſcboffen, Er hat all's dir geben der fuͤr dich uns mit dem Heil bedacht, giebt das eins unſre Waffen, ja unter Schild und Rettung wohl gemacht, da Er vom vor der Tod erstanden man die gantz eigner Kraft und da hat Er? len Banden und ihren ift; Er hat uns Zeit erkief; eh Sternen zaͤhlet, uns erwaͤh et. 3. Der HErr hat alles wohl gemacht, dis ruͤhme! wer es hoͤret, als Er uns bat hervor gebracht, und nach der Gnad ge mebret: Da Er das menſchliche Geſchlecht ge⸗ ſegnet, daß auch Fruͤchte brächt das Erdreich, und was drinnen begriffen wird mit Sinnen. 4. Der HErr hat alles wohl gemacht, ob ſchon der Menſch gefallen, da hatt' Er dennoch fleißig acht auf ihn und auf uns al⸗ len. Er rief und ruft noch mich und dich aus lauter Leb, und ſehnet ſich, in lauter ſuͤſſenFlammen nach uns hier allzuſammen. 5. Der HErr hat alles wohl gemacht, der uns ſein Wort gegeben, da⸗ von oft unſer Hertze lacht: Wenn wir in Aengſten ſchweben, da iſt er unſre Zuverſicht, er troͤſtet uns, und laͤßt uns nicht in allen und Leben wiederbracht, unſern Nöthen/ und fill er uns gleich toͤdten. 6. Der HErr hat alles wohlgemacht, da Er fut uns geſtorben, uns Hei und durch ſein Blut er⸗ worben; Was wilt du mehr, betruͤbter Geiſt Komm her, ſchau hier, was Lieben heißt! ſoll der nicht ſein Leben? 7. Der HeErr hat alles und aus 0 Macht uns aus der Hol, g Ketten hat befreyt, daß unſer ſchreyt: der Hoͤllen, Geſellen? 8. Der HErr hat alles wohl gemacht, da Er i aufgefahren gen Himmel wo ein Hertz hin tracht, das Truͤbſak hat erfahren. Er hat die Staͤtt uns da be, reit't, da wir nach dieſet kurtzen Zeit in Freuden ſoh len ſchweben, und ewig mit Ihm leben. 9. Der HErr hat alles Wo iſt der Sieg Mund getroſt aus“ und ihrer Mi wohl gemacht, wenn ſei nen Geiſt Er ſendet ju uns herab, der uns bewacht und unſre Hertzen wendet von dieſer Welt zu Gott hinauf, auf daß wir end⸗ lich unſern Lauf gantz fe liglich volltiehen, wen wir von hinnen flieben, 10. Der HErr bat alle wohl gemacht, auch wenn Er uns betruͤbet, wenn un be n dle pafre Ernest felt 7. let, ut 1 Ekeuß nüttigkeit, Taubſal Ur Er uns fl hen, den Muß taube II. Det nohl gem u Leh! Immetzu und mac lee, 4 Mehſchen bl let, Lobe g Mes wohlſunf hg einenſer ei 10 unde ee t alles h eh er r hat gl e Dacht, g. in Fa fen, ja er hen ettung ein Mematec or dere ee, 8 an dieſe Aegyer J hat Er 0 un 1 t alles der Heng er geha, . ſahten u ahi n 10 die Sit u hat alles 1% U ſchon n det 5 1 10 1 h ih 5 fleißig JL. lila, f * 0 40 ruft no. 10 0 bob gleich alles bricht und Noth, insgemein. befaͤllt, und allzeit uͤbet im Creutz und Wider⸗ waͤrtigkeit, in Angſt und Truͤbfal und in Leid, wenn Er uns ftaͤrckt im Glau⸗ ben, den niemand uns muß rauben. 2 11. Der HeErr hat alles wohl gemacht, wenn Er in Lieb und Treue noch immerzu an uns gedacht, und macht uns wieder neue, wenn Er den alten Menſchen bricht, und die verkehrten Wege richt't nach ſeinem frommen Wil len, daß wir den einſt erfuͤllen. 12. Der HErr hat alles wohl gemacht, wenn Er wird wieder kommen, und kracht, wild Er doch ſeine Frommen zu ſich auftiehen in die Hoͤh, und retten ſie aus allem Weh; da wir und ſie erhoben, Ihn ewig werden loben. 13. Der HErr hat alles wohl gemacht, es wird kein ſich, das faͤllt auf ſein Geſicht, das betet vor dir an, und iſt zu dir gericht't. Sinn erreichen hier ſeines Ruh mes groſſe Pracht, er muß zuruͤcke weichen, und ſchreyen aus mit voller Macht: Der HErr hat alles wohl gemacht! da⸗ fuͤr wir hier und oben Ihn billig ewig loben. 14. Nun, Er hat alles wohl gemacht; Er wird nichts Boͤſes machen: Er traͤget dich gar ſanft und ſacht; Drum in all dei⸗ nen Sachen, in Freud und Leid, in Gnuͤg und in Kranckheit Jammer, Creutz und Tod, von Sonn und Mond und gruͤndet,(wiewohl dein Himmel ſich auch aller Orten findet) das beugt Nam, o HErr, in allen Landen! Menſch, Vieh und Element, was iſt, und was geſtanden, und was noch kommen ſoll, erhebt dich gantz und gar; R., Demuth, Furcht und Lieb ſtellt einen Danck⸗Altar. mehr, als Julep und Ju⸗ welen, und Pſalmen ſind noch weit vor Balſam z erwaͤhlen, ſo lieb und koͤſt⸗ geh Ihm ob, Danck von Hertzen. b 579. M. O GOtt du frommer Gott. Ju hochgelobter Gott, Herr Himmels und der Erden! Es müͤſſe Seel und Mund voll deines Ruhmes werden, wie dei⸗ ne Hofſtatt dir das ewge Heilig ſingt, und Hallelu⸗ ja ſchallt, und gantz durch⸗ dringend klingt. 2 Dir, Koͤulg in der Hoͤh, dir jauchtzen deine Scharen, ſie feyern dir ein Feſt zu tauſend tauſend Paaren: von deinen En⸗ geln wird kein Lob⸗Tri⸗ umph geſpart, auch ſelbſt 493 Schmertzen gieb Stern nach ihrer Art. 3. Und alles, was auf Erd bis in die Tiefen Egg, vor dür, 4. Wie herrlich iſt dein HERR F. Dein Jubel iſt uns ö in Kummer, Angſt unbſteh* in deinem Lob iu ſtebn, 14924. Vom Lobe Gottes ſtehn, und wenn jum Op⸗ fer⸗Preis der Lippen Far⸗ ren gehn. 5 6, Ach! koͤnnten wir nur auch dir ſo vollkoͤmmlich dancken, als wie man ſollt und wollt in dieſer Schwachheit Schraucken. Ach! HERR, daß unſer Dienſt koͤnnt mehr als eng⸗ liſch ſeyn, drum fuͤhr uns ja nur bald zu deinen Freu⸗ den ein. a . I Nane laß dir doch das Lallen wohlgefallen, und was den Worten fehlt, laß in den Hertzen ſchallen; ja aus den Worten ſelbſt ſey dir ein Lob bereit, ohn Undanck, Heucheley, Bos; heit, Unreinigkeit. 8. Weh dem, der noch ſo gut zu loben dich 1 net, und doch an Furcht und Lieb und Glauben leer erſcheinet; Verflucht wer dein Werck falſch und nachlaͤßig thut, wer dich nicht liebt und lobt bey gut und uͤblen Muth. 9. Uns aber laß vor dir im heilgen Schmuck an⸗ beten, vor deiner Maje⸗ ſtaͤt mit inn'ger Andacht treten: Ein freudenrei⸗ cher Schall ſteig mmer dein Haus, mit Herrlich⸗ keit und Zier. 10. Bringt, ihr Gewal⸗ tigen, bringe her nun Ehr und Staͤrcke! wer iſt, wie unſer Gott? ſchaut ſeine roſſe Wercke, ein Drey⸗ ing iſt die Erd, der Him⸗ mel wird umſpannt, Gott reget Berg und Thal, die See und trocknes Land. ö auf zu dir; erfülle nur 11. Die Heiden ſind ein Tropf, der in dem Eimer bleibet, die Inſeln eben ſo, wie man ein Staublein reibet. Er iſt der HERR allein, des Herrſchaft nie⸗ mals faͤlt: Er iſt der Hegg allein, der, offne Tafel hält. 12. Von, durch und in Ihm ſind die Weſen aller Dinge, all eure Pracht und Macht iſt gegen Ihn geringe. Er ſetzet Koͤn ge ab, und ſetzet wieder ein: Beugt und demuͤ⸗ thigt euch, ihr alle, Groß d Klein. 13. Er iſt der HERR allein, der maͤchtig, Fluch und Segen, Tod, Leben, Zorn und Gnad auf jegli⸗ chen zu legen; der nie und nirgends nicht der Al Natur vergißt, ja, noch iſt viel tauſend Welt zu ſchaf⸗ fen kraͤftig iſt. 14. Er ſtillt, was brau⸗ ſen will, und aller Voͤlcker Toben, Er leget Ehre ein, und kehrt das unters oben. Kein Feind beſtebt vor Ihm, Er ſtuͤrtzt in ei⸗ nen Nun; Er kann guch uͤber Bitt gantz uͤber⸗ ſchwenglich thun. 15. Der HERR wird nimmer arm, ſo viel Er immer ſchencket, die Wohl⸗ aller Himmels Creis die treuffeln oben ab: von Kind zu Kindes Kind fleußt alle Seegens⸗Gab. 16. Wer Ihn nur liebt und fuͤrcht t der gehet nicht verlohren; der, Bund faͤllt 4 nie⸗ 25 that mehret Er, je mehr man des gedencket; denn 0 dee d Foot, gebt uicht ſit abet Barmer. Ii brut 17. Mi an Meet Thaten, wl, 9 elner fl 20, Di ſer ken. bleibe e zur ſo wi 4 1 lich reibe nan allein 1 1 alle It mich Zo u g Gh che e egeg: nir N. Au erg vie n end und e ist der dente 1 f un. 1 i icht he ö und ſſen Jig f. in Ehr 1 1 4 uͤl 4 1 g 4 r een — 1 1 ect bia it ſtilt, ah ſer und aun Ti Er ligne it un it das ob rein de 5 ie W 1 ſe lich Hal. ö Ae He u i it W ichen t ALehret kt u 5 geht nmel 10 F 41 bel n ee Wer Ie niemals hin, woraus der und zuͤchtigt wohl, verwir⸗ i Fenn wie freundlich bes Brennen, und jauch⸗ insgemein. 405 Troſt gebohren. Er ſtraft fet aber nicht, weil die Barmhertzigkeit noch viel zu bruͤnſtig ſpricht. 17. Mehr als der Sand am Meer ſind deine Liebes, Thaten, damit du 8 0 wilſt, daß uns HERR! ſey gerathen: Kein Sinn kein Wort, ja nichts ſpricht es ſo hertzlich aus, was du der Seelen thuſt, dem Tempel, deinem Haus. „18. Du wirckeſt Reu in ihr, du tilgeſt ibre Suͤn, den, die Bache Belials die muͤſſen uns verſchwinden: Du uͤberſchatteſt nns mit deiner Klarheit Strahl, du Maaß und Zahl. 19. Die Seele ſchmeckt, R, du ſeyeſt, ein frommes Leben giebſt, auch Kraft und Geiſt exneueſt, wie Braut und Braͤutigam ſich inniglich erfreut; ſo ſchmeltzet faſt die Seel von deiner Lieblichkeit. 20. Drum hoͤre in der Seel, was wir nicht ſpre⸗ chen koͤnnen, HER, ſie erhebet dich in lauter Lie⸗ jet, daß ſie wird auf ewig bey dir ſeyn: Kommt ihr Geſegneten(ſagſt du,) geht bey mir ein. 21. GOT T] laß boch dieſe Freud bald ob dem aupte ſchweben, 0 lieblichs Weſen uns zu dei⸗ ner Rechten geben! indeſ⸗ ſen wohn in uns, und uns nach deinem Wort und deinem Willen thun. 22. Du hochgelsbter Goc von groſſer Treu und Gute! von deinem groſſen Lob wird Sinn und Geiſt nicht muͤde! denn dei⸗ ne Wahrheit, Macht, Lieb, Troſt und Grund beſteht, Thron wirft ſich der Him⸗ mel nieder, und alles was nur lebt, ſingt dir die ſchoͤnſten Lieder. HERR was nur Odem hat, was je von Adam ſtammt, das liebt und lobet dich allein und alleſammt. ſo weit das Wolcken⸗Dach und all das Aeuſſerſt geht. 23. Vor delnem heilgen N n 0 1 55 Drey dich einig nen Danck der Lieb und Lobes⸗Streit, es ehrt dich um die Wett' die Zeit und Ewigkeit. ich dir geben. ſt len ſtehn. Ich preiſen auf der Erd, ich will ihn hertzlich loben, ſo ö lang ich leben werd. 2, Ihr Meuſchen! laßt euch lehren, es wird euch nuͤtzlich ſeyn, laßt euch laß uns in dir ruhn. Laß doch nicht bethoͤren die Welt N 24. Unendlich groſſer 0 uͤberſchuͤtteß uns ohn alle GOoter, der du niemals . verjahreſt, der du im Heil⸗ ens ahreſt, es denckt auf dei⸗ 0 Der 146. Pſalm. 580. M. Valet will 1 Ju, meine Seele! ſinge N wohlauf! und ſinge ſchoͤn, dem, welchem alle Dinge zu Dienſt und Wil⸗ will den HERREN droben hier 496 vom Lobe Gottes Welt mit ihrem Schein. Verlaſſe ſich ja keiner auf Fiuͤrſten Macht und Gunſt, weil ſie wie unſer einer nichts ſind, als nur ein Dunſt. 3. Was Menſch ist, muß erblaſſen und ſincken in den Tod, er muß den Geiß auslaſſen, ſelbſt wer⸗ den Erd und Koth. All⸗ da iſts denn geſcheben, mit 9 15 klugen Rath, und ſt frey klar zu ſehen, wie ſchwach ſey Menſchen⸗ hat. 4. Wohl dem, der ein⸗ 2 GO und Heil; Wer den ſich anvererauet, der hat das beſte Theil, das hoͤchtze Gut erleſen, den hoͤchtten Schatz geliebt. Sein Hertz und gantzes Weſen bleibt ewig un⸗ betrübt. 5 . Hier ſind die ſtarcken Kräfte, die unerſchoͤpfte Macht; des weiſen die Geſchaͤfte die ſeine Hand gemacht; Der Himmel und die Erde mit ihrem gantzen Heer, der Fiſch unzählig Heerde im groſ⸗ ſen wilden Meer. 6. Hier ſind die treuen Sinnen, die niemand Un⸗ recht thun, all denen Gu Treu beruhn. GOT T haͤlt ſeyn Wort mit Freu⸗ den, und was er ſpricht, geſchicht, und wer Gewalt muß geiden, den ſchuͤtzt Er im Gericht. 7. Er weiß viel tauſend Weiſen, tes goͤnnen, die in der giebet Speiſen zur Zeit der Hungers Noth, macht ſchoͤne rothe Wangen oft bey geringem Mahl: und die da ſind gefangen, die reißt Er aus der Quaal. 8. Er iſt das Licht der Blinden, erleuchtet ihrGe⸗ ſicht; und die ſich ſchwach befinden, die ſtellt Er auf⸗ gericht't: Er llebet alle Frommen, und die Ihm guͤngig ſeynd, die finden, wenn ſie kommen, an Ihm den beſten Freund. 9. Er iſt der Fremden Huͤtte, die Wapſen nimmt zig ſchauet nach Jacobs Er an, erfuͤllt der Witt⸗ wen Bitte, wird ſelbl ihr Troſt und Mann. Die aber, die Ihn haſſen, be⸗ zahlet er mit Grimm; iht Haus, und wo ſie ſaſſen, das wirft Er uͤm und uͤm. 10. Ach! ich bin viel zu wenig, zu ruͤhmen ſeinen Ruhm, Der HER ale lein iſt Kon g, ich eine Wieſen Blum; Jedoch weil ich gehoͤre, gen Zion, in ſein Zelt, iſt billig daß ich mehre fein Lob vor aller Welt. 581. Mel. Ach! alles, was Himmel und Erden. Ebe, Ehre ſey jetzo mit Freuden geſungen, denn Wuͤnſchen und Beten iſt kraͤft'g gelungen: Den Grof Maſeflaͤtiſchen Koͤ⸗ nig der Ehren, den wol⸗ len wir preiſen, wer kann dem Tod. Er naͤhrt un zu retten 10 es uns wehren. 0 2. Sagt uh Rege her wan Wü elbe 0 uch be der e ſeh diefe her 55 geber fe ed 0 J t. ſchoͤne 9 9 ſerſ bey ein die reißt 8 uß 83. 1 8 m Mahl. de Ae den ſicht u die ch der- befin e ſeſte All. gerit. Et 10 mit Fr or Ka, und Je * und gun Far di 1 wie wenn! l mmeh, 0 hen den, Freuh ein Hul ee We obs, Er falt Werſwer e, wih der Tei e 1 N. a l zah 1 mit Gun das den 9. 0 f in e m ö 0 N . liebt. Han and fe des da Jer Eil un⸗ eh ic lt we Pin khn ircken R e Der en oͤpfte die Hand mmel ihrem Fiſch gro n N 1 Blum; 1 w ge in 8 elt I 10 r i Sue. treuen 1d Un⸗ n Gu, der tel. Aal 2 Hunt Erden, 7 1 0 insge mein. 40% 1 2. Sagt mir doch, wem haben wir, alles zu dan⸗ cken? Daß wir jetzt ge⸗ laufen in Tugenden Schrancken? und daß wir des Lebens Brodt haͤuſig noch haben? Gagt, ſind das nicht Gottes langmuͤ⸗ thige Gaben? 3. Ja freylich iſt es ſo, Jehovah der lebe! Gott nimmer vergeſſende Her⸗ tzen uns gebe! Es lebe Je hovah! Dir wollen wir ſin⸗ gen, und dir auch das Opfer der Lippen herbringen. 4. Recht elend iſt, wer auf die Fuͤrſten vertrauet: Recht ſelig iſt, wer auf den Mächtigen bauet; Der iſt ſehr betrogen, wer ſu nur lebet. 5. Es iſt ja nur eine le⸗ bendige Quelle, die kraͤftig kann ſtaͤreken die durſtige Seele: Nur loͤchrichte Brunnen ſind Menſchen⸗ Gedancken, und Wolcken ohn Regen, die hin und her wanckfen. 6. Gott aber, der Heili⸗ ge, bleibe, der Meine, und W̃ ich auch in Ewigkeit blei⸗ be der Seine: Ehr, Ehre ſey dieſem Gott hoch in der Hohe, ſein allein ge⸗ heiligter Wille geſchehe. 382. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Eriſſue dich e ſchwacher Mund! dem Höͤchſten Lob zu ſingen, der ſoll der Menſch zu Gottes Menſchen anklebet, und Ruhm, erſchaffen als ſein der iſt geſegnet, wer IE, Elgenthum ſtets nach dem Stund in Ruhe laͤßt zu⸗ 1 bringen, mein GOTT, der du von Jugend auf 7 meinen Lebens⸗ auf, latz mir dis Lied gelingen. f 2. Hinweg mit aller Ei⸗ telkeit! wenn mein Hertz Gott verlanger; hinweg was giebt und nimmt die Zeit, damit der Weltling pranget Was ſichtbar iſt, dar ſchnell vergeht; un⸗ ſichtbar iſt. was ewig ſteht, da meine Geel anhanget. 3. Die Voͤgel fegen in der Luft, die Fiſch im Waſſer ſchweben, das un⸗ gezſefer in der Kluft, die Thier auf Erden leben: ſo Himmel ſtreben. 4. Gleichwie ein neu⸗ gebohrnes Kind hangt an der Mutter ⸗Bruͤſten, in ſelben ſeine Nahrung findt, ohn andre Speixß Geluͤſten; alſo mein Hertz nach GO TT verlangt, und ſtets an ſeinem Wil len hangt, in dieſer weite Wuͤſten. 1 5. Mein Gott! der du die Hertzen kennß, kaüſt ihre Wort verſtehen, der du mit heilgen Flammen brennſt: die Deinen zu erhoͤghen: Halt für ge⸗ nehm die ſtumme Sprach, indem mein Fuß nun nach und nach mit dir ſich will begehen. ö 6. In dir, o Schoͤpfer aller Ding! in dir lebt unſer Leben, du haſt uns dich ſo manchen Tag und einen Denckmal⸗ Ring an 2: ²˙² f— 8 m8. eee 5.. ̃—ꝛmüA. e e 1— 5 5— 2 ** F 1 L b 1* —— K— 64988 an unſern Leib gegeben, fo Zeiger⸗Hertz zu leiten. So zu allen Zeiten. ne Weiſ geheil'get Got⸗ Fuͤrſtenthum, noch Hun⸗ ger, Tod und Leiden, der Heilig, Heilig, Heilig iſt, Vom Lobe Gottes vielmahl unſer Hertz fich regt, und unſer Puls im Leibe ſchlaͤgt, ſoll dein Lob ſich erheben. 7. Mein Hertz klopft an die Himmels Thur, in dem es ſtetig ſchlaͤget, und ſin⸗ get ſchwingend für und fuͤr, ſo oft es ſich be⸗ weget: O Heilig, Hellig biſt du 80 TT! o Heilig biſt du Zebaoth! all's dei⸗ ne Guͤte traͤget. 8. Mach mich gleich ei⸗ ner juſten Uhr; in welcher einer Seiten haͤngt an dem Schoͤpfer der Natur, das vielmal ſich mein Hertz be⸗ wegt, ſo oft es Heilig, Hellig ſchlaͤgt, jetzt und 9. So wird auf dieſe ſei⸗ tes Namen, daß das Ge⸗ bet, zu ſeinem Preis, vermehrt des Glaubens⸗ Saamen. Gos iſt ein Licht ernaͤhret: So wird von meinem gantzem Sinn und alles was ich kann und bin, Gott ſtetiglich geehret. 12. Was droben vor des Hoͤchſten Thron die Engel⸗ Schaaren klingen, das kan mein Hertz mit ſchwachem Ton auch ihm zu Ebren ſingen, das Heilig, Heilig fort und fort, iſt meiner Seelen Heil und Hort/ das mir kann Freuden bringen. 13. Hingegen bebt all Augenblick und weiß viel Trauer Zeichen der Welt⸗ Geiſt, ſo des Teufels⸗ Strick nicht dencket zu entweichen. Er wancket Tag und Nacht ohn Ruh, ihn zieht der Satan Hoͤl⸗ len iu, da viel ſind ſelnes gleichen 7 14. Das Heilig, Heilig, welches macht die blöden Lippen lallen, muß in dem Schlaf auch bey der Nacht in dem Geaͤder wallen: Geiſt, der wohl verſteht, Mein Hertz ſingt tauſend, der Puls- und Hertzens⸗ Andachts⸗Red, und ſpricht dazu das Amen. ä 10. Von dleſem hohen Gottes⸗Ruhm, ſoll uns nichts moͤg en ſcheiden, nicht Welt, Gewalt noch verlanget unſre Lebens- Friſt, wenn wir die Suͤn⸗ en meiden. 11. Gleichwie die guͤld⸗ ne Sonnen- Blum ſich nach dem Himmel kehret, und dieſes Gartens Len⸗ tauſendmahl das Heilig, Heilig ohne Zabl, die En⸗ gel wiederſchallen. 15. Ihr meines Leibes Aederlein, hoͤrt niemals auf zu ſchlagen, Gott ſoll von euch gelobet ſeyn, in gut und boͤſen Tagen: So vielmals in der Sterblich⸗ keit ihr meines Lebens pete ſeyd, ſollt ihr ſtets heilig ſagen. 16. Hiedurch ich Gott vor Augen hab, und hüte mich vor Suͤnden, das Wort iſt meines Hertzens Gab, und macht mich frey zen ⸗Ruhm von ſolchem von Suͤnden, an meinem 1 bell gen ſch heiß e ße e Hild, ſſthinden. W. de leuch albelaſ get: Heil lch, free Gott! ut HErt geb 2. Halle ulld Mach Hoſtes ka dem wir fin Unt mlt fauſt dam getzuft,! vermahlet die Freun eiſſchaſt ib ögkin . Hal Haͤlget 80 öh uns N den wir! Ut it let, 5 dbe GO chſvon mt ne im und e 3 geehren 4 12.) N oben! dem Hochfſ e ſin: Scha ige und mein. mt fn pe. Ton( hn n eg ig enger 4 Hel J eiligſfort 10, fan dei Seel Auf mir k rede h eis 1 r igen dc lcher Auge ar und e demſ Tra Fanchen dad das Geil. dez dh So Sti pcht da ch be⸗ſentn P. Et 1h eilig, Tag n Nacht t undſihn Ander Sun 5 4 iel i glei 0 18 A el s Ge- wel cnacht. Preis, Lid Wollen, nh ubens⸗ Se Auch he ict ein in“ Geher erſteßt, M. metz fun itzens tn Wahl d ppc ſe ſei⸗ Got, 7 U Ledens eld ie Sün, Aee 0 Denn insgemein. 422 heil'gen Lebens End wird ſich mein Geiſt in Gottes Haͤnd, in dieſem Wort entbinden. 583. Mel. wie ſchon leucht uns ꝛc. allelujg! Lob, Preis und Ehr ſey unſerm Goder je mehr und mehr für alle ſeine Wercke! von Ewigkeit zu Ewigkeit, ſey in urs allen Ihm bereit t Danck, Weisheit, Kraft und 7 4 7 a ſin⸗ get: Heilig! Heil g! frey⸗ lich, freylich! Heilig iſt Gott! unſer Gott, der HeErr Zebaoth. 2. Halleluja! Preis, Ehr und Macht ſey auch dem Gottes Lamm gebracht, in dem wir ſind erwaͤhlet, das uns mit ſeinem Blut er⸗ kauft, damit beſprenget und getaufft, und ſich mit uns vermaͤhlet! Heilig, ſelig iſt die Freundſchaft und Ge⸗ meinſchaft die wir haben; und darinnen uns er laben. 3. Halleluja! GO Heilger Geiſt, ſey ewiglich “von uns gepreißt, durch den wir neu gebohren, der uns mit Gaben ausge⸗ a ziert, den Braͤutigam uns zugefuͤhrt, den Hochzeit⸗ Tag erkshren. Eya, Eya! 0 da iſt Freude, da iſt Wei⸗ de, da iſt Manna, und ein ewig Hoſianna. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr ſey unſermGott je mehr und mehr und ſeinem groſſen Namen! Stimmt an mit aller Himmels Schaar, und ſinget nun und immerdar mit Freu⸗ den: Amen! Amen! Klin⸗ get, ſinget: Heilig! Hei⸗ lig! freylich, freylich, Hei⸗ lig iſt Gott! unſer Gott, der HErr Zebaoth. 384. In eigener Mel. JERRͤ Gos, dich lo⸗ ben wir, HErr Gott, wir dancken Dir, Dich Gott Vater, in Ewigkeit, ehret die Welt ſehr weit und breit. All' Engel und Himmels⸗Heer, und was da dienet deiner Ehr, auch Cherubim und Seraphim ſingen immer mit hoher Stimm: Heilig iſt unſer GOT! Heilig iſt unſer Goc! Heilig iſt unſer Goc, der HErre Zeba⸗ oth! Dein' goͤttlich Macht und Herrlichkeit! geht uͤber Himm'l und Erden weit. Der heiligen zwoͤlf Boten⸗ Zahl, und die lieben Pro⸗ pheten all, die theuren Märtrer allzumahl loben Dich, HErr! mit groſſem Schall. Die gantze wer⸗ the Chriſtenheit ruͤhmt di auf Erden allezeit. Di Gott Vater! im hoͤchſten Thron, deinen rechten und ein gen Sohn: den Heilgen Geiſt und Troͤſter werth, mit rechten Dienſt ſie lobt und ehrt. Du Koͤnig der Ehren, JéESu u Chriſt! GOT Vaters ew'ger Sohn du biß; der Jung⸗ fraun Leib nicht haſt ver⸗ ſchmaͤht, zu erloͤſen das menſchlich' Geſchlecht. o uu haſt dem Tod zerſtoͤhrt ſein ö Macht, und alle Chriſten zum Himmel bracht. Du 1 0 ſitzſt Joo vom Lobe Gottes. ſitz' ſt zur Rechten Gottes gleich mit aller Ehr ins Va⸗ ters Reich. Ein Richter du zukuͤnftig biſt alles was todt und lebend iſt. Nun hilf uns, HErr! den Die⸗ nern dein, die mit deinem Blut erloͤſet ſern: Laß uns im Himmel haben Theil, mit dein'n Heilgen im ew⸗ gen Heil. Hilf deinem Volck, HERR JE Su Chriſt, und ſegne was dein Erbtheil it; Wart' und pfleg ihr zu aller Zeit, und heb ſie hoch in Ewigkeit Taͤglich HErr GOT T! wir loben dich, und ehr'n dein'n Namen ſtetiglich. Behuͤt uns heut o treuer Gott: vor aller Suͤnd und Miſſethat, ſey uns gnaͤdig, o HErre Gott ſey uns gnaͤdig in aller Noth. Zeig uns deine Barmhertzigkeit wie unſre Hoffnung zu dir ſteht. Auf dich hoffen wir lieber Herr! in Schanden laß uns nim⸗ mermehr, Amen. 535. Mel. Schoͤnſter Immanuel ꝛc. Hie Formirer der loͤblichten Dinge, der du mich Armen ſo ferne ebracht, ruͤhr mir die Zunge, damit ich dir ſin⸗ ge, und eins beginne nach duſſerer Macht, dich zu erheben, und dir zu leben, weil du mich mit ſo viel Gaben bedacht. 2. Dancket, ihr Augen dem ewigen Lichte, daß ihr ſo ſehend und offen da ſteht: langte Geſichte, daß euch noch dauret und noch richt vergeht; ſchauet mit Won⸗ ne auf Ihn, die Sonne, bis er euch unter die Ster⸗ nen erhoͤht. 3. Daucket, ihr Ohren, ihr vernehmen konnt, was er euch heißt Oefnet euch, daß er nicht rufe verge⸗ bens, laßt euch regieren den ewigen Geiſt, daß ihr konnt boͤren, wie man mit Choͤren, dorten Ihn ewig erhebet und preißt. 4. Dancke, du Riechen, dem Schoͤpfer der Naſen, Gelſt⸗Werck ergoͤtzt: Daß er den Lebens⸗Geiſt in dich geblaſen, daß Er dir Chri⸗ ſti Fußſtapfen vorſetzt, fleiſ⸗ ſig zu ſpuͤren, wie die dich fuͤhren, alles zu meiden, was ewig verletzt. 5. Daucke, du Zunge, fuͤr Reden und Schme⸗ cken, werde nicht fumm, zu erbeben die Macht, daß du dein Reden kannſt wei, ter erſtrecken, als wie die Thiere das Mund Werck gebracht; Lerne die Spei⸗ ſen eintzig hoch preiſen, welche, wer Chriſtum nur kennet, hoch acht 6. Dancket, ihr Glieder Gott alle fürs Fuͤhlen. Haͤnde fuͤrs Greifen, und Fuͤtze fürs Gehn, laſſet den Wandel doch eintzig drauf zielen, daß ihr dort Wolt ihr in Suͤnden dort nicht empfinden, wie ſich die Strafen der Hollen dancket Ihm für das er⸗ erhoͤnn. 1 F. Dancket/ dem Worte des Lebens, das daß dich ſo mancherley . Dane Mettand fuck, thell d d Flügel le/ laßt e das zeitlie Gefiederſt 0 1 0 chen Ri 8. Wer gere Gd. fine da flalls mit Vaeter! d en teuſet ſch ausſin 9 lc den ewig wohl koͤnnet beſtehn: fung ud. Fulle me Gott all 9. Nun ber so h. weil hu as ich be die Augen haben; dg acht, les Mach mie fer her! fein Ef hekkehtt. 10 Und eln geh welchts ſumel letket gug ich kun ſeh die gh biz du die Lobe G4 an. 1 langte TN U „diet Nun b 0 1 80— 1 8 h eil ihr v gen fin — er er Arzt 05 nem daß n ct F Sufbene ten 5 s deinſden n gest, 10 undſkzn pen, , und Chi bh igkeit erh Li Tr 8 0 ehr'n der 2 z pfer a 1 0% iglich. D 0 1 11 treuer. er Mü Suͤndſer Woehen, 100 o uns ge, dn e Gottiſſi fen n aller 1 den neh delneſſe n al ie unſreſw es Lig bal ht. Auf aucke, Ju r Herr iu e 10 ö us nim; e nd ct t 1 ben dec Reden la 1 rnecken, u Una 30% dl 0 rer der Ange, der We ſo ferne be mir die— 15 dir ſin, al 2 nach S fit tit dich zu ſüärs 0 zu leben, r Halde U 2 lg eh fe, it ſo. 525 100 Augen— iht 90 da ſiehe S8 Sn r das en, die Fluͤgel zur ewigen Fül⸗ 0 11 itz au lich dein Sohn, der uns insgemein. 501 7. Dancket, Gedancken, Verſtand und du Wille, dancke, Gedaͤchtniß und Urtheil dazu. Schwinget le, laßt euch nicht halten das zeitliche Nu Eur Lob⸗ Gefieder ſincke nicht nieder, bis ihr gelanget zur himm⸗ liſchen Ruh. 8. Wenn nun das In nere Gott ſo geprieſen, ſtimme das Aeuſſere gleich⸗ falls mit an: Freylich, o Vater! du haſt mir erwie⸗ ſen tauſendmahl mehr als ich ausſinnen kann: Nah⸗ rung und Huͤlle, Guͤter die Fuͤlle melder, dis habe Gott alles gethan. 9. Nun denn, du Ge⸗ ber ſo herrlicher Gaben! weil du mir giebeſt mehr als ich begehrt, laß mich die Augen ſtets inner mir haben; daß ich nichts mein ſi acht', als was du beſchert. Mach mich geringe, Schoͤ⸗ pfer der Dinge, bis ſich mein Etwas in Nichtes verkehrt. 10 Und weil denn noch ein Geſchencke vorhanden, welches viel 8 als Himmel und Welt, naͤm⸗ rettet aus Schanden, und get GStt und dem Lam ⸗ me mit ewigen Fleiß. Al⸗ ein Namen je werd genen net von Creiſe zu Creis. 386. In eigener Mel. die s Gottes, Lamm, 00 hochgebe⸗ nedeyet, daß du die Lieb er⸗ neuet, als unſer Broͤuti⸗ gam! die Lieb wird trium⸗ oſphiren, und uns mit Kro⸗ nen zieren, weil ſie vom Himmel kam; Holdſelt 95 GOttes Lamm! 2. Pereinte Liebe iegt, ſchwebt uͤber alle Hohen, kan überwinden ſehen, den Feind, der ſie bekriegt. Die Sieges⸗ 1 7 klin⸗ en, dem Koͤnig Danck zu ringen, weil all's zu Bo⸗ den 15 Vereinte Liebe 3. Nach wohl vollbraͤch⸗ ein Streit rechtfertigt ſich das Leben, das uns die Lieb gegeben, zu groſſer Juhel⸗ iegt Freud. Steh auf, du Fuͤrſt der Deinen, ſiegpraͤchtig zu erſcheinen in deiner Eleblichkeit, nach lang ge⸗ fuͤhrtem Streit. 4. Du biſt nur Lebens⸗ werth, man wird dich im⸗ dich nun wieder zufrieden geſtellt, welches mit Wei ſen nie gnug zu preiſen, bis du die Seele zum En⸗ geln geſellt. 11. So nimm, denn an, s mes im Hi mmel erklinget, Macht, Reichthum, Weis⸗ heit, Kraft, Ehre und Preis, Danckſagung, und mer muͤſſen, du Aller⸗ ſchoͤnſter, küſſen, ſo lang die Liebe waͤhrt. Die Liebe wird beſtehn, wenn alles muß vergehen, wie uns dein Mund ſelbſt lehrt: Du biſt nur liebens werth. 1 5. Du veſtes Liebes⸗ Band, wir ſind von dir gebunden, ſo bald uns hat was das Engel⸗Volck ſin⸗ gefunden des* treue les ſprech Amen! wo nur 502 vom Cobe Gottes treue Hand. Komm, laß uns in den Armen der ſuͤſ⸗ ſen Gunſt erwarmen: Wir ſind dir nah verwandt, du veſtes Liehes⸗ Band! 6. Mit einem Hertz und Mund ſoll in uns unſer Meiſter, dich Pater aller Geiſter, hoch preiſen alle Stund! frolock'n und ju⸗ biliren, in Liebe trium⸗ phiren, ſey unſer neuer Bund zu einem Hertz und Mund. 5 7. Der heil gen Engel Chor verkuͤndigt deine Thaten, o Held! von Kraft und Rathen, und hebt dein Lob empor: Zeuch her in deiner Staͤrcke, laß deine Liebes⸗Wercke erſt kommen recht hervor, ſo ſingt der 8. Der Aeltſlen gantze Schaar, die vor dem Thro⸗ ne wohnen, die werfen ihre Kronen vors Lammes Fuͤſſen dar. Wir fall'n mit ihnen nieder, und ſingen Lobes⸗Lieder, denn kurtz: Er iſt es gar! ſo ruft der Aeltßen Schaar. 9. Die Liebes Harmonie, ſoll immer ſuͤſſer ſpielen, je mehr ſie Kraft wird fuͤhlen, ohn Ende dort und hie. Dein Reich muß in uns bleiben, vermiſchte Kraft vertreiben, der eit⸗ len Phantaſie, durch Lie⸗ bes Harmonie. 10. So waͤchſt dein Le⸗ ben mehr zur Mannheits⸗ vollen Stͤrcke, wenn alle Liebes⸗Wercke dir brin⸗ gen Ruhm und Ehr. Wenn Lieb wird Engel machen, ſo kann ſie wohl tzes H verlachen der Feinde gan ſo waͤchſt dein eer; Leben mehr. 11. Danck, Welsheit, Staͤrck und Pracht, Lob, Das Lamm, das uns be⸗ freyet ſey hochgebenedeyet, reiß und Macht, Dank, Weisheit, Ihm ſey Lob, P Staͤrck und Pracht. 587. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Leid und groſſe Noth muß gehen, will dennoch G Ott mit groſſer Freud und Hertzens Luft erhoͤhen. Mein GO c, du Konig, hoͤre mich, ich will ohn alles Ende dich und deinen Namen loben. 0 4 2. Ich will dir mit der Morgenroth ein taͤglich Opfer bringen: So oft die liebe Sonn aufgeht, ſo ofte will ich ſingen dem groſſen Namen deiner Macht, das ſoll auch in der ſpaͤten Nacht mein Werck ſeyn und Geſchaͤſte. 3. Die Welt die dünckt uns ſchoͤn und groß, und was für Gut und Gaben ſie tragt in ihrem Arm und Schooß, das will eig jeder haben: und ißt doch alles lauter nicht, eh als mans recht genießt, 905 brichts, und geht im Huy zu Grunde. 4. Gott iſt alleine groß und ſchoͤn, unmoͤg lich aus ahn, inloben, Jah der ich oft in tiefez f it den eee hen/ Joch dllzel em Thro ſhechen, cen kann, Herrlichkeit und Leben, ſey unſerm Gott gegeben, der uns zur Lieb gebracht. Fleiß get mit it u loben a will bon Nacht un chene Elbe kee 7. Und n Lobe& iz ba ver F f 0 W „ 11. 4 4, cu ei 1 10 Fund Herr Pet 0 unſerſſey r r dt aller[der 1er 1 0 N use 1 J — — —— —— — id ju⸗ rium Ihn g oh, Bag d b und Ste Ba pc Engel bogen 5s Meng gu Kraft, lehnt bt dein Jerich ng her in 4 5 und 110 deineſ mi den, Al ommenſG 1 nit muse igt derſun cee et J. Nu ge gantze n E ig, d u Thro⸗ſie a e werſenſdi! ed dein dn kammes li s ill'n mit 0 55 5 J ſingen J Weuith cl in 11 E bringe, ruft derd de Ein e i t wird enn e dort 10 1 0 dein Le⸗ 2 annheits“ wenn alle 87 ft dir brin⸗! h, 1d Eb ge ird Enge] n ſie woh Dein' Herrlichkeit und gantzen Welt bekannt und len ſchweren Schulden, die aus der gantzen weiten Welt ohn Unterlaß bis an insge 53 mein. zu loben, auch denen, die doch allzeit ſtehn vor ſei⸗ nem Throne droben. Laß ſprechen, wer nur ſpre⸗ chen kann, doch wird kein Engel, noch kein Mann des Hoͤchſten Groͤß aus⸗ ſprechen. 5. Die Alten, die nun nicht mehr ſind, die haben Ihn gepreiſet; ſo hat ein jeder auch ſein Kind zu ſolchem Dienſt geweiſet. Die Kinder werden auch nicht ruhn, und werden doch, o Goc! dein Thun und Werck nicht gantz auspreiſen. 6. Wie mancher bat vor mir dein Heil und Lob mit Fleiß getrieben: und ſiehe mir iſt noch mein Theil zu loben uͤbrig blieben, i will von deiner Wunder⸗ Macht und der ſo herrlich ſchoͤnen Pracht, bis an mein Ende reden. 7. Und was ich rede, wird von mir manch frommes Hertze lernen, man wird dich heben fuͤr und fuͤr hoch über alle Sternen. ſtarcke Hand wird in der boch berufen werden 8. Wer iſt ſo gnaͤdig als wie du? Wer kann ſo viel erdulden? Wer ſieht mit ſolcher Langmuth zu ſo vie, das Zelt des hohen Him mels ſtei gen? 9. Es muß ein treues Hertze ſeyn, das uns ſo 10. Drum, HEtr, ſo ol len dir auch nun fuͤr deine Wercke dancken voraus die Heilgen, deren Thun ſich hält in deinen Schrancken, die ſollen deines Reichs⸗ Gewalt und ſchoͤne Regi⸗ ments Geſtalt, mit vollem Munde ruͤhmen. 5 11. Sie ſollen ruͤhmen, dab der Ruhm durch alle Welt erklinge, daß jeder⸗ mann zum Heiligthum dir Dienſt und Opfer bringe. Dein Reich, das iſt ein ew'ges Reich, dein' Herr⸗ ſchaft iſt dir ſelber gleich der du kein End erreicheſt. 12. Der HERR iſt bis in unſern Tod beſtaͤndig bey uns allen, erleichtert unſre Creutzes⸗Noth, und haͤlt uns wenn wir fallen: Er ſteuret man⸗ chem Ungluͤcks Lauf, und hilft uns wieder freund⸗ lich auf, wenn wir ſind hingeſchlagen. 13. H E RR, aller Au⸗ gen ſind nach dir, und deinem Stuhl gekehret: Denn du hiſts auch; der al⸗ les hier ſo vaͤterlich ernaͤh⸗ ret; Du thuſt auf deine milde Hand, machſt froh und ſatt, was auf dem 7 im Meer und Luͤf⸗ en 14. Du meynſt es gut, und thuſt uns Guts, auch da wirs oft nicht den⸗ boch kann lieben, da wir cken; wie mancher iſt betruͤb⸗ doch in den Tag hinein, was gar nicht gut iſt, uͤben. Gott muß nicht anders ſeyn, als gut, daher fleußt ſeiner Gute Fluth auf alle ſeine Mercke. 504 Vom Lobe Gottes betruͤbtes Muths, und frißt ſein Hertz mit Kran cken, beſorgt und fuͤrcht't ſich Tag und Nacht GO hab ihn aaͤntzlich aus der Acht gelaſſen und vergeſſen. IF. Nein! Gott ver, gißt die Seinen nicht, Er iſt uns viel zu treue, ſein Hertz iſt ſtets auf uns ge⸗ richt't, daß Er uns let erfreue. Gehts glelch bis⸗ weilen etwas ſchlecht, iſt er doch heilig und gerecht, in allen ſeinen Wegen 16, Der HErr iſt nah und ſtets bereit einem ſe⸗ den, der Ihn ehret, und wer nur ernſtlich zu Ihm ſchreyt, der wird gewiß er, hoͤret: Gott weiß wohl wer Ihm hold und treu, und deme ſtebt Er denn auch bey, wenn ihn die Augſt umtreibet. 17. Den Frommen wird nichts abgeſagt, Goc thut, was ſie begehren, Er mißt das Unglück, das ſie plagt, und zahlt all ihre Zaͤh⸗ ren. Er reißt ſte endlich der ſie kraͤnckt und haßt, den ſtürtzt Er gantz zu Boden. 8 18. Dis alles, und was ſonſten mehr man kann fuͤr Lob erzwingen, das ſoll mein Mund Ruhm und Ehr zum Hoͤchſten, taͤglich ſingen⸗ Und alſo thu auch im⸗ r 8— 2— 2 2 2—»-„— 2—— f 1 . 2——————̃ ˙— lebt an jedem Ort: Das wird GOctT mohlge⸗ aus der Lgſt: Den aber, zum merfort, was webt, und ihr Chriſten all zugleich. 3 1d Mund HERR meines Hertzens Luſt: ich ſing und mach der Erden kund, was mir von dit bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und aus uns allen früh und ſpat viel Heil und Seegen fleußt. 3. Was ſind wir doch! Was haben wir auf dieſer Vater! nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das ſchoͤne Himmels Zelt hoch uber Uns geſetzt? Wer is es der und Regen netzt? N 5. Wer waͤrmet uns in Kalt und Froſt? Wer ſchuͤtzt uns vor den Wind; Wer macht es, das man in unſerm Vaterland? 7. Ac ERR, mein Gott! das kommt von dir, du, du mußt alles tbun, du hältſt die Wach an unſrer Thuͤr, und laß f uns ſicher ruhn. c 8, Du naͤhreſt uns bon Jahr zu Jahr, bleibt immer fromm und treu, fallen. und ſtehſt uns, wenn. 588. M. Lobt Gott Ich ſinge dir mit Herz ur Echuld, un das Meer. Jb. Went gantzen Erd, das uns 9 uns unſer Feld mit Thau Oel und Mo ſt zu ſeinen Zeiten findt? 6. Wer giebt uns Leben und Gebluͤt? Wer hilt mit ſeiner Hand den güde nen, werthen, edlen Fried . — ſüͤſtzt und du gar bald giebſt uns erfeut, un ew'ge Quelle ſeyſt, dar⸗ fa f II. Dl ei Chriße pts fen! Ln Zeh big ig Jef und legt es 12. Du bens Mar dem, Was e füheg uns Haus, wen eltgeht. f 10. dun Jugend U fait Lobe 0 und Ce Nran⸗ 588 rcht't Nacht utzlich mund] 9 me 1 ſin, „ ſein km ins ge- hen is letzt lch bis- B cht, iſtſen t ver t, lem je⸗ t, und J um! zu Ihmjg iß wohlſg d treu, ommenf ga Hertze, ſingt und ſp geſagt, was ſief! nißt das ie plagt, A ee e 4. Er iſt dein Schatz e dee dei f e endli den aber, und haßt gantz ich man kan da U 51 900 Mes —. AIgleih. Tae g A Mund 0 r detgeſt i mac ewas m 2) weiß, 1 der eule, 0 * 0 f r aben Wü r Ec, n. l wönh der hit Bet nine 25 6 110 macht l 5 0 „ Wer geh ö N = Ailtt Hh 0 d, ian zun Bund wirf ſie hin auf den, c 1 von Jugend auf verſorget — 1 4 U 7 Jer sten 2 W 0 in Gefahr gerathen, treu⸗ 1 hriſeag dich ber. Whriſing 9. Du ſtrafſt uns Suͤn⸗ was ſein Kummer ſey: dein Schirm und Schild, Schaft Nat und läßi „ und wa Ain f di 1 5 . insgemein. 505 der mit Geduld, und ſchlaͤgſt nicht allzuſehr, ja endlich nimmſt du unſre Schuld, und wirfſt ſie in das Meer. 0 10. Wenn unſer Hertze eu du gar bald erweicht, und giebſt uns was uns hoch erfreut, und dir zu Ehren reicht. 5 I. Du zaͤhlſt, wie oft ein Chriſte wein', und Kein Zaͤhr-und Thraͤn⸗ lein iſt ſo klein, du hebſt und legſt es bey. 12. Du fuͤllſt des Le⸗ bens Mangel aus mit dem, was ewig ſteht, und fuͤhrſt uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd tgeht. ö 13. Wohlauf! mein ring, und habe guten Muth, dein Gott, der Urſprung aller Ding, iſt ſelbn und bleibt dein Gut. dein Erb und Theil, dein Glantz und Freuden⸗Licht dein! Huͤlf und Heil, ch nicht. 16. Hat Er dich nicht ftzt und ſchreyt, wirſt! B unerſchoͤpfter Quell! Der chen ſchweren Ungluͤcks⸗ Lauf hat er zuruͤck ge⸗ kehrt. N 17. Er hat noch nie⸗ mals was verſehn in ſei⸗ nem Regiment: Nein, was Er thut und laͤßt ge⸗ ſchehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ey nun! ſo laß Ihn ferner thun, und red Ihm nichts darein So wirſt du hier in Friede ruhn, und ewig froͤllch ſeyn. 589. M. Preis, Cob, Ehr, Auhm. omm, beug dich tief, mein Hertz und Sinn, vors Lammes Thron in Staub darnieder! leg dich iu ſeinen Fuͤſſen hin, und wiederhole deine Lieder. Erkenne, wie du ſelbſt aus dir nichts biſt, wie Goc in dir und allen alles iſt. 2. Wo haͤtt'ſt du einen Funcken Kraft, wenn du ſie nicht erlangt von oben? Wer hat dir ſo viel Ruh geſchaft vor deiner Fein⸗ de Liſt und Toben! Wer ſtillte wohl das Brauſen dieſes Meers, und wer bezwang die Macht des Hoͤllen⸗Heers? 3. Wer hat dich von dem Strick befreyt? Dein Leben vom Verderb geriſ⸗ ſen? Wer kroͤnt dich mit Barmhertzigkeit, und laͤßt dich ſeine Rechte wiſſen? iſt Du es nicht, Du taͤg und ernaͤhrt? Wie 2 ſtarck und hell? lich noch auf uns Hat 4 506 Vom Lobe Gottes 4 Hat uns nicht deine das uns erkauffet hat, w Hand gefaßt, und wieder Lob geſagt in unſrer aller Menſchen Hoffen, ge- ter bracht aus aller Guͤnden⸗ Laſt, daß wir das Ziel der Hertz und Ruh getroffen, und reichen deine Einheit ſo zuſam Fried vor Feinden um uns her genieſſen ſtets, von Furcht und Zweifel leer? 5 5. Was zwiſchen uns ſich ſetzen wolt, hat deine Kraft bald ausgetrieben, du bleibeſt deinem Tem⸗ pel hold, das bis hieher dein Bau iſt blieben, daß veſte ſteht des Sohnes Herrlichkeit, die dir in uns der Vater hat bereit.. 6. Du uͤberſchuͤtteſt uns mit Lieb', und reinigeſt Hertz, Muth und Sennen, daß wer durch deines Geil ſtes Trieb, dich ſtets in uns mehr lieb gewinnen. Du druͤckſt dem Geiſt der Rein, — 10 übel 3. N lt Freud 1% Ba. fer Lieb ul, ſo; Hal, a gen, Hal gen unſe dem Lamt Prautiga — Muß Stadt. 9. Gieb uns hierzu el Mund, hal men: daß unſer Geiſt von Lieb verwundt, dir ſtetz zuſchiek die keuſche Flam men: Mach uns vor die als Wagen Cherubim entzuͤndt uns ſtets ah Feuer Seraphim. 590. M. Jauchzet al mit Macht ꝛc. aſſet uns den HErren preiſen, und vermeh, ren:,: ſeinen Ruhm! fim met an die ſuͤſſen Weiſeg, die ihr ſeyd ſein z,: Eigen thum. Ewig waͤhret en Erbarmen, ewig will Et uns umarmen, mit der ſuͤſſen Liebes Huld, nicht fenen, 997. Hal Ihn fein euren Be Und Rath Held im Aus in Ft ken Ttoſt ther gl. heit Siegel auf, daß uns kein Koth befleckt den fro⸗ men, hen Lauf. 9 So nimm dafuͤr zum Opfer hin uns ſelbſt mit allem, was wir haben: Nimm Geiſt, Seel, Leib, Hertz, Muth und Sinn zum Eigenthum, ſtatt andrer Gaben: dir ein Lob ſelbſt aus dem Mund der Saͤuglingen, 4285 deinen Namen und. 8. Sind wir doch nichts in uns ohn dich, was ba⸗ ſtes Kind ſeine Kinder woy iu fen ben wir ohn deine Wercke? Dir, dir g buͤhret ewig⸗ lich Macht, Weisheit, Ebre, Kraft und Staͤrcke, Gott und dem Lamm, Bereite gedencken. unſrer Schuld Preiſet ewig,: ſeinen Nan nt, die! 8 die ihr ſeyd von meederfah Abrams Saamen: Ruͤh⸗ In Loh er met ewig ſeine Wercke, 90 In iu bet Ihm Lob:,: Ehr un, Pute Staͤrcke. Dluze, de 2. Ebe noch ein Meuch Sill u gebshren, hat Er un each von e zu- ,: vor erkannt, un nachts ge in Chriſto auserkohren! Huld geſc ſeine Huld uns:): zug i nit bet wandt. Selbſt der Him könne un mel und 5 1 8 fler uns zu Dienſte werden, mite weil wir durch ſein liel 6 17 Enig ful — den find. Ewig ſolche; mt une h Guade waͤhret, die K fol gema ans in Ihm beſchere in un öllen wir un 3 1 uͤben n wider dot ae nenen 9 An en: 0 Nb Ziel der h 0 10 300 teichen de W nel en unn n ug . dete, ei unt, Zweifelſu J dee fh m. Rach ul en unsſa gen hat deinele undt un etrieben, g Serge m Tem- s hieher hen, daß Sohnes die dir ter hat tteſt uns f N. Jug it high K Ae, W. V fein reinigeſtſ an die da dE nnen, Ser fe eines Ges web. Egg fete in uns rm, g nen. Du rum! der Reim l Lehel „ daß unt aner u ckt den ſto 1 ſet tue n dafuͤr zun im ein ſelbſt mi r eg wir baben= In d Seel, 24„0 1 a 1 * oben E l Sͤͤuglinge n Nam r doch nich ich, was! eine Werch 1nd c nichts als Lieb und ,: tet mit verlangen, bis Er koͤnne uns umfangen, und u mittheilen durch ſein Blut. Sroſſe Gnad iſt /: da 110 0 trennen. insgemein. 507 lieben. 3. Ja, wir wollen nur uͤben, uͤber alles:,: Ihn zu mit Freuden zu dem lie⸗ ben:,: Vater gehn, uns in ſeiner Liebe weiden, wie die thun, ſo ,: vor Ihm ſtehn. Heilig, Heilig, Heilig ſin⸗ gen, Halleluja ſoll erklin⸗ gen unſerm Gotte und dem Lamm, unſerm holden Braͤutigam. Laſſet ſeinen ): Ruhm erſchalen, und erzaͤhlt ſein Werck vor al⸗ len, daß er ewig uns er⸗ waͤhlet, und zu ſeinem:,: Volck gezaͤhlet. 4. Lernet euren IEſum kennen, der euch theu'r er⸗): kaufet hat; lernet Ihn fein lieblich nennen euren Bruder,:,: Freund und Rath, euren ſtarcken Held im Streit, eure Luſt in Fröͤlichkeiten, eu⸗ ren Troſt und euer Heil, euer allerbeſtes Theil. Ewig ſolche:.: Guͤte waͤh⸗ ret, die euch durch Ihn wiederfaͤhret. Ewig foll das Lob erklingen, das wir Ihm zu:,: Ehren ſingen. 5. Tretet nur getroſt zum Throne, da der Gnaden⸗: Stuhl zu ſehn: Es kann euch von Gottes Sohne Huld geſchehn. Er erwar⸗ das allerhoͤchſte Gut uns zu finden: Er will ſich Pſalter und hoͤren. 6. Ex hat nunmehr ſelbſt die Fulle ſeiner Gottheit,: aufgethan, und es iſt ſein ernſter Wille, das nun kom⸗ me n jedermann: Keiner ſoll ſich hiebey ſchaͤmen, ſondern Snad um Gnade nehmen: wer ein hungrig Hertze hat, wird aus ſeiner Fülle ſatt. Ewig ſolche:,: Fülle waͤhret, die uns ſo viel Guts beſcheret: Wol⸗ luſt die uns ewig traͤncket, wird uns daraus:,: einge⸗ ſchencket. 8 7. Nun, du liebſter, unſer Lallen, damit wir dir ,: danckbar ſeyn, laß dir gnä⸗ dig wohlgefallen, bis wir alle:: insgemein ewig dei⸗ ne Guͤtigkelten mit geſam⸗ ten Lob ausbreiten, da wir werden Gloria ſingen und Halleluja. Preis, Ehr, Ruhm, Danck,:, Macht und Staͤrcke, und was ruͤbmet ſeine Wercke, wer⸗ de unſerm God gege⸗ ben. Laßt uns Ihm zu ,: Ehren leben! 501. M. Haſt du denn I lEſu dein ꝛc. Lobe den HErren, den maͤchtigen Koͤnig der Ehren, meine gellebete Seele! das iſt mein Be⸗ gehren. Kommet zu Hauf, Harfe, wa auf! laſſet die Muſteam 2. Lobe den HErren der mit uns verbinden, und alles ſo herrlich regteret 0 1 ſoll niemals etwas konnen der dich auf Adelers Fitti⸗ . 1 uns von ſeiner ,: Liebe gen ſicher gefuͤhret. Der ig Wil dich erhaͤlt, wie es dir ſel⸗ „ ber 50 Dol der gefallt: Haſt du nicht dieſes verſpuͤret? 3. Lohe den Herren, der kuͤnſtlich und fein dich Vom Lobe Gottes. Gras wachſen boch auf duͤrren Bergen. Lobet den HErrn:,: 4. Der allem Fleiſche:⸗ bereitet, der dir Geſund⸗giebet ſeine Speiſe, dem heit verliehen, dich freund Vieh ſein Futter, vater, lich geleitet: In wie viel Noth hat nicht der gnua⸗ dige Gort, uber dir Fluͤ⸗ gel gebreitet. 4. Lobe den HErren, der deinen Stand ſichtbar geſegnet, der gus dem Himmel mit Stroͤmen der Lebe eregnet; dencke daran, was der Allmach⸗ tige kann, der dir mit Lie⸗ de begegnet. 5. Lobe den HErren, was in mir iſt, lobe den Namen: Alles was Othem hat, lobe mit Abrahams Saamen: Er itt dein Licht, Seele, vergiß ja nicht, lobende ſchlieſſe mit Amen. 592 In eigener Mel. 9 5 den HErren,:,: den Er is ſebr ſreund⸗ lich, es iſt ſehr koͤſtlich unſern Gott zu loben;:,: ſein Lob iſt ſchoͤn und lieb⸗ lich anzuhoͤren: Lobet den HErren ,: 2. Singt geg'n einan⸗ der.:,: dem HErren mit Dancken, lobt Ihn mit Harfen, unſern GOT licher Weiſe:,: den jun⸗ gen Raben, die ihn thun anrufen. Lobet den HEr⸗ ren ,: i 5. Er hat nicht Luſte!! an der Starck des Roſſes, noch Wohlgefallen an je mandes Beinen:,: Er hat Gefall'n an den'n, die guf Ihn trauen. Lobet den HeErrn ,: 6. Dancket dem HEr⸗ ren, ,): Schoͤp fer aller Dinge, der Brunn dez Lebens thut aus ibm ent⸗ ſpringen:,: gar hoch vom Himmel her aus ſeinem 2 * gieb du die Gnade allen frommen Cy riſteu,: daß ſie dein'n Namen ewig preiſen, Amen! Lobet den Erren ,: 593. M. Beſiehl du deine Wege. Lebe GOT unſern „HeErren in ſeinem Hei ligthum, N Ehren, macht herrlich ſel⸗ nen Ruhm, lobt Ihm im den werthen.:,: Denn Er iſt maͤchtig und von groſ⸗ ſen Kraͤften. Lobet den HErren 1, 3. Er kann den Him⸗ mel:): mit Wolcken bede⸗ cken, Er giebt den Regen, wenn Er will auf Erden:,: Er laͤßt Firmamente, da ſeine und ſein roß' Gewalt 2 1 zu ſehl ſtarck Regimente iſt mannigfalt. Munde all ſeine Wunder That, die Er zu a lle Stunde haͤufig deri Hertzen. Lobet den Her 1 75 8 IEſu Chriſt,. Sohn des Allerhoͤchſten, zu Lobe ſeiner 2. Lober mit Hertz und 4 — 10 00 fel und gtoſſe thut fin fu in alle J. lobet nit her P. m Her nacht eln lt Platt Geigen, ſrument, degleiche de, ales fil seines; de, zi hekthat. 6, Amen id Herde Aaabge se „ ligkeſt tteiht! Und gar. un Hen Ihn allge feld det Haßelel. 0 f Haul 0 niche 90 Lobe 0 908596. u nicht 1. asg) n Meran 8 der m in di A ale Heſund, gi. 1 900 freund V. n duch ö wie viel lie eisen 10 er gag ge l ider, ih dit Fluͤ⸗ſ ar r, Tae re r denen„ ſichdatſa ee a h Stic la us dem fu Se men derſu 4 Beung denckeſe Ae and Allmach⸗ e Wetauen mit Lie- 8 1 HErren, lobe den s Othem lbrahams iſt dein dd Jene des l er Mel. du 9 irren,/ men Eh 90 freund; Seil e br köſtlich! 2 u, Mah loben f 0 en n und lieb.. Lobet de M. gen einan 5 et Söll Eren mi Denne t Ion mi! an, 10 U 05 dl, nach e Denn E Ruh, 10 d von gro nnen 5 Gen Lobet de 25 t Naa den in Sime, bet! olcken ded„ 1 ziebt Nen 106 ö U . U 775 Er deine U hat, ob ſeiner Maſeftaͤten, und groſſen Herrlichkeit, thut ſein Lob weit ausbrei⸗ ten in alle Ewigkeit. 3. Lobet Ihn froͤlich alle, mit der Poſaunen⸗Klang, dem HErren zu gefallen, macht ein lieblich Geſang, mit Pfalter, Harfen und Geigen, ſamt andern In; ſtrument, mit Paucken Pfeif'n und Reigen, prei⸗ ſet ſein Lob behend. 4. Des HErren Namen alle lobet mit Salten⸗ Spiel, mit hellem Cym bel⸗Schalle macht ſeines Lobes viek, mit Cymbeln, die wohl klingen, ruͤhmt ſeine Guͤtigkeit, von ſei⸗ nem Lob thut ſingen, im⸗ mer und allezeit. F. Es ſoll den HErren loben und preiſen immer⸗ dar, im Himmel hoch dort oben die engeliſche Schaar, desgleichen auch auf Er⸗ den, alles was Othem hat, ſoll ſeines Ruhms voll wer⸗ den, preiſ'n ſeine Wun⸗ derthat. f 6. Amen mit Mund und Hertzen ſprecht, o ihr glaͤubge Schaar, all Trau⸗ rigkeit und Schmertzen treibt von euch gantz und gar. Sepd froͤlich in dem HErren, und lobt Ihn allezeit, Er wird in Freud verkehren all euer Hertzeleid. 7. Er wird euch reich⸗ lich geben, all's was euch noͤthig iſt, allhier in die⸗ ſem Leben, und dort zu aller Friſt; wird euch im Himmel fuͤhren, und ſelig insgemein. n 50 einem Eid betheuren Amen, das werde wahr. 594. Mel. Nun lob mein Seel dem ꝛc. Wan lobt dich in der N Stille, du hoch er⸗ habner Zions⸗Gott, des Ruͤhmens iſt die Fulle vor dir du ſtarcker Ze⸗ baoth, du biſt doch HErr auf Erden, der Frommen Beſchwerden laßt du die Deinen nicht. Drum ſoll dech ſtuͤndlich ehren mein Mund vor jedermann und deinen Ruhm vermeh⸗ ren, ſo lang er lallen kann. 2. Es muͤſſen, HErr, ſich freuen von gantzer Seel, und jauchtzen ſchnell, welch unaufhoͤr⸗ lich ſchreyen: Gelobt ſev“¶ der Sott Iſrael; ſein Name werd geprieſen, der groſſe Wunder thut, und der auch mir erwieſen das, was mir nutzt und gu. Nun, das iſt meine Freu⸗ de, daß ich an Ihm ſtets kleb, und niemals von Ihm ſcheide, ſo lang ich leb und ſchweb. 3. HErr, du haf deinen Namen ſehr herrlich in der Welt gemacht: denn als die Schwachen kamen, haſt du gar bald an ſie gedacht. Du haſt mir Gnad erzelget: Nun: wie vergelt ichs dir? Ach! bleibe mir ge⸗ neiget, ſo will ich fuͤr und fuͤr den Kelch des Heils erheben, und preiſen weit und breit dich, G E RR mein God!] im Leben, machen gar, thuts mit und dort in Ewigkeit. Zuverſicht in Truͤbſal und 1 510 Vom Cobe Gottes. 517. M. Wo ſoll ich 5 fliehen hin. ein Vater deine Gnad, die du mir fruͤh und ſpat ſo reichlich baſt erwieſen, die ſey von mir geprieſen, jetzt und zu allen Zeiten, will ich dein Lob ausbreiten. 2. Auf! auf! mein 9 5 empor, hinauf zum ngel⸗Chor ſolt du dich eiligſt ſchwingen, und mit demſelben ſingen Lob, Preis, Kraft, Macht und Staͤrcke, dem HERRN ſo groſſer Wercke. 3. Wenn der durch ſeine Kraft in uns ſelbſt wirckt und ſchafft, daß wir den Vater kennen, und Her⸗ tzens⸗Abba nennen: So muß uns dieſe Erden, ein ſchoͤner Himmel werden. 4. O ſuͤſſer JESu Chriſt, der du mein Reich⸗ thum biſt: Dich hab ich treu erfunden, in ſchwe⸗ ren Creutzes⸗ Stunden Mich haſt du oft erqui⸗ cket, wenn mich die Laſt gedruͤcket. 5. Du gabeſt mir den Sieg und Waffen in den Krieg, und Krafte, recht zu kampfen, halfſt mir die Feinde daͤmpfen, und durch Kraft deines Blu⸗ tes, bin ich recht gutes Muthes. 6. Wer Chriſti Blut er⸗ greift, dem wird auch dar⸗ gereicht Vergebung ſeiner Suͤnden, die ſind nicht mehr zu finden, ihm aber wird gegeben Troſt, Frie⸗ 7. Allein das Hertz muß ſeyn aufrichtig redlich, rein, es muß die Suͤnde haſſen, und alle Luͤſe laſ⸗ faſſen, ſich ſelbſt und Welt verlaſſen. 8. Drum, Seele, wenn Thun im Licht vor Gott gebührend handeln, ſo wird dir noch auf Erden, 55 Guts geſchencket wer⸗ en. 9. Viel Gnade, Kraft und Staͤrck, in alle deinem Werck: Er wird ſich dir verbinden, und gnaͤdis laſ⸗ ſen finden: Wirſt du nut in ihm bleiben, dich ihm zum Dienſt verſchreiben. 10. Es wird dich ſelne Huld taͤglich von aller Schuld und innerm Greul der Suͤnden befreyen und entbinden. Denn wo die Geiſt, Kraft und Leben. 11. Und dafür preiſet lich, zu aller Zeit und Stunde, die ſchwache Zung im Munde. Gelo⸗ bet ſey dein Namen bey mir und allen, Amen. frommer ꝛc. mit Hertzen, Mund de, Freud und Leben. ˖ och jetzo gethan. gut, und noch jet 4 Del ſen, und IEſum eintzig f du nun in allen deinem wirſt wandeln, und Chriß⸗ Suͤnd vergeben, da ſſt dich, mein IEſu, innig⸗ 596. M. O Gott, du 5 un dancket alle Gott und Haͤnden, der groſſe Dinge thut an uns und allen Enden, der uns von Mutterleib und Kinde, Beinen an unzaͤhlig viel in beet ſhtt und! als aller N ligen Geiß Hummels, Diopeintge det im An ist und ble Fund und i 507,. dich in Mun lob hen i den Nan WVohlthat! bekgaß es! meig] hat insgemein. Fr en 2. Der ewig reiche f 100 5 0 Gott woll uns bey deine ha e a unſerm Leben, ein immer zu mir f ſen eee froͤlſchs Hertz und edlen eichlich fac 19 i Frieden geben, und uns ey von ver! 15 ch in ſeiner Gnad erhalten izt unde fort und fort, und uns e eig, aus aller Noth erloͤſen hier will ichſdu n in ü ee und dort. 7 9 e Lace yz 3. Lob, Ehr und Preis 1 w ada ine ſey GOtt, dem Vater und N 1 00 a buch dem Sohne, und dem Gei⸗ 98 i i g h ligen Geiß, im hoͤch len und met uß ch is geen Himmels Throne! Dem en Lob, de Dreyein igen Gos, als icht unde e g der im Anfang war, und XRN fou c, i ict und bleiben wird, je⸗ Dec tzund und immerdar. ech ſeineſd Teen, a ſt wircktſſ 1 597. M. Man lobt wir den deb, dich in der Stille. ind Her; wren ee Io un lob' mein Seel den en: Sof See a e Herren, was in mir den, eln! N tic u ig den Namen ſein! Sein werden. in un Wohlthat thut er mehren, JeESuff mae vergiß es nicht o Hertze eſn Resch den, ea mein! hat dir dein Sünd d dab schl 8 bag vergeben, und heilt dein in ſchwe⸗ nh Sc wachheit groß, errettt Stunden s] E. i dan dein armes Leben, nimmt u e neh d dich in ſeinem Schoß mit t Ul⸗ 3 57 n ilk Der Koͤnlg ſchafft Recht, 9 die Laſt Ane behuͤtet, die leiden in ſei⸗ nem Reich.. 2. Er hat uns wiſſen mir d fen in aft mit laſſen ſein heil ges Recht * und M. oc und ſein Gericht, darin eines Blu froſh ſein Guͤt ohn Maſſen, es echt gutet mang'lt an ſein r Erbar⸗ n bu mung nicht: ſein'n Zorn al Blut 2 At ch läßt er bald fahren, fraft 1 5— bel denen bloͤden iſt reichem Troſt beſchuͤttet, O verjuͤngt dem Adler gleich. fuͤrchten ihn, ſo fern der Oſt vom Abend, iſt unſre Sünd dahin. 3. Wie ſich ein Pater erbarmet uͤb'r ſeine junge Kinderlein; ſo thut der HErr uns Armen, ſo wir ihn kindlich fuͤrchten rein, Er kennt das arm Ge⸗ maͤchte, Gott weiß, wir find nur Staub, gleichwle das Gras zu rechnen, ein Blum und fallendes Laub, der Wind nur druͤber we⸗ het, ſo iſt ſie nimmer da: Alſo der Menſch vergehet, ſein Ende iſt ihm nah. 4. Die Gottes Gnad alleine ſteht veſt und bleibt in Ewigkeit, bey ſeiner lie⸗ b'n Gemeine die ſtets in ſeiner Furcht bereit, die ſeinen Bund behalten, Er herrſcht im Himmelreich. Ihr ſtarcken Engel, waltet ſein's Lobs, und dient zugleich, dem groſſen HErrn zu Ehren, und treibt ſein heil ges Wort? mein' Seel ſoll auch ver⸗ mehren, ſein Lob an allem rt. F. Sey Lob und Preis mit Ehren, Gott Vater, Sohn, Heiligem Geiſt, der woll in uns vermeh⸗ ren, was Er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm veſt vertrauen, gaͤntz⸗ lich verlaſſn auf Ihn, von Hertzen auf Ihn bauen, daß unſer Hertz, Muth und Sinn, ihm kind⸗ lich moͤg anhangen: drauf ſingen wir zur Stund: Amen! wir werd'ns er⸗ langen, glaub'n wir aus Hertzens⸗Grund. 5 94 593. Mel. 312 Vom Lobe Gottes 598. N. Wer nur den 6. Dir ſey, o allerliebſter 1 5 Gott laßt Vater! unendlich Lob für walten Seel und Leib. Lob ſey 5 5 dir mildeſter Berather, fur O daß ich tauſend Zun⸗ allen edlen Zeitoertreib, gen hatte, und einen den du mir in der gantzen taufendfachen Mund! Se Welt, zu meinem Nutzen ſtimmt ich damit um die haſt beſtellt. Wette vom allertiefſten 7. Mein treuſter JEſu, Hertzens Grund ein Lob⸗ſev geprieſen, daß dein Lied nach dem andern an Erbarmungs⸗ volles Hertz von dem, was Gott an ſich mir ſo huͤlfreich hat mir gethan. erwieſen, und mich durch 2. O daß doch meine Blut und Todes Schmerz Stimm erſchallte bis da⸗ von aller Teufels rauſam, hin, wo die Sonne ſteht! oſkeit zu deinem Eigenthum daß mein Blut mit Jauch⸗ befreyt. 6 tzen wallte, ſo lang es 8. Auch dir ſey ewig noch im Laufe geht: Ach! Ruhm und Ehre, a Heillg⸗ waͤr ein jeder Puls ein werther Gottes Geiſt, für 9 und jeder Othem deines Troſtes ſuͤſſe Lehre, in Geſang. 3. Was ſchweigt ihr bens heißt: Denn wo ans denn, ihr meine Kraͤfte? Guts von mir geſchicht, Auf! auf! braucht allen das wuͤrcket nur dein got. euren Fleiß, und fehet lich Licht. 5 munter im Geſchafte, zu 9. Wer uͤberſtroͤmet mich Gottes, meines HErren mit Segen? Biſt du es reis, mein Leib und Seele nicht, o reicher Gott! were chicke dich, und lobe Gott ſchuͤtzet mich auf meinen hertzinniglich. Wegen? Du, du, o ſtarcket 4. Ihr gruͤnen Blaͤtter Zebaoth: Du traͤ in den Wadern bewegt und meiner Sünden regt euch doch mit mir!ſunſaͤglich gnaͤdige Ihr ſchwancken Graͤsgen 10 Por andern küͤß ich in den Feldern, ihr Blu⸗ deine Ruthe, die du mit men, laßt doch eure Zier aufgebunden hat: Wie zu Gottes Ruhm belebet viel thut ſie mir doch u ſeyn, und ſtimmet lieblich g mit mir ein. Laſt; ſie macht mich fromm . Ach! alles, alles, was und zeigt dabey, daß i einxeben, und einemOthem von deinen Liebſten ſey. in ſich hat, ſoll ſich mir 11. Ich hab es all mein zum Gebülfen geben, denn Lebetage ſchon ſo man nie uVermögen iſt zu matt, liebes mahl verſpuͤrt, du die groſfen Wunder zu er⸗ du mich unter vieler Plage boͤhn, die allenthalben um recht wunderbarlich ha mich ſtehn. gefüͤbrt. Denn in di chuld mit * die mich ein Kind des Le Geduld, ute, und iſt mir eine ſanfte groͤſe galt 05 fl n; 1 Lobe 0 076 den 8d laͤßt Da 1 * 5 ud Zun⸗ e d 0 0 4 5 0 W. Se 10 ae. 1 W rtlefſten 12 1 dern an E gs 0 90 Ott an f. ff le „ b melt, debt e 0 t Jauche aneh 54 Ache Kea 1 puls ein 188000 t Othemfk e 1 ch ein A ſelgt ihr K elßt: Day Krafte? en icht allen 17 und ſtehet! 8 1 late Segen 1 chaͤfte, iu 2170 s HErrenf und Seele lobe Gott Blaͤtter th: dug * nd t Sia Tt mit mir! Kullch 0 0 1 dle bun om beleb met W 1 110 150% — ch 10 , alles, inemOtben jetzt aus der Höhle der gen, ne. 140 0 luja vor. 509. Mel. Der Geiſt, Macht ſey bem erwürgten 10 Lamm geſungen, das uns 10 iu ſeinem Reich gebracht, insgemein. gröffeſen Gefahr, ward ich dein Troſt⸗ Licht ſtets ge⸗ wahr. 12. Wie ſolt ich nun nicht voller Freuden in deinem ſteten Lobe ſtehn: Wie ſolt ich auch im tlef⸗ ſten Leiden nicht trium⸗ phirend einher 11115 und fiele auch der Himmel ein, ſo will ich doch nicht trau⸗ rig ſeyn. 13. Drum reiß ich mich ſchnoͤden Efteſkeiten loß, und rufe mit erhoͤhter Seele: Mein Gott! Du biſt ſehr hoch und aroß? Kraft, Ruhm, Preis, Dauck und Herrlichkeit, gehoͤrt dir jetzt Und allezeit. 14. Ich will von deiner Guͤte ſingen, ſo lange 175 die Zunge regt: Ich will dir Freuden Opfer brin⸗ Hertz bewegt: Ja: wenn der Mund wird abc ſeyn, ſo ſtimm ich do mit Seuftzen ein. 15. Ach! nimm das ar⸗ me Lob auf Erden, mein Gott! in allen Gnaden hin! im Himmel ſoll es beſſer werden, wenn ich ein ſchoͤner Engel bin: Da ling ich dir im hoͤhern Chor viel tauſend Halle ſo lange ſich mein 513 und theur erkauft aus al⸗ len Zungen; In Ihm ſind wir zur Seligkeit bedacht, eh noch der Grund der gantzen Welt gemacht. 3. Wie Heilig, Heilig, Heilig iſt der Ber der Herren und Heerſchagren, der uns geliebt in JEſu Chriſt, da wir noch ſeine Feinde waren, und ſei⸗ nen Sohn zu eigen uns geſchenckt, ſein Hertz der Lieb in unſer Hertz ver⸗ ſenckt. 3. Im Weinſtock, JEſu ſtehen wir gepfropft, und gantz mit Gott vereinet dis ig die hoͤchſte Wonne und Zier, ob ſchon der Unglaub ſolch's verneinet! dadurch der Geiſt die Le⸗ bens Quell ſtets trinckt, die Seel in Gottes Liebes⸗ Meer verſinckt. 4. Ihr ſieben Fackeln vor dem Thron desLsamms, ihre Himmels Freuden⸗ ch Geiß er, erhebt mit Jauch⸗ tzen Gottes⸗ Sohn, der un⸗ ſer Koͤnig, H. rt und Mei⸗ ſter: Lobt Ihn mit uns geſamt in Ewigkeit: ſein's Namens Ruhm erſchalle 9 und breit. 12 der da leht is Ewig it, ſey Lob, Ehr, Preis und Danck geſun⸗ Chriſtenheit: Ihn loben des ꝛc. reis, Lob, 4 Ruhm Danck, Kraft und Menſch⸗ und Egel, Zun⸗ gen! Es jauchtze Ihm der Himmel Himmels Heer und was das Wort je aus⸗ geſprochen mehr. 6. Die hochgelobte Maſeff aͤt der heilgen Ein⸗ heit ſey erhoben, die in 55 ich gen, von ſeiner Braut der 114 Vom Cobe Gottes * ſich ſeſber wohnt und ſteht, ſie muͤſſen alle Dinge lo⸗ zen! In ihr beſſeht das Freuden Lebens Licht, vor denen Blick die duͤſtre Welt zerbricht. 7. Des Stadt, die ſchoͤn⸗ ſte Zion, iſ mit Edelſtein und Perlen⸗Thoren erbaut zum Lobe JEſu Chriſt, fuͤr uns, die Er ſich auserkoh⸗ ren: wir jauchzen dir mit Danck, Lob, Preis und Ruhm! o Freund! o Luß! o Licht! o Lebens Blum! 600. Mel. Es iſt das Heil uns kommen ꝛc. Sey Lob und Ehr dem hoͤchſten Gut, dem Vater aller Guͤte, dem Gott der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemütbe mit ſeinem rei⸗ chen Troſt erfullt, dem 8 50 t. Gebt unſerm Gott die Ehre. 5 2. Es danken dir die Him⸗ mels⸗Heer, o Herrſcher al⸗ ler Thronen! und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preiſen deine Schoͤpfers⸗ Macht, die alles alſo wohl bedacht. Gebt unſerm ꝛc. 3 Was unſer Gott ge⸗ ſchaffen hat, das will er auch erhalten, daruͤber will Er fruͤh und ſpat mit ſeiner Gnade walten. In ſeinem antzen Koͤn greich iſt al⸗ les recht und alles gleich. Sebt unſerm Gott ꝛe. 4. Ich rief den HErrn in meiner Noth: Ach Gott! vernimm mein Schreyen! 5 der allen Jammer vom Tod, und dieß mit danck, ach Gott! drum danck ich dir, ach! dan⸗ cket, dancket GOct mit mir. Gebt unſerm Gott die Ehre. und nimmer nicht von ſei⸗ bleibet ihre Zuverſicht, ihr Segen Heil und Frieden. Mit Mutter- Haͤnden leitet Er die Seinen ſtetig hin und her: Gebt unſerm Goit die Ehre. 7. Wenn Troſt und Huͤlf ermangeln muß, die alle Schoͤpfer ſelbſt, und neiget der ſonſten nirgends findet Ruh. Gebt unſerm Gott die Ehre. Lebelang, o Gott; von nun an ehren, man ſoll, o Gott! dein'n Lobgeſang an allen Orten hoͤken. tre mein Geiſt und 8 dich. Gebt unſerm Gott die Ehre! Namen nennt, gebt unſerm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, Ehre! die falſchen Goͤtzen macht zu Spott! Det HErr i Gott, der Herr Gott die Ehre! 8 9. So kommet vor ſein Angeſicht mit Jauchtzen, vollem Springen, bezahlt Da half mein Helfer mir 75 Ihm die gelobte pfl it Goc Gebt unſerm Troſt gedeyen. Drum Welt erzeiget: Ss kommt und hilſt der Ueberfluß, der die Vater⸗Augen deme zu, gebt unſerm GOT die . 1 Mein gantzes Hertz ermun, 5. Der Herr iſt noch nem Volck geſchieden. Er 7. Ich will dich all mein 8. Ibr, die ihr Cheift eee fh laßt 951 60 hohl hed les tech em e 55) b hte ah dir mit E g Hel 9 eis und J Aue bo Luftf Se Blum! e cer gel ie eh iſt das Fendi nen ꝛc. U en; Er dem ee ut, dem Sthel te, dem e fee Dunderſſe ster der mein dien na nem rei⸗ Gibt m Ik. Ut, dem Jammer gn erm Gott An, 10 b + 11 dtn r die Him A det errſcher al'“ nlen du 1d de auf 1 d Meer in ch u wohnen,— nf Schoͤpfers rn Woh F alſo wohl M/ 1 f e t Gott g u —— u. mit ſeinet E 8 die 5 ö In ſeinem t 0 teich ist a 1 N Soc“ 300 2 1 15 2 8 Soeben e Ei Heli u.. E e insgemein. und laßt uns froͤlich ſin⸗ gen: Goc hat es alles wohl bedacht, und alles, alles recht gemacht, Gebt unſerm Gott die Ehre. 1% Der 96. Pfalm. 603. In eigener Mel. Hingt dem HErrn nah und fern, ruͤhmet Ihn mit frohem Schall! Das Alte iſt vergangen, das Neue angefangen. Laßt die erneurte Sinnen ein neues Lied beginnen! Es vermeh⸗ re ſeine Ehre, was da lebet, was da ſchwebet auf der Erden uͤberall. 2. Was nur kann ſtimme an, daß Jehovah werd er⸗ hoͤht! Laßt eurenkobſpruch wandern von einem Tag zum andern, die Menſchen ohn' aufhoͤren von ſeinem Heil zu lehren. Sagt mit Freuden auch den Heiden alle Wercke ſeiner Skaͤrcke) die ihr ſeine Wunder ſeht. 3. Groß iſt Goc Ze⸗ basth! hochgelobt in ſeiner Pracht. Er iſt Regent und Retter, dem alle Erden⸗ Soͤtter mit Zittern zu den uͤſſen anbetend fallen muͤſ⸗E en. Goͤtzen⸗Knechte, eu'r Gemaͤchte macht zunichte im Gerichte, der den Him⸗ mel hat gemacht. 4. Herrlichkeit; Wonn und Freud iſt vor ſeinem Angeſicht: Auch ſeiner Wohnung Wuͤrde beſteht in Kraft und Zierde: Drum eilt, ihr Voͤlcker⸗ n 715 Haufen begierig hin zu laufen, Ihm zu ſingen, Ihm zu klingen, Ihm zu ſpringen, Ihm zu bringen Ehr und Macht in De⸗ muths Pflicht. 5. Gebt mit Fleiß allen Preis ſeinen groſſen Na⸗ men hin: Doch ſolt ihr als die Reinen im heilgen Schmuck erſcheinen, wenn ihr wollt anzubeten in die Vorhoͤfe treten. Er will haben Liebes⸗Gaben: Die zu ſchencken laßt euch len⸗ cken. Aller Welt⸗Kreis fuͤrchte ihn. 5 6. Saget an auf dem Plan, der von Heiden wird bewohnt: Daß Er allein regieret, daß Er das Seep⸗ ter führet, daß Er ſich laͤßt auf Erden ein Reich beve⸗ ſtigt werden, Er will rich⸗ ten, Er will ſchlichten, alle Sachen gleich zu ma⸗ chen. Er iſts, der nach Wercken lohnt. 7. Freue dich inniglich, 1 und Him⸗ mels⸗Heer: Du Erde, laſſe ſpuͤren ein ſtarckes Jubi⸗ liren! Du Meer und auch ihr Seen, laßt ein Geton ergehen, laſſet ſauſen, laſſet brauſen, was ihr heget und A Alles zu Jehovah r 8. Was das Feld in ſich haͤlt, ſoll mit Hüpfen frölich ſeyn! Ja uͤber alle Felder jauchtzt ihr, ihr gruͤnen Waͤlder: Euch Bäumen und auch Zwei⸗ gen gebuͤhrt es nicht, zu ſchweigen von dem Hoͤch⸗ ſten, der am naͤchſten⸗ vor euch ſtehet, Sehet, 9 ehe, 516 Vom Cob e Gottes 115 wie er zum Gericht e zieht ein. 9. Dieſer iſt IESus Chriſt, der von Goc beſtimmte Mann, durch den der Kreis der Erden nun ſoll gerichtet werden in Licht und Recht und Klarheit, mit Billigkeit und Wahrheit. Die Er, guickung und Begluͤckung iſt, ihr Frommen nun ge⸗ kommen; Stimmt das Ho⸗ ſianna an. 602. Mel. Jſeſu, du mein liebſtes ꝛc. Soit ich meinen Gott nicht ſingen? Solt ich Ihm nicht danckbar ſeyn? Denn ich ſeh in al⸗ len Dingen, wie ſo gut Ers mit mir meynt. Iſt doch nichts als lauter Lie⸗ ben, das ſein treues Her⸗ . regt, das ohn Ende egt und traͤgt, die in ſei⸗ nem Dienſt ſich uͤben: Alles Ding währt ſeine Zeit: Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler ſein Gefieder uͤber ſeine Junge ſtreckt: alſo hat auch hin und wieder mich des Hoͤch⸗ en Arm bedeckt, alſodald u Mutter Leibe, da Er mir mein Weſen gab, und das Leben, das ich hab, und noch dieſe Stunde treibe, Alles Ding währt ſeine Zeit: Gottes Lieb in, Ewigkeit. 78 4 Sein Sohn iſt Ihm nicht zu theuer, nein Er Feuer durch ſein theures Blut gewinn. O du un⸗ ergruͤndter Brunnen: wie will doch mein ſchwacher Geiſt, ob er ſich gleich hoch befleißt, deine Tief ergruͤnden konnen? Alles tes Lieb in Ewigkeit. mein Hertz erfülle mit dem des Todes Macht zerbricht, 1 die Hoͤlle ſelbſt macht lle. in Ewigkeit. Ers gleichfalls wohl in acht: wenn mein Können, mein Vermoͤgen, nichts vermag, nichts helfen kann, uͤberall iſt meine Alles Ding waͤhrt ſeine Zeit: Gottes Lieb in giebt Ihn fuͤr mich hin Daß Er mich vom em gen! Ewigkeit. Ding waͤhrt ſeine Zeit Got⸗ lt, f 4. Seinen Geit, den edlen Fuͤhrer, giebt er mir in ſeinem Wort, daß Er werde mein Regierer durch die Welt zur Him⸗ mels ⸗Pfort, daß Er mir — .—⅛ licht ge en An so maß Ales geit: Ewigkt 8. W. Plage um hellen Glaubens⸗Licht das doch m. alt ne Oiuttes Alles Ding wahrt ſeine Zeit: Gottes Lieb 5. Meiner Seelen Wohl ergehen, hat Er ja recht wohl bedacht; will dem Le be Noth zuſtehen, 1 ö 8 2 et, 90 Feind weygt, wendet, feine ge Ewigke 9. gem Ki Mals es glelt ESue Goc durch r Erden t werden echt und 8 Die Er, ck t das Ho ſu, es. en Got n Soli danckbar ſeh in al⸗ ie ſo gut e Me ent. Iſtſ 1, e zauter Lie-] V Sedadtzal eues Her- a ohn Ende 8 I eich ale die in ſeis/ e wenn ſich uͤben: an adrt ſeineſ gt Lieb in wer ma 1 t en ff 0 — — — — — 2 — 1 . — * 2 Adler ſein zepfle ine Junge T uin e 1 80 10 8 et b des Hoch Hiun t, alſodald! deere he de, da Et cee Ding wa% 0 del, l N ttes Lieb in Zia uf EI Dult 100 dun, em en ej, insge 7. Wenn ich ſchlafe, wacht ſein Sorgen, und ermuntert mein Gemuͤth, daß ich alle liebe Mor gen ſchaue neue Lieb und Guͤt. Ware mein Gott nicht geweſen: Hatte mich ſein Angeſicht nicht gelei⸗ tet, waͤr ich nicht aus ſo mancher Angſt geneſen. Alles Ding währt ſeine geit: Gottes Lieb in Swigkeit. 8. Wie ſo manche ſchwere Plage wird vom Satan b'rum gefuͤhrt, die mich doch mein Lebetage, nie⸗ mals noch bisher beruͤhrt. Gottes Engel, den er ſen⸗ det, hat das Boͤſe, das der Feind auszurichten war ge⸗ meynt, in die Ferne wegge⸗ wendet, Alles Ding waͤhrt ſeine Zeit: Gottes Lieb in Ewigkeit. 35 9. Wie ein Vater ſei⸗ nem Kinde ſein Hertz nie⸗ mals gantz entzeucht, ob es gleich bisweilen Suͤnde thut, und aus der Bahne weicht: Alſo haͤlt auch mein Verbrechen mir mein frommer GOcct iu gut, will mein Fehlen mit der Ruth, und nicht mit dem Schwerdte, raͤchen. Alles Ding waͤhrt ſeine Zeit: Ewigkeit. a 10. Seine Strafen, ſei⸗ ne Schlaͤge, ob ſie mir Reich bitter ſeynd: Den⸗ noch, wenn ichs recht er⸗ wege, ſind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedencket, und . Gottes Lieb in T mein. . 2 gen haͤlt, durch das Creu⸗ tze zu Ihm lencket. Alles Ding waͤhrt ſeine Zeit: Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das welß ich fuͤrs wahr, und laſſe mir nicht aus dem Sinne gehn. Chriſten⸗Creutz hat ſeine Maſſe, und muß endlich ſtille ſtehn. Wenn der Win⸗ ter ausgeſchne yet, tritt der ſchoͤne Sommer ein: Alſo wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, er⸗ freuet. Alles Ding waͤhrt ſeine Zeit: Gottes Lieb in Ewigkeit. 0 12. Weil denn weder Ziel noch Ende ſich in Gottes Liebe find, ey! ſo heb ich meine Haͤnde in dir, Vater, als dein Kind 1 9 bitte, wollſt mir Gnade geben, dich aus aller mei⸗ ner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem gantzen Leben: bis ich dich nach dieſer Zeit, lieb und lob in Ewigkeit. 1 603. In eigener Mel. Triumph:,: des HErrn TGeſalbter ſieget, all ihr Geſalbten, freuet euch. Triumph:, der alte Drach erlieget, es iſt zerſtoͤhrt des eufels⸗Reich. 1 2. Die ſtarcken Seraphi⸗ nen fliegen eilig, zu richten aus des HErrn Gebot, ei⸗ Pelli eilg, Pei 1 eilig, Heilig, Heilig iſt der HErre Zebaoth. 4 3. Das gantze Land, wie Gott zuvor verheiſſen, iſt nun mit Gottes Ehr mich von der ſchnoͤden Welt, die mich bart gefan⸗ erfuͤllt; kein Feind kann 5 Zion 518 Vom Lobe Gottes 7 ion hinfort mehr zerreiſ⸗ en, God ſelbſt ißt ihre Sonn und Schild. 4. Wohl euch, wohl euch die ihr den HErreu kennet, in ISSu Chriſti wahrem kicht! ihr ſeyds, die Chriſtus ſeine Bruͤder nennet, in Ihm ſeyd ihr frey vom Gericht. 5. Nun ſinget, ſinget! Wohl dem Volck, wohl! wohl! dem Volcke des Gott ihr Gott iſt! Gott machet ſie der Zions⸗ Fleuden voll, voll; ihr 857 Brobt iſt IEſus hriſt. 6. Lob, Ehre, Wels⸗ heit, Danck, Preis, Kraft und Staͤrcke ſey unſerm Gott in Ewigkeit! Der zeige ſeinen Knechten ſeine Wercke, das ſie le⸗ ben in jener Zeit. N 604. Mel. Auf! Chri⸗ ſten⸗Menſch ꝛc. ritt hin, 0 Seel, und danck dem HERRM fuͤr ſeine tauſend Gaben, mit denen Er dich frey und gern geziert hat und erha ben! Danck Ihm jetzt und zu aller Zeit dafuͤr mit tauſend Innigkeit. 2. Er hat aus nichts dich hergebracht, zu ſeinem Bild formiret: zu ſeinem Gleichniß dich gemacht, und ſtattlich aus ſtaffiret: Danck Ihn ꝛc. 3. Er hat gar ſeines Hertzens Blut fuͤr deine Schuld vergoſſen, und dich von Banden und der Glut der Hoͤllen losge⸗ * ſchloſſen: Dauck Ihm de. jetzt, und allzeit/ 4. Drauf hat Er dich zum Kind und Sohn als Vater, angenommen, und will, daß du auf ſeinen Thron ſollſt ew'ger Erbe kommen: Danck Ihm ꝛe. 5. Fuͤr dich hat Er die gantze Welt 42 d und erbauet! Fuͤr dich iſt ſie ſo wohl beſteut, und was man drinnen ſchauet: Danck Ihm ꝛe. 6. Dir dienet alle Creg⸗ tur, vor dir muß alls ſich neigen: Bothmaͤßig muß ſich die Natur im Glauben dir erzeigen: Danek Ihm ze. 7. Dir traͤgt die Erde Brodt und Wein, und Artzeney vor Schmertzen: Dir hegt ſie Thiere groß und klein: und Gold in hem Hertzen; Danck Ihm ꝛc. 5 8. Dort laͤuft und ſtroͤmt das Waſſer dir, da ſtehet es dir ſtille: Bringt Per⸗ l'n, Corall'n und andere Zier, und Fiſche, dir die Fuͤlle: Danck Ihm ꝛc. 9. Oie Luft erquickt dich ſpaͤt und fruͤh von auſſen und von innen. Die Voͤglein und das Fes der⸗Vieh ergoͤtzen deine Sinnen: Danck Ihm ze. 10. Dir faͤhrt die Sonn des Tags herein auf ihrem guͤldnen Wagen: dir läßt der Mond mit ſeinem Schein des Nachts het⸗ um ſich tragen: Dauck Ihm ꝛc. 11. Zu deinen Diensten ſind bereit die engeliſche Schaaren. Sie wachen 1 * ö ö it feine bur al Danck g j. Nc ficht gti ſoſſe Ole dir , pech ö 1 u Lobe(nes zerreißen iſt ihre 5 6 „ wohl wi HErreu T 1 Chriſtil ko r ſeyds, Wende K e Bruͤder ga age vor all'n dich zu ergoͤtzen: ſeyd ihrſer zun 1 10 8 o n beſel ſinget lm! Icke des 77— 1. N tons: 1 Nhe ol ihrem 50 f. Jeſus e e e e Tin. Wels, ü Preis, D ud h ircke ſey g aubte wigkeit! 3 fe Knechten ein: 6 ſie le: e hee 2 Ta J— Lon lt Fi Chrit za ſch ꝛc. e e e 5eel, und dal t HeERRMI e dund ih Gaben, Du o frey und! die Mu und erha it u zhm jetzt. ud eit dafur? ge nigkeit. ieh gau us nichts]! 2 d zu ſeinem= Du s zu ſeinemf ig W gemacht, a0 ne Raffiret: Sai gar ſeines Tic e fuͤr deine S555 hun ſſen, und! — 10 bereit 1 en und der len losge w flel. 4 Nm= i * ſſe nur dich insgemein. 519 bewahren: Danck Ihm de. 12. Der Himmel iſt fuͤr dich gemacht mit allen ſei⸗ nen Schaͤtzen: Er wart't mit ſeiner Luſt und Pracht Danck Ihm ꝛc. 13. Ach! ach! iſt das nicht groſſe Gunſt, nicht groſſe Huld und Guͤte:? Die dir ſchon jetzt erzeigt umſonſt das goͤt! iche Ge⸗ muͤthe: Danck Ihm ꝛe. 14. Und was noch mehr, Er ſiebt nicht an,(wilt du nur Gnade finden,) die Schmach, die du ihm an⸗ gethan mit tauſend fachen Suͤnden Danek Ihm ꝛc. 15. Er giebt ſo gar ſich elbſt fuͤr dich, Er liebt ich, wie ſein Leben, und will ſich endlich ewiglich dir ſchencken und ergeben. Drum danck Ihm ſtets zu aller Zeit, o Seel! mit tauſend Innigkeit. habe mißgehandelt. U Herrſcher, unſer Kon! g, unſer aller hoͤchſtes Gut! herrlich iſt dein groſſer Name, weil Ex Wunder ⸗Thaten thut. Loͤblich, nah, und auch von fernen, von der Erd bis an die Sternen. 2. Wenig ſind zu dieſen Zeiten, welche dich von Hertzens Grund lieben, ſuchen und begebren! Aus der Saͤugelingen Mund haft du dir ein Lob berei⸗ tet, welches deine Macht ausbreitet. 3. Es iſt leider! zu be⸗ klagen, ja wem bricht das Hertze nicht, wenn man ſiehet ſo viel tauſend fal⸗ len an den hellen Licht? Ach wie ſicher ſchlaͤft der Suͤnder; iſt es nicht ein groſſes Wunder? 4. Unterdeſſen, HERR mein Herrſcher, will ich treulich lleben dich: Denn ich weiß, du treuer Va⸗ ter, daß du heimlich lie⸗ beſt mich. Zeuch mich kraͤftig von der Erden, daß mein Hertz mag himm⸗ liſch werden. 5, Herr, dein Nam iſt hoch geruͤhmet, und in al⸗ ler Welt bekannt: Wo die warmen Sonnen⸗Strah⸗ len nur erleuchten einig Land, da ruft Himmel, da ruft Erde: Hochgelobt Jehovah werde. 6. HERR mein Herr⸗ ſcher! s wie herrlich iſt dein Name meiner Seel: drum ich auch vor deinen Augen ſingende mich dir befehl: Gleb, daß deines Kindes Glieder ſich dir gantz ergeben wieder 600. Mel. Vancket dem SErren ꝛc. Wodbee ſolluntr die, s Vater ſingen, dei⸗ n'n Rath kann keines Men⸗ ſchen Zung aufbringen. 2. Du haſt uns wahre Siegel aufgedruͤcket, da⸗ñ⁵ bey wir deine Gunſt und Guͤte ſchmecken. 3. Dem boͤſen Pharao im Meer erwuͤrget, Iſrael in der Wuͤßen mit Brodt verſorget. 9 4· Dabey 520 Vom Cobe Gottes 4. Dabey wir ſollen ler⸗ nen heut und morgen, daß du wilt unſern Leib und Seel verſorgen. a F,. Zu b'weiſen deine hohe Wander Wercke, haſt du zerknirſchet der Hethlter Staͤrcke. 6. Dazu ein' n ew egen Bund mit uns gemachet, wohl dem der mit dem Hertzen darnach trachtet. F. O Vater! deine Re⸗ den ſind beſtaͤndig, Ge⸗ richte, Wahrheit, Wercke deiner Haͤnde. . Dn ſendeſt die Erloͤ⸗ ſung den Gefangnen, und traͤgeſt weg den Raub mit hohen Prangen. f 9. Theur, ſchrecklich, unvergaͤnglich iſt dein Name, wer den fürchtet, der wird zur Weisheit kommen. 5 10. Lob und Ehr muͤſſe dir, o Vater! werden in Ewigkeit, auch hier anf dieſer Erden. 60. M. Chriſtus der Ans ſelig macht. Wer wohl auf iſt und geſund, hebe ſein Gemuͤthe, und erhoͤhe ſei⸗ nen Mund zu des Hoͤch⸗ ſten Guͤte; laßt uns dan⸗ cken Tag und Nacht mit erfreuten Liedern unſerm Gott, der uns bedacht mit geſunden Gliedern. T ͤ K ³ꝛ¹Üdoꝛͥ⁊]— Blut hat ein froͤlichs Le⸗ ben! Giebt uns Gott das ein'ge Gut, iſt uns gnug gegeben hier in dieſer ar⸗ men Welt, da die ſchoͤn⸗ ſien Gaben, und des ed⸗ 2. Ein geſundes friſches leu Himmels ⸗Zelt wit noch kuͤnftig haben, 3. Waͤr ich gleich wie Croͤſus reich, haͤtte Baar⸗ ſchaft liegen, waͤr ich Alexandern 810 an Triumph und Siegen; Müſe gleichwohl ſiech und ſchwach Pfuͤhl und Betten drucken: Wuͤrd auch mich in Ungemach all mein Gut erquicken; 4. Stunde gleich mein gantzer Tiſch voller kuſt und Freude: Hatte Wild. pret, Wein und Fiſch, und die gantze Weide, die den Hals und Schmack er⸗ goͤtzt, wozu wuͤrd es nuͤ⸗ tzen, wenn ich dennoch aus geſetzt muͤſt in Schmertzen ſitzen? 5. Haͤtt ich aller Erden Pracht, ſaͤß im Wat Stande: Waͤr ich maͤch⸗ tig aller Macht, und ein Herr im Lande; mein Leib aber haͤtte doch auf und angenommen der be⸗ truͤbten Krauckbeit Joch, was haͤtt ich fuͤr From⸗ men: 5 6. Ich erwaͤhl ein Stuck lein Brod, das mir wohl gedeyet, vor des rothen Goldes Koth, da man Ach bey ſchreyet. Schmeckt mir Speis und Mahlzeit wohl, und 107 mein nicht ſchonen, halt ich ein Oe richtlein Kohl hoͤher als 7. Sammt ö pur hilft mir nicht mein Haupt, Weh, Cee un daupt⸗We 5 Gicht, und die Schwind, ſucht plagen; Lieber 5 len ler- teu leu 715— insgemein. 5 521 en, daß noch f ud ur Mt seh 107% 3 dend gehn im gerin⸗ k deite 0 1 g b J 25 n* eden en Fe ene Al i ſchoͤn 10 er 5 et det Tr. 0 U. Soll— 1. Danck, du mil gene e an Fee debe, ober lab an d, n en genſun c ne Fuͤſſen; Solt ich ihm mir es Himmels machet, Be dach A des Tages olt ich nicht K geſandt, dieſe ſchoͤ tit dem al ien geg genieſſ G ben kde groſſe deiner 0 achtet. al an gehen ſpat en: Solt ich ma Huld, die 10 eine R. Hat an berſchloßnen O. früb mit dich 50 N 3, Ges ga Aab gen ich wünſche hren, wurd verſchuldt, und m Wercke 1 eis nie waͤr N daß ich W und doch b 7 F be bohren. enſch ge⸗ mir had 8 ſo lang ich bey ie Erb- d 8 2. Lebt ich en e e 15 ec und Witz, wa ohne R„daß ſch ef Hau⸗ 2 10 9 30 100 bed e 1 05. cen. auch 190105 chene aub mit a e„ Bitte miner a n e ge de Peg Ei 5 d erſteue . ke e S e fürchtet 100 deer d Dinge, waͤr es beginnen. alles Liebs Weisheit 12 fi 10 her bin be hin, wo ich„ mich bey e 3 5 5 ra e e 5 in 1 cke 8 hte* i 0 e Se a c a a 1 gonna Blicken;— Sonnen ohne ſonde Lebens= Zeit 1 ſtus der E 175 17 3 dort ir der Ewikel und v 8 lein. 15 Ken der Bög⸗ vollkommne 5 die ſein 0 5 8 2. 19 910 2 en e e W e e 1 dich e ee Dermd raͤften, alle mein en, laß dir u 1e uns dan, h“ in G Galen und gefallen! Dei nſer Lob Nacht mit E e Herrſeh äften, die 5 Guͤte haßd nes Vaters in ob u laſſen tri in unserm e ae in i beſtellt iert. wir ſchon von di iefen, 18 1, ble nem Blei erliefen. on dir weg⸗ bedacht 1 5 es ibm 1 ſtarck uns aus 0, ce 1 elt zu treiben.„in der Zunge ſin 3 laß die ö— 4 eum bud 108 J wa i 80 1 0 gen. laß die i bühret: r ge⸗ tig d el! lob 1 uns gung De 38 und fü Rub, dle Nacht 2. ee 1 1 dieſer ar Ae Schlafe füt„ die zum ſchen ehr als aller Men⸗ % und ruh i ret, ſchlafſLi Staaten? en⸗ ch unb ifſLicht der 2 Großes ewegt, bis deine ee ſchieſſe rahlen, die das 2 2 2 die ſchoͤn 6% e di ad des ed,— an die Svane wieder mit den sroſſe N und bemahlen; lockt lobet gern, Mond und Stern, ſeyd bereit zu eh⸗ ren einen ſolchen HEr⸗ ren. 3. O du meine Seele! ſinge froͤlich, ſinge, ſinge deine Glaubens Lieder! was dem Othem holet jauchtze, preiſe, klinge, wirf dich in den Staub darnieder! Er iſt GOce 609. Mel. GOtt ſey uns gnaͤdig ꝛc. eine Seel erhebt 9 10 HErren, Dee und mein Geiſt freuet ſich Gottes meines Hellandes. 2. Denn Er hat ſeine elende Magd angeſehen! ſiehe von nun an werden mich ſelig preifen alle Kindes Kind. 15 Denn er hat große Ding an mir gethan, der da maͤchtig iſt, und des Name heilig iſt. 4. Und ſeine Barmher⸗ tzigkeit waͤhret immer fuͤr ihn fuͤrchten. F. Er uͤbet Gewalt mit ſeinem Arm, und zer⸗ ſtreuet, die hoffaͤrtig ſind in ihres Hertzens Sinn. 6. Er ftoͤſſet die Gewal⸗ tigen vom Stuhl, und er⸗ hebet die Niedrigen. . Die Hungrigen fuͤl⸗ et Er mit Guͤtern, und aͤſſet die Reichen leer. 122 Vom Lobe Gottes am Marien Zebasth, Er iſt nur zu lo⸗ ben, hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, wer den HErren kennet, wer den HErren JEſum liebet, Halleluja ſinge, welcher Chriſtum nennet, ſich von Hertzen Ihm ergiebet: O wohl dir! glaube mit. Endlich wirſt du droben, und fuͤr bey denen, die ohne Suͤnd Ihn loben. b) Vom Lobe Gottes am Marien⸗ Johannis⸗ und Michaelis⸗Feſte. 8. Er dencket der Barm⸗ hertzigkeit, und hilft ſei⸗ nem Diener Iſrael auf. 9. Wie er geredt hat unſern Vaͤtern, Abraham lic ſeinen Saamen ewig⸗ ich. 10, Lob und Preis ſey Gott dem Vater und dem Sohn, und dem Heiligen Geiſte. 11. Wie es war im An⸗ fang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit Amen. 610. M. Meine Seel erhebt den c. elobet ſey der HErt, der GOT Iſrael denn Er hat beſucht und erloͤſet ſein Volck. 2. Und hat uns aufge⸗ richtet ein Horn des Heils, in dem Hauſe ſeines Die⸗ ners Davids. 3. Als Er vor Zeiten geredet hat durch den 1 ſeiner heiligen Pro⸗ pheten. 750 * ö J ld! iht erzeig l, und Ie hellt 5 Im dien Ilſer Leb 1 50 Gtechtie befalllg 9. wüaſ el Hoͤchten or dem f 14. Wie iu geht I inn En , en Johannes⸗ und Michaelis Feſte. 323 4. Daß Er uns erret⸗ tete von unſern Feinden, und von der Hand aller, die uns haſſen. F. Und die Barmhertzig⸗ i keit erzeigete unſern Va tern, und gedaͤchte an ſei⸗ nen heiligen Bund. 8 den Er geſchworen hat u unſerm Vater Abraham, uns zu geben: 7. Daß wit erloͤſet aus der Hand unſerer Feinde, Ihm dieneten ohne Furcht Unſer Lebelang. 8. In Heiligkeit und Gerechtigkeit, die Ihm 9. Und du, Kindlein, irſt ein Prophet des en heiſſen: Du wirſt a vor dem HERR herge⸗ hen, daß du ſeinen Weg te 10. Und Erkenntniß des Sus bah Heils gebeſt ſeinem Volck die da iſt in Vergebung 11. Durch die u eh Barmhertzigkeit unſers Gottes, durch welche uns beſuchet hat der Aufgang aus der Hoͤhe. 5 12. Auf daß Er erſchei⸗ die da ſitzen in Fi und Schatten dez) des Todes, und richte un⸗ b ſere Fuͤſſe auf den Weg des 13. Lob und Preis ſey A Sott dem Vater und dem Sohn, und dem heiligen 14. Wie es war im An⸗ ug jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewig⸗ „Johan tt ſey, dee (ene Fr und dern, E 611. M. Ach! alles, was Himmel und Erden ꝛc. ewonnen! gewonnen! der Satanas lieget; die hoͤlliſchen Geiſter ſind alle beſteget: Erfreue dich Himmel, erfreue dich Welt, der Satanas lieget wir haben das Feld. 2. Der unſere glaͤubige Seele verklaget, iſt jetzo vom Hauſe des Himmels verjaget, die hoͤlliſche Gru⸗ be des Kerckers ſteht blos, die arme gefangene Sela⸗ ven gehn los. 3. Die Pforten der Hoͤl⸗ len ſind niedergeſchmiſſen, die Stricke des Jaͤgers ſind alle zerriſſen: Der andere mannigfaltig liſtig beruͤckt iſt ſelber anjetzo mit Ket⸗ ten beſtrickt. 4. Der Starcke hat heu⸗ te den Staͤrckern gefuͤh⸗ let, und ſeine vermeynte Beute verſpielet. Heil, Krafte, Reich, Ehre, und herrliche Macht, iſt alles — 8 Heiland ge⸗ racht. 5. Sey, Michael, daß du den Drachen bezwun⸗ gen, mit ewigen Ruhmen und Dancken beſungen: Sey, daß du dem Deufel die Hoͤlle zerſtoͤhrt, mit ewigen Preiſen und Loben geehrt. 6. Gewonnen! gewon⸗ nen! der Satanas lieget! die hoͤlliſchen Geiſter ſind alle beſieget; Erfreue dich Himmel, erfreue dich Welt, der Satanas lieget, wir haben das Fels. — FEET ĩ˙.—————T—T—T————T—Tꝙ— w—:T—ðꝭ1—ñ— 77CCCCCCCTCTCTCTCTCTCTCT—T—T— E.. 12. In fk ͤͤ¹_ ngk n ¹² ꝛ 524 Vom Lobe Gœttes am Marien⸗ 612. M. Vom Sim⸗ mel hoch da ꝛc. Err Gott, dich loben alle wir, und ſollen billig dancken dir fuͤr dein Geſchoͤpf der Engel ſchon, die um dich ſchweb'n in deinem Thron. 2. Sie glaͤntzen hell und leuchten klar, und ſehen dich gantz offenbar, dein Stimm ſie hoͤren allezeit, und ſind voll goͤttlicher Weisheit. 3. Sie feyren auch und ſchlafen nicht, ihr Fleiß iſt antz dahin gericht't, daß ie, HErr Chriſte, um dich ſeyn, und um dein armes Haͤufelein. 4. Der alte Drach und boͤſe Feind vor Neid, Haß, und vor Zorne brennt, ſein Datum ſteht allein darauf, wie er zertrenne deinen Hauf. a 5. Und wie er vor hat bracht in Noth die Welt, fuͤhrt er ſie noch in Tod: Kirch, Wort, Geſetz, all Ehrbarkeit iſt er zu tilgen ſtets bereit. 6. Darum kein' Raſt noch Ruh er hat: bruͤllt wie ein Loͤw, tracht't fruͤh und ſpat, legt Garn und Strick, braucht falſche Liſt, daß er verderb, was Chriſtlich itt. 7. Indeſſen wacht der folgen immerdar, und ſchuͤtzen deine Chriſten⸗ heit, wehren des Teufels Liſtigkeit. 9. An Daniel wir ler⸗ nen das, wie er unter den Düwen ſaß/ desaleſcher auch den frommen Loth, der Engel half aus aller Noth. 9. Dermaſſen auch des Feuers⸗Glut verſchont, un? keinen Schaden thut den Knaben in der heiſſen Flamm, der Engel ihnen in Huͤlfe kam. 10. Alſo ſchuͤtzt GOT noch heut zu Tag, vorm Uebel und vor mancher Plag, uns durch die lieben Engelein, die uns zu Waͤch⸗ ter geben ſeyn. Sott ewialich, wie auch merdar. 12. Und bitten dich, wollſt allezeit dieſelhen laſ⸗ ſchuͤzen ſen ſeyn bereit, zu ſchüß deine kleine Heerd, ſo hält dein goͤttlich Wort im Werth. 613. Mel. Es iſt das Heil uns kommen rc. O und, als ein Vater, alle Stund uns ſo viel Gutes giebeſt! Wir dancken dit, daß deine Treu bey uns if alle Morgen neu, in un⸗ ſerm gantzen Leben. Engel Schaar, die Chriſto 90 2. Wir preiſen dich in⸗ ſonderheit, daß du der En⸗ gel Schaaren zu deinem Lobe haſt bereit, auch ung mit zu bewahren, daß un ſer Fuß an keinen Stein. wenn wir auf unſer! We⸗ II. Darum wit bills loben dich, und dancken die der lieben Engel ⸗Schaat, dich preiſet heut und im⸗ Goc, der du aus Hertzens⸗Grund die Menſchen⸗Kinder lebe, e—— .. — 2 2 8 2 2 n dieſe die Kir ey, ell ſch dab Ahalten, 7. Hieb MN 0 5 5 dich lobend und ſollen ir fuͤr dein agel ſchon, bweb'n in n hell und und ſehen bar, dein en allezeit, goͤttlicher 7 n auch und ö br Fleiß itt icht't, daß. te, um dich deln armes 2 42 ene a I Stoch ben i 1 der 10 * e n. Ali Tau el 1 ewa, eben Cut D niet hg t. Drach und Neid, Haß, vrennt, ſein lein darauf, me deinen il i ene in beta. kleine% ac. er vor bat=. die Welt, och in Tod;= Mel A erhalten. n Geſetz, all er zu tilgen 500 kein. Heß tracht't fru t Garn un ucht falſch! l erderb, wa „N bei 1 Morgen ger „die Shane 55 uh ee Schaar des Cuff 1 el wir le Fuß n — unter de n 1 und Huͤtern. i Freundlichkeit und ſon⸗ die greſſe Lieb und dan⸗ 0 7 45 1 15 05 8 0 : bruͤll sch Uebelthat die Engel von War—. a uns treiben: Gieb, daß o wir rein und heilig ſeyn, Ne 8 U. A chel⸗Se ei rat ha ausbreiten und vermeh⸗ Johannis; und michaelio, Jeſt. 525 Wegen ſeyn, ſich ſioſſe und verletze. 3. Was iſt der Menſch, o Vater! doch; daß du ſein ſo gedenckeſt, und ibm darzu ſo reichlich noch die groſſe Gnade ſchenckeſt, daß er die Him⸗ mels⸗Geiſter hat, wenn er nur geht auf rechtem Pfad, zu ſeinem Schutz 4. HErr, dieſe groſſe derbare Guͤte erheiſchet von uns allezeit ein danck⸗ bares Gemuthe, darum o Gott! ſo ruͤhmen wir cken dir fur ſolche hohe nade. 5. Es iſt der ſtarcken Helden Kraft geſtanden uns zur Seiten, ſonſt waͤ⸗ en wir ſchon hingeraft, zu dieſen boͤſen Zeiten, die Kirchen und die Poli⸗ ey, ein jeder auch fuͤr ſich dabey iſt gnaͤdiglich * 6. Ach! HErr, laß uns durch deine Gnad in dei⸗ ner Furcht verbleiben und ohn Heu⸗ n dem Naͤchſten ne dienen. 5 . Gieb auch, daß wir die du uns in der fort, herlagern. ſtoͤhren. Satan jag Aufhoͤren. 8 Weisheit, Macht und Guͤte. 4 8. Und wie du durch die Engel haſt aus Noth uns oft gefuͤhrt, ſo, daß uns manche ſchwere Laſt und Plage nicht beruͤhret: ſo thu es ferner noch hin? beſiehl, daß ſie an allem Ort um uns ſich ſtets 9. Laß deine Kirch und unſer Land der 9 Schutz empfinden, daß Fried und Heil in allem Stand ein jeder moͤge ſin⸗ den: Laß ſie des Teufels Mord und Liſt, und was ſein Reich und Anhang iſt, durch deine Kraft zer⸗ 10. Zuletzt laß ſie an unſerm End hinweg den Seel. in deine Haͤnd, in Abrahams Schooß tragen, ⁵³ da alles Heer dein Lob er⸗ klingt, und Heilig, Heilig Heilig ſingt, ohn einiges frommer ꝛc. e wird doch ſo ge⸗ ring die Reinigung im Hertzen gehalten als ein Ding, damit ſichs laſſe ſchertzen: es meynt die eitle Welt, ſie ſey gerei⸗ nigt ſchon, wenn ſte einſt niederfaͤllt zum Schein vor Sites Thron. 2. Wenn zur gewohnten Zeit man will zum Nacht⸗ mahl gehen, ſo macht man ſich bereit mit Beten und mit Flehen, bis daß das Werck vorbey, drauf faͤngt Engel u, und unſre man 526 Vom Lobe Gottes man wieder an zu ſuͤndi⸗ gen aufs neu, wenn, wie und wo man kaun. 3. Indeſſen meynt die Welt ſie ſey gereinigt wor⸗ den, weil ſie ſich eingeſtellt nach Gottes Will'n un Orden ſie bleibt bey ihrem Wahn, und wer ihr anders ſagt, iſt auf der Irrthums⸗ Bahn, ach! das ſey Gott geklagt. 1 4. Wie iſt die Reini⸗ gung doch viel ein ander Weſen, auch die Erneue⸗ rung: Es muß, wer ſie erleſen, ſtets kaͤmpfen: Ach! wie viel findt da ein Gottes⸗ Kind zu beſſern, weil ohn Ziel der Suͤnden Maͤngel ſind. i 5. Das Hertz iſt eine Quell, aus welcher nichtes flieſſet, als Bosheit, die ſich ſchnell in Wort und Werck ergieſſet: Wer nicht kommt niemals zur Ruh. 6. Es fehlt an Mltteln will nach Pflicht des HEr⸗ an die Ereutzigung, und weil das Creutz misfaͤlt, folgt keine Beſſerung. 7. Es kann des HErren Aug der Schlangen Gift nicht leiden: es ſiehet, was nicht taugt: Drum muß man alles melden, auch den geringſten Schein: Es muß durch IEſu Blut das iſt der Wandel gut. 2. HErr Jeu! der du mich dis haſt erkennen laſ⸗ ſen, gib, daß ich fuͤr und fuͤr moͤg alle Suͤnde haſ⸗ ſen, und in der Reinigung zunehmen bis ans End, bis die Quelle leert, und ſtopft ich die Heiligung durch den Brunnen zu, wirdldeine Kraft vollend.. Vom Lobe Gottes des Morgens. 615. m. Beſiehl du deine Wege. uf! auf! mein Geiſt zu loben, auf! auf! und werd erhitzt, bedencke, wie von oben der Hoͤchſte dich beſchuͤtzt: Hatt Er dir nicht die Wache der Engel zugeſchickt: ſo haͤtte dich der Drache in tiefen Schlaf erſtickt. 2. Dir, dir und delner Guͤte, dir, dir mein Gott, allein, dir, dir ſoll mein nen Sinn. Gemuͤthe vom Hertzen danckbar ſeyn: denn du haſt mir mein Leben noch bis daher verlaͤngt, und taglich auch darneben viel Wohlthat eingeſcheuckt. 3. Du HErr der Him⸗ mels⸗Zelten, wie ſoll! nach Gebuͤhr, wie ſoll ich dir vergelten, was du ge than an mir? zwar zu geringe, doch 585 4 wer i mm hin, was, bringe, ein'n dir ertzeb⸗ 9 nimmer recht bekehrt, un) nicht, Gott hat ſie gnug gegeben, wenn man nut dfren Wort nachleben: Al- lein es will die Welt nicht Hertze werden rein, denn e lust: 327 ⁶ u funds d des Morgens. N wenn, wie. i 4. Nur weg mit Hornſſetzten Tag: Und wenn In. e N und Klauen! ich opfre Hertz der wird einbrechen; ſo meynt die 80 ü und Bruſt. Ein kindliches gib, daß ich erfreut von* reinigt wor-, en Vertrauen, das, das iſt dei⸗Hertzen koͤnne ſprechen: b eingestellt Fan ne Luft: Das, das laß dir Komm, Hegi, ich bin Will'n und N Jol 0 gefallen, wie ſchlecht es im⸗ bereit. t bey ibrem wü mer ſcheint; ſo iſt dennoch ö br andere at 3 dis Opfer gut 1 5 Mel. 25 lieben r Jrrthume 80h Un N a Sonnen Licht und f U 5. Verzeihe mir die Suͤn⸗ 1 s ſey Odi Fi de, die ich bisher verübt, Pracht. die Nein n und die ich jetzt befinde, Aufl, Seel, und dancfñfe 1 10 ei wie ſie mein Hertz betrübt. l deinem HErrn aus in ander 2 fete Verieihe mir; und daͤmpfe reinem Hertzens Grunde, 4 1 3 iſt, ein r f la cher nichtet gib Mü all uͤppige Begier, mit d der ich taͤglich kaͤmpfe. O HeErr, verzeihe mir . Send auch an meinen Wegen mir deinen Engel zu, und ſprich du ſelbſt den Segen zu allem, was ich Krafte von deiner Him⸗ mels⸗ Höh, auf daß all di gen⸗Stunde: Die Sonn entdecket dir der Guͤte Gottes Zier, die ſich u Gottes Kinder Schau be⸗ h ſpiegelt in dem Morgen⸗ thu. Herr, ſende du mir Thau 1 as helle Licht vertreibt e Stern in dieſer Mor⸗ 2. Sprich: Gott, ich zosheit, di mig g bin nicht, gnus dau, die Wort ung= und e t: Wer nich. denen t, und ſtopf die Hal en zu, wirf de Kraft nig n Lob 500 Mo. mein Geſchaͤfte gewuͤnſcht Gnade zu erzaͤhlen, die dn von ftatten geh. durch ſichre keibes Ruh er⸗ 7. Gib mir vor allenfzeigt haſt meiner Seelen: Oln gen getroſſen Muth Ich kann nicht zeigen an, und Geiſt, dis freudig zu was du mir Guts gethan, vollbringen, was mein Be, nebſt andern die auch ruf mich heiſt: Laß mich in trauen dir, und eines 70 Tagen 1. 8 3— 50 i mühe eon, und laß mich z. Nan, meiner Seelen efiehl— auch nicht lagen, dringt Hüff und Schutz, ich rüb⸗ e Wege. n gleich ein Creutz herein. me deine Treue, bie deinen Sen. Hilf, daß in meinem Kindern kommt zu Nuß, uf! 1— Stande ich die alle Morgen neue. Ich zu lobe auf! un Stande ich thu, was dir orge ich au 0 gefallt; auch laß mich nicht danck hertzinniglich, daß big in Schande gerathen vor der Welt! Richt, Herr, mein gantzes Leben nach : Hatt C Hehe deinem Willen ein, laß 4 auch mein Haus darneben du ſo gnaͤdig mich und auch die Meinen dieſe Nacht durch deine Engel haſt bewacht. 4. Gieb, liebſter Gott ickt: ſo hit t e von dir geſegnet ſeyn. daß ferner auch ich heute in tief t e 2. Gib, daß im Creutz Chriſtlich wandle, und ce in ne n e und Glück e ich ſtets ſo meiner pflicht alſo ge⸗ leben mag, daß ich all brauch, daß, was ich thu Augenblicke denck an den dle, und handle, gereiche mehr und g 528 und mehr zu deines Na⸗ mens Ehr, zu meiner See⸗ len Heil und Schutz, und meines Naͤchſten Dienſt und Nutz. 5. Behüͤte mich vor alle dem, was Leib und Seeie kraͤncket, hingegen gieb, was angenehm, was deinen Seegen ſchencket. Wend ab Gefahr und Noth, Krieg, Hunger, Feuer, Tod Schickſt du mir aber Creutz mit zu, ſo gieb Geduld, Troſt, Huͤlf und Ruh. 6. Ich will gern alles nehmen an, zu Lieb und auch zu Leide, weil deine Hand es aͤndern kann, und wenden Leid in Freude. Dein Hertz auf mich ge richt't, kan mich verlaſſen nicht: Denn wer im Glau⸗ ben kommt zu dir, der iſt geſegnet fuͤr und fuͤr. 7. Nun heimgeſtellt, Seel, Leib, Stand, Gut und Leben, mach alles ſo, wle dirs gefaͤllt, dir bab ich es er⸗ geben. Bewahre Stadt und Land, Lehr Wehr⸗ und auch Naͤhr⸗ Stand: erhalte Wort und Saera⸗ ment, gieb ein vernünftig * Vom Lobe Gottes —— dir ſey alles. 9. Hierauf nehm ſch mt Freuden an, was mir iſt anbefohlen: Dein Geiſt fuͤhr mich auf ebner Bahn, biſt du mich wirſt einholen ins ſchoͤne Paradeis, ju deinem Lob und Preis; ſo wird der Tag in Gott vollbracht, Anfang und Ende gut gemacht. 512. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſti Glieder. Au und ſinge meine 1 Seele, auf! und lo⸗ be deinen Gott, laß die Sorgen in der Hohle ganz vergraben ſeyn und kodt, 4 auf! erhehe deinen Sinn S — ſey boch geprieſen, hoch geprieſen ewiglich, daß du baſt den Hollen, Rleſen ab⸗ getrieben vaͤterlich, daß er nicht in dieſer Nacht ſeſue Macht an mir vollbracht. bin ich geneſen, du, du biſt der Huter mein, und mein ſtarcker Schutz gewe⸗ ſen, daß der Leib ohn Angſt und Pein friſch und munter ſteht allhier, Goc, mein Gott, das kommt von dir. 4. Solte dich mein Zort bewegen meine Schu der Sünden groß, ach! ſe ch ſchaue, laß ſich legen des nen Grimm, und ſor mich los, hier iſt JEſus, haſt aufgebuͤrdet i 0 15 106 dem du 1 ich auch ohn ſpeiſt. * dich celle m 7, Be zu den hoͤchſten Wolcken n. 2. Sprich, mein Gott, 3. Durch dich, HEir, 7 ch recht nicht leben, no Cel Eke labern 1 Daß 10 alle .. ͤ ͤV—P—P—0.000 ee an das Werck mit Freuden gen, in dir bin i den Schlaf! der du biſt exwecke. 530 vom Lobe Gottes zufammen Ibm wohlge⸗ fallen lahn Drauf ſtreck ich aus mein Hand, greif dazu mich Gott beſcheiden in mein'm Beruf und Stand. a 619. M. Chriſtus, der uns ſelig macht. Cre, wahres Seelen⸗ Licht, deiner Christen Sonne, o du klares Ange, ſicht, der betrübten Won, ne! Deiner Guͤte Lieb⸗ lichkeit iſt nun alle Mor⸗ n ich recht erfreut, darf nicht uͤbrig ſorgen.. 3. Wecke mich vom Suͤn⸗ das Leben, neues Lehen in mir ſchaff: Denn haſt du gegeben dieſer Welt das Sonnen ⸗Licht, wel⸗ ches all erfreuet, wirſt du tei 1 De Ihen N. ieh, el a beben 5. Laß ja ferne von mit ſeyn Hoffart, Augen Wei de: Fleiſches Luſt und allen Schein, JEſu] mit verleide, damit ſich die Welt ergoͤtzt zu ihrer ſelbt Verderben; Denn was ſie Inth, fuͤrs Bete ſchaͤtzt, machet Stindet ewig ſterben. 6. Nun ſo bleibe ſtets feiß dr mein Licht, JEſu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide ich in weiſſer Klei der- Pracht freudig werde ſpringen, und daß Gott es wohl gemacht, ohn eh fe Aufhoͤren fingen. nd auf Ln 620. M. Beſiehl du an deine Wege. 6. ten, I Nuß, tn pe mich ja laſſen nicht taͤglich unverneuet. 5 kehre. 4. Kehre zu mir deine Gt freundlich mich an blieke, daß mein innerſtes Gemuͤth in dir ſich er⸗ quicke, und die ſuͤſſe Him⸗ mels⸗ Luſt mit Begierde ſchmecke; ſonſten ſey mir nichts bewuſt, ſo da Freud ſchen: des bitten, o Schutz⸗ HE Iſrael! Du wollſt treulch dehüten den Tag mein! eib und Seel. Al Chriſtlich' Obrigkeiten, unſr' Schulen und Ger 1a aß dir befohlen ſeyn. 3. Erhalt uns durch l. M 1 5 reiner Lehr, vor„is Feine ſtreit für dell Dan Wort und Ehr, daß wit an e 0 mit unſerm Saamen im⸗ Ming mer in 3 En 2 e Name l t beſcheiden etuf und iſtus, der macht. res Seelen, ner Chrißen klares Ange, uͤbten Won, Güte Lieb⸗ alle Mor⸗ in ich recht n — nicht uͤbrig ch vom Suͤn der du bi neues Lebe : Denn ha Licht, we net, wirſtd nicht taͤgli * hne Gotta t kein Me n nicht, de feuchten mi Lehre; der ite, auf ki dich iu iu mir deil 2 lich mich a uſten ſey m „, ſo da def 1 acht fu en, i 1 = M. de E dieſer Well e und, . n. en 5 des Morgens. Namen ſey gr gepreißt. 4. Dem Leib neben Nahrung Fried, ein g'ſun ſis Leben, G'muͤth, d Staͤnden Ehrbarkeit P 1 l etze auswerf und auf deln Wort ſein' nl Troſt mit Petro ſetze, geht die Arbeit fort. 6. W Ehren, bh fin ch 1 behelſ auffch du Err JES Chriſt, her 197 in allen Dingen, ſ. fl. 9 1 mag; Ach doch in Liebe, die ſchwartze Nacht, der Tag ruckt an die Staͤtte, der da alles mun⸗ er macht. Drum ſo mun⸗ A 1 1 In r... ˙————— „ 52² Vom Lobe Gottes laß mich ja beginnen nicht. Meine Sinnen und Vei⸗ ſtand richte, HErre, nach deiner Hand, daß ich recht mein Amt verwalte, rein Gewiſſen ſtets behalte. 7. Wuͤrd ich etwa heute ſehen allerhand Gelegen⸗ heit, Sünd und Laſter in 5 chſterlich zu überwinden. begehen, ſo gib, daß ſoſche meid! Reitze. mich mein Fleiſch und Blut, zeigt die Welt mir Ehr und Gut; ſo laß mich zu nichts verfuͤhren, daß mir 8 wuͤrde nicht gebuͤhren. 8. Wenn ich aber was voruahme, draus zufoͤr⸗ derſt deine Ehr, und des. Naͤchſten Nuß en kame, oder ſbuſten ruͤhmlich waͤr, ſo befoͤrdre ſolche Werck, gib dazu Rath, That und Staͤrek: All' mein Arbeit muß gedeyen wenn du HErr, wirſt Hülf ver, leihen. 6. Von mir ſelbſt bin ich untüchtig, zu befor dern meine Sach; Die Begierden ſind nicht tuͤch⸗ tig. Der Versand iſt viel zu ſchwach; ſchwach is meiner Seelen Kraft, und der Leib oft mangelhaft; meine Wege auch gefaͤhr⸗ lich, die Vernichtung oft beſchwerlich. 10. Drum, HERR, all mein Thun und Laſſen ſey dir alles heimgeſtellt; fuͤh⸗ re mich auf rechter Straſ⸗ ſe; mach es, wie dir ge⸗ fallt: Segne den gerin⸗ 700 Fleiß, lehre mich, was ch nicht welß; zeige mir, 1* 5 II. Wird ern Fal uch de uͤberellen, ach! ſo hilf me fe Vieder auf: Schutze mich e nd vors Sataus Pfeilen und g ver meiner Feinde Hauf:(ori Kommt ein Unglück vor d die Thur, ſſeht mir was n Gefährliche für; laß mich deine Huͤlf empfinden, eite 2 . . — 12. Willſt du mir ein Creutz 95 ſchicken, mach s,( de daß ichs kann gusſtehn; weng! will es mir nicht al elt dor dn gluͤcken, und nach meinem. d Willen gehn, ſe ies weiß e e ner Sünden Schuldt doch in d gib Hoffnung und Geduld; alles Unglück kaun du wenden, und mir wieder dei Gluͤck zuſenden. 0 13. Wird mir etwas auf, dl be edichtet, oder ſonſt gere dich gn et nach: Dir, Herr, der daß da alles richtet, ich befehle i An meine Sach: Laß wich ih meiden nur die That, o b wird wohl der Lügen Rath: und ein gut Gewiß hic! —.— S * 3 ſen machet, daß wan der. de Verläum dung lachet. dee 14. Willſ du mich denn dit ic etwa heute legen auf das öh Krancken⸗Bett! ſo geh, J. N. daß ich mich bereite, ſch ke lh e zu der Ruheftaͤtt: Hehe, nic au trag und warte mich/ fel dat ich fort, ſo wollſt du mich jg vor ſchnellem Ted he. ehrte 1 and im Friebe 10 0 aſſen fahren. 15. Hierauf will ich nach ich un Vermögen meine Arbeit n er fangen an, du, Oe Aſtechte Vater, wirſt es fügen, daß dt es wohl gerathen kan:„ gb, Ie u Christe, ſegne du, — . . 2 — — was ich nicht ſehe, leite mich wo ich bingebe. . f rich i dg eilger Geiſt, ſp 161 I nuen nicht. und Veuſü Ekre, nach i 90% aß ich recht ve 9 n 622. M. HErr JEſu, valte, rein behalte, etwa heute Gelegen d Laſter zu id, daß ichſte deitze. mich und Blut, t wie Ehr aß mich ju 1 daß mir huͤbren. aber was aus zufzör⸗ b und des gen me, mich waͤr, che Werck, Dat und nein Arbeit wenn du Hüuͤlf ver t ſelhſt bin u befoͤr⸗ Sach; Die d nicht tuͤche wenns Licht anbricht, man por dir ſteht. ter Andacht meine Knie, und ruf zu dir mit heller Friede zugebracht. — Fand iſt viel ſchwach if a Kraft, und zu en ichter Stra wie dir g Leib und Seel regler, und mich mit ſeinen Gaben zier' Er fuhr mich heut was Guts vollbringen kan. Werck und Pflicht mit Freuden dieſen Tag ver, des Morgens. 532 dal HErr, in deinen groſſen Namen ſey mein End und Anfang, Amen. Chriſt, dich zu ꝛc. Jas walt Gos Pa⸗ ter, und GOT Sohn, GO ct Heilger Geiſt ins Himmels⸗ Thron: Man danckt dir, eh die Sonn aufgeht, 2. Drum beug ich die⸗ ſen Morgen fruͤh in rech⸗ Stimm: Dein' Ohren neig, mein Red vernimm. 3. Ich ruͤhm von Her⸗ tzen deine Gut, weil du mich gnaͤdig haſt behuͤt't, das ich nun hab die fin⸗ ſtre Nacht in Ruh und 4. Ich ſchlief und wuſt nicht, wie mir waͤr, ſo ſchlich der Teufel um mich her, den hat HERR deine Mecht vertrieb'n, daß ich vor ihm in Ruh geblieb'n. 5 5. Mein Gott! ich bur mangelhaft; h durch Chriſi Blut, nimm uch gefahr 4 Nhl achtung f und i Hex x, a. sti d Laſſen ſe ene 0 80 mich auch dieſen Tag in Hut: laß deine liebe En⸗ gelein mein Waͤchter und Gefaͤbrten ſeyn. 6. Dein Geiſt mein'n auf rechter Bahn, daß ich 7. Gib, daß ich meine meinem Nutz, und meinem Nahſten thue Guts. 8. Hilf, daß ich zu re⸗ 1 weiß mein Augen, Ihren, Händ und Fuͤß, mein' Lippen, Mund und gantzen Leib: All boͤſ' Be⸗ glerden von mir treib. 9. Bewahr mein Hertz vor Suͤnd und Schande? daß ich vom Uebel abge⸗ wandt, mein Seel mit Sünden nicht beſchwer, und mein Gewiſſen nicht Verſehr 10. Behuͤt mich heut und allezeit vor Schaden, Schand und Hertzeleid. Tritt zwiſchen mir und meine Feind, die ſichtbar und unſichtbar ſeynd. Eingang heut bewahr, daß mir kein Boͤſes wie⸗ derfahr, behuͤte mich vor ſchnellem Tod, und hilf mir, wo mir Huͤlf iſt noth. 623 In eigener Mel. Das walt mein Gott, und Hellger Gitt, der mich erſchaffen hat, mir Leib und Seel gegeben, im Mutter⸗Leib das Leben geſund ohn allen Schad. 2. O treuer Gott! der du deinen Sohn vons Himmels⸗Thron fuͤr mich gegeb'n in Tod, der fur mich iſt geſtorben, das Himmelreich erworben mit ſeilnem theuren Blut. 3. Dafür ich dir aus Hertzens Grund mit Zung und Mund lobſinge mit Begier, und dancke dir 33 mit ſricht, zu deinem vod und 0 11. Meinen Aus- und 4 Gott Vater, Sohn 334 vom Lobe Gottes N mir Schalle für deine Wohlthat alle, fruͤh und ſpat fuͤr und fuͤr. 4. Auch ſonderlich ſag ich dir Danck mit dieſ em Geſang, daß du ſo gnaͤdig⸗ lich, aus lauter Gnad und Guͤte, mich dieſe Nacht bebuͤtet, durch dei⸗ n'n Eng' ſicherlich. 5. Und bitte dich, du wollſt hinfort, ach Gott, mein Hort, ferner gena⸗ diglich mich dieſen Tag be⸗ huͤten vors Teufels Macht und Wuͤten und Liſt tau⸗ ſendfaͤltig. 6. Durch deine Gnad bewahr mir, HErr, Leib, Seel und Ehr vergib die Miſſethat, vor G'fahr, vor Suͤnd und Schande, zu Waſſer und zu Lande, be⸗ buͤt mich fruͤh und ſpat. 7. All Tritt und Schritt in Gott's Nam'n, was ich fang an, theil mir dein' Hülfe mit, und komm mir fruͤh entgegen mit Gluͤcke, Heil und Segen, mein' Bitt' ver⸗ ſag mir nicht. 8. All mein Arbeit in Gottes Nam'n was ich fang an, gereicht zur Nutz⸗ barkeit, mein Leib, mein Seel, mein Leben, wel⸗ ches du mir haſt gegeben, lob dich in Ewigkeit. 624. M. erſchienen iſt der herrlich Tag. l De Tag bricht an und zeiget ſich, o meine Seele, geh in dich, wie du geſchlafen dieſe Nacht, ſeſdu aus dem Schlaf; auf⸗ ob du auch oft an Gott gedacht wenn du erwacht. 2. Henn Goc ſieht ins Verborgne hin, pruͤft auch im Schlafe Hertz und Sinn. Er eifert, wenn du nicht zuerſt, Ihm, wenn 110 ut nie faͤhrſt, deinen Dienſt ge⸗ 10. D waͤhrſt. f und! 3. Drum walts Goder ner ſi Vater, der im Geiſt durch Ehr, be Chriſtum uns ſtets beten de Bite heiſt: Dir will ich Opfer Schuß, bringen, eh ich zum Be, u. d 1„ geh, wenn geupett! 4. Was ſoll ſch aber opfern Fir? Iſt doch bot alles dein in mir, ja eben das iſt mein Gewinn, wenn alles, was ich ſchun dig bin, dir gebe hin. 5. Ich gebe dir die Seele hin, ach! richte dein Reich auf darinn/ daß ſie Schaben mit Tugend angeſteckt, elt ben der Glaub in Gottesfurcht z. Ne erweckt, bleib unbefleckt. u g 6. Ich geb und opfre dix fee oh mein Hertz, ach! nimms ae dir und ziehs in Lieb auf, dg ich warts, daß ich mich ſiets ſang gut im Geiſt erheb, an dem i was irrdiſch iſt, nicht kleb, a i nach Gott nur ſtreb. lige hei 7. Ich opfre dir ganz bas meinem Will'n, laß mich ſher, e auch deinen Will en er, dn Her fuͤlln, daß in Geduld ohn ch n Unterlaß ich Gutes thu,. Ei das Boͤſe haß und Suͤnde gien aß. 150 40 2. Sinn und Verstand dach 0 und was ich denn, ich h dir zum Morgen- Opfer geit 2 ſchenck, hilf, daß keil Fu erkeuggt flir, un 10 mir eit fin ih boͤſer Anſchlag bonn, A des Morgens. 10 komm, und was im Sinn ich fuͤhr, gefalle dir. ö in enn, 9. Ich opfre dir die Zung 5 del mſar 900 und Mund, uns mache mit te gung se A e die dieſen Bund, daß heute zuter Onadſa ng e dieſen Tag und fort von mich dieſed. 0 10 mir kein Fluch und kalſches , durch de) I d Wort nie werd gehört lich.% e We, Die Wercke was ich e dich, du ung laß und thu, befehl ich dir ach Gott,. dag regter ſie nu zu deiner ferner genäe n 10 Ehr, des Nachſten Nutz, ieſen Tag beit Adee des Vaterlandes Troſt und ufels Machtſi! 0 Schutz, der Boͤſen Trutz. ind List— 1 7 3. Daß ich dir gantz 19 0 gener reh 0 5 den dn antzen Lebens⸗Lauf, des en, 2a J e Kleitcee ſürdilche Feger ee de e, and he ir de fahr, vor 8f 11 mir, und lebe dir. 1 Sey du ſtets bey Schande, zu Mogli, u„ r 1 deb i Lande, def le nen, Beigen eit ve nem Heilgen Geiſt mich und ſpat. 1 66 einer lie elt i 2 5 5 Ege 5 laben tts Nam u e n Schaden und Gefahr, mich an, theil Wrduaheg heut bewahr. le mit, und auh e uh entgegen at, e und Gewerb Gedeyen, Hell und Johann ſegne ohn Verderb, daß „ Bitt' ver etz alles dir zu Lob und Oanck, 110 9 7 95 10 17 0 an⸗ it ig c e fang gut End erlang. 2— ich Weit a 14. Auf daß ich ehrbar icht u Mug h und in Rub mein Leben Leid, weit. dam moge bringen zu, dle Le⸗ beben, wet J l bene„ Norhdurft mir be; haßt gegeben uin U ſcher, daß Armuth nicht igk it 12 deiben mein Hertz beſchwer, mich wißzket. n ehrlich nr. n e 5. Ein frölichs Hertz, Vieh gefunden Leib gib mir, und auch ein frommes einen Weib.(das ich dein eigen en bleib). Hilf, daß ich den Daun 1 Erſchiene rlich Tage icht an un t 13. Verleih der Nahrung 535 16. Erhalt auch unſer Vaterland in guter Ruh und Frieden⸗Stand, wend ab Aufruhr, Brand, Krieg und Streit, Peſt, Hun⸗ ger, Kummer, theure Zeit, und ander Leid. J 17. Der Obrigkeit gieb Staͤrck und Witz, daß ſie dein) arme Kirche ſchuͤtz: die dich und uns verfol⸗ gen HErr, durch deinen ſtarcken Arm bekehr, und ihnen wehr. 18, Erloͤſe wer unſchul⸗ dig itzt um deinet will'n gefangen ſitzt: Beſchuͤtze, die ſind falſch verklagt, troͤſt alle, die geaͤngſt't, geplagt ſind und verjagt. 19. Den Armen, gib ihr Kleid und Brod, die Krancken, und wer leidet Noth, mit deinem Troſt beſelige, die Wittwen Wapſen, Fremdlinge ver⸗ heidige 20. In Summa, was uns lieb und gut, gib uns an Seel, Leib und But, wie du wilt ſey dirs heim⸗ eſtellt; Nur nimm uns elig von der Welt, wenn dirs gefallt. f 625. In eigener Mel. Der Tag vertreibt die finſtre Nacht, ihr lieben Cdriſten ſeyd munter und wacht, preiſet Gott den HErren. 6 2. 135 Engel ſingen im⸗ merdar, und loben Gott mit groſſer Schaar, der alles regieret. 3. Die Haͤhn und Voͤ⸗ N eind üuͤberwind mit „ 0 5 4, f Sanftmuth, und Gebor⸗ H ir ſam find bey dem Geſind. el mancherley, die loben 34 e c 2 n— 2 1——— 2 — 2———.—— 2 .— 2 a 3 n—— — e e. deen ee— — a 1 — 2— * 2—.—.— a 736 der ſie ſpeiſ't und kleidet. gefallen SGnad wenn der HeErre koͤmmt, vom Lobe Gottes GoOtt mit rem Geſchrey, 4. Der Himmel, Erd und auch das Meer dem HErren geben Lob und Ehr, thut ſein'n Wohl⸗ 5. All's, was je geſchaf⸗ fen ward, ein jeglich Din nach ſeiner Art preiſen ſei⸗ nen Schöpfer. 6. Ey nun, Menſch, du edle Natur, o du vernuͤnf⸗ tig' Creatur, ſey nicht ſo verdroſſen. 55 Gedenck, daß dich dein HErr und Gott, zu ſeinem Bild erſchaffen hat, daß du Ihn erkenneſt. 8. Und liebeſt Ihn aus Hertzens⸗Grund, bekenneſt auch mit deinem Mund, fein alſo genieſſeſt. 9. Weil du nun ſeinen Geiß gekoſt't, und ſeiner 1 haſt, ſo danck Ihm von Hertzen. 10. Sey munter, fleiſ⸗ ſig, bet und wach, ſieh daß du ſtets in deiner Sach treu erfunden werdeſt. 11. Du weiſt nicht, denn Er dir keine Zeit be⸗ ſtimmt, ſondern ſtets heiſt wachen. 12. Ss uͤb' dich nun in ſeinem Bund, lob Ihn mit Hertzen, That und Mund, danck ihm ſeiner Wohlt! pic 9 8 12. Sprich; ater! in Ereigkeit, ich danck dir aller Gütigkeit, die du mir erzeigect. 14. Durch IEſum Chri⸗ ſtum, deinen Sohn, wel⸗ . al Tugel lobſin 1 1 1 en. tft fta 15. Hilf, HErr, daß i ht! ich dich gleicher Weſp von J 80 nun an allzelt lob', und f gutt preiſ' in Ewigkeit, Amen, 4 fel a der l 626. M. Err Jeſu Chriſt, dich c. 41 0 ie helle Sonn leuchtt en wi jetzt herfuͤr froͤlch een de vom Schlaf aufſtehen wir; ie Gott Lob, der uns heint gcgen n. dieſe Nacht bebätet vun mi des Teufels Macht. der Urs e 2. HERR Christ, den En Tag uns auch behüͤt vor hn ade Sünd und Schand durch i Ga deine Guͤt, laß deine liebe ich g Engelein unſre Huͤter und gener Waͤchter ſeyn. Ig nich 3. Daß unſer Ban im e wir Göhorſam leb, deinm ak, Wort und Willen nicht c Ke wlederſtreb daß wir dich icht, ſtets vor Augen hau n 6. Do allem, was wir fangen al. chte 4. Laß unſer Werck ge, gib rathen wohl, was ein zen i gun der ausrichten ſoll, daf zg, per unſre Arbeit, Muh und z, de Fleiß gereich zu deisem in dein Lob und Preis. h med 627. mel Nun freut 48 Prhebe dich, 9 meihe un bier Seel! die Finſterniß ut en vergehetl Der H Ert er, dat; fe ſcheint in Ifratl, ſein Licht ag die am Himmel ſehet, Eu de ge hebe dich aus deinen s at Schlaf, daß Er was Ou din tes in dir ſchaff, inden facht Er dich erleuchtet. 1008 2. Im Licht muß alle den 10 — chem ſam̃t dir im boͤchſten 5 1 rege ſeyn, und b 1 f 1 m Lobe i Heſchreß e des Morgens. 537 f kleldet. g„ e Frbeft wenden: im Licht es ſey die Demuth, meine el, Erd? A i ſingt fruͤh das Voͤgelein, Zier, die Lieb, das Werck deer dem 1 l im Licht will es vollen⸗ der Wercke. Die Weis⸗ Lob undd Aa den: So ſoll der Menſchſheit fließt in dieſem u Wohl.) 0% in Gottes Licht aufheben Grund, und oͤfnet beydes eilig ſ lic da(n 355 dem der ihn erleuchtet. ich Din* 2 l l relſen 1 ri Arbeit gehn, den HEr⸗ du ew'ges Licht! daß i die Seel erleuchtet. 3. Laßt uns an unſre [Peg ren zu erheben: Laßt uns, ſtets gehe richtig; erfreu kenſch, duß e indem wir auferſtehu, 5 mich durch dein Angeſicht, u vernuͤnf, 2 N weiſen daß wir leben: laßt mach mich zum Guten . 110 5 en 7 9 57 Fc 15 2 mußig ſeyn: Got deine Hand gegründet hat, 883 4 Neun der uns erleuchtet. und eweglich erleuchtet. . 4 1 4 1. ht. e be e beit rden fort und une es. un. Ich hab ihn net. 500 f ſer Werck bleibt liegen. dennoch lieb. Ihn aus ee e „dekenneſ en 9 85 155 55 5. at Oder: m Mund, eſt f daß wir greifen an das mer Gott. aun sene S Ser, 3ib Gnade, Se⸗ r e gen, Kraft und Staͤrck im 1 haßt, auc e ch, fleh da i 1.* l le uns nun, Glantz. 4 So laß mich alle⸗ ich fürchten vor dem zeit in dir beſtaͤndig wan⸗ tet. erniß 7. Das Licht des Glar was handeln. Eſum 9* bene ſey in mir ein Licht mit deiner Hand, dein Sobs,. 2, 0 der Kraft und Staͤrcke; Auge leite mich, daß ich e s 3 5 dit 1 2 ——— ein Geſicht, zu Hertz und Mund, dieweil 8. HErr, bleib bey mir, hee uns in bieſem Gnaden⸗ tüchtig, bis ich erreich e 0 daß wir 1 aa uns nicht betrügen g Gib, O Gott! du from⸗ — 5 ——— Dp p p————— — Bb————— ß————————— 5——— nner. 5——— 8 2— D. 5 1 N m —. ——————— ein au 8 38 Vom Lobe Gottes die Folge N 4. Laß mich kein ander Bild in meine Seel ein⸗ laſſen, als dich, mein Licht und Theil, zum Licht und Leben faſſen. Sey du mein einig Wort, er⸗ oͤffne mein Gehoͤr, und ziehe mich dir nach, ſo lauf ich immer ſehr. 629. M. SErr Jteſu Chriſt, dich 36 uns wend. Heilige Dreyfaltig⸗ keit! o hochgelobte Einigkeit! Gott Vater, ea diele r Seh, 5 en Tag mir Bey⸗ ſtand leiſt. 0 2. Mein' Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Boͤſes wieder⸗ fahr, und mich der Satan nicht verletzt, noch mich in Schand und Schaden ſetz. 3. Des Vaters Macht mich heut anblick; des Sohnes Weisheit mich erquick! des Heilgen Gei⸗ ſtes Glantz und Schein erleucht' mein's finſtern ee ee ſteh 4. Mein opfer, ſte mir kraͤftig bey, o mein Erlöſer, hilf mir frey! o Troͤſter werth, weich nicht von mir! mein Hertz mit werthen Gaben zier. J. HErr, ſegne und be⸗ huͤte mich! Erleuchte mich, HErr, gnaͤdiglich. HErr, heb auf mich dein Angeſicht, und deinen Flche, und ſeh in hoͤchſten Noͤ⸗ then ſeyn. und dich demuͤthig bitt: Wend dein genaͤdig Ange⸗ ſicht von mir, den armen Suͤnder, nicht. 2. GO macht nach deinem Eben⸗ bild. In dir web ſchweob und lehe ich, vergehen muͤſt ich ohne dich. ben war 4. Verſtand und Ehr hab ich von dir, des Lebens Nothdurft giebſt du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich im luͤck und Ungluͤck 6 5 1 Sohn! aſt m erloͤſet von der Hollen, Glut, das ſchwer Geſez fuͤr mich erfuͤllt damit des Vaters Zorn geſtillt. 6. Wenn Süͤnd und Sa bu Vater nicht verdammt. 7. Du biſt mein Fu ſprach allezeit, mein mein Troſt, und Freud: Ich kann durch dein Verdienſt allein hier rubig und dort ſelig ſehn, 8. Gott Heilger Geis Frieden auf mich richt. 630. M. Wenn wir FTuͤr deinen Thron tret 8 ich hiemit, oog! u haßt mich, Vater! mild ge⸗ 3. Exrettet haſt du mich gar oft gantz wunderlich und unverhoft, da nur ein Schritt, ja nur ein Har mir zwiſchen Tod und Le⸗ meynt. . ch durch dein Blut tan mich anklagt, und nit das Hertz im Leib vertagt, alsdenn brauchſt du den Mittler⸗Amt, daß michder ö Heil, 1 meine des e Kraft! — — 9 — —— Aud, 1 llerwin — 9 S — — 3 — — N — — — 2 . 5 0 N. f ander boch 1 ein, then ſ mein f 1 Aci Du a 21 9 r lach en WA — 0 i i FTeretig 'pfaltig- ioſt gag hgelobte T ampethü Vater, itt, un Geiſt,, wichen nir Bey Sunn. Ikkſu zu . l, Leib, ch voin ahr, daß dt wieder c= auch er Sata und, d 4 i Sau aden ſetz. 6 Mach) mich da ick; del r it eit mich St, d. . cel e mich a d Scheil Wert 191 Wenne . 1 michl dpfer, f I enn bi 3 Tia kern 84 Du f U ir frey! weich n. lier. ne u Etleuch d fmich de. . Tibſ b— N Netiuh! ge herb des Morgens. 339 Gnade in mir alles ſchafft: Iſt etwas Guts am Leben mein, ſo iſt es warlich lauter Dein. 9. Dein iſts, daß ich Gott recht erkenn, Ihn meinen HErren und Vater nenn, ſein wahres Wort und Sacrament behalt und lieb bis an mein End. 10. Daß ich veſt in An, fechtung ſteh, und nicht in Truͤbſal unter geh, daß ich im Hertzen Troſt em⸗ pfind, zuletzt mit Freuden uͤberwind. 11. Drum danck ich dir mit Hertz und Mund, o Gott, in dieſer Morgen⸗ (Abend,) Stund, fuͤr alle Guͤte, Treu und Gnad, die meine Seel empfan⸗ n hat. 12. Und bitt, daß deine Gnaden ⸗Hand bleib uͤber mir heut(heint) ausge⸗ ſpannt; mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinem Schutz ich dir befehl. f 13. Hilf, daß ich ſey von Hertzen fromm, damit mein gantzes Cbriſten⸗ thum aufrichtig und recht⸗ ſchaffen ſey, nicht Augen⸗ ſchein noch Heucheley. 14. Erlaß mich meiner Suͤnden⸗Schuld, und habe ni mit deinem Kind Geduld, zuͤnd in mir Glauben an und Lieb, zu jenem Leben Hoffnung gieb. ech al 15. Ein ſel'ges Ende mir beſcher, am Juͤngſten % Tag erweck mich HERR Pedal daß ich dich ſchaue ewig⸗ und d lich: Amen, Gott 10. 8 W men, er⸗ boͤre mich. 631. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chriſtt Glieder. Wos des Himmels und der Erden, Va⸗ ter, Sohn und Heilger Geiſt, der es Tag und Nacht laͤßt werden. Sonn und Mond uuns ſcheinen heißt deſſen ſtarcke Hand die Welt, und was drin⸗ nen iſt, erhalt. 2. Gott ich dancke dir von Hertzen, daß du mich in dieſer Nacht vor Gefahr Angf, Noth und Schmer⸗ tzen haſt behuͤtet, und be⸗ wacht, daß des boͤſen Fein⸗ des Liſt mein nicht maͤchtig worden iſt 3. Laß die Nacht auch meiner Suͤnden jetzt mit dieſer Nacht vergehn: O HERR JEſu!] laß mich finden deine Wunden of⸗ und Rath iſt fuͤr meine Miſſethat. 4. Hilf daß ich mit die⸗ ſen Morgen geiſtlich auf⸗ erſtehen mag, und für meine Seele ſorgen, das wenn nun dein groſſer Tag uns erſch eint und dein Ge⸗ richt, ich davor erſchrecke cht. J. Fuͤhre mich, o HErr! und leite meinen Gang nach deinem Wort, ſey und bleibe du auch heute mein Beſchuͤtzer und mein Hort! Nirgends als bey dir allein kann ich recht bewahret ſeyn. 6. Meinen Leib und —— meine Seele, ſammt den 3 6 Sin⸗ fen ſtehn, da alleine Hülf 1 N 540 Vom Lobe Gottes Sinnen und Verſtand, ziehn? Wie kann ich die groſſer Gott, ich dir be⸗ Liebe uͤben, Demuth i fehle unter deine ſtarcke ben, und der Nacht Ge. d e Hand, HERR, meinſſhaͤfte fliehn? Beet, Schild, mein Ehr und] 6, Laß doch nicht den Ruhm nimm mich auf, Geiſt der Seelen ſich ſe. 0 dein Eigenthum. quälen, zuͤnd dein Feuer hgebe 7. Deinen Engel zu mirſin mir an: Laß mich e dul ſende, der des böſen Fein⸗ tern Wurm der Erden Schl des Macht, Liſt und An⸗ helle werden, daß ich Gu eergrif ſchlaͤg von mir wende, und ſtes wircken kann. gethan mich halt in guter Acht, 7. Das Vernunft⸗eſcht chen der auch endlich mich 5 kann das Leben mir nicht Ruh trage nach dem Him⸗ geben: JESus und ein ger mel zu. i 77 00 5 muß das Hertz anblicke f 632. Mel. Ach! was und erqufcken, Jess 170 wolt ihr truͤbe ꝛc. muß die Sonne ſeyn. Huter wird die Nacht 8. Nur dle Decke vor ben] Ech der Sünden nicht Angen kann nicht taugen, A0 verſch winden? Huter! ist ſeine Klarheit kaun nicht ba be die Nacht ſchier hin? ein; wenn ſein helles eicht“ Nacht Wird die Finſterniß der[den Seinen ſoll erſcheinen, cla Sinnen bald zerrinnen muß das Auge reine ſeyn. i un darinn ich verwickelt bin?? 9. IESu, gib geſunde fuser 2. Moͤcht ich wie das Augen, die was kaugen, iin ent Rund der Erden lichte rühre meine Augen an. ut werden! Seelen Sonne! Denn das iſt die grote. 9 gehe auf! ich bin finſter, Plage, wenn am Tage i kalt und truͤbe, J Efuſman das Licht nicht e doe — — — — — —— — 2 — — . 697855 beſchleunigefhen kann. 1 en Lau 3. Wir ſind ja im neuen 63. In eigener Mel.* Bunde, da die Stunde der crch danck dir, Goc, uh a Erſcheinung kommen ift, J far all Wohlebea U und ich muß mich ſtets daß du auch mich ſo gu im Schatten ſo ermatten, diglich die Nacht hehit Waben weil du mir ſo ferne biſt. durch deine Gut, und bi.. d 4. Wir ſind ja der Nacht te fort, o GO, mein mech entnommen, da du kom⸗ Hort, vor Sund und 150 men; aber ich bin lauter G'fahr mich heut bewahr, cher Nacht. Darum wollſt du daß mir kein Boͤſes wies A nie mir, dem Deinen, auch derfahr. erſcheinen, der nach Licht 2. Ich b'febl dir, Hei, und Rechte tracht t. mein Seel und Ehr, Herz, daft 5. Wie kann ich des Lich⸗„Sinn und Muth, well bal tes Wercke ohne Staͤrcke Leib und Gut, und all bas 4 n in der Fin ſerniß voll Mein: Der Engel 15 Nhe g 0 en Fein, und An⸗ de, und 1 Acht, nich zur m Him⸗ was be ꝛc. et hin d den tniß der been ertinnen, was ue kelt bin!? Nee wie das m, en licht Te we g Sonnet das in finſter e, d! Jesus dn ſchleunigg(kan. im neue. i tunde de 3j dmg men id ftr nich stet!“ dn gad matten ch die 1- ch deine du kom. u, 1 laute iht nil wollſt d mt g gen, ae —5 Lich i tt ch des Li 41 Star ib; nicht find Macht der 90 1 dal 1 des Morgens. 341 hab mich in Acht, daß Feind an mir nach ſein'r Begier, noch mich in Suͤnd mit Luͤſten fuͤhr. 3. Auch wollſt du, Herr, vergeben mir, durch deine Huld mein' Suͤnd und Schuld, ich hab an dich vergriffen mich, unrecht gethan, o HERR ver⸗ ſchon in aller Friſt durch IEſum Chriſt, der unſer ein'ger Mittler iſt. 634. M. Sergzlich thut mich verlangen. Ich danck dir, lieber J Herre, daß du mich haſt bewahrt in dieſer Nacht ſo g'faͤhre, darinn ich lag ſo hart mit Finſter⸗ niß umfangen, darzu in groſſer Noth, daraus ich bin entgangen, halfſt du mir HErre Gott. 2. Mit Danck will ich dich loben, o du mein Goc und HERR] im Himmel hoch dort oben, den Tag mir auch gewaͤhr, warum ich dich thu bitten, und auch dein Will mag ſeyn: Leit mich in deinen Sitten, und brich den Willen mein. 3. Daß ich, HErr nicht abweiche von deiner rech⸗ ten Bahn, der Feind mich nicht erſchleiche, damit ich irr moͤcht gehn! Erhalt mich durch dein' Guͤte, daß bitt ich fleißig dich, vors Teufels Liſt und Wuten, damit er ſetzt an mich. wie du verheſſſen haſt, daß Er mein Sünd thu tra⸗ gen, und loͤſ' mich von der Laſt. 1 5. Die Hoffnung mir auch giehe, die nicht ver⸗ derben laͤßt, dazu Cbriſt⸗ wih 7 6 1 0 c 167 5 mich verletzt, da bm Guts 787 ſuch nicht darinn das mein', und lieb ihn als mich eigen, nach all den Willen dein. 6. Dein Wort laß mich Diener nennen, nicht fürchten Gewalt noch Geld, daß mich bald moͤcht ableiten von deiner g Wahrheit klar, wollſt mich auch nicht abſcheiden von der Chriſtlichen Schaar. 1 7. Laß mich den Tag vollenden zu Lob den Na⸗ men dein, und mich nicht von dir wenden, ans End beſtaͤndig ſeyn; behuͤt mir eib und Leben, dazu die D mir haſt gegeben, ſteht all's in deiner Hand. 5. HERR Chriſt, dir Lob ich fage fuͤr deine Wohlthat all, die du mir all mein Tage erzeigt haft uͤberall. Dein n Namen will ich preiſen, der du allein biſt gut: mit deinem Leib mich ſpeiſe, traͤnck mich mit deinem Blut. Dein iſt allein die 4. Den Glauben mir rleihe an dein'n Sohn, 9 Ehre, dein iſt allein der Ruhm, die Rach dir nie⸗ 8 7 mand IéE Sum Chriſt, mein Sund auch mir verzeihe allhier zu dieſer Friſt: OB u wirſt mirs uicht verſagen, bekennen vor dieſer argen ch Welt; auch mich dein n Frucht im Land: was dun an. e — n 1 en 4 1 38——— — 1—— eee eee eee e 942 Vom Lobe Gottes mand wehre, dein Seegen zu uns komm, daß wir in Fried einſchlafen, mit Gnaden zu uns eil, gieb uns des Glaubens Waffen vors Teufels liſt'ge Pfeil. 635. In eigener Mel. Ich dancke dir, o Gott! Jin deinem Throne durch JEſum Chriſum deinem leben Sohne, daß du mich haſt in dieſer Nacht bewahret vor Scha⸗ den und vor mancherley Gefahren, und bitte dich wellſt mich an diefem Tage behuͤten auch vor Suͤnden, Schand und Plage. 2. Denn ich dir, HErr, in deine Haͤnd befehle mein Leib und Gut, und meine arme Seele: Dein heilger Engel zu allen Zei⸗ ten, der ſey und bleib bey mir auf allen Seiten, auf daß der boͤſ Feind ſo arg und geſchwinde gantz keine Macht an mir zu uͤben uͤbe. 3. Den lieben Frieden ferner uns verleihe, und unſre Nahrung reichlich benedeye: Die Peſt von unſrer Stadt und Land laß wallen, dein Wort in Ruh und Fried noch laͤn⸗ ger ſchallen: Theurung vertreib mit Seegen uns erfuͤlle, nach deinem Rath und vaͤterlichen Willen. 4. Ich bitt fuͤr die, GocT⁵, ſo dich Vater nennen, inſonderheit dein reines Wort bekennen, fuͤr ſeyen hier, oder in frem⸗ den Landen, vor allen Unfall wollſt du ſie he⸗ wahren, laß ihnen alles Gutes wiederfahren. F. All', welche ſind be truͤbt kranck und gefangen, HER, verlangen, die wolleſt du von allen ihren Boͤſen, aus lauter Gnaden endlich gar erloͤſen. Al! arme Suͤnder ju dit, HErr bekebre, ein ſeligs End uns insgeſamt be⸗ ſchere. 636. Mel. Ach GOtt dd und Err. ch danek dir ſchon durch J deinen Sohn, o Gott! fuͤr deine Guͤte, daß du mich heint in dleſer Nacht ſo gnädig haſt behuͤtet. 2. In welcher Nacht ich lag ſo hart mit Finſterniß umfangen, von meinen Suͤnd'n geplaget ward, die ich mein Tag beßeagſc 3. Drum bitt ich d wolleſt mir vergeben all meine Sünd, die ich be gunt in meinem ganzen 1 Leben. auch diefen Tag in dei nen Schutz erdalten, daß mir der Feind nicht ſcha den mag mit Liſten mas“ nigfalten. mich in Sünd nicht fal 1 alle meine Bluts⸗Freund len, auf daß und Verwandtenſſſe in ihren Noͤthen nach dir, aus Hertzens Grund, du 4. Und wolle, mich 1 eb. a T 6. De ab un i beige Heits, Humm Mel. o Gott! Throneſ Thriß um hne, daß u dleſer u Friede 1 un Ha reich rel uu Peſt vo r ite Eil und e U Wort ei. noch löl 100 Tbeurun 2 dee egen un= Schi 1 Nat u det f t für h ch Vai 1 de 19 nnen, ü 11 / Freu das Leben mein, und all mein Thun gefallen. Leib und Seel, und all's in deine Haͤnde, in mei⸗ ner Angſt und Ungefaͤll eb mir dein Huͤlfe dieſer Welt kein' Macht an mir nicht finde: Denn erhaͤlt, iſt er mir viel zu 0 de erkohren. f 0 meine Staͤrcke, des Morgens. 6. Denn ich befehl dir e. 5 7. Auf daß der Fuͤrſte wo mich nicht dein' Gnad g'ſchwinde. 8. Ich hab es all mein Tag gehoͤrt, Menſchen Huͤlf ſey verlohren, drum ſteb mir bey, du treuer Goc, zur Huͤlfe biſt du 637. M. JEſu, mei⸗ ne Freude. deine Wunderwercke, deine Guͤtigkeit lobt mein armes Leben, dich will ich erheben heut und allezeit daß dein Schutz mich vor dem Trutz der verdaſnten Hoͤllen⸗Schaaren gnaͤdigſt woll'n bewahren. 2. Schleuß mich aus Erbarmen, Jeæſu in dein' Armen, nun der Tag anbricht. Eile, von den Suͤnden mein Hertz zu entbinden, meiner Seelen und Finſterniſſen mein erſchreckts Gewiſſen. bet,(wo es dir beliebet,) heut in Freud und Luſt, daß von Furcht und Za⸗ 18 Ungluͤck, Creutz und lagen mir nichts ſey be⸗ wuſt; was ich hab, it deine Gab: Die laß vor des Feindes Wuͤten, deine Macht behuͤten. 5 f 4, HErr, der Fuͤrſt der Hoͤllen ſuchet mich zu faͤl⸗ len ſo durch Liſt als Weh. Ach! treib ſeine Tücke, Liſt und Grimm zuruͤcke, wo ich geh und ſteh: ich bin dein, du bleibeſt mein, mich wird nicht Freud, Angſt und Leiden, JEſu von dir ſcheiden. J. Gib, daß es gelinge daß ich was vollbringe, SER, in deiner Ehr: Staͤreke mein Beginnen, leite meine Sinnen, troͤſte, fuhr und lehr, bis ich werd von dieſer Erd, wenn mein Ruh⸗Tag wird ankommen, zu dir nommen. 638. M. Ich danck dir ſchon durch dei⸗ nen Sohn. CTetzt leuchtet ſchon vom J Himmels Thron die Sonn mit klarem Scheine, und will kurtzum, mein Chriſtenthum ſoll leuchten ſchoͤn und reine. 2. O hoͤchſter Gott ich bin gantz todt, zu uͤben gute Wercke: Ach! weck mich Licht! Sieh auf mich, ich bitte dich, rett' aus Angſt auf! und mich im Lauf des Chriſtenthumes ſtaͤrcke. 3. Halt 23 3. Wende, was betruͤ⸗ einges 0 ——————. 8—ů— 5— . ̃ r...... ²˙ ⁰˙v—!ę ——— ——— 1 A dens 2 2— VVVVTPTPPPPPP bbb——„57 a n* —. 2—— 4—— 2 —— f j 1— 1 3 meinem Sinn, was rein, dem Naͤchſten nicht Vom Lobe Gottes 544 7 Halt mich allzeit in dein'm Geleit, daß ich mein Fleiſch bezwinge, durch alle Fall in dir gar ſchnell zum Chriſten⸗Le⸗ ben bringe. 5 4. Anfang und End re⸗ gier behend, laß alles wohl gelingen: zu deine: Ehr des Naͤchſſen Lehr und meine Zung erklingen. 5. Nimm alles hin 25 r nicht mag behagen; Laß mich geſchwind all meine Suͤnd bereuen und be⸗ klagen. 5 6. Nach deinem Rath kaun an jedermann beweſ⸗ ſen ſeine Tuck. 12. Er weiß faſt wohl daß kuͤrtzlich ſoll die Welt ein Ende haben, der An, tichriſt und was ſein it, zur Höllen muͤſſen traben. die letzten Stoͤſſe geben. 14. Ach liebes Herz! tan ſtellt, gieb auch die That, daß Sch meine Seele liebe dich gar allein, im Glauben betruͤbe. Bcheuel. 15. Lieb immerfort dos reine Wort, und nicht darnach dein Leben, die Saecrament bis an deln 7. Es iſt auch noth, mein HErr und God, g daß ich beſtaͤndig bleibe, in ſolcher Lieb, auch mich wend alle Noth, daß ſch drinn uͤb, und wie ein Baum bekleibe. 8. So gieb nun Kraft und ſüͤſſen Saft, daß ich viel Fruͤchte trage, und jedermann, 10 viel ich kann, mit meinem Dienſt hehage.. 5 9. Richt meine Tritt und alle Schritt auf dei⸗ ne rechte Stege, damit ich nicht wie oft geſchicht, gerath auf Irrewege. 10. Ach! ja, mein HeErr, von mir abkehr das falſche Chrißen⸗Leben, da nur der Mund, ohn' Hertzens Grund, Wort ohn That will geben. 11. Die Heucheley und Truͤgerey ſind lauter Teu⸗ 500 dir Kraͤfte werden 2 en. 5 16. Du groſſer Goce⸗ an Chriſtum glaͤube; mich ferner üb in ſteter Lieb, und ewig dein verbleibe. 6390. M. Herzliebſter IEE ſu, was haſt du verbrochen. n dieſer Morgenſtund J will ich dich loben e Goc, mein Vater! in dem Himmel oben: Was du fuͤr Gnade mir fete thuſt beweiſen, wi nun preiſen. 2. Du haſt Tags⸗ Licht laſſen kom men, und durch die Tauff men, und laͤſſeſß mich in 5 2 Sohn entbinden lich mich an das — fels⸗Stricke, dadurch en 1 dn elles Et 0 i hit 13. Drum will er ſehr durch falſche eehr und a ⸗ gerliches Leben der anten ch Welt, wies ihm gefaͤllt, es eſt kein Schertz; ſeußß uber alle Greuel, die S und manchen fällt, vermeide ſolche in dein Reich ausge 1 ud Suͤnden. 8 von Schuld u. 0% leine! beltraue Lob Httes leit inf Aug des Morgens. 545 daß ich 0 3. Du giebeſt mir den 10. Die Obrigkeit er⸗ ſoinge,) eie, Heiligen Geist darneben, balt bey gutem Stande, dir gat]= Er uu 115 Er mich lehr und gieb Friede, Glück und ien Les. 0 fuͤhr in meinem Leben, Heil im gantzen Lande: „ eban damit ich lern auf dich Behut uns allerſeits d End re. und alleine ſchauen, und dir HERR! aus Gnaden, alles“ Jen vertrauen. vor Schand und Schaden. deiner 0 4. Du haſt mich allzeit 11. Du wolleſt auch an ehr und= filche ch zen.. Des kan n nach., mi vas dir“ Iten Ei n; Laß Ac 0 u meine kein eich und be⸗ ile dun lll,. — Glauben Won, en nicht Damen b noth, dit Soc, 2. g bleibe, uch mich= alt wie eee Haͤnd It ih i un Kraft r eng n e, dam e H a b wege. A be , mei reit, i a 10 f geben. 2% 100 nge 7 90 tun t. 1 uch del. Di 10 voͤterlich ernaͤhret, was ich bedurft mich immer⸗ zu beſcheret, und wenn mich Noth und Ungluͤck hat beruͤhret, bald draus gefuͤhret. 5 5. Jetzt haſt du auch dur h deine Engel Schag⸗ ren mich laſſen heut in dieſer Nacht bewahren, daß mich darinn kein Un⸗ fall hat erſchrecket, nach aufgewecket. 6. O HERR! mit meinem Munde und Ge⸗ muͤthe erzaͤhl und ruͤhm ich deine groſſe Güte, die ich empfangen hab an allen Enden aus deinen nden. 7. Ich bitt, du wolleſt uber mich fort walten, und mich auch heute dieſen Tag erhalten, daß Satan vicht dur Pfeile mi ſeine Liſt und uͤbereile. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zußteht frommen Cbri⸗ ten, rein von der Welt und ihren boͤſen Luͤſten, daß ich auch meinen eig⸗ nen boͤſen Willen nicht moͤg erfuͤllen. 5 9. HERR, laß in dei⸗ nen Schutz ſein einge⸗ ſchloſſen Leib, Seele, Freunde, Kinder, Haus⸗ enoſſen, und was ich ong durch deine milde Gahe auf Erden babe. daß ich moge in demſelben dieſem Tag mich ſtaͤrcken, durch deine Kraft in mei⸗ n's Berufes Wercken, auf allen dir wohlgefallen. 12. Zuletzt wenn ich aus dieſen Lei⸗ den, es ſey heut oder morgen, werd abſcheiden daß ich auf Chriſt! Tod mig ſelig ſterben, den Himmel erben. 13. So bin ich denn an Leib und Seel gene⸗ ſen, und wohl auf dieſer Welt allhier geweſen. Dort habe ich das rechte Kleinod funden, hier uͤberwunden. 14. Das hilf mir, Va⸗ ter, der du mit dem Soh⸗ ge und heilgem Geiſt re⸗ Klerſt in einem Throne. Gib, daß ich deſſen, was ich jetzt begehret, ja werd 2 gewaͤhret. 640. N. Hertzliebſter IESSuꝛc. sbet den HERREN, alle, die Ihn ehren, laßt uns mit Freuden ſei⸗ nen, Namen ſingen, und Preis und Dauck zu ſei⸗ nem Altar bringen, Lo⸗ bet den HErren. f 2. Der unſer Leben, das Er uns gegeben in dieſer 1 Nacht ſo vaͤterlich bede? lckst, und aus dem. 1 verleih, 4 . 5 1 ——— „H„„rrTCcccCcCccccccccCccc —————— e eee eee e neee eee e eee eee e i*— 1* e r 2—— ann 3 e. N 5„„— PP —— Segen. Lobet den HErren. 746 Vom Lobe Gottes uns froͤlich auferwecket, Lobet den HErren. 3. Daß unſre Sinnen wir noch brauchen koͤnnen, und Hand und Fuͤſſe, Zung und Lippen regen, das ha⸗ ben wir zu dancken ſeinem 4. Daß Feuers Flam⸗ men uns nicht allzuſam⸗ men mit unſern Haͤuſern unverſehns gefreſſen, das macht, daß wir in ſeinem Schooß geſeſſen. Lobet den HErren. 0 5. Daß Dieb und Raͤu⸗ ber unſer Gut und Leiber nicht angetaſt't und grau⸗ ſamlich verletzet, darwider hat ſein Engel ſich geſetzet. Lobet den HErren. 6. O treuer Huter, Brunnquell aller Guͤter, ach! laß doch ferner uͤber unſer Leben bey Tag und Nacht dein' Huld und Gute ſchweben. Lobet den Erren. 2. Gib daß wir heute HeErr, durch dein Geleite, auf unſern Wegen unver⸗ hindert gehen, und uberall in deiner Gnade ſtehen. Lobet den HErren. 5 8. Treib unſern Wil⸗ len, dein Wort zu erfuͤl⸗ len: Lehr uns verrichten heilige Geſchaͤfte, und wo wir ſchwach ſind, da gib du uns Kraͤfte. Lobet den HErren. ö 9. Richt unſre Hertzen, daß wir ja nicht ſchertzen mit deinen Strafen, ſon⸗ dern fromm zu werden vor deiner Zukunft, uns be⸗ muͤhn auf Erden. Lobet den HErren. 10. HErr, du wirſt kom⸗ men, und alle deine From⸗ men, dle ſich bekehret, gua⸗ dig dahin bringen, da alle Lobet den HErren. 641. In eigener Mel. Morgen Glantz der M Ewigkeit, Licht vom unerſchoͤpften Lichte, schick uns dieſe Morgen, Zeit dei⸗ ne Strahlen ju Geſichte, und vertreib durch deine Macht unſre Nacht. 2. Die bewoͤlckte Finſſer, niß muͤſſe deinen Glantz entfliehen, die durch Adams Apfel Biß uns, die kleine Welt beziehen, daß wir HErr, durch deinen Schein ſelig ſeyn. 3. Deiner Guͤte Mor⸗ gen⸗Thau fall auf unſer matt Gewiſſen: Laß die duͤrre Lebens⸗Au, lauter ſuͤſſen Troſt genieſſen, und erquick uns, deine Schaar, immerd toͤdte, und Hertz und Muth ſtandner Morgenroͤthe, daß recht aufſtehn. des Blut vermeiden, daß uns die Gerechtigkeit mag als wie ein Rock den, und 5 ſo vor allet ein ſicher ſeyn. 5 Ach! du Anfang aus der Hoͤh, gib, daß au ait Juͤngſten Tage unſer 75 Engel ewig, ewig fingen: ar. 4. Gib, daß deiner Liebe Glut unſre kalte Werke erweck uns se bey e, 0 foir, eh wir gar vergehn, 5. Laß uns ja das Sün, den- Kleid durch des Bun beklei⸗ — A ahfe iat bon 1 eher fllen fat J. Keut in We Ghaden⸗ uch de I das Wonne, is eihö 642. U. al. Mun i der ſchel, E Aid was Ahr abe af auf as el Vohlgef 2. Mi L blieb fch vet er Nac ſutnerh 5 J Wonne tell gr ue ile 10 1 J. Den 15 1 a gif a des Morgens. 542 * Hex d n Tn nam auferſteh, und ent⸗ ech fernt von aller Plage ſich S auf jener Freuden Bahn — ag, g freuen kann. den e, 7. Leucht uns ſelbſt in jene Welt, du verklaͤrte Gnaden⸗Sonne! fuͤhr uns durch das Thränen Feld in das Land der ſuͤſſen Wonne, da die Luſt die uns erhoͤht, nie vergeht. 642. MN. Nun ruhen alle Waͤlder. W Ne e ++ 0 ſchen, Stadt und Felder, f 2 und was die Welt erhalt geſetze. 0 Ihr aber meine Sinnen, 5 1449 N fle auf auf! ihr ſolt beginnen e e eee, ee ö— e. 2 dn. blden t der d ulld un!„Then i euch vertrieben, der Tag, kobet des en Hen der Naͤchte Feind Fahrt de Lebe immerhin, die Sonne, bir heut n und JESUS, meine 1 Geleiten Ad un Wonne mich jetzt an eurer en unvel!— leihe, Stell anſcheint. ud über Gl. 3. Der Tag iſt ange⸗ de ſtehet Dt ii brochen, die Nacht bat Dr, I gich verkrochen am hellen w 5 1 Himmels Lauf, ſo muͤſſen lu Aa S inhere imgleichen die Jam Dee Tua Evi i ſeinem e ö Lobet ese Na able f nd Nau, Wibertih h en, d „ und u= t auf , da gg 0 = Bllt ift die guchund Schuhe, damit er ſey te Herze bekleist: So geht ans auch dt ſcherz r. entgegen dort Jcſus, an, tafen, se 0 ſhllulegen das Kleid iu Ehr werden 9 10 and Herrlichkeit.. , un b. 90. Dem Haupte, Hand en. Lu id Fuſſen muß nun die Luſt verfuͤſſen die ſaure Arbeit Laſt. Friſch auf! durch unſer Mühen der Faulheit wir entfli hen, die nur des Teufels Rott nicht haßt. 6. Nun gebt ihr mun⸗ tern Glieder, greift an die Arbeit wieder, es iſt genug geruht. Es kommen Stund und Zeiten, da man nicht darf arbeiten, vor Freuden nicht weiß, was man thut. 7. Mein' Augen, Oh⸗ ren, Munde, lobt Gott aus Andachts Grunde, befehlt Ihm Leib und Seel, daß Er in allen Gna⸗ den ſie ſchuͤtzen woll vor Schaden, du Aug und Huͤter Iſrael. ö 8. O JE Su! meine Freude, behuͤt mich heut vor Leide, zeig mir den Gnaden ⸗ Schein. Will Satan mich verſchlingen, laß Engel mich umringen, ein. 8 und Wagen⸗ EY burg mir ſeyn. 9. Auch meine Freund und Liehen, laß den Tag nicht betruͤben ein Unfall noch Gefahr; der Noth und Klage wehre! o Jes Su! mich erhoͤre, und ten wahr. 643. In eigener Mel. aller ſchoͤnſter Men⸗ ſchen Huͤrer, du un⸗ begreiflich hoͤchſtes Gut! ich will dir opfern Hertz und Muth. Stimmt an mit mir, gedenckt der Guͤ⸗ ter, all ihr Gemuͤther. 2. HErr, mach mein ſehnlichs Bit⸗ 548 vom Lobe Gottes 2. HErr, deiner Kraft ich nur zuſchreibe, daß ich noch Othen Schoͤpfen kann, du nimmſt dich gnaͤdig meiner an: Du Vater, Hertz, mich nicht vertrei⸗ be, heut bey mir bleibe. 3. Iſraels GOT! da iſt mein Wille, der ſich dir willig untergiebt, dich über alles gerne liebt, das ſt mein Wunſch in ffuͤ⸗ 18 11 o Gnaden E 1 8 1 Dein Angeſicht mich heilig leite, dein Auge kraͤftig auf mich ſeh! ich reiſe, geh, ſitz, oder ſteh, mich zu der Ewigkeit be⸗ reite, HErr, mich be⸗ gleite. f 5. Laß Seel und Leib, ſo du gegeben, ſtets ſeyn in deiner Furcht bereſt, als Waffen der Gerechtigkeit: Auch in dem Tod dir anu⸗ kleben, o Seelen⸗Leben 6. Geſegne mich auf meinen Wegen, mein Thun und laſſen lencke du, in Unruß bleibe meine Ruh, bis ich zuletzt mich werde legen, im Fried und Segen. 644. In eigener Mel. . Chriſte, Morgen⸗ Sterne, leucht uns mit hellem Schein, ſchein uns vons Himmels⸗Thro⸗ ne, an dieſem dunckeln Ort mit deinem reinen Wort. 2. O IJEezu, Troſt der 3 mein Hertz heb mein erbarmen, dein' Gnade ſchencken mir; das rrau ich gaͤntzlich dir. Hülfe thun: Du biſt der mich durch deine Guͤt; laben, und ſchencken mei⸗ zu dir, dn wirß dich 3. Ich kann und mag nicht schlafen, ich kaun e Le nicht froͤlich ſeyn, mir i verwund't mein' Seele, und fürcht der Hollen Pein, o Chriſt! erbaunm dich mein. ſaen! 4. O JeSul lieber 2. 5 HeErre, du ein'ger Gottes Sohn, von Hertzen ich begehre, du wollſt mir Gnaden⸗Thron. 5. Du haſt fuͤr mich vergoſſen dein Roſinfar⸗ bes Blut; das laß mich Herr, genteſſen, not — =. — — — . hilf mir, das iſt meine itt. IJESUuE 1. 6. Iſt dir verwundt ſo Amtes ſehre die arme Seele deln? thu dich zu mir nur keh⸗ ren, ich will dein 80 ſeyn, vergeben Schuld und Pein. 5 7. Laß du von Sünden abe, und ſey ein frommet Chriſt, ich will dich ſelber Hund/ Himmel weißt. Jah fh 8. Ich will dich ſelber Zeiten, ſpeiſen mit meinem ei hen ke und Blut, mein Lieb an ge 040 dir beweiſen, und will dir. 9 theilen mit mein'n Scha 1 and hoͤchbes Gut. Heiß, Seele. hancken 9. O JeSu] Lob und em Ehre ſing ich dir allezeit; gz un den Glauben in mir meh, dez de re, daß ich nach dieſer Zelt ge nig mit dir eingeh zur Freud, Ja hin 1 645. In eigener Mel. N nen Geiſt, der dich zum O Goc! ich thu dl ſit, u daß de dancken, bn 0 I ge des Morgens. 540 durch deine Guͤt mich haſt jener Welt: So gilt mir, ſchon nicht hienſeden bin vor den Menſchen reich. 7. O HERR hilf mir wid e vors Seufels Wancken auſalles gleich, und bin es 1 Vale unde dieſer Nacht behuͤt't, alſo wohl zufrieden, ob ich bt entre fluch! daß er mich fein hat müf⸗ V bleibe. 1 000 ſen laſſen ſchlafen, und mir drr! eh mit ſeinen Waffen nicht 1 geh konnen ſchadlich ſeyn. 2. Beſchuͤtze mich auch 1 3 1. ee Net, ke, h un oth, vor Gott's⸗ ch in 0 Ae 10 vergeßnen Leuten, vor boͤ⸗ eee en und ver Shed, 0 Bünde f 1 eſicht ni me vor Wunden und vor dein Aug er Bae Schlagen, vor ungerech⸗ 5 ſeh! n 0 15 Hegen* Waſſer oder ſte und vor Beand. N! 3. An melnem Geiſt mich i, dae a mich 0 N00 ftäͤrcke, ſo wohl auch an „e e m! 2 ö 1 ne Freuden treib, und thu ereſt, af 0 0 dach meiner Pflicht,„f echtid te viel als mir befoßlen, bis echtike t en daß du mich wirſt holen 22 dh 1 10 1 Ne Mel de G ſchte mir 84 a Mein ſich f mich ay, u ere„bis an mein letz: n, me i i tes End, und gnädig be⸗ lencke din, u nedeve die Arbeit meiner ide meiſ= Gi Haͤnd, damit ich auch was ulezt mij- Ane ü bab fur mich in ſchweren 1451 0 e e e e n men Leuten ka der Mel.. Bl ne Gab. 5 Merge n bewend 5. Vor allem mich re⸗ leucht ut un len Mü giere mit deinem Gnaden⸗ ein, ſche höchih Geiſt, daß ich meine G'⸗ nels⸗Thr dancken fuͤhre im Himmel dunde“„ o N allermelſt: und ja nicht 1 h gantz und gar ſey mit dem im rein e Geis beſeſſen, und ſchäͤrd, dic Geitz beſeſſen, u 1 75 „Troſ d.— daß 6 5 Fa s les Had e d e bes, Erhalt mir Lei und vollenden mein' ſaure Le⸗ bens⸗Zeit, thu mir dein Huͤlfe ſenden, und ſey nicht allzuweit, wenn ich heim ſchlafen geh, auf daß ich friedlich fahre, und mit der Chriten⸗Schaare zum Le⸗ ben auferſteh. 646. M. O Gott, du frommer Gott. O IE Su, ſuͤſſes Licht, nun iſt die Nacht vergangen, nun hat dein Gnaden⸗Glantz aufs neue mich umfangen: Nun iſt was an mir iſt, vom Schlafe aufgeweckt, und hat nun in Begier zu dir ſich ausgeſtreckt. 2. Was ſoll denn nun, mein GOcct! fuͤr Opfer ſchencken? Ich will mich gantz und gar in deine Gnad einſencken mit Leib mit, Seel, mit Geiſt, heut dieſen gentzen Tag; das ſoll mein Opfer ſeyn, weil ich ſonſt nichts vermag. 8 3. Drum ſiehe da, mein Gott, da haſt du meine Seele, ſie ſey dein Eigen⸗ tbum, mit ihr dich heut vermaͤble in deiner Lie⸗ bes⸗Kraft: da haſt du meinen Geist, darlnnen wollſt du dich verklaͤren allermeiſt. 8 4. Da ſey denn auch e Leben, ſo lang es dir ge⸗ a; Gotz! fällt, und thu mir, HErr ) da nur geben den Schaß in —— * 1 mein Leib zum Tempel dir erge⸗ 11 1 1 n 1 1 1 0 1 0 * 5 ———— — F———————————— ...... p DDpDDTDFDFFFFTFTFTFTTTFFTTFTTFFFFTTTTT—T—F———————— — - 1—— 2— 2»— eee, 0 ——— ˙ V ů ·˙˙¹ñ eee.,.,—9R.. a 0 8————— e— 0 3— 8 PPP 8—.— — 3 5 wohn, ach! leb in mir, genthum. 570 Vom Lobe Gottes * ergeben, zur Wohnung und zum Haus, ach! al⸗ lerliebſtes Leben, ach! beweg und rege mich, ſo hat Geiſt, Seel und Leib mit dir vereinigt ſich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; Laß melner Seelen ſeyn dein Bildniß eingepraͤget im guͤldnen Glaubens Schmuck, in der Gerech⸗ tigkeit, ſo allen Seelen iſt das rechte Ehren Kleid. 6. Mein IEſu, ſchmuͤcke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuſchheit, mit Geduld, durch deines Geiſtes Trlebe, auch mit der Demuth mich vor allem kleide an, ſo bin ich wohl geſchmuͤckt, und koͤſt⸗ lich angethan. 7. Bleib du mir dieſen Tag ſtets vor den Augen ſchweben, laß dein Allge⸗ genwart mich wie die Luft umgeben, auf daß man gantzes Thun durch Hertz durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott! zu aller Stund. wachet bist, zur frühen Morgen⸗Zeit, ſo ſieh un halte du des Hertzene Pforte zu vor aller Eitel keit. Denn es iſt dein Ge, buͤhr, dieſelbe Seelen, Thuͤr erſt Gott nur guf zumachen. Ihn laß ert ziehn allein und ſon nichts bey dir ein, von andern ſchnoͤden Sachen. 2. Bedenck erſt, daß Goder mag an jenem groſſem Tag, auch alſe leichte dich erwecken aut dem Grab, als Er jetzund dich hab ermuntert fan tiglich; wenn Chriſtus unſre Sonn, auf ſeinem Woleken⸗Thron, in Klar heit wird erſcheiuen, und uns all insgeſammt, wie Sonnen angeflammt, ei klaͤren fuͤr die Seinen. 3. Da einer Sonfen Glantz den gantzen Welt Kreis gantz und hell er. leuchten kan: Mit was für einem Schein und Glantze Ruhm, und daß ich un⸗ verrückt verbleib dein Ei⸗ 647. In eigener Mel. So bald, o frommer Chriſt, als du er⸗ 4 Wolluß, Ehr und Gewinn nicht alſo det nen Sinn verblende, daß du nicht zu Schaden dei g nem Heil, einſt ſoltel haben Theil an dieſem ſchoͤnen Licht, an dieſer Herrlichkeit der unum⸗ 1 ſchraͤnckten Freud un Aufbruch der Gerechten an dieſem Sonnen Tag, e — wel waer d e welk un kaſſ iD e A, b. facht A des Morgens. H welchem keine 1 0 10 weiter wird anfechten. 9 e ſuͤr, daß dein Gott uͤber 0 0 5 e 1 125 er, 5 0 en ſey, abe Seen, Er welß auch eben nun bott 15 deln Laſſen und dein Thun, 1 N et und was dir wohne bey: n u ent Ja, hatt auch diefe 0 b e n Nacht ſich nicht mit ſei⸗ chien Sühn, ger Wacht mein GOit zu bench ag, daß die 1 ſo haͤtte dach dag ah ene gewiß de 5 f 10 1 0 Leib und Seel ch etage kfaͤllet. 10 5 0 15 Erhebe zu dem End bet n Hertz, Andacht, Augen, pen Cheeus Hand, und deiner Stine ah Auf ene Klang: dein Opfer trage 1 Ttht, U für dem HErren mit chene und Hebuͤhr in ſolchem Lob⸗ 19— ble Heſange O Dreylicht ban e, ines Lichts im Lichte Ade Sehe, dahin nichts was ſuͤndlich eigen Sinnen it, kann kommen, es werde un gunel Fels mein Gebet, auf Chriſtum gang und bl n in Gnaden auf⸗ cls genommen. f 08 1 7. Dir danck ich hertzig⸗ b n de Sig ch, daß du zur Kind⸗ dualen hnche haft mich erwaͤhlt von een eitel Sonſ könnte 0 0 1 n l lelnem Mund nicht wer⸗ 10 10 l e den ausgebreſt't. ü, da We gel. alu E 4 du h 5. Halt deinem Sinne ir jetzund dein Lob durch ſch 551 Plag uns Nacht; Du biſſ ja meiner mehr, als ſelber ich, o HERR geweſen einge⸗ dencke: Denn was ich bin und hab, iſt deine Mor⸗ gen⸗Gab und heutges neu Geſchencke. N 9. Erwecke meinem Schlaf von Suͤnden, und verſchaff in mir ein neues Hertz: Ach! wirf mich, HErre, nicht von deinem Fuͤrſt der Fin⸗IAngeſicht zuruͤck und hin⸗ terwaͤrts. Dieweil denn aufs neu erſchienen alle Morgen: So raͤum ich ſorg ein mein Thun und all mein Sorgen. 10. Vergib mir meine Schuld, damit ich deine Huld oft, oft verſchertzet hätt, da Gnad und Guͤte nicht von deinem Hals⸗ gericht aus fuͤhrlich mich vertrat, und mir ruft alle⸗ zeit, daß ich in Buß und Leid ſie ſolle wohl bereuen. mehr, ja mich vor nichts ſo ſehr, als vor der Suͤnde euen.. 14. Dein Volck, dein Eigenthum, das du zu deinem Ruhm, haſt dir — groſſer GOT] in ſeiner ſchweren Noth, damit ſichs jetzo quaͤlt; Bring' es mit ſtarcker Hand aus die⸗ ſem Krieges ⸗ Stand in Ruh und Hertzens⸗Friede, daß es allein nach dir ſey wacker von Begler, und dieſes Lebens muͤde. 12 Nun ſteh ich wohl 0 2 e% Ent beſchattet diesel gelt, mit Hoffnung an, l gefuͤllt, deine Treu und Guͤte mir Auch immer mehr und veſt auserwählt, erhalt, o dir allein, und deiner Für⸗ 1 1 —.. eee e 0 ————.— 2— 5 1 572 vom Cobe Gottes gefuͤllt, von meinem La⸗ ger auf: Sey du mit dei⸗ ner Wehr um mich und vor mich her, und ſegne meinen Lauf, dazu mein gantzes Haus, alſo, daß allzeit aus und ein wir mit dir gehen, auch auf des HErren Tag, ohn alle Quagal und Plag, in Friede auferſtehen. 648. Mel. Nun laßt uns G Ott ꝛc. Mach auf, mein Hertz und ſinge dem Schoͤ⸗ pfer aller Dinge, dem Ge⸗ ber aller Güter, dem from⸗ men Menſchen Huter. 2. Heint als die dun⸗ ckeln Schatten mich gantz umgeben hatten, hat Sa⸗ tan mein begebret, Gott aber hats gewehret. 3. Ja, Vater, als er ſuchte, daß er mich freſ⸗ ſen moͤchte, war ich in deinem Schooße, dein Fluͤgel mich umſchloſſe. 4. Du ſprachſt: Mein Kind, nun liege! Trotz dem; der dich betruͤge: Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du ſolt die Sonne ſchauen. 5 5. Dein Wort das iſt geſchehen, ich kan das Licht noch ſehen, vor Noth bin ich befreyet, dein Schutz hat mich verneuet. i 6. Du wilſt ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben, mein Weyhrauch, Farr'n und Widder ſind mein' Gebet und Lieder. 7, Die wirſt du nicht verſchmaͤhen, du kaunſt ins Hertze ſehen, und weiß t eee wohl, daf zur Gabe ich ja nichts beſſers habe. 9. So wollſt du num vollenden dein Werck gu mir und fenden, der mich I nich an dieſem Tage auf ſeſ, did mn nen Handen trage. 1 9. Sprich ja zu meinen dhe del Thaten: Hilt ſelbſt das r auf Beſte rathen, den Anfang,(. La Mitt'l, und Ende, ach nn Feed 649. Mel. Gott des 9975 Himmels und der bat Erden. Id daz Mas wilt du, mein e dic Hertz, anfangen agel, Of vergiß nicht deiner i traue Pflicht, laß das eitee 3 0 Verlangen, und vergif gath i des Lobes nicht, daß du ach di Gotte ſchuldig bi, den Int ich dein Leben dir gefriſtt. und mi 2. Deiner Rub haſt du nig, gt gepflogen durch die 10 ſeünd lange Nacht, als 5 e 9 herum gezogen, 9. M ſuchet, dich mit Macht iu per vertilgen: aber ſieh, Gott ung mz hat dich beſchützet hie. ofen nale doc de lig preiſen dich, g der du mir wollen ſolcht 0 Gut erweiſen, o! erzeig fuͤr und fuͤr mir dei ewge Lieb und Treu, la b gn ſie ſtets uns werden neu. 10 4. Ich will heut mich dit 0 ergeben, tritt du mir meine Seit, laß mich dit, alleine leben, auch ab wel 8 Giebſten Oi den droſſes elf Cren 1 i des Abends. 113 d In Gibe 1 10 0 b bolt b deln d. feen, n Lag f eg 1 0 .% I Won I hee, c a ei. 0 ien, ud as licht, ß d cg a, de eld 945 cht — gg „c t in Lieben, und nicht ſor⸗ een allzuſehr, noch im angel mich betruͤben. lr hertzlich traut, dienet, ind dazu in allen Sachen uf dich einig ſchaut: So . HErr, nach deinem 60% lb, 10 105 e eee Ceutz, ſo gieb Ged ir auf allen Seiten bey. 6. Laß mich alles thun Il gieb Segen mehr uud mehr, daß mein Ar⸗ het wohl gedey, und du lch erſindeſt treu. 7. Weil du großen Wohl⸗ gefallen haſt, wenn man kkleih, o JEſu! mir, dir trauen fuͤr und fuͤr. lath und Willen leite du lich dieſen Dag, daß mein int ich recht er fuͤllen, . Mich und all' mein erwandten, ſchuͤtz auch Geduld, und vergieb all meine Schuld. 5. Rette mich aus allen Nöthen, o HErr JEſa! laß mich uicht, wenn der deind mich will ertoͤdten, jnd ſo etwas mir gebricht, ſehe deine Gnaden ⸗Treu den, der deinen Namen ehrt, den erhalte deine Treu: und in aller Noth erfreu. 10. Segne, was ich heut anfange, ſegne, wenn mir flucht mein Feind, troͤſte, wenn er mir macht bange, wenn gefährlich alles ſcheint, und auch Krieg be⸗ ſorgen muß, halte Friede bey uns Fuf. 11. Waſſer, Feuer, Peſt und Seuchen, und was ſonſten mehr fuͤr Noth ſich bey uns hier kann einſchlei⸗ chen, boͤſer und geſchwin⸗ der Tod, dis heiß, weil du hilfeſt gern, alles von uns weichen fern. 12. Will der Satan uns verklagen, und bey dir drauf halten an, daß er moͤge Leid und Plagen uns ſo anthun wie er kann; O! ſo zeig ihm deine Pein, raͤume keine Macht ihm 13. Mich erhalte deine Liebe, meiner Liebe gieb die That; troͤſte, wenn ch mich betruͤbe, gieb auch dieſer Bitte ſtatt: Wenn da kommt mein letz⸗ 9 . 25 s mir angehoͤrt, Haus⸗ ſhoſſen und Bekannten; tes Nu, nimm du mich in ew'ge Ruh. 5 ch Vom Lobe Gttes des Abends. o. Mel. Unerſchaff e Lebens⸗Sonne. oder: Ach! was ſoll ich Suͤnder machen. 1 1 ch! mein JSSu! N ſieh, ich trete, da 1 der Tag nunmehr ſich neigt, und die Finſter⸗ niß ſich zeigt, hin zu deinem Thron, und bete. Neige Ag du 554 Vom Lobe Gottes du zu deinem Sion auch * Hertz und Sinnen in. 2 Meine Tage gehn geſchwinde, wie ein Pfeil zur Ewigkeir, und die al, lerlaͤngſte Zeit 15't vor⸗ bey als wie die Winde, fleußt dahin als wie ein Fluß, mit dem ſchnellen Waſſer⸗ Guß . Und, mein JéeSu, ſieh, ich Armer, nehne mich doch nicht in Acht, daß ich dich bey Tag und Nacht hertzlich ſuchte mein Erbarner! Man⸗ cher Tag geht ſo dahin, daß ich nicht recht wacker bin. 4. Ach]! ich muß mich herklich ſchaͤmen! du er⸗ haͤltſt, du ſchuͤtzeſt mich Tag und Nacht ſo gnädig lich, und ich will mich H nicht bequemen, daß ich ohne Heucheley dir dafuͤr recht donckbar ſey. 5. Nun, ich komme mit Verlangen, o mein Her⸗ gens Freund] zu dir! Neige du dein Licht zu mir, da der Tag nunmehr ver⸗ gangen: ſey du ſelbſt mein Sonnen Licht, daß darch alles Finſtre bricht 6, Laß mich meine Tage zaͤhlen, die du mir nech goͤnnen willt! mein Hertz ſey mit dir erfullt, ſo wird deine Fiebe isch aßſac Fſſte 0 ebe anla Laß mich ſelbſt auch wach 190 ſam ſeyn, ob ich gleich au ali ſchlafe ein. l. Me ibis Chriſt, wahrr(ß Menſch 1c. he Cbrig, der du bit ba ichs, helle Tag, vor dir oi Achtes Nacht nicht bleiben aß zn Wet du leuchteſt uns vom u galt ter her, und biſt des Lc 3, Wi tes Prediger. 0. 651. M. SErr Jeg 2. Ach lieber HER behuͤt mich heunt, in die ahr ſer Nacht vorm boden lem ke Feind, und laß uns in di der Bar ruhen fein, daß wir ven z. V. Satan(cher ſeyn. fe Sch 3. Oh ſchon die Auge daß une ſchlafen ein, ſo laß du daes Hertze wacker ſeyn, hal f güch über uns dein recht Han ug wi daß wr nicht fall. fe. Suͤnd und Schand. E 4. Wr bitten dich Heu alen JEſu Chriß, behüt ui dat vor des Teufels Lit, dil becchuen ſtets dach unſern Seele ue Hay tracht't, daß er an u un der hab' keine Macht. 5.5 5. Sind wir doch delt ger Eh ſererbtes Gut, erworbel Half ut durch dein theures Bal if un das war des ewgen Pu ug al ters Rath als er uns d dein he mich nichts koͤnnen quaͤlen. Deyn wo du biſt Tag und geſchencket hat. th. 6. Beſiebl dein m Engel g daß er komm, und uns be iy ſcht Licht, ſchaden uns die wach dein Eigenthum, gie in e Naͤchte nicht. 7. Nun, mein theurer Heiland, wache, wache du in dieſer Nacht, ſchuͤtz e mich mit deiner Macht; Namen dein, uns die lieben Waͤchter 1 ber ge daß wir vorm Satan 5 alk, ben Ru 7 00 00 h. 4 0 u wir in 7. So el 10 Eng 7. 10 es — des Abends. 55 ic feht uh gc heilige Dreyeinigkeit, wir 1 10 len dich in Ewigkeit. 65. Mel. Chriſt, der du biſt der helle ꝛc. 0 Cbulte, der du big dug 0 5 Se dey uns ſeyn. Du „HERR, verborgen 10 56. f ie nichts, le gn, wrde he Lichtes Glautz, lehr uns t ich dee na den Weg der Wahrheit ac in den N, ganz. f 5, lab ß de c 2. Wir bitten dein' goͤtt⸗ lh, ſcche Macht: behuͤt uns, A be Feaa Heng, in diefer Nache, Tic ant, n M, bewahr uns HERR, vor Nacht zum böen alem Leid, Gott Vater %o lg u in dn der Barmhertzigkeit. eh, M dun, 3. Vertreib den ſchwe⸗ sche, ken Schlaf, HErr Chriſt, Ob fe ge baß uns nicht ſchad des en dt) f. e Feindes Liſt: Das Fleiſch ge lan 10 hat i Zuchten reine ſey, ſo beg geht Hand, ind wir mancher Sorgen 7 Al len. feh. 0 uch San 4. So unſre Augen Miho Het schlafen ein, ſo laß das Ul, Halt un Hertz doch wacker ſeyn, un Lege, det beſchirm uns Gottes rech⸗ c Win Seel te Hand, und lo“ uns , Mf 6 an uns zen der Sünden Band. ee act. 1 1700 dus aller Noth, durch 4 11 10%% G0 und Licht, vor dir Der lieben Sonnen Licht du vaͤterliches“ auch ſeinem Sohne weis, des Heiligen Geiſtes Guͤ⸗ tigkeit, von nun an bis in Ewigkeit. 653. Mel. Auf! Seel und dancke ꝛc. und Pracht hat nun den Lauf vollfuͤhret, die Welt hat ſich zur Ruh gemacht, thu Seel was dir gebuͤhret;! tritt an die Himmels Thür, und ſing ein Lied dafuͤr, laß deine Augen, Hertz und Sinn, 1 JEſum ſeyn gerichtet n. 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl, und glaͤntzt mit Licht und Strahlen, ihr macht die Nacht des Prachtes voll; doch no heller in mein Hertz die ew'ge Himmels Kertz, mein JEſus, meiner See⸗ len Ruhm, mein Schutz, thum. 3. Der Schlaf wird fal⸗ len dieſe Nacht auf Men⸗ ſchen und auf Thieren, doch einer iſt, der droben wacht, bey dem kein Schlaf zu ſpüͤren: Es ſchlummert IEſus nicht, ſein Aug auf mich gericht't, drum ſoll mein Hertz auch wachend ſeyn, daß JEſus wache nicht allein. 4. Verſchmaͤhe nicht das chlechte Lied, das ich dir JE Su, ſinge, in meinem Hertzen iſt kein zu tauſendmalen delt mein Schatz, mein Eigen⸗ kein Fried, eg ich es zu dir bringe: ich Aa 2 bringe 556 Vom Lobe Gottes bringe, was ich kann, ach! nimm es gnaͤdig an, es iſt doch hertzlich gut gemeynt, o Jesu! meiner Seelen reund. a 5. Mit dir will ich zu Bette gehn, dir will ich mich befehlen: Du wirſt mein Huͤter, auf mich ſehn, und rathen meiner Seelen. Ich fuͤrchte keine Noth, ein' Holle, Welt noch Nacht Tod, denn wer mit JEſu ſchlafen geht, mit Freu⸗ den wieder auferſteht. 6. Ihr Hollen Geiſter, packet euch, hier habt ihr nichts zu ſchaffen, dies Haus gehoͤrt in JESU Reich, laßt es gantz ſicher ſchlafen; der Engel ſtarcke Wacht haͤlt es in guter Chri Acht, ihr Heer und La⸗ ger iſt ſein Schutz, drum ſey auch allen Teufeln rutz. ö 7. So will ich denn nun ſchlafen ein, JESu, in deinen Armen, dein' Auf⸗ ſicht ſoll die Decke ſeyn, mein Bette dein Erbar⸗ men: mein Kuͤſſen deine Bruſt, mein Traum die ſuͤſſe Luſt, die aus dem Wort des Lebens fleußt, und dein Geiſt in mein thal Hertz ergeußt. 8. So oft die Nacht mein' Ader ſchlaͤgt, ſoll dich mein Geiſt umfan⸗ gen: ſo vielmal ſich mein Hertz bewegt, ſoll dies ſeyn mein Verlangen, daß ich mit lautem Schall moͤg rufen uͤberall! o JES, JE Sul du biſt mein, F —— 9. Nun, matter Leſ wn ſchick dich zur Ruh, un u leb ſchlaf fein ſauft ug 60 f ſtille, ihr muͤden Auen dhe, ſchließt euch zu, din em das iſt Gottes Wil iu Hen ſchließt aber dies mit aun h den HERR Jeu, ich i de dein! So iſt der Schl hlten recht wohl gemacht eb! Nun, liebſter JEſu, gag 990 . lt „ 1 f ſchwind. 604. M. Hertzlich thut n mich verlangen. 7660 Der Tag hat ſich gen nd ie get, die Sonn ut 6 de ihrem Schein von hingen grgang jetzt ſich beuget, der Abe ichen dringt herein, H N 9 . 5 all, wo er jeman ret in dieſem Jammes, al. s 3. Sein' Liſt er immer n Zorn und Grimm. wir finden, uͤbet, und ſchaͤrfet ſeſte Pfeil, damit er ſehr bel Fig truͤbet, und toͤdtet gan der i in Eil: Er will une ab dy ez verſchlingen, und ſichtel wichen immerhin, wo ers ſe wel ehen kann bringen mit ſeinen mg Kein' Hülfe moͤg! 9 7 N denn bey 1 10 0 und ich bin auch und blei⸗ be dein. HERR, allein: 5 1 N mac n kes des Abends. 2 d Leh ds rein von Sünden, Fe uu uss bleib in unſer G mein. 0 fa u geh auf du Himmele⸗ 1 den ln Sonne, leucht uns von % ee deinem Thron, mit dei e ger Gnad hier wohne, und % fed dein'n Engel ſchon. 3. Der kann uns wohl hl pehuͤten mit Leib, Seel, hct Weib und Kind, wenn de Ettan gleich will wuͤten lt Liſt und Mord ge⸗ ſchwind. HErr Chriſt du c für des Lebens, haſt ic len, im geſtürmt ſein Haus, lt zuͤtrnet doch vergebens, ib iſt geſtoſſen aus. 6. Ob ſchon der Tag hrgangen, die Sonn ent⸗ lichen iſt, doch baben wir Nerlangen zu dir, HErr A eee dein Chriſt! Gleichwie Je, Mt en Har de Stern erhalten bey fab, ac nun fachtzeit ibren Schein, fine, n mög fo wirt du ob uns walten, ab, und unſre Leuchte ſeyn. Hence ale. Am Firmament die Ig dae dens gterne ſtehn veſt an ihrem Jelht a och; ort: Alſo ſtehn wir auch ad wil a e gerne, HErr Chrſſt, bey lt den und ſeigem Wort; Herr, laß I e e, us nicht befallen die 0 ln sich de, zunckte finſtre Nacht, wir c el chreyen zu dir alle, du f e dae let fr uns die Wacht. „,. Dein Schirm ſteh S h int uns ur Rechten, dein h eat lee Kugel deck uns zu, laß gh de atan immer fechten, in t ur it Fried und Ruh; fang a Der Löw und Drach maß cle beichen, wenn er ſieht bene beinen Schild, er kann abe uns nicht erſchleichen, das 4% hachet deine Huld. 9. Dein Eng'l muͤſſen uus tragen auf ihren Han⸗ Meagichthüt — — verjageu, daß wir nicht an einen Stein uns ſtoſ⸗ ſen und hin fallen, und brechen Seel und Leib, HERR, ſteh du bey uns allen, den Wuͤrger von uns treib. 1 10. Nun wollen wir einſchlafen, HErr Chriſt, auf deiner Hand; du wirſt uns Beyſtand ſchaf⸗ fen, wir ſind dir wohl bekannt; Laß uns wieder erleben die liebe Morgen⸗ roͤth, wir wollen dir Dauck geben, und preiſen deine Guͤte. 3 65M. O Traurig⸗ keit, o Sertzeleid. Der Tag iſt hin, mein Geiſt und Sinn ſehnt ſich nach jenem Tage, der uns voͤllig machen wird frey von aller Plage. 2. Die Nacht iſt da, ſey du mir nah, JIESu, mit bellen Kertzen; treib der Suͤnden Dunckelheit weg aus meinem Hertzen. 3. Der Sonnen Licht uns jetzt gebricht, o un⸗ erſchaffne Sonne! Brich mit deinem Licht hervor, mir zur Freud und Wonne. 5 f 4. Des Mondes Schein fällt nun herein, die Fin⸗ ſterniß zu mindern; Ach! daß nichts Veraͤnderlichs meinen Lauf moͤcht hin dern. 8 f 5. Das Sternen ⸗Heer zu Gottes Ehr am blauen Himmel wimmert, wohl dem, der in jener Welt 10 hen rein, und dieſen Feind 5 gleich den Sternen ſchim⸗ mert. 1 A a 3 6. Was „ 358 Vom Lobe Gottes 6. Mas ſich bald in mein Bettl Laß mein Hertz neigen. 9. H W᷑ Naͤchte we der Ta dem macht weinen, heller ſiebenmal 12. Alsde das Lamm i Licht, das die zieren. 13. Halleluja we lig ſt Hüͤlf dab moͤg in deine dir ewig prangen. vor bewegt, ruht jetzt von ſeinen Wercken; Laß mich HErr in ſtiller Ruh dein Werck in mir mercken. Ein jeder will be lolcher Still der ſuͤſſe Ruhe pflegen; Laß die geh auf Unruh dieſer Zeit, JEſu, ſich legen. N 8. Ich ſelbſt will auch es iſt nach meinem Brauch, nun 2. Lob, ein ſteigen: ſich, als zum Bettlein 10, Wenn aber ſoll der mir n echſel wol der Tag und du woh ichen? Wenn di g anbrechen wird, keln Pag zu gleichen. 11. In jener Welt, dieſe falt, die Zlon u mal Mond und es Sterne ſcheinen. un wird nicht der Sonnen Licht Jeru⸗ ſalem verlieren; Denn ſt ſelbſt das Huͤter und Stadt wird da, da alles klinget, da man o ſelung, Heilig, Hei⸗ inget. 14. O IEſu du, mein und Ruh! Laß mich abin gelangen, daß m Glantz vor geregt und 656. mel. Die Som hat ſich mit ze. Der Tag iſt hin, m D IEſu, bey mit 10 be, o Seelen, Licht! de Sünden Nacht vertreſhe 0 N der Gerechtigkeit 0 erleuch te mi ch, ach HErr de 905 5 1 reis und Dang ſey dir mein Goch! g ſungen, dir ſey die Eht, daß alles wohl gelungen nach deinem Rath, oh ich gleich nicht verſteh; 5a iſt gerecht, es gehe, wie es geh. 0 eh lch N empfindlich quzlet; Beſtaͤndigkeit im gun och fehlet, das welßt in deinem ohl, o Hertzens Kun er! ich ffrauchle wie ein Unmuͤndiger. 4. Vergieb es, HEgeg, ochſſen, Welt, Teufel, Sund ſoll noch hat mi mich von dir gerlſeen, iſt mir leid, ich fel mich wieder ein, da iſt die Hand: Du mein, und ich bin dein. 5. Iſraels Schutz, mei Ey waͤr bewahre mich durch deine hn Ab⸗ lial na tracht't. ich Schlaf auch Gutes ſchaf⸗ fen; o Lebens⸗Sonn! er, quicke meinen Sinn, 5 l n mir, Glaß ö 0 el! Hetze, daſ was mir ſagt mein Gew, 6. Du ſchlummerſt nicht wenn matte Glieder ſchla⸗ fen: ach! laß die Seel in „ ſſ 7 d Ein 1 0 . 0 send ſeh d Ke Fladen Al Kun 1 90 Tg i eh, di ag ſhriebe r die fit. lll. 3 J. 9 dit ſe linden, Pitt, mein Hirte, n in El meinem Tro ſt dein 1 ch f haft Schwerdt umgürt, 15 395 lteblichſgroſſe Macht, wenn Be, iich i 1 ch meiner Seelin. 0 b M11 4 6 E ulein! iſt lauter des Abends. 559 ſaß ich nicht, mein Fels! ner Ruh ein kraͤft'g Ja und der Tag iſt hin. Amen! und alſo fell ich „657. In eigener Mel. dich zum Wachter uͤber „ D 905 3 2 e. mich. 6 uͤr, und liegt ſchon. N 0 1 a der Erden, mein Je. 58. Mel. Der Tag ill nit herfuͤr, und laß iſt hin ꝛc. belle werden. Bey dir, Die Sonn hat ſich mit ibrem Glantz gewen⸗ Sonnenſchein. det, und was ſie ſoll, auf 2 Gieb deinen Gnaden⸗dieſen Tag vollendet, die Schein in mein verfinſtert dunckle Nacht dringt al⸗ hertze, laß in mir bren⸗lentpalben zu, bringt Men⸗ ehh, lend ſeyn die ſchoͤne Glau⸗ ſchen, Vieh und alle Welt ens Kertze, vertreib die zur Ruh. Einden Nacht, die mir 2. Ich preiſe dich, du I Ml Kummer macht. HErr der Naͤcht und Ta ⸗ . Ich habe manchen ge, daß du mich heut vor eig in El telkeit vertrie⸗ aller Noth und Plage, zen, du haſt den Ueber⸗ durch deine Hand und ſblag gemacht und ange hochberuühmte Macht, haſt ſötteben, ich ſelber ſtelle unverletzt und frey hin⸗ r die ſchwere Rechnung durch gebracht. fit. 3. Vergieb, wo ich bey 4 Sollt etwa meine Tage ſo gelebet, daß ich, Schuld noch angeſchrieben nach dem, was finteer ist, ſehen, ſo laß durch deine hahrebet; Laß alle Schuld huld dieſelbe noch ver durch deinen Gnaden⸗ hen; Dein Roſinfarben Schein in Ewigkeit bey Blut macht alle Rechnung dir verloſchen ſeyn. gut. 4 Schaff, daß mein J. Ich will mit dir, mein Geiſt dich ungehindert hort kaufs neue mich ver ſchaue, indem ich mich inden, zu folgen deinem der trüben Nacht vertraue, Wort, zu fliehn den Wuſt und daß der Leib auf ber Suͤnden. Dein Geist dieſen ſchweren Tag ſich „dich ſtets regler, und mich ſeiner Kraft fein ſanft er⸗ um Guten fuͤhr.„Ibolen mag, 6, Woblan: ſo leg ich 7. Vergönne, daß der nich in deinem Namen lieben Engel Schaaren, eder, des Morgens rufe mich vor der Nacht der nich u meiner Arbeit wie⸗Finſterniß bewahren, auf der: Denn du bist Tag daß ich vor der Liſt und ind Nacht auf meinen Tyranney der argen Feind' Nutz bedacht. im Schlafe ſicher ſey. 7. Ich ſchlafe, wache 6. HER, wenn mich nu: Ich ſchlaf in JEſu wied die lange Nacht be⸗ i Namen, ſprich du meiner decken, und in der Ruh bes 560 vom Lobe Gottes tiefen Grab's verſtecken: So blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. 7. Und laß hernach zu⸗ gleich mit allen Frommen mich zu dem Glantz des andern Lebens kommen, da du uns haſt den groſ⸗ ſen Tag beſtimmt, dem keine Nacht ſein Licht und Klarheit nimmt. 650. Mel. Alle Men⸗ ſchen můſſen ꝛc. Gods! du laͤſſeſt mich erreichen abermal die Abendzeit, das iſt mir ein neues Zeichen deiner Lieb und Guͤtigkeit: Laß jetzund mein ſchlechtes Singen durch die Träben Wolcken dringen, und ſey gegen dieſe Nacht ferner auf mein Heil bedacht. 2. Neige dich zu meinen Bltten, ſtoß nicht dis mein Opfer weg. Hab ich gleich oft uͤberſchritten deiner Wahrheit heil gen Steg; So verfluch ich meine Sünden, und will mich mit dir verbinden; Reiß du nur aus meiner Bruſt alle Wurzel boͤſer Luſt. 3. H Leib und Leben, und was du mir haft geſchenckt, dei ner Allmacht übergeben, die den Himmel ſelbſt be⸗ ſchraͤnkt. Laß um mich und um die Meinen einen Strahl der Gottheit ſchei⸗ nen, der, was deinen Na⸗ men traͤgt, als dein Gut zu ſchaͤtzen pflegt. bethauen deines Seegens ER R, es ſey mein 4 Laß mich mildiglich K —————— Ueberfluß, ſchirme mich s bott du vor Ang und Grauen, gen ehr ge wende Schaden und Ver- Ag in du druß, Brand, und ſonſt a buch de betruͤbte Faͤlle. Zeichne ancen. meines Hauſes Schwelle, c 1 0 daß hier keinen nicht der F Poch el l Schlag des Verderbens( lehens Maul treffen mag. Jene Ger; 5. Wircke du in meinen e, ach! dicht Sinnen, wohne mir in. Schatten bey, daß mein ſchlafendes Beginnen dir auch nicht zuwider ſey; Schaffe, daß ich ſchon guf Erden mag ein ſoſcher Tempel werden: der nur Hab c dir und nicht der Welt, A bergan et, ewig Licht und Feuer halt. des S 6. Geht, ihr meine mu ic darum fel, elne Belt den Glieder, geht, und ſenckt euch in die Ruh,. Jes wenn ihr euch regt morgen ht, gat wieder, ſchreibt es eurem ‚ Schoͤpfer zu, der ſo trene Wacht gehalten. Wenn ihr aber muͤßt erkalten, wird des bittern Todes⸗ Pein doch der Seelen Vor⸗ theil ſeyn. 660. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. G heut endet ſich die Woche, und echſiſt ihr letzter Tag dieſen Moͤr⸗ gen angebrochen, por dir ich mich ſelbſt verklagt: Ju mir mein Gewiſſen mich, hoͤchſter Richter, ſtellt vor dich: Neue Schulden ſammt 4 8 57 8 1 wollen a 15 1190 abgehen, du haſt mei Suͤnden viel dieſe Woche angeſehen, die ich ſchwer ihlen will. Und was pete! lich daͤhlen will 7a Aken; 1 tte 14 05 1 chehn 5 0 Ace Hal 6 0 ich de 0 elt icht eter 12 1 bahn, ght, und beach e uh, ech tagen „ schell e em ſet iy, y o tene ga 15 14 Mäit aer, hes ten d IIR och 1, 1 l en iich ,o neige f Wach, ll e% dle 1 11 0 0 Nichte, eh dot wel . t ah 9 1 gebtochen,) in Hense ch, ——— A gs Lehens⸗Mann, tauſend 4s Himmels ins Gericht. h ob ich bin von dir gewi⸗ Bohn verglichen. Poche dir tauſend Schul⸗ Denn du rechnen willſt it mir, ſoll ich dein Re⸗ ig mich, die mir anuver⸗ kate Haabe braucht ich der! wieder dich: Ach be ich hielte uͤbel hauß; Stoß in nich darum nicht hinaus, ce pollſt in Gnaden, nicht lach Rechte rechnen ab nit deinem Knechte. des Abends 35 Neher Grit bar? Derſ eſehen mehr als du, deſ⸗ in Aug in die Gedancken hauet durch die Leibes⸗ 3. In dem Anfang die⸗ u Wochen hab ich dir Dienſte GOT, verſpro⸗ gen, ach! nicht einer iſt ſahan. Mit mir hoͤſen ſuecht geh nicht, HErr gen, hat uns doch dein 4. Hab ich mich von ir vergangen, wie ein lloͤdes Schaͤfelein, laß ich darum nicht gefan⸗ ua, eine Beut der Woͤlfe hn. JEſus, unſer See⸗ Hirt, mich zur Heer⸗ eholen wird; Leg' in knen Schooß mich nie⸗ u, wenn er dir mich unget wieder. 5, Ich trat in der Suͤn⸗ ler Orden, ich bin dieſe hen ſchuldig worden. er ſehn, laß nur JE⸗ ſum bey mir ſtehn! Seine teure Blut⸗Gold⸗Gul⸗ ben zahlen meine rothe Schulden. 6. Du Allgeber deine gaben, die du haſt gelegt 7. Richter, laß dich Vater nennen; wollſt mir heiſſen, der du biſt, du wirſt ja dein Kind noch iß: Ein Sohn macht uns alle gut, der nach deinem trenn das Haupt nicht von mich 3 aber wo iſt meine Frucht: Mein ver⸗ verflucht. JEſus mache wieder gruͤn! deſſen Zweig ich worden bin. Hilf mir, kleben. 5 9. JEſu, Artzt geaͤngſter Geiſter, hier iſt eine krancke Seel. Hilf mir JEſa, gu⸗ ter Meiſter! dir ich meine du mich recht beſiehſt, mein Hertz todt in Suͤn⸗ auf o Leben; wolleſt mir mich wiedergeben. Buhler⸗ Haufen, deine ungetreue Braut, hat, IEſu, ſich verlaufen, und nach Fremden umgeſchaut. Licht! einen Scheid Brief ſenden nicht, du haſt ſie mit Blut erworben, ach! laß ſie nicht ſeyn verdor⸗ u. 11. Schreibe mich zu mit deinem Blut! Dieſen Letzten von den Sieben laß die Sechſe machen gut. Aa 5 0 Mein kennen, ob es ungehorſam Willen thut. Gott, ſeyg gnädig IESu Bruͤdern, den Gliedern. 3. Deine Pflantze du derbtes Thun du kenneſt, laß mich drum nicht ſeyn Gott! ich will als Reben, ſtets an deinen Weinſtock Noth befehl. Und, wenn den iſt. Ach! ſo weck mich 10. Meine Seel zum 1 Wollſt ihr darum, o mein deinem Lieben dieſen Tag 1 562 Vom Lobe Gottes Mein Gewiſſen heut befried, ich mag alte Schulden nicht in die neue Woche bringen, Singen. 12. Ich will méiner Seelen Schmertzen dir zutragen, in dein Haus; laß mich mit getröoͤſt'tem Hertzen, IESu, wieder gehn hinaus. Wenn dein Diener ledta zahlt Seelen, die die Suͤnde quaͤlt; laß auch mich ſeyn losgeſpro⸗ chen von den Schulden dieſer Wochen. 13 Nach ſechs deiner. Schoͤpfungs Tagen haſt du dieſen Tag geruht; 77 muß auch nach Ruhe ragen: weil die Sund mir bange thut. Und ich zog mich muͤd genug dieſe Woch am Lebens Pflug, laß mich heut in meinen Sachen froͤlich Feuerabend machen. 14. Dortmals rieſeſt du auf Erden: Ihr Be⸗ ladnen kommt in mir! kommt!] ihr ſollt entbun⸗ den werden IEſu, ach! ſch komm iu dir. Moſis Tafeln druͤcken mich, nimm du ſie von mir auf dich wirf dies harte Joch zu Stuͤcken, meine Seele laß erguicken. 15. In dem Heil Bad deiner Wunden laß mich heut gewaſchen ſeyn, daß ich morgen werd erfun⸗ den, dir zu dienen ſchoͤn und rein, laß den Beſen wahrer Buß kehren aus den Miſt und Ruß, daß ehren, in mein Hertze ein,. zukehren. ſchen muͤſſen ꝛc. eg und God der du ſchlaͤfſt noch ſchlum⸗ merſt nicht! Schaue, wie dein arm Gemaͤchte jetzt nach ſeiner Kindes Pflt gantzen Orden ſich vor dei nem Throne beugt. 2. Vater! ich bin zu geringe aller Treu und Guͤtiskeit, die du, Weſen aller Dinge, mir in mei⸗ ner Lebens ⸗Zeit, auch noch heute haſt erwieſen. daß ich recht danckbar war: Hegg, dein Nam ſey hoch geprieſen; dein Hertz ferner zu mir kehr. 3. Siehe nicht an mein Verbrechen, ach! ge⸗ denck⸗ nicht der Schuld, die dein ſtrenges Recht koͤnnt raͤchen, dabe noch mit mir Geduld; Schaue an des Sohnes Wunden, dadurch ich verſoͤhnet bin; Dadurch ich Erloͤſung fun, den, und das Leben zam Gewinn. 4. Ich verlange fre ia Lammes Blut, von der Suͤnden⸗Laſt⸗Beſchwer⸗ den, von der finſtern Schlangen⸗ Braut. Ach! HeErr, rein'ge mein Ge— wiſſen, Lelb und Seel dle heilig ſey, dein Geiſt mache mich befliſſen, dir zu dle⸗ du mich mögt morgen Scheu. nen ohne Sch 4.200 661. Mel. Alle Men⸗ JSul ach! erhoͤr mein CTag und Naͤchte, der 55 t., da es Abend iſt geworden, und der Tag hat ſich ge⸗ neigt, ſammt der Deinen 91 werden durch das reine 0 fan eg bletbes A ice l eit Muße u. 1 a , 10 1 lauft ſeod, daß de mlt lute! gebracht iu damm. l Leib 1 90 ch auch u ſepahte; Dit 0 Wein Schl keinem Schatz d erwwach fe 5 1 bh Mel 00 du bi e ſcheiſ die cht i 10 f U U HE 1 Wahres„ 105 nich 2. Olt . us* N F. Taß mich nicht da⸗ U J. Laß 1 . un heſect hinten bleiben, laß mich N nicht zuruͤcke ſehn, dein Al A ee, Geis müͤſſe mich ſiets mien keiben unberküglich fort⸗ Rudder, lugebn, ja mit ſchnellen 155 ie Schritt in laufen zu dem 1 fande Kleinod, daß das Lamm, t Ga, l, ans mit Blute u erkauffen ct tet ge il gebracht aus Creußes⸗ tamm. 2 1175 0 11 Drauf will ich mich 2 100 i, ſchlafen legen, laß mich dir e n gönne mir den Segen, de dae s an eib und Geiſze zei, M14 46 nich auch in der Nacht 1 n bewabre; Deine Gnade 0 6 da ed ſey wein Schlid, bis ich 10 Nell, 5 3 7 l er erwach nach ſeine We d t 0 0* 5 kathancher har: 662. Mel. Chriſt, der du biſt der ꝛc. inunter iſt der Sonnen⸗ ſchein, die finſtre Nacht leicht ſtarck herein, leucht uns, HERR Chriſt, du wahres Licht, daß wir im ich Finſtern wandeln nicht. 2. Dir ſey Danck, daß in uns den Tas vor Schaden, Gefahr, und 2 t. 3. We mit wir hab'n er⸗ S — 0 4 . vor Schrecku, Oeſpeng und Feuersnoth, behüͤt uns heunt, o treuer Gott. 663. m. vater unſer im Himmelreich. Ji dancke dir, liebreicher Goc, daß du mich und ſchweren Faͤllen ha behuͤt't, es kommt von de ner Gnad und Guͤt. Mein gantz Verderben iſt aus mir; mein Heil das kommt allein von dir. teſt mir gereicht, HERR, deine Hand, waͤr ich gar leicht gefallen auch ſo tlef in Sund, als ſonſten an⸗ dre Menſchen⸗Kind. Ohn' deine Huͤlf⸗ und Gnaden⸗ Hand falt auch der San in Suͤnd und nicht Engel rein, ich find HERR Jeu, ſtets das Mein; Den alten Adam ich noch ſpuͤr, der mich aureitzet fur und fuͤr, daß ich mein Hertz, Beger und Sinn zur Eitelkeit ſoll neigen hin. mancher Plag, durch deine 4. Ich klag an mein Engel haſt behuͤt't, aus Unachtſamkett vor Dir! OGnad und vaͤterlicherſo Soc! mit Reu und Leid, weil du auch ſelber haſt geſehn, was oft aus llnet dich, daſſelb verzeih Schwachheit iſt geſchehn. hen uns gnaͤdiglich, und rechn') Den innern Menſchen ien es unſrer Seel nicht zu hab ich nicht mit Fleiß Ach! 1 in Fried 5 Ae nach meiner und Ruh. 5 2 4. Durch deine Eng' lf 5. Den Sinnen hab ich die Wach beſtell, daß uns oft zu weit den Zaum ge⸗ der boͤſe Feind nicht faͤll, 7 zur n heut vor Schanden, Spott, 2. Wenn du nicht haͤt⸗ N and. 5 3. Doch ich bin gar 55 Vom Lobe Gottes 1 m ſck Te babe viel geredt, gedacht, gehoͤrt, geſehen und voll⸗ bracht, was mir nicht wohl geſtanden an, und 1 nicht alles wiſſen 9 5 7. Ich danck auch, lieb⸗ ſter JESu, dir fuͤr alle Haben, die du mir er⸗ zeiget haſt von Kindheit auf, bis zu der Stund mit großem Hauf. Du haſt mir ſo viel Guts gethan, daß ichs nicht all erzaͤh⸗ len kann N 8. Ich bitte, halt auch n der dein' Augen of⸗ en der Feind mit Liſt und Macht nicht uͤberfall in dieſer Nacht; Behuͤt vor uͤber mich, daß mich ng luͤck Seel und Leib, Gefahr und Noth fern von mir treib. 9. Gieb, daß ich nach gepflogner Ruh erwach, aufſteh und freudig thu, was du haſt anbefohlen ir, und einen guten Wandel fuͤhr: mit dei⸗ 1 Geiſte ſteh mir bey, aß nichts Verdammlichs an mir ſev. 10. Vor einem boͤſen nellen Tod, o du lieb⸗ m ſcher frommer Goc, ch heunt und jederzeit bewabr: laß bey mir ſeyn . N an mir gar keine Ma nicht findt. 1 * 664. Mel. Du liebe 5. Aus Gnaden alles mir vergieb, verbrenn's im Feuer deiner Lieb; Du biſt voll Heiligkeit und Gnad, was mir noch fehlt, für mich erſtatt; dein Blut mich waſche, daß ich werd ſo rein, wie mich dein Hertz hegehrt. Unſchuld du. Mein Augen ſchliet ich jetzt in Gottes Namen zu, dieweil der muͤde Leib begehret ſeine Ruh: weiß aber nicht, ob ich den Morgen werd er⸗ leben, es koͤnnte mich viel⸗ leicht der Tod noch heut umgeben.. a. Drum ſag ich dir, o GO!] von Hertzen Lob und Danck, ich will au ſolches thun hinfort mein Lebelang; weil du mich dieſen Tag haſt wollen ſo bewahren, daß mir kein Ungeluͤck hat koͤnnen wie⸗ derfahren. 3. Du haſt des Teufels Liſt von mir gantz abge⸗ kehrt, der als ein boͤſer Loͤd zu freſſen mich be⸗ gehrt. Beſchuͤtz auch diese Nacht mich, HeErr, durch deine Waffen, wenn als ein todtes Bild der Leib wird liegen ſchlafen. 1 1 n Sch 1 Md 0 0 a Ende e übe, d i Aua watt — ich feli, n hiunen che ſchre weine e f Hamel 0. Mel l ihr Mun Bigde 0 608 ich ſſhge At großen e ch fir eln Opfet ſthlichem Ben Uu se bist he Al mein Hel And mir zun Jen haft Off lacht. Etleit! Y, efange N Verlangen, J Verbruf. 4. Regiere mein Ge⸗ muͤth, und richt' es gantz durch Traͤume mich be⸗ zu dir, daß keine boͤſe Luſt ruͤhr, auch deine Engel mir an meine Seite ſetze, daß mich der Satan nicht mit ſeiner Liz verletze. zu deinem Lobe ſchick. 7. Sorgen weichet hin! Du verleihe, den der Engel Schaar, daß aber, HErr, Glit⸗ 5. Alſo wenn morgens ich des Tages Licht erblick, ich mich gantz willig denn ——— en, 5 ferniß, dann 4 Du ihn Morgen sch, bird 10 lich erw Man ö tes 5 44 1 e e 1. lie Nac ch 6 Ae h jest iy te iu, dee 10 ab begche ee eis abe nich, 0 Magen un: kägnte nich ieh Lob uch hel ü h M, voh 257 5 weil du nich 0 haf ölen% , daß mir kein hit können vi c, ich wil! uch hun hihfort nein 1 ö ofen, nenn ads fed Bil d eb then ſchlaſch. 2 05 lad cht elf daß kale big ug ume nic de ic delt Ege welle Seite ech, c den Stun dhe ger Ab lh. u welſ. fl wech d d 0 l 1 U 5 hat es Teſels Ihe Leben, als eine Abend⸗ 1 des Abends. 85 Gliedern ihre Ruh, daß mir der Schlaf gedeye. 6. Und ſo ja dieſe Nacht mein Ende kaͤm herbey, ſo hilf, daß ich in dir, JeEſu! wacker ſey, auf daß ich ſeliglich und ſanft von hinnen ſcheide, denn fuͤhre meine Seel hinauf zur Himmels⸗Freud. 667. Mel. Mit Ernſt, ihr Menſchen⸗ Kinder. ein GO! wie ſoll ich ſingen von dei⸗ ger großen Guͤt? was fuͤr ein Opfer bringen aus froͤlichem Gemuͤth, daß f du ſo biſt bedacht, fuͤr all mein Heil zu ſorgen, und mir zum frohen Mor⸗ gen haſt Hoffnung hier ge⸗ macht. 2. Was iſt doch dieſes geit, mit Dunckelheit um⸗ geben, mit eitel Muͤh und Streit? Ja, lauter Fin⸗ ſerniß, darinu wir ſind gefangen, in ſtetigem Verlangen, zu enden den Verdruß. 1 3. Du aber laͤß't mich wiſſen, daß noch ein Morgen ſey, der mir einſt wird erſprieſſen, zu ruͤh⸗ men deine Treu, da Je, ſus Sonne iſt, der mir zu ute lebet, und ſich mit fen neue Friſt. 4. Der wird den Glantz kekrecken in mein ver⸗ ſchloßnes Grab, und maͤch⸗ tig mich erwecken, wenn ich geſchlafen hab, damit ich geh herfuͤr, ihn freudig zu begegnen, und denn mit ſeinem Segen die milden Strahlen ſpuͤr. 5. Da werd ich ſeyn U umgeben mit dieſer mei⸗ ner Haut, die ich in die⸗ ſem Leben ſo elend hab geſchaut: Doch wird ein Ehrenkleid er ſeinem gleich draus machen, das nim⸗ mer darf verlachen kein Feind noch ſchnoͤder Neid. 6. Mein Leib wird ſei⸗ nem Leibe verklaͤret aͤhn⸗ lich ſeyn, ſo, daß er ewig bleibe bey Sonnen ⸗glei⸗ chem Schein; und mei⸗ nem bloͤden Aug wird ſol⸗ che Gnad geſchehen, daß es Gott ſelbſt zu ſehen in neuen Kraͤften taug. 7. Drauf will ich denn nun gruͤſſen den ſchoͤnen Morgen⸗Schein, der ſoll mir das verſuͤſſen, was mir wird herbe ſeyn im Abend dieſer Zeit: Denn ich weiß meine Sonne, die mir die wahre Won⸗ ne auf Morgen hat be⸗ reit't. 8. Soll ich de gend ſitzen hier in der Dunckelheit, und ſchauen nichts als Blitzen, ſo its nur in der Zeit, die nicht lang wuͤhren mag; Bald wird das Licht aufgehen, ſo mich wird laſſen ſehen üg. 5 3 9. Ach! moͤcht es bald nur kommen: Ach! waͤr es doch ſchon da, daß ich mit allen Frommen kaͤm der Erloͤſung nah: Doch ſtill, gedulde nur; Er wird nicht Aa 7 lang denn ir⸗ die Freyheit von der Wonn erhebet, zu ſchaf⸗ Plag., 51% 98 850. 1 —* ——— PPP 0000000000000 —— n— auf! auf! ihr ſollt begin⸗ des Tages Feind. Fahr Hertzen ſcheint. —— mmm 2 8 eee 78 . A——— ee ee— .——— l 7 5 ne 1 8— 2 2 2 deere——ů— 5— und Schuhe, das Bild 5 5565 Vom Lobe Gottes lang verweilen, der Glaub ſieht Ihn ſchon eilen, und mercket ſeine Spur. 10. Indeſſen geh ich ſchlafen, ſo lang auf ſein Gebeiß, Er wirds ſchon mit mir ſchaffen, wie Er mein Beſtes weiß, daß ich f mag ruhig ſeyn nach allen Abend Sorgen, bis mit dem frohen Morgen Er endlich tritt herein. 666. M. O welt, ich muß dich laſſen. Nun ruhen alle Waͤl⸗ 1 der, Vieh, Menſchen, Stadt' und Felder, es ſchlaͤft die gantze Welt! Ihr aher, meine Sinnen, nen, was eurem Schoͤpfer wohlgefaͤllt. 2. Wo biſt du Sonn 3 geblieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht hin! ein' andre Sonne, mein JEſus, meine Won⸗ di ne; gar hell in meinem 3. Der Tag iſt nun ver⸗ gangen, die guͤldne Stern⸗ lein prangen am blauen Himmels Saal; Alſo werd ich auch ßehen, wenn mich wird heiſſoͤn gehen mein Goc aus dieſem Jammerthal. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid der Sterblichkeit, die zieh ich aus; Dargegen wird nun zum Ende die Arbeſt dich, du ſolt werden vom Elend dieſer Erden und von der Suͤnden⸗Arbeſt rey. 6. Nun geht ihr mat⸗ ten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Bet ten ihr begehrt! Es kom⸗ men Stund und Zeiten, da man euch wird berei⸗ ten zur Ruh ein Bettleln in der Erd. 7. Mein Augen ſtehn verdroſſen, im Huy ſind ſie geſchloſſen, wo bleibt denn Leib und Seel! Nimm ſie zu deinen Gna⸗ den, du Aug und Wachter ſrael. 8. Breit aus die 1 7 beyde, o ICESu! meine Freude, und nimm dein Kuͤchlein ein: will Satan mich verſchlingen, ſo laß ie Engel ſingen: Dies Kind ſoll unverletzet ſeyn. 9. Auch euch, ihr mei⸗ ne Lieben, ſoll heunte nicht betruͤben ein Unfall noch Gefahr: Gott laß euch ſelig ſchlafen, fell euch die guͤldnen Waffen Engel Schaar. ge dir. TChriſius mir anlegen den Mun ſich der Tag ge⸗ be N endet hat, und kei⸗ Nock der Ehr und Herr⸗ hr ſcheint, ne 1 meh fecit 5. Das Haupt, die uh und 515 ſind froh, 0 ft kommen ſey; Hertz, ten da den, ſey gut fuͤr allen Scha/ ums Bett, und ſeiner 667. M. mein Ott, das Hertz ich brin 0 d, dr ſuntt/ und 1 fete Naß, f cue 10 Fünfer it, well u s Acht. 9. age a lich auch al m. t ſchwattzen N hence mit g 0 9 0 5 f , Wend 0 0 Hatherey hulc Eigel Schagt: ler Sorgen 1999 nir 11 5. Jer er Sünde Ee lch bey dirk Doch aber dag und hat zug ethan. „ Den fh Burgen ah, Maß vors Geric licht veſlah cher Zubgeſ 7. Dkun th Hagen in, 0 t. 1 Nut 1 dich ech, weg iht in meſſer alte traupig icht, des Abends. 567 was ſich ab⸗ Zebaothſ im Tod und Le⸗ zuvor— hilfſt du mir aus aller 5 ng a gematt t, und was ſt und Noth. in Gott, 8 u ſchlaͤfſt 668. Mel. Freu dich och ſchlummerſt nicht, ſie Einſternit iſt dir ver⸗ faz 720 du bit ſelbſt ſehr, o meine ꝛc. ges Pracht in der tiefen 45 b des Satans See verdecket, und die Puͤtherey durch deiner Sternen aufgeſtecket. 2. Ach! bedenck, eh du ler Sorgen frey, und gehſt schlafen, du o mei 5— nichts Gefahr. nes Lebens Gaſt, ob du tt, unen Tempel auf. hein. 9. Soll dieſe Nacht die leßte ſeyn in dieſ ſo fuhr mich „Heng im Himmel ein i zur auserwaͤhlten Zahl. u e. Und alſo leb und fil terb ich dir, du ſtarcker den Buͤrgen an, dleſer hat fuͤr mich erduldet 44 4 e U 768 Vom Lobe Gottes 2 Unart hat verſchul⸗ E. 5. Oefne deiner Guͤte Fenſter, ſende deine Wach herab, daß die ſchwartzen Nacht⸗Geſpenſter, daß des Todes finſtres Grab, daß das Uebel, ſo bey Nacht unſern Leib zu faͤllen tracht't, mich nicht mit dem Netz umdecke, noch ein böͤſer Traum mich ſchrecke. 6. Laß mich, HErr, von dir nicht wancken, in dir ſchlaf ich gut und wohl, gieb mir heilige Gedan⸗ cken, und bin ich gleich Schlafes voll, ſo laß doch den Geiſt in mir zu dir wachen fuͤr und fuͤr, bis die Morgenroth angehet, und man von dem Bett aufſtehet. 8 F. Vater, droben, in der Hoͤhe, deſſen Nam uns theur und werth, Reich komm, dein Will geſchehe, unſer Brodt werd Uns beſchert; und vergieb uns unſre Schuld, ſchenck uns deine Gnad und Huld: laß uns nicht Verſuchung aus allen Noͤthen. ſoll ich Suͤnder ꝛc. 1 Lebens⸗ Sonne, Licht vom un⸗ erſchaffnen Licht: das die Finſterniß durchbricht; Gehe auf zu meiner Won⸗ ne, und beſtrahle meinen Sinn, da man ſpricht: der Tag iſt hin. 2. Finſter iſt mein gan⸗ dein 660% Mel, Ach! was dunckle Nacht, die die Hoͤll bervor gebracht, macht daß ich nicht kann geneſen, wo nicht deiner Klarheit Schein meine Kraͤfte nim⸗ met ein. 3. Ach! drum dringet meine Seele aus der Suͤn⸗ deiner Heiterkeit, die ich mir zum Troſt exwahle, wenn der Finſterniß Ver⸗ druß ich mit Schmertzen leiden muß. 2 4. Denn die Sünde bringt uns Leiden⸗ als die aus dem Abgrund iſt von dem, der durch ſeine kiſt uns gefuͤhret in ein Schei⸗ den von der Liebe, die ſo zart ſich ehmals mit uns gepaart. f 5. Aber dein Licht iſt das Leben, das die Tod⸗ ten wecket auf, und be⸗ foͤrdert ihren Lauf; was Freude kann es ge⸗ ben! nichts als lauter Wolluſt iſt, wo du Licht und Leben biſt. 6. Laß mich dieſe Wol⸗ luſt ſchmecken, die ſo keusch und fauber macht, daß ich Fremdes gar nicht acht. Re ſſe weg die Suͤnden⸗ Decken, welche machen, daß dein Glantz mein Hertz nicht erfuͤllet gantz. 7. O1 daß doch der Abend kaͤme, da es ſoll ſo lichte ſeyn, und des Gei⸗ ſtes heller machte recht beaueme; ja, was mehr, daß ich im tig bin. n tzes Weſen, und Egyptens ſchienen, der nicht Tag erſchienen, elne i Ja Tuc te den Dunckelheit bin zu Schein uns dir Sinn hoͤren moͤcht: die f 1 Sint und le ö 10 das Lang a! 10 2 u Lag i f thut hic dale 90 Nach Sonn Feyrbet ſe hat volleaßt „ geht eie delt. Go nen Sache her Zeit/ ich dend mich f iet Daackburke 2. Mein Aug d Hoͤnde! 9 i Sehn, zug geht wendf lu en Tage oh S dt üff fach g elne Were 35 15 At meine 10 0 9 2. ein 1 ſarcket, 17 des Abends. 560 0 Inn i ele aug her nckelhet 1 4 fte u die Sühde Laiben⸗ t die Aögtunb iſt bog Rulch ſeue i et ineig Sgel⸗ er Rebe, dee de chat bai 1 1 1 „ das die ode 1 deckel, die ſ 0 10 0. N 0 9 0 1 e h ot 107 90 * lit 5e 9 150 iu n . 1 ſe, geht wieder in ihr 1 — ſeines gleichen hat, da der — 2 — S * A 2 * — 2 S2 2 — . 2 * — et i , bo. Mel. Hertzlich thut mich ꝛc. eſrealts Goc! mein Werck ich laſſe, dieſtl Sonn Feyrabend meldt; ſſe hat vollendt ihr Straſ⸗ gelt. Go moͤg'n auch mei⸗ le Sachen ruhn bis zu ſlner Zeit, ich will Feyr⸗ gend machen mit ſchuld' ger Danckbarkeit. 2. Mein Augen Hertz, und Haͤude, o IEſu Got⸗ es Sohn, zu dir lch nun⸗ mehr wende zum ſchuld'⸗ gen Tage⸗ Lohn. Denn d bu biſt ſelbſt getreten an elne Werckſtatt gut, haſt er mir belken arbeiten, re⸗ t 7 meinen Sinn und tuth. 8 3. Mein Haupt haſt du geftaͤrcket, mein'n Fingern geben Kraft; hab deinen Seegen vermercket, der dlein Frommen ſchafft. „Daber iſt wohl gerathen, ff all's umſonſt. 4. Drum ich von Her⸗ eus Grunde dich, HErr Gott, lob und preiſ' in dieſer Abend Stunde, und lt mit gantzem Fleiß, du wolleſt gnaͤdig hoͤren mein arm Veſper⸗Gebet, das Gut' in mir vermeh⸗ ren, hurch dein' Barmher⸗ tzigkeit. 5. Gleichwie vor alten Zeiten du haſt viel Guts erzeigt des Abends denen Leuten, deren Hertz ſich zu dir neigt, und veſt auf dich gebauet; So wollſt du auch geruhn, (wie unſercertz dir trauet) * hun. 6. Als Noah hatt' ge⸗ laſſen ein Taͤublein aus ſein'm Schiff, kehrts wie⸗ der ſeine Straſſen, und bracht einen Friedens⸗ Brief: Zur Veſper⸗Zeit, im Munde führt es ein Oel⸗Blatt grün, daraus Noah verſtunde: des HErrn Zorn waͤr dahin. dem Loth, in ihren Schutz ihn nahmen wied'r die gottloſe Rott: erloͤſten den Propheten; bald fiel ein Schwef und Feuer, macht den gottloſen Staͤdten ihr Freud und Frevel theur. 8. Auch gleicher Weiß wir leſen, daß Elias der geweſen; hoͤrt, was der HeErre thaͤt: Vogel ge⸗ dienet haben zu Tiſch dem Gettes Mann: Abends und Morgens Raben Brodt und Fleiſch brach⸗ ten an. e 9. So wollſt du, HErr, nun geben Abend⸗ und lenthalben noth: Dein'n Engel wollſt uns ſchicken, auf dab er uns bewahr fuͤrs uns Liebs und Guts zu 7. Zween heiliger En⸗ geln kamen des Abends zu Prophet im Hunger ⸗Land Morgen⸗Brodt, und was zu dieſem Leben uns al⸗ 270 Vom Lobe Gottes vors Teufels Liſt und 10. Erhoͤre unſre Blt⸗ ten, ach! HERR, du treuer Gott! die Stadt wollſt du behuͤten vor Feu'r und aller Noth. Und weil Keieg und Streit; So ſende du von oben den Fried zu unſrer Zeit. 11. Ja, weils will fin⸗ ſter werden ums Wortes Gnaden Licht, der Satan auf der Erden viel Ketze⸗ rey anricht't: ſo bleib bey uns HERR Chriſte, mit deiner Guad und Schein, dein werthes Wort urs an alsdenn wir ſicher eyn 12. Hiermit ich nun vollende mein Tages ⸗Ge⸗ ſchaͤft und Sach, und bitt hertzlich zu Ende, HErr, den Feyrabend mach, drauf der Sabbath ange⸗ pet, der waͤhret viel tau⸗ ſend Jahr, der ewiglich beſtehet. Amen, das werde wahr. 671 Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc. We de munter, mein Gemuͤthe, und ibr Sinnen geht herfuͤr, daß ihr preiſet Gottes Guͤte, die er hat gethan an mir: da er mich den gantzen Tag, vor ſo mancher Sorg und Plag, bat erhalten und beſchuͤtzet, daß mich Sa⸗ tan nicht beſchmitzet. 2. Lob und Danck ſey Stricken, ſo ſind wir ohn iſt Gefahr die Voͤlker toben, erregenſb Barmhertzig keit, daß mi iſt mein Werck gelungen, daß du mich vor allen Leid, und vor Sünden mancher Aet ſo getreulich aſt bewahrt, auch dſe eind hinweg getrieben, 15 ich unbeſchaͤdigt blie⸗ 3. Keine Klugheit kann ausrechnen deine Guͤt und Wunderthat, ja kein Red⸗ ner kann ausſprechen, was dein' Huld erwieſen hat: Deiner Wohlthat it zu viel, ſte hat weder Maaß noch Ziel; ja, du has mich ſo gefuͤhret, daß kein Unfall mich berühret. 4. Dieſer Dag iſt nun vergangen, die betruͤbte Nacht bricht an, es iſt hin der Sonnen Prangen, Stehe mir, o Vater, bey, daß dein Glantz ſtets vor mir ſey, und mein kaltes Hertz erhetze, ob ich gleich iin Finſtern ſige. F. Herr, verzeihe mit aus Ouaden alle Sund und Miſſethat, die mein 0 Hertz beladen, und o 5 Spiel mich zur Hollen ſtuͤrtzen will, da kannſt du allein err⸗ tten, ſtrafe nicht mein Uebertreten. 0 6. Bin ich gleich von dir g⸗wichen, ſtell ſch mich doch wieder ein, hat uns doch dein Sohn verglichen durch ſein Angſt und To⸗ des⸗Pein. Ich verleus ſne nicht die Schuld: aber deine Gnad und uch Satan durch ſein bir geſungan, Dater der Huld iſt viel groͤſſer 1 ſo uns all' erfreuen kann. ar vergiftet hat; Da 0 5 1 e l befilde,, 1 ache u Sehn,. ecgkelt, dt! 100 gat 10 f uud alte hach, welt Bo. 10 da es khn sche, da ih, 0 harte 1 l elner Lil . Schi n fels 10 f Jacht der Fe A manche dacht felgen fel 6 lich dich, cht! Ammer en nicht! we 1 ch dur hab in. 102 lich n baſmerzen. „ Wenn her bah ich ſcleeſa, Abet ſchlafſh elt 125 0 und al b. Mel 60 ier, trahne 05 150 II ik beklelbe, Fed dei 1 en men 1 gun u eite git a, in 10 N 1 0 a 1 ch betühtet. deer Tig 10 dicht, Sopen Pran l erftouen Hun. t, 9 Val, eh/ Oaatz fett vor Und wein Hates te öh ich ghich enn ſihe. au, ape Fader a End Gott von dir, daß ich veſt ſſahit, di 25 n dir beklelbe, und auch Heth belaben, ergeht; ata 10 ich iu wil, de kal ebettkelel. in ic glich ichen, fel leder et Iain Aug ll f. d bal Ng 1 1 fac hat eher Maaß du 0 daß kein aß mich dich, o wabres fun ö 1 de hehlbte dich 0 brdtn kia nit Seegen zu. Leib und un Fteunde, Feind und Haus, 5 Echt dc Genoſſen ſeyn in deinen 15 he 11 00 1 des Abends. 871 ſſe Sünde, die ich ſtets in mir befinde.. O du Licht der from⸗ Seelen, o du Glan Ewigkeit, dir will i ſſe nich gantz befehlen dieſe Nicht und allezeit. Blei⸗ e doch, mein GSOtt, bey ut, da es nunmehr dun, gel ſchier, da ich mich ſo ſehr betrübe, troͤſte mich hit deiner Liebe. 6. Schütze mich vors keufels Netzen, vor der Nacht der Finſterniß, die ir manche Nacht zuſetzen, ind erzeigen viel Verdruß. de at licht! nimmermehr ver⸗ eren nicht! wenn ich nur hab im Hertzen, bl ich nicht der Seelen⸗ % Schmertzen. 9. Wenn mein' Aug' n ſchon ſich ſchlieſſen, und er⸗ det ſchlafen ein, muß nein Hertz dennoch 7. ſen und auf dich gerichtet n. Meiner Seelen mit Begier, traͤume ſtets, o 1 . 7 treibe weg des Krieges Schall, wende Feuer und Waſſers Noth, Peſtilen und ſchnellen Tod, la mich nicht in Suͤnden fer⸗ ben, noch an Leib und Seel verderben. 1 12 O du groſſer Gott, erboͤre, was dein Kind ges beten hat: JEiu, den ich ſtets ver-hre, bleibe ja mein Schutz und Rath; und mein Hort, du wer⸗ ther Geiſt, der du Freund und Troͤſter beißt: Höre doch men ſehnlichs Fle⸗ hen: Amen, ja, es ſoll geſchehen. 67. M. Suͤter, wird die Nacht der ꝛc. Wo iſt meine Sonne blieben? deren Lie⸗ ben mir ſo wohl und ſanf⸗ te that, da ſie in den Sin⸗ ſelnen ſpielte, und ich fuͤhlte was fuͤr Kraft man durch ſie hat:: 2. Aber nun empfind ich Schmertzen in dem Her⸗ ſchlafend dein verbleibe. 10 Laß mich dieſe Nacht chpfinden eine ſanft und 1 ſiſe Ruh, alles Uebel laß Da 1 10 helſchwinden, decke mich Seele, Muth und Blut Weib und Kinder,(all die gab und Gut, 1 1 1 h Nein gen) % Schutz geſchloſſen. 11. Ach! bewahre mich Ur Schrecken, ſchuͤtze mich dor neberfall, laß mi 1 6 tzen, die Verſuchung waͤchſt in mir, und ich bin gantz matt zu kaͤnpfen, und zu dampfen, weil ich keine Sonne ſpuͤr:,: 3. Ich kann nicht die Welt ertragen, ich wills n vielleicht find ich meinen Freund, daß die ſchwere Nacht der Leiden ſich muß ſcheiden, wenn ſeln maͤchtig Licht er⸗ ſcheint ,: 4. Seele, ſchlafe nur im Friede, du biſt muͤde, und ſindſt jetzt die Sonne Kankheit nicht aufwecke nicht, du muſt in der Still ertra⸗ V2 Vom Lobe Gottes ertragen deine Plagen, bis der Morgenſtern an⸗ bricht:,: 5. Meide nur die Nacht, Geſchaͤfte, laß die Kraͤfte zu dem Licht gekehret ſeyn; So wird dir der guͤldne Morgen ohne Sorgen end⸗ lich wieder treten ein:,: 6. Well die groſſe Welt wird ſtehen, wird man ſehen Tag und Nacht im Wechſel ſtehn; denn ſoll durch den Thau die Er⸗ den fruchtbar werden muß die kuͤhle Nacht ver⸗ gehn:: 7. Kaͤlt und Hitze muß den Frommen, nuͤtzlich kommen: Wind und Re⸗ gen helfen nur; Denn es om men keine Fruͤchte nur bey Lichte zur vollkomme⸗ nen Natur:,: 8. Schaue, wie die weiſe Fuͤgung und Ver⸗ gnuͤgung ſtatt des bittern Klagens macht; Dancke dieſem weiſen Vater, und Berather, daß er es ſo wohl bedacht:,: 9. Laß dir nur den theu⸗ ren Glauben niemand rau⸗ ben, und verharre im Ge⸗ bet: Schlafe, und dein Hertze wache, deine Sache in des Vaters Haͤnden ſteht:,; 8 10. So nimmt dich die klare Sonne in der Won, ne eigenthuͤmlich in ſich ein, da wird dich ſein Blick durchgehen, du wir ſehen, 5 kein Theil wird finſter eyn ,: 11. IEſu, gleb in dun⸗ ckeln Wegen denen See⸗ gen, weil die Nacht des Glaubens waͤhrt; Hilf mi ſtatt vergebner Klagen al les tragen, weil es nur bit Kraft verzehrt:,: 12. Und dein Fried er, halt die Sonne bey mir inn, er bewahre meinen Sinn, daß die Nacht durch deine Gnade mir nicht 9 ſchade, bis ich gantz in Lichte bin:,: 673. In eigener Mel. o wilt du hin, weils W̃ Abend iſt, mein lle⸗ ber Pilgrim, JEſu Chriſt! Ey! bleib doch hier, und raſt in mir, ich laß di nicht, du ew'ges Licht, ſchrey dir nach mit tau⸗ ſend Ach! Ach! bleib doch hier mein Leben, ich will dir Herberg geben. 2. Die Sonne hat ſich ſchon geſenckt, die Nacht iſt da, die mich be⸗ draͤngt: Komm doch her⸗ ein, mein Freudenſchein, zuͤnd an mein Hertz, wie eine Kertz, erleucht es gantz mit deinem Glantz, daß ich dich moͤg erken⸗ nen, und durch und durch entbrennen. 3. Wenn du bey mir bleibſt, werther Gaſt, werd ich ledis meiner Laßt: du bringſt mir Brodt in Hungers Noth, du tte beſt weit die Eitelkeit. Du zeigſt mir an die rechte Bahn, du machſt, daß mei ne Sinnen die Wahrheit finden koͤnnen. 3. Ich laſſe dich nicht liebſter Freund, bis daß die Sonne wieder ſcheint; Hab nur Geduld, und 10 von f l dien Je nacht! l 18 7 0 Ans durch dell Gibt, Gott da ſichſten Thien. 2. O HE dal mice Hal ing dein“ Gad bekannt, ergaht e Kinderleih, sale Vögel 3. Ethirſ du Alben Stium, ste Bit, 9 He nam: Den Schöpfer alem Vieh fen nebſt,. 4. Gedench fi, Aſethat ud e dich erzürnet hat, ben dei Bg et, daß uk! U Epigket, ſolln wir! ſcket dem denn Er 00 5. n Vahrhei 5 105 1% der, ale e Mie, liche 1 ft 10 7. Mel. Wenn wir bah in in hoͤchſten Noͤthen Abe, Kaden Stimm, drum un⸗ e imm: en in Ewigkeit. folk n wir dir ac. vom Lobe Gottes vor und ꝛc. 573 iir hüld, du kannt nicht ng fort aus dieſem Ort, mein Hertze wacht, hat deiner Ackt/ ich will dich veſt um⸗ faſſen, und nicht entwei⸗ chen laſſen. — eh Vom Lobe GOttes vor und nach Tiſche. eyn. „ eſcher uns HERR, q 5 das taͤglich Brodt, vor Theurung und vor Hungers⸗Noth behuͤt uns durch deinen lieben Sobn, Gott Vater in dem hoͤchſten Thron. 2. O HERR, thu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Gut bekannt, ernaͤhr uns, dei⸗ ge Kinderlein, der du ſpei⸗ ſeſt alle Voͤgelein. 3. Erhörſt du doch der ei ſer Bitt, o HERR, vor⸗ Denn aller Ding du Schoͤpfer biſt, und allem Vieh ſein Futter giebſt. N 4᷑. Gedenck nicht unſrer Miſſethat und Sünd, die dich erzuͤrnet hat, laß ſchei⸗ nen dein' Barmhertzig⸗ keit, daß wir dich lob'n 675. M. was Lobes Denen dem Herren, denn Er iſt ſehr ſteundlich, und ſeine Güt und Wahrheit bleibet ewiglich. f uns duͤrftige Creaturen ge⸗ ſpeiſet hat. 3. Singet ihm aus Her⸗ tzensgrunde mit Innig⸗ keit; Lob und Danck ſey dir, GO TT Vater, in Ewigkeit. 4. Der du uns als ein reicher milder Vater ſpei⸗ ſeſt und kleideſt dein' elen⸗ de Kinder. 8. Verleih, daß wir dich recht lernen erkennen, und nach dir ewigen Schoͤpfer uns ſehnen. 6. Durch IEſum Chri⸗ Iſtum, deinen allerliebſten Sohn, welcher unſer Mitt? ſer iſt word'n vor deinem Thron. 7. Der helf uns alle⸗ ſamt allhier zugleich, und mach uns Erben in ſein's Vaters Reich. 8. Zu Lob und Ehren ſeinem heiligen Namen, wer das begehrt, der ſprech von Hertzen: Amen. 676. In eigener Mel. Den Pater dort oben, wollen wir nun lo⸗ ben, der uns, als ein mil⸗ der Gott, gnaͤdiglich ge⸗ ſpelſet hat, durch Chri⸗ ſtum ſeinen Sohn, durch welchen der Segen kommt vom allerhoͤchſten Thron. 2. Der, als ein barm⸗ T, Wahrheit; Dir ſey pu 0 bertziger, guͤtiger Oc, . 2. Sprechend in der 774. Vom Lobe Gottes 0 und Klarbeit, Danck⸗ ſagung und Herrlichkeit, o mein Gott von Ewigkeit! der du dich erwelſet, und uns heut mit deiner Gab liehreich haſt geſpeiſet. 3. Nimm an dies Danck⸗ Opfer, o Vater und Schoͤ⸗ pfer, ſo wir deinem Namen thun, in Chriſto deinem liebſten Sohn, o laß dirs gefallen, und Ihn mit ſei⸗ nem Verdienſt zahlen fuͤr Ans allen. 4. Denn nichts iſt zu melden, daß dir moͤcht vergelten alle Gnad und Gutigkeit, erzeigt unſerer Schwachheit. Ey, wie mag auf Erden, weil al, les dein eigen iſt, dir ver⸗ golten werden. 5. HErr, nimm an un, ſern Danck, ſam̃t dieſem Lobgeſang, und vergieb was noch gebricht uns zu thun bey dieſer Pflicht. O mach uns dir eben, daß wir hier in deiner Gnad und dort ewig leben. 67. N Serr Chriſt, der ein' ge ꝛc. ERR God, nun ſey gepreiſet, wir ſag'n dir großen Danck; Du haſt uns wohl geſpeiſet, und geb'n ein'n guten Tranck, dein Mildigkeit zu mer⸗ cken, und unſern Glaub'n zu ſtaͤrcken, daß du ſeyſt unſer Gott. 2. Ob wir ſolch's hab'n genommen mit Luſt und Alebermaaß, dadurch wir moͤchten kommen viel⸗ leicht in deinen Haß; ſo von Schuld und Euͤnden. Er uns ſo wohl regieret, wollſt du's uns aus Guß ſſſu add u den, o Herr, nicht laſſen p fanden 0 ſchaden durch Chriſtum( Derbe deinen Sohn. in 0 d 3. Alſo wollf allteit ul denn f naͤhren, HERR, unſer n Bro Seel und Geiß, in Chri zn, und ie ſie gantz bekehren, und em armen!, helfen allermeiſt, daß wir die Sünde melden, farc ſeyn in allem Leiden, und — leben ewiglich. ll bittet It! . fler Stund, 678. M. Sertzliebſter iu, s ſe Iſeſu, was ꝛc. 19 8 ü Lobet den HErrn, und danckt Ihm ſeiner Ga ich 1 0 ben, die wir aus Gnad von feueſen, und h Ihm empfangen haben jetzt an dem Tiſch und ſonſt an allen Enden, wo wir uns wenden. 2. Er hat uns an das Licht der Welt laſſ en kom⸗ men, und durch die Tauff in ſein Reich aufgenom⸗ men, Er laͤßt uns auch in ſeinem Sohn entbinden 69. Mel de der alle E N55 gen, und hne 3. Durch ſeinen Geis kraft, unterweißt, erhalt und herrlich zieret, auf daß wir veſt. ohn alles Grauen, ihm koͤnnen trauen. 4. Er thut auch wohl durch ſeine Engel Schaa⸗ ren, uns Tag und Nacht vor enn 6 ren, damit der 0 hen uns ſeinen böſen Willen iin; ca nicht moͤg erfüllen. 5. Judem Er auch al ſeine Kind'r ernähret, un) en ö ihnen Hülf in aller Not! Tuuf, ein r beſcheret, und laßt ger wih 1 2 u, Mid troſt in GO ihr Fron i men, denn ihr ſollt Schutz und Brod genug bekom⸗ men, und überdies nach un diefem armen Leben bey ue Chriſto ſchweben. 9 An ben/ helf ſelig ſterben. den gend, u ict J 2 N ie nir a8 Huh ven bapſgen ben n ien dic und a5 aeg E o 0 henden, r lat 46 an das Ae ib hurt die Tuff f dech ausehen 679. Mel Der Err rl u uh n Ein eithden c uu) Eühen, Dulch fc 40 8 0 fahl kalte, „mae, fa geklich ke, auf ie in Era ohn Frauen, ihm fhien 14 gaben E. ug al Aar mah un Hale e 1 t/ un lit 75 1 1 1 geben, der ſelber iſt das Leben: Cbriſtus, fuͤr uns werden. 6. Derhalben ſeyd ge⸗ 6. Des dancket ihm von antzem Hertzens⸗Grunde, d bittet ihn zugleich iu aller Stund, daß Er uns nur, als ſeinen Iteben Er⸗ 8. So ſind wir recht an Leib und Seel geneſen, und feich genug in dieſer Welt geweſen, und haben auch den beſten Schatz gefun⸗ den, und uͤberwunden. der aller Enden. Nun laßt uns GOTT dem HErren Danck ſagen, und Ihn ehren, von wegen ſeiner Gaben, die wir empfangen haben. 2. Den Leib, die Seel, das Leven, hat Er allein uns geben, dieſelben zu bewahren, thut Er gar nichtes ſparen 3. Nahrung giebt Er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl toͤdliche Wunden ſind kommen von der Suͤnden. 4. Ein Artzt iſt uns ge⸗ geſtorben, hat uns das Heil erworben. 5 Sein Wort, ſein Tauff, ſein Nachtmahl, vor und nach Tiſche. I ſbre Feind auf Erden, u ſchanden ich Tiſche. 377 der Heil'ge Geiſt in Glau⸗ ben lehrt uns darauf ver⸗ trauen. 5 6. Durch ihn iſt uns ver⸗ geben die Sund, geſchenckt das Leben; im Himmel ſollen wir haben, o GOtt! wie große Gaben. 7. Wir bitten deine Guͤ⸗ huͤten, die Großen mit den Kleinen, du kannſts nicht boͤſe meynen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gieb ewigliche Freybeit, zu preiſen deinen Namen, durch JESuqn Chriſtum, Amen. 680. M. Err GOtt, nun ſey ge preiſet. O Vater aller From⸗ men! geheiligt werd dein Nam, laß dein Reich zu uns kommen, dein Wil⸗ le mach uns zahm, gieb Brod, vergleb die Suͤnde, kein Arg's das Hertz ent⸗ ler Noth. 5 681. Melod. Treuer Waͤchter Iſrael. Sicgen wir aus Herzens Grund, loben Gott mit unſerm Mund, wie er ſein Güt an uns be⸗ weißt, ſo hat er uns auch geſpeißt, wie er Thier und Voͤg'l ernaͤhrt, ſo hat er uns auch beſchert, welch's wir jetzund haben verzehrt. 2. Lob'n wir ihn als ſei⸗ ne Knecht, das ſind wir Ihm ſchuldig mit Recht, erkennen, wie er uns hat dient wider allen Unfall, geliebt, dem Menſchen aus Gna⸗ te, wollſ uns hinfort be?ꝰ⸗ zuͤnde, loͤſf' uns aus al 576 Vom Lobe Gottes 0 1 0 Gnaden giebt, daß er von Beln, Fleiſch, und von Haut artig iſt zuſammen gebaut, daß er des Ta⸗ ges Licht anſchaut. 3. Alsbald der Menſch ſein Leben hat, ſeine Kuͤche vor ihm ſteht, in dem Leib der Mutter ſein itt er zu⸗ gerichtet fein: Ob es iſt ein kleines Kind, Mangel doch an nirgends findt, bös es in die Welt hier koͤmmt 4. GOT hat die Erde zugericht't, laͤßts an Nah; rung mangeln nicht, Berg und Thal die macht er naß, daß dem Pleh auch waͤchſt ſein Gras; aus der Erd waͤchſt Wein und i N e giebt's uns ſatt, daß 1853 vor Menſch ſein Leben hat. Juen Schalt J. Das Waſſer das muß J dfb wan geben Fiſch, die laßt 0 f dch nun nf tragen zu Tiſch: Ey'r von ii gelder Voͤgeln eingelegt, werden e dem ber Junge daraus geheckt,, helchet l muͤſſen der Menſchen Spel, ib gaht; dug! e ſeyn, Hirſche, Schaafe, aal au: Rind'r und Schwein, I führen kahn ſchaffet Gott, und giebts dagen nach de allein. a, da du wit 6. Dancken wir ſehr und geren, betten ihn, daß er uns geh. Goll ich den des Geiſtes Sinn, daß wir Hutten mich ſolches recht verſtehn, ſtets g plage 10 nach ſein'n Geboten gehn, zich du mich ſeinen Namen machen un mit Geduld, groß in Chriſto ohne Un, h boch. Seed terlaß; ſo ſingen wir recht ug auf mich, Brodt, ſchaffet Gott und das Gratias. chice; Du un Neuen 682. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. öbermahl ein Jahr O verfloſſen, näher Eu der Ewigkeit! wie ein Pfeil wird abge⸗ ſchoſſen, ſo vergehet meine Zeit, o getreuer Zebaoth, unveraͤnderlſcher GOccr! ach! was ſoll, was ſoll ich bringen, deiner Lang, muth Danck zu ſingen. 2. Ich erſchrecke, maͤch⸗ tig Weſen, Angſt und Furcht bedecket mich, denn mein Beten, Singen, Le ſen, ach! das iſt ſo ſchlaͤ⸗ ferig. Heilig, Heilig, i ewig tren. f) Vom Lobe GOttes am n un Theben. Jahre. 10 W ich muß vergehen, denn fahl zeichen wer, kann vor dir beſte⸗ Heiden 2. Schrecklich ict es je 0 zu fallen in die Hand von en ug ſolchem Gott, der recht en, uud mn fertig zuruft allen: Nie, dig nich 10 mand treibe mit mie gad fee,. Spott, kret nicht: We gun weng 9 das geſchicht, ich Jeho 18 vah leid es nicht. Ich bin bg kel h ein verzehrend Feuer, vor el of dener Lachen wird gar mel kam de heuer. 1„e. dafi big 10 derte 95 1435 anftmuͤthig, o getrkues Vater erh in dem Bur, 0 1 0 0 e e e 1 Se e cet Steh ich nicht in deiner„ h dal Heiliger großer Seraphi⸗ Hand angezeichnet als ein 75 Hiteg f ide nen Hen, wehe mir; Pfand, ſo 15 en 15 900 10 9 75 1 En tles 0 9 0 Vue ich, 10 der Mech atlas. fl, 8 kan h, FEET am neuen Jahre. 57 bewahren vor des alten 1 ce len Rath! beſuche mich. Laß in e i be ber Heiden Nahrungs- Ehr n mel kam der ꝛc. as alte Jahr vergan⸗ 10 D 2 7 g gen iſt, wir daucken fle dit, HErr JEſu Chriſt, ph Ae a aß du uns in ſo groß'r ich nagt ache 15 1* 15 f N ge, 1 g! gefahr behuͤtet haßt lang gelt und Jahr. 0 2. Wir bitten dich ewi⸗ hen Sohn des Vaters in * hoͤchſten Thron, du wollſt dein' arme Chriſten⸗ beit ferner bewahren alle⸗ 3. Eutzeuch uns nicht dein heilſam Wort, welch's der Seelen hoͤchſter ort: für falſcher Lehr, Abgoͤtterey, behuͤt uns HErr, und ſteh uns bey. 4. Hilf, daß wir von der Suͤnd ablahn, und fromm zu werden fangen an: kein'r Sund im alten Jahr gedenck, ein gna⸗ 3 neu Jahr uns enck. 5. 7 zu leben, ſeliglich zu ſterben, und hernach froͤlich am juͤng⸗ ten Tag wied'r aufzu⸗ ſtehn, mit dir im Himmel, einzugehn. 6. Zu daneken und zu loben dich mit allen En⸗ geln ewiglich. O IEſu! unſern Glauben mehr zu 105 Namens Lob und S 684. Mel. Vom Sim⸗ mel hoch da ꝛc. Das neugebohene Kin⸗ delein, das Hertze liebe IEſulein, bringt abermahl ein neues Jahr der auserwaͤhlten Chri⸗ ſten Schaar. 2. Des freuen ſich die Engelein, die gerne um und bey uns ſetzun, und ſingen in den Lüften frey, daß Gott mit uns ver⸗ ſoͤhnet ſey. 3. Iſt GOT ver ſoͤhnt und unſer Freusd, was kann uns thun der arge Feind? Trotz Turck en, Pabſt und Hollen, Port. Bb das 578 Vom Tobe Gottes 1 daß F Efuleln bleibt unſer 4 Er bringt das rechte Jubel, Jahr, was trau⸗ ien wir denn immerdar? Friſch auf! jetzt iſt es Singens Zeit, das JEſu⸗ lein wendt alles Leid. 685. Mel. Von GoOtt will ich nicht laſſen. elft mir Gott's Guͤte preiſen, ihr lieben Kinderlein, mit G'ſang und andern Weiſen ihm allzeit danckbar ſeyn, vor⸗ nehmlich zu der Zeit, da ſich das Jahr geendet, die Sonn ſich zu uns wendet, das neue Jahr iſt heut. 2. Exuſtlich laßt uns be⸗ trachten des HERREN veiche Gnad, und ſo ge⸗ ring nicht achten ſein un⸗ zaͤhlig Wohlthat: ſtets führen zu Er d dern die Straf darneben, gude ü Gemuͤth, wie des Jahr hat geben Rothdurft unſerm Leben, und uns vor Leid behut 3. Lehr Amt, Schul, Kirch erhalten in gutem Fried und Ruh, Nahrung uͤr Jung und Alten be⸗ ſcheret auch dazu, und gar mit milder Hand deine Güter ausgeſpendet, Ver⸗ wuͤſtung abgewendet von unſ rer Stadt und Land. 4. Er hat unſer verſcho⸗ net aus vaterlicher Gnad; wenn er uns hatt beloh⸗ net all unſre Miſſethat, mit gleicher Straf und Pein, wir wären laͤngſt geſtorben, in mancher Noth verdorben, dieweil wir Suͤnder ſeyn. —— T. Welt 0 5. Nach Vaters t und Treuen Er uns ſo fa eber wach, ausdig iſt: wenn wir die eig, uf ne Sünd bereuen, glauben ck nich n an IEſum Christ, hert, ih, daß wich lich ohn Heucheley, wil J nicht tödteg Er all Suͤnd vergeben, lin/„ HERR. f 5 geben, bas ſtehn uns in Noͤthen bey, 9 eh) 6. All ſolch dein 80 A wir preiſen, Vater in z rug und Himmels Thron, die du ih guch wei uns thuſt beweiſen durch ah, und der Chriſtum deinen Sohſy zl: dam und bitten ferner dich/ Ethen ſt gieb uns ein friedlich nige werdſt, Jahre, vor allem Lell 4 J n, 00 dewahre, und naͤhr un g aden die mildiglich. ige Jaht; tt f deinen H ld 686. Mel. Zion klagt n ni Wa% wir in Gf mit Angſt ꝛc. n boch in ilf, Herr Secu, daf ah der nie gelingen, bilf,, dat di, Fudge neue Jahr geht an! laßt igen, wing neue Krafte bringen, daß de cel 15 aufs neu ich wandeln kann.,„ 110 2 dir e by. In eie auch darne ben gll dez Mein. Neues Gluͤck und Jute 1 a 0 beben 1 du mit zum hu haf ins aus Gnaden geben. l Gutes in 1 en Gute n. ö Sund, Hilf, daß ſie wir nian ee find. Auch ſaſlen don durch deine Gnad len. Nr. datz ich hertzlich ſie bete gere, he hrt Suͤnde mir vergeben. mm/ 9 Gott! mein J haben erke Jahr der Gnaden,. mich büßen meine 1 Ja, d ſchaden, ſöndern da eee Vergebung ſin l Gnad verlelh/ gehen 0 f lerer, beg HEgeR, in dir, denn du wih wein Leben, kaun 1 b f un „Tröſte mich mit gag b deter Lebe: Ni 1 weil ich mich ſo chſelben Zahn 8 Eu öh n He 10 Sind a die Stun I Au sig am neuen Jahre. 772 agen hin. Wenn ich gleich chlaf oder wach, ſieh du, HERR, auf mein Sach; ahbe farcke mich in meinen Noͤ⸗ hen then, daß mich Suͤnd und A Ehrifilich koͤnne leben, ob⸗ 0 5 Trug und Heucheley; In 10 ich auch meinen Naͤchſten lieb, und denſelben nicht betrüͤb: damit ich allhler ele ian ic uf Erden fromm und ſe⸗ 5iglac * . U 1 lig de, br A are, In ii lig moͤge werden. 0 15 JEſu, laß mich froͤ⸗ nch enden dieſes ange. fangne Jahr; trage mich e ee, auf deinen Haͤnden, halte e, Ae bey mir in Gefahr; ſted mt gn mir bey in aller Noth, 1 Hen ge Kelgen, hi, d ela umfaſſen, wenn i 0 icht im Tod, freudig will ich dich 1 lach! verlaß mich n ſoll Ai bre, ö die Welt verlaſſen. nich kaaden kant nac drbeſch e, U dattebel 4 iu. Neutz gl 0 chen holt! Gaben geht. An deb de 1 dat Sache, 0 9 bien wei Sal, ſchw ew fegen ger Seligkeit daß wir in f 10 10 guter Stille das alte Jabr eh d 15 Fu derleh ich hallt U U, 0 , d den, 0 0 0 1 Leben 1 it a Tete! r Lee 8 „ M5 U 7 Nünm, 1h Keen) 5 10 nch ch Tbriſklicher Gemein; l. 0 10 und Leben hinfort das gan⸗ ä tun e bete 1 . 1 0 900 0 00 687. In eigner Mel. 1 Geſu, nun ſey gepreiſet In dieſem neuen Jahr; denn du haſt uns beweiſet bel Gutes in Gefahr: daß 0 wir haben erlebet die neu ftöliche Zeit, die voller Gnaden ſchwebet und ew'⸗ krfuͤlen. Wir woll'n uns bir ergeben jetzund und immerdar, behuͤt uns Leid be Jahr . 2. La vollbringen zu Lob 8 6 uns dies Jahr dem [Namen dein, daß wir demſeiben ſingen in olg uns das Leben fri⸗ ſten durch deine ſtarcke Hand. Erhalt' dein' liebe Chriſten, und unſer Va⸗ terland. Dein'n Seegen zu uns wende, gieb Fried an allem Ende. Gieb un⸗ fallen: Solch's ſinget heut ohne Schertzen die Christ glaͤubige Schaar, und wuͤnſcht mit Mund und Hertzen ein ſelges neues Jahr. 685 8. M. Wer nur den lieben G Ott ꝛc. Nachdem das alte Jahr N verfloſſen„ Und wir, die Goc nunmehr ver⸗ neut, deſſelben Gngd aufs neu geroſſen; ſo ſind wir billig boͤchſt erfreut, daß uns derſelbe Gluck und Leben ſo reichlich bis hie⸗ her gegeben. 2. Der geb uns lauter neue Kraͤfte, damit der Will und auch Verſtand ſich veſt an Ihm allein anhefte, und ummermehr werd abgewandt. Er geb Uns auch den neuen Wil⸗ len, ſein neu Gebot nun zu erfuͤllen. — 80 Vom Lobe Gottes C 1 23. Er laß aufs neu ſein Licht aufgehen, gleichwie die Sonn jetzt höher kelgt; Sein Gnaden⸗Glantz bleib ob uns ſtehen, bis ſich die Welt zum Ende neigt: Damit wir wie die From⸗ men handeln, und immer⸗ fort in Tugend wandeln. 4. Der Name, den Er ſelbſt bekommen, als Er fuͤr zns beſchnitten ward, durch den wir unſer Heil vernommen, ſey unſer Weg zur Lebens⸗Fahrt, der ſei der Schmuck vor unſre Krone, und zier uns vor des Hoͤchſten Throue. 5. Er lehr uns unſer Hertz beſchneiden von al⸗ lem, daß uns von Ihm trennt; Er fuͤll uns mit erneurten Freuden, die Ungewittern die 100 0 hier auf Erden mit Fleiß zy eite, fal bewahret werden. den Geiste, F. Alſo auch und nicht fhenlſch zee minder, laßt Goc ihn nia 0 1 10. Das g und Trübſal blitzen, 0 9 melt ſeinem Schpoße ſitzen. a nl 0 gebens mit unſerm Thun und Machen, wo gicht dein' Augen wachen. wi leid weuden. ö L. Laß ferner dich en bitten, o Vater! und blei mitten in unſerm Creuß und Leiden, ein Brunnen unſrer Freuden. ea Orden in ſe del Reich nie kein weltlich Hertz er⸗ kennt, damit, was an uns iſt, erſterbe, und unſer Geiſt ſein Reich ererbe. 689. Mel. Nun laßt uns GOtt ꝛc. 9 un laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten, zum HERRN, der unſern Le⸗ ben bis hieher Kraft ge⸗ gehen. 8 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeyen vom alten zu dem neuen. 3. Durch ſo vlel Ang und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Muttern in ſchweren 9. Gieb mir und allen 2. Wer ſo dis denen, die ſich von Her, bet derfolget tzen ſehnen nach dir und geiler im Heiß deiner Hulde, ein Hert, cht im gel das ſich gedulde. ein Gottes; 10. Schleuß zu die Jam den her geht mer⸗Pforten, und laß al ales, was ger allen Orten, auf ſo dief dh Je Blutvergießen, die Freu. z, Doch, den⸗Stroͤme flieſſen. Deſchneiden 11. Sprich deinen mil, Resch geſcheh den Segen zu allen un di Sünde ſern Wegen. Laß Großen uu nit Je und auch Kleinen die Gua, Nittel if die den⸗Sonne ſcheinen uch da 100 13. Sey der Verlaßten uchrergeng Vater, der Irrenden Be z, Tenn rather, der Unverſorgten, Gabe, der Armen Gut und 4 fc Haabe. dure, 13. 1 mit Schwermuth quale. 14. Mud am neuen Jahre. 381 ig. Und endlich, was Seelen, die ſich mit dir meiſte, full uns mit vermahlen; ja, thn es, an deinem Geiſte, der uns IEſu, bald. f at zie herrlich ztere, und dort 5. Ich leuſtze mit ei, 10 fül langen, und tauſende mit 5 e 15. Das alles wolle du mir, daß ich dich mög um, „ Leben, o meines Lebens fangen, mein allerſchönſte 1. leben, mir und der Chri- Zier! wenn ich dich hab e ſten⸗Schaare zum ſelgen allein, was will ich mehr tel neuen Jahre. auf Erden! Es muß mir 690, Mel. Von GOtt Aeli und alles ie will ich nicht ꝛc. L. Ach ihr verſtockten Ne, f We ſich im Geiſt be⸗Suͤnder, bedencket Jahr i e W ſchreidet, und als einſund Zeit, ihr ebgeweckte e gabe Kbeit es Sete Kinder dee u Eitel; an ſches Toͤdtung leidet, die keit und Wolluſt zuge⸗ 190 0 ß hoch noͤthig iſt, derſbracht, ach! fuͤhrt euch 5 fe h en wird dem Heiland gleich, Gottes Guͤte doch einmal „ea be, der auch beſchnitten wor⸗ zu Gemüthe, und nehmt 1 ch h n reh den, und tritt ins Creu⸗ die Zelt in acht. 1 Nah ume zes⸗Orden in ſeinem Gna⸗ 7. Beſchneidet eure Her⸗ b; den Reich. tzen, und fallet G0 TT zu „Geh m Wale 2. Wer ſo dis Jahr anhe⸗ Fuß, in wahrer Reu und u, det un hen bet, der folget Chriſti Lehr, Schmertzen, es wird die hann Ah A u weil er im Geitte lebet, und Hertzens Buß, ſo glaͤubig 1 hahe, Ju herz, nicht im Fleiſche mehr; er muß geſchehn, das Vater⸗ ic g, if ein Gottes⸗Kind, von Hertz bewegen, daß man 9. Gch a oben her gebohren, das wird vielen Seegen in die⸗ oztap, 0 g an alles, was verlohren, inſſem Jahre ſehn. 1 bell, A viel feinem ISſu findt.. 8. Ja, mein HErr JEſu, e, 3. Doch, wie muß dies gebe, daß deine Chriſten⸗ Sul s, Beſchneiden im Geiſt o Schaar mit dir im Geiſt b e Ua ai, Menſch geſchehn: du mußt ſo lebe in dieſem neuen S n e un die Suͤnde meiden, wenn Jahr, daß ſie in keiner Weg A deen“ du wilt JEſum ſehn, das Noth ſich möge von dir ua eee Mittel iß die Buß, wo, ſcheiden, ſtarckſſe im Eren Son ü, durch das ſteinern Hertze, und Leiden durch deinen w n de deen in wahrer Ren und Schmer⸗ bittern Tod.. 5% ze, zerknirſchet werden 9. So wollen wir dich fegte, ma. preiſen die gartze Lebens⸗ e, deeacdtun, 4. Ach! gieb zu ſolchem Zeit, und unſre Pflicht er⸗ Peercke, in dieſem neuen weiſen in alle Ewigkeit, da 00 ala Jahr, Herr IEſu, Kraft du wirft offenbar, und I b Pil“ und Stärcke, daß ſich bald wir mit allen Frommen panel bvoffendahr dein himmliſche nach dieſem Leben kommen 0 g N. Geſtalt in vielen tauſend ins ew'ge neue Jahr. 0 0 5 1 ce 8b 8) Vom 582 9 Vom — „ Vom Lobe Gottes Lobe Gottes auf A ee Reiſen. 691. M. O welt! ich muß dich laſſen. N armhertz'ger Gott und Vater, du treuer Menſchen⸗ Rather, auf dein Wort zieh ich aus gantz unbe⸗ kannte Straſſen: Wirſt du mich nicht verlaſſen, ſo bin ich uͤberall zu Haus. 2. Ach! HErr! der du kannſt neigen, und nach Gefallen beugen der Men⸗ ſchen H 8 wecke fromme Leute, und bring auf meine Seite Befoͤrdrer, wenn ich ein⸗ ſam bin. 5 3. Behuͤte mich vor Feinden und heuchleri⸗ ſchen Freunden, gieb mie dein Engel zu, und ſegne meine Wercke, ſey Mor⸗ ens meine Staͤrcke, und enn zu Abends meine Ruh a 4. Laß mich nach Tu⸗ gend trachten, und dein Gebot hoch achten, laß allen falſchen Schein der ſchnoͤden Eitelkeiten, der Laſter⸗ vollen Zeiten, von mir weit ausgebannet ſeyn. 85. Die Weisheit laß mich kuͤſſen, gieb mir ein rein Gewiſſen, und keuſch⸗ geſinntes Hertz, daß ſich ertz und Sinn, er⸗ Ruh. 8. Soll aber dies ge⸗ ſchehen, daß ich nicht mehr ſoll ſehen der Pater 6. Wenns nicht nach lich alles gut. 7. Drum thu den lie⸗ hen Meinen auch gnaͤdig⸗ lich erſcheinen, du lieber Vater, du halt ab, was kann betruͤben, und wenn birs wird belieben, so . mich wieder heim zur Graͤntze⸗Stein: ſoll ich gut ſeyn. 9. Gott, du wirſt melt nen Reiſen gewuͤnſchten Fortgang weiſen, du wirſt nach deinem Wort mich auch Gluͤck und Heil be⸗ ſcheren: In Gottes Na⸗ men zieh ich fort. 692. Mel. Ich danck dir ſchon durch ic. du felbſt biſt ſehr weit umher gezogen, ja welche Hand gemacht das Land, dazu die Waſſerwogen. mein Thun und Dichten 2. Du biſt der Mann, nach dir, HERR, moͤge richten. Die Suͤnde ſey mir ja kein Schertz. der ſchaffen kann, daß wit auf rechten Wegen feln friedlich gebn, 7 n Wunſch ergehet, und et, wan Noth entſtehet, gieb einen friſchen Muth, werd ich auf dich nur bauen, ſo kann vor nichts mit grauen, es wird doch end⸗ bey Fremden leben, will ich nicht widerſtreben, iſt doch bey Fremden auch ſchuͤtzen und ernaͤhren, Heu IEſu Chriſt, der 9d „Gleb, om, gelah ich ſnd, a ten Gaben 6. Dein eh Hit uns ſeyn, „ HER, ſuch, daß del bet Reiſent l heltehen tetht e Knecht, in Hinmel freſen J, Laß uns we Pügkimm 105 10 das dil dlc 1 d Trübſaſ l Walt, und he 0 5 10 0. Doch Fah 11 deset 10 i Reich der g feige Noth 6 N kann fl. 3 auf Reiſen. 533 tet f geht sehn was uns kann. 8 Aich, wie bir gen. 3. Sieb, Herr, ich bin bey Nacht oft wallen. O bedacht, dahin in deiner ſuͤſſer Ort! wo fort und 175 echt aach Furcht zu reiſen; du wolleſt fort mein Danck⸗ Lied ſoll 1 1 öh e mir doch für und für die erſchallen 0 ih ſichre Straſſen weiſen. 693. In eigener Mel. fen i Gieb Gluck und en, ſo du wirſtmie d heil, daß ich in Eil die 1 mir ſeyn, und mi 1 ch Ach geiſe vollendringe, und fuhren aus und ein, und , s ye Starck, o Vater, wohl. Suͤnd und der Hoͤllen⸗ un th d e, gelinge. Schaaren, ſo ſoll mein , 3. Laß mich doch heut, Hertz dein Tempel werden ber Hegi, ſolche Leut auch darinnen ich dich lob auf ch us iu Gefährten haben, die Erden. Ja, du allein ſollſt Mähen, ah pen ftomm, gelind und red⸗ſeyn mein Goc, dem beleben, ö ich ſind, auch ſind von ch vertrauen will in aller ich weh hein guten Gaben. ö 0 6. Dein Engelein laß und gieb mir Staͤrcke, da⸗ este; fil ich gachmals wieder ſehen. Hand, was wir thun iſt öden lebe, wil 7. A naa h auch, daß den Gebrauch anfangen, kann durch dich by denen auch des Reiſens wir im Leben um Zweck gelangen. . 9 ö 1 Oö nb neh me Knecht, und nach dem deinen Willen, du wollſt Nee galten Himmel ſtreben. an mir dein Wort erfuͤllen, uach ese lere 8. Laß uns doch nun, daß denen ſoll viel Guts Mun Pat gh wie Pilgrimm thun, des geſchehn, die nur allein en ld 10 6 Fleiſches Luͤſte meiden, auf deinen Wegen gehn; Ga auh Ha be, und ſtets durch dich ge Sey mein Goc, daß t u dach Nu duldiglich Noth, Ang ſt dein Rath lencke, was ich neh ic ln. 9. Es kommt hernach mich ſtets erfreue. Mel Wee der Todes⸗Tag, da wir 3. Lehre mich der Pil⸗ schon dune. fert muͤſſen keiſen, wende grims Art auf der Cheie 1 Jef d de, Odtt gefallt, aus dieſerſſten Creutzes Fahrt recht uu ft cn en Welt, und hier die Wuͤr⸗ zu Hertzen nehmen, mei⸗ i gehe, hach, wer ſpeiſen. nes Flelſches Luſt zu zaͤh⸗ h geha u la, 10. Doch fahrt die Seel men: Gieb! daß ich dich die Weß tog. 5 iu n us Reich der Freuden, daſwas droben Saen unt, daß 1. keine Noth, Gewalt noch te, auf das mein Wandel achten Wege% Tod uns kann von JEſuſſey allzeit im Himmel wo ſch l, il. ſcheiden. die Staͤtt uns iſt bereit't. . BB3 Ses 8⁴ Vom Cobe Gattes Sey mein Schatz, nach dem ich laufe, den ich er kaufe, nach dem ich ſtre⸗ be, dem ich gantz lebe. 694. N. Dies ſind die heil'gen zehn ꝛc. rn Goites Namen fah⸗ 8 ren wir, ſein Huͤlf und Bnad begehren wir, uns heut, bewahre auch unſre Seel und Leib. Ky⸗ rie eleis. 2. Chriſtus ſey unſer Geleitsmann, blelb ſtetig bey uns auf der Bahn, Lift. 5 7. Es muͤſſen ja noch immerfort die Mahanaim und wenn uns von des Feindes Lic, auch was ſeinem Wort zuwider iſt. Kyrie eleis. 3. Der Heilge Geiſf auch ob uns halt mit ſei⸗ nen Gaben mann chfalt: Er troͤſt und ſtaͤrck uns in der Noth, und fuͤhr uns wieder heim in Goc. Kyrie eleis. 695. M. Lobt GOtt ihr Chriſten ꝛc. un geht friſch drauf, es geht nach Haus, ihr Roͤßlein regt die Bein: Ich will dem, der mich ein und aus beglei⸗ tet, danckbar ſeyn. 2. Es iſt fürwahr nicht Menſchenkunſt, auf ſichern Wegen gehn! Fuͤhrt uns nicht Gott und Gottes Gunſt, wirds oftmals ſelt⸗ ſam ſtehn. 3. Es iſt der alte groſſe Drach doch allzeit ohne Ruh; Wohin wir gehn, da geht er nach, und ſetzt uns cheftig zu. Feld, er ſucht zur See und uns in der gantzen Welt mit unverdroßner Hand. 5. Noch dennoch trifft ſchlag geht zuruͤck, wenn Gottes Sohn hegt unſte ö, Bahn vor unſers Feindes des Paters Gut behuͤt Tuͤck 6. Es zeucht der heil⸗ gen Engel Schaar mit Waffen ausgeruſ't, und wehren fleißig hier und dar des Tauſendkuͤnſtlers gehn, und Gottes Volck auf Gottes Wort, zu Dient und Willen ſtehn. 8. Was GOL gerebdt, und laß ja nimmer aus der Acht, was dein Gott an dir thut. wie gut Ihn ehrt und liebt. fuhrt mit Lieb, Er fuhrt mit Treu ein Hertz, das ihm ſich giebt. 10. Er traͤgt uns, wie (wenn einher ſchlaͤgt Blitz, Hagel, Sturm und Wind) ein treuer frommer Vater trägt ſein zartes kleines Kind. ſeiner Hand, wie eine Mutter thut, in deren Schooß das ſuͤß ſte Pfand der keuſchen Liebe ruht. 12. Er raͤumt aus un⸗ ſern Wegen weg des Un— f tein, und gluͤcks ſcharfen S 6 aft 11. Er deckt uns zu mit and, er ſucht 1 4. Er ſucht zu Haus, fe er ſucht zu ö 9 0 fein ſc eh.. 1 Er fühte i echte Jet, ler uns nicht an, ſein An 2 rut in eng ſagen Himmeß 10. Mödelg! ſelegte Riß Ie Heimfahtt'! nach dent 0 das iſt vollbracht, mein Hertz, ſey wohlgemuth 9. Du ſtehſt und greifſt, r ſey dem, 15 Schweiß n n. 2. Das Li leljagt die wülhen 9 auf Reiſen. 587 N a ſücht 100 10 ſcoſt/ daß Un ſve Babn euch und Steg fein ſchlecht und „ach chen ſeyn Naghen Fee a eng n w i un. ef se 70 a h 696. Mel. Ich danck aß dir ſchon durch dei⸗ 0 7 14 nen Sohn. e een Woch auf, mein Hertz, „ i g denck hinterwaͤrts, de e„ bie Sonn iſt aufgegan⸗ a g Fehn. gen: Nicht wie zuvor mit dt, ſchwartzen Flor der Him⸗ el iſt behangen. 2. Das Licht erwacht, A e e verjagt die Nacht, erwach At, I tt guch, mein Gemuͤthe, zu glück der Reiſ gieb Ehr und Preis des groſſen Gottes Gu GOTT hat gewacht, des Tun e, ds Augen allzelt offen. Er br mein Schirm e fein Geſtuͤm der Feinde mich betroffen. 4. Wie oft wuͤnſch ich, 9 Vater, dich zu preiſen echt auf Erden! Nun was man kann, das nimmſt du an; dort wir beredter werden. ö ö Er cl lt b nt eile 0 mein Leben. 0 0 te. 3. Ich ſchlief die Nacht, daß. 5. Nimm mich ſelbſt dir um Danck dafur: Ich kann dir nicht mehr geben, ch bin ſchon dein, hilf du es ſeyn, und gieb dir ſelbſt 6. Vergieb die Schuld du haſt doch Huld, ob ich ſchon Haß verdlenet; Dein Kind bin ich, erken⸗ ne mich, den auch dein Sohn verſuͤhnet. 7. Dein Himmels Zelt die Menſchen⸗ Welt um⸗ hangt an allen Enden. Du thuſt noch mehr, traͤgſt Erd und Meer in deiner Allmachts Haͤnden. 8. Ich werd allein ohn dich nicht ſeyn, weil du biſt allerwegen. Biſt du bey mir, ſo iſt mit dir auch Gluͤck auf allen Stegen. 9. Ich brauche Gluͤck, viel Netz und Strick auf einen Wandrer lauren. Dein Engel⸗Heer leg um mich her; Dies ſind die beſten Mauren. 10, Laß dieſe Schaar mich der Gefahr auf treuer —5 enttragen; So wird ein Stein ein Anſtoß ſeyn dem Fuß, Roß oder Wagen. 11. Dein Gnaden⸗Strahl durch finſtre Thal ohn Furcht mich machet reiſen. Mein Stab, dein Wort, mich foͤrdre fort, an ihm kann ich mich ſpeiſen. 12. Weg, Feindes Rott, mit mir iſt GO T, an Ihm kleb ich im Glauben! Trotz der Gefahr! ſie ſoll kein Haar mir kruͤmmen oder rauben. 13. Zeuch mit mir aus, bleib auch zu Haus, o Vater! bey den Meinen, mein Weib und Kind,. mein Haus⸗Geſind, wollt du mit Schutz umtaͤunen. B hb 5 14. Vom 386 Von der Gelaſſenheit. 14. Vom Haus und Haab, als deiner Gab abwend auch allen Scha⸗ den. Sey dort und hier, bey ihnen und mir: Hör And erhoͤr in Gnaden. 15. Die Liebe ruft: Trag hin, o Luft, den Wunſch zu meinen Lie⸗ ben; Dies ſey ein Tag, da keine Plag, kein Leld ſie mog betruͤben. 16. So reif ich heut in Gott's Geleit, laß Feine Furcht mich ruͤhren, Gott wird mich aus, und auch zu Haus mit Freu, den wieder fuͤhren. 697. M. In dich hab ich gehoffet. u dir, s GO! er 0 hebet ſich mein Hertz und fucht demüͤthiglich dein vaͤterlich Beſchirmen, hilf, daß ich ſey von Sor gen frey, und von des Satans Stürmen. 2. Dein Engel ſey meln Reſſ'-Geſell, er bringe mich geſund zur Stell, und wenn ich heim ge— dencke, ſey dein Geleit zu meiner Seit, daß mich kein Unfall kraͤncke. I 698. M. Hüter, wird die Nacht ꝛc. gc! was wollt ihr trübe Sinnen 2 doch beginnen? Traurig ſeyn hebt keine Noth: Es verzeßret nur S e 0 f Schmertzen, und itt aͤrger als der Tod. 5 „2. Sich in tauſend Thraͤnen baden, bringt Aoͤſcht der Jugend Licht, unſer Seuſßen wird zu Winde: wie geſchwinde 9 ſich der Himmel 3. Heute will er Hagel Areuen, Feuer den Bald gewaͤhrt er Sonnen; Ichein: manches Irrlicht 1 muß uns korgen ein bequemer Leit ⸗ Stern ſeyn. 55 4. Ueber das Verhaͤng⸗ n, 0 chen. Wer 1 64 ahldem h Sie N. 6. 1 nicht K führen we 2. Wo du Athen laſſen! les wohlgeng das dein Det kun faſſen,“ flag luer fe hies ſein Rath III. Von der Gelaſſenheit. gen, und verraͤth die Un⸗ sehn ſo und ii nus es gehn. 3. Wle nien Lebens Tage Jammers ee niß klagen mehrt die Pla- 5, illem Hertzen tragt die Schmertzen, wird der id date de Himmel wieder hulss. 5. Auf! o Stele! du et, ad müſt lernen ohne Heu 1 0 0 ett 1 fl wenn das Wetter tobt u 1 Büte fe den 10 nur Schaden, und ver⸗ rauen, luke, zur g ct. 10 file 1 muſt dich in dit 195 0 Dun ſetz f i Thetteugt, ein Wole „Gieb wel gen Li 6. Du 1 ergoͤtzen mit den Schaͤtzen, die kein Feind zunichte macht, und kein falſcher Freund kann kraͤncken mit den Naͤncken, die ſein leich; ter Sinn erdacht. F. Von der ſuͤſſen Lu zu ſcheiden, und zu meiden, was des Fleiſches rieb begebrt: Sich in ſich ſelbſ zu bekriegen, und zu ſie⸗ gen, iſt der beſten Kronen 9. Nel. . 115 werth 69. Wel 00 1 eil, n gich 9 ftp hel 5 ld Kück. 8 Lane ni dee n her deu, 5 Wein, du mit n Hane kit die eite nah der Rel cht hu. Auf Sele! re een, des Pan abtund t, anf der J 5 1 100%/ 150 in fe 1 iin Kun 699. M. Wer nur den ſos, vertraue ſeiner Va⸗ 5 kterpflege: Vor Ihm ſſtſſo trift mein gantzes Wuͤn⸗ ichts zu ſchwer ünd groß, ſchen ein. de daß Er zu ſeines Namens Preis nicht herrlich aus⸗ Heil, geprieſen, fuͤr alle jufuͤhren weiß. Denn ſtets ſein eigner Fbut ſein Wollen deucht. —— Von der Gelaſſenheit. 587 6. Ich weiß, du thuſts! ſie iſt die Deine, und ko⸗ ſtet dir dein theures Blut. behalt du ſie dir ſchoͤn und reine, laß dies dein mir vertrautes Gut nur eintzig meine Sorge ſeyn, lieben GOtt ꝛc. Sides een deine Wege, und mache dich von Sorgen 7. Indeß ſey ſtets mein Borgfalt, die du mir noch 2. Wo du Ihn nur haſtſeh ich war, ſchon haft, er⸗ kathen laſſen, da hat Erſwieſen, da, du, mein fuͤſſer zlles wohlgemacht. Denn IEſu, dir zum Eigenthum was dein Dencken nicht mich hac erwaͤhlt, und dei⸗ kann faſſen, das hat Erſ nen Schaafen zugezaͤhlt. längſt zuvor bedacht, wie 8. Dir ſey auch ewig dies ſein Rath hat auser⸗Lob gegeben, daß du ſo ſehn, ſo und nicht anders unvermuthet haſt fuͤr mich muß es gen. geeſorgt in meinem Leben: 3. Wie werden deine ſo lang ich bin der Erden⸗ Lebens Tage ſo manches Gaſt, iſt alles lieblich, nuͤtz Jammers ſeyn befreyt, und gut, was dein Ver wie leicht wird alle Moto ſbaͤngnig mit mir thut. und Plage dir werden in 9. Dort werd ich dei⸗ der Eitelkeit, wenn duſner Liebe Thaten erſt * hichts wuͤn ſcheſt in derſpreiſen in Vollkommen⸗ Welt, als was Gott will heir, wenn nur meln und Ihm gefaͤllt.[Wänſchen kſt gerathen, 4. Dir wirds an keinem daß ich kann in der Ewig⸗ Gute fehlen, wenn dufkeit erkennen, wie dein dein Hertz gewoͤhnſt und Wölle mir ſo gut geweſt lenkſt, 401 5 5 705 iſt fur und fuͤr. iu erwaͤhlen, und deinen 8 Aanen Willen wehrſt: 700. M. Was mein 5. Gott will ꝛc. Dag iſt ja gut, was mein Gott will, ſein Will 5. Gieb meinem Herder ict der beſte, dem fol⸗ zen ſolche Stille, mein ge ich, und bin gantz fill, JESu, daß ich ſey ver⸗ an Ihm halt ich mich ve⸗ guͤgt, mit allem, was deinſſte; Der liebe Gort hilft Gnaden Wille mit mir in der Noth, and will den und meinem Leben fuͤgt; nicht verlaſſen, der auf Nur nimm dich meiner ibn ſchaut, und ihm ver Seele an, ſo hab ich, was traut, Er wird ihn veſt ich wünſchen kann. lumfaſſen. 8 Bh So Wahn betreugt, ſo oft ihm 588 Von der Gelaſſenheit. 2. So ſey denn immer ſtill zu Gott, o Seele, und vergnüget, weich nicht von Ihm in Noth und Tod, es iſt gut, wie Ers fuͤget: in Lieb und Leid, ſey du berele, dich Ihm zu uͤbergeben, er huͤt't und wacht, ſtets fuͤr dich tracht in deinem gantzen Leben. 2. Wo du nur biſt alſo gethan, ſo kann dir gar nichts fehlen. Wer iſt, der dir doch ſchaden kann? wer mag dir etwas ſteh⸗ len? Weil GOTT und Gut ſteht auf der Hut, bereit, fuͤr dich zu ſtreiten. Drum freue dich gantz in⸗ niglich jetzt und zu alle Zeiten. 4. So fuͤhre mich denn immerhin, mein GOTT, nach deinem Wiken, und dieb mir einen ſolchen Sinn, daſſelbe zu erfuͤllen, was uͤber mich du gnaͤ⸗ diglich in deinem Rath be⸗ ſchloſſen, laß deine Kraft und Lebens Saft in mir ſeyn ausgegoſſen⸗ 5. Auf daß ich tbu, was mir gebuͤhrt, und alles moͤge meiden, was eigen it, und mich verführt, auch von dir kann abſchei⸗ den. Ach! nimm mich mir, und gleb mich dir, laß mich dir ſteis ankle⸗ ben, und folgen ſtill, wo⸗ hin dein Will mich fuͤhrt im Tod und Leben. 701. Mel. Mein Au⸗ gen ſchließ ich jetzt. Da liebe Unſchuld du, geacht, wie oftmals wit dein Thun von aller Welt verlacht! du dieneſt dei⸗ nem Gott, haͤltſt dich nach ſeinen Worten, daruͤbel hoͤhnt man dich, und druͤckt dich aller Orten. 2. Du gehſt geraden Weg, fleuchſt von der krummen Bahn: ein an⸗ drer thut ſich zu, und wird ein reicher Mann, vermehrt ſein kleines Gut, fuͤllt Kaſten, Boden, Scheunen: du bleibſt ein arner Tropf, und darbeſt mit den Deinen. 2. Du ſtrafſt der Boͤſen Werck, und ſagſt, was un⸗ ein andrer recht ſey, braucht die Kunſt der ſuͤſ⸗ ſen Heucheley, die bringt ihm Lieb und Huld; und hebt ihn auf die Hohen: du aber bleibſt zuruͤck, und mußt darunter ſtehen. 4. Du ſprichſt: die Tugend ſey der Christen ſchoͤnſte Kron: Hingegen hält die Welt auf Repu⸗ tation; wer dieſe haben will, ſagt ſie, der muß gar eben ſich ſchicken in die Zeit, und gleich dem andern leben. 5. Du ruͤhmeſt viel von GOcTTH•, und ftreichſt ge⸗ waltig aus den Segen, den Er ſchickt in ſeiner Kinder⸗Haus; Iſt dieſem nun alſo, ſo laß doch, ſagt man, ſehen, was dir denn iſt fuͤr Guts, fuͤr Glu und Heil geſchehen. 6. Halt veſt, s frommez Hertz, halt veſt, und bleib wie ſchlecht wirſt dulf getreu in Widerwaͤrtig⸗ — pig: Laß! ö 2 ht eit! dein Gott der o kan Gut, 9 ic handhab. 0 fe ichn und, Mohlken. Gad. Ein doch nichts leb, fehler, abet it geri hell kaun ie U mein, g fillt nir wih sh ſeh dein! N Frend 0 0 let ſſch, und den liegen. 10, Dat t Hut, wets le heſieht, f f Laß die 5 Heth o en get, ſaſten Ruh lacgen hing 1. Was, ban K Kechweſß? ter? Preis von der Gelaſſenheit. 88 f 5 eee eee eee 100 dic bey: Laß dieſen deine 1 110 unn ö et; ct aun ü dach, e Leh und Hub; e Hit: ahn geht tick, Hußt harunter ehen. g 1 die ba 1 hein Sach handhaben, ſchuͤtzen 175 ch nach Erquickung ſehnen? fuhren, ſo wirſt du auch heſtehn und endlich tri⸗ umphiren. 7. Gefaͤllſt du Menſchen nicht, das iſt ein ſchlechter Schad, allgnug iſts, wenn du haſt des engen Vaters Gnad. Ein Menſch kann doch nichts mehr, als ir⸗ ren, fehlen, luͤgen: Gott aber iſt gerecht, ſe theil kann nicht trügen. 8. Spricht er nun: du bit mein, dein Thun ge⸗ falt mir wohl: Wohlan! ſo ſey dein Hertz getroſt und Freuden voll: alles in den Wind, was böſe Leute dichten: ſey ſtill und ſiehe zu, wird ſie gar bald richten. 9. Stoltz, Uebermuth und Pracht waͤhrt in die Lange nicht: wenns Glas am hellſten ſcheint, faͤllts 3 die Erd und bricht: und wenn des Menſchen Gluͤck am hoͤchſten iſt ge⸗ ſtiegen, ſo ſtuͤrtzt es un⸗ ter ſich, und muß zu Bo⸗ den liegen. 10. Das ungerechte Gut, wers recht und wohl beſieht, iſt lauter Centner⸗ 00 9e Laſt, die Hertz, Sinn und Gemuͤth ohn Unterlaß be⸗ ſchwert, Seel und Gewiſ⸗ ſen dringet, und aus der ſanften Ruh in ſchweres beiden Leiden bringet. 11. Was hat doch man⸗ cher mehr, als armer Len; te Schweiß? Was ißt und bah“ trincket er? worin beßeht ſein Preis? als in ge⸗ fie ö kaubtem Gut, und armer ſein Ur⸗ ſchlag GO& Witwen Thränen, die wie ein duͤrres Land ſich 12. Heißt das nun ſe⸗ Iſt das die Herrlichkeit? o welch ein hartes Wort wird uber ſolche Leut am Tage des Gerichts aus Gottes bros erſchallen? Wie ſchaͤndlich wird ihr Ruhm lig ſeyn? len! 13. Du aber, der du mit Manna weidet, her⸗ geh'n mit Lob und Ehr als einem Rock gekleidet. 14. Drum faſſe deine duld: fahr immerfort, thu recht, leb auſſer Suͤnden⸗ hoͤchſten Schatz, dort in dem andern Leben, des Hoͤchſten milde Hand di: wird aus Gnaden geben. 15. Was hier iſt in der Welt, da ſey nur unbe⸗ muͤht: wird dirs erſprieß:; lich ſern, wies Gott am gewiß, und mit Freud ſall dei! Begehren ſtillen. og. Mel. Von GOtt will ich nicht ꝛc. Geduld iſt euch vonns⸗ then, wenn Sorge, Gram und Leid und was euch mehr will toͤdten, Bh euch N W g ie 589 15 N . V 3* M 1 und groſſes Prahlen fal⸗ ö Goc von gantzem Her⸗ tzen ehrſt, und deine Fuͤſe nicht von ſeinem Wegen kehrſt, wirſt in der ſchun⸗ ſten Schaar, die Oc Seel ein wenig mit Ge⸗ N Schuld, halt, daß den beſten ſieht: fo glaube dn Er wird dir dei⸗ nen Willen ſchon geben, 995 Von der Gelaſſenheit. euch in das Hertze ſchneidt. O auserwaͤhlte Zahl! ſoll euch kein Tod nicht toͤd noͤthen, das ſag ich noch einmal. 2. Geduld iſt Fleiſch und Blute ein herbes bittres Kraut: wenn unſre Creu⸗ tes Ruthe uns nur ein weng draut, erſchrickt der zarte Sinn! Im Glück iſt er verwegen, kommt aber Sturm und Regen, faͤllt Hertz und Muth dahin. 3. Geduld iſt ſchwer zu⸗ leiden, dieweil wir irrdiſch ſeynd, und nur in lauter Freuden bey Edtt zu ſeyn vermeynt, der doch ſich klar erklart: Ich ſtrafe die ich liebe, und die ich hoch betruͤbe: die halt ich hoch und werth. 4, Geduld iſt Gottes Gabe, und ſeines Geiſtes Saut, der zeucht und loͤſ't ſite abe, ſo hald er in uns ruth: der edle werthe Gaſt erloͤſt uns von dem Zagen, und hilft uns treu⸗ lich tragen die ſchwere Buͤrd und Laſt. 5. Geduld kommt aus dem Glauben und haͤngt an Gottes Wort, das laßt ſie ihr nicht rauben, das is ihr Heil und Hort! das iſt r hoher Wall, da haͤlt i ſich verborgen, laͤßt Gou den Vater ſorgen, und fuͤrchtet keinen Fall. 6. Geduld ſetzt ihr Ver⸗ trauen auf Ehriſli Tod und Schmeicz: macht Sa⸗ tan ihr ein Grauen, ſo faßt ſie ſihr ein Hertz, und ſpricht: Zuͤrn immerhin! freſſen, ich bin zu hoch frieden mit Gottes wei⸗ ſem Rath, laͤßt ſich nicht ſchub ſeiner Gnad, haͤlt friſch und froͤlich aus, laͤßt ſich getroſt beſchwe⸗ 10 5 i 900 1 wehren, er do HErr im Haus. 8. Geduld kann lange warten, vertreibt die lange Weil in Gottes ſchoͤnen Garten, durchſucht zu ih⸗ rem Heil das Paradles der Schrift, und ſchuͤtzt ſich fruͤh und ſpaͤte mit ei⸗ frigem Gebete vors Sa⸗ tans Liſt und Gift. 9. Geduld thut Gottes Willen, erfuͤllet ſein Ge⸗ bot, und weiß ſich wohl zu ſtillen in aller Feinde Spott; Es lache, wems beliebt, wird ſie doch nicht zu ſchanden, es iſt bey ihr vorhanden ein Hertz, das nichts darauf zu Ehren, und laͤßt ſich nimmermehr von ſeiner Liebe kehren; und ſchlüg er noch ſo ſehr, ſo it ſie doch bedacht, ſein heil ge Hand zu loben, ſpricht: Der im Himmel droben hat alles wohlgemacht. 11. Geduld erhaͤlt das Leben, vermehrt der Jahre Zahl, vertreibt und daͤmpft darneben Noth, Angſt und Hertzens⸗Quaal; it wie ein ſchoͤnes, 90 * du wirſt mich doch nicht de wer geſeſſen, weil ich in ten, euch iſt Geduld von⸗ ſto bin. 5 9 Ebel 7. Geduld iſt wohl zu, leicht ermuͤden durch Auf und oel 0 giebt. 10. Geduld dient Gott 12. Geduld t teude, bil d d Is Hals!“ dun Haupt ef id Königl. fillt die beg Jen, und fil Sehnen mit em Gut. 3. Gedi Veklangen, Herzens L ich ot gegah ir wohl ber wle G ad ach! gieb! wähte meit begehre nicht 155 0 14. Gedt Bitte, die enk hütte ſchicken mil hen der let deb durch duch ein geh 0 hab ich ohegangen teln we doch davon, wer ihr anhanget, A mit Gottes Huͤlf erlanget ein froͤlichs Angeſicht. 1% ſe Freude, bringt aus des Himmels Thron ein ſchoͤ⸗ ges Hals Geſchmeide, dem Haupt ein edle Kron und Koͤniglichen Hut; ſilllt die betrübten Sehnen mit rechtem gu⸗ Verlangen, und meines Hertzens Lust, nach der ich ich oft gegangen: Das jſiſt mien doller Gnad und Huld! d ien Gebete dn: ft b it. F that goth u tl an: d he ſch oh en n ler gene Eb Age, le bt, Ac see 1 140 60 br dane d lac lum ht 0 th U I label, ae 26 mohhenact Gehu erh f erteilt lune 0 ut ae 6, J 3 9 1 fc 0 at: 10 W gieb durch deine Hande duch ein geduldigs Ende, ſo hab ich ſchon genug. mach mich, liebſtes JEſu⸗ eumthtt hre Gehabter JES! dein Von der Gelaſſenbeit. 1 591 12. Geduld macht groſ⸗ Thraͤ⸗ hen, und fuͤllt das heiſſe tem Gut. e 13. Geduld iſt mein die wohl bewuſt, HeErr, ach! gieb mir und ge⸗ wahre mein Bitten, ich begehre nichts anders als 14. Geduld iſt meine Bitte, die ich ſehr oft und viel aus dieſer Lei⸗ dens⸗Huͤtte zu dir, HErr, ſchicken will. Kommt denn der letzte Zug, ſo 703. M. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. Verlangen gebt blos nach meiner Ruhe bin, wie biſt du mir nicht nachgegangen, eh ich dein Schäflein worden bin: O lein dich ferner gantz ge⸗ laſſen ſeyn. i 2, Du weißt ja, was mich mißvergnuͤget, du weißt, mein IESu, was und meine arme quält; doch laß mich nu: bey aller Pein, dir Liebs ſter, gantz gelaſſen ſenn. Seele 3. Wird ſchon die See⸗ le ſehr geſichtet, muß gleich der Leib in Aengſten gehn: wenn ſie die Luſt und Furcht anſichtet, und ſtets in Unruh muͤſſen ſtehn: So laß, o Ieſu! nur allein mein'n Geiſt in dir gelaſſen ſen. Ich lauf, ich renn, ich bet und ſinge, nur los zu ſeyn der Eitelkeit, und doch in keinem dieſer Din⸗ ge erlang ich die Gelaſſen⸗ heit: Waͤr aber nur mein Wille rein, ſo koͤnnt ich auch gelaſſen ſeyn. F. Es iſt gnügter Leben, als blos im Willen Jesu ruhn, und unſerm eignen Willen geben in Jeſu Wincken, Will'n und Thun? Drum zieh mich, Liebſter, in dich ein, und mach mich gantz gelaſſen ſeyn 6. So will ich mir denn 4 Komm, nun abſterben: Schöpfer, komm, ver⸗ Creatur. Nur laß mich und gar gelaſſen ſeyn. 704. In eigener Mel. zieb dich zufrieden uͤlle, ohn Ihm muͤhſt du mir fehlt, und was mir 9 auf dem Hertzen lieget, ja kein ver- ſchling mich nur; ſtürz all mein Eignes ins Ver⸗ derben, toͤdt alle Luſt zur liebſtes JEſulein! dir ganz G und ſey fille in dem Gotte deines Lebens: in hm ruht aller Freuden dich vergebens; Er iſt dein Quell 52 von der Gelaſſ. enheit. ſcheint taͤglich hell zu dei⸗ ner Wonne. Gieb dich zufrieden!. 6 2. Er iſt voll Lichtes, Troſts und Gaben, unge⸗ faͤrkten treuen Hertzens: Wo er ſteht, thut dir keinen Schaden, auch die Pein des groͤßten Schmer⸗ tens: Creutz, Angſt und Noth kann er bald wen den, ja auch den Tod hat zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft ergeh, iſt ihm warlich nicht verborgen: Er ſieht und kennet aus der Hohe, der betruüͤbten Hertzen Sorgen: Er zahlt den Lauf der beiſſen Thraͤnen, und faßt zu Hauf all un⸗ ſer Sehnen. Gieb dich zu⸗ frieden] 4. Wenn gar kein ein⸗ ger mehr auf Erden, deſ⸗ ſen Treue du darfſt trauen, aisdenn will er dein Treu⸗ ſter werden, und zu deinem Beſten ſchauen: Er weiß dein Leid und heimlichs Graͤmen, auch weiß er Zeit dirs zu benehmen. Gieb dich zu frieden! 5. Er hoͤrt die Seuftzer deiner Seelen, und des Hertzens ſtilles Klagen, und was du keinem darfz gar kuͤhnlich ſagen: Er iſt nicht fern, ſteht in der Mitten, hoͤrt bald und gern der Armen Bitten Gieb dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Onell und deine Sonne Er in Haͤnden. Gieb dich erzaͤhlen, magſt du COtt Ob alle Fluthen einher giengen; dennoch mußt du oben liegen. Denn wenn [du wirft ſo hoch beſchwe⸗ ret, hat Gott, dein Furt, dich ſchon erhöret. Gleh 7. Was ſorgſt du fuͤr dein armes Leben, wie du's halten wollſt und naͤbren? der dir das Leben hat ge⸗ geben, wird auch Unter⸗ dich zufrieden! Hand voll aller Gaben, da See und Land ſich muß von laben. Gieb dich iu⸗ frieden! 8. Sprich nicht: Ich ſehe keine Mittel: wo ich ſuch, iſt nichts zum Be⸗ ſten. Denn das iſt GOttes Ehren Titel: Helfen, wenn die Noth am groͤß⸗ ten. Wenn ich und du Ihn nicht mehr ſpuͤren, ſo ſchickt Er zu, uns wohl eu fuhren. Gieb dich in⸗ frieden! f 9. Bleibt gleich die Huͤlf in etwas lange, wird ſie dennoch endlich kommen: Macht dir das Harten angſt und bange glaube nur, es iſt dein From⸗ men: Was langſam ſchleicht, faßt man gewis⸗ ſer, und was verzeucht, lſt deſto ſuͤſſer. Gieb dich zu⸗ frieden! 3 10. Nimm nicht zu Her⸗ tzen, was die Rotten bel, ner Feinde von dir dich⸗ ten, laß ſie nur immer weidlich ſpotten, Gott wirds hören, und recht richten. Iß GO e dein Freund, und deiner Sa; Gott, ſo wirſt du ſiegen: chen, was kann dein elbe halt beſcheren. Er hat einn ö 1 u Menſch gl. 0 dich uf . Hat el gat wohl das 15 f o ic ein Ind keine,. s fehlen sh i Haus, 90 gen: Ich we hon keinen N ich zufriedel 12. E daf cht anders Monſchen as lebt und 8 ſſcht vermeih een Stab ſchl en bis an de wird ſichs 1 dich ſufklehe 13. Es iſt handen, god win ird uns 0 Handen die tem Böſen kaumal der e, And al ine ſämmtſt Gieh dich Ta 14. Ex niit 40 iu beg Ekwählten uf de her ut len, ſch filled freue Jud, der f l, den 11 abs hören in e ufnehen cg. J eig 1 Haeh dch le duc nat: Al Mal h ſch c un Det o K og / elt Helfen e Muth an ge — ö Er, i 0 l, Hab U aht geh de 900 Hage/ Ih ch kahlac ln K df us Hit 1 hagge gülbe a i de det 6 10 1 1, faßt Haß geh; ee dhe Za, 0 Hl 20 bon keinen Plagen? Gieb dich zufrieden! Menſchen muͤſſen leiden; tas lebt und webet auf derErden, kann das Ungluͤck nicht vermeiden, des Creu⸗ gzes Stab ſchlaͤgt unſre Len⸗ den bis an das Grab, da wird ſichs enden. dich zufrieden der Menſch groß machen! Sieb dich zufrieden! borhanden, da uns unter Er A, auch wohl das Seine, wenn ers ſehen koͤnnt und wollte. Von der Gelaſſenheit. 1 11. Hat er doch ſelbſt Wo iſt ein Gluͤck ſo klar und reine, dem nicht et⸗ was fehlen ſollte? Wo iſt ein Haus, das konnte ſa⸗ gen: Ich weiß durchaus 12. Es kann und mag licht anders werden, alle Gieb leicht geſchichts, daß Er die Angſt⸗ Geſchaͤfte des Trauer ⸗Geiſts noch die⸗ ſen Tag verflucht. Mein Hertz, du. ſollt es ſehen, vas dir fuͤr Huͤlfe ſey in kurtze Zeit geſchehen; Gott iſt getreu. 75 2. GOTT iſt getreu in allen ſeinen Wercken: macht Er mir gleich die Buͤrd noch ſo ſchwer, ſo kann Er mich dabey doch allein kommt Troſt und Labſal her, und wenn die Zeit vorhanden, ſo machet Er mich frey von allen Jammer⸗Banden: Gott iſt getreu. 3. Gott iſt getreu, dem 13. Es iſt ein Ruhetag 60 T wird loͤſen. wird uns reiſſen aus den Banden dieſes Leibs und zllem Boͤſen. Es wird einmal der Tod herſprin⸗ gen, und aus der Quaal uns faͤmmtlich bringen. die hier mit Freuden ab⸗ efahren, ſich auch nun in Friede freuen. Da ſie den Grund, der nicht kann bre⸗ chen, den ewgen Mund 707 hoͤren ſprechen: Gieb Gieb dich zufrieden! 14. Er wird uns brin⸗ en zu den Schaaren der rwahlten und Getreuen, ich zufrieden! 705. In eigener Mel. God it getreu der * uͤber meine Kraͤfte mich armes Kind noch nie⸗ * theures Wort mit veſtem chet mich in eurer Kum⸗ mer⸗Hoͤhle; drum kommt dein Kind, und ſucht dich mit Begier; du kannſt mich nun nicht laſſen, ich ſag es ohne Scheu, du wirft dich ſelbſt nicht haſſen; Gott iſt getreu. 4. Gott iſt getreu, Er ſtoͤſſet ſeine Kinder im Zorne nicht von ſeinen Augen hin, Er zeucht von uns, ſind wir gleich groſſe Suͤnder, die Hand nicht ab, ſo redlich iſt ſein Sinn, drauf kann und will ich wetten, die Noth ſey wie ſte ſey, Er wird iſt getreu. 5. Gott mals hat verſücht/ viel wieder ſtaͤrcken, von Ihm haͤlt jetzt meine Seele ſein Glauben fuͤr: Kommt, ſu⸗ mich doch erretten: Gott iſt getreu, der wird mir Troſt verſchaffen, wenn gleich der rose len 1 1 N 1 5 N nn N i 1 N 1 N nine 1 1 0 I 11* I 1 e 1 1 M 1 ö 1 165 1 504 von der Gelaſſenheit. allen Menſchen fehlt, Er wird den Seiſt, der mich mit Trauer? Waffen ſo jaͤmmerlich bis auf die Seele quält, gar ferne von mir treiben, ich aber werde frey bey meinem IEſu bleiben: Gott is 6. Gott iſt getreu, er mags auch mit mir machen ſo wunderlich und ſcharf Er immer will: laͤßt Er doch dabey: G aus allen Noͤthen! Gott iſt getreu.. 7. Gott iſt getreu, und Trotz ſey euch, ihr Teu⸗ fel; daß ihr dies Wort ihr bringet mir den Troſt in keinen Zweifel, und wenn ihr gleich von Grimm und Zorne platzt. Das bisgen traurig ma chen geht endlich doch vo“; bey, o wie will ich noch lachen: Gott ist getreu. 706. N. Wer nur den lieben Ott 2c. wohl zu machen, als der nichts Boͤſes je ge⸗ than: wer nur ſein Wei⸗ nen und ſein Lachen nach Gottes Füuͤgung fügen kann, der haͤlt im Glück und Ungluͤck ſtill, und will, was Gottes Wulle will. 2. Kann doch kein Un Er fehlbar aus meinem Hertzen kratzt! Goc weis es alles fall mir begegnen, es ſey auch kann mich niemand anders ſegnen, als meines Schoͤpfers Vater⸗Treu, ſo gehe mirs wobl oder truͤb, gellebts nur Goc, it mirs auch lieb. 3. Zwar zaͤhle ich wohl tauſend Proben von mei⸗ nes Schöpfers Guͤtigkeit, die ich nicht alle weiß zu loben in meiner Unvoll⸗ kommenheit; daraus ohn⸗ ſchlieſſen kann, was Gott thut, das ſey wohl gethan. 4. Ergötzen mich die reuden⸗Zeiten, beherr⸗ che des Gluͤcket Schooß, denn ſchadet nicht zu Zeiten Leiden, es wurde ſonſt der Muth iu groß, auch pruͤft ſo Gottes Pruͤ⸗ feſtein, was recht bewähr⸗ te Christen ſeyn. 5. Drum wuͤnſch ich mir im Creutz und Gluͤcke Geduld und Demuth ſe⸗ derzeit! womit ich mich gehorſam ſchicke in wah⸗ rer Gottgelaſſenheit, und achte weder Wohl no Web, wenn ich in Got tes Gnade ſteh. 70. M. Seelen Wei⸗ de meine Freude. G O TT wills machen, Laß die Wellen ſich ver! Sein b 195 du nur ber JEſu bit. a 2. Wer ſich kraͤncket, weil er dencket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur ſich dann Gottes Will dabey, det Straf. 5 f 75 Du Wille nur daß die Sachen g hen wie es heilſam ſſt. pla⸗ gen, daß der Unglaub le- Weinen bitt deln Schnetz ein Schmerz. 5. Glaub! das Veſie ſchloſſen ſey du bon den ey. 4 J di Hͤſſe, die bi the giebt. d Ind kegieret, Nucht hear 7. Wilt Hedancken, 50 laſſenheit. er uch Mot iber Leld und b. Wottes 10 0 n ga 6 ſahelich? den fed ncht in fh ſehn 1 En 1 leide Wan fil ag 15 Je ü, 0tt lit N 50 1 5 1 gab Von der Gelaſſenheit. 7 Du Verichter/ BStt dein Wachter, ſchlaͤfet ja noch f ſchlummert nicht. Zu den Hohen aufzuſehen, bite deine Glauben, Pflicht. Im Verweilen und Ellen bleibt Er ſtets ein Vater⸗Hertz: Laß dein Weinen bitter ſcheinen, dein Schmertz iſt ihm auch ein Schmertz. das Beſte uͤber dich be⸗ i inden nur mit Hiobs Aug 0 Jade h. „% 5. Glaub nur veſte, daß wenn dein l ſchloſſen ſey, 110 Wille nur iſt ſtille, dn von dem Kummer Men len ab ie frey. 6. Laß dir ſuͤſſe ſeyn die Kuͤſſe, die dir JEſus Ru⸗ the giebt. Der ſie fuͤhret und regieret, hat nie ohne Frucht berräbt. 7. Wilt du wancken in Gedancken, fall in die Ge⸗ laſſenheit. Laß den ſorgen, der auch Morgen HErr iſt uber Leid und Freud. 8. Gottes Haͤnde ſind ohn Ende, ſein Vermoͤgen f Ilis be⸗ ſchwerlich? Scheints ge⸗ fährlich? deinem Goc iſts nicht zu viel. 8 9. Seine Wunder ſind der Zunder, da der Glau⸗ be Funcken fangt. Alle Thaten ſind gerathen, jedesmahl, wle Ers ver⸗ hangt. 10. Wenn die Stunden ſich gefunden, bricht die Huͤlf mit Macht herein, und dein Graämen zu be⸗ ſchaͤmen, wird es unver⸗ Willen zu ſehens ſeyn. II. Eignen erfuͤllen, leidet ſichs noch Plage, Noth und Klage, wo man leiden muß und ll. 12. Drum wohl denen, die ſich ſehnen nach der ſtillen Willens Ruh: Auf das Wollen fallt dem Sollen die Vollbrinzungs⸗ Kraft bald zu. 13. Mehr zu preiſen ſind die Weiſen die ſchon in der Uebung ſtehn: die das Leiden und die Freu⸗ 2 ſehn. 14. Nun ſo trage deine Plage fein getroſt und mit Geduld: Wer das Leiden will vermeiden, haͤufet ſei⸗ ne Suͤnden Schuld. 15. Dle da weichen und das Zeichen ihres Branti⸗ gams verſchmaͤhn, muͤſſen laufen zu den Haufen, die zur lineken Seite ſtehn. Thraͤnen kuͤſſen ihres JE⸗ ſu Joch, wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands werden noch. 17. Amen! Amen! in dem Namen meines JEſu halt ich ſtill: es geſchebe und ergehe, wie und wenn und was Er will. 729. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. ER R! beſaͤnftige mein Hertze, mach es von Gedancken los, daß es in Geduld verſchmertze, wenn es ſtebt von Freu⸗ den blos; Meinen Willen lencke ſo, daß er ſtille ſey und froh, ob du Nei ä E emlich wohl: Da iſt 16. Aber denen, die mit 1 696 Von der Gelaſſenheit. f dein Licht verbirgeſt mei- dein Will geſcheh, verlan, ge 77 nen Eigenſinn erwürgeſſ. ge, und mich auch hierin, dgten übe 2. Laß mich ſeyn veſt nen freu, daß mirs geht, unt und 8 angeheftet mit dir an des wie dirs gefällt, weil mich Nur Creutzes⸗ Baum, damit doch dein Wort ethält. taͤglich mehr entkräftet Nimmermehr wird der du werd' die Guͤnd, und ſaſſe verlaſſen, der recht lernet Flelſch un Raum in mir deines IJEſum ſaſſen. cht berſeh Geistes Starck, zu voll, 7. Meiner Seel zwar 1 5 führen ſolche Werck, dieſtreflich ſchmecket deine v Hf aus Liebe zn dir flleſſen, Güt und Freundlichkeit; d im Gi ſich als Glaubens⸗Ström' kruͤmmt ſich aber, wenn il, ſethet ergieſſen. ſie lecket aus dem Kelch muten,“ 3. Moin verkehrter Flei' der Traurigkeit. Drum ch erhalte ſches⸗Wille wuͤſſe ange⸗ o JEſu! lehre ſie durch u. Eſn nagelt feyn, daß erſterb dein Beyſpiel je und je, doch gust und werde fille, was an daß ſte bepdes gleich ge, Du berſag mir noch heiſſet mein: wohne, ſich nicht uͤbtig Pen c dein Will, der allein ißt lieb und ſchone. Mitten mei recht, muß der meine wer. Beſſer iſt doch nichts Ageiſchtt, den ſchlecht, daß ich, was zu finden, das da lieb und du wilt beliebe, leide, prei⸗ nuͤtzlich ſey, als ein Hertz, ſe, woll und uͤbe. das ſich kann binden an den 4. So oft mich Gedan⸗ Willen Gottes frey, das Lich cken iſchrecken, die nicht in Ihm iſt gantz geſtilt,. Ech ſind zu dir gericht't, und und aus dem dies e 15 nur Ungemach erwecken, quillt: Vater, dein, dein ſe zerthekl, o ewig Licht! Wohlgefallen iſt das mein dis Gewoͤlck und Hertzens und bleibts in alle. Nacht, treib es aus 9. Zwar Pernunft und durch deine Macht, laß Fleiſehes Fuͤhlen ſtreiten indeß mich ruhig ſtehen, wider dieſen Sinn, laufen bis dein Geiſt ſie wird fort und fort wie Müß⸗ verwehen. len, wollen uͤber Go J. Kann ich nicht ſoſ noch hin: Aber, wenn der mercklich ſpuͤren in mir Glaubens Geiſt in der deine Gegenwart, und Kraft ſie ſchweigen heit, wilt du mich alſo 1 muͤſſen legen ſich die Wel! 8 daß, ob du gleich ſchei⸗ len, Fleiſch, Vernunft ur f neſt hart, ich bey deinem Ruh ſich ſtellen. Wort dich faß, auch des 10. Waͤr doch dies kein ul Abends nicht ablaß, deine Gott in nennen, der Ber. Lit Wahrheit hoch zu preiſen, hunft ſich faſſen ließ, und und getroſt mich zu er⸗ ſein Werck von ihr erke weiſen. nen; der eingeſtellt, was ſte a 6, Gieb mir, daß ich den⸗verſtieß. Mein, dein Nan goch hange an den Eid⸗ und Wunderthat, deine u 5 ſchwur deiner Treu, daß Wercke, Weg' N 1 Von der Gelaſſenheit. 507 , großer GST, weißt du Ae, zu richten uͤber Sinn, Ver⸗ t, kunft und Tichten. 11. Nur im Glauben a kann man ſehen dich: der ier Du im Dunckeln biſt; Fleiſch und Blut kann nicht verſtehen, was an dir das Kleinſte iſt: Aber ne wer, o Go, dich kann dt; bloß im Glauben ſchauen ian, ſiehet deine Güte ich walten, dabey wollſt du i mich erhalten. Eins will ich mir 12. „hach ausbitten, ich weiß, Du verſagſt mirs nicht: Wenn mich ſtellen in die V c h ö hg, fc k ache ben i gaht, n h i n t t. Pag,, ———— Mitten meine Feind, die jugericht't, mich von dir ju trennen ab, und zu rau⸗ ben, was ich hab, eile du mix beyzuſpringen, laß ihr Tuͤcke nicht gelingen. 13. Schwach und boch⸗ betrüglich finde ich mein igen Fleiſch und Blut, Seb s en wa. f Suͤnde, fliehet das, was recht und gut: In ihm wohnet allezeit Hoch⸗ muth, Heucheley, Furcht und Meid, aber dein Geiß Hebt un. will, wirckt und kann dis daͤmpfen, in mir dagegen kaͤmpfen. was ihm luͤſtet, iſt nur und 14. Drum ſo laß einſt recht durchdringen meine Seel dein's Crentzes Kraft ſiegreich alles um⸗ jubringen, was das Fleiſch ſchafft: Toͤdte durch dein'n Tod und Blut alles Boͤſ! er⸗ weck den Muth, muͤßig aller Suͤnd zu gehen, dir u Ehren aufzustehen. daß doch mein 15. O! Geiß ſich ſchwiuge tief in deine Lebens Quell, un⸗ ter ſich das Irrdiſch wins ge, dir allem vergoͤnn' die Stell, daß ich veſt mit dir vereint, wie du woll⸗ teſt, daͤcht und meynt, dir im Glauben heilig lebte, oben in dem Himmel ſchwebte. 3* 16. Sollte das nicht eile nem Hertzen ſchoͤn, ſanft, wohl und lieblich thun, wenn es, fund es gleich in Schmertzen, koͤnnte ſo in FJEcu ruhn? War ö es doch ſchon in der Zeit als im Himmel und in Freud: In nichts wuͤrd es ſich verlieben, und um nichts ſich mehr be⸗ truͤben. 3 17. Drum fleh ich und bitte heftig dich, mein liebſtes Bruͤderlein: Ey, laß mein Gebet ſo kraͤftig deinen Geiſt darzu mir gieb, der mich ſolches gruͤndlich lehre, von der Welt zu bir mich kehre. 18. Denn muß ſichs wohl laſſen ſterben, wenn die Seel in JEſu ſteckt: Wo viel Guͤter ſind zu er⸗ alben, iſt man bald dazu erweckt. Aus der Erd im Himmel ein, laß mir ei⸗ nen Wechſel ſeyn! Sollte wohl ſich der ſehr kraͤncken, dem man wollte Kronen chencken? 19. Meinen Kelch, den ich ſoll trincken noch zu⸗ letzt an meinem End, wirſt du, nebſt einm Gnaden Wincken, ſegnen durch der Engel Haͤnd, zu dem a f Trunck und wich hier ſo ſelig en, daß ich nur allein dich liel 39 Von der Gelaſſenheit. Trunck auch ſtaͤrcken mich, daß ich dennoch ſanftiglich, fahre heim ohn alles Za; gen, als auf meines Va⸗ ters Wagen. 20. Denn wirds heiſ⸗ ſen: Komm, willkommen, denn wirds an ein Kuͤſſen gehn. Was ich dir ge⸗ ſagt du Fromme, ſiehe iſt es nicht geſchehn? Biſt du nun nicht Engel rein? Koͤnnt der Himmel ſchoͤ⸗ ner ſeyn? n Ich, 987 1 1 5 33 e? Iſt auch was, da dich betruͤbe. 5 21, O was Freud! was fuͤr Ergoͤtzen muß ſeyn in der Seeligkeit uber das, was davon ſchwaͤtzen wir in Schwach- und Dunckel⸗ heit; tauſend⸗ tauſend⸗ tauſendmal ſchöͤner wirds ſeyn uͤberall. Koͤnnt man doch nur Fluͤgel kriegen. und gleich jetzo bald hin⸗ Entbindungs Stund, bis ins Paradieſes Garten, mich ruft meines JEſu Mund: 0 lang will ge⸗ dulden mich hier auf Er⸗ den, bis daß ich nach des Vaters Willen ſcheide, IEſu mich bereite. 70. Mel. O IJſrSu Chriſt, du hoͤchſtes Gut. Hen wie du wilt, ſo ſchicks mit mir im Leben und im Sterben, zu dir allein ſteht mein Be⸗ gier, laß mich, HERR, mich nur in deiner Huld, ſonſt wie du wilt, gieb mir Geduld, dein Will der 18 15 2 7 18 2. Zu Ehr und Treu verleib mit, HER, 5 falſcher Lehr, und geb mir hier und dorte, was mir dient zu der Seellg⸗ keit, wend ab all Unge⸗ rechtigkeit in meinem gan⸗ tzen Leben. 3. Wenn ich einmal nach deinem Rath von dieſer Welt ſoll ſcheiden, verleih, s HERR, mir deine Gnad, daß es ge⸗ ſcheh mit Freuden; Mein Leib und Seel befehl ich dir, o HErr, ein ſeligs End gieb mir, durch JE⸗ ſum Chriſtum, Amen. 710. M. Wer nur den lieben Gott laͤßt walten. Ich bin mit allem wohl Zufrieden, beſind mich rühig und vergnügt; weil ich hab Gottes Lieb hle⸗ nieden, mein JEſus mir im Hertzen liegt, der Heilge Geiſt mich lehrt und leit't und Gottes Wort mein Hertz erfteut. 2. Es trotzt mein Herz Trotz dem, der mich von Ihm abtreibe, es ſey Wel, Satan oder Suͤnd; Got iſt mein Alles ohne Trug, ich habe GOcte, und hab genug nicht verderben, erhalt Lieb zu deinen Worte, behuͤt mich, HERR, vor in meinem Leibe auf Gott, weil ich ſein eigen Kind? „Soll Leid für Freud ale ſeyn geſenbet, und ah keben ga ii ds za endet ju in ales G. Jott will, en Will, nacht, ſo ſch 4 Um wic mözekümme geit Gott e Ed und 10 doch, haß aud bis ins mit deine Freuben; G ſe gebt, 0 ch ſolken cet, l 1 Sterbent sah das Teben gar der Tod, Von der Gelaſſenheit. 92 1 ich bins zufrieden, weil 10 ſen alles Goc; Wee Gott will, ſo iſt auch es wendet zu meinem Be⸗ wie mein Will, wie Er es 0 Macht, ſo ſchweig ich ſtill. 4. Um mich hab ich mich „ ausgekuͤmmert, die Sor⸗ ig ge iſt Gott aufgelegt, ob „% Erd und Himmel gleich Ac, ſuh Ie 15 un“ „er pur dt dbeh Gola alen t e a fh a e N Ich alt Ul hee Wia beige c, e f uc W t in det an Ah e A en en et, 1 0 60 1 dcn d 1 nabe, t! b 11 Ae Mache 7 100 Ude 0 0 lg. . 1 0 U c 0 h 61 b ee 5 0 jertruͤmmert, ſo weiß ich doch, daß er mich traͤgt, und wenn ich habe mei⸗ nen GO T, ſo frag ich in nichts nach Noth und Tod. i 5. Gott, einen ſolchen Sinn laß haben mich jetzt und bis ins Grab hinein, mit deinen Leid⸗ und Freuden⸗Gaben, wie du ſie giebſt, zufrieden ſeyn und ſpuͤren die Vergnuͤg⸗ „lichkeit, zur Lebens- und zur Sterbenszeit. 11. M. Wer nur den lieben G Ott ꝛc. ch bin mit dir, mein Gott, zufrieden, und halte deinem Willen ſtill, Was deine Gute mir be⸗ ſchieden, damit vergnuͤget ſich mein Will: Mein Will, der zwar nicht fer⸗ ner mein, dieweil er dein beginnt zu ſeyn. 2. Wilt du mich auf das Siech⸗ Bett legen? Ich will! Soll ich im Mangel ſeyn? Ich will! Goll ſich ein Unfall re⸗ gen? Ich will! Und wilt du, daß ich wein? Ich will: und giebſt du mir dem Tod: Ich will! Dein Will geſcheb, o Gott! „ Willt du mich in den o daß bet, das ſey mit Luſt von mir gethan. Ach! ja mein Hertz rub ſanft und ſtill, erwaͤhl und woll, was dein Gott; will. ſo nimm ze. Ich hab genug! mein A HeErr in JEſus Chriſt, ich weiß von keinem mehr: wer nur ſein Knecht und treuer Dlener iſt, der ſor⸗ get nicht ſo ſehr. Ich will gantz meinem GO an⸗ hangen, und nicht mehr nach der Welt verlangen: Ich hab genung! 2. Ich hab genug! Ich bin der Sorgen los, und kraͤncke nicht das Hertz: Ich bin vergnuͤgt, und itz in Gottes Schooß, der lindert allen sand, 712. M. Es iſt genug, N 60⁰ Von der Gelaſſenheit. Ich ſorge nicht mehr für mein Leben, der Hoͤchſt kann mir alles geben; Ich hab genug. 3. Ich hab genug! Gott, der die Voͤgel ſpeißt und alle Welt erkzaͤhret: Gott der das Gras und Blu men wachſen heißt, und ihnen Schmuck beſcheret, der wird auch meinem Leib ernaͤhren, Nahrung und Kleider mir beſcheren: Ich hab genug. 4. Ich hab genug! beſitz ich ſchon nicht Geld, es gilt mir alles gleich, ich babe Gott, und bin ſchon auf der Welt in allen Stuͤ⸗ cken reich. Denn Ieſus iſt mein Schatz und Kro⸗ ne, der mir den Himmel giebt zum Lohne! Ich hab genug. 5. Ich hab genug! be⸗ ſchert mir GOtt ein Kleid, und laͤßt mirs wohl er⸗ gehn, ſo iſt es gut: Kommt aber auch die Zeit, daß ich ſoll oͤde ſtehn: die Bloͤſſe muß mich nicht erſchre⸗ cken, mein Gott will Leib und Seele decken: Ich hab genug. 6. Ich hab genug! mein treuer Vater ſieht, Er ſiehet immer ſcharf auf mich, ſein Kind, auf dies was mein Gemuͤth, was Seel ufd Leib bedarf; Drum laß ich Wald und Voͤgel ſorgen, bekuͤmmre mich gar nicht um Mor gen: Heut hab ich anug. 7. Ich hab genug! und ſorge fuͤr den Geist, das andre fällt mir zu; nur Gottes Reich, was JEſus 1 ſuchen heißt, dies giebt mir wahre Ruhe: ich trachte nur des Vater Willen in Kraft des Gei⸗ ich gnug. 8. Ich hab genug! ich lieg an JEſu Bruſt, und Gottes Vater⸗Hertz, was will ich mehr? Das gie⸗ ſuͤſſet meinem Schmertz. Den Himmel hab ich ſchon auf Erden, was will in jener Welt noch werden! Hier hab ich gnug. 713. Mel. Was mein Gott will ꝛc. Ich hab in Gottes Herz J und Sinn mein Hertz und Sinn ergeben: Was boͤſe ſcheint, iſt mein Ge⸗ winn, der Tod ſelbſt it mein Leben. Ich bin ein Sohn des, der den Thron ſein Hertz gewogen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; Wenn Er auch glelch mich wifft ins Meer, ſs will er mich Halt ich den Stand, weiß zu erhoͤhen. noch formirst: Mei Gott iſts, der mich zuge, b und Seel richt, an Leib gelle ſtes zu erfuͤllen, drum hab bet mir auch Lu, durch⸗ des Himmels aufgesogen! Ob er gleich ſchlaͤgt, und Creutz auflegt, bleibt doch nur uͤben„und mein Ge- muͤth in ſeiner Guͤt ge woͤhnen veſt zu ſtehen: ſen ſeine Hand mich wieder 3. Ich bin ja von mir ſelber nicht entſprungen ei U. „1 el, dere . Elan und Aab t Klei , Wer ſo di Hag und Mut i böse meyt 4. Woher wo Mfenthalt al langen? Ich diz todt un ich nicht G. en mit feinen les warn, ſilich machet ict halt, da fill, was Er lgchet, . Zudem Ad Verſtah ale Maſſeg d Stund! fannt, zu th lassen, Et! tend, Er la uns eit 300 ul; 6 0 10 ir auch la ch 0 0 von der Gelaſſenheit. 601 getieret, der Seelen Sitz mit Sinn und Witz, den keib mit Fleiſch und Bei⸗ ged. Wer ſo viel thut, des Hertz und Muth kanns nim⸗ mer boͤſe menen. 4. Woher wolt ich mein'n Aufenthalt auf dieſer Erd erlangen? Ich waͤre laͤng⸗ ſtens todt und kalt, wo mich nicht GOtt umfan⸗ gen mit ſeinem Arm, der alles warm, geſund und ſtolch machet. Was Er gicht haͤlt, das bricht und Gunz. a 9 0 an E e Sit ag Wa schell, Ku ge 4, d eh en, A 1 bes, khn inn At er ga lag d 4 ufig ot ch Herz Rum, „Dun kn hen ner nagt, n — t nc lea, d auch gc a let Wen Aal anch Ubi l Ve in en el ge, 0 f 10 u l e n el 11100 mal een 14 fallt, was Er erfreut, das lachet. 5 6. Zudem iſt Weisheit und Verſtand bey Ihm ohn alle Maſſen; Zeit, Ort und Stund iſt Ihm be⸗ kannt, zu thun und auch ju laſſen, Er weiß, wenn Freud, Er weit, wenn Leid uns ſeinen Kindern diene, und was Er thut, ist alles gut, obs noch ſo traurig ſchiene. 6. Du denckeſt zwar, wenn du nicht haſt, was Fleiſch und Blut begeh⸗ et, als ſey mit einer großen Laſt dein Gluck und Heil beſchweret, haſt ſpät und fruͤh viel Sorg und Muͤh, zu deinem Wunſch zu kommen, und denckeſt nicht, daß, was geſchicht, geſcheh zu del, nem Frommen. fa, n aus wahrer Treu, was dienlich ſey dir und den Deinen allen; laß ibm doch ju, daß er nur thu nach ſeinem Wohlgefallen. 8. Wenns ihm gefallt, dich letzt erfreuen; was du jetzt nenneſt Creutz und Pein, wird dir zum Heil gedeyen; Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird ſich doch endlich finden, all Angſt und Quaal wird auf einmal gleich wle ein Dampf verſchwinden. 9. Das Feld kann ohne Ungeßuͤm gar keine Fruͤch⸗ te tragen: ſo faͤllt auch Menſchen Wohlfahrt um, Die Aloe bringt blttres Weh, macht gleichwohl rothe Wangen; So muß ein Hertz, durch Angſt und Schmertz, zu ſeinem Heil gelangen. 8 10, Ey nun, mein Gott! ſo fall ich bir getroſt in dei⸗ ne Haͤnde! nimm mich und mach es ſo mit mir, bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinen Geiſt dadurch ſein Nutz entſtehe, und deine Ehr je ehr und mehr ſich in ihr ſelbſt erhoͤhe. Sonnenſchein, ſo nehm ſchs an mit Freuden; Solls aber Creutz und Un⸗ gluͤck ſeyn, will ichs ge⸗ duldig leiden: ſoll mir all⸗ 7. Fuͤrwahr, der dich hier die Lebens⸗Thuͤr noch ferner offen ſtehen, wie du mich fuͤhrſt und führen mitgehen. des Todes Weg und finſtre 9 reiſen; e 1 ſo kanns nicht ſeyn, es wird bey lauter guten Tagen. 11. Willt du mir geben wirſt, ſo will ich gern 12. Soll ich denn auch 67————.— JJC 1 602 jo tret ich Bahn und Steg, den mir dein' Augen wei⸗ ſen: Du biſt mein Hirt, der alles wird zu ſolchem Ende kehren, daß ich ein mal in deinem Saal dich ewig moͤge ehren. 714. M. In dich hab ich gehoffet ꝛc. ch weiß, mein Gott! daß all mein Thun und Werck auf deinem Willen ruhn, von dir kommt Gluck und Segen: was du regierſt, das geht und ſteht auf rechten gu⸗ ten Wegen. 2. Es feht in keines Menſchen Macht, daß ſein Rath werd ins Werck ge⸗ bracht, und ſeines Gangs ſich freue: des Hoͤchſten Rath der machts allein, daß Menſchen Rath gedeye. 3. Oft denckt der Meyſch in ſeinem Muth, dis oder jenes ſey ihm gut, un iſt doch weit gefehlet: oft ſieht er auch fur ſchädlich an, was doch Gott ſelbſt erwaͤhlet. f 4. So faͤht auch oft ein weiſer Mann ein gutes Werck zwar froͤlſch an, und beingts doch nicht zum Stande: er baut ein Schloß und veſtes Haus, doch nur auf lauterm Sande. 5. Wie mancher iſt in ſei⸗ nem Sinn faſt uͤber Berg und Spitzen hin: und eh er ſichs verſiehet, ſo liegt er da, und hat ſein Fuß vergeblich ſich bemuͤhet. 6. Drum, lieber Vater! der du Kron und Scepter Von der Gelaſſenheit. traͤgſt im Himmels, Toro v und aus den Wolcken blitzeſt, Wort, und hoͤre mich von Stuhle da du ſitzeſt. 7. Verleibe mir das edle Licht, das ſich von deinem Angeſicht in from; me Seelen ſtrecket, und das der rechten Wahrheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 8. Gieb mir Verſtand aus deiner Hoh, auf daß ich ja nicht ruh und geh auf meinen eignen Wil, len; Sey du mein Freund und treuer Rath, was gut iſt zu erfuͤllen. 9. Pruͤf alles wohl, und was mir gut, das gieb mit ein, was Fleiſch und Blut erwaͤhlet, das verwehre. Der hoͤchſte Zweck, das beſte Theil, ſey deine kleb und Ehre. 5 10. Was dir geſaͤll, das laß auch mir, o mei diner Seelen Sonn und Zier gefallen und belle⸗ ben; Was dir. laß mich nicht in Wer und Thot ve üben 11. Iſts Werck von dit e bilf zum Olüc; 2 Menſchen⸗Thun, ſo treſbs zuruck, und aͤndre meine Sinnen. Was du nicht wirckſt, pflegt von ihm ſelbſt in kurtzem zu zes, rinnen. 12. Sollt aber dein und unſer Feind an dem, was dein Hertz gut gemeynt, beginnen ſich zu kaͤchen; i das mein Troß, daß ſeinen Zorn du leichtlich e den. koͤnneſt breche 13. Tl vernimm mein ehr gut Saler, bor Jan, mef j. 8 itt n Rache ii eus faf hucht, und gal Ende, ſagefangen Weisheit deit 14 If gl fung etwas nuß ich auch Meer der bit eten, ſo tr ohn Unterla zen und zum 15. Wer fuß bir trau b ihm son nit pfern beg: fein Aird in der Staͤcke ſyrin 15. Oer d aller fc leb, al , M. d hes We. bau Nunn, J Zieh nit h einer 1 bicht uh u e ehen An g, Sey du gan en A keutt Ah, fas ain ails, if ales nah Air gut, Aas ehh 908 fesch ub Hut let, das henehke. böchte Zu, Js hel, iy ebe 20 An A ge, f nuch ni 1e Feels Ein td gel h bete Pi bit ale, — ii kuhn g tt Silit cher dell 1 0 1 10 Her gt ge 0 10 e 16 fel 110 1 . Joh l ib 1 50 1 „ eh muß ich auch ins tiefe ohn Unterlaß zum Seuf⸗ 1 . halt und herrlich ſiege. t dein Thun je mehr und ich leb, erzaͤhlen. NF meiner Seelen von der Gelaſſenheit. 603 13. Tritt du zu mie und mache leicht, was mir ſonſt faſt unmoͤglich deucht, und bring zum guten Ende, was du ſelbſt angefangen haft durch Weisheit deiner Hände. 14. Iſt gleich der An⸗ beſte Luſt, JEſu, meine Freuden⸗Sonne, IJEſu, dir iſt ja bewußt, wie ich dich ſo hertzlich liebe, und mich ohne dich betruͤbe; Drum, o JEſu, komm zu mir, und bleib bey mir fuͤr und fuͤr. fang etwas ſchwer, und Meer der bittern Sorgen treten, ſo treib mich nur tzen und zum Beten. 15. Wer fleißig betet, und dir traut, wird alles, wo ihm ſouſt vor graut, mit tapfern Muth bezwin⸗ gen: ſein Sorgen Stein wird in der Eil in tauſend Stucke ſpringen. 15. Der Weg um Gu⸗ ten iſt faſt wild, mit Dorn und Hecken ange fuͤllt; doch wer ihn freudich ge⸗ het, kommt endlich, HErr, durch deinem Geiſt, wo Freud und Wonne ſtehet. 17. Du biſt mein Va ter, ich dein Kind, was ich bey mir nicht hab und ind., haſt du zu aller nuͤge. So hilf nun, daß ch meinen Stand wohl 18. Dein ſoll ſeyn aller Ruhm und Ehr, ich will mehr aus hocherfreuter Seelen, vor deinem Volck und aller Welt, ſo lang 715. M. Du, o ſchoͤ⸗ nes Welt⸗Ge⸗ baͤude. 2. JEſu, mein Hort und Erretter, IEſu, meine Zuverſicht, JEſa, ſtarker Schlangen⸗Treter, JI᷑ſu, meines Lebens Licht! Wie verlanget meinem Hertzen IJEſulein, nach dir mit Schmertzen! komm, ach! komm, ich warte dein! komm, o liebſtes JEſulein. 3. Kommſt du? ja, du kommſt gegangen⸗JEſu! du biſt ſchon allbier, klo⸗ pfeſt ſelbſt und mit Verlan gen ſtarck an meines Her? tzens Thuͤr: Bleib doch nicht ſo drauſſen ſtehen, wilt du wieder von mir gehen? Ach! ich laſſe dich durchaus nicht weggehn von meinem Haus. 4. Ey, warum ſoll ich dich laſſen, JEſu, wieder von mir gehn? Meine Wohlfahrt muͤſt ich haſſen, wenn ich lieſſe dis geſchehn. 8. doch in meinem ertzen, ſo muß alle Noth und Schmertzen weichen alſoba ld von mir, wenn du JEſu biſt allhier. Ach! nun hab ich end⸗ lich funden den, den meine Seele liebt, der ſich hat mit mir verbunden, und ſich ſelbſt fuͤr mich hingiebt. Den will ich nun veſt um⸗ faſſen, und durchaus nicht Wonne, JEſu, meine von mir laſſen, bis er mir den Segen ſpricht: Ce a Mei 604 von der Gelaſſenbeit. Meinen JEſum laß ich Theil: denn durch ſeinen de nicht. Tod und Sterben macht feen Kube 6. Wohl mir, daß ich Er mich zum Himmels i fehen, JEſum habe, o wie veſte Erben. Und das glaub fate Han, palt ich ihn, daß er mir ich ſicherlich: JEſus ma, it, und das Hertze labe, wenn ſchſchet ſelig mich. hlbet un kranck und traurig bin!] I. O wie ſollt ich Je, ch auſcht: JEſum hab ich, der mich ſum laffen? weil er wir ſo uml ic liebet, und ſein Leben fuͤr wohl gethan, und mich von, Jeu mich giebet: Ach! drum der breiten Straßen hat eh hoben laß ich JES u nicht, gefaͤhret Himmel an: ut das d wenn mir gleich das Her⸗IEſum will ich immer lie ne tze bricht. den in den Freuden und mir der Eil 7, Muß ich alles gleich Betruͤben; JEſum laß der Seele verlaſſen, was ich hab in ich nicht von mir, well ich de, well f dieſer Welt, will ich doch leb auf Erden hier. geben: im Hertzen faſſen meinen 12. Wenn die Welt mit din Leib er IEſum, der gefallt mir vor ihren Netzen mich in Bo, denoch Jen allen andern Schaͤtzen, an den faͤllen will, und die. Nut dem ich mich kann ergoͤ⸗ andern ſich ergoͤtzen an der/ feude, mt tzen; Er iſt meine Zuver⸗ ſelben Affenſpiel, will ich Pioß und ſicht, meinen JEſum laß meinen JIEſum faſſen in feurkt allen ich nicht. die Aem und ihn nicht meines bebe 8. Ach! wer wollte IE⸗kaſſen; bis daß ich mit net Rugen! ſum laſſen; JEſum laß ich Ihm zugleich herrſchen i, weißer nimmermehr; andre moͤ⸗ werd im Himmelreich. d Wonne! en IEſum haſſen: I- 13. Demnach moͤgen an, ic Jesum um ich allein begehr in[dre weiden ſich in dieſer Hafen und den gut und boͤſen Tagen, Eitelkeit; mich ſoll nichts 18. JEſit daß Er mir mein Creutz von JEſu ſcheiden und der Schrecken, belf tragen. Weil er it ewgen Seligkeit, die mir ile zug mein Weg und Licht, laß JEſus hat erworben, da er nich auc ich meinen IEſum nicht. Er iſt fuͤr mich geſtorben; unten, 9. Ich ſollt in der Hoͤllen Drum, o Welt! fahr im:? d ich dean liegen immerfort und ohne mer hin! wenn ich nur mfafehn en Zahl, und mich wie ein bey JEſu bin. Jeſum sche Schlacht Schaaf biegen in 14. Wenn ich nur kann ſcht, wehe dem Schwefel⸗Pfuhl und IEſum haben, nach dem i icht Quaal: Ja, der Tod ſollt andern frag ich nicht; er. Ach ewig nagen mein Gewiſſen kann meine Seele laber, Jas herze und mich plagen: JEſus und iſt meine Zuverſicht in en Pro aber riß mich raus aus des den letzten Todes Zuͤgen! inen, f Satans Folter⸗Haus. Wenn ich huͤlflos da muß dien ooh 10. JEGus hat durch liegen, und mir bricht der t und mn ſeine Wunden mich geſund Augen Licht, laß ich melß⸗ in ich gemacht und heil, daran nen IEſum nicht. Fp einfüh denck ich alle Stunden, 15. Sollt ich meinen Je. ele he drum iſt Er mein beſtes ſum laſſen? Wer Wa mem All erlich g nic Asch A, gl Jin feen em unh gt J bg t e bh fac f in Hanh. Demnab ung een ch he at nic gs b Ell cee J Ege det Dan f nc fh 1 f lieb haben denn er uͤber⸗ teift das Gold, und all andre theure Gaben, ſo kan mir der Suͤnden Sold an den, weil ſie von der Suͤnd kde, 1230 3 Ai 4 betrübet, und der Teufel den Leib erſticht, laß ich dennoch JIEiſum nicht. 1. JEſus bleibe meine 10 auferſtehn von der Erde, von der G elaſſenheit. der letzten Noth auf der finſtern Todesſtraſſen bey mir ſtehen, wenn der Tod ſeine Grauſamkeit aus⸗ mich anſicht: Meinen JE⸗ ſum laß ich nicht. 16. IEſum nur will ich der Seele gar nicht ſcha⸗ entladen: Wenn er gleich Freude, meines Hertzens Troſt und Saft; JEſus ſeuret allem Leide, er iſt meines Lebens Kraft, mei ner Augen Luſt und Son⸗ ne, meiner Seelen Schatz und Wonne! O drum laß ich JEſum nicht aus dem Herzen und Geſicht. 18. IEſus iſt der Feinde Schrecken, JEſus ia der Hollen Zwang, drum wird er mich auferwecken durch Poſaunen⸗Hall und Klang, da ich denn erneuert werde JEſum ſchauen von Ge⸗ ſicht, meinen IEſum laß Q ich nicht 8 A zum Dienſt ergeben, wel⸗ chem auch der tiefſte ſu du wirſt ꝛc. Su! meiner Seelen Leben, dem ich mich Grund aller Hertzen klar 2. Du, Herr! prüfeſt meine Sinnen, Reden, Schweigen und Begin⸗ nen, alles uͤbertraͤgeſt du, was ich vor und nachmals thu. 3. Ach! ich wuͤnſche dei⸗ nen Willen nur vor allen zu erfüllen! O! ſteh die⸗ ſem Vorſatz bey, mach mich Eigenwillens frey. 4. Gieb mir Kraͤfte daß in allen mir dein Wollen moͤg gefollen, ſo in Freu⸗ den als in Leid, ſo in Zeit als Ewigkeit. 5. Stets nach deinem Willen ſreben, heitzt den Engeln aͤhnlich leben, und kann auch in Hollen Pein glaͤub'ger Seelen Labſal eyn. a 6. Da hingegen ſein Begehren nicht in deinen Willen kehren, braͤcht auch wohl im Himmels⸗ Saal unergruͤndte Hoͤllen⸗ uaal. 7. Deinen Willen in ſich und kund. — 19. Ach! wie wird mich IJEſus hertzen, meiner Au en Troſt und Licht; alle hraͤnen, alle Schmertzen wiſchen von dem Ange⸗ ſicht: und mit groſſem Ju, biltren mich zur Himmels, Freud einfuͤhren, drum ſo hoͤret alle her: JEſum laß ziehen, und den Eigenwil⸗ len fliehen, macht, daß ein betruͤhtes Hertz ruhig lebt im groͤßten Schmertz. 3. Stuͤndlich mit ſelber kaͤmpfen, und den Eigen willen daͤmpfen, ſofbringt uns oͤfters in der Zeit einen Schmack der ich nimmermehr. Seeligkeit. Ce 3 9. Drum 605 J 716. M. Liebſter JE. 1 n ſich 1 1141 ö N os Von der Gelaſſenheit. „9. Drum ſo will ich mich Willen recht erkennen, ey be aͤhmen, niemals etwas ſo ſeuftzt mein Hertz und vorzunehmen, ohne was zu Mund: Mach mir felben jeder Friſt deinem Willen klaͤrlich kund. ahnlich iſt. 16 Dein Geiſt, Jess, 10. Wilt du mich im woll' mich gaͤrcken, daß im Himmel haben, ey, wie Laffen, Thun und Wercken ſoll mich dis nicht laben. ich von aller Eigenbeit ſol⸗ Stoͤß't du mich zur Hoͤl⸗ ches weislich unterſcheid. len Glut, was du wilt, 19. Und ja, was ohn ihn iſt mir ſehr gut. beginnet, oder Flelſch und 11. Doch verſichert mich Blut erſinnet, ſch, obs dein Leiden, blutig Schwi⸗ noch ſo wohl geggalt, nicht tzen, toͤdlich Scheiden, fuͤr deinen Willen halt. daß du ſolches nie ge⸗] 20. Nun, der du wirckſt wollt! O Trost, werther guten Willen, ſend auch als das Gold! Kraft, ihn zu erfuͤllen, und 12. Iſt es aber deln Be⸗ zu thun hier in der Zeit, hagen, mich mit neuerſwas dir lieb in Ewigkeit. Noz zu plagen, daß ich 21. JEfu! Jesu hilf keinen„Trost kann ſehn: vollbringen, hilf mir Amen, jal es mag geſchehn. Fleiſch und Blut bezwin⸗ 13. Muß ich betend in gen! Es wird doch nichts den Wehen, gleichwohl ausgericht't, was nicht huͤlflos von dir gehen, blos durch dich geſchicht. bleibet endlich doch das a will nichts was J 17. M. IEEſu, meine i Freude. 8058 ich Ott nicht will. Meg Seel iſt ſtille zu 14. Schickeſt du mir Schmach und Bande, Gott, deſſen Wille mir zu helfen ſteht, mein Ketten, Feſſeln, Hohn und Schande, ja, was aͤrgers 0. auszuſtehn, dein Will foll Hertz ic vergnuͤget, mit an mir geſchehn. dem, wies Gott fuͤget, IJ. Ob mich tauſend Tod nimmt an, wie es geht; ſchon ioͤdten, bleibt dein gebt es nur zum Himmel Will in allen Noͤthen, ja, zu, und bleibt JESue in ſchwerſter Seelen⸗Laſt, ungeſchieden, ſo bin ich blos mein Labſal, Ruh zufrieden. und Raſt. 2. Meine Seele hanget 16. Suma, ſo es dein an dir, und verlanget, Selieben, mich im hoͤch⸗ Goc! bey dir zu feyn, ſten Creutz zu uͤben, wo, aller Ort und Zeiten, und wie lang, und was du mag keinen leiden, der ihr wilt, dis iſt, was mir ſtets redet ein: von der Welt, gleich gilt. Ehr, Luſt und Geld, wor⸗ 17. Doch, indem es nach ſo viel ſind befliſſen, ſchwer zu nennen, deinen mag ſie gar nicht ig l 1 3. v , ac eä, gt ſie er wird de Ieh, Jiu, d Aich nie i gantz erg 14% Et ſoll e ih wieder m 10 Ihn eint 4. Gottes d dich gab u ſeigem Sch In vertraut u halb schau Jah ſy groß, len Gef deiß in Gott n kaun Er! J. Meine lid ſich galt fn Jenn& ſarck durch he je betroffen, t Lal; faſſet ſe lech 8 Hauben vet nn das B 6. Auen, K her zu JEſu wtechtkrſahr fen Kinder Tuug zu mi ds Gläc zu Eid; alte Ius fuer ge uu gehn aß 78. Mel. f Von der Gekaſſenheit. 607 „ 3. Nein, ö n l einer, ſagt ſie, und ſonſt keiner wird von mir ge⸗ 0 liebt, IEſu, der Getreue, , Jen, in dem ich mich freue, 5 0 ſich mir gantz ergiebt: Er al⸗ Fate lein, Er ſoll es ſeyn, dem ſch wieder mich ergebe, und Ihm eintzig lebe 4. Gottes Gut erwege und dich glaͤub'ig lege ſanft % i ſeinem Schoos! lerne Ihm vertrauen: ſo wieſt du bald ſchauen, wie die Ruh ſo groß, die da fleußt in ſillem Geiſt. Wer ſich weiß in SoOtt zu ſchicken, den kann Er erqulcken. 5. Meine Seele harret, und ſich gantz verſcharret, tief in JEſu Brus, ſie wird farck durch Hoffen, was ſte je betroffen, traͤget ſie mit Lust; faſſet ſich gantz maͤn⸗ niglich durch Geduld und Glauben veſte, am End ſommt das Beſte. 6. Amen, es geſchiehet, ach nein! nur Freunde Spott, drücken dich die Feinde nieder, ſo vertraue deinem Gos T. Liebſte Seele halte ſtille, dencke daß es Gottes Wille. 3. Iſt in deiner Hertzens⸗ Kammer nichts als lauter Hertzeleid, plaget dich ſehr groſſer Jammer hier in die⸗ ſer Sterblichkeit Liebſte Seele, halte ſtille, dencke, daß es Gottes Wille. 4. Gott pflegt die ge⸗ treuen Hertzen, wenn ſie durch das Creutz bewahrt, wohl zu troͤſten nach den Schmertzen, und thut was ſie nur begehrt. Lieb⸗ ſie Seele, halte ſtille, den⸗ cke, daß es Gottes Wille. 5. Auf den Regen ſcheint die Sonne, alſo kommet Luſt auf Leid: auf die Angſt folgt lauter Wonne, Freude kommt auf Trans rigkeit, Liebſſe Seele, halte ſtille, dencke, daß es Got⸗ wer zu IEſu fliehet, wird tes Wille. es recht erfahrn; wie GOtt ſeinen Kindern pflegt das Creutz zu mindern, und das Gluͤck zu ſparn, bis zu End; als denn ſich wendt das zuerſt gekoſte Leiden, und gehn an die Freuden. 5 mel. SErr ich abe mißgehandelt. Meine Seele, laß es gehen, wie es in der Welt jetzt geht, meine See⸗ le, laß es ſtehen, wie es jetze geht und ſteht. Lieb⸗ ſte Seele, halte ſtille, den⸗ cke es iſt Gottes Wille. 2. Iſt dir gleich die Welt iuwider, und biſt deiner 6, Solt du von der Welt abſcheiden, ſcheide nur ge⸗ troſt zu G Ott, Gott giebt auf das Scheiden Freude, Freude giebt er auf die Noth. Liebſte Seele, halte ſtille, dencke, daß es Got⸗ tes Wille. 719. Mel. Nicht ſo traurig ꝛc. Men Gemuͤth! wie ſo betruͤbt? Was iſt, das dich traurig macht? Trauerſ du, daß dir GOOtt nicht giebt, was die ſchnoͤ⸗ de Welt hoch acht? Sey jufrieden, Gottes Gut theilet dir was beſſers mit. Ce 4 2. Gut 8 608 Von der Gelaſſenheit. 2. Eut und Geld bleibt in der Welt, drum begeh⸗ re ſolches nicht, richte nach des Himmels Zelt dein betruͤbtes Angeſicht, da, da iſt dein Gut und Gold, das du lieber wuͤnſchen ſollt telkeit, und vergiſſet ſeine Seel, der denckt nur auf dieſe Zeit, daß es ihm dar⸗ an nicht fehl: Aber Her. tze, laß den Tand, und denck an dein Vaterland. 4. Prange, Welt, nur immerhin mit den Gütern, die du haſt, ſie ſind doch nicht dein Gewinn, ſon⸗ dern nur des Hertzens Laſt! ab ich nur den lieben So, ſo hats mit mir keine Noth. 5. Hoͤre, meine Seel, boͤr auf! traure nicht wie vor ſo ſehr, fuhr nur ei⸗ gen Tugend Lauf, gieb dem Hoͤchſten Lob und Ehr. Geht dirs widrig, laß es leibt dir ſtehn. 720. Mel. H Err ſtraf mich nicht in dei⸗ nem Zorn. och dennoch mußt du drum nicht gantz in Traurigkeit verſincken, Gott wird den ſuͤſſen Tro⸗ 3. Mancher lebt die El hn, Gott im Himmel E hen wir, als Angſt und Qugal bisber gebabt auf Erden? Wir ſind wohl mehr le hoch gekraͤnckt, und hat uns Gott doch lein voller Freuden. 3. Sy iſt auch Gottes Meynung nicht, wenn er uns Ungluͤck ſendet, als ſollte denn ſein Angeſicht gantz von uns ſeyn gewen det: Nein, ſondern dieſes ift ſein Rath, daß der, ſo Ihn verlaſſen hat, durchs Unglück wiederkehre. 4. Denn das iſt unſers Fleiſches⸗Muth, wenn wir 15 Freuden leben, daß wir denn unſerm hoͤchſten Gut am erſten Urlaub geben; wir ſind von Erd und hal⸗ ten werth vſelmehr, was hier auf dieſer Erd, als was im Himmel wohnet. 5. Drum faͤhrt uns Gott durch unſerm Sinn, und laͤßt uns Weh geſchehen; rnimmt oft was uns lieb dahin, damit wir auf⸗ waͤrts ſehen, und uns zu ſeiner Guͤt und Macht die wir bisher nicht groß geacht't, als Kinder wie⸗ der finden. 6. Thun wir nun das, iſt er bereit, uns wieder anzunehmen, macht aus dem Leide wieder Freud, — ſtes- Glantz ſchon wieder laſſen blincken: Steh in Geduld, wart in der Still, und laß Gott machen, was Er will: Er kanns nicht boͤſe machen. und Lachen aus dem Gra men: und iſt ihm das gar ſchlechte Kunſt: Wen er u my faͤngt mit Lieb und 100 dem iſt geſchwind eholfen. . Drum falle, du be⸗ 8 Iſt denn das unſer erſtes mahl, daß wir be⸗ trubtes Heer, in Denne truͤbet werden? was a drauf geſchenckt ein Stuͤnd⸗ ir erllege ſhlecht cd 005 Hand, die ait hie af füt al u! Haufen. 9. Auf( gußt du f Aach laſſen ſuch der H gehn, und hellen. 6 Gnade zugt 1 flat, wagt, dem Mer fehlen 10. S0 u ſeiner 5 dwelfel ha de alle 2 Wer theil e Gos das iſt gu der Rath den kann,. beklagt. II, Den uhiͤglich eichwohl 100 daß ſhleſſen l den Stg ey, th 1 . Wge u geihe 0 uns aufgeleget haſt, hin⸗ weg, heil unſern Schaden. 5 0 5„50 Na 0 0 0 Denn dn N betzuß unh faden ch, n nir heim lien cet Wen mag ge; d lag Eh i, Wei lan s auf et E, le n bc. Ju ihrs cott igen Si, d ans Nh 0 in nt Al h, mak ſeheg, 1h l eher det ha kt, d Kae Aen. Thon hir kal 10 let ö g 1 1 4 N f ö fen. N bun fle, 0 e ben d. Dem nieder: Ae ver Ihm nieder, ſprich: Herr wir geben dir die Al der wieder in deine Gna⸗ „ men reichen: dies iſt die 1 Zweifel haben; der alle Dinge t git mn 5 % den kann, wenn jedermann gleichwohl wiſſen, „ kiumt uns dieſes nimmer ein, daß er ſich laß ein⸗ engen Stall; 10 15 ſzes werthes Reich, als Von der SGelaſſenheit. lauter Wunder Sachen? ie Er hilft und baut, wenn wir uus gleich des gar kein Hoffnung machen; und das iſt ſeines Namens Ruhm, den du, wenn du ſein Heiligthum wilt ſe⸗ hen, Ihm muſt geben. 1 721. Mel. O Ileſu, komm zu mir. Ehr, ach! nimm uns Sun⸗ de, reiß die Laſt, die du 3. Denn Gnade gehet doch vor Recht, Zorn muß der Liebe weichen; wenn wir erliegen, muß uns ſchlecht G0tt ſein Erbar⸗ g Seele. Hand, die uns erhaͤlt: wo O Jeu, lehre mich, wir die laſſen, bricht und 9 wie ich dich finde, fällt all unfer Thun in und mich durch dich, mein Haufen. Abeil, ſtets uͤberwinde, wle 9. Auf Gottes Liebe ich die Eigenheit und alles und dich Leben, das ſich noch ſelber wenn ſſucht, moͤg 5 JEE UE. 2. Sieh in Gelaſſenheit, nimm wahr mein'n Wil⸗ Gnade jugeſagt, ſein Wortſſen, und frebe ſelben nach iklar, wer ſich drauf ihn zu erfuͤllen, erg ieb wagt, dem kann es nim dich gaͤntzlich mir in Freund mer fehlen. und Leiden, das ewig 10. So darfſt du auchfdich von mir nichts moͤge an feiner Kraft gar keinen ſſcheiden. Wer iſts, eele. ſchafft?] 3. Wie kann ich! Armer aus alle Ga⸗ doch bier alſo leben? Wie ben? GOcct thuts, und kann ich mich ſo gar dir das iſt auch der Mann, uͤbergeben? Ich finde ja der Rath und That erfin- ſo viel von aus und. in⸗ nen, daß hindert meinen Lauf und mein Beginnen. J US. 15 4. Du muſt alleine mie gelaſſen leben, und meiner Wirckung dich gantz uͤber⸗ geben, im Grunde deiner Seel in mich verſencken; ſo werd Ich dir in Mir viel, 1 e ſchellen. Wer theilt verzaget. 11, Deucht dir die Huͤlf unmoͤglich ſeyn, ſo ſollt du Gott ſchlieſſen in unſers Sinnes Sein Arm iſt frey, thut uͤberall viel⸗ mehr als wir verſtehen. 12. Was iſt ſein gan⸗ dir mich uͤbergebe, und in Ce 5 Ge/ Lele. 5. Wenn ich nun alſo 610 Von der Gelaſſenhetk. Gelaſſenheit des Willens lebe, wie muß ich mich gleichwohl hierbey verhal⸗ ten, daß du dein Bild in mir moͤgeſt geſtalten. IE Sus. 6. Wenn du läß't dei⸗ bereiten, und geheſt von dir aus auf allen Zeiten, behaͤlteſt nichts vor dich in keinem Dinge, daß ich nicht ſelbſt in dir allein vollbringe. N Seele. 8 8. O Seele! mercke auf, ſieh auf die Wege, wie ich die Meinen ſonſt zu fuͤhren pflege: Denn nehm ich erſt hinweg, was ſeh gegeben, und laſſe dich von Troſt entbloͤſſet ſchweben. 9. Dich hierdurch auf dich ſel bit fein recht zu führen, auf daß du an dir ſelbſt nun moͤgeſt ſpuͤren; wie doch ein armer Menſch gar gickts vernög, wenn ich ihm meine Kraft und Huͤlf entzoͤge. 10. Da wirſt du denn im Grund ertz recht gelaſſen, wenn du noch Gott, noch Troſt, noch Gnad kannſt faſſen. Wenn ich dir al⸗ les, was du haſt, entziehe, und von dir als ein Gast entfremdet fliehe. 11. Ja, wenn du gan von dir biſt abgekommeg, und deiner ſelbſt beraubt biſt dir entnommen, 2 Sund und Hoͤlle ſammt ie Seele. ö N 12. Siehe, o liehe Seel! ſo kannſt du finden mich ſelbſt uͤberwinden, ſo füll die Eigenheit, und allet Weſen daß du dir jemalt hier haſt Ae eele. 12. O JEſu lehre mich, dich ſtets zu faſſen, und mich und alle Ding durch dich zu laſſen, und wenn der Himmel ſelbſt ſolt oſſen ſtehen, dennoch nicht obne dich hineinzugehen. E SUS 14. O Seele! folge mit, ſo ſolls geſchehen, un wirſt alsdenn in mir noch Wunder ſehen: leg dich in Demuth hin zu meinen Fuͤſſen, ich will auf dich die Kraft des Lebens gieſſen. Seele. 15. Ich lege mich denn hin in aller Stile, in warten und zu ſehn, was ſey dein Wille; Ich ſterbe gäntzlich mir und allem abe, genug, wenn ich dich allein, o IEſu! habe. 7. Mel. Liebſter IkEſu du wirſt c. Seelen Weide, melne — Freude, Jeu, laß mich veſt an dir mit Ver⸗ bleſt meinem Willen ruhß, h 0 allen ihrem Heer ſchrecken nen Grund von G 5 S Tdi Heer schrecken und auch dich durch mich langen ſtetis hangen Pr daa nein E 0 faler. 1 Lebens i hele! ich er fie Kebes t als 0 3. Laß, I Unruh n Keb abſ Pelt schon hren Haß lit yar 4 Ob g lich von v ten gan tes du Dornkich! 1 vollbri . 1 hauts Ds fmmen n holt wird die bey de Etudte wir b. Saul faucht den 1e die wein G09 lehre, da fuchthar J Und 1b wieder hoch fiden ſteuhe ng her der. Von der Gelaſſenheit. dieſd mein Schuß/ Schild b Kane und Panier. „ eh „ ien 1 beg f f d dach e en Na J, demnach nch he r Abe Mgnch 1 geil. 1. J lg ch 0 e cel/ 1 fab, Jes W 2. Lebens- Quelle, klar und helle biſt du, wenn ich. dich empfind, deine füͤſſe Liebes Kuͤſſe ſuͤſſer mir als Honig ſind. N 3. Laß, mein JEſn, kei ne Unruh mich von deiner Lieb abfuͤhr'n; Ob die 1 Welt ſchon auf dein Zion ihren Haß und Grimm laßt ſpuͤr'n. 4. Ob gleich Dornen mich von vornen und von hinten gantz umringt; ſchuͤtzeſt du mich, daß kein Dornſtich ſeine Kraft an mir vollbringe. 5 5. Weitzen⸗Koͤrner, Un⸗ krauts⸗ Dorner hier bey⸗ ſammen müſſen ſtehn: dort wird ſcheiden Gott die beyden, wenn die Erndte wird angehn. 6. Saulus Schnauben kraͤuckt den Glauben, und — 11 die kleine Heerd, mein GOT, hoͤre, viel hekehre, daß dein Kirchlein fruchtbar werd. f 7. Und viel Glieder hin und wieder ſich zu dir noch finden ein, ſo wird reude nach dem Leide ber der Bekehrung ſeyn. 8. Armes Zion! Gott iſt dein Lohn, bleibe du nur Ihm getreu, ſey ge⸗ duldig leb unſchuldig vor der Welt, und lebe frey. 9. Schmale Wege, enge Stege, zeigen wie vorſich⸗ tig wir wandeln ſollen, wenn wir wollen ohne An⸗ ſtoß leben hier. 10. Furcht und Zittern Seel in wahrer Buß, Ren im Hertzen, Glaubens⸗ Kertzen Gott in uns an⸗ funden muß. 8 11. Brennt der Glau⸗ be, ey ſo ſchaue, was fuͤr Krafte er uns giebt: Wolluſt meiden, willig lei⸗ den, gerne thun was Gott beliebt. 12. Eifrig haſſen, unter⸗ laſſen, was nur Gott zu⸗ wider iſt, ſeinen Willen mu erfuͤllen, darnach ſtrebt ein wahrer Chriſt. 723. In eigener Mel. o bleibt es denn alſo, daß ich nach deinem Willen, mein treuer Gott vnd HErr, die nicht ge⸗ ringe Laſt, die du nun lange Zeit mir aufgebuͤr⸗ det haſt, ſoll tragen bis ich werd mein letzte Ruh⸗ ſtatt füllen. a 2. Ich habe dich zwar oft mit inniglichen Fle⸗ hen, mein GO, drum angeſucht, ob wolleſt du es thun, daß ich vor mei⸗ nem End auch einſtens moͤchte ruhn, und alſo deinen Ruhm mit Freuden noch erhoͤhen. 13. Ob ich nur einen Tag erfreulich noch er eben, und ſein genieſſen möcht, daß ich von Echmertzen frey, und etwa eine Stund ohn ſolche ging vorbey, ſo ſollte meine Seel ſich denn zur Ruhe geben. 4. Gleichwohl haſt du bisher nicht wollen noch erhoͤren mein ſehnliches Gebet: Ja vielmehr ſtellſt muß erſchuͤttern Leib und du dich, ob waͤreſt du er⸗ Ce 6 zuͤrnt, n e 611 i. 1 1 0 612 Von der Gelaſſenheit. len Seligkeit. zuͤrnt, und konnte wider Sen demſelben deinem rimm, kein Lebendiger wehren. 5. Doch kenn ich dich, mein GO, daß du es bertzlich meyneſt, und ſu⸗ cheſt nur allein der See⸗ Dieſelhe willt du uns erhalten, nach der Zeit, wenn du auf das Gebet ſo unbeweglich cheineſt. f 6. So kommt es denn daher, daß du mir nicht willfahret auf meinen Wunſch und Bitt, weil du allwiſſend biſt, und auf das Kuͤnftige am allermei⸗ ſten ſiehſt, daher mich ce genaͤdiglich be⸗ wahreſt. 7. Du biſt der rechte Artzt, der du allein ver⸗ ſteheſt, was unſerm ar⸗ men Fleiſch fuͤr eine Artze⸗ ney, ſchwach oder aber, ſtarck, allhier vonnoͤthen ſey, nach welcher du denn auch im Creutz⸗ Auflegen geheſt. 8. Dein Hertz iſt viel zu zart, uns Schwachen auf⸗ zulegen nur das geringſte Creutz, auch eine Stund allein, wo du nicht ſteheſt vor, und ſolches noͤthi ſeyn: die Abſicht mu allein zu ſolchem dich be⸗ wegen. 9. Du thuſt uns ja viel⸗ mehr unmzaͤhlige Genaden; das ſey uns denn genug, und zwar um ſo vielmehr, weil ſelbſten auch das Creutz uns dient zu einer Ehr, ja aber nimmer kann das wenigſte nur ſchaden. 10. Drum, Herr, we dirs gefällt, ich wil dit du es machen ſollt: ich laſſe das geſchehn, was du das beſte findſt, und werd doch dein Rath zuletzt beſte bleiben mene ſelbſten traͤget in meine dieſes doch; du biſt der treue GOTT, der ſolches ſchwere Joch zugleich auch aufgeleget. werde unterliegen. wenn etwa ſolches auch ngch angeerbten des gar boͤfen Fleiſches Brauch ſich widerſetzen will dem guten Gottes Willen. 14. Nun, ſiegle denn ihn auch in meinem Hertzen, wie ich es wohl bedarf, durch dei⸗ nen werthen Geiſt, den mit einem Eid verheißt: ſo bleib ich recht getroſt in 15. Hier bin ich des ges wiß, hier mußt du mich er hoͤren, wie ich gebeten hab/ wo du nicht wilt in Spott nichts vorſchreiben, wie e 11. Und trag ich denn mein Creutz, bis man mich N Ruhm. darſetzen ee dan, 5 1 1 1 tragen hilft, wie Er es 12. So ſoll demnach forthin, o Vater, mich vergnuͤgen nur deine Gnad allein, die unter aller Lat du immer bis daher mir noch erwieſen haſt, wohl wiſſend, daß ich nie gar 13. Dles iſt der beſterroſt, recht kraͤftiglich in füllen des Hertzens Ungeduld, Hegg, ve, mir dein werthes Wort allen meinen Schmertzen. — u Agen ncht lasted Ja, ul mein uiſtehen, — — noch endlich ſehn, es muͤſe den wil 9 ö 1 1 gelte 8 bey, felt viel Fri, ic ben gehen Ruheſtaͤtt, ſo troͤſt mich Me % 0, i Friſt, ich werd mit Jauch⸗ gen gehen. % will ich nicht laſſen. e es Sei ich nach deinem E. fl henne 0 agen iu een 5 die Ann 10 ner J Uh in Ameſn g, 0/ , h 9. n ultra, 0 Heißes Uh, 0 kt ple agen„ eiche anch 1455 1115 du, Heng, he 00 enen, 1 Kit Kn den Eh 1 len E 1 — r mein Gott und ſchlage 11.0.— 5 5 Wo einen wahren Gott, der nicht betruͤben kann, du laͤſſeſt dich verehren. 16. Ja, ich will in Ge⸗ duld mein Creutz nunmehr ausſtehen, ſo lang dus haben wilt, ich weiß die meiſte Zeit iſt allbereit vorbey, daß in die Ewig⸗ keit vielleicht in kurtzer 724. Mel. Von GOtt Willen, o Gott; ge⸗ buͤcket ſeyn, und hier mein Maaß erfüllen, das mir geſchencket ein; Soll ich den Creutzes⸗Weg, ſo lang ich lebe, dulden, ſo iſt es mein Verſchulden: 9 HErr, dein Will geſcheh. 2. Dir ſind bekannt die Sorgen, die taglich druͤ⸗ cden mich; und nicht die Noth, verborgen, die inn. und aͤuſſerlich die matte Seele quaͤlt; Sie iſt dir unverholen, drum ſey ſie dir befohlen: Du weiß ſt, HErr, was mir fehlt. 3. Wilt du ſie mir ab⸗ nehmen, ſo will ich dancken dir; Soll aber ſie no jaͤhmen mein Fleiſch und Luſt,Begier, ſo fahre fort kraͤftig nieder, was dir an mir zuwider, die gantze Suͤnden Rott. 4. Kann ich es nicht ver⸗ ſtehen, warum bald dis, bald das hat müſſen ſo ge⸗ du's zugeſchickt. gang find; Ich will in bis ich meln Theil erfuͤll. 6. Ich weiß doch mein Leiden mir nuͤtz und Schlangen Llſt: Mein Suͤnden ⸗ Leid verdirbt, je mehr das alte ſtirbt. Sorgen, als ſeines Creu⸗ 2 und Segen im Hertzens⸗ vor den Riß. nieden bald Sturm, bald dir auf dem Wege, und gleich der Weg zu eng. Meynſt ſchehen, und daß ohn Un⸗ terlaß das Creutz mich bat . Ce 7 baſſen 8 Hoffnung ſtill auf dich, mein JEſu! ſchauen, und e dir die Noth vertrauen, ſelig it, dieweil ich ler⸗ ne meiden der Guͤnden und ich ſeh ſich anheben des neuen Geiſtes Leben 7. Es lebt im Creutz ver⸗ borgen mein liebſter Jſus noch; und wo die größten es Joch, da iſt er gantz gewiß mit groſſem Heil zufrieden, und dulde deine Pein: Es wechſelt ſich hies Sonnenſchein! Schau an chldie große Meng' die mit werde ja nicht traͤge, ob 9. du, daß deine Plagen ſeyn uͤber⸗ haͤuft und groß; o denek, was andre tragen, die elend, nackt und bloß, ja gar gefangen ſind, die Freund und Feind verlaſ⸗ ſen, und als ein 97 a e . 8 0 Ven der Gelaſſenheit. 613 ö i gedrückt: So wirſt dus offenbaren, und werd ichs wohl erfahren, warum 55 Drum will ich ſennn gelaſſen in Einfalt als ein Kind, und gehen meine Straſſen, bis ich den Ein W. daß 5 Grund zugegen, und ſehet 0614 Von der Gelaſſenheit. empfindt. 10. Ach ja, es denck's ein jeder, und troͤſte ſich dabey, daß uͤber alle Bruͤ⸗ ſo manche Lebens⸗Art, ſo manche Noth und Schmer⸗ tzen, die ſich in frommen Hertzen zugleich mit of⸗ fenbart. N II. Drum ſprich: Mein Goc, ich leide, was meine Schuld verdient, weil ich in Luſt und Freude mich vormals hab erkuͤhnt: zu leben auf der Welt: Du biſt gerecht, drum richte, und mache gantz zunichte, was mich noch von dir haͤlt. 12. Ich kuͤſſe deine Ru⸗ the, und beuge willig mich, bis in dem Fleiſch und Blute die Luſt geleget ſich, die noch zur Suͤnde treibt. Bis aller Zorn gedaͤmpfet, und, nachdem er bekaͤm⸗ pfet, der Liebe Herrſchaft 725. Mel. Err, nicht ſchicke deine Rache. Doll ich mich denn taͤ Seu kraͤncken, und aufs Künftige gedencken? Soll ich denn niemals mit 0 haſſen, was deren Hertz der ergeh ſo mancherley, immer vor mir ſtehen, wie hen? Da doch durch mein wird ausgericht't. 2. Gott, der mich bis her erhalten, hoͤret noch nicht auf zu walten, und ſollt Er jetzt allein deſſen muͤde worden ſeyn! Ach! ſo laß ich Sorgen bleiben, GOL allein es heimzu⸗ ſchreiben, daß es, wie es ihm gefaͤllt, mir zumalen eines gelt. 3. Er iſts, der allein verſtehet, wenn mirs ſo und ſo ergehet, ob daſſel⸗ be nutz und gut, oder ob mirs Schaden thut: da ſonſt wir in unſern Luͤſten uns nicht zu entſchlieſſen wußten, oͤfters waͤhlend ohngefaͤhr, was uns nur hoͤchſt ſchaͤdlich waͤr. 4. Soll ich denn ftets nledrig leben, und ſtets an der Erden kleben, daß wenn ich zur Ruh mich leg, niemand von me wiſſen moͤg; ſoll mich ſol⸗ ches gar nicht kraͤncken, ſondern ich will das be⸗ zl dencken, daß ich vieler 7 1 und des Fal⸗ es ſicher ſenrnr. 5. Dennoch will ich auch nicht fliehen, wo er wollte ſelbſten ziehen mich hervor aus niedern Staub: Weil ich ſolches ſicher glaub: Es liegt nur an 5 1 1 3 enn gewiß au f wenn wir ſeinem Winck Rub, Nachts die Augen, allein im Beruf gehorſam ſeyn. 6 un mirs einſtens wird erge- Sorgen nicht das geringſtt ſchließen zu? Muß Fut rn , 10 Vt, Un U 0 ige at, 10 7 ut, y Ach en 7 0 . Ae e 5 0 5 tas ig 0 5 u n 140 0 0 1 ich 4 0 leben, id f Elben 15 10 122 enn fi F Von der Celaſſenheit. 6. Will die Armuth mei⸗ ner Hütten Er mit Seegen uͤberſchuͤtten, und mit Guͤ⸗ tern dieſer Welt, ſeb. es ihm auch heimgeſtellt. Ich will ihm fuͤr alles dancken, und nur beten, nicht iu wancken, daß nicht wie ſonſt viel 8 ich das Hertz auch haͤnge dran. 7. Iſt bie Armuth denn beſchleden, bin ich auch damit zufrieden, weil mir dieſes 5 daß Er mich drum nicht verlaͤßt: Ich will doch ihm freu⸗ dig ſingen, und mein taͤg⸗ lich Opfer bringen, bis nach dieſer armen Zeit folgt die reiche Ewigkei t. 8. Wird Geſundheit mir gegeben, ſoll dieſelb' in meinem Leben dazu die⸗ 1 daß ich mehr foͤrdern —.— ſeine Ehr. Daß ich muͤßig nicht vergrabe, was 00 drum empfangen habe, damit ich es brauch * wozu ich berufen 9. Soll ich aber Kranck⸗ noch auch mit Freuden, eil mir ſeine Treu be⸗ annt, aus des Hoͤchſten 71. annehmen, und ch nicht ohnmaͤßig graͤ⸗ men, daß ſolch heebe Ar⸗ tzeney meinem Fleiſch von, noͤthen ſey. 10. Soll ich viele Jahre zahlen, und alſo mich lan⸗ gequaͤlen: So geſcheh des HErren Will, dem ich gern will halten ſtill. Er wird doch Genade geben, daß in dieſem armen Le⸗ den ſe zuweilen komm en 1 1 Tag, der mich noch er⸗ freuen mag 11. Bin ich aber bald voruͤber, ic mir ſolches deſto lieber, daß ich denn von Suͤnden frey, und in ſolchem Stande ſey, wo ich meinen Gott in allen Stücken moͤge wohlgefal⸗ len, ſo hier nicht geſche⸗ hen kann, weil die Suͤnd mir hanget an. 12. Alſo bleibts Gott. heim gewieſen, und ſein theurer. geprieſen,, nſeinem Rath uͤber wich beſchloſ⸗ Ich will anders nichts mehr achten, ſon⸗ dern dieſes nur betrach⸗ was er auch i ſen hat. ten, daß den Seinen zum Beſchluß endlich alle. frommen muß. 726. Mel. Erſchienen iſt der herrliche Tag. Wo GOTT gefallt, mein frommes Kind, 1 4 nimm froͤlich an, ſtuͤrmt heft leiden, will ich den⸗ glei gleich der Wind, und 2555 Söttes Sinn, was braußt, daß alles kracht und bricht! ſo ſey getroſt, denn dir geſchicht, was 1 Liebes⸗Hand, ſolche Zuͤch⸗GO aͤllt 5 4 Gottes Will, auf dieſen — man ſanft und ſtill? Da gieb dich allzeit friſc hh, hinein, begehre nichts als nur allein, was Gott Ber kluge Sinn il en⸗ ſchen ſinnen, faͤllet hin, wird plotzlich kraftlos⸗ mud und laß, 1 5 1 616 Von der Gelaſſenheit. was boͤs und ſelten das, was Sott gefallt. 4. Der froͤmmſte Muth iſt Gottes Muth, der nie⸗ mand Böſes goͤnnt noch die ternen, Sonn und Mond, gehn ab und zu, wie ſie gewohnt. Die Erd iſt fruchtbar, bringt her⸗ für Korn, Oel und Moſt, Brod, Wein und Bier, was Gott gefallt. 11. Sein iſt die Weis, heit und Verſtand, ihm iſt bewußt und wohl bekannt ſomohl wer boͤſes thut und uͤbt? als auch wer Gutes thut und llebt, wat Bott gefallt. 12. Sein Haͤuflein ist ihm lieb und werth; So bald er ſich zur Suͤnde kehrt, ſo winckt er mit der Vater Ruth, und locket bis man wieder thut, was Gott gefaͤllt. 13. Was unſerm Her, chſtzen dienlich ſey, daß weiß ſein Hertz iſt fromm da⸗ bey, der keinem jemals Guts verſagt, der Guts geſucht und nachgejagt, was Gott gefallt. 14. Iſts dem alſo, ſo mag die Welt behalten, was ihr wohlgefaͤllt: Du aber, mein Hertz, halt ge⸗ nehm, und nimm vorlieb mit Gott, und dem was Gott gefallt. 15. Laß andre ſich mit ſtoltzem Muth erfreuen uͤber groſſes Gut; Du aber nimm des Creutzes Laſt, und ſey geduldig, wenn du haſt was Gott gefaͤllt. 16, Lebſt du in Sorg und großem Leid, haſt lauter Gram und Hertze— leid? Ey, ſey zufrieden, tragſt du doch in dieſem ſauren Lebens⸗Joch, was Gott gefallt. f 17. Mußt du viel leiden hier und dort, ſo bleibe veſt enn alle an deinem Hort, d Welt 3 alt und Gott ut was 16. W kun jeder, aan Fein 11& dann Je het dich. was G0 19. 6 Sapftm kthalten Huld, d ſen Hen ird deit 146 60 20. D Hünmel hein Se Kron! bet Wee e Se, ur was Gott gefaͤllt. 1 ieh ge 0, Uh bach ſic ur Fin 9 fpſgckt nt Alx ch h heit e len 0 ach ,h etz if un er eigen e eka, ln hal bg weht gilt 1 I ben, ae ih tt 17 ein Hab tg b fin dune t 0 den fil 6 ahn fal 5 l Muth e oc Gut; J en des lige d de gha 5 90 116 00 N b be ben 300 g 5 1005 2 8 1 1 . —— a Welt und Creatur iſt un⸗ von jedermann, e dich dein Feind und an; Sey wohlgemutb, denn IEſus Chriſt erhoͤ⸗ het dich, weil in dir ih, was Gott gefallt. Sanftmuth und Geduld, was Gott gefaͤllt was Gott gefallt. der fromme Gott, und will ich nicht widerſtre⸗ Von der Gelaſſenheit. 1 0 ter Gott, kann nichts als 18. Wirſt du veracht't peyt dich 19. Glaub, Hoffnung, erhalten Gottes Gnad und Huld, die ſchleuß in dei⸗ nen Hertzens⸗Sckrein, ſo wird dein ewges Erbe ſeyn, 20. Dein Erb iſt in des Himmels Thron, da iſt dein Seepter, Reich und Kron! da wirſt du ſchme⸗ cken, hoͤren, ſehn, da wird ohn Ende dir geſchehn, 727. Melod. Durch Adams Fall iſt ꝛc. Wes mein Gott will, das geſcheh allezeit, ſein Will der iſt der beſte, zu helfen den'n er iſt be⸗ keit, die an ihn glauben veſte; Er hilft aus Noth, zuͤchtiget mit Maſſen; Wer Gott vertraut, veſt auf ihn baut, den wird er nicht verlaſſen. 2. Gott iſt mein Troſt, mein' Zuverſicht, mein' Hoffnung und mein Le⸗ ben: Was mein Goc will, das mir geſchicht, ben: Sein Wort iſt wahr, denn all mein Haar er ſel, ber hat gezaͤhlet: Er huͤt't tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Drum will ich gern nach Gottes Willen zu meinem Gott, wenns ihm gefallt, will ich ihm hal⸗ ten ſtille: Mein! arme 111 Seel ich GOT befehl in meiner letzten Stunden. O frommer Gott! Suͤnd, Höll und Tod haf du mi: 1 uͤberwunden. N 4. Noch eins, HERR, wirſt mirs nicht verſagen: wenn mich der boͤſe Geiſt anſicht laß mich doch nicht verzagen; hilf, tern N und wehr, ach GOTT, meln HErr, zu Ehren dei⸗ nen Namen; Wer begehrt, dem wirds ge⸗ wahrt; Drauf ſprech ich 9 froͤlich: Amen! 728. Mel. Von Gott will ich nicht laſſen. as wilt du dich betruͤ⸗ ä ben, o meine liebe 2 lich lieben, der heißt Im⸗ manuel: Vertrau dich hm allein, er wird gut alles machen, und foͤrdern deine Sachen, wie dirs wird ſelig ſeyn. keinen, der ſich auf ihn trauen vec. Laͤßt ſichs an wunderlich: Laß du dir gar nicht grauen, mit Freu⸗ den wirſt du ſchauen, wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magſt du und wacht, ſtets fuͤr uns von dieſer Welt ſcheiden 0 U ſofwill ich bitten dich, du 9 das Seel? thu den nur hertz 2. Denn Gott verlaͤſſet verlaͤßt, er bleibt getreu den Seinen, die ihm ver⸗ es wagen getroſt mit fris⸗ ſchen —.....—. 3 618 Von der Gelaſſenheit ſchen Muth, mit ihm wirſt will han, ſo muß es gahn; du erjagen, was dir if nuͤtz Solls ſeyn, ſo ſeys ohn und gut, denn was Gott Tichten. haben will, das kann ute, 2. Wies Gott gefaͤll, mand verhindern aus alen zufried'n ich bin, das uͤbrſg Menſchen Kindern, ſo viel laß ich fahren, was nicht ihr ſind im Spiel. ſoll ſeyn, ſtell ich Gott 4. Wenn auch gleichſheim, der wird mich recht aus der Hollen der Satauſerkahren, ob ich auch will trotziglich mit ſeinen Rott, ihm halten ſtill, Gott wid Geſellen ſich ſetzen wider auch Gnad beſcheren! Ich dich: ſo muß er doch mit zweifle nicht: Solls ſeyn, Spott von ſeinen Räncken man ſpricht, ſo ſeys: Wet laſſen, damit er dich will kanns wehren. faſſen: Denn dein Werck 3. Wies Gott gefallt, foͤrdert Gott. ſo gefaͤllts mir wohl in al⸗ J. Er richts in ſeinem len meinen Sachen. Was Ehren, und deiner Selig⸗ Gott verſehen hat ein— keit: Solls ſeyn, keinmal, wer kann es anders Nenſch kanns wehren, machen? Drum iſt um; wenns ihm waͤr noch ſo ſonn Welt, Witz, und leid: Wills denn Goit Kun: es hilft nicht Haar haben nicht: ſo kanns nie⸗ ausrauffen; Man murr mand fort treiben, es oder beit, ſols ſeyn, ſo muß zuruͤcke bleiben, wasſſeys, wird doch ſein'n Gott will, das geſchicht. Weg auskauffen. a 6. Drum ich mich ihm 4. Wies Gott gefaͤlt, ergebe, ihm ſer es heimge⸗ laß ichs ergebn, will mich ſtellt: nach nichts ich mehr darin ergeben; Wollt ich fonſt ſtrebe, denn nur was einem Willen widerſtehn, ihm gefällt: Sein Wil iſtſſo müßt ich bleiben kleben, mein Begier, der iſt und Denn g'wiß fürweahr, all bleibt der beſte, das glaub Tag und Jahr bey Gott ich ſtets und veſte. Wohlſſind ausgezählet: Ich dem der glaubt mit mir. ſchick mich drein, es ge⸗ f ſſcheh: Soll ſeyn, ſo ſeys 729. Mel Was mein bey mir erwaͤhlet. Gott will ic.. Wies Gott gefällt, ies GOT gefallt, auch im Leide: dahin ich ſo g'faͤllt mirs auch mein Sach g'ſtellet han, und laß mich gar nicht daß ſie mir ſollen beyde irren, ob mich zu Zeiten gefallen wohl: Drum mich beißt der Rauch, und auch ſoll Ja oder Nein wenn ſich ſchon verwirren nicht ſchrecken: Schwarz all' Sachen gar, ich weiß oder weiß, ſolls ſeyn, ſe fuͤrwahr, Gott wirds zu ſeys: Gott wird wohl letzt ſchon richten: wie ers Gnad erwecken. 4. Wies ſo ſolls ergahn in Lieb und 7 Dis W ud h. bgleit it das 1 Haus n More iſchert Sach hat Nel, dab eee I. SEſheſl, A nn 0b, del 3 5 „ zu Haus, l ſeyn morgen. Hütk, „unſsohh von der Gelaſſenheit. 619 —. 7 6. Wies Gott gefaͤllt, ſo laufs hinaus: Ich ka die Voͤglein ſorgen: kommt mir das Gluͤck heut nicht ſo wird es doch Was mir eh beschert, bleibt unver⸗ 0 ö wehrt, ob ſichs ſchon thut 0 verziehen; Fele Mes daga fit ch 100 2 beiten E t eh bet fin Abend , M u N 5 duſſnz Au int 2 beit, Ac I, e E lüb 1 f. A öfne f 0 15 ——é—— en Wage J e n e f L und 0 dee ac % E 6 10 ſchlecht, nicht) daß dein gerecht 0 mich ſeyn zugericht't, mein Sou, das leugn ich nicht. daſſ 730. M. Auf meinen nem Throne ſchmieget in Himmel ͤͤfne dick Zwar ſpri 3 Recht des 2 1; Danck Gods mit Fleiß, ſolls ſeyn, ſo ſeys, Er wird mein Gluͤck wohl fügen. 5 7. Wies Gott gefallt, elb ich will, und weiter nichts begehren: Mein r Sach hat er geſetzt ein Fiel, dabey laß bleiben gerne. Das Leben mein 6 ſetz ich auch drein, auf gu⸗ ten Grund zu bauen, und nicht auf Eis: ſols ſeyn, ſo ſeys: Wills GOT T allein vertrauen. a 8. Wies Gott gefaͤllt, ſo nehm ichs an, um T G5 duld will ich ihn bitten, ſo Er iſt allein der helfen kann, und wenn ich ſchon waͤr mitten in Angſt und Noth, läg gar im Tod: kann Er mich wohl erretten gewaltger Weis: Solls ſeyn, ſo ſeys: Ich gewinns wer nur will wetten. IV. Von der Armuth des Geiſtes. lieben GOtt. dich, begnade den, cer ſich vor dei⸗ Demuth vor dir lieget, und flehet aͤngſtiglich: ach 3 . b weil als eufels Tnecht ich mich an her bezeiget, ſo ſollt ich ſeyn gebeuget zum böllſchen Quaal⸗Ge⸗ ſo ſpricht dein Recht ſrenges 5 Gett, ich leugne 3. Ja, Gericht mich ewig kann verdammen, dahin, wo Schwefel Flammen fuͤr 4. Wenn du willt Rich⸗ ter ſeyn, ſo iſt faſt keine Pein ſo grauſam zu erden⸗ cken, die mich nicht ſolte kräncken, die Hölle ſchleußt mich ein, wenn du willt Richter ſeyn. 5. Dich bricht dein Va⸗ ter Hertz, und laͤtt auf meinen Schmertz die Gna⸗ den⸗Stroͤme flieſſen, weil dn sieh Jeſum büſſen, fuͤr mich mit Todes⸗ Schmertz; drum bricht dein Vater Hertz. 6. Dein Zuͤrnen weichet weit, weſl dir die offne Seit mein Glaubens⸗ Bruder zeiget, und deine Wehmuth neiget auf mein betruͤbtes Leid, dein Zuͤr⸗ nen weichet weit. 7. Nur laß das Richter⸗ Schwerdt ſeyn von dem Hals gekehrt um Chriſti Purpur⸗ 620 Von der Armuth des Geiſtes. Vor Purpur Blute, ſtraf mit der Pater ⸗Ruthe, wenn ich bin Strafens⸗ werth, nicht mit dem Richter⸗ Schwerdt. 8. Der Himmel oͤfnet ſich, und Gott umfaſſet mich mit gnaͤdigen Erhar⸗ men, ich ruh in IJEſu Ar⸗ men. O Seele freue dich, der Himmel oͤfnet ſich. 731. Mel. Zion klagt mit Angſt und ꝛc. ER, ich will ja ger⸗ ne bleiben, wie ich bin, dein armer Hund, will auch anders nicht be⸗ ſchreiben mich und meines Hertzens Grund, denn ich fuͤhle, was ich ſey, alles Boͤſe wohnt mir bey: Ich bin aller Schand ergeben, unrein iſt mein gantzes eben. 2. Huͤndiſch iſt mein Zorn und Elfer, huͤndiſch iſt mein Neid und Haß, buͤndiſch iſt mein Zanck und Geifer, huͤndiſch iſt mein Raub und Fraß, ja wenn ich mich recht ge⸗ nau, als ich billig ſoll, beſchau, halt ich mich in vielen Sachen, aͤrger als die Hund es machen. 3. Ich will auch nicht mehr begehren, als mir zukommt und gebuͤhrt: wollſt mir nur des Rechts gewähren, das ein Hund im Hauſe fuͤhrt. Deine Heilgen, die ſich hier dir ergeben fuͤr und für, moͤ⸗ 4. Deine Kinder, 7) f n dich ehren, und in voll! gelt und Tugend ſiehen, mögen ſih ln et in Wollust naͤhren, un ien Gut u im Erbe ſich erhob gh daß! das du ihnen in den 3 Mehr Licht deines Saals hol aun Glaub zugericht't. Ich wil, eam, wa wenn ich nur kann liegen Ghagzes, unterm Tiſch, mir laſſen ſſſre mic gnüͤgen. l laß 5. Ich will ins Verben ges gen kriechen, da die Nacht lu k den Tag umhuͤllt, und hin auc den nach der Erden riechen, gun, die ſuchen, was den Hunge deiche wa ſtillt. Ich will mit bel wo Hab Broſamlein, die ich ſiy un Will de, froͤlſch ſeyn, und mich an dich freuen uͤber allen, was die aneßne g Herren laſſen fallen. ich ewig 6. Murren will ich auch ul abe und bellen, aber gleichwol a, wohl weiter nicht, als ger gol mich wenn in Suͤnden⸗ Fallen n, dir von mir ein Schimpf qungel h. geſchicht. Wenn mein Fleiſch ſich uͤbereilt, und z, J. zur Buſſe, die uns heilt, ſich viel traͤger, als iu iel Suͤnden und zur Bosheſt“ Herze laͤſſet finden. Feen ſch 7. Dennoch will ohn al⸗ 1 der les Heucheln, das ſo beſt dent ich ſonſt in uns ſteckt, ich hahe, t dir auch hinwieder ſchmel⸗ an mir cheln, wenn ich deinen guch ber Zorn erweckt, und du ah ſo fa meinen Uebermuth ffrafeſt hen, wie mit der ſcharfen Ruth, ehen. ach HErr! ſchone, willich 7 Pon ſprechen, laß mein Wort aa dein Hertze brechen. in Thun 8. Mache mich zum wa da mei ckern Huͤter, deſſen Au, d gen offen ſeyn: wenn das a, in ſchoͤnſte deiner Guͤter, de, Ii eh 9 oben an der Spitzen einer Himmels⸗Tafel ſitzen. u eln, meh Gut, ne Kinder ſchlafe 91 Ju Von der Armuth des Seiſtes. 621 A J Fenn das Haus zu Bette lgebt, und der Dieb mit 100 kicen ſteht nach des Naͤch⸗ al teen Gut und Gelde, ey ſo deines noch alle Tag und Stun⸗ den mach ich groͤſſer mei⸗ ne Wunden. f 3. HErr, wo ſoll ich mich hinwenden? Dein Zorn druckt mich aller Enden, in mir hab ich keine Ruh, um mich iſt das Welt⸗ Getuͤmmel; oben ſchrecket mich der Himmel, Satan ſpricht den Fluch dazu, und mich duͤnckt, daß ſelbſt die Erde uͤber mich ſchon Klaͤger werde. 4. Ach! du frommer Suͤnden⸗Buͤſſer, du ge⸗ treuſter Blut- Vergieſſer! IJEſu! komm mir hier zu ſtatt, ſey mein Huͤlf und — . 8 u gieb, daß ich ihn melde. r dn e, 2. Nebre meinen klei egi nen Glauben, und wehr n 0„ aem, was da will dieſes 1. en(Schatzes mich berauben, 1, WIe fähre mich zum rechten „ l iel! laß mich ſeyn, o 3 fh Men e w' ges Heil, 8 e Kaufes kleines Theil, F e auch den Kleinſten unter i reg h allen, die nach deinem 4 hh Reiche wallen. . N 10. Hab ich dies, ſo ruht Daene p mein Wille, denn ich habe uch selber dich: dich: du un⸗ Aae ermeßne Fule deſſen, was Saen mich ewiglich in dem Him St eh mel laben ſoll. Wohl dle agel wür, wohl und aber wohl: te cn er Coll mich Gottes Fuͤlle n cen laben, woran werd i ch enger ehangel haben. ce ed 732. In eigener Mel. e et,. e ee jebſter JEſu, Troſt der e en een enge g. 9 e Viet Wenn ey uͤber⸗ 741 7* ch ſchlage, was fuͤr Schuld ce ich an mir trage, die dein alu, n f den Puch verzeichnet haͤlt, n a en ach! ſo kann ich nicht er⸗ ce 0 1 70 125 ich kuͤnftis ſoll 0 5 K 2 E 1 7 ee 2. Von Geburt bin ich in Heth 5 un 100 10 ö mein Berather, ſprich mich los vor deinem Va⸗ ter, und ſtreich aus mein fur mir buͤßen, ſo laß ch mich des auch genieſſen. . Zwar ſch muß es gern geſtehen, daß ich groͤblich mich verſehen, und ver⸗ dient der Hollen Lohn; aher ſieh, ich komme wie⸗ der, fall, o JEſu, vor dir nieder, ich dein lang ver⸗ lohener Sohn, und erſuche dich mit Thraͤnen, laß dich wiederum verſöͤhnen. 6. Iſt im Himmel groͤß⸗ re Freude, wenn ein Sün⸗ der kehrt mit Leide wieder zu der rechten Bahn, als um neun und neuntzig Fromme: Ach! ſo nimm „ mich, wenn ich komme, wieder zu Genaden an? Was ich bisher hab be⸗ gangen, will ich an zu beſ⸗ ſern fangen. 7. Weicht hinfort, ihr Klhe 1 Euͤnden⸗Geiſter, denn 1 mein Uebelthat, haſt du wollen 623 Von der Armuth des Geiſtes. mein heiliger Seelen⸗Mei⸗ ſter, JEſus wohnt allein bey mir, ohn Ihm war ich 755 verlohren, durch Ihn in ich neu gebohren, in men leb ich fuͤr und fuͤr, mit ihm geh ich ein zur Erden, und werd ewig ſelig ſeyn. 733. In eigener Mel. Menne Armuth macht mich ſchreyen, ju dem Treuen, der mich ſeg⸗ net, und macht reſch, JE⸗ ſu, du biſts, den ich mey⸗ ne, da ich weine, damit ich dein 10 erweich. 2. Ach! wo nehm ich her die Kraͤfte zum Ge⸗ ſchaͤfte, dazu ich verbun den bin? HERR, mein armes Hertz anfeure, und erneure den zerſtreuten Geiſt und Sinn. 3. Sieh, es eilt zu dei⸗ ner Quelle meine Seele, von dem Durß geplagt und matt, du kannſt die Begierden ſtillen, und mich fuͤllen, daß ich werd erfreut und ſatt. 4. Treibe ferne, die mich bindern, du kannuſt mindern der Verſuchung her Klarhe ſtarcke Kraft. Laß nichts meinen Glauben ſchwa, chen, dich zu ſprechen, ſo 7 ich Kraft und aft. 5. Eil mit ausgeſpann⸗ ten Armen zu mir Armen, drücke mich an deine Bruſt, du erkennſt mein tiefes Sehnen, und dle 6, Du bleibt eig me wenn mich Ang ſt und Kummer plagt; denn du biſt der Auserkohrne, das Verlohrne haſt du nimmet weggejagt. des M Bundes Zucker ⸗ſuͤſſe Gül ſigkeit! ach, mein Gott was ſoll ich ſagen! Meln Behagen bleibeſt du iz Ewigkeit. 734. N. was Gott thut, das iſt ꝛc. O reicher Goc! von Guͤtigkeit von Gna⸗ de und Exbarmen, ſehr groß iſt deine Lleblichkeſt bey allen geiſtlich Armen. Mein Hertz iſt ſtil, und Will allein geſchehe. ckeln Hertzen, da deines ſtreuet alle Schmerzen, und oͤffnet mir die ſchoͤne t. 3. Ach ſelig und gar gelangen, daß du o bringß den Sinn zum V man alles Gute. 4. Denn Gott iſt nicht ein Menſchen⸗Kind, was Thraͤnen, IESu, meine Hertzens⸗ Luſt. 7. O vergnuͤgter Kuß undes, und des ſpricht, dein Will, 9 Va,. ter in der Hoͤhe, dein 2. Laß leuchten mir dein Angeſicht in meinem dun⸗ theuren Wortes Licht zer Thuͤr der Gnaden und der Wahrheit, in lauter ſte⸗ ellig, wer hierzu ann 11 755 Mtt⸗ ler IEſu Erft den Wil len nimmſ gefangen, und ter hin, verſöhnt mit del, nem Blute, da ſchmeckt ſod 2 ihten; Der U Soͤſes zu erwaͤhle bee 1 1 vo sc Ren f, nd ne Freude, auch im Leide, J, fehlen. gat bbig altes W ter Se. 1b gled! Ii heißt, s hto dec von ich dir Un Wil b Herb 10 Teuf il verht is guch , erſch n. St. 55232028 — N 3 90 15 2 Von Verleugnung der Welt. 623 beſte Menſch iſt oftmals blind, und kann gar leicht lich fehlen. Wer aber ſich gantz lediglich vergnuͤgt in Gottes Wegen, der findet —— — 6, Zerbrich, o Gott! des Teufels Liſt, der immer will verhindern, daß nicht ach een wes auch dein Rathſchluß ders boͤſe meynt, laß an das Licht nie kommen, was er zufuͤgt den Frommen. 7. Wenn aber deines Friedens Schein nun zeiget deinen Willen, ſo wolleſt du ohn alle Pein auch allen Zweifel ſtillen. Verſiegle bu in tleſſter Ruh all In⸗ nigkeit der Seelen: dein Wille ſey mein Wahlen. 735. In eigener Mel. Schaf in mir Gott:,; ein reines Hertze, und gieb mir einen neuen gewiſſen Geiſt. 2. Verwirf mich nicht:,: von deinem Angeſicht, Hag n n, ig, erſcheine deinen Kin⸗ 0 und nimm deinen heiligen u dern. Stoß ab den Feind, Geiſt nicht von mir. v. Von l allen gt, 0. L gi A geſcht Manhen. In Heeg, ele? Gen Wat ter? fl 6 736. Mel Allein zu dir, Herr Jeſu hriſt. ich! wer doch bald hinuͤber waͤr, Nſchrey ich aus Augſt der Seelen, uͤber ge das rothe Creutzes⸗Meer, aun wie lang muß ich mich qua⸗ tt⸗ len! Wo iſt die Fahrt? % Wo iſt die Bahn? da ich 1 und die Fluthen waten kann; 186 ach! iſt denn nirgends 1 0 bald binuͤber waͤr. 0 ˖ 5 2. 77 2. Ich bin bey dir, ich de Hülfe mehr? mein GOtt at und Herr! Ach, wer doch JESUS. was 5e di Ded helfe dir, drum halte ein det Verleugnung der Welt. mit Flehen, aus dieſem kannt du glauben Mir, daß ich dir muß beyſtehen, weil ich dich ſchon heraus⸗ gebracht aus Egypten. Durch meine Macht: haßt du denn das vergeſſen ſchier? Sieh fuͤr und fuͤr bin ich bey dir, und helſe dir. f Seele. 3. Ach!, wer doch bald hinuͤber woͤr! Esypten iſt zurücke; ich dacht, nun ſaͤß im vollem Gluͤcke; ach! ſo geht erſt recht an die Noth, auf allen Seiten ſteht der Tod, ach! wie iſt mir das Hertz ſo ſchwer, mein Gott un Kenn hätt ich mein Begehr, und 624 von verleugnung ach! wer doch da hinüber E SuSE. 4. Ich bin bey dir, ich fuͤhre dich durch alle Creu⸗ tzes Wellen, drum zage nicht, halt dich an Mich, denn wir ſind Reiſ'⸗Ge⸗ ſellen, ſo kannſt du in der tiefſten Fluth, noch den noch haben guten Muth, und ſie durchgehen ſelig⸗ lich. Nur tran auf Mich, 17 bey dir und fuͤhre Seele.. 5, Ach, wer doch bal hinuͤber waͤr! Ach! was iſt noch vorhanden! Hinter dem rothen Creutzes⸗ Meer, in jenen wuͤſflen Landen, da fehlet Waſſer, Fleiſch und Brodt, da iſt all Morgen neue Noth, wer iſt, der mich daſelbſt ernaͤhr? Mein Gott und HErr, ach, wer doch da hinuͤber war. i JE Sus.. f 6. Dir in der Wuͤſten ich beyſteh, dir ſoll kein Mangel ſchaden, dich alle Morgen ich anſeh in neuer Lieb und Gnaden. Dir giebt der Felſen Waſſer, Wind bringt Fleiſch, das auf dich fleucht und rinnt, deln Brodt kommt von des Himmels Hoͤh. Ich mit dir geh, dir in der Wuͤ⸗ ſten ich beyſteh. Seele. 7: Ach, wer doch bald hinüber waͤr! den Hunger wollt ich leiden, wenn nur Amglecks grauſam Heer ich koͤnnte fliehn und mei⸗ den! das bloͤckend Welt⸗ Volck ſicht und ſtreit, d Satan ſehet ihm zur Seit, das Fleiſch thut dem Gel f Gegenwehr, mein Got und HErr, ach, wer doch da hinuͤber war. JES JESus. 8. Ich bin dein rechter Joſua, der Amaleck be⸗ krieget: Ich ſtehe dir zut Seiten da, Ich bins, der allzeit ſieget, wenn Fleiſch, Welt, Teufel dich anficht, ſo helf ich dir und laß dich nicht, ſey nur getrost Ich bin dir nah, Ich, rechter Joſua. Seele. 9. Ach, wer doch bald hinuͤber waͤr! Jetzt Siga mich ſchrecket, da ihn bey der Geſetzes Lehr, Blitz, Feuer, Rauch, Dampf decket; da dieſe Donner Stimm abfaͤllt: Verflucht ſey jeder der nicht halt, was ich in den Geboten lehr: Mein Goc und HErr, ach, wer doch da hinuͤber waͤr. . ö 5 +* 10. Ich ſelbſt bin des Ge⸗ ſetzes End, wer an mich hertzlich gläabet, von dem iſt alles abgewendt, was Moſes drohend ſchreibet, Wer ſich in mein Verdlenſt einhuͤllt, bat alles ſchon in mir erfullt, auf daß er alles halten koͤnnt, helf ich behend, denn i des Geſetzes End. Seele. 11. Ach/ wer doch bald hinuͤber waͤr! Ach! was für Berg und Höhen erblick ich, wo ich m0 bak ehovah, ich bin deln 910 helf hit! Peg, da 13. A mie ſchackh, Ae Ceſches Ui Ad, 4, Nah dun ttz. A um dil ct jeder 9e A fi, Ich ih 1 Met e L t, ac, IS 7. bern 9 * 3 ö 5 U 1 1 7 des dh. l ſch! Me 00, af gehend, lu h A (he . c ei f 9 110 0 i fc fl Mae das Licht, die Pfort, durch 0 mich kannſt du eingeben. % Ich trage dich bis an den 1 ſehen⸗Die Ber weichen hin, weil ich, der ür 1 ſleht; ö le der Welt. % Hier in kein Wes iu ſehen: ich gebe mehr zurück als ſelben ich auch gern ent⸗ fort, ich fuͤrcht, da nicht an dieſem Ort i 955 ein Irrlicht mich bethoͤr. Mein 80 T und HER, ach! wee doch da hinüber war. 1 9 8 2„ 12. Ich bin der due rt, da du mein Heil ſolt 1 muͤſſen oͤchſte, bey dir bin, ſo haß 5 nen ſichern Port, Ich helf dir fort, Ich bin der Weg, das Licht, die Pfort. Soele 181 Ach! wer doch bald hinuͤber waͤr! Wie hoͤr ich nichts denn Klagen: Da⸗ hin zu kommen ſey zu ſchwer, es duͤrft es nie⸗ mand wagen, die meiſten kehren wieder um, und fragen, es geſcheh darum, weil das Land ſelne Leut Nverzehr. Ach Gott und Herr, Ach! wer doch da hinüber war. Sulch Rech, 14. Durch Mich, durch meine JEſus Kraft, durch meines Geiſtes Segen, den 0 dir ſcheuck zur Ritter ſchaft, kannſt alles du ver⸗ mogen. Es muß dir blei⸗ ben nicht zu ſchwer, dich nicht an boͤſe Maͤuler kehr, daß du nicht auch werd'ſt hingeraft, alls wird ge⸗ ſchaͤſt durch Mich, durch meine JIEſus⸗Kraft. „ Seele.„ 15. Ach, war doch bald binüber waͤr! hier ſind 2 97 noch Fleſſches/ Luſſe, der bebr in dieſer rauhen Wuüͤſte. Ich ſeh, daß Holle, Schlangen, Feur, Murren, Eckel, Peors⸗ Ungeheur, und anders viele gantz zerſtoͤhr. Mein wer doch da hinuͤber waͤr. J S Jesus. 16. Leg dich is meine IEſus Bruſt, eil her, in meine Wunden, mein Blut daͤmpft alle Fleiss ſches Luſt, wer ſich zu Mir gefunden, iſt frey von allem Ungeheur, Ich ſchuͤtze ihn, Ich wehr und ſteur: das bleibt dir ja wohl bewüßt, wenn ſter⸗ ben mußt, leg dich an meine Jehee eu Seele. 17. Ach, wer doch da hin uͤber wär! Den Jordan hab ich funden, nichts denn der Tod it uͤbrig mehr, als denn iſt uͤberwunden. Hab ich hier guten Uebergang, ſo werde ich mit Lob und Danck dem Hoͤchſten ger ben ewig Ehr, mein Gott und HErr, ach! wer doch da hinuͤber war. 5 ES us. 18. Meln Tod iſt delnes Todes Tod, mein Leben ist dein Leben, wie kann der Tod ſeyn eine Noth, ders Leben dir muß geben? Laß dir dafur nicht werden bang, es iſt ein ſchneller Uebergang; ſieh nur auf meine Wunden roth, ſo hats nicht Noth, mein Tod iſt deines To⸗ des Tod. a Dd Seele) Got und HERR, ach! Von Verleugnung 626 „ 19. Ach, wer doch ſchon hinüber waͤr! Ach JIEſu! bilf mir Schwachen. Daß ich komm zu der Engel⸗ Choͤr, das kannſt du balde machen. Dein Nane iſt eholfen bis hieher, ein eligs Ende mir beſcher, mein SO und Herr, ach, wenn ich ſchon hin⸗ uͤber waͤr. IęFEue. 20. Ich helfe dir hin⸗ uber ſchon, dle letzte Bitt ich hoͤre; Ich ſetz dir auf die Lebens⸗Kron, in Engli⸗ ſche Lust Choͤre, fuͤhr Ich dich jetzo ſelis ein, da ſolt du bey Gott ewig ſeyn. Ich bin dein Schild und großer Lohn, Ich Gottes Sohn, Ich helfe dir hin⸗ uber 998 21. Preis, Ehre und Halleluja ſey dir, o Gott! geſungen, was ich ge⸗ wünſcht, ich ſchon empfah, Gott Lob! mir iſts ge⸗ lungen: der Sieg iſt da. Ich ſeb das Land, du fuͤhrſt mich drein mit ſtareker Hand, dir bin und Jehovah, ſey Preis und Ehr, Halleluja! 737. M. Wo ſoll ich fliehen hin. Ade du ſuͤſſe Welt! ich ſchwing in Himmels⸗ Zelt, die Fluͤgel meiner Sinnen, und uche zu ge⸗ winnen, was ewiglich be ſtehet, wenn dieſes Rund vergehet. heilig und hehr, du haſt bleib ich ewig nah. Dir, 2. Fahr hein ct deſten Gut! das eine kleine Fluth, ſo balde kann ver⸗ heeren, und eine Glut verzehren; fahr hin mit deinen Schaͤtzen, die nim⸗ mer recht ergoͤtzen. 3. Fahr hin mit deiner Luft! ſie iſt nur Koth und Wuſt, und deine Fröͤlich⸗ keſten, vergehen mit den Zeiten: Was frag ich nach den Freuden, auf die nut folgen Leiden. 4. Fahr hin mit deiner Pracht, von Wuͤrmern it gemacht der Sammet und die Seiden, die deinen Leib bekleiden: Was mag ge⸗ nenvet werden, iſt lauter Koth und Erden. 5. Fahr hin mit deiner Ehr! Was it die Hoheit mehr, als Kummer im Ge⸗ winnen, und Hertzeleid im Zerrinnen? Was frag ich nach den Ehren, die nut das Hertz beſchweren? Kunſt, dadurch der wird betrogen, dem du dſch jeigſt gewogen: was frag ich nach dem lieben, das endlich muß betrüben. . Im Himmel iſt der ſein Hertze giebet, ufd mich ſo bruͤnſtig llebet, daß Er mich ſuͤß erquicket, druͤcket. 8. Des Himmels Her lichkeit ig mir ſchon zube⸗ reit't: Mein Name ſteht g 6. Fahr bin mit deiner Gun! falſch lieben iſt die Freund, der mich recht bertzlich meynet, der mie wenn Augſt und Truͤſal geſchrieben bey denen, die Gott lieben. Mein 1 15 i. fahlſcht 0! wit 9 0 htl gachltl! die Pfokt ale Ot. U 100 — — — 2 . W— J ehe 0 kann nicht vergehen, ſo lang 1 Ih g N 10 , alk fen — Tinker; Pg 9 den Ka, Ne Heß aten, „Ji eg e *, L A geh, a. ft gelt nach in eg, 2 10 ß h n en „nd, N a v dlc nan „ Hag 0 „ b 0 Er r u A M a Ni —— f ln . 1 Jwerd ich 10. Luft! Wohl dem, dem du (bewuſt: wenn wir ein Troͤpflein haben, mit groſſen Freuden, der volle Strom uns weiden. Gut, du macheſt rechten Muth! Was werden wir 0 Ach, Mü i Leben, Adams e Christi Tod, Adam muß 1 der Welt. 62 Gott wird beſtehen. 9. O Zions guͤldne Pracht! wie hoch biſt du geacht't! Von Perlen ſind die Pforten, das Gold bat aller Orten die Gaſſen ausgeſchmuͤcke: Wenn hingeruͤcket? O ſuͤſſe Himmels⸗ ſo kann er uns erlaben; Wie wird 11. O theures Himmels⸗ ö fur Gaben, bey dir HErr JeEſu haben! mit was für feſchen Schaͤtzen, wirſt du uns dort ergoͤtzen. 12. Fahr, Welt, fabt immerhin! gen Himmel ſtebt mein Sinn, das Irr⸗ diſch ich verfluche, das Himmliſch ich nur ſuche. Ade, du Welt Getüm⸗ mel, ich wahle mir den Himmel. 738. Mel. ZeErr, ich habe mißgehandelt. Thriſti Tod iſt Adame C Leben, Chriſti Leben Adams Tod; Denn aus Leb hat ſich gegeben, Christus in des Adams Noth: Auf daß Adam in Spott: auf daß er in Chriſto bleibe, und erſteh im klaren Leibe. 3. Se wir nun mit Chriſto ſterben, ſeinem To⸗ de werden gleich, werden wir auch mit ihm erben, herrſchen mit in ſeinem Reich: Denn ſo viel wir Chriſti haben, gnieſſen wir auch ſeiner Gaben. 4. So wir aber Adams Leben lieben im beflecktem Rock, und nicht bleiben gruͤne Reben an dem rei⸗ nen Weineſtock; was hilft Lauten, Pfeifen, Singen, wenn wir faule Fruͤchte bringen. 5 5. O! es laͤßt ſich ſo nicht machen, wie der alte Adam denckt, Chriſti Creutz vertreibt das La⸗ chen, wenn das Leben wird gekraͤuckt, nicht al⸗ lein von Menſchen⸗Kin⸗ dern, ſondern auch Ver⸗ ſuchungs Winden. 6. Solches muß ein Geiſt erfahren, ein recht glaͤubig Chriſten⸗ Mann: wenn er koͤmmt zu ſeinen Jahren, ja von ſeiner Jugend an, muß er Chrſti Creutze tragen, auch im Tode nicht verliagen. 7. Wer will ſolche Flu⸗ then zaͤhlen: ſolche Noth und Thraͤnen⸗ Saat. Ein Geſcheuter thuts verhee⸗ len, haͤlt ſich veſt an Got⸗ Ihm ſtuͤrbe, nicht im an⸗ dern Tod verduͤrbe. 2. Adams Tod iſt Chri⸗ Leben nach Chriſto ſtreben, ſter⸗ ben auch mit Hobn und tes Rath: Seinen Troſt auf Gott er ſetzet, ob ihn ſchon die Welt verletzet. 8. Wie gewohnt zu thun die Frommen, die durch Glauben und Ge⸗ duld, endlich zu der Ruhe Da kom⸗ 628 Von Verleugnung kommen, und erlangen Gottes Huld: Alſo mag ein Chriſt geneſen, lebt in Chriſti Geiſt und Weſen. 9. Denn er hertzlich liebt und ehret, ſeinem Leben folget nach, mit der Welt ſich nicht bethoͤret, weil ſie nur bringt Weh und Ach! Welches ihrer viel nicht glauben, ſich des letzten Troſts berauben. 10. Nun wir warten allermaſſen, bis uns Gott bier fordert ab: o daß wir Ihm gantz gelaſſen, froͤlich ſuchten unſer Grab? erſt⸗ lich zwar in Chriſti Her⸗ tzen, nachmals in der Erd ohn Schmertzen. 5 11. Denn auch Chriſti Grab und Sorgen und ſanft ruhig Bettelein, iſt mit Geiſt und Wort ver⸗ borgen in des glaͤub'gen Hertzens Schrein; Wer Ihn nur von Hertzen lie⸗ et, in dem lebt Er un⸗ betruͤbet. 8 12. Wer Ihn aber nicht will haben, und ſein Creutz nicht leiden mag, der bleibt in der Hoͤll begraben, voller Schre⸗ cken, Angſ und Plag: Denn wer Ehriſtum hier nicht traͤget, den dort Gottes Rache ſchlaͤſet. 13, O hilf, Chrſſte! durch dein Leiden, daß wir dir nachfolgen ſchlecht, durch die Truͤbſal zu den Freuden: Du allein Machſt uns gerecht, durch dein Blut und Marter⸗ 739. M. Wer nur den 71 lieben GOtt ꝛc. Die Liebe leidet nicht Geſellen, im Fall ſie treu und redlich brennt; zwo Sonnen moͤgen nicht erhellen, beyſammen an dem Firmament. Wer Herren, die einander feind, bedienen will, ißt keines Freund. 2. Was biuckſt du denn auf beyden Seiten, o Seel! Gott der HErr dein ‚˖ Echag: Was haben denn ſt⸗Idie Eitelkeiten fuͤr einen Anſpruch, Theil und Platz; Soll er dich nennen ſeine Braut, mußt du nicht an, dern ſeyn vertraut. 3. Im Fall du Chrißum eintzig und allein: wilſt behalten, ſo halt Ihn Die gantze Welt muß dir er kalten, und nichts als lau⸗ ter Greuel ſeyn? Dein 10257 muß ſterben eh die bringt den Tod. das umfangen, was ich ſo bald verlaſſen muß? was oth der Sterblichkeit bir 4. Warum ſolt ich doch mir nach abgekützztem Prangen, braͤcht ewig Eckel und Verdruß; Soll ich um einen Dunſt und Schein ein Scheuſal Heil⸗ gen Geiß es ſeyn. 5. Die Augen dieſer Er⸗ den lachen zwar weidlich in der Sterblichkeit: bewel⸗ nen aber in dem Rachen der Hoͤllen ihr unendlich Leid: die Engel ⸗ Traub bergegen traͤnckt den, de mit Th raͤnen bier Kronen laß uns ewig 1 dir wohnen., nickt. 4.90 ic it bol Chhptet 2. G 951 Geil — 5 pic Kae e e b W 9 aeg bt bach e ge Itech tun da 2h, M 0. Ach Gott! wo ſind J a e n der Welt. 629 ſie, die vor Jahren erge⸗ ben aller Eſtelkeit! und in die Welt ſo bruͤnſtig waren verliebt? des wandt, freyen Fuß, und in mein 4. 5 Babel gute Nacht! Iſrael wache Ruh, die Truͤbſal iſt zur ge⸗ ich komm auf ſchnoͤbden Leibes Kleid, Vaterland. Die Bande ſind Wuͤrmer, 11 Seele fallen weg, ſitzt in ewig heiſſer Glut ausgelacht. gute Nacht und ſchwitzt. 7. Die Welt ſenckt ihre Todten nieder, und weckt ſie nimmer wieder auf; Mein Schatz ruft ſeine Todten wieder zum unbe⸗ ſchraͤnckten Lebens⸗Lauf, verklaͤrt ſie wie das Mor⸗ genroth, 2 jene nagt hab ich denn der andre Tod. 38. Was 9 Welt, zu ſchaſſen mit deiner leichten Roſen⸗ Kron? Fleuch hin, und Welt, gieb ſie deinen Affen; ſetzn, wenns Laß mir des Creutzes Dorn und Hohn. Beſitz ich ISS nur allein, iſt 12 was zu wuͤnſchen 740. In eigener Mel. Esppten, Egypten, gute Nacht, die Dienſtbar⸗ keit i aus, mein Moſes ruͤckt herbey, der mich aus Goſen fuͤhrt, nunmehro bin ich frey von aller ſchweren Laſt:? Die Arbeit iſt vollbracht. Egypten, Egypten, gute Nacht. 2. Gomorrha,:,: gute Nacht, und was wie So⸗ dom lebt! der Himmel thut ſich auf, und draͤut mit Schwefel⸗Glut: ich richte meinen Lauf, zu mei⸗ nem Zoar hin, da meine Ruhe wacht. Gsmorrha:,: und werden acht. 4. Du Eitles, 25: gute Nacht! es iſt genug ge⸗ kaͤmpft: Mein Geiſt eilt nun zur Ruh: er fleucht mit frohem Muth nach Zions Huͤgeln zu, da wahre Ruhe wohnt, und recht Vergnuͤgen macht. Du Eitles,:,: gute Nacht. 5. Laß deinen:,: Diener fort, nun, HErr, wie Du geſagt mit Frleden aus der laß meinen Abſchled dir, mein Gott, gefaͤllt, ſo ſpanne ſelig aus. R, ich trau auf dein Wort, laß deinen:,: Dlener fort. 6. Nun alles:,: gute [Nacht! ESgypten! gute Nacht, mit deiner Sela⸗ verey! Gomorrha, gute Nacht! von Bebel bin ich frey, mein JEſus der mich liebt, hat mich nun frey gemacht von allem:, gute Nacht. ſrer Seligkeiten. Eine iſt Noth. Ach, HERR! dis Eine lehre mich erkennen doch! Alles andre, wies auch ſcheine, iſt ja nur ein ſchweres Joch, dar⸗ unter das Hertze ſich naget und plaget, und gute Nacht. dennoch kein wabres Ver⸗ Od 3 0 Babel 22 741. M. Hertzog un gnügen 5 19 —— von Verleugnung gnuͤgen erjaget. Erlang ich dis Eine, das alles er⸗ ſetzt, ſo werd ich mit ei⸗ nem in allem ergoͤtzt. 2. Seele wilt du dieſes finden, ſuchs bey keiner Creatur; Laß was irrdiſch iſt, dahinten, ſchwing dich uͤber die Natur: Wo Gott und die Menſchheit in Ei⸗ nem vereinet: Wo alle vollkommene Falle erſchei⸗ net, da, da iſt das beſte nothwendigſte Theil, mein felt—8 1 Alles, mein eligſtes Heil. 3. Wie Marla war be⸗ fliſſen auf des Einigen ge⸗ nieß, da ſie ſich zu JEſu Fuͤſſen voller Andacht nie⸗ derlleß. Ihr Hertze ent, brannte, dis eintzig zu hoͤ⸗ ren, was JEſus, ihr Hei⸗ land, ſie wollte belehren; ihr Alles war gaͤntzlich in IESumq verſenckt, und wurde ihr Alles in Einem geſchenckt. 4. Alſo iſt auch mein Verlangen, liebſter IEſu, nur nach dir, laß mich treulich dir anhangen, ſchencke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum a be de Haufen, ſo will ich dir dennoch in Lie⸗ be nachlaufen. Denn dein Wort, o Jeſu, iſt Leben und Geiſt, was iſt wohl, das man nicht in JGſu geneuſt? 5. Aller Weisheit hoͤch⸗ ſte Fulle in dir ja verbor⸗ gen liegt. Gieb nur, daß ſich auch mein Wille fein in ſolche Schrancken fuͤgt, worinnen die Demuth Ach! wenn ich nur JE⸗ ſum recht kenne und weiß, ſo hab ich der Weisheit vollkommenen Preis! 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur IEſu, es muß mir gelin, gen, durch dein Roſinfarb⸗ nes Blut. Die hoͤchſte Ge, rechtigkelt iſt mir erwor⸗ ben, da du biſt am Stam⸗ me des Creutzes gestorben; die Kleider des Hells ſch da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun ſo gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht. Du biſt ja, den ich erwaͤhle, mir zur Heiligung ge⸗ macht. Was diene zum goͤttlichen Wandel und Le⸗ ben, iſt in dir, mein Hei⸗ land, mir alles gegeben: entreiſſe mich aller ver⸗ gaͤnglichen Luſt, dein Le⸗ ben ſey JEſu, mir eintzig bewuſt. 8. Ja, was ſoll ich mehr verlangen? Mich be⸗ ſchwemmt die Gnaden⸗ Fluth: Du biſt einmal eingegangen in das Heilge du die ewge Erloͤſung ge⸗ funden, daß ich nun der hoͤlliſchen Herrſchaft ent, bunden. Dein Eingang die voͤllige Frepheit mir bringt, im kindlichen Gei⸗ ſte das Abba nun klingt. 9. Volles Gnuͤgen, Fried und Freude jetzo meine und Sin falt regieret, Seel ergoͤtzt, weil auf eine und mich zu der Weisheit die himmliſch iſt, fuͤhret, dich, mein hoͤchſtes Gut. durch dein Blut. Da haſt ſeiſche 10 7 1 ——— ——— — ——— —— — — — ——— — — — S— — ——— — dn b ach A 1 Ee en , ill aun g t. Wa h lite Mag e. —— J ee Tagen Ach, ann i dc t du f * bange Un e 2 0 7 Ache d, 1 1 „ de Aue 5 15 0 fiche Wolde, meln Pirtſſcbn: Doch pid man JE EA 1 1 der Welt. 63 30 S mich geſetzt. auch an euch bald ſchauen, Nichts ſuͤſſers kann alſoſ wie alle Schoͤnbeit muß mein Hertze erlaben, als vergehn. Drum gute wenn ich nur, JEſu, dich Nacht, nimm dis in acht, immer ſoll haben; nichts, mein Hertz, du liebeſt von nichts in, daß alſo mich Natur nur allzugern die innig erquickt, als wenn Creatur. ich dich, Eu, im Glau- 4. Haft du bisher noch ben erblickt. was geliebet, das dir hat 10. Drum! auch, IEſu, Zeit und Kraft vertehrt: du alleine, ſolt mein Ein So ſey denn auch nicht und Alles ſeyn. Pruͤf, er⸗ mehr betruͤbet, wenn dir fahre, wie ichs meyne, wird der Genuß gewehrt. tilge allen Heuchelſchein. Gieh gute Nacht, der Steh, ob ich auf boͤſem Braͤut gam wacht, der betrüglichem Stege, und will, daß ſeine Braut Ihm leite mich Hoͤchſter, auf bleib, ein woblgeſchmuͤckt ewigen Wege. Gieb, daß jungfraͤulich Weib. ich nur alles bier achte 5. Nur weg, du ſchnoͤde fuͤr Koth, und IJESum Eigenliebe, du mußt mein gewinne: Dis Eine iſt Hertze laſſen leer, zu fol“ noth. den deſſen N C . em nur gebuͤhrt allein die 955 In elgener Mel. Ehr. Nun gute Nacht, ntfernet euch ihr mat was ſich ſelbſt acht t! Ich ten Kraͤfte, von allem geh nun von mir ſelber was noch irrdiſch heizt! aus, und zieh in meines wirf hin die zeitlichen Ge⸗Liebſten Haus. ſchaͤfte, mein gnug geplag⸗ 6. Ach! reiß mich los ter muͤder Geiſt. gute Nacht, es iſt voll⸗ bracht! Ich fang ein an⸗ den ſubtilſten Netzen frey; mach aller Feinde Rath der Weſen an, das ſich mit zu ſchanden, daß ich den nichts vermengen kann. freyes Schaͤflein ſey. Hab 2. Ir Berg und Ths' gute Nacht, du 2g ſingen meines JEſu Preis, betrogen hat, euch fehlt der unter ſo geringen Din⸗ an mir nun Rath und en, mich doch ſo lang in Tha chuͤzen weiß. Habt gute Nacht! ich habs bedacht. freyer Wandel in voller Es iſt mit mir recht hohe Abgezogenhelt, wenn die- Zeit, zu fliehen die Ver⸗ſer Welt ihr toller Han⸗ gaͤnglichkeit. ddel, uns keine Sorg und 3. Ihr ſeyd ja wohl, Furcht bereit t. Ja, gute ihr grunen Auen, im Nacht, du Luſt und Pracht: Sommer lieblich anzu⸗ ich bin bereits in meinem Do 4 Sinn, Nun, von allen Banden, von; und ler helft mir ſingen, be⸗ Macht, die mich ſo oft t. 7. Wie ſuͤß iſt doch ein Arxoſſe Pallaſſe. Eftelkeit! 2 1—— N— n. n* N 2 3 —*—— 3 2 1 1 E r.—— r eee,. ͤ——̃ VFM———̃(—Ä— 8—— 2—— 5 5——*—.—*——— e —————* 8.— ö 4 ————— ̃ XxX——— 2 2——.— 4————— und ſte kudiren was JE⸗ —.— 5. 0 N.—— 1———— ö—r — —— 632 Von Verleugnung Sinn verlobte Koni ain. Brant und 19815 iht hochgelsbe⸗ 3. Verbirg mich nur in ter Gott. deinen Frieden, und druͤck 6. Sitelkeit! Eitelkeit! mich tief in deinen Tantzen und Springen. Schooß: mach mich von Eitelkeit! Eitelkeit! Spie⸗ allem abgeſchleden, und von den Ereaturen blos. Nun gute Nacht die Llebe macht, daß ich mich ſelbſt vergeſſen kann, und ſehne mich nun Himmel an. 742. Mel. Ach! alles, was Himmel und a Erden. 5 Eiteſten Eitelkeit! was wir hier ſehen: Eitel⸗ zeit! Eitelkeſt“ was wir begehen: Kindliche Tha⸗ ten und kindliches Spiel i auch der Alten ihr taͤg⸗ ches Jie, n b bh, 1 2, S kelkeit! Eitelkeit! Löftlich ſich zieren. Eſtel, 12 1 1 l 10 fich 155 Vieren. Praͤchtig ſich klei, den, it Liebe der Welt, Kelſtlich ſich ſchmuͤcke n, en Ehriſſen gefallt. 3, Eitelkelt! Eitelteit itelkeit; lachende Gaͤſte, Chriſten die ſuchen ein ewi⸗ Wel es Haus, ihre Gedancken ſind nimmer daraus. 4. Eitelkeit! Eitelkeit! Krlege zu 9 1 Eitel (beit Eitelkelt! geiſchlichf ALudiren, Ehriſten die ſtrei⸗ ten den geiſtlichen Streit, ſus geb eut. 55 Eitelkeit! en Eitel N len und Singen. Ewig im Himmel Halleluja klingt, wenn man auf Erden von Eitelkeit ſingt. 74a. Mel. Auf! ihr Chriſten, Chr iſti Slieder. Er was frag ich nach der Erden! wenn Je⸗ hovah bey mir iſt: Es muß mir der Himmel werden, trotz der Welt und Teufels Lift, o HErr JEſu! mei⸗ ne Krone, komm, in mei⸗ nem Hertzen wohne. 2. Ey! was frag ich nach Ducaten! Reich ge⸗ nus, wer Gott nur hat. Ich verachte Ehren⸗Staa⸗ ten, droben iſt die Ehren⸗ Stadt. O mein Schoͤpfer! hilf doch glauben deiner armen Turtel⸗Tauben. 3. Ey! was frag ich mels gnug, wer JEſum liebt; Pfuy, du ſchnoͤdes elt„Getuͤmmel, ach! wie haſt du mich betruͤbt, nun will ich mich erſt er⸗ goͤtzen in den unſichtba⸗ ren Schaͤtzen. 8 4. Ey] was frag ich nach dem Schmaͤhen! wenn ich meide boͤſe That: es gehen, o] der Luͤgen wird wohl Rath! Endlich wird der Wahrheit Leben hellen Mittags„ Glantz doch geben. 5 g. Ey! nſeſfen verborgeneß Prodt 1 elk mi nach dem Himmel, Him⸗ wie GOT will ſo muß 0 der Nat 95 fls fil kn, f fl c le 40 40 al ſachwachen Wc uns selig; Fahr gar hin Welt ſahre Elanen; du sol Wem el Abgewihnen, eſcum hab g len, N ählt u lh le, g uu il, 90 betti 1. Wag i Han hier? Nur n Erbe; a e Heſchwerdez Ei I das Het lindett eig Schwe 10 We bse 0 1 t un iu Hei, 1 Hüten b wenn fal 1. ann, nüß der welt. 3 F. Ty was frag ich Haaman ein die Schande „ gach dem Loben? Darum dringen. 4 bin ich frommer nicht, 4. Deine Wolluſt iſt ein Wen wabres Lob kommt der Gift, kuͤnſtlich uͤberzogen, von oben, von dem, der mit dem Zucker, wen ſie 1 ins Hertze ſieht. So viell trifft, wird durch ſie be⸗ wird der Menſch nur tue keogen; Wer die i muß gen, als er gilt in Gottes mit Pein in die Holle fah⸗ Augen. ren, trincken von dem 6. Ey! was frag ich Schwefel⸗ Wein der ver⸗ nach euch allen, Himmel, dammten Schagren. Erde, Geld und Ehr? 5. O du blinde Men⸗ Wenn ich nut kann Gdottſſchen, Seel! magſt du das gefallen, ey, was coal, doch lieben, was dich in was will ich mehr? Gott der Hoͤllen⸗ Hoͤhl ewi allein will ich betrachten, kaun betruͤben, und doch wenn mir Leib und Seel nichts ist als ein Rauch? verſchmachten. ais ein Dampf und Schaͤs men? Auf verfluchter Lie⸗ . Mane F uns ſelig macht. 6. Viſt du nicht vom 10 Fon nur hin du ſchnoͤde Himmel her, himmlisch Welt, fahr aus meinen am Gemuͤthe? Kannst gen Sinnen; du ſolt doch mit nieſſen immer mehr deines deinem Geld mir nichts Hottes Guͤte! Wie ſoll abgewinnen. IEſum denn das Ierdiſch⸗ noch Chriäum hab ich mir aus. dein Beglerde ſtillen? erwählt zu lieben; alles kann der Erden Puncktlein andre, was nur bier lie⸗ doch nicht den Himmel E l bet, kann betrüben. fuͤllen. n deh 2. Was it aller Neich⸗, 7. Fahr bin, Welt mit e tbum hier? Ter ein Stuͤck⸗ deln m Dreck, du kannt ie lein Erde; Eine Laft, die mich nicht laben: JEſus „eee far und fuͤr druͤcket mit iſt mein Liebes Zweck? Beſchwerde; Eine Flamme wenn ich den mag haben⸗ die das Hertz glftiglichſfrag ich nichts nach aller e. entzuͤndet: eine Dorne, da ust, die der Himmel he⸗ der Schmertz unſre Seel get: Alles iſt nur Koth verwundet. und Wuſt, was das Erd⸗ 3. Was iſt Ehr und ſeeich träget. Herrlichkeit? Nur ein 8. It im Himmel ſuͤſſe Schein und Schemen ęeuſt, giebt das Erdrei kommt und ſchwindet mit Schätze, ſo iſt mir no der Zeit, fluͤrtzet nur in mehr bewuſt, wenn. i Graͤmen: wenn wir wollen mich ergoͤtze in dem delick lt —— —— — 3 S in Himmel an unſre Fluͤgelſder allein kann vergnüg ſchwingen, muͤſſen wir mit 15 Obne den i 1 4 a ö 5 634 Von Verleugnung ter Pein, Erd und Him⸗ mel haben. 8 9. Er iſt mir, was ich begehr; ohne Liſt und Truͤgen mein erwuͤuſch⸗ tes Wolluſt Meer, mein hoͤchttes Vergunuͤgen, mein Erb' und mein Paradeis, mein Schatz, und mein Leben, meines Mundes hoͤchſter Preis, er kann mich erheben. 10. Fahr nur, Welt, fahr immer hin mit den guüldnen Schaͤtzen! ISſus kann mir meinen Sinn mehr als Gold ergoͤtzen: Mangelt Gold, ſo hab ich Gott, es wird mir gelin⸗ gen; ſollten auch die Ra⸗ ben Brodt mir vom Him⸗ mel bringen. II. Bin ich von der Welt veracht't, und werd hier betruͤbet; ſo bin ich doch werſh geacht't bey Gott, und beliebet: Menſchen⸗ Ebr muß wie ein Dunſt, wie ein Schaum vergehen Bleibt mir nur des Him, mels Gunſt, will ich doch beſtehen. 746. Mel. Ich danck dir ſchon ꝛc. Ge hab dich wohl du ſchnoͤde Welt! mit deinen Specereyen, Luſt, Ehre, Reichthum, Gut und Geld, ſo du pflegſt auszuftreuen. 2. Reitz“, wen du wilt, mit dem Geruch der Ei telkeit zur Suͤnden, wer ſolchem folgt, der wird 3. Dein Balſam iſt mit Gift vermiſcht, reitzt man⸗ chen hin zu laufen, da ihn des Satans Strick er wiſcht. Ich mag nicht Reue kaufen. 4. Mein Balſam der iſt IJEſus Chriſt. Der edle G'ruch des Lebens, ſo mei⸗ ner Seelen Labſal iſt, dem lauf ich nicht vergebens 5. Vergebens lauf ich dem nicht nach; Er toͤdtet frey mich von verdienter baſter. der⸗groſſe Kraft, und An⸗ laſſen. 7. Klopft Neth und Tod an meine Bruſt, will mich der Feind erſchrecken; ſo kann der Balſam Muth und Luſt zum letzten Kampf erwecken. 8. Gott hat Ihn auch in ſeinem Wort zum Be⸗ wir ſollen fort und fort 9. Darum ſo laßt uns ſem Balſam ſtreichen, mit Blut: Kraͤfte reichen. 10. Auf daß wir laufen auf der Bahn, die zu dem Leben fuͤhret, die Chriſtus ſelbſt mit ſeiner Fahn des lieben Creutzes zieret. 11. Du aber, HERR, teuch uns zu dir mit deines den Fluch anſtatt des Se⸗ gens ſinden. g 9 Geiſtes Faden! Man muß nur — ner daf e deiner g Tod und Laßer? Macht Rach, und weiß wie Ala⸗ 6. Er giebt mir wun⸗ muth ohne Maſſen. Er iſt der allerſtaͤrckſte Saft, drauf man ſich kann ver⸗ 1, geud U if ich g tut: fd nt Dau F erhebe 1b. de mich zuch bekroffen, me lil, Tag ſten ausgegoſſen; Auf daß Ihm folgen unverdroſſen. Hertz und Muth mit die- Chriſti Namen, Lehr und iu Das wird uns 75 f 10 fc dauter Nag ! Ach l kom mal; Fel ben 8 b 1 5— —— 2 —— 2 X 2 * et „ K * — der Welt. 635 „ nur immer laufen hier, in Seilen deiner Gnaden. 12. Zeuch mich, ſo folg , und lauf ich hin, wohin du ruft: Und werde zu J dir mit Danck, meinen Ruh Sinn erheben von der N 1 4 Erde. % 747. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛe. Giite Nacht, ihr eitlen Freuden, die ihr waͤhret kurtze Zeit, lch will jetzt von euch abſcheiden, in die ſuͤſſe Ewigkeit, will ich meine Wohnung ſetzen, wo kein Feind ſie kann ver⸗ letzen; ach! komm bald, o IEſu! JEſu! fuͤhre mich % fur ew'gen Ruh. 2. Was hab ich wohl bier zu hoffen, nichts als lauter Angſt und Plag, die mich auch ſchon hat betroffen, meine kurtze Le⸗ bens⸗Tag, ja ich weiß von Kindes⸗Beinen, nichts als lauter Angſt und Wei⸗ nen: Ach! komm bald, o IJeſu! JEſu! fuͤhre mich zur ew'gen Ruh. 3. Bin ich von der Welt verlaſſen! Jesus nimmt ſich meiner an, denn dieſelbe pflegt zu haſ⸗ ſen, die mit Ab ſind wohl daran, weil ſie von der Hoͤllen Straſſen, ſind gewichen allermaſſen, ach! komm bald, o JES u! JES! ſuͤhre mich zur ew'gen Ruh. merthal: ach! ſo wirſt du %% JEſu geben, mir Geduld 1 8 Angſt und Quaal, bis N , Soll ich aber länger as leben, bier in dieſem Jam; du mir, nach vielen Seh⸗ nen, wird abwiſchen alle Thraͤnen. Ach! Komm bald, o JESu! IeESu! führe mich zur ew'gen 5. Schau ich an den Wolcken Bogen, den be⸗ mahlten Sternen Plan, ſo werd ich iu dir gezogen, und die Erde ſtinckt mir an: Ja, du wirſt mich wohl erhoͤren, und mir meine Bitt gewaͤhren, ach! komm bald, o Je⸗ ſu! JEſu! fuͤhre mich zue ew'gen Ruh. 6. Gute Nacht du eit⸗ les Weſen, Welt, o du Verfuͤhrerin! Ich hab mir was auserleſen, da die Engel wohnen, in die geſtirnte Himmels⸗Veile, gute Nacht, ihr Erden⸗ Gaſte! Ach! komm bald, o IESu! Jeu! fuͤhre mich zur ew'gen Ruh. 748. M. Eins tſt noth ach Herr ꝛc. Het unſrer Seelig⸗ keiten, zeuch uns in dein Heiligthum, da du uns dle Statt bereiten, und hier in Triumph her⸗ um, als deine Erkaufte ſiegpraͤchtig willt führen, ſaß unſere Bitte dein Her⸗ tze jetzt rfuͤhren: Wir wol⸗ len dem Vater zum Opfer darflehn, und in der Ge⸗ 1 der Leiden hin⸗ ehn. f 2. Er hat uns zu dir gezogen, und du wieder zu Ihm hin: Liebe hat uns uͤberwogen, daß an dir haͤngt Muth und Sinn. D d 6 Nun flucht uberall; macht Dange, bald bringt ſſe die Mannbeit aufgebn. 45 Von Verleugnung P eee Nun wollen wir gerneſ 6. Staͤrcke deinen zarten l mit dir auch abſterben Sgamen, der dein maͤnn⸗ dem gantzen natuͤrlichen lich Alter ſchafft, daß wie ſus Namen Seelen ⸗ Verderben. Ach! hier in Je yflantze und ſetz uns zum 5 e in Juͤna⸗ 4 Tode hinzu, ſonſt finden den Boſe⸗ in dir zu be⸗ en, daß endlich die wir ewig kein Leben noch wicht vollig uh. 65 1 ö 3. Aber hier erdenckt Feinde zum Fuͤſſen da lie⸗ die Schlange ſo viel Aus⸗ gen: So ſoll aus dem 175 ode das Leben eutgehn,*. doch d de H en, tigen Gal! hlchte kun e 0 Es ſchuͤtzet die ſtattete Natur; Erwecke Bald e dem Willen und hier noch in völliger Kuß zu Fall. Es bleibet 7. Lebe denn, und lieb das Leben am Kleinſten und labe in der neuen oft kleben, und will ſich Creatur, Lebens ⸗Fuͤrſt nicht vollig zum Sterben durch deine Gabe, die er⸗ Veſtung empor. bringe doch näher die 4. Drum, o Schlan⸗ Stunde da du dich in al⸗ gen ⸗Treter! eile, fuͤhr len den Gliedern verklaͤrſt, es Todes Urtheil aus, ſie hier noch des ewgen eme brich entzwey des Moͤr⸗ Lebens 97 775. ders Pfeile, wirf den 8. Goͤnne uns noch Friß 1 Drachen gantz hinaus: auf Erden, Zeugen deiner Ach! laß 90 dein neues Kraft zu ſeyn, deinem entſtandenes Le ſer verblichenes Bildniß dem eingeben; Erzeig di noch bier, dein neues Geſchoͤy Raum gewinnen, nur ven lege die Machten der Fin⸗ i 7736 nieder, und bringe Gott will ꝛc es Geiſtes verneurten Hie Muth mieder, H der von n, der verklaͤreten Menſchheit dir hab ich es ergeben; ſich mehr, und gegen der * ben, in un⸗ Bilde gleich zu werden, n Tod zu nehmen ein 19 des Lebens vollkommene E verklaͤret und herrlich Frepheit und Rechte, als und 17 eines vollendeten Hei⸗ elands.⸗Geſchlechte. Der berfuͤr. Unglanb mag dencken, . Kehre die zerſtreuten wir bitten zu viel, ſo thut Sinnen aus der Vielheit du doch uͤber der Bitten . in das Ein, daß ſie neuen ihr Ziel. 10 1 60 0 9 1 7 1 Hir erfuͤllt zu ſeun. Ach 749. Mel. Was mein 0. eſten Abſichten noch vor, dein Paradies wieder m ei Wa un und bauet ſo Hohen und Grunde der Seelen, und kern in ſich Sachen, 1 lichts f Gut bers Staub Im N i mein Hertz 1 el, nimm es bin, g Gottheit Veraͤcht fc we 5 S be 0 eit Vergchten ich meine em bee. cen 4%% der Welt. 832 f 0 daß ich mei⸗ zu 1 hinauf winge . 750. M. Am waſſer⸗ fluͤſſen Babylon. ilf Gott! wie gehts 5 jetzo zu? was 57 das fuͤr Zeiten, enſchen baſſen ihre und wollen gar: leiden N 14 e 4 l ö 1 0 . 0 N N 1 5 0 0 1 1 8 1 1 1 9 Gon ü, 1 in K% — 70% mich G bab ters trennen laſſen: ten: ſie wollen noch dazu Dis laſſe mich, ich bine e dt 8 das 11 7 Von Verleugnung recht hat der gethan, der 751. Mel. Liebſter pere ihnen das verweiſet: den 54245 halten ſie fuͤr ungelehrt, Braͤuti gam ꝛc. fe hat 9 und ſeine Lehre für ver Goͤchſter Prießer, der du Welles! kehrt, und ihr Thun nicht H dich felbſt geopfert dean a hoch preiſet. haßt fuͤr mich, laß doch t. 3. Wer will von ſchwa⸗ bitt ich, noch auf Erden, dhl ag chen Menſchen mehr, als auch mein Hertz dein doch alt wir ſind, wohl begehren? Opfer werden. 5 lit. 0 Man treibt die Sach 2. Denn die Liebe„ auch allzuſehr, und ſagt nimmt nichts an, was du 8. nur vom Bekehren: Ey Liebe nicht gethan; was Her e lieber! latzt es, wies vor durch delne Hand nicht ic war, Welt bleibet Welt, gehet, wird zu Gott auch Liulder hn das ſeht ihr gar, iſtſnicht erhoͤhet. hriſtus doch geſterben: 3. Drum ſo tödt und ich Gch enn wir zuweil'n zurſſchlachte hin meinen Wil⸗ ſchaue nic irchen gehn, zur Beicht len, meinen Sinn; reiß. A nd Beten beym Auf⸗ mein Hertz aus meinem je doch zel ehn, iſts denn ſo gar ver⸗ Hertzen, ſollts auch ſeyn bett, . mit tauſend Schmerzen. 13 4. Dergleichen Reden 4. Trage Holtz auf den ühren die, ſo ſich nach Altar, und verbrenn mich Tot, Hen hriſto nennen, verleug⸗ gantz und gar; o du al⸗ ill au nen in dem Leben hie, was lerliebſte Liebe! Wenn dich ges mit dem Mund bekennen, doch nichts von mir mehr lich ſie ſchelten wohl fuͤr Ketze⸗ bliebe. 8 das Hin rey, daß man ſie woll be F. Alſo wird es wohl ble, eden frey, ein Chriſt muß geſchehn, daß der HErr heilig leben: Daß JTEſus es wird anſehn; Alſo 1% und ſein Geiſt die Suͤnd werd ich noch auf Erden ilch n urch Glauben in uns Goc ein liebes Opfern 5 11 0 iſt ihnen gar werden. 55 icht eben. . D 2 — — 3 2 2 — — — S — — — — — — — — 1 gt 1 I 5. Drum, lieber Gott!] 752. In eigener Mel. c i ett deine Ehr, und JE. och bin betrübt; und JJ ei u, deines Sohnes laß J weiß fast nicht, ob ich fn et 0 euchten immer mehr und mein ſuͤndlich Angeſicht, del fol r ehr durch den Geiſt dei⸗ gen Himmel darf aufhe⸗ nah Pa es Thrones, daß JEſus ben; Ach, meine große ei Ebrigus Heil und Starck, Miſſethat! Ach! ach, mein my! Senad und Wahrheit, ſundlich Leben, das meinen dl Glaub und Werck, bekannt Gott erzuͤrnet hat, ach deut us allen werden, und wie ach, was hab ich doch ver? 2 N r fuͤr, in, mit uns ſey, uͤbt! ich bin betruͤbt.. e ehr, was wir an Ihm 2. Ich bin betruͤbt, der uad aben frey, im Himmel Suͤnden Laſt hat mich mit Jah ge nd auf Erden. Stricken ſo umfaßt, 7 be „ Se lage Sig 5 We prieg fan 0 „ lic, 146 5 oc aeg . 6 1 0 Man d, i E A N 0 l Y fib ee, e Hag A b d SA l un se Klebe en ots 2 7 2 0 5 J. deere dlc dt, 175 e Ach bi i 470 1 e 0 — — ſch uicht kann entkommen, doch veruͤbt! Ich bin be⸗ Ach! gehe nicht mit mir der welt. ſie hat gleich wie des Meeres Sand an Menge zugenommen, und trach⸗ tet nach der Oberhand. Ach! ach! was hab ich truͤbt.. 3. Ich bin betruͤbt; HeErr Chriſt, in das Ge⸗ manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sor⸗ gen des Hertzens zuͤge⸗ racht. 3. Mich hat auf mei⸗ nen Wegen manch harter Sturm erſchreckt; Blitz, Donner, Wind und Regen hat mir manch Angſt er⸗ weckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich richt, du haſt ja für die Suͤnden der gantzen Welt genug gethan, ach! laß mich Gnade finden, und ſchaue mich mit Gnaden nicht verſchuldt, hab ichs gleich muͤſſen leiden, und tragen mit Geduld. 4. So gings den lieben an: Ach! ach! was hab Pfad, wir uns noch taͤglich ich doch veruͤbt! Ich bin betruͤbt. b 4. Ich bin betruͤbtz doch troͤſt ich mich: mein Troſt, HErr Chriſt, geht nur auf dich, weil du für mich geſtorben, du haſt mir durch dein theures Blut, das Himmelreich erwor ben, und macheſt meine Suͤnden gut, drum bin ich, weil du dis veruͤbt, nicht mehr betruͤbt. 753. M. Sertzlich thut mich ꝛc. ch bin ein, Gaſt auf J Erden, und hab hier keinen Stand, der Him⸗ mel ſoll mir werden, da iſt mein Vaterland. Hier reiſ' ich aus und abe: dort in der ewgen Ruh, iſt Gottes Gnaden Gabe, die ſchleußt alle Arbeit zu. 3. Was iſt mein gan⸗ tzes Weſen von meiner Jugend an, als Muͤh und Noth geweſen? ſo lang ich dencken kann, hab ſch halten, wenns fehlt an gu⸗ tem Rath. Wie muſte ſich Vergnuͤgen und Wohnſtatt kam. Sohn, und Jacob, deſ⸗ ſen Wuͤrde ſtieg bis zum Himmels Thron! wie In was fuͤr Weh und Schmertz, in was fuͤr oft ſein armes Hertz. bewohnten Ort, Sch ſo manchen Morgen, ſo gedrun⸗ 1 doch ſchmiegen der Vater Abraham, eh als ihm ſein rechte 7. Wie manche ſchwere Buͤrde trug Iſaae ſein 6. Die frommen heil⸗ gen Seelen, die giengen fort und fort, und aͤnder⸗ ten mit Quaͤlen den erſt⸗ ſie zo⸗ gen hin und wieder, ihr Creutz war immer groß, bis daß der Tod ſie nie- der legt in des Grabes * J —— Alten, an deren Fuß und wuce der ſich plagen! Furcht und Zagen ſanck ö doß. 5 1 7. Ich habe mich erge⸗ ben, in gleiches Sid und Leid; was will ich beſſer leben, als! ſolche groſſe Leut? Es muß ja durch⸗ ö 6 * 4 n 4 Von Verleugnung en gedrungen, es muß gelitten ſeyn: Wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. B. So will ich zwar nur treiben mein Leben durch die Welt; doch denck ich nicht zu bleiben in dieſem fremden Zelt: Ich wandre meine Straſſen, die zu der Heimat fuͤhrt, da mich ohn alle Maſſen mein Vater troͤſten wird. 9. Mein Heimat i dort oben, da aller Engel Schaar den groſſen Herr ſcher loben, der alles gantz und gar in ſeinen Handen träget, und fuͤr und fur er⸗ haͤlt, und alles hebt und leget, nachdems ihm wohl⸗ gefaͤllt. 10 Zu dem ſteht mein Verlangen, da wollt ich 5 hin; Die Welt bin ch durchgangen, daß ichs faſt muͤde bin. Je langer ich hier walle, je wen' ger find ich Luſt, die meinem Geiſt gefalle, das meiſt iſt Stanck und Wuſt. 11. Die Herberg iſt zu boͤſe, der Truͤbſal iſt zu viel; ach komm, mein Gott, und loͤſe mein Hertz, wenn dein Hertz will: Komm, mach ein ſeligs Ende an meiner Wander ſchaft, und was mich kraͤnckt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 12. Wo ſch bisher geſeſ⸗ ſen, iſt nicht mein rechtes Haus; Wenn mein Ziel abgemeſſen, ſo tret ich denn hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, ſo ſcharrt man mich ins Grab. 13. Du aber, meine Freude, du meines Lebens icht, du zeuchſt mich, wenn ich ſcheide hin, vor dein Angeſicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich ſtets Freude⸗ voll, gleich als die helle Sonne, nebſt andern leuchten ſoll 14. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gaſt, bey denen, die mit Kronen, du aus⸗ geſchmuͤcket haf: Da will ich herrlich ſingen von dei⸗ nem groſſen Thun, und frey von ſchnoͤden Dingen in meinem Erbtheil ruhn. 754. M. Wer nur den lieben G Ott ꝛc. Ich lache nur der Welt J bor Kirren, damſt ſie meinen Sinnen ſpielt, ſie denckt ſie will mich wohl verwirren, das iſt ihr Sinn, worauf ſte zielt, ach nein! und wenn ſies noch ſo triebe, ſo bleibt 0 meine Liebe. 2. Ach! laß ſie nur von Trübſal hoͤren, was gilts? H: Sie weint, ſie ſchreyt und jagt, und gleichwohl will ſie mich bethoͤren, der ich mich doch ihr laͤngſt ent⸗ ſagt, je, daß ich mich doch ſo. Jet 5 325 ich ver⸗ geſſe IEſus Liebe. 3. Denn, Seele, fieh, und wenns gleich blitzet, ſo biſt du doch in ſanftet Ruh, wenn mancher da in Sor en ſchwitzet, ſo redeſt du hm freudig zu; und 75 ſſſpel woa fit. Wo feln kaun bein Satan Jesu lache dach in der! Du will ich leben, weft dh wehr he . Mido gt im esn, u 1 We , Nen Ach wie 5 ft ben Hetze lngt nach lam meln e 10 100 f ter de in hir ch 9e e the t fen K, 1 — n ſchlahn en Ehe,, der welt. 921 die Welt noch irger trie, be, ſo bleibt doch JEſus meine Liebe. 4. Es bleibt daben, ich wills nicht achten, und wenn ſie noch ſo ſuͤſſe pfeift. Wohl dem, der es ſein kann betrachten, wenn Satanas ſo nach ibm greift, der heget ewig JE⸗ ſus kiebe, und wenns die Welt noch aͤrger triebe. 5. Mein IeEſus iſt nun ſo mein Leben, mein Her⸗ tzens⸗Troſ und Seelen⸗ Luſt, ihm hab ich mich allein ergeben, geh weg, o Welt, du kahler Wut, ſo lang ich meinen IEſum liebe, iſt mir die Welt gar Fahl und trübe. —4 6. Wenn dermaleinſt een die Wacken krachen. Wenn alles da zu Boden lach kn Net fällt, ſo will ich erſt mit T ee JeEſu lachen, wen! Er i End e mich zu der Rechten ſtellt. e enen Da wil ich ewig JEfum ieh, e lieben, wenn mich kein Leid 1 2 wa 10 wird mehr betruͤben. W n de 100 e 7375 Melod. Saſt du 1 11 7 ngſt im Hertzen. Ac bn 5 — Ces, meine Freude, 0 J meines Hertzens Wei 10 0 de, JESu meine Zier! 20 dh Ach! wie lang, ach lange e e den Herzen bange ud ae eee erlangt nach die Hottes een Lamm mein Bräutigam! Ae auſſer dir ſoll mir auf Er; 0g werbende fen lie bete 460% 0 4 * 0 1 2. Unter deinen Schſr⸗ 0 ae men bin ich vor den Stuͤr⸗ ae den auer Feinde frev. Laß 8 ee der Satan wittern, lab 1 ee in gar den Feind erbittern; mir ſteht Ieſus bey. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt ob gleich Suͤnd und Hoͤlle ſchrecken, JEſus will mich ſſel decken. 3. Trotz dem alten Dra⸗ E/ ich noch ſo brummen. 4. Weg mit allen Scha⸗ tzen! Du biſt mein Er⸗ goͤtzen, JEſu meine Luſt! Weg! ihr eitlen Ehren! ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt. Elend, Noth, Creutz, Schmach und Tod ſoll leden, nicht von JEſu ſcheiden. 5 F. Gute Nacht, s We⸗ ſen, das die Welt erleſen, mir gefaͤllſt du nicht: Gute nicht mehr ans Licht! Gu⸗ te Nacht, du Stoltz und acht! bir ſey gauß, bun Laſter⸗Leben, gute Nacht gegeben. 18 6. Weicht ihr Trauer⸗ Geiſter! denn mein Freu⸗ den ⸗Meſſter, JESus tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betruͤben lauter Zu⸗ cker ſeyn. Duld ich ſchon hier Spott und Hohn, dennoch bleibt du auch Freude. 5 5 756. Mel. mich, ob ich viel muß chen, trotz des Todes⸗Ra?⸗ chen, trotz der Furcht da⸗ zu! tobe Welt und ſprin eh hier und ſinge chrer Ruh, Got- tes Macht haͤlt mich in Acht, Erd und Abgrund muß verſtummen, ob ſie Nacht, ihr Suͤnden, bleis? bet weit dahinten, kommt im Leide, JEſu, meine .———— ——— P 11——— 0 3 2—— FFTTTTCT0TCT0T0TT0T0T7T0T0TbT—— 15— n 2 3—.— 2— 5— f — —— 5—— — 2— mein Seel den ꝛc. kann beſchweren, ja hin⸗ fallen in Trübſal, Angſt und Pein? Drum ſuchen kroͤnet werden im hoben nem Hochzeit Mahl. Von Verleugnung 756. Mel. Nun lob, p uns doch nicht begeb ren, o liebſte Seel, in dieſer Zeit, das was dich dern an der Seligkeit. Was will man Ebre ſuchen, die doch vergaͤnglich it, auch wohl gar zu verflu⸗ chen, als welch in kurzer Friſt uns grauſamlich laͤßt wir vor allen bey Gott geehrt zu ſeyn. 2. Was kann uns Wol⸗ luſt nuͤtzen, o werthe Seel, in dieſer Welt? was kann uns Reichthum ſchüͤtzen, wenn uns der Würger überfaͤllt? Die rechte Luft iſt oben, wo mein HErr IEſus wohnt, den alle Zungen loben, der uns ſo reich belohnt, daß wir ge⸗ Himmels⸗Saal: Ach! eilt doch von der Erden zu ſei⸗ 3, Was Pracht, was froͤlichs Leben, was Reich thum, Ehr und Herrlich keit? Der Himmel kann uns geben, was uns an Leib und Seel erfreut. In JeEſu ſich ergoͤtzen, bleibt ewig ſuͤß und gut, ſein Reich fuͤr alles ſchätzen, erquicket Geiſt und Muth: In JeEſu Reichthum ha⸗ ben, in JEſu ſeyn geehrt, kann uns ohn Ende laben, als er uns ſelbſt gelehrt. 4. In Jen hab ich Guͤter, in JEſu hab ich du Menſchen⸗Hüͤter, if verachten, das kränckt mich nicht ein Haar, ich well nach Ehren trachten, die frey ſind von Gefahr; Laß mich die Welt nur haſſen, ich will mit Lieb und Treu gur meinen JESu dn faſſen, ſo bleib ich Sorgen fretz. ä 5. Die Welt mag mich verfluchen, iſt doch mein Segen Icſus Christ: In IęEſu kann ich ſuchen und finden, was mir nuͤtzlich iſt; Laß mich die Welt nur ſetzen in Angſt, und Traurigkeit, mein JEſus kann ergoͤtzen mein Hertz zu aller Zeit; und ſollt ich ſchon hier ſterben noch mehr als tauſend⸗ mal, kann ich doch nicht vererben, dort ruͤhrt uns keine Quaal. 8 6. Das aber kann ich zeugen, das kann ich ruͤh⸗ men Tag und Nacht, daß mir mein Goc fuͤr ei⸗ gen ſein Koͤnigreich bab' zugedacht. Ihr Sterbli⸗ chen auf Erden, lebt wohl in dieſer Welt! Ich ſoll gekroͤnet werden, mir iſt ein Reich beſtellt, ich ſoll mit Gott regieren, den Erd und Himmel preißt, ich ſoll ein Leben fuͤh⸗ ren, das unvergaͤnglich ißt. 5 O IJeESul meine Freude, wenn koͤmmt die liebe Zeit heran, daß ich — S von hinnen ſcheide, daß ich dich bhertzlich lieben Lieb und Lust, wie dir, kann? Wenn werd ich 2 mehr denn alluwohl be⸗ de wußt; Laß mich die Welt e . Mel sehen d Joch! de el n fe eil: Deum inn zun 1 1 2, Mei ha die ſüſſeßt l ile kabählen, wie 9 , sterben delſches Beg Tur allein g nich ſeyn. 3. J de dh alen, e te bett fechlich 10 nch de Atkräftet Ur gles 9 177 nut h ft, kahh * i Ach le 1 ia nich uach dur Fötthe ee 1 5 3— ——— 5 — — — — ——— ———— — —S— der Welt. 64 gezieret mit Kleidern weiß und hell? Wenn werd' ich aufge uͤhret zu dir? Ach] laß mich ſchnell, HERR! guͤldne welch' Kronen tragen, unvergaͤnglich ſind, denn werd ich dir behagen, als dein bertzliebſtes Kind. 757. Melod. Die lieb⸗ lichen Blicke. ein Hertze, wie wan e ckeſt und fladderſt du doch? Was hilft dir das Ringen nach irrdiſchen Dingen, und immer zu zlehen das ſuͤndliche Joch? Heil: Drum richte den Sinn zum Himmliſchen n. 2. Mein holdeſter JEſu, die ſuͤſſeſte Luſt rechtſchaf⸗ ſener Seelen, die dich nur erwaͤhlen, wie wenig iſt mir doch dein Weſen bewußt! laß ſterben in mir des Fleiſches Begier, nach dir nur allein laß hungrig mich ſeyn.. 3. In dir iſt die Fuͤlle, des allen, was gut: Das andre betruͤget, was 0. fleiſchlich vergnuͤget, es ſchwaͤchet den Glauben, entkräftet den Muth. Wer alles verlaͤßt, und hanget nur veſt an 7e allein, kann freudiger ſeyn. 4. Ach! lehre mich keh⸗ ren im inneren Grund! Laß mich recht im Weſen e der Gottheit geneſen, und U 4 thue die richtigen Wege Das noͤthigſte Theil iſt IESuse, dein mir kund, verleihe dun mir zu finden in dich, was ewig ergoͤtzt dich nimmr verletzt. e 5. Ums Irrdiſche will ich mich nicht mehr be- mühn: Ich will nur er- waͤhlen den Braͤutigam der Seelen, und alles das an⸗ dre ohn Unterla fliehn. Er füllet die Bruſt mit himmlicher Luſt: und was man begehrt, wird in Ihm gewaͤhrt. 41 6. Er iſt auch der beſte und treueſte Freund: ks wallet vor Liebe und in⸗ nigſtem Triebe ſein Hertze das allzeit es bruͤderlich meynt. Er ſchencket zu⸗ gleich ſein ewiges Reich, in welchem es nicht an Freude gebricht. 7. Go ziehe, mein JIEſu mich gaͤntzlich in dich: Laß in mir zerrinnen die Herrſchaft der Sinnen, und leite die Stroͤme der Liebe in mich: Dein himmliſcher Glantz durch⸗ leuchte mich gantz hin⸗ 55 allein dein eigen zu 3. Mein Wille ſey gaͤntz⸗ lich in deinen verſenckt: Im Leben und Freuden, im Wuͤrcken und Leiden, werd alles nach deinem Gefallen gelenckt: Dir geb ich mich hin im kind⸗ lichen Sinn: Ach! lebe in mir, ſo leb ich in dir. 758. Mel. Auf! Chri⸗ ſten Menſch ꝛc. Mir nach, ſprſcht Ehrl⸗ I ſtus, unſer 3 von Verleugnung 145 nach, ihr Chriſten alle ver⸗ leugnet euch, verlaßt die und Schalle: nehmt euer Creutz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wal⸗ del nach. 2. Ich bin das Licht, Ich leucht euch fuͤr, mit beilgem Tugend ⸗ Leben. Wer zu mir kommt und olget mir, darf ncht im inſtern ſchweben: Ich bin der Weg, ich weiſe wohl, wie man wahrhaftig wan⸗ dez gert Herz ißt vol 3. Mein Her Demuͤthigkeit, voll Liebe meine Seele: Mein Mund der fleußt zu jeder Zeit vom ſuͤſſen Sanftmuths Oele; mein Geiſt, Gemüthe, Kraft und Sinn iſt GO ergeben, ſchaut auf Ihn. 4. 90 zeig' euch das, was ſchaͤdlich iſt, zu fliehen und zu meiden, und euer Hertz von arger Lit zu reini gen und zu ſcheiden. Ich bin der Seelen Fels und Hort, und fuͤhr euch zu der Himmels⸗Pfort. 5. Faͤllts euch zu ſchwer, Ich geh voran, Ich ſteh Leuch an der Seite: Ich kaͤmpfe ſelbſt, Ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein boͤſer Knecht, der ſtill darf ſtehn, wenn er den Feld⸗ berrn ſieht angehnn. 6. Wer ſeine Seel zu finden meynt, wird ſie ohn Mich verlieren; Wer ſie in mir verlieren ſcheint, ren! Wer nicht ſein Creutz nimmt und folgt Mir, iſt Welt, folat meinem Ruf, mein nicht werth und mei⸗ ner Zier. 7. So laßt uns denn dem lieben HERRN mit und gern bey Ihm im Leiden ſtehen; denn wer nicht kaͤmpft, traͤgt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. 759. Mel. Die Sonn hat ſich mit ꝛc. Mun gute Nacht, du N eitles Welt⸗Getuͤm⸗ mel, mein Hertze ſehnt ſich fort nur nach dem Him⸗ mel, denn deine Luſt, bringt nichts als Pein und Laſt in Chriſti Lieb find ich nur Ruh und Raſt. 2. Mein Heiland ruft werben; zu ſeiner Ehr und ſeines Reiches Erben: Was iſt dem gleich? Ach! nichts auf dieſer Welt, nicht Creatur, nicht Gold das ſonſt gefallt. 3. Sollt ich denn wohl mein Gluͤcke ſelbſt ven⸗ ſchertzen? Das moͤcht ich ja wohl nimmermehr ver⸗ ſchmertzen; Nein, JEſu! dir ergeb ich mich allein, du ſolt nun meln, ich dein vollkommen ſeyn. den, mein Hertz kann doch ſonſt keine Ruhe finden; Nur deine Lieb mein ſuͤſſes Labſal it, drum fleuch, s Welt! ich liebe Jeſum wird ſie in SoOtt einfuͤh⸗Chriſt. ö. Er iſt mein Lamm das mich ihm zur Braut zu 3. Mit dir, mein Schatz, in will ich mich recht verbine art'ſte Kind auf Erden, iart ſte Ki f„ ccc faden werd mlt A. H erg Leib und Seel nachgeben: ich ur und wohlgemuth getroſt . Hallau hon gelucggn zd hat fc Fawungen dt * Weltz f gener uf, fit nut 1 hetußt. 500. Mil wer de 0 Jeſphl 1 90 und 10 Hort ergehen en ganßey 0 deinen chkeg unt, 85. 3 5 lehr, 1 1 in Fanndet 9 e ö . Ml Nan at ſich f In gute e kite aaa 1 put m 75 gefunden werden. und Leben, Hort ergeben: Nimm hin 5 ite der welt. 44 das schöne Bild, ſo magſdenn des Himmels Freu⸗ Sein] de dir nicht genug zur Augen⸗Licht hemmt mir Weide; ſuchſt du noch die⸗ i mein Hertz und Sinn, ſe Zei daß ich vor Freud nicht bey mir ſelber bin. 6. O groſſer HErr, hoch ſſich: n uͤber alle HErten! Gott Gewichte, daß ſich iu de den auch die aufrichte, mein Centner⸗ Engel ehren! was it derſſchwerer Sinn; Schneid daß du ſein ſoſab das Bley Gewichte, Zebaoth, Menſch, * 4. Ach! Jeu, ziebe mich, mein Hertze ſehnet Ach! ſey du mein edenckſt, und deine Lieb das aus des Himmels⸗ u ſeine Seele ſenckſt? Lichte, mich zeucht zur Er⸗ 7. Halleluja! es iſt mir den hin. ſchon gelungen, mein Hei⸗ 5. Hier iß kein Ruhe⸗ land hat mich ſuͤßiglich Platz, hier find ich keinen bezwungen! drum, ſchnö⸗ Schatz, fuͤr meine arme de Welt, fahr hin mit Seele; denn was lch hier deiner Luſt, mir iſt hin⸗ſerwaͤhle, iſt von der Ei⸗ fort nur GO TC allein telkeit, und kann die Seel bewußt. 5 5700. Mel. Es traure wer da will. ſeyn; Hertz, den ganzen Mich, wie du in deinen Haͤnden mich kehren wilt und wenden, ſo muͤſſe werden ich. nicht laben, denn ſie wird es ulcht haben, nach gar geringer Zeit. 6. Du, IEſu, biſt mein b O JEſu! du bi mein Gut, da meine Seel auf und ich will auch dein ruht; Sesle, Leib nicht finden in dieſen lee⸗ ſey dir mein ren Gründen der ſchnoͤden dich kann ich nun Eitelkeit. Wer an der Welt noch haͤnget, und ihre Schatz umfaͤnget, der iſt von dir noch weit. 7. Im Himmel ist dein 2. Ich muͤſſe nun nicht Thron,» meiner Seelen mehr) obs vor geſcheden % war, nach meinem Willen leben; dir muͤſſe ſeyn er. geben, mein gantzer Will und Thun, ich muͤſſe mich verlaſſen, und mich ſelbſt an mir haſſen, in dir al⸗ lein zu ruhn. 3. Mein Hertz, was iehet dich? und warum zeuchſt du mich ſteis zu der Erden nieder? und ſenckeſt dich ſtets wieder, hin in die Eitelkeit? Iſt Lobn! drum wer nach dir will ſtreben, der muß ſich auch erheben weit ſelhſten uber ſich, weit uͤber ſeine Sinnen, und auch des Himmels Zinnen: Wer dis thut, findet dich. 3. Ey! nun, zerſchneide doch in mir das ſchwere Joch, das mich zur Er den ſencket, und mich von dir ablencket; Schneid ab, ſchneid ab die Laſt, ſo ſchwing ich mich zum Him⸗ 645 Von Verleugnung Getaͤmmel, zur Stelle meiner Raſt. 9. Schneid ab die Laſt der Welt, die mich hienie⸗ dir verbinden, daß mein Hertz ſey bey dir, und ſtetig bey dir bleibe, auch alles Leid vertreibe, mit dir, o meine Zier. 10. Ich will ja williglich um deinet willen mich ver⸗ leugnen und nicht kennen, wenn du mich bur wilt nennen den allerkleinſten Knecht. Ich will mich ſelbſt an mir haſſen, und bleiben ſchlecht und recht. 11. Die Welt mag im⸗ merhin in ihrem koltzen Sinn mich fuͤr unſinnig ſchaͤtzen; und mich zu un⸗ ten ſetzen; Sie mach es, wie ſie will, ſie leg mir auf zu tragen, Creutz, Truͤb⸗ ſal, Ang eſt und Plagen, doch will ich halten ſtill. 12. Ole lege heimlich mir die Netze vor der Thur, ſie fluche läſtre, ſchaͤnde, ſie waſche ihre Hande, ists noth in meinem Blyt; ſie muͤhe ſich, mein Leben in Todes Hand zu geben: ſie thue, was ſie thut. 13. Ich bleibe doch an dir, mein JEſu fuͤr und fuͤr: mich ſoll von dir nichts trengen, ob mir es ſchon mißgoͤnnen der Teu⸗ fel und die Weit. Was koͤnnen ſie mir ſchaden, wenn du mit deiner Gnaden dich haſt zu mir geſellt? den haͤlt, daß ich dich dort mag finden, mich veſt mit g Himmel aus dieſem Erd 14. Beveſt ge mir den Sinn, daß ich beſſaͤndig bin, behüte mich vor Wan⸗ cken, und zeuch Sinn und Gedancken, mein Ickſus bleiben fuͤr und fuͤr. 15. So frag ich nir⸗ gens nach, und mels und der Erden, all⸗ hter gehöret werden: Und ſollte gleich dazu, mein Leih und Seel verſchmachten ſo will ichs doch nicht ach⸗ ten, und bleiben ſtets in ſelbſt verlaſſen, und mich Ruh uh. 16. Denn du, du biſt mein Heil, und meines Hertzens Theil, mein Troſt in mei⸗ nem Zagen, mein Artzt in meinen Plagen, mein Lab⸗ ſal in der Pein, mein Le⸗ ben, Licht und Sonne, o freudenreiche Wonne. O IJEſu!] du biſt mein. 761. In eigener Mel. So oft ein Blick mich aufmaͤrts fuͤhret, und meinen Geiſt ein Strahl beruͤhret, der von Zions Glantz ausgeht; Will mein Hertz zu enge werden, weils auf Erden, ſchon in Him⸗ Bels⸗Kraͤften ſteht. 2. Da din ich in die Hoh geflogen, und jener Welt ſchon nachgezogen, alles wird mir viel zu klein, daß mein Hertze Platz da hatte: denn die Staͤtte muß ein weiter Himmel ſeyn. 2. Was ſollen mir denn nun die Sachen, die mein Gemüth voll Unru ſtets nach dir. Laß Hertz, Seel und Verlangen, an dir alleine hangen, und f ſollte gleich ein Krach des Him⸗ 5 ma⸗ chen? ich kann ihr entuͤhrigt ſeyn/ fat den 10 lt 1155 0 „ Der Sch ſheinge, da U Weſen be — — 2 — — — Feinden n 0 , und bel . Eo lan 1 kante fleheh, er das Heiß! at mein In ß, und! ze 11 die eh, und vo d los. 0 l. Soll dc dd den e DSehheet woc Ea ü Selb ic ee h a 2 Aden dyn u eee, A ene, agen, g n der i,, 1 cht eenfeich dau) ee b, 1 10 80 S dbſt en D uſvint dach 1 ten Gait At bet, us bange e eee M 0 10 5 ba die Sehen 1 e jüth t E 1 3 5 ( 8. So kennt den Fuͤhrer und Regierer, der mich fuͤhrt zum Einen hin. 4. Der Schatten iſt mir zu geringe, daß er mich in das Weſen bringe, ſo die N Weisheit mir gezꝛigt. O ich ſchaͤtze mich fuͤr ſelig, und bin froͤlich, daß mein Gott mich in ſich zeucht. J. Ich hab es nun lang erfahren, ich konnte mich ſelbſt nicht bewahren, vor den Feinden meiner Ruh, bis ich in mich ſelbſt gekeh⸗ ret, und bewaͤhret, laufe nach dem Einen zu. 6. Drum ſcheint gleich etwas als das Beſte, und ſetzt die Liebe drinnen veſte, faͤllts doch endlich alles hin, wenn es Gott nicht ſelbſt geweſen, deſ⸗ ſen Weſen, füllt alle in den leeren Sinn. 7. Eo lang' ich noch nicht konnte fliehen, was hin und her das Hertz kann ziehen, war mein Jammer uͤber⸗ groß, und zerſtreute die Gedancken, die leicht wan⸗ cken, und von ihrem Grund ſind los. mich legt, was ich nur zur Noth ſoll haben, wenn die Gaben mir ſein Geiſt ins Hertze praͤgt. 9. Da darf ich nicht nach Fremden gaffen, Er kann im innern Tempel ſchaffen, was zu ſeinem Dienst gehort. Ja, wenn keine Stimmen ſchallen, der Welt. fſeyn: Denn mein Auge] muß gefallen, was Ihn in llt ich nun nicht den Goͤren guchen? und auſſer Gg T noch etwas ſuchen? Welcher alles in ſich ſelbſt verehrt. 10, Ach! wilt du dieſes noch verſchieben, und dei⸗ nen Himmel ſelbſt nicht lieben, Seele, ſiehſt du nicht den Trug? Ach, die Vielheit iſt dein Schade, Gottes Gnade macht dich a durch das Eine klug. 11. Die Zeit iſt kurtz, und dein Verlangen iſt nur nach langem Heil gegan⸗ gen: Drum ſoll dis die Meynung ſeyn, daß ich Welt und Himmel brau⸗ che, wie es tauge, und dem HErrn beliebt allein. 13. Mein Vater, du biſt nicht zufrieden, wenn ich nicht vollig bin geſchieden, auch von Luſt des beſten Schein. Du willt mich vollkommen haben, deine Gaben ſoll'n in mir voll⸗ kommen ſeyn. ä 13. Drum thu ich nichts tur, und will vor allem meinem Schoͤpfer bleiben treu. Der wird mich al⸗ leine richten, alles Tich⸗ ten, iſt ſonſt Tand, wie klug es ſey. e 14. Das Auge ſoll in Einfalt ſchauen auf Ihn, mein Hertz Ihm voͤllig trauen, ſich in keinem halten auf, was nur fal⸗ iches Urtheil heget, denn er leget mir ja vor den leichten Lauf. 15. So laß, mein Gott mir noch auf Erden, dich ſelbſt in allem alles wer⸗ den, daß dein' arme Crea⸗ tur, dir allein den Preis bingebe, und nicht lebe nach mehr zu Gefallen der Cre:⸗ 848 Von Verleugnung. Fach Vernunft und nach Natur. 5 16. Ach! bring mich unter deinen Willen, und laß ihn gantz in mir er⸗ fuͤllen, daß ich brauche der Vielheit reiſſet, Heil beweiſet, und in Einem alles ſchafft. 762. Mel. HErr, ich habe mißgehandelt. Ste doch, Seele, ſteh doch ſtille, und be⸗ finn dich, wo du biſt; dencke doch, wo dich dein Wille, der ſo gar im Ei⸗ teln iſt, der ſo gar klebt an der Erde, endlich hin verleiten werde. 2. Weißt du denn, wo du hinrenneſt, warum du dir Muͤhe machſt? Iſt es denn, daß du bekenneſt, oder daß du recht betrachtſſ drum du alles zu gewin⸗ nen, ſtetig kraͤnckeſt dein Beginnen?) 3. Ehr iſt Rauch, wilt du den fangen? Gold it nichts denn rothe Erd. Traͤgſt du darnach ein Verlangen? Luſt iſt gantz und gar nichts werth, ſo die Erde uns erielget, wenn ſie nicht vom Himel ſteiget. 4. Laß der Welt den Dampf der Ehre, goͤnn ihr doch, daß ſie ihr Gold mit unrechtem Gut ver⸗ mehre, laß ſie ſeyn den Freuden hoid, die ein Au⸗ genblick erfreuen, und hin⸗ gegen ewig reuen. 5— 1 5 —.————— 8——— TTT deine Kraft, die mich aus Di ſonſt nichts mehr; Warum geln Fiſche fängt, wenn er dem den Wurm entriſ⸗ ſen, ihn fur einen andern ſenckt, und doch keinen laͤßt verſchlingen; ſo gehts auch mit ſolchen ngen. 6. Dir wirds heuͤte vor, geſtreuet, bis du dich ge⸗ freſſen todt; bald ein an⸗ drer daran kaͤuet, bis er kommt in gleiche Noth: Viele hier ins Netze trei⸗ bet, und doch endlich kei⸗ nem bleibet. 7. Ach! der Tod hat ſeine Pfelle auf dich laͤng⸗ ſtens ausgewetzt: eile! dich zu ſchicken, eile] eh er grimmig an dich ſetzt, laß ſt du dich im Eiteln finden, ewig wirſt du's nicht verwinden. 8. Was dir ewiglich kann dauren, das iſt dein, und l le 10 den Gal dh Ruth, cht schw. ihm auf der geht, g wohl gesch i, Wirf dc beſchwpnt 12 ich ghäbig; ind dich zu e ſteundlich 0 ſaßgen, det ge fiigt Verluug 1.0, ſeStärcke wollt ſt du denn vlel trau ren um vergaͤnglich Gut und Ehr, das dich heute kann erfreuen, und ſich morgen muß zerſtreuen. 9. Achte dich nicht ſo geringe, du biſt viel zu gut darzu: daß dir ſollten ſolche Dinge nehmen des Gemuͤthes Ruh. Wilt du auf der Erden liegen! Kannſt du nicht gen Hin- mel fliegen. N 60 in en, der 10. Wilt Koth einſencken? Du biſt Waubem faf ja zum Reich erkehrn: Wilt du dich zu Goc nicht leucken, der dir hat o oft geſchworn? So u dich nur wilt bekeh⸗ ren, ſoll die Freude ewig .—— ſ— *.. 5 5 a 1———— 5. Wie ein Fiſcher in den Fluͤſſen, der mit An, waͤbren. 8 aͤbren u. cb . 9885 der Wekt. 649 II. Chrifius reicht dir ſchnoͤden Welt⸗Getuͤmmel, 1 wa ſelbſ die Hande, lauf, o unter Meſech, unter Ke⸗ Mic Seel, den Glaubens Lauf, dar, nur ein fremder Pil⸗ 11 ſende Muth, Gedancken grim bin; laß den Kindern e ſende, ſchwing dich froͤlich nur das Spiel: Aber ſchaue 2 90 zu ihm auf, wirſt du den du alleine auf das vorge- n J Erloͤſer ſehn, ſo wird dirfſteckte Ziel. a dee erſt wohl geſchehen. en 1995 Wandel iſt im De e. 12, Wirf doch hin, was Himmel, rufe ſchreye, erna dich beſchweret, Chriſtus weine doch, ſeuſtze, liebes E darm d will dein eigen ſeyn, der Chrißen⸗Hertz uͤber alles ne ich gnaͤdig zu dir kehret, Welt⸗Getuͤmmel, und be⸗ b bn Me und dich zu ſich laͤſſet ein; klage doch mit Thraͤnen d ce freundlich will er den um⸗ Babels Dienſt, Egyptens e fangen, der nach ihm nur Joch, leg dich an des Him⸗ Abl i 90 traͤgt Verlangen. mels⸗Thür, alles, was die Pele ase 13. O ſo hilf, du hoͤch⸗ Erde liebt, tritt mit Fuͤſ⸗ 5 l ſte Staͤrcke, und mich alſoſſen unter dir. 8 richte zu, daß ich deine 3. Unſer Wandel iſt im + A di F n Kraft vermercke, daß ich deinen Willen thu: Daß Himmel, rein' ge dich je mehr und mehr ſchuͤtte e ich dich allein betrachte, nur die Suͤnde raus, leg t ni und der Erden nichts mehr das eitle Welt⸗Getuͤmmel Was Mei achte. n unters Creutz des lieben t, i g, Ich bin lahm, du Jesu. Mach dich gantz Dinh mußt mich führen: Ich vom Eitlen leer, lebe JE bf ee bin blind, erleuchte mich. Su nur allein, ach! dein ait Ich bin ſtumm, du wollſt treuer Seelen ⸗Freund * 100 Anrühren meine Zunge, muß dein Licht und Labſal S ae daß ich dich ier autor, ſeyn. See gen mög zu loben, und her 4. unſer Wandel iſt n gen en nach im Himmel oben. Himmel, raſte weder Tag 1 e U he, 0 iſts geſchehen, niemand o Himmels Kind, bis das . obn, dich helfen wird. bllude Welt⸗ Getuͤm̃el un⸗ 9 Sieb, HERR, daß ichſter Chriſti Creutze lieget. blutet N dich mag ſehen, daß ich Faſſe G TT mit aller % rrech: o treuer Hirt, Macht, laß Ihn nicht bis e ee niemand wird von dir ver⸗ ſich dein Geiſt aus dem E fia 110 laſſen, der dich wird im Kercker, von der Laſt, von 5 1750 Glauben faſfen. 20 Dienſt der Suͤnden F un b 10 763. In eigener Mel. 5. Unſer Wandel iſt im + 4 0 Himmel, reiß nur alle e eee e d e N 1 ö 2 5 2 00 0 0 dein Hertz dahin, Seele, alles Welt e, + 4 M dencke, daß ich hier in dem um den Himmel muß das e, Ee Leben 15. Hilfſt du nicht, ſo noch Nacht, ſchlafe nicht, 650 Von Verleugnung Leben, Leib und Kraft ge waget ſeyn. Lobe Gott, daß IESus Chriſt an dem Creutze deine Luſt und dein Reichthum wor⸗ den it. 6. Unſer Wandel iſt im Himmel, richte nur dein Angeſicht, ſchau die Aus⸗ erwaͤhlten an, wie ſie die⸗ ſes Welt⸗Getuͤmmel un⸗ ter Schmach und Spott beſtegen. Hier iſt Chriſtt Himmel nicht, Luſt und Schaͤtze liebt die Welt: aber wer GOT ange⸗ hoͤret, ſucht und liebt das Himmels Zelt. 5 F. Unſer Wandel iſt im Himmel, reiß nicht aus, wenn Spott und Hohn, Schmach und Marter auf dich faͤllt, du mußt in dem Welt⸗Getuͤmmel un⸗ ter lauter Dornen bluͤhen, dort kommt erſt der Eh⸗ ren Thron. Leide nur, und weine mit, aber dencke, wie dein GO dir ge⸗W̃ troſt zur Seiten tritt. 8. Unſer Wandel iſt im Himmel, rede das zu al ler Zeit, ſprich und dencke nur davon. Ach wie wird das Welt⸗Getuͤmmel um dein Hertze nochmals buh⸗ len: aber dieſer Kampf und Streit legt dir lauter Kro⸗ nen bey: ach! ſo ringe, weil du kannſt, bis das Kleinod deine ſey. 9. Unſer Wandel iſt im Himmel, Richter, HErr der gantzen Welt, ſuͤſſer IESu, bring uns hin, haſt du doch vom Welt⸗ Getuͤmmel unſre Seelen losgeriſſen: O HERR JESU! och! dein armes Zion meiner Pein. du frommer GOtt. ren Schaͤtzen, wenn ich mich nur an dir, HErr IE ſu, kann ergoͤtzen, dich hab ich eintzig mir zur du biſt meine Ruh; was frag ich nach der Welt. 2. Die Welt iſt wie ein Rauch, der in der Luft vergehet, und einem Schatten gleich, der kur⸗ tze Zeit beſtehet. Mein IEſus aber bleibt, wenn alles bricht und faͤllt. Er iſt mein ſtarcker Fels; 3 frag ich nach der 2 3. Die Welt ſucht Ehr und Ruhm bey hocherhab⸗ nen Leuten, und denckt nicht einmal dran, wie bald doch dieſe gleiten. Das aber, was allein mein Hertz fuͤr ruͤhmlich allein. Was frag ich nach der Welt. 4. Die Welt ſucht Geld eher raſten, ſie habe denn den Kaſten. Ich weiß ein beſſer Gut, wornach mein Hertze ſtellt, iſt JEſus frag ich nach der Welt. 5. D ſchreyet! Mach ein Ende 764. Mel. O GOit Mas frag ich nach der Welt und alen 10. Wolluſt vorgeſtellt: Du halt, iſt JESUS nur und Gut, und kann nicht zuvor den Mammon in nur mein Schatz: Waßz 0 ſtarcker Held ede laß es bald ein Ende fon, f ö ö n Welt, ſſe vergehen kan durch licht wit Huter mußt ſigg ich ll 76. Ju. ſleagten. ur ir ga , Alt, 7 ech 93—— 2— 8 S S SD S der Welt, ſie vergehen, ihr Anſehn kann durchaus dem Tod alle Luſt verfaͤllt, bleibt JeEſus nur bey mir: Was 1 frag U———ůp—* 8» . ——— 2 8 „ U 4 bes⸗Krancken reicht, aus 1 K ˙ iĩ᷑—᷑—m“E———— % ne Lieb iſt meiner Seelen, mel truͤb, ich ruh an dei⸗ %% Klarheit fehen, wenn mich — ͥ¶—— ̃ñI————Aæͤ36Ü’—„; der welt. 5. Die Welt bekuͤmmert ſich, im Fall ſie wird ver⸗ achtet, als wenn man ihr mit Liſt nach ihren Eh⸗ ren trachtet; Ich trage Cheiſti Schmach, ſo lans es Ihm gefallt. Wenn h wich mein Heiland ebt: Was frag ich nach der Welt. 6. Die Welt kann ihre Luſt nicht hoch genug er heben, ſie duͤrfte noch da⸗ für wohl gar den Himmel 3. Nur du vergnuͤgeſt mich, o meiner Ge elen Licht! in dir erſreuet ſich mein Hertz, auch wenn es bricht. Laß mich doch mehr und mehr der Liebe Bal⸗ ſam ſpüren, ſo wird ſich Lieb und Luſt der Welt in mir verlieren. geben: Ein andrer halts 4. Durchſtrahle mich doch gantz mit deinem Gna⸗ den⸗ Schein, ſo wird der Erden Glantz mir Nacht und Eckel ſeyn; Zeig deine Schoͤnheit mir, o Schoͤn⸗ mit ihr, der von ſich ſelbſt ſter aller Schoͤnen! Wenn 1 7 viel halt: Ich liebe mei Gott: Was frag ich na der Welt. 7. Was frag ich nach im Huy muß nicht widerſtehen; Die Guͤter muͤſſen fort, und ich nach der Welt. 765. In eigener Mel. Wiz frag ich nach der 1 Welt! ſie glebt mir ſchleichten Troſt. Du biſts, der inir gefallt, du, der den Riebes Moſt mir Lie⸗ 0 deiner Wunden Keller, der meine Seel erfriſcht, die chet heller. 1 Augen ma. t JE Sul dei⸗ 2. Mein . ift, wird hier mein Him⸗ nor Btuſt, ſo kann ich meine Sonn in ſchoͤnſter nen die geſchmuͤckte Welt will ch meine Lieb enskroͤnen. 5. Erleuchte mich, mein Licht, wenn mir die Eitel⸗ keit umnebelt das Geſicht zit Sachen dieſer Zeit, und laß mich ſo vergnuͤgt in deiner Lieke ſtehen, daß ich nichts anders moͤg⸗ als dich, mein GO T T anſehen. 8 2 6. Mich hungert nicht nach Glück, mich dürdet nicht nach Ehr: ein ein⸗ ger Liebes⸗Blick von dir erfreut mich mehr, als oh ich alles Gluͤck des fal⸗ ſchen Reichthums hätte, und unter Roſen laͤg' auf hohen Ehren⸗ Bette. 7. Du biſt mein hoͤch⸗ tes Gut, mein Schatz, dem keiner gleicht; Du troͤſteſt Hertz und Muth, wenn andrer Reichthum weicht. Ich bin in Ar⸗ muth reich; Wie kann mir auch was fehlen? Wer dich zum Seegen hat, den die Welt, aublitzt, und Truͤbſals⸗Winde weben. darf kein Mangel quaͤlen. 8. Ich mag die Ehre nicht, den Schatten, der Ee 2 ver⸗ mein Theil, 652 vergeht, wenn unſrer Tage Licht beym letzten Abend ſteht. Genug mein JE Su! mich Erde liebeſt, und mir mit deiner Lieb, Hertz, Kron und Himmel giebeſt. 9. Ach! laß mich mehr und mehr empfinden Ge⸗ gen Lieb, und toͤdte und zerſtoͤhr, was hindert ih⸗ ren Trieb: Verbittre mir die Welt, daß deine Suͤſ⸗ ſigkeiten bey deſto wei⸗ term Ruhm ſich in der Seel ausbreiten. „ Welt, die ſchnelle Zeit verandert dich und ſich! der Kram der Eitelkeit hat keine Waar' für mich. Willt du mir in der Welt, mein JESu! etwas geben! So gieb dich ſelber mir, mein Heil, mein Leben. 766. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Was giebt du denn, o meine Seele, Gott der dir taglich alles giebt? Was iſt in deiner Leibes Hoͤhle, das Ihn vergnuͤgt, und Ihm be⸗ liebt? Es muß das Liebſt und Beſte ſeyn. Gieb Ihm, gieb Ihm das Hertz allein 2. Du must, was Got⸗ Seele, wem gebuͤhrt das Hertz? dem Teufel nicht, er haßt das Leben, wo dieſer wohnt, iſt Hoͤllen⸗ von verleugnung GoceH⁵, dir ſoll allein iſts, daß du, f mein Hertz aufwaͤrts ge⸗ widmet ſeyn. 3. So nimm nun hin, was du verlangeſt, die Erſtgeburt ohn alle Liſt, das Hertz, damit Schoͤpfer praugeſt, das dir ſo ſauer worden iſt: Dir geb ichs willig, du allein haſt es beiahlt, es iſt ja dein. 8 4. Wem ſollt' ich mein Hertz lieber goͤnnen, als dem, der mir das ſeine giebt: dich kann ich mel⸗ ner Hertzliebſten nennen, du haſt mich in den Tod Hertz,. ſoll dein und keines an⸗ dern ſeyn. den lieben ꝛc. Jas mach ich in Egyy⸗ der Baum noch Wurtzel iſt: Wo nur die Croecodil⸗ len niſten, und Drachen ihren Sitz erkleſt: Wo alle die verſchmachten muͤſ⸗ ſen, die nichts von Zions Weide wiſſen. 2. Verirrte Seele, wem zu Ehren 1 du dich auf dieſes Feld? Hier Ge penſter anzutreffen, die 2 fen. 3. Ach! wende dich auf jene Wieſen, wo JESus ſeine Junger ſpeiſt; und denen, die ſein Wort er Schmertz. Dir, dir, 9 kieſen, die Straſſe nach i dem du tens Wuͤſten, wo we⸗ wirſt du nichts erſyrieß⸗ lichs hoͤren, wo Satan ſel⸗ ber Schule haͤlt: Wo nur n jedem Pilgrim ſchaͤndlich tes iſt, GOs e geben, ſag aͤff 929 d ſehe d fen, ſo Id Heil ge . O Bill Fot des! herde schl matt; ug des Well geliebt. Mein Hertz, dein e Kubi ein Hertz allein, 767. Mel. Wer nur(6. feng her 7. Gebab 0 00 hang di Hünckt: Heile Hut Gott 1 id trash ſch ewig. u Meile legen. 768. N. ag ge M. ni Melt — nur den weiſen Schluß, . — — S——— = Mil „ dem Himmel weiſt: So darfſt du nicht aus Noth verderben, und wie die Thoren Hungers ſterben. 4. Zwar deine Sünden ſind zu heftig, daß dich der HERR verwerten mus; Doch iſt ſein Troſt her⸗ gegen kräftig: Drum faſſe und ſetze dich iu feinen Fuͤſſen, ſo wirſt du Speis und Heil genleſſen.. den in Leid gebracht, der ich auf ſie baut: Wer aber traut allein auf Gottes Treu, der ſiehet ſchon die Hiwmels⸗Kron, und freut ſich ohne Reu. 5. O Btodt des Lebens, Brodt des Himmels, werde ſchier vom Hunger matt; und habe langt des Welt Getuͤmmele, des Knoblauchs und der Zwiebeln ſatt; Drum denck ich hier mit Salems Fruͤchten die müden Gei⸗ ſter aufzurichten. 6. Verſtoß mich nicht von deiner Tafel, wie wohl ich voller Mängel bin. Hier ik die rechte Himmels⸗Staffel, hier iſt mein edelßer Gewinn; bey dieſer Erndte reiche Garben darf meine Seele niemals darben. Gehabt euch wohl, der Welt. 1 e W . N 9 63 ů ihr ſchnoͤden Auen, wo Pharao die Frommen kränckt: Hier will ich meine Huͤtte bauen, wo Gott die Seinen ſpeiſt und traͤnckt; Hier will ich ewig mit Vergzügen in meines IEſu Armen liegen. 758. M. Nan ſich der Tag geendet hat. as mich auf dieſer Welt betruͤbt, das 997 ich nicht in deinem währet kurtze Zeit: Was aber meine Seele liebt,% das bleibt in Ewigkeit. Drum fahr, o Welt, mit Ehr und Geld und deiner Wolluſt hin: im Creutz und Noth kann mir nein Gott erqulcken Muth und Sinn. 2. Die Thoren; Freude dieſer Welt, wie ſuͤß ſie immer lacht, hat ſchleuntg hr Geſicht verſtellt, und 3. Mein JEſus bleibet meine Freud, was frag ich nach der Welt? Welt iſt nur Fu keit, die letztlich ſelbſt ꝛer⸗ fallt. Ich bin ja ſchon mit Gottes Sohn im Glauben hier vertraut, der droben ſitzt, und hier beſchützt ſein' auserwaͤhlte Braut. urcht und Traurig⸗ 4. Ach! IEſu, toͤdt in mir die Welt, und mei⸗ nen alten Sinn, der dei? nen Willen widerbellt: HErr, nimm mich ſelbft nur hin, und binde mich gantz veſtiglich an dich, o HErr! wein Hort! ſo Licht, bis in die Lebens, Pfort. 769. M. Auf! Chri⸗ ſten⸗Menſch ꝛc. Wed plagt mich denn N die Welt ſo viel auf Satans Trieb und Heiſ⸗ ſen? Warum verfolgt ſie Ee 3 5 mich 65⁴ Von Verleugnung mich ohn Ziel, und denckt mich hinzureiſſen? Verge⸗ bens iſt der Arbeit Lohn, denn JESus itt ſelbſt meine Fron. 2. Muß gleich 5 dieſer Sterblichkeit mein Hertz ſich immer nagen, und mit ſo mancher truͤben Zeit ſich martern und zer plagen, 1 folget doch in jene Welt Triumph, dem bin ich zu⸗ gezählt. 7. Wohl denn, gebrau⸗ chet eure Liſt, ihr falſch geſinnten 9 mein IEſus doch mein Bey⸗ ſtand iſt, was wollet ihr mich quaͤlen? ihr legt euch ſelber Fall und Strick durch euren Neid und boͤſe Tuͤck. 4. Auf, meine Seel, verzage nicht, gedenck an jenes Leben, das bald nach dieſem eitlen Licht, dein IEſus dir wird geben. Allwo die Feinde insge⸗ mein dir werden unter⸗ wuͤrſig ſeyn. 5. Beiß, reiß dann, San tan, Hoͤll und Welt, ſperr auf den Mißgunſt Rachen. Ich hab mein Sach Gott heimgeſtellt: Er wird es alles machen: ich werd dennoch bey JEſu ſtehn und uͤber dir triumphirend e gehn. 770. N. Err, ich ha⸗ 2 be mißgehandelt. 5 mit allem, was da ſcheinet, kerdiſch klug in dieſer Welt] was mich nicht mit dem verei⸗ ein GOT von Mach⸗ ten, unbegreiflich zu be⸗ trachten 2. Was mich, ſag ich, nicht hinführet zu dem gl⸗ lerhoͤchſten Gott, das iſt nichtes; mir gehühret dis zu nennen lauter Koth: Es ſind e e ten, die mit IEſu mich verhaf ten. 3. 3. Fragſt du, wo dis in beſtehet, daß mein Hertz ſo ſehr begehrt? Wenn ein Menſch in Furchten gehet, und den groſſen Schoͤpfer ehrt; das 1 Weisheit, das ſind Gaben, die n ieee Bürge habe 4. Boöſes meiden. Gutes ſuchen, jagen nach Gott⸗ ſeligkeit, alle Luſt der Welt verfluchen, ſo ver⸗ ſchwindet mit der Zeit, das heißt recht Verſtand zu ha⸗ kann laben. 5. Wilt du dieſes jetzt icht glaͤuben, o du fal ſch deen Kunſt, warlich du wirſt noch verſtaͤuben, und wo bleibt denn Men⸗ ſchen⸗Gunſt? Ach! wie bald, wie bald verſchwin⸗ 5 was ſich nicht auf Chrißum gruͤndet. 771. In eigener Mel. Mrel'lich Ehr und zeit⸗ A, lich Gut, Wolluſt und all Ueber muth, iß eben wie ein Gras: Aller Pracht und ſtoltzer Ruhm verfaͤllt wie ein' Wieſen⸗ net, dem der Kinder Blum. O Menſch bedencke eben Hertz gefalt, welcher ſſt ben, welcher Leib und Seel eigen 50 I Wu gedet witz denn Ant, gehe behſchaft, k da beßeln U 10 müßt 0 4, Denn i kahes Hetze denn alle be 10 ö b 10 U 5 b, Kein dach kein 5 0 1 0 1 i a ch, an alice, hel ge der Welt. i eden das, und verſorge nun recht gethan, deſt du guten Lohn. eh. 255 e K f „ n 1 Spfetr gt „eit, dus * eiche bn, u i% 5 Ach, nt, d t lag Mf 2 80 delten un e dh He 2 b sh fle 4 Jun gie 15 dee uh 0 10 „dich doch baßz taͤglich fuͤr, gedenck Tod iſt vor der 8„ 1 It ng d will muͤßis gehn. 2. Dein End bild dir „ der Thür, und will mit mir davon; Er klopfet an, du muß her⸗ aus, da wird nun nichte e anders draus: Haͤtteſt du ſo faͤn⸗ 3. Wenn die Seel von hinnen fahrt, und der Leib W̃ 10 von uͤrm' verzehrt, wieder wird auferſtehn, alsdenn vor göttlicher 6 7 1 Kraft, geben ſollen Re⸗ chenſchaft, o! wie wird er da beſtehn, weil er jetzt 4. Denn dort wird ein reines Hertz vielmehr gel⸗ ten denn alle Schaͤtz, und aller Wenſchen Gut. Wer ſich hier verſoͤhnt mit 60 TC, der wird dort nicht leiden Noth. Wer jetzt Gottes Willen thut, der wird dort ſeyn wohl⸗ gemuth. 5 5. Ein gut Gewiſſen allein in beſſer denn Edel, geſtein, und koͤſtlicher denn Gold. Wer es von Chriſto erlangt, und ihm ordent⸗ lich anhangt, dem vergiebt Oc ſeine Schuld, fleht ihm bey und iſt ihm uld. 6. Kein Reichthum, auch kein' Gewalt, kein! Zierhelt noch ſchoͤn Ge⸗ ſtalt hilft was zur Selig keit, es ſey denn das Hertz zugleich in goͤttlichen Ga⸗ ben reich, und geziert mit Geiſtlichkeit, in Chriſti Theilhaftigkeit.* 7. Chriſtus redet offen⸗ bar, und ſpricht zu aller Menſchen⸗Schaar; Wer mit mir herrſchen will, der nehm auch ſein Creutz auf ſich, unterwerf ſich willig⸗ lich, halt ſich nach meinem Beyſpiel, thu nicht, wie ſein Adam will. 8. O Menſch, ſieh an IEſum Chriſt, ſo fern er dir zum Beyſpiel iſt, und untergieb dich gar! Nimm auf dich ſein fuͤſſes Joch und folg ibm getreulich nach, ſo kommſt du zur Engelſchaar, die dein war⸗ tet immerdar. 9. Glaub dem HErrn aus Hertzens⸗Grund, und bekenn Ihn mit deinem Mund, und preiſ' Ihn mit der That, thu Ihm fleißig deine Pflicht, wie dich ſein Wort unterricht, ſo wird er mit ſeiner Gnad dir bey⸗ ſtehn in aller Noth. 8 10. Regier dich nach ſeiner Lehr, und gieb ihm allzeit Lob und Ehr mit Unterthaͤnigkeit, ſprich hertzlich mit Innigkeit: O God T in Dreyeinig⸗ keit! Dir ſey Danck und Herrlichkeit hier und dort in Ewigkeit. 8 772. In eigener Mel. elt, packe dich! Ich W̃᷑ ſehne mich nur nach dem Himmel: Denn dro⸗ ben iſt Lachen, iſt Lieben und Leben, hier unten iſt alles dem Eitlen ergeben. 2. Du Luͤgnerin, nach deinem Sinn wilt du mich richten; Ich folge der Ee 4 Wahr⸗ 656 Von Verleugnung Wahrheit zum ewigen Leben, das IJEſus die Wahrheit, den Frommen wird geben. 3. O Welt! du biſt voll Trug und Liſt, du legt mir Stricke. Ich bin dir entgangen, und will dir entgehen: Denn JEſus bleibt ewig zur Rechten mir ſtehen. 4. Du blinde Welt! wers mit dir haͤlt, ſtuͤrtzt in die Grube. Ich folge dem Lamme, dem Lichte und Leben, das uns das Lamm Gottes dort oben wird geben. 5. Du mwuͤheſt dich, zu ſtoͤhren mich und meinen Frieden. Ich liege und chlafe voll goͤttlichen Frle⸗ den, und laſſe dich toben und wüten hienleden. 6. Du ſpotteſt mein, ich lache dein und deiner Waffen; Verfolge, ver⸗ ſpotte, ver hoͤbne mich eben, es bleibet mir den⸗ noch das ewige Leben. 7. GOTT iſt bey mir, Satan mit dir: wer wird gewinnen? Ich ſiege durch Chriſtum, ich kaͤmpfe und ſtreite, und trage die Seele iſt Gott, in aller Noth ich auf Ihn traue. Du wirſt noch verſtieben, ich werde be⸗ ſtehen, wenn alles zu Bs; den und Truͤmmern wird uͤſte dich, flreit wider mich, ſpanne den Bogen: Dein Bogen von dannen zur Beute. 8. Mein Schild gehen. 6. Auf! wird brechen, die Seh nen zerſchellen, damit du mich liſtig gedachteſt zu allen. 10. Du rufſt: Da, da! Halleluja iſt meine Stim⸗ me; Du ſucheſt mein Elend, das ſaͤheſt du gerne, mel von ferne. 11. Jeruſalem, Jeruſa⸗ lem wird dennoch bleiben, auch unter dem Creutze fein luſtig und ſtille, denn Gottes ſein Brünnlein hat Waſſer die Fuͤlle. 12. Zuletzt, zuletzt werd ich ergoͤtzt, hier will ich dulden; mir iſt ſchon der Himmel von dem, der hoͤlliſche Grube bereitet. 13. Halleluja, Hallelu⸗ ja! wo ſeyd ihr Klugen! Der Braͤutigam kommet voll Gnaden und lachet! ach! ſchmüͤcket die Lampen, ſeyd munter und wachet. Himmel, und liebe das Leben, das JEſus im Him⸗ mel den Frommen wird geben. 15. Nur fort, du Welt, komm Sternen⸗Zelt, mich zu ergoͤtzen! Ich ſuche den ben, das wolle mik IE⸗ geben. laͤßt walten. zelt, tobe, wie du wilt, und wüte, unverruͤckt, mein Sinn, mein ich ſuche und ſehe den Him⸗ f mich leitet, dir aber die 14. Welt, packe dich, du haͤltſt nicht Stich, du Truͤgeriune! Ich lobe den Himmel das freudige Le⸗ ſus, der Lebens Fuͤrſt, 0 773. Mel. Wer nur den lieben Gtt mein Ziel bleibt dennoch 0 lch gef 0 och gekte 155 2 lter hn fg un 05 ene Efe de lt, en 101 00 el un, bitt, M i b seh h Biiaug 1 schid, Enn bertel J D imel, u 2 n, dad den Nami n. 12 6. Nur fh ht 13 — um 5 ö 1 * * 2 „Iii 100 uin dani c . Halde N 4. Welt, h 10 00 0 In Stennd aöten N „de a in J da bertück/ 1 mein Herz und mein Ge. J muͤthe ſind nie von deiner mich Welt und Luſt ſchon triebe, bleibt doch gekreu⸗ zigt meine Liebe. gekreutzigt meine Liebe. 0 1 WIe das bi de ——————— elt/ e g U Ge % 7 0 magſt toben? mein! was hab ich dir gethan? daß der Welt. 857 Laſt entzuͤckt! Denn ob 2. Die Liebe, die ver⸗ aus meinem Sinne hin, ich bin derſelben einver⸗ lelbet, die JSSu, di fuhrt zum Gewinn: Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, bleibt doch 3. Mein Hertz iſt himm⸗ liſch nur geſinnet, was weltlich iſt, r ruͤbrt, die Liebe, die den Preis gewinnet, iſt dieſe, die zum Himmel fuͤhrt. Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, bleibt doch gekreutzigt meine Liebe. 4. Ob ich der Welt gleich bin verhaſſet, weil mir verhaßt iſt, was ſie liebt, ſo leb ich doch mit Lieb umfaſſet von dem, dem ſich mein Hertz er⸗ giebt. Denn ob mich Welt und Luſt ſchon triebe, bleibt doch gekreutzigt meine Liebe. 774. N. Chriſtus der uns ſelig macht. ich dein Thun fuͤr Schein, Koth und Hleiſſen halte, und erkenne nun? Wer will michs denn heiſſen, daß ich deinen ſchnoͤden Tand an mich ſolte kaufen, und gänglich bleibet, iſt ſchon des halben Meer und Land umher aͤngſtlich laufen. 3. Mäher kann ich haben chſia beſſer Gold und Schä⸗ tze, gegen welche deine da, ſind nur Bettler Netze; iſt denn nicht der Himmel mein, alles, was darin⸗ nen; wle ſollt mir denn a kommen eln ſchlechters in bleibt unbe, gewinnen: 4. Ob ich ſchon dir nichts kauf ab, hat du doch viel Kaͤufer, die da kramen um deln Haab, deine Knecht und Laͤufer: Ihr iſt viel, du kannſt auch ſehr wohl mit ſeyn zufrieden, ob gleich ich und andre mehr ſich von dir geſchieden. ch acht deiner 5. Weisheit nicht, weil ich eine funden, darauf ich den Fleiß gericht't, ſuch ſie alle Stunden, nemlich JEfum; noch ſind viel, die ihn von ſich weiſen, weil die Welsheit iſt ihr 846% die du pflegſt in 5 reiſen. 6. Es iſt wahr, ich ſu⸗ ſoſche nicht deine Gunſt und Ehre, weil, von welchem du haſt erhoben deinen 0 Zorn und Unmuths⸗Giſt, deinen Laͤſter Rachen, das geſchicht, JeEſu Wahr⸗ heits Lehre wird verfaͤl⸗ ſchet: Laß es ſeyn, gnug ſind, die da ſchmeicheln, mich, was deinen Wunſch und mit falſchem Luͤgen⸗ betrift, troſtlos gantz machen. eucheln. Ee 5 I truͤgen, luͤge n, 7. Muß 2. Kommts daher well 1 f ö 663 Von verleugnung 7. Muſt du laſſen auch geſchehn, daß ich deine Guͤter, Geld und Reich⸗ thum laſſe ſtehn, o wie viel Gemuͤther ſind dage⸗ gen ſo beßrickt, daß nur Geld und Kleider, und die Erde ſie erquſckt, wie viel tauſend, leider! 8. Du verdenckſt mirs allzuſehr, daß ich nicht er⸗⸗J K 1 ſchrecke, wenn du zuͤrnſt; ich kann nicht mehr, ſchau doch nur die Decke, ſo Gott uͤber mich ausbreit't, mein, wem ſolte grauen, der verdeckt zur boͤſen Zeit, kann die Huͤlfe ſchauen. 9. Ach! es ſind nur all⸗ zuviel, die ſo gar erzittern, wenn du dich in deinem Spiel ſcheinſt nur zu er⸗ bittern, denn ihr Hertz im Leib erbebt, die Ge⸗ ſicht erblaſſen: Aber wer im Glauben lebt, wird es dir wohl laſſen. 10. Dencke doch, was nuͤtzt' es mir, wenn ich wenig Tage ſucht mich muͤſt ewige Plage dafur in der Hoͤllen Pein leiden als verlohren: ſolt es denn nicht beſſer ſeyn, ewig nie gebohren. 11. Wird derhalben nichts daraus, zurn gleich oder lache, ich find weder Lieb noch Graus, was du thun kannſt, mache! Ich will auch durch Cbbiſtt Kraft, ſo viel ich kann, lei⸗ den, ſein Geiſt, weiß ich, in mir ſchafft, daß mich Wille, deſto eh'r komm ich hinauf an den Ort der Stille: Schaue JEſum meinen Schatz, ruh vor dem Getuͤmmel, hat die Erd nicht fur mich Platz, iſt er doch im Himmel. 23. Darauf freu' und tröſt ich mich, lache, huͤpf und ſpringe, ich halt ſuͤſſer JIESu, dich, darum ich ſo ſinge; Hab ich dich, was ſchadt mir fort? nichts, nichts, nichts in allen: ich bin ſelig hier und dort, laß die Welt nur fallen. 77. Mel. Von Gott will ich nicht ꝛc. Inner Chriſtum recht W̃᷑ will lieben, muß ſelbſt verleugnen ſich, und gaͤntzlich von ſich ſchieben der alten Schlangen Stich: Ich meyne ſolche Luſt, in der wir uns ge⸗ fallen, wie Adams Kin⸗ ewuſt. f 2. Wer ſich nicht ſelbſt will haſſen, ſammt ſeiner Wercke Schein, kann Chri⸗ 12. Opferſt du mich der hoͤchſte Gos auch 1 zeitlich auf, i h dern allen dieſelb iſt wohl gleich zu ſtellen dir, und bewt 1 ſſaurcht 1 1 b .. 4 Geh aut ſilbe, sor Argham! 9 em Sta um Sünde h denche d wie dah left, wo N lebeßt: ür I Chrif. 2 Fs er durch Fiäglichs Wei, allein Ihm ſutuwenden? nen wird aller Welt zum Denn Er will uns ja en, pott. 10 1 ſelbſt, das hoͤch⸗ Geh aus von deinem ſte Gut. e, Nach Gott zu 9. Laß dich die Lieb ent⸗ Abraham! o Menſch! inſzuͤnden, nicht die vergaͤng⸗ E dieſem Stende kriech aus lich iſt, als welche leicht 5——— — 5— 58— 5 — ———— —— Ft lich dun y alten Sie Sog J ag S der , ce da alle diaing „ 3 — — — — —— — — — —— — 2 — — —— — — — ce ech F n ) ſen die uber 2 ganzer hee —.— — —— 1 — — — — — 7 .— 8 — ———— — Nen — — 2* — — — — — —— S— — — — 2 — . — S— — — . Mel hy bill ich a, Die Chun will licht — Suͤnden„Schlamm. zu finden im faulen Sun⸗ ach dencke, wer du bist, den Miſt: Ach! nein, dies und wie du Gott betrü⸗Ungeheu'r ſoll all? Welt beſt, wo du dich ſelber verfluchen, wir Christen liebe: fuͤrwahr kein rech⸗ wollen ſuchen ein beſſer ter Chrſſt. Liebes⸗Feur. c 5. Gleichwie es nie ge.] 10. Das Feur bleibt ſchkehen, daß einer hat zu⸗ nicht auf Erden, es ſchwin⸗ gleich gen Himmel auf get ſich hinauf, und will eſehen, und nach dem ſerhoͤhet werden durch ſei⸗ Erden Reich: So kanns] nen ſchnellen Lauf. Das auch gar nicht ſeyn, ſich Liebes Feur in dir ſoll neben GO T T zu ſetzen, auch vor allen Dingen ſich und dem ſich gleich iu in dem Himmel ſchwin⸗ ſchötzen; GOTT will die[ gen mit himmliſcher Ehr allein. Begier. 4 6. Das hoͤchſte Gut im 11. Noch will ich ferner Leben, dem Menſchen zu⸗ lehren, wie der ſo Chri⸗ gewandt, das Gott uns ſtum liebt, ſich gar nicht hat gegeben, iſt Liebe nurſſoll verehren, als der ihm genannt: Dies hoͤchſte Gut ſelber giebt, was Goc iſt Gott, zu dem ſollt du allein gebührt: wer deſſen dich kehren, Ihn hertzlich Lob nicht ſuchet, derſelb iſt zu verehren, und nicht des gantz verfluchet, wird hin Satans Rott. zur Pein gefuͤhrt. Es beißt: Was du 12. Die ſchoͤnen Leibes⸗ necht meyneſt, iſt dir an Gaben, auch Gluͤck, Witz, Gottes Statt; wenn du Ehr und Geld, ſam̃t al⸗ das gleich verneineſt, ſo lem, was wir haben, hat jeigt es doch die That.] Gott uns zugeſtellt, weil Der, ſo ſich liebt zu ſehr, dieſe Brünnelein ſich nun darf uͤber GOtt ſich heben, aus Ihm ergieſſen, ſo muͤſ⸗ dem Schoͤp fer widerſtre⸗ ſen ſie auch flieſſen zum ben, und rauben ihm die ſelben Meer hinein. Ehr. 13. Gleichwie der Son⸗ 8. Iſt GO T, wie wirſnen⸗ Strahlen, wenn ſie bekennen, der Anfans und mit vollem Lauf ein gan⸗ das Ziel, das A und Oſtzes Land bemahſen, viel zu nennen: was harren Bluͤmlein ſchlieſſeu auf, wir denn viel, Leib, Le, die ſuchen wiedrum ſehr % ben, Hertz un Muthl die Sonn an allen Enden, Ee ſo 66⁰ von Verleugnung der welt. ſo muß man alles wen, 20 zu Gottes Preis und 4 14. Als jener Konig lobte dle Babel ſeiner Macht, und gleich vor fart, Stoltz und Pracht, da ward er toll und wild: ſeuftzet nach der Himmels⸗ Luſt; Wer IeEſum hat, und IEſum liebt, der giebt. 4. as heißt, ſich ſelber lie⸗ ben: Dies it, o Menſch, lebt auch in dem Tode noch, ſein IEſus laͤßt ihn geſchrieben, der Welt zum nicht verderben, ob ihn Haren Bild. 15. Ach! ſtelle deinen Willen nach Gottes Wil⸗ len an, der deine Bitt er⸗ fuͤllen, und dich erhohen kann: Doch zeig es mit der That, kannſt du dich ſelber zwingen, ſo wirſt du vollenbringen, was GSGBott befohlen hat. 776. N Wer nur den lieben Gott ꝛc. Wer ſeinen JeSuqm recht will lieben, der achtet nicht der Eitel⸗ keit, ihm kann kein Unge⸗ mach betruͤben, er bleibt, auch treu bey rauher Zeit: wer JEc zum hat, und JeEcuq liebt, der liebt den, der den Himmel giebt. 2 Wer JeEeEuq liebt, muß alles haſſen, was falſchen Schein der Liebe macht, nur ſeinen IEſum muß er faſſen, auf Ihn alleine ſeyn bedacht: wer JeEſum hat, und JIEſum lebt, der liebt den, der den Himmel giebt. 3. Wer Jeeu liebt, verlangt den Himmel, und ruht in ſeines JE Su Joch, wer IEſum bat, und IEſum liebt, der liebt den, der den giebt. kuͤßt. den Himmel giebt. Won ihr den HErren finden, ſo ſucht Ihn, weil es Zeit: Wollt ihr Bruſt, er faßt das boͤſe Welt Getuͤmmel, und liebt den, der den Himmel Freuden tobte, voll Hof⸗ gi 1 Wer JeEſum llebt, der kann nicht ſterben, er hier druͤckt der Suͤnden Himmel F. Wer IEſum lebt, kann ſich ergoͤtzen, wenn ihn ſein liebſter Jesus Wenn Er ins Leben ihn wird ſetzen, und alles Hertzeleid verſuͤßt, wer IEſum hat, und JEſum liebt, der liebt den, der 77. Mel. Valet will ich dir geben. Wollt ihr die Kron em⸗ pfangen, ſo rennet nach zu erlangen, der ſucht und müht ſich viell. 2 Sucht Ihn mit Kinds⸗ auf dem Heu. Denn wer kein Kind will werden, bey: Sucht Ihn, den rei⸗ den Braͤut'gam binden, ſo thuts, weil Ers verleiht: dem Ziel; Wer viel meynt J Geberden im Kripplein der geht Ihn ſtracks vor⸗ nen Knaben, in der Jung⸗ ö frauen Schoos: 5 Aube 1 S 0 II 255 10 g 6 ee 415 Wet 0 Siehe f„ e 1 0 Ad 10 1 F F e, ich in e en Ne ef 7 ber ia 8 8 82 Fer 0 DDr — I. ö 0 g Im hat, , der A 2 Hume e S n ich dir ahn 0 Faun e Weh, ac, f 1 eee . 6, hel el ah. Ni 180, et iiach Agen, ————pů——— 2— 88 2 — —— — 5— 2 0 wer dies Gold will haben: wan von Ihm getrennt: Prium b) t i A, N Vom Cbriſtlchen Leben de Sucht Ihn, wo Er im Grabe der Welt geſtorben ſſt. Denn wer nicht allßm ſtirbt abe, wird nicht von Ihm erkieſt. 5. Sucht Ihn im Him mel droben, im Chor dern Seraphim. Denn die ihn lebend loben, ſind nicht Welt ſich freuen, die feh⸗ſehr welt von Ihm; Sucht len feiner weit. Ihn in eurem Herzen 4. Gucht Ihn im Exeutz mit tilefſfter Innigkeit: und Leiden, in Trübſal So werd't ihr quitt von und Elend. Denn e jetzt und in der Wolluſt Freuden wird Swiskeit. 1 VI. Vom Chriſtlchen Leben. 778. In eigener Mel. 3. Doch eben darum flucht der Glaube im Geiſte ch Abba! ſchenckſdie Erfuͤllungs⸗Kraft, ſo in JEſu Namen uns die volle Rub erſt uns deinen aller⸗ſchafft, daß nichts die liebſſen Sohn, den Glau, Frucht des Lebens raube. bens⸗Schild und groſſen Er muß auch ſelbſt in uns Lohn, den aus erkohrnen eingehen, Tod, Teufel, Weibes⸗Saamen. Gedenck Holl und Suͤnd zerſtoͤhr' n, an deine theure Reden, da ſo iſt die Rettung ganz du Ihn uns verſprochen geſcheben, daß wir Ihn baſtt zum Koͤnig, Prie, als den Heiland ehr n.. ſier und Propheten, von 4. Drum, Vater, bit⸗ aller Noth und Suͤnden⸗ ten wir dis Leben, das in Laſt. 2 dem Sohn der Liebe iſt, 2, Du haſt Ihn zwar worinn du ſelbſt verklaͤret ins Fleiſch geſendet, und biſt, daß du Ihm wollſt Ihn im Geiſt gerecht be⸗ als Weisheit geben, Ge⸗ weist, verkuͤndigt durch rechtigkeit und heil ge 3 ſeyn von Keuſchheit groß. 3. Sucht Ihn, ſoll Er ſich zeigen im Wege der Geduld: Wer meiden kann und ſchweigen, der ſindet ſeine Huld: Sucht Ihn in Wüſteneyen und Abge⸗ ſchiedenheit. Die mit der den Glaubens Geist, ſein Hülle, als ewige Erloͤ⸗ Werck iſt auſſerlich vol⸗ endet: Wir glauben ſei⸗ nem Thun und Leiden, wodurch Er uns erwor⸗ſchaff ben hat, und als Erkauf te zu bereiten zur ew'gen Freud⸗ und Friedens⸗ Stadt. ſangs Kraft, denn dies i⸗idein vollkommner Wille, ⁵ der unſre Wiederbringung 2 afft. 5. Gieb Ihm aus deiner Liebe Munde, das ew'ge Leben, Licht und Wort, den Weg, die Wahrheit, Ee 7 und 662 — vom Chriſtlichen Leben. und die Pfort zum Heil im tiefſten Seelen⸗ Grunde. Blaſ uns mit ſeinem Geiſt und Othem lebendig und erquickend an, daß unſers Hertzens bürrer Boden in ihm nur lieblich gruͤnen kann. 5 6. Iſt er nicht geſtern, heut und eben derſelbe auch in Ewigkeit; So muß Er uns auch werden heut, wie Er zuvor war Abrams Leben. Jetzt iſt die ſeel ge Stunde kommen, darinn dein Sohn verklaͤret werd, wozu er hat von dir ge⸗ nommen die Glorie, die Er hatt auf Erd. 7. Sind wir verordnet gleich zu werden dem Bil de ſeiner Herrlichkeit: So ſey ſein Blut zur Kraft bereit, daß wir auch hier noch auf der Erden zu ihm uns laſſen neu gebaͤhren. Drum drück uns ein ſein goͤttlich Bild, die Sanft⸗ und Demuth wollſt uns lehren, bis uns des Lam̃s Geſtalt erfullt. 8. Wir wenden uns in eine Wunden; in ſeines Hertzens offne Seit? Bis in des Leidens Bitterkeit das Fleiſch den Tod recht hat gefunden. Wir opfern uns in Ihm zum Ster⸗ ben, und wollen mit ge⸗ kreutzigt ſeyn, daß wir ſein himmliſch Leben erben, und hler noch gehen recht darein. 5 9. Dein Will, o Vater! I ſey die Speiſe, das rechte Brod vom Himel ſchenck, daß keine Schuld uns wei⸗ ter kraͤnck, naͤhr uns nach deiner Kinder Weiſe. Er⸗ öofn' uns auch denn Brunn der Enaden, das Llebes⸗ solle JEſus,Hertz, und heil der Seelen tiefen Scha⸗ den, nimm weg den ban⸗ gen Suͤnden⸗Schmertz. 10. Komm ſelbſt, 9 Sohn, im Geſſt erſchei⸗ ne, vollende dein befohl⸗ nes Werck, und uns da⸗ zu im Glauben ſtaͤrck, dir anzuhangen gantz alleine. Laß uns in deinem Her⸗ tzen wohnen, und bleib du auch in unſern ſtehn, du wollſt nur keines Argen ſchonen, bis wir uns gantz erloͤſet ſehn. c 11. Fuͤhr durch das Blut des ew'gen Bundes die Seelen der Erkauften hin; Belebe Hertzen, Muth und Sinn mit dem Geiſt dei⸗ nes eignen Mundes: daß wir dem Lamm mit Freud nachgehen, und bleiben von der Erd erkauft. Den Wandel laß im Himel ſte⸗ recht getauft. 12. Komm Heilger Geiſt! laß dich hernieder in unſern armen Hertzeus⸗ Grund, Erfuͤll mit Kraft vom neuen Bund, bring wieder. Erweck der erſten Liebe Leben, weh' uns mit deinem Othem an, daß dein Geſchoͤpf dir Ehre ge⸗ ben, und in dir göttlich leben kann. 13. Du heilge Dreyheit! die ſo eben zu unſerm Heil bemühet iſt! Ach! offen⸗ bar dich, wie du biſt, du mußt uns dir, und dich uns gehen, hen, mit Geiſt und Feuer uns zu GOttes Einfalt l ge 9 bh von iich uns 10 gcbehen! ſſ ahnlich 570. N. zu mir b les Ach 60 deine! dll Sun hu fertigh glauben chriß, da Meister i hut nen! 5 Hil ö hach deiß ſelig lebe Ehren de Daß uns fager, auf Himmel um Chef 1 0 a e 0 M ———— ͥ—— g geben o Pater, zeuch uns 6 recht von neuen! o Wort, derzeit voll Freundlichkeit ſprich uns Erloͤſung ein! O Geiſt, laß uns dein Licht gedeyen! O Lieb! laß uns dir aͤhnlich ſeyn. 779. M. Kommt her zu mir, ſpricht Got⸗ tes Sohn. Vom Chriſtlichen Leben. * 2 mich ihrer moͤg erbarmen. 3. Loͤſch aus in mir des Fleiſches Wuſt, daß ich in deiner Lebe, nicht in der Welt empäne. ue, Und ſtets mich alſo übe, N 7 05 1 2 roß der Armen, auch je⸗ 1 get gun 6 ue 2 4 — —— — . . —— —— — —.— . —. — Desen, * ut duch 1* Bang der Eten J Herzen, dug t den%% „ e Mute n Lana hn, un leg u Eid Kine et lla in Hl A etauſt. Kon g J laß dag he n eee „ Ek 1 0 u len Bu, Got . Ethel eben, wehe l Die g. e eſchipftt und hh ian. dull —— — r — . —— — — —— 1 — — 1 55 —— ö e 00% e eee, lt Get; — —— Ac Gott! gieb du uns deine Gnad, daß wir all' Sünd und Miſſethat bußfertiglich erkennen und glauben veſt an IJEſum Chriſt, der unſre Hülſ und Meiſter iſt, wie er ſich ſelbſt thut nennen. 2, Hilf, daß wir auch nach deinem Wort gott, ſelig leben immerfort, iu Ehren deinem Namen: Daß uns dein guter Geiß regier, auf ebner Bahn zum Himmel fuͤbr, durch JE⸗ ſum Ehriſtum, Amen. 7 30. Mel. Was mein GoOtt will ꝛc. ſchwingen. den ſtoltzen Sinn, laß ſchon durch Liſt, mein Neben⸗Chriſt ins Elend lieben. Ach hoͤchſter GO TT, verleihe mir, daß ich nur dich begehre, und daß ich Christlich fur und für, durch dich mich neu ge⸗ baͤhre, daß ich, dein Kind, dich ſuch und find, in allem Creutz und Leiden, damit der Tod noch Hoͤllen⸗Noth mich nimmer von dir ſcheiden. 5 2. Gieb meinem Hertzen wahre Reu, und Thraͤnen meinen Augen, daß ich forthin das Boͤſe ſcheu, und meine Wercke tau⸗ gen, hilf, daß ich ſey ohn chem rechte Treue ſey, die nimmer ſteh auf Schrau⸗ ben, daß ich mich uͤb in behuͤte N trachten. Ehr, und groſſen Namen 4. Treib aus von mir mich in Demuth leben; Rach, Neid und Zorn nimm von mir hin, ſo kann ich bald vergeben, wenn ⁶ nach deinem Wort, an allem Ort, in tugendli⸗ I chen Dingen, ſo wird mein Geiſt ſich allermeiſt zu dir, HERR IcSu, mich getrieben, weiß ich doch wohl, daß man auch ſoll die ärgſten Feinde 5. Herr, gieb mir diee Dreyerley: Erſt einen veſten Glauben, bey wel⸗ wahrer Lieb, und boff auf deine Guͤte, die mich, o Gott, vor Schand und Spott auch bis ins Grab dach vielem Reich⸗ thum, Gut und Geld, HErr, laß mich ja nicht Gieb, daß ich allen Pracht der Welt moͤg inniglich verachten, auch nimmermehr nach hoher ſtrebe, besondern nur nach rechter Spur der wahren Heucheley ein Schutz und! Christen lebe. 1 i 5 5 i 7. or 44 1 —— 664 Vom Chriſtlichen Leben. . Fuͤr Liſt und re meine gewinnen f Nein mein jedermann in dieſer k ſten nicht geſchicht überladen. 9. Gieb, hl in d erben. to. Ach! um das, heißt, bleiben. 781. M. Was Hi las mich ja durch Gleiß, nerey den Naͤchſten nicht darnach man ſich zu rich ten, denn dieſes kann bey leichlich ſchlichten. 8. HErr, ſaͤubre doch von Eitelkeit mein und liches Gemuͤthe, daß ich ſchnoͤder kuſt mich huͤte: des Hertzens Grund ſey wie der Mund, dem Naͤch⸗ werd ich nicht, wie ſonſt Müßiggang, ſammt aller Trägheit haſſe, dagegen ER R, mein Lebelgeg, mein' Arbeit ſo verfaſſe, daß ich zur No taglich Brod mit Ehren mög erwerben, und wenn ich ſoll fein ſanft und nen guten Geist, daß ich die Laſter fliehe, und nur von Hertzen mich bemühe, ſo kann kein Leid d u dieſer Zeit aus deiner Hand mich treiben, be⸗ onders ich werd ewiglich bey dir, HERR Jesu, Erden. Schmeicheln, Heucheley bewah⸗ Sinnen, und laß Ja und Antwort ſeyn, die Sachen urtzen Zeit vor zu ſchaden, ſo mit Schmaͤhen daß ich ja den Noth mein ir HErr JEſu „ gieb mir dei was Chriſtlich Ach! alles, mmiel und Oder: Ich liebe dich hertz⸗ Ach JE Su, mein 1Schoͤnſter, erquicke mich Armen. Ach! zeuch mich, ach! zeuch mich zu daß ich gantz bruͤnſtig voll Liebe moͤg werden, ſo lang ich noch leben ſoll hier auf der Erden. 2. Die Strome des Le⸗ bens laß immer ſtarck flleſ⸗ ſen, und in mir von Tag ſich zu Tage ergieſſen; be⸗ ſchwemm mich mit Flu⸗ then der hohen Genaden, und laß mir im Segen doch alles gerathen. 3. Du Pater der Llch⸗ ter! ſchieß deine Licht⸗ Strahlen tief in mich, dein heiliges Buͤndniß zu mahlen, ach! gieb mir die Sanftmuth und De⸗ muth vor allen, daß ich moͤg dem HErren, dem Schoͤnſten gefallen. 4. Gerechtigkeit wollſt du, o IEſu, mir geben, auf daß ich in Friede und Freude kann leben, die Fruͤchte des Geiſtes laß allzeit mich finden, be⸗ wahr mich vor Wercken des Fleiſches, vor Suͤn⸗ en. 5. HERR JeEſal du wollſt dich in Liebe ver⸗ binden, mit beiner hertz flammenden Lieb mich ent⸗ unden. Du wollſt mich doch einmal recht freund⸗ lich anſchauen, ſo geb ich das Hertz dir mit vollem Vertranen. 8 6. HErr dir mit Erbarmen, gieb, Welt, ut chen 4 ſimmlet 5 0 1 1 1 ö ö 9 0 1 ö len. 752. M vom 8 c tr A nötht fend dachen, Lit uns kreten. gar man teuer G lis bey, dem alle 2. Uing elne Mg aller Tra f i ns gur ze nd will] er ſchet! hen thun, by füllen, ö een n t —uſtmwuth bn al, IA. einm —— Aſchaucl, ben un label. 10 b n, d 7 Lage ale der hohe gaz leid gau on Der h) Icchieß daz! Aae tf eilige ian l, cc 10 1 ben He en ge = derecht A, 0 = uß ich e kalt 00 . ie d . nich fig r ich u e ische/ 1 0 — ä— 0 ö 0 1 1 0 ö 0 doch werden ein Mitglied der Freuden, ach! laßſcherheit und in den Schlaf mich den Himmel auff iu bringen, daß er des Erden genieſſen, das bit⸗ Nachts bey dunckler Zeit terſte Leiden kannſt du mir uns moͤge gantz verſchlin⸗ en. Ach! HErr! HErr! 7. Im Creutz und An- geb uns deinen Geiſf, dern 0 verſuͤſſen. 9 Vom Chriſtlichen Ceben. 6565 eh Jeſu, duſſchoß geſchenckt, und wie Koͤnig und Herrſcher der er dich und uns moͤg wie⸗ Heyden! Ach] laß mich der trennen. 4 Er ſuchet uns in Si⸗ fechtung laß du mich em⸗ uns den Weg zur Wahr⸗ pfinden die Kraͤfte des heit weis t, und uns dar⸗ Heiligthums, iu uͤber⸗ innen fuͤhret. winden den Satan, die Beſchüͤß uns durch Welt, und die fleiſchli⸗ die Wach ſamkeit der heili⸗ chen Lütten, die alle ver⸗ gen Heerſchaaren, laß ſie ſammlet ſich wider mich um uns ſtets ſtehn bereit; ch! laß uns wiederfahren ruͤſten. a . auch dieſe Gnad, das früh 782. Mel. Ach Gott und ſpaͤt viel Raͤuchwerck uns zu dem Gebet von di: vom Himmel ſieh gegeben werde. darein. 6. Ach! delne Liebe Ac treuer Gott! wieſflamm uns an mit neuen nsthig iſt, daß aud een„Flammen; Fuͤhr jetzund recht beten und wachen, da des Feindes Liſt uns ſucht zu unter⸗ treten. Verſuchung iſt gar mancherley: Ach treuer GOTT, ach! ſteh du uns auf die Pilgrims⸗ Bahn, daß wir im Geiſt zuſammen vereinigt bren⸗ nen von dem Trieb der Wunder: ſuͤſſen Gottes- Lieb, und gantz verzehret uns bey, errett uus von werden dem allen. 2. Umzingle uns mit deiner Macht, o Abgrund aller Treue! der Satan iſt darauf bedacht, wie er uns nur zerſtreue, er kann, und will ja nimmer ruhn, er ſuchet nichts als Scha⸗ den thun, will unſre See⸗ len faͤlen. a 3. Wie mancherley ißt ſeine Liſt, wie heimlich ſei⸗ ne Tücke! da er nur ſets bemuͤbet iſt, iu bringen uns in Stricke, zu rau⸗ 7. Erfaͤufe durch die Liebes Glut in uns das fündlich' Weſen. Denn wenn du uns gemachet gut, daß wir davon geneſen: ſo bringen wir dir Opfer dar, die dir gefallen gantz gew haſt wollen deiner kran⸗ ben, was du weſentlich uns und gar, weil du ſie ſelbſt ö f uͤrcket. a 1 8. Als denn ſind wir d⸗- zu berelt, daß wir theil“ vaftig koͤnuen recht wer den noch in dieſer Zeit der Gnaden, die du goͤnnen cen Heerd, die ſich durch 8 Lie⸗ sss Vom Chriſtlichen Leben. dir zu eigen worden. die Kron erlangen, und nach dir laufen wie ein Reh! und bruͤnſtig dich umfangen! ſteh uns mit deiner Gnade bey, und laſſe deine Vater⸗Treu in unſerm Kampfe ſpuͤren 10. In Wuͤſten wandeln wir jetzt noch, ach HErr! du wollſt uns ſpeiſen, und traͤncken ſtets, da wir das Joch des Creutzes(dich zu preiſen in der Nachfolg) dir tragen nach: aus Tod⸗ ten uns lebendig mach, daß wir dir gaͤntzlich leben. 11. Wir ſind nicht un⸗ ſer eigen mehr, dir muͤſ⸗ ſen wir nur leben: Wir wollen auch, weil du ſo ſehr gern dich fuͤr uns ge⸗ geben, durch deine Gnad die Deinen ſeyn, und die⸗ nen dir, dem HERRN allein, mit gantzem Geiſt und Seelen. 12. Gemeinſchaft haben wir alſo mit dir im Leid und Freuden, zuletzt wir werden mit dir froh, wenn ſich geend't die Leiden. Denn wie koͤnnt' da was Sraurigs ſeyn, ws du i! uns nur lebſt allein, du Quelle aller Freuden. 13. O treuer Gott!] er⸗ ore heut, was deine Kin⸗ der bitten; Mach uns 1% durch deine Kraft bereit, uns nun zu uͤberſchuͤtten mit reichem Maaß der Heiligkeit, daß wir dir in der letzten Zeit mit vieler * .——— 7:7! 999 a —— LCleben ſelbſt verzehrt, und 9. Ach! ſtaͤrck uns aus der heiligen Höh, daß wir die Seel aus dir, ſie ſehnt ſich von der Erden, und brennet von der Llebs⸗ zu werden. O HERR! ach! nimm uns wieder ein, und laſſe delnen Freu⸗ den⸗ Schein uns ewiglich genieſſen. 783. Mel. Ach! wie nichtig, ach! wie fluͤchtig. Ich! wie wichtig, ach! Ame richtig, iſt der Chriſten Leben! Denn ſie Gott von Hertzen lieben, ihre Buße nicht aufſchle⸗ ben, und ſich ſtets im Guten uͤben. 2. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig ſind der Chriſten Tage! Gott hat alle abgezaͤhlet, und zum Beſten auserwehlet, giebt auch Troſt, wenn Kum⸗ mer quaͤlet. 3. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig iſt der Chriſten Freude! denn ſie ſich an Gott ergoͤtzen, alle Hoffnung auf Ihn ſetzen, darum kann ſie nichts ver⸗ een 4. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig iſt der Chriſten Schoͤne: Sie ſind innerlich gezieret, mit dem Glaubens Schmuck ſtaffitet, leben auch, wie ſichs gebuͤhret. 5. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig iſt der Chriſten Staͤrcke: Denn GO TT ſelbſt in ihnen Treue dienen. ſtreitet, ſie zum Kaͤmpfen lecht 14. Den Urſprung hat Begier verſchlungen gantz ve d le 0 U ihneſ 60 0 . Ach! w cht kie k rien tt ſie al , ihnen g fel geebet, ae ſie betr. . Ach! ac wie r ſhſten fe hten J An im Gl ſelhen, un dh bekenng Ach! ah wie chien J hauf iht khtet, un , hoch ac lich it,, , Achl a wie ti Chigen Sch lt und G die gat lch, leib lat etrig ff . 9 100 , wie li, Gen Her End, Ln e, haben ble, Tultz use 1 „ Ach! l ie Ae Pran at der K e digg, n kahn gu = von He 0 ie il die kichtg gh Tage bog * altetwaſlh cl E ktoſ, t Tiie dichte ng 40% + kann se ee ach! wie richtig in der % Cbriſten Ehre! Denn „SGött ſie als Kinder lie⸗ 9 wis pic b ſch ag Allen. 15 „ chl ie ieh S onliblet, m 2 dll. a eee n e, dt h doch ewig ſtehen. 4 I. Ach! wie wichtig, Vom Chriſtlichen Leben. 667 recht bereitet, und den Sieg zu ihnen leitet. 6. Ach! wie wichtig, ach! wle richtla iſt der Ehriſten Gluͤcke! Obs gleich oft ſehr hart her gehet, bald doch ihnen Huͤlf entſtehet, und zu⸗ letzt erfreulich gehet. 7. Ach! wie wichtig, bet, ihnen auch den Him⸗ mel giebet, nichtig it, was ſie betrübet. 8. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig iſt der Chrſten Wiſſen] Weil ſie ihren JEſum kennen, Ihn im Glauben Bruder nenten, und auch bis in To bekennen. 4 Ach! wie wichtig, achl wie richtig iſt der Chiſten Dichten! ſtets hiiauf ihr Hertz nur trahtet, und was droben iſt, hoch achtet, und was irrliſch iſt, verachtet. D. Ach! wie wichtig, ach wie richtig ſind der Ch iſten Schaͤtze! Es mag Flu und Glut entſtehen, und die gantze Welt ver⸗ gehn, bleibt ihr Schatz ach wie richtig ic der Chrſten Herrſchen! Ueber Gd, Tod, Teufel, Hob, haben ſie die Ober⸗ Stele, Trotz dem Feinde, der ſie kalle. 1. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig iſt der Chrſten Prangen, allen den, ſich in Cbriſti Un⸗ ſchuld kleiden, und gehn her in reiner Seiden. 13. Ach! wie wichtig, ach! wie richtig ſind der Chriſten Sachen! Weil fie alles GO befehlen, und das beſte Gut erwaͤh⸗ len, kann es ihnen nir⸗ gends fehlen. 14. Ach! mein Heiland, ach! mein Beyſtand, JEſu voller Guͤte, mich durch deinen Geiſt regiere, ſt,ſdaß ich ſo mein Leben fuͤbre, dir ſey ewig Preis und Ehre. 784. M. Fuͤr deinen Thron tret ich hiermit. Abein auf GOTT ſetz dein Vertrau'n: auf Menſchen⸗Huͤlf ſollt du nicht baun. Goc iſt allein, der Glauben haͤlt, ſonſt iſt kein Glaub mehr in der Welt. 2. Bewahr dein! Ehr, huͤt dich fuͤr Schand, Ehr, iſt fuͤrwahr dein hoͤchſtes Pfand, wirſt du die Schantz einmal verſehn, ſo iſts um deine Ehr ge⸗ chehn. a 3. Claff nicht zu viel, ſondern hoͤr mehr, das wird dir geben Preis und Ehr! mit Schweigen ſich verraͤth niemand, Claſſen bringt manch'n in Suͤnd und Schand. 4. Dem Größten weich, halt dich gering, daß er dich nicht in Ungluͤck bring, Praßt der Welt ſie mei⸗ dem Kleinſten auch kein 8 Un⸗ . 25 *— 4 Tr.. ³ A a —**— 1* 1 0 8 a—.*— ——— e a8— —— —— 1 2— 2——— .——— ———— — 7 2— 5———— —, n—— ſK— 4 28 r 666 Vom Chriſtlichen Ceben. Unrecht thu, ſo bleibeſt du in guter Ruh. 5. Erheb dich nicht aus ſtoltzem Muth, wenn du bekommen haſt groß Gut: es iſt dir nicht darum ge⸗ geb'n, daß du dich da⸗ durch ſollſt erheben. 6. Froͤmmigkeit laß ge⸗ fallen dir, vielmehr denn Gold, das glaube mir, wenn Geld und Gut ſich von dir ſcheidt, ſo weicht doch nicht die Froͤmigkeit. T. Gedenck der Arm'n zu jeder Friſt, wenn du von Gott geſegnet biſt, ſonſt dir das wlederfahren kann, was Chriſtus ſagt vom reichen Mann. 8. Hat dir jemand was Guts gethan, ſo ſolt du allzeit dencken dran, es ſoll dir ſeyn von Hertzen leid, wenns deinem Näch ſt en uͤbel geht. 9. In deiner Jugend ſolt du dich zur Arbeit halten fleißiglich; hernach gar ſchwer die Arbeit iſt, wenn du zum Alter kom⸗ men biſt. ä 10. Kehr dich auch nicht an jedermann, der dir vor Augen dienen kann: nicht alles geht von Hertzens⸗ Grund, was ſchoͤn und lieblich redt der Mund. 11. Laß kein'n Unfall verdrieſſen dir, wenn das Gluͤck wohnet nicht bey dir, Aufang und Ende ſind nicht gleich, wie denn oft ſolches ſindet ſich. wird verblendt, daß nie⸗ mand recht damit erkennt. 13. Nicht ſchaͤm dich, rath ich allermeiſt, daß man dich lehr, was du nicht weift Wer etwas kann, den halt man werth, den Ungeſchickt'n niemand begehrt. 14. O merck, ſo einer fuͤhrt ein' Klag' vor dir, ſo ſolt du bald der Sach nicht glauben, auch nicht richten fort; bis du hireſt des andern Wort. 15. Pracht und Hofaart meid uͤberall, daß du nicht kommeſt zu Unfall; nan⸗ cher waͤr ein behaltner Pracht gelahn. gedenck noch ſprich, dun Gebrech: redeſt du al's nach deinem Will'n, lird 7 =* n . wißlich dir beyſtahn, Er Noth, der nur nach ſeiem Willen thut. 18. Sieh dich wohlbor iſt falſch und ſehr gottes: wilt du der Welt viel an gen an, ohn Schand un Schad kommſt nicht doon. 19. Tracht fets darach was recht gethan, obs mann: es kauns doc kes, 12. Mäßig im Zorn ſeyfner machen ſo, daß der, allezeit, um klein Urſach mann gefallen thu. erbeb kein'n Streit, 10. Perlaß dich icht Durch Zorn das Hertze leib Mann, haͤtt er Hoffartund 16. Quat von nienand kein Menſch lebet hn man dich gar bald wioer n. f N Ruf Gott 5 9 Rothen an, er wird ge⸗ Noͤthen an, ge⸗ kl hilft ein'm jedem aus her * die Zeit iſt boͤſ, die Velt ſchon nickt lodet ider auf ierdiſch Ding, us? ein f * ſſach Gut ö fag, me 1 7 ii hadern c daß du 785. J N breit ben, wenn uud grad d pb pd m lch umget ſch recht 151 ſtommen!? i man Ich dar erblaßt, dd 2 0 N 2 1 UI. 1 kecht Wala dee 0— ee ö ö t du ga 10 — gaguben, ut a 4 n ſottz ih N Andern Nun 5 r ben 0 0 ö 4 Gan — 3 S= —— — —— —— 2 ect gehen 1 m 11 es lag N vom Christlichen Leben. 669 ſeitlich Gut verſchwind t gering, darum der Menſch gar weis lich thut, der al⸗ lein ſucht das ew'ge Gut. 21. Wenn jemand mit dir hadern will, ſo rath ich, daß du ſchweilgeſt till, und ihm nicht helfe auf die Bahn, da er gern wolt ein' Urſach han 22. Xerxes fels ein'n ſolchen Lohn wird han, wie er im Leben hat gethan. 24. Zier all dein Thun mit Redlichkeit, bedenck zu End den letzt' n Be⸗ ſcheid: Denn vor gethan und nach betracht t, hat manchen in groß Leid ge⸗ bracht. muß ten, 1 a voll Suͤtzigkeiten. ſich recht dazu berei⸗ ſo iſt der ſchmale Weg 3. Wie kann ein Baͤr des Schaafes Sanftmuth uͤben? Kein wilder giebt ſich in Schranken ein; Wie kann das Fleiſchh nach Gott geſinnet ſeyn, und dieſen ſtes Bär Wolf Weg des Gei⸗ lieben? Es kann kein des Schaafes Sanft⸗ muth uͤben. i 4. Du mußt erſt Gelſt aus Geiſt gebohren wer⸗ den, denn wandelß du des hr[Geiſtes ſchmale Bahn; ſonſt iſt es ſchwer, und ge⸗ het doch nicht an. Weg, chnoͤder Sinn! du Schaum der Erden, ich muß erſt Geiſt aus Geiſt gebohren werden. 5. Wer die Geburt aus Chris hat erlanget, der folgt allein dem HErren treulich nach: er leidet erſt, er traͤgt erſt ſeine Schmach, eh er mit ihm im Lichte pranget, der die Geburt aus Chriſts hat 785. In eigener Mel. Der ſchmale Weg it erlanget. i 6. Er wird mit Ihm in ſeinen Tod begraben, er wird im Grab auf ſeine cht Zeit verwahrt, ö auf und haͤlt die Himmele ben, wenn man nur ſacht und g'rad und ſtille geht, . ren Weg iſt voller Süßigkeiten, wenn man es nur im Glauben recht bedenckt, wenn man das Hertz nur fahrt, und kriegt darauf des Geiſtes Gaben, wenn Er vorher mit Ihm in Tod begraben. f 7. Derſelbe Geiſt, der Chriſtum hier geuͤbet, der⸗ ſelbe uͤbt die Jünger Ehri⸗ ſti auch, der eine Geiſt kein andrer Weg wird froͤlich darzu lenckt; Man er ſlehet halt immer einen Brauch, 14 ſonſt beliebet, der Juͤnger 1 wird 67 Vom Chriſtlichen Leben. wird wie Chriſtus hier geuͤbet. 3. Und ob es gleich durch Tod und Dornen gehet, ſo triffts doch nur die Ferſ' und nicht das Hertz, die Traurigkeit laͤßt keinen tiefen Schmertz, wer nur getroſt und veſte ſtehet, ob ſchon es durch den Tod und Hoͤlle gehet. 9. Das ſanfte Joch kann gar nicht harte drucken, es wird dadurch das Boͤſe nur gedruckt: der Menſch wird frey, damit er nicht erſtickt, wer ſich nur weiß darein zu ſchicken, das ſanfte Joch kann ja nicht harte druͤcken. 1e. Dle leichte Laſt macht nur ein leicht Ge⸗ müthe, das Hertz hebt ſich darunter hoch empor: der Geiſt kriegt Luft. ſein Wandel kommt in des HErren Guͤte, die leichte Laſt macht nur ein leicht Gemuͤthe. 11. Zeuch, JEſu! mich, ieuch mich dir nachzulau⸗ fen: zeuch mich dir nach, zeuch mich, ich bin noch weit. Dein ſchmaler Weg iſt voller Suͤßigkeit, das Gute folgt uns da mit Haufen. Zeuch, Jeu, mich, zeuch mich dir nach⸗ zulaufen. 786. Mel. O Jr Su Chriſt mein ꝛc. Eure mich, o ewigs Licht! und laß von nem Schein durchleuchtet und erfüllet ſeyn. 2, Ertoͤbt in mir des Fleiſches Laß, und nimm hinweg den Suͤnden⸗ Wut. Bewaffne mich mit Kraſt und Muth, zu ſtreiten wider Fleiſch und Blut. 3. Schaff in mir, HErr, den neuen Geiſt, der bit mit Luſt Geborſam leiſ, ein willig Opfer willt ja du, und alles Fleiſch taugt nicht dazu. 4. Mach in mir das Gedaͤchtniß neu, daß es auf dich gerichtet ſey; und was dahinten it, ver, geß, und ſtuͤndlich Chriſti Tod ermeß. 5. Des Fleiſches Wil⸗ len tödt in mir, und mach ihn unterthaͤnig dir, durch deine Liebe treib mich an, zu gehn auf deiner Lebens Flor, und ſchmeckt dabey Bal Bahn. g 6. Und wie ich ohn dein Gnaden⸗Licht, erkenne dei⸗ nen Willen nicht, ſo leuch⸗ te du, o Goc, allein, in dem Verſtand mit dei⸗ nem Schein. 7. Mach in mir das Gewiſſen rein, und laß es abgewaſchen ſeyn: So kann ich dann durch dei⸗ nen Sohn mit Freuden ſtehn vor deinem Thron. 8. Auf dich laß meine Sinnen gehn, und ſtets hinauf gerichtet ſtehn, daß ch dein Wort mit Freu⸗ den hoͤr, mein Hertz nach Ibm in allem kehr. 9. Gieb, daß ich finde deinem Angeſicht mein deine Kraft, und ane ei⸗ Hertz und Seel mit de/ iu erfteue ſaß ich did nd gantz! hon dir. 12, nd lt ſelbſt kelb dur ſich 3. Wie gauben ni, ei mi — ——— 5 ——— 2 — —.— ——— — — 5 ——— vom Chriſtlichen Leben. 67 deiner Guͤte Saft, laß mich dein freundlich An⸗ geſicht mit Freuden ſehn in deinem Licht. f 10. Wenn ich in dei⸗ nem Wort dich ſuch, ſo laß es mir ſeyn ein Ge⸗ ruch, der Leben, Kraft, und Suͤßigkeit in meiner Seelen Kraͤfte ſtreut. 11. Und weil du voller Guͤte biſt, die ſchmeckend A een und erfreuend iſt, ſo gieb, daß ich dich fuͤhl in mir, und gantz umſchloſſen ſed von dir. 12, Und weil ich von mir ſelbſt nicht kann, ſo treib durch deinen Geiſt mich an, daß er in mir das Ruder fuhr, Geiſt, a Seel, Hertz, Sinn und Mund regler. 13. Wie dieſes ohne Glauben nicht in mir kann werden ausgericht't! Der Glaub auch ohn dies nicht beſteht, wo er nicht in die Wercke gebt. 14. So wuͤrcke, HErr! durch deinen Geiſt den Glauben, der ſich kraͤf⸗ tig weiſ't, und in ein neues Weſen dringt, und ſeine Lebens⸗Fruͤchte Hpbringt. 15. In allem, o HErr IJEſu Chriſt! laß mich mit Kraft ſeyn ausgeruͤſt, zu fechten wider Fleiſch und Blut, und nimm mich unter deine Hut. 16. So acht ich nicht des Teufels Liſt, der je⸗ zzund voller Grimmes it. Ich bleib im Sieg, in dir will ich, mein JEſu! le⸗ ben ewiglich. 737. In eigener Mel. glaͤntzet der Chriſten 1 6 E inwendiges Lehen, ob gleich ſie von auſſen die Sonne verbrannt; was ihnen der Koͤnig des Him⸗ mels gegeben, iſt keinem als ihnen nur ſelber be⸗ kannt. Was niemand ver⸗ ſpuͤret, was niemand be⸗ ruͤhret, hat ihre erleuch⸗ tete Sinnen gezieret, und ſie zu der goͤttlichen Wuͤr⸗ de gefuͤhret. 2. Sie ſcheinen von auſ⸗ ſen die ſchlechteſten Leute, ein Schauſptel der Engel, ein Eckel der Welt: und innerlich ſind ſie die lieb⸗ lichſten Braͤute, der Zler⸗ rath, die Krone, die JE⸗ Su gefallt; das Wunder der Zeiten, die hier ſich bereiten, den Koͤnig, der unter den Lilſen weidet, zu küſſen, in guͤldenen Stuͤcken gekleidet. 3. Sonſt ſind ſie des Adams natuͤrliche Kinder, und tragen das Bilde des Irrdiſchen auch, ſie leiden am Fleiſche, wie andere f Suͤnder, ſie eſſen und trincken nach noͤthigem Brauch. In leiblichen Sachen, im Schlafen und Wachen, ſieht man ſie vor andern nichts ſon⸗ derlichs machen, nur daß ſie die Thorheit der Welt⸗ Luſt verlachen. 4. Doch innerlich ſind ſie aus goͤttlichem Stam⸗ me, die Gott durch ſein maͤchtig Wort ſelber ge⸗ jeugt, ein Funcke, ein Flaͤmmlein aus A9 er 6 Vom Chriſtlichen Leben. cher Flamme, die oben Jeruſalem freundlich ge⸗ fäugt. Die Engel find Bruͤder, die ihre Lob⸗Lie⸗ der mit ihnen gar freund- lich und lieblich abſingen, das muß den gantz herr⸗ lich, gantz ypraͤchtis er⸗ klingen. 5. Sie wandeln auf Er⸗ den, und leben im Him⸗ mel, ſie bleiben ohnmaͤch tig, und ſchuͤtzen die Welt: Sie ſchmecken den Frie⸗ den bey allem Getuͤmmel, ſie kriegen, die Aermſten, was ihnen gefallt. Sie ſtehen im Leiden, ſie blei⸗ ben in Freuden, ſie ſchei⸗ nen ertoͤdtet den auſſeren Sinnen, und fuͤhren das Leben des Glaubens von innen. 6. Wenn Chriſtus, ihr Leben, wird offenbar wer⸗ den, wenn er ſich einſt, wie er iſt, oͤffentlich ſtellt; ſe werden ſie mit ihm als Goͤtter der Erden, auch herrlich erſcheinen, zum Wunder der Welt. Sie werden regieren, und ewig floriren, den Him⸗ mel als praͤchtige Lichter auszieren, da wird man die Freude gantz offenbar ſpuͤren. 7. Frohlocke, du Erde, und jauchtzet ihr Huͤgel, dieweil du den goͤttlichen Saamen geneußt! Denn das iſt Jehovah ſein goͤtt⸗ liches Siegel, zum Zeug⸗ niß, daß er dir noch See⸗ gen verheißt. Du ſollt noch mit ihnen aufs praͤchtigſte gruͤnen, wenn erſt ihr verborgnes Leben erſcheinet; wornach ſich dein Seuftzen mit ihnen vereinet. 8. O JEſu, verborgenes Leben der Seelen, du heim⸗ liche Zierde der inneren Welt] gieb, daß wir die heimlichen Wege erwaͤh⸗ len, wenn gleich uns die Larve des Creutzes ver⸗ ſtellt. Hier uͤbel genennet, und wenig bekennet, hier heimlich mit Chritzo im Pater gelebet, dort oͤffent⸗ lich mit ihm im Himmel geſchwebet. nicht ſchicke ꝛc. F is Mir, ruſt uns das Leben, wat ihr bittet, will ich geben, ge⸗ het nur den rechten Steg, folget, ich bin ſelbſt der euch alle Schmertzen; Ler⸗ net von Mir insgemein, muth ſeyn. 2. Ja 5 billig dir gewaͤhren, weil nen iſt, der ſich gleichſam Laſt auf ſich zu nehmen! Ach! ich weiß es gar zu wandeln ſoll. ich Staͤrcke, zu vollbrin⸗ gen gute Wercke, dir mit mein Goc e, ich bin in ſchwach. Geh ich ſchon auf guten Wegen, 11 ald 788. Mel. 3 E RN, Weg, folget Mir von gan⸗ tzem Hertzen, ich benehm ſanft und reich von De⸗ Heng Jesu! dein Begehren ſollt ich ich weiß, daß der kein ö Chriſt unter uns zu nen⸗ pflegt zu ſchaͤmen, deine eig wohl, daß man dir nach⸗ 3. Aber HErr, wo find Luſt zu folgen nach? Ach! 1 bild mich c zu liel dicht! feh iſten nic 4. Zwar! t bewoge ſuchs Fl beg die fur, ft. d: ole acht, an cen, wollen 1 1 t hoch di iu den 9 ken, der m Ster 40 folg UN m 22 — — — — — —— — — 8 e — 1 . — —ů— — D * 2 . 9 e 2 cht ſeht get Na, iet, ich N i, n b — 1 —— 1 0 0 ift und et — In 11 5 ls dit g. weiß l heist unter, — 0 — —— 1 b ch 90 mel 6. das Leb ehh tt, wil c nur den a u Here eg alle Seh ven Mt 0 th ſehn. 0 90 2. Ja, N — — 1 vom Chriſtlichen Leben. 673 bald mich niederlegen: dich zu lieben, o mein Licht! ſteht in meinen Kraͤften nicht. 4. Zwar mein Geiſt wird oft bewogen, aber bald durchs Fleiſch betrogen, wenn die Wolluſt tritt herfuͤr, freundlich ru, fend: Folge mir Ehr und Pracht, amt andern Sa⸗ chen, wollen ſich zum Her⸗ ren machen, Geitz und Un⸗ gerechtigkeit, kommen auch zu die ſem Streit. J. Ach! wie ſeh ich doch ein Rennen, nach den Guͤ⸗ tern, die wir kennen; Lie⸗ bet doch die ſchnoͤde Welt nur den Reichthum und das Geld; und dem HEr⸗ ren, der das Leben nach dem Sterben, uns will geben, folget niemand mit der That, ob mans gleich verſprochen hat. 5 will nicht laſſen, dich mit Freuden anzufaſſen, hilf mir gnaͤdig, ſtaͤrcke mich, ſteif und veſt zu halten dich. Jener Wege laß ich fahren, nur mit dir will ich mich paaren: Jener Wege ſind Betrug, zn iſt, dase beg lu% klug nicht mit Hader, %% und Streit, ſondern mit Barmhertzigkeit. a daß wir als Hausgenoſſen, 50 vor uns gethan. 09 0 3 dir folget, der iſt 7. Du biſt vor uns her⸗ gegangen, nicht mit groſ⸗ ſen Stoltz und Prangen, Zanck Sieb, dir zu folgen unverdroſ⸗ N ſen, wandeln in der Tu⸗ 8. HERR! wie biſt du doch gelaufen, unter je⸗ dem ſchnoͤden Haufen, da⸗ mals, als der Suͤndem Macht, dich hat an das Creutz gebracht, und ein' übergroſſe Liebe dich fur uns zum Sterben triebe: Da dein theur vergoßnes Blut uns erwarb das hoͤchſte Gut. r 9. Laß uns auch in ſol⸗ chen Schrancken, EChriſt⸗ lich laufen, ſonder Wau⸗ cken, daß uns Lieb und Freundlichkeit veſt ver⸗ knuͤpf in dieſer Zeit. Nle⸗ mand ſeh in dieſem Stuͤ: cke, wohl zu leben hie zu⸗ ans der; Helges, ö fk 8 5 Folge 0 ſein Begehr. 5 40 10. dent du mein Licht und Leben! deine Schritte ſind gantz eben, und die Stapfen deiner Fuͤß, halt ich uͤber Honig ſüß; Hllf, daß ich im Koth der Suͤn⸗ den, meinen Gang nicht laſſe finden: Zeig, HErr, deinem armen Knecht, alle Steg und Wege recht. 11. Laß mich deine Gna⸗ de ſpuͤren, meinen Tritt alſo zu fuͤhren, daß ich in der Unſchuld geh, und nicht bey den Spoͤttern ſteh! Hilf, daß ich nicht unr in Freuden, ſondern auch in Creutz und Leiden, durch ſo manchen Kampf und Streit dir zu folgen ſey 8 i 9 12. Laß mich, HERR doch nicht verdrieß en, Angſt und Truͤbſal zu ge⸗ gend⸗ Bahn, wie du haſt nieff nieſſen, weil man weiß, 57 5 2 5 5 67. vom Christlichen Ceben. rech ter Ungluͤcks Plan, da⸗ man muß in Dorhen wa⸗ ten, und mit Elend ſich beladen, da denn laufend jedermann, gar zu ſchleu⸗ nig fallen kann. c 13. Laß mir doch mein Ziel auf Erden, nicht ſo ſchnell verruͤcket werden, dat ich ja das Gnaden⸗ Licht in der Zeit verllere nicht. Gieb, daß ich von meiner Jugend bis ins Alter mir die Tugend recht von Hertzen, nicht zum Schein, hoch laß an⸗ gelegen ſeyn. 14. Hilf mir, HERR! vor allen Dingen, meinen Lauf alſo vollbringen, daß ich mich in deiner Lieb, und der wahrem Demuth uͤb: Hilf, daß ich dir hier ver⸗ traue, und dich dort mit Freuden ſchaue! Jenes d gieb mir in der Zeit, die⸗ ſes in der Ewigkeit. 789. M. Wachet auf, ruft uns die ꝛc. Hain Seele Heil gungs- Quelle: mehr als Cry ſt all, rein, klar und helle, du lautrer Strom der Heiltgkeit! al, ler Glantz der Cherublnen, und Heiligkeit der Sera⸗ phinen iſt gegen dir nur Dunckelheit. Ein Vorbild biſt du mir, ach! bilde mich nach dir: du mein Alles! JE Su! ey nu, hilf mir dazu, daß ich mag heilig ſeyn, wie du. 2. O ſtiller JEſu! wie dein Wille, den, Willen deines Vaters ſtille, und bis ium Tod gehorfam war: Alſo mach mich glei⸗ Willen dir gelaſſen: Ach! ſtille meinen Willen gar. Mach mich dir gleich ge— ſtunt, wie ein gehorſam Kind, fromm und ſtille: JE ſu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich fein ſtille ſey wie du. 3. Wachſamer JeSu! ohne Schlummer, in groſ⸗ ſer Arbeit, Muͤh und Kummer, biſt du geweſen, Tag und Nacht, du mu⸗ ſteſt taͤglich viel eusſtehen, des Nachts lagſt du vor Gott mit Flehen, und hal gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachſam⸗ keit, daß ich zu dir gllzeit wach und bete: JEſu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich ſtets wachſam ſey, wie u. 4. Guͤtigſter JE Su! ach! wie gnaͤdig, wie lieb⸗ reich, freundlich und gut⸗ thaͤtig biſt du doch gegen Freund und Feind: Dein Sonnen⸗Glantz der ſchei⸗ tir gleich undanckbar ſeynd. Mein Gott! ach nen ich dir nacharte: JE⸗ ſu, ey nu, hilf mir dazu, wie du. 5. Du ſanfter Jeu! warſt unſchuldig, und lit? teſt alle Gchma ch gebu s dig, vergabſt, und ließ ſt muth meſſen, bey der kein Eifer dich gefreſſen, als den chermaſſen mein Hertz und net allen, dein Regen 8 muß uuf alle fallen, ob ſie lehre mich, damit hierin⸗ daß ich auch guͤtig ſey, nicht Rachgier aus: nie mand kann deine Sanft⸗ 0 — den du ha Haus: J icht vert Auth, 1 Eh J nit dazu nüthig e 6. Wü Chren⸗ K deine Eh hurdeſt Ing, Unt kttieſt ab Auth un berden, e in keinen ſilche De luch je! feſßtg ut l, hilf: demüͤthig e A dein ig 4 , bun Sſttaamk Nden, E Hebaden, Beginnen; tet 0 fcb ici —— — e e, N-d e eh hilf n 1 — — 5 3 5— 2 —— —— 5 ä———.— 8———̃—j——— r 5 e eee eee — — 5— ——— . — . — — vom Chriſtlicheu Leben. 677 den du hatt eſt ums Vaters Haus: Mein Heiland! ach! verleih mir Sanft, muth, und dabey guten Eifer; IEſu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich ſanft⸗ muͤthig ſey, wie du. 6. Wurdigſter JESu! Ehren- Koͤnig! du ſuchteſt deine Ehre wenig, und wurdeſt niedrig und ge⸗ ring, und wandeltſt gantz ertieft auf Erden in De⸗ muth und Knechts⸗Ge⸗ berden, erhubſt dich ſeibſt in keinem Ding: Herr, ſolche Demuth lehr mich auch je mehr und mehr fleißig uͤben: JEſu, ey nu, hilf mir dazu, daß ich demuͤthig ſey, wie du. 7. O keuſcher IESu! all dein Weſen war zach⸗ tig, keuſch und auserle⸗ ſen, von Tugend voller Sittſamkeit: Gedoncken, Reden, Glieder, Sinnen, Geberden, Kleidung und Beginnen war voller lau⸗ ter Zuͤchtigkeit: O mein Immanuel! mach mein Geiſt, Leih und Seel keuſch und zuͤchtig; JE⸗ ſu, ey nu, hilf mir dazu: ey un, hilf mir dau, daß ich ſtets nuͤchtern ſey, wie du. 9. Nun, liebſter JEſu, liebſtes Leben, mach mich in allem dir recht eben, und deinem heilgen Vor⸗ bild gleich; Dein Geiſt und Kraft mich gar durch⸗ dringe, daß ich viel Glau⸗ bens Fruͤchte bringe, und tuͤchtig werd zu deinem Reich. Ach! zeuch mich gantz zu dir, behalt mich fuͤr und fuͤr, treuer Hei⸗ ſand! IEſu, ey nu, laß mich wie du, und wo du biſt, einſt finden Ruh. 790. Mel. Du unbe⸗ greiflich hoͤchſtes Gut ER, aller Weisheit Qnell und Grund, dir iſt all mein Vermoͤgen kund, wo du nicht hilfft, und deine Gunſt, da iſt mein Thun uud Werck umſonſt onſt. 2. Ich leider! als ein Suͤnden ⸗ Kind, bin von Natur zum Guten blind? mein Hertze, wenns dir dienen ſoll, iſt ungeſchickt ſo keuſch und rein zu ſeyn, wle du. a 8. Mäßfger JEſu! dei ne Weiſe im Trincken und Genuß der Speiſe lehrt uns die rechte Maͤtzigkeit. Den Durſt und Hunger dir zu ſtillen, war, ſtatt ka der Koſt, des Vaters Willen und Werck vollen⸗ den, dir bereit t. Herr, hilf mir meinen Leih ſtets zaͤhmen, daß ich bleib dir und Thorheit voll. 3. Ja, HErr! ich bin gering und ſchlecht, zu handeln dein Geſetz und Recht; Was Naͤchſten nuͤtz im Land, iſt Was meinem mir verdeckt und unbe⸗ unt. e 4. Mein Leben iſt ſehr kurtz und ſchwach, ein 11 Luͤfgen, das bald laͤſſet nach: Was in der Welt zu prangen pflegt, das iſt ſtets nuͤchtern; JESu, mir wenig beygelegt. Wenn Ff 2 5. Vom Chriſtlichen Leben. 676 5. Wenn ich auch gleich 13. 17 Mund iſt ſuͤß vollkommen waͤr, haͤtt ale un troͤßtet ſchoͤn, wenn Gaben, Ruhm und Ehr, uns die Augen uͤbergehn: und ſolt entbehren deines Wenn uns der Kummer Lichts; ſo waͤr ich doch niederdrückt, ſo iſt ſie's, ein lauter Nichts. die das Hertz erguſckt. 6. Was hilfts, wenn 14. Sie iſt voll Ehr einer gleich viel weiß und und Herrlichkeit, bewahrt hat zufoͤrderſt nicht mit vorm Tod und groſſem leiß gelernet deine Furcht Leid: wer fleißig um ſie nd Dienſt? der hat mehr kaͤmpft und wirbt, der blei⸗ Schaden als Gewinnt. bet lebend wenn er ſlirbt. 7. Das Wiſſen, daß ein 15, Sie iſt des Schöpfers Menſche fuͤhrt, wird leicht⸗Änaͤchſter Rath, von Wor⸗ lich in ihm ſelbſt verirrt: ten maͤchtig und von That; Wenn unſre Kunſt am Durch ſie erfaͤhrt die blin⸗ meiſten kann ſo ſtoͤßt ſie de Welt, was Gott ge⸗ aller Enden an. deenckt in ſeinem Zelt. 8. Wie mancher ſtuͤrtzet 16. Denn welcher Menſch ſeine Seel durch Klugheit weiß Gocces Rath: wie Ahltophel, und nimmt Wer iſt, der je gefunden weil Er dich nicht recht hat, den Schluß, den Er kennt, mit ſeinem Witz im Himmel ſchleußt? den ein ſchrecklich End. ter! kehre dich zu meiner Bitt, einen beſſern Sinn. 10. Gleb mir die Weis heit, die du liebſt, und denen, dle dich lieben, giebſt; die Weisheit die vor deinem Thron, allſtets erſcheint in ihrer Kron. 11. Ich lieb ihr liebes Angeſicht, ſie iſt nein's Hertzens Freud und Licht, ſte iſt die ſchoͤnſte die mich haͤlt, und meinen Augen wohlgefaͤllt. 8 1a. Gle iſt hochedel ans⸗ erkohrn, von dit, o Hoͤch⸗ ſter, ſelbſt gebohrn; Sie iſt der hellen Sonnen gleich an Tugend und a Gaben reich. Weg, den er uns laufen 9. O Gott, mein Va⸗ heißt? 17. Die Seele wohnet 1 und hoͤre mich: in der Erd, und wird durch Nimm ſolche Thorheit, ihre Laſt beſchwert: Die von mir hin, und gieb mir Sinnen, hin und her zer“ ſtreut, ſind ja vom Irr⸗ thum nicht befreyt. 18. Wer will erforſchen was ſein Hertz ergoͤtzt; Es daß du uns deine Weisheit bſt. 19. Drum ſende ſie von 2 * Ach! ſchuͤtt und geuß ſie reichlich aus in meines Hertzens armes Haus. mit mir ſey, und wo ſch gehe, ſtehe bey; wenn ich ſey denn der du ewig lebſt, deinem Thron, und gieb ſie deiner Magde Sohn: Er 1. G1 1 weise Erkennt hab ich a Und Hur lin leb. 22. eſchick belt laß diaz ich ter achte g 3. 0 iu beine haß ich Olt, un men& was Gott ſetzt, und ſagen, 3 20, Beſiehl ihr, daß ſie arbeite, helfe ſie mir tra⸗ gen meine ſchwere 0 Ihtem 9 fl 24. U gern jed und Th r *—— — — — — — rund wü und wem gi die itdestt r Fah, 1 Abtig unn E ſe erſih lt, nz g —— ¾ —— 4 — denn ec Goes , det u en Ech, 50 . lt . —— * 1 et= Die Et %„Erd, un n ,— Faſt hehe Sen, hu h , ſid 0 ü licht heft /— enn det ll 18 u un dil 92 Drum fe U em Throh, einer N 0 * der fein 1 — S — S —— — 8 — — — — — 0 — — 5 „ 17 — 1 1 0 0 1 — 0 — M„ Wer u 1 dt e s sein Hate — — — — 0 0 — — 0 1 10 0 7 ——— —— —— 0 N 14 10 1 in enn — — 4 1 Amel scan, 5 0 den er 101 21. Gieb mir durch ih⸗ re weiſe Hand die recht Erkenntniß und Verſtand, daß ich alleine an dir kleb, 1 1 1 nach deinem Wil⸗ en leb. Vom Chriſtlichen Ceben. 877 urch ih⸗Geiſt, daß ich in deinem Willen ſchwebe, und thue nur, was du, mein Gott mich heiß' ſt. Ach! nimm dich meiner allezeit an, e 22. Gieb mir durch ſie Geſchicklichkeit zur Wahr⸗ heit laß mich ſeyn bereit, daß ich nicht mach aus 507 51— aus dem te Finſierniß. 23. Gieb Lieb und Lust zu deinem Wort, hilf, daß ich bleib an meinem Ort, und mich zur from⸗ men Schaar geſell, in auf ebner Bahn. 8 3. Mein JE Su, laß und mit dir leben in der Ewigkeit, was ſuͤndlich iſt, laß gantz verderben, ach! mache mich, mein „Goc! fein bald bereit. O nimm dich meiner See⸗ len an, und fuͤhre mich, fuͤhr mich die Lebens, ihrem Rath mein Weſen Bah ſtell. 24. Gieb auch, daß ich gern jedermann mit Rath und That, ſo viel ich kann, aus rechter unverfaͤlſchter Treu zu helfen allezeit wil⸗ lig ſey 25. Auf daß in allem, was ich tbu, in deiner Lie⸗ be nehme zu: Denn wer ſich nicht der Weisheit giebt, der bleibt von dir auch ungeliebt. 791. M. Dir, dir, Je⸗ hovah will ich ꝛc. g. JESuj Chriſt, mein Licht und Le⸗ ben, erneure meinen Geiſt, ſammt Leib und Seel: Dir, dir hab ich mich gantz ergeben, mit meiner Seel dich inniglich ver⸗ nimm dich meiner hertzlich an, und zeige mir, fuhr mich die maͤhl. Ach! Lebens⸗Bahn. 3. Und weil ich auch allhier noch lebe, ſo gieb mir deinen heilgen guten und innen leide Anfech⸗ tung, Schmach, Verfol⸗ gung, Angſt und Pein, ſo gleb, daß ich ſtets bleib in Freude, und alleit koͤnne nimm dich meiner treulich an, ſo fehl ich nicht, ich nicht der rechten Bahn. Heil der Menſchen, o wahrer GOT von aller Ewigkeit! die Sünde die ſich in mir noch regt zu dieſer Zeit; Ach! nimm dich meiner hertzlich an, die Lebens⸗Bahn. 79. M. Err Chriſt, der ein' ge ꝛc. ge Zuverſicht, dir hah ich f 3 und fuͤhre mich, fuͤhr mich ü mich mit dir ſterben, ahn. 4. Wenn ich von aus⸗ gutes Muthes ſeyn. Ach! 5. 0 Ie Su Cbriſte, wollſt du gantz verſencken, und fuͤhre mich, fuͤhr mich Heng geen bring, O mein Leben, und ein; 1 1 9 1 mich ergeben, verlaß, ver- laß mich nicht: Ach! laß mich deinen Willen be⸗ F ſtaͤndig⸗- ö 155 vom Chriſtlichen Leben. ſtaͤndiglich erfuͤllen, Du meiner Seelen Zier. 3. Ach! ſchenck mir dei⸗ ne Liebe, mein Hort und Braͤutigam! Gieb, daß ich nicht betruͤbe Dich, werthes Gottes ⸗ Lamm! Ach! laß mich an dir han⸗ gen, im Hertzen dich um⸗ fangen, denn du biſt Lie⸗ benswerth. 3. In Liebe laß mich brennen, und an dir hal⸗ ten veſt, von dir laß mich nichts trennen, Du biſt der Allerben; Ach! laß mich mit dir ſterben, und nach⸗ mals auch ererben das Reich der Herrlichkeit. 4. Ach! laß mich allzeit bleiben ein gruͤner Reb an Dir, Dir will ich mich verſchreiben, ach! weiche nicht von mir; ich bleib dir gantz ergeben, im Tod und auch im Leben, ach! hilf mir Armen bald. FJ. Nun, IEſu] ſey mein Leben, mein Alles gantz allein, nach dir laß mich ſtets ſtreben, ſo werd ich ſelig ſeyn: Ach! laß mich dich ſtets ſuchen, und al⸗ les das verfluchen, was mich von dir haͤlt ab. 6. Gieb, daß ich mein Vertrauen nur ſetz auf dich allein, HERR, laß mich auf dich ſchauen, und warten allzeit dein; ja laß mich dich ſtets lo⸗ ben, hier und hernach dort oben, in alle Ewigkeit. 7. Mein Heiland, Du wollſt kommen! ja komm: ach! komme doch; erloͤſe deine Frommen von allem Band und Joch; Ach! IEſu! komm und daͤmpfe das Fleiſch; gieb, daß ich kaͤmpfe allein durch deine Kraft. 8. Nun, Vater, hoͤr mein Lallen, mein FEſu! meine Bitt, laß dir doch nicht mißfallen, du ſelber mich vertritt! Gott Heil⸗ ger Geiſt, erfuͤlle mein Hertz, daß es ſey ſtille, und allteit lobe dich. 793. M. SErr Chriſt, der ein' ge GOttes Sohn. ERR JES, Gna⸗ den ⸗ Sonne, wahr⸗ baftes Lebens⸗Licht: laß Leben, Licht und Wonne mein bloͤdes Angeſicht nach deiner Gnad erfreuen, und meinen Geiſt erneuen: meln GOT, verſag mirs nicht. 2. Vergieb mir meine Suͤnden, und wirf ſte hinter dich, laß allen Zorn verſchwinden, und hilf ge⸗ naͤdiglich: Laß deine Frie⸗ dens⸗Gaben mein armes Hertze laben, ach! HErr, erhoͤre mich. 5 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adame⸗ Sinn, und laß mich dich erwählen, daß ich mich künftig hin zu deinem Dienſt ergebe, und dir zu Ehren lebe, weil ich er⸗ loͤſet bin. 4. Befördre dein Er⸗ kenntuiß in mir, mein See⸗ len⸗Hort, und oͤffne mein Verſtaͤndniß, durch dein heiliges Wort, damit ich an dich glaͤube, und in der Wahr⸗ ech leis gegen 1 b. 7. un ſelh mir lr Kra flen, lig bey. J l —— — 2—— 2— A 2 zobeg, — um dd . sch 10 0% 91 „ mhm 2 8 — 2 ———— 2 S — — daß es lit 1 . Herrch in ge Go Sohn, N 0 IS,% 1 Som ebene „Licht un d dͤdes Augeſcht Gad ee Ihen Geiß n KT J — Setgieb ni g * 1% un 0 Sch, Af den,% ch f l Haben ele Alben,, tig bey. Sn. bertel al l 5 20 den le dun reh, de, l bit f j kthebe/ lebe l 1 fl. 2 gen h mee — — — S ee — J e I l 10 vom Chriſtlichen Leben. 679 Wahrbeit bleibe zu Trutz der Hoͤllen⸗Pfort. 5. Trauck mich an dei⸗ nen Bruͤſten, und kreußge mein Begier ſammt allen boͤſen Luͤſſen, auf daß ich fuͤr und fuͤr der Suͤnden Welt abſterbe, und nach dem Fleiſch verderbe, hin⸗ gegen lebe dir. ü 6. Ach! zuͤnde deine Lie⸗ be in meiner Seelen an, daß ich aus innern Triebe dich ewig lleben kann, und dir zum Wohlgefallen be⸗ ſtaͤndig moͤge wallen, auf rechter Lebens- Bahn. 7. Nun, HERR, ver, leih mir Staͤrcke, verleih mir Kraft und Muth: denn das ſind Gnaden⸗ Wercke, die dein Geiſt ſchafft und thut: hingegen meine Sinnen, mein Laſ⸗ ſen und Beginnen iſt boͤſe und nicht gut. 8. Darum, du GOTT der Gnaden, du Vater aller Treu! wend allen Seelen Schaden, und mach mich taoͤglich neu. Gieb, daß ich deinen Willen ſtets ſuche zu er⸗ füllen, und ſteh mir kraͤf⸗ 794. In eigener Mel. Ge, lehr mich thun nach deinem Wohl⸗ gefallen, dein guter Geiſt fuͤhr mich auf ebner Bahn, daß ich dich mehr und mehr erkennen kann, und mit dem Sinn ſchon in dem Himmel wallen. Hilf daß ich fort und fort am Glau⸗ leugne gar mich ſelbſt, ver⸗ leugne Welt und Erd. 2. Kein Heuchelſchein, kein kalt noch laulich We⸗ ſen, ein rechter Ernſt und Vorſchmack jener Zeit, ſey in Beſtand all meine Froͤmmigkeit: Nach dei⸗ nem Licht, ſo wir im Wor⸗ te leſen, erleuchte meinen Gang, daß ich durch dein Geleit geh ohne Finſternit in Lieb und Thaͤtigkeit. 3. Gieb, daß ich ſtets in allem Thun bedencke, ob deine Ehr deſſelben End⸗ zweck ſey? Ob ich was thu, das mich am End gereu? Ob ich mich ſtets nach meinem Tauf⸗Bund lencke! Ob ich auch durch und durch von dir mich heilgen laß? Ja ob viel⸗ leicht noch heut der Tod mich mache blaß? 4. Mein Sellg ſeyn laß mich mit Zittern ſchaffen, die Eitelkeit ſo fliehen als Verbot, und gegen dir an⸗ ſehn als garſtgen Koth, in Ehr und Freud, in Geld mich nicht vergaffen, da⸗ mit ich nicht dabey der armen Seel vergeß, nicht jenſeit zaghaft ſey, noch diſſeits mich vermeß. 5. Daß du, mein Gott erfuͤlleſt all's in allen, daß du mein Gott, allgegen⸗ waͤrtig biſt, und deinem Aug gar nichts verborgen iſt; das halt mich ab, in Suͤnde nicht zu fallen: Dein Name werd mir groß, dein Zorn mir nicht zu Theil, und deine Gna⸗ de ſey mein Schatz, mein ben voͤll'ger werd, ver⸗ Gluͤck und Heil. Auch — 680 Vom Chriſtlichen Leben. 6. Auch was du willt, da⸗ vor ſoll mir zicht grauen, ich ſcheue nichts, kein Lei⸗ den, keine Noth, es tritt mein Kampf mit dir die Feind in Koth. Gieb, daß ich nur allein dir moͤg ver⸗ trauen: ich weiß, du weiſt vielmehr die Sorge, die uns plagt; verlaͤß'ſt, ver⸗ ſaͤumſt uns nicht, gleich⸗ wie du zugeſagt. 7. Laß mich ſchon hier von deiner Gottheit ſchme⸗ cken, ach! laß mich ſchon empfinden deine Kraft, bis mich dein Will gar in den Himmel ſchafft, da ſich dein Lob auf ewig wird er⸗ ſtrecken, da die Vollkom⸗ menheit iſt ew'ge Freud und Licht, da ich in Klar⸗ heit ſchau dein herrlichs Angeſicht. 5795. Mel. Was mein Gott will ꝛc. ilf mir, mein Gott! hilf daß nach dir von Herten mich verlange! Und ich dich ſuche mit Be⸗ gier, wenn mir wird angſt und bange. Verleih, daß ich mit Frenden dich in meiner Angſt bald finde: Gieb mir den Sinn, daß ich forthin meid alle Schand und Suͤnde. 81 2. Hilf daß ich ſtets mit Reu und Schmertz, mich deiner Gnad ergebe: 5 Hab immer ein zerknirſch⸗ tes Hertz in wahrer Buſſe lebe. Vor dir erſchein, hertzlich bewein all meine b Miſſethaten. Die Haͤnd allzeit laß ſeyn bereit, dem Duͤrftigen zu rathen. 3. Die Luſt des Flei⸗ ſches daͤmpf in mir, daß ſie nicht uber winde. Rechtſchaffne Lieb und Luſt zu dir in meinem Hertz'n anzuͤnde, daß ich in Noth, bis in den Tod, dich und dein Wort be⸗ kenne, und mich kein Trutz noch Eigennutz von deiner Wahrheit trenne. 4. Behuͤte mich vor Zorn und Grimm, mein Hertz mit Sanftmuth zie; re. Auch alle Hoffart von mir nimm, zur Demuth mich anfuͤhre. Was ſich noch find von alter Guͤnd, laß mich hinfort ablegen, Troſt, Fried und Freud jaß jederzeit ſich in mit Armen regen.. 5. Den Glauben ſtaͤrck, die Lieb erhalt, die Hof⸗ nung mache veſte, daß ich von dir nicht wancke bald, Beſtaͤndigkeit iſts beſte; den Mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket; Epeiſ ab den Leib, doch daß er bleib von Geilheit unbe⸗ ecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig ſey in dem, was mir gebuͤhret. Daß 22 ich auch nicht durch Heu⸗ cheley und Ehrgeitz werd verfuͤhret: Leichtfertig⸗ kelt, Haß Zanck und Neid laß in mir nicht ver⸗ bleiben. Verſtockten Sinn und Diebs⸗ Gewinn wollſt ferne von mir trei⸗ 0 N. 7 Hilf, daß ich folge treuem Rath, von fal⸗ ö nung trete: ſcher Mey 9 Den burn Dan Rente Thi, für Feind ſte herman ant; das Halbe, hae allem d nen sche 96. M. im hi c bab 0 Jie Ich den Lal lacht: eh dieſe eh und nerth! U. hel beſſer tig gieb 2. Den and gage ein Stand 3, Sieh Lebenslauf — — — —— — — —— — 22 A 2 — . — —— 5 —. —— und Get n Sa * Inn tet. lach lle en i . a an 160 eb erhal, n 10% di ficht u — Behüte 10 1 A cgnſüht f ind vote nich 5 b Fre Adden 10 — Daͤndisket, tt„Mud bath t Geſfaht dit . derb uch — — — — — — 1 .—— 0 . —— ä——— J inm, in 0 4 ſey und des Wuͤnſchens Den Gahgi Vom Christlichen Leben. 681 Den Armen helfe mit der That, fuͤr Freund und Feind ſtets bete; Dien jedermann, ſo viel ich kann; das Boͤſe haß und melde, nach deinem Wort an allem Ort, bis iich von binnen ſcheide. 796. M. Vater unſer im Simmelreich. ch hab oft bey mir J ſelbſt bedacht, wenn ich den Lauf der Welt be⸗ tracht't: ob auch das Le⸗ ben dieſer Erd uns gut 5. Iſt einer heute gutes Muths, ergötzt und freut ſich ſeines Guts, eh' ers vermeynt, faͤbrt ſein Ge⸗ winn zuſammt dem guten Muthe hin; wie plotzlich koͤmmt ein Ungeſtuͤm, und 915 die groſſen Guͤter m 6. Biſt du denn fromm und fleuchſt die Welt, und liebſt GOtt mehr als Gold und Geld, ſo wird dein Ruhm, dein Schmuck und Kron in aller Welt zu Spott und Hohn: Denn wer der Welt nicht hen⸗ cheln kann; den ſieht man werth? Und ob nicht der viel beſſer thut, der ſich fein zeitig giebt zur Ruh. 2. Denn Leber! denck und ſage mir, was für ein Stand iſt wohl allhier, dem nicht ſein Angſt, ſein Schmertz und Weh, alltag, lich uͤberm Haupte ſteh? Iſt auch ein Ort des Kum⸗ 275 frey, und wo kein' ni 8 Wee ah lag noch Sorge ſey? 3. Sieh unſern gantzen e ace Lebenalauk, ic auch din et. = Tag von Jugend auf, der nicht ſein eigne Quaal und Plag auf ſeinem Ru; cken mit ſich trag? J nicht die Freude die uns ſtillt, auch ſelbſt mit Jam⸗ mer uͤberfuͤlt! 4. Hat einer Gluͤck und gute Zeit, hilf Goc! wie tobt und ſtuͤrmt der Neid. Hat einer Ehr und groſſe Wuͤrd', ach! mit was groſſer Laſt und Buͤrd iſt, der vor andern weird geehrt, vor andern auch dabey beſchwert. gantz fuͤr albern an. 7. Nun iſt es wahr, es ſteht uns hier die Truͤb⸗ ſal taglich vor der Thur, und find ein jeder uͤber⸗ all des Creutzes Noth und bittre Quaal. Solt aber drum der Chriſten Licht gar nichts mehr ſeyn? das glaub ich n cht. 5 3. Ein Chriſte, der an Chriſto klebt, und ſtets im Geiſt und Glauben lebt, dem kann kein Ungluͤck, keine Pein im gantzen Le⸗ ben ſchaͤdlich ſeyn; Gehts ſth ihm nicht allzeit, wie es ſoll' ſo iſt ihm dennoch allzeit wohl.„ 9. Hat er nicht Gold, ſo hat er Goc, fragt nichts nach boͤſer Leute Spott, verwirft mit Freuden und verlacht der Welt verkehrten Stoltz und Prache: Sein Ehr iſt Hoffnung und Geduld, ſein Hoheit iſt des Hoͤch⸗ ſten Huld. f 10. Es 2 10. Es weiß ein Chris und bleibt dabey, daß GOT ſein Feund und Vater ſey: Er hau, Er ſtech, Er brenn, Er ſchneid, hier iſt nichts, von Ihm ſcheid: Je mehr Er ſchlagt; je mehr Er liebt, bleibt fromm, ob Er uns gleich betruͤbt. 11. Laß alles fallen wie es faͤllt, wer Chriſti Lieb im Hertzen haͤlt, der iſt ein Held und bleibt be⸗ ſtehn, wenn Erd und Him mel untergehn. und wenn ihn alle Welt verlaͤßt, haͤlt GOttes Wort ihn ſteif und veſt. 12. Des Hoͤchſten Wort daͤmpft alles Leid, und kehrts in lauter Luſt und Freud, es nimmt dem Un, gluͤck alles Gft, daß, obs uns gleich verfolgt und trifft, es dennoch unſer Hertze nie in allzu groſſes Trauren zieh. 13. Eh nun, ſo maͤß'ge ben voller Plag, iſts den⸗ noch an der Chriſten Theil auch voller Gottes Schutz und Heil. Wer Goc vertraut, und Chriſ um ehrt, der bleibt im Creutz auch unverſehrt. e 4. Gleichwie das Gold durchs Feuer geht, und in dem Ofen wohl beſteht, ſo bleibt ein Chriſt, durch Gottes Gnad, im Elends⸗ Ofen ohne Schad. Ein Kind bleibt ſeines Vaters Kind, obgleich des Va⸗ ters Zucht empfindt. 15. Drum liebes Hertz! 662 Vom Chriſtlichen Leben. das uns deine Klag; iſt dieſes Le⸗ T auf deines Vaters Treu? Empfindſt du hier auch ſeine Ruth, Er meynts nicht boͤſ', es iſt dir gut. Gleb dich getroſt in ſeine hand, es nimmt nuletzt ein gutes End. 16. Leb immerhin, ſo lang Er will, iſts Leben ſchwer, ſo ſet du ſtill, es aus: Im Himmel iſt ein nach Chriſts hier geſtrebt, lebt. Hoffnung ſtehet veſte. In dem Leben hier auf Erden itt doch nichts als Eitelkeit, boͤſ' Exem⸗ pel, viel Beſchwerden, lage, Klage, Muh und treit, Kummer, Sor⸗ gen, Angſt und Noth, N und zuletzt der 0 2. O ſo dencke drauf im Hertzen, frommer wie du ſolche Noth und Schmertzen brechen kannſt als Grundes Eis! La aus deinem Hertzen nicht dieſen treuen Untericht. 3. Habe deine Luſt am hoͤchſtes Gut; Er iſt nah und nicht ſo ferren, einzu⸗ ſprechen Troſt und Muth, ſeine Gnad und ſtarcke Hand, gehet durch das gantze Land. 4. Augen ⸗Luſt und ſey ohne Scheu, und ſieh geht zuletzt in Freuden ſchoͤnes Haus, da, wer mit Chriſti Engeln ewig 70%. Melod. Meine hermehr: a us en Magen itt da ſe Lud z dein er Ehen Num Na, de eg ruh heit, Ne ald des Frucht. Chriſt, mit allem Fleiß, HErren, laß Ihn ſeyn dein ſchnöde zetude, neppigte 0 7. Eitlt bekachte, 0 90 en ltachte, Cteutz, u thut kei n, als kahn. . Stet hedencke, Ckkutz un ß Wunden lo Fo m Noth, o een Zet, Seligkeit i Suchen ö a Wiser Naeh 0 — — S— — — 8 2 2— —— A— Z S2 N85— 2— — —— bel hriſſe i 1 W chrift! f Heil ch il 3 110 S Mel T vffnunſ ſſe 0 veſe⸗ e n als Wuſt und Koth, vor den Augen Gottes meide, wilt du ſeyn befreyt vom Tod; deinen Leib, das Faß der Ehr'n, ſolt du nim⸗ mermehr verſehrn. 5. Nimm dir vor, vor andern allen, daß du ſu⸗ cheſt Gott allein mit dem Gluuben zu gefallen, vol⸗ ler Lieb ohn argen Schein. Beichte deine Suͤnd und Schuld, ſo bekommſt d 6. Nimmer gehe falſch im Handeln, noch im Re⸗ den, noch im Thun: Wilt du vor dem HErren wan— deln, dermahleinſt auch ſelig ruhn, liebe Wahr⸗ heit, Recht und Zucht, als des Geiſtes rechte den, Fruch b TJitelkeit, iel Nah ef e, Klage, M del t, Kun Ang% 9% Scheu 3 105 1 O so dach h ei herzen i, n 1 0 Habe dal en, 10 0 ie e 7 8 0 rucht. 7. Eitle Ehr und Pracht verachte, Demuth, Lieb und Niedrigkeit: Nach dem Himmel ernftlich trachte, trag geduldig Creutz, und Leid, G08 thut keinem nicht mehr an, als was er ertragen kann.. 3. Stets ans Ende hier gedencke, und an Chriſti Creutz und Tod, in ſein' Wunden dich einſencke, 1 alto kom mit dn aus der Noth, von der Pein, und bien Zeit, zur gewuͤnſchten Seligkeit. 7983. M. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Ich halte Gott in allem IJ ſille, Er liebet mich in Freud und Schmertz, wie gut iſt Gottes Vater, Wille, wie freundlich ſein Vom Christlichen Leben. 683 1 verllebtes Hertz! Er iſt mein Hort und meine Zier, was GOtt gefaͤll, gefaͤllt auch mir. 2. Mein Gott weiß al⸗ les wohl zu machen, Er iſt der ewge treue Freund, Er laßt mich nach dem Weinen lachen; was Er nuͤhr: Was Gott gefallt, gefaͤllt auch mir. 5 3 Sein Wille bleibet mein Vergnuͤgen, ſo lang ich leb auf dieſer Welt! was kann mein eigner Wil⸗ le tuͤgen, der da nicht will, was GOtt gefaͤllt, ich denck an meine Chriſt⸗ Gebuͤhr, was GOtt ge⸗ faͤllt, gefaͤllt auch mir. 4. Er will und wird mich ewig lieben, Er weiß wohl, was mir nuͤtzlich ſey, Er hat mich in die Hand geſchrieben mit lauterm Golde ſeiner Treu, weg eigner Wille, weg mit dir, was Gott gefaͤllt, gefaͤllt auch mir. 5. Gott will, daß mir geholfen werde, Er will der Seelen Seeligkeit, drum reiß ich mich von dieſer Erde durch wahre Gottgelaſſenheit, ſein' m Will'n ergeb mich dort und hier, was Gott ge⸗ faͤllt, gefaͤllt auch mir. 799. M. Nun ſich der Tag geendet hat. Mein Gott! daß Hertz ich bringe dir zur Gabe und Geſchenck; du förderſt dieſes ja von mir, 5 des bin ich eingedenck. F 6 2. Gieb hut, das iſt wohl g meynt; ſein Lieben waͤhret fuͤr und 5— 8 KK——..—————.— 3 Sohn, dein Hertz, ſprichſ du, das iſt mir lieb und werth, du findeſt anders auch nicht Ruh im Him, mel und auf Erd. 3. Nun du, mein Va⸗ ter! nimm es an, mein Hertz, veracht es nicht: ich gebs, ſo gut ichs ge⸗ ben konn, kehr zu mir dein Geſicht 4. Zwar iſt es voller Suͤnden⸗Wuſt und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt, der wahren Froͤmmigkeit. 5. Doch aber ſteht es nun in Reu, erkennt ſei⸗ n'n Uebelſtand, und traͤ⸗ get jetzo vor dem Scheu, davons zuvor Luſt fand. 6. Hier faͤllt und liegt es dir zu Fuß, und ſchreyt: o Vater! daß ich Buß rechtſchaffen vor dir thu. 2. Zermalm mir meine Haͤrtigkeit, mach mürbe einen Sinn, daß ich in euftzen, Reu und Leid 75 hraͤnen gantz zer⸗ 8. So denn nimm mich mein IEſu Chriſt, tauch mich tief in dein Blut: ich glaub daß du gekreu⸗ tzigt biſt, der Welt und mir zu gut. 9. Staͤrck mein ſonſt ſchwache Glaubens Hand, zu faſſen auf dein Blut: als der Vergebung Un⸗ — das alles machet 10. Schenck mir nach deiner JEſus⸗Huld, Ge rechtigkeit und Heil, und 684 Vom Chriſtlichen Leben. 5 eee e eee D. Gieb, mir, mein nimm auf dich meln Sun, den⸗ Schuld und meiner Strafe Theil. 11. In dich wollſt du mich kleiden ein, dein ich von allen Suͤnden rein, vor Gott beſtehen kann. 12. Gott 19. H. hon Het ale Heut lauhes Pohlgeff Unſchuld ziehen an, daß 20. N dum Ten ler in eilger Geiſt! nimm du auch mich in die Gemeinſchaft ein: ergieß um JeEſu willen dich tief in mein Hertz hinein. 13. Dein goͤttlich Licht Brunſt der reinen Lieb; Loͤſch Finſterniß, Haß, Falſchheit aus, ſchenck mir ſtets deinen Trieb. 14. im Guten nicht mach 1 9* 15. Hilf, daß ich ſey von Hertzen veſt im Hoffen und Geduld, daß, wenn du mich nur nicht verlaͤß ſt, mich troͤſte deine Huld. 16. Hilf, daß ich ſey von Hertzen rein im Lie⸗ ben, und erweiſe, daß mein Thun nicht ſey Au⸗ gen⸗Schein, durchs Werck zu deinem Preis. 17. Hilf, baß ich ſey von Hertzen ſchlecht, auf⸗ richtig, ohn Betrug, daß meine Wort und Wercke recht, und niemand ſchelt 9 2 S halt, daß ich von aller Welt⸗Lieb rein, vom Fall aufſtehe bald. 19. Hilf 0 Hilf, daß ich ſey von Hertzen treu im Glauben meinem Gocte, daß mich ſchen der Welt Liſt, Macht Nur ſchlage zu! zerknirſch und Spott n' Fug. 8 18. Hilf, daß ich ſey von Hertzen klein, De⸗ muth und Sanftmuth ſchuͤtt in mir aus, und — ——— ͤ.—— — 3————— r 18 guch ſeyn; il 21. 0 10 kiget ju dirt daß ich Deine, 22.4 Id nin ten aus und die — H e e en 0 10 ö en Goc 0 — et Guten nit Me ama Gp. 50 „ h f % hetzen d , ud% En S Schein einen, J. Hi, 1 Hetzel r tg, Ihn, 90 de Not 0 ö 1 t, f 7 Vom Chriſtlichen Leben. 685 —— 25 S— —————————— . 5 2 9 S——— 2 19. Hilf, daß ich ſey von Hertzen fromm, ohn alle Heucheley, damit mein gantzes Chriſtenthum dir wohlgefaͤllig ſey. 20. Nimm gar, o Gott! zum Tempel ein mein Hertz hier in der Zeit, ja, laß es auch dein Wohnhaus ſeyn; in jener Ewigkeit. 21. Dir geb ichs gantz zu eigen hin, brauchs wo⸗ zu dirs gefallt, ich weiß, ſpringt in allerley Be⸗ ſchwerden mir getreullch an die Seit, liebt uns bis in Ewigkeit. 3. Meinen JEſum laß ich nicht, wenn mich alle Menſchen haſſen, und der Feinde Macht zerbricht, auch gedencken ſo zu faſſen daß ich gleich ſoll unter⸗ gehn, bleibt mir ſeine Rettung ſtehn. 1 4. Meinen JIEſum laß daß ich der Deine bin, der ich nicht, wenn mich mei⸗ Deine, nicht ber Welt. 22. Drum ſoll ſie nun und nimmermehr dis rich⸗ ne Suͤnden quaͤlen, wenn mein Hertz und Satan ſpricht: Sie ſind groß, ten aus bey mir, ſie lock und nicht zu zaͤhlenz und dvoh auch noch ſo ſehr, daß ich ſoll dienen ihr. 23. In Ewigkeit ge⸗ ſchicht das nicht, du fal⸗ Spricht Er: Sey getroſt mein Kind, Ich, Ich tilg all deine Sund. 5. Meinen IeEſum laß ſche Teufels⸗Braut: gar ſich nicht, wenn mir bricht wenig mich, Gott Leb! anſicht dein! glaͤntzend Schlangen Haut. 24. Weg, Welt, weg Suͤnd, dir geb ich nicht mein Hertz, nur JeEſu, dir iſt dis Geſchencke zu⸗ far dt, behalt es fuͤr und ür. Soo. M. I Eſus meine Zuverſicht. Meinen IJESuq laß f ich nicht, denn Er i allein mein Leben: Wer Ihn hat, dem nichts gebricht, und kann ſich zufrieden geben; Er ge⸗ raͤth in was fuͤr Noth, waͤrs auch Satan, Suͤnd . Meinen IJEſum laß ich nicht, weil kein beßrer Freund auf Erden: Denn ö Er, JEſus, unſer Licht, Da erſt, da hilft er mir ſtegen, ja ins letzte Wolt⸗ Gericht laͤſſet Er mich kommen nicht. 6. Meinen JIEſum laß ich nicht, denn Er wird auch mich nicht laſſen; Dieſes glaub nimmer haſſen. Darum ſprech ich: Ihn, 1 kicht, meinen JEſum laß ch nich 1 9 Sol. Mel. Zion klagt mit Angſt ꝛc. 1 O du allertiefſte Liebe, die in Chrißo Jeſu it, in der ich mich ſtetig uͤbe, der mein Hertze nicht vergißt: Schencke mir doch deine Kron, und dein 57 Per- Ne 9 5 1 in letzten Zuͤgen meiner ſchwachen Augen Licht; ch anders nicht, und Er wird mich mein Perlein, o mein Lohn: druͤck es doch in meine Seele, die ich dir nun gantz befehle. 5 2. O du allerſuͤß'ſte Lie⸗ be, ich bin zwar unrein vor Dir, daß ich mich drum ſtets betruͤbe, und faſt ſchaͤme ſelbſt vor mir; Aber du mein HErr und Gott, ach! zerbrich durch deinen Tod, was die ar me Seel befleeket, und ſie ins Verderben ſtecket. 3, Fuhre meiner Seelen Duͤrſten doch durch deinen Tod und Graus, o du Fuͤrſt der Sieges ⸗Fuͤrſten, zu dem Triumphiren aus! o mein Gott! HErr Ze⸗ baoth! ſchlage doch in dei⸗ nen Tod gantz den alten Menſchen nieder, daß der neue lebe wieder. 4. Biſt du doch in mir erſchienen, ey ſo bleib doch auch in mir: ich will dir ja willig dienen, und dein bleiben fur und fuͤr. Faſſe mich doch gantz in dich, halt mich in dir veſtiglick, daß ich nicht von Dir kann weichen, laß mich dieſes Heil erreichen. F. Du biſt mir gantz auserleſen, o Du meiner Seelen Gut, IEſu, ach! dein himmliſch Weſen ſey mein Brodt; mein Tranck dein Blut, traͤnck aus dei⸗ nen Bruͤnnelein meine Lieb in mein Verlangen, laß mich ſeyn in dir ge⸗ fangen. 6. Adam iſt von dir ge⸗ wichen und ich auch in 666 Vom Chriſtlichen Leben. auch dein Bild verblichen, und ich todt am Himmel⸗ reich! nun ſo weck es durch dein Wort wieder in mir auf, mein Hort! gieb Du wieder Geiſt und Leben, ich will mir Dir wieder⸗ geben. 8 7. Es hat ja all deinen Frommen zugeſagt dein treuer Mund, daß du willſt zu ihnen kommen, wohnen in des Hertzens⸗ Grund: ja, dein ſuͤſſer Mund ver⸗ heißt, denen deinen guten Geiſt, die in deiner heil⸗ gen Hutten ſuchen dich, und darum bitten. 8. Nun ich fuͤhr in die Zuſage meiner Seelen Hunger ein, dis Wert ſoll mein Lebetage mein Brodt in dem Hunger ſeyn. Ach! vermehre du in mir mei⸗ nen Hunger ſtets nach dir; ſtaͤrcke mich o ſuͤſſe Liebe! in des Geiſtes Kraft und Triebe. 9. Weck in dir mich auf zum Leben, daß ich beine Suͤßigkeit moͤge ſchmecken, und erheben meinen Geiſt aus dieſer Zeit: Bleibe doch durch deine Kraft ſelbſt in mir: Ach! gieb doch Saft edler Weinſtock, deinem Reben, ohne dich kann ich nicht leben. 10. O du allerſuͤß'ſte Lle⸗ be, durch die Liebe bitt ich dich, die des Vaters Zorn Seel, und fuͤhre ein deine vertriebe, und verſchlang zur Lieb in ſich! Ach! ver⸗ ſchling doch auch den Zorn, der in meiner Seel er⸗ bohrn, durch dieſelbe groſ⸗ ſe Lieb, daß ſie ſich im ihm zugleich: Drum iſt n* f 2 75 Lieben uͤbe 11. 0055 1 1. 5 Jen Will i deln Hat me I weir fen: D , i dir, 9 0 gehorſat 12. U bier no der We Nin! lr See Wunder ben, da 7 duoll, Glut in bammte der Höl 2 — — = h — — — . . — — —— — . — ters! 3. D lere mein ff iner g 1 du bei dhl: i N .— dee 4 r Hai . f port! gh 5 82 mir Dir eh U Wen ige M konne ac T ahene d fie du n ü Sur d entf dein 5 10 1 itten ſucn 4 am bi 5 u ich fie 1 meter Sean i eh, Win ee Hunger se 0 Enn don ſetz ul Eich o h . Geides A 2 ek in ng ben, daß eit nige N „ eben Rage zeſer Züt: 4 fit: tele a n Nee e alt ug 10 Dad hier noch guaͤlen, und Reben Saft, daß ich in Vom Chriſtlichen Leben. 687 11. Fuͤhre dich in mei⸗ nen Willen, und mich auch in deinen ein, laß dein Hertz mein Hertze ſtillen, laß mein Hertz in deinem ſeyn: Dein Gehorſam ſey in mir, mein Gehorſam ſey in dir, daß ich dir noch auf der Erden moͤge gantz gehorſam werden. a 12. Was ſoll ich mich der Welt anhaͤngig ſeyn? Nimm du den Durſt mei⸗ ner Seelen, noch in deine Wunden ein, in die Wun⸗ den, da dein Blut aus⸗ quoll, und des Zornes Glut in der ſuͤſſen Liebe daͤmmte, und dem Grimm der Hollen hemmte. 13. Führe in deine hohle Seiten, daraus Blut und Waſſer rann, meinen Hun⸗ ger jeder Zeiten, nimm, o Fels! dein Taͤublein an, wirf mich gantz und gar darein, ich bin dein, ſey du auch mein, labe mich in deinem Leben, laß mich veſte an dir kleben. 14. Edler Weinſtock, dem ich diene, gieb doch deinen dir wachs und gruͤne, aus dir ziehe meine Kraft; Bring durch deine Kraft in mir eine rechte Kraf: herfuͤr. Ach! laß mich viel Fruͤchte bringen, nach des hin aters Seegen ringen. 15. Dich will ich mir auserwählen, den du biſt mein ſuͤſſes Licht, leuchte meiner armen Seelen, Du weiß ſt, daß es ihr gebricht: Weil dis Fleiſch ein finſtrer Kercker iſt; Fuhre ſie auf rechter traſſe, daß ſie falſche Wege haſſe. 1 16. Triff mein Hertz mit deinem Hammer, fuͤhre mich, o JEſu! Du durch des grimmgen To⸗ des Kammer ein in dei⸗ nen Tod und Rub: daß mein Leib am Juͤngſten Tag in dir aufſtehen mag, auf dein Wort, aus deinen Sterben, und ein ewges Leben erben. 17. Lehre du mich al⸗ les halten, was du von mir forderſt nun: Ich will dich nun laſſen wal⸗ ten, ſey mein Wiſſen, Will und Thun, achk mein Leiter, laß doch mich nirgends gehen ohne dich, denn ich hab mich deinem Namen gantz und gar er⸗ 802. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. O Durchbrecher aller Bande! der du im⸗ mer bey uns biſt, bey ſern Adams Sinn, bis uns dein ſo treu Geſtchte führet aus dem Kercker 2. Isis doch deines Va⸗ ters Wille, daß du endeſt und Blut der Miſt, ihr cket hat, und es von dem Schaden, Spott und Schande, lauter Luſt und Himmel, iſt, uͤbe ferner dein Gerichte wieder un- dieſes Werck, hierzu wohnt in dir die Fuͤlle aller Weis⸗ heit, Lieb und Staͤrck, daß du nichts von dem verlle⸗ reſt, was er dir geſchen⸗ dem Trei⸗ ss vom Chriſtlichen Leben. Treiben fuͤhreſt zu der ſüuͤſ⸗ ſen Ruheſtatt. 23. Ach! ſo mußt du uns vollenden, willſt und kannſt ja anders nicht: denn wir find in deinen Haͤnden, dein Hertz iſt auf uns ge⸗ richt't: ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen ſind geacht, weil die Creu⸗ tzes Niedrigkeiten uns ver⸗ acht und ſchnoͤd gemacht. ſre Ketten, da wir mit der Creatur ſeuftzen, rin⸗ gen, ſchreyen, beten um Erloͤſung von Natur, von dem Druck der Eitelkei⸗ ten, der uns noch ſo harte druͤckt, ungeacht der Geiſt in Zeiten ſich auf etwas beſſers ſchickt. 5. Ach! erheb die mat⸗ ten Kraͤfte ſich einmal zu relſſen los, und durch alle Welt⸗Geſchaͤſte durchge⸗ brochen ſtehen blos; Weg mit Menſchen⸗Furcht und agen! weich, Vernunfts⸗ Bedencklichkeit. Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen! weg des Fleiſches Zaͤrtlichkeit. 6. HERR, zermalme, brich und reiffe, die ver⸗ boßte Macht entzwey, den, Ke, daß ein armer Menſche dir im Tod nichts nuͤtze ſey. Heb ihn aus dem Staub der Suͤnden, wirf die Schlangen ⸗ Brut hin⸗ aus, laß uns wahre Frey⸗ Ih veit finden in des Vaters Hochzeit⸗Haus. e. Vir verlangen keine Ruhe für das Fleiſch in 4. Schau doch aber un⸗G Aber unſer Geiſt der bin⸗ det dich im Glauben, laßt dich nicht, bis er die Er⸗ loͤſung findet, da ihm Zeit und Maaß gebricht. 8. Herrſcher, herrſche, Sieger, ſiege, Konig, brau fuͤhre deines Reiches Krie⸗ ge, mach der Selaverey ein End] laß doch aus der Grub die Seele durch des neuen Bundes Blut! Laß uns laͤnger nicht ſo quaͤ⸗ len, denn du meynſt mit uns ja gut. 9. Haben wir uns ſelbſt gefangen in Luſt und Ge⸗ faͤlligkeit: ach! ſo laß uns nicht ſtets hangen an dem Tod der Eitelkeit; Denn die Luſt treibt uns zu ru⸗ fen, alle ſchreyen wir dich an: zeig doch nur die er⸗ ſten Stuffen der gebroch⸗ nen Freyheits, Bahn. 10. Ach! wie theur ſind wir erworben, nicht der Menſchen Knecht zu ſeyn; Drum, ſo wahr du biſt geſtorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frey und gantz vollkomen, nach dem beſten Bild ge⸗ bildt. Der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Fuͤll ſich fuͤllt. 11. Liebe, zeuch uns in gekreutzigt ſeyn, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein; Doch, wohlan, du wirſt nicht ſaͤumen, wo wir nur nicht laͤßig ſeyn, werden wir Ewigkeit, wie du's noͤthig doch als wie irdumen, wenn find'ſt, ſo thue noch vor die Freyheit bricht berein. 303. Mel. unſrer Abſchieds ⸗Jeſt: ch dein Regiment: dein Sterben, laß mit dir lch li. — all 60 60 fel ale dem nich von dem feſutden ld baß kln' und in Get 2. Gl mit Fle hun geb de B. 4. N. ü, exfager den/ M. hilf ſell daß ich Sgmuftm wenn e duch gut J. Lal lan in ſchaft! 15 etgs 0 hum, geh aue d ure temen b uf ttelbt uns r , dle ſcpen wr dic 1 leg duch mur die er; u Stufen der gehroch⸗ in gtegbets, Bahn. 10. Ach hie then ud elt kawotben, ficht der Nenſchen Khecht iu cn; bit 16 0 cht etz hangen an den dd der Eitelkeit; 5 drum, so naht d eikrben, nußt hu uch machen rel, kel tey uud aut vollen, ich dem kefen Bh ge⸗ ſüht. Der hut gch aß — f 1 Vom Chriſtlichen Leben. 630 803. M. Nun daͤncket alle GOtt. Gott, du frommer Go, du Brunn⸗ quell aller Gnaden, ohn dem nichts iſt, was iſt, von dem wir alles haben, geſunden Leib gieb mir, und daß in ſolchen Leib ein unverletzte Seel und rein Gewiſſen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebuͤhret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande fuͤhret. Gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich ſoll, und wenn ichs thu, ſo gieb, daß les gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede ſtets, womit ich kann be⸗ ſtehn: laß kein unnuͤtzes Wort aus meinem Mun⸗ de gehen, und wenn in meinem Amt ich reden ſoll und muß, ſo gieb den Worten Kraft und Nach⸗ druck ohn Verdru f 4. Find't ſich Gefaͤhr⸗ lichkeit, ſo laß mich nicht verzagen, gieb einen Hel⸗ den⸗Muth, das Creutz hilf ſelber tragen; Sieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth uͤberwind, und wenn ich Raths bedarf, auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit jeder⸗ mann in Fries und Freund⸗ ſchaft leben, ſo weit es Chriſtlich iſt. Wilt du mir etwas geben, an Reich⸗ thum, Gut und Geld, ſo gieb auch dis dabey, daß von unrechtem Gut nichts 6. Soll ich auf dieſer Welt mein Leben bhoͤher bringen, durch manchen ſauren Tritt hindurch ins Alter dringen, ſo gieb Geduld: Vor Suͤnd und Schandeu mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Chriſti Tod ab⸗ ſcheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Raͤumlein goͤnn bey from mer Chriſten Grab, auf daß er ſeine Ruh an ihren Seiten hab.* 8. Wenn du die Tod⸗ ten wirſt an jenem Tag erwecken, ſo thu auch dei⸗᷑⸗ ne Hand zu meinem Grab ausſtrecken, laß hoͤren dei? ne Stimm, und meinen Leib weck auf, und führ ihn ſchoͤn verklaͤrt zum auserwaͤhlten Hauf. N 204. mel, Die, di- Jehovah will ich ſingen. IEſu, meiner See- len Leben, mein hoch? ſter Schatz, und meines Hertzen Luſt! dir will ich mich, mein Gott, erge- ben, ach! daͤmpfe du in mir den Suͤnden⸗ Wust! Ach! nimm dich JESsu! meiner Seelen a., und zeige mir, zeig mir die de-. bens Bahn! 1 2. Wenn mir die Welt viel Stricke leget, wenn Satan mich von dir will ziehen ab, wenn in mir ſich untermenget ſeny. was Boͤſes reget, ſo ſey, o 1 Sdott! 600 vom Chriſtlichen Leben. Gocter! mein Licht und veſter Stab. Ach! nimm dich, JEſu, meiner See⸗ len an, und zeige mir, zeig mir die Lebens⸗Bahn. 3. O Gott, du Licht der Frommen Hertzen, vor dir iſt alles, alles Sonnenklar, du kaͤhleſt ab der Fromen Schmertzen, du hilfeß dei⸗ ner auser Hählten Schaar. Ach, nimm dich ꝛe 4. Ach] ſende, HERR, aus deinem Throne Licht, Leben, Kraft und Gnade deinem Kind. Hilf Iſraeli, deinem Sohne, vergieb aus Gnaden alle meine Suͤnd. Ach! nimm dich ꝛc. 805. Mel. Verliebtes Luſt⸗Spiel ꝛc und Recht hat aufgericht, Sahle duch ale falche de durch alle falſche Hoͤhen hricht. 2. Was andern ſchoͤn und lieblich ſcheinet, iſt ſolchem Hertzen Kinder Spiel, was mancher für unſchuldig meynet, iſt ſolchem Hertzen ſchon zu viel: warum? Es gilt der Welt abſagen hier die Braut bewahrt Haupt, Hertz und Fuͤſſe, und wo ihr etwas noch anklebt, das zu dem Glantz der Welt gehöoͤret, das iſt ihr lauter Hoͤllen⸗Pein, und wo ſie recht in Gott ein⸗ kehret, da macht ſie ſich von allem rein. 4. Die Einfalt Chrißi ſchliett die Seele vor al⸗ len Welt⸗Getuͤmmel zu, da ſucht ſie in der dun⸗ ckeln Hoͤhle, in Horeb, Gott und ihre Ruh, wenn ſich das Heuchel⸗Volck in Lüſten der Welt und ihrer Eitelkeit, auch wohl bey gutem Schein will bruͤſten, fuͤhlt jene Kampf und harten Streit. J. Die Einfalt weiß von keiner Zierde, als die im Blute Chrißti liegt, die reine himmliſche Begierde hat ſolche Thorheit ſchon beſtegt, an einem reinen Gottes Kinde, glaͤntzt Gottes Name ſchoͤn und rein: wie koͤnt es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen ſeyn. 6. Von Sorgen⸗Noth und allen Plagen, damit die Welt ſich ſelbſt an ficht, vom Neid, damit ſich andre tragen, weiß Christi Sinn und Einfalt nicht; den Schatz, den ſie im Hertzen hegt, behalt ſie wider allen Neid: iſt je⸗ heiſts: Ruͤhrt kein Unrei⸗ nes an; das Kleinod laͤßt ſich nicht erjagen, es ſey denn alles abgethan. . Die Himmels ⸗Koſt ſchmeckt viel zu ſuͤſſe dem mand, der Luſt dazu tra get, das macht ihr lauter Hertzens⸗ Freud. 7. O ſchoͤnes Bild, ein ert zu ſchauen, daß ſich mit Ehritti Einfalt ſchmückt: Hertzen, das in JEſu lebt; Geht bin, ihr thoͤrickten Jung⸗ 151 — eguel nch di An find facher Oel falt un Lacht doch e Seele, back de J. Ach J. gem Hettz tern El 06, obe Schmerz Wesen, L. det alten lid Zeiche iht; deu ber Einft Schmucke de neue 6 06. M. fromm eke die littet! m d Welt t blünd u. eh mir bed heue d gleb,! i melger 2. Laß n. lf ſchnoͤd aa und ch und m delan de Braut e. n n 4, Die Ek gun ſtließt die Seele ur gl. 10 Hale, in Hokeh Jol und eh en ch hes Huch Pole in ben der Welt und iter dilekket, uch wohl bey atem Schein wil deter, füt ne Kampf und hatten Set. 7. Dis Eat waß ron feln Jade, 4 d in Blute Ehe ligt, die keine himmlische Beglerde at ſicche Thothelt con beſſegt, at engen wren Odttet, Kite, gut Gdttes Name hä und kein: wie kes beo gelten Winde e Pelt och egenanmel fel. 6, Den Eugen Noth und dlen Nagel, dam 5 naageh, le und, der U, ˖ 7 0 5 N Jeg ehe n 1% ſchnueh ff ſch 70 t Eil 5 Jug E Vom Chriſtlichen Leben. 691 Jungfrauen, harrt nur, bis euch die Nacht beruͤckt. Was ſind die Lampen ſonder Oele? Schein ohn Einfalt und Chriſti Sinn. Sucht doch was beſſers fuͤr die Seele, und gebt der Welt das Ihre hin. 8. Ach IEſu! druͤcke mei⸗ nem Hertzen den Ginn der lautern Einfalt ein; Reiß aus, ob ſchon mit tauſend Schmertzen, der Welt iht Weſen, Tand und Schein: des alten Drachen Bild und Zeichen trag ich nicht mehr; drum laß mich nur der Einfalt Zier und Schmuck erreichen, das iſt die neue Creatur. 866. M. O Gott, du frommer Gott. Vater, ſieh, wie mich die Leidenſchaft ver⸗ wirret! mich reitzen Feind und Welt: mein Lleiſch iſt blind und irret. Drum ſteh mir durch den Geiſt des neuen Bundes bey, und gieb, daß Christi Bild in meiner Seele ſey. 2. Laß meine Liebe nicht auf ſchnoͤden Koͤrpern ſte⸗ hen, und ſie allein auf dich und meinen Nächſten geben: Ja, wenn er auch mein Feind. Reiß auch das Geld aus mir, damit ich, was ich lieb, nichts „ lieb, als nur in dir. 2. Laß mich kein eitel Dlrg auf dieſer Welt be⸗ gehren: Gieb mir auch Maaß im Tranck, und de⸗ was mich ſoll naͤhren, was mich bekleiden ſoll, was mich bey Ehren haͤlt; damit ich nichts begehr, 4. Laß meine Hoffnung nicht aus deinen Schranken gehen, nicht hoffen, daß ich koͤnn ohn dich durch mich beſtehen, nicht auf des Glückes Gnnſt, noch was ſch hoffen ſoll, ſey deine Gnad, o Gott! 5. Laß mich nicht freu⸗ dig ſeyn blos aus Natur getrieben, nicht in dem mich andre lieben, nicht in der Rache Grimm, nicht bey Gewinn und Spiel, nur deine Gnad allein ſey meiner Freude Ziel. 6. Laß keinen Haß in mir, wenn mich die Fein⸗ de kraͤncken; Wenn mich die Strafe ſoll hin auf das Gute lencken: Viel minder bloß aus Neid bey andrer Gluͤck und Hoͤh; und gieb, daß all mein Haß nur auf die Sünde geh. 7. Laß mich in dir ge⸗ ſtarekt des Creutzes Laſt nicht fliehen, wenn man mich lehren will, mich nicht der Zucht entzieben. Gieb, daß ich flieh der Welt Geſchwaͤtz und Muͤſ⸗ ſig ſeyn, und dis, was fleucht von dir, das laß mich fliehn allein. 8. Bezaͤhm in mir die Furcht, wenn was will boͤſe ſcheinen, wenn mir der Tod, der Schmertz Ge⸗ fahr, Verluſt der Meinen, und ſonſt dergleichen droht, und laß mich Sorgen frey: daß nichts als deine Furcht in meinem Hertzen ſey. 9. Laß als dich, guf dieſer Welt. meiner Feinde Tod: und Gluck allein, nicht wenn N e eee eee e ee e . ͤ———7——— —— 1 ——— 5 eee 4 N—— 8 8 „—.————— 2 e. 0—— ö enn eee eee ö 8 ö 8 5 q* . 2 8— 8——.——— 3 3 5 3 e 2..— 69 Vom Chriſtlichen Leben. 9. Laß mich durch Trau⸗ igkeit den Kopf nicht nie⸗ der hencken, wie andre von Natur, und ſonſt in Noth ſich kraͤncken: Mein Trau⸗ ren ſey nur dis, daß ich dich je betruͤbt, und daß nicht bey mir iſt mein JE⸗ ſus der mich liebt. 10. Auf die, ſo mehr als ich, laß mich nicht zornig werden; Auch auf die Glei⸗ chen nicht verſtellen die Ge⸗ berden: Auch nicht, wenn Unfall kommt: Und dem, der unter mir, dem geh mein Zorn allein mit Glimpf zur Beßrung fuͤr. 11. Laß, was zu achten iſt, mich deinethalben ach⸗ ten, was ich verachten foll, nicht voller Stoltz betrach⸗ ten! Laß auch in Demuth mich nicht achten, was ich ſey: und mach mich endlich gar von allen Laſtern frey. 12. Wirſt du mir nun, o HErr! ſo helfen uͤberwin⸗ den, ſo wird in mir ſich nichts von groſſen Suͤnden finden: Fuͤll mich durch dei⸗ nen Sohn ſo voller Geiſtes an, daß ich in Glauben dir gleich foͤrmig dienen kann. 807. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. Sckalſet, daß ihr ſelig werdet, ihr, die ihr wolt ſelig ſeyn, euch zwar Christlich hier geberdet, doch davon tragt bloſſen chein: Dencket, wenn der HErr wird kommen, hie zu richten Boͤf und Frommen, daß ihr ſchafft mit Furcht allein, wie ihr moͤget ſelig ſeyn. 2 Schafft mit groffer Furcht und Zittern, o ihr Suͤnder, allzumahl wenn der juͤngſte Tag wird wit⸗ tern, daß ihr denn der Hoͤllen⸗Quaal mit erfreu⸗ ter Geel entgebet, nicht zur Lincken IJEſu ſſehet: Schafft mit Furcht hier insgemein, daß ihr denn moͤgt ſelig ſeyn. 3. Schaffet, daß ihr ſe⸗ lig werdet, traut nicht eu⸗ ren Fleiſch und Blut, dag ſich heilig hier geberdet, und thut euch doch nimmer de Menſe u fangen, khanden boch des und wriſſet gut, flieht das faſche Chri⸗ ſten⸗ Leben, bleibt an JEſu Leben kleben, dem folgt, ſchafft hier ingemein, daß ihr moͤget ſelig ſeyn. 4. O HErr! der du durch dein Leiden uns von Suͤnd ſerloͤſet haſt, laß uns nicht ſeyn abgeſcheiden von dir, Ancker, Steuer und Maſt: Wir zwar kleben ſtets an Guͤnden: aber laß uns Gnade finden: deine treue Lieb allein ſchaffe, daß wir ö ſelig ſeyn. 808. In eigener Mel. Wos auf, ihr faulen Ehriſten! bedencket, haß euch Gottes Gnad vom tlefen Schlaf der Suͤnden⸗ Luͤſten zum Leben auſer⸗ wecket hat: Verlaſſet doch hoͤret, wenn euch JEſus ruft: Wachet 2. Wachet, denn 7. Wa 5 a die 9 0 Suͤnden Naͤchte entwei⸗ in N fen gilt.! J. Wee det, Etu Heikte 3 ſeht ja, k ſunde ſoww Stoß i 6. Wac ereltet g. Lag des s Gott et, ſo i hebr fern, fluch, hie die finſtre Grufft, und gent der Ebigkeit. chen von dem hellen Licht, Ii ch daß Goctet dem menſch⸗ e Lodtet lichen Geſchlechte im Work aut ah und Hertzen aufgericht. Ach! wandelt doch 5— 1 ct doe 1 4 5 1 f Shaft nt 0 Aegi, nig eig % J. Sch 1 ig netdeſ, Eur n thut eachhochzinme gt, fieht das ö 4.0 fache Shri, „ſchaft hiet igen uhr nöget fg 5 0 ih dean luden un zun ih ch el hal lg unit ich enn theben von dis, And, Stun und Ruß D ar kaben gits au A„HSünden: ghet ß uns ſich Gnade inden dale tene den 0 Aan ſchaſz es wr del seg n. eg. J eigeter Mel. fe dirſeapdache uf, fen hen Ktn, laß tc 1112 ut Tete Ech dr Erden c. ien un tlg beck het Fatto 1 die it ruft wn hrt, unde tot: Heut each Je Pace 10 0 chem Schein, ſonſt koͤnnt ſchwach; Drum folgen et: wahre Chriſten billig den len, werdet klug, und fol⸗ Nacht mit Macht und Lis lest an Eg eben kleben, den 175 0 f 47 55. 1 1 5 N 7 J 4 Oper ſderbdunch 3 chla ſunde ſowohl als Krancke tet, ſo iſt derſelbe nicht Ah gaser euch, vielleicht kommt Ewigkeit. Wachet! Was ſchlafet ihr doch wie cl. he behagt, und das Goc Vom Chriſtlich en Leben. 603 ihr keine Chriſten ſeyn. Wachet! 5 3. Wachet! iſt der Geiſt ſchon willig, ſo iſt das leiſch doch gar zu Geiſt und nicht dem Flei⸗ ſche nach. O theure See⸗ get doch des Geiſtes Zug. Wachet! 4. Wachet! denn die al⸗ te Schlange ſucht Tag und die Menſchen in ihr Netz zu fangen, weil wenig Zeit vorhanden iſt. Ergreifet fen gilt. Wachet! 5. Wachet! eh die To⸗ des Stunde das unver⸗ merckte Ziel erreicht; Ihr ſeht ja, wie der Tod Ge⸗ hinterſchleicht. Der letzte Stoß iſt ungewiß. Ach werthe Chritten! mercket dis. Wachet! 6. Wachet! daß ihr euch bereitet auf jenen groſſen Tag des HErrn: denn wie uns Gottts Wort bedeu⸗ mehr fern. Ach! ſchicket 82 heut der erſte Tag de 7. Wachet! JEſus hats geboten, ach! folgt ſei⸗ ner Waͤchter⸗ Stimm. die Todten; Ermuntert euch und kehret um; Be⸗ dencket doch, was euch mir und allen ſagt: Wachet 909. M. SeErr, ſtraf mich nicht ꝛc. Was wilt du armer Er⸗ den⸗Kloß ſo ſehr mit Hoffart prangen? Dein Elend iſt ſo viel und groß, du biſt in Suͤnd empfan⸗ gen, mit Weh gebohren in die Welt, Weh dein gantz Leben uͤberfaͤllt, mit Weh muſt du von dannen. 2. Was zlereſt du den Leib, das Haus, drinn al⸗ les Siechthum ſiecket, und fuͤlleſt ihn ſo zaͤrtlich aus mit dem was ihm wohl⸗ ſchmecket? Weiſt du denn nicht, nach wenig Tag, daß er muß ſterben mit Wehklag', und ihn die Wuͤrmer freſſen. 3. Vielmehr die edle Seele zier mit Buß und guten Wercken: das Him⸗ mels⸗Brodt ihr ſetze fur, dadurch ſie ſich kann ſtar, cken. Denn ſie iſts, die ohn allen Tod im Himmel ſchweben ſoll bey GO und allen heil'gen Engeln. 4. Warum pflegſt du des Fleiſches wohl, und laß ſt die Seel verſchmachten? Iſts recht, daß man die Magd jetzt ſoll mehr als die Frau ſelbſt achten? Der Geiſt führt ſonſt das Regiment, bey dir iſt ſol⸗ ches umgewendt, das Flelſch den Gelſt regleret. J. Gott ſelbſt, der groſſe HERR und Held, der Menſchen Seel hoch ſchaͤ⸗ tzet, und ſie weit uͤber alle Welt, und alle Himmel ſe⸗ get. 1* 777 e 1———— n ————.—— 5 25 eee eee eee, e, eee re- 1—— 1 5— r—— ».. ——— *— fangen. Dis iſt ein ſolch 694 Vom Chriſtlichen Leben. gen. Denn fuͤr wen hat Er Tr. Wenn ſie der Saten ſeinen Sohn, ſein' hoͤchſte Zierde, Freud und Kron, Nins Creutzes Pein gegeben. 6, Traun nicht dem Him, mel, nicht der Erd iſt dis zu gut ergangen: des Men⸗ ſchen Sohn ſo theur und werth, hat dieſe Gnad em⸗ theur Pfand und Gut, das ohne ſeines Sohnes Blut nicht konnt erloͤſet werden. 7. Iſt deine Serl ſo hoch vor Gott, wie kannſt du ſie denn haſſen, und wagen hier, als waͤr es Koth, den man findt auf der Gaſſen? Gedenck, daß Gottes lleb⸗ ſter Sohn, geſtiegen von des Himmels Thron, ſie hat vom Tod errettet. 8. Denn als Er ſie in Schwere Schuld vom Teu⸗ fel fand gebunden, und ſie verdammet werden ſollt zur Hoͤllen alle Stunden, vor Jammer Ihm zerbrach ſein Hertz, Er weinte uͤber ihren Schmertz, davon ſie ſelbſt nicht wußte. 9. Ja, was noch mehr, ſo ließ Er ſich um ihret willen toͤdten, errettet ſie gantz kraͤftiglich aus allen ihren Noͤthen. Sein Blutſchweiß war das Loͤſegeld, daß Er, der Heiland aller Welt, fuͤr ſie hat ausgezahlet. 10. An dieſes Opfer dencke recht, das fuͤr dich is nicht zu Grund, der alles Unglück ſtifftet, durch Lit mit ſeinem Luͤgen⸗Mund, ſo haͤtte GOttes Sohn den Tod, und ſo viel Marter, Hohn und Spott am Creutz nicht duͤrfen leiden. 12. Darum, o Menſch! verachte nicht, das groſſe ſchwere Leiden, daß Er für dich hat ſelbſt verricht't, thu alle Bosheit meiden! Schau doch, wle ſich ſo treulich hat des Sohnes Gottes Majeſtaͤt in Noth dein angenommen. recht bedencke, fuͤr deine Treu dir Lob und Danck in das ich von Suͤnden trete ab, mein Hertz bey dir im Himmel hab, nach mei⸗ nem Heil ſtets trachte. 3 frommer Gott. Welch eine Sorg und Furcht, ſoll nicht bey Chriſten wachen. und ſie behutſamlich und wohlbe⸗ daͤchtig machen: mit Furcht eurer Seelen Heil. Wenn kaum der Fromme bleibt, gegeben: Die Seele ſchaͤtze ſchlingen, legt tauſend Netz nicht ſo ſchlecht, thu Gott und Strick in unvermerck⸗ nicht wider ſtreben; Schauften Dingen; Die Welt iſt doch, wie ſchwer war ſie toll, verführt, und bindt verwundt da ſie ſonſt nich⸗ ihr ſelbſt die Ruth, ja gar tes heilen kont, als Chriſtiſ der aͤrg 2 Blut und Striemen. Fleiſch und Blut. ö 9. e Foind iſt unſer Man bis auf den Tod vergiftet; 13. Hilf Gott, daß ich mein Lebenlang dis alles tiefſter Demuth, ſchencke: 810. N. OGOtt, du und Zittern heißt, ſchaft wie denn der ſuͤnd'ge heil! 2. Der Satan geht um⸗ her, und ſuchet zu ver⸗ vo —— J., Mar Sund un eh, bo het Gednt Vac zu 10 Mud hett den Wer feht u 0 4. It 1 lg leben eh gantz cheilet ge un Hen el ertpa nt, Et lun zäget nacht ſch durch fein 6. Ein Ffonlt un den, unde klbg in e 5 El ler Tauf Reptei Tecs hc, ech nuch het hes 11 non ift Noth Tien munen. a n Ago, dn e bedeang d ales Ni 15 eben Harck e teen deuth, ſhenckk: Lud ih zun Ein trete ec, ven Herß hey dir felt in Sinne hab hach mer en Ha f ragte 15 ſtoſpmer bott. Ab eie Eil un 1 f. g husch ub dolle 5 chat chen ng urch deij nd lebt, . itt 91. ek, en toe 5 Ne 155 E 0 Faden Da. se wl, 1e 15 Ide Flach 0 00 1 0, 1 it unf l cut b 1 F f n , GT, wie ich bin, hei⸗ „len gantz, nicht halb ge⸗ Knecht, der es nicht thut, Fugt, aach be) tan Chen pacht. und ſe Jaa it E eee thun, die ein ge Seel zu ö t ders hat, wie kann er das vertreten? Je groͤſſer Amt 1. f Acht Seelen ſind allein vor Nn, Vom Chriſtliche — n Leben. 605 3. Man kann ſo manche Suͤnd unwiſſentlich bege⸗ hen, vor GO kommt der Gedanck gleich einem Werck zu ſtehen: Ein ein⸗ tzig raͤudig Schaaf, ver⸗ derbt den gantzen Stall. Wer ſteht, der ſehe zu daß er nicht ploͤtzlich fall. 4. Ihr follet, ſaget lig leben, mir eure See⸗ theilet geben; vom Adel und Gewalt, hab ich nicht viel erwaͤhlt, viel Herr, Herr⸗Sager ſind der Hoͤl⸗ len zugezaͤhlt. 5. Und wird ein From⸗ mer ſchlimm, ſo ſoll ihm das nicht dienen, daß er vor ſolcher Zeit, rechtſchaf⸗ fen gut geſchtenen: Der den Willen aber weiß, macht ſich vervielte Schlag durch ſeiner Bosheit Fleiß. 6. Ein ein'ger Apfelbiß konnt uns ſo heftis ſcha⸗ den, und Chriſtus mußt ſich ſelbſt in Gottes Zorne ba⸗ den; Ein Bruch an dei⸗ ner Tauf, ſpricht dir den Meyneid zu: vielleicht kommt Tod und Eud' in dieſem Blick und Nu. 7. Man hat genug zu retten, wer noch viel an⸗ und Gut, und Pfund, und Gaben ſeyn, je groͤßre Rechenſchaft bild' man ſich kecklich ein. a 8. Die gantze erſte Welt Sor gerecht erſehen. Nicht zehn Gerechte ſind in Sodoms Nachbarſchaf: Des Saamens vierter Theil, geht nur in Furcht und Kraft. f 9. Es ſind nur etliche in Canaan gegangen: Auch aus den Zwoͤlfen ſelbſt, iſt Judas aufgehangen. Der Zehnte danckte nur, daß er vom Aus ſatz rein. Ach! mochten funf doch klug, und fuͤnf nur thoͤrich ſeyn. 10. Des Richters Zu⸗ kunft wird gleich einem Blitz geſchehen: was un⸗ rein und gemein, darf nicht im Himmel gehn; Es fuͤhlt die letzte Plag, Egyp⸗ tens erſtes Kind: Es wird faſt kein Haus ſeyn, da nicht verdammte ſind. 11. HErr Gott! ſo oft ich dis, nach aller Laͤnge ge⸗ dencke, ſo ſchneidet Angſt und Furcht, durch Adern und Gelencke, ſo ſchaudert mir die Haut: So gellt und klingt das Ohr, ſo bebet Mund und Hertz, und hebet ſich empor. 12. Ich lebe zwar ge⸗ troſt durch Glauben, Lieb und Hoffen, und weiß, daß deine Gnad, noch al⸗ len Menſchen offen, und deine Lieb und Treu mich troͤſtet und erhaͤlt, doch fleh ich deſto mehr fuͤr mich und alle Welt. 13. Senck deine wahre Furcht in aller Menſchen Hertzen, laß niemand mit der Buß und wahrem Glau⸗ ben ſchertzen; Thu allen Kuͤtzel weg, Traͤgheit, Ver⸗ muſt jaͤmmerlich vergehen: meſſenheit, Verſtockung, Heuche⸗ 60 Vom Chriſtlichen Leben. heiligkeit. 355 14. Hilf ſiegen über das, was du ſchon über⸗ wunden, zerſtoͤhr des Teu⸗ fels Reich, laß ihn bald ſeyn gebunden, daß wir mit Fleiß und Sorg ver⸗ leugnen, widerſtehn, an⸗ halten mit Gebet, ent⸗ fliehen und entgehn. 15. Verleih Geduld und Troſt im Kaͤmpfen und im Ringen, ſorgfaͤlt ge Wachſamkeit laß mit Be⸗ ſtand durchdringen: laß uns in heilger Furcht und in Bereitſchaft ſtehn, daß wir mit Freudigkeit vor deinen Augen gehn. 811. M. SErr JEſu Chriſt, dich zu ꝛc. Wohl dem, der in Got⸗ tes Furcht ſteht, und auch auf ſeinen Wegen geht! Dein eigen Hand dich naͤhren ſoll; ſo lebſt du recht, und geht dir wohl. 5 2. Dein Weib wird in dein'm Hauſe ſeyn, wie ein Reben voll Trauben fein, und deine Kind'r um dei⸗ nen Tiſch, wie Oel Pflan⸗ tzen geſund und friſch. 3. Steh, ſo reich'r Ge— gen haͤngt dem an, wo in Gottes Furcht lebt ein Mann, von ihm laßt der alt Fluch und Zorn, den Menſchen⸗ Kindern ange⸗ bohrn. 4̃᷑. Aus Zion wird Gott ſegnen dich, daß du wirſt ſchauen ſtetiglich, das Gluͤck der Stadt Jeruſa⸗ Heucheley, Bosheit, Un⸗ lem vor Gott in Gnaden angenehm. 5. Friſten wird er das Leben dein, und ſtets mit Guͤte bey dir ſeyn, daß du wirſt ſehen Kindes⸗Kind, und das Iſrael Friede ndt. 6. Ehr' ſey dem Vater und dem Sohn, ſamt Hoilgen Geiſt in einem Thron, welch's Ihm auch alſo ſey bereit, von nun an bis in! Ewigkeit. 312. M. O Gott du frommer Gott. Moran fehlts immes⸗ mehr, mein Hertze 2 = fort dein Klagen treibeſt:? Wer iſt denn Schuld dar⸗ an? Geh in den innern Grund. Durch rechtes Forſchen wird die Ulſach endlich kund. 2. An Gott fehlts kein⸗ mal nicht, denn Er it ſelbſt die Liebe, ſein Hertz iſt allzeit voll der ſuͤſſen Llebes⸗Triebe, dem Men⸗ ſchen Guts zu thun: Sein Wille bleibet veſt,(ich mittutheſlen dem, der Ihn nur wuͤrcken laͤßt. 3. Gott iſt der Urſprung ſelbſt, der theuren Men⸗ ſich den wohl vor ihnen ſo verheelen, und ſeine Kraft entziehn; Was Er hervorgebracht, wird alle⸗ zeit ſehr hoch und werth bon ihm geacht't. 4. Hat Er doch ſeinen Sobn fuͤr mich dahin ge⸗ geben daß du bleibeſt nur immer ſchwach und kranck, und ſchen⸗Seelen, wie ſolt er . deem d u gut Vom Chriſtlichen Leben. 697 ben, weil du in Ewigkeit Gerechte, auch wann dich in Ihm sollt ſelig leben. richten will das ſündliche Was hätt' Er dies be⸗ Geſchlechte. Du haſt mich durft? Er kam aus freyerſjederſeit geſucht in dich Wahl? Mer lockte Ihn zu ziehn. Ich aber nur zu dir? Gar nichts, nichts geſucht dein Gnadenwerck überall. zu fliehn. 5. Nichts Gutes war 10. Nun, HERR, er⸗ in dir? hingegen war zu forſche mich, und ſieh finden ein Strudel voller auf meine Wege, und Wuth, und eine Welt wende meinen Fuß dom voll Sünden: ein Greuel, falſchen Heucheln⸗ Stege, volles Meer, ein Pfuhlf du, HER Rl! erkenneſt vom Hollen Koth; In mich: erleuchte meinen ſolche Heßlichkeit lag dei⸗ Sinn, weil ich noch gar ne Seele todt. Iiuu blind in deinen Wegen 6. Als ein verworf⸗ bin. 5 nes Kind, lagſt du in 1% Der Seelen Auge deinem Blute, nicht eine laß in mir einfältig wer⸗ Creatur that dir etwas den, daß es nicht mehr zu gute: Die arme zuglelch ſich richte nach Seele trug des Teufels der Erden, und nach dem Farb an ſich, deln Zu- Himmel zu; nimm alle ſtand durch und durch Schalckheit weg: Dein war gar iu jaͤmmer⸗ Wille ſey allein und alle ch. 3 zeit mein Zweck. 5 7. Da kam der See, 12 Vollbringe, HErr, len Freund, und nahm dein Werck, das du haſt 8 W ſich in Genaden des ar⸗ angefangen: Laß mich e men Menſchen an, Er⸗ durch deinen Geiſt ein⸗ heilte deinen Schaden mal dahin gelangen, mit feinem theuren Blut: wohin dein Wort mich und daß er völlig dichſweiſ't daß ich kur Reinig⸗ f„% mit 6g vereinigte, keit, die deinem Volck ge⸗ La; vabm er dein Feiſch an bahrt⸗ gelang in dleſet 7 ee, 1 f ch. Zeit. 5 8. Und was hat wohl] 13, So wird mein Lelb das Hertz des Vaters foſund Seel und Geiſt in dir bewogen, daß er ſo viel ſich freuen, und taglich mal dich durch ſeinen deinen Ruhm und ſuͤſſes Gelſt gezogen? Drum Lob verkeuen: Wohl liegt es nicht an GSc, mir! wird ſeyn mein der es gar treulich Wort, G0 TT hat viel meynt; Du biſt bie heim Gnab erzelgt: GSeyn lich felbſt der allerärsſte Ruhm erſirecke ſich, fo Feind.. weit der Himmel reicht. 9. Ach ja, mein treuer GS del d bleſben der Gg VII. TTT PPP 698 von der Keuſchhoit. dich, o liebe Seele. het, wie die Strahlen ſich verlieren, die ſich ſonſten nicht nehmen, ſonſt mußt laß die Gottes ⸗Luſt nicht ſtoͤhren, und den Eingang ſches⸗ ku dem Throne, kuͤß den Va⸗ ter in dem Sohne, laß ſich ſchatten, fange Gottes 313. Mel. Schmuͤcke Dleuch, mein Sei zerreiß' die Bande der Adamſchen Luſt und Schande, brich hin⸗ durch mit Kampf und Ringen, in das Paradies zu dringen, wo die Luͤſte löſch dieſer Erden als ein Fluch vertrieben werden, wo ſich zwar die Geiſter kuͤſſen, doch von Fleiſches⸗ — VII. Von der Keuſchheit. Dat t den neuen Namen, daf al ſich GOtt in dir geäl 1 5 und ſein Kind dieh nen verklaͤre. 5. Fleuch, mein Geis, aus Sodoms Graͤntzen, fang recht an vor Gott zu glaͤntzen, bleib als Che⸗ rub mit Verlangen an dem f 1 Gnaden Stuhle hangen, hac die Brunst durch eh Ehrigt Blut, faſſe Gott daun mit Helden Müthe, f de wirſt du die Braut um 10 4. Helbotht Feuſchh det Mi worben, Eigent flecktes Luſt nichts wiſſen. a. Mercke nur fangen, und Gott ſelbt wird mit dir prangen. wie Aab u Gottes Liebe durch die 814. Mel. Du, o ſchoͤ⸗ 105 8 geilen Liebes⸗Triebe ſich nes Welt⸗Gebaͤude, bewußt in dir zuruͤcke ziebet, wenn Keuscher IESu, boch ud die Luſt des Fleiſches gluͤ auf waͤrts fuͤhren, wie die Gottes Kraft verſchwin⸗ det, wenn die Luſt den Leib entzuͤndet. Ach! laß dir dein Kleid du dich nackend ſchaͤmen, nicht verwehren zu den Geiſtern der Gerechten, iu den Seraphims Geſchlech⸗ ten, wo die reinen Him⸗ mels Flammen alle Flei⸗ uſt verdammen. 4. Kuͤſſe Jeu auf Geiſt mit Geiſtern gatten und von Gott dich uͤber⸗ von Adel, unbefleck ages tes Gottes Lamm, jüuͤch/ de ge tig, heilig, ohne Tabel, du icht it mein reiner Braͤutigam: hit. O du Krone keuſcher. 0 Jugend! du Liebhaber rei bertet ner Tugend! Ach! entile⸗ Suader he mir doch nicht dein e boldſelig Angeſicht. bedue 2. Darf ich dir in Wehe Gil e muth klagen meines Here gehen,! tzens Jammer Stand? geſcheh Ach! ich ſchaͤm mich faſt dero zu ſagen: doch, dir it es dee ſchon bekannt, wie mein„ gautzes Hertz beflerket, at und gantz voller Unflath Heeg ſtecket: Dieſer Greuel, 00 dieſes Gift mich von Mut⸗ gegn ter⸗Leib an trifft. Hlullen⸗ 3. Ach! es itt mir ange bach bohren, nichts als nur dag Unreinigkeit, aber du biſt guserkohren, unbeſudelt edlen Saamen, faſſe nun iſt dein Kleid; An 1 g 10 1 Von der Keuſchheit. 699 1 ee der Jungfrauen läßt ſich! 2. Ich kann auch nicht 1 6 nichts Unreines ſchauen: züchtis leben, wenn dein num Denn wenn ſte gleich Gnaden Ueberfluß mirs un ſchwanger heißt, iſt es nicht wird von oben gehen, „ ehen doch vom heiligen Geist. o drum fall ich dir zu Fuß: „ 130 4. Was Natur in mir Du wollſt ein rein Hertze 00 a 5 verdorben, hat der reineſſchaffen, mich antbun mit Bu b Keuſchheits Ruhm dei⸗ Keuſchheſt Waffen. Ach! an ee ee ner Menſchheit mir er⸗ mein Heil, verſtoß mich A e eee worben, weil du biſt metn nicht weg von deinem u% Eigenthum O du unbe- Angeſicht. al ec den flecktes Weſen! laß mich 9. Gieb, daß unverfaͤlſch⸗ doch durch dich geneſen iter Glaube mich vom Un⸗ g f Ale 100 1 At, Mehr als Engel„ reines flath mache rein, und dein an dt. Lamm, kilge meinen Suͤn, Geiſt, die reine Taube, % bel ee, den Schlamm. nehm' mein Hertz, zur ee, de de Bosen an dem aße kämpfen, „ e geckiktet dieſer Abgrund ſſtets in Buße kaͤmpfen, eee,( chroͤder Leg, und mirfund die boͤſe Luͤſte daͤm⸗ 9 mee eib und Seel vergif⸗ſpfen, auch die neue Crea⸗ 1 Tae, tet, wie dir alles wohlſ tur zeige wir die Keuſch⸗ A wehe bewußt, weil Begierden „wel h und Geberden leichtlich i e angeflammet werden, wo en e c, der reine Gottes Geiſt JH In nicht im Hertzen Meiſter rie A Ne ien heißt. n n e e, 6. O! ſo wollſt du mich it een vertreten, mein geneigter 1, Guaden Thron, laß doch 1 n ſeyn zuruͤck gebeten, den I e e beedurch verdienten Lohn: bine i Sol es nach dem Rechte 1 aa gehen, o! ſo its um mich lt geſchehen; Dein fuͤr mich 1 it vergoßnes Blut ſey fuͤr eee! dieſe Wunden gut. 1 n. Sollen nur dein e, Antlitz ſchauen, die von 14 1 fan l e Hertzen keuſch und rein; e* 5 e,! ſo werden ja mit a ee SGrauen ſincken in die en Hollen ⸗Pein, die aus un⸗ gam. e ee, verſchaͤmten Hertzen ihre ch mit dei⸗ 1 e Neinigkeit verſchertzen u ee Drum, HERR IcSSu! W e eee eh mir bey, mach mich euſchen f a en dieſer Banden frey. be ſeyn erfuͤllet fuͤr und ſiſſ i G9 2 fuͤr; ——— — 0——— 5 2. . 5———„ ane-er er- rere erg entre eee ee vet: 3—* 7—* . a 8 8— N 5 ———— 3 70⁰ Von der Keuſchheit. fuͤr: Meine Sinnen und Gedancken halte ſtets in Zucht und Schrancken: Deine keuſche Llebes⸗ Glut iſt ſtets vor Verfuͤh rung gut. ö g 13. Hilf, daß ich an dei⸗ nem Lelbe, o mein auser, waͤhltes Licht! ſtets ein reines Glied verbleibe: Ach! behüte, daß ich nicht durch verfuͤhreriſch' Geber⸗ den, moͤg ein Glied des Satans werden: Laß mich ſeyn ein rein Gefaͤß dei⸗ ner Heiligkeit gemaͤb. 14. Mache mich zur ſau⸗ bern Huͤtte, da du ſtets gehſt aus und ein, und hilf, daß ich nicht ver⸗ ſchuͤtte deiner Gaben Glantz und Schein: Laß mich das ja nicht verlie⸗ ren, womit du mich wol leſt zieren; Laß mich dich zum Preis allein, dein verſchloßner Garten ſeyn. 15, Laß mich Zucht und . Keuſchheit ſcheiden von unſaubrer Geiſter Schaar, wie auch von unreinen Heyden: Setze du michſſe gantz und gar dir zum ve ſten Pfand und Siegel ſey mir ein verwahrter Rie⸗ gel: Laß mich, als dein Liebes⸗ Schrein, keinem, als dir offen ſeyn. 16. Mach in keuſcher Glaubens⸗Treue mich dir gaͤntzlich angenehm, daß mich nicht als Koth aus ſpeye dort dein neu Jeru⸗ ſalem: Dieſe Thore, dieſe Gaſſen, koͤnnen nichts unreines faſſen. Wer den Pallaſt will beſehn, der muß weiß gekleidet gehn. 17, Hilf, daß ich dir mög anhangen, als ein Geiſt, ein Hertz, ein Leib, guch gantz innig dich um⸗ fangen, und dir ſtets ver⸗ einigt bleib, ja, recht brünſtig dir nachlaufe, weil ſchon in der heilgen ligkeit mich gewaſchen und geweiht. 18. Weil du meinen Leib Tempel ſey, und den gaͤntz⸗ lich wilt verheeren, der denſelben bricht entzwey: Alſo ſey, was du geehret, nie durch Unkeuſchheit zer⸗ ſtoͤret: Alles, alles bleibe rein, was dir ſoll ein Tem⸗ pel ſeyn. f 19. Nun, mein Lieb⸗ ſter, der du weideſt unter Roſen reiner Zucht, kei⸗ ne Geilheits⸗Neſſeln lei⸗ deſt, dein Kuß reine Lip⸗ pen ſucht: Du ſolt ſtets vor andern allen, meinen Augen wohlgefallen: Laß denn auch bey mir nichts ein, was dir koͤnnte widrig 5 hn. 5 20. Du haſt dich mit mir vermaͤhlet, dein Geist ift mein Unterpfand, auch ich habe dich erwaͤhlet, und mit Hertzen, Mund und Hand meine Treue dir ge⸗ ſchworen, dich allein hab ich erkohren: Es wiß alle Creatur: JEſum, JEſum lieb ich nur. 4 21. Keuſcher JE Gu, hoch von Adel, unbeſleck⸗ tes Gottes⸗ Lamm, zuͤch⸗ tig, heilig, ohne Tadel: O mein reiner Bräutigam! o du Krone kae mee b, du Fügen b eb ich 81) So. Tauffe du in wahrer Hei- 0 O5 Dttek! wilt ehren, daß er dir ein d ie giert, ebend, den 96 ſch wa den K fahle“ echt g 2.2 deine drmden Mit g U. he Gunde und 6 hekäht 7 VII 116. n duc, alle e wol a kann g, dich ae dein Nee e, ct: Jus dan A i Nn W ug de ls ne M an A ae e W: Von der Keuſchheit. 70¹ gend, du Liebhaber reiner ſolcher Unflath trifft, den Tugend, laß mein End pflegt er zu verfützren, und Anfang ſeyn: ISſum auch wohl gar umzukehren. lieb ich gantz allein. 4. Regiere meiner Au. Aeen Licht; daß ſie nichts 815, M. Es woll uns Arges treiben, ein unver⸗ 1 7 2 5* Eott genaͤdig ꝛc. icchamte Angeſicht laß i ferne von mir bleiben: Gott, mein Schoͤ was ehrbar iſt, was Zucht 20 pfer, edler Fürſt und ſerhaͤlt, wornach die Engel Vater meines Lebens! wo trachten, was dir beliebt du mein Leben nicht re.ſund wohlgefaͤllt, das laß gierſt, ja, ich bin auch auch mich doch achten, all lebendig todt, der Sun⸗ Ueppigkeit verlachen. den gantz ergeben. Wer F. Gieb, daß ich mich ſich wältzt in den Sün nicht laſſe ein zum Schlem⸗ den Koth, der hat das men und zum Praſſen? Laß rechte Leben noch niemals deine Luß mein eigen ſeyn, ö recht geſehen. die andre fliehn und haſ⸗ 2. Darum ſo wende ſſen Die Luſt, die unſer deine Gnad zu deinem Fleiſch ergoͤtzt; die zeucht armen Kinde, und giebüns nach der Hollen, und mir allzeit guten Rath, was die Welt fur Freude zu meiden Sch and und ſchätzt, ofſegt Seel und Sünde. Behuͤte meines Geiſt zu fällen, und ewig⸗ 0 Mundes Thür, daß mir lich ze quälen. ja nicht entfahre, ein ſol 6. ſelig iſt, der ſtets ches Wort, dadurch ich ſich nährt mit Himmels⸗ dir und deiner frommen Spelf und Traͤncken, der Schaare, verdruͤßlich ſeyfnichts mebr ſcchmeckt: und ſchade. dadurch deine Ehr und bey Gotte lebet, und bey Reich beſchimpfet werde; der Schaar, die froͤlich Laß mich der Läſtrer Gallſſingt, und in der Wolluſt und Gift ja nimmermehr ſchwehet, die keine Zeit beruͤhren: Denn wen ein aufhebet. — VIII. Von der bruͤderlichen Liebe. 316. M. Du, o ſchoͤnes mit mir meynt, de mein Welt⸗Gebäude. Aacker, Maſt und Ruder, und mein treuer Hertzens⸗ eſu, allerliebſter Bru, Freund, der du, ehe was 50 der, ders am beſten gebohren, die das Men⸗ 694 ſchen nichts ſucht und hort, 3. Bewahr, o Vater! auch nichts begehrt iu mein Gehör auf dieſer dencken, als nur was iu ſchnoͤden Erde vor allem, demLeben bringt, da man Nn 1 1 9 1 . 1 N 10 0 1 F Wai. 1% 1 g 3 5. n————————*—* 0 ———ñ4—œ—¾—.————— ———.——————— 3—— 2 ä— ——— — und erlogen iſt die Liebe Freundſchaft um. Schuld, bitt um Gn ad 702 Von der bruͤderlichen Liebe. dir zu Lieb erſehen haft. 2. Du biſt ohne Falſch und Tücke, dein Hertz weiß von keiner Liſt! Aber wenn ch nur erblicke, was hier auf der Erden ißt, find ich alles voller Lügen: Wer am beſten kann be⸗ truͤgen, wer am ſchoͤnſten heucheln kann, iſt der al⸗ lerbeſte Mann. 3. Ach! wle untreu daeſer Welt, iſt ſie jemand wohl gewogen, waͤhrts nicht laͤnger als ihr Geld. d Wenn das Glück uns fuͤgt und grünet, ſind wir ſchoͤn und huͤbſch bedie⸗ net: Kommt ein wenig Ungeſtuͤm, kehrt ſich alle 4. Treib, HErr, von mir, und verbuͤte ſolchen unbeſtaͤndgen Sinn, haͤtt' ich aber mein Gemuͤthe, 85 11 3 ein Menſche n, Kotb beſprenget, und der Falſchbeit nachgehaͤnget: So erkenn ich meine und um Geduld. 5. Laß mir ja nicht wie⸗ derfahren, was du, HErr, zur Straf und Laſt denen, die mit falchen Waaren hondeln, angedraͤuet ha, da du ſprichſt, du wolleſt ſcheuen, und als Unflath von dir ſpeyen aller Heuchler falſchen Muth, der Gutes vorgiebt, und nichts thut. 6. Gieb mir ein beſtaͤn⸗ ſchen⸗Volk erkohren, auch mich armen Erden, Gaſt, on mit dieſem b ſie von dir beleget ſeynd, nem Schooß. 7. Gieb mir auch nach deinen Willen, einen . in deſſen Treu ch mein Hertze moͤge ſtil⸗ len, da mein Mund ſich ohne. Scheu oͤfnen und er⸗ kloͤren moͤge, da ich alles abelege, nach dem Maaß, as mir genuͤgt, was mit auf dem Hertzen liegt, 8. Laß mich Davids Gluͤck erleben, gieb mir einen Jonathan, der mir ſein Hertz moͤge geben, der auch wenn nur jeder⸗ mann mir nichts Gutes mehr wih goͤnnen, ſich nicht laſſe von mir tren⸗ nen, ſondern veſt im Wohl und Weh, als ein Felſen ey mir ſteh. 9. HERR, ich bitte dich, erwahle mir aus al⸗ ler Menſchen Meng, eine fromme heilige Seele, die an dir fein kleb und hang, auch, nach deinem Glnn und Geiſte, mir ſtets Troſt und Huͤlſe leiſte; Troſt, der in der Noth beſteht, Huͤlfe, die von Hertzen geht. 10. Wenn die Zung und Mund nur liebet, iſt die Liebe ſchlecht beſtellt: Wer nur gute Worte gle⸗ bet, und den Haß in Hertzen haͤlt: Wer nur digs Hertze gegen allemeine ſeinen Kuchen ſchmieret, und Feind, auch denn, wenn mit Creutz und Schmertze daß ich mich micht idrer ſchaͤme, ſondern auch nach dir bequeme, der lot da wir arm und bloß, uns geſetzt in dei⸗ lt dieſ Hellen nich Treue u elſteue! tet, fiel it feld ſcheat, 13.0 wie St ſchen G der ſcht wenn d . um Ir bes wel hat ein penn e ihm au venig ae Jun al 1 5 1 0 e c „ee n nt geg dc ache u uf f hät zn le n nüt an abc ee a i diet 38 f f en e e Ne 1 0 Loͤw und Feind. Wer mich n gen, „ den ⸗ i mein Haupt mir geußt, e, Balſam, der am Jordan 1 Bend e, de Saile 4 N n 1. wenn aa J if Ai 110 Gabe dein He e Von der bruͤderlichen Liebe. und wenns Blenlein nicht mehr fuͤhret, alsdenn ge⸗ het nach der Thuͤr, ey! der bleibe fern von mir. 11. Hab ich Schwach⸗ heit und Gebrechen, HErr ſo lencke meinen Freund, mich in Guͤte zu beſore⸗ chen, und nicht als ein freundlich weiß zu ſchla⸗ iſt als der in Freu⸗ Tagen reichlich auf fleußt. l 12. O wie groß iſt meine mit dieſer Gabe dein Hand meinen Willen thut, daß mich meines Freundes 703 — * E.— ruͤhrt, mir was Gutes goͤnnen wird. 817. In eigener Mel. Ihr Kinder des Hoͤch⸗ 5 ſten, wie ſteths un die Liebe? Wie folgt man den wahren Verei⸗ nigungs⸗ Triebe? Bleibt ihr auch im Vande der Einigkeit ſtehn? Iſt keine Zertrennung der Geiſter geſchehn? Der Vater im Himmel kaun Hertzen er⸗ kennen, wir dürfen uns Bruͤder ohn Liebe nicht nennen, die Flamme des Hoͤchſten muß lichterloh brennen ,: 2. So bald wir von oben aufs neue gebohren, Treue und beſtaͤndigs eee ſind wir von Chriſto erfreue! Wer dich fuͤrch⸗ tet, liebt und ehrt, dem iſt ſolch ein Schatz be⸗ ſchert. 13. Gute Freunde ind wie Staͤbe, da der Men, ſchen Bang ſich haͤlt, daß der ſchwache Fuß ſich hebe, wenn der Leib zu Boden fallt. Wehe dem, der nicht zum Fromen ſolches Sta⸗ bes weiß zu kommen, der hat einen ſchweren Lauf; wenn er fallt, wer hilft ihm auf!? 14. Nun, HERR, laß dirs wohlgefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab, bleib mein Freund, und unter allen, mein ge treuſter, ſtaͤrckſter Stab. Wenn du dich mir wirſt verbinden, wird ſich ſchon ein Hertze durch deinen Geiſt ge ch⸗ in Bruͤder erkohren. Ein Vater, ein Glaube, ein Geiſt, eine Tauff, eln vol⸗ ſer zum Himmel gerichte⸗ ter Lauf kann unſere Her⸗ tzen vollkömmlich verbin⸗ den, wir koͤnnen niches anders als Süßigkeit fin⸗ den, Verdacht, Neid und Aergerniß muͤſſen ver⸗ ſchwinden ,: 5 3. Die Mutter, die dro⸗ ben iſt, halt uns zuſam⸗ men, und ſchickt uns her⸗ unter die himmliſchen Flammen! Kein Unter⸗ ſcheid findet hier einige Statt, weil Demuth die Hertzen vereiniget bat. Wo Eigenheit, Janck und Haß koͤunen regieren, da kann man den Funcken der Liebe nicht ſpuͤren, noch finden, das 2 dem Chor Engliſcher Thronen ihn fuͤhren:,: 6934 4. Ole 6 704 Von der bruͤderlichen Liebe. * 4. Die Zions⸗Geſell⸗ ſchaft verlaͤßt die Ver⸗ wandten, ſetzt Bruͤder am hoͤchſten vor allen Bekann⸗ ten Wer noch nicht be zaubert von Liebe der Welt, und ſich in der Falſchheit zum Bruder verſtellt, den kann ſie un⸗ möglich zum Bruder an nehmen, er muͤßt ſich denn völlig zur Buſſe bequemen. Sie darf ſich des redlichen Sinnes nicht ſchaͤmen: 5. Seht aber, wie ſelig wir hoben erwaͤhlet, die wir ſind zum Seegen der Bruder getaͤhlet wir ſind die erkaufete ſeligſte Schaar. Ach! lobet den Vater; Denn kurtz: Er iſts gar. Singt hm mit vereinigten Hertzen und Munde, ohn Loben und Lieben vergeh keine Stun⸗ de. Wir ſtehen vor dem HErren, als einer im Bunde:,: Ein jeder fuͤr alle zum Vaterland dringt, die Kirche nach einem ſtets ret; durch voͤlllge Ein⸗ ret; Wer waͤhret:: ben und freuen von Her⸗ tzen, verſuſſen einander dringt kraͤftig ihr Geiſter, wir vereinigt auf unferer f Hut. Das Schreyen der Kinder wird warlich erhoͤr tracht wird Babel terſtoͤh⸗ iſt, der ver⸗ bundenen. Geiſtern was 8. Drum laſſet uns lie⸗ die leidenden Schmertzen, in Eines hinein, vermeh⸗ ret die Strahlen vom göttlichen Scheinz das laſſet der Vater Ihm ben kann auch ſein Ruhm herrlich erſchallen, wenn Kinder, vor Liebe entzuͤn⸗ det, nur lallen:,: 9. In jener Welt wird es noch beſſer hergehen, da wird vor dem Vater die Bruͤderſchaft ſtehen, im heftigen Feuer, in het zuſammen des Koͤniges Gunſt, Ach! druͤcket zu⸗ ſammen die Hertzen und Haͤnde, und bittet, daß Zion Er Huͤlfe bald ſende. So kennet die Liebe nicht Anfang noch Ende: kämpfet und ringt: Wir müſſen bereit ſeyn fuͤr Bruͤder zu ſterben, wie Jesus uns auch ſo ge⸗ macht hat zu Erben. Ein Glied fuͤhlt und leidet des andern Verderben:; 7. Ach! laßt uns einan⸗ der erinnern und fuhren, daß wir nicht die Krone des Lebens verlieren. Wenn Babel nun truncken wird 818. In eigener Mel. mir dein Geſetz ins Hertz, das meinen Geiſt Trieb zuͤnd mir das ſanfte Feuer an, und fuͤr mich auf des Geiſtes Bahn, zur unverfaͤlſchten Liebe. 2. Die Liebe kommt vom von Zions Blut, ſo ſtehn nmel her, ſie macht Himmel her, ſie 10 hertzlich gefallen, im o⸗ ſeligſter Brunſt, die zie⸗ Men König ſchreib ergoͤtz; dein Koͤniglicher I de* 1 Ude fl 0 ö gte n en en Er e r mit M it ln, und g z een f 1 e e 0 1 wi f ſich aus der Engel fe; ah ſe gleich, und ſchmels in 4 heiſſer e Von der bruͤderlichen Liebe. 70 b Heer⸗ ſie kein falſcher Trieb nicht auf dieſes Erden Rund. auf, die Luſt bleibt unge⸗ Doch faſſet dieſes Kleinod ſtört; und was von oben nicht, wenn nicht des Her⸗ ſiſt entzuͤndt, auch ſeinen ren Licht anbricht, und Urſprung wieder findt, da macht ihr Weſen kund. wo es hingehoͤrt. 3. Denn wird der harte 9. So ſchmeckt des Sinn recht weich, ge⸗ Himmels ſuͤſſen Kuß die ſchmeidig und dem Wach, Seele, wenn der Lie⸗ des⸗Guß von oben uͤber⸗ Brunst. Die Hoch ſchwemmt, wenn ſie ein muͤths Fluͤgel fallen hin, es tiefer Fried erguickt, und zeigt der recht geſinnte Sin in das Paradies entzuͤckt, der Seelen freye Gunst. das Sinn⸗ und Dencken 4. Wie ſchoͤne ſieht dies hemmt. Weſen aus, wenn des be. nd. Du Vater aller Lich⸗ truͤbten Leibes Haus ein ter du! laß dieſe ungemei⸗ holder Wirth bewohnt, ne Rub doch allen ſeyn ge⸗ da Liebe ſtets den Seepter mein: Wer ſehn noch nicht fuhrt, und dem, den ſie die Seeligkeit, die du haſt nach Wunſch regiert, mit denen zubereit't, ſo voll Himmels Nectar lohnt. von Liebe ſeyn. 5. Da lacht das frohe k- Was ft᷑öhret uns Angeſicht, der Augen un⸗ noch dieſen Troſt! Was verfaͤlſchtes Licht das fun⸗ hindert für ein harter ckelt vor Pegier, dem Frost der Knoſpen offne Freund vollkömmlich Guts Bluth 2 wenn bricht der zuthun, die Lieb kannſgrune Fruͤhling an, da nicht im Dienen ruhn, ſoſalles auf der Liebe Bahn bricht die Flamme für. ur vollen Ruhe zieht. 6. So ſtebt in Gottes 12. Das Vorſpiel muß Lieblichkeit ein Gottes, geſpielet ſeyn der Liebe, Menſch zur Lieb bereit, die vollkommen rein in je beſiegend den Verdruß, ner Welt regiert; o ſelig, die Wollut, Neid, Ver⸗ den ein ſtarcker Zug be⸗ dacht und Streit, Geitz, freyt von Welt und Heu⸗ Hoffart und die Eigenheit chel Trug, iu dieſem erbärmlich leiden muß. Schmack hinfuͤhrt. . Ez ſpielt der Unſchuld 13, Der weiß zu ſagen Lauterkeit, wenn im ge⸗ſobn der Luſt, die Gottes treuen Liebes- Streit die Liebſten nur bewußt, kein reinen Geiſter ſtehn, und Biſam ſehlt ihm nicht, auſſer der Partheylichkeit, und ſeinem frohen Glau⸗ von Meinungen und Zanck bens⸗Mund iſt zur Erqui⸗ befreyt, iugleich ins Eineſckung alle Stund ein Bal⸗ gehn. 3 ſſam jugericht. 3. Denn in der Ein, 14. Der dringet ihm tracht gleichen Lauf haͤlt 4 Marck und 7 6 9 5 0 705 Von der bruͤderlichen Liebe. das, muß ein rechter Aaron ſeyn, wer ſo bey Brüdern lebt, und aus dem Wer⸗ Zucker macht, auch us falſchen Augen 5 ſtets in Freu⸗ kleb! ich kenne utzſt O Gottheit! 5 e Brunſt, durch deinen Liebes Geist; und laß mich brennen für kum Opfer, das dir, und deinen muth nie g lacht, un den ſchw⸗ 15. O deine G ſchenck mir def und fuͤr geheiligt Willen weiß 16. Liebe muüſſen eimmen ein, und bekenn nur, die Fuͤſſe folgen ſol⸗ cher Spur 8. des Königs Trieb. 819. Mel. Ach Gott vom Himmel ꝛc. O Vater der Barmher⸗ gkeit deine Heerd Heerden geſammlet zur Apoſfel Zeit, und herr⸗ lich laſſen werden: Dua durch deines Geistes Kraf dle groſſe denſchaft zu deinem Reich eruten. 2, Aus ihrer Mannig⸗ faltigkeit des Streits 8 vieler Sprachen dadurch ſie in der Welt zerſtreut, ſich von einander brachen, hat ſte dein guter Geiſt gefuͤhrt, und ſie mir Herr⸗ cbkeit geziert in Einig⸗ keit des Glaubens. Ach! ſey doch auch Zeit uns, Va⸗ Meln Name ſoll nur ſeyn, die Sinnen 2085 nur Lie die Hande wüuͤrcken dieſe herrſcht der du dir H Schaar der Hey⸗ Bet mach uns von dem aß ſchen Strelt hinwieder frey und ledig: Gib, da dein Haͤuflein fuͤr und fut in deiner Liebe lobe. 3 des Satans Liſt ſie jam merlich getrennet, wie ſichs im Zancken beißt und frißt, im Unverſtande brennet, wie alles in Ber⸗ wirrung geht, daß eins das andre nicht verteht, und ſich unnsthig zweyet. . Ach! HERR, hllf dieſem Uebel ab, ver ſammle deine Heerde, daß aater deines Wortes Stab ſie wieder einig werde, baß das Band der Voll⸗ kommenheit, die Liebe, uns aus allem Streit in deinem Geiſte bringe. 6. Wie ſchoͤn und lleb⸗ lich ſteht es aus, wenn Bruͤder ſind zu ſammen eintraͤchtiglich in einem Haus, und ſtehn in Lie⸗ bes ⸗ Flammen! wenn ſie im Geiſt zuſammen ſtehn, zu Gott in einem Sinne gehn, und halten an mit eten. 7. Gleichwie der Bal⸗ ſam edler Art, auf Aarons Haupt gegoſſen, ins gantze Kleid von ſeinem Bart und wie der Thau von Harmonim kaͤllt auf Zions Gebürg herum, und alles Land erquicket. 3. Alſo fleußt Gottes Getiſtes Gnad von Chriſto zu uns nieder auf die, ſo er erwaͤhlet hat, auf alle 45 zu dieſer 1 ker, wieder gnaͤdig, und ine Glieder: das iſt die ſeine Gli Kracht in einem Geiſte diene dir, kan niederwaͤrtz gefloſſen; Sotgel, fle Hit 120, M. del Ach! ſchaue, wie Von der bruͤderlichen Liebe. 707 Frucht der Einigkeit, Heil was ſich bat vertert! Laß Sorgen, Leben allezeit, und in deinem Gnadenſchein alle Himmels Guͤter. alles ganz vereinigt ſeyn. n ee einer Kraft, der dem 120. M. Nun kommt Hertzen Leben ſchaft, tief der Heiden ꝛc. ſin unſer Hertz hinein, itſtrahl in uns der Freu⸗ Sieb wie lieblich und den Schein. wie fein is, wenn] 10. Bind zuſammen Bruͤder friedlich ſeyn, Hertz und Hertz, laß uns wenn ihr Thun eintraͤchtig trennen keinen Schmertz: iſt, ohne Falſchheit, Trug Knuͤpfe ſelbſt durch deine und Liſt! Hand das geheiligt Bru⸗ 2. Wle der edle Balſam der- Band. fleußt, und ſich von dem 1:. So wie Vater, Haupt ergeußt, weil er Sohn und Geiſt, Drey, W von ſehr guter Art, in des und doch nur Eines heißt, in Aarons gantzen Bart. wird vereinigt gantz und 3. Der herab ſteußt in gar, deine gantze Liebes⸗ ſein Kleid, und erreget Lu Schaar. a und Freud; Wie befaͤllt 12. Was fuͤr Freude, der Thau Hermon auch dieſwas fuͤr Luſt, wird uns Berge zu Zion. da nicht ſeyn bewußt! was 4. Denn daſelbſt ver⸗ ſte wünſchet und begehrt, * heißt der HErr reichen wird von Gott ihr ſelbſt Deen Seegen nach Begehr, und gewaͤhrt eigens das Leben in der Zelt, und 13. Alles, was bisher iche auch dort in Ewigkeit. verwundt, wird mit Lob i he 5. Aber, ach! wie iſt aus einem Mund preiſen ezeee, die Lleb ſo verloſchen, daß Gottes Liebes Macht, Wenn, kein Trieb mebr auf Er⸗ wann Er all's in Eins ge⸗ den wird geſpürt, der des bracht. andern Hertzen ruͤhrt. 14. Kraft, Lob, Ehr 2 65. Jedermann lebt fuͤr und Herrlichkeit ſey dem ee e ich bin in der Welt nach Höchſten alleteit, welcher, ie ee feinem Sinn, denckt an wie Er ist in ein, und in 1 was 17 05 8 11 5 Ihm laͤßt alles ſeyn! ! Pficht.„de eser, mel ch Gott, eee. Heng Jesu, du frommer Gott. Gottes Sohn! Schau Wenn einer alle Kunſt doch einſt von deſnem und alle Weieheit Thron, ſchaue die Jer hatte, wenn er mit Men⸗ trennung au, die keinſſchen und mit En el⸗Zun⸗ Menſche beſſern kann. gen redte, haͤtt aber ſonſt 8. 5 7* 5 g Menſchen Hirt, alles, nicht, ſo waͤre doch dor e d ib de 6 e fiel 1 — ͤ— a 5*—— 8 —— —ů— 4 — 8 . 708 Von der bruͤderlichen Ciebe. Gos T damit nichts aus⸗ gericht t. 8 2. Er waͤre wie ein Ertz, das zwar ſehr helle klinget, ſonſt aber keine Frucht und keinen Nutzen bringet Es waͤr ein ſolcher Menſch ein ſolcher guter Chriſt, wie eine Schell, an der kein Geiſt noch Leben iſt. 3. Wenn er weiſſagen könnt, und haͤtte allen Glauben, daß er auch Wunderwerck an Bergen, Blinden Tauben erwieſe, und haͤtte doch der wah⸗ ren Liebe nicht, ſo waͤre abermal damit nichts aus⸗ gericht't. 4. Wenn eiuer auch ſein Haab und alles Gut den Armen hingaͤbe, aber es nicht thaͤte aus Erbarmen. G Wenn er ſich brennen liep, und haͤtte nicht dabey der Liebe, ſag ich doch, daß es nichts nuͤtze ſey. 5. Die Lieb iſt Sanft, muth⸗ voll, langmuͤthig und gelinde, ſehr freund, lich jedermann, ſtets fer⸗ tig und geſchwinde in No then beyzuſtehen; Die Lie⸗ be eifert nicht, die Liebe ſiehet zu, daß keinem Leid geſchicht. 3 6. Die Liebe iſt nicht ſtoltz, die Liebe haſſet kei⸗ nen, ſucht ihren Nutzen meinen; Die Liebe zuͤr⸗ net nicht, die Lieb hilft jedermann, und wendet immer kann. 7. Die Liebe iſt betruͤbt, wenn unrecht wird gerich⸗ tet, und freuet ſich, wenn und liebet Fried und Ruh. rung, wenn jemand iſt ge⸗ mehren: wenn Glaub und die 8 alle Ewigkeit. 10. du biſt ein Vorbild wahrer Liebe: Verleihe, daß auch Gieb, daß ich allezeit von Hertzen jedermann zu die⸗ nen ſey bereit, wo ich nur ſoll und kann. IX. Von der Hoffnung. 822. M. Ach Gott! vom Simmel ꝛc. ch Gott! vom Him⸗ N mel ſieb darein, und! laß dich das erbarmen: 9 wie übel gehts den Heil“ gen dein, gantz troſtlos ind wir Armen. Wenn Menſchen⸗ Schutz nicht 8. helfen nicht, ſie rachet den Ge Schaden ab, wo ſie nur. betta 8. Ohn' Argwohn glaͤu⸗ bet ſie das Beſte nur von allen: Sie hoſſet Beſſe⸗ fallen in Suͤnd und Miſſe⸗ that; Hat ſie gleich keine Schuld, ſo leidet ſie dens ee moͤglich mit 9. Wenn dort die Wiſ⸗ ſenſchaft einmal wird ganz aufhoͤren, ſo wird die Liebe doch ſich fort und fort ver? Hoffnung auch vergehet mit der Zeit, ſo bleibet doch Err IeSul der ich am Naͤchſten Liebe übe? ö 0 die J dic 1 harter flus be d f ſteut, man der Wahrheit veſt beyh⸗ pflichtet. Die Liebe decket auch des Naͤchſten Maͤngel zu, vertraͤget alles gern, 3 2 — 8 2 2 ö dich unſer erbarmen. 710 Von der Hoffnung. mehr haben an 7 Du mußt 11. Erbarmen wirſt du dich gewiß, nur laß uns nicht verzagen: Leg nicht mehr auf, als moͤglich iſt, uns Armen zu extra- gen. Hilf tragen, denn wir ſind zu ſchwach, ein End all unſers Jammers mach, du wirſt dich unſer erbarmen. 12. Behut uns vor Vermeſſenheit, und un⸗ ſern Trotz verzeihe, dochſſch gieb ans End Beſtaͤndig⸗ keit, dein'n Geiſt und Muth verleihe; Steh Paulo in den Banden bey, dem g'fallnen Petro gnaͤdig ſey, du wirſt dich ihr'r erbarmen. 13. Dein iſt die Kraft dein it die Ehr, ſo wir, dein Werck fort treiben, zu deiner Ehr, den Glau⸗ ben mehr, dein Wort muß ewig bleiben. Nur bleib und erhalt bey uns auch die Sacrament im rechten Brauch, du wirſt dich unſer erbarmen. 14. Steur der Ver⸗ nunft, die allzeit will dein Stund und Rath aus⸗ rechnen. Geduld gieb, daß wir halten ſtill, bis die Hüͤlf wird einbrechen, die keinem nicht verſaget ist; Aunen, im Namen JEſu Chriſt, wirſt du dich ünſ'r erbarmen.. 15. GOTT ſey Lob, Preis in Ewigkeit, dem Vater und dem Sohne, auch Heiligen Geiſt, zu aller Zelt in unſerm Her, rlaß uns nicht, wenn Ans Sund Fleiſch, Welt, Tod anficht und auch der Teu⸗ fel, Amen. 323. In eigener Mel. Auf Triumph! es kot die Stunde, da ſich Zion, die Geliebte, die Be⸗ kruͤbte hoch erfreut: Babel aber geht zu Grunde, daß ſie taglich uͤber June über Angſt und Kummer reyt. 2. Dieſe Hure hat befle⸗ cket ihr geſchencktes, ſchoͤn geſchmuͤcktes Jung fraͤuli⸗ ches Ehrenkleid, und mit Schmach und Hohn be⸗ decket, die den Lamme auf der Hochzeit iſt zum Weibe zubereit't. 3. Stoltzes Rom, du biſt die Geile, die auf vielen, vielen, vielen, vielen groſ⸗ ſen Waſſern ſitzt, und mit ihrem Huren⸗ Seile gantze Voͤleker zu ſich ziehet, und in ſchnoͤder Brunſt erhitzt. 4. Aber du biſts nicht alleine, die du ſolche un⸗ verſchaͤmte offenbare Geil⸗ heit treibſt: Deine Schwe⸗ ſtern, groß und kleine laufen mit dir nach dem Buhlern, daß du nicht alleine bleibſt. J. Zion ſiehet auf den Straſſen die entbloͤßten und geſchminckten ſcoltzen Toͤchter Babels an, wie ſte ſich beſchauen laſſen: Koͤnig, Prieſter, Hoch und Niedrig, haben ihte Luſt daran. 6. Auf dem Lande, in zen wohne, derſelbe Gott den Staͤdten hat die Hure mit — 5 9 W 8. 3— K ——— — = —— 3 — — 2 22. — — — 2 — —— — 2 5 * a 2— —— —— 2 2 22 8 3 3—— — Von der Soffnung. 711 mit dem Becher alle Hey⸗ den voll gemacht; Sie ſtol⸗ ziert mit ihren Fetten, ihre Hoͤhen, ihre Goͤtzen ſind von allen groß geacht't. 7. Zlons Schoͤpfer ſchaut vom Himmel auf die vol⸗ len tollen Heyden, und ſein heilges Hertz ent⸗ brennt, daß das wüſte Welt Getümmel ſich ſein trautes Zion nennt, wel⸗ ches ihm doch nicht er⸗ kennt. 3. Zlon netzte ihre Wan⸗ en mit ſo vielen heiſſen hraͤnen uͤber den Ver⸗ wuͤſtungs Greu'l, und er⸗ wartet mit Verlangen in den Banden der Chaldaͤer ihres Gottes Sieg und Heil deinem Rechten lebt. 10. Amen! Zion iſt er⸗ hoͤret, unſre Thraͤnen ſind wie Waſſer gegen Mittag ausgezehrt. Seht Chaldaͤa iſt zerßoͤhret, unſer Weinen it en Jauchtzen, unſre Laßt in Luſt verkehrt. 11. Freue dich mit Hertz und Munde, du erkauftes aus erwaͤhltes und erloͤſtes Iſral! ſiehe, Babels eigne unde, die die Frommen lagen muͤſſen, freſſen dieſe eſebel. 12. Wie erklinget, wie ertöͤnet in dem Himmel, auf der Erden, deines groſ⸗ ſen Koͤnigs Ruhm! Baby, lon die dich verhoͤbnet, iſt 9. Ach! wie lange ſoll es wahren, o du Huͤter deiner Heerde, daß die Hure ſich erhebt? Hoͤr, ach! hoͤre, das Begehren, ſende Huͤlfe deinem Volcke das nach gefallen, iſt gefallen! Zion bleibt dein Eigenthum. 13. O wle grotz iſt deine Wonne, ſchoͤnſtes Zlon, es iſt kommen dein erwuͤnſch⸗ tes Hochzeit ⸗Feſt, da ſich IEſus, deine Sonne, der dich kroͤnet, deinen Braͤu⸗ t'gam, deinen Konig nen nen läßt. 14. Da wir noch an Ba⸗ [bels Weiden unſre Harfen haͤngen muſten, war ein Tag wie tauſend Jahr: Aber nun in Zions Freu⸗ den wird fuͤr einen Tag gerechnet, was ſonſt tau⸗ ſend Jahre war. 15. Nach der Hochzeit wird die Nimphe aus dem Hauſe ihrer Mutter in des Vaters Haus gefuͤhrt, die mit ewigem Triumphe in der Krone ihrer Hochzeit ewig, ewig triumphirt. 16, Auf! ihr Cymbeln, auf ihr Saiten, Pſalter, Paucken und Trompeten! lobt des HErren Heilig⸗ keit; Laßt uns ihm ein Lob bereiten, er iſt Koͤnig! er iſt Koͤnlg in der Zeit und Ewigkeit. 824. M. Kommt her zu mir, ſpricht ꝛc. Aaken lich Streit, ſo ſingt die kleine Heerde, die bald der aller⸗ treuſte Hirt mit groſſer Kraft erloͤſen wird von ihrer Laſt Beſchwer de. 2. Ihr zarte Schaͤflein, gehet fort, es. as den folgt die herr⸗ 1 keit, Triumph! Triumph! nach kurtzem 712 Von der Hoffnung. das ew'ge Wort mit der bekannten Stimme: folgt mir auf meinem engen Pfad, und ſucht in Demuth meine Gnad, ich ſchuͤtz euch vor dem Grimme. 3. Die Welt die raſ't bis an ihr Ziel, und ſamm⸗ let ihrer Guͤnden viel. Ey, laſſet ſie nur ſamm⸗ len, man wird bald ſehn den hohen Pracht ernie⸗ drigt und zunicht gemacht, durch Kinder, die noch ſtammlen. 4, Sie ſchlmpft, ſie ſchlaͤßgt, ſie hoͤhnt, ſie wuͤrgt, weil euer Vater ſich verbirgt; Allein, er wird erſcheinen, und reu⸗ ten aus die ſpitze Dorn, auch ſchlagen im gerechten Zorn, was Bahel zeugt an Steinen. 225 F. Ihr Kinder, ſeyd nun wotzlgemuth! denn Gott, der große Wunder thut, hat ſich ſchon aufgemachet: Ich bin der HErr, Jia, manuel, ich gehe her vor Iſrael, ich bin vom Schlaf erwachet. 6. Bewahret euch mit meinem Sinn, nehmt meines Lebens Odem hin, umguͤrtet euch mit Staͤr⸗ cke. Ihr Glieder, in der Liebes Kett, ſteht wie die Starcken um mein Bett, und thut die groſſen Wercke. 7. Der Glaube bricht durch Stahl und Stein, und faßt die Allmacht in ſich ein, wer will euch üͤbermeiſtern? Was in Lichter Loh mit allen Gegen⸗Geiſtern. ä 8. Schaut in der Ein⸗ falt nur auf mich, ich fuͤhe die Meinen wunderlich durch meine Allmachts⸗ Haͤnde; doch endet ſich ihr Leid und Streit in dem Triumph der Herrlichkeit, und nimmt ein herlich Ende. 825. N. Ein aͤm̃lein geht und traͤgt ꝛc. Al, Waſſerſluſſen Jabbe lon, da ſaſſen wir mit Schmertzen; Als wir ge— dachten an Zion, da wein⸗ ten wir von Hertzen, wir hingen auf mit ſchwerem Muth die Harfen und die Orgeln gut an ihre Baͤum der Weiden, die drinnen ſind in ihr Land; da mu⸗ ſten wir viele Schmach und Schand taͤglich von ihnen leiden. 2. Die uns gefangen hielten lang ſo hart an ſel⸗ ben Orten, begehrten von uns einen Geſang mit gar ſvoͤttlichen Worten, und ſuchten in der Traurigkelt ein'n froͤlichen G ſang in unſerm Leid: Ach! lle ber thut uns ſingen ein n Lobgeſang, ein Lledlein ſchon von den Gedichten aus Zion, das froͤlich thut erklingen. 5 3. Wle ſolten wir in ſolchem Zwang und Elend, jetzt vorhanden, dem HErren ſingen ein n Geſang ſo gar in fremden Landen? Jeruſale m, ſt dem Feuer leichtes Stroh; der Satan flammt ich dein, ſo wolle vergeß ich dei„ ſ 8018 —— ſchlaͤgt dat 120. Dr K Blitz u Ausgeh i g gleiche ſch he den We 1.0 t von der Hoffnung. r Gott der Rechten mein gel, die Verſichrung gie⸗ vergeſſen in mein m Leben. bet, daß Gott mit treuer Wenn ich nicht bleib deln Liebes Hand uns haͤlt, eigedenck, mein' Zung ſich und wle ein Vater liebet; oben angehenck, und bleib Der Geiſt, der uns in alle am Gaumen kleben. Wahrheit fuͤhrt der uns 4. Ja, wenn ich nicht mit mit Licht, mit Kraft und gantzem Fleiß, Jeruſalem Gnade tiert. dich ehre im Anfang det, 3. Und ſie, die auser ner Freuden preiſ', von waͤhlte Braut, durch Chri⸗ 3 ö jetzt und imermehte. Ge⸗ ti Blut und Tod erwor- abt, eh K denck der Kinder Sdom ben, aus feiner offnen Seit uc. l ſehr, am Tag Jeruſalem erbaut, da er fuͤr ſie am e o Herr! die in ihrer Bos, Creutz geſtorben; die keu⸗ ſe Mu en beit ſprechen: Rein ab, ſche Braut, die Himmels⸗ die Miche rein ab zu aller Stund, Koͤniginn, voll Gottes 1. We vertilg ſie gar bis auf den Kraft, voll Chriſti Geiſt ee Grund. Den Bogen wol- und Sinn, „ en n wir brechen. teu a 5. Du ſchnoͤde Tochter ene en Babylon, erbrochen nnd cen een zerſtoͤhret, wohl dem, der feugt 111 dir wird geb'n den Lohn, eee und dir denn wieder keh⸗ Mech rer deinen Uebermuth und ee Schalckheit groß, und mißt ent dir auch mit ſolchem Maaß, wie du uns haßt gemeſ⸗ ſen; Wohl dem, der deine Kinder klein erhaſcht, und ſchlaͤgt ſte an ein'n Stein, damit dein werd vergeſſen. 326. M. Preis, Cob, Ehr, Ruhm c. Der Geic, der von des Hoͤchſten Thron mit Blitz und Licht und Kraft Begier. f ausgehet; der mit dem Va 6. Der Geiſt verlangt ter und dem Sohn in ewig die groſſe Schaar und 9 gleichem Weſen ſtehet; der Zahl der Heilgen voll u ſich herab zu uns elenden ßaben: Drum ruft und neigt, und durch den Sohn lockt er immerdar, und den Weg zum Vater deigt. bricht hervor mit einen 2. Der Geiſt, der uns Gaben. Je ſtätcker ſich die als Gottes Pfand und Sie⸗ Zahl der Frommen meet, ie — — 1 W — 15— 714 Von der Hoffnung. je naͤher wird ſein Ruf: Ach komm! gehort. 7. Die Braut, wie werth ſie JEſus haͤlt, ſo liegt ſie doch in Spott und Pla⸗ gen, iſt allzeit ein Fluch der Welt, und muß die Schmach des Lammes tragen; drum ſehnt ſie ſich nach ihrem Braͤutiggm, und ſyricht? Ach komm! komm, Held aus Davids Stamm 8. Der Geiſt, der hier und ſchrey auch überlaut: Komm alles, was Gott angehoͤret, und ſpreche: Komm! es wird auch bald geſchehn. Es hats die Braut im Geiſt vorher geſehn. 12. Kommt doch nun her, die ihr das Heil der Seelen ernſtlich ſucht und meyne, t: Kommt doch, und nehmt das beſte 5 7 Theil: Kommt, eh noch unſer Held erſcheinet. Er auf Erden zeugt, zeugt ſelber ſpricht: Ja, ja, ich auch in ſeiner Boten Mun⸗ komme bald: ach! kommt de, daß ſich die Welt zum Ende neigt; Er ruft Es iſt die letzte Stunde; Er ruft die Welt: Komm, es iſt hohe Zeit/ Er ruft den HErrn: Komm, komm zur Herrlichkeit.. 9. Die Braut traͤgt hier den Suͤnden⸗Leib, und hat ſo viel mit ſich zu kaͤmpfen, ſie weiß von keinem Zeit⸗ vertreib, als nur die ſchnoͤ⸗ de Lüſte daͤmpfen. Drum wuͤrckt der Geiſt in ihr dis Ach⸗Geſchrey: Komm, IEſu, komm, und mach mich einmal frey! 10. Der Geiſt wird von der Welt verlacht, und ſie, die Braut, iſt hier auf Erden verdeckt in ihrer Zilerd und Pracht, dort hofft ſie offenbar zu wer⸗ den. Der Geiſt ſpricht: Komm, zeuch Macht und Eifer an; Die Braut ſpricht: Komm, bring mich nach Cauaan! II. Es ſpricht der Gelſt; ſo ſpricht die Braut: Komm, Jesu, komm! Und wer es hoͤret, der ruf denn her, eh noch ſein Zorn erſchallt. 13. Kommt, trincket, wenn ihr durſtig ſeyd, hier oͤfnet ſich die Lebens Quel⸗ le, Licht, Kraft und Troſt iſt hier bereit't, und Artze⸗ ney auf alle Falle. Kommt nehmt das Heil aus Chriſti Haͤnden an, und ſeht, was er, mein Schatz, an mir getban. 14. Ich kam, als er durch ſeinen Geiſt mich kraͤftig iog, und fand das Leben. Denn alles, was nur Gnade heiſt, hat er, mein, Hirte, mir gegeben. Er kam zu mir, eh ich noch zu ihm kam, ich kam ju ihm, da er im Schooß mich nahm. 15. Wie lieblich hat er mich erquickt, wie oft hab ich von ihm geteuncken, wie hat er mich ans Hertz ge⸗ druͤckt, wenn ich in ſeine Lieb geſuncken, wie man⸗ chen Troſt hat ſeine Llebes⸗ Kraft aus ſeinem Wort in meiner Seel geſchaft. 16. Wie oft hab ich in dieſer Luſt in Kraft des Geiſtes: — Hates“ peng e I Breu ft daz It eln, FStaut! gen ſey ſezt he kite . At beigen! i wür fehr J Föll gal, 00 f Et N, et t den t hier d bat ap fen, 90 he See der f 17 Von der Hoffnung. 217 1 Geiſtes: Komm! geſchrien, . e n jut t, auen 1 ck 0 wenn er in meiner mat⸗ ten Bruſt, den Glauben mir dazu veerllehen, ich war durch ihn ein Glied von ſeiner Braut, drum bat mein Geiſt oft nach Ihm ausgeſchaut. 17. Und ſiehe da, es iſt vollbracht, ich rufte: Komm, in Glaubens, Bli⸗ cken, mein Braͤut gam! komm iu Mitternacht, mich hin vor deinem Thron zu rücken. Ich gieng mit ihm zu ſeiner Hoch⸗ zeit ein, wo Geiſt und Braut vor Ihm beyſam⸗ men ſeyn. 807. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. Di o ſchoͤnes Welt; 9 Gebaͤude: magſt ge⸗ fallen, wem du wilt: dei⸗ ne ſcheinbarliche Freude e iſt mit lauter Angſt um⸗ f. b 1 hüllt; Denen, die den Himmel haſſen, will ich ihre Welt⸗Luſt laſſen, mich verlangt nach dir allein, allerſchoͤnſtes J ſulein. 2. Muͤhe, die der Ar⸗ beit Menge und der heiſſe Strahl beſchwert, wün⸗ schen, daß des Toges Lange worde duech die Nacht ver⸗ jehrt, daß ſie nach ſo vie⸗ len Laſten konnen ſauft urſd ſuͤſſe raſten, ich wuͤnſch jetzt bey dir zu ſeyn, aller⸗ ſchhoͤnſtes JEſulein. 3. Ach möcht ich in deinen Armen, ſo, wie ich mir wuͤuſchen wollt, aller⸗ liebſter Schatz, erwarmen; ſo wollt ich des feinſte ö Gold, das in Ophir wird gegraben, nicht fuͤr die Ergoͤtzung hahen, wenn ich konnte bey dir ſeyn, allerliebſtes Jeſulein. 4. Andre moͤgen dur die Wellen, und durck Wind und Klippen gehn, ibren Handel zu beſtellen, und da Sturm und Noth ausſtebn. Ich will meine Glaubens„Flügel ſchwin⸗ gen an der Sternen Huͤ⸗ gel, ewig da bey dir zu ſeyn, allerſchoͤnſtes JEſu⸗ ein. 5 i 5. Tauſendmal pfleg ich zu ſagen, und noch tau⸗ ſendmal dazu: Ach! würd ich ins Grab getragen! Ey! ſo kaͤm ich ja zur Kuh, und mein beſtes Theil das wurde frey von dieſer Leibes„Vuͤrde, je und ewig um dich ſeyn, allerliebſtes JEſulein. 6. Komm, o Tod! du Schlafes⸗Bruder, komm, und führe mich nun fort, loöͤſe meines Schiffleins Ruder: bringe mich in ſichern Port. wer da will, dich ſcheuen, du kannſt mich vielmehr er⸗ freuen: Denn durch dich komm ich hinein, iu dem ſchoͤnſten JEſulein. 7. Ach! das ich den Lei⸗ bes ⸗Kercker heute noch berlaſſen müßt, und kam an der Sternen Ercker, wo das Haus der Freuden iſt! da wolt ich mit Wort- Gepraͤnge bey der Engel groſſen Menge, rühmen deiner Gottheit Schein, allerliebſtes JEſulein Seelen Auen, und den guͤlz⸗ Es mag, ch, weil ich die 1 716 Von der Soffnung. guͤldnen Himmels ⸗Saal letzt nicht kann nach Wuͤnſchen ſchauen, und muß bier im Thraͤnenthal ö Faden ſpinnen, ey ſo ſollen mei⸗ ne Sinnen unterdiß doch noch am Kummer⸗ bey dir ſey ſtes JEſulein. 28. In eigener Mel. — 3 Go lebet noch! See⸗ le, was verzagſt du doch? Gott iſt gut, der aus Erbarmen alle Huͤlf auf Erden thut, der mit Macht und ſtarcken Ar⸗ men machet alles wohl und gut: Gott kann beſ⸗ ſer, als wir dencken, alle Noth zum beſten lencken. Seele! ſo bedenck doch: lebt doch unſer HERR Got noch.. 2. GO lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Solt der ſchlum⸗ mern oder ſchlafen, der das Aug hat zugericht 7der die Ohren hat erſchaffen, ſolte dieſer hoͤren nicht? Gott iſt Gott, der hoͤrt und ſie⸗ het, wenn den Frommen Weh geſchiehet. Seele ſo bedeucke doch! lebt doch unſer HErr Gott noch. 3. GOT lebet noch! Seele; was verzagſt du doch? Der den Erdenkreis verhuͤllet mit den Wolcken weit und breit, der die gantze Welt erfuͤllet, iſt von uns nicht fern und weit: Wer Goc liebt dem will er ſenden Huͤlf und Troſt an allen En⸗ den. Seele! ſo bedencke doch! lebt doch unſer ehn, allerſchoͤn⸗ doch? Biſt du ſchwer mit Gott nur deinen Lauf: dencke doch ꝛc. 5. GOT lebet noch! Seele, was verjagſt du doch? Wenn dich deine Suͤnden kraͤncken, dein Verbrechen guaͤlt dich ſehr, komm zu Gott, er wird verſencken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Angſt der Hoͤllen, kann er dich m⸗ frieden ſtellen Seele; ſo bedencke doch ze. 6. GOT lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Will dich alle Welt verlaſſen, und weiß'ſt we⸗ der aus noch ein: Gott wird dennoch dich umfaſ⸗ ſen, und im Leiden bey dir ſeyn: Gott iſts, der es bertzlich meynet, wo die Noth am groͤßten ſcheinet. Seele, ſo bedencke doch ꝛc. 7. Goc lebet noch! Seele, was verzagſt du doch? Laß den Himmel ſam̃t der Erden immerhin zu Trümmern gehn; Laß die Holl entzündet wer den, laß den Feind erbit⸗ tert ſtehn, laß den Tod und Teufel blitzen, wer GoOeer traut, den will er ſchuͤtzeu. Seele! ſo be⸗ dencke doch! lebt doch un⸗ HErr Gott noch. Iſer HErr Gott noch. 8 8. HN N 4. GOTT lebet noch: Seele, was verzagſt du 001 90 Creutz beladen, nimm zu itt! Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnaͤdig auf: Gottes Gnade waͤhret im⸗ mer, ſeine Treu vergehet nimmer. Seele] ſo ge⸗ ö 1 ö ö 0 7 I itte 4 Kater 5 65 fehr ef hen jet fen fall s wer unge Len Fade Von der Soffnung. 717 „ 0 h 6 T lebet noch! Jauch einfaͤltige Hertzen Seele! was verlagſt du verfuͤhret. 5 ö Wa doch? Mußt du noch ge- 4. Schmertzlich erfaͤhret A ängßet wallen auf derſman, wie ſich jetzt trennen I barten Dornen Bahn; es Kinder der Mutter, die i ist Gottes Wohlgefallen, droben gebiert, wie ſich die i dich zu führen Himmel Bruͤder einander nicht ken⸗ an. GOT wird nach nen, hertzliche Freundſchaft dem Jammer Leben, Frle⸗ ſich taglich verliert: Vie⸗ de, Freud und Wonne eee ſich ſcheiden, und viele „ geben. Seele, ſo bedencke ſich ſpaiten⸗ weil man die doch: lebt doch unſer Liebe ſo laͤſſet erkalten Herr Gott noch. 5. Lange, ach! lange 60 1 büf 1987 Ian ine re 1 f 929. Mel. ſu, hilf daß man uns Freyheit un . dir, o Heiland! es kreu⸗ , Gesſeer Immanueilllich zu meynen, recht zu Oi ſchaue von oben auf gebrauchen was du uns dein erlöſ'tes erkauftes geſchenckt. Woll'n wir dir . Geſchlecht: Siebe doch, dienen in heiliger Stille, wie die Tyrannen noch ſagt man: es ſey das nur toben, wie ſie verkehren eigener Wille. die Wahrheit und Recht! 6. Das wir nun ſollen Lügen und Irrthum muß fein balde vergeſſen, was gelten auf Erden, Un⸗ du ſo theuer verheiſſen ſchuld und Wahrheit muß uns hat, laßt man zen % Ketzerey werden. aus den Fleiſch⸗ Topfen 2. Seelen, die ſonſten noch eſſen, doppelt darne⸗ ſehr eifrig gerungen, wer, ben die tägliche Laſt. Man den jetzt müde und ſchla⸗ will die Hoffnung der Hül⸗ fen faſt ein. Scheints doch, fe ſo rauben, daͤmpfet die als wenn ſie der Arge be. Seuftzer, und ſchwaͤchet . iwungen, weil ſie ſo eifrig den Glauben. im Kampf nicht mehr ſeyn 7. Weil denn die Ar⸗ Menſchen⸗ Furcht pflegtſmen ſo ſeuftzen und ftoͤh⸗ man als Weisheit zu prei⸗ nen, wolleſt du; Ie Su, ſen, Laulichkelt ſoll man dich machen bald auf, ret⸗ 1 Verleugnung gar heiſſen. ten von allen, die trotzig 2. Kinder, die bis zur uns hoͤhnen, und uns au⸗ e Geburt ſind gekommen, halten in unſerem Lauf, % Ferben, weil Kraft zum kräftig und freudig die b Gebaͤhren gebricht. Juͤng⸗ Wahrheit zu lehren, wol⸗ b b lingen werden die Krafte leſt du ſchencken, dem Va⸗ 1 l benommen, völlig zn bre⸗ ter zu Ehren.. 60 00 chen durchs Finſtre aus 8. Willige Opfer wird eden“ h Licht. Alles wird irre, weil dir alsdenn bringen nach ö 1 ie Argwohn regleret, und dem Triumphe die heilige 3 f 7 ö Schaar . 16 Al fl pbeilgen Laͤmmer ſeyn. 3. Mich verlangt, dich ſſck lein keinen Blick kann — a a 3 0*————*— .— P— 3 a. 8 5 a* 5 8 PPP ˙—». 2—* K** 0—.——.— 5 — 0 n. eee e 5. ener—— 8 1 1 5 5———— N— 3* 2— ee— 25—— 2 2— 9— 2— 8 2 2 ——————*———————————— 2 5 ———————————2.——*—— 1———————— f 1 5 l K———— N——— 8——. 8 5 2—— ——.——̃ä— 8— 2 718 Von der Keuſch heit. Schaar, liebliche Lieder da werden erklingen, weil nun angehet das ſelige⸗ Jahr, welches zu Zlons Errettung beſtimmt, und uns zur voͤlligen Freude einnimmet. 8 830. Mel. IEſus mei. ne FJuverſicht. Guter Hirte! wilt du nicht deines Schaͤf⸗ leins dich erbarmen, und nach deiner Schuld und Pflicht tragen heim auf deinen Armen? Wilt du mich nicht aus der Quaal holen in den Freudenſaal. 2. ichen; wie ich ver⸗ irret bin auf der Wuͤſten dieſer Erden! Komm, und bringe mich doch hin, zu den Schaafen deiner Heer, den! Fuͤhr mich zu dem Schaaf⸗Stall ein, wo die mit der Schaar, die dich lobet, anzuſchauen: Die da weidet ohn Gefahr, auf den fetten Himmels⸗ Auen: Die nicht mehr in Nauen er und nicht oͤnnen irre gehn. 4. Denn ich bin hier ſehr gedraͤngt, muß in ſteten Sorgen leben, weil die Feinde mich um. ſchraͤnckt, und mit Liſt und Macht umgeben; Das ich armes Schaͤfe⸗ ſicher ſeyn. 5. O HErr JEſu! laß mich nicht in der Wölfe Rachen kommen, hilf mir nach der Hirten⸗ Pflicht, nommen: Hole mich, den Schaͤfelein, in den ewgen Schaaf, Stall ein. 831. Mel. In dich hab ich gehoffet Herr. H IEfu, delne Hün⸗ i dinn ſchreyt, ach! iſt weit? wornach mein Gau⸗ men brennet, die friſche Quell, ſs immer hell, und keinen Abgang kennet. 2. Der Brunn, aus welchem Waſſer ſpringt, das Trauben ſüͤſſe Freude des Lebens Quell noch li bringt, die uͤber alle Freuden; bey welchem ſich Chriſti weiden. 3. Der Brunn, der ſo Cryſtallen⸗klar, daß man GOL ſelbſten offenbar darinnen kann erblicken, und das Geſicht in ſeinem Licht unſaͤttlich ſuͤs eraui⸗ en 4. O Nectar Brunn! waͤr ich bey dir, ich der dort ewiglich die Lammer ſo viel die Schlangen hier hab als ein Hirſch ver⸗ ſchlungen, die mich ver⸗ mich die falſchen Zungen. letzt, und oft gewetzt auf 5. Ich fuͤhl in meinem argen Muth und Willen ſelbſt auch Schlangen⸗ Brut, das boͤſe Gift der Suͤnden. Ach! wie muß ich boch ihren Stich ſo manches mal empfinden. 6. Sie ſetzt uns faſt obne Ruh mit ſchlauen Angel iu, kommt unvermerckt geſchlichen, ſie hat ihn auch, nach ib⸗ rem Brauch, mit Honig⸗ daß ich ihnen werd ent, ihrem ſeim heſtrichen. 98 eee 7.0 e be uch Von der Soffnung. 719 7. Hernach kommt erſt die ſpaͤte Reu, wenn unſre Unſchuld iſt vorbey, denn finden ſich die Schmertzen des Biſſes bald, die mit Gewalt uns dringen zu dem Hertzen. 8. Und ach! was iſt doch dieſe Zeit mit aller ihrer Eitelkeit, als nur ein Creys der Schlangen von Trug und Liſt„ da alles iſt bedacht auf Geitz und Prangen? 9. Ach! dieſer Schlangen bi ich ſatt, bin ihrer übrig mud und matt, wünſch eine Welt zu ſchauen, die ewig f C. n, 00 een 7 che e n, e een ch + 6. n! f S K tener Ine 10 ſey von Schlangen frey, die ſchoͤnſten Himmels⸗ Auen. 10. Mein Geiſt der ſeuf⸗ tzet, HERR, zu dir, du wollſt den Durſt einſt ſtillen mir, dich hat der Durſt geguaͤlet am Creutz, daß ich ſoll trincken dich, den meine Seel erwaͤhlet. 11. Wenn ich ſeh dich, HErr JeEſu Chriſt, du Schatz, der nicht zu ſchaͤtzen iſt? dich ſchauen, das iſt trincken, o loͤſch mich bald, mein Aufenthalt, mit dei⸗ ner Augen Wincken. 832. Mel. Jieſu, hilf ſiegen. Hin Majeſtcaͤt, himmliſches Weſen.! deine Verheiſſung wird immer mehr klar] was wir bishers in Schriften 2„ wird nun von nnen und auſſen recht wahr. Lang gehug hat uns der Schatten bedecket⸗ Nun wird das Weſen vom Lichte endecket. 1 2. Sieht gleich der Blin⸗ de nicht einmal am Tage, ſtoͤßt ſich und ſchlieſſet die das ſuͤſſe Licht ſelber zur Plage; gnug, bey den Kin⸗ dern des Lichtes iſt Ruh. Dieſe erblicken die ſeltſa⸗ men Welſen, wenn ſie die Weisheit in Einfalt nut preiſen. 3. Vater! der Lichter ſchließ unſere Hertzen mit dem Davidiſchen Schluͤſſel weit auf. Laß uns mit ſchertzen, ſondern die laſſen du von Ewigkeit veſte be⸗ ſchloſſen, kommt nun von Zeiten zu Zeiten gefloſſen. 4. Mache zu ſchanden Unwiſſende ruͤhre mit Kraft, daß ſie nur hoͤren 0 den einigen Meiſter, der in den niedrigen Hertzen was ſchafft: heilige, lautre und zu dir nur ziehe alles, daß dein Zion ewiglich bluͤhe. 5. Suͤſſeſter Abba! laß alle beſtehen in der Geng⸗ de, die du erkannt haſt. Laß uns im kindlichen Geiſte hingehen zu dir Hilf uns ſuͤſſen Ge⸗ horſam dir dien gruͤnen. ſchmaͤhung gedancket, wel⸗ lein anthut: Danck ſey mermehr wancket! Al⸗ les Augen mehr zu, wird ihm goͤttlichen Wundern nicht den völligen Lauf. Was hochmüthige Geister, alle ohn alle geſeßliche Lal. orſat en: ſo kaun 1 die Lieb in uns immerdae 6. Oir ſey für alle Ver- che der Drache dem Kind⸗ dir, weil dein Rath nin⸗ 720 Von der Hoffnung. les iſt, was du nur macheſt, recht gut Du haſt dir nur das Veracht te erwählet: Babel hat deines Raths immer verfehlet. 7. Koͤnig der Ehren! dich wird man erſt ehren, wenn dir muß alle Welt unterthan ſeyn: Wenn deine Rechte wird Babel zerſtoͤhren, gehet dein Zion zur Herrlichkeit ein. Preis und Danuck ſey dir, o Konig! gegeben, ewige Herrlichkeit ewiges Leben. 8. Gebet, ihr Menſchen, dem Schoͤpfer alleine alle vollkommene Staͤrcke und Macht: ſpart es nicht, bis Er im Grimm euch erſchei⸗ ne, kuͤſſet den Sohn, weil ſein Angeſicht lacht: War⸗ lich, ihr muͤſſet im Ab; grund verfallen, wenn nun ſein Donner im Zorne wird knallen. 9. Aber, ihr Kinder aus Zion gebohren, hebet die Haͤupter nur wacker em⸗ por: Glaubet, ihr ſeyd nun zur Freude erkohren: ſtimmet die Lieder im hoͤ⸗ heren Chor! habt ihr doch lange erniedrigt geſeſſen; Wer wird bald euere Hoͤhe ermeſſen? 10. Vater, dich wollen wir einſtens recht loben, jetzo geſchichts nur mit lallendem Mund: Doch wir erſtatten die kleine⸗ ſten Proben, bis unz dein voͤlliges Weſen werd kund: Herrſche, regiere, behalt uns gantz inne; Lobe dich ſelber in unſerem Sinne.. 833. M. Freuet euch, ihr Chriſten alle. Err, wenn wirſt du Zion bauen, Zion die geliebte Stadt, die ſich dir nicht einmal ſchauen ihre Mauern aufgericht't? Ja, de! Chriſtus wehret allem Leide: Wonne, Wonne uͤber Wonne! Er iſt die Gnaden Sonne. 2. O! wenn ſoll die Stim̃e erſchallen, da man rufet uberall in der Aus⸗ erwaͤhlten Zahl: Sie, die Stoltze, iſt gefallen, mit der ſtoltzen Huren⸗ Pracht, die vormals war hoch geacht? Freude, Freude, uͤber Freude ꝛc. i 3. Hoͤre! wie dein Zion klaget unter Babels Dienſt⸗ barkeit jetzt in dieſer fin⸗ ſtern Zeit: Doch du wirſt den, der ſie geplaget, ſtuͤr⸗ tzen, bald durch deinen Geiſt, der die Frommen ſingen heiſt: Freude, Freu⸗ de über Freude ꝛe. 4. Gieb nur, JEſu, daß mit Poſaunen und mit Krachen, zu erloͤſen deine lig Siegel an die Stirne, ergeben hat? Ach! ſoll ſie wir wachen und im Glau- ben munter ſeyn, wenn du kommſt und brichſt herein der HErre laßt ſie nicht: Freude, Freude uͤber Freu⸗ Braut, die du ewig dir ver- traut: Freude, Freude e. et 5. Druͤcke uns dein heise den an die Hand, dir zu Eh ren, und zum Pfand, dag wir uns durch Glaubens- 8 Fluͤgel koͤnnen ſchwingen [Himmel an, daß uns nie⸗ mafd Von der Hoffnung. 721 man ſchaden kann. Freude, Freude:,: 6, Zeichne mit dem beil'gen Zeichen uns dein Volck und Eigenthum, ſchoͤnſter JEſu: hoͤchſter Ruhm: So muß Satan von uns weichen, weichen muß das Suͤnden⸗Kind, weil wir dein! Erkaufte ſind. Freude, Freude:“: 7. Ach! wie wird dein Volck dich ehren, wenn es nun entnomen iſt Babels Stoltz, des Thieres ELlſt; Deinen Ruhm wird es ver⸗ mehren, und in alle Ewig⸗ keit dich zu loben ſeyn be⸗ reit. Freude, Freude ,: 8. Darum, Zion, un⸗ betruͤbet, die Erquickungs Zeit iſt da, und des Her⸗ ren Huͤlf iſt nah; ſelig, wer ſich Ihm ergiebet, und vor ſeinem Heiland kann ſtimmen dieſes Lied⸗ lein an: Freude, Freude, uber Freude, Chriſtus wehret allem Leide[Won⸗ ne, Wonne uber Wonne, Er iſt die Genaden Sonne. raſten, von den Arbeits: Laſten, morgen oder heut, komm, ach komm! HErt JEſu, komm! bringe mich zur Ruh und Friede, ich bin matt und muͤde. 3. Was ich denck und thue, iſt nach Himmels⸗ Ruhe nur allein gericht't, alles iſt nur Mühe, was lauch ſpaͤt und fruͤhe von der Welt geſchicht: Gote tes Schein der giebt ale lein Fried und Ruhe mei nem Hertzen, lindert See⸗ len⸗Gchmertzen. 4. Welchet nun, ibr Suͤnder, weichet, ihr Welt⸗Kinder, alle fern von mir, die ihr ſtreitet, krieget, die ihr oͤfters ſie⸗ get in dem Boͤſen hler z Himmels Freud iſt mir bereit; ſanfte Ruh und ſuͤſſes Leben wird mir JeE⸗ ſus geben. 5 835. In eigener Mel. Kam, JEſup liebſtet Schatz der Seelen, komm, komm, vermähle dich mit mir, reiß mich „* Jed meine aus dieſer Truͤbſals⸗ Hoͤ⸗ 834.. e meineſſen; komm, führe mich 9 ESu, Ruh der See⸗ len, laß mich nicht ſo qualen hler in dleſer Welt; ich bin matt und muͤde, ſuche Ruh und Friede in des Himmels⸗ „Zelt; komm, ach, komm Herr IEſu, komm, führe mich aus dleſem Leiden hin zur Himmels⸗Freuden. 2. Dein Kind hat ge⸗ ſtritten, Creutz und Noth erlitten, JES, Seelen Freund, laß mich nun aus⸗ hinauf zu dir auf Zions Zinnen, weil mir die Welk und ihr Beginnen gar nicht gefaͤllt, nur fort, 6 Welt. 8 2. Ich hin dein eitles Weſen muͤde, das gantz nach Sodoms Luͤſten ſchmeckt, weil unter deis⸗ nem fuͤſſen Friede nichts ⁵⁶ denn ein bittrer Wermuth le! kommr gehe aus, aus Sodoms Hoͤhle, dem Suͤn⸗ den⸗Haus, geh eilend aus. 0 Zeuch ſieckt, drum auf, o See- e eee— 4 1 P ——————5ð1ĩ ᷣL᷑———— 5— 3*— 5 E — 72³ Von der Hoffnung. 3. Zeuch deinen Brauti⸗ gam entgegen, verlaß die Tkaͤber dieſer Welt, zeuch ein, zeuch ein mit reichem Seegen in das erwuͤnſchte 1 Sage mit reuden: Welt, gute Nacht; die manches Lei⸗ den auf mich gebracht, Welt, gute Nacht! 836. In eigener Mel. Schöner Braͤut gam ſoll ich nicht bald dein heil'ges Angeſicht in der Seeligkeit erblicken? Ach! wilt du denn gan nicht bald, meiner See⸗ len Aufenthalt! mir den Todes- Wagen ſchicken? 2. Soll ich denn auch lange noch das betrubte Suͤnden⸗Joch hier auf dieſer Erden ziehen? Ach! wie lange wird mein Geiſt noch mit Thraͤnen Brodt geſpeiſt, eh er kann von hinnen fliehen. 3. Dencke doch an dei⸗ nen Eid, den du mir haſt allbereit durch dein theu⸗ res Wort verheiſſen, daß ich ſoll der Deine ſeyn, keine Macht, Gefahr und Pein ſoll aus deiner Hand mich reiſſen. 5 4. Ey! ſo nimm mich Doch einmal auf in deinem Hlmmels⸗Saal, ſetze mich an deine Seiten, laß doch deine Braut nicht hie mit des bittern Creutzes Muͤb durch ſo lauge ſtreiten. aͤchte 5. Komm, und ſpanne 1 mich doch aus, daß das Francke Seelen ⸗Haus ich Schmer Bruder Hertz zur Erld⸗ ſung doch bewegen. 6. Ach! wie herrlich kragen. 7. JESU! nun an, well ich mi Komm doch, komm, dab meine Seel aus der ſiechen Leibes Hohl ewig werde weggeruͤcket. 8. Gute Nacht, o ſchnz⸗ de Welt! dort am ſchö⸗ Schaut! wie winckt er auf mich zu, daß den⸗Reich eingehen. 9. Nun, ſo fahr ich Heiland wartet doch, mich im Himmel zu empfan⸗ gen. Was fuͤr ſuͤſſe Luſt und Freud was f umpfangen.. traurig ꝛc. Euſt, deiner Liebe Sünden Wäſt, meine krancken Seelen wird es ſeyn, wenn mit f vollem Glantz und Schein, auf dem ſchoͤnen Himmels ⸗ Wagen mich der Chern, binen⸗Choy, von der Ei⸗ den hoch empor, nach dern Sternen⸗Burg wird ſpanne doch ch ſchon auf die Bahn habe laͤngſtens zugeſchicket. nen Himmels⸗Zelt ſeh ich meinen Braͤut'gam ſtehen. ch ſoll u meiner Ruh in ſein Freu⸗ frͤlkch fort, denn wein Glantz und Herrlichkeit, wird mich dort hey Ihm 837. Mel. Nicht ſo Schöner AEſu! liebte ſuͤſſen Blick, ungeacht 0 1 ſchick/ N ſiehe⸗ kann frölich von mir legen. e Ach! laß endlich meinen dein ſo guͤtig Von der Hoffnung. 223 ſſehe, IJESu, wie mein 1745 kranck vor Liebe fr et hin. 2. Unter deinem Liebes, Schein, IE Su, trautſter Hertzens⸗Freund, kann ſch ewig ſelig ſeun, ſellg, wer ſich mit dir eint, deiner füſſen Lieb genußt, ſelig er, ja ſelig heißt. 2. Seuftzer zeſgen meine Pein, die mir deine Schoͤn⸗ heit macht, moͤcht ich nur dald bey dir ſeyn, und dich ſehn in deiner Pracht! ſieh l o JE Su, wle mein inn krauck vor Liebe ſtir⸗ bet hin! 4, Ach! daß doch noch dieſe Stund kaͤme die ge⸗ wuͤnſchte Zeit, allwo mir ſoll werden kund, JESu, deine Freundlichkeit, wo man alles Leid vergißt, ſich mit GOT und En⸗ geln kuͤßt. 5. Nacht und Tag it mein Gemüth, JEſu, nur dahin gericht t, wo man in des Himmels Plüth, deiner Llebe früchte bricht, ſiehe, IESu, wie mein Sinn kranck vor Liebe . 6, Ach! ſo giebt, ſo dirs gefallt, daß noch dieſen Augenblick ich abſcheide ie Spott die falſche Rott mit von der Welt, mich wie Himmels Eeden ſchmuͤck, nimm, o IeESu, meine 1 0 heute noch aus ihrer 7. Ach! ade, ade, 9 Welt, jetzo ſchwinget ſich mein QGeiſt hin eu Gott, ins Sternen Zelt, wo die reine Liebe fleußt, nun 0 Ade, mein krancker Sinn iſt in GOT geſtorben hin. 8336. Mel. Was trau⸗ reſt du mein ꝛc. So wuͤnſch ich nun ein' gute Nacht der Welt und laß ſie fahren, ob ſie mir gleich viel Jammers macht, G0 T wird mich wohl bewahren. meynt die Welt waͤr eitel Geld, beſind es nun viel anders. 3 2. Ein Hirſch von Schlangen angeſteckt, nach friſchem Waſſer ſchreyet: Alſo hat mich zum Durſt erweckt die Welt verma⸗ ledeyet! auch macht mir bang die alte Schlang, daß ſch zu Gott muß weinen. 3. Wenn komm ich in dein Paradeis, da ſchon viel Chriſten wohnen, und ſingen dir Lob, Ehr, und Preis, bekleidet mit der Sonnen, Wann holſt du mich ins Himmelreich, daß ich dein Antlitz ſchaue? 4. Mein Seel hat Noth und große Quaal, daß ich ſo lang muß harren, ges ſpannet aus dem Jammer⸗ thal, als zoͤg ich ſchwere Karren: Da tretbt ibr'n mir in meinen Noͤthen. 5. Sie fragen: bleibt doch dein Gott? ja daß Er dir erſcheine! Der Hohn kraͤnckt mir mein Hertz und Blut, daß ich vor Trübſal weine. Ey! komm doch bald, mein Aufenthalt, und reiß mich von der Erden. 9 2 9b 6. Ep! Wo,. 8 1 724 Von der Hoffnung. 6. Ey! nimm mich in den Freuden Saal, von dir bereitet droben! Da dich die Patriarchen all, mit den Propheten loben: und da die Schaar der Engel klar, um deinen Thron her ſchwebet. 7. Was kraͤnckſt du dich, mein' arme Seel? Sey GO iſt mein Burg, mein Troſt und Heil, des werd ich ibm noch dan⸗ cken; druck dich, und leid ein' kleine Zeit, nach Angſt kommt Freud und Wonne. 5 8. Das Kraͤutlein Pa⸗ tientia waͤchſt nicht in allen Garten. Ach Gott! ſchaff du mir immerdar, daß ich koͤnn deiner warten; ſonſt hin ich ſehr betruͤbt und ſchwer, vor Angſt auf die⸗ ſer Erden. N 9. Ich ſeh, daß dein Zorn, wie eine Flut dem gantzen Land begegnet: und daß es ſchrecklich brauſen thut, wo ſich dein Grimm erhebet: Die Wellen gar ich auch er⸗ fahr, ſamt deinen Waſſer⸗ wogen. 10. Darum bin ich der Welt ſo muͤd', all' Tag und Nacht ich weine, ich laß nicht ab, bis deine Gut verheiſſen mir erſcheine. Nun eil dort fort, mein treuer Hort, und nümm mich hin mit Freuden. 11. Wie lange ſoll ich traurig ſeyn: da mich die Feinde plagen? Es is ein Mord in meinen Bein'n, daß ſie gantz hoͤniſch fra⸗ gen: Gag an, wo i dem IEſus Chriſt? Ja, daß Er dich erloͤſe. 12. Gedult, Gedult, du traurig' Seel, Gedult, iſt hier vonnoͤthen! Bis uns der lieb Immanuel von dieſen argen Kroͤten wohl zu ſich reiß ins Paradell, en. 339. M. Mein JEſu der du ꝛc. Steh auf, HERR Ze. basth! ſchau, wie die falſche Rott ſich thut zu⸗ ſammen, was deine Wahr⸗ heit iſt, durch ihre Macht und Liſt gantz zu verdam⸗ men. f 2. Der Weisheit Kin, dern nur gebuͤhrt es, die Natur der Mutter richten: 2. da werden wir Ihm dan ſtill und thu nicht wancken ck Nun wollen, die ganz blind, und noch Baſtarten ſind, das Werck verrichten. 3. Es neidet dein Zion bie Tochter Babylon, weil ſie verſtanden, daß ich ſie Freuden⸗ voll noch gantz beherrſchen ſoll, in ihren Landen! 4. Ergrimme, ſtuͤrme nur, du ſtoltze Creatur, du ntuſts doch leiden, daß was von IEſu Christ, mir veſt verſprochen iſt, ich ruͤm mit Freuden. 5. Stoß dir an dieſen Stein, den ſtoltzen Schaͤdel eln, der mich 1 Er ziehet meine 1 8 1 665 vor; bald wird i nden. a 6. Ich weiß wohl dein Liſt: wenn ſie gefallen iß bor doch 0 ſprechen 6 1 i ö ue ah ue ec eg U A —— — 2 — N — S 8 1 8 — — — r———— Fete tg 1 N Von der Hoffnung. 728 ſprechen die Deinen, ſo ſoll ſie nimmer nicht, von neuen aufgericht zum Trutz er⸗ ſcheinen. 7. Ach! gurt an deine Seit das Schwerdt, zeuch in den Streit, JEſu, zu kriegen: Du weißt, wie deine Braut veſt deiner Allmacht traut, ſie wer⸗ de ſiegen. 3. Die Zeit iſt nun bald da, ich ſing Halleluja, zum Trutz der Frechen: Weil du mein Sieges Fuͤrſt an mei⸗ nen Jelnden wirſt dich nun bald raͤchen. 9. Ich hoͤr im Glauben ſchon den ſtarcken Donner⸗ Ton VPietori ſingen, ſeyd fröͤlich, freuet euch, Je ſus nimmt ein das Reich, wer kann ihn zwingen. 10, Es kommet ſchon der Held, ſehr praͤchtig in das Feld auf weiſſen Pfer den. Das Schwerdt aus ſeinem Mund, fuͤhlt ſchon des Babels Grund, nun wirds bald werden. 11. Wie wirds ſo ſellg ſeyn, wenn ich mich huͤlle ein in JEſu Wunden, wie will ich jauchtzen dann, wenn ich erſt ſagen kann: Nun uͤberwunden! 12. Wie ſchrecklich word es dir, was mich verfolget hier, o Babel, gehn, wenn du die mich betruͤbt, wie mich mein JEſus llebt, mit Furcht wirſt ſehen. 13. HErr, ſolche Herr⸗ lichkeit, verſuͤßt mir alles Leid, ich bleibe oben, und will in meiner Kron, als deinem Gnaden Lohn, dicht ewig loben. 840. Mel. Wo GOtt der Err nicht c. War Gos nicht mit W᷑ uns diele Zeit, ſo ſoll Iſrael ſagen: War Gott nicht mit uns dieſe Zeit, wir haͤtten muͤſſ en vertagen, die ſo ein ar⸗ mes Haͤuflein ſind, ver⸗ acht't von ſo viel Men⸗ ſchen⸗ Kind, die an uns ſetzen alle. 5 2. Auf uns iſt ſo zornig ihr Sinn, wo Goc es haͤtte zugeben, verſchlun⸗ gen hatten ſie uns hin, mit gantzem Leib und Le⸗ ben, wir waren als die ein Fluth erſaͤuft, und über die groß Waſſer läuft, und mit Gewalt beſchwem⸗ met. 3. Gott Lob und Danck, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns moͤgt fangen, wie ein Vogel des Stricks kommt ab, iſt unſre Seel entgangen. Strick iſt ent zwey, und wir ſind frey, 8 1 0 des HErren Name ſteht uns bey, des GOttes Himm'ls und Erden. 741. Nel. Waͤr Gott nicht mit uns ꝛe. Wo Gott der HERR f nicht bey uns haͤlt, wenn unſre Feinde toben, und Er unſrer Sach nicht zufaͤllt, im Himmel hoch dort oben; wo Er Iſraels Schutz nicht iſt, und ſel⸗ ber bricht der Feinde Liſt, ſo iſts mit uns verlohren. 2. Was Menſchen⸗ Kraft und Witz anfaͤht, fol uns billig nicht iche: 9693 cken: ———.—— ——— 8——— N f —2———. e e 0—— 2 8 5 5— 8* 8* e 1 1 ä 1 4.— 4——*—— ä 4 1 5— C 2* 1.— e 21—. n emen—————— 2 2—— 5 0 eee eee——————————— . 5 8——„„ ä—. 5— 2*.———— 5 5. 3. Ole wütet faſt und fahren her, als wollten ſie uns freſſen, zu wuͤrgen Wie Meeres Wellen ein⸗ her ſchlan, nach Leib und Leben ſie uns ſtahn, des wird ſich Gott erbarmen. Ketzern nach, nach unſerm Blut ſie trachten, no rühmen ſie ſich Chriſten auch, die Gott allein groß achten. Ach God! der ö wachen. uns verſchlingen: Lob und ihre falſche Lehr, ſie wer⸗ dens Gott nicht wehren. wie reich tröſteſt du, die die deiner Huͤlf er⸗ warten. ——— 13— r — 4. 1 N deiner Hand, dazu all ihr 226 Von der Soffnung. cen: Ex ſitzet an der hoͤch⸗ ſten Staͤtt, der wird ihr'n Rath aufdecken, wenn ſies aufs kluͤgſte greifen an, ſo geht doch GOT ein and' re Bahn, es ſteht in ſelnen Handen. ſteht all ihr Begehr, Gott ißt bey ihn'n vergeſſen. 4. Sie ſtellen uns wie theure Name dein, muß Gedancken, ihr Anschlag wirſt ſelber troͤſten. deln Licht laß uns hier hell werd'n, das Hertz werd uns entzündet, in rechter Lieb des Glaubens rein, bis an das End' be⸗ ſtaͤndig ſeyn, die Welt laß immer murren. ch 842. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛc lon klagt mit An 04 und Schmertzen, Zion Gottes werthe Stadt, die dhrer Schalckheit Deckel Er traͤgt in ſeinem Her⸗ ſeyn, bu wirſt einmal auf, 5. Aufſpekren ſie den Rachen weit, und wollen Danck ſey Gott allezeit, es wird ihnen nicht gelin⸗ gen. Er wird ihren Strick zerreiſſen gar, und fuͤrtzen 6. Ach! HErr Gore, gantzlich ſind verlaſſen, die Gnaden ⸗ Thur ſteht nimmer zu, Vernunft Fann das nicht faſſen; Sie ſpricht: Es iſt nun all's verlohren, da doch das Creutz hat nun gebohrn, 7. Die Feind find all in tzen, die Er ihm erwaͤblet hat; Ach! ſpricht ſie, wie hat mein Gott, mich ver⸗ laſſen in der Noth, und laßt mich ſs harte preffen, mei⸗ ner hat Er gantz vergeſſen. 2. Der Godde, der mit hat verſprochen, ſeinen Beyſtand jederzeit, det laͤßt ſich vergebens ſuchen, jetzt in meiner Traurigkeit. Ach! will er denn fuͤr und fuͤr/ grauſam zuͤrnen uber mir? Kann und will er ſich der Armen, jetzt nicht wie vorhin erbarmen? 3. Zion, o du Vlelge⸗ liebte, ſprach zu ihr des HErren Mund, zwar du biſt jetzt die Betruͤbte, Seel und Geiſt iſt dir ver⸗ wundt: Doch ſtell alles Trauren ein, wo mag eine r eigen Mutter ſeyn, die ih Kd ſind dir wohl bekannt, hilt nur daß wir nicht wancken. Vernunft wieder den lau ben fi cht, auf kuͤnftig will ſie trauen nicht, da du 8. Den Himmel und den Kreis der Erd'n hast du HErr Gorct gegruͤndet, S 2. 5— 2 — — — 2 — — — 2 . vom Tode und Auferſtehen. 727 eee eee eee eee eee Kind kann haſſen, und aus ihren Sorgen laſſen. 4. Ja, wenn du gleich . moͤchteſt finden einen ſot⸗ chen Mutter⸗Sinn, da die Liebe kann verſchwinden: . fo bleib ich doch, wer ich bin Meine Treu bleibt gegen dir, Zlon, o du meine Zier, du haſt mir mein Hertz beſeſſen, deiner kann ich nicht vergeſſen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der ſonſt 0 nichts als ſchrecken kaun! ne Elend wenden. f e e* 5 7 i ſchſteſſen, dieweil der Tod Siehe, hier in meinen Händen hab ich dich ge⸗ ſchrieben an: Wie mag es denn anders ſeyn? Ich muß ja gedencken dein, deine Mauren will ich bauen, und dich fort und fort anſchauen. 6. Du biſt mir ſtets vor den Augen, du liegſt mir in meinem Schooß, wie die Kindlein die noch ſaugen, meine Treu geg'n dir i groß. Dich und mich ſoll keine Zeit, keine Noth, Gefahr noch Streit, ja der Satan ſelbſt nicht ſcheiden. Bleib getreu in allem Leiden. 5 dec Von der Einfuhrung zu dem volligen Genuß des Heils. . Vom Tode und Auferſtehen. e Mel. O IikSu Chriſt, du ꝛc. Fr sott ich muß in Trauriskeit, mein Leben nun be⸗ von meiner Seit ſo eilend hat geriſſen, meln treues Hertz, der Tugend Schein, des muß ich jetzt beraubet ſehn. Wer kann mein 2. Wenn ich an ihre nt Freundlichkeit gedenck in an; meinem Hertzen, die ſie mir hat zu jeder Zeit, in Freud 1 und auch in Schmertzen, erwdieſen gantz beſtaͤndig⸗ lich, mein Creutz und Wel⸗ nen mehret ſich, vor Angſt noͤcht ich vergehen. alle 10 g 3. Bey wem ſoll ich auf dieſer Welt rechtſchaffne Liebe finden? Der meiſte Theil nicht Glauben haͤlt, die Treu will gar ver⸗ ſchwinden. Ich glaͤub und red es ohne Scheu? die beſt iſt die getraute Tren, 2 muß ich jetzt entra⸗ hen. 4. Fuͤrwahr mir geht ein ſcharfes Schwerdt je⸗ tzund durch meine Seele, die abzuſcheiden oft be⸗ gehrt, aus ihres Leibes⸗ Hoͤhle. Wo du nicht o HErr JEſu Chriſt, in ſolchem Creutz mein Troͤ⸗ ſter biſt, muß ich vor Leid verzagen. 0 5. O treu geliebtes ſel⸗ ges Hertz, zu dir will ich mich wenden„in dieſem meinem großen Schmertz, ob ſich mein Ang ſt wollt enden, ich will be⸗ Hh 4 trach⸗ 72 Vom Tode und Auferſtebn. trachten deinen Stand, wie Gott dir alles Leid gewandt, in hoͤchſte Freud und Wonne.. 6. Kein Angſt und Truͤb ſal, Weh und Noth, kann dich jetzund verletzen, im Himmel thut der fromme Gott, mit Liebe dich er⸗ goͤtzen. Die Seele ſchaut mit Luſt und Freud, die beilige Dreyeinigkeit, mit allen Auserwählten. 7. Der Hoͤchſt hat dich in ſeinem Schooß, und wiſcht dir ab die Thraͤnen. Er fuͤllet dich mit Freu⸗ den groß, darnach wir uns noch ſehnen Du ſeheſt bey der Engel⸗ Schaar, lobſingeſt Gott frey ohn Gefahr, mit ſuͤſ⸗ ſem Ton und Schalle. 8. Der Leib der ruht gar ſanft und fein ohn alle Quaal und Sorgen, vor allem Ungluͤck groß und klein, liegt er darin ver⸗ borgen, kein Beinlein, ja kein Staͤubelein wird dir davon verlohren ſeyn, die Engel dich bewabren. 9. In kurtzer Zeit wird IEſus Chriſt, dich wieder wird er die Hand aus⸗ ſtrecken, dich fuͤhren in ſein Himmelreich, da du mit Leib und Seel zugleich bey ibm ſolt ewig blelben. 10. Du kommſt nicht wieder her zu mir, in dis betruͤbte Leben: Ich aber komm hinauf zu dir, da werd ich mit dir ſchweben, in hoͤchſter Freunde, Wonn auferwecken, und weil du F guch ſein Schaͤflein biſt, n taglich koſt't, drauf ſch mich hertzlich freue. 11. O]! wie mit groſſer Freudigkeit, woll'n wir einander kennen, da wird uns denn zu keiner Zeit der bittre Tod mehr tren⸗ wird denn ſeyn, wenn ich die, die ich jetzt beweln, mit Freuden werd um⸗ fangen. Traurlgkeit mir zu Gemuͤ⸗ the fuͤhren, erwarten in Geduld der Zeit, wie Chri⸗ mir, und mich durch ſei⸗ nen Geiſt regier, zu ſeines Namens Ehren. 844. Mel. Freu dich ſehr, o meine ꝛe. doch die Stunden, Tag, da ich werden ſoll entbunden, gller Pein und aller Plag, da ich nicht ſo viel Verdruß dulden und empfinden muß, da den, ſich verkehrt in ew'ge Freuden. 2. Werd ich doch herum Hieben immerfort verle⸗ tzet ſehr, wie ein Schiff, dort kriegt machen Stoß; jaget, und mit Angſt und Noth geplaget. And Luſt, die deine Seele 1— —. 4— 28— 8——*— 2* 2 — 3——————— 3 5 Z PPP— 1 3 a —. F ä a—————— *—*—— ——— ͤ——e——.—— ͤ—————7«ẽ— c———————— 2 ⅛˙—⁵txb!ñ 7 ˙————— —— 5——— 22. a 5 3 1—* 2—— 5 2 2 ee—— —— N pen ier eis hier Sirenen, ie nen: Ach! welche Freude 12. Dis will ich ſtets in ſten will gebuͤhren. Gott alles Troſtes! ſieh bez Ae wenn kommen ach! wenn kommt der frohe mein' Angſt und alles Lei⸗ getrieben, auf dem Zorn⸗ und Suͤnden⸗Meer, und vom Ereutz und Ungluͤcks⸗ ſo Segel⸗los, hier und So werd ichherum gen 3. Hier ſind Klippen, Von Tode und Auferſtehen. 729 e Strudel und Ab grund ſhier abſcheide, nimm mich Nen d ee 0 d 2 in die ew'ge Freude. nen, daß man nicht der! 3 ei wird kund, hört, wie ſüß 848, M. Wenn mein e die Wollutz ſingt, bis ſie[ Stündlein ee. uns zum Netze bringt, und Ich! wie elend iſt unſre 0 ur Klipp und Wirbel dre⸗ Zeit, allhier auf die 00 hen! Denn ſo iſt es gar ſer Erden! Gar bald der a geſchehen. Menſch darnieder leit, wir n en e 1 91 1 190 5 t Fre 40% Ne 1 4. O! wohl dem, der muͤſſen alle ſterben. Allhie 4 ſchon gelanget an den in dieſem Jammerthal iſt ſichern Ruhe⸗Port, und in Muͤh und Arbeit uberall, h Folter Freude pranget dortſauch wenn es wohl gefin⸗ % bey IEeu ſeinem Hort. get. Der ist auſſer der Gefahr, 2, Ach! Adams Fall und darf nicht ſorgen immer- Miſſetbat ſolchs alles auf dar: jetzo wird ein Sturm uns erben. O Gott, gieb 1 entſtehen, und das Schiff du uns guten Rath, daß 5 4 zu ſcheitern gehn. wirs erkennen lernen, daß ehe inn 7 fuͤhren, laͤßt er keine Man⸗ Hülfe thu uns ſenden, . Hier ist ſichres nichts wir ſo blind und ſicher zu finden, man iſt ſtets mit ſeyn, mitten in Truͤbſal, Furcht umſtrickt, auf den Noth und Pein, das iſt Bergen, in den Grunden ja zu erbarmen. iſt der Satan gar geſchickt, 3. HERR Goc, du unſte Schwachheit zu ver⸗unſre Zuflucht bist, dein 2 Ae. gel ſpuͤr'n, wie er ſo beyſdenn du der Deinen nicht Muͤh als Raſten, uns zu vergißt, die ſich zu dir 10 0 ſchaden moͤg antaſten. nur wenden; mit deinem 6. Ueber dis, ſo iſt die Geiſte ſteh uns bey; ein l 0 Erde uns zum Wandern ſeligs Stündlein auch ver⸗ Ii nur gelehnt, wenn ich einſt leih⸗ durch JEſum Chri⸗ im Himmel werde mit der ſtum, Amen. — —— Pre——— ———————— —— 8 8 7 — — Lebens⸗Kron gekroͤnt, ſo 5 hab ich erlangt das Ziel, 846. M. Wer nur den darum duld ich gerne vie, lieben Gohdtt ze. Himmels⸗Wonne, ewge Isch! wie iſt mir ſo hertz⸗ Freuden, machen fuͤß die T lich bange! Mein i öittern Leiden, Schmerzen wachſet für 7. Run, HErr JEcSu, und fur, weil ich nicht im gieb mir Gnade, daß ich mer an dir hange, o JE⸗ als ein Pilgrimm bier ſu, meines Hertzene ter, wandle auf dem rechten Von Liebe, JEſa, bin ich Pfade, laß mich kleben ſtets ſchwach. Mein Geiſt ver⸗ an Dir, Sey du, HErr gehet, ach ach! a % mein Leiteſtern, eis] 2, Gleichwie die Blum a in Noth und Tod anche Sommer⸗Tagen, ver⸗ kern] Und wenn ich von welcket von der Sounen⸗ Hhs Gluth 5 1 ze vom Tode und Auferſehen. Gluth, ſo win mein Geiß mein Gesicht? Wenn in mir vertagen, mein Leib andre ſchlaffen, ich mich wird kraftlos ſammt dem muͤhe, und denck au trau⸗ Muth. Denn deine Llebe rige Gedichte. Und bringe brennt in mir, vor Pein meine Naͤchte iu, mit bin ich geſtorben ſchier. Seuftzen! o, der Jam⸗ 3. Da ich dich neulich mer Nub. 1 n kaum erblickte, brannt al- 8. Wie ein Nacht Voͤg⸗ 1 o bald mein Hertz in mir, lein auf dem Dache ch e da ich mich ſuͤß an dir er wimmer⸗lechtzend nieder 0 le zerbricht. 4. Nun fuͤhl ich erſt die Er nich M Macht der Flammen, ein 9, Der Schmertz ie d Pfeil hat mich verwundet groß: und mach mich duͤre s gar Die Kräfte ſchwin⸗ſſten: Ich ſehne mich u den allzuſammen, der Leid danenbel nach Jesu n eilt zu der Todten Baar: meinem Lebens Füuͤrſten; 55 mein Angeſicht warb die Seuftzer faſſen keine i e bleich und blaß; die Wan⸗ gen ſind von Thraͤnen Zahl, die ich zu meinem JEſu ſchick, daß er doch u Naß.. komm und mich erauick. . Ach! ſagt mir nichts 10. Wie lang ſoll ich 0 von Gold und Schätzen, vor Llebe brennen? Ach! von Ehr und Wonne die⸗ ſoll denn dieſe Flamme 11 ſer Welt; Mich muß das mich veriehren gantz nut in Srauren ſetzen, Will du nicht kennen die was ſonſt der Menſch fuͤr Seele, die ſo angiglich Wolluß halt. Weg Eitel dich rufet, und ſe Tag. keit, weg Truͤgerey, weg und Nacht ſich quaͤlet; O e Rauch und Dampf, wes der Liebes Macht! toth und Epreu.. Mag dich m ein 6. Achk ſagt mir nichts Klagen nicht bewegen, ſo von Speiſ und Traͤncken, laß dich ruͤhren meine ich ſpeiſe mich mit Thra Pein. Die Junge will 1 gen- Brod. Was andern 977 ben mir legen: Die U itss, wuß mich nun kran Augen ſincken tief hinein. 4 1 cken: nichts i mir ſuͤſſer Ach! laß dein armes Tau- n als der Tod. Komm, lieb⸗ belein, nicht langer in den fer Tod, komm bring mich Aengſten ſeyn. 1 bin, iwo JEſus ist: komm 12. Wo ſind die Roe. 1 mein Gewinn. frothe Lippen 7 Wo it der a M 7. Was wuͤnſcht ihr Wangen Purpur⸗Pracht? Wi mir die Abend, Ruhe 7 Sie ſind verblichen, wie Es kemat kein Schlaff inldie Klippen, in date eh e Dom Tode und Auferſtehen. 231 Ae ee ern Todes⸗Nacht. Ich dennoch im Tod dich lle⸗ Aae 975 krumm vor groſſem ben, o du lieber Gott. 1 Leid! Erbarme dich, denn 18. Wenn nun der Geiſt % es iſt Zeit. aus ſeiner Höhle gez 13. Die Augen ſind mir wichen; ſoll die Abſchrift ſchon gebrochen, der Ader⸗ſeyn: Hler ſchlaͤtet die ſchlag iſt nicht mehr hier. verliebte Seele, die vor 10 1555 Hertze fuͤhl ich naͤbr⸗ ſuͤß bittrer Liebes? Pein, Wil los pochen, kein Lebens geſtorben und doch gan⸗ Zeichen iſt an mir, als 0 ein, wo Lieb und ke⸗ daß ich oft den Athem zieh, ben ewig ſeyn. i und ſeuſtz: Ach! JEſu, 1 N J waͤrſt du hie. 347. In eigener Mel. 4. Ach! iſt denn keiner 8353 8 eee bier zu finden, der meiner Ach nichtig, ach wie . ſich erbarmet noch? Wenn fluͤchtig iſt der Men Menſchen⸗Troſt pflegt zu ſchen Leben, wie ein Nebel verſchwirden, pflegſt du bald enkſtehet, und bald , mein Jeſu troͤſten doch: wiederum vergebet, ſo iſt und dieſem Jammer kannſt unſer Leben, ſehet! du nu, mit trocknen Au 2 Ach wie hichtig, a gen ſeben u ſwie fluͤchtig ſind der Men⸗ 235. Ihr Wächter kommt ſchen Tage! wie ein aus Galems⸗Zinnen, und Strom beginnt zu kin⸗ ſchauet meinem Elend zu, mein Hertze wil wie Wachs zerringen, ich finde nirgends keine Ruh. Ich muß vor Liebes Pein ver⸗ gebn, ach Jammer! ach! 16. Sagt meinem 100 Freund, den ich geliebet, 10 bLiel tauſend tauſend gute h Nacht: Sagt Ihm, daß Er mich hat betkuͤbet, und wie f in mein Grab hineln ge⸗ bracht. Er ißt mein Le⸗ ne, ſehet! 2 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig iſt der Men⸗ ſchen Staͤrcke! der ſich wie ein Löw erwieſen, über⸗ 1 5 worfen mit dem Rieſen a den, dis wich die ſaße To den keifft eine kleine e, bes Ruß erfreue, ſch will Druͤſen.„ 4 h 6 6. ch 1 0 4 222 Vom Tode und Auferſtehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig iſt der Men⸗ ſchen Gluͤcke, wie ſich eine Kugel drehet, die bald da, bald dorthin ſtehet, ſo iſt unſer Gluͤcke, ſehet! 7. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig iſt der Menſchen Ehre luͤber den, dem man hat muͤſſen heut die Haͤnde hoͤflich kuͤſſen, Fuf man morgen gar mit 8. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig iſt der Menſchen Wiſſen! der das Wort kann treflich fuͤhren, und vernuͤnftig diſeuriren, der muß allen Witz ver⸗ lieren. 9. Ach wie nicht ig, ach wie fluͤchtig iſt der Menſchen Tichtenl der, ſo Kunſt hat lieb gewon⸗ nen, und manch ſchoͤnes Werck erſonnen, wird zu⸗ letzt vom Tod erronnen. 10. Ach wie nicht ig! ach wie fluͤchtig ſind der Menſchen Schaͤtze] Es kañ Fluth und Glut entſtehen, dadurch, eh wir's uns ver⸗ ſehen, alles muß zu Boden gehen.. 11, Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig iſt der Men⸗ ſchen Herrſchen! der durch Macht iſt hoch geſtiegen, muß zuletzt aus Unvermoͤ⸗ gen in dem Grabe nieder⸗ liegen. 14. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig iſt der Menſchen Prangen! Der im Purpur hoch vermeſ⸗ ſen, iſt gleich wie ein Gott alles, was wir ſehen, das muß fallen und vergehen. ewig ſtehen. ſu du wirſt ꝛc. Allencbalben wb ich geſtorben iſi. zu ſcheiden, nach ſo vielen Creutz und Leiden, wenn fertig und geruͤſt't. ihm leben, herrſchen und bey den lieben Engelein. tig da bey ihm zu ſeyn. den lieben Engelein. lieben Engelein. thut mich ꝛc. hriſtus, der iſt mein Le⸗ Gewinn, dem thu ich mich geſeſſen, deſſen wird 15 Tod vergeſſen. ergeben, mit 13. Ach wie nichtig, ach wie fluͤchtig ſind der Menſchen Sachen! Alles, Wer Gott fuͤrcht t, bleibt 848. M. Ciebſter Je. gehe, ſitze, liege oder ſtehe, ſehn ich mich nach IEſu Chriſt, der fuͤr mich 2. Von der boͤſen Welt es ihm gefaͤllig iſt, bin ich 3. Wenn ich werde mit in Freuden ſchweben: O, wie ſelig werd ich ſeyn, 4. Hertzlich werd ich mich erfreuen, wenn mich Chri⸗ ſtus wird erneuen, und in Himmel fuͤhren ein, praͤch⸗ 5. Zung und Hertze wird da klingen, und dem HEr⸗ ren JESu ſingen, ewig werd ich ſtimmen ein, mit 6. Beſſer Leben werd ich finden, ohne Tod und ohne Suͤnden. O wie ſe⸗ lig werd ich ſeyn, bey den 349. Melod. Hertzlich Freud fahr ich dahin. Mit Freud 10 10 2 . Welt 9 ben, Sterben i mein 1 2. 4 ſeurite Fehn 0 10 0. t 15 Me 1 J b f 0 1 e, wobl, mein Kercker, boͤſe f 1 10 ö 5 10 ee 19 0 n ü 0 Mc 1 ä vom Tode und Auferſtehen. 733 ö ich von dannen, zu Chrlſt dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm kom̃e, und ewig bey ihm ſey.. 2. Nun hab ich über⸗ wunden, Creutz, Leiden, Angſt und Noth, durch ſein“ heilig fuͤnf Wunden, bin ich verſoͤhnt mit Gott. Wen meine Kraͤfte bre⸗ chen, mein Athem geht ſchwer aus⸗ und kann kein Wort mehr ſprechen: HErr! nimm mein Seuf⸗ tzen auf. 3. Wenn mein Hertz und Gedancken zergehen als ein Licht, das hin und her thut wancken, wenn ihm die Flamm gebricht. Ach! laß mich an dir kle⸗ ben, wie eine Klett am Kleid, und ewig bey dir leben, in der himmliſchen Freud. 4. Alsdenn fein ſanft und ſtille, laß mich, HErr! ſchlafen ein, nach deinem Rath und Willen, wenn kommt mein Stuͤndlein. Wohl in des Himmels⸗ Throne ſing ich Lob, Ehr und Preis, und ewig bey dir wohne, Vater, Sohn, Heil'ger Geiſt. 850. In eigner Mel. Die Zelt geht an, die IEſus hat beſtimmt, da alles Leid bey mir ein Ende nimmt: Gehab dich Welt, mit allem dem, was deinen Geiſt gefaͤllt. 2. Komm, meine Seel! wir wollen nunmehr gehn, wo Gottes Sohn und ſeine Diener ſtehn; wir wollen uns geſellen zu der Schaar, dir un⸗ dar. 3. Gebenedeyt ſey ewig dieſer Tag, an welchem ich durch GOT verlaſ⸗ des Hoͤchſten Angeſicht. A ſu Chriſt, mein Troſt in Pein, mein Freund in Angſt und mit aller Kraft zu Dir, ach! thu mir auf die ſuͤſſe Lebens⸗Tbuͤr. 5. Ich gebe dir von gan⸗ erloͤſt, und was ich durch Seel, wenn ſie vom Leib iſt los, in deine Haͤnd und vaͤterlichen Schooß. mein Ende, Ruhm und Preis, mein Mittel⸗ meine Seele Ruh, drum hoͤrlich zu. verlangt mich doch, nach Dir, komm doch! mein zu mir! verzeuch doch holen meine Seel. dich, mein' Lieb, und dei⸗ 4. Ach! 71 mein Leben in dem Tod, dich bin; nimm meine Punet, mein ſuͤſſes Pa⸗ radeis, in dir allein findt ſeuftz ich auch dir unauf⸗ 7. Ach! Ach! wie ſehr Troſt, mein Leben, komm nicht, aus dieſer intern Hohl, in deinen Hof in verrückt frolocket immer⸗ 11 1 0 ſen mag, was ſterblich iſt und blendt mein Augen⸗ Licht, daß ich nicht ſeh Noth; ich wende mich tzem Hertzen hin, was du 6. Du biſt mein Ziel, 3. Ich warte ſchon mi. ſehnlichem Verdruß, auf nen ew'gen Kuß! Ich bin faſt kranck, und mein ver⸗ liebter Geiſt, iſt gleichſam Hb weg ben ich ö 734 Dem Tode und Auferſtehen. 5 von mir, nach dir ge⸗ beißt nichts ſchreibe fuͤr, ſo will ich gern und willig bleiben hier: Bis kommt die Zeit, in welcher ich, als Braut, dir meinem Goc und Braͤutgam werd vertraut. 851. M. Chriſtus, der uns ſelig macht. Einen guten Kampf hab [T ich auf der Welt ge⸗ kaͤmpfet, denn Gott hat ſehr gugdiglich meine Noth gedampfer, daß ich meinen Lebens⸗Lauf ſelig⸗ lich vollendet, und die Seele Himmel, auf Gott dem Herrn geſendet. 2. Forthin iſt mir hey⸗ gelegt der Gerechten Kro⸗ nme, die mir wahre Freud erregt, in des Himmels, Throne: Forthin meines Lebens⸗Licht, dem ich hier vektrauet, naͤmlich Gottes Angeſicht, meine Seele ſchauet. 1 . Dleſer boͤſen ſchnoͤden Welt jaͤmmerliches Leben, mir nun langer nicht ge⸗ faͤllt. Drum geben, meinem IEſu, da ch bin, jetzt in lauter Freuden: Denn ſein Tod itt mein Gewinn, mein Verdienſt ſein Leiden. 4. Gute Nacht] Ihr meim Freund, alle meine Lieben, alle dir ihr um mich weint, laßt euch nicht betruͤben, dieſen Abtritt, nieder; ſchaut, die Sonne geht zur Ruh, kommt doch mesgen wieder. 9. Jedoch damit ich dir mich er⸗ thu, in die Erde 852. Mel. OG Jesu Chriſt, du hoͤchſtes Gut. Ein Wuͤrmlein bin ich arm und klein, mitco⸗ des Noth umgeben, kein'n Troſt weiß ich in Marck und Bein, im Sterben und im Leben, denn daß du ſelbſt, HErr JEſu Chriß, ein armes Wärmlein wor⸗ den biſt. Ach Gott! er hoͤr mein Klagen. 2. Faß mich HErtehriſ an deinem Leib, ein gruͤnes Zweiglein bleiben, mit dei nem Geiſt, HERR, bey mir bleib, wenn ſich mein Seel ſoll ſcheiden Wenn mir vergeht all mein Ge⸗ ſicht, und meines Blei bens iſt mehr nicht allhier auf dieſer Erden. 3. So laß mich nicht in dieſer Noth, umkommen noch vertagen, komm mit zu Hülf, bu treuer Gott, mein' Angſt hilf hier ertrag gen; Denck, daß ich bin am Leibe dein, ein Glied und gruͤnes Zweigelein; in Fried laß mich hinfahren. 4. Gedenck HERR, an den theuren Eid, den du ſelbſt haſt geſchworen; ſo keit: ich ſoll nicht ſeyn ver lohren, ich ſoll nicht kom⸗ men ins Gericht, den Tod ewiglich ſchmerken nicht, dein Heil wollſt du mir eigen. 5. Ach Gott, laß mir eln Leucht“ ſeyn, dein Wort zum ewgen Leben! Ein ſel'ges End wollſt mit Sr verleihn, ich will 2 wahr, du ſebſt von Ewig? Vom Tode und Auferſtehen. 733 ergeben, ich will dir traun, des Hertzens Theil und mein HERR und Goc, Trost; Wenn alles hin, denn du verlaͤß'ſt in kei⸗ und du nur bleibſt, das ner Noth, die deiner Huͤlf Leid vertreibſt, und alle erwarten.„ TThraͤnen abereibſt. 1 6. Drum will ich nun 6. Nichts troͤſtet mich, befehlen dir, mein Seel auf dieſer Welt; Nur in deine Haͤnde, ach treuer JEſus mir allein gefallt; 19, de Sosse, ſteb veſt bey mir, Du bleibſt meins Her⸗ ach.. ee deinen Geiz nicht von mir zens Troß und Epil, een wende, und wenn ich nicht HErr Gott, mein Heil, mehr reden kann, ſo nimm mich heimzuholen nicht den letzten Seuftzer an, verweil. Amen m Ebrißüm, 54. mel Zion klagt 853. Melod. Ich hab tren dich sehn, 9 meine mein' Sach 8. Seele, und vergiß all Es iſt genug, HERR, Noth und Quaal, well hole mich, mein Hertz dich nun Chriſtus, dein das wart't und ſehnet ſich, HErre, ruft aus dieſem nach einer ſanften Him⸗Jammerthal. Aus der melfahrt, darauf es ſpart, Truͤbſal, Angſt und Leid, ſein n Troſt und größte ſolt du fahren in die Freud, Freudens⸗Art. die kein Ohr jemals gehoͤ⸗ 72, Der kraucke Leit ret, und in Ewigkeit auch fuͤhlt ſeine Noth, kommt waͤhret. immer naͤher nun dem 2. Tag und Nacht hab Tod: Die Seele bat auch ich gerufen zu dem HEr⸗ jederzeit viel Kampf und ren meinem Gott, weil Streit, und ſo empfindt mir ſtets viel Creutz be⸗ ſie manches Leid. troffen, daß er mir hülf 3. Piel Seuftzer dieſes aus der Noth; Wie ſich mir treibe aus, und ſehn ſehnt ein Wandersmann, mich nach des Vaters daß ſein Weg ein End Ji mein 1 daß ch 88 f gell 70 8 20, 00 (0 lebe 11. ncht 220% 0 eu 7 1 l aus gezehrt, ſich ſtets ver⸗ mehrt, was meinen Muth und Troſt verheert. 4. Die Seele, gaͤntzlich abgematt't, wird dieſes Kebens ziemlich ſatt; Denn deine Zucht, o Va⸗ ter, macht daß ſie ver⸗ ſchmacht, und keiner Wol⸗ luſt nicht mehr acht t. 5. Dennoch, HErr JE⸗ ſu, Himmels ⸗Koß, bleibe Haus, an Leibes Kräften mos han„ ſo hab ich ge⸗ wuͤnſchet eben, daß ſich enden moͤg mein Leben. 3. Denn gleichwie die Roſen ſtehen unter Dor⸗ 6 nen⸗Spitzig gar: Alſo auch dle Christen gehn, in Beſchwerden. lauter Angſt und Gefahr. Wie die Meeres Wellen ſind, und der ungeſtuͤme [Wind! Alſo ißt allyter auf Erden, unſer Lauf voller 736 Vom Tode und Auferſtehen. Sünd und Hoͤlle, unſer eignes Fleiſch und Blut, plagen ſtets hier unſreSee⸗ le, laſſen uns bey keinem Muth. Wir ſind voller Augſt und Plag, lauter Creutz ſind unſre Tag', wenn wir nur gebohren, werden, findt ſich Jammer gnug auf Erden. J. Wenn die Morgen⸗ roth erleuchtet, und der Schlaf ſich von uns wend't, Sorg und Kum⸗ mer daher ſtreichet, Muͤh findt ſich an allem End; Brodt ſo wir eſſen fruͤh nicht mehr iſt nur lauter Klag und Weinen. du Morgen⸗Sterne, erloͤſt; Hilf, daß ich mit Fried und Freud moͤg von binnen fahren heut, ach! ſey du mein Licht und Straſſe, mich mit Bey⸗ ſtand nicht verlaſſe. ich fliehen, an mein'm bit⸗ tern Todes⸗Gang, durch dein' Wunden will ich zie⸗ . —————— n N thaͤt ſein' Reiſ wirſt ren, und mit ewger Klar⸗ heit zieren. 8 8. Ob mir ſchon die Au⸗ gen brechen, gar verſchwind, * 1* 2 PPP ˙ .— 5 22—— ————— 2 — 5 2* e 5. Drum, HeErr Ehriſt, thal. der du Herrlichkeit, ſolt ewiglich aufgehſt, ſey von in Ewigkeit, En mir jetzund nicht ferne, geln jubſliren, in Ewigkeit weil mich dein Blut hat triumphiren. 5 das Gehoͤre Teufel, meine Menſchen ſtreiten ung nicht mehr kann ſpre⸗ hen, der Verſtand ſich nicht beſinnt, biſt du doch mein Licht und Hort, Le⸗ ben, Weg und Himmels⸗ Pfort, du wirſt mich in Gnaden regieren, auf der rechten Bahn einfuͤhren. 9 Laß dein' Engel mit mir fahren, auf Elias Wa⸗ gen roth, meine Seele wohl bewahren, wie Lazarum nach ſeinen Tod. Laß ſie ruhn in deinem Schooß, und erfuͤlle ſie mit Troſt, bis der Leib kommt aus der Erden, und ſie beyd ver⸗ Unſre Thraͤnen ſind das einigt werden. 10. Freu dich ſehr, o und ſpaͤt, wenn die Sonn meine Seele, vergiß aller thut ſchelnen, Noth und Ouaal, well dich nun Ehriſtus dein HErre ruft aus dieſem Jammer⸗ Seine Freud und lt du ſehn mit den En⸗ 855. M. Hertzliebſter IJESu ꝛc. Gelee Freund' was thut ihr ſo veriagen, mit vielen Seuftzen, Heu⸗ 7. In dein' Seite will len und Wehklagen, darum daß diefer Leib ſoll in die Erden geleget werden. 2. Wiſſet ihr nicht, daß hen ins himmliſch Vater⸗ſein Stündlein ist kom⸗ land, in das ſchoͤne Para- men; Der Herre hat ihn deis, drein der Schaͤchergnaͤdig weggenommen, du, und aus der Angſt, die ihn mich, HErr Chriſt, einfuͤh⸗ oftmals gebiſſen, gaͤntzlich geriſſen. 3 2. 3 er muͤſſen in G' fahr zu a en Zeiten, mit Fleiſch und 1 4 Hertz Wa S cht ferne S g Vom Tode und Auferſtehen. 732 4 Hertzleid erfabren und ertragen mit vielen Kla⸗ gen. 4. Nun iſt er aller ſei⸗ ner Feinde Toben, und alles Jammers frey und überhoben, nun mag ihm keine Creatur zuſetzen, noch ibn verletzen. 5. Nun hat er ales Ungluͤck überwunden, den rechten Fried, den beſten Schatz gefunden, darnach er hat, gleich als ein Chriſt geſtrebet, dieweil er lebet. 6. Sein Geiſt der lebt jetzund in groſſer Freude, iſt angethan mit einem weiſſen Kleide, und prei⸗ ſet hoch, mit Engliſchem Gedichte, GOTT ES Gerichte. 7. Aber ſein Leib, der jetzt wird hingeleget, iſt wie ein Korn ins gute Land geſaͤet, wird auferſtehn in Kraft, mit groſſem Preiſe himmliſcher Weiſe. 3. Das wird geſchehn, wenn ihm und auch uns allen, die Stimm des groſ⸗ ſen Gottes wird erſchal⸗ len, der wiederum all un⸗ geſchickte Sachen, wird richtig machen. 9. Denn wird Er uns, wenn ſeine Glocken klin⸗ gen, mit groſſer Freud wiedrum zuſammen brin⸗ gen; Und praͤchtiglich mit vielem Triumphiren zum f Himmel fuͤhren. 10. Da wir denn in gantz himmliſchen Geberden, ohn Sünd und Klag beyn⸗ ander bleiben werden, vom Teufel, Tod und allen Aergernſſſen gar nichts mehr wiſſen. 11. Sondern vollkom⸗ men und gar Engels reine uns lieben in verklaͤrten Fleiſch und Beine, und ewiglich GO loben in ſeinem Reiche den Engeln gleiche.. 12. Das wolt ihr, mein geliebten Freunde, beden⸗ cken, und euer Hertz nicht wie die Heyden kraͤncken, die von den Todten, wenn ſie die begraben, kein Hof⸗ nung haben. 13. Gott helf, daß wir zur Zeit auch ſtill einſchla⸗ ſen, und von dem HErrn ſammt allen ſeinen Schaa⸗ fen, am juͤngſten Tag zum Leben aus der Erden er⸗ wecket werden. 856. Mel. O Welt! 0 ich muß dich c. Gd Lob! die Stund iſt kommen, da ich werd aufgenommen, ins ſchöne Paradeis. Ihr El⸗ tern duͤrft nicht klagen, gen: Dem Lob, Ehr und Preis. 1 2. Wie kanns Gott beſ⸗ ſer machen? Er reißt mich aus dem Rachen des Teu⸗ fels und der Welt, die jetzt wie Loͤwen brüllen, ihr Grimm iſt nicht zu ſtillen, bis alles uͤbern Haufen allt. 3. Dis ſind die letzten Plage mit Haufen bricht Gott von hinnen, läſfet mich entrinnen der ö uͤber⸗ mit Freuden ſolt ibr ſa⸗ Höͤchſten ſen Tage, da nichts denn lauter herein; Mich nimmt nun und U 5753 Vom Tode und Auferſtehen. überhäuften Noth und 10. Wenn ihr mich wer „„ det finden, vor GOtt, frey 4. Kurtz iſt mein irrdiſch aller Suͤnden, in weiſſer Leben, ein beſſers wird mir Seiden ſtehn, und tragen geben, Gott in der Ewig⸗ Sieges Palmen, in Han; keit: da werd ich nicht mehr den und mit Pſalmen, des ſterben, in keiner Noth HErren Lob und Ruhm verderben, mein Lebenſerhoͤhn. 5 wird ſeyn lauter Freud. 11. Da werdet ihr euch 5. Gott eilet mit denſfreuen, es wird euch hertz, Seinen, laͤßt ſie nicht lan⸗ lich reuen, daß ihr euch ſo ge welnen, in dieſem Thraͤ⸗ betruͤbt. Wohl dem, der nen- Thal. Ein ſchnell und Gottes Willen, gedencket ſeelig Sterben, in ſchnell zu erfüllen, und in Geduld gelte und gluͤcklich erben, des ſich ihm ergiebt. ſchoͤnen Himmels Ehren 12. Adeſ nun ſeyd ge⸗ aal. 8 ſegnet, was euch ſetzund 6. Wie oͤfters wird ver⸗ begegnet, iſt andern auch fuͤhret, manch Kind, an geſchehn: Viel muͤſſense dem man ſpuͤret, recht noch erfahren Nun Gott ſchaffne Froͤmmigkeit: die woll euch bewahren, dort Welt voll Liſt und Tuͤcke, wollen wir uns wieder egt heimlich ihre Stricke, ſehn. bey Tag und Nacht zu je, m. wenn mein der Zeit.. 7. AI Wenn 7. Ihr Netze mag ſie Stündlein c. ſtellen, mich wird ſie nun 5 JEſu Chriſt, ich nicht fallen, ſie wird mir weiß gar wohl, daß hun kein Leid. Denn wer ſich einmal muß ſterben?; ann den verletzen, den wenn aber das geſchehen Ehrigus bier wird ſetzen, ſoll, und wie ich werd us Schloß vollkommner verderben dem Leibe nach, Sicherheit. daß weiß ich nicht, es 8. Zuvor bracht ich euch ſteht allein in dein m Ge Freude, jetzt nun ich von richt. Du weiſt mein letz itt ich di eln Chu, gal hut iſt wohl getban.[mich bey den Gedancn chte in de teud. Hach 0 100 1 e 1 an f 0 0 1 1 Ul 5 0 ſchne il, ehre mug 42825 an 0 B dd ten 1 8 l 4— ee 16 60 ell 1 110 ad 0 1 5 Geberde, und hilf, daß mir vom Tode und Auferſtehen. 729 h und laß mich ja zu keiner Friſt von dieſem Glauben wancken, ſondern dabey verharren peſt, bis daß die Seel aus ihrem Neſt wird in den Himmel fahren. 4. Kanns ſeyn, ſo gleb durch deine Hand, mir ein hernuͤnftiges Ende, daß ich mein Seel fein mit Ver⸗ ſtand, befehl in deine Hän⸗ de, und ſo im Glauben ſan ft und froh, auf meinem Bettlein oder Stroh, aus dieſem Elend fahre. 5. Wo du mich aber auf dem Feld, durch Raub auf fremder Graͤntze, in Waſ⸗ ſers Noth, Hitz oder Kalt, oder durch Peſtilentze, nach dein em Rath wollſt neh⸗ men hin: So richt mich HErr nach meinem Sinn, den ich im Leben fuͤhre. 6. Wo aber ich aus Schwachheit groß, mich unbeſcheiden hatte, gieng etwa s der laͤge blos, und unbeſcheiden redte, ſo laß michs HERR entgelten nicht, weils wider mein Bewußt geſchicht, und mich nicht kann beſinnen. 7. O HErr, gieb mir in Todes Pein ein ſaͤuberlich 0 0 das Hertze mein, fein ſanft gebrochen werde, und wie 14,0% ein Licht, ohn uͤbrig Weh, auf dein unſchuldig Blut vergeb, das du fuͤr mich End % vergoſſen. 2. Jedoch ich dich nicht ö lehren will, noch dir mein (End vorſchreiben, ſondern dir allweg halten ſtill, bey 0 delnem Wort verbleiben, ö und glauben daß du als ein Fuͤrſt, des Lebens mich erhalten wirſ, ich ſterb gleich wie ich wolle. 9. Derhalben ich in mei⸗ nem Sinn, mich dir thu antz ergeben, denn ſieh er Tod iſt mein Gewinn: in Du aber biſt mein Leben, nud wirſt meinen Leib ohn alle Klag, das weiß ich g'wiß, am juͤngſten Tag zum Leben auferwecken. 558. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. GeRR Jeu Chriß, wahr'r Menſch und Gott! der du littſt Mar⸗ ter, Angſt und Spott, für mich am Creutz auch end⸗ lich ſtarbſt, und mir dein's Vaters Huld erwarbſt. f 2. Ich bitt durchs bit⸗ tre Leiden bein, du wollſt mir Suͤnder gnaͤdig ſeyn, wenn ich nun komm in Sterbens ⸗Noth, und rin⸗ gen werde mit dem Tod. 3. Wenn mir vergeht all mein Geſicht, und meine Ohren hoͤren nicht: Wenn meine Zunge nicht mehr ſpricht, und mir vor Angſt mein Hertze bricht. 4. Wenn mein Verſtand ſich nicht beſinnt, und mir all, menſchlich. Huͤlf ker⸗ rinnt: ſoe komm, o HErr Chriſt! mir behend, zu Huͤlf an meinen letzten nd. 5. Und fuͤhr mich aus dem Jammerthal, ver; kuͤrtz mir auch des Todes Quaal; die boͤſen Geiſter von mir treib, mit dei⸗ nem Geiſt ſtets bey mir * 6. Bis eee— f— 1 20 — 8 8 920 1— 3—— 3 „„——————————— 01. e—— 5 2 —— ͤ—ä—i — K —— —— ——— — 740 Vom Tode und Auferſtehen. 6. Bis ſich die Seel vom Leib abwendt, denn nimm ſie, HErr! in deine Haͤnd, der Leib hat in der Erd ſein Ruh, bis ſtch der juͤngſt' Tag naht her'u. 7. Ein' froͤhlich Aufer⸗ ſtehung mir verleih, am juͤngſten G'richt mein Fuͤrſprecher ſey, und mei⸗ ger Suͤnd nicht mehr ge⸗ denck, aus Gnaden mir das Leben ſchenck. 3. Wle du haſt zugeſa⸗ get mir, in deinem Wort das trau ich dir: Fuͤr⸗ wahr, fuͤrwahr, euch ſage ich, wer mein Wort haͤlt, und glaͤubt an mich. 9. Der wird nicht kom⸗ men ins Gericht, und den Tod ewig ſchmecken nicht. Und ob er gleich hier zeit⸗ lich ſtirbt, mit nichten er drum gantz verdirbt. 10. Sondern ich will mit ſtarcker Hand, ihn reiſ⸗ ſen aus des Todes Band, und zu mir nehmen in mein Reich, da ſoll er denn mit mir zugleich. 11. In Freuden leben ewiglich: Dazu hilf uns ja gnaͤdiglich. Ach! HErr, vergleb all unſre Schuld, hilf, daß wir warten mit Geduld:. 12. Bis unſer Stuͤnd⸗ lein kommt herbey, auch unſer Glaub ſtets wacker ſey, dein'm Wort zu trauen veſliglich, bis wir einſchla⸗ fen ſeliglich. 359. Mel. Valet will ich dir geben. ertzlich thut mich ver⸗ langen nach einem ſel'gen End, weil ich hie abe bin umfangen, mit Truͤ- ſal und Elend, ich hab Luſt abzuſcheiden, von die⸗ ſer argen Welt, ſehn mich nach ewgen Freuden. O IEſu, komm nur bald! 2. Du haſt mich ja erlz⸗ ſet, von Suͤnd, Tod, Teu⸗ fel und Holl, es hat dein Blut gekoſtet, drauf ich mein Hoffnung ſtell: war, gh um ſollt mir den grauen vorm Tod und hoͤlliſchen G'ſind, weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein ſel« ges Kind 3. Wenn gleich ſuͤß it das Leben, der Tod ſehe bitter mir, will ich mich doch ergeben, zn ſterben wikkttg dir. Ich weiß ein beſſer Lebeh, da meine Seel faͤhrt hin, des freu ich mich gar eben, Ster; ben iſt mein Gewinn. 4. Der Leib war in der Erden, von Wuͤrmern wird verzehrt, doch auf⸗ erweckt ſoll werden, durch Chriſtum ſchoͤn verklaͤrt, wied leuchten als die Son⸗ ne, und leben ohne Noth, in himmliſch'r Freud und Wonne. Was ſchadt mir denn der Tod? 5. Ob mich ben hier, und mir auch immer zeiget, Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier! Doch ich es gar nicht achte, et waͤhrt eine kleine das Himmliſch ich be. trachte, das ö leibt uu Ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich un ſcheide, von meinen nun ſcheide⸗ Freut, die Welt gleich reitzet laͤnger zu blei Vom Tode und Auferſtehen. 741 Freuden gut, das mir und ihnen bringt Leide: Doch troͤſtet mich mein Muth, % das wir in groͤſſern Freu⸗ 0 den zuſammen werden chin e teh i N. 0 0 un he ftir e Wia 0 komm'n, und bleiben un⸗ geſcheiden im himmell⸗ ſchen Thron. N 7. Ob ich auch hinter⸗ laſſe betruͤbte Wayſelein, der'r Noth mich über Maaſſe jammert im Her, tzen mein; will ich doch gerne ſterben, und trauen meinen Goc, er wird ſie wohl verſorgen, retten aus aller Noth. 8. Was thut ihr ſo ver⸗ zagen, ihr arme Wayſe⸗ lein? Sollt euch GOc⸗ Huͤlf verſagen, der ſpeiſt die Raben klein? From⸗ mer Wittwen und Way⸗ ſen iſt Goc der Vater treu: Trotz dem, der ſie beleidet, das glaͤubet ohne Scheu. 9. Geſegn' euch Gott der HErre, ihr Vielgelfeb⸗ ten meyn, trauret nicht allzuſehre uͤber den Abſchied mein; beſtändig bleibt im Glauben, wir werd'n in kurtzer Zeit einander wieder ſchauen dort in der 10 Ewigkeit. 6 10. Nun will ich mich a gantz wenden zu dir; HErr Christ allein, gieb mir ein a ſeligs Ende, ſend mir dein N 0 en wit auf 1 10 13 High 0 Valet ö A 1 U N 1 0 Engelein, fuͤhr mich ins ew'ge Leben, daß du er⸗ worben haſt durch dein Leiden und Sterben, und blutiges Verdienſt. 11. Hilf, daß ich ja nicht wancke von dir, HERR JEſu Chriſt, den ſchwachen Glauben ſtaͤrcke in mir n aller Friſt. Hilf mir rit⸗ h, terlich ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mag froͤlich ſingen: Gott Lob! es iſt vollbracht. 8 360. M. Err JEſu Chriſt, wahr r ꝛc. Hit Helfer, hilf in Angſt und Noth, er⸗ barm dich mein, o treuer Gott, ich bin ja doch dein liebes Kind, trotz Teufel, Welt und aller Suͤnd. 2. Ich trau auf dich, mein Got und Here, wenn ich dich hab', was will ich mehr? Ich hab ja dich, HErr IJEſu Chriſt, der du mein GO und Erloͤſer biſt. 3. Des freu ich mich von Hertzen fein, bin gu⸗ tes Muths und harre dein, verlaß mich gaͤntz⸗ lich auf dein'm Namen, 1305 delfer, hilf, drauf prech ich: Amen. 861. Mel. Vater un⸗ ſer im Himmel⸗ reich. ier lieg ich armes » Wuͤrmelein, kann re⸗ gen weder Hand noch Bein, vor Angſt mein Hertz im Leib zerſpringt, mein Le⸗ ben mit dem Tode ringt: Vernunft und alle Sinn ſind matt, mein's Lebens bin ich muͤd und ſatt. 2. Darum, HErr JE⸗ Iſu zu mir eil, vertrelb des Teufels feurig Pfeil, der um mich jetzt thut bruͤllen ber, gleichwie ein Loͤw und giim⸗ 18 742 Vom Tode und Auferſtehen. geimm ger Baͤr, daß mich Von deiner Lieb nicht ſcheid Anfechtung, Ang ſt und Herzeleid. 3. HERR, laß mich in dem Reiche dein nur dein'n geringſten Diener ſeyn, den veſten Glauben mir verleih, daß ich ge⸗ recht und ſelig ſey, erloͤſet durch dein theures Blut, von Suͤnden, Tod und Hoͤllen Glut. 4. HERR, wenn mein Stuͤndlein kommt heran, ſo laß dein' Engel um mich ſtahn, daß ſie mein Seel ins Himmels Saal heim führen aus dem Jammer, thal, und ſie da bleib in deiker Hand, als dein durchs Blut erworbnes Pfand. 862. In eigener Mel. Die Antwort ſiehe p. 771. einer Macht, du haft mich an das Licht gebracht, du unterhaͤlrſt mir auch meiner Monden Zahl, weißt, wenn ich dieſem Jammerthal auch wleder gute Nacht muß geben: Wo, wie und wenn ich ſterben ſoll, das weiß ſſt du Vater mehr als wohl. als dich allein, der mir in meiner letzten Pein mit Troſt und Rath weiß bey⸗ juſpringen? Mer nimmt ſich meiner Seelen an: Wenn nun mein Leben nicht mehr kann, und ich muß mit dem Tode rin⸗ Kraft gebricht, thuß d es Golt, mein Heiland nicht? 5 3. Mich duͤnckt, da lieg ich ſchon vor die in groß ſer Hitz, ohn) Kraſt und hoͤe und Rede nehmen ab, mit Verſuchung zu. den Gerichts⸗CTag ſchon, der mir auch wird ein Ur⸗ theil fallen. Hier weiſet mein Gewiſſens⸗Buch, ba aber des Geſetzes Fluch, mich Guͤnden⸗Kind hinab zur Hollen, da, wo man — keyt. 5. Kein Geld und Gut errettet mich: Umſonf er⸗ machen: Er muß es ewig laſſen ſtehn. Wir werden elnmal uns der Hollen Rachen; wer hilft mit 6. Der Teufel hat nicht dloß geſuͤndigt dir, dir, geben kann, nichts hat an gen, wenn allen Sinnen er das, was beſt 7. er nehme das, 10 Zler, mit höchſter Her, zeus⸗Angſt befallen. Ge, die Augen werden wie en Grab; doch kraͤnckt die Sünde mich vor allen. Des Satans Anklag hat nicht Ruh, ſetzt mir auch 4. Ich hoͤre der Poſau⸗ nen Ton, und ſeh guch, ewig, ewig leid't, Mord, 8 Jammer, Angſt und Zeter 15 bin ja HERR, in ſch Id beut ein Bruder ſich, den das Leben: Du kene andern hier erſt los zu ewig nicht entgehn, kriege ſonſt in dieſer Noth, wo du nicht Gott, du Todes- 2. Wen hab ich nur Tod Macht an mir, ich hahe der du Miſſet hat vergiebeſ. Was maß t ſich Satan dee ſen an, der kein Geſetz mir a dem, was du HERR li 1 a — — 3 — 2— ——— 5— ————— u dan e un mige e en Ser un, ö al bein s Nah Jammer we Ka e — —— 0 —— 110 —— r bleib ü 48 I als den aun Gn d the 1 1 fat, r Nl, 100 „ 7 5 N NR,, , 1 U 11 gebracht u lt nid kat, Alt aut 24 u e 1 kenne 0/1 lf 30% We m 9 dieſer 00 F nlede 8 ge, J geben 1 wenn it 5 weiß t 6 wohl. ich ul Vom Tode und Auferſteben. 743 ſein iſt, hin! Ich weiß, daß ich des HErken bin. 7. HErr JeEſu, ich dein theures Gut, bezeugt es ſelbt mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehoͤre: Was ſchont denn Satan meiner nicht, und ſchreckt mich durch das Zorn Gericht? Komm, rette delnes Leidens Ehre! was giebeſt du mich frem⸗ der Hand, und haſt ſo viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß getoiß, mein Heil, du laͤſſeſt mich, dein wahres Theil, zu tief in deinen Wunden ſitzen! Hler lach ich aller Angſt und Noth: Es mag Geſetz, Holl oder Tod auf mich her donnern oder blitzen. Dieweil ich lebe, bin ich dein, im Tod kann ich kein's Fremden ſeyn. 363. Mel. Wie ſchoͤn leucht uns ꝛc. Ich freue mich von Her⸗ J tzens Grund, auf die⸗ ſen Tag, auf dieſe Stund, daß ich ſoll ſchlafen gehen wie lleblich wird es doch wohl thun, wenn mein Leib ſanfte auszuruhn in ſei⸗ nem Sarg wird ſtehen: Erden werden, kann nicht ſchaden, aus Genaden wird erwecken JEſus, was ſich bie muß ffrecken. 2. Denck nach, mein ee ee wie wies dir ſehg * e und fein, wenn du haſt ſo wohl, ſo lieblich, ſüͤß a, ausgezogen das Suͤnden⸗ e Kleid der Sterblichkeit, and nur der Geiß hier e aus der Zeit zur Ewigkeit geflogen; droben loben, Gott den Weſen wirſt du preiſen mit den Frommen, die zu ihrem JEſu kom- men. 3. Bey GOT zu ſeyn verlangt mich ſehr, die Lußt vermehrt ſich mehr und mehr, dich JEſu, u umfaſſen: Solls nicht bald werden, Hertzens⸗ Fuͤrſt! daß der, ſo innigſt nach dir duͤrſt' wird eln⸗ mal losgelaſſen? Heraus ſpan aus, aus dem Loche, von dem Joche, dem, ſo ſchreyet, und den IJEſus nur erfreut. ä 864. In eigener Mel. Ich hab' mein' Sach J Sott beimgeßellt, Er machs mit mir, wies Ihm gefallt! Soll ich allhier noch laͤnger leb'n, nicht widerſtreb'n, ſein'm Willen thu ich mich gantz ergeben. „2. Mein gelt und Stund iſt, wenn Gott will, ich ſchreib Ihm nicht vor Maaß noch Ziel, es ſind gezaͤhlt all' Haͤrlein mein ch beyd groß und klein, faͤllt keines ohn' den Willen ſein. 3. Es iſt allhier ein Jam⸗ merthal, Angſt, Noth und Truͤbſal uberall, des Blei⸗ bens iſt eine kleine Zelt, voll Muͤhſeligkeit, und wers bedenuckt iſ immer 4. Was it der Menſch? ein Erden⸗Kloß, von Mut⸗ terleib kommt er nackt und bloß, bringt nichts mit ſich auf dieſe Welt, kein Gut und Geld, mmmt nichts mit ſich, wenn er hinfaͤllt. 58. Es Vom Tode und Auferſtehen. 5. Es hilft kein Reich⸗ Tod, ſein'n Lieben Soſt sen khum, Geld noch Gut, kein gegeben bat. 5 Kunſt, noch Gunſt, noch 12. Derſelbe mein Her ſtoltzer Muth, fuͤrm Tod JEſu Chriſt, fuͤr meine 155 kein Kraut gewachſen iſt, Sünd geſtorben iſt, und mein ſrommer Chriſt: al⸗ auferſtanden mir zu gut, ach les was lebet, ſterblich iſt. der Höllen Glut geloͤſcht 6. Heut ſind wir friſch, mit ſeinem theuren Blut. Nun geſund und ſtarck, morgen 13. Dem leb und ſterh dae ſind wir todt und lieg enſich allezeit, von ihm der ſhled im Sarg, heut blühn wir bittr' Tod mich nicht dun wie die Roſen roth, bald ſſcheid't. Ich leb' oder ſterb n kranck und todt, iſt allent⸗ſo bin ich ſein, Er iſtfal' gott halben groſſe Noth. lein der ein'ge Troſt und ſihr! 7. Man traͤgt eins nach Helfer mein. 1. dem andern hin, wohl aus 14. Das iſt mein Trost doll den Augen und aus dem zu aller Zeit, in allem at Sinn: die Welt vergiſſet Creutz und Traurigkelt: nell unſer bald, ſey jung od'rſiß weiß, daß ich am Juͤng⸗ ih n alt, auch unſer Ehrenſſten Tag, ohn alle Klag, po fe mannigfalt. werd auferſtehn aus mei⸗ beg 8. Ach! HErr, lehr uns nem Grab. Jed bedencken wohl, daß wir 15. Mein lieber from ich n ſind ſterblich anzumahl, getreuer Gott, all mein 3. auch wir allhie kein Blei⸗ Gebein bewahren thut, da Nan bens han, muͤſſen all da⸗ wird nicht eins vom Leibe been von, gelehrt, reich, jung, mein, ſey groß oder klein, des alt, oder ſchon. ſumkommen noch verlohren Kai 9. Das macht die Suͤnd' ſeyhyn. o treuer Gott, dadurch iſt 16. Mein'n lieben Gott c kommen der bittre Tod, der von Angeſicht werd ich ditt nimmt und frißt all Men⸗ anſchau'n dran zwpeiff ich ihn ſchen⸗Kind, wie er ſie findt, nicht, in ewger Freud und It. fragt nicht, wes Stand's Herlichkeit, die mir be- 4. oder Ehren ſie ſind, reit, Ihm ſey Lob, Preis i 10. Ich hab hie wenigſin Ewigkeit.„ he zute Tag, mein täglich 17. O Jeu Chriſte, hen Brodt iſt Muͤh und Plag. Gottes Sohn, der du fuͤt dn! Wenn mein GOtt will, mich haſt gnug gethan, dacht ſo will ich mit hinfahr'n, ach! ſchließ mich in die ahn in Fried, Sterben iſt mein Wunden dein, du biß a 8 Gewinn, und ſchad't mir ſein der ein ge Tro und be. nicht. 7 Helfer mein.„ c. 11. Und ob mich ſchon 18. Amen, mein lleber mein' Sünd anficht, den⸗rommer Got! beſchet f noch will ich berzag en une alln ein nſelgen a o nicht; ich weiß, daß mein hilf, daß wir moͤgen allun 5 getreuer Gott fuͤr mich in gleich bald in dein 1 N e Lode y. 6 WI Vom Tode und Auferſtehen. 743. 0 3 Mate c kommen und bleiben guten ZJuverſicht zu dir, fun d. N ewiglich. 548 15 83 Nie e e 6s. M. Herzlich thut geſchſcht, wenn die Him cat ge mich ꝛc. mel ſchon vergehn, dieſes urdlich! F ch hab mich Goc Wort bleibt ewig veſte, dit fig Aehn„Vergeben, dem liebſten ſollt die Erd auch nicht be⸗ 4, 11 Pater mein, hier itt keinſſtehn; mein Erloͤſer bleibt uud ließ immer Leben, es muß ge, der beſte. e e blübn g r h, 0 iſt ale th. 2 0 t ins u en 1. 0 aus de i; t vergiſ 5 Edi 1 n lehr u ee daß u a, aaumg 3, Ach kein B ate en a i e eich, ju, 05 ung uin t die a 4 dadurch Ji 6. Piat re eb, a Nac u t all, Ne e N er ſie ſind Stund ſind, 5 die wen Ws in tig —— ie mel it mir lieber: da muß % ich trachten ein, mich nicht 11 ihr Meinen, ihr Liebſten „ allzumal, um mich i de, fahrt mir bald alle nach. dumer 90 8 We ch will ſchieden ſeyn; Der Tod kann mir nicht ſchaden, er iſt nur mein Gewinn, in, Gottes Fried und Gnaden, fahr ich mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt voruͤber, o Welt] was acht ich dein, der Him. ſo ſehr beladen, weil ich wegfertig bin, in Goztes Fried und Gnaden, fahr ich mit Freud dahin. 3. Ach! ſel'ge Freud und Wonne hat mir der HErr bereit't, da Chriſtus iſt die Sonne, Leben und Seligkeit: Was kann mir doch nun ſchaden, weil ich bey Chriſto bin? In Gottes Fried und Gnaden, fahr ich mit Freud da⸗ hin. 4. Geſegn' euch Gott, ich ſolle ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qugal, den rechten Port auch heute nehmt fleißig ja in acht, in Gottes Fried und Freu⸗ 866 Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen e. gantz und gar 2. Laß die Elemente ſchmeltzen von des Feuers groſſe Hitz, laß ſte durch einander weltzen, Waſſer und der Berge Spitz; Wenn mit Krachen alles faͤllt, wenn aus Furcht das Volck verſchmachtet, IESus bey der Hand mich haͤlt, wohl dem, der es nur betrachtet. 3. Du haſt mir ins Hertz geſchrieben, aller⸗ ſchoͤnſter Gottes ⸗ Sohn, daß du mich wilſt ewig lleben, mich, wie Aſche, Staub und Thon. O du groſſe Majeſtaͤt? wer kann nichts vor deine Liebe geht, die dein weiches Hertz kann brechen. 1 4. Deine Gnad hat an⸗ gefangen die ſes gute Werck in mir, daß ich freudig kann gelangen zu der ſchmalen Himmels, Thuͤr; Du wirſt mich auch laſſen ein, du, der Weg, die Thuͤr, das Le⸗ ben, alles wirſt du mir denn ſeyn, wenn du dich mir ſelbſt wirſt geben. 5. Laß die Lampen mei ner Seele, ſchoͤnſter Him; mels⸗ Bräutigam, breunen von des Glaubens Oele, wenn du kommſt, o Got⸗ 2 nicht zweifeln in der tes Lamm! in der letzten Mit Ji deine Treu ausſprechen, . 1 ——————————————. — r —— 1 —— 1 —— 745 Vom Tode und Auferſtehen. Mitter nacht, da man wird Poſaunen hoͤren ſe⸗ lig welcher munter wacht, wenn ſich alles wird ver⸗ kebren 9 6. Nun ich weiß, Gott wird vollfuͤhren, was er angefangen hat; JEſus wird mich auch regieren durch des Geines Wun⸗ derthat bis auf den Tag, wenn allein das Hoch⸗ dreymal heilge Weſen nun wird mein Jehovah ſeyn, denn wird meine Seel ge⸗ gneſen. 367. In eigener Mel. Kein Stuͤndlein geht da⸗ hin, es liegt mir in dem Sinn, ich bin auch immer, wo ich bin, daß mich der Tod wird ſetzen in die letzte Noth. Ach Sott! wenn alles mich verlaͤßt: ſo thue du bey mir das Beſt. 2. Hier iſt kein Aufent⸗ halt, der Tod hat die Ge⸗ walt, er frißt und wuͤrget jung und alt; ee reißt uns fort aus unſerm Orden, Stand und Ort. Ach! Gott! wenn alles ꝛe. 3. Kein Rath, kein Ar⸗ geney, kein Heulen noch Geſchrey: kein Bruder kann mich machen frey, in aller Welt iſt nichts, das endlich mich erhaͤlt. Ach Sott! wenn alles mich verlaͤßt: ſo thue du ꝛc. 4 Kein Reichthum, Geld noch Gut, kein kuͤh⸗ ner Helden ⸗ Muth hilft von den Todes Grimm und Wuth: all Ehr und Gunſt gantz umſonſt. Ach Gott! wenn alles mich ꝛe. 5. Was Schmertz, wa⸗ Angſt und Pein, o Gott! wird um mich ſeyn, wen nun der Tod wird brechen ein! Wer wird alsdann mit Troſt ſich meiner neh⸗ men an? Ach Gott! wenn 6. Wenn mein Gewiſ⸗ ſens! Buch, und des Ge⸗ ſetzes Fiuch, wenn Sund und Satan zum Verſuch tritt wider mich, wer iſ mich verlaͤßt ꝛc. mal faͤllt dahin, und ich nicht mehr bin, der ich bin: wer ſchreyt mir u, wenn mir der Schmer laͤſft keine Ruh? A Gott!] wenn alles mich ꝛc. 8. Wenn meiner Augen Licht mich ferner leuchtet nicht, und mir das Herz im Leibe bricht, vor Angſt und Quaal; wer führt mich durch das finſtre Thal? Ach Gott! wenn alles mich ꝛe. 9. HErr IEſu, du as lein ſollt mir in Todesß Pein die beſte Huͤlf und Labſal ſeyn, auf dich will ich die Welt geſegnen ewiglich. Ach GOTT! wenn alles mich ze. 10, HErr JEſu, nimm mich auf zu dir im Himmel hinauf, weyn ich vollendet meinen Lauf! Ich ruf zu dir, ſo lang ein Odem iſt ae Tel Ach G und Macht vor Ihm it wenn alles mich 5 ze. 68. Mel. ber mein erbarmet ſich!. Ach Goc! wenn alles 7: Wenn Sprach, Ver, ſtand und Sinn auf ein⸗ eic anne ui tracht bet die T I, uud würg reißt u Orden u. Ac i, „ en len bod Ach ötudet n fe, h 0 ts, t in. M ee 0 a 1 dr. en 55 en A uf e r Simm; 1 10 t uud G1 * Na Vom Tode und Auferſtehen. 747 * 968. Mel. Alle Men⸗ ſchen muͤſſen ꝛc. La5 abnehmen alle Glie⸗ der, laß verweſen die⸗ ſen Leib, JEſus giebet alles wieder, wenn ich nur in ihm verbleib, ſo mag alles von mir fallen; IEſus alles und in allen blelbet meine Zuverſicht; dicht laß ich nimmer nicht. 9 5 2. Leibes ⸗Huͤtte, du magſt brechen: Irrdiſch Haus, fall immer ein: Tod, willt du mein Hertz durchſtechen? Wie Gott will, es mag drum ſeyn. Eins weiß ich, und glaub es veſte; Was OOtt thut, das iſt das beſte. Alles gut, was mir geſchicht, . laß ich nimmer nicht. 3. Meine aͤußre Krafte ſchwinden, und die Staͤrck verlieret ſich: Dabey kann ich recht empfinden, wie du, IeEſu, ſtärckeſt mich. Wenn die Leibes Glieder beben, ſucht das Hertz ſich zu erheben zu Gott, der mein Heil und Licht: JE⸗ ſum laß ich nimmer nicht. 4. Das ich taͤglich ſchwa⸗ cher werde, ſpuͤr ich wohl, doch bin ich froh. Denn ich hoffe, ſchnoͤde Erde! deiner los zu werden ſo! Mattigkeit laͤßt ſich bald fpüren: Beine wollen nicht mehr fuͤhren, doch iſt mein Lauf drauf gerich⸗ 1ꝛ't: IJEſum laß ich nim⸗ mer nicht. 5. Wunderlich find Gottes Wege deſſen ſich 2 e„ mein Hertz erfreut, meinen ſchwachen Leib ich lege hin⸗ geſtreckt, doch wird ver⸗ neut meiner Seelen geiſt⸗ lichs Leben. Eins nimmt Gott, daß er koͤnn geben beſſers Drum mir nichts gebricht: JE Su M laß ich nimmer nicht. 8 6. Arbeit, Leiden, Müh und Wachen meine Kraͤf⸗ te matten ab. Gott mags wie er will auch machen, gnug, HERR, wenn ich dich nur hab! Willt du, daß ich laͤnger lebe; dar⸗ ein ich mich auch ergebe: Wie GOTT will, mein Hertze ſpricht: JEſum laß ich nimmer nicht. 7. Wollſt ja deinen Knecht abholen, der ſo muͤd und matt, nur bald, dir ſey Leib und Seel be⸗ fohlen, liebſter Vater, mit mir walt nach Genade und Belieben; In dem will ich mich noch uͤben, daß ie mein' Seel bleib ſo ge⸗ richt: JESU M laß ich nimmer nicht. 869. Mel. Zion klagt mit Angſt ꝛc. Laſſet ab, ihr meine Lie⸗ ben, laſſet ab bon Traurigkeit, was wollt ihr euch mehr betrüben; Weil ihr des verſichert ſeyd, daß ich alle Quaal und Noth überwunden, und bey GOT mit den Auserwaͤhlten ſchwebe vol⸗ ler Freud und ewig lebe. „Doerer Tod ſoll man gen, die dort in der Hollen Pein muͤſſen leiden E Ji alle Plagen, ſo nur iu er⸗ 2 den⸗ N 7 Vom Tode und Auferſtehen. dencken ſeyn; Die Gott aber nimmt zu ſich, in den Himmel gleich wie mich, und mit lauter Wolluſt traͤncket, wer in, der ſich darob kraͤncket? 3. In des HErren IJ&⸗ ſu Wunden, hab ich mich geſchloſſen ein, da ich alles reichlich funden, wodurch ich kann ſeelig ſeyn. Er iſt die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt allezeit. Wer dieſelb' ergreift im Glau⸗ beu, dem kann nichts den Himmel rauben. 4. Niemand ſag ich ſey umkommen, ob ich gleich geſtorben bin; mein Gott bat mich hingenommen: Sterben iſt jetzt mein Ge⸗ winn. Vor dem Ungluͤck hat er mich, hingerafft ſo vaͤterlich; Jetzt kann mich kein Truͤbſal preſſen, alle Angſt iſt nun vergeſſen 5. Der Leib ſchlaͤft in ſeiner Kam̃er, ohne Sor⸗ gen ſauft und wohl, und verſchlaͤft den groſſen Jammer, deſſen jetzt die Welt ißt voll. Meine Seele ſchauet an, den ſo nichts als lieben kann, der auf ſeinem Schooß mich ſetzet, und mit hoͤchſter Freud ergoͤßet. 6, In der Welt iſt nichts zu finden, nichts als Theu⸗ rung, Angſt und Streit, und was mehr die groſſen Suͤnden, bringen für Be⸗ ſchwerlichkeit. Sonderlich kommt noch ein Schwerdt, das der Chriſten Hertz durchfaͤhrt, o viel beſſer ſelig ſterben, denn durch dieſen Zwang verderden. 7. Solcher Noth bin lch entgangen, nichts iſt, das mich aͤngſten kann. Fried und Freud hat mich kann mich ſprechen an, ich HErren Hand, der mich ihm zum Eigenthum er⸗ worben, da er iſt am Creutz geſtorben. 8. Euch wird, meine liebſten Freunde, die ihr weinet in der Welt, ſchuͤtzen wider alle Feinde, Gottes Sohn der ſtarcke Held. Seyd und bleibt Ihm nur getreu, ſeine Bnad ift taͤglich neu, wer Betruͤbte will betruͤben, der muß wie die Spreu verſtieben. 9. Nun will ich euch dem befehlen, der ſich eu⸗ ren Vater nennt, der die Thraͤnen pflegt zu zahlen, dem ſein Hertz vor Liebe brennt, der wird euch in eurem Leid, troͤſten und zu ſeiner Zeit, in den Ort da ich bin fuͤhren, und mit hoͤchſter Klarheit zieren. 10. Da wird uns der Tod nicht ſcheiden, der uns jetzt geſchieden hat, Gott ſelbſt wird uns als⸗ in ſeiner Stadt. Ewig, ewig werden wir, in dem engliſch Leben fuhren. ſehr, o meine ꝛc. umpfangen, kein Feind bin ſicher ewiglich, in des denn weiden, und erfreunn Paradies allhter, mit eine ander jubiliren, und ein 370. Mel. Freu dich iebſter GO, wenn werd ich ſerben, 13 0 ſſaſt mum d alen Aal Fug ic doc Heber aan Heethlchkel, tet da und uach dem a5 I schon mal i Habe, der Man hahe. wap ich dec h als Ster 0 cd men kalſencken, wie Sele fh Fuumer füt hen witd m. sn? Und e leben. I berſtiehen „Doch, deer Sorgen Act zu Ju IE helte noch Vom Tode und Auferſtehen. 749 eee Zeit lauft immerhin. undſſen hab, und auch endlich des alten Adams Erben, in der Erd, nimmermehr unter denen ich auch bin, zu ſchanden werde. Spell daß f elt Tlene 871. mel. A f Chri eil, daß ſie eine kleine 871. Mel. Auf! C rit Weil arm und elend ſind Inenſc auf Erden, und denn ſel⸗ ſten menſch 15 ber Erde werden. Moch mit mir, Gott 2. Ich will zwar mich& nach deiner Guͤt, hilf auch nicht widern, iuſmir in meinem Leiden: beſchlieſſen meine Zeit: was ich dich bitt, verſag Trag ich doch in allen mir nicht, wenn. ſich mein Gliedern Saamen von der Seel ſoll ſcheiden, ſo Sterblichkeit, geht doch nimm ſie HErr, in deine immer da und bort einer Hand, ist alles gut, wenn nach dem andern fort, gut das End. und ſchon mancher liegt Gern will ich folgen ii im Grabe, den ich wohl lieber HERR, du wirſt Wi bekennet habe. mir nichts verderben, 3. Aber, Goc, was denn du biſt ja von mir werd ich dencken, wenn es nicht fern, ob ich gleich wird aus Sterben gehn 2 hier muß ſterben: verlaſ⸗ wo wird man den Leib ſen meine lieben Freund, verſencken, wie wirds um dies bertzlich gut mit mir die Seele ſtehn? Ach waz gemeont. Kummer faͤllt mir ein].; Ruht doch der Leib weſſen wird mein Vorrath ſauft in der Erd, die Seel i en ſeyn? Und wo werden ſich zu dir ſchwinget, in Fee meine sieben nach einander deine Hand ſie unverbenrt ch din verſtieben: vom Tod ins Leden drin⸗ ieee 4, Doch, was darf es get. Hier iſt doch nur ein Nee dieſer, Sorgen? Soll ich Jammerthal Angſt, Noth en nicht zu Jeſu gehn! Lie und Trübſal überall. e ber beute noch, als mor 4. Holl, Teafel, Tod eee gen, denn mein Fleiſchſdie Welt und Sund mir Nea werd auferſtehn: Ich ver nicht mehr moͤgen ſchaden; hee eib es gern der Welt, bey dir e d HERR, ich daß ſie alles hier behält Rettung find, ich troͤſt 0 und beſcheide meinen Er⸗mich deiner Gnaden dein 6 ben einen GOT, der einger Sohn aus Lieb und e, nicht kann ſterben.. Huld, fur mich bezahlt „ c bah, 5. Herrſcher uͤber Tob hat alle Schuld. 5 und Leben! mach einmal 8. Warum ſolt ich denn e de, mein Ende gut, lehre mich traurig ſeyn, weils mir; ſo 10 ohe den Geiſt aufgeben, mit wohl thut gehen: bekleid't een 8 h bag ach ein helle mit Chriſtl Unſchuld fein, Hilf daß ich ein ehrlich wie eine Braut ich ſtete-. Grab neben frommen Chri⸗Gehab dich wobl, du J13 ſchuoͤde Vom Tode und Auferſtehen ſchnoͤde Welt! bey Gott zu leben mir gefallt. 872. In eigener Mel. it Fried und Freud ich fahr dahin in Gottes Willen, getroſt iſt mir mein Hertz und Sinn, di ſanft und stille, wie Gott mir verheiſſen hat, der 2 iſt mein Schlaf wor⸗ en 2. Das macht Chriſtus, wahr'r Gottes Sohn, der theure Heiland, den du mich, HER, haſt ſehen lahn, und machſt bekannt, daß er ſey des Lebens Heil, in Noth und auch im Sterben. 3. Den haſt du allen vorgeſtellt mit groſſen Gnaden, zu ſeinem Reich die gantze Welt heiſſen la⸗ den, durch ſein theuer heil⸗ ſam Wort an allem Ort erſchollen.. 5 Er iſt das Heil und ſeligs Licht fuͤr die Hey⸗ den, iu leuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er iſt deines Volcks Iſrael der Preis, Ehr, Freud' und Wonne. 873. In eigener Mel. itten wir im Leben find, mit dem Tod umfangen. Wen ſuch'n wir, der Huͤlfe thut, daß wir Gnad erlangen? Das biſt du, HERR, alleine. Uns reuet unſte Miſſethat, die dich HERg, erzurnet hat; Heiliger HERRE GOT] Heiliger ſtar⸗ cker Goc! Heiliger barmhertziger Heiland! du ewiger GOTT! laß uns nicht verſincken in der bit⸗ 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Hoͤllen Ra⸗ chen. Wer will uns aus ſolcher Noth frey und le⸗ dig machen? Das thuſt du, HER, alleine. Es jam mert dein Barmhertzigkelt unſte Suͤnd und groſſes Leid. Heilger HERRE Goc! Heilger ſtarcker Gott! Heiliger barmher⸗ tziger Heiland! du ewiger Gott! laß uns nicht ver⸗ zagen vor der tiefen Hoͤl⸗ len Glut. Kyrie eleiſon. 3. Mitten in der Hoͤl⸗ len Angſt unſre Suͤnd uns treiben; denn fliehen hin, da wir moͤgen bleiben? Zu dir, HERR Chriſt, alleine. Vergoſſen iſt dein theures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger HERRE Goc]! Heili⸗ ger ſtarcker GOTT! Hei⸗ liger barmhertziger Hei⸗ land! du ewiger OO! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Troſt. Kyrie eleiſon. 974. M, HErr IkEſu Chriſt, wahr' r ꝛc. Nun laßt und den Leib begraben, daran wir keinn Zweifel haben, er wird am Juͤngſten Tag aufſtehn, und unverweß⸗ lich hervor gehn. 2. Erd iſt er und von der Erden, wird auch zur Erd wieder werden, und von der Erd wied'r auf⸗ erſtehn, wenn Gottes Po⸗ ſaun wird angehn. 0 3. Sein . tern Todes⸗Noth. Kyrie eleiſon. f Wo ſoll'n wir a getrage J bela t hoch J. Die Seele Hag, der inn Niger accen G0 de eh, ud et 1 gewäbken. 6 let it et 155 bunt. t geteſen, aud und Wo A gie die hel J. Nun la a schen, ü Ain nüſte St e ins auch ih, denn der b gleicher L „ Das hilf a unser Tro lch ſein Bil fas Teufels 0 I eln: % eis . t, und d Den e, en uch, I e erloͤſet hat. Vom Tode und Auferſtehen. 751 das Grab verſcharret ſeyn! Mein Seelchen ſchwebet ohne Leid, im Himmels⸗ Glantz und Herrlichkeit. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der ſie all, hier aus lauter Gnad, von aller Suͤnd und Miſ⸗ ſethat, durch ſeinen Sohn 3. In ſolchem Schmuck, in ſoſcher Zier, prang ich 4. Sein Jammer, Truͤb vor Gottes Thron allhier: , ſal und Elend, iſt kommen zu einem ſelgen End: Er dat getragen Christi he Joch; iſt geſtorben und le⸗ a bet noch. 5 5 Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib ſchlaͤft dor bis am Juͤngſten Tag, an „ welchen GS ihn ver. klaren, und ew'ger Freud wird gewaͤhren. 6. Hier iſt er in Angſt geweſen, dort aber wird er geneſen, in ewiger Freud und Wonne, leuch⸗ ten wie die helle Sonne. 7. Nun laſſen wir ihn hier ſchlafen, und gehn all beim nuſre Straſſen; f. cken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt Uns gleicher Weis 8. Das hilf uns Chri⸗ ſtus unſer Troſt, der uns durch ſein Blut hat erloͤſt vons Teufels Gewalt und ewger Pein: Ihm ſey Lob, Preis und Ehr al lein. 275. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. un lieg ich armes Wuͤrmelein, und ruh in meinem Kaͤmmerlein, ich bin durch einen. ten Tod, entgangen a Augſt und Notb 2. Was ſchadet mirs, daß mein Gebein muß in Mein Iæſulein iſt meine Luſt, mein Labſal, meine beſte Koſt. 4. Was frag ich nun nach jener Welt? Mein JEſu⸗ lein mich küßt und balt, in Ihm erfreu ich mich allein, ohn Ihm kann ich nicht froͤlich ſeyn. 5. Mit Weinen war ich erſt gebohrn: Zum Jauch⸗ zen bin ich nun erkohrn: Ich ſinge mit der Engel⸗ Schaar, das ewig neue Jubel Jahr. 6. Nichts liebers meine Zunge fingt, nichts rei⸗ ners meinen Ohren klingt, nichts ſuͤſſers meinen Her⸗ tzen iſt, als mein bertzlieb⸗ ſter JEſu Chriſt. 7. Drum, liebe Eltern hoͤret auf iu klagen mei⸗ nen kurtzen Lauf, ich bin vollkommen worden bald: Wer ſelig ſtirbt, iſt gnug⸗ am alt. 3. Bedencket meinen Freuden⸗ Stand, und wie es in der Welt bewandt, bey euch rumoret Krieg und Streit; hier berrſchet Fried und Frölichkeit. 1 9. Wer auf der Erden lange lebt: derſelb auch lang an Suͤnden klebt: muß fireiten oft mit Fleiſ ch — rund 15 5 das manchen a weh und bange thut. 10. Ja, leiden muß er Creuß und Noth, un? 31% w 22 Vom Tode und Auferſtehen. noch wohl einen langen Tod: Hier hab ich ſchon nach kurtzem Streit, er⸗ langt die Kron der Herr⸗ lichkeit. 3 11. Wie manches Kind falt ſich zu todt, wie man, ches ſtirbt in Waſſers⸗ noth, wie leidet manches lange Quaal, eh es kommt aus dem Jammerthal. 12. Solt es euch denn ulcht tröſtlich ſeyn, daß ich ſo ſanft peſchlafen ein? Daß mir das llebe JEſu⸗ kein, verkuͤrtzet meine To⸗ 13. Drum legt die Hand auf euren Mund, und ſeht auf Gott, der euch ver⸗ wündt, der euch zu heilen iſt bereit, wenns dienet eurer Seeligkeit. 14. An jenen Tag wir werden gehn, da vor SGodr Groß und Kleine ſtehn, zur himmeliſchen Chriſttags! Freud, mit hoͤchſter Ehr und Herr⸗ lichkeit. 3875. M. Err JkEſu Chriſt, wahr r ꝛc. IEſu Chriſt, meins Lebens Licht, mein hoͤchter Troßt und Zuver⸗ ſicht! auf Erden bin ich nur ein Gaſt, und druckt mich ſehr der Suͤnden Laſt. 2. Ich hab vor mir ein ſchwere Reiſ', zu dir ins himmliſch' Paradeis, da iſt mein rechtes Vater: land, daran du dein Blut haſt gewandt. 4. Zu reiſen iſt mein Hertze matt, der Leib gar mein' Seel ſchreyt in mir: HERR! hohl mich heim; nimm mich zu dir. 4. Drum ſtaͤrek mich durch des Leiden deln, in meiner letzten Todespein: tröſt und erquick, mach mich frey durch dein Band und Strick. und Ruthen friſch, der Sünden Striemen mir abwiſch, dein Hohn und Spott, dein Dornen, Kron, laß ſey mein Ehre, Freud und Wonn. 6. Dein Durſt und Gal⸗ len Tranck mich lab, wenn ich ſonſt keine Staͤrckung hab: Dein Angſt⸗Ge⸗ ſchrey komm mir zu gut, bewahr mich vor der Hoͤl⸗ len Glut. 7. Wenn mein Mund nicht kann reden frey, dein Geiſt in meinem Hertzen ſchrey: Hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen wer⸗ den blind. 8. Dein letztes Wort laß ſeyn mein Licht, wenn mir der Tod das Hertz zer⸗ bricht: Behuͤte mich vor Ungeberd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 9. Deln Creutz laß ſeyn mein Wander ⸗Stab, mein Ruh und Raſt dein heilges Grab. Die reinen Grabe⸗ Tuͤcher dein, laß meine Sterbe⸗ Kleider ſeyn. 10. Laß mich durch dei⸗ ne Naͤgel Mahl, erbli⸗ cken die Genaden⸗Wahl: wenig Kräfte hat; Allen cal an Dein Blut Schweiß mich z. Dein Vackenſtreich durch deine aufgeſpaltne „ Seit, vom 4 l. 1. lch dle b ergeue gal zucht ue de fal, D Nan klaren 10 den leb . ie wel filich ſeyn nt den E I mit der. i Schagt, e Aula kl 17 5 a— 2 E 2—— 8 5 8 Id 0 h Mar u ag a n % den roth, wenn nicht der 20 8 3 Warum Vom Tode und Auferſtehen. 23 Seit mein arme Seele heimbegleit. 11. Auf deinen Ab⸗ ſchied, HERR, ich trau, letzte Heim⸗ darauf mein die fahrt bau: Tbu mir Himmels⸗Thür weit wenn ich beſchließ mein's Lebens⸗Lauf 12. Am juͤngſten Tag 0 erweck mein'n Leib, hilf, u daß ich dir zur Rechten daß mich nicht tref⸗ Gericht, welch's ö recklich Urtheil ſpricht. 13. Alsdenn mein'n Lelb erneure gantz, daß er keucht wie der Sonnen, Glantz, und aͤhnlich ſey dein'm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 8 14. ſo froͤlich ſeyn, werd ſin⸗ gen mit den Engelein, und mit der Auserwaͤhl⸗ ten Schaar, ewig ſchauen dein Antlitz klar. 377. Mel. O JESU meines ꝛc. O JEſu, Gottes Laͤm⸗ melein: ich leb od r ſterb, ſo bin ich dein: ich bitt, laß mich mit dir zu⸗ gleich ein Erbe ſeyn in deinem Reich. 2. Denn das war ſonf dein Sterbens Noth; ſo viel Striemen 55 Wun⸗ au keit, ge⸗ wigkeit. hätt' ſt du n Leib und Leb'n, im Grab verſchloſſen und auf⸗ Chriſt, nieſſen ſollt in geh'n, wenn nicht mein auf, Tod durch deinen Tod verjagt ſollt werd'n, du treuer Gott? 4. Darum, o JEſu, ſteh mir bey, gewiſſen Troſt und Huͤlf verleih: verlaß den nicht, HERR JeEſu Chriſt, der mit dein m Blut beſprenget iſt. 5. In Friede laß mich chlafen ein, und in dir Wie werd ich denn ch verſchuldtes Leiden, haben Ruhe fein: ein ſel⸗ ges Ende mir beſcher, dein Antlitz laß mich ſehen, HERR! 6. Ich bitt durchs bit⸗ tre Leiden dein, laß dis mein letztes Wuͤn ſchen ſeyn: Ss will ich loben allezeit, dich, o HERR GodTerH⁵, in ewigkeit. 878. M. Was Gott thut, das iſt ꝛc. O treuer JEſu, der du biſt mein Hirte, Troſt, und Leben, mein he, fer Freund zu jeder Friſt⸗ dem ich mich gantz erge⸗ ben. Ich bitte dich gan inniglich, laß mich do nicht verderben, wenn kommt die Zeit zu ſterben. 2. Steh mir am letzten Ende bey, und hilf mie überwinden; Mach mich von meinen Schulden frey, und ſprich mich los von Suͤnden: in aller Noth ſey mir dein Tod und e Anblick groſſer Freuden. 3. Erſcheine mir zur ſel⸗ ben Jeit mit deinen of⸗ nen Wunden, die du, daß ich ſollt ſeyn befreyt, aus lauter Lieb empfunden: 18 dein 754 Vom Tode und Auferſtehen. dein theures Blut komm mir zu gut, und labe mei⸗ ne Seele in ihrer matten Hoͤhle. 4. Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, noch meinen Mund bewegen: So nimm die ſchwachen Seuftzer an die ſich im Hertzen regen; Laß für und fuͤr gar ſuͤß in mi den Namen JEcSu ſchal⸗ len, wenn mirs Gehoͤr entfallen. 5. Darneben bitt ich treuer Gott, du wollfſt mich gantz umfaſſen, und ja nicht in derſelben Noth aus deinen Armen laſſen 2 Ach! möcht ich doch auch d heute noch die theure Gunſt erwerben, in deinem Schooß zu ſterben. 6. Ey! nun, ſo komm zu deinem Lamm, mein Hirte, Troſt und Leben, mein beſter Freund und Braͤutigam, dem ich mich gantz ergeben: Komm bald zu mir, nimm mich mit dir aus dleſem See der Leiden, ins Reich der ewgen Freuden. 397. N Nun ruhen alle Waͤlder. O Welt! ich muß dich laſſen, ich fahr da hin mein Straſſen ins ew'ge Vaterland; mein'n Geiſt will ich aufgeben, dazu mein Leib und Leben, Sa in Gottes gnaͤd'ge and. 2. Mein' Zeit iſt nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben iſt ben iſt auf Erden, das Ew'ge muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. betrogen die Welt, von GOL gezogen durch Schand und Buͤberey; will ich doch nicht verza⸗ gen, ſondern mit Glau⸗ ben ſagen, daß mir mein Suͤnd vergeben ſey. 4. Auf Gott ſteht mein Vertrauen, ſein Angeſicht will ich ſchauen warlich durch JEſum Chriſt, der für mich iſt geſtorben, des Vaters Huld erworben, i er auch wor⸗ en iſt. 9. Die Suͤnd mag mir nicht ſchaden, erloͤßt bin ich aus Gnaden, umſonſt durch Christi Blut. Kein Werck kommt mir zu From⸗ men; ſo will ich zu ihm kommen, allein durch way⸗ ren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnuͤtz giel zu ſchlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das er mirs geben, und nicht nach mein'm Verdienſt und Wahl. 7, Drauf will ich gerne ſterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereit't Hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod thut mich vertreiben, mein Seele ſich vom Lei⸗ be ſcheid't. f 8. Damit fahr ich von hinnen, o Welt! thu dich beſinnen, denn du mußt mein Gewinn, kein Blei⸗ auch hernach. Thu 1. 1 3. Ob mich gleich hat Knechte, mein Thun iſt ewge Leben, umſonſt will ten und m Facſt al dis lt du gute hl. , Dis sch M Egde, Dot dich gent ht mein Bes h ie Pen nn ſktaum mei 1 Hekgen, m a ig jezt! Mu. dt Mel. thut mi G0 ich V bet den ſe cf, mi ehe ö ben. . don um, m und Lebe ttund 2 m ich 10* 11 40 Aümm m. leſem Reich lber. b muß d e * i 6 1 1 Vom Tode un d Auferſtehen. 755 zu 0 Gott bekehren, und von ihm Gnad begehren, im Glauben ſey du auch nicht ſchwach. 9. Die Zeit iſt nun vor⸗ handen, hoͤr auf von Sünd und Schanden, und richt dich auf die Bahn, mit Au Beten und mit Wachen: Sonst all irrdiſche Sachen, 1 ſollſt du gut willig fahren lahn. 5 10, Das ſcheuck ich dir am Ende, ach! ja zn Gott dich wende, iu ihn fleht mein Begier; Hüͤt dich fuͤr Pein und Schmer⸗ zen, nimm mein'n Abſchled zu Hertzen, mein's Bleſ⸗ bens iſt jetzt nicht mehr hier. c 880. Mel. Sertzlich thut mich ꝛc. So hab ich nun vollen⸗ det den ſchweren Le⸗ bens⸗Lauf, mich gantz zu Gott gewendet, und geh jetzt Himmel⸗ auf: Sehr matt bin ich von Thraͤ⸗ nen, mein Hertz iſt ſchwach von Noth, von Seuftzen und von Stoͤhnen, drum komm, o lieber Tod. 2, In allen meinen Jah den, von zarter Ju⸗ gend an, hab ich es wohl erfahren, wie ſchwer die Himmels Bahn! Ich bin 0 d., die mir mein Heiland auf keinen Roſen gegan gen jederzeit, wie etwa die Gottloſen in ſtoltzer Sicherbeit. 3. Was iſt der Men⸗ ſchen Leben? Wenns auch aufs allerbeſt ſich können hier erheben, ſo if es Muh geweſt, nur lauter Müh und Sorgen, nur lauter ram und Noth, den Abend als ben Morgen, drum iſt man lieber todt. 4. Wie oft hab ich ge⸗ klaget, gleich wie ein Wan⸗ ders Mann: ach! haͤtt ich Raſt! gefraget: Wenn komm ich Himmel ⸗ an? Werd ſch noch lange gehen, auf eitler Erden Tandꝛ ach werd ich nicht bald ſehen, das rechte Vaterland. 5. Gott Lob! nun ſoll es werden, nun iſt die Stund herbey, daß ich von dieſer Erden ſoll wer⸗ den los und frey, nun hab ich ausgeklaget, ich hab in meinem Streit mich ritterlich gewaget: die Kron iſt mir berelt. 7. O Liebſten, laßt das Welnen, es iſt ja ohne Noth, Gott eilet mit den Seinen durch einen ſelgen Tod eh noch viel Träbſal kommen, Gott weiß, ſie draͤuen ſchon. Wohl dem der nur genommen, zum ſchoͤnen Himmels Thron. 7. Wenn ihr euch koͤnnt bedencken, wenn ihr mich lieben wollt, ſo dürft ihr euch nicht kraͤncken, ob dieſen Todes Gold; In dieſem Welt Gebaͤude hab ich euch ja geliebt, brunn goͤnnt mir doch die Freu⸗ giebt. a 3. Wir werden ſeyn ver⸗ bunden, ohn alle Noth und Leld, nach wenig Zeit und Stunden dort in der Ewigkeit; Da wird uns den wir uns auch recht N mit Gott verneuen, da wer⸗. 256 Vom Tode und Auferſtehen. mit einander freuen, nach himmeliſchen Brauch. 9. Ade, nun muß ich ich in der Ewigkeit, da Nacht! zur Himmels Luſt gewunden, und wartet und Freuden. Ihr Lieb, meiner allbereit. Er blei⸗ ſten, ſeyd bedacht, wie bet mir dort beygelegt, ibr mich wollet finden, im bis vollends bier der ſchoͤnen Paradies, das Streit vollendet, und ich Eitle uͤberwinden. Nun mich allerdings gewendet gute Nacht, ich reiſ. dahin, wo man die Pal⸗ 5 4 traͤgt. 381. Mel. verliebtes men 6 Luſt⸗ Spiel ꝛc. a 5. Wenn aber wird der So iſts an dem, daß ich Richter, Gottes Sohn, mit Freuden, wie ich austheilen wird den lieben ſo oft gewuͤnſcht, einmal Seinen, den nie verdienten nach Gottes Willen, ſolle Gnaden Lohn, ſo werd ich ſcheiden aus dieſem eitlen in derſelben Zeit, auch un⸗ Jammerthal: Man ſetzet ter ſolchen Schaaren pran⸗ chon das Meſſer an, mit gen, und mit der treuen em ich ſoll geſchlachtet Hand empfangen, die Kro⸗ werden, daß als ein Opfer ne der Gerechtigkeit. von der Erden⸗ ich endlich! 6. Doch werd ich nicht werde abgethan. alleine ſtehen, es ſind 2. Zu Gottes Ehrenſihr'r noch ein' groſſe bier zu kriegen, war ich zu Schaar, die neben mir in Anfang ausgeſchickt: nun Kraͤntzen gehen, und leuch⸗ kommt es endlich an dasſten werden hell und klar; Siegen, und ſind die Feind Die naͤmlich alle, welche all' unterdruͤckt. Ich habe hier mit ſtetig heiſſen Lie⸗ mich die Krieges⸗Zeit ſo an⸗ bes ⸗Thraͤnen, ſich hertz⸗ geſchickt, wie ſichs gebuͤb⸗lich alle Stunden ſehnen, ret, und rittermaͤßig ausge⸗ nach jenes groſſen Tages⸗ fuͤhret den langen Kampf, Zier. den ſchweren Streit. 3. Hier galt es Schwi⸗ 882. M. Was mein tzen, es galt Schnaufen 7 „Die lang und kaube Nen Sott will ꝛc. ne⸗ Bahn, mit Ehren end⸗ Do komm, geliebte To⸗ lich durchzulaufen, wie des ⸗Stund, komm, Gefahren, dem HErren Himmels Freuden. Ach! treulich zu bewahren, allfllebſter Tod, komm bald geſeßzt. langen, in weiſſen Klei⸗ dern Tag erſcheinen, daß unſer K. ͤ ͤͤ—. — ich nun ſeliglich gethan. Ausgang meiner Leiden! Ich habe bis zu allerletzt, ich ſeuftz aus dieſem Suͤn, den Glauben in ſo vielfden⸗ Grund, nach jenen uͤbrigs in die Schantz heran, ich warte mit Ver⸗ f bon 7. Nun fehlen erda e ch, wenig Stunden, ſo bin hear lu 1 J fol ſcheiden, zu tauſend guteſißt der Krantz mir ſchon I 1 1 fle Abken! it bl all der geakt, de ich ken: Fldelvol, e er bol. 9 O5 10, schen ke 5 Doch/ 9 ehe nacht Flccht erscht ed in dle acht, dich! ea findet. 0, Ich halte len, mein eig Leben, i lich mit iſaſen. 4 Dum! f Jeſem d ir meln liczem Kan rue, 1 7 Duc. 1 nuf. 0 lauſend 1 0 1 7 2 0 1—* checkt, 9 0 ae 4 ö N abiet, 1 a ee den 9 0 rel— 1085 0 met 1 1 10 piel c. el 5 5 85 10% Wet 2— 2 en g 2 10 Ada e ee 4 1— ba dt an, e ene 105 N man! l 1 al. g f 1 N tet Ehn M vat ich! S, MM dicht: I E e ich an g F e dige e M Aft geit ſo g A sch A de ibig ausg 5 155 n Kam 4 reit. 4 dec n. d che bon ul. ue Re 3 Ederen F. n, e , d e, gbd I n Fele F W, 1 fe 5 Fu, 1 g 1 N HE l n 24%% * 5 * dern angethan, vor Got⸗ tes Thron zu prangen. 2. Ihr ſchwachen Glle⸗ der ſcheuet zwar, ſo fruͤh entſeelt zu werden; Die Seele ſelbſten kann, nicht gar ohn alle Pein der) Erden, darinnen ſie bis⸗ her gelebt, den letzten Ab⸗ ſchied ſagen: Bald iſt ſie Freudenvoll, bald ſchwebt ſie wieder voll Zagen. ) Das itt, dem irrdl⸗ ſchen Leib. 3. Doch, JEſu! deine Liebe macht mir alle Furcht verſchwinden; Ich werd in dieſer Todes⸗ Nacht, dich Lebens ⸗Fuͤr⸗ ſten finden. Ich finde ja, ich halte dich, mein Leben, mein Verlangen, mein Leben, du wieſt ſel⸗ ber mich mit deinem Licht, umfaſſen. 4. Drum ſterb ich nicht in dieſem Tod, der Tod iſt mir mein Leben: nach kurtzem Kampf, nach kur⸗ tzer Noth, is dort ein ewig Schweben, voll Herrlich⸗ keit, voll Ruh und Freud, voll Fried, voll Troſt, voll Wonne, voll Seligkeit, wo allezeit, Sott ſelbſten iſt die Sonne. 5. Der Hertzog meines Lebens, iſt durch Tod zum Leben gangen, und ich werd auch zu meinem Chriſt auf dieſem Weg ge⸗ langen. Der letzte Schritt zur Seligkeit, geſchicht durch ſelig Sterben. Iſt Er mein Haupt in Herr⸗ lichkeit, wie ſoll ſein Glied Vom Tode und Auferſtehen. 757 mein verlaß den Leib der Er: den! wirf alles Eitle wil⸗ 6. Drum, zage nicht, ſchwacher Sinn, lig hin, die Erd muß Erde werden. Die Seele bleibt in Gottes Hand, bey ſolchem Wohlvergun⸗ gen, das nur der Geiſt, und kein Verſtand anjetzt begreifen 118 7. 7. Auch wird die ſchoͤne Freuden⸗Zeit am End der Zeit entdecken, daß Gott der Seinen vorſg Kleid auch aus dem Staub er⸗ wecken, und ewig herr⸗ lich machen kann; Da wird ſeyn volle Wonne, wenn wir mit Klarheit angethan, dort leuchten wie die Sonne. 8 8. An uns ftirbt nichts als Sterblichkeit, wir ſelbſt ſind unverlohren! der Leib wird nur der Laſt befrept, und himmliſch neu geboh⸗ ren, Denn, was man hier verweslich ſaͤ't, was hier verdirbt im Dunckeln, das wird, ſo bald es auferſteht, voll Glantz und Schoͤnheit funckeln. 9. Drum gebt ihr, ſchwa⸗ chen Glieder ihr, euch wil⸗ lig hin der Erden: Es wird von eurer Zahl und Zier, gar nichts verlohren were den. Die Haut, die vor⸗ñ⁶ mals euch bedeckt, wird dort mich wieder kleiden, wenn ich, in meinem Fleiſch erweckt, beſchaue Gottes Freuden. 10. Dem, ich im Glaus ben hier gedient, der wird mich dorthin bringen, wo verderben. N tauſend vor ihm J17 ſind 758 vom Tode und Auferſtehen. ſind, und ewig heilig ſin⸗ gen. Da werd ich ſeine Herrlichkeit mit meinen Augen ſehen, und was in Zeit und Ewigkeit von ihm mir Guts geſchehen. 11. Gott ſelbſt mit ſei⸗ nem Angeſicht wird ewig mich erquicken: ſo werd ich auch in ſeinem Licht, mir ſelbſten ihn erblicken O Herrlichkeit! wie find' ich mich, wenn Engel⸗ reine Seelen mit Sonnen⸗ klaren Leibern, ſich vor Gottes Stuhl vermaͤhlen. 883. M. Herzlich thut mich verlangen. Falet will ich dir ge⸗ ben du arge falſche Welt! dein ſändlich boͤſes Leben durchaus mir nicht gefaͤllt, im Himmel iſt gut wohnen; dahin ſteht mein Begier, da wird Gott ewig lohnen, dem der ihm dient allhier. 2. Rath' mir nach dei⸗ nem Hertzen, o IeESu, [Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmertzen, bilf mir, HErr Chriſt, Christ, ſo made dich ha geblut't zu todt. 24. Verbirg mein' Seel aus Gnaden in deine offne Seit; ruͤck ſie aus allem Schaden, in deine Herr⸗ lichkelt. Der ißt wohl hie geweſen, wer kommt ins Himmels Schloß! der iſt in deinem Schooß. F. Schreib meinen Na⸗ me'n aufs Beſte ins Buch des Lebens eln, und bind mein! Seel fein veſte ins ſchoͤne Bündelein der'r, die im Himmel gruͤnen, und vor dir leben frey, ſo will ich ewig ruͤhmen, daß dein Hertz lieblich ſey. 884. M. Wer nur den lieben GOtt ꝛc. eil nichts gemeiners 0 iſt als Sterben, und hald vielleicht die Reih an mir; ſo will ich mich bey Zeit bewerben, um ein recht ſeligs Sterben hier. Ich will erſt Sterben, eh ich ſterb, daß ich im Tode nicht verderb. 2. Weil aber dis iſt eine Sache, die nicht in + davon: Verkuͤrtz mir al⸗ les Leiden, ſtaͤrck meinen bloͤden Muth! Laß mich ſelig abſcheiden, ſetz mich in dein Erbgut. 3. In meines Hertzens Grunde dein Nam und, Creutz allein, funckelt all' zeit und Stunde, drauf kann ich froͤlich ſehn. Er⸗ ſchein mir in dem Bilde, zum Troſt in meiner Noth, wie du, HE Menſchen Kraͤften ſteht; ſo weiß ich, wie ichs kluͤglich mache, has mein Vorhaben doch fortgeht: Ich lauf gerade zu dem Mann, der zum Wohl⸗ ſterben helfen kann. 3. Das iſt mein IEſus, der ſein Leben fuͤr meines hat geopfert auf, mir ſein Verdieuß zum Troſt gege⸗ ben, ſein Blut zu meiner Seelen Kauf, und mir 5 durch ewig geneſen, wer bleibt Nu nit 1. fil dir zu tht J. 40 U gelen Sund . Neu und u Hlauben ſekbindeh, fich ferbe it ich wi la, zu ein teten schl . Jchgehe bunden, 0 Feel, eig I Delte n ltbenden, et t deinem g chr selbe uf, He alpen Gef „ Bete l und i dich ſelber . 1 ich thut! a ec ngen.= e d dir 9 ige 10= K Hane mit nich ue m nmel Abr dahin eh e te „de di r Wen, det dier. S uc d ee et nh . — Vom Tode und Auferſtehen. 759 durch ſeine Todes⸗Noth, Tod. 4. Ach! liebſter Schatz, erworben einen ſelgen edenck doch meiner, und halte bey mir redlich aus, laß allzeit mich genieſſen deiner, und reiß aus aller Noth mich raus: Denn ich will haben in dieſem Nun, mit niemand als mit dir zu thun. 5. Laß mich abſterben meinen Suͤnden durch ſte⸗ te Reu und wahre Buß, im Glauben mich mit dir 4 verbinden, und lernen daß ich ſterben muß; da⸗ mit ich mich all Augen⸗ blick, zu einem ſelgen Sterben ſchick. 6. Ich gebe dir zu treuen Haͤnden, HERR, meine Seel, dein Eigenthum, das Deine mag ich nicht entwenden, es bleibet dein zu deinem Ruhm! Sieb du nur ſelber Achtung drauf, HERR JéESUu! meinen Geiſt nimm auf. 7. Bereite mich von aus- und innen, wie du mich ſelber haben willt, den Glauben mehr, ſtaͤrck meine Sinnen, und ſey fuͤr mich ſtets Sonn und Schild; die Sünde tilg, aus Händ und Fuß, mich dem Satan wehr, und zeig dich mir mit deinem Heer. 8. Ich bitt mir aus dein' hellige Wunden zur Ruh, dein Wort zur Ar⸗ tzeney, deines Leidens Kraft zur letzten Stunden, des Vaters Hertz, des Kleſd Julezt um Grabe deine Se uͤber lang mir iſt, als it. 9, Auf dleſe Weiſe mag ich ſterben in kurtzem oder einem Himmels Erben und Gottes Kinde gar nicht bang. Die Gottes⸗ Lieb, das JEſus⸗ Blut, machts ſchon mit meinem Ende gut. 885. M. Herr, ſtraf mich nicht ꝛc. Jenn ich in Todes⸗ Nöthen bin, und weiß kein'n Rath zu fin⸗ den: ſo nehm ich meine Zuflucht hin zu Chriſtt Tod und Wunden,, dar⸗ innnen ſind ich Huͤlf und Rath wied'r Gottes Zorn und Miſſethat, und wie⸗ der Tod und Hölle. 2. Es iſt kein Schmertz, kein Leid, kein Noth, kein Angſt ſo groß auf Erden, ſo nicht durch Chriſti Wunden roth geheilet könnte werden. Sein Tod mein Leben und Ge⸗ winnſt, mein Hoffnung, Zuflucht und Verdient, mein Schatz, mein Ehr und Krone. 1 3. Er ſtreckt am Creutz freundlich zu umfangen; ſein Haupt neigt er mir zu ein'm Kuß, aus hertz, lichen Verlangen, ſein! Seite er eroͤfnen ließ, daß ich darinn mog ſchauen ſuͤß ſein Hertz, ſein' Lieb 4. Das iſt die Thuͤr der Gnaden veſt, die uns ſtets Troͤſters Treu, dein Blut zur Kron und Sterbe⸗ offen ſtehet. Gleichwie Gott 760 Vom Tode und Auferſtehen. SG Noah bauen laͤßt. ei'n Kaſten, drein er ge, 358. In eigener Mel. het, zur Suͤndflutb groß Menn mein Stuüͤndlein mit all den Sein'n: Alſo vorhanden iſt, und ſind Chriſti Wunden rein, ich ſoll fahr'n mein' Straſ⸗ die Thür zum Gnaden⸗ſe, ſo g leit du mich, HErr Throne. II eEſu Chriſt, mit Huͤlf F. Darein will ich mich mich nicht verlaſſe: Mein finden ein, und mich dar⸗Seel an meinem letzten in verdecken, gleich wie End, befehl ich, HERR ein klein's Wald Voͤge⸗ in deine Haͤnd, du wirſt lein im hohlen Baum ſte wohl bewahren. verſtecken, bis Ungewittr 2. Meln' Suͤnd' mich voruͤber geht: Alſo will werden kraͤncken ſehr, mein ch mich finden ſtets zu G'wiſſen wird mich nagen, Chriſt, den Baum des denn ihr'r ſind viel, wie Lebens.[Sand am Meer: doch will 6, Moſes ſchlug einen ich nicht verzagen, geden⸗ Felſen hart, das Waſſerſckn will ich an deinen draus thaͤt flieſſen, alſo[ Tod. HERR Je Su, ward Chrißi Seite zart, deine Wunden roth, die mit einem Speer zerriſſen, werden mich erhalten. daraus viel Blut und] 3. Ich bin ein Glied an Waſſer floß, der Gnaden⸗ deinem Leib, des troͤſt ich Brunn ſich da ergoß, der mich von Hertzen, von dir mich im Tod erquicket. ich ungeſchieden bleib in 7. O ew'ger Vat'r ins Todes⸗Noth und Schmer⸗ Himmels Thron! laßſtzen: wenn ich gleich ſterb, Wich von bingen ſcheiden. ſo ſterb ich dir, ein ewgez O IeeSu Christe, Got⸗ Leben haſt du mir, durch tes Sohn! Du wollſt deinen Tod erworben. mich auch geleiten. O] 4. Weil du vom Tod Heilger Geiſt! thu auf ſerſtanden biſt, werd ich im die Thur, und mich zum Grab nicht bleiben, mein Baum des Lebens fuͤhr, hoͤchſter Troſt dein Auf⸗ und zu dem Brunn der fahrt iſt, Todes⸗Furcht Gnaden. kannſt du vertreiben: Denn . Nun fuͤhl ich Schutz, wo du biſt, da komm ich Troſt, Ruh und Freud, in hin, daß ich ſtets bey dir deinen heilgen Wunden: leb und bin: Drum fahr un iſt all's Leid und ich hin mit Freuden. raurigkeit aus meinem FL. So fahr ich hin zu dertz'n verſchwunden. JEſu Chriſt, mein Arm' ahr hin, mein Seel, ſchu ich ausſtrecken, ſo OTT wartet dein mit ſchlaf ich ein, und ruhe einem lieben Engelein, fein, kein Menſch kann mich uͤhrt dich ins Himmels aufwecken, denn IJEſus Saale. Chriſtus, Gottes 9 . Glehe 51 l ſchweben u , eſche die fle geben, ſmmels; e doch, Ge hot her von n Thron de ld Ehren; 0 fol gen 13 . Goder lt komme artet de Vom Tode und Auferſtehen. 251 der wird die Himmels F. Es ſind dabeg viel Thuͤr aufthun, mich füh⸗ der Deinen, derer Wunſch rin zum ew'gen Leben. von Hertzen iſt, das du md geſt bald erſcheinen, 386. Mel. Freu dich 5 5 h Wanken N a iſt. encke, wi ſehr, o meine ꝛc. wird geſchehn, wenn du Webde munter, liebe die wirſt wieder ſehn, wel⸗ Seele, balde wirdſche dir vor vielen Jahren, es ſeyn gethan, daß du durch den Tod genommen aus der Leibes⸗Hohle dich waren. recht ſchwingeſt Himmel 6. Dieſe auserwäͤhlte an. All dein Leiden, Creutz Frommen, und die En⸗ und Noth, endet ſich nun gel werden dich heiſſen durch den Tod. Nunmehr tauſendmal willkommen, wirst du überwinden, und und dich fuhren prachtig⸗ ein beſſer Leben finden. lich, hin zu deines Got⸗ 2. Siehe, wie die En⸗ tes Thron, allwo ſie mit gel ſchweben um dein Bet⸗ſchoͤnen Ton, werden ih⸗ te, weiche dir das Geleite ren Danck erweiſen, und wollen geben, hin bis an Goc bertzlich dafur die Himmels⸗Thuͤr. Sie⸗preiſen. he doch, Gott ſendet 7. Lob und Prels mit ſchon her von ſeinem ho⸗ vielen Ehren, ſey Dir, hen Thron den Triumph⸗ HERR, daß unſre Zahl und Ehren⸗Wagen, der ſich noch taͤglich muß ver⸗ dich ſoll gen Himmel tra- mehren, bevorab daß die⸗ gen. ſſesmal gegenwaͤrtig from⸗ 3. Goc begehret, du mes Kind, auch nunmehr ſollt kommen zu ihm auf, ſich bey uns ſindt: Laß er wartet dein, und will doch bald die andern From⸗ dir bey andern Frommen men, aus der Welt auch raͤumen deine Stelle ein. zu uns kommen. 8 Er hat auch das weiſſe 2. Dein Goes ſelbſt Kleid und die Krone ſchon wird dich empfangen mit bereit't, die du ſollt zu viel Lieb und Freundlich? ew gen Tagen mit den keit, dir abwiſchen von den größten Freuden tragen. Wangen alle Thraͤnen, ſo 4, Drum, o Seele, ſey das Leid dir hier gusge⸗ doch fertig, eile, daß du preſſet hat; Er wird an kommeſt dar, weil da dei derſelben ſtatt dir ſein ner auch gewaͤrtig iſt der himmliſch Freuden Leben Auserwählten Schaar, die in Beſitz auch ewig geben. „ bviel tauſend an der Zahl] 9. Da wirſt du alsdenn jetzt ſchon kommen allzu⸗ von Suͤnden, Creutz und mal an die Himmelsthuͤr Elend wiſſen nicht: Lau⸗ gegangen, dich mit Freu⸗ ter Wenne wirst du Au. den zu empfangen. den, und vor Gottes An. geſicht 252 Vom Tode und Auferſtehen. geſicht bis in alle Ewig⸗ keit loben in der Herrlich keit, die dein JEſus dir erworben, als er fuͤr mich iſt geſtorben. 10. Nun denn, liebe Seele, reiſe hin zu deinem lieben Gott. Wohl dir, daß auf ſolche Weiſe ſich beſchlieſſet deine Noth Lebe wohl in Ewigkeit Freue dich der Seeligkeit! da dirs mehr, als wir ver⸗ ſtehen, ohne Ende wohl wird gehen. 11. Aber, weh uns! die wir muͤſſen in der Welt noch bleiben bier, und an noch nicht koͤnnen wiſſen, wenn wir duͤrfen folgen dir, Gott ſieh uns auch gnaͤdig an, hilf, wie du jetzt baſt gethan, daß uns bald von allem Boͤſen, mag ein ſanfter Tod erloͤſen. lieben Gott ꝛc. Wer weiß, wie nahe mir a mein Ende! hingeht die Zeit, ber kommt der Tod. Ach! wie geſchwin⸗ de und behende kann kom⸗ men meine Todes⸗Noth! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur ö mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nachts leicht anders werden, als es am fruhen Morgen war: Denn weil ich leb auf dieſer Erden, leb ich Ah in ſteter Todesgefahr. Mein Gott, ich bitt ꝛc 3. HeErr, lehr mich ſtets mein End bedencken, und wenn ich einſten ſterben 888. NM. Wer nur den ˖ Wunden ſencken, und ja nicht ſparen meine Buß, Mein Gott, ich bitt c. mein Haus befellen, daß und ſage ſtets in allen Fallen: HERR, wie du willt, ſo ſchicks mit mir. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 5. Mach mir ſtets Zu⸗ ckerſuß den Himmel, und Gallen- bitter dieſe Welt; Gieb, daß mir in dem Welt, Getümmel die Ewigkeit ſey vorgeſtellt. Mein Gott, ich bitt 1. 6. Ach, Vater! deck all meine Sünden mit dem Verdienſte Chriſti zu, dar⸗ ein ich mich veſt glaͤubig winde, das glebt mir recht gewuͤnſchte Ruh. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 7. Ich weiß, in JEſu Blut und Wunden, hab ch mir recht und wohl sebett't, da find ich Troſt in Todes Stunden, und alles, was ich gerne haͤtt. Mein Gott, ich bitt ꝛc. 8. Nichts iſt, daß mich von JEſu ſcheide, nichts, es ſey Leben oder Tod; ich leg die Hand in ſeine Seite; und ſage: Mein HERR und mein Goc! Mein Gott, ich bitt ꝛc. 9. Ich habe JEſum an⸗ gezogen, ſchon laͤngſt in meiner beilgen Tauff, du biſt mir auch daher gewo⸗ gen, haſt mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt ꝛe. 10. Ich habe J Eſußleiſch gegeſſen, ich hab ſein Blut muß, die Seel in JEſu getruncken hier, nun n 4. Laß mich bey Zeit ich bereit ſey fuͤr und fuͤr: . el lein Se t n lt Stund, vor Ichgun; i a berge u, 00 5 . de Bohl da 766 0 Veiſe u e N Euiket Serllakel als nir og nur del Ott ꝛc. e ba Mot; ell ich! U heut oder morgen 4 65 Blut ſchoͤn ausgeſchmuͤckt: 0 0 f t it nahe m I f 0 90 f 10 1 0. nichteswerther Sch 0 Lauf 7 Vom Tode und Auferſtehen. 753 5 er meiner nicht vergeſſen, ich bleib in ibm, und er in mir: Mein Gott, ich ꝛc. 11. Ss komm mein End welß. daß mirs mit JEſu glüͤckt, ich bin und bleib in ſeinen Sorgen in JEſu Mein Gott, ich ꝛe. 12. Ich ſeb indeß mit Ihm verqgnuͤget, und ſterb ohn alle Kuͤmmerniß: mir gnüget, wie es mein Gott fuͤget, ich glaub und bin ies gantz gewiß: durch dei ga! ne Gnad und Chriſi Blut machſt du's mit meinem Ende gut. 389. Mel. Ich hab' mein Sach ꝛc. Wie fleucht dahin der Menſchen Zeit] wie eilet man zur Ewigkeit! wie wenig dencken an die Stund, von Hertzens⸗ grund! wie ſchweigt hier⸗ von der traͤge Mund. 2. Das Leben iſt gleich wie ein Traum, ein Waſſer⸗ aum; im Augenblick es bald vergeht, und nicht beſtetzt, gleichwie ihr die- ſes taͤglich ſeht. 3. Nur du, Jehovah bleibeſt mir das, was du ch biſt, ich traue dir; Laß Berg und Huͤgel fallen zin, mir iſt Gewinn, wenn ful ich allein bey JEſu bin. 4. So lang ich in der Huͤtten wohn', ey! lehre mich, o Gottes Sohn, gieb daß ich zaͤhle meine Tag, und munter wach, daß eh ich ſterbe, ſterben mag, 5. Was hil't die Welt in letzter Noth? Luſt, Ehr und Reichthum in dem Tod? o Menſch! du laͤufſt dem Schatten zu, bedenck es nu, du ko umſt ſonſt nicht zur wahren Ruh. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Luſt! mir iſt das hoͤchſte Gut bewußt: das ſuch ich nur, das bleibvet mir, o mein Begier: HERR JEſu, zeuch mein Hertz nach dir. 6 7. Was wird da ſeyn, wenn ich dich ſeh, nnd bald vor deinem Throne ſteh? Du unterdeſſen leh⸗ re mich daß ſtetig ich mit klugem Hertzen ſuche dich. II. Vom Juͤngſten Gericht. 00. M. Kommt her zu mir ꝛc. u ſieheſt, Menſch, wie fort und fort, der eine hier, der andre dort, uns gute cht muß geben! der Tod haͤlt kelnen andern er ſagt zuletzt die Wohnung auf, uns allen die wir leben. 55 2. Bedenck es weislich in der Zeit, und flieh den Schlaf der Sicherheit, ſey augenblicklich wacker; denn wiß), es bleibet da⸗ bey nicht, daß mann dich hin aus dieſem Licht traͤst auf den Gottes Acker. Wit Vom Juͤngſten Gericht. 764 3. Wir werden aus den Graͤbern gehn, und alle vor Gerichte ſtehn, das Ehriſtus ſelbſt wird hegen, wenn auf der Engel Feld⸗ Geſchrey, die Glut das groſſe Welt Gebaͤu, wird in die Aſche legen. 4. Als denn wird erſtlich aller Welt Belohnung werden zugeſtellt, die Suͤnder ſollen buͤſſen, und ihnen ohn Betrug und Schein, ſelbſt Klaͤger, Richter, Hencker ſeyn, ver, damt durch ihr Gewiſſen. 5. Ach Goc! kommt mir dis Urtheil vor, ſo ſteigen mir die Haar em⸗ vor, mein Hertz fühlt Angſt und Schrecken, ihr hohen Huͤgel! heb ich an; ihr Berg, und was ſich ſtürtzen kann, fallt her, mich zu bedecken. 6. HErr IEſu, meine Zuverſicht! ach! laß dein ſtrenges Zorn⸗ Gericht, ach! laß es mir nicht ſcha⸗ den! Beut an den Vater den Vertrag, dam it ich freudig hören mag, den ſuͤſſen Spruch der Gnaden. 7. Gieb, daß ich mich bey gutem Sinn, und well ich noch bey Kräften bin, zum Sterben fertig halte, und nicht, o JEſu, meine Luſt, begriffen in der Suͤnden Wuſt, zum ewgen Tod erkalte. 391. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Es iſt gewißlich an der Zeit, daß Gottes Sohn wird kommen, in ſeiner groſſen Herrlichkeit, zu richten Boͤſ' und From⸗ men. Denn wird das La⸗ chen werden theur, wenn alles wird vergehn im f Feuer, wie Petrus davon ſchreibet. 2. Poſaunen wird man hoͤren gehn an aller Welt 0 ihr Ende, darauf bald d werden auferſtehn all Tod⸗ ten gar behende: Die aber noch das Leben han, die wird der HErr von Stun⸗ . 15 v 140 f 1 den an verwandeln und nt che verneuen. 8 3. Darnach wird man ableſen bald ein Buch, da⸗ en hake rinn geſchriehen, was alle Menſchen jung und alt, hochst he auf Erd'n hab'n getrie⸗ 1 ben. Da denn gewiß ein jedermann wird hoͤren was er hat gethan, in ſeinem gantzen Leben. 4. O weh dem ſelben, welcher hat des HErren Wort veracht't, und nur 17 auf Erden feuͤh und ſpat nach groſſem Gut getrach⸗ tet, der wird fuͤrwahr gar kahl beſtehn, und mit dem Satan müſſen gehn, von Chriſto in die Hoͤlle. 5. O IE Sul hilf zur ſelben Zelt von wegen deise ner Wunden, daß ich im Buch der Seeligkeit werd elngezelchnet funden: dar⸗ an ich denn auch zweifle nicht! denn du haſt ja den Feind gericht't, und meine Schuld bezahlet. 5 6. Derhalben mein Fuͤr⸗ ſprecher ſey, wenn du nun wirſt erſcheinen, und lies mich aus dem Buche frey, darinnen ſtehn die Dei⸗ nen: auf daß ich 9 21 N 41* N 1 0 e Har g ſchen wird auf Erden bang, von wegen vieler Komm doch, komm doch, e du Richter groß, und mach as uns in Genaden los, von allem Uebel, Amen. 1 1 0 ch At 6 tn Mat Bruͤdern mein, mit dir geh in den Himmel ein, den du uns haſt erworben. machſſ es lang mit deinem Vom Jüͤngſten Gericht. 765 7. O JEſu Chriſt! Du Juͤngktken Tage, den Men⸗ Plage. 892. In eigener Mel. Es wird ſchier der letzte Tag herkoſnen, denn die Bosheit hat ſehr zuge⸗ nommen; Was Chriſtus hat vorgeſagt, das wird jetzt beklagt. 3. Der Abfall vom Glau⸗ ben wird erfahren, daß ei ſey geſchehn vor langen Jahren, wie Paulus der fromme Mann, klaͤrlich zei⸗ get an. 3. Der verdammte Sohn hat lang geſeſſen, in dem Tempel Gottes hoch ver⸗ meſſen, ſich geruͤhmt und ſein Gebot, gleich als waͤr er Gott. 4. Viel falſche Prophe⸗ ten ſind erſtanden, ja noch Rotten und Seecten vor⸗ handen; die mit ihrer That und Lehr, der Welt ſcha⸗ den ſehr. 5. Weil uns nun der Antichrißſſche Orden durch Gottes Wort offenbar iſt Tag geht her, koſnt uns rds alſo ſie hab gewonnen, und ſey allem Ungluͤck ſchon entronnen, wirds ihr erſt mit aller Macht kommen hundertfach. 18 Groſſe Plag wird ſie ploͤtlich umgeben, und ihr alle Schoͤpſung wieder⸗ ſtreben; Denn wird Chri⸗ ſtus kommen frey, daß er Richter ſex. 10. Und er wird ſeinen Ertz⸗Engel ſchicken, und alle verſtorb'ne laſſen we⸗ cken, daß ſie alle ſamt auf⸗ erſtehn, und vor Ihm be⸗ ſtehn. 11. Denn wird er zu ſel⸗ nen Engeln ſprechen: Nun will ich mich an mein u Feinden raͤchen, wer wie⸗ der mich hat gethan, wird nehmen ſein'n Lohn. 12. Verſamlet mit meine Auserkohrnen, alle Gläubigen und Neuge⸗ bohrnen, die meinen Bund wohl bedacht, treulich han vollbracht. 8 13. Und die werden ſie zur Rechten ſtellen, da der worden, ſo laßt uns ſlie⸗ hen mit Fleitz ſeine Lehr und Wei 6. Laß uns in den Bund des HErren treten, und darinnen ſtets wachen 0 beten: Denn der letzte HERR ein lieblich Ur⸗ heil fallen, ſie wird ſetz' n gewaltſglich, in der Luft bey ſich. 14. Aber zum Gottloſen wird er ſprechen: Nun wohlan! ich werde mit 3 Luch 766 ihr meinen Bund genom⸗ men in den Mund? 15. So ihr doch Gott⸗ ſellgkeit verachtet; Und nur nach Untugend habt getrachtet: Ich ſchweig, und da mey net ihr, es waͤr nichts vor Mir. 16. Weichet von mir, all ihr Vermaledeyten, in das Feuer, welches vor langen Zeiten allen Teu feln iſt bereit, fuͤr alle Bosheit. 17. Alsdenn werden ſie zur Hollen muͤſſen, und daſelbſt ihr Untugend buͤſ⸗ ſen, in unausſprechlicher Pein, der kein End wird ſeyn. 18. Aber ſein Volck von dieſem geſchieden, wird er fuͤhren zur himmliſchen Freuden, da es, wie der Sonnenſchein, ewiglich wird ſeyn. 19. Ey nun, HERR, ſo ſteh uns bey auf Erden, und bereit uns, daß wir wuͤrdig werden zu ſchauen in Ewigkeit deine Herr⸗ lichkeit. 893. M. CLiebſter JE ſu du wirſt ꝛc. Zuͤrſt der Fuͤrſten, JEſu F Chriſt, der der Erden Richter iſt, nimm dich meiner Seelen an, daß ic dort beſtehen kann. 2. Schreib mich in dat Lebens⸗Buch zu dem ſuͤſ⸗ ſen Gott's⸗ Geruch, daß dein Grimm mich ſchrecke nicht, wenn du halten Vom Juͤngſten Gericht. euch richten, warum habt an, wie du Petro haſt ge⸗ than: Laß mich, wie die von hinnen gehn. nungs voll, wie dem Scha cher, ſey mir huld, und vergieb mir alle Schuld. F. Laß mich bey den Laͤmmern ſtebn, wenn dein Richten wird angehn; Laß mich deiner rechten Hand, liebſter JE Su ſeyn be⸗ kannt. 6. Laß mich hoͤren, wenn dein Mund den erfreuten Spruch thut kund; komt die ihr gebenedeyt, in das Reich der Herrlichkeit. 7. Daß ich voller Freu⸗ froh und frey; Daß ich deiner Guͤtigkeit, dancke bis in Ewigkeit. 894. M. O Ewigkeit du Freuden Wort. Wort, o Schwerdt, das durch die Seele bohrt, o Anfang ſon⸗ der Ende, o Ewigkeit, Zeit ohne Zelt, ich weiß vor groſſer Traurigkeit, nicht wo ich mich hin⸗ wende. Mein gantz er⸗ ſchrocknes Hertz erbebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt. 2. Kein Ungluͤck it in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht faͤllt, und gantz wird aufgeho⸗ hen: Die Ewigkeit hat nur kein Ziel, ſte treibet wirſt Gericht. ort und fort ihr Spiel N laßt Magdalen, wohl getroͤßt 3. Siehe mich genaͤdig f ſmet ole da 4. Wie Mattheo in dem 0 Zoll, und Jachaͤo Hoff 1 * dun ben ic fac ant , feracht lacht bon ite it u o brelt, ſe e eEmigkei Uh det f goſſe Oug Ewigkeit, duddonner⸗ S— hr gls g Nenſchen , als mage hee i Aab die den ſey, und mich dir nah Jun cher ſſchr e ö 1 Autgeſt d Fe —. ——— S 2 Ualedept⸗ delches allen it, für N erben nuſſen, Augen b ö ſprechl A u End w 1 0% t 800 1* 6 10 aumliſch J 10 f J es, wie e a , tig ey 1 Hes Habach auf Erd LA 1, de E get ag in scha ö Nene 9 ö abſter 1 00 put. 0 2507 ö 15 9. M e ain en I So waͤre doch der ſchenkind! Zeit, der Tod geschwind. vom Juͤngſten Gericht. 767 00 läßt nimmer ab zu toben, eh da, wie der Heiland ſelber I ſpricht: aus ihr iſt keine nah. Erloͤſung nicht. 3. O Swigkeitl du i machſt mir bang! O ewig ewig iſt zu lang, hier gilt I fuͤhrwahr kein Schertzen. % Drum wenn ich dieſe lange Nacht, zuſamt der groſſen Pein, betracht, erſchreck ich recht von Hertzen. Nichts iſt zu finden wei: . 0 und breit, ſo ſchrecklich 10 als die Ewigkeit. 4. Wenn der Verdamm ten groſſe Quaal ſo man⸗ ches Jahr als an der Zahl die Menſchen ſich ernaͤh⸗ ren, als manchen Stern der Himmel hegt, als man⸗ ches Laub die Erde trägt, noch endlich ſollte wahren: Pein zuletzt ihr recht beſtimmtes Ziel geſetzt. 5. Nun aber, wenn du die Gefahr viel hundert tauſend tauſend Jahr und laͤnger ausgeſtanden, und von den Teufeln ſolcher Friſt gar grauſamlich ge⸗ martert biſt, iſt doch kein Schluß vorhanden. Die Zeit, ſo niemand zahlen kann, die faͤnget ſtets von neuen an. 6. Ach Gott! wie biſt du ſo gerecht, wie ſtrafſt du einen boͤſen Knecht ſo hart im Pfuhl der Schmer⸗ ten: Auf kurtze Suͤnden dieſer Welt, haſt du ſo lange Pein beſtellt. Ach! nimm es wohl zu Hertzen, betracht es wohl, s Men⸗ kurtz iſt die 7. Ach! fllehe doch des Teufels Strick, die Wol⸗ luſt kann ein'n Augenblick, und laͤnger nicht ergoͤtzen, dafuͤr wilt du dein' arme Seele hernachmals in des Teufels Hoͤhl, o Menſch! zum Pfande ſetzen, ja, ſchoͤner Tauſch, ja, wohl gewagt, das bey den Teu⸗ feln wird beklagt. 8. So lang ein Gott im Himmel lebt, und uber alle Wolcken ſchwebt, wird ſolche Marter wahren, es wird ſie plagen Kaͤlt und Hitz, Angſt, Hunger, Gchrecken, Feuer und Blitz und ſie doch nicht verzeh⸗ ren. Denn wird ſich enden dieſe Pein, wenn GO nicht mehr wird ewig ſeyn. 9. Wach auf, o Menſch! vom Suͤnden⸗ Schlaf, er⸗ muntre dich, verlohrnes Schaaf! und beßre bald dein Leben. hohe Zeit: es die Ewigkeit! Berndt te lange Nacht. verfluchtes Menſchen⸗Kind, von Sin⸗ nen toll, von Herten blind, laß ab die Welt zu leben Wach auf! 7⁸ Vom Juͤngſten Gericht. lieben, ach! ach! ſoll denn der Hollen Pein, da mehr denn tauſend Hen⸗ cker ſeyn, ohn Ende dich beteruͤben? Wo ißt ein ſo beredter Mann, der dieſes Werck ausſprechen kann? 12. O Ewigkeitl du Donner ⸗ Wort, Scchwerdt! das durch die Seele bohrt, o Anfang ſonder Ende! O Ewig⸗ keit! Zeit ohne Zeit, ich weiß vor groſſer Traurig⸗ keit, nicht wo ich mi Nimm du 2 hinwende: mich, wenn es dir gefaͤllt, HER IcSu! ich dein Freuden ⸗Zelt. 897. Mel. Nun laßt uns den Leib ꝛc. Suͤnden⸗Menſch! be⸗ 45 denck den Tod, der letzten Stunde Angſt und Noth, mach dich mit wah⸗ rer Buß bereit, zu leben in der Ewigkeit. 2. Beſitzeſt du die gan⸗ tze Welt mit hoͤchſter Ehr und allem Geld, erfreut es dich ein kleine Zeit, und dienet nicht zur Ewigkeit. 3. Erſchallt in deinen Ohren nicht: Ihr Todten kommet vor Gericht? Ist doch der Juͤngſte Tag nicht weit, dem folgen wird die Ewigkeit. 4. Wenn du begehreſt Gottes Huld, ſo meid der Suͤnden ſchwere Schuld, die wieder deine Seele ſtreit' t, ſo biſt du frey in Ewigkeit.. 5. Unzaͤhlig iſt der Ster⸗ nen ⸗ Heer, die Tropfen und der Sand am Meer, doch haben ſie Maaß, Ziel und Zeit, und gleichen nicht der Ewigkeit. 6. Beſinn und Dencke fort und fort, was Ewig fuͤr ein Donner ⸗ Wort! ach! keiner Zeiten Zeit, befreyt die Ewig⸗Ewig⸗ Ewigkeit. 396. Mel. Gewuͤnſch⸗ ter Sabbath ꝛc. Woche auf! ruft uns die Stimme, der Wachter ſehr hoch auf der Zinne: Wach auf! du Stadt Jeruſalem! Mitter⸗ nacht heißt dieſe Stunde; Sie rufen uns mit frohem Munde: Wo ſeyd ihr klu⸗ gen Jungfrauen? Wohl nehmt: Halleluja! Macht euch beteit zu der Hoch⸗ zeit; ihr muͤſſet Ihm ent gegen gehn. 1 2. Zion hoͤrt die Waͤch⸗ 1 ter ſingen, das Hertz thut ihr vor Freuden ſpringen, 05 ſie wachet und ſteht eilend auf; Ihr Freund kommt vom Himel praͤchtig, von Gnaden ſtarck, von Wahr⸗ heit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron, HErr, JIEſu, Got⸗ 3. Gloria ſey dir geſun⸗ gen, mit Engliſchen Zungen, mit Harfen und mit Cym, t beln ſchon. Von Zwölf Perlen ſind die e U 4 auf! der Braͤut gam köm̃t; i Steht auf! die Lampen aa tes Sohn! Hoſtianna! Menſchen⸗ und deiner Cohſottt bor del 05 — t hoͤchter gte f du die f ö i /e n folgen ö J 100 Schöpfer! he * 0 0 ein 5 er! ho; Tate 0 5 N het K 4 n e ae a h ſter ic im Himmel. ge finden in der boͤſen Jammer⸗ Welt; denn ſie iſt “voll lauter Suͤnden, ihr Ac gantz Weſen mir mifßfaͤllt, ah Neid, Verfolgung, Spott ei, und Hohn, giebet ſie zum 0 ö I 1 10 1710 „ e dee nete Sch f deine U de fte 5 1 dee de Test b en — ä 0 0 0 0 doch geſchehen, wenn ich ö 807. Mel. Freu dich 1 l Held Gut mich laben? Weg, weg mit der Eitel⸗ 7 1 b f Vom ewigen Leben. 269 e an deiner Stadt, wir ae. ſind Conſorten der Engel boch vor deinem Thron: Kein Aug hat je geſpuͤrt, kein Ohr hat je gehoͤrt ſolche Freude; Des ſind wir froh, jo! jo! jo! jo! ewig in dulel jubilo. III. Vom ewigen Leben. ſehr, o meine Seele. ch! wer ſchon im Himmel waͤre, liebſter GO! bey dir: Hoͤre, re, und laß mich nicht laͤn, ger hier. Ich muß ja ſeyn wo du biſt, wo mei Schatz, mein IeEſus iſt: Ich muß aus dem Welt⸗ Getuͤmmel, weil mein Troͤ⸗ 2. Hler kan ich kein Gnuͤ⸗ beſtenkohn: Ach! du ſchnoͤ⸗ des Welt⸗Getuͤmmel, waͤre ich aus dir im Himmel. 2. Wle wohl wird mir immer die Gottheit kann keit! es iſt doch nur Unbe⸗ ſtand; Ach heim, heim ins Vaterland, helm aus die⸗ ſem Welt⸗Getuͤmmel zn der Ruhe in dem Himmel. 5. Dort kann mir kein Felnd nicht ſchaden, keine Angſt, Gefahr noch Noth denn ich bin in Gottes Gnaden, Gott in mir, und ich in Gott, da erreiche ich mein Ziel, alsdenn will ich, was SOccr will, darum weg, du Welt Getuͤmmel, ich erwaͤhle mir den Himel. 6. Kranckheit, Hunger, Durſt, Froſt, Hitze, Sor⸗ ge, Furcht und ſteter Streit, machen, daß ich oft bier ſchwitze, daß ech haͤufet Leid mit Leid, al⸗ les aber hoͤret auf, wenn ich ende meinen Lauf; O was biſt du, Welt⸗Getuͤm⸗ mel? waͤre ich bey GOT im Himmel. hab u dieſer Zeit⸗ lich Will Wolluſt, 0 die Seligkeit. Vom ewigen Ceben. vollkommenheit! droben iſtſ Ott beliebt, auch gantz Gute Nacht willig von mir geben, din du Welt Getuͤmmel, eins daruͤber nicht betrübt; und alles iſt im Himmel. denn in meines Jeu 9. Soll und muß ich aber wandeln langer noch in die⸗ ſer Zeit, ſo hilf mir ſtets Chrifilich handeln, mein Gott mache mich bereit. Weiſ' mir, wie ich leben ſoll, wie ich ſterbe ſanft und wohl, und laß dieſes Weltgetuͤmmel mich nicht wenden von dem Himmel. 10. Weil du hier mir biſt im Hertzen, ſo bin ich im Fimmel zwar, aber mein ertz macht mir Schmer⸗ tzen, denn es iſt ſo boͤſer Art, darum will ich Suͤnden⸗ los lieber bald ins Schloß. Ach! nimm aus dem Weltgetuͤm̃el mich zu dir, du biſt mein Himmel. 11. Streck deine Arm und Haͤnde zu mir aus, ich Himmels⸗ will hinein, komm, mein Braͤutgam, komm behende, ich will deine ſeyn allein, ſchenck du alle Sünde mir, öffne mir die Himmels⸗ Thuͤr! ich bin aus dem Weltgetuͤm̃el in der Hoff⸗ nung ſchon im Himmel. 893. Mel. Du, o ſchoͤ⸗ nes Welt⸗Gebaͤude. le Menſchen muͤſſen ſterben, alles Fleiſch vergeht wie Heu: was da lebet wuß verderben, ſoll es anders werden neu; Die⸗ ſer Leib der muß verweſen, wenn er ewig ſoll geneſen der ſo groſſen Herrlichkeit, die den Frommen iſt bereit. 2. Darum will ich die⸗ ſes Leben, wenn es meinem mein Gewinn: in Heilig heißt: GOT der Sohn und Geist. 5. Da die Patriarchen Wunden hab ich ſchon Er⸗ loͤſung funden, und mein Troſt in Todes⸗Noth iſt des HErren JIEſu Tod. 3. JEſus iſt fuͤr mich geſtorben, und ſein Tod iſt Er hat mir das Heil erworben, drum fahr ich mit Freuden bin, hier aus dieſem Welt Ge⸗ tuͤmmel, in den ſchoͤnen 0 imme nen Ehren ia ber got e cher beide nebl ten Kite 0 et, Grü Gottes Himmel, da ich werde allezeit Dreyeinigkeit. 4. Da wird ſeyn das Freu⸗ den Leben, da viel tauſend Seelen ſeben die ſchon ſind mit Him⸗ mels Glantz umgeben, die⸗ nen da vor Gottes Thron, da die Seraphinen pran⸗ gen, und das hohe Lied anfangen, Heilig, Heilig, Vater, wohnen, die Propheten all⸗ zumahl, wo auf ihren Eh⸗ ren Thronen ſitzet die ge⸗ zwölfte Zahl: wo in ſo viel tauſend Jahren alle From⸗ — S——ꝓ—k—ᷓ—ß—k—ẽ—ꝛ 7—'—.2’———— men hingefahren: Da wir unſerm GO ju Ehren ewig Halleluja hoͤr'n. 6. Ach! Jeruſalem, du e Schoͤne, ach! wie helle glaͤntzeſt du! ach wie lieb⸗ lich Lob, Getoͤne hoͤrt man da in ſaufter Ruh, o der greſſen Freud und Wonne!) g jetzund gehet auf die Sone,, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. Ach! ich habe ſchon er, 7. hlicket dieſe groſſe Herrlich 1 getoß, Reit/ 0 0 ſo his ich , aber ne 10 Een 8 tat ſo doͤſe bSinden 1 l Hime 5 be dumm en tutel m 1 10 vom ewigen Leben. 22 ö elt, jetzund werd ich ſchoͤn geſchmuͤcket mit dem weiſ⸗ e ſen Himmelskleid, mit der guͤldnen Ehren⸗Krone ſteh ich da vor Gottes Throne, dae ſchaue ſolche Freude an, die kein Eude nehmen kann. e 8. Nun hier will ich ewig wohnen, liebſter Schatz, zu guter Nacht, eure Treue wird Gott belohnen, die Ae dhr babt an mir vollbracht. i Liebſten Kinder und Ver⸗ ie wandten, Bruͤder, Freunde en und Bekannten, lebet wohl N e zu guter Nacht, Gott ſey 0 Danck, es iſt vollbracht. 899. In eigener Mel. Siehe den Satz dieſes Liedes pag. 742. Ich bin ia Herr ꝛe. So recht, mein Kind, ergieb dich mir, das e Leben gab ich Anfangs dir, Lis hieber hab ichs auch er⸗ halten, Ich bins der dir den Sthem giebt, und wenn dc es rar einmal bellebt, wird auch dein ſicher Leib er⸗ kalten, doch wenn du ſolt I ſeyn ausgeſpannt, das ſteht allein in meiner Hand. Wen hab ich nun ze. 2. Ja Ich bins, der dich Nich retten kann, und nehm die letzten Seuftzer an, die die ae gepreßte Bruſſlaͤßt fliegen, W e wenn allen Singen Kraft Naht Da Tobe eee 110 f . 1 Ae ebricht, ſo keblt doch mei⸗ hat ne Hülfe nicht. Ich Jeho⸗ 2 5 0. K iche vah, Ich kann nicht lügen, 8 150 Ich ko ume meinen Wor⸗ ce ten nach, inſonderheit allen beym letzten Ach. Mee Mich duͤnckt, da lies ꝛe. e 3. Getroſt, mein Kind, d leide dich, ſetz deine ö Hoffnung gantz auf Mich, dis alles wird uns doch nicht trennen: Nimmt ſchon die Kraft von auſſen ab, und ſtehſt du nichts als Tod und Grab, dein Geiſt wird doch nicht ſter⸗ ben koͤnnen, was ſicht dich Suͤnd und Satan an, Ich bins, der dich erretten kan. Ich hoͤre der Poſaunen re. 4. Hoͤrſt du gleich der Poſaunen Ton, und ſiehſt du den Gerichts⸗Tag ſchon getroſt! Laß dichs do nicht erſchrecken, hier wird mein Leiden und Geduld, dort aber meines Vaters Huld, dich mit dem Schild der Gnaden decken. Ich hab der Hollen Macht geſchwaͤcht, im Himmel iſt dein Buͤrger⸗Recht. Kein Seld noch Gut ꝛc. 5. Ja, ja, Ich Gott, des Todes Tod, Ich helfe dir aus dieſer Noth, wo alle Huͤlfe ſonſt verſchwunden, den freylich hilft kein Geld noch Gut, ja durch vergoß⸗ nes Bruder Blut, wird keine Rettung je gefunden, doch wer mich ruft im Glauben an, da hat die Holl kein Macht daran. Der Teufel hat nicht ꝛc. 6. Recht ſo, an dem, was Mir vertraut, und nur auf Mich im Glauben ſchaut, kann Satan auch kein An⸗ theil ſnchen. Ich bins, der Miſſethat vergiebt dem, der mich nur von Hertzen liebt, und alle Suͤnden will verfluchen. Ich loͤſe des Geſetzes Bann, und nehme Mich der Meinen an. HErr JEſu, ich dein ꝛc Kk 7. Ge⸗ 2 Vom ewigen Leben. 7. Getroſt, mein Kind, mein theures Blut kommt fFreylich dir auch mit iu gut, wenn du nur melner recht begehreſt, ach fuͤrcht dich vor dem Satan nicht, ihn druͤck:t ſelbſt das Zorn ſches iſt. e 4. GOT wird ſich u uns kehren, ein m jeden ſetzen auf ein' guͤldne Kron der Ehren, und hertzen freundlich drauf, wird uns an ſein Bruſt druͤcken, aus Hebunden, de t, der une gericht, darunter du nicht mehr gehoͤreſt, Er bleibt von mir verflucht, wer, bannt, dich ſchuͤtzet meine Gnaden ⸗ Hand. Nein, nein, ich weiß ꝛc. 8. Wohlan ſuchſt du in Mir dein Heil, ſo ſollſt du als mein wahres Theil, in meinem Schooß geruhig ſitzen: hier lache aller Angſt und Noth, es mag Geſetz Hoͤll oder Tod auf dich her⸗ donnern oder blitzen, ver⸗ bleibſt du nur im Leben mein, im Tod wirſt du kein's Fremden ſeyn. 90. Mel. Sertzlich Reich thut mich ꝛc. er Braͤut gam wird bald rufen: Kommt all ihr Hochzeit⸗Gaͤſt! bilf Gott! daß wir nicht ſchla fen, in Suͤnden ſchlum mern veſt: Bald haben in unſern Haͤnden die Lam⸗ gen, Oel und Licht, und duͤrfen uns nicht wenden von deinem Angeſicht. 2. Da werden wir mit reuden den Heiland ſchauen an, der durch ſein Blut und Leiden den Him⸗ mel aufgethan: die lieben Patriarchen, Propheten allzumal, die Maͤrtrer und ſer Zahl. 3. Die werden uns an⸗ nehmen, als ihre Pruͤder lein, ſich unſer gar nicht ſchaͤmen, uns mengen mit⸗ treten, zur Rechten JEſu Chriſt, all unſern Gott anbeten, der unſers Flei⸗ Lieb gantz vaͤterlich, angeib und Seel uns ſchmuͤcken mit Gaben mildiglich. 5. Da wird man hoͤren Epiel, die Muſica wird bringen in Gott der Freu⸗ den viel: die Engel werden ſingen, all Heilgen Gottes gleich, mit himmeliſchen Zungen ewig in Gottes leiten ins ewge Paradeis, taͤglich werden neu. vonSchwermuth, Zornund Jagen, von aller boͤſengeit. ruft uns die ꝛc. le ten ein: wir werden alle eich. 6. Er wird uns froͤllch 1 1 i 7d Cod ift to. h fein Sta Asen, de % a tui esa von ale . unſchau klingen die rechten Saften⸗ 0 endlich, Mas cott h der inder: 1 Sit, eth hehe ft Petort uc Gott; Wert en Spott. Eile u. die Hochzeit zu bereiten, 4 blen zu ſeinem Lob und Preis, da wird ſeyn Freud und ez, dag Ates Nochte cha Wonne, in rechter Lieb und Tren: aus Gottes e Schatz und Brunne, und 7. Alſo wird Gott erlö⸗ ſen uns gar aus aller Noth, vom Teufel, allem Boͤſen, von Trübſal, Angſt und Spott, von Trauren, Weh und Klagen, von Kranck⸗ heit, Schmertz und Leid, Apoſel mit ihm in groß, 901. M. Wachet auf, 5 1 er Tod fuͤhret uns zum ö Leben, ſeyd abe b a0 1 77 1 ſch ud 1 0 Vom ewigen Leben. 22 Te idr Gott ergeden, der Tod iſt todt und ferne hin; ſein Stachel gehet in 10 Verweſen, der Leib eht auf, und wird geneſen, der Chriſten Tod iſt ihr Gewinn. Was iſt es, das Nun hie firbt? die Suͤnde nur verdirbt. Hochgelobet ſey unſer Go T in Noth, weil in dem Todes⸗ Tod 9 der Tod iſt todt. 3. Der Feind iſt nun 1100 uͤberwunden, der Strick zer⸗ reißt, der uns gebunden, wir ſind von allem Jammer los. Nun ſchaut die Seele ins Unendlich, und Gott iſt ihr als GOtt recht kennt⸗ h lich, der in der Majeſtat if groß! Seht, wie die Seel geziert, wie hoch ſie trium⸗ phirt, Vietoria! ruft ſte, durch Gott: Was iſt der Tod? Der Tod iſt nichtes, als ein Spott. 3. Sollte uns der Tod 1 anfechten, da IJEſus ſitzt zu 1 1 100 0 4. 4 0 1 1 f 0 Gottes Rechten, der von dem Tod erſtanden iſt? Der Hen kann jetzt nicht mehr ſterben, kein Glied kann an dem Leib verder⸗ ben, ich bin ſein Glied, ein wahrer Chriſt. Drum iſt mir der Tod ein rechter % Freuden ⸗Vot: Erlöſte Seel, du wirſt jetzund in Gottes Bund vom Elend los und recht geſund. 4 Wohl auf! du, du ſolt intreten vor GOTTES ae Stuhl, und den anbeten, der heilig, heillg, heilig heiſt: dein JEſus traͤgt dich mit Erbarmen, und nimmt dich frölich auf die Armen, das Er erguicke deinen Geiſt; Der Tod iſt mir und dir die rechte Lebens⸗Thuͤr, Gott öfner ſie. Ey, was iſt das? ſch werd nicht blaß, ich ſinge Gott das Gratias. 902. M. Auf meinen lieben GOtt. Die Zeit iſt nunmehr nah, HErr IEſu, du biſt da: die Wunder, die den Leuten dein Ankunft ſoll deuten, die ſind wie Zahl geſchehen. 3. Was ſoll ich denn nun thun? Ich ſoll auf dem beruhn, was du mir haſt verheiſſen, daß du mich wolleſt reiſſen aus meines Grabes Kammer, und al⸗ len andern Jammer. 3. Ach IESu, wie ſo ſchoͤn wird mirs alsdenn ergehn, du wirſt mit tau⸗ ſend Blicken mich durch und durch erquicken, wenn ich hier von der Erde mich zu dir ſchwingen werde. 4. Ach! was wird doch dein Wort, o ſuͤſſer Seelen? Hort, was wird doch ſennn deln Sprechen, wenn dein Hertz aus wird brechen zu mir und meinen Bruͤdern, als deines Leibes Gliedern! 5. Werd ich denn auch vor Freud in ſolcher Gna⸗ Zaͤhren und Thraͤnen koͤn⸗ nen wehren, daß ſie mir nicht mit Haufen auf mei⸗ ne Wangen laufen? 6. Was fuͤr ein ſchoͤ⸗ Angeſicht, daß ich in je⸗ nem Leben werd erſtmal ſehen, geben. Wie wird KK 2 mie wir geſehen, in groſſen nes Licht wird mir dein 224 m mir deine Guͤte entzuͤcken mein Gemuͤthe. s 7. Dein' Augen, deinen Muud, dein'n Leib fur mich verwundt, da wir ſo veſt auf trauen, da werd ich alles ſchauen, auch in⸗ nig hertzlich gruͤſſen die Mahl an Hand und Fuͤſſen. 3. Dir iſt allein bewuſt die unverfaͤlſchte Luſt und edle Seelen⸗Speiſe in dei⸗ nen Paradeiſe, die kanſt du wohl beſchreiben; ich kann nichts mehr als glaͤuben. 9. Doch, was ich hier geglaubt, das ſteht gewiß und bleibt mein Heil, dem gar nicht gleichen die Guͤ⸗ ter aller Reichen: All's andre Gut vergehet; mein Erbtheil das beſtehet. 10. Ach HERR, mein ſchoͤnſtes Gut, wie wird ſich all mein Blut in allen Adern freuen, und auf das neu erneuen, wenn du mir wirſt mit Lachen die Him⸗ mels⸗Thuͤr aufmachen. 11. Kemm her, komm und empfind, o auserwaͤhl⸗ tes Kind! komm ſchmecke was fuͤr Gaben ich und mein Vater haben; komm, wirſt du ſagen, weide dein Hertz in ewger Freude. 12. Ach! du ſs arme Welt, was iſt dein Gut und Geld hier gegen dieſe Kronen, und mehr als guͤldne Throgen, die Chri⸗ ſtus hingeftellet dem Volck, das Ihm gefaͤllet. 13. Hier iſt der Engel Land, der ſel'gen Seelen Stand, hier hoͤr ich nichts als Singen, hier ſeh ich nichts als Springen; hier Vom ewigen Leben. iſt kein Creutz noch Leiden, Scheiden. 14. Halt ein, mein ſchwa⸗ cher Sinn, halt ein, wo denckſt du hin? wilt du, was grundlos, gründen? Was unbegreiflich finden? Hier muß der Witz ſt neigen, und alle Redner ſchweigen. 3 15. Dich aber meine dier, dich lat ich nicht von mie, dein will ich ſtets geden⸗ cken. HErr, der du mir wirſt ſchencken mehr, als kein Tod, kein bittres fe ae i de U 3. Den hel hee, dale und en it mit meiner Seelen ich wuͤnſchen kann und zaͤhlen. weh, eh ich dich aus der Hoͤh, HErr, ſehe zu uns der Frommen, du meinen 16. Ach! wie iſt mir ſo kommen, ach! daß zum Heil Wunſch und Willen noch moͤchteſt heut erfuͤllen. 17. Doch weißt du deine Zeit, mir ziemt nur ſtets bereit und fertig da zu 10 ſtehen, und ſo zum HErrn zu gehen, daß alle tund. und Tage mein Hertz ſich zu dir trage. 18. Dies gleb, HErr, und verleih, auf daß dein“ Hul und Treu ohn Unterlaß mich wecke, daß mich dein oog. Mel. Valet will ich dir geben. in Tröpflein von den Reben der ſuͤſſen Ewlg⸗ keit kann mehr Erquickung geben, als dieſer eitlen Zeit Tag nicht ſchrecke, da un: ſer Schreck auf Erden ſoll ach Frieb und Frende werden.(0 geſammte Wolluſt⸗Fluͤſſe, 8 und wer nach jenem 1 het tritt unter ſeine Fuͤſſe, was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir moͤchte ſehen kur einen Blick, o Goc! wie wohl wuͤrd' ihm geſchehen, die Welt waͤr ihm ein Spott mit al⸗ lem ibren Weſen; ſo herr⸗ lich und ſo rein, ſo lieblich, ſo erleſen iſt deiner Augen Schein. 3. Den wahren Gott zu ſchauen, das iſt die Seeligkeit, und aller Him, mels Auen ihr ſchoͤnſtes Blumen⸗Kleid: wie war nach ſeinen Blicken der Abraham ſo froh! wie wuͤnſcht er zu erquicken ſich in dir A und O! 4. Sprach mit Triumph und Prangen der liebe Ja⸗ cob nicht: Ich habe Got/ tes Wangen und klares An⸗ geſicht geſehn, und bin 8 neſen; wie glaͤntzte Moſes Haut, als er bey Gott ge⸗ weſen, und ſeinen Mund geſchaut? 5. Du reichlichſte Be⸗ lohnung der Auserwaͤhl⸗ af, ten Zahl, wie lieblich iſt die Wohnung, da deiner Gottheit Strahl ſich of⸗ 775!fenbarlich zeiget! o herr⸗ lich edler Tag, dem dieſe Sonne ſteiget, und ihn erleuchten mag. 6. O Licht, das ewig bren⸗ net, dem keine Nacht be⸗ wußt, das keinen Nebel ken⸗ „net! Geſellſchaft, reich an Luſt, da Gott und Engel koſnen mit Menſchen uͤber⸗ ein, und ewiglich die From⸗ men geſegnet worden ſeyn. 7. Vollkommne Liebe Aae bringet dort immer neue Vom ewigen Leben. 775 Freud, aus em ger Lieb entſpringet ein' ew'ge Froͤ⸗ lichkeit. Gott ſelbſt iſt ſolche Wonne, iſt ſolcher Liebe Preis, iſt ſeiner Blumen Sonne, im bun⸗ ten Paradeis. 8. Sein Licht wird in uns leuchten, ſein Oel und Ho⸗ nig⸗Saft macht unſre Lip⸗ pen feuchten von ſeiner Staͤrcke Kraft; mit Weis⸗ und Schoͤnheit werden wir gantz erfuͤllet ſeyn, und ſpiegeln die Geberden in ſeinem hellen Schein. 9, Was wuͤnſcheſt du fuͤr Gaben? du wirſt ſie finden dert, und in dir ſelbſten haben den Reichthum fort und fort: Denn Gott, vor welchem Kronen und Per⸗ len Staub und Spott, wird ſelber in uns wohnen, und wir in unſerm Gott. 10. Wenn werd ich ein⸗ mal kommen zu ſolcher Freuden Quell? Waͤr lch doch aufgenommen und ſchon bey dir zur Stell! HErr Chriſte, nimm mein leben ſo lang indeſſen an, is ich dich ſelbſt erſehen, und recht beſchauen kann. 904. M. Valet will ich dir geben. rmuntert euch ihr Frommen, zeigt eurer Lampen Schein, der Abend iſt gekommen, die finſtre Nacht bricht ein. Es hat ſich aufgemachet der Braͤu⸗ tigam mit Pracht! Auf, betet, kaͤmpft und wachet, bald iſt die Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, nud fuͤllet ſte mit Kk 4 f Oel, 25 Vom ewigen Leben. Oel, und ſeyd des Heils mes Thron mit Jauchtzen gewaͤrtig, bereitet Leib und triumphiren in eurer Sie⸗ Seel. Die Waͤchter Zions ges Kron. ſchreyen: der Braͤutigamf 8. Hier ſind die Sieges⸗ iſt nah, begegnet ihm in Palmen, hier iſt das weiſſe Reihen, und ſingt Hallel. Kleid, hier ſtehn die Wei⸗ 3. Ihr klugen Jungfrau'nſtzen⸗Halmen im Frieden alle, hebt nun das Haupt nach dem Streit, und nach empor mit Jauchtzen und den Winter⸗Tagen; Hier mit Schalle, zun frohen gruͤnen die Gebein, die Engel Chor. Dle Thuͤr iſt dort der Tod zerſchlagen, aufgeſchloſſen, die Hochzeitſhier ſchenckt man Freuden⸗ iſt bereit: auf, auf ihr Wein. Reichsgenoſſen der Braut 9. Hler iſt die Stadt der gam iſt nicht welt. Freuden, Jeruſalem, der 4. Er wird nicht lang ver⸗ Ort, wo die Erloͤſten wei⸗ ziehen, drum ſchlafet nicht den, hier iſt der ſichre mehr ein: man ſieht die Port, hier ſind die guͤld⸗ Baͤume blühen, der ſchoͤnefnen Gaſſen, hier iſt das Fruͤhlings Schein verheißt Hochzeit⸗Mahl, bier ſoll Erquickungs⸗ Zeiten: dieſſich niederlaſſen die Braut Abendroͤthe zeigt den ſchoͤ⸗ſim Roſenthal. nen Tag von weiten, da-] 1e. O Je Su, meine vor das Dunckle weicht. Wonne] komm bald, und F. Wer wollte denn nun mach dich auf, geh auf, ſchlafen? Wer klug iſt der verlangte Sonne, und foͤr⸗ iſt wach: Gott komm', die dre deinen Lauf. O JEſu Welt zu ſtrafen, zu uͤbenf mach ein Ende, und fuͤhr Grimm und Rach an allen, uns aus dem Streit, wir die nicht wachen, und die heben Haupt und Hande des Thleres Bild anbeten nach der Erloͤſungs⸗Zeit. ſammt den Drachen, drum auf! der Loͤwe bruͤllt. 9of. Mel. Wie ſchoͤn 6. Begegnet Ibm auf N Erden, ihr, die ihr Zion leucht't uns ꝛc. a Its, oder iſt mein Geiſt liebt, mit freudigen Ge⸗ J entzuͤckt? Mein Auge berden, und ſeyd nicht hat jetzt was erblickt, ich mehr betruͤbt: Es ſind die ſeh den Himmel offen. Ich Freuden ⸗Stunden gekom⸗ſehe Gottes Koͤnigs Thron, men, und der Braut wird tur Rechten JEſum, Got⸗ weil ſie uͤberwunden, die tes Sohn, auf den wir alle Krone nun vertraut. hoffen. Singet, klinget, 7. Die ihr Geduld ge⸗ ſpielt auf ſcharfen Daolds⸗ tragen, und mit geſtorben Harfen, jauchtzt von Her ſeyd, ſollt nun nach Creutzſtzen, JESuse ſtillet alle und Klagen, in Freuden Schmertzen. ſonder Leid mit leden und 2. Ich ſeh, Er machet al⸗ daß bert tet& Flat, Pal 1 0 N 0 14 regſeren, und vor des Lam ⸗ les neü, die Braut fig 0 n ohne ſhiöger Seid f mit 60 t Brit I 10 en Hals Pelter, G. ligen, Ger chen Gluck r Liebes? cas, zu Ates Kö ſagen, Jag he, Donn eiche 1 Halen rem N Vom ewigen Leben. 777 Ihm ohne Scheu in reiner ſers Mondes blaſſes Licht choͤner Seide, die Kleider das Lamm iſt ihre Sonne“ find mit Gold durchſtickt, ihr leuchtet Gottes Herr⸗ der Braut' gam hat ſie lichkeit: die Heyden wan⸗ ſelbſt Hale mit theu⸗ deln weit und breit bey als Geſchmeide. dieſes Lichtes Wonne. e Meiſter, Geiſter, Cheru⸗ Ihre Thuͤre, ihre Pforte bdinen, Seraphinen wuͤn⸗ dieſer Orte ſtehet offen, da % chen Gluͤcke, JEſus giebt iſt keine Nacht zu hoffen. % ihr Liebes⸗ Blicke. 7. Von Gottes Stuhle ee 2. Der Brant iſt nichts quillt ein Fluß, der mitten dals Lust bewuſt, GOtt ſteht auf der Gaſſen muß das an ihrer Schönheit Lu, Holtz des Lebens waͤſſern: ſie gläntzet wie die Son Die Frucht die der Baum 1 ne, man führt ſie in den. wölffach tragt? und jedes 1 Braut- Pallaſt, ins Freu⸗[Blaͤttgen, dat er hegt, 1 0 den⸗Haus, zur ſtolzen Raſt, ſoll die Geſundbeit beſſern. zu ihres Koͤnigs Wonne.] Schlechte Knechte, Her⸗ Klagen, Zagen, Sonnen- ren, Fuͤrſten, Kayſer, Hitze, Donner, Blitze ſind duͤrſten nach der Quelle 2 verſchwunden, GOttesſſie fleußt recht Cryſtallen⸗ i Lamm hat überwunden; bell Ott komm 4 J Na Wen, u il e e ichen, und J Jen Ha Bed abe J Meli e. 4. Gott hat ſie aus dem 8. Wie herrlich iſt die Strom erfriſcht, derugen neue Welt, die Gott den ö* Thraͤnen abgewiſcht, Sott Frommen vorbehaͤlt, kein kommt bey ihr zu wohnen, Menſch kann ſie erwerben. Er will ihr Gott, ſie ſein O JeEſu, Herr der Herr⸗ Volck ſeyn, ſelbſt bey ihr lichkeit! Du haſt die Statt geben aus und ein: Wie auch mir berett, hilf ſte mie reichlich kan Gott lohnen! auch ererhen. Weiſe, prelſe Erauet, ſchauet Gottes übre Kräfte, ihr Geschäfte Güte, Gottes Huͤtte bey mir Elenden, laß mich auf — e 1 7 999 den Anblick enden. ey bekehrten Sundern.; N J Wie heilig die neue 906.. etebe die du Stadt, die Sott und: mich zum ꝛc. Lamm zum Tempel hat, Mete Lebens beſte zum Grunde, die zwoͤlf Bo⸗ Freude iſt der Him⸗ % ken! gar nichts gemeines mel, Gottes Thron: mei⸗. geht hinein: wer greuelt, ner Seelen beſte Weide, muß verbannet ſeynſein iſt mein JEſus, Gettes Theil iſt bey den Todten. Sohn, was mein Hertze Reine, feine Edelſteineſ recht erfreut, iſt in jener ſind gemeine, 0 Licht Herrlichkeit. immert, wie ein heller 2. Andre moͤgen ſich ere % Jaſpis ſchimmert. qqulcken an den Guͤtern die⸗ i e, Die Stadt darf kei⸗ ſer Welt; ich will nach dem en ner Sonne nicht, nicht un⸗ Himmel blicken, und in 1 K J eſie 124 778 Vom ewigen Leben. JEſu ſeyn geſellt, denn der Erden Gut vergeht, JIEſus und ſein Reſch beſteht. 3. Reicher kann ich nir⸗ end werden, als ich ſchon 907. M. O Ewigkeit du Donner Wort. Ewigkeit, duFreuden⸗ Wort! o Freud, die In 77 61 bin, alle Schaͤtze dieſe ewig gehet fort! o Anfang, Erden ſind ein ſchnoͤ⸗[ſonder Ende] o Ewigkeit, der Angſt Gewinn, IEſus Zeit ohne Zeit, ich weiß iß das rechte Gut, das derſvor groſſer Frölichk eit Seelen ſanfte thut. nicht wo ich mich hinwen⸗ 4. Glaͤntzet gleich das][de! mein gantz entzuͤcktes Welt Gepraͤnge, iſt os lieb lich anzuſehn, waͤhrt es doch nicht in die Laͤnge und iſt bald damit geſchehn; ploͤtzlich pfleget aus zu ſeyn dleſes Lebens Glantz und chein. i 5. Aber dort des Him⸗ mels Gaben, die mein IESueE inne hat, koͤn⸗ Ren Hertz und Seele la⸗ ben, machen ewig reich und ſatt, und vergeht zu keiner Zeit jenes Lebens Herrlichkeit. 6. Einen Tag bey JEſu ſitzen, iſt viel beſſer, als die Welt tauſend Jahr in Freuden nutzen: Aber ewig eyn geſtellt zu des HErren rechten Hand, bleibt ein aus erwaͤhlter Stand. 7. Eſſen, Trincken, Tan⸗ tzen, Springen, labet meine Seel nicht: Aber nach dem Himmel ringen, und nach IJeſum ſeyn gericht, iſt der Seelen ſchoͤnſte Zier, geht auch aller Freude fuͤr. 8. Ach! ſo goͤnne mir die Freude, IEſu, die dein Himmel hegt! ſey du ſel⸗ ber meine Weide, die mich hier und dort verpflegt, und an dir recht froh zu Hertz iſt voll, der Freude, die da kommen ſoll. 2. Kein' Freud iſt doch in aller Welt, die endlich mit der Zeit nicht fallt, und gar wird aufgehoben, die Ewigkeit hat nur kein Ziel, der Freuden unver⸗ andert Spiel wird nimmer aufgeſchoben; ja Paulus der bekennet frey, daß ſie gantz unausſprechlich ſey. 3. O ewig Freuden voller Gang! o Ewigkeit verzeuch nicht lang, wir warten dein mit Schmertzen: Drum Pracht zuſam̃t der groſſen mich von Hertzen: Nichts iſt zu finden weit und breit, ſo lieblich als die Ewigkeit. 4. Was acht ich irdſcheeuſt auf Erd, dies alles iſ kaum nennenswert, es kan nicht lange waͤhren, was waͤr es wenn gleich einer lebt, und ſchwebt? So wuͤrd ichs Freud fallt ſelten ein, und kann dazu nicht ewig ſeyn. 5. Es iſt die Freud ohn ches Jahr, als ohne Zahl hier Menſchen ſich ernaͤh⸗ ſeyn, nimm Himmel ein eden 3 der ren, als manchen Stern wenn ich jene Hlmmels⸗ Freud betracht, erfreu ich funftzig Jahr in Freuden nicht begehren: denn dieſe alle Quaal, währt man⸗ el! 0 1 Laub 10 ids ſchren, ſie ſerletzt, gel wird h (. Nun ab. 155 bel nd tauſend ſuftgekande en Engeln fend und! ie, itt doc ſithanden; mand h get ſets o J. Eucht ei det em G. f betgän da Freud dar Mut Jae wach , vas ere u auf je dalag, Ang abet unge . Ach! w 10 100 Jauchtzen wenden, ate dieſe unzerſtoͤrte Freud ſoll — — — — S —— — Vom ewigen Leben. 22 der Hiſmel hegt, als man⸗ ches Laub das Erdreich traͤgt, und Vogel ſich ver⸗ mehren, ſie bleibet ewig unverletzt, kein End und % Ziel wird ihr geſetzt. 6. Nun aber wenn du im⸗ merdar viel hundert tau⸗ 10 ſend tauſend Jahr in ſolcher Luſt geſtanden, und ſammt den Engeln ſolcherßriſt mit 1 1 70 und Wonn ergoͤtzet iſt, iſt doch kein Schluß vorhanden: die Zeit, die niemand zahlen kann, die „ faͤnget ſtets von neuen an. 7. Sucht einer gleich bier in der Welt Erzotzung in ſein'm Gut und Geld, es iſt vergaͤnglich Weſen: Kein' Freud iſt etz, nur levter Muͤh, und ſlete Sorge macht es fruͤh, ja das, was er erleſen, bringt ihm auf jedem Glocken Schlag, Angſt, Kummer, herbes Ungemach. 8. Ach! was iſt das? es wird der Schein der ew gen Luft nicht irrdiſch ſeyn, und mit der Zeit ſich enden, es wird ſich der Erwaͤhlten Schaar in Lieb und Friede immerdar mit gros un waͤhren bis in Ewigkeit. 9. Ach Gott! barmher⸗ tzig und gerecht, wie loh⸗ neſt du die Fromen Knecht % mit triumphirnder Wonne Aa auf kurtzes Leiden dieſer 14 Welt; haſt du ſo lange Freud beſtellt, komm nur, Gnaden Sonne! Nun 1 merck auf dis, s Menſchen⸗ Kind, ſey fromm es kommt der Tod geſchwind. 10. Die irrd'ſche Luſt iſt voller Tuͤck, und kann doch kaum einen Augenblick und laͤnger nicht ergoͤtzen, flieg ſolche Luͤſt nur alle it, hier kann man ja in Ewig⸗ keit die Seel in Freuden ſetzen, ein ſchoͤner Tauſch, recht wohl gewagt, der uns in Ewigkeit behagt. 11. So lang ein Gott im Himmel lebt, der uͤber alle Wolcken ſchwebt, wird dieſes Jauchtzen waͤhren, kein ſcharfe Kalt noch blaſſe Hitz, kein Angſt, kein Feuer oder Blitz wird dieſe Ruh verheeren: ſie bleibet un⸗ verruͤckt allein, ſo lange Gott ein Gott wird ſeyn. 12. Die Freude bleibet immerdar, als anfangs ſie beſchaffen war, ſie kann ſich nicht vermindern, da iſt kein Arbeit, ſondern Ruh, und nimmt an Froͤlſchkeit ſtets zu bey jenen froſſten Kindern, ſo folget auf die Tbraͤnen⸗Saat die Freu⸗ den⸗Erndte in der That. 13 Wach auf! betruͤb⸗ ter Menſch, vom Schlaf, ermuntre dich, verlaßnes Schaaf, denck an das Freu⸗ den Leben, wach auf] es kommt die ſchoͤne Zeit, es kommt die frohe Ewigkeit, die JEſus dir wird geben, wer weiß, ob er nicht kom⸗ men mag, komm heut er⸗ wuͤnſchter Freuden Tag. 14. Die Luſt iſt Laſt in dieſer Welt, die nur den Ueppigen gefällt, derßrom⸗ me wird ſich huͤcen, laß ja doch keine Sicherheit dir deine Hertzens Froͤlichkeit durch Erden Laſt verbie⸗ Kk ten, . 15 4 1 f r 5 164 114 5 ö N 0 . 5 4 g 780 11 0 5 ö 1 905. M. Solt ich mei⸗ Vom ewigen Leben. ten, vor allen Dingen hab in acht dein Heil, das Chriſtus dir gebracht. 15. Du hoch erloͤſtes Menſchen⸗Kind, des Gei ſtes voll, gehab geſchwind, hon dieſem Erden⸗Huͤgel, und ſchwing dein Hertze dahinein, wo hundert tau⸗ ſend Engel ſeyn, nach dei⸗ ner Seelen Fluͤgel: wo lebt ein ſo beredter Mann, der jene Freud ausſpre chen kann. 16. O Ewigkeit, dußreu⸗ den Wort, o Freude, die da gehet fort, e Anfang ſonder Ende: o Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor groſſer Froͤlſchkeit nicht, wo ich mich hin⸗ wende, nimm du mich wenn es dir gefallt, o Je⸗ ſu! in dein Freuden ⸗Zelt. nen GoOrt nicht ꝛc. 2 mir die Perlen⸗ Thoren, o du Schmuck Seelen haſt bereit. Aber dieſe Luſt erwecket Durſt, den nichts, mein Gott, als vergnuͤgen mich. 4. Du biſt meiner See⸗ 1 ich l genneg. len Wonne, wenn m Angſt betruͤben will, mein Hertz nennt dich ſeine Son⸗ ne, und das Sorgen Meer wird ſtill, wenn mir deine Blicke lachen, deren lieb⸗ beglaͤntzter Strahl trennet alle Noth und Quaal, du kannſt mich Vergnügen Himmels Freud, auſſer dir Verdruß und Leid. der Himmels Stadt, Licht vom Licht zum Lichr'erkoh⸗ ren, eh die Welt den An⸗ fang hatt'! Eile, Lieber, beim zu führen meine Seele, deine Braut, die du dir haſt anvertraut. Laß mich dieſe Klarheit zieren, wo mich keine Sün den Nacht mehr betruͤbt und traurig macht. 2. Ich lieg ſchon in dei⸗ nen Armen durch Glauben veſt geſchraͤnckt, und durch deiner Lieb Er⸗ barmen wird mir Freude den Staub. 6. Geuß indeſſen in die 5. Laß mich, Baum des Lebens bleiben, an dit eie nen gruͤnen Zweig, der, wen ihn hier Stürme trel⸗ ben, ſtaͤrcker werd und hoͤ s her ſteig, auch im Glauben Fruͤchte bringe, und verſetz mich nach der Zeit, in das Feld der Ewigkeit, da ich mich an dir vergnuͤge, wenn des Leibes welekes Laub, wieder gruͤnt aus ſeinen eingeſchenckt, die nach dei nen Neetar ſchmecket, den du, ſaͤttigeſt in voller Ruh. 3. Es verlanget mich zu ſehen ohne Decke dein Be⸗ ſicht, und von Suͤnden frey zu ſtehen, reines Lamm in deinem Licht; doch ich will dir nichts vorſchreiben, und mein Himmel iſt ſchon hier, wirſt du, meiner Seelen Zier, nur mit mir vereinigt bleiben: denn wie ſolt doch ohne dich, Himmels Luſt machen, in dir hab ich Seele deinen fuͤſſen Le- N bens Saft, Leben, dem ich mich erwaͤhle, und laß deiner Liebe Kraft mi du in der Ewigkeit meiner gantz Gnaden voll 4 5 6 eibe side wel dean wil Ich melt —— V cher 1 ht in ſcher und Immer; Aalden it 1. Chor. denn ni. 1 1 0 lt erer ler ble her ling 5 1 1 ch fl igkeit, du 1 1.— 0 b , 7 Auf ſterden l ol ic m 0 tt nicht T die per „o duSch Welt den Eile, Liebe nel A finn deen na a Brant, ä Vom ewigen Ceben. 781 bleibe mein, ich bleibe dein, dein will ich auch ewig ſeyn dich, mein JEſu, will ich haben! Erd und Himmel acht ich nicht ohne dich, mein Troſt und Licht. 0 909. Mel. Erſtes Chor. wie ſelig ſey ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! ihr ſeyd ent; gangen aller Noth, die uns noch haͤlt gefangen. 1. Chor. 2. Muß man hier doch wie im Kerker le⸗ ben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken ſchweben: Was wir hier kennen, iſt nur Muͤh und Hertzeleid zu nennen. 1. Chor. 3. Ihr hinge⸗ gen ruht in eurer Kammer, ſicher und befreyt von allen Jammer; kein Creutz und Leiden iſt euch hinderlich an euren Freuden. 1. Chor. 4. Chriſtus wi⸗ ſchet ab all eure Thraͤnen, habt das ſchon, wornachwir Uns erſt ſehnen, euch wird geſungen, was durch keines Ohr allhier gedrungen. I. Chor. 5. Ach! wer wol⸗ te denn nicht gerne ſterben, und den Himmel fuͤr die Welt ererben? Wer wolt hier bleiben, ſich den Jam⸗ mer laͤnger laſſen treiben. I. Chor. 6. Kom̃, Cbri⸗ re Seelen, eure Kronen, eure Pſalmen, eure guͤldne Thronen ſind ſchon berei⸗ e ge! kom uns auszuſpanen, loͤſ' uns auf, und fuͤhr uns bald von dannen, bey dir, o Sonne, iſt der frommen Seelen Freud und Wonne! AZbweytes Chor. 1 Ja hoͤchſt ſelig ſind wir, Hieben Brüder, unſet Nund iſt voller Freuden⸗ Lieder; doch, was wir ſchauen, wird Gott euch gar bald auch anvertrauen. 2. Chor. 2. O ihr Lieben! ſeyd doch ja zufrieden, wüͤnſcht nicht Freude, wei! ihr ſeyd hienieden; laßt euren Willen ſich nur ſanft in Gottes Gnade ſtillen. pfen, da in uns war Sünd und Tod zu daͤmpfen. Was euch jetzt quaͤlet, daran 70 es Uns auch nicht ge⸗ e et. 2. Chor. 4. Duldet eu nur fort bey euren Thr nen, bleibt getreu, euch Himmel an zu ſehnen; eu jetzig Leiden iſt der Saamen zur kuͤnftigen Freuden. 2. Chor. 5, Freplich iſts hier gut bey Chriſto leben doch koͤnnt ihr euch in Geduld ergeben: all ene Streiten lohnet Chriſtus hier mit Herrlichkeiten. 2. Chor. 6. Ach ihr theu tet, ſchafft nur, 10 ihe recht zum Siege fireltet. ſeits gewiß gegeben. Lobt ihr Menſchen, lobt ihr Him⸗ ö mels⸗Choͤre, gebt dem boͤchſten GOtt allein die Ehret die Ewigkeiten werden ant 1 Lob ausbreiten 910. Mel. 0 14 2 1 0 11 1 0 145 1 1. 1 ie 0 U i und Streit, nichts denn Vom ewigen Leben. ſchen můſſen ꝛc. elt, Ade! ich bin dein muͤde, ich will nach dem Himmel zu, da wird ſeyn der rechte Frie⸗ de, und die Stoltze Gee⸗ len⸗Ruh. Welt, bey dir iſt Krieg und Streit, nichts den lauter Eitel⸗ keit! In den Himmel allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 2. Wenn ſch werde da hin kommen, din ich aller Kranckheit los, und der Traurigkeit entnemmen, ruhe ſanft in Gottes Schooß: In der Welt is Angſt und Noth, endlich gar der bittre Tod; Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seeligkeit. 3. Was lſt dieſer Erden Freude? Nebel, Dunfſt und Hertzeleid. Hier auf dieſer ſchwartzen Heide ſind die Laſter ausgeſtreut: Welt, bey dir it Krieg 610. Mel. Alle Men lauter Eitelkeit! In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seeligkeit. 4. Unausſprechlich ſchoͤ ne ſinget Gottes auser⸗ wahle Schaar, heilig, heilig, beillg klinget in dem Himmel immerdar; Welt, bey dir iſt Spott und Hohn, und ein ſteter Jammer Ton: Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seeliskeit. 5. Nichts iſt hler denn lauter Weinen, keine Freu; de blelbet nicht: will uns gleich die Sonne ſcheinen, Licht: Welt, bey dir iſt Angſt und Noth, Sorgen und der bittre Tod] in dem Himmel allzeit Frie⸗ de, Ruh und Seeligkeit. 6. Nun es wird dennoch geſchehen, daß ich werd in kurtzer Zet meinen Heiland wiede ſehen in der groſſen Herrlichkeit: denn bey uns ift lauter Noth, Muͤh und Furcht, zuletzt der Tod: Aber dort iſt allezeit Frie⸗ de, Freud und Seligkeit. 7. O! wer nur dahin elanget, wo jetzund der ſchoͤne Chor in vergüldten Kronen pranget, und die Stimme ſchwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Thun iſt Eitelkeit; in dem Him⸗ und Seligkeit. 8. Zeit, wenn wirſt du doch anbrechen? Stunden, o! wenn ſchlaget ihr? daß ich mich doch mas be⸗ ſprechen mit dem Schon, ſten fuͤr und fuͤr Welt! du haſt nur Sturm und Streit, lauter Qugal und Traurlokeit: Aber dort iſt allezeit Friede, Freud und Seligkeit. 5 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor GOT beſteh, daß, wenn alles wird zer⸗ krachen, es heiſt: Komme! und nicht geh: Welt, bey dir iſt Angſt⸗ Geſchrey, Gorge, Furcht und Heu⸗ cheley: In dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Anhang o verhemmt die Nacht das mel allezeit Friede, Freud 1 1. Gott bahlel ahb un 10 ſehn se dach erg ke, Pig 0 J ſhelet 1 1 95 55 e 0 0 Fe, * At, dan lt d. Hier auf 5 Stehe ben He 0 u 101 0 115 50 del 1 Dun ich hut 1 n gictts den 1 t n f e a 1 Itiede 00 e S 1016 100 15 t 0% tes aus 17/ beilig, E 0 A ſünget i nach, tusgeſtreut de i Krie l gh 1 5 2 it 10 ki fett 14 0 7 Aber der 6 1 Freu ö 5 A 1 bet 5 keine gte ˖ 1 1 2 n ſchnm Anhang geiſtlicher Lieder. 28 Anhang geiſtlicher Lieder. 911. M. Singen wir aus Hertzens⸗ Grund. bermahl iſt eins da: hin von der Zei⸗ ten Anbeginn, abermahl iſt dieſes Jahr, wie wir ſelber wandelbar, iſt es nunmehr alt unden kalt, hoͤret wie die Zei⸗ tung bald von dem neuen Jahr erſchallt. 2. Gott ſey Lob! daß abermahl eins dahin iſt von der Zahl unſrer Jahre, die wir ſehn ſchneller als der Rauch vergehn, daß von unſer Pilgrimſchaft aber eins iſt weggeraft, durch ſo ſchneller Zeiten Kraft. 3. HErr, wie groß iſtſ! deine Guͤt, ach! wie fromm — dein Gemuͤth! Haſt du doch zu Tag und Nacht dieſes Jahr an uns ge⸗ dacht, da wir doch nur Staub und Koth, nichts verdienen als den Tod, ja ſo gar der Hollen Noth. 4. HErr, dein Nacht⸗ mahl, Tauff und Wort, haſt du noch an unſerm Ort rein behalten und da⸗ zu den gewuͤnſchten A und Ruh uns ſo mildiglich beſchert, ja was unſer Hertz begehrt, haſt du reich⸗ lich uns gewaͤhrt. 5. Billig ſagen wir dir Danck 1110 die Kleidung, Speis und Tranck, fuͤr Geſundheit, Ehr und Gut, Lob ſey dir, daß auch die Glut, noch das Waſſer, noch der Wind, uns, dle wir ſo ſtraͤflich ſind, 1010 verderbt ſo gar geſchwind. 6. Zwar du haſt uns laſ⸗ ſen ſehn, was den Suͤn⸗ dern muß geſchehen; aber deine Guͤt und Treu war och alle Morgen neu. Ach! regler uns Hertz und Sinn, daß wir jetzt zum Anbeginn alle Bosheit legen hin. 7. Gute Nacht! vergan⸗ nes Jahr, ſam̃t der Truͤbſal und Gefahr: Gute Nacht du Suͤnden⸗Kleid! decke mich, o Froͤmigkeit! Guͤſ⸗ ſer JEſu! fuͤhre mich zu dem neuen gnaͤdiglich, daß ich lieb und lobe dich. 912. In eigener Mel. As Gott! thu dich er⸗ barmen durch Chri⸗ ſtum, deinen Sohn, uͤb'r Reich hilf, daß wir Buſſe thun, und ſich ein jed'r erkennen thut. Ich fürcht, Gott hat gebunden ein Ruth; Er will uns damit ſtra⸗ fen, den Hirten mit den Schaafen, es ſoll ihm kei⸗ n'r entlaufen. 1 2. Gott hat uns lang gerufen durch ſeine treue Knecht, unſ'r Ohr'n ſind ab'r nicht offen, darum geſchicht uns recht; ſein' Straf haben wir jetzt in dem Land/ ich fͤrcht, ihr? find und uͤber Armen, 0 1 0 1 4 N* E 65 5 1 ö 7 I, Anhang ſind mehr vor der Handſwaͤhren, wir wollen ſchlem⸗ Gott woll ſie von uns men und zehren. Der Teu⸗ wenden, und ſeine Gnade fel thut ſies ehren. ſenden; es ſteht in ſeineu 7. Die Welt laßt nun Haͤnden. nicht abe, das wild viel⸗ 3. Es g'ſchehn groß Wun⸗koͤpfig Thier, man werf der Zeichen noch ſchla⸗ſie denn ins Grabe: es gen wir all's in Wind, die wird geſchehen ſchier. Der Uns ſollten erweichen, ſo Teufel hats dahingebracht, gar ſind wir verblendt, daß man GOtt und ſein daß wir erkenn'n die Wort veracht, fragt nicht Wahrheit nicht, wie uns nach ſein m Gebote, treibt jetzt Gottes Wort bericht, draus nur ein Spotte, daß wir uns daran kehr⸗ſagt wohl: es iſt kein ten, und ſeiner Gnad be⸗ GO 5 tte. ehrten, nicht ſo dawider 8. Die Art iſt ſchon gele⸗ perrten. 5 get dem Baum an ſeine 4. Nerger iſt nie gewe⸗ Wurtz, als uns Johannes ſen von Anbeginn der Welt! zeuget, ins Feuer muß er ein ſeder mags wohl leſen, kurz. Wohl dem, der es was Chriſtus hat gemeldt. iu Hertzen nimmt, und Kein Glaub noch Lieb auf wacht, wenn ſein Erlöſer Erden iſt, ein jeder braucht koͤmmt liebt alleieit das ſein' Tück und Liſt, der Gute, der wird ſeyn wohl Reich den Armen zwinget, behuͤtet, ia vor der Hoͤl⸗ und ihm ſein'n Schweiß len⸗Glute abdringet, daß nur ſein 9. Chriſtus ſein Prophe⸗ Groſchen klinget. ſieye iſt nun erfüllet gar! 5. Wer kann alles er- ein jeder merck dabeye, meſſen, was treibt dieſund nehm ſein eben wahr, Welt mit Macht, mit daß er ſein keben anders ihrem Saufen und Freſſen, ſchick, und Ebriſtum in Hochmuth und groſſem ſein Hertz verſtrick. Nie⸗ Pracht? Gott wirds die mand weiß, welche Stun⸗ Lange leiden nicht; ſchauſde, ſpricht Gott aus ſel⸗ daß dich nicht erhaſch ſein nem Munde, die Welt wird Gericht, ſonſt biſt du ewig gehn iu Grunde. verlohren, dem Teufel] 10. Solchs alles ißt ver⸗ auserkohren: waͤr beſſer, — borgen in der Gottloſen ngen zu ſenbeit,! Fe Jungen fab e bod al! I er in Id: det men,. Aan, 9g. Mel euch, ö ö„ eb tif lt hiederf Ii Er iht end En daun na ab: Hen Cel Tag hohl hene aer Hua 0. t fe babe E JN 5 i du* en en ach Lieb an e e, bent fü der brauch 5 S klebt ind Lit, de 8 S, de dice den mine, Sa 0 1 5 geiſtlicher Lieder. — 2. 7 11. Gott hat Hute alle die er haterweckt, mag: erkauft durch Chriſti Blu⸗ Engel Tag, te, am Creutz hoch ausge⸗ fireckt, da er uns all erloͤſet hat, vom Teufel, Sund, und ew'gen Tod, in feiner darum man froͤlich ſingen Hent iſt der lieben dies mit uns treulich meynen. 4. Solch Wohlthat de⸗ nen wird erzeigt, die nach iſt ſelbſtdem HErren fragen, die fuͤr uns geſtorben, des Va, Engel ihnen ſind geneigt ters Huld erworben, ſonſt den Satan ſie verjagen, waͤr'n wir all verdorben. den Jungen: und dem ſein' Suͤnd iſt leid, der bitte 914. . darum man froͤlich ſingen 12. Dies Lied ſey jetzt ge mag: Heut iſt der lieben ſungen zu Troſt der Chri⸗ Engel Tag, die uns gen Aae ſtenbeit, den Alten mit Himmel tragen. M. Da Iſeſus GOcTct allzeit um Gnad, an dem Creutze ꝛc. daß er nimmer in Suͤnden bad: der helf uns allzu⸗ ſammen, zu Lobe ſeinem Namen, durch JES u Chriſtum, Amen. 913. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Ale Lieb laßt Gott der Chriſtenheit viel Gu⸗ tes wiederfahren, aus Lieb hat Er ihr zubereit't viel tauſend Engel⸗Schaaren, darum man froͤlich ſingen mag: Heut iſt der lieben Engel Tag, die uns gar wohl bewahren. 2. Sie lagern ſich wenn kommt die Noth, in Eil gefaßt ſich machen, und! reiſſen die, ſo fuͤrchten GOTT, aus ihrer Feinde Rachen, darum man froͤ⸗ lich ſingen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die immer fuͤr uns wachen. 3. Sie fuͤhren auf der Straſſen wohl die Großen ſammt den Kleinen, daß keiner Schaden leiden ſoll, Da Jeeus an dem Creutzes Stamm der gantzen Welt Suͤnd auf ſich nahm, ſprach Er in ſeinen Schmertzen noch ſieben Wort, die laſſet uns erwegen wohl im Hertzen. 2. Zum erſten: Vater, strafe nicht an ihnen, nas Mir jetzt geſchicht, weil ſie es nicht verſtehen. Ver⸗ gieb uns Gr, wenn wir auch noch aus Irr⸗ thum was begehen. 3. Zum andern Er des Schaͤchers dacht: Fuͤrwahr du wirſt noch vor der Nacht in meinem Reich heut les? ben. O HErr, nimm uns auch bald zu dir, die wir in Elend ſchweben. 0 4. Zum dritten: Deinen 1 Sbobn, ſteh, Weib, Joban⸗ nes, ihr zu Dienſte bleib, und ſie als Mutter liebe. Verſorg, HERR, die wir laſſen hie, daß niemand ſie betruͤbe. an Fuͤſſen oder Beinen, ſu, großer Lebens, 580 5. Zum vierten ſaget Er: Mich duͤrſt't! O JE⸗ ⁵ 786 Anhang du haſt Durſt und Ver⸗ langen nach unſrer Seelig⸗ keit, darum hilf, daß 25 ſie auch empfangen. 6. Zum fuͤnften: O mein Gott! mein Gott! wie laͤß'ſt du mich ſo in der Noth? Hier wirſt du, HeErr, verlaſſen, daß uns Goc wieder dort auf⸗ nehm. Den Troſt laß uns wohl faſſen. 7. Zum ſechſten: Hie, mit iſt vollbracht, und al⸗ les nunmehr gut gemacht. Gieb, daß wir auch durch⸗ dringen, und was du HErr, uns auferlegſt, hilf ſelig⸗ lich vollbringen. 3. Zum ſiebenden: Ich meine Seel, o Gott! mein Pater, dir befehl zu deinen treuen Handen. Dis Wort ſey unſer letzter Wunſch, wenn wir das Leben enden. 9. Wer oft an dieſe Wort gedenckt, wenn ſeine Miſſe⸗ that ihn kraͤnckt, der wird es wohl genieſſen: Denn er durch Gottes Gnad erlangt ein ruhiges Gewiſſen. 10. Verleib uns dis, HeErr JEſu Chriſt! der du fuͤr uns geſtorben biſt, gieb, daß wir deine Wun⸗ den, dein Leiden, Marter, Creutz und Tod betrachten alle Stunden. 15. M. Sterr JRE u e ei dich ꝛc. f Der du biſt Drey in Einigkeit, ein wahrer Gott von Ewigkeit: Da nun die Sonne von uns weicht, gieb, daß uns dei⸗ ne Gnad erleucht. beten wir vor dir, HErr, unſre Pſalmen ruͤhmen dich, jetzund und hernach ewiglich. 3. Gott Vater in dem ſus Chriſt, ſein ein ger Sohn, mit ſammt dem werthen Heilgen Geiſt, ſey nun und immerdar ge⸗ preiſet. Der 110. Pſalm. 916. Mel. Nun freut euch, lieben ꝛc. Der HErr ſprach in ſei⸗ n'm hoͤchſten Thron in Chriſto, meinem HEr⸗ ren: Du biſt mein einge⸗ bohrner Sohn, dir g'buͤhrt die goͤttlich Ehre! drum ſetz dich zu meiner rechten Hand, bis daß ich lege die Feind allſammt zum Sche⸗ mel deiner Fuͤſſe. 2. Der HErr wird dir auch aus Zion dein's Reichs das Scepter ſen⸗ den; dein Wort ſoll ſich da heben an, und gehn bis zur Welt Enden, daß du ſolt berrſchen gantz und gar uͤber aller deiner Fein⸗ de Schaar, daß ſie ihr Suͤnde buͤſſe. 3. Wenn du wirſt durch das Leben dein, den Tod und Suͤnd bekriegen, wird dir dein Volck gantz willlg ſeyn, durch dich im Glau⸗ ben ſiegen: Dir werden deine Kind'r gebohen, wie der Thau kuͤhl und aus⸗ erkohrn, 4. Der 2. Des Morgens, Gott, Daf dich loben wir, des Abends hoͤchſten Thron, und JE⸗ 9 ſrüb von der Morgenroͤthe. 5 Geiſtlicher Lieder. ee— 4. Der HeErr geſchworn hat uber dich, und wird Ihn nicht gereuen: du big n Priester ewiglich, den Gott'sdienſt zu verneuen, gantz nach der Weiſ Mel⸗ 5 II 0 8 5 ma hut Tal bu Hern& iel Hut A, bil ig ich, 100 nden: J 2 Hen det In hi du! nel 0 l ch u. Dt W een Ein det Nunſch z cc Leben ende J. ich iA n diet Def e, b te in elne Miſſ 5 1 Alm iat, der nit r e, sn: Denn Da de Grad erlant Wr uu d denen. F hu e b uns dit 6 den Chr! de& cee zecetben di& ein e deine Wu& Cb den, Mute d be 10 m0 betracht 5 0 f 1 i t, ein wa igkeit: chiſedech, das alt' Opfer muß gar hinweg, wenn du dich ſelbſt laͤß'ſt toͤdten. 5. Noch wird der HErr ſteis bey dir ſeyn, und ſteh'n zu deiner Rechten, und ſtrafen mit ewiger Pein, all die ihr wieder⸗ fechten, zur Zeit wenn einſt ſein Zorn ergrimmt. die g'waltge Koͤnige hin⸗ nimmt, wird ſie Macht zerſchmeiſſen. 6. Er wird herrlich mit groſſer Pracht unter den Heyden richten, Er wird thun gar viel groſſe Schlacht wid'r die, ſo Ihn vernichten. Er wird mit den Fürſten dieſer Welt, der Ihn ſich ſtets zuwi⸗ der ſtellt, ſein boͤlliſch Reich terrelſſen. 7. In Schwachheit, Lei, den, Treutz und Tod, wird Er hier zeitlich ſterben, und überwinden alle Noth, all Gottes Guͤter erben, und auferſtehn am dritten acht't will haben, wie klein es als jemals iſt gebohrn. 2. Sie ſehn ſein Ange⸗ ſichte, und haben fleißig acht, was Er ihn'n auszu⸗ richten beſiehlet, Tag und Nacht; da ſind die lieben Engel geſchwind, regen die Fluͤgel, iu fahren hin und her. 3. Wo Chriſten⸗ Leute wohnen in Haͤuſern groß und klein, da ſie ſelber nicht koͤnnen vor Feinden ſicher ſeyn, wo nicht ein Engliſch Lager umher wird aufgeſchlagen, in ſteter it Hut und Wach. 4. Solches hat Loth er⸗ fahren, auch Abraham ſein Knecht, Iſaac bey viertzig Jahren nahm ſo ſſe Rebeccam recht; Jacob ſah auf der keitern die Boten Gottes klettern auf und ab, alle voll. 5. Elias war entſchla⸗ fen, ein Engel weckt ihn auf. Eliſe kriegt zu ſchaf⸗ fen, ein Engel wartet drauf: erſchienen auch den Hirten, und groſſe Freude lehrten, wie Chriſt geboh⸗ ren waͤr. 6. Bey dieſes Kindes Tag, daß Er ewig regie⸗ Wiegen der Joſeph ſchla⸗ ren mag, ein Koͤnig uͤber Himm'l und Erden. 91%. M. Serr Coriſt, der ein ge ꝛc. 8 E Throne, die unſre Wachter ſind, der in ſei⸗ n'm lieben Sohne liebt al⸗ ler Menſchen Kind, daß Er auch uicht der eines ver⸗ ſtehn vor Gottes“ ſen lag, ein Feind wolt ihn bekriegen, ein Engel es ihm ſagt: Zieh fern in fremde Lande! Das ſoll in ſeinem Stande glauben ein jeder Chriſt. 7. Auch Lazarus der Ar⸗ me, wens gleich zum Ster⸗ ben kommt, Gott, der ſich ſein'r erbarmet, hat ſein 5 05 beſtimmt, die ihn gen Himmel bringen; r Welt acht't ſolchen Schatz und Wucher noch viel⸗ men gar, noch ſprechen ſie: iſt ein: gelium, und will doch nie⸗ 228 Anhang. laßt uns alle ſingen ewiges Lob und Preis. 5 918. In eigener Mel. G11. hat das Evange⸗ lium gegeben, daß wir werden fromm: Die nicht hoch, der mehrer Theil fragt nichts darnach. Das iſt ein Zeichen vor dem juͤngſten Tag. 2. Man fragt nichts nach der guten Lehr, der Geitz mehr hat uͤberhand genom⸗ Es hat kein' Gefahr. Das e. 3. Taͤglich gedenckt man neue Netz, das ſind der Gottloſen Geſetz, damit ſie alles Gut zu ſich gern wollten reiß'n gewaltig⸗ lich. Das iſt ein ꝛc. 4. Man ruͤhmt das Evan⸗ ingnd werden fromm. Fuͤrwahr, man ſpott't den lieben Gott. Noch ſpre⸗ chen ſie: Es hat keine Noth. Das iſt ein ꝛc. 5. Es iſt doch eitel Buͤbe⸗ rey, die Welt treibt groſſe Schinderey, als oh kein GoOdcr im Himmel naͤr. Das Armuth muß ſich lei⸗ den ſehr. Das iſt ein ꝛc. 6. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen nimmt man hin, das wird ihn'n bringen kein n Gewinn; Die Armen laͤßt man leiden Noth, und nimmt ihn'n aus dem Mund das Brodt. Das iſt ein Zeichen ze. 8 7. Die Schaͤtz der Kir⸗ chen ſind ihr Gift, ſie ſind noch nehmen ſie das Kir,, bl ſchen⸗Gut, ſeht, was der en janz leid ge Geitz nicht thut. Das iſt ein Zeichen 2e.(9 Me 8. Man fragt nachSott ein S dem HErrn nicht mehr, die Welt ſtinckt gantz nach eit? ler Eb: die Hoffart nimmt e neh gantz uͤberhand, Betruͤgen, 0 dhſch kuͤgen ig kein Schand. Das iſt ein Zeichen ee. lebt nie 9. Wo bleibt die bruͤ: du ab derliche Lieb? Die gantze dan Bil Welt iſt voller Dieb: Kein!. 465 Treu noch Glaub iſt in der gh. Welt, ein jeder ſpricht: f hit geg Haͤtt ich nur Geld! Das iſt ein Zeichen ꝛc. 10. Die Welt will iber l nicht laſſen wehrn, an Gott's Wort will ſich niemand kehrn, ſie haben nichts gelernet mehr, denn nur Freſſen und Saufen ſehr. Das iſt ein ꝛc. 11. Ihr groß ſte Kunſt iſt banquetiren, und in den Buͤberey ſtudiren das kann ſie aus der Mgaſſen wohl die Welt iſt aller Schalckõ⸗ heit voll. Das iſt c. 12. Die liebe Sonne kaß nicht mehr zuſehen, und entſetzt ſich ſehr. Darum verleurt ſie ihren Schein, das mas eine groſſe Truͤb⸗ ſal ſeyn. Das iſt ein e. 13. Der Mond und Ster. i ne ängſten ſich, und ihr! Geſtalt ſieht jaͤmmerlich: J wie gern ſie wolten werden frey bon ſolcher groſſen Buͤberey. Das iſt ein ꝛc. 14. Darum komm lieber Herre Chriſt, das Erdreich uͤberdruͤßig it, 10 tragen ſolche Hollen Braͤnd, drum e von ihnen nicht geſtift tt, s einmal mit ibr ein machs eit ö. „ der net nchti derne u eiche n Te 1 r, der ihr, der er nuch 5 1 + E rechen e K Geſiht. 95 1 N Beſetz, da in ſch 10 f eln ze. 1 dil dech 1 tder flint A me ln ſpotr t 9 A. Noch yt Es hat kei! 1 lf eln c. 27 N en l 225 chen 0 t ſilchn 23 1 och titel Bul lt treibt gros 11 Die Armen Noth, 11 au d Brodt. D I K. Schi der * Hit, ſe zicht ingen kei ing 0 1 geiſtlicher Lieder. 8 N 8 N 8 789 0 ccch weiß ein Bluͤmlein andern Blümlein allen. 1 uns hat gegeben, es leuch⸗ 7 tit uns durch die enge ieee 1 16 ſind 1 1 — n. n e 1 gewalt en 1 e 7 15 dem ſind ſie im Glaub'n heilen all euren Schaden. das iſt mein Leib, den ich mein Gut dabey, das glau⸗ bet ftey, daß ihr meln eee! Sünde thut, ſo oft ihrs ee tbut, wie Ichs euch hab e gelaſſen ile err JEſn Chriſt, wohl AA End, und laß uns ſehn den lieben juͤngſten Tag. 919. Mel. Ich hab mein Sach GOtt heimgeſtellt. huͤbſch und fein, das that mir woylgefallen, es gliebt mir in dem Hertzen mein das Bluͤmelein, vor 2. Das Bluͤmlein iſt das goͤttlich Wort, das Gott Pfort, ja hier und dort, wohl in das ew'ge Leben. 3. Er iſt der Weg, das Licht, die Pfort, die Wahr⸗ heit und das Leben: wer Reu fuͤr ſeine Sünde hat, und bitt't um Gnad, vergeben. 4. Er ſpricht ſelber: kommt her zu mir, a die ihr ſeyd beladen; ich will nach eures Hertz us Begier, das glaubet mir, 5. Nehmt hin und eßt, euch etzt thu ſchencken: Ich verſchreib euch all ſolt gedencken. 6. Nehmt hin, krlinckt all, das iſt mein Blut, das Ich fur euch vergoſ⸗ ſen, welch's gung fuͤr eure ldi durch dein bitter Leiden, weil du fuͤr uns geſtor⸗ ben biſt, HERR JESu Chriſt, du wollſt nicht von uns ſcheiden. 8. Nimm uns fuͤr deine Kinder an, daß wir dich alle loben: Dein Wort bekenne jedermann auf rechter Bahn, durch JE ſum Chriſinm, Amen. euch GoOttes ꝛc. Abr lieben Chriſten freut J euch nun, bald wird erſcheinen Gottes Sohn, der unſer Bruder worden iſt, das iſt der lieb' HErr IEſu Chriſt. 2. Der juͤngſte Tag iſt nun nicht fern, komm, JESu Chriſte, lieber HERR, kein Tag ver⸗ geht, wir warten dein, und wolten gern bald bey r ſeynn. 3. Verrathen iſt der Wi⸗ derchriſt, ſein' Heucheley und arge Liſt ſind offenbar, und gar am Tag, des fuͤhrt er taͤglich groſſe Klag. 4. Du treuer Heiland, IJEſu Chriſt, dieweil die 2 2 4 let iſt, die uns verkuͤndigt Daniel, drum komm, lieber Immanuel! 5. Sanet Simeon wart auch auf dich, und deiner Zukunft freute ſich, er ſel ward auch ſeiner Bitt ge⸗ währt, da er ſah was ſein Hertz begehrt. 6. Er ſprach: nun will ich ſterben gern, weil ich geſeh'n hab meinen 5. Wir bitten dich, HExrn, doch ſoll es nicht geſtor⸗ 920. M. Nun freut 790 Anhang. ahbe fe ſeyn, ſondern in Friede fahr ich hin. 7. Ss warten ⸗wir nun auch der Stund, und bit,; ten dich aus Hertzens⸗ Grund, du wollſt nicht auſſen bleiben lang, und ſtrafen einmal die alte lang. 8 8. Der alle Welt ermor⸗ det hat, Luͤgen werden ſatt, den nimm ſaſũt ſeiner Laͤſter: Schul, und wirf ſie in den feur'gen Pful. 9. Dein' liebe Kinder warten all, wenn doch ein⸗ mal die Welt zer fall, und wenn des Teufels Reich zergeh, und er in ew'ger Schande ſteh. i 10. Er iſts, der deinen Namen ſchaͤndt, und der die arme Leute blendt, der boͤſe Geiſt ſucht ſeinen Ruhm, und hindert, daß dein Reich nicht komm. 11. Was du beſfiehlſt, das laͤſtert er, und tobt Hawider greulich ſehr, was uns beſchert dein' milde Hand, das naͤhm uns gern der Hoͤllenbrand. 12. Der Satan hoͤrt nicht auf zu wehr'n, daß ſich ſo wenig Leut bekehr'n, er wend't die Leut von dei⸗ nem Wort, und richtet an Haß, Neid und Mord. 13. Der Teufel braͤcht uns gern zu Fall, und wolt uns gern verſchlin⸗ en all, er tracht nach Leib, Seel, Gut und Ehr, HErr Chriſt, dem rothen Drachen wehr. 14. Die Welt kann nun nicht langer ſiehn, i und kann nicht ſchwach und alt, ſie muß vergehn, ſie kracht von al⸗ len Orten ſehr, und kann die Laſt nicht tragen mehr. 15. Die Creatur nicht laͤnger kann der Eltelkeit ſeyn unterthan, und wolt gern wieder werden frey vons Tuͤrcken Mord und Tyranney. 16. Der Pabſt hat ſie ſo hart beſchwert, und al⸗ le gut Ordnung verſtoͤhrt, drum warn ſie gern ſamt uns erloͤſt, wir hoffen all' auf deinen Trost. 17. Dle alten Vaͤter war⸗ ten all, wenn du erſcheinſt mit groſſem Schall, mit aller lieben Engel Schaar, drauf warten wir manch hundert Jahr. 18. Ey! lieber HErr, eil zum Gericht, laß ſehn dein herrlichs Angeſicht, das Weſen der Dreyeinig⸗ keit, das helf uns GOtt in Ewigkeit. 921. Mel. Zion klagt mit Angſt ꝛc. Lichger IJEſu, hoͤr mein Klagen, meiner Seelen Angſt Geſchrey, ſiehe mei⸗ nes Hertzens Zagen, ſtehe mir in Noͤthen bey, mich der Suͤn den Laſt ſehr druckt, und mir allen Troſt entruͤckt, Tod und Hoͤlle mich erſchrecken und des Himmels Zorn erwecken. 2. ICS, komm und hilf mir Armen, zeig mir deine ſuͤſſe Huld, du wirſt dich ja mein erbarmen, tilgen meine Sünden⸗ Schuld. Treib den Sa- . tan 0 74 . — fern bot A die G den tie 1755 f ge 1 50 b I berlaſſe k Eeelen ch deine! Je hetz tehnt! Dei 1, eſſen, b ft, leb a te n K 11 9 1 1 5* geiſtlicher Lieder. 791 e dan fern von mir, Iffneſozz. Mel. G JtEſu, mir die Gnaden Tbür.] mein Braͤutigam. In den tiefen JEſus, lang it Wunden hab ich allzeit on Adam her ſo lange f 0 Troſt gefunden. Zeit war unſer Fleiſch 3. Ich bin gantz und vermaledeyt, Seel und gar verlaſſen, JEſu, lieb⸗ Geiſt, bis in Tod ver⸗ du ſter Seelen Freund, laß wundt am gantzen Men⸗ mich deine Lieb umfaſſen, ſchen nichts geſund. d die es bertzlich mit mir 2 Uns bat umfangen meynt! Deine Liebe mich groſſe Noth, uber uns erfreut, und erqulckt in herrſchte Sünd und Tod, e allem Leid, wenn mein; wir ſancken in der Hoͤllen⸗ min fg e 1 2 0 och ele Dead lt ſerfal, 1* rufe. n fen ee it u eng Ar ee 0 ef dae , der dein 1 det nt, und d Ef ente blend J 2 u get ig ſucht ſeinn 30 bens ia zehren Glaub und Hoffnung ſin⸗Grund, und war niemand cket, deine Lieb mir bald der helfen kunt. juwincket. 3. Go Tt ſah auf aller 4. Deinen ſuͤſſen JEſus Menſchen Statt nach Namen will ich in mein's einem, der ſein m Willen Hertzens⸗Schrein, als denfthaͤt, Er ſucht ein n Mann edlen Gnaden Saamen, nach ſeinem Muth, fand ſchlieſſen und bewahren ſaber nichts denn Fleiſch rein, deſſen Himmel⸗ fuͤſſe und Blut. Kraft, lieblich Manna, 4, Denn die rechtſchaff⸗ Lebens⸗Saft, meine See⸗ ne Heiligkeit, Würdiskeit le ſoll flets nähren, allen und Gerechtigkeit, hatten Suͤnden⸗Schmertz ver⸗ ſie in Adam verlohrn, aus a welchen ſie waren gebohrn. 5. Welchet all, ihr See⸗ F. Als er ſolch groß Slech⸗ len Feinde, mein HErrſthum erkannt, und keinen 2 bal zu it aal JEſus ißt bey mir; welcht Artzt noch Helfer fand, ihr Welt und Judas dacht Er an ſeine groſſe reunde, JEſum lleh ich Lieb, und wie ſein Wort ür und fuͤc. Seine Treu wahrhaftig blieb. a und Freundlichkeit mir zu 6. Sprach: Ich will i belfen iſt bereit, wenn Barmhertzigkeit thun, fur a mich Todes Furcht umge⸗ die Welt geben meinen J ben, and ſich enden will[Sohn, daß Er ihr Arzt 1 mein Leben. jund Heiland ſey, ſie ge⸗ 6. IEſum will ich ſtets ſund mach und benedey. anbangen: JEſum lieben 7. Er ſchwur ein n Eid allezeit, JIeſu will ich ſtets dem Abraham, auch deem anbangen hier in dieſer David von ſeinem Stamm, % Sterblichkeit. Wenn der verhleß zu geben ihn n den ui leste Tag anbricht, werd Sohn, und durch ihn der ich ſebn ſein Angeſicht, Welt Hülf zu thun. * bpreiſen ſeine Treu und. Er thats auch den Prs⸗ ute ewig mit frobem 1 Semuͤthe. aus durch ihren Wide 1 aver pheten kund, und breitets 792 Anhang. davon Kon ge und fromme Leut, ſein warteten vor langer Zeit. 9. Ob ſie wohl, wie ihr Hertz begehrt, des leib⸗ lich'n nicht wurden ge⸗ waͤhrt, doch hatten ſte im Glauben Troſt, daß ſie folten werden erloͤſt. 10. Da aber kam die rechte Zeit, von welcher Jacob propheieiht, laſ er ihm eine Jungfrau aus, einen Mann vertraut von Davids Haus. 11. In der wuͤrckt Gott mit ſeiner Kraft, ſchuf vom Blut ihrer Jungfrauſchaft, das rein und benedeyte Kind, bey dem man Gnad und Wahrheit findt. 12. O Chriſte! bene⸗ deyte Frucht, empfangen rein von aller Zucht, ge⸗ benedey und mach uns frey, ſey unſer Troſt, Heil 923. Mel. O Haupt voll Blut ꝛc. Woch auf ihr Men,; chen ⸗ Kinder! ach wachet! wacht recht auf! Wacht auf! ihr frechen Suͤnder! wach auf! du fre⸗ cher Hauf! wilt du noch lange ſchlafen? Die Zeit fleucht wie ein Pfeil, wer ſeiner Seel will ſchaffen ihr ewig Heil, der eil. 2. Eil, wer da kaun ent⸗ rinnen der ſchweren Hoͤl⸗ len⸗ Pein: haſt du noch deine Sinnen, o Menſch, denck, was wird ſeyn, die Feuers ⸗ Glut der Hollen dort leiden obne Ziel, man kann ſichs kaum vorſſellen, der Marter iſt zu viel. 3. Schmertzen, zu groß iſt mand zu Hertzen, das ſieht man uͤberall, wie wills zu⸗ d Tag hinein; in Schlem⸗ men, Freſſen, Saufen, das End kann nicht gut ſeyn. 4. Gut kanns nicht ſeyn bey denen, die in die Welt verliebt, und bloß darnach ſich ſehnen, was ſte fur Luſt ausuͤbt, Hoffart, Fleiſch⸗ Augen ⸗Luſt, zu ihrem Zweck gefetzt, ach! daß doch mancher buͤßte, dafuͤr das ihn ergoͤtzt. 15 5. Ergoͤtz ſt du dich an Dingen, s Menſch? ein n Augenblick, die ewig Lei⸗ den bringen, und liebeſt deinen Strick, der dir das Leben raubet, dich toͤdtet und verkehrt, kaum einer dieſes glaubet, bis er es ſelbſt erfahrt. ren, was Hoͤll und Ewig⸗ keit, ach! willſt du's dar⸗ auf ſparen, thu's nicht, heut iſts noch Zeit, be⸗ kehre dich von Hertzen, daß du der Quaal entgehſt, denck, denn gilt es nicht Richter ſtehſt 7. Der d faͤllet, das Leben rund ab⸗ ſpricht, zum Teufel dich ge⸗ leſellet, des ewgen Tods Ge⸗ licht, o Zeter! Ach! Weh! swird da ſeyn, wenn in die Marter⸗Kammer der Hen⸗ cker ſchleppt hinein, 94 9 Zu viel ſind alle dh ihre Quaal, doch faßt nie⸗ letzt ablaufen, man lebt in m de 6. Zu ſpaͤt iſts zu erfah⸗ 10 Schertzen, wenn du vorm en ir das urtheil ah Jammer! Welch Heulen uc WN kein Klagen helfen kann, die Marter geht aufs neue % nach tauſend Jahren an! Tun, den an 7 det kaum , dog 5 = la) Jungfrau al 1 drtraut h I r wüͤrckt keaſt, ſcuf 80 Juugſtauſchg uud beneden 0 N, 15 ler Zucht 0 nach 1 det Troß, J. LO auf Blut ꝛc. 2 3 757 1 auf ihe Mü W a ch „Kinder! 4 8 phat 100 dacht 1 b 1 0 ie ſteich 2 dh A d bad ait du u F, Nn 1 n! ie eh n 0 en Neil, 1 e fell 1 4 eil sch. Der i g 0 1 der ell.„ tte N Nin ande 0 11 ae 45 4 et W , 1 N 190 10 15 10 0 ˖ 0 Ua ut de 15 1 ahne 30 2 en Et 2 Etgz 10 eitel beg 5 kblac,) einge, in Stat 0 ful 1 0 Da iſt kein Glied ſo kleine, das nicht ſein Leiden hat, Mu ne, die Seel auch früh und ſpat. 10 und Schrecken, in finſtrer Dunckelheit wird die Ver⸗ 10 100 werden blindlings tap Erund, und auf einander dag Loch, den Schlemmern und glaͤubets doch, wollt ihr daran noch zweifeln? ſo wahr iſts ſo wahr Gott, ihr fahret mu den Teufeln, ih wo— das halt' t fur geiſtlicher Lieder 8. Dahin, wo keine Reue der Leib der fuͤhlt das ſei⸗ 9. In groſſer Furcht dammten decken Angſt, Grauen, Traurigkeit, die Zaͤhne werden klappen vor Froſt und groſſer Hitz, und pen nach einem friſchen Sitz 10. Sie werden ewig fallen ins Loch, das keinen prallen zuſammen in den Schlund, ſich beiſſen, freſ⸗ ſen, nagen, ſich fluchen, laͤſtern ſlets der Tod wird ſie recht plagen ohn Ende! Seht, ſo gehts. 11. So geht es den Ver⸗ fluchten in ihrem Hoͤllen⸗ Verruchten, ach! glaͤubets Spott. 12. Wacht auf! und laßt euch rathen, thut Buß in dieſem Nu, man warnet euch vor Schaden, kehrt euch zu JEſn zu, daß, wie er euch erkaufet, euch mach von Suͤnden frey, und ihr der Holl entlau⸗ 924. M. Ee woll ung Gott genaͤdig ꝛc. as alle Welsheit in der Welt bey uns hier kaum kann lallen, das laͤßt Gott aus dem Himmels⸗ Zelt in alle Welt erſchallen, daß er 1 8— Koͤnig ſey, hoch uͤber alle Götter groß, maͤchtig, freundlich, fromm und treu, der From⸗ men Schutz und Retter, ein Wale drey Perſonen. Gott Vater, Sohn . ere heißt ſein hochheil'ger Name; 3. So kennt, ſo nennt, ſo ruͤhme und preißt ihn der gerechte Saame, Gott Abraham, Gott Iſage, Gott Jacob, den er liebet, HERR Ze⸗ haoth, der Nacht und Tag uns alle Gaben giebet, und Wunder thut alleine. 3. Der Vater hat von Ewigkeit den Sohn, ſein Bild, gezeuget: Der Sohnn hat in der Fuͤll der Zeit im Fleiſche ſich gezeiget: Der Geiſt geht ohne Zeit herfuͤr vom Vater und vom Soh⸗ ne, mit beyden gleicher Ehr und Zler, gleich ewig, glei⸗ cher Krone, und ungetheil⸗ ter Staͤrcke. 4. Sieh hier, mein Hertz, das iſt dein Gut, dein Schatz, dem keiner glei⸗ der alles thut, was dir zum Heil gereichet, der dich ge⸗ baut nach ſeinem Bild, fuͤr deine Schuld gebuͤſſet, der dich mit wahrem Gluuben fuͤllt, und all dein Creutz durchſuͤſſet mit ſeinem fſet, er euch ſeln d Seit verlei g. ö eilgen Worte. 2 1 5. Erx⸗ chet, das iſt dein Freund, a g 794 Anhang F. Ethebe dich/ ſteig zu 5. Mel. Wer nur Ihm zu, und lern Ihn kecht erkennen: Denn ſolch Erkenntniß bringt die Ruh, und macht die Seele drennen in reiner Liebe, ner Einſamkeit, denn wenn die uns naͤhrt zum ewgen ich gantz verlaſſen ſcheine, Freuden⸗Leben, da, was vertreibt mir JEſus meine allhier kein Ohr gehort, Zeit, ich bin bey Ihm und den lieben ꝛc. Goter wird zu ſchauen er bey mir, ſo kommt mir geben den Augen ſeiner nichtes einſam fuͤr. Kinder. 2. 5 ſtocktem Heer, ſelbſt verblendet, GOTct da muß ſich laſſen der ver⸗ von ſich ftaͤft, und ſeine lachen, der etwas von dem Ebr auf Creaturen wen Himmel ſpricht, drum det! dem wird gewiß des wuͤnſch ich lieber 115— elt ohn wer GOT von ſich treibt 3. Verkehrte koͤnnen leicht allhiet, den wird er dort verkehren, wer greift Pech auch treiben von ſeinem ohne kleben an? Wie ſolt ch denn dahin begehren, Himmels Thuͤr einmal lein, als bey der verſchloſſen bleiben: Denn Gott zu ſeyn. heiligen Throne. i 7. Ey nun ſo gieb, Duf wo man Gott leicht vergeſ⸗ groͤſſer Held, GOtt Him, ſen kann? Geſellſchaft, die mels und der Erden, daß verdaͤchtig ſcheint, wird alle Menſchen in der Weltſofte nach dem Fall beweint. . 4. Zu dem kann ſich ein erleuchte, was verblendet Menſch verſtellen, wer kann geht, bring wieder, was in aller Hertzen ſehn? man zu dir bekehret werden: verirret: Reiß aus, was ſieht oft heimliche Geſel⸗ uns im Wege ſteht, und len die ſich nur nach dem freventlich verwirret die Winde drehn, daß der ſo Schwachen in dem Glau⸗ voller Zucker war, bald ei⸗ ben. ne Schlange drauf gebahr. 8. Auf daß wir alſo all-] 5. Drum kan mir niemand zugleich zur Himmels⸗ hier verdencken, wenn ich Pforte dringen, und der⸗ in meiner Einſamkeit mich maleinſt in deinem Reich alſo ſuche zu beſchraͤncken, bhn alles Ende ſingen, daß Gott allein mein Hertz daß Du alleine Königſerfreut, die Welt ist voller ſeyſt, hoch uͤber alle Got Trug und Liß, wohl dem ter, GOit Vater, Sohn der Gott verbunden iſt. und Heilger Geiſt, der Frommen Schutz und Net. Geſellſchaft ſuchen, — ein Weſen, Drey Per⸗ be Gott in ſtiller Ruh, und nen. n Allein und doch nich gan A alleine bin ich 822 omm ich zur Welt, 6. Weh aber dem ver man redt von Sachen, die daß ſich hier nur auf Eitelkeit gericht, 6. Ein Welt⸗Kind mag ich lies ſollten mir die Neider flu ⸗ chen, ——— Aale Ste achso Machen 5 t ſch 9 ther dem Aue wan ſcch u 8 wird er de der f u bon ſeint 40 fee ont. 57 u ss geb, b, Goit 91 geiſtlicher Lieder. 22 Orte, da findet Er ſich bald me 1 0 , en chen, ſo ſchließ ich meine Kammer zu, und nehme Gott mit mir hinein, ſo wird der Neid betrogen ſeyn. a 7. Mit Gott red ich in ſeinem Worte, und durch waͤr ſein Wort redt Er mit mir, het ich an einem ſtillen zu mir, brauch ich in mei⸗ nem Creutze Rath, Er iſts; der mich getroͤſtet hat. 2. Mach ich im Stillen ſeine Hand bey mir, ich mag nun ſchlafen oder wa⸗ chen, ſo ſtellt er mir ſein Bildniß fuͤr, auch in den Traͤumen ſpielet Er, als wenn ich wachend bey ihm waͤr. 9. Wer wollte denn nun nicht bekennen, das ich ſtets in Geſellſchaft bin, und will die Welt mich einſam nennen, ſo thu ſie es im⸗ merhin, gnug, daß bey mir, wenn ich allein, Gott und meine Sachen, ſo hat Er viel tauſend Engel fern. Unterricht. Wie man ein Lied nach vielen Melodeyen ſingen 2 kann. lle Lieder, die unter einer Nummer ſtehen, können auch alle nach einer Melodey geſungen werden. 3. Ex. unter N. 1. heiſſet das erſte Lied: Alle Menſchen muͤffen ſterben: Nach dieſer Melodey nun gehen alle 1 nachfolgende Lieder: Und nach allen nachfolgenden Melodeyen kann man auch das erſte Lied ſingen. Der Vortheil der Inſtruetion iſt fͤr demſenigen, der wenig Melodeyen weiß, dieſer; daß er alle, unter einer Nummer ſtehende Lieder, nach der Weiſe ſingen fann, die ihm bekannt iſt; Fuͤr demjenigen aber, dem viel Melodeyen bekannt ſind, iſt dies der Vortheil: daß er ſich die ſchoͤnſte erwaͤhlen, und alle andere Aleder fingen kann. Melodeyen⸗Regiſter. No. 1. Alle Menſchen muͤſſen Ach ein Wort von Du o ſchoͤnes Weltgebaͤude ahre fort mit Gluck zu Creutz 2 Verſe. Gott, du laͤſſeſtt Gott, ſo machſt dus 2 V. Ich will gantz und gar Jeu allerliebſter Bruder Eſu der du meine Seele Jeſu frommer Menſchen JEſu liebſter Schatz Jenn, meiner Seelen W. 51 Jeu, meines Hortzens Fr. Seu, meines Lebens IEſu, wenn ich dich nur Keuſcher JEſu Laß abnehmen Laß mich dich mein Meine Seele komm O du Liebe meiner O Durchbrecher aller Schaffet daß ihr Sey mir tauſendmal 1 Unveraͤnderliches Weſen Was betruͤbſt du 1 Welt Ade, ich bin dein 5 Wer 61 „ Fuͤnf Brünlein SGehab dich wohl, du Serr Jeæſu Ehriſt, der Melodeyen⸗Regiſter. 10 Wer das Kleinod Wo mein Schatz Womit ſoll ich 5 No. 2. Ach Gott und HErr Als IEſus Chriſtus in Ich danck dir ſchon durch Ach komm du ſuͤſſer Jetzt leuchtet ſchon Komm CreutzesLaſt O JeęEſu Chriſt, der du Wach auf 3 2 Zeuch mic nach di „ Ach was ſoll ich Suͤnder Alles iſt an Gottes Seegen Blit du Ephraim Ich bin muͤde mehr zu JeEſus iſt mein Freuden⸗ Lehen Ilrael bekehre dich Meine Seele wilt Seyd zufrieden Unerſchaffne Lebensſonne No. 4. An Waſſerflüſſen Babylon Ein Laͤmmlein geht SGegruͤſſet ſeyſt du meine Herr Gott, der du erf. Hilf Gott, wie gehts O0 Gott der du in 11 No. 2 Auf Seele, ſey geruͤſt Du wahres Gotteslamm Min JEſu, der du Steh auf HErr Zebaoth No., 8. Dancket dem HErren Was Lobes ſoll'n wir dir 1875 No. 7. Der lieben Sonnen Licht 1 Auf! Seel und dancke. ich, Fisch bianach No. 8. Die Sonn hat ſich mit Ach ſchone doch, o groſſer Bereite dich mein Der Tag iſt hin mein Dreyeinigkeit, der Groß iſt die Quaal Nun gute Nacht . 93 0. 9. Chriſtus der uns ſeelig Einen guten Kampf Chriſte wahres. Fahr nur hin dun JEſu deine Paßion IEſu meiner Seelen Liebſter Vater ich dein Schwing dich auf zu Siehe mein getreuer Welt was ſichtet dich Wer wohl auf iſt und . No. 10. Eins iſt noth, ach HErr 8 unſrer Seligkeiten Trautſter N ko. 11. Ermuntre dich mein Alſo hat Gott die Der HErr hat alles ü Du biſt ein Menſch, das Du Lebens Fuͤrſt HErr No. 12. Erſchienen iſt der herrlich Brich durch mein Chriſto dem Oſter⸗ Laͤm⸗ melein Der Tag bricht an Dis ſind die heilgen Gelobet ſeyſt du Heut iſt des HErren In Gottes Namen fahren Iſt dieſer nicht des Hoͤchſt. Menſch, wilt du leben O JEſu ſüͤß wer dein Es bald des groſſen Was Gott gefallt No. 13. 9 Es woll uns Gott genaͤdig Chriſt unſer Herr um hriſt unſer H Der Wunde Non fle feuet beit ene „e e d ac M. ng 100 N 13. ich Sund 8 0 ung 8 f ein Freuden 5g 10 hen in gel t dich 00 e wilt den ö lle 9.4 aſſen Babys n geht Ai da meine der du erf. b bunch l die gehts da i 1 Tut Sö hen 1 Henn al wit 0 den dy * 10 0 J 15 Sun 10 fc zottes Seege 0. 5 geh T döhl h „i ü f th ben ü a W. u, ne e 0 ö Melodeyen⸗Regiſter. Der wahre Gott und Ich gruͤſſe dich du O Gott, da ich gar O Gott, mein Schirm O meine Seele erhebe Was alle Weisheit No. 14. Freu dich ſehr, o meine Abermal ein Jahr Ach Gnad uͤber Ach wenn kommen Ach wer ſchon Ach wie will Das walt Gott Der am Creutz Geht ibr traurige Gott heut endet Herr beſaͤnftige Err ich will gar IeEſu deine tiefe Kommt laßt euch Laſſet ab ihr meine Liebſter Gott wenn Liebſter JEſn hoͤr Meine Sorgen Nichts betruͤbters O du allerſuͤß ſte O du allertiefſfte S Lamm Gottes hoch Schuͤtte deines Sey getreu in Sey mir tauſendmal Treuer Gott, ich muß Vater, ach laß Unſre muͤde Augenlieder Warum wilt du drauſſen Weg mein Hertz mit den Werde munter liebe Werde munter mein Wenn Vernunft Wie nach einer Wohl dem Menſchen Wunderlich führſt Wunderlich iſt Gottes Zion klagt mit 1 Froͤlich, froͤuch [Komm, o komm du No. 16. Ach ich armes Schaflein Alles iſt an Gottes Immer froͤlich O ſo haſt du nun O wie ſeelig ſind die Treuer Vater Was bedeutet dis Weil ich meinen IJEſum No. 17. Nach dieſer Nummer kann noch No. 19. geſungen werden. Gott des Himmels und Ach was mach ich Ach was ſind wir Alle Welt was lebt Auf ihr Chriſten Auf und ſinge Bis gegruͤßt dun Danckt dem HErrn ihr Ey was frag ich 300 bin voller Angſt ch bin voller Troſt Ich will einſam IEſus, JEſus, nichts In dem Leben hier ehre wieder meine Liebe die du mich Meine Hoffnung ſtehet Meineskebens beſte Freude Was willt du mein . No. 18.. Haſt du denn JEſu 1 Chriſte mein Leben 99 Kommſt du nun JEſu 1 Lobe den HErren, den Soll ich denn JEſu. HErr ich habe mißgehand. Ach wo iſt mein 10 Aus der Tiefe meiner 0. 5. Freuet euch ihr Chriſten HErr wenn wirſt du. Ebrill Tod in Adams 213 Gott Melodeyen⸗Regiſter. Sott des Guͤte ſich Sute Nacht ihr Hilf, HErr IeEſu 1 Jeſu du mein Ecſu komm mit Jeſu Kraft der Steh doch Seele Strahl der Gottheit Unſer Herrſcher, unſer Weg mit allem Zeuch e„ zeuch mich o. 20. Herr Chriſt, der ein'ge Du biſt ja gantz mein Es ſtehn vor Gottes Herr Gott nun err Jeæſu Chriſt mein Herr IEſu Gnaden O Vater aller Frommen No. 21. Herr nicht ſchicke Folget mir ruft uns JEſu deine Liebes Soll ich mich denn Solt es gleich bisweilen Treuſter Meiſter No. 23. Hertzlich thut mich ver⸗ langen Ach bleib mit deiner 2 V. Ach HErr mich armen Auf, auf, mein Geiſt zu Befſiehl du deine Wege Cbriſtus der iſt mein 2 V. Danck ſey Gott in Der Braͤutgam wird Der Tag hat ſich geneiget Der Tag i nun Du meine Seele ſinge Ein Troͤpflein 8 Ermuntert euch Err JEſu, Lebens ch bin ein Gaſt Ich danck dir lieber Ich hab mich Gott In meines Hertzensgr. Iſt Gott fuͤr mich Keinen hat Gott Laß mich dein enn Cobet Gott unſern HErren O Haupt voll Blut Schatz uͤber alle Schaͤtze So hab ſch nun vollendet So hab ich obgeſieget Valet will ich dir geben Wacht auf ihr 1107 er i Kin Walts Gott mein Was lacht ihr Wie ſoll ich dich Wollt ihr den HErren o. 23. Hertzliebſter IEſu, was Geliebte Freund HErr unſer Gott laß In dieſer Morgenſtund Lobet den HErren alle Lobet den HErren und [HeErr, deinen Zorn No. 23. Heut triumphiret Frühmorgens da Gen Himmel aufgef. 2 V. Lebt Chriſtus, was Wir dancken dir No. 25. Ich liebe dich hertzlich Ach alles was Himmel Durch bloſſes Gedaͤchtniß Ehr, Ehre ſey jetzo Frolocket mit Haͤnden Gewonnen, gewonnen Mein Liebſter, mein O JEſu, du Blume O JEſu, du Urſprung No. 26 IEſu meine Freude Gott der wirds wohl Haſt du Angſt im IEſu meine Liebe IeEſu meine Staͤrcke IEſu Ruh der Seelen IEſu Sonn im Meine Seel iſt ſtille Nun iſt auferſtanden rung wahrer 10 g wah 980 90 ö 1 1 9 Gott Ie denck 0 Leber 195 el h wenn „ Alenthal l der; Ke . 10 Herrlichſte Majeſtaͤt he 8 Nen len 8 um Un l * i g ottheit 87 — luſer 4 auf c nid 2 435 ö in tn ge 20 0 , 1e Bete? Sehe d * te 15 1 9 nein a e cg aden eher Me er fummen 48 den Henn , fenen eiche, dee aft ung Mn liedes een e ee 0 bisweilen„bm er 2 Theis, 15 . 6. men d u nich ver N 5 ungen Tie it deine 2 U 5 AI hu J ich enen-l bee nein 0 1 e, eine Wege n d en 2 ee M T e un nid Tn ö ſicd geneigt b A* un* 5 fl fh e e tuch 1 0 , ue e ee 5— l 220 f. 1 aufe 9 i 1 2 No. 28. i Jeſu meines Hertzens Wenn erblick ich doch Menſch druckt dein 2 Iceſns der ſuͤſſe Melodeyen⸗Regiſter. No. 27. Eſu hilf ſiegen riede, ach Friede Groſſer Immanuel Groſſer Prophete Ach wenn werd ich IEſu meines Hertzens No. 20. u dich hab ich gehoffet Jeſus an dem Creutze IEſus an des c re IEſu deine Hündin weiß mein Gott m finſtern Stall 2 2 28 Verzage nicht, o frommer Zu dir, o Gott Kommt her zu mir Ach Gott! gieb du Auf Leiden folgt Du ſieheſt Menſch Geh aus mein Hertz Gott Vater ſende hr armen Suͤnder Iſt Gott mein Schild Wo denck ich armer No. 22. Lleber JEſu du wirſt. Ach mein IeEſu fleuchſt Ach wenn koͤmmt die Allenthalben wo Füͤrſt der Fuͤrſten Gott wills machen Helfer meiner Hoͤchſter Prieſter den JEfu hilf mein IEſu komm doch ſelbſt JEſus iſt mein enden 7 1 eben Laßt uns alle froͤlich ſeyn Liebſter Braͤutgam Seelen Weide Sieh, wie lieblich Trau auf Gott in allen Treuſter Melſter No. 33. 5 eiebſter JEſu wir ſind bier Das iſt ſe gewißlich wahr IEſus Chriſtus Gottes Nun Gott Lob, es iſt No. 34. Du gruͤner Zweig, du Machs mit mir Gott Mir nach ſpricht Chriſtus Auf, Chriſten Menſch Hier liegt, den Geduldigs⸗Laͤmmlein N55 lauf dir nach ritt hin, o Seel Verwundter Heiland Was plagt mich Wer wird mir [Wohl dem, der 5 No. 39. Meine Seel erhebet Gelobet ſey der HErr Geiſt aller Geiſter Gott ſey uns gnaͤdig Ich dancke dem HErrn No. 36. Nicht ſo traurig Ich erhebe HErr Komm mein Hertz Mein Gemuͤth Schoͤnſter Jen gebe Wie ein Turteltäubelein Aus der Tiefen rufe Ew ge Weisheit No. 37. 7 un daucket alle Gott 214 O Gott melodeyen⸗Regiſter. O Gott du frommer HeErr aller Weisheit ec ge! Ach Jeu deſſen Herr G te dich ſoben ale 80 Ach wenn ich mich Herr Jen Sbriſt dein z geht Dein Geiſt, mein Herr JEſu Ehriſt dich ii nic Der Gnaden⸗Brunn Err Ba wahrer Du dreymal groſſer Hilf, Helfer, hilf 9 Du khochgelobter Du ſagſt, ich bin Gott ſelbſten kat Hertzliebſter JIEſu Chriſt Ich freue mich in dir Ich hab ihn dennoch lieb Jetzund betrachten Mein Schatz, mein O JEſu ſuͤſſes Licht Vater ſie)y 1 O Weisheit aus der Verſuchet euch doch Was frag ich nach der Was kann ich doch Wenn einer alle Kunſt Wie wird doch ſo gering Wohl dem, der Igcobs Woran fehlts e Ne e ens Nun laßt uns den Leib Ach bleib bey uns HErr Ach Gott in Gnaden Ach Gott in was Ach Gott wie manches Allein auf Gott ſetz Als IEſus Christus An cer un dencken. Beſcher uns HErr Chriſt der du biſt der Cbriſte der du biſt Cbriſtum wir ſollen Das alte Jahr vergangen Das neugebohrne Kindel. Das walt Gott Vater Die helle Sonn Die Seele Chriſti Du heilige Dreyfaltigkeit Du unbegreiflich hoͤchſtes Erhalt uns HErr bey Fuͤr deinen Thron O Suͤnden⸗Menſch Schau Braut Vom Himmel hoch Von Adam her Was fuͤrchtſt du Feind f Hinunter iſt der Sonnen. Komm Gott Schoͤpfer Mein Lieb iſt mir Nun freut euch Gottes Nunlieg ich armes Wuͤrm. O frommer und getreuer O heilige Dreyfaltigkeit OJeſu Chriſt mein's Leb. ODJeſu Chriſte wabres L. O JEſn du mein Braͤut. O O JEſu Hoffnung O ſtarcker Gott Vom Himmel kam Vom Satan lieg Wenn wir in hoͤchſten Wir dancken dir HErr Wir ſingen mit [Wo Gott zum Haus Wohl dem, der in IZwey Ding, o HErr O Ieſu meine Wonne No, 40. Nun ſich der Tag geendet Lobt Gott ihr Chriſten Sott Vater der an uf, Seele, auf Auf, 15 Ich * eee Lob ſen dem allerböchlen Jeſu, Gottes Laͤmmel. „„No. 39. 8 Nun laßt uns Gott dem g Der HErr der aller Enden Nun laßt uns gehn und Wach auf mein Herz und Hir, Hinweg mit Furcht J hr lieben Christen 900 — — ——— „ Nut —— — 4 72 —— SS ˖— 160 hh, Melodeyen: Regiſter. Ich ſinge dir mit Mein Gott das Her Nun geht friſch drau Was mich auf Ach Gott der Satan Ach Gott ich muß Ach Gott iſt noch Ach Gott vom Himmel Ach HErre du gerechter Ach Herre Gott mir Ach HErr, wie lange Ach lieben Chriſten Ach treuer Gott Ach wie elend iſt Ach wie erſchrickt Auf Chriſtt Himmelfahrt Aus Lieb laßt Gott Aus tiefer Noth ſchrey Das Elend weißt du Dein Blut HE 4 Der HErr iſt mein getreuer Der Herr ſprach in Du faͤheſt gen Himmel Du Lebens Brodt e Ein Wärmlein bin ich 100 Erhebe dich, o Erſcheine ſuͤſſer Eroͤfne dich, o ſchwacher Es iſt das Heil uns kommen Es iſt gewißlich an der Es ſpricht der Unweiſen Ich hab, o Herr, mein W Joch dennoch mi Nun freut euch lieben [O frommer und getreuer Ich komm jetzt als ein Ich ſteh an deiner sch will von meiner br Chriſten ſht II Ephraim nicht ü No. 44. S eſu ehrit du boͤchſtes n Allein Gott in der Höh Mein Hertzens IEſu Mein Hertz, o Gott Mein JEſus liegt muſt O Gott der du all O Gott der du aus 5 Gott der du das Firm. O Gottes Sohn, HErr S heilige Dreyfaltigkeit O HErr, Gott, der du 5 IeEſa Chris, ich preiſe O Menſch, wie iſt S Vater der Barmhertzig⸗ keit! der O Vater unſer Gott Schau lieber Gott Sey froͤlich alls weit Sey Lob und Ehr dem Wach auf mein Hertz die Wann dein hertzliebſter Was wilt du armer Waͤr Gott nicht mit Was kann uns kommen Wenn ich in Todesnoth Weh mir, das ich ſo oft Wenn mein Stuͤndlein Wer in dem Schutz Wie Gott mich fuͤhrt Gleichwie ein Hirſch Wir Menſchen ſind 8 SGbott herſcht und Wo Gott der HErr niche Gott Lob ein Schritt 1 Gott Vater, Sohn No. 42. 8. HeErr deine Treue O JEſu, du bi mein HeErr der du vormals Ich ar mes Menſchenkingd HErr JEſu Chriſt, du Mein gnug beſchwerteer HErr Jeſu Chriſt, ich ſchr. Es traure wer da will Err JEſu Chriſt, ich weiß Err ſtraf mich nicht No, 1. Err, wie du wilt ſo O ein mein Braͤukgam Hilf Gott mein Ach laß dich jetzt finden freut euch ihr 0 8 No, 4% Melodeyen · Negiſter. e No. 44. O JeEſu komm zu mir O JEſu lehre mich C O Welt ich muß dich Barmhertzger Gott Gott Lob, die Stunde iſt In allen meinen Thaten Nun ruhen alle Walder Nun wachen alle Waͤlder O Welt ſieh hier dein 0. 46. Preis, Lob, Ebr Dein Erbe, HErr Der Geiſt der von des Ein Kind iſt uns Sey hochgelobt Komm beug dich tief No. 47. Seelen Baqutigam O du ſuͤſſe Luſt Wer iſt wohl wie du IEſu rufe mich. No 48. Singen wir aus 1 5 grun Auf den Nebel folgt Treuer Waͤchter „ Ne. 49. Solt ich meinem Gott Ewig ſey dir Lob geſungen Laſſet uns den HErren Laſſet uns mit Oeffne mir die No. 50. Siehe ich gefallner Knecht Straf mich nicht in Mache dich mein Geiſt No. 51. Vater unſer im 1 e re Ach Gott wie manches Gegruͤſſet ſeyſt du Hier lieg ich armes 80 hab oft bey mir omm Heilger Geiſt du Nimm von uns HErr du Nun dancket alle Gott Triumph:,: es kommt [Die Tugend wird Nun hat das Heilge O Elend, Jammer O JEſu, JEſu du So ſoll ich denn noch So wahr ich lebe, ſpricht „ No. ga. Verllebtes Luſt⸗Spiel O ſuͤſſer Stand So iſts an dem No. 52 Von Gott will ich nicht Aus meines Hertzensgr. Auf, auf, ihr Reichsge⸗ 2 Helft mir Gottes Gute Komm Troſter komm [Mich kann Gott nicht 0 Mit Ernſt ihr Menſchenk. Jil de Nun jauchtzet all ihr O Gott ich thu dir dancken Soll ich nach deinem Was wilt du dich hetruͤben Wer Chriſtum recht Wer ſich im Geiſt Wir haben jeit vernommen Zeuch ein zu deinen No. 54. Wachet auf ruft uns Der Tod fuͤhret uns Gewuͤnſchter Sabhath Heiligſter JIEſu heil. 0. 55. N Was Gott thut, das iſt Ein Chriſt, ein tapfrer O groſſer Gott in O reicher Gott von O treuer JEſu Ach hoͤchſter Gott verleihe Ach weh! ach weh Das iſt ja gut, was Durch Adams Fall iſt Friſch auf, meln Seel verz. dri auf mein Serſe S2 2 2 — —— 2 noſſen 80 Geduld iſt euch vonnoͤthen No. 56. Was mein Gott will das —ñ ä— ————— . — S 70 le Melodeyen⸗Regiſter. hun un W. N Geh auf mein's Hertzens Was giebt du r Wegen Sieb Fried o frommer Was mach ich Nr. 4.„e Heut itt das rechte Weil nichts gemeiners eig ie Hier ic mein Herz Welt tobe n en ee Hilt mir mein Gott Wenn ich betracht e ee e Ich hab in Gottes Hertz Wer ſeinen JEſum recht dunn hn ug Mein Gott erſchaffen[Wer weitz wie nahe O Herre Gott, dein Wohl dem der ſich O Vater Hertz 3 b. 79. Sey wohl gegruͤſſet Wie fchoͤn leuchtet der So geheſt du mein Ach Wunder groſſer So komm geltebte Gott der du ſelbſt Wer Gott vertraut Halleluja, Lob Wies Gott gefaͤllt HErr Jeæſu dir ſey 0 No. 57. Ich freue mich von Warum ſolt' ich mich denn Iſts oder iſt mein Froͤlich ſoll mein Hertze Meine Freundinn No. 58. Mein JEſu ſuͤſſe Wer nur den lieben Gott O Gottes Sohn von Ach ſagt mir nichts von O Heilger Geiſt kehr Ach wle iſt mir IIe ſu Chriſte Gottes Befſiehl dem HErren O JEſu, IEſu Gottes Die Liebe leidet nicht 8 o. 60. Dis iſt die Nacht Wo iſt der Schoͤnſte Fleuch mein Geliebter Ach moͤcht ich meinen Geliebter JIEſu Hier legt mein Sinn Gott weiß es Ich habe funden den ich Herr wenn ich nur O Taͤubchen fleucht zu . Ich armer Menſch IWo iſt mein Schaͤflein Sch bin in allem Zeuch meinen Geiſt o en Gott„ Ich bin mit dir 70, 6n. een We Ich bin veranuͤgt Wo ſoll ich flieben hin n Herren Ta, Ich halte OOtt Ade du fuͤſſe nit te ee Ich lache nur der Auf meinen lieben Gott die e Ich trau auf Gott Die Zeit iſt nunmehr Ee. e e Sch will dich lieben Friſch anf mein fiber Kr e JEſu wie fuͤß Mein Pater deine ncht in Cal 0 Kommt her und ſchauet Nun iſt der Regen hin wen Heilt S el Mein Gott du weiſt Warum betruͤbſt du dich en e ein Je bier Zertließh mein Heig imm O let Mein JEſu hier erfließ mein Ge nen 4 1% Si das ich tauſend Auf, auf, mein Geist — 150 2 5 * Dee ben mik. ei ger Geil) 21% Regiſter eee Regiſter der Lieder. Die erſtere Zahl bedeutet die Nummer der 18 eee c mein 0c nch Jh ſagt lch ſchon Melodeyen derer Lieder, welche man im Melo⸗ deyen⸗Regiſter nachſchlagen kann: die andere Aäaber bedeutet das Blat. A. Mel. Blat. Abermal ein Jahr verfloſſen 14. 376 1 Abermal iſt eins dahin 783 Ach Abba ſchenck in JEſu Namen 66 Ach alles wes Himmel und Erden 35. Ach bleib bey uns, HErr JEſu Chriſt 38. Ach bleib mit deiner Gnade. Ach ein Wort von groſſer Treue 1. Ach Gnad uͤber alle Gnaden 14. Ach Gott! der Sa an giebt mir ein 41. Ach Gott! erhoͤr mein Seuſtzen und Ach Gott! gieb du uns deine Ach Gott! ich muß dirs klagen Ach Gott! ich muß in Traurigkeit Ach Gott! in Gnaden von uns Ach GOtt! in was fuͤr Freudigkeit Ach Gott! iſt noch dein Geiſt Ach Gott und HErr! wie groß Ach Gott! mich druͤckt ein Ach Gott! thu dich erbarmen Ach Gott! vom Himmel ee. wie übel Ach Gott! vom Himmel ꝛc. wie wenig Ach Gott! wie manches Hertzeleid Ack Gott! wie ſchrecklich iſt dein Ach HErre du gerechter Gott Ach HErre Gott! wir loben dich Ach HErr mich armen Suͤnder Ach HErr! wie lange wilt du Ach Himmel oͤene dich Ach hoͤchſter GOtt verleihe mir Ach ich armes Sckaͤflein 0 Ach IJEſu deſſen Treu Ach JEſu meiner Seelen Freude Ach JEſu mein ſchoͤnſter Ach komm du ſuſſer Hertzens⸗Gaſt Ach laß dich jetzt finden Ach lieben Chriſten ſebd Ach mein Gott wie lieblich Ach mein JEſu feuchſt du noch der Zahl h n dan fich% ee Fee 00 n e! nüt ein N 1 1 aa hn 0 1 N 115 5 0 6, Her ei nit 1 5 5 e 1 in vun gg 3 Aber ale Hu n 1 0 r San g e dit nein K died du un, Ich muß 11 27 f 9 ſch muß in et N in Gnaden u l 1 iu wat füt t 5 90* 4 K 11 nich druͤct. f tu dich erbt er f zum Him t don Himne Ot nag pie manche le. die schreck 1 88% du gerichtet 19. Soi! wir] 4. nic amen( n Ni dent dich on derleſ 1 g 17 4 0 i 0 16 0 50 Regiſter. mel. Blat. Ach mein JeEſu ſieb ich trete Ach moͤcht ich meinen JSſum Ach ſagt mir nichts von Gold Ach ſchone doch, o geoſſer Ach treuer GOtt, barmhertzigs Ach treuer Gott, wie noͤthig it Als IEſus Ehriaus in der Nacht a 087 geliebt, das 11. An Waſſer⸗Fluͤſſen Babylon Seelen 553 469 265 193 852 665 57 371 311 193 586 194 728 0 1 4 623 769 729 17 729 711 666 198ũ 197 125 Regiſter. Mel. Blat. Auf hinauf zu de Auf, Auf meinen lieben Auf, Auf, Auf, 7 Auf Triumph, es Auf, und ſinge Aus meines Hertze Barmhertzger Vat Beſiehl dem HErr Bereite dich mein Brich ent: wey mei Chriſte, du Lamm Chriſt fuhr gen Hi Chriſti Tod iſt Ada 5 unſer HErr CThriſtus der iſt me Da Jefus an dem Auf Chriſten⸗Menſch, auf, auf um Auf Ehren Himmelfahrt allein Auf dem Nebel folgt die Sonn Auf dieſen Tag bedencken wir hr Chriſten, Auf keiden ſolat di⸗ Herrlichkeit Seele, ſey geruͤt Seel, und dancke deinem HErrn Beſiehl du deine W iner Freude Chriſti Glieder Gott Seele, auf, und ſaͤume nicht 2 kommt die Stunde ſinge meine Seele Aus der Tlefen rufe ich Aus der Tiefe meiner Sinnen Aus Lieb laͤßt Gott der Chritzenheit ns Grunde Aus tiefer Noth ſchrey ich zu dir 2 Barmhertzger Gott und Vater er, hoͤchſter Gott en deine Wege ege Hertz Beſcher uns, HErk, das taͤglich Brobt Biſt gegruͤßt du Koͤ oͤnigs Kammer Biſt du Ephraim betruͤbet Brich durch mein angefochtnes Hertz u armes Hertze Brunngquell aller Guͤter 122815 Chriſt, der du biſt der helle Tag Chriſt, der du biſt Tag und Licht Gottes Chriſte, mein Leben, mein Chriſte, wahres Seelen⸗ Licht mmel Chriſt iſt erſtanden von der ms Leben Chriſt lag in Todes Banden, Chriſto dem Oſter⸗Laͤmmelein Chriſtum wir ſollen loben ſchon zum Jordam kam in Leben Chriſtus der uns ſelig macht D. Creutze ſtund — — 2 — .—— 5 Henze r 8 th form 8, nen Herz 142 5 den, u 1 dh 12 du Königs rt ram betrüb nen angefbf W r en nei: urn ler iter du bit der. du bit Tu K gt dumm Gottes 10d 83 — —— — — * Regiſter. Da JEſus an dem Creutzes⸗ Stamm Dancket dem HErren denn er iſt Danckt dem HErru, ihr Gottes Danck ſey Gott in der Hoͤhe Das alte Jahr vergangen iſt Das Elend weißt du Gott Das iſt ja gut, was mein Das iſt je gewißlich wahr Das Leben unſers Koͤnigs ſiegt Das neugebohrne Kindelein Das walt Gott die Morgenroͤthe Das walt Gott Vater und Das walt mein Gott Dein Blut, HeErr, iſt mein Dein Erbe, HErr, liegt vor Dein Geiſt, mein IJEſu Chriſt Den Vater dort oben Der am Creutz iſt meine Liebe Der Braͤutgam wird bald rufen Der du biſt drey in Einigkeit Der Seiſt, der von des Hoͤchſten Der Gnaden Brun fleußt Der Herr der aller Enden Der HErr hat alles wohl gemacht Der Herr iſt mein getreuer Hirt 5 Der HeErr ſprach in ſeinem Der lieben Sonnen Licht und Pracht Der ſchmale Weg iſt breit genug Der Tag bricht an und teiget ſich Der Tag der iſt ſo Freudenreich Der Tag hat ſich geneiget Der Tag iſt hin, mein Geiſt Der Tag iſt hin, mein JEſu bey mir Der Tagm vertreibt dle ſinſtre Nacht Der Tod fuͤhret uns zum Leben U Der wahre Gott und Gottes Sohn 1 Dich HErr JEſu Cbriſt, mein Die helle Sonne leucht t jetzt Die Liebe leidet nicht Geſellen Die lieblichen Blicke Die Nacht iſt vor der Thuͤr Die ſanfte Bewegung Die Seele Chriſti heilge mich Die Sonn hat ſich mit ihrem Die Tugend wird durchs Creutz Die Zeit geht an, die JEſus Die Zeit iſt nunmehr nah Dir, dir Jehovah will ich ſingen mel. Blat. 30. 785 6. 573 17. 491 22. 839 38. 577 41. 200 36. 587 311 398 28. 577 14. 531 38. 533 823 41. 174 573 14 56 22. 77 46. 713 37. 312 39. 150 11. 491 41. 424 7. 3555 669 12. 534 20 8. 5 556 557 858 535 584. 772 424 427 38. 836 18. 628 332 559 333 38. 57 8. 559 52. 400 733 51. 773 230 Regiſter. Du Du Du Du Du Erleucht mich HErr, mein cht Dies iß die Nacht, da mir erſchienen 88. 20 “Dis ſied die heiligen zebn Gebot 12 151 Dreyeinigkeit der Gottheit 8 1 Du Allerſchoͤnſter, den ich weiß 471 Du biſt ein Menſch, das weißt du 11. 292 Ou biſt ja gantz mein e gen 20. 340 Du biſt ja, IEſu meine Freude 40² Du dreßmal groſſer Gott 1 2 Du fäͤhrſt gen Himmel, JEſu Cbriſt 41. 127 Du Friedefuͤrſt, HErr JEſu Chriſt 249 Du Geiſt des HErrn, den du 135 Du grüner Zweig, du edles Reis 3»„ hochgelobter Gott 37. 493 Lebens Brodt, HErr IEſu Thriſt 41. 175 Lebens Fuͤrſt, HErr JEſu Chriſt 11. 127 1 liebe Unſchuld du 588 Du mein, du mein ſchoͤnſtes Leben 4²⁷ Du meine Seele ſinge 22. 495 Du s ſchoͤnes Welt Gebaͤude 1. Durch Adams Fall iſt gantz verderbt 36. 152 Durch bloßes Gedaͤchtniß 328. 269 Du ſagſt, ich bin ein Chriſt 37. 258 Du ſieheſt Menſch, wie fort 31. 763 Du unbegreiflich hoͤchſtes Gut 38. 471 Du wahres Gottes Lamm S. 428 Du weineſt fuͤr Jeruſalem 203 Du Zucker⸗ſuͤſſes ieee Brodt. 175 Egypten:,: gute Nacht 629 Ehr, Ehre ſey jetze mit Freuden 2. 496 Ein Ehriſt, ein tapfrer Krleges⸗Held 35. 402 Einen guten Kampf hab ich 9. 734 Ein' veſte Burg iſt unſer GOtt 452 Ein Kind 9 09 zu Bethlehem 21 Ein Kind iſt uns gebohren heut 46. 41 Ein Laͤmmlein geht und traͤgt 4. 39 Ein's Chriſten Hertz ſehnt ſich nach 270 Eins iſt noth, ach HErr dis eine 16. 629 Ein Troͤpflein von den Reben 22. 774 Ein Wuͤrmlein bin ich arm und klein„nl. 734 Eitelkeit, Eitelkeit was wir c 63 Entbinde mich mein Gott 404 Entfernet euch ihr matten 631 Erbarm dich mein, o HErre Gott 203 Er fuͤhrt hinein, er muß auch 263 Erhalt uns, HErr, bey 38. 153 Erhebe dich, o meine Seel 41. 755 260 1 1 1 ö ö ö mel. Blat. mee Unter 14 — S . — — 52 10 4 a n nels scan 4 den Stele ug: Welt Seh 5 „Fal 1 r helt i Hedichtul W d en CM Reisch, 110 8 lich dächtet u Hottest Lan 1 Juſaleg ſei hinne t. dure Nucht ſep jetz mit 189 tn ter A Km bd e ung in untt eben i B 8 0 b Cant u. 10 1 — — S2——— —— —— —— — 2 37——— 1. 1. — — Regiſter. Ermuntert euch, ihr Frommen Ermuntre dich, mein ſchwacher Geiſt Erneure mich, o ewigs Licht Eroͤfne dich, o ſchwacher Mund Erſchein du Morgenſtern Erſcheine ſuͤſſer Seelen⸗Gaſt Erſchlenen iſt der herrlich Tag Er wird es thun der fromme Es glaͤntzet der Christen inwendiges Es iſt das Heil uns kommen her Es iſt genug, HErr Es iſt gewißlich an der Zeit Es koſtet viel ein Chriſt zu ſeyn Es ſpricht der Unweiſen Mund wohl Es gehn vor Gottes Throne Es traure wer da will 8 Es wied ſchter der letzte Tag Es woll' uns Gott genaͤdig ſeyn Ew'ge Weisheit JEſu Chriſt Ewig ſey dir Lob geſungen Eh was frag ich nach der Erden 271...— ahre fort mit Liebes⸗ Schlagen ahr nur hin du ſchnoͤde Welt Fleuch mein Geiſt zerreiß die Wande 155 mein Geliebter auf die Hoͤhe 5 fort, Zion ließt ihr Augen, flleßt von Thraͤnen Folget mir, ruft uns das Leben Freu dich ſebr, o meine Seele reuet euch, ihr Chriſten alle F aich ach Friede, ach riſch auf, mein' Seel, in Noth riſch auf, mein' Seel, und traure riſch auf, mein' Seel, verzage nich F 1 friſch hinnach Froͤlich, froͤlich, immer froͤlich Froͤlich ſoll mein Hertze ſpringen Frolocket mit Haͤuden Funn Braun da die Sonne aufgeht unf Bruͤnnlein ſind, daraus mir Fuͤr deinen Thron tret ich hiermit Far Gricht, HErr JEſu, ſteh ich uͤrſt der Fuͤrſten, JEſu— 72 Geduldigs Laͤmmlein JEſu Chriſt Geduld iſt euch vonnötben Gegruͤſſet ſeyſt du Gott, me in Heil Mel. Blat. 22, II. 22 670 41. 497 5837 41. 176 12. 108 365 671 41. 312 5 41. 764 4057 41. 173 787 472 765 13. 154 32. 371 49. 23 17. 632 I. 366 4 9. 634 698 38. 472 e 21. 672 14. 735 15. 24 7. 222 61. 429 56. 431 t 56. 430 „* 16, 4523 57. 25 25. 128 24. 109 2. 62 38. 338 204 32. 766 24. 63 43. 389 51. 62 Gegruͤſ⸗ Regiſter. Mel. Blat. Grgruͤſſet ſeyſt du meine Kron 4. 63 Gehab dich wohl, du ſchnoͤde Welt 2. 634 Geh auf, mein's Hertzens Morgenſtern 36. 4¹ Geh aus, mein Hertz, und ſuche Freud 31. 294 Geht ibr traurigen Gedancken 14. 432 Geiſt aller Geiſter 25. 136 0 Geliebten Freund', was thut ihr 23. 736„ i Geliebter JEſu, dein Verlangen 38. 591 1 Gelobet ſey der HErr, der Gott 9 3% Gelobet ſeyſt du JEſu Chriſt 12. 26 e Gen Himmel aufgefahren iſt 24. 129 0 Gewonnen, gewonnen, der 23. 82 0 Gewuͤnſchter S ibbath heil ge Stille 34. 323 00 Gieb dich zufrieden und ſey fille 31 60 Gleb Fried, o frommer treuer Gott 3536. 250 00 Oleichwie ein Hirſch eilt mit Begier 41. 36 0 Gluck zu, Creutz von gantzen Hertzen 1. Gott der Vater wohn uns bey Ggtt der wirds wobl machen 26. Gott des Guͤte ſich nicht endet 39. Gott des Himmels und der Erden 17. Gott, du laͤſſeſt mich erreichen 1. Gottes Sohn iſt kommen c Sgtt faͤtzret auf gen Himmel Gott hat das Evangelium Sott herrſchet und haͤlt bey uns Gott heut endet ſich die Woche Gott iſt getreu, der uͤber meine Ggtt lebet noch, Seele, was Gott Lob, die Stund iſt kommen Gott Lob ein Schritt zur Ewig keit Gdit Lob nun iſt erſchollen Gott ſelbſten hat dis Wort Gott ſey Danck durch alle Welt Gdtt ſey gelobet und gebenedeyet Gott ſey uns gnaͤdig und barmhertzig Gott, ſo machſt du's mit den Deinen Gott Vater der du deine Sonn Gott Vater, ſende deinen Geiſt Gott Vater, Sohn und Heilger Geiſt Gott weiß es alles wohl zu machen Gott wills machen Groſſer Immanuel, ſchaue von oben Groſſer Prophete, mein Hertz Groß ig die Quaal, o HErr Gute Nacht ihr eitlen Freuden, die ihr Gute Nacht ibr eiteln Freuden, gute Guter Hirte, wilt du nicht r... 2— — ——— S2.— 22. — — Halleluja, Lob, Preis Gott —+ f 2 Legler A en 5 e g dds wobl n 0 Nite ſich nich Himmels and r tds lſſen mich el 21 da i komm ut auf gen 9. das Evangel chet und ba 8 det ſſch be e der i ie och, Seel 8 „die Stund i n en, ein Scheit en D gen . 5* it di Duc durch? At Flebet und g„ het. unt guddig t ing nacht das f Den * 0 — — — 4 — — —— — ——„ Err JEſu Chriſt, ——ů— „ Hertzliebſter JEſü Ebriſt 3 Regiſter. 8. und Ehr Hiſt du Angſt im Hertzen Haſt du denn IEſu, dein Heiligſter JEfu, Heillgungs⸗Quelle Helfer meiner armen Helft mir Gottes Guͤte preiſen Seele HErr aller Weisheit Quell und HErr beſaͤnftige mein Hertze HErr Chriſt der einge Gottes Sohn HErr, deine Treue iſt ſo groß Herr, deinen Zorn wend ab HErr, der du vormals haſt dein HErr Gott, der du erforſcheſt mich HErr Gott dich loben alle wir HeErr Gott dich loben wir HeErr Gott, nun ſey gepreiſet HErr, hoͤre mich, und merck HErr, hoͤre, was mein Mund HErr, ich habe mißgehandelt Bere ich will gar gerne bleiben Err JEſu Chriſt dein theures HErr SEſu Chriſt, der du ſelbſt Err JEſu Chriſt dich zu uns wend Herr Jesu Chrict, mein getreuer Err JEſu Cbriſt, ich ſchrey zu dir „Err JEſu Chriſt, mein Leben HErr JEſu Christ, mein Licht Herr IEſu Thriſt, wahr'r Menſch Err JEſu deine Huͤndin ſchreyt HErr IeEſu dir ſey Preis und HErr IEſu Gnaden⸗Sonne HeErr but Lebens⸗Sonne HErr lehr mich thun nach deinem Herrlichſte Majeſtat HErr, nicht ſchicke deine Rache HErr, ſo du wirſt mit mir ſeyn Herr ſtraf mich nicht in deinem HeErr und Gott der Tag und HErr unſer Gott, laß nicht err wenn ich dich nur werde HeErr wenn wirſt du Zlon bauen Hertzlich lieb hab ich dich, o HErr Hertzlich thut mich verlangen . ich weiß gar wohl HeErr, wie du wilt, ſo ſchicks mit mir mel. Blat. 499 205 37¹ 674 Kegiſter. Hertzliebſter JEſu, was haſt du ertzog unſrer Seeligkeiten Heut iſt das rechte Jubelfeſt Heut iſt des HErren Ruhetag Heut triumphiret Gottes Sohn Hler iſt mein Hertz, HErr, nimm ier legt mein Sinn ſich vor dir der lieg ich armes Wuͤrmelein Hier liegt, den meine Seele liebt ilf Gott, laß mirs gelingen Uf Gott, wie gehts ilf, Helfer, hilf in Angſt und Noth Hilf, HErr JEſu, laß gelingen Hilf, JEſu, hilf ſiegen Hilf mir mein Gott, hilf, daß Hinunter iſt der Sonnenſchein Hinweg mit Furcht und Höͤchſter Formirer der oͤchſter Prleſter der ochheillge Dreyeinigkeit Holdſeelig Gottes Lamm Huͤter wird die Nacht : J. Jammer hat mich gantz umgeben Ich armer Menſch, ich armer Suͤnder ch armer Suͤnder komm 8 ich armes Menſchen⸗Kind Ich bin betrübt und weiß bin ein Gaſt auf Erden bin ja HErr, in deiner Macht bin in allem wohl zufrieden bin mit dir, mein Gott bin muͤde mehr zu leben 5 *. DN bins gewiß, mich kann nicht h bin vergnuͤat und halte ſtille bin voller Ang und Leiden bin voller Troß und Freuden dancke dir fuͤr deinen dancke dir, Gott fuͤr all danck dir lieber HErre danck dir ſchon durch deinen dancke dem HErrn von ch dancke dir, liebreicher Gott dancke dir, o Gott der ich oft in tiefes Leid Erde, was erkuͤbn ich mich erhebe, HErr, zu dir SS. S8 S SDS. 88 S Dre 2 SS.. 22. 10. 56. 13. 56. 60. 51. 34. 4. 38. 19. 56. 28. 38. 327 58. 42. 22. 26 N N ed ee 40% 680 563 454 7⁰⁵ 1 ö 90 50 g dit, nie geh daher, bilf n, D hen eh Not, Scha f t der Son mit Furcht un 4 er N, Er, hilf se Fermer det Mieter der 1 Drepeinig 19 Bottes, k 2 id die Nacht Nuſch, i ten ein Sünder ko et Nenſchen betrübt und w ein Ban auf 1 Herr, in r Mi n alem wobl den mit dir, mei t nüde meht 1 if, nich= nic eetendst und f 2 file ein Arg win Troß 10 dl für def —— — —: 8 S——— 0 0 A 2 ö mich 100 cbt —B———— —— 5— b inen — 5 es erkül m, 3 8 —— —— 5 2 Regiſter. Mel. Blat. era 0 Eſu meine Llebe Ich freue mich in dir 37. Ich freue mich von Hertzensgrund 59, Ich grüſſe dich, du froͤmmſter Mann 23. Ich babe funden, den ich liebe 60. en e Sch hab in Gottes Hertz und Sinn 225 Ich hab mein Sach Gott heimgeſtellt e ab oft bey mir ſe acht Ich hab, o HErr mein Gtt 41. Ich halte GOtt in allem 58. Ich komm jetzt als ein armer Gaſt 41. Ich lache nur der Welt ihr Kirren 58. Ich laufe dir nach 34. Sch lebe nun nicht mehr Ich lieb dich hertzlich 25. Ich ruf zu dir HErr JEſu Crit f Ich ſinge dir mit Hertz und Mund ch ſteh an deiner Krippen bier 41. Ich ſuche dich in dieſer Ferne Ich trau auf Gott in allen 58. Ich weiß ein Blümlein hübſch und Ich weiß, mein Gott, daß all mein 30. Ich will dich lieben meine Staͤrcke 58. Ich will einſam und gemeinſam 17 Ich will froͤlich ſeyn in Gott 29. Ich will gantz und gar nicht zweifeln 10 Ich will von meiner Miſſethat I. 41. Aabavaß iſt mein Licht Jeſala dem Propheten 110 JEfu allerliebſter Bruder 1. SEſu, deine Liebes⸗Flamme 21. SElu deine Paßion 9. Jehu deine tiefe Wunden 14. Jesu der du meine Seele 1. Sen du mein liebſtes Leben eln frommer Menſchen Heerden 1. Jen bilf mein Creutz mir tragen 32. cu, hilf ſiegen, du Fuͤrſte des Lebens 27. SElu, IEſu, meine Sonne N Schu komm doch ſelbſt zu mir 32. Jeſu komm mit deinem Vater 19. JElu Kraft der bloͤden Hertzen 19. Jeu lieber Schaß der Frommen 1. JEſu meine Freude 26. 26. Regiſter. S Mel. Blat. IJEſu meiner Seelen Leben 8 JEſu meiner Seelen Licht Jeſu meiner Seelen Ruh JEſu meiner Seelen Wonne JEſu meines Hertzens Freud, ſen Eſu meines Hertzens Freud, fuͤſſer Seſu meines Lebens Leben Schu nun ſey gepreiſet Selu rufe mich von der Welt Jeſu Ruh der! Seelen Jeſue Christus Gottes Lamm 3 IEſus Chriſtus unſer Heiland, der den Jeſus Chriſtus unſer Heiland, der von SSſus der ſuͤſſe Lebens- Wein Jesus, IJEſus, nichts als JEſus Sſus il der ſchoͤnße Nam bus in mein Freuden Leben Seſus iſt das ſchoͤnſte Licht JEſus iſt mein Freuden⸗Licht Tehus meine Zuverſicht, und mein Eſu meine Staͤrcke Err wenn ich dich nur habe SEſu Sonn im Hertzen Seſu wie ſuͤß iſt deine Liebe Jetzt leuchtet ſchon vom 20 al. betrachten wir, daß 8 S N ———— he alle, die ihr JEfum lieht hr armen Suͤnder kommt zu Hauf Jbr Shriſten ſeht, daß ihr ausfeg Ibr Kinder des Hoͤchſten wie ſtehts Ibr lieben Chriſten, freuet euch m finſtern Stall, o Wundern Immanuel, des Guͤte nicht zu zahlen Immer feölich⸗ immer froͤlich In allen meinen Thaten, laß ich In dem Leben hier auf Eeden n n dich hab ich gehoffet, Hekrr u dieſer Morgenſtund will ich n Gottes Namen fahren wir In meines Hertzens Grunde Iſrael bekehre dich Iſt dieſer nicht des Hoͤchſten Sohn iſt Ephraim nicht meine Kron Iſt Gott fuͤr mich ſo trete Il Gott mein Schild und„ Iſts, oder iſt mein Geiſt entzückt —— 78 a — * 10 Leben Neis, nickt 85 kr ſc 1 Tei ruhe i du ſchünte. ö 1 0* lane Zube dne Stircke 2* inn ich dich u un im Hetzel 1 üs in dene Get ſchon 50 betrachten wir n 3 270— 2 — . n Sünder ig ven lien seht, dan det, der des 0 fit u beiten, f 1 n Stall, 0 A m K, des gute l in lich, lum 1 4 1 1 weilen The 0 keden bier auf U dad ich gebe 1 u Neben, — — „ —— ——— . 1———————————— ——— ————————————ĩ — —— 17. Keinen hat Gott verlaſſen 22. Kein Chriſt ſoll ihm die Rechnung Kein Stuͤndlein geht dahin 50 Keuſcher JEſu, hoch von Adel. Kleiner Knabe, groſſer Gott b us Komm beug dich tief mein Hertz ö 4 Komm Creutzes,Laſt du werther Komm Gott Schoͤpfer, Heilger 38. Komm Heilger Geiſt, du 51. Komm Heilger Geiſt/ erfuͤll die Hertzen ö Komm Heilger Geiſt, HErre Gott Kommſt du denn JEſu vom Himmel Kommt her und ſchauet an mein 18. Kommt her zu mir, ſpricht Gottes Kommt, laßt euch den HErren lehren 14. Kommt und laßt euch Chriſtum 8 Kyrie, Eleiſon Kyrie, Gott Vater von Ewigkeit Laß abnehmen alle Glieder N kaſſet ab ihr meine Lieben 14. Laſſet uns den HErren deen o ihr 49. Laſſet uns den HErren preiſen, und 0 zaſſet uns mit JEſu ziehen 49. aß mich dein ſeyn und bleiben 22. zaß mich dich, mein Heiland loben 1. aß uns doch nicht begehren 8 1 uns alle froͤlich ſeyn 32. zebt Chriſtus, was bin ch betrübt 84. zebt jemand ſo wie ich, ſo lebt er jämmerlich 5 zebt jemand ſo wie 1 85 3 lebt er ſeliglich lebe die du mich zum B 17. lebſer Gott, wenn 5 ich ſterben 14. ziebſter aller Lieben nebſter Braͤutgam denckſt 32. kiebſter IEſu, du wirſt kommen 1 nebſter Jeſu, hoͤr mein Klagen Liebſter JEüu liebſtes(ſiehe) Selig und Liebſter Jeu, 8 Troſt der Hertzen Liebſter JEſu, wir ſind hier. Kebſter Vater ich dein Kind Regiſter. Mel. Blat. K. Kehre wieder meine Seele Komm, JeEſu, liebſter Schatz Komm, Llebſter, komm Komm mein Hertze, komm Komm, o komm, du Geiſt des Lebens 17. Komm, Troͤſter, komm hernieder 777 31. Regiſter. Mel. Blat. Tytaney De Lobet den HErren ,: Lobet den HErren und zobe den HErren, den maͤchtigen zobet den Herren alle, die ihn Lobet GOtt unſerm HErren Lob ſey dem allerhoͤchſten GOOtt Lobt Gott ihr Chriſten. Mache dich mein Geiſt bereit Machs mit mir Gott nach deiner Mag ich Ungluͤck nicht widerſtahn Man lobt dich in der Stille Mein Augen ſchließ ich jetzt Mein Armuth macht Meine Hoffnung ſtehet veſte Meine Liebe haͤngt am Creutz Meinen JEſum laß ich nicht, weil Meinen IEſum laß ich nicht, denn er iſt Meine Seel erhebt den HErren Meine Seel ermuntre dich Meine Seele lat es gehen Meine Seele wilt du ruhn Meine Seele iſt ſtill zu GOtt Meine Seel komm in die Wunden Meines Lebeus beſte Freude Meine Sorgen Angſt und Pl. en Meine Freundinn, ſie h ich Mein Freund zerſchmelzt Mein Gemuͤth wie ſo betrübt Mein gnug beſchwerter Sinn Mein Gott, das Hertz ich bringe dir Mein Gott, du weißt am allerbeſten Mein Gott, erſchaffen haſt du mich Mein Gott, wle ſoll ich ſingen Mein Hertzens IEſu, meine Mein Hertze ſchwinge dich Mein Hertz, o Gott, ſpricht Mein Hertz, wie wancket 1 Mein Heiland lehre mich Mein JEſu, dem die Serapbinen Mein JEſu, der du mich zum Mein JEſu, hier ſind deine Bruͤder Mein IEſu ſchoͤnſtes Leben Mein JEſu lie Mein JEſu ſu t mir in dem e Seelen Luſt Mein Toͤnig ſchreib mir dein Geſez Mein Lieb in mir, und ich bin Im 18. 23. 23. 28. 38. 40. 50. 34. 17. 29. 29. 35. 33. 2 26. 1. 17. 14. 59. 36. 2. 40. 58. 41. i 41. 238 507 f 545 Peil 508 574 508 2 Regiſter. Mein Liebster, mein Schoͤnſter Moin Schatz, mein Braͤutigam 27. Mein Vater deine Gnad 61. Mein Vater, zeuge mich, dein Menſch, druͤckt dein Crentz 30. Menſch, wilt du leben 12. Mich kann Gott nicht verlaſſen 53. Mir nach ſpricht Chriſtus 34. Mit Ernſt ihr Menſchenkinder 33. Mit Fried und Freud Mitten wir im Leben find Morgen ⸗Glantz der Swigkeit N. Nachdem das alte Jahr Nach dir, e Herz verlanget Nichts betruͤbters iſt auf Erden Nicht ſo traurig nicht ſo ſehr Nimm von nns, HErr Noch dennoch mußt du Nun bitten wir den heilgen Seit Nun dancket alle Gott Nun dancket Gott ihr Nun freut euch Gottes Kluder Nun freuet euch, ihr Hirten Nun freut euch lieben Chriſten Nun geht friſch drauf Nun Gott Lob, es iſt Nun gute Nacht du Nun bat das Heilge Gottes Nun jauchtzet all iht Nun iſt auferſtanden Nun iſt der Regen hin Nun iſt es alles wohl gemacht Nun kommt der Heiden Heiland Nun laßt uns den Leib begraben Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns GOtt dem HErren Nun lieg ich armes Wuͤrmelein Nun lob mein Seel den HErren Nun ruhen alle Waͤlder Nun ſich der Tag geendet hat Nun ſinget und ſeyd froh Nun wachen alle Waͤlder Nun friſch hinein, es Mm . O. 1 9 guerzichger b O Angſt u Ob ſchon 75 1 O Chriſte Morgenſterne O Creutzes Stand O1! daß ich tauſend Zungen haͤtte„„ O du allerſuͤß' ſte Freude„ O du allertiefſte Liebe 14. O du Liebe meiner Liebe I. O Dorchbrecher aller Bande ä 1. O du ſüſſe Tu a 47. O Elend, Jammer, Angst 51. 0 Swigkent, du Donner⸗Wort O Kwigkeit, du Freuden Wort Oefne mir die Perlen ⸗Thoren ä O frommer und getreuer Gott, aller 33. O frommer und getreuer Gott, ich bab O Gott, da ich gar keinen Rath 13. O Gott, der du das Firmament 41. O Gott der du aus Hertzens⸗Grund 41. O Gott der du in Liebes Brunſt 4. O Gott du frommer Gott 77. O Gott du unſer Vater hiſt O Gottes Sohn, HErr JEſu Chriſt 41. O Gottes Sohn von Ewigkeit 59. O Gott ich thu dir dancken 53. 8 GO mein Schoͤpfer edler 13. O gaoſſer GOtt im Himmels Thron 35. O groſſer OOtt von Macht 8 Haupt voll Blut und Wunden 4 O heilige Dreyeinigkeit, voll H beilige Oreyfal tigkeit, 0 bochgelebte O beiltger Geiſt kehr bey uns ein 59. O heiliger Geiſt, o heiliger Gott O HeErre Gott, dein goͤttlich Wort 36. O Herr Gott, der du deiner Schaar 41. O Hertz des Koͤnigs aller Welt O Jen S Chriſt, dein Kripplein iſt O Ickſu Chriſt, der du mir biſt 2. Jeu Chrit, du hoͤchſtes Gut A. D En Chrise, Gottes Lamm c O JEſu Chriſte wahres c 1 O Seu Chriß, ich preiſe d 41. Jeſu Chriſt mein. le Veacht 13 kin Ang 4 d bed 0 60 b en, ö * Nerimüm 0 9 3 unser Zu 1 0 zn du u klehe NR du ſtommer g 0 u unser Vac. Ein, HE Sobre ,, U hn dir 0 1 5 nein Schöpet T 1 Gott im in n 1 Sott den 4* ul Slut and Daelnigteit 0 „ W e ce g 1 got, dein tu, det 5 12 Tig U— U burt, dein 84 b 1000 0 105 + 5 0 d ich 97 1 e ad . Sοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοοονοτ 2 ö 8 Preiß, 0b Ehr, Rubm Register. mel Blat. ſu Chriſt mein's Leben Licht Eſu, du biſt mein, und ſu, du Blume Jungfraͤulicher JEſu du mein Braͤutigam ſu, du Ueſprung der ewigen ſu, Gottes Laͤmmelein ſu, IEſu du mein Hirt ſu, JEſu Gottes Sohn ſu, lehre mich ſu mein Bräutgam Sſu meiner Seelen Leben u meine Wonne u ſüſſes Licht c Eſu fut, wer dein gedenckt amm Gottes hoch erhaben amm Gottes unſchuldig ſcht von Licht, o Vater Glantz ine Seel erhebe dich enſch, bewein dein' Suͤnde Menſch, wie iſt dein Hertz beſtellt eicher Gott von Guͤtig keit o haſt du nun dein Leben arcker Gott! o Seelen Kraft flarcker Zebaoth, du Suͤnden⸗Meuſch, bedenck den Tod fuͤſſer Stand, o ſelig Leben Täubchen fleuch zu deinen theures Blut! o rothe Fluth theurer Troͤſter, Heilger Geiſt D Tod! wo iſt dein Stachel nun AAS Mee W Ae * 8 — * * 2 (AA e 5 2 S Traurigkeit! eo Hertzeleld O treuer JEſu, der du biſt O Urſprung des Lebens 8 Vater aller Frommen D Vater der Barmhertzigkeit O Vater⸗Hertz! O Liebes, Brunſt O Vater, ſieh wie mich S Bater unſer Gott, es iſt Weisheit aus der Hoͤh 18 8 Welt ich muß dich laſſen Welt ſteh hier dein Leben O wie ſellg ſeyd ihr doch ihr O wie ſelig ſind die Seelen O wir armen Suͤnden p. M m 2 38. 42. 2. 25. 38. 51. 59. 4.4 43. 39. 37. 12. 14. . 41. 55. 186. 38. 52. 38. S2. 0 752 645 282 Regiſter. 5 R. 5 Ruhe iſt das beſte Gut S. Schaff in mir Gott, eln reines chafft, daß ihr ſelig werdet chatz uber alle Schatze au Braut wie haͤngt Schau lleber Gott wie. chmuͤcke dich, o liebe Seele hoͤnſter aller Schoͤnen nſter Braͤutgam ſoll ich nicht oͤnſter Jesu llebſte Luſt zͤnſter Immanuel Hertzog zuͤtte deines Lichtes Strahlen chwing dich auf zu deinem Gott 3 dich mein ſchwacher Geiſt »elen Braͤutigam, IEſüu Seelen Weide, meine Freude Selig:,: ſind die zu dem Abendmab! Selig wer ibm ſuchet Raum 5 Seligſtes Weſen, unendliche Wonn Seyd zufrieden lieben Bruͤder Sey froͤlich alles weit und breit Sey getreu in deinem Leiden Sey Gott getreu, halt Sey hochgelobt barmhertzger Gott Sey Lob und Ehr dem hoͤchſten Gut Sey mir tauſendmal gegruͤſſet Acc S — ggg Sey mir tauſendmal willkommen Sey wohl gegruͤſſet guter Hirt Siehe mein 7 Knecht Siehe ich gefallner Knecht Sieh, hie bin ich Ehren Koͤnlg Sieh, wie lieblich und wie fein Singen wir aus Hertzens Grund Singt dem HErrn nah und fern So bald des groſſen Sabbaths So bald o frommer Chriſt So bleibt es denn alſo So fuͤhrſt du doch recht ſelig So geheſt du mein JEſu hin Es hab ich nun vollendet den Ss iſts an dem, daß ich So komm geliebte Todes⸗ Stund mel. Blat, 725 6² 1. 692 22. 484 38. 96 41. 414 . 185 35⁰ 722 72² 287 14. 417 9. 440 338 47. 288 38. 610 37¹ 29. 96 f 3. 36 ö 41. 121 388 389 289 41. 614 14. 97 1. 390 56. 98 9. 98 219 236 32. 707% 48. 575 3 570 611 701 56. 100 28. 7557 52. 76 * 8 ieden ich ales weit!! t n i deinem l getreu, ha gelobt bum! 10 bot ind Ehr den f e 0 tn endmal g E! tauſendmal u eg l gezrüſet zu. ein getrtuet F eefaler A 2 nig Ein au llc und uu en Hare n . — —————— Regiſter. — Mel. Blat. Soll ich denn, JEſu, mein Leben Soll ich mich denn taͤglich Soll ich nach denem Willen Solt es gleich bisweilen ſcheinen Solt ich aus Furcht fuͤr Menſchen Solt ich meinem Gott nicht So oft ein Blick mich So recht, mein Kind, ergſeb So ſoll ich denn noch mehr So wahr ich lebe, ſpricht deln Gott So wuͤnſch ich nun ein' gute Spiegel aller Tugend Steh auf, HErr Zebaoth Steh doch, Seele, ſteh doch Straf mich nicht in deinen Strahl der Gottheit Kraft Suͤſſes Seelen⸗Abendmahl L. Trau auf Gott in allen Trautſter JEſu, Ehren⸗Koͤnlg Treuer Gott, ich muß dir klagen Treuer Vater deine Liebe Treuer Waͤchter Iſrael Treuer Meiſter deine Worte Tritt hin, o Seel, und danck Teilumph:,: des HErrn Geſalbter Triumph! Triumph! es kommt V. Valet will ich dir geben Vater ach! laß Troſt Vater unſer im Himmelreich Verleih uns Frieden gnaͤdiglich Verſuchet euch doch ſelbſt Verwundter Heiland, ſieh Perzage nicht, o Haͤuflein klein Unerſchaffne Lebens⸗Sonne Anſer Herrſcher, unſer Koͤnſg Unſer Wandel iſt im Himmel Unſre muͤden Augenlieder Unveraͤnderliches Weſen Vom Himmel hoch da komm ich Vom Himmel kam der Vom Satan lieg eich hier 18. 390 21. 614 53. 613 21. 47. 11 51. 5. 19. 50. 15 Regiſter. Mel. Blat. Von Adam her ſo lange Zeit ee, Von Gott will ich nicht laſſen 5 7 Urſprung wahren Freuden 26. 391 W. Wach auf mein Hertz, deck (Wach auf mein Hertz die Nacht 0 Wach auf mein Hertz und ſinge Wachet auf ihr faulen Chriſten Wachet auf ihr lieben Hertzen Wachet auf ihr Menſchen⸗Kinder Pachet auf ruft uns die Walts Gott mein Werck Wann dein hertzliebſter Sohn Waͤr Gott nicht mit Warum betruͤbſt du dich mein Warum betrüͤbſt du dich und Warum ſolt ich mich denn Warum wilt du drauſſen Warum wilt du doch fuͤr Morgen Was alle Weisheit in der Welt Was bedeut't dis, ihr Mas frag ich nach der Welt und Was frag ich nach dad Nei, ſie giebt I Was fuͤrchtſt du Fein Was giebſt du denn Was Gott gefaͤllt mein Was Gott thut, das iſt wohl Was kann ich doch vor Danck Was kann uns kommen an fuͤr 15 lacht ihr Babels Kinder Was Lobes ſollen wir dir Was mach ich in Egyptens Was mein Gott will das Was mich auf dieſer Welt Was plagt mich denn die Welt Was wilt du armer Erden Warum wilt du dich betruͤben Was wilt du mein Hertz anfangen Weg mein Hertz mit den Gedancken Weg mit allem was da ſcheinet Weh mir, daß ich ſo oft und Weil ich meinen JEſum habe Weil nichts gemeiners it Welch eine Sorg und Furcht Weltlich Ehr und zeitlich Gut a n, 4 Ua 1 5 ie e n Acht nit i du 10 1* 15 Au dich n e Aich nich den RN drausen il du doch für g Delsheit in en 5 Kt Nie, ie ia uch der N ang da, Kn ed Ian A gefült nein chat, das if ich doch vot ans bemmen g ihr Babes Kis n an dit ich L Egopte 2 0. will de f d. tut den die 1 ——————— —— S K S= — — —— 60 — Regiſter mel. Blat. Welt Ade, 07 bin dein muͤde Welt packe dich, ich Welt, tobe wie du wilt Welt was ſichtet dich an Wenn deln hertzliebſter Sohn Wenn einer alle Kunſt und Wenn erblick ich doch einmal Wenn ich betrachte mein Wenn ich in Nodes⸗ Noͤthen bin Wenn meine Sond mich kraͤncken Wenn mein Stündlein vorhanden iſt Wenn Vernunft von Chriſti Wenn wird doch mein JEſus Wenn wir in hoͤchſten Noͤthen Wer Chriſtum recht Wer das Kleinod will Werde munter liebe Seele Werde munter mein Gemuͤthe Wer Gott vertraut, hat Wer in dem Schutz des Hoͤchſten Wer iſt wohl wie du Wer nur den lleben Gott laͤßt walten Wer ſeinen JEſum haͤlt, ſo Wer ſeinen JEſum recht will Wer ſich im Geiſt beſchneidet Wer uͤberwindet, ſoll Wer weiß wie nahe mir mein Wer wohl auf iſt und geſund Wie fleucht dahin der Menſchen Wie iſt ſo groß und ſchwer 1 nach einer Waſſar⸗Quelle le ſchön leucht uns der Morgenstern Wies Gott gefaͤllt Wie oll ich dich empfangen Wie wird doch ſo gering Wie wohl haſt du gelabet Wie wohl iſt mir, o Freund der Wir Chriſten Leut Wir danken dir, Wir danken dir, err Wir danken dir, Here Chriſt, daß du vom Wirf ab von mir err J% daß du fuͤr Thriſt, daß du gen Wir glauben all an einen GOtt Wir haben jetzt vernommen Wir Menſchen ſind zu dem Wir ſingen dir Immannel W0 deck ich armer Menſch doch 38. 58. 53. 38. 2. 14. 22. 37. 24. 24. 2 41. 36. 31. 78 655 656 657 Regiſtetr. Wo Gott der HErr nicht bey uns Wo Gott zu Haus nicht Wo it der Liebſte hin Wo iſt meine Sonne blieben Wo iſt mein Schaͤflein Wo wilt du hin Wohl dem, der Jacobs Gott Wohl dem, der in Gottes Furcht Wohl dem, der ſich auf ſeinen Wohl dem, der ſich mit Ernſt Wohl dem Menſchen, der nicht Wohl recht wichtig und recht Wolt ihr den HErren finden Wo mein Schatz liegt Womit ſoll ich dich wohl loben Woran fehlts immermehr 5 ſoll ich fliehen hin underbarer Koͤnig Wunderlich iſt Gottes Schicken J. FJeerflleß mein Geiſt in Zeuch ein zu deinen Thoren Zeuch meinen Geiſt, o HErr Zeuch mich, zeuch mich Zion klagt mit Angſt und Zu dir, o Gott, erhebet Zwey Ding, Herr, bitt ich 75.— E 1 5 e 5 4 U 46 4 a 7 25 2 44 + 2 7 1 0 „ 423 der Jeb. 8 5 115 125 1 ien 115 5 1 5* Kis f Sete( 50 * LI deinen Th. 1 Geit, 0— puch mich fit 1910 Ott, ehen „hen, 0 U 0 armhertziger gnaͤdiger, lieb⸗ reicher Vater im Himmel! 17 Du haſt mir be⸗ i fohlen zu beten; Vein lie⸗ ber Sohn hat michs geleh⸗ ret, und mit einen theuern Eid die Erhoͤrung zuge ſagt: Dein heiliger Geiſt erinnert mich oft in me⸗ nem Hertzen des Gebets. Und ich weiß, daß alle gute And alle vollkommene Ga⸗ ben vom oben herab kom⸗ men müſſen vom Vater des Lichts, und weiß auch, daß kein wahres beſtaͤndi⸗ ges gedetliches Gut, es ey himmliſch oder irr⸗ diſch, zeitlich oder ewig, ohne Gebet kann erlanget werden: Weiß auch, daß es deine Ehre betrifft, und meine hoͤchſte Noth⸗ durft erfordert: Weiß auch, welch ein freund lich Geſpraͤch das Gebet 1 mit dir, und wie du Ge be e Johann Arnds pParadies⸗ und andern zuſammen getragen. er. r.. h. x y r ·&.&. A. r. N. Sg Er ·. · cr Um Andacht und die Gabe des Gebets. Gaͤrtlein antworteſt durch Troſt und heillge Gedancken: Und daß keine Huͤlfe und wahrer Troſt ohne Gebet koͤnne erlanget werden, habe deſſen ſo viel Erem⸗ pel der helligen und mei⸗ nes HErrn IEſu Chriſti; Dennoch bin ich ſo faul und traͤge zum Gebet, ver⸗ laſſe mich mehr auf meine Arbeit und Weisheit, deun auf deine Hülfe und Gnade. Ach, vergib mir ſolche Sicherheit, Thor⸗ heit und Verachtung dei⸗ ner göttlichen Verheiſ⸗ fung. Wende von mir die ſchwere Strafe, die du draͤueſt den Veraͤchtern dei⸗ ner Gnade, daß du ſie wol⸗ leſt wieder verachten, und daß die ſo einem andern nacheilen, groß Hertzeleid baben ſollen. Und gib nir den Geiſt der Gnaden und des Gebets. Ent juͤnde mein Hertz mit in⸗ niger und bruͤnſtiger An⸗ a dacht? um inbrüͤnſtige Andacht. dacht und mit dem Licht, deiner Gnade. Laß mein HSGBebet vor dir rlechen, wie daß Opfer Noab Laß mich meine Hande zu dir aufheben, wie Moſes: Laß mein Gebet vor dir klin⸗ gen, wie die Cymbeln am Kleide Aarons, und wie die Harfe Davids: Zuͤnde heiligen in mir an enen Durſt nach dir, wie ein Hirſch ſchreyet nach fri⸗ ſchem Waſſer! Ruͤbre und reinige meine unreine Lip⸗ pen mit dem himmliſchen Feuer, wie dem Eſaia. aß mich deine Herrlich jeit im Geiſte und Glauben fehen, wie Szechiel! Er⸗ höre mich, wie Daniel; Hefne mir die Augen, wie dem Diener Eliſät; Laß mich mit Petro und Maria bitterlich weinen; Erleuch⸗ te mein Hertz, wie dem Schaͤcher am Creutz; Laß mich die Knie meines Her; tzens vor dir beugen, wie Manaſſe; thue mir mein Hertz auf, wie der Lpdia, daß ich aller zeitlichen Dinge in meinem Gebet vergeſſe. Ach HErr! aller 3 Kuͤnd ger, der bu eren und Nieren pru ſeß du weiſt, wie unbe⸗ ſtaͤnd g menſchliche Hertzen und Gemuͤther ſind, beweglicher denn Weſſer, ſo vom Winde bewogen viel gen, und viel beſſer regie ren, denn ich ſelbſt. Stehe auf, HERR] bedraue den Sturmwind und das Hertzens, daß es ſtille ſey, in dir ruhe, dich ohn Hin; dir vereinigt bleibe. Führe mich in die geißliche Wuͤ⸗ ſten, da ich nicht ſihe noch hoͤre von der Welt, denn dich allein, daß du mit mir allein reden moͤ⸗ geſt, daß ich dich freund lich kuͤſen moͤge, und es niemand ſehe und mich hoͤhne. Erneure mein zünde in mir an dein Licht, dat es in mir leuchte, daß mein Hertz brenne, und entfuͤndet [Lebe und Anbacht. Nimm dat ich empfinde deines Geiſtes Flamme, Liebe, Troſt und freundliche Ant⸗ wort! Ach, nimm weg was meine Andacht hin⸗ meines Fe ſches Wille, als Zorn, Rachgier, Unge⸗ duld, Unglauben, Hoffart, Unverſoͤhnlichkeit, Unbuß⸗ fert igkeit. Laß deinen Hei rufen, beten, loben, dan, cken, zeugen und meinem wird! Ach, beveſige mei, Geiß Zeugniß geben der ne Andacht, daß ich nicht durch ſo mancherley Ge dancken hin und her bewo⸗ gen werde Ach, du koynſt das Schiflein meines Her⸗ dens ſtill balten, beveſti⸗ Ihn mein kaltes 2 mit ſeinem himmliſchen! entzuͤnden, erwaͤrmen, und nich vertreten bey Gott derniß anſchaue, und mit ligen Geiſt in meinem Hertzen ſeuftzen, ſchreyen, 9 1 bl mit unauſprechlichem wnauſte unruhige Meer meines Hertz, Sinn und Hemüb, werde in deinen das ſtein rne Hertz hinweg, durch deine Gnade aller, dert, es ſey die Welt oder Kindſchaft Gottes; Laß 9 euer ö (ae Ne — — 1 AI, Sima, ein b N a 1e Augen, J H Ei; U 4 e h ö und MA J de uch len; Erlen nh u, die e Creutz; 10 ite Jun, m0 f ee ed F beugen, l tl 90 1 due mit m 4 Ji t 1 bernd 4 J me et bitch J, U n einem G' W Fate Hen! 1 urn, al u an, det„e Nan Aach % 0% n f ee ge den en Gch 1 0, Ri An ef en, 10 , kennt 1 0% 4 0 a ee 1— 1 nan 0 * ud um be e ee 7 dat 47 i auch fuͤr dieſe Nacht, ſe n Andacht, bimmliſchen Ge⸗ Troſt, Ein allgemeines Morgen⸗Gebet. Es ſegne mich mein Gott und Pater, und waſche, heilige und reinige mich in dem Blute JeEſu, durch ſeinen Geiß, Amen. N bba, lieber Vater! ich lobe und preiſe leben laſſen. Laß das rech! te goͤttlihe geiſtliche und himmliſche Leben, das aus den, damit nicht ich lebe, Sohnes Gottes ſtets ver⸗ denn du haſt geſagt: ich will dich nicht verlaſſen noch verſaͤumen. Doch he⸗ wahre mich vor Mäüßig⸗ gang: Laß mich arbeiten nicht aus Geitz, ſondern n hertzlicher Liebe gegen meinen Naͤchſten. Laß deine Barmhertzigkeit ſich dich ausbreiten uͤber alle Men⸗ ſchen, die auf dem Erd⸗ du mich uͤberleben und fuͤr 1 dieſen Tag, ſo du mich er⸗ boden wohnen, und deine Guͤte uͤber alle deine Ge⸗ 8 8 ſchoͤpfe dir iſt, durch den Geiſt dern Gnaden in mir neu wer⸗ fondern Ehriſtus in mir, und ich im Glauben des Erneurung des Taufbundes. ſchöͤpfe. Gedencke deiner Kinder, die dich kennen, und in der Einig keit des Geiſtes verbunden ſind als lebendige Glieder an ihrem hochgebenedeyeten Ober⸗ haupte JESu Ehriſo. Laß unſer aller Gebet ein Gebet ſeyn vor dir durch Chriſtum, in welchem du uns dir ſelbſt angenehm ge⸗ macht baſt. Sey du ſelbſt eine ewige Vergeltung al⸗ len denen, die mir Liebe beweiſen. Meine Beleidi⸗ ger ſiehe mit erbarmenden Augen an, und vergib ihnen, gleichwie ich ihnen von Hertzen vergebe. Alle meine Anverwandten lege ich in deine Liebes⸗Arme. Kirchen und Schulen, Obrigkeit und Unterthanen befehle ich dir; Mein Gott, ach! ſiehe an den elenden Zuſtand in allen Staͤnden, mache dich auf, und hilf uns, daß deine Ehre geret⸗ tet, und des gottloſen We⸗ ſens ein Ende werde. Hilf den Armen und Elenden, die zu dir ſchreyen. HErr, mein Goc] verſchmaͤhe mein Gebet nicht, ſondern erhöre mich um deines lie⸗ ben Sohnes IEſu Chriſti willen. Amen, das heiſ⸗ ſet ja, ja, es ſoll alſo geſchehen. Danckſagung un d Erneurung des Bundes mit Chriſto. f O mein Heiland] wie groß i deine Liebe, und unbeſchreiblich deine Treue. Denn du haſt mich erkaufft nicht mit vergaͤng⸗ lichem Silber oder Golde, ſondern mit deinem heili⸗ gen theuren Blute. Du biſt ein Fluch worden um meinet willen. Du haſt deinem himmliſchen Vater fuͤr meine Suͤnden genug gethan, und mich verſoͤh⸗ Tod deines Leibes. Du haſt mich verlohrnen und verdammten Menſchen er⸗ loͤſet vom Tode, vom Teu⸗ fel, von der Holle und ewigen Verdammniß. Du baſt mir erworben Gnade, Vergebung der Sünden, mir die erworbene Guͤter mitgetheilet; da ich wie⸗ dergebohren. Fuͤr dieſe und alle andere deine Wohl⸗ taten ſage ich dir von Grund des Hertzens Lob mich dir mit Seel und ich an Seel und Leib Gu⸗ tes von dir habe. Du haſt uͤber das alles noch mit mir in der Tauffe einen Bund gemacht, zu dem Ende, daß ich ſoll dein eigen ſeyn, und in deinem dir dienen in ewiger Ge⸗ rechtigkelt, Unſchuld und Seligkeit. Dieſen Bund zu erneuern komme ich vor dich, und entſage mit gu⸗ tem Bedacht von neuen dem Teufel und allen ſei⸗ nen Wercken. Ich ſoge ab der Welt und allem Weſen der Welt, als Augen, Luft, Fleiſches⸗Luſt, und hoffaͤr⸗ tigen net mit GOtt durch den Gerechtigkeit und Friede, in ehe ich noch gebohren: und und Danck, und uͤbergebe Leib, und alle dem, was Reich unter dir leben, und 2. 1 ö 0 W ein allgemeines Abend⸗Gebet. 5 iigem Weſen. Ich ſage ab babe, damit ich dir alleine meinem eigenen Fleiſch, lebe, und mit Wahrheit meinem eigenen Willen, ſagen kann: Ich lebe nun 0 meiner eigenen Ehre, mei, doch nicht ich, ſondern nem eigenen Ruhm, mei⸗Chrlſtus lebet in mir. nem eigenen Nutzen, und Denn was ich jetzt lebe, was ſonſten an mir, das dat lebe ich im Glauben wider dich, meinen HErrn des Sohnes Gottes, dern und Heiland i. Denn mich geliebet hat, und ſich wer nicht allen dem abſg⸗teibſt fuͤr mich dargegeben. 10 get, der kann nicht dein Verleihe mir dann Gnade, Juͤnger ſeyn. Ich will mit meln Heiland! und hilf meinen Augen einen Bund mir, du Liebhaber des machen, daß ſie nicht ſehen Lebens nach deiner uber- ſchwenglichen Liebe, Amen, Es 48 15 25 83 je nicht treten auf den dige tod ewig Ga. . W520 der Sünder. Ich Ben nr, 115 15. 0 wlll nicht am Joch zieben[ ſſichen Guͤtern in Ehri⸗ nutertbane 2 C Mein Gott A ran n 9% den elende Zn „eum Sn , und his De d Ebre gete bn di d losen W/ 1 detde. Hi ds i Sa ud Elendel w n den. Hen J dag berſchmah er in ct, ſordet E d gn c Eſu Crit s e, en 14 Ae A e 1 fn iet, A ä —— nit, ſondern wird das Licht verborgen; Darum kan des Lebens haben. Laß ich dich nicht ſo vollig und mich mit dir im Glauben kraͤftis loben, als ich ſchul-⸗ und in der Liebe allezeit dig bin, ja als ich durch ge, was noch in mir Unheil verlange. Doch preiſe ich 9 liges und töue gnadiglich dich mit meinen Lippen, n n ae 0 ch bel ae ich noch eigenes an mir kannte Wohlthaten, 10 9 dern von dieſem Elende iu⸗ ruͤcke geleget, und kommen ewigen Herrlichkeit. In⸗ ber, in dem Blute JEſu, And gereiniget hat von al⸗ len meinen Suͤnden. Wie Untugenden an mir erken ne, du weßt, daß es mei⸗ nes Hertzens Wunſch und 8 Allgemeines Abend ⸗Gebet. ich dahin gelange, da ich ſie alle erkennen, ja, dich ſelbſt von Angeſicht zu An⸗ geſicht anſchauen werde. Weil ich hier bin, will ich dich inſonderheit preiſen fuͤr das liebe Creutz, wel⸗ ches du mir, als einen Juͤn⸗ ger Chriſti, taͤglich auf⸗ legeſt, damit meine Seele von den Luͤſten dieſer Welt kecht entwoͤhnet, und zu dir gemwoͤhnet werde. Nun iſt a auch die Laſt dieſes Ta⸗ ges uͤberwunden, und alſo Lin Schritt nach dem an⸗ immer näber zu unſerer deſſen haſt du Geduld mit uns, und vergiebeſt uns taͤglich und reichlich alle unſere Suͤnden: darum habe ich auch einen freyen Zugang zu dir, mein Va⸗ 0 welches mich abgewaſchen groß iſt deine Liebe, daß du mich alſo aus Gnaden felig gemachet haſt, mein Vater! ich werfe deine Gnade nicht weg, ob ich wohl mein Gebrechen und Verlangen iſt, voͤllig da⸗ von befreyet zu werden, und daß mich darum die ſterbliche Huͤtte am mei ſten drücket, weil ich mich in derſelben nicht recht zu dir aufſchwingen kan, noch mich voͤllſg mit dir ver, von der Sünde die mich anreitzet, zuruͤck gehalten werde. Doch laß mir nur dieſe Gnade wiederfahren, mein Vater! daß mein Chriſtenthum rechtſchaffen ſey bis ans Ende, und daß ich deine Gnade nicht vergeblich empfahe zu mei⸗ nem taglichen Wachs⸗ thum, ſo ge nuͤget mir. Nimm mich nun zur Ruhe, lieber Abba, denn ich lege mich in deine Arme, und begebe mich unter den Schutz und Schirm deiner Flügel in glaͤubiger Zuver⸗ ſicht auf delne Gnade. Schlieſſe du mir meine Augen iu durch deine Va⸗ tec kiebe, und bleibe in⸗ deſſen vereiniget mit mei⸗ nem Geiſt, daß der Satan keine Macht an mir finde. Du biſt ja der Hüter und Wachter Iſrael, der nicht ſchlaͤfet und ſchlummert. Du wolleſt nicht allein mei⸗ nen Leib und Seele, und alles, was du mir gegeben haſt, gnaͤdiglich behuͤten und bewahren, ſon dern auch aller Menſchen in der Welt, und aller deiner Ge⸗ ſchoͤpfe, inſonderheit aber aller deiner Kinder, aller meiner Mitbruͤder und Mitſchweſtern in Chriſto IEſu dich erbarmen, und ſte auch an dieſem Abend meines armen Gebets mit genteſſen laſſen. Oeffne mir denn wieder an dem morgenden Tags meine Augen, und erfuͤlle meinen Mund aufs neue mit dei⸗ nem Lobe, damit ich dich einigen, ſondern immer ſo lange preiſe, und dir iu Ehren 1 dess! ihtbach ſchbe, 0 ſüflicht geh, Aufrwe n Mat Tie d welle e fleſtun heiß ic ei unt nieber und r: deine nchlich alt weiß, 0 0 tt: derum 1 Mcd einen feen wf 911 en De i dt late JI t ich ane Coenen bat von all K J. 0 dh o ewiger G8 nem lieben Sohn erkenne ben. WI A ba liebe, de— mah 1 16 Guuden Jen th werfe dent 1 le , tb ich, rc ſchen un J en 100 un een n Naht da es nel eim f „lig da 1 dä n e dn d ee i an nei n d. al ind rü ch ut i it dir ven W 5 l n inne * ten Ruhe und Frenden⸗ nicht untergehen wird, ſon⸗ dern ich in ewiger Wahr heit und Klarbeit vor dir leben werde, Amen. 10 Neige Gebet ame dern dir, der du fur mich 171 8 n “mich erſt recht mit Lob und Morgen ⸗Gebet am Sonntade. ——.— Tage deiner Kinder: da meine Sonne ewiglich onntage. Morgenſtern, und ſchencke mit dein Heil unter dei⸗ nen Fluͤgeln, damit mir alle Tage meines Lebens, zu rechten Sonntagen wer⸗ den. Lehre mich aufwachen ſvom Schlafe meiner natür⸗ lichen Sicherheit, und auf⸗ ſtehen von allen todten Wercken und Geſellſchaf⸗ ten, damit du mich, IE⸗ ſu, erleuchten mögeſt. Du biß ja der Glantz der Herr⸗ lichkeit, ach! ſo laſſe mich nicht mir ſelber leben, ſon⸗ geiterben, und heute wie⸗ der auferſtanden biſt. O du Vater des Lichte, der du das natuͤrliche Welt uns ſcheinen laͤſſeſt, ſende doch auch heute und alleieit das wahrhaftige Licht, JEſum Chrium, in mein Hertz, und laß ihn daren leuch⸗ ten, und alle Finſterniß vertreiben, damit ich dich Tl in dei Licht dieſer brſch an du helles Licht, in meinem Hertzen, und berr⸗ ſche uber alle deine Feinde in uns, die du in deiner Auferſtehung beiwungen haſt! Und, o Heiliger Geist! ſchicke unſere Her⸗ tzen heute! daß ſie deine Tempel werden, darinnen du den gantzen Tag lehren koͤnneſt. Heilige alle Ge- und lieb gewinne. Siehe, dancken und Sinne, dein Wort zu faſſen und iu be⸗ ich bin durch die Sünde in der Finſterniß der Eitel⸗ keit gekangen und verdun⸗ ckelt; Darum lehre du mich felber durch deinen Heili⸗ gen Geiſt aus deinem hei ligen Wort, wie ich mich zu dir bekehren, und dir im Glauben gehorſam wer. den koͤnne. So werd i Danck zu dir wenden, und dir in deinem Lichte die⸗ nen und gefallen konnen. Oder Jin Cbricze! dn Sonne der Gerechtigkeit, a gebe du mit af als ein halten, auch dir ohne Falſch zu gehorchen„und in täglicher Buſſe dieſe gantze Woche und allezeit fortzugehen. Halte ſelbſt deinen Gabbath oder Ru⸗ hetag in uns, und habe dein Werck in unſern Her⸗ zen! daß wir dir gefällig ch ſeyn in Zeit und Ewig⸗ keit, Amen. um wahre Erleuch⸗ i Glantz der Herrlich⸗* eit und Ebenbild des 4 4 göͤttli?s 8 Um die wahre Erleuchtung. goͤttlichen Weſens, IEfu Chriffe l du Licht der Welt: wie kann ich dir nachfolgen damit ich das Licht des Lebens habe, wo du mich nicht ſelbſterleuchteß: Ü Meines Hertzens Finſter, niß iſt groß und dick, daß ch dein helles Licht da⸗ durch nicht erblicken kann, es ſey denn, daß du meine Unwiſſenheit und Irrthuͤ⸗ mer vertrieben, welche bey allem Ruhm der Religion doch oft ſehr groß unter den Menſchen find. Da rum fuͤhre mich aus dem dunckeln Kercker meiner eigenen Einbildung an das belle Licht deiner Gna⸗ den, und eroͤff⸗ne mir das Verſtaͤndniß, daß ich die Schrift verſtehe und recht gebrauche. Vertreibe al⸗ len Nebel der Aufechtun⸗ gen, Begierden und Ver⸗ wirrung, damit du in deinem Tempel ſelbſt un⸗ gehindert lehren koͤnneſt, was recht iſt. Sey mein 8 Meiſter und HErr, daß du mich in alle Wahrheit leiteſt, wie du durch dei⸗ nen Geiſt zu thun verſpro⸗ chen haſt Aber laß mich auch hoͤren, wenn du, Herr, redeſt, daß ich dir folge, und deinem Worte, wel⸗ ches Wahrheit iſt, nicht wiederſtrebe. Floͤſſe mir als einem unmuͤndigen Kinde, deine himmliſche Welsheit ein, und leuchte durch dein Wort und Geiſt maͤchtig in meinem Her⸗ zen, daß ich nicht ſtrau⸗ chele noch falle. Schencke mir aus Gnaden den rech⸗ ken Unterſchied zwiſchen. Boͤſen und Guten, jenes zu verwerfen, dieſes aber zu erwaͤhlen. Hilf mir aus allem Zweifelmuth, Jrrthum und falſchen Weg allzeit auf deine goͤttliche Bahn, drauf auch die e Thoren nicht irren moͤgen. g be/ Lehre mich genau auf dei⸗ 1 ne goͤttliche Wirckungen in meiner Seele acht haben, daß ich deine ſuͤſſe Her⸗ tzens Stimme, o mein Heiland! kennen lerne, und von einer fremden wol unterſcheide O du ewiges Wort des Vaters! ma⸗ che mir dein Wort ſuͤſſer, als alles. Segne mir alle Mittel, die mich zu dir, meinem Propheten, fuͤbren und weiſen. Laß dein Pro⸗ phetiſches Wort mir den hellen Tag und dich, den Morgenſtern, ſelber brin- gen, dein heilſamer Rath, dein Gebot, dein goͤttlicher Winck, dein freundlicher uſpruch ſey mir allezeit lebendig und empfindlich, bevoraus zur Zeit der Noth, wenn mit aller Troſt verſchwindet. Laſſe mir nicht mehr zu, nach mei⸗ nem Rath zu wandeln; gieb mich nicht zur Strafe dem eigenen Gutduͤncken mei⸗ nes Hertzens uͤber, noch meinen Einbildungen, ſon⸗ dern laß mich lediglich thun und laſſen nach deinem vollkommenen Wohlgefal⸗ len, und fuͤhre mich durch deinen Geiſt auf ebener Bahn. Sprich zu meiner Seele: es werde Licht! ſo wird dein heller 4 i mein Hertz JErkenntniß Abend Gebet am Sonntage. 9 ewigen Lichtes JES U. 0 Dourchleuchte alle Winckel meines Hertzens, und was 0 0 ſich von natürlicher Fin⸗ ſterniß, Falſchbeit, Eſgen⸗ 1 hh liebe, Vorustheilen und Belials Tuͤcken aufhalten 1 derſtehen ertreibe g Auſech ben, d e Wahr ub, Ne F dir folgt r ee Burt. g 4 2 U ift. 10 ech e 6 e du im Licht biſt, und Ge⸗ will, das treibe du aus mit deinem unbetruͤglichen Zeugniß, dem nichts wi⸗ kann. Theile mir auch aus Gnaden Ver ſtand und Licht mit in mei⸗ nen Geſchaͤften, und er, leuchte meine Gemuͤths⸗ Augen, zu pruͤfen was auch unter guten Dingen das Beſte ſey. Reiſſe weg den Vorhang des verderb⸗ ten Fleiſches, und die Hülle unſers Hertzens, dadurch dein Wille uns verdecket werden will. Stelle mir den bellen Spiegel deiner bimmliſchen Wahrheit ſtets vor, mich darin zu beſehen, und auch alle Fle⸗ cken an mir zu erkennen. Verrathe durch deinen Heilgen Geiſt und deſſen ſcharfe Ueberzeuguna alle meine Ungeſtalt, Verhin⸗ derniſſen, Zerſtreuungen, und Unordnungen des Ge⸗ muͤths. So werde ich end⸗ lich lernen, beſtaͤndig in deinem Licht wandeln, wie meinſchaft haben mit dem Pater und Sohn im Geiſt, und mein Gang muß gewiß werden auf deinen Fuß⸗ ſteigen. Darzu wollen du beharrlich an mir arbeiten, fomen/ ur deiner Klar⸗ heit in dem Angeſichte des nem Hertzen, ich werde ein erleuchteter Menſch nach deinem Her⸗ zen. Amen, durch dein ewiges Licht und Leben, Amen. Abend Gebet am Sonntage. Die ſey allein Preis und Lob gebracht, o Heis liger HErr und Gr?! der du mir heut dein Licht haſt laſſen belle werden, und ſo viel Gnade an Seel und Leib gegoͤnnet. Ach! bewahre du ſelber in mei⸗ was dein Geiſt durch dein Wort in mich geflantzet hat, da⸗ mit ich viel Fruͤchte brin⸗ ge in Geduld zum ewigen Leben. Vergieb mir alles, worinn ich deinem vollkom⸗ menen Willen nicht nach! gelebet haben 1 5 Las mich auch den neidiſchen Feind dieſe Nacht oder noch das ſonſt nicht ſichten, 1 Gute, ſo du mir gezeiget haſt, rauben. Auch wolleſt du ſonſt aus Gnaden wa⸗ chen uͤber alles, was d mir gegeben und in deinen heiligen Ordnung anver⸗ trauet haſt. Sey mein Licht in meiner Seele, wenns dunckel wird, und meine Kraft bey aller Schwachheit, mein Schutz, Heil und Leben. In dein Liebvolles Hertz, HERR JESu] ergebe ich mich ner Seelen. Setze deinen heiligen Willen in mir doch und nicht ablaſſen/ bis is mich auch im Schlafe beſtändig fort, und laſfe mit t a 5 dir ein, du einiges Hell mei⸗ 1 wenig glaaben dieſem dei⸗ habe mich e anders Pen, Bund deiner Gnaden ftaͤndig ringen, derſelbes habe in mir behaͤttigen und recht theilhaftig zu wer⸗ 10 Um ein neues Hertz und Leben. dir reden. Erinnere michl unſern tiefen Seelen⸗Scha⸗ des gehörten Worts getig⸗ den mit aller unſerer Un⸗ ch, daß alle meine Sinne art, Thorheit, Argliß, Ei⸗ und onen zu dir ge, genllebe, Hoffart, falſcher richtet bleiben, damit es Einbildung, Schalckbeit, immerfort Sonntag und und Heucheley, wie Wir ein heller Schein deines deiner göttlichen Natur Lichts in meinem Gemü⸗ und Heiligkeit ſo gar ent⸗ 4 bleibe, der du meine fremdet, ja meiſt ſchnur⸗ einige Ruhe und Seelig, kracks zuwider find, auch keit ſeyn willſt ewiglich, wo es oft am beſten ſchei⸗ Amen, durch deinen Hei⸗ net, oder worinn wir von ligen Geiſt, Amen. andern gelobet und gebil⸗ 5 liget werden. Ach] wie Um ein neues Sertz konnen wir doch mit ſol⸗ n und Leben. Here Jen! der du Solten wir denn nicht um⸗ geſchworen haft, es zukehren trachten, um als ſolle niemand in Gottes Kinder vor dir zu erſchei⸗ Reich koſſten, er ſey denn nen? Ach! Fleiſch und ron tenen gebohren; Wie Blut und der erdiſche Sinn kann ja dein Reich chen Unreinigkeiten in dein nem wahren Wort und nimmer ererben. Darum Eidſchwur, ja die meiſßen erzeure uns doch einmal wiſſen nichts davon. Ich nach deinem Bilde, und auch auf ſetze uns dazu in den rech⸗ meine Tauf aſſen, und ten Kampf, daß wir nach mich vor doe rgebohren der göttlichen Natur von ehalten, ob ich vleich nicht nun an ernfllich* derſelbe bewahren laſſen, ſondern den. Ertödte uns durch vielfaͤltig gebrochen. O wie deine Güte an dem Sinn hohe Urlachen haben wir des alten Adams, und zer⸗ bverderbte Menſchen, um ſtoͤhre das Alte, daß wir deine wahrhaftige Kind⸗ neue Creaturen und dein ſchalt zu bitten, wollen wir Werck werden, geſchaffen ſelig ſterben. Ach! in Chriſto, zu guten Wer⸗ ſchencke uns aus Gnaden cken, darinnen zu wan⸗ deinen Heiligen Geiſt, als deln. Segne dazu alle dei⸗ die rechte heilige Salbung, ne goͤttliche Mittel, und der uns neu gebaͤhre, und deinen heiligen Bund in und mit uns kraͤftiglich er⸗ Reure. Entdecke uns doch in unſerm Hertzen durch dein Wort und Zeugniß Saamen in uns zum wah⸗ ren Leben in Christo. Laß wachſen das Gewaͤchs der Gerechtlgkeit, und gib uns neuen göttlichen and Heiligthum eingehen: erwecke deinen heiligen 0 morgen Gebet am Montage. 11 „% auch au e en 0 Mud ſaekehr Se leich nich 2 f fi r Gutbeh 1 f l *— ee , ſondern ze Eu chen. O wie W s t daben wit eden ,n ichen, 1 5 5„ e Kinde“ E Tn Wali wir W bahn e n uch! 5 ih, e b Gnaden es dat% 1 Gall, a E e N „Sidon, 2 ch A 0 ite, und eaten e 2 U 06 glich r wen c „1 do 4 1 hegt den burch e rem Vater haben, daß wir Geiſt der Kindſchaft, und 9 ö 1 eee Hertz, und neue bellige Ge Amen. f. ben, der zur Verdammt Bes dieſem Anfang der fand, als Kinder don ih, und Kraft, gib mir den 0 allein nach dir, unſerm Va- erneure deinen heiligen ter, uns ſehnen, und nach Bund mit mir zum Peande 1 der Regierunng deines Gei⸗ des ewigen Erbes. Tauffe ſtes, im kindlichen Sinn mich mit dir in deinen Tod, vor dir leben. Zertritt, oſund begrabe mich darinnen Heer JEſu, der Schlau, kraftiglich, auf daß ich aucß gen den Keypf in unſerm mit dir zum neuen Leben verderbten Hertzen, ſtoſſe wieder aufßßehe, und in aus den grimmigen und dir, in Helligkeit und Ge- eigenwilligen. Drachen, rechtigkeit vor dem Vater mache ein Ende des Wi⸗ewiglich lebe. Alsdenn derchrißs, und verderbe werde ich dich mit neuer das Kind des Verderbens, Zungen und reinen Here nemlich alles Böſe in uns. zen loben wenn alles in Schaffe dagegen ein neues mir neu ſeyn wird, dancken, Bewegungen un?dʒ˖ 25 00 daß eee enen Gebet am ger a verfü. 1 Wege alles fleiſches bier Montage. eilet. Sondern hilf uns] 9 Woche rufe ich zu gnädiglich, aller Creaturf dir, o helliger Vater im und der Welt und uns Namen JEſu Cbriſtt. dn ſelbſt taͤglich abſſerben, alle wolleſt mein Hertz, Mutßyg eigene Wahl, ſie ſey noch und Sinn, mit deinem ſo ſcheinbar, fliehen, und heiligen Geiſt erfuͤllen, das dein Wort, Licht und Geiß mit ich allein das dencke, unverruͤckt in acht nehmen. rede und thue, was du ſel⸗ So laß uns endlich erwa⸗ ber in mir willſt und wur⸗ chen nach deinem Bilde, ckeſt. Ach! vereinige meine und bringe uns ein in deine Gedancken und Begierden Ruhe, daraus wir in Adam mit dir durch die Liebe gefallen ſind, und aus Nur Fe und reinige mein Fleiſch in deinem Geist, der Gewiſſen durch ſein Blut, allein in uns lebe. Ziehe damit ich in deinen hellis uns an den neuen Men- gen Gehorſam einbergehe. ſchen, der nach dir geſchaf⸗ Siehe, ich uͤbergehe mich fen ſey in Gerechtigkeit und dir auf dieſe gantze Woche, Heiliskeit der Wahrheit, ja, auf meingebenlang, ſtaͤ⸗ dadurch wir dir wiederumſcke mich mit deiner Kraft. nach und nach ahnlich wer⸗Mache mich aufrichtig, die den, die wir zuvor dem und meinen Nächten in Satan aͤnhlich waren. Ach Liebe zu dienen. Lehre mich JEcSu! ziehe dich mir wider alle Verfuͤhrungen ſelbſt an in deiner Bebe ne ges verderbten 49 1 8 zens⸗ 12 um gòͤttl. Beyſtand in ſeinem Beruf ens und boͤſer Menſchen reiten. Mache mir die Eitelkeit recht bitter, daß du mir deſto ſuͤſſer werdet. Hilf mir die Laſt dieſer Woche tragen, leite mich, wie ein lieber Vater, und mache mich kindlich gehor⸗ ſam. Sprich ſelbſt deinen Eegen uͤber meine Arbeit, und gehe mir mit deiner Weisheit vor, damit ich Geuß du deine Sanft⸗ und Demuth in mein Hertze ein, damit ich in ſeiner Liebe gegen alle Menſchen ſtehen koͤnne, und du in in froͤlich und getroß darin⸗ nen, aber auch gewiſſen, haft und treu ſey. Ja, werde du ſelbſ in mir und allen meinen Dingen An⸗ fang, Mittel und Ende zu deinem Preis und meinem Heyl, amen. Um göttlichen Bey⸗ ſtand in ſeinem Beruf. O du Brunnquell alles Heyls und Segens, der du mir dieſe meine Ar⸗ beit anbefohlen haſt, und deine gefallene Creatur ſo gerne wiederum durch dei nen Sohn aus dem Fluch in deinen Segen verſe⸗ gzeſt. Gib mir doch Wels heit und Verſtand, in al⸗ lem recht nach deinem Wiben zu handeln, deinen Namen zu Lieb und Lob, und meinem Naͤchſ en, wie auch mir zu gut. Und weil meine verderbte No⸗ tur mir an deinem Se⸗ lich ißt: So bewahre mich doch vor allem Mißbrauch deiner Gaben zum Ueber muth, Geitz oder Wol nichts zuſchreibe, ſondern daß nur dein Wille an und in mir geſchehe, und ich ſuundes folge, wie er auf der Welt gewandelt hat. mir wuͤrckeſt, was du wilt, Hertz ſo kraͤftig mit dir, neſt wie du weißt, daß es mir heilſam ſey. Ich er⸗ gebe dir Leib, Seel und Gemuͤthe, Haab und Gut, und was du mir gegeben baſt: Ich entſage auch meinem eigenen Willen, denn der iſt meine Unruhe, deines Wohlgefallens und Segens, darinn mir allein wohl iſt. Wirſt du mit mir eſſen, und Kleider anzuzie⸗ hen geben,(wie du denn treulich thuſt ,) ſo ſolt du mein Goc ſeyn immer und ewiglich, Amen. Abend ⸗ Gebet am montage. He iliger und gerechter taͤglicher Buſſe uns im⸗ luſt/ damit ich mir ſelber Gott! wir ſollen in merdar zu dir wenden, und deine auf dich, den Ursprung alles Guten, allein ſehe. du Steure meinen eigenen eit Willen, der deiner Regie⸗ h rung immer vorlaͤuft, und dem Exempel meines Hei⸗ als in deinem armen Ge fuß, daß du zu Ehren ma⸗ cheſt. Ja, vereinige mein daß du mich brauchen koͤn⸗ und ſencke mich in die Kraft 0 ſeyn, und mir Brodt zuüu —— 1 r——— 0 0 1 ö den Bey Pal* b ſeinem U Fan i, ee tuell abet 4 the, hat d Segen n d t ſt meine A J J fig n bas, unf en n, Crvftut ſt E n ee, n durch deh reh dem Flu ie 1 nen dere 8 D, Ane ech Wei en eit. Pen in d e 4 10 Jan n, deine 158 cel 100 b und Ke%% Nicht: a in t. un nie un — 8% S ade „ern beg Moſi. dewahte 1 1 1 Nißbraud um* 48 0 Geiſt deiner Zucht, worine meinem Elende, damit 4 in deine heilige Vorſorge wider alle Feinde, vornem⸗ heutige Bewahrung und lichen Luͤſten Laß mich 10 N Christo JEſu, meinem um wahre Gottſeligkeit. 3 deine Onade alſo von neuen ſuchen. Darum erinnere du mich ſelber durch den ich etwa dieſen Tag uͤber oder ſonſt von dir abgewi⸗ chen ſey. Laß mich ſtets mit dem verlohrnen Sohn wieder zu dir nahen mit zerknirſchtem Hertzen, und komme mir mit deiner Er⸗ barmung zuvor in allem mich die Finſterniß nicht unge wafnet uͤberfalle. Nimm mich von neuen auf lich die unſichtbaren, und habe zugleich Danck fuͤr die Huͤlfe in meinem Beruf. Lehre mich erkennen, wie ich ohne dich unmoͤglich kan daage bleiben, und wie du ingegen Macht genung ha⸗ beſt, alle deine Kinder zu erleuchten und zu ſchuͤtzen. Das Fleiſch laß in Zuchten reine ſeyn von allen ſuͤnd⸗ dir alle das Meine anver⸗ trauen, in deinem Na⸗ men mich einergeben, in dir ſanfte ruhen, und mit guten Gedancken und Be, gierden wieder aukwachen iu einem hellen und froͤli⸗ chen Tag deiner Gnade in HERRN und Heiland, Amen. Um wahre Gottſe⸗ ligkeit. Allwiſſer e und gerech⸗ ter heiliger Gore, gefallenen Natur gewah werden, wie ungoͤttlich ſſe geſinnet iſt, wie gerne ſie ohne GOtt in der Welt lebete, und alſo ohne deine Furcht und Zucht bliebe, wenn nicht dein Geiſt mei ner maͤchtig wuͤrde. Di aber klag ich meine Noth, und leugne nicht, ſondern bitte nur um deine heilſa-⸗ me Gnade, daß ſie mich treulich zuͤchtigen wolle, vor deinem Angeſicht gott? ſelig ju wandeln, und fromm oder aufrichtig zu werden. Gib mir einen hertzlichen Verdruß und Schrecken uͤber alle dem, wodurch dein Name im ge⸗ ringſlen beleidiget und ge⸗ ſchaͤndet wird. Lehre mich, deine unwerthe Creatur, wie ich dich recht erken⸗ nen, ehren und anbeten ſolle. Ach! laß mich doch deiner unzaͤhligen Guttha⸗ ten nicht ſo ſchaͤndlich und leichtſinnig vergeſſen, ſon⸗ dern gieb mir eine ehrer- bietige Erkenntlichkeit ge⸗ gen alle deine Fuͤhrungen, und eine froͤlſche Ueberle⸗ gung deiner Treue in al⸗ len ihren Fußſtapfen und Merckmahlen. Dis muͤſſe mich treiben und verbin⸗ den, dir in allen gehorſam und treu iu werden, auch ferner mich dir aus gantzer Macht zu vertrauen und zu uͤbergeben. Verleihe mir aus Gnaden, daß ſch die Luͤſte der Welt meiden, guch alle Verſuchungen treulich lerne beſtreiten, daß ich thue was du wilt, E .———— 10 114 1 — — r ich muß leider an meiner und laſſe, was du nicht a 7 haben kann. Deswegen laß mi allezeit in Demuth nach ihm verlangen, und laß Nothwendige, , wergen, Seb en Binh haben wilß. So lehre mich vor dir leben nach deinem, und nicht nach meluem oder der boͤſen Welt Wil, len. Neige mein Hertz un⸗ 1 aufhoͤrlich zur Niedrigkeit, meinen Sinn zur Lauter; keit und Wahrheit, mein Leben zur Reinigkeit, Keuſchheit, Andacht und Gehorſam. Aber das alles kann ich nicht erlangen, wo u mie nicht deinen Sohn ſelbſt in mein Hertz ſchen⸗ ckeſt, durch den ich allein alles vermag, weil ich oh⸗ ne ihn nichts Guts thun mich nicht ohne ihn leben. Fuhre mich nicht nach meinem Verdienſt, ſon⸗ dern nach deinem guten und heiligen Willen in Christo JEſu. Durch deſ⸗ ſelben Gnade und Geitk re⸗ giere mich in Gedancken, Worten und Wercken, daß dir alles in ihm an mir wohlgefalle, und ich dir durch ihn ein angenehm Opfer werde. Sammle meine Seele aus aller Zer⸗ ſtreuung in das einige darinnet ich das beſte Theil durch deine heilige Unterweiſung finden mag. Alſo zeige mir kraͤftiglich, wie ich aus dem Abfall der boͤſen Na tur wieder iu meiner Erloͤ⸗ ſung eilen moͤge, deine ewige Wahrheit allein ſu⸗ chen, und alſo eines Sin⸗ nes und Willens werde mit meinem Heilande, und „durch ibn, mit dir, o Ba⸗ ter, und deinem ewigen 7 Geiſte. In dieſer Verei⸗ ulgung hoffe und wuͤnſche ich, dich ewig anzubeten und zu preiſen, Amen. Morgen Gebet am Dienſtage. etreuer GO TT und Vater, dir ſey Preis fuͤr alle deine Guͤte, daß du mlch unter dem Schat⸗ ten deiner Fluͤgel haſt ru⸗ hen laſſen. Deſto mehr laſſe nun auch dieſe kuͤnf⸗ tige Zeit uͤber, mich zu ch deiner Liebe erwecket wer⸗ den, daß ich nicht begeh⸗ re zu leben, ohne nur in dir, und was ich noch lebe, bloß im Glauben deines Sohnes lebe, ja, daß er mein wahres Licht und Le⸗ ben werde. Hierzu über⸗ gebe ich mich dir gantz von neuen zu deiner Reinigung und Regierung. Laß du den lebendigen Glauben, und dadurch Chrittum in mei⸗ nem Hertzen wohnen, daß er die Fruͤchte des Glau⸗ bens In mir wircke, als Lie⸗ be, Hoffnung, Demuth, Sanfmuth und Geduld. Lehre mich keine Wolluſt zu verlangen, als nur deine Liebe, keine Vortheile, als die Sch aͤtze deiner Gna⸗ den, keine Ehre, als deine Kind ſchaft, wenn ich in dir von neuen gebohren werde. Fuͤr das Zeitliche laß mich ja nicht ängſtlich ſorgen, denn du wirſt mich nicht verlaſſen noch ver⸗ ſaͤumen. Heilige und be⸗ nedeye das Werck meiner 192 Hinde UN 0 nen Sohn 1 1 An ö 1 100 auß schen ier ig 0 iu ich den E sen, 1b weil ic 0h Fi gg J Sus hun Dog J n aß nich. r iebe mach wat nuch ff fh fl „ d b eben, f b bn leben. Jie ncht nac 2 Haoba len, son J be J.. em guten W ah Bilen us e Durch de it lage u Heiße ee Gedanken/ E Fagtnn e ercken, daß 1 gen J ba un mit E10 Ch und ich dir u ae dngebebm! dach e Saamle r dc 0 Aale Zu„ döſtn, dan Aelaglg lh 0 daniants EA ni f ** 72 5 ng A ke Ne 15 a ee tie ich zus feinem Verderben, abſon⸗ das Hertz doch ja nicht Wider die zeitlichen Sorgen. 100 0 I 185 1 1 Hände ſelbſt, und neben mir auch alle die dich ſu⸗ chen. Ja, breite deine Barmhertzigkeit uͤber alle Menſchen aus, und hole einen jeden herrum aus, derlich die Feinde deiner Wahrheit. Insbeſondere empfehle ich deiner Gua⸗ den⸗ Regierung die Meini⸗ gen, wie auch meine Obere und Vorgeſetzte. Erbar, me dich des allgemeinen Elends in allen Staͤnden, und mache der Bosheit und Aergerniſſen ein En, de Hilf auch allen Noth, leidenden, und ſey uns allen gnädig, daß du uns deinen Frieden glebeſt im Namen JEſu, Amen. Wider die zeitlichen Sorgen. O daß ich mein Ver⸗ trauen nicht auf mich ſelbſt oder andere Creaturen ſetze, ſondern mich auf dich allein verlaſſe. Denn da⸗ zu laͤſſeſt du jetzund ſol⸗ che groſſe Plagen herein, brechen, uns zu pruͤfen, ob wir unſere Zuverſicht auf dich allein ſetzen wollen, oder nicht. Aber laß uns doch durch deinen Heili⸗ gen Geiſt alles brauchen zur geſegneten Uebung im Glauben, Geduld und Ge⸗ bet. Mangelt uns etwas, ſo erſetze du ſolches mit deiner Treue und Liebe, die beſſer iſt als alle Schaͤ⸗ tze in der Welt. Faͤllet uns aber etwas zu, ſo laß uns Gott! gib mir doch H auch den Raub der Guͤter, Staͤrcke, und unſer Gewinn hilf uns maͤßiglich gebrau⸗ 1 chen, und nicht mit uͤber⸗ maͤßiger Begierde darinn verſtricket werden. Ach! laß uns von der ſchaͤndli, chen Bauch Sorge nicht verſchlungen werden, und reinige die Hertzen von dieſer Abgoͤtterey. Deine and regiere uns doch in der rechten Mittel⸗Straſſe, und erloͤſe uns von unns⸗ thigen Kummer uͤber ge⸗ ringen Dingen, daß wir ſie ſowohl als alles vor ver gaͤnglich halten, und nach beſſern Guͤtern ſtreben ler⸗ nen, die uns kein Dieb, Noſt oder Fall rauben kann. Ach! daran ſoll mein Hertz ewig genug haben, Amen. Abend ⸗Gebet am Dienſtage. Wiewol ich deine Guͤte, o himmliſcher Va⸗ ter! nicht vollig erkenne, die ich nur heute, geſchwei⸗ ge mein Lebelang genoſſen habe; ſo wolleſt du doch meinen ſchwachen Danck in Guaden annehmen— 1 no dran haͤngen. Dis ſey un⸗ ſere ſeligſte Ruhe, mit dei⸗ nen heiligen Schickungen zufrieden zu ſeyn, deine Gerechtigkeit zu ehren, und wo du ihn verhingeſt, mit Freuden zu erdulden. Die Welt mit ihren falſchen Troſt laß uns nicht betruͤ gen, ſondern wenn wirf dich haben, nichts nach irn fragen. Geduld ſey unſere Gottſeligkeit mit Vergnuͤg⸗ 0 ſamkeit. Unſere Nothdurft . kechtſchaffen vor deine 0 Angeſicht, und pruͤfe, 1 pas verſaͤ du ſelbſt. N in deinen Frieden ein, wuͤrcke die nöthige Zuver⸗ dicht auf deine Bewahrung. Bleibe du in und bey uns, daß kein Feind einbreche. Erbarme dich aller deiner Kinder, ja aller deiner Heſchoͤpfe, und morgen öffne uns Hertz und Mund, dich dafuͤr zu loben, und in deiner Kraft einher zuge⸗ hen, bis endlich der Abend unſers Lebens kommt, und dein ewiger Tag einbricht, da keine Nacht und Fin⸗ ſterniß iſt, Amen. um den lebendigen g Glauben. O du Anfaͤnger und Vol⸗ lender unſers Glan⸗ fed Fertz len c de id e eie cb 115 0 10 0 r. 5 Aae in I Me um den lebendigen Glauben. 17 friedige mein unruhiges ertz in deinen unbetruͤg⸗ lichen Verheiſſungen, daß ich dadurch neu gebohren und erwecket werde, dir, meinen him̃liſchen Vater, unverruͤckt im Glauben an⸗ zuhangen, alle Ehre der Wahrheit, Gerechtigkeit, Treue und Liebe dir willigſt gebe, und alſo aus dem Glauben als ein Gerechter lebe. Laß mich ja nicht im bloſſen aufblehenden Wiſ⸗ ſen beruhen, ſondern gib, mir eine lebendige Erkent⸗ niß Chriſti in mein Hertz. So oft ich aber ob denſelben Glauben kaͤmpfen muß und wegen meiner Verderbniß, Furcht und Zweifel aufſtei⸗ get, wolleſt du aus Gnaden das glimmende Tocht nicht gar ausloͤſchen, ſondern mir helfen uͤberwinden durch des Lammes Blut, daß Chriſtus durch den Glan⸗ ben in meinem Hertzen bleibe, und durch die Liebe ich in Ihm einwurtzele und gruͤnde. Und wenn mein arges Hertz etwa ſich auf wahlt 1 Creaturen verlaſſen, und M mit dem Vertrauen von dir abweichen wollte; ſo be⸗ ſtrafe und zuͤchtige du mich alsbald mit deinem wahren Wort, daß ich nicht am Glauben Schiff bruch leide. Ach HERR Jul ſey du mein treuer lebendiger Weg im Glauben zum Vater. Sey mein Licht in Finſterniß, mein Stecken und Stab in Gefahr, mein Heil und Leben im Tode, auf daß ich durch den Glau⸗ 8 10 ben die Welt uͤberwinde, Werck und mich fuͤr einen Gaſt und Fremdling auf der Welt erkeune. Ja laß mich nicht mehr aus und nach der unglaͤubigen Vernunft leben und von dir ferne bleiben: ſondern laß mich, was ich noch im Fleiſche leben muß, blos im Glau⸗ ben an dich, den Sohn Gottes, leben, und werde du ſelbſt alſo mein Leben. 1 Denn der Glaube ſoll und mag keines andern leben, als deiner allein. Denſel⸗ ben wolleſt du auch, o mein HErr und GO! durch die Liebe in mir laſſen thaͤ tig ſeyn, als dein goͤttlich in mir, das mich verwandele und neu gebaͤh⸗ re und den alten Adam in mir toͤdte, auch aus mir elnen gantz andern Men⸗ ſchen mache von Hertz, Muth, Sinn, und allen Kraͤften. So werde ich erſt ein Rechtglaͤubiger in 1 g der That werden, und Abrahams Saame, auch nach der Verheiſſung ein Erbe ſevn des Ziels, wel⸗ ches der Glaube mir vor⸗ halt, daz ich Geweinſchaft haben könne mit allen Glaͤubigen hier und dort oben. Alsdenn ſoll mich auch nichts von ſolchem ve⸗ ſten Grund Gottes abfuͤh⸗ ren, noch von deiner Liebe ſcheiden, weil du mir hoͤ⸗ her biſt, als alle Schaͤtze Egypti. Alſo laſſe mich den Fuüßſtapfen der alten Glau⸗ bigen nachfolgen, und die zeitlichen Ergoͤtzung der Suͤnden im Glauben mei⸗ den, damit ich deine Herr⸗ lichkeit und gehen moͤge. über mich, 19 Morgen ⸗Gebet am Mittwoche. 5 lichkeit und Belohnung erkenne, und deßo mehr nach dir und der Gersch⸗ Algkett verlange. Bis ich endlich in deinem Bilde erwache, und nach dem Glauben im Schauen ewig in dir lebe, und das Ende des Glaubens naͤmlich der Seelen Seeligkeit, davon bringe, Amen, um deiner theuren Verheiſſung wil⸗ len, Amen.* Morgen ⸗ Gebet am Mittwoche 3¹ dir, o himmliſcher 0 Vater! wende ich mei, ne erſte Gedancken anſetzo, und erhebe mein Hertz dazu, damit ich in dir nun mehro allein leben, ſtehen 0 Sey du ferner meine Burg und Zuverſicht, wie du es dieſe Nacht ja ſs treulich wareſt, dafur dich mein Gemuͤth preiſen und anbeten muͤffe. Nun wache heute ſerner 1 uͤber meine Sinne und Glieder, vor⸗ nemlich uͤber mein Hertz. SGi mir ja elne tagliche Puſſe uͤber alle meine Verderbniß und uͤbrige Unreinigkeit. Laß mich in dir reden und wruͤcken dein Wohlgefallen, in dir eſ⸗ ſen und trincken, regen und bewegen. Und weil du deinen Namen, o HErr! ein veſtes Schloß nenneſt, ſo laufe ich mit allen, die du im Glau⸗ ben deines Sohnes gerecht macheſt, dahin. In die⸗ ſem ergebe und opfre ich ö ö dir auch alles, was du mir ſgeſchencket haſt, auch alle meine Mitglieder, ſie ſeyn nahe sder ferne, auf daß wir alleſamt dein ewig Ei⸗ enthum werden und blei⸗ en, auch dich alſe zuſam⸗ men, als Einer mogen an⸗ beten. Laß deinen Geiſt den gantzen Tag an uns zuͤchtigen und arbeiten, damit wir in den Schran⸗ cken deiner Gebote fort⸗ laufen, und der Feind uns nicht koͤnne von dir tren⸗ nen. Segne uns in Chriſto dir ge aͤllt, und gib uns ſo viel Kraft und Weisheit zu dem Stand, darinn du uns zu deinen Dienern ge⸗ ſetzet haſt. Ach] ze ge uns dle Fußftopfen deines Soh⸗ nes, Ihm treulich ju ſol⸗ gen: Bewahre uns vor allen boͤſen Leuten, und laß ſie uns nicht ſchaden noch verfuͤhren. Dein gu⸗ JEeSn mit allem, was f 0 0 „ delgen aid tg fe her dit! ct fehle/ Wicht l mi Mochſe ter Engel fuͤhre uns auf m den Weg und Steg, und hilf uns wandeln auf den Weg zur Ewigkeit, durch Chriſtum in dem Heiligen Geiſt, Amen. Fuͤr ſeinen Beruf. O du Schoͤpfer aller Dinge, du baſt mich iu deinem Erbe und Dienſt geſchaffen und beweiſeſt nun durch deinen heiligen Beruf, wie du uns nach dem Fall wieder beim⸗ ſucheſt und zu dir zieheſt, wenn wir uns zu dir bes kehren. Durch dieſe Liebe in Chriſto JES rufe ich dich an, du walleſt mir deinen — nen Herz r en Nn in di n 8 A. 00% den, deden 7 Seen —— a defnen Seegen und Bey⸗ 5 ſtand nicht entzieben in meiner ſchweren Arbeit, U damit ich mich darinnen nicht unter dem Zorn ver⸗ 0 jehre, oder durch ſalſche han Abſichten verderbe. Ach! A 10 laß mich nicht meinen Naͤchſten etwa beleidigen oder betruͤgen, ſondern gib mir ein reblich Hertz, meinen Naͤchſten zu lieben und zu meynen, wie mich ſelbſt, damit ich deine Gnade und gut Gewiſſen unmliſcher? Lölt, g. Leiche lee Liebe zu den Armen, weil behalte. Scheucke mir ein guuͤg ſames Hertz, und ich nur dein Haushalter ſeyn ſoll, der nicht eige⸗ nes auf der Welt, ſondern alles von dir bat. Laß mich in deiner Liebe eſſen und trincken arbeiten und ruhen, ſchlafen und wa⸗ chen, daß der Fluch und [Neid des Feindes mich nicht rühre, auch keine du Nachſtellung boͤſer Men⸗ ai ſchen. Am allermeiſten aber eig laſſe mir nicht zu, etwas ohne deine Anrufung und Huͤlfe antufangen, ſonſt werde ich ſtets zu ſchanden, und leide Schaden. Allen Stoltz uud Neid und Ue⸗ berfluß laß ferne von mir ſeyn. Die Luſt am Zeitli⸗ 100 chen ertoͤdte in mir durch die unſchuld JEſu Chriſti, ian daß ich mein Hertz an nichts haͤnge, als an dich, 1 1 und dich uͤber alles in der Welt hoch und theur ach⸗ te. Ss wird mich nichts e Zeitliches noch Irrdiſches leichtlich koͤnnen betruͤben noch erfreuen, ſondern ich Abend Gebet am mittwoche 19 werde in dir Ruhe finden, und mein Tagewerck in dieſer Zeit vollenden, bis der ewige Sabbath an⸗ breche, da wir ruhen ſol⸗ len von unſerer Arbeit, men. Abend ⸗Gebet am Mittwoche. Semmie, s Gott alle — meine Krafte und Gedancken nun in dir zu⸗ ſammen, als in dem Brun⸗ nen meines Lebens, damit ich dir wuͤrdiglich dancken koͤnne durch JEſum Chri⸗ ſtum deinen Sohn, weil du mich heut ſo gar ſon⸗ derbar begnadigt und mir beygeſtanden haſt. Nun empfehle ich dir auch in ſolchem Vertrauen mein gantzes Weſen und Leben, wie auch alles andere zu deiner Verwaltung. Ja, ich fliehe wider alle meine Feinde in dein Lieb volles Hertz, und ſuche meine Be⸗ friedigung in dir allein, weil mich ſonſt im Him⸗ mel und auf Erden nichts ſtillen und vergnuͤgen kann. So wuͤrcke du nun allein in meinem Gemuͤthe, damit keine andere Kraft an mir hafte, und weder boͤſe Gei⸗ ſter noch ſonſt etwas feind⸗ ſeliges zu mir nahen koͤn⸗ nen. Schleuß du ſelbſt dei⸗ nen Tempel, mein Hertz mit deinen feurigen Roſſen und Wagen, als mit einer Ringmauer, ein, ſo kann ich wohl ſicher ruhen, und mit allem zufrieden ſeyn, wie du mit mir verfahren wilſt, 20 Um die Liebe zu Gott u. dem Nachſten. willi. Denn ich bin ein- wahren Liebe allenthalben, ld, mal dein, und dein Sohn HERR, daß weiß du, z u hat mich ſo theuer erkauft, Wie ſoll ich aber zu dir ehr auf daß ich zugleich mit kommen, wenn du, o un, gene Ibm leben ſoll, ich wache erſchöpfliche Qu elle der du oder ſchlafe. Darum lebe, Liebel mir ſolches nicht mib! ſchlafe und ruhe ich nicht ſchenckeſt? Ich komme i Lit u mir, ſondern dir. Das dir, als arm, blos und dug m ſchaffe du felbſt in mir verdorben. Ach! gieb mir dach durch Chriſſum im heili⸗ aus deinem Liebes Herzen Duc gen Geiſt alletet, Amen. eln Tröpflein deiner gött(ehe lichen Liebe, dadurch mein en gel 3—+ und Gemüth erwei- um die Lie be zu get, geſaͤnft get, durch⸗ b GoOtt und dem 3 1 485 10 5 E R men Ac du Gott der Liebe Rebe; du Hertz des Va- und des Friedens! ichf ters, gieſſe deine Llebe aus helle bitte dich um deiner un⸗ in mein Hertz durch deinen gc m aus ſprechlichen Liebe wil⸗ Heiligen Geiſt, daß ich dich 5 but len, gib mir zu erkennen,(ieben konne mit deiner ge de „wie lieblos und hart met ſeigenen Liebe, die du mir ges ne gefallene Natur it, ſchencket. O laſſe dern ie dich oder meinen Naͤchſten heiſſes Blut reichlich flieſt e göttlich zu lieben. Ach! ſen in meine arme Seele! eig ch bin von Natur eine Siehe! ich bringe dir das puh, zornige, unbarmbertz ge, leere Gefaͤß meines Her, ganz wider waͤrtige, eigenſinnige tzens dar, geuß das lin⸗ be 9 Creatur, die nur ſich dernde Oel deiner Barm, Wah ſelbſt und das Ihrige lie: hertzigkeit hinein in meine dete bet und ſuchet, nicht aber Wunden, die mir der zor ut d. was GOttes nnd des nige Drache durch meine wein! Nächten it. Es wachet Eigenliebe ſo oft geſchla⸗ dell wobl gar bisweilen eine gen hat. Ueberwinde, o meal! Hölle des Zorns, der HErr Jeſu] durch dei u Rachgier, Unbarmhertzig⸗ nen Todes⸗Kampf, darin nch w keit und Bosheit in mei du den Zorn mit deiner Reh nem Hertzen auf. Ich eifre Liebe uͤberwunden haß, delt wohl etwa zuweilen unter auch meinen Zorn, und her gu dem Schein des Guten, alle, auch die verborgen ger wider meinen unſchuldigen ſte Feindſeeligkelten mei⸗ dil. Nächten, und ict zum we⸗ ner Natur. Zerbrich deſſen zen de nigſten keine rechte Treue Macht, löſche das wilde ale und Mitleidigkeit, in mir Feuer durch deine Liebes, n gegen die Elenden, Un wis. Fluthen aus in meinen 5 fende und Irrende. Ach Seele. Ach IeESu! ich nic 0 ja, es mangelt mir an der ſchreye zu dir in meinem zen B Elend, 1 . Morgen Gebet am Donnerſtage. 22 i bin 970 Elend, um die rechte Nah⸗ 1 kung meines Geiſtes, wel⸗ * 0 che in reiner Liebe beſtehet. Suan Schencke mir aus Gnaden, abe ic n mir dieſen himmllſchen u d. D A0 Saft und Tranck zur La⸗ lb U i dung meines in der Natur n in be e verſchmachteten Hertzens. t, Aug. Durch deine unſchaͤtzbare e Lede, damit du die Sein, * gen geliebet haß bis in den 0 üg Tod, erfuͤlle auch mich mit ü 1 be 0 Liebe, kraft welcher ich ger nd dem ne mich ſelber verleugnen, n n enen din nachfolgen moͤge. Deñ da tt het Lieb iſt die rechte Liebe, daß ich 0 beine Gebote halte, die ma⸗ b dee e e chet mir auch alles leicht. u bede uf Ae die S du reine Liebes Flamme u ene e e n des Vaters und des Sob⸗ „ bart ne en Lache le nes, Heiliger Geiſt, ent⸗ Natur i e et. 0 0 W b ünde auch mein kaltes auen Nach e Nane kiebloſes Hertz mit deiner Loben, Ac e eee Mildigkeit, Guͤtigkeit und Hulde, ohne welche ich ſarmdert g 8 dee gantz todt bin, dich zu lie⸗ enn e d, e den. Vereintge mich in der % dur l de Wahrheit mit deinem Lle⸗ ergehen bes Leben, daß ich in dir nicht d en, Mae und deiuer Liebe bleibe, 4 100.. dc e wenn ich einmal mit dir Es nach verbunden bin, und nicht e e ar Ltebe der Seien ur Liebe, un, 2 a mich wende. Laß mich alle Wundert wen Menſchen, vornehmlich e e deine Gtcoize der babe, . Jeet e ene aber nur in deiner goͤttli⸗ e e le * an e Les, dend mebr in deine d if um f 00% goͤttliche Liebe, begegne act en e e mir mit deiner Lieblichkett b u ee Dargegen laß, mich dir ben ben dl W wiederum treulich entge⸗ . 90.0 * 1 K 8 en gehen, und mit Liebe antworten, damit ein ewig Band entſtehe zwiſchen dir und mir, durch die Kraft des vergoſſenen Blutes IEſu Chriſti in der Einig⸗ keit der zarteſten Liebe des Vaters. Hilf mir aus Lie⸗ be alles dulden, mit al⸗ lem zufrieden ſeyn, wie du es mit mir macheſt. Doch wenn du mich deine Liebe und Suͤßigkeit laͤſ⸗ ſeſt ſchmecken, ſo laß ſie mich zu deſto groͤſſerer Treue gegen dich bewegen, und in mehrerer Mildig⸗ keit und Huld gegen mei⸗ nen Naͤchſten. Auf daß alſo meine gantze Natur erweichet, gemildert und gebeſſert, und ich deiner goͤttlichen Natur, welche lauter Liebe iſt, ahnlich werd; ja, daß nichts an mir zu ſehen ſey, als dein liebreicher, friedſeliger, freudenreicher, barmhertzi⸗ ger und mildeſter Sinn, der ſich in Chriſto durch unzaͤhlige Gutthaten offen⸗ bahret, Amen, o ewige Liebe, Amen. Morgen Gebet am Donnerſtage. Nun ſegne mich ferner die ewige Liebe des Vaters in dem Blute JEſu Chriſti durch die Kraft des heiligen Geiſtes! Dauck und Lob ſey dir, du drey⸗ einige ewige GOttheit, fuͤr deinen ſo beſtaͤndigen Schutz, Rath und Troſt, damit du mir noch nie ent⸗ ſtanden biſt in aller Ge⸗ fabr, und auch in dieſer Nacht. Wie ſolte ich 1105 . 2 Gebet in allerley Noth. 1 nicht weiter dir allein aus ſchuldigen uns auch gerne gantzer Macht anvertrauen, ſelbſt, und beſchweren uns ard der du ſo unzaͤhlige Pfaͤnde nicht uͤber deine gerechte 1 deiner Treue mir gegeben! Schickungen. Aber ſey ee Ich befehle mich dir billig nur unſer in Gnaden ein⸗ 1d. mit allem, worin du mich gedenck, und werde allen i zum Haushalter geordnet Troftloſen auf der Welt die gel haſt. Du wolleſt doch wahre Huͤlfe und Zuflucht dan meines Sinnens und Be⸗ in Kraft deiner unendli- iet ginnens Anfang und Endeſchen Allmacht, iu welcher e feyn: Laß es alles zu dei wir uns im Glauben wen⸗% nem Lob gereichen und dem den. Zeige uns in allen 1 Nächſten zu Dienſt in dei⸗Zußaͤnden deine kraͤftige ue ner Liebe. Wende dagegen Gegenwart, durch elne di N. von mir ab die giftigen Be.gnaͤdige Errettung aus iche glerden und Krafte boͤſerdem Verderben, und bringe bot Beiſter und Menſchen: uns auf den rechten Weg u l Guͤtige auch die Feinde vor der Bekehrunng, damit uns 10 mir, wie Eſau vor Jacob, das Leben heilſam ſey zur h, und laß mich in deinem Seligkeit. Werde unſern En Weinberge treulich arbei⸗ ſchuͤchternen Seelen eln wache ten, als ein gehorſam Froſt in Trauren„ und eim Werckzeug deiner Gnade. ſprich uns ſuͤßiglich in, doit Laß mich keine Sicherheit wenn uns das Uebel iu, gan noch Heucheley einneh⸗ ſetzet, und die Feinde ang/ del men. Schencke mir ein ſſten wollen. Beſchirm freudig Gemuͤth in ſeliger uns durch das neue Leben a Einſtimmung mit deinem deines Sohnes wider alen Willen, und halte deine Tod, und laß uns nach Liebe beständig uͤber mie, der Angſt wieder Odem daß deine Snaden⸗Sonneſſchoͤpfen in deinem leden⸗ nicht untergehe, ſondernſdigmachenden Geiſt. Laß nene mich von Anfang bis zu uns nicht nach vergaͤngli⸗ dir Ende regiere in Chriſtoſchem Troß umher gaffen, nd Ie Su, meinem Herrn, dadurch wir deiner verge ſugt Amen. ſen, und uns das Elend dei Geber bey nf, fg e debet be mpfin⸗ Vielmehr treibe uns durch nic dung in⸗—— auſſer⸗ 505 a 5 2 1 auben und Gebet, licher Noth. Geduld und Hof ung u Gemendber und erbar⸗So werden wir dem Zorn⸗ T9 mender Vater! unſer] Gericht eutgehn, und nur z mt verderbtes Weſen bat uns als Kinder zu Nutz gezüch⸗ ü alle dieſe und andere Noth tiget werden, deine Hei lac f zugezogen, und noch viel, ligung iu erlangen. Alt/ fee mehr zum Lohn der irrdi⸗ denn werden wir mehr Lu die ſchen Luͤſte verdiemt. Wir lund Begierde zu 27., U 1 * N 0 ö Nuuſchel Auf 0 it einde vg 8g eke ec der 83 n 1 dein S tet h tulich ab. dtn 6 thttſe h dun * Sichetht f n elty enn, u ar mit woln üth in ſelg E durch ung mit deines es Ew h dalte des S u ig über u S Ng en Ein J pſen mn the ſond e ang dis] Ws ne u dri un Hen! 10 n — 0 1 deiner Treue bekommen, und die vergaͤngliche Din⸗ % tes, und mache uns wür⸗ dein freundlich Hertz in nigung vornehmen, damit 19 nuͤtzlich ſey. rühre, und zerbrich alle Pfeile, die etwan auf mich Abend Gebet am Donnerſtage. ge gerne fahren laſſen, zu unſerer wahren Beſſerung und Erloͤſung Ach! ſo ſegne uns alle deine he li⸗ ge Schickungen, fege deine Tenne, reinige die Tempel unſerer Hertzen durch das heilige Feuer deines Creu⸗ dig, um deinetwillen etwa zu l⸗iden Ja, je groͤſſer die Noth et va werden moͤchte, je naͤber ſey uns, o Gott! mit deinem Troſt, und laß uns deſſelben ſtets wahrnehmen und genieſ⸗ ſen, bis wir als Gold und Silber gelaͤutert und be waͤhret in denn Reich einzu⸗ treten faͤhig worden ſeyn, durch unſern treuen Vor; ganger und mitle digen Hohenprieſter, Amen. Abend Gebet am Donnerſtage. o ſoll ich mich nun hinwenden, o Gott meines Lebens, als zu dir, da nun die Finſterniß und ſo manches Boͤſe ein⸗ bricht? Oeffne mir doch Chriſto JEſu, und laſſe mich in ſeiner effnen Sei ten ruhen. Denn ich will nun meinen Schlaf nur in deiner Liebe und Verei⸗ er mir in dir geſegnet und Verhuͤte du doch ſelbſten, daß mich keine falſche Kraft be⸗ reine ſeyn. Dagegen zuͤn⸗ de deine Liebe in mir an, ſo kann ich die gantze Nacht mit dir im Gemüthe zu thun haben, o mein Licht und Heil, wenn gleich der Leib ſchlaͤft. Deswegen verſencke ich mich gantz und gar in deine Erbarmung, und begehre nur in deinen Kraft zu ruhen nebſt alln meinen Freunden, an de⸗ nen du ſowohl als an mir Armen deine Barmherzzig⸗ keit wolleſt groß machen in Zeit und Ewigkeit, Amen. um die Nachfolge Chriſti. Mein Herr und mein M Gott, der du mir durch dein Exempel den Weg gewieſen, darauf ich zum Vater kommen ſoll. Ich muß bekennen, daß ich gar keine wahre Luſt und Genſt zu deiner Nachfolge in mir finde, ſondern viel“ mehr noch dem Fleiſch, meinem Willen und Fleiss ſches Triebe gerne folge. Das kraͤucket mich aber ſchmertzlich, daß du, ge⸗ treuſter Freund, durch alle dein Leiden und Noth, und durch deinen unſchul⸗ digen Wandel nicht ſo viel Treue noch bey mir erlan⸗ get haſt: Gleichwol iſt kein anderer Weg zum Leben, als der enge, den du uns ſelbſt vorgegangen bit. uns? zuſchieſſen moͤchten. Laß auch den Satan mich durch keine boͤſe Lußt reitzen, ſon⸗ dern das Fleiſch in Zuͤchten 24 um die Nachfolge Chriſti. Und nun muß es doch end⸗ lich einmal gewaget und angehoben ſeyn. Darum wende ich mich nun mit gantzem Hertzen in deine Onade, und bitte dich durch eben dein heilig Fuͤrbild, das du mir gelaſ⸗ ſen hast, gib mir nur einen ernſten Haß meiner ſelbſt und meines eigenen fal⸗ ſchen Lebens, welchen du in taͤglicher Buſſe bey mir wuͤrcken wolleſt. Siehe, ich kann ja ſonſt dein Juͤnger nicht ſeyn, wenn ich nicht mein Ereutz taͤglich auf mich nehme. So tilge doch zu Grund aus in meinem 1 71 die ſchaͤndliche igenliebe, das Eigenge⸗ ſuch und die Falſchheit der Natur, die ſich ſelbſt zum Gott machet, wie Luei⸗ fer that. Hingegen lehre mich williglich entſagen mir ſelbſt, meinem eigenen Wollen, Koͤnnen, Haben, Tichten und Trachten, welches von Jugend auf boͤſe geweſen iſt. Gib mir ſcharfe Augen des Geiſtes, mich ſelbſt alsdann in mei⸗ ner Eigenliebe zu ergrei⸗ fen, wo ſie herrſchen und das Gute vergiften will, damit ich alsdenn wieder mich ſelbſt in groſſem Ernſt kaͤmpſe, und um deinet willen gerne mich alles andern verzeihe und begebe. Dazu wolle dein HGBeiſt des Gebets mir hel⸗ fen ringen und anhalten, mir felbſt abzuſterben, dir aber mich ſelbſt und alles iu eigen zu geben, deſſen er auch alles iſt. Ach! dein Willen zu thun. Eigen-Wille hingegen, h n muͤſſe vor dir todt und ehe verworfen bleiben, auf Leiden, dein Tod, deln N71 abgeſchieden Leben, wuͤrcke auch in mir deinen goͤtt⸗ di lichen Sinn, der du mich uͤber dich ſel bſt gellebet haſt bis in den Tod. Dieſe Liebe mache mich auch dich wieder lieben, uͤber mich und alles bis in den Tod. Deine Treue ſey meine Treue, deine Armuth ſey meine Fuͤlle, dein vollkom⸗ menes Opfer bringe mich dem Vater zum ewigen Eigenthum dar. Dringe du mich, durch deiner Lie⸗ ſichſ be Kraft, dir unverrüͤckt nachzufolgen. wareſt, auch ich ſey in der Welt. Sey du mein eini⸗ ger Weg, den ich gehe, das Licht das ich ſehe, die Wahrheit, die ich lerne, das Leben, das ich ausuͤbe. Laſſe kein ander Leben in mir ſich bewegen, als dei⸗ nes. Mache mich mit dir einen Geiſt durch unzer⸗ trennliches an hangen. Verſencke mich in die Ge⸗ meinſchaft deines Geiſtes, pflantze mich mit dir zu gleichem Tode, und laß deine Auferſtehung mich erwecken zum gantz neuen Leben in dir. Das ſey alle⸗ zeit meine Speiſe, deinen daß ich mit dir uͤberein⸗ ſtimme, gleich wie ſicht gebuͤhret einer Braut 2 ö Dein une ſchuldiges Bild muͤſſe auch an mir nach und nach her⸗ vor kommen und Geſtalt gewinnen, daß, wie du Mein b ö 1 907 0 fh che I Morgen Gebet am Freytage. 25 gen ihren Braͤutigam. In kommene Liebe, und hilf 1 10 dir wuͤnſch ich uͤber alle mir in wahrer Buſſe, un⸗ Dinge zu ruhen, dein ewig verruͤckt fortgehen, wie du iu bleiben, und nimmer⸗ es von mir verlangeſt J mehr wiederum mein ei, entſage williglich all m Ar⸗ % gen zu werden, Amen, al; gen, und uͤberlaſſe mich und 0 ſo geſchehe es durch dich alles andere deinem Regi⸗ ſelbſt, Amen. ment und heiliger Ord⸗ m Sb 1 105 9 5 in 2 orgen⸗ Gebet amſwohl machen, und mir end⸗ N ene lich durch alle Truͤbſale und Muͤhſeligkeiten hin⸗ u lebendiger wahrer durch helfen in dein Him⸗ ö Gott und Schöpfer, melreſch. Dir ſey in allem meine Augen ſollen auf Ehre und Herrlichkeit ge⸗ Mig dich ſehen, und in deinem geben, Amen. „Licht dich, du wahres zicht, eden, Amen Agegen leht 5 f eg, uu ch entſagt 8 icht nem eigent E et, zen, Habel 8 Chen, e id Trachteſ 5. J kel aan an dieſem Morgen ſuchen, Um die Kraft des der du mir naͤher biſt als Leidens Chriſti. ich ſelber, Du lebendige Getreuter Immanuel! Quelle alles Segens, von dein verdorbenes und bir hole ich nun ferner, elendes, aber doch durch was mir noth thut. Zuvor dich erkauftes Geſchöͤpfe, aber ſage ich dir Danck aus das Werck deiner Hande, Alen meinen Kraͤften, in wirft ſich im Geiſt nieden JEſu Christo durch deinen an dein Creutz, und durſtet eiſt, wegen deiner vaͤter, nach der verborgenen Gua lichen Hut und Wacht inſde und Kraft, die du inn dieſer vergangenen Zeit. dein Leiden geleget haft. Nimm nun mein elendes Die guſſerliche Geſchichte i unwerthes Hertz zu einem deſſelben iſt gar lieblich i Morgen⸗Opfer durch ebenſund erbaulich; Aber was denſelben Hohenprieſterſhilft ſie mir ohne die in⸗ ac auf, und gieſſe deine Lebe wendige Wuͤrckung? Ich he darinn aus durch deinen A Ruhe, bis ich Geiſt, ſo werde ich den die Frucht genieſſe: Gleich⸗ A antzen Tag in folcher Lie⸗ wie du nicht ruheteſt, bis 10 Je wandeln können. Ich alles vollbracht war. Alſo kann ja, wie du weißt, nicht verklaͤr mir doch deine einen Augenblick ohne dich[beilige Paßion in meiner beſtehen, darum vereinige Seele, und floͤße mir das a meinen Willen mit dir, daß Leben ein, das darinnen uh ſich nichts in und an mir verborgen liegt. Ich wer⸗ ohne dich bewege, geſchwei⸗ fe mich mit Stoͤhnen und ge ich auſſer deiner Regie⸗Sehnen meines Geiſtes in hh kung etwas wircke. Was deine ausgedehnte Arme, lich aber verſehe, das ver⸗ ja in deine tiefe Wunden Ulbetre du durch deine val. drein id begebre a 26 um die Kraft des N eidens Christi. dllen Kräften deines To, O meine einzige Hoffnung, 5 des kraͤftiglich theilhaftigſgleb mir eine ſelige Nach, ze de zu werden. Oefne mir doch folge in allen deinen heilt ge deine hole Seite, und zie, gen Fußgapfen, die du nach unt he dahin all mein Verlan⸗ bir gelaſſen haft. Zeige ſie e gen. Denn ich wunſchte mir in allen meinen Schrit. darzu gern aller Dingeſten, die ich zur Ewigkeit dee über dir zu vergeſſen und tbue, und laß mich nicht ge müßig zu gehen. Ja, ich im geringſten davon aus dee aus nicht aussprechen, wie ſchwelfen, noch die breite deer hertzlich gerne ich mich al Bahn der Welt jemabls g,! lein ruͤhmen moͤchte in del⸗ mehr betreten Du bal 90 nem Creutz, daß mir die mich deinen Vater mit Ne Welt gekreutziget bllebe, ſamt deinen Geiſt zu treuen und ich ihr mit allem Lo- Haͤnden empfohlen: ba 1 ben und Schelten, böſen verſiegle und teichne, für- N Geruͤchten, Luͤ⸗lbe und durchdringe meite ſeht Vor⸗[Seele mit deinem rosig, unt üdigun⸗farbnen Blut, auf daß er g doch ſie darinn erkenne und auf hel ie du nehme, wenn ſie vom Leibe dei ſcheidet. Begleite du ſie dun Creuß h vor deines Vaters Ange, zin de, triff ertz mit deiner raft ſo tief, ſo b leiden. in Lei 7 in ut iets ßet un Zuflucht bey dir ſuchen e daß wir nicht irre gehen. Ai Haſt du uns aber heute Ace von dir abgewichen gefun⸗ den, ſo rufe uns wieder a bringe alles Verwirrete zu⸗ ders mich umſehe. Schrei⸗ be deine Striemen und Naͤgelmahl in meinen Sfü zum Andencken deiner Lie⸗ be, die mich auch danck bar mache und erleuchte, deiner Erloͤſung ewig zu genieſſen, und iwar durch die Kraft aller und jeder deiner Leiden und Schmer⸗ zen, Amen. Aben⸗ Gebet am Srepytage. Der Abend hat uns nun überfallen, o mein lieber frommer GOT und Vater! und wir ſind alltuſchwach uns ſelbſt zu helfen oder zu verwahren. Drum ſtaͤrcke du uns doch durch die Kraft des Glau⸗ bens, und widerſtehe allen feindlichen Maͤchten, die uus mit Liſt oder Gewalt ſchaden koͤnnen. Und weil uns das aͤuſſerliche Licht nun entiogen iſt, ſo blicke uns deſto mehr inwendig an mit dem ewigen Licht dei⸗ ner Gnaden, damit wir in unſerer Noth und Gebrech⸗ lichkeit allzeit Rath und Und finden. Kehre unſer Abend ⸗Gebet am Freytage. 27 ſchreiben, ſoͤndern dir al⸗ lein alle Ehre geben. Das wolleſt du uus ſelber lehren bige regieren, ja, deine gantze Gemeine in der Welt dir befohlen ſeyn laſſen, und einem jeden Glied das Maaß ſeines Leldens hel⸗ fen uͤberwinden, bis es alles vollendet werde, und wir zur ewigen Ruhe kom⸗ men in Chriſto deinem Sohne, der unſer Friede worden iſt, Amen. Um Geduld. O eduldiger Heiland, Eſu Ehriſte! welch eine unausſprechliche Ge⸗ duld und Leidſamkeit haſt du in deinem gantzen Le⸗ ben, ſonderlich aber im Leiden und Sterben, aller Welt bewieſen! was maͤch⸗ tige Fußſtapfen haſt du ge⸗ laſſen, daß ich ihnen nach⸗ folgen ſolle! Aber ach! wie unleidig, unbaͤndig, ungebrochen und ungelaſ⸗ ſen der natuͤrlichen Sinn dazu ſey, HErr, das weiſt du! Ich weiß, man kann ohne Truͤbſal nicht in das Reich eingehen, noch den⸗ Hertz und Sinn ju dir, i mit deiner heiligen zuͤchti⸗ genden Gnade zu dir, und recht. Erhalte uns wieder alles Arge, daß wir dir zu Lobe und Dienſt leben, ſo wollen wir ruͤhmen in dir, noch wehre ich mich wider alles Leiden ſo ſehr, und entzlehe mich, wo ich nun weiß und kann. Bisweilen meyne ich wohl was Gutes zu thun; aber Leiden und deine Schmach, Creutz und Noth willig zu uͤberneh? men, gehet mir ſchwer ein. Wo ſoll ich aber endlich Geduld herkriegen, entwe- der in gegenwaͤrtlger boͤſen und nichts uns ſelber iu Zeit, oder auch in künß. ba ltgen und dazu alle deine Glaͤu⸗ 9 28 um Geduld.. tigen boͤſen Stündlein, ja, Ergoͤtzung, Lob und Bey⸗ in der letzten Todesnoth. fall mit Suͤnden haben. Ach! du leidſames Lamm, Gieb mir, du Brunn aller in dich winde ich mich Tugenden, ein gutwillig mit allen meinen Begier⸗ Hertz, dem Vater in dir den und Kraͤften ein, und ein Opfer zu werden, und wickle mich in dein Leiden dir nicht nehr zu wider⸗ durch einfaͤltigen Glauben. ſtreben, wenn du mich Ja, ich will nirgendsſauch zu meinem Beſten 1 als in deinen Wunden hart halten muͤſt'ſt„ um Kraft ſuchen wieder meine meiner Unart willen. Ver- Unart: Denn in dir und leihe mir deinen guten sche deinem Hertzen finde ich und treuen Willen an mir alles, was mir mangelt.] iu erkennen, daß ich** n ige langwierigen oder groͤſſern harte Unart: Dein Gehor⸗ Leiden murre, vielweniger Deine Lammes⸗Art uͤber mermehr wider dich winde doch meine ſtoͤrr ſam breche meinen Eigen⸗ deiner Hand ju entgehen ung ſinn: Deine Verleugnung trachte. Deine Liebe muͤſſe bezwinge meine Eigenlie⸗ mich in allen be: Deine unuͤ 0 che Geduld in allen deinen zeugen, wie mir ohne dei⸗ Schmertzen zaͤhme meine nen Willen nichts begeg⸗ Ungeduld: Komm, du nen kann, ja, wie ich noch mächtiger Sieges ⸗Fuͤrſt, vielmehr noͤthig hatte, beuge meinen Ruͤcken in und dir zu groͤſſern Zuͤch⸗ Zeiten unter dein Joch, tigungen ſo manchen Au, lehre michs bey Zeiten tra. laß gegeben. Dein willlger en, übe mich in wahrer Geiſt wircke in mit freue fee rga⸗ dige Hoffnung, Luſt zum de daß Leiden, Treue und Beſtaͤn, ien elaſſenheit und Uebe be meines Willens, f mein Wille, dein Wille, digkeit Demuth und Ver⸗ und dein Wille meiner ſey. urtheilung meiner ſelbft. Ach, wenn ich doch deinem So wirſt du mie ſeidſamen Lammesbilde ſo duͤrfen nach der Schärfe ahnlich mochte werden, of richten, ſondern nur vater, HeErr JEſu daß ich deinen lich zuͤchtigen, und zwar zu Willen gern erduldete und Nutz, daß ich deine Heilt mich der Trübſal freuen gung gewiß erlange. 2 und ruͤhmen koͤnnte! druͤcke heilige und ſegne alles Wi mir doch deinen Sinn in drige zu meiner Beſſerung. meine Seele, du liebſter Bewahre meinen Glauben Freund. Laß mich doch ſwie Gold im Feuer der Leit gefinnet werden, wie du den, entzuͤnde deſſo mehr auch wareſt. Laß mich doch Lebe in mir, und beveſtige lieber das Ereutz erdulden, die Hoffnung. Vor allen und deine Schmach erwaͤh⸗ Dingen aber gieb mir den ne ku t Geiß der Gnaden und det ien, als eine kurte Zei Geiß der E d Sibel Faͤllen iu⸗ berwindli frieden ſprechen, und uͤbet⸗ ch nicht f esch l. 0 a. lich Af J 5 Geiß gen 1 1 7 den d „ Derteugnun 0. De . Eigenlaſ Fr ih lin wüberwindgſ Af alen deine 8 Si, U une mein s rin es dae, ene es mir durch deſſen Kraft n Ruck n ö 6 allezeit boch gepreiſet wer⸗ eiten t e egebe J — Morgen ⸗Gebet am Sonnabend. 20 Gebets, daß ich nie ver, droſſen, oder muͤde werde, dich in der Noth anzuru⸗ fen. Dein heilig Leiden den dn ſtaͤrcke mich in allem Anlie⸗ e sen, und dein Geiſt wolle mir ſolches ſtets lebendig Mund mich dadurch ſtarck machen, wie du von einem 0 1 Engel geſtaͤrcket wurdeſt. Wehre den Geiſt der Trau⸗ rigkeit, daß er mich nicht ſichte in Leidens ⸗Zeit, oder in Kleinmuth ſtuͤrtze. Sondern gieb mir deinen freudigen willigen Geiſt, der mich dir, auch in der groͤßten Gefahr erhalte, und wie die drey Maͤnner im Ofen, oder Daniel unter den Loͤwen bewahre. Ja, HErr JEſu, vereinige all mein Elend mit deinem hei⸗ ligen Leiden, und benedeye zu meinem Beſten und Se ligkeit, auf daß du an mir deſt in Lieb und Leid, im Leben und Tod, ja, in die Ewigkeit der Ewigkei⸗ ten, Amen. 10 Morgen ⸗Gebet am Sonnabend. bba, mein lieber Va⸗ 10 ter! hilf, daß ich dich A dieſen Morgen und allezeit eh im- Geiſt und in der Wahr⸗ l beit anbete, aber auch nichts begehre, als was ein dein Wille iſt. Erleuchte hann mich mit deinem beiligen Seiſt, und reinige mein Gewiſſen von allen todten W Wercken, dir, dem leben⸗ digen Goc, beut und fen 0 allezeit iu dienen, durch das Verdienſt deines Soh⸗ nes JEſu Chriſti. Gieb, daß ich nichts in mein Ge⸗ muͤthe faſſe, als was dir ge⸗ faͤllt. Siehe ich bin dein, und du haſt mich deinem Sohne in der Buſſe gege⸗ ben: ſetze du ſolche taͤgſich in mir fort durch deinen heiligen Geist, daß ich wie⸗ der alles Boͤſe ernſtlich ſtreite, und mir mein Chri⸗ ſtenthum einen rechten Ernſt ſeyn laſſe. Wende von mir ab alle unnuͤtze und boͤſe Worte und Wercke, ſey durch dein Wort ein Richter der Gedancken und der Sinnen des Hertzens. Auch bewahre meinen Fuß, daß ich nicht auf verbothe⸗ nen Wegen gehe. Denn du weiſſeſt, lleber Vater, wie viel Feinde um und um nach meiner Seelen ſtehen, und wie leicht ich beruͤcket und beflecket wer⸗ de. HER, es ſoll auch dein Ruhm alleine ſeyn, wenn du meine Huͤlfe wies der das Straucheln ſeyn wirſt, und mein Glaube wird dadurch geſtaͤrcket werden, daß ich dir ewiglich anbange, und nicht von dir weiche. Ich will auch deine Wunder andern ers zaͤblen, die du auch ſo wohl als mich, zu dir ziehen, und in Seilen deiner Liebe lei⸗ ten wolleſt durch den Sohn deiner Liebe in Kraft des heiligen Geiſtes Amen. O groſſer, unermeßlicher HErr und Goc! ich komme vor dein Ange⸗ b 3 ſicht 30 Buß Gebet. n ſicht, ob ich wohl nicht wuͤrdig bin, und bitte dich, du wolleſt mich ſelber be⸗ kehren, und überzeugen, wie treulos ich an deiner Gnade worden bin. Denn ich liege im Schlamm der Suͤnden, und bin gleich dem verlohrnen Sohn, der ſein vaͤterlich Erbe ver⸗ praſſet hat. Ich nehme aber dennoch in meiner Noth Zuflucht zu dir, und leugne nicht, daß ich vor dir geſuͤndiget habe, und dadurch todt und blind bin worden am Reiche Got tes. Und was ſoll ich vor dir ſagen, o du Richter al⸗ les Fleiſches? Hier ſtehe ich vor dir nackend und bloß, und weiß von nichts, als von deiner unergruͤnd⸗ lichen Barmhertzigkeit, die ſich in dem Tod deines Sohnes offenbahret hat. In denſelben Leiden und Sterben IE Su Christi wolleſt du dich meiner er barmen, und meine Seele von den ſchweren Suͤn⸗ den⸗Banden erloͤſen und befreyen. Nimm mich auf in deine unergruͤndliche Barmhertzigkeit, darin du alle buß fertige Sünder eingelaſſen haſt, und erloͤſe mich aus der Hölle, er⸗ rette mich vom Tode, ab⸗ ſonderlich von meinem ei⸗ genem Willen, der mich von dir getrennet hat. Ich kann mich weder ſelber be⸗ kehren noch beſſern, darum hilf du mir meine Suͤn⸗ den durch dein Verdienſt uͤberwinden, und ziehe den Stricken des Feindes Heil in Chriſio erfahre. Ach! erwecke mich ſelber die Eitelkeit verlaſſe, und mich bekebre, damit ich das in Cbriſto iſt, de alle Menſchen juͤchti⸗ niget und ſelig gemachet und Tod, hilf, mir lle⸗ ber HErre Gott! Darin Ehre allein gegeben, daß du mich bis hieber ge⸗ fuͤhret, und ſo wohl den Tag, als die gantze Wo, che vollenden laſſen. Ich bekenne dir zum Preis, Leben bleiben, ge mich zu deinem Sohn, der ſich felt far mich ge geben hat, auf daß ich von erloͤſet werde, und dein aus meinem Tode zum wahren neuen Leben, und wende mein Hertz, Muth und Sinn gantz zu dir, daß ich dieſen Augenblick lebe. Erleuchte mich ſelbſt zu einem neuen 7 und ſchencke meiner armen hungrigen Seele deine verborgene Kraft, die da mit ihrer heilſamen Gug⸗ get, daß ich von dir g ſaͤttiget, getroͤſtet, gereis werde. Durch dein Blut ergeb ich mich zu meiner Erloͤſung, ja ich laſſe herdet daß ich nicht einmal bey ſchwe ge ruhig leben könne, wo deln Aufſehen nicht me dich nicht, du ſegnet ht mich denn, Amen. b f J He Abend ⸗ Gebet am Sonnabend. 1601 Mun ſey dir, o Vater) im Himmell al 1 65 helne fazer, Schla! nen Otbam bewahret hatte en Otham bewab 86 Abend ⸗ Gebet am Sonnabend 3 Wer ſolfte ſich nun einem Tob des Dreyeini⸗ ſolchen holdſeligen HErrn und Vater nicht weiter gen GOrtes. „ anvertrauen? Ach! ſo zie⸗ Hizanc Vater, ich be alle mein Innerstes nach dancke dir durch del⸗ dir, daß ich in dir, und nen Sohn in dem heiligen du in mir bleibeſt, und Geiſt, und bete dich an ich ohne dich, HErr JE, in meinem Hertzen, wollte ſu, nichts thue, ja nicht auch nicht gerne etwas ruhe, bis ich dich lebendig anders dencken oder ſa⸗ in mir wohnend und wuͤr⸗ gen, als was dein Wille ckend, habe. O! beruͤhre it. Dich preiſe ich, Va⸗ l mein Hertz in mir, durch ter und HERR Him⸗ wahre Bekehrung zu dir, mels und der Erden, daß laß deine Liebe ſtarcker du mich nicht nur geſchafe ſeyn als meinen Tod der fen,(denn das wäre mir Eitelkeit, und als alles in nach dem Fall noch keine 0 N der Welt, damit ich durch Seligkeit,) ſondern auch ce e een gh dich in allem weit über⸗ in Ebriſts zur Herwieder⸗ blen dcht F bn e winde, was mich anſicht bringung verordnet und end en e e und verunrudiget. Legeſerwählet, und durch den 5 un 1 da e deine Lincke unter meine Heiligen Geiſt berufen, d wegen, ge Rechte, und befriedige mei⸗ und zu deinem Keich einge⸗ anhielt, d g e e nen Leib und Seele durch laden haſt. Ach! laß mich Leh dein J 8, dit deine unverdiente Barm⸗ dich für dieſe unzählige babe bel e d, bertzigkeit, die mir beſſer Wohlthaten jetzt und alle⸗ een a e e h it, denn das Leben. Thue zeit wuͤrdiglich anbe⸗ en Ce e en mir auf deinen erbarmen⸗ ten, ehren und leben, da⸗ ener e e den Schooß der Gnaden, mit ich auch eine neue Crea⸗ Fein Se Wen und bedecke mich in deiner tur werde, geſchaffen in enn eit re n Hutten zur boͤſen Zeit Christo zu guten Wercken. 11 Ja, wenn mir mein Feind Ich dancke dir, o ewiger an nic en E end en am naͤheſten ſeyn moͤchte, Sohn Gottes, der du von e Son bo, ev, du mir doch bechſpeiren Pater mi gt, ene, Some viel naher, und beweiſe, macht biß zur Weisbeit, t, denn 1 f daß du der Huter Iſcae Gerechtigkeit, Heiligun es big, der nicht ſchläfet und Erlöſung: Du bi 1d udn S noch ſchlummert. Aber um meinet willen Menſch e e bes mich auch nicht ſicher warden, und das mich un Lobt, 4 e werden, ſondern erwecke von meinen Feinden da⸗ en, e meinen Geiſt, zu dir, zu durch wollen frer machen, 0, de l. n ſeutzen, und auch bey m auf daß ich dir dienete ob⸗ hn 0 l Schlaf an dir zu hangen. ne Furcht mein Lebelang. det ſelber 0e 10 0 So ſoll mich nichts von So ergebe und widme c dir trennen, denn ich laſſe ich mich nun Kraft dieſer dich nich t, du ſegneſt, deiner Erlöſurg zu deinem denn mich und alle, die es Lobe und Dienſt, damit fac mit wic degebren, Amen. ich ales blaß zu dei *— 8—„„** — e ann, n a 5 b eee, 1 1 15 N W 8 . V————-:: 2 ö— 4 r ˙˙%ÿ—·ð, ir 7˙7˙d).!ͤͤ m, p,, 4 f 4 5 5 F. ̃ 0* e e eee eee f.—— 5* 4 5—————————*—. 5 ———————— 3— 2 5 5 ——— ee i eee e e—————— F! ˙ A . —— . 32 um Vergebung der Suͤnden. a nem Lob und Gefallen hin⸗ Zorn, fort thue, wolle und rede. muthwilligen Suͤndern Ich bin dir allzu theuer er⸗draͤueſt; Aber unermeß⸗ wie ſolte ich mir lich iſt deine Gnade, welche leben und meineEhre du allen buß fertigen Suͤn⸗ auft ſelbſt uchen? Nein, dir, o du kam! das für mich erwuͤr⸗ get iſt, gebührt Preiß und Ehre, Weisheit und Staͤr⸗ cke. Denn du haſt uns er⸗ kauft mit deinem Blute und willſt uns zu Koͤnigen und Prieſtern machen vor⸗ deinem Vater. Auch ſage ich dir Danck und Lob, o Heil, Geiſt: weil du mich durch deine Guͤte, Kraft und Weisheit bis anhero ſs treulich gewonnen, re⸗ gieret, geleitet und erhal⸗ ten haſt, und mich zur le⸗ bendigen Hoffnung neu ge⸗ biereſt. Dein Troſt hat mich immerzu aufgerich⸗ tet, deine Wahrheit treu⸗ lich gelehret, deine Kraft unterſtuͤtzet, deine Liebe er⸗ quicket, dein Leben erwe⸗ cket. So nimm dafuͤr mei⸗ nen gantzen Willen mit dei⸗ nem Lobe ein, und beſitze, brauche und regiere mich, wie du wilt. Laß mein Hertz und Mund deines Ruhms voll werden, und mache mich zu einem heiligen Werckzeug deines Lobes bier und ewiglich, Amen. Vor der Beichte. Gebet eines bußfer tigen Suͤnders, um bertzigkeit. Waſch Vergebung ſeiner Suͤnden. Bemme Goc, ſſu Ehriſti, deines liebe a, O unerträglich iß dein[Sohnes, meines dee halte welchen du allen d einen er En Gele kel dern verheiſſen baſt. Dar⸗ um rufe ich aus der Tiefe, HErr, zu dir, erhoͤre mel ne Stimme, laß mein Fle⸗ hen vor dich kommen, und vergib mir alle meine Suͤn⸗ den. Denn du biſt gus⸗ dig, barmhertzig, gedul⸗ dig und von groſſer Gute. Du haſt keinen Gefallen am Tode des Gottloſen, ſondern wilt, daß er ſich at, bekehre, und lebe. Darum m ſey mir gnaͤdig, der ich mich, durch deine Gnade zu dir bekehre, und laß mich nicht ſterben, ſon⸗ dern leben. Du wilt nicht, daß einer ſoll verlohren ih werden, ſondern daß ſich jedermann zur Buſſe kehre. Darum erbarme dich mei⸗ ner, mein GOT T, und 9 vergieb mir alle meine a Sünden, der ich mich in g wahrer Buſſe von der Fin, ſterniß zum Licht, und von Zieh be lieh der Gewalt des Satans zu dir bekehre. Handle daß nicht mit mir nach mei, den g nen Suͤnden, ſondern tg nach dem Reichthum dei den 0 ner Gnade in Chrie de JEſu. Sey mir gnaͤdig e g nach deiner Gute, und hal tilge alle meine Sünden geo nach deiner groſſen Bar daß e mich Patu! wohl von meiner Miſſe ft that, und reinige mich van dit meinen Suͤnden, um Je gauch 0 ö ö ö ell b gute, Kr it bis dewennen, et und erh ud mich ur affrung nen! n Tron un aufgerg Dabrdeit n, deine „ Nelnt kiebe i Leben erg nm 1 1· Dien nit 0 2 4 o kiglere m L telah 1 Meinte Rub z 1% d ng tem dell q delnts Le c c weil ich mir beſtändig vor⸗ * Bach N 1 genommen, die reitzende ines bußf kuͤſte meiner verderbten %% Natur zu daͤmpfen, wiſ⸗ unders,!! i ſentlich in keine Suͤnde iu dung ſeint i willigen, ſondern zuͤchtig, anden. gerecht und goͤttſelig zu le⸗ 90 0 v0 a 5 1 ben, fag enen geſändiget, oder durch un⸗ 4 will An Geht de Gnade in meinem Her, Gebet eines bekehrten Suͤnders. 33 des Willen. So will ich deinen Namen ruͤhmen hier in der Zelt, und dort in Ewigkeit, Amen. % Gebet eines bekehr⸗ ten Suͤnders. 10 Glider Goc! ich 100 weiß, daß ohne dich und deine gnaͤdige Wir⸗ ckung niemand ſeine Sun den weder ſo heilſam er⸗ kennen, noch ſo hertzlich be⸗ reuen kann, wie es dein hei⸗ ger Wille gnugſam erfor⸗ dert, darum bitte ich de⸗ in müthig, verleihe mir Gna⸗ de und Kraft, damit bey dir ba des nach deinem Wohl⸗ f 1000 gefallen geſcheben moͤge. 10 Erleuchte meinen Ver⸗ e e fand, daß ich erkenne, was a ich wider dich mit Gedan⸗ den, f cken, Worten und Wercken rum ian h kerlaſſung des Guten und „ mis gh Volldringung des Boͤſen Reh wih fündliches begangen. Hei⸗ These lige meinen Willen, daß er B ich je langer je mehr das A Aae Boͤſe haſſe, und das Gu⸗ Gehe te liebe. Zerſchlage mein dir gige Hertz, daß ich meine Suͤn⸗ t me den ernſtlich bereue, und Sig faͤrcke meinen Glauben, dee den du durch die bekehren⸗ u, A tzen gewircket haſt. Und 0 0 47/ was ich mir durch deine Gnade vorgenommen, zu deines herrlichen Namens Ehre, und meiner Seelen Seligkeit, um JEſu Chri⸗ ſti meines Erloͤſers willen. Amen. Gebet eines Wieder⸗ gebohrnen um Ver⸗ gebung ſeiner ſuͤnd⸗ lichen Schwach⸗ heiten. Macbdem ich lieber himmliſcher Vater, mir vorgenommen zum Tiſch des HErrn zu ge⸗ hen, ſo komme ich zu dir, und bitte demuͤthigd um Vergebung aller meiner Suͤnden. Denn ob ich gleich nach geſchehener Pruͤfung mich durch deine Gnade frey von der Suͤn⸗ den Herrſchaft befinde? So bin ich doch von dem einwohnenden Uebel, und was aus demſelben ohne meinen Willen und Wohl⸗ gefallen entſtehet, ſo gar nicht frey, daß ich viel⸗ mehr zu ſagen habe; In mir, das iſt, in meinem Fleiſche wohnet nichts Gu⸗ tes; und zu klagen: Ich elender Menſch, wer wird mich erloͤſen von dem Lei⸗ be dieſes Todes? Denn wle viel ſuͤndliche Nei⸗ gungen und Bewegungen finde ich in meinem Her⸗ tzen: Wie oft wird aus einem hoͤſen Gedancken eine boͤſe Begierde, und 1 deine Kraft vollbringe, aus einer boͤſen Begierde b 5 eine 1 1 14 eine ſuͤndliche Ergoͤtzung. gene Fehle. Ech bitte von gantzem 34 c Gebet eines wiedergebohrnen. Wie oft ſetzet mir die boͤſe Luſt ſo zu, daß zwiſchen mir und dem geiſtlichen Tode nichts mehr übrig iſt, als die Einwilligung und Vollbringung. Daß aber dieſe nicht erfolget, ſolches habe ich deiner Gnadꝰ eintzig und allein zn dancken. Wle viel; mal ſündige ich, daß ichs nicht weiß, und wie viel⸗ mals geſchichts aus Schwachheit mit Gedan⸗ cken, Worten und Wer. cken. Darum bitte ich hertzlich, vergib mir, lieber Vater im Himmel, alle meine Suͤnden, um deiner Guͤte willen. Vergib mir, was ich ohne Vorſatz, aus unbedacht oder Ueber⸗ eilung ſuͤndliches geredet oder gethan, um deiner Barmhertzigkeit willen, verzeihe mir alle verbor⸗ Du biſt ja treu und gerecht. Darum vergieb mir nach deiner Verheiſſung, und mache mich wuͤrdig zu eſſen den Leib, und zu trincken das Blut Chriſti, zu deines allerheilligſten Namens Ehre und meinem ewigen Heil, Amen. Seuftzerlein. Indem man beichten will. Mein Gott! Hertzen, ſey mir gnaͤ⸗ dig, und 18. mir alle theuren Verdienſtes Jeu Chriſti meines Heilandes willen, Amen. Mein Heiland! Du haſt geſagt, wer zu dir kommt, den wolleſt e du nicht hinaus ſtoſſen. ze Auf dieſe deine troͤſtliche, Verheiſſung komme ich, und bitte, laß mich Gnade finden vor deinen Augen, und vertritt mich bey dei⸗ nem himmliſchen Vater, zu meiner Seelen Heil und Seligkeit, Amen. Seiliger Geiſt! Erwecke mein Hertz, daß ich nicht allein in wahrer Bußfertigkeit mit Mund und Hertzen beichte, ſon⸗ dern auch die Stimme deines Dieners annehme, als deine Stimme, zur Starckung meines Blau, ſich bens, und mehrerer Ver⸗ ſicherung der gnaͤdigen Vergebung meiner Sun den, um Chriſti willen, Amen. (Siehe die Buß⸗Lie⸗ der, und betrachte eines nach dem an⸗ dern andaͤchtig.) Nach der Beichte. Danckſagung eines Bußfertigen nach erlangter Verge⸗ bung der Suͤnden. meine Suͤnden, um det Gideite Gott, barm⸗ hertziger Vater! 55 age 88 e 1 10 in d uns nach unſern Suͤnden, . 3 85 1 1 156 h, den nach unferer Miſſethat; u winden Y ehe e Sondern ſo fern der Mor⸗ % Ken er, une gen ist vom Abend, kſſeß u Nen e du 1 80 neten en i von uns ſeyn; und wie 1 99 ſich eln Vater erbarmet n. fan nan be vil. Gott!„ angteh Lobe den HErrn, meine b nn, lieh Himmel, 5 hecke nun 1 licht ah e Herz ech u 1 15 fa N u 4456 4 16 der E 204 nägel 1b mie 0 40, 15* Wau 5 Danck, daß du mein Ge⸗ Suͤnden vergeben haſt. Nun erfahre ich in der fallen habeſt am Tode des SGottloſen, ſondern wol, leſt, daß er ſich bekeh⸗ re, und lebe. haſt meine Seele vom aus eigener Erfahrung ſa⸗ gen, daß deine Barmhor⸗ dich gnaͤdig finden laäſſeſt denen, die ſich zu dir be⸗ daß du nicht handelſt mit über ſeine Kinder, ſo er⸗ 0 ſo dich fuͤrchten. Darum 0 nc ſage dir von Herßen bet erhoͤret, und mir um Chriſti willen alle melne That, daß du keinen Ge⸗ Denn du Tode, und mein Leben vom Verderben errettet. Nun empfinde ich in der Wahrheit, daß du bitt na⸗ he denen, die zerbrochnes Hertzens ſind, und hilfſt denen, die ein zerſchlagen Gemuͤth haben. Denn da ich rief, hoͤrteſt du es, und halfeſt mir aus mei⸗ ner Noth. Nun kann ich tzigkeit groß ſey, und du kehren. Nun mercke ich, barmeſt du dich uͤber die lobe den HErru, meine Seele, und was in mir iſt, ſeinen heiligen Namen. Seele, und vergiß nicht, was er dir Guts gethan Danckſagung eines Bußfertigen ꝛc. 38 Suͤnde vergiebet, und dich kroͤnet mit Gnade, und Barmhertzigkeit. Laß mich ferner Gnade finden, und bereite mich durch deinen heiligen Geiß, da⸗ mit ich im heiligen Abend⸗ mahl wuͤrdig eſſe den Leib, und trincke das Blut Chri⸗ ſti zu mehrerer Verſiche⸗ rung deiner Gnade und der gnaͤdigen Vergebung mei⸗ ner Suͤnden, um Iceu Chriſti, deines ltebſten Sohns, meines Heilandes willen, Amen. Danckagung eines wiedergebohrnen Kindes Gottes. 0 ein Vater! wie kann M ich dir vergelten alle deine Wohlthaten, die du mir Lebenslang erwieſen haſt, und noch taͤglich erweiſeſt; Denn du haſt mir gegeben Seel und Leib, und was ich an Seel und Leib Gutes habe, das hab ich von dir. Du haſt dadurch das Blut deines lieben Sohnes mir erworben Gnade, Gerechtigkeit, Frie⸗ de, Leben und Seligkeit. Du haſt durch die Heili⸗ gung deines Geiſtes mi aller der erworbenen G ter theilhaftig gemachet Denn du haſt mich vom gelſtlichen Tode befreyet, und zum geiſtlichen Leben wledergebohren. Du haſt mich von der Gewalt des bat, der, dir alle, deine Satans errettet, und in das Gnaden⸗Reich JIeſu 5 6 5 Chritti vielem Verſchonen regie 36 Danckſagung eines Bußfertigen. CThriſti verſetzet. Du haſt mir gegeben den Glau⸗ ben, und durch denſel⸗ ben alle meine Suͤnden vergeben. Du haſt mich zum Kinde angenommen, und zur mehrern Ver⸗ ſicherung des ewigen Er⸗ bes, den Geiſt der Kind⸗ ſchaft geſchencket. Du baſt dich mit mir im Glauben vereiniget, und vermoͤge der Vereini⸗ gung mitgetheilet allen Reichthum deiner Guͤte, in Chriſto IE ſu. Du haſt durch den Heiligen Geiſt meinen Verſtand erleuch⸗ tet, meinen Willen ge⸗ heiliget, meine Begier, den gezaͤhmet, und mei⸗ ne Glieder zu Waffen der Gerechtigkeit gemacht. Du haft mich durch die Gnade der Heilig ung defreyet von der Hert⸗ chaft der Sünde, und Kraͤfte Settcht en iu le, den in Gerechtigkeit und Heiligkeit. Du haſt mi im wahren Glanben er⸗ balten, und durch denſel⸗ ben in deiner Gnade be halten. Du haft mich mit n 2 ret, und meine Schwach⸗ beit mit groſſer Geduld ertragen. Du haſt mir vergeben alle meine Suͤn⸗ den, da ich zum Kinde von dir angenommen wur⸗ de, und was ich hernach aus Unwiſſenheit oder Schwachbeit geſuͤndiget, das haſt du mir nicht zu⸗ gerechnet; Sondern wie ein Vater ſich erbarmet Aber ſeine Kinder, ſo haſt ieſin mir ein reines Hertz, du dich über mich erar- met. Wie du denn noch jetzo mir aus Gnaden alle Suͤnden vergeben hast. Darum lobe den HErrn, meine Seele, und was in mir iſt, ſeinen heiligen Namen Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was Er dir Guts gethan hat. Der dir alle deine Suͤnde veegiebt, und heilet alle deine Ge⸗ brechen, der dein Leben vom Verderben erlöſet, der dich kroͤnet mit Gnade und Barmhertzigkeit, aß mich ferner Gnade finden vor deinen Augen. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen. Denn du biſt mein Gott, dein gu⸗ ter Geiſt fuͤhre mich auf ebener Bahn. Erhalte mein Hertz bey dem Einl⸗ gen, daß ich deinen Na⸗ men fürchte; So will ch deinen Namen preiſen hier im Reich der Gnaden, und ch[dort im Reich der Herrn“ lichkeit. Gebet eines Gerecht fertigten um die Gnade der Hei ⸗ ligung. Goͤdiger Gott, nach⸗ dem du mir alle meie ne Suͤnden vergeben, und mich ium Kinde ange nommen haſt; So bitte ich demuͤthig: Schafe und gieb mir einen neuen gewiſſen Geiß. Er . 1 leucht. 2 1 e 1 a NN — 8——— —— R ee ſuchtialtit u 18 1 a 1 Hlanben 1 tl. um die Gnade der Heiligung. 37 1 ſeuchte meinen Verſtand mehr und mehr, zu erken⸗ nen deinen Willen, und heilige meinen Willen, zu thun nach denen Wohl⸗ gefallen. Gieb mir Kraft zu kreutzigen mein Fleiſch ſamt den boͤſen Luͤſten und Begierden, damit ich der Suͤnde abgeſtorben, der Gerechtigkeit lebe. Laß mich wachſen an dem geiſt⸗ lichen Leibe, da JEſus Chriſtus das Haupt iſt, und taͤglich zunehmen an dem inwendigen Menſchen. Mache aus meinen Glie⸗ dern Waffen der Gerech⸗ tigkeit, daß ſie heilig wer⸗ d den. Mache mich frucht⸗ bar in allen guten Wer⸗ cken. Leite mich in alle Wahrheit. Erhalte mich in wahren Glauben, und durch denſelben in 1 5 Gnade. Nimm gnaͤdig von mir was mich unwuͤr⸗ dig machet des Tiſches, welchen du fuͤr deine Kin, der bereitet haſt, und gleb mir nach deiner Guͤte, was zur wuͤrdigen Genieſ⸗ 15 noͤthig iſt. So will ch deinen Namen ruͤhmen hier zeitlich und dort ewig⸗ lich, Amen. (Beſiehe ferner die Dancklieder, un d betrachte eins nach dem andern.) Vor dem heiligen Abendmahl. Gebet um dieaben welche zur wuͤrdi⸗ gen Genieſſung noͤthig. 1 ier komme ich, mein Laß mich Gnade finden vor ber des Lebens. Waͤre ich gleich heiliger, als die En⸗ wegen nicht wuͤrdig dieſes Tiſches, es ſey denn, daß u mich wuͤrdig macheff. mit deiner Gnade, und bereite mich. Nimm dich ner groſſen Liebe. Gedencke daß ich von mir ſelber zwar viel Boͤſes, oder nichts Gutes habe, und hilf mir um deiner Guͤte willen. Siehe doch, wie arm und elend ich bin obne dich. Gedencke an deine Treue, erfuͤle mein Hertz mitona⸗ mit bruͤnſtiger Andacht in 9 voͤlligem Glauben binnu des Glaubens. Gerechtigkeit, und gieb mir, was dir wohlgefaͤllt: die dir Wohl der Seele, agb f 4 utledige 7 mein Heiland, auf deine freundliche Einladung. deinen Augen, du Liebha⸗ 1 gel; ſo ware ich doch des Darum komme mir zuvor meiner Seelen an nach dei⸗ du Heiland der Welt, und den. Wie gern wollt ich gehen: aber das Vollbrin⸗ gen fehlet mir, wenn ichs von dir nicht erlange, du Anfaͤnger und Vollender Darum nimm gnaͤdig von mir, was dir miß faͤllet, oder bedecke es mit dem Rock deiner 35 Sehnl. Verl. nach aem 5. Abendm. mein Hertz vor allen fremden Gedancken, und mein Gemuͤth von aller Verſtoͤhrung und Zer⸗ flreuung. Du haß deinen Juͤngern die Fuͤſſe ge⸗ waſchen, ehe ſie das hei⸗ lige Abendmahl genom⸗ men: Waſche mich auch, daß ich rein werde von aller Unreinigkeit. Staͤr⸗ cke meinen Glauben, ent⸗ Zzuͤnde meine Liebe, ver⸗ mehre meine Hoffnung, erwecke meine Andacht. Heilige mich durch und durch, auf daß ich in hertz⸗ licher Zuverſicht hinzu tre⸗ te, mit reinem Munde und heiligem Hertzen neh⸗ me, eſſe und trincke zu meiner Seelen Leben, Heil und Seegen, Amen. Sehnliches Ver⸗ langen einer glaͤubi⸗ gen Seele nach der SGenieſſung des Heil. Abendmahls. ein Heiland! wie groß iſt deine Llebe, und wie unausſprechlich deine Treue. Wer kann dich genugſam lieben, und nach Würden loben? Solt ich gleich in Gegen⸗ liebe gantz zerflieſſen, ſo wuͤrde es doch mein Lie⸗ ber, gegen deine Liebe we⸗ niger zu achten ſeyn, als ein Tropffe gegen dem groſſen Meer. Denn du biſt die ewige Liebe ſelbſt. Was iſt aber das Endliche Selig ſind, die deiner Liebe wuͤrcklich genieſſen. Selig find, die du im Abendmahl ſpeiſeſt und dieſes Mahl anders, als ein Beweiß deiner Liebe, ein Pfand deiner beſtaͤndi⸗ gen Treue, ein Band der geiſtlichen Vereinigung, ein Zeugniß deiner anaͤdi⸗ gen Gegenwart, ein Ge⸗ daͤchtniß deines Leidens, ein Spiegel der Auferße⸗ hung zum ewigen Leben, und eine Verſicherung der ewigen Seelig keit. Darngch verlanget und ſebnet ſich meine Seele. Laß mich in der That er⸗ fahren, daß dieſe Speiſe ſey eine Staͤrcke in Schwachheit, ein Troſt in Traurigkeit, eine Freude in Leiden, eine bewaͤhrte Artzney wieder alle See⸗ len⸗Kranckheiten, ein heil⸗ ſames Mittel wider den geiſtlichen und ewigen Tod. Erbebe meine See⸗ le uͤber alle menſchliche Vernunft und uͤber alle leibliche Sinne. Du bit meiner Seelen ewiges Le⸗ ben, und meines Lebens einiger Aufenthalt. In dir habe ich volle Gnuͤge. Zeuch mich nach dir. Er⸗ quicke mich nach deiner gnädigen Verheiſſung; Staͤrcke meinen Gelſt nach allen ſeinen Kräf⸗ ten, um deiner Guͤte wil⸗ len. Laß mich ſeben del⸗ ne Freundlichkeit, und ſchmecken deine Suͤßig⸗ keit. Laß mich ſpuͤhren Legen dem Unendlichen! deine Gnade, und em pfinden traͤnckeſt. Denn was iſt des Ver ger glaͤubi hach der ig des geil * 1 hehe l uche Sil 100 lichen 4 Eee N Tas t 2 Gua gen Leb „Fuͤr die Einſetzung des Abendm. 39 pfinden deine Guͤte Spei⸗ ſe meine Seele mit dei⸗ nem Leibe, und traͤncke ſie mit deinem Blute, damit ſie weder hungern noch duͤrſten moͤge in Ewig⸗ keit, zu deines heiligen Namens Ehre, und mei⸗ ner ewigen Seeligkeit, Amen. Danckſagung fuͤr die Einſetzung und Stiftung des Heili⸗ gen Abend mahls, nebſt Anrufung um wuͤrdige Bereitung und heilſamen Ge⸗ brauch. Ac du holdſeliger, lleb⸗ reicher, guͤtiger und freundlicher HErr JEſu Chriſte! welch eine groſſe Liebe haſt du uns durch die Stiftung des 1 Abendmahls erzeiget, daß du uns mit beinem heili⸗ und Blut ſpeiſeſt und traͤnckeſt! Was kann troͤſtlichers geſagt werden, denn dies Wort: Wer mein Fleiſch iſſet, und mein Blut trincket, der bleibet in mir und ich in bm? Was iz doch kröſt lichers, denn in Chriſto bleiben? Was iſt freund⸗ lichers, denn daß du in uns bleibeſt? Wenn wir in dir, und du in uns blei⸗ beſt, was kann uns Tod und Teufel ſchaden? In dir ſind wir ja ſicher vor allem Ungluͤck. Ach! mein Gott und HErr, was bin ich, daß du mir dich glebſ zur Speiſe und Tran ck! Ich bin Erde und Aſche, ein ſtinckend Gefaͤß, und du legſt einen ſo edlen Schatz in mir, daran, er⸗ kenne ich deine groſſe Lie⸗ be, weil du mir ein ſo groſſes Pfand der Liebe N daß ja nicht groͤſſer eyn kann im Himmel und auf Erden. Das Pfand des Geiſtes haſt du mir zwar gegeben, daran ich erkenne daß ich ein Kind Gottes bin; Aber im Abendmahl giebeſt du mir das Pfand deines Leibes und Blutes daran erkenne ich, daß dn mein Bruder biſt, mein Fleiſch und Blut. Welch einen herrlichen und groe ſen 3 meiner Erloͤ. ſung giebſt du mir im hei⸗ ligen Abendmahl! Naͤm⸗ lich dein Blut, welches auf Erden zeuget von un⸗ ſerer Erloͤſun g: Denn ob wohl der heilige Geiſt auch ein Zeuge iſt in un? ſern Herten, ſo haf dun doch auch uns einen auſ⸗ ſerlichen Zeugen und Sie⸗ gel geben wollen unſerer Erlöͤſung, nämlich dein Blut, welches auch jeuget und rufet in unſern Her⸗ zen, dadurch haſt du wol⸗ len zu Huͤlfe kommen un⸗ ſerm ſchwachen Glauben. Denn ob uns wohl dein Wort kraͤftiglich im Glau- ben ſtaͤrcket, ſo wird doch der Troſt kraͤftiger, wenn wir dis Wort boͤren: Das iſt mein Leib: fuͤr euch gegeben: Das iſt mein Blüt; welches fuͤr euch vergoſſen iſt, zur Verge⸗ bung 1 40 Fur die Einſetzung des 3. Abendm. bung der Suͤnden. Da⸗ Todes ohn Unterlaß ein, rum, o mein Hertz, was gedenck ſeyn, auf daß Suͤnder uu dem Gna Glaubens, mit den ſchoͤ⸗ den: Bruͤnnlein, ich Kran⸗ nen Teppichen der Liebe cker komme zu dem und Demuth, mit der rechten Artzt; ich Hun⸗ Krone der Auen ver⸗ griger und Durſtig erf mehre und ſtaͤrcke in mir zum rechten Himmel alle geiſtliche Gaben. Brodt und Brunnen des Denn wie kann mein Glau⸗ Lebens. Du aber, du be beſſer geſtaͤrcket wei- Allerbelligſter, kommſt zufden, als wenn die Vein dem Unheiligſten; Wo gebung der Suͤnden durch ber man je ſo eine Wun⸗ Chriſti Blut verſiegelt armer elender Menſch, den werden, denn daß mich HERRN Himmel und mein HERR Chriſtus der Erden zu eigen haben durch ſeinen Leib und 2 ſolle, ur himmliſchen Blut mit ihm und allen Speiſe und Tranck: Ach! Gläubigen vereiniget, und N laß mich ja dieſe Liebeſeinen Leib aus uns ma⸗ e nimmermehr Wen laßſchet? wie kannſt du mir, Nn mich deines Lei und o lieber HERR, meine 9 ens und o lieber H 5 fung N f 0 Uu W s Ainet, kom walt e Beust Stutzen des v(wle f * ther, d gſſet! 0 der Li B ſterblichen Speiſe ins ewi⸗ ge Leben ſpeiſeſt. Ach! mein HErr und GOcg! lich, weil du mein Fleiſch muͤthig in Beleidigung, fruchtbarlich Fuͤr die Einſetzung des 5. Abendm. 4 Hoffnung deſſer ſtärcken und bekraͤftigen, denn daß du mich mit einer un⸗ ich bitte dich demuͤthig⸗ und Blut worden biſt, laß mich auch alles, was dir wohlgefaͤllet, lieben, dei⸗ nen Willen laß meinen Willen ſeyn, was dir zu⸗ wider iſt, laß mir auch zu⸗ wider ſeyn, mein Fleiſch und Blut, iſt dein Fleiſch und Blut, und dein Fleiſch und Blut, iſt mein Fleiſch und Blut, darum laß michs nicht zur Suͤnde mißbrau⸗ chen, ſondern dir allein zu Ebren und Wohlgefallen. Laß mich auch hinfuͤhro durch Kraft deines Flei⸗ ſches und Blutes williger und ſtaͤrcker werden, mein Creutz zu tragen, geduldig ſeyn in Truͤbſal, demü⸗ thig in Verachtung, ſanft⸗ bruͤnſtig und beſtaͤndig in der Liebe, andaͤchtig im Gebet, daß ich die Kraft deines Leibes und Blutes in meinem Leben, und die Frucht deiner Erloͤſung in meinem Glauben allezeit empfinden moͤge, Amen. Gebet vor Empfa⸗ hung des heiligen Abendmahls. und Biſchoff meiner See⸗ len! der du geſagt haſt?: Ich bin das Brodt des Le⸗ bens, wer von mir iſſet, den wird nicht hungern, und wer an mich glaͤubet, den wird nimmermehr duͤrſten. Ich komme in dir, und bitte dich demuͤ⸗ tbiglich, du wolleſt mich durch wahren Glauben bereiten, und zum wuͤrdi⸗ gen Gaſte machen deiner bimmliſchen Mahlzeit, wolleſt mich dein armes Schaͤflenn heute weiden auf deiner gruͤnen Auen, und zum friſchen Waſſer des Lebens fuͤhren: Du wolleſt meine Seele er⸗ quicken und mich auf rechter Straſſen fuͤhren, um deines Namens wi Du wolleſt mich wuͤrdig machen zu deinem Tiſch, und mir voll einſchen ecken den Becher deiner Liebe und Gnade. 9 armes Schaͤflein komme zu deiner Weide, zum Bryodt des Lebens, zum le⸗ bendigen Bruunen: Ach! du wahres ſuͤſſes Himmels⸗ Brodt, erwecke in mir ei⸗ nen geiſtlichen Hun ger und heiligen Durſt, da ich nach dir ſchreye, wie ein Hirſch ſchreyet nach friſchem Waſſer. Vor allen Dingen aber gieb mir wahre hertz⸗ liche Reue und Leid uͤber meine Suͤnde, und lege mir an das rechte Hochzeitliche Kleid des Glaubens, durch welchen Heng Jeeu Cbriſte, mein getruer Hirt ergreiffe, ich dein heilig Verdienſt und daſſelbe mein 42 Sebet vor Empfahung 2 CCC mein ſchönes Kleid veſſſum Gedachtuiß iu der balte und bewahre, da⸗Lade des Bundes: Ach! den mit ich nicht ein unwür⸗ wollte Gott! ich möchte fe diger Gaſt bin. Gieb mir dich in einem gantz reinen ein demuͤthiges, verſoͤhn⸗Hertzen bewahren. Ach! liches Hertz, daß ich mel mein HERR, du haſt ja 0 nen Feinden von Hertzens⸗ ſolbſt geſagt: Die Star⸗ grund vergebe. Tilge aus cken beduͤrfen des 155. meinem Hertzen die Wur⸗tes nicht, ſondern die e tzel aller Bitterkeit und Krancken. Ach! ich bin 40 Feindſeligkeit: Pflantze da⸗kranck, ich bedarf deiner, egen in meine Seele Lie⸗ als meines himmliſchen e und Barmhertzigkeit, Seelen ⸗Artztes. Du haſt daß ich meinen Naͤchſten, ia geſagt: Kommet her zu ja, alle Menſchen in dir mir alle, die ihr muͤhſelig lieb- habe. Ach! du wah⸗ und beladen ſeyd: Ich res OſterLammlein, ſeyſwill euch erquicken. Ach! du meine Speiſe, laß HErr, ich komme mit vie de, mich dich genieſſen und len Sünden beladen, nim eſſen mit bittern Salſenſſie von mir, erledige mich der hertzlichen Reue, und dieſer groſſen Buͤrde. Ich mit dem ungeſaͤuerten[komme als ein Unreiner: dul Brodt eines heiligen buß⸗Reinige mich; Als ein fertigen Lebens. Ach! ich Blinder: Erleuchte mich; komme zu dir mit vie⸗ Als ein Armer: mache ler groſſen Unſauberkeit mich an meiner Seelen beladen, ich bringe zu dir reich; Als ein Verlohr, pa einen unreinen Leib und ner: ſuche mich; Als Seele, voller Ausſſatz und ein Verdammter: mache Greuel: Ach reinigeſmich ſelig. Ach Jesu! mich, du hoͤchſte Reinig⸗ mein liebſter Seelen⸗ keit! Dein heiliger Leib, Braͤutigam, fuͤhre mich als er vom Kreutz abge⸗ von mir ſelbſt ab, und 1 nommen ward, wurde in nimm mich auf zu dir, ja ein rein Leinwand gewi⸗ in dich, denn in dir lebe ar ckelt; Ach! wollte Gott ich, in mir ſelber ſterbe ich, ich moͤchte dich mit ſo rei⸗ in dir bin ich gerecht, in nem Hertzen aufnehmen, mir bin ich eitel Suͤnde, wie es dir wohlgefaͤllig: in dir bin ich ſelig, in Ach! daß ich dich mit hel. mir bin ich lauter Ver⸗ liger Andacht emfahen, dammniß. Ach! du mein in meiner Liebe einwi⸗ himmliſcher Braͤutigam, ckeln, und mit dem Myrr⸗komm zu mir, ich will hen des zerbrochenen Her⸗ dich fuͤhren in die Kam ens und Geiſtes ſalben mer meines Hertzens, da ſolte. Das Hiſtels⸗Brodt will ich dich kuͤſen, auf g mußte in einem guͤldnen daß mich niemand boͤhne. A Gefaͤb aufsehoben werden Bringe mir die Süß auer 4— S —— — ͤ— 1 05 f 10 bt. F N% en N Aan Baterteit on t, 0 t: Nies 84 1 8 0 e ——— — 1 ic n nien uud. Armee um Saen! Si i, 10 meet l er d Mn 1 helge bu e nch ant. Ac ich er: Kia der nit de in Arn 1 enberkeit 5 ian meln an Leb un Es sud 1 t Aut un 3 a being Se K.. t dacht 10 ebe elger Elb, Erehan, i Aunz abgel w ont fe „ud i u nich% nd, nude 0 0 0 f en en 0 a f N nb it bendig, eine kranke Seele, in Nun, ut ee mich ins ewige Leben, daß wecken am juͤngſten Tage, Amen. Nach dem Heiligen des Seiligen Abendmahls. 42 deiner Liebe, den Geruch deines ſeligen ewigen Le⸗ bens, den Geſchmack dei⸗ ner Gerechtigkeit, die Schoͤnheit deiner Freund⸗ lichkeit, die Lieblichkeit deiner Guͤte, die Zlerde deiner Demuth, die Furcht deiner Barmhertzigkeit. Ach! mein bimmliſcher Artzt, ich bringe zu dir eine todte Seele, mache ſie le⸗ heile ſte, ein Hertz, das leer iſt von allen wahren gründlichen Tugenden, er⸗ fuͤlle es mit deiner Gna⸗ de, mit delnem Geiſt, mit deiner Liebe, mit deiner Sanftmuth, mit deiner Demuth, mit deiner Ge, duld. Ach! du wahres Brodt des Lebens, ſpeiſe mich in Ewigkeit nicht hungre noch durſte, in dir habe ich volle Gnüge, du biſt mir alles, bleibe ewig in mir und laß mich ewig in dir bleiben, wie du ge⸗ ſaget haſt: Wer mein Fleiſch iſſet, und mein Blut trincket, der bleibet in mir, und ich in ihm, und ich werde ihn aufer⸗ Abendmahl. Danckſagung nach dem Heiligen Abend⸗ Alert pen tear Hei⸗ land! groß ſind deine Wunder, und deine Ge⸗ dancken, die du an uns beweiſeſt. Dir iſt nichts gleich, ich will ſie verkuͤn⸗ digen, und davon ſagen wiewohl ſie nicht zu zaͤhlen ſind: denn du haſt dich erniedriget, mich zu erhoͤ⸗ hen. Du haſt menſchliche Natur an dich genomen, damit ich der goͤttlichen moͤge theilhaftig wer⸗ den. Du haſt dich gefan⸗ gen nehmen und binden laſſen; damit ich von den Stricken des Satans und Banden der Suͤnden los wuͤrde. Du haſt bezahlet, was du nicht geraübet, mich von aller Schuld zu befreyen. Du biſt um meiner Suͤnde willen ge⸗ ſtorben, und um meiner Gerechtigkeit willen aufer⸗ wecket. Wie kann ich dir vergelten alle deine Treue die du mir erwieſen hast? Wer kann die Breite und die Lange, die Tiefe und die Hohe deiner Liebe begreifen? Du haſt es aber hieran nicht laſſen genug ſeyn, ſondern haſt mich uͤber das noch mit einem unvergaͤnglichen Le ben wiedergebohren. Du haſt mich durch dein Blut gereinlget von aller Suͤn⸗ de. Du haſt mich zum Erben und Mit, Erben des Himmelreichs ge⸗ macht. Du hyſt dich mit mir vereiniget, und ver⸗ möge der Vereinigung alle erworbene Schaͤtze mitgetheilet. Od haſt mich angezogen mit den Kleidern des Heils, und mit den Rock der Gerech⸗ rechtigkeit 44 Danſagung nach dem g. Abendm. % A Algkeit bekleidet. Undſmeiner Seele ſo viel Gu, fd damit du nichts fuͤr dichtes wiederfahren, daß ich ei behalten moͤchteſt; ſo hat billig ſage: wie groß iſt du mir gegeben deinen deine Gute, die du ver Leib und Blut zu mehre⸗ borgen baſt denen, die rer Verſicherung deiner dich fuͤrchten, und eriel⸗ 1 Gnade und meiner geiſt⸗ ge denen, dle vor den lichen Erloͤſung. Darum Leuten auf dich trauen. freuet ſich mein Hertz Darum erhebe den HEr⸗ und meine Seele iſtſren, meine Seele, und frolig: Denn was haͤtte mein Geiſt freue ſich Got ich wohl beſſers begeh tes meines Hellandes. ren, und was haͤtteſt du Denn er hat groſſe Din mir heilſamers geben ge an mir gethan, der da koͤnnen, als daß du mich maͤchtig iſt, und des Naß N mit deinem Leibe geſpelſet, me heilig iſt. Dancket p und mit dein em Blute dem HERRN, denn er dich getraͤnckeſt haſt, uͤber aller iſt freundlich, und ſeine Menſchen Vernunft, gantz Güte währet ewiglich. wunderbarer Weiſe? Nun Lobe den HErrn, meine en erfahre ich in der Tbat, Seele. daß dein Fleiſch ſe ß! 1 die rechte Speiſe, und Gebet um die Erhal ⸗ 0 dein Blut ſey der rechte tung und Vermeh⸗ 1 0 Tranck. Denn wie ſchf onna von dem ſüuͤndl chen Fle rung der Gnade, ſche des Adams habe den Sun in dieſer deinen 17 05 1 Ae W glet 1 1 1 Hella bing 1 m allerheiligſten Flei⸗ hen, mein Heiland, und ſche das Leben. Dadurch was noch uͤb riß im m Laß wird meine Seele der⸗]Fielſch zu leben iſt, nach eile maſſen erquicket, daß ich deinem Willen zubringen. mit Recht ſagen kann: Weil es aber in eines Sey nun wieder zufrieden, Menſchen Kraft nicht ſie⸗ meine Seele! Denn derſhet, wie er wandle, und HERR thut dir Gutes, ſeinen Gang richte: ſo gieb Dadurch finde ich mich mir das Vollbringen. Re⸗ nach dem inwendigenſgiere mich mit deinem i Menſchen ſo geſtaͤrcket heiligen Geiſt. Laß deine daß ich in Anſehung mei Gute und Treue mich alle ner geiſtlichen Feinde, un, wege behuͤten. Laß mich erſchrocken ſagen kann: empfinden, daß du durch Der HErr iſt mein Licht, den Glauben in mir woh⸗ und mein Heil, vor wem kneſt, durch die Liebe in mit ſolt ich mich fuͤrchten? der lebeſt, und durch die Hof⸗ HeErr iſt meines Lebens nung mich taͤs lich far Kraft, vor wem ſollteſckeſt. Gieb, daß ich ohne le mir grauen 7 dadurch it Heucheley in e ö „ Tlelſch se Sei, 1 K der 3 et uni ſtuel chen fle dans habe del e ic end et, def ig Ten WIA 8 petdige 1 fe gebiccke ne Aung unde! 0 und Demuth beſtaͤndig einher gehe, damit dein 01 Kraft, daß ich wandele Ai den Weg meines Berufs, 10 und nicht muͤde werde. Sieb, daß ich die Welt c keandig nachfolge. Muth und Staͤrcke, zu widerſtehen meinen geiſt⸗ 0 ten in mir die Wercke des GTeufels, und zu untertre⸗ tiges Weſen. Laß meine Seele zunehmen an geiſt⸗ Kraͤften. Laß mi ſeyn an den innern Kraͤf⸗ nes vollkommenen Alters Pole) Laß mich im Glauben den Gel! been! Maͤß igkeit, in der Maͤßig⸗ keit Geduld, in der Ge⸗ 1 duld Gottſeligkeit in der SGottſeligkeit bruͤderliche Liebe, und in der bru— derlichen Liebe gemeine Liebe. Vollfuͤhre das gu⸗ 0 te Werck, welches du Um Erhaltung in der Gnade. 45 Leben an mir immer mehr und mehr offenbar werde. Gieb mir alle Tage neue immer mehr und mehr ver⸗ ſchmaͤhe, mich ſelber ver⸗ leugne; mein Creutz auf mich nehme, und dir be⸗ Gieb lichen Feinden, zu toͤd⸗ ten die Welt, Augen⸗Luſt, Fleiſches⸗Luſt und hoffaͤr⸗ lichen und uͤbernatuͤrlichen ch reich ten des Geiſtes. Laß mich zunehmen an Glau ben und an der Liebe. Laß mich wachſen zu einem unbefleckten Lei⸗ be. Laß mich wachſen in allen Stuͤcken an dir meinem Haupte, bis ich gelange an das Maaß dei⸗ bringen Tugend, in der Tugend Beſcheidenheit, in der Beſcheidenheit in mir angefangen haſt. Bleibe in mir, und laß mich in dir bleiben. Denn wenn ich nur dich habe, ſo babe ich alles. Laß mi in deiner Liebe und in deinem Erkenntniß zuneh⸗ men. Laß mich bleiben im Glauben und in der Heiligung. Gieb, daß ich am Ende meines Lebens, mit freudigem Gewiſſen ſagen kann: Ich habe ei⸗ nen guten Kampf gekaͤm⸗ pfet, ich habe den Lauf vollendet, hinfort iſt mir beygelegt die Krone der Gerechtigkeit. und zu dem Ende ruͤſte mich aus mit Kraft aus der Hohe, daß ich hier ritterlich ſtreite und ſiege, damit ich dort in der triumphi⸗ renden Kirche mit allen Engeln und Auserwaͤhl⸗ ten ſingen moge; Lob und Preis und Danck und Weisheit, und Staͤr⸗ cke, ſey unſerm Goc von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. 5 Um den heiligen Geiſt und Gaben, und um die Seili⸗ gung. Ac; heiliger, himm⸗ liſcher, lieber Vater, ich klage und bekenne dir, daß ich von Natur ungeiſt⸗ lich, uuheilig, ungoͤttlich hin, und mich mehr mein u- Fleiſch und Blut, und des boͤſen Geiſtes Be⸗ trieb habe fuͤhren laſſen, denn deinen heiligen Geiſt: . Ach ä—— Ach] vergieb mir dieſe Suͤnde, und erbarme dich mein. Wende von mir die Strafe, die du draͤueſt allen denen, ſo 46 um den g. Geiſt und die Heiligung. den Teufel, die Weltund el alle Menſchenfurcht: Gieb mir den Geiſt der den Gelſt des FTroſtes, deinem Heiligen Geiſte wiederſfreben: denn, die den Geiſt Chrißi nicht haben, die ſind nicht ſein. Und die ſind GOttes Kinder, die der Geiſt Gottes treibet. Darum gieb mir deinen heiligen Geiſt nach der Verheiſ⸗ ſung deines lieben Soh⸗ nes, da er ſpricht: Weil ihr, die ihr boͤſe ſeyd, eu⸗ ren Kindern koͤnnet gute Gaben geben, wie vielmehr wird mein himmliſcher Vater den heiligen Geiſt eben allen, die ihn darum itten: Laß denſelben deinen werthen Heiligen SGeiſt meinen Leib, Geiſt und Seele heiligen zum Gebet, und den Tempel meines Hertzens reinigen von aller Unſauberkeit, und darinn anzünden das Feuer der goͤttlichen Lie⸗ be, und bruͤnſtigen An⸗ dacht: Das Licht deiner goͤttlichen Exkenntniß, daß Boͤſe zu meiden: Die Gnade des Verſtandes, meines Berufs treulich zu warten: Die himmliſche göttliche Weisheit, das böochſte Gut zu lleben; Die Heiligkeit der Furcht SGdoOttes, dir wohl zu gefallen. Die Hertzhaf⸗ tigkeit der Kraft Got, tes, mein Creutz gedul⸗ dig zu tragen: Die Ta⸗ pferkeit der goͤttlichen der mich erquicke, den Geiſt der Freudigkeſt der mich 1 1 zahrheit der mich lehre, 1 at reue, den Geiſt der Wiedergeburt, der mich erneure, des Siegel Gottes, durch wel⸗ ches ich bekraͤftiget werde im Glauben, das Pfand des ewigen Erbes, wel ches meine Hoffnung ſtaͤ cket, Schreibe durch dei⸗ nen göttlichen Finger dein Geſetz in die Tafel mei⸗ nes Hertzens, deinen Willen in Lieb und Leid zu vollbringen. Gieb mit den Geiſt der Kindſchaſt Gottes, der in meinem Hertzen zeuge, daß ich Sottes Kind bin: Geuß aus deine Liebe in mein Hertz durch denen Hei, ligen Geiſt, zuͤnde durch denſelben in mir an Verlangen na dem ewigen Leben. 0 Gott heiliger Geiſt! der du flleheſt die Ruchloſen fuͤr und fuͤr, aber dich giebeſt in die heiligen See⸗ len, und macheſt Prophe⸗ ten und GOttes Freun⸗ de, mache mein Hertz z einem lebendigen Opfer, eine heillge Begierde und himml/ ſchen Dingen und nach das im Feuer deinek Liebe brenne und auf, geopfert werde, daß alle meine fleiſchliche Begierde durch das heilige Feuet verzehret werde: K Stärcke in überwinden, omm in mein Hertz, du goͤttliches eue D füße fart u c tilgen e dend, en in bent gut 5 W f u gie eme Sehen u dame i Wa beiligen Gel A Hörhan 10 , die Ihn dttut 18 eis 1 Veedel, i en Heli ien a n Leib, Se t A 6 beibgen ut u welt d n ben Tens 90 W ö ö ent teinigg& 3. Ge, 0 T Uaſanberteiſ W Ce lpet 1 u münden da 4 beilge 8% üöttlichen 1 angel! deügsigen 2 Dith ei N ub f Feen fuͤſſer Gact meiner Seelen bg göttliche Zlerde, du Herrn Chriſto in ſeiner ckeſt die muͤde Seele, du giebeſt Kraft den Sterben⸗ ewislich bey der glaͤubigen Ach du ewiger Friede⸗ 1 du allerheiligſte und hoͤch⸗ ſte Ruhe aller glaͤubigen Seele, du ha ſt geſagt; Kommet ber zu mir, ſo werdet ihr Ruhe finden fuͤr eure Seele! In der Welt — um die Ruhe der Seelen in Chriſto. 7 0 Feuer; du goͤttliche Flehe, du himmliſcher Troſt, du goͤttliche Kraft: Treibe von mir alles, was Fleiſch⸗ lich iſt, und gieb mir da gegen, was Oöͤttlich iſt, mache mich zur Wohnung und Heiligthum Gottes. Du himmliſches Taͤube⸗ lein, die du uͤber meinem Taufe geruhet haft! Gieb mir heilige kindliche Ein⸗ falt des Hertzens, daß mich ſchlecht und recht be⸗ huͤte. Du göttliche Sal⸗ bung und Freuden ⸗ Oel, lehre und troͤſte mich. O eine ſelige Seele, die dich hat zum Einwohner. Deñ du erleuchteſt der Seelen Fingerniß, du heileſt die ver⸗ wundete Seel, du troͤſteſt die traurige Seele, du ſlaͤr⸗ ckeſt die ſchwache Seele, du erhaͤlteſt die ſtraucheln⸗ de Seele, du lehreſt die de⸗ muͤthige Seele, du erqaui⸗ den, wenn Leib und Seele ſich ſcheiden, du bleibeſt Seele, Amen. Um die Ruhe der Seelen in Chriſto. Fuͤrſt, JEſu Chriſte! habt ihr Angſt, in mir habt ihr Friede: Ach! wie oft habe ich Ruhe geſucht in dieſer Welt und im Zeit⸗ lichen, hahe ſie aber nicht funden, denn es kaun die unſterbliche Seele nicht geſaͤttiget, noch geſtillet noch beſaͤnftiget werden, denn mit unſterblichen Dingen, nehmlich in dir und mit dir. O du un⸗ ſterblicher Gott! wo du nicht biſt, da iſt keine Ru⸗ be der Seelen, denn alles Zeitliche eilet zum Unter⸗ gang, und verſchleſſet wie ein Kleid, die Erde veral⸗ tet wie ein Gewand: Sie verwandeln ſich; Und du unwandelbarer GO T wirſt ſie verwandeln; Wie ſolte denn meine unſterb⸗ liche Seele in den ſterb⸗ lichen wandelbaren, fluͤch⸗ tigen Dingen Ruhe fin⸗ den? Denn gleich wie du, lieber GOtt, unſer Schoͤ⸗ pfer, in keiner Crꝛatur ru⸗ hen wollteſt, obne in den Menſchen:(denn als du den Menſchen geſchaffen hatteſt, ruheteſt du von deinen Wercken.) Alſo kann des Menſchen Seele in keiner Creatur ruhen, denn allein in dir, o Gott! meine Seele kann nicht ge⸗ ſaͤttiget werden, denn mit dir, o Gott! der du alles Gute biſt. Darum hun⸗ gert und duͤrſtet meine Seele nach dir, und kann nicht eher ruhen noch ge⸗ ſaͤttiget werden, ſie habe dich denn ſelbſt. Derhal⸗ ben du, mein HErr Chri⸗ ſte, komm iu mir: und stille mein 48 um die Nuhe der Seelen in Chriſto. mein Hertz, halte in mir deinen Sabbath, laß mich hoͤren, was du in mir re⸗ deſf, laß mich empfinden, daß du in mir lebeſt, o mein Leben, wie du mich liebeſt, o meine Liebe, wie du mich troͤſteſt, erquickeſt, erfreueſt und erleuchteſt: O mein Troſt, o meine Er, quickung, o meiue Freude, o mein Licht, laß mich dir mein gantzes Hertz geben, diewell du mir dein gan⸗ Laß mich von mir feld ausgehen, auf daß du zu mir eingeheſt, laß mich mein Hertz ausleeren von der Welt, auf daß du mich mit himmliſchen Gaben erfuͤlleſt, o JEſu, meines Hertzens Ruhe, du heili⸗ ger Sabbath meiner See⸗ len, bringe mich in die Ruhe der ewigen Sellg⸗ keit, da Freude die Fulle, ner Rechten ewiglich i, tzes Hertz gegeben haßt: Kirchen an denen Sonn⸗ Amen. ----n...., Gebete, welche und Feſt⸗Tagen nach der Predigt, . wie auch bey den Wochen ⸗ Predigten, in denen Betſtunden und Bußtagen vorzuſprechen verordnet ſind. llmaͤchtiger, ewiger Gott, barmhertzi ger Vater in JE⸗ ſu Thriſto! wir dancken dir von Hertzen, daß du uns in dieſem zeitlichen Le⸗ ben bisher gnaͤdiglich erhal⸗ ten, und durch dein Evan⸗ gelium von deinem Sohne auch zu dem ewigen Leben berufen und zubereiten laͤſſeſt, wie wir denn eben riede und Ruhe zu dem nde anhoͤren konnen. und lieblich weſen zu dee Das erſte allgemeine Kirchen · Gebet an Sonn; und Feſttagen nach der Predigt zu ſprechen und vorzubeten. jetzo dein heiliges Wort in Wir bitten dich demuͤ⸗ thiglich, ſiehe uns ferner in Gnaden an, vergleb uns unſere Suͤnden und Ue⸗ bertretungen, und erneure uns im Geiſt unſers Ge⸗ N gibi 1 ſo fen, ger. Arnet 10 1 muͤtbs, daß wir dir dienen in Heiligkeit und Gerech/ n ti llig il. d tigkeit die dir gef l 0 1 s 8 g Gebete. 40 180 Kirchen Echalte unter uns die Predigt deines Worts, 140 Oi%% ſern Nachkommen. A s Steure und wehre maͤch⸗ 3 Mah tiglich allen Verfuͤhrungen ec gebe I ae und Verleitungen von der 7% ec Kract der Gottſelig'elt: 1 ce A Damit alſo dein Name 1 1X. einmuͤthiglich, wie in der 2 gantzen Chriſtenheit, alſo auch in dieſen unſern Lan Kuchen H 1 den gehelliget, dein Reich n Sonn 10 e ö L kubt vermehret, und des Sa⸗ tané Reich mehr und mehr geſtoͤhret werde. Nimm dich allenthalben gnaͤdiglich deiner Kirchen ach da Pig en, ſonderlich der Perkolg 0 ten, und ſchaffe ihr Pfle⸗ 1 ger und Sale 5 3 Wochen Ä igth, ö unden und J on berord 1 J, —— allgemein T ichen ll Regenten. Abſonderlich laß dir, o Gott! in deinem Schutz fund Gnade befohlen ſeyn Ihro Roͤmiſch Kayſerliche eie auch alle Koͤ⸗ Sorben nige, Cburfuͤrſten, Für⸗ u e ten und Staͤnde des Roͤ⸗ 2 110 dae miſchen Reichs. J een, 3 — Zu dem Ende laß dir, o e est in deigem Schug a aud Snade befohlen ſeyn, l alle chriſtliche Potentaten. Fuͤrnehmlich aber laß deine Barmhertzigkeit groß wer⸗ den, uͤber unſern allerthen reſten Konig, die Koͤnigin Dero Gemahlin, die Prin⸗ 8 allen Herrſchaften und und Jeſttaf!“ much daß ſptechen U 25 6 e 0 Doro beyden Printzen und Prinzeßinnen, und ſaͤmt⸗ liche Koͤnigliche Prinzen und Prinzeßinnen, Marg⸗ grafen und Maragraͤfin⸗ nen, und Dero Prinzen und Prinzeß innen, ſamt allen, die dieſem Koͤnigli⸗ chen Hanſe anverwandt und zugethan ſind. Setze Sie, bey geſun⸗ den und langem Leben zum beſtaͤndigen Segen und chriſtlichen Fuͤrbilde dei⸗ nem Volck fuͤr und fuͤr. Sonderlich wolleſt du, HErr! unſerm Koͤnige zu ſeiner Regierung geben und verleihen ein weiſes Hertz, Königliche Zedancken, heil⸗ ſame Rathſchlaͤge, gerech⸗ te Wercke, einen tapfern Muth, ſtarcken Arm ver⸗ ſtaͤndige und getreue Raͤthe iu Krieges und Friedens⸗ Zeiten, ſieghafte Krieges⸗ Heere, getreue Diener und gehorſame Untertha⸗ nen, damit wir noch lan⸗ ge Zeit unter ſeinem Schutz und Schirm ein geruhiges und ſtilles Leben fuͤhren mogen in aller Gottſelig⸗ keit und Ehrbarkeit. Nimm auch in deinen vaͤterlichen Schutz, alle hohe und niedere Off ieier und Soldaten, bewahre Sie auf ihren Wegen und Stegen; regiere ihre Hertzen jederzeit, daß ſie dem Eyd, welchen ſie ſo theuer geleiſtet, fleißig, und gehorſamlich nachleben; 5 h ießin von Preuſſen, ſamt Behuͤte ſie vor Kranck⸗ e ä heiten 50 heiten und anſteckenden Seuchen, und allem an⸗ dern Uebel; Laſſe ſte deine vaͤterliche Liebe und Fuͤr⸗ ſorge dergeſtolt erkennen, daß ihre Dienſte gereichen zu deiner Ehre zum Schutz der Kirchen und des Vater landes, wle auch zu ihrer zeitlichen und ewigen Wohlfahrt. „Wir befehlen dir auch (A) alle hohe und niedere Civil⸗Bediente, die ſo wohl anderswo, als hier inſonderheit, des Koͤniges und des Vaterlandes Be⸗ ſtes, treulich ſuchen und befördern; wie auch einem hochweiſen Rath und ver⸗ ordnete Gerichte dieſer Staͤdte. Lehre ſie alle einmuͤthig dahin trachten, daß Recht und Gerechtigkeit gehand⸗ habet, und hingegen alles ungerechte Weſen durch ih ren Dlenſt getilget werde: Stehe ihnen bey mit dei Jer vaterlichen Huͤlfe, daß er Sünden und Seuſftzer des Landes weniger, und dein Sgen unter uns ver⸗ mehret werde. 100 O du code der Heer⸗ 1 ſchaaren! zeuch allenthal⸗ 1401 ben aus mit des Koͤnigs Armee und Truppen, ver⸗ 1444 leihe ihnen Glück und Sieg, damit ein redlicher allgemeiner Friede beſtaͤn dig erhalten werde. Segne, liobreicherchott, uns und alle Koͤnigliche Kirchen Gebete. 1 757 dertucht, alle ehrliche and, fe, zuziehen. 1 ure thierung und Nahrung zu les Waſſer und zu Lande. Hilf e einem jeden in ſeine Noth, aach und erbarme dich aller, die geg bos zu dir ſchreyen] Be e halte uns in deiner Liebe, ah und laß uns alles in det Welt zum beſten dienen. Wende von uns in Gug, mk den ab alle wohl verdlente geh Land⸗Plagen: Krieg, Hun, np ger und theure Zeiten, ah Feuer⸗ und Waſſers⸗Noth, Peſtſlentz und andere Seu, Ff chen, an Menſchen oder gate Vieh, und was wir ſonſ both f mit unſern Suͤnden verdle, en net haben. Gib gedeyl, ches Gewitter, und ſaß Zh wohl gerathen die Fruͤchte Jes der Erden. Sey ein Hei de land aller Menſchen, fon, koch. derlich deiner Glaͤubigen. MR Du heil ger Gore bewahre uns vor Suͤnden, s und Schanden, und ſtehe eig; uns bey mit deinem guten ane Geiste, damit wir nicht e! durch Uebertretung deinen Mirch Seegen verſchertzen, und Jen 17 55 gerechte Strafe uns 15 0 1 Wie erkennen, o Herr! 1 wenn du uns nach deiner nn Langmuth damit verſchon an ne, daß es nicht iſt unſere dad Gerechtigkeit, die dich her, nel zu beweget. Denn wir n e ſind unnuͤtze Knechte vor 1 Nat. dir; Sondern allein dei, if ne grundloſe Barmbertzig/ keit; Nach derſelben ſeh a Lander, die Chriſtliche Kin⸗ uns ferner. gnaͤdig, und aht leneke unſere Hertzen 15 Kirchen Gebete. ba eie dr Liebe gegen den dach Fug 2 . u flen, und Mitlelden 1 75 ee In eng A bah dle N daß wir 97 bie 5 e e e e auch anſeln gelnben Gr, aut ae Ke 11 n 0 1 11 7 thun, damit wir. lehre 15 0 21 00 Klee c wir deine Abba, lieder Vater 9 5 10 1 ine i 10 beer 1 blen und ſchnelem Sede, eee ee e ee lellem T. 0 d 8 Aa ünd bereite uns mebt e e ee eee ee ae durch deinen Geist Furcht, leben in deiner Net e i e und Gnade zu eſſt Furcht, ſterben in deiner 1. N zu einem ſell Bnad„ ee 90, 1% 10 gen Ende. belnem Friebe, 1 Ling e Farne Grabe unt ee e e e 17 7 h uud d dee e vermehre uns de„das ewige Leben icht 00 2 85 3 1 0 J ien 4 7 80 W e daß wir uͤber⸗ un riſti 1 a winden alle Schrecken des W welchem le 15 7 Jig Todes. Geiſt ſe e 1. haß Re 6 und Preis „ Wann hre und Herrli jetz e e e 70 7*, ſo laß deinen Hei J 11 lem Geile, daß, 1 1 e en Sd and Cort Das and u Hilt, 9 Nech Miterd inder und Ehriti bey d ere Gebet, unf Eeuſſ! m Jeu b bald ſolen mit bey denen Wochen⸗ 1 aue 5 eſe 5755 dir im Para⸗ W vorzu⸗ nn ut lebe N rechen. de. Wenn auch unſere nn gen ll ö — 1 7 i en f 119 e A S e ernte ac den gm i Glaubens Au eſger Vater in IEſu Chi i e Ei, dach wir alsdann gen auf, paß do! mer dance 8 5 n, ech Himmel offen ebe dennen egen a dn u 11 en, un uns in 1 1 ebe den Herrn Jcum lu fe ier, ildchen been u el dr eit hes Vaters Rechten: Auch r zuadiglich erhalten Friede be Col wir ſeyn ſollen, wo er is und durch dein Evange⸗ bende. ale 0 21 5 2 50 1 Sohne, ens Pet 0. enn auch unſere Zun⸗ ben berufe ewigen Le⸗ (eng as ferne. e nicht mehr wird ſpre⸗ re rufen und zu be⸗ 1. Kir N e laͤſſeſt; Wie uur enn e u 1 N 32 l.üirchen⸗ Gebete.„ xen koͤnnen. uns im Geiſt unſers Ge⸗ko beyden Prinzen und prin⸗ ö 900 ten und Lehrer, uns und gnaͤdiglich deiner Kirchen Muth, ſtarcken Arm, det, l ten, und ſchaffe ihr Pfle⸗ 0 Reeiches. 8 vaͤterlichen ꝛc. ſebe pa — ö —————— dent eden Jed deln heil Zu dem Ende aß di; 5 20 Wort in Fried und Gott in deinem Schutz und D Ruhe zu dem Ende anhoͤ⸗ Gnade befohlen ſeyn, alle 15 Christliche Potentaten. fo! 2 Fuͤrnehmlich aber laß deine Wir bitten dich demuͤ' Barmbertzigkeit groß we thiglich, ſiehe uns ferner den uͤber unſern allertheny in Gnaden an, vergib uns reſſen Konig, die Köniein) unſere[ Sünden und Ueber⸗ Dero Gemahlin, die Prin, e tretungen, und erneure zeßin vonchreuſſen, ine de muͤths, daß wir dir dienen zeßinnen, auch ſaͤmmtliche„ in Heiligkeit und Gerech⸗ Königl. Printzen und Pri, tigkelt die dir gefaͤllig it: tzezinnen, Marggrafen und geh Erhalte unter uns die Marggräfinnen, und Deth dil Predigt deines Worts, Printzen und Printzeßinen, 1 famt dem reinen Gebrauch ſamt allen, die dieſem Kü her deiner heiligen Saeramen⸗ niglichen Hauſe auen ten, und gib getreue Hir⸗ wandt und zugethan find. 1 5 unſern Nachkommen: ſteure Setze Sie bey geſunden 70 und wehre maͤchtiglich al- und langem Leben, um len Verfuͤhrungen und beſtaͤndigem Segen und e Berleitungen von der Chriſtlichem Fuͤrbilde deſ 119 Kraft der Gottſeligkeit, nem Volcke für und fu. damit alſo dein Name ein⸗ 8 müthiglich in der gantzen Sonderlich wolleſt du, e Chriſtenbeit gebeiliget, Herr! unſerm Könige in ga f f 3 dein Reich vermehret, und ſeiner Regierung geben 4 des Satans Reich mehr verleihen ein weiſes Herg, und mehr geſtoͤhret werde. U 1 ame Rat e, gerech⸗ Nimm dich allenthalben te Wercke, dae desen ge an, ſonderlich der Perzele kärdige⸗ und getreue Nathe gag 0 iu Krieges⸗ und Friedens, gn ger und Saͤug Ammen Zeiten, ſieghafte Fiege 150 an allen Herrſchaften und Heere, getreue Diener und n, Regenten. Igehorſame Unterthanen; dall I Damit wir noch lange Zelt u Abſonderlich laß dir, o unter ſeinem Schutz und deln GSOtt! in deinen Schutz Schirm, ein geruhiges und und Gnade befohlen ſeyn, ſtilles Leben führen moͤcen, Ihro Roͤmiſch Kayſerliche in aller Gottſeligkeit und Majeſtat, auch alle Ko Ehrbarkeit. a nige, Churfuͤrſten, Fürſten g 1 010 und Stande des Nömiſchen Nimm auch in deine ane 5 fie: e e wee e wir hier vor dir mit un; ſerm Gebete, nicht auf un⸗ ſere Gerechtigkeit; Denn die iſt wie ein beflecktes Kleid? ſondern auf deine G dental& Beat igeltht 179 1 00 Kirchen ⸗ Gebete. 1 33 Das dritte Gebet, ſo in denen Bet⸗Stunden und an Buß⸗ Tagen vorzuſprechen. 0 0 , GeErr, HERR Soc! 1 H barmhertzig und gnaͤ % dig, geduldig und von groſ⸗ ae fer Gute und Treue, der du ſch Gnade beweiſeſt bis ins tauſende Glied, und ver⸗ giebeſt Miſſethat, Ueber⸗ kretung und Sünde, und vor welchen nlemand in der Welt unſchuldig iſt: Du haſt keinen Gefallen auch am Tode des Gottlo⸗ ſenz ſondern willſt vielmehr daß er ſich bekehre und lebe. Und darum liegen auch groſſe Guͤte, Gnade und Barmhertzigkeit, die hat 0 nimmer ein Ende. Wir erkennen demuͤtbig⸗ lich, daß wir nicht allein in Suͤnden empfangen und bgebobren worden, ſondern daß wir auch taͤglich in Ge⸗ daucken, Geberden, Wor⸗ ten und Wercken, deine heilige Gebote mannigfal⸗ lig uͤbertreten haben, daß wenn du mit uns handeln wollteſt nach unſerm Ver⸗ dient, muͤſten wir verloh⸗ ren gehen. Aber deine dale Barmhertzigkeit ist viel zu bruͤnſtig, und hat noch kein Ende; ja deine Guͤte und Treue iſt bey uns alle Mor⸗ gen neun. HER, wir muͤſſen uns ſchaͤmen, daß wir deine Gnade oft auf Muthwil⸗ len geiogen, und ſie viel⸗ faltig gemißbrauchet, zu fleiſchlicher Sicherheit, Ruchloſigkeit, Ueppigkeit, mancherley Eitelkeit, und vielen andern groben und weren Suͤnden, welche viel und oft deinen Zorn gereitzet, daß wir leichte darum geworden waͤren, wie Sodom und Go⸗ morrha. — Nun, bitten wir um Onade! vergieb uns um Chriſti willen alle unſere Miſſethaten, und werde doch uͤber uns des Erbar⸗ mens nicht muͤde. Schone unſer ferner mit denen harten Strafen; und wo du uns wilſt fuͤchtigen, ſo thue es mit Maaßen, daß du uns nicht aufreibeſt. Inſonderheit wolleſt du uns dein Wort nicht ent⸗ halten, noch es je laſſen weichen von unſerm Munde, noch von dem Munde unſerer Kinder und Kindes⸗Kinder! Ent⸗ zeuch uns auch nicht den rechten Gebrauch derer heiligen Saeramenten, damit dein Wort allezeit ſey unſerer Fuͤſſe Leuchte, und unſer aller Hertzens⸗ Troſt in allem unſerm Elende. Erwecke noch ferner treue Hirten und Lehrer nach deinem Hertzen, die Wahrheit und Frieden lieben, die nicht ſu chen e 3 e as 54 Kirchen das Ibre, ſondern was IEſu Chriſti iſt. Dage⸗ gen ſteure und wehre al, ſen reiſſenden Woͤlfen und Miethlingen. Erleuchte auch, o HErr! und regiere mit dem Gei⸗ ſte der Weisheit, der Wahrheit, der Gerechtlg⸗ keit und des Friedens, all! weltliche Obrigkeiten. Abſonderlich laß dir, o Gott! in beinen Schutz und Gnade befohlen ſeyn Ibro Roͤmiſch Kayſerliche Majeſtaͤt, auch alle Köoͤ⸗ nige, Cburfuͤrſten, Für⸗ ſten und Staͤnde des Roͤ⸗ miſchen Reichs. Zu dem Ende laß dir, o Gott! in deinen Schutz und Gnade befoblen ſeyn, alle chriſliche Potentaten. Fuͤrnehmlich aber laß deine Barmbertzigkeit grotz wer⸗ den, uͤber unſern allertheu⸗ reſten Koͤnig, die Koͤnigin Dero Gemahlin, die Prin⸗ tzeßin von Preußen, und Dero beyden Printzen und Printzeßinnen, auch ſaͤmt⸗ liche Koͤnigliche Printzen und Printzeß inren, Marg grafen und Marg graͤfin⸗ nen und Ders Printzen und Printzeßinnen, ſamt allen die dieſem Koͤnigli⸗ chen Hauſe anverwandt und zugethan ſind. Setze Sſe, bey geſun⸗ den und langem Leben, zum beſtaͤndigen Seegen und chriſlichem Fuͤrbilde Sonderlich wolleſt du, o HErr! unſerm Koͤnige zu und verleihen ein weiſes Hertz, Koͤnigliche Gedan⸗ ge, gerechte Wercke, ei⸗ lehnen tapfern Muth, ſtar“ cken Arm, verſtaͤndige und ſame Unterthanen, damit ſeinem Schutz und Schirm Ehrbarkeit. pag. 50. 6 5 An denen hohen Feſtagen können nachfolgender der Vormittags⸗Predigt eingerichtet werden. tiger Soc! wir Hertzen, daß du alſo die deinen eingebohrnen Sohn da es freylich nur allein in dancken deiner hertzlichen Barmhertzigkeit, daß ung deinem Volck fuͤr und fuͤr. ſeiner Regierung geben cken, heilſame Rachſchlas⸗ getreue Raͤthe zu Krieges und Friedens⸗Zeiten, ſieg hafte Krieges⸗Heere, ge treue Diener, und gehor⸗ wir noch lange Zeit unter 1 ein geruhiges und ſtilles d, JLeben fuͤhren moͤgen, in aller Gottſeeligkeit und Nimm auch in deinem un vaͤterlichem Schutz ꝛc ſiehe„. im erſten Kirchen⸗Gebete Weiſe die Gebete nach 1. Am Chriſttage. Ewiger und Allmaͤch⸗ dancken dir von gantzem Welt geliebet baſt, und geſandt, gebohren von einem Weibe, der reinen 5 [Jungfrauen Maria, wir die Kindſchaft empfingen: Wir haben alſo beſuchet hat der Auf gang 1 1 0 ö Kirchen⸗Gebete. —— — 28 gang aus der Hohe, und ee derſelbe dein Sohn, Jes ee bus Chrißzus, unſer Herr, u Di Mme ben wie die Kinder 1 Flelſch und Blut an ſich ae baben, deſſen gleichermaſ⸗ ee den auch theilhaftig wor⸗ uc open 8. den, damit er durch ſeinen l den di Ken Tod die Macht nahme het, d Ti, dem, der des Todes Ge⸗ A Anechtit 48 walt hat, das iſt dem Teu⸗ di Frieden, ad fel, und erloͤſete die, ſo deigkelten. durch Furcht des Todes im gantzen Leben Knechte ſeyn muſten. ich leß dr, 8 lee eiten Sch A och lag Weben ef Aneta Kunſerlich.in w ich ale A N uin, N r Gag f enen Lage meor und mehr er⸗ puh kennen, wie uns deln 1 l, Ea nen 20 en edler in s gung und Erlöſung, daß —— Tage. Illerguͤtigſter GOT und himmliſcher Va⸗ ter! mir loben und prei⸗ ſen deinen heiligen Na⸗ men, wie für alle deine unzaͤhlige Wohlthaten, e du uns von Jugend auf an dem Leibe wie an der Seele, ſo reichlich er⸗ wſeſen haſt: alſo inſonder⸗ heit, daß du im letzt ver⸗ gangenen Jahr uns ſo gnaͤ⸗ diglich erhalten, auch dein heiliges Wort, welches unſers Hertzens Troſt in allen unſern Noͤthen iſt, ſo reichlich unter uns bisher wohnen laſſen. Vergieb uns aus Gna⸗ den, um deines lieben Sohnes willen, alle un⸗ ſere Suͤnden, damtt wir im vergangenen Jahre, und auch ſonſten jemals deinen Zorn gereltzet; und laß deine Guͤte und Treue mit dieſem Neuen Jahre und auch forthin unter Uns alle Morgen neu wer⸗ uin, u An chi glauben, und Ihm gantz und gar vertrauen und er⸗ *. Din 1 geben, ihn willig dienen in 100 Fan ee de Heiligkeit und Gerechtig⸗ Mu 1 ben ſeyn deiner ewigen n eigebelt 5 alſo ſtets, o Gott, in der u Wo Hoͤ ite Erden und denen Men⸗ p e ſchen ein Wohlgefallen. Erhaſte unter uns die 855 eh keit und durch Ihn deine n Kinder und ſeine Mit⸗Er/ M he, und Friede auf den. Erneure uns alle⸗ ſa mt im Geiſt unſers Ge⸗ muͤths, daß wir mehr und mehr ablegen den alten Menſchen, und anzleben den neuen Menſchen, da⸗ mit wir ſtets zunehmen in einem neuen Gehorſam, und denen Fußſtapfen IEſu willig folgen und nachgehen; auch durch Ihn dahln kommen, da man dir ſingt das neue Predigt ꝛc. ſiehe pag. 4. Lied in dem neuen Jeru⸗ e 4 ſalem 2. Am neuen Jahrs ⸗ 2 ä———— ä—— ...— 8 e 2 36 Nirchen: Gebete ſalem, da du alles neu machen wirſt, droben in dem Himmel. Erhalte unter uns die Predigt c. ſiehe pag. 49. 3. Am ſogenannten Charfreytage. He's und gerechter Goc wie koͤnnen wir dir gnugſam dancken fuͤr die unausſprechliche Gnade? da wir durch die Suͤnde alle Kinder des Zorns und auf ewig ver ſohren waren, auch unt ſelbſt nicht rathen noch belfen konnten aus dem groſſem Elende, daß du, beiliger GO c! gleich⸗ wohl eine Verſoͤhnung fur uns Suͤnder erfunden haft in deinem eingebohr⸗ men Sohne, und denſel⸗ den uns geſtellt, zum beſtaͤndigen Gnaden. Throne: Ja, du haſt nicht verſchonet dieſes deines eingebohrnen Sohnes: ſfondern haſt denſelben fuͤr uns alle dahen gegeben. Er bat an ſich genommen unſer armes Fleiſch und Blut, damit Er unſere Sünde moͤchte tragen in unſerm Fleiſche. Er bat blutigen Schweiß geſchwi⸗ tzet in ſeiner groͤſſenen Todes Angſt, damit wir in Ihm Friede, Troſt und Freude erlangten Er hat ſich laſſen binden, als el nen Miſſethaͤter, damit hat Schmach, Spott und unſerer Suͤnden halber nie zu Schanden werden duͤrkten. dig verurtheilet, damit unſere Schuld wuͤrde ge⸗ nen heiligen Leib an das Creutz annageln, gethan. ER RN. Mein OTT! nimmer verlaſſen werden. Leiden und Sterben moͤch⸗ werden. ter! auch uns alle zuſam⸗ wir von Suͤnden entbun⸗ due und frey wuͤrden. Er un ſer alter Menſch mehr Schande erlitten, daß wir Er iſt darauf zum Tode gantz unſchul⸗ tilget, und wir vor dir le 90 ben koͤnnten. Er ließ ſetz ſe „damit alſo die Handſchrift un ſerer Suͤnden wurde ab Er iſt an dem verfluchten Holtze gar zum Fluch fuͤr uns worden, damit wir moͤchten wer⸗ den die Geſegneten des 0 Er hat in Doͤllen⸗Angſt geklaget; Mein Gore! warum haſt du, mich verlaſſen! daß wir Endlich hat Er im Tode ſein Blut fuͤr uns vergoſ“ ſen, damit uns ſein Blut reinige von allen unſern Suͤnden, und wir alſo mit dir verſoͤhnt im Leben, ten verſichert ſeyn, daß wit durch ihn ewig ſollten ſelis Laß dann, liebter Va⸗ men in dieſem deinem lie“ ben Sohne, um ſeines Lei, dens und Sterbens wil⸗ irzlen, vor dir Gnade finden, daß auch unſerer Sun, den vor dir nimmermehr gedacht, und durch deines Geiſtes Kraft mit ihm und mehr geereuntziget, auch 00 1 I I —— Sd —— n — a 10 inſonderhett in der Stun⸗ freytage. T e kan duusſprechli eir durch Ander f ewig beg kuhen no ten aus de ade, daß d de! glei zuſdhnurg ff ttf um kingebe „ und den dab U beg Fleisch. Et un eien and gerecht!! ü ler Witt bee 0 D 0 1 an . eh gien. 4 15 1 e 1 für in d t u, auch u de 9 N 5 RA. lun E en men 5 elſchuh 0 l . Kirchen: Gebete. 57 duch wir darauf in Ihm und durch Ihn hier hei⸗ lich, und dort ewig leben moͤgen. Hilf, das wir uns de unſers Todes, ſeines Todes recht troͤſten, und alsdann voller Freuden von binnen abſchetden mit ſeinen letzten Worten: Vater in deine Haͤnde be⸗ fehl ich jetzt meinen Geiſt: Denn du haſt mich erloͤſet durch deinen Sohn, du getreuer GO! Erhalte unter uns die Predigt ꝛc. pag. 49. 4. Am Oſtertage. llmaͤchtiger, ewiger und barmhertziger Gott! du Vater unſers HErrn IJEſu Chriſti! wir dan⸗ cken dir demuͤthiglich, daß du dieſen deinen einge⸗ bohrnen Sohn um unſerer Suͤnde willen in den Tod dahin gegeben, und um unſerer Gerechtigkeit wil⸗ len wieder aufer beket haßt. Ja, gelobet ſeyſt du hertz⸗ inniglich, auch von uns ben bewahret werden zur Seligkeit! denn da wir nun gewiß wiſſen, daß unſer Erloͤſer ewiglich le⸗ bet, glauben und vertrauen wir auch deiner Verheiſ⸗ ſung daß unſere ſterbliche Leiber wieder auferwecket, und dem verklaͤrten herr⸗ lichem Leibe Chriſti un⸗ ſers HERRN und Hei⸗ landes, gleich foͤrmig wer⸗ den ſollen. Wir bitten dich von Hertzen, da wir in JEſu Chriſtt Tod getaufet, auch mit Ihm alſo begra⸗ ben ſind, daß gleichwie Chriſtus auferweckt iſt von den Todten, durch deine Herrlichkeit, als des himmliſchen Vater, wir auch die Kraft ſelner Auf? erſtehung mehr und mehr in uns empfinden, von dem Tode der Suͤnden auferwecket werden, und in einem neuen Leben wandeln, und alſo entge⸗ gen gehen der Auferſte⸗ gung der Todten, da dis Verwesliche wird anziehen die Unberweelichkeit, und dis Sterbliche wird anzie⸗ dieſes Oris, daß du nach deiner groſſen Barmher⸗ tzigkeit uns haſt wieder⸗ gebohren, zu einer leben⸗ digen Hoffnung, durch die Auferſtehung IESu Chriſti von den Todten, zu einem unvergaͤnglichen unbefleckten und unver⸗ welcklichen Erbe, das be⸗ halten wird im Himmel, uns, die wir aus Gottes Macht durch den Glau⸗ hen die unſterblichkeit. Erhalte unter uns die Predigt ꝛce ſiehe pag. 9. 5 Am Simmel fahrts⸗Tage. ERR GOTT! himm⸗ liſcher Vater! wir er⸗ heben billig deine groſſe Guͤte fuͤr das menſchliche 6 5 Ge⸗ was droben iſt, wo un er 7e ²˙¹¹1 A ⁰ e——— 8 — „ —— 2 3—— — 85 Kirchen „Gebete. Geſchlechte, und loben und ruͤhmen deine Liebe gegen uns] daß, da wir das Pa- radies durch die Suͤude verlohren in dem erſten Adam, durch den zweyten Adam, JeEfſum Chriſtum unſern HErrn, wiederum haben erlanget einen Ein⸗ gang und Zugang zu dei⸗ nem himmliſchen Reich! Ja, weil unſer Heiland von der Erden aufgeho⸗ ben vor ſeiner Juͤnger Augen, und auf einer Wolcken in den Himmel gefahren, uns die Stätte zu bereiten, vor dir uns nun vertritt, und zu deiner Rechten ſitzt; ſo vertrauen und glauben wir ſeiner theuren Ver⸗ heiſſung, daß Er wieder kommen, und uns zu ſich hehmen wird, daß wir ſeyn, wo Er iſt, allezeit und ewiglich. Wir bitten dich hertz⸗ lich, lieber himmlischer Vater, wie Er zu dir auf⸗ gefahren, als zu ſeinem GOTT, und zu unſerm GO DDT, als zu ſeinem Va⸗ ter, und zu unſerm Vater, ach! ſo wolleſt du vaͤter⸗ lich uns durch deinen Geiſt ſtets regieren und fuͤhren, daß wir ſuchen Heiland Chriſtus ist, und nicht mehre ſo trachten nach dem, was auf Erden iſt: Vergieb uns aus Gna⸗ den, um deines lieben Sohnes willen, was wir hierinne bisher verſehen ſo unſern Wandel im Him⸗ mel haben, daß wir alle mit Freuden allezeit moͤgen erwarten, der ſeligen Hoff⸗ nung und Erſcheinung der Herrlichkeit des groſſen Gottes und unſers Hei⸗ landes IEſu Chriſtt. Erhalte unter uns die Predigt ꝛc. ſiehe pag. 49. 6. Am Pfingſttage. 8 Heiliger GOT und Pater des kichts, der du wohneſt in einem Licht, dazu niemand kommen kann, und bey welchem nicht iſt irgend eine Veraͤn⸗ derung noch Wechſel des Lichts, von dem auch nur herkommen alle und jede gute und vollkommene Gaben; Wir loben dich hertzlich fur die herrliche Gabe, die du den Apoſteln deines lieben Sohnes, an dem Tage der Pfingſten, insbeſondere geſchencket, da ſie nach dem Befehl ihres HErrn und Meiſters einmuͤthig beyſammen waren, und im Gebet und Flehen recht glaͤubig war⸗ teten auf deine Verheiſ⸗ ſang; Du haſt damals reichlich gusgegoſſen dei⸗ nen Geiſt, daß deine groſſe Thaten barauf al⸗ ler Welt ſind verkündi⸗ get, und das Evangelſum von deinem lieben Sohne auch auf uns gekom' men iſt, die wir in unſern Vorfahren gar weit waren entfernet von und lehre uns auf Erden deinen Teſtamenten 1 4 . u ue „I M9 Neich 1 ſchagg * musgehe f Jure— 1 auf eiter iger gon A nmel! 50 0 e Stitte f A f or dt un mien „ uad iat end d ſizt; so eg landen ec dc aten Ver. J. von r Er wieder ne dn ins in ich! und d daß air r a U, algeit! n fit M W ie uh ö 110 0 10 a lh e nach herz/ Er ige. im glſtet“ der gh ju dit aft at e i feinem A 1 usern it hh feinen Vo. M echt K du vit n 0 ee Kirchen Gebete. ner groſſen Verheiſſung: daß, wer nur den Na⸗ men IJEſu Chriſti unſers HErrn im Glauben an⸗ rufen wuͤrde, ewig ſelig werden ſollte. Ja, dein Sohn verſpricht auch uns deinen heiligen und guten Geiſt, wenn wir dich, den Vater, darum hertzlich bit⸗ ten. Darum bitten wir dich, lieber Vater im Himmel! ſiehe uns nicht in uns ſelbſten an, ſon dern in deinem lieben Sohne, an welchen du Wohlgefallen haft. Rei⸗ nige uns von Suͤn den, daß wir alle zuſammen recht moͤgen wiedergeboh⸗ ren ſeyn, aus dem Waſſer und Geiſt, und geuß deine Liebe durch denſelben dei⸗ nen Geiſt jetzt auch in un ſer aller Hertzen, die uns bringe und treibe, aus Liebe zu der und deinem Sohne, alles das zu mei⸗ den, was dir irgend miß⸗ faͤllig iſt, und alles das gerne zu thun, was dir wohlgefaͤllig iſt, damit al⸗ ſo derſelbe Geiſt Zeugniß gebe unſerm Geiſt, daß wir deine Kinder ſeyn. Erhalte unter uns die Predigt ꝛc. ſiehe pag. 49. A Demuͤthiges Gebet um Geſundheit des Leibes. ö Ab Gott!“ der du bis ein HErr uͤber Leben und Geiſt, und ein Gott beſt Geſundheit, Leben und Seegen. Ein geſun⸗ der Leib iſt ja beſſer, denn groß Gut; der Tod iſt beſſer als ein ſiech Leben, und ſtete Kranckheit. Ich lobſinge dir, mein Schutz und mein GOTT, daß du bishero Leben und Wohl⸗ that an mir gethan, und dein Aufſehen meinen Othem bewahret, auch meinen Leib durch deine groſſe Barmhertzigkeit ge⸗ ſund erhalten; Gieb mir auch hinfuͤhro, nach dei⸗ nem väterlichen Willen, Geſundheit, lange zu le⸗ ben, und erbarme dich uͤber mich, daß ich geſund mein Alter erlange. Lege der Krapckheiten keine auf mich, die du auf die Egyp⸗ ter geleget, denn du biſt der HErr mein Artzt! Be⸗ huͤte mich vor den Sterbe⸗ Druüſen, vor Schwulſt, Fieber, Hitze giftiger Luft Feig⸗Wartzen, Grind und Kraͤtze, vor Wahnſinn, Blindheit und Raſen des Hertzens, vor Reiſſen im Eingeweide, vor einen jaͤ⸗ hen ſchnellen Tod: Stra⸗ ſe mich nicht in deinem Zorn, und kuͤchtige mich nicht in deinem Grimm. Behuͤte mich vor Peſti⸗ 70 Schlag, ſchweren Gebrechen, Unſinnigkeit, und dergleichen Ich er⸗ kenne wohl, lieber himm⸗ liſcher Vater! daß ich der⸗ gleichen Strafen, mei⸗ ner Suͤnden wegen ſowohl als andere verdtenet: Ich bitte aber um dei⸗ alles Fleiſches, der du gie⸗ nes Namens willen, ſey e 6 mir 59 ſundheit auch nicht ſelbſt i Erkenntneß und Erfah⸗ rung; Daß ich wandele 60 zeit ⸗ und Noth ⸗Andacht. mir gnädig nach deiner Guͤte, und tilge meine Suͤnden nach deiner groſ⸗ ſen Barmhertzigkeit, und behüte mich gnaͤdiglich vor dergleichen ſchreckli⸗ cher Strafen; Hilf mir aber, daß ich meine Ge⸗ verwahrloſe, mit Freſſen und Saufen, daraus ein unordentliches Leben fol⸗ get! Gieb mir dagegen, daß ich mich nüchtern und mäßig halte. Hilf, daß ich mir gnuͤgen laſſe. Wende von mir den falſchen Weg, und gönne mir dein Geſetz. Erhalte mein Hertz bey dem einigen, daß ich deinen Namen fuͤcchte, daß ich dich lobe, weil ich lebe und geſund bin. Laß mei⸗ treulich ausrichte, und deſſen, was du mir befoh⸗ len baſt, mich ſets auneh⸗ me, und endlich zu me nen Vaͤtern hinfuͤhre mit Freuden, und in gutem Frieden, in gutem und ruhigem Alter begraben werde. Alsdenn nimm, o Vater! meine Seele in deine Haͤnde, und erwecke dermaleins meinem Leib zum ewigen Leben. Er⸗ hoͤre mich, guͤtigſſer Gott um IEſu deines Sohnes willen, und gewaͤhre mich meines Gebets, daß ich im kindlichen Vertrauen auf deine groſſe und unendliche Barmhertzlgs⸗ keit vor dir gethan habe, Amen. nen Gang gewiß ſeyn in deinem Wort, und laß kein Unrecht uber mich herrſchen. Erhalte mich bey Leibes⸗Kraͤften, wie deinem Knecht Kaleb. Ver laß mich auch nicht im Al⸗ ter, wenn ich grau werde, daß ich deinen Arm ver, kuͤndige Kindes- Kindern und deine Wercke preiſe, auch je mehr und mehr reich werde in allerley würdiglich dir meinem HErren zu allem Gefallen, und fruchtbar ſey in allen guten Wercken, und ge⸗ ſchickt werde, mit aller Kraft, nach deiner herr, lichen Macht. Daß ich eine gute Ritterſchaft uͤbe, gung, nach wieder⸗ erhaltener Geſund⸗ heit. Goc! man lobt dich in der Stille zu man Geluͤbde; Du erhoͤ⸗ reſt Gebet, darum kommet alles Fleiſch zu dir. Ich dancke dir HERRI von mich gedemuͤthiget haſt; daß ich deine Rechte ler⸗ recht; ich aber muß mich ſchaͤmen, und erkenne, daß du mich nach aller Kranckheit helmgeſuchet. Glauben und gut Gewiſ⸗ ſen bewahre, mein Amt „Du haſt mir ſolches zuge ſchicket, um meiner 921 Hertzliche Danckſa⸗ Zion, und dir bezablet gantzem Hertzen, daß du nete. HERR! du biſt ge⸗ deiner Gerechtigkeit mit i 0 denz nt nic 190 ac * 0 0 10 Wa 84 4 10 ce e „ Al Fuse 2 1455 Nan 5 2 ns M gel 4% Früchten un 8 115 H daß 0 e N Est dae 7 end!, un Ace den ga, e mit dein er nolan amen he e en, Laß ich en ce d fluchte, daf& S l d e „eil ich le Ku. u. Nb n cwiß seyn ant, und l zlich 10 ö 1 0 L über n 1 10% f, 0 10 a u n c . U. licht in get berdſ 4 G0 dt Am de dich Me , Aubdas 8,0 6 zuckt 10 elne ind me 30 Mun fesch lil 15 Dl, gut 1 a An Zeit- und Noth⸗ Andacht. * 4 61 ſen Miſſethat, und um melner ſtarcken Suͤnde willen. Du haſt mich ge⸗ demuͤthiget und verſuchet, auf daß kund wuͤrde, was in meinem Hertzen iſt; Du haſt mich gezüchtiget aber dem Tode nicht uͤbergeben. HERR! Du Liebhaber des Lebens; Du haſt mich als ein Pater gezuͤchtiget, mit Lindigkeit gerichtet, und mit viel, Verſchonen regieret. Ich ſprach: Nun muß ich zur Hollen Pforten fahren; Ich muß nicht mehr ehen den HErrn, ja den HErrn, im Lande der Lebendigen: Nun muß ich nicht mehr ſchauen die Menſchen, bey denen, die ihre Zeit le⸗ ben. Da ich aber mitten in der Angſt wandelte, erquickteſt du wich. Ich ſprach in meinem Zagen, ich bin von deinem Ange⸗ ſicht verſtoſſen, du aber erhoͤrteſt meines Flehens Stimme! du machteſt mich geſund, und haſt meine Seele aus der Hoͤl⸗ len gefuͤhret; Dein Zorn währt einen Augenblick, und du haſt Luſt zum Le⸗ ben: den Abend lang waͤh⸗ ret das Weinen, aber des Morgens die Freude; Du haſt mein Klagen verwan⸗ delt in einem Reigen, du haſt meinem Sack ausge⸗ iogen, und mich mit Freuden geguͤrtet; Auf daß dir lobſinge meine Ehre, und nicht ſtille wer⸗ de! HErr mein Gott! ich will dir dancken in Ewigkeit. Du baß mein Geber gehoͤret, meine Thraͤ⸗ nen geſehen, und mich ge⸗ ſund gemacht. Du haſt mich errettet, daß ich nicht ſtürbe. Darum dancke ich dir, um deiner Guͤte und um deine Wunder, die du an den Menſchen⸗ Kindern thuſt. Ich opfre dir Danck und erzaͤhle deine Wercke mit Freu⸗ den. Es hat mich weder Kraut noch Pflaſter ge⸗ heilet; aber dein Wort, welches alles heilet, denn du haſt Gewalt beydes uber Leben und Tod. Du führeſt in die Holle und wieder heraus. Ich dancke dir, daß du zor⸗ nig geweſen biſt uͤber mich, und dein Zorn ſich ge⸗ wendet hat, und troͤſteſt mich. Siebe, Go iſt mein Hell: ich bin ſicher, und fuͤrchte mich nicht; Denn Gott der HErr ſſt meine Staͤcke, und mein Helm, und mein Hell; Ich bin ſicher und fuͤrch⸗ te mich nicht. Du haſt mich erquicket auf meinem Siechbette, und mir von aller Kranckbeit gehol!“ fen. Stricke des Todes te mich troffen; Ich kam in Jammer und Noth; aber ich rief an den Na⸗ men des HErrn, und du haſt meine Augen von den Thraͤnen, meinen Fuß vom Gleiten, und meine Seele vom Tode geriſſen. Meine Kranckheit iſt nicht zum Tode geweſen, ſondern zu deiner Ehre. Gelo⸗ hatten mich umfangen, und Angſt der Hollen hat⸗ 62 Keiſe⸗ Gebete. Gelobet ſeyſt du, HERR! denn du haſt erhöͤret die Stimme meines Flehens: Du, HER, biſt meine Starcke und mein Schild; auf dich hoffet mein Hertz und mir iſt geholfen. Mein Hertz iß kroͤlich, und ich win dir dancken mit mei⸗ nem iede. Ich will dir mei⸗ ich ne Geluͤbde bezahlen vor alle deinem Volck. Ach, HErr, hilf, daß ich nicht mehr ſündige, daß mir nicht was aͤrgers wiederfahre. Hilf, HErr, daß ich mein Hertz reinige von aller Miſ⸗ ſethat. Mein Hertz keuſch mache; und dir diene in Heiligkeit und Gerechtig⸗ keit, die dir gefaͤllig iſt. Be⸗ huͤte mich hin cuͤbro vor al⸗ len boͤſen Kranckheiten; in⸗ ſonderheit, vor einem boͤſen ſchnellen Tod. Und wenn mein Stündlein vorhan⸗ den iſt, laß meine Seele mit Freuden ausziehen, und im Friede geleitet werden zu der ewigen Seligkeit und Geſellſchaft aller Auser⸗ wählten und Heiligen im Himmel; Erböre mich, o Gott, um JEſu Chriſti, deines geliebten Sohnes willen; Dir, ſamt Ihm und dem Heiligen Geiſte, ſey Ehr, Lob und Preis, in Ewigkeit, Amen. Reiſe⸗Gebete. Gebete wenn man reiſen will. Herr, der du vor Zei⸗ ten dein Volck Iſtael durch wunderliche Wege, und durch eine wunderliche Wuͤſten, mit einer Wol⸗ cken und hellem Feuer ge⸗ leitet, und ihnen des Tages ein Schirm, des Nachts eine Flamme, geweſen; Weil ich meines Berufs halber reſſen muß, ſo bitte ich dich von Hertzen, du wolleſt mit mir und vor mir herzſehen, nud mich den rechten Weg fuͤhren, auch zu rechter Zeit geſund wie⸗ der heimbringen. Trage mich, wie ein Mann ſeinen Sohn traͤget, durch alle Wege, dahin ich wandern muß. Decke mich mit dei⸗ ner Hand, und errette mich Laß mich deine Engel be⸗ gleiten, und alles wohl ſchi⸗ cken, was ich vor habe, alſo daß ich mit Freuden wieder heim komme, kluͤglich han⸗ dele, und mir alles wohlge⸗ linge. B'wahre meinen Aus- und Eingang von nun an bis in Ewigkeit, Amen. Danckſagung nach der Keiſe. Grnidiger Gott, himm⸗ liſcher Vater, ich dancke dir von Grund meines Hertzens, daß du mich meine vorgebabte Reiſe haſt gluͤcklich laſfen vollbringen, und mich durch deiner lieben Engel⸗ (Schutz mit Freuden wie⸗ derum zu den Meinigen gebracht, und vor allem Uebel, Irrtbum und Feind⸗ von der Hand der Feinde. — 22 —— — hen zin dd enen bie Tü 11 t tler Ausernn 930% dort nich, 9 W ickſagunt En i 7 5 n Seht 5 nl e I 1 ö ee, 1 500 5 f 5 cu 14 0 0 1 Felndſchaft, vaͤterlich be⸗ wahret, daß ich nicht von Raͤubern und Moͤrdern bin umbracht, oder in Waſſers⸗-Noth und an⸗ dere Faͤhrlichkelten gera⸗ theu, daß ich auch keinen Arm oder Bein gebrochen, noch ſonſt beſchaͤdigt bin. G In Summa, das ich wie der junge Tobias durch den Engel Raphael friſch und geſund hi i geleltet worden. Dieſes alles habe ich deiner vaͤ⸗ terlichen Fuͤrſorge und all⸗ maͤchtigem Schutz zu dan⸗ Ken, und bitte dich von Hertzen, du wolleſt mich und die Meinigen fortan auch gnaͤdiglich bebuͤten, und in deinen Schutz neh⸗ men, und an Leib und Seele bis zum ewigen Leben ſeliglich erhalten, um JEſu Chriſti willen, Amen. Ein chriſtliches Ge⸗ bet, nach dem taͤgli, chen Morgen und Abend ⸗Segen. Ach du lieber GOT und HErr! ich lebe, aber ich weiß nicht wie lange: Ich muß ſterben, und wei nicht wann. Du mein himmliſcher Vater weiſt es. Wohlan! ſoll dieſer Tag(dieſe Nacht) oder dieſe Stunde die letzte meines Lebens ſeyn; HERR, dein Wille ge⸗ ſchehe! der ja allezeit und N allewege allein der beſte iſt!! Tägliches Gebet. A Nach demfeſben deinem helltigen Willen bin ich Glauben an JEſum Chri⸗ ben und zu ſterben. Allein, mein frommer Ott, gewaͤhre mir aur dieſer Bitte, daß ich nicht moͤge ploͤtzlich in meinen Suͤnden ſterben und ver⸗ n und her bin derben. Gieb mir recht⸗ ſchaff ene Erkenntniß, Reue fund Leid über meine de gangene Suͤnden, und ſelle ſſie mir doch in dieſem Leben unter Augen, damit ſie mir hier vergeben, und nicht am Juͤngſten Tage zu meiner Verdammung vorgeſtellet, und zugerech⸗ net werden. Verleihe mir und bekenne von Hertzen bereue, und beweine, und Troſt aus deinem ſeelig⸗ gen moͤge. 63 allezeit bereit in wahrem ſtum meinen Erloͤſer zu le⸗ ſo viel Zeit und Raum zur Buſſe, daß ich mein Uüe⸗ bertretung recht erkenne derſelben Vergebung und machenden Worte erlan⸗ Ach, barmhertziger Va ⸗ ter, verlaß mich ja nicht, und nimm deinen Heiligen Geiſt nicht von mir, mein Hertz und meines Hertzens Zuverſicht iſt allein zu dir. Laß mich ſterben, wenn es dir gefallt, nur verleibe mir ein vernuͤnftiges, ſanf⸗ tes und ſeliges Ende. Ach HErr JEſu, nimm meine Seele in deine Haͤnde, und laß ſie dir befohlen feyn, Beſchluß 3 0 1 1 1 1 ö Taͤglicher cher Seuftzer D mein guͤtiger Gott, himmliſcher Vater, dir iſt me nes Hertzens Anliegen beſſer bekannt als mir ſelber. Du biſt ja un⸗ ſer Bott, der uns berei⸗ tet hat; Unſer Vater, der Tag und Nacht, immer fort und fort Sorge für uns traͤget; Der du nſcht ſchlafeſt, ſondern deine vaͤ⸗ terliche Augen ſlets au! uns wendelf, daß auch nicht ein Haͤrlein von un⸗ ſerm Haupte wieder deinen Willen fallen mag. Ach mein HERR und mein Gott, ſo hilf mir doch nun, wie du am be Muß und taͤgli⸗ ſten weiſt, wie mir zu hel⸗ fen ſtehet, du biſt ja der allmächtige Soc, der bald Hülfe ſchaffen kann, da keine iſt Du kanne aus nichts etwas machen; Denn alles was du wilt, das thuſt du im Himmel, und auf Erden; und iſt niemand, der dir kann und Seuftzer. darf wiederſtreben; Oder der dich hindern kann, uns zu helfen. Darum mein Gott und Helfer, hilf mir um deines Namens willen, wie du weiſt, daß mirs nach dei⸗ nem gnaͤdigen Wilen nütz und ſelig iſt. HErr, nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe Ich bin gewiß, es gehe mir, wie es wolle, wohl oder uͤbel, daß mir all's muß zum Beſten ge⸗ reichen Leb ich, ſo leb ich dein, ſterb ich, ſo ſterb ich auch dein Nur allein gieb mir Geduld, dir in allen Creu⸗ nem Willen der 1 ber beße iſt, in allem wil⸗ lig und gern zu folgen, und ungezweifelt zu g auben, du werdeſt es mlt mir ſe wohl machen, daß ich mit hertzlichem Seuftzen: Der HeErr hat alles wohl ge⸗ macht! Dich werde loben, ruͤhmen und preiſen. Hilf mir, mein IeSu, zu der ewigen Seligkeit, Amen. ctze ſtill u halten, und deie 1 9 ja eane Sodd, der dei 1 tefen kann 1 tnd; it Aakann aus Peſei 4 nachen hat ätei det du wilt, 8 in Himnel Nin undnhſ z ud i Pna naa di inn und e Säl —.—=——— ——————— 3—.