einer/ so sich an Fürsten/ Graffen/ oder Her. ren Höffen fur einen Rath oder Viener wil gebrauchen lassen/ zuersehen vnd zu ler⸗ nen hat/ wle er sich in alle seinem thun vnd wesen dermassen verhalten soll/ das er daruon ehr vnd rhum bha⸗ ben mö⸗ 1 Dur ch* n l terbecken.. 1 Vrbann Kaubisch. . —— e n. Diem gestrengen vnd Ehrnuesten Christoffern vom Hagen/ zu dem wüntscht Geor⸗ gius Lauterbeck sein gantz willig dienst. Eltrenger/ en. — Ehrnuester gün⸗ l iger Herre vnd freund/ es ist ein e N gemein Sprich⸗ — wort/ Lange zu Vorrede. 1 subst gewönlich sein leben zubnn gen. f Die andern sagen/ es kome da⸗ her/ das man pfleget zu sagen/ ks möchte einer gleich so mehr in der Hell als zu Hoff sein/ dieweiles al⸗ les daselbst so wunderlich durch een ander leufft/ vnd ein solch vnruhig wüste leben ist/ das einem tausent er ligkeit teglich fur augen stehen. Wel cher beiderteil meinung ich also bla⸗ ben lasse/ wil dieselben— loben noch schelten. Sondern mein furne⸗ men ist dahin gericht/ dieweil gleich wol die Höffe vnterscheidẽ/ da— dan fur vnd fur Leute haben muss vnd teglich viel fromer ehrlicher bl tapffer Leute vom Adel vñ ander/ ge lert vnd vngelert/ gegen hoff sich be⸗ geben 3 welchen doch die gelegenbel F — — — — — — — S 2 — T — ee — —— ä ——— ö Vie ond gebrauch des hofflebens nicht aller ding bekand ist/ das ich densel⸗ ben eine erinnerung/ vnterricht vnd verwarung thun wollen/ damit sie sich nicht bald im eingang etwa stosß sen/ oder sich verjrren möchtẽ. Denn gleich wie es einem sehr wol gefelt/ wenn er an einem frembden vnbe⸗ kandten ort ist/ vnd einen findet/ der jm den weg weiset vnd aller gelegen heit desselben orts/ darnach er sich richten kan/ erinnert. Also achte ich auch/ es werde den jenigen/ sonder⸗ lich was junge vnd vnerfarne Leute sind/ nicht zu vndanck geschehen/ wenn sie zu hoff komen ond gern ein anleitung haben wolten/ wie sie sich doch recht vnd wol in das hoffleben schicken solten/ wenn sie dis Büch⸗ lein lesen werden. Ob mir dan wol 10 A ii billich se Reglen/ welche wol einer wan Vorrede. 0 tülich möcht vorgeworffen werden das ich mich dieses handels billich enthalten vnd bedencken solte/ was es mit mir fur ein gelegenheit hetir/ dergestaldt/ das ich das jenige so ich hierinne andern zur Lere furgestelt/ selber nicht beweisen kan/ So wa⸗ den doch dieselben bekennen müsen das es mit andern dingen auch also zugehet/ Ind das ich ein Exempel sage/ Ist es nicht ein grob vnd gantz stumpff ding/ vmb einen Wetzsten/ also das einer auch nicht rechtscha/ fen ein putterwecken damit entzweh schneiden kan/ Er macht aber glach⸗ wol feine vñ scharffschneidende me/ ser/ der man sich zu allerhand sachen zugebrauchen ha. Vnd sind wol dis kurtze vnd blos N Vorrede. 8 1 0 erklerung bedürfften/ wil es aber da e bey auff dis mal wenden ond blci⸗ 5 ben lassen/ vnd euch solch Büchlein 0 derhalben zugeschrieben haben/ da⸗ V mtt jr als ein weit erfarner. Hoffman ĩvrsach nemen möcht/ dasselbige fer⸗ 1 e ner auszustreichen/ mit gantz dienst. u lecher vnd vleissiger bit darinne kein 1 u mnsfallen zu haben/ sondern damit günstiglich zu frieden zu sein. Da ⸗ tum Mansfelt/ am ersten tag 1 des Augstmonats/ im ahr. 1 Tausent fünffhundert 5 1 vd fünff vnd funsfzig. 8 * —— ö— ——— W —— — — —— 5— ——ñ— —— —— . —— 3 . 3 9 ich derhalben auffs Pappir ge bracht/ auff das die jenigen/ wel chen das Hoff leben noch vnbekandt ist/ vn es sonst nicht besser wissen/ eine schlechte vnd einfeltige anleitung haben möchten/ wenn sie gen Hoffe komen/ da es dan alles anderst han in Stedten zugehet/ wie sie sich als dan bey halten/ vnd in das Hoffleben schicken sollen. Doch hab ich die rechten Grundsuppen ond die hochscheinend Armut nicht wollen anrü⸗ ren/ denn das wolte zu weit einreissen vnd zu viel mühe kosten/ dieweil auch das Hoffleben an m selber wol bekand/ vnd hiebeuorn von Hutteno vnd andern gnugsam al gemahlet/ ist one not weitleuff tiger dauon zu schreiben/ Allein hab ich hier mit anzeigen wollt/ wenn sich einer etwa zu einem Fürsten oder Herrn zu dienst begeben/ vnd gerne wissen wolle/ ie er sich da verhalten solte/ damit er zm recht thete/ wie dan einem jungen Gesellen/ er 0 5 vo gen vnterricht(lieber Leser ha 8 —S—— . — * — gh 1 0 1 0 1 0 6 — — — — —— N 2— — ä———— zum Leser. D vom Adel oder sonsten wol von ns ten ist/ 15 sonderlich dieweil der neid zu Hoffe so gros/ das keiner den andern vnterrichtet/ was jm wol oder vbel anstehet/ Sondern wenn einer gen Hoffe kömpt vnd sich etwa nicht rechty schaffen weis zuner halten/ das sie jnen spot⸗ ten vnd seiner lachen mögen/ ja dieselbigen halten ander Leute nicht fur NMenschen/ son⸗ dern wie andere Thier/ vnd achten sich allein fur weise vnd versiendig/ das es jnen doch bis weilen wol feilen köndt. Es haben die Poc⸗ len vorzeiten viel geschrieben von einem La⸗ byrinth/ das sey ein solch Gebew/ wenn ein ner ein mal hmein kommen/ hab er sich nicht wissen wider heraus zu finden/ wenn er sich dan also verjrrret gehabt vnd zu dem Kino lauro komen(welchs ein halber NMensch vnd ein halber Ochs/ vnd also ein schrecklich mon sirum war) must er von zm gefressen wer den/ vnd kam keiner wider heraus dan Theseus/ welchem Ariadne des Königs Tochter aus Creta einen Richtfaden zustellet/ den er an/ binden vnd sich dar nach richten must/ das er Wer wider one gefahr aus dem Labyrinth kam. KLurtze Vorrede zum Leser. Mer un gen Hoffe kömpt/ der ist in einn rechten Labyrinth komen/ vnd be dürsste wol einer Richtschnur/ das er sich nicht verxre Sondern wenn er ist etwas jrre worden/ sich wider zu recht finden möcht/ zu welchem dan diese kurtze anweisung/ wiewol nicht aller din ge/ doch eins theils/ einem dienstlich sein kan. Vnd mochte sich wol zutragen/ so ich etwan zeit vnd vrsach haben würde/ von diesen din gen etwas weitleufftiger zu schreiben/ Jze magstu mit die sem kurtzen bericht/ so ich in warheit bester meinung geschrie⸗ ben habe/ verlieb nemen/ vnd Gott befol⸗ hen sein. .— 5 5 Erinnerung vnd ver⸗ i zeichnis/ Wie eincs Fürsten oder I Herru Rath/ oder diener/ sich in seinem an thun vnd wesen allenthalben verhal⸗ „ ene moge. 2„ N Nfenglich wil einem der 1 G. fich gedenckt zu Herren Hoffe oden N»f 8 8 dienst zubegeben/ von nöten sein⸗ 5 185 10 M PMdas er sich wol fur vnd vmbsebe/ was er jm for einen Herrn erwehle/ nicht wenl⸗ ger dan einem von noten ist/ wenn er freien wil 0 das er sich wol fur sehe/ Denn die Herren niche alle gleich/ sondern einer arm der ander reich/ tinev jung der ander alt/ einer from der ander böss. Item einer ist milde/ vnd lohnet seinen die nern trewlich vnd wol/ dargegen der ander karck/ vnd gibt niemand nichts. Man findet jr auch wol die Papistisch vnd Gottlos sein/ oder sonst mit vngereimbt en sachen vmbgehen/ in 0 welchen nicht gur ist/ das sich ein Diener ge⸗ brauchen lasse.„ Vnd thut fast wehe/ wenn elner einen sol⸗. chen Herrn bekömpt/ welchem er lange trew⸗ e lich gedienet/ vnd doch seine dienst nicht an ge⸗. sehen werden/ Sondern dagegen mit seinen au. gen sehen mus/ das einer hier der ander da ver e stossen wird/ welche doch trewlich gedienet/ auff n c B i das„ den sollen. das man jnen nicht lohnen dürffe/ vnd an sit stat lose Suppenfresser angenommen werden/ schnetden. Dergen sich anfangs(wie gemelt) wol zu bedencken vnd furzusehen ist/ das einer wisse/ welche den andern das Brot fur dem maul abe was er fur einen Herrn bekomme/ vnd wes er sich sol von jm zuuertrösten haben. Es ist auch nicht vngut/ wenn einer in dem vorhaben ist/ das er Gott darüber vmb gnade anruffe/ wie wir dan in alle vnserm thun vnd wesen billich thun sollen. Aber zu mercken ist/ das sich ja bey leibe ei ner nicht leichtlich zu einem Herrn begeben soll der böse/ hadderhafftig/ Tyrannisch vnd Gott loss ist/ denn so solche Herrn auch bier zeitlich/ vmb jres Gottlosen wesens vnd jrer Tyranney willen/ zum offternmal gestrafft werden/ müs⸗ sen sich seine Diener zu besorgen haben/ das sie nicht allein jres guts/ sondern auch jres Leibs Ehre/ vnd gut en gerůͤchts halben mit dem Her ren in gefahr komen. Vnd ist viel besser/ das sie sich anfenglich eines solchen Herrn enthalten ⸗ denn das sie darnach mit vn willen von im schei 57 seiner willen die Warheit des Göttlichen worts verlassen;, 60 e Alse N 5 8 55 Insonderheit sol kein Diener seinem Her/ ren in Religions sachen/ hoffieren/ vnd vmb 8 611 Ein kurtz Formular. 15 Also auch wenn ein Herr eine rechte sache hat/ vnd darob in gefahr kömpt/ Sol ein Die ner trewlich bey jm halten vnd zusetzen. Hat nu ein Diener ein Herrn bekomen der jm gefelt/ vnd sich zu demselben mit Eyd vnd pflicht ver bunden/ so sol er mit vlets anhalten/ das jm seine bestallung auff gericht werde/ dar⸗ mit er wissen möge was er thun sol/ vnd dar ge⸗ gen was seine Besol dung sey/ das er also nicht auff gnade dienen dür ffe/ wie etliche thun/ de⸗ nen man darnach mit Barmhertzigkeit pfleger zu lohnen. Vnd so er die Bestallung hat vnd weis was sein Ampt ist/ sol er mit sonderm vleis achtung geben/ auff das er wissen möge/ wor mit er dem Herrn am meisten zugefallen thun könne/ Vnd wenn er befin det das es der mit allem vleis ausrichte * 2 Erbarkeit vnd billigkeit gemess/ das er es ja Findet er aber einen Herrn/ der sich nicht 5 wil auslernen lassen/ son dern heut dieser mor⸗ gen einer andern meinung ist/ welchs dan ge⸗ wönlich mistrawige Leute sein/ die gar nie⸗ mands trawen noch gleuben/ wollen auch nicht das sich niemands nach jnen richten soll etc · so mag ein Diener gedult mit einem solchen Her⸗ ren tragen/ vnd das jenige ausrichten was im befolhen worden. Wie schwer aber solchen Her ren/ die nie mands trawen/ zu dienen ist/ das wer den die jenigen wissen/ so es erfar en haben/ derwegen auch nicht besser/ das man sie auff ibo 8 88 Bi rem 8 Elu kurz Formular. 0 0 rem sinne bleiben lasse/ vnd ein jeder seiner ge⸗ 10 legenheit nach auch sein bestes gedencke/ Denn darumb sein sie Herren/ das sie thun was sie wol 5 NN len. Also das ich auch gehört/ das ein Herr soll 3 gewest sein/ der dreierley Leute an seinem Hof 0. gehabt/ die ersten haben es nicht verderben 1 können/ sie babens gleich gut oder böss gena/ 0 9 chet/ Die andern babens wol besser machen mögen/ aber auch erger/ Die dritten haben 1 keinen danck verdienen können/ sie habens gu 1005 oder böse gemacht.. 1 0 Folgend sehe er zu/ das er in solchem einen 05 dienst fur allen dingen Gott fürchte/ vnd sich * mit vleis hüte/ das er nicht ec wa durch das ge⸗ 1 luck oder sicherheit/ jr gend in schande oder la⸗ ö 1 ster kome/ Sondern ein fein eingezogen/ ver 1 schwiegen/ ernstlich/ vnd Gottfürchtig leben füre/ auff das er fur Gott vnd der Weit destod . mehr Glück/ Segens vnd wolfart haben moge i zu seinem thun vnd furnemen. Denn was kön/ ö nen offentliche Mör der/ Ehebr echer/ Reuber . vnd Diebe fur glück baben/ Vnd ob es inen bis, l weilen glücklich eine zeitlang hinaus gehet/ 0 vnd sich des Sprichworts wollen zu gebran⸗ chen haben/ Je erger Schalck/ je besser glück/ 1 o kan es doch die lenge nicht bestehen. Sic ha, 13 00 ben auch durch solchs offentliche laster an jrem 5 N guten gerůchte/ Ehre/ vnd L eimund bereit an den ge sten schaden vnd vnglück entpfangen. Insonderheit sehe sich einer der new gen 9 Noffe komen ist/ vnd die Hoffweise noch 585 0 N gelen i 0 dog se 0 tt . ba 1 te // durch. dt Ein kurtz Formular. gelernet hat/ auch der Peute nicht kennet/ vleis sig fur/ das er nicht jeder man vertrawe denn die Welt ist voller vntrew/ vnd so er meinet er babe einen guten vnd trewen Freund vberkom men/ so ist er verratben vnd ver kaufft/ Wenn er auch et wa ein genislich Ampt vber kommen/ sein jr wol zehen so es jm ver günnen vnd dar⸗ nach trachten/ wie sie jn darnon bringen/ die⸗ weil sie gern an seine stat weren Forschen der⸗ wegen vnd horchen tag vnd nacht mit gantzem vleis/ wie sie etwas von jm erfaren vnd bören mögen/ das er auff den Herrn geredt/ auff das sie damit zu Hoffe kommen/ vnd jnen verun glimp ffen. 8 Vnd damit man zu sehen hab was zu einer rechten vnd warhafftigen Freundschafft gehöe re/ wie wenig jtzo auch vnter vns die wir Chri⸗ sten sein wollen/ rechtschaffener Freunde erfun⸗ den wer den/ vnd der wegen sich in dem stücke wol fur zuschen zum höchsten von nöten/ wil ich allhier er zelen voie die ware Freunds. chafft bey den alten Römern/ als weisen/ verstendigen⸗ vnd auff ichtigen Eeuten mit trew/ eigenschaff ten/ vnd zugehör enden vmbstenden ist abge ma let vnd beschrieben worden/ Nemlich haben sie einen Jüngling malen lassin mit vnbedecktem Haubt/ vnd in einem groben Kleid/ vnt en an dem Saum war geschrieben/ Tod vnd eben/ Oben an der Stirn/ Winter vnd Sommer/ Die lincken sciten war gantz offen/ also das man das her tze sehen kund/ Vnd der Jüngling har . *. En kurz Formular. den arm gesenckt/ vnd weist mit dem gingen auff das hertz/ vnd stehet darbey geschrieben/ Weit vnd Nahe/ welchs Bild mit seiner be, schreibung nachfolgender gestalt ged eutet vnd guüsgelegt worden. Die gestalt des Jünglings bedeutet/ das die Freun dschafft jmmer fur vnd fur new soll bleiben/ vnd nimmer kald werden noch verle⸗ schen vnd auffhören/ das bedeckte Heubt/ sol be deuten/ das das Heubt jeder menniglich offen stehen/ vnd ein jeder seinen Freund zu seder zeit bekennen/ vnd sich desselben keins weges sche⸗ men soll. Das grobe Kleid zeiget an/ das ein rechter Freund kein schewhe haben sol/ auch et. was grosses/ vnd die eusserste ar mut umb sel⸗ nes Freundes willen/ zu gedulden vnd bey im zu zusetzen. Die Schrifft vnten an dem Kleid als Tod vnd Leben/ zeiget die jenigen an/ die jre Er cund recht schaffen vnd von hertzen lieben/ denn dieselben auch in fehrligkeit des todes sich vmb jrer Freunde willen begeben/ Wie man dan lieset von den zweien Freunden/ Pylade vnd Oreste/ da der König nicht wuste welches Orestes war/ der da solte in Taurica nachsoan des gebrauch der Götein Diane geopffert wer den/ Rieff Pylades vnd sagt/ er wer Orestes/ vnd Orestes bestund auch vnd bekandt/ das er Orestes were/ vnd das Pylades in mit seinem bekentnis arm schatzen vñ beim leben behalten wolt/ wie er dan letzlich von seiner Schwester Iphigenia/ als sie jn er kandt/ ledig n E 61% Ein kurtz Formular! war. Die beide wort Sommer vnd Winker er⸗ innern/ das man weder in glückseligkeit noch in wider wertigkeit vnd vnglück die Freund ver lassen sol. Die offen Seiten bis auff das hertz be deut/ das einer seinem trewen Freunde nichts/ das zu mel den stehet/ verber gen soll. Der Arm aber der sich neiget/ vnd der Finger so auff das Hertz weiseit/ zeigen an das wort vnd hertz ein ding sein/ das hertz den worten/ vnd die wort dem hertzen antworten vnd gleich sein sollen. Letzlich erinnern die wort/ Weit vnd Nahe/ das die wart end rechrschaffene Feenndsch affe nimmer auffhören/ noch ein Freund des aodern wle weit sie auch von einander sein/ vergessen soll/ Aus welchem dan klar zuuernemen/ was zu einer bestendigen vnd rechten warhafftigen Freundtschafft gehört/ vnd wie wenig solcher Leute/ so der Art vnd Natur sein/ einem solche Trew vnd Freundschafft beweisen/ vnd vmb ei⸗ nes Freundes willen alles thun vnd wagen dülf * zu finden sein/ vnd der wegen sich wol fur zu ehen/ das einer nicht einen jedern zum Freund anneme/ vnd sm alles vert raw/ sonderlich zu off/ da es gewönlich alles ver deckt zugehet/ vnnd selten einer dem andern gleich vn ter augen gehet/ wil er an der st nicht in not vnd gefahr komen/ Wer es aber nicht gleuben vnd sich hůtt en wil/ der mag es auff sein ebente wer erfar en. n Der wegen so ist jm auch nichts bessers/ dan das er seinen Mund wol in acht habe/ vnd sehe 1 1 1 bey wer men kan/ vnd nicht arfricre/ widr Ein kurtz Forumlar. was er rede/ Wie der weise Man sagt/ Wer ses⸗ nen mund verwaret/ der hat sein leben verwa⸗ ret. Vnd dieweil es vnt er zeiten nicht kan vmb⸗ gangen werden/ das einer mus ein ding kla⸗ gen/ vnd mit einem andern von sachen reden. So wil jm not sein/ das er sehe/ mit wem/ vnd was er rede/ was er fur wort gebrauche/ ob auch der jenige so er vertrawet glauben halte/ ob er also geschaffen/ das er die Leute pflege bey dem Herrn anzugeben etc. Aber sonsten gegen jederman freundtlich/ foll niem andes vbel nachreden vnd abweisen/ oder mit bösen stoltzen worten vber das Maul fahren/ Allein gegen seinem Feinde sol er sich ernstlich erzeigen/ auff das er nicht dencke/ er müsse sich fur jm fürchten. Niemands soll er bey dem Herren vtrun⸗ glimpffen/ viel weniger felschlich angeben/ son⸗ dern wenn er es von andern höret/ sol er das beste darzu reden/ vnd den abwe sen den bis auff seine antwort ent schuldigen. Denn mancher felschlich angegeben wird/ welcher darnach niche zur verantwortung komen kan/ vnd wie tiner erstlich zu Hoff dem Herrn fur gebr acht wor den/ also bleibet er im ver dacht/ vnd kan . Herrn schwerlich wider ausgeredt wer In summa er sol des Hofflebens nicht an⸗ derst dan des Fewers gebrauchen/ vnd sich ja wol fursehen/ das ers also mache/ das er sich da⸗ Ein kurtz Formular. sich auch so bart nicht hinzu mache/ das er sich verbrenne/ welchs beides schedlich ist/ EG tregt sich auch wol bisweilen zu/ wenn die Cen⸗ te nachlessig vnd schlefferig sein wollen/ das sie vnuersehens zu Hoff ins Fewer fallen vnd vmb komen/ wie ich wol/ wenn es von noten were/ Exempel wüste zuerzelen. 5 ud die sey von den Generalibus gnug/ nu wollen wir sehen/ wie er sich in Specialibus verhal⸗ deen soll. 21 5 5 **— 0„„* 5 3 1 3 r 5 5. i 2 ** 1 0 En kurtz Formular 14 enn Amptman wordenist. 2 1 a „ 8 1 N. 1 25. 5 2 5 3* N. 8 3 2 5 Sd der Otener zu enen *„ N 2 1 5 5 4 3 N* N** N 8 75 8 5 2 f 9 5 89 2 1 3 5 3 7 5 5 f. ö 5 15 i 4 v 5 3 5 5 5 1 5 f.. N 2.„ 9 i ö 1 N 5 a a g 8* a N 5 5 8 3 1 5 0 8„ 1 * 5 5 1 5 1 2 1 1 5 1 5 5 1 Amt komen/ sober von/ so dessil⸗ * ernstlich straffen/ das behelt bey den nter, tha ft bt vnd gut Regiment. Dem Herrn sol er/ wenn es an seinen nach⸗ zanck vnd vnfrieden/ rethig sein/ mit— rung/ — e-—— w theil sein kan/ allzeit mehr zu frieden/ dan zu Ein kurtz Formular. rung/ das der vnrechtigste Friede besser sey ⸗ dan der gerechtigste KAriegetc. 8 Vnd sich bey leibe seines Ampts nicht vber⸗ beben/ vnd andere dar durch verachten/ oder verkleinen. VVV Wenn er aber ein Hoffrath oder Diener were/ vnd in Rath 5 gezogen würde. rde einer von dem.! er⸗ ren in Nath gezogen/ so sol er vleis sgachtung geben auff die Propo⸗ fition/ vnd worauff der Herr den⸗ selbigen Rat hschlag gerne wolt gericht sehen. Item/ Was andere Eeute darzu sagen/ so in dem Rath sitzen/ Vesgleichen ob es notsachen/ oder sonst wichtige sachen sein/ dar an Land ann Item ob sie verzug leiden können oder nicht/ oder ob es schlechte vnd ger inge sachen sein. Wenn nu erstlich die sache an jr selbst wich⸗ 105 vnd gross/ vnd des Perrn meinung recht ist/ da der Rath sol den anfang machen/ bat er zu sagen/ Er könne nicht anders vermercken dan das seine meinung auff gutem grunde ste⸗ be/ Wisse auch dieselbige nicht zuuerlassen/ viel weniger anzufechten/ jedoch möge er der an⸗ an 1 C ij dern * 0 * *. Ein kurtz Formular. 8 Keche meinung vnd gut bedüncken auch Voren. 8 VF g 4 Were aber die sache gros vnd wichtig/ vnd des Herrn meinung vnrecht/ so hat er darzu zu sagen/ die sache sey gros vnd wicht ig/ vnd vber seinen verstand/ wisse der wegen fur seine ein falt wenig darzu zu reden/ Allein das er besor⸗ ge/ es werde sich die sache auff diesen weg nicht thun oder angreiffen lassen/ vnd darneben vr⸗ sachen anzeigẽ/ so er auch kan/ einen bequemern vnd bessern oder sichern weg vorschlagen/ nem lich/ er liesse bedüncken das dieser weg etwa leichter vnd sicherer sein sol/ doch wolt er es G. G. vnd andern Herrn auff jr weiter vnd besser be dencken heimgestelt haben dierneben kan auch nicht scha den/ das er den Herrn erinner/ weil an der sachen so viel gele⸗ gen/ wo er die zeit haben kan/ das er dieselbigen wolt in bedencken nemen/ Auch wo es die not⸗ durfft erfordert/ seiner Herrn vnd Freunde Ruth vnd bedencken darinne haben. Hett aber ein ander den anfang im Rath ge⸗ macht/ vñ einen guten rath geben/ so wil jm wol anstehen/ kan auch nicht besser/ dan er sage/ die ser habe recht vnd wol von der sache gered/ vnd den handel zur not dur fft bewogen/ wisse der we gen solch sein bedencken nicht also zu widerholen geschweige zuuerbessern/ vnd demnach die sache weiter vergeblich nicht auff zuhalten. Mangelte aber etwas an solchem rathschlag oder be dencken/ so het er wenn es an jn kömpt zu 7 b sagen/ 1 F 9* 4 r— eee eee eee ee eee Ein kurz Formular. sagen/ das dieser recht vnd wol von der sachen gered/ doch hielt er fur sein einfalt nicht fur vn⸗ gut/ das man das oder dis auch darneben thet/ disen oder andre wege fur die hand nemẽ wolt. Wer aber der Rathschlag des jenigen so den anfang gemacht gar nicht tüglich/ so mag er jn wol anfechten/ Voch das er es messig vnd mis glimpflichen worten/ Nemlich vnd der gestalt/ Er hette angehört welcher gestalt die Proposi⸗ tion von dem Herrn wer in rathschlag gesrellet wor den/ vnd was N. darauff fur jm fur gut an gesehen/ in welchem er dan fast gern mit jm ei⸗ nig sein wolt/ er bete aber man wolte jm zu gur halten/ er besor gre es wür de sich auff diesen weg nicht thun lassen/ oder zuerhalten sein. Vnd fol gend dar auff seine meinung anzeigen/ die selbi⸗ ge auch mit Rechtogründen oder sonst mit an⸗ dern vernönsstigen vrsachen vnd vmbstenden befestigen/ doch zu letzt auff des herrn vnd der ander Rethe besser bedencken stellen.. Gebe aber ein ander einen Rath vor jm/ der nicht viel tüchte/ vñ den anfang nicht gemacht sondern ein ander welcher eine besser meinung fur sich hette/ so kan er darzu sagen er hette der jeni gen so fur jm gered/ gut bedüncken vnd mei⸗ nung gehört/ vnd ob wol der sonechst fur jm ge red/ auff diser meinung wer/ das man das oder jenes thun sol c. Vermerckt auch daraus so vil das er es trewlich vnd wol meinete/ So wolt er doch geliebter auff des erstẽ meinung da es dem Herrn/ auch den andern also gefiel/ geschlosfem vaben/ furnemlich aus den vñ den vrsachen · Es 5 n Ein kurtz Formular. Es stehet auch sehr höfflich vnd wol/ wenn einer einen guten Rath geben hat/ das jn der ander so nach jm redet sehr lobe vnd Extollie⸗ re/ Also das er von der sachen schicklich vnd wol geredet/ vnd seinen R at schlag dermassen an tag geben hab/ das er jnen solcher gestalde nicht wisse zu wider holen/ gesch weige zuuerbes⸗ sern/ Wolle derwegen fur seine Person gera⸗ then haben/ das man solchem Ratschlag folgen wolt/ denn er der hoffnung sey/ er werde zu al lem guten gereichen/ vnd die sache dieser ge⸗ staldt auffs aller beste schicken vnd thun lassen. Darbeneben soll er aber der andern beden, cken/ ob sie es gleich nicht aller ding getroffen/ nicht verkleinen/ Sondern daruon messig re⸗ den/ wie kurtz hiebeuor ist gehört worden. Es kömpt auch bisweilen das einem auffge⸗ leget wird/ im Rath den anfang zu machen/ vnd es im doch nicht wol thunlich noch gelegen sein wil/ derselbige mag mit vleis dafur bitten/ sich dar mit zuuerschonen/ dieweil er der sachen aus vnuerstand/ jugend/ schwacheit/ oder an⸗ derer vrsach zu wenig etc. Auch darneben bit, ten diesem oder jenem/ als der ber edeter/ elter oder ver stendiger et c. auffzulegen. So man inen aber des nicht erlossen/ Son dern der tderr wolte haben/ das er den anfang machen solte/ so hat er zu sagen/ das er sich in dem vnd anderm geborsam zu leisten/ schuldig er kenne/ Je doch wolle er gebeten e nen! zu nochh daft tt da it/ artah dete Ein kurtz Formular. es nicht aller dinge treffen wür de/ das man aus auger egten vrsachen mit jm wolte gedult tra⸗ gen/ vnd im seine tor heit zu gut halten Bisweilen tregt sichs auch zu/ das einer einen Rath gibt/ daraus man sich nicht aller dinge richten kan/ wie er es gemeinct/ den kan man bitten sich zuer kleren vnd anzuzeigen/ was end⸗ lich seine meinung sey/ ob er den oder den ver ⸗ stand haben sol etc. So jn aber ein anderer erkleren wil/ so hat er zu sagen/ Er habe den Rathschlag so N. auff die fur gestelte Proposttion gegeben/ auff die oder die meinung verstanden/ das man den handel der oder dieser gestalt furnemen sol/ da es nu die meinung hett/ liesse er es jm auch ge⸗ fallen/ vnd were mit jm einig/ Hett er aber ein ander bedencken/ so künd er nicht wissen/ ob es sich wolte thun lassen/ köndte auch auff denen fall seinem Kathschlag keinen beyfall geben/ mit bit jnen darinnen nicht zunerdencken Vnd ist darauff wol achtung zu geben/ wenn viel Artickel auff ein mal in Rathschlag gestelt vnd Proponiert sein worden/ das er or dent⸗ lich wisse sein bedencken darauff zu sagen/ vnd seine Transitiones von einem Artickel auff den andern zu machen/ auff das nicht von noten sey/ wenn er etwas vergessen/ jnen desselbi⸗ gen zuerin⸗ Dahn mern, Ein kurtz Formular. Wenn einer in einer Sache wird veerdechtig gehalten. S begibt sich auch wol his 2 weilen/ das einer wird in einer sa⸗ S 2 /che ver dechtig gehalten/ derselbi⸗ ge mas bict en inen in dieser sache/ darinnen er vordechtig möcht gehalten werden zuuerschonen/ vnd mag also mit gunst vnd ver⸗ leub daruon gehen. Gleicher gestalt kan sich auch zutragen/ das einer verwandnis oder anderer Herrn halben denen er verpflicht/ oder auch Freundtschafft halb/ bey einem Ratbschlag zu sein nicht geb ren wil/ derselbige hat auch zu bitten/ jn zuuer⸗ schonen 9. 5 Vnd ist besser vnd ehrlicher auch tüglichet/ das sich einer selber erinnere/ was einem in sol⸗ chem fall zu thun sein wil/ dan das man snen des erinnern soll/ vnd jnen heissen auffstehen/ vnd aus dem Rath gehen ede. In allwege aber sollen alle seine Ratbschleg dahin gericht sein/ das er bey der warheit blen be/ dieselbige verthedige/ vnd sich nicht bewe⸗ gen lasse/ wider dieselbige zu rathen noch z bandeln/ dieweil Gott selber die Warheit ist vnd ob er gleich darob einer vngnad müste ge wertig sein/ oder sonst in schaden komen⸗ so t es jm doch treglicher/ dan das er Gott mit dem sol erz rnet haben/ das er die Warheit 2 trag )ekthh eum ch eh/ tig e va sauftk N vat Ein kurtz Formular. gesetzt vnd die vnwarheit mit seinem Natb⸗. schlag bat stercken helffen. Wenn einer mit Lredentz vnd wer⸗ bung abgefertigt wird/ wie er sich dar⸗ innen verhalten soll. 85 5 O Einem befolhen wird N mit Credentz vnd werbung an ei⸗ nen ort/ es sey an einen Fürsten/ Graffen/ oder Stadt/ abgeferti⸗ get wird zu reisen/ So wil jm von nöten sein/ das er die Sache furnemlich wol einneme vnd recht verstehe/ darinnen er reisen soll/ das er auch die werbung laut der Instruction wisse/ zur notdurfft fur zu bringen/ vnd ist besser das er frage/ dan das er nicht wissen/ was er thun vnd ausrichten soll. 8 N Vnd wenn er reisen wil/ das er nicht viel dar non rhüme/ noch geschreyes mache/ darmit er auff dem wege desto weniger gefahr dürffe ge⸗ wertig sein. 3 Viel weniger sol er sich an denen orten/ da es sich nicht gebüret/ seines gewerbes vnd han⸗ dels etwas vernemen lassen. 1 1 8 Wenn er aber an die örte komen ist/ da er sei⸗ ne werbung thun sol/ mus er sich zuuorn an ge⸗ bürenden enden angeben/ mit vermeldung/ das er von seinem Herrn mit Credentz vnd werbun Dij ge sab⸗ Ein kurtz Formular. ge abgefertigt sey/ vnd der wegen bitten/ dag man jm eine stunde ernennen wolt/ damit er solcher seiner werbung möcht gehört werden. Er mag auch die Credentz als balde vberge⸗ ben/ oder bis zu der zeit dar mit verziehen/ auff welche er seine werbung zu t hun bescheiden ist/ als dan kan er dar mit seiner sachen ein anfang machen/ denn die Credentz vor allen dingen mus vorgehen. 7 auff anzeigen/ das er von seinem Herrn abge⸗ „ 1 2 4 V„ 8 enn nu die Credentz vbergeben/ sol er dar⸗ ferriget/ dem Fürsten/ Herrn/ oder Rathan⸗ zusagen/ seine vnterthenige freundliche 3. 7 85 oder günstigen gruss/ gnad vnd alles guts/ al⸗ kes nach gelegenheit des Standes/ Vnd wie man nicht sol zu viel thun/ vnd sich an dem ort/ ver pflicht vnd vnterthenig machen/ da manes nicht schul dig ist/ Also wil sich auch nicht gebn nen/ das man jeman ds an seiner Herrligker Tietel vnd Freiheit abbreche. Wenn nusolche ansagung der dienstwilligkeit geschehen/ ferner zuuermelden/ vnd darauff seine werbung/ wie er die befelh hat/ auffs schicklichst es sein kan/ dem Herrn/ oder wem es zu hören befohlen ist/ vorbringen. Denn es nicht allzeit einem Herrn gelegen/ die Gesandten vnd Potschassten/ sel⸗ ber zu hören/ derwegen er es bisweilen andern befelhen mus. Hette aber der Gesandte einen stracken befehlich/ seine werbung niemand anzu mn seinem befelch nach/ in dem v e 1 N 5„„ 1 8 zeigen dan dem errn selbst/ so wird er sich sol 1 1 1 E 1— Ein kurtz Formular. wol wissen zuuer halten/ Dieweil die Reches. Wenn er nu seine werbung gethan/ vnd den beschluso machen wil vber das die werbung ver möge der Instruction selber schleust/ mag er auffs glimpfflichst mit anhengen/ das er von seinem Herrn hette befelh gehabt soichs auzu; zeigen/ Bete der wegen das man es bequemer vnd besser einnemen vnd verstehen wolt/ dan er es fur seine einfalt hett reden vnd vorbrin⸗ gen konnen. it sandte das jenige erlanget vnd erhalten hett/ darumb er ist ausgesandt wor den/ Sol er sich der gegebenen Audientz/ vnd darauff gefalle⸗ nen freundlichen oder gnedigen antwort/ zum höchsten bedancken/ mit erblerung das er solchs vermelden vnd mit vleis rhůmen wolle/ trage kein en zweiffel/ werde solchs in gleichem vnd viel mehr erm zuuer dienen vnuer gessen sein. GBefiel aber eine abschlegige antwort/ so hett der gesandte zu sagen/ Er habe von wegen sei⸗ derrn angehört/ was jm auff seine werbun ge vnd antragen zur ant wort gegeben wor⸗ den/ hett sich aber nach gestalt der sachen/ sol⸗ cher ant wort keines weges versehen können/ weil er es aber nicht andern könd oder zu drin gen hett/ müste er es darbey wenden vnd beru⸗ D in Wolte hen lassen. regel saget/ Woch fines mandati diligenter sunt So nu eine gute ant wort gefelt/ vnd der Ge⸗ Ein kurtz Formular. Wolte sichs aber mit ichte leiden/ so mag er die Rethe ansprechen/ vnd bitten die sache in besser bedencken zu nemen/ oder weiter zu be⸗ rathschlagen/ in betracht was daran gelegen. So er nu seinen moglichen vleis angewendt vnd nichts vergessen/ vnd darauff seinen ab⸗ scheid bekomen/ sol er alles vleissig auffz eichen/ was da geredt vnd gehandelt/ damit er ja nich tes vergesse/ was jm zur antwort worden/ da⸗ mit er volstendige Relation thun könne/ denn an der Relation/ das dieselbige rechtschaffen vnd warhafftig geschehe/ eben so viel als an der werbung gelegen. b Allhier ist auch zu mercken/ wenn ein gesand ter befindet/ das er die handlung auff besser we ge richten kan/ vnd seinem Herrn et was mehr erhalten/ dan er befehlich hat/ das er dasselbige wol thun mag/ denn ichs dafur acht/ es müste ein seltzamer kopff sein/ wenn er bericht würde das sein Gesandter die sache hett besser gema chet/ das er nicht wolte mit zu frieden sein/ son⸗ dern es fur vngut auffnemen/ wie ich von einem grossen Fürsten hab hören sagen/ vnd ist droben auch etwas daruon gemelt. Dis sey von den Gesandeten vnd jrer werbung ee en en, Wenn besas densch chan 0 feng I Ein kurtz Formular. Wenn ein Herr auff klag vnd Sup 5 plication eines Par ths hette vorbeschiedt las⸗ sen ausgeben/ dar auff dan die Parthen er⸗ schiennen vnd gegen wertig sein/ wie der jenige dem es der Herr befol⸗ ben/ in gegenwart des Her⸗ ren/ den anfang zur handlung ma chen sol. P geborne etc. Mein Gnediger Her⸗ 2 re/ hat auff ewer N. vielfetige 2 Scqrifftlichs Klagen vnd Emb⸗ sigs ansuchen euch mit ewrem widerteil hier zu⸗ entgegẽ/ auff heut zur gute anhör zubescheiden vnd zuerfordern gnedig befelh gethan/ dieweil jr dan von beyden theilen vorhanden/ vnd jr vber ewer schrifftlich klagen etwas weitters/ (doch das jr das jenige so zur sachen nicht dien⸗ lich dahinden lassen wollet) darzubringen/ das Wollen S. G. gnediglichen anhören/ auch des gegenteils Antwort dar auff vermercken/ vnd volgend nach gestaldt der sachen/ vnd ge⸗ nugsamen eingenomenen bericht/ diese bil⸗ liche vnd gebürliche vorschaffung thun/ damit sich kein theil des vnrechtens habe zubeklagen/ Sondern von beiden theilen zur billigkeit möget vor glichen werden. Wan er durchleuchtig oder wol 7 Ein kurtz Formular. Wenn sie nu von beldentheilen Bur not dur sst verhört sein/ wie er sagen soll. Swird von meinem Gne WV digen Herrn dafur geacht/ das jr von beiden theilen mit klag vnd antwort fast gnugsam vnd zur not durfft gehort seid/ derwegen so wollet von bei⸗ den theilen ent weichen/ Wenn sich mein Gnedi, ger Herr darauff vnt erre dt hat/ welchen ehell man weiter besprechen oder bericht von sin ne N /den wird man wol wider fördern laß R e Wenn aber s iner sich auff einen Herrn etwas bewilliget vnd erborten hette/ so müste der ein gang anders gemacht vnd fur bracht wer den. Menn einer eine gute e eee ß che/ so sol des gegentheils einrede repetiert vnd widerholet werden/ mit erinnerung vnd verwarnung da es zum Rechten kommen solte/ das zubesot⸗ gen were/ er wür de nicht allein nichts erhalten sondern dem Aleger die Expens vnd— Ein kurtz Formular. zuerle gen in Recht vertheilt werden. So wolle sich vnter Christen auch nicht wol geziemen ⸗ solcher gestal dt vnd 7 Ne hesten wider die billigkeit/ das seine furzuhal⸗ ten/ vnd dadurch in mutwillige scheden vnd ver seumnis zu bringen. J n n Wenn aber der Kleger eine böse Sache hette. 5. 8— Aader der Kleger eine böse Sache hette/ dar aus zu spüren/ das Ver nichts erhalten wür de/ mag im furgehalten werden man hette sei⸗ ö neklage/ vnd darauff des beklagten ant wort vnd gegenbericht allenthalben gehort/ vnd würde so viel befunden/ das er der Kleger eine böse vngegründte Sache/ in welcher nichts zu⸗ erhalten/ sich derwegen nicht wenig zuuer wun⸗ dern/ das er mit einer solchen löcherigen Sache hette fur komen/ vnd den Fürsten oder Graffen damit beschweren dürffen/ S. G. tragen auch dorob Feinen gefallen/ mit erustlichen beger en daruon abzustehen u 8 8 Wurde darauff der klagende Theil ferner an palten/ mag jm zur antwork geben werden⸗ Man wolte/ gerne vleis haben/ ob man in der gůte bey dem beklagten etwas erhalten könd. *. 3 E 8 3 1 7 i 1 1 3 3 1. i 5 17 · 2 Het⸗ . 5 4* a 55—— Eu kurs Formular Hette aber der Parth so gar böse sache/ dae man den beklagten mit fugen vnd gutem Ge⸗ wissen nicht anhalt en könd/ jm auch in der gü⸗ te etwas zupflegen/ so ist am besten/ das man jn den Aleger von solchem mut willen abweise/ vnd ein ewig stillschweigen aufflege. Vnd ob gleich ein solcher mut williger kleger das Recht begeret/ sol es jm dach nicht nachgehengt wer⸗ den/ je mands mut williger weise one alle vrsach in Gerichtskosten zu führen. Sonsten aber wenn die Parten vber gehab⸗ ten vleis in der güre nicht konnen vertragen wer den/ vnd die Sache zweifflich ist/ das man nicht wissen kan welcher Theil recht oder vn⸗ recht habe/ so mag man sie an das Recht/ vnd ste dasselbige entscheiden lassen. 8 Were die Sache dermassen geschaffen/ das sie durch ein Vrtheil köndte entscheiden werden/ so mag der Herr oder Richter mit beider Part wissen vnd bewilligung eine frage stellen/ vnd den fall/ wie sich der an jm selber— darein setzen lassen/ vnd was darinne gespro⸗ chen/ das es dar bey bleibe. i Wenn aber die Sache wichtig/ so mag man ste auff drey Setze oder auch zwene Compromit tiern/ auch da es begeret wird/ eine lemterung sen. nach Sachssen Recht der brauch ist/ zulaß en. 8 Jedoch soll keiner wider seinen willen von dem or dentlichen Rechten in ein Compromis oder enge Recht/ dessen er sich*— Ein kurt Formular. gern kond/ leicht lich vermocht oder gedrungen wer den. Gleicher gestaldt kan ich auch nicht fast lo⸗ ben/ das man die Part auff einen stracken tag fur bescheidet/ jre not dur sst vom Munde in die Feder einzubringen vnd zu setzen/ vnd zum Vr⸗ cheil als balde zubeschliessen/ dieweil darinnen eine grosse vngleichheit gespürt vnd befun den Als nemlich/ das der Kleger mehr vort heils in dem fall hat dan der Beklagte/ in dem das er sich mit der klage kan gefast machen/ in son⸗ derheit wo jm die klag in die Cit ation nicht in⸗ serirt worden. Aber der Beklagte sein Vxcep⸗ tion dar auff in continenti vnd one einige frist thun mus/ welchs dan stracks wider die or de⸗ nung der Rechte ist/ welche nicht wollen das es der Kleger sol besser haben dan der Beklagte/ per Regulam non licet&c. 8 tem tauorabiliores rei potius quam actores ha- bentur. 3 Vnd damit es ja an keinem ort richtig zuge⸗ he/ pfle get man die Parth/ wenn es zum setzen kömpt/ gewönlich in die Hoffstuben zu weisen/ da dan bisweilen ein solch geschrey ist/ dieweil jeder man darein vnd durchleufft/ das einer seins eigen worts nicht wol hören kan/ geschwei das er seins Darts not dur fft/ wie wol biliich sein soll/ bedencken kö nd. 1 25 Ein kurtz Formular. Niermit wil ich einem sedern Herrn seinen Hoffbr auch vngetadelt vnd vnuersprochen ha/ ben/ die weil dieselbigen Leute gnug haben/ so die Rechte verstehen/ vnd zusehen können/ das niemands an seinem Rechten ver kürtzt werde/ So gedencke ich auch keinen gerichtlichen Pro⸗ cess allhier zustellen/ dieweil der selbigen sonst mehr dan gnug ver handen/ vnd im Drucker- funden werden/ dar aus sich der Hoffrath was in dem fall weiter von nöten/ zuersehen hat. Wie ein Herr einen uewen Diener pfleget anzunemen/ vn d densel⸗ bigen zunereiden. Ach dem der Durch lauch⸗ tig oder wolgeborne etc. mein gne⸗ diger Herr bedacht ist/ euch zu el NDianem Diener anzunemen/ jr auch euch gutwillig erbotten/ seiner Gnaden zu die nen/ als nemen seine Gnad ewer gut willig er. bieten zu gnedigem gefallen an. Vnd befelhen mir dar auff euch nachfolgen. de meinung fur zuhalten/ Als nemlich/ das jr seiner Gnaden zusagen wolt/ vnd angeloben/ Setrew vnd gewehr zu sein/ Seiner Gnaden scheden zu warnen/ vnd derselbigen frommen vnd bestes/ nach ewrem höchsten vermögen 0 fordern, Was euch auch Raths weise— * 3 gun ——.— Ee kurtz Formular. in geheim vertrawet wird⸗ dasselbige bey euch bis in die Gruben verschwiegen behalten/ vnd Seiner Gnaden oder der Herrschafft zu nach theil niemands offenbaren/ jr wollet euch auch weder durch Gifft/ Gabe/ Freundschafft oder Feindschafft darzu bewegen lassen/ Sondern euch in all wege als einem getrewen Diener ge⸗ büret vnd wol anstehen verhalten/ Solchs wer det jr Seiner Gnaden also mit handgebenden trewen angeloben vnd zusagen. 3 Wenn er nu solchs mit hand vnd munde zu⸗ gesagt vnd angelobet/ so pfleget man jm den Eyd furzustellen/ welchen er mit auffgereckt en Fingern zuott schweren muss/ wie folget/ Was ich geredt ond gelobet hab/ das wil ich stet vnd fest halten/ Als nur Gott helff vnd sein hei⸗ setzen wollen/ welcher Herr einen an/ dern gebrauch hat/ der wird es CCC. ̃˙6e.'r: 8 15 ö 1015 17 1 0. 7 700 1 1 1 „ ö 15 e 1 05 eee 161* 109 f 0 10 u N 1 . 105 Eu furt Forumlar. Wie sich eines Herrn Diener gegen frembden Leuten/ wenn sie an des Herrn Hoff kommen /er⸗ zeigen vnd hall en sollen. (enn sichs zutregte wie dan zum offrernmal geschicht) das h frembde vom Adel/ Gesandte/ dodder ander ehrliche Peute an des Herrn Hoff komen/ ist der Diener oder Rath eine Person/ der es nicht geziemen wil(als ein Cantzler/ Doctor /oder der gleichen) das er auff sie warten oder mit jnen trincken könne/ sol er sie doch freundlich ansprechen/ vnd da er bein, det das jnen et was mangelt/ sol er dasselbige so viel möglich andern/ auch trewlich vnd mit vlels fordern/ das sie zum ersten gehört/ nicht lang auffgehalten wer den/ vnd endlich ein gu⸗ ten bescheid bekomen. 28 Were es aber das er jung were/ vnd nichts zu verseumen hett/ sol er jnen gute Geselschafft leisten/ vnd in allwege vleis fur wenden/ das solche frembde Leute ehrlich vnd wol gehalten werden/ auch dafur sein das beim trunck nicht etwas geredt werde/ darob die frembden möch⸗ den verletzt werden/ oder vn gefallen tragen/ Vnd in Summa sich dermassen allenthalben aßegen inen erzeigen/ wie er gerne wolt/ das jm bey andern frembden wi der faren solt. vnd /§vndt e G4 wen wolf mtr embd/ fallen all e wol! soll g Vnd ist 4— l dormular. 5 ne frembder Le Derren Diener nn. vnd 3 n n ae 90 welche ger gerbümet/ wi y andern Ceuten vi vosse ebte⸗ weten Togend ir 4— end ist/ die bil⸗ zu loben ist· Es stehet at 1 f 2 m fe bi Fbescheid e, 95 lie⸗ Taube* 8* anspreche/ auch * liche wil thun lassen/ Gesell⸗ schafft lei, fle. 1 Ein kurtz Formular. wegen eines Herrn ent⸗ pfahen soll. (enn jbm befolben wird 8 9 frembde Leute oder Gesan dre an⸗ unemen oder zuenepfahen/ sol er dasselbige mit aller ehrerbietung thun vnd ausrichten/ mit ver meldung/ das sein Gnediger Herr seiner oder jrer zukun fft höch⸗ lich erfrewet were/ vnd bete sich zu seiner Gna⸗ den zuuerfügen/ oder in das Ge mach oder in die Herberg zu gehen/ vnd gut willig gedult zu tra gen/ so förderlich es sein kan/ sol er gefördert/ seine werbung gehört/ vnd mit freundlicher gu ter antwort versehen werden. n seines 2 1 5 * 8 7 f b wertige mit densel⸗ f 0 1 * 1 8 3. 1 3* 1 eb hielt er es mehr mit seinen Feinden dan mit in/ doch sol er nicht ehe von jn reden/ es w 1 nner frembde Leute bon 8 3 r I r 3 3 1 ich geht t geh ndl, ebf Ein kurtz Formular. dan befohlen/ Oder es wolle des Herrn ehre vnd noc durfft nicht an ders erfordern. Etliche wollen jre Herren gegen den Fein⸗ den/ vngeacht das sie zu schwach sein/ vnd des nicht befehl haben/ verteidigen/ Derwegen so werden sie auch bisweilen wol daruber zurschla en/ vnd wird jr nicht allein von dem Herrn/ Jondern auch von andern darzu gelacht vnd gespot tert. 3 5 Was weiter einem solchen newen Diener zu wiffen von nöten/ das wird jnen zeit vnd teg⸗ liche erfarunge wol lernen. 3— It;zo sey es auff dismal gnug. Eins mus ich allhier noch erinnern/ welches ein Hoffer ath vleissig behalten/ vnd sich dar⸗ nach richt en soll. Nemlich/ das er sich vleissig ver ware/ damit er sich durch den Datfuum, dars st/ durch geschenck vnd gabe nicht dahin bewe⸗ gen sasse/ das er von der Warheit weiche/ vnd dem vonrechten beyfall gebe/ oder vmb gaben wille einem seine gute sache vnter druckt Vo der verhindere/ vnd dar gegen eim andern seine bös Si Vero se sach schmücken vnd verthedigen helffe/ denn v. 9 auch die Schrifft geschencke zu nemen verbeut 0 2 2 Wie wol es leider stzt dahin gerathen ist/ das al le sachen fast durch finantzen vnd geschenck aus⸗ ich! fördert werden/ Ich habe jr auch wol gesehen/ die wol geschenck fordern dürffen/ ja die sich ber hůmen dürffen/ das sie sinan tzen vnd geschenck nemen dürffen/ des man nu muss geschehen lassen/ Wer aber ein* Ge⸗ gericht vnd ge . . N N 1 müth 75 r * 1 600 2 5 ö ö M * 5 4 1 1 9 1 10 1 A 9 6 5 14 0 4% 0 N * 0 1 1. N Ein kurtz Formular. můth hat/ vnd wil nach ehr vnd redligkeit trach ten/ vnd böse nachredt fliehen/ der mag wol dar auff achtung geben/ das er sich mit geschen⸗ cke nicht gewinnen vnd stechen lasse/ welches dan warlich nicht die geringste nachrede ist/ derwegen sich ein jeder in dem wol wird wissen zu hüten dür ffen/ Denn es wird nicht feilen so einer geschenck nimmet/ er wird bisweilen dem selben ein wort oder etliche mehr zu gut reden/ dan er sonst thete/ So wird auch die Schrift nicht liegen/ welche saget/ Munera non 2 quia excœcant homines,& subuertũt uerba iustorũ, Das schreib dir an die Rametthür/ auff das du dich daran zuerinnern habest/ vnd nicht balde zugreiffest wenn er dir geschenck anbeutet. Hierbeneben sol er sich mit allem vleis fur se⸗ ben/ wenn er fur dem Herrn oder sonst redet/ das er sich hessiger wort/ aus welchen verbitte⸗ rung komen möcht/ enthalten wolt/ Sondern allen glimpff gebrauchen/ nach der Regel wel che saget/ Glimpffius est pluris quam tota Regula luris. Vnd kan offt ein hessigs wort eine grosse verbieterung machen/ widerumb ein gütig vnd D gglimpfflich wort/ grosse Freundschafft. Vnd wer den solche Leute fur andern gerhümet vm dieser tugend willen. Ein solcher Man ist Doc tor Fachs zu Leipzig gewest/ Insonderbeit sol man sich im schreiben solcher hessigen wort enthalten/ Denn Schrifftcen blei⸗ ben vnd können weit aus gebreitet wer⸗ den. 8 Ein kurtz Formular.— S SEN E CH PDE 408 VITA AVI c&X an Tet quicunq; uolet potens l e e lubrico itte Mie dulcis saturet quies, ape 9. gu Obscuro positus loco 1 Leui perfruar otio 1 Nullis nota Quiritibus ei Aetas per tacitum fluat. J 8 5 ai Sic cum transierint mei ben Nullo cum strepitu dies ah Plebeius moriar senex. sa 2 He„ Illi mors grauis incubat 1 08%„ Qui notus nimis omnibus er Af 5„ Ignotus moritur sibi. Seneca von dem Hoffleben. Zu Hoff findet man gros gewaldt/ . a Scheinet alles herrlich mannigfaldt. N i Wer sich nu dahin machen wil/ 1 Bekömpt gewald vnd ehren viel. Vnd stehet zu Hoffe in hohem wert/ Wie dan die Welt stzt solches begert. Doch mus er fahr gewarten auch 2 7 Vnd schen wol das er nicht strauch. 15 6 Ich bab sein sach/ wil lieber sein/ e Zu meinem haus ob es ist klei. 10 Cigt nichts dar an wenn ich nur mag/ M Darinnen sein mit ruhe mein tag. i Vnd darf nicht warten solche fahr/ Lass schleichen hin mein zeit vnd jahr. een In fried vnd still/ werd nicht bekand/ 5 b Den Grossen Herren auff dem Land⸗ 9 Wenn nu das ende kömpt herbey/ „ Stirb ich vnd acht nicht ob ich sey. Ver acht vnd aus gemeiner zall/ Vnd gan viel mehr in diesem fall. Eim andern solch gewald vnd ehr Dem wird der Tod recht wer den schwer Der nur bekand ist jedermann Vnd sich selbs nicht erkennen kan. Fehrt also blind vnd toll dahin/ Wie dan die Welt acht fur gewin. 3 8 1 3 3 „Ein kurtz Formular. Der mus man es sein lassen gut/ Weil sie jm doch nicht anders thut. Doch sol sie es erfahren wol/ Wenn sie an den Reyen kömpt ein mal. G. Cauterbeck. —— 8 Seneca von dem Ir viel gerichtet sein dahin⸗ Gen Hoff stehet all jr mut vnd sinn. Den gewald vnd pracht sur augen han/ Wie sie nur oben sitzen an. Des Regiments hoheit vnd gefahr/ Gahr nichts oder wenig nemen war. Ein sauffte ruhe viel besser ist/ Wie vnansehnlich auch zur frist. Das leben stehet/ so tregt man doch Ein freundlichs/ frie dlichs/ lindes Joch. Acht nicht darauff wie bekand/ Dem Volck ich sey geschicht on schand. Also das ich sanffter still/ i Mein zeit verbring erreich das zill. On sonder gereusch begin zu alten/ Mein sterben Gott als dan las walten. Sterb als ein gemeiner schleche er Man/ Den andern viel Regierens gan. Ein harter tod vnd schweres end/ „ Dem stehet fur so ist bekend. „Bey aller Welt zu theil vnd hoch/ Sich selbs noch nie erkennet doch.