2 8 in Sendbrieue Do bannis Syluani/hospre. diger zu Wörtzburg/ an Doctorem aulum Scalichium/ mit einen Vorrede Dartman Beyers/ 3 zu Franck⸗ ö Urt. i Gedruckt zu Vrsel/ Nicolae Denrie. 5 15 N 5 Ne m eee Heoertman Beper. den/ nd das sie mt Ber/ — N —— 5 5 * s Ist mir im vergangenen acht vnd N 1 fünfftzigsten jar ein geschrieben Buch von einem guten Freund zulesen zuge⸗ —cschickt worden/ Dessen tichter ist Jo⸗ hannes Sylnanus/ Würtzburgischer Mofpre⸗ diger ein Licentiat(wie er mir selbs gesagt) in der Theologia/ In welchem Buch er die Lutheri⸗ schen grewlich sehendet vnd lestert/ in gemein/ vñ auch etliche in sonderheit. Dann er etliche vnd derselben viel Secten erzelet/ deren anfenger Eu⸗ ther gewesen sey · Vnd klagt sonderlich/ das sie den B. pfleger/ als etliche Chur vnd Fursten ber dein Colloquio zu Wormbs/ hie zu Franek⸗ furt einen tag hielten/ von seiner Cantzel verstos⸗ sen vnd abgedrungen haben/ Da er en schulde gibt/ das sie gern wollen vrsach anriehten zuto⸗ ena zutonen wie sie im anfang des Glan ⸗ bens mit der Bewerisehen Auffrhur er zeigt het⸗ ten. Er klagt auch sonderlich vber Doctorem Marbachium/ der sol zu Wormbs den Beieri⸗ schen Dofprediger sehmelich mit lügen haben angetastet · Vnd sagt wie das die Euangelischen Prediger/ welehe er gn aden Prediger nennet/ nun in die viertzig Jar mit Lügen/ mord/ betrug vnd beschisserey/ vnter dem Schein des Worts Gottes/ das gemein Volck in Verderbnis brin⸗ lutuergiessen/ 1 Mord/ gesel alle welt erfůllet haben ete. Wie man dan sölchs vnd dergleichen andere ding mehr in seinem ge melten Such lieset/ lieset/ mit welchem sich die paps⸗ sten im Würt burger Bistumb wol gesehlepptt 1 5 * vnd wider die Vnsern triumphiret haben/ Son⸗ derlich/ die weil er darinnen rhümet/ wie das di Colloquenten auff der Papisten seiten/ auff dem Colloquio zu Wormbs grosse ehr eingelegt sob len haben. Eben vmb dieselbige zeit/ ward mir von einem frembden man ein geöffeneter Briene zugesiel/ welchen gedachter Syluanus mit eigener hand rieben vnd gesiegelt hat/ Vnd wie aus Oz to des Brienes zusehen/ so ist der briene ven S Der Briene aber — nano geschrieben worden/ entweder da er not vber dem Buch getichtet/ oder ja bald danach als ers volendet hat. Dañ die Meisnische The logiim December des jars 155 7: v Wer wider Deim zogen sind/ vmb welche zeiton fehrlich Syluanus mit seinem Buch schwange gangen/ vnd(etwa vber zween Monat hernach am iz. Februarij des jars 1755: den jtztgedach ten Brieue geschrieben hat. ise geschrieben an Doctolem Scalichium /zur selbẽ zeit zu Wien/ welcher Pan ius vormals zu Würtzburg gewesen/ damach gen Wien komen/ vnd sich auffs Euangelum (wie aus Sylnant brieue zusehen) begeben hat Denselbigen Briene hab ich trucken lassen la ae Mord/ grausam wüten/ verfürung/ verwwirung S O re g teiniseh/ wie in Syluanus selbs gesehrieben/ dan n zu auch Teutseh/ wie er von einem Studenten/ der ber nacht bey mir gewesen/zimlicher massen verteutseht worden ist. Sölchs aber hab ich ge⸗ than/ dieweil Sylnanus sein Buch vielen mitge⸗ teilet hat/ auff das die selbigen/ so es gelesen/ se⸗ hen söllen was Syluanus im schilt füre/ der aus einem Munde zugleich warm vnd kalt kan bla⸗ sen/ Vnd das sie sehen/ das eben der jenige/ der andere leut vielspeltig vnd voller Secten schilt/ selbs in seinem hertzen zwispeltig vñ mit jm selbs nicht eins sey. Wie er dañ sölchs mit worten vñ Erstlich mit worten/ Dañ am s: Septembris na des ars 15.5 7. ¶ Da er bey vns ʒum gůlden Ke⸗ wen zu herberg war/ vñ durch seinen Wirt mich hal zusich beruffen hat lassen) Sagt er mir/ er were a von seinem Bischof abgefertiget worden/ zu den Colloquenten jrer Seiten/ mit jnen ʒzuhandeln/ das sie den Vnsern in etlichen Puncten nach ge⸗ chi den solten/ auff das man mögte zur einigkeit ko⸗ ua men. Vnd als ich jm sagt/ wie der Artickel von der Rechtfertigung/ wie wir dauon lehren/ der Artickel vom Nachtmal vnter beider gestalt/ wie mans nent/ vnd der artickel von der Priester ehe/ u von jnen sölte gebilliget vnd nachgelassen wer⸗ in/ den/ Auch das die Bepstische Mess keinẽ grund in der Sehrifft hette ete. Stalte er sich gleieh/ als weñ er jm meine rede gefalle liesse/ lehnet sich auch( Gott weis es) nicht mit einigem wort ge⸗ 201 ij gen — die jn dennoch/ nun er den B 3— 2 1 a 2 8* gen mir auff/ wie wol er hernacher zu Wiz burg seine grosse Pugnas erzelet hat/ Sondem war gantz freundlich gegen mir/ vnd klagt m noch/ das er vmb der Warheit willen viel feind hette/ die im Steine in Garten geworffen hetten/ leboeff recht berich tet/ welcher der Warheit geneigt were/ vnd in obgemelten befehl gegeben hette/ wol müsten lassen bleiben. Dieses alles sagt ich vnsers parts Colloquen⸗ ten aus Meissen/ als sie hie durch zogen/ Auch rvie Matt hias Sitthardus sich bey vns wolge⸗ halten/ welche es zu Wormbs weder an Sylus, no noch Sitthardo/ sondern das widerspielbe⸗ funden haben. Wie sie dann mir/ als sie win Deim reisen wolten/ sagten/ was Sylnanus z Wormbs für ein stachelichte Predigt gethan wie er mich so schendlich mit seinen Derodischi worten hette betrogen/ Wie dañ war/ vnd auch aus seinem Buch gar wol zusehen ist/ nus we vrsachen er mich beschicket hab( Da er puter derm schreibt/ Er hab von vns Lutherischen pit dicantẽ zu Franckfurt/ als er durchgereiset seyl gen Wormbs/ erfaren/ wie etlich Leut hie sein die nicht recht vom Nachtmal h 2) 0 n fren lich/ das er durch seine gute wort vnd freund che geberde/ bey mir viel ding mögte erfaren/ d im wider vnser Part zu Wormbs dieulch l mögten/ Darumb er dañ auch mir zu angeht dene ae Sep 2** — n* R 3 2— bh 7 Wh an affe cf 1 / tsch Hoon bey eder 8 1/ 00 ** losen man vbel sehaite vnd anssrichtet Dañ wenn ers aus guter meinung gethan/ so w de er sieh anders zu Wormbs gehaltẽ/ anch in seiner Vmbkore mich wider nach seiner zu⸗ sag) zu sich beruffen haben/ da er in ein andere Herberg/ wie ieh hernach erfaren/ eingezogen⸗ vnd mit einem Eiehhörnlin sein spiel vñ kurtz weil gehabt/ das er seiner vorigen SZusagung vnd bit⸗ Jm andern/ Das er bey jm selbs nicht eins sey/ bezeugber mit seiner eigen and vnd Sch⸗ ifften/ welche/ wie obgemelt/ fast zu einer zeit ge sehrieben sind. CCC 33 Dañ in seinem Buch rhümet er/ das Conelli⸗ um zu Trient vnd das Interim/ welche alle beide das Bapstumb wider auffzurichten/ sich vnter⸗ standen haben · Dagegen aber schilt er in seinem Sendbriene die alte/ das ist/ die Römische Nir⸗ che/ welche er nicht wol des namens werdt ach⸗ tel/ vnd nennet die aberglanbische ding derselben RAirehen/ Portentosa monstra& abusus, das ist/ vn gehewre/ scheusliche/ vngestalte ding vnd miss⸗ breuch/ Vnd klagt vber die Primates vnd Ober sten seiner alten Kirchẽ/ Welehe dañ sind Bapst/ Cardinele/ Bischoffer etc. Vnd nent jr leben Mo kes prauissimos, das ist/ das aller argst vnd sehend chst Leben/ Vnd jre Religion heist er Superstitio nes ne fandas, das ist/ vbersch wenglich gross vnd grewliche Aberglauben/ so uicht auszusprechen. Vnd wünseht denselben Deuptern fa, die 1* ar⸗ 4 gen 3 99 8 3 r Warheit erkennen/ vnd solche Grewel anttottey mögten. Darnach beschuldigt er in seinem Buch vn das wir vnterm sehein des worts Gottes die len te verfüren/ vnd vnsere Kehr sey betrug vnd be⸗ sehisserey ete. Vnd schreibt doch dagegen insel nem Brieue/ Doctor Paulus welde drumb/ we in dunckt/ aussgetragen vnd gescholten/ well purior em doctrinam, dag ist/ ein reinere Cehr/ da er im Bapstumb gehabt/ angenomen/ vnd kein ge fallen an den erschrecklichen grewem vnd mz breuchen der alten Rirchen hab/ Vnd vermanet in bey derselben reinen Lehr ʒubleiben/ vnd di Tyrannẽ der Welt nicht zufufehtẽ/ Vnd et sabs begert aueh hinweg/ vnd schüt die jenigen/ m denen er teglieh vmbgeht/ Centauros, Sardanaps- los, Epicuros, Truculentas Bestias, dag ist/ Solcht leut/ die nach Goit vnd seinem Wort niehts f en/ gehen einher nach jren falschen Füsten/ vnd sind grausame/ vnbarmhertzige vñ trotzige kent Wie dañ auch solche Leut 2. Pet. 2. beschnebeh werden. Vnd es begert auch dieser Syluanns/ das jm D. Paulus jrgend an eim gerügüchen ol dann er ist ein ʒertling/ der nicht gern etwas le det) zu einer Predicatur wölle verhelffen. 85 Dierauss ist nun klar 7 das Syluanus wide sieh selbs sey/ welchs kein wunder/ Dañ/ Mal mens, malus animus. So gibts auch sein Nam/ os rr sich Syluanum neñet. Dañ Syinanus/ pan. dau aud die Satyr oben aus machen * —. *— . 1 onten Böcke sind/ wie die Poeten sagen Vnd wiewol das oberteil eins Menschen gestalt ist/ so e fucken doch die Bocks /sa Teuffels hörner vnd h m ohern am Deubt hinauff. Also ist Syluanus, 1 Biforme monstrum/ das bey mir vnd im Send⸗ 3 1 1 — brieue an Doctorem Paulum das Daupt vnd e 900 Füss bedeckt/ vnd nur das Menschen angesicht e ynd Dend/ Zu Wormbs aber/ vnd hernach in 0 seinem Buch auch die Satyrische hörner/ Mare n ynd klawen hat sehen lassen. a Der gros Gott v ENT E R macht solche Sy e Ma nanus/ Faunos/ tetra vnd biformia monstra aus 1 „ W den Leuten/ welche die Warheit erkennen/ vnd. 6 e ag doch jnen diss Leben allein gelieben lassen. Die⸗ 3 ine selben bedecken bey vns die Hörner/ Ohren vnd ö Füsse/ Vnd wo sie raum bekomen/ sind sie Syl⸗ eu nani/ Fauni/ Satyri/ Chimerae/ Sphinges/ ul hessliche vngestalte Bestie nn. i Ein solch monstrum war Doctor Necrosius/ der war im gesprech gegen mir ein Mensch ohn d falsch/ aber bey den Seinen vnd auff seiner Can Rug tzel/ hat er aller ding eins Satyri gestalt. N Ein solche Fera war Ferus zu Wentz/ der stal fun te sieh gegen dem gemeinen Volck/ als were er ih mit vns dran/ vnd heuchelte doch seinem Ziseh⸗ n alle ofe. Er schreibt in einer Vorrede/ er hab seine„ un ansslegung genomen aus Luthero⸗ Melantho⸗ b N ne/ Brentio( Diss ist des Menschen gesialt) doch I 5 fe das jenige/ das sie von der alten Kirchenhabn (hie kucken die Satyrische Mörner herfüe) Daß was sie ketzeriseh haben/ lasst er faren. Wam man alles/ was er aus gemelten Theologen Bi chern gelernet vnd entlehnet hat/ aus seinen di chern thun solte/ so würde jm nichts tüchtige⸗ berbleiben/ ja wañ Lutherus/ Melanthon/ vnn tius etc. nicht geschrieben hetten/ so hette dag lende wilde Thier nicht ein Predigt wissen zu thun/ wie auch noch alle Papisten. Ein solcher Satyrus war Doctor Ring a Erdfurdt vnd andere viel an andern orten. Ne es auch noch viel Satyros gibt/ Alss ist der de cker im Thumb zu Mentz vnd dergleichen. Ein solch Zwidder ist Matthias Sitthardu der Mönch zu Ach/ Als derselbige mit dem H tzogen von Cleue etc. hieroben war/ perhülleten die Hörner/ ohren vnd klawen/ das ist/ Ex laß die Mönchs Rasur oder Blatt verwachsen/ les im vnser Lehr gefallen/ predigte auff vnser Can, tʒel/ vnd stalte sich dazumal vns gleich mit leren lude vns Predicanten zu gast/ verhiess mir/ wil er auffs Colloquium keme/ er wölte dahin hel ffen arbeiten/ das missbreuch vñ abergleubisch ding im Bapstum soiten abgestelt werden/ doch stalte er sich/ als weñ er nicht gern auffs Cold Jutum wölte ziehen/ damit nicht jrgend en Wolff in seinem abwesen seinen Sch un 177 * 5 SPP, K r — haden thun/ Er entlehnet endlich von mir Di⸗ sputata Buceri⸗ vnterm schein/ solchs vns zum besten zu gebrauchen. Als er aber gen Wormbs/ vnd nachmals wider gen Ach kame ⸗ sahe man wider des Satyri/ ja Satanae gestalt an jm wie das die/ so den Hypocritam in seiner langs Rap pen zu Wormbs gesehen/ darnach seine Predigt die er zu Wormbs gethan/ die zu Mentz getruckt sst/ vnd endlich die Burger zu Ach/ seine zuhö⸗ rer/ bezeugen. eee 30 wuste der Exempel noch viel/ als des Witʒels/ Schnewalds Thammeni⸗ Friderich Staphyli oder Satyri/ Johangin Auij/ welche bey den Vnsern so lang geblieben ⸗ biss jnen die Horner/ Ohren/ Klawen gewachsen sind/ da haben sie jrem Gott dem vVEN NZ zu dienen die Satyrische hörner geschüttelt/ vnd sind seh⸗ nell/ wie die Böcke zum Bapstumb/ ja zum Teu⸗ fel zu gesprungen/ Ich wil aber dieselben diss⸗ mal faren/ vnd bey gemelten Exempeln bleiben lassen/ die ich Syluano zu ehren hab angezo⸗ 2 damit er sich auff seinem Waldesel nicht */ der ohn das keinen frieden bey m sel⸗ er hat. AcSd sihestu nun Christlicher Ceser/ das Syluanus/ der Vns vieler Secten beschuldigt/ selbs Secten in seinem Ropff hat⸗ welchs bewei sen seine Rede/ Schrifften vnd Name. Sem e Buch N 14 1 8 1 Buch ii nicht einer andern widerlegung werdt/ dann seiner eigen Wort vnd Brieues/ Darn sein selbs Antagonist vnd Widerstreiter ist. Wo er aber das Buch wird trucken lassen/ wen sich lesi vernemen/ wird der Eselreuter wol Keut finden/ die jm die Dörner scha⸗ ben werden. Der Derr gebe das er sich erkenne/ vnd von hertzen bekere. cuz CLARISSIM 3 VIRO REVERENDOQVE DO. mino Paulo Scalichio, sacræ Theologiæ Doctori, Viennæ iam habitanti, Do- mino& amico suo dile ctis⸗ 3 simo. 8 N galutem in Domino precatur tibi tuus Syluanus. AMdiu, Doctissime Domine Paule, expectamus tut um aduentum,& Princeps noster te mirum in mos dum desiderauit. Volebat tibi annuatim dare ducen⸗ tos florenos, Sed inde uix posses uiuere. lam autem pro euraui tibi pro Canonicatu,& si uolueris accipere pos⸗ sessionem, uenias q; primum in spatio mensis unius. Sed tibi nihil, ut amicus tuus syncerus occultauerim, disusceperis hunc Canonicatum, tibi erit à prouentibus abstinendum per triennium, Deinde finito triennio, ti bl erit in aliqua Vniuersitate degendum per biennium, ta quòd uix tibi suaserim ad eiusmodi prouinciam. De⸗ inde nec; est Canonicatus in summo Templo, sed extra mætnia in Suburbio habetur templum, ubi sunt Cano⸗ nici. 5 e 3 Tu optime Paule& duleissime amice, habes pluri⸗ mus in aula Regia osores, qui te ubiq; diffamant& la- cerant, fortasse quod PVYRlORENM DOocTMNAR suscepe⸗ tis,& quod abhorreas ab PORTENTOSiSs vETERIS EC. cLESIAE(SHC NONE SH APPRTTLAN DA) MoOoRST RIS ET ABV SVS. Faxit Deus, ut semel desinant peruerse uiuere nostri RATES, dentcq; ueritatis cognitionem, ut istiusmodi prauissimos mores& superstitiones in 8 3 kandas kandas deleant. Ne cures obsecto doctiseime Dome Paule eos, qui corpori tantum possunt ofsicere, Hune saltem tibi nanciscare& serua amicum, qui potest ani: mas æt ernis gehennæ eruciatihus tradere puniendat, hunc time, hunc plus q; mundanos Tytannos uereate & obserua, Erga hunc te habeas, ut consequaria coto: nam incorruptibilem. Cœterum charissime Domi ne Paule, si recusaueris uenire ad nos,& hie degere, ( expectant enim cum Canonicatu, qua in re me eil bui, ut pollicitus sum, procuratorem fidelem) fac il tem ut de tua uoluntate certior fam. Quia nisi uene: rio, ego etiam discedam. Non possum uiuere amusus inter CENTAVRO8S, SARDADAPALOS, EN, CVROS ET TRVCVLENTAS HASCE B56. STIAS. Quare q; primum potes mihi seribas, meq tibi commendatum habeas. Quid noui habeas,& f quo statu sint tuæ res, fac ut sciam. Serenissima ti. gia Maiestas; hic fuit in aula Herbipolensi, ubicotan me multa de te tuisq; rebus clamitarunt,& apud pin cipem meum, propter inuidos tuos male incipiebas ac dire, Sed ego quantum potui, quantumq; licitum suit rommendare& defendere non desisto. Persuasi des niq; Principi, quæ in te dicuntur, meras nugas esse, l qudd Regem habeas non indignantem uel inclemel- tem. Res ergo tu mea opera meoq; eonsilio sunt 1 optimo statu apud meum Dominunmm Fotrooptime duleistimeq fratet: fi qua cbibenf it animo hue ad nos migrandi, sed aliò te conferte ra ut me tibi habeas uicinum. Cupio enim tecum fle Juentiorem& uleinlor em familiaritatem ut 5 Wüäe e I ulld damit pleul h bub dae ung lr 1 lip jeamus inuic em communieare. Cura si po tes, ut tragquillum. Vale, Deus te consernet inco- Datæ Herbipoll 13. Calend. Marti. Tuus ex animo lofiannes Syluanus. Rinceps, Si ueneris ad Canonicatum fuscipien- dum, singulis annis carentiæ dabit tibi ducentos florenos, unde honeste possis uiuere. Deinde fi⸗ nitis his annis habebis redditus semper malores. di sta tueris uenire, uenias in spacio unius mensis. Ego sua⸗ deo ut uenias. Sihic manere nequiueris ego apud ali- vm principem cut abo pro me& pro te conditionem ut cohabitemus. Ego enim nihil aliud desidero, q; us mul degamus uel hic uel alibi. Vel si potes tu labora apud Maximilianum Regem, ut ambo simus in suæ Maiestatis aula. e 5 pRinceps statuit in animo, ut fundet Collegium, j ueneris curabimus ego& tu, si non ueneris, Prin⸗ ceps uult promouere ad hane prouinciam lesuitas, D iginal des vorgehenden Sendbrienes 7 hab ich Martman Beyer noch bey mir/ Wer den begert zusehen/ sol jn bey mir wissen zufinden. 8 5 Folge alicubi habeam munus concionandi,& locum Dem ehrwirdigen vnd hochgelarten Dem/ Paulo Scalichio/ der heiligen Theo⸗ logy Doctorn/ jtʒt wonhafftig zu Wien/ seinem aller liebsten Derrn vnd freund. Dein Syinanus wünscht dir hellim O COYgelarter Derr Paule/ Wir walten Inun langest auff deine Jukunfft/ vnd ynsen Furst hat wundergros verlangen nach dit gehabt/ Er wolte dir jerlich ʒzweyhundert gul⸗ 920 geben Aber dauon köndtestu dieh kaum u alten. Itzt aber hab ich dir ein Canonicat z wegen bracht/ vnd so du es wilt annemen/ kom als bald in eimem Monat. 1 A Ber ich wil dir als dein trewer freund nicht bergen/ Weñ du das Canonicat wirst annemen/ so wirstu in dreyen jaren des Einkoniens müssen müssig gehen/ Darnach wenn die drey sar vnd sind/ wirstu müssen zwey jar auff einer hohen Schul stehn/ also das ich dir kaum zu einem sol chen Standt rathen wölt. Darnach so ist auch kein Canonicat im Thum/ sonderu in der Vor⸗ stadt ist ein Stifft/ da Canonici sind. Mein tewrester Paule vñ liebster freundt/ Du hast zumal viel an des Nönigs Hofe/ die 5 10 Folget dieser Sendbtiieue verdentscht, 5 hessig sind/ die dich allenthalben vbel ausstra⸗ gen vnd schenden/ Vielleicht darumb/ weil du ein RE IJ NERE CLEO A angenomen/ vñ den SCD SC IJC De GK EK WERL vnd DIJSBREVC DEN der AKC ENT NIN. CBE(Sog Man SJ DEN S ASSO nere zuwider ist. Gott wölle gnad geben/ das doch vnsere PR IJ DATE S⸗/ oder OBER STN ein mal von jrem VER ⸗ Feli t E Bel tabstehen/ vnd wolte sie zum erkantnis der Warheit bringen/ das sie solch argstes Leben vnd grewliche AB ERGCAV⸗ BEN gar abstellen. IC bitte dich allergelertester Herr Paule/ das du nach denen nichts fragen wöllest/ die nur dem Leib können schaden thun/ sehe nur das du dir den zum freund machest vnd behaltest/ der die Seele in der ewige hellische pein zuquelen vberge ben kan/ Denselben soltu furchten/ denselben sol tu mehr dann DIESER Weed TyRAn⸗ Net verehren vñ fur augen haben/ gegen dem . selben soltu dich halten/ das du die ewige Kron möchtest bekomen. Weiter allerliebster Herr Paule/ wo du dich wilt wegern ʒu vns zukomen vnd alhie zuwoh⸗ nen(Dan man verzeucht mit dem Canonicat/ da zu ich dañ trewlich/ nach meiner zusagung hab geholffen) so las michs nur wissen was du thun wilt. Dañ wo du nicht wirst komen/ so wil ich auch wegziehen · Ich kan nieht mit verhinde⸗ 4 g e — rung meins studirens leben vnter diesen Centan⸗ ris/ Sardanapalis Epicuris vnd grausamen Bestien/ Darumb wöllest mir als bald du kanst/ schreiben/ vnd mich dir befohlen sein lassen. du etwas newes hast/ so lass michs wissen/ auch wie deine sachen stehen.„ 9 Die Durchleuchtigste Königliche Masestat/ ist alhie im Schloss zu Würtzburg gewesen/ de sie gegen mir viel geschreies vön dir vnd deinem thun gemacht haben/ Vnd deine neider ß miss⸗ gönner machtẽ/ das dein fur meinem Furstenp⸗ bel gedacht ward erstmals/ Aber ich feier nicht/ so viel ich hab könt/ vnd so viel mir hat wöllen ge büren dich ʒzuloben vnd zuuerantworten. End lich hab ich den Fürsten beredet/ das es alles 2 dicht sey/ was dir zuwider hie gesagt werde/ ynd das du nicht ein vn gewegenen vnd vngnedigen König habst. Derhalben deine Sachen durch meine mühe vnd rath gegen meinem Dennseht wol stehn.„ Weiter aller bester vnd freun dlichster Bruder/ wo du etwa nicht lust hettest ʒu vns zukomen/ son Dern an ein ander ort dich begeben wöltest/ Sose he wie du jmthust/ das du mich ʒum nachbarn vekomest/ Dann ich beger mit dir offter emen sehafft zuhaben⸗ vnd nahe vmb dieh ʒusein/ auff das wir von vnserm Studiren vns miteinander megten vnterreden konnen. Sehe/ wañ du kanst/ das ich jrgendswo* * — S 2. — 3 S p——————— SS 0 6 i e dun wofky dach agt um d i Goch, lem Ie. ichn 8 n woll zum ref sch n 18 fl . nd ein Predicatur vnd einen stillen ort bekomen. 0 Gehab dich wol. Gott wolle dich gesund er⸗ halten Geben ʒu Würtzburg 13. Calend. Wartij/ das ist/ am 17. des Mornungs. 1 7 7 8. Dein von hertzen/ Johannes Sylnanus. W Aun du wirst hieher komen das Canonicat anzunemen/ so wil dir der Fürst/ all jar/ so lang du des Einkomens am Canonicat must entberẽ/ zwey hundert gulden geben/ dauon du dich stat⸗ lich halten mögest. Darnach wañ diese jar vmb sind/ wird dein Einkomens smer grösser werden. So du dir fürsetʒt ʒukomen/ so kom innerhalb ei⸗ gem Monat/ Ich rathe dir das du komest. Wo es sach were/ das du hie nicht würdest könnẽ blet ben/ so wil ich für mich vnd für dich bey einem an dern Fürsten dienst verschaffen/ das wir mögen bey einander wohnen/ Dañ ich anders nichts be ger/ deñ das wir bey einander leben mögten/ es sey gleieh hie oder anderswo. O der/ wa du es kanst thun/ so trachte darnach bey dem R önig Waximiliano/ das wir alle beid an seiner Maie⸗ stet hofe sein mögten. 5 Der Fürst hat im fürgenomen ein Col egium ʒu stifftẽ/ Jo du komẽ wirst/ so werden es ich vñ du versehen/ Wo du aber nicht wirst komẽ/ so will der Fürst solchs zuuerwalten die Jesuiter fördern.