—— TIIESA CR N W Neu⸗ röff Sg MWenſchliche ac 1 8 9 Dritte de Beſtehet in einem wia Zul) f e 8 4 41 In wehen Daumen in den Apothecken bee * e Stauden und Baͤume, ſami b r N 1 uch deroſelben Eigenſchafften, Nutzen und Gebraſh 5 fre 9 flürgeſtellet, auch wie nach Anweisung vieler 2 aten und in menſchlichen Kranckheiten in Zeit der be 105 4 Allan Artzney Liebenden auch Wund nn aͤltigen 2 und Haußmuͤttern, ſon der i hoher F W Nate la 1 in Dr. Johann Jicob zun U* Sranckfweſſe 0 4 2 Johann Fri ——— 05. 1 5 CRI SANMTATIS,. Oder des deu⸗ fte, 8 ſclcher& Dritter Thel. get in einem wohlgefaſſeten Teutſchen In welchem alle othecken befindliche und zur Abnerdrnende id Baͤhme, ſamt ihren Wurtzeln Blaͤttern, Bluͤten, Fruͤchten; Nutzen und Gebrauch, deutlich beſchrieben, und mit lebhafften Figuren ſeiſung zieler Medicorum, die davon benoͤthigte Medicamenta bereitet, heiten i Zeit der Noth applicitt werden koͤnnen, gezeiget wird. „ auch Wunde Aertzten, Apotheckern, Gaͤrtnern, ſorg⸗ ſmüte, ſon derlich denen auf dem Lande wohnenden, zu dienlichem ollgzitt, ind mit 9 5 e Regiſter gefertiget, in Druck gegeben I Jucob Brauner, Med. Prack. ſanckfurt und Leipzig 0 ann Friederich ben, 2 CC XX VIII. 8 2 25 2 G Yeſer. eErneigter Leſer: Ichſtelle Demſel⸗ hben, gethanem —Verſrrechen nach, allhier eine kleine, aber doch nuͤtzliche Beſchreibung aller dermahlen in* Teut⸗ ſchen Apothecken befindlichen 2 Ve- 5 Vorrede„ i 4 V egetabilien fur, welche al⸗ dN ſo eingerichtet, daß der Artz⸗ ney Liebhaber in ſolcher fin⸗ den wird, wie jedwedes Kraut, an Wurtzel, Stengel, Blaͤt⸗ tern, Blühte und Saamen ge⸗ bildet: wenn ſolches zeitig wd: wo es waͤchſet, auch wenn und wie es geſammlet werden muß. Nicht weniger wird auch erinnert, in was fuͤr ei⸗ nem Gradu temperamenti 9 & qualitatis ein Vegitabile n ſeye? auch wie ſolche, wenn ſie recht ptæpariret werden, im menſchlichen Leibe operi-⸗ ner, und was ſie fuͤr Contra- operat iones machen koͤnnen: und endlich iſt auch bey jedem ö Kraͤut⸗ . * 5 . 7 ˙T——— — 2 —— —— — K SS — ———— *——. 5 3———— ö 1 N 3 3 1. 2* 9 n 1 N 8 925 3 4 2 85 2 f 1 5— ö 8 0* ö— 6— 1—à, 4 N. 5— N—* 5 3 1** 2 9 8— . 4 5 b 15 fi ei⸗ mentl ſtapile 10 oper. N den geneigten Leſer. Kraͤutlein und Gewaͤchs mit angefuͤget, wie herrlich ſolche zu des Menſchen Geſundheit zu gebrauchen, auch was fuͤr ruͤhmliche Artzneyen in beſon⸗ dern Teutſchen Recepten daraus bereitet werden koͤn⸗ nen. Damit auch ein Liebhaber der Erd⸗Gewaͤchſe ſolche ihm beſſer in Kenntnuͤß bringen und einbilden moͤge, hat der Herr Verleger keine Koſten ermangeln laſſen, die meiſten ſolcher Kraͤuter, und ſo viel die Enge des Raums zulaſſen wol⸗ len, in lebhaffte Figuren zu bringen, und beydrucken zu 3 Was Vorrede Wos num neter wahren Erkenntnuß GOttes, auch d die Eerkundigung und Geheim f nuͤſſen der Natur, abſonderlich der Erd⸗Gewaͤchſe, dem Men⸗ ſchen fur Nutzen bringen, ſol⸗ ches wird von keinem Ver⸗ a nünfftigen verworfen wer⸗ den: Denn jeder Chriſt weiß, daß, ſo bald der Menſch in die z Sünde gefallen, und den Fluch auf ſich geladen, ſolcher auch al⸗ ſobald der Sterblichkeit theil⸗ hafft, und vielerley Kranckhei⸗ ten, den Tod zu befördern, un⸗ terworffen worden. Es hat aber auch die grundgutigeFuͤr⸗ ſorge G Ottes ſich ſo reichlich uber uns Menſchen go N . an den genei gten Leſer. 3 daß derſelbe hernach die Krafft der Kraͤuter und Eꝛd⸗Gewaͤch⸗ ſe erkennen lernenz da ſich denn bald nach der andern Welt, (lemlich der Sundſluth,) wie⸗ der verſtaͤndige Maͤnner her⸗ fuͤr gethan, welche auf die Kenntnuͤß der Kräuter, Blu⸗ men Fꝛüͤchteund Sagmen ſehꝛ groſſen Fleiß gewendet, und derer Krafft und Würckung zu erkennen, angemercket ha⸗ ben: Den erſtern Ruhm hat Apollo, Æſculapius, Ma- cChaon, Orpheus, Democri- tus, Hippocrates, Ariſtote. les, Hipparchus, Evagoras, Eraſiſtratus, Herophilus, Dioſcorides, Galenus, Pli- us, e Vorrede nius, und andere mehr damit erworben, wie dann auch Se⸗ rapion, Avicenna, Meſues, derer Schrifften noch fuͤrhan⸗ den, nicht geringen Fleiß an⸗ gewendet haben. Unter allen dieſen Kraͤuter⸗Lehrern aber In hat Dioſcorides uns den mei⸗ i, ſten Dienſt geleiſtet, nicht nur, daß er am meiſten davon ge⸗ ſchrieben, ſondern auch der Kraͤuter Nahmen auf unſere Kraͤuter gerichtet hat, wor⸗ durch andere gelehrte Leute 6 veranlaſſet worden, ſich zu be⸗ fleißigen, uͤber dieſes Diolcori⸗ dis Bücher zu ſchreiben, und 0 ſolche beſſer auszuarbeiten, un⸗ ter welchen Petrus Andreas Mat- Nl an den geneigten Leſer. Matthiolus das gꝛoͤſte gethan, deme hernach eine groſſe An⸗ zahl Kraͤuter⸗Lehrer beygefal⸗ len immer etwas zu verbeſſern, und Matthiolo nachzufolgen; wie denn Otto Brunfelſius, Tragus, oder Bockius, Car- dus, Fuchſius, Conradus Geſnerns, Lobelius, Nico- laus Gartius ab Horto, Me- nardus, Lonicerus, Taber- næmontanus, Carrichter, Verzaſchæ, und andere mehr, ſich keine Mühe verdruͤſſen las⸗ ſen, allezeit in Nutzbarkeit ſol⸗ cher Vegetabilien ein beſſer Acht in Latein⸗ und Teutſcher Sprache uns aufzuſtecken. Dieweil aber ſolche groſſe 1 5 Bü⸗ auch weitläuſftig und koſtbar, Vorrede Bücher allein fuͤr Gelehrte, von dem gemeinen Mann abes, welcher auch ein Liebhaber der edlen Gewaͤchſe G Ottes iſt, nicht zu gebrauchen, oder alles geleſen und genutzet werden kan: Ein junger Studioſus Medicinæ& Chirurgiæ auch zu ſchaffen genug hat, ſich dieſe Kraͤuter, welche im taͤgli⸗ chen Gebrauch bey wohlbeſtell⸗ ten Apothecken geſammlet und aufbehalten werden muͤſſen, ſattſambekant zu machen: ſol⸗ che groſſe Opera auch nicht al⸗ lezeit mit nachfuͤhren koͤnnen: Das curioſt Frauenzimmer, derer auch viele groſſe und 5 R er⸗ 8—— R 1 N e 3* t* 8 1 — S— 2 2 S koſtha, nahe, haberder teh iſt, der alles Werden udioſus irurgiæ at, ſch imtaͤgl⸗ Hlbeſtelk inlet und muͤſſen, hen: ſol nicht al koͤnnen: mzimmel, e und sol del an den geneigten Leſer. derbareLiebhaberinneinKent⸗ nuͤß der Kraͤuter ſeyn, allezeit lieber ein Compendium, als groſſe Folianten haben: So habe ich mir, auf vielfaͤltiger guter Freunde Erinnern die Muͤhe genomen, gegenwaͤrti⸗ ges Blich, welches allein von denen in unſern Laͤndern ge⸗ braͤuchlichen Kraͤutern, Blu⸗ men, Fruͤchten und Saa⸗ men handelt, aus anderer Kraͤuter Lehrer Fleiß zuſam⸗ men zu bringen, und in dieſe be⸗ gueme Form, als den Dritten Theil meines Theſauri Sani-. tatis, colligiren wollen; wem aber belieben wird ein mehrers davon zu wiſſen, dem r Vorrede es nicht oben angeregte Auto⸗ res darüber zuleſen. Oh wohl nicht zweiffele da manches Naſen⸗weiſe Geiffer⸗ Maul ſeine Zunge uber meine gute Meynung ſpitzen wird ſo will ich mich doch keinesweges irren laſſen, ſondern vielmehr, ſonderlich diejenigen, ſo von dem Studio Medico Profes- ſion machen wollen, hiermit treulich erinnern, das Studi- um Botanicum, gleich von Jugend auf anzufahen, weil die Fuſſe noch hurtig friſchund a geſchickt ſeyn, auf hohen Ber⸗ ai gen, tiefen Thaͤlern und grü⸗ nen 2 — — zieſen herum zu lauffen, ſo ſich hernach im Alter 19 DS— 2 N* — Auto ifeleda Gef her mein Nwirdz ö es twege vielmch, 1 ſo han 0 Plot „ bier gs Stuck gleich Un hen, we frichuſ ohen Ble m und gal zulaufch Alter nia 1 0 4 an den geneigten geſer. 8 wohl thun laſſen will, jedoch haben ſelbige eben nicht von⸗ nothen, ſich in Kenntnuß aller Kraͤuter zu verwickeln, und die Zeit allein darauf zu verwen⸗ den, weil ſchon gnug iſt, wen ei⸗ neꝛ Anfangs nuꝛ diejenigen be⸗ obachtet, welche am üblichſten, und in unſern Apothecken ge⸗ ſammlet werden; wenn er aber endlich ſo weit komen, von den nothwendigſten gute Kennt⸗ nuß zu haben, ſo wird ihm her⸗ nach auch nicht ſchaden ein mehrers hierinnen zu thun, auch bey Gelegenheit ein Her. barium vivum zu bereiten. Es iſt aber mit Kenntnuß der Kraͤuter noch bey weitem 5 Raicht . r 8 Vorrede an den geneigten Leſer. nicht gethan, und kan dieſe:An⸗ fang weder einen Medicum noch Chirurgum machd, ſonſt wuͤrden die Wurtzel⸗Graͤber und alte Kraͤuter Weiber es manchen hochtꝛabendenBart⸗ butzer weit vorthun; derowe⸗ gen ſollen ſich ſelbige befleißi⸗ N N N 106 EN ö* 7 N 5 5 1[ Sion. Wa „ iagen⸗ 8 ſchaſft, Krafft, Tugend und Wuͤrckunggutelntormation zu erlangen, dieweil die meiſte Kunſt der Chirurgie aus den Vegetabilien gezogen werden muß Der geehrte Leſer laſſe ihm dieſes mein wohlmeynend(enn, Fürhaben gefallen, der ich im ee nittelſt verharre deſſen dienſt⸗ bereitwilliger AUTOR. 1. Weiſſe Abies, 4 0 Zeiber ez en Bat hefleiß⸗ Eigen⸗ eld und . mation ie meiſte 0 e gusden N nwerdel Leer laſ ſmeynend ö JS ſind zweyerley Geſchlechte des N Tannen ⸗Baums anzumercken, er ich„ er eine wird weiß Tannen · Weiß⸗Tan N Baum, im dateiniſchen Abies nen, deſſen ſen diene alba, der ander aber Abies rubra beyderley oder rother Tannen genannt: Der letztere, eſchlechf, 5 ſo den Namen Fiechte im Teutſchen fuͤhret, AUTOM. A ſtehet 1: Wi 2Weeiſſe Tannen. ſiehet der Welß⸗Tanne gleich, daß ſich viele an derer Unter ſcheld verwirren, ſie werden aber daran unterſchleden, weil des Fichtenbaums Blaͤtter ſchwaͤrtzer/ linder, breiter, und weniger ſtechend ſeyn, und die Aeſte umb und umb be⸗ kleiden, auch weil des Fichtenbaums Rinde ſchwaͤrtzer und zaͤter iſt, auch weil ſich die Aeſte an den Fichten zu der Erden biegen, welches aber der Tannen ihre nicht thun. Derer un Den Tannenbaum aber genauer zu er⸗ terſcheid kennen, ſo iſt ſolcher ein hoher und langer . und Frucht, Baum, hat eine weiſſelichte und bruͤchige Rin⸗ der ſtehende Zweige; es gruͤnen ſolche das gantze Jahr; zu oberſt am Gipffel traͤget er die Tannen⸗Sapffen, welche viel kleiner als die an den Fichten ſind, und beſtehen aus breiten Schuppen unter welchen ein weißlichter Saa⸗ me lieget, ſo da obenher gleich ſam geftuͤgelt, in⸗ wendig aber voller ſcharffen Feuchttgkeit iſt, und wird alſo von dieſen beyden die Weiß⸗ Tanne in der Artzney zu gebrauchen fuͤr die be⸗ „, ſte gehalten.. wo er wach Es waͤchſet dieſer Baum gern an ſteinigten et, und Orten, und auf hohen Bergen, allwo es ſchat⸗ tichte Thaͤler giebt, werden in Teutſchen Landen angetroffen; ſie gruͤnen allzeit, doch laſſen ſie im Majo ihre Blaͤtter fallen und gewinnen neue, derer Fruͤchte aber, welches die Tannen⸗ Zapffen ſeynd, werden im Herbſt 12 erer Darn N 5 we fun Guneh üwohlt⸗ 2* Jag nahende g N hach 1 Jg pana wach de den g. — 5 al bath dan Sogn dan u cg wach ade 5 Walch wi g de, derer Aeſte wachſen 5. 4 6. und mehr in einer* Runde an und um den Staͤmmen her und die⸗ ſe haben wieder zween und zween gegen einan⸗ 0 Deco 5 de cler 4 da ene Va N Wc N 4 l daa 4 b huhn! „„— 1 2— nen. ch, daß ſich vieleg i, ſie werden ah des Fichten kelte, And wenige umb und umb. htenbaums Ruh weil ſcc den en blegen, weiht thun. ber genauer zul hoher und lange und bruͤchige N und mehr in ein mmen her und di ween gegen einn, kuͤnen ſolche du Apffel traͤget er d viel kleiner als eſtehen aus breit n weißlichter Sah chſam geſluͤgelt n en Feuchttgkei 0 beyden die Wiß brauchen für deh⸗ 1 gern an tent gen, alltvo es ſcal, n Teutſchen zune lzett, doch laſe f en und gewung ſches die Tanga bft h im Her 0 Weiſſe Tannen. 3 Derer Fortpflantzung heſtehet in ihrem eigenen Derer Fort Saamen, wiewohl etliche wollen, daß auch pflantzung. aus alten verfaulten Bircken, durch wieder lebendig machende Krafft Tannen hervor wachſen.„%%% In der Artzeney werden von dem Baum ge⸗ Was aus braucht die Rinden, die Tannzapffen ſolchen zu und das Hertz, denen noch die Dolden oder 199 Spitzen mit derer Blaͤtterlein zugefuͤget 1 werden, als in welchen Blaͤttern ein rechtes Mittel wieder den Scharbock verborgen iſt. Abſonderlich wird recommandirt folgend 11 Decoctum. VkßPecoct wiß⸗ N. Die oberſten Gipffel oder Dolden der den von Tannenbaum M. ij. Scharbock. Brunnwaſſer, e 8 Weiſſen Wein, jedes 2. Maaß. laß es beyſammen eine Stunde kochen, drucke es ſtarck durch. 50 Poſ iſt 4. biß 6. Loth, auf einmahl. Es wird auch aus dieſem Dolden eine Eſ⸗ Eſſentz aus ſentz bereitet, welche wleder den Scharbock Tanngipf⸗ ſehr viel vermag auf folgende Weiſe. he. Der feln Spitzen von Tannen oder von einem wil⸗ den§ichten⸗Baum, ſo viel beliebig, koche ſolche in genugſamen Waſſer zu gehoͤrigen Olcke, ſeige ſolche durch, und inſpiſſire die Co- latur zur Dicke eines Extracts, darüber gleß Loͤffelkraut⸗ spiritus, ſo bekommeſt du eine Eſſenz. Derer Doſis iſt 20. 30. ad 30. Tropf⸗ ſen, in einen bequemem Vehiculo zu geben. Ani re kochen friſche Tannen⸗vapffen in A 2 gemei⸗ 4 Weiſſe Tannen. gemelnem Brunn⸗Waſſer, bis alle Kraͤffte ausgeſotten, darnach thue Bier⸗Haͤfen dar⸗ ein, damit es zum jaͤhren komme; da kan man durch die Deſtillation einen Spiritum heraus ziehen, welchen man wieder auf friſche Tannen⸗ Zapffen gieſſen, und durch digeriren eine Eſ⸗ ſentz bereiten kan. . , fach chen, gd, Mungelr fach nbnt fh ande Val, 1 Teng ühgchlag ger dug van A „ 0 6—— f ,, mm Tannen- Man bereitet auch aus den Tannen. hehe Zapffen⸗ DFapffen ein Waſſer, auf folgende Art. Hubſchtat we h Sammle Anfangs des April⸗Monaths die al- zi, Ie geh he, lerzarteſten Tann ⸗Zapffen, oder auch die aneh erſten Schoͤßlein Tannen, dle voller Safft ene ſeyn, 8. Maaß, thue es in eln eichen Geſchirr, ane 14 und noch mehr Sproͤßlein darzu, die zerſtoſſen ba il hun* ſeyn, gieß daruͤber ſtarcken Wein, biß das sait 4 Ficken voll wird, laß es in gelinder Waͤrme 10 Win ſtehen, biß die eingeruͤhrte Materie einen gel“ ce 414 ſtigern Geruch hat, dann diſtillir es alsbals 18* aus einem Balneo Mariæ, ſolch deſtillirt Waſ⸗ 5 110 4 ſer gieß alsbald an neue Tannen ⸗Sproͤß·.* lein ſo zerſtoſſen, laß 4. Tage digeriren, dann n.* deſtillie es noch einmahl, und behalt es zum iich Gebrauch. 1 able Rinde von Die Rinde von dieſem Baum giebt auch Mieten Tannen ihren Nutzen, und wird ſolche meiſten aͤuſſer⸗ e lle 1 6 8 lich in Geſchwaͤren und verbrannten Schaͤden Gn n 1 gebrauchet. Auch iſt ſolches gewiß in Po⸗ gen 1 Experiment da gra ein beſonder Experiment, ſo das Übel g fan en 8 wieder das noch nicht lang angeſtnaden hat, wenn davon 1 bh„ Podagra⸗ ein Quentlein ſchwer im warmen Bier oder egg einem andern bequemen Vehiculo gegeben a0 olrd. N face ſeaus ze Die 5. — — 8 2 8 men. 1 ſer bs gleſcſh Bier⸗Hafinz, omme; da kann en Spiritum hun ouf friſche dung igeriren eech us den Tanng, auf folgende Ju il⸗Monaths dei fen, oder auch n, die voller Saß eln eſchen Gesc arzu, die zerſioſe Wein biß l in gelinder Wim Materie einen gi diſtillir es alsbe ſolch deſtilliet annen⸗Spii ige digeriren, dh und behalt es zu Baum giebt auh ſche meiſten auſſ brannten Schal ches gewiß in P jment, ſo das lil n hat, wenn dall armen Biro vehiculo gehe, 00 Weiſſe Tannen. 5 Die Tann⸗Aepffel, Coni, ſtrobili ſeynd Tannen; auch zu gebrauchen, ſolche trocknen und ad. Aepffel und ſtringiren. Man gebrauchet ſolche auch mei⸗ ſtens aͤuſſerlich in Entzůndung der Leber und anderer Theile, wann man ſolche als ein Epithema uͤberſchlaͤget, ln Wartzen und Huͤner⸗Augen, wenn man ſie damit waͤſchet, ſeynd ſolche auch ein recommandirt Mittel. dero G brauch. Endlich iſt auch noch uͤbrig das Tannen ⸗ Hartz von Hartz, deſſen giebt dieſer Baum zweyerley dieſem Sorten, in Summa der gantze Tannen⸗Baum Baum. iſt von Natur balſamiſch, und hat in receſſu ein Acidum volatile. Denn aus dem Stamm als auch aus denen Aeſten bekommt man eln helles, klares, weiſſes, wohlriechendes, bitteres Hartz. Das flieſſende wird aus den kleinen Beulechen der jungen Tannen geſammlet, aber man bekommt gar wenig, ſolches wird(wie⸗ wohl mit Unrecht,) Venediſcher Terbentin ge⸗ nannt, deñ er iſt ſchaͤrffer und hitztger; und das trockene ſammlet man von Tannen und Fich⸗ ten, und ſiehet aus wie Weyrauch, laͤſſet ſich auch bald alſo gebrauchen, an einigen Orthen wird es Waldrauch genannt, und von den Omeilſen zuſammen getragen. Solches hat auch einen bittern Geſchmack, und dienet wie⸗ der den Stein, Engbruͤſtigkeit und Go norrhœa, ſo wird es auch zum Raͤuchern ge⸗ nutzet, und die gifftige Lufft damit zu verbeſ⸗ ſern. Das Gehl ſo aus dem Holtz per deſcen- Tannen⸗ ſum bereitet wird, kom̃et ſelten zum Gebrauch. Hartz Oel. A 3 Das brotanpm ſind zweyer⸗ e 2 5 5 —..— 8 6 Weiſſe Tannen. Das Gehl aber aus dem Tannen und Fichten Hartz deſtillirt, hat eine geh Krafft zu reſol viren und zu erweichen! dle Marckſchreyer ma⸗ chen ihren Schwefel⸗Balſam daraus, der zwar nicht ſo theuer aber doch den wahren Kraͤfften nach, dem rechten Schwefel ⸗Balſam gleich kommet. 2. Stabwurtz. * 2 5. * D 8 VeStab⸗ „ wwurtz ley Ge⸗ wird im Lateini⸗ check. e, ee e end en ten 2 N 80 55 2. 2. r 2 7 7 1* ſchen A b + 0 t A. i eee e eee, ͤ num genannt, derer iſt zweyer⸗ Groſſe und Klei⸗ ne abgetheilet. Allhier wollen wir der erſten e cken, dle ander At aber bis an ſein, men Ort ausſetzen: Dieſe Stabwurtz waͤchſet gern beſonders wenn ſie noch jung iſt, an einem temperirten Ort, und wird in Garten gepflantzet, in Franckreich aber wächſt ſolche von ſich ſelbſt. Die eeſtalt Der Geſtalt nach hat er eine zaͤſichte und und Zelt, holtigte! Wor zel, woraus viel dunne und aͤſti⸗ ge ley Geſchlecht, und wird in die Gattung, Abro⸗ 0 tani mas geden⸗ . „ 1 0 0% ö. a im 00 1 Game uuns 1 g uch de Bun A en ſſohn Stabnur 0 a enge se win 6 fal uche, al . 77 rh pn eech . feen c kae 1¹ eden ba kun ee Ng 13 Ga den Eile 1 e 1 tna 1 en. nen undggichg ſſe Krafft ure Marckſchrezer 0 n daraus der ot u wahren Krafft el⸗Balſam ah irtz. Jet D wyt wird im date ſchen Ab rotz 1 num genannf, derer iſt zwe ley Geſchleht und wird in! Groſſe und al ne abgethell Allhier wol wir der at Gattung, Abm tani mas gehe cken, die athe t ausſetzen: O n * beſonders wenn. mperirten Ot ß in Franckteig ie ſt. er eine zaſtcht 10 yiel dünne 1 5 a Stabwurtz. 1 ge Staͤngel hervor ſchieſſen: von unzehlich viel kleinen, ſchmalen und graulichten Blaͤttern umgeben, am Geſchmack bitter und ſcharff, die Blaͤtterlein ſo haͤuffig an den Aeſtlein wachſen, ſind gelb, und gleichen faſt der Bluͤthe des Wermuths, und laſſen elnen kleinen runden Saamen hinter ſich, welcher in September zeitig wird die Blume aber kommet ſchon im Julio und Auguſto herfuͤr. Dle Stabwurtz iſt warm und trocken im Eigenſchaft dritten Grad, ſie erwaͤrmet, trocknet, adſtrin- und Nutzen. giret, reiniget, zertheilet; vertreibet die Fie⸗ ber, widerſtehet der Faͤulung, dem Gifft, und der gifftigen Thiere Biß, toͤdtet die Wuͤrme, treibt den Harn, heilet die Gelb⸗ ſucht/ und vertreibt die Nutter⸗Beſchwer⸗ de, und ſonderlich dienet ſolche den gelbſůch⸗ tigen Leuten, bringet wieder die verlohrne Monath Reinigung, und iſt mit ihrem Geruch den Schlangen zuwieder, und den⸗ gebrauchet. Neuſſer lich aber gebrauchet man ſolche in Auftroͤcknung und Staͤrckung der Gebeine: ſo wird ſie auch gut fuͤr das Ha ar⸗ ausfallen geruͤhmet, und iſt gut wieder das blutende Zahnfleiſch.. 1 noch werden dieſe Kraͤuter innerlich gar ſelten Innerlicher und aͤuſſer⸗ licher Ge brauch. Wenn derer obere Spitzen im Auguſto geſammlet werden, ſo beſitzen ſie eine ſonder⸗ bahre Mutter und Stein treibende Krafft, wann mans mit Wein kochet und ſiedet. So man davon ein Quintlein mit Salpeter pulvert, iſt es gut wieder den A4 Stein 8 Stabwurtz. Stein befunden worden, da der Urin lange verſtopfft geweſen iſt. Die Lauge davon dienet zum Haar ausfallen machen, der Saffft aber mit Dillen⸗Gehl vermiſchet, machet das Haar wachſen, wenn die Staͤte damit beſtrichen wird. Theils Weiber legen die Kraͤuter davon den Kindern in die Wiege, daß ſie darnach ſchlaffen ſollen, legens auch in der Eheleute Betten, denen durch Jauberey ein Poſſen gemachet iſt. Den Saamen aber kan man den Kindern wieder die Wuͤrme an ſtatt des Wurm⸗Saamens eingeben. Ubri⸗ gens wird aus den Blaͤttern und obern Spi⸗ Waſſer und zen ein Waſſſer diſtilllrt, welches mit dem deſſen Wuͤr⸗ Kraut gleiche Wuͤrckung hat, und dienet wie⸗ ckung. der Scorpion- und Spinnen ⸗Stich, mit Tuͤchern aufgeleget; treibet den Harn, be⸗ foͤrdert Monathliche Reinigung; toͤd⸗ tet die Wuͤrme, dienet wieder Harn⸗Win⸗ de, iſt auch gut wieder Engbruͤſtigkeit und kalten Huſten, wieder Sertzgeſpan, und das ſchwere Gebrechen. Die Alten haben auch einen Wein daraus Wein. bereitet, aber ſolcher wird itziger Zeit gar ſelten gebrauchet. Die Conſerv wird wie die von Wermuth, aus den oberſten Theilen und Blumen gema⸗ chet, kommet aber ſelten in die Recepta. Dem Gehl, ſo aus dem oberſten Theil in gemein Oehl infundirt wird, ſchreibet man eine Eonſerv, Oehl. ſonderbare Krafft zu, die Mutter zu ſtaͤr⸗ cken. So dienet ſolchs auch wohl den lah⸗ men 6 1 1 8 4 1 5 * e 4 ö*. 9 ———— 1 1— 3. ie dauge huhn len wache, Oehl vermice wenn die Si gells Weiber 1 dern in die WMitg len, legens auch durch Zauber Den Saane eder die Würm ns eingeben. Ul, n und obern Sy welches mit ben it, und dienet te, nen⸗Stich, ut et den Harn/ l einigung; th der charn⸗ IW ſbruͤſtigkeit in rtzgeſpan/ ul 0 en Wein data ger Zeit gar falt e von Wermuß id Blumen gene die Recepta. m oberſten Thelſt ſchreibet manche Mutter zu 0 pohl den laß ach woh 8 Gemeiner Wermuth. men Gliedern, lindert die Wehta gen des Leibs und der Mutter, treibt den Harn wenn es auf die Eichel geſtrichen wird, ſoll auch Haar und Hart wachſen machen. 3 teu tſcher ach Wermuth ge⸗ wache 5 i e winner viel hol⸗ und deſſen 70 1 tzigte Stengel, Geſtalt⸗ e ie und Aeſte waͤch⸗ e, ſet faſt aller Or⸗ then, am meiſten chen in Puͤn⸗ Ne then und in der Schweitz ſondeꝛ⸗ lich am Rhein⸗ ſtrohm angetrof⸗ fen, allwo es ge⸗ ringe Muͤhe ge⸗ ben ſollte, in weniger Zeit etliche Fuder voll zu ſammlen; an ſolchen Orthen, wo die Land⸗ Leuth die Erlen. Stauden abgehauet, auf dem Platz verbrennet, und Hirſe drauf geſaͤet ge⸗ habt. Die Blaͤtter gleichen dem Beyſuß, ſind gantz graufaͤrbicht, zerſpalten, eines aro⸗ matiſchen Geruchs und ſehr bittern Ge⸗ ſchmacks, traͤget ſtatt der Bluͤte faſt Trauben⸗ 1 weise Peſt, Fieber und Gebluͤt zu reinigen. 3 10 Gemeiner Wermuth. weiſe gelblichte Knoͤpflein, darinne der Saa⸗ me enthalten, die Wurtzel iſt dick, holtzigt, zeſericht, doch nicht bitter, ſondern guten Ge⸗ ſchmacks. Waͤchſet ſonſt auch gern an unge⸗ baueten Orthen, und hin und wleder an ein⸗ gefallenen Bauſtaͤten, von vielen wird er auch in Gaͤrten gehaͤget und fortgepflantzet. Dieſes Kraut iſt hitzig im erſten und trocken im dritten Grad, iſt von Natur warm und 1 trocken, dienet vornehmlich dem Magen und Leber, wie auch dem Miltz, troͤcknet und eroͤffnet, adſtringirk, iſt bitter, daher toͤdtet es auch die Wuͤrme ſuͤhret die Galle aus, erwecket Schweiß, und tauget wieder(ab⸗ ſonderlich 3. taͤgige) Fieber, auch dienet ſol⸗ cher wider bloͤden Hagen, erwaͤrmet und ſtaͤrcket denſelben, beſoͤrdert Dauung, daͤm⸗ pffet das Aufſtoſſen und Auf bloͤhen, machet Appetit zum Eſſen: verzehret die uͤbrigen Feuchtigkeiten, und fuͤhret ſolche durch den Stuhlgang und Harn aus, ſtaͤrcket und er⸗ waͤrmet auch die Leber und Miltz, und be⸗ freyet dieſelben von der Verſtopffung, wird auch nuͤtzlich wieder Gelbſucht, Waſſer⸗ ſucht, und langwaͤhrende Fieber, ſonder⸗ lich Tertianas ſpurias, gebrauchet, bekommet auch den Miltzſichtigen wohl: befoͤrdert die Monatliche Reinigung der Weiber, treibet alles Gifft aus dem Leibe und wieder⸗ ſtehet der Peſt. 0 Wermuth Koͤrner No. 9. ad 15 mit Saltz beſprengt, und gegeſſen, auch* Safft . Na gehen, g Et u Ham uh —— nackt, oe de Bet wem eum pet che reg ß ache l auge gugchgechhg Wenuch ibr an gt, burn fab den ge pur e aͤch ut Hebie g Sach ud plz 05 c chen 2 reti ech ut de wh bc ee geh ger dirt, fi 17 Sue waegung b nuth. rinnt dere arinne der Sg ſſt dick, holzizt ondern guten 05 ich gern an ung id wleder an eh, n vielen wih g orkgepflantzet erſten und tro Jatur warm un em Magen un lch trocknet un ter, daher töble t die Galle auz zuget wieder(l auch dienet fi, n, erwaͤrmet ung Dauung, ban uf bloͤhen, mache zehret die uͤbrige ſolche durch da ſtaͤrcket und a/ Miltz und h⸗ erſtopffung, wih ucht, Waſſe⸗ Fieber, onde auchet, bekomme wohl: befötdar ung der Wala, Leibe und wich No. 9. 30. fl den friſen auc 5 Gemeiner Wermuth. 11 Safft 1. Loth mit Zucker oder Honig ſuͤß ge⸗ machet, oder die Blaͤtter alſo gruͤn des Mor⸗ gens nuͤchtern eingenommen, iſt gut wieder die Peſt und Fieber, reiniget das Geblut, es muß aber etliche Tage continuirt, und die Koͤrner gantz eingeſchlucket werden. l Wermuth uber Nacht in Brandte⸗Vauch⸗und wein geleget, darein ein Tüchlein genetzt, Spul⸗ und den Kindern warm uͤber den Mabel gele⸗ Wülme⸗ get, auch das Gruͤblein am Halſe und unter die Naſe geſchmieret, iſt nuͤtzlich wider die Bauch. und Spulwuͤrme, bevoraus ſo man etwas Ochſen⸗Galle, Aloes und Myrren dazu nimm et. Wermuth mit Rrauſe⸗Muüntz, Ca Magen⸗ millen, und rothen Roſen in Wein ge⸗ brechen, kochet, in Saͤcklein gethan und auf den Nn⸗ 1 gen geleget, ſtaͤrcket und erwaͤrmet denſelben, en f 60. ſchwulſt, ſtillet den Schmertzen, wehret dem Brechn und verzehret deſſen Geſchwulſt. 1 Wermuth ⸗Rauch von trockenen Wer⸗Zahnwehe⸗ 7 muths⸗Blumen auf gluͤende Kohlen ge. ſchuͤttet, in den Mund gelaſſen, ſtillet und lindert mercklich die hefftigen Zahn %%iñ!, In den Apothecken ſammlet man von Wer⸗ Was aus muth die Blaͤtter und das Obere oder die den Wer Blumen, welches fuͤrnehmlich gebrauchet e wird, daraus bereiten ſie, das deſtilirte Waſſer, Syrup, Conſerva, Saltz, Ex- tract, Spiritut, Eſfenz, Tinckur, Trochiſcot, e eee 12 Gemeiner Wer/ muth. das Oleum, infundirt un. d deſtillirt, auch Wermuth ⸗Wein und Bier. 1. Das Wermuth ⸗YVaſſer betreffend, wird alſo bereitet. be. Die obern Ster igel am Wermuth, muth⸗Waſ⸗ wenn ſie in voller Blur he ſtehen, und zum Saamen ſchreiten wollen:, ein ziemlich Theil, zerhacke und zerſtoſſe ſie im ſteinern Moͤrſer. Thue ſie in eine verzinnte Bren⸗Blaſe, gieß viel Waſſer druͤber, damit ſie wohl angefeuchtet werde: Es muß aber die Blaſe nur halb voll ſeyn. Hernach gieb Feuer per gradus, und wenn die Tropffen kommen gieb ſtaͤr cker Feuer, alſo daß bald ein Tropffen den ande en ſtoſſe, ſo wird oben auf ein wenig Hehl ſchwin men, ſol⸗ ches ſammle auf in Zeit der Noth zur gebrau⸗ chen. 2. Der Syrup ſo zuſammen geſetzt, wird auf folgende Art bereitet. h. Die Spitzen von Wermuth lbſb. Rothe Roſen Fij. Indtaniſchen Spick 3. Quentlein. Alten guten weiſſen Wein lpiij Fil. Was zu zerſchneiden das zerſchneid, thue es in einen glaͤſern Kolben, gieß darauf den Wein und ſo viel Safft von Quitten, ſetze den Helm druͤber, laß 24. Stunden digeriren, und ſtaͤrcke das Feuer, und deſtillire es in der ſtaͤr⸗ ckeſten Hitze des Sandes, mehr als die Helffte uͤber, oder daß nur lbj uͤbrig bleibe; die erſten Zx. aber des uͤberdeſtillirten Waſſers, als wel⸗ ches das geiſtiche und wohlriechendeſte 1 5 a alte 8 % Win it . 10 Epen fn,* m auh w ec Wals wa ed a . al Wunde N ce Eresaus clit dagen af hethelg facg Wiek zx un er aur boß ufben benen „Nebſenz wann,. ech a in del 4 um e 0 l S e muth, ier. Haſſer betuſſch el am Wann f ſtehen, und zn ein ziemlich dy f ſteinern Mil ten Blaſe geßel wohl angefeht laſe nur halb uu per gradus, un lieb ſtar cker dau en ande en ſtoſſſt ſchwin men i Noth zu geben, ammen geſe k. Wermuth bl it 3. Quentlel. n Wein ii Ji zerſchneid,thuech darauf den Wil uitten, ſete de den digeriten ud lire es in derſiſ chr als dle Heft bleibe; deaf Waſſers, als 0 f de e ſſt h ſechendeſt 10 Gemeiner Wermuth. 13 halte abſon derlich, desgleichen auch das ander, und wann der Kolben kalt, ſo preſſe die hinter⸗ bliebene Species aus, das erſtgepreſſete elarifi. cite mit den Belſſen vomEy/ uũ inlpiſſir es biß auf Ziiij zu ſo chen thue endlich des eꝛſten deſtil⸗ lirten Waſſens Ix. und weiſſen Zucker 8j laß es nur bloß auf dem Feur zergehen, ohne ko⸗ chen, biß es zur Conſiſtenz eines Syrups wer⸗ de. Will man das andere Waſſer auch ge⸗ brauchen, ſo kan man allemahl etwas davon bey den Syrup thun. Doſ. iſt 3 ad 5j. 3. Die Eſſentz wird nach Glauberi Art bereitet, der vermiſchet die Wermuth mit ſei⸗ nem kixen- Saltz, und ziehet mit Spirit. Vini eine Eſſenz heraus, 4. Des Saltzes Bereltung iſt in dieſes 4. Saltz. Buchs ꝛ2ten Theil zur Genuͤge angewieſen worden.. a 5. Die Conſerva, wird gleich andern Conſerven aus den obern Spitzen verfertiget. 6. Wermuth Spiritus, bereitet man 6. Wer⸗ 3. Eſſentz von Wer⸗ alſo; Es wird ein hauffen Wermuth der noch muth⸗ dpi grun iſt zuſammen getragen, daß er alſo aus⸗ trockene und faule, hernach deſtillirt man es in einer Retorte in offenem Feur/ ſo gehet eine groſſe Menge Liquoris herruͤber: wenn man dieſen Liquorem in einem Kolben rectificirt, ſo erhaͤlt man einen Spiritum urinoſum, der eln fluͤchtiges Saltz in ſich hat, worinne di gantze Krafft des Krautes beruhet. 7. Der Wermuth Wein deſſen man⸗ 7. Wer, cherley Bereitung, iſt im Regiſter des zwen⸗ mutb⸗ ken Wein. —— —— 5 5 e Fe— 80 8 5 a W ... 5„ 3 3 5 5.— 1.. 88 N ee N 9. N 2 8 e C7* . .— 8 8 5 55— N ———. 85—— 7———— 8 — 14 Gemeiner Wermuth. ten Thells dieſes Buchs nachzuſchlagen, Wenn man ſolchen Wermuth, Wein ma⸗ chet, oder auch Wermuth ⸗ Bier machet, ſoll man den Wermuth zuvor mit heiſſem Waſſer bruͤhen, ſo wird er ſeinen wiederlichen Geſchmack etwas verlieren: wenn man bey der Mahlzeit nach genoſſener Suppe, den er⸗ ſten Trunck Wermuth⸗ Wein oder Bier thuet, iſt es ſehr gut wi leder das Fieber, Gelb⸗ und 1 Schar bock. 3. Wer, g. Die Trochiſeos von Wermuth be⸗ muth Zelt beitet man alſo. 1 Ne. Wermuth, Roſen, Anieß⸗Saamen jedes zji. Rhabarber ⸗Safft vom Eupatorio Me ſuæ Haſelwurtz. Epheu⸗Saamen, bt ktere geſchaͤlte Man⸗ deln, Indianiſche Spicke, Roͤmi⸗ ſche Spick, jedes zj. Safft von Endivi, des genug iſt, Mache daraus mit genugſamen Zucker, „ Jatkein. Das infundirte Gehl wird alſo bereitet. E. Friſch Baum⸗Oehl 2. b. hierinne beitze die obere Spitzen von Wer⸗ much ſo noch friſch und klein zer⸗ 1 vii, Wenn es einen Tag lang in einem wohl ver⸗ ſchloſſnen Kolben geweichet ſo colire es und druͤcke ſie ſtarck aus, zu dem ausgepreſſeten Dehl thue wieder friſche und klein ⸗geſchnitte⸗ 9. Wer⸗ muth⸗Oel, Zwölffeti. die Waſſerſucht, dienet auch wieder den us vg f 5 d e 4 1 e 11 un, 0 1 0 1 fl, 1000 c a dalia b alu böten 10 0 1 4 11. 5 Aung* ſtegbuc ** c Ochld N ce durch gz Maren oy ae. 105 5 7 5 2 zuvor mit he r ſeinen wiederſtt en: wenn mant, ener Suppe, den ein oder Bie ü Fieber, Gelb a t auch weder n Wermuth h/ „Anieß⸗ Saum n Eupatotio Melt lere geſchalte q be Spicke, Nan 5 des genugiſt, zenugſamen Zul wird alſo bekeit Jehl 2. 5. helm Spitzen von Mu iſch und keln z zineinem wofleh et ſo colire ca h dem ausgepteſſa 5 fen, dirbl. welſch⸗ Wermuth.. 8 3 ne Wermuth Spitzen, Zviij. digerir es in der Waͤrme, 1. biß 2. Tage lang, colire es wieder, und preſſe es ſtarck durch, wiederzohl es zum dritten mahl, dann ſo colire und exprimier es flarck, laß es ſich wohl ſetzen, ſelge es hernach per inclinationem ab, und ſeparire das reine Oehl davon. 8 Es dienet in Magen⸗ und Leber⸗Kränckhei⸗ ten ſo von Kaͤlte kommen, ſehr wohl; toͤdtet die Wuͤrme, ſtillet die Winde, dlenet in der Co⸗ lica die von Kaͤlte verurſachet, da man es in Clyſtiren brauchen kan. 1 Wer das Gehl durch kochen bereiten Gekochet will, der kan es durch dreyfache Iafuſion und Oel von Decoction in einem glaͤſern Alembico in bal. Wermuth: neo vaporoſo verrichten, damit kein Verluſt an den ſpirituoſen Thellen und balſamiſchen Krafft geſchehen moͤge; So auch iſt nicht vonnoͤthen, daß das Oehl ſo lange koche, biß es, wenn man es auf gluͤende Kohlen werffe, jaͤhling Feuer faſſe, ſondern je geſchwinder dieſe Infuſiones und Ebullitiones geſchehen je kraͤf⸗ tiger Oehl erlanget man, daß nicht leicht ver⸗ ee 4. Roͤmiſcher Wermuth. 2 5 Er Pontiſche oder Roͤmiſche Wer⸗ Ablintbiam much, wird im Lateiniſche Ablinthium Ponticaum. Fonticum genannt, bringet aus den Wurtzeln 8 viel Staͤngel, einer ganzen Elle hoch, glatt, 1 geau⸗ ſtalt uñ Act, Deret Ge⸗ brauch. 16 3 Gemeiner Wermuth. graufaͤrbig, und aͤſtich biß an den Gipfel, iſt lieb⸗ licher, ſubtiler an Geruch, auch etwas gelinder an Geſchmack als der gemeine Wermuth iſt ſondern ſchme⸗ cket etwas nach Gewuͤrtz, und hat neben ſeiner 5 5 N eine N eimlich anzie⸗ W hende Krafft. Ob wohl ſolcher mehrentheils am Pontiſchen Meer waͤchſet, ſo findet man ihn doch auch in Boͤhmen, Ungarn, Oeſterreſch und andern Orthen in Teutſchland mehr; in Engelland, Franckreich und Niederland, wird er in Gaͤr⸗ ten gezeuget. Dieſer Wermuth iſt gleich dem Teutſchen, auch hitzig im erſten und trocken im dritten Grad; zuſammenzlehender Krafft, machet duͤnn, zerthellet und trocknet; Iſt ein Leber⸗ und Magen ⸗Kraut, widerſtehet der Saͤu⸗ le, verbeſſert die Galle, und fuͤhret ſie durch den Urin aus; dienet auch in Verſtopffung derſ eber/ gelber und Wa ſſerſucht/ Bla ſen · Magen-Darm und andern innerli⸗ chen Glieder ⸗Kranckheiten: 5 un 92 e i gots. um ful de uten D ö le T ee ping! 1 Mg 0 fine, dle 4 wih u Buh un f aach wit en Mm 0 — 0 0 n graufith 1 aſtich 15 Gipfel, it cher, ſihhſ an Geruth a etwas ge an Geſhne als der gun Wermulſ ſondern sch cket etwas nu Gewuͤrtz I hat neben ein Bltterkeit h heimlich a hende Ku eils am Poniſcht nan ihn doch auh ſerreſch und arb ehr; in Engelaaß nd, wird er in gh eich dem Teulſſn trocken im dete er Ktafft, nu jet; Iſt einlacbe lderſtehet der ci und fühtet edu in Verſtopffil Haſſerſucht kl ind andern 140 n: Jyſchne Wurm ⸗Saamen. 17 und zaͤhen Lungen⸗Beſchwerungen aber iſt ſolcher zu vermeyden, weil er zuſammen zie⸗ het. In Wein geſotten, ſtillet er das Bauch⸗ Grimmen, und der Mutter nach der Ge⸗ burt, nur aͤuſerlich uͤbergeleget: es wehret auch dem Brechen ſunger Kinder, denen es auch wieder den Alp und Verzauberung unter geleget wird: und wo ſolche zu haben, kan ſie an ſtatt der Teutſchen Wermuth ge⸗ braucht werden. 8 m⸗Saamen. s Wurm ⸗Saa⸗ men, semen Ci- ne, auch Semen Zedoariæ im La- i teinſchen genaft, „elnige ſetzen ſol⸗ chen unter das Wermuth Ge⸗ 2 ſchlecht, daher es N i 8 auch den Namen tonicum fuͤhret, e und ſolches ſollte billiger den Namen vom Lande Nantonicum, allwo es waͤchſet, haben. So dienet auch zu wiſſen, daß dieſer Saame von einem dem Wer⸗ N B muth Abſinthium San- 6 N 8 ue m Abſinthi⸗ Nee 225 Kraut, 5 5 davon kommt der dam deer Semen Gi- Nnæ. Deſſen Be; 18 Wurm ⸗Saamen. muth gleichen, nur aber etwas kleinern Kraut herruͤhre, das wenig Saamen und Blumen traͤget; Es waͤchſet um Bethlehem und wird im heiligen Lande und Alexandien gar haͤufftg gefunden, an deſſen Statt gebraucht man Se⸗ men Tanaceti. In den Apothecken hat man den Saamen der aus Alexandrien in Egypten kommet. Et⸗ liche wollen, man ſammle ermeldten Saamen von Egyptiſchem Wermuth. Der Saame wird zu Ende des Sommers, reitung und da er zeitig wird, geſammlet: von dieſem Ge⸗ Putzen. waͤchs iſt nichts ſo beobachtet wird, als der Saame, ſolcher iſt warm im zweyte n und tro⸗ cken im dritten Grad, am Geſchmack bitter, toͤdtet und vertreibet allerley Wuͤrme. In den Apothecken findet man den mit de⸗ ſtillirtem Eßig berelteten Saamen, doch wird dafür gehalten, daß er unbereitet viel kraͤffti⸗ ger ſey die Wuͤrme abzutreiben. Auch wird davon die Confectio Seminis Cinæ bereitet, ſonſt uͤberzogener Wurm⸗Saamen genannt; einige zerreiben den Saamen mit Milch, ſeigen ihn durch, und geben ihn alle 8. Tage elnmahl in eee den Kindern drey⸗ mahl zu trincken. Übrigens werden aus die⸗ ſem Saamen vielerley Taͤflein und Kuͤchlein wieder den Wurm gemachet, und iſt faſt kein Qvackſalber, der nicht ein eigenes Arcanum wieder die Spuhl⸗Wuͤrme daraus zu bereiten ſich ruͤhmet, wer gute Medicamenta von ſol⸗ chen præpariren will der kan in 1. und 2. Theil dieſes ((Z.n3.3.. X:1ñ; 1 80 ag bog 1.* 93 baum/. Am, En A dh unkul/ W Aut. Nach,, dan 1 6 fail e 9 ſtiheg 2 damen. — twas kleiner damen und Jun alla exandien garhufß it gebraucht 100 . it man den Sam gypten kommet, ermeldten Saum th. Ende des Som let: von desen ichtet wird, alz im zweyten unh n Geſchmack hint ley Wuͤrme. idet man den mh Saamen, doch i nbereitet viel kiff treiben. Auch l ninis Cinæ bettlt Saamen genaſſ nen mit Milch ſen alle. Tage ein cht den Kindernin gens werden f aͤflein und Kicht chet und ſtfaſtſ in eigenes Arn ie daraus zu baun e 5 f 3. an im 1. Un 1 Wurm Saamen. 19 dieſes Buchs im Reglſter nachſchlagen ſo wird er genuͤgliche Mittel wieder die Wuͤrme bey Kindern antreffen und bereiten koͤnnen, auch kan man von ſolchemm Saamen bereiten fol⸗ gendes. 5 Wurm ⸗Taͤflein. 55 KR. Wurm⸗Saamen Zij. Weiß Diptam⸗Wurtz. Farenkraut⸗Wurtz⸗ Tormentil⸗ Wurtz. Feigbohnen⸗Mehl. 17 Gebrannt Hirſchhorn, jedes 3j. Alles ſubtil gepulvert und mit Zucker ziiſs, ſo in Beyfuß Waſſer zerlaſſen, Kuͤch⸗ lein davon bereitet, eingeben. Wird wun⸗ derbare Huͤlffe wieder die Wuͤrme leiſten. 6. Egyptiſcher Schotten⸗Dorn.* Der wahre Egyptiſche Schotten. Wie ſolche Dorn, im Lateiniſchen Acacia vera ge. giſtalt iſt nannt, iſt eine Staude mit holtzigten Zwei⸗ gen, ſo mit harten Dornen und Stacheln ver⸗ ſehen; traͤget weiſſe Blumen, wovon der Saa⸗ me wie eine Feigbohne in Schotten verſchloſ⸗ ſen, anwaͤchſet, die Blaͤtter ſind laͤnglicht, doch zart, als waͤren ſie von vielen Blaͤttlein zuſam⸗ men geſetzt, und wie die Vogel⸗Federn auf beyden Seiten geordnet; Aus dieſer Frucht wird ein Safft gemachet/ und an der Sonnen getrockuet, ſo hernach Acacia genennet wird; man bringet ſolchen aber gar ſelten rechtſchaf⸗ 9 V 2 fen 20 Egyptiſcher Schotten⸗Dorn. chealee — b Saen a 1 wohne Acad 4 ac scheune i gude, Alb ax tnäcan witer m offene aht öde dera c 7 Due zus gen ez dy aft rn 8 — 2 5 4 1 8 5 W . 8 b, ,, fen zu uns, und wird an deſſen Stelle gemei⸗ niglich in den Apothecken der Safft von un⸗ ſerm Schlehen⸗Dorn, welcher auch gar wohl zuſammen ziehet, gebrauchet. Ein ander Es wird auch noch ein Geſchlecht Acaciæ Geſchlecht beſchrieben, ſo viel kleiner und zaͤrter als das Acaciæ. erſte iſt, niedrig und ſtachlicht, ſolches Baͤum⸗ lein hat Blaͤtter wie Rauten, und bringet in kleinen Schoͤttlein faſt Saamen, ſo groß wie Linſen, wird im Herbſt zeitig, und hat auch einen zuſammen ziehenden Geſchmack, wann man dieſe Schotten an die Sonne haͤlt, ſo haben ſie einen Gold⸗Glantz, aus dieſen wird auch ein ndeſſen Stelegm n der Safft bunt velcher auch gert ichet. in Geſchlecht len yer und zaͤrter aol licht, ſolches din uten, und brücgth Faamen, ſo gu lig und hat aucheh ſchmack, wann onne halt ſ 7 dau! dieſen wicd 6 Egyptiſcher Schotten Dorn, 21 Safft gedruckt, ſo aber ſchwaͤchet als der vori⸗ Die wahre Acacia waͤchſet in Egypten, Wo ſolcher auch wird ſolche heutiges Tages in Neu⸗Spa⸗ waͤchſet. nien gefunden, allwo er aller Orten von ſich ſelbſt waͤchſt und wird vornehmlich an bergich⸗ ten Orten angetroffen, deſſen Saame wird reiff im Herbſt, und die andere Gattung findet man in It allen„„ jeſer aus de 5 m 1 deſſee„Deſſen Na Dieſer aus dem Saamen gepreſſete gold- e 1 dritten Grad, ſeine Natur iſt herbe, zuſammen de iche ziehend, und machet dicke, und zerthellet, der erkennet rechte wird daran erkannt, und fuͤr den beſten wird. gelbe Safft, iſt kalt im erſten, und trocken im gehalten, welcher ſchwartzlicht und bleichlich iſt, auch einen guten Geruch hat, man gebrau⸗ chet ſolchen, wenn er zu haben iſt, unter dem Therlac. 5„ Steiner Tugend nach, ſtillet er den unmaͤſ, Wuͤrckung ſigen Fluß der weiblichen Monath⸗ inn: und Reinigung, ſo man ihnen von dem Safft zu aͤuſeerlich. trincken giebt: auch ſo ſtopffet ſolcher die Bauch ⸗Fluͤſſe, und dienet wieder aus ge⸗ tretenen Affter und Baͤrmutter, er wird auch wieder das Rothlauff, Mund ⸗Ge⸗ ſchwuͤr, Augen ⸗ Selle, auch wieder her⸗ fuͤrtretende Augen gebrauchet. Das Hartz, ſo aus dieſem Dorn flieſſet, iſt durchſichtig wie Glaß, derohalben halten es etliche fuͤr das Gummi Arabicum, wird auch alſo genannt, ſtillet ebenfalls die Bauch ⸗ Sluͤſſe, weiſſen Fluß der Weiber, trocknet, B 3 machet 9„»„—. 1.. P e e 3 1 eee den CC a 6 8 7 1 8 a 9 45„ 5 e 738 e 238 ö. 5 8 ** N 9 N N s a*.* 5*. a n 3— 8„ ee———— m ß.„ 22 Egyptiſcher Schotten ⸗Dorn. machet dunn, lindert die Schaͤrffe auf der Biuſt, heilet Lungen⸗Geſchwaͤr, ſtaͤrckt die Darm bindet die zerbrochne Babe aͤuſſerlich iſt der Safft Acaciæ gut, wieder ufnb ſich freſſenden Geſchwaͤr wieder erfrohrne Fuͤſſe Geſchwaͤr der Nagel, und Mundfaͤule, die Gummi aber iſt gut, das Blut zu ſtillen. Unter den Therlac kommt von Acacia nach Proportion mit folgender Vermiſchung. . Succ. acaeiæ Ziiß. Sagapan ziij. Gum. Arab. Opii Thebaici. aa. zv. M. Aeacia Ger- 7. Teutſcher Schlehen⸗Dorn. 12 De Schlehen⸗Dorn iſt ein niedriges und dorniges Baͤumlein, die Blaͤtter gleichen den zahmen Pflaumen ⸗Baum Blaͤt⸗ tern, nur daß ſie ſchmaͤler, haͤrter und raucher ſeyn. Der Stamm iſt roͤthlicht, und bricht gern entzwey, im Fruͤhling bringt er viel weiſſe Bluͤmlein, von welchen hernach die Schlehen⸗ Frucht waͤchſet; welche eines zuſammenzie⸗ henden und herben Geſchmacks ſeyn. Dieſer Strauch iſt an allen Hecken, Zaͤunen, auch in Waͤldern anzutreffen. Was da⸗ Von dieſem Baum findet man in Apothe⸗ von in Apo⸗ cken die Bluͤthe, Blaͤtter und Fruͤchte, ſelten khecken be⸗ 8 aber die Rinden von den Wurtzeln.. 2 egruchl. n n Mc fen Alkr agen n w fh n. 5 17750* a 1 2 cd eiddr 1 „ em a E N 10! ahnen — an wnne* fte dd Nah. daa, 3 Geld Mhh,. W 4 g N ach, n ——. r r e 1 r r 1 r 1 1 q hf d Geſchwät, feht brochne Bin, Leaciæ gut, uh e chwaͤr, U hwaͤr der dai ö Jummi aber ig imt von Acaci 5h r Vermiſchun liſz. aa. zv. lehen⸗ Dor, orn iſt ein arg imlein, die Bla jumen⸗Baum dl , haͤrter undtuut roͤthlicht, und bil g bringt er via ernach die Sale eines zuſammel macks ſeyn. Dl en, Zauner, ug det man in Au r und grüͤghle ch Wurtzeln. 0 Teutſcher Schlehen⸗Dorn. 23 Die Blatter und Blumen ſind warm im Derer Nuß erſten Grad/ die Frucht und Rinde aber kalt im zen und Ez andern und trocken im dritten Grad. Die genſchafft. Blaͤtter/ Fruͤchte und Rinden kuͤhlen und trocknen, adſtringiren und machen dick; man gebrauchet ſolche in Bauch⸗ und Mutter⸗ Fluͤſſen, aͤuſſerlich aber in Gurgel⸗Waſſern; auch in Mukter⸗Baͤdern; die Bluͤthe reſol⸗ virt, fuͤhret den Sand aus der Nieren, lindert das Hertzdrucken, Seiten ⸗ Ste. chen und laxirt. Sie wird zu der Conſerv, Waſſer und Syrup genommen, und wieder kalten und feuchten Suſten geruͤhmet. Die Blumen zuPulver geſtoſſen und jun⸗ Blumen. gen Kindern in warmer Bruͤhe eingegeben, be⸗ foͤrdern den Stuhlgang. Das Mooß ſo an dem Holtz der Schlehen⸗Mooß. Stauden waͤchſet, dienet, wenn man ſolches in rothem Wein ſiedet, und uͤberleget, daß die Bruͤche nicht weiters zunehmen. 5 Die Frucht, ſo man ſie ins Bier wirfft, Frucht. machet ſie ſolchem eine angenehme Farbe und guten Geſchmack, ſtaͤrckt den Magen und Le⸗ bens⸗Geiſter, auch andre Leibes⸗Glieder, ſtillet den Bauch Fluß und die unmaͤßige Mo⸗ nath⸗ Reinigung; ſo man ſolche doͤrret und davon ein Quintlein einnimmet, ſo ſeynd ſie ein gewiſſes Steintreibendes Mittel. Die Kinde wird mit unter die Gurgel⸗ Rinde, Waſſer genommen, es iſt ein bewaͤhrt Mittel zu allerhand Zoͤhn⸗ und Sahnfleiſches Be⸗ ſchwerden, wann man von den Wurtzeln und a B 4 N Schle⸗ F 8 e. e R 24 Teutſcher Schlehen⸗Dorn. . Schlehen⸗Dorn ein Decoct machet. Doch daß man die aͤuſere ſchwartze Rinde von der Wurtzel verwirffet, und das Decoctum mit Eßig oder Bier bereitet, und ſo man damit den Mund ausſpuͤlet, benimmet es alsbald die Zahn ⸗Schmertzen, dienet auch wieder das Wacklen der Zaͤhne. Das diſtillirte Waſſer von den Bluͤthen in B. M. bereitet, das treibet den Urin oder Harn,(andere deſtilliren es in Wein) nutzet wieder den Stein, Seitenſtechen, geron⸗ nen Blut, und Lungen⸗Geſchwaͤr. Die Bluth⸗Conſerv. und der Syrup, werden wie die Roſen bereitet, durch offtmahlen wie⸗ derholte Infuſion, ſolche purgteren gelinde, dienen im Seiten⸗Stich, in Engbruͤſtig⸗ keit, Huſten und Nieren⸗Stein, er wird auch zuweilen, weil er gelinde purgirt, an ſtatt des larirenden Roſen⸗Saffts gebrauchet. Der Safft wird zuwellen auch aus den Fruͤch⸗ ten gepreſſet, inlpiſſirt, in Zeltlein formirt, und aufbehalten, dieſer Safft wird hernach an ſtatt der Acacien gebrauchet, ſolcher Safft ſtaͤrcket den Magen, ſtillet Erbrechen, nutzet in Blut ⸗ und Bauch ⸗Sluͤſſen, denn er ſtopffet und ziehet zuſammen, iſt auch im Blutausſpeyen gut und ſtillet auch die allzu viel flieſſende Monats⸗ Reinigung. Wenn man Wein aus gedorreten Schle⸗ hen bereitet, die man nehmlich zerſtoͤſſet, zu runden Kuͤchlein machet, in Ofen trocknet und dann infundirt, ſo giebt ſolcher Wein ein 5 derba⸗ 0 0 0 . a lle S—— ————— — bügfteuf 1 ä ehen, Dorn ct ache,. artze Rinde hoh 1 d das Decocuung nd ſo man dan amet es alshahh enet auch wieder, r von den Blithn reibet den Urn dy es in Weir) ni enſtechen, gan Geſchwaͤr. er Syrup/ ech irch offtmahlen gh purgieren gelſh in Engbrüſt n⸗Stein, er un inde purgirt, an fn Saffts gebrauch auch aus den dit in Zeltlein fn Zafft wird hen zuchet, ſolcher Gif ſtillet Erbrechg uch Glůͤſſen n mmen, iſt auch h dſtilet auch nech. Reinigung. s gedorreten Sh hmlich zerſtoſch n Ofen trocknet in olcher Weln en 12 1 derbares Mittel, wieder den Durchlauff und ůbermaͤßigen Blutfluß der Wei⸗ ber.. eee. 8. Saur⸗Ampffer. Ae e Aur⸗Ampf⸗ Derer Ge⸗ nen fer, zu dakei⸗ ſtalt, Ort niſch Acetoſa ge⸗ und Zeit. nannt, iſt ein in un⸗ ſern Landen wach⸗ ſend nuͤtzliches Kraut, deſſen es un⸗ kerſchiedene Ge⸗ ſchlechte giebt, wo⸗ von aber in Apothe⸗ cken nur eine Gat⸗ tung beobachtet wird, als die groſſe wilden, ſo ſchlecht hin unter dem Wort 8 10 Acetoſa verſtanden wird, ſolche waͤchſet auf den Wieſen, an einem Staͤngel uͤber einer Ellen lang, welcher ſtrie⸗ mig/ rund und ausgeholet iſt, die Blaͤtter ſeynd oben ſpitzig, am Ende aber gegen dem Stiehl mit zwey Zacken, wie ein Spieß⸗Eiſen formirt, eines ſaurlichten Geſchmacks, und die Blume zeiget ſich braunroth. Der Saameiſt drey⸗ eckigt, die zaſerichte gelbe Wurtzel aber am Ge⸗ ſchmack trocken und zuſammen ziehend; bluͤ⸗ het im Majo, gruͤnet den gantzen Sommer/ im V 5 Junio 26 Saur Ampffer. Junio und Julii Monathen zeitiget der Saa⸗ me, biß zu Anfang des Herbſts. Deſſen Ei⸗ Der Sauer⸗Ampff iſt kalt und trocken im genſchafft zweyten Grad, er oͤffnet, und dienet wieder uud Nutzen. Sifft und Faͤulung/ ſtaͤrckt den Ma⸗ gen, Sertz und eber, machet Appetit zum Eſſen, loͤſchet den Durſt, ſtillet den hitzi⸗ gen Bauchfluß, wird ſonderlich in hitzi⸗ gen gallichten und peſtilentzialiſchen Fiebern, innerlich und aͤuſerlich mit gutem Nutzen gebrauchet; und eroͤffnet die ver⸗ ſtopfte Leber, Milz und Meſenterium. Wurtzel. Die Wurtzel benimmet gleichfalls die Veerſtopffung der Leber, Miltz und Me⸗ ſenterii; auch der Harngaͤnge; wird auch wieder die Gelbeſucht und Nierenſtein Durſtlö⸗ mit groſſem Nutzen gebrauchet. Die Wurtzel ſchender mit Scorzoneren Wurtzel und gebrannten — 5 Hirſchhorn in Waſſer geſotten, giebt einen ſchoͤ⸗ nen und lieblichen Tranck, in oben gedachten Fiebern, den Durſcht zu loͤſchen, wozu ein wenig Zucker, Himber oder Baberis⸗Safft gethan werden kan. Der Same wird in Peſt, hitzigen Fiebern und andern Schwachheiten hochgehalten, ab⸗ ſonderlich ſo er mit Gifft treibenden und hertz⸗ ſtaͤrckenden Medicamenten vermiſchet wird, wird auch in ber rothen Ruhr, Durchbruch, Blutſpeyen, Blutharnen, Gonorrhœa und Mutter⸗Fluͤſſen geruͤhmet. Das Kraut in Wein geſotten, zu einem Pflaſter gemachet, benimmet die Slechten 3 und möiffneben. backe gun, 9 uber Nec derte 1 ihn Mata, t Eafß Edt fach den Suff 1„ 1 fe dite eee Aufteiftnt e eee e dg 3 e 5 br gh Ju nt, u l bc ſlha „egen f 101 5 0 ale 0 1 aun ö ö 1 dme . hen zeitigt dere irbſts. kalt und kroch 5 und dienet uh aͤrckt den d machet Appettzn ost, ſtillet daz ſonderlich in z peſtilengzialſeh aͤuſerlich mit gun d eroͤffnet die y ind Meſenterum mmet gleichfalt ber, Miltzundl tgaͤnge; wird und Nierenſth uchet. Die Nu tzel und gebranmt otten giebt einenſt ck, in oben gebach u loͤſchen/ vj 05 der Baberis⸗Ef beſt, hitzigen geh ten hochgehalten treibenden und h ten vermiſchtt l. Ruhr 5 Durchbal en, Gonorthon! t. u geſstten, zue immet die S0 Saur⸗ Ampffer. 27 und Kroͤpffe, wie dann die Wurtzel von etli⸗ chen wieder die Kroͤpffe angehencket wird. Die Apotecker bereiten daraus ein Conſer⸗ va von den Blaͤttern, wie auch ein diſtillirt Waſſer, Safft, Syrup und Conſerva, man kan auch aus dem Safft dieſes Krauts verfer⸗ ligen eine fuͤrtreflichhte zz * W Safft von Saur⸗ mpffer 8. Pfund. N Friſche Tamarinden 1. Pfund. Die Tamarinden zerreibet man in Saur⸗ Ampffer Safft mit einen holtzern doͤffel, bis ſich das Marck von den Zaͤſern und Kern abgeſon⸗ dert, und mit dem Safft wohl vermiſchet ha⸗ be: dieſe Bruͤhe ſeiget man denn erſtlich durch ein leinen grobes Tuch, klopffet etliche Eyer⸗ weis drunter, und thut es in ein glaͤſern Klo⸗ ben mit einem blinden Helm gemachet, damit die Feuchtigkeit beyſammen bleibe; dieſes laͤf⸗ ſet man dann in Balneo 3. biß 4. Stunden kochen; dann gieſſet man es durch ein Parchet Saͤcklein, und exprimirt es zuletzt ein wenig mit einem Finger, darnach laͤſſet man dieſen Safft ferner in einer glaͤſern Schale evapo⸗ riren, biß zu einer Hontg⸗Dicke, und verwah⸗ ret es; dieſe Eſſenz hat einen herrlichen durch⸗ dringenden, reinen und anmuthigen ſauren Geſchmack, behaͤlt ſolchen auch laͤnger als an⸗ dere Saͤffte, welche mit der Zeit bitter werden, und ſich veraͤndern. Dieſe V ö 8 8„„ 3 9* N 9 95 1* 5 9 2 . 2 1——* Acorus oder& Calamus aromaticus. Derer Ge⸗ ſtalt. 28 Callmus. Dieſe Eſſenz dienet das Geblüth zu erfti ſchen, nůtzet in hitzigen Fiebern, und Ent⸗ zuͤndung der Viſcerum, ſtillet den hefftigen Durſt, erfriſchet Hertz und Leber, ſtaͤrcket die von unmaͤßiger Hitze geſchwaͤchete ge⸗ bens ⸗Geiſter; dienet auch in Peſtilen⸗ zialiſchen Fiebern, auch in andern Kranck⸗ heiten, worinnen der Incidentien, Duͤnnma⸗ chung, und da die Schaͤrffe der Galle, und Fettigkeit zu maͤßigen, von noͤthen iſt. 9. Callmus. Je Alandwurtz, ſo in Lateiniſchen 2 Acorus, in Officinen aber Calamus aro- maticus genennet wird, iſt ein Gewaͤchs un⸗ ſerer teutſchen kanden, zeuget ſich gern an ſumpffigten Orthen, wird auch in Garten ge⸗ pflantzet, traͤget lange und ſchmale Blaͤtter, die Wurtzel iſt zaͤſericht und kr umm, weiß/ aus wendig in Knclan zertheilet, eines ſcharffen, herben, ſalpeteriſchen Geſchmacks, von Ge⸗ ruch aber nicht ſo unangenehm. Von dieſem Gewaͤchs wird in Apothecken nur die Wurtzel aufgehebet, welche an ſtatt der Aromatiſchen gebrauchet wird, weil ſolche auch genug ars matiſch iſt deſſen Krafft und Wuͤrckung in el⸗ nem lieblichen und Oelichten Saltze beſtehet. Wovon die weiſſe, bittre, ſcharffe die beſte iſt, die trockne wird nicht viel gebrauchet. Der 7 6* 0 dag gt in aa 1 0 ball 1. ad ttf hat dl an id n ſntheguſes a ach drͤchgm ey den gen after W. tft, Ache * 1 N alen N 8 wah de 0 ch pachen e dat u geht ke ag n zi 4 Wg! — ae* uh öh 1 ne b a* ienhegm 0 129 N 0 Num 0 U 99600 Men 1 uch 7 ba Nun p ö I cu 10 5 11 erh e 5 fig 10 8 1 8 2 uc, dit 10 Bun be N us. iebern ul ſtllet den heft und Leber, ſat g geſchwaͤchen auch in pelt ch in andern un didentien, Dim rffe der Gall von noͤthen ſſ. — mus. „ ſo in Lateluſt en aber Calamun iſt ein Gewaͤcz zeuget ſich gen; rd auch in Gatten ind ſchmale Bil ind krumm else geilet, eines schuf eſchmacks, vod enehm. Vondſe ecken nur die Nuß datt der Aroma olche auch genug und Wüͤrckung chten Salt bal 0 e, ſcharffe die% iel gebrauchel f Callmus. 29 Der Callmus ſtaͤrckt den Magen waͤr⸗ Deſſen Gi⸗ met und trocknet, hat duͤnne Theil, und gebrau⸗ brauch. chet man ihn viel in Verſtopffung des Monath⸗Fluſſes, Miltzes und Leber, wie auch im Bauchgrimmen, wenn man ſolche in Waſſer oder Wein kochet, und darvon trincket, auch wlederſtehet ſolche dem Gifft und der gifftigen Lufft, iſt auch gut zu den kalten Gebrechen des Haupts und den Haupt ⸗Slüͤſſen. Dienet wohl dem bloͤden und ſchwachen Magen, raͤumet die Bruſt, und treibt den Harn, ſtillet die Sarn⸗Winde und Bauchgrimmen, zer⸗ theilet auch das von Fallen oder Stoſſen ge⸗ ronnene Blut im Leibe. Vertreibt Quar⸗ tan ⸗ Sieber, und thut Huͤlffe den Scharbo⸗ ckiſchen. 5 Dieſe Wurtzel iſt warm und trocken im drit⸗ Eigenſchaft ten Grad, und wird in den Apothecken daraus und Berei⸗ bereitet das Diacorum oder Calmus⸗Latwerg, iu item dſe eingemachte Wurtzel, der Extract, das Oehl und Sal Acori.. Das Diacorum oder Latwerg iſt bewaͤhrt zu kalten Gebrechen des Haupts und der Nieren, in Schlag und Laͤhme, und die Conſerva davon wird von einigen als ein ſon⸗ derbar Arcanum gelobet; Sie vertreibet die Schlaff Sucht, Zittern, Jaupt⸗Wehe, ſo von kalten Fluͤſſen entſtanden; ſtaͤrcket den Magen, erwecket guten Appetit zum Eſſen corigiet ſeinckenden Athen fd aus Undaͤuung des Magens kommet. Hilft 5 Waſ. ug und Nutzen. Eilngema⸗ cheter Call mus. 30 Callmus. Waſſerſůchtigen, und befoͤrdert die eheli⸗ chen Wercke. 1 Das Acorum conditum oder der einge⸗ machete Callmus, dienet auch in oberzehlten Schwachheiten, ſonderlich bekommt er dem ſchwachen, kalten und feuchten Magen, denn er erwaͤrmet und befoͤrdert die Nauung, ſtlllet das Auffſtoſſen, und verzehret die Cruditaͤten, worzu auch das Extractum, ingleichen das Oehl und Saltz koͤnnen gebrauchet werden. Wie das Callmus⸗Gehl zu uͤberkommen, und deſſen Nutzen. u Des beſten ſuͤſſen Callmus q. v. ſchneide ihn in kleine Stuͤcklein, ſtoß es in einem wohl⸗ bedeckten Moͤrſer, thue es hernach in einen ho⸗ hen Glaß⸗Kolben, und zu jedweden Pfund Callmus thue man zwey Untzen Weinſtein, und 2. 3 decrepirt Saltz, miſche es wohl un⸗ ter einander, und gieß daruͤber ſo viel klares Brunn⸗Waſſer, daß genug iſt, und die Materia eine Handbreit bedecke, lutire auf den Kolben einen blinden Helm, digerir es in Pferde⸗Miſt oder MB. 20. Tage lang, hernach thue es in ein Alembic und diſtillirs im Sand, die. er⸗ ſten Stunden mit gelindem Feuer hernach ver⸗ ſtaͤrcke ſolches per gradus, biß alles fluͤchtige heruͤber iſt: Separir das Oehl vom Waſſer, be⸗ halt es zum Gebrauch. Dieſes Oehl ſtaͤrcket das Gedaͤchtnůß benimmet Haupt⸗Schmertzen und Fluͤſ⸗ ſe ſo von Kaͤlte entſtehen, ſtaͤrckt den ſchwa⸗ Helle bah ae f une Ohm ſhtp Feng de Bernt baff ggaſſtlabn Ger erm nacht cger c fegte de Grag Us. e obeferdett h 0 — litum oder der 0 t auch in obe 0 lich bekommt g üchten Mage dyn k die Dauung il jehret die Crwälch —— cum, ingleicay gebrauchet wehe Hehl zu uͤberkünmn allmus q. v. hh foß es in eineni s hernach in ee zu jedweden dn y Untzen Welt g tz miſche es wollh aruͤber ſo viel an ug iſt, und die Ma lutire auf den oe rir es in Pfethe g, hernach thut es im Sand, dez m Feuer, hernach 8, biß alles füch Oehl vom Wiſeh das Gedacht e tſtehen, start fake, ch Frauen⸗Haar. 31 ſchwachen Magen, ſtillet Erbrechen, iſt gut wieder Ohnmachten, hilfft der Monath⸗KReinigung,/benimmet das Auf⸗ ſteigen der Baͤrmutter, reiniget und eroͤff⸗ net verſtopffte Nieren, zerbricht den Stein, ſtillet den Harn⸗Lauff und Gonor- rhœam, machet Haar wachſend, præſervirt fuͤr Unſinnigkeit und Melancholy, die⸗ net auch wieder das Grimmen. 10, Frauen⸗ Haar. FRaven⸗ Haar im La⸗ teiniſchen Adian- A tum nigrum ve- rum, auch Capil- a lus Veneris ge⸗ ö e e nannt, hat zarte, e, e e braun ſchwar⸗ Adiantum nigrum verum. Geſtalt⸗ be glängende , an Staͤngel einer klwein, rundlicht, rliͤngs umher zer⸗ 55 Kerbet, weißlicht, 14 und vergleichen ſich denen im Coriander, waͤchſet gern an den Waͤldern, Brunnen felſichten Orthen wo es ſchattich iſt; der rechte waͤchſet um Mompeller 10% e in 1 5 Ir. Spannen hoch, 3 N die Blaͤtter ſind N Componir- ter Frauen⸗ Haar Sy⸗ rup. 32 Srauen⸗ Haar. in Franckreich; den Nahmen Frauen⸗Haar hat es, weil es die Haar faͤrbet und ſchoͤn wach⸗ ſen machet, wenn es nehmlich in Lauge geſot⸗ ten, und das Haupt damit gewaſchen wird; dieſes Kraͤutlein gruͤnet zwar das gantze Jahr, traͤget aber weder Saamen noch Blu⸗ men. Das Kraut oder die Blatter davon, wel⸗ che temperirt und nicht zu kalt noch zu warm ſeyn, hat man allein davon in den Apothe⸗ cken; Daraus wird bereitet der einfache und camponirte Syrup, der componirte Syrup nach Fernelio iſt folgender. R. Maur⸗Raute, 3. Haͤnde voll, Venus. Haar, Guͤlden Wiederthon, Steinbrech, Betontck, Pimpinell, Hieſchzung, alles friſch, jedes 2. Haͤndevoll. Gieß Brunwaſſer drauf, infundire es und deſtlllir es wie bey andern Syrupen gelehrt worden, thue darnach Zucker qs. darzu, und zuletzt füge vom diſtlllirten Waſſer darbey q.s. und koch es zu Syrup. Es heilet ſo wohl das Waſſer davon, als der Syrup in Gonorrhæa und weiſſen Fluß der Weiber, eroͤffnet die Verſtopffung der Feber und Miltz treibt den Urin und Mo⸗ nathliche Blume machet duͤnn und fluͤßig, treibt den Stein/ lindert den Suſten, 5 . treibt 160* hl 15 25 Wgaucbtverſte d de 5 0 eng a5* fa Juspurf, und! 5aar. men Frauen⸗ Han Halt rbet und hn, mlich in dag 0 mit gewaschen gh 0 et zwar das ge Saamen nuch Blaͤtter dab zu kalt noch unt avon in den J reitet der einfachen r componitte G er. 3. Haͤnde vol, r, derthon, alles friſch fan drauf, infonan hey andern Ey ue darnach Zuck füge vom dil und koch es zue Waſſer dun a und weiſſen i Verſtopffun t den Urin umi achet dünn und ert den B, Maur Raute. 33 treibt das Keuchen und Seitenſtechen; T oͤffnet auch das verſtopffte Seaͤder. Deſ⸗ ſen Decoct mit Wein oder Waſſer, dienet zu den dicken, zaͤhen Feuchtigkeiten, machet einen Auswurff, und treibet den Sand aus, auch machet man davon ein Extract. 11. Maur⸗Raute. Adiantum 8 album, A ur ⸗ Ruta muta- Raute, im Lateiniſchen a. dn e diantum album, in Officinen Ruta Muraria genant, gleicher an Gee Derer Ge⸗ alt faſt dem(elk. 4 N 10. Frauen- Haar, n und breitere N Blaͤtter, hat elne ſehr faſichte Wur⸗ tzel, waͤchſet gern . an alten Gemaͤu⸗ ern, daher es auch den Nahmen hat es gruͤnet das gantze Jahr uͤber, vornehmlich aber im Sommer, und bringet weder Blumen noch Saamen. 8 Das Kraut oder Blaͤtter ſamt den Sten⸗ geln ſeyn gemaͤßigter Waͤrme und Kalte, trock.⸗ net, zertheilt, zeitiget, 2 den Harn, und Adiantumi aureum. Geſtalt nud Orth. , Guͤlden Wieder⸗Thon. Sulden wieder · Thon. und bricht den Stein, reſolvirt den zaͤhen und tartariſchen Schleim, auf der Btuſt und Lunge, wehret dem Huſten und kurtzen Athen, vertreibet das Seiten⸗Stechen, Gelbe ⸗ Sucht, und dienet ſonderlich in Verſtopffung der Miltz, Nieren und Blaſen⸗Schmertzen; fuͤhret gelinde ab die Galle, Harn und Stein; thut auch groſſe Wuͤrckung wieder den Scharbock; wird auch in Bruͤchen der jungen Kinder, wann man ihnen davon 40. Tage nacheinan⸗ der eingiebet, genutzet. Aeuſſerlich gebrau⸗ chet, mehret es das Haar, krocknet den naſſen Haupt- Grind, heilet die Geſchwuͤr der Nagel, und vertreibt den Wurm an Fin⸗ gern, zeitiget die Kroͤpffe und Beulen. Die Aſche davon heilet die Fiſteln, und rein get die Geſchwoͤr an heimlichen Orthen der Frauen. . zuͤlden Wieder⸗Thon, im Lakeiniſchen Adliantum aureum genannt, iſt ein voll kommenes Mooß, hat ſehr ſubtile, gelbe und niedrige Staͤngel, ſo am unterſten Ende mit vielen zarten mooſigten Blaͤttern umgeben. Es waͤchſet an ſteinigten, ſandigten und moo⸗ ſigten Orthen auf den Bergen, und in den Waͤldern. Es wird vor der Sonnen Auf⸗ gang, wann Sonn und Mond im Zwilling ſind, geſammlet⸗ hinthis l 1 n fate b 2 1000 Bann f ch. wit düfen w ſaasgeſcen, Wade g fe, ust Ker danch n dr 0 lte, * 5 8 ue s ohe da 105 uch a ch, nk achat x f a eng, ud J ba unc ug 10 wü dc 93 ccc, t 7 1% f f lee uten ire ma h wa „Mt hug hahe — —— —— — * —(—— dder⸗ Then eſolyirt den 0 auf der B8f. Husten und kin Seiten, Su 0 9 80 ſocdealt 1 3 Neun fuͤhret gen * g 8 f 5 er den Schach n der jungen gh n 40. Tage nach 0 . Aueuſſexlichgh ir, trocknetdant et die Geſchmi den Wurm an oͤpffe und Bal die Fiſteln, unn heimlichen hig Sieder⸗ hon hon, im dat aal m genannt/ ſt a ſehr ſubulle gehe am unterſten Eid n Blaͤttern ung 0 n/ ſandigten ut Bergen, ung 1 vor der Sonn ö 10 Mond gu affen perde oder Aloes⸗ Soltz. 38 Man findet zwar ſolches mit Kraut, Blaͤt⸗ Iſt nicht ter und Blumen in einigen Apothecken aber ſonderlich von deſſen Kraͤfften wird bey keinem Aurote zu gebrau⸗ etwas gefunden, wird auch zu nichts gebrau⸗ chen. chet, auſſer daß es Carrichter in verzauber⸗ ten Kranckheiten ruͤhmet und gebrauchet. Iſt aber ſeiner Wies nach wohl aus zu⸗ 1. Par 5 407 5 Aloes⸗ Holz. 10905 Aloes, A En- Du Aloes oder Paradies ⸗ Holtz, im lockum. àLakeiniſchen Lignum Aloés, auch Agal⸗ lochum genannt, iſt ein Holtz, ſchwaͤrtz Pur⸗ Diff pur⸗Farb, mit aſcher farben Adern untermen⸗ Gel get, bitter ſchwer, und giebt, einen Safft von und Lek. ſich, wann man es auf gluͤende Kohlen leget, giebt auch einen lieblich Hane 6 0 wo man es anzuͤndet, laͤſſet es etliche Blaͤßlein hinter ſich. Woher das Holtz koͤmmet, dar⸗ inn ſind die Scribenten ungleicher Meynung, diewell auch unter ſolchem Holtz einlintesſcheid gemachet wird. . den 1 barme man das en aber 1 55 N 0 N 15 25 me 1 36 Para dies ⸗oder Aloes⸗Soltz. mit ſchwartz Kuͤmmel⸗Oehl vermiſcht, und damit der Haus⸗Hahnen Wuͤrbel beſtrei⸗ chet, ſo ſoll ſolcher ohn Unterlaß 4 ſtaͤrcket es auch das Hertz und Mukker, vertrei⸗ bet das Hertz⸗Pochen, derowegen gebrau⸗ chet man es auch in Ohnmachten: wegen ſei⸗ ner Bitterkeit toͤdtet es die Wuͤrm, euſerlich gebrauchet man es offt in Hertz⸗Uberſchlaͤgen. Es ſtaͤrcket auch die animaliſchen und erquicket Extract nach An- gelæ Salæ deſeript. die zeugenden und Lebens⸗Geiſter, beſitzet eine balſamiſche Krafft, hat ein ſubtiles hartzigtes 2 e Lache u 7 g 45 1 5 ebend in. Tant, und bas Eur fr wut, bm inden 8g n int Nate R Weſen, dahero es auch des Aloes Nahmen ge⸗ borget hat. Wenn man Zj. deſſen Pulvers nimmet, ſo heilet es die Colic und andere kalte Gedaͤrme, Bauch · und Mutter⸗RKranck⸗ heiten. Dieß Pulver auf gewiſſe Art berei- tet, und uͤber faul Fleiſch geſtreuet, beiſſet es ſelbiges wunderbar aus, und zwar ohne Schmertzen. Angelus Salæ machet einen Extract baraus, nimmet der auserleſenen gepulverten Stuͤck⸗ lein, digerirts und extrahirts mit rectificirtem Spir. Vini I5vi. in einem verſchloſſenen Gefaͤß in M. B. drey Tage: zu dem ausgegoſſenen li⸗ quore gieſſet er bj. Roſen⸗Waſſer, ziehet bey gelinder Waͤrme den Spir. Vini ab, die hinter⸗ ſtellige reſinoſe Eſſenz, waͤſchet, trocknet und kochet er nach Belieben zur Dicke, daraus kan man hernach Trochiſcos machen, Dol. Gran iij. ad gr. x. Die hinterſtellige Feces koͤn⸗ nen hernach zu Raͤucher⸗Kertzen gebrauchet werden; dieſer Extract iſt das ä . 6 Ae un each ge n Ales ug bes al Lerchen · Schwamm. 37 zel.—. 1 8 bene des Pulv. analeptici Mindereri. Die Species, nterlaßkr 4 Trochiſci, und das Extractum Diaxylo aloes zund Mu genannt, ſo man in den Aporhecken hat, wer⸗ n, derowegen 0 den in obgedachten Schwachhelten des Her⸗ machten: 15 tzens und Haupts hochgehalten, bekommen r ne Te eee e eee eee, naliſchen unde vertreiben bo ſen ſtinckenden Athen, und 8, Geſſter 905 machen den Menſchen froͤlich. Ein mehres 3 8 2 iſt im Il. Theil im Regiſter nachzuſchla⸗ des Aloes Nabu 3 0 4 an Zj. deſſen dh f 9 1 olic und 07 4 145 Lerchen⸗ Schwamm. Agaricum, d Mutter Un Ce Erchen · Schwamm, im Latelniſchen Lerchen auf gewiſſe dun L Agaricum genannt, hat ſeinen Nahmen Schwaff ziſch geſtteurt. von dem Land Agaria in Sarmatien gelegen, aus, und zan) woher man ſolchen vor Zeiten zu uns bracht hat, heutiges Tages aber, kan man ihn in teinen Ertrzaban Menge aus dem Grau⸗Puͤnther⸗Land und wo n gepulbertn el es ſonſt viel derchen⸗Baum giebt, herzuführen. ihirts mit reciheb Dieſer Schwamm waͤchſet an den Lerchen⸗ 0 ſolcher verſchloſſenen a Baͤumen, etliche wollen, daß ſolcher auch an waͤchſet, dem ausgegoſſun dem Ceder⸗VBaum wachſe, und wird in Som⸗ und wie er en. Waſſt, J mer⸗Zeiten von demLerchen⸗Baum gebrochen: beſchaffen ir, Vini ab, deſe derer glebt es zweyerley Geſchlecht, ſchwartz ſeh. wöchtt, well und weiß, der Schwarze iſt zu der Arzenen zur Dicke, dul nichts nutz, der Weiſſe aber ſoll ſeyn leicht lucker ſcos machen/ 805 muͤrb, am Geſchmack erſtlich ſuͤß, bald haftbar e er 1 f 5 aber holtzicht, er⸗Kertzen gebral wird v erworſfen. der tze auch nicht, und ſſt das Halte 3 das d g C3 Der 6— Deſſen Ei⸗ genſch aft 38 Der Lerchen ⸗ Schwamm iſt hitztg im Lerchen ⸗ Schwamm. erſten, trocken im andern Grad, zeitiget, zer⸗ und Nutzen theilt, machet duͤnn, eroͤffnet, ſaubret, purgi⸗ pelte, eintaͤgig und dreytaͤgige Fieber, ret die Galle, waͤſſerichten zuaͤhen Schleim fuͤhret aus die unreinen boͤſen Feuchtigkeiten, des Haupts und Hirns, Nieren Bruſt, Leber, Lunge, Miltz, Magen, Gekroͤß⸗ Aederlein, Nieren und Muttet, und eroͤff⸗ det derſelben Verſtopffung, wird deswegen geruͤhmet wieder das langwuͤhrige Haupt⸗ wehe, Schwindel, fallende Sucht, Krampf, Schlag, Schlaffſucht, Eng⸗ bruͤſtigkeit Reuchen Bleichſucht Waß⸗ ſer⸗ und Gelbſucht, langwuͤrige„ dop⸗ Miltzſucht, Reiſſen in Gliedern, Len⸗ den/ und Mutter⸗Wehe treibt Monat⸗ liche Reinigung und den Harn, ſtillet den weiſſen Fluß, toͤdtet die Wuͤr m/ widerſtehet den Gifft/ und heilet gifftiger Thiere Biß. Was dati aus berei⸗ tet wird. Srtractkum Agarici. Agarieus Trochiſca. 6. ger hoch daruͤber gehet. Euſſerlich, wenn man das Haupt waͤ⸗ ſchet, und mit ſolchem ſtatt der Seiffe das Haupt reibet, ſo ſoll es die Haupt ⸗Schmer⸗ Ben und Fraͤyß curiren, und vor allen der⸗ gleichen Kranckheiten bewahren. In den Apothecken wird aus ſolchen aller⸗ hand bereitet; als 1. der Extract. Re. Lerchen⸗ Schwamm ſo viel beliebt wird, gleß daruber guten Brandtewein, daß ſelbiger 2. quer Fin⸗ Doſ. iſt 30. bis Bij. 2. Die Jaͤltlein. he. Klein zerſchnitten Lerchen Schwamm, gleß daruber 1 70 Nah en uber dung t dg ehen, 1 Ae oanle te ,d Sum f en ew ſifkben pile un fete ee i, lid, 10 de pick Gael Jede eb lz . Mace! ſagſt, niche ales und an fan n 3 Mun 382 1 „ Ielueftarc g ate, Id I Albes J. 1 el lg 1 Math de am cungur 9h* U ml iat lan aul lde Wa aktag. Dar;. wamm it 0 Feitige ffnet, faulen 0 0 tnzöhen Sch, öſen Feuchtigeh 8, Fü Magen Ge 1 derne dc fung, wird dev angwuͤhrige an fallende 8 5 lache B. eichſucheſ e U veytagige Ji in Gliedern che treibt lin den Harn, ſtſlan e Wuͤrm/ wida fftiger Thier man das Haupt ſtatt der Saft! le Haupt Sch n, und vor ale wahren. vird aus 11 r Extract. Nba bt wird, geß duk ſelbiger 2. af f Dol. iſt ste *. Klein ate gleß dale b 5 0 N. Agarici 311]. Iridis, marrubi aa. Zv. ſpec. i hieræ picræ Galeni. Ziv. Colocynthid. Sar- cocoll. aa. Zij. Myrrh. 3j. Sapæ d. s. M. F. Lerchen⸗Schwamm. 39 Mein, in welchem Imber macerirt worden, mache darnach mit Traganth⸗ Schleim kleine Kuͤchlein. 1 3. Zaͤltlein von ce Shun Trochife . Auserleſenen Lerchen⸗Schwamm, Zi. de Agarico. Stein ⸗Saltz 3J. Saurampff. Syrup, das ge⸗ nug iſt, miſche alles und formire daraus klei⸗ ne Zaͤltlein, ſtell ſie an warmen Orth und laß ſie je trocknen. 4. Pillen von Lerchen Schwamm, vilul. de Agarica, Maiſa Pilul. Doſ. 36. ad 5jſ. 5. Die Pilulæ Hieræ cum A garico werden 9 85 ale bereltet. 15 8 n R. Pilulæ Hieræ picræ Galeni Agarici Trochiſcati aa 50 5 Aloes 5. MNl'ellis roſati q. s. F. Maſſa Pilular. Dof. 33. ad ij. Agaricum corrigitur Stomachicis, e. g. Zin- zib. Cariophill. ſpica celtica,&c. Quia tar- de operatur; acuitur ſale gemmæ, vel Cri- ſtall. Tartari, Doſ. à, 0 ad 5ij. in! infuſione 4, 5j. ad zv. n Eupatori- ee Balſem in betelulſcheuagerstumn Ageratum- Lauch Eupatorium Meſuæ genannt; Iſt ein ſandicht Kraut, deſſen Staͤngel rund etwas C 4 heltzecht, „um Meſuæ. Deſſen Ge ſtalt, Art, Zeit und Ei; genſchafft. 4e Leber ⸗Balſam. holtzicht, und anderthalb Schuhe hoch ſind, daxan ſtehen laͤnglichte, rauhe und zerkerbte Blaͤtter oben auf dem Stengel traͤget es Trau⸗ ben⸗weiſe goldgelbe Blumen: man pflantzet es bey uns in Gaͤrten, um Montpellier aber in Franckreich, waͤchſet es auf den Ber⸗ gen es bluͤtzet im Julio und Auguſto, und wird geſammlet, wenn die Sonn im Löwen gehet. Dieſes Gewaͤchs iſt hitzig und trocken im andern Grad. In die Apot hecken mi met man das Eupatorium Meſuæ das gantze Gewaͤchs, mit Blumen und Blattern. Dieſes Kraut iſt eines aromatiſchen Ge- ſchmacks, machet dunn, wlederſtehet der Fan ⸗ lung, dienet in allerhand Leber⸗Hebrechen, ſo von Verſtopffung verurſachet worden; Es laxirt gelinde, euſerlich treibt es den Harn, erweichet durch ſeinen Rauch die Mutter, wird auch in der Cachexai oder boͤſen Farb, und der Gelbſucht geruͤhmet. Deſſen Ge⸗ ruch iſt auch aromatiſch, es verbeſſert durch ſeine Bitterkeit die Galle, gleichwie der Wer⸗ muth, dahers ſoll ſich ein jeder eines Decocti von dieſem Kraut wieder die afficirte Leber, oder den krancken Magen, wie ingleichen auch ein Infuſum davon laſſen recommandirt ſeyn. Denn es heilet die Wa ſſerſucht, langwierl⸗ ge eingewurtzelte Sieber, dienet zu den Win⸗ den, und iſt das fuͤrnehmſte Stuͤck des gruͤnen krinckbaren Wund⸗Balſam, der Saame aber wird wider die Wuͤrm gebrauchtt. 3 5 e 7 3 n Insge ⸗ be dee 1 dr kebcpaun Uüure) Tele gadk Veſchelung u. beben lch alſam. enge un fh ſtengel träger umen: man bea um NMontpelle ſet es auf zn die Sonn im 0 iſt htoig undtz n die Apothechu um Meſux dg n und Blattern. nes aromatiſcha wiederſtehet daß Leber ⸗Gebue rurſachet worden h treibt es den ge Rauch die Mun xai oder boͤſen g ruͤhmet. Diſa h, es verbeſſtt l le, gleichwie der in jeder eines ben der die affcirke ll en, wie ingleichne n teco mand ſſerſucht, lun ö , dienet zu derll mſte Stück des an Iſam, der Saufſch gebraucht. Leber⸗Balſam. 41 * Insgemein bereiten die Apothecker daraus, Was dar⸗ 1. den Syrup de Eupatorio Meſur, 2. Pilulas aus bereitet de Eupatorio, 3. Trochiſe. de Eupatorio, da; wird. von die Beſchreibung in der Fharmacopceia Auguſtana nachzuſchlagen. Syrup de Bupatoria Meſuea. pyrup de Wurtzel von Eppich, Fenchel, Endi⸗ Eupatoria 5 ven jedes 4. Loth. 5 Cameel⸗Heu, Flachs⸗Seyde, Wer muth, rothe Roſen, jedes 12. Loth. Frauen ⸗ Haar, Cardbenedict, Mäaannes⸗Treu, Ochſenzung⸗Bluͤmel, Anies⸗Saamen. Leber⸗Balſam(Agerati) jedes 5. Quintlein. Rhabarber, Maſtix, jedes 3. Quentlein. Indlaniſch Spick, Roͤm. Spick, Haſelwurtz, jedes Loth. Brunnwaſſer 8. Pfund. Koche es biß auf den zten Theil ein, exprimir es, hernach colire,thue darzu. Safft von Eppich 2. Pf. diven 1.6.. 5 Zucker 4. W. Koche es nach der Kunſt zu einem Syrup. Dieſer Syrup dienet in langwaͤhrenden Deſſen Ge⸗ und im rechten dreytaͤgigen fiber ſo aus brauch. dickem Schleim und Galle, welche die Verſtopffung der Leber und Miltz ver⸗ 1 C5 urſachen, 0 42 Lebetr⸗Balſam. 1 urſuchen, entſtanden und die naͤhrende Thelle Pilulæ He- pat. de Eu- patorio. und Verdauungs⸗Kraͤffte ſchwaͤchet: Er⸗ oͤffnet, incidirt, machet dunne, digerirt und reiniget, machet Appettt, ſtaͤrckt Verdauung und Magen, dienet wieder Waſſerſucht, aͤndert die Cacochymiam und Cachexiam. Fuͤh ret durch den Harn die vitioſen Saͤffte aus, zertheilet Winde, benimmet Schmer⸗ tzen in der Hypoc hondria; und ihre Bloͤl zun⸗ gen und reiniget den gantzen Lelb von aller Faͤule ſo aus boͤſen Magen und beber entſtehet. Auf r den Pillen ſo in dem Dil 2 0 atorio 1 gefunden werden, beſchreibt Zvvolfl. in Pharm. Reg. Clafſ. 6. p. m. 546. die pilulas Hepaticas de Eupatorio. N. Safft von Eupatorio Meſuæ, und die Säffte von Odermennig, edel Leber⸗ Kr aut, Wermuth, Cichorien, Endiven 9 alle wohl depurirt, jedes 1. 15, In ſolchen Saͤfften ſolvire Aloes Succotrinæ I8j. Welche wieder mit denſelben, nach geſchehe⸗ ner Colatur durch ein Setaceum, vermittelſt ei⸗ 75 gelinden Aſchen⸗Waͤrmbde evaporiren uß, zu denſelben thue noch eher es eine rech⸗ 1e Conſiſtenz einer Pillen ⸗Maſſe erlanget, der beſten pulveriſirten Rhebarber Zi. Rhapontic. 5. Gummi ammoniaci in Wein auff⸗ geloͤſet und wieder inſpifſirt zj. Des Soffran 36. galchlac, . 1 7 Lapchici* 1 Manns Cal aft un 140 un. Wed Jace N 10 7 5 Ah. M 1550 Ehe 9 callcog daran Shun, 1 edc rah uche lſam. dle nahe le nährende f iffte ſchwächt dünne digetit ar t Verdun eder Waſſaſt m und Cachereg die vitioſen 5 benimmet Stn 1 und ihre Bai untzen Lelb vun 0 n und Leber entf n dem Diſpenſacn , beſchreibt Zul „ m. 546. die de Eupatorio, rio Meſuæ, bh nennig, edel da „Cichorien, En irt, jedes 1.5. ſolvire 153. cb at ge deeum, verniitaſt. aͤrmbde erapolſt och eher ssen 0 en ⸗Maſſe era, niaci in Wel 05 vieder isſpillkt⸗ fran z nl Leber Balſam. 1 3 Salmae, ſo mit Stahl ſabltairt IZ. Loth. 5 Extract von ſchwartz Nieſe⸗Wurtz nach Zwolfferi Art bereitet 56. Daraus mache eine Pillen ⸗Mallſa dienet in uus. den Leber⸗ und lipochondrie-Beſchwerden in Cachexia, Maſſerſucht, obſtructionibus Meſenterij& Hypochondriorum. Aus ſol⸗ cher Maſſa machet man Pillen einer Erbis groß, ſolche kan man offt eine Stunde nach dem Eſſen gebrauchen, Dol. von 3j. biß 36. Trochiſci de Eupatorio. NV roch . Manna Calabar. de Eupa- Safft von Eupatorio aa. 3. eig Roſen 36. Spodi aus Elffenbein bereitet Süß. Inblauiſchen Spick, 5 l Mhabarber, 5 Haſelwurtz, „Anteß, 2a. 3iiff. Mit Flachs Seyde⸗ Waſſer mache Tro chiſcos daraus und trockne ſie im Schatten. Solche dienen wieder alle Verſtopffung der Leber und Miltz und koͤnnen in allen ober⸗ W Zufaͤllen gebrauchet werden. — e 1 8 Keuſch⸗ Laeld. due C15 4 Euſch⸗ Lamb, Agnus c caſtus im Latei⸗ Geſtalt und V niſchen genannt, it auch unter dem Nah. Orth. men 1 8984 Milbe bekannt, ſolches iſt eine Staude, 44 Keuſch ⸗Lamb. Staude, die bald ſo groß als ein Baum auf⸗ ſchieſſet, waͤchſet gern an Baͤchen, naſſen pſitzi⸗ gen Orthen, traͤget lange zaͤhe Gaͤrten, die ſich uͤbel zerbrechen laſſen; deſſen finden ſich zweyerley an Blaͤttern, die ſich dem Weiden⸗ Laub gleichen, ſind graulicht, weich und han⸗ gen je fuͤnff an einem Stiel, wie im Fuͤnff ⸗fin⸗ ger⸗ Kraut, bringen viel runden gelblichten Saamen, in Geſtalt des Pfeffers, die Aeſte laſſen ſich biegen, die Rinde iſt am gantzen Stamm weißlicht. Deſſen Dieſe Schaff Milbe iſt warm und tro⸗ Eigen⸗ cken im dritten Grad, ſubtiler Subſtanz, an 9 Geſchmack ſcharff und zuſammen ziehend, treibt der Weiber Monath⸗Reinigung, ver⸗ mindert den Saamen und die Luſt zum Beyſchlaff/ wenn man den Saamen in Oxy mellite trincket, ſo hilfft er der ſchwachen Miltz; mit Seeblum⸗Waſſer getruncken, ſtil⸗ let es den Saamen⸗ Fluß; den Saamen zerſtoſſen, mit Eßig und Roſen⸗Waſſer auf das Haupt geleget, benimmet es die Schlaf⸗ Sucht. Zu den verrenckten Gliedern dienet der Saame mit den Blaͤttern geſotten, Pflaſter⸗weiß uͤberzulegen. Der Saame mindert auch die Milch in Bruͤſten, er tauget auch zu den Krauckhelten der Geburts⸗ Glieder der Weiber, wann ſie ſolchen in einem Baad bereiten, D. Michaelis ſeel. hat eine Eſſenꝛ zur Keuſchheit daraus bereitet, wel⸗ che auch in den Saamen⸗Fluͤſſen, und dem weiſſen Weiber⸗Fluß ſehr beruͤhmi und a0. zugal⸗ 9 g 71 1 Nehe 7 1 789055 ae a K nee he 1 Aufgabe. 8 S 2 — — — — . fach nter hu G 0 1 de 1 3 fu 00 0 9 ban bbpahſ aa alen = — — . 5 A — — — . —— amb. ne zuhalten iſt, Bächen, naſſnnz 2 0 e zaͤhe Gn 1 deſsen fd ie ſich den ß icht, weich undhy l, wie im Fünf l runden gelhſch Pfeffers, de N inde iſt am gut e iſt warm un btiler Subſtam zuſammen ziehn Wenn 10 und die Luſtzy den Saamen ine) ft er der schwa aſſer gettunckey f, luß; den Saum ) Roſen⸗Waſſet met es die Schl nckten Glied n Blaͤktern geo en. Der Su ch in Bruͤſtn gelten der Geb m ſie ſolchen en nelis ſeel. har h. araus berelkt, „Fluͤſſen, und n berühmt und ga beruͤh 1 Keuſch⸗Lamb. 45 5 in Apothecken behaͤlt man von dieſem Gewaͤchs mehr nicht, als die Zaͤltlein. Welche auf folgende Art bereitet werden. FTrochiſci agni Caſti. m. Agni Catit. Tamariſc. aa. Iv. Sem. Endiv. Poftülae. ůÄ 4. Cum V decoctionisScolopendr. far mentur Trochiſſi. 5 Dieſe dienen im Samen Fluß, Conorrhæa und weiſſem unreinen Fluß der Weiber, da⸗ von zu nehmen. 5 17. Odermennig. Trochiſci Agi Caſti·. 3 5 Agrimonia. Dermennig, im Lateiniſchen Agrimo-, gu. O lia„ an einem holtzigten, e zarten runten und haarigten Stengel, einen Ellen lang in die Hoͤhe, deſſen Gipffel mit gelben und wohlriechenden Blumen, gleich einer Aehren bewachſen, an einem jeden Sten⸗ gel hangen viel rauhe und zerkerbte Blaͤtter, allzeit 2. gegen einander geſetzt, bringet einen rauhen und laͤnglichten Saamen, die Wur⸗ tzel iſt holtzig, ſchwaͤrtzlich und eines ſtrengen Geſchmacks. Es waͤchſet auf den Wieſen, neben den Straſſen, an Zaͤunen, Hecken und ungebaueten Orthen, bluͤhet im Majo, Junio und den gantzen Sommer uͤber, der Saame wird im Herbſt zeitig, und ſoll vor der Son⸗ nen Aufgang, wenn ſie im Zwilling ſtehet, geſammlet werden. Das Elgen⸗ ſchafft und Nutzen. 0040 0 igt Oben ct, d gun Tucteſclce Rotte ,um, acheibg often redes hedakausbe ſahrihetz aft ö duſget ul io fg i, Nechg Seele ande, Stange ung eee pbcdei c eher uhr up hn chu an Ez cen geg 00 Sechwär I ce* wuchen wa vt Men n al N fa rg basel ig und trocken er Wund⸗ Arten Es eroͤffnet, ul ſtaͤcktt, undiſch r vetſtopffte l ſſer⸗ und Gelbſi 6 arbe der Junge Fieber Mah uchgrimme; ein, 94 arnen, und ud N kan. dag 7 ö Odermenge. 5 47 gekochet, oder ein Quintel ſchwer davon ge⸗ brauchet, ſtillet bie Rothe Ruhr; In Fran⸗ goſen, Saamen⸗Sluß, weiſſem Fluß der Weiber, iſtelln und andern Geſchwa⸗ ren, werden die daraus bereltete Wund⸗Traͤn⸗ cke geruͤhmet; euſſerlich wird es in Verren⸗ ckungen, faulen und fluͤßigen Geſchwaͤ⸗ ren, Krebs, Fiſtelln, Brand, toller Hunde, Schlangen und anderer gifftigen Thiere Biß, wider die Nuͤſſe, Schuppen und andere Unſauberkeiten des Haupts, erfrohrne und lahme Glieder, Ge⸗ ſchwulſt und Entzuͤndung des Hin⸗ tern, Zgarwurm Feigwartzen, Kroͤpff⸗ Nagel⸗Geſchwaͤr, in Baͤdern, Umſchlaͤ gen, und Pflaſtern genutzet. Das Waſſer brauchet man wider viertaͤgige Fieber und Mund Geſchwar, dieſes reiniget auch den Mund und offene Schaͤden, damit gewaſ chen. Das diſtillirte Waſſer, Conſerv, Extract und Saltz, ſo man alles in Apdthecken haben muß, koͤnnen auch zur verſtopfften Leber, und Miltz, bleicher Farb, wider die Waſſer⸗ und Gelbſucht, Huſten, Wuͤrmer, Farn⸗ winde und Stein verſchrieben werden. —— 18. Gelb Schwaͤrtel. b 5 N nen ſie auch Acker Wurz oder gelbe Dra⸗ 5 i chen; Elbe Schwaͤrtel, im Latelniſchen alulterl⸗ Acorus adulteriuus genannt, andere nen. Gelb. Sche gra 95 7 100 e 115 1 N 0 Fah 1* t 3 1 ü 1 5 5 8 1 8 5 Geſtalt chenwurtz, hat viel zaſelichte in einander ge⸗ Zeit und flochtene Wurtzeln, welche von auſſen ſchwartz dun, und haarig, inwendig aber roth, ſchwammig, und eines ſtarcken zuſammen⸗ziehenden Ge⸗ ſchmacks ſind, ihre Blaͤtter ſind lang, breit und ſpitzig, die runden glatten ſchwammigten Staͤngel ſteigen zu zwey Ellen hoch, und tra⸗ gen gelbe Blumen, welche zwar ohne Geruch, aber eines ſcharffen brennenden Geſchmacks, wenn man ſie lang im Munde behaͤlt. Nach den Blumen. die Saamen-Sefaͤſſe, in Form Seb. Schwertel. 49 Form langer Schooten, welche in dreyen Rey⸗ hen viel 5. eckete Saamen haben, waͤchſet in ſumpffigten Wieſen, wie auch am Geſtade der Fluͤſſe und Fiſchweyher, er traͤget ſeine Blumen im Mayen⸗und Brach⸗Monath, und die Wurtzel wird im May und Herbſt⸗Mo⸗ nath gegraben. In den Apothecken hat man die Wur⸗Der Wust el gbeteel,ſo nur allein bräuchlich iſt, ſolche iſt warm Eigen, und trocken, machet duͤnn, zertheilt, ſtaͤrcket, 5 brechen des Hirns, und der Senn Adern, heilet die Bauch · und Baͤrmutter⸗Fluͤſſe, und ſtillet alles Bluten, daher ſie ſonderlich dienet wieder die Durch ⸗Bruͤche, rothe Kuhr, uͤbermaͤßigen Monath⸗ Fluß, Naſen. Bluten, Blut- auswerffen, und Blut Sarnen; im Mund gehalten und ge⸗ kanet, berzehret ſie die Feuchtigkeiten im Magen, befoͤrdert die Daͤuung, koͤmmt küchtechth auch unter die Wund⸗Traͤncke. che von auſſen ah we ber roth, ſcuund woche, vor der Sonnen Aufgang in Saturni mmer, ziehen b. Stund geſammlet nnd gedoͤrret, hernach an ter ſind lang hell einen Sonntag bey Sonnen Aufgang mit latten ſchwann gleich- viel welſſem Agdſtein in Taffek genaͤhet, Ellen hoch, uh und am Halß getragen wird, gleicherweiſe ſoll che zwar ohnehnn folche die rothe Ruhr ſtillen, ſo ſie imMay nenden Gesa gegraben, und wann die Sonn oder Saturnus Runde behalt f in gedritten oder geſechſten Schein ſtehen, an Saamem Get den- Halß gebunden, oder an das Hertz⸗Gruͤ⸗ * D bel ziehet zuſammen, thut derhalbden gut in Ge⸗ e Euſſerlich vertreibet ſie den Krampff⸗ Euſſerlicher un nehmlich die Wurtzel an einer Mit⸗ Gebrauch, — 9 50 Gelb⸗ Schwertel. n— bel angehenckt, gleicher weiſe wird ſie auch den Kindern und ſchwangern Weibern, wieder das Erſchroͤcken mit Pfauen⸗Federn ange⸗ hencket, es haben aber ſolche Amuleta und der⸗ er Huͤlffe gute Atteſtata von noͤthen. Der Safft. Der ausgepreßte Safft,iſt im Durch⸗ lauff und Blutfluͤſſen ſehr dienlich, dahero Herr D. Langius ein Remedium unter dem Nahmen Nectaris adſtringentis im Gebrauch gehabt/ welches anders nichts geweſen, als der inſpiſſirte Safft des Acori(P ſeudo acori oder ge. Iridis Paluſtris,) denſelben hat er in unterſchie⸗ denen Durchlauffen und Blut ⸗Fluͤſſen ge⸗ brauchet. 19. Sinnau. Alchimilla. Wee 3 Deren Ge⸗ D. S Dun an, ſtalt.„ im Lateini⸗ ſchen Alchimilla genannt, iſt ein bey uns haͤufiges Kraut, hat rundte W breite, gefaltene Blätter, welche um und um krum gekerbet, und in 7. 8. biß 9. Win⸗ ckel geſpalten daß ſie gleichſam ei⸗ nen Stern abbil⸗ , den, aus der hol⸗ — nne ft, und an. Gl, 150 Churk⸗ 1 0 n bud 1 6 0 en deen dhe fach gäßſch U Nüpekn zu nne un eng u Maul Nn, gelz gal, alltrgft, 1 U cgauch nit, Ah gh; chwertel weiſe wird ſeuuh ern Weibern, z auen, Fehn 0 ringentis im gh nichts geweſen a ori(Pſeudo ac en hat er in unte * nd Blut ⸗Jliſt nnn mau. Inge int ſchen Aldi eh Kenannt, f E bey uns hät 70 N Kraut, hatt M“breite, geh N N 8 N 2 — nen Stench den, us N 0 WN 5 Blaͤtker, ul. um und uml. 1 5 Sinnau. 51 hinkriechet, wachſen duͤnne, rundte und rauche Stengel, zwey Spannen hoch, woran biß oben hinaus kleine Blaͤttlein ſitzen; zu oberſt derſelben traͤget es kleine gruͤngelbe Bluͤnm⸗ lein: waͤchſet gern an feuchten und graſichten Orthen, ſonderlich in Wieſen und Viehwey⸗ den, wird auch auf den Huͤgeln und Bergen angetroffen, bluͤhet im May und Junto, der gelbe Saame ſo dem Mohn⸗Saamen gleichet, und in gruͤnen Haͤußlein verſchloſſen iſt, wird zu Anfang des Julit zeitig, die beſte Zelt des Auſſammlens iſt, wann die Sonne im Zwll⸗ ling oder Krebß ſtehet, vor derſelben Aufgang. In Apothecken hal man allein die Blatter davon, und iſt eines von den beſten Wund. Quzkraät Kraͤutern, in der Waͤrme und Kaͤlte gemaͤßl⸗ und Nutzen get; heilet, adſtringirt, machet das Gebluͤt grob/ darum es auch nuͤtzlich in unmaͤßigem Monath⸗Sluß iſt; Innerlich gebraucht man es zum Wund⸗Traͤncken, wie auch aͤuſſer⸗ lich, es taugek gleichfalls vor allerlen Btůche im Leibe, ſtillet auch den weiſſen Fluß den Weiber, und wird mit groſſem Nutzen ge⸗ brauchet, wenn die Gedaͤrm im Leibe von der Rothen⸗Ruhr verſehret worden. Das Waſſer davon hat gleiche Tuge nde Gebra uch ſo wollen auch Matthiolus und Tabernæniöft des M tanus den ausgepreſſeten Safft davon fuͤr ein ſers davon ſonderbahres Experiment gegen die fallende Sucht halten, wann im Anfang ſolcher 8. gigten und zaͤſerigen Wurtzel, ſo in der Erden 8 1 Waſ⸗ 54 Sinnau. Kranckheit, jedesmahl 3. Untzen, drey Mor⸗ gen nach einander nuͤchtern getruncken wer⸗ den. Weiche Es wird auch von dieſem Kraut angemer⸗ Bruͤſte und cket, wenu man ein Decoct davon machet/ ein Ha wie Tuch drein netzet, und ſolches auf die von vle⸗ der in vori; lem Bekaſten weich gemacheten Bꝛuͤſtole⸗ ge Figur zu get, daß ſolche wieder hart werden. Der⸗ bringen. gleichen Wuͤrckung haben auch die Baͤder, wenn man die offt beſtuͤrmte Venus. Burg wleder in jungfraͤuliche Form haben wolte, welches in ſeinem Werth laſſe. Der Gebrauch aber dieſes ſo wohl als an⸗ derer Wund ⸗Kraͤuter, geſchiehet beſſer durch Decocta, als Eſſenzen, in welchen nur ihr Hartz ausgezogen wird. Sie dienen aber ſo wohl aͤuſſerlich in die Schaͤden und Fiſteln einzu⸗ floͤſſen, als innerlich zu trincken, damit ſie das Acidum im Magen temperiren, und daſſelbe durch den Urin austreiben; denn wenn das Acidum des Magens gedaͤmpffet wird, ſo wird der ſaure Zufluß in der Wunde verhin⸗ dert. Wie ſich In Italien gebrauchen es die Jungfrauen, dieſes ſich als Jungfern bey ihrer Ehre zu erhalten, Krauts 1 een wodurch ſie ihre Seburhs · Glieder zuſam⸗ Zimmerin men ziehen, und die hangende, lampet⸗ Italien be/ Btůſte wiederum ſteiffen und rund machen; dienet. dieſelbe kochen die Alchimille in Waſſer, nnd laſſen davon den Dampff in ſolche ihre Glie⸗ der gehen, es waͤre aber beſſer, ſolches imme⸗ diate zu appliciren, ſo wurde es viel* ad. In aun Gut! fe ut ah, en ölen, 1 — — ——— — —— 2 7 — nau. e Juͤden 5 Kirſchen. g 3 3 3. Untzen, dung chtern getrinth, ftringiren. Es gebrauchen die Alchimiſten 0 dieſem Ktaut ui coaguliren. cock davon mat, E ſolches auf blem 20. Juͤden⸗Kirſchen. Alkekengi. emacheten di 3 Auͤden⸗Nir⸗ Wovon hart werden. 5— 7 ſchen 4955 ſolche den „ Schlfucten, daben a kürte dend 7 7 werden im datei wo ſie 5 den bann nchen Baca wach. el wohlch alete ge⸗ „ Nnannt, ſollen den (geſchtehet beo 2 Y Nahmen Juͤden⸗ in welchen nur ien 7 Basen e zie dienen aber f) e M den und Fisteln N N i u trincken, dam emperiren, und 1 AN reiben; denn wa 0 160 ae, dafuͤr N halten, daß es die 5 G Dudaim 15 welche der Lea s gedaͤmpſet ui ß nach Hauſe ge⸗ 17 bracht haͤtte. zin der Wunde e e hangende lun d iffen und tundlh mille in Wit or pf alche hl wieder weg treiben. etwas ſolch Kraut auch, den Mercurium damit zu Sohn vom Felde 7 Eige R⸗ ſcha Nutzen. fft und 94 Juden ⸗Rirſchen. etwas groͤſſer, breiter,! haͤrter und grüner 170 ſie wachſen an einem langen Staͤngel, von der Wurtzel an, tragen anfangs weiſſe Bluͤmel, woraus Blaͤßlein werden, in welchen an⸗ fangs gruͤne Beerlein, welche 1 855 wie eine Kirſche werden, wachſen. Es bl uͤhet in Julto, die Beeren aber werden erſt z zu Ende des Auguſti zeitig. Die Frucht ſolches Gewöchſes t kalt und trocken im 2. Grad, und dienen wieder der Stein, treiben den Harn, werd„wal be Nieren und Blaſen Stein gebrauchet, nehmlich die Kirſchen gegeſſen 1 in 1 Wein gebrauchet, treiben nicht allein gedachte n Blaſen ⸗ und Mieren⸗Stein, ſondern relntgen auch dieſelben, nebſt der Leber, vertreiben Gelb ⸗ und Waſſer⸗ Sucht, lindern das ſcharffe und brennende Harnen, und ſtil⸗ len das Blut ⸗Harnen, werden auch 10 brauchet in geſtandnen Gebluͤch ſondeilſch aber treibt der Safft von der Frucht, das ge⸗ hungen beſchweret iſt. Der Safſt aus den Beeren treibt den Harn und entledt 0 t das Waſſer von dem Waſſerſichtiten, ſo ſollen auch drey oder vier Beeren des Abe 0 1 ſen, wieder das Podagr a dienen. Wenn man die Frucht wohl trocknet, und in Spirit, Vini infundirt, ſo treſbt ſie fiber der Schmertzen ſtillenden Krafft, auch den Stein der Nieren und Slaſen aus, welches auch ronnen Gebluͤt, befoͤrdert die Dauung, ſtaͤrckt den Magen, der von Kaͤlte und Bloͤ⸗ J —— ehe ard e l ue each gacht het g ſiltt! ate m uud W 10 0 eſtllek Woſcre been v cd auch de I i 90 lt dn tte harn dpint 50 ſt an fh hen finn m. ag habn, nende een; e Dian att n Tach f 40 0 Nn aa en 43 0 n ch bol, Lanig 1 tuer 5 b Jife zieſchen 5 dünn dd ingen Stange, 10 fangs weiſſe 0 rden, in w f welhe zulegt vachſen, Eil r werden erſtz a ö Gewaͤchſesz h und dienen wia Harn, werden 0 n ⸗ Stein gehn gegeſſen oder nicht allein gu Stein, ſonderntt der 1 bah „Sucht, lu n nde Harnen rnen, werden a nen Geblůͤth von der Frucht! N befoͤrdert die Dan der von Kälte Der Soft Harn; und ent aſſerſichtien 10 Beeren des Aeadh daga dienen, rucht wohl ttochl dirt, ſo krelbtſeh n Kraſſt auch dub laſen aus wech — Juden Mice 8 5 8 erſfeſfede Extract ohne Zucker gebrauchet, verrichtet/ und heilet Rachfale güch die Gelb⸗ Sucht. In Apothecken ſindet man das diſtllt rte Bereitung Waſſer, Tincturam, und die Trochiſcos von und Nutzen Juͤden⸗Kirſchen mit und ohne Opio zuberei⸗ von der tet, das deſtillirte Waſſer aus der Frucht,, ſolchem wird auch die Tinctur ausgezogen; das Waſſer treibt den Harn und Stein, vertreibt die Harn ⸗Winde, und das Blut⸗ N Harnen; iſt jungen Kindern ſehr nuͤtzlich, N ſo nicht harnen koͤnnen, und vom Stein ſehr geplaget werden, unterweilen ein Loͤffel voll eingegeben; die Tinctur hat gleiche Wuͤrckung. Die Trochiſei bereitet man auf folgende Art, Trochiſci Alleſengi. Trochifel . Juden ⸗Kirſchen 51ij. Alkekengi. Eitrullen, Angurlen, N Saa- men aa. Süiſz. 5 Armeniſchen Boli, Gummi Arabic, Weyrauch, Drachen⸗ Blut, ble. Mandel, Suͤßholtz⸗Safft, Gummi Aa- 1 ganth, Krafft⸗Mehl, e Poeonten⸗Körner weiſſen Mohn,„ aa. 3vij. 18 Eppich⸗ und Viſen⸗Saamen, 1 Weißen Agoſtein, geſt cgelte Erde 1 Opii, aa. ij. D 4 Mache Alliaria. Dieſes Krauts Geſtalt. gen · welß zerkerbet und bekommen faſt eine Ge⸗ 36 Juden ⸗Rirſchen. Mache mit Safft von Juden Kieſchen, sder mit Roſen. Waſſer, darein die trockne Frucht von Juͤden⸗Kirſchen geweichet, oder mit Roſen, oder Vlolen⸗Julep, davon Zaͤlt⸗ lein, die Doſ. iſt ij. ad 3 kan in obgedachten Kranckheiten mit Petreſilli oder anderm darzu dienlichen Waſſer eingegeben werden. Ste werden auch von denen, welchen die Blaſe und Nieren ſchwaͤren, Eyter und Blut Harnen nuͤtzlich mit Geiß⸗Milch, oder eine Bruͤhe darinne Pappeln geſotten, einge⸗ geben. In groſſer Hitze dienet das Pulver hiervon mit Gerſten⸗Waſſer eingegeben, als ein kraͤfftiges Mittel. Der Extract von der Frucht 58. ad 3. iſt auch allhier ein kraͤfftig Mittel. Einige machen auch aus den Juͤden⸗Kir⸗ ſchen einen Wein alſo, ſie nehmen den Harn und Stein zu treiben, eine Hand voll Bee⸗ ren, zerſtoſſen dieſelbe, thun ſie in ein Saͤcklein, gieſſen weiſſen Wein drauf, und laſſen es et⸗ liche Tage ſtehen, thun des Morgens einen guten Trunck warm davon. e ** 21. Knoblochs⸗Kraut. Moblochs⸗Kraut, alliaria im Latel. vniſchen genannt, ſo bald die Blaͤt ter dieſes Krauts aus der Erden hervor kommen, ſind ſie rund und den Mertzen⸗Veylgen aͤhnlich: wann ſie aber wachſen, werden ſie am Rand, Saͤ⸗ ſtalt 0 N N e * 80 17 Lirſchen. Mnoblochs- Kraut. 37 von Id ſſer, 155 10 a E ſtalt wie Mellſ⸗ irſchen geweicht 1 2 6 2 05 N ſen, und wenn man ſie zwi⸗ n⸗Julep, daben eb ſchen den Fin⸗ d) kan in obgeheh fl gern zerreibet, . 0 1 beben ſie einen yon denen, wel fu obla uch we en n Knoblauch, wären, yr i“ oder Schnitt⸗ mt Geiß Mit 25 N lauch, vor Zei⸗ appeln geſotten e ten iſt ſolch tze dienet das g A Kraut fuͤr das Waſſer eingegehg Scordium ge⸗ Der Extract h halten worden juch allhier ene, h. und dafuͤr auch 1 unterm The⸗ aus den Jide ria verbrauchet, es wiederſtehet der Faͤulung, ſie nehmen den waͤrmet und trocknet im 3. Grab, machet dicke n, elne Hand vil Feuchtigkeiten duͤnn, und incidirt, eroͤffnet Eigen⸗ thun ſie in eine h und treibt den Harn, wiederſtehet dem Gifft, ſchafft und drauf und loſſug und heilet gifftiger Thiere Biß. Der gekoch⸗ Nutzeu. m des Morgen te Tranck davon, mit Oel vermiſchet, wird von. weder kurtzen Athem gebrauchet. Der —— ausgepreßte und dick geſottne Safft, dienet chs⸗ Kraul wieder den kalten Brand mit Salben verml⸗ ſchet. Reiniget faule und unreine Scha. zut, Alliatia iy den, und heilet ſie, in Clyſtiren wird ſolch o bald dle Blabſal Kraut wieder das Huͤfftwehe, Nieren⸗ hervor komma Schmertzen und Bauch. Grimmen ge⸗ Vehlgen ähelche braucht, es vertheilt die Winde, und ſtilet die den ſie am Run Wehetagen. VV — belommaf 6 brauch. Allium. Deſſen Geſtalt. Eigen⸗ Nutzen. 58 noblochs⸗ Kraut. Aeuiſſerll⸗ cher Ge⸗ r — N . E. E 8 n— 3 Der Saa me heilet aͤuſſerlich, Uteri ſtran⸗ gulatum, wenn man ihn mit Eßig zu einem Pflaſter ſtoͤſſek, und den Weibern auf die Schaam leget. Gepuͤlvert vor die Naſe ge⸗ halten, machet Nieſen, auch aͤuſſerlich zu ge⸗ brauchen, treibt es den Urin, Monat⸗Kei⸗ nigung, Nachgeburt, mit Spick⸗ Oel zerſtoſſen, und Mutter ⸗Zaͤpflein daraus gemachet, mit Schwein⸗Schmaltz vermiſchet, dienet es wieder dle Kraͤtze, vertreibt Laͤuſe und Nuͤſſe, in Waſſer gekochet, und die Fuͤſſe mit gewaſchen, vertreibt es die Geſchwulſt, zum Beruffen der Kinder, wirds ihnen an⸗ gehenckt. Knoblauch. GKbloblauch, im Lateiniſchen Allium, hat lange, gruͤne und zwieblichte Blaͤtter, zwiſchen welchen ein holer, runder und holer Stengel aufſteiget, deſſen Gipffel die Blu⸗ men und den Saamen traͤget; Es wird in Gaͤrten gezeiget, und brauchet/ wo es wachſen ſoll, einen feuchten Boden. Bluͤhet ſelten, und bringet auch ſelten Saamen, wird aber durch die Bulben fortgepflantzet, wenn man ſolche im Mertzen in ein gut fettes Erdreich leget. a 288 8 3 8 Der Knoblauch iſt hitzig und trocken im 4. ſchafft und Orad, beiſſet, verdorret, verzehret, machet 1 duͤnn, eroͤffnet und vertheilet. Wiederſtehet 5 ift en sv wentel wider dect r e chan wal; ft daboß auſbchalk M wieder de Pet, de — mſllchen abe aus, i. — . 0 1 0 1 10 2 10, Placa ſhreht, — — — Vglocheh ud. Ke 1 — deln Kröte —— — — — 0 ccrn baden de — b. Jonge 9 — — 2 eh uucgeſuder 1 fegen Mund im Chf lab wegen gg Ahh geh I h ſghagi dg fen 2 i coin 0 ö fiſtyann, Nba fag Jhengg⸗ Nuten Vm eben, 5 f dead ge flach, Nu; 8 1 Nraut, ihn mit Eßg t den Weiden a buͤlvert vor die 1 n, auch aͤuſſaſcht n Urin, Montt burt, mit Spi tter⸗Faͤpflen ein⸗Schmalz van Fratze, vertrell er gekochet, undi relbt es die Geh — Linder, wirds blauch. Lateiniſchen Allan ind zwieblichte R holer, runder ul deſſen Gipfel e ien traͤget; E brauchet/ wo ee Boden. Vll ten Saamen/ un rtgepflantzet, wal wein gut files ſt hitzig und kult orret, verfehlt vertheilet. Ml ö väbetMitelſ — — — — N 1 N FBnoblauch. 35 lic und die Darm ⸗ Gicht, Huſten, Eng⸗ brůſtigkeit und Lungen ⸗Sucht. In den Apothecken werden die Zaͤhen oder Knoͤpffe davon auff behalten, es iſt ein gut Mittel wieder die Peſt, denn es trocknet die menſchlichen Leiber aus, und verhindert die Faͤule. Mertz gekochet, und ij, oder ein wenig mehr eingenom̃en, treibt kraͤfftiglich den Schweiß und Harn bey denen, die an der Peſt kranck Platerus ſchreibt, des Knoblochs im 0 liegen. Volaterranus gedencket, daß zu ſeiner Schlange Zeit ein Bauer gefunden worden welcher, als kricht einen durch offenen Mund ihm eine Schlange im im Schlaff Schlaff unwiſſende in deib gekrochen, ſich als⸗ bald ſelbſt mit gegeſſenem Knoblauch, welchen er damahls am Halſe getragen, cutiet habe, doch ſey der Gifft, und mit demſelben der Tod ſeinem Weib in coitu beygebracht und einge⸗ floͤſſet worden. Von Galeno wird der Knob⸗ lauch Theriaca Ruſticorum genennet. Die Salernitani ſchreiben, 5 Allia, Ruta, Pyra& Raphanus, cum The- n Haca, Nux; im Munde, Præſtant Antidotum contra lethale vene- num, Der Nnoblauch iſt eine unvergleichliche Aetzney wieder ſehr vlelerley Kranckzeiten, welche allhier geliebter Kuͤrtze wegen fuͤrbey gehen muß, doch muß ich noch ein Secretum wieder die Heiſcherkeit anhero ſetzen. Se- % Mnoblauch. dee Kecret wieder Heiſcherkeit. der die 85. 8 Heiſcher⸗ R. Drey Knoblauchs⸗ Haͤupter, ſauber keit. und zerſtoß ſolche, und miſche drunter bey dem Feuer zerlaſſenes Schwein ⸗Fett, biß eine Sal⸗ be daraus werde: Abends wenn du ſchlaffen geheſt, ſo halte die Fuͤſſe gegen das Feuer, je laͤnger je naͤher, als du es erleiden kanſt, und ſchmiere ſie eine Weile, immer gegen das Feuer haltende, wenn es geſchehen, ſo ver bin⸗ de ſie mit warmen Tuͤchern, und gehe zu Bette, ſo iſts folgenden Morgen gut. 3 22. Erlen⸗Baum. Zalt 155 a Des Erlen⸗Baum, im Lateiniſchen Al- Srt dess nus vulgaris genannt, iſt am Stamm, Erlen? wenn er alt wird, mit vielem Moos, gleich den Baums. alten Buͤrcken uͤberwachſen, breitet ſeine Aeſte weſt aus, hat rundte Blaͤtter; ſo mit vielen Riplein durchzogen, gleichet faſt dem Haeſel⸗ Laub, iſt doch ſchwartz⸗gruͤner, zaͤher und glat⸗ ter, ſcheinet als wenn es mit einer Fettigkelt uͤberzogen waͤre. Im Fruͤhling bringen die alten Baͤume ihre Bluͤthe, ſo faſt der Buͤr⸗ cken ⸗Bluͤthe gleich ſcheinet, aber ſolche Zaͤpf⸗ lein fallen nicht ab, ſondern werden gantz hart, aber gegen den Herbſt werden ſie zeitig, und fal⸗ len herunter, woraus junge Stoͤcklein wach⸗ ſen. Ins gemein aber findet man dieſen Baum an Waſſer⸗Geſtaden und in kalten finſtern Thaͤlern. Die⸗ * 3 5 er— n 8 kel. f un ahn, bedrahtet aaliſen bein lin f pla de Kuſt fa, rauf, ehe fac Feng. cheesdehkgunt ien Aenkeloder onde heat de gz; chern zu her schatz ce Schohm. beau, gase 0 che, s gelt Chez ui Dult lh wah Sehe, acm ufd mch gage dieß iter rh, vun Malgnagt, ah , gun fen 0 u dafi b dan Mga N 1 auch,— 5 Erlen⸗Baum. 6¹ r Heiſcherkht Dieſer Baum iſt mittelmaͤßiger Eigen- Deſſen Eis uchs⸗ Haupt, 1 ſchafft von Natur, und wird in den Apothe⸗ genſchafft miſche drunter hh 91 50 wein, Jett, och ausgelaſſen werden kan, jedoch wollen einige ends wenn dug deſſen Laub die Krafft zueignen, daß deſſen ſſe nn d Blatter aufgeleget, die hitzige Geſchwulſt zer⸗ es erleiden fun; thellen: Item wenn man ſolche in die Schuß ile, immer 90 lege, ſo ziehe es die Hitze und Nuͤdigkeit aus s geſchehen, so den Fuͤſſen, dienet alſo den Boten ⸗Laͤuffern. ern, und 900 9 Die Kinde dienet den FCaͤrbern und Hut⸗ en gut 1 machern zu ihrer ſchwartzen Farbe, auch —. nehmen ſolche die Schuhmacher und thun „Baum, lcroſtig Eiſen darzu, gieſſen Waſſer darauf, llaſſen es beitzen, ſo giebts eine gute Eiſen⸗Eiſen⸗ eee cken nichts daraus bereitet, weswegen er wohl und Rutzen. m/ im Latein Schwaͤrtze, wie Dinte. Und aus dem Holtz Schwaͤch⸗ annt, iſt am En werden Schuſter⸗Leiſten und mancherley Ve⸗ ſelem Moos ga duͤrfftnuͤſſez Abſonderlich hat das Holtz die Tu⸗ iſen, breitet ſaueh gend, daß es im Waſſer ſo hart wie Stein und Blatter) ſo met unverweßlich wird, weswegen auch davon eichet faſt dem h Pfaͤhle gemachet, und ins Waſſer geſtoſſen ruͤner, zahe uh werden, worauf hernach groſſe Pallaͤſte von es mit einer dul Steinen gebauet werden koͤnnen, Frühling bei“. Dem armen Weibsvolck iſt das Laub vom Erper mene üͤthe, ſo faſt da Erlen ⸗Baum auch eine groſſe Erleichterung die Flöh zu inet, aber fache wieder die Floͤhe, wenn ſolch Laub des Mor⸗ vertreiden. dern werdenguſ gens im Thau in die Zimmer geſtreuet, und erden ſiezellhunß in einer Stunde weder ausgefeget wird, ſo unge Stöckle bleiben gedachte Floͤhe in dem Laube kleben un? nder man dünn das Zimmer wird davon gereiniget. und in kalen ff 8 1 23. Faul⸗ Alnus nigta. Nahmen 2 1 4 Faul⸗Baum. 2. Faul⸗Baum. Ne Er Faul⸗Baum, deſſen Nahme ſaget und Geſtalt. 2 Hieron Bock, auch Lonicexus, ſey im La⸗ Ort. Eigen⸗ teiniſchen noch unbekannt, und wird ſolchem auch in der Artzney wenig Nutzen zugeeignet, doch ſchreiben andere, und nennen ihn im La⸗ teiniſchen Alnus nigra, auch Zapffen⸗ Holtz, Lauſe⸗Baum, Spiel⸗Baum. Der 20 Baum iſt von mirtelmäßie ger Groͤſſe; hat Blaͤtter wie der Ce oͤrner⸗Baum, die Ri inde iſt ſchwar etzn wie an der Erle, und aus wendig mit weiſſen Flecklein be zeit wendig aber gelb, 1 un ſie geſaub 3 9 7 chnet 5 n k w ird, faͤrbt ſie gelb wie Rhabarber. Er atme ſſe e denen folgen die Beeren elner Erbs groß, die anfangs gruͤn, nachmahls roth, end⸗ lich gelb werden; dieſe werden durch einen rieffen Spalt getheilet, daß es ſcheinet, als ob derer zwey zuſammen gewachſen waͤren; und ſtecken in einer jeden 2 Kerne, ſo den Wale Bohnen gleichen, und etwas groͤſſer als die Linſen ſeyn. Dieſer Baum waͤchſet an naſſen Orten, in den Waͤldern aber am liebſten, wird offtmahls ſo hoch wie andere Baͤume/ deſſen Blaͤtter und Bluͤthen kommen im Fruͤhling herfuͤr, die Bee⸗ ren aber werden im Herbſt völlig reiff. Die Rinde an der Wurtzel wird im Fruͤhling ge⸗ ſammlet, und in Schatten abgetrocknet. Iſt ſchaſſt und von Natur warm im erſten, und trocken im Nuten. 1 855 Orgd, iſt zuſammen zlehend und. trock⸗ 0 00* or Leh l h wien Miülag l pole, c auchden e ge erg bat ane h Kif duuegeke fudder fach raffte, dei 10 100 uh as de ſhhaegke dach doch auc 1 iſthn Fach * ahheche dle hen S b begenſe icht Ve lee und lg Ble h Waſſeſicht in dt aeg 0 ge wann an de 100 0 e en ese ug 10 5 5 1 ar ß ach N nch Haul fare z e ehh gere Ah lch we 1 Baum. l. Bom. ich Lonicerusz fh 1 aut, und wid h i deſſen innere gelbe Rinde der Wurtzel die Ver⸗ wie der Corner vile an der Erle un lecklein bezeichne wenn ſie geſaͤuba barber. Er trägt die Beeren ene! n, nachmahls ruh ieſe werden durch , daß es ſcheineſ i gewachſen wälen! Kerne, ſo den d d etwas groͤſſe g chſet an naſſen gel liebſten, wirdofſh ume, deſſen Vill Fruͤhling Hafith ſerbſt voͤligteff.! el wird im Fei itten abgekkockltt erſten, und uh ſammen diefen a N 1 Saul⸗Baum. trocknen, vor 100. und mehr Jahren hat man von deſſen Wuͤrckung in der Artzney nichts wiſſen wollen, wird auch dato noch in Apothe⸗ cken davon keine Artzney bereitet, anietzo aber wollen einige deſſen Krafft beſchreiben, daß ſtopffungen eroͤffne, die inntrlichen Glieder reinige, und nichts als die Galle am meiſten iſt von mittag auspurglre, darbey doch auch die zaͤhen, ſchlei⸗ migen und waͤſſerigen Feuchtigkeiten, ſo wohl durch Erbrechen als den Stuhlgang aus fuͤh⸗ re: weswegen ſie wieder Verſtopffung der Leber und Miltz, Bleichfarbe, Gelb⸗ und Waſſerſucht Unreinigkeit der Haut, und dreytaͤgige Sieber dienete. Es wird geſaget, wenn man dle Rinde aufwaͤrts abſchaͤlet, ſo mache ſie Erbrechen, niederwaͤrts aber erregete ſie Stuhlgaͤnge, man corrigiret ſolche mit Zimmet, Imber Anſeß und Fenchel. Euſſerjich mit Eßig gekochet oder in Butter geroͤſtet, und mit Milch⸗Ram vermiſchet, auf⸗ geſchmieret, hellet es die Kraͤtze, die auswen⸗ ge ſchwartze Rinde ziehet zuſammen. Die er⸗ ſten Schoͤßlinge im Waſſer geſotten, und warm aufgeleget, ſtillet das Zahnwehe. e * 1 24. Aloe. Loe, im Lateiniſchen auch Aloe iſt ein bitterer Safft, den man rechtes Vaterland iſt Oſt⸗Indien, wiewohl ſie 5 55 auch 63 i, genannt, Wo ſolche ft, zu uns in waͤ Haͤuten aus Egypten un d Arabſen bringet. Ihr che. auch in Aſien und andern am Meer gelegenen Orten gefunden wird, heutiges Tages aber wid ſolche in Ita⸗ lien und andern e Laͤndem bekannt a gemachet. Wie ſie 1 An Geſtalt ge⸗ geſtalt.— winet dieſe Aloe ä lange breite, di⸗ We cke, glatte, ge⸗ ü 0 5 kruͤmmete ſaff⸗ 3 tige und in Um⸗ kreiſe mit ſtumpffen Stacheln beſetzte Blaͤtter, zwiſchen welchen der Stengel mit weiſſen oder gelben Blumen hervor kommet. In unſern Landen bringet ſie weder Blumen noch Saas⸗ men, weswegen man ſie durch Abſchoͤßlinge fortpflantzen muß. f Aloe Ca- In den Apothecken hat man dieſer Zeit ballina. viererley Arten deſſen, an welchen aber nur Noos ale, derer Reinigkeit wegen der Unterſcheid iſt, der 3 dickeſte, nehmlich der Satz an der Aloe, oder Feber⸗Alde. unreinere, mit Sand und Unrath vermiſchte Aloe Sue- Theil, ſo ſchwartz ausſiehet, der wird Aloe Ca- cotrina. ballina, Roß⸗Aldoe genannt: Die andere 2 Tu. Gattung, ſo etwas reiner faͤllet, und an der Farbe einer eber gleichet, wird Aloe Hepa⸗ nes, oder Leber ⸗ Aloe benennet. 15 288 0 lle. ö 1 fache dite bucht ci g ber derben le fande bende bfg akon Det 0 fabenget en grant ſeend eds A Songeg hal schen dds eker e Baalnag ba! ch, de Acer vac man in eg ggnſdeß ſegncherug Sei Wanda dee Wu. Rap,— a gu ag g fbr Maher 1 1 en ö ſche ri f eleryifk Seeg,. 1 ile gige fel 5 a ct bind ö 8 1 N 8 7 ie cer gag 05 wird, ia L 1 ſolche) lien und e Anden 2 fun An Ges winet deal lange ha cke, gat krumme tige und l tacheln%% Stengel mit weg r kommet. Jui er Blumen nocht ſe durch Mic ſen, an welchench n hat man diet 1 n der Unterſcheſ Satz an der Ah und 0 w the, der wicd An genannt: g 1 reiner fället, u chet, wird la 5 de heneynet, 6 die goldne Ader, befoͤrdert die weibliche Aloe. 6 5 folge die dritte, ſo noch reiner fälle und wird Aloe Succotrina genannt, weil deſſen Pulver von gelber Farbe iſt, oder Succitrina, das iſt, Succo citrina, von der Inſul Socotro, allwo ex haͤuffig herkommet. Der allerreineſte Thell aber, wenn er nemlich gereiniget worden, daß er durchſcheinend iſt, wird Lucida genannt, weil er in der Sonnen hell ſcheinet, wie ein Glaß ſiehet, und dieſer letzte iſt der beſte, und kan ſon⸗ der einige Bereitung in der Artzney gebrauchet werden. Wann die Aloe rein, ſehr bitter und gelblicht Weſche die f ſich ſchwerlich zerloͤſen und zerbrechen laͤſt, biſte ſt. ſo iſt ſie gut, hingegen iſt die ſchwartze und ver · faͤlſchte nichts nutze. Sie iſt hitzig im 2. und Und derer trocken img. Grad eroͤffnet innerlich genomen, 1 ee Reinigung, und verbeſſert die Unfrucht⸗ barkeit dienet wleder das Alp⸗Drucken, iſt dem Magen nicht zuwieder, wie gemelntglich die andere Purgantzien, ſondern ſtaͤrckt viel⸗ mehr denſelben, toͤdtet und treibt die Bauch⸗ Wuͤrme; auch unter die Clyſtier genommen: es 2 290 dleſelbe wieder alle aͤule, und die 785 Aeuſſerlich ſtillet ſie allerhand Bauch⸗ gluͤſſe, und heilet die e und andere boͤſe Schaden; denn ſie zlehet eln wenig zuſammen, ſaubert und reiniger, ver r die Faͤule, und machet Sleiſch wach⸗ n Sie purgirt die 1 gelbe ſläßtg E und und ſcharff; dahero wird ſie unter die Gall⸗ abfuͤhrende Mittel gerechnet, ſo aber nicht dahin zu deuten, denn mit ihrer Tinctur faͤrbt Und purgi⸗ ſie die Excrementa. Sie purgirt gelinde iſt unde kraft. deswegen dem Magen angenehm, und ablter⸗ girt einen jeglichen Schleim, der im Magen ſtecket. Die Galle iſt ein Balſam des Leibes, ünd die Aloe ein Balſam der Natur; und we⸗ gen dieſer balſamiſchen Krafft haͤlt man die Aloe und Rhabarber, unter allen purgirenden Mitteln, vor die ſichereſten. Bitterkeit, dienet ſie dem Magen, treibt dle Wuͤrme und wiederſtehet der Faͤule. im gegen ſchadet ſie trockenen und alten deu⸗ ten die einen hitzigen Magen haben, und an der Vermoͤge ihrer Hectic und Abnehmen liegen, auch denen, bey welchen die Schaͤrffe des Gebluͤts einen Aus. With Madre k Et Janz. 0 gang ſuchet. Es werden in den Apothecken vielerley Me⸗ dicamenta daraus bereitet, ſonderlich iſt ſolcht das Haupt ⸗Stuͤcke in den Franckfurter p 25. Huͤner⸗Darm. zůner⸗Darm, ſo im Lateiniſchen Alline J genannt, deſſen giebt es unterſchiedene Ar⸗ ten: iſt den Voͤgeln und Huͤnern eine ange⸗ nehme Spetſe, auch derer Artzney, we ſie nicht eſſen wollen zes iſt ein weich und ſafftig Kraut, jederman wohl bekant, weßwegen allhier nicht noͤthig davon vlel Beſchreibung zu machen. Es waͤchſet in allen Gaͤrten und Weinbergen, kommet im Winter hervor, und tlorirt bis cuſchana * . oe. vird ſie unterſſ 0 gerechnet, ſy a mit ihrer Tinu* Sie purgikt N n angenehm, unde öchleim, der in N k ein Balſaſm dal am der Natuk; i n Krafft halt u unter allen pu reſten. Vermig dem Magen a tehet der Faule. rockenen und ali Magen haben unde n liegen, auch den des Gebluͤts eu Apothecken viele eitet, ſonderlichſſſ den Franckſurtahl er⸗Darm. im Lateiuſchen, ebt es unterſhicg und Huͤnetn elle rer Artzney we weich und ſafth 1 7 weßwegen Ahe zeſchreibung zu zarten und Wit vor/ und bout Sůner⸗ Darm. 6 ten im Sommer, wird im May vor der Sonnen Auf⸗ gang eingeſam̃⸗ let, wen die Son⸗ ne im Zwilling IA gehet. Und wer⸗ den in Apothe⸗ cken nur allein die Blaͤtteꝛ/ das gan⸗ tze Kraut aber gar ſelten auf be⸗ halten, kan im Nothfall wohl gantz ausgelaſſen 5 1 0 werden. Es kuͤhlet und feuchtet im 2. Grad, und be⸗Eigenſchaſt ſitzt mit St. Peters ⸗Kraut gleiche Kraͤffte, und Nuten. auſſer daß es nicht adſtringirt es ſoll wohl naͤh⸗ ren, darum kan man es auch Lungen und Schwindſüchtigen geben, als ein heilſa⸗ mes Mittel; man kochet es auch und giebt es wieder die Rraͤtze, denn es loͤſchet alle icze und Entzuͤndung, innerlich und aͤuſerlich zu gebrauchen Dienet auch wohl wenn man es auf hitzige Wunden und Geſchwulſten leget, In Butter oder Oehl geſdtten, oder geroͤſtet, und den Kindern uͤber den Lelb geleger, lindert es ihnen die Schmertzen, ſo geben auch einige Weiber den Safft davon den Kindern in Milch ein, wieder das Hauch ⸗ Grimmen. Das Pulver, wie Solsnandrus will gebeauchet, . E ſtillet 68 Eybiſch Kraut. ſtillet den Blutfluͤßigen den Fluß) und be⸗ nimmet die daher entſtehende Scgtzmertzen. So pflegen es auch die Kindbetterin unter die Ach ſeln zu legen, wann ſie die Milch vertrei⸗ ben wollen, Crato lib. 5. Conſ. 40. befielet das gruͤne Kraut den Zufluß der Milch in Bruͤſten zu hindern, offt und warm auf⸗ zulegen. Das Waſſer wird Kindern die in groſſer Hitze liegen, eingegeben. . Althæa. 26. Eybiſch⸗ Kraut. 8 Lateiniſchen Deſſen Ge⸗. Alchæa genannt, ſtalt und A iſt ein fuͤrtreflich heilſames Kraut Orth. e oder Gewaͤchs, welches bey uns meiſtens in Gaͤr⸗ ten erzielet wird/ von ſolchem ſchleſſet ein ho⸗ her runder Sten⸗ gel auf, woran 9 breite. A oben zugeſpitzte e Blaͤtter wach⸗ ſen, traͤget leibfarbene Blumen, bekommet Saamen in Haͤußlein, wie die Pappeln, und hat eine groſſe lange und rohe Wurtzel, waͤch⸗ ſet gern auf feuchten und fetten Boden. 6 100 Eich b Jh Nun g der Sum fl n rühlag un her mut ſch won ſe f c aus de Wut A Wurzel und Blatt a, An z. Hub und locken im 2 Grab unde edge. Eallenizgſſ gelt und iat lee cwuſſeh hubiſatt ſachnfr Gehe iti baut. Arafat, eh, de Jlirrtubg —— 5 Gang Win daczun aha duch de Aſuchun n W uc nh mant 1 hung run church uubbgſig hende e S 9 S —— — 5 3 — 2 — . ———— ——— —— — * — 2 —— „ S — 2 2 2 2 S — — — .—— 5 —— — .— — — — — — — — h- Kraut. igen den Fuß intſtehende Sun e Kindbettenah u ſie die Miche lib. 5. Con. 40. n ufluß der lng ern, offt und wan ſer wird Kindaph 0 ngegeben. — iſch Kraut, Althæzgn heiſſam meiſtens h ten erziele von ſolt ſchleſſt eh hetunded 0 gel auf,. — U brelte gl oben zu Blatter je Blumen, bein 1, wie die Papp, drohe Wußte nd fetten Bode 0 4 iſt ein ſuch oder Ga welches hh. Eybiſch Kraut. 69 bluͤhet im Julio und Augnſto, auch wird fol⸗ gende Zeit der Saame zeitig, die Wurtzel aber wird im Fruͤhling und Herbſt gegraben, und vermehret ſich wo man ſie hinſetzt, bringet auch jaͤhrlich aus der Wurtzel neue Stengel. Die Wurtzel und Blaͤtter ſeynd warm und Deſſen Ei⸗ trocken, im z. Grad, und der Saame warm genſchafft und trocken im 2. Grad, und werden die Blaͤtter und Nutzen. unter die 5. Emollientia geſetzt. Es erweichet, zerthellet und lindert die Schmertzen, zeitiget die Geſchwulſten, verbeſſert die Schaͤrffe, deſſen fuͤrnehmſter Gebrauch iſt in Blaſen⸗ V und Bruſt⸗Kranckheiten, in Seiten⸗Ste⸗ chen. Die Blaͤtter treiben auch den Nieren⸗ Stein, und ſaͤufftigen das brennende Har⸗ nen, die Wurtzeln werden von einigen wieder den Stein an heimlichen Oꝛthen gelobet, den durch die Befeuchtung mit dieſen Wurtzeln, kommen ſie der Coneretion des Steins zuvor. Die Wurtzel mit ein wenig Zim̃et und Waſſer geſotten, und davon getruncken, trelbt aus die Nachgeburth, und befoͤrdert die nach der Geburth gebuͤhrende Reinigung. Die Wurtzel geſtoſſen uñ mit Gaͤnſe⸗oder Schweln⸗ Schmaltz vermiſchet, erlediget von Schmer⸗ tzen im Podogra. So wird es auch fuͤr ein Experiment gehalten, wieder die aufgeriſſe⸗ ne Bruſt⸗Wurtzel, wenn ſolche Salbe aus der Wurtzel bereitet, und mit ein wenig Zucker vermiſchet wird, ſonſt wird dieſes Kraut auch ſehr offt in Uberſchlaͤgen und Clyſtiren ge⸗ brauchet. „ 0 ——— 2 P 1 r 2 0 1 70 Eybiſch⸗ Kraut.— Merinn DPlieſes Krautes und der Wurtzel beſte Krafft, 1 deſſen Kraft beſtehet in einen waͤſſerigem Schleim, wegen de Wiz 6 „ dieſer in allen Elgenſchafften zoͤchſt temperir⸗ Cpu a altebet⸗ ten Subſtanz, elne jede Schärffe zu mitigiren findeste in unſern Lelbern, iſt ſie ſehr bequem zu gebrau⸗ Die obere ese chen. Daher es in Urin⸗Beſchwerden Dyſu⸗ pen, Hur, d ria, Sttanguria, Harnbreñen c. in Schaͤiffe Mig Jbl. und Kauhigkeit des Mundes ſehr uͤblich. Vander Erſtlaht g Die Wurtzel in Milch oder Meth gekochet dies- i, N net in allerhand Bruſt und Lungen ⸗ ahn gegend Kranckheiten, Jernagung der Gedaͤrm, der Ai bag Hat, de g Rothen⸗Kuhr. Wenn ſte in Fleiſch⸗Brů⸗ n he gekochet wird treibt ſſe den Tieren Stein ez gf chi, aus, aͤuſſerlich gebrauchet man ſie auch in Cly⸗ Ilhan Sunn, ſtiren wieder die Rothe Ruhr. Das ent age Kraut ſelbſt digerirt und lapirt gelinde, dahero admhrean dunn kan man audere Wiud⸗ und Stein⸗kreibende] aug du 1 Mittel darzu thun, wo man auch Clyſtire dar⸗ cum. aus bereiten kan. es zucht Was da- In Apothecken wird gemeiniglich bereitet ſtch 15 1 don hertliet pas Waſſer aus Blaͤttern und Blumen, der oben wied. Schleim, und der Syrup Fernelii; wie auch 15 b 15 l das Unguentum Dialcheæ fimplex. b mel b 9 Der Schleim wird aus der Wurtzel die mit uſtaft 0 e Waſſer gekochet worden, gezogen. Dieſen fn e f Schleim mit Waſſer genoſſen, dieuet die dunn rg Schaͤrffe in dem Schlund zu mitigiren, kan bag eat dune auch in Heiſcherkeit und trockenen Huſten mit bah Stenz Zucker genommen werden. Foteſtus bereitet] daun W. ug auch aus dem Schlelm einen Linctum wieder auch hg den harten Huſten. Z wölfferus hereſtet einen Allet. G f Sytup davon auf folgende Art. ah gh. N Syn 6 ).„ Rraut des Wiha 6 een Each ch affen boͤchſt ten e Schaͤrffe Ju nt. ie ſeht bahn 10 lrin⸗Beſchwerde 00 ibreñen inc N e f oder Meth gekocht ruſt und aun nagung der Gain Wenn ſte in Flach t ſſe den Nieren g ichet man 9 Nothe ⸗ Nuhr und laxirt gelinde ud und Stell bo man auch Cie ird gemeinſglih h tern und Blur, dyrup Fermelü zu alchez fimplen. d aus der Wurzel rden, gezogen. N er gero, da chlund zu n mile und teockenen Hot erden. Foren m einen 5 zwölfferus ere gende Akt, f 5 Eybiſch⸗Arant. 71 Srup Dialibea. 5 Be. Die Wurtzel von Althea; 5 Graß/ Syrup Dial. Spargen und Suͤßholz. her. Kleine Roſinen, ſauber gereiniget, aa. 5. Die oberen Sproſſen von Althea. Pappeln, Huͤner⸗Darm, Blebernel, Weg ⸗Tritt. Beyder b Geſchlecht guͤlden Wlederthon a a. Mj. Koche es in genugſamen Brunn⸗Waſſer, daß iii. uͤbrig bleibt, die Colatur clariff icire, denn nimm die 4. groſſe geſchaͤlte/ und die 4. klene kuͤhlende Saamen, aa. Ziij. Stoß ſolche mit obigem elarificirten Decodo, und mache eine Emulſion daraus, welche man goliren muß darzu thue Weiiſſen Canari-Zucker Fiiij. 8 es zu einem Syrup. Es iſt ein fuͤrtreflich Mittel, denen ſo am Deſſen Nun hitzig und brennenden Urin kranck liegen, tzen. ſo man es ihm zu trincken giebt. Es dienet auch der Brust und Lunge, und ſtillet dle ſtar⸗ cken und ſcharffen Sluͤſſe, die vom Haupt auf die Bruſt fallen; Fuͤr Harn · troͤffeln fuͤr Nieren/ſo mit Schleim, Sand und Hitze beladen, iſt auch im Stein zu gebrauchen, und ſehr gut in Nieren ⸗ und Blaſen⸗Geſchwuͤren. Dann wird daraus auch bereitet das bekannte Alibes- Saͤlbel. AltteaͤSaͤ N.. Felſche Eybiſch⸗Wurtzel Bi. del. 5 Eybiſch⸗ Kraut. Saamen von Borshorn, Lein⸗Saamen, aa. Ib. Koche es in gnugſamen Waſſer zu einem Schleim, von ſolchem Schleim nimm ü. und chue zu ſolchen Schweinen⸗Schmeer, oder friſche Butter VI. a 5j Curcumæ. Wurtzel gepulvert zj. Laß es bey gelinden Feuer kochen, und ruͤhr es allzeit, biß der Schleim verzehrt iſt und was da vom Schleim uͤberbleibet, als ein dickes We⸗ ſen wle Pech, und ſich nicht will aufloͤſen laſſen, das colire und ſcheide durch ein Tuch davon, und thue ferner darzu Gelb Wachs Zy. Terpenthin Zi. Weiß Hartz Jiiij. Pulverſirte Curcume Wurtz, das genug iſt. Wenn alles bey gelindem Feuer zergangen, ſo colire es ohne weiters Kochen, durch ein Tuch noch einmahl, und verwahre es zum Gebrauch, man kan auch etwas Campffer darbey thun. Dieſes Saͤlbel erwaͤrmet, erweichet, be⸗ Gebrauch feuchtet, zertheilet, zeitiget, machet Eyter und lindert alle Schmertzen, wird alſo mit Nutzen gebrauchet zu erſtarreten Gliedern/ zu dem Seiten ⸗ Stechen, Miltz Stechen, Bruſt und Magen⸗Wehe, Wralnpff verrenckten Gliedern, ꝛc. auf die Bruſt ge⸗ ſchmieret, ſo vertreibt es die Milch, auf die Maͤnnliche Ruthe mit Scorpion ⸗Oehl ver⸗ michel, 1 dal —— debe eſicdedtbaſeg get Mh nt ſaſchet undrurmunte tin ndert ain gif 13 1j Aufm wenden Ven, wehen in lei faengt Lachſeman eh at cer ſech wan bench nne c abet Fa ui lan bel Aan bc N hate, fende Sen Nustſach fte kunt, Nie ul Belt yr g 1 f. enk fac nn , dur baren fat h⸗raut, Borshorn, 55. b. em Schleim 5 1 0 deer oder ſtſſet l gepulvert z. heuer kochen umi n verzehrt iſt und eibet, als ein daz nicht will aufſoſa e durch ein Tuc 0 f ame Wurz bal dem Feuer zetganm „Kochen, durch en wahre es zum Gan Tampffer darbey y vaͤrmet, erweichl, itiget, machet elt en, wird alſo met eten Gliedern „ Miltz 1 Suh Wehe, Brun ern, v. auf de df tes die Milch 0 It Storplon⸗ Oh it Stolp 1 Tauſend⸗Schoͤn. 73 miſchet, befoͤrdert es verſtopfften Harn/ als ein bewaͤhrt Mittel; mit Knoblauch ⸗Safft vermiſchet, und warm unter die Fuß⸗Sohlen gerieben, lindert es den Huſten. * Tauſend i Schon. 1 0 Auſent⸗Schoͤn oder Sammet ⸗Blu-· men, werden im Lateiniſchen Amaran- Geſtalt, thus genennet, wachſen an einem braun⸗rothen Orth und Stengel, einer Ellen hoch, auf deſſen Gipffeln Zeit. und an den Gleichen kommen die leibfarbnen Blumen ⸗Aehren herfuͤr, auch iſt uͤber dieſes der Stengel mit langen, breiten und ſpitzigen Blaͤttern beſetzet, in der Bluͤthe lieget ein ſchwartzer, glaͤntzender Saame verborgen, die Wurtzel iſt weiß, faſericht und anziehenden Ge⸗ ſchmacks. Waͤchſet in Luſt⸗Gaͤrten, Blumen⸗ Beeten, oder wird in Gefaͤſſen unterhalten, und bluͤhet vom Auguſto biß in October. Laͤſt ſich nach Belieben verſetzen, auch kan man es jaͤhrlich ſaͤen, es will aber einen trocknen und ſandichten Boden haben. Dieſe Blumen ſind kalt und trocken, und Eigenſchaft ziehen etwas zuſamen, dahero wird ein Tranck und Se⸗ davon bereltet, und gegen allerhand Blut ⸗ und brauch. Bauch ⸗Fluͤſſe, als Blut⸗ Auswerffen, Blut ⸗Harnen, Darm⸗Fluß, Durch⸗ bruch, Rothe ⸗Ruhr/ uͤberfluͤßige Mo⸗ nath⸗Keinigung, und Weiſſen. Kluß der Weiber, 30 er se 5 In den Apothecken werden die Blumen gar ſelten gebrauchet, und kan auch wohl ausge⸗ E) llaſſen 74 Tauſend⸗Schoͤn. laſſen werden, weil man wieder angeregete Kranckheiten ſchon bekannte und probirte Mittel genug hat. Denn es vermeynen etli⸗ che, daß alle rothe Kraͤuter und Blumen dar⸗ um, weil einige derſelben dieſe Wuͤrckung ha⸗ ben, alle Blut⸗Fluͤſſe, ſie kommen her, wo ſie wollen, ſtillen und hemmen ſollen; Allein aus den Faꝛben laͤſt ſich von den Kraͤfften oder Wuͤ⸗ ckungen der Kraͤuter, ſimplicium, wie auch an⸗ derer Medicamenten, wohl nichts gewiſſes ſchlieſſen, wie Galenus de ſimplic. Med. Facult, 2,& 4 to ausdruͤcklich zeiget. Weßwegen auch ungeraͤumt und uͤbel ſchlieſſen, welche aus der bloſſen Farbe urtheilen, daß Amaranthus purpureus den Blut⸗ Fluß ſtille, und den Blutfluͤßigen und Dyſentericis helffen ſolle. ee eee e 28. Ammey. 8 b Im mey, deſſen Geſtalt iſt ein kleiner Saa⸗ 3 2 f A me,. einem Kraut, braun an Ark. Farbe, deſſen Stengel ſeynd offt 2. Ellen hoch, den Fenchel Stengeln aͤhnlich, zart, bruͤchig und inwendig, voll weiſſes Marck: die Blaͤt⸗ ter ſind laͤnglicht, rings umher tief gekaͤrbel, die obern gleichen den Fenchel⸗Blaͤttern; an den Gipffeln der Aeſtlein bringt es klelne un⸗ gleiche Dolden, mit geſtirnten weiſſen Bluͤm⸗ lein, die Wurtzel iſt klein, duͤnn und holtzig. Er wird in groſſer Menge von Alexandria aus Egypten zu uns bracht. Ben den Liebhabern der Kraͤuter aber, wird e uch in unſern kan, 5 ten gefunden. Es zeiget ſich ſeine dern in Gaͤrten gefunden zeiget ſ Bone —— Ir. 3 5 wum amm pech 1 A0 m nher ſcnſtl. * a dein Stur auen eem ihne N 0 . Sg ne ah Wind fach h Gem a habn, bir b düngen . ng tt u 1 a0 6 0 ae M N uf d. Schon. kannte und pt Denn es bene raͤuter und Bun elben dieſe Wüncn ſe ſie kommen fan men ſollen; N „„ 1 on den Kraͤftengnt umplicium pft * wohl nichts s de ſimplic. Mei ich zeiget. Mhh uͤbel ſchlieſſen wah theilen, daß Am t- Fluß ſtile, in yſentericis helf — Ammey. Jeſtalt iſt ein ken f einem Kraul, lin el ſeynd offt 1 U eln ahnlich hatte veſſſes Mock: el ings umher teſ t en Fenchel Vllt ſtlein bringt coil geſtrnten weſſal eln, duͤnn und hat nge von Alerand. ht. Bey den de rd e uch inf nden, Es e Ammey. 75 N N guſto, und ver⸗ f de mehret ſich aus 5 94 ſeinem ausfal⸗ „ lenden Saa⸗ 105 wen, wird auch E cgeſaͤet wie der Anieß. Auch iſt 7 N ein Unterſcheid N J in ſolchen, denn U 148 2 einer iſt der Cre⸗ 2 J N J ktiſche, der ander W N iſt der Aethiopi⸗ ſche; der Saa⸗ me wird unter die 4. kleinen r. warmen Saamen gezehlet. In den Apothecken hat man den Saa⸗ men, welcher rein ſeyn ſoll/ er kommet auch zum Theriac, an deſſen Statt kan man von den Kummich ⸗Saamen nehmen. Es waͤrmet und g p de, Blume im Au⸗ Qualität und Nutzen. trocknet im erſten Grad, beſtehet aus einen duͤn⸗ nen Weſen, eroͤffnet, incidirt, zertheilet, dampf⸗ fet die Winde und Bloͤhungen treibt die Harn ⸗Winde und das Harn⸗Troͤpflen, iſt nuͤtzlich in Grimmen und Mutter ⸗Be⸗ ſchwerden, befoͤrdert verhaltene Mo⸗ nath · Reinigung er wehret dem eingenom̃⸗ nen Gifft, weswegen er unter den Therlac kommt, heilet gifftiger Thiere Biß, kan al⸗ ſo wohl innerlich% aͤuſſerlich gebrauchet werden. Matthio- Pulver ſo die Frucht⸗ barkeit be⸗ foͤrdert. Mutter: folget. 76 Ammey. Ml.atthiolus ſchreibt, es ſey der Saame das rechte wahre mmi, ſo von Alexandꝛien gebracht wird ein ſtattlich und offtmahl probirtes Mit⸗ tel fuͤr die Unfruchtbarkeit, dadurch viel Weiber fruchtbar gemachet werden, wann ſie nehmlich von dem gepulverten Saamen eines Qvintleins ſchwer, mit gutem Wein oder auch mit einer Fleiſch. Bruͤhe einen Tag um den an⸗ dern z. Stunden vor dem Eſſen einnehmen, es ſoll aber nicht uͤber J. mahl gebrauchet werden. D. Simeon Pauli in Quadr. Betan. ht wieder den weiſſen Fluß nachdem er vorher ein Nut⸗ ter⸗Clyſtir applieirt, vielen unfruchtbaren Neu⸗verehlichten folgende Pulver verordnet, die auch dadurch ſchwanger, und von beſag⸗ tem weiſſen Fluß befreyet worden. Pulver. N. Ehrenpreſß⸗Kraut, gepulvert, Ammey Saamen, jedes 5. Klein Cardamomm, Zimmet, der auserleſen, aa. 5j. Zucker, 3. Quintlein. Miſche alles zu Pulver, und reib etliche Tropffen Zimmet⸗Oehl darunter. Doſ. Sſi. ad 3j. auf einmahl. Das gedachte Mutter⸗Clyſtir aber, ſo vor⸗ her applicirt werden muß, bereitet man wie Mutter ⸗Clyſtir. h. Beyderley Oſterlucywurtz aa. 3j. Entzian, und Zitwerwurtz aa. 15 8 „„ 8 het 4 — eu! u aluag gut N Mae, 0 0 ale Cotemünt chredalcch! i bccog fürch aft 10. Nndil⸗ 5— 0 % ale e a hre 0 de 0 del F Ammey. 77 * — 3 — 2 — — — — e — . CEͤpheu und Tauſendguͤlden⸗ Kraut, Oſterlucen⸗Kraut, Roßmarin aa. Mj. tbarkeit, dann Meliſſen roth Beyfuß, aa. Ma. machet A Kleine Cordemuͤmly 36. 5 werden Zerſchneid alles, zerſtoß und miſche es zu el⸗ — — 2 — 3 —— — — — 8 S 2— ö pulverten Samt e uͤr ein Clyſtir. alt gutem Wein Pee 8 für Sen ühe einen Tag ud 15 8 dem Eſacme ee Mandel⸗Baum. 1 A mahl gebrauthetun 3 5 5 Nad. Betab. fi dem er vorher ea vielen unftuchth⸗ gende Pulver van vanger, und dong efreyet worden, Ulber. iraut, gepulbet ſen, jedes 50. omm, zerleſen, aa. 3j. itlein. Pulver, und tab mmet- Oehl dun 31. auf enmufl itter⸗Clyfti a muß bereite un 2 3233 Er Mandel, Baum, Amygdalus im Deſſen Ge⸗ ⸗Clyſtit, Lateiniſchen genannt, kräget zweyerley ſtalt, Ort an Früchte, eine Art ſeynd die Suͤſſen, das on. und duch trlunune e dere die bittern Mandeln. Die Geſtalt Zitwerwulße⸗ K 3 bes Baums iſt des Gebrechen und Kranckheiten, Mandel- Baum. ga er als der Pferſich⸗Baum, ob gleich die Blaͤtter, Blumen, und unreiffe Fruͤchte ſonſt eine Gleichheit in ſich haben, aus. genommen das Fleiſch dieſer Frucht, ſo unge⸗ ſchmack, und der Kern, ſo ſüͤß und bitter iſt. Er waͤchſet gern an warmen Orten, in Creta, in Italien, in Delphinat Franckreichs, desglei⸗ chen in Deutſchland, ſonderlich am Rhein. 2 Bluͤhet bald im anfangenden Fruͤhlinge, pur⸗ purfarben und weiß, und die Frucht wird im Julio und Auguſto zeitig, da ſie dann bequem zu finden iſt; ſeine Erziehlung geſchiehet von denCoͤrnern, oder in ſich ſelbſt, und auf Pflau⸗ men⸗Baͤume geimpffet. N In den Apothecken findet man beyderlen Mandeln, die ſuͤſſen Mandeln ſeynd tem⸗ perirter Waͤrme, und feuchte, ſie geben ſonſt, wenn ſie nicht zu alt ſeyn, dem Leibe gute Nah⸗ rung, mehren den Saamen, befoͤrdern den Schlaff, wiederſtehen dem Gifft, thun gut den Lungen ⸗ und Schwindſuͤchtigen, und denen/ ſo Eyter uud Blut aus wer ffen/ und weil ſie etwas ſtopffen, fuͤrnemlich wenn ſie geſchaͤlet ſeyn, ſo werden ſie wider den Durch⸗ lauffund rothe Ruhr mit Nutzen gebrau⸗ chet: Auch werden offt von ſolchen Mandeln Emulſiones oder Mandel ⸗Milch, auf un⸗ terſchiedene Art und Weiſe, auch nach jedwe⸗ verordnet und bereitet. Und ſeynd ſie auch eine fuͤrtreff liche Frucht zu allerley Speiſen in dle Kuͤche⸗ und auch gut, Schleckwerck mit Zucker daron zu machen. Die „ 1 3 3 J 1* 1 1 4 mal Ba f——— 7 Flite ſlandel än ꝛ Gch nba faccoffen dbwcgen e ungen, ah noh 1 b kräftgden ft gachleim vop der nm wma unddeveſtepf ſlaktium, Nieren un 1 Nuſſeluch unn me went acbeſkenheſ fun aut WedgchapppSch men fcb, zy im af near de dncken eh acht n Aueh N 05 5 W 0 6 l. Baum. rals derpfaſch, —ä „Blumen, p ichhelt in ſch bach 0 dieſe Frucht, d ſoſüß undbitah — nen Orten, in i at Franckreich 0 ſonderllch an g igenden Fruͤhing z und die Frucht lig, da ſie dann* rzlehlung geſchſh ch ſelbſt, und auf g U n findet man hae Mandeln se feuchte, ſie gebe yn, dem Leibe guell gamen, beſalhen en dem Gifft tha Schwindſüͤcheh d Blut auswafm n, fuͤrnemlich bah en ſie widerden du ihr mit Nutzuſth t. won ſolchen Mi indel⸗ Milch ul Weiſe, auch nach h Kranckheiten, daß nd ſie auch elt 0 5 Mandel ⸗Baum· 79 8 Die bitteren Mandeln ſind warm und Vittere trocken im 2 Grad, und alſo waͤrmer denn die Mandeln, und reinigen, auch noch mehr als die ſuͤſſen, und ſeynd kraͤfftiger den kalten, groben und zaͤ⸗ ſuͤſſen, eroͤffnen derowegen, zertheilen, ſaͤubern 9 Nu⸗ 9 hen Schleim von der Bruſt und Kunge, zu raͤumen, und die veꝛſtopffte n eber Miltz, Meſenterium, Nieren und Blaſe zu eroͤff⸗ nen. Aeuſſerlich nehmen ſie die Flecken hinweg, wenn man ſte kaͤuet, und die Flecken damit beſtreichet, taugen auch in Umſchlaͤgen wieder die Haupt ⸗Schmertzen. Denn tau⸗ gen ſie auch, wegen ihrer Harn treibenden Krafft, wieder die Trunckenheit, man muß aber auch nicht zu viel ſauffen. In Arabien geben die Juͤden, ſo Aertzte ſeyn wollen, ihren Krancken geſtoſſene Mandelkerne in Geiß ⸗ oder Cameel⸗ Milch ein, nicht allein ihre Krancke zum Schlaff zu bringen, ſondern ihnen auch dadurch eine Luſt zum Eſſen zu machen, und den Harn fort zu treiben. Die bittern lan⸗ deln pflegt man auch unter die Frontalia wie⸗ der die Haupt Schmertzen zu gebrauchen, ingleichen gedoͤrret, klein geſtoſſen, und mit Bohnen ⸗Meel und Kuͤcher⸗Meel vermiſchet, eine Salbe daraus gemachet, reiniget und ſaͤu⸗ bert den gantzen Leib, ſonderlich das Ange⸗ ſicht. Endlichen machet man auch aus beyderley und gieſſet es uͤber die Mandeln, laͤſſet ſie aber nicht amel des auegepreſete falt undbtter Buß Mandel ⸗Oel. Allda machet man heiß Waſſer, und 4 2 0 . ilter⸗ 80 Mandel ⸗Baum. nicht lange darein liegen, alſo laſſen ſie die Schalen gehen, denn werden ſie ausgepreſſet, entweder ohne Feuer, oder warm gemacht, es 15 muͤſſen aber auch die Mandeln fein friſch ſeyn. Das ſuͤſſe Mandel ⸗ Oel waͤrmet maͤßig, lindert, zeitiget, relaxirt, erweichet, befeuchtet, lindert den Schmertzen; Innerlich genutzet, dienet es wieder die Kauhigkeit und Hei⸗ ſcherkeit der Kaͤhle, und der Bruſt, ſo vom ſcharffem Huſten verurſachet worden, ſtil⸗ let den uſten;; entweder fuͤr ſich allein, oder mit Violen⸗Syrup, oder weiſſem Vehyel⸗ Zucker eingenommen, benimmet es das Sei⸗ ten · Stechen Doſ zj. oder z ij. oder mit Man⸗ na oder in einem Clyſtler, loͤſchet den Durſt, und iſt ein trefflich Mittel in Steck⸗Fluͤſſen mit Wallrath vermiſchet. Dienet auch Lun⸗ gen⸗ und Schwindſuͤchtigen, in der Co⸗ lica, oder denen, ſo mit Grimmen der Ge⸗ daͤꝛmen behafftetz im CLenden⸗ und? Tieren Stein ſchaffet es auch gute Huͤlffe, wird auch in der Gonorrhæa gebrauchet, auch fuͤr die, welchen der Blaſen⸗Krgpff exulcerirt, und die Roͤhre des maͤnnlichen Glieds excoriirt iſt ſo groſſen Schmertzen und Bten⸗ nen im Harn empfinden. Die Heb⸗ Am; men ſchmieren auch gebaͤhrenden Weibern die Geburts⸗Glieder damit an, ſo dlenet es auch wieder die Nachwehen, und verhaltenes geronnen Gebluͤt; erleichtert, innerlich eingenommen, die Geburt; denen zarten Kindern iſt es auch ein familiar Medicament, — n 5 . ee N 5 8* 2 ande. e ſſiu dr di 0 bund sean, itzuckr men tsch nch Ie und hade haabiſten Munel e fachen ahunc nn den f, maceet in affe ſcgder Leber lg en dt inde c r Geda up f funden, dere cut vic chenddes zent , anal de Jlken! tegen ſude Wande weg wachen 1 U Ng wash eg d dn Ihren üg 9 0 aum 15 n U fcrhſhge . An Me k ö 1 1 in 8 liegen Ap werden ſte aut oder warm gyn Mandeln 0 i del⸗Oel wärmen, tirt, erweichet, zen; Inneriſch 1 — — 1 N 0 1 — 0 0 1 SS— — — 0 — — Kauhigkeit uh — le, und der Bf n verurſachek un veder fuͤr ſch al ip, oder welſay „ benimmet es du 5. oder ij. oder nig ſtler, loͤſchet den d Uttel in Steche ſchet. Dienet uch d ſuͤchtigen ud mit Grimmen da menden und hy ich gute Hülfe, y gebrauchet, auch n Kr f erh s maͤnnlichene nSchmertzen und! finden. Dee gh gebaͤhrenden Milt amit an, ſo diene vehen, und duft it; erleichtert n Geburt; denn in familiar Ml ö G00 6 Mandel · Baum. 81 in Zufaͤllen der Bruͤſte, wieder die Gichter, Grim̃en und ſauere Milch, man giebt es Kin⸗ dern mit Zucker ij. mitkimonſen⸗Safft vermi⸗ ſchet, iſt es auch ein herrlich Mittel gegen die 0 Wuͤrme, und noch ander Zufuͤlle mehr. Des bittern Mandel- Oels Kraͤffte ſeynd Bitter aus obigen abzunehmen, denn es waͤrmet, zer⸗ Manoel⸗ theilet, machet duͤnn, eroͤffnet die Verſtopf⸗ fung der Leber, Miltz und Nieren, ver⸗ zehret die Winde, ſtillet Magen ⸗Schmer⸗ tzen, der Gedaͤrm und Mutter, ſo daher entſtanden, dlenet auch wieder den flieſſen⸗ den Grind des Haupts, toͤdtet die Wuͤr⸗ me, vertreibt die Flecken der Haut, und machet ſolche glatt und ſauber. Auch wird es gebrauchet wieder verlohren Gehoͤr, Sau⸗ ſen und Klingen derſelben, weil aber zu be⸗ ſorgen, daß das Iympanum dadurch allzuſchr laxirt werde, ſo canum halten. ſoll man folgendes fuͤr ein Ar. Oel wieder blödes Gehoͤr. Atcaaum „ r blödes Ge⸗ B. Bittere Mandeln. tj. por zu vers Kümmel ⸗Saamen, beſſern. Wermuth, jedes ß ſt. 85 erſtoß alles, rhue es in elne zinnerne Flaſche, und koche es in einem mit ſiedend en Waſſer an gefüllten Keſſel 4. Stunden, denn drucke es aus ſo bekomeſt du ein gruͤnes Oel, davon zi; ad H. Morgens und Abends in einem Brühe⸗ leln zu nehmen, man kan auch zum oͤfftern den Dauch damit ſchmieren. 5 5 Wenn 0 el. Artauum 2 9 82 Mandel- Baum. Innerlich. Wenn man es innerlich gebrauchen wilf, ſo muß es nicht ſtinckend ſondern friſch ſeyn. Dieweil auch des bittern Mandel ⸗Oels Krafft als ein Carminativ den Ruhm hat, ſo hat Herr Bartholetus daraus ein Elixir Carmina- tivum bereitet, und dienet ſehr wohl das nach⸗ beſchriebene. 5 Elixir Carmiuatibum. R. guten Brandtewein 5j. geſtoßne bitter Mandeln. Ziv. Zimmet gepuͤlvert. Fiſt. Miſche alles, laß es fermentiten, hernach Elixir Car- minativum. deſtillire es in einer Sand⸗Capelle. Dol. 3. ia vehiculo. e — 8 N 925 Ae . ft Megan em Gchim gt Minen zu bach fue Machggalge dagdare ſodftabah Aleben de Maigch ſachon van Aaulatdgen ful Gesang ac, auch daß Begüh 1 acho aber pop ige urden, da de che Feber urge, ul e Hens e, an deſg Salem kes uche V end ach Jul eg 30. Anatardien. fag. um. 5 4 0 Macardien oder Elephanten⸗Laua,% Sefa 0 A im Lateiniſchen N genannt, iſt che hann Ort, eine Frucht von einem auslaͤndiſchen Baum, Mun lenz die der Farbe und Figur nach einem Hertzen mhle gleichet, beſonders wenn ſie trocken iſt. Sie ahh ben waͤchſet in Weſt⸗Indien, auch auf den Bergen an alt Sicilien, und an andern in Oſt⸗Indien gelege⸗ fa 1 gam hn Deren Dieſe Frucht findet man gar ſelten in den] ein dann 0 Gebrauch. Apothecken, iſt eines ſcharffen Geſchmacks und daga Ney. einer fluͤchtigen Aœromatiſchen Natur ſie war? ie met und trocknet, nicht zwar in 3. oder 4. Grad f Ahne 1 wie etliche wollen, ſonbern etwas wenlger, na oni tauget dem Haupt, ſtaͤrcket die Sinnen und e laßt W age a u Gedaͤchtnuͤß, denn es haben dieſe 8h 0 Anacardien. 93 c eine Krafft, die groben und zaͤhen Feuchtig⸗ e fig keiten im Gehirn, Magen und Daͤrmen u Mandel Ji 0 zu verdauen, zu vertheilen und attenuiren, ſhre den Ruhm 1 fuͤrnehmſte Macht aber lieget in einem hartzi⸗ kraus ein Elixit om gen Liquore, ſo zwiſchen beyden Rinden iſt. ienet ſehr woll de Es haben die Alten im Gebrauch gehabt, die Worinnen * Confection van Anacardien zu geben, die ani- aut derer rminatibn. maliſchen Geiſter zu ſtaͤrcken und fluͤchtig zu Gebrauch. tewein B.. machen, auch das Gedaͤchtnuͤß zu corroboti⸗ r Mandeln, zu, ren anietzo aber wird ſolche ſelten geachtet, llbert 50. weil befunden, daß deſſen fluͤchtige Schaͤrffe „offt hitzige Fleber erreget, und dle Pattenten es fermeniity y in eine Tumheit und Gemuͤths⸗ Schwachheit Sand, Capelle. Di gefuͤhret, an deſſen Stelle man itzo Aquam Magnanimitatis gebrauchen 88 wer aber ſol⸗ a che beliebt, kan ſie nach Zyvölfferi Bereitung nacardien, 215 ee 5 ar Elephant co rfeckio Anscardina Chepbaliea. Confedio dium g 3 3 2 andhiſte. Majoran, Pomerantzen⸗Bluͤth, Gar⸗ a welche alle ohne Zuthun eines Waſſers im B. dlen auch aufbah V. muͤſſen diſtillirt ſeyn, ana Zvj. gleß es zu⸗ 18 Jr ſamen in einen glaͤſern Kolben, weiche darein ern in Of. Anacardien nach Z wölfferi Art bereitet, Ziij. 11 wenn ſie im vermachten Glaß 24. Stunden det man ga ib geweichet, ſo oolir es, in der Colatur löſe auf ſcharffenGeſtn 6 Canarien⸗Zucker 1bij, und bringe es alles duꝛch matischen Null die bloſſe Aufloͤſung zur Conſiſtentz eines Sy⸗ t zwar in z. Gt“ rups, und weil der Syrup auch warm iſt, ſo ſondern ebe 1 fuͤge darzu, daß es darein zergehen kan. tärcket di 900 Ambre gryſer 31. welcher mit geſchaͤlten in es haben n., 2 Tiltro⸗ 8 6 Anacardina Chepha⸗ ten Nelcken⸗Waſſer 3 3 confedtio chet gut Gedaͤchtnuͤß, daher ſie auch Con. Sapientum fectio Sapientum Salomonis heiſſet. Muß Salomonis. ꝗher vorſichtig gebrauchet werden. Anagallis, 94 Anacardien Citronen⸗ Schalen wohl durchrieben ſeyn muß. 3. Item Storax Zij. Ladani 3j. und wenn alles zergangen, ſo thue mehr hinzu W Anacardien pulverfirt zj. Gemſen⸗Wurtzel pulverſirt 30. Aloes⸗Holtz 3j. Kleine Cardemomt, Cubeben, Corſan⸗ 2 der ana Zij. Muſcaten Nuß 5. Blumen Fiij. Gewuͤrtz⸗Naͤgeln ij. Indian ſche Nuß condirt. zu einem Brey geſtoſſen. Jiij. Zimmet⸗Oel, 3j. ſo welter mit z ſs. Ro⸗ ſen⸗Zucker nach Zwölfferi Art berel⸗ tet, vermiſchet. Mache alles wohl zu einem Electuario. Dieſe Latwerg ſtaͤrcket das Haupt ma⸗ r 31. Gauchheil Maͤnnlein und Gauchtel beyderley Geſchlechte, im Lateiniſchen Anagallis genannt, deſſen giebt es zweyerley Geſchlecht, das Maͤnnlein und Weiblein, das letztere aber wird ſelten ge⸗ brauchet: Sie wachſen in Weinbergen, Gaͤr⸗ ten und Aeckern, bluͤhen im Meyen, 1* ae* 9 2 2 2 S— 5 ——— 2 3 3 3 — 5 2 18 G S——— —. 7———— * f. 2 2 . — 72 8 U kann bh far garn bade ing in altgen cual euch Nn N 55 7 i. 8 8 5— 3*„ 1 9 1 atdien 1 af dd Ladani g und eg chr ulverfrt zj * pulverſttzſ nom, Gbeh h 15 50 ſumen zii eln ij. ß condirt zue zu. 9), ſo welter mite nach Zwölfferi J ſchet. hohl zu einem Elea ͤͤrcket das aun nüͤß, daher ſe auh omonis heiſct. juchet werden. — il Maͤnnlein i eiblein. derley Geſchlah nagallis genantl, 1 ſeſchlecht dar dn etztere aber fut f ſen in Wehe ihen im Meth, 0 0 — —— Gauchheil. * 8 50 5 gantzen Som⸗ r mel durch, ſie 7 treffen ſonſt bey⸗ de in allwege . 15 uͤberein, nur wperden ſie un⸗ terſchieden, weil ed N das Maͤnnlein eh rothe, das Weiblein aber weiſſe Blumen Gauchheil Deſſen Ei⸗ iſt warm im 2. genſchafft trocken im 1. und N Grad, die Blaͤt⸗ ter findet man in Apothecken, die Blumen aber gar ſelten, beyde waͤrmen und trocknen, ſind bitter, adſtringiren etwas, deswegen werden 0 N 2 ſelbe auch zu den Wund⸗Kraͤutern gezehlet. Sie werden dafuͤr gehalten, in Biß von Nutzen. wutenden Hunden, und wieder alle glffti⸗ ge Verwundungen, Schlangen und Nat teb⸗Stich gut zu ſeyn, wenn man ſolche ſie⸗ det und darvon trinckt, auch die Wunden da⸗ mit fleißig auswiſchet und uͤberleget. Ziehen auch die Dornen und Splitter aus dem Sleiſch; in Wein geſotten und davon getrun⸗ cken, eroͤffnen ſie verſtopffte Leber, vertrei⸗ ben die Waſſerſucht, reinigen die Nieren und treiben den Stein. Werden auch in Peſt Zeiten als nuͤtzlich und heilſam recom⸗ N 8 3 men- 86 Gauchheil. menditt; von einigen iſt der rothe Gauch⸗ heil auch in der fallenden Sucht bewaͤßet 1 0 gefunden worden, wenn man ſolchen in der Hand haͤlt, ſtillet es das TTaßbluten, an⸗ dere bereiten daraus mit Zuthuung rother Corallen eine Salbe wieder das Sipperlein. In der Melancholie und Tob⸗Sucht wird das Decoct und Eſſentz davon ſehr geruͤh⸗ met. Herr D. Michablit hat aus dem Safft beſagten Krautes eine Eſſentz bereitet, welchen er dicke machet, und die Eſlentz von Johannis. Blumen daruͤber gieſſet. Wenn man Gauch⸗ heil mit Harn kochet, ſo mindert es die Poda ⸗ g graiſche ⸗Schmertzen, wenn es als ein Tataplaſma übergeſchlagen, oder als ein Fuß⸗ Bad gebrauchet wird. Es wird vor Aufgang der Sonnen geſammlet, im letzten Mond⸗ Viertel, wenn die Sonne und Mond im Zwil⸗ ling gehen. Wenn man das Waſſer brennen will, nimmet man das gantze Gewaͤchs, und kan das Waſſer, die Conſerva und Eſſentz mit gutem 0 Succes in der Epilepſia, Phrenitide und Mania dienen, und hat Quercetanus mit dieſem De. eocto hierinne wunderſeltſame Dinge ver⸗ richtet. Der Safft in die Naſe geſchnupfft, ziehet die Feuchtigkeiten ab, und reiniget das Gehirn. Wenn man ſolchen mit Ho⸗ nig vermenget, und die dunckeln Augen damtt beſtrelchet, machet er ſolche hell und l de u Sag klar. 32, Bach⸗ dune 5„* nan nt,, Nl E ec, Nun 8 uchhel. bana lenden Sucht iz wenn man 100 0 es das Naßblun 10 us mit Juha be wieder ddp olie und Tob. g o kſſertz dabanſe 6 baclit hat ausbent ne Eſſentz bereite 1 8 dle Eſſentz von q eſſet. Weunnunß ſo mindert ee rtzen, wenn eg ſchlagen, oder cd. Es witd dor umlet, im letzen zonne und Mondi 5 Waſſer bun ntze Gewaͤchs, bf va und Eſſent ig ſla, an ercetanus mit biaß inderſeltſame Oh t in die ae keiten ab, uuhil enn man solche l d die dunckeln wachet er füge* 15% Bachbungen. 0 e 5 Anagallis 2 uatica. Buch bun ge, Derer Gez im Lateiniſchen ſtalt Ort Anagallis aquatica, und Zeit. auch Baccabinga, iſt 7 ein Kraut, welches Mgern in den Pfuͤtzen und Baͤchen waͤch⸗ ſet, gewinuet einen dicken und aſtigen Stengel, zweyer 7 0 5 hoch, mit rundlichten ſaffti⸗ gen und feiſten Blaͤt⸗ tern, gleich den Boh⸗ nen, 7 7 5 Pur⸗ pur⸗ farbne Bi umen, daraus Riößlen, ſo voll kleines Saamens, werden, mit einer weiſſen und zaſerſchten Wurtzel. Es bluͤhet vom Majo bis in Au⸗ guſt⸗Monat, in ſolcher Zeit wird auch der Saame reiff, das Kraut wird im Junio ge⸗ ſammlet, im neuen Licht, wenn die Sonne noch in Zwillingen gehet, fruͤhe vor der Sonnen Aufgang. In Apothecken findet man die Blaͤtter oder Eigen⸗ auch das gantze Gewaͤchs, ſie iſt maͤßig feuchte, ſchafft und. waͤrmet, wird von vielen zu Fruͤhlings⸗Zeit Nutzen. in Schaarbock unter den Salat gebrauchet, eroͤffnet die Verſtopffung, reiniget das Ge⸗ bluͤt, tödtet Bauch⸗Wuͤrme, treibt den 8 4 Harn, EE 88 Bachbungen. Harn, Blaſen und Nieren ⸗Stein, maͤch⸗ tig aus: befoͤrdert den Monath⸗Fluß, treibt auch die todte Frucht. Euſſerlich dienet es wieder Geſchwulſt, lindert die Schmertzen, hilfft wieder das Rothlauff und guͤlden Ader vertreibt Flecken im An⸗ geſicht, mit Kleyen gebrauchet, heilet die Wunden, wenn es mit gemeinem Saltz, Spin⸗ weben, uͤberſchlagen wird; auch in Schar⸗ bockiſchen Fußgeſchwaͤren, und fuͤr Verrot⸗ tung des Zahnfleiſches iſt kein beſſer Mittel zu finden. Das Kraut wird auch mit Nutzen in Baͤdern von denenjenigen gebrauchet, welche mit Scharbockiſcher⸗ reiſſenden Gicht hehafftet, desgleichen welche viel Schar⸗ bockiſche Flechten oder Flecken an Haͤn⸗ den und Fuͤſſen haben. Es iſt zwar das Kraut temperirt, und von ſchlechtem Geſchmacke, dennoch hat es aber in Receſſu ein lieblich und gar ſubtiles Alkali, dienet wieder den Scharbock ſehr wohl, loenn man es mit Loͤffelkrautoder Brunn⸗ Kreß in Geiß⸗Milch⸗ Schotten infun. Fuß ⸗Geſchwaͤr, wenn man es in Bier kochet und uͤberſchlaͤget; zerthellet und reſolvirt gleich falls die Geſchwulſt der Fuͤſſe mit Salpeter oder Salt in der Waſſer⸗ Sucht. Man kan es auch mit Camillen⸗ Blumen al⸗ lein, oder auch nur per ſe gekochet, nach der Geburt auf dle Geburts⸗Glieder gebrauchen, dienet abſonderlich in hefftigem Bluten. 33. Dill⸗ . —— 5— A—— — 2——— — 8— —.— 5—— 3—— 2. 0 2 f 2— 2 4** 1 4 825——* 1 3 . 75 13 0 8 1 2 1 1 N* 5 3. 5 8 3„ 4 1* r W 125—— 1 3 27 — F Nager 1 U 1 Nahr 15 1 9. b 0 auc dirt, heilet auch wie gedacht, die Scorbutiſche n ertreibt Flecken en gebraucht al 15 it gemeinem Sig wird; auch 180 chwaͤren, vnd ire ches/ ſt kein beſih aut wird auch mt jenigen gebrauch her · reiſſendeng n welche viel 80 oder Flecken l. raut temperikt, i ke, dennoch hal und gar ſudtilg Scharbock sit ffelkrau toda ilch⸗ Schotten n gedacht„die Kom n man es in Mart erthellet und 0 wulſt der zit in der Waſſere t Camillen⸗ Ble er le gekocht, uu irts⸗Glieder gelt heftigem Bb g ft 5 0 — Dill⸗Kraut. 99 ut. D Kraut, im kateiniſchen Anethum, iſt eln in allen Gaͤr⸗ ten wohl bekant Gewaͤchs, an⸗ derthalb Ellen hoch an Sten⸗ geln, welche ihre Gleiche haben, S aufgeſchloſſen, %·⁵— mit zeꝛſpaltenen Blaͤtteꝛn, etwas kleiner, ſchmaͤh⸗ 5 ler und kuͤrtzer als der Fenchel, haben auch keinen ſolchen Ge⸗ ruch, traͤget Dolden mit gelben Blumen, dar⸗ an kommet ein platter Saame, wenn ſolcher abfaͤllet, ſo verdorret das gantze Kraut mit Staͤngeln und Wurtzel, hernach erjungt es ſich von dem ausgefallenen Saamen, welcher wann man ihn in Fruͤhling ſaͤet, am vierten Tag aufzugehen pfleget: waͤchſet gern an et⸗ was ſandigten Boden, wo die Sonne wohl hinkommet. 5 0 Von dieſem Gewaͤchs ſammlet man in Apo⸗ thecken die Blaͤtter, Blumen und Saamen: und hat in Receſſu ein Sal volatile Oleoſum bas gemaͤßiget, dannenhero es in Affectibus In. teſtinorum flatulentis gebrauchet, das Acidum 3 5 flatu· Anethum. 111„Deſſen 3 1 1 Geſtalt. 90 Dill⸗ Kraut. flatulentum deſtruiret, ſo wohl gegeſſen, als in Clyſtiren zu appliciren, und treibt auch den Urin. Dille, waͤrmet im Anfang des dritten Grads, und trocknet im Anfang des andern Grads, die Wurtzel waͤrmet im 3. Grad, und trocknet im 2. Grad, es erduͤnnet, zertheilet, zeitigetdie Ge⸗ ſchwulſt, vermehret Saͤugerin die Milch, vertreibt die Blaͤhung/ erwecket einen ſanff⸗ ten Schlaff ſtaͤrcket den Magen und die Mutter und ſtillet Schmertzen, befoͤrdert den Harn, Stein und Monath ⸗Reini⸗ gung, halt ab von Veneriſchen Begier⸗ den, ſtillet Schlucken und Erbrechen, die Aſche von verbrandter Dill iſt gut zu den fau⸗ len Wunden, in Grimmen kan man deſſen deſtillirtes Oehl innerlich nach einem Clyſtier gebrauchen, in Clyſtiren treibet ſo wohl deſſen Decoct, als das gekochte Oehl die Winde. Das Decoct iſt nur dem Geruch nach ſchlaff⸗ bringend: wieder den Schlucken nehm man von folgender Mixtur wies Mixtur. der den Schlucken. R. Dill„Waſſer. Kuͤmmel⸗Waſſer, jedes 51 Oehl von Anieß. Dillen, Welſchen und weiſſen Kuͤmmel, jedes gut. iij. M. Doſ. Morgens und Abends 1. biß 2. tf. fel voll zu Wehe . Kraut. r ret, ſo wohl e ö 0 eiren, undi — — Anfang des dritt ang des andern gig 3. Grad, und lch b„zertheilet zeige t Saͤugerin diehſt ng erwekketehſ et den Magen Schmertzen i und Monath⸗ n Veneriſchen z en und Erblech er Dill iſt guru jrimmen kannn erlich nach elnem e liren treibet ſo wohl kochte Oehl die fan dem Geruch nach den Schlucken lixtur. . ſe, ies i aß. weiſſen Kumme M. 90 5 und Abends 1 geben. 1 Dill⸗Kraut. 91 Bey bloͤdem Geſicht, und entkraͤffteter Ve⸗ nus, kan man ſich deſſen Gebrauchs enthalten. Das Dillkraut mit ſeinem Stengel zu Aſche von Aſchen gebrannt, iſt eine heylſame Artzenen zu Dilkraue den Loͤchern und Geſchwaren des Maͤñ⸗ lichen Gliedts, das Pulver darein geſtreuet, reiniget und heilet ſie gewaltiglich. Etliche machen auch aus dieſer Aſche mit Experi- Honig ein gelindes Saͤlblein, und ſtreichen die mem wie Locher und Geſchwaͤr offt mit an: aber nichts Löch beſſers iſt, denn Faͤſelein von leinem Tuch ge⸗ ſchabet, und dieſe mit demſelben in die Löchlein geleget, ſolches ſoll man des Tages 2. mahl thun, und zwar den Schaden allweg mit Wein und Waſſer reinigen, darinnen Myrr⸗ then⸗Blaͤtter geſotten ſeyn, mit dieſem Mit⸗ tel ſaget Tabernæmontanus, habe er vlelen ge⸗ holffen, die ſich an ungeſunden Weibs⸗Men⸗ ſchen verunreiniget, und ſolche um ſich freſſen⸗ de Loͤcher bekommen haben, welchen man ſonſt ihr maͤnnlich Glied haͤtte wegſchneiden muͤſ⸗ en.. Dieſe gemeldte Aſche von Dillkraut, in die faule Wunden und um ſich freſſende Geſchwaͤre geſtreuet, verzehret das faule Fleiſch darinnen, und foͤrdert die Heilung, es nimmt auch hin⸗ weg das uͤbrige wilde Fleiſch in den friſchen Wunden und Schaͤden, welches verhindert, daß die Wunden nicht ſchlieſſen koͤnnen. Das deſtillitte Dillkraut⸗Waſſer, Mor- Dillkraut⸗ gens und Abends 3j. getruncken, bringt ſaͤu⸗ Waſſer⸗ genden Weibern viel Milch, zertheilet die Winde 92 Dill⸗Rraut. Winde in untern Leibe, wehret dem RKluxen und foͤrdert den Harnz wenn man es in Mund warm haͤlt, vertreibet es Jahn ⸗Wehe, denn es ziehet den boͤſen Fluß heraus. Das zubereitete Dill⸗Gehl ſo gekocht, ſtil⸗ let Grimmen, Leibwehe, und alle inner⸗ liche und aͤuſſerliche Schmertzen. Es zerthei⸗ llet die Beulen, Geſchwulſt, und harte Knollen, waͤrmlicht damit geſalbet. Den jungen Kindern ſo Leibweh haben, ſoll man mit Dill⸗Oehl das Baͤuchlein warm an⸗ ſalben, auch das Maͤgelein, ſo vertreibt es ih⸗ nen das Kluxen. Die Wurtzel und Schoͤſſelein dieſes Krauts in Waſſer geſotten, und davon offt ein Glaͤſſel voll getruncken, reiniget die Nieren, treibt den Harn, Schleim und Sand aus. So auch vertreibt den Schlucken gantz ge⸗ wiß, wenn man von dieſem Oehl 4. biß 6. Tropffeu nimmet, und in einem Loth ſuͤß Man⸗ del⸗Oehl giebet. Das Kuaut wird auch nuͤtzlich in Fuß⸗ Waſſer gekochet, und fuͤr Leute gebrauchet, wel⸗ che nicht wohl ſchlaffen koͤnnen. Wenn man auch das Kraut ſo noch friſch iſt, auf einer heiſ⸗ ſen Heed⸗Blatte daͤmpffet, und auf dem Scheitel des Haupts leget, ſo vertreibt es die Kopff Schmertzen. Wenn man ſolch Kraut und Saamen un⸗ ler dle Schmerzſtillende Cataplaſmata miſchet, ſo vertreil t es und ſtillet die Schmertzen. So man auch Dill⸗ und Kuͤmmel⸗* * 305 abe, wehrethe dd 0 Wenn man lh tes Jahn oeh A 0 ill Gehl ſogl ibwehe, und a — ö Schmertzen. Ea ö „ zeſchwulſt u ht damit geſalhe. Leibweh habe as Baͤuchlein tun gelein, ſo vertrat nd Schoͤſſelen otten, und dato n, reiniget die Na chleim und San en Schlucken gn n dieſem Oehl 4. d in einem Loth ſißh rd auch nuͤtlich l für Leute gebraut fen konnen. Nin c friſch iti usch aämpfſet, und an leget, ſo vat n. Kraut und Suu deCstaplaſmunf ſillet die Schſen ind King ö 1 . Angelick. 93 Agdſtein, Maſtix, Storar, und gedorren Nacht⸗Schatten⸗Kraut, unter einander zu groben Pulver ſtoͤſſet, und den Rauch davon mit Tuͤchern uͤberleget, ſo ſtillet es alle von kal ten Fluͤſſen herruͤhrende Schmertzen. 34. Angelick. 2 e ee, Ngeelick derer 7 2 A behalt eine Geſtalt⸗ 5. Nahmen auch im Lateiniſchen und wiꝛd Angelica ge⸗ nannt, wird auch ſonſt Seil. Geiſt Wurtzel genen⸗ net, derer giebt es unterſchiedene Gattungen, wir 760 wollen aber all⸗ ( bieꝛ nur diejenige 2 betrachten, welche Din unſern Apo⸗ e ee eee hecken eingeſain let wird, ſolche iſt ein Gewaͤchs, ſo in unſern Teutſchen Landen zu finden; ſie waͤchſet auf ei⸗ nem knoͤpffigten hohlen und leeren Stengel, uͤber 2. Ellen hoch, mit laͤnglichtẽ und am Ran⸗ de gekaͤrbten Safft⸗gruͤnen Blaͤttern. Nach den gelben Blumen ſo Dolden⸗Weiſe zuſam⸗ men ſind, kommt ein kleiner Saame, gleich den Linſen. Die Wurtzel iſt dicke aͤſtig/ voller Za⸗ ſen, wohlrichend, und anecwockch b Ort, Ver⸗ mehrung und Ein⸗ ſammlung. „„ Aungelick Die Garten- Angeück waͤchſet an ge⸗ baueten feuchten und fetten Orten; die wil⸗ de aber liebet die feuchten Wieſen, die kleine hingegen die bergichte, dunckele waldichte Oerter. Sie vermehret ſich von ihrem eige⸗ nen Saamen, welcher im April in gute weiche Erde geſaͤet werden muß; man ſammlet die Wurfzel im Anfang des Frühlings, wenn die Sonne im Zwilling, und der Mond im Krebs Eigen⸗ ſchafft und Gebrauch. gehet, zu welcher Zelt ſie am kraͤfftigſten iſt. Die zahme Angelick iſt warm im dritten, und trocken in zweyten Grad, fuͤhret viel aro⸗ matiſch/ fluͤchtiges, ſcharfflicht miltes Saltz, dadurch ſie die Krafft hat, allem Gifft zu wie⸗ derſtehen, das Hertz zu ſtaͤrcken, Schweiß zu treiben, die Monath Reinigung der Weiber zu befördern, Wuͤrme zu toͤdten, Verſtopffung zu eroͤffnen auch Wunden, Schaͤden alte Geſchwaͤr zu heilen. Sie iſt ein gut Præſervatiy wieder die Peſt, ver⸗ huͤtet die Trunckenheit, zerthellet geron⸗ nen Blut und alle innerliche Geſchwulſt, daͤmpffet die Blaͤhungen des Leibes, trelbet die Geburth und Nachgeburth, benim̃et Mutter Aufſteigen, ſtület Harn · Troͤpf flen und Harn⸗Winde, raͤumet die Bruſt, und vertreibt deu kalten und feuchten Hu⸗ ſten und Engbruͤſtigkeit, wird auch von etlichen wieder den Scharbock gebrauchet. Man bereitet aus der Angelick⸗Wurtzel elne fuͤrtrefflich Eſſenz, in vielerley Zuſtaͤnden an⸗ geruͤhmet, auf folgende Manier. An⸗ 4 1 g en, 1 ö 7 r e en be gig Sach cinen 1 tamen bach und—— ö ehh cl e Li in, kennt ll Mag. nehme g. — gelck. ingeiick wächſt 10 fetten Alen;. chten We, ll le, bunckele gh ret ſich von n im April ungarn nuß; man sann des Frühlings vn und der Mond inch ſie am kraͤftgſenſ lick iſt warm inte en Grad, fuͤhrethile harfflicht mite hat, allem Gift zu ſtaͤrcken, Schmeiß ath⸗Beinigum Wuͤrme zu tan oͤffnen auch Wu ſchwaͤr zu hell. wieder 1 fh eit, zerthellet ga dad Gesch ngen des Lebe, 0 a chgeburth ö 0 n, ſtille Harn. nde, raͤunnt die ten und feuchte tigkeit, wird a schurbock eb ggelick⸗Mu r Angelick⸗ ul vielerley Zuſtüchl ye Manier. Angelick. ä 1. Angelick⸗ Eſene. 188— 1 9 Pteeſtilentz⸗Wurtzel, Cardbenedicten⸗Bethonien⸗Kraut, Wacholder⸗Beer, jedes 3. Wermuth Zij. Zerſchneide alles, miſche es untereinander, thue es in ein weitbauchig Glaß, ſchuͤtte dar⸗ uͤber guten Rheinlſchen Brandtewein, daß es alles bedecke, und etwa eines Daumens breit druͤber ſtehe, vermache das Glaß wohl, und laß es alſo 14. Tage ſtehen, darnach thue den Brandtewein davon, und verwahr ihn in einen wohl verſtopfften Glaß, man kan auch nach Belieben Zucker dabey miſchen. Davon alle Morgen 15. Tropffen im weiſſen Wein, nuͤch⸗ tern einzunehmen. Angelick E. Angelick⸗Wurtzel, Benediet⸗Wurtzel, en“. Er dienet für alle kalte Magen ⸗Rranck· viren heiten und Grimmen ſo von Kaͤlte kom⸗ men, treibt die Wuͤrme, und bewahret den Menſchen fuͤr der Peſt. So iſt auch Angelick⸗Wurtzel und Zitt⸗ wer⸗Wurtzel, jedes 56. und ſolches den Wei⸗ bern auf 2. mahl gegeben, ein dienlich Mitte wieder die Mutter ⸗Kranckhelten. ö Durch den taͤglichen Gebrauch der Ange⸗ He lick, hat die Erfahrung bezeuget, daß ſolche in Zaubereg let unnatuͤrlichen Schaͤden groſſe Huͤlffe leiſtet, Schaden ſolche zu heilen, welche etwa durch ſchmertz⸗ haffte Geſchwulſt aufbrechen, daraus denn bißweilen abentheuerliche Dinge gehen f als 8 Acht. „% Angelic licht ⸗Putzen 5 alte Lumpen, Werck. Garn, und ander dergleichen Dinge mehr, von wel⸗ chen man vermeynet, daß ſolche durch Zaube⸗ rey herkommen, wie es denn dem boͤſen Feind ein geringes iſt,(ſo ihm von Ott dem HErrn zugelaſſen wird) durch ſeine Werckzeuge in ein 1 Glted zu gauckeln, ob ſchon aber ſolche Scha⸗ den ſcheinen unnatürlich zu ſeyn, ſo koͤnnen ſie doch durch fleißiges Gebeth zu Gott mit na⸗ Wund⸗ Tranck wie⸗ der Zauber⸗ Schaͤden. türlichen Mitteln wiederum geheilet werden. Solche Schaͤden nun hat Theod. Tabernæ- montanus ſonderlich zu curiten pflegen mit nachbeſchriebenem. Wund⸗Tranck. F. Zahme und wilde Angelick⸗Blaͤtter, Teuffels Abbiß⸗Kraut, 95 0 HOibberſte Gipffel von St. Johannes, Kraut,. Ingruͤn, Sanickel, Wiederthon, Beyfuß, jedes Nx. N Friſch Brunnen⸗Waſſer i. M. Alten weiſſen Wein Maaß. Zerſchneide die Kraͤuter, thue ſolche in eine 1 groſſe zinnerne Flaſche, ſchuͤtte das Waſſer und den Wein daruͤber, laß es in einem Keſſel mit heiſſem Waſſer ſieden, wenn es kalt worden iſt, ſo thue alsdann die Flaſche auf und nicht eher, damit die Spiritus nicht verrlechen, ſeige es durch ein Tuch und gieb dempatjenten Mor⸗ gens und Abends warmlicht Siij. 0 Das Gebeth zu Golz ſederum geheſſe pn un hat Theod. I b zu cutiten piep D⸗Tranck, lde Angelick Bait b⸗Ktaul, el von St. Jun icke, Wiederthaß MI. n⸗Waſſer i. M. Wein E. Maaß. raͤuter, thue fiche ſche, ſchütte daß R er, laß es inch jeden, wenn es kl e Floſche auf u tus ncht rag „gc denen mlicht zi — —— ———— auch gut wieder den 8 Angelick. 98. 97 Dis deſtillirte Angelick⸗Waſſer ſtil let das Grimmen in deibe, ſo von Kaͤlte ver⸗ urſachet, vertreibt Mutter ⸗Schmertzen, und NWachwehe, befoͤrdert die Geburth, und Nachgeburth, wiederſtehet allem Gifft und der Peſt/ ſo man bavon nach Be⸗ lieben ein baar Loͤffel voll einn immer. Bon der Wurtzel wie auch von dem Saa⸗ men der Angelick, laͤſt ſich ein Eſſenz, Ex⸗ tract und fuͤrtreflich Oehl ausdeſtilliren, wel⸗ Das Wa er von Angelick. che in- Peſt und andern anſteckenden Kranck⸗ helten ſehr nuͤtzlich zu gebrauchen ſeyn; Sol⸗ ches Oehl mit Muſcat⸗ Nuß⸗Oehl vermiſchet, und uͤber den Nabel geleget und wacker ange⸗ ſalbet, vertreibet bey Kindern und Erwachſe⸗ nen das Grimmen, etliche Tropffen davon eingenommen, verthellet Mutter⸗ und auch Magen⸗Wehe.„ Wer von der Angelick nuͤchtern ein Stuͤck⸗ lein iſſet, dem ſtaͤrckt ſolche den Magen, Leber und Hertz, und verzehret die boͤſen Unreinig⸗ keiten und Feuchtigkeiten des Magens, iſt Soodt und Magen⸗ brennen. 5 i . 35. Eniß oder Anieß. 8 A er Eniß oder Anieß, im Lateiniſchen Deſſen Gr⸗ Aniſum, ein bey uns bekannres Gar, ſtalt Zeit ten Gewaͤchs, wird am Rheinſtrohm in groſ. und Orih. ſer Menge gebauet, daß ſolche auch andern g fremden Voͤſckern damit dienen koͤnnen, er waͤch⸗ * * 98 Eniß, oder Aniß. waͤchſet mit einem runden und hohlen Stengel einer Ellen hoch auf, die Blaͤtter gleichen dem Eppich, nur daß die oberſten mehr zerſchnit⸗ ten ſeyn, in den weiſſen bluͤhenden Dolden, bꝛin⸗ get er wie der Fenchel, ſeinen Saamen, nur daß ſolcher etwas kleiner faͤllet, iſt eines lieblichen Geruchs und ſchaͤrflichten Geſchmacks], und wachſen. Im Jullo bekommet er ſeine Bluͤte, im Herbſt aber wird erſt der Saame zeitig, und weil ſich ſolcher aus ſeiner Wurtzel nicht fort⸗ pflantzet, muß er alle Jahr im Martio von ſei⸗ nem Saamen geſaͤet werden. Deß Saa⸗ In den Apothecken wird gemeintglich nur Qualitat und Nutzen halten: Solcher erwaͤrmet und trocknet im als wenn er recht ausgetrocknet iſt. Er zerthel⸗ verhuͤtet den Stein, foͤrdert der Weiber ſicht, dienet der Lunge, ſtaͤrckt den Magen, befoͤrdert die Daͤuung, wird auch in Auf⸗ Ferner machet der Anieß elnen wohltie⸗ den Beyſchlaff, ſtaͤrcket das Geſicht er⸗ waͤrmet die Bruſt, vertreibt das Keuchen, dienet wieder den alten Huſten, zertheilet und fuͤhret aus die Winde, dahero er auch in der Wind · und Waſſerſucht gute Dienſte 3 5 diene —— 3 a 5 3 eee 3 2 6 a1 Fug n i land nch, cru in 1 Ab m ndr pin ch auen get U 1 e emedel will gerne an einem guten geduͤngeten Orthe mens der Saame allein von dieſem Gewaͤchs auſbe⸗ dritten Grad, doch iſt er friſch, nicht ſo ſtarck, let, treint den Harn, vermehret die Milch, , uns Monath Reinigung, ſchaͤrffet das Ge⸗ da ö bloͤhung des Magens ſehr gebrauchet. ür chenden Athen aber ſtinckenden Urin erhaͤlt d bey Saͤugerinnen die Milch, und befoͤrdert oder Aniß. n blühenden ihn ſeinen Sama fället, itte 10 ichten Gehm guten geduͤngen) ckommet erſehyh rst der Saane h einer Wurzel uch Jahr im Rao werden. n wird gemeint n dleſem Gemith waͤrmet und truth ſt er ſriſch, niche getrocknet iſt. Er n vermehret dil 1%, foͤrdert 0 3 ung, ſhhaͤrfft lu 5 ſü dende ig, wird auch l gens ſehr gehn Anleß einen wg er ſtinckenden lun Mulch, und it ärcket das Geſch, ertreibt das R 1 Huſten, zulſal e, 1 4 4 ſichthun de, 1 25 Eniß/ oder Anieß. 99 dienet auch wider das Lenden Wehe, Grimmen, und andere von Blaſen verur⸗ ſachete Zuſtaͤnde. 1 8 8 Dieſer Anieß⸗Saame wird unter die vier groſſen erwaͤrmende Saamen gerechnet er cor⸗ rigirt die mangelhaffte fermendirende Krafft im Magen, und koͤmmet in Bruſtbeſchwerden auſſer dem Saffran wohl zu Nutzen, daher auch deſſelben Oehl oder der Balſam Sulphuris ani- ſatus, ein nicht zu verwerffendes Eporiſton, ja deſſen Oehls durchdringende Krafft iſt darin abzumercken, wenn ſolches eine Saͤugerin ge⸗ braucher, und ſich ausmilchet, die Milch den rechten Geruch dieſes Oehls bey ſich hat. Er ſtillet die Tormina inteſtinorum, bafern man etwas von Krebs⸗Stemen darunter miſchet, ſo iſt es dem Marggraffen⸗Pulver vorzuziehen, denn es zwinget das vicioſe Acidum und die Winde in den Kindern mehr als dieſes. Wann man den Anſeß⸗Saamen ganz per le 35. eingtebet, ſo ſoll er die Winde leichter deñ deſſen Oehl forttreiben, und ſo man den Kin⸗ dern 3j. mit Saffran, Beylgenwurtz und Poͤo⸗ nienwurtz ꝛc. giebt, ſo lindert es das Grim̃en, und fuͤhret die boͤſe Feuchtigkeiten aus. Confectio Aniſi compoſita. Item Aniſum ſo- zutivum ſolidum, den bereite man wie folget. be. Zucker ⸗Candi weiß Zvijj. 5 Waſſer poſta, Sonſt werden von d emAnieß⸗Saamen Mancher⸗ vielerley Sachen bereitet, als die Confectio. leh Bereis FiempieContecdio Hi latat fimpl. Item ie nec 333„ DOoafectio Solyire ſolchen N koche ihn mit Anieß⸗ Aa nin com- 2 Confectio aniſi ſolu. tiva Eme· Asa, 100 Eniß, oder Anieß. Waſſer biß zur Conſiſtenz eines Tabulati, thue darzu ehe es gaͤntzlich erkaltet, pulveriſir⸗ ſirten Anieß. Saamen, 5.. Muſcat⸗Nuß Sij. 3 1 Diagridi Sulphurat, mit ſuͤſſen Mandeln gerieben 86. Jalapp⸗Wurtz Sv.. Cremor. Tartari Zij. daraus mache Morſellen Doſ. ij. ad 30. Dieſe dienen wohl, wo man das Purgierens vonnoͤthen hat, als in faulen Fiebeꝛn, fuͤhren die Waſſer aus, ſind den Podageriſchen nuͤtzlich. Bey Zwoͤlffero findet ſich auch die Confectio Aniſi Solutiba Emetica. R. Weiſſen Zucker, bij in Roſen⸗Waſ⸗ ſer aufgeloͤſet. Mechoacannæ Wurtz Jj. Haſel⸗Wurtz Sv. Cremor Tartari 3. Mercurii Vitæ recht wohl bereitet, Ziij. ad 50. Zimmet V. Muſcat Nuß Zij. Miſche alles zu ſubtilem Pulver und ver⸗ Das Anieß⸗Wa ſſer kan zu allen innerll⸗ chen Kranckheiten gebrauchet werden, zu wel⸗ chen deſſen Saame gut iſt. Doch ſollen ſolches hitzige Naturen gar maͤßiglich gebrauchen. Von deſſen Gehl 2. Tropffen in weiſſem ein eingenommen, dienet ſolches wider das Keuchen, Grimmen, ſtarcken Zuſten, i Wind oder Aneß. oaſſen d Eniß oder Anieß. duda erkalr en, 5 Wind · und Waſſerſucht, reiniget die Bruſt „Nuß z von allen Kodar, foͤrdert den Auswurf und 1 Sol 0 e ſtaͤrcket den kalten Magen und Mutter. 500 bien u Wann man guten Brandtwein uͤber zer⸗ 7 n gerkeben z ſtoſſenen Anieß⸗Sa amen gießt, Tage dar⸗ e 5„ uͤber ſtehen laͤſt, hernach deſtillirt, ſo bekoͤmmet deſſen Nug en z, man einen rechten Anieß⸗Spiritum, welcher mit gen, wotſelen al ge Zucker verſuͤſſet, und nach Belieben mit deſtil⸗ l wo man das dug lirtem Waſſer ein wenig gebrochen, und alſo dfaulendiebenfſt, Loffelwelſe genommen werden kan; ſo ſttſolcher Podageriſchennih eine kraͤfftige Magen ⸗ſtaͤrckende Artzeney, Zer⸗ det ſich auch le, theilung der Winde, Erleuchterung des en⸗ Halaliba hm gen Athems, Verhütung der Haupt · Fluͤſ⸗ er, bij in yy ſe, und Vertreibung der Ghnmachten. et. Ein paar Gran Zibeth und Biſam in de⸗ cannæ Wurz, ſtillirtem Anieß⸗GOehl zerlaſſen, hernach davon urtz y. mit Baum ⸗Wolle in den Nabel gethan, und Tattati j). mit einen ſehr warmen Tuch den Bauch bedeckt, i Vite techt uſliß ſtillet das heftige Bauch⸗Grimmen, und 101 50 Schmertzen von Slaͤhungen und Winden. 7 Dienet auch wohl den Kindern, die mit ſol⸗ Nuß 50 chen Schmertzen offt hefftig geplaget werden. ͤbtilem Pulbn 36. Gaͤnſerich. anserias. ala S Enſerich, im Lateiniſchen Anſerina ge⸗ Deſſen ſſer dane nannt, iſt ein den Mʒaͤuß⸗Oehrlein faſt Hal, brauchet wer( abnlich Kräutlein,fziechet mit ſeinen Staͤngeln Ort und it i. Dochſ 10 an der Erden hin; deſſen gekaͤrbte Blaͤtter ſind Zeit. aßgche oberhalb gruͤn und unten weißlicht, ſeine gold 12. Tropffe 9 gelbe Blumen ſtehen auf einem beſondern dienet solches Stiehl. Deſſen Wurtzel iſt roth inwendig aber en, ſtarche 1 weiß, waͤchſet an den Wegen, an Zaͤunen, auf N„ den Nutzen. Deſſen Ei⸗ genſchafft und Ge⸗ brauch. Deſſen Ge⸗ brauch und Gelb ⸗Sucht, 12 Eniß, oder Anieß. 89 den Wieſen und . — mooßigten graß⸗ 1 igten Oerthern, 1. i E — bluͤhet in dem an⸗ r gehenden Som⸗ Zeit er auch ein⸗ geſammlet wer⸗ den ſoll. . Man ſaget, das Kraut habe daher ſeinen Na⸗ men, weil es die Gaͤnße gerne eſ⸗ N ſen, und es waͤch⸗ 8 ſet auch an den Orten am ſtaͤrckſten, wohin die Gaͤnſe miſten. Daher die Meynung entſtanden, daß dieſe Gaͤnſerich ein Alkaliſch Salpetriſch Saltz bey ſich habe: In Anſehung deſſen, ſoll es den Urin treiben. So ſoll auch deſſelben Safft oder Decoctum, oͤffters getruncken die uͤbrige Hitze in Fiebern daͤmpffen, es iſt aber nicht allzeit ſicher, weil es den Paroxyſmum verlaͤngert. Derowegen beſſer, und Eßig zerſtoſſen vermiſchet, auf die Fuß⸗ ſohlen bindet. Die armen deute bedlenen ſich deſſen als eines groſſen Schatzes wider die da ſie deſſen Safft und Deco⸗ ctum haͤuffig trincken. In Apothecken findet man das gantze Ge⸗ wachs, und das Kraut iſt kalt im 2 Grad, und tro⸗ ö 4 1 e 1 8 8 9 Wenn fe A n“ Mc, E. han mc ct tua Taenge e unt dan A Rade ag net lh üinbasg. 8 ut S Agen daſhe lage, wenn man es mit Saltz fun Un hun gu * 7 Gaͤnſerich. 103 da Ah trocken im z ten Grad, es kuͤhlet maͤßtg, trock⸗ 22 deen net, ſtopffet, adſtringirt, dahero iſt es gut in ö Da Blutſpeyen, ſtillet Bauch und Mutter⸗Fluͤſſe, laben fuͤrnehmlich aber den weiſſen Fluß der Wei⸗ gehe ber, in Wein gekochet, und davon Morgens wer ung und Abends getruncken oder das Pulver davon eit e ah gebrauchet, und ſaget Marthiolus, wenn man geſanng; nur allein das gruͤne Kraut in Schuhen unter denſel. den bloſſen Fußſohlen trage, ſo ſtille ſolches 8 Muß den Weiber⸗ Fluß. Es iſt auch das Kraut ein das Kun ſonderbares Mittel in dem Nieren Stein, daherſtun welchen es gewaltig zermalmet und krelbet: N men, pal zertheilet auch geronnen Blut, und iſt der N Glͤnße zm eber nuͤtzlich, den Safft aus den Blättern ge⸗ ſen, unden preſſet, und Tuͤchlein drein genetzet, uͤber die ſet auch u Stirn geleget, ſtillet Naſenbluten, wohin die Ginen Aeuſſerlich iſt es auch gut in Zahn⸗ entſtanden, ah Schmertzen, fuͤr Faͤulung des Jahn⸗ ch Salpetriſh Zh Fleiſches, das Kraut mit Saltz, Eßig und ig deſſen ſollezzuh Roſen⸗Waſſer vermiſchet, auf die Pulß und ich deſſelben Sith unter die Fuß ⸗Sohlen geleget, lindert und runcken die lbigeh benimmt fiebriſche Sitze thut auch alſo gut , es iſt aber nicech den Unſinnigen. Auf die Bruͤſte geleget, zer⸗ moxyſmum valhſh theilt es dle Knollen, und vertreibt die Milch. enn man es nh So treibet ſolches auch den Stein gewal⸗ rmiſchet, auf ieh tig daher es von etlichen als ein Stein ⸗Præler⸗ men keutebehen vatir ſehr gelobet wird, in folgenden en Schaßes u ß Experiment. b 15 Soſſt unn ge. Des gruͤnen Gaͤnſerich M. ip. ment. . 4 Roggen ⸗ Saat Mij. n dat gh druck den Safft aus, thue auch ſo ſchwer, 1 128 am Gewicht rothen Wein darzu, 9 64 Filtrir- Experi- 104 Gaͤnſerich. 11 U N. Filtrir es, Doſ. Zvij. auf einmal zu gebrau-. ehe 22 chen ſolches nimm des Morgens fruͤge ee den Tag des 1 Mayens, und continui⸗ ˖ 1 re damit 3 Tage, die Kraͤuter muͤſſen auch am erſten Tage May vor der Sonnen Aufgang geſammlet werden. Vor Gebrauch dieſes Mittels ſoll der Leib erſt⸗ lich purgirt oder gereinſget ſeyn. Sonſten iſt das gebrannte Waſſer aus dieſem Kraut, auch ſehr gut wider den Nieren⸗Stein, mil⸗ dert das Růcken · und Lenden ⸗Wehe ſtillet den weiſſen dluß der Weiber heiletNund⸗ Saͤule lindert das Jahn⸗Wehes, dienet auch zu Schaͤden an heimlichen Gertern. Anthora. 35. Gifft⸗Heyl. Geſtalt,(F Ifft⸗ Heyl, im Lateiniſchen Anthora ge⸗ 1 nannt, ſolches gewinnet eluen ſteiffen, mehrung. haarichten und eckichten Stengel, ſo einer El⸗ len hoch, an welchem viel ſubtile, zerſpaltene Blaͤtter, faſt dem Napello gleichend aus wach⸗ ſen, auf dem Gipffel bekommet es bleich⸗gelbe, wohlriechende Blumen, die oben wie eine Sturm⸗Haube oder Muͤnchs⸗Kappe anzuſehẽ, wenn ſolche abfallen, finden ſich kleine Schoͤt⸗ lein, welche vielen ſchwartzen und runtzlichten Saamen in ſich haben, die Wurtzel beſtehet in 2, 3, auch wohl 4 zaͤſerichten Theilen, iſt aus⸗ wendig ſchwartz⸗braun, und inwendig weiß, ei⸗ nes bittern Geſchmacks. Es waͤchſet ſolche bhaͤufig auf dem hohen Alpen⸗Gebuͤrg der Puͤn⸗ ther Savoyer und Schweitzer auch in 1 reich ö ö inſerſch. lum des Mee Mapeng, nden led Kräutern e May vor N 6 immlet werden. 5 Mittels ollbalh 'einiget ſeyn. G Vaſſer aus deff en Nieren Su nd Le nden oi er Weider heal ahn, Wehe n eimlichen Genn fft⸗Heyl ateiniſchen Au gewinnet eſuen g ten Stengel, eh u viel ſubtile, zaßſ pello gleichend aug bekommet es blach nen, dle oben d. Muͤnchs⸗Kappean finden ſech kehre hwartzen und 75 b n, die Wurtelbech ſerichten Thelchf in und inwendggt acks. Es wg n Alpen⸗Gehllg 0 Schwekeahef, ö f Gifft⸗ Heyl 2 reich her diſſeit der Alpen und in Ligurien, wird auch bey uns in Gaͤrten von curioͤſen Liebha⸗ bern gezeuget. Er bluͤhet im Julio, und der Saame wird im September zeitig, und wird 105 ſo wohl durch Wurtzel⸗Sproſſen, als auch durch den Saamen vermehret. In Apothecken findet man nur die Wurtzel, Eigen, ſolche iſt hitzig und trocken im dritten Grad, iſt ſchafft und bitter, waͤrmet und trocknet, dienet dem Hertzen, Nutzen. eroͤffnet, abſtergirt, wird meiſtens in gifftigen Kranckheiten und Stichen gebrauchet, wieder⸗ ſtehet der Peſt, dem Gifft des Napellen⸗ Krauts und der Wurtzel Thoraͤ inſonderheit, Dof. 30. ad 3j. zu gebrauchen, ſonſt hat es die Eigenſchafft, allem Gifft zu widerſtehen, das Gebluͤt zu reini · gen und zu eroͤffnen. Dieſe Wurtzel iſt ein recht Antidotum, wi⸗ der das gifftige Kraut Thora, welches auf den Italiaͤniſchen Bergen waͤchſet, und eben ſo giff⸗ tig als das Napellen⸗Kraut, und wo das Na⸗ pellen waͤchſet, daſelbſt werden eine groſſe An⸗ zahl Fliegen gefunden, die ein approbirtes Alexipharmacum wider das Napellum ſind. Wenn man einen Froſch mit einer Nadel, die mit dem Safft von Thora beſtrichen iſt, ſticht, ſo ſtirbt derſelbe jaͤhling, dannenhero auch die Pfeile, welche darein getunckt werden, toͤdtli⸗ che Wunden machen. Es iſt aber die Wurtzel Anthora deſſelben Antidotum. uber das den tartariſchen Schleim unten aus 9 8 5 8 7 Sie fuͤhret waͤſſerigen nd treibt alles Gifft. 78. Do⸗ 106 Dorant. Antirrhi- 38. Dorant, Orant. 8 rant, auch Grant, im Lateiniſchen 6. 70 Anthirrinum genannt, iſt ſeiner Geſtalt . nach ein ſtaudiges Gewaͤchs, mit rundten aͤſti⸗ Arten, gen Stengeln, deren mitleſter dicker und ſteiffer Ort und als die andern, es bekommet laͤnglichte und ſpi⸗ Zeit. tzige Blaͤtter, die am Rande keines wegs ge⸗ faͤrbt ſeyn; auf den Gipffeln oder Zweigen kommen purpur⸗ und leibfarbene, weiſſe und gelbe Blumen hervor, auf welchen die Saa⸗ men⸗Haͤuslein folgen, die faſt einem aufge⸗ ſperrten Loͤben⸗ oder Kalbs⸗ Rachen aͤhnlich ſeyn, und einen kleinen ſchwartzen Saamen in ſich beſchlieſſen. Es wird dieſes Krauts vierer⸗ ley Art beſchrieben, als 1 der Purpur⸗ braune, 2 der groſſe Feld⸗Dorant/ z der kleine Feld⸗ Dorant, und 4 Felſen⸗Dorant uͤber dieſe wer⸗ den noch andere 7 Geſchlechte darunter gefun⸗ den, wir aber bleiben itzo allein bey dem Pur⸗ pur⸗braunen. Dieſer hat viel Wurtzeln waͤch⸗ ſet gern an ſandigten Orten, in Luſt⸗Gaͤrten; ſo man den Saamen im Fruͤhling ſaͤet, bluͤhet er im Sommer, ſaͤet man ihn aber im Herbſt, ſo bluͤhet er folgendes Jahr von Man an, biß am Sommer hin. 5 8 Es wird von dieſem Kraut in den Apothe⸗ cken nichts in Bereitſchafft gemachet, wird auch zur Artzenen wenig gebrauchet, auſſer daß ſol⸗ chen die Weiber wider die Geſpenſte und Zauberey gebꝛauchen, und denſelben entweder anhencken, oder ſich damit raͤuchern, ſie 55 0 Tcl. pd. wähnten na i rdegu er gcdrund eber Den da arch z kniet ban 4 fine h. 0 1 pda cc wan gat nba dür f unde chu ur det, ben 0 l Ur ihk f uf. JO AOC orant, * Dorant. 107 rant, Sean. H Oran g ſolchen auch in das Bett, in die Schuhe, und rant ibu in das Haus. 5 Senannt,iſtſehng Es ereignet ſich bey Schrœedero, inPharmac. Frage ewaͤchs, mit kun Lib. IV. Claſſ. I. Cap. 25. p. 869. in der teut⸗ Ob muleſerdckruaß schen Edition, die Frage: Ob man Mittel habe, 90 m Rande kelye⸗ er mit Ja beantwortet. Denn der Teuffel der gebrau⸗ ommet länglichen ſo wider die Zauberey zu gebrauchen? welche ney Mittel 0 Gipfeln odr dp b Kbfarbent geht durch Zauberer und andere ſeine Helffers⸗ Helf⸗ r, auf welchen lig fer zu handeln, und ſein Spiel auszuuͤben, und n, die faſt elena ſolches entweder, ſpricht man, natuͤrlicher Wel⸗ Kalbs⸗ Rachen i ſe, oder wider die Natur, und uͤber die Natur. n ſchwartzen Sum Uber die Natur kan er nicht, denn er iſt nicht ird dieſes Kraul allmaͤchtig. Auch nicht wider die Natur, denn ls 1 der Putpunhn er kan die Ordnung der Natur nicht veraͤndern. rant /; der fla Al ſo muß er es nur mit der Natur, und natuͤr⸗ u⸗Dorant überdenn licher Weiſe verrichten. So nun dieſes wahr, ſchlechte darunter gh ſo folget, daß man ihm mit natuͤrlichen Mit⸗ itzo allein hen ken teln auch begegnen koͤnne. Dergleichen Mittel hat viel Wurch aber ſind Antirrhinon, Deimonum, Uva in- Orten„in Luſt Ga verſa, oder Herba Paris, Phutertium Dioſco- rühllng fiehhih xiclis,&c. vid. Carrichter von den zauberliſchen — — b m Fruͤhling fact i e d man ihn aber in Kranckheiten. Jahr von May n Kraut in den ra genannt, glebt duͤnne, viereckichte, rau⸗* afft gemachek wilt he, und mit vielen Zweigen beſetzte Stengel, Zeit. rauchet, auſet aa um welche an unterſchiedenen Orten, und eine r die Geſpenen gewiſſe Weite von einander, lange, ſchmale und denſelbenun“ und gleichfalls rauhe Blaͤtter, Zirckels⸗Weiſe, mit fluchen gleſch einem Stern hervor gehen, an den En⸗ den 1 — — B— — — —̃— alte Boͤßwicht, pfleget entweder ſelbſt, oder chen kan. 39. Kleb⸗Kraut. Aparine leb⸗Kraut im Lateiniſchen Aparine aſpe· Gestalt, Iſt nicht mehr in uſu. Blumen auf die. ter, grauer, aus⸗ % d gehoͤhlter, einem Nabel aͤhnlicher de Saame ſo wegen E ſeiner Rauhigkeit gleicher Weiſe „, wie die Blaͤtter und Stengel faſt an die Kleider kle⸗ bet, deſſen Wur⸗ tzel iſt zart und faſicht, wird hin und wieder auf den Feldern, an Straſſen, He⸗ cken und Zaͤunen, unter dem Flachs welchem es nicht geringen Schaden bringet, angetroffen. Das Kleber ⸗Kraut haben die Alten hoch geprieſen innerlich und aͤuſſerlich zu gebrau⸗ chen, bey unſerer Zeit aber iſt es gar in Abneh⸗ men kommen, well die Wuͤrckung der Kraͤuter aͤglich noch beſſer erfunden wird. Sonſt iſt das gantze Kraut mit ſeinen Blaͤttern, Skaͤn⸗ geln und Saamen, warm, trocken und ſubkilen eroͤffnet, zertheilet, heilet zuſammen, ſaubert und reiniget. Iſt derowegen ein Mit⸗ Weſens, tel, damit Kroͤpffe und dryſichte Ge⸗ ſchwulſt zu vertreiben wenn man ſolch Kaaut zerſtoͤſſet und mit Eßig⸗Hefen und Schwein⸗ Jett vermiſchet und aufleget, Es*— Bru den der Stengel* zeigen ſich weiſſe ſe loͤm̃t ein rund⸗ plc ba Site Set ait W ä ue ut ben, 5 1 „Kraut, 5 Buna e kae E ker, gun, geha Nabel N Sumi ina f gleiche J 4„ wie dee J. 15 und Sg andieglch bet, xa gel it au. faſicht, yu dern, an Stuſt dean fh deſſen Safft eintrenſß Stern ⸗Leber⸗Kraut, Bruſt⸗Waͤrtzel⸗Schrunden und friſche Wun · den/ ſtillet auch derſelben Bluten, wenn man elt, und das Pulver da⸗ von einſtreuet/ ſo kan man es auch in Geſchwaͤre zu reinigen und zu heilen einſtreuen. Der Safft in die Ohren gelaſſen, ſtillet es die Ohren⸗ 109 Schmertzen. Innerlich dienet es wider gifftige Spinnen · und Scorpionen Stich, wenn man deſſen Safft ausdruͤckt, und in Wein ein⸗ nimmet, das deſtillirte Waſſer davon, wie⸗ derſtehet auch bleſem Sifft, wehret der Kuhr, vertreibt Gelb⸗Sucht, benimmet dem Seiten⸗Wehe ſeine Gewalt, auch den Bꝛuſt. und Seiten ⸗ Stechen, auch Magen⸗Wehe bey den Kindern. In Apothecken aber iſt davon nichts anzutreffen, kan auch wohl ausgelaſ⸗ ſen werden. Hepatica 40. Stern⸗Leber⸗Kraut. ala Tern eber ⸗Kraut, auch⸗Walt⸗ Apatine meiſter im Lateiniſchen Aparina lævis, lævis. auch Hepatica ſtellata genannt, hat eben wie das Kleb⸗Kraut, duͤnne, viereckichte, gleicht⸗Geſtalt und ge doch aber glatte Stengel, an derer Gleichen Orthen. r dem Flachs e en bringet, ange aut haben della id aͤuſſerlich zu gh aber iſt es garn Wuͤrckung der fit unden wird. Eiß einen Blattern, f rm trocken undſil hellet, heilet un Iſt derowezeneh und dopſiche wenn manſulhl „Hefen und Gan eget, Eee ſleget, Eil 1 etwas haarigte Blaͤtter wachſen, ſo eben in ſolcher Ordnung, wie am Kleb⸗Kraut/ um den Stengel herum ſtehen, gegen das Obertheil des Staͤngels, ragen je 2 oder 3 Aeſtlein her⸗ vor, wovon auf beſondern Stielen weiſſe wohl⸗ riechende aus vier Blaͤtlein beſtehende Blu⸗ men befindlich ſeyn. Seine Wurtzel iſt hart, knollſch und faſicht/ kreucht tjeff in die 2 555 . in⸗ ſchlecht und Nu⸗ tzen. Ander Ge⸗ 2 1 * 7 i i eee 2 110 5 Stern⸗Leber⸗Kraut. 5 hinein, waͤchſet in Waͤldern, auf den Bergen, an ſandig· und ſchattigten Orthen. Noch iſt ein ander Geſchlecht des Stern⸗ Leber ⸗Krauts ſolches traͤget blaue Blumen, Fa 3 welche ablaͤnglich unten haarig gebuſchelt und e langen Stielen hangen, von vier Blaͤtlein. Deſſen Ei⸗ Das erſte Geſchlecht des Stern ⸗Leber⸗ genſchafft Krauts, als der Wald⸗Meiſter welchen man zu dem Ende des Mayens ſammlen ſoll, hat ein mildfluͤchtig und ſubtiles alkaliſches Salt neben wenig balſamiſchen Theilgen, und da⸗ durch die Eigenſchafft gantz gelinde zu waͤꝛmen, das unreine Gebluͤt zu reinigen, die ſauren me⸗ lanchoilſchen Saltze daraus zu fuͤhren, Ver⸗ ſtopffung der Leber, Miltz und Mutter zu eroͤff. nen, die Monathliche Reinigung zu defoͤrdern, das Hertz zu ſtaͤrcken und zu erguicken. Das friſche Kraut pfleget man den May Monath hindurch etwa in Bruͤhen zu kochen, und ſolche taͤglich zu Reinigung des Ge⸗ blůths und Eroͤffnung aller innerlichen Ver⸗ ſtopffung zu genieſſen. Eine gleiche Wuͤrckung kan die davon mit Brandtwein ausgezoge⸗ ne Eſſentz haben, ſo man davon oͤffters 20. Tropffen einnimmet. Im Sommer wenn das Kraut noch friſch iſt, pfleget man es in weiſſen Weln zu legen, und davon zu trincken, es ſtaͤrckt die Leber, erfreuet das Hertz, befoͤrdert die Daͤu⸗ ung, und macht Luſt zum Eſſen. Und das ge⸗ brandt oder deſtillirte Waſſer von dieſem Kraut, dienet wider verſtopffte Leber und Gelb ⸗Sucht. f f 1 41. Gar⸗ U Mun, c d 1 fell cn Wah 15 mand c Marne. 0. Leber. N 9 Peterſilli. 111 menen u 8 geen Seth 41. Garten⸗Eppich oder Peterſilge. der Geſchlaht hn 1 e olches trͤgethlug ee, unten haarig ght e Zangen, von ua n echt des Stau. 5 3 Wald⸗Meiſter uh 5 5 W Mayens ſammlan 28 N d ſubtiles alkalſth W . Thellgen 8 8 dgant gelten Ae. zu ngen 1 e e daraus zu fim 0 e Miltz und Mul e he Reinigung zul 8 e n und zu erquſckg I ö N raut pfleget mande n etwa in Bruͤhen i— Apium hor- tenſe, Ppetro- ſelinum. Deſſen Ge, ſtalt. zu Reinigung Arten⸗Eppich insgemein Peterſilge nung aller ngeſte/ genannt, heiſſet bey den Lateinern Apium ſen. Eine glech: u hortenſe, oder auch Petroſelinum, iſt in Teutſch⸗ it Brandtweln u land jederman bekannt, und wird in allen Gaͤr⸗ ſo man davonliſt ten, ſonderlich bey Nuͤrnberg in groſſer Menge et. Im Somme gezeuget, da hingegen was wir Apium nennen, i pfleget man en nur wilder Eppich iſt. Aber unſer Peterſil⸗ davon zu trinckuag lien hat ein heimliches Gewuͤrtz in ſich verbor⸗ as Hetz befordal gen, fuͤrnehmlich die friſchen Blaͤtter, ſeine Dol⸗ zum Eſſen. ll den die er auf den Gipffeln traͤget/ ſind mit weiſ⸗ 1 Waſſer dun! ſen Bluͤmlein angefuͤllet, woraus der Saame er verſtopffell waͤchſet, der dem Anieß⸗Saamen ſaſt gleichet, doch etwas kleiner faͤllet, das wahre Petroſe⸗ r linum 112 Peterſilli. linum Veterum iſt die Macedoniſche Peterſil⸗ lien, unſerer waͤchſet gern an feuchten Orthen und wird im Garten gepflantzet bluͤhet im Ju⸗ nio, Julio und Auguſto. Noch iſt eine andere de 3 Gattung der Krauſe⸗Peterſill, ſolcher iſt mit 0 1 Wurtzel, Stengel, Blumen, Saamen, Geruch, 5 und Geſchmack dem obigen gantz gleich, allein daß die Blaͤtter ſchoͤn gekraͤuſet, gefuͤllt, und vielfaͤltig ſind. 2 Derer Ei- In den Apothecken hat man die Wurtzel den genſchafft Saamen, und die Blaͤrter, ſie iſt waͤrmer und 1 trockener Eigenſchafft biß in den Anfang des Gebrauch andern Grads, machet duͤnne, eroͤffnet, ſtaͤt⸗ cket, und erwaͤrmet, kochet den alten zehen Schleim, eroͤffnet die Verſtopffung aller in⸗ nerlichen Glieder, ſonderlich aber dle Leber, reiniget dieſelbe, wie auch die Mieren, Harn⸗ gang und Blaſe, treibt den Harn, derowegen dienet er wohl bey den Speiſen, Fleiſch, Fiſch, und in Suppen. Auch dienet er in der Waſſer⸗Sucht/ in al⸗ len Kranckheiten der Nieren und Blaſe, von Kaͤlte verurſachet, in der Gelbſucht, Cache xia, Verſtopffung der Lunge, in Bauch Sluͤſſen, ſo von Verſtopffung der Leber kom⸗ men. Diener auch den Weibs⸗Perſonen die ihre Monath⸗Keinigung nicht genug oder zu ordentlicher Zeit haben, wider die Co⸗ lica Daum Gicht, Magen⸗ Fieber ſo Wem und von Kalte und Verſtopffung ihren Urſprung — per haben; zu allen dleſen Mängeln kan Peter 0 ſchädlich iſt. ſilli, nach vieler Meynung in den 3 1 Nutz⸗ ö N! 8. N 3 — beef die lacclonſtſ, nuͤtzlch gebrauchet werden. Die alten Grle⸗ t gern an fact chen haben den Schwangern und Saͤugerin epffanget ahh die Peterſillt verbothen, well durch derſelben uſto. Noch Gebrauch nicht allein die ſaͤugende Kindlein — h 8 575 5 . Prrſl, lch die fallende Sucht, oder ſchwere Noth bekom⸗ lumen Sam men, ſondern ſie auch die Milch mindern, und obigen gang, die, welche viel davon eſſen, geyl machen ſoll. ngekräuſkt, gf Sonſt iſt ſolche Peterſillt auch recomman⸗ dirt wider den Schwindel, verhartete en hat monde Milch, Blutſpeyen, Kindern wider den litter, ſe iu Zuſten, Hertzgeſpann blaue Mähler, ft biß in da J geronnen Blut im Leib, Athems Ge⸗ cet dünne, af ſtanck, es wird auch wider die Gelb · und kochet da dg Waſſer · Sucht daraus bereitet auf folgen⸗ de Verſtopfum de Manier ein — * Dercoctum. . a N.. Peterſill⸗Wurtz Mil. lb 0 Holler ⸗Bluͤthe und 9 Fenchel⸗Wurtz, aa. Mj. 8 N Baldrien⸗Wurtz, Attich⸗Wurtz, 5 2 aa. Ii. Decoctum. Wider Gelb und Waſſert Sucht. e, Anieß und Feuchel⸗Saamen, aa. Nieren und Bla Die Wurtzeln zerſchneid, thue ſie mit den der Gelbſuche Saamen in einen ſteinernen Krug, laß es uͤber der Lunge l Nacht in einem Maaß neuen Wein und ſo viel erſtopffung darch Waſſer welchen, und des Morgens allgemaͤch⸗ den Walbs⸗ Pact lich die Helffte einſteden, davon wenn es ge⸗ einigung ni ſtedet hat, Morgens und Abends jedesmahl Zeit haben ue Siv. zu trincken. t Magen /] Es ſind auch von dem aͤuſſerlichen Gebrauch pffung Ihen h der Peterſilli unterſchiedene Sachen zu mer⸗ en Mͤͤngeln ku) cken. Als das. 5 ſeynung u H KLen⸗ — . 0 Lenden Baad wi der verhaͤr⸗ tet und ver⸗ ſchleimte Nieren. Infuſion. Verſchleim⸗ te Mutter, Nieren⸗ und Lenden⸗We⸗ he, auch verſtopffle Keoͤß⸗A⸗ dern. — 28 n Peterſilli. Lenden Baad. N. Peterſilli⸗Kraut und Wurtz, Bingel⸗Kraut, Pappeln, aa. Miv. Salbey, Nacht⸗Schatten, Camillen⸗Bluͤht, aa. Mij. Wachholder⸗Beet, Knoblauch⸗Wurtz. aa. M y.. Zerhacke und ſtoß alles untereinander, thue es in einen ſchmalen langen Sack, ſiede den in Waſſer zu einem Lenden⸗Baad, ſolchen Sack kan man im Baad um die Lenden guͤrten, ſol⸗ cher erweicht die Nieren, damit die allerver⸗ ſtockteſten Steinlein durchkommen, und aller Lenden⸗Schmertz vergehet. Wider das Nieren⸗ und Lenden ⸗Wehe, ver⸗ ſchleimte Mutter, und die verſtopffte Kroͤß⸗ Adern, gebrauche folgende Infuſion. , Peterfilli, und Wurtz, Spargen⸗ Wurtz, Haſel⸗Wurtz, jedes zj. Poley, Meliſſen, Odermennig, weiß⸗ Andorn, aa. Mj. Wachholderbeer 3j. Fenchel nnd Anieß⸗Saamen aa. 5. Zerſtoß alles, thue es in ein Saͤcklein, gieß 1 Maaß alten Wein und Z Maaß Waſſer druͤ 114 ber, laß beyſammen ſtehen, davon Morgens und Abends ein gut Glaß voll zu trincken. Es iſt auch wider den Nieren⸗Steln dienlich folgend .————rß5ĩꝓ w ̃F— 7˙˙—rꝛ—ññͤ— e e le pi uh vn, nete 1 m0 basta e g raab tere gc duchn Aeg e d. Ein r be 70 H hen at en e, 9 5 1 1015 dun 40 Heterſll. Kraut, Pappch Nach. Stun c n. Blͤͤht, a4% lder-Bett, ich⸗Wurßz 25. p alles untarhun en langen Sit dende Babe um die denden git lieren, dam e n durchkommg ergehet. en- und Lenden h und die verfipft folgende nfaſſon. und Wurß, e haſel⸗Wutßz jeh zeliſſen Odermenth aa. Mj. herber zj. nd Anieß⸗Saun: e es in ein Sach und 2 Maaßſſt ſtehen, daton i laß voll zu th lder den Nan ö Peterſilli. 1156 . Peterſilli⸗Saamen, B55. Steinbrech⸗Wurtz, Hauhechel⸗ Wurtz, Biebenel⸗Wurtz und Saa⸗ 88 men, heydniſch Wund⸗Kraut⸗Blaͤt⸗ ker, Liebſtockel⸗Wurtz und Saa⸗ men, aa. 50. Pfeffer ij. Mache aus allen das relneſte Pulver, und nümm offt sj. in Pappel⸗Waſſer, wenn es die Moth erfordert, in das denden⸗Baad zu ſitzen, ſo dtenet das Pulver zu einem Præſervativ, wi⸗ der den Stein brauchet man aber ſolch Pulver fo offt der Mond voll oder neu wird, ein odet 2 mahl, ſo iſt es ein herrliches und von vielen probat erfundenes Mittel. Es waͤren noch vielerley herrliche Mittel anzufuͤhren, bey welchen die Peterſilli und was davon kommet, zu gebrauchen, aber es wird zum Vorhaben dieſes Wercks ſo weit⸗ laͤufftig, kan an andern Orthen nachgeſchla⸗ gen werden. PA 005 Waſſer⸗Eppich, Selleri. Wuuſſer, Eppich Sellert in dardnt gerade, dicke, weiſſe und in die Erde tieff ein. dringende Wurtzel, ſo zuweilen in etliche Koͤpfflein eingethellet iſt. Daraus wachſen unterſchiedene Stengel, welche Ellen hoch +ꝛ: guf⸗ der den Aplum Paluſtre. „ Geſtalt urn ſchen Apium Paluſtre genannt, dakelne Orth. 8 116 Selleri/ WaſſerEppich. aufſteigen, und hin und wieder knooticht ſeyn, bey welchen die Blaͤtter herfuͤr kommen. Dar⸗ zwiſchen erſcheinet auch ein Stengel, auf wel⸗ chem fuͤnf blaͤttrigte weiſſe Bluͤmlein wachſen, auf denen folgen geſtreiffte ſehr kleine Saͤm⸗ lein. Das gantze] Kraut hat einen ſtarcken Geruch und ſuͤß⸗bittern Geſchmack, ſonder⸗ lich aber iſt der Saame mit einem ſcharffen Geſchmack begabet, waͤchſet gern an naſſen feuchten Orthen, hernach hat man ſolchen erſt in Italien, Franckreich, und dann auch in Teutſch⸗Land in dle Gaͤrten gepflantzet, biß er eine ſchmackhaffte Speiſe worden, die uns nunmehr unter dem Namen Selleri fuͤr einen Salat dienen kan. Deſſen Ei⸗ Dieſes Kraut, Wurtzel und Saame, hat aud ee ein fluͤchtiges, alkaliſches temperirt ſchaͤrfflich⸗ brauch. tes Saltz, nebſt wentg ſchweffelichten Theil⸗ gen bey ſich, und die Eigenſchafft zu waͤrmen, zu trocknen, den Harn zu treiben, die Nieren zu reinigen, den Magen, Kroͤß, Hertz und Mutter zu ſtaͤrcken, Athem zu erleichteru, ver⸗ ſaltzen Gebluͤt zu reinigen, und die Mutter⸗ Verſtopffung zu eroͤffnen. Auch ſtaͤrcket dieſe Wurtzel den Magen, be⸗ foͤrdert die Daͤuung, machet ein gut geſund Gebluͤt, eroͤffnet alle innerliche Verſtop⸗ fung, der Leber, Lunge, Miltz, Mutter, Melancholey, iſt alſo ein durchgehend ge⸗ ſundes Eſſen, ſo den Menſchen vor vielen Kranckheiten bewahren kan. Man und Nieren, vertreibt alle Traurigkeit und fh, 08d ge 1 0 7 0 1 ah er ren 10 cbt fü leder l ght ez; J cn gn fg cee not asg rh ech Mal e, g lch 4 wah a kt dsf ind wieder ku Selleri, Wa ſſer⸗Eppich. 117 ierhuſir ehm Man deſtillirt davon ein Waſſey, davon Deſtillirt — ch en Stangl weiſſe Blüm ſreiffte ſhr fen Kraut hat en kern Geſchmat ame mit einen waͤchſet gen! —— Sucht, Bleich⸗Sucht, Miltz⸗Sucht, wie auch Nieren⸗ und Lenden⸗Wehe, treibt gewaltig den Harn, machet kurtzen Alhem gut, ſtillet Fuſten, vertreibt Gelb⸗Sucht, 5 befoͤrdert die Daͤuung des Magens, reiniget g hatmanſth das Geblüt/ ſonderlich ſo ſolches mit Schar⸗ eich und dum a bockiſchem Saltz angefuͤllet iſt; auch kan man arten geplante ſolch Mittel aͤuſſerlich ſo wohl, als innerlich zu pelſe worden, Reinigung, Saͤuberung, und Ausheilung al⸗ Namen Stlalſz lerhand faule: Schaden und Seſchwaͤren rnuͤtzlich gebrauchen. Der Selleri hat auch zurtzel und Zun gleiche Wuͤrckung, wann man eine ſiedent hes tempeniktſhiß heiſſe Bruͤhe uͤber das zerhackte friſche gruͤne ag ſchweffelchtal Kraut taͤglich gieſſet, eine halbe Stunde ver⸗ Egenſchafft zu mn deckt ſtehen laͤſſet, hernach durch ein Tuch ſel⸗ en zu trelben, eh het, und alſo warm trincket, welches dann agen, Kröß, ach nebſt ſeinen noch andern guten Nutzen, ein them zueerlachun recht froͤich Gemuͤth macher. nigen, und den Die Wurtzel des Selleri in den Bruͤhen nen. geſotten, oder mit unter den Kraͤuter⸗Wein Wurtzel den Man gemiſchet, und davon taͤglich getruncken, er⸗ machet en gag oͤffnet auch alle innerliche Verſtopffung innerliche hu der Leber, Miltz, Mutter, Nieren nge, Nin und Lunge, bringet die verlohrne Monath⸗ übt ale Tannen Reinigung der Weiber wleder, dienet auch alſo ein durchehh in allen obangefuͤhrten Kranckheiten, Mahn 53 43. Berg · n kan. 5 — 5——— ——— . — ———— 2 man taͤglich auf Ziv. oder den ausgepreſſeten Waſſer Safft 5j mit, oder ohne Zucker, eine Zeitlang deſſen Ge⸗ gebrauchen kan, ſolches vertreibt Schwind⸗ brauch. us Berg Peterkin. 19145 43. Berg ⸗Peterlin. montanum. a 9 ·. 5 3 Deſſe NMErg⸗Peterlin, Apium montanum im 2000 92 B e genannt, hat eine weiſſe dicke Wurtzel faſt einer Ellen lang, auch zum Theil etwas kleiner und kuͤrtzer. Wenn man ſolche zerſchneidet, giebt ſie einen milch ⸗weiſſen har⸗ tzigten Safft, der gleichwie die Wurtzel, eines bittern und ſcharffen Geſchmacks iſt, wiewohl doch der Safft ſtaͤrcker als die Wurtzel iſt, auf dieſem wachſen gegen dem Fruͤhling viel Stiele mit verkerbten Blaͤttern, zwiſchen ſol⸗ chen waͤch ſet ein Staͤngel herfuͤr, wie der Dill, und waͤchſet einer Ellen lang, hat neben ſich Aeſtlein, darauf wachſen Kroͤnlein, mit weiſſen Bluͤmlein, wie an dem Schierling, wenn ſol⸗ che abfallen, folget ein laͤuglichter doppelter bitterer Saame, ſo noch groͤſſer als der Dill⸗ Saame iſt, von Farb iſt er grau ſchwartz, rie⸗ chet wohl, und iſt am Geſchmack ſcharff wie die Wurtzel, waͤchſet gern an den Bergen, und wird hin und wieder angetroffen. Der Berg ⸗Peterlin iſt warm und tro⸗ cken im dritten Grad, fuͤhret ein ſchaͤrffer fluͤch⸗ tiger Saltz bey ſieh, als der gemeine Peterlin, und hat alſo deſſen Tugenden im hoͤhern Grad. Eigen? Im Gebrauch dieſes Krauts hat ſolcher 8 Peterlin, mit der Wurtzel, wider den Stein, wein Grieß und Peſt, mit andern Artzeneyen ver⸗ miſchet, eine nuͤtzliche Wuͤrckung. Dienet auch wider die Gelbſucht, Verſtopffung der Leber und Miliz, auch ſo man ſie* un uh hen ang eee gige Adaben eig; zen f ah„ — 15 n Erh 1 UA 18 105% 7 l u 1 ü N ech., Paci. Gemeiner Eppich. 113 PaM 8 und zerbeiſſet, ſoll ſie Bahn ⸗Wehe ſtillen, „ Apium madig und das Haupt vom Schleim reinigen. Das ann hat eee. Waſſer wird auch zum Lenden · und Mut ⸗Waſſer. en lang auch n ter⸗Wehe, Wind ⸗Sucht, Grimmen, cher. Wenn na verſtockten Harn, Stein und Grieß ge⸗ einen wich wf hrauchet, befoͤrdert die verhaltene Mo⸗ ichwie die Muh nath⸗Reinigung der Weiber, ſo man da⸗ Geſchmacksiſt un von etliche Untzen Morgens und Abends ker als die Muß trincket. 5 1 8 gegen dem dul Ubrigens hat ſolch Peterlin mit oben be⸗ Blattern, zuſſs ſthriebener Peterſilli einerley Tugend, und kan agel herfuͤr, wei zu allen darbey angefuͤhrten Kranckheiten mit llen lang N ban gebrauchet werden. ſen Kroͤnlel u 9 m Schſerlag un 44. Gemeiner Eppich. Abi eln längliche n(Id meiner ⸗Eppich, Apium vulgare voch groſſr dle 8 ppich, Ap 8 vulgare. f Deſſen Ge⸗ im Lateinſſchen, und ſonſt auch ſtalt, Orth b iſt er grau ch Waſſer⸗Marck oder braunes Peterlin ge⸗ und Zeit. Giſchwackſhuß nannt. Er bekommet einen hohlen, ſtreifft. rn an den Bag gen und knopffigen Stengel, von mittelmaͤſſi. angetroffen ger Hoͤhe, laͤngliche gekerbte, glaͤntzend⸗ und erlin iſt warm ſtarckriechende Blaͤtter, auf den Gipffeln der füͤhretein shaft Stengel zeigen ſich zwey Dolden, mit weiſſen als der gemehehn Bluͤmlein, welchen ein kleiner Saame folget, ugenden fia dle Wurtzel ſo der Peterſilli gleichet, iſt oben⸗ ſeſes Krauts hu her mit vielen Faͤſerlein umgeben. Es waͤchſet urtel, wiber duc“ an ſuͤmpffigten Orthen in Baͤchen, Pfuͤtzen, lt andern Atto und vornehmlich unter den Bachbungen, ſel⸗ che Würcung) ne Zelt zu bluͤhen iſt im Junio und Julio, der pſucht, Ver A Saame wird zeitig im Auguſto und wird ge⸗ 8, auch ſo u ſammlet, wenn die Sonn im Loͤwen gehet. 30 H Die Eigen Nutzen. Aguilegis. und Ge; brauch. 126 Gemeiner Eppich. Dle Wurtzel ſammt dem Saamen iſt hitzig ſchafft und im 2 Grad, und trocken im dritten Grad, er⸗ oͤffnet, durchſchneidet, reiniget, nuͤtzet der Le⸗ ber, Miltz und Mutter, treibet den Harn, zerbricht den Stein wird daher wider Ver⸗ ſtopffung der Leber und Miltz, Gelb · und Waſſer⸗Sucht, verſtopfften Harn, und Monath⸗Reinigung, Schmertzen der Mutter und Nachwehen, Grieß, Stein, Jahn ⸗Wehe, bloͤde Geſicht, und Bauchgrimmen gebrauchet. Das Kraut zerquetſcht und aufgelegt, vertreibt die blauer Mahler vom Stoſſen und Schlagen, desgleichen die geronnene und uͤberfluͤßige Milch, dienet auch wider den Stein und verſtockten Urin. Das deſtillirte Maſſer kan auch zu allen oben gemeldten Kranckheiten gebrauchet wer⸗ den. Der Safft mit Salbey⸗Safft und Wein ⸗Eßig jedes 3j. gegeben, dienet wider dreytaͤgige Fieber, iſt dienlich wider ge⸗ ronnen Gebluͤt im Magen, Geſchwulſt der Kehle und Mandeln, wider alte Faͤu⸗ lungen, Wunden und Schaͤden. Die Salbe dienet fuͤr Geſchwulſten der Bruͤ⸗ bi ſte, auch wenn ſolche vom Krebs angeſteckt, und andere unreine Geſchwaͤr zu ſaͤubern und zu heilen. Dien,, 8 ſtalt Unter⸗ 9e N ſcheid Org W deſſen giebt es insgemein zweyerley Gat⸗ [Gley, im La teiniſchen Aquiiegia genannt, kung/ — * 5 I* EE F 1 ner Epi. l Agley. 121 ä 0 5 tung, als Aqui- f N. e. 1, nig. oder gemeine, utter, brett 4 wilde, und denn „wird daher ph ee Her e 2. Aquilegia hor- dagen N 28 tenſis, oder Gar⸗ ver opfften gan, 3 ten ⸗Agley. Die ung Schnap erſten tragen Jachwehen, 0 8 einfache, die an⸗ ehe, blade ch dern aber ſchoͤn men gebrauche. gefuͤllete Him⸗ d aufgelegt, van mels⸗ blaue n Stoſſen unden Blumen, die mene und übe“, Blatter ſind h wider den ß 7 N zerkerbt faſt dem And Schell kraut Vaſſer kanu ahnlich, und hat eine Fingers dicke weiſſe,mit ackhelten gehuuth vielen neben ⸗Wurtzeln bewachſene Wurtzel, int Salbe, wenn die Blumen abgefallen, ſo waͤchſet an . gegeben, deu! dere Stelle ein vier⸗oder fuͤnffaches Buͤſchelein „ iſt dienſch u Schoͤttlein, darinne findet ſich der ſchwartz⸗ Magen, Gen glaͤntzende Saame: Der Garten⸗Agley aber, ndeln wider ag welcher ſchoͤn gefuͤlte Blumen hat, wird mehr n und Schibg, zu Jungfer ⸗Kraͤntzlein, und derer Zierath, eſchwulſtendal als in der Artzenen gebrauchet. e vom Krebs In den Apothecken wird gemeiniglich der Eigen Geſchwär ut wilde Agley mit den Himmel blauen Blumen ſchaſſt und 95 geſammlet, nebſt dem Saamen, zur Zeit, Nutzen. — wenn die Sonne im Loͤwen gehet, ſolcher Agley Agley. iſt warm und trocken im erſten Grad, hat ein ſchen Aquiegh he“ groͤblich alkaliſches Saltz, neben vielen irrdi⸗ ſsgemeln zg b 9 5 ſchen, Infuſion wider die Gelbſucht. 122 Agley. ſchen, und etwas balſamiſchen ſchwefflichten Theilgen, hat dahero die Eigenſchafft zu er⸗ oͤffnen, zu heilen, zu ſaubern, und das Gebluͤt zu reinigen. Er eroͤffnet verſtopffte Leber und Milt, beſonders aber den Gallen⸗ Gang darum iſt er gut in der Gelb⸗Sucht in folgender Infuſion. Bh. Agley⸗Wurtzel zerſchnitten Ill. Geſchabt Helffenbein 3ij. Gantzen Saffran, L. vermiſche es durch einander, binde es in ein ſauber Tuͤchlein, und gieß daruͤber weiſſen gu⸗ ten alten Wein, Menſ. 1, davon laß Morgens und Abends ein gut Glaß voll trincken. So treibt auch der Saame und Wur⸗ tzel den Harn und verſtockte Monath⸗ Reinigung, dienet wohl der Bruſt und Lunge, wiederſtehet allem Gifft, heilet die Wunden und ſtillet die Wehtagen und Grimmen des Leibes ſo iſt der Saame auch ein dienlich Mittel den gebaͤhrenden Frau⸗ en, denn er treibt die Frucht zur Gebuhrt, wenn man ihr 33 geſtoſſenes Saamens in Wein giebt, und beduͤrffenden Falls es das andere mal thut. Der Saame iſt auch ein gut Mittel die Maſern und Pocken auszutrei⸗ ben, wird auch in hitzigen und gifftigen Kranckheiten gebrauchet, und iſt auch be⸗ ruͤhmt wider das Mutter ⸗Aufſteigen. Die Blumen haben eine Hertz ſtaͤrckende Krafft, Hartmannus waͤſchet das Membrum gent fut el 8. ce n 1 1 f geit 6 tende 1 nchen ag ch n Kt auge 0 1 4 1. e, We, in flit: Cb 1 U ud De g Sache* 1 1 N ö ing de; Aglee, Aſamſche dd Agley. e eee 8 le Eger genitale damſt in einem Decocto, und machet Durch uber N h ein Rauchwerck von einem todten Zahn eines Zauberey ffnet verſtopſah Menſchen Morgens und Abends, damit Nee ders aber den c verlohrne Mannheit wieder zu bringen: So. i f 5 13 zu gut in der Sache dlenet auch in ſolchemuſtande taͤglich von die⸗ bringen. f ſer Wurgel zu trincken, folgenden Tranck: Man Han, nimmet zu einem Maaß weiſſen Wein von der Wurtzel FB. von dem Kraut Mj. und des 123 — — 8 — eb erſcntten g ee 5 ffenbein zl. Saamens 3j darbey aber, ſo gebrauchet man fran, 3. folgendes 05 lnander, binde el„ Pulver. gieß darüber Pe. Agley⸗Wurtz, Kraut und Saamen, nl. 1 davon laß jedes ij. laß voll trlnckn St. Johannis ⸗Kraut, Einbeerkraut er Saame und! und Beer, bereitete Perlen, aa. 3j. verſtockt Un Scoß alles zu einem Pulver, doſ. 3. alle et wohl der Bu Morgens und Abends in weiſſen et allem Gifft, l Wein zu nehmen. illet die Weh Der Safft heilet und reiniget auch die es ſo iſt der Saum Wunden ſo man ihn darein troͤpffet. Das en gebaͤhrenden Fahnfleiſch mit dem friſch ausgedruckten Frucht zur Safft und dem Kraut gerieben, machet den etoſſces Sam Zahn feſt, und vertreibet die ſeorbutiſche edürffenden gilt Faͤulung. Der Safft wird auch von etli⸗ er Saame iſt aß chen wider die fallende Sucht geruͤhmet. und Pocken uu 9 Das aus den Blaͤttern, Blumen und Geb rann hitzigen und gf Wurtzeln gebrannte Waſſer, wird im Augu⸗ ten Waſſers rauchet, un ö ſto bereitet; ſolches treibt den Schweiß, du Nutzen,; utter Buff u ſtäaͤrcket das Hertz, füͤhret allen Gifft aus, aben 5 diene wider Hertz · Zittern undohnn: ach. z wäſhet bull ten/ offnet Leber und Miltz/ fillet das 5 Bauch⸗ Ariſtolo⸗ chia rotun- da& longa. Geſtalt und Orth. 124 Gſterlucie. Bauch · Grimmen, hellet alle Geſchwůs und Verſehrung des Halſes, den Mund damit gegurgelt, und offt ausgewaſchen, es iſt auch in ſchnellen Kranckheiten ein gutes Mittel, wenn auch die jungen Kinder Mund⸗ Faͤule haben, ſoll man ein leinen Tuͤchlein um einen Fing wickeln, in dieſes Waſſer tun⸗ cken, und den Mund, Zung und Gauen da⸗ mit fleißig aus reiben. 46. Rundte und lange Oſter, lucie. 2 1 ie zund⸗ te und lange ſter, lucie, Ariſto. ech rotun⸗· da& longa ge- nafft, die rund⸗ te hat eine groſſe knollich te rundte Wu tzel, mit vielen Zaͤſerlein, aus⸗ wendig erd⸗ farben, inwen⸗ dig goldgelb und bitter, be⸗ kommet piel Ellen hohe Stengel, die Blaͤtter ſind wie E⸗ pheu, doch rundter, die Blumen wachſen an den a hin und wieder, 10 ſchwartz⸗ braun, 5 ot or 10 e 13 0—. chen 5 0 i 1 ö 6 fe n 1 Adee e b 37 f f n ue e Sung, i uch 1 10 1 terlucle u hee SHſterlueie. 125 0 5 Halſes, 10 nd off ausgehe —— braun, und lang, darauf folget die Frucht, faſt wie eine Birne formiret, darinne ſtecket der — Kranckhalt dy ſchwartzlichte, breite, faſt wie ein Hertzgeſtall⸗ le jungen Kuhn — — te Saame, ſo ſich, wenn er zeltig iſt, in ſechs lan ein leinen da Stuͤck zertheilet, wird in Italien haͤuffig ge⸗ , in deeſes Ui funden.. ung und m Die lange Oſterlutzi, Ariſtolochia lon. Lange 1. ga vera, hat eine Spannen⸗lange Wurtzel, ſo Oſterlutzi und ane an etlichen Orthen ſehr dicke iſt daraus wach⸗ ihre Ge, nd langedß ſen Schuh⸗hohe viereckichte Stengel, die den Orth. ſtalt und dle. vorigen faſt gleich ſeyn, und ſtracks aufge⸗ (u richt ſtehen, die Blaͤtter ſind groͤſſer, aber nicht j ſo rund als die erſten, traͤget bleich⸗gelbe Blu⸗ lacnh men darauf kommet eine Frucht in Form el⸗ luce h ner Birn, ſo auch breiten, und ſchwartz ⸗brau⸗ loclaß nen Saamen herfuͤr bringet, ſie bluͤhet im 8 7 5 0 hh Fruͤhlinge, und waͤchſet auf einigen Feldern N. naſtin in Franckreich. e 0 te hu Die gemeine lange Gſterlutzi oder N gift Ariſtolochia clematitis recta, hat Blaͤtter dem tete Epheu gleich, welche breit, rund ſpitzig und li glatt, an den Stengeln finden ſich hohle, laͤng⸗ Zaha lichte, gelbe, ſchwartz braune Blumen, und weng; ſpitzige Huͤtlein, die geben einen ſtarcken Ge⸗ fut ruch, und ſo ſie verbluͤhen, werden ſie einer dig f. Birne gleich, in welcher der Saame iſt, ſo und hin bald er zeitig, ſpringt die Birne in J Stuͤck omm! auf und koͤmmet der dreyeckichte Saame her⸗ die Blitterſtoß für, die Wurtzeln ſind ſchlecht, duͤnn und lang, Blumen bab iſt in Franckreich, Deutſchland, Ungarn, und 10 Spanſen anzutreffen. wieder, fuß ö Bey⸗ Gemeine lange Oſter⸗ lutzi Geſtalt und Orth. Was da: thecken ge⸗ funden wird. 12 6 Oſterlucie. Beyderley Beyderley Oſterlucie, Wurtzel wer, werden in den in der Artzeney ſehr nuͤtzlich gebrauchek, ſie derArtzenen ſind bitter, etwas ſcharff, warm und krocken gebrauchet. in Anfang des dritten Grads, ſie wird vor der Sonnen Aufgang, wenn ſolche im Zwilling gehet, aufgeſammlet. Hat gute Krafft in⸗ nerliche Verſtopffung der Leber, Miltz und Mutter zu eroͤffnen, zaͤhen Schleim von der Bruſt zu verduͤnnen, und zum Aus⸗ wurff zu befoͤrdern; Wunden und Ge⸗ c e zu ſaͤubern, zu reinigen und zu hel⸗ en, auch die verhaltene Monathliche Zeit zu befoͤrdern, die rundte Hollwurtz wird mehr imnerlich, die lange aber mehr aͤuſſerlich gebraucht. In Apothecken werden von der rund⸗ von in Apo ten nur die Wurtzel, aber von der langen Oſterlucie die Wurtzel und Blaͤtter geſammlet, doch wird die Rinde zu allen Artzeneyen fuͤr die beſte gehalten, beyde dienen, und werden in⸗ ſonderheit verſchrieben, in Haupt⸗KLungen⸗ Leber ⸗ und Mutter ⸗Kranckheiten, ſie reinigen und trocknen das Gehirn von kal ten§lůſſen, dienen wider fallende Sucht Schlag/ und Krampf ſind gut fuͤrEngbruͤ ſtige, denn ſie raͤumen Bruſt und unge: Sind auch gut den Keichenden, und ſo ſtaͤtigen Huſten haben, ſtaͤrcken den Magen toͤd⸗ ten die Wuͤrm eroͤffnen Leber und Miltz vertreiben die Waſſerſucht Cachexiam oder boͤſe Farbe, und uͤbſen Zuſtand des Leibes, bringen wieder verhaltene Mona th⸗Rei⸗ 1 5 nigung, 0 bn a de bahn 8 be anden 60 chung en ee fc, ele,. icke ſtetlucſe, 0 ſteruce ye 3——— b 5* 10 duda nigung, treiben die todte Frucht und Aff⸗ b feu ter ⸗Gebuhrt aus, befoͤrdern die Reinigung 8 Waun der Mutter, ſtillen das Nachwehen, hei⸗ cas ſeuh, len inner- und aͤuſſerliche Geſchwaͤr, Wunden wenn solche u und eingewurtzelte offene Schaͤden, ſaͤubern ct. Hat gut gh die Haut, vertreiben Flecke, Zittermaͤhler fung der ache und Kraͤtze, ſind auch gut wider Gifft und öffnen„zaͤhen g gifftiger Thiere Biß. erdüͤnnen, uud Die lange Oſterlutzi, trocknet im 2 n; Wunden Grad, und eroͤffnet, darum ſie auch den tar⸗ / zu reinigen un tariſchen Schleim reſolvirt, und durch den haltene Mah Huſten austeeibet, den Monath⸗Sluß wie⸗ die rundte goa derbringet, die innerliche Geſchwulſt ver⸗ , die lang an treibet, dienet wider Gifft, wenn man uͤber . 5 455 infundirt, ſo trecknet ſie die n werden von e Oe ſehk⸗ 1 0 al, aber von ih, Aeuſſerlich gebrauchet man ſie gar offt, Aeuſſerlich. b in Trock Rei el und Blättre in Trocknung und Reinigung der Wunden: 5 zu allen Ache wie denn D. Simon Pauli, durch das Pulver u al i durch e dienen und un allein von langer Oſterlutzi in Ehren⸗ den, in Fauptl Preiß⸗Waſſer gekochet, und mit Meiſſeln Krancthen aufgeleget, ein eyterichs Geſchwaͤr am ter⸗Kranckheln Schienbei aͤr am n das Gehlen Schienbein, welches der Barbier ein gantz der fallades Jahr lang vergebens verbunden, in weni wider fallen Tagen al cklſch ene g mpf ſidgutſich* 3 türe hei, Bruſt undd Were e kan auch in den henden mt im brechen gute Dienſte thun, Mach Hertz und Magen⸗Wehe bringet ſol⸗ cken den lan chem die verlohrne Sa i 0. hrne Saure wieder, hulfft der fen Leber Daͤuung, zertheil 255 ſrſücht(alan Feu che zerkheilt und verzehrt die boͤſen 10 Zustand Fl auch. 225 wird dieſe Wurtzel cee„ flngkn den Ciyſfiren werchnlcher l 3 Iſt — F S —— — 2 9 1s Lalſche Fellwurz. Gebrannt Waſſer. Ariſtolo⸗ chia rotun- da adulte- rina. Geſtalt die⸗ ſes Krauts. Iſt auch in Scharbockiſchen Kranck⸗ heiten ſehr dienlich zu gebrauchen, damit det tartariſche Schleim reſolvirt werde. Die⸗ net auch, wenn die Lochia nicht flieſſen wollen, und verhindert die Lungenſucht, und Lun⸗ gen ⸗Geſchwaͤ“s. Das gebrannte Waſſſr davon dienet wider Rrampff, Podagra, Bauch ⸗We⸗ he, Geſchwulſt, Seitenſtechen, fallen⸗ de Sucht, Haupt⸗Fluͤſſe, Dampffig⸗ keit, und Fieber, heilet Fiſtelln, und den Aus gehenden Maſt⸗Darm, warm uͤber⸗ Zeleget. 9 47. Falſche Hollwurtz. ea 5 2 Je gemel- n em Dod fach 0 Hollwurtz im alien Lateiniſchen Arlt ſtolochia rotun⸗ da adulte rin Gewinnet duͤnne Staͤngel elner Spannen hoch, pleichgruͤne ge⸗ kärbte Blaͤttek, demeErꝛdrauch faſ, gleich, doch groß ſer, bleich purpu⸗ 5 2 4 rothe Blumen, n einen kleinen he Hollwurz a Falſche Sollwurtz. 129 barbockiche d. schwarz' glänzenden, in breitlichte Schoͤtlein chu gebrauche eingeſchloſſenen Saamen, und eine rundte eim relolyrt ug knottichte, zarte, unterwerts hohle Wurtzel. eLochia nichtfeg. Sie waͤchſet von ſich ſelbſt, und llebet Orth und Lungenſucht f nte Waſſer zun Gaͤrten verpflantzet. Die Blaͤtker kommen a Podagra, Bau im Fruͤhling zeitig heraus, die Blumen im , Seitenſtechen“ Mertz und Aprlll, im May verleuret ſich das upt⸗ Fluͤſſe, de gantze Kraut, biß auf die Wurtzel, weiche im helle Fistel,“ andern Jahr wieder ausſchlaͤgt, es bedarff we ⸗ Maſt⸗ Daum un nig Wartung, weil es viel Jahre dauret, wenn Es einmahl geſaͤet worden. 4 ſchattichte Oerther, Dorn Gebüͤſche und a wie ſſe Wein⸗Felder, von daſelbſt wird ſie auch in die wäͤchſet Der Elgenſchafft nach iſt die Wurtzel hitzig Derer Ei⸗ ſſche Hollwutz tem 2 Grad, und trocken im 3 Grad, reinlger, Lenſchufft ziehet etwas zuſammnen, offnet, treibet den unt Nuten. e Leber, vor Gifft und Wunden, iſt gut das 88 Do. Schweiß und Harn, dienet zur Mutter, 1 Holla Gebluͤth zuseinigen den Schweiß zubꝛin⸗ ö kulthſtd gen, dlenet in Kraͤtze, die von groben Feuch⸗ N ſteloch rigkeiten entſtandene Schmertzen zu ſtillen, halal in Scharbockiſcher Engbruͤſtigkeit der Gela Frauen Reinigung, todte Leibes⸗§rucht, Stäugl und verhaltene Lochia zu befoͤrdern, die Gelb⸗ Sunn Sucht zu vertreiben, aͤuſſerlich die Wunden bleich und Fiſtelln zu ſaͤubern und zu heilen, wider käͤrbiah die Kraͤcze, und von kalten Seuchtigkei⸗ dandhun ten herruͤhrende Podageriſche Wehra⸗ glech h gen, geronnen Blut, Mund⸗Saule, fe lh Seſchwulſt und Schmertzen der gůldenen tale M. Ader zu heilen. In Apothecken aber wird clnen b von dieſem Kraur nichts angetroffen. 2 2. f 5 48. Hey⸗ 130 GSBeidenreich. Armora- 48. Heydenreich. 4 5 en Armoracia im Lateiniſchen ſtalt, Orth genannt, traͤget eine weiſſe, einzelne und und Zeit, zertheilte Wurtzel, aus welcher etliche rauch⸗ N haͤrige aͤſtige Staͤngel hervor ſchleſſen, wovon weißlichte Bluͤmlein mit blaulichten Streiff⸗ lein wachſen, von welchen laͤnglichte Schot⸗ ten eines Fingers lang werden, und wenn ſie zeitig, wie ein Scorpion ſchwartz formir t ſeyn, in welchen ihr Saame enthalten: waͤchſet auf den Aeckern, in Thaͤlern und am Baͤchen, und bluͤhet im Junio und Julio. Derer Ei- In den Apothecken iſt nur dero Wurtzel be⸗ genſchafft kannt, welche warm und trocken im 4 Grad, und Nutzen. ſie wird aber gar ſelten verſchrieben, weil ſol⸗ che faſt gar wenig, ſondern an derer Stelle der Meerrettich gebrauchet wird. Sie waͤrmet, trocknet, und verzehret den tartariſchen Schleim, reſolvirt, oͤffnet die Lebens⸗Geiſter, treibt den Harn, Stein, und dienet wider den Dieſes Krauts Wurtzel hat einen ſcharffen Geſchmack, und durchdringenden Geruch, und wann dieſer ihr benommen wird, ſo iſt ſie wle ein verfault Holtz. Ihre Krafft beſtehet in einem ſcharffen fluͤchtigen Saltz, daher ſie te⸗ ſolvirt und durchdringet, vermoͤge dieſer ſaltz. gen Fluͤchtigkeit, reſolvirt ſie den Schleim welcher zaͤhe und ſauer, der ſich in der Bruſt und Gedaͤrm angehenckt. Ferner iſt es auch wegen ſelnes fluͤchtigen Saltzes ein maͤchtiges 2 * A 2 rbb deidenreich. Hchdcnd „Atmoracia iu! Armoracin in 1 eine peſſſe 1 aus welcher aach ingel hetbot ſcheſſz lein mit laulichng n welchen langlchee lang werden, un orpion ſchwartz kun Jaame enthalt!) in Thaͤlern und ang io und ſulio. cken iſt nur dero rm und trockn iy elten verschrieb ſondern an derer auchet wird. Sen verzehret den um rt, offnet die lebens Stein, und dienetlh Wurtzel hat einen urchdringenden Gan nommen wird, ff 5. Ihre Krafft ic ſchtigen Salt, dae ringet, vermögelf reſolyirt ſie dens ſauer, der ſch il ehenckt. Jane ſſe ligen Salſeb u 0 Wolverley. 131 Harntreibendes Mittel und wenn man die Wurtzel in Wein ipfundirt, ſo treibt es Sand und Harn. So ſoll es auch nach des Timæi Meynung, wenn man sis. in Malva⸗ ſier einnehme, den Stein treiben, uͤber diß gebrauchet man es auch in Scharbock, ent. weder in Milch oder Wein gehenckt, dienet auch in der Waſſerſucht, wenn zugleich eln Scharbock dabey iſt; ſo ſoll ſie auch die Milch vermindern. 49. Wolverley. eee G lverley I o im dateiniſchen Arnica ge⸗ Deſſen W nannt wird ft itziger Zeit in k einem ſon⸗G eſtall, derbaren Beruff, iſt ein Gewaͤchs, ſo auf ben Bergen und Wieſen gefunden wird, und den gantzen Sommer uͤber mit einer Blume ſo rund und wie ein Auge geſtalt, zu ſehen, wel⸗ che auch insgemein Johannis Blum ge⸗ nannt wird, ſtehet auf einem hohen Staͤngel, und hat Blatter ſo faſt dem Wegerich gleichen, deſſen Wurzel iſt bitter und ſcharftf. Sonſt hat man in Apothecken Schweiß und Harn, zuweilen machet es auch ein Erbrechen, zertheilt das geronnene Geblürh z vertrelbt Sieber, ſonſt wird es auch mit Nutzen auf die Bruͤche geleget, wird auch mit Kraut und Wurtzel dem Vieh gege⸗ ben, wann es nicht freſſen will. Die Wurtzel iſt 5 e durch⸗ Arnica; oni dat, en a das Ge⸗ Eigen; waͤchs mit den Blum en, das Kraut ſammt ſchafft und den Blumen erwaͤrmek, trocknet, treibet den Len ⸗ „132 Beyfuß. durchdringend, befoͤrdert den Urin und die Weibliche verſtandene Monath⸗Rei⸗ nigung. Artemiſia. Deſſen Ge⸗ 27 85 alt, Unter e de 8 7 lden und n ee im baten. —— 85 de e, ſchen Artemiſia 1 genannt, hat , ſbdonſt auch den Nahmen Ko⸗ terbock. Deſſen giebt es rothen „ und welſſen, hat eine holtzigte, fa⸗ ſichte, ſuͤßlichte und aromatiſch ſchmeckende I Wurtzel, eines S N Fingers lang, 8 aus ſolcher wach⸗ ſen ſtaudige, aͤſtige, roth und weiſſe Staͤngel faſt in Manns⸗Hoͤhe, zuweilen Fingers⸗dicke, an welchen mit tief⸗gekaͤrbten oben gruͤnen un⸗ ten weißlichen Blaͤttern, dem Wermuth faſt ahnlich, noch andere Sproſſen herfuͤr kommen, daran wachſen die Bluͤmlein, nach welchen eln kleiner runder Saume folget, welcher, ſo man ihn zwiſchen den Fingern reibet, einen guten Geruch von ſich giebt, er waͤchſet gern an dürren und ſteinigten Orthen, an den Straſſen und Wegen, auch auf den Aeckern, und in lane Ich 2 egg 5 l 1 fen 00 Beyfu f, 133 gang wol und bluͤhet im Julio und Auguſto, das Kraut tandene Mon aber kan im ſunio eingeſammlet werden. Es u bermehret ſich bac, ue 5 4 5— — ſiiner zuruͤck gebliebenen Wurtzel wieder her⸗ Bci lin Der Unterſcheid beyderley Arten, wird 50 Ben erkennet nach der Farbe, denn entweder ſind * ſolche purpurroth oder weiß ⸗gruͤn zu ſehen. . ſſhen i Deſſen Eigenſchafft nach iſt das Kraut hi⸗Eigen⸗ tzig im erſten Grad, und trocken im 2 Grad, ſchafft und 0 eroͤffnet, zerthellet, reiniget, davon der rothe Gebrauch, I fuͤr den beſten gehalten wird. Iſt ein gut b 60 Mutter- Kraut, wenn dieſelbe verſchleimt 0 6 iſt zu reinigen, treibet die verſtockte Mo⸗ d 110 nath ⸗ Reinigung, wie auch die Frucht 222 ca und Nachgeburth, das aus dem Kraut 8 a und Wurtzel bereitete Decoctum ſtillet auch 2 ſcht, f die Nachwehen, weßwegen es auch von f a0 aun Weibs⸗Perſonen in Ehren gehalten, und faſt ſchmecke in allen ihren Baͤdern gebrauchet wird. Wu, Wann man Beyfuß in weiſſem Wein ſiedet. * Fuge! und davon des Morgens und Abends ein aus age) Glaͤßlein voll trincket, eroͤffnet es die ver⸗ totß und veſſee ſchloſſene Mutter fuͤhret die verſtockte he, zuwellen digen Monath liche Reinigung aus, und rei⸗ gekaͤrbten oben niget die Mutter von allem Unrath, ſolches ktern, dem Wan alles kan auch mit dem Syrup vom Bey fuß Sproſſen herfitönm verrichtet werden, treibt auch todte Frucht Blümlein, nach aus dem Leibe Dol. iſt z in Beyfuß Waſſer daume ſolget, wah Ziij. einzunehmn: a den Fingern tag!“ Das gebrannte Beyfuß⸗Waſſer Fiij. Beyfuß⸗ ſch giebt, er ögfh befördert die Sebuhrt, treibt todte Frucht Waſſer de⸗ nigten Orthen/ und Nachgeburth, wer es des Morgens ſen Nutzen. Experi- mont. Arum. Deſſen Geſtalt, 6 Zeit und Orth. 134 Beyfuß. nüchtern krincker f befoͤrdert es verſtandene Wen e treibet den Harn, und dienet wieder die Gelb⸗und Waſſer⸗ Sucht vertreibt die Muͤlben im Haar, ſo man das Haupt damit laulich waͤſchet, hei⸗ let auch den Grind, kan man das deſtlllirte Waſſer nicht haben, 0 darf das Kraut nur in Waſſer geſotten werden. Iſt alſo dieſer Beyfuß ein rechtes Mutter⸗ Kraut, welches uber vor bemeldete Zuſtaͤnde, auch den Harn gewaltig treibet, wie auch die Harn ⸗ Winde, reiniget die Bruſt; wann man es in Kind 8⸗HNoͤthen gebrauchen wil, bindet man einen Krantz davon, und leget ſol⸗ chen der Frau auf den Nabel, er muß aber bald wieder weg genommen werden. Wenn man denſelben kochet, und das Hauß damit beſpren⸗ get, veiniget er ſolches von allerley Gewuͤrm. Diejenigen ſo vom Podagra geplaget ſeyn, ſollen die Wurtzel vom Beyfuß eſſen, ſo ſoll es gar bald die Schmertzen benehmen. Daz Kraut mit Camillen⸗Blumen, Odermennig, Salbey und Roßmary in Wein geſotten, und die erlaͤhmte Glieder damit gerieben, ſtaͤrckt bieſelben. Sonſt wird init dieſem Kraut viel Aberglaube und Gauckel⸗Werck getrieben, ſo allhier Aacfüteel fuͤr 1 geachtet wird. ö 1 Ar on. Ron fim bateiniſchen Arurn, iſt ein nuͤtlich Kraut, und 1 ſchon in Hornung, Wo 45 0 Beit , befteden 0 ugung, eee t die Molden n yt damit la ulich Wit 1d, kan man dag 1 en, ſo darf das Hun werden. Veyfuß ein rechte iber vor bemekher dz 1 treibet, ug keiniget die Bu tdb Krantz davon, und! den Nabel ermußch mmen werden. Pn und das Hauß danch ches von ellerley Gen m podagra geg vom Veyſfuß eſſe ſchmertzen benehng lllen⸗Blumen, Dan oßmary in Min ge Glieder damit Sonſt wild ul glaube und Gau 0 ler anzuführenfttin —— 1. Abn. einiſchen Aru en bömmet ſchon vr 135 wo die Sonne hin ſcheinen mag, herfuͤr ge⸗ Fkrochen: gewin⸗ net ſchoͤne, gruͤ⸗ i ne, lange, drey⸗ eckichte glatte, und mit einem ſcharffen beiſſene den Geſchmack begabte Blaͤtter, zwiſchen denen ein Stengel herfuͤr koͤmmet, ö K 7 4 aus welchem in NN HANder Mitten eine Traube voll Korner, die anfangs gruͤn, her⸗ nach roth wird, heraus waͤchſet, dieſes Kraut verwelcket am Ende des May⸗Monaths, und das Bluͤmlein allein bleibt biß im Herbſt, die Wurtzel iſt weiß, laͤnglicht, mit viel haarigten Faſeln beſetzt, welche einen ſcharffen beiſſen⸗ den Geſchmack hat, und ſich alle Jahr erneuert. Der Aron iſt hitzig und trockener Natur Eigen⸗ bis in z ten Grad, hat viel fluͤchtiges ſcharffes ſchafft, alkaliſches Saltz bey ich, dadurch es aller Nutzen und Saͤure wiederſtehet, 15 Luſt zum Eſſen, Gebrauch loſet alle innerliche Verſtopffung auf, 0 teiniget und verbeſſert auch das Schar⸗ bockiſche Geblů tn. In den Apothecken wird von dieſem Ge⸗ waͤch snur allein die Wurtzel gefunden, welche 34 we⸗ 136 Aron. wegen ihrer Schaͤrffe, friſch nicht gebrauchet werden kan, ſondern wird erſt aufgetrocknet, und ſolche muß im Anfang des Mertzens ge⸗ ſantlet werden, ſie verzehrt den Tartarum in der erſten Leibs⸗Region, wird auch mehrentheils in den zaͤhen tartariſchen Feuchtigkeiten, oder in den Zufaͤllen, ſo von ſolchen zaͤhen boͤſen Feuchtigkeiten entſtehen, die innerlichen klei⸗ nen Aederlein zu eroͤffnen, gebrauchet, relol. virt und zertheilt auch den Tartarum in derdun⸗ gen und in der Bruſt, und dienet ſonder lich in der Cachexie, und keuchenden Leuthen, ſie raͤumet die Bruſt, eroͤffnet die Verſtopf fung der Lebens ⸗Geiſter, treibt den Harn, und befoͤrdert verſtandene Mo⸗ nath⸗Keinigung, ſoll auch die Btuͤche heilen. Die Wuttzel dienet auch wohl dem bloͤden Magen, vertreibt die Fieber, und nuͤtzet ſonderlich den Hyſtericis epilepticis, in⸗ dem es den zuſammen⸗gefloſſenen Monath⸗ lichen Unflath wegraͤumet und reiniget. Es dienet auch in der Sprachloſigkeit, etli⸗ che ſtoſſen ſolche auch, und legen ſie auf dat Zu welcher Wenn man ſolche Wurtzel im Mertzen an bee ſarmler, trocknet und zart pulvert, ſo hat ſe zu ſammlen. eine beſſere und geoͤſſere Krafft als andere ke. cula, welche ihres ernaͤhrenden Saffts gantz beraubet wird. Wenn man ſie in Eßig ſte⸗ det, wird ſie etwas gelinder, und wird ein Huͤlffs⸗Mittel in groſſen Zufaͤllen, ſie baude 5. f 5 2. 0 le nicht gh in Huſten iſt auch in Quencetani und 920 dderſt aug Burckmanni Magen⸗Pulver beſchrieben, er. 55 fang det N wauͤrmet den kalten Magen, befoͤrdert die 0 zehrt den Tata Daͤuung„benimmet die Verſt opffun 9 a ihn der Leber, Miltz und Meſenterii Dahero aich Fuchtgeih iſt ſolche den Hypochondriacis, oder denen gut, e bon ſoſchen ain ſo mit der windigten Melancholey und Tec de mwalg Scharbock beſchweret hut auch aur in röffnen, gebteuch h der Bleich⸗Sucht, Aufblöhung der Leber, uch den Tattaum am Anfang der Wa ſſerſucht Am Quartand uſt, und dienet ſugt und andern intermittirenden Fiebern und Ge⸗ dd keuchenden zug brechen, welche aus verfaulten, groben, eröffnet dehaß schleimigen Feuchtigkeiken,(o in dem Magen „Geiſter mu und andern benachbarten Orthen verſamm⸗ dert verſtanden let, enſtehen und verurſachet ſeyn, wird end⸗ ig ſoll auch bez lich auch wider dem Stein mit Nutzen ge⸗ gel dienet auch ua brauchet. Es wird auch von der Aron⸗Wurtz berttelbt deceg ein gut Mittel wider dle Bruͤche bereitet, wie u Hyſtericis eplepſe folget. 5 nen⸗geffoſſenen M Tranck. raͤumet und reg Sprachlos“ Winkter⸗Gruͤn, Mij. ch und legen sen Zerſchnelde es, gieß 2 Maaß Waſſer dar⸗ Alͤůker, laß es halb einſteden, hernach ſelhe es ſche Wurzel inch durch ein Tuch davon gleb dem Patlenten, nd zart pulgett e wann die Gedaͤrme alle in den deib gebracht/ det ere Krafft als u Morgens nuͤchtern, und des Abends zwen „Eon Stunden vor dem Nacht⸗Eſſen, ein halb den Safe Fo; 4 80 ſen, ein ha 0 19 6 Ovaͤrtel zu trincken, worbey aber der Patlent und gal mae kene, aud eine buten Diet ſch hebe. aoſſn Zuſeln 1 A 6 ö J. Zu⸗ . Atundo Saccharina. 138 Nr gaccharum. 11 52. Zucker ⸗Rohr. eee ö be 10 4— ö 0 1 10 f l d 5 Jaddenſünet Nabe hn düuungz e ft 80 n Mien ache . „ gere the cle ee f cba 4 5 valknuſe gur det, aug ag I far e galten 5 uu b —ͤ] 8 Nan 7 bockiches Gebluͤth, wovon hernach allerhand % ungelegenheiten im menſchlichen Leibe verur⸗ „ſachet werden. In dem feinen, durch das / im Lateinischen! t, vom Safſt eln ins gemein viet dh h hoch waͤchſt ohn inoten und sche Marck in den Eil ß und weiß. d on ſich ſelbſt i Un / werden aucuſſ bien, Silla, 5 N ſen Eigenſchafft und Gebrauch melden, der Zucker ⸗ Rohr. 139 5 ö Cyprien, Africa und den Canarien. Inſuln ge⸗ 50 895 ſaͤet und gepflantzet. Pon der Zubereitung allhier nicht gedencken, ſondern nur von deſ⸗ Zucker hat viel oͤhlichten Schweffeltheil, nebſt einem ſaͤuerlichen Geiſt in ſich, und dan⸗ nenhero die Eigenſchafft zu erwaͤrmen, zu lo ⸗ ſen, der Faͤulung zu widerſtehen, zu verſuͤſſen, wenn er maͤßiglich gebrauchet, und mit an⸗ dern nuͤtzlichen Sachen vermiſchet wird, wenn man aber ſolchen zu viel ſo wohl in der Medicin, als auch in Speiſe und Tranck ge⸗ brauchet, ſo erzeuget er ein corroſivwiſch, ſchar⸗ Kalckwaſſer gereinigten, ſchoͤnen, weiſſen Zu⸗ cker, iſt auch eine aͤtzende, von dem üͤngeleſch⸗ ten Kalck herruͤhrende Schaͤrffe, welche allen innerlichen Theilen, und ſonderlich der Lunge ſchaͤdlich iſt, derowegen zu den Syrupen nnd Conſerven mehr der unfeine, jedoch mit Ey⸗ erklar geſaͤuberte und abgeſchaͤumete, als der mit Kalck⸗ Waſſer ſo ſchaͤdlich rañnirte Zu⸗ cker ſollte gebrauchet werden. 5 des Zuckers werde Eigen; 1 8 a ſchafft des Zuckers, Der Zucker hat viel jaͤhrende Theile beyſich Sckaͤdli, darum kan er auch leicht in eine Jaͤhrung gera⸗ cher Ge 5 then, und alles ſauer machen, womit er per. Zuck miſchet wird: weswegen er auch vielen Miltz⸗ ſuͤchtigen, Mel ancholiſchen, und. 140 Zucker ⸗ Rohr. bock oder Mutter„ Blaͤhungen behaffteten 5 Perſonen ſehr ſchaͤdlich iſt, und erwecket bey denſelben gleich inwendige Hitze, Jaͤſt, Blaͤ⸗ bungen, Grimmen, Durchlauff, Unwillen, Bangigkeit, Mutter ⸗Aufſteigen, und der⸗ gleichen; Um dieſer lleſach willen, ſoll man mit dem Gebrauch des Zuckers behutſam gehen. Wer ſonſt ſuͤſſe Sachen liebet, der kan den Zucker bereiten auf unterschiedene Manler, unter andern folgenden f Zucker⸗Syrup. . Gemeinen Brandtewein, ſo viel hellebet wird, Miſche guten Candel Zucker drein, ſo wird er ſich zerlaſſen, und alſo einen guten ſuͤßlichten Syrup abgeben, wel⸗ cher von einigen Oleum Sacchari ge⸗ nennet wird. Solches gezuckerten Brandteweins zu Zelten 125 ‚ ein paar Loͤffel voll genommeen, lindert den von kalten Fluͤſſen herruͤhrenden Huſten, er⸗ weichet den auf der Bruſt ſitzenden zahen 0 Schleim, befoͤrdert den Auswurff, vertre⸗ bet helſſe und rauhe Stimme, und erleichtert den engen Athem. So iſt dieſer ZuckerSy⸗ up auch nuͤtzlich zu Heilung friſcher Wunden,—— derowegen die Orientaliſchen Voͤlcker ihre g 2 Wunden mit Wein auswaſchen 0 hernach Zu⸗ e r drein ſtreuen. 0 4 de den 5 f e mgeuhl 10 01 1. 2 0 4 1055 fac 1 k WI fp, 1 en de 1 cen dfb W n zy un kein, 8 00 8 1. zucker Roh b — Jucker ⸗Rohr 141 . ter 8 Blähungen 3 bench„ud Ob nun wohl oben dem Gebrauch des Zu⸗Wo der uwendige Hibe ckers wiederſprochen wird, ſo kan ſolcher doch Gebrauch en Durchlauf% nicht gar ausgelaſſen werden, nachdem die, utter. Auſſthyn Apothecker ja keine Conſerven, Syrupen, then. eser liſach will Electuarien, Confectiones und vlel andere auch des Jula Sachen, die dem Krancken dienlich ſeyn, f 1 7 ohne dieſe angenehme Materia verferkigen e Sachen liebet aß konnen, welches die Kraͤffte der Ingredien- auf unkerſchlchm z tien mit welchen er vermiſchet wird, erhaͤlt genden und annimmt, uͤberdiß iſt er einer duͤnn ⸗ma⸗ chender, zerthetlender und abſtergirender Na⸗ 8 fer Spruf. tur, benimmet die Heiſſerkelt der Gurgel, Brandteweſp ol und Lufft⸗Roͤhren, fuͤhret die Zaͤhlgkeit und Schleim des Magens aus, relniget Bruſt ten Candel Jule und Lunge, und ſtillet den„„ 5 9 zetlaſſen, un ag Man bereitet auch aus dem Zucker Sacha. Wie vieler⸗ ſchten Syrup alan rum Penidium, Penid⸗ Zucker,: e 555 Anlgen Oleum daz rum Roſatum, Roſen⸗ Sucker, z Sacha. reitet wird, d. rum Citratum tabellatum, 4 Eſſentia Citri Saccharina, 5 Saccharum violatum, Vey-⸗ en Brandteweht geln ⸗Zucker. 5 Das Waſſer oder den genommen, ſag ſauerlichten Spiritus, i. e. Spiritum Sac- T herruͤhenden gad chari. 6 Oleum compoſitum Antimonii der Bruſt ſhenbn/ Saccharatum. 7 den Liquor Sacchari, und i rt den Auspuff endlich die Zuckeb⸗Eſſenz, und die Cry⸗ 5 e Stimme, und an ſtallen.„„ S i Heilung 7 1 355 Haſel⸗Wurtz. 1 Aſarum. ientalſche 1 YAſel⸗Wurtz, im Lateiniſchen Aſarum Derer Ge⸗ auswaſchen,! e genannt iſt ein Kraut das traͤget Blaͤt⸗ 35 und ter, th. ö eee 142 Haſel⸗Wurtz. ter, gleich dem * Winter ⸗Gruͤn, oder Ep 0 eu, ſolche ſind rund, riechend, zwi⸗ ſchen den Blaͤt⸗ tern nahe bey 5 der Wurtzel, hangen an zar⸗ ten langen Stielen Pur⸗ pur-farbe wohl⸗ riechende Blu⸗ men in kleinen Huͤlſen, wie an dem Bilſen⸗Kraut, darinn waͤch ſet ein eckich⸗ ter Saame, den Weinbeer⸗Koͤrnern nicht unaͤhnlich, ihre Wurtzeln ſind vielfaͤltig fa⸗ ſicht, und uͤber einander geſchraͤnckt, geben auch einen lieblichen Geruch, und ſind ſcharff auf der Zunge, wird in Teutſchland haͤuffg gefunden. Eigen⸗ Es iſt die Wurtzel warin im andern Grab, ſchafft, und trocken im dritten Grad, inſonderheſt Krafft und die Wurtzel, welche auch am melſten ge⸗ brauchet wird, in den Apothecken hat man die Wurtzel und Blaͤtter, beyde purgiren die dicke Feuchtigkeit bald oben, bald auch chaltr n fett und wohl⸗ ö 5 1 1 1 „ 1 * 7 e W N Dee Gais eL üer g, 8 en get mib e t Nach n unten aus, aber ſie operiren ſehr 24 8 1 .in Aaftardge“, 0 N ae J fat ul 50 0 g, Kut 1 Guhl,. ku g eln ul, M fh ſu 110 ub gz f n* 0. br 1 ö. e an fan lie a de W N „rl fel u N kiechen, A chen dag ten gi Steen pur fue Tilechenle men in fl 8 Huͤlſan arinn waͤchſet e zeinbeer⸗Kötnek 0 1 N 1 ctzeln ſind vieſlg nder geſchränct/ zeruch, und ſud jn Teutſchlanb fu garn im ardat l n Grad ff auch am me n Apotheckn gal itter, beyde u bald oben, bab opetiken sc u Haſel⸗Wurtz. 143 Eröffnen, die Leber, Miltz ſammt der Gallen⸗ Blaſe, dahero gebrauchet man ſie in Zlp⸗ perleln, in der Waſſerſucht, in Fiebern, ſon⸗ derlich in drey⸗ und viertaͤgigen Fiebern und in der Gelbſucht, die Doſ. der Wurtzel iſt aan os von, ad 8j. in einem Infuſo aber von 3j. ad Dof ſolche Slij. der Blaͤtter giebt man 6,7 ad 8. in el⸗ zu geben. ner Infuſon gekocht, und ausgedruͤckt. Es iſt ein Vomitorium ſo wohl, als eine Pur⸗ gantz, ſo per inferiora wuͤrcket. Es treibt den Harn, und die weibliche Monath⸗Rei⸗ nigung, treibt auch die todte Leibes Frucht aus, eroͤffnet die Leber, auch Miltz und Gal⸗ len⸗Blaſe, zertheilet allen Schleim der Lunge, ſtaͤrckt das Geſicht und Gehoͤr, vertreibet das Keuchen und Huſten. Iſt auch gut in Glieder⸗Kranckheiten, Waſſer⸗ und Gelb⸗ Sucht, in drey⸗ und viertägigen Fiebern. Fernelius will, daß man ſolche ſchwangern Weibern auch ſonder Gefahr geben kan, je⸗ doch wollen andere, daß ſich ſchwangere Wel⸗ ber dafuͤr huͤten ſollen, weil ſie ſolche ſonder Gefahr der Leibes⸗Frucht nicht gebrauchen koͤnnten. e i a ä 5 7 75 * 144 Hiaſell⸗Wurtz. halten viel darauf, wenn man es uͤberwaͤrts im Einſammlen abbreche, ſo wircke es uͤber ſich, unterwaͤrts aber gebrochen, fuͤhre es von un⸗ ten allein ab; In Waſſer gekocht, verliert es ſeine purgirende Krafft, im Oxymelite aber und Eßig bleibt ſie. Die rothe Haſel⸗Wurß, wenn man ſie in Wein kochet, oder mit Spi⸗ ritu Vini extrahirt, machet Erbrechen und purgirt auch unten aus. In der Aufwwal⸗ lung des Waſſers gehet dieſes Gifft hinweg, und wird verkehret in ein eroͤffnend, Harn⸗ treibendes Mittel, das in langſamen Fle⸗ bern tauget, wodurch das verborgene Gewuͤrm ſelber offenbar wird. Und wie viel die Haſell Wie die wurtz in Heilung der Fieber vermag, erhellel, Bauren die weil die teutſchen Bauern das Fiebel Haſelwurtz damit heilen, wenn ſie die Wurtzel in Aer dag Wein, mit Honig, Muſeat⸗Blüth Fieber. und Zimmet c. in ein Decoctum bringen, und krincken davon einen Becher voll warm aus, und thun es kheils taͤglich, theils auch den andern Tag, und purgieren ſich alſb, un⸗ terweilen treiben ſie auch nur den Schweiß damit, und den Harn, und dieſes iſt aus den Erfahrung zu lernen, daß je mehr ma die Blaͤtter koͤchet, ausdruͤcket oder zerreibet, je mehr und leichter kan man ihnen die purglren⸗ de Krafft benehmen.. Die friſchen Blaͤtter machen einen Vo Wie dle friſchen Blätter zu mitum, ſo man aber gelinde laxiren will, gebrau⸗ chen ſeyn. Ad Vomi- dun. ſo nehme man 8 oder 12 Blatter, dieſelben ſchneide man wie den Toback, und gleſſe 11 debe⸗ 8* 1 7 4 111 e amen halts buch 8 arch f unde WSaſtut WSV an Ne emen ll. Wu. wenn man es i a bi a0 en, führe ey, Waſſe gekocht* raff. im Och 0 De tothe ach an kocht, dye n machet Erbrichh aus. In det. het deeſe Gfftſe i ein eröffnend, das in e das verborgene Und wie vil dehh Fieber vermag, a Bauern Ng u ſie die Wueh ig/ Muſcat⸗ ein Decocdum lh einen Bechet bol ells taͤglich, tha purgseren ſh g uch nur den 800 n, und dleſes ful daß je meht nn 0 lücket oder gert man ihnen die u Itter machen el 110 1 er gelinde laue 9 Blitter, t Lobock, und 0* e Saft. Wurg.„ debencdtet⸗Waſſer Ziv. darauf, laß es an ei⸗ nem warmen Orth einen Tag oder Nacht ſte⸗ hen, colix es durch ein Tuͤchlein, und gieb es ſo/ entweder an ſich felbſt, oder mit Oxymelite. So du ſtaͤrcker purgiren willſt, ſo nimm die Blaͤtter ſtoß ſie in einem warmen Moͤr⸗ ſer/ mit einem hoͤltzern Staͤmpel, gie eß Oxymel ſimpl. 36. oder j. drauf, reib es ſo lange, biß die Blaͤtter zu einem Safft geworden, hernach thue Cardebenedieten ⸗V Materie dunner werde, darzu: Colir es durch ein Tuͤchlein, und gieb es auf einmahl zu trin⸗ cken. So du aber recht ſtarck purgiren willſt/ ſo nimm die Blaͤtber/ ſtoß ſie,druͤcke den Safft aus, deſſen Ziij. miſche mit Oxymel Zſb. und Corrdebenedicten⸗Waſſer 3j welches man dem Antimonio ſubſtituiten an Baſſer, damit die 445 Man giebt die Wurtzel in Subſtantia, e. Sr. weißte Piurgantz von Haſeltwurtz. R. Haſelwurtz gepulvert. Tremor Taftari aa. 9. Gum. Gutt. gr. ij. ad gr. V. Ol. Macis gr. j. ad gr. ij. M. F. Pulv. Doſ. j. Diets iſt ſicher zu gebrauchen, dder fol⸗ gendes. Be. Haſtl⸗ Wurtz Sal Vitrioli aa. gr. 0. ad gr. 15. von einem deſtillirten Oehl gr. ij. M. Doſ. j. Gn Pürgler⸗ 3 Puder n der Haſeh wintzd a dis Die Blaͤtter gber— nicht in ſubſtan⸗ Spargen. 2 8 5 r 5 Purgirende tia 5 Man kan auch einen Ertraclun 8 daraus machen. R. Haſel⸗Wurtzel, innere Rinde von Hollunder, Wolffs⸗Milch, Haſel⸗ Stauden, jedes 3j. Croc. Wenner 50. f Mit gutem Brandtewein mache ein Extra- ctum in M. B. daraus, daſſelbe colir und in⸗ ſpiſſire es bis zu gehoͤriger 5 ee ad Maſſ. Pilular. Doſ. ft. ad gr. xij. 54. Spargen. Si ſchen Aſpargus genannt, derer ſind dreyerley Parg en, im Lateini⸗ n Heſchlecht als Garten ⸗Spar⸗ 3 gen, wilde Spar⸗ gen, und Waſſer⸗ Spargen: Es werden aber die letztern nicht ge⸗ brauchet, unter den beyden erſten . N aber iſt kein an⸗ % dererlunterſcheib, as a5 die Ersten in Gärten gezeuget, wohl gepflantzet und gebauet werden, die andern aber. Pflantzung wild aufwachſen muͤſ⸗ ſe 15 2 . 0 0 9 (Van, 4 Gun ach n. hinten, 5 Bre kuba ö 55 der. ec 8 an, dude* a0. cht 2— 8 gen. r n auch einen u machen. zel, innere Nh 0 Vulfg Mich des z. illorum 50. kewein mache ce daſſelbe colr uh, ger Coaſiſtentz al r. xij. n pargen. pan in ſchen An & Lenannt, 5 ſind dach Garten, N gen, ulee gen und Spargen!“ werden he letztern fa brauche, den behban . aber it 1 derer Gaͤrten gezangl get werden, de l j wile aue, e Gesch Spargen. 147 ſen. Die Garten ⸗Spargen haben weiſſe, ſchwammigte verworrene Wurtzeln, aus ſol⸗ chen ſchieſſet ein langer zackigter Stengel auf, mit duͤnnen Blaͤttern, wie an der Dill, ſolche tragen gelbe Blumen, darauf folgen rothe Beeren, wie Corallen, in welchen ein brauner Saame enthalten, er waͤchſet gern in Kraut⸗Gaͤrten, will aber einen feiſt⸗geduͤnge⸗ ten Boden haben, am Anfang, und wann die Wurtzel etwa drey⸗jaͤhrig, ſo wachſen Dolden aus der Erde herfuͤr, welche abgeſtochen und als eine delicate Speiſe gebrauchet werden, wenn aber der April kommet, ſo fangen ſie an zu ſchieſſen, die Beeren aber, ſo im Auguſti reif⸗ fen, werden nebſt dem Kraut im September geſammlet.. Der Elgenſchafft nach, ſind die Spargen Eigen⸗ mittelmaͤßiger Natur, nicht zu warm und ſchafft und nicht zu kalk; in den Apothecken werden nur Nutzen. der Saame und die Wurtzel verwahret, die Wurtzel iſt eine aus den feroͤffnenden Wur⸗ tzeln, ſie waͤrmet und trocknet maͤßig, zerthei⸗ let, treibet den Harn und Steln, eroͤffnet Verſtopffung der Nieren, Miltz und Leber; weßwegen ſolche auch in einem Decocto ge⸗ brauchet werden, dienen auch wohl den Gelb⸗ und Waſſerſuͤchtigen. Die Spargen vor ſich ſelbſt aber mit an⸗ derer Speiß gekochet und gegeſſen, dienen ſehr wohl den Haupt⸗Schwachheiten, ſo vom Ma⸗ gen und Leber kommen, in den Magen- und Veuſt⸗Kranckheiten, und ſonderlich in der K 2 Lung⸗ 148 Sparten. 3 Lung ⸗ und Schwindſucht, ſeynd gut wider den Bauch⸗Fluß, Grimmen und dreytaͤgige Fie⸗ ber, dienen auch wider den Schmertz im Ruͤck⸗ grad, der Nieren und Lenden, und alle Gebre⸗ chen des Eingeweides, eroͤffnen die Harngaͤnge und Blaſe, dienen denen die denllrin nicht wohl laſſen koͤnnen, und mit Harn⸗Winden, Grieß, oder Nieren⸗Stein beladen ſeyn, helffen den erkalteten ſchwachen Maͤnnern, foͤrdern die verſtockte Menſes, ſchaden aber dem, ſo eine verwundete Blaſe haben. Tabernæ montanus hat aufgezeichnet wi⸗ der den Nieren⸗ und Blaſen⸗Stein, folgen⸗ den 3 Kraͤuter⸗Wein. der den Nie⸗ R. Spargen⸗Wurtzeln Jviij. ren: und Kletten⸗Wurtz, Peterlin⸗Wurtz, Blaſen⸗ Biebernel Wurtz, Steinbrech⸗ Sen Wutz ede. Alle die Stuͤck muͤſſen duͤrre ſeyn, ſolche zer⸗ ſchneide, thue ſie in ein Faͤßlein von 12, Maaß, fuͤlle ſolches mit gutem Moſt, laß zu⸗ ſammen verjaͤhren, davon Morgens und A⸗ bends zu trincken. Die Spargen kommen auch den Gelb⸗ ſuͤchtigen zu Huͤlff welchen man berelten kan folgendes 5 W. Diecoctum. Gelbſucht. N. Spargen⸗Wurtz z. Peterſillt⸗Wurtz 3). Weiß Andorn, Saurampff, Frau⸗ en⸗ wah lau Saen de ge hes but u 1 Wb P 5 B i ed th e. 8 a 4 0 * * 1 argen. ant cd. nen und dre fag r den Sh* Lenden, und dleht dalffendgehm a5 en die denlirin fh it dam Mun 0 eladen ſeyn, 1 N Maͤnnern, fiche haden aber den, it ben. s hat use Blaſen Sta, ſy Wein, Wurtzeln rij, urtz, Peterl „Wuttz, Shea „ ſen duͤrre ſeyn/ ace deln Faͤßlen vy! ni gutem Noſſ le avon Morgens un. men aut ln. velchen man bark eum. Wutz J. Vurtz zi en, Saua, 1 * Affodill⸗Wurtz. 149 en⸗ Haar a Flachs⸗Selde, Endiven, Wegwart, jedes Mx. Zerſchneid alles und thue es in eine Kandel, gieß friſch Brunnen⸗Waſſer Menſ. iF. druͤber, ah die Kanne wohl, ſtell ſie in einen Keſ⸗ ſel mit ſiedendem Waſſer, 5 Stunden, dar⸗ nach thue die Kanne heraus, laß es erkalten, denn ſelhe es durch ein Tuch„lege Zucker ZV. darein, und gieb den Patienten e und Abende——— ſchwer zu trincken. 5. Adi Wurz. Aste A 8 f dill⸗ 79 Ge⸗ Wurtz, im ſtalt und Lateiniſchen Al. Geſchlech phode lus ge⸗ nannt, hat eine knollichte Wur⸗ tzel, und lange, ſchmale, drey⸗ eckichte Blaͤtter, an einem Staͤn⸗ gel welcher an⸗ derthalben Fuß hoch waͤchſet, auf ſolchem wachſen weiſſe geſternte Blumen welche im Mertzen und Aprilen floriren, daraus ent⸗ ſpringen rundtlichte und graßfarbene Beeren, in welchen ein dreyeckichter ſchwartzer Saame K z ver⸗ W 8 Eigen⸗ ſchafft und Gebrauch. — K 150 Affodill⸗Wurtz. 55 verſchloſſen. Es glebt der Affodill⸗Wurtz zweyerley Geſchlecht, weiß und gelb. Die weiſſe Affodill⸗Wurtz, welche gemei⸗ niglich im Gebrauch iſt, iſt hitzig und tro. cken, biß im zten Grad, aber in Apothecken findet man davon nichts bereitetes, jedoch wird ſolcher zugeſchrieben, wenn man ſie in Wein ſiedet, und davon trincket, daß ſie den Harn treibe, verſtandene Monath⸗Reinigung Atripler. Geſtalt, Orth, Ge⸗ Zeit. befoͤrdere, dienet auch wider den Krampff, heilet Bruͤche, lindert die Stein⸗Schmertzen, die in Seiten, hilfft wider Gelbſucht und an⸗ gehende Waſſerſucht. Die Wurtzel zu Aſche gebrannt, mit Ho⸗ nig ein Saͤlblein daraus gemachet, uno ange⸗ ſtrichen, machet das Haau wieder wachſend, alſo auch die Wurtzel mit Stabwurtz in Lau⸗ ge geſotten, und damit gewaſchen, wehret dem Haar ausfallen. Mit dieſer Wurtzel ge⸗ raͤuchert, vertreibt die Maͤuſe. Kan gantz und gar ausgelaſſen werden. 56. Melde. von ſolcher werden eigentlich zweyerley Geſchlecht beobachtet, als die zahme und wilde: Beyde wachſen an einem geraden Staͤngel, zu 3 Ellen hoch, bekommen brelte und zugeſpitzte Blaͤtter, ſo an der weiſſen blaß ⸗gruͤn, mit gelben Blumen, an der ro⸗ then ſchwartz⸗gruͤn mit dunckel⸗ rothen Blu⸗ men ſeyn, und haben eine lange und zaͤſerichte Wur⸗ ——— — 5 ehm uri ür dente .— Elde im Lateiniſchen Atriplex genannt, wd wahle, Gucci vy en gc Fe enolle g fahrt y, 0 n 1 cen 1188 All. f ſſt/ i rad, aber in a nichts ba 1 rt die Stein Sey a Gelblachm lſche gebrannt, aus gemachet, m. Haayp wieder bah el mit Stabwunzt mit gewaſchen, wel J. Mit dieſer Mug die Maͤuſe. r ausgelaſſen wah 1 Melde, inlſchenAttplerg erden eigentlich za tet, als die zehn. achſen an einen n hoch beko aͤtter, ſo an der ben Blumen, ak tt dunckkl⸗ le! elne lange udn Melde. 15 Wurtzel wachſen gern an ſandigten Orthen, und koͤmmet die wilde auch an den Wegen hervor. Doch wird die brauchbare in Gaͤr⸗ ten unterhalten, von der wilden ſtinckenden aber in Apothecken nichts aufbehalten. Sie bluͤhen im Julio und Auguſto. Die Garten⸗Melde wird zwar in Kuͤchen zur Speiſe gebrauchet, giebt aber dem Leib wenig Nahrung, verurſa⸗ chet viel Bloͤhungen, glebt auch mehr waͤſſerich als gut Gebluͤth, deswegen es auch die Men⸗ Derer Elgenſchafft nach, kuͤhlet ſolche im Eigen⸗ 75 erſten Grad and iſt feucht im andern Grad, ſchafft, auch lindert die Schmertzen. chaden und Nutzen. ſchen waſſer⸗ und gelbſuͤchtig machen ſoll, wes⸗ halben es auch vom Pycha gora verworffen worden; die Wilde hingegen, laxirt und er⸗ weicht den Leib. 83 Euſſerlich wird es ſonſt zum erweichen und Clyſtiren genommen, weil es einige unter die Herbas emollientes rechnen, und gebrauchet man es ferner in Podageriſchen Uberſchlaͤ⸗ gen, ingleichen in Fuß⸗Baͤdern, wenn man Schlaff machen will, der Saame vertreibt die Gelb⸗Sucht, wird toriis gebrauchet. 5 Es ſeynd aber alle ſolche Melden⸗Ge⸗ ſchlechte, wenig oder gar nicht in Gebrauch, auch gar wohl in Apothecken auszulaſſen. V8 Habe. HAAber, im Lateiniſchen Avena genannt, iſt eine teutſche N fuͤr Menſchen K 4 auch zu den Vomi⸗ * und Avena. Deſſen Ge; ſtalt, Orth und Gele genheit. g „ FF 0 88 w 9 2 P 3 0 4 13 3 El halten wird, auch mac ö iſt nicht von noͤthen, aha feine Geſtalt zu be⸗ e he ſe un ſchreiben, weil er da gärn 8 mehr als zu viel bey fen E uns bekannt iſt. Er en huhn wird gemeiniglich hn, Schn g , gebauet, an entlege⸗ ait 0 nen Feldern, wo di 3 N— man nicht mit ae —, Duͤng oder Miſt dee F hinkommen kan ſe⸗ ncht da 0 „ dech thut er auch gut im waͤſſerigen Erdreich. thun Wie ſelbß Ob ſolcher wohl der Pferde Speiſe iſt, ſo ante Jer gehrau⸗wird doch auch das Feder Vieh, als India⸗ che weird. niſche Huͤner, kleine Hüner, Ganſe Enten ꝛc. damit gefuͤttert und unterhalten. Fut die Menſchen wird auch einiger geſchaͤlet, ſo 9 Haber⸗Gruͤtz genannt, und zum Suppen ge⸗ ne brauchet wird, oder man machet ſolchen zu hene Mehl, Muͤhſer davon zu bereiten. Vor al⸗ en Zeiten haben ihn die Teutſchen mehr als itziger Zeit zur Spelſe gebrauchet, und kein ander Gemuͤſe darbey gegeſſen, als vom Ha⸗ ber, wie Plinius J. 18. c. 17. ſchreibt. So hat 0 Man aus der Erfahrung, daß die Kinder ſo, en mit Haber⸗Brey oder Gemuͤſe geſpeiſet wor⸗ i N f 2 9 n, davon ſehr ſtarck ſeyn, und eine gutz n er N 1 1 Jar: de 2 — uns bekam wird gan gebauet, 10 10 nen Fibel, man nicht Duͤng oer! hinkonmmelt im waͤſſerigen G der Pferde Sy Feder. Vieh, als e Huͤner, Gant, h und unterhalten, juch einlger geht t, und zum Supa man machet fich on zu bereiten, Ua dle Teutſthen nul ſe 3 4 gegeſſen, als dan e ung, daß die Kal Gemüͤſe geſpaſtz Farbe bekommen haben, an etlichen Orthen wird Bier und Brodt davon bereitet. Die Haber⸗Suppen hat man aus Veranlaſſung der Gerſten⸗Suppen heutiges Tages einge⸗ fuͤhret, in morbis Chronicis zu ernehren, als Nutzen in auch die ſcharfen aufwallenden Saͤffte zu tem- 5 Medi · periren, daher ſie dann in der Rohigkeit des Schlundes gebrauchet werden. Rohe kan man ihn in ein Saͤcklein thun zuvor aber wohl warm machen, und in Grimmen und Mutter⸗Schmertzen auf den Bauch le⸗Mutter⸗ gen, etliche thun Wacholder⸗Beer, Lor⸗Saͤcklein. bern Dill⸗Saamen wie auch Kuͤmmel und Saltz darzu. 795 Das Haber ⸗Meel zu einem Brey ge⸗ machet, vertreibt Maſen und Flecken, ſo man es warm uͤberleget. Es iſt auch das An⸗ geſicht damit ſchoͤn und rein zu machen, wenn es mit Bleyweiß vermenget, in Waſſer ge⸗ ſotten, und das Angeſicht damit gewaſchen wird. Auch roͤſtet man das Haber⸗Meel in Butter, und brauchet es, die boͤſen Koͤpffe da⸗ mit zu reinigen. Etliche machen aus Haber ein Decoct, und geben es den Kindern fuͤr das ordinari trin⸗ cken. Haber und ein wenig Saltz in einer Pfanne geroͤſtet, und laulicht in einem duͤn⸗ nen Saͤckleln uͤber den Bauch geleget, vertrel⸗ bet das Grimmen. Noch mehr Nutzen koͤnnte vom Gebrauch des Habers fuͤrgehracht werden, weil aber ſolcher eben nicht ſo offt ver⸗ ordnet wird, ſondern an deſſen Stelle beſſere * 1 3* N 1 a 2* 2 1 2* 9* 1 D r 8 5 3 18 8 1 5 9 ö ö 154 Pomerantzen Baum. Mittel fuͤrhanden, wollen wir es darbey diß, mahl bewenden laſſen. Malus Au- 56. Pomerantzen⸗Baum. 8 55 8 Gmerantzen⸗ Baum, Poma Auran. 0 tiarum im Lateiniſchen genannt; ſolcher 830 hat bisweilen groͤſſere Blaͤtter als die Citro⸗ nen⸗Baͤume, traͤget wohlriechende weiſſe Bluͤ⸗ then, die Fruͤchte aber ſind rund wie ein Bal,* mit einer hoch gold⸗gelben, und am Geſchmack eat ea bittern Schale, er waͤchſet haͤuffig im Meapo⸗ litaniſchen Reich, Hiſpanien, auch in einigen Landſchafften Franckreichs, und bluͤhet im cht April und Mayen, langſamer oder eher, nach ſahelcen der Zeit und Orths Beſchaffenheit. Er wird amen vom Kern fortgepflantzet, die aufgegangenen ieee Staͤmmlein aber muͤſſen inoculirt, oder g= engen, aͤugelt werden, ſonſt traͤget er in 20 biß 30 U ge ch Jahren keine Frucht. ſelbcycht Frucht. Die Frucht hat unterſchledene Nahmen, W ſo ſind ſie auch eutweder ſuͤß, ſauer, oder weinicht, werden insgemein ſchlecht hin Po⸗ merantzen, Aurantia genannt, davon die ſauern und weinichten die beſten, und mit den Citro⸗ nen elnerley Krafft haben ſollen, ſo aber doch Ninden. etwas ſchwaͤcher gefunden werden. Die Rin⸗ den haben ein fluͤchtiges Oehl, welches zlem⸗ lich ſcharff, und leicht brennet, und ſind we ⸗ een gen ihres fluͤchtigen Saltzes und Schaͤrffe e dienlich die Winde zu treiben. Dienen wohl in der Colica oder Grimmen des Leibes, in Mutter ⸗Beſchwerden, im N 15 ar, 1 n 3 9 ngen, Bay wollen wit e 10 r el Tanten, Ba . Baum Toah iniſchen genannt, ere Blaͤtte az eh wohlttecherdetcſf der ſind tund nee 0 V wachſet häuffun ſpanien, auch ch ſckreichs, und b langſatner oderthh Beſchaffenhelt dy antzet dle aufg nuͤſſen inoculitt, gelben, undanghch ſt traͤget er in ao t. t unterſchiedene d tweder ſuͤß, ug, nsgemein ſchlaht f genannt daa heſten, und mit in haben ſolen, och unden werden, Al tiges Oehl, watt cht breunt, und u Selzts uud el zu treiben. Dahl Grimmen del verden, in bn — 0 —— Pomerantzen⸗ Baum. 175 Harnen, man gebrauchet ſie auch in Flebern, und den Schweiß zu treiben. Sie werden entweder in Pulvern gebrauchet, oder dero⸗ ſelben Oehl, Doſ. als ein Pulver iſt 9j ad 55. man kan ſolche auch mit Peterſillgen⸗Waſſer 30. in der Harn⸗Strenge gebrauchen, ſo wird auch aus ſolchen ein Magen ⸗Elixir bereitet; aus der Bluͤthe bereitet man ein Waſſer oder Eſſentz von ſehr lieblichem Geruch ſo das Hertz und Haupt ſtaͤrcket. In den Apothecken hat man die gantze Frucht, auch abſonderlich die Rinden oder Schalen, nebſt der Bluͤthe, woraus allerhand herrliche Medicamenta bereitet werden, wie bey Zvvölffero in Pharm. Aug. zu erſehen iſt. Die aͤuſſeren Rinden an Pomeran⸗ Zen gepulvert, uud /in einem friſchen lind geſottenen Ey gegeben, iſt gut wider dee Gelb Sucht. In Peterlin⸗ oder Erdbeer⸗ Waſſer getruncken, befoͤrdert ſie den ver⸗ ſtockten Harn. Eine friſche Pomeran⸗ tze Creutz weiß zerſchnitten, mit halb Waſſer und Wein gekochet, denn ein wenig Zucker darzu gethan, davon offt ein Stuͤcklein genoſ⸗ ſen, ſtaͤrcket ſchwachen Magen bringt Luſt zum Eſſen, machet gute Daͤuung, und giebt dem gantzen Leib eine Krafft. Das deſtillirte Waſſer aus Pomeran⸗ tzen Bluͤthen wird ſonderlich gut in Nea⸗ poli und ucca bereitet, allda es Napha genannt wird, hat gar einen anmuthigen Geruch. Iſt gut in peſtilentziſchen und gifftigen Sie⸗ bern, innerlich zu gebrauchen, denn es treibt den 156 Pomerantzen⸗Baum. den Schweiß, ſtaͤrckt das Hertz, erquickt die Lebens ⸗Geiſter, und wird als eine Hertz⸗Staͤrckung in den Krafft⸗Waſſern, und in den Pulß⸗Uberſchlaͤgen genutzet. Etliche Troͤpflein von deſtillirtem Pome⸗ kantzen⸗Oehl eingenommen, ſtaͤrckt und er⸗ waͤrmet den kalten Magen, nimmt die Hertzens Ohnmachten hinweg, geben Kraäffte dem ſchwachen Leib, wehren dem Gifft, treiben die Wuͤrm, ſtillen das Grim⸗ men, befoͤrdern die mit Lebens ⸗ Gefahr zu⸗ ruͤck bleibende Leibes⸗Frucht. Man machet aus den Rinden auch einen Syrup, da man die Schalen mit Malvaſier deſtilliret, in dem uͤbergezogenen Malvaſier⸗ baͤitze man von denen duͤnn⸗abgeſchnittenen Pomerantzen⸗Schalen nach Belieben. Der ſuͤſſe Syrup iſt gut in dem Seitenſtechen, der ſaure aber in hitzigen Flebern, verhuͤtet die Faͤule, loͤſchet den Durſt und Hitze, ſtil⸗ let den Unwillen und Erbrechen, wie auch an⸗ dere Durchlaͤuffe des Libes. 1 Die eingemachten Schalen dienen dem kal⸗ ten ſchwachen⸗ Magen, befoͤrdern ſeine Ver⸗ daͤuung, machen Luſt zum Eſſen, corrigiren den boͤſen Athems⸗Geſtanck, ſo aus dem Magen koͤmmet und ſtaͤrcken die Leber und das Hertz. Man bereitet auch aus den Schalen el⸗ ö nen Extract, und aus dem Gehl einen Bal⸗ ſam, ſo wie andere Balſame gemachet wird. Item elne eee eee Pune n urs 1 ſur 4 Nan/ dee * 1 1 J um le. N v Efie a Pomerantzen Baum. 157 r e Pomerantzen⸗Salb. Pomerans ker, und nic. Eine ſaure Pomerantze, mache ein Loch ben⸗Salbe⸗ ſul darein/ drucke den Safft aus, damit vermiſche N ein wenig Therlac, Saffran und Eßig, thue i deſfilntuh es wieder in dle Pomerantze, und kochs in der euommen, fürcin. Aſche, denn drucks aus, wenn man ſolches Kin⸗ agen, aan dern uͤber den Nabel leget, ſo vertreibts die achten hinge Wuͤrme, hemmet die Hitze, wenn man ſich um achen keſb, wänh das Hertz damit ſchmieret, ſtreichet man ſie Jürm ſillenduog aber an den Schlaff, ſo bringt es Schlaff. mlt Lebens, Gh. Man machet auch von Pomerantzen auf 6, Frucht. folgende Art einen guten e den Rinden auth Magen ⸗Treßney. 8 450 ee, he. Eine zeitige Pomerantze, ſchabe davon N 8 0 g auf einem zarten Relbeiſen die aͤuſ⸗ n dünn ⸗Ahgeſhr ſerſte Schale, thue dazu Zimmet, len nach Been Naͤglein, Cubeb, Muſtat⸗Nuß, das it in dem Sela genug iſt, Zucker, daß es genug lieb⸗ hitzigen Fieber, 1 lich wird. en Durſt und az Von dieſem Pulver kan man offt zu Staͤr⸗ Erbrechen, uf ah ckung des Magens, und der Daͤuunglein paar, Leibes. Meſſer⸗Spitzen voll nehmen. i Schalen denn—— u, befstden h 59. Mauß Oehrlein. Auricule zum Eſſen co Muuß GOehrlein, im Lateiniſchen Auri⸗ 1 nck, ſo aus dan d cula Muris genannt, wird auch Piloſel-. die deber und das hi Ja geſchrteben, deſſen Geſtalt nach hat es eine Geſtalt, h aus den Schi rothe, gleiche und zaſigte Wurtzel, aus welcher Zeit und s dem Gehl ch bald ob der Erden die Blaͤtter hervor wachſen, l. Balſame gat ſo oben ſehr gruͤn und rauchhaͤrig unten mit einer weiß grauen Wolle uͤberzogen, und mit Flecken Eigenſchaft und Nu⸗ zen, 18 Mauß. Oehrlin a 7„% Flecken hin und N wieder bezeichnet N ſind, zwiſchen ſel⸗ N 1 bigen waͤchſet ein zarter, rauher W Stengel hervor, einer Ellen hoch, men, waͤchſet gern an feuchten, ſandigen Bo⸗ den. In Apothecken at man das gantze Gewaͤchs, oder die Blaͤtter, es waͤrmet und trocknet im zweyten Grad, adſtringirt, verſtopfft, macht Nieſen, dienet in Wunden aͤuſſerlich und innerlich, denn es iſt ein edel Bruſt · und Wund ⸗Kraut, und kan, wie auch die Wurtzel, zu allen innerlichen Verſehrungen gebrauchet werden. Sonder⸗ lich dienet es wider Verſtopffung der Le ber, Gelbe ⸗ Sucht, fallende Sucht, 27 5. 0 a 5— .—— 8 2 f 0 Blut ⸗Speyen, Geſchwaͤr, Wunden und faule Schaͤden, richtet die verblu⸗ tete Patienten auf; Soo ſtillet ſolches auch den unmaͤßigen Fluß der Weiber, heff⸗ tiges Erbrechen von der Galle, rothe Kuhr, Bauch ⸗ Fluß, iſt gut in Bruͤchen, auch bey Bruͤchen der jungen Kinder, es wird auch gebrauchet wider Mund ⸗Ge⸗ ſchwaͤre, 4 mit gelben Blu⸗ f 556 le in ge Baut g dae, weht 28 galt“ 4 fi Dirne 18 ——— — — — ä 5 — 5 e ———— . ae 4 75 ſlnckt, Gz fatubüche dez meh dag ſauchndag) act hn ogg 6 engsten d at. 5. Ochrin ö Ge lin. 159 N gal, ſchwäre, ahn/ Wehe, Naſen · Blu⸗ 0 ten, ꝛc. c ban e e deltülirre Mauß· Gehrlin⸗ Waſ⸗ 2„ d ſer bienet wider Blutſpeyen eroͤffnet Verſtopf⸗ art, 1 hret der Waſſer⸗ und Gelb⸗ fung der Leber, wehret der Waſſ 1 5 Staſſ Le Ruhr und Bauch⸗Fluͤſſen, hei⸗ aher ag let verſehrte Daͤrme, Bruͤche und Wunden, nge ſtopffet den 0 Blut, Fluß der Wel⸗ — P ber, und toͤdtet die Wuͤrmme, ſo man Mor⸗ guat gens und Abends 4. bder 5. Loth ſchwer da⸗ ſchwuͤr und Loͤcher des Halſes, Mundes und l. 5 Jacht Zahn⸗Fleiſches, oͤfftermal den Mund damit at unde davon trincket. Es dienet auch wider Ge⸗ uh gewaſchen und ausgeſpuͤlet ſund den Hals lau⸗ f ganze g lche 7 5 gegurgelt: heilet die Loͤcher und „ doderdelg Beſchaͤdigungen an heimlichen Orthen, damit net in zwang gewaſchen, und genetzte Tuͤchlein darein ge ft, macht Niesen in leget. ch und innerlich dat d wund n 60. Baͤren⸗Oehrlein. urtzel zu allen uu Beeren Oehrlein, Auricula Urſi uchet werden. En f Verſtopffungn Berg Sanikel, traͤget dicke, fette, gelb⸗ cht fallendech lichte und am Umkreiß gefaltene Blaͤtter, in Auricula Urſi. . Geſtalt Sanicula Alpina genannt auch gelber Ort und Zeit. Zeſchwär I Groöſſe bes mittlern Wegreichs, hat einen en, richtet de z runden, fetten und Spannen⸗hohen Srengel, F; Söͤſllet tee darauf erſcheinen viel Bluͤmlein, den wohl⸗ luß der Weibe, riechenden gelben Himmels Schluͤßlein aͤhn⸗ von der Galle lich/ daher es auch von Camerario Berg⸗Him⸗ luß ſegutn eg mel- Schluͤſſel-Bluͤmlein genannt werden. der jungen il, Die Wurtzel iſt vielfaͤltig und zaͤſerich, er et wiber 2 waͤch⸗ . 166 Mauß Gehrlein. waͤchſet zwiſchen dem hohen Alpen⸗Gebuͤrg ſonderlich am Schweitzer ⸗Land, allwo ſie Slut genannt werden, wird auch in Gaͤrten ge⸗ PPP Der Berg ⸗Sanikel iſt mit einem waͤſſe⸗ rich ⸗balſamiſchen und alkaliſchen Saltz bega⸗ het, und hat die Tugenden zu kuͤhlen, zu trock⸗ nen, gelinde zuſammen zu ziehen, zu ſaͤubern, zu heilen, die ſcharff⸗ſauren Feuchtigkeiten des Gebluͤths zu lindern, und zu verſuͤſſen. In Wund ⸗Traͤncken iſt ſolches ſehr dienlich zuge⸗ brauchen, und ob zwar ſolches Kraut in Apo⸗ thecken nieht gebraͤuchlich, ſo wird es doch nicht unbillig unter die Wund⸗Kraͤuter ge⸗ rechner. Der ausgedruͤckte Safft wird in die Schaͤden gethan, welcher auch die von Kalte e zerſchrundene Haut gar bald heilet. Die wanme Gemſen⸗Jaͤger brauchen dieſe Wurtzel wiß uche 56 der den Schwindel, darum ſie auch von ih* nen Schwindel ⸗ und Krafft ⸗Kraut ge⸗ nannt wird: Die Wurtzel in Wein geleget, machet ihn wohlriechend, auch ſoll der Safft aus den Blumen die Flecken der Haut beneh⸗ men,, ſie ſchoͤn und glatt machen, zu dem g Ende wird von etlichen ein Waſſer davon geo g brennet. She 8 5 22 Balſamum. Beſtalt und 1. Balſam⸗Baum. Orth, Alſam⸗ Baum, im Latelniſchen Balſa- ſammtz eit. mum genannt, iſt ſeiner Geſtalt nach ein Gewaͤchs einer Staudenſ oder W ſikel it nit wn nd alkalischen Si genden zuklhlaz gen zu zzehen, uh ſauren Jeuchiſſth , und zu verſſſ, ſolches eh nach var ſolches Kraut uchlich, ſo pd die Wund, Ka ö 05 0 Balſam⸗Baum. 1681 ſo z. Ellen hoch aufſchleſſet, hat gar wenig Blaͤtter, welche ſich faſt der Raute gleichen, a⸗ ber doch welſſer ſeyn, und kleine weiſſe Bluͤme⸗ lein wie der Schlehen⸗Dorn bringet, ſeine Frucht rlechet ſtarck, und kommt an Groͤſſe, Ge⸗ ſtalt und Farbe der Frucht des Terpentins bey, vormahlen kame er aus Arabien, judea und Eegypten, von einem Orth den man Mateream nennet, allwo er auch gepflantzet worden, heut zu Tag aber, wird er im Reich Arabien, in der vornehmen Stadt Mecha gezielet. Die Zeit ſeinen Safft zu erlangen, iſt im Junio, julio und Auguſto, welcher theils von ſich ſelbſt, theils durch Ritzung des Stammes, heraus troͤpffelt, und in Glaͤſern⸗Gefaͤße, auf⸗ druͤckte Safftuhl elcher auch dero aut gar bald hüt rauchen dieſe Wut el, darum ſie auch und Krafft Bun Wurtzel in Wann gh hend, auch ſoll hae e Flecken der Haul ſ d glatt machen, hen ein Waſſer bah geſammlet wird, ſolcher iſt anfangs weiß, ernach verwandelt er ſich in eine gruͤne, ſer⸗ ner in goldgelbe, und endlich in eine Honig⸗ Farbe: die Scribenten quaͤlen ſich, in Beſchrel⸗ bung dieſes Gewaͤchſes, indem es etliche fuͤr ei⸗ nen Baum, elliche aber fuͤr ein Stauden ⸗Ge⸗ waͤchs halten warſcheinlicher aber iſt es, wenn es unter die Baͤume gezehlet wird. Es wird dafuͤr gehalten, daß ihn dle Koͤnſ⸗ gin Sabaͤ aus Arabien in ſudeatn gebracht, von der es in Syrien und Aegypten kommen, allwo anitzo gantze Balſam⸗ Wälder ſeyn; doch aber wird ſolcher an keinen wilden Oer⸗ thern angetroffen. ſam⸗Bauu. im fatelaſſcen Die Frucht von dem Balſam und das Bal. Wo es ge⸗ t, iſt ſeiner Gch Stauden enn din Bal⸗ ſam Holtz, findet man ſelten zu kauffen. Der funden Balſam aber Carpobalſamum, oder der wird. e g .—— 1 5 1 7 8 7 1 * 16: Balſam⸗Baum. VBalſam Frucht, und Xylobalſemum ober Aeſtlein, werden ſelten in Apothecken geſun⸗ den, weil ſolche nur in etlichen Compoſitio- nibus her Alten gebraucht worden, und zwar nur voralters, dahero man ſtatt des Carpo. balſami die Cubeben, und ſtatt des Xylobalſa. mi den friſchen Maſtir⸗VBaum gebrauchetz unſer Xylobalſamum aber der von Mecha aus dem gluͤcklichen Arabien bꝛacht wird iſt eben der alten Xylobalſamum, wie ſolches Petrus Bel lonius in ſeinen Obſerv. L. 2. c. 29. bewelſet. Der Valſam aber, von welchem allhſer gehandelt wird, der iſt hitzig und trocken im z. Grad, eroͤffnet, zertheilet, nutzet dem Magen und Hertzen, dienet wider Gifft und Wunden. Dahero wird er gebrauchet wieder verſtopffte Monath⸗ Reinigung der Weiber, Magen⸗ Wehe, Fieber, Gifft, Schlangen⸗Natter⸗ Biß, Peſt,(entweder allein, oder unter ein Peſt⸗Pulver vermiſchet., eingenommen, es iſt auch beruͤhmt wieder Faͤule der Eingeweg⸗ de, der Leber, Nieren und Lungen⸗Geſchwaͤr, Schwindſucht,) an welchen letzten Tugenden aber die heutigen Medici Zweifel tragen. Euſerlich wird er zu Præſervirung der Peſt in die Naſe und auf die Bruſt geſtrichen, und die Wunden zu heilen angewendet. Votzel⸗ ten wurde er auch gebrauchet die todte Coͤt⸗ per zu balſamiren, und vor der Verweſung zu bewahren. 5 N Dieſer unverfaͤlſchte Balſam wird ſelten unſern Apothecken angetroffen. 1 62. Groſ⸗ 2 ä 1 5— 5 8 8 ——— — 5 78 8 ae 1% eat * Wg WW Groſſe Kletten⸗Grind⸗Wurtz. 163 ind Nylobelam ö 1 1 2 eule 0 9 8 1 a ten in ahh, Gz, Groſſe Kletten Grind⸗Wurtz. Bargen ir in etlichen n N Major. 0 10, Roſſe Klet⸗Geſtalt raucht worden 10 Oben auch Orth und ſero man ſtatt ig D Ge in u, und ſtatt dal 1 aſtr Baum W e im aber der von 5 Lateinſſchen Bar⸗ e, nannt, hat eine den buachentziſe. ae ee de e 5 m, wie ſolches em N 8 ſery. L. 2. c. 10, HM K ber, von win! Ii eit hitzgundteam I hellet, nutzt ka S wider Gift /) rauchet wieder ha ug der Weber, J. 2 Staͤngel, mie ft, Schlange— a l vielen groſſen, weder alen ober in Preſten und rauchen Blaͤttern Anfangs be⸗ wird in April ge⸗ graben, aus ſol⸗ cher waͤchſet ein dicker ecketer ilſchet, elngeonm wachſen, zwiſchen welchen hernach am Sten⸗ tber Faule derem gel mit vielen Aeſten kleine Blaͤtter hervor en und dungen ch kommen, woran ſtachlichte Blaͤtter hangen, welchen legen dx ſolche wach ſet an den Wegen, bluͤhet im Junie edici Zweſfel kugg, und Julio. Grind⸗Wurtz in Zeit. zu berſrimee In den Aporhecken wird die Wurtzel, ſelten dparur die Bruſt gaſaha aber dle Blatter noch ſeltner aber der Saame und Eigen en angewerdet J gefunden, die Wurtzel iſt warm und trocken ſchafft⸗ gebrauchet deethn Em 2. Grad, ſie trocknet, dienet der Lunge, 5 Nu⸗ und por der Vaugl kreibt den Harn, und Schweiß extergi · ben. ret, adſtringiret in etwas, dahero tauget fit 4. Balint ehr wohl im Reuchen, iſt gut fur kalten ngettoffn. 8 2 and 0* 0 164 Groſſe Kletten · Grind Wurz. und feuchten Huſten, Seitenſtechen, Verſehrung der Lunge und Blutaus⸗ werffen; geſotten und davon getruncken, zertheilet ſie die Geſchwulſt der Miltz und anderer Glieder, heilet innerlich und aͤuſſer⸗ lich, zu gebrauchen in alken Wunden, zer. theilt darneben das geronnene Gebluͤt, kan auch mit beſonderm Nutzen wider Gifft und gifftige Kranckheiten gebraucht werden, dienet auch wohl wieder Quartan⸗ Sieber, Glieder ⸗Kranckheiten, po- dagra, und Stein, iſt kraͤfftig im Schlag ſtillet die Zahn · Schmertzen, wird mit un⸗ ter die Mund ⸗Waſſer genommen, iſt auch in Frantzoſen⸗ Kranckheiten zu gebrau⸗ chen. Der Saame dtauget vortrefflich wider den Stein, aͤuſſerlich leget man die Blaͤtl⸗ ter auf die Wunden, verruͤckte und ver⸗ brennete Glieder, ingleichen auch die Wur⸗ tzel geſotten, und auf die verrenckte Glie⸗ der geleget, ſtillet ſie die Schmertzen. Ei⸗ ne Lauge von der Wurtzel gemachet, beſoͤrdert das Haarwachſen, auf die geſchwollen Fuͤſſe gebunden, ziehen die Feuchtigkeit aus. Mit Schmaltz geſotten und auf die har⸗ te Geſchwaͤr gebunden, ziehet den Eyter heraus, und heilet bald. Abſonderlich dienen die Blaͤtter aͤuſſerllch im Podagta, wann ſie wohl geqvetſcht und aufgeleget werden; es hat etlichen den 2 Schmer⸗ tten⸗Gri.. 5 — Kleine Kletten⸗Blaͤtter. 105 Lunge 5 Schmertzen in 12. Stunden gehoben, aber n und dadon 15 man muß ſie offt friſch auflegen eben alſo die⸗ eſchwulſt baff nen ſie auch in der Waſſer⸗ Sucht. hellet ggnerih 4.— ning n bung 3 24 Bard u enn 63. Kleine Kletten⸗Blaͤtter. minor. g en eine Kletten⸗Blaͤtter, in Latein⸗ n 0 heiten n„V ſchen Bardana minor genannt, die waͤch⸗ ſt 18 l Nuance— 9 N kleinen, roͤthlichten und mit vielen Orth i 5 u Faͤſerlin umgebenen Wurtzel, auf einem rau⸗ ö ift ists hen aſtigen Staͤngel, ſo einer Ellen hoch, mit G* 1 1 daran folgen die eommen in Blatter, welche an beſonderen Stlelen dreyer anckheiten Daumen lang hangen, ſo gekaͤrbt, und an bey⸗ den Seiten rauch, gelblicht und etwas ge⸗ nauget vortefſch! wuͤrtzhafften Geſchmacks ſeyn, und wo die irlich leget many Stiele der Blaͤtter heraus gehen, kommen viel den, bertüche un kolbtchte Haͤuptlein hervor, woraus fadenklei. r/ ingleichen auch e ne 72 n 0 3 ſolche auf dle verrenckuß wegfallen, folgen die ſtachlichten Knoͤpffe, ſo an 7 die—— Kleidern behangen bleiben, waͤchſet gern am Jurte genacheh e Mauren und an ungebaueten Orthen, bluͤhet en, auſ dt gh im lulio und Auguſto. gehen die Fuch„ Dieſes Kraut, Wurgel und Saame, igen und ggblnudaf iſt trocken und hitzig in 2. Grad, zertheilet, und Nutzen. unden, cht hat meiſtentheils der groſſen Kletten Wuͤr⸗ 1 N ckung dienet wider den Auſſatz, aͤuſſerlich in nen dee Blile l Kroͤpffen und Geſchwulſt, die ſie zertheilet, ſie 1100 faͤrbt auch die Haare gelb, wie dann auch das 0 ann ſie woll 0 550 den; s bi 5 Kraut, ee 9— lo chet Der 166 Baſtlien Kraus. — 8 den⸗Auſſatz, und andern Unreinigkeiten, mit Rhabarber vermiſchet und eingenommen daß auch ſolch gebrannt Waſſer thuet, ſoſches ge⸗ truncken, und damit beſtrichen. Die Wur Brand wein daruͤber gegoſſen, und davon tag, lich etwas getruncken, benimmt den Stein, ſo lang in den Nieren und Blaſen gelegen, So ein Menſch in Ghnmachten llegetund nicht reden kan, demſelben ſoll man die Lippen mit Kletten⸗Safft beſtreichen, und davon el, Haar mit gebuͤrſtet, machet daß ſolche wache die groſſe Klett, in Apothecken wohl ausgeliß — Baflicen 65. Baſilien⸗Kraut. tzel und Saamen in Wein geſotten, oder ſen, in ubrigen kan ſolch Gewaͤchs, wie auch Der Saame dſenet gleichfa Is auch im Nau⸗ 5 was Anfloͤſſen. Das Decoctum davon, de vel Oeimum. N Aſilien, in Lateiniſchen Baſilicon auch Ocimum genannt, hat eine lange oh tzigte Wurtzel mit vielen angehengten Zaſellſ, aus welcher ein rundter braunfaͤrbiger rauch wat lichter Staͤngel herfuͤr kommet, ſo in neben i Gön, Zweiglein gethellet wird; die Blaͤtter gleiche cle dem Bingel⸗ Kraut, breit, dick und laͤnglach u eh n etliche weiß, andere ſchwartzbraun: mit ſol che bn 83 erſcheinen auch die Blumen umb den 0 1 2 nge 4 ä hit, l* inen en enet gleich deut* andern Unreng et und einge nt Waſſe lh l amt beſtichen, d. u in Wein ge, ber gegeſſen, uu —— benimmt e leren und Baff N n Ohnmachten, 8 2 N T ne, t beftreichen, uin De Das DecochnuW 8 N tet, machet hußſu sg, 2 2 N an ſolch Gewicht 5 n Apothecken ni Groß Baſilien, 167 3 N— f W 0 — 7 zaſtlien⸗Hal Das Edle Baſilien⸗Rraut eravicket Eigen; mit ſeinem guten Geruch die Lebens⸗Geiſter, ſchafft Nuß 1 Latelnſſchen Balm alle Geſchlecht der Baſillen⸗Kraͤuter ſind tzen und zenannt, hat ü warm iim 2, hitzig und trocken im 2. Grad, Gebrauch. t vlelen angehen befeuchtet, treibt den Harn, Weiber⸗ 475 undter btaunfih h Blum und Geburth, mehret Milch, rei⸗ erſür kommt, fl naet die Lunge, dienet in Ghnmachten, et wied; de eng Melancholey, bloͤden trieffenden Au⸗ aut, bre, dcn gen, Reuchen und Bruͤchen. Der dert ſchwarkbrun! Saame iſt hitztg in 2. Grad, trocken in r. Same: wnouc be Bun, Grad, zerthellet, treibt Urin und Mo. nath⸗deit, ſtaͤrckt das Haupt, wenn der „„ Saame ö * 168 SGtoß⸗Baſilien. Saame in Waſſer gebeitzt wird, glebt er elnen weiſſen Schleim wie Qvitten⸗Kern, iſt elne treffliche Artzney in Bräune und Mund⸗ Faͤule, Schrunden der Lefftzen V heim⸗ licher Orthen, auch in Heilung der ausgeriſſenen Bruſt⸗Wurtzel. Der Rauch des Baſilten⸗Krauts von unten auf⸗ gefangen, trelbet todte Geburth aus. Un⸗ ter die Kraͤuter zum Wermuth ⸗Wein gemi⸗ ſchet, ſtaͤrcket es den Magen, beſoͤrdert die Daͤuung, zertheilt den Huſten, das Kraut in weiſſem Wein geſotten, und davon getrun⸗ ckeen, reiniget Bruſt und Lunge vom Bo Wartzen zu vertreiben. der/ leichtert ſchweren Athem, und benim met den alten Huſten. Iſt auch gut er⸗ kalteten Weibern, beſoͤrdert die Monath⸗ liche Blume, und reiniget die erkaltete Mutter.. Wider die Wartzen wird das Baſilſen⸗ Kraut geruͤhmet, ſo man es zu Pulver bren⸗ net, dann die Wurtzel ein wenig aufritzet, und ſolch Pulver einſtreuet, ſoll es ſolche aus dem ben um eln Hoͤltzlein winden, ſolches anzuͤnden, Grund ausziehen, daß auch keine mehr wach⸗ ſen ſollen. Matthiolus aber ſaget, es ſey kel ne beſſere Kunſt, die Wartzen zu vertreiben, denn ſo mau ſie mit einem brennenden Ruͤthleln Morgens und Abends anruͤhret, alſo verdorre⸗ te die Feuchtigkeit in Grund, und fallen in kur⸗ tzen Tagen ab. Man kan auch Spinnewe⸗ und die Wartzen damit ſaͤngen. 65. Bdel, * 9** 25 Malu 5„Wal 1 Uni 0 Nanu ung Seh mtl tim ge. l Ban vitt tten zan a 0 5 en der geffßeh, auch in in ust, Würn en. Ktautz binn odte Geburth c n Wermuth, M u Magen, Na ieder Huſten, u eſotten, und daun ſt und Lungen eren Athem, unh ſten. Nan beſoͤrdert die Ay und reiniget de rtzen ſwitd 58 ſo man es zu ufa tzel eln wenig auſcht et, ſol es solche daß auch nene olus aber ſogek, a 10 e Wartzen zu 1. einem brennenden ids anette 0 n Grund, und ſeh 1 Nan kan auch Eil g winden, ſolche 0 mit ſaͤngen, Bdellium Gummi. 65. Bdellium⸗Gummi. ummi Sdellium, in Lateiniſchen auch alſo genannt, iſt ein braunrother, bitter⸗ lichter Gummi⸗Sofft, welcher einen angeneh⸗ 169 Bdellium. Geſtalt. men Geruch hat, flieſſet aus einem Baum, ſo dornicht, ſchwartz, und hoch wie ein Oelbaum iſt, ſolch Gummi welches gern brennet, und wie Wachs zerſchmeltzet, iſt durchſichtig und bittern Geſchmacks. Arabien, Indien und Meden. Seiner Eigenſchafft nach waͤrmet er in 3. Grad, und trocknet in 2. Grad, nach anderer Meynung aber, waͤrmet er im 2. Grad, und feuchtet im 1. Grad, digerirt, zertheilet, treibt den Schweiß, wird innerlich gebrauchet in Der Baum waͤchſt in Eigen⸗ bc 9 5 r Huſten und Lungen⸗Geſchwaͤre zermalmet den Stein, treibt Harn, dienet bey allzuhaͤfftigem Monat⸗Fluß, treibt die Frucht aus. Euſſer⸗ lich zertheilet er die Bruͤche, erweichet die Haͤrtigkeit und Knodten der Nieren, wird al⸗ ſo in Stiptiſchen und andern pflastern ſehr ge⸗ brauchet. Zerſtoſſen kan er in warmen Wein, warmen Waſſer oder Eßig ſolvirt werden. Inner⸗ lich gebrauchet man es ſelten, aͤuſſerlich aber dienet es wohl in Pflaſtern, man machet 99 daraus nach beſchriebene Pillen. Pilen von Badellio, und Naur. lauen. 6 N. Bdelli 3%. Myrobalan. Chebulorum, 85 Indo. picen bort Bdellio Und derer Gebrauch. Been alhum & rubrum. Deſſen Ge; ſtalt und Orth. 170 Bdellium. 5 Myrobalan. Indorum. i Belliticorum. Enibiicorum, Gebrandte Glett⸗Muſcheln. Agdſtein, aa. 3iiß. Ammey⸗Saam, etwas getrocknet 5 Ziij. Das Bdellium macerir im Safft vonbauch⸗ Blaͤttern, hernach forwire mit den andern Ingredientien Pillen daraus. Dieſe Pillen adſtringiren, ſtillen den Fluß der guͤlden Ader und den unmaͤßigen Fluß Mo⸗ nathlicher Reinigung. 1 66. Been edu& rubrum. eErmeynter weiſſer Been, im Latelnl⸗ ſchen Lemonium Album genannt, hat niedrige glatte Stengel, auf der Erden ausge, breitete dicke, den Oehlblaͤttern ſich etlicher maſſen vergleichende Blaͤtter, und viele dick an einander ſtehende weiſſe Bluͤmlein; die Wurz tzel iſt hart, voth/ eines zuſanmmenziehenden Ges ſchmacks, waͤchſet an ſelfigten Meer⸗Geſtaden Eigen⸗ in der Provintz Franckreichs. Die Wurtzel iſt gemaͤßiget, zur Kaͤlte genel⸗ ſchafſt und get, und wird in unterſchiedene temperitte Gebrauch. Hertzſtarckungen gebrauchet, ſonſt fuͤhret das Limonium viel ſaltzige ſrdiſche grobe Theilgen, daher der Saame ſo wohl als die Wurtzel elne Krafft haben zu trocknen, anzuhalten und zu⸗ ſammen zu ziehen, und zu ſtopffen. Es 7 abet 10 4 b — 10 aba E. ac * 1% , u cktt. W nel A . Wanne 1 N 1 4 1 1 ö drum olg 5 Sunn de, wean ſiffglnheh engage nn, in 45 5 5 Eu 0 1 105 dellum. 1 Indorum. n Bellititorum. Fabücarun e Glett Muse„ 23. if. Daam, etwas geh j. nacerir im Suff ton ) ſorwite mt ing n daraus. ringiren, film e den unmaͤßgu g . —— 85 dum& rubnn veiſſer Been, n num Album gehalt gel, auf det Eihge⸗ Oehlblättern sch g de Blaͤtee und del velſſe Blumau dug es zuſanumengha m ſelſigten Mey nckreichs, gemäßſget zue unterſchiedene tant cbrauchet, sont g ge dich a wohl als die Wu ſckuen, N und zu ſtoy, f lein unterſtuͤtzten Bluͤmlein, haͤuffig und dick Been album& Rubrum, 171 aber nicht ſonderlich in der Artzeney gebrau. chet, in etlichen Apothecken pfleget man die Wurtzel an ſtatt der wahren Arabiſchen rothen Been⸗Wurtzel, welche allein in Armenien waͤchſt, zu gebrauchen: ſie wird auch unter den Theriac geordnet, aber in Mangel derer muß die Tormentill⸗Wurtzel dienen. Der vermeynte rothe Been, in Lateiniſchen geen ruht Been rubrum officinarum genannt, hat eine rum, ſeine dicke rothe, am Geſchmack zuſammenziehende Geſtalt in etliche Haͤuptlein zerthellte Wurtzel, dar⸗ und Arth. aus Blatter wachſen, wie aus dem Lenden⸗ Kraut, aber kleiner, plaͤtter und glaͤntzender, ſchoͤn gruͤn, zwiſchen denſelben pflegen duͤnne, nackete in viele neben⸗Aeſtlein ausgetheilte Staͤngel, Schuchs hoch empor zu wachſen, an welchen die weißblaue kleine, einblaͤttige und fuͤnfffach eingeſchnittene, mit roͤthlichten Kelch⸗ erſcheinen, und einen ablangen ſchwartzroͤth⸗ lichten Saamen nach ſich bringen, waͤchſet in ſaltzigen Sumpffen an dem Meer. Der rechte Been ſoll am Berg Abanon Wo er wachſen, bey uns wird er in Gaͤrten geziehlet, waͤchſet, bluͤhet in Junſo, Julio und Auguſto, und will an einem lufftigen Orth ſtehen. Die Wurtzel iſt maͤßig warm, ſtaͤrckt das und wie er Hertz, aͤuſſerlich dienet ſie den verhaͤrteten Ner⸗ gebrauchet ven, damit gebaͤhet: der Safft iſt wider die wird. trleffende und hitzige Augen, der Saame ſoll den Schleim abfuͤhren, und dle Fraͤyß hellen, den Krancken unwiſſend unterzulegen. 172 Maßlieben. Derer G, Maflieben ſtalt. W 5 9 Gaͤnß⸗ Bluͤmel, im la⸗ teiniſchen Bellis, ſind ein bekanntes und gemeines 0 2 1 auf jeder Mat⸗ 2 ten angetroffen W wird, und allhier keiner Beſchreſl⸗ bung vonnoͤthen 8 a a 1. 4 7 hat. Carrichter ſchreibt dieſen Bluͤmlein ſolche 5. 6. und 7. April Morgens vor der Sonnen Aufgang ſammlet, ſo erweichen ſie und machen duͤnn; ſammlet man aber ſelbige im Junio, den andern Tag nach dem Vollmonden, um die Nacht⸗Daͤmmerung ſo ſtillen ſie das Ge⸗ bluͤt und rothe Ruhr. Zeit der Das Kraut und Bluͤmlein hat man ſelten Samm; in Apothecken, doch wird es von viel ſorgfaͤl⸗ lung. tigen Hauß⸗Muͤttern geſammlet, getrocknet, und auff behalten, auch ein Syrup davon be⸗ reitet. l ſer Bluͤm⸗ ne Theile, und iſt ein herrliches Wund⸗Kraut, lein. hat ein nitroſiſches, balſamiſches, 1 6 Eigenſchafft zu, wenn man die Maßlieben den Nutzen die · Es iſt maͤßig warm und trocken, hat duͤn⸗ Bellis. 67. Gaͤnß⸗Bluͤmel, Maßlieben. 85 8 55 hel, bahn af e 1 4 Gechrd* bel Gali, wa; Ii uch un f 3 ſind ent und gaz Bln, W. uf bg een aug ltd, un bung. hat. bt dieſen Blüm an man die Moßſſcn Morgens bor deren derweichen ſit und n aber ſelblge im lug em Vollmonden, u g ſo fille ſt l . Wüünth he 4 ſuͤctigen und Hypoch wird es von fil in geſammlt/ nuch ein Syrup dat rm und trocken, 0 herrliches N 7 dagen, Maßlieben. fluͤchtiges Saltz, neben vielen ſafftigen Thel⸗ len, und dadurch die Eigenſchafft zu erduͤn⸗ nen, zu eroͤffnen; innerliche und äͤuſſerliche Wunden, Geſchwaͤr, Schaͤden und Fiſteln zu ſaͤubern und zu hellen, alles geronnen und ge⸗ ſtockte Gebluͤt, wie auch die zaͤhen und ſchlei⸗ migte Feuchtigkeiten und Fluͤſſe zu erweichen und fluͤßiger zu machen, und durch den Aus⸗ wurff, Schweiß oder Harn zu vertheilen. Sonderlich dienen ſolche der verſtopfften Le⸗ 5 ber, Lunge, Miltz, Nieren, Grieß und faul fin 10 Fleiſchlein. Man gebrauchet die wilden, theils auch die roth und wetſſen Maßlieben, wel⸗ che man ſammlen muß, wenn die Blumen friſch aufgeſchoſſen ſeyn. guſtmonat hat man die kleinen wilden Maß⸗ Im May und Au⸗ lieben am kraͤfftizſten, da der Mond im Krebs gehet; Im Innio und Maßlieben. 15 4 Wenn man eine Gattung ſolcher Bluͤm⸗ Gebrauch. lein in Wein oder Waſſer ſiedet, und bey Schlaffens⸗Zeit davon trincket, vertreibt er den Krampf, eroͤffnet die verſtopffte eber, und Julio aber der Garten bekommt wohl den Engbruͤſtigen, Waſſer⸗ ondriacis, wird auch A Ainniglich in hitzigen Fiebern und Entzuͤndung der Gedaͤꝛm unter den Clyſtiren verſchrieben. Es iſt auch gut fuͤr lahme ſchmertzhaffte Glieder, und das geſchwollen Gemaͤcht damit gebadet, oder mit Uberſchlaͤgen aufgeleget. Es thut auch gute Huͤlff in dem hitzigen Podagra, Wenn 174 maßleben. thun friſche ungeſaltzene Butter und zerſtoſſe⸗ ne Pappel⸗Knoſpen darzu. Das Kraut von den wilden Maßlieben gedorret, gepuͤlvert, und auf die Muͤſer der jungen Kinder geſtreurt, iſt denen gut, ſo voll um dle Bruſt ſeyn, und einen kurtzen Athem haben. Einige Weiber pflegen es auch mit den Blumen den Kindern als ein Laxativ einzugeben. Gelb⸗ und Waſſer⸗ Sucht. Der Salat von Maßlleben dienet denen, die einen kalten Trunck gethan haben, denn es iſt dieſes Kraut ein ſonderbares und bewaͤhrtes Experiment wider alle jaͤhlinge und geſaͤhtl. che Zufaͤlle, ſo von einem in der Hitz gethanen Trunck entſtehen, kan auf alltehand Weiſe ge⸗ noſſen werden. Es heilet auch die Waſſer⸗ Sucht, die einer in heiſſen Hunds⸗Tagen von einem ſtarcken Trunck bekommen, wo man nut den Salat davon gebrauchet, tauget auch ſeht wohl in der rothen Ruhr. Wider die Gelb · und Waſſer⸗Sucht, nimmet man Kraut und Blumen von Maßlie⸗ ben mit Schlangen⸗Kraut⸗Wurtz in halb welſ⸗ ſen Wein halb Waſſer, oder auch mit Zum ſchung Sij. Wermuth⸗Saltzes in einer Maaß Waſſer allein geſotten, und davon Morgens, Abends und Nachts don 6. biß 10. Loth ge⸗ trunckrn, heilet obengedachte Gebrechen. Wenn man das gedorrete Blumen⸗Kraul und Wurtzel zu einem Pulver geſtoſſen, 1 Candel darunter miſchet, und von dieſem Pul⸗ ber 1 11 wenn man ſie zerſtoͤſſet und uͤberleget, elliche 9 aul di ner ac icht ü face ita 8 0 nian, Mech l. M N 0 ö Gunten ay gx Huh erwehn fal kr n li duc 13 n de 10 5 n e aßlieben, ſet und bach ü alu hene Butter un f dar, Du h den Blumen danch ugeben, Maßlleben diam inck gethan fab onderbares undi 1 s hellet auch dee helſſen Hunde Au ck bekommen wo ny brauche, taugetath Ruht. 9 b · und Waſſer en und Blumen van d Kraut⸗Wultz naht ſer, oder auch nh th⸗Saltzes fene en, und davon M 8 don ö. big 10 f igedachte Gehrachl, geboren Blum n Pulver ge fuse ſchet, und bon 1 Maßlieben. 173 ber alle Tage dreymahl ein paar gute Meſſer⸗ Syttzen voll eine lange Zeit gebrauchet, ſo hellet es die Lungen⸗Sucht, Waſſer⸗Sucht, Ruh⸗ ren und rothe Ruhren, ſonderlich wenn man zu⸗ gleich ſolch ſeiſch und gedorret Kraut und Wurtz in dem Waſſer ſiedet, und davon offt einen gu · ten Trunck thut. Das Waſſer, ſo aus dem gautzen verbluͤhe⸗ ten Gewaͤchs, ſo im Maͤy geſammlet, deſtillirt, dienet wohl den lahmen Gliedern, kuͤhlet die Le⸗ ber, und alle innerliche Hitze, heilet auch die Braͤune und Blaͤtterlein im Mund und auf der Zunge, ſo von Hitz entſtanden. 5 Man hat auch einen Syrup de ſucco Belli- dis, den kan man alſo bereſten: Maßlieben⸗Syrup. 9 90 Rec, Rothe Garten ⸗Maßlleben ⸗Blu, Succo gel- lidis. mem ßig. Zerhacke und zerſtoſſe ſie ein wenig, gieß ſriſch Waſſer 2. 15. daran, laß 24. Stunden lang verbeckt an einen warmen Orth einweichen und maceriren, drucke es hernach durch ein Tuch, miſche darun⸗ ter Zucker i. koche es auf gelindem Feuer zur Dicke eines Syrups, welches man vorher mit Eyerklar laͤutern kan. Dieſer Syrup dienet ſuͤrtrefflich zu dem Hu ſten, dungen ⸗Geſchwaͤr, Wunden der Bruſt, und andern Theilen, in Verſtopffung der Le⸗ ber und Miltzes, und Zertheilung des geron⸗ nen Bluts, 5 i 68. Sau⸗ Berberis. Geſtalt, geit, und Ort 68. Saurach. . 7 Aurach, im Lateintſchen Berberis ge⸗ nannt, iſt ſeiner Geſtalt nach ein Baͤumlein, von deſſen Wurtzel viel Gaͤrten heraus ſchieſſen, mit einer Aſchen⸗farbenen Rinde, unter dieſer aber mit einer gelben Scha⸗ le bekleidet, die Zweige ſind mit Dornen und blauen zarten geſaͤrbten Blaͤttern beſetzet, zwi ſchen denen gelbe mooſichte Bluͤmlein hervor kommen, aus welchen hernach laͤnglichte ro⸗ the ſaure Beerlein werden, ſo inwendig ein hartes Koͤrblein haben, er waͤchſet gern an hecketen und dornichten Orten, die Blaͤtter bringts 8 e n 58 Wh Mucker mz Gu. ohn td Oer an or de Saurac, bringts im April, die Blumen im Maͤy, und 77 die Frucht im Herbſt. „ De.eſe Frucht iſt kalt und feucht im 2. Grad, Eigen⸗ 9 und trocken im 3. Grad, ziehet zuſammen, ma⸗ ſchafft und 0 chet duͤnn, ſtaͤrckt den Magen und Leber. Gebrauch. J 7 0 an ſolchem Ne e te Erdſellen, ſind mit einem herben, ſauren waͤſ⸗ — Ne e gefuͤllet, und haben die 8 N ſchaffe zu kuͤhlen, innerliche Hitze und Durſt Zu loͤſchen, und etwas zuſammen zu ziehen. 0 Ein Julep von Erbſelen, iſt gut wider dle i erlichen Peſtilentzlaliſchen Fieber, loͤſchet den %Dourſt, hemmet die groſſe Hitze, wehret allerley 5* Bauch⸗Fluͤſſen und toͤdtet die Wuͤrme imkeibe, und wird bereitet wie folget: 775 N 1„ 1. — 4 N Rec, Saurampff⸗Waſſer, Ziij. Julep, deſ⸗ 7 N N Wegwart⸗Waſſer, Zij. ſen Berei N. Erbſelen Syrup, Zins. 5 uns * Miſche es wohl, gieb es dem Krancken in 2. 110855 n Lateinischen bebe mahl zu krincken, oder nimm geſotten Hirſch⸗ ſelner Geſtal g Horn⸗Waſſer T Maß, Erbſeln⸗Syrup, 3j. sen Wutz dach miſche es unter einander, trick davon nach mit einer Aschen eh Belieben. 5 aber mit einergehge Wenn man die mitlere Rinde uimmet, in 2. velge ſind mi dann eln ſauber Tuͤchlein bindet, in weiſſem ordinari Purgangz been Blätkem bach Weln einbeitzet drey Stunden ſtehen läſſet, don der nooſſchte Blänſeht und hernach den Wein auf einmahl trincket, ſo Rinde. bernach laat ſoll es ſtarck purztiren. 1 beine Wenn man die gelbe Rinde in dle Lauge le⸗Erballea⸗ wäcſt get, ſo macher ſie ſchoͤnes Haar.„ . 905 Der Erbſeln⸗Safft wird alſo bereltel, machen. 1 8 M Ver⸗ 0 2 1 4. . 3 1 3 5 3 1 1 3 4* 1 1 1 1 3 5 1 2 5 5 1 1 3 * 4 1 1 * 1 1 2 * 1 1 1. 3 3 2 * K 1 * 3 1 3 5 8 3 * 3 4. N 3 2 3 0 3 8 K 17 9 Saurach. Berberis⸗Safft. Rec. Erbſellen, ſtreiff ſolche von Stielen ab, zerſtoß ſolche in einem marmorſteinern Moͤr⸗ ſer mit einem hoͤltzern Stoͤſſer, thu es in ein ſaubern Zwilch⸗Saͤckgen, und preſſe den Safft aus, thue ſolchen in ſaubere Glaͤſer, und gleß friſch Mandel⸗Oel eines halben Daumens hoch daruͤber, verbind es wohl, und ſtell es alſo⸗ bald an ein kuͤhles Ort, auf dieſe Art kan man den Erbſellen⸗Safft lange Zeit zur Nothdurſſt flriſch erhalten. Auch machet man 45 Syrup von Berberis. Erbſellen? Rec. Zucker 15j. laß ihn in Zvj, oder in zin Sprup. Ovartel Brunnen ⸗Waſſer auf dem Feur ine nem erdenen Geſchirr verſchaumen und kochen, bis der Zucker von der Spatel fleußt, oder el, nen Faden zlehet, hernach ſchuͤtte den gekochten Zucker in eine zinnerne Schuͤſſel, und Zvi Erbſel⸗Safft darunter, vermiſche es, und be⸗ halts in einem Glaſe oder irden Geſchirr auf, dieſer Safft kuͤhlet, wiederſtehet den gifftigen Fiebern, unterdrucket die Galle, loͤſchet die Jiebriſche groſſe Hitze, und den Durſt, iſt auch dienlich in der Ruhr. 5. Die Morſellen Taffeln mache alſo. Mimm Berbers geſtoſſenen Zucker l5j. in eine Tablatur Pfan/ Also auch ne, und ſchoͤnen rothen Erbſellen⸗Safft Jüis Limon laß den Zucker auf geringer Gluth mit Zu⸗ und Etro⸗ thuung wenigen Saffts zergehen, ruͤhr ihn 9 8 7 allezeſt um, und hebe ihn bißweilen ab vom bellen zu Feuer, doch ſoll man es zuweſlen wichsen . dit bereiten ———— —————— u. Soc fen d J fach ſſt alfa er fte ichen Enn e 5 zaurach. nuffſuenngt em marmoiftu ern Slöſet, bu bag bet in ſaubere Gager m A eines halben D nd es woh, undſteag Ort, auf deſe tk ſtlange Zei pur luch mathet maß von Berber laß ihn in z an Waſſer auf enge ler verſchaumen uni der Spatel fuß ſernach ſchuͤtteengſ gerne Schüssel, unter, vermiche th aſe oder irden Hach t, wiederſtehetdan icket die Galle, tze, und den Dußſſ . 1 duft mache eli. 5j. in ene diflün othen Ethſelth Ei f geringer Guß 0 Saffts zergehel, 0 hebe ihn pw 0 jes zuweſlen ie ———— Saurach⸗ 279 died Pfanne warm behalten, hernach mit dem ubrigen Safft(den man nicht auf einmahl dar⸗ uber ſchuͤttet) wiederum erweichen, jedoch daß der Zucker und Safft nicht ſtede, bis daß er/ wen er die Dicke und Waͤrm uͤberkommen, auf die ſeuchten Moſellen bereitet, oder auf ein zinnen mit Zucker beſtreuetes Blech ausgegoſſen wer⸗ den koͤnne. So es nun erkaltet, ſchneidet man daraus Taͤfflein, und laͤſt ſie trocknen. Auf dleſe Welſe werden auch aus dem Citron⸗ und Limo⸗ nien⸗Safft Taͤfflein gemachet. Alle aber loͤſchen den Durſt, und werden in den Baͤder⸗Curen gebrauche. Man machet auch die Erbſellin mit Zuck er alſo ein. ſchem Brunn⸗Waſſer, verſchaͤum iin in einem erdenen Geſchirr, und laß es zur Honig⸗Dicke kochen, dareln lege thbj. ſchoͤne auserleſen Ber⸗ brls oder Erbſellẽ, ruͤhr ſolche mit einem filbern Löffel auf dem Feuer um, und laß etliche mahl daruber gehen, hernach verwahr ſolches in el⸗ nem glaͤſern oder erdenen Geſchirr; ſo die Bruͤ he ſich wieder zelget, muß man ſte abgieſſen, und wieder zu voriger Dicke kochen laſſen, und druͤber ſchuͤtten, denn alſo bleiben ſie gut. Diese elngemachte Erbſeln loͤſchen den Durſt, und ſind Krancken in allerley Flebern eine angeneh⸗ me Erfriſchung. 1 0 5. Einge⸗ Rec. Zucker I U, zerlaß ſolchen in Fix. fi Eibſche, Die Erbſellen ⸗Lattwerge mache alſo Erbſellen, E. Exbſellen⸗Safft, IFij. Jucker lj. laß es in Lattwerg, M 3 einem i 8. i Berberis Zaͤltlein: Bera alba & rubra. 180 Saurach. einem erdenen Geſchirr allgemach auf einem Kohlfeur ſieden, ſo es einen Schaum gebt, hebe ihn ab, und koche es, bis ſich die Dicke ei⸗ ner Latwerge erzeige. Dieſe hat gleiche Wirckung, wle die neuge⸗ machte Erbſellen, widerſtehen auch der Galle im Magen, und dienet in der Ruhr. Berberiß⸗Zaͤltlein. Rec. Berberis 5j. Gebrannt Elffenbeln, Aloes Holtz, Saurampff⸗Saamen, Maſtir, Gallas Moſchatas, Spicam Ind. iedes 3. Rothe Roſen zv. Arabiſch Gummi ij. Roſen⸗Waſſer, ſo viel noͤthig. Mache nach der Kunſt Zaͤltlin daraus, und trockne ſie gemach. Dieſe kommen in das Elect. Roſat. Meſuæ, wiewohl ſie auch ſonſt in Hitze und Fiebern, Durſt und trockner Zunge koͤnnen gebraucht werden. 69. Weiß und rother Mangoldt. Wöeliß und rother Mangoldt/ in Lateiniſchen Beta alba& rubra, det weiſſe Mangoldt wird genannt Beta, hat eine eintzele dicke Wurtzel, daraus kommet eln ſtrelffiger Stengel, an ſolchem wach ſen groſſt breite bleich⸗gruͤne Blaͤtter, mit einer gelblich⸗ len zaurach. W Mangolidt. 181 0 1 1 ſo es. 1 ten Bluͤthe einer che etz een Ellen hoch, und e. esc 3 e * N chwartzen Saa⸗ woa N, ven„waͤchſet in net olga il G Kohl 2 Gurten, f f J 5 779 0 N 77 bluͤhet und traͤget riß Hallen, 2 Saamen im Ju⸗ 55 N nio und Jullo, 5 2. N im e Jahr, f 2 nachdem er ge⸗ ffSnamen, 2 N ſaͤet worden, die 52 Wurtzel graͤbet ſchatas, 5 man im Herbſt. d. ledes 5. Der rothe Rother oſen zv. ͤfß Mlangoldt, iſt Mangoldt, Zumm zü, den gemeinen gantz aͤhnlich, ausgenommen der deſſen Ge⸗ aſſer, ſo viel nu) Blatter, Stengel und Wurtzel Farbe, welche ſtalt. Kunſi Zallln dung an dleſer braun⸗ roth iſt und wird auch in Kohl⸗ Diet komma Garten gepflantzet, und fortgeſetzet, , wiewohl era Durſt und kuhn erden. 3 d rother Mang other Manpoh, 15 alba& lh yird genannt, Bet gel, daraus fam an ſolchemmatſi Blatter, mit auß Dleſes Kraut waͤrmet und trocknet im An⸗Eigen⸗ ſange des 3. Grad, laxirt wegen der Nitroſitaͤt, ſchaſft und und werden die Blaͤtter von etlichen mit unter Nutzen. die Herbas emollientes gerechnet, wegen derer erweſchenden, und zum Stuhlgang reitzender Krafft, welche es hat: wird auch unter den Zimmet⸗ Extract gethan, machet Nieſen, und reiniget das Gehirn. 58 Man hat wohl in den Apothecken davon die Wurtzel, Blaͤtter und Saamen, aber doch iſt des Krauts mehreſte Gebrauch in die Kuͤche geordnet, zumahlen der rothen Wurtzeln* 3 g 1 * 3 1 N 3 9 5. * E. N 9 3 5 1 5 3 N * 3 4* . 5 * 1 2 2 * 3 41 7 3 3 1 1 N 5 3 7 U f 1 4 5** 1 182 Mangoldt. che im Herbſt ausgezogen, und in der Küche wohl accommadirt und eingemachet wer den kan. Deſſen Wuͤrckung anlangend, ſo dleneter wann er geſotten, und mit Knobloch gegeſſen wird, die Wuͤrm zu toͤdten. Der Safft von Gebrauch des Man; goldt; Safſſts. Mangoldt mit Majoran⸗Waſſer und Rosen. Honig vernuſchet, davon in die Naſe gezogen, reiniget das Haupt von uͤberfluͤßtgen Feuchkigkeiten. Die gruͤnen Blaͤtter uͤber ge um ſich freſſende Schaͤden geleget, heilen dieſeh bigen. Fuͤr die erfrohrne Fuͤſſe werden nu liche Fuß⸗Baͤder aus Mangoldt und Ruben gemachet. 5 Der aus dem Mangoldt friſch ausgedruckt Safft, entweder pure, oder mit Majoran ⸗Waf ſer vermiſchet, in die Naſe geſchnupffet erwel chet den vevſeſſenen harten Rotz und Schleim, und zlehet ihn heraus: reiniget und heilet auch die Geſchwaͤr, bringet den verlohl⸗ nen Geruch wieder, und vertreibt die Migri⸗ ne oder Ropff⸗Wehe in der Stirn. Wann die Kinder boͤſe geſchworne Koͤpft haben, und der waͤſſerige Eyter nicht recht fle ſen will, ſo lege man Mangoldt⸗Blaͤtter dal auf, es ziehet mit Gewalt den Fluß heraus. In Speiſen glebt der Mangoldt ſchlechte Nahrung, desgleſchen auch ſeing rothe Wurtzel wenn ſolche auch noch ſo wohl accommodit ware, ſo iſt es auch keine Speiſe für bloͤde kalt Magen, ſondern fuͤr ſtarcke Leute, an 5 . b neh h Jade 910 a . fc Nut 1 e dehun mee agg, m 5 d likt und chgech an anlangt, 1 „ und mlt Koh 10 zu toͤdten, das — —— —— Nopotan;„Witt b „davon in bie dn 00 Die grunen Bill Schadengekgre eh 1 frohrne döſſenn 0 aus Mapgog u Nangoldt frſchangt urezoder mlt Man dle Maſe geſcnuyſtl ſenen harten Ig ſehet ihn heraus wa ſchwoͤr, bringe 0 er, und verlreibt e Wehen der Ein nder boͤſe gechwon aſſerlge Eyter uch nan Mangoldt⸗ J Gewalt den Fuß n gebt der Mugthh ſchen auch. 10 noch ſo wohl acm ch feine Spell n ſür ſtarck an 0 Betonien. 183 nehmſten dienet die rothe Wurtzel zu Winter⸗ Zelt unter den Salat zu vermiſchen, 2 70. Betonien. 8 3 8 ed Be Etonien, 2 alt, 775 8 im Lateint⸗ Huh und ſchen Beton i ca get. officinarum, weil es unterſchiedene J Gattung giebet, unſere gebraͤuch⸗ lliche hat eine zaſi⸗ ge Wurtzel, aus ſolcher waͤchſet ein vlereckigter Staͤngel einer Ellen hoch auf⸗ ſchieſſende, hat laͤnglichte gekaͤrb⸗ te, weiche, wohl⸗ riechende Blätter, krͤget auf dem Gipffel des Stengels die purpurfarbene Blumen, waͤch⸗ ſet gern in Gaͤrten, Wieſen, und ſchattichten Oertern, bluͤhet im Junio und Jullo, wird ge⸗ ſammlet, wann dle Sonne im Zwilling gehet, ſruͤhe vor deren Aufgang. Sie waͤrmet und trocknet im 2. Grad, und Eigen⸗ werden davon in Apothecken allein die Blaͤtter ſchafft und Blumen aufgehoben, iſt ſcharff und bit⸗ 1 und Nuß ker, zertheilet, eroͤffnet, extergiret, iſt ein äber den. alle e gut und nuͤtzlich Kraut, zu vielen M 4 inner⸗ 184 Betonien. innerlich und aͤuſſerlichen Gebrechen des Leibs, heilſam und wohl zu gebrauchen, daß auch ſaſt gar kein leiblicher Gebrechen oder einige Kranckheit den Menſchen beleidigen mag, da⸗ fuͤr es ſhme nicht eine beſondere Huͤlffe erwelſen koͤnte. Daher es nicht unbillig Omni morbia koͤnte titulirt werden. Derer Gee Es hat die lange Erfahrung bezeuget, daß brauch. die braunen Betonien ſo man ſie in weſſſen Wein leget und darvon trincket, die Bruſt und Lunge von allem Koͤder reinige, die ver⸗ ſtopffte Leber und Miltz eroͤffne, und den Stein in den Nieren forttreibe olſo dienet ſie auch witer die fallende Sucht, Schlag, Schwindel, Krampff/ das Zittern und Erſtarren der Glieder, und kalte Kranck⸗ heiten des Haupts, uͤber das ſtaͤrcket ſie auch den ſchwachen Magen, belſoͤrdert die Dauung, vertreibt die Gelb⸗Sucht, er⸗ haͤlt die Frucht im Leibe, und reiniget die Mutter von den weiſſen Fluß. Vekonien⸗ Bey dieſer Wurtzel iſt zu beobachten, daß 1 ſolche weit andere Kraͤffte habe denn die Blaͤt⸗ Kraͤffte als Magen unangenehm, und verurſachen Er⸗ die Blaͤtter brechen, die Blaͤtter und Blumen aber ſeyn und Blu von ſolcher Krafft, daß Antonius Muſa, Käh⸗ wen ſers Auguſti Hoff⸗Medicus, davon ein gantzts Buch geſchrleben, und es vor 47. Kranckhelten recommendirt, und werden aus dieſem Kraut Decocta, Infuſa, und Uberſchlaͤge, aus den Blu⸗ men ein Conſerv, und aus dem Safft ein Sy⸗ Ab U Eh andere ker und Blumen, denn die Wurtzeln ſeyn den 0 aun bel 0 Hild.* emu e Sch due desc ber 90 4 fr S ur Ausſpe g achat 15. 1 ſſen- Blat u antehullen g, Hemden echt Schung Nagl dn, N wahle ot dunnt pingen ch muehe. J e an J en deen, en eh 4 de 10 em 0 0 Jetonien f Betonien. 1385 ſerlcchen ch 1 cha rup bereiter. So iſt auch das aus Betonien — dö e Pflaſter bekannt, deſſen Autor Feli 0 en g fürth Patric. Hildanus, ſo in den Wunden 6 uſchen beltb ggg n ane auch in derer Schmertzen ſehr viel verrichtet. 10 ndidig nne Übrigens iſt dieſes Gewaͤchs auch eln taugli⸗ a ches Mittel, fuͤr die Schwindſuͤchtigen 0 Eiſahtung Maag, und Blut⸗Ausſpeyenden, heilet die Gelb⸗ tonien ſomanſtin Sucht, benimmet den Eckel, erqplcket den darvon trincktt, dh Magen 1 dem Köder kane, Betonien⸗ Blätter in Waſſer⸗Wein, oder und Eile aöſte n allein mit Wohlgemuth, Raute, Salbey, Ca. leren ſorttrebe an millen, Hollunder⸗Bluͤthe, Tormentill⸗Nat⸗ allende Zuchteh ter⸗ oder Schlangen ⸗Fuͤnfffinger⸗ Kraut, rampff, das zun Mengel, Farenkraut⸗Wurtzeln, und geſcha⸗ lieder, undkaeh betem Hirſch⸗Horn geſotten, und den Mund 8, uber das ch offt damit warm ausgeſpielet, ſtillet das Magen, bam Sahnwehe. Betonlen⸗ Safft in die Ohren telbt die Gelb Suh gethan, benimmet Taubheit und das Sau⸗ m Leibe, und ug ſen der Ohren. Die Blaͤtter in die Naſe weiſſen gluß, geſteckt machet Lufft. urtzel iſt zu beobachth Wer das Waſſſer deſtilliren will, ſoll es Betonien⸗ Kräfte habe dau the es bluͤhet, aus den Blaͤttern machen, oder Waſſer zu denn dle Wuttzlu allein aus den Blumen in B. M. bereiten. machen. b ban Solch Waſſer dienet zu allen oberzehlten n Kranckheiten, wie das Kraut. Es iſt auch ſon⸗ daß anten lh derbe ein gut Augen ⸗ Maſſer dleſelben zu Medicus, dabon ſtaͤcken, und das hefftige Trieffen zu ſtillen: ö und es 0 1 4 Schmertzen des Haupts und der Augen, nd wet 11 1. welches auch die ſriſchen Blaͤtter thun, wann nd Überſchlag 6 a man ſie zerſtoͤſſet und uͤberleget. und aus dem Ei M 5 2. Man des Hauptes und andern Lelbes⸗ Theilen, wie mit Tuͤchlein uͤbergeſchlagen, linderts die 9* 186 Betonien. Apothecken eine bereſtete Conſerva. 3. Einen einfachen Syrup, welchen Zwölk. ferus alſo beſchreibet. 0 Syrup von Betonien⸗Syrup. Betonlen. ee Betonte ſo noch bluͤhet, ſo viel beltebig, Deſtillit ſolche in Balneo vaporoſo, ohne Zuthuung elniges andern Waſſers, von dleſem deſtillirten Waſſer nimm ij. in ſelbigen beitze ein, friſchbluͤhende Betonten klein geſchnitten, 700 Wann dieſes ein oder 2. Tage geweſchet, ſo ſcheide das Waſſer durch exprimiren und co⸗ liren davon, wann es durch ein Filtrum clarifl⸗ cirt, ſo verwahre es, alsdann nimm Friſch ausgepreßten Betoniẽ⸗Safft wohlge⸗ leutert, l5ij. Darzu ihue Canarlen⸗Zucker pi, koche es zur Confiſtenz eines Tabulatli, zu dem fuͤge ferner, des obigen deſtillirten Waſſers ſo mit friſchen Kraut ellentificiret iſt, fi. und zi Diſſolrire bloß den Zucker drein, daß er eln mahl auffwalle, ſo erlanget man einen Syruß, buirt iſt, und kan man ſolchen Syrup mehr mit dem Titul einer Eſſenz belegen, welche ſe wohl den Apotheckern als auch Medicis Ruhm und Ehr erwerben werden. Betonien, Pflaſter aus Betonien. Pflaſter. Rec. Klaren Terpentin ij. Laß ihn bey gelinder Waͤrme zergehen, thus darzu 5 Most .* 2 ä 2. Man findet auch aus den Blumen n Gb We 8 0 17 dau hene c n Sch! uu der mit den Kraͤfften der Betonicæ wohl in- 0 950 r 3—— 5* 4 et auch aus da 0 beretete Cone 5 5 S cup wege f 0 mien⸗ Syrus, detonte ſo nog 10 J. in Balneo Vapocoh, s andern Waſſez 0 nimm Piß uc Betonen klin get ec eln oder 2 Aatgn ſſer durch exprmunt n es durch ein Elrunt , alsdann nhnn — — — eßten Betonte⸗ Saft zu ihue Canarkne iſtenz eines Tabula oblgen defill t eſlentiftcitet i h 5 den Zucker deen lh berlanget manche ſſten der Betone fl in man ſolchen Ein ner Eſſen belegen, kern als auch Neil werden. r aus Belli n Terpentin 5, linder Wurm feu f Betonen 10 gern blegen. Bircken⸗Baum. Maſtix Zij. Weyrauch, Mumie. aa. 3ij. Solvire ſolche beyde,(wte wohl ſie ſich nicht gaͤntzlich ſolviren laſſen) wohl pulverſirt in dem Terpentin, miſche alles wohl, wann alles wohl zergangen, ehue darzu„ Tannen Hartz, Gelb Wachs aa. Zij. 8 Laß dieſes abſonderlich flieſſen, colir es durch ein Tuch; letzlich fuͤge bey Paulverſirte Bekonlen 58. Mache daraus nach der Kunſt ein Cerarum. Dieſes iſt in Haupt⸗Wunden ſonderlich 2 * gut, dann es heilet dieſelbe, zieht die Spreiſſen der Hirn⸗Schale aus; welches auch thut das Pulver von den gedorreten Blaͤttern ein⸗ geſtreuet. 71. Bircken⸗ Baum. Ircken⸗ Baum im datelniſchen Betu- Deſſn Ge la genannt, iſt aller Orthen in unſern ſtalt und Landen ein bekannter Baum, wann das Holtz Orth. am Stamm noch jung iſt, hat es eiue braune Rinde, hernach wird ſolche welß, deſſen Blaͤt⸗ ker, ſo alle eintzeln an Stielen wachſen, ſind ſchoͤn gruͤn, annehmlichen Geruchs und rings umher gekerfft, ſeine Bluͤthen ſeynd kleine Zaͤpfflein, und das Holtz iſt zaͤhe und laͤſt ſich Dieſer Betula. 5 5 eee e e 2. E l 2 g 9 9 5 27 8 b n— W 3 8 a.* 225 l e 2. K mae ke, e, r e 1 8 2* 5 n 8 8. 3 5 e 2 2 e l K 5 n 9 b 1* f 85 3 l f— 5 eee, ee ee eee, eee, ee, 1 ee u ee i 5 55 N a* o„W ——————— a S8 er——*—ͤ—ä6BUä— ͤ—— ⅛ͤᷣ. ˙. ————.————— 5.————.————— e— a— 1—— Eigen, 189 Bircken Baum. Dieſer Baum iſt vorzeiten in groſſen Eh. ren gehalten geweſen, denn der Roͤmer Stadt⸗ Knechte haben ihn der Obrigkeit als Ruthen vorher getragen; Itzo machet man noch Ru⸗ then, Beſen, Saͤttel, und Reiffe zu den Wein, Faͤſſern daraus, das Holtz iſt auch ein gut Brenn⸗Holtz in die Kuͤchen, ſo werden auch aus ſolchem die beſten Kohlen gebrennet. Die Bircke waͤchſet faſt uͤberall, ſonderlich in groſſer Menge in Franckreich, in Italſen aber werden ſie gar wenig angetroffen. Dieſes Baumes Blatter ſind warm und ſchafft und trocken im dritten Grad, ſie waͤrmen, trock⸗ Wuͤrckung. nen, reſolviren, abſtergiren, eroͤffnen, ſeyn Krafft der Rinde und des Schwam⸗ mes. bitter, treiben das Serum aus, dahero man ſol⸗ che gar offt in der Waſſer⸗Sucht gebrau⸗ chet. Nehmlich gekochet und davon getrun⸗ cken, mit Qvendel zugerichtetz, wird ſolch De⸗ coctum im Seitenſtich gerühmet; wie ouch in der Kaude, wenn von den zarten Aeſtleln und den Blattern ein Bad zugerichtet wird/ ſe dienet es auch aͤuſſerlich zu den Schrunden der Bruſt⸗Wurtzel, und Finger, wen man ſelbige mit dem Liquore beſtreicht, der,(wenn man das Holtz brennet,) heraus ſchwitzet. Die Kinde, ſo gleich fals hitzig iſt, waͤrmet und erweichet, wird auch in Peſt⸗Zeiten un⸗ ter das Rauch⸗Werck gebrauchet. Der Schwamm, ſo an Bircken waͤchſel iſt ein vom Crollio hoch angeruͤhmet Experi- 0 ment, ſoll mit groſſer Verwunderung das Bluten der Naſen ſtillen, auch in* . N ge act, Ef f Nrheibt“ ſchantgollund! c dau Ce ſagchgudeundlürt ö den Bircken⸗ Baum. 189 ben dle den geſtreuet, ſolche Wuürckung haben, wird 1 der 0 er Rüntg auch zum Stopffen in die guͤldene Ader ge⸗ get ſtreuet, er vertreibt auch die Kroͤpffe wenn i* mache nung er in Wein oder Bier geleger, und ſtets davon del, und Neffen getruncken wird, ſtillet auch alſo das ſtetlge das Holz ſt ach h Haupt ⸗Wehe. 5 e dle Küchen, p nag Der Safft ſo im Fruͤhling aus dieſem ſten aohlengehrun Baum rieffet und geſammlet wird, wird wi⸗ öͤchſet faſtübtral ub der die Waſſer⸗Sucht gelobet, wann man in France by ſolchen wan olle derb lag 2e r wenig angettofn, miſchet; dienet auch Gelbſůchtigen und hei⸗ nes S laͤtterſuun let die Raude und Unreinigkeit der Haut, Grad, ſie wann) innerlich und aͤuſſerlich, wird auch ſehr wider abſtergiten, eiu die Zauberey, auch Nieren ⸗ und Blaſen⸗ derum aus büßt Stein geruͤhmet. Dieſer Safft iſt ein rech⸗ t Waſſer⸗Sucht 0 tes purificativum des ſcorbutiſchen Ge⸗ gekochet und du blüts, auch eine Cur und præſervativ Mittel Tzuzercchtet, wia wider den Stein enſtich gerühmtz Es iſt dieſer Safft auch ein ſonderliches en gal Huͤlffs⸗Mittel in Morbis Chronicis, inſonder- en Bob hngt het der Tattariſchen Rranckheiten, und lch zu der Sch ſo wohl ein Præſervativ als Curativ des 1 1 Inger, l Steins, Gicht, Scharbock, Gelb⸗ 5 e 500 100 Sucht: im Scharbock nimmet man ſriſch uore beſtkei 100 Bier und des Saffts, jedes gleich viel, und i e iii bencker einen Nodulum hinein mit Antiſcor- glacfas beg aun buticis angefuͤllet, als Wachholder ⸗Beer, Be⸗ dauchlu Peſtasg nedictWurzäel. In ſeorbutiſcher Gicht erck gebrauche u bereitet man ein Bad mit Amelß⸗Hauffen mm, ſo an Bit i daraus; umb das Gebluͤt zu reinigen, als io hoch ante in der Kraͤtcze, Melancholey, inſonderheit in nroſſer 1 Melancholia hypochondriaca, dienet es ſehr zſen ſtilen, a0 f wohl. — n. K ee. 0** N N„ e eee eee 3 nn N**. 8 99 FF ˙¹Ü˙̃* 5 4. N 1 r. 5 l 1705 5 N 1 1 3—A 13. f— 5 *. 75 N 1 VVV„ e N GGWWGGGWGGGGGGGGWGGGGGGGGGGGGGGGWGWGGG*** N 0 „* 5 8* 5 a l* 8 a„VB 3 N 7 e———— ae— 190 Matter⸗Wurtz. wohl. Er eroͤffnet alle Verſtopffungen, Til mannus ſaget: daß er allein Phthiſin curiren ſoll. Dieſes Waſſer jaͤhret bald, es wird in glaͤ⸗ ſern Flaſchen aufbehalten, ſo mit angezuͤnde⸗ ten Schweſel⸗ Lichtlein wohl durch rauche ſeyn, daun muͤſſen ſie wohl verſtopfft in kuͤhlen Keller geſtellet werden. Wenn man die lubtile welſſe Rinde dieſts Baums zwiſchen zwey Schuͤſſeln zwinget, und preſſet, daß uͤber Kohlen ein oͤhlichter Liquot heraus kommet, ſo dienet derſelbe als ein ge⸗ wiſſes Mittel wider bloͤdes Gehoͤr, und Klingen der Ohren, mit Baumwolle in den Ohren getragen. Biſtorta. 2 Natter⸗Wurz. Derer Ge⸗ 98 N ſtalt, Unker⸗ 82* ſcheid, Zeit Ne im Lateinlſchen und Orth. f Biſtorta ge- 7 nannk, dere! 2 giebt es zweyer⸗ 2. ley es wird aber . nur die groſſ Wurtzel in 1. pothecken ge⸗ brauchet, die kleinere a bet, Radix alpina wird niemahll geſuchet noch aufbehalter ö am; 1 elk fach, 0 5 Aa e abe Mama 0 fr gal 5 1 und t fade, alf anche la 2 70 dlc e chen und t Nan kale f Ce dale, dne gh War Samet fk gungn e ücgeſc Mag Mine nde dnbet tac agg Jatter,. ö i ee daß r alen Pn behalten, ſo nah 3 15 5 n ſie wohl very bn g e ſubtile wessen zwe Schüſſanun r Kohlen ein cht „Jo blenet dacht eder bldes Gh Ihren, mit Bum zen. Natter⸗Würd J 11 in dat Biton dunn, ebtch Ide nur. Much polſah Hul flaumg! adb t) l. 10 Erbrechen, verhuͤtet Na NTaatter⸗Wurtz. 191 rer Geſtalt nach, hat ſolche eine viereckigte Wurtzel, dle iſt inwendig roth, auswendig ſchwartz, am Geſchmack ſtreng, und wie ein Natter zuſammen geſchrenckt, die Blaͤtter, ſo bald ſie herfuͤr gehen, ſind ſpitz geſtalt, wie Zuͤnglein, und mit rother Farbe vermiſchet, herum gebogen, auf einer Seite ſchwartz, auf dem Ruͤcken aber blau⸗gruͤn, und ſtehen mei⸗ ſtentheils nahe bey der Wurtzel, der rundte zar⸗ te und Ellen⸗hoche Stengel iſt mit gar wenlg kleinen ſpitzigen und reinen, Zuͤnglein aͤhnlichen „ Blaͤttern bekleidet; auf dem Güpffel des Stengels erſcheinet im Maͤyen oder Brach⸗ monathe, eine geaͤhrete Leib⸗farbene Blume, derer der Saame nachfolget, ſo ſich dem Saur⸗ ampffer⸗Saamen vergleſchet. Sie waͤch ſet mit groſſer Menge auf den Gebuͤrgen, welche Boͤhmen und Schleſien von einaneer ſcheiden, allwo die Elbe ihren Urſprung nimmet, bey uns wird ſie an ſchattigen Orthen auf den Wie⸗ ſen, und anderswo angetroffen. In den Apothecken findet man derer Wur- Eigen, tel, ſte kuͤhlet und trocknet bis im 3. Grad, ad. ſch ſtringiret ſehr/ iſt etwas herbe, und dienet wider Gifft, treibt den Schweiß, iſt gut in groſſen fruͤhzettige Ge⸗ burth, weil ſte ſehr anhaͤlt und zuſammen zle⸗ het/ ſie wird auch wegen ihrer zuſammenziehen⸗ den Krafft, mit in die Wund⸗traͤncke genom⸗ men, denn ſie hemmet das Blufflleſſen. Die Das deſtil- — Natter⸗Wurtz. n Die Natter ⸗Wurtz dienet auch wider allerley Blut · Fluͤſſe, und ſtarcke weibli⸗ che Monath⸗Keinigung, wenn man 192 Natter⸗Wurtz mit Tormentill⸗Wurtz aa. 5. in Waſſer Menſ. ij. ſiedet, ſo lang als man ein Ey hart kochet, davon nach Belteben zu trincken zu geben. Dieſer Tranck dienet auch, denen welche mit der Peſt angegriffen werden, auch welche vermeynen daß ihnen Gifft zu⸗ kommen waͤre. TFatter⸗Wurtz, gr. x. gepulvert, des Morgens von Schwangern in einem weichen Ey eingenommen, bewahret ſolche fuͤr unzel⸗ tigen Gebaͤhren, und wehret der verſtock⸗ ten Monath⸗Reinigung⸗ Natter ⸗Wurtz 3. taͤglich Morgens nuͤchtern in geſtahlten Waſſer eingenommen, iſt eine ſonderliche Artzuey wider den Sag⸗ men ⸗Fluß, ſo der Leib vorher gereiniget iſt. Das deſtillirte Natterwurtz⸗Waſſer, Uirte Waſſer. ſtillet die rothe Ruhr, den Durchlauff Experi- ment. ſo etwas von der die ſtarcke Monathliche Reinigung der Weiber, widerſtehet dem Gifft und Peſt, ſo man ſolches 3j. oder 36. trinckek. Dlieſes Waſſer ſtillet auch das Blut, beſoͤrdert die Heilung wenn man die Wunden, alte faule ſtinckende um ſich freſſende Geſchwaͤr, damit fleißig auswaͤſchet, wird auch zum Krebs an der Naſe und Ruͤcken gebrauchet. Wenn einem Weibe nach der Geburth ein Stuͤcklein Nachgeburth zuruͤck geblieben, wok⸗ durch, wie gemeiniglich geſchlehet, ein B Ul 4 e fg l wife E 5 Nn Mo Kall. dae ales 12 fiche Brus A, ſahe un 0 fentg g n ui geb der m 5 — 3 a latter. Wan Boreetſch. 193 5 bee Hint⸗ Fluß folget: ſo iſt nachbeſchrl lebenes Nachge⸗ Reinig 5* als ein bewaͤhrt e e wor⸗ e 0 0 EK K Turmenuſl. Vue 1 B.. Natter⸗Wurtz 51. dae. „J, ſiedet bn Majoran, Vyſdrpen, Poley⸗ e, don nah Klraut, aa. Miß. Deer dt n Saßacke alles untereinander ſede es im der Peſt ahh friſchen Brunn⸗Waſſer und ein wenig neynen daß ine Wein, ſelhe es durch eln Tuch, miſche ein wenig Zunmer⸗Waſſer darunter, urtz, gr.* g und gieb der 5 aß davon zu chwangern in einen n trincken. 1 N. Boreefh. 5 Eereig 3 weh tet her 5 d 0 urtz 50. tig M 125 B 8 hlten Waſſer tagen he Artzuen wider und r Leib vorher gerchh Natterwurz⸗ U Kuhr, den Dungl athliche Rein het dem Gifft ul oder Zib. kn! h das Blut, bit . dewwiadc freſſende Gehn wird auch zun bag ebrauchet, 900 5 nach der dä . ante e, e Vor Eigen: Nutzen. — 194 Borretſch. NOrretſch, im Lateiniſchen Bortago ge⸗ nannt, gewinnet breite rauhe Blatter, die Staͤngel ſind gleicherweiſe rauch, auch hoch, und tragen an beſondern Stielen Him⸗ ſcharffeckichten Blaͤttlein beſtehen, welche un⸗ ten den zeitigen Rand umgeben, in deſſen Mitten aber ſo viel ſchwartzlichte Spitzen er. ſcheinen, die zuſammen einen Stachel abbil⸗ den/ den Blumen folget ein ſchwartzer zuſam⸗ men⸗gebahrter Saame, die Wurtzel iſt Dau⸗ mens⸗dick, Spannen⸗lang, weiß und glatt, ſie iſt faſt in allen Gaͤrten, auch an ungebaueten Orthen zu finden, ſie bluͤhet den gantzen Som⸗ mer hindurch, bis zum September, wird im Majo und Junio geſammlet, wann ſolche ein, mahl geſaͤet, ſo vermehret ſte ſich hernach ge⸗ meiniglich ſelbſten. In den Apothecken hat man die Blaͤtter, Mie Wurtzel und Blumen, welche letztere unter Chafft und die vier Hertz⸗Blumen gehoͤrlg, auch biswel len der Saame, und wird geſammlet, wenn die Sonne im Zwilling und im Löwen gehel, die Wurtzel wird geſcheelet und aufgehoben, ſie ſtoͤrcket das Hertz, waͤrmet und feuch⸗ tet im erſten Grad, verbeſſert die ſchwartze verbrannte Galle, wehret den Ohnmachten und Hertzklopffen, reiniget das Gebluͤth, be⸗ nimmet Melancholie und ſchwere Traͤume, ſo man von deſſen Waſſer Siij. ad Ziiij. trinckel⸗ Die Wurtzel wird in allen Kranckheiten ſo 4 von der Galle herruͤhren, gebrauchet,. n mel⸗blaue oder weiſſe Bluͤmlein, ſo aus fuͤnff 0 1 0 6 Vert e t udn enn Sg 100 und val m be Kche Raser . Borre 5 85 Suh Bottetſch. 93 iim Lacchicheldd 5 winnet W net auch in Verſtopffung des Mutter⸗ nd glachemeſt 10 Sluſſes, und kan gekochet, und in allen ober⸗ i an beſondanel egen Kranckheiten, wie auch in hitzigen veiſſe Blämlen Fiebern nützlich gebrauchet werden. Denn Bla f 500 ſie feuchtet und verhuͤtet die Erhitzung und dn ue 1 8 9 des Gebluͤths, und bergeſtalt viel en, 0. heimnmet ſie die Raſerey und die Unſinnigkelt ammen 0e a derer, die in hitzigen Flebern liegen. . fog hw weichen den Leib, etliche brauchen die jungen Dame, die Bug zarten Blaͤtter und Blumen unter Salat, hen lang weßune folcher Geſtalt iſt ſie auch dem Magen nicht ürten, auch an unk unangenehm, erfriſchet iſt auch den melancho⸗ ſeblühet dengucz, kiſchen Leuten ſehr inutzlich. Viel Naedici ra⸗ s zum Septenhaen then in der Melancholle zu Aufweckung der geſammlet, wan ih Lebens ⸗Geiſter, den Burretſch in Bruͤhe vermehret ſee ſch ha geſotten, aber hiedurch verliehret er ſein ſub⸗ en. tiles Saltz, von welchem die fuͤrnehmſte hecken hat man die Wuͤrckung herruͤhret, weßwegen denn beſſet lumen, welche lam gethan wird, wenn man eben den Burrerſch lumen gehoͤrſg, an auch Scorzoner⸗Wurtzel, Meltſſen, Bie⸗ und wird gef) bernel und Kaͤrbel⸗Kraut, und Och ſen⸗Jung willing und in aun nimmet, und in einem wohlbedeckten Hafen mit d geſcheelet ung uu Bruͤhe ſiedet, ſo werden ſolche Bru ben deſte Hertz, wärmt 0 kraͤffttger, und kan man ſolche eine geraume 40, vetbeſſar hee Zelt des Morgens und Abends gebrauchen. e, Wehen dee, Wenn wan die Blumen in Wein leger, 1, Feiniget das Oi unnd davon trincket ſo ſollen ſolche das Ge⸗ oleund cher di müͤch und menſchliche Hertz erfreuen, einen Sate zh. 48 e freudigen Muth machen und olle Traurig ed in allen Kut keit vertreiben nach dem he ort; herruͤhren, g Duc Die Blätter gekochet und gegeſſen, er⸗Gebrauch Hertz⸗ſtaͤr⸗ ckend Krafft, Waſſor. 1 ͤs Volrerſct Ditit Borrago, gaudia ſemper 490. Sonſt findet man von dieſem Gewaͤchs gemeiniglich in Apothecken bereitet zweyerle Waſſer, 1. aus dem gantzen Gewaͤchs das an⸗ dere allein aus den Blumen. Item die Con. ſeryv, den Syrup, man machet ſonſt auch ei nen Syrup auf folgende Art. Blaͤttern gepreſſeten Borrg⸗ gen ⸗Safft, Zvi. Safft von deſſen friſchen Blumen, z ad Zi /. Zucker iii). Koche es zu einem Syrup. Solcher fuͤhret die Melancholiſche Galle ab, und erquicket die Lebens ⸗Geiſter, diene auch Miltz und Lungen⸗ſuͤchtigen, reiniget das Gebluͤth, benimmet Hertz⸗Klopffen und an, dere Hertz⸗Affeeten, vertreibt Schwindel und E. Aus den Gelbſucht, thut auch gut in hitzigen, gifftigen, peſtilentziſchen Fiebern, denn es widerſtehet allem Gifft, auch wird von einigen die Con. ſerva gehalten fuͤr ein Arcanum die Mo naths⸗Reinigung zu befoͤrdern, wenn dieſelbe in weiſſem Wein zerlaſſen wird. Auch iſt folgendes ein liebliches, und in allen Kranckheiten dienliches 1 Hertz⸗ſtaͤrckend Krafft⸗Waſſer. Rec. Borratſch⸗Waſſer Jib, Veylgen⸗Waſſer, Schlehen⸗Bluͤth⸗Waſſer, Zimmet⸗ und Roſen⸗Waſſer jedes z anden ⸗Bluͤth⸗Waſſer, Zvj. Mae ** Ad der 8 5 8.. Ä 5— 8 e 7 1 Nac! ö ft. az Jule e Cone S ces ale Veſe. 1 Ait dannn f cg, ri a geh fac das Et! acuh ches nch e lanlenun g fab ey dal kee Neger, buch kn une ih Haha n em ge d bc zt. deüheſeng ö ö — f Bona. 55 gaudis en, a man von dach, pothecken berch 1 dem ganhen ch anten geit en Blumen. 0. cane iffolgende Ak. Blättern gange— gen, Saft, i n deſſen friſhen din ad 5iſ. 11. zu einem Syn ret die Melancholſh t dle Lebens⸗Geſſt auch gut in hitzigen gf diebern, denn es ch wird von einge fuͤr ein Arcanuch ig zu befördern, went zerlaſſen wird. endes ein liebliche! en dlenliches fend Krafft Wie c. Wut 5. n Waſſet, i en- Bluͤch⸗Wiſſt tuund Rosen Waſil Blͤth⸗Waſſa, y Trauben ⸗Kraut. 197 Meliſſen- und ſchwartz Kirſchen⸗Waſ⸗ ſer, aa 50. 5 Roſen⸗Julep oder Citronen⸗Syrup 3j. Vermiſch es alles, und gebrauch es Loͤffel⸗ Weiſ e.. 74. Trauben⸗Kraut. und hartzig, eines ſchweren und ſcharffen, doch b nicht unlieblichen Geruchs, es hat viel gelbe ungen, ſüchtige un umet Herß⸗ Klopfen ten, vertreibt Su kleine Bluͤmlein um den gantzen Stengel, dar⸗ aus wird viel kleiner Saame, der haͤnget ſo dick an einander, wie eine Traube, daher es auch den Namen hat, die Wurtzel iſt klein, und zäſerich, es wird zeitig im Auguſt und Herbſt⸗Monath. Von dieſem Gewaͤchs, welches hitzig im 2/ und trocken im z ten Grad iſt, wird nur das Kraut in Apothecken auf behalten, es iſt warm und trocken, durchdringend, ſaͤubert und offnet iſt gut in den Gurgel⸗Kranckheiten, wenn das Faͤpfflein gefallen, dienet auch in Clyſtiren bey dem Druchlauff und rothen Ruhr, auch bey verſtopffter Monath⸗ Reinigung, verhaltener Reinigung nach der Geburth, und Schmertzen der Mutter, und der 8 von dieſem 1 3 Botrys. Rauben⸗Kraut, im Lateiniſchen Bo- Deſſen trys genannt, waͤchſet mit vielen Neben⸗Geſtalt. Aeſtlein, iſt gelb ⸗gruͤn, die Blaͤtter ſind zer⸗ ſpalten, wie das Eichenlaub, darzu glebricht, 5 ** g — ee 2——— 198 Trauben ⸗Kraut. iſt gut wider Trieffen der Augen. Iſt auch heilſam der Lungen und Bruſt, fuͤhret aus die kalten Fluͤſſe, verbeſſert den kurtzen Athem, und kan wider langwaͤhrenden Huſten gebrau⸗ chet werden. Das Kraut geſtoſſen, und mit Honig zu einer Latwerg gemacht, iſt treflich wider Lungen⸗Geſchwuͤr, womit vielen geholf⸗ fen worden, die da Eyter ausgeſpeyet haben. Man kan das Kraut allein, aber mit Suͤtzholt ſieden, und etliche Tage aneinander davon trincken, das Kraut in weiſſem Wein geſotten, Morgens und Abends einen Tiſch⸗Becher vol davon getruncken, wird fuͤr eine heilſame Arz ney gehalten wider alle Gebrechen der Bruſt und Lunge, oͤffnet die Verſtopffung der Leber, Nieren und Mutter, vertreibt die Gelbeſucht, und verhuͤtet die Waſſerſucht. Wenn man ſolch Kraut zum Kleidern le⸗ get, giebt es ſolchen einen guten Geruch, ver⸗ huͤtet ſie auch fuͤr Motten und Schaben, ſe man ſolch Kraut in Lauge ſiedet, und das Haupt damit waͤſchet, vertreibt es dle Milben in Haaren. Das Kraut in Oel gekochet, und int ſolchem Oel den Nabel und Bauch warm geſalbet, vertheilet die Winde, und ſtlllet das Grimmen.. Trauben ⸗Kraut pulveriürt, an die Glut geſtreuet, und den Rauch davon in Mul⸗ 81. 1 gehen laſſen, ſtillet den Mutter- Fluß. Das deſtillirte Waſſer davon vertreibet jungen Kindern das Grimmen und Hertz⸗Ge⸗ ſperre, 1 Cube t I 1 fake fist rauben ume, ccc tau“ ace Kohle Mßhof lit ehealts uam 0 1 church ein fade durhgeſe 100 danket ache den be e Ge 7 Au a 5 f 1 Aden. n — 1 — — 2 — 4 — — — da 12 ausgeſpeh 80 aut allein, abeemte che Tage aneinalhg! it in weſſſm Mig ends einen Ic 5 wird für elne ſaſag n alle Gebrechen uu t die Verſtopffunza tter, vertreibt de au Waſſerſucht. olch Kraut zun Kan hen einen guten Get Motten und Schi n lauge ſiedet und vertreibt es de M Fraut in Oel gekohl den Nabel und Bun t die Wlade öſth ut pulretibtt, eule en Rauch dabon; 69 laſſen, fillet de N e Moſſet dero 5 18 Grimmen unh 10 6. Trauben⸗Krant. 199 ſperre, machet ihnen weit um die Bruſt, biß⸗ weilen ein klein Loͤflein davon gegeben. Es wird auch von eben 5 80 We 15 nützlicher 65 Friſch Aeiuben⸗ Nee Miij. Brenneſſel, Heiderich Kraut, jedes 2. Hand voll. Rothe Kohl⸗Blaͤtter, Roßhuf⸗Blaͤtter, a a. Miß. Koche alles zuſammen in genugſamen Waſ⸗ ſer, ſeige es durch ein Tuch, thue zu jedem Pfund des Durchgeſeigeten 12 Zucker, koche es und clarificire es zu einem Syrupp. Solches dienet in langwaͤhrendem Huſten und Bruſt⸗Geſchwaͤren. r 7. Teutſc Baͤren N N Brand Urſina. Tuch Baͤren⸗Klau, im dateiniſchen 8 Branca Urſina genannt, hat eine weiſſe Geſtalt Wourtzel, wohlriechenden, und etwas ſcharffen und Ort, Geſchmacks, aus ſelbiger ſchieſſet ein Stengel herfuͤr, ſolcher iſt hohl, feiſt, dem Fenchel⸗ Stengel faſt gleich, offt anderthalb Ellen hoch, traͤgt oben groſſe Kronen, die bluͤhen weiß wenn ſolche abfallen und vergehen, ſo folget ein breiter doppelter Saamen, ſo breiter und groͤſſer als der Dill⸗Saame iſt, die Blaͤt⸗ ker ſind ſehr groß, ſchwartz⸗gruͤn und rauch, ein jegliches Haupt. Blatt iſt zertheilt in 5. ober 6. Neben⸗Blaͤtter, ausgeſchnitten, an N 4 Geſtalt Eigenſchaft und Nuzen.. chen auf folgende Manſer: 200 Teutſch Boͤren⸗Klau. Geſtalt einer groſſen Baͤren⸗ Klaue gleich, waͤchſet gerne in felſigten Graß⸗ Gaͤrten, und wird allenthalben in groſſer Menge ge⸗ funden. Dieſes Kraut bluͤhet im May, es wird aber im April geſammlet, iſt warm im 1. Grad, und maͤſ⸗ 4 ſiglich feucht, und iſt eines aus den erweichenden Kraͤutern, wat, met und trocknet, wird gemeiniglich aͤuſſerlich im Clyſtier gebrauchet, die Blaͤtter dienen in Verſtopffung der Leber und Gelbe ſucht, der Saame aber iſt gut den Keu⸗ chenden und treibet den Schleim aus. Teutſch Baͤren⸗Klau, eine Hand vol genommen, und klein geſchnitten, mit guter Fleiſch⸗Bruͤhe eine halbe Stunde ſieden laſ⸗ ſen, alsdenn durch ein ſauber Tuch gedruckt, und des Morgens nuͤchtern getruncken, darauf biß Mittag gefaſtet, fuͤhret ohne einigem Scha⸗ den den Schlelm und die Galle aus. Dieſes Kraut kan man in Clyſtlren gebraut Elyſtier be ee 1 4 Ja hulſt Bir , Ei 15 eie ſicgsin fungen Br! tg rtr Aude! dau nahe a h Sichen ez fis cemmen, Gal, Suchen, ehe, A — 1 — — erweichenden 5 t, wird gemeinglch h auchet, die Blaͤttr der Leber un g zame aber iſt gut a! telbet den Schlan ſben⸗Klau elne h klein geſchnitten, f ine halbe Stunde ſth ch ein ſauber duch gh z nuͤchtern 2 1 et führet ohnecht und die Gallen gan man in Ch Manſer: welſch Baͤren⸗ Klau. 201 Clyſtier. uus ⸗Clp⸗ Rec. Teutſch Baͤren⸗Klau, Mij. tier. Pappeln, Eibiſch, jedes aa. Ni. Anieß, Zij. Siede ſolches im friſchen Waſſer von der durchgeſeigeten Bruͤhe nimm Sr. we es Roßmarien⸗ Honig, ii. Dill⸗ und Camillen⸗Oel, aa. 3J. Daraus mache ein Clyſtier, applicire es warm. Solches bringet die Oeffnung, iſt ſehr nuͤtz⸗ lich in Grimmen, Lenden ⸗ Wehe, und Seiten Stechen ſo von 9 0 Leber ** 3 3 1 0 und Milt herruͤhret. 1 10 5 5 70 Wale Baren⸗ 1 7 3 ges 35 N Hina ta W̃᷑̃ E. ch Nene HBaͤren⸗ 9 Klau, im Latei⸗ niſchen Branca Urſina oder Acan· thus genannt, hat Geſtalt, auswendig eine Zeit und 1 ſchwartz roͤthlich⸗ Ort. te, inwendig weiſ⸗ ſe, ſchoͤn gruͤne, lang⸗ ſchmutzige, 178 8 vaͤhe und klebrich⸗ 1 55 te Geſtalt; der 5 Stengel iſt zwen Ellen hoch, gera⸗ N 5 de, 15 100 Braffica alba. Ort, Geſtalt und Arten, auch nachfolget der Graun ⸗Kohl, ſo ungehaup⸗ 22 Welſch Baͤren Klau. ee de, ſteiff, ohne Aeſte, Fingers ⸗ dick, glatt, zu oberſt mit kleinen Blaͤttlein ordentlich beſetzt darzwiſchen ſind kleine ſtachlichte Hüͤlſen aus denen muͤſſen Bluͤmlein hervor kommen, wenn ſolche abfallen folget ein laͤnglichter, gelbfar, biger Saame, in Groͤſſe einer welſchen Erbſt flach, rund und dick, die Blaͤtter find ſchwatt Schues lang, tieff eingeſchnitten, und hat dle⸗ ſes gantze Gewaͤchs einen zaͤhen Safft, dargus einige ein Gummi zurichten, ſo dem Tragand nicht ungleich iſt, bluͤhet im Brach⸗ und Heu, Monat, waͤchſet in Gaͤrten an ſteinigten und feuchten Orten. Schmertz ſtillend Clyſtteren und Uberſchlaͤgen, vor Gicht/ Seiten Wehe, Verſtopffung und Geſchwulſt des Miltzes, Brand, Dohl⸗ Kraut, im Lateiniſchen Braſſtos al. bar dleſer Kohl iſt weiß oder grün, welchem tet iſt. Dieſes iſt ein in allen Kuͤchen bekann⸗ tes: Gewaͤchs, und bedarff allhier weder Al bildung noch daß man deſſen Geſtalt weitlaͤuff 10 N 5 Abl Gch; ſbochf ene Baan tegel Keüut 10 145 wild, Heede 5 ach hunt wenn g ud n 1 1 0 15 lee Joan Kohl⸗ Kraut. 203 Fingers%,— N 8 n Baca ig beſchreibe; jedoch iſt ſolcher unterſchieden klelne ſtachſſh ell von dem rothen Braun⸗Kohl, und andern Ar⸗ unlef h then der Kohl⸗Kraͤuter, von welchen allhier olget ein lan In nicht gehandelt wird. Solcher waͤchſet in Groſſe einer wi 00 Gaͤrten, erferdert einen feuchten fetten Boden, (c die Blätter 5 wird vermehret, wenn er im Anfang des Mer⸗ Eigen ſchaft und Nutzen. alte Schaͤ den zu hei 2 0 er ehe tzen geſaͤe i ‚ epflantzet und Tegechnle 5 8 5 93 ſortg f J N bseknen zahm Ss Krane l ni zh Das Kraut iſt bah* d warm im erſten, 164 1 bah und trocken im z. kten an fig Grad, zlehet an, larirt und ſau⸗ dd Wurheliſt vun 1975 iſt ein gut Grad, erweſcht 1 Wund Kraut, et den Ham, zweymahl geſot⸗ t Brüche, diet ten, ſtillet es den Clyſtteren und lb D Stuhlgang und en · Wehe, Veſtnff Reiſſen im Leibe, ſt des Milges, Kohl ⸗Blaͤtter letven, und peru auf hitzige Schaͤ⸗ igens wird in den ya den geleget, be⸗ davon angetroffen nimmet die Hltze —— und Schmertzen, Kohl⸗Kraut. 1 und heilet aller⸗ t um latelnſſche dul 1 15 55 freſſende Schaͤden, auch an heimli⸗ liſt welß oder rin. Mittel zu alten Schaͤden und Bohl, g n eſonder ittel zu alten 1. alen Kian Geſchwaͤren; nimm Kohl⸗Kraͤuter im ausge⸗ 4 ahn hendem Heumonden, thue die mittlere Rippen davon, koche die Blaͤtter in weiſſem Wein, wa⸗ — nan deſſen Gesel ſche damit die alten Schaͤden und. b halten. 204 —* 1 3 l 8 . FFF 15 n 5. es mildert die Schmertzen, und heilet ſänfftſ, A uuf lich. Der Safft von Kohl allein hat die Ktaſſt, die Wartzen an den Haͤnden wegzuneh⸗ men. oder Zucker Candel vermiſchet wird. N Kec. Wohlgeſcheelte Gerſte. Auch iſt der Safft ſehr gut wider die Heiſerkeit, loͤſet ab den dicken zaͤhen Schleim, wenn ſolcher von Blaͤttern und Stengeln friſch ausgepreſſet und gelaͤutert, mit Honig „gebrauchet Gute tim: Tranck, gute Stimme zu erhalten, me zu er⸗ Groſſe Roſin ohne Kern, aa. 5. Suͤß⸗ Holtz, Kohl⸗Saamen, aa. Zij. Safftige Feigen, I5vj. Frauen Haar, Iſoppen Kraut, aa. Mſb. Friſche Pintolen. Iſc. Zerhacke alles untereinander, ſiede es eine halbe Stunde lang und ſeige es durch eln Tuch, und zerlaß auf jedes 15. des durch⸗ geſeigeten Saffts, abgeſch nig 3j. und Candel⸗Zucker 3j aumten Ho⸗ davon kant du des Morgens oder Nachts zu Zellen Siv. ad 3vij. warmlicht abſchlorffen laß ſen. Dienet fuͤr Pfarr⸗ Herren zum Predigen oder Vorſaͤngern, und denen, welche ihre Sein, me viel gebrauchen muͤſſen. 78. Weiß ⸗ fing wach nn 110 ban kern . faengt he 5 gebe ü f ſch lahe . lan 1 1 9 , e 10 15 90 it 0 hl, dre ga der Safft ſcht au ab den* en Blattem und e ſet und geläutet, u andel vermſh ſn Stimme zung ſcheelte Gerste Noſin ohne Kun az Holz, Saamen, 22. 5. ge Felgen, hy. Haar, n Kraut, aa. Mf, Pinlolen. 3. s untereinander, fh nde lang und ſeggechn zerlaß auf eder ba Saffts, abgeſhun Candel⸗ Zucker zy orgens oder Nacht . warmläht ahh. ö fur⸗ Herren in. rund denen wehe 0 en müͤſſen. 10 „ 0 1 — — — —— — Rohl, Geschlechts 20g 78. Weiß Kopff 5 Kohl Feld⸗Kohl Braſſica al- Blumen⸗Kohl, Mer⸗Kohl. deep, r 2 Nlangend 1. den firis, z. Cau- r Weſopff oder bac. e 1 Haͤuptel im Latei⸗ Marins. i kniſchen Braſſica ca- 0 pitata alba genannt, % dſt ein allgemein be⸗ %, kannt Gewaͤchſe, alſo daß deſſen aͤuſſerlſche Geſtalt zu beſchrei⸗ ben, vor unnoͤthtg erachtet wird; Er waͤchſet gern in Kraut⸗Gaͤrten auf einem wohlgeduͤnge⸗ ten lockern Erdreich. . 5 Deſſen Mutzen iſt Deſſen Ge⸗ fuͤrnehmlich in der Küche zu einer Speiſe zu ge⸗ brauch und brauchen, wird in Herbſt⸗ Zeiten faſt in allen Nußen. Landen zerſchnitten und eingeleget, hernach zur Winters⸗Zeit dem arbeitſamen Volck zu einer Speiſe gegeben, zarten Magen aber, und welche ſich keine ſonderbare Bewegung machen, will er nicht wohl dienen. Die Bruͤ⸗ he, ſo auf ſolchem eingemachten Kraut ſtehet, ſſt ein heilſam Mittel, wenn ſich ſemand ver⸗ brennet hat, die Blaͤtter ſanfft aufgeleget, die⸗ net auch wider Haupt⸗Grind der Kinder. Feld ⸗Kohl, Braſſica campeſtris, deſſen Braſfca Blaͤtter ſind gleich der Stockruͤben,* campeſtule) 1 55 halb * 206 Bohl ⸗Geſchlechte. Deſſen Ge⸗ halb Schuß hoch am Stengel, mit bleichen ſtalt und oder gelben Blumen, und einem, in Huͤlſen Nutzen. verſchloſſenen ſchwartzen Saamen: ſolcher koͤmmet von ſich ſelbſt herfuͤr, waͤchſet wild, auf den Brach⸗Feldern. 1 Deſſen Nutzen iſt, daß ſein Safft, wann man ſolchen in die Naſe thut, das Haupk vom Schleim reinlget. Der Saame vertreibt die Wuͤrmer, und aͤuſſerlich die Flecken der Haut. Das gebrannte Waſſer davon heilet der tollen Hunde Biß. Es iſt aber in den Apothecken nicht gebraͤuchlich. Blumen Kohl, Braſſica Cauliflora, kunfft, Zeit tragen. und Nutzen. Welſchland, und wird bey uns von dem da⸗ her gebrachten Saamen erziehlet, er bluͤhet im Julio, und gegen den Herbſt bringet er den Saamen, welcher aber bey uns ſelten, oder faſt niemahls reiff wird, im Winter aber wird er von einigen in Keller geſetzt, da er im Sande voͤllig ausbluͤhet. 2 85 Man ſaͤet ſolchen zu Ende des Aprillen, oder Anfang des Mayen, im zunehmenden Mond, er fordert aber einen wohlgeduͤngeten Boden, wo er hin verſetzt wird. Er iſt gaͤntz⸗ lich, ſonderbar die Blume, ein Kuͤchen⸗Ge⸗ waͤchs, und unter den Kohl⸗Kraͤutern das zar⸗ teſte und geſundeſte. 8 tee 2 Meer . eee 1223 f Ale hl, c abe lun, ahn Et gchecpheurunt dach urn Mech, due uach chte E ſcaflen, e cg i Franck ech he Somme acdc Kant ſt ite ud, göſſte fen n bug ah, un Waſſeſte tigen dach Wag eng ind; desde nabe engl, 9 utzen it, daß s , daß ſug enin die dnſethuegt ulget. Der Sum ind aͤuſerlic diele rannte Wiſſe lun de Biß. Es fag gebraͤuchlich. Nohl, Bralſez Cat nge und breite datt nen die Blumen fert efuͤget, und weſſech fft zu uns iſtaus oy d wird bey uns band Zaamen erziehlet, al gen den Herbſt baſgel aber bey uns fete d im Winter aber ler geſetzt, da er inte chen zu Ende des An Maxen, inn zung aber einen woßlgin verſetzt wird. b Blume, ein Kichu/ en Kohl⸗ Krill „* a 1 Meer⸗Kohl, ſonſt Braſſica Marina, auch Soldanea genannt, kriechet mit ſeinen duͤn⸗ nen roͤthlichten Stielen auf der Erden her, traͤget wie Epheu rundte, milch ſafftige Blaͤt⸗ ter und bleiche Purpur⸗farbene Blumen gleich den Gloͤcklein, denen folgen rundte und mit ſchwartzen eekichten Saamen gefuͤllete Saa⸗ men⸗Haͤußlein. ö 3 Waͤchſet in Italien am Meer, um Genua, Venedig, in Franckreich und Niederlanden: hluͤhet in den Sommer ⸗Monathen, die Blaͤt⸗ ter oder das Kraut ſind hitzig und trocken im dritten Grad, eroͤffnen, fuͤhren das Gewaͤſſer oben und unten ab, dienen daher ſonderlich in der Waſſerſucht, Scharbock und dreytaͤgigen Siebern, das Pulver, Lat⸗ werg„Ellentz und dicke Saͤffte davon, thun desgleichen, werden aber mit Magen⸗Artzeney⸗ en corrigirt. l 79. Zaun⸗Ruͤbe. Kohl⸗Geſchlechte. 207 Braſſica Matina. derer Ge⸗ ſtalt, Orth, Zeit und Nutzen. Bryonia. AAun, Rabe, Gicht Rübe, im kateint Deen Gr 0 ſchen Bryonia genannt es wird ſolche auch ſtalt und von einigen Stegwurtz und Schmeer⸗ wurtz genennet, derer Staͤngel und Raͤblein wachſen bald hoch, geſellen ſich mit ihren Jan⸗ cken oder Faͤden gern an die Hecken, alte Man⸗ ren, Stauden und Zaͤune, oder was ſie errei⸗ chen koͤnnen, die Blaͤtter gleichen faſt dem Wein⸗Neben⸗ Laub, ſind aber kleiner, rauher und eckichter, bringen kleine weiſſe Blümlein, e dar⸗ eit. Eigen⸗ chafft und dutzen. 208 Zaun ⸗Ruͤbe. 8. e 7 . — daraus werden die ſind erſtlich c gruͤn, und wenn l* ſie zeitigen, gang A roth, an etlichen auch gar ſchwanz, darinne ſtecket der Saame i zaͤhem klebuchten Safft. Dlieſes Gewaͤchs hatelne ungeheure groſſ Wurtzel, wie el . Ruͤbe, und lan, darzu ein wenig ſcharff, ſtreng und wider wal tig, am Geruch ſtarck und unlieblich, blͤhg den gantzen Sommer biß in Herbſt hinein, Die Stegwurtz hat ein ſaͤuerlicht ae des Saltz, in ſeinem Safft verborgen, dal nenhero die Eigenſchafft zu purgiren, zu eroſ⸗ nen, und ſonderlich die in dem Lelb verſeſſeneh Waſſer durch den Harn und Stuhlgang abb zufuͤhren: Sie iſt trocken und warm im a dern Grad, oͤffnet die Verſtopffung dal Miltz und der Leber, in der Waſſevſucht treibt ſolche das Waſſer ſo wohl durch del Stuhlgang, als Erbrechen aus, ſtlllet da Aufſteigen der Mutter, treibt die 155 na ger als ein Arm, inwendig weiß eines zähe ſchleimigen Saffts, an Geſchmack bitte, 5 Sun ech Rege gut gut den un hob ue 155 fat let Wu faft, ſcrtach ln gehe Git A cctham zu tempe cebſaach it, die l das dbafßge d, fach tagtſenardie ſunſcit ecbohne daher ndcüfden de ange gberhe chien chef change küuct) Get dee — — 8 ache e d d. tt ds g . 1 Zaun⸗ 0 7 31 Nun Vibe Zaun⸗Kuͤben. 209 . da 8— e nathliche Reinigung, auch todte Ge⸗ ie iu burth/ iſt gut den Reuchenden und Poda. ein, u, Sricis, die Doſ. in ihrer Subſtantz iſt 5j. in einer 1 wah Infuſion 5ſt. augheſ Krafft, lieget auch eine heimliche Wuͤrckung, das Acidum zu temperiren, dahero ſie eben ichen im Gebrauch iſt, die Waſſerſucht zu hellen, Gift. und das uͤberfluͤßige Serum abzufuͤhren, euſ⸗ J Ga ſerlich tauget ſie vor die Waſſerſucht, wenn mache man ſit mit Geißbohnen zu einem Überſchlag Nl machet und auf den Bauch leget, ſoll auch das 8 b de Pulß am Schlaff und Arme legek. 8. Es wird aber die Wurtzel nur in Inkulo ge⸗ wendig waß dal rauchet, oder deſſen Safft, biß auf etliche ſfts an Gechna Prachmas, in Syrup biß 30. ktreibet die Wuͤr⸗ charff, ſrengudi mer: wenn man die Wurtzel aushöhlet, und ſtarck und uncl! mit ſeinem elgenen abgeſchnittenen Oberttzeil mer biß in Habſſe wider bedeckt, ſo ſammlet ſich ein liquor dar⸗ uttz hat eln ſuunlch inne, der da die Gicht⸗Schmertzen treff lem Safft ala zich mindert, auch das geronnene Blut nſchafft zu pute) gufloſer. Wenn man dle Wurtzel aͤuſſerlich ich die in dam ae auf die Nieren Pflaſterwelſe bindet, ſo relol⸗ n Harn und Seuchen virt ſie das geſamlete Waſſer. h ag, Unter diefer Wurtzel ihrer purgirenden gas geronnene Geblüch aufzulösen, und viertaͤgige Fieber heilen wenn man ſie auf 1 ſt trocken und bn Es wird dieſe Wurtzel in Apothecken ſon⸗ kecals oͤffnet die Vat 5 derlich bereitet, als 1. Fecula Bryoniæ, da A man die Wurtzel erſtlich wohl waſchen, Wa er ſo woe! g Erdrechen aus fn Mptter, ng 1 Reibeſſen reiben, mit ein wenig Mellſſen⸗ 1 6 9 Waſ⸗ Bryonic. zu bereiten, die aͤuſſere Rinde abſchaͤlen ſie auf einem R 1 S 210 Saun⸗Kuͤbe. Waſſer beſprengen, und alsdenn erſt ben Safft wohl auspreſſen, in ein verglaͤſert Gz. ſchir: wann ſolcher nun etliche Stunden ge⸗ ſtanden, ſchuͤttet man den Liquorem ab, da hat man auf dem Boden die weiſſe Feculam, die wird getrocknet, und zum Gebrauch au behalten. Dieſe Fecula hat andere Krafft als die Wurtzel, ſie purgirt nicht wie dieſelbige, derg Doſis iſt 3j. per ſe oder vermiſchet. Das deſtillirte Waſſer aus den feſſchg Wurtzekn, thut wunderbare Huͤlffe den Al maticis, reiniget die Nieren, treibt den Harn, oͤffnet Verſtopffung, vertreibet die Sieber, befoͤrdert die Geburth und Nach geburth, mit Zimmer⸗Waſſer und Saffraß wird nuͤtzlich gebrauchet zu den unheilſammg und faulen Schaͤden, nimmet auch Fl⸗ cken und Zitter⸗Maͤhler hinweg. Das Extractum, wird zwar von einige mit Brandtwein gemachet, er wird aber nicht fuͤr das rechte Menſtruum gehalten, die By niam zu extrahiren, es laͤſſet ſich viel be ſer durch Waſſer thun, dieweil die Wu ſelbſt eine waͤſſeriche Ruͤbe iſt. Auch purgirt dieſe Wurtzel wegen ihre Schaͤrffe, die waͤſſerigen Feuchtigkeſten uber aus wohl, der Urſachen dienen ſie auch del Waſſerſuͤchtigen wohl, zu dieſer Inten⸗ tion kan man ein ſolches Extractum Bryonis compoſitum daraus bereiten. Rc. Ge⸗ E b ec Erna Munuth, Maholber⸗ Gees Ba cke deseo: ac als von. 1 Gundm pee de chen Exttach debe Hale h. Nh 900 dee Mug, Cunud, Ou Da for f e agp chend, 4. 22 —— e, fr 0 c fang ö ö 10 daun Rübe 3 Zaun⸗Kuͤbe. 211 5 ö. 0 3 5 85 i i i 95 3 85 zopreſſe ag Nec. Getrocknete Zaun⸗Ruͤben J. Extract cher aun eli 90 ö Erdrauch, Bryoniæ et man d 500 Wermuth, aa. 15). compoſi. 1 in Liqung Wacholder⸗Beeren, Ji ai net hd Senes⸗Blaͤtter ij. edge nd ange. Jerſchnelde dieſe species klein, gieß ſo viel Serauch. Waſſer als vonnoͤthen daruͤber, laß es 8 den an uff drey Stunden lang ſtehen, dann colir git nicht wedich und preſſe die Bruͤhe aus, und koche ſie le oder verh. zu einem Extract, zu einer Pillen⸗Maſla, rte Waſſer au ie Doſ. iſt gj. biß an V. zu nehmen. 1 Han, Auf andere Art. et die Nieren tu e J e e eee, e Rec. Ausgetrocknete Zaun⸗Ruͤbe 5j. At dieſes et die Gebutth n Erdrauch⸗Kraut 51 Extrecks, Junmeet⸗Waſſuwtz ende e 6 brauchet u bu Darans koche dte Kraͤffte mit Waſſer, und Schaden, nme gaß die ausgepreſſete Brühe evaporiren, zu er Mahler hun einem Extract, Doſ. iſt 9b. biß an 3D. Sonſt dum, wird zwar u wird dieſe Wurtzel auch von einigen in Sub- ingemachet er wih ſtantia gebrauchet, und wenn ſie pulveriſirt, lenſtruum geha. Zi. gegeben, ſie kan aber vorher bereitet wer⸗ ſiren, es läſet h den. V. g. Nimm friſche Bryoniæ-Wurtzel, Bryonie r thun, debeſ eh nach Belieben, dieſelbe ſtoſſe, preſſe den Safft Aud en uche Ribe. aus die ausgepreſſete Wurtzel laß trocken Gebkauch t deſe Mugla werden und thue auf jede 5 des Pulvers 3 a iſer ou cl Troͤpflein Maͤgel⸗Oehl, und deſtillirten Eßig vaſſerig den f 1 Sc. und laß wieder gelind trocknen, ſo ſoll ſol⸗ 3 1 öl ches eine fuͤrtrefliche Purgantz ſeyn, in Cache 0 5 5 a 01 50 und Vanbepſſung der Mutter, Dol. iſt n on gr. v. ad 2j aus berelkenn 5 5 ö — ö 2 9 ———. Ochſen⸗Junge. Augloffa. 80. Ochſen⸗Zunge. 7 85 5 a* 2 N. 1 3 8 — * 11 8. Ane e , e 1 Ochsen dung un Lateiniſchen Bugbof gleich, der Stengel iſt rund, rauchhaͤrlg und anderthalb Ellen hoch, aus deſſen Jweſ gen kommen purpurfarbene Blumen, klein als Borragen, woraus der ſchwartze Saamh entſtehet. Die Blaͤtter vergleichen ſich m dem Borretſch, ſind aber laͤnger, haarlgleh rauher und mit ſehr kleinen Stacheln beſetzt, 7 1 Es hat dieſe Wur ˖ lch fft und. tzel mit der Borrage gie Wuickung che Eigenſchafft und Wuͤrckung, iſt* . in 1 . welche faſt gaͤntzlich der Borretſch⸗Wurſ N o Welt ese seben, lf det Wahhd lurch 0 gast, Serre ac ez wied fi Wan get d gebraut 1 tempeiitt Luſſelich dien Scha bündug der An fuß u Euſt, ach Ahe fu ud Schwache arma gehen fadzen nd lada ſchge fiche, 10. l, Jſſch, dagethat Se kde Nan seht Mache — — —— — 5 . — S — „ 4 N 1 —— . — — — 4 — . 2 * — 8 ——— —— — 1 7 — 8 5 e„ 5 .. 0 N 10 — inge, un Latelnſſhat „kommet aus ahne glich der Borraaſh h gel iſt rund, uh Ellen hoch, aus däſt purfarbene Blu, voraus der ſchwatze Blaͤtter vergleſch ſind aber länge. n r kleinen Sugchl, urtzel mit der Bin und Würchun/ —— —— — 5 . ö — — — —— — — 0 — 0 9 — — i 0 U Ochſen⸗Jung. 213 eee eee ee, mn und feucht im erſten Grad, bluͤhet von Nlajo und junio an, biß den gantzen Sommer hin⸗ aus, und wird durch ſetinen Saamen fortge⸗ pflantzet. Sie erweichet, præparirt die Galle, ſtaͤrcket das Hertz, wiederſtehet dem Gifft, den Saamen in Wein getruncken, vermehret die Milch, das gebrannte Waſſer erwaͤrmet, befeuchtet, temperirt die Galle, nuͤtzet dem Hertzen; Euſſerlich dienet es wieder giffti⸗ ger Thiere und Schlangen Biß, auch wider 5 Entzündung der Augen. Die Conſerv, „Syrup und Safft, werden wider die Me⸗ lancholey, Wahnwitz Tollheit, Zittern, Klopf⸗ fen, und Schwachheit des Hertzens, auch in der Ohnmacht gebrauchet, machen froͤlich, be⸗ feuchten und lindern die Bruſt, wehren den hitzigen Fiebern, vertreiben die Unreinigkeit der Haut, Auſſatz, Frantzoſen, Flechten und dergleichen: Der hiervon beritete Wein, be⸗ nimmet dle Traurigkeit und ſchwere Noth, und die eingemachte Wurtzel dienet wohliden Miltzſuͤchtigen. 0 85 Notheochſen⸗Zunge. Bug oſſum Noire ccchſen unge im Lateiniſchen rubrum zugloſſum rubrum auch Anchuſa genant allhier ſoll nur allein der rothen Ochſen⸗Zung gedacht werden, ſolche hat Blaͤtter wie die gemeine Ochſen⸗Zunge, ſind doch haͤrigter, raucher, laͤnger, gruͤner, und eher denn der . 9 Sten⸗ A nchuſa. derer giebt es unterſchiedene Geſchlecht, 1 800, und 1 9 N EPF* 2174 Rothe Ochſen· unge. Stengel herfuͤr koͤmmet, liegen dieſe Blatter auf der Erden, allenthalben ausgebreitet. Ha⸗ ben gar ſubtile Doͤrnlein, der Stengel iſt El. len hoch, rauch und mit ſubtilen kleinen Sta⸗ cheln beſetzt, zertheilet ſich oben in etliche Zwei⸗ ge, darauf ſtehen braunrothe Blumen, we an der wilden Ochſen⸗Zunge, aus dieſen Bly⸗ men entſpringt der aſchenfarbichte laͤnglichtt Saame, Der Geſchmack im Kraut findet ſich wie in der Ochſen⸗Zung nicht unlieblich aber ſchaͤrffer und trockner, die Wurtzel ff Fingers⸗dick, holtzigt, roth, lang und gie zur Zeit der Erudte einen ſo rothen Saft daß ſie zwiſchen den Fingern zerrieben d Hand blutroth faͤrbt, es wächſet auf fein Erdreich, am meiſten auf ungebaueten Ol thern. 13 Mit dieſer Wurtzel pflegen einige elne tu, the Butter zu machen, man findet ſolche auch in den Apothecken, und wird alſo bereitet. Rothe Butter zu machen. . Man nimmet friſcher ungeſaltzenen Butter, ein wenig Wein, und ein Thel di ſer Wurtzel, fiede es lange, biß es elne rolſt Farbe bekommet, und die Phlegma des Well verflogen iſt, denn drückt man es durch eh Tuch, und verwahret es, ſolche dienet, wen einer hoch gefallen, und da man geſteckt Blut vermuthet auch in Seiten⸗Stechen innerlch und aͤuſſerlich zu gebrauchen. Es wird auch daraus bereitet elne Jung due 12 ghet, fr cent de nn Eu ſctuc ab, denn e r ut dee dn c Ma flche dich fachen khh, ed la 1 0 555 cel, hule bag t ef ber ear tk, u tun dec daa, d . fag, chnal A, rut, t 5, dat w. N deſtd an baz 0 5 ee, aſchel Braut, 2275 oͤmmet, ee ehen i f 1 cla Jungfrau⸗Milch.. Jungfrau, dörnlein de En 0 52. Brandtewein zum beſten reckifieirt Mich. 15 mit flat 5„„ ellet ſcc ohen Storax und Benzoin ledes Zij. 10 4. Wuttzel von rother Ochſen⸗Zung, eu. Jung; dee Jerſchneid und ſtoß alles/ gieß den Brande⸗ der aſchenſerbſch 1 weln druͤber, daß er 4 quer Finger hoch uͤber die ſchmack im g 1 Species hinaus gehet, laß auf gantz gelindem chen, Junz n* Feuer ein wenig ſieden, oder stell es Tage 150 trockner 0 8 in warmen Sand, ſeihe hernach die rothe lhigt, ruth, f inctur ab, denn ein wenig weiß Lllien⸗ undte ahnen f 10 1 9 3 Tinctur vermiſchet, giebt 8. es eine 8 8 ful 1 1 Mit ſolcher die Haͤnde, und das Angeſicht 1 ſchtlaß gewaſchen, kuͤhlet ab, und haͤlt die Haut ſau⸗ een auf ung per und rein. Vurtzel pfegen diz aachen, man fou g N Aeſchel⸗Kraut, bey den Lateinern n, und wird alſo hl e Burſæ Paſtoris genannt, bringet aus ſei⸗ Bufter zu machn ner nicht tieff in der Erde liegenden vielfaͤlti⸗ ſümmt fichte ml gen Wurtzel nahe an ihr auswachſende zerſpal⸗ nig Wein, und a tene Blaͤtter, wie Miltz⸗Kraut, hat einen de es lunge, Ih ch, zarten Stengel, der theilet ſich in die Hoͤhe mit und die Pülegwil viel neben⸗Jancken, die Blaͤtter an den Zan⸗ enn druckt man n cken ſind lang 0 ſchmal, geſpitzt wie am groſ⸗ ahretes, fiche hl ſen Beſem⸗ Kraut, traͤgt auch ſolche weiſſe a. Abbe de Blümlein„daraus werden kleine knoͤpffichte Fin Seiten Eon Täſchlein, die ſind anzuſehen wie kleine Hertz⸗ l 5 40 lein, haͤngen an langen Stielen, darinne llegt 0 5 kleiner und ſchwartzer Saame, ſolches waͤch⸗ h daraus ball t hinund wieder an ungebaueten Oerthern. 0 O 4 Das 3 — dr. Taͤſchel⸗ Kraut. Burſæ Pa- ſtoris. Deſſen Ge⸗ ſtalt und Orth. —— 1 N 5 ä. ſchaͤl · Kraut iſt kalt im an⸗ dern Grad, und 7 trocken im drit, 672 ten Grad,(kalt 2 und trocken im e andern Grad) . ziehet zu ſa m 17 men, ſtopffet, 4% ein gut Wund⸗ 02 Kraut, daher es n im rothen Wei N gekochet, gerüh⸗ r met wird ge⸗ . N gen die Vet blutungen, der Naſen und Wunden, Blutſpeyen, Durchbruch, rothe Ruhn überfluͤßig guͤldene Ader, und Monet einigung der Weiber„Saameß Sluß, blutiges Harnen ſchwere Ge burch das Pulver in weiſſen Wein gegeben Euſſerlich mit Eßig zuſtoſſen, ins Gen geleget, oder in Haͤnden, oder unter den Ach ſelu und. Fußſohlen getragen, ſtillet es da Waſen⸗Bluten; In Wein geſotten, und aufgeleget, hellet es die Wunden und giſß, 5 10 tiger Thiere Biß, mit Eßig zerquetſche wird es in den dreytaͤgigen und hitzige 9 auf die Pulß gebunden; zu elne Brey gemachet und uͤbergeſchlagen, vel treibt es die Entzuͤndung der 150 1 5 the Das Ta dt c ſchwuhftd wCleder; c Gechwñ behe gut t 0 cd auch ſpffehunddon ate ſihe Rahe, als * 15 ju fi Wagrkuheg, als aue 1 K j 16 Mads z. ad Nee Wit warm ef wa ew icenden d . ch rungdis Lafee Ilockgt eth erheh. Beiſte fle, ind 16 fange care Te nac dern 00 kackt Durchbruch tach uͤldene Ader uit der Weiber, S es Harnen, ſchun ilver in weiſſen Weg it Eßig zuſtoſſn, ful Haͤnden, oder unte blen getragen, ſilke n; In Wein gag et es die Wunden Biß, mit Eßg zu dreytaͤgigen uu ie Pulß gebunderz und übergeſchh entzündung u Taͤſchel· Kraut. 987 the, Geſchwulſt des Halſes und der Ge⸗ burths⸗Glieder; in die Ohren gethan, ſoll es fuͤr die Geſchwuͤr derſelben und fuͤr das Zahn ⸗Wehe gut ſeyn. Das gebrannte Waſſer wird auch fürtrefflich kuͤhlend und ſtopffend und von Krafft gehalten, ſo wohl die rothe Ruhr, als einen jeden hitzigen Bauch Fluß zu ſtillen, den blutigen Harn zu vertreiben, als auch den unmaͤßlgen Blut- Fluß der Weiber zu ſtillen, Morgens und des Abends Zi. ad 5, davon zu trincken. Dieſes Waſſer warm in Mund gehalten, und damit offtmahls warm gegurgelt, befeſtiget die wackelnden Zaͤhne, und heilet alle hltzi⸗ ge Verſehrung des Halſes. Ein rein Tuͤch⸗ lein in ſolchem Waſſer genetzet, und warmlicht uͤbergeleget/zertheilet die Geſchwulſt der Frauen ⸗Bruͤſte, wenn ſie ſich anfahen zu entzuͤnden, und zum Geſchwaͤren neigen. Wiewohl einige Gelehrte nicht viel auf ſolch gebrannt Waſſer halten, noch von deſſen Krafft viel Ruͤhmens machen wollen. 17 2— en 8 2 83. Bur⸗Baum. N Ur⸗Baum, im Latelniſchen Buxus ge⸗ Deſſen Ge⸗ nannt, hat viel blaͤtterige Aeſte, mit ſtalt Orth einer weißlichten ſchuppichten Rinde umgeben, und Zeit. er waͤchſet gern unter den kalten und freyen Himmel, verlieret niemahls ſeine Blaͤtter, welche auch ſtets grun bleiben, beneben klein, glatt, gar nahe rund, elnes ſcharffen unltebli⸗ 9 5 chen Bux⸗Baum. 8 1 4 W beyſammen, welche in kl Bluͤmlein auswachſen, die chen Geruchs, auch etwas dick und doppelt zu 2 ſeyn ſcheinen, wle man ſie denn mit einem zarten Meſſerlein von einander ſpalten kan, daß es auch der Erfahrenſte fuͤr 2 Blaͤttlein halten ſolte. Ne⸗ ben den Blaͤtter⸗ lein erzeigen ſich kleine Knoͤpflein, Trauben⸗welſe einen faͤſerlichten da fünff⸗ bläͤttrg und gelb⸗gruͤnlicht ſeyn, und im Horn und Mertzen zum Vorſchein kommen: denn ſolget in dem Sommer die dreyeckichte und mit denen Saamen Hoͤhlen begabte Frucht, in deren je der zwey ablaͤnglichte, roͤthlichte und rundte Saamen⸗Koͤrnlein, fuͤr welchen alle Thlere einen Abſchen haben, ſein Holtz iſt gelb, bittet, auch dick und hart, daß es ſich gleich wie Elſen dem Feuer wiederſetzet, und giebt weder Flam⸗ me noch Aſche, dannenhero es nimmer faulel, indem es von keinem Wurm wohl mag zer, naget und durchloͤchert werden, ſchwimmet nicht bald auf dem Waſſer wie ander 9 wel N Inn bab ctbey wen al. Baume ö het dre Ihe nher. 9ſt, bach al 1 fuck bella gabe, Jade reeht fach bil inge aus dehtholhe, und fete in der nbehe, ce hunt befeuchtet un Achs ſiſſch zu de Mien de Olum lig Het, daß dab olg gf fine gute dag Decocum 90 uch ar en ee afftget g, tlchel agg Bux-⸗Baum. Loͤchlein hat. werden. well es darbey wenig, und ſehr enge Lufft⸗ Des Bur⸗Baums ſein zaͤhes und hartes Deſſen Ei⸗ „Holtz, fuͤhret einen ſauerlichten fluͤchtigen genſchafft Saltz⸗Geiſt, neben einem narcotiſchen Oehl und Wuͤr⸗ bey ſich, welches anders nicht, als durch ei⸗ ckung. ne ſtarcke Deſtillation kan heraus gezogen In der Artzeney wird er ſeltſam gebrauchet, doch deſtilliren einige ein natcotiſches Gehl aus dem Holtze, und erheben dleſes nicht al⸗ lein ſehr hoch in der fallenden Sucht und Zahn ⸗Wehe,(wenn man den Zahnſtocher 8 10. damit befeuchtet, und hernach in den hohlen fand Trauben Zahn ſtoͤſſet) zu den zernageten Zaͤhnen und Wauͤrmern, ſondern geben es auch vor das elche in kleinen sh, Oleum Ligni Heraclæi aus: Andere wollen, gachſen, die da fü daß das Holtz an ſtatt des Ligni Guajaci ſcht ſenn, und inen koͤnne gebrauchet werden, und lehren, daß orſchein kommen ha das Decoctum von dieſem Holtz, die Fran⸗ die dreyeckichteubn. tzoſen ebenfalls curlre, wenn man es wie das u begabte Frucht n Guajacum zurichte und gebrauche. Matthio · chte, roͤchlcht un lus bekraͤfftiget es, weil es die Erfahrung be⸗ lein, fur welchenel, zeuget haͤtte, Amatus Luſitanus bekraͤfftiget gen, ſeln Holt ig es auch, und meldet, daß er dieſes Decoctum t daß es ſchglahng mit groſſem Nutzen in Lue venerea gebrauchet ſetzet, und geht pa habe, ja er haͤlt dafuͤr, daß das Holtz an dem annenhero es nm Buf⸗Baum nichts anders ſey, deñ das Gueja⸗ nem Wurm wol cumſſo aus India zu uns gebracht wird. So be⸗ ——— ä— loͤchert werden, f em Waſſer me d — 7 0 1 !zenget es auch L obelius, daß das Decoctum von dieſem Holtz und Blaͤttern, nach Art des 270 Burx⸗B aum. jaci den Schweiß treibe, und durch dieſes De⸗ coctum eine arme Engliſche Dienſt⸗Magd von den Frantzoſen befreyet worden, welchen allen auch J. Prævat. in Medic. Pauper. Bey⸗ fall giebet. Andere aber wiederſprechen dieſes: Und daß diejenigen weit irren wurden, welche an ſtatt des Guajaci Holtzes, dieſe Spaͤne ge⸗ brauchen wuͤrden. Es wird auch von dieſem Holtze ein Exttack bereitet, welcher eine vortrefliche Schweiß, treibende Artzeney in der fallenden Sucht, Wuͤrmer und Faͤulung iſt, die Dol davon iſt nur eine kleine Pille. Es wird auch das Oehl aus ſolchem Holt bereitet, deſſen Doſ. iſt von zſb. bis 3j in Cot⸗ dobenedicten⸗Waſſer, oder Aqua Theriacal, Dieſes Oehl iſt ein fuͤrtrefliches Mittel in Zahn⸗Schmertzen, mit ein wenig Baum⸗ Wolle auf den ſchmertzhafften Zahn zu legen. Die Blaͤtter mit Schootten gekochet, vel, treibt die Gelbſucht, der vermittelſt eine darzu gehoͤrtgen Liquoris friſch ausgepreſſele Safft, wird in Seiten⸗Stechen, als ein ge⸗ heimes Mittel eingegeben. Im Schlag und Wahnwitz werden ſolche auch bey etlichen geruͤhmet, aber von el⸗ lichen wird es widerſprochen. Euſſerlich die Lauge gekocht, und das Haupt damit getpa⸗ ſchen, machet gelbe Haar. Der ſauerlichte Spiritus ziehet aus den Corallen eine Tinctur, ſo im Frayß ſehr nuͤtzlich iſt. 84. C, Butpacht f olan Elen 0 che A0 e fun eg canal Bur- Dur- Baum ß trelbe i dd me Engliche Daß, den beftegt wochg evat. in Medic. pz 00 dere aber wiederhre gen welt irren wür; — 8 cl Holzes, Aeg 1 en. 0 von dieſem Hie r eſne vortrefiche y. gene in der fit ner und Faͤulung% ne kleſne Plle. das Oehl aus fich do. iſt von zſß. h gaſſer, oder Agne J. eln fuͤrtreflches rtzen, mit ein weng n ſchmertzhafften J mit Schotten gebe ſucht, der vam Liquotis fich ag Seiten⸗Stechen, alt ngegeben. f 5 Wahn lichen geruͤhmet, derſptochen, Eich ind das Haupt ban be Haar. De fu 0 s den Coral cc nuͤtzlich ie und Zweige, an welchen zwey ge⸗ gen einander ſte⸗ hende, gekaͤrbte, haarigte und wohlriechende Blaͤtter wachſen, nebſt dieſen wachſen auf be⸗ ſondern Sttelen Purpur ⸗farbene Bluͤmlein, ſo einen ſchwartzlichten Saamen hinterlaſſen, die Wurtzel iſt gantz zaͤſerich: auf den Bergen, und auf derſelben ſtein gten und ſchattichten Buͤchen, Gaͤrten verſetzt, bluͤhet im Junio und Julio, und wenn es elnmahl geſaͤet worden, ſo ver⸗ mehret es ſich ſelbſt. Mentha und Calamintha; ſind unterſchiedener Arten, denn das erſte iſt der Münz, entweder Criſpa, Krauſe⸗ Cattario, oder Nepeta, Katzen⸗Müntz, Soracenica, Römiſche Salbey„ic. Die Ca- Es waͤchſet gern wird auch in die Muͤntz, oder lamintha iſt ebenfalls entweder die Montana Vera Calaminth. 221 85 84. Calaminth. 0 Calamintha %%( alaminch ade „im Lateint⸗ Geſtalt, M ſchen Calamin. Orth und K 1882 tha genannt, Zeit. NN„„ 40 wird mit unter 1 IAN e die Muͤntz⸗Ge⸗ 9„I ſchlecht gezehlet, N. g 77 deſſen Geſtalt N h nach, hat es vler⸗ K eckichte Stengel beyde Kraͤuter Unterſcheid und Cala⸗ minths: Ge⸗ 5 der ſchlecht. 3 8 70 e 222 Calaminth. vera odorifera ſeu Italica, oder Agreſtis ſeu Arvenſis, ſonſten wilde Poley genannt. Derer Sie waͤrmen, trocknen, eroͤffnen, zerthel⸗ Eigenſchaft len, haden duͤnne Theile, dienen dem Magen und Nugzen. und der Mutter, wie ingleichen der Bruſt und Leber, treiben den Monath⸗Fluß, die Frucht und den Harn, dienen vor den Huſten, eroͤffnen die Leber, vertrelben das Keuchen, und haben ſonſt ihre Wuͤrckung mit den Bal⸗ ſam⸗Kraͤutern. Was dar⸗ „„ nio geſammlet werden muß, werden berelket, 5 1 das Waſſer aus dem gantzen Gewaͤchs, 2 das Saltz aus der Aſchen, z der zuſam⸗ men geſetzte Muͤntz⸗Syrup ſolcher wird bereitet N. Calaminthe oder Nepethe, Zuſammen⸗ l 8 88 15 geſetzten Haus⸗Muͤntz, beyde friſch, aa. 31. Muͤntz Sp⸗ Fiſchen Liebſtoͤckel⸗Saamen, vup. Friſchen Moren⸗Kuͤmmel⸗Saamen, jedes zj. Cameel⸗Heu Zv. Kleine Roſinen 156. Schneid und ſtoß alles klein, thue es in eln glaͤſern Geſchirr, und gieß Brunnen⸗Waſſer 5 f;. darauf, deſtillirs und ziehe es bis zur Tro⸗ ckene der Specierum ab, verwahre das uͤberge⸗ zogene wohlriechende Waſſer; uͤber die Kems⸗ nentz ſo in dem Geſchirr geblieben, gieß wie⸗ der Brunnen⸗Waſſer darauf, laß es kochen, bis 15. uͤbrig bleibt, das exprimire und clati ficite/ Aus der Calaminth ſo im Junio oder Ju⸗ Vll 5 in fedarnach n hob K cls pu t ie ud t a chen äh daß n Ep w. 1 10 U Diaalun eg Claminth. Macho N ue Ii Ewu Nahe alch Ulſes auen Jahn z Me fel farin gu 2 ie gf 5 Ii Un ft Mutedos 8 Jap 13 08 cle ö 3 n, krocknen, ißt ſſu ne hel, den N er, wie ingläche 1 eiben den Mona, 5 eee eee, e S— — Harn, dlenen bar gg 1 verktelben le ih r Wirtin h . 1 In ſo im nb werden muß, wach r aus dem ganzen ch 3 z dee 8 f uthe oder Nepetht Nüntz, bende frich f Kebſtoͤckel⸗Saamen Moren⸗Kümmel e des 3j. Heu Zr. Roſinen ö. ſtoß alles klein, fac „und gieß Bum 10 fülle und ziehecsben um ab, danse ade Bla, kalt Geſchier geblhen 5 Baſſer darauf, 1550 bt, das capi — —— Calaminthen. 223 feire, thue 88 zu dieſem Pe 0 des be⸗ ſten Honigs Bij. Koche alles zur 3 9 Conſiſtentz auf das dickeſte, und thue hernach von dem obi⸗ gen abgezogenen Waſſer ſo viel darzu als noͤthig, daß es ohne fernere Kochung zum Syrup werden kan. 4. Auch ſeynd in Apothecken 3 Diacalaminthes Meſbe. 1 Rec, Calaminth, Korn Muͤntz, Pulßhaer, Nec. Macedoniſche Peterſilli aa. 3j. Ingber Ziij. Eppich⸗Sammen, Thymian⸗Blaͤtter, aa. Zij. Schwartzen Pfeffer Iſs. Mache alles zu Pulver. Dieſes attenuiret alle dicke ſchlelmige Feuchtigkeiten, zertheilt die Winde, foͤrdert die Verdaͤuung, heilet kalte Zufaͤlle des Magens, befoͤrdert Urin und Monathliche Reinigung. Diacalaminthes Galeni. Diacala⸗ minthes Rec. Pfeffer y). Galeni, Cardomomen, Jij. a Thymian⸗Spitzen, Eppich⸗Saamen as Jiſt. Maſiliſchen Pulßhaer, Macedoniſchen Peterſilli⸗Saa⸗ men, Berg ⸗Poley Berg⸗Calaminth, aa. ij. Miſche alles zu Pulver. 2 ie⸗ 224 Calmuß aus Indien. Dieſes wird mehr als das erſte geruͤhmel, denn es dienet in Bruſt und Magen⸗Erbre⸗ chen, und in allen oben erzehlten Kranckhetten, 8815 als das erſte, inſonderheit alten Leu⸗ then. * 3 An eee eee Calamus 85. Calamus Aromaticus. Aroma- b 8 ticus. de Deer wohlriechende Callmus, Cal ſchad. er! mus Aromaticus genannt iſt ein In⸗ dianiſches Gewaͤchs von unſerm weit unter⸗ ſchieden; Es waͤchſet ſeiner Geſtalt nach, wie ein ander Rohr, riechet wohl, iſt feuer 0 odek 0 12 un 3 g Cn wa ac wech . 0 buff ö 0 abhulgi d gebt Fudge Daechewä . 9 6 a dam Calnus f fiche en un fe Halen u wahre bahſſechen aa g Beweß ah U 0 f dert nbi c 5 Aden mu an sends Ie puh Sn Calmuß aus Indien. 225 oder weißlich weich, bruͤchig wie Spaͤne, lei⸗ mig und ſcharff, inwendig iſt es mit einem weiſſen Haͤutlein uͤberzogen, wie mit Spinn⸗ waͤben, und glebt zweyerley Sorten, als den Syriſchen, und den Indlaniſchen. Der Syriſche waͤchſet am See Genezareth, oder Gallilaͤiſchen oder Tyberiſchen Meer, ſo gemeinem Callmus faſt aͤhnlich iſt, der ander waͤchſet in Indien und Arabien. Etliche halten unſern Calmum vor den wahren wohlriechenden Calmus; Es ſtehet aber der Bewetß auf gar ſchlechten Fuͤſſen; denn erſtlich iſt der eigentlich ſo genannte Ca⸗ lamus Dioſcoridis ein Rohr, und keine Wur⸗ i tzel; zum andern iſt der wohlriechende Call- mus ein frembdes Gewaͤchs, das In Arablen, Indien und Syrien hervor kommet, unſer %a ber nicht frembd, ſondern einhelmſiſch, auch waͤchſet uͤnſerer nicht wie eln Rohr, ſondern wie Schwertel, auch riechet der wahre Cala- mus gleich von weiten, iſt roͤrhlich, oder weiß⸗ licht, dem Griffe nach weich, minder zerbrech⸗ lich, im Kaͤuen aber klebrich, und ziehet die Zange durch ſelnen ſcharffen Geruch zuſam⸗ men; und anders mehr. 5 5 i Dieſes Gewaͤchs iſt in unſern Apothecken ſehr rahr, und nur den rohrichten Blattern kiechende Culhus“ nach bekannt, als gebrauchet man an deſſelben natlcus genannt, eh ſtatt den gemein en Callmus. Er waͤrmet und ichs von unſam bal krocknet im 2. Grad, man brauchet ihn mei⸗ vächſet ſelne Gall, ſtens in Mutter⸗Beſchwerden, und Schmer⸗ P bs. Ritter be tlchernufl if ben der Nieren. ö ö Calcatrip- Ritter⸗Spporn. 226 * 86. Ritter⸗Sporn. pa. Conſo- Lida regalis. Geſtalt, Zeit und Orth. Itter ⸗Sporn, im Lateiniſchen Cales⸗ trippa genannt, in Officinen ſind ſie be⸗ kannt unter dem Nahmen Conſolida regalis derer giebt es mancherley Geſchlecht worun⸗ ter dle wilden fuͤr die nuͤtzlichſten gehalten wel den: Es hat ein ſchlecht, duͤrre und welſſes Wuͤrtzlein, daraus waͤchſt ein eintziger Sten gel, mit vielen Neben⸗Aeſtlein, an welchen lie zerkerbte Blaͤttlein herfuͤr kommen:* e⸗ We nt iv Jung 5 Juno trek Nh n kö! ſaecglug hoh, 15, nec Epo u. gh dt B fag Shitlen, nu eig; af fürs dale h fac um arefe eh Es wic l Mabaland ann cle unn, K Tach, Erbach four, zun Geh n und S Ihn auſbahalſg, Ob Bumm ſt uc ena, Aal zu al Tühceh, beben walt 85 a ge ung kuk fü b Decodtum N ter * Neth ü N ditter Spor * Mitter⸗Span 1 1777 N 00 M 188 —— N 2 Ng — 0 D N 8 N 2 — 1 Ritter ⸗Sporn. 227 Fernach im junio viel ſchoͤne e Blumen hervor treten, welche ohne Geruch ſeyn: und an leder Blume wird das eine Blaͤttlein lang, hohl, ſpitzig und herumb gebo⸗ gen, wie ein——.—* Alten geſehen wor⸗ den. Nach der Blumen Abfall, wachſen V lunge Schoͤttlein, in welchen ein grau⸗ſchwar⸗ tzes Saͤmlein lieget; In Teutſchland waͤchſet es auf den Korn⸗Feldern haͤuffig, darinnen es ſich ſelbſt vom ausfallenden Saamen fort⸗ pflautzet. Es wird auch in Gaͤrten gepflan⸗ zet, in allerhand annehmlichen Farben, mik gefuͤlleten Blumen, wormtt nur die Augen zu beluſtigen. Es bluͤhet den gantzen Sommer e„zum Gebrauch werden dieſe Blu⸗ men umb St. Johannes Feſt Vanek, und auſbehalten. Dieſe Blumen ſeynd der Warm und Kal. E mehrentheils zu adſtringiren, hellen dle Wunden, beſoͤrdern die Geburth inner⸗ und aͤuſſerlich, treiben auch den Harn, einige porn, im dale kochen dieſe Blumen in Bier, und geben es nannt, in Offen i den Kindbettertunen für die Nachwehen zu n Rohmer Consoli trincken, das Decoctum von dieſem Kraut mik gancherley Geſthalb Cichorien⸗Wurtzel, wird wider die Waſſer⸗ die nuͤtlccſte ü ſucht recommendirt. in ſchlecht, drm unn aus waͤchſt ein cat 1 Jeben⸗Aeſtlein, an lein herfür 155 ö Die Blume in Roſen⸗ Waſſer geſto ſſen, oder macerirt, iſt nuͤtzlich die Koͤthe in Augen zu vertreiben. Blumen der Nitterſporn in weiſſem Weln geen, durchgeſeihet, 0 und Abends P 2 davon te nach gemaͤßiget, ſtopffen in etwas, dienen 90 d Kitter⸗Sporn. davon getruncken, eroͤffnet verſtopfftes Mil, reiniget Nieren und Blaſe, treibt Harn, Stein und Grieß, ſtaͤrckt auch bloͤd und dun⸗ ckel Geſichte. 8 Auch iſt bewaͤßrt folgendes g Decoctum. Kecc. Ritterſporn Mij. Waſſer⸗Bathengel. Mj. Maͤuß⸗Ohren Oſterlucy⸗Kraut, aa. Mh. Zerſchneid alles, gieß 2. Maaß weſſſes Wein daruͤber, laß es ſo lang als ein Ey beym Feuer ſieden, ſeihe es durch und gieb Morgens und Abends drey Stunden vor dem Eſſen, einen halben Schoppen voll warmlicht z trincken. 228 Iſt ein bewaͤhrter Tranck ſuͤr die Wuͤmer im Leibe zu gebrauchen. Das deſtillirte Bit, terſporn ⸗Waſſer, dienet wider Grimmen und die Darm⸗Gicht, Zij. ad Ziiſß. daboh getruncken: den jungen Kindern wider das Keiſſen im Leibe, Gichter und Kundel wehe, wider Huſten und inwendige Bruſt⸗ Geſchwaͤr, beſoͤrdert bey ihnen auch u Harn, ſo man ihnen offt ein paar Löffel vol glebt, benimmet auch die Roͤthe der Augen. J Apothecken werden noch mehr Sachen daran bereitet angetroffen. 87. Ning 0 Dp . e N Y 8— N 2 bache Jun, feel, em 0 ent ume 16 U 6 wache 6 fn teu Kingel Blumen. 229 8 U kroͤffnet vaſcſ* 5 6 „ e 57. Ringel⸗Blumen. laß, frctauhll Fe R Ingel⸗ n Blumen vaͤhrt folgend ö im Lateinſſchen Decoctum, Caltha, in Offici- terſporn Mi nen Calendula ſſteBathengel genannt, iſt ein uß⸗Ohren 1 193 Kraut, wie eln rluch⸗Ktaut 4 Staͤudlein N deſ⸗ 1 Stengel iſt . daruber, aß wächſet elner El⸗ Ey beym Feuer ſchh) f len hoch mie lan⸗ h und gieb Mogens en fornen ge⸗ f Stunden vor Ame ſolgten Blättern 5 1 Schoppen ul zun auf den Stenglen Gen. kommen erſtlich vaͤhrter Lauck ſheich vor den Blumen, gruͤne Knoͤpfflein, die thun rauchen, Dab dellh ſich auf, woraus ſchoͤne Saffran⸗farbigte ge⸗ aſſer, dene eri ſtirnte Blumen werden, inn⸗ und auswendig n · Gicht zj al zy eines angenehmen Geruchs, und wann ſolche den jungen inden, verbluͤhet, ſo folgen rundte Knoͤpfflein her⸗ zeibe, Gichter uh nach, das iſt Saame, ſo man ſolches von ein⸗ Huſten und ahh ander thut, iſt ein leder Saame zuſammen ge⸗ beſoͤrdert bey t bogen, wie ein halber Circul. Die Wurtzel ihnen offt en wulf iſt ſchlecht, weiß und holtzigt, mit vielen neben⸗ tauch die Rothe Fasern. rden nochmeſt Ein offen. ſich von ſeinem ausgefallenen Saamen. In den Apothecken hat man nur die Blumen, ſie Y 3 ſtar⸗ Dieſe Blume bluͤhet im Juno und Julio, Eigen; und den gantzen Sommer uͤber, und vermehret Walen und 230 Ringel ⸗ Blumen. ſtaͤrcken mit ihrem aromatiſchen Geruch,(wel. cher dem Saffran nahe kommet,) das Heutz Haupt und Leber, erwaͤrmen und trocknen im 2. Grad, beſonders wann ſie duͤrre ſem, werden wider die Gelbſucht geruͤhmet, ſol len auch wider Gifft dienen, und die Geburth beſoͤrdern, wann man ſte mit eroͤffnenden De coctis vermiſchet. Ste benehmen das Heitz klopffen, ſonderlich denen Weibern, mi chen ihre Monath⸗Reinigung zuruck bleibe, nutzen auch ſehr wohl denen Gichtbruͤch en und Lahmen, wlederſtehen der Hie, treiben den Schweiß, und werden daß nuͤtzlich, wegen ihrer ſoͤnderbahren Krafft der Peſt gebrauchet, ſonderlich derer Sa, welcher von unterſchiedenen geruͤhmet will, Der Safft koͤdtet auch die Wuͤrme in de Ohren, und ſtillet das JZahn⸗ Wehe, al die Zaͤhne gehalten. Es wird auch geruͤhm wenn man den Safft zum Mund ⸗ausſſpieſi gebrauchet, daß es ein geſchwindes Mittel m der das Jahn⸗Wehe ſey: Fragus und Me. thiolus verordnen beyde das Pulver von die ſem Kraut, wider das Jahn⸗Wehe. Die jungen und feiſchen Blaͤtter von di ſem Kraut gegeſſen, befoͤrdert den Stuhl gang, und der Weiber verſtandene N nath⸗Keinigung; dle Bruͤte davon und die zarten Schoͤßling am Kohl mit Eyerkloſt in einem Kuchen genommen und gegeſſen, fil let den unmaͤßigen Monath⸗Sluß, un die Verhaltung deſſin treiben ſie; die A 1 0 en l E 1 cache un n ahloelbe en Dune 155 ſenach n chf ſlchfofle, fende genannt ſaeft geocht, fach up bet I Hasan den Blat ichs wenn fact den daha duch kde Wuſſeſe d hie gen J geh daß es fir al walſg bee acht arfan Jpeg Grube apa Wk) Kankfeng, Lahn 9 rang br a0 6 ſſcktde 10 00 ſath unh 0 He eri 0 f 0 ee zin, — deecgelbſcht uh, il Gifft dienen unc un man ſe mit gin ſet.— She benehmen N ndalch denen An nath⸗ Reinigung lun he wohl denen Gichch men, wlederſechn in zchweiß, und wohn n ihrer ſonderbahrn f mchet, ſonderlih da interſchiedenen gerihrr dtet auch die Würme! ſtillet das Jahn lten. Es wirdaucht Safft zum Mund a ß es ein geſchwinder ae Wehe ſey: Tagen nen bende das Puh der das Jahn, Loch und ſeiſchen Bite een, beſötdat ang r Weiber vertan gung; de But Fhlin am Kaflulkk 2 n genommen Age U zigen Monathel e gaben l Kingel⸗Hlumen. 231. ö und Blumen mit Salz verſtoſſen, zu einem Pflaſter gemachet, und auf dle Wartzen gele⸗ et vertreibt dieſelbe. Ingleichen wann man mit beſazten Blumen die Wartzen reibt daß ſte kaſſen, hernach mit Pferde⸗Harn abwi⸗ ſchet, von ſich ſelbſt trocknen laͤſt, und es 2 oder A. mahl wiederhohlet. Dahero auch das Kraut Vetrucaria genannt wird. Ringel⸗Blume in zaub⸗Safft gekochet, und in Blut ⸗Sluͤſſen gebraucht, und uͤbergeleget, ſtillet alsbald den Das aus den Blaͤttern und Blumen deltil- Deſtillire lirte Waſſer, wenn ſolche zu bluͤhen anfan⸗Waſſer und gen, tretbt den verhaltenen Monath⸗§luß,. auch iſt das Waſſer ſehr nuͤtzlich zu den rothen und hitzigen Augen, Brunlvicenſis mel⸗ del, daß es fuͤr alle Autgen⸗Kranckheiten dienlich ſey, ſo wohl die von Hitze, als auch die von Kalte entſtanden ſeyn. Es wied auch im Haupt ⸗Wehe gelobet, mit Tuͤchlein uͤber Stirn und Schlaͤffe geleget, treibt durch den Schweiß die Pocken und Maſern, und wird mit Mutzen in der Peſt und andern giff⸗ . tigen Kranckhelten gebrauchet, dienet ſonder⸗ lich auch im Schlag. Die daraus bereitete Conſerv wiederſtehet dem Gifft, ſtaͤrcket das Hertz und Haupt, be⸗ foͤrdert Monath⸗Reinigung, und iſt gut wider Peſt und hitzige Fieber, von etlichen wird ſie wider den Schwindel als ein ſonder⸗ bahres Mittel geruͤhmet, desgleichen auch in Schlag⸗luͤſſen, ſonderbar in der Gelb ⸗ Sucht. P44 838. Kampf⸗ 2. 1 1 3 eue, E 5 N 0 232 Campffer⸗ Kraut. 2 88. Kampffer⸗Kraut. rata. 5 8 Augud Kung e mib Jef N F fle Benn N N Wg, U 1 1 U* e aßuublächt, die N 6 0 5 4—— a N Da upf „ cen Juden — ee 8 n 18 7 öder ten 2 fag with 8 fab, bana 8 wand dun 2 95 45 N 10. Eicher! e e ckung e ben cer be Was ſelt N Ampffer⸗Kraut, Latetuiſch Campho,] aner, ei rata, iſt ein Kraut, ſo man es zwiſche ai Henn 3 a den Fingern zerreibt laͤſſet es einen Geruh u l M G. falt. wie Kampffer von ſich, daher es auch den N Wenn men hat. Das, wovon allhie gehandelt wich ic bringet von einer kleinen holtzigten Wurtz la, Em die etwas foſclicht iſt, lange Stenglein ſo he ke 47. Spannen lang ſeyn, herfuͤr, daran de anz g kleinen ausgeſpitzten Blaͤtlein wachſen, al el obern Theil der Stengel kommen kleine, zung egen wollichte bleich⸗gelbe Blümlein, ohne ſonde, Un kahrem Geruchs und trocknenden Geſchmuk] eng 2 ‚ her fuͤr. Aba N N* — D 1 N 7 — 2—— **— 8 N terſcheld. ampffer⸗Baum. 425 Aber es iſt zwiſchen dem Kampffer⸗ e Baum und Krampffer⸗Kraut ein groſſer Un. Kampffer⸗ Jenes iſt eine Staude, dieſes aber Baum, wie iſt ein fremder Baum, wie ein Nuß⸗ oder Pap ⸗ ſolcher ge⸗ pel⸗Baum groß, deſſen Stamm und Aeſte mit ſtaltet. einer Aſchenſarbnen Rinde bedeckt, das Holtz weiß und leicht, die Blaͤtter weißlicht, und den Weiden⸗Blaͤttern aͤhnlich. Der Kampffer⸗Baum waͤchſet in dem O⸗Wo er rlentaliſchen Indien, in Borneo, auf denen waͤchſet. n am Meer gelegenen Bergen, dergleichen auch K . Late „ ſo man ch tel iſset es ku nl, daher egeahh wü t callhe gh r in holt bt. Lange Su 10 n, heft, ett lätlen nac S lomme ff gel“ lünliſp g u eockratnb in China. Aus der Mitten dieſes Baums ſchwitzet ein Wie der hartziges, weiſſes durchſichtiges Gummi her⸗ 1 aus, das man Campffer heiſſet, deſſen iſt nun bracht zweherley, der Burneſiſche, ſo ſelten, und der wird. Chineſer, ſo insgemein in Europam bracht wird. Etlicher iſt granulirt, ſo da von ſich ſelbſten und von Natur aus dem Star getrie⸗ ben, etlicher ſo durch Kunſt in rundte Stuͤcke for miret wird. Diejenigen ſo heutiges Tages aus Indien kommen, ſagen, daß der Kampffer aus der Wurtzel des Zimmel⸗Baums in der Inſel Ceylon zubereitet werde. Campffer iſt gantz fluͤchtig, wird daher in Lein, Hirſe, Pſil⸗ lien Kraut⸗Samen oder Pfeffer auffbehal⸗ ten. Es iſt maͤßig warm und trocken,(warm Dale und trocken im 3. Grad,) kalt und trocken im ſchafft 1185 3 Grad, lindert die ſcharffe Feuchtigkeit, ſtil⸗ Nutzen. let den Schmertzen, treibet den Schweiß, benimmet die Luſt zum Beyſchlaff/ ver⸗ hindert die Empfaͤngniß, und machet Y 5 Miß⸗ Campffer? Oel und Eſſenz. 234 Vampffer Baum. Mißgeburthen„ widerſtehet der Caͤule ule, Gifft/ Hertzklopffen, Bangigkeit, hitzi⸗ ger eber Schlaff bringenden Kranck⸗ heiten, Aufffteigen der Mutter, Zahn, Ohren⸗ und Haupt ⸗Schmertzen, kuͤhlenden und Schmertz⸗lindernden Umſchlaͤ gen, zur Entzuͤndung der Augen, Wun, den und Schaͤden, Brand und Blat⸗ tern. Gegen die Peſt und Taſenblu⸗ ten, daran gerochen, dienet zur Schmin⸗ cke; mit Wein und Saltz aufgeſchmieret, vertrelbt, ſo man ſolchen in Kleidern tage die Laͤuſe. Das deſtillirte einfache Oel iſt gut zun kalten Brand, Zahn⸗Wehe, und andern er, waͤhnten Beſchwerden, das Oel mit Scheel dewaſſer uͤbergeſchlagen, bringet den Wel, bern weiche und zarte Haut, das mit Ve⸗ nediſcher Seiffe bereitete Oel, iſt nüt lich im Reiſſen, Schmertzen im Armen, Co⸗ lick,(auf den Nagel geſtrichen) die Eſſen. tia Camphoræ Alexiteria oder Elixir- und Campffer⸗ Spiritus hat Schweißtreiben⸗ de, Gifft und Gicht vertreibende Kraͤffte, und hilfft wunberbarlich in der Peſt,(8 zum curiren als præſerviren) Auffblaͤhung dir Mutter, Fiebern, u. a. m. die Trochiſe vom Campffer ſind bewaͤhret in hitzigen Kranckheiten und Fiebern, unerſaͤtklichem Durſt Gelbſucht/ uſten, Schwind · und der Doͤrrſucht. . 99. Hauff 3* r. Baum, —— l date y 2 Banzigee Dringendenſ 7 der Mutti At- Schmmm 9 g iudttrbz der Augen N Hrand un Aſt und aa d dlenet zur Et u Daltz gust In in Kab e F aache else 490 und a er das Oel ne ch), belnget in zd gaut, das fe D itete Oel, i ertzen im Jun ta, Leſttichen)! A tis oder Ti irit gat Schuaßt GʃN wertrelbult! erh! h in da Aten) Mf bet d. m. Melt er bewibith 1d ern, wi bt. rx len Sch 10 725 S Cannabis, IAnff, im Lateiniſchen Cannabis ſativa Deſſen 0 mas,& Cannabis ſativa fœmina, ſeynd Geſtalt, zweyerley Geſchlecht, das Maͤnnlein und das Geſchlecht Weiblein, das erſte breitet ſich aus in Neben. Zweige, daß es faſt wie ein ziemliches Baͤum⸗ lein anzuſehen, und kan man zu Bereitung des Buͤchſen⸗ Pulvers aus dem Stock gute nd Orth. Kohlen brennen. Das Weiblein aber hat keine Neben⸗Aeſte und Saamen, auch iſt der Stengel zarter, wird gemeiniglich Femel ge⸗ nennet, und bluͤhet haͤuffig mit kleinen bleich ⸗ gruͤnen 236 Hanff. gruͤnen, dornſchlechten Bluͤmleln, welche un⸗ fruchtbar abgehen, denn es waͤchſet aus des Maͤnnleins Saamen, und giebt ſubtiler Werck denn das Maͤnnlein. Beyde Geſchlechte haben einen holen, rau⸗ hen viereckigten Stengel, ſchmale geſpitzte Blaͤtter, neben umher mit kleinen Schaͤrtlein wie eine Sichel zerkerbet, 5. oder 6. Blaͤtter hangen an einem Stiehl, an dem Maͤnnleſn ſind ſie groͤſſer und ſchwartz⸗gruͤner, die Wm tzel iſt weiß, holtzig, mit viel ausgewachſenen Zaſeln, ſie riechen beyde ſo ſtarck, daß es einem ſaſt Haupt⸗Weh machet. Das Weiblein ſchleſ ſet hoͤher als das Maͤnnlein auf bringet gelb lichte moo ſichte Bluͤmlein, die zu Staub wel den oberhalb des Stengels waͤchſet am Maͤnn⸗ lein der Saame, ſolcher iſt rund, glatt und Aſch⸗farbigt, inwendig mit weiſſem und ſuͤſſn Marck gefuͤllet, waͤchſet gern auf wohlgedun getem feuchten Grund, und laͤſſet nichts ſos⸗ derliches neben ſich wachſen. Eigen⸗ Der Hanf wird vermehret durch jaͤhrliche ſchaſt Saͤen im Frühling, bluͤhet im Junto und Ju —5 lto, und wird in Apothecken allein der Saame, ſelten aber das Kraut aufbehalten, und u finden. Gebrauch Der Saame iſt warm im 2. und trockt des Hanff⸗ im erſten Grad, nach anderer Meynung ſol Saamens, er aber kuͤhlen, trocknet und vermindert den Geburts⸗Saamen, wenn er offt gebral, chet wird. Hingegen gebrauchen ſolchen de Perſianer die Venerem dadurch zu amen a W angſfe, u , e baten u, und oft wat nm feels! ſerealſthet fen ftelb Feehunchen Mfg ngtuhe fach uchemanelhe e dh Hab hdagake fung. Ei und wan ſt wagt gh —— Diff. inf. Tn es wächſte o geebtſublſg 1 ben eſuen n 95 gel, schmal 5 u elt kleinen St rt, 5. öder b (l, an dend utzggruͤntt g r plel ausge ih gpſtarck, dt n Das Well lein auf, bn ö Fun, die zue cls wächst ur iſt wen mit welſſaum mt gern auſ nch Aut und laſſa h ch n ed—ichretdung ing het im Judt A en ale 0 u auſbehallg je 1 em im 2.4 „ I nndeker M t t und ba tant. wenne in gebrauche —= dab —— Hanff. 237 die Bauren in Niederland geben die Hanff⸗ Koͤrner zerſtoſſen, und einen Safft daraus ge⸗ preſſet, den Patienten zu Anfang der Gelb⸗ Sucht ein, und offt nicht ohne Nutzen, ſon⸗ derlich wenn ſie aus bloſſer Verſtopffung und ohne Fleber entſtehet. Es eroͤffnet den Gang der Gallen, treibt aber dle Duͤnſte zum Haupt, es hat auch eine verborgene Eigen⸗ ſchfft felſt zu machen. i Wer fluͤßige Augen hat, der ſiede Hauff⸗ Koͤrner im rothen Wein, laß ſie kaͤumen, her⸗ nach nehme man einen Schwamm, tuncke ihn in die Bruͤhe, und binde den Schwamm alle Abend in den Nacken, ſo zeucht es die§luͤſſe hinweg. Es wird auch die Hanff⸗Seide, wenn ſie wohl gehechelt, und von der Speltz gereiniget, ſehr gelobet wider die Huͤfft⸗ Schmertzen, wenn man ſolche auf ein Tuch genaͤhet, Morgens und Abends recht warm gemachet, auf die ſchmertzhaffte Hůffte le get, ſo zertheilet und ziehet es die Materſe an ſich, die in den innern Theilen ſtecket; elne E= mulſion aus dem Kern, davon die Rinde ab⸗ gemachet, mit Roſen⸗Waſſer bereitet, und mit Baum⸗Wolle uͤbergeleget, vertreibet die die Maſer Flecken, Pock⸗ Narben/ git⸗ bet man aber den Kindern des Morgens Bruͤ⸗ heleln, ſo mit Bier und Butter gemachet, ſo præſerviren ſie bey den Kindern die Kindes⸗ Blattern.. Das Hanff⸗ Gel vertreibt und erweichet die Entzuͤndung, wird deswegen unter an⸗ der Das de- ſtillirte Waſſer. Emulſion. wider ve⸗ neriſchen Saamen⸗ Fluß. Capparis. Derer Geſtalt, Ankunfft, und Ge⸗ brauch in Speiſen. 238 Hanff. der Pflaſter vermiſchet, damit es fremde Sa, chen heraus zlehe, dienet auch zu den harten kal, ten Geſchwulſten und ſchwuͤrtgen Ohren. Das Waſſer iſt auch gut im hitzigen Podagra, wird auch im Zipperlein fur, nehmlich zu den Haͤnden geruͤhmet; Aber eine Salbe von jungen Huͤndlein und Hauff⸗Saa⸗ men, dienet in allen Podagriſchen Schmertzen. Wlder den Veneriſchen Eiter⸗Fluß kan man eine Emulſion von Hauff⸗Samen machen auf folgende Manier: mulſon. Rec. Hanff⸗Saamen, 3j. Suͤſſe Mandeln, 5. Kuͤebis⸗ und Cucumer⸗Kern, aa. 510, Zerſtoß alles wohl unter einander, mit dat tich⸗ und Fiſch⸗Muͤntz⸗Woſſer, jedes daß genug iſt, druͤck es durch ein Tuch, ſo giebt es elne graulichte Milch, ſo mir Seeblumen⸗Syrup zu verſuͤſſen, davon Morgens und Abends el, was zu trincken. 9 90. Cappern. Apperu, iſt eine fremde Staude, davon nur die Blumen abgeriſſen, und einge⸗ machet werden: welche den Nahmen des gan⸗ tzen Gewaͤchſes behalten. Solche Staude ſſt ein dornicht Gewaͤchs, mit einwarts ge⸗ krümmeten, und nach der Erden ſtehenden Stacheln beſetzt, giebet rauhe, harigte, rundte Blaͤtter, je zwey einander gegen uͤber beſae an aur 1 enndk gu 10 ſeſch 00 bk fe Wee ff DAdamſtet fun uch zuder hun 1 ſwürtgen gig f 0 gut im hy 4m Fippalch M erühntt; J A lein und Huff 1 yſcchen Sehn ri Elter laßt Samen nach 5.. 40— 3. Jan* 50. ind ume, Ren, 1 oh mn et elnandtt h un Sie, dis u ch, ſo geht sr Seeblommoe ons Selgens ind —— „ CT bern. ein Inde Stall me S etiſen, ul well en Naß beh. Soc zem D, mit a ng er Etden 6 gie uh, h 0 00 at ehe Cappern. 239 ee 24 1 01 4 66 f * 1 7 2 U—. N N 20 W 4 an deren Urſprung laͤnglichte Stlele hevor ge⸗ hen, ſo rundte gruͤne Knoͤpfflein tragen, wel⸗ che, wenn ſie ſich auffthun, die Blumen ſind, die einer kleinen Roſe gleichen, auf welcher viel kleiner roͤthlichter in Huͤlſen verſchloſſener Saame folget. Die Rinde oder Wurtzeln ſind Aſchen⸗farbigt, runtzlicht, voller Spal⸗ ten und herbe, waͤchſet in vielen warmen Lan⸗ den von ihm ſelbſt, als zu Alexandria in Egy⸗ pen, in Spanten, Proventz in Franckrelch, Welſchland, Candien, Cypern, bey uns wird es init groſſem Fleiß in Gaͤrten gepflantzet. Die 240 Cappern. Die Blumen traͤgt es bis ſpaͤt im Sommer, welche/ ehe ſie ſich auffſchlteſſen, mit Eßig und Saltz⸗Waſſer eingemachet, und zu uns ge⸗ bracht werden, da ſie dann zum Gibrateng, oder zu den Bruͤhen im Kalbfleiſch, auch Paſte⸗ ten Bruͤhen dienen muͤſſen. Die Rinde der Capper⸗Wurtzel iſt tzig und trocken im 2. Grad, machet dunn, dubchſchneidet, eroͤffnet, ſaͤubert, ziehet eln wi nig an: Die Frucht ſoll man nicht rohe eſa Mage denn ſie verderbet den Magen; ſie machn 5 Durſt, ſie eroͤffnen verſtopffte Leber un f 7 Miltz, foͤrdern den Harn, treiben Wurm dienen wider Scharbock und viertsgig Sieber, und ſeynd fuͤr melancholiſce Leute ſehr gut zu genieſſen. Damit aber von ſolchen der Magen keinen Schaden leide, kn man die eingeſaltzene Blumen, wenn manſt eſſen will, von ihrer Lacke befreyen, und iy wenig Wein, kleine Roſinen und Zucker da an thun, ſo koͤnnen ſie ſchon ſicher genoſſg werden. 5 Es wird auch in den Apothecken aus dil Cappern ein Oel gemacht, welches elne hn ſondere Krafft hat, die Schmertzen, h dh ſchwulſt, Verſtopffung und andere 0 e f falle des Miltzes wegzunehmen, das a ee alſo bereitet: Capper⸗ Oleum Cappar. 10 ee Oel. Rec. Die Rinde von der Capperwurz y fe Tamariscken,. Blum S pper⸗ Wu Grad, ut 1 Subat, l 1 0 man ncht i Magen; fe „ ſpſfel a Jock und v i für meln, a kn. Dag en Schaden lumen, went U ccke beſteyn, tel oſinen und g nt e ſchon sche % u Apetſehn t el= acht, welch ba e Schhleſ rtr fung ue 5 gunepmen/ A e ind der Ls fa 180 2 0 beſſer. Cappern. 24 Blamen von Tamariscken, Keuſchlamm⸗Saamen, Mllkraut, Cappern, aa. Zij. Raute ij. Baum ⸗Oehl 1j. Guten Wein⸗Eßig, Wetlſſen Wein, aa. ij. Koche dieſes, ein wenig gerieben, in dio- plamate biß zur Conſumption des Weins und Eßigs. Andere machen es alſo und befinden es he. Rinde von Capper⸗Wurtz ij. Sauen, Tamariscken, Oehl auf Blaͤtter von Tamariscken, andere Ark. Neſſel⸗Saamen, Hirſchzungen⸗Blaͤtter, Runde Cyperwurtz, aa. 8j. Raute 3j. Wein⸗Eßlg, ö Weiſſen Wein, jedes Zij. Friſch Baum⸗Oehl bj. Infundir es 3 Tage, hernach koche es bis zur Conſiſtentz eines Oehls. Die Trochiſei von Cappern ſind auch köſtlich, ſie eröffnen die Verſtopffung der Miltz und der Leber, ſo von einer dicken, gro⸗ ben melancholiſchen(Feuchtigkelt entſpringen, vertreiben die lang⸗eingewurtzelten Fieber, in⸗ ſonderheit quartanam, thun auch gut den Hypochondriacis, ſolche werden alſo be⸗ reitet: 2 2 775. 242 Cappern. 2 1001 Trochiſci von Cappern. A BR. Rinde von Capper Wurtz a pern und Keuſchlamm⸗Saamen, aa. 5. deren Nu⸗ Schwartz⸗Kimmel, den. Brunnen⸗Kreſſe, Calaminth, Safft von Eupatorio Meſuæ, Callmus, 85 Bittere Mandeln, Rauten⸗Blaͤtter, Gummi Ammoniac. ad. Zij. Rechte rundte Hollwurtz, N Rundter wilder Galgant, 2 Hirſch⸗Zungen aa. 3j. e Reibe 5 mit dem Ammoniaco in Egg 5* aufgeloͤſet, bereite davon Trochiſen, „— men dechad, d Caprifo- 2 91. Geiß⸗ Blat. den in Jagd . Eiß⸗Blatt, im Latelniſchen Captifo- Hl tecnnendit i lium genannt, man nennet es auth amg 6 6 0 Je langer, je lieber und Deutſche Wald una an Frucht. Winde, es hat eine holtztgte Wurtzel mt dbl; vielen NMeben⸗wuͤrtzlein, aus ſolcher ſchieſſa arg, lan lange ſchmale Reben herfuͤr, mit denen ſie hl h 10 0 naͤheſten Stauden ſo ſie ergreifen konnen un ene 0 wickeln, auf elner Seite ſind ſie grün, auf bez 5 1 andern aber etwas graulicht oder bleich, wie 1 0 an den Welden, auf den Gipffeln der Rehn e gene erſcheinen faſt den gantzen Sommer durch vi Want A weiſſe oder gelbe oben laͤnglichte wohlriechen ee e de Blumen, denen folgen Fruchte wie Ten e 0 belein hernach, ſo erſtlich gruͤn, nach 1 175 N 15 Spernn Geiß Blatt 243 nen tigung aber Dear 0 e N 25 800 in , Saanen, WS denen ein harter A fim, N„ Areſe ö Y N 85 Saame lieget. N„ee In Apo, Eigenſchaft .„thecken wer⸗ Nutzen und Fupatorio Al den von dleſem Gebrauch 8 Gewaͤchs al⸗ moch, lein dle Blu⸗ latte, 5 men geſamm⸗ monie. 0 7 let, ſolche waͤr⸗ ite Hollbuz 1 men, trocknen, llder Galgag kreiben den hen 22.3)— Harn, und die⸗ u Ammonbu N nen der Miltz, te davon I! 5 inſonderheit in . einem Decocto. Die Sproßlein davon wer⸗ 5 Blat. den in Frantzoſen⸗Curen an ſtatt der dallapa⸗ 6 u aatelniſhn xill recommendirt man brauchet dieſes De. man nennt h coctum auch in der Glieder ⸗Sucht, ſo von den ind Deutſhl Blumen bereitet wird. e belege u Das deſtillirte Waſſer davon, ſtaͤrckt Det . aus ſichuß die ieren, iſt gut in Huſten, Keuchen, Waſſer für, mbh Sertzklopffen, befoͤrdert die Geburth, u Lergtelffn im(wie der Kendlelius das Waſſer mit Lavendel⸗ Seid ſiegahh Saafnen zu Befoͤrderung der Geburth auf 0 zulicht oe a Siß. ad zih. gegeben) es relulget die Nieren, a n Gppfflu d kreibt den Stein; Wenn man es aͤuſſerlich irn Sommern gebrauchet, vertrelbt es die Sinnen des An⸗ As ache naß Beſichts ſchärſfet das Geſicht⸗ heilet ale u Een Sichen Wunden und Schaden, damit gewaſchen, davon, 244 Cardom omli. nimmet die Flechten und Zitter⸗Maͤhle beſſert die Trockne des Mundes, als en Gurgel⸗Waſſer gehrauchet. Galenus ſchreibt, daß die Blaͤtter und Frich te der Wald. Winde, den Harn ſo ſtant treiben, daß ſo man es zuviel brauche, auh das Blut nachgehe. 5 155 es unterſchleh ner Arten, G ſchlecht, und ſtalt, aus ſoſchn ſeynd in Apo cken die Pan, dieß„Coͤrnet/ b man groſſe c damomen radifi, wie auch die schlecht hin genannte en dam owll die gebraͤuchlichſte. eine Feige, derb, zaͤhe und leicht, dem Del hinweg, curirt die Fiſtelln und Krebs, vun Cardamo- 92. Cardamomli. mum. 1 3 N Aer d Geſtalt und% mom Geschlecht. A otelniſchen C N Idamomum 90 W nannt, derer geh 9 niet, im Late ſchen Grana Die Schelffe des groſſen iſt anzusehen 1 f der Indlantſchen Nuß nicht unähnlich, 5 5 6 f 5 0 gachae wegen le enge 10 n bosse nene h/ hr fe fab bnd. der pa , deff de ccc dern nbenannn di bacefe vöſettwu n Fah, de de/ le d gahlhrchen sud ach cee beg aidern an E achſu n In fung blur Ocachmun U an eng 90 deanpent, bhtacsEagln tan Fa gleqhinde 5 Smonht. Cardamomli. 247 Aiund itte Lrlichen Striemen nach der Laͤnge durchzogen, g„ind zez hat inwendig viel roͤthlichte Coͤruer, die ſeynd Des Munde mit vielen weiſſen Haͤutlein umgeben, und Ju el. unterſchieden, am Geſchmack ſcharff, am Ge⸗ 7 die Blitten ruch lieblich, daher ſie von etlichen Grana Pa- e, den Ja radiſi, Paris · oder Paradieß⸗Coͤrner geheiſſen cs zuviel hun werden. 2 3 Die Schelffe des Kleinen, iſt kurtz und Kleine Car⸗ ——dteeheckicht, die darinn befindliche Corner ſind domomlin, damon gegen dem andern die kleineſten, liegen zwl⸗ u ſchen einem Mittel- haͤutlein zu beyden Selten, 1 an Geſtalt etwas rund, und im Angriff ein e zpentg rauch, dieſes wird an der Groͤſſe zwen⸗ Late ley gefunden, alle dieſe Koͤrnlein laſſen ſich Iden ſeicht brechen, ſind ſcharff, lieblich und wohl⸗ mani elechend, ohne alle Bitterkett, doch iſt der groſſe eh in dem andern an Schaͤrffe uͤb rlegen. Sie un u wachſen in India von Calecut biß gen Ca⸗ hh tanor in Malurer und Java. — 1 wich ges öhligtes Salt ber ſich, und daher die Ei⸗ rug genſchafft den Magen wohl zu erwaͤrmen, zu bang ſtaͤrcken, alle Winde zu vertheilen, durch den rt, Harn zu trelben, die Mutter zu reinigen und „ hal zu ſtaͤrcken, und die Monath ⸗Reinigung zu 9 flecht hinz befördern. — f 0 oſen sieh cb ind lich 10 f ct — — heeiten, ſo von der Kaͤlte ihren Urſprung ha⸗ * Q 3 ben, —— deſſen Ger file Die Cardamomlin ſind warm und trocken Eigenſchaft 0 un in dem Anfang des dritten Grads; haben und Wuͤlr⸗ an ein recht temperirts nicht ſo ſcharffes flüchtl⸗ ung. 01 ch lich, Die Cardamomli und Paris ⸗Coͤr/ Deren Ge⸗ net dienen wohl in allen innerlichen Kranck⸗ brauch. Magen⸗ Pulper. Cardiaca- Saen Ge⸗ . Seth a0 Zest. Cardamomli. ben„zerthellen die Bloͤhung„befördern de Daͤuung, machen Luſt zum Eſſen far, cken das Haupb, Hertz und Magen und die Mutter, bekommen denen wohl, welche mit Hertz⸗Zittern, Ohnmachten und den Schwindel beladen ſeyn, welche gar eln feucht Hirn haben, und den Toback rau 246 chen konnen, thun wohl wenn ſie Nägel und Cardamomen daruntev iſtecken, und mt weg rauchen, denn ſolche ſtaͤrcken das Hauß vortreflich. Ein Koͤrnlein zu Pulver geſtoſſen, mit Zu cker vermiſchet, und den Kindern in Muß off gegeben, ſtillet das Grimmen, und verhült bey denſelben alle Gaͤſter. Man bereitet auch davon ein gutes Magen⸗Pulver. N. Zimmer, Ingber, 7 a. 3 TCardamom, Anieß, as. Pfeffer, Muſcaten⸗ B lache Cubeben, jedes Di. 150 Zucker Ziij. Miſche und ſtoß alles zu reinem Pulte Davon 2 2 Loͤffel voll in Wein genommiah ſtaͤrckt und waͤrmt den kalten Mage befoͤrdert die Daͤuung, und ertrelhl die Babor. 97. Hertz Geſpan. Ert: ⸗Geſpan, im Lateintſchen Can diaca genannt, bekoͤmmet ſeiner 7% U — 2—— ͤ—— g . A N 75 14 5 N 8 0 N 1 0* N f an bai Dana een fz J 00 UK mom. icdung 1 Tut zum 4 erz und eh t hnmachem 0 mn ſeyn wich , und den dh dohl wenn ſe 75 runter ſſeck che ſtärcken g J Sulver geſtſſt Den Kindern an de rimmen, uh 1E ber. tTWabon ein gal N00 Pulber e— igber, Calhnee dal% Anieß ſet E caten, Bic be. Des JJ. 0 1d lles urch off I in Meng ud nt den bal! dit ung, bt . ö 1 Gepe ſo= ii batte un foͤmmel f men denen 0% Hertz⸗Geſpan. 247 „ hach kleine vier⸗ eckichte Stengel, i faſt drey Schuh . hoch/ und ie zwey N aneinander ſte⸗ 92 hende zerſchnit⸗ tene Blaͤtter, bey deren Urſprunge N die weiſſen und N 4 purpur⸗ farbenen 2 Blumen aus ih⸗ SNN ren Knoͤpffen F!- 2 2 hervor wachſen, hervor wachſen, die Wurtzel iſt gelb und zaͤſe⸗ 4 5 richt, waͤchſet an 22 rauhen kalten . Orthen, au Zaͤu⸗ nen, Wegen und Mauren, bluͤhet im Julio, biß ſpaͤt im Herbſt. Das Hertz ⸗Geſpan iſt warm in 2, und Eigenſchaft trocken im z ten Grad, fuͤhret ein fluͤchtiges, und Wuͤr⸗ mildes Saltz neben etwas ſchweflichten Theil⸗ ckung. gen bey ſich, dadurch es zertheilt, eroͤffnet, ſtaͤrcket und durch den Schweiß und Harn aus⸗ treibt, dienet ſonderlich im Zertzgeſpan der Kinder, wie auch in Aufbloͤhung der Seiten, treibt den Harn und Monath⸗ Sluß, relniget die Bruſt vom Schleim, und defoͤrdert die Geburth, trelbet auch die Wuͤr⸗ mer aus. Einige ſchlagen das Kraut als ein 24 Epi- 248 Bert Geſpann auf, auch kan man des Krautes⸗Safft in Milch ſtoſſen und den Kindern in bedeuter Kran heit gebrauchen. 5 175 5 Das Kraut in Waſſer geſotten und ges 0 10 ktruncken, eroͤffnet Leher und Miltz, und ledigt 8 die Bruſt vom zaͤhen Schleim, welcher die gana reſpirationis ſtopffet, Keuchen und Be ſchwerung des Athems machet, daher es aug von etlichen Herba pectoralis genennet wird; In Wein geſotten, und etliche Tage daun getruncken, oder auch warm uͤbergeleget e gut wider den Krampff und Lahme de 2 Glieder, das Kraut zu Pulver geſtoſſen ug) 0 einen Loͤffel voll mit Wein eingenommen, ſeol N 8 8 wunderbahre Hüͤlffe thun, bey ſchweken un( langſamen Geburthen wa al „Das deſtlllirte Waſſer davon) iſt auch dan] zen danch en Kindern gut, wenn ſolche das Hertz ⸗Geſpan fügung haben ſo man ihnen bihweiſen ein paar daft fh nen voll eingiebe item davon 5. ad fg gert ug hn gen ſtaͤrcke das Hertz(wehre dem paß kee klopffen, treibet den Harn und Monathlicht Neun Reinigung, und befoͤrdert die Gehurth. n ch 0 94. Cardobenedick. wan eng As Cardobenedicten⸗Kraut 5 Deſſen auch im Lateiniſchen Carduus Benedich Geſtalt. genannt wird N iſt eines der beruͤhmteſten 10 menschlichen Geſchlecht, dahero ihm die un e a den Rahmen einer geſegneten diſtel un dt, — 0 2 Zeſpan. . im 7 — See ö Arn in bedeat U 0 daſſer 10 0 ſchlem wich feet, Kate mache lh duft ö E gent nd etliche d wvarm l 6 N pff und 0 50 A pulger ge u S zn eingan hun be eh Den; 85 fer davon) e 1655 Das age weilen en e 0* bon zi 45 da ee rtz weh t yharn und M. 15 Fidett die G oben d edicten att Sencatdink t be bei an iu Deni jeſt St, daher % en undd 0 3. ö n 249 unbillig beygele⸗ get haben. Es iſt Nein jedermann wohlbekanntes Kraut, bekoͤmmet eine ziemliche langeweiſſe Wur⸗ tzel, ſo mit kleinen Faͤſeln behencket, gantz ſafftig, der Stengel iſt aͤſtig, geſtriemt, wol⸗ licht, purpurfaͤr⸗ hig, zart und weich kriechet auf der Erde dem Haſen⸗ Kohl gleich, bein Blaͤtter ſind lang, dem Lattich etwas aͤhnlich, doch ſchmaͤhler, rings umherſzerkerbt und zerſchnitten, zart und fett, an Farben ſchwartz⸗gruͤn, an Stengeln kommen rundte wollichte Knoͤpflein herfuͤr, mit einer bleich⸗gelben Bluͤthe, auch mit ſpitzi⸗ gen Blaͤttlein und ſtachlichten Dornen ver⸗ ſetzt, in den Knoͤpflein findet man einen lan⸗ gen, geſtriemten und bleichgelben Saamen, ſo in weiſſer Wolle lieget. Er wird im Gaͤrten Zeit und gebauet, und bluͤhet im Junio und Julio, Orth. wenn man die Knoͤpflein der Cardobenedicten, che die Blumen herfuͤr kommen, im Brach⸗ oder Heu⸗Monath abſchneidet, ſo ſoll nach Bodæi à Stapel und Fabri Columnæ Bericht, ein blutrother Safft* Joh. Schrö- derus Eigenſchaft ſammt deſ⸗ ſen Ge⸗ hrauch. 250 Cardobenedicten. derus Lib. 4. Pharm. Med. Chym. Claff.. berichtet, man muͤſſe den Cardobenedict in zu⸗ nehmendem Monden faͤen, und ſo man ihn bey Anfang des Brachmonaths einſammle fol er die friſchen Wunden wunderbarlich heilen, aber auf elne andere Zeit werde er ſolches nicht thun. Carrichter will, man ſolle ihn am S Johannes⸗Tage nach Untergang der Sonnen ſammlen, und am Schatten zur Artzenen dür, re machen. In Apothecken hat man die Blaͤtter un den Saamen, daraus werden vlelerley gute Artzeney⸗Mittel bereitet, das Kraut ſtaͤrckg das Hertz/ dienet vor Gifft, und treibet den Schweiß waͤrmet und trocknet im andern Grad, widerſtehet dem Gifft und Faͤulung, heilet die alten und 4taͤgigen Sieber, elliche koben ſolches ſehr hoch, im Haupt ⸗ Wehe und uͤbeln Gehoͤr, aͤuſſerlich gebraucht man es ſeltſam, nur daß es unterweilen in del Krebs⸗Schaͤden gebrauchet wird, daſelbſ man es zu Uherſchlaͤgen und andern G ſchwuͤren gebrauchet. Arnoldus de Villanotz I. 2. Brev. Pract. e. 44. erzehlt ein Exempel, wie einem Manne das Fleiſch an Schencheh von loͤcherigten Geſchwaͤren abgefallen ſeſ und biß auf die Beine eingefreſſen waͤre, dar habe er ſein Guth geſtreckt, und keine Beſſ⸗ rung geſpuͤret, dem ſey endlich alſo geholffe worden. Er hat des friſchen Krauts Cardo, Schwein⸗Schmaltz und Weitzen⸗Mehl dan benediet gefunden, ſolches in Wein geſotle 10 0 5% he de Gaacglegt Fache. ett dee ſahtudgeſoſſn. f Geh ibecher raf me Dieſc Braut Seecheh, ft lebend Glider, urn Paſ ſaran gekuncken, ſachaSchneß haupt und a rden tac del Anett fte Nec e Schle Gen hence Halenſechen, fg fue, U e Wim Duedicten. ed. Op 9 Cardobauch dcn, und f den, und pi Aanaths em wunder S werder ſuh A man ſole 0 % itergang bag ten zur gu an die Ba werden daach 6 ds we ifft, und u dd trockuek iu t A ifftund gi n gigen 2 c„ im Hahl h aͤuſſerlich g uu Dries untere uchet wach, e en und ale ch tnoddusde ft e ell ex leich an el G iten abgel eh efteſſun 0 ck, ud en endlich alt 1 den Kia u Des in Wat Wee Cardobenedicten. 251 gethan, hernach zu einem Pflaſter gemachet, und ſolches des Tages wohl warm auf den Schaden geleget, und ſey gluͤcklich an ſelnem Schaden geneſen. Wie dann nach itztgedach⸗ ten Bericht, die Cardobenedicten in Wein ge⸗ kocht und geſtoſſen mit ein wenig Mehl vermi⸗ ſchet, alle Geſchwaͤr, ſonderlich der Ohren, wunderbar reiff machen und heilen ſoll. Dieſes Kraut widerſtehet dem Seiten⸗Das Kraut, ffung der wie es zu ges Lebens⸗Glieder, reiniget das Geblůth brauchen. Stechen, oͤffnet alle Verſtop das Kraut im Waſſer und Wein geſotten, und davon getruncken, widerſtehet allem Gifft machet Schweiß, vertreibt Lieber, ſtaͤrckt das Haupt und Gedaͤchtniß, nicht allein gegeſſen, ſondern auch auf die Augen geleget, heilet das Haupt · Wehe, leget denn chwin⸗ del, dienet wider die fallende Sucht ſchaͤrf⸗ fet das Gehoͤr, raͤumet die Bruſt von allerlen groben Schleim, benimmet das Reu⸗ chen, die Engbruͤſtigkeit ſtarcken Huſten, Seitenſtechen, Phthiſin, verzehret und fuͤhret die uͤberfluͤßigen Feuchtigkeiten aus dem Magen, und bringet Luſt zum Eſſenꝛ loͤdtet die Wuͤrmer, foͤrdert den Harn, Stein und Monath Reinigung, es iſt auch gut wider das Aufſteigen der Mutter, und iſt auch ein herrliches Leber⸗ und Miltz⸗Kraut, denn es eroͤffnet dero⸗ ſelben Verſtopffung, dahero es auch den Waſſerſuͤchtigen, Scharbockiſchen Milggſuͤchtigen und Cachecticis ſehr 12 thut, 0 Nutzen und 252 Cardobenedicten. thut, auch wird es mit groſſen Nutzen wider die Frantzoſen⸗Kranckheiten gebrauche, ſo iſt es auch ein herrlich Wund⸗Kraut unter die Wund⸗Traͤucke zu vermiſchen. Der Saame hat mit dem Kraut gleichfalſ⸗ eine Krafft in ſich die gifftige Materie duch den Schweiß und unſichtbare Aus daͤmpffung zu expelliren: derowegen er auch unter die Antidoten ſo wider Gifft und Peſtlleutz ber tet werden, mit groſſer Erſprleßlichkeit genog men wird. Inſonderheit iſt er gut befunden worden in dem Stelten Stechen; Daher er auch dem Pulv. Pleuretico Auguſtan. zugefl, get wird, in Pocken, Maſern, hitztgen Fieber, wenn man ihn mit unter die Emulſiones ſo den Fallen pflegen gemachet zu werden, gz nommen hat, das Pulyer iſt Poſ 3. Das Pulver ein Quintlein mit dem ge Gebrauch brandten Waſſer eingenommen, oder auch des deſtillir⸗ ten Waſ⸗ ſers. das Kraut in Waſſer oder Wein geſotten, u davon getruncken, hat wunderbare Wuͤrckun⸗ gen, wie denn das gebrannte Waſſer l e „ Ca Haug. face, dene nl f gan da A Met dell eech dry fc, bi dashleckte duell, faut u ui funlen fachen e Wees Mech de b acerde due Van a ch Wiſe Shih dan Merkur I bu nnen A dh: geg ewe ina K 5 guns den buſung che U ach srolk h a A 5 herd Ng 00 Wan Ich 0 Wundt 2 m ſchen, em Knut 0 lünen hp bate Ati 0 n er auch yy U 9 84 und peſſia pprleßlicht 0 5 t iter gu h te Stechen; d 9 o Auguſan g // irn, hig ue Emullom 9-t zu uh 1— t iſt Dol z ein—ntlein mite omen ⁊ I1I Wein gel „% imdetbar s annte lo, 80 inen das 0 90 u iet wennn 1 aht besaß gf Ahe Fehn, ö , rn und a 2. Wehe, 000 J f und dat K o höht ul ſon e Kia ö 81e= U Cardobenedicten. 253 Peſchwerungen. In die Augen gethan, und damit gewaſchen, benimmet es alle Roͤthe, und das Jucken der Augen, trocknet die flieſ⸗ ſenden Augen⸗Winckel, und ſchaͤrffet das Ge⸗ ſicht, wenn das Waſſer zweymahl im glaͤſern Inſtrument deſtillirt wird, und bey bloͤden Gehoͤr etliche Tropffen warm in die Ohren ge⸗ laſſen werden, wird es fuͤr ein Secret gehalten; eben das wuͤrcket auch der Vapor ex decocto Carduibenedicti, in die Ohren gethan. Es iſt auch fürtreflich gut zu boͤſen Geſchwaͤ⸗ ren und faulen Schaͤden, ſonderlich der heimlichen Glieder, wenn man ſie damit waͤ⸗ 15 81„und darnach das Pulver darein ſtreuet. atthiolus bezeuget, daß einer Weibs⸗Per⸗ ſon, welcher die Brüſte von den Krebs bis auf das Bein aufgefreſſen geweſen, mit dem ge⸗ ſottenen Waſſer von Cardobenedicten, den Schaden damtt gewaſchen, und folgendes Pulver darein geſtreuet, ſey geholffen worden. Man bereitet auch davon einen Spiritum, Was ſonſt welcher ehr wider die fallende Sucht, geruͤh. aus Cardo⸗ met wird: deßgleichen das Saltz aus der ee Aſche; das deſtillirte Gehl; wie auch eine d Conſerv aus den oͤberſten Spitzen; endlich den w Extract aus den Blattern; benebſt noch einem nutzbaren Saltze in vielerley Zuſtaͤnden zu gebrauchen. Und letztens den Syrup, der wird nach Zwölfferi ri Meynung alſo bereitet, Syrup. *. Friſch ausgedrückten Saibobenedb a— 3 lpiv. a In — —* 254 Cardobenedieten. Kraut 15j. und wenn es einen Tag dige. rirt, ſo druͤck es noch einmahl durch und thue darzu, weiſſen Zucker⸗Candl li Koche es zur Conſiſtentz eines Syrups. Der Syrup iſt gut zu den kalten Magen⸗ Fiebern, desgleichen in der Gelbſucht und an⸗ fahenden Waſſerſucht. Iſt auch ein herrliches Prophylacticum zur Zeit der Peſtilentz, man braucht ihn auch wider die fallende Sucht, Scharbock, Engbruͤſtigkeit, Seitenſtechen, Schwindſucht, Bauchwuͤrmer, Grimmen, ſo von Schleim und Galle entſtanden. Præſervatit Es wird auch ein Præſervatiyv wider alle wider alle Kranckheiten davon bereitet, auf nachfolgende ken. Art. 8 i R. Cardobenedicten⸗Kraut, i Wermuth, 5 Klein Tauſendguͤlden⸗Kraut aa. 3 Infundir alles in guten Brandtewein, Menſ. ij. thue darzu Spir. Vitriol Zij. laß drey Tage an einem warmen Orthe ſtehen, als denn colir es, doſ. iſt 1 a. 2 Loͤffel voll. Es dienet wider Seitenſtechen, Verſtopf fung der Lebens⸗Glieder, und reiniget das Gebluͤth. Wenn lemand vom Seſten⸗Stich angegriſ⸗ ſen wird, ſoll er ſich des Weins enthalten, und alsbald die Cardbenedicren gebrauchen in folgendem„ Kraͤu⸗ In ſolchen weiche noch Cordobenſcten⸗ fiche Curdobe en Gaczfichen: nch Eyſe 2 dukeund ch den Hane cke, E wd auch! gage dung gase dil e fete t 00 l 10 Auf! ter Cuhahen Etc 2. ½ W An gaht bam dee genden An Cardobenedieten/ 255 ee, Kraͤuter⸗Tranck. Kräuter. 10 n Ree, Cardobenedieten⸗Kraut, 1 wis Aug en Marlen⸗Diſtell, braune Violen, fech 3 i ud gu Scabioſen, Maßlieben, ö i enes Oy Korn⸗Roſen, jedes eine kleine I den kin Hand voll. er Gebſaghn Kleine Roſinen, 3j. „ auch aht Friſche Feigen, = der peſtig Cardobenedlict⸗ und Fenchel⸗Saa⸗ 6 6 di fallende h men, aa. 3j. (keit, Sil Siede ſolches in 2 Maaß Waſſer, ſo lange ürner, dn man ein Ey ſiedet, ſeihe es und thue dazu „ Keentſtanden 21. Jucker und geleuterten Salpeter Zij. 0 eſervatiy y laß den Krancken nach Belieben davon Ant, auf nacſt trincken. Es wird auch die Cardobenedicta mit na n. Ktaul, gutem Nutzen gebrauchet, wenn iemand einen 0 groſſen Fall gethan, und geronnen Gebluͤth - ilder⸗ uu iim Leibe haͤtte, da dienet folgender 1 et Auen Vrallh Fall⸗Tranck. Lan 15 e batzu dn: Rec. Schwalben⸗Wurtz, gaudi e Se an einen Teuffels Abbis⸗Wurtz jedes 1 Loth. Gebluͤth 9% dsdenncoltch Ehren⸗Preiß, Betonien, zertheilet. A oo. Cardobenedicten, Odermennig, I 0 Sanickel, St. Johannes⸗Blumen 65 Zuſtchel, ln aa. Mſß. 9“ und teh Weiſſen Wein u. Waſſer aa. Menſ. j. 2 Gti Laß den vierdten Theil einſieden, davon on Ster- Stid nach Belieben zu trincken. 1 aa Auch wird Cardobenedicten⸗Saamen ge⸗Kinder⸗ e ren gal prauchet, wann die Kinder mit Blattern be⸗ Blattern N haffter, in folgendem 4 Pul⸗- Pulber. Mariæ. 2 Orth. Carduus Geſtalt und 256 Cardobenedicten. Pulver. h. Agley⸗ und Kreſſen⸗Saamen 22. 30, Saurampff⸗Steck⸗Ruͤben⸗Saamen ad. gr. ꝛc. Lc. n. Cardöbenicten⸗Saamen 35. Gran. Tormentill⸗ Wurtz, geſiegelte Erbe, jedes 3. Hirſchhorn ohne Feuer bereitet di Stoß alles zu reinem Pulver ein Meſſe⸗ ſpitzlein voll bißweilen in Cardobenedicken⸗ Waſſer zu geben. 95. Marien⸗Diſtell Aries, N M L Distel, Vehediſtell 72 im Lateinſſcheh Carduus Mare. genannt, prä ſentikt in ſeint Geſtalt en ſtelffe dicke, lf ſteckende un! zum Eſſen dieh liche Wutge woraus e ſreiffger gun lichter, aͤſtige Fingers dicker, auch anderthalber Ei in der Erden 1 8 5 Stengel koͤmmet ſo i 0 ö Matt facht la ohe kat eee 5 cherer magen genf/ 8 0 fc hechat gen fa, aht i 90 c, dic herer 1 a ſuthl 1 eu! fe ö ht Wurz 7 d it ir Ei bt bang, eſtoftt! cee facht gbbnih ch. 1555 tt, wach bete 5 8 a ſchen age uc, t a N 1 edi ö dae. 4 Marien⸗Diſtel. 277 5 16 5 fichichten ſeh⸗ langen ſpitzigen Dornen beſetzt; en- Stunt oben kommt eine auff Purpurfarben zielende 1 keck„Nibng Bluͤhte, welcher der Saame, ſo in weiſſe n Haar verborgen folget, der den wilden Saffran bey Sade 50 nahe gleichet doch an Geſchmack ſuͤß iſt. Sol⸗ 2 5 rz 7 che waͤchſet in Gärten auch an ungebaueten Or. ten, bluͤhet im Junio und Julio, im andern Ae cut Weite Jahre, da es hervor gewachſen. A Pulber! In den Apotheken ſammlet man inſonder⸗Eigen⸗ in Cad beit den Saamen, dann auch die Blaͤtter, in⸗ſchafft ſenderheit die Wurt zel, und iſt warm und tro⸗ un föktaft cken im andern Grad. Und fuͤhret gleiche rin Theile mit der Cardobenedieten, iſt Hoch licht 1 biete hat aber bende* 5 2 und— 725 und Saen f 15a 125 5 die 15 i faulhh ſche Kraͤuter zerguet ſcht, und auff die hitzigen 2 90 rothen Augen geleget/ 2 einge ſolche wieder N f 5 fu zurecht. i Der Saame wird mit guteit! Suscels in der fein Lungenſucht, Seiten ſtich/ Entzuͤndung der zuch Leber, Waſſer⸗ und Gelb⸗ Sucht geuutzet; die⸗ 101 net auch wider den Stein und toller Hunde Biß wokih des Saamens Doſi iſt Ji. 5 10 g Der ausgepreſſte Safft heilet den Krebs 1 0 der Naſe und Bruͤſten, wenn ſolcher Schade 6 1 amit angeſtrichen wird. 4 165 Das deſtillirte— t Gebrauch . 2 er 258 Weber Diſtel. des deſtil. ſer iſt ein dienlich Mittel wider den Seiten lrten Stich, Bruſt⸗Geſchwaͤr, Peſt, hitzige Waſſers. Sieber, Gelb- und Waſſer⸗Sucht, treit verſtandenen Harn, Grieß Sand, verſtocht Monats⸗Reinigung, bringt den Saͤug⸗Ammen die Milch, 5Ui. ad ij. davon nach Belaehgn getruncken. carduus 96. Weber ⸗Diſtel. ullonum. 73 D 8 fu ouum* Je Webes⸗ Deren Diſtel wih Geſtalt. im Lateiniſchẽ Cx. I duus fullonum g E N N 5 ä tzel, auff ſelbige waͤchſet ein ſtarckn gerader ſteſſſ Stengel hervor/ — welche mit Ein ä cheln beſetzt, ul offt bis drey Ellen hoch auffſchieſſet. An ſal⸗ chen wachſen ie zwey gegen einander ſtehenlt lange ſtachlichte an einander hangende und au gehoͤhlte Batter, ſo immer Waſſer in ſich hiß ten. Die Knoͤpfflein ſind einer Fau ſt groß laͤnglicht und mit gekruͤmmeten Stacheln daß hel/ e 90 f 1 hele en he ghet ang, lde g cla u chef baust. d nb ſandalch n che, d an fungen Negahge litt Wide mach Debougel kahn ibn Imalch wid Eich us char Wingel u dcr Nräfengn 8 Diſtel. el wider den d. Tiſes 0 7 0 Sal * ingt den e dabon nag — Eer Dith im data u dus li nannt, y es zh ſchleht und wih ne hu und au bel, af gerah Stengl N welche! cheln d ner auffſchſeſt i egen cual an dender Hargal „ mel Wit pf ſind ent 4 Dumeten 0 wächſge Weber⸗Diſtel. 2259 ben, zwiſchen denen die bleich rothen Blumen wie Roͤhrlein hervor ſcheinen. Der wilde iſt von der geſäͤeten hierin unter⸗ Unter⸗ ſchieden, weil die Haͤuptlein laͤnger, gerader, doch gelindere und weichere Stacheln haben, in der Mitte die auff Röthe geneigete Bluͤhte zu ſe⸗ hen iſt. In Italien iſt die zahme gemein, und wird ſonderlich in Bononien geſaͤet, und auffs fleißigſte gebauet, die wilde aber kommt von ſich ſelbſt an ſandigten und rauhen Orten herfuͤr. 5 Die Zahme bluͤhet im Junio und Julio. und die Wilde im Herbſt. Die Wurzel davon iſt trocken, kalt 0 trocken im dritten Grad, ziehet an und ſaͤubert. Innerlich wird das Pulper davon wider die Schwind ſucht in Honig eingegeben; aͤuſſerlich aber in Wein gekochet und applicirt, dienet ſolche zu den Schrunden und Fiſteln des Hintern, Kraͤhen⸗Augen, Wargzen, Slechten und S§lecken. Die Blaͤtter ſind gut wider die Durchbruͤche und allauſtarcke Monat⸗ Reinigung/ mit Eßig geſotten, und auff den Leibgeleget, wider die blutende Feigwartzen im Hintern, kochet man ſolche im Wein, und le⸗ get es uͤber. Wider Unſinnigkeit bindet 5 und Eigen⸗ und Nu⸗ tzen. man ſolche auffs Haupt, wider die Ohren- Wuͤrme trauffelt man den Safft ein. Das aus den Blattern deſſillrte Waſſer heilet die Mund⸗Geſchwaͤr, das Waſſer aber, ſo in den Blattern enthalten iſt, dienet zu den rothen und dunckeln Augen, 175 und Som⸗ 1 mer⸗Sproſſen im 1 cht, die Knoͤpfflein gebrau⸗ 260 Weber⸗Diſtel. gebrauchen die Tuchbereiter, in den Knoͤpfflen finden ſich Wuͤrmlein, die dienen wider das Zahn⸗ Wehe, auch viertaͤgige Fieber, wem man ſolche an Hals hanget, ſolche mit Ven, oder Roſen⸗Oel geſtoſſen, oder auch lebendig uͤbergeleget, heilen ſie den Finger-Wurm, auch gebrauchen ſolche die Fiſcher an ihre Angel zu binden, weil ſolche den Fiſchen eine ſehr angeneh, me Speiſe iſt, uͤbrigens wird in Apotheken dy von nichts auffbehalten. S Es ſind auch noch andere Diſteln, als Cu. Diſtel,Ar⸗ duus ſtellatus, Stern⸗Diſteln, Carduus ful tiſchocken, vus. Artiſchocken, Carduus vulgaris, gemes- gemeine ne Diſteln, hin und wieder bey groſſen Kräͤ⸗ Diſteln. ter⸗Buͤchern angemercket; dieweil aber solch wenig Nutzen geben, auſſer daß die Artiſchock in der Kuͤche zur Speiſe gebrauchet wird, in den Apotheken auch von ſolchen nicht auffbehalten oder gefunden wird, ſo hat man ſolche allhier fir, bey gehen, und um Kuͤrtze willen davon nichts weiter melden wollen. Tarlins, Eber⸗ Wurtz. Derercke⸗ Doss weiſſe Eber⸗Wurtz, ſo im Latein, ſtalt, Ort ſchen Carlina, auch Chamæleon Albusge⸗ und Na⸗ nannt wird, wird in zweyerley Geſchlechten ge mens Ur⸗ funden, entweder mit oder ohne einen Stengeh ſache. waͤchſet uͤber Ellen hoch, und koͤmmt ins gemein mit vielen Knoͤpffen herfuͤr; man findet ſte i Schweitzerland auff den Heyden, mit 4.5 1 , Diſtel. Wetter, i daß 7 „de ding — Mertägige Fah get, ſeach an, aber fac u Finger, Dm iſccher an ihrn ichen ene fh (Sswird in i 2 nere Disch, 1 DDiſteln, ont duns vügri 4%(eder bey gest Malet; diewelch 4 ſer daß den E Aybrauchet i E chen nicht aß Dit man focht ze wilen dr 10 * und Purpur⸗farbnen Blumen, iſt aber mit der — vorigen in nichts unterſcheiden; ſie bluͤhet im 0 Burt Julio und Auguſto; die Wurtzel graͤbt man im Frülinge, und wird dieſes Gewaͤchs Carlina Ee burz,% von Carolo Magno, dem J. dieſes Namens, Roͤ⸗ 4. Chani miſchen Käyſer alſo genannt, weil deſſen Kriegs⸗ ü- hellen Gift Heer durch einen Engel erinnert worden, von u r ohne ein der Peſt dadurch befreyet zu werden. e b fel für; muß Die weiſſe Eber⸗Wurtz iſt warm und tro⸗ 1 Heyden, cken im andern Grad, hat viel herrliche balſa⸗ R 3 miſche cken in der Kuͤche zurichtet und iſſet. * N K* 9— l— ö 45 ö 12 22 a* 9 1* 2 1210 3* 1* 5* ** N.. n aer, eee A. be, Ae. e eee,s W 138 9 nnr... 5 „ 8 5* 5 7* 1 a 5 5 2* e a 3 5 8————*——— 1——— W 8.—————-———— 1— H——— ö 9 1 262 Eber⸗Wurgz. miſche und fluͤchtige, nicht ſcharffe Saltz Theſſ chen, und dadurch die Eigenſchafft allem Gifte zu widerſtehen, das ſcharffe geſaltzene Ge bluͤt zu verſuͤſſen, Verſtopffung der Le, ber, faul Sleiſches, Miltz, Kroͤs⸗Adern un Lunge zu eroͤffnen, den Harn zu treiben, Grieß und Sand auszufuͤhren, die verhal⸗ tene monatliche Reinigung zu befoͤrbem und zum Beyſchlaff unzureitzen. Die weiſſe Eberwurtz kan man auch fi ſen, und von ſolchem Pulver 3/ einnehmen, treibet die Bauch⸗Wuͤrme, oͤffnet Verſtoyf fung der Leber, Mutter, Miltz, benimmet Gel, und Waſſer⸗Sucht, foͤrdert den Harn, wider, 8 allen Gifft, fuͤrnehmlich in der Peſt, entz. 8 Gleiche Wirckung hat auch das von dieſen Kraute deſtillirte Waſſer, ſo zu Ende des d, guſti bereitet wird, befoͤrdert auch die Nachg⸗ burt und Reinigung der Weiber. Das Innerſte von der Bluͤhte, wenn ſolcht von dem ſchuppichten Kraute und der Wole⸗ darinnen der Saame iſt, gereiniget wird, pflege man in Italien mit Zucker oder Honig einn machen, iſt gar lieblich zu eſſen, befoͤrdert da Beyſchlaff, und vermehret den Saamen, ſolcht thut es noch beſſer, ſo man dieſe Kuoͤpffe ſamm⸗ let, und ſamt der ob erſten Wurtzel, nachdem ſt von dem ſchuppichten Weſen geſaͤubert worden, mit bittern Saltz und Pfeffer, wie die Artiſchd . m 5 20 andeg⸗ aufen bagbehe üg fahne n n che 1b, bc lin a i an det ache haette carne aha Unken baun ſfſtz we esc fh ahead Euſunz so f. hefcnſſ; g fur fangen i urg. tuned 0 N . e ae 0 tepffupnh Ilz Nröoch een Harn 0 8 führen, 1 ugung zu 1 Fureitzen. be ch kan mau ſulver ze ne, afra ut S Nitz beam t, rt den hun, / nch ku t auch dat WN, ou E d, Moert auch ng! Debet. vol= Blüte un bet ute und h me reinigt nit r oder Huf iel eſſa, bat em— den Sum o dee Kii ber n uttl ten D gesät und! Aer, el urg Did ist. ——— —— Wilder Saffran. 98. Wilder Saffran. 263 6— De wilde Saffran, im Lateiniſchen oni. Geſtalt, cus, in Officinen aber Carthamus genannt, Zeit, Ort bringet leinen eintzigen Stengel, der iſt zweyer und Ellen hoch, rund, gerade, ſteiff, hart, holtzig, dar⸗— zu mit vielen neben Zweigen beſetzt, gewinnet nicht viel, doch laͤnglichte, dicke, harte, aͤdrichte, gruͤne und an dem Umkreiß mit ſchwachen Stacheln beſetzte und zerkerbte Blatter, am Gipffel der Stengel und der Zweige ſiehet man rundte ſtachlichte Diſtel⸗Knoͤpffe, die ſind auſſen an dem Umkreiſſe mit kleinen Blattern zurings herum ſtaffirt, wie ein Stern anzuſehen; wenn ſie ſich auffthun, bringen ſie ſchoͤne gelbe gefuͤllete wohlriechende Blumen, nahe wie der rechte Saffran; ſo man ſie nicht beyzeiten ſammlet, verfliegen ſie; der Saame iſt weiß, ecket, mit ei⸗ ner haarichten und glatten Rinde bedeckt, faſt formirt wie die Gerſten⸗Koͤrner, doch ein wenig groͤſer, inwendig mit weiſſen, feiſten, ſuͤſſen Marck gefuͤllet; die Wurtzel iſt lang, duͤnn und zaſicht. Solche wird in Gaͤrten und Aeckern gepflantzet, bluͤhet im Julio und Auguſto, muß aber jahrlich im Fruͤhling, wenn der Mond voll iſt, in guten zubereiteten Boden geſaͤet wer⸗ den. 8 8 warm im dritten Grad, fuͤhret ein ſcharffes f etzendes Saltz, und hat die Eigenſchafft ſtarck 5 zu purgiren, iſt ee machet 15 brauch. 4 ero Earth · mus. Deſſen Der Saame des wilden Saffrans iſt Eigen⸗ * P F o K 5 5 ö VVV* N 2 0. 2 K 8— 2 a N„ eee e„ eee e„ aeg* ee, E 9**** 0 ** 2 50 5* 8 1 — 1 8 2. 8* r er 0 n ere der derte der 1„„ Was in Apothe⸗ ken dar⸗ aus berei⸗ tet wird, und Dol. Caryo- pby. us hortenſis. * 264 Wilder⸗Saffran. eröffnet, ſaͤubert, zertheilt, vertreibt die Blaſf, fuͤhret oben und unten den zaͤhen Schleim, auch waͤſſerige Feuchtigkeiten aus; nutzt in der Waſſer⸗ und Gelb⸗Sucht, viert gigen Sieber, Colica und Podagra, dient auch der Bruſt/ im Suſten, Reichen, ſchadit aber dem Magen, daher ver beſſert man ihm mit dem Ingber, Galgant, Maſtix und Ane, Aeuſſerlich vertreibet der ausgedruͤckte Safft de Laͤuſe und ander Ungeziefer, mit den Bu, men verfaͤlſchen die Gewiſſens⸗loſen Material ſten den rechten Saffran. In den Apotheken wird vielerley daraus bereitet, als das Extractum Diacartham. ſeu Cnicopharmacum, ſolches fuͤhret das Gewaͤſſe aus, reiniget Haupt, Magen und ander Einge⸗ weide, Dol. iſt J. ad iv. denn das Elect, Da. cartham. purgiret Schleim und Galle, koͤmmt dem Glieder⸗Wehe zu Huͤlffe, im Podagra, dreytaͤgigen Fieber, Laͤhme und Kopff⸗Schma, tzen, Doſ. 3j. die Species diacartha thun eben dei gleichen Wirckung, Dol. 3 j. von dem Syrupe de Carthamo gibt man 5j. ad ij. von dem Inu Seminis iſt die Doſ. 3 iij. ad 3vj. deſſen Saanen aber in ſubſtantia von 3j. ad ij. e 2 3 99. Naͤgelin⸗Bluͤmel, Gras⸗ Blumen. Derer Ar⸗ Er Garten⸗Naͤglein gibt es viererley Ge, ten, Igit ſchlecht, und weiß faſt ieder Gaͤrtner ieder und Ort. Blume ihren ſonderbaren Nahmen zu geben; 188 i 0 e 2 ———— 1 — 2 f— cleanen 1h M. 8 fahr hg Ti Mage daten in mt füge rf N amchen 0 l zi Haß g Wachen 1 b mütze —Gaſfran. den zͤheng tigkeiten a f ſelb⸗Sucht. und Podagt ten, Reiche 5 werbeſſactm N , Masi uh ausgedrückte ziffer, n iſſens losen 4 S ird vil Sum Dian b fuͤhrethug cen und auh dz denn das e (im und Gi e guͤlffe, in Ie und Kue el icatthathi I Fi. von deny ni, von dal J dJ. deſab oH. 1 9 zii —— N ume, 000 U en. N. magibtesbin 1 er Nahm u iſtieder Hin Garten ⸗Naͤgelein. 269 92 2 im Lateiniſchen wird 5 a es Caryophylus hor- Beſchreibung allhier 1 unvonnoͤthen, weil ſolche ohne dem ie⸗ deꝛmann bekant ſeyn; 20 5 ſie werden meiſten⸗ 90 2 0 V N ltzheils in Gaͤrten und . Blumen Scherben foortgepflantzet, bluͤ⸗ hen im Junio und N ö„ faſt den gantzen Ne Sommer hindurch. f e Der Geſchlecht giebt 1 es zweyerley, welcher allhier gedacht werden ſollen, nemlich die ahmen und Wilden. Die Feld⸗Naͤgelein aber ſollen allhier uͤbergangen werden Die Naͤgelein⸗Blumen ſind warm und trocken in mittelmaͤßiger Krafft, haben ein flüchtiges ſehr mildes Saltz, mit einem ſub⸗ tilen balſamiſchen Oehl, und daher ſonderliche Tugenden das Hertz zu ſtaͤrcken, wie auch das Haupt und die Leder, auch die Lebens Geiſter zu erquicken. Die zahmen Naͤgel⸗Blumen ſind Naͤgeln⸗ dem Haupte nuͤtzlich, denn ſie ſtaͤrcken das Blum. Hirn, dienen wider den Schwindel, Schlag, fallende Sucht, Krampf und 0 R 5 Zit⸗ 266 Garten Maͤgelein. the Ruhr, bloͤde Geſicht 7 in den Wunden des Haupts und und Zahn⸗Schmertzen. Naͤgel⸗ Blumen⸗ Zucker. Zucker machet; dieſer Zucker, den nach Belieben eine Muſcate groß ni cket das kalte fluͤßige Haupt, Naͤgelein gebrannte Waſſer. Naͤgel⸗ Der in Apotheken zubereitete Belieben ein Lͤffel vol genommen. Zittern; die roth⸗ und braunen Blumen wer den fuͤr die kraͤfftigſten gehalten, ſie ſtäͤrcken das Haupt, die Nerven, Hertz ig, gen und Leber, widerſtehen dem Giffte, Hertzklopffen und Beklemmung der ſelben, Ohnmachten, boͤſe Fieber, Gifft, peſt Wuͤrmer, Erbrechen, Durchbruͤche, ro, Podagra Mutter Wehe, verſtopffte Monat⸗Nei nigung, ſchwere Gebuhrt. Aeuſſerlich n der Hirn. Schale, Krebs, maͤßigen Geſchwaͤren, Kopf, Der Naͤgel⸗Blumen⸗Jucker obe Conſerv, wird aus zahmen rothen Naͤgeſen, auff gleiche Weiſe gemacht, wie man den Rosen, man davon mmet, ſtaͤr bloͤde Ge⸗ ſicht, ſchwache Hertz, und die Mutter; iſt ein koͤſtliche Artzney wider den Schwindel, Schlag, Laͤhme, fallende Sucht u. die Peſ⸗ bekoͤmt dem Magen wol, foͤrdert die Dauung und Gebuhrt ohne Schaden, ſtillet das Er brechen, den Durchlauff nnd Mutterw⸗ he; toͤdtet auch die Bauch⸗Wuͤrme; den gleichen Wirckung hat auch das aus den zahmen Naͤgelen Blumen⸗ Blumen ⸗Syrup ſtaͤrcket das Haupt, Hel Syrup. Magen, Leber und die Mutter, davon nac J Fglle g ird au f 11 El ur fr Roe Bezel Mun becher 10 19 a wk Ahh en, en Sg facht, Den chern wider aher tg Sd ſahelſch gaht ub Hichter, p Epi cdu fel en da 0 bruudentz wie ſaſbahgt chr: Hache n he, 00, N 1 e 160 h om Daͤgelein rauen Nd Lllten, ft 0 ven, dic r ſtehen den 0 lem 1 Sieber, Gi 0 0—eſicht/ pi * 0 - uhrt. Aust S uptz 1 % 1 Geſcnin Sumen⸗ J 1% zun roth e ht, wie mine die ucker, den nu e unte gtoß in a chaupt, e 3, und de zu= der den Sehe e ide Suche gen l, fotdehud on aden, file ur Auff nud fu die Such lol a0 hd aul inte Ar. th bet 0 up t bas Hab, N ul lutte l em Garten- Maͤgelein. 267 Auch wird aus den Naͤgeln⸗Blumen ein trefflicher Eßig zubereitet, gleich auff die Art, wie der Roſen⸗Eßig gemachet wird. Wenn ein Menſch in Ohnmacht gefallen iſt, ſo beſtreiche man ihm die Schlaͤffe damit, wie auch Naſe und Puls⸗Adern, oder beſpreng ihm damit ins Angeſicht, ſo wird er wieder zu ſich ſelbſt kommen. In der Peſt⸗Zeit ſoll man mit dieſem Eßig das Angeſicht und die Haͤnde be⸗ feuchten. Die weiſſen Gras Naͤgelein brauchet man wider das Hertz⸗Klopffen und andere Hertz⸗Schwachheiten, ſie werden ſonderlich gelobet wider die fallende Sucht und Gichter, ſo man, wie oben gemeldet einen Syrup oder Latwerg davon bereitet. Andere deſtilliren das Kraut mit den Blumen, und brauchen es wider vorgemeldte Kranckgheiten, in ſonderheit aber den jungen Kindern, wider die Gichter, darauff ſie gute Beſſerung empfin⸗ den, 100, Wüͤrtz⸗Naͤgelein. Nooclen aus Indien, im Lateiniſchen Cary⸗ Wvophylli aromatici, ſeine Fruͤchte wachſen Derer Ge⸗ auff einem Baum in Orientaliſchen Landen, auff ſtalt, An⸗ etlichen Inſulen des Indiſchen Meers in Zei⸗ kunfft und lon und Bantam, doch iſt er nirgend frucht⸗ L bar, als in den Moluckiſchen Inſeln, derer viere unter der Equinoctial- Linie liegen, alldort traͤ⸗ get er Frucht, und ſonſt nirgend. Die ſer n—. d . Gewuͤrtz⸗Naͤgelein. Dieſer Baum iſt äaſtig, und gleichet der Form und Groͤſſe nach der Lorbeer, wie er dem auch dergleichen Blaͤtter hat, nur daß ſie wa ſpitziger ſeyn, und in groſſer Menge ſelbigen be ziehen, die Bluͤthe iſt laͤnglicht wie Naͤgel, daz hero auch ihr Nahme entſtanden, haben dreh, getheilte Haͤuptlein, welche Anfangs weiß/ dann gruͤn, bald roth, und endlich ſchwartz wet⸗ den; dieſes Baumes Frucht ſeine gemeldete Nelcken, die herab geſchlagen werden 2. Tage getrocknet, denn auf behalten, und in fremde Lande verſchicket, die an den Baum 2 5 f ll⸗ eee Gew fag eng icht n unt, bndßiben, gn Na ft a Eh a age s d A d fob ſſſe Nite, de nd gos d . Aol ce gage, de kehlcht gase N gl hach fat un ſch g. . dc ad dend wh i den Sy mit gahe Pi Degel hafen g hlillan a ft 1 fückhn a. 0 bench I a in de 1ſt uud geh r Lorbeer l at, r 9% Mag fe cht wa I ſtandel, 1 in Elche Mf eth 8 endlchſchn nel Sucht ſil D gen wal uf en 5 d den Bun 0 0 Gewuͤrtz⸗Naͤgelein. 269 6 bleiben, werden groͤſſer, ſeyn auch von den andern den Alter nach unterſchieden. Deren Blaͤtter riechen ſo ſtarck, daß ſie den Nelcken ſelbſt glei⸗ chen/ und ſpuͤhren deßwegen die Reiſenden weit auff den Meer ſchon gemeldeten Baums Ge⸗ ruch. Seynd alſo der Nelcken wie gedacht zweyerley: als die am erſten abgeſchlagen werden, das ſind das Caryophyli minores, oder Wie ſol⸗ che zu un⸗ kleine Nelcken, die aber am Baum ſitzen blei⸗ terſchei⸗ ben, und groͤſſer auch reiffer werden, ſolches ſind den und die Antophylli, oder Mutter⸗Nelcken. jenigen, die lieblich riechen, und wenn man eine beiſſe Nadel darein ſticht, eine oͤhligte Feuch⸗ tigkeit von ſich geben, ſind die Beſten. In der Artzney werden ſie nicht allein gebrauchet, ſondern man bedienet ſich auch derer als ein Ge⸗ wuͤrtz zu den Speiſen, und haben mit dem Zim⸗ met gleiche Wuͤrckung. 1 Die NTaͤgelein beyderley ſeynd warm nd trocken in dritten Grad, durchſchneiden, ma⸗ Die derer Guͤ⸗ te zu er⸗ kennen iſt. Eigen⸗ chafft chen duͤnne, eroͤffnen, zertheilen, ziehen etwas und Ru⸗ an, ſtaͤrcken das Haupt, Hertz und Ma; tzen der gen, wider ſtehen den Gifft, ſeynd derohal⸗Naͤgelein ben geſund in den Gebrechen des Gehirns, Schwindel, Haupt ⸗Schmergen, bloͤ⸗ den Geſicht, und Gedaͤchtniß, Ohn⸗ machten, Hertzklopffen, Unluſt, Eckel und Erbrechen, Bloͤſten, ſtinckenden O⸗ them, Bauch ⸗Fluͤſſen, Waſſerſucht, Un⸗ fruchtbarkeiten, Mutter⸗Kranckheiten, Pen, 88 N g l 5 8 3—* 270 Gewuͤrtz⸗Naͤglein. verhaltenen Monat⸗Keinigung/ nach . Glieder. laſſenden Siebern, in gefaͤhrlichen Sen, chen/ Gifft und Peſt. Sie dienen auch wi alle Kranckheiten des Haupts, ſo von Kälte ih ihren Urſorung haben, als da iſt der Schlag Krampf, Sittern und Empfindlichkeit dan Welcher einen kalten und bloͤden knie gen hat, nicht wohl dauet, und ſich viel erbre⸗ 50 chen muß, der bereite ihm folgend Magen⸗ Pulver. Magen Pulver. FR. Calmus, Galgant, aa. 3ij. Zimmet, Ingber, Naͤgelein, aa. 3 Muſcat⸗Bluͤhte, Cardemommi Pfif fer, aa. 50. Zucker 3x. Stoß alles zu Pulver. dol. in gutem Wei il auff Brot. Wider das Auffblä⸗ hen des Magens und Bauchgrim, men, ſo von Kaͤlte koͤmmt, ſind auch he Naͤgelein gut, darzu kan man mache g nachfolgende Traͤßney. ER Zimmet, zi. 1 NMaͤgelein: Muſcat⸗Bluͤhte, Ani Fenchel, Ingber, Galgant aa f. Zucker Z iiij.. Stoß alles zu reinen Pulver, gebrauß es mit Wein. eee Wider das Wuͤrgen, Erbrechen des Mi dens, Durchlauff, ſo von Kalte koͤmmt: 1 il ae 10 falten ee d ala U übauche ihc ch amc um en nt dh auen die! ſcber lch Aachener 0 kihſene A nt Bun hel, Aa he 1 Wr Nuß, Pfefe d he ande ig ale acc Mace Hug, ſtüng a gn hefe ö 0 u 5 0 1 e bulvet. ,. 5 N n Nägele a J rdenonm Pr. ol. in gn. rh Wodeer das h su 7s und Bunt on— kommt, ih zu zu kan un, de ch. t 0 Sit ih bd ber, Gig . f 1 den Pult/ „ = Echt 0 Kalte n Gewuͤrtz⸗Naͤgelein. lein, und eſſe davon, es wird alles bald ſtillen und nachlaſſen. Es wird auch aus ſolchen Naͤgelein ein koͤſt⸗Naͤgeln⸗ liches Oehl gemachet, auff folgende Manier: Oehl zu Nimm ein gut Theil Gewuͤrtz⸗Nägelein, ſtoß bereiten. ſie zu einem dicken Pulver, geuß laulicht Waſ⸗ ſer druͤber, laß es alſo vier Tage in warmen San⸗ de ſtehen, deſtillier es hernach aus einen zinnern. oder kuͤpffernen Kolben, und ſondere das Oehl mit Baum Wolle oder durch ein Scheide ⸗Glas davon ab: Auff gleiche Weiſe wir auch von Zimmet, Muſcat⸗Bluͤhte, Mu⸗ ſcat⸗Nuß, Pfeffer und Zitwer⸗Wurtzel das 271 ö— s 2 r 85 8 eine Schnitte gebaͤhet Brot, naͤſſe ſie in Malva⸗ c ſier, beſtreue ſie mit ein wenig geſtoſſenen Naͤge⸗ Oehl deſtillirt und leparirt. Es ſtecket in ſol⸗ Krafft chem Oehle eine groſſe Krafft, denn es ſtaͤrcket und Wir⸗ alle natuͤrliche Glieder des Leibes, reiniget das ckung ſol⸗ Melancholiſche Gebluͤte, ſtaͤrcket Haupt und Hertz, iſt inſonderheit gut wider den Schwin⸗ del, des Morgens nuͤchtern zween Tropffen in weiſſen Wein zu nehmen: Auff gleiche Weiſe dienet es auch wider die kalten Gebreſten der Mutter und Daͤrme, vertreibet dahero das Bauchgrimmen, iſt uͤber das den kalten Magen ſonderlich gut, ſtaͤrcket und erwaͤrmet denſelben, und ſtillet das Erbrechen; ein paar Troͤpfflein mit ein wenig Baum⸗Wolle auf die ſchmertzhaff⸗ ten Zaͤhne geleget, ſtillet den Schmertzen. Es wird auch davon ein fuͤrtrefflicher Bal⸗Balſam von Naͤ⸗ gelein⸗ b Oehl. ſam bereitet, daran gerochen, ſolcher dienet wi⸗ der Ohnmachten, Schlafſucht, Gichten und Schlag. i 3 es Oehls. Caryo- phyllata. Geſtalt, Zeit und Ort. . 5 I . f— 4 1 272 Benedict⸗Wurtz. In den Apothecken findet man von den Gewuͤrtz⸗Näͤgelein in Bereitſchafft:. die Ri. gelein in ihrer Subſtantz, 2. die Confectio, 3. das Waſſer, 4. Oehl, F. den Extract, 6. den Balſam, 7. das Saltz, und endlich 8. die pe. cies diacaryophyllorum. Die Quinta eſſente iſt wol eine herrliche Medicin, wird aber gar ſelten gefunden. 101. Benedicten⸗Wurtz. 1 Enediet⸗Wurtz, Caryophyllata im 0 teiniſchen genannt, iſt eine duͤnne, braun rothe, faslichte Wurtzel, ſo wie Naͤ 9 bein rieche . inwel, 9 Wu fach f r Cachuffben, funke fuld. fache 1 feßn an el un den fangt Thai n ſahilten, Es we ten O n cle. Cöll ug drgrhe 7 Wotheck Wut, dc Hud, apfft n it ken Hut! Ech u füt elch khucht fel ub in gung War gbr inen Cee deen e gl ee 1 5 0 9 fel in hey uz F fdtt nd N Arelfhufkg , 2. dea J. denk 5 unden . Die Jun ie, eclicin„ ch 4 1 wie n eng ke iſt ein in un e Benedict ⸗Wurtz. 273 inwendig iſt der Laͤnge nach ein braunrother Strich zu finden, von ſolcher ſchieſſet auf, ein aͤſtiger zarter runder Staͤngel, anderhalb Ellen hoch, daran wachſen rauhe gekerbte Blaͤtter, und derer ſtehen an einem Stiehl fornen her drey groſſe, unter dieſen aber 2. andere weit kleiner, dann kommen daran die goldgelben Blumen, wie Fuͤnfffinger⸗Kraut, denen haarige Knoͤpfflein folgen, worinne rundt, rauche Saam⸗Haͤußlein enthalten. Es waͤchſet an ungebaueten ſchat⸗ tichten Orten, an alten Gemaͤuer, Zaͤunen, Gaͤrten, ꝛc. Es bluͤhet im Majo und Junio, die Wurtzel aber graͤbet man im Martio. In Apothecken hat man nur allein die Eigen⸗ Wurtzel, ſolche warmet und trocknet im 2. ſchafft Grad, ſtopffet in etwas, ſtaͤrcket, zertheilet, die⸗ net dem Haupt und Hertzen, iſt gut wider den Schlag und fallende Sucht, wird meiſtens in⸗ nerlich gebrauchet in Fluͤſſen, welche ſie austroͤck⸗ und Nu⸗ ten. net, und in geronnen Gebluͤt, welches ſie relol⸗ virt, alda giebt man ſie gepulvert biß 3j. in war⸗ men Wein. Sie reiniget die Bruſt, Magen und Gedaͤrm von allerhand ſchleimigen und zaͤ⸗ hen Materien, eroͤffnet Verſtopffung der Leber, Mlltz, Melenterii, und iſt ein ſonderbahr heil. ſames Mittel in der Miltz⸗Krauckheit, daß ſie auch nicht unbillig radix hypochondriaca konte tituliret werden, ſie kraͤfftiget auch den Ma, gen, beſſert die Daͤuung, vertreibet das Grimmen und Mutter ⸗Wehe, und ſtillet bey Weibs⸗Perſonen den 2 Fluß, ſie roborirt 5 die N e ee, e ame,. 5 ern ——— ̃—— 2 3 274 Benedict⸗Wurtz. die Geburts⸗Glieder bey Maͤnnern und Fra, en, welche aus uͤbriger Feuchtigkeit relaxirt un geſchwͤͤchet ſeyn, und befoͤrdert die Empfang nis. Es wird ſolche Wurtzel auch recomman⸗ dirt, wider Ausgehen des Affters und der Bett, Mutter, iſt auch mit gutem Succels gebraucht worden wider die Frantzoſen. Desgleichen wich ſolche auch vielfaͤltig in Wund⸗Traͤncken gen, tzet, denn ſie heilet alle in und aͤuſſerliche Verſth rung, benimmet Blutſpeyen, und dienet win das Geſchwaͤr der Lunge, heilet auch die Fiſtel Sie wird auch von etlichen wider den Stein g ruͤhmet, machet auch dem Bier einen guten G ſchmack, und verhuͤtet, daß es nicht ſobald ſaur werde. Man muß die Wurtzel auffſammlen, eh das Kraut bluͤhet, da dienet ſie dem Haupte i derlich in Catharrn, corrigirt auch yam pham vitioſam in dem Magen, treibt den Schweiß, und iſt eine groſſe Mithuͤlffe won die Gelbſucht. Es wird auch aus der Benedict⸗Wurge ein nuͤtzlicher Wund⸗Tranck bereitet, zu fil ſchen und alten Wunden, Geſchwaͤr bind und Siſteln. Tranck, Wund ⸗Tranck. zu friſch R. Benedict⸗Wurtz. 31j. und alten Kratit Wunden, 225 deſſen rut, ö Geſchwaͤr Sanickel, Ehren ⸗ Preiß, Wit und Fi⸗ 5 Gruͤn, ſteln. Heidniſch Wund⸗Kraut, aa. Mj. 55 Bee e al i Wien vohhſel ſe wenpkaltit 0 12 f fach ks de Ice d bert 0 Bruſp he 1 . Ea Beet Wu Gelheffſche hack An kiſthaaden U dan wagt en gut 06 0 15 a let nahen i! 4„Wutz „ Dabbunz Benedict⸗Wurg. 276 0 Nannerg 5. 8 4„* a 2* 7 2 -an Zerſchneid alles, gieß daruͤber weiſſen Wen beferdert h 1 und Waſſer. aa. Menſ. j. verbinde ſie Hurt a. 9 wohl, ſtell ſie in einen Keſſel, laß es ſieden, e ee weuns kalt iſt, ſo ſeihe es, Dol. Morgens hem dach und Abends ein Glaß voll. hafen. Da e Wund Ait 0 Wund hüſſelt 7 Bruſt⸗ Flu auff folgende Art: Auch kan aus der Benedict⸗Wurtz ein loͤſt⸗ licher Tranck bereitet werden wider die Haupt, Dranck J pehen, und h Decoctum. a r u, helet auch, R. Saſſafras⸗Holtz. 3j]. 80 b on ben wider da Benediet⸗Wurtz. 3j. und 5 eim Bieren Gruͤne friſche Roßmarin⸗Schoͤßlen J. Bruſt⸗ 0* Haß is ncht Zerhacke alles unter einander, koche es gleich lüſſe. vorſtehenden Tranck in guten alten weiſ—⸗ diu uttzel aufe ſen Wein, 2. Maaß, ſeihe es, taͤklich 2. et, r ett ſe hin mahl ein gut Glaß voll davon zu rrincken. b. D, cart. Es kan auch aus der Benedict⸗Wurtz be⸗ 18 Mage/ reitet werden ein nuͤtzlicher Kraͤuter⸗Wein. 4 894„eo Kraͤute d egroſſe Nis Kr auter⸗ Wein. an 1 R. Benediet⸗Wurgtz. rij. und beſſen ch er Benedi Aland⸗Wurtz. 3. Tugend. U ATtancke Braun Betonen, Scabioſen, Ehren⸗ 60 Preiß i nden, dat 5 en unden Cardobenedieten. aa. Mi. Tauſent gulden Kraut, Wermuth. aa. Mij. B11 Tron. Gieß daruͤber 30. Maaß Wein, luß es 14. , n 5 Tage ſtehen, alsdann davon allemal bey dem —— ſeſen ul, Mittags ⸗Eſſen nach der Suppe einen guten / Dien, vu Trunck gethan.„ dn Er deenet undauligen Magen, ſtaͤrckt ſchwa⸗ net e ubal ches Haupt und. Hertz, verhütet fuͤr Peſt, off, J uud ches. Pzupt WS 5 buͤtet fuͤr Peſt/ oͤf eee 0 4 n 8 a 9.. 8 Caſſia ſo· lutiva, ſ. Caſſia Fi- ſtula. Woher ſolche kommt. 27 1 net verſtopffte Leber und Bruͤſte, reiniget gu —— K n* die Bruſt von Koder und Schleim, dienet aut wider die Feautzoſen⸗Kranckheit, iſt auch den nuͤtzlich, welche viel Fiſche, kalte Speiſe und iu hes Obſt eſſen. 102. Caßia. Vatßia mit dem Lateinischen gleiches Ni mens Caſſia Fiſtula, oder Caſſia ſolul va genannt, ſolche bringet man aus Ege 10 1 feen dune gc tonummte az N Men Nit dart 0 flugt, Pn dun, gh ne! act, gen, d i ac aacgflan fahr ch ls a Oechtllſch gage, aud Or gegen Het ff fachen, ud def dur güllächt, unt halchen Ruhe en it ee. dal, ene fes u f en aht, hy w le. n, der! ö 15 el 0. Ta — Caßien 277 (un Sg und Indien, dahero heiſt man ſie auch die Egyp⸗ eme n tiſche oder Alexandriniſche Man hat auch den S0 fe Anfang gemachet, ſolche aus Braßllien zu brin⸗ , ain E gen, davon man mit 3j. mehr ausrichtet, als weñ man 3ij. der Alexandriniſchen gebrauchete. — 1 anlanget, ſo waͤchſet ſolche auff einen hohen der Huͤlſen Fruͤchte, oder lange, runde, aͤuſſer⸗ lich holtzen, und inwendig mit Saamen und 2 Milch ausgefuͤlleten Roͤhren: Es iſt dieſer Caſſiæ zweyerley, als Orientaliſche und kleinere, „auch Occidentaliſche oder Americaniſche und groͤſſere, die aus Orient und gegen Mitternacht gelegenen Orten kommet, wird der einen vor⸗ gezogen, und dieſe iſt Ellen lang und ſchwartz oder gelblicht, unrriff iſt ſie aber gruͤn, in der dert, und ein ziemliches ſafftiges, ſuͤſſes doch eckel⸗ Jbefftes Marck in ſich hat, durch den Coͤrper der Huͤlſen gehet, der Laͤnge nach eine zweyfache ſchwartze Linie, ꝛc. Aus Alexandrien kommet ſie in Egypten, der andere Caſſia iſt Caſſia A- N Y mericana, viel groͤſſer denn der erſte, ſie wͤͤch⸗ 0 3 ſet in Hiſpaniola, Cuba und Jamaica. f ſe nun ſchwer, friſch voll ſeyn, nicht klap⸗ 5 et ſia F. An, 0 0 cht 0 um 4 holtzichten Rinde traͤgt ſie den ſchwartzen Saa⸗ men, der mit einer Haut umgeben, auch abgeſon⸗ ſen, die das Marck in ſich halten, wann die, die In den Apothecken hat man die Huͤl⸗ wech e wie ſie zu ge⸗ pern, glaͤntzen, aͤuſſerlich und eine fleiſchene brauchen. e der Was derer Ge 5 Derer Ge⸗ n ſtalt und Wachsthum—— 1— Casi Baum, gleich wie unſer welſche Nuß, traͤget—5 ckung. DerCaiße innerli⸗ cher Ge⸗ brauch. Saame aber und Rinde haben nichts purgſ⸗ Dero Ei⸗ genſchafft der Crime 1 rn und Wär, der Grimmen aus, iſt der Warme und Kit wie auch den blaͤſtigen Hypochondriſchen nicht Laie em, fan, drang 1 1 Schaben! alem Ea cer in 0 gerte d geh, * guch widtt cl big. anch fick bie fern, Uhle, ß ke ncht ſuchnt, ſ m Cala feln car J 278 Caſſia Fiſtula. Fettigkeit haben, ſo ſeyn ſie vor andern zu gh wehlen, derowegen muͤſſen ſie in Kellern vr wahrlich behalten werden. Man kan ſie nich gantz gebrauchen, ſondern nur die friſch ausg, zogene Polpam, welche Flos Caſſiæ ebenmaſ . ſig auch das Extractum genennet wird. Da — —— —— —— — — — 4 — —— — — 1 ——— rendes, ſondern vielmehr eine anhaltende Kraff, Dieſe Caſſia laxirt, und fuͤhret die Feges ſon —— — * nach gemaͤßiget: Fernelius aber will, daß fh che warm im 5. Grad ſey, im uͤbrigen iſt ez 1. kan fich auc unte! feuchte weswegen auch es dem kalten Mage n Pflaſer bemichet ache zerthtlen, und den wum Hafſanm fecgend! hitzigch Gliedet Ihc, d wan wichen tauget, wo es nicht vorhero mit Magen oher Wund⸗ Artzneyen, als Zimmet, Anieß und Mu ſtir ꝛc; verbeſſert wird, deſſen Tranck iſt in Seh ten; Stich gut. 5 Die— iſt temperirender en, Un! mitigirt mit ihrer ſuͤſſen, ſchleimigten Kraft JJ. de ſcherſſen bate le. Sehe e e Ciſer Mark. z, Geblůts, die Seri des Saamens, corrigut I. Eg die Troͤckne; dannenhero dienet ſie in Bruſt⸗ Gerke d Bohhel Beſchwerden, in Seiten⸗Stechen, auh] eifcheenfſ du. Huſten bey Kindern und alten Leuten, ace l t Thut wohl im Stein und Hitze der Nin, dug Sz ren, treibt den Harn, und lindert die Gange ße bomöthe ſie dienet auch wohl im Veneriſchen Eyter Me gl h Sluß, wie auch in pollutione nocturna, ſi Vat h hethen wuͤrcket gelinde, iſt bey den Itallaͤnern in ſte, ezen, tem Gebrauch, ſie loͤſchet die Hitze, treit füt hn Galle und Stein ſanft durch den Stull ita den K gang S 4 n ital. Caßien. 279 ö ue dd— ö e 1755 dia ſe 5 gang aus, man mag es zu jederzeit, a** nd ren. 0 jungen Leuten, ſchwangern Weibern und Kin ⸗ en ur 105 dern ohne allen Schaden und Furcht, Ze ent⸗ Et Fe 8 weder allem Eſſen, oder in einer guten Huͤner⸗ 1 geren f Bruͤhe zerreiben, und geben. Ferner dienet de(än bil ſolche auch wider alle hitzige Bruſt⸗und Nie⸗ 94 kunt, ren⸗Kranckheiten, ſtillet die Hitz und Durſt in g 5 dhe Fiebern, verhindert, daß der Stein im Men⸗ 9* ſchen nicht zunehme, ſo man die friſch ausgezo⸗ ber Wunen gene Caſſia zuweilen einer Muſcat groß gebrau⸗ s aber ul chet. f ſey, in inn Es kan ſolche auch unter die Uberſchlaͤge Euſſerli⸗ bes denkün oder Pflaſter vermiſchet, gebrauchet werden, cher Ge⸗ e l ypoelanh welche zertheilen, und den Schmertzen ſtillen, che thero nt n darum Hoffmann folgenden Uberſchlag wider Simmel, lig die hitzigen Glieder Kranckheiten hoch u Seſen Tennüſh ruhmet, ſo man zwiſchen zweyen Tuͤchern ge? 13 ſteichen, warmicht auff den ſchmertzhafften ort t r erirenber u legen kan. e Uberſchlag. nue, au s de 0 0 1 3 R. Caßien⸗Marck. 36. ſchlag und deko dient ſch! i NI Na e Eppich⸗Safſt, Quippen⸗Safft, aa. Jo il Siten⸗ Sieh e ne und dligl Rothen Sandel, 8. eine Vol Rosen und Seeblumen⸗ Oel, as. a e ſo viel vonnoͤthen, 4* l ftr Miſche alles zu einem Uberſchlag. 1 50 1 Abſonderlich dienet dieſer Uberſchlag in Sip⸗ 1* 1 perlein⸗Schmertzen, die pon einer hitzigen de d Feuchtigkeit herruͤhren, man kan auch von der E het de n 0 Pulpa Caſſiæ den Kindern bis 310. Erwachſe⸗ cc ift buch 1 S4 1 1 Gerſten und Bohnen⸗Mehl, aa. 5iij. Wa 280 Caſſi a Fiſtula. nen aber Z K und in Ciyſtier 50. geben undg⸗ brauchen. Was aus Aus der Caſſia 5 werden zum Gebrauch be⸗ der Caſſia reitet folgende Stuͤck, 1. Pulpa Caſſia ober C. bereitet ſia extracta, da man das Marck durch ein U e Ar ups dune el , Wu ale amm gunlen, e de(ou flange ace icht. wird. Sieb aus treibet, man muß aber unter das Sith 0 Befthn ß zi einen Dampff von Waſſer gehen laſſen, dam. 3 aum Ls das Marck, wenn es im Sieb hin und her ge⸗ Mann ruͤttelt wird, deſto eher durchgehet, es muß aber. PabC, 5 eher nicht extrahirt werden, als wenn man es Tap 0 br 8 5 will, ſonſt wird es ſauer. Mun eech zi. 2 Ausgezogene Caſſia oder Caſſia extras Cafe gucke communis, eder vor die Clyſtier, man macht! Paier, mit dem Decocto erweichende Kraͤuter und Ho, Wh uc, nig eine bulpam, ſo dicke als eine Latwerg. Weentge Die Callia pro Clyſteribus wird bey Zwwoll. yd wene!l Caſſia pro fero alſo bereitet: 5 4. Nen wird daran Cyſteri- K. Paß Seubrodt⸗Zaun⸗Ruͤbe und weß iu ue Under bus zu be⸗ Lilien⸗Wurtz, aa. 5il. J. Ca 10 entre 0 e„ Florentiner Veyel und Suͤßholtz⸗Wurt. fach n ha aa. 5j. ſchekn Wee nik. Pappel, Dille, Wohlgemuth„Tag und Nacht, Bingel⸗Kraut, Krauſemünt N ler, Cafe alles friſch, Mij. 0 4 in fn Veyel, Roſen und Camillen⸗Blum, aa. 10 0 derte MI üb euer Eichen Koche alles klein zerſchnitten in gemeinen aht, undder Brunnen⸗Waſſer des Wiiij. ad IBV. uͤberbleiben/ 8 exprimir und clarificir es, thue zu Gereinigten Wh Kraut⸗Safft* 1 manu, it e Mul bengttan fat. 1 e Ir Ftüchtet cen Sch le umgel bn tech 5 00 00 Mr nit eine a = dillala. 122.— —ſter 50 al erden; zunge 1 Pape Calas 1 N 90 Maut l 50 i aber un n per gehen un 9% Quchgehehean irt den, als hun ſt Dun — — 2 5 — 0 vg Cyſteer, e ert Anne Kral o ls tine lat 0 0* ribus wb h Caßien. 28 0. n Sibhun 1 * a Extrahirte Pulpa Caſſia I. thue darzu Thomas⸗Zucker, 5. oder guten Honig 5% Thue alles zöſammen, laß es etliche mal auffwallen, biß es die Conſiſteatz eines Electua · ri erlange, ſolches miſchet man in die Llſtzer nach Befinden biß 5ij 3. Electuarium Diacaſſiæ cum 5. Manna. um Oiz⸗ NR. hne 5 l. dere 5 Tamarind. 3j. eum Man- Manna elect. ij. na. Candel⸗Zu cker. 5j. e Poͤnidien⸗Zucker. 5j. W Veyel⸗ Zucker. iv. Koche alles mit Zwwerſchen⸗ Bribe n und Na el⸗Syrup zu einem Electuario. N 4. Mehr wird daraus bereitet ze extra · alm Zaun ln ta 1 ine foliis Senx/ Wi d. 50. r Mund Si dil chen, Vi a Kraut, J „II. g. Cimld. lun, ichmitten u e A ind e dcir 65 00 0 n 1 Ku 5. Caſſia extracta cum foliis Senn 6. Item das Aqua Caſſiæ, welche alle. A. potheken angetroffen werden. 102. Taſtanien. i 22 Aſtanea, im Lateiniſchen auch Callanea p rer Ge, genannt, wͤͤchſet in groſſer Hoͤhe und Di'ſtalt, Ort, cke guff, wie unſert Eichen oder Nuß⸗Baͤume, undzeit. ſein Holtz iſt veſt, und der Verweßlichkeit nicht ſo ſehr unterworfen, mit vielen hohen Aeſten aus⸗ gebreitet, bringet an ſtatt der Bluͤhte Kaͤtzlemn, nach denen die Fruͤchte kommen, ſo mit einer ſtachlichten Schale umgeben, der weiſſe Kern a⸗ ber iſtinwendig mit einer braunen u. glatten Rin⸗ de, inwendig aber mit einem roͤthlichen Haͤutlein bedeckt. S 5 Der 1 Caſtanien. Der Taſtanſen⸗Baum waͤchſet nicht gern am Waſſer, wohl aber deſto lieber an bergigen Orten, ſonderlich wird ſolcher gefunden im E, ſaß, Puͤnther⸗Land und an andern Orten mehr. Er bringet ſeine Blatter im Aprill, die Bluht aber lang hernach, und deſſen Frucht wird im Herbſte zeitig. Die geſchaͤlte Frucht iſt warm und trocken, kalt im erſten Grad, und trocken im an, dern Grad, ſtopffet und ziehet zuſammen, werden derowegen gebrauchet zu allerhang Bauch ⸗Fluͤſſen, Eckel Erbrechen, Blut⸗ Aus, werffen, zu einer Emulſion gemachet, gebraten, und mit Pfeffer und Saltz gegeſſen, machen ſi Anreitzungen zum Veyſchlaff, ſie ſind ſchwer zu verdauen, machen dickes Gebluͤt und Blaͤſt, verurſachen Blaͤhungen, offt auch Kopff und Darm⸗Schmertzen, wenn man derſelben auc zuviel rohe iſſet, verurſachen ſie Lauſe. Aeuſſerlich dienen ſie zu den Verhartungen und Geſchwären der Bruͤſte, wenn man da⸗ Mehl davon mit Eßig zu einem Brey macht und umſchaͤget, heilet auch mit Salt und hr 72 8 * 28 nig auffgeleget der tollen Sunde Biß; die i nere Rinde ſtillet die Durchbruͤche, Blut ſpeyen, weiſſen Weiber⸗Sluß/ wann ſolcht in ſauren Wein eingenommen werden„ dab Waſſer nutzet in Blutſpeyen„Darm Gicht, Rothe Ruhr, und dann Weiber ⸗Sluß; die Conſerv aus dem Kaͤtlein machet Et⸗ brechen. Die Salbe iſt gut in Bauch⸗ Sluͤſſen. Das Holtz aber dienet nicht 4 gur R a ercllch⸗ au daten, Vl chin. J de Kernen it! ele Michberel funke/ thut wder dus d fager, went gie Müb 104. Erin f 1 5 1 Dunn „ aa ahn entlang 8 O und tracg an und zicht ei e kauchtt u E Ae N En gemuch 4 At gegeſſayr J aff, ſe ſiſ heil as Gehlit un h/ offt auh) hen enn man dat del— chen ſi dil. A n den at die ruͤſte dent 1 S chm E 0 A Hunde lle— Durchbtic 1 n Het. lf, 0 bun al in! 1 Spring Koͤrner. 283 zum um Pabrenmen,wohlaber zu allerhand Arbeit, als Balcken, Latten, Breter„ Rebſtecken und Wein⸗ Faͤſſern. Aus den Kernen mit Pappeln und Burgel, Waſſer eine Milch bereitet, und ſolche offt ge⸗ runck en/ iſt gut wider das Harn brennen, und ſo viel deſto mehr/ wenn ein wenig Magſaamen, — ſolcher Milch, micgenommen wird. 104. Spring⸗ Korner. Citakutis Spang Vorner; im Lateini ſchen Cata. 2 putia minor genannt, die 9925 0 ei⸗„ Or. Deſſen Eigen⸗ ſchafft und Nu⸗ tzen. vertreiben das Har, Zahn Wehe, wit gige f 22 3 W i. l 284 Spring ⸗Koͤrner. ner Staude, welche ihnen den Nahmen gebt, und Spring⸗Kraut, im Lateiniſchen Lathyris ge beiſſen wird, ſolch Kraut iſt braunfaͤrbet, F, gersdick, Ellenlang, hohl mit langen fetten Blaͤttern bekleidet, wie die Mandelblaͤtter anzu⸗ ſehen, doch ſchmaͤhler linder, auff der einen Se⸗ te weißfaͤrbet anzuſehn, und in der Mitten mit einer weiſſe Ripp durchzogen, am Gpffel ge winnet der einzelne Staͤngel viel Aeſtlein und NMeben⸗Zweigleim daran ſtehen viel kleine Blaͤt⸗ ter, den Eichen⸗Blaͤttern etlicher maſſen gleich, ſind nahe an den Zweigen hohl, zwiſchen dieſen Blaͤttern bringt es ſeimne Frucht, das ſind die gruͤne Nuͤßlein, ein jedes mit dreyen Haͤußlen und Faͤchlein unterſchieden, und in einen jeden Faͤchlein ein Koͤrnlein in Geſtalt des Hanf, Saamens, wenn man ſolche ſchaͤlet, ſind ſie weiß, fett und ſuͤß/ zuletzt aber brennen ſie als der Aron. Die Wurtzel iſt klein und holtzig, das gantze Kraut giebt weiſſe zaͤhe Milch, wach, ſet gern an ſandigen doch gebaueten Orthen und in Gaͤrten., 4 Das Spring ⸗Kraut iſt warm im 3. und trocken im erſten Grad, fuͤhret ein gifftig/ hitzend oligtes Saltz, dadurch es den Leib gefährliche Entzuͤndung und Brand zufügen kan. Sie purgiren hefftig die waſſerige und pflegmatihe Feuchtigkeiten nebſt der Galle und befoͤrdern ſchwere Geburt. Euſerlich ziehen ſie Blaſen/ ba c h, 8 bc blen 94 1uggloſchrebt; ö Ie Ae dl 1 9 J N a 1 4 105. Ced de(de Ban N aach Ceddas geg ſiſcheteher daudts groſſe Cider⸗ Bal cuber danger dun q fange abgeramme g was ſhrunbigr und n ben Gpfel hen ing hau, ene Eg dak sud ſcma z c achkirzer unte ah aiflenener Est h Aunken, darin un dpuß⸗ Bum feste naß feucht bz alk Euumg, Hit d da hal it i.—oͤtter 0 nale n bunte % blem ln Mandel , auff der in ſeh. d in de d du cn, an hy e(- gel vel ln daf er then villen ö Dulichtr nat dw T hohl t ö f. frucht, u n. K ait detheng erſch=, und in ix lei 5 Geſtat nn l Wulche cle 5, abet braun W. itt klen 10 geh tra ſee zahn ende! baueten le „1 tis wan 55 t enafth ut! de Lab Beh de w ge und ebſt E ele n Grech chef ar, B — ——— Ceder⸗Baum. 285 Wartzen und Huͤneraugen. Sie ſind aber eine ſehr gefaͤhrliche Artzney, des halben ſie innerlich nicht ſolle n gebrauchet werden. Nieo- aus Agar ius ſchreibt, daß die Landſtreicher mit dieſen Koͤrnern viel Menſchen hingerichtet haben 1 1 105. Ceder⸗Baum. Cedrus. er Ceder⸗Baum wird im Lateiniſchen Deſſen auch Cedrus genannt, deſſen werden un⸗ terſchiedener Landes⸗Arten beſchrieben. Der groſſe Ceder Baum waͤchſet in ſchoͤner ge, rader Lange, der Tannen aͤhnlich, hat eine glatte Rinde, ausgenommen am untern Theil, welche etwas ſchrundigt und uneben, von unten an, bis an den Gipffel, ſtehen die Aeſte, an dem Stamm rings herum, ie eine Schicht nach der andern, die Blaͤtter ſind ſchmal und ſpißig, wie an den Eichen, doch kuͤrtzer und nicht ſo ſtachlicht. Er traͤgt Zaͤpfflein einer Spannen lang, doch nicht Geſtalt, Art und and⸗ ſchafft. wie die Tannen, darinnen lieget der Saame, „wie im Cypreß⸗Baum, aus dem Stamme flieſſet ein weiß feucht Hartz, welches hernach von der Sonnen⸗Hitze dick und koͤrnicht wird. Das Holtz iſt ſehr hart, wehrhafftig, roͤthlch von Farben, und faulet niemah⸗ len, Er wäͤchſet im Juͤdiſchen Lande auff 8 * N 82 1* 4. !! N ee mn a Centau-· rium. Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort. dem Berg Libano, in Africa, auff dem Berg Athlas, und nachdem der Ceder⸗Baum einer Fichten oder Tannen⸗Art gleichet, ſo hat er auch anderer Hartz⸗Baͤume gleiche Kraͤffte. Es iſt zwar von dem Ceder⸗Baum in den Apotheken nichts bekannt, weder ſimpfcller noch compoſite, weil der Tannen⸗Baum deſſe Stelle vertreten muß, gleichwol wenn bey uns das Eedern⸗Holtz ſo leicht als das Tannen Holt zutbekommen waͤre, loͤnte es beſſer examinirt und vielleicht vor Tannen⸗ Fichten und Cypreſſa, Holtz den Vorzug haben. Das Hartz oder Pech vom Ceder⸗Baum, ſo Cedria heiſſet, iſt warm und trocken biß in dritten Grad, machet, daß die lebendigen Coͤrper verfaulen, die verſtorbenen aber unverweblic bleiben, dahero es der Todten Leben genen, net wird, iſt mit dem Wacholder⸗Oehl zu ver⸗ gleichen. — 1 eee* 106. Gemein oder klein Tauſend⸗ 1 guͤlden Kraut. Emein oder klein Tauſendguͤlden⸗Kraul, m Lateiniſchen Centaurium minus ge nannt: Solches hat ein krummes, ſchiechles, weiſſes, duͤrres„ ungeſchmacktes, goltzcgtes Wuͤrtzlein, ſo nicht gebrauchet wird, auff we chen ein ſteiff, glattes, eckigtes und Spaunel⸗ hohes Stengelem mit etlichen andern Zäcklel herfuͤr koͤmmt, auff welchen ſchoͤne braule rothe Bluͤmlein erſcheinen, daraus N — 3 —— 3. T—nͥp?9de) .* 5 5. 1 2 d Wie bähktime bügeannck. Da leine Tau fam und ocker ima ige, hake, che e ae de Lig 1 ham nd n. , Mime futchte aum. 5 dere Leder- I 1 date l 1 ache Ruft e Leder Du nt, uche de Tannen In nu, Jeichwal un o= als daß dm „os beſer ent ne echten unh 9 den vom Cen! mund tut che= die lebend eſt Mun aber ur 8 eodten ch del cholder o 1 —2ͤ«“ö—— in t flein dq de— kaut. rial nuſendgiln cha! mtautlun obde krumm „Ic hmact cht! chet ih dall eagles ud . chen ain „ 1 en, 9545 den Schoͤtklein wie Weitzen, Koͤrner, ſchwartz Meel fin⸗ det, ſeine unterſte Blaͤttlein ſtreuen ſich auff der Erden 2 aus, die andern ſte⸗ 16 hen am Stengel. 0. 85 570 dem 7 6 Sanct Johannis- 2 Kraut und Do⸗ S5 ſten; es waͤchſet — auff den hohen Huͤ⸗ geln, in Wein⸗ Garten und auff den Wieſen, bluͤhet im Julio, und wird alsdenn eingeſammlet. Das kleine Tauſendguͤlden⸗Kraut iſt warm und trocken im andern Gead, fuͤhret groͤb⸗ lichte bittere, oͤhlichte Sals⸗Theilchen bey ſich, und hat darbey die Tugend zu erduͤnnen, zu er⸗ oͤfnen, den Harn und monatliche Reinigung zu treiben, Wuͤrme zu toͤdten, und Eſſen⸗Luſt zu er⸗ wecken. 5 8 In Apotheken hat man das gantze Ge⸗ waͤchs mit Blaͤttern und Blumen, oder auch des Obern allein. Es iſt ein gar bitter Kraut, dienet wider Fieber; dahero in den dreytäͤgig nachlaſſenden Fiebern das Decoctum aus deſſel⸗ ben obern Spitzen bereitet das Seine wohl thut. Rulandus bezeuget, daß nach verurſache⸗ f 5 tem in welchen man Tauſendguͤ lden · Kraut.„ Eigen, 5 ſchafft und Wir⸗ ckung. a—. 5 A 5 84 288 1 Tauſendguͤlden⸗ Kraut. virt und abltergirt, ſein innerlicher Gebrauch iſt daß es der Gallen Fehler verbeſſert. Daher tz auch Epatica genennet wird. Es dienet auc in Verſtopffung des Weiber⸗Fluſſes, morbi chronicis& cachecticis, den ſtarcken Clyſtirig wird es beygefuͤget, wegen ſeiner Schaͤrſfe einn ſtarcken Stimulum zu geben. Deſſen Eine Hand voll klein Tauſendguͤlden. Gebrauch Rraut, ſamt den Blumen, in einer Muß Brunn ⸗Waſſer geſotten, und davon nach Belt, ben getruncken, iſt gut wider das dreytaͤgig . Sieber, Reichen und alten Huſten, eroͤfn 1 verſtopffte Leber und Miliz, vertreibt die cherley. Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht; mit Wein geſ, dienlich. ten und getruncken, ſtillet es die Wuͤrm und Grimmen des Bauchs. Deſullrte Dis Kraut nimmet die Ver ſtopffung Waſſer. der Leber gewaltig hinweg,; man wird auß ſelten einen Wermuth ⸗ oder Krauter Wen machen, daß die ſes Kraut nicht darzu genen men werde. 1 Das deſtiliirte Tauſendguͤlden⸗Braut Wagſſer, iſt ſehr kraͤfftig alle faule Magen Sieber zu vertreiben; befoͤrdert den Wi bern ihre verſtockte monatliche Nein gung, toͤdtet die Wuͤrme, vertreibet d Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht. Erwärmet uu ſtaͤrcket den kalten undauigen Magen 1 let das Grimmen, desgleichen ſo einer anfil. get nach dem Fieber zu ſchwaͤllen, iſt dieſes Wif ſer ſehr kraͤfftig, die angefangene Geſchwun ten Vomitu dieſes allein verrichte. Es reſgſ. Luſndgilde 8 ele, af, en üg pom e en trinke cant dab dec code flaßige 1 faden ud diſ Faundzpder Helung: Whg fl nan das; b wacher Gift nt Hon; falten, ud mit gesch Gukelezn. In die h ee War ober Saft. ſagſpetztt weden. Den ungen Hude, laget al man biöwe wan flvol unde Jane unt auch ae Eat hon Duuſen u 3% in lien Wa 6 halrehkt es dag 3. 6 e Bee em u dien ig halt, J K 1 9 Deen Nen un ird. Ez hg v0 Fe in Tauſih en enen„ in e geo Bund dabonn t der das y ni Aten ghuſſe bet 1 Milz /n ſſer cht; niz ken e let es deln 2 — geplaget, ſoll man bisweilen Morgens nuͤchtern, S Ah,. t ttt die Daft At g/ mt erm! Loder ram esch Dt nicht hy fett Zendgilde kr a alt fat ebe Seförderk l ock nonatlih di Drme, 5 iſſel Decht. En ee ee l wWiebel im Lateiniſchen Cepa genannt, iſt Derer Ge⸗ en S flichen e ber alen, die Dangene, 855 Tauſend guͤlden⸗Kraut. 2 90 zu vertheilen, es eroͤffnet die verſtopffte Leber und Milg, ſo man Morgens nuͤchtern 51. ad Zij. davon trincket. Euſſerlich wird dieſes Waſſer auch nuͤtzlich Euſſerli⸗ gebrauchet, die fluͤßige Wunden zu troͤcknen, cher Ge⸗ alle alte Schaden und Siſteln von Eyter zu rei⸗ brauch ſol⸗ nigen, und zu der Heilung zu befoͤrdern, nach der hes Waſ⸗ Waſchung ſoll man das reingeſtoſſene Pulver ers. von dieſem Kraut einſtreuen, oder aus dem Pul⸗ ver oder Safft, mit Honig ein duͤnnes Saͤlblein bereiten, und mit geſchabten Faͤſelein in die Wunde legen. In die hohlen Fiſteln aber ſoll dieſes Waſſer oder Safft mit einem Spritzlein eingeſpritzet werden. Den jungen Kindern, die von den Wuͤrmen einen Loͤffel voll von dieſem Waſſer geben. Ferner dienet auch das in den Apothecken be⸗ reitete Saltz von Tauſendguͤlden⸗Kraut, davon man 5. in dieſem Waſſer Fiij. einnehmen ſoll, ſo vertreibet es das 3. caͤgige Fieber, auch die Gelb⸗ und Waſſerſucht, ſonſt findet man in A⸗ pothecken aus dieſem Kraut nichts in Vorrath bereitet, als den Succum inſpiſſatum davon die Dol. 3j. 55 e 4 8 33 1 de pete, n, en Gewaͤchs aus 8 8. 1. und Sek, 290 Zwiebel. ſammen geſetzte Wurtzel oder Bo llen giebt la ge ſchmahle Blaͤtter, denen ein gerader hohen Staͤngel folget, auff deſſen Gipffel ein rundes mit einem duͤnnen Haͤutlein bedecktes Haͤuptlen ſtehet, welches weiſſe Bluͤmlein wie Sternlen darſtellet, worauff ein ſchwartzer dreyecketer un in einem weiſſen Haͤutlein verborgener Saane kom̃et: die andem Arten an Zwie⸗ beln, Groͤſſe und Geſtalt U Farb Geſchmg c, Pflantzen nach unterſchiedel ſeynd ohne Unt ſcheid gebraͤch⸗ lich, ſie werden Garten geziehlet, die Bollen werden in Fruͤhling n * Erdreich geſtecl, * ſo bringen ſie in Junio und Julio die Bluͤth und im Augus den reiffen Saamen, werden vermehret in Mertz und April, da man den Saamen in eine feiſten Boden ſaͤet. Eigen! Die Swieblen ſind hitzig im 4. trocken in ee 3. bitzig und trocken im 4. Grad durchſchni⸗ der Iwie, den, eroͤffnen, reinigen, treiben Harn 0 bel.. Schwefß 4 Schelffen, und hen Jwiebel e hg geh facrntbr egen in g es Habt ole ahn ae, wich gc udbegen ſo an! dee eſcht haben, gem dwiebeln gſotten un fanden dern f ach der dus denen unt: fan dahin ausge ſcchegmnten Löffl, Hack eiten ic Sah, wder de b fag hegeiget eo, daß ee eto aht nie gem, eps füt Rall. be n kante deut bien, Dunn ſe⸗ uc vamfegfech en gen, dhe 8 1 n, eh Etghrüſt Liebel. — Zwiebel. 291 ee S f dr d 0 Sn e denen eng chweiß, ſind gut vor den Schleim auff der (een rt Lungen: in Honig gekochet und gegeſſen. Sie „Etlenbcdeh Blum L ichwar ein verbapn bloͤdes Geſicht haben, gemeidet werden. 5 beſchweren aber wegen ihrer uͤber ſich riechenden 100 Schaͤrffe das Haupt, ſollen derowegen von ſtu⸗ 10 direnden Perſonen, welche mit dem Gemuͤthe der de arbeiten, und denen, ſo ein feucht Gehirn und ein Zwiebeln geſotten und gegeſſen, treiben den Gebrauch A verſtandenen Harn fort, ſolches thut ſon⸗ b ae der e der heiſſen Aſche ge · 6¹ a Zwiebeln ausgepreßte Safft, auf ein 6 6 halben oder gantzen Loffel voll genommen. 16755 Gemeine Leute eſſen rohe Zwiebel mit Brodt Eich and Saltz, wider die boͤſe Luft: die Erfah⸗ M rung bezeuget es, daß es ein gutes Mittel ſen, una dahero wahr, wie gemein geſaget wird, Allium feng& Cepa ſunt Ruſſicorum Theriaca. Schwa⸗ Wer fein ſhih che und krancke Leute ſollen ſich vor den Zwie, Zwiebel. lch beln huͤten. Denn ſie nach Dioſcoridis Zeug brauchen Gun nis, auch wenn ſie gekochet ſeyn, in den Kranck, ſoll. 1 4 4 eine Schlaff ⸗ Sucht ver⸗ En Wider die Engbrüſtigkeit, brate ſaufftiglich pig Iwiebeln auf einer Glurh, eſſe Abends und Morgens davon, es befördert den Auswurff, kofſet 110 Blüth u! machet luftig um die Bruſt, etliche miſchen au= werde g Zucker darunter.* rl a anden Wenn man rohe Zwiebeln zerſchneidet, det led h roc= m4 — au/ 1 1 und in friſch Brunnen⸗Waſſer uber Nacht le⸗ d get, ind am andern Tage den Kindern ſolches Gu Waſſer zu trincken giebt, toͤdtet es die Spuhl⸗ Wurm und treibet ſie ausm. 292 Zwiebel. werden davon hitziger und duͤrrer, aber den kal ten und feuchten Naturen dienen ſie beſſer, i ſonderheit den Weibern, denen ihre Monats Reinigung nicht recht fortgehet, zu den Spe ſen gebrauchet. Wenn junge Kinder den Harn nicht laſſe koͤnnen, ſo nimm die allerduͤnneſten Zwichl Schalen, oder Haͤutlein, ſo zwiſchen einen iehen Blat lieget, lege es dem Kind auff das Rohr, lein, es machet Harnen, das thun die Zwiebeln auch, wenn man! ſie in Camillen⸗Oehl zu t nem Pflaſter kochet, und zwiſchen zwehen A, chern den Kindern uͤber den Nabel lege, Eine Swiebel ausgehoͤlet, mit There fuͤllet, gebraten, mit einander zerſtoſſen, zwiſchen zwey Tuͤchern wie ein Pflaſter uber ſchlagen, iſt eine gute Artzney, die Peſtileng, ſchen Beulen zu erweichen. Swiebel und Seigen zuſammen geſtoſſn und zwiſchen zwey Tuͤchern warm uͤbergelegt erweichen die Apoſtem und Blutgeſch wa daß ſie davon auffbrechen: Man mag auch he Zwiebel allein braten und warm uͤber die zal gende Geſchwaͤr legen, es ziehet ſie behend auff In Peſt⸗Seiren ſchneidet man groſſe Zu beln, und hencket ſie im Zimmer auff ſo ziehet ih che die boͤſen Luͤffte an ſich, und wird dicke, 3 pfflein von roher Zwiebel gemachet, ui oft im Affter nach einander geſtoſſen,* 90 wole/ ö zwi Welche von Natur heiß und trocken sin, f dem bekommen die Zwiebeln nicht wohl, denn ſe feed ne d. dahegde fta, Fanſchener mit! nder mit e c ſuſtelbabt ſaſccheeden ſusgepreſ Uafcteeſic eitel, lag uche der Or gauche werden, dal hhrtddieEntzün. Dee liter her wall ſuſchel gebückt, inf. gell focht, bern. n Elgerglätt und Ey c iſtene gute Brand Dan aus Zwiebehe Hungern, ang fh dbeggkget, ene 150 bon toll. . wübel, Rau, 9 auge Sa uc geg den en t het das Ihe. d. Bube, h Muhen, obo 5 ſhutkn worde twohl de aber zahn, Saft Wache S — a Del. 1 balß öde 50 0 ech nicht mc ddduͤrrer 4 ATDen dem 10 ei, denen hu e furtgehch 00 A= den Harn ge n Sllerdänmeſg, e e wße e(Side ff da Wuthu 5 1 Comes ch, ad 070 en ben Nalh beſ Arhilt, nn „i under fat uch m vie duc eg czney, det zu buchen. und Sen y im ey S ern warn poſ und Bun i: Nun rat= warm leg= pehetſehh ite elde ma tſet tr uf if s ſch/ iu ohe Hebel un mg W fuſa 1 2 Zwiebel. 293 ſchwollene Goldene⸗Ader, ſtillet den ſchmerg⸗ lichen Drang des Affters. Wann ſich einer mit Feuer ſiedenden Waſ⸗ ſer Oel, Wein oder mit etwas anders verbren⸗ net hat, der ſtoſſe alsbald Zwiebel mit Saltz, und lege ſie oder den ausgepreſſten Safft uͤber, es iſt ein fuͤrtrefflich Mittel, aber es muß gleich von Anfang und eher der Ort zu ſchwaͤren beginnet, gebrauchet werden, dann ſonſt wird ſich der Schmertz und die Entzuͤndung mehr vermehren. Die unter der warmen Aſche gebratene Gute Zwiebel zerhackt, in friſcher Butter und Ro⸗ 8 5 8 ſen⸗Oehl gekochet, hernach ungeloͤſchten Kalck 1 oder Silberglaͤtt und Eyer, Oehl darunter gemi⸗ ſchet, iſt eine gute Brand⸗Salbe. Den aus Zwiebeln gedruckten Safft mit Pflaſter. Honig vermiſchet, ein Pflaſter daraus gemachet und uͤbergeleget, iſt eine koͤſtliche Artzney zu den Wunden/ ſo von tollen Hunden gebiſſen ſind. Zwiebel, Raute, Muͤntz, iedes gleich viel, Catspla- zuſammen geſtoſſen, Saltz darzu gemiſchet, und ſma. auff den Ort geleget, da eine Natter geſtochen und gebiſſen hat, ziehet das Gifft aus, oder toͤdtet daſſelbe. Die Wunden, ſo von einem Meſſer, damit Zwiebel geſchnitten worden, verurſachet werden, heilen nicht wohl, die aber mit einem Schwerdt, das mit Zwiebel⸗Safft zuvor ichen hedgen werden, 18 ſind gar toͤdtlich. T. 3 10. 2914 XRirſehen. ceraſun. 108. Kirſch Baum. Kieſchen⸗ Sd, e dee A er Rifch, Geſchlecht e baum, Ee wird im Latein 8 N„ , Ne,„ ſchen Ceraſus ge⸗ + 8 e 0 nannt/ derer gilt oer, es wancherleylln, Ge/, b 2 4 D N 0„ten Baͤunie und N N 1 Fruͤchte, es wa, den aber von ah, 8 77 len in den Apo⸗ 7.5 theken nur zwe, 5 erley gebraucht/ 5 nemlich die ſal⸗ — NI ren Weichſel — 5 2 N 2 Kirſchen und e i die ſchwartzen Kirſchen. Die Art der Baͤume iſt nicht nö thig zu beſchreiben, weil ſelbige ſowohl als die Frucht jedermann bekannt ſeyn. Solche wer den entweder in Garten gepflantzet, oder wach ſen auch auff den Waͤldern, ſie bluͤhen im Apr und May, die Fruͤchte aber werden zeitig nach ihrer Art.; Segen Die ſauren Rirſchen/ Ceraſa acida, ſennd Eigen⸗ kalt und trockner Natur, ziehen zuſammen, ſtäl⸗ ſchafft. cken das Hertz und Magen, dienen derowegel wider Hitze und Durſt in Fiebern und me⸗ lancholiſcher Miltz⸗ Sucht. Die ſchwartzen Kirſchen aber l N 5 Nd f ati! 15 in ud Wh ti, h/ de Bla ch, Sucht, wenn l fen auch kit a, dt auff Nanga kate denen dor fh di: ern v: Ame: Cuſſelch vor: in diebern, nebſt a. Fürngekgtt. Das Ril ſabttden garn und der fegſcn dam anſilch wnachſsheltekdte ſeh, Dieeingemach bekennen wahl dem! Dfeeingemachte fi fu, ſtarcken das fen Zifllen. Der ache uf zu eſen 10 K 15 te Galen de E ban Büſch⸗ Saft! ſſheh füukkt daz 9 lache len Hiſſt, 0 cha lud Spir 3 fable en gepreſſte 3 N 5 1 en N 1 wird i ſche(n 1 4 „,.. 18 Früchte den che len iy K then ele h nen! ren M P 8 Nich = die shy ter Bäume / W ſalbige uu n bit t ſehn. Ga gepflanzt An ſe lacht rü Sder we Ni En, ci 0 N Aba und W Nen, e D in cba much. rel irſchi 4 EB.i.irſchen. 2 maͤßiget kalt im 1. feucht im 2. Grad/ oder warm 1 8 und feucht im erſten Grad, ſie erweichen, mutzen Eigen⸗ dem Haupt, prælerviren fuͤr Schlag, Freyßſchafft. und Lahme, die Blaͤtter dienen gegen die Blaͤtter. Gelb Sucht, wenn ſolche in Milch gekochet werden, und fuͤhren auch die gallichte Unrei; Auf 5 nigkeit aus, die auffgedoͤrrete Stiehl in dznrete Wein gehenckt, dienen vor verſtandene Monat⸗ Stiehl, Reinigung, die Kern vor dem Stein und die Kern/ Wuͤrme: Euſſerlich vor die Haupt Schmer⸗ tzen in Siebern, nebſt andern Mitteln auff die Stirn geleget. Das Kirſeh⸗Baumen⸗ Hartz Hartz treibet den Harn und den Stein, und in Wein zerlaſſen, wenn man ſolch Holtz in Roſen⸗Waſ⸗ ſer weichet, ſo heilt es die auffgeſpaltenen. ip⸗ einge en. Die eingemachten ſauren Kirſchen machte bekommen wohl dem Hertzen und Magen. ſaure Kir⸗ Die eingemachte ſuͤſſe Kirſchen befeuch⸗ ſchen und ten, ſtaͤrcken das Haupt, und wieder ſtehen ſüſſe Kir⸗ boͤſen Zufaͤllen. Der ſaure Kirſch · Syru ſchen. machet Luſt zu eſſen, loͤſchet Hitze und Durſ. in hitzigen Siebern, benimmet das unordent⸗ liche Geluͤſten der Schwangern. Der ſaure Kirſch⸗Safft hat gleiche Wuͤrckung, Safft. erfriſchet, ſtaͤrcket das Hertz und trocknet, wie⸗ 5 derſtehet dem Gifft⸗ Das ſchwartze Kir⸗ Schwartz ſchen⸗Waſſer und Spiritus, iſt koͤſtlich in fal⸗ 1 6 0 lender Sucht, Schlag, Laͤhme der dun 1 ge, und verlohrnen Sprache. Das von Kern⸗ denen Kernen gepreſſete Waſſer machet har⸗Waſſer. nen, und zermalmet den Stein. Die Tinctur Tinctur., und Extract des Diamarenatum ſimplex& T4 com: 296 Kirſchen. compoſitum, und der liquor aus den Runden, zu Anfang des Fruͤhlings per deſcenſum deli lirt, ſind in verwundten Gebraͤſten bequem und . nuͤtzlich. f Es wird auch aus dem ſchwartzen Kirchen, Waſſer ein Krafft⸗Waſſer bereitet auff folgen de Art. Krafft Waſſer. FN. Schwartz Kieſchen⸗Meliſſen⸗Veyeleh Schlehen⸗Bluͤt⸗und Borretſch⸗Waß ſer, aa. Ivi. Linden⸗Bluͤt⸗ und Zimmet⸗Waſſer. an ]. Roſen Wasſe, 21. Roſen⸗Julep. Ziij. Vermiſche und behalt es in ein ſauber Bloß davon nach Belieben Loͤffel⸗Weſſe i geben. ö Man bereitet auch von Amarellen oder ſul⸗ ren Weichſel⸗Kir ſchen eine Amarellen⸗Latwerg. R. Nimm gemeldeter Kirſchen von da Stiehlen ſo viel beliebet werden. Koche Krafft⸗ Waſſer. Amarel⸗ len⸗Kkat⸗ werg. ein haͤrin Sieb, mit einem hoͤltzern Loͤffel von die — durchgetriebnen Safft nehm lz. Zucker Koche ſolches wiederum in einen neuglaſur, ten Hafen, auff gelinden Kohl⸗ Feuer, ruhe aß ſtaͤndig, daß es am Boden nicht e 00 . ang be ſolche in einen glaſurten erdenen Ha; 0 fen, bis die Kern gern abgehen, treib ſolche dung AVuſhe 1 1 1 ue. h wen a0 fe kämmen. 2 5 uud dee! unten Magen fißN face deten ub. gat den ha und dri an diu Esse. Vachſl und Ar ache . Frſte ſhane W. euoch nacht ſy gar zeit fü Jacke dige sede, u aug ehr als halb ge Mechſe daran, und b ler saft seen ple „ Böhr härmmen, wakalten und in en ſau Oecſcalgemachte uch als die dan a i hihgen Ken apc ben berhe 10 auh gehe, liche eit zimeſſg, de aa ge 7 N. fü achau len h 1 Furchen ge untit eint dem Kern un Gerig * — chen 1 — 45 per 5 1 Pan 10 m ſchwarzgf 1 bag bist 55 a Mila. en At und Vu 0 50 u Zinne d 0 FE le j. Ses in tnt na!(lieben lat bg en Amme rst renne re Late 7 1 Krſchn! len Ee Ibelechet na in gaaſurtengh i900 h. gehe, c mit ar 5 ift nan! f wi n in fun 910— e 0 ben ff e Kirſchen. 297 lang,„bis es, wenn es erkaltet, die Dicke einer Latwerg bekommen. Dieſe iſt kräͤfftig den Durſt zu loͤſchen, und die Krancken zu laben, iſt dem erhitzten Magen faſt annehmlich, und in al⸗ len hitzigen Fiebern und Kranckheiten nuͤtzlich, treibt den Harn, und bringet den Krancken wi⸗ der eine Luſt zum Eſſen.. Weichſel und Amarellen einzu- machen. Kirſchen R. Friſche ſchoͤne Weichſel oder Amarellen, hene die noch nicht ſo gar zeitig ſeyn 7 tb. und ſo hen. viel Zucker, dieſe ſiede, und laͤutere, wenn es et⸗ was mehr als halb geſotten iſt, ſo lege die Weichſel darein, und laß ſie bey gelinden Kohl ⸗ Feuer ſanfft ſieden, ſo lang, bis ſie eine gantz di⸗ cke Bruͤhe bekommen, hernach laß ſie in etwas erkalten, und in ein ſauber Geſchirr legen. Dieſe eingemachte Kirſchen ſeynd nicht min⸗ der nuͤtzlich als die Latwerg, ſonderlich zu einer Labung in hitzigen Kranckheiten, ſie befeuchten und erquicken den verdorreten Mund, Zunge, Hals und Kehle, loͤſchen den Durſt, erwecken Appetit zum eſſen, daͤmpffen die Galle und ſtaͤr⸗ cken das Hertz. Es kan auch aus den Weichſeln bereitet wer⸗ den ein guter Kirſchen⸗Wein. Re. Eine Quantitat Weichſelen, zerſtoß ſol⸗Kirſchen⸗ che mit dem Kern, weil ſolche dem Wein Wein zu den beſten Geruch geben, thue ſie in ein 1 5 Faͤß⸗ 298 Kerbel. Faͤßlein, gieß daruber guten rothen We ih dt henck ein Saͤcklein mit Gewuͤrtz drein, und laß es alſo 14. Tage ſtehen, ſo dienet solche zum trincken. Dieſer Wein iſt am beſten im Sommer zu trincken, denn er loͤſchet den Durſt, eroͤffnet di Leber, reiniget Nieren ſamt der Blaſe, und treit den Harn: Einige haben eine Flaſche mit gelaͤ⸗ terten Zucker darbey, wem beliebt, ſolchen Wen darmit ſuͤſſe zu machen. Chæreſolĩ. See eſtalt. W geil und; 5 ö 8. aͤrffel ober Ort. W Kerbel, in 1 Lateiniſchen Chr N. 8 refolium genannt, N Ne waͤchſet von eie N NN 87 weiſſen Wurtzeh 10 E 74 die viel zarte ſtrelf 7 fig und hole Stan 2 e Zoeigen herr D brnnget, die Bit 16 N 2 ter deren, gleichen Eder Peterſill, ſiud aber ſubtiler; zel 5 ſchnitten, und kür⸗ tzer, die duͤnnen Dolden tragen kleine weſſt Bluͤmlein, und einen laͤnglichten, zasleten, zarten, füſſen und gewuͤrtzhafften Saamen, waͤchſet in Garten, und wird darin enthalten, bluͤhet imd 0 gel mit vielen 1 Retb J duo, wan babe bühet es baer am Aufgang, ven el, N Hen aan cler fn 1. Giah mngen dünn Ahern, Es wird zu hct, ſKden Magen rt daz Geblͤt, fc t kronegen son p alen zern Spe ſbege Krunckgete, Hapt⸗Schwachhe aunckhit der Brust! in Seiten, Geſchw hen, iſt auch hee Ick. Pehe n Vet Haren und Bl an boinden n ach egur knen lena Neimg Fa haän. 2 tim led t fig kamzacle iner wälen Suſſng wann pfleget. Vund 4 bel. N Sad 4 k Sci 0 e —— % rbeſen in h ö Den Durſ, 0 erh ft der Bag 9 ne lh e ö bela, 4 with J baſſc;! ti dan, der un bee DS ſohin n D tr nen! x cen ute cba— Sunn Pat“ bi — den Harn. . erbel. 2293 jo, Junio und julio, wann es aber übers Jahr beſtehen bleibet, bluͤhet es im April, man ſamm⸗ let es im May vor Anfang des Junii, vor der Sonnen Auffgang, wenn die Sonn im Zwil⸗ ling gehet. 35. Die Blaͤtter/ Saamen und Wurtz dieſes Kaͤrffel⸗Rrauts, ſind warm im r. und trocken im 2. Grad, machen duͤnn, zertheilen und treiben brauchet, iſt dem Magen und Haupt geſund) rei, niget das Gebluͤt, und machet Luſt zum eſſen, iſt derowegen ſonderlich gut in Suppen und allen andern Speiſen denen, ſo mit nachbe⸗ ſchriebenen Kranckheiten behafftet ſeyn, als in Haupt; Schwachheit, im Schwindel, in i Kranckheit der Bruſt und Lunge, ſonderlich in Seiten ⸗Geſchwaͤr und andern Apoſte⸗ men, iſt auch heilſam gut in Lenden ⸗ und Ruͤck Wehe, in Verſtopffung des Harns, der Nieren ⸗ und Blaſen⸗Kranckheiten, in Harn⸗Winden, in Grieß und Stein, abſon⸗ derlich iſt es gut denen Weibs⸗Perſonen, welche ihre Monat ⸗Keinigung zu wenig, oder Wider das geronnene G. nicht haben. Es wird zur Speiße vielfaͤltig ge⸗ lut im Leibe dienet folgend Decoclum, welches auch darneben alle innerliche Verwundung vom Sallen, Stoſſen oder Schlagen verur⸗ ſachet, zu heilen pfleget. Wund ⸗Tranck. . Kaͤrffel⸗Kraut. Mij. 0 Sanickel, Winter⸗Gruͤn, aa, Mi. Weiſſen Wein. Menl. j. 5 8 1 5 Wenn N Wund⸗. a und Fall⸗ Tranck, Das de- ſtilirte Waſſer. . Kerbel. 300 Wenn die Kraͤnter klein geſchnitten, ſo ge den Wein daruͤber, vermach die Kande wohh e tze es in einen Keſſel mit ſiedendem Waſſer aß es 4. Stunden kochen, darnach ſeihe es durch ein Tuch, darvon alle Morgen und Abends jedes, mal ein halbes Quaͤrtel laulicht zu trincken. Es reſolvirt auch das Kaͤrffel⸗Kraut die il Bruͤſten geronnene Milch, aͤuſſerlich und l nerlich gebrauchet; Erfreuet das Hertz, ve treibt die Ohnmachten, ſtaͤrckt das Haupt hat gute Krafft in Haupt⸗Wunden, dienet wider chwindel, dahero einige einen Crantz von Kaͤrffel⸗Kraut auff den Kopf legen, verttelbt Suſten, Engbruͤſtigkeit, Keuchen Se ten⸗Stechen, Grimmen im Leibe, thut gut in der Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht, Bleich⸗ Sucht, dreytaͤgigen Fiebern, und widerſt⸗ het der Peſt, vertreibt die Spuhl⸗Wuͤrm in Wein geſotten, und zu trincken geben, bringt Schlaff, auch inner⸗ und aͤuſſerlich kan es wi der die Colick gebrauchet werden, und uͤber de Gegend der Blaſe gebunden, widerſtehet auch Spinnen⸗Stich und Gifft. Wann die Kinder ſich mit vielen Speisen uͤberhaͤuffet, und davon geſchwollen Baͤuch⸗ lein bekommen, ſoll man Kaͤrffel⸗Kraut in Butter roͤſten, und es ihnen zwiſchen einem Tuch warmlicht uͤber das Baͤuchlein legen/ des deſtillirten Kaͤrffei⸗Kraut⸗Waſſers, alt Morgen und Abend jedesmal zi ad 510. zu teil cken gegeben, iſt ſehr nuͤtzlich, das gero 1— 1 e ſuthtlen 0 l 1 — 2 Ain e Kff welk lch alen Waumicchundgi u erſet Ladobechteyand S ſhͤlbetKecds Augen Achern i zwexen mal Zafſtvon Nöͤſſeh, 5 1 ſſchche rtzney fen. Kauf u Won Auch bennuchſ her he fülle chen duch fl u Kalt in Mach U . 15 duc „„ 1 h del Den gesch Dach die Ku e ſecdenbend 00 mach ſiheah Jen und lu ue buulcht u u Kärfflchn wech, dach 1 Dreuet das hy a0 2 fſtäͤrcktde F Wußhahlg dag nige end uff= Kopf leg riß x geit, Ruch Brſ nen im Leh ud fer ⸗Such! uit eber tr ge Spußllh und rincken gig ing== d aͤuſſalt gebr( E warden/ laſe den, wat un ft. — dal ww eſchwoll zen, Enn Kir . U g ihnen 0 t uh Biule alt 0 Sele ü h n 2 j mit dan — — 0 0 — — — 8 — — — — * Blut im Leibe, ſo vom Schlagen oder Fal⸗ len geſam̃let, zu zertheilen, und die innerliche Ver⸗ wundung zu heilen, es treibt auch den Hrn, fuͤhret den Grieß ous„zerbricht den Nieren⸗ Stein, und befoͤdert den Frauen ihre Monat⸗ liche Reinigung, iſt auch ein trefflich Mittel in Lenden⸗Wehe und Seiten⸗Stechen. Malt nimmt auch wider das geronnene Blut im Leibe Kaͤrffel⸗Kraut⸗Waſſer, Zij. ge⸗ pulverte Linden, Kohlen und Krebs⸗Augen aa, 5. vermiſchet es, und giebt es warm zu trincken. Andere nehmen Kaͤrffel⸗Rraut⸗Waſſer zii. Cardobenedicten⸗ und Sanickel⸗Waſſer, aa. Zij. gepulvert Krebs Augen, zj, ſolches geben ſie den Kindern in zweyen malen. So ſoll auch der Safft von Kaͤrffel⸗Rraut in einer Huͤner⸗ Bruͤhe genommen, wider das Grimmen eine koͤſtliche Artzney ſenn. Es muͤſſe aber zugleich das Kraut in Butter geroͤſtet, und zwiſchen einen Tuch vermacht, uͤber den Nabel geleget werden. Es ſtillet eben auch ſolch Grimmen, wenn man das Kraut in Milch zu einem Pflaſter kochet, und zwiſchen einem Tuch warm uͤber den Nabel leget. a . f i. 3 is Amanderlin, im lateiniſchen Chamædris o gebrauchet wird/ſo man Chamædris minor nen- net, kommet ſeiner Geſtalt nach aus einer klei⸗ te. Edel Gamanderlin. chan genannt, iſt von unterſchiedenen Arten, Geſtalt, allhier aber wird nur des Edlen Gamanderlins Zeit und gedacht, welches ordinari in unſern Apothecken Ort. 1 1 1 Samanderlin. nen holtzigten zaſelichten Wurtzel, rothen Stil, gel, woran je zwen und zwey harte, rauchhahret „ und gekerbte Blaͤtter an einander gegen über ſtehen, die auff den Gipffeln und Zweigen be, findliche Blumen ſind klein, und etwas Put⸗ beaurfarben, darauff folget ein kleiner Same man findet ſolchen auff ungebaueten rauhen Aund ſteinigten Orthen, es norint im Junio und Julio, und giebet zum Gebrauch die Blätter und die Blumen. 1 in 1 5. 44. 100 1 10 * Ga⸗ 3 Gunner Tderl te ganhh tore, ff u e u Mig/ Aawaß, vid gebe cab, geronnel UAſrlcht/ n verh gung laufe lustich wid es chen, Gilden A Wach bi un ſcch ff , adde, Jucken n Aun⸗Jusw af lab in boden S ant vächet, eder f I Metheken bie en Benächſe dad Wg. n Mb eine Conlerp Das daſtillite e y ſt gut, buchen d caſengel, enen ſchn aghufen, keucher wt 10 57 0 10 dad abs, ei e betſtopffte dae dn gbr! n detodte Och vn wide Gamanderlin. 303 Gamanderlin iſt trocken und warm im 7 half dern Grad, iſt bitter, oͤffnet, machet duͤn, iſt gut und Nu⸗ zur Leber und Miltz, treibt Harn und tzen. Schweiß, wird gebrauchet in Fiebern, Scharbock, geronnen Blut, und der Waſſerſucht, in verhaltener Monat⸗ N 6 72 N N 5 5 N N Reinigung, und lauffenden Gicht. Eeuſſerlich wird es gebraucht zu den Euſſerli⸗ Bruͤchen, Guͤlden⸗ Ader ⸗Schmertzen, cher Ge⸗ wie auch bey um ſich freſſenden Geſchwaͤ⸗ brauch. ren Raude, Jucken, Haupt ⸗Iluͤſſen und im Blut ⸗Auswerffen. Hat auch groſſes Lob in boͤſen Schaͤden, wenn man ſie damit waͤſchet, oder Salben davon ma⸗ chet. In Apotheken brennet man aus dem gan⸗ tzen Gewaͤchſe das Waſſer, und aus den Blu⸗ men wird eine Conſer va bereitet. Das deſtillirte Gamanderlin⸗Waſ. Das ge⸗ ſer, iſt gut, welchen dir Bruſt mit Rodar aße umpfangen, einen ſchweren Athen haben, t ur ſtetig huſten, keuchen, toͤdtet die Wurm, hunt z h hartz n ttt d einander vel Een men wehret der anhebenden Waſſerſucht, und vertreibt Gelbſucht, heilet die Bruͤche und Verſehrung des Leibs, reiniget unſauber Ge⸗ blut, oͤffnet verſtopffte Leber, und Miltz, E a un befördert die todte Geburth. Iſt auch ein uff Et iin fen nuͤtzlich Medicament wider den weiſſen Sluß n uch der Weiber man kan in ſolchen Zuſtaͤn!: he as fort i 1 c 1— 5 12 * a den, Morgens nuͤchtern und des Abends 2. Stunden vor dem Nacht⸗Eſſen Jij. ad Jus. 8 9 V 304 Gamanderlein. von dieſem Waſſer trincken, auch kan man uch erzehlten Zuſtaͤnden ein Conſerva von den Bluͤmlein machen, und gebrauchen. Gebrauch Man kan auch Gamanderl in Miß. in einer des Ga, Maaß weiſſen Wein ſieden, durchſeihen und da 3 von krincken, es dienet denen, ſo ſtetig huſten tes. und ſchwerlich harnen, befoͤrdert monatl. und verſtopfftes Miltz, wehret auch anfaß gender Waſſerſucht und vierraͤgigen hi bern, zertheilt geronnen Blut im Leibe, h tet die Wuͤrme, iſt auch ein dienlich Mittel hen erkalteten Weibern, ſo mit den weiſſen Flußhe⸗ hafftet, ſoll auch die Bruͤche geſchwind holen, Wider die Glieder⸗Sucht und Podg⸗ gra werden nachfolgende Traͤncke, als aus eig ner Erfahrung, angeruͤhmet, welche man zwey Monat lang, nachdem der Paroxiſmus fuͤruber iſt, gebrauchen ſoll. Als folget Re. Gamandes, lin, Feld⸗Cypreſſen, Tauſendguͤlden⸗Krgut en Mi. ſiede ſolches zerſchnitten in zwey Mach Waſſer, biß die Helffte eingeſotten, ſeihe es un behalt es zum Gebrauch; davon Morgens, zu Mittag und Abends vor dem Eſſen zwey Löff voll zu nehmen. Oder bereite folgenden Fele; Klraͤuter⸗Tranck. ranck 2 wider! Rec. Scorzonern⸗Wurtz. Glieder Geraſpelt Suͤßholtz aa. 3j. Sucht Gamanderlin Mij. 5 5 Veyel⸗Nosmarin⸗Bluͤthe 23. Ml. KFrantzoſen⸗Holtz Zi. 5 che Reinigung der Weiber, eroͤffnet hall Geamendet n E. b als, fh Neun, Wiſer in fu, be dect hach en ſuuber d. ind Abus vor de zutchcke Deſch ent/ wie , benz es we in ob ſachget gebrruchet wid walpurgtt wuden, da 0 Klan Cabo den Fünften , th e an dale po fegen Menschen, fe br gut befanden 5 g 0 l Jgken das Padn⸗ / he Faelle a9. berchet. 8 in. Schlbar N che Ebern Canrkon gen fc, Wund eg aher chen h lc oben hesch der ann ˖ 0 0 257„ gen enmrhuh on 0 0 wat me 10 Nate Vlg 0 fee ſuffge Dellen Seh, auch fo c Gamanderlin. 305 b. Out Klein Roſinlein 31. 1 gebrauche, Datteln I vj. kunde Zerſchneid alles, koche es in vier Maaß en dun Brunn⸗Waſſer in ein verſchloſſenen Ha⸗ Nane fen, bis die Helffte eingeſotten; ſeihe es i, n durch ein ſauber Tuch, davon Morgens * f und Abends vor dem Eſſen ein Glas voll ee zu trincken. * 3 N 8 99 Dieſes Kraut wie obgemeldet. hat ſo groß 0 lu Lob, wenn es wie in obbeſchriebenen Traͤncken aden 99 geordnet, gebrauchet wird, und der Leib vorher 1 n wohl purgirt worden, daß es die Genueſer Kay⸗ 50 Ache 60 ſer Carolo dem Füͤnfften zugeſchickt und bezeu⸗ 50 2. Sue get, es ſen an vielen Podagraiſchen und Glied⸗ 9 achte ſuͤchtigen Menſchen, inſonderheit an dem Cardi⸗ de Lance nal Doria gut befunden worden, alſo daß ſie in an met, wah viel Jahren das Podagra nicht mehr empfun⸗ ch n er berni den, wie Valeſius in libr. de uſu Radicis Chinæ, . St Ne On p. 49. berichtet. ſſel E uſendgilber—— U 111. Schwartz Eberwurtz. „ 0 3 cbt dn 4 Chwartze Eberwurg, im Lateiniſchen nd Dr den Eſaß Chamæleon genannt, iſt zweyerley Ge⸗ Seſtalt, 7 detitefigch ſchlecht, davon die eine weiſſe Eberwurtz oder Seit und Carlina bereits oben beſchrieben worden. Die 3e. u Tran ſchwartze Eber wurt traͤget Blatter wie die geri utz, weiſſe doch unterſchiedlicher Farben, der Sten⸗ St Din 5 gel iſt Spannen⸗hoch, Fingers, dick, roͤchlich„und 0, hat oben dornichte vielfaͤltige Blumen in Dol; en Blitze ul den, wie die Mertzen⸗Blumen, die Wurtzel iſt 15 dick, ſchwartz, offt auffgeriſſen und durchnaget, 5 3 u inwen⸗ 1 z KEber wurmt. 3 06 Schwar 0 7 N 4 „ 2 . 2 — W 8*— . 2 0. 1957 4 N 2 4 8 1 1 5 J 2. 00— , N 8 NN 1 i WN N r 1 .. 4 7 2 2 2 2 2 — 3 inwendig gelb, am Geſchmack ſcharff und beiſſnd. Man graͤbt ſolche im Fruͤhling, ſobald die Blat allein im Gebrauch, waͤchſet in Welſchland in l⸗ pulia und Calabria. ü Die ſchwartze Eberwurtz iſt warm im andern, und trocken im dritten Grad, ſcharff und hat eine Art zu ſaubern, innerlich iſt ſie nicht ſe cherlich zu gebrauchen, wann man die Wurtzel in weiſſen Wein ſiedet, hernach mit Zucker einm chet, und davon iſſet, erreget ſie und befoͤrdert di afür —— 1 gchwatr Eb fegen„enn eine fun ö allangheke, f ft inch Kluft. aſſcch t bce u hr, Schwe Cl/ auch ein weni c pͤͤhgere ſhwartze iht, ſoghtes inegute fache Zutinde der ſagbehürfen. Die a Pfeſerund Wacht ter herfuͤr ſchleichen, und ſolche Wurtzel iſt ur nc ehelichen Wercke dergeſtalt, daß auch baracelſu ene Sunge r den bim Zl; nete, wan man kaelagkt, helet ſe de beg, mm biauchtt ſe nent de Hut uffn —ͤ—— 112. C Arm, ach Je d im Late Engen karge gen . ewhirlan ani ſhilch doc ü lach ſehen zi Wee g auch en 10 eh Blͤͤmle f ud ung 0 J 7 5 a*, 1 2 K 11* nes Exddpin, auch Je laͤnger ie lieber ge ei S ihlng, cl Schwartz Eberwurtz. 307 dafuͤr gehalten, wenn einer dieſe zwiſchen zween Frauen⸗Tagen am 8. September ausgegrabene Wurtzel bey ſich trage, und mit einem andern ei⸗ me Zeitlang redete, ſo entziehe ſolche dem andern ſeine maͤnnliche Krafft. 1 Aeuſſerlich iſt ſolche zu gebrauchen, wenn man Lohr⸗Oehl, Schweinen und Hühner, Schmaltz, auch ein wenig Vitriol vermiſchet, und gepuͤlverte ſchwartze Eberwurtz darunter ruͤhret, ſo gibt es eine gute Salbe wider die Kraͤ⸗ tze und ſolche Zuſtaͤnde der Haut, die eine Reini⸗ gung beduͤrffen. Die Wurtzel zerſtoſſen, mit ſo viel Pfeffer und Wachs vermiſchet, leget man uͤber den boͤſen Zahn, es ſtillet deſſelbigen Schmertzen, wenn man die Wurtzel zerſtoſſen uͤberleget, heilet ſie die um ſich freſſende Schaͤ⸗ den, man brauchet ſie auch unter die Medica- menta die Haut auffzuaͤtzen. 12. Erdpin. Chamæpy- nannt, im Lateiniſchen Chamæpytis, hat Geſtalt, a= dſech Uu eine Spannen lange zaſerige Wurtzel, kriechet Zeit und ichl bs aſetin Bat aus der Erden, hat lange ſchmale Blaͤtter, der Ort. ia. r erw 1 ſer darzu rauch, ſtehen dick an einander, an duͤn⸗ Ros marin aͤhnlich, doch ſind ſolche kleiner u. weiſ⸗ 1 ten Aritten unh nen huͤgigen Stengeln, ſie geben einen zeruch, wie ub u innerlchlüh die Fichten⸗Baͤume von ſich, daher ſie ihm auch ach amm mme an der Geſtalt etwas gleich ſehen/ es bringet zarte det chm und Gold⸗gelbe Bluͤmlein zwiſchen den Blaͤt⸗ ſet/ el ſe mt de lt, haf, magern, ſandigt/ und ungebauetem Erdreich, er tern am gantzen Stengel, es waͤchſet gern in u 2 bluͤhet 1 g N 1 N Deſſen Eigen⸗ ſchafft und Nu⸗ ten in allerley Gebrauch S bluͤhet vom April bis in September, früher und ſpaͤter, nach Ordnung des Ortes. In Apothe⸗ Erdpin. ken iſt offt das gantze Kraut, bey einigen aber werden nur die Blumen angetroffen. 0 Das gantze Kraut iſt warm im andern, und trocken im dritten Grad, durchſchneidet, er⸗ offnet, treibet den Harn und Monats Re, nigung/ ſtaͤrckt die Nerven, iſt gut vor gi Gelbſucht/ Blut⸗Harnen, todte Frucht abzutreiben, vor das Glieder⸗ und Hut Wehe, Gifft, Sreys, Schlag Lahme, daß gleichen fuͤr Crunckenheit, wenn Zweige da⸗ von um das Haupt gebunden werden. Dis Kraͤutlein gedoͤrret, mit der beſſen Rhabarber Wurtzel und Tauſend⸗Guͤlben, Kraut⸗Schoͤßlein zu Pulver geſtoſſen, iedes gleich viel vermiſchet, hernach eine ſehr lange Zeit 3. Morgens nuͤchtern mit einem Glaͤſt voll Sellery⸗ oder Brunnkreß⸗Waſſer eing⸗ nommen, heilet das Podagra, bringt die dau te wieder auff gute Fuͤſſe, und verhuͤtet abſon, derlich, daß dieſe Kranckheit nicht offt wieder, kommt. c Die mit Brantewein ausgezogene Eſſent hat eine Krafft das Scharbockiſche und vet ſalgzene Geblůte zu reinigen, Glieder z ſtaͤreken, Wunden und Schaͤden zu hel len, Haupt⸗ und Schlag⸗Sluͤſſe zu verter⸗ ben, man kan bis zwantzig Tropffen davon el nehmen. 8 Eine Hand voll Erdpin in ein Maaß we ſen Wein geleget, und davon getruncken,* ——. 3 ö Ian Gebr. 1 ö gel, hald cg, den uc 100 Mis und N bucht tab be wache Nelngung 5 du defllüte E Fakachreſende fader leber und G miühten Ftrincket. 1g. Can dank, EA. 0 2 Satentafd ö— Olteg. a N ut, beſch ut Langettofg, it wann d 0 rad, durchche J und dne d. Derven, ſie ut nen, tod r Gliedern te Ichlagll nd tit, wan t den wa. eim Wirret, tg ue dd Tah 0 in Alber git ch rnach ent n rn mt ei er nnkieß⸗ A nigra, g 1 ud kal e A kheit ich run e ausge as l Atbocfſc te unigeh, nde dSchch d= ag l 0 3 Aufl An unt „. enge S —— Camillen. 5 309 in den kalten Gebreſten des Haupts, fuͤr Schwindel, Fallende Sucht und den Schlag, dienet wider Verſtopffung der Leber, Miltz und Nieren, vertreibet die Gelb Sucht, treibet den Harn und die mo⸗ natliche Reinigung der Weiber. Das deſtillirte Erdpin · Waſſer iſt gut zu den kalten Zebreſten des Haupts, Verſtopf⸗ fung der Leber und Gelbſucht, ſo man da⸗ von nuͤchtern Zj. trincket. 113. Camillen. Ca millen, im Lateini' ſt milla vu. es mancherley, auskändiſchen Geſchlechts 5 es ſind aber bey uns nur zweyer⸗ ley/ welche in den Apotheken ge⸗ funden werden, nemlich die ge⸗ meinen Chamil⸗ len, Kermi⸗ chen genannt, und die andern Chamæ- 3 melum Chamomilla vulgaris 3 niſchen Chamo- Unter⸗ milla, derer gibt ſchied. eum Lac e 310 Tamillen. 3 5 die Nome, lh dee melum Romanum, oder die Roͤmiſche, edle el Camillen. Gemeine Die gemeinen Chamillen haben duͤnpe Camillen. aufrichtige Stengel eines Schuchohoch, mie zarten wohlriechenden Blaͤttern. Die Blumen davon beſtehen in weiſſen Bluͤmlein, ſo das n der Mitte bete dliche gelbe Knoͤpfflein rings um Roͤmiſche geben; die Roͤmiſchen Camillen aber hahn Camillen. viel an der Erden hin ausgebreitete Stengel, ſ etwas kuͤrtzer ſind, und ſtaͤrcker, auch beſſer ziehende Blaͤtter haben, die Blumen ſind denen Der ge⸗ andern Gemeinen nicht ſo gar ungleich. n Die Gemeinen wachſen hin und wieder, Camillen auff Brach⸗Aeckern und ſandigten Orten, de Zeit, Ort Roͤmiſchen aber werden in Gaͤrten gezielet, bla und Ei. hen im Junio, Julio und Auguſto. genſchafft Das Kraut, und beyderley Camillen Nutzen iſt warm und trocken im andern Grad, die Blu, und Ge⸗ men warm und trocken im erſten Grad, zerthe brauch der Ca⸗ millen. haben ein groß Lob in Verſtopffung der le ber, Miltzes, Nieren und Blaſen, in de Gelb⸗ und Waſſerſucht, und Scharbock Wuͤrmen, drey und vier taͤgigen diebe Milg Such Stein, HJarn⸗Winde, die todte Gebuhtt auszutreiben, benehmen die Nachwehen, Schmertzen und Auffbloͤhung des lla gens, Colick, dienen auch zu Anfang dero then Ruhr, in Reuchen, Frayß/ c. 2 Aeuſer, len, laxiren und machen harnen, und ſtilen al lerhand Schmertzen, ſtaͤrcken das Haupt, t, Nieren und Blaſen⸗ lc inan un, guanntel . De Blumen zer engerbnmen, treib arelſgt on Wuͤr Hecht des v. Hohl daoenz geſttten Brust und Lunge Reuchen, Stechen un Keuchtigkeite Men berurſacht 4 Schnerge fung der Lebe dn, Rrtrabet g. in 10 Curt tr, e kt, m böbuhtt, Ez if fir, ſalche mit J duft id Feucht Mae cord, 0 tum eruditg dg küchen, ge Ellen. * L die Nöydd 0 S oamilangz 1 s Schuch a latter, N inch ch t Nuoͤrfe 0 Camilint Her sgebtellktz d d ante b de Bm gern in achſen gn ert n ſundign wet K AGörtngg l= August / peßderlepl ockg ue indern ug tros eu nerſtucheh maß u urnen, f ctzel aͤrcken 00 00 E arſtopfin Nis und Ba C und 11 ier can dt, ren, ud! W die tou bent err de Ha f ae deſ uch zu l Rel En, a Camillen. 311 Aeuſerlich gegen die Wehethagen der Lenden des Haups, Bauchs, der Mutter und der Colick, in Umſtaͤnden, Clyſtiren und Baͤdern, gebrannte Waſſer, treibet Harn und Monat⸗Zeit, iſt bewaͤhrt im Magen⸗ Wehe, Darm⸗Gicht, Gelb⸗ Waſſer⸗ und Schwindſucht, Seiten⸗ſtechen; in Sie⸗ bern, Magen ⸗Schwachheiten und Durchbruͤchen, das Waſſer aͤuſſerlich vor Schlangen⸗Stich, Krampf und Oh⸗ ren⸗Wehe und Sluͤſſen des Haupts. Die Blumen zerſtoſſen, und mit Ho⸗ nig eingenommen treibet den Sehleim aus, und reiniget von Wuͤrmen, benimmet die Geſechwulſt des Magens, und machet wohl dauen; geſotten und getruncken macher Bruſt und Lunge rein, benimmet das Keuchen, Stechen der Seiten aus kal⸗ ten Seuchtigkeiten und verſammleten Winden verurſachet, mildert die groſſen Magen Schmertzen, eroͤffnet die Ver⸗ ſtop. der Leber, Miltz Nieren und Blaſen, vertreibet die Sieber, ſonderlich Tertianaiß und uartanam, befoͤrdert die Affter⸗Gebuͤhrt/ und treibet aus die tod⸗ te Gebuhrt. Es iſt auch den Hypochon- driacis, welche mit Verhaltung windiger Duͤnſte und Seuchtigkeiten der Seiten und eirca præcordia, ſo ex viſcerum abſiructi one humorum cruditate& maſſæ ſangvineæ impuritate entſtehen, geplaget.[tem denen, ſo mit dem Lenden ⸗/ und 5 behaff⸗ 4 tet 112 Camillen. tet ſeyn, ein gewuͤnſchtes Mittel, toͤdtet auch die Bauch⸗Muͤrme, iſt gut wider die Stranguria und Harn ⸗Winde, die Blumen in Bier ge⸗ ſotten und davon getruncken, ſtillet die groß ſen Nachwehen der Kindbetterinnen, nach der Gebuhrt etlichemal darinnen gebadet, lindert die Schmertzen des Steins. Camil⸗ len gantz zu Pulver gebrannt, in ein Saͤcklein ge than, Wein daruͤber gegoſſen, und taͤglich davon wieder zurechte und dienet ſonderlich wohl wider von Ca, den Krampf, wird ſehr viel in Clyſtiren ge⸗ millen. brauchet, wenn Schmertzen in dem Gedaͤrm, Nieren und Mutter vorhanden, den Ruͤckel⸗ Grad damit geſchmiert, vertreibet nicht allein die Muͤdigkeit, ſondern mindert auch das dref⸗ und viertaͤgige Sieber. Fuß⸗Bab Ein gutes Fuß⸗Waſſer von Camillen wi⸗ 8 4 der Haupt⸗Schmertzen, ſo von Kaͤlte koͤmmt. Schmer⸗ R. Camillen Mij. 8 zen. Rothe Roſen, Meliſſe, braune Pappeln, aa. Mj. Siede ſolche Stuͤck in Bach⸗Waſſer, und thue ein Maaß Wein darzu, darinnen bade alle Ta⸗ ge die Fuͤſſe/ ſo warin es zu erleiden iſt. Camillen⸗Blumen in warme Lauge ge⸗ weichet, und das Haupt damit gezwaget/ ma⸗ chet ein huͤbſches Haar. N Camil 1 N Lamille Lale, Dill n g aum gent f, it gt nder 10 aneh. bam Och: umthoch urmich um pfabet vectte fund Schmrtgen, e en, Das gegee Cami abc genuchtt, a Canilen Blumen andes gelang ar Adel Nachweh bes Mitehals Alen Blumen in a ergebe undofft dg Mam der Men Deuce un dug er alle rothen a de wtßen R h Pemup unh ähanber fein grit ſſen Wein ger Cg cc fhlage g ale 55 ſilge b bertre en. 2 1 bnd 0 laben fh n Ning e= Steinz.“ nt in ene ee ſſen, und igt w e NOaſaſt kt 7 A alle Tun ui daler alle Eh beſ v Jie erlahnn de ſenderlchng dig r viel in Ich en in den unt? rhanden, wn mis: rtreibet c ends! Fig— ur von Cin mer Aso von Ka Mij. 5 ſen/ 5 ſſe, bia 8.1 ick(Sich Waal daß nee ar Serlaideh 1 Blu“ in wum 0 H.= ait 9 11 U ö ſer geſotten, und offt davon getruncken. indert aug 5 Camillen. 313 CTamillen⸗ Dill und weiß Lil lien Sehl; je⸗ des zij. warm gemachet, und den Bauch damit geſalbet, iſt gut wider das Grimmen und Leibwehe. Camillen⸗Oehl mit Fiſch⸗ Muͤntz und Wermuth ⸗Oehl vermiſchet, und den untern Leib offt damit geſalbet, vertreibt das Mutter⸗We⸗ he und Schmertzen, ſo von Kaͤlte verur ſachet werden. Das gemeine Camillen⸗ Oehl wird nur durch Dasge⸗ die Infuſion gemachet, wenn man uͤber die fri⸗ 7 0 5 ſchen Camillen⸗ Blumen ſchoͤn Baum⸗Oehl gieſ⸗ abzusetzen et, und es ein Zeitlang an die Sonne ſtellet. In den Nachwehen der Kindbetterinnen 2 9755 iſt kein beſſer Mittel, als eine gute Hand voll Ca⸗ millen⸗ Blumen, in halb Wein und halb Waſ⸗ Magen⸗ Wann der M kenſch ſtarck Magen⸗ Wehe, vehe und Drucken und Angſt uͤber das Hertz hat, ſo berei⸗ Deu cken te er aus a rothen, Roſen, Dillkraut, Fiſch⸗ uͤber das Muͤntz, Wermuth und Camillen⸗Blumen un⸗ Hertz. ter einander rein zerhackt, ein Saͤcklein, koche es in weiſſen Wein oder Camillen⸗Waſſer, drucke es aus, und ſchlage es alſo warm uͤber den Magen und Hertzgrube, ſchlaͤget man es uͤber den un⸗ tern Bauch, ſo vertreibet es Mutter wehe und Schmertzen der e Glieder nach der er Gebuhrt. — CThelido-/ 114. Groß Schell⸗Kraut. dum mz Roß Schell⸗Kraut, auch Schwal⸗ Geſalt, ben⸗Wurtz genannt, heiſſet man im La⸗„Ort 314 Groß Schell⸗Kraut. tezzſchen Cheli. dohium Mau, aus deſſen gold, gelben zaſerigen Wurtzel ſchüſ⸗ rauchharrigtt, und gleichigte Stengel, a, derthalb Schuß hoch, daran wachſen gelbe ſchoͤne Blumen, mit 4. Blat lein, darauff fal gen laulichte Schoͤttlein, worinne ein bleicher Saame enthal ten. Das gantze Gewaͤchs aber iſt voll roth⸗ ten Safftes. Solches waͤchſet gern an unge⸗ baueten Orthen, an Zaͤunen und alten Mauren; Es gruͤnet das gantze Jahr und bluͤhet von Aprill bis weit in Sommer hinein. Es hat ſonſt auch den Nahmen Schwalben⸗Wurtz, weil es bey Ankunfft der Schwalben herfüͤr kommet bey dero Abreiſe aber wieder verdorret. Deſſen Ei⸗ Das Schellkraut iſt warm und trocken genſchafft im dritten Grad, es verduͤnnet allen zaͤhen 92 Nu Schleim offnet alle innerliche Verſtopf fung treibt den Harn, reiniget das Gebluͤl ſaͤubert, reiniget und heilet auch die aul J en auff runde, e . 1 ö 1 käſſalcch vor! gelben, zehen, bittern, herbichten und kleberich Fou Sche Gt es fig Cin und Lea Wäg Gifth dae geh gut vor heb nge (lei, Wuſerſucht, il, kr de Füſſeg d Flak, Nebel, g uch zun gaͤhne fcwehhgetonnen M hene der uma Wurzen iich Jttermd falt und her Muttet. late alen ande Schelleraut Vu duet den im Negde Beſch reihen zu eur fu, oher nut Wen da Such, und hr fin guke Farbe in Tant auß! nge ſtenefürre 0 nanimmer habe 15 dec Wurgl l nde pe e eher rü 1 t f alu ſhünd mit la 94004 nne E leicher Sun 52 Ci Achs aber i tter E dichten ul -dächſct arne n u nunbat gal fahr uu f n C, der hu m chwalbgl unf Soil Abt W ber wie ert st warn 0 ** Sol 184 ell Nrag wucha Groß Schell⸗Krau. 3175 Geſchwar es fuͤhret die Galle ab, durch den Stuhlgang und Urin, treibt den Schweiß, wi⸗ derſtehet dem Gifft, das Kraut, ſamt Blumen und Würtzel, iſt gut, vor die Ver ſtopffung der Le⸗ ber, Miltzes und Harngangs, Gelbſucht, Faͤule, Cachexja, Waſſerſucht, Scharbock, Fieber, Pe⸗ ſtilentz; aͤuſſerlich vor Geſchwulſt, auch Gelb⸗ ſucht, unter die Fuͤſſe gebunden. Bloͤde Ge⸗ ſichte, Flecken, Nebel, Fell und Narben der Augen, und zun Zaͤhnen junger Kinder. In Zahnwehe, geronnen Milch in Bruͤſten, flieſſen⸗ de guͤldene Ader, unmaͤßige Monath⸗Reinigung, Wartzen und Zittermaͤhler, Schmertzen des Leibs und der Mutter. ee Unter allen andern Tugenden hat dieſe Schellkraut⸗Wurgel ihres gleichen nicht unter allen im Regao vegetabili, die Mutter⸗ Beſchwerden zu curiren, mit Bier durchgeſtoſ⸗ ſen, oder mit Wein infundirt; Es curirt die Gelb⸗Sucht, und bringet nach langen Kranck⸗ heiten die gute Farbe des Leibes wieder. Ein Tranck aus der Wurtzel und Kraut Iſt gut gemachet, iſt eine fuͤrtreffliche und bewehrte Artz wider Pe⸗ ney/ ſo man immer haben mag, wider die Peſti⸗ ſtilentze. lenz, ja, dieſe Wurtzel auch nur am Halſe ge⸗ tragen, ſoll in der Peſt bewehrt erfunden ſeyn. Sie treibt auch den Schweiß, weßwegen ſie auch mit unter die Sudorifera gezehlet wird. Sie wieder ſtehet dem Scharbock, das Kraut auff der Weiber Bruͤſte geleget, halt zuruͤck de⸗ ro uͤbermaͤßige Reinigung. Wenn man den Kindern die Wurtzel an den Hals bing un K F* a* 1* 8** N 5 er e Nee b' a 9 2 55 . Schell⸗ Kraut⸗ Waſſer, wie ſol⸗ ches ge⸗ brauchet was anders temperirt werden. — 2 Groß Schell⸗Kraut. und zuweilen daran kauen laͤſſet, ſollen die daͤhne gar leicht herfuͤr kommen. Die Wurtzel gekau⸗ et, ſtillet das ahn Wehe, auch die Wurtze an der Seite, wo der Zahn ſchmertzel, in das Ohr geleget, ſoll die Schmertzen benehmen. So heilt es auch alle um ſich freſſende Siſtelln. Den Safft in die Augen gethan, machet ein lauter Geſicht, und nimmt die Helle do von, es muß aber wegen ſeiner Schaͤrffe mit el, So man ſil⸗ chen mit Honig vermiſchet, dienet es trefflh 316 wider dunckel und bloͤdes Geſichte, man den Safft auch oft anff die MWartzen ſchmieret, oder das Kraut zerſtoͤſſet und nber, leget, ſo doͤrren ſie, und fallen ab, wenn man die Wurtzel auch mit Wagen⸗Schmier zerſtoſſt, und auff die Wartzen leget, nimmt es ſelbige auch weg. Das deſtillirte Schellkraut⸗ Waſſet iſt ein koͤſtlich Mittel den Krebs und die 9 ſteln zu heilen, alle Morgen Ji. ad Fil davon getruncken, und den Schaden damit ge⸗ waſchen. Iſt auch dienlich, die verſtopff⸗ te Leber und Miltz damit zu eroͤffnen, die Gelb⸗ Sucht durch den Harn damit auszu⸗ fuhren, die faulen Sieber und andere Kranch⸗ heiten damit zu vertreiben, die von der Ver, ſtopffung der Leber und Miltz ihre Urſach ha⸗ ben, alle Morgen zehen Tage nach einander 516. Spitzen⸗Wegreich, und ſo viel Schel⸗ kra.t⸗Waſſer, getruncken, vertreibt die Gelb⸗ Daß Sucht. K Seal f 0 chelkraut ade ang fr Gch zu alete n der Augen z a rest deſcben U ad tal der! hd s Giſic alta datt bett n lugt fale 0 ö chung de Augen a, De ditriſen * 7 0 echte oßt nt Schell ö lte hefe, Es i erd/lgney, wenn bekommen. Vondem inder yet kraut Zaltz. zu ſommei,dienet wider! ver has Abnehmer on Verſopffn d denct falgend Salt N Wein Fee e Deut Sable Kube, la fü Nagl ende Ju 0 dle unter ei dc zmal eit an Siſt ö Del Nun 1 läſet h. D A eezzen bach E ffeſſun N lagen geh D him de ur ſeiner Süß def un erden. Ehn er) jet, dient u loͤdes Gt au t auff de a0 But zerſioſtr „ Ellen ab, ung tcn⸗ Schu ar get, nimmt —— irt Dhellktaup N, i Krebs „ egen h 1 en Sch ud lich, die U amt zu ß dul h. Harn da n Sund ain ber! n, de er Mig dn en. Tage, eg/ 0 0 4 au/ tt 0 SGroß Schell ⸗Kraut. Geſicht zu erlaͤutern, die Flecken und Maſern der Augen zu vertreiben, die Fluͤſſe und Trieffe der ſelben zu troͤcknen, die Verſeh⸗ rung und Fiſteln der Augen ⸗Winckel zu heilen und das Geſicht zu ſtaͤrcken, die Au⸗ gen oͤffters damit beſtrichen, oder etliche Troͤpff⸗ lein darein laulicht fallen laſſen, auch die Be⸗ ſchaͤdigung der Augen⸗Winckel damit gewa⸗ ſchen. Die Sittriſen und§lechken des An⸗ geſichts oft mit Schellkraut⸗Waſſer beſtrichen, heilet dieſelbe. Es iſt auch eine approbirte Pferd⸗Artzney, wenn ſolche Felle auff den Au⸗ gen bekommen. Von dem in der Apothek zubereiteten Schell⸗ kraut Saltz 5G. zu Zeiten in weiſſen Wein ge⸗ nommen, dienet wider Gelb⸗ und Waſſerſucht, wider das Abnehmen und Abdorren der Kin⸗ der, ſo von Verſtopffung der Kroͤs⸗Adern kom⸗ met, dienet folgend R. Schellk ra Wein, 5. fuͤr Ab⸗ Florentiner Veyel⸗Wurtz,. Bereitet Stahl Pulver, Kinder Krebs⸗Augen. aa. 3. Gewuͤrtz Naͤgelejn, gr. vj. Weiß Candel⸗Zucker, zj. Stoß alles unter einander zu einem Pulver, davon taglich Zmal eine Meſſerſpitze voll in ei⸗ nem tauglichen Safft zu geben. i e Wenn 3 3 5 Das Schellkrauc Waſſer iſt auch eine treffliche Artzney fuͤr die Augen, das dunckle nes iſt zu dem Scharbock di 318 Seigwartzen Kraut. Wenn man von der Schellkraut⸗Wurge 1. Quintl. in Schellkraut⸗Waſſer Fin, taglich ein oder zweymal einnimmt, vertreibet und hei let es die rothe Ruhr.. n 115. Feig⸗Wartzen Kraut. 3 Eigwartzen⸗Kraut wird auch klein Geſtalt Schellkraut, und im Lateiniſchen Chel⸗ und Zeit. donium minus genannt, hat rundlichte, zarte und etwas feiſte Blatter, ſo an denen von her Wurtzel ausgehenden Stiehlen hangen: de Blumen⸗und Saamen⸗Haͤuslein ſind wie an Hahnen⸗Fuß f, und an den Zaſern der Wut, tzel hangen viel weißlichte Kroͤpfflein. Ez waͤchſet gern an feuchten Orten, bluͤhet im Mar, tio und Aprill, im Majo aber verliehrt es ſic f wieder. d Das Kraut ſamt der Wurtzel iſt kalt und 9 7 feucht,(warm im 2. trocken im 1. warm und trocken im 3. Grad,) es iſt unterſchiedener Arten, denn es iſt entweder ſcharff von G⸗ ſchmack, oder es hat gar keinen Geſchmack. J. h, und wird Wein genom⸗ entweder an ſich allein oder n men. Dahero gebrauchet man die Spiritus an- tiſcorbuticos. Wenn man die Hæmorrhoides, ſo ſchwellen, mit dem Safſt beſtreichet, oder in, nerlich nimmt, ſo werdez ſie damit geheilet. Es kuͤhlet und feuchtet, dienet dem Milt, und wird gemeiniglich in der Gelbſücht/ Scharbock, flieſſende guͤlden Ader, dieſel be zu ſtillen, und derſelben Schmertzen 35 8 ern — Jigwavel, fahrt, fuſſr nage, fei d n dacht der 8 a ofen rng Jann de deigwarg czeheſoſen, und ſearſoſc ag en pf ö gabs den Schmerzen AEahang, daß de in Eheſhaft he, ſckeben, hrt es aue in die tſche Vur alen Mfaſer zerſt 6 Puter darzuffſtre Ahnet wanmanden! tu Tichean ſtreahet; icht auff die Heigod gel o laber die W chkergang der Sonne gaben werden, d Bale hüte fuse, ſpb gut i aan cher daran ace Muzl amc en hoer file, 5 M erregt 10 a ft a mei Sgnatur 4 e auen§le a aſehch mt S 00 Ain geit Irdſſaß mt, vertrehſ N 12 f 0 1 Srgen N n nig ar r im eaten f% hat rund S en hach nd Fdahlen guy a e Haͤuslei ih nd ven Zaſen we z Ite Kröhft uch Fakten, dh n= aber dach ſan e Wurzel m u cken in 1. He es iſt unn iſt eder fh at Dünen ehe ha all“ er gebe d it man eh zent an die Ham den St beſpat we fi dani d fert, dienet da g ug in de e lden ſſe Ehr; de An Seigwartzen⸗Kraut. 319 dern, gebrauchet, aͤuſſerlich heilet es die Seig⸗ wartzen, ſo ficus und mariſcos genennet wer⸗ den/ wiederſtehet der Faͤulung der Zaͤhne, auch deroſelben Kranckheit. Wenn die Feigwartzen ſchmertzen, ſoll man Feigwartz die Wurtzel zer ſtoſſen, und mit einem ſuͤſſen Apf⸗ fel zerſtoſſen, als ein Pflaſter uͤberſchlagen, ſo wird es den Schmertzen ſtillen, und giebt es die Erfahrung, daß dieſes Kraut eine ſonder⸗ bare Eigenſchafft habe, die Feigwartzen zu vertreiben, daher es auch den Nahmen fuͤhret, ſo man die friſche Wurtzel mit den Blaͤttern zu einem Pflaſter zerſtoſſet, und uͤberleget, oder das Pulver darauff ſtreuet. So wird auch ge⸗ ruͤhmet, wenn man den ausgepreſten Safft auff ein Tuͤchlein ſtreichet, und es alsdann warm⸗ licht auff die Seigpartz und Gold ⸗ Ader leget, es ſoll aber die Wurtzel den 2. Junii nach Untergang der Sonnen, und dem Vollmond ge⸗ graben werden. Die Blatter dieſes Krauts unterm Salat genoſſen, ſind gut wider den Scharbock, oder man machet daraus eine Latwerg; ſo ſoll auch die Wurtzel angehenckt, den Sluß der guͤldenen Ader ſtillen. f Die Wurtzel erreget und ſtillet den Blut⸗ Sluß. Auch iſt das Krauf wegen der Blaͤt⸗ ter magiſchen Signatur gar gut gehalten wor⸗ den zu den blauen Flecken, und tilget nicht allein auſſerlich mit Salben vermiſchet, und auffgeſtrichen, die aͤuſſerlichen Flecken, ſondern auch in Wein masexrirt, und taͤglich 3. 111 e Ama zu euriren. A — ä m— 320 Rermes oder Schatlach. 1 9 4. mal davon getruncken, vertreibt es wunderbar mal Eee das innerlich im Leibe geronnene Blut. 0 e Das Waſſer inner ⸗ und aͤuſſerlich gebrau, bſteſtals deb 5 g% Kere Körnet chet, iſt auch gut und w derſtehet den Faͤulni⸗ 4 x dent ſen der Zaͤhne, und deren Kranckheiten. e ſen der zahn, 1 wachnicht, wache mi e 7— wasch s 116., Scharlach oder Kermes Ua e wur cherties Beer. fan bac eiagung ( CTharlach oder Kermes ⸗Beer, in Kant nt E Lateiniſchen Cherwes genannt, dieſes ſet Dees Blümlein; ein niedriges und kleines Baͤumlein, hat den, n deßShbum noch viel harte Schoſſen und Sprießlein ober an mud guch ewe Aeſte, mit laͤnglichten ſtarcken, und am Rande ur, hahenaber zug mit ſpitzigen Stacheln gewaffneten Blattern, gaeche Thelen der Es traͤget mooſichte Bluͤthe, oder vielmehr dend m Puder gl Schoͤßlinge, und wenn es vier Jahr und deuͤher wg eger wohl alt worden, bringt es auch Eicheln, ſo auch rau; daa gde e here Naͤgelin haben, weil dieſes Baͤumlein noch ge, has Geblüt; jung iſt, findet man daran dreyerley Exers. ſſchn, g Hertz 3 menta. chenden zu hülftzu Das erſte Exerementuim iſt, es waͤchſet in] Espen de. Kc Majo haͤuffig an den Aeſten, und iſt rund ſchwarz uh, Aurchbruch glatt und glaͤntzend, inwendig aber voll weißlch⸗ fen, bameſige ten Saffts, in welchem kleine Wuͤrmſen hn eher Unze ſchwimmen, endlich wird es duͤrr und trocken, een de gc Das zweyte Excrementum ſind rothe, runde, hach han fahne oder auch wohl laͤnglichte Koͤrner, ſo im April fach auch fil und Majo mitten aus den Blattern hervor g Blur ln wachſen, einer Erbſe groß, inwendig weiß, und de ſoche Hir am Geſchmack etwas ſaurlicht und lieblich, iu lh, ſudern g deren etlichen findet man auch kleine Wang ö hakin mt cc% * e 2 2 0 a e e* t* ertreibt 0 0 Sonnene J a d än . cht der— tauche, 7 —— l der Kan J. od etmes⸗ y n Des gent lei Gaumen, dchg ind Epic chteſ S cken und n ache waffeln d ſcht( the, gu wen ber Jahr test 18ichelp iu ben, W eſeß Bit ma nn drr rereſ t cum 5 en J undi d, ul x Sig dhe 11 we h flit 5 lch rns Nr ren n ih uh dual Körne e ng n Wi rbſe 2 e a ie et n 0 15 ichen, Rermes oder Scharlach. 327 Das dritte Excrementum, welches unten her aus den Blaͤttern waͤchſet, und weit bekanter und beſſer iſt, als die vorhergehende, ſind die be⸗ ruͤhmten Kermes⸗Koͤrner, dieſes ſind rothe Koͤr⸗ ner, wenn man nur den weißlichten Staub da⸗ von abwiſchet, welche mit ſchoͤnen rothen Saffte angefuͤllet ſind, daraus zuletzt gleich⸗farbigte und fliegende Wuͤrmlein werden, die endlich davon fliegen, derer Erzeugung kan verhuͤtet werden, ſo man die Koͤrner mit Eßig beſprenget. Dieſes Bluͤmlein hat alle Eigenſchaff⸗Deſſen ten mit dem Eichbaum gemein, die Scharlach⸗ Beer ſind auch ein wenig zuſammenziehender Natur, haben aber zugleich wegen der fluͤchtigen brauch. geiſtreichen Theilen der Wuͤrme, ſo darinnen ſte⸗ cken, und zu Pulver gebrauchet werden, wie auch wegen einiger wohlriechenden balſamiſchen Thei⸗ len, eine Krafft die Lebens ⸗Geiſter zu er qui⸗ cken, das Geblůt zu erwaͤrmen und zu er⸗ friſchen, das Hertz zu ſtaͤrcken, und den Ge⸗ baͤhrenden zu Huͤlff zu kommen. Es werden die Koͤrner auch in der Rothen Ruhr, Durchbruch, Naſenbluten, Blut⸗ ſpeyen, uͤbermaͤßigen Weiber⸗Sluß, und Vorbeugung einer unzeitigen Geburt, mit groſſem Nutzen gebrauchet. Dahero werden ſolche auch dem Pulv. contra abortum Augult. zugethan; auch ſtillen ſolche die uͤbermaͤßigen Lochia oder Blur⸗Sluß bey Kindbetterinn. So werden ſolche Koͤrner auch nicht allein in⸗ nerlich, ſondern auch aͤuſſerlich in groſſen Schwachheiten unter die Epithe mata cordis& 8 CPS N 18 5 1 Al . 4 Confeclio Alkermies. Andere fectio Al- kermes Meſuæ- 1 von einem vertrauten Freund bekommen, die alt 322 Kermes oder Scharlach. pulluum gebrauchet, denn ſie taugen vor Ohh machten und Hertz⸗Klopffen, das Scha, lach⸗Tuch ſoll die Kinds⸗Flecken austreiben, wenn man die Krancken damit bedeckt, welches zwar nur fuͤr eine Einbildung zu halten. Was das meiſte, worzu dieſe Beeren zur Achtbarkeit in der Artzney kommen, iſt die Con. fectio„welche Herr D. Verzachæ, als ſich ll, ger zu Mompellier in Franckreich auffgehallah, bereitet wird: Confectio Alkerinces. Rc. Kermes⸗Beer⸗Syrup, lj. Zucker 181 Zimmet. Gelben Sandel. aa. 3 ij. Bereitete Oriental. Perlen. CLläaſurſtein. Ambræ griſeæ, aa. 3. Moſch. 5%. Gold⸗Blaͤtter. No. XV. Safft von Porsdorffer Apffel. Roſen⸗Waſſer, iedes das gnug iſt. M. F. s. 4. Confectio fur Frauenzimmer aber z gebrauchen kan der Maſch und Amber ausge ſen werden.„ 8 Oder die Confectio vel Elect uarium Alber. Art Con- mes Meſuæ, alſo: Re. Rothe Seyde, ſo mit dem Safft dul FVaoͤrber⸗Beerlein tingirt WG. Suͤſſen Apffel⸗Safft, 97 Wantrder Aebi, gut, fes z abe des graueſ eschelß, Zim Bauckt dafur Pera 3j. G00 Blättel, 3 Molch l. Oer Scheweche in and want Stun acgenkochen, liß di * ſtalsdahnde Sede: ent guck ut Hon am Seukrab, und tl am diege gangen, ein, De eatwerge f bens Haier kͤft Uganachtenund dase Asch ahl dem ſchw agg, t ſch den age untrdar rar tere n Noche. ben face aher. l M hefe Alerme min chſchleclch ah kirkend! . Fache ful Vaſſe fahren. Bs d b f Er Schale N— 2 8 Kermes⸗ oder Scharlach. 323 — 7 1 1. 05. 0 K 2 ö 5 a g. Raoſen⸗Waſſer, opffen z s N Ew, n Zucker, iedes zin. E dente, Ambra des grauen, zij. n 15 fal Aloes⸗Holtz„Zimmet, aa. 3iij. l 0 ua Bereiketen Laſur⸗Stein, 1 worſuhg Perlen, 3 ij. 5 0 on Gold⸗Blaͤttel, 31. 00 Vernehr, l Moſchi,. ie ranch gz 5 5 ee ee enen eg n pier und zwantzig Stunden, hernach laß es ein wenig einkochen, biß die Liquores roth werden, HSA! preſſe alsdann die Seide aus„und den Safft ko⸗ * che mit Zucker zur Honig Conſiltentz ein; nim A up, es vom Feuer ab, und thue die Ambram hinein, 0 wann dieſe zergangen, ſo lege die andern Dinge hinein. i n zi a Dieſe Latwerge ſtaͤrcket das Hertz und die L. Pala, Lebens⸗Geiſter kräͤfſtiglich, daher ſtillet ſie die N Ohnmachten und das Hertz⸗Klopffen, bekommt eil a, 3. trefflich wohl dem ſchwachen Hirn, verhuͤtet den 300 Schlag, iſt ſehr dienlich den Melancholiſchen, — att o. u, welche immer dar traurig ſeyn, ſtaͤrcket die Kin⸗ n uff fl der im Mutter⸗Leibe, und widerſtehet allem Gifff, ati es hh ſo man Morgens u. Abends 2. Meſſerſpitzen voll ec, Air Frueh zu nehmen„oder 3 6. bis an Ji. zu gebrauchen. der h n Mit dieſer Alkermes Confection kan man f anmachen ein ſehr lieblich und dul elke Hertz ſtaͤrckend Krafft⸗Waſſer. Hertzſtät 0:„Ke. Schlehenbluͤht⸗Waſſer, cee N Se een 1 Borretſch⸗Waſſer, 5 2 05 eri füge Scabioſen⸗Waſſer. aa, 50. 15 Ag Wuff,** Zim⸗ 424 Gelbe Veyelen. Zimmet⸗Waſſer, 56. Granat⸗Syrup, 3 vj. Himbeer⸗Syrup, 5 K. Alkermes⸗Latwerg, 3 Roſen⸗Julep, zij. Miſche alles zu einem Traͤncklein, davon Loffh Weiſe zu geben. i Wie Aeu⸗ Man kan auch die Alkermes⸗Latwerg allen ſerlich zu den Patienten zu einer Erlabung Meſſerſpiten gebra 8 a f en Weiſe zu genieſſen geben; ein wenig derſehhe mit einem Schlag⸗Waſſer oder Wacholde Brantewein vermiſchet, kan auff das Heß Gruͤblein, das Hertz zu ſtaͤrcken, geſchlagen werden. Cheiri. 117. Gelbe Veyelen. Geſtalt 2 und Ort. Gelbe vn el, im Latn⸗ niſchen Cheiri ge nannt, wird auc von Einigen Leu. cojum luteum ſchrieben, ſolcht waͤchſet herfuͤd wie ein kleine Baͤumlein, het viel Aeſtlein mit laͤnglichten ſchm, len und grau 5 ſchwartzen Blat K t:ieernx beſetzt, oha —* an Fiube be S n bannt banal, fab gecaechen Vlit chf hen blen hütalaſſe, fac gabe Sac uörſgetefind gabel ſewuchen ge unglchche finden aim Anil, Mae u JApztheken hat 6 Kruutund Blumen Saunen; fe ſud h fan Grad dienen dem fachen/ hben dünn Maden, läden die Monat Zuß und de Woer ſalen ſch f aal ſe niht alen di ah p ſanck rah lehe fteihen. De Nägel. Ney % Kön dc ist denn; Ant Shu and n Ij. ad Mienen. 10 daga M an cht bef / depſlen , 5. J 51. den g, 0— i u röuclen/ ic Alkernesli u, Erlabug ch en; einwag A Jaſſer aher ch ri t, kan uf 4A ſuaͤctahg —— (e Veheln Hannt/ cn 8 ſiuch 50 U Wi dell 5 ut 10 fun i — 1 2 — 2 ä Monat⸗Fluß und Nachgeburt. bone Gelbe Veyelen. 325 an den Aeſten bekommet es viel beyſammen ſte⸗ hende Knoͤpfflein, aus welchen die ſchoͤnen gel⸗ ben vierblaͤtterichten Bluͤmlein wachſen, welche, wann ſie abfallen, hernach laͤnglicht und duͤnne⸗ Schoͤttlein hinterlaſſen, in welchen der runde breite uud gelbe Saame verſchloſſen lieget. Die Wurtzel dringet tieff in die Erde, iſt holtzicht und zertheilt; ſie wachſen gern, wo man ſie hin ſaͤet, gemeiniglich aber finden ſich ſolche in Gaͤrten, blüͤ⸗ hen im Aprill, Majo und ferner hinaus. In Apotheken hat man die Blumen/ oder das Kraut und Blumen, ſelten aber findet man den Saamen; ſie ſind warm und trocken im an⸗ dern Grad, dienen dem Hertzen, waͤrmen und trocknen, haben duͤnne Theilchen, dienen den Nerven, lindern die Schmertzen, treiben den Schwangere Weiber ſollen ſich fuͤr ſolchen Blumen huͤten, weil ſie nicht allein die Frucht toͤdten, ſondern auch ſo ſtarck treiben, daß ſie die Frucht aus Mut⸗ ter⸗Leibe treiben. 3 Die Naͤgel⸗Veyel werden fuͤglich unter alle die Artzneyen gethan, ſo wider die Schlag⸗Fluͤſſe dienen; man kan auch eine Eſ⸗ ſentz mit Schwartzkirſchen⸗Waſſer daraus zie⸗ hen, und davon 15. ad 20. Tropffen wider die Fluͤſſe einnehmen.. 1 Die verſtockte Monat⸗Reinigung der Wei⸗ ber kan auch damit befoͤrdert werden durch fol⸗ genden i 5 Tranckk. Re. Alant⸗Wurtz — 3 Cal. Tranck/ ö damit dle Das Conſexva, und Oehl 5 0 i Calmus, a 5 1 Genzian⸗Wurtz, aa. /. Gelbe Veyelen. W Beyfuß, Rosmarin, weiß Andorn, Gelb % Naͤgel, Veyel⸗Blum, aa. mp. j. Zimmet, Saffran, as. 3. Lorbeer 31. Zerſchneide alles, und bind es in ein Saͤcklen, daruͤber gieß zwey Maaß alten weiſſen Wein, laß es vier und zwantzig Stunden ſtehen, davon alle Morgen nuͤchtern ein Glas voll zu trincken. Man brennet aus dem Kraut und Blumen Waſſer. ein Waſſer, ſolches erwaͤrmet das kalte Haupt, ſtaͤrckt das Gedaͤchtniß/ſo man davon trincke, und auff den Nacken und Schlaff leget. Es e waͤrmet auch die Mutter, befoͤrdert die ver⸗ ſtockte Monat ⸗Reinigung, treibt die tod te Geburt, Affterbuͤrde und Nachgeburt, verhuͤtet den Schlag/ bringet die verlohrne Sprache wieder, dienet wider das hefftige Zittern, erfreuet und erquicket das Hertz, ln mit gewaſchen, tilget es die Flecken im Ange ſicht, und machet ſehoͤne Haut, die Dol. in nerlich iſt 3j. ad% Die in Apotheken befindliche Conlerin Cheiri oder der gelben Naͤgel⸗Veyel⸗Zucker, ſtaͤrcket und erwaͤrmet die kalten ſchwachen Glieder des Leibes, inſonderheit der Mut und bewahret fuͤr Schlag ⸗Sluͤß ter, ſen 8 Das gelbe Veyel Gehl, Oleum Cheiri. num, erwaͤrmet, erweichet, zertheilet, lindert und mildert die Schmertzen des Leibes, der Va⸗ — 5 Ghinell — 1 An, Brust,! ba fftoſin d bucht, bf bchleme, dertebel bade Lahmheit. China Wurz: 327 5 1 7 ſtyen/ der Bruſt it, Nieren und Blaſen, wan die Wuͤrme, vertreibet den Krampf, und 80.—, 10 en 0 N wah N 78 5 h J alten M China Wu a n 0 5 eb 85 hen Glas val. u at Sn Ktaut niz 5 mt dabkeh ach, ſo man dau chen Ken Schlafl g 10 et, b/ g a5 Jung, ul ait de un Fh dhl tringtt ben her. vet wider daf et W gutt, tlgl l, die Sleckgl e H voc 1 befiblckl 90 Ni rn de kalt abe e 00 ö Scht od en 100 ſtillet das Auffſtoſſen der Mutter, erleich⸗ V lun la tert die Geburt, deſtrdertbe N toͤdtet China Ra- dix. 1 Oe 9005 Hina⸗Wurtz, im Lateiniſchen gleiches Nab⸗ Derer Ge⸗ ſtalt, Zeit t, Ae l mens, Radix China Enanut. Iſt Anfangs und Ort. aus S Ahn W 4 9 8 4 ene, 328 China- Wurtz. knotichte Wurtzel Eigen⸗ ſchafft, 5 Nutzen faͤllet nicht ſo gut, und Ge⸗ brauch. dern Grad. Scorbutica, wenn Schotten kochet, oͤffnet V aus dem Reich China zu uns bracht worden, de, von ſie auch den Namen behalten. auch in Neu⸗Hiſpanien, da ſie am beſten waͤch⸗ ſet, aber heut zu Tage kommt ſie meiſtenthell aus Peru zu uns. (Wurtz aber beſtehek nus einer ſcharffen fluͤchtigen aromatiſchen und durchdringenden Textur, dal, nenhero daſſelbe Decoctum in der Frantzoſen Cur trefflich durch den Schweiß wircket, Man hat ſe Die recht ſchwartze Ching, die „welche man zu uns bringe, die iſt nur die wilde, und nicht im Garten gepflan, tzet, daher ſie mehr temperirt, ſie vertreibet abe den Harn und den Schweiß ſo man deſſen zi n gemeinem Waſſerſ kB). biß zur Helffte koche, daß es einen ſcharffen Geſchmack bekommt, def ſelben Decocli kan man etliche Untzen zum Schwitzen trincken. Die China⸗Wurtz iſt erſt 15 8 J. bey un bekant worden, diejenige, ſo inwendig roͤthlich i, als die ſchoͤne weiſſe; die rothe ſtellet ihr Alterthum fuͤr, und welche loͤcherich und wurmſtichig iſt, ſolche iſt gantz zu verwerſſen die occidentaliſche iſt warm und trocken im an, Es dienet dieſe Wurtzel wider den Schar bock, wann ſie die aͤuſſerlichen Glieder angreif fet, als in Arthritide vaga Scorbutica& Farah man ſolche Wurtzel in Müch⸗ ſie bekommt den alten cathar⸗ roſiſchen Leuten ſehr wohl. Sie adlitringlt m etwas, treibet den Schweiß, zertheilet, er dienet der Leber, dahero gebrauchel mal bine — en de Cee slr mobeſn an, ch pohl brit mie nem un uut⸗ Hue; 0 10 umd hach liege warte Hechwat ſüdalr neh f enn bb Musee z Daenctum ſcht zu H dcwir und zu Aust ſulen der Kinder ge Es wurd guch du ſchtzen und ih derſ WeStungxlang gest ben Moers Murg fol getrunken enn denen, welche m u gtangoſen, Se ſhfftet/ ober nun fuer machen Cn 1 N he Burt 5 dae el e een n S unden, ß Und Fen an gaſpl. — 4 0 iner ſchſaf ingenden le U um in dr urg—Schneßtz l, e man N / icht in dan * Arirt, ſenn en T eiß„ſo mu fer diß zur he arff? eſchmacklh da n etlich lk * 0 U- iet „det aer ſo inwaulh ut, ꝗ ccſchane af rthu f-:, und nt ig iſt EA eiſt ganzen che 1 rm und in dieſt Stel win f 5 A chen l rid A Scorbuln unn che Nun , Senmtba U ſeſ. 0 t d Schweſß der rr/ Ni China Wurgz. 329 mau ſelbige in der Cachexia, Walſerſucht/ Gicht, Zipperlin und Gelbſucht, bey Fran! tzoſen und boͤſen Geſchwulſten, ſie treibt den Harn, auch wohl ſoviel, daß man gar darvon ſterben muͤſſe, wenn man zuviel nimmet, machet ſie Blut⸗Harnen; ſie dienet auch wider Ca⸗ thar, langwaͤhrendes Haupt wehe, wider die⸗ ber, auch Unreinigkeit der Saule, wird auch wider alte Geſchwaͤr gebrauchet/ man bedienet ſich derer meiſtentheils in den decoctis, da nimmt man zu lß5io. Waſſer 3j. bis ad 3ij. und wird ſolch Decoctum ſehr zu Heilung der Nieren⸗Ge⸗ ſchwaͤr und zu Austreibung der Maſern und Pocken der Kinder gebrauchet. Es wird auch die China- Wurtz klein zer⸗ ſchnitten, und Zj. derſelben in 2. Maaß Waſſer ei⸗ ne Stunde lang geſotten, und ſolches durchgeſeih⸗ ten Waſſers Morgens und Abends ein Glaß voll getruncken, ja ordinari zu trincken gegeben, denn denen, welche mit Haupt⸗Sluͤſſen, RKau⸗ de, Frantzoſen, Scharbock oder dergleichen behafftet, oder man kan wieder itztbenannte Kranckheiten machen folgenden China Tranck. R. China⸗Wurtz zx. . aſſefraß⸗Holtz, Minera von Spieß⸗Glaß in ein Tuͤchlein gebunden, jedes Ji. Anieß und Fenchel⸗Saam, aa. 3iß. Klein Roſinel. 3j. * 7 Zer⸗ Doſ. China- Tranck, deſſen Nu⸗ . tzen. 330 China⸗Tranck. — Zerſchneid alles untereinander, thue es in g, ne Zinn Flaſch,gieß friſch Brunn⸗ Waſſ er Menl. i. dazu vermach die Flaſch wohl, ſtell ſie in eine Pfan voll Waſſer, koche es alſo 2. Stunde lang ſeihe es durch ein ſauber Tuch, darvon gt ben Patienten Morgends und Abends ein gut Glaß wohl warm zu trincken, und laß ihn darauff nach Belchen ſchwitzen. Solchen Tranck koͤnnen die gebrauchen, wit oben beſchriebene Zuſtaͤnde ſeyn, derfenigẽ aber ſ mit fallender Sucht, Gleich h⸗Sucht, po⸗ dagra, vielen Sichten, auch mit Nierenwe⸗ he/ Lenden⸗Grieß behaftet, koͤnnen ihn auc mit tgroſſen Nutzen brauchen. . . 119. Ziſer Erbes, Kuͤchern. Geſtalt, 3 Jeſer ⸗Erbſen, oder Kuͤchern, im Latein h ſchen Cicer genannt, der giebt es weise, ro . the und ſchwartze, es werden aber in unſern Ayo; thecken nur die rothen geſchaͤlten gebrauche, ſol che wachſen an rauhen harten und aͤſtigen Sten⸗ geln, eimer Ellen hoch, mit haarig und gekerbten Blaͤttern, einzeler Weiſe, tragen rothe Bluͤhe, worauff laͤnglichte Schottten folgen: darinne weiſſe rothe oder ſchwartze Erbßlein liegen, und auch derer. haben, ſie wachſen auff Acker, in Garten, un d vermehren ſich wann ſie im Fruͤhling geſaͤet erde N bluͤhen im Juno und Julio. Derer Ei⸗ Sie waͤrmen und trocknen im erſten Grad, genſchafft erweichen, abllergiren, zertheilen, 5 den e arn ttb „ e, N 1 Patſſg gekocht) u 10 ſ gmacht at lich wird . ö guerweichen N Herig und Ef 0 1 eh M 1 lacht gaͤkt Haut, fh ud es thut ice dat gebaſchen Dolce J. 2. mmafn Mun G0 ene barge de undichen binde, uhuct won ſcſ ü fle ae die W. 5 0 0 cöernge Tanck 8 unde eum ie* 0 wahl, h- dale 2. C af uch, dur end Abends ch 0 9 6 f b U 4 laß inne ell. ck re n die gehbtult 223 uf 2 ſeyn, derte dug e ileich Su ichſ r uuch mit hh rieſſ ſrſtet kinn en bn. ſer Wes, Klit en, Vchethe r gen e der gebtcz eco y, An aher retheſ zus halten gh auhet yen und iz hoch E haariguh ler M F ragen laß te Gi en fügt r ſcha R ⸗Ethſlaß mach rn, sehe „ urs nchen f det Haha 7 1 4 n und au fen in d 1 hellen, Zieſer⸗Erbſen, Kicher. 337 Harn und lin Nutzen „ dern, darum auch und Ge⸗ derer Decôct de⸗brauch. nen, die am Stein 5 darnieder liegen, und mit Nieren⸗ Kranckheiten ge⸗ plaget, gegeben wird. Derer Bruͤhe eröffnet auch die verſtopff⸗ te Leber und Miltz, befoͤrdert die Monatliche Reinigung,(mit viel Saffran und Peterſilli gekocht) und die gebuͤhrliche Reinig⸗ ung nach der Geburt, mehret auch die Milch. 5 Aeuſſerlich wird das Meel in Calaplafma- ten und zu erweichenden Umſchlaͤgen gebrauchet; Mit Honig und Eßig vermiſchet, vertreibet das Flechten, Maſern, Grind und Raude, und machet glatte Haut, wo ſolche damit beſtrichen wird, und dieſes thut auch derer Bruͤhe, wenn ſolche damit gewaſchen werden. Dioſcorides L. 2. C. 126. ſchreibet, wenn Wartzen man im erſten Monats⸗Viertel mit einer jeden zu vertrei⸗ Erbis eine Wartze beruͤhre, die Erbis hernach ben. in ein Tuͤchlein binde, und hinter ſich werffe, ſoll die Wartze von ſich ſelbſten weg fallen. Eini⸗ ge Leute reiben die Wartzen gleichfals mit Erb⸗ en, werffen es hernach hinter ſich in Brunnen, 155 und Decoct · wider Harn⸗ brennen und Troͤpflen. ——— 332 Jieſer⸗Erbſen, Kichern. und fliehen davon, daß ſie ſie nicht fallen d ren, und glauben daß hierdurch die Warte von ſich ſelbſt vergehen, auch ſeynd einige in dem Wahn, wenn ſie in hitzigen Zahn⸗ Wehe den ſchmertzhafften Zahn mit einer ſolchen Ethſe reiben, und in flieſſend Waſſer werffen, daß nen die Schmertzen vergehen. Wer die Zieſer⸗Erbſen in Speiſen nutze, dem geben ſie ziemliche Nahrung, vermehren auch die Milch und Saamen. Es ſeynd die Zieſer⸗Erbſen auch eine gutt Artzney, wider das Troͤpflen in brennen, den Harnen, wenn ſolche gebrauchet werben in folgendem Decocto: R. Rothe Zieſer⸗Erbſen IBG. Brunn⸗Waſſer Ibx. Laß den dritten Theil einkochen, thue darzu Suͤſſeholtz 3. Pappeln, Eibiſch, Odermennig. Filtz⸗Kraut, jedes eine kleine Hand vol. Rothe Bruſt⸗ Beer No. 10. Schwartze Bruſt⸗Beer No. 5. Geſcheelte Melonen⸗Kern, 5j. Dieſes ſiede alles wieder, daß der dritte Thel eingehe, ſeihe es, davon Morgens nuͤchtern 10. Tage einen guten Trunck zu nehmen. Bevor man aber dieſen Tranck gebrauche, muß zuvor der Leib mit einer dienlichen Purg tion gereiniget werden, welches mit friſch aut gezoge⸗ ee 8 8 0 1 5 r. 3 83 4 Erbe ache 0 ſe. f ga wobei a 100 Bat Hache bien Ace fadtrebegubel. Inn kk ach von; a Pfaſte nacher, gchwͤfm und chen Slides, auff Pf . Jeſc⸗ Eden il Mörse geſoſn, hung gelocht, daß wache, teech t auf b auf den Schdeg, guch ſo dr Ochnde! ſolt. 0, Cichorien Wewer, aud char gengt b Rahmen, ung „ndlauff, z. geſhecht, norch hen Fund die, w. wage de genen W fcb kkonmet eine e w Bitter wü quer und Fand raum ge gn Jaht eine 1 9 Haſſr uff zenſſ— hen. cer xd i in Gui em Loahrun/ u und ieh. Zieſ A ubſen at das—pflen in went We gebraut ö Hess. eser. n Hl. Vaſſe 1 05 tten J f iinkocheh 6 50 6 Ei— mig. aut, Dine fl Fruſt— No. Io e Bt Ser Nag Mön ales! PA 7 daß daf „ dat u urg n Tr Sulchnc abet in Tul deb der dault werd. ech 1 Zieſer Erbſen⸗Nuͤchern. 333 gezogener Caſſiæ Ix. früge Morgens geſche⸗ hen kan, worbey zu exinnern, daß man bey Nie⸗ ren und Blaſen⸗Geſchwaͤr/ nicht ſo viel von Zie⸗ ſer⸗Erbſen gebrauchen kan, weil dieſelbe allzu⸗ ſtarck treiben wuͤrden. ö Man kan auch von den Fieſer⸗Erbſen ein gut Pflaſter machen, auf hitzig oder harte Geſchwulſten und Beulen des Maͤnn⸗ lichen Gliedes, auff nachbeſchriebene Art. Pflaſter. RR. Zieſer⸗Erbſen in Waſſer gequaͤllet, denn im Moͤrſer geſtoſſen, und mit abgeſchaumten Honig gekochet, daß es dicke wie ein Pflaſter werde, ſtreich es auf Leder oder ein Tuch, binde es auf den Schaden, es hilfft ſanfft und wohl, auch ſo der Schade Eyter und Materie ziehen ſolte. Pflaſter. 120. Cichorien oder Wegwart. cin Wegwart, auch wie im Lateiniſchen Ci⸗ chorium genannt, hat noch andere be⸗ kannte Nahmen, ſonderlich Sonnen⸗Wuͤr⸗ rium. Derenllün⸗ terſcheid, Geſtalt bel, Hindlauff, ꝛc. deſſen ſeynd unterſchie⸗ und Ort. dene Geſchlecht, in ordinari Gebrauch hat man die wilden, und die, welche in Gaͤrten gebauet Gemein werden, die gemeine Wegwart, Cichorium vul. Weigwart gare, bekommet eine lange, dicke und zaſelichte Wurtzel, die Blatter ſind aͤdricht, lang, gekerbt, darneben grauer und rauher als die andern, die hagrichten und braun ⸗ farbigen„ 1 au 8—— Wegwart. . 2 1 — . NN 2 2 * 7 N 2 N — 8 e D I. 6 0 Garken⸗ Ellen hoch, haben oben und in der Mitte einig Weg wart Zweigelein, darauf ſchoͤne gefuͤllte gelbe Blum erſcheinen, giebt einen bittern Geſchmack, und wird an duͤrren Rechen der Felder und Wan Gaͤrten gefunden, und dieſer wilden Geſchlechtt giebt es noch unterſchiedene Sorten. Die Sarten⸗Wegwart oder Hind⸗ lauff Cichorium ſativum, iſt der Wurtzel der gemeinen Wegwart gleich, aber an Geſchmac milder und wenig bitter, die Blaͤtter ſind etwas ſtumpffer, und nicht' ſo viel und tief zerſpalten, ſonſten iſt dieſes Geſchlecht mit A 155 alle Garten⸗ Wegwant 1 1 2 e. Wegwal ſan Gamen 10 8 0 Udigs Ahh eule cher wd. Es w — uh Wurtlal b elbegwatten aan Gem pehen z fe doch dn kalte gag, de gtd, N ge zu gebrauchen Wapart dierlcher ſcher tlcher maſſe „Blierkgt verlachre . Augen zu faber gabe Vieſtayfung een wetdſsnen undg leaben. Heulged Ages findern cuch die wi ſahen Saſen herbe Bagpart nicht nun wachen auch geſunde ach anden Spe u, get ſt dacht b. hirn ſch deilch gde gebrnͤchtt in Nansen der deen der Lehe Wag 335 blauen Blumen und Saamen dem vorgemeld⸗ ten allerdings ahnlich, allein daß es durch die Ppflantzung vollkommlicher und auch zur Speiſſe lieblicher wird. Es wird auch ſolche mehr we⸗ Die Weg warten ſind kalt und trocken im andern Grad, ziehen zuſammen und kuͤhlen alſo, daß ſie doch den kalten Magen und Leber nicht verletzen, der Feld⸗Wegwart iſt beſſer in der Artzney zu gebrauchen, hingegen iſt der Garten⸗ Wegwart dienlicher zu den Speiſen, dieweil ſolcher etlicher maſſen durch die Pflantzung ſei⸗ ne Bitterkeit verliehret, alle Wegwart haben die Tugend zu ſaubern, zu reinigen, zu erduͤn⸗ nen, die Verſtopffung der Leber, Miltz und Nie⸗ ren zu eroͤffnen/ und gelinder durch den Harn zu treiben. Heutiges Tages wird nicht nur die zahme, ſondern auch die wilde Wegwart in der Kuͤche zu den Speiſen verbrauchet, man gebrauchet die den s undin u Wegwart nicht nur zu Salaten, ſondern es uf egeflltegl werden auch geſunde Mueſel davon bereitet, tet itte Gin auch an andern Speiſen genutzet. In Som⸗ Nes der gikun mer ⸗Zeit iſt ſolche bey higigen Kranck⸗ tu, S ieſer uhu. heiten ſehr dienlich. In Summa, die Weg⸗ terſ ee e San, wart werde gebrauchet, wie ſie wolle, ſo iſt ſolche en! E gwatt t den Menſchen dienlich, in Kranckheiten des an, Dim it Magens, der Leber, des Milczes und der ben Nieren, ſonderlich in peſtilengiſchen Sie⸗ * die Bl bern, in der Gelb⸗Sucht, Bauch⸗Sluͤſſen, 10 del um verſtopffte Monat/ Reinigung, verlohr⸗ enen Eſſen⸗Luſt, und in den Srangoſen⸗ Es echt nt 5 s echt Kranckheiten. 4 gen ihrer Wurtzel, als uͤbrigen Krauts geſamlek. Eigen⸗ ſchafft, Nutzen und Ge⸗ brauch. Laxier⸗ Tranck. 336 Wegwart, Sonne At Es iſt die Wegwart eine auserwehſß Artzeney wider die Entzuͤndung der Leber, auf allerhand Dat wie man will, zu gebrauchen, nemlich die Blaͤtter friſch oder gekocht gehe ſen, oder die geſottene Bruͤhe von dem Kraut und Wurtzel getruncken, denn ſie kuͤhlen ſaufft, un ziehen auch ſittiglich zuſammen, ſtaͤrcken und en halten die Leber in ihrer Krafft, eroͤffnen di verſtopfften Kraͤß⸗Adern, und ſeynd n Summa gantz von ihrer Natur dem menſchl⸗ chen Leibe dienlich. Wegwarten Kraut und Wurgel g⸗ ſotten, aus Eßig wie einen Salat gegeſſen, ven beſſert verlohrne EſſensLuſt, teelbt den ſchwangern Weibern die unorden lichen Geluͤſten fort, dienet und ſtilet den Bauch; Fluß, auch veneriſchen Sas me n⸗Fluß. Der ausgedruckte und gelaͤuterte Weg wart⸗Safftd il ad jj. etliche Tage nach ein der getruncken, treibt die Vuͤrme im Leibe, di Gelb⸗Sucht, iſt auch eine herrliche Artzueg den Le ber- Süchtigen. Wider die Verſtoyf fung der Leber kan man auch davon bereiten fol genden Larir-Tranck. NR. Wegwart t⸗Wurtzel, 3j. Engel⸗Suͤß, 2. Kleine Roſinen, 2. Odermennig, Eiſen⸗ Kraut, aa. 1. Rhabarbara, 2. Zer ſchneid alles klein, miſche es, 9 daß 9 5 — nee f Nast Fest babe dae iges lurch durlulcht zurüc rgb ra ſrihni, . 16 Wutzl⸗ Kt. Fa bereit en thetgich din, haet vetſch ern ud Wiebe den. Dis keltllrte! 0 aher a f ülpeilche Entzüt Haas, des 0 8 60 bee St, und to loch den Durs fes Brennende fan bestens 1 0 dcr alen Pag dad i funehnen a higcgen Ga Ae von Weg. af Er: bh Menaufeſ g, Nl pffen de hen de. b ü Eu ee d geb es de 1 8 0 n 5, aer 80 ö N 1 81 dun nit — bart eh 00 ie A luͤndung dag 71 nan wih zg % hoder gh N von zen h 0 n fe fie 0 Aanmmen, ich 5 N Kraft, a N Mer, u dus Dr Num hn ich. en nut und u iat un Saltgz en Sins. Lu elbe die Uno t, N und sti ner E Saamahſ ruh Sind gal Fil. T petlche dau „ttt e uten ht, U heine het üchſ er. Wah kan nuch ut Lat Tran. ut, c Süß sil.. ng eu barg. ales ite * 1 1 Weg warten. 337 Maaß Waſſer daruber, koche es in doppelten Geſchirr, ſeihe es durch, davon alle Morgen z. Quart laulicht zu trincken. 2 So wird auch die Weg wart wider das hitzi⸗ ge Podagra geruͤhmet, wider die Fieber wird auch aus Wurtzel⸗Kraut und Blumen eine herrliche Mediein bereitet, der Safft vom Weg⸗ wart vertreibt die taͤglichen, wie auch viertaͤgigen Fieber, heilet verſehrte Schaäͤam⸗Theile an Maͤnnern und Weibern, ſtillet das Naſen⸗ Bluten. 5 Das gdeſtilürte Wegwart⸗ Waſſer iſt Nutzen kraͤfftig in hitzigen Haupt⸗Kranckheiten, loͤſchet des deſtila alle innerliche Entzuͤndung der Lunge, der lirten Bruſt, des Hertzens, der Leber, ꝛc. vertreibt die Waſſers Gelbe⸗Sucht, und wehret den Saamen⸗ Fluß, es loͤſchet den Durſt, vertreibt den Sood und heftiges Brennen des Magens, iſt ſonderlich in den peſtilentziſchen Fiebern gut, dem es wider⸗ ſtehet aller Vergifftung, Doſ. nach Belieben 5ij. ad I iij. zu nehmen. Man machet auch wi⸗ der die hitzigen HSaupt⸗Schmertzen einen Julep von Wegwwart⸗Waſſer, ij, Gra⸗Julep. nat⸗Aepffel, Syrup 3 V,. vermiſchet, und giebt 12 es den Patienten auff einmal zu trincken. Wi⸗ der Hertz⸗Klopffen und andere Hertzen⸗ Schwachheiten Re. Wegwart⸗Waſſer, Traͤnck⸗ Roſen⸗Waſſer, Sauerampff⸗Waſſer, aa. 5j. lein. Granat⸗Aepffel und Limonien⸗Syrup, aa. 56. miſche und gieb es den Krancken auff ein⸗ Ander mal. Wider die Entzuͤndung der Leber, Traͤnck⸗ R. Wegwart⸗Waſſer 55 Leber⸗ 3 lein. 3= er, F 1 0 6* a*** a i* 2 1 5 1 5 5 1 g 2 8 4 W— a a 5*. mn** ee e ee 9 n 3 5 f e a 8** a 8* 3. e 333 Wegwarten. ſer, Endivien⸗Syrup, aa. 5. Limonien⸗Shruf 36. vermiſche es, und gieb es des Morgen nuͤchtern. 5 Es wird das Waſſer auch aͤuſſerlich gebrau⸗ chet zu hitzigen Haupt⸗Schwachheiten, in G, breſten des Hertzens und der Leber, in Peſtilenz Blattern, in hitziger Geſchwulſt des Halſe⸗ und Zaͤpffleins, aus dem deſtilfirten Weg, wart⸗Blumen⸗Waſſer wird auch ein hen lich Mittel bereitet wider bloͤde Geſichte, ſch, rende Augen, Felle, ꝛc. Syrup Der in Apothecken befindliche einfache Weg, von Weg ⸗warten⸗Syrup, oder Syrupus de Cichong warten. Syrup de Cichorĩ eum Rha⸗ Darbar. ſimplex, wird gebrauchet wider die verstopft und entzuͤndete Leber, Gelb⸗Sucht und in hihhge Fiebern, dienet auch zu allen innerlichen Kraut 1 heiten, welche oben gemeldet worden, die Dol. H Jilb. ad. Zij. auf einmal mit Wegwart⸗Woſſe vermiſchet zu geben. Auch wird in den Apothecken aus der Cicho. ri noch ein anderer Syrup ſo zuſammen geſeh bereitet, wie folget: Syrup de Cichorio cum Rhabur. Haro. Re. Zahme Endivien, wilde Endill aa, Miß. c Cichorien, Muͤnch⸗Kopff, aa. Mij. Haſen⸗Koͤhl, Leber⸗Kraut, Lactus, Ech rauch, Hopffen, aa. Mj. ü Gantze Gerſte, Zij. Venus Hahr Zij. zij. 3 3 5 Sdhi M dung Fla leb Raule f Fc Wurz, 0 90, Wut n, che alls in gene fun ä dir Haft che iber, Rhabpchat. Opcanatdi ij. guch mildem Deco ac, mederhohle es Achrcdar und Spi 1 thue du Zucker Wx. dhud koch es zu de Ohrups. 8 Chlrlim, fannt, wird au in fe ſweyerley . Ab Cieütz min cin schen Schn en 57 chen Kl, Kr fa, fer breite 1 h 9 gem, lle! 5 05 U 2 A Dorrteh. Nl 00 N 5 1 gich 18 0 G Gehl „g em dall en,—ſſer wit9 au ate er blade t Fell theg un fndlicetit us dr Sympa geh S net wodtt hz dab Obb-Suctul tt au len imat eben 5 ldet wethen f ei mit Vagnm gehel in de A Ithecken as! derer uh ſo jim olget de i an 1 . 1 uin, 1 en, 4 bf K 8 der⸗ Ken ch, i 15 Gel Di. Hah t. Schierling. 1 339 cJuden⸗ Kirſchen, Süß Holtz, Hirſch⸗ Zung, Flachs. Seide, aa, vj. Mauer-Raute, 2 Fenchel⸗Wurtz, Eppich⸗ Wurz, Spar⸗ gen⸗Wurtz, aa. ij. 5 Koche alles in gemeinen Brunnen ⸗Waſſer xxx. bis zur Helffte, colir und charificir es geuß es uͤber Rhabarbar, 5 L. Spicanarbi, Ji.. Zeuch mit dem Decocto des es 3 aus, wiederhohle es noch einmahl mit feiſcher Rhabarbar und Spick, hernach clarificir es, und thue darzu Zucker WE. Und koch es zu der rechten Conſiſtenz eines Syrups. 22—— 12 1. Schierling. Cieuta. Chierling, im Lateiniſchen Cicuta ge ⸗ Deſſen nannt, wird auch Wuͤtterich geſchrieben, Geſtalt, deſſen ſeynd zweyerlen Geſchlechte, als Cicuta Eigen⸗ major, und Cicuta minor, das erſte waͤch ſet hoch. auff i in ſieben Schuh lang, ſchier wie Fenchel Ii 4 in hohlen Stengeln, die Blaͤtter vergleichen ſich dem Kaͤrffel⸗Kraut, an Geruch ſtarck und ſtinckend, offter breiter, zu Zeiten ſchmaͤhler, auff der Hoͤhe gewinnen ſie neben Zweige⸗ Alein, die tragen weiſſe, gekroͤnte Blumen und Saamen wie Anieß, doch eines boͤſen Ge⸗ ſchmacks, die Wurtzel iſt lang, ſchlecht, doch wie Poſtenachen, waͤchſet gerne an ungebaueten 92 wuͤ⸗ Schierlinc. e. wuͤſten Orten/ g,, ling de NN. und traͤget Sa⸗ bade N 7 men im Auguſto, tzen. Die kleine Art des Schi lings vergleich ſich zieml. mit den Peterlin, er hare⸗ en Spannen lange Wurtzel, der M terlin, Wurzel aͤhnlich, giebet g XI NN 1 ber einen unliebl⸗ N chen Geruch von ſich, die Blaͤllg kan man faſt mt dem Peterlin nicht „ 5 unterſcheiden, auß ſer daß dieſes ſattgruͤne und uͤbel⸗ riechende, de Peterlin aber wohl wohlrichende Blaͤtter hal es gewinnet der Schierling auch einen runden Stengel, welcher in dem erſten Jahre ſele weiſſen Bluͤmlein bringet, worauff ein ling, lichter Saame, wie der Kuͤmmel nachfolgel, da unterdeſſen der Peterlin erſt im zweytẽ Jahie zum Stengel aufſchieſſet. Er waͤchſet gemein, glich in Gaͤrten unter den Gemuͤß⸗ Kräutern, ſonderlich unter dem Peterlin, ſolcher hat ele gifftige Eigenſchafft, und machet die Muc — . Fim uuf/ we fa beten Sheikh 0 mric laͤtlich ch, Aeg Nl When hct. un ſt zu zu ber Ne lag de Sal Arden. uns In im dat ) denn, auch nen Hum, Ciadawoni! Aude ins enen In enntt pid. Di tiles Oabaumd, und wagen ic de fu der Geſalt nac Sch waſe ne chatte Beer f de gta be uh Mucuſche dag been. du dime if — —— — —— — a D S2 2 — unte ſattgſ Sund ilch wobl, Otichende r Sd mig auß l ſcher. em elfte ein et, woch e, wi Kinn! der P as gelſt in aufch A Er uit n unt! 1 Genf er den Nerla, c ſchaft wr. nuch Zimmet. 341 toll und unſinnig, wenn ſie ſolchen unter den Peterlin zu eſſen bekommen. DerSchierling iſt kalt und feucht im vierdten Grad, innerlich toͤdtlich, wird aͤuſſerlich wider den Krebs, uͤbrige Milch, und zu den Augen⸗ E Artzeneyen gebrauchet. Das Pflaſter aber davon iſt gut zu der Entzuͤndung der Miltze, Huͤner⸗Augen, die Salbe zu den harten Bruſt⸗ Waͤrtzlein. 8 a N 2 122. Zimmet. 8 IImmet, im Lateiniſchen Cinnamomum genannt, auch nennet man ihn den Caneel⸗ Baum, Cinnamomi ſeu Canellæ arbor, deſſen Rude insgemein Zimmet⸗Rinde auch Caneel genennet wird. Dieſer Baum hat die Groͤſſe eines Oelbaums, und viel Aeſte, ſeine Blaͤtter ſchafft. vergleichen ſich der Farbe nach dem Lorbeer⸗ Laub, der Geſtalt nach den Citron⸗Blaͤttern, traͤ⸗ get Schne⸗weiſſe wohlriechende Bluͤthe, und ſchwartze Beer, die etwas kleiner als Lobeer ſeyn, waͤchſet auff den Bergen in Malavor, Ja- da und Moluccuſchen Inſulen, in Indien, doch der beſte in Zeilon. i 8 Der Zimmet iſt warm und trocken im dritten Grad, machet duͤnn, eroͤffnet, zertheilet, Cinnamo- mum. Deſſen Geſtalt, Ort und Land⸗ hat dine Haupt⸗Magen⸗ Hertz und Mutter ⸗ ſtaͤcckende auch Gifft⸗austreibende Krafft, be⸗ foͤrdert den Schweiß, Harn, Monat⸗Rei⸗ nigung und Geburt, mehret den Saamen, widerſtehet dem Gifft. Iſt gut fuͤr ver⸗ e ſtopff⸗ 0 8 342 Ainet. ſtopffte Leber und Miltz, kalte Gebrechen det Haupts, Schwachheiten und Ohnmachten, 0 Bloͤhung, Bauch⸗ Grimmen, Eckel und Auf. ſtoſſung des Magens, Waſſerſucht und Harn. Artzney Aus dem Zimmet findet man in Apothecke Berei- bereitet, uͤberzogenen Zimmet, das Was e er mit und ohne Wein, Syrup, Tinqu, mer. Extract, Elixir, Oel, Balſam, Eleolachu rum, Magiſterium, Species, das Salg, das Zimmet⸗Waſſer, erwaͤrmet und trockne, ftaͤrcket das Hertz, Magen und Mutter, schw re Geburt, wann es mit Quitten ⸗Safft gen, chet worden, ſtaͤrcket es den Magen, dienet w der Ohnmachten, Hertz⸗Klopffen, Colick, Ka, chen und kalte Gebrechen der Mutter, es fil let auch das Brechen und den Bauch, Fluß; der Sprup erwaͤrmet, trocknet, ertheß let, und nutzet dem Hertzen, Magen und Mu ter, auch dem Haupt. Die Tinctur oder E. leu ſtaͤrckt das Hertz und Magen, das Oil e waͤrmet, trocknet, thut wohl den Nerven trat verſtandene Monat⸗Reinigung, und benimmt die Colica, der Balſam ſtaͤrcket das Hauff und die Mutter, die Species Diacinnamom helffen der Daͤuung, wehren der Haͤule, Zertheilen die Winde. 1 Welches Der rothe Zimmet, der wohl ruͤchet, unh 85 beſte einen an ſich ziehenden ſcharffen Geſchmack hal e iſt der beſte, er iſt uber oben gemelte auch dienlich 1285 dem Hertzen, Haupt, Augen, Magen ul Mutter, er vermehret den Saamen, beni met Eckel ob den Speiſen, machet N Zim geen fache ly erofuet L en Har wer eam kommt et auch u ach nd vile z8ſlehrida, und Al ghhgethan wid. gan ſa 1e Giſchlte Mar agen,. Guß ei in Mörſ fadckehamender Söſec etw zugeſſen Weſen Canart⸗ Zaut aße Berittken voig Gatdamom, Langen Pfeft Juber, asi, Ofiller gm Mach es mt um, Paſſr ae i kanl Rien h. Mime, 1 aan e mt. f e g 5 Bahlhude n at 1 0 rte ordl f in Mugen ne n Sp ö „, Belem i um„ez 90 aſſer arme icht h Nen unh d in ec S Nit arcke Sil Mg u, H llopfey te Geb e der Nit Btet= und de vrup Arnet, krach dem J f Num Hau Die Lach Hen! 2 Mage net, tl! Y den d Vena Sigung ul r BꝗA= face ter, eie Da auun vchten e U g Zinn 1 der 10 ichen Aarfung 0 ermeſ W en 9 b def x Zimmiet. 343 chen them, zertheilet Bloͤhungen und Winde, eroͤffnet Leber und Milg, befoͤr⸗ dert den Harn, widerſtehet den Gifft; dero⸗ wegen kommet er auch unter die Giff⸗ treibenden Mittel, und zu vielen Alexpharmacis, als The- riac, Methridat, und Akermis Confectio kommet und zugethan wird. Wer die Zimmet Conle ction verlanget, kan ſolche alſo bereiten; Rc. Geſchaͤlte Mandeln, 5iij. Piſtacien, Cl. Stoß es im Moͤrſer recht klein bis zu einem Brey dicke, da man den allezeit vom beſten gimet⸗Fanmner Waſſer etwas zugieſſen muß, thue ferner hin Weiſſen Canari⸗Zucker, Zi. Zimmet geſtoſſen, Jüj. Bereiteten rothen Boli, 5j. Cardamomi, Langen Pfeffer, Imber, ad ij. Deſtillirt Zimmet⸗Oehl, 31. Mache es mit Tragant⸗Schleim, der mit Zimmet⸗Waſſer ausgezogen eine Maſſa, for⸗ mire Canell⸗Roͤhren daraus, und trockne ſie ge ⸗ maͤglich. 2.) Simmet⸗Waſſer kan wie folget berelZimwet⸗ ket werden. Waſſer. . e j. ſtoß ſuchen gröbch, 1 Roſſen⸗Waſſer, Wohlriechenden Wein, aa. Wii Laß es in wohlvermachten Gefaͤß 14. Tage wei⸗ chen, deſlillir es in ordinari kupffern Brenhafen, mit 12 Kuͤhlfaß, das truͤbe Waſſer Y4 nimm bo⸗ — 344 Simimmet. i mittlere, und das dritte das ſchlechteſte. Zimmet. 3.) Das Zimmet⸗Oel, wird nach D. Haff 8 Kabir manns Bericht, alſo bereitet. gel, R. Des beſten Zimmets, 18. zerſtoß ſolchez groͤblicht, thue hinzu drey Maaß Waſſe, inn welchem etwas Zucker lolvirt worbeg, laß es etliche Tage in der Digelſion ſe⸗ hen, denn deltillir das Waſſer, das dell lirte Waſſer gieß an andern Zimmet kh laß es wieder beyſammen in der dige. on ſtehen, deltillir es, ſo bekommeſt du ſondern auch ſehr viel Oel, dieſe Arbeit fn man mit 10. oder 12. I wiederholen. Etliche halten dafuͤr, daß der Zimmet en haͤuffges Oel gebe, ſo man es im abnehmenden Mond deltillirte, und ſeine Zuſammenhaltende Feſte mit dem Phlegtmate Vitriol etwas aufge⸗ ſchloſſen werde. Dieſet Oel treibt die ver⸗ ſtockte Monatliche Reinigung ſtaͤcke die Leibes Frucht, hilfft der Verdau⸗ ung, und iſt im Gebrauch in den Kranckhei⸗ ten des Magens und der Mutter, die von einer kalten Urſache herkommen. Dol, iſt gu Fi. in einem Liquore. Vekrug in Man hat aber auch viel Betruͤgereyen bey Dimmer- Bereitung dieſes Oels, um nur wegen Gatzes Oel. viel Oel zu erlangen, da dann etliche mit ſüſſa Mandel ⸗Oel, andere mit Hauf- Saamen dell. lüren. Dieſe Oele aber ſind nicht ein rechtes, ſun, dern verfaͤlſchtes Zimmet⸗Oel, und kan man 1 i a 7 nicht allein das zierlichſte Zimmet⸗Waſſa, ALldanun 277 f n eee 7„ 8. 33 ö„ N 0 ö beſonders, es iſt das beſte, das andere ſt daß Dee Hall g font Waulapgt die an — b ro fen P. 3.4 cage weiden. 8 , Mun 60 ſodet ſch unte h Gechlecht, mi Ladanum gel Gummi Liſten, N gad len ochauch! ah weſchesin viel mit den lasten gethele fab Zal keng schwa lader ſtchende Dl blänige Blumen, feen Samen an, d. Bey der A ſihſt aft auch dt licht in den Pale amnguk häͤſt, lde Aiken ſe ſhſſeget iugrühln fache aus wichen um heſckerhird dne, Pan lachten, ſ au Funn 10 ande e das Fett * m et. — 1 Cadanum⸗ Baum. 345 Betrug erkennen, da dieſe dick und truͤbe fallen, und endlich gar ſchwartz werden. as eiter Was anlanget die andern Bereitungen koͤn⸗ a metz, N 0 nen in ZWolfferi P. 3. Aug. und anderer Orten I nzu dra aß nachgeſchlagen werden. 8 55 ee 5 ges ende 123. Ladanum Baum. Ciao: l. een Es finder ſich unter den CiſtenRoͤslein Aae 6* enge ein Geſchlecht, welche ein wohlriechend Deſſen nnd Gummi Ladanum genannt, von ſich geben; Geſtalt. nc, ben das Gummi Ciſten⸗Roͤslein, iſt ein wohlrie⸗ wo es von an dlchſe gn chend Ellen hoch auch hoher ſteigendes Staͤud⸗ kommt. uch N viel Och lein, welches in viel mit ſchwartzer Rinde beklei⸗ 4 5 10 n.5 ng deten Aeſtlein getheilet wird. Es hat andert⸗ 4 den e, daß ha halb Zoll lang ſchwartz⸗gruͤne runtzlichte gegen geh) A van es inc einander ſtehende Blaͤtter, beneben weiſſe fuͤnff⸗ cte/ e ſeint guſiunt blaͤttige Blumen, und endlich fuͤuffeckete mit Th te Virale kleinen Saamen angefuͤllete Saamen-Haͤus⸗ t. s Oc a lein. Bey der Wurtzel' dieſes Staͤudleins fat Nenigug wächſet offt auch die Hypociltis heraus„es Ir= hilſſt dan 2 4 755 8 und in f in ban Langwedock haͤuffig. 5 1 f 9 An den Blaͤttern der Gummi Ciſten⸗Roͤs⸗ cher ac 8 ſuch Di komm. Lein pfleget im Fruͤhling ein fetter umnii. Saft geſaftlet * zukleben, aus welchem das wohlriechende wird⸗ r Sit Beule Ladauum bereitet wird, ſolcher Safft wird ge⸗ rg 15 ſammlet alſo: Wann die Geiſſe und Boͤcke dero ſes= um! 10 Blaͤtter abweyden, ſo bleibet die zaͤhe Fettigkeit ang 1 an ihren Baͤrten und haarigen Fuͤſſen kleben aud it Hufe gleichwie ein Vogel⸗Lelm; darnach kaͤmmen die d bn% Eünwobner das Fett ab, ſiehen es durch,, ma- ee 5 chen ö bete, dag c r 1 ccc Oel, wap — 0 Wird auch in Creta ge⸗ funden. Wie ſolch Gummi von der Natur formirt wird. Derer Ei⸗ genſchafft 346 Cadanum⸗Baum. chen es zu Stuͤcken, und ſtellen es alſo hin. Ci che nehmen Seile, und hangen ſie an die Streich daß die Fettigkeit daran kleben bleibet, darnach ſcharren ſie die Fette von den Stuͤcken, und mi chen das Ladanum in groſſe Pillen. Wie man dieſer Zeit in der Inſel Creta das Ladanum ſammle, wird von Bellonio Lib. 1. 0b ſerv. cap. 7. vermeldet, die Inwohner haben el ſonderliches Inſtrument darzu, ſo ſie auff ü Sprache Ergaſtivi nennen, welches einem R⸗ chen ahnlich iſt; an dieſem Inſtrument ſind ell, che Meſtlein oder Stuͤcklein von ungearbeiteten Leder angehefftet, mit ſolchen beruͤhren ſſe he Gewaͤchſe, auff daß die Fettigkeit daran kleben bleibe, welche darnach in der groͤſten Hitze dit Hunds⸗Tage herab gethan wird, derowegen el ne groſſe Muͤ 8 darauff gehet, dieweil man auf den hoͤchſten Bergen, in der groͤſten Hitze, ein gute Zeit verharren muß. Dieſe Arbeit pf gen am meiſten die Griechiſchen Moͤnche(Cab breros genannt) zu verwalten. 1 Es wird dieſes Gummi ſonſten auff folgend Weiſe von der Natur formirt, bey Tages Zei eroͤffnet die groſſe Sonnen⸗Hitze die Poros ſolcht Kräuter, daß der innerliche Safft heraus ſchweſ⸗ ſet A des Nachts aber darauff wird dieſer felt Safft von der Kaͤlte des Nacht⸗Luffts erduckert und granulirt, den folgenden Morgen wird ſie denn offt auch durch den Himmels⸗Thau ang feuchtet. Ladanum iſt warm biß auff den ander Grad/erweichet, machet duͤnn, eroͤffnet, zeitige zerthel Clroſe feng Bache l cee ud alten fal, Ohren de fehler, aſnbe ba chnelm ſurhten, Fertpoch Schmag⸗ ſtlle Schlaffmathe tl. Die daraus ge Hageg Schr feigen der fl in Rauch wier bö Han fie dbfallen ian Nutzen argue 124. Ct Tron. Bas b Cid, genau Jum, iche ine wal l u dale Jaht, undtr * ggg —— n fege, Ccong N01— n⸗Baun en bellen 0 e vgenſeac t leben Hebt at den Sit n se Pla der Sen der Jil le,. Lon heſongl mille die Inh ſteur dazu, f ſüri xen, watt an, en Juſtrung r Sin von ug tt,& ucchen bah fa a gettatt h dart Sn der geln ſerch n wird, ln e dar— chet, dich Berz der gsa arren=. Di 1 nde iche 7 u u ten. e Gn ſonſtn aß Nat mitt) bad ce 4„hieb er inn Je Siſthue ts alt tuffi Kult Ste „den Aden 10 durc hm 9 1 N vit rn 7 4% Skin, „ Citronen⸗Baum. 347 zertheilet und ziehet auch an. Iſt gut vor die Nutzen Fluͤſſe und Rothe Ruhr, ſtilet die Harn- und Ge⸗ winde, und in alten Schaͤden, Haaraus⸗ brauch. fallen, Ohren und Sahn⸗ Wehe, Wund⸗ Maͤhler, verſtandener Affter⸗Buͤrde, Hu⸗ ſten/ geſchwollen Hals, Blaͤſte, Ohn⸗ machten, Hertzpochen, Magen⸗Wehe, in Schmertz ⸗ſtillenden, erweichenden und Schlaff⸗mashenden Pflaſtern genu⸗ tzet. Die daraus gemachten Pillen dienen in Magen ⸗Schwachheiten, Colick, Auffſteigen der Mutter; ſo wird ſolche auch zum Rauch wider boͤſe Lufft, auch zum Raͤu⸗ chern fuͤr abfallende Baͤrmuͤtter mit gu⸗ tem Nutzen gebraucht. S 124. Citronen⸗Baum. 3 C uronen Baum, im Lateiniſchen Nlelus Oeſſen * LCitria genannt, iſt ein aus laͤndiſcher Art Land⸗ Baum, waͤchſet in Spanien, Franckreich, Por⸗ſchafft. tugall, Italien und Savoyen, und gruͤnet das Geſtalt gantze Jahr, und traͤget mit der reiffen Frucht und zugleich auch junge, die man insgemein Citronen, Frucht. im Lateiniſchen Citra mala heiſſet, welche, wann ſie ſehr groß, Citronaten genennet werden. Der Geſtalt nach hat der Citronen⸗Von Baum an Aeſten eine gruͤne Rinde, hat dicke Fruͤchten laͤnglichte und glatte Blaͤtter, tragt leibfarbene des Ci⸗ Blumen; die Sruͤchte odeꝛ Citronen ſind groͤſ⸗ 3 ſer als die eimonien, wohlriechend und mit einer gelben 5 Citronen⸗Baum. —.— 348 M 2 gelben Schelffen uͤberzogen; das Marck dar nen iſt durchſichtig und ſaͤuerlich, durch welche die Koͤrner, ſo am Geſchmack bitter, zerſtttut liegen. Es zeitiget die Frucht niemahl an ſel chem Baur zugleich, ſondern traͤget reiffe un unreiffe mit einander. Er wird auch genannt Medica und Aſſyria, weil er bey den Mebden, Perſern und Aſſyrern ſehr gemein iſt, von dat kam ſolcher in Italien, hernach in Hiſpanien, da heutiges Tages gantze Waͤlder und Felber voll ſtehen. In Apothecken werden die Citronen dere 2 ee. 8 3 2 4* 2 N* N N 1 15 0 1 4*. r eee A h 4* 8 7 1. We— 3 eee e eee. 2 e l* 7 Gebrauch ä 1 Rinde Celtront —— r N dein re d ef fc nd fiken u Litiohen nit gaga Gift ud 1ölhen Krankheit fe Saß /n ſcermambekanll ander Schnrbok, ncarnemabid wulſch auchübelzut an Schelfen dienen Schlenarm in an Gad, das Fe lachen guch der ausg Du Cran⸗E und krockpen im ande genen, halben d Ute ſe haben a de egen fut undguttefn hnlckt bereite deocum: Derach l. ichen ö 0 f SS——— 9 br 5 r —— 2 8 U 5 e — feen u des gen; daß icht an ſauetich/n am W hmack bitt, geg Krug le ugle, eonderntt inan= Er wich Ally, oil er bay Assa ehr gema J/ erna dae u ite Wie 0 d g ben de 60 Citronen⸗ Baum. 349 Rinde und Koͤrner, oder Saamen, ſelten aber Nutzen die Bluͤhte gefunden, woraus mancherley ange⸗ nehme und ſtaͤrckende Sachen bereitet werden. Die Citronen mit den Schalen und Fleiſch, dier en vor Gifft, widerſtehen der Faͤulung und den boͤſen Kranckheiten, vertreiben die Wuͤrme, treiben den Schweiß, und ſind die Citronen-Aepf⸗ fel iedermann bekannt, ſie ſtaͤrcken das Hertz, die⸗ nen wider Scharbock ,das in wendige Marck, ſo man carnem albidam neñ̃et, iſt kalt und phleg⸗ matiſch, auch uͤbel zu verdauen. Die ausgedor⸗ reten Schelffen dienen wider die Colie, und ſind die Schalen warm im erſten und trocken im an⸗ dern Grad, das Fleiſch kuͤhlet und feuchtet, in⸗ gleichen auch der ausgepreſſete Safft. Der Citron-Saame oder Kerne warmen und trocknen im andern Grad, machen duͤnn, di- geriren, vertreiben die Wuͤrme, widerſtetzen allem Giffte, ſie werden auch mit groſſem Nutzen wi⸗ der die hitzigen Fieber, unter die Emulſiones ge⸗ braucht und gut befunden. Mynſicht bereitet aus Citronen folgen des Decoctum: 9 Decoctum CItvi. den Schalen und Koͤrnern in Scheiben, 1. Weiſſen Zucker Zi. Brunnen⸗Waſſer tt vj. 1 5 Koche es biß auff den dritten Theil ein, und ela. rificire das Decoctuin. 195 F 6 veeoctum Re. Citronen, ſo fein friſch, ſchneide ſie mit Citri. Unter⸗ ſchiedene Præparata aus den Citronen⸗ Spiritus 370 Citronen⸗ Baum. Es dienet zu einem ordinari — Tranck in der Peſt, hitzigen Fiebern, Petatſchen, Maſern, Po⸗ cken, Stein und anderer Verhitzung, groſſe Durſt, es kuͤhlet gewaltig, feuchtet das Hatz Magen, Leber, Nieren und Miltz bewahket vor der Faͤule, Dol. iſt einen guten Trunck davon zy thun. Von denCitronen werden welche eingemachil den eingemacht die Kinden, ſol wann ſie noch nicht gar reiff ſeyn. Auch wa, che dienen dem Citronen. kalten und bloͤden Magen, erwaͤrmen un ſtaͤrcken denſelben, befoͤrdern die Dauung, an, chen guten Appetit zu eſſen, und benehmen de Faͤulung, dahero ſonſt ein ſtinckender Athem en ſtehet, ſeynd auch zur Zeit der Peſt gut, undi der boͤſen Lufft. Es wird auch aus den Bluͤhen gemacht en Conſerva; die Pulpa Citra, das Confect aus da Rinden, das Waſſer aus den Schalen, ſalche ſtaͤrcket den Magen, zertheilet die Bin hungen im Leibe, toͤdtet die Bauch⸗Wir⸗ me. Das Aqua eitri compoſita dienet in ale peſtilentzialiſchen Siebern. Beſchwerniſſen und geſchwinden Leibes Zufall da das Hertz zu ſtaͤrcken und zu laben iſt; ſonde⸗ llich aber iſt es gut in den hitzigen, giftigen, un Der Spiritus wird alſo bereitet: Re. Citronen q. v. thue das Weiſſe daboh, das uͤbrige ſchneid in laͤnglichte Stuͤcklein/ th darzu q. S. Zucker, miſch es in ein wohloerſchloſſ Gefaͤß, laß es ſieben Tage nach Digeſtion ſtehen,, alsdann deſti einander ind llir es durch en 8 Alem lan Lenden wesen. u lich depfen eh Dld 0 Aalaion fur wich . Echfiſhe hunt Sl chtkeab zd ageharinnen andam hake gen an chen of thleſi Waſerdrrüber e ſugen poll, file Vase, urdſtele en dapiegten, nach alſe Termemaion ein a ſo wich man in ſher haber, was fl Poser. Mn den hunden 1 kommt man ten ehe, ghitſch—8 Nahr cds ruſcharüm, ae denne Spee g0gtolltg edles cri cum! eau Nezogrdie umme Dae ulellegci ict Bau ein rd bet etalſceag 9 r Vulſhn ig, fache Ne d Mig, dg it guten Tunt one Adden wüchen nich De reif schl. de Sen, h loͤde S agen, a ben, Fern die Dau petil lAſſen, uh croſch“ Juſtinckel auch„-A zeit et ff 1. uch at 8 Blahenn ie olg d, das Ct Wass bene n M, fh Lell ede Ba Age E poll ſenun! winde u ſtd und lin aut. ahi liſch( eben. Citronen⸗ Baum. 351 Jembicum, und rectificire es endlich im San⸗ de, ſo gehet ein ſehr klarer Spiritus daruͤber, da⸗ von etliche Tropffen in laulichem Vehiculo zu geben. Das Oehl gehet mit dem Waſſer in der Deſtillation fort, welches alſo bereitet wird. Deſtillirt Citronen Oehl. Deſtillirt, Re. Schoͤne friſche Citronen, ſo ohne Man- Ochll gel ſeyn, hundert Stuͤck, davon ſchneide die gelbe Schale ab, gantz duͤnne, daß das weiſſe Schwam⸗ mige darinnen an dem Apffel bleibe, dieſe Scha⸗ len hacke gar klein auff einem Hacke⸗Bret, von Eichen⸗Holtz. thue ſie in eine Velicam, ſchuͤtte ſo viel Waſſer daruͤber, als genug iſt, vermache die Fugen wohl, fuͤlle das Kelrigeratorium mit Waſſer, und ſtelle ein Glas unter, als einen Re- cipienten, mache alſobald ohne Maceration oder Fermentation ein Feuer unter, deltillir es alſo 8. a. ſo wird man in 4. a. 5. Stunden das Oehl uͤber haben, was klar und helle, das ſcheide vom Waſſer. Von den hundert Citronen, ſo mittelmaͤßig ſind, bekommt man offt 10. a 12. Drachmas des reinſten Oehls, behalt ſolches an kuͤglen Ort, es haͤlt ſich ungeringert etliche Jahr. Mehr wird aus Citronen bereitet Mynſechti Elæoſacharum. Oehl aus den Koͤrnern, der Safft, ein Saltz der Syrupus acetolitatis citri. Item Syrupus Acetoſitatis citri cum eorticibus. Item Syrupus & Citro toto Bezoardicus prævatii. Mor ſuli citrĩ confortantes. Diacitrum ſolutivum ſolidum. Confectio Emetica citrata. Electuarium antiſcor- butié Item das ausgepreſſete 342 Citrullen. buticum e Citro compoſitum. Trockne G. tronen⸗Eſſentz„Unguentum Citrinum, ſive hn. ſilicum Nicolai. cinrulus 125. Citrullen. Deſſen Itrullen, im Lateiniſchen Citrullus 9 Geſtalt, nannt, iſt eine Art der Cucumern oder und Ort. Gurcken, haben Blaͤtter wie Coloquinten, bil chige und rauhe Reben, eine Frucht, wie groſf Melonen, deſſen Schale hart, ſchwarß⸗gun und fleckig, das inwendige Fleiſch weiß ober roͤthlich, faſt ungeſchmackt oder ſaͤuerlich, de Saame iſt laͤnglich, breit, ſchwartz oder roth, ſind in Italien und Franckreich ſehr gemein. Eigen⸗ In den Apotheken hat man nur den Sag ſchafft men, iſt feucht und kalt im andern Grad, krelt und Nu⸗ den Harn, eroͤffnet, benimmet die Schaͤrfft, di⸗ 85 net fuͤrnehmlich den Nieren und der Blaſe, dan pfet die Ergieſſung der Galle, und die Entzüͤ, dung des Gebluͤts. Die Italiaͤner pflegen auch von der Frucht ohne Kern groſſe lange Schnitten in Zucker eingeleget zu uns zu hril⸗ gen, ſie werden aber nicht ſonderlich geſuchet. Cocelle, 126. Fiſch⸗Koͤrner. Je Siſch⸗ oder Doll⸗Roͤrner werden Gee im Lateiniſchen Coccula genannt, haben eine Geſtalt wie Nieren, etwas groͤſſer als eile Zieſer⸗Erbs, nit einer zweyfachen Rinde bekli⸗ det, derer aͤuſſere runtzlich und ſchwartz braun, die innere aber dick, Aſchenfarbig/ auch 1 8 5 ä un ghcencheſche un et 5 3.4 11 ſhch een dehnt lo sed f Agecheff 1 was wachen Ruft ndern agleche wumhen keit, d wuchunkkunter 0 haben de K ſelpasdlachtr g che Theſebey ſc ſchegacht wohl che el unter diere ſaehſet aden schöchen eh geh Die Wütckung 85 15 die en aufdem Haupt ſcheken beser Mi Num febge pl unſtenſel, Ez chu an Keyf, haust kuntbeſt t. Henn pen 1 1. 1 echt 90 ir npoſt 1* 585 tum.)— 5 0—— 8 g Dehn und einen zerbrechlichen Kern in ſich faſſende, es 1. 0 hangen oft 2. bis 3. an den Aeſten herab, und 1 zwar ein jedes an einem ſonderbaren Stiel, dem 11 Jin, D Geſchmack nach ſind ſie ſehr bitter. Sonſt wird Atrule nn eee e e e Ai noch gezweifelt, was diß fuͤr eine Feucht, ob ſie n, Tae u von einem Nachtſchatten, oder Teufels⸗Milch, e lt dar eum oder andern dergleichen Kraut herkomme. Zu ter we Cant vermuthen aber iſt, daß ſie von einem gewiſſen, g n, eile quth uns noch unbekannten Baum herruͤhre. a edi chale hart. Es haben die Koͤrner neben ihren irdiſchen duc indige Feſhg auch etwas oͤlichte, grobe, mit bittern Saltz ver⸗ un a nackt aber miſchte Theile bey ſich verborgen. Dannenhero gl, beit, ſcwunſ ſolche nicht gar wohl unter den purgirenden Artz, en U TCtcanckre 0 1 neyen, als unter die rechtſchaffen ſcharffen Giffte Aogahat mme gerechnet werden, welche man keines weges in den tut eim audangh wenſchlichen Leib gebrauchen ſoll. gen ſch aft. el nimmt. Die Wuͤrckung dieſer Koͤrner iſt deren ſon⸗ Gebrauch iche ſermnulbieß derbare Krafft die Laͤuſe zu töͤdten und zu vertrei⸗ uu Ir Gilt, ul ben auff dem Haupt der Kinder, unb ſolle wider 50= Di Jui ſolche kein beſſer Mittel gefunden werden koͤnnen. 41* Da man ſelbige pulverkiren, und mit Bukter „ eee vermiſchen ſoll. Es muß aber anfaͤnglich nur na ngaltg die Raude am Kopff, hernach der Wirbel und cual cht fad das Haupt damit beſtrichen werden. Doe, Sonſt werden ſie auch zu den Fiſchfang ge⸗ 6. Ah Klehg brauchet, und dahero insgemein Siſch⸗Koͤrner ch Del genannt. Denn wenn ſolche unter andern Sa⸗ ein S Cocrür f, chen(wie in dieſes Buchs zweyten Theil ange⸗ wiel in/ etwas f wieſen) vermiſchet werden, und wenn die Fiſche mt e fahl Davon etwas eſſen, ſo werden ſolche gantz dumm, ſere—Alich ut legen ſich auff den Ruͤcken, und ſchwimmen em⸗ 1 dit— Hefti por/ aß man ſolche mit den Haͤnden greiffen und 8 2 far mit zu fa⸗ hen. Warnung an ſolche Fiſchfaͤn⸗ ger. Cochlea. rea. Deſſen Geſtalt, 354 fangen kan, nach Verflieſſung 24. Stunden g, ber, werden ſolche wieder wacker, wenn ſie deſſen Fiſche da⸗ 5 Fiſch⸗Roͤrner. Giffts aber ſo viel bekommen haben, o ſterbenſt ar weg. Vom Cardano wird die Art Fiſche dam fahen alſo be ſchrieben: R. Weitzen⸗Mehl, Jüj. Alten Kaͤß 3j. Geſtoſſene Cocculi⸗Koͤrner, zij. Kuͤmmel⸗Saamen, sj. Stoß alles wohl, und mit genugſamen Bran, tewein, mache kleine Kuͤchelein daraus, welche man ins Waſſer werffen muß. Andere vermiſchen dieſe geſtoſſene Koͤrner ni alten Kaͤß, Honig und Mehl, machen Kuͤchleh daraus, binden ſolche am Angel, und fahen il Fiſche aus den tieffeſten Oertern des Waſſet raus. Daß aber die vermittelſt ſolchen Giffts gef gene Fiſche dem Menſchen zu eſſen gut ſeyn ſolig kan nicht wohl gebilliget werden, es waͤre dan daß ſelbe, ſobald ſie aus dem Waſſer kommen, ausgenommen werden. Zudem auch iſt ſeach Fiſcherey insgemein verdaͤchtig, weil dergleiche Fiſcher gemeiniglich damit ihnen verbotene Wiß ſer ſuchen, wer es aber ohne anderer Leute Scha den zur Luſt gebrauchen will, hat ſich darbeh ke⸗ ner Gefahr zu beſorgen. 27. Löffel Kraut. Oöffel„Kraut, Cochlearea imsateiniſche genannt, hat an Geſtalr rundlichte 4. f nd on cle Juden Apothef dub erke ſee d Ne, en Syruh mec und rocket! . denelder Mi l eh Feucht klebe al, 8 acdc nd 10 fel h d msec; 11 ct cd Eoſfel⸗ Kraut. 395 der wuckt u M nem Loͤffel gleich formir⸗ Ort und J enn te Blätter, die an der Zeit. Wiurtzel etwas groͤſſer, ite kleiner aber am Stengel cht: eyn, darzu oberſt weiſſe , ih. Bluͤmlein, und einen 2 Saamen wie Kreſſe en culi⸗ Kim bat. Bey uns wird gels! emen. es in Gaͤrten gebauet, 1 nd int gen und liebet feuchte, ſchat⸗ hen Küchen tige und waſſerige Oer⸗ ge Küchtlenden 1 8 ſch w efen mul. ter, bluͤhet im Aprill und Mayen, nehmlich im andern Jahr, nachdem es geſaͤet worden, waͤch⸗ ſet in Holland am Meer und von ſich ſelbſten gar haͤuffig. chi eitteſtſüln In den Apotheken hat man die Blatter, dar⸗ denen chenzueſund aus bereiten ſie die Conſerva das deſtillirte 90 ct werd l Vaſſer, den Syrup und das flüchtige Saltz, es . den U waͤrmet und trocknet vom 2. bis im 3. Grad, er⸗ bee e Zune offnet, dienet der Miltz, treibt den Schweiß, ma⸗ aß chet die fixen Feuchtigkeiten fluͤchtig, wieder⸗ e maine ſtehet der Faͤulung, daher iſt es nuͤtzlich in hy mug Kum 1 pochoudriſchen und Tertsriſchen Kranckhei⸗ r eh ohn* ken, ſonderlich im Scharbock, in deſſen Heilung jebt b an wil ku eg ſehr beruͤhmt iſt, und wird inner⸗ und aͤuſſerlich ub. in Gurgel⸗Waſſer gebrauchet,(wenn das Zahn⸗ el ent Fleisch faulet) wie ingleichen in Baͤdern im Re. 17 Hffe ſoleiren der Gliedmaſſen, 5 rin 1 C diese geſoſſaſ hol d Mahl nu. 5 enam Ag FN en Ii ten Okt 0 g N 7 N 5„ 8 ral— ocker a Wenn jemand ſich des ſcharbockiſchen Zuſtan⸗ TEU 38 2 des . 3 des beſorget, der ſchon von ſelbigem angegeſh worden, der kan ſich in dem Herhſt anlegen life n a 8 15 1 a 5 Loͤffel⸗Rraut. folgenden* . Kraͤuter⸗Wein. Kräuter- Re. Saſſeparill⸗Wurz. Wein wie⸗ China- Wurtz. . Saſſefraß⸗Holtz. aa. 3ij. oſen⸗Wurtz. Benediet⸗Wurtz. 1 Scorzener⸗Wurtz, an, 3. Hirſchzung, Gamanderlin, Loft Kea Wermuth aa. Mij. Zimmet Zyj. Zerſchneid alles groblicht, thu es in ein ue Faͤßlein, gieß 15. Maaß weiſſen Moſt darübes, laß verjaͤren, und acht Wochen ſtehen, davon diz Morgens nuͤchtern, auch nach der Suppe bey 5 Mittags ⸗Eſſen einen guten Trunck thun. c Dieſes Kraut beſitzet ein fluͤchtiges ſondeg bahres Saltz, welches dem Scharbock und hypochondriſchen Kranckheiten wiederſtehel, und hat uͤber alle ſcharbockiſche Kraͤuter ben uns den Vorzug, es iſt aber auch vermoͤge ſeh ner Schaͤrffe fluͤchtig, daß es alſo nicht feder mann, der am Scharbock krancket, vertragen kan, weil es Erhitzungen und andere Symplo⸗ mata erreget, bey denen, die ein ſcharffes acidum haben. Dieſem aber vorzubiegen, muß man ſelbiges in oder mit Milch. Scholten oder in Wein nehmen, damit auff dieſe Art deſſen Schaͤrffe temperirt werde. 1 i der Spe öberkung beflig V Echrbick fe Kraut bedr il ſhloch dc wah de fiche lnfakan fut Be ſaruuf wish e gagein ite ch der von geſolhe , und wo man ec ſacale befürchtet. keel dun ſahen, Ob egit: fͤff de ſchachockſch fcb tut, ded Kr) Mund el gbr unmen, hut auch ch Hpprogeiß f, . Nona Rang abtt ſmnanb g dehet besen Wh, fia — 1 55 6 10 ieh 10 4 1 li dee ue e Teen heißt er a 5 VD 2 u. 5) ct ner—6 15 f ng mende mis Mi. 5 % S wean und S Lochen sch chle. uch nach lat n einen gun traut— ttt ein fich 6, Os den Ehn ſche e Rancheln rde N ug aber auh Toͤffel⸗Kraut. 375 Unter allen Bereitungen behalten keine mehr Beſte Art Kraͤffte, als der Spiritus und der Safft, denn in von Ge⸗ der Bereitung verfliegen die Kraͤffte, die wider 1 9 6 den Scharbock helffen ſollen, dahero auch das Spaun. Loͤffel⸗Kraut weder in Kochung, noch Ferment: rung/ noch in Troͤcknung etwas dulden kan, weil dadurch der fluͤchtige Saltz⸗Geiſt hinweg gehet. Das lafuſum mit Geiß⸗Schotten, darinne das Loͤffel⸗Kraut verſchnitten geleget iſt, iſt ein gut Mittel, ſo gemein iſt, und vermag viel im Schar⸗ bock, der von geſaltzenen Feuchtigkeiten herkom⸗ met, und wo man ſich des Zufluſſes der ſchwar⸗ tzen Galle hefuͤrchtet. Denn er incidirt, machet das dicke Gebluͤt duͤnn/ und iſt tauglich zum Aus⸗ treiben. So leget man auch gluͤcklich aͤuſſerlich auff die ſcharbockiſchen Glieder, das gekochte Loͤf⸗ fel⸗Kraut, des Krauts⸗Safft iſt auch gut in der Mund⸗Faͤul zu gebrauchen, davon zj. ſchwer ge⸗ nommen, thut auch groſſe Huͤlff denen Cachecti⸗ eis, Hypropicis, Aſthmaticis, und bey verſtopff⸗ ter Monat⸗Reinigung.„ Leidet jemand groſſe Schmertzen aͤuſſerlich, inſonderheit an deſſen Fuͤſſen und Schenckeln, der gebrauche folgendes Dampf Bad. Dampff Re. Eybiſch⸗Wurtz 4, Loth. Bad wi⸗ Wermuth⸗Pappel⸗ Loͤffel⸗Kraut. Bach⸗ der dem bungen Begfuß⸗Camilen⸗Blum aa. bock. Mij. Kuͤmmel zij. Zerſchneide alles, koch es in Brunnen ⸗Waſ⸗ 33 ſer, 338 Loffel⸗Kraut. ſer, laß davon den Dampff warmlicht an di Glieder gehen. Wider die Schmertzen, ſo von kalten Floͤſen herkommen, wird als ein ſonderbares Huͤlfſ⸗ Mittel recommandirt folgender. Glieder Balſam. Re. Regenwuͤrm⸗Geiſt, ü Loͤffel⸗Kraut⸗Geiſt. j. Sallmiac⸗Geiſt, Zij. Darinnen zerlaſſe Venediſche Seiffe. Zi Campffer. zii. Opium Zr. X. Saffran. gr. v. Vermiſche alles wohl, laß es etliche Lag und Naͤchte ſtehen, alsdann ſeihe es, und vet wahre es in einem ſaubern Glaß, von welchen bey deſſen Gebrauch ein wenig gewaͤrmet, und Glieder⸗ Balſam. das ſchmertzhaffte Glied mit gerieben werden Faul Der Safft oder die nachbeſchriebene Elen ſcharbo⸗ von Loͤffel⸗ Kraut mit Roſen⸗Honig vermſcchel, ich auch nach Belieben die Lincturam Lacca fo, Bloch zu darunter gethan, oder ein wenig Allaun, und dig ruriren. faule ſcharbockiſche Sleiſch damit geſchmſ⸗ ret, heilet aus dem Grunde. Wider die Saͤulung des Sahn⸗Sleiſthes und Mundes im Scharbock wird ſehr geruͤhm nachfolgendes N Gurgel⸗Waſſer. Gugel Ro. Loffel⸗ Kraut, Brunnen⸗Kreß, rot Roſen, 9a. Mj. Waſſer. 5 Gi C0 Tut Bf ned ud lh Ian nm J il fer At pe ales Velen ſuches —— . ſalich. Jer cusgoblͤcke ſͤthemerſeſengt ct geſchlgzen ber ac lünteinigktiter,de wan das Angeſe agen geſotteh wider 125. Ofcer Coe en autländiſ kuf Aub Healey cel fen nach ungern k duch dünne Aeſt,! ahnt, wache zeil uche Farbe imm uß, de f de n borbec⸗ aun Hab tag grün in 5 Ade dec Wpwic gerne buten a Wautpig, Gnichtt l 4 uupff d n 5 end wt wo e in t dan in elgender lied Bala wür eiſt, zü W.. a0 klaſſt ſche(t. 75 fr. gr. m. gl e alle bl, aß ſhet! dann ſehet einem urn Glahn zebra! wenig zul haft Ded mit gh afft 9 ee nachbih traut u ioſen/ Hu Beliel! ir Tuch ban,(F ein weng l bock E Hleiſchle is den unde. 1 Fal g desde zin(bock 98 Gu Vit 1 1 11 / Bunt 1. 2 Coffee. 3 59 Granat⸗Bluͤthe, ij. 54 Zerſchneid und koche es in geſtaͤhltem Waſſer, davon nimm ZJyj. in ſolchem zerlaß Honig zj. Maulbeer⸗Safft V. geſtoſſen Allaun gr. xx. ver⸗ miſche alles zu einem Gurgel⸗Waſſer, und ge⸗ brauch es laulicht. Der ausgedruckte Löffel Arauts, Safft nige un, ſamt dem zerſtoſſen Kraut uber Macht auffs An⸗ deen. i 8 ſauberkeit geſicht geſchlagen, vertreibt alle Flecken, Maſen zu vertrei⸗ und Unreinigkeiten, den folgenden Morgen aber ben. muß man das Angeſicht mit Waſſer, darinnen Kleyen geſotten, wider abwaſchen. 128. Coffee. 5 Coffe. Offi oder Coffee hat und behaͤlt bey uns ſei⸗ Wie ſol⸗ nen auslaͤndiſchen Nahmen. Es waͤchſet che geſtal⸗ auff einem Arabiſchen Baum, der vergleichet der tet. Groͤſſe halber, theils auch den Aeſten und Blaͤt⸗ tern nach, unſerm kleinen Kirſch⸗Baum, denn er gantz duͤnne Aeſte, dicke, ſatte wohl gruͤne Blaͤt⸗ ter hat, welche zeitlich und geſchwind abfallen, und ihre Farbe immer behalten, die Blume iſt weiß, die Frucht der Groͤſſe, und Geſtalt nach, dem Lorbeer ⸗Baum ahnlich, ſcheinet an der Farb etwas gruͤn und ſchwartzlicht; hat eine doppelte Rinde, die aͤuſſerſte iſt dick und ſchwaͤrtz⸗ licht, und wird gemeiniglich von der Frucht, ehe ſie verſchickt wird, abgezogen, die innere aber iſt 0 dunn und wejß⸗ grau. g 1 Es waͤchſet dieſes Baͤumlein, ſo viel Wo es e e Woher ſolche zu uns bracht wird. bis anhero Bericht eingezogen, in dem gläckſe ligen Arabia, von denen die geſammleten Fruͤc⸗ te uͤber das rothe Meer, und denn bis Cairo, f. ne groſſe Stadt in Egypten gelegen, gebrach werden, und wird geſchrieben, daß an dieſem Ju jahrlich aus Arabien 2 Food. Saͤcke voll, derer i der 300. f. ſolcher Bohnen halt, uͤbergefühne werden. Dieſe Coffee⸗Bohnen ſeynd nach Auen na Meynung warm im z. und trocken im Grad, welches aber nicht fuͤr wahrſcheinlich zu halten, denn der Saame dem Geſchmack nach ſuͤß und ein wenig bitter iſt, und gar keine Scharf, fe beſitzet. Die Frucht wird anderſt nichtalz in dem Tranck gebrauchet, und damit ſteihre Krafft deſto ehender entlaſſe, wird ſte zuvor ge⸗ Wie der Tranck davon zu bereiten. ſchehen, troͤſtet, und zu Pulver geſtoſſen. Diese Rah ſtung aber muß mit ſonderbaren Vortheil ge⸗ denn ſo ſolche zuviel geroͤſtet werden, ge ben ſte einen unlieblichen bitterm Geſchmack, dat, bey auch ein faſt entkraͤfftet Getraͤnck ab, ſo ſt aber zu wenig Roͤſtung bekom̃en, wird der Traut wohl nicht unangenehm, aber das fluͤchtige Salt bleibt in der Frucht ſitben, daß es ſich auch in d Kochung in das Waſſer nicht ſo vollkommen und haͤuffig begeben kan. 9 Der Coffee ⸗Tranck aber wird auff nachbe ſchriebene Weiſe bereitet. e Nimm ein ſauber zu dieſem Tranck ab bon derliches bekannt Geſchirr, mit einem leinen Schnabel, deſſen Deckel wohl ſchlieſſet, dan ein gieß tis friſch Brunnen ⸗Waſſer, laß wohl ſieden, denn thue darein zii re EU al ab a eden De fufterflege, ß es schen buch bit, den ſaucgeaff Bie ken„u wech 9 wahndſclufe cen; eren an Quart Maß! ane kan man chen, doch, d aeg hinein gegoſ Der eigen schwach fc gech zuf das ſuder cher fan ez kencken, Eß wir ang funftgichbeſe fungen ber bern, hub fende d. lauch wür die Bl ut mier Huſte N ſachſigttz, 90 ich nen d Coffee 361 nen egen Caffee, laß etliche mal auffkochen, doch nicht ſo b uud den ſtarck, daß es den Deckel nicht abhebe, und die 0 ten gan; Krafft verfliege, nachdem ſetzt man es in heiſſe Ache, last es ſtehen, bis ſich das Pulver zu Bo⸗ a6 0 Eh den geſetzt hat, denn gieſſet man das braun⸗ a, ſchwarzeCaffee⸗Waſſer fein ſachte in die bereitete Schuͤſſelein 9 1 geſtoſſen Zucker del geſtreuet, und ſchlurffet es ſo warm, als es zu er⸗ nen laben, ein; wer ein Liebhaber davon iſt, kan bis u. m an ein Quart Maaß davon trincken, bey mehr u 0 Perſonen kann man auch ein groͤſſer Geſchirr Ine dem 00 brauchen, doch alſo, daß fuͤr iede Perſon z ij. des ulvers hinein gegoſſen werden. ale 1. % el wohl elles dienen wider Flüͤſſe des Haupts, 12 ö ſchwaches Gedaͤchtnis/Micrene. Ropff⸗ e N N den t darin 3 Schmer⸗ * aber u ohne Grund) eine uͤberaus herrliche Krafft und und Ge⸗ e b 362 Coffee. Schmertzen, Schwindel, Schlag keit, die gefaͤhrlichen Schlag ⸗Fluſſe z præſerviren; ſo wird es auch hervor gezogen wider die Trunckenheit, fuͤr ſtucirende, und welche zu Nacht leſen und ſchreiben, lauter Geſichte, und ſolches klar und ſeharff y erhalten, wider Augen, Bloͤdigkeit, Ge ſchwulſt und Entzuͤndung derſelben, auch wider die Hordeola oder Gerſten⸗ Rot ner, nicht weniger wider Heiſchigkeit, Zuſtt, Engbruͤſtigkeit, ſo von kalten und zähe ſchleimigen Feuchtigkeiten und Fluͤſſen herr ren. Es wird auch den Tungenſuchtigen recommandirt, auch den Podagraiſchen un Gleichſichtigen, wider das Hertz ⸗ Klopf fen, und denen, die in Gefahr der Bruͤſt⸗Wa⸗ ſerſucht ſtehen, ſoll es die Verſtopffung der Druͤſen eroͤffnen, und den Schleim durch den Harn ausfuͤhren. Abſonderlich diene es auch wieder Magen ⸗Druͤcken, Sood, Grimmen, Darm ⸗Gicht, Grieß oder Schleim der Nieren, verlohrnen Eſſen⸗ Appetit, Bloͤhungen und Winde, auc Erbrechen des Hagens. Es dienet au wider die aufſteigenden Daͤmpffe des Ula ens, Grimmen und Bauch ⸗Lauf/ ver ſtockte Milt und die rothe Ruhr und zu Loͤſchung des Durſts ſoll nichts beſſers funden werden, als eben dieſer Trank. So vertreibet es den Kindern auch die Wü me, bewahret die Leber, und die Gekraͤß⸗ Adern fuͤr Verſtopffung, in langwierig 55 Krand⸗ 1. ba, benget de un bah wet fung der i fad dabevenſt fg en chu fabefndn sch a lde Webs fate Mundt 6 desen Sucht: Nunigung bunt u Vabeg wilche Maget wetden, den ſiherkts auch het Vom Schleim ur len auch u ie behaffete aud mit 46 haben goſſ H ches auh de dent y ache hum then fe J Summa üg de Kauf benen, die gern ung hren düsch fen; fh ec Wan vel duffr h i hulthigt w. 0 N 1 1 cen lass Gabe 6 5 Dfſfee, —— Eee b. en Schi ſo ers aut ban, ind eit, für dh ct Tc und ſhich ab s klar un ö dr n, Bg nd 1 undung e Hay oder Haft ſigeh= r Heist geein bon kg; ſeuch! ſten und g ed g Den Lunge rt, n Podage tige aw der das y ien, di reugefahrbed eh s die Petsch offna den Schl ausn. Aae der! n- Druck , Da Gicht/ 0 der gn, verloben loͤhu n und des genz. teig den Dan umme id Bal lg u rothe des! ſts soll en/ al die d abet( Kinde, bret! eber, uh * Per D ffung/ — Coffee. 363 Kranckheiten, die urſpruͤnglich vom Magen her⸗ kommen, bringet dieſer heilſame Tranck, die Krancken bald wieder auff die Fuͤſſe: In Ver⸗ ſtopffung der Leber, und Truͤſen des Lei⸗ bes, und dahero entſtandener Waſſer⸗Sucht iſt dieſes ein herrlich und bewaͤhrtes Mittel. Es befinden ſich auch bey dem Caffee · Tranck wohl die Weibs⸗Perſonen, bey der von ver⸗ ſtopffter Monat ⸗ Reinigung herruͤhrenden weiſſen Sucht: befoͤrdert ſolche Monat⸗ Reinigung, benim̃t auch das Ruͤcken⸗Wehe den Weibern, welche vor ihrer Reinigung damit geplaget werden, den Rind ⸗Betterinnen be⸗ foͤrdert es auch ihre ordentliche Reinigung. Vom Schleim und Sand angegriffene Nie⸗ ren, auch mit Nieren und Blaſen⸗Stein behafftete und mit verſtockten Harn geplag⸗ te, haben groſſe Huͤlffe zu hoffen, ſo vermindert ſoͤches auch die Fettigkeit des Leibes und dienet in ſolchen Zufaͤllen, die allhier nicht alle benennet werden koͤnnen. In Summa Caffee Track, iſt abſonder⸗ Wem ſol⸗ lich gut den Kauffleuten, Caffee · Wirthen,. und denen, die gern in Caffee · Haͤuſern neue ſten dienet Zeitung hoͤren, auch vorwitzigen verſchwen⸗ deriſchen Srauenzimmer. Denn was die Krafft dieſes beſchriebenen Getraͤncks betrifft, ſo wollen viele dafuͤr halten, daß man deſſen eben nicht benoͤthiget waͤre. Sintemal der lieb⸗ reiche GOTT uns ſo wohl dergleichen Din⸗ ge habe wachſen laſſen, die ſo wohl zu unſerer Geſundheit, als des Lebens Erhaltung é dienen Lignum Colubri⸗ Num. Deſſen Eigen⸗ ſchafft, Geſtalt, und Ort⸗ — 364 Schlangen⸗Holtz. dienen koͤnnen, und habe nichts die Schuld qq die Neubegierigkeit, daß wir denen ſo weit erg brachten Dingen einen ſolchen unverdient Preis zulegen wollen;, ob wir ſchon dergleichen, auch offtmah beſſere Dinge, vor der Thuͤr habn, denn wo der groſſe Gott unſerer Suͤnden 00 ben eine Kranckheit ins Land geſchickt, ſoſſt e darbey auch ſo gnaͤdig, daß er auch dienliche Mi tel darwider wachſen laͤſſet. Weil num man cher eine Sache vom Hören recommenditt, f will es gleich ein anderer nachthun, ergo ſo muß eine Sache gut und unvergleichlich ſenn. 6 e 129. Schlangen Holz. 5 Scblangen⸗ Holtz/ im Lateiniſchen Il gaum Colubrinum genannt, deſſen gil es unzerſchiedene, ſo unter die Schlangen⸗ Hoh tzer gezehlet werden, und zwar alle, welche den Schlangen⸗Biß widerſtehen. Schlangen⸗ Hot insgemein hat viel oͤhluchte Thellchen, ap balſamiſche bittere Saltz Theile, neben einem Spiritu acidiuſculo unter ſeinen groben irdiſcheg Theilen verborgen, an Geſtalt iſt es ein feſt uu weiſſes Holtz, wie das eichene, ſchwer, hartzig un bitter, hat eine dicke und in die Lange zerſpaltes zun nale do Rinde, und koͤmmt von einem Baume/ der unt annoch unbekañt, ſo dem Granat⸗Apffel⸗Baum faſt ahnlich ſeyn ſoll, man bringt es Stuͤckweſt aus der Indianiſchen Inſel Zeilan zu uns. So viel aus dero Burterkeit abzunehmen/ f es warm und trocken, dienet wider Sn f 0 Le langen Bu chile undzehen eälncüch ahnte e in 155 faber Wik kachch, 0 trod bre, un A herek es dach we Blattern u eh festem 0 ber döbeſcgter al engebeg. 19. C Huoquinten, fais gag inen runden und! ſetuchek, de Ble — d gang ruch, h, de gut ie ul, 0 burn Aa hurauß wer. in un blah, uch nan chan licht f. a0 a h gauche Mae K. 0 ü, ö 15 naht Singen eg be nt Coloquintenn. 367 ive Schlangen⸗Biß und andern Gifft, fuͤhret 1 en ſüchn die Galle und zaͤhen Schleim unten und biß⸗ S chorſheß weilen auch oben aus, daherd branchet man es 0 dug due meiſens in dreh⸗ und vierköͤgigen Fiebern, und Ot unſang ſoll in ſener Wirckung der China Chinæ. Rinde en dan ga nicht weichesß ſo treibt es auch die Spuhl⸗ und daher andere Wuͤrme, und toͤdtet ſolche. Acuſſer⸗ aer läst. Ni lich dienet es auch wieder die Haupt ⸗ Flecken, „n een W Hitz, Blätterlein und Slechten. Man kan n er hachthu g ſolchls in Pillen formiren, und davon gr. 15. ad eech 20, wider obbeſagter Gebrechen ein⸗oder zwey⸗ mahl eingeben. 0 Dugen ge— 7 f gelt olg /in u 7. 8 1 4 genau Gloquinten, im Lateiniſchen Coloeyn- tene W ter die Sit der And zwar il 56= ehen, Gig 1 1 8 i 1 F lein, die Frucht iſt rund und ſehr bitter, ſolche b in Frucht, und vornehmlich das ausgetrocknete le ber fam im Marck, daraus werden aus den Morgen⸗Laͤn⸗ rg! Geſltſit dern zu uns bracht, ſonderlich aus Egypten, die v dichent ehm denn ob man ſie ſchon in unſern Gaͤrten ſaͤet, ſo 10 0 dinkelah kommen ſie doch nicht fort, bey uns bluͤhen ſolche tan. en einen a im Sommer, aber die Fruͤchte werden, wie ge⸗ ant, Grune dacht, nicht reiff. 129. Coloquinten. Coloeyn- thes,. chis genannt, iſt ein Gewaͤchs, welches mit qpas ſol⸗ ſeinen runden und rauchen Reben auff der Erde ches fuͤr herkriechet, die Blaͤtter hangen an langen Stie⸗ein Ge⸗ len, ſind gantz rauch, tragen bleich⸗gelbe Bluͤm⸗ waͤchs iſt. uns man bie Obbedeutete Frucht, welche aus Egypten zu Eigen⸗ ani It zn uns koͤmmt, iſt in Apothecken zu finden ſolche ſchaßßt u b Altiſ haben die Aepffel und das Marck jedes beſonders. ls Neun Sie iſt warm und trocken im driten Grad, 55 0 aber und Nu⸗ gen. — Coloquinten. S D 2 N * 7 aber wegen ihrer Vehementz und Bitkere, in weil ſie dem Magen und Gedaͤrm ſehr ſchäblch iſt, ſelten in der Subſtantz, und zwar nur beh verbeſſert werden. Denn ſie purgiret aus del weit entlegenſten Orten des Leibes die dicken un ſchleimigen Seuchtigkeiten. Als z. E, aus dem Gehirn, Nerven, Gelencken, Lunge, dahero tauget ſie wider den Schwin, — del, Haupt ⸗Sehmertzen, fallende Sucht, Schlag, Raude, Srangoſen, Wan 175 wa Starcken gebrauchet, doch muß ſie allezeit wohl Lalo ge babs „Muth, ar ud Mag er dabllang i Ahlen, cpo) de Coloquinte u burger Mittel als gar ilkene ä — — —— — — ö 00 . f — — — — — S— — —— ö ſhinde, Tilt Me Int wird, wann mi f hey engen purg u Hand mme, ſaihttete aber M ah wann ihm vorhe daft benommen wo Mam pfegzt uu Lerchen⸗Schwo ches hebet der! loback ſigen la ſuinte for; Du t, den zihen St wäpühren. D ſhnanmz Fetz 5a, fanden a bgſubürgn, U nech gl Wala und Ee 8 dan ch l 0 U 105, 5 Coloquinten. 367 man ſolche verbeſſert,„dienen darzu Kuͤmmel, Tragant, Maſtix, Bdellium und dergleichen Hertz Leber⸗ und Magen⸗ſtaͤrckende Aetzneyen. Voſ. in der Subltantz iſt von gr. viij. ad gr. xx. in Elyſtiren,(in potia) biß 3. II Die Coloquinten werden zu den ſtaͤrcke⸗Coloquin⸗ 5 7 ſten Purgier Mitteln gerechnet, die Fruͤchte ken ſind 5 ſind eines gar bittern Geſchmacks, daß ſie auch deep die Haͤnde, Teller, Meſſer und was damit be⸗ itun 25 ruͤhret wird, wenn man ſie bereitet, bitter ma⸗ und Dot chet, bey einigen purgiren ſie, ſo man ſelbige nur in die Hand nimmet. Helm. halt es fuͤr das 6 bewaͤhrteſte alterir Mittel, in morbis chroni- cis, wann ihm vorher ſeine gifftige laxirende Krafft benommen worden. Denn der gemei⸗ f ne Mann pfleget zu ſagen: Was nicht der Lerchen⸗ Schwamm wegnimmt, ſol⸗ ches hebet der Toback, und was der Toback ſitzen laͤſſt, das nimmt die Colo⸗ quinte fort; Denn ſolche iſt ſuͤrtrefflich ge⸗ ſchickt, den zaͤhen Schleim zu extenuiren und bret ment i. M„ Das ſchwammigte Fleiſch der Coloquinten 1*. 110 enn ſe put 1 u dag Cab an J ero— ö denden 1 falt bb 5 pfleget man 20. a. 30. gr. ſchwer in ein Buͤndlein gebunden in den Clyſtiren zu ſi ſieden, und ſolche denen beyzubringen, welche in Schlaffſuchten oder von Schlag Fluͤſſen angegriffen werden. Wermuch und Coloquinten in halb Waſſer und halb Wein geſotten, und das Haupt damit gewaſchen, toͤdtet alle Laͤuſe; uͤber den Bauch warm geſchlagen, vertreibet alle Wuͤrme aus dem Leibe. Sonſt Derer Ge⸗ ſtalt und Ort. 2 Sit/ Wurz Sonſt wird noch aus den Coloquinten der tet 1. die Trochiſci alhandulæ, 2. Inſuſum I. chiſci Alhandulæ, 3. der Coloquinten, Ertrag welche alle in den Apothecken gefunden werben, 230. Gift Wurtz. 8 0 Goſeerwdurg im Lateiniſchen Contrayer va genannt, iſt eine auslaͤndiſche Wurſel an Geſtalt unſerer Benedict⸗Wurtzel nicht un, gleich, knoͤpffig und oberhalb gleichſam au Schuppen zuſammen geſetzt, hat hin und wieder ſtarcke zaͤhe Faſen/ worinn andere Knoͤpffe han gen, iſt von keinem ſonderlichen Geruch, 0 9 8 mas Ft doch wentg ſhaff ba Venheu de ſclangſt cus der bas zu uns 0 encht wurmt malie Heruch Gieſſtwamima Ucheß und alen ch den Scheiß chlimat, greift ſte alles Tränckeun e kleben und it bundetbar wüͤrcken eco den Spanler Fang diesem Tag! won die Wutzelim Milt Geſchmack! ſulber ſtofect, un buſmet, wiberſ ſeclchmeniweber! Scheu r ſiche Mittel ſhen Babak, St, anebmnſeiſ fa ase, chef aten ſunklege 0 Bft. Wy An f ds Sifft urs. 363 * S al 0 ſchmack aber etwas anziehender, wuͤrtzhaffter und ein wenig ſcharff. Die Wurtzel gleichet iſt ohnlaͤngſt aus der Peruvianiſchen Provintz Charcas zu uns gebracht worden. Dieſe welche nicht wurmſtichtig, und die, ſo einen aromatiſchen Geruch hat, iſt die beſte. Sie iſt warm im andern Grad, treibet den Schweiß und allen Gifft zugleich, oben auch durch den Schweiß aus, aber den Mercur. ſublimat, greiffet ſie nicht an. Sie ſoll auch die Liebes ⸗Traͤncke und gifftige Thiere aus dem Leibe trelben, und in den ſchwartzen Flecken wunderbar wuͤrcken, Dol. 3j. Den Nahmen hat fie von den Spaniern bekommen, und alſo auch 0 biß auf dieſen Tag bey uns behalten. Wenn wan die Wurtzel im Munde kauet, gtebt ſie den VWuͤrtz⸗Geſchmack von ſich, wenn man ſie zu Pulver ſtoͤſſet, und davon im weiſſem Wein einnimmet, widerſtehet ſie allem Gifft, well ſie ſolchen entweder durch das Erbrechen oder den Schweiß ausſtoͤſſet; derowegen die Spa⸗ nier ſolche Wurtzel wider den Gifft, dem be⸗ ruͤhmten Bezoar⸗Stein weit vorziehen, etli⸗ 1 Dune ins Waſſer, welches ſie den Kindern, ſo an den A, t i Blattern kranck liegen, zu trincken geben. un e dee, Die Gifft⸗Wurtz ſtärcket das Haupt, hib 10 und iſt gut fuͤr das Hertz⸗Klopffen, vertreibt amm W, bah die Wuͤrmer im Leibe treibt Pocken und Ma⸗ en, ee ſern aus, und wird mit Nutzen in der Peſt und ant, ehe hitzigen Fiebern gebraucdet. Ag Clu⸗ ſchler der Veylgen⸗oder Galgant⸗Wurtzel und Eigenſchaft und Wuͤr⸗ Doſis, 4 che zerſchneiden ſie in Stuͤcklein, und legen ſie 3 * I e en ee r 8. Gifft· Wurtz. 70. 3 Cluñius bezeuget, daß er verſtanden hal wie die Conrrayerv- Blatter ein wahrer Giſſ, die Wurtzel aber nicht nur allein ein Mitlel vor dieſelbe, ſondern auch wider andern Gift ſey, ſie ſtaͤrcket das Hertz und die Lebens, Kroͤffte; wenn mau es zu einem zarten Mell machet, und des Morgens in ein wenig Welt einnimmet, auch das Waſſer oder den Wen worinne die trockene Wurtzel gelegen, taglich zum Eſſen gebrauchet, ſo prælervirt es un der Peſt, Miltz⸗Kranckheit und Mahn, choley, tauget zur Verdaͤuung, ſtaͤrckt da Magen, zertheilt die Winde, leget de Schmertzen, treibt Schweiß und Har Derowegen ſie auch neben andern zu der M zoar⸗Tinctur Michaelis koͤmmet, und it he Wurtzel beſſer in ihrer Wuͤrckung als der N zoar, Therlac und das Einhorn. Sonſolida Major. Symphy- rum Majus. Derer Ge⸗ ſtalt, Orth And Zeit. zl. Groſſe Wall⸗ Wurz. Je groſſeWallwuꝛrtz oder Schwan wurtz, im Lateiniſchen Conſolida hl jor, auch Symphytum Majus genannt, f von auſſen eine kohl⸗ſchwartze, von inwendg aber gantz weiſſe Wurtzel, ſie waͤchſet oft z Ellen tieff in die Erde, iſt dick und ſtarck, wendig klebrich und ſchluͤpffrig wie Butte, der Staͤngel gehet einer Ellen hoch aus de Erde, iſt haarig und rauch, und hat gioſt breite zugeſpitzte Blaͤtter, traͤget im Brac, monath junge hole Schellen den e ————— ů . Jun glic, und ann Hiußlan,. gh: Herre und e ſzolen Mod de üggroben edel, ae im Mad und kr und Blumen Nee Wuchtliſtde Undtrockum! ſanſten Artenehem ſſchennig, machet fachligketkenſhre S foekeget do nude cht ole Fuchfuß, Jrrag ——— cht, u Brüche —— ind Pedtochenen W rauhen Wen gekoe Hahl genommen, In Saft deret f nz, dato gebt, alen der Wunde 0 Wunden, diene Werbung ic vm Keche. laden aut in a hegen en. Aunn laß 0 cht ge ke pfe Minna huhn What, 0 fc n ch O Achurz eu aße we Blumen gleich, und bringt den Saamen in % D btterchnc gruͤnen Haͤußlein, waͤchſet auf den Wieſen, ber t nur an Graß⸗Gaͤrten und waͤſſerlchten Orthen, wo ſonſ nuch we ah ſie im vollen Mond des Mertzen und Aprillen tet Hertz ud muß gegraben werden. Etliche bedienen ſich tun ms es zudem auch der im Majo und Junſo eingeſammleten deh argen en Blatter und Blumen. auc= Waſe ang Dieſe Wurtzel iſt der Waͤrme nach gemaͤßi⸗ Eigenschaft roc u Wutze gat gel, und trocken im 2 Grad, ſie iſt eine der fuͤr. Nutzen uns gebe et ſo pa nehmſten Artzeneyen fuͤr die Wund ⸗Aertzte, Gebrouch. Mil rande ſt ſchleimig, machet dick, und benimmet den et Dzedäamg 8 Feuchtigkeiten ihre Schaͤrffe, ſie incidirt auch rf Ade Win und beſtehet alſo in vermiſchten Theilgen, man an, gebrauchek ſolche in allerhand Fluͤſſen, in dem 0. Schuß 1 Bauchfluß, Zernagung der Lunge und Lun⸗ e“ Duden au genſucht, in Bruͤchen, aufgebrochenen Adern rA imme und zerbrochenen Beinen. Die Blumen in ſer ij Se Wirt rothem Wein gekochet, und des Tages zwey⸗ c Een mahl genommen, ſtillet das Blut⸗Harnen. ——— der Safft dienet fuͤr Schlaff⸗ſuͤchtige, ſo G1 Wall man 3ij. davon glebt. Aeuſſerlich ſtillet ſie das toſch es kwugch Bluten der Wunden, hetlet Bein⸗Bruͤche tz E discs und Wunden, dienet fuͤr die Peſt⸗ Beulen 0 und Carbunckel, zerſtoſſen uͤbergeleget, ſteuret Sym 55 guch dem Krebs. 477 eine Schwaz w chch= ſclifffh der Wurtzel aber pfleget man die Ellentz und gel gl„ile eln den Exttact zu machen, auf folgende Art. uche., Wallwurtz, ſo bel bellebet wird, ſtoß ſpizh ter,, ſolche zu einem Muß, und miſche gef n 5 Aa 2 Wel. Groſſe Wallwurtz. 371 1 Aus dem Kraut und Wurtzel wird zu Ende Eſlentz und waſſ Se ü 10 des Mayens ein Wafſfer deſtilltrt; aus den Extrack des u die uni bm Blumen laͤſt ſich eine Conſerv berelten, aus don zn dt 2225 Was fuͤr Stuͤck dar⸗ werden. nete, und ge⸗ dern. wurtz, vermiſche ſie mit warmen Wein, undl⸗ 372 Groſſe Wallrwurtz 8 geoͤffnet, daß ſolche in eine — met, ſo brauche Weitzen⸗Brodt 1j. darunter, beſprng es mit Malvaſier, thue es in ein enghil ſicht Glaß, vermache es mit Pech oben Spaniſchem Wachs wohl zu, digen es eine Zeitlang in MB. oder im Pferhe Miſt, druͤck es hernach durch ein duch digerir es ein wenig, ſcheide die auf hen Vobden ſitzende Haͤfen ab, und behalt d blutrothe Eſſentz zum Gebrauch, un ziehe die geiſtreichen Feuchtigkelten an wenig auf gelindem Sand⸗Feuer ab, ſ bekoͤmmeſt du den Extract. s werden aus der Wallwurtz innerlich aus bereitet und aͤuſerlich Artzeneyen zum Gebrauch ben tet, 1 das Waſſee aus dem Kraut und di Wurtzel, 2 Die Conſerva aus den Blumen 3 Die eingemachte Wurtzel. 4 Der Syruß 5 Der Extract. 6 Der blutrothe Exrag 7 Das deſtillirte Oehl; Man brauchet ſſe auß in die Heil⸗Pflaſter, wenn man ſie geſtoſen abſonderlich auf die Sennen, ſo loͤſet es da gelieferte Blut auf, ſo man es als ein Ca, ubel geoͤff plaſma uͤberſchlaͤget. Dafern eine Ader N.. Betonſen⸗Blaͤtter P· j. Wallwurtz p. ij. Geſchwulſt ln, U Applicir es; oder nimm pulveriſirte Wil ge es als ein Cataplaſma uber die friſche Wi tzel aber iſt allhier beſſer als die gedoͤrrett. A. ral erfinden z u bewähtſe 1 Ma eh Schleim vo Blchpeiß 5 Gelb Wach Miäß. Godgaͤt, Galmeyſte che alles undn faster darau Uto gehörte ches Brumen W ſacuncken, enen ſaurcken Wibet Fl Maeren-Geſchwär daß und hf Der in ben Ape lhtg Syrup, f fi, Sucht denn er ncht öſſirck 0 inter de Wi dann man dig e W uin ze lug Wü* SGroſſe Wallwurtz. 373 bx. 3 23 Me s hen Aus der Wallwurtz hat Hr. D. Bar- i er, ee 5 f 0 vermache 10 bette auch erfunden zu bereiten nach beſchrie U 55 benes bewaͤhrte ist c 5 W N g eg agi n . s mh Pflaſter. N. Roſen⸗Oehl. xij. naß hut Schleim von Wallwur ie weng ch 1 Dlewel aa. Svj. N cui rr Höfe ah u Gelb Wachs, Sliij. och. tz zun gh Miiiij. de W ichen dub Goldglaͤtt, t inden Sch Gallmeyſtein bereitet, aa. ij. ume den Ed. Niſche alles und mache nach der Kunſt ein den Ader Wilp Pflaſter daraus. ich Je zen zunge Ein Loch gedoͤrrte Wallwurtz in einem Maaß Wi- dus den du friſches Brunnen⸗Waſſer geſotten, und davon 1D nenaaa n getruncken, dienen wohl wider rothe Ruhr, den un Wucht. y ſtarcken Weiber⸗Fluß, Vruͤche, Lungen ⸗ und Aa Der*..„Saamen⸗ fillt Il; Manhuß Fluß und blutiges Harnen. 1910 8 wenn 4 Der in den Aporhecken bereitete Wall⸗ wurtz⸗Syrup, iſt ſehr dienlich in der Lun⸗ ch a1 Senn, fi p N f ga gen · Sucht denn erreiniget die Bruſt von al⸗ Blul— ſo man. 9% Din lem Enter, und ſtaͤrcket die Lunge. Er wird auch * iu en ch nuͤtzlich unter die Wund⸗Traͤncke gebrauchet. daß En Wenn man diß Kraut ſammt der Wurtzel uche lünen im Waſſer zu einem Bade wohl ſiedet, und biß⸗ * 1 6 n wellen die jungen Wittweiber, welche gerne Wall. ir es; O nim 1 werden ſie wieder gleich als die Jungfrauen. niſch a It ware Das deſtillirte Wallwurtz⸗Waſſer die⸗ CU abe net alle innerliche und aͤuſſerliche Verſehrun⸗ hie crab hehe gen, Bruͤche und Verrenckungen zu hei⸗ Aa 3 len, Barbet Heil, und Wund⸗ Pflaſter. wieder heyrathen wollen, darinnen badet, ſo 8 K* 20 a.* n 1* N 5 e 1 a N 9* 5 en nn 8 I n 5 nee, 8 8 * 8 5 e 4. N 5 a en**.* U. 0. N 1..* N a 8 5——— eee ae. i. 1 2.. a 1— 0——⅛0————*—— eee 5. —— N 8 0——— ä 4— 1 —. 5 2—.. 2——— 8. i* 1 nen, und der rothen Kuhr, ſo man davon Confolidz Media. Deſſen Geſtolt, und Zeil 374 Gůlden⸗Günſel 15 len, wehret dem Blutſpeyen der Lungen, Sucht, allen Bauch ⸗Sluͤſſen, Bluthat⸗ ij. ad ziié zu trincken giebt. In eben diese Zufaͤllen dienet auch die mit Zucker eingemach te Wallwurtz. 5 132. Guͤlden⸗Guͤnſel. — Gulden Guͤnſel, im Lateinſſchet Conſolida me. dia genanſt hat an Geſſal et nen beer ichten Slo gel, ſo haar und eit Spaßen hoch gekaͤrbte und weiche Blätteh blaue und pl pur⸗ farben Blumen; de Wurtzeliſt un und zaſicht ud . eines anzich den Geſchmacks und wird geſammlet in nio, wenn der Mond neu iſt, und die San im Zwilling gehet, des Morgens vol f Sonnen Aufgang. 1 — e, eee, PPP an. —— Je ehm Bralſelen, ung an fiat ü. dhe Harb bol them Maß fg gen und habn 2 ſypffung de le 45 19 7 Nasdeſtlleke Wi lache Wünlung, Ntgens nüchtern Stunden vor dem! llacket, Es bein Schäden dur He huaschen kerdel. Der Safftw ftulen Schaͤde ſherffte Kraut da fe Sprichwort uncl und S ebeborffkauez N t, l - tſpehen ul 2 b Jai qu ben git. Jh ne 8. —— 2. den Gin 0 . 0 0 diem gutt Gulden ⸗Gůnſel.. 377 Der Guͤlden⸗Guͤnſel hat gleiche Krafft Eigen Krafft und mit den Braunellen, darum er auch in ſolcher Wuͤrckung an ſtatt ſelbiger kan gebrauchet werden. Eine Hand voll des Guͤlden⸗Guͤnſels, in einem Maaß friſchen Brunnen ⸗Waſſer ge⸗ ſotten, und davon getruncken, zertheilet ge⸗ tonnen Blut dienet wider Gelbſucht/ Veꝛ⸗ ſtopffung der Leber und Miltz, heilet in⸗ wendige Wunden und Darm ⸗Bruͤche. Das deſtillirte Waſſer von dieſem Kraut, hat gleiche Wuͤrckung, inſonderheit ſo man des Morgens nuͤchtern, und des Abends zwey Stunden vor dem Eſſen Fiiſß. ad Ziij. davon trincket. Es bringet auch die Frantzoſen⸗ Schaͤden zur Heilung wenn ſolche damit ge⸗ waſchen werden. Der Safft wird in die um ſich freſſenden faulen Schaͤden offt gethan, und das ge⸗ ſchaͤrffte Kraut daruͤber geleget, und das ge⸗ meine Sprichwort in Franckreich iſt, wer Guͤl⸗ den ⸗Guͤnſel und Sanickel in ſeinem Hauſe hat, der bedarff keines Wund⸗Artztes. 9 133. Duͤrrwurtz. 1 Urrwurtz, im Lateiniſchen Conyza ge⸗ Derer man⸗ nannt, derer ſind bey uns dreyerley Gat⸗cherley Ge⸗ tung bekannt, welche zu der Artzeney gebrau⸗ stalt. chet werden können. Als 1 Conyza Maj. vulg. gemeine Duͤrrwurtz. 2 Die kleine Duͤrꝛ⸗ M wurtz, oder Beruff⸗Kraut genannt, Conyza Aa 4 me- 6 Kleine. Mittlere. Derer Ei⸗ genſchafft und Ge⸗ brauch. —— g n* 376 Duͤrwurtz⸗ media. 3 Mittel Duͤrwurtz, Nuͤhrkraut c nyza media offi cin. Die groſſe Duͤrwurtz waͤchſet Elen hoch, mit einem aͤſtigen ſteiffen Staͤngel de Blaͤtter vergleichen ſich mit den Oliven⸗ Bla, tern, ſind aber groͤſſer, rauch und feiſt, bringen roth⸗gelbe, geaͤhrte, wohlriechende Blumen die verfliegen, die Wurtzel iſt holtzicht, und hat keinen Mutzen in der Artzeney. Die kleine Duͤrwurtz hat duͤnnere und ſchmaͤhlere Blaͤtter, einen kuͤrtzern und zu tern Staͤngel, gelbe Blumen wie rundte g, chelein, die verfliegen auch. Die mittlere Duͤrwurtz gewinnet einm dickern und weichern Staͤngel als die anderm, die Blatter ſind gegen die erſten und ander, mittelmaͤßig, vergleichen ſich faſt der Mun, tzen, tragen oben gold⸗gelbe Blumen, anz ſehen wie Camillen⸗ Blumen, elnues ſchwe⸗ ren, doch nicht unlieblichen Geſchmacks. See bluͤhet im Auguſto, zu welcher Zeit ſie auch ge⸗ fammlet werden ſoll. Die erſten zwe Oe ſchlecht wachſen an duͤrren Orthen, das dent aber, will eineu feuchten Grund haben. Obgemelte dreyerley Duͤrwurtz, warmen trocknen, durchdringen, oͤffnen, ſaͤubern und treiben, ſiud am Geſchmack bitter und ſcharf, Duͤrwurtz in Wein geſotten, und warn davon getruncken, treibt der Weiber Monal Reinigung, todte Nachgeburth, ſtillet die ka te Piße, hrilet die Gelbſucht oͤffnet verſtopf te eber, und benimmet das Bauchgeiung d. emmttkre 6 beben t c, helle der Dis Kraukoderk abt Schlant Wbenglecheg lit bach ellche loh⸗ fiche Dürtwn ter- weſkaufg f Gifft aus d l alaleg off Narwurt aufdie eupt Wochezt zum Bead gehrauc fach Reinigung, das der Mutter. . 134. fan Sch f. mit den A e 0 . ez 1 dhe 0 Face 1 8 Duch. % Kwurtz gu 4 tängel ache die 90 5 Ahe ſc ft en gelbe Bun lumen e chen Gch S veddkgelſe Die alte n dre 0 en Gu 0 Düͤrnuz l , offres, ab Fomack bitt N Tin geqotte/. 1 td Uche a Focbunh, fl Sie e ö 1 das da, 0* 2 00 10 Duͤrwurtz. 377 Die mittlere Duͤrwurtz zu Pulver ge⸗ ſtoſſen, davon zj. in rothem ſauren Wein einge⸗ geben, heilet die rothe Ruhr. Das Kraut oder der Rauch von Duͤrwurtz bertreibt Schlangen, Floͤhe, Muͤcken, und dergleichen küsse deswegen nennen es auch etliche Floͤh⸗oder Muͤcken⸗Kraut. Friſche Duͤrwurtz gruͤn zerſtoſſen, und 3 weiſe aufgeleget, ziehet den Schlan⸗ en Gifft aus den Wunden, ſaͤubert und heilet allerley offene Schaͤden: Die kleine Duͤrwurtz auf die Stirn gebunden, ſtillet das Haupt ⸗Wehe; wenn die Weiber es zu ei⸗ nem Baad gebrauchen, befoͤrdert es ihre Mo⸗ nath⸗Reinigung, und ziehet alle boͤſe Materie aus der Mutter. 134. Men, Boß, Corallina. Mess- mooß i 111. Deſſen Gez Mooß, waͤchſet an den Felſen und ſtalt und Suff des Meers, die von dem Anſtoß des Orth. A 5 Waſ⸗ 3 e — * 378 Meer⸗Mooß. Waſſers befeuchtet werden, es wird auch ſ den Muſcheln oder Schnecken gefunden an dere ſagen, daß es an den Zweigen der Cola len wachſe, daher ſoll es den Nahmen Coral, len⸗Mooß bekommen haben. Dieweil dieſes Kraut noch friſch, iſt es anzuſehen, wie en ſubtil klein Kraͤutlein, wenn es trocken und buͤrre worden, hat es faſt elne Geſtalt, i der gemeine Baum⸗Mooß, und iſt von Ge ſchmack geſaltzen. Die Erſte aber iſt ein weng e Eigen- Es kuͤhlet und trocknet, adſtringirt, macht ſchafft und dick toͤdtet mit Gewalt die Wuͤrm und in n. het ſie aus, und kan innerlich und aͤuſſerlſh gebrauchet werden, Doſ. 3j. Es iſt wider di Wuͤrm weit dienlicher, als der ſo genannt Wurm⸗Saame es dienet auch wider Ent, zuͤndung, rothe Rohr, Blutſpeyen ind verſtopffte Monath ⸗ Reinigung, u der die Spul⸗Wuͤrmer iſt es am beſten in Milch/ Wein oder Caßten beyzubringen, E 135. Coriander. 83 Griander, im Lateiniſchen Coriandtun Deſſen Ge⸗ genannt, gewinnet einen Stengel zwah ſtalt„Orth Ellen hoch, die Blaͤtter ſind oben mehr al und Zeit. unten zerſchnitten die Dolden tragen ro und weiſſe Bluͤmlein, gewinnen zuletzt einen rundten, wohlriechenden und gutſchmeche⸗ den Saamen. Es wird in Gaͤrten gepfla⸗ tzet, waͤchſet gern auf einem fetten Gan ee ee Ten wic ehiht, ehe gen gezeuget, l ö 5 10 le hre Nahen Ai, Stiln, in 10 ſoitd er A wan den! mnucht den N feu, 1 fel 0 1 f (ee Adlig, et Wie Wir o nech w en I. J. Eise en y 0 als Nerf 0 „e auc eit be y Bluſp -h. Pen Mer iſtes obe Wen heul * „ Wianda, „ chice gen unt einen G at ſid chat ten S Dolden in m A wine lui en und gift bini ern hm find „ech Coriander. 37 in Italten waͤchſet er an einigen Orthen von ſich ſelbſt/ bey uns Deutſchen aber wird er in Gärten gezeuget, und jahrlich vom Saamen aufgezogen. 2 . 5 Es ſuchen viel Menſchen von dieſem Saa⸗ Bringe men ihre Nahrung, er waͤchſet meiſtens am denen ät Rhein⸗Strohm, ſonderlich bey Straßburg, dern Nah⸗ von da wird er welt und breit verfuͤhret. 1 Wenn man den Corjiander ſaͤen will, darff man nicht den neuen nehmen, denn ſe aͤlter ſolcher iſt, ie lleber er waͤchſet, wenn er nur 1. nicht 380 5 8 Coriander. nicht gar ſo alt, verlegen, verſchimmelt oder wurmſtichig iſt. Er waͤchſet gerne an der Sonne, da wird er auch kraͤfftiger, wenn er im Fruͤhling und Herbſt geſaͤet, geraͤth abe beſſer, wenn er in warmen Landen, im Hen Monath geſaͤet wird. Dieſer Saame gehtt am 25 ſten Tage auf, offt auch ſpaͤter. Deſſen Ei⸗ Der Cotiander Sa ame iſt warm in genſchafft erſten Grad, und trocken im andern Grad hat . 4 ein mildes, oͤhligtes, fluͤchtiges aromstiſches Saltz, und daher die Tugend, den Magen zu ſtaͤrcken, Winde zu zerthellen/ und die Dal, ung zu befoͤrdern. Tabernæmontanus und andere Botanic eignen dem Coriander ein gifftiges Weſen gu, und corrigiren ſolchen auf nachfolgende Art, R. Gereinigten Coriander⸗Saamen, ſo vel du wilſt, thue ihn in ein irden Geſchirr, geh einen ſcharffen Wein Eßig daruber, daß e damit bedeckt werde, laß ihn 24 Stunden beitzen, daꝛnach ſchuͤtte den Eßig hinwg und laß ihn die Sonne wieder trocknen, ſolches iſt hel⸗ nach der praͤparirte Corlander. Dieſe giftige Eigenſchafft aber wird von andern wide, „ ſprochen. 498 Gebrauch. Der Coriander wird fuͤr ein gut Prrſer Featiy in der Peſt gehalten, dienet wit dle rothe Ruhr, Burchbruch, allzuſtak, flieſſende Monath Reinigung, ſille auch wenn er in einer Pfanne geroͤſtet worde, das Hluten in Wunden, und ſo man ihn 5 mit Honig vermiſchet, vertreibet er* 1 00 Cöunckel E les Magens ſhcket das; aht wohlhichen ear überziche ſe uach mt duke und Halt, e aß, bektaffcgetd aden Schwind u Athen,, if Blähungen, Grimmen in ürme, ſchleſet ſuffteigenden d Cs wled auch el fapaus guf folgen ander Saamen fer übetzogen, ab übte; 0 e cher ſc r Kranke he 5 Mi raf V ander iy ande K gift olch. f nachſhg Co. Saung u/ Aden Geht Bei] Jig daten rdf ihn 14 6 hüt a Eßig hung ede e nen, dlc rte ider, De * oon aha er v Ifir engl ten, dial ſt Eten, d N„bruch 00 4 ane 1 degctöfte Coriander. 381 Carbunckel. Er vertreibt das Aufſtoſ⸗ ſen des Magens und aufſteigende Daͤmpf⸗ fe, ſtaͤrcket das Hertz und den Magen, 5 machet wohlriechenden Athem. Die Zucker⸗ Cörtesdere becker uͤberziehen ſolchen mit Krafft⸗Mehl, Confe. hernach mit Zucker, der iſt ſehr Z gut dem Ma⸗ ction. gen und Haupt, denn er ſtaͤrcket das Ge⸗ hirn, bekraͤfftiget das Gedaͤchtniß/ benim⸗ met den Schwindel, vertreibt den ſtincken. den Athem, hilfft der Daͤuung, zertheilt die Blaͤhungen, und ſtillet das Reiſſen und Grimmen im ſleibe, toͤdtet die Bauch⸗ Wuͤrme, ſchlieſſet den Magen, und ſtillet die aufſteigenden Duͤnſte. 5 Es wird auch eine laxirende Confection Confeckio daraus auf folgende Weiſe bereitet. be. Co- laxativa· rianber⸗Saamen ohne Krafft⸗Mehl mit Zu⸗ cker uͤberzogen, darauf ſtreue Scammonei und uͤberzlehe ihn zum ander mahl mit Zucker, ſo laxiret ſolcher ſehr wohl. Fuͤr Krancke bereiten die Frantzoſen dar⸗ aus ein Pfiſana. R. Suͤßholtz, 6. 3 Anieß⸗ und Coriander⸗Saamen, aa. 3j. Rauhe Gerſte Cochl. ij. 410 Koche alles in 2 Maaß friſchen Brunnen⸗ Waſſer, laß es viermahl aufwallen bar ⸗ nach gieß noch Menſ. iv. ander friſches Brunnen⸗Waſſer darzu, ſeihe es, und laß den Patienten davon trincken. 136. Koͤv⸗ Ptiſa na. r 382 Coͤrner⸗Baum. Cornus. 5 1 136. Koͤrner⸗Baum. oͤrner⸗Baum, im Latelniſchen Cornus Deſſen Ge, wird auch an einigen Orthen. Thierlein Rauche g oder Thiergen genannt, iſt ein mittelmaͤßl⸗ breitlichten Blaͤttern und gelblichter Bluͤche die Fruͤchte oder Beeren wenn ſie zeitig, ſin roth und eines herben Geſchmacks, haben die Form und Geſtalt wie Oliven. Es waͤchſet ohne Pflantzung an feuchten und duͤrren Och thern, bluͤhet im Febr. und Mertz,(April und May) bisweilen ehe er Blaͤtter bekoͤmmet, die Fruͤchte werden im Herbſt reiff. Die Frucht iſt kalt im 2 Grad, und trocken im 3 Grad. Nutzen und Man bereitet aus dieſen Meeren eine dal, Gebrauch. werg, auf ſolche Weiſe, wie die Quitten, la werg gemachet wird. Dieſe Latwerg nenne man Cornelinam, iſt ſehr dienlich in allem Durchlauff, davon nach Belieben eine Muſegt groß zu nehmen. Dieſe Frucht wird auch gleich wie die Kl ſchen, mit Zucker eingemacht, und denen, ſo mit der Ruhr, Erbrechen oder Bluten behafflet ſind, zu eſſen gegeben, ſie erfriſchen den Mund und ſtaͤrcken den Magen. Man bereitet auch aus ſolchen Beeren einen ſonderbaren Wein, der wird genennet Thlerleln⸗ Thierlein⸗Wein. Wein. Rec. Guten Veltliner ⸗ Wein, ſo klar ub dick iſt, 25 Maaß. Cornell- oder Thierlein⸗ Beer bv. Geſtaͤhlt Waſſer, Meal. ij. 0 ger Baum, von feſtem Holtz wie Horn, mt 9 4 Ralle fm 1 e Wen ah nei ten cler! lache des Wabes⸗ Hef Hehrucht gedö A bken öffters ful ſane züſamt Nahen alles Bla Fſlgang, Har Tan kan aber auc Haſer ſeden, und ſckengeben. 3 d dutten Hehl nach Behebmeine font en Henlg! oft warm ber d en, fiſet vas yd Ruhren. — „„. He Al. Stand conhluß dt ugmannt, he ſahpeher 4 0 — datein ae e 42 5 8 4 wenn 10 9 ihm de 100 Men, G5 ann ub 15 Mah ch f 00 Aätter dünn m kelff. Jag „1 cken in 5 ad n 5 0 S pie de da wirf feſe daha n t dienlich he ann Weliebeneheh wirf! Aglech wet eng t undd ſech. k Blunk 0 100 iftiſh at Mi auch K ölen nt ald genen rf can 4b 8 4 u 1 Jaa 5— 171 a 2 Mes 0 Corner · Baum. e Thune alles zuſammen in ein über Faͤßlein, laß 15 Tage ſtehen, darnach ziehe den Wein ab in ein ander Faß, dieſer Wein iſt ein edler Tranck wider alle Durch⸗ bruͤche des Leibes, bey Mannes ⸗ und Welbes⸗Perſonen. Die Frucht gedoͤrret, zu Pulver geſtoſſen, und deren oͤffters ein 3j. eingegeben, ſtillet durch ſeine zuſammen⸗ ziehende Krafft alle Ruhren, alles Bluten, es ſey durch die Naſe, Stuhlgang, Harn und Mutter ⸗Gaͤnge; Man kan aber auch dle gedoͤrrte Thierlein in Waſſer ſieden, und dergleichen Patienten zu trincken geben. Auch mit Myrten, Maſtlixr und Quitten⸗Oehl zu einem Pflaſter gemachet, nach Belieben eine zerſtoſſene Muſeaten⸗Nuß, ſammt ein wenig Sauerteig damit vermiſchet, offt warm uͤber den Magen und Leib geſchla⸗ gen, ſtillet das Erbrechen, Leib Wehen, und Ruhren. 17. Haſel⸗ Stauden. orplus. Aſel⸗ Staude, wird im Lateiniſchen Corylus, deſſen Frucht aber Nux Avella- Nux avel- na genannt, iſt bey uns ein bekannter Strauch, lans. entweder zahm ſo in Gaͤrten geheget wird, oder wild, welche am Haage und in Waͤldern wachſen, ba denn dero Nuͤſſe auch an der Guͤ⸗ te unterſchieden ſeyn. Er liebet einen feuch⸗Derer Ge⸗ ten und ſchattichten Boden, die laͤnglichten Kalt und Würſtlein oder Zaͤpftein. ſo an ſtatt der Bluͤthe 30 l. e 384 Haſel. Staude. 5 1 92 1 4„%„ 42 2 2 2 9 e ſeynd, brechen zu Anfang des Fruͤhlings hi vor die Nuͤſſe werden im Auguſto zeitig. Derer Ei⸗ genſchafft. vor dieſem mehr als ietztmahlen in der Arteneh gebrauchet worden, ſolch Holtz hat die El genſchafft, wenn man eine Schlange dam beruͤhret, daß ſolche alsbald erſtarret, dat Holtz ſoll aber geſammlet werden, wenn de Sonne im Widder gehet, den 2 oder zen dag vor dem Neu⸗Monden. Wuͤnſchel/ Es werden auch aus dem Haſel⸗ Holt Ruthen zu die Wuͤnſchel Ruthen fuͤr die Bergen bereiten. geſchnſ⸗ Die aſel. Staude oder derer Holz it 1 . iche, gelche Musst horde putg de ale eghrͤchen dal dem i inder Hand; ſcheg, wich ul, und bin 1 0 und gehen 0 Abe, durch Me Alben Schiiten alf ent Mell! sc ſlber june. auch ein edes M i Ad vahotge wenn man nach Stücken zuglel Denn penn ane erhob on oſtaackr Ager uch wid el b el, welche zt nue wachen d de fallende Ahne dle lee ug des ih wel? Im Auguſo z Sc oder barg al able dg lch a mel ſeyn. Mehr wird auch daraus eine n u ene Shi ſoll, sbald afin ge t pade def et, den 1h Ne„ a e den 1 An fit* 0 Haſel⸗Staude. 385 geſchultten, welche im Lateiniſchen Virgula* vinagenannt worden, wodurch man in Berg⸗ Etli⸗ che gebrauchen darzu einen zweyſpitzigen Ha⸗ ſel⸗Aſt, und halten von ſelbigen einen Theil davon in der Hand; andere nehmen einen Ha⸗ wercken die Metall⸗Adern finden kan. ſel⸗Zwelg, welcher in einem Jahr gewachſen J ſeyn ſoll, und binden ſelbigen an einen Ste⸗ cken, und gehen an ſelbigem, als an einem Stabe, durch Metall ⸗traͤchtige Oerter, mit gelinden Schritten, und ſelbiger ſoll, wo man auf eine Metall⸗Ader gehet, ungezweiffelt ſich ſelber zuneigen. Andere wollen, man koͤn⸗ ne auch ein ledes Metall, das in dieſer oder je⸗ ner Ader verborgen lieget, damit ausſpuͤren, wenn man nach einander allerhand Metall⸗ Stuͤcklein zugleich mit in der Hand halte. Denn wenn man an eben dergleichen Metall, ſo in der Hand iſt komme o ſoll ſich heſagte Ruthe deſto ſtaͤrcker biegen. Auch wird viel geſchrieben von der Ha ſel⸗ Miſtel, welche zwiſchen zwey Frauen⸗Tagen geſammwlet werden ſoll, die man zubereitet, und wider die fallende Sucht gebrauchet, ſoll auch wider die Incantationes ein treffliches Salbe wilder die Hexerey bereitet. Die Mah⸗ Haſel⸗ Miſtel und dero Ge⸗ brauch, ler brennen auch von ſolchem Holtz ihre Koh⸗ len zum Zeichnen. Die Frucht von der Haſel Staude Gebrauch glebt zu der Artzney den Kern, die Schalen, und der Haſel; die innere Rinde; wenn man Haſel⸗Nuß. Nuͤſſe, Bb Scha⸗ 7 *** 2 er—— 2. ͤ(-Tvw ———— 2 8 9 3 5 7 2 2——ů—*— 5——— r— 9 5—————. 8 5 9 —— 1—— 2 4 1 „* „„ 5 3 1. 5 *. N* 1 2 5* 386 Saſel · Staude. Schalen zu Pulver brennet, und ſolches Pu ver mit Oel zu einem Saͤlblein machet, dam den Wirbel des Haupts beſtreichet, ſo belon, men ſolche Kinder ſchwartze Augen. Win man Haſel⸗Nuͤſſt zu Aſche brennet, mt Schwein⸗Schmaltz vermiſchet, und dle Han damit ſalbet, ſo befeſtiget es ſolche, und mo, chet ſie wachſend. Die Schelffen von be Saſel⸗Nuͤſſen, dienen wider rothe Ruht, die Schalen werden wider die Peſt gebraucht, Wenn man eine leere Haſel⸗Wuß Schale mit lebendigem Q veck⸗Silber anfuͤſtet wahl vermachet, und einer Saͤugerin an Hals hal, get, ſoll ſolches unſehlbahr viel Milch bringen Die Sa ſelnuß⸗Kernen werden wider hun Biß gifftiger Thiere gebrauchet. Das aus be Stauden deſtillirte Oel diener wider fallen de Sucht, Zahn⸗Schmertzen, Wuͤrm, biss dert ſchwere Geburth, treibt die tobte Leibes⸗Srucht, und zuruͤckblelbende Nach geburh aus, und eroͤffnet die Verſtopffung Coſtus. des Leibes. Ubrigens wird dieſer Staude un Frucht noch viel Nutzen zugeſchrleben, wacht alles an ſeinem Ort nachzuſchlagen, 138. Indianiſche Coſt⸗Wurßel. Deren Ge/ dianiſche Coſt⸗Wurtzel Coſtug ſtalt und Ankunfft. nannt, iſt eine veſte Wurtzel, mit einer d ſchen farbigen Rinde, inwendig weiß, und hal einen ſtaꝛcken Geꝛuch wie dle Veylgen⸗Wuneh darbey einen ſcharffen Geſchmack. Sie 9 meu uilng ache ſoſche abe funk. Nachher 0 Auge ö nel ed niche alen it le, wohlcechen Amſſchg lde A deet den dem net rede en Coe 8 em, Gicht Sai 90 ö— e Schelſſn ahne 0 debe e — hen bal 2 2 auch D a en hn maten Un Gch, ui uns aus Indien gebracht, von was einem Ge⸗ ht/ S8 nrücklaben waͤchſe ſolehe aber herkommet, iſt noch unbe⸗ un fuer deb kannt. Nach der Alten Mey nung ſollen dieſer r rb dieren Wurtzeln dreyerley Arten als Arabiſche, Indt⸗ 1. ſche, und Syriſche ſeyn, ſolche aber werden von .. einigen alle nur fuͤr eine gehalten. Die friſche, dichte, wohlriechende, bittere, und die niche wurmfiichtg, ſoll die beſte ſeyn. od Sie dienet dem Meg, der Leber, der o he wurzel“ Mutter und Gekroͤß, waͤrmet und trocknet chafſt, 60 Fünen im z. Grad eroͤffnet und zerthetlet, dahero tau⸗ und Nu⸗ 1 endgneſt get ſie in der Colic,verſtopfftem Monat⸗Fluß zen. aut dec und Harn, Gicht und Waſſer⸗ Sucht, wi⸗ uff uw chm,% der langwaͤhrend Haupt⸗ Wehe, Schwindel, Bb z Schlaff⸗ = N 2.* f 2 4 ... * PPP N 2 8. 9 2. 3 e a— 0 Oel. arium Ca- riocoſti- num. Crocus. Deſſen Geſtalt, 388 Indianiſche Coſt· Wurtzel Schla ff⸗ Sucht, Schlag, fallende Such Krampff und dergleichen Gebrechen, ſo von Kaͤlte kommen. N In den Apothecken bereitet man von dieſer Wurtzel ein Gel, wenn man damit den Ruch grad ſchmieret, ſo vertreibt es die ffebriſcht Schauren, denn es hat Krafft zu trocknen und zu erwaͤrmen, es ſtaͤrcket die Merven und Spann⸗Adern, iſt gut wider Laͤhme und ver, lahmte Glieder, welche der Schlag gerührt hat, eroͤffnet die Verſtopffung, erweſchet he harte Geſchwulſten, befeſtiget das Haar, ung laͤſſet daſſelbe nicht bald grau werden. S Pillen und werden auch daraus die Pilulæ marocoſting das Electu- bereitet, und endlichen das EFlectuarium Caryocoſtinum. Rec. Bitter Coſtus⸗Wurtzel, Kuͤmmel⸗Saamen, Weiſſen Imber, Gewuͤrtz⸗Naͤgelin, jedes 3j. Dyagryd. Zeitloſen von ihren obern Schalen ah⸗ geſaubert, aa. zij. wohl abgeſchaumten Honig, zii oche es zu einer Lattwerg, Es ſuͤhret beyderley Galle aus, dienet wibet Bleich⸗Sucht und denen daraus entſtehenden Zufaͤllen, es reſeriret die Obſttuctiones viſce. rum, und erweichet dieſelben. — 139. Saffran. Affran, im Lateiniſchen Crocus gt. nannt, iſt dan Sugchel⸗ Hewi Jg N fen Ahnliche Bl mehr Putrut⸗ſ Dualen bead. ſörduchlch Sa ktalſche ache Fallen, Jbert Mech td er dag den Ortent lagen wir ſold ccc ung du Safftan fear etc Bt ang gſche dae Nr dur mig u, , con * 70 ch keittt nan 10 dale 5 3 e dee g ro tut f 9 S0 15. 5 alien Der Schlag a A fing 1 en A getdan hn t au wal aus S llula Mata ice 4 un Du yeylun ot urge, S 15 1 Ne ,ebel z d. dg usenet abe?„ geſc vn hz eint w we, len dus, del ud dt r warnubfſt 1 1 itt SSblttudltrd 1 1 2 9. E Ach. n e en Sede 8, ſalaa 1 Gen ches im Anfange des Ort und Herbſts, eine Pur⸗ Unte:ſcheid. pur⸗farbene Blume traͤget, deren Zaͤſer⸗ lein der Saffran iſt; ſeiner Figur nach hat er eine zwieblichte, und mit Zaͤſerlein be⸗ hengte Wurtzel, ſchmale, ſtreiffigte Blaͤtter, ſind drey Viertel⸗Ellen lang; zwiſchen welchen ein kurtzer Stengel waͤchſet, mit einer den Wieſen⸗Zeitlo⸗ ſen ahnlichen Blume, in deren Mitte drey oder mehr Purpur ⸗farbigte oder Gold⸗gefaͤrbte Draͤtlein befindlich, dleſe allein ſeyn es, ſo der gebraͤuchliche Saffran genennet wird. Der O⸗ klentallſche waͤchſet auf dem Berge Canyco in Sicilien. Aber in Teutſchland, ſonderlich in Oeſterreich wird er auch gebauet, welcher an Guͤte dem Orientaliſchen nichts nachgiebt, 5 6 ubrigens wird ſolcher auch aus Itallen und Franckreich zu uns gebracht. Der Saffran bluͤhet im Fruͤhling, der Fortpflan⸗ ſpaͤte oder Herbſt⸗Saffran aber im September, zung. eher als die Blaͤtter ausbrechen, ſeine Ver⸗ mehrung geſchiehet im September oder O. ctober, da er durch ſeine Neben ⸗Zweiglein verpflantzet wird, und waͤchſet gern an el⸗ Bb 3 nem Deſſen Tu⸗ gend und Leibes⸗Zuſtaͤnden ein unvergleichlich und hen, 390 Saffran. nen guten und ſreyen Ort, will auch gerng, tretten ſeyn. Der Saffran iſt warm im 2. und trocken ft und im 1. Grad hat etwas fluͤchtiges Saltzes mit „ fgielen oͤhlichten Theilgen bey ſich, und hahe ſeine Tugenden Schmertzen zu lindern, die ber Hertz, Miltz und Mutter zs ſtaͤrcken Bruſt zu reinigen, und den Athem zu erlecch tern. Der Guͤte nach) ſoll dieſer der beſte ſihn welcher ſchoͤn Feuer⸗ roth iſt, unter den din gern roͤſch, daß man ichn zerreſben kan, eiu ſtarcken Geruchs, etwas ſcharff, ein weng hlt ter, unb der allzeit Farbe haͤlt. Im Gegenthel wo er zu roth, und von allzufluͤchtigem Geruch iſt, ſo iſt er verfaͤlſchet, und nichts nutz. Dee Verfaͤlſchung des Saffrans iſt bey Belrſegem ſo gemein, daß auch etliche Handels⸗ Sid gewiſſe Leute dazu verordnet, die, wenn er gu ſolchen fell bieten, wo er aber verſaͤlſcht, ſolche ins Waſſer wer ffen und verbrennen. Deſſen Tugenden nach iſt er in allerhanh liches Huͤlffs⸗Mittel, auch brauchet man in in den Spelſen, nimmet man aber davon 90 geſtoſſen in weiſſem Wels ein ſo ſtaͤrcket er aft lich das Hertz, machet Freude, widerſtehet den Gifft, eſt gut zum Hertz⸗Klopffen, Hertz Zl tern, Ohnmachten und Schwachhelten: de ner ſo dienet ſolcher auch den Magen, denne befoͤrdert die Dauung, drittens thut er woß an der Bruſt und Lunge, denn er bekomme din Eugbrüſtgen Keuchenden und Schubiſe „ flute 56 nl 0 1 mgalbſüch Gu er duch ſihen zu den lt Maul ac tote tuchlur panther dent a chen at 9 ache warm dg gabe u So die Kind fag mögen, ar kaögelbefortgehet, babes Hemmen! che, darwidet ſol genen Safftan i beybungnn. u Eugbn Zucht„E fe ſchen hut fachen det agen ſaſen fen erleſenen A ahr Huren ſuſſt, 1— ab he ian fan, diegett ase bol 2 daham, g 9 eiſfan 1 * 5 8 Saffran. 391 N fu tigen deuten uͤber die Maſſen wohl. Deßglei⸗ warm ig chen der eber, weil er derer Verſtopffung oͤff⸗ U ifüücht 15 net, und Gelbſucht vertreibet. bab eh So thut er auch wohl an der Mutter, weil Jetz che man ſolchen zu den Artzneyen thut, welche die esche verſtockte Monathliche Reinigung treiben, 90 det auch todte Frucht und Nachgeburth befoͤrdern. e dane gucht weniger dienet er auch den Augen: wenn * elde man ſolchen mit Roſen⸗Waſſer vermiſchet, M nah und ſolche warm damit anſtreichet, ſo verhuͤtet /in haha er daß die Kindbetterin die Augen nicht berüͤh⸗ 0 Fiſcharf an en. So die Kinder ſtets ſchreyen und nicht i Sehe Ju ſaugen moͤgen, auch derer Stuhlgang gruͤn l iſuflache und gelbe fortgehet, iſt es eine Anzeigung, daß den ſolches Grimmen und Reiſſen im Baͤuchlein daß rens ſidal habe, darwider ſoll man ihnen ein wenig geſtoſ⸗ e che hahe ſenen Saffran in derer Muͤßlein oder Milch a dne e beybringen.. n S abi In EEngöbruͤſtigkeit und Lungen⸗ cs A bebte Sucht, Saffran 36. in warmen Wein ge⸗ nl och ien geben, thut ſolchen ſehr wohl. Oder man nim⸗ ung dberglacſüß met einen ſuͤſſen Apffel, hohlet ihn aus, thut N Aub uten darein erleſenen Weyrauch und Saffran, ein n et manhee halb Qventlein, bratet ſolchen, und glebt ihn den un 81 ſöſoſtth Patienten zu eſſen, ſoll den Engbruͤſtigen gar 7 au wohl bekommn. ach S Aua In hitzigen Fiebern, da Engbruͤſtigkeit ue 10 und Hertzens⸗Bangigkeit zugleich die Patien⸗ e 2 ten plagen, dienet wohl, bißweilen eine Meſ⸗ che s del 1 ſerſpltzen voll geſtoſſenen Saffran in Bruͤhen al le% einzunehmen. In der rothen Ruhr thut d bee der Saffran auch dasjenige, wie dann wider 10 Er net Bb4 oſolche . 2 Saffran. folgend Pulver wi⸗ der rothe Ruhr. — ſolche Kranckheit ſehr geruͤhmet Pulver. . wor Rec. Bereitet Hirſchhorn Schleſier geſiegelte Erde 23. ll. Tormentil⸗Wurtz, Armeniſche Bolus, Hecht⸗Kuͤffel, ledes 3j. Saurampff, Wegrich⸗Saamch, Muſcat⸗Bluͤthe, aa. 3b. Saffran, Jg. Stoß alles zu einem Pulver, und gleb ben Krancken davon einer Meſſerſpgen voll in Wegreich⸗Waſſer oder an, del⸗Milch zu trincken. Es werden Exempel angezelget, bon gh tienten, ſo mit ſolcher Traurigkeit des G. muͤths bihofftet geweſen, daß ſie immer geweinet, dieſe haben ein Bůndlein Saff ran allzeit auf den Hertzen gelragen, und ſeynd dadurch von ſolcher Traurigkelt beſteſc worden. Es wird mit Saffran au Speiſe⸗Pulver bereitet Rec. Zimmet Zij. Speiſe⸗ Pulver. Naͤgelin 5j. Pfeffer 3. Saffran 33. Stoſſe es zu einen reinem Pulber es dent davon auf die angerichteten Suß, ch eint herrliche pen zu ſtreuen, auch dabonttwee 5 den nach⸗ 1 n Bil lach be Gberettetmat fh Hachge fe ſidgendes Ie. Bofter Weſſe Saſſtar Bicherg Stoß eszur wahl in Doe foagend Nec, Mitth Eofftt Volke Im Mache iles zu mercken ii auch niche zu nahet fiche Fre fan Nemepnen ol Aae liche 0 b Drin Ian. le Ahorn e- Agel 10 ent lutz, aut r zu 1= dts 3. tam gh 0 J l tan K 0. puldtt h/ cken& it elnet M . N V Woſſeg⸗ Nach Aalncken. Eret w anggegegt 8 ſolc zunge let g wd, daß ſein habe= Böͤndlen des ten gau on so Taugt Safe ach er be ut zl 5 lin 3 1 50 an 1 ei auf n tu uch dati miſche darunter 55. gepulverten Saffran, Saffran. 393 ein Bruͤhelein zu machen und ins Fleiſch bey dem Kochen zu hencken. So bertitet man auch, mit Saffran die ver⸗ ſteckte Nachgeburth den Kindbettern zu trelben, folgendes Pulver. Verſteckte Rec. Borrar venet. Nachge⸗ Weiſſen bereiteten Agdſtein aa. 3j. n Saffran, Mutter ⸗Zimmet, Biebergeil aa. Jb. Stoß es zu reinem Pulver, gleb es in 3. mahl in Wein. Oder folgend Pulver. Rec. Myrrhen 3j. Saffran 3. Borrax 36. Zimmet gr. viij. ä Mache alles zu Pulver, gieb es wie obiges. Zu mercken aber iſt, daß man den Saff⸗ ran auch nicht zu viel gebrauchen ſoll, denn er machet ſolche Freudigkeit des Gemuͤths, daß man vermeynen ſolte, es muͤſſe ſich der Menſch zu Tode lachen. 9885 1 In Haupt · Schmertzen der hitzigen Haupt Sieber. R. Haußwurtz⸗Safft, oder das da⸗ Schmere von deſtillirte Waſſer, Nachtſchatten⸗Waſſer, Len und Roſen⸗Waſſer, Elſenkraut⸗Waſſer, aa. 5105 W e Ein anders in ſolchem Zuſtand. waͤrme es und feuchte offt ein leinen Tuͤchlein darein, und ſchlag es alſo uͤber die Stirn; ſol⸗ ches lindert nicht nur den Haupt⸗Schmertzen, f Bb 5 ſou⸗ Cruclata. Geſtalt, Ort und Nutzen. Eubebæ, Derer Geſtalt, oder aufbehalten. 394 Creut;⸗Kraut. ſondern ſtillet auch Taubſucht und Wan, nigkett. Noch viel andere herrliche Medicamenta werden aus dem Saffran bereitet, wie dann da⸗ von in den wohlbeſtalten Apothecken angetrof fen werden. I. Species diacurcumæ. 2. Suff ran⸗Tinctur. 3. Das Emplaſtrum Oxiero. cium. 4. Der deſtillirte Spititus. 5. Oe Eſſenz. 6. Das Saltz. 7. Und die Pille Peſtilentiales Ruffi. 140. Ereutz⸗Kraut. Reutz⸗Kraut, im Lateiniſchen Crucize genannt, entſpeinget aus elner zaſſchte Wurtzel giebt viel harige und vlereckigte San, gel einer Ellen hoch, an deren iedem Gleichen, ſind le vier und vier laͤnglichte rauhe Blaͤller, Creutzweſſe geſetzt, bittern Geſchmacks, he welchen Urſprung die Kreutz⸗ſormige aus gelben Blaͤttlein, und ſo viel gleichfarbige Blaͤttlein beſtehende Bluͤmlein entſpringen, Es waͤchſet an den Graͤbern, Baͤchen, Rui nen der Acker, und an den Dornbuͤſchen. Blu. het im Majo biß in Herbſt, das ſaͤmblct Kraut iſt warm und trocken, ſaͤubert, undi ein gut Wund⸗Kraut, wird derohalben inne lich und aͤuſſerlich in den Bruͤchen gebrauchll 0. Es wird aber in den Apothecken nicht gefunden Ia. . im Oatelniſchen Cubebe, fn Koͤtuer gleich dem ſchwartzen pfiſeh, 6 aneh el kullakndiinde u en geg g Uubebllcher en wie Juul t Baum nit dun, pale un der Juſal Ja anger die Einwo iu kochen pfe ſahen nicht gepf gase, ſiiſcher lite. die Cubehen keſehen aus einer ſud add weng Heap Bee lenlum stomach dus Ingenium ul gen boch ol nn Kraut. 0 „ errlche lic T anbeiten un pon 1 2 diacurtums 5 ö 0 Empa 1 1 Spitz. 1= e * —— 1 Kralt 4 In uLateluſcgne en cg get aus dun el eund dich 10 ideen ian 5e nglächte taugh c!“ dera Gesch n Kleußz fam e u ſo die get be lümleln aft n Wiraͤbern, Bien L in Donmbiſtt erbt, du u ocken, ful Kt b ultd danfih ch! A Blüthe 0 Sant 1 1 S beben. u che e a Cubeben. 395 langen Stielen, einer braun⸗ſchwartzen, ofſters und woher ſie kom̃en. runtzlichten Rinde, und mit einemkleinen rund⸗ ten Koͤrnlein begabet, haben einen ſcharffen nicht unliebllchen aromatiſchen Geſchmack, wachfen wie Trauben⸗Beer, an einem unſerm Apffel⸗Baum nicht unaͤhnlichen Baum bey⸗ ſammen, welche Baͤume haͤuffig in den Waͤl⸗ dern der Inſul java geſunden werden, derer Koͤrner dle Einwohner, eher ſie ſolche verkauf⸗ ſen, zu kochen pflegen, damit ſie in entfernten Landen nicht gepflantzet werden konnen. Die groͤſſern, friſchen und ſchwerſten, ſind die beſten. 5 Die Cubeben ſind ein ſcharffes Gewuͤrtz, Eigen beſtehen aus einem ſcharffen fluͤchtigen Saltz, bon 9 ben. ſind alſo wenig temperirt, und dienen zu den Haupt⸗Beſchwerden, ſonderlich die per con⸗ ſenſum Stomachi entſtehen, nur gekauet, wel⸗ ches nuͤchtern geſchehen muß. Sie ſtaͤrcken das lngenium und Gedaͤchtniß faſt am be⸗ ſten, doch ſoll man ſich ſolcher nicht zuviel be⸗ dienen, damit ſelbe nicht ſtatt eines Acuminis, Stupiditatem zuwege bringen. Es beſoͤr⸗ dern ſolche auch den Schlaff/ und reitzen zum Liebes⸗Krieg. Dieſe Cubeben waͤrmen im 2. und trock⸗ Worwider nen im 3. Grad, machen duͤnn, zertheilen, ſtaͤr⸗ ſolche zu ges cken alle debens⸗Glieder, beſonders das Haupt, brauchen. welches ſie eroͤffnen, wann das Gehirn ver⸗ ſtopfft, uͤber zogen oder ſchlecht gekauet, oder maͤßig fuͤr die Tobacks⸗Bruͤder, unter elner Pfeiffe Taback gerauchet; ſonſt dienen ſolche ä zu . Magen⸗ Dreßnet. 396 Cubeben. zu der Artzney vielfaͤltig, die Indianer geha chen ſolche zur Venus, auch dienen ſie wider hen Schwindel, deßgleichen zu den halten Al. fecten des Haupts, Magens und dem gan, tzen Nerven⸗Geſchlechte, weñ man es in Mund haͤlt, ſo machet es den Predigern eine laute Stimme, und wenn man es unter der veneri⸗ ſchen Action im Munde haͤlt, vermehret tz denſelben Appetit. Sie dienen auch der Mut ter, zertheilen die wilden Wehen erw, men den kalten und ſchwachen Magen befoͤrdern die Dauung, reinigen die Brust vom groben und zaͤhen Schleim, thun auh gut den Miltzſuͤchtigen, und die eine kal re Leber haben, treiben auch den Schleim und Sand durch den Harn. Es ſeynd die Cubeben auch ein Species ſolgendem guten Magen⸗Dreßonet. Rec. Zimmet, Naͤgelein, Cubeben, M. ſcat⸗Bluͤthe, aa, 3j. Zittwer und Galgantwurtzel, Lungen⸗Pfeffer, Rothe Roſen, Friſch geſchabte gelbe Pommerah⸗ tzen⸗Schelffen, aa. 5. Zucker ö. Stoß alles zu einem reinen Pulver ue einander, davon 2. biß an einen ll fel voll auf einmahl zu nehmen. Es ſtaͤrcket das Gehirn, Hertz Magen ud Mutter, befoͤrdert die Dauung ante 5 Ml ke ol unbün Schlei du fadet auc ele pPßpecies de, Der heey Gebraun Geraſpel Cubchen a. Eublben ad. Mach g Aumdta ah eden wil 2 lachen en ngk geöſſe, 6 eee. g n de ſünlnuc ß S D cben. 0 ed Cubeben. 397 A 1565000— e nuch ad Winde, reiniget die Nieren, und die Mutter chen zu bu vom kalten Schleim. u S Maga Man findet auch in den Apothecken davon n pänng bereltet die 1 een, Species Cubebarum. Ken e e nantes, Rec. Der drey Santel⸗Hoͤltzer aa. Zij. e nde halt 1 Gebrannt Elffenbein,(Spodi) i edlen a Geraſpelt Elffenbein aa. Ziſß. d DAden lochen Cubeben, Saamen von Ocyma. n Ci 0 i aa. 5b. 1 i ** Der 4. groſſen kuͤhlenden Saamen, aa. 3ij. 5 0 2 Shen Endiven⸗ und Portzelkraut⸗Saam. f Jen, und M. Ziſß. Jen auch bang as, Ni lb 1 Aloes⸗Holtz, Muſcat⸗Nuͤſſe, aa. Zſt Ambra gryſ. ver. gj. 1 en auch cher Miſche alles zu Pulver, auch kan man mit enugſamen Zucker daraus Mor⸗ UD 1 Drepont gelen 2 me F. igtlau, C— ä i a The, 2. z. 142. Gurcken. Cucumis. uch e Gim Id urcken, oder Cucummern, im Lateini, erer en Ct, ſchen Cucumis genannt, gewinnen lange Geſtalt, bel e, auf der Erden weit kriechende Rancken; die Pflantzung 9(S bte gelte he Blaͤtter gleichen den Bryonien⸗Blaͤttern, ſind 4 Wachs⸗ 6% Delſfen a aber weit groͤſſer, bey deren Urſprung gehen hum. . die Gaͤbelein oder gelbe Blumen hervor, auf Nan dieſe kommet die laͤnglichte Frucht, ſo erſtlich 1d 8 un. Ih grün, darnach weiß, nachgehend gelblicht, und Una zuuſß offt gantz voller Wartzen iſt, und bringen uͤber * tn H— innwendige 1 55 warfen 1 0 3„ t ſolche in Gaͤrten 10 daun“ Saamen herfuͤr anf et ſolche in e 398 Gutcken. wollen einen fetten und an der Sonne gelthe nen Orth und Grund haben, bluͤhen im Jun, im Auguſto folget die Frucht, ſo im Seplum, ber voͤllig relffet. n Derer Eiß Es wird ferner von der Eigenſchafft der genſchafft, Cucummern geſchrieben, daß ſo man enn Schuͤſſel voll Waſſer unter die Gurcken da ſt wachſen ſtellet, vier oder Finger welt davon o ſolte die Cucummer in einem Tage darzu nahen So man aber Oel darunter ſetzet, iſt es ba Gurcke ſo feindlich zuwieder, daß ſie ſich das gegen rumpffet und zuſammen ziehet. und Nutzen In den Apothecken behaͤlt man allein en ſamt Ge⸗ Saamen, welcher unter die 4. groſſen kali brauch. Saamen gezaͤhlet wird. Er kuͤhlet im Elbe des erſten Grads, eroͤffnet, trelbet den Haun, und gebrauchet man ihn offt unter die Eu ſiones in Fiebern und Seitenſteichen Peripnel⸗ monia und Grieß. Das Weſen der Gu, cken ſelbſt kuͤhlet und feuchtet, hat einen holen 5 und unnuͤtzen Safft bey ſich, derowegen ſoleg ſolche nur diejenigen eſſen, ſo einen ſtarceh Magen haben, und zwar nicht ſonder herbe ſernde Gewuͤrtze, Pfeffer und dergleichen, wil ſie gar leichtſich den Magen verderben, Fieber, Erbrechen, Colle oder Durchbruch verurſachek koͤnnen. . Cucurbita. f 2 143. Kuͤrbis. i er Ge 2 ü N. 1 8 5 Cirbis„im Lateiniſchen Cucurbita genannt Orth und W iſt auch eine auf der Erden krlechende Nutzen. Frucht, hat Rancken und Haͤcklein* ac be lim ueber it e Mhkut, ſewel fuckabet wid f üſſegleich der fac inerſchtedl ahn der Kraft Aibererein. n 4 gtoſpn ku ſchält und unge auch her Kurden Ind Kraft, r auf ber Kundl ndern sache dach, ſo bange Machen wn Aus den Kt Erobeer, Wiſet hhpofftgenrunck what bas Ber laben Schiff Möchg⸗Rube ch unt, Das aach ud g id, il m. ld den Re ſngiches ü Me dus de 8 5 idee ind (Duintt fc, f lig de, ci 1 ame ech 0 behält mant A ef. Et fich 8 fut, frag n eoſtt uc 100 Aatenſtichgne „u Das Mü t achtet, m 50 ſch, hung u zſen, sda dal ncht n „runde 1 6 del Nen badet, 00 Aurchbructen Ibis * gencvaud ad iber Ec . ind Hal 0 der uͤbererein. Buͤrbis. 399 Gurcken, wachſet weit um ſich ſolcher bringet auch gelbe Blumen, und breite Blaͤtter, die Frucht aber iſt mannigfaltig von Groͤſſe, Farb und Figur, ſie wer den in Gaͤrten gezeuget, die Frucht aber wird im Herbſt zeitig, und ob ſolche Kuͤrbiſſe gleich der Groͤſſe, Farbe und Geſtalt nach unterſchiedlich ſeyn, ſo kommen ſelbige doch in der Krafft und Natur nach miteinan⸗ Der Saame gehoͤret auch zu den 4. groſſen kuͤhlenden Saamen, und wird geſchaͤlt und ungeſchaͤlt gebrauchet. Es hat auch der Kuͤrbis mit den Gurcken einerley Na⸗ tur; und Krafft, wenn man die friſchen Blaͤt⸗ ter auf der Kindbetterinnen Bruͤſte leget, ſo vermindern ſolche die Milch; der Geſundheit nach, ſo bringen ſolche in den Speiſen dem Menſchen wenig Nahrung. Aus den Kuͤrbis⸗Kernen mit Pappel⸗ und Ba Erdbeer⸗Waſſer eine Mllch gemachet, und da⸗ ſcha von offt getruncken, loͤſchet alle fiebriſche Hitze, Habs d. ſtillet den Schmertzen der Nieren und Lenden: vertreibt das Brennen des Harne, und bringet gelinden Schlaff, die gebrannte Aſche von der Kuͤrbis⸗Rinde, heilet Loͤcher und Geſchwaͤr am Maͤnnlichen Glied, iſt auch gut wider den Brandt. Das Oel ſo mit Kuͤrbis⸗Blumen vermiſchet, und eine Zeitlang an der Sonnen deſtillirt wird, ſtillet die Schmertzen der Nie⸗ ren. Und der Rauch von den angezuͤndeten duͤrren Kuͤrbſen, treibt die Fliegen und ander ene aus den e Wann Pratenſe. Geſtalt, Zeit und Orth. Cuminum — . geld ⸗Kümmel. Wann man aus unzeitigen Kuͤrbſen Waſſer brennet, und ſolches mit 8 Tüchern uͤber das von Hitze kommende ohn gra, an Fuͤſſen, auf den ſchmertzhafften Ort l get thut es gute Huͤlff, loͤſchet auch die gui ſe Hitze in Fiebern, wenn man davon ke cket, Zij. ad Ziiſ. Sees 144. Feld ⸗Kuͤmmel. 905 agu falt Ell hat hm Stage f der Sa bah Saame, we ähm ſcharffen w öbechwacks it ca auf den Wie fair, nige haut Thann ſchoͤner, a beqpemer zuge da ieſen⸗ ſhenſchr gebracht — 9 N Jeſen⸗ oder Feld ⸗Ruͤmmel, im la teiniſchen Cuminum Pratenſe genannt, waͤchſet aus einer langen ſchlechten en, Ist warm Geadret waͤrrgett ſchnache Danang ſiſlet bas Grimm Seld⸗Kuͤmmel. 401 10 0 ſo luwendig holtzig iſt, davon ſchleſſet ein Sten. 1 gel auf, einer Ellen hoch, ſolche ſind rund und u S ſchmer 0 knuͤpffig, mit Gleichen, und inwendig hohlzoben 1 aneh an ſolchem Stengel kommt die welſſe Bluͤthe, Ion a und darauf der Saume, im Btachmonat fol. . nn in get der Saame, welcher grau⸗faͤrbigt und ei⸗ nes guten ſcharffen und aromatiſchen Geruchs uud Geſchmacks iſt. Er waͤchſet unter dem . Kum Graß auf den Wieſen zugleich ohngeſaͤet mit herfuͤr, einige bauen ihn auch in Gaͤrten, da er dann ſchoͤner, groͤſſer und zu den Speiſen viel bequemer zu gebrauchen iſt. . Der Wieſen⸗Kuͤmmel iſt bey den Teut⸗Eigen; ſchen ſehr gebraͤuchlich in Speiſen zu gebrau⸗ ſchafft und chen. Iſt warm und trocken im dritken Gebrauch H. Grad, er waͤrmet und ſtaͤrcket den Magen, und ſchwache Douung, zertheilet die Blaͤhungen, ſtillee das Grimmen, benimmet den Schwin- del, beſoͤrdert die Dauung, bringet Luſt zum Eſſen, machet einen wohlviechen. den Athem: dienet wider Auf bloͤhung des Miltzes und der Mutter, vor ſich ſelbſt, oder aber in der Spelſe genutzet. Iſt elne hellſame Artzney den alten betageten Alte beute Leuten, die ſollen ihn taͤglich in der Speiſe ge. ſollen taͤg⸗ nieſſen, er dienet auch im: rieren Schmertz n 500 treibt den Stein, Sand und Grieß, und gegteſſen eroͤffnet die Verſtopffung der Nieren und der Blaſe. So dienet er auch in Suppen del D Abu ſuͤr die Kindbekterinnen damit die Nach ⸗ n bra wehen zu verkrelben und die gewohnliche ch Reinigung zu beſoͤrdern. Dienet wohl 1 Ce dem —— Blau ge⸗ ſchlagene Augen zu vertreiben. Was von Kümmel Blut ſo von Schlagen kommet, aus den u e gen, wunderbar weg ſtillet auch den Schmaß und verhindert, daß ſolche nicht aufſchwſl koͤnnen. Wann man auch von Kuͤmm Pulver mit Rauten und Iſopp⸗Safft bern ſchet, und unter das Weiſſe vom En oder h nig ruͤhret, ſo verrichtet es auch dasjennge n der blaugeſchlagene Augen. In Apothecken werden von dem Eu men bereitet, die Confection und das an 402 wieſen Kimmel. wu dem erkalteten Gehirn/ bloͤden Gehen no mem reiniget verſchleimte Bruſt, vertrelbt a apa Keuchen: mehret den Saͤugertn die Milch, Fun gehe zerthellet die windigen Blaͤſt der Mut, pam ter, leget den Schmertzen der Lenden; hrauch erwaͤrmet den kalten Magen, wehre am ant denn wt Auf bloͤhen und Grimmen, iſt deromegen Hie faſt dienlich denen ſo mit der Waſſer⸗Sucht e Bereleh beladen ſeyn, und ſtets Grimmen von Amme, Winden her haben: treibt auch den Harn Galgen und Monathliche Reinigung, tan I Spuhl⸗Wuͤrm, hilfft wider Harn Wu Schbat de,& Uteri ſtrangulationem. Aung, Kuͤmmel⸗Pulver und Bohnen mehl J. aa. mit Honig zu einen Cataplaſma gemacht bangen! wird heilſam wider die Wehe ⸗Tagen un Suit Schmertzen der Teſtium und wenn ſolche U ſchwollen, warm uͤbergeleget. Ein Pylve⸗ Vumſthe von Kuͤmmel⸗Pulver mit friſchem geſchmoge Du pedes nen Wachs gemachet, und warm uͤber die g gen cher und ſchloſſenen Augenlieder geleget, benummel zus J. bechroen d rte dige m Mpndhen W En dun, da e Druſß un un Suu Sun lift reibt auch y Aang ift wide gyn 10 dtionem. ch F Caan ede Mi eh Sum und wan t igll. G. Pe mt ſrſcenet m und warn t v. Ir geleget, han Se n kommt a0 in auch ln 1 A daſſe von 90 ve t tg ach W 90 2 welden ha * e econ 10 0 ie Wieſen⸗Růmmel. 403 te Oll/ ſo mit dem Waſfer uͤberſtelget, ſolches bereitet wird auch nuͤtzlich zu allen Kranckhelten, wo der wird. Kuͤmmel ſelbſt gebrauchet/ ſonderlich in Singul⸗ tu ſymptomatico. f 5 f Es theilet auch das Oel ſeinen Geruch dem Urin mit denn wird mehr davon bereitet; Species Diacumini. Species Dia- ec. Bereſteten Kuͤmmel, Zi. 51. cumini. 5 5 el, S. 5 und derer Zimmet, Naͤgelein, aa. ii. 9ij. Nuten SGalgan, Quaͤndel Calaminth, N Sch wartzen Pfeffer, 5j. Bij. Ammey⸗ unde ebſtsckel⸗Saamen aa, Div. gr. vj. zungen Pfeffer,. Spick, Mufcat⸗Nuß, Cardamom. aa. Jiſſb. Vermiſche alles zuſammen. 5 Dieſe Species dienen dem kalen und bloͤden Magen, deder und Mutter; daͤmpffen die Win de, befoͤrdern die Dauung, vertreiben dem Schwindel, ſtillen groſſe Nachwehen, ſind auch dienliche Mittel denen ſo den Harn nicht hal⸗ ten koͤnnen, und mit der Lungen⸗Suchr, auch Tympanidirè behafftet, it. wider kurtzenAthem, Engbruͤſtigkeic, und das Selten ⸗Stechen, ſo von windigen Wehen verurſachet werden. n A 145. Cypreß⸗Baum. pn preſſen Baum, im datelnſſchen Cu aber. bkefin ardor geoannt, gt in ober zopf. Fe r ch. Sr, 404 Cypreß⸗ Baum. ſentragender Baum, und den immergruͤne, den Blaͤttern nach faſt dem Fichten⸗Baum vergleichen, er waͤchſet ſehr haͤuff g in der y, ſul Creta, bekommet der Geſtalt nach einen dh cken langen zu oberſt zugeſpitzten Stamm at vielen Aeſten und Zweigen umbgeben, De Blaͤtter ſeynd den Saͤvenbaum⸗Blaͤttern ah lich, doch gruͤner, laͤnglicht und und rundlich. Er traͤget auch Zaͤpfflein jaͤhrlich 3. mahl, hy vergleichen ſich denen im Lerchen⸗Baumm uh doch dicker, herber und derber. Solche gh Nuces eu- lein ſampt den Blaͤttern, werden zu uns brach, preſſi. Wenn ſol⸗ che geſam⸗ let werden. „ Eigen- ſchafft des B man nennet ſie nuces cupreſſi oder Cypen Nuͤßlein, die werden im Jenner, Mag und September geſammlet: Es giebt dieſer Boum auch ein wenig Hartz, an Geſtalt und Tugen dem Tannen⸗Hartz gleich, das Holtz iſt fe ſtarckriechend und hat keinen ſonderbaren gh ſchmack. Dieſer Baum iſt nunmehr in Teulſh land wohl bekannt, und vermehrt ſich bebt von dem Saamen und den zarten Zwelgleſn von den Aeſten gebrochen werden, denn deſſlh ben Koͤrn lein ſind ſehr klein. Insgemeln wil dafuͤr gehalten, daß der Cypreſſen Baum keine ſonderbahre Pflege vonnoͤthen habe ind wachſe in mittelmaͤßigem Grund, bey un wird ſolcher Baum nur zur Zierde und uf in Kuͤbeln gepflantzet, und hat man noch ni gehoͤrt, daß ein Gaͤrtner einen uͤber Wini habe ſtehen laſſen. 1 Der Eigenſchafft nach, hat der Cypteſſt⸗ aum einen brennenden Geiſt, ſamt 5 — 1 — ak fai locken, aste 0 ah habenal kalte Tel enen, und to Epman die g Narbe! al ſfft es dene Wilen entgehe Dan Eppreſet ſucht es n gi, und rother ſch und innerlich A Wehn zn ne der de röpff Holtz ein Spina n Verſtopffu den bes unt rn Zucht fab fun Faber ⸗ K nme, Es üg wie 95 ö d U uff nt 00 det. A debe, E Lethe e cupteſſ iy nim Jig! ſaſ: Esgechih % en Galt Sec, dun un— keinen nag t nunchtl an undd vergeht me u den zettug den weten, in U len. Pün % W ber Cu het h Cge vom ud Es gem Gu 3 lr zur Jah, fal= und hel nn u S l inn il 00 50 Ach, b 1b r n aft f Cypreß Baum. 5 405 2 8 2 eee tzene oͤhlichte Theile, ziehen zuſammen, ſtopffen, halten an, und trocknen. So man die Blaͤtter in Wein ſiedet, und ein wenlg Myrrhen darzu thut, und davon trin⸗ cket, hilfft es denen, welchen der Harn ohne Willen entgehet. 55 Das Cypreſſen⸗Holtz kuͤhlet, trocknet, man Nutzen und gebrauchet es in Blutſpeyen, Bauch ⸗Sluͤſ. Gebrauch ſen, und vother Ruhr, item auch aͤuſſer. des Holtzes. lich und innerlich wider Bruͤche: iſt dienlich in Wein zu einem Cataplaſma geſotten und über die Kroͤpffe zu legen. Auch kan aus dem Holtz ein Spiritus deſtillirt werden, der iſt gut in Verſtopffung des Miltzes, in Win ⸗ den des untern Bauchs, auch in der Miltz⸗ Sucht ſelbſt, ſo man davon 12, biß 20. Tropf⸗ ſen in Tauben ⸗Kropff⸗ und Borrets⸗Waſſer elnnimmet. Es wird ſolcher Spiritus auch nützlich wider Fallend ⸗Sucht, Schlag⸗ Fluͤſſe, und Laͤhmigkeit der Glieder ge⸗ brauche, mit Bethonien oder Meyen⸗Bluͤm⸗ lein⸗Wuſſer zu geben, er trelbt auch von Kin⸗ dern die Wuͤrm, wenn er mit Schlehen⸗ Bluͤth⸗Wa ſſer gegeben wied. Die Cyper⸗Nuͤßlein, wenn mann ſolche gluch deſſen klein ſtoſſet, und mit Wein zu trincken giebt, Feucht. ſeynd gut wider die Bauch ⸗Fluͤſſe, und Ro⸗ the⸗Kuhr, auch die Brute, darinnen Cy⸗ Cc 3 pern fluͤchtigen ſauren Saltz, in ſich: das Holtz iſt gypreſſen⸗ kalt und trocken, ziehet zuſammen, die Blaͤt Baums ter und Muͤßlein ſind maͤßig warm, trocken im und deſſen 3. Grad, haben auch diel herbe, ſaurlicht geſal⸗ Frucht. Cypr eſſus hertha. per⸗Nuͤſſe geſotten ſeyn, haben gleiche Krafß und dienet auch den Gebrochenen. * Rauch von den C ſten Spitzen der Laͤuſe aus den paͤnen werden bewahret, wann 8 yper⸗Nuͤſſen, und den ohr. Blaͤtter vertrelbt die Wand Bettſtaͤten, und von Säge die Kleider vor den Motten ſolche darzu geleget werden, Det 146. Garten⸗Cypreſſen. Arten- Cypreſſen, im Latelniſchen! A preſſus herbe genaunt, bange e 1 Gatte 5 en 0 Ferdk Sehe (ae gte. al, doch * hefe fahl gn auö ü duumers 0 aumztichencek gunen an. fein gem bes flo, und zu Arbeten Ktafſt, lurch ſonderbahte ba dieces von fal li wachſe, we ii geſcht wird. Diete Kraut im 3. Grad kot wurz glech ſta kung nach dem en, wenn nn gut wider Se Seſch, mr gi keber, Nieren Naangder Gelb bürm gie aaguſen Rahn fla, Da 2 cim, aäſpnathlch pan 00 ac N Abebeo m e er derne f ſtäten, ud h elder pot de * 2 darzu een N U we gell— unt N 0 Garten Cypreſſen. 407 ter die Stauden gerechnet werden, denn es hat eine holtzigte Wurtzel, welche im Fruͤhling zwar zorte, doch holtzigte Schoͤßlein uͤber einer Ellen hoch auffſtoͤſſet, die wollicht und Aſchen⸗ farbigt grun ausſehen, die Blaͤtter wach ſen ſaſt Daumens lang, ſind was zerkerbt, eines aromatiſchen Geruchs und bittern Geſchmacks, die Blumen an Farbe Gold⸗gelb, und wachſen ede an einem beſondern Stengel. Es bluͤhet im Julio, und zu ſelbiger Zeit ſtehet es in ſei⸗ ner beſten Krafft, und wird in unſern Gaͤrten durch ſonderbahre Pflegung gepflantzet, wor⸗ bey dieſes von einigen geglaubet wird, daß es beſſer wachſe, wenn es von einer Weibs⸗Per⸗ ſon geſetzt wird. Dieſes Kraut iſt warm im 2, und trocken Deſſen im 3. Grad, kommet an Kraͤfften dem Stab⸗Eigen⸗ wurtz gleich/ ſt auch in allen Stuͤcken der Wuͤr ſchafft und ckung nach dem Cypreſſen⸗Baum zu verglei⸗ utzen. chen, wenn man daruͤber in Wein trinckt, iſt es gut wider Schlangen · und Scorpion; Stich, wird auch in Verſtopffung der Leber, Nieren und Harn⸗Gaͤnge, auch Heilung der Gelb⸗Sucht und Vertreibung der Wuͤrm gebrauchet. So hat es auch ei⸗ nen groſſen Ruhm, der Weiber weiſſen Sluß zu ſtillen. Das deſtillirte Waſſer ſtillet der Mut⸗Oeſtillitt ter Grimmen, toͤdtet die Wuͤrm/ befördert Waſſer. die Monathliche Reinigung und Nach⸗ geburth/ deren Morgens und Abends etliche Ce4 Tage 408 Curcumæ. Tage hindurch 31ij. ad Fiiij. zu keinckn, be der Deſtillation dieſes Krauts findet ſich auc ein Oel, ſolches iſt ein herrlich Mittel du Bauch · Grimmen zu vertreiben, und di Winde zu vertheilen, ſo ſolches fleßig un den Nabel geſtrichen wird. Die mit Brandwein ausgezogene Eſſem hat eine gleiche Wuͤrckung, und dienet zugleſh wider die Engbruͤſtigkeit, und bringt die Mo nathliche Reinigung wleder herbey. — 2— Curcuma. 147. Cur cuma oder Gilb⸗ Wu G wur⸗ ouch insgemein nach ſih nem lateintſchen Nahmen e ioſco⸗ G — Dante chere caeſinde Wurz eat lb G03, in u ſeh den Ar gha nird, de p alpo olcheſ Folft damit bel Actnur gelb aus, dauman damit b da Gelb⸗ Wr 10d, it bitter, fut, digentt, daluß, man; ib Waſſe⸗ Sucht fight de War kawellen lang a hel ſchärffer als dem Imber uber fn gebn, uud der Leber dull. Deere ſunlich der Mei (churth, duc hum ziſtnn dee Wu ttel n u hurgen nach lcelb⸗ + 1 A 1 damit 10 uch kt en mah dane Gilb⸗Wurtz. 40 Klug zan Dioſcoride aber Cyperus 1 8 genannt, iſt u bal eine fremde Wurtzel, welche in Cananor, Ca- lecut und Goa, iin groſſer Muge waͤchſet, von an, pſlhgſ dar ſie zu den Arabern, Tuͤrcken und Perſiern Ad ah gebracht wird, die doch alle aus Indien kom. A 2 men, allwo ſolche ſo haͤuffig iſt, daß man gantze — 10 a1. Schiffe damit beladen kan. Es ſiehet ſolche Ut 05 ah nicht nur gelb aus, ſondern man kan auch alles N— a was man damit beruͤhret, anfaͤrben. 1 45 cha— 1 waͤrmet und trocknet im m g 2. Grad, iſt bitter, abſtergirt, machet duͤnn, er⸗ N a Gabe oͤffnet, digerirt, zerthetlet, beweget den Mo⸗ nath⸗Fluß, man gebrauchet ſie in der Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht, wie auch in der Cachexia. Es giebt der Wurtzel zweyerley Gattung, un ⸗ terweilen lang, auch zuweilen rund, dieſe iſt A viel ſchaͤrffer als die erſte, und wird offt mit dem Imber uͤberbracht, iſt dem Gallen⸗Blaͤß⸗ lein gewidmet, wie imgleichen dem Magen und der Leber item auch dem Miltz und der Mutter. Dlenet wider alle Verſtopffungen, ſonderlich der Weibs⸗Perſonen, und befoͤrdert die Geburth, auch im Harn⸗Troffeln und Nieren Zuſtaͤnden. 115 5 Die Wurtzel, mit Saffran und Weyrauch drey Morgen nach einander gebrauchet, ver⸗ treibt die Gelb⸗Sucht, ſolche geſtoſſen, und das Haar damit angeſtrichen, machet ſie aus⸗ fallend. Auch wird aus dleſer Wurtzel ein Treſenet gemachet, und Diacurcuma ge⸗ A bhns nannt, iſt ſonderbar gut zu allen Kranckhei⸗ 0 ten L ehen— i 40 Gilb⸗Wurtz. — ten der Waſſer ⸗Sucht und Gelb Such auch vertreibt ſolches die Schmertzen, welch von Verſtopffung der Leber, Milt auß vom Magen, herkommen, und dlenet auh ſonderlich in zaͤhen Feuchtigkeſten, und dene die von Winden geplaget ſeyn, treibt auc Eſſenz bon Curcuma, und deren Gebrauch. den Harn, und iſt gut wider Nieren und Blaſen · Schmertzen. Man bereſtet auch aus dieſer Gilb⸗Wu eine Eſſenz auf ſolgende Art: a Rec. Curcuma, 5j. Cubeben, Saffran, Zimmtt, Weinſtein, Saltz, aa. ij. Zerſtoß alles zu einem Pulver, gieß tea. ficitten Brandtwein druͤber laß an warmen Ort 8. Tage ſtehen, rah es taͤglich um, dann gieß den ge ſaͤrbten Brandtwein ab, fltrir iin, auf die reſtirende Materie gieß il der friſchen Brandtweln, und ih nochmahls die Eſſenz heraus. Nutzen dte⸗ Solche Ellen behalte in wohlvermachtn ſer Eſſenz. Glaͤſern, ſie iſt koͤſtlich und gut wider Gelb Sucht, zu Eroͤffnung der Gekroͤß⸗Adenn, Beſoͤrderung verſtockter Monath⸗ Rel nigung, zu Ausfuͤhrung des Sandes Schleims und Steins der Nieren auch Erduͤnnung und Verzehrung aller ſchlei⸗ richt ⸗gallichten geuchtigkeiten, im M. gen und Gedaͤrmen, ja endlich zu Trelbult des Harns in der Waſſer⸗ Sucht, 1 6 frre tem beguemen Ace eder Gelb! ewohl fel ſalibender lee. Curcum Schlan Wu Gaͤnſet dort Wachol Fenchel Some Mhche Vecher Zenn Heheck und anber, lh Quenbel g über, nehſt laß iber Ne dabon ale Aan, decke Gthlit,. Ab wacht! 9 140 Wahraüt aus deeſe elt 25 A K. ch fan Jun n Holtz u. 9 ile u nem pur feu Sndtwen bäh, mE tl. Nſth a n, dim g Anu 0 dil Drnde A fig= Btundtreaß dm E die Fenn en len Silte in boi t bun n 16 c ve Akter, Sung d 5 ns deen hrung dl 500 chigen an E j end! 0 n boſſe Gilb⸗Wurtz. 411 iſt g att. 20. ad 30, alle Morgen und Abend in 15 55 bequemen Vehiculo zu nehmen. Zu itztgemeldten Krauckheiten, ſonderlich aber wider Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht, dienet auch ſehr wohl folgender . Loxirender Laxirender Kraͤuter⸗„Wein. Kräuter! Rec. Curcumæ- Wurtz, Zſc. Wein. Schlangen⸗Wurtz, und Oſterlucey⸗ Wurtz, aa. Zij. Gaͤnſerich, Sbem kung weiß An⸗ dorn, aa. Mj. Wacholder⸗Beer, 81j. Fenchel⸗Saamen, 21• Sennet⸗Blaͤtter, 3X. Rhabarber, Zijj. Lerchen⸗Schwamm, 3j. Zimmet, Wermuth, Saltz, dada. 31.. Zerhack unb ſtoß alles groblicht unter ein ⸗ ander, thue es in ein Saͤcklein von Quendel, gieß alten Wein Menſ. i. dar⸗ uͤber, nebſt einer halben Maaß Waſſer, laß über Nacht am warmen Ort ſtehen, davon alle Morgen ein Glaß voll zu trin⸗ cken, dieſer Kraͤuter⸗Wein reiniget das Gebluͤt, treibt Gall und Schleim aus, und machet eh und weiten 8 1 5 148 Füge Kraut. i Cufcuts⸗ Jls-Rraut, im bateiniſchen Cucenta ge- fell Ar. nannt, 0 ein Kraut, gleichet faſt einem und wo ez Strang waͤchſet. Strang verworrenen Garn, wo viel Fahg durch einander geflochten, und haͤncket ſſchen ander Gewaͤchs ohne Wurtzel und Blalig Es bringet welſſe Blumen, dle Früchte ſih rund, knoͤpfflicht, voller kleinen Saament wie die Klapperroſen, die Federn oder Haß locken ſind zu Zeiten roth, in Gröͤſſe als df Saiten auf der Geige, das welſſe waͤchſelgl meiniglich auf allen duͤrren Wieſen; daſelbſ uͤberzlehet es das Graß, gleich als ein Splun Gewaͤbe, dadurch es nicht wohl mag uͤber ſih wachſen. Das rothe ſindet man viel in dein Flachs, auch an den Zaͤunen, Baͤumen, Stau den und andern Gewaͤchſen, daran es f flechtet, ſo dick daß es auch lune 9 Gaben fun ſi. fangt fußt e Vitiun igerchnet rcwäct Ml, Blume dallet, und fin lei de facne Wutz Acht gemang dus Jiltz⸗L rocken m and iu adiſchen dh Galt, und hal ſalzene unte! eu, und die Oe nd Vpberen zu no, Julio unt cken hal man da ſonbers das n ſſden Saanen ot Gm, 0 ten uh W d u Simen, de fit icht ler klau 8 8 t ue die dhe 3 ot, Ga 413 Staude zu Boden ziehet. Es wird von Do⸗ donæo für kein Kraut gehalten, ſondern al⸗ leln fuͤr ein Vitium und Morbum der Erdge⸗ waͤchſen gerechnet. Doch aber kan es wohl fuͤr ein Gewaͤchs paſſiren, denn es hat ſeine Wurtzel, Blumen und Saamen, wird auch ernaͤhret, und nimmet zu und ab, wie andere Simplicia. Wenn es in die Hoͤhe geſtlegen, ſo hat es keine Wurtzel/ da es doch noch jung, ſel⸗ biger nicht gemangelt. Das Filtz⸗Kraut und trocken im andern iſt warm im erſten, Deſſen Grad, fuͤhret neben vie⸗ Eigen len irrdiſchen Theilgen auch ein alkaliſches ſch Saltz, und hat davon die Eigenſchafft, das tzen. verſaltzene, unreine und ſaure Gebluͤt zu rein gen, und die Verſtopffung der Leber, Miltz und Nieren zu eroͤffnen. Es bluͤhet im Ju⸗ nio, Julio und Auguſto. In den Apothe⸗ cken hat man dat Gewaͤchs mit den Blumen, beſonders das naͤchſt dem Flachs erwachſen it den Saamen gebrauchet man unkerweilen u den Miltz⸗Artzneyen, denn es dienet der Miltz in ſonderheit, wie auch der Leber. Das Filtz ⸗Kraut waͤrmet im erſten, und trocknet im zweyten Grad, abſtergirt und ad. ſtringitt in etwas, eröffnet, veinit aun Seblüt, verbeſſert die melancd Feuchtigkeit, iſt nuͤtzlich in der ſchwartzen get das holiſche Gelb⸗Sucht, Verſtopffung der Leber und des Miltzes, wie auch in den dre ⸗ und viertaͤgigen Fiebern, wi rd auch wider die Kraͤtze gebrauchel.— Eine 474 Jiltz⸗ Kraut. um. Elne. Hand voll Filtz⸗Kaut in einer d e weiſſen Wein ſo lange man ein Ey hart 1 det, kochen laſſen und nach Belleben dato getruncken iſt gut wider verſtopffte Le. ber und Miltz dienet wider Gelb⸗Jucht Waſſer · Sucht, und viertaͤgige geben Deſtillitrtt So man von dem deſtillirten Filz Kraut Waſſer. Waſſer 5. oder 6. Loth ſchwer Morgens un Abends trincket, iſt es gut fuͤr dle Gelb in Waſſer⸗Sucht, beſoͤrdert den Stein, in SGrieß und Monath⸗Reinigung/ rein et das Geblůte, und dienet für roͤtheche ſichrer„ſonſt hat es mit dem Kraut gleach Krafft und Wuͤrckung. eee 149. Blaue Korn⸗Blume, Cyanus 5 Je blaue Korn⸗Blume, im loten fete Za, D ſchen Cyanus genannt die ſteiget aus eth und ner holtzigen Wurtzel, mit dreyecklgtem hohlen Ege eee Stengel und Neben„wel ſchaffl. einer Ellen hoch, die Blaͤtter ſind laͤnglich, und auch Aſchen⸗ ſar bigt, zu oberſt an dan Aeſten, kommen ſchuppiche Knoͤpfflein ber für, in derer Mitte zelget ſich eine ſchoͤne blau Bluͤthe, und lieget auch ein laͤnglichter, glu zender und mit Wolle verdeckter Saame dal, unter. Solche waͤchſet hin und wieder in Korn, bluͤhet im Maͤy, Junto und noch f Anfang des Julti, haben dle Eigenſchafſt n die Ritterſporn, ſind kalt und krocken im. Grad, adſtringiren. U N N Die Rom⸗ ſchafft zu erkün fulben, und dl öfnen, fin Bier mt Bu 05 ſuſder. achtung ge Wu pes Wil fan, frahe an hüngeſ l f a rohr auh zuglei 10 n 10 5 Blaue Rorn⸗Blume. 0 b vierzig ira N 40 ſhua I 5 puſir dc flirdett hm eh Reina laßt b dent ſieih 0 % alt dem dn But. Sed n S ee Die Korn⸗Blumen haben die Eigen. 0 W ſchafft zu erduͤnnen, durch den Harn ſtarck zu W tg kreiben, und die Mutter ⸗Verſtopffung S nd Na zu eroͤffnen, elne Hand voll Korn ⸗ Blumen Nutzen und Gebrauch der Korn Blumen. e te ea in Bier mit Butter gekochet, und getrun⸗ ſchen z Jig, ud cken, wird wider Gelb⸗Sucht und Harn⸗ amen Wpicz hai Verſehrung gebrauchet. Mit az et ſchae Die Korn, Blumen in Waſſer, oder gu⸗ legte eln line tem weiſſen Wein geſotten, und offt davon 0 adackces gettuncken, treibet nicht nur ſtarck den Harn, dc(t gin ü ſondern bringet und beſoͤrdert auch den Wei⸗ Am, Jun aa bern ihre verlohrne Monath⸗Reinigung, es Jul n Neehh kan auch zugleich mit Ningel⸗Vlumen geſor⸗ 1 n, t ben werden. ing Etliche 416 Blaue Norn Blum. Etliche halten dafür, daß die Korn, De, men gut ſeyn ſollen wider peſttlentzſche gi, ber, auch werden ſie gebrauchet ad febrem epi demicam cum mania. So ſind ſolche auc gut in Entzuͤndung der Augen, auch the und Schmertzen derſelben, das ul ver von den Blumen ſoll ſonderlich auch m der Gelb⸗Sucht nuͤtzlich ſeyn. Deſtillirt Korn, Blu- ſer verrichtet aͤuſſerlich in Entzündung men Waß⸗ Rothe, Trieffe und Schmertzen der d, ſers Nutzen. gen, Wunder, benimmmet auch die hithge h, ſchwulſt in Wunden und Gltedern, Tüͤchſeg darein genetzt und uͤberg ſchlagen. Das Waſſſer getruncken, und auch die aus den Bla, men bereitete Tinctur, ſind ein kraͤfftiges Mi tel in Verhaltung des Urins, dieſes Wuſſg liſt auch gut zu den Fiſteln, ſolche des Lag zweymahl damit gewaſchen, und ein Tuch len darein genetzt, und uͤbergeleget. Es w auch mit dieſem Waſſer ein Safft aus enen geſtoſſenen Krebs gedruckt und damit den Kin dern, welche hart zahnen, das Zahn⸗ Flach beſtrichen. c 150. Erd⸗Aepffel, Sau⸗Brodl, 5 a 8 Eds xepffe„oder Sau⸗Brodt, im dat, und Orth.& niſchen Cyclamen genannt, iſt eine Wut tzel, ſolche gleichet einer Ruͤbe, iſt zaſerſch/aut⸗ wendig ſchwartz, und inwendig weiß: aus fi, cher waͤchſet ein hoher Stiehl mit 3 Cyclamen. Das deſtillirte Korn Blumen Was Vllttern ſolche len nicht unh dachſet gern a 5 Und Juli han im Hebſt. Glu⸗ nde f 10 lat eh e 1 waere tn ſchn. itte J Blu auff W in Ent feu chmudg ben wr t auc dh anden Geben, und Sy ſchlan, cken much eh Lucti! dak tung! Tins, d u den J In, tel nit geh F An, und n , un Sg. m W. ift U ebs 00 und dane hart U, dur l, 00 Suben, cam un, cee! lle fe 0 th unt tg 0 an be B 11 0 6 Erd⸗Apffel, Sau- Brod. Blaͤttern, ſolcher bringet Blumen, die den Vis len nicht unaͤhnlich und wohlriechend ſeyn, waͤchſet gern an laͤtigen Orten, bluͤhet im Junio und Julio, die Wurtzel aber ſammlet man im Herbſt. Saͤu⸗Brodt iſt warm und trocken im drit⸗Eigen⸗ ten Grad, hat ein ziemlich ſcharffes Saltz bey ſchafft, und ſich, und daher die Eigenſchafft Unwillen und Nußfen. viel Erbrechen zu bewegen, Verſtopffung in⸗ nerlicher Glteder zu eroͤffnen, die Monathliche Reinigung zu erwecken, todte Leibes⸗Frucht, auch wohl die Nachgeburth auszutrelben, und allerhand harte Schleim⸗Geſchwulſten zu ver⸗ Man ſoll dieſes* nicht bald. unerlich gebrauch gebrau⸗ des Krauts n Erd. Apfel, Sau · Brot damit thnn. Schmertzen alſobald. das Bluten der Naſen ſtillen. beitet folgend gebrauchen, denn es iſt von gar ſtarcker Wi, ckung, und ſo man nur mit dem Safft ben Bauch ſchmieret, und davon in den Nabel thu, verurſachet es Stuhlgaͤnge: Schwanga Weiber ſollen ſich davor huͤten, diewell ez leichtlich der Leibes⸗Frucht Schaden zufügt, und ſolche toͤdten und ſorttreiben kan. G bedienen ſich zwar einige ſolcher Wurtzel wü die Gelb⸗Sucht, Waſſer⸗Sucht, Miltz⸗Such, man kan aber bald mehr Schaden als Nuß Der Wur- Die Wurtzel wird mit Nutzen gebrauch tzel. im uͤbeln Gehoͤr, im verſtopfften Monat⸗ Jah Abtreibung todter Leibes⸗Frucht, Gelb⸗Such, Stein und Kroͤpffe, darum man ſich dern meiſtentheils aͤuſſerlich bedienet, unter den Nieſe⸗Pulver ziehet ſolche viel boͤſe Feucht keiten aus dem Haupt, hellet auch den he“ Grind: die Wurtzel gedoͤrret und gepulun iſt gut wieder faule Schaͤden; in Clyſtitengs bꝛauchet, fuͤhꝛet ſie gewaltig den zaͤhen Schlin ab, und ſtillet die daher entſtandene Col⸗ Es koͤnte auch ein Safft daraus bet werden, weil man ihn aber gar ſelten hal 0 gebrauchet man an deſſen Statt das Dei Gum. Das daraus gebrannte Woſſer fi Aus des Wurtzel wird auch wider das Sauſen un Klingen der Ohren und Taubheit, 05 abi. — ef F 1 nin gen Cami Blbterſ She es hall duch. undleſem Oe Jumwolk Schlaf, kontinuite Is den Blu en guch ein fe Ggeaſtechen fel, 30 Neg. Saft Fug e ch Bum 3 90 Fudbo⸗ welche 0 boch dälgfelten, kd hach nden, G lb* Cum 1 8 1 1 ſolc 1 Wing b 5 1 1 1 bah 2 1 5 fn 0 80% tuch Ad datum muß 4 beben, u t z che dl I Sau. Brodt. 2 19 Experiment, 5 Experimont kee. Saubrodt⸗ Wurzel, Zvj. ſchobt ſie Wider gantz klein, gleß daruͤber 0 47 Camillen⸗ und Roſen⸗Oel, und Klicd eld 125 d Bitter Mandel⸗Oel, jedes 3v j. gen der es halb ein, darnach ſeiße es durch Ohren, Tuch. leſem Oel thue 6, a 9. Tropſſen auf Baumwolle, ſtoß ſolches zu Nachts dey Schlaffens Zeit in das kranck: Ohr, und continuite etliche mahl damit. Aus den Blumen vom Saͤubrodt bereitet man auch ein kräfftiges Oel, und wider das Seitenſtechen folgend Rec. 202 fa 15 2 dort mwg ſul haben; uc ist wall e t!“ ber eln al H. Mach Unguentum. Sale wiz Safft von Saͤubrodt, ii. der Seitens Frucht und Kraut von Est. Cucu⸗ Stiche. mern, Friſche ungeſaltzene Bulter aa. 5j. VBaum⸗Oel, 5j. Col lequlnten⸗ Mare, 3j. 5 Euphorbi 3. e alles klein, macerir es in dem Oel aut s Suft un 8. Tage, koche es bis foſt zur Comſumption det 0 N aber gu in Feuchtigketten, colir und preſſe es ſtarck aus, 2 laß hernach! in dem augepreſſten el eezehen,. un vſſen Sl a 0 4 ene 540 0. 7 0 1 0 U La 4 In ſpiſſt Und jedes Gelb Wachs, by. Gummi Segepani, 57 Murr 5 975 ulvert, ii. beydes in Eßig ſolvirt, ſol eln Brey, wann ſie noch wa em, in einem beſondern Geſchtrr it, d ant 1 Dod deus Cydonia malus, und Ort. Eigen⸗ Derer Ge⸗ ſtalten Ar ten Frucht Stamm, mit einer rauhen Minde bedeckte he — e 5 Ovitten Baum. thue von dem ausgepreſſeten Oel, in welchen erſt das Wachs zerlaſſen worden, darein; tb re es wohl, und die gepulverte Sachen 9 maͤchlich darunter, zugleich auch mit Ochse, Galle Ivij. ein Lͤffel voll nach dem anden, und mache durch ſtetiges Ruhren elne Salt daraus. ä 42⁰ 0 157. Qvitten⸗Baum. Uitten⸗Baum, im Lateiniſchen Cya nia Malus genannt, iſt an Geſtalt an Blaͤtter ſind rundlicht, aber gruͤn, unten mil weiſſer weicher Wolle uͤberzogen. Die Nl the iſt Purpur⸗farbig, die goldgelben Sh, len der Qvitten ſind mit einer gelinden wu lichten Materie umbgeben. Der Arten Ou ten⸗Baͤume ſind zweyerley, zahme und nl de, die zahmen werden in Gaͤrten unterholln, und wollen an einem feuchten Ort ſtehen blahe im Aprill und May, und die Fuͤchte wan im September und October reiff, wan vermehret durch die Verſetzung der Wurz Sproſſen, welches in Hornung bey wachen dem Licht geſchlehet; oder auf ihr eigene M gepfropffet. In den Apothecken findet man gedörneg ſchafſt und Qyſtten und den Saamen; die Quilten lu, Gebrauch der Quitten. gen vor den Magen, kuͤhlen im 1. und trocknen im 2. Grad, adſtringiren, ernaͤhren, wan g brauchet ſie mehꝛenthells imErbꝛechen, Bauch flüſſen, Schlucken und ſchwachen Mae, 0 8 Gui Juan aus gaht ber a wie bang eee weſſel du Schleim en Waſſer au 10 ne und fi Gunden an N Arden Btand! Agar Würd In dem aus ſan a Wiſfr ausge Luken Kern Ae wach fen, dabon hun Mund genomm und hellet alle Verwunderung. Lulu, Kr Faster gekoch iber ben N. 10 und Or lach ben iber fa dein, ahn groſſng — dd a awo 4 een eich uch ol N d des Nich 175 i. el, Bau Bir mt ls ut, sag eint hen e tun D aber gti 4 bahn g 4 2 dee gahge ten t eint ga die il derben. Dal Auitten⸗Baum. 421 Man kan aus den Quitten mancherley zur Geſundheit der Menſchen dienliche Sachen bereiten, wie dann beſchrieben werden, zweyer⸗ ley als eine weiſſe und rothe Marmelade. Der Schleim von Quitten⸗Kern, ſo mit Quitten⸗ Roſen⸗Waſſer ausgezogen worden, dienet wi⸗Kern⸗ der rothe und flieſſende Augen, hellet. Schrunden an Weiber⸗Bruͤſten, wird auch uutzet 4555 wider den Brand vom Feuer gelobet. Er thut noch beſſere Wuͤrckung, wenn er mit Froͤſchlalg oder dem aus faulen ſuͤſſ⸗Aepffeln gediſtillir⸗ ten Waſſer ausgezogen wird. Quitten⸗Kern in Roſen⸗ und Brunellen⸗ Waſſer gewelchet, Viol⸗Syrup 3j. dazu ge⸗ than, davon zuweilen ein paar Loͤffel voll in Mund genommen, dienet wider die Braͤune, nd Sele) iht und heilet alle Geſchwaͤr des Mundes mit n ee Verwunderung. nent d Gad Quitten⸗Kern im weiſſen Wein zu einem Pflaſter gekochet, zwiſchen einem Tuch warm⸗ 10 N el lich uͤber den Magen geleget, benimmet den br Sg f Unwillen und Druͤckungen des Magens, ſtil⸗ urch!! uhu dag let auch den uͤberfluͤßigen Stuhlgang, und al⸗ wache& Aham i gerhand Ruhren. Die Qultten⸗Lattwerg wird ſchieh der uf auch mit groſſem Nutzen gebrauchet. Will man die Quitten deſtilllren, muß manczebrannt oh„ ſibe, v ſolches thun, wann ſie noch zeitig ſeyn, gehackt, Quitten⸗ b den a en; l. geſtoſſen und gebrennet, von ſolchem Quttten⸗Waſſer Nag. fen mu Waſſer des Morgens und Abends ij. getrun⸗ und deſſen adftn el, ih cken ſtaͤrcket den bloͤden Magen, behaͤlt die Spei⸗ ncht w Finetim cen n bullet Bauchfluͤſſe,* und weiſſe Ruhr. d 3 Nutzen. ſe, vertreibt den Unwillen, Auſſtoſſen, Erbrechen, Man — e 42 Guitten⸗ Baum. Man machet auch die Qultten en, wach Tan ſich die ſchwangern Weiber mit groſſem ut andun ple bedienen koͤnnen, auf folgende Art. fe fac Hauitten. Quitten, welche nicht ſo gar zeig Sioſt, einzumg ſthaͤle ſolche und wann ſie in Schult gesch Fiche chen, ten ſo koche ſie ein wen g linde in Waſſer np] Ftebehdes ſie aus, laß das Waſſer ablouffen, ſplckeſt] dem deu mit Zimmet und Naͤgeleln, lege ſie in ge jn zuſelch terken Zucker, und laß ſie darkun ſſieden Zucken der Zucker die Dicke eines Syrups hat, I] fache et fern ſolche in Zucker⸗Glaͤſer, und behalt een zan Syrus Solche dienen dem Magen ſtaͤrcken denſelhh ant, Dol. f und wehren allen Bauch⸗Fluͤſſen und eo„ene Min mand beſorget, daß ihm uͤber der Mahlzehma] z ger toniun ſtarcken Teincken zugeſetzt werden moͤchtz dn anpoktum. e kan ſich bey dem Tiſch der gekochten oder a u. Peron gemachten Qultten bedienen; noch bench mam pelacidl man nuch aus den Quitten einen mützhchh iche fehr, we naive c). Safft, ſo man in Aperhecken wirs rah zes hee dopiorum. rum nennet, ſolches ſtoͤrcket den age ſhychen porbe machet Auſt zum Eſſen, hilfft a R ung ſtillet den Unwillen, Aufffoun 112.5 und Eobrechen des Magens, ſtopffet u e iſt ſehr nutzlich in der Rothen⸗Ruhr⸗ lnds⸗ Jun Jusgemeln erquicken und ſtaͤrcken dle Buh e nagoſſ 0 ten den Magen und die deber, machen Apfel ens zum Eſſen, befoͤrdern bie Dauung und 10 bach ſchgſe den den Harn, ſie ſtaͤrcken auch das Gehirn ee ie Eühngel„0 nen wider boͤſe ufft. wc Nachfolgende Stück werden aus den dul agu ten bereltet, als 1. eingemachte Quſten, f agen Der Nulkten⸗Wein. 3. Das dec ah d e Ae Ban an ud . I gc Aut adh Ede n ee 0 1 e A fe daß il Ern -. wie be Fin fit alen e et daf P überdac ace zt wd g dem e glich ul! ten; 1g us del Alten ahnt nan bu cen mi „solch“ cker aal uſt u E ſen hi it den Fillen, chen geg fe ich A ötheſch ehr erg Fendi gen ug eber N act beſt bie Dam iu sie! en aa ge d Ie 00 wetdenth als gel 1 Be da — — — —ů— — = 2 ä — Guitten⸗Baum. 4¹3 4. Diacydonium. 5. Marmelata. 6. Miva Cy. Wie die Joniorum ſimplex, welche alſo bereitet wird. ira Cys Tri N goniorum Rec. 8 3 8 Qultten⸗ 1 Friſchen Moſt, bij. Koche beydes in irrdenem Geſchirr bey ge⸗ lindem Feuer ſo lange biß 15 i/ uͤberblei⸗ ben, zu ſolchen thue Zucker ij. Koche es ferner bis zur Conſiſtenz eines dicken Syrups, dieſer Syrup dienet wie oben gemeldet, Dol. iſt 50. ad Siſß. J. Eine Miva Gydoniorum aromatiſata, g. Diacydonium ſimplex. 9. Diacydonium compoſitum. 10. Diacydenium pellucidum u. Diacydonium Selutivum. 12. Diacydo- ninm pellucidum purgans, und andere Sa⸗ chen mehr, welche theils im zweyten Theil des Anhangs unſers Theſauri ſanitatis be- ſchrleben worden. 1557. a . 152. Hunds⸗Zunge. Cysogloſſa .„Zunge, im Lateiniſchen yno-Geſtalt, nogloſſa genannt, hat eine dicke Wur⸗Zeit und tzel, auſſen ſchwartz, inwendig ſuͤß und weiß/ Ort. f aus ſolcher ſchleſſet auf, ein langer aͤſtiger rau⸗ her Staͤngel, daran wachſen lange, grau⸗ liche wollichte und ſtarckriechende Blaͤtter, träget Blumen wle an der Ochſenzunge, wor⸗ auf 4. zuſammen gefuͤgte Blaͤtlein kommen, u welchen der Saame lieget, es waͤchſet gern . —— eee an duͤrren Orten, und bey Gemauern, bie Derer In Apothecken haͤget man die Blum Eigen⸗ Blatter und Wurtzeln, wiewohl das let aſſt und gar ſelten. Es kuͤhlet und trocknet im z. Gr, Gebrauch. machet dick, lindert und ſtopffet, man braucht 4s in Stillung der Blut⸗Fluͤſſe, Gonnonhez Catharrn, well aber dieſes Kraut wegen sell ſchlaffmachenden Giffts bey vielen verdaͤch tig iſt, als wird es gar ſelten gebrauche es hat ſolches auch die Eigenſchafft die Fluͤſſe zu fil, len, und allen Schmertzen zu lindern. Die Wurtzel der Hunds⸗Zung gedoͤrtet u Pulver geſtoſſen, und 3j. ſchwer davon im 0 then Wein eingenommen, dlenet wider 15 90 a Suan dfb. nt den Teig all Wuthel! nd Sch Wfckett die anhurde⸗ Jung 6% wehe zu Altern, Grü 4g ler. Hund I, ſide es in Aal vergeht daten zu eint achte Schäden! Des deſtllht hut wide Gechwär an zl nt wiſhet, ub überget, aher, helle , peſche yun ſünme, twerben in 0 hundt ung 00 Oran im 0 N 90 fing dläſſe 6 bm dt We WWtte ri ae , NI ach x tut Murg tif 5s kühl 2 lindert e iopſſe nu ber* iſt bun l abet Ktan he en Y be Me! wesge r en ght de E W iſt Nel Sei t ue ide 1 tn u. stp gerd, 0 . 1 e darnach den Teig davon 0 und die ge⸗ bratene Wurtzel in Affter geſtoſſen, nimmet Hitz und Schmertzen der Feig⸗Wartzen, und ſoͤrdert die Heilung. Es wird auch aus dem hunds⸗Zungen · Safft eine Salbe gema⸗ chet, welche zu alten Schaͤden, boͤſen Blattern, Grind, und Fiſteln dienlich iſt, e. g. Rec. Hundszungen⸗Safft, Roſen⸗Ho⸗ nig, aa, ſiede es ſittiglich, daß ſich der Safft zum Theil verzehret, darnach mache es mit Terbentin zu einer Salbe, mit welcher dle be⸗ meldte Schaͤden beſtrichen werden koͤnnen. Das deſtillirte undzungen ⸗Waſſer Hunds/ iſt gut wider Feigwartzen, und loͤchrichte Zungen⸗ Geſchwaͤr an heimlichen Orten, ſo man ſie dar⸗ mit waͤſchet, leinene Tuͤchlein darein netzt und uͤberleget. Unter die Gurgelwaſſer ver⸗ miſchet, heilet es dle boͤſe Geſchwaͤr des Mun⸗ des, welche von Frantzoͤſiſchen Seuche her⸗ kommen. Es werden in den Apothecken auch diecpilen aus Hunds⸗Zungen bereitet, von welchen 2. bis 4. Gran bisweilen genommen werden, die nicht nur Schlaff machen, ſondern auch Schmertzen, und ſtarcken trockenen, und von duͤnnen Fluͤſſen herruͤhrenden Huſten ſtillen, Ruhren und Blut⸗Fluß vertreiben, und den Haupt⸗ und Bruſt⸗Fluͤſſen mehren. Die Blaͤtter gruͤn zerſtoſſen ſind ſehr dien⸗ lich zu Entzuͤndung der Wunden, aufgeleget: Do 5 dle⸗ Waſſer. —— 46 Sunds Zunge. benden Hunde, in Wein und Waſſer az 9 kochet nutzen ſie wider den Krebs an Brüſſn das Pulver von den Blaͤttern, ſtiller das Blitz gleiche Krafft hat auch das Pulver von hi Wuetzel. r piluls cy. Die Pilulæ de Cynogloſſo Nicolai Prep nogloſſo ſiti oder Pillen von Hunds⸗Zungen werb Nicolai. auf folgende Art bereitet. Rec. Trockene Hunds⸗Zung⸗Wurtzel Saamen von weiſſem Bilſen⸗ Run O)pfii aa. 3ſß. a Muyrrhen, Weyrauch aa. yj, Gewuͤrtz⸗Naͤgelin, Zimmet, Storax aa. Zij. Mache es mit Violen⸗Syrup der aus ban Safft bereitet, oder mit Safft vn Hunds⸗Zung, oder Roſen⸗Waſe u Pillen Andere Auf andere Art ſeynd ſolche Hunds⸗Zungeh Manier Pillen zu beretten nach Meſſur Compoſition Pillen Rec. Opii, Hunds⸗Zung, ein Bllſen⸗Kraut, aa. 50. Saffran, Siſß. 2 Miuyrrchen, svj. Waeyrauch, Jr. 0 Mache alles auf obige Art zu einer Mal Pilularum.* Fernelius und Renodæus haben folgend daraus concinnirt. Pult dienen auch zu den gebiſſenen Wunden dert 2 —— 0 J Oln, Wiortz 05 Myrth Wehe Stor Se Bbet, Hache es mi uud Bol ferentinus f. ſcgecde also ch ec, Saft Moes 1 dan f Maſſa Bertin fan das Oain Ich ſlirn t lu bereut zb le man both bſinen natecti cla man ach kalen ficht ze Nepenſ Anm zuſf cf und 0 a folkd g 50 Dung nee i* 0 und Ai ewf 550 nde ten fili 9 au de 5 0 ö 2 5 en vo Ent, 0 It b. K nt ockene 8 W amen en fende 1 dd.* auth Euch af cwürtz in, zun iter J „mt= Stu ft berech! a m hi ds. 0 de Ne ian. 5 fache eiten nE allur dn ppi, H Ain gen- Fan vafftan N Nyrehen 4 Negtauch t tum. und N Sale cin. f 1* A* ales auf 250 1 Hunds unge. 427 Pille de Ounogloſſo cum Caſtweo. pilube de 195 Opii, 1 O CU Wurtzel von Hunds„Zungen Core. aa. 31. Myrth. elect. 3vj. Weyrauch Zv. Stora Ziij. Saffran, Bibergeil aa. Zſü. Mache es mit Safft von Hunde⸗Zungen und Violen⸗Safft zum Teige. Faventinus hat in ſaltzigen n Pillen. füͤgende alſo eingerichtet:: Kec. Safft von Suͤßholtz Zi]. Aloes 3]. Pillen⸗Maſſa von Hunds⸗ Zung 3“. Daraus mache init Vlol⸗Syrup eine Mafla. In Bereitung dieset Pillen ⸗Maſſa, laſſe man das Opium, Myrrhen und Storax erſt⸗ lich ſolviren, welche Coͤrper machen die Pil⸗ len daraus zu berelten, das Opium aber cor- rigite man vorhero ducch Abrauchen, damit es ſeinen nareotiſchen Schwefel von ſich laſſe: doch ſoll man acht haben, daß es in ſolcher Cor- rection nicht verbrenne. Die Pillen ſind ein vortrefflich Mittel die Catharren zu ſtillen, ſie bringen auch den Schlaff, und legen allerhand Schmertzen, ſtil⸗ ben dle falhe dhe und andere Waun Iluͤſſe. 120 53. Wildt 428 3 Sagbuten. 4 NR N 2 N Geſtalt, ſen, im Lateiniſchen Cynosbatos, it ih Art, Orth wohlriechende weiſſe, oder auch fleiſch⸗farben und Zeit, Roſe mit 5. Blaͤttlein„ waͤchſet an einer ml vielen Gaͤrten aufgeſchoſſener dornichten un ſcharffſtachelichten Hecke, mit vielen Nebel Zweigen, welche ſchoͤn grün und fuͤnfffacheg⸗ kerbte Blaͤtter haben, auf gemeldten Rößleh folgen laͤnglichte Fruͤchte, welche wann ſe reſff roth und hart ſind, und haben inwendh welſſe mit klebendem Haar bedeckte Steinleln! an den důnnen Ruthen findet man je* 0 9 cynosbatos 1 53. Wilde Roſen, Hagbuttel 9 Wunde Koſen, Hagbuttel, eck; N 5 badet Wüln beach e Eibl einne im Jgpothec an, Schwan eln; die Bl fager Beweg ſcgiken, daun facher Mon, in weiſſen Fl Aan, zuweilen ce daraus d. Dee Hagbutt A ktzuey gebt man hald Roſtt buten, koche ichs ein eh l denen wiber ge uus ſocchen auc Me gusta NSchwaß tut Dabon In ziebern, h unmen, Hr gelege, daa 1 8 aft e N Scech m vc Cm 2. oderautſth 00 w hatta 1 un fia auch haarigte rauhe Schwaͤmme in denen in⸗ wendig ein Wuͤrmlein,(die im Sommer ſollen zu Spaniſchen Fliegen werden,) und Steinlein haben. Es bluͤhet im Majo, auch werden die Schwaͤmme im Majo und Junio geſammlet. In Apotheck en findet man die Blumen, Was in den Fruͤchte, Schwaͤmme, und bisweilen auch die Apothecken Wurtzeln; die Blumen haben mit andern Ro⸗ davon in ſen einerley Bewandniß, nur daß ſie mehr ad · D ſtringiren, darum werden ſie auch in allzu⸗ ſtarcker Monath Reinigung, und in dem weiſſen Fluß der Weiber ſehr hoch ge⸗ 0 K. zuweilen wird auch das beſte Roſen⸗ aſſer daraus deſtillirt. Die Hagbutten werden in der Kuͤchen und Nutzen und Air Artzney gebrauchet, in der Kuͤchen nimmet Gebrauch man halb Roſinen und halb ausgekernte Hag der Hag⸗ butten, kochet ſolche mit Wein und Zucker, ſo butten. wirds ein lieblich Zugemuͤſe, ſolche ſtopffen, und dienen wider das Nieren Wehe, man kan aus ſolchen auch eine Luttwerge machen, die in vlelerley Zuſtaͤnden gebrauchet wird. Die Schwaͤm̃e( Bedegvar, Schlaf- Aepffel, Schlaffkuntz,) dienen in Wein geweichet zum Nieren ⸗Wehe, kochet man ſolche in Waſſer und trincket davon, dienet es in Kaſerey bey hi⸗ tigen Fiebern, das Pulver davon 3. Tage lang genommen, ſie werden auch unter die Haͤupter geleget, man trincket daruͤber, und befoͤrdert den Schlaff damit, die in den Schlaff kuntzen befindliche Wuͤrme/wer · den wider die Wuͤrme gegeben, die W geiles ſchafft iſt. —— 430 Sambutten. hellet der tollen Hunde⸗Biß, aͤuſſerſſh Rehet es die Splitter aus dem gleich Das aus den Blumen gebrannte paß ſer, ſtillet den rothen und weiſſen Fluß der Weiber, der Spiritus oder Waſſer voz den Schwaͤmmen„und der Spiritus all liſatus nutzen wider den Stein; eing machte Frucht, oder Hagbutten und det Muß davon, bekommt der Leber und Nuß gg wohl, und iſt dienlich in Durchbrüchen Rother Ruhr, Magen ⸗Schwachhel, in Schluͤcken, Brechen, Blutſpeyen Saamen Fluß, und Nieten Stel Die Conſerva von den Blumen ſſt bewihn in gallſchten Bauch ⸗Fluͤſſen und Ange ſichts⸗Blaͤtterlein, larirt auch zuweſſch der Syrup, ſo der koͤuigliche guͤldene Sy rup genennet wird, hat auch ſelnen Nuten, In der Eſſentia Nephritica Michaels, ff der Schwamm das vornehmſte Stuck, wen man Wein darauf gieſſet, ſo treibt focht den Grieß vortrefflich, doch iſt deſſen Kraft nicht allein Harn⸗ treibend, ſondern aden. girt auch maͤßiglich, ſtaͤrckt den Nleren⸗ g. chæum, und treibt die Steine aus, dahen er auch eine Krafft hat, die Stein⸗Schmel zen zu ſtillen. 5 g Es werden daraus unterſchledene Stück bereltet, als das wohlriechende Waſſii iſt ein kraͤfftig Mittel wider den Stel, 2. Die eingemachten Hagebutten 5 . g U ac e n, u h tauhes abr uc g „ f 1 14. 5 übel r rundt e O perugl W Anund 12 , de e mn e und dach unt r pan ö alder deheg ditt bn duch ahr F gen Scher ken„ chen Bag Auf 72* Slum Ba SA löse uh lättet t lark uh Alice gan dſſentiſ itte ct mm da Sehne n datſ N dess P votre 5 J boch tet Hern end, nen gl= ür du n nd tei s Stel al Kaff 5, dk Stn U UN. g den dal een das Drache Me der le gema d ue I bauch Cyper⸗Wurtzel. 431 machet ſie ein, und thut das auſſere und dle inwendige rauhe Steinlein davon, das Muß oder Trob wird gleich bereltel. eee wie andere Electuaria 154. Wilder Galgan. f Cyperus longus& cotundus, GN ee 7 Wu N N N N Er wilde lange Galgan, wie auch czeſtalt, der rundte Galgan, wird im Latel⸗ Zeit und niſchen Cyperus longus& rotundus genannt, Ort. wiewohl dle rundte nur allein gebraucht wird, jedoch ſoll ſolche nach Zeugniß gelehrter Maͤn⸗ ner Eigen ſchafft. Gebrauch. 432 Cyper· Wurtzel . f„ 2—ꝛ ner gegen der langen wenig Vorzug haben An Geſtalt gewinnet die rundte Cyper⸗ Mun tel einen drey⸗ oder viereckigten Stengel, u die Bintzen, einer Ellen hoch, hat Bl dͤtter mie Lauch ſo lang, ſchmal und ſtriemig, am Gf aber kleiner, auf welchem auch die bleiche B the, und braune wohlriechende Buͤſchlein ſe en, ſo einen kleinen Saamen in ſich habe Dle Wurtzeln hangen an Zaſern bey elnantt ſind rund ſchwartz bitter, und am beſten wen ſie ſchwer, harte und felſt, voll, rauh, wohluß chend, und etwas ſcharff ſind. Die lauget iſt dieſer in allem glelch auſſer an Wurtzel, die laͤnger und knoͤpffigter iſt. St waͤch ſet von ihr ſelbſt in den warmen Landern Italien, Spanien, Syrien, ꝛc. bluͤhet im y nio, Julio und Auguſto. Die Wurtzel dieſes Krauts, ſo allein inbe Artzney gebrauchet wird, hat eln ſcharff a. matiſches Saltz bey ſich, und dannenher die k genſchafft zu ſtaͤrcken, zu waͤrmen, zu eri. die Winde und Blaͤhungen zu verthellen, s Gehirn und Nerven zu ſtaͤrcken, dahero dan den Alten geſagt worden, daß ſie warm und trocken ſey im 2. Grad. Wilder Galgan geſtoſſen, und bas Pil ver ſchwer Zſt. in weiſſem Wein eingenommen befoͤrdert die Monathliche Reinigung der Weiber, treibt den Harn/ reiniget die Nieren von Grieß und Sand, oͤffnet die Berſtopffung der angefangenen Waſſer Sucht, und ſtaͤrckt den Magen; wenn 1 U uſchn fur 5 gabe Athe eden in Wag ane ſond weisen d And, ſlones, ſekomr als zum fa herlcches Nec, Mortal Oel Engen Gun Cala „Cand Amt Mig Para 4. Catbch 5 Poze 0 1 Seam 10 bknäpfuſ ihr FA den wann ant De tin lh nd N. 7 autt fach 0 dd, hat i e 5„und henna ju ſta r. und B. ige zune 0 Ner ri fiche, 1 engt in, daßſt m. 10 1 1 zgeſtoſm n— f Wel ti 1 n 1 * ec on Gt IU— 15 e ten Eper urge, 4 man ſolchen kauet, wendet er 0 den boͤſen Geruch des Athems. 3 Es werden in den Apothecken aus dieſer Wurtzel keine ſonderbare Præparata gemachet, denn ſie alſo in ſubſtantia gemeiniglich gebrau⸗ chet wird, ſie je kommen aber unter viele Compo- itiones, als zum Exempel unter Mace uch benes herrliches Magen Pulver. ae Rec. ee Jiijſs. Pulber. Roſen⸗Taͤfflein⸗Zucker mit Kuͤm̃el⸗ De bereitet Sſb. 105 Eingemachte Pomerantze⸗ Schalen, Citronen⸗Schalen, Candirte Indianiſche Nuß aa. Züj. Muſcaten⸗Nuß, Zij. Calamus aromat, Ziff. Candirten Imber, Zij. Zimmet, Div. Naͤgelein, 95. Paradieß⸗ Holtz, Macis, Galgen, aa. j. Cardomom, Corſander,* Anieß, Fenchel und e men aa. 36. 155 M. F. Pulvis. I. Mohren⸗Kuͤmmel. PDaucus, hren ⸗Kuͤmmel, im Lateinischen Deſſen Ge⸗ Daucus genannt, an Geſtalt hat es 90. Blätter wie Fenchel, der Stengel waͤchſet als. ein Arm hoch, bringt Dolden n it weiſſen Blu⸗ men, wie Lorſander darauf ſolget der haari⸗ 10 ffn e E f ſolget der h e ge —. — 2 tel arffe liebliche Saame, bie Wurtze e dick und Spannen⸗lang, wichll von ſich ſelbſt in der Inſul Eee den Nahmen Daucus Creticus hal, bach thecken hat man auch das andere* 75 Daucus vulgaris genannt, es wird a 1 1 der Saame behalten, es grüͤnet lm 0 bluͤhet im Majo und wird im Junſo ze 3 6 Dieſer Sa ame iſt warm und tro 10 2. Grad, und wird mit unter die 1 warmen Saamen gerechnet, kommet 235 ter den Therlac, weil er 7 gte kuln zeſtochenen helffen ſoll. Die 10 oh do hr Bft Ich Ache welt o duHunt u hen, incick uli, wird ge fefa Mi end Aufffe Aeuun Winden ſahppͤhrendem. Glen, und Bu un solchen mit b taglich deb Cin anwachſt des Samen let, damit die G wohl zwe Ur: funden werden Inh dienet der. Harn, kelbent: Aus bem iy a gümme Fa des Waſers bnten Sag uu ageittn ends z 0 wißt 50 n en g Nes iehlb!' vam, e r dig e Spauneh g of nv elt: n 1 8 Cid M n ma J dat ak algatt ann, ul ne deſ 8 1 Mohren Kümmel 437 miſchen ihr Bler mit dem Safft Dauei Syl- vellt. und zlehen ſelbiges dem andern aczneyll chen Bier weit vor. 20 Der Saame iſt dienlich der Mutter, treibt und Ge⸗ den Harn, incidirt, zertheilet, waͤrmet und brauch. trocknet, wird gebraucht wider die Winde, in verſtopfftem Monak⸗Fluß, Mutter⸗Kranck⸗ heit, und Auffſteigen*. ben, in der Colic die von Winden herruͤhret, Schlucken und langwaͤhrendem Huſten, wie auch wider den Stein, und Verhaltung des Urins. Wenn 5 man ſolchen mit dem Bier aufliaͤhren laͤſſet, und taglich davon krincket, wird er keinen Stein anwachſen laſſen. Von Sylvio wird 3j. des Saamens mit Beyfuß⸗Waſſer verord⸗ net, damit die Gonorrhœam zu vertreiben. Ob wohl zwey Arten des Dauci gerechnet oder ge⸗ funden werden, ſo ſind ſolche doch gleich gut, und dienet der Saame am beſten, ſo man ein Harn⸗treibend Mittel verlangetk. Aus dem in voller Bluͤthe ſtehenden Moh⸗ und des Waſſers ein Maaß voll uͤber Ziiij. des gepulverten Saamens gleſſen, und ein paar Tage digeriren laſſen, und davon Morgens und Abends ij. trincken, ſo dienet es wider 0 alle oberwaͤhnte Zuſtaͤnde. 156 Nöhrlein. Kraut Pfaffen⸗ Roͤhrel. ren⸗Kuͤmmel kan man ein Waſſer deſtilliren, 9 Leu 9 Pfaffen⸗Roͤhrel, ſonſt Deſſen Getz auch 3 im— Dens ſtalt Zeit 4 2 Leo · und Or 4. 436 l Loͤwen⸗Zahn. Jun, 2 SN 0855 N N 8 Ie NK V N 25 A5 * — 57 0 W 71 N Leonis genannt, deſſen Kraut hat lang zu beyden Seiten gekerbte und gezahnele und b* f 175 999 0 8 . dem Wegwart faſt aͤhnliche Blaͤtter, zwiſche ſolchen wachſen hohle milchichte Stengel, ner Spannen lang hervor, deren feder ein elnige Blume traͤget, welche aus viel und lal⸗ ter gelben Blaͤttern beſtehet, die zuletzt wol licht werden, und durch den Wind verſill⸗ ben, da dann nur ein weiß⸗grau Knoͤpfeh, wie ein abgeſchorner Kopff zuruͤcke blebbel die Wurtzel iſt lang, und voller mülchſhln Saffts. Solches waͤchſet gern an graſichli Orten, und bluͤhet im April und Majo. ie Diese 1 Die Real wüsten, 0 lrobſches,! tes Sl auc guet neräffne alen zu tem Gblite zu rei de Wurtz M ſtocken im het dienet di Han, ſt auch gi ber, Milt un found Gelb⸗ Heblüts, Se dreſtögigen zondung lichtem Har Schl f, auch ö er Sood/; ſuf der Bruf hem und 0 Auſſelich! n, wenn Ah Seng chene chen al uche u bet, nchiden 1 die 10 1 ber J. 9 Loͤwen⸗Sahn⸗ 437 Dieſes Kraut hat eine Krafft zu kuͤhlen Eigen⸗ und zu trocknen, fuͤhret ein fluͤchtiges, ſcharf. ſchafft und ſes, nitroſiſches, mit etwas Schwefel⸗Thellen Gebrau vermiſchtes Saltz inſſeineim Milch⸗Safft, hat dadurch groſſe Kraͤffte die innerliche Verſtopf⸗ ſungen zu eroͤffnen, und die Saͤure aller Feuch⸗ tigkeiten zu temperiren, auch das gallichte Gebluͤte zu reinigen. 1 Die Wurtzel und dieſes Kraut iſt kalt und crocken im 2. Grab, verduͤnnet, eroͤffnet, J und= ſſen Krunt fl Se) Akabte uh bart F ihnlche But chen ct mice reintget, dienet der Leber und Bruſt, treibt den 8 4 Harn U iſt auch gut in Verſtoffung der Le⸗ ber, AMiilg und Gekroß Adern Waſ⸗ ſer⸗ und Gelb ⸗Suchr, Unreinigkeit des Gebluͤts, Scharbock, Miltz⸗ Sucht, dreytaͤgigen Fiebern, innerlicher Ent. zuͤndung, Harn ⸗ Winden und troͤpff⸗ lichtem Harnen, auch Bett⸗Harnen im Schlaff, auch iſt es gut im Magenbrennen oder Sood, vertheilet den zaͤhen Schleim auf der Bruſt, benimmet den ſchweren Athem und Huſte. nett wahr Miſch⸗ Stengel des Tages dreymahl eintroͤpf⸗ Blat crx beſthſt, Kg elt, dlenet eben alſo auch wider die Wartzen, 1 curch den Mu ann in naß ud! dee n Kaf f 0 J wacher, die Wurtzel wird fur allerhand Eolt Sitia Gebrechen der Augen„ und vor e 3 5 ah l 1 cl iſt, ud lt damit beſtrichen; wenn man das Kraut in Waſſer kochet, ſo dienet es in Wunden und Schaͤden, ſo man ſolche damit aus⸗ Fie ch, 4 A eu ſſerlich dienet es zu den glecken der Ale* 0 nen Jenittter And Augen, wenn man den Safft aus dem 8 3 Gebrannte Dentaria. Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort. 438 Lowen· Jahn. Sieber, auch für Naſebluten pole ter der Zunge gehalten wird. Das aus den geſammten Kraut gebrannte Waſſer, Harus, im Fieber, Hitze, Waſſer. gut, in Verſtopffung der Leber und he urſt, Sen ten Stechen, Reuchen, Huſten un, huͤtet auch fallende Sucht oder Gichtah wenn die Kinder zahnen. Aeu ſſerlich dient ſolch Waſſer auch zu Ent zun dyn gen Rothe und Flecken der Augeh und rothen Blaͤtterlein im Geſicht/ lu Extractum aber oder der aus dem Kea dick geſottene Safft, wird in der Miltz⸗Sucht gelobet. — 157. Zahn⸗Kraut, oder Wurz, DAhn⸗KRraut, oder Zahn⸗Wurtzel, zul tein Dentaria genannt, hat eine lange l gleiche Wurtzel, von vielen Knoͤttlein glälh, ſam zuſammen geſetzt, und wenn man eil davon abbricht, haben ſie die Geſtalt wie Ma ſchen⸗Zaͤhne. Daher es auch den Mahl Zahn⸗Kraut bekommen hat. Es hat Bit ter te fünff an einem Stiehl, rings ume zerkerbt, faſt wie Blatter am Hanff⸗ Kran gewinnet einen ſchmalen, rundten Stengel etwas uͤber einen Schuh hoch, daran wot⸗ ſen Purpur⸗farbichte ſchoͤne Bluͤmleſn, wen ſolche abſollen; ſo folgen kleine Schoͤlllal in welchen der Saame verſchloſſeu iſt. 15 50 fehl vie 1 cn unde gan Ende de U We malehade und f Tellgen, ff n trockne Aupehen und Audb⸗Kraͤuker f In Sunckel g. a kihle; kiſtgut wöer! gun Fläſſe, ve Wunden. De ſhcltte Ele Gch gegche Ez aullkt Brche, ſo 40. Lage nac un das Krau ume hatgemeldter dale Get — G d weiſ Dictamu dul fiche aber y r dir aa 0 idea a St cd raf! Itt Zahn entil S annt, h irgel/ De vielen Kult men= und win dicht= ſie de he . S e ut bi ien hut, G n n Sihl ae E itt un hy D 5 eilen bud ent B bah hehe — he A In en ben g de waste Zahn⸗Kraut. 439 U ſes Kraut wird in duncklen feuchten Waͤldern angetroffen, und an gebuͤrgigen Oertern. Es Ig blähet am Ende des Aprillen und Anfang des Maͤhen. 5 Das Zahn⸗Kraut hat viel irrdiſche zuſam⸗ menziehende und etwas ſcharfflichte, grobe ſaltzige Theilgen, und hat daher die Eigen⸗ ſchafft zu trocknen, etwas zu waͤrmen, zuſam⸗ Ih men zu ziehen und zu heilen, und iſt unter die Wund⸗Kraͤuter billig zu zehlen, weil es mit Aa dem Sanickel gantz uͤberein kommet. Die Wurtzel kuͤhlet, ziehet zuſammen, ſaͤubert, und iſt gut wider die fallende Sucht, und aller⸗ hand Fluͤſſe, vor die Bruͤche und die Bruſt⸗ Wunden. Das hler von bereitete Waſſer und zubereitete Eſſenz wird den Kindern wider die Gichter gegeben. 3 Es curirt auch das Jahn⸗Kraut die Bruͤche, ſo man ſolches gepulvert Zij. mit Fleiſch⸗Bruͤhe, darinne Wallwurtz geſotten, 40. Tage nacheinander fruͤhe trincket und dann das Kraut auch auſſen uͤber den Bruch leget, und mit Gebaͤnden wohl verſorget. Es dienet gemeldter Tranck auch zu den Wunden, und allerley Gebrechen, die zu viel fluͤßig ſeyn. 5 6— . Weste Don Der waſſ⸗ Dictamus albus, 4 Pictamus albus. Dictam, im Lateiniſchen Deſſen auch Fraxinella ge- Geſtalk, nannt, ſolcher hat eine weiſſe Wurtzel, das Zur und Ge 4 Gewaͤchs Deter E genſchafft. Gewaͤchs iſt zweyer Ellen hoch dle Bale vergleichen ſich dem Eſchen⸗Laub, hat ſehr ſch. ue Paris rothe Blumen mit rothen Aederſih wie in den wilden Pappeln rlechen wohl, d Saame iſt kohlſchwartz; dle Wurtzel iſt eau elner Spannen lang in der Dicke eines keel Fingeꝛs hat inwendig ein hartes Marck bockt tzigt am Geruch, und iſt am Geſchmack hill, waͤchſet gern auf hohen Gebuͤrgen und delſch ſuͤrnehmlich in groſſer Menge in Oeſterreſch gund Ungarn. Es bluͤhet im Junſo, die Wir, gegraben werden.: Die Wurtzel iſt warm und trocken im Gead, machet duͤnn, eroͤffnet, fuͤhtet 6 stel aber ſoll im Fruͤhling, oder in dem Herbſt — 3 en erat fer ſaderlt fen f, de 600 h ln beſe chen Gift; Hanber Wur Moub⸗Relnig Ahle, Such hong vermt ſuhiſten. S m Baad de Gh, Sucht hin dun dat Wurtzel kamuſchet, und das Haupt, v eOhten läſſet hen. Das D lige Tilert. Venn may nutz ebes glei dhparz older Wenn, bart ces ale Krof Nhemtdem E ungiffn get ehe, mec fag as. 6 Fun jedes An Safft y. Nac ö für eln 10 dacht cha Weiſſer Dictam. 441 dickere etwas oͤhlichte Saltzthellgen bey ſich, hat eine ſonderltche Krafft zu durchdringen, den Harn, die Monathliche Reinigung und Geburth zu beſoͤrdern, die Wurm zu toͤdten, und allem Gifft zu widerſtehen. die Waſſer⸗Sucht! daruber getruncken, olche mit Hontg vermiſchet und genutzet, benimmet den Huſten. Solche in Waſſer geſotten, den telb im Baad damit gewaſchen nimmet die Gelb⸗Sucht hinweg; wenn man das Pulver von der Wurtzel mit Schwaͤrtel Wurtzel vermiſchet, und in die Naſe laͤſſet, reiniget es das Haupt, wenn man ſolche mit Milch in die Ohren laͤſſet/ benimmet es— Schmer⸗ tzen. Das Dictam⸗Kraut vertrel t alle giff⸗ 1b Elen eh A tige Thiere. 0 ich Frutſchewahe Wenn man Dictam, Entlan und Holl⸗ he Auen mit uch wurtz ledes gleich viel nimmet, ſo wird es ein dd ppelu, tletun ſchwartz Pulver werden, ſolches vermiſche ahh atz; de Uu mit Wein, darin Dicktam geſotten, ſo hat eh zn iin der ditkan ſolches alle Krafft wie der Theriac. Das lug en bull Pulver mit dem Safft mit Beyfuß vermengt, uch un ü an Gähn davon Zapffen gemachet, und in die Schaam an a en Gebüchen geſchoben, treibt die todte Geburth und Nach. n Jet Menge al geburth aus. So wird auch Dietam und * Ahe nut Biebergeil, jedes gleich viel gepulvert, mit in Fanz 0g an Rauten ⸗Safft vermiſchet und in die Naſe 10 geſchoben, fuͤr ein gut Mittel wider die ſal⸗ 11 arm di lende Sucht gehalten. So auch dienet der l dl h N* Von der Wurtzel getruncken, beſoͤrdert die Nutzen und Monath Reinigung, auch iſt es gut wider Gebra uch. — 88* N 1 9 3* 1 15 4 1 1 2 4 2* 8 N 3 8 n** K 2 2 ˙ J— T——T—— ͤ——— 5 — N 5 2 8*— 4 2*. n 93 ern n 3 Gicht⸗Pul⸗ ver der Montpel- lier. 442 — Weiſſer Dictam. Safft wider lahme Glieder, wenn man damit ſchmieret. Es wird auch zu Mont Apothecken, wider die falle Gichter der Kinder bereitet, Franckreich beruͤhmte Rec. nn Gicht Pulver. Welſſen Dictam, Poͤonien⸗Wurtz, Eichen⸗Haſel⸗ oder Linden⸗Muſth Poͤonien⸗Saamen, Bereitete Elendklau, aa. 3 ij Menſchen⸗Hirnſchaale oder an her Stelle Elffenbein, zin. Hyacinth, rothe Corallen a. gr., Melten⸗Saamen, 3. Bieſem, gr. 10. Weiſſen Mag⸗Saamen,/ Candel- Zucker, Zu. Gold⸗Blaͤttlein, Ibxi. es zu einem reinen Pulver davon Kindern nach Belteben eine Meſſerſpih Stoß voll zu geben, in Poͤonien⸗Waſſer n in derer Muͤßlein. Aus den Blumen wird ein Waſſer gebrann das Angeſicht damit ſchoͤn und lauter zum, chen, oder auch die Hitze, Rothe und Entynn dung daraus zu vertreiben. 1 5 9* Cretiſch 0 pellier in dag nde Sucht, um das durch gan 8 . Retſcher * damus Cre u Wurfel vie lech, daun fog gegen einan 1 10 det Po wut Aga wie Tepe, z bn we cada, u Nonig Samen, 0 bk, Neuſch— tuſchallehr St lfcubeh,! Feen! he Enilgz Melken men, J. Desen elo. Weſſa Ly Sauna Edel Tir, ß. Gold- Jen, fr. ue e en duft em nat che c 1 gebe Pian ter Mi, Blume eden Most cht dat Ain m 1 auch di, Na 1 15. 0 Cretiſcher Dictam. 443 1— Dictamus Creticus. Retiſcher Dictam, im Lateiniſchen Di- Deſſen Ge⸗ ctamus Creticus genannt, ſtoſſet von ſei⸗ ſtalt, Art ner Wurtzel viel harte und rundte Stengel und Zeit. uͤber ſich, daran ſtehen die rundten Blaͤtter je zwey gegen einander, ſind viel groͤſſer und di⸗ cker als der Poley. Er bringet oben ſeine Purpur⸗ far bigte ſchuppichte Blumen, faſt in der Geſtalt wie Hopffen die Wurtzel theilet ſich vielfaͤltig, das gantze Gewaͤchs giebt einen Geruch faſt wie Poley. Man bringet ihn aus Creta, jetzund Candia genannt, uͤber Ve⸗ i nedig, Von Unter⸗ ſcheid des Dictams. —— 444 Ctretiſcher Dietam. nedig zu uns. Es gehet wohl auf von dem S men, will aber gute Wartung haben, daß im Winter nicht verderbe: der Dictam, ſon Candia waͤchſet, hat dickere und harlgte Bl ter, welcher aber in Itallaͤufchen Gärten g, pflantzet wird, der bekommet groͤſſere Blau die nicht gar grau ſind. Es dienet aber denen Apotheckern zur Nac richt, daß in Verkauff des Dictams offt eh Betrug vorgehet, indem zweyerley Dieu feil geboten wird, als ein wahrer guter, un ein falſcher vermeynter, der wahre Diel, welcher allein in den Apothecken ſoll gebrauch werden, hat ſchwartze Stengel, der ſalſh aber hat weiſſe, an den Blaͤttern aber ſaſſenſſ ſich nicht unterſcheiden. Deſſen Der Cretiſche Dictam, deſſen Bla Nutzen und allein im Gebrauch ſeyn iſt warm und trothn Gebrauch. im dritten Grad, hat auch ein ſcharffes fh tiges, etwas oͤhlichtes Saltz bey ſich, und du hero gantz gleiche Eigenſchafft mit dem Pol doch iſt ſolcher etwas kraͤfftiger. Et wil ſteh et allem Gifft, daher er auch zum Thelt und Mithridat gebrauchet wird, er beſöthah die Monathliche Reinigung Gebuuh und Nrachgeburth, treibt die abgeſto bene Frucht ab, und erleuchtert dle Naehe bringet die Monathliche Reinigung 5 n kunfft gebaͤhrender Weiber. Taͤglich gr. 20 rein geſtoſſene Dietam⸗Blaͤtter Morgens ind Abends mit ein wenig Zucker eingenommah K. 1 tetrabt Kaabtlernnen uk dere dat msec an 4 ung 9 U ſet/ Aſckere und 1 abe* Naldänſchagc . kommi% 10 ga 70 M tab en Mutheln 1 N Aff des Da teh dem eh at geh wih ver u der, dir nh in in u pothecknft hat ſt wit Stenz ee, J in Bläͤttench nterſ. 2 1. retiſt Duictam, 9 Scha n t ban Gral E t auchauſtt s Silz duft gleich Senſchaft ul che r ktüfftgm! nber trat bat W uchet wich ichll einig K bgeb 88 traf cht elende ne Dr Biil t ein eg Jude Mo liche Re Karten⸗Diſtel. 445 ö der, und vertreibet die Nachwehen bey den Kindbetterinnen, man kan ſolch Pulver auch und alſo gebrauchen. e unter andere darzu dienlich Pulver miſchen, 160. Karten⸗Diſtel. 1 e Arten ⸗Diſtel, im Lateiniſchen Dipſacus Karten⸗ genannt, derer glebt es zweyerley, zahme Diſtel Ge⸗ und wilde, die zahme ſtoͤſſet einen geraden ſteif, ſtalt, Zeit ſen, ſtarcken mit Stacheln beſetzten Stängel und Ort. von ſich, bekommen je zwey gegen einander ſte⸗ hende weite, lange, ſtachlichte und an elnander hangende ausgehoͤhlete Blaͤtter, ſo einem Waͤſchbecken, oder Backe⸗Mulde aͤhnlich ſind, und 7 5 8— 8 5 446 Karten ⸗Diſtel. und immer Waſſer in ſich halten; die Kuh lein ſind einer Fauſt groß, laͤnglicht und meg kruͤmmeten Stacheln verſehen zwiſchen denn die bleichrothen Blumen, wis Roͤhrlein 0 vor lauffen und leuchten. Wenn ſolche ahh gefallen, ſo findet ſich in den Haͤußlan du Saame, ſo etwas kleiner als Fenchel Sun Dipſacus Sylveſtris. wilder Kar⸗ ten⸗Diſtel. Geſtalt, Zeit und Ort. net, und laͤnglicht⸗viereckigten geſtreiffln men iſt, und an Geſchmack bitter, fo d Kroͤpfflein zu gelegener Zeit, fuͤrnehmlich in Mertzen und Aprill voneinander geſpalten un den, findet man in dem weiſſen Macck fen weiſſe Wuͤrmlein, jedoch nicht allwegen Fiſcher brauchen dieſe Wuͤemlein zu den i geln, denn ſie ſind den Fiſchen eine angenehm Speiſe. N Die groſſe wilde Karten ⸗Diſtel wa von ſich ſelbſt, etwa hinter den Zaͤunen ſonſt feuchten Orthen, iſt der zahmen ale dings gleich, ausgenommen die Blatter ah ſchmaͤler und dornichter, die Blumen 1% farb oder Purpur⸗braun, haben auch nich ſcharffe Haͤcklein, als der/ welcher in Gau geſaͤet wird, es waͤchſet mit einer grö Wurgel und faſt tieff zerſchnittenen Bl tern ſonſt hat ſolche eine einfache mit 1 ſen Zaſeln behaͤngte Wurtzel, daraus ein U zeler rundter, geſtrelffeter Stengel weh Ellen hoch auffſteiget, auf welchem eine dich oben lange, in ſpitzen Doͤrnlein ausgehend, bleich⸗Purpur⸗farbene Aethr⸗Blume erſche Sac N Can bung 15 gie, n un Je! n habt kaunt wü eth wecall gar ſel A bvon, de Auel it tro ſahrerlich ge i wied meif ban genutzt, ſuch gehrauch 100 unde oer ſtoſſen Schwuͤndſe Wuürmlaln ge den, ſilen, hut und am. ſcoridis Be hut nehm fin mt Vepſ fa ſeguf, wi. l ziger.. das Wit g ſt ut zu ah de gele an b fü denen art bey d igebrag end n 0 ih J poß lagtch 5 Duvaſchen pt men b. 9 ing g gen. Mn .ch i dag er dg dh . 5 tu, ua ner it, fü 2 e 1 dem wegſegch, rn doch na dlz uc ge Wm N n dienen oſſe AeRarur df ff n lte bag ban me. ſt ia xh ach, nommen lee und 1 achtir,. d Pu Acaun, dane hach ils de, vba ud, Lͤhſet ut in und Di leff Rach ſt h e eine fal u bch e Wutz lan auer tian Cal 120 Fot, uſ vin pun W ine 4 f i/ audi arten ⸗Diſtel. 447 Saamen bringet. Die zahme wird in Welſch, land geſaͤet, und auffs fleißigſte gebauet, bluͤ⸗ het im Junto und Julto, die wilde aber bluͤ⸗ het im Herbſt, da dann ſchon die zahme ein⸗ geſammlet wird. In Apothecken hat man die Wurtzel, Nutzen. wiewohl gar ſelten, und daun auch die Wuͤrm⸗ und Ges lein davon, derer oben gedacht worden, die brauch. Wurtzel iſt trocken im 2. Grad, wird gar ſel⸗ ten innerlich gebrauchet, ſie trocknet, abſtergirt, und wird meiſt im Schrunden des Sin⸗ tern genutzet, wann man ſie mit Wein kochet, auch gebrauchet man ſie, die Wartzen zu ver⸗ treiben, und einige rathen, daß man ſolche zu Pulver ſtoſſen, und mit Honig vermiſchet, bey Schwindſuͤchtigen gebrauchen ſoll. Die Wuͤrmlein ſo in den Knoͤpffen gefunden wer⸗ den, ſollen, wann man ſie in eine Federkuͤhle thut und am Halß oder Arm hencket, nach Dio- ſcoridis Bericht, das viertaͤgige Sieber hinweg nehmen. Wann man ſolche Wuͤrm⸗ lein mit Veylgen⸗Oel zerſtoſſet, und aufleget, ſind ſie gut, wieder die grauſamen Schmertzen des Finger⸗Wusms. Das Waſſer ſo auf den Blaͤttern gefunden wird, iſt gut zu den truͤben Augen, vertreibt auch alle gelbe, braune Flecken unter den Augen, ſo Sommerſproſſen oder Laub⸗ flecken genennet werden, damit gewaſchen, daher es bey den Weibern an einigen Orten ſehr im Gebrauch iſt. 8 Das Geſtalt, Ort und Zeit. —— 448 Gemſen Wurzel. Das aus den deſtillirten Blattern geſamm, lete Waſſer ſoll die Mund ⸗Geſchwaͤr hel ſo man ſolche damit laulicht gurgelt. Doronicum 161. Ge mſen⸗ Wurtzel. 8 N N 00 2 Emſen. Wuetzel, Doronicum im teiniſchen genannt, dem wird auch die Nahme Schwindel⸗Wurtzel gegeben, weldi Leute die auf den hohen Gebuͤrgen nach den Gemſen ſteigen, dieſe Wurtzel wider dal Schwindel gebrauchen. An Geſtalt gew, net es laͤnglichte, rundte, haarigte,* — Gen kallllätkr,“ l lin age ö dere Münze led Nach, Ste fab de Gen ſa, ld ſch 05 wach, went ſun werden, buchen kleinen Aunzeln und an hahe findet,! tdon derer N. Heron, Welch An gantzen Tra. fechrleden hal. Adam Lon! 5.54. Pp. M. ſ algroſe Kraf uerckung d Compoſtronib. orden; denn egg, ehe enn Matthi hu, dewell n Mü Wurze daa soch; la, und an d b ſgrſch an Agne au Matt geh 1 di. End. Ge wuchl 4 Gemſen ⸗Wurtzel. 449 Mun kerbte Blaͤtter, einen rauhen ſtreiffigen Sten⸗ J gel, und geſtirnte gelbe Blumen, die zuletzt verfllezen, der Saame iſt klein und ſchwartz, Nuß Oeſterreich Steyermarck, und in Schweitzer „m die Wurtzel gleichlich und zaſicht; waͤchſet in 22 1833 3 5 . De 0 e W ei chen 9 t 5 zebra dmink L- utzel gh bleiben, und an derſelben Statt andere Wur⸗ uf 00 1 eigen 2: gebra E. J chte, Wa, Ha land: die Gemſen ſollen dieſe Wurtzel haͤuffig eſſen/ und ſich an derſelben ſehr delectiren, da⸗ hero auch, wenn ſie gegen Winters ⸗Zeit ge⸗ fangen werden, man bey etlichen in dem Ma⸗ gen einen kleinen Ball oder Kugel von ſolchen Gemſen⸗ Wuttzeln und andern Kraͤutern zuſammen ge⸗Kugel wo wachſen findet, die man Gemſen⸗Kugeln den. fue 10 net von derer Nutzen und Gebrauch D. Georgg Hieron. Welſch, Fracticus zu Augſpurg, ei⸗ 1 nen gantzen Tractat de ᷑gagropilis genannt, ( deſchrleben hat. 55 Adam Lonicerus, in ſeinem Kraͤuter⸗Buch Denen eilt p. 554. p. M. ſchreibt, es werden dieſer Wur. che eine giff⸗ tzel groſſe Krafft und Tugenden zugeſchrleben tige Wür⸗ ö zu Staͤrckung des Hertzens, und iſt auch in Rechen N Compoſitionibus ſehr darzu gemißbrauchet worden; denn es glebt die Erfahrung, daß es elne gifftige ſchaͤdliche, toͤdtliche Wurtzel iſt, wie denn Matthiolus ſelbſt probirt und erfah⸗ ren hat, dleweil nun ſolche gifftige Elgenſchaff⸗ „Dowum ken dleſer Wurtzel zageſchrieben werden, dar⸗ a um mag ſolche Wurtzel wohl ungebrauchet Geblhne tzeln verſchrieben werden, deren es bey uns Nul n ttziger Zelt nicht ſehlet. Es wird aber in die ache ſem ſo wohl Matthiolo als Lonicæro von an- dern dleſertwegen widerſprochen, und ſchreibt 1 J f D. Joh. So aber widerſpro⸗ chen wird. Eigen 450 Gemſen⸗Wurtzel. D. Joh. Joach. Bechet, in ſeiner Phytolopl alſo pag. 225. Doronica widerſtehet dem Gſſt. Etliche halten dieſes Gewaͤchs vor Aronicun Pardalianches, und alſo Wein⸗Gifft, uf deſſen Gebrauch den Woͤlffen, Hunden r, eh Gifft iſt, wie Matthiol. Comment. in Dioſcot LIV. c. 7;. Caſp. Hoffmann. L. 2. C. 4. deli dicament. officin. bezeugen; allein man geh zu, daß es den Woͤlffen und Hunden eln hf ſey, ſo kan man doch daraus nicht ſchlleſſen haf es den Menſchen auch ſchaͤdlich ſeyn ſoll. Dh weil eine Natur vor der andern und eine dh rung vor der andern unterſchleden ſeyn. eg Die Aloe toͤdtet die Fuͤchſe, und dem Mi ſchen iſt ſie ein nuͤtzliches Medicament. Vn dem Aland Decoct. ſterben die Maͤuſe Menſchen aber nicht, die Huͤner ſteſſen h. groſſenCreutzſpinnen aber dem Menſchen fh ſie ein toͤdtliches Gifft, die Kraͤn⸗Augen ll ten Katzen und Hunde, doch kommen ſie u Electuarium de Ovo; geſetzt, es ſchabe ſach oder nicht, ſo iſt es eine Sache die man eu then, und an derer Stelle andere Sachen brauchen kan, deren man beſſer verſicherkſſt Die Gemſen⸗Wurtzel welche im Baß n monath lyre beſte Krafft hat, hat ein grab oͤhlicht, bitterlich⸗ſuͤſſes, zwiſchen vielen iu ſchen Theilen verborgenes Saltz bey ſich, U dahero die Eigenſchafft zu waͤrmen, zu trol nen, Verſtopffung zu eroͤffnen, durch die N ren, Mutter und deber zu dringen. 9 Gen wüfblohn Ich Mute Mime, order anle Hertz, nderſtehet in etlac ver aach wider 3. un ngen anſtec ern und Schwindel bes⸗Traͤnck 2 N che, dittern Ein Mare b Jungſean Ganſeuwuctz! bsc man kan ſoß gr. ni. tlugeben. S0 femand hotden, den ſo lr Hera picrz bulaſen ag uh 10. Grau 5 8 duleh, Na 155 Waanqirt Want 5 ef, un Wa 5 bug 0 0 aten Gemſen⸗Wurtzel. 4% r D 4 a 4 Wee f Eta wish Dieſe Wurtzel dlenet zu den Winden Gebrau k 7 8 9 19 9 0 lich der Mutter, koͤ f * de Wuͤrme, ſoͤrdert 0 und breibt die gel Mc krernde Hertz den Harn, ſtaͤrckt das zit. a0 An u den, widet us, wender die Ohnmach⸗ 1 Mann. L. 1.6 ten/ widerſtehet dem Gifft daher ſi eg zeugen; 9 den Therlac— 8 J 9 U 4 n. Die d unn auch wider 3. und 4. taͤgige Siebe eee nan Damit hitzigen anſteckenden Ciebern, eee cg Kosch—— und Blattern, auch in der Peſt, aut tt andern nt be 8= auch wider Philtra oder Lie⸗ i inte Weh. raͤncke, wider ſtarckes Mutter⸗ fia er Fiat, un e ae und Gichter. 8 ech gelen 1 hat in Augſpurg db i Gem eee 1c nt, dt hi, Loͤſet 1 von der fallenden Sucht er⸗ want adh N ſtoß l*. 8 bey ſolchem An⸗ * ft, ch eingeben. hwartzen Kirſchen ⸗Waſſet u und un Ot, doch lun So jemand 1 um d 15 100 W den ol 8 15 Schlag gekroffen e SieSat hn der Hiera picra Lo 2 3* Cloſetr von an Sele mall chen laſſen, en 150 n,— 15 b ente nach 10. Gran rieſes Palv 25 i 5 zemſt E- Huren Kraut⸗Waſſer eingeben. So aber di fel 10% L. aha nn che entfallen e Soaber die Spra⸗ 33 dite eſſe, 396 e laſſen. len gene Ei ehr wird die Gemſen? Wurtzel auch re⸗ 0 9 oft h um 888 wider 3—— pff Se al 1 0 Hauayf urtzem Athem, ſtarckes Keuchen, ru Sc Auf 5 825 und Ohumachten, Erbrechen Auſſtoſſen des Mage chen, Auſſtoſſen des Magens, Kluxen und andere If Magen⸗ und Auf bloͤhungen des Leibes, und ſonder⸗ dieſet Wurz — 1 5 N. 3— 4* 8 1„ e R N„ a a 4 9 N 5 8 5 9* N N— 4 *———— 25 5 f t f N 1 1 f . ˙ h....]787—:rDZ—ö, 5 2 2 0 3 2—— lus major & minor. groſſen Drachen⸗ Wurtzel. Dracuncu- Geſtalt der — 8 1 4 Drachen Wurzel. Magen⸗Kranckhetten, wider Grunmen tuſt Ruhr, ſchwartze Gelb⸗ Sucht, Nieren Sin wenn ſolcher in Harn⸗Gaͤngen ſtecken blech, wider den veneriſchen Eyter⸗Fluß, und Mutter⸗Kranckheiten, ſonderlich in ſchwent Kindes⸗Noͤthen, zuruͤck gebliebener Nah, burt, Nachwehen und verſtockter Monatlich Reinigung, auch wider verſtockt Geblüͤlke un ſchwerem Fallen, oder da jemand vermnei daß er Gifft empfangen haͤtte. 161. Groſſe und kleine Drachen Wourtzel. achen⸗ Wurz im Lateiniſcheu Pracunculus 1 9 min duc —, mnant . dc pace al ile Ste gat, den Hu chwartze aetlange/ ua Purhel, agen. Die klaue De nglatten, hol n dippfflen de Blätter ſudtt wieEyh Ao daß ene le Nat mochet nagt Gtaade, die! ſch auſthut, haun lang auf deem Kölbl MSnamen,. daun, dee st apgrün, dare Kaum ſie eint nat zange Aa wie cher R sg hu. E mien she kücggen, Drachen⸗Wurtzel. 453 01„ Sugt 1 minor genannt, die groſſe Drachen Wur⸗ iu Trat tzel hat Blaͤtter wie die Mengel⸗Wurtzel, end An Ey, ib doch iſt ſolche an Seiten einwaͤrts gebogen, aud zn, fond 1 traͤget einen Stengel zweyer Ellen hoch, der iſt hel! ruͤck ga ö gerade, glatt, ziemlich dicke, geſcheckt, und mit ae aste braun⸗ſchwartzen Makeln beſprenget, wie a bach eine Schlange, ſie hat eine groſſe, rundte und Jule 0 weiſſe Wurtzel, mit einem duͤnnen Haͤutlein überzogen. 8 ten b,. Die kleine Drachen ⸗Wurtzel bringet auch ceſtalt der Aduunenglatten, hohen, ſtarcken Stengel, mit ro- f roſſe d kaähe dy then Duͤpfflein beſprenget, wle eine Schlan⸗ Sulza. ge, die Blätter ſind je eines an einem Stiel, rundirt wie Epheu, aber ſehr tieff geſpalten, alſo daß eine iede Spalte eln beſonder langes % Blat machet, oben am Stengel erſcheinet ein lang aufgeſpitztes Ding, wie eine Huͤlſe oder Staude, dle iſt auswendig gruͤn, und ſo ſie ſich aufthut, kommt alsbald ein Purpur⸗ braun lang auffgeſpitztes Koͤlblein herfuͤr, un⸗ ter dieſem Koͤlblein rings umher bringt ſie ih⸗ ren Saamen, wie eln Traͤublein, mit vielen Beeren, die ſind erſtens, da ſie noch unzeitig, graß⸗ gruͤn, darnach aber, ſo ſie zeitig werden, gewinnen ſie eine Saffran⸗Farbe ſind am Geſchmack zanger, ſcharff und beiſſend, die Wurtzel iſt zwieblicht rund, mit einer zarten 1 Schelffen oder Rinde bekleidet, am Geſchmack D ſehr ſcharff. Es waͤchſet gern bey den Zaͤu⸗ men und an ſchattigten Orten, man zlehet ſie und e drache auch in Gaͤrten. 5. und Sbm 8. Drachen⸗ Wurtzel. Derer Ei, genſchafft. Gebrauch. welches ma Fan. 11 Kr 454 Drachen Wurtzel. Dle Drachen⸗Wurtzel hat groblichtes, verzehrendes und ſerigen und weni miſchtes Saltz ein ſcharff mit vielen wi g ſchweflichten Thellgen di bey ſich, dahero die Egge ſchafft zu waͤrmen, zu trocknen, zu ſaͤuben und zu heilen, durch den Harn und Muller zu treiben. 5 Nutzen und Die. Blaͤtter und Wurtzeln der Mattes Wurtzel kommen faſt mit der Aron⸗ Muß uͤberein, auſſer, daß es etwas ſchaͤrffer un bitterer als der Aron iſt, kan auch an deſen Statt gebraucht werden. kr᷑1᷑rocknet, reſolvirt, machet d unn, incidih, eroͤffnet, daher die gekochte Wurzel un Kraut wider den Scharbock dienen, darln ſie ſehr gelobet werden, ob zwar dilſes Gl waͤchs mit den andern Scharbocks⸗ Mull dem Geſchmack nach nicht uͤbereln komm jedoch liegen auch in ungeſchmackten Kuh tern unter weilen, nach Helmontii Meynug groſſe Kraͤffte verborgen, dieſes Decocli bo iſt Morgens und Abends einen Becher vol n einen Monath lang continutt the let auch die groben tuch ten und raͤumet die Beuſt, von üppocn wird die Wurtzel ſehr gelobet, in Wenn ge ſchultten, zu den Lungen ⸗Geſchwuͤun und Verletzung derſelben. Der Safft aus der Wurtzel und aut mit Honig vermiſchet u. angtſtrche vertreibt allerhand Flecken der Haut. Eich gebrab dra dee La haet het digen aul/ an det wah ellen Maſchen dat behilen han ken it, ma n en, wird ant enem ge Auſcharff t Aden Krebs ein Den Saam up daton 50. kanget die ve gung wiedet talſchet und e le umſichf Hiteln gehe gen Blatter a. 1 ſelen ſe, haben ſe ſhpangern We W, gochan das Mochchädlig neff die H han 1 nuf ö alp inhebs. Mun de h te Drachen ⸗Wurtzel. 4755 c des 9 gebrauchen dieſe Wurtzeln zu den Fiſteln, es hei. en wean let auch die boͤſen Geſchwaͤr, wenn man ſolche f ich 0 in Hunds⸗ Tagen, da dle Sonne im Loͤwen gehet, Aich, d 0% gufft im S ock tte ſammltt, an der Lufft im Schatten krocknet, „nh und nach etlichen Tagen in Schelfflein ſchnei⸗ mul det, auf einen Jaden ztehet, und alſo im Hauſe act 4 Wut in Schatten hanget, auffhebet, der Gebrauch ame F mit 110 derſelben iſt, man reibet ſie, und ſtreuet ſie bey i de e* ln Zelten ein, wird auch mit Honig vermiſchet, d we 0 fuß oder mit einem gelinden Zug⸗Pflaſter, damit ſie 0 1 at nicht zu ſcharff ſey, aufgeleget. Sie iſt ſonſt wi⸗ Koll. 50 051 der den Krebs ein ſonderbares Arcanum. 0 wacht n Den Saamen dieſer Wurtzel geſtoſſen, ae Sckocht n und davon 8. im weiſſen Wein genommen, der d beck lan bringet die verlohrne Monat ⸗Keini⸗ laber Eon, abu gung wieder, ſolch Pulver mit Honig ver⸗ n n Staltch miſchet, und angeſtrichen, ſaubert und heilet gwack= nicht ia die um ſich freſſende Geſchwaͤre, auch in ann ah ee gib Siſteln gethan, heilet dleſelben aus: Die gruͤ⸗ ilch ten h Henni nen Blaͤtter auf die friſche Wunden gele⸗ at ve n, Vebut zet, hellen ſie, aber wenn ſie gedorret ſeyn, ers ul Etude chen d o ſchaden ſie wegen ihrer Schaͤrffe. Die un en S tna lar ſchwangern Weiber ſollen weder an die Wur⸗ 1 8 n Was 9 55 751 nen ho Einige wollene Zaͤpfflein mat. ra, in den Safft dieſes Krauts geuetzt, und in die tüumel 5 ruft, nE. due Ge unte. gde u zaſe gethan, verzehret die inwendige Ge⸗ ne- ſchwulſt, Polypus genannt, und wehret auch 1.„lg dem Krebs. 5 mad 2 n Das aus den Blattern deſtillirte Waſ⸗ Sefft de du ſer zu ü. mit einem Therlac genommen, trol, t Hon Sli, Fei bet Aerhal aan 1 9 Eben- Holtz. 5 bet den Schweiß gewaltig, und gester h wider die Anſteckung der Peſtilentz nichtg ringe Huͤlffffem ee Thenus. 162. Eben⸗Holtz. l 0 Deſſen Ge⸗ eu 1 r ſtalt, Land- Edden. Holt Im Lateiniſchen Ebenusgz ſchafft und W nannt, iſt ein groſſer Baum, welcher den Wachs- Wallnuß⸗Baum an Graoͤſſe gleichet, wach chum. in Acthiopten, oder Mohren⸗Land, und J dien hat Palmen⸗gleiche Blatter, und ſſ ge nuina der rechte, und fylveſtris der wilde, g hat eine ſchwartze Rinde, mit weiſſen Pune vermiſchet, und die Blaͤtter, ſo etwas klang als die Wall⸗Nuß⸗Blaͤtter, haben eine hauch gruͤne Farbe, im September und Octohg traͤget er laͤnglichte Aepffel, welche grün, un an Groͤſſe die Wall⸗Muͤſſe uͤbertreffen, und ſauerlicht inwendig Fleiſch mag man eſſen, Kern gleichet ſaſt den Pferſich⸗Kern der d, ſchmack iſt wle an unſern Holtz⸗Aepffeln,. ter der aͤuſſerlichen Rinde des Baums ite weiche, wie an unſern Anden, und ein weſſt Holtz zu ſehen, deſſen Peddig das Eben⸗ hol iſt dieſe Baͤume wachſen ſo langſam auf, daß auch die Einwohner gemercket, wle daß ſieln Jahren nicht eines Daumens breit gewachſen, und wenn er 5. Jahr alt, hat er noch kean ſchwartzen Marck oder Peddig. Es wird dieſes Holtz in der Aitzuen gar nic wohl aber zu Bereitung allerhand Geſchin und Sachen von den Schreinern 1 1 1 nge W Hegele unn ad Mienen Rec ſurctud⸗ Be ant kͤſangs, Liquor üb Micr nach dattfen wer 1 f gchet der fache Seltz! Ache el mite ont dem Feu het: dabon Vale kalt word weg, ſondeted quore ab und die Deſtillatiot ler- Glaſe has ſugegoſſenem fc, ſo witſt h Wund Helun dadenlicheg he meal ene nech welß⸗k , g Caput wiſcen hren N der Br. ſählagennt ed ö KEben⸗Zels-. 4557 8 * del 3 eck Aer pe lern gebrauchet, wenn es aber zu kleinen Spaͤn⸗Wie das Hals angeſuͤllet, hernach ſolche gefuͤllte Retorte — 7 D. Holz deckt, einem Recipienten vorgeleget, und das dieſem lein gehauen, und eine Retorte damit bis am Oel und Spiritus, in eine Sand⸗Capelle geleget, mit Sand be⸗ Saleuls 5 olg 1 eta Feuer Grad⸗Weiß unter gemachet wird, ſo be⸗ Holtz berei⸗ Meg r Baum h ginnt anfangs, wenn der Sand heiß wird, ei. tet wird. daun u iſe gache niger Liquor überzuſteigen, demnach ſtaͤrcke n, een; das Feuer nach und nach, daß das Hotz recht deln Peach ahn angegriffen werde, und in der Retorten bren⸗ icht, cphelrshun ne, ſo gehet der Spiritus acidus, oder ſauer⸗ barg T v0, nit def fluͤchtige Saltz⸗Geiſt, und das ſchwere balſa⸗ dd iter enn miſche Oel mit einander heruͤber, darauf fahre J E ttt ght alſo mit dem Feuer fort, bis nichts mehr uͤber⸗ N, J ede l, gehet: davon laß alles erkalten, und da die mulch S fl, niht Vaſa kalt worden, ſo nimm den Recipienken de We Ee üben weg, ſondere das Oel von dem waͤſſertgen Li- — 5 Menge quore ab und rectificir beydes nochmahl durch 90 7 S pff 600 die Deſtillation in der Cucurbiten, oder Kol⸗ * 11 6 ben⸗Glaſe/ das Oel zwar mit zwoͤlffmahl ſo viel e mhh zugegoſſenem Waſſer, den Liquorem aber al- ſcruche ie di lein, ſo wirſt du ein reines, ſubtiles, zu Rei⸗ deen i une e nig- und Heilung allerhand gaeſtigen Scha ⸗ hen, N&. ebdg uin den dlenliches balſamiſch Oel, und auf der an⸗ dune g n plage dern Seiten einen ſauerlichen, fluͤchtigen Harn⸗ wohn A erdg und Schweiß ⸗ treibenden Saltz⸗Geiſt erlan⸗ cu ane! Enn gen, das Caput mortuum, ſo in der Retorte 61.. 9 f 8 8 i 9 15 Merck Apeddig egen⸗ oder Brunnen⸗Waſſer wohl aus, ſei⸗ ddeſteh Waden he die Lauge durch ein dickes Tuch, koche ſie ein, i Be abel ſo wirſt du ein dickes Saltz finden. Ff 5 AUubri⸗ abend“ nme 455 Attich. Uulrigens iſt aus dieſem Baum ncht, man zu einer Artzney bereiten koͤnte. 163. Attich. .* N 1 R 8 4 0 N 0 n* a . 8 0 5* 222 ˙ ˙ A ĩÜ— DJ——ʃ—r——— 2———*——— — 2 24 1— 8 2 f 2—. 8 7* 25 N e.———— 1— ———— 3——————————*———*——— 2 8— 3— 8 1 2 2 71 1 0 3 ä * 5. 1 1 1 a 5 — n Deſſen Ge Adich⸗ im Lateiniſchen Ebulus genau — 5—gletchet an Geſtalt dem gemeinen Hola der, auſſer daß er viel niedriger und klelu auch vielmehr unter die Stauden oder Keil, ter, als unter die Baͤume zu rechnen, diem die Stengel jahrlich vergehen, und die Wil, tzel nicht holtzig iſt. Es waͤchſet an dunchal feuchten Orten, bluͤhet im Junſo und Jul die Beere relffen zu Ende des Auguſtt und in September. Er waͤchſet in Teutſchland feht haͤufig wie auch in Italſen und in Wen e et Nan Reden, uu une 1. e, und ma ein, ktheilen a deltilirt ſurd die Fermen nn man Acoder Waf Makzet, ber ders taugen f ch Schmer fen, und deswe⸗ G 5 fl. Dae une Wurzel,(aus leiten unte tacknet, fel Entzuͤndun cel, Ob ol under Abereh lch depurgler oer mil purgeren,! ußegenſſe Auch h Mn Mal, When Aa Waser Nauf nch bel kagge 90 fag Den —— % en Nd uch Attich. 459 ac Seti a In den Apothecken behalt man Bluͤthe, Eigen Blatter, Rinden, Wurtzel, Saamen und Bee, ſchafft und au ren; die Blumen und Blaͤtter ſind warm im „m u ache if deten den gen 1. Grad und maͤßig trocken, erweichen, reſol viren, zertheilen und treiben den Schweiß, daraus deſtillirt man auch ein Waſſer, und durch die Fermentation einen Spiritum. Wenn man dle Blumen oder Blaͤtter in Nutzen. Milch oder Waſſer ſiedet, und warm uͤber die Miltz leget, benimmet es die Schmertzen be⸗ ſonders taugen ſie auch ſehr wohl zu den Poda⸗ griſchen Schmertzen und waͤſſerſgen Geſchwul⸗ ſten, und deswegen auch zu Waſſer⸗Carnoͤf⸗ fel. Die innere Rinde, beſonders von der Wurtzel,(auſſer daß ſie die geſaltzene Feuch⸗ tigkeiten unter ſich auslreibt) waͤrmet und trocknet, zertheilet und lindert, wird meiſt in Entzuͤndung und Vothlauff gebrau⸗ chet. Ob ſolches wohl mit dem gemeinen Hol⸗ lunder uͤberein kommet, ſo iſt doch in dem At⸗ n tich die purgierende Krafft ſtaͤrcker, die Wur⸗ e tzel oder mittlere Rinde davon und die Bee⸗ Wurtzel im ren purgleren, und fuhren die Waſſer haͤuffig Purgieren 1 1 ne ab/ weß wegen ſie wohl in der Waſſer ⸗Sucht zu gebrau⸗ chr uf Weile Stunt zu gebrauchen ſeyn, man ſiedet die Wurtzel und hen. t dit Eme zu in Rinde in Wein, oder beitzet ſolche darinne, und lahr gig aui e trincket davon, wenn man bey den Waſſerſuͤch⸗ Apache tigen die Waſſer abfuͤhren will, wird auch zu Icten& J ue Pulver geſtoſſen, und mit Wein eingenommen, teh tt. i f l. auch T- kur ſehn. Denn ſie iſt dim Magen zuwider, ade de l es muß aber behutſam gebrauchet, und nur tüaduſt deuenſelbtgen gegeben werden, ſo ſtarcker Na. und Allerhand Gebrauch 460 Attich. und trelbet hefftig, und greiffet auch die andi innerliche Gliebmaſſen ſtarck an. Die Attich⸗Wurtzel,(nicht die Rinde) y ſchoͤn roth im Fruͤhling geſammſet wird, h, des Attichs. ſet den allzuvielen Monat⸗Fluß, wenn man ſie zu Pulver, Doſ. von /. bis gij. in Wah giebet. Wenn man die jungen Dolden zu Fri lings⸗Zeit in weiſſem Wein geſotten, wie eh nen Salat iſſet, erweichet es den Bauch zun Stuhlgang. N Das deſtillirte Attich ⸗Bluͤth⸗Waſſin und die Attich⸗Lattwerge, hat auch gleich Wuͤrckung wie Hollunder⸗Bluͤth⸗Waſſer und Hollunder⸗Muß und werden auf gleiche Wa ſe zubereitet, von dem Muß giebt man beg Waſſerſuͤchtigen offt ein bis zwey Meſſer⸗Sn tzen voll zu eſſen, ſolches erweichet, und tra nach und nach. Der Safft von der Wurtzel in Min genommen, iſt gut fuͤr eine tegliches Gifte ſen gleich aͤuſſerlich am Lelbe, oder innerlich den Leib genommen; Einige loben es auch gi ſehr, wenn man in den Schmertzen des Podagrams den Safft aus den Blalen und Wurtzeln des Attichs, wenn ſie in Wil gekochet, und in Maͤy⸗Butter der Safft di⸗ von gemiſchet, nachmahls an Statt enntal! nlements auf das ſchmertzhaffte Glied des d ges drey oder viermahl geſchmteret wird. Es machet der Attich⸗ Safft auh ſchwartzes Haar, und iſt diß 8 57. ——— mchte ſi cu dy M Can ſud,! lith. ar .. Der d Nahe z. D 5 4. Die a 5 a 0 Cue en Endi ifa Endiwien. 461 5 mein eln Mittel fur die Geſchwulſt der duͤſ⸗ J 2„duct u ſe/ in einem Fuß ⸗Bad zu gebrauchen. 5953—— Die in Apothecken in Bereitſchafft habende Was die d n 5 Sachen ſind, 1. das deſtillirte Waſſer aus Apotbecken * in der Bluͤthe, auch aus den Beeren und Wur⸗ 0 1 8505 * 1d lh 85 6 Der 8 aus der fermentirenden 0 65* 4 Bluͤthe. 3. Der Roob oder das dick geſottene u eden Muß. 4. Die: e uo e— N 4. Die Tinctur oder Eſſenz. c, ne 164. Endivie. Axndivis 1 fllt Ich Blächh ich⸗ Cr derge, hug we et, Blüte Muß S erden cf t, role Muf gehn tigen! bis pal ice, Is erweche uh. ufer tt unt W ic * elbe, Hahn mme gel 1 af das An, Erdowien oder Andivien, im Lateini. Geſtalt, a bien Ane 6 ſchen Endivia genannt, derer gtebt es un Unterſcheid, erſchiedene Geſchlechte, wir wollen aber allhter 87 und davon 462 Endivien. und zur Artzney gebrauchet werden, hand als das groſſe breitblattige Endivia, und ie kleine ſchmalblattige, ſo ſchmale Eadſpten ge nennet wird; das weiß Endivien, ſo allhierch gebildet, hat der Geſtalt nach, lange, bei und am Rand zuweilen geſchartete Blälſh am Geſchmack etwas bitter, den Blaͤttern di Lattichs etwas aͤhnlich, doch krauſer und was ſteiffer, haben auch mehr Aederlein, I Stengel iſt dick und rundt, zweyer Ellen hoch bisweilen hoͤher, geſtriemet, inwendig hol daraus entſpringen viel Zweiglein ober A lein, haben ihre Blumen rings herum mit blauen Bluͤmlein beſetzt, die fallen halb ah, und verwelcken faſt in einem Tag, aber dae gen wachſen taͤglich andere neue, der Saat wilden Wegwart etwas gleich, allein daß f Krauſe En⸗ divien. Derer Eigen- ſchafft und Nutzen. iſt klein, rund und lang, dieſe Endſoſen f mit den Neben⸗Zweiglein und Blumen i durch die Pflantzung milder, und in der Spaß gebraͤuchlicher wird. 6 Die andere Endivie, Endivia crilpn ſſt dieſer mit Wurtzel und Blumen gleich, au genommen, daß die Blaͤtter krauß und gero ſind, dem krauſen Lattich ahnlich, der Seng! ſſt dick, viereckicht, etwas krumm und gebogen Die Endivien ſeynd kalt und trocken i 2. Grad, zuſammen ziehender Krafft, habe gleiche Theile mit dem Wegwarten ſedoch ift mehrerem waͤſſertgen Safft temperitt undi hero gleiche Eigenſchafft mit derſelben. 5 M. 1 de Ent fie Sp ball wrde ggcgangee f nach lch in al caupts, A nerlächer Mſenbluter ang det herſattliche halt, in unlet Sucht unn Lage, inden chigen leber kunden Peſtil dern das entz eſchwächten geohrren 4 I n Blu ſicht/ und 3 ſulch aber ff nd gen 6 flgame d gen hab een des ener bon he fe. fat, Maden Jun 1 Dien. — den Sohn Nee wann deff ge Tach laing 3 ſcmaleheh das w Aiidic, 00 der hach laß d zu l ge 0 0 er bag das ahn r tach frau babe E mch oc un it wg ſöher, J ned, hut ſpuingen W Iwan n he J m cg ünlen F, de ſthat ecken ſaf minen dug ſen täglich un t nut tund un g/ Net ei Neben Zü En uud die Begwatt g 8 gleich, 0 Pfanzun E ub ſcher wirf 0 nder, it Wurz u Bum v daß did r ff waaſen eu h l 0 eckicht et r unn uddien Fit m zuſamme F fee 0 2 cg Sſtt deupe Endivien. 463 Wie die Endlvien auf mancherley Art zu den Kuͤchen⸗Speiſen und Salaten gebrauchet werden, wird allhier geliebter Kuͤrtze willen vorbey gegangen: In der Artzney aber dienen ſolche in nachfolgenden Schwachheiten, nehmlich in allen hitzigen Kranckheiten des Haupts, des Magens, der Leber, und aller innerlichen Glieder, in Hirnwuth, in Naſenbluten/ Verſtopffungen und Ver⸗ haͤrtung der Leber und des Miltzes, in unerſaͤttlicher Begierde der Unkeuſch⸗ heit, in unleldlichem groſſen Durſt/ Gelb⸗ Sucht, unnatuͤrlicher Hitze, in der Siech⸗ Tage, in den drey⸗ und viertaͤglgen/ wie auch hitzigen Fiebern, ſonderlich in der Zeit regte⸗ renden Peſtilentz, denn ſie loͤſchen und mil⸗ dern das entzuͤndete Gebluͤte, bringen den geſchwächten Magen von Hitze, und deſſen geſtoͤhrten Appetit wieder zurecht, ſind dien⸗ lich in Blutſpeyen, hitziger Glieder⸗ ſucht, und Frantzoſen⸗Krauckheit. Son⸗ derlich aber iſt die Endiyle eine hellſame Spel⸗ ſe und Artzney den ſchroangern Weibern, die ſeltzame Geluͤſten zu unnatuͤrlichen Speiſen haben, vertreibt den Sodt und Brennen des Magens. Wider Verſtopffung der Leber, und Verſtopſſte alle andere von Hitze verurſachete Gebrechen derſelben. Rec. Endivien⸗Kraut, Erdbeer⸗ Krout, edel Leber⸗Kraut, Wegwarten, aa. Mj. gleß friſch Brunnen⸗Waſſer, Menſaj. 2 35 25 aß 2 62 Deſtillirt, Endivien⸗ allen hitzigen Haupt ⸗Kranckhelten, in higgn Waſſers Gebrauch. Gichter der Kinder. Syrup de Endivia amplex. 464 Endivien. laß es durch ein Tuch, Doſ. Morgens und! bends ein halbes Qvaͤrtlein davon trincken, Das deſtlllirte Endivien⸗Waſſer, diener ego ah Hatt wat S aſſhade Ar pus 1 Bort Kleln 9 Due Die 0 Heth Weiß Not Kochees in WViſſer, hig ferper dat Gebrechen der Bruſt, dunge und des Magen kuͤhlet, erfriſchet, und ſtaͤrcket die Leber im Miltz, und loͤſet auf die Verſtopffung del ben, vertreibt die Gelb⸗Sucht, und dienet h der alle hitzige Zuſtaͤnde der Nieren, Mul Harn⸗Blaſe, und aller innerlichen Gli des Eingeweldes, zertheilet das geronnn Blut, ſtaͤrcket die ſchwachen Kinder ln Mu ter⸗Leibe, davon alle Morgen und Abend J ad ij. getruncken. Wann ſich einer in Veneriſchen Actiong zu ſehr uͤbernommen haͤtte, und davon dle l, ber geſchwaͤchet, der trincke eiue Zeitlang al, Morgen Ziij. Endivſen⸗Waſſer, er wied mie der zu recht bracht, denn die Leber wird hu durch geſtaͤrckt. ü Wider die Sicht der jungen Bind, wann fiebriſche Hitze mit unterlauffet,. divien⸗Waſſer, Linden⸗Bluͤthe⸗Waſſer, Bun, diet⸗ und Roſen⸗Waſſer, Veylgen⸗ Spaß aa. 3j. vermiſche alles unter einander, und gh i ler den Kindlein offt ein wenig davon. uh de Der in Apothecken bereitete dyn ungen 0 de Endivia ſimplex, ſtaͤrcket, fühlet, erſelſdal den hitzigen Magen, die Leber, Milz Niet und alle innerliche Gliederz eroͤffnet derer Vi ſtopffung, vertreibt die Geiſucht, dienet in tzigen Flebern, davon nach Belſeben 0 7 diwie un 1 in De W f 105 .— des en— Löffel voll genommen, oder 5h. mit Zi. Weg · dig Ode ah, wart⸗Waſſer vermiſchet, darzu der zuſam⸗ A ranchet 0 men geſetzte Syrup noch dienlicher iſt, wird ang 10 auffolgende Art bereitet. ö uch nd fte 1 Orußus de Endipia compoſitun. Sprup de Med, b. Friſche Erdtoen n, a td Sith Borragen, Meliſſ, 8 ee Kleine Endiven, Kunigunden⸗ ae, Pag daß Kraut, 1555 wan— uten Ochſenzung, Laͤctucke aa. Mj. ct U wachen m Die 4 groſſe, und 4 kleine kuͤhlende dae eee Saanen a. tcund 1 l 9 aa. Ziij. 8 n Weiß Sandel⸗Holtz, * ae Roth Sandel⸗Holtz, aa. j. wage a en Koche es in einem irdenen Geſaͤß mit 5 yj. abe She aggaſſer, bi zur Helffte, colir es, und thue 70 aa dan dete Gelaͤuterten Endiven ⸗Safft, bv. ſlcck. 1 Granaten⸗Safft, 3iij. ne der und Zaucker wiiij. brche Fatma) Koche es zu einem Syrup. zuſſet Leg Blüte, Dieſer Syrup ſtaͤrckt, kuͤhlet und erfriſchet Noſen E ſſe, ahnden erhitzten Magen, die Leber, Lunge, enlce Punker cu Miltz, Tieren, und alle innerliche Glieder, Jan offt u enigde eroͤffnet die Verſtopffung derſelben, und iſt n Ape werken bann ſonderlich gut, in allen choleriſchen und hitzi⸗ u Hf N fü lll gen Siebern vor ſich ſelbſt, oder mit andern n Mu e d den h bequemen Waſſern eingenommen. nnetlic S oneifah Aus der Endiven wird auch bereſtet fol⸗ vate che E gendes e bern, J auh ban 5. f ö 466 Endiven. Sprup zy. Hrupus BHyxantinus ſnpl zantinus 2. Safft von friſchen Endiven, implex, Eppich, aa. Bij. Hopffen, 1 4 Ochſenzunge Ad. 53. Laß es aufwallen, ſchaͤum es wohl, dum nimm zu 151i Safft ij. Zucker, oh wie man den Syrup von der Bau pPereitet, davon auch einen Syrup, UÜbber dieſes wird auch noch in Bereſiſchß gefunden der 8 7 Meſuæ sy. Syrupus Bjæantbinus, compoſun rupus com- 7 r . 877 2 4 Mas. 8 zanthinus, N. Safft von Endſven, Eppich, Hopffen, Ochſenzunge aa. B. IJn ſolchen Saͤfften koche rothe du Suͤßholtz. Indlaniſche Spick, ij. Anleß⸗Fenchel⸗ und Epic* Im 5 men aa. 3lij. Colir es und thue ferner darzu Efßig Bi. AZBi.ucker ſßiij. 592 Roche es mit dem Syrupu magiſtrall lin 4ereriAperitivo, zu einem Syruß Dieſe beyden Syrupe l da doch der dateſſe cker iſt) dienen wider die Gelbſucht, lo ſen l Leber und Miltz haͤrtliche Verſtopſfung af tilgen die Bloͤhungen des Leibes, und welth die anfangende Waſſerſucht ab. Wangen, du, daß ſolch ug mdf Mpaden, di Huulacken b den ewe Aatithſ 0 fenden ft Mache Thym⸗Seyde. 467 ae ce 165. Thym⸗Seyde. pl. ch n, dd. 9 usw ſcchüun a ug Saft zi 1 wan 6 hrup van let duch daa 0 ch 50 3 Stn 95 1— Soft n d Gpich. n, Ochſeh r 1.. 1 Dtn eu. . ein e Jin de E 5 55 1 auch de Sym ⸗ Seyde, im kateluſſchen Epythi⸗ m= Il mum genannt, davon ſchreibt Matthio⸗ mum, Ge⸗ ſtaft und Dith: es und u ere d lus, daß ſolche ſey ein Geſchlecht des Filtz e Ciig!— krauts und koͤnne wohl klein Filtzkraut genen⸗ Zuck 1 net werden, dieweil ſie viel kleine Faͤden und es mit. pre Haarlocken habe; man nennet ſie Epythy⸗ cten Ap uch mum, diewell ſie auf dem Thymo oder Thy⸗ 5 bendene e mien waͤchſet; Dioſcorides meldet, ihre Blu⸗ Mug che* Dunne leichte Knoͤpflein, mit kleinen Stlelen Bloͤhul Ses b wie Haar, Cap. Bauchinus hat ſie nicht allein nde A Fact G62 Af und Ge⸗ brauch. 9 Eigenſchaft 468 Chym⸗Seyde. auf den Thymian, ſondern auch auf der S turey, Polium, Dictam, Gamanderlin, Iſy Qvendel, Majoran, Doſten, und anden wachſen ſehen. Sie ſind ſubtile, krauſe rc lichte und durch einander geflochtene und vn worrene Haͤrlein, und Faͤdelein, ſo in obenhe ſchriebenen Kraͤutern wachſen, und darin bn, welcken, die beſte iſt, welche aus Creta koͤſh, Das gantze Gewaͤchs iſt hitzig und trocken im zten Grad, ſubtil und durchdeingend ſolvirt, eroͤffnet, reiniget das Eingewe Hertz und Hirn, purgirt gelinde, die Ge ſer in Melancholey und Miltz⸗Such viertaͤgigen Fieber, Kraͤtze/ Raude du ſatz/ boͤſen Blattern, Frantzoſen, len af. rind, allerhand Unreinigkeit der an Jiſteln, Schaͤden, Krebs, Hertzloyf fen und Schwindel. Dieweil ſolche Ahh Sende aber ziemlich hitzig, Hitz und Du bringet, ſoll ſie nicht leicht allein gebrauch werden. Der daraus bereitete Syruß ai net auch zu allen oben bemeldeten Zuſſaoin Schwantz. Lgulſeum, 166. Kannen⸗Kraut, Roß Annen Kraut, Roß ⸗Schwan Ne im Latein Geſchlechte gezehlet, wir bleiben bey dem gemeinen Schaff⸗Heu: das mit vielen duͤnnen Blaͤtlein, lein zu der Artzenen gezogen wurd/ und 1 ſchen Kaul ſetum geuannt/ deſſen werden wohl zehn aber al ſolches f welches al 4 mhefige ngen fit wicht, dh Ahodickrn u zu ſto Asher Ei anandern ſulhen und ſte Arn koͤmme bs ſt ein? falt, dienet! en Naſen. u Aderfluß Rutſpehen, den und Geſe Geda N Brüche Hg bor die roth ſchwulſt. K lub After Das deſti ſcuchgurfir leverſehrte d , dae Kannen ⸗Kraut. 469 % mlldes fluͤchtiges Aluminoſiſches Salt unter dDoſten n, ſeinen vielen irdiſchen und waͤſſerigen Theilen 1 fh verborgen, daher es die Tugend hat, das Ge⸗ ch Ae flohen, bluͤch zu dickern, anzuhalten, zuſammen zu zie⸗ cel d Fidiehſh hen, und zu ſtopffen, dahero ſagen die Alten, ul SS pagſa ih daß es ſeiner Eigenſchafft halber, kalt und tro. cdeſt N. welche auch cken im andern Grad ſey, und waͤchſet gern auf weg ech fies ſandigen und ſtetnigten Wieſen, und feuchten tab E Al ud duch Aeckern, koͤmmet im April und Majo herfuͤr. öffne; get des ey Es iſt ein Wund ⸗ und Harn ⸗treibendes Nutzen und Sin Sg gag Kraut, dienet vor das Keuchen, alten Hu ⸗ Gebrauch. lan( Sund lich ſten, Naſen⸗Bluten, Mutter · und guͤlde⸗ zend er Sri nen Aderfluß, Durchbruch rothe Ruhr, en J arm June Blutſpeyen, und Blut⸗ Farnen, Wun⸗ lasch weine den und Geſchwaͤren, ſonderlich der kleinen lathaſ K Gedaͤrm, Lungen, Nieren und Blaſen, Sch zw Nude y„or 6 5 Ichn. Diane Bruͤche, Harnwinde und Stein, aͤuſerlich ee vor die rothen Hitz ⸗Blaͤtteꝛlein Ge⸗ ber ge& J high, 1 ſchwulſt/ Entzůndung des Gemaͤchts fa fir lich and und Affter⸗Darms auch Mund. Saule. Der mg bal Das deſtillirte Schaff⸗ eu ⸗Waſſer, allen bench iſt auch gut fur die ſo Blut ſpeyen, es heilet 1-d die verſehrte Daͤrme, Leber, Nieren, und „en Blaſen, ſtllet den unmaͤßigen Blut⸗ Spalt, gang der Weiber iſt dienlich in allen n ⸗ A/ N i Durchlaͤuffen und Blut · Sluͤſſen, Mor⸗ aff A td inn gens und Abends jedes mahl ein Zij. ad Ziiß. Deſtillirte Waſſer. e epa getrunken dieſes Waſſer heller auch die Ber 90 r gala ſehrung und Loͤcher an heimlichen Orthen, f cf h bey Mann⸗ und Weibs⸗Perſonen, dieſelben i oftmahls damit warm gewaſchen dann leinene Tuͤchlein darein genetzt 57 uͤbergeſchlagen. 1 3;ö Erica. Geſtalt, Eigenſchaft und Nugen. licht damit gegurgelt. men. 47 Heyde. Das Waſſer darin Schaff heu gekochg iſt allen andern deſtillirten Waſſern vorzuzk⸗ hen weil in der Peſtillation die beſten Theſlezl ruͤck bleiben. ſolch Waſſer, und lege es warmlich über, e hetlet auch alle Verſihrung des Mundeg Zahnfleiſch, und Halſes, den Mund al 167. Heyde. eEyde, Erica im Lateiniſchen genau deſſen Geſchlechtes werden bey einge Seribenten ſechzehenerley Gattungen besehen ben, allhier aber wird eintzig gedacht der big vulgaris, aus deſſen holtzigter Wurtzel hun Gaͤrtlein hervor ſthieſſen, welche Spannen hoch mit glatten immergruͤnenden Blake und rothen und weiſſen Bluͤmlein hervor ka Solches waͤchſet auf einſamen, da und ſandigen Bergen und Feldern, blüͤhet dig gantzen Sommer hindurch. Die Blatter ſamt den Blumen f warm, trocken, verzehren, vertheilen und caoff nen, ſie hat viel irroiſche Theile, neben ewa alkaliſchem, mit wenig balſamiſchem Oel verg⸗ Wider die Geſchwulſt be Manns Ruche, netze ein leinen Tüchlelnſ ſellſchaffeten Saltz, in ſeinem Safft verba, gen. Dahero kommet dero Eigenſchaff trocknen, gelinde zu erwaͤrmen, Geſchwulſen zu zertheilen, den Schleim und Sand den gieren zu treiben, auch Schmertzen und Bothe der Augen zu verthellen Nade cclurgl Mg Bran. u 5 Af ſedet,! 2 And A dg, und R fake den Bl feht würcket Blättern 5 datein ſitzet funkt deen ben kung auf dieſed das Waſſe btannt, Darvm⸗Gich de Geſicht g dabon ekliche? Die Latw d mit Nut ſllgſchtig Ia inkrworf lugt vor die bo dzornehmlſe 10 Ce ft lat einer Anga Sch f den * n en„Foce Die Heyde, weil ſie an Geſtalt der Tama⸗ de adde kisken nicht ungleich, wird von vielen wider die W ne Ge N Milz Kranckheiten gebrauchet. So uuchl; il man die Blumen und Blaͤtterlein der Heyde in t und er ee. Waſſer ſiedet, und 30. Tage nach einander ale N Sum Morgens und Abends drey Stunden vor dem ch un le 18 Mittags- und Nacht⸗Eſſen davon u. trinckt, ng a iq; bricht es den Blaſen ⸗Stein, und treibet ihn — fort, es wuͤrcket noch beſſer, wann man aus 160% ech, den Blaͤttern zugleich ein kenden⸗Bad machet, krc! 5. 10 und darein ſitzet. Matthiolus hat etliche ge⸗ G dllſſhag kannt, denen benebſt einer guten Lebens⸗Ord⸗ Dach A weden ann nung, auf dieſe Weiſe geholffen worden. cht en Gun Das Waſſer aus den Heyde ⸗Blumen Das Wa⸗ en gg gebrannt, und getruncken, benimmet die ſer davon. aus det J gte Darm ⸗Gicht, es wird auch wieder das bloͤ⸗ er n nal de Geſicht gelobet. Morgens und Abends falten J begrünte davon etliche Tropffen in die Augen gelaſſen. md ec nene Die Latwerg von den Heyde ⸗ Blumen, Latwerg ches i. auſenlne wird mit Nutzen gebraucher, denen, welche und Oel. gen Berg! Deen Miltzſichtig„oder dem viertaͤgigen Sie⸗ mmer Sh, ber unterworffen ſeyn. Das Gel davon Flätter u 1 den Bu nutzet vor die boͤſen und eingewurtzelten Flech⸗ un ber er vel ten, vornehmlich im Angeſicht. ac e 9 168. Senff. Eruea. nit wen K fim mit wen 80 S ben, im Lateintſchen Eruea genannt, She 422 Senff. ſtreiffige Bluͤmlein, und den Saamen in ling lichten Schooten, die Wurtzel iſt weiß un lang, er wird in Gaͤrten geziehlet, gruͤnet du — gantzen Winter, bluͤtzet im Jullo und, gu 0. i 1 8 Eigenſchaft Der Saame ſſt hitzig und trocken i 5 Nutzen und Gebrauch. Grad, ſaubert, befoͤrdert die Dauung, in mehret den Saamen und die Milch, be waͤhret fuͤr Schlag und Scharbock ul den Urin, Stein und Wuͤrmer; mange brauchet ſolchen gemeiniglich dle venetiſch Werck zu ſyimuliren, der Saame rohe geroſe ſamt dem Kraut, reitzet zum Beyſchlaff dahero es von den Poeten Herba ſalar geheh net worden. Incint bacntad he What Da zuget, W Nauc ſaltſch auc Hantgen Bot basta wech use Gare. ſhellch den! ür Heu Mor Schlag kat Fuamens ein ches den alt e Senff. 473 ten 0 Wu 10 Incitat ad Venerem tardos eruca maritos. 0. 2 ech Weswegen auch der Saame dem Electuario t bet gh Diaſatyri zugethan wird. Das Raucken oder Senff⸗Geſchlecht theilet ſich auch weit aus, und werden derer ben einigen Botanicis 18. Gattungen beſchrie⸗ ben; von welchem wir allhier reden, das iſt der weiſſe Garten⸗Senff/ und gebrauchet man ſonderlich den Saamen, welcher im Brach⸗ oder Heu⸗Monat geſammlet wird. Wieder den Schlag kan man mit Zuthuung des Senf⸗ Saamens ein herrliches Præſervativ bereiten, welches den alten Leuten ſehr nuͤtzlich iſt. * Majoran, Betonien, Schluͤſſel-⸗ Blumen, und 55 — — Rother Roſen⸗ Zucker, as. ij. 3 Candirten Ingber, Zi. = Seuff⸗Saame, Fenchel ⸗Saame, 2 aa. 3j. ame g Ale Curdamomli, Cubeben, — lee Iimmet, as. 3. Gan nn f n Succolat⸗Pulver ij. „Schl Sch Ruͤhre alles mit Naͤgelein⸗ oder Violen⸗ 1% win Syrup zu einer Latwerg, davon Morgens * Sage und Abends einer Caſtanien groß eingenom⸗ men. ſimulirſ e 5 Solches ſtaͤrckt die Natur, den Magen, Ge⸗ Kraut„ 5 10 hien und Nerven, bewahret vor Schlag ⸗Fluͤſ⸗ bon den z ein lets ſen, und machet dle alten erkalteten Ehemaͤn⸗ 1 ner munter dero jungen Weiber im Beyſchlaf fleißiger zu bedienen. Das um wider * FHflectuarium. a Electuarĩ- N. Roßmarin * Neßma der Schlag. Eryngium. — f 47 Manns Treu. Das Pulver von dem Senff Samen al Schlag ⸗Waſſer vermiſchet, thuet auch mer liche Huͤlffe in Paralyſi Linguæ, die Zunge of damit gerieben. Aaeuſſerlich, wenn man die Wurtzel aufegt ziehet ſie die zerſplitterten Beine heraus; tree den Schleim von Hirn, wenn mans in dle gn ſe ſchnupffet. Das Pulver davon verttell die Scharbockiſchen Flecken, wenn ſolches un einem Band uͤbergeleget wird. Endlich wich der Senff⸗Saame auch zu den Speiſen auf unterſchiedene Arten genutzet. e D, 4 8 f 169. Manns Treu. 9 s, Ain gen Nel, d 0 wahſchwattz ftcken E heben korn Cintel mit v cht ſeyn! 1 Elen hoch ſhurfe gebrune ehleln(dent 10 Stacheln ö ö cas Sterns un an fe zeitigt funken Rödlei a jedes Körr etwas kleinerd abfallen. D i fleff zerſc ſurſt grun, de kektwas hlan acht im banß und ebend tan Rhe a und b i i N a de mans Treu. 77 ſer ei Icchet, 9009 8 Anns⸗ Treu, im Lateiniſchen Eryngi⸗ 54 Lage W 2 um genannt hat elne ſchlechte lange en. Wurzel, die faſt eines Daumens dick, aus⸗ W eien, wendig ſchwartz, wendig weiß, eines ziem⸗ Juso en Baan lichen ſtarcken Geſchmacks und Geruchs, aus a 7 aun n in zwey Jahren ein rundter „ pie den n Stengel mit vielen neben⸗Aeſtlein, ſo gantz ock alen, en dornicht ſeyn, mit einem Baͤumlein, faſt ei⸗ dibe Stu 0 ner Ellen hoch, an den Zweiglein erſcheinen Set ichn dae 0 ſcharffe gedrungene bleichgruͤne und geſtirnte m 4* wut Knoͤpflein,(denn ſie mit harten, und ſechs ſpitzt⸗ ö wee Stacheln, zu rings umher in der Geſtalt 1 Nas, dn eines Sterns umgeben) die gegen den Herbſt, wenn ſie zeitig werden, aus den ſtachlichten ge⸗ ſtirnte n Raͤdlein, weiches die Sonne iſt,(da ein jedes Koͤrnlein zwey oder drey Doͤrnlein, etwas kleiner denn der Binetſch⸗Saamen hat) abfallen. Die Blaͤtter ſind groß breit, krauß und tieff zerſchnitten, mit ſcharffen Dornen, zuerſt gruͤn, darnach werden ſie bleich⸗ weiß, mit etwas blau vermenget, als berg⸗gruͤn, es waͤchſt im rauhen 3 auf duͤrren Hei⸗ den, und neben den Weg⸗Straſſen, inſonder⸗ heit am Rhein⸗Strohm. & i den, allen Schleim zu erduͤnnen, innerli⸗ che Verſtopffung aufzuloͤſen, den Harn und Monathliche Weiber Reinigung zu befoͤrdern, ſonderlich aber den Saamen zu erwecken, und den Beyſchlaff zu foͤr⸗ dern, es wird davon allein der Saame und Wur⸗ Manns · Treu ſt mittelmaͤßig warm und Eigenschaft etwas trockener Natur, hat herrliche Tugen⸗ und Nutzen. 476 Mans Treu. Wurtzel gebrauchet. Es waͤchſet an ſanbſſſ kraͤuterichten Oerthern, und bluͤhet mau in den Apothecken hat man die Wurtzel, 900 ret mit unter die 5 Aperientes minores, man ſammlen ſoll, wenn die Sonne im Lou gehet. Sie dienet vor die Leber, Grieß un Gifft, iſt maͤßig warm, zertheilet, trocku eroͤffnet dienet in Verſtopffung der lebe Galle, Miltz, Blaſe, Gelb · und Wa ſer⸗Sucht, Colic und Siebern. Sie raͤumet die Bruſt, benimmet du Keuchen und den ſchweren Athem i ret die Galle ab, und treibet den Stein D donæus zerſtoͤſſet die Blaͤtter mit Wein an giebt den ausgedruͤckten Safft mit Nutzen g, nenjenigen, ſo Gonorrhœa venerea labore Dieſe Wurtzel in Zucker eingemachel in in Anreitzung zu der Venus nicht genug ruͤhmet werden, indem es die Geburthe⸗ ſter vermehret, Saamen zeuget, ſinunn oder muntert die kalten Maͤnner und Mile zum Venus Wercken, raͤumet die Gl burths · Glieder und hilfft zur Empfan niß, dahero ſolche auch dem Electuatio Dial. tyri zugethan wird; iſt auch dienlich denen. mit NWieren ⸗Stein, fallender Such behafftet, bekoͤmmt auch wohl dem kalten m ſchwachen Magen, und bringet den S gern die Milch. 5 Von etlichen wird ein Waſſer aus de jungen zarten Blaͤttern gebrannt, fh 1 1 a Maga Aemd St wahg gu Mattern, re ſulch wohl Ihn das dt en, baöttaget di dar durch de hnliche R ſuuchet zu fol . eh b. U tauch— Es wächttg nb e 9, dbl hace conan len et die derientez 1 2 len ſel u ind Emm det 9 Feber g 1 2 05 an? Topfen Mig St, Ude ht, C ind ich umet Si 110 mund) H peren dn alle ah 8 Attelbetdag ſeſtöſſel vi glätten ni ausged n Saft en ſo Ge ien vedetel Wut A uckrchm mung! ir Venue werden n ts Mee nehret,„Imen ga ntett dit ln Min nus-I ken, nt Glied u Ohlſtünte dero ſolg. den Ben eren ·& fill tbcköm e wollen hen Mr nd A, Mans ⸗Treu. 477 truncken, eroͤffnet verſtopffte Leber und Miltz vertreibt die Gelbſucht befoͤrdert den arn und Stein, Matthiolus ſchreibt, daß es ausbuͤndig gut ſey wider die Frantzoſen⸗ Blattern, reiniget das Gebluͤth wunder. barlich wohl von dieſer Seuche, es ſoll auch wider das drey⸗ und viertaͤgige Sieber dienen. 22 Es traͤget dieſe Wurtzel auch viel bey, wenn einer durch Zauberey oder ſonſten um ſeine maͤnnliche Krafft kommen, und wird ge⸗ brauchet zu folgender N r dee, . Eingemachte Manns Treu und„ Candirte gruͤne Imber⸗Wurtz, genommene Citron⸗Schalen. aa. 54. Mannheit⸗ Geſcheelte ſuͤſſe Mandeln, Piſtaci, Haſelnuß, Dattel⸗Kern. aa. Sx. GepulverteOchſen⸗ und Haſen⸗Gey⸗ len, aa. 36. 2 Paſtnacken ⸗ Artſchocken ⸗ Agley⸗ Senff⸗ Saamen, Zimmet, aa. 3j. Weißen Pfeffer, Cubeben, Carde⸗ mom. aa. ij. 5 Stoß alles, was geſtoſſen kan werden, zu einem Pulver, und miſche alsdenn alles mit einem Zimmet⸗Safft zu einer Latwerg, davon offt einer Muſcat groß 170. Eryſimum vulgare. Deffen Ei⸗ genſchafft, 6 eee 190. Hederich. 6* i N 5 1 NM 3 8 4 3 4 N —— Herdeuch im Lateiniſchen Eryſumum fl gare genannt, es giebt ſonſt des Hal 805 und richs unterſchiedliche Geſchlechte darunteraaß lich der gemelne Hederich, ſolcher waͤchſet ah lenthalben neben den Gaͤrten, alten Maur und Hoffſtaͤten, er hat Blaͤtter wie der woll weiſſe Senff außer daß ſie groͤſſer ſenn un nicht ſo tieff zerſchnttten, ſeine Stengel iu zaͤhe, laſſen ſich biegen, wie ein Riemen, br gen kleine und gelbe viereckſgte Blumen al welchen, nachdem ſie abfallen, kleiſt, 1 mic And 4 aaf be f b E cad httel uam Mich De Sg A tocken in faffek undt' gchenSchle innerliche kl duch den, Na der Sa. fut Ronat e dlenet hu v bor die Gelb Lgbröſ Husten. Aeyſſerl cht zun ſhwollene ben Blumen 9 1 1 har — — „ich i E cke e genen gebt t 6rd Schi gemelne S6 ie vn neben ue Hate 10 ffaäten, ne, Senf al F oaß ſeh a ef erß e, el 2 ſen u be, ne und g rde * a Wi fal 00 gedeuch. 5 wude 50 ausgeſpitzte Schötlein Pachſen, anzuſchen wie Horner, darinnen lieget ein klein gelb Saͤmlein verwahret am Ge⸗ ſchmack bitterlicht, ſcharff und hitzig wie der Kreß⸗ Saunen, die Wel ſt hart, weſß und zaſelicht. 8 Der S Saame And das Kraut iſt biet 8 und und trocken im dritten Grad, machet duͤnne, eroͤffnet, und treibt den Harn, verdünnt; allen zoͤhen Schleim, und loͤſet die davon entſtan⸗ dene innerliche Verſtopffungen auf/ erleich⸗ tert auch den Athem/ das Kraut waͤchſet im May, der Saame aber muß im Hen und Au⸗ guſt⸗Monat geſammlet werden. Der Saa⸗ me dienet in verſtopffter Leber und Miltz, vor die Gelb Sucht, Bauch ⸗ Grimmen, Eng bruͤſtigkeit, Heſſſerkeit und alten Huſten. Aeuſſerlich ſind ſie gut fuͤr den Nrebo, ſo nicht zum Schwaͤren kommen, und dle ge⸗ ſchwollenen Bruͤſte, das friſche Kraut ſamt Gebrauch. den Blumen kan man zerſtoſſen, und vor ein Cauterium gebrauchen, der aus dem Hede⸗ rich bereitete Syrup iſt gut wider den Schleim anf der Lunge, wider Heiſerkeit und den Huſten. Wenn man Hederich⸗ Saqmen 3. zu Pulver ſtoͤſſet, und in ein weich geſotten Ey ruͤhret, es des Morgens nuͤchtern austein⸗ cket, und alſo ſechs Tage continuiret, ſo iſt es eine gute Artzney wider den Veneriſchen Saa⸗ men ⸗ Iluß. gisch Salſcher Friſch Sederich ⸗ Kraut im Meß N nath, gegen dem vollen Licht, wohl zerhach, geſtoſſen, der Safft daraus gepreſſet, dun Fließ⸗Papier filtriret, und mit doppelt ſo h Zucker zu einem Syrup vermiſchet, hernah in einem wohlvermachten Glaß einen Tag ay der Sonnen Stralen geſetzt, giebt einen kf, tigen Syrup ab, welcher offt Lͤffel⸗ weite gz nommen, allen auf der Bruſt sieh Schleim verzehret, und hiemit den ute und Heiſſerkeit vertreibt, den Athem g weitert Luſt zum Eſſen erwecket, du den Harn treibt, die Verſtopffung da Kroͤß Adern, der Miltz und der Leber, net, und alſo auch dem Abnehmen des da Wehre. Wer nicht wohl harnen kan, der zee Hederich⸗Saamen 3j. und nehm es in glg alten weiſſen Wein ein paar mal, ſo treibe ches nicht nur den Harn, ſondern auch Saß und Schleim, und reiniget die Nieren, Wann die Miltz oder die Leber mit h ter Geſchwulſt beladen, oder ſo etwa eine ſoſht harte Geſchwulſt die aͤuſſerliche Theilen als Bruͤſte eingenommen, ja gar elnen Arebs⸗ Schaden geben wolte, ſo kan man diß Kral in einem bleyern Moͤrſer wohl zu einem Mi ſtoſſen, hernach Honig darunter miſchen, und alſo warm taͤglich ein paar mal uͤberſchlage vertheilet zwar gemaͤchlich, aber ſehr wog ſonderlich ſo zugleich innerlich eröffnende rl chen mit gebrauchet werden. W g Man man eli ben? cker ail fate zun iche. fg ſ lage ü Schweiß Sechvulſ ve Fe 0 Ahnlich, d Dolden dave lind dreheckt Wurzel iſtn das gantz Ge icheer neben blddauch in G e Blumen De Blätket ber Sag 00 machet 0 Matzen de Fänge h a othgen mne faber f Maui m Wolff Much. 41 td)— Wenn mand„ * a. as He 1— n krün in dem Mar HederichAraut ſriſch . ay nimmet, w riſch/ mem mit Rocken⸗Mehl und E„wohl zerſtoſſen up N 1 eh und Eyer⸗W̃᷑ 8 en ne dicken Pflaster vermiſchete eiß zu einem n SU he zweene Tuͤcher le 5„ zwiſchen Ae gen le ſchläge get, und alſo uͤber die hart up ab get 15 cken Schw 8 ziehet es einen rothen 5 0 f 4 de N— 55 N und verthellt 5 ſtar⸗ e ee pwulſt verwunderlich. B eat y 17 e 1 ee Wolſe ole wic 4e o. g tei l ſſen uch* Olffs⸗ Milch 1 3 Elula; Ong ih Verf. auch Tithy 3 Lateiniſchen Eſul cin, Titt 5 dern 1 ff ein e ithymalus genan„ ula. 1 gu eh roͤthlichten aͤſtgen S unt, bekommet Deſpen be ae. ie den ch hoch, die. 588 be zn 1 ahn ich doch viel W en ieffer⸗ 11 8 85 5 „ eicher und zaͤrte n Oriĩ⸗ acktut E mien i ben dagen ſind vol 1 er und zarter die ö „Sun id 10 5 dreyeckichten Saam gen Blumen, en B. bun d 5. mit einer dicken 3„die tnur de Sn o ern N ewaͤchs aber iſt gale hic. Es 175 Sugadeh wird duchin Gert 1 Aten, 9 Adler de Male feine Blu eren unt erhalren kern, un 0 be belag ſeine Blumen und 15 terhalten bringer aber wullh Webern Die Bla Saamen den Somer üb f . Die Blaͤtter, die! a den Som̃er uber cow v sale und der Sac r, die Rinde von den d one geog. Ja gu 0 as ſind hitzig und 9080 Wurzeln Eigen wee 4„mach 1 en im ate und Nutzen abe ee a egen ac Dan. chen. Jer weſ he Flechten. J ag oin oder Hüͤner⸗Augen und al pe n aus„Mulch unter ſich den zal ee 11 3* 8 de wird ſolche 1— 1 r e beßf habarbara genau he insgemein Ban ſo zug af heftig ſcharff; feigen N 50 i glei wobl e ee wortigirt mit belli 1 In — 2 482 Wolffs milch. 1 — Prparat. In den Apothecken wird daraus bereit mul ln Indianiſche Wolfſs⸗ Milch. Extractum und deſſen Nutzen. Extractum Eſulæ minoris, Salæ, Doſ. gui Cabot en! ad gr. Xx.(2) aliud Extractum Efüla un Ping dinum. Doſ. 2j. ad 3j.(3) aliud Quercetai f (4) Item Pilulæ de Eſula Fernelii, Es iſt noch ein ander Geſchlecht hy Wolffs⸗Milch, Eſula Indica gengunt, fan, all aht wi Eo Gala ober Gut bekoͤmmet eine ſolche Hoͤhe, daß ſie auth le viſſn hoͤchſten Baͤume ſteiget, iſt offtmahls dig a Nit im! als ein Arm, hat gar viel dornichte Kum we aue die doch, weil ſie lind ſind, nicht ſtechen Blaͤtter wachſen hin und wieder, und den Blaͤttern derjenigen Haus⸗ Wurz aͤhnlich, ſo man in der Mieder laͤndichg Sprache Huys Loock zu nennen pfegh die Stengel ſind dreyeckicht, und wenn verwundet wird, ſo ſpringt der Milch Saß e wie aus der Wolffs⸗Milch herfüͤr, alp dh 5 uicht h ſo man ſich nicht huͤtet, leichtlich die Kah r ober) und was noch aͤrger iſt, das Angeſicht une e N gen beflecket werden, welchem er wegen f 8. ner brennenden Krafft ſehr zuwider iſt. Seife Aus dieſem Safft wird ein köſſſch Extractum gemachet, wider die Mißfich des gelbes, Waſſer · Sucht, Lahm und uͤbrige kalte Gebrechen, welche mn geringen Artzeneyen nicht koͤnnen weggele men werden, Doſ. iſt gr. x. ad xx. Es f Unterſcheld weder an der Geſtalt noch Wach thum, zwiſchen dieſem Kraut und demjenge welches den gelben Safft von ſich geh, 5 lacht drey⸗ un h gebrauchet , daß er mit Wand Weibe Mader Waſſe Irn Jiebern, edle Artener then, Man o Gran nacht Afckende gay kliſeker —— 172. der do dum pul 7 abümcennah , nitvie 1 90 f Er 8, TM. 135 5 i 85 0 a Wolffs ⸗Milch. 483 ichn, man in den Apothecken Zurta Gemon, oder unn N ö Cambodia nennet, wellen es in Cambodia, rsd i ſo dem Königreich China nahe gelegen, her⸗ 5 Gad, für kömmt, allwo auch die beſte Aloe häufſſg lala fene ausgepreſſet wird. 9 9 ein abe Ua. In Europa wird dieſer Safft Gummi Gummi ſula India gh Gutta oder Gutta Gamandra geheiſſen, wel⸗ Guta, und he Hähe, Ai cher die waͤſſerigen Feuchtigkeiten, dle ſich derer Ges elget, it age lange Zeit im Leibe verſammlet haben, oben brauch. ar viel dont und unten ausführet, darum es in der Waſ⸗ d ſind, nch ih ſerſucht drey und vieꝛtaͤgigen Fiebern ſehr nuͤtz⸗ in und nahe lch gebrauchet wird P. Verzaſche bezeu⸗ nigen Hut in get, daß er mit dieſer Artzeney etlichen Man⸗ in der Muc nes⸗und Weibes⸗Perſonen geholfen, welche bock umu von der Waſſerfucht, drey und viertaͤgi⸗ rchechcht e gen Jiebern angegriffen waren; und habe ſpringt urch erdieſe Artzeney den Krancken zwey⸗oder drey⸗ Mic hach Pott nicht hͤͤher als gr.*, mit Wegwart⸗ let Kalle Waſſer oder Roſen ⸗ Latwer g vermiſchet, ein⸗ f dur date seben. Man kan ſie von z biß auf 7 auch wil ba Bran nach dem Alter des Krancken gebrau⸗ sch euch ferner dienlich wider alle aft 105 alt ansteckende Raude, Grind, und den Anfang t, wb 1% 1 1 ce 172. Waſſer⸗Doſt. Rupate- eh 3 11 Wudſſer Dot, im Lateinſſchen Eupato- 1 1. 1. dn 1 rium vulgare genannt, oder auch Eu- Deſſen Ge⸗ 5 er Gesell patorium cannabium, hat eine lauge zaſichte ſtalt, Arth, n Kraut önnen Wurzel mit vielen Zincken die kriechet hin* und daft an f und her im Grund wie die Wurgtzel des At. e 7 HH 2 tich⸗ . Waſſſe def. 2 5 2 5 1 1 8 . 9 4 5 15 —— 0 2 160 e N. See N 2 tich⸗Krauts, die Blaͤtter ſind lang lh Farben Saat⸗gruͤn, und ein wenlg rauch kleinen Schoͤttlein, zerkerbt wie die M am Hanffkraut. Er gewinnet einen zin ten roth braunen Stiel, der wird zweß a bisweilen drey Ellen lang, inwendig ma ſem Marck angefuͤllet, und aus wendg ah n ein wenig rauch, mit etlichen Neben ua lein; an dem oͤbern Theil derſelben, bucher im Heumonath ſchoͤne Dolden mit viel fel leibfarbenen Bluͤmlein, den Blumen de Baldrians gleich, ſo dieſelbe zeitig weidenfiſt wollichter Saame daraus, welchen der N wegtreibet. Dieſes Kraut bringet 40 4 an Ge 6 mögen Geru She alf den Vac, und a 0 cher ſt dee Blume ſulhead, und un eröffnen Ichcund ii 1 erſopffun bern, füuber a Geſchwa UWurtel oll; ten, wann Jager kan ge ind den Tran Kraut des W init der Oder solchen Kra b, in wele uche Ey unde waſſer Doſt. 485 neue Stengel herfuͤr, iſt bittern Geſchmacks und guten Geruchs. Er waͤchſet an feuchten Orthen auf den Regen, nahe bey flieſſenden Baͤchen, und auf den Waſſer⸗Geſtaden hin und wieder, iſt ſehr bekannt. Die Blumen und Blaͤtter ſind warm Deſſen Ei, im 1 Grad, und trocken im 2 Grad, machen genſchafft duͤnn, eroͤffnen, ziehen etwas an, dienen der und Ges Leber und Miltz/ auch dem faulen gleiſch, Rauch. in Verſtopffungen, treibt auch durch den Harn, ſaͤubert und reiniget die Wunden und Geſchwaͤr, und befoͤrdert die Heilung, die Wurtzel ſoll gelind uͤber und unter ſich pur · giren, wann man ſo viel als zwiſchen zwey Fhaunger kan gefaſſet werden, in Wein kochet, und den Tranck trinckt. Sonſt koͤmmt das latter f 1 Kraut des Waſſer⸗Doſts in ſeiner Wuͤrckung und einwangu⸗ mit der Odermennig uͤberein, dahero es auch gerkerbt mi 1 ſuſolchen Kranckheiten nuͤtzlich fuͤrgeſchrieben r gelnnt hn wrd in welchen man die Odermenntg ge⸗ iel, der wah a brauchet. Es iſt ein gutes Wundkraut, inner⸗ ang, Amani lch und aͤuſſerlich zu gebrauchen. Es befoͤrdert t, und aut a auch verſtopffte Monath Reinigung etliche 90 und Schweiß /iſt gut vor Mißfarbe, Waſ⸗ dae e Je, eee, Fiege che ee„giftiger Thiere a 5 1 N 8 0 e un Solch Kraut in halb Waſſer und halb weiſ⸗ l 5 Wein gekochet, vertreibt 1 15 rule Heibſche ſondern hellet auch allerhand Wun⸗ n den, ſaͤubert und reiniget die Geſchwaͤr. Hes 13. Eu- 436 Euphorbium. 9 ——— Ruphor- 173. Euphorbium, aten ulwen bium,„ 10 fer w. ben Satt niſlabeus det ach Se gar drey a Cel; und au gar Blumen, . falkechgruͤne ſiſcch, gruͤnw zuſammenzi lieg, wir. W, Indien g Jus des Ba 1 ſcharff atze ber Gläser g Jochen zu ein tachet, und K ee Eupß orbium, wird auch Euphotbun 11 d 25 2 Bas sol., Lateinlſchen genannt ob ſolches anden an de 5 e bes für ein oder Staude ſey, daruber diſputtren wilche Küchen (Gewächs, lehrte, denn Dodonæus berichtet, es h cee gie 0 und wie es Pflantze, deſſen Vlaͤtter mit laͤnglicht, hn Anh* Aiſtaltek. und doppelter Reihe, weißlichter Dornen n m d ſehen, Dio ſcorides aber und Lobelius mann h 5 0 f es waͤre ein Baum. Insgemein wird er b⸗ 0 b ſchrieben als eine Staude, die offt bis zug fin 1 Mann hoch aufwachſe, mit einer dick, Wh dle gerad in die Erde hinunter gehenden und ge baba 00 0 ſeln auf die Seite ſchickenden Wurzel, Ein g ö 105 einfach aufſteigender Stamm, iſt* ic 8 Euphorbium. 437 15— 1 chu, dicken, auswendig braun⸗gruͤnen Rinde um⸗ geben, unter welcher eine weiche ſafftige Ma⸗ terie an Statt des Holtzes lieget, daraus ſo wohl als aus der verwundeten Rinde ein haͤuf⸗ N A 189 79 1 Ii 1 N W 1 60 6 mWeſt⸗Indien gebracht. nachet, und alſo in ledern Schlaͤuchen il I ſeemde daͤnder verſchickt, aber er wird offt mit dem Sarcocollo und andern Gummi verfaͤl⸗ rd auch gh zſchet Fuͤr eine andere Art des Euphorbii haͤlt int obſohehin man den in kleinen durchſcheinenden gel- lber llpuſſah ben Kuͤchlein ſich befindlichen Safft, wel⸗ 1 as bach cher aber anders nichts als voriger erdickerte, ter mit ua und zu ſolchen Kuͤchlein formirte Safft ſchei⸗ welßlicte an net. Der beſte iſt lauter, durchſcheinend, rund Loba weiß und gelblicht, ſcharff⸗ aͤtzent und bren⸗ Jusgeneh nend, wo man es mit der Zung ein wenig be⸗ ide, deaf! ruͤhret, das alte, denn durch das Alter ſoll es ſe, nieht vollkommen werden, und ſeine Schaͤrffe in nter gehe etwas ablegen, das neue als allzuſehr kraͤf⸗ gate ef ulge, iſt verdaͤchtig. Nunm/ ft 94 Das 0 Aus des Baums verwundeten Rinde, wird Wie der der ſcharff aͤtzende Milchſafft in Schlaͤuche Safft u- oder Glaͤſer geſammlet, hernach durch das phorbi aus * 5„ e, dem Baum Kochen zu einem weißlichten dicken Safft ge- bereitet wird. 1 Nen 5 N Deſſen Ei⸗ genſchafft und Miß Innerlich Bauren iſt die Dol Z. in Pillen, doch ua wird teber⸗ man abge⸗ rathen. Haupt⸗ Jalivatie. Iſt eine der 48 Tuphorbium. Das Euphorbium iſt hitzig im 4 Gu und beſitzet elne Krafft die geſaltzenen Feu, tigkeiten und das Waſſer aus dem ganzen geh zu fuhren, aber nicht ſonder Beſchwerde un Zwang, die es neben ſelner Eigenſchafft un der Entzuͤndung beſitzet, denn es purglet ie ſer Safft mit ſchweren Zufaͤllen, und alt was er antrifft, daß fuͤhret er aus, fuͤr unt niemand gerathen, daß er dieſen Safft in lichen gebe, es waͤre dann daß er mit di l tron⸗Safft wohl corrigirt ſey, wiewohl allerbeſten, ſolchen gar zu unterlaſſen, Ich habe geſehen, daß ein verwegen Ovackſalber das Euphorbium ſtarckel Bun, ers⸗ Leuten wider die Fluͤſſe im Haupt gehen, chet, da er nehmlich gr. ij. gepulvert mit Am gleich viel vermiſchet, und es ihnen in dſed ſe goblaſen, worauf in einer Vtertel⸗Stundch ne brennende Salivation erreget, und eg ſer Fluß zu Mund und Naſe eine halbe Ell de lang ausgeronnen, welches er hernach in oͤffters Waſſer⸗Schnupffen geloͤſchet. Ob wohl das Euphorbium eine gifſhh beßßtigſten ätzende Nakur hat, darum es blllig unte Purgatio⸗ Ren. hefftigſt⸗purgirende Artzeneyen zu zehlen i nothwendig gar nicht ſoll gebrauchet walt ſo ſind doch bey etlichen Bauren ſtarcke Miche Maͤgen anzutreffen, welche derſelben al bis 10 Gran, mit 12 ad 1 gr. Weinſtein coe Wermuth⸗Saltz und Zimmet oder Musch Nuß vermiſchet, erdulden, und dadurch 4 ge ſein dan lagen. geh adam E gha dl ſaeglae ve Ahr zutecht Eolſtauc gſchenen W Cluberung d funden work gehen ſtr fende cotol ſhlacket, ve Zt gegeben, ſtoſſen, Ma brauchen, wurtz undd auch ſolch g fen, und auf Wenn in! r Wunden 5 7 ade pfaſ Mechwetz abend keln wi 1. 0 Ge Fig 3 afft die 54 ae 0 t ſonder Vac! 1 ſelnet Eggen iet, denn ez 0 eren Zufilln, führet e aul ei 9 in Pg aß er diesen ee dann daß er orrigirt ſch t 0 gar zu n en, daß en phorbium uuf Fluͤſſe in hu 3 ſtoſſen. Man kan ſolch Pulver entwei der allein r. ij. gepulvalſg; t, und es ihnen 0 n einer d ion erreget, nd Naſe 00 „welches c zupffen gel 5upbordium alf darum ts l 0 Artzeneyenfu 10 * ſol ga en Bauten fung welche dach! 0 1 g WiN ad Zune 0 lden, b U Euforbium. 4389 —— vielen ſchleimigen Feuchtigkeiten purgirt wer⸗ den 1 Beſſer aber wird dieſer Safft K e gebrauchet, wie denn deſſelben Oehl des Ea. mit anderm Nerven⸗Oehl vermiſchet und uͤber pho ſbi. dle Scheitel, Genick, Ruͤckgrad und Gelencke . nee Schlaff Sucht vertreiben, kalte Fluͤſſe vertheilen und die lahmen Glieder wieder zurecht bringen kan. So iſt auch das Pulver von Euphorbio von erfahrnen Wund ⸗Aertzten ſehr koͤſtlich, in Saͤuberung der faulen angelaufenen? Beine, erfunden worden, denn ſo man es trock en uͤber die Gebein ſtreuet, ſo wird alle in den Beinen ſitzende coroſiviſche Saͤure dadurch aufge⸗ ſchlucket, verzehret, und hiemit der Natur eit gegeben, das Faule von dem Gute u aus zu⸗ gebrauchen, oder mit Florentiniſche r Veyel⸗ wurtz und Oſterlucle⸗Wurtzel vermiſe hen, oder auch ſolch Pulver mit Brandtewein anfeuch⸗ ten, und auf das ſchwartze faule Be in legen. Wenn in dem Aderlaſſen, oder onſt in ei. Wenn im ner Wunden eine Senn⸗Ader oder ſterve ge⸗Aderlaſſen ö ſtochen werden, iſt kein beſſer Mitte l als fol⸗ etwas vers gendes Pflaſter gleich uͤber geſchlager welches 72* den Schmertzen ſtillen, Geſchwulſt hertheilen oder verhindern, ja den Schaden hal d wieder. um heilen wird. Pflaſter. be. Terpeniſn 3 Gelb Wachs, Zyj.. Euphorbi 51 gr WW. H 5 Etreſch 40 Augen ⸗Croſt. Streich es, wann es uͤberm euer zuſnmne geruͤhrt, auf ein Tuch, und lege es 25 Schaden. tige es üble Euphraſia. 5 174. Augen⸗Troſt. Geſtalt, Uger. Troſt, im Lateiniſchen Euphn Ort und genannt, hat an Geſtalt zarte haare Zeit. Stengel einer Spannen lang, mit krauſen kerbten, je zwey gegen einander geſetzten Bl tern, und weiſſen roͤthlicht geſtriemelen Bluͤmlein, und hat eine duͤrre und holhht Wurtzel. Es waͤchſet an ſandigen Olhah, wo Sonne, Berge, Graß, und Wieſen: bll⸗ het im Junto, Julio und Auguſto, wird in Julio geſammlet. 0 .. 1 e du Bumen gc fibre Mebkken f ſhabülch! Airſehen, henheilen ſablenlich clas ſcharff tmeſſtens ir ler ugen un Man gebt Atman will Augen, geſte geſteſchen,. dieſes Ktau wird meiſt ſunerlich ur So lobe Fuphreſian fen, ſchr f H. Trago al kuthaffig h. krnichts! bine Hand in Wein dankt each. Es! Wuenköflt 1 5 e 0 Kateinſſchek Geſtalt zue n lang, miku inander gesehn aß und Wil ind Auguſt e Augen. Troſt. 491 In den Apothecken hat man das Kraut mit Eigenſchaft den Blumen, es iſt warm und trocken im 2 Nutzen und Grad, fuͤhret ein alkaliſches, etwas fluͤchtiges Gebrauch. mit vielen irdiſchen umfangenes Saltz, und hat dadurch die Eigenſchafft allem Sauren zu widerſtehen, gelind zu waͤrmen, zu eroͤffnen, zu vertheilen, und zu reinigen, iſt ſonderlich ein dienlich Kraut fuͤr die Augen, es hat einen etwas ſcharffen Geſchmack und gebraucht man es melſtens in den Starr⸗ Fellen, Dunckelheit der Augen und des ſchwachen Gedaͤchtnißes. Man gebrauche das Kraut auf welcherley Art man will, ſo dlenet es in allen Zufaͤllen der Augen, geſtoſſen und den Safft auf die Augen geſtrichen, machet ſie klar und ſchoͤn, hat alſo dieſes Kraut den Nahmen mit der That, und wird meiſtentheils in Augen ⸗Kranckheiten innerlich und aͤuſſerlich gebrauchet. i So lobet man auch die in Wein gekochete Fuphraſiam, beſonders die mit weiſſen Blus men, ſehr wider die Gelbſucht, welches von H. Trago alſo von ungefaͤhr beobachtet, und warhafftig befunden worden, da doch vor ihm keiner nichts davon aufgezeichnet. Eine Hand voll dieſes Krauts in ein Maaß weiſſen Wein geleget, Morgens und Abends einen Trunck davon gethan, ſtaͤrcket das bloͤde Geſicht. Es wird auch aus dieſem Kraut be⸗ 1 reitet ein koͤſtliches n Reer N. Augen ⸗Troſt⸗Kraut und Blumen. 3 Zim⸗ Pulver, 1 ..— ͤ—. K — Augen ⸗Troſt. Zimmet zij. 2 8* Imber, Cardamem, Cubic Muſcat⸗Bluͤthe, Fenchel⸗Saamen. aa. zj. Zucker vj. Miſche alles zu einem Pulver, davon M gens und Abends einen halben af voll auf Brodt und Wein genoſſen, al eine Treßnet. Dieſes iſt eine gute Ar tzeney das abnehm de Geſicht bey alten Leuten zu erheluh, reiniget das Haupt von kalten glüſſeh ſtaͤrckt das ſchwache Gedaͤchtniß bloͤden Magen, iſt auch gut wieder Sa man will, kan man den Zucker in gen ⸗Troſt⸗Waſſer zergehen laſſen, und Af, lein daraus gieſſen, von welchen nach Bill ben eins zu nehmen. Welche hitzige Auge haben, ſollen dieſes Pulvers und Taͤffleln auch des Augen ⸗Troſt⸗Weins muͤßig gehen denn ſie ſind ihnen zu hitzig. Das deſtil. Das deſtillirte Augen · Troſt⸗ Wi lite Waſſer ſer ſtaͤrckt das bloͤde Geſicht/ ſo von kali und luͤſſen herkoͤmmet vertreibt diechelbſücht bricht den Stein, ſo man morgens bobo nuͤchtern Zi ad ziij. trincket. Conſerva. Die Conſetva Euphraſiæ oder der Augen Troſt⸗Zucker, wirrd wie der Roſen⸗ Zul gemachet, iſt fuͤrnehmlich gut zu dem G⁰ ſicht, denn er erhaͤlt daſſelbe, ſtaͤckkt u gleich das ſchwache Haupt, reinlget es 10 e ee cen gb bet Agen, or Du uc von lan n zur. Junta ſo y barüber; Aglugen g ih fnmet ch ſo al. welche Ma falen entſtan cagantz Jah gänzlich fager Brill wohl ſolche brauchen en. Kräfte in eazetgen pfle fan eine lle ſant ben B 59 05 En Ma blöden Ge Ian geben dalle gel en mar ffn bude 0 ſitd bon Mn gehe gen df. * 1 Enndamn, 10 nB Saanen 2, J. inem Pulber, l N bends einen gan bund Wan gu 0 te Ar tzeneh dab ilten Leute ug ot von kalt iſt auch gur n man den gut gehen las, von welchen nal Welche higel Julvers und dafl oſt⸗ Weſns nis u hitze- 20 00 0 Ge vertrelbt duch ſo man much trincket phraſir dog 10 b wie der Röſeͤs! hmlich gal lt daſſtle, fh duft, uc 1 0 er⸗Buch von dem Augen⸗ mit deſſen Waſſer ode Augen ⸗Troſt. kalten Fluͤſſen, gens und Abend 493 dienet wider Gelbſucht, Mor⸗ s einer Muſcat groß davon zu Caſtor Durantus ſchreibt in ſeinem Kraͤu⸗ Troſt alſo: legen ihn zur Zeit des Mo Quantitat ſolches ſuͤſſen ihn daruͤber jaͤhren. E r machet die alten dun⸗ ckeln Augen gleichſam wlder jung und friſch, und nimmet alle Maͤngel hinweg, es ſey dee Menſch ſo alt er immer wolle. Derowegeu wo ſolche Maͤngel aus kalten groben Feuchtig⸗ kelten entſtanden, der halte mit ſolchem Wein ein gantz Jahr an, ſo wird er derſelben Maͤn⸗ gel gaͤntzlich abkommen, alſo daß man ferner keiner Brill wird vonnoͤthen haben, ob man wohl ſolche vorhero viel Jahr lang hat ge⸗ brauchen muͤſſen, ſintemahl ſolcher Wein ſeine Kraͤffte in den kalten Fluͤſſen ſonderlich zu erzeigen pfleget, auf ein Maaß des Moſts kan man e ine kleine Hand voll Augen⸗Troſt⸗Kraut, ſamt den Blumen nehmen, wohl verjaͤhren laſſen, alsdenn davon trincken. Ein Maͤgdlein das 10 Jahr mit einem bloͤden Geſicht und dunckeln Augen be⸗ laden geweſen, iſt durch die ſtetig gebrauchte Conſerv allein reſtituirt worden Wenn man von dieſes Krauts Pulver 3. r mit Fenchel und Eiſen⸗ kraut⸗Waſſer alle Abend trincket, ſoll es das verlohrne Geſicht wider bringen, und ſol⸗ ches wird von Pena und Lobglio ſicherer ais der Wein gehalten. 175. Ele- Etliche Gebrauch ſts im Herbſt in eine des 14 Moſts, und laſſen Lots. Gummi Elemi 0 494 Elemi. 177. Elemi. Deſſen Ge, Lemi, iſt ein durchscheinend weiß Hat ſtalt und Orth. mit gelblichten Theilgen unkermenget, wenn ſolches in eine Maſſa bracht worden und angezuͤndet wird, ſo giebt es einen gar aug, nehmen und lieblichen Geruch von ſich: E Wie ſolches zu gebrau; chen. Wunden, inſonderheit denen am Haupt ud S ge wollen, daß man es aus Eihiopien hg, daſelbſt es aus einem Baum rinnet, welchen etliche einen Oelbaum, andere aber einen gi dernbaum nennen, auch nennen noch anbei dieſen Baum, woraus ſolch Gummi ffieſſh Molle, welches ein hoher und bꝛeiter Baum fh und Blaͤtter wie der Maſtir⸗Baum habe, a gar viel Bluͤthen, woraus fette Beeren ne Spargenknoͤpffe wachſen, die einen gefallen bittern Kern bey ſich haben. Nach Diſcoridis Meynung ſoll dieſer Gun. mi dem Scammonio gleichen, gelb und gehe ſend ſeyn; dieweil unſer aber anders ſiehel, wollen einige zweiffeln, daß der rechte Elen, Hartz zu uns bracht wird, iedoch hat ſolche auch gute Tugenden, denn er waͤrmet mäß erweichet, digerirt, reſolvirt zeitigt, fil den Schmertzen dienet zu den Nerven⸗ Kraut heiten, inſonderhelt zu den Wunden der Hin Schale, auch fuͤr zerſtoſſene Gelenck, neil auch die verſtockte Monath⸗Reinigurg und den Harn. Es iſt ein ſchoͤnes balſamiſches Hartz, und koͤmmt mit ſeiner balſamiſchen Krafft allt paul. — eam bum! ohm elne guet, t u B bornehmf mahl gebt iſanlſchen gachgemnelner Wund durch eb im Schl kahmtes Mi Shluettzen let folge Elemi. n ent n Teilgen Maſſa al e 5 Elemi. . Elemi. 1— 1 5 0 Spann. Adern wohl zu Dienſt; Alſo wenn man Gummi Elemi mit Terpentin vermiſchet, a in Form eines Pflaſters in Haupt⸗Wunden u gebrauche, ſo heilet es dieſelben gar wohl; ogiebt es chen und iſt in Verwundungen der Articulorum n Geruch von 0 es aug Elio da niemahls gebrauchet, es wird ab n Baum eim balſamiſchen Wuͤrckung und K n, andege aha nach gemeiner Deſtlllir⸗Art, auch nennen ah des und durchdringendes Oehl das vornehmſte Stuͤck. Innerlich wird es er aus ſeiner rafft, daraus ein wohlriechen⸗ erzwungen, wel⸗ us ſolch dunn ches im Schlag und Zittern der Glieder ein be⸗ her und bear rühmtes Mittel iſt. Es wird auch in den 405 Naſtſ⸗ Bunge Schmmertzen der Schultern und Arme, damit voraus füt auß bereitet folgendes 5. pſen, die elneng 1 Pflaſter. P flaſter in aben. Pe. Gummi Tacamahaca Ziij. zehnung fill 1 Carannæ el. 3vj. 1 8 nh gleichen, gabs Elemim, 0 0 r aber ander Ammoniaci, aa. 30. „daß der l 1 Succin. citr. Jüj. ard, jedoch hl Olibani ij. enn er tvaͤnnt 1 Terpentin und Wachs. aa. 9. 5. bolek g“ Mache daraus nach der Kunſt ein Pfla- zu den Nerven ſter. R den Wundenbal Das deſtillirte Elemi. Oehl, wird wie he⸗ 'oſſene Gela, na th 1 Rein ſamſches ha imiſchen ff, denen an hel 5 reits gemeldet durch eine Retorte m Sand, oder durch eine Blaſe bereitet, wird als ein f. onderbares Mittel wider Grieß, Gichter und Contracturen gebraucht. 700 Hr. Le Morts lehret davon auch ein Empla- ſtrum Stomachicum bereiten auf folgende Art. a Ma —— 496 Elemi. Magen⸗Pflaſter, R. Gummi Elemi, f Reſin. Pini, aa. 3ff. Deſtillirt Erdoell, Oleum Petri aa. Ziſß. Feld⸗Kuͤmmel⸗Oehl. J. Campher 3]. dem Feuer zergehen, heb es alsdann zin Feuer, und fuͤge die Oehle darzu, uc auch das Kuͤmmel⸗Oehl, in welchen vorher der Campffer aufgeloͤſet worn, Streich ſolches auf Leder oder Tuch u lege es uͤber den ſchmertzhafften Ou Es kan nuͤtzlich als ein ſonderbares Mun in Grieß ⸗Schmertzen, Gichtern und Con, tracturen, ſonderbar wider die Collca, ih und Seitenſtechen, auch im innerlichen g. ſchnuͤren gebrauchet werden. faba.„ Aba, Bohne, iſt bey uus elne gene — und Ort. hat eine gerade, bisweilen kriechende gas Wurtzel, daraus ein viereckichter krumm knotiger und hohler Stengel aufwaͤchſel, 0 Blu men ſind weiß, wohlriechend mit ſhho, tzen FFlecken gezieret und ſtehen Schichtweſe an et nander, auf einer Seite, auf dieſeſagel lange Schooten oder Huͤlſen, ſo 9 1 ö 5 Die Reſin und Gummiklemi laß bey gel Derer Ge⸗ F e ſtalt, Zeit Frucht, welche in Gaͤrten gepflantzet ul fein, inen Male übetz ler die Boh Halt unte aueh, lin fin J lift n Jun en 2 ade A gehe Wah Eleml. Elemi, ini, a. 5 50. t Erdoll, etri aa. fit. immel Oel. r J. Zummiklemilil cgehen hebe Uge die Oehle Mh Immel, Oehl, ampffer aufe hes auf bederohg en ſchmerthoft als ein ſonderhag rtzen, Gichtern auch im sua et werden, 6, Faba, ö eee gruͤn, inwendig aber m Wolle uͤberzogen ſeyn, darinne de it elner weißlichten r Saame iſt bey uus gls oder die Bohnen enthalten, ſo an Farbe und in Gaͤrten gesch —— is wellen krieche aa Geſtalt unterſchiedlich, als braan, roth, ſchwartz gelb, geſprencklet und weiß ſeyn. Sie ein vierekalhlſe bluten im Aprill und Majo und dle Frucht r Stengel aft wohlllechen und ſehen Ei! fer Seite, aaf! ö er Hit F reiffet im Junio und Julio. In den Apothecken hat man in Bereit- Derer Ei⸗ ſchafft die Bohnen und das davon bereſtete genſchafft f Mehl, ſolches heilet zuſammen, kühlet und une Nuten, trocknet im iſten 95„machet dick, exter. irt, — 498 Bohnen. girt, und wird in den Bauch ⸗Fluͤſſen eh genommen; aͤnſſerlich gebrauchet man es aut wider Sommer ⸗ Flecke und andere Unt nigkeiten an der Haut, wenn man seh damit reibet, ingleichen fuͤr blau geſchlg ene Augen und das Decoctum von da Huͤlſen, kan ins maͤnnliche Glied gedrit werden, wenn der Harn ſchneidend, schuf und brennend iſt. So werden auch entwehe gekochte, oder mit Zucker uͤberzogene Bohn den ſchwangern Weibern wider das Gel, ſten nach unordentlichen Dingen geg Übrigens iſt es in Speiſen zu genſeſſen, eh harte und unverdauliche Koſt, welche den ah verſtopffet, und aufbloͤhet, ſonderlich hen, ſachen die gruͤnen ein grobes zu Melanchl geneigetes Gebluͤth, und machen auch gh fruchtbar. Das Bohnen Mehl nuͤtzet zu den G ſchwulſten und Beulen, hat auch au Krafft zu ſaͤubern und zu reinigen, fuͤnehnch das von ungeſchaͤlten Bohnen, ablterg rt dienet aͤuſſerlich vor die Haut · Seh ler ſo n aber aus Bohnen⸗Mehl Cataplaſmate ff entzůndete Bruͤſte, der Teſticulor.. hel tet, ſo muß man von den geſchaͤlten Bonn gebrauche: die zertheilen oder bringen eh der Erſchwaͤrung. 1 Bohnen in Waſſer geſotten und die hir de mit der Bruͤhe oͤffters gewaſchen vettell die Wartzen. Wenn einem das Gehoͤr un ab h at lache en 101 Ale Boht Malttern, we Wale gehet, kuibeſtreie Mer⸗Wa Dum es n ch als inet auf, mac es Gebluͤ Ahakſamen! Vhnen Me Ir Bruͤſte, v iu einem Pf den. Es n und erweich In Ge enn en S ſihk fort wa gem Bte ſaetb warm Slate wird au, ful Shot Mate er ſehet, c ahn, ehe faͤllet, der ſoll Vohnen in Waſſer welch* 5 ohnen. den Bauch daß N lich gehruuche ecke und dan r Haut, ang tachen fir bia id das Decoqung ö aͤnnliche la Harn cn 5 So werden auh Zucker Abou Belbern wider 0 entlichen Dung! 10 Speiſen zu guts uliche Koſt Waal ifbloͤhet, fue ein grobes zu M h/ und b Mehl wü Beulen, f ind zu ranigehſſ en Bohnen l die Saut „Mehl Cape ſte, der Telit ö 0 0 ö 0 on den geſcila hellen dd knn aſſer geſolleh 10 0 aſchel, fters gew c 0 5 ö enn einem das cl ien in Wfa 5 800 nen. 405 und den u Dampf davon durch e Aer in das Ohr gehen laſſen, etliche Tage continui⸗ ren, ſo kan ihm geholffen werden. Es dienen auch die Bohnen vor die Flecken von Kinds⸗ Blattern, wenn man des Abends ehe man ins Berte gehet, ſolche kaͤuet, und das Angeſicht damit beſtreichet, und ſich des Morgens mit Bohnen⸗Waſſer wleder abwaͤſchet. Denn es werden die Bohnen mehr aͤuſſer⸗ lich als innerlich gebrauchel, ſte bloͤhen den Leib auf, machen viel Winde und ein grobes dickes Gebluͤth jedennoch geben ſolche ſtarcken arbettſamen Leuthen eine krefliche Nahrung. Bohnen⸗Mehl iſt gut zu allen Geſchwulſten der Bruͤſte, und heimlichen Gliedern, in Milch zu einem Pflaſter gekochet, und uͤbergeſchla⸗ gen. Es wird auch faſt in alle zertheilende und erweichende Pflaſter gebrauchet, In Geſchwulſten des Gemaͤchts, und wenn ein Stein in der Roͤhte, daß der Urin nicht fort wolte, ſo koche Bohnen mit Milch zu elnem Bley, und ſtreich es auf ein Tuch, lege es warm uͤber es hilfft gewiß, wie fol ches Matthiolus oft erfahten hat, Es wird auch das 8850 ſo aus den Hüͤl⸗ ſen oder Schoten der Bohnen deſtillirt wird, wenn die Sonne im Loͤwen und der Mond iin Widder gehet, wider den Stein kreflich ge⸗ lobet: auch brennet man Bohnen⸗ Stroh zangen, ſiedet es in N daß eine 155 Fabarla. ge daraus werde, von dieſer Lauge hernut offt Ziüß. ad Zi). getruncken, treibt Waſſen ſucht, durch den Harn und Stuhlgang te, lich heraus. So wird auch geruͤhmet h im Grieß nichts beſſers ſey als Waſſer in den Bohnen⸗Schelffen, wenn man ſoſchg trincke, das den Stein alſo treibe, daß billig andern ſolchen Patienten zu recommeg dire. So wird auch geruͤhmet, daß durch i Gebrauch der Aſche von den kleinen Bohn Equinæ genannt, des geſtandenen Hart i gen, der Stein curirt worden da alle arb bewaͤhrte Medicamenta nichts auth wollen. Die Aſche in Mauer⸗Kraut, Muff gekochet zu einer Lauge, und deſſen 36a des Morgens etliche Tage nach einante 31. Syrup von Frauen⸗Haar, als ein J gebrauchet, cutirt kraͤfftiglich die contume Gonorrhœas. Eben dieſer Julep iſt ſehrliß lich den Stein zu zerbrechen, wenn den Adern, dadurch der Urin in die Baff zieht, ſich befindet, und groſſe Schmal verurſachet, den er abfuͤhret, und wird eben beſſer und kraͤfftiger Mittel gefunden Stein zu treiben, und den Harn zu bah dern, als eben dieſes Decoctum don 0 Aſchen. 2 56. Fette Henne. F Henne, Tabaria im Lateluiſce nannt, heiſſet ſonſt auch Deen ond g er db. garde Ste ache, fe aufden che Bl Die Bla ulhecken zi al, habe A ſaltzger ſhafft alles“ Ig zerthe I Geblüth u ſilen. Es wird Vund, Kean her That d Krauts ine von keincket wunbel, inn 1d iſt kaun ſhibenen O lier Tranck das best F nützlach; grunge 0 ht, l ens nüͤc cen Kn 4 Augen n uh gb frage, ohnen, getruncken aa Sette Henne. For Wund Krayt, Knaben⸗Kraut, koͤmmet Geſtalt dies da aus einer weißknolllchten Wurtzel, hat einen ſes Wund Harn und Eg o wird auch. 1 — B— beſſets ſi% helffen, wan u 4 Stein a h, camenta nicht che in Mauer a Frauen-Hact, a rt kraͤfftigich hen Eben dieſer Jah idet, und große er abfüͤhret ug tiger Mitt ga n, und den h 1 dieſes Perun — ette Hall , 2 5 tt ſonſt ue b 1 1 hen Patkeng umd geraden Stengel eines Schuhs hoch, mit auf⸗Krauts. gerichten, fetten, grau⸗blauen Blaͤttern, traͤ⸗ get auf den Dolden weiſſe, aus 5 Blaͤtlein be⸗ ſtehende Bluͤmlein.„ Die Blaͤtter dieſes Krauts ſind allein in Eigenſchaft Apothecken zu finden, einer kalten und feuchten Nutzen und Natur, haben viel ſchleimig balſamiſchen und Gebrauch. mlld⸗ſaltzigen Safft bey ſich, hiemit die Eigen⸗ ſchafft alles Verſehrte zu heilen, zu erweichen und zu zertheilen, alles ſcharffe und ſaure Saltz des Gebluͤchs zu verſuͤſſen, und Schmertzen zu ſtillen. Es wird ſolches Kraut nicht unrecht ein Wund ⸗Kraut genannt, ſondern es iſts auch in der That, denn ſo man zwey Haͤnde voll dieſes Krauts in einem Maaß Waſſer ſiedet, und da⸗ von trincket, bekoͤmmet es wohl denen ſo ver⸗ wundet, innerlich verletzt und gebrochen ſeyn, und iſt kaum eine beſſere Artzeney zu den zer⸗ ſchabenen Darmen in der rothen Ruhr, als dieſer Tranck. b, Das deſtillirte Wa ſſer aus dieſem Kraut, Deſtillirte wird nützlich gebrauchet zu allen innerlichen Waſſer. Verſehrungen, verwundten Daͤrmen in der ro⸗ then Ruhr, und aͤuſſerlichen Wunden, davon Morgens nuͤchtern Zij. ad 31 /. zu trincken. So ein Knaͤblein gebrochen, ſoll man ihm alle Morgen nuͤchtern 3j. von dieſem Waſſer zu trincken geben, und ein bequem Bruchbaͤnd⸗ lein anlegen. 8 1 Ji 3 De Jen Fette Henne. Dle friſche Wurtzel dieſes Krauts an 06 nem Faden zwiſchen das Schulter⸗Blatt af den Ruͤcken gehenckt, nimmet hinweg die ſchwulſt und Schmertzen der guͤldenen Ne Zu den geſchwornen und geſchrundenen Mug, lein der Bruͤſte, iſt nichts beſſers als die Nh ter des Wund⸗Krauts, friſch zerſtoſſen i offt friſch uͤbergeleget. Man kan auch eine koͤſtliche Brandi aus dieſem friſchen Kraut machen, wennn es mit gruͤn⸗ſafftigen Eichen ⸗ Blattern h Fagus. Derer Ge⸗ ſtalt. SEckern ſind warm und facht hufelh ſtoͤßt, hernach in friſcher Butter ſiedet, a auch Speck darein thut, nach dem durch gh Tuch gedruckt, erkalten laſſen, und alſo g über die verbrannte Glteder ſchmieret. ———— 177. Buch⸗Baum. NJuch⸗Baum, im Lateintſchen Fegg nannt, waͤchſet ſehr hoch, mit di Aeſten, die Rinde iſt glaͤtter denn ein l baum, die Blaͤtter ſind zart und glatt, weil den Pappel⸗Baum, mitten auf dem d * waͤchſt gemeiniglich ein ſpitziges Beerlein hl Küchlein, welches lieblich ſtehet, wleclufht nes roͤchliches Aepffllein, der Buch⸗Wuln waͤchſt in Waͤldern und Gebürgen auch a ebenen Feldern. Es verhalt ſich der Ze halbe ſchler gleich mit dem Eichbaum, giebt zun 6¹ brauch die Blaͤtter und die Frucht. Die Blatter des Buch⸗ Baums und Buch unte 16 ien Juſeſche ſchik, gef taff O6 W. een und E G etzney at des Ach, dam Kern zu A oder Sc ff die ende it einem man die Na ee eee, 1 Merte genen ler ſchamm hach, ſeine nen gleich, k, und ei Safe, we fl gebt es kahunttr E fa, iet el Nec ge Manſtin agen, pe tte Henne Hurtzel dig en das Schu t, nimmt h merten der gh en und geſcrucun ſt nichts besten Buch ⸗Baum. 903 gebrauchen kaͤuet man die Buchbaum⸗Blaͤt⸗Eigenſchaft ter helfen treflich wider der Lippen und des und Nutzen. Zahnfleiſches hitzige Geſchwulſt, und Ge⸗ ſchwaͤr, geſtoſſen und aufgeſtrichen, ſtaͤrcken ſie die ſchlaffen Glieder. Das Waſſer welches in den hohlen Bu⸗ rauts, fich gag, chen und Eichen gefunden wird, giebt eine eget. 5 h eine köſliche dy n Kraul mache ligen Ech: Ae riſcher Butte u thut, nach ly kalten laſſen, uns e te Glieder ſcat — N, im Latein chſet ſiht hoch . e iſt glatter kau er ſind zattudan 1 ch ein ſplige Au s lieblich ſche a pffllen, der dug en und Gebüg s verheltſchaa m Eichbaum gil r und die dug s Buch⸗ Beleg 1 und fach edle Artzney auf allerhand Grind, und Rau⸗ digkeit des gantzen Leibes, an Menſchen und Vieh, damit gewaſchen; So man Buch⸗ Eckern zu Aſche brennet, dieſelbe Aſche mit Huͤ. ner⸗oder Schweinſchmaltz miſchet, und warm auf die Lenden leget, helffen ſie wider den Stein, mit einem Buch⸗Baum⸗Reißlein vertreibt man die Natern. 1 e r 178. Gerten⸗Kraut. Feral Erten Kraut, Ferula im Lateiniſchencgeſtalt genannt, hat einen aͤſtigen Stengel, vol⸗ und Ort. ler ſchammigen Marcks, wird fuͤnff Ellen hoch, ſeine Blaͤtter ſind den Fenchel⸗Blu⸗ imp, mitten ui men gleich, die Dolden tragen gelbe Blaͤt⸗ ter, und einen groſſen platten und breiten Saamen, wenn es im Fruͤhling herfuͤr ſprieſ⸗ ſet, giebt es ein Auge oder Marck gleichwie ein harter Eyerdotter, ſo man die Wurtzel ver⸗ letzt, flieſſet ein Milchſafft heraus. Dieſes Kraut waͤchſt gern in warmen Laͤn⸗Eigenſchaft dern, an ſteinigen Orthen, zwiſchen Kluͤfften Nutzen und und Felſen. In Apulien, Calabrien, Sicl⸗ Gebrauch. lien und auch in Teutſchland, in wohl ange. Ji 4 legten Gummi Amma niaci Deſ⸗ ſen An⸗ 504 Gerten · Araut. legten Gaͤrten. Der Stengel iſt bey den ten von den Lehr⸗Meiſtern gebrauchet word dle Kinder damit zu ſtraffen, daher es auch 10 Nahmen Gerten ⸗Kraut hat. Der Saame dieſes Krauts lſt warm un machet duͤnn, dienet in Wein eingeno mn dolder die Colica, das Auge oder Marck ftg fuͤr das Blutſpeyen, aͤuſſerlich in die Naſegt ſteckt ſtillet es das Bluten. In Apothelſ iſt nichts davon fuͤrhanden. Von den Ferul-Kraͤutern, werden die Sif te Gummi Ammoniacum, Galbanum Sapanum geſammlet. Gummi Ammon funfft, Oct, cum iſt ein Safft, ſo aus einer Art Ferul aun Zeit, Eigen⸗(welches Ammoniacifeta, Agaſylis uns l ſchafft und tapion heißt,) flieſſet, und in Africa bey Pion heißt, Gebrauch. Aederlein renen und dem Tempel Ammonis gefundg wird. Das beſte Gummi Ammoniseum welches auſſen gelb, inwendlg aber welß ga in kleine Stuͤcklein zerthellt, bitter an ein ſchmack iſt, und etwas nach Biebergell tiahhh Iſt an Krafft warm im andern Groh I trocken im erſten Grad, erweichet, mah dunn, reſolvirt, verzehrt zeitiget und aal iſt gut vor verſtopffte Lunge, Geke der Leber und Mutter, Gl derwehe, Stein, Engbruͤſtigkeit, Se tenſtechen, alten Huſten. Euſſerlich ſ het es die Dornen aus dem Fleiſch, und dn net zu den harten Geſchwulſten, Ban len, Knorren an den Gelencken 600 Och roh Cunm amn fk and bla b lcolum Matte Oeh en Gebr. Venolam hi funf lag ehen Schlein . und find fte und v epfertägl WScharbo⸗ Win folgen Calbal hun gemelne ue Blat kate Blum dhaffen Waffe. das Auge ohe as Bluten, fürhanden, -Kraͤutern wage 1 Gibe ſtopffte und verhaͤrtete Miltz, und eingewur⸗ gelte viertaͤgige Fieber, das Elixir wird gegen — moniacum, Gib imlet. Gummi h t,ſo aus einer niacifeta, Aga leſſet, und in Tempel Amma e Gummi Aman ö Guben Kraus im Lateiniſchen Ferula lb, inwendig ehe — ein zerthellt, aan etwas nach Bache harm im anden —.— — verzehrt zahn topffte Ange Leber und lun N, Engbriſthe ten Huſten. 0 ö en aus don gh Gummi Ammoniaco und viſcoſum, deſtilltrte Oehl und die Reſina, 10 zehlten Gebrechen dienlich; das Extractum Hen auſſaſhh chen Schleim, und andern lustige Bluͤmlein, viel bre n Grad, erwach zu finden, flieſſet ein hartziges Gummi Galba- etwas von ſeinem Saamen A vermiſchet hat, eines ſtarcken Geruchs, nicht 1 gar feucht, noch gar dürr, es Wird gefaͤlſchet .. Gerten. Kraut. 505 — Aus dem bereitet man das deſtil⸗ lirte und blaue Oehl, Extractum reſinoſum die Pillen und das Elexir, das ſind in oben er⸗ Gicht, Kroͤpffe und dergleichen. Reſinoſum hilfft wieder die Heiſſerkeit, und ſcharffe Fluͤſſe, die Pillen purgtren den tartari- Unflath des Lel⸗ bes, und ſind vor die Fluͤſſe, Cachexiam, ver⸗ den Scharbock gerühmet, von den Sagapene wird in folgenden gehandelt werden. ne! Ferula Gal. banifera. 179. Galben⸗Kraut. 8 Galbanifera genannt dem gemeinen Ferul-Kraut dünne Blaͤtter, iſt ein Gewachs Derer Ge⸗ gantz ahnlich, hat ſtalt und und ebenfalls auf den Dolden Orth. ten Saamen, eines wuͤrtzhafften Geſchmacks die Wurtzel iſt dick und ſafftig. Aus dieſem Gewaͤchs, welches in Syrien 5 Fenutniß. zaun genannt, iſt dem Weyrauch aͤhnlich, gelb, foͤrnlicht, lauter, fett, nicht holtzig, und der und Kraut in ſich mit Eigenſchaft und Nutzen. 506 Galben⸗ Kraut mit den Bohnen⸗Mehl, Hartz und Ammon heut zu Tage findet man den gefaͤlſchten galt Safft hin und wieder, wiewohl er aus eh rien nach Alexandria, und von dannen ng Venedig, auch ſauber gebracht wird, deßpeg ſollen die Apothecker fleißig acht geben daß nicht betrogen werden. Das Galbanum iſt warm im dritten trocken im andern Grad, fuͤhret ein ohh ſchleimiges und ſaͤuerlichtes Saltz bey ſh dadurch kan ſolch Gummi beſſer in Waſſth in Oehl ſolvirt werden, welches alle dug den hat, die dem Gummi Ammoniaco a ſchrieben werden.. Den gelben Safft angezündet, uud 10 Dampff in die Mutter gelaſſen, bringt te Monath⸗Keinigung verſtopfft der, und treibt die todte Srucht aus Mutter. 1 Das Galbanum erweichet, reſobitt 5 bet aus, ſtillet die Schmerzen fila Nerven, widerſtehet dem Gifft, dienen die Haupt- Sluͤſſe/ Reuchen, alten 4 ckenen Huſten, verſtopffte Miltz o Leber/ zuſſerlich dienet es auch in n Geburthen, Aufbloͤhung der Mutter Beulen ſo ketunen proſſen, 1 t, treibt es denim Glied geleget t 906 10 innerlich eingel“ 0 geſchnlal 0 1 Ade fim. E Hat und 0 lahme ö Cann Mat lllutter, nate Eapleum gaht relo ſhwulſt de kalbrhand feen und Cor pinum it a der verl Kants her uns brac töthlächt, in ſchmacks un aber iſt eine locken im eher die 85 Schleim un lib ber Mer wühnge pt. be gte, f nach atem, bt wle bro kaſſerlie n en- Mehl hahe ndet man den f d wieder, wien andria, und une sauber gebtahlath thecker fach werden. danum iſt wan hig dern Grad, fing id ſaͤuerlichtes gh —— en. v Saſtare e Mutter glu 0 Monath⸗ Naß — num erweichel, 0 et die Schnaig erſtehet dem Gf n verſtop e Aufbloͤhung den * 0 Zommaeh Glied gage lirte Oele r, entweder. 6 ic uf age den bringet wieder verlohrne Reinigung der SGalben⸗Kraut. 507 zeltiget die Peſtbeulen. Das Galban. das iſt Balſam. Galban. Theophraſt. ſtaͤrcket das Haupt und die Nieren, und dienet wider die Laͤhme, das Ceratum ex Galbano oder Ceratum Matricale, dienet zu den Gebrechen der Mutter, das Emplaſtrum de Galb Mynſ. vertreibt Wartzen und Elſter⸗Augen, das Emplaſtrum de Galbano Crecat. Mynſ. er⸗ weichet reſolyirt und zertheilt die harte Ge⸗ ſchwulſt der Bruͤſte und Nroͤpffe, benim⸗ met allerhand Schmertzen, leget den Schlu⸗ Krauts heraus flieſſet, und wird aus Meden diehet die Splitter aus, fuͤhret ab den zaͤhen i Schleim und Gewaͤſſer, iſt gut der Bruſt cha und der Nerven, dienet vor die Wa ſſerſucht, fell longwührigen Huſten, kurtzen Athem, Haupt Wehe, Krampff§raͤiß, Zittern der Glieder, Verſtopffung und Geſchwulſt der Milt, nachlaſſende Fieber, Colica, treibt arn, todte Leibes ⸗Frucht, und Weibs⸗Perſonen. Aeuſſerlich ſtillet es die Schmertzen, ver⸗ kreſbt Seitenſtechen und Geſchwulſt, e cken und Convulſiones: Gummi Sagapenum Gum. Sape- Serapinum iſt auch ein hartzigtes Gummi, ſo num. aus der verletzten Wurtzel eines bekannte e met und de⸗ zu uns bracht, das beſte iſt, welches auſſen rer Nutzen roͤthlicht, inwendig weißlicht iſt, ſcharffen Ge⸗ ſchmacks und ſchweren Geruchs, Sagapenum aber iſt ſeinter Natur nach hitzig im z Grad und trocken im 2 Grad, machet duͤnn, eroͤffnet, — Fe. Felgen der Rauch davon dlenet in der fallende Sucht, die Pilulæ de Sagapeno, It. Piat Fcetidæ maj. purgiren den Schleim und Galle, nutzen in der Gicht, Podagg Huͤlff der Bruſt, den Nerven, und lh die Schmertzen, aͤuſſerlich dienet es hh die Felle und§lecken der Augen. 180. Feigen⸗Baum und Frucht. 8 er Feigen⸗Baum und ſelne Frucht ö ſind beyde im Lateiniſchen Ficus geha iſt ein Baum der nicht viel uͤber Manne he aufſteigt, und ſtehet gern in mittelmäßſhe Waͤrme der Lufft, gegen Morgen iſt er f auch gegen Mittag gern frey, aber gegen! bend und Mitternacht will er geſchirmet fa Ficus. Deſſen Ge- Geſtalt iſt er ein mittelmaͤßiger Baum ie ſtalt, Zeit ein ſchwammiges Holtz und Blatter fast und Orth. Weinbeer⸗Blaͤttern aͤhnlich/ raͤget ohne Ml the, birnformige Fruͤchte, welche, wenn zeitig, voll ſüͤſſen Marck, und Knoͤrlen sah reich von ſich ſelbſt, ſehr haͤufftg/ allwo 0 zweymahl im Jahr, nehmlich in Füllt Herbſt Fruͤchte bringet. n 1 Verſtopffung des Eingeweids u Monath⸗ Seit Colica, boͤſen Grind u dergleichen, das deſtillirte Oehl komme und kan die Kaͤlte nicht wohl vertrage waͤchſet in Hiſpanſen, Welſchland und Franc Ma in wer 0 ander 0 N 3 dd ilulz de dg U 11 ö urgiren dach n in der Gicht J ig des En it, Coliea bah a8 deſtillaroſh 5 1 ſt N den Nawe n ͤͤuſſerlich i lecken der un 5 Frucht, en Baum ue de im katelniſcee er nicht viel ne nd ſtehet ganz — littag gern fen e ter nacht will er gat alte nicht woll ein mittelmäßtgr ige Ftuͤchte uc ſen Marc, ma Jaht, nehm bring, mſſchet, und die Dritten, in kleinen rundten Sin, — avon diener i. 5 Feigen⸗Bauß ö afft, gegen Mun 1 5 f 5 In den Apothecken hat man allein die Frucht, derer es unterſchiedene Gattung glebt, geg Hutz un de als Laub- Feigen, groſſe Korb. Feigen, kleine em äbolch ah Marſeliſche Feigen, die Erſtlinge ſolcher Fruͤchte, werden genannt Groſſæ Ficus, die in den Ofen oder an der Sonne gedoͤrret, Caricæ, auch Paſſæ, die trockne Feigen ſind dreyerley, die Erſten werden in geflochtenen groſſen Koͤr⸗ ben, die andern in Kuͤſten und dergleichen ge⸗ flochtenen Decken, mit Lorbeer ⸗Blaͤttern ver⸗ ge⸗ geflochtenen Koͤrblein gebracht, ſolcht fd b eißſch, zwar kleiner als die andern, doch uͤbertreffen ſe Gage, N dem Geſchmack nach alle, die Duͤrren 15 zwae unf Be reiffer als die andern, ſo friſch ſeyn. Doch ze St. hn gen alle eine boͤſe Feuchtigkeit, und daß vomeß I F ſen vieler Feigen der ſtinckende Schweiß une ddl, den Armen herruͤhre, bezeuget ent. ab leit fees uwe Libr. 1. obſ. 13. dahero auch Galenus fager en le Daß die Feigen wenn ſie lange im Lebe ble uh Belem ben, elnen boͤſen Safft hervor bringen, und z das Gun Laͤuſe zeugen, wo man ſie aber mit Nuͤſſen und ergehen Mandeln eſſe, ſo ſeyn ſie eine vortrefliche S G0 ſe, ſo die Verſtopffungen eroͤffne. Sonſen 1 di 90 wenn man dle Feigen beſonders gebrauchet, o 0 g dienen ſie gleichfalls wider Gifft, und werde 1 5 in Kinds⸗ Blattern und Flecken gebraucht, 50 i wo man ſie aber mit Alkekengi vermiſche 1 ſollen ſie zum Gifft werden. B59 bab Die duͤrren Feigen waͤrmen im anden 115 3 Grad,(die friſchen aber ſind nicht ſo warn u 1 0 beyde Fruͤchte, taugen vor die Lungen, Ni 0 5. N 0 ſe ren, Blaſe, Sand, wiederſtehen daß aun woſt Feigen in Bier geleget, oder damit gail, f chet, treiben die Maſern und Pocken ven Hertzen, wann die Kinder davon krincken, da“ um ſie auch haͤuffig in ſolchen Kranckheiten ze brauchet werden., Es wird auch mit Beyhuͤlff der Feigen 1 wider den uſten und Engbröͤſtigkeit b reitet folgender 1 Brut ö 1 — —— 2 SSS ˙² xn 5 — 8 eigen, 'oͤrblen die andern duch nach ale d din 8 dern, ſo ftiſh gau ſe Feuchtigket u n der ſtinckneh 0 — ruͤhre, berge daherb auh Ge wenn ſie lunge t en Safft herne vo man ſſeabanich ſtea 10 thuung der Feigen bereitet werden folgendes o ſeyn ſie einepon topffungen aft e falls wider Gf z 1 0 er mit Alete ifft werden, n Feigen 19 die Zelt ihrer Miederkunfft taglich etliche Fei⸗ ſchen abet ſu gen eſſen, ſollen ſie deſto leichter gebaͤhren. 25 Feigen in Waſſer geſotten, und den Mund Sand, nen offt warm damit geſchwaͤnckt, oͤffnet die im 5 Mund inwendige Geſchwaͤr. taugen vot del — ler geligkt, Aa e Maſern und teen 0 3 Aan 8 in ſolc 9 9 mit Bafiffh en und Egle f gebn 10 ſelbſt ſtillet. 1 Jeiget Bruſt⸗Tranck. b.. Süßholz, i.. Feigen, No. ivy. Bruſt⸗Beer, No. viij. St. Johannis⸗Brodt, 3j. MIAAnieß und Fenchel. Zerſchneid alles, binde es in ein Tuͤchlein/ ſiede es in zwey Maaß Waſſer, ſo lange als man ein Ey hart kochet, davon gieb nach Belieben zu trincken. Wider bas Grimmen aber kan mit Zu⸗ 1 Bruſt⸗ Tranck, Llyſtier. R. Duͤrre Feigen, Weiſſen Hunds⸗Koth, aa. Mi. Cloſtier⸗ iter und Feat Siede es in 15 0. Wein zum dritten Theil ein, ſethe es, und mit etwas Saltz, berei⸗ te davon ein Clyſtier. So die Weiber welche ſchwanger um Die friſchen und neuen Feigen die⸗ nen denjenigen, ſo mit Grieß behafftet ſeyn; wenn man aber der friſchen Feigen zuviel iſſet, machen ſie einen Durchlauff, der ſich bald Wann die Kinder Blattern und Ueſchlech⸗ ken bekommen, welche nicht heraus wollen, denen gebe man folgenden 5 5 5 8 5 Tranck. 3 Feigen. Bache rene e 6 Tranck.. 9 ie altern he. Geſchabt Hirſchhorn 3 13 a Gedoͤrrete Feigen 1055* 112 1 . Agley und Fenchel⸗Saamen aa ö fed b Binde es in ein Saͤcklein, ſiede es in zwey la 00 Maaß Waſſer, davon gieb den Kinde vag 5 nach Belleben zu trincken. achte Oder an ſtatt deſſen, nimm Feigen No, 1 ec Hirſen⸗Saamen ij. kleine Roſinen 3. get, gau ſpelt Hirſchhorn 5V. ſiede alles zuſammen y be, 0 erlſchen Maaß Waſſer, miſche hernach Sia ache a k bioſen und Fenchel⸗Syrup darunter, und gah ugunounde es alſo den Kindern zu trincken. Es treibt ois v olheken Blattern und Urſchlechten bald heraus, ve Ak cufdihelte hindert auch, daß ſolche nicht die tunge angel en Gd m. fen, und elne Lungenſucht erwecken, verkkellt eilt, ert auch das Blutharnen, und hindert, daß solche abet mes nicht allzugroſſeroͤchlein im Angeſicht beko lem herd. Morgens frühe nuͤchtern ein paar Zeige Col genoſſen, reiniget die Mieren und Blaſe doſſe en mer „Schleim und Sand. A uſserich ah 2 Aeuſſerlich dienen ſolche in Geſchwulſen Aafcgeberuch der oder Geſchwaͤren an Zahnbildern, da iſt ncht ageesgub brauch der 0 ahnbildern, da iſt 4 lber Feigen vor beſſers als ein Stuͤcklein von einer Feige dell, um geha, Mund; Ge ber geleget, es zeitiget und oͤffnet das Geſchwar und cn ſchwaͤr. bald, wiewohl nicht ohne vorhergehende ene alan Schmertzen. Gleicher Geſtalt wuͤrcken auh be eld die Feigen, wenn ſolche mit Eybiſch⸗Blaͤttern, 0 W 9 Camillen-Blumen und Saffran mit Mich u gekochet, und ſolch De coctum offt im Munde np auf der Seite des Geſchwaͤrs gehalten wir ge falle offnet und zeitiget balde. e . 81. Ro⸗ a Seligen TVT. Tra other Steinbrech. 513 ꝶ6jI§2——23 3— 3— Gobrhaße l. Rother Steinbrech. e 0 oͤrrete agg 0 13 N 3 5 5 dula. ey und Fut Roeder Steinbrech im Lateiniſchen Deſſen Ge⸗ 2 Süͤcklch f ae darergche ſich der welſchen Bibenell, die Blumen ſind 10 allt weiß roͤthlicht, der Saame wie an den Mel⸗ ee Aang den; die Wurtzeln ſo mit laͤnglichen Knoͤpflein en d kleinem an langen Faſen hangen, ſind auswendig roth, en 50. ſſede di inwendig welß, man ſamlet ſolches im Majo. Waſſir, fate Es waͤchſet an kraͤuterigen Orthen, und bluͤ⸗ ſchel⸗Suuphung her im Juno und Julio. kilipendula genannt, hat einen Stan, ſtalt, Orth e gel einer Ellen hoch, die Blaͤtter vergleichen und Zeit. dern zu ee. In Apothecken werden die Blumen und Eigenſchaft Urſchlechten ha 0 Blaͤtter auf behalten, es waͤrmet und trocknet Nutzen und aß ſolchenugth im z ten Grad, machet duͤnn, abſtergirt und Gebrauch. ungenſucht gau adſtringirt, zertheilt, treibt den Harn, es Harnen ume tbird aber meiſtens in dem tartarlſchen ſebͤchlan uh Schleim der Lungen, Nieren und Bla⸗ frühe nüchtan ehh ſen, in der Colic, die von Winden herkoͤm⸗ get die Mum mee, lem wider den weiſſen Sluß der Wei⸗ Saus. ber aͤuſſerlich aber in der Gold · Ader⸗Ge⸗ dlenen uche eh ſchwulſt gebrauchet, Dol. 3j. Von andern wird en an gaſihl ſo viel dieſes Pulvers in das Moren⸗Kuͤmmel⸗ Stichen ange Decoctum gethan, und etliche Tage nachein. Sanne ander von Weibern ſo den weiſſen Fluß ha⸗ atigenwif ben als eine heilſame Artzeney gebrauchet. al nicht e 19 Die Wurtzel dieſes Krauts in halb Wein Gleicher den und halb Waſſer geſotten, auch nach Belleben un ſͤchenteile Paͤonien⸗Wurtz darzu gethan, und davon alle men und Sifu, Morgen und Abend ein Glaß voll getruncken, olch Peron ff vertreibt die fallende Sucht. Gleiche des Gehweg Wurckung hat das 1 k ä get balde. Wur⸗ ä Wurtzel auf 40 Gran ſchwer offt und vitl eu, genommen, von obigem Tranck taͤglich zwe We mahl Ziij. ad Ziv. getruncken, treibt den verſſah⸗ denen Harn, reiniget die Nieren, die Farm, gaͤnge, und die Blaſe von allem Gries und Die Wurtzel in Wein geſotten, iſt enn ſicher Mittel im verſtockten Harn es hal die Wurtzel auch unglaubliche Krafft das Blut zu ſtillen, ſonderlich aber und an meiſten im Weiber ⸗Fluß. Sie wird auh in Wein, oder in einem lind geſottenen Ey mt Nutzen in der rothen Ruhr gegeben, wen man ſolche offt in Speiſen gebrauchet, oder auch das Pulver in einem approbirtenLiquot einnimmet, dahero etliche geſchrieben habe, daß die Filipendulæ mit den Peonſen ii Eigenſchafft gar nahe beyſammen haͤkten, Andere vuͤhmen ſie wider die Glieder⸗Sucht und das Zipperlein, wie auch wider die tal tzoſen, desgleſchen wider den Krebs und 1 Fiſteln, in Wein geſotten und davon getku cken, dienet auch wider allen eingenommenen auch ein Extract davon bereitet. * 182. Felir, Fahren⸗Kraut. Felix. Dieſſen Ge⸗ ſtalt, Unter⸗ ſcheid Zeit als 1 Maſc. non ramoſa, mit vielen Stielah Ind Ort d Femit J. mi Stiel, wel⸗ 5 h. und Femina ramoſa, mit einem Stiel, 5 g Giſfft, und wider die Peſtilentz, es wird ſunf Ahren⸗Kraut, im Lateiniſchen kelin gz nannt, deſſen ſiud zweyerley Geſchlehl, aber Nabe h Mannen pm, hat: aer fe 1 — f Elch L 0 cht 00 Alken, ad in weg l ech, 0 0 n Saale eh, ple — cane von obigem d 5iv. getunt cheiletauchtzuß rtzel in Men gc lim** . auch unglaublich illen, anal Oeiber Fluß 60 r in einem indgeth tothen Ruhe ft in Speſſa gen ver in einem app daherd etliche aa pendulr mit daß N gar nahe beam nen ſie wider eh erlein, wie auch lh leſchen wider d ein geſotten une deln geſ die Blaͤtter ſtehen an einem aufgereckten rip⸗ uch wider alen i vider die Peſthatze act davon bereit, . Fe lix Fach Kraut, ie deſſen ſuub gage. gon ramoſea f ramoſa; H cher geg 1 Sellx 8 ahren Kraut. 515 WN den aber beyde ohne Unterſcheld gebrauchet. Das Maͤnnlein iſt am Ruͤcken licht⸗gruͤner als forne, hat weder Blumen noch Frucht, pigen Stiel, zu beyden Seiten wle geftedert, doch nicht gerade gegen einander, rings herum geſpalten, ſind in Mayen auf der Selten ge⸗ gen der Erde mit viel kleinen Tuͤpflein be⸗ ſprenget wie das Raupen⸗Geſchmeiß; ſo bald dieſe Tuͤpflein, welche die Bluͤmlein und den ſtaubigen Saamen ausma chen, zeitig werden, fallen ſie ab, wie ein Meel oder Staub; hat eine zuſammen gepackte Wurtzel, gantz haarig i„ uber — 316 Felix, Fahren ⸗Kraut. uͤber einander gedrungen, wie die Wurtzel an der Hirſchzunge, und braun, waͤchſet auf den Bergen, in Waͤldern, an ſchattigten, naſſe ſandig⸗ und ſteinigten Orthen, und gruͤnet de gantzen Sommer durch. Es wird von d Wurtzel geſchrieben, wenn man ſolche i h, Scheiben ſchneidet, daß ſich darinn ein doppel. len ſchch ter Adler praͤſentire, und unter der Erden ea, kn de ſich noch eine Wurtzel, welche an der obeg her derte feſt gewachſen, und in die quer gehet, iſt von an daduch! auſſen ſchwaͤrtzlicht, inwendig weiß, und een a ſchwange die beyden Buchſtaben C. J. darinnen zu i, den, welches der gemeine Mann Chriſtus IEſus-⸗Wurtzel heiſſet, und wider die lu. cantationes gebrauchet. Es wird ader sol, nddes du che Wurtzel weit kraͤfftiger als die Fahren, bagchen, Wurtzel gehalten. Wenn man den Fahrel Saamen durch ein Microſcopium beſſehel ſo praͤſentirt es mitten inne einen Zirckel von brauner Farbe, und derſelbe gleichet ſchier daß Erdſchwaͤmmen. 1 oe Eigenſchaft In Apothecken findet man die Wurz 805 und peſonders von dem Weiblein, ſie dienet vor die cen nil, Gebrauch. Miltz, waͤrmet, trocknet und iſt bitter, ad. other ſtringirt in etwas, eroͤffnet, und gebrauchet n man ſie meiſtens in Verſtopffung innerlicher Glieder, beſonders in der Miltz und der Mut ter, aͤuſſerlich gebrauchet man derer ausge 0 zogenen Schleim, wenn man ſich verbrenne, Sie wird auch fuͤr ein ſonderbar Mittel wider e die lange und breite Wuͤrme gehalten, wenn 3j. davon gebrauchet werden, etliche 5 1 0 elir, Fahren ⸗Kraut. 117 nge e 5 amban ne dieſe Wurtzel in Bier, und gebrauchen es als ldern, anſchn ein bewaͤhrt Mittel wider den Stein. igten Orth Die Wurtzel in Wein geſotten, und mit er duch ce demſelben die alten faulen Schaͤden gewa⸗ chen,, Gül ſchen, hernach das Pulver drein geſtreuet, hei, cc wem uuf ler ſie bald. 1 daß ſch darf Es ſollen ſich aber fuͤr der Wurtzel und dem Weiber ſol⸗ 8 Miu Kraut huͤten alle Weiber, ſie moͤgen ſeyn len dieſes urgel waz ſchwanger oder nicht, denn die Schwangern Kraut ver⸗ und in die gun gal kommen dadurch um Ihre Lelbes Ir cht, knwendgunh] die nicht ſchwanger ſeyn, werden davon un⸗ ſtaben C. L hun fruchtbar, wie Dioſcorides und Ereſius be⸗ 5 er gemeine Mun zeugen. a meiden. el helſſet, n, Ein ſonderlich Mittel Herrn Matthioli für Allerhand rauchet. Eu den Brand des Feuer, heiſſen Waſſers, Oehls, Brand da Krauts zerſtoſſen, und zwing den Safft her. en ein Micron aus, wenn dle Wurtzel zu trocken iſt, ſo be⸗ mitten inne eh feuchte ſie mit Roſen⸗ oder gemeinem Brunnen⸗ und derſelbegecth, waſſer, ſtoſſe ſie alsdenn, giebt ſie einen ſchlei⸗ migen Safft, dieſer ſoll nicht fuͤr den Brand ken findet nun zu zahlen ſeyn, denn wo der Brand ſich nicht m Walle, sann köſchen laſſen will, ſoll dieſe Artzeney die beſte trocknet und l ſeyn, woruͤber man ſich billig verwundern ſoll. ö 6, eff, ung Ein treflich Mittel zu den alten Schaͤden, 4 9 a welches auch von Matthiolo jederzeit gut er⸗ 25 10 i funden worden. be. Die Wurtzel von Fahru⸗ rb in bi 975 Kraut, M, ſchneid ſie, wann ſie geſaͤubert, brauchet u in kleine Stuͤcklein, gieß alten wetſſen Wein „ mu ij. druͤber, laß eine halbe Stunde ſieden, da⸗ rein pode u mit waſche die Schaͤden, und ſtreue von der ite Wüͤrmſe 77 gedoͤrreten Wurtzel gepulvert daren. che we Kk 3 Frid. N, 5 518 Fenchel. 2 geben, nach Proportion des Alters, ſen ein eee Wersen. 103. Fenchel. lumm. N Nl 7 1 Fenchel, im Lateiniſchen Forviculum ge⸗ nannt, deſſen giebt es zu unſerm Gebrauch 110 Unter⸗ ſchen Fenchel, und den, welcher in Wels ö l: und land waͤchſet, der letztere kommt ewas 5 Art. Frid. Hoffman. in Clave Pharmaceut Schrader. p. 475. ſaget, das Fahrn⸗Kraut u Pulver geſtoſſen, und davon 3. ad 3l. einge recht peſtilentzialiſch Gifft den Wuͤrmern in Leibe, denn es treibe ſolche unvergleichlich a, — — Deſſen Ger zweyerley Beſchlecht, als den gemeinen kel ts ie mn ö grob, 0 S t, mts! en, beugte oelecheden Ales, lach duwelſche biet das G l, gantz dut geln, an B. ewas dolle Achse it, e ſſſer und ble — — — Nom, Fiore bd en Ohe — 9 cufangstt — 5 6 Aus sher cot . 1 S5 en, fehl f, ö fp eraſſne Aer war l Grab, 0 1 ben d — 1— 0 — 1 8 S 1 Senchel man u CN 5 ſaget, dae n, und daun zi * 0 1 ſen giebkes zl uu N chlecht, aas en „und den, 1 0 der letzleß fach trockenen Orthen, bluͤtet im guſto, anfangs waͤchſet er aus dem im Martio Gebrauch. geſaͤeten Saamen, das andere Jahr aber koͤm⸗ met er aus ſeiner alten Wurtzel wieder hervor. Fenchel. 519 von Geſchmack, deswegen er auch oͤffters in der Artzeney unſerm Deutſchen fuͤrgezogen wird. Der Geſtalt nach, hat er eine weiß⸗ lichte etwas ſuͤſſe und aromatiſche Wurtzel, ſo eines Fingers dick, und einen geraden, ſteiffen, gleichigen Staͤngel ſo z biß 4 Ellen hoch auf⸗ ſchleſſet, mit ſehr duͤnnen und wohlrlechenden Blaͤttlein, bringt eben breite Dolden, mit gel⸗ ben wohlriechenden Bluͤmlein, der Saame iſt wie Anieß, laͤnglicht, duͤnn und ſcharff. Der welſche Fenchel aber iſt dem gemei⸗ Welſcher nen, ſo viel das Gewaͤchs und Geſtalt anbe⸗ Fenchel langet, gantz durchaus gleich, nur daß er an und deſſen ii Stengeln, an Blaͤttern, Kronen und Saa⸗ men etwas vollkommener und dem Geſchmack nach ſuͤſſer iſt, ſo auch faͤllet der Saame etwas groͤſſer und bleſch⸗gelber, er waͤchſet haͤuffig zu Rom, Florentz, ſonderlich zu Bononien, von dar der lieblichſte und ſuͤſſeſte zu uns ge⸗ bkacht wird,. eſtalt, auch Orth und Zeit. an gebaueten Eigenſchaft Julio und Au⸗ Nutzen und Der Fenchel waͤchſet gern In den Apothecken wird von dem Kraut dieobern Spitzen dle Wurgel und der Saa⸗ im Lateinsſcer feng me auf behalten, welche Wurtzeln unter der Zahl der 5 eroͤffnenden Wurtzeln gezehlt wird. Die Blaͤtter waͤrmen im 2 Grad, und trock⸗ nen im 1 Grad, reſolviren, zertheilen, eroͤff⸗ nen, treiben den Harn, Winde und Kk 4 Hu⸗ Gebrauch Senchel. 520 Huſten, ſtaͤrcken den Magen, vermehren die Milch, machen den rauhen Halß glatt und ſtaͤrcken das bloͤde Geſicht. 3 ſchwoch ch lung une ech Die Wurtzel und der Saame wärmen im h geh g. dritten Grad, dahero braucht man ſie offt in Sen el Zertheilung der Feuchtigkeiten, und Win⸗ Halber Nan de, und wann man ſonſt etwas austrelben Aſflch ul ſoll.. 8 Der Sa ame wird gar offt gebrauchet dit Purgantzen damtt zu verbeſſern, damit er zu, gleich die Winde treibe; ſo dienet er auch li Kinds⸗Blattern und Roͤthel, ſo wohl auch der Saame, ein Decoctum davon zu bereſten Eben dieſes gebraucht man auch wider den Rauch des Mercuri, von welchem ſonſt dag Zittern der Glieder entſtehet, wie auch in Frantzoſen⸗Kranckheit, wenn die ſchwangern Weibern ſolchen entweder rohe oder mit u, cker uͤberzogen eſſen, ſo bekommen derer A der ſchoͤne helle Augen. Es wird aus dem Fenchel bereitet, die Confection, 2 das Waſſer aus dem Saamen, z das deſtillirte Oehl aus dem Sag, men, und 4 das Waſſer aus dem gantzen zel, „auch p das aus deſſeh ſchnittenen Gewaͤchs Aſche bereitete Satz. Der Fenchel ⸗Saame zertheilt, treihl J des Fenchel den Harn, Schweiß und die monathliche Saamens. Reinigung, dienet zum Haupt Bruſt, Magen, Augen und wider Gifft, cor girt die Purgantzlen, mehret die Milch und h nuͤtet vor das bloͤde Geſicht, S 18 e. Ingeſichs ein de gen Abürmeraus u bet Mah und Geda npffrde⸗ n des Ma a mdiſ gut ſictet, S Il ö Das aus de dem Sume macher dünt 18 bloͤde Ge el und 0 mit zu vetbeſſh Flieder entſicht, anckheit, wenig en entweder kohech eſſen, ſo bekamm Augen. waͤchs, auch Ji Satz. el⸗Saamt auff ſchwelß und K. ſenet zum Hef, zien, ncht 11 blode Geh Fenchel cken den Ma e b Bloͤhung, me vor der Geſicht und un ſtoſſe 2 Fenchel. 521 del, ſchwache Eu ſſerlich, me wird gutt 5 en du. e 4 5 de treibe; s hl ner ern und Rötz n Decocum dabch braucht mut ah! ercuri, von wach und Gedaͤchtni 9 daͤmpffet die Ble n des Magen Gedaͤchtniß, Winde und verſtopffte Leber un geronnen Gebluͤth Zuſten, Monath⸗Seit, U ſern Stein, Gveckſilber⸗Kauch. 1 zu den rothen Blaͤtterlein ts, den ausgepreſſeten in die Ohren gelaſſen, treibt die Oh⸗ aus, den uͤberzogene Saa⸗ Mahlzeit genoſſen, ſchaͤrfft das ß hilfft der Daͤu⸗ hung und das Auf⸗ 8, machet guten A⸗ Gelbſucht, d Milt, verhaltene Sieber Pocken und Ma⸗ t, und eingezognen chem, und iſt gut vor dem Zuſten, Eng⸗ bruͤſtigkeit, Schwindel und Waſſer. ſuchr das aus dem gantzen Kraut, oder auch J machet Harnen, caupt⸗Wehe, Melancho che Gedaͤcht Kk 8 aus dem Saamen gebrannte Waſſer erwaͤr⸗ met, machet dunn, zertheilt, und Schweiß, ſtaͤrckt den aus dem geh ein gut Augen⸗Waſſet, 'on, 2 daß Mie te Bruſt, Miltz, Le zdeſtilicte chu Harn⸗Guͤnge, Reu 5 Waſſer aus dug befoͤrdert Harn Magen, und iſt iſt gut fuͤr verſtopff⸗ ber, Nieren und chen, Huſten, ſerkeit, Grieß und Stein, Leibe, bey K man es aͤuſſerlich heit der Augen. Das aus dem Sa amen de erwaͤrmet, trocknet, en und wü 0 Blaͤhung b Heiſ⸗ Keiſſen im indern, und benimmet wenn gebrauchet, die Dunckel⸗ gen. illirtechel, Gebrauch eroͤffnet, ae die des Fenchel⸗ ſt gut wider his ley N ſchwa⸗ niß, fallende Sucht, Lun⸗ 522 Fenchel. gen ⸗Geſchwaͤr, geſchwollene harm Leber, kurtzen Athem, verlohrne Ef 0 ſens- Luſt/ Sertz⸗ Zittern, Wurm, l ie Schroindſucht, Saamen⸗ Fluß, vn puch ſtopffte Monath⸗ Reinigung, Huff, duch wehe, Betharnen, Harn Winde Sand in Nieren und der Blaſe; mehret dg Mig, Saamen, verhuͤtet Schlag und ß Male geboͤren, widerſtehet dem Gifft des arte. he aut le nici„ Qveckſilbers, Glatt und Bleh ukervenſt Sal Fixum weiſſes. Das fixe Saltz dienet wider din In unh. Feniculi. Stein, verſtopfften Urin, Waſſen drdenchlſt ſucht und Keuchen. ſaͤdenlich, el Es werden aus dem Fenchel mancherleh — men in ihr t ſchoͤne und nuͤtzliche Artzeneyen bereſtet, van n nigleh welchen man Materie genug haͤtte, ein ganz ohe achte Trackaͤtlein zu ſchreiben, unter andern macht JGeſichts! man daraus eine gute kattwerg Lattwerg.. Jae und Ges- hu. Fenchel⸗Saamen, 3uvß. Ul brach. Augentroſt⸗Kraͤutel, Argen RMiothe bereitete Corallen, 28. S l, Naͤgelin, Zimmet, Muſcatblüͤh, June langen Pfeffer, e C.ubeben. aa. 3j. urz Mache alles untereinander zu reinem uf, daß al ver, ruͤhre es unter vj. Jungfer Hie wiegen nig, der verſchaͤumt iſt, zu einer Lalt⸗ n rod werg. Dol. einer Caſtanten groß alf ſuhhefſun Auch einmahl zu nehmen. 5 d fit Solche ſtaͤrckt das Angeſicht /e e Mutter und den Magen. N — ö 1 W arnen am und der Bla, verhuͤtet Schl ſderſtehet dene übers 00 Das fire Salz rſtopfften h, deuchen n aus den get luͤtzliche Arten — —— — 5— — — Materie genng in u ſchreiben Aa eine gute Lattpetg nchel⸗Saaſpeg) gentroſt Kräul the bereitete dal igelin, Zum, N langen Pſefe lbeben. 23. les untereinuntee ühre es unter 500, er verſchäunt Doſ. einer bien hl zu nehme ſtaͤckt das d den Mage 7 —— 5 Fenchel. 5 23 Auch bereitet man mit Fenchel⸗Saamen ein herrlich Wage 3 den Schwindel. pulse I. Fenchel Saamen, Zs. wer den Anieß, eee ee Schwindel. Paͤonien⸗Wurtz, aa. Zij. Meiſter⸗Wurtz, Cubeben, Naͤgelein, Majoran, aa. 33. Mache aus allen ein rein Pulver, mit ſo viel Zucker vermiſchet, davon taͤglich nach Be⸗ lieben zu nehmen. Der Fenchel in der Speiſe gebrauchet, iſt vielen dienlich, einige pflegen auch Fenchel⸗ Saamen in ihr taͤglich Brodt zu backen, ſol⸗ ches wird nuͤtzlich in vielerley Zuſtaͤnden ge⸗ brauchet, auch wird daraus zu Erhaltung des Geſichts bereitet ein guter Treßonet. Treßney zu . Fenchel⸗Saamen Jb. Erhaltung Coriander Ziij. des Ge⸗ Langen Pfeffer, Galgant, Augen · ſichts Troſt, aa. zii. Iimmet, Muſcat⸗Nuß und Bluͤthe, Roßmary⸗Bluͤthe, aa. Zl. Zucker Ziiij. N Stoß alles zu einem reinen Pulver, von welchem ein halber Loͤffel voll auf gebaͤ⸗ heten Brodt mit rothem Wein ange⸗ feuchtet zu nehmen iſt. Item wird fuͤr die ſaͤugende Frauen auch i ein gut Pulver bereitet, damit die Milch zu bringen. 5 Pul⸗ Pulver da⸗ mit den Saͤugerin die Milch zu bringen. Fœnum Græcum. Rocks ⸗Sorn, im Lateiniſchen kcenum. t S græcum genannt„gewinnet aus elne 15 erni — r. Jenin 5 ſchlech⸗ l Mache alles zu reinem Pulver, Dol. 3f, alle Morgen nuͤchtern zu geben, 9 en f Bocks Horn. 1 Pulver. ben 1 he. Fenchel⸗Saamen jj. etre Lattich⸗Peterſillgen⸗Dill⸗ und hh Anteß⸗Saamen, aa. 3j. n kumme t Bereiteten Cryſtall, zij. ant gelblag ſalchken E eule trum, dſkat chräuchlt Iden Apo en Saaſſen r Grab 1 elget pet iner auc ba ſrofftin zwe heller de ze llben, Un ese ders algd N N 0 — 5 0 Bocks⸗Horn. 525 .— D— chel⸗ Saum ſchlechten zaſigen Wurtzel, einen duͤrren aſtt⸗Deſſen G ich. Panſling gen Staͤngel mit Blaͤttern, ſo den weiſſen 005 geit eß⸗ Saanen, az Klee aͤhnlich, mit bleich⸗ weiſſen Bluͤmlein, und Orth. relteten Ceſal; denen krumme wie ein Horn geſtalte Schoost⸗ s zu reinem i ten mit gelblichten wohlriechenden und faſt wird in Hor⸗ gen nüchtern 10 vlereckichten Saamen folgen, 8 ö oder Mertzen in den Gaͤrten geſaͤet, brin⸗ get die Blumen im Julio und den Saamen nung . Boch bahn 9 1 ſt Sativum, der andere Sylveſtre, welcher aber nicht gebraͤuchlich iſt. 7 In den Apothecken 1 6 met in 2 Grad, und trocknet im 1 Grad, dige. rirt, zeictget, zorthellet, ſtillet den Schmertzen, drum er auch bald in alle derglelchen Pflaſter koͤmmet. Man gebrauchet ihn gleichfalls ſehr offt in erweichenden Clyſtiren, denn er lin dert vermittelſt ſeines Schleims alle Schaͤrffe, und heilet die zernageten Gedaͤrme, auch dienet er den blaugeſchlagenen Augen, ſo er uͤbergeleget wird. In Waſſer geſotten und die Bruͤhe durch ein Tuch gedruͤckt, heilet den flieſſenden Haupt Grind, vertrelbt die Schuppen und Muͤlben und machet das Haar wach⸗ nichts beſſers als das Meel von Bocks⸗Horn⸗ nd und Honig vermiſchet, wie ein Cataplaſma N bald. genamt, a übergeſchlagen, zertheilet und zeitiget 85 8 im Auguſto. Es giebt zweyerley, der eine hat man allein den Elgenſchaft 2 ö zahmen Saamen von Bocks⸗Horn, der waͤr⸗Nuͤtzen und ö 1 0 Gebrauch. ſend. In Geſchwulſten der Bruſt, iſt Saamen, mit Sellery, Schelkraut⸗Safft 526 Bocks⸗ Horn. Aus dem Saamen wird auch ein Hahl gepreſſet und bereitet welches zu den Broß 4 fen und kalten Geſchwulſten„Scirehi 4. nannt, ſehr kraͤfftig iſt. Ein Decoctum ag Bocks⸗Horn⸗Saamen mit Feigen, Iſopp un Honig bereitet, hilfft wohl wider das Keucheh Der Syrup davon iſt ein heilſam Medi ment fuͤr gefallene Mandeln und Hei keit; Es wird auch der Saame zu der hee kannten Bruſt⸗Latwerge Lohoch ſano& perto zugethan; geſtoſſener Bocks ⸗Holſ Saamen, mit Meel, Honig und Schweſfeh aufgeſchmieret, dienet wider die Somme, Flecken. Mit Eßig und Salpeter, wiede verhaͤrtete Miltz mit Oximel, gegen das Podagra, und in der rothen Ruhr un die Clyſtir vermiſchet der Schleim aus den Saamen, vertreibt die rothen Augen. Fragaria. 5 10,. Erdbeer. As Geſchlecht des Erdbeer ⸗ Gi, waͤchſes/ wird im Lateiniſchen Frage. lac, ria genannt, und wird in dreyerley Sorten 1 Kauf get theilet, wir wollen aber nur deſſen gedenckah ander Pur welches bey unſern Apotheckern in der Artzuch 0 Deſſen Ge⸗ eingefuͤhret wird, ſolches hat eine zaſichte und ed, Je ſchwartz⸗ braune Wurtzel, ſolche iſt inwendig when und Orih. bleichgelb, eines zuſammenziehenden trocknen, nen Geſchmacks von ſolcher kommen die Blat, aueh ter im Mertzen herfuͤr, derer findet man nut aſenunde drey an einem Stiel, dieſes iſt ein auf* g Saamenmthehn, hilft wohlpbah dabon iſt ein l . llene Mandeg ö rd auch der 60 f- Latwerge Lahocht n; geſtoſſenn d t Meel, Hong u „ dlenet wier geg fut Eßig und Ei Niltz, mit One idin der roth miſchet der Ag treibt die tn, 105. Erdhea, chlecht des x 8, wird im Lal nd wird in drehe len aber nur dat ſern Apotheke rd, ſolches hakcſeh e Wuttzel, fach es zusammen s von ſolche A herfür, deaf Stiel, hefe — den und Geſtaͤuden. den umkriechendes Gewaͤchs mik langen zar⸗ ten und duͤnnen Faͤden, welche auch bald Wurtzel faſſen, und dadurch ſich vermehren. Dieſes Kraut gewinnet keine Stengel, ſon⸗ dern von der Wurtzel wach ſen herfüͤr zwey oder drey lange, rauhe haarigte Stielgen, auf welchen hernach weiſſe Bluͤmlein wachſen, aus welchen die Frucht wird, die voller kleine Saͤmlein, eines ſuͤſſen anmuthigen Ge⸗ ſchmacks und lleblichen Geruchs iſt. Sie wach⸗ ſen in unſern Landen haͤuffig, in Hecken, Waͤl⸗ Das —— . Erdbeer. a dee Das Kraut ſomt der Wurgel lr kan 0 un Etdbe Krauts Grad, und trocken im 2 Grad ziehet etwas zu, e, ockuet, und de. ſammen, treibt den Harn und Monath. n des Angeſ Wurzel Jeit, iſt auch ein gut Wund⸗ Kraut, dien au Rothla au hel. wider Verſtopffung der Leber, lig n Erdb Nieren, Harngaͤnge, und der Bla, falt, efcht Entzuͤndung und Hitz, Grieß und i er fi Stein, Auſſatz, Kruͤtze und Gelbſocht he durſt Schlangen Biß, erhitzten Magen, in, Na Scharbock, Miltz⸗Sucht Durchbeß 15— che, allzuſtarcken Monath/ und weiß 13 Gabi ſen Sluß der Weiber. e e und z Euſerlich. Euſſerlich dienet auch das Erben, a Röth Kraut in Baͤdern vor das Nieren Wehr nder und den Stein; In Gurgel⸗Waſſer dar ec die Entzuͤndung des Schlundes u ernennen verdorben Zahnfleiſch in Umſchlarn a vor die Wunden, Geſchwaͤr wee 91 m Fluß der Frauen und Saamen⸗ Fluß,„ i 1 Jeldnen Ades, Fluß. De wur een Haͤnden gehalten, ſoll das Naſenbloteh W 0 und andere Hlut⸗Fluͤſſe ſillen. 10 fie Der Frucht Auch iſt dle Frucht eine herrliche Arzenehh ane hre Eigen ſolche ſind kalt im erſten, und feucht im ꝛ Grab ſchafft und nuͤtzen der Leber, treiben den Harn und Ruhen. Schweiß, und ſind gut vor die Hitze de 0 Leber und Nieren vor den Durſt, Gift weil ſie aber leicht faulen, ſchaden ſie dem b. 1 den Magen: und machen truucken, wa man derſelben zuviel iſſet, aͤuſſerlich ſind e dienlich vor die erfrohrnen Haͤnde u e Fuͤſſe, ſo man dleſelde offt damit reibet. 9 9 S N .—— — — 9 it ſamt he ein gut Wund 4 opffung dale arngaͤnge, n 6 g und g 6 at; Krug och „Biß ahn ö Milg Suche z arcken Moch Weiber. ich dimtt al dern, vor daz lin, 5 J G ug dung des Schi ahnfleiſch ul nden, Geſchuß 1 5 0 0 * — ——— — — 0 9 uen und Sauna, lten, ſol da a ut, Fluͤſſeſlg Frucht egen im erſten und ber, reiben du ind ſind gur r ieren, dard cht faulen ſhien — und mache 1 f auf der bloſſen Erde herum kriechet, woran zuvieliſſt, wel ie erfrohnſah ö dleſelbe oft Ge 1 . 1 Erdbeer. 320 Das aus dem Erdbeer ⸗Kraut gebrannte Das ge⸗ Waſſer kuͤhlet, trocknet, ſaͤubert und vertreibt brannke die Flcken des Angeſichts, Sommer: Waſſet. ſproſſen, und Rothlauff⸗ lecken. Das aus den Erdbeeren gebrannte Waſſer kuͤhlet, befeuchtet, ſaͤubert, machet Hatnen, iſt gut der Miltz, dienet vor das Lenden ⸗Wehe, Durſt, fiebriſche Hitze, Krebs, Auſſatz, Naſenbluten und an⸗ dere Blut · Fluͤſſe, hirzige Fieber, Maſern und Pocken, Gelbſucht, Nieren ⸗ und Blaſen Stein, und zu den Wunden. Euſſerlich vor die Roͤthe und Slecken der Augen, Finnen und den Auſſatz, der spi⸗ titus davon, treibt den Harn und bricht den Stein. Die Linctur daraus iſt zu allen obi⸗ gen Gebrechen nuͤtzlich, der aus den Erdbeeren gemachte Syrup hat mit den gebrannten Waſſern gleiche Wuͤrckung, das Extractum * aus der Wurtzel, dienet wohl fuͤr die deber und ſtillet allerhand Blutfluͤſſe. i Die rohen Erdbeeren ſeynd in Sommer Genieſung wegen ihres lieblichen Geſchmacks eine ange⸗ det Erdbeer nehme Speise, ſehr ſafftig und wohl tempe. un Speisen. rt, insgemein haͤlt man dafuͤr, daß ſie kuͤh⸗ len, den Durſt loͤſchen, die Hitze der Leber und Nieren daͤmpffen. Es iſt aber zu mercken, daß man ſolche nicht ſo bloß und rohe von der Erde weg eſſe, weil ſolch Kraut und Frucht alle Schlangen und Ungezi' fer anſtoſſen, und wohl geſchehen koͤnte, daß etwas mit ſolchen 4 geſſen 8 3 eee 530 Lrdbeer. i —— 6 ö 11 mul 0 i— geſſen wuͤrde, welches der Geſundheit groſen Schaden zufuͤgen koͤnte. So auch ſollen hloͤ ö de Maͤgen, auch fluͤßige und kalte Leute eg Erdbeern ſo ſehr nicht ergeben ſeyn, jedennoch, wann derer Luſt ſo groß waͤre, daß ſie ſich von ſolchen nicht enthalten wolten, ſollen ſie ſolche zuvor in ſaubern Waſſer waſchen, hernach g, nen guten alten Wein daruͤber ſchuͤtten und alſo genieſſen. 3 Wann man das Erdbeer ⸗Kraut in ro them Wein zu einem Pflaſter ſiedet, und wie- ſchen zwey Tuͤchern warm uͤber die Schaam leget, ſoll es den weiſſen Weiber⸗Fluß, und den Saamen⸗Fluß ſtillen. Es hat auch D. Rolfinck geſchrieben enn vortreffliches . Grieß⸗Waſſer. Grieß⸗ N. Friſche Erdbeer, iv. Waſſer und Malvaſter⸗Wein, bij. 9 Ge⸗ Wacholderbeer⸗Waſſer, bit. rauch. Peterſilllwurtz⸗Waſſer, ldij. Guͤndel⸗Reben, Miy. Weiß Steinbrech⸗Wurtz, 3.% Pferſich⸗Kern, 10 Schwartz Kirſchen⸗Kern zerſtoſſen, aa. 3vj. 4 Laß es in einem wohlveꝛmacheten Glaß vin Wochen ſtehen, alsdann deſtillir es, un) behalt es in wohlverbundenem Glaße⸗ 1 0 1 Grieß und Stein 1 edi, en f N iswei oͤffel voll. Die e weilen davon 1 oder 2 Löffel vo 50 ee * SFS— er 1D 1415 55 2. 2— 4 4* 1 N 8 2.. 1 1 1 N 1* N 17 5* Erdbeer 1 welches der fügen konte auch füße eig ſeh gr nſchtergeh Lu ſo—— ür enthalten ann bern N Vie t * Wel due 9 1 bia an n das Erdberg zu einem Pfafg üchern— 1 en weiſſen Wia luß ſtillen, uch D. Rolfack 15 Grieß Win iſche Erdbeer In, 5 alvaſſer⸗ We acholderbeer, Nuſſ. terſilllwurtz Wat indel⸗Reben, M. eiß Steinbrech u erſich⸗Kern, hwartz Khan a4. 5j. nem wollten ſtehen, ache gin woc 5 und Siem on 1 0 700 Eſch⸗Baum. N aber von Stein und Grieß angegriffen wer⸗ den, ſollen 1 nuͤchtern oder wann der Magen leer iſt, 3 3 oder 4 Loͤffel voll gebrau⸗ 1 25 n.. 186. Eſch⸗Baum. 790 ISch⸗Baum, im Lateiniſchen Fraxinus genannt, 2 55 t einem geraden, ein⸗ 2 fachen 531 Fraxinds. f ö r 4 1 1 1 1 3 1 1 * 1 1 1 1 1 5 4 N 1 1 8 N a N N 5 1 3 8 N 1 5 N 5 0 3 3 5 1* 4 8 ö 1 *— 3 5 5 9 11 1 l . 1 1 2 2 3 11 2 5 3 1 ö * 4 1 5 „ . * 1 Deſſen Ge⸗ fachen, dicken Stamm hoch auf, hat ein weiß 1 00 ſtalt, Zeit und Orth. dick⸗ aͤderich Holtz, ohne Knoten, leicht, und l krauß uͤberzogen mit einer weiſſen Rinde die. Blaͤtter vergleichen ſich dem Lorbeer⸗Baum, ſind umher zerkerbt, oben etwas ſpitzig, han, 1 gen in fuͤnff⸗ und ſechs facher Ordnung, an Fehn 2 den Zweiglein gerad gegen elnander uͤber, zu ga age 1 aͤuſerſt aber iſt nur ein Blat bitterlichen und k ue ſcharffen Geſchmacks, der Baum wird nit Ait bum ö den Jahren zu einem hohen dcn e* Er Baum, von Saamen einer Vogel⸗Jung 9. aͤhnlich, roth, feiſt, ſcharff und bitter, wach 0 ſet in laͤnglichten Schooten, ſo Buͤſchel⸗ we ac usa 4 gerade herab hangen, er waͤchſet gern au Ia an m le feuchten Orthen, auf den Bergen und auf zu dog vun de den Ebenen, in kalten und warmen Landern, uud des neh die Blaͤtter ſammt den Saamen⸗Schooten, Stic un dh kommen im April, die Augen oder rothe Bau ach on gange the aber im Majo hervor, der Saame wih ame ehe im Herbſt reiff, und zu derſelben Zeſt auch Je e acgberfl* ſammlet. e Habunb Eigenschaft In den Apothecken hat man dle VIdh aeg kanne e be Buden Holt und Samen. Died me de und das Holtz ſind maͤßig warm, kalt in desdum, l 1 erſten Grad, und trocken im andern Grad we afgiſtg 10 chen duͤnn, eroͤffnen, erweichen, dienen der b ahn an ber, treiben den Harn, und zermahlen den h n üln, Stein, ſeynd gut vor die Verſtopffung der 4% ain dubsgel ber, Verhaͤrtung der Miltz, Nieren⸗Wehe“ ae de Faͤule, Wuͤrmer, nachlaſſende Fieber ung nah Waſſerſucht, Ode f unt a 13 Eſchen⸗ Baum. 1 Die Rinde gekochet und damit die Zaͤhne ausgeſchwenckt, toͤdtet die Wuͤrmer in den⸗ ſelben. Der Safft ſo aus dem Holtz, wenn es verbrannt wird, treuffet, deßgleichen der 0 Dampff von der 0 0 115„Saamen und Blaͤttern aufgefangen, iſt fuͤr die Taub⸗ g 1 heit dienlich, das Holtz wird in den Franto, Tue een en, ſtatt des Frantzoſen⸗Holtzes gebrauchet. 1 u Eben dieſes Holtz, wann es am Johannis⸗ u einemhofaheh Tage frühe vor der Sonnen Aufgang, oder ie das n Saanen cha gleich zu Mittag, oder zu Mitternacht zwi⸗ Heilholtz . fest haf uu ſchen 11 und 12 Uhr abgehauen worden, hten Schnageh i et nachmahls aͤuſſerlich alle Wunden und wird. o hangen eu Schaͤden, und nuͤtzet auch wider Zauberey; chen, auf de y So man aber, wann eine Conjunction der In kalten un un Sonnen und des Monds im Widder geſchie⸗ ſammt den Sun het, eln Stuͤck von einem Aſte dieſes Baums, April, die aug nehmlich von einem Glied biß zu dem andern Majo hervor un auf einem Streich abhauet, und zu beyden ff, und zudaſtn Selten mit Wachs verkletbet, ſoll es durch bloſ⸗ ſes Anruͤhren, allerhand ee ſtillen, ſolches wird insgemein Wundholtz genannt. Apacheln te Aus den zarten verhackten Schoͤß⸗ hei⸗ geſchnitten Smeg lein dieſes Baums deſtillirt man das Waſ⸗ Holtz ſud nit ſer, welches ſehr kraͤfftig, das verlohrne Ge⸗ und trocken hoͤr wieder zu bringen, und den in dem Ohren dͤffnen, wach ſteckenden Fluß zu heilen, und zu zerthellen; den Haun uu die Ohren damit ausgewaſchen auch bißwei⸗ d gut vor de U len davon getruncken; dieſes Waſſer wird ge⸗ tung der M ruͤhmet, das Zittern der Haͤnde zu vertreiben, irmer, nafſſeſ wenn ſolche offt damit warm gewaſchen wer⸗ ö den. 113 Wann 934 2 Eschen. Baum. Wann man dle friſch zerhackten Rinden 1 Cardebenedicten⸗Waſſer, worinnen etwas weniges von dem Siritu Salis vermiſchet, woll ſiedet das geſottene Waſſer auf dle S zu der Dicke eines Honigs einkochet, ſo hal en t MN man ein Extractum, welches ſehr gut zu daß ehe drey ⸗ oder viertaͤgigen Fiebern iſt; und kan 0 wut? 7 davon biß auf 15 oder mehr Gran mit andern gt ſe n Sachen zu Pillen vermiſchet werden. 950 7 Die mittlere Rinde diefes Baume kan man N ſtatt des Frantzoſen⸗„Holtzes mit gar gut Wuͤrckung gebrauchen, ja ſie hat auch hey ng he ſo 105 Kraͤffte wider das dreytaͤgige de. N N 7 ber, als die Rinde der China Chin. Da, 12 e. hero kan folgender Tranck wider dergleichen kein ſat 1 Fleber immer mit beſten Nutzen gebrauchet de 4 N. Di 5 0 letlerhelnde von ſchenbaum, 5 2 1 China Chinæ Rinde, Zij. Wermuth⸗Pulver, 5j. Zerſtoß alles zu gantz reinen Pulver, 90 99 5 es in ein Glaß gieß iv. alten weſſſn h 5 2 guten Wein druͤber, rühr es taglich eur. uh z 4 mahl um, damit die Krafft wohl dar, bann ch 2 aus gezogen werde, und gieb den Pal. ec 5 enten von dieſen Wein alle Morgen acht Nad Nuß m 5 i 2 zehn Loth ſammt den Pulver zu khr, 0 N de en. .— Damit man aber das Pulver mit e ae 14 muß das Glaß ehe man davon nimmt, n 0„e n Schengen dem irt . Wb egen Me eines Hong% ractum, welche 11 N eta 1 gen Jüc 715 oder mehr high Jillen vermiſhunh ere Rinde def antzoſen⸗ Hole 0 ebrauchen, fuſche üffte wider das de Rinde der Chic gender Trank u r mlt beste. Fieber Ant de mittlerdneng 55. ina China Mt, ermuth⸗ Pub les zu gantz mug n Glaß gieh hl Wein drüber, lat m, dam de f ogen werde, h — on dleſen Wehe. Loth ſammt* 4 an aber das pu iß ehe wal* gelbes und roͤthlichtes Oehl, und blelbet ein LI 4 5 Fuligo. 535 gerüttelt werden, es vertreibt in ober 14 Ta⸗ gen ſolches Fieber gewiß, wo nur der Leib wohl gereiniget iſt, und gute Diet gehalten wird. 186. Ruß, Fuligo. JEr Ruß, oder Rauch, ſo ſich von der verwandelt, und von allen verbrennlichen Sa⸗ ſtehet. chen anzulegen pfleget, ſie iſt eine Speeles ſo eben nicht hieher gehoͤrig,ſondern vielmehr un⸗ ter die Materialien gezehlet werden koͤnnte, je⸗ doch weil ſolcher offt im Gebrauch der Artze⸗ ney Kunſt fuͤrkoͤmmet ſo iſt ſolchem allhier eine Stelle gegoͤnnet worden. Dieſer Ruß beſtehet aus einem Phlegmate, einem ſubtilen und ſtarcken Oehle, einem fluͤch⸗ tigen und firen Saltz, und einer todten Er⸗ den, wie in der Chymia gelehret wird. Der glaͤntzende Ruß des Camins iſt in ſpecie nichts anderſt, als ein bey condenſirter Flamme fluͤßig und duͤnn gemachter Rauch, oder die ſubtileſten aus geloͤſcheten Theilgen des Hol⸗ tzes, alſo, daß das exhalirte Hartz aus dem Holtze in den Ruß condenſiret wird. Und wie die Hoͤltzer durch die Retorten deſtillirt ei⸗ nen Spiritum geben, alſo ſteiget dieſer durch die Verbrennung in Geſtalt eines Rußes auf, daß demnach der Ruß nichts anders iſt, als ein Spiritus und Oehl der Hoͤltzer in einer trocknen Geſtalt. Denn der deſtillirte Ruß giebt erſtlich einen Spiritum, darauf folget ein 4 Caput Fulige. Kaͤlte in ein ſchwartz n Wovon der K u ſchwartzes dichtes Weſen Nuß ent 736 Frulige. Was da: Caput mortuum zuruͤck, welches das fire Salz von bereilet diebe ſo aber nicht in dem Ruße iſt, ſonden wird, 85 von Feuer herkoͤmmet, maſſen der Ruß uur as, es ein lauters fluͤchtiges Saltz hat, welches durch. dringend iſt, und wenn man ſolches mit Ehtg e giebt, treibt es den Schweiß und loͤſet das verſtockte Geblůth auf, thut auch wohl 2 in Seiten Stechen, davon sj. pulberſſok en. genommen, allda curirt es durch den Schwe, N bringt auch denen ſo an Mutter⸗eſchwer⸗ den leiden gute Huͤlſfe, dienet auch bh ſchweren Geburthen; wider die Flehen lat 1 ſteckt auch in ſolchem eine ſonderbare Krafft, her auh dh ſo man ihn innerlich gebrauchet, auch aue dalcht gehet pyn ſerlich mit Thertac und Terpentin vermiſchet, f dunn nac geh, auf die Pulßen gebunden. In groſſer chige emniſfgtſſeg aber der Fieber iſt es beſſer, daß man ihm Hag. mit Eyer⸗Weiß zerklopffet, und auf die Suche h Fußſohlen oder auf die flache Hand binden lac Ieh huuceg, dug ſet. Denn einige wollen daraus ſchlleſſen, Fiche l, Mun. wann der Patient nach deſſen Gebrauch wohl a dummen ſchwitze, ſey es ein gut Geneſungs⸗Zelchen, ache Cech 5 eee ee ——— 1 J r — ——— —— 2 — 0 1 — — —— — — — das Widerſpiel aber ſey toͤdtlich. 7 Aus dem Ruß wird bereltet ein wunder, he 91 bares Oehl auf folgende Art. igiuz N Oleum Fuliginis, ginis. BR. Des glaͤntzenden Rußes, Weiſſen Agtſtein, aa. q. v. fi Dieſtilir ſolches ben gelinden geraden Feuer, a hun aus dem Sande durch eine Ketorte, lag erſtlich das Phlegma, denn det welt eg Ppititus, und letztens das roth und weise ali, uum zurich x dd Fuligo. 3 537 er nicht iahn HOehl mit dem flüchtigen Salt überge⸗ ſerkoͤmmt, 1 hen: darnach ſcheide die Oehle und re. luͤchtiges Sie 1 ctificire den Liquorem in MariæBalneo, und wen 1 0 ſo bekoͤmmeſt du ein fluͤchtiges Saltz; an t es den c 0 die Oehle ſchuͤttet man hernach guten Geblöthe Branntwein, und digerirt es eine Zeit Stechen l 1 lang, darnach deſtillire man es, ſo be⸗ I. koͤmmet man eln Oehl, das dem Geruch 6 Da cue nach, dem Campffer⸗Oehl gleichet. Deſ⸗ enen ſo anlſſunmr) ſen Doſ. iſt gutt, iij. ſolches dienet bald gute Hülff, z Beburthen; an in allen Kranckheiten, ſonderlich in Sei⸗ tenſtechen. Und wann man davon einen i ſolchem eine ſuch Patienten der auch ſchon im Zuͤgen lie⸗ innerlich gehtuhh gen lieget, giebet, ſo wuͤrcket es Wunder, hertac und d und wann nach deſſen Gebrauch ein en gebunden IW Schweiß folget, iſt es ein Zeichen guter eber iſt es la Geneſung. 5 Weiß zarllunft“ Sonſt dienet dieſes Oehl wohl 4 00 er auf die fachen Seit zu gebrauchen, das Saltz iſt auch ein gar einige wollen ban treffliches Heil⸗Mittel im verſchwornen tient nach bout Brebs, wann man es im Keller lolvirt, und cs ein gut dhe die krebſige Geſchwuͤr etliche mahl damit tel aber fh tlölch. beſtreichet, ſo ſoll damit das Gifft wie ein Nuß wird bellt Dampff ſichtbarlicher Wetſe heraus gezogen folgende u, werden, und wann man letztens das dickere folge I Oehl darauf ſtreichet, ſo machet es eine Raude Oele khan darüber wachſen, welche innerhalb 5 a. 6 Ta⸗ glaͤntzenden a gen herunter faͤllet. 1 ſſſen an f Auch wird daraus zu gebrauchen bereitet, ſches bey geen, folgender ö Sandtinen, Balſam in Krebs Schaden as Pen dienlich. und letzen u i e e F a 5 N 9 N.** n a 9 3 n 1 1. g 3 a 1 nd„ 5 9 5 0 758 e. ee r **. * 1— r 2 2 2 8 5 38 Fuligo. 5 Rec. Auripigwent, v. f 5 e e 50. nel e Salmiae 1 0. N Pulveriſir alles, 4 1 este Setze es in einem Tegel in einen e Cf dug Ofen, auf den andern Voden, gieb ihm 4 ah Ei Stunden gute Flame, daß ſolche ſtets uͤberden 0 0 Tlegel gehet, dann pulveriſir es, gieß warm n fc ate f Waſſer druͤber, elixirs ſo lange, biß kein Salg Wee 1 mehr darln iſt, dieſes inſpillire hal lb ad conl. 0 g ſtentiam melleam, ſo hat man einen Balaam 5 den Krebs toͤdtet, und bald heilet, deſſen 6. aach it al ſo. Nimm dieſes Balſams 3 175 3 1 Tauben⸗Miſt, zu Aſche gebtar: 10. ö Miſche beyde mit Eyer⸗Oel zu einem Sal. 0 0 1 lein, und damit beſtreiche den Krebs 1 W 4 88 aten 3 n* So hat man auch im Gebrauch das aan hie Empla- Finplaſt rum Fultginis. N arb Fuli-⸗ Rec. Terpentin, 31]. 7 uff 0 ginis, Venediſche Seiffe klein geſchn fe. 8 liij. Laß es bey gelindem Feuer zergehen, thue% fort darzu 1 Glaͤntzenden geriebenen Canin-Nuſ, w 5 5 9 inge ud, Ruͤhr es ane Weile wohl durchelnardeſ 1 ih ata und thue ferner darzu, 00 bag Therlae, und Methridat, jedes z. 1 ch it, N Alsdann miſche abſonderl ich und kalt zu⸗ 0 ſuächff fache ſammen* uf gun Gelbes von Eyern No. iy. fenden f Frist 0 a Fug, luripigmen, 0 ihn⸗ N f. mii lij. ul veriſſt alas n einem de 5 dad en andern Ban te Naffe ache dann pulbaſre er, elirirs ſy 0 t, dieſes 1 n ſo hate * und bagſeh „ Minmndiſtog uben⸗ Mit ua de mit Eye aug nd damit euch en. an auch im chu plaſtrum full rpentin, 5j lil. gelindem dur Werdenberg 50 ine Welle kofl!. 5 er darzu, rlae, und a asche about bes von En i 3 Fuligo. 89 Friſche Butter 31. Wann alles wohl durch einander gerühret, ſo thue darzu Sauer⸗ Teig des ſchaͤrffeſten, Ji Saffran, gepulvert, li. Gemein Saltz 3j. 5 Stoß es alles ſonder Verpruß wohl 110 einander, biß ſich alles vereiniget hat, letzlich thue noch darzu, Roſen⸗ Honig, Zvj. Wann dieſes alles wohl untereinander ge⸗ ruͤhret ſo trage es in vort ge Mixtur, weil ſie noch etwas heiß ſt und ruͤhr es ſtets, daß es nach ber Kunſt zu einem Pflaf ſter werde. Dieſes Pflaſter iſt von groſſer Wuͤrckung, durch viel Erfahrung beruͤhmt in Peſt Zei. ken, man leget es auf die gifftigen Druͤſen und Geſchwaͤren, das Gifft auszuziehen, und die Schmertzen zu ſtillen o aus der Inflammation enk. enediſche See— 4 3 r Fumariæ. 187. Tauben Kropf. Auben Kropff/ auch Erdrauch ge⸗ nannt, beiſſer im Lateiniſchen kumaria, kateine duͤnne Spltze und lange Wurtzel mit Deſſen G. vielen Zaſeln, an welcher ſeine Blaͤttlein im ſtalt, Zeit April ſich erzeigen, die vergleichen ſich dem Co⸗ und Oiih. Fhlander, ſeynd doch zaͤrter, weicher und grau, der Stengel waͤchſt halbe Ellen hoch, auch hoͤ⸗ her nachdem er auf gutem Grund ſtehet, mit blelen neben⸗Aeſtlein, die werden wle die Sten⸗ 90 viereckicht, an deren Gipffeln 1 zu⸗ am⸗ a— 1* 8 3 72* ö N* n f .* a N* 9 1 18 52 15 .* * 4 b * 5 9 a e 540 Tauben⸗Rropff, 3 ſammen gedrungene und purpur⸗ braune Bluͤmlein im Mayen herfuͤr kommen, nach der Bluͤthe beſaamet er ſich vund, wie der gemeſne daha Mü feht le lk gaäkütntuchundre cafe ch dchtowk acbeng der un e abt Munde Gch und ale h — . — i ech N aach an, ble 0 Coriander, er iſt am Geſchmack bitter, und wann er beſchnitten wird, ſo treuffet er und weinet, wle die beſchnittene Reben im Mer⸗ tzen; Man findet ihn allenthalben in Wein⸗ Gaͤrten, Zwiebel ⸗ und Kraut⸗Gaͤrten, Ger ſten⸗Flachs auch in andern GetraͤidAeckern iſt allſo jederman bekannt, und wo er einmahl ein⸗ gewurtzelt, laͤſſet er ſich nicht wieder ae . 2 1 3— — 8 — —— 5 —— ö ungene und fügt Mayen herfü bung jet er ſich rund, ea iſt am Gesch itten wird, P beſchnitten e det ihn aach gel- und Kuni h in andern Gal kannt, und oa ter ſich nigen Tauben ⸗Kropff“ 541 In Apothecken hat man das Kraut mit denen Blumen, es iſt warm im 1 Grad, und trocken im 2 Grad, es hat ein fluͤchtiges Saltz bey ſich, welches aber nicht ſo ſehr ſalpeteriſch iſt, und dienet wohl in Affectibus Chronicis, die ſchaͤd⸗ liche Schaͤrffe zu corrigiren, es treibt den Harn, vornehmlich aber den Scharbock aus, und dienet ſehr wohl in Affectu Hypochon- dlriaco und Kraͤtze. Es dienet auch der Miltz und Leber, machet duͤnn, fuͤhret die gallichten und geſaltzenen Feuchtigkeiten nach und nach aus, eroͤffnet die Lebens⸗Glieder, und ſtaͤrcket dieſelbe, reiniget das Gebluͤth, dahero wird es gebrauchet in Her⸗ austreibung der Kinds⸗Blattern, Scharbock und anderer Miltz⸗ und Gekroͤß⸗Kranckheiten, der Gelbſucht und allerhand Rauden. Geiß ⸗Milch mit Tauben ⸗Kropff ge⸗ ſcheldet, und davon alle Morgen durch den gantzen Mayen einem Becher voll getruncken, iſt dienlich denen, welche ein unrein Gebluͤth haben, und mit der Kraͤtze geplaget werden. Der Taubenkropff⸗Safft iſt eine nuͤtzliche Artzeney, denen, welche mit der Frantzoſen⸗ Kranckheit behafftet ſeyn, ſo ſie deſſen ij. biß 40 Tage lang, alle Morgen und Abende drey Stunden vor dem Mittags ⸗ und Nacht⸗Eſ⸗ ſen trincken. Dleſen Safft kan man uͤber ein Jahr behalten, wann man ihn aus dem fri⸗ Eigenſchaft Nutzen und Gebrauch. Gebluͤth⸗ Reinigung ſchen Kraut preſſet, einmahl bey dem Kohl⸗ Feuer laͤſt erwallen, durch ein Tuͤchlein ſeſhet, N ein . 1 9 0 N 1 3 N 1 * 1 * 8 5 N „ n N 5 N 2 f 7 f * 1 f 5 f 3„ 5 4 5 1 . 1 * 1 1 . 1 4 1 9 8 1 3 5 3 *: 9 n e, * 5* 5 Erdrauch⸗ Pillen, 542 Tauben ⸗Kropff. ein wenlg Baum, Oehl darauf gleſſet und oben wohl zuſtopffet. i Erdkraut⸗Safft oder Waſſer in die Augen gethan, machet ſie klar, und vertreibt die Ry the derſelben, wie auch die Finnen des An, geſichts, den Mund mit dem Waſſer gew, ſchen, reiniget die Faulniß deſſelben, und h nimmet die Schmertzen. eee e Sonſt werden aus dem Kraut und Baß aeg l 1. men unterſchiedene Sachen bey den Apothes u ichn bur ckern bereitet, als das Waſſer aus dem Kraut fenden en und Blumen: 2 das deſtillirte Oehl, ſo zwar nge 5 ſeltſam gebrauchet wird, und ſeltſam zu haben end Jah v iſt. 3 Der dickgemachte Safft Dol. 3j. 4 Die hg Ge Conſerv aus den oͤbern Spitzen, J Der ein, che dige . onadeetr Endlich auch die Pillen von Erdrauch. Rec. Myrobalan. Citrin. i Chebulor. ud Indicor. aa, Iv. 1 Aloes, 5 0 17 car. Scammonei, 3v. f 4 5 Safft von Erdrauch, das genug ſl⸗ Mache dieſe species alle klein und bereſtk fa 0 eine Maſſa daraus mit dem Safft, trockne die. ug 8 ſelbe und pulveriſir es, imbibix es noch 2 mahl Ahe 1 mit dem Safft, und laß es wieder trocknen; Wg letzlich formire Pillen daraus, Dol. von 5. hach ſe 10 1 N e eee um, Oeh fe dag affe eon dach et ſie lar, A wie auch dez n Mundnting die Faulaß bichß chmertzen. den aus den at edene Sachen da als das Waſſ un 2 das deſtllchg chet wird, unt chin gemachte Sf ah den obern Sen aus dem Siſt) yrup. 6 Elruuche es Krauts.) dab le ö en von Eden dobalan. Cin. bulor. cor. aa 5, 8, zvif. amoneis, 5, ft von Erdraug ll Species ale aus mit den ere riſir es imb 0 t und laßts ui; Pillen darcll, — — —— auben 0 benen ſumt in 2 Geſchlecht abgetheilet werden, alſo, daß etliche zum Speiſen tauglich, etliche aber Erd⸗Morgeln ſo hoch gehalten werden. wwachſen, ſind ſie abzutheilen in ſolche, der Erde, aus dem Felſen, auf den Daͤchern, klein gefunden/ aber von Figur, ſind Schwaͤmme. 188. Schwaͤmme. i Fungus. Chwaͤmme ſeynd im Lateiniſchen kun. gi genannt, derſelben ſeynd vielerley Wie die Geſchlecht, welche von Dioſcoride in Anſe⸗ Schwam⸗ hung ihres Gebrauchs und Wuͤrckung alle⸗ kerſchedden⸗ 743 1 toͤdtlich und fuͤr gifftig gehalten werden. An⸗ dere Botanici nehmen den Unterſcheld derſel⸗ ben gemelniglich von dem Orth, da ſie wachſen, von derſelben Groͤſſe, Figur, Farbe, Geruch, Geſchmack und Zeit, wenn ſie wachſen, von ihrer Wuͤrckung, Gebrauch, woran ſie wach⸗ ſen, und ihrer Materie, daraus ſie beſtehen. Es ſind aber die Schwaͤmme nichts anders, Vor was als eine uͤberfluͤßige Feuchtigkeit der Erden, ſie zu hal⸗ und werden als eine ſchaͤdliche Speiſe gebrau⸗ den ſeyn. chet, welche den Leib auf bloͤhen/ viel Winde, Schleim und einen kurtzen Athem verurſa⸗ chen ja auch Grim̃en, und offt einen geſchwin⸗ den Tod. Derowegen zu verwundern, daß nicht allein bey unſern Vor⸗Alten, ſondern auch zu unſern Zelten an fuͤrnehmer Herrn Taffelen die Von dem Orth da dieſe Schwaͤmme Von derer ſe 190 Ge⸗ 0 b. aus den Miſt⸗Hauffen in Gaͤrten, auf 59 8 Wieſen, und die in den Waͤldern. Nach der Groͤſſe, werden ſie groß, mittelmaͤßig und rundte, breite, 544 Schwaͤmme. breite, ſpitzige, niedrlge, bucklichte, eck, e faltenweiſe zertheilte, laͤnglicht runde, tung, liche und ſchrumpflige anzutreffen. 0 Derer Far- Der Farbe nach, ſind ſie getheilet in welß 0 Sen ſe, ſchwartze, blaſſe, braune, gelblichte we, ef und Jahrs, goldgelbe und geſprenglichte; vom Geruch Zeit. ſo ſie von ſich geben, in wohlriechende und ſi ckende von Geſchmack den ſie an ſich haben in wohl oder unſchmackhaffte. Trach der eh Unter ſchie⸗ dener Ge⸗ brauch und Grund woraus ſie wachſen. + Urſprung 2 Schwaͤm̃e. dahero koͤmmet es auch, daß ſie in naſſih 90. f Jahren ſo haͤufſig gefunden werden, ſonderlih 9 Gage* kriechen ſie hervor, wann es regnen oder don⸗ bet Gilngz, nern will.—B Was die Die Schwämme machen dem Menſchel, h ungen. dean welcher ſie iſſet, eine blelche übele Fothe, Jiggeh une fuͤr Scha⸗ ſſet, eine bleiche n„ it mh den bungen. 1 q“ * 1 l 1 . 5 „ 5 3 7 1 1 1 1 1. 1 1 1 5 ö 2 0 * ö 3 1 1 4 ö „ N * g N 7 N „ 9 94 ö 3. 4 4 5 1 E 8. 3 2 5 3 1 3 1 9 — 7 2 5 5 9 * B 1 3 2 4 * 4 0 N 21. ö. 1 1 3 5 1 5 1 a 0 1 1 14 1 * I ö 1 * 5 12 Schwan, 3 — Schwaͤmme. 547 e, medrige, ba that age erfuͤlen den Leib mit waͤſſeriger Feuchtigkeit, umpſtgeahuc und bringen endlich, wo ſolche nicht wohl ge⸗ be nach fh wuͤrtzt werden eine Waſſerſucht. Denn es blaſſe** 0 ſeynd ſchon viel gute geſunde Naturen dadurch * 1 dae in Lebens⸗Gefahr gerathen, u nd mit Durch⸗ geben i bat bruch choleriſchen Krauckheiten, hitzigen Zeſch cht Fiebern, oder Erſtickung beleget worden, oder Veſchmack eue wohl gar, ſo zuviel davon gegeſſen, geſtorben. unſchwachee Joch iſt von den Fungis Boviſtis, Boviſt Boviſt werden folgen, oder Bubenſiſt, inſonderheit zu mercken, derer Ges d Herbſt Jetnagg daß ſie von den Wund⸗Aertzten zu den Blut · brauch. und ſpatreff aug ſtillungen gebrauchet werden: dienen auch 9, daß elnigekah h wohl mit ihrem Staub⸗Mehl den alten flieſ⸗ Fliegen tönt, ſenden Schaͤden; Boviſt in Affter gethan, d auch nach dat hemmet das uͤberfluͤßige Flieſſen der Gold⸗ und kommeneweh Ader, von den uͤbrigen nutzbaren Schwaͤm⸗ ſſen, oder zuda y men wird an ſeinem Orth gehandelt. i under davon ung Wann es ſich aber begebe, daß einer zuviel, 5 15 d woraus ſewahh oder giffttge, und unbereitete Schwaͤmme f 5 bey den Dornen gegeſſen haͤtte, wo von er vermeynet, daß er ſter⸗ me. ichen, Lech duch ben müſſe der ſoll alsbald s j. friſch Mandel⸗ Caſtanien- Nin Dehl in Fleiſch⸗Bruͤhe trinken, und ſich erbte. Loder Holundge chen, alsdann einen Trunck Wermuth⸗Weln 8 Schwitente, thun, und zuwellen eine Meſſerſpitze voll The⸗ 2 zäher 4 riac gebrauchen.„ 5 o Baume ihenliſg net es auch Af Iſſig gefunde ag vor, wann e „ e e Algan, oder Galanga im Lateiniſchen genannt, iſt eine Wurtzel, derer die Groſ⸗ Deſſen Ge⸗ ſe und die Kleine angemercket werden, ie Gtoſſe, iſt eine dicke rothe Wurtzel, wel⸗ Ooh. vaͤmme mache f ſet, eine ach — ee ain Kan r WN f W a 0 * 1 a Mole 6 r Ebhchen uf A en 5 1 N— pan t e hene che fa 30 eb pant ele ee genere irke Wurtzel, die innerlich k eie aͤu„ nollicht, g f 9 5 iſt, und einen ſcharffen G0 5 ae de 1 kupleich eiten agen ene Ae, e en, ba eh Groſſen fi fuͤr die beſte gehalten, und der ui, Eigenſchaft De 8 ede und Nutzen. hat 8 5 1 18 5 waͤchſet 2. Ellen hoch. che die Standel⸗Wurtz, die un 1 700 Stengel ſtehen, eine weiſſe Blume und 5 einen S Galge * 3 Galgan. a 5 47 einen gar kleinen Saamen. Die Kleine aber ö iſt wen Haͤnde hoch hat Myrten⸗ gleiche Blaͤt⸗ ker, roͤthlicht, ſcharff, und eine knotichte Wur⸗ tttelkoͤmmet hervor aus dem Koͤnigreich China, a von dar es in Indten koͤmmet. 0. Dleſe Wurtzel har einem aromatiſchen Ge⸗ 0 ſchmack und wird ſehr zu den Magen⸗Be⸗ N U 7 7 0 1 7 U g te und von Winden herruͤhren. Die ver⸗ ſtockte Monath⸗Reinigung wieder zu n Geruch hat nah bringen, dienet der Galgan auf folgende Kleine aber kenn Art zu gebrauchen. e Burtzel, de u he. Galgan⸗Wurtz, ij. e e sroth iſt an Oſterluci⸗Wurtz 3j]. Aang Inder auf bade Lorbern, Zimmek, Saffran, aa. 5. Reini n angenehm Beyfuß⸗Kraut, Mj. N ird für diebe Gieß alten weiſſen Wein daruͤber, und laß ringen. gogen. den Patlenten alle Morgen und Abend zij. da⸗ Galgan wäcſtt von trincken. a wie die Sunn ba Es werden auch daraus bereltet die be⸗ ſtchen, an l bannte Mm a Ve. SpeciesDia- Species Diagalang. galang. Br. Galgan, Aloes⸗Holtz) aa. 3j.* 8 Naͤgelein, Muſcaten⸗Blumen E, damom. aa. 3ij. 1 Imber, langen und weiſſen Pfiffe 0 0 Zimmet, Calmus, aa. 51. Calamiuth, Krauß⸗Muͤntz, Groſſe Cardomomi Spick, Eppich, Anteß, Fenchel⸗ und Ga a ten⸗Kuͤmmel, aa. zj. ee Mache alles zuſammen zu Pulver oder ope⸗ Dien 1 cies, welche zu allen kalten Gebrechen zx Aan Hehn des Leibes gar nuͤtzlich gebrauchet wa, ech M den: Cache ate Sie ſtaͤrcken den Magen, befördern ie dhe, Daͤuung, zertheilen die groben Blähum⸗ a clear gen machen wohlriechenden und lieble ung ng chen Athem befoͤrdern die Menſes, und be. Maha kommen wohl den Waſſerſüchtigen denen, die ſich im uͤbeln Zaſtande des Leibes befinden. den Keuchenden den Miltzſuͤchtigen Ge denen die ſehr mit Schlucken geplaget wen den, und die ſtetig aus ſpeyen muͤſſen. Es ſtaͤrcket auch der kleine Galgan kaff, tiglich das kalte haupt er wird auch nuf lich gebrauchet wider die Kaͤlte und wind gen Suſtaͤnde des Magens, denn er war met und hetlet die Winde, dahero aus ſolchem bereitet werden kan folgend Magen⸗ Magen⸗Pulver.„ Pulber. Ee. Kleinen Galgan, Zimmet, 1 10 0 ee Dag SGalgan. 549 algan, 0 4f— 5 7 2 8 ehe Aͤnnieß, Fenchel, Kuͤmmel, Naͤgelin, damom. 250 Muſcaten⸗Nuß, Maciß, Cubeben, mber, langame 4a 3. 3 Jung e,, dlamuth, e Mache alles untereinander zu Pulver, da⸗ roſſe Cat ue, von Morgens und Abends 4. Loͤffel voll Spit en mit rothem Wein auf einem Schnitt Brodt zu geben. 4* Auleß ah Es dienet auch wider den Schwindel nach⸗ f Anm ag beſchriebener amm, Traſſonet. Taaͤſſnet welche zu olag, Rec, Kleinen Galgan, Muſcat⸗Muß, Oder den, ibes gar nü 0 5 5 a 3 ö Schwindel. ach g Eichen⸗Miſtel, Poͤonlen⸗Wurtz, Cubeben, bereiteten Cryſtall, aa. 5j. ken den Magen, Jucker, Fi 1 zerthelle de g Stoß alles zu reinem Pulver, davon vor wohltiechenden dem Mittags⸗ und Nacht ⸗Eſſen drey n befördern hee Meſſerſpitzen voll mit weiſſem Wein zu den Waſſaſgg nehmen. eln Zuſtande del 5 5 enden, den Mh 190. Geiß⸗Raute. Galega. 3 4 mit Schluce Fd Eiß Raute, im Lateiniſchen Galega, ſtetig ausſpeßl auch Ruta capraria genannt, hat eine Derer Ge⸗ auch der kahn weiſſe holtzigte und zaſige Wartzel, Fingers⸗ſtalt, Zeit lte Haupt gu dick, ſie bleibet 3. Jahr unverſehrt in der Erde und Orth. et wider die Bale ſtehen, ſchlaͤget alle Jahr wieder aus, mit etli⸗ de des Magee chen Stengeln, anderthalb Ellen hoch, mit die Winde aan laͤnglichten fetten Blaͤttern von unten an bis n kan folgnd oben aus bewachſen, am obern Stengel er⸗ Magen- Pult ſcheinen bleiche, pupurdlaue Blumen 110 nen ahm Ja ſolchen folgen kleine„— 3. 550 Geiß⸗Kaute, darinne iſt der Saame verſchloſſen dem Bock horn faſt aͤhnlich, doch etwas kleiner, es wach⸗ ſet gern an fetten Orthen, an Vaͤchen und ke Waſſer⸗Fluͤſſen, wird auch ſeiner fuͤrtreffl. chen Tugenden wegen in den Luſt⸗Gaͤrten g. zeuget. 9 1 Elgenſchaft Das Kraut iſt warm im 1, und trocken m e und Rugen.: Grad, welches im Junio und Julio g F famlet, und in Apothecken auſbehalten wi, d es iſt ein vortrefflich Gifft⸗Mittel, treibt den Schweiß und den Gifft aus, beſonders den Peſtilentzialiſchen, zertheilt, und gebruu⸗ chet man es meiſt in Petechien und der Pest, in Kinds Blattern, ſchweren Noth, in Schlangen Stich und vor Wuͤrme. Die Qvackſalber in Italten, wenn ſol⸗ che von dem vergiffteten Brand Schlangen, Vipris genannt, etwa beſchaͤdiget werden ver⸗ I laſſen ſich offt mehr auf dleſes Kaut als auf ihren eigenen Thertac; wenn man dees Kraut den Huͤnern zu eſſen glebt, ſo legen ſe bull Ehpek. deſnutete Man bevettet aus dieſem Kraut das dell ö Waſſer, lirte Waſſer, die Conſerva aus den obern k Spitzen, oder den Blumen, und den Syruß, das Waſſer oder deſſen Safft koͤnnen in obge⸗ meldeten Kranckhetten gebrauchet werden, welche nicht genug zu loben ſeyn, man giebt auch den Kindern ein oder zwey Loͤffel voll des l Saffts vor die Würmer und ſchwere Noth/ iſt auch gut für giffiiger Thiere 9 1 1 — E* l 1 f g a 1* 4..* 20 e 1* 5 Taube Neſſel. 551 und Biß, wann man deſſen Safft entweder in einem Trunck giebt, oder an ſtatt eines Pfta⸗ ſters über die Wunde leger. 191. Taube Mal. 5 Galeopfia. 5 c. dafl ch, doche 1 918 0 ſſen, wird auch ſ in en wegen in eg 10 it iſt warm ia L che es im Juno 5 in Apathcnuc trefflich Gen Id den Gift ag liſchen zaun eiſt in pacha Blattern ſchunn zen, Stich mw ckſalber i 10 vergifteten Brau it, etwa beſchlln mehr auf des n Therlat; wann nern zu eſcge tet aus dieſem a! die Conſeria dl den Blumen, ui der deſſen Saft k anckhetten gehuuc jenug zu loben en — Gere todte Neeſſel Geleopfs Todte Neſ⸗ oder Urtica mutua genannt, derer giebt ſel, Geſtalt, ern ein oder kun zweyerley, rothe und weiſſe, vergleichen ſich 5 und die Wörme n mit ihren Blaͤttern der brennenden Neſſel/ ſind ch gut irg 5 kleiner, rings umher zerkerbt, auch etwas Mm 4 weiſſer N* K* 1 R ˙ 8* 4 5 9 2— g* 8 2—. 3 5 2 2 2 — purpurfarbene Blumen ſtehen: die ſtinckende taube Neſſel aber, ar Ae rundtlichte Blaͤtter, roͤthlichte Blumen, und riechet uͤbel, ſie wachſen uͤberall an Zaͤunen, 1 1 Wegen und Hoͤfen, bluͤhen den gantzen Som e Jud mer uͤber. nsch en Eigenſchaft Es hat das Kraut, ſamt den Blumen bun ended küren und Nutzen. allen kauben Neſſeln, mit den Brenn⸗Neſſa et nme einerley Krafft; dienen aͤuſſerlich zu Harten ah eth ſetnan Geſchwulſten, Beulen, boͤſen Geſchwaͤren, hehe unt Kroͤpffen, guͤldenen Ader⸗Geſchwulſt, und Ae Ang Mit. GSicht⸗Schmertzen; taube Neſſeln mit rothen nene gelt Blumen, ſtillen Durchbrüche und rothe Ruhr, eh cd gart mit weiſſen Blumen aber, den weiſſen laß edc kupſct der Weiber, und Saamen⸗Fluͤſſe, ſonderlih 0 Dean gt. wann die Conſerva davon bereitet und gebrau⸗ g eckegk, und du chet wird. 6 at nnch, i l Gallæ. 5 192. G all⸗Aepffel.⸗ be [SA All⸗Aepffel, im Lateintſchen Gallege, ech a0 Derer Orth nannt, ſind der Geſtalt nach eln Excre⸗ eum, und Geſtalt. crementum von einer Hage⸗Eiche, und ſud e 0 dem Ort, Farbe, Geſtalt und ſo mehr nach In dag 6 N unterſchieden. Denn etliche ſind groß oder ich.. klein, etliche ſchwartz oder weiß, etliche nr 1 8 kbar, richt oder glatt, loͤchericht oder ohne Loͤchet, 4 uad, Wie und ſie werden auf den Bergen und auch auf der wo ſolche Ehene gefunden, und wachſen meiſtenthells wachſen. über Nacht.% Nennen Nach Renodæi Meynung ſind die Gal 0 0 wg, de Aepffel gleſchſam raue Kuͤchlein, und Stie⸗ 000 Früchte, D * 8 brennen uc 0 Taube Nest Jlaͤtter, tothlche ſt e wachsen! Höfen, blüht 00 7 ö ö 1 ö 1 Gall Aepffel. 15 , e fung Fruͤchte die neben den wahren an den Eichel⸗ traͤchtigen Baͤumen wachſen, meiſtens des Nachts hervor kommen, wenn die Sonne aus i dem Zwilling gehet. Wann ſie aber hitziger wird, ſo verderben ſie, und bekommen ihre voͤl⸗ lige Groͤſſe nicht. In Boͤhmen und Spa⸗ Kraut, amiug nien wachen ſie haͤuffig an vielen Eichen, an Neſſeln, nutze deren Staͤmmen und duͤnnen Aeſten ſie ſonder ft; dienen fͤſſalh, u Beulen, bi uͤldenen Wer- ig teten; lubeſſſth len Durchbrüchen lumen aber, Mn und Saum gig g aſerva dave pffel, in kunt ſind der Geſaaluh von elner Hage h arbe, Geſſalt ua Denn elch ah ſchwartz oder laß itt, loͤchercht tac if den Berg uc den, und wat 10dæi Mann ſam raue ih Stiel hervor kommen. Der Gall⸗Aepffel Arten ſind, wie oben ſchon erwaͤhnet, unterſchle⸗ den/ unter denen aber vornehmlich zwo zu Be⸗ reitungen der Artzney⸗Miltel und des Leders, auch anderswo mehr, gebrauchet werden. Die eine wird genannt, Omplacitis, iſt Derer Un⸗ klein, runtzlicht, knoſpicht, dicht, und hat kein terſcheid. Loch. Die andere Art glatt, leicht, gelbicht, in⸗ wendig lockerer, und durchgefreſſen, daraus ein kleiner Wurm oder Mucke kriechet. 72. Gal afl. Aus den Eiehen geben Hemeris und Rubor die beſten Gall⸗Aepffel, Hemeris aber ſoll die Eiche ſeyn, die etliche Mydion nennen, de⸗ ren Stamm in die Runde geblaͤttert wird ſich drehet, und mit vielen Aeſten pranget, auch neben den Gall⸗Aepffeln, nicht ungeſchmackte Eſcheln traͤget. KRubor, bey den Lateinern Quercus, traͤgt ſehr viel Gall⸗Aepffel, die ſie uns dem Sommer durch, neben ihren Eicheln reichet. Der andern kleinen rundten Fruͤch⸗ ten, die ohne Stiel mitten auf den Blattern kleben, zu geſchwelgen, dergleichen ſehen wir auch an unſern Eichen, bringet alſo die Eſche nicht nur Eicheln und Aeſte, ſondern auch Mm 5 Mi⸗ Gallium. ſtalt und Orth. i%, ilfe ger! J 7 ger⸗Kraut im Lateiniſchen Gallium n i Eigenſchaft 6 n n b und geutzen. trocknen bis in den zten Grad, adltringinm cin ge Bratt , N fu in Baͤrmuͤtter⸗Ausfaͤllen, und allen ſolchen 150 be Nau Zuſtaͤnden, wo Aadſtringirens vonnoͤthen, Neuß kalen Lacken, Gäche beige, dan gehe gente; dug g che dn 1 n dee vaſch und brauchet ſie zu der ſchwartzen Dinte. echt 1 N 4 deten „ ee Sal genannt, hat eine harte zaſichte Wurhel, 1 Cal l die flattert und kriechet im Grund wie die Ove⸗ 1155 un cken, daraus wachſen rundte duͤnne, bintzigte, at 0 n 10 zarte Stengel, die ſind mit ſchmalen, ſpitzigen, e andi ſchwartzgruͤnen, geſtirnten Blaͤtterlein zu t. rings umher beſetzt, von unten an bis oben auß, nn a gegen den May bringt es viel ſchoͤne gelbe und 0 1 9 walſe Vlämlein diewacſen drauſgehege ef er gedrungen in einander, eines lieblichen Ge⸗ damen ruchs, wann ſie abfallen, folget ein kleiner Funn ln 1 117 ſchwartzer Saame, je zwey Saͤmlein bey ein⸗ ee Serge mche geileres 0 Gall apf, 5a ll. Apffl d n 0 0 0 1 Aepffi 5 in den zen 600 den die lakenhh Koͤrner; man findet es allenthalben auf duͤr⸗ ren. Matten, an den Weinbergen, neden der Straſſe, an Wegen, und in duͤrren, graſigten ö Baum⸗Gaͤrten. urchbrche, ul ſſen Auswaffn ß iſt Das Meger⸗Kraut ſamt den Blumen von getkunchn e gebrauchet man es meiſt aͤuſſerlich in Naſen r- Ausfällen, en, ſie ziehen ue terwellende Shu luten ſomanſeuſt und Eßig zen a e 85 alger, unſ 00 uͤbergeleget loͤſchet den Brand, und heilet ſie zu der ſhuza 3 Migenc Kraut im tent t, hat elne hattet d krlechet im Hub wachſen rundte dünn „die ſind mir inna en, geſtuntn Na eſetzt von unten y beingt is van lu, die wagſall einander, eu lh ſte abfala, f ame, je zwey ena cht gröſſrchle 0 Krebs; ſonſt bedienet man ſich deſſen ſeltſam, 555 Deſſen maͤßig, warm und trocken, ſaͤubert, und Eigenſchaft Nutzen und Bluten, wenn man das Pulver davon in die Gebrauch, badlringimen Naſe blaͤſet, in der Raude⸗„dem Bruſt⸗ ſie auch an d i und wird nur wegen der zuſammen geſetzten Stuͤck aufgehoben. Etliche loben es wider die boͤſe Kraͤtze, damit gebadet, oder mit dem Safft geſchmieret; das Kraut geſtoſſen und was vom Feuer verſehret wird. Etliche brauchen es auch in die Fuß⸗Baͤder, damit die Muͤdigkeit aus den Gliedern zu ziehen, etli⸗ che machen ein Pflaſter daraus, nehmen dar⸗ zu das weiſſe Saͤlblein Unguentum infrigi⸗ dum Galeni genannt, und vermiſchen das Megerkraut rein gepulvert damit, ſtreichens auf ein Tuch und legens auf die ermuͤdeten 7 Glieder; von andern wird es zu den verrencke⸗ ten Gliedern gebrauchet. Die Blumen ſind gut vor verbrannte Glie⸗ der, den Rothlauff/ es wird ſonſt gar ſelt. ſam gebrauchet, koͤmmet nur zum Unguento Martiat. Die Bauren legen das Kraut in dle Mllch daß ſolche davon zuſammen lauffe und gerinne, Meger⸗ 9 DD—. 5 7 ĩðͤvdddſddãdddddũ r 3 a. 1 4„ ** N* 1** 5*„ 122„ eee* Tan Günſt, im Lateiniſchen Geniſta genannt, man nennet es auch Pfriemen⸗Kraut Derer Ge; iſt eine Staude bey dritthalb Ellen hoch, t kalt Dith einem krummen Stamm, an welchem die auſer⸗ liche Rinde gelblicht, die innere aber ſchwaͤtz ⸗ und Zeit. lich, feſt und zaͤhe iſt, man machet daraus gute Boͤgen, aus dem Stamm gehen viel Ruthen, die ſind duͤnn, gerade, gruͤn, weich, am oͤbern Theil ſtachlicht, und inwendig mit weiſſem el, ge enen, d , icke andern rad, 4 f iht wäſſnt o oben gls a cho bruch a de eber und 0 ſoglch, il ber! al, u aper enen es aach f 12 0 f kli ſhul, 0 — — ——— . — — — . 85 125 fig, — — e 8 8 — — — — — —— n Lateiniſchen Gra met es auc pft de bey dritthabeuf Stamm ani lblicht, dena ͤͤhe iſt mami dem Stamnghaon erade, grin na 5 und 5 5 t, anden Rufen, fung der Leber und Miltz, und folglich, in der Waſſerſucht, Ca⸗ tharren, und Zipperlein. Wenn man die lichte Blaͤtter, das gantze Gewaͤchs iſt am Ge⸗ ſchmack bitter, es traͤget viel goldgelbe Blu⸗ men, daraus werden Schoͤttlein, in welchen ein den Wilcken nicht ungleicher Saame waͤchſet, er wird in dem Hertzogthum Florentz in Menge angetroffen, er bluͤhet im Majo und Junio, und iſt mit Luſt anzuſehen, dieſe Blumen ſind den Bienen angenehm, daher pfleget man ſie um die Blenen⸗Stoͤcke zu legen. Die Blu⸗ men ſind gemelniglich gelb, ſeltſam aber weiß. In den Apothecken findet man die Blu- Eigen men und Saamen es iſt gut der Miltz und vor Nutzen und den Grleß, wie auch der Leber, waͤrmet und Gebrauch. trocknet im andern Grad, abſtergirt, treibt den Stein, fuͤhret waͤſſerige Feuchtigkeiten aus, ſo wohl oben als unten und durch den Harn, dahero gebrauchet man es in Verſtopf⸗ des Gekroͤſſes, Blumen in Wein inkundirt und kochet, ſo kan man ſolches auch fuͤr obige Zuſtaͤnde ge⸗ brauchen. 5 Meſues ſchrelbt, daß die Blumen und Mehrere jungen Schoͤßlein eine Natur haben den Eigenſchaf⸗ mm Wuͤ ö 5 1d das ken des Magen zum Wuͤrgen zu noͤthigen, und das Günſts. gantze Gewaͤchs habe eine Krafft damit es dem Leib hefftig bewege, und zertheile dem gro⸗ ben Schleim, fuͤhre auch denſelben aus den auſerſten Gliedern beydes durch Wuͤrgen und Brechen, und auch durch den Stuhlgang, aber gantz beſchwerlich und gebrechlich. 4 15 Etliche Gentiana. und Orth. Deſſen Ge⸗ ſtalt, Zeit Guͤnſt. 5 55 Etliche nehmen die Aſche von dem Pf men⸗Kraut, und machen mit gutem Wen eine kauge daraus welche ſie mit groſſem u tzen den Waſſerſůchtigen, und denen dleſch in gar uͤbeln Zuſtand befinden, zu trincken ge. ben, denn ſie eroͤffnet die Verſtopffung, und treibt das Gewaͤſſer gewaltig durch den Harn muß aber mit Beſcheldenheit gebrauchet w. den, ſonſt ſie leichtlich von wegen ihrer inne- lichen Schaͤrffe die innerlichen Glieder verl⸗ 0 tzen kan. Es wird auch gelobet die Aſche, as VI ein bewaͤhrtes Geheimniß⸗Mittel, wider die Waſſerſucht, mit Wermuth ⸗Saltz vermengen Der Saame verzehret die Kroͤpffe und allg⸗ ley Geſchwulſt, Plinius will, daß er wie Nleſe⸗ wurtz purgiere, ſo man 316. mit Honſg⸗Waſ⸗ ſer einnimmet. Auch ſoll das Pulver in Speiß und Tranck genoſſen, die Kroͤpffe hellen. Ole Wurtzel von dem Guͤnſt, ſoll ein bewaͤhrtes Mittel ſeyn, wider die Peſt. Der Safftdes Pfriemen⸗Krauts mit Ruͤbſen⸗ oder Senf Oehl vermiſchet, iſt ein gewiſſes Mittel wider die Laͤuſe. 8 r — 108. Enzian. Hzian, im Lateiniſchen Gentiana ge⸗ nannt, derer ſind unterſchtedene Arten, allhier aber bleiben wir nur ben der gebraͤuchll⸗ chen Gentiana Alpina majori lutea, ober der groſſen gelben Berg⸗Enzian, die hat eine lange Wurtzel, eines halben Armes— * au endende fa gh ingen, dal ir b,, 9 Zuflaunt, gt Aach. Gi — bmendie e—„„ t, und mata d e raus welcheſt 0„ 8 0. Zuſtand befke ng 0 0 1 5 5 kroöffnet die Nut 9 8 3 dwaſſer gewultiah ü W t Beſchetdehclthn. 5 leichtlich on ung fe die innerlich wird auch gelte s Geheſmnß Nl mit Wermutheh me verzehrt deck ſt, Plinius wil hh re, ſo man zil⸗ th e . Auch ell dap iswellen dicker, auswendie Erd⸗farben, enoſſen die chf 277 im Geruch 8 und am Ge⸗ dem Gun ft 90 ſchmack ſehr bitter; die erſten Blaͤtter ſo ſich wider die eff d auf der Wurtzel ausbreiten, gleichen dem Weg⸗ rats nut due deich, auſſer daß ſie groͤſſer ſeyn, dicker und ein et, iſt in gewſſelk, wenig roͤthlicht ſehen, die andern Blaͤtter ſo an der Mitten und hoͤher ſtehen werden klei⸗ 1 ner und ein wenig zerkerbt der Stengel iſt a rund, glatt, gleichig, hohl, Fingers dick und 105. Etziaſ zweyer Ellen hoch. Die Blumen erſcheinen im Latein ee im Brachmonath bleichgelb, liegen erſtlich in erer ſind Aae Huͤlſen verſchloſſen, dann kriechen ſie heraus ben wir nua und thun ſich auf, und wann ſie abfallen, kom⸗ Alpina maja, men an ihre Statt kleine Haͤfelein, darinne ſte⸗ en Berg/ E cket der duͤnne, breite und laͤnglichte 3 zel, eines ſihok dn n bun 160 Enzian. wie Spreu. Sieiſt in Deutſchland, Italch Franckreich und Burgund ſehr gemein, wach ſet auf hohen Bergen und in feuchten Thale. Eigen, In Apothecken hat man die Würth W ſchaft, weiche im Auguſto und September get J iu hen een e werden. Sie iſt warm im dritten, und true an im 2 Grad, und hat eine Natur zu faba duͤnn zu machen, zu treiben, zu eroͤffnen auch etwas zuſammen zu ziehen. Sie hat die 8 ane 1 genſchaft allem Sauern zu widerſtehen, de r ia, Schleim zu verduͤnnen i nnerliche Verſtopf a 0 1 fungenzů eroͤffnen, Wuͤrmer zu toͤdteh, an unt und das ſcharffe, ſaure verſaltene Geb lich bn hu zu reinigen. Es wird allein dieſe Wurz ö e aan, de fuͤr die beſte gehalten, ſo auswendig gelb ne fest 0 Wie deren Buchsbaum, inwendig wie Saffran, am e bc, Nun Guͤte zu ſchmack gar bitter, hart, ein wenig runtzlicht baadſhtepren erkennen. und ſchwerlich zu zerbrechen iſt, alſo blebt ſe e uchi 0.. 5 4. —.— 5 Jahr gut. dd m auß mu Man gebrauchet ſie in der Peſt, iſt ein 1 e du an wal'iges Mittel wider die Faͤulung, undes Au 5 Gifftes Tod, wider die Peſt iſt es ein he 00 chf waͤhrt Mittel, daß es nicht allein die Men 10 bh che ſchen, ſondern auch das Vieh friſch und geſun e apf erhalt, auch die verlohrne Geſundheit wie, rasch der bringet. Sie dienet auch wider ande. gifftige Kranckheit, und Thierbiß, lupe (deswegen wird ſie auch zum Therlac ge⸗ Uchangnt than) in Verſtopffung der geber und aue Wil, Waſſerſuche Aufſteigen der g, rab he Mutter, Magens Schwach hein außlche Nei — 0 ch 8 Nn 4 a. ä 1 En ö Oieiſtin 1—— N— 3 uud Sn und Schmertzen, Colle, Fieber, Durch⸗ 1 Vergenun lauf/ und wider die Wuͤrmer. Sie raͤumet othecken hn auch dle Bruſt, von zaͤhem Schleim und Ko⸗ luguſto mn uh der, ſtillet den Huſten, und benimmet dat * Ehe Keuchen, hat auch Krafft das geronnene Blut 1 W zu zerthellen, den Harn und Monat Reini⸗ 0 Va aeg h gung zu beſoͤrdern, ſie reiniget auch die Mut⸗ eu zu abe eh ker nach der Geburt. umen zu jſche eh Mit dieſer Wurtzel halten die Wund⸗Artzte allem Sauttrung die Wunden rein und offen, legen auch davon u berdlumen ima in dle Fontanellen. eröffnen im Der gemelne Bauers ⸗Mann weiß bald von Baurene affe, ſaun, dach keinem beſſern Theriac und Magen⸗Artzney, als Theriac. n. Es wid al eben von der Entzian, denn ſo er eine inner⸗ gehalten, e gu liche Kranckheit von Kaͤlte ſpuͤret, gebrauchet n inwendigußteeh er die Enzian, Callmus oder Imber, daher bitter, hatt, ang einiger Landſchreyer ihren Theriac nur von En⸗ ich zu zerbrechenſſohletan, Lorbeer, und Hollunder zubereiten. Wi⸗ . der die Wuͤrm muß man das Pulver von der rauchet steh h Wurtzel mit Zucker vermiſchen und eingeben. krtelmderde Von dieſer Wurtzel sj. mit welſſem Weln 0 11 genommen, iſt gut fuͤr das taͤgliche und 4. kaͤ⸗ * 115 gige Fieber, wider ſchweren Athem und Keu⸗ tel daß ehe chen öffnet verſtopffte zeber und Miltz, ſchwan⸗ nauch das d fi gere Weiber ſollen ſich ſuͤr der Enzlan⸗Wurtzel h die verlohmme a. Sie bianca Das Waſſer dieſes Krauts iſt in den drey⸗ Das geftil- Franckhet, i 0 taͤgigen Fiebern gut, verzehret den Schleim urea vird ſſe auch zun 1 im Magen eroͤffnet die Verſtopffung der Le⸗ und deen er ſtopffung hei aſſerſucht, e Hagens 0 8 ber und Mils, trelbt den Harn, beſoͤrdert die monathliche Reinigung/ widerſtehet dem Gifft, 3 Schlangen ⸗Biß, 5 3 5 Scor⸗ Gebr rr a 1 0 8 1*. 4 Scorpion Stich, und dem Biß wuͤten der Funde; Iſt ſehr gut zur Zeit der Peſt ſtillet Seitenſtich, zerthellt geronnm Blut, thut auch gut denen die hoch ge⸗ fallen; Aeuſſerlich iſt es gut fuͤr lecken des Angeſichts, heilet und reiniget auh faule Schaͤden, die Wurtzel iſt ſehr bl, wird daher in Febr. malignis geruͤhmt ß Schweiß zu treiben, daher es in Theriac deß Diateſſeron genannt wird, In viertaͤgigen Fiebern dienet deſſen Pulver an Statt der Chinæ Chinæ, ſie mildert die wilde Saane 8 des Magens, thut diß fals in der Colig Sten und Mutter⸗Beſchwerde mit Wein ge, ſen, gute Huͤlffe. Syrupß. Den Spyrup gebrauchet man auch in 4. 5 taͤgigen und unterlaſſenen Flebern, in dem men 1 ſelben, ehe das Fieber kommt/ von 3. ad 5j. obe 0 5 17 Div. glücklich gebrauchet. be ich Extracł. Der Extract mit Wein⸗Brandwein, wiber n 0 N ſtrebet nicht allein gewaltig dem Gifft, ſon⸗ ane dern lelſtet auch in allen oberzehlten Leibs /G 1 half brechen groſſe Huͤlffe. 1 0 fe e Ech — Oeranium 196. Storch⸗Schnabel. e rtia- 5 5. 4 M ſchteg ke 3 Torch Schnabel auch Ruprechte g Deſſen Ge, Kraut im Lateiniſchen Geranium gan ſtalt, Zeit bertianum genannt, des Gerani giebt es u Jgpecheck und Ort, kerſchledene Arten, wir bleiben aber + ung an e in l l 1 Storch · Schnabel. 563 chts heller 11 — 1 in F eil mains u trelben ce b genannt I ſenct deſſen Pang inæ, ſie milbat y 8, thut dipſal uur 6e Beha ulffe. 5yrup gebtucm 0 c. 5 — bey oben benenntem, 0 auch in Arothecken cb gebraut Gratia Dei, Gicht⸗Kraut, Gottes ⸗Gna⸗ admit We dn de genannt wird. Das Kraut hat an Ge⸗ ö 1. flalt harige und aͤſtige Staͤngel, bey einer El⸗ t allein gewaltin zen hoch, mit rauhen roͤthlichten Blaͤttern, es auch nalen e kraͤget auch 1 aͤtterige gefaͤrbte Blumen, ſſe hülfft worauf geſpitzte Schnaͤbel erſcheinen, daran — der Saame haͤnget. Er waͤchſet an alten ein⸗ gefallenen Mauren, abgehauenen hohlen Baͤu⸗ 5.„Snhen men an ſchattichten, kuͤhlen und ee 0 ten, blähet im Aprill, Majo, Junio und Ju lor h⸗ Scha. wird im Aprill geſammlet. 5 n n In den Apothecken! hat man die Blaͤt⸗e Dererelz genannt, 1% ker) die ſind maͤßig warm und kalt, und krock⸗ Neat 5 l Atte, Rnen Kelinde, warm im rode 35 Grad, Gebrauch e 58 e — 564 Storch ⸗Schnabel. 4 guche — es adſtringirt in etwas, extergirt, reid t f ul kg ele Aceh 100 man es mit Saltz und Eßig denen Fuß ⸗ S len uͤberſchlaͤgt in Hitze der Fieber, wan brauchet es auch in Schrunden der Bei l a ut Waͤrtzgen, und zu Zerthellung der Mich aſpunn ingleichen dienet es zu den Geſchwulſſeh dug ds ge der Fuͤſſe, geſtoſſen und daruͤber gelegt, Ea dee a de treibt auch den Harn, Grieß und Sutz gut; aus, und oͤffnet die Harn⸗Gaͤnge; aͤuſßelch daglede, un iſt es ein heilſames Mittel zu der Braͤume du, Ein wenn man damit den Schleim aus Qufttin dale ut. dr Kern ziehet, und die Zung offt damit heut kottaaddehen chet, und iſt ſehr nutz zu den Geſchwaͤrlein un Man⸗ Ei Blaͤtterlein des Mundes ſo man A phthesgeh nm) ln net, auf das Rothlauf geleget, verthelt eh la, an bar dieſelbe, das Pulver davon iſt ſonderlch h an gk, g den zerbrochenen Beinen gut, dieſelbe woe ats, deut zuſammen zu bringen. 1 E, Ga, Das deli. Das deſtillirte Waſſer aus dem ganteh 5 Waß Gewaͤchs, ſo am Ende des Aprillen gau—.—.— 125 let wird, ſo man 51. ad Sij. davon nuͤchern 1580 trincket, zertheilet es das geronnene Blu 8 b im Lelbe, treibt den Harn, fuͤhret Grieß g het Sand und Nierenſtein aus, iſt eine ge Aunlun gag wiſſe Artzney wider die Braͤune, und groſſ ben„luwe Sitze des Mundes in Fiebern. So hl e dug; Zunge von Hitze aufgeriſſen und voller S Weihen 8 n Storch gh it in—— nene Blu den waͤre, ſoll man einen Schleim von Qult⸗ n oder ite en Kenne machen, der mit Storch⸗ unden v„ e e aufgeloͤſet iſt, und mit unden range streichen es loͤſchet wohl und heilet; zu der ts in allen nf Nund⸗ Saͤule iſt dieſes Waſſer auch gut, den 8 dem gund offt damit geſaubert; auch in dieſem lägt in Fig dagt Waſſer leinene Tuͤchletn genetzt, und laulicht auchin Schuußäbergeleget, hellet und reiniget alle Schaͤdl⸗ n, und zu gala gung und Verſehrung an heimlichen Orten. dienet es zu uc Die Wurtzel des Gerani ruberoſi ſſt gut Wuͤrckung „ geſtoſſen undlußh vor Aufbloͤhen und Geſchwulſt der Mutter, der ubrigen den Harn, Giſund Schwindſucht; das Kraut des GeraniCGeſchlechte Gerani. offnet dle Harn y Moſchati gekochet, und davon getruncken, ſtil. hellſames Miͤlpß let das Bluten. Es erwaͤrmet, zertheilet und damit den Schtnoſtaͤrcket die Mutter. Das Kraut von Ger. Mon- tt, und die gun iſltan. gekocht, und davon getruncken, treibt Harn ſtſchr nußzudacund Nieren ⸗ Stein, Geron. Hæmatodes n des Munde nn(Blutwurtz) iſt in mſchlaͤgen gut, das Blut 16 Nothlauf ii zu ſtllen und vor der Schlangen und Otter⸗ as Pulbet un Biß, und Gifft. Das Kraut von Geran. wann Columbino, dienet aäuſſerlich und innerlich — lor den Sten, Gricß und Berſtopffung des jalillrte wiſte Harus. e ſo am Ende be 3 ſo man 5. M 0 reibt den chan nd Nierenſtihe Mundes dh len Neben⸗Schoͤßlein, welche ſich auf der Erde ige auſtelſan Nn z unter Storch⸗Schnabel. 565 eiuer Feder⸗Kiel offt die Schrunden damit be⸗ 197. Suͤß⸗Holtz. SGlycyrrhi- erthelltt es 120 Süße Zolls in Lateiniſchen Glycyrrhiza, Deſſen 7 Liquiritium genannt, hat auswendig Geſtalt, eine Erd⸗ braune, inwendig aber eine gelbe Zeit und ey wider die Bau Farbe, iſt eine Fingers⸗dicke Wurtzel mit vie⸗ Ort. FVTVbVbCbVCCCCCCCCCVVVVVVTVTTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTXTXTXT+TT—T—T—T—TT—T+T+T+TT+T+T+T+TT—TTTTTTTTWWWWw 8 2 5————.—— c JJ 55 Eigens ſchafft und ſem Gewächs allein die Wurtzel, entwebte 0 e auch N gzen und Stengel und Laub aber verderben alle Jah zu uns gebracht wird. bat us tern einge lo n, oder e hat S olen in geſchloſſen, oder ſie hat Sche pd he unter weng Grund ausbreitet, wie des dun cken⸗Graß. Iſt an e 0 keuet, hat es anfangs einen ſuͤſſen, am En a i aber erwas bitterlichen Geſchmock, hält ſch ae wann es an einem Ort llegẽt, da es nicht b ee meln kan, 2. Jahr lang in feiner Krafft e d, 17 aus der Wurtzel ausgeſtoſſene Reißlein We ſolche ſchlecht holtzige Gaͤrtlein, m b ſchwäl alt gruͤnem Laub bewachſen, welches ſo es ng ib, 4d jung iſt, gleich als ob es fett waͤre anzug en. ſen: gegen dem Julio kommen zwi ſſchen dam auth fh Laub und Staͤngeln. Blumen ul ſtpagt l her vor, ſo dieſe abfallen, zeigen ſich kleine rauhe aufe ea wech Schoͤttlein, und ſind in iedwedem zwey ont, a drey, breite harte Koͤrnlein, wie Linſen. Dae dechwaddelt uch aget wat mit einander, dahero jahrlich aus der Muße ae neue Stengel aufwachſen muͤſſen, und wo daß dar 10 1 Suͤß⸗Holtz elnmahl eingewurtzelt, da ſſt e le, f ſchwer wieder auszureſter. Doch aber, vg daher an ef vlel Kuͤhe⸗ und Pferde⸗Miſt lieget, w e e lange bleiben. Es wird gefunden fehr hal, wr ſig in Itallen, allwo es von ihm ſelbſt wächst u hg tenper in Hiſpanten aber waͤchſet es noch haue glue Es waͤchſer aber auch haͤuftg in Teutſchland n an cih, beſonders um Bamberg von dar es in Münze ig aueh 5 1e. bebte In den Apothecken hat man bon c cee 666 Suͤß⸗Holtz. bee eee cer, —— conchinatæ, in welcher der Saame in Hu* it mit st Sͤͤß Holtz. 367 Grund duch 1 3 Iſt bft welcher der Saame enthalten iſt, die letztere Gebrauch haber ſſt bey uns am gebraͤuchlichſten. des Suͤß⸗ bitterlichen geh DPi.ieſe Wurtzel iſt maͤßig warm und kalt, Holtzes. einem On 10 10 und darneben f eucht, lindert, erweichet, und die⸗ Jahr l 0 ö net dle ſaltzige Schaͤrffe des Seri im Geblüt zu uttzel aufg tempetiren, es loͤſet auf allen Schleim und al⸗ it batzge bu le Schaͤrffe und ſaltzige Feuchtigkelten der b brach 0 Kehle, es verſüſſet Bruſt und Nieren, und auh le c a0 treibt Grieß Sand und Schleim durch dem dul den Harn. Es wird das Suͤß⸗Holtz für al⸗ 1 amn len andern Sachen, ſeiner Suͤſſe wegen geruͤh⸗ Slaͤngein krunah met, well ſie ſo leicht nicht efferveſeirt; Dan⸗ ese abfallen gehnfth nenhero ſie denen, welchen ſuͤſſe Sachen ſchaͤd⸗ und fd u ku lich ſeyn, als bey Hypochondriacis, Mut⸗ harte Kommen puh ter⸗Beſchwerde leidenden, und dergleichen, id Land aber wah wohl zuſchlaͤget, wann man ſolche Wurtzel in r, bahero ſahrihn Decoctis gebrauchen will, muß ſolche nur zu⸗ el aufwachſen nit letzt darzu gethan werden, ſonſt verllehret ſie Anmahl egg ihre Suͤßigkeit. Es uͤberterifft dieſe Wurtzel er guszurelte, I keine andere, an Krafft feucht zu machen, ſie zer⸗ md pferde Mil theilt und eroͤffnet, iſt auch wegen ihrer Suͤſ⸗ n. Es wird at igkeit unſerer Natur zugethan und verwandk, n allo eo hella ist warm, doch temperate und feucht, hat dar⸗ ober wütet bey auch eine zuſammenztehende Krafft, dlenet fer auch füße vor dunge und Grieß, lindert die Schaͤrffe, n Bomba l rauhen Halß erweichet auch der Kinder harte eg Bauche und gebrauchet man ſolche in trock⸗ 7 och 40 b. und Schaͤrffe des e eie Harns. i 8 allen 15. Wenn eiuer mit ſcharffem Huſten ange⸗ fe 1 10 geiffen wird, dienet das Suͤß⸗Holtz auch kraͤff⸗ oſſen, b 5 lglich in folgendem 5 Bruſt⸗ Nu 4 4 56g Suͤß⸗ Holtz. Gruft. Bruſt⸗Tranck. Tranck. e. Suͤß⸗Holtz, geſchabet, Feigen ſo friſch, Kleine Roſinen, aa. 3. Roth und ſchwartze Bruſtbeer 45% b 0 Zerſchneide alles, binde es in ein Tuͤchleh ö laß es ſo lange ein Ey ſiedet, in 2. Maß Anieß und Fenchel aa. 3]. Waſſer kochen, und davon nach Belſeheh krincken. Rec. Gerſte, ſo rohe iſt, Mj. Kleine Roſinen, 5. Suͤß⸗Holtz, zij. Anieß und Fenchel, aa. 3. Mache alles in ein Bindeleln, und kocht ez wle obenſtehendes. Munde zergehen la en. SGeſchabetes Suͤßholtz Zij. Anden Bluͤche, My in einen Schoppen guten wa ſen Wein geſotten, durchſeihet, ae warm damit gegurgelt ſtillet das Zahnwenn a det lle, e ch ch, Durſtlö⸗ Man bereltet auch damit ein Gerſiaß, ah lum Tran Waſſer den Durſt zu loͤſchen ald. ffſß — 10 Du ecke Gref untl, bd amen Lanlhum 6 4 6 l nden Apothecken wird aus dem Eiß he Holtz ein Syrup, und die Trochiſci becchiei nigri bereitet, ſolche ſind gut wider rauhe Saͤlſe, Duͤrre des Mundes, Heiſerket, Huſten, Magenbrennen, Seitenſten chen, Verſehrung der Blaſe, und hitzigen brennenden Harn. Von dem Safft kan man nach Belieben einen Loͤffel voll ne die Kuͤchlein aber im ach fl bfg % fun be lc y. woc, gare nl, 1 bc e d L sien fate ſrſir gel die e i wen Aan — — 1 0 0 Süß z Bru zuß⸗ Holz g ichen deff leine Roſun, 10 ſoth und chu nieß und dla de alles, lage ſo lange ene er kochen, unde en. reſtet auch dae n Durſt zu loch zerſte, ſoroheſſ, leine Rosen, 5 daß. hab lnieß und Fete les in eln Bude endes. Apothecken nia ytup, und die Tuch et, ſolche su zu üörre des Mun Magen brenne ſehrung der Jh en Harn. Ua Belteben einen fit aber im Max abetes Siſhih, . in einen Stel ſotten, durchcle gegutfelhſae db Guecken⸗Graß. 5690 In Summa es iſt das Suͤß⸗Holtz eine gu⸗ 1 te Artznen der Bruſt, Lunge, Magen Le⸗ ber, Nieren und Blaſe; Der Btuſt und Lunge in dem Keuchen, Engbruͤſtigkeit, Seitenſtich, Entzuͤndung der Lunge, Schwindſucht, Heiſſerkeit und Rauhe der Kehlen. Denn es zertheilt, machet ih duͤnn, reiniget, mildert und befeuchtet, iſt gut un ſuͤr den Magen, weil es ſaͤnfftiglich erwaͤr⸗ met, denſelben ſtaͤrcket, und die Daͤuung beſoͤr⸗ dert, denn es hat eine gelinde zuſammenzle⸗ hende Krafft an ſich. 1 198. Quecken⸗Graß. uecken⸗Graß im Latelniſchen Gramen alt Un Q genannt, bedeutet in den Apothecken 1 5 1 Gramen Caninum oder Sunds⸗Graß, denn Zeit und Gramen, es giebt das Graſes ſo mancherley Gattung, Ort. daß es auch den fuͤrtrefflichſten Botanicis viel zu ſchaffen giebt, alle ſolche Arten auseinan⸗ der zu leſen, von dem wir aber allhier ſagen, das ſchlechthin von Dioſcoride Gramen ge⸗ nannt worden, hat elne lange knot⸗ und glei. chete Wurtzel, mit vielen anhängenden Fa⸗ ſan, kriechet hin und her, doch nicht ſo tleff in die Erde, ſtoͤſſet von ledem Gleich ein beſon⸗ der Stoͤcklein herfuͤr, und naͤhret ſich ſelber mit der Wurtzel, die Blaͤtter ſind lang, hart, ſpitzig, und ein wenkg breit, wle die kleinen 5 Rohr⸗Blaͤtter anzuſehen, die Staͤngel ſtehen und faſt zwey Spannen hoch, n 1 Duͤn⸗ Nu 5 Guecken⸗Graß. * duͤnne, wie die Stroh⸗Halmen, mit drey ober vier Gleichen. Am obern Theil bringen ſie ausgeſpreſtete Aehren, darinnen waͤchſet eln einen ſuͤßlichten Geſchmack, mit elner Zuſam⸗ menzitehung und kleinen Schaͤrffe, es waͤchſel hin und wieder auf den graſigen Feldern, und Aeckern. 5 1 Die Wurtzel dieſes Graſes iſt kalt und ktocken im 1. Grad, das Kraut maͤßlg„ un 1 755 in kleiner Saame, das Kraut und Wurtzel haben * 9 0 8 4 5 8 . , in eau B. chen e gi Latinum aſſelchurde g e c ahnehe lend fisch d ai der! en bältbet d a un kan wan 15 dende 1 8 cd n Be 1 n ee ch Fuß de l engch vi n n gen g Ao iner eee, m att Beum lter Malusg ch en, Val, pub! . — — 9 N 9 — * 4 — — — ö eng man — Qucdenc 5 g — 5 Guecken⸗Graß. 571 und feucht, kalt im 1. Grad, eroͤffnet, ziehet etwas zuſammen treiben den Harn, und % dienen verſtopffter Leber, Milt und 0 Harngaͤngen, Blaſen und Mutter, Blutſveyen, diebeꝛn, Petetſchen, Duꝛch⸗ bruͤchen, Miltzſucht, Scharbock,Wuͤr⸗ N men, Stein und Colick. 1 LAeuſſerlich vor das Hauptwehe/Ent⸗ zündung der Augen⸗Fluͤſſe, ſchwuͤrige Ohren, Sahnwehe, Podageriſche Ge⸗ ſchwulſt und friſche Wunden. Das aus der Wurtzel gebrannte Wa ſſer beſoͤrdert den Harn, bricht den N Stein, und kan mau in folchen die gegen die Wuͤrme dienende Artzneyen eingeben. Es ſtillet auch den Blut⸗Fluß, und wird ſonſt zu den Artzneyen viel gebrauchet, es ſtillet den Bauch⸗Fluß der Kinder. 8 le Stroh⸗ Ham 81 1 0 K. 1 199. Granat⸗Baum. Granata. me das Ku o Ranat Baum, im Latelniſchen Grana- Deſſen Ger ten Geſchwac ü ta, oder Malus Punica genannt, an Ge- ſtalt, Groͤſt und klauen Staß, ſtalt vergleichet ſich dieſer Baum, den Oel⸗oder ſe⸗ Zeit und der auf den fn Muoͤrthen⸗Blaͤttern, die hangen an den ro. Ort. n then Stlehlen, ſind ſchmal, dick, gleiſſend, rtzel dieſes Ge ſaat⸗grün, wenn man ſie zerreibet, ſo 9 ſie ö 5 ee Grad, dal an g Deſſen Eigen⸗ ſchafft und Nutzen. 572 Unter ſcheid in der Gra⸗ nat ⸗ Frucht. enn etliche ſind ſüſſe, etliche gantz ſauer, ellche nach Gelegenheit SGSrtanat⸗Baum. einen ſcharffen unlteblichen Geruch von sech Der Baum waͤchſt nicht hoch, die Aeſte laſſen ſich blegen und ſind ſtachlicht, die zelb⸗farhene fuͤuffblaͤttrige Blumen ſtehen offen, wie dle Koͤrblein, mit einem geſtirnten Rande, daraus ſchieſſen zarte Purpur⸗rothe Blaͤttlein wie in den Klapp⸗Roſen, in der Mitte mit kleinen Faden und Knoͤpfflein. Nach dieſer Blume erſchelnen groſſe rundte Aepffel, die ſind aus, wendig mit einer roͤthlichten dicken harten, ſe⸗ doch zerbruͤchigen holtzigen Haut umgeben, inwendig gelb, mit vielen roͤthlichten, eckichten, ſafftigen, harten Kernen beſetzt, dahero ſie den Nahmen bekommen, werden auch Punica ge⸗ nannt, die aͤuſſere Rinde dieſes Baums iſt Aſchen⸗Farbe, das Holtz aber gelb. Die Granat ⸗Aepffel werden dem Gi ſchmnack nach in drey Geſchlechte unterſchleden, ſind eine mittlere Art und weinſaͤuerlicht. Man findet den Granat ⸗Apffel ⸗Baum in groſſer Menge in Italien, Hiſpanten und et⸗ lichen Provintzen in Frauckrelch, er wird auch in Teutſchland in fuͤrnehmer Herren Gaͤrten unterhalten, bluͤhet und traͤget ſeine Fruͤchle er waͤchſet.. In den Apothecken hat man die ſaͤſſe und ſaure, auch ſaͤuerlichte die einen we- nichten Geſchmack haben; Dann auch die Blute vom wilden Granat⸗Baum, die man Balauſtia nennet, tem die Schalen, me der Natur des Ortes allo ben er dies 0 unk f alle ng, e geh fut rügt, f f 1 1 ö 4 0 — . Aach fene ö ae 0 end fenen cheß kuht u Iſenrlcht, z feat, ae fſtörcen cher g n Ohm A graut. enfloſſenden naher nr then in Mahr Muc. de Bithe, h ſcbenglic e uche e 11 nd ſind ſtachſch 0 e Blumen i t einem getngle Ppurprrauch de Roſen, in da, k Mn auch dienlich, ſie werden meiſtenthells in Gal⸗ Knoͤpffleſn. Nut roſſe rundte uff einer roͤchlicin n bigen holziga gal ib, mit vielutiſhn ten Kernen ech l kommen, waren auſſere Rinde et e, das Holzart znat⸗Aepffil vun Gra nat den 10 tn ich U— waͤchſt nidt fh 155 n drey Geſchleh ſindſüͤſſe, ellchegulß ittlere Att und un den Granat Aft enge in Italle ße ntzen in Ftauckuch id in fürnehmm am blüͤhet und mitt ahelt der Nur la Apothecken n auch lune hwack habn; wilden Gun e nel, nd 0 Darm ausfallen, darum zerſtoſſen auch ei liche Granat⸗Baum. 773 * de Korner. Die Aepffel ſollen insgemein einen guten Safft bey ſich haben, der ſehr wohl fuͤr den Magen dienet, doch geben ſolche wenig Nahrung, die ſuͤſſen brauchet man in langwierlgem Huſten. Die ſauren ſennd kalt, adſtringiren, und ſeynd dem Magen len⸗Siebern, der Gonorrhoͤa, wider unor⸗ dentlich Geluͤſten der Schwangern und Mundfaͤule gebrauchet, ſind auch gut in der Rothen ⸗Ruhr, und ſtaͤrcken das Hertz. Die ſauerlicht⸗ſuͤſſon, Granaten Gra- nata Muza genannt, haben eine Mittel⸗Na⸗ tur zwiſchen Suͤß und Sauer, kuͤhlen in et⸗ was ſtaͤrcken Hertz und Haupt und werden meiſtens in Ghnmachten und Schwin⸗ del gebraucht. Man bereitet auch daraus einen flieſſenden Safft, und aus dem Safft wieder einen Syrup der in der Cardialgie, dem Erbrechen und Huſten, ſo zu reden ein ſonderbares Mittel iſt. 8 Die Bluͤthe, ſo wohl Balauſtia, als auch Cytini, haben gleiche Natur, ſein irdiſch, ad⸗ ſtringiren, machen dick, kuͤhlen, trocknen, da⸗ hero brauchet man ſie die Balauſt ia in aller⸗ hand Fluͤſſen. Z. E. in der Diarrhoæa, der Rothen ⸗Kuhr, dem Mutter ⸗ Fluß, in Bluten der Wunden, wo das Ja hn⸗ Sleiſch allzu lucker iſt, und in Bruͤchen: auch dieſe Bluͤthe unter bequeme Pflaſter ver⸗ miſchet, dienet wider die Bruͤche, allw; dle die 574 Granat⸗Baum. die Blumen zu Pulver, kochen es in Regen, Waſſer, bis es dicke wird wie ein Pflaſter, le gen es warm uͤber, wird aber kraͤffunger, wann geſtoſſene Gall⸗Aepffel noch dazu kommen, 5 Wlder die Mund⸗Faͤule hat man folgend Mund⸗ ä Mund⸗Waſſer. Waſſer wis Rec, Granat⸗Bluͤthe, der Mund⸗ Gallus, Faule. Cyper⸗Nuß, aa. 5. Roſen, „„ Butzen, aa. 3ij. Eichen⸗Huͤlſen, Iß. Zerſtoß alles grob, ſied es in Waſſer, wasche den Mund damit. Die Rinde, Cortex ſeu putamen mali pu- Gebrauch niei, hat faſt gleiche Wuͤrckung mit der Bla, der Rinde. the; wird den Kindern mit ein wenig gebraut tem Hirſchhorn wider die Bauch⸗Wuͤrme is gun and eit bn Trincken geleget, etliche kochen zu dem Ende gedachte Rinde in Wein und Waſſer, und ge⸗ ben von der abgeſottenen Bruͤhe den Kindern zu trincken, ſo haben die Granaten die Elgeg⸗ ſchafft, und Natur, ſonderlich die Wuͤrme zu toͤdten und auszutreiben, wann man auch Pulver von dieſer Rinde machet, und in alte Geſchwaͤr ſtreuet, heilet es dieſelbe. Granaten · Scha len und Bluͤthe zun ſtoſſen, in Wein⸗Eßig geſotten, ein Tuͤchlein darein genetzt/ und uͤbergeleget, iſt gut wider Aufſtoſſen des Magens, man kan auch Maſiſt ch darzu thun, ſo wird es deſto beſſe. Eine gantze Granate ausgehoͤhle, 1 Gent 1 1 uh b erce 1 ſabchagen ep n puer bel le gegen, f 5— —— 1 —— — 9* buen N Böflaiße e d g as den sah gc, gra Huch, ener eber der face undda Tauweer R cg uten fen eich E N lch de Ahn e ahn Iiern, de en und i ah ahn Hranat. Blut Ballus, pper⸗Nuß, a4 Roſen, Büch ag ichen⸗Hülſen z Mes grob sch Nund damſt, ide, Corter ſeupum ſt glaͤche Wutugg in Kindern mitem orn wider de But eget, etliche kahn nde in Wein u abgtſottenen Mae ſo haben die Bun Natur, sonal ind auezuttebe ua dieſer Rinde walz ſireuet, heletchleh en Schalen Bein- Eßig g t. und übegr/ Ohnmachten und Mattigkeiten deſſel⸗ ben. Man kan ſhn aber mit Saurampfer⸗oder Vorragen⸗Waſſer vermiſchen und eintrincken, 0 5 Magens, fn wird eo bſolſt, ze Grange Gra nat y zu Pulver n es dicke wird yy e 0 1 5 ber, bent 160 dall Aepfft 00 Hund. Jule Mund Wutz ſig darein, 2. Stunde Granat, Baum. ehen laſſen Coloquin- ten 3j. darzu gethan, geſotten und ausgedruckt, und mit dieſer warmen Bruͤhe den Mund aus⸗ geſpuͤhlet, auch auf die Zaͤhne gehalten, mil⸗ dert oje Wehetagen, und befeſtiget die wack⸗ lenden Zaͤhne. 8 Dieſes Pulver mit Roͤmiſchen Vitriol und Allaun⸗Pulver vermiſchet, davon etwas in die Naſe geblaſen, ſtillet das Bluten, auch auf die Wunden geſteeuet, thut es auch. Die Boͤrnlein aus den Granaten, ſind Gebrauch 575 auch kalter und zuſammenziehender Natur, des Saa⸗ ſolche aus den ſauren Granaten in der men Sonne getrocknet, klein zerſtoſſen, und in dle Speiſe geſtreuet oder damit geſotten, ſtopffen die Bauchfluͤſſe, wie Dioſcorides meldet, dle Kernen oder dero Pulver in Regen⸗Waſſer geweichet, und davon getruncken bekommt de⸗ nen gut und eurirt ſie, ſo Blut ſpeyen. In das Waſſer geſeſſen, darinne die Kernen geſot⸗ ten, iſt gut wider Rothe Ruhr, und unmaͤſ⸗ ſigen Welber⸗Fluß. 8 Den flieſſenden Safft, der aus den Der Safft Granat⸗Aepffeln gepreſt wird, kan man aus den 9 zu den innerlichen Schwachheiten des Ma⸗ Granaten. gens der Leber, des Hertzens und allen an⸗ dern Gliedmaſſen gebrauchen, wird aber ſon⸗ derlich hoch geruͤhmet in den peſtilentiali⸗ ſchen Fiebern, denn er widerſtehet allen und 576 SGusjacum. und alſo gebrauchet, pet er den Durſt, lin abnchnt dert dle Hitze, und den hitzigen Magen, u d daͤmpffet die Galle, und ſtaͤrckt das Hertz; t So man in dteſen Wein geroͤſtet Brodt ein tuncket, iſt er denen gut, die unten und oben oe ich Galle von ſich ſchuͤtten; Etliche pflegen zu, n vor ein glyend Eyſen darinn abzuloͤſchen und 1 5 ihn alsdann zu gebrauchen, auf ſolche Art eich np ſhe auch dienlich wleder de Rothe Ruhr Guajacum, 200. Guajacum. a f 4 9 Lignum Ben Ag, deR Sanctum. Mick dg 1 derum age ſch h a dien he s Bun eee 0 c degn fn e 11„ U fag n , de Deſſen Ge⸗ Nie ſtalt, Land⸗ 8 2 Holtz, Heilig⸗ Goltz in e ſchafftund(Veateiniſchen Gusjacuin genannt, wird auh ache Unterſcheih. Lateiniſchen Guajacum genannt, N. N f . - brauchet, 3 Ze, und den* ie Galle, Inö n dieſen Win er denen u ſich ſcuüum i hend Eyſen dan in zu gebrauchen ich w Stangoſen· Solz. Lignum Sanctum geheiſſen ſihh ſen Holtz aus Weſt⸗J ah wird, und iſt noch unbekannt, gut um Baͤumen ſolches Holtz zu uns in mer; er waͤchſet in unterſchlede 9 ſchen Inſuln, iſt in der Groͤ leder die Nhe von was ſuͤr Europa kom⸗ nen Indlanl⸗ ſſe eines Nuß⸗ und dicker als ein Menſch, ſeine Blaͤter vergleichen ſich faſt dem Wegreich, uur daß ſie kuͤrtzer ſeyn, es traͤget gelb⸗farbigte zoo. Cuafan, Blumen, ſo gelblicht ſehen, und rauch⸗farbigte Nuͤſſe, ſo man dieſelben iſſet, bewegen ſie zum Stuhlgang, die Rinde an den alten Baͤumen i itt ſchwaͤrtzlicht, und an den jungen weißlicht, NN ſehr hart, und eines halben Fingers dick, wel⸗ che wegen hier gummichten Fettigkeit von dem grünen Holtz ſich ſchwer abſchelden laͤſt, aber von dem duͤrren Holtz bald herab faͤlt: Es ſeond dieſes Baums zweyerley Geſchlecht, et, nes wird Gusjacum, das andere aber Lignum Lanctum genannt. Es bedeuten aber beyde bey den Autoren einerley. Das friſche, ſchwere, ſofftige Holg, dag a gluͤenden Kohlen rauchet, wehlen, und davon findet Schrweiß ſehr, rein iget das Gebluͤr, wieder feehet der Faͤulung, und gebrauchet man es in Zipperlein, der Waſſer⸗Sucht, in Catharren Udandern Kranckhelten die von dem Phleg⸗ mate und tartarſſchem Schleim oder Winden ene herruͤhren, beſonders aber hellet ſolches die uf Deſſen Ei iſt vor andern zu er⸗ genſchaffk, Kutzen und 0 man in Apothecken 0 das Holtz, die Rinde und Gummi. Das Holtz Gebrauch, waͤrmet und trocknet, treibt den Harn und il. . „„ „ *. Decocta bereitet werden. s Srtangoſen⸗ Sols s Frantzoſen. Auch dlenet es in Morbis cho nicis, als Arthritide und langwaͤhrenden e Fiebern, ſo damit curirt werden; das Gehl 5 zu reinigen, iſt es nicht eines der geringen 0 . Fech ſotten und genoſſen wird, viel heilſames ver, Wie die — Mittel, dannenhero es in der Kraͤtz und an, dern Haupt⸗Maͤngeln, wenn es in Waſſerge⸗ richtet. Es dienet auch in allen Fluͤſſen, wegen 4 e 1 4 4 ö caac uche Del sah Sasa nn Kaategofe Aathot N ſeiner Schwelß⸗ und Harn⸗ treibenden Krafft, ddl F ich ij, fenen wodurch es das Gebluͤt von ſeinem uͤberfluͤhl⸗ und das Saltz reiniget. 12% Studen Das angeregete Decoctum bereltet man alſo. Rec. Zerſchnitten Frantzoſen⸗Holt B. Brunnen⸗Waſſer IBxij. koche es bis auf Br, mehr und minder, colir es zu einem ſchwelß, treibenden Mittel, das uͤbrige koche wieder muh ck, wel 5 wil, f mit Waſſer zu einem ordinari Tran ö 1. Auch deng ed Arthtitide A o damit curittpagg v, it es ncht ku annenhero ts n ot⸗Maͤngeln, went genoſſen wüd b dlenet auch mia — —B hweſß⸗ und Harpabah s das Geblüt dun un efreyet, daheao babe Sucht vormufſchun ahl gebraucht, a alles andern Geh ende Speiſen ihm gedico viel Gulee 110 richtet worden. halten dieſes Hula den Sucht, in Ech ſucht: es iehet auh ig bey den Zi en ma in dem Cup fi dere Eizenſchoſſrd t den Harn, dbl zaltz relniget. — Dewäng c. Zerſchutten du Waſſer ri 117 Kang z FLrangoſen⸗ Sols. 579 will, kan auch etwas Suͤßholtz, W Anleß darzu thun. folgende Manter ein Kec. Frantzoſen⸗Holtz, vj. einbeer, und Man bereitet auch auf Decoctum. Deſſen Rinde, Z /. Kleine Rofinen, zt, Aloes⸗Holtz, 3j. Lalundir es in ſiebendem Brunn ⸗ Woſſer Ibvij. in einen verglaͤſerten Hafen, laß es 24. Stunden ſtehen in warmer Aſche, denn koche es wohl verſchloſſen, und thu, wenn es bald eingekochet, darzu 1 50 r Dieſem kan man noch beyſuͤgen deſſen reli. noſen Extract; das rectiffcirre Oel, und Deco dtum. Schweiß⸗ Tranck. 880 Frangoſen⸗ Holtz. Schweiß Tranck. Rec. Geraſpelt Frantzoſen⸗Hoſtz, ü. Rinde von ſolchem Holtz, China⸗Wurtzel, aa. 15 Saſſafraß⸗Holtz, Ziſß. Der ſauberſtendlineren von Spieß, Glaß, 5 Kleine Roſinen, aa. Zx. Fenchel⸗Saamen, 3 j. Zerhacke alles durcheinander, ſiede ts n, a 8 15. oder dritthalb Maaß feiſchem Brunen⸗Waſſer in doppelten Geſchlrun, ſelhe und clarificir den Trauck mit Eye⸗ klar, und gleb davon Morgens und J. bends ein Glaß voll zu trincken. Auf das zuruͤck gebliebene Holtz und specie kan man hernach etliche Maaß Waſſer gleſtn, es noch einmahl init kochen, und davon für den ordinari Durſt trincken. In Fuſten, Lungen⸗Sucht, und der, gleichen Bruſt⸗Sluͤſſen, ſeynd ſolche Holz, Traͤncker auch gar gut, ſonderlich werden ſie auch in Podagra/lauffender und fahren der Gicht oder leichſucht Sch, bock, fallende Sucht nud Guͤchtern, Waſſer⸗ Sucht und dergleichen gehe 10 Decoctum. Rec. Rundte Oſterluci⸗ Wurzel, Aland⸗Wurtzel, ae Zij. Frantzoſen⸗ Holtz ſamt der Nude Buxbaum⸗Holtz, Tama ⸗ f 4 A b 1 ene 0 ill. 55 5 1 Fit en 101 1 0 f, Ace g W bin. — 9 1 Vu. M Auen, rant, gegen k been ve be ga n un a l fahle ache eden perde e gell 5 be 1 d ihnen Sango S Wild⸗Aurien. 3587 S 1 5— e Tamarisken⸗Rinde, aa. 3j. unde nf Saſſafraß⸗Holtz, zij. Hirſchzung, deber⸗Balſam, Iſoppen, Ehrenpreiß, aa. Mſw. 5 8 Dosſoſtaß hub f Wermuth, Mſz. Der ſauberſſelugh Kleine Roſinen, zj. Glaß,* Fenchel⸗Saamen, zij. Kleine Rosinen u z. Zerhacke alles, gieß 4. Maaß Waſſer dar⸗ Fenchel Saane z. uͤber, koche es in doppelkem Geſchirr, ke alles durchehngf ſelhe es, und gieb dem Patienten Mor⸗ 5. oder dritthub D gens und Abends ein Glaß voll davon fien⸗Waſſer fue zu trincken. und clarifcir d u 5 und gleb daben Man 8 35. s ein Glaß wllummnm 20l. Wild ⸗Aurien. Gratiola. Zurück gebllkaeh Syed ld Aurien im bateiniſchen Gratiola Deſſen Gt⸗ ernach ellche Mat genannt, bringet aus eimer duͤnnenſtalt und mahl int koch Wurtzel, welche welſſe, uͤberzwerg wachſende dort. ui Durſt trickn, und mit vielen weiſſen Zaͤſerlein begabete klei⸗ ſten/ Lungen Such ne Wurtzeln hat, unterſchledliche rundte und öruſt⸗Fluͤſſen, a von unten roͤthlichte, oder auch weiß ⸗gruͤne juch gar gut, dna Stengel, anderthalbe Spanne lang, die Blaͤt⸗ dagra laufenden ter vergleichen ſich etlicher Maſſen dem Hyſop, yt oder Bleichſich und ſtehen an dem Stengel allwege zwey neben lende Sucht h einander zwiſchen den Blaͤttern kommen pur⸗ Jucht und daßlahah pur⸗ farbene, zuweilen auch gelbe Bluͤmlein a hervor; waͤchſet viel in Itallen und auf feuch⸗ Deco 0 ten Wieſen, ſonderlich anch bey Hwerdon im Fundte Oſialug, Berner Geblete.„. lland⸗Wutzeen“ Der Wild. Aurien iſt warm und trocken Derer Ei⸗ ranger Helfen, am 2. Grad, fuͤhret ein licht, bitter und ſcharf. gans zurbaum/ Haß N Oo 3 fes gend. 382 . ĩ 9995 Wild⸗Aurien. fes vitrioliſches Saoltz bet ſich, und hat daher ö die Tugend, uͤber⸗ und unter ſich ſtarck zu pur giren, zu eroͤffnen, zu reinigen, zu ſaubern und zu heilen. Wird nicht Dieweil aber ſolche wilde Aurlen den Mu⸗ Zerathen zu gen und Leber hefftig ſchwaͤchen, ſo ſoll er uch Zebꝛauchen. leichtlich im Leib gebrauchet werden, denn die Pferde, wann ſolche von dieſem Kraut eſen, bekommen ſte den Durchlauff davon und wer⸗ den mager, dahers die Frlauler bey denen er in groſſer Menge waͤchſet, daſſelbe Stanca ca. vallo nennet. Derer Be⸗⸗ Aus dieſes Krauts Blaͤttern pfleget man in seen g und Itallaͤniſchen Spitaͤlern einen Zucker und Lattwerg zu bereiten, wie bey uns der Roſen⸗ Zucker gemachet wird, davon geben ſie den at. men Krancken ein, die Galle und den Schlem Nutzen, damit aus dem Leibe zu treiben, wann keln Fie⸗ ber fuͤrhanden iſt. Es dienet wider Gelb, Sucht, Huͤfft⸗Wehe, Waſſer⸗Sucht, und töb⸗ tet die Wuͤrme. 15 Kußſerlicher Aeuſſerlich, kan man dle felſchen oder auch Gebrauch. gedoͤrreten Blaͤtter dieſes Krauts in Win kochen, mit ſolchem Wein kaͤglich die Wun⸗ den zwey mahl warm auswaſchen, darnach ſolche Blaͤtter in die Wunden gethan, und endlich ein Tuch in dieſen Wein getunckt, und warm uͤbergeſchlagen, heilet die Wunden ſeht gluͤcklich und geſchwind alſo daß es von etlichen dakum fuͤr ein Gehelmniß gehalten wird. 202, Ball —— — —— * Heer „Bau nexpp ge Nac Aacheſun an A ſe mf ch a ehen Bi a untflitch e Pugl * lien Ju eb in; a uwe en fe f Epheu. 153 202. Baum 5 Eppich. Hedera arborea. * laber ſolche wie! der heſſtcg bat m Leib gebrauchet ihn ann ſolche vun den h ſie den Durchlufl un 2 dahere die Juul ANN. —. 0 10 9 — e 5 e ann + 7 D Meuge waͤchſt, busch 2 net. ieſes Krautz Bit chen Spltalen an z zu bereſten, ue un machet wird, dunn ge icken ein, die Galen „0 Ebben N Hedera arborea genannt, odet Deſſen Ge⸗ vͤfft⸗Wehe Base Baum ⸗Eppich, der ergreiffet mit ſei⸗ e rwe. ue holtzigen Rancken, alles was ihm in ſel⸗ Und drt. rlich kan man deen nem Wachsthum am naͤheſten e 500 Blätter dess k flechtet er ſich mit ſeinen hoͤltzen duͤrren Ger⸗ 9 Mac ten an die hohen Baͤume, oder an alte Ge⸗ nit ſolchem Muh maͤuer, denn er hat eine vielfaͤltig zaſigte um⸗ mahl warm men ſchweiffende Wurtzel, nicht nur unten, ſon⸗ latter in die Mun dern auch an ſeinen Zwelgen und Aeſten bein. n Tuch in dende get Anfangs etwas dreywiucklichte nachmahls ergeſcklage hülle rundtere Blaͤtter; auf ſeine moofichte Bluͤte und geſchwind polgen traubenweiſe Beeren, welche ſchwartz rein Gehen kel werden, wann ſie reif ſind. Er blühet und 1 1 1 Oo 4 gru⸗ 1 5. 9 N **. 3 8 N J 0 f * 5 1 0 eee 5 9258 E. 4* e 5 1 1.*. 3 aer E 1 8 ... 0 4* 0 e r. e N. 4„ 1 N 8** 0. N*— ——„— 9 1—„ 2—— 5 g —— 2 1 n r—— 9———.——— 2— 5—— 2 —— 1 1 r! a g l N— 8 1* ee. ö 75— 2 5 8 e 8 8* 8— 64 584 SEphen. 1 * S 8 e 8 7 0 gruͤuet das gantze Jahr durch, gruͤnet, und tel. lt get im Winter die Beeren. 106 ehh — Eigen⸗ In den Apothecken hat man dle Blüten dbl ſchafft und Beeren und das Gummi. Galenus ſchrelbt, daß b 0 50 der⸗ das Kraut an Geſchmack zuſammen zlehe due g ale kelben. hero es kalter und irdiſcher Natur ſey; Mau d Bag ſpuͤre auch am Geſchmack, daß es elnen Schweſ. in ehe 6 fel hey ſich habe, dannenhero auch warmer und hel, n ge milder Natur ſey. Desgleichen wenn er noch an der d gruͤn iſt, ſey er auch elner feuchten und woͤſſer idee 8 gen Natur. C nha, Mf Nutzen und Er wird ſelten innerlich gebrauchet, weller ahn dea Gebrauch, den Nerven ſchaͤdlich ſeyn ſoll,(wie Plinus hpacht Geh Experiment Wann dre*(768* l 10 le f die Menſes, an drey Epheu⸗Koͤrner zu Pulver gerle⸗ zu befoͤr⸗ dern. Koͤrner gerieben, und untergeleget, die Mo. nat⸗ Zeit beſoͤrdern, und nach vorher gegange⸗ e un 6 ner Reinigung ein 3. ſchwer ausgetruncken, nad die Empfangniß verhindere. ä meldet, daß er den Menſchen in Haupt untich⸗ tage nig in rig machen ſoll) ohne daß etliche den Saſſt in eri g dle Naſe ziehen, das Haupt von boͤſen Fluͤſen i dadurch zu reinigen, und Ozenam zu verlrele Ih Blatter g ben: Es gebrauchen es auch die loſen Zuren, u Gichig — den Monatlichen Fluß und die Geburt dnn fortzutreiben Matthiolus ſchreibt, daßes aut un fach ein ſetr bewaͤhrtes Mittel ſey, die verſtandene u, ö much Monath Keinigung zu befoͤrdern, olg auh hel, ben, mit Poley⸗Waſſer und ein wenig Saff Seh ran, warm ausgetruncken alſo gebrauchet wen l de an den und ſolches des Morgens etliche Tage nach pen, 0 einander. Bey Dioſcoride ſtehet, daß die h uc Das 00 gen, 8 en„ dae dd e aer n Ne inter die Berg. Das Kraut mit kilien⸗ und Roſen⸗Oel ge⸗ Apothecken una! ſotten, in de Ohren gethan, benimmet den ud dag Gummi dn Schhmertzen daraus item 7. oder 11. Beeren an Geſhnatſihan geſtoſſen, und mit Waſſer oder Wein genom⸗ ter und irdiſchg! 5 men, ſollen gut wider den Stein ſeyn, wie auch em Oechnt das von den Beeren deltillirte Waſſer, von habe, bannen den Beeten 5. oder 6. gegeſſen, bewahren fuͤr turſeh. Do 0 Trunkenheit, der gepulverten Beere Zj. in wer auch chef n Deymenten oder dergleichen Waſſer genom⸗ l ahn 5 n 5 r e 1 ſtillirten Epheu⸗Waſſers 3. oder 4. mahl heiß 12 deten auf den hintern Theil des Haupts geleget, ſoll heblich lan leg das ſchwache Geduͤͤchtniß ſtaͤccken. Wann erden Maſtenghe Multzlichtige aus einem Geſchirr trincken, ſo oll) one daß elta von Epheu⸗Holtz gemachet, ſollen ſie geſund ſechen, das hauptzulß werden. reinigen, und ums Die Blatter mit Wein geſotten, heilen Aeuſſerli⸗ brauchen es auch he alte Geſchwaͤre, man brauchet ſie auch ee natlichen gluß u den Fontenellen, denn ſie ziehen die Feuchtig⸗ des Ephen, ben; Matthiala n keit aus und laſſen keinen andern Unrath zu⸗ waͤhrtes Mittel e he ſchlagen, ſo machet man auch aus dem Holtz „ Keinigung 1 0 Kuͤglein, und leget ſie in die Fontanellen, ſol⸗ Eyheu⸗ Körna iy lu che offen zu behalten, ſo werden die friſch zer- Polen⸗Waſſer udn h ſtoſſene Blaͤtter auch wider die Elſter⸗Augen ausgetruacken aden ge. ühmet, wann man ſolches uͤberleget; und Hes des Morgen al an Waſſer geſotten, ſollen ſie auch wieder den Bey Dioſcotice 0 Brand dlenen, auch wieder die Geſtechtenz leben und e dem Frauen⸗Volck ziehen die Epheu⸗Blaͤtter t f mae auch die labeten und hangenden Bruͤſte wieder 3 u 1 in die Hoͤhe, ſo man die geſtoſſene Epheu⸗Blaͤt⸗ . 8 ker daruͤber bindet, die Beeren, weil ſie oben gulß verh. und unten purgleren, werden von gemeinen O0 5 Leu⸗ Gummi. Hedera terreſtris. Geſtalt, Ort und Zeit. über ſich zu wachſen, die Staͤngel oder Rehe ein Gewaͤchs ſo mit ſeinen Zwelgen auf der Er 386 Gundel Reben. Leuten wider die Fieber eingegeben. Es aber zu rathen, damit behutſam zu verfahre deßgleichen gebrauchen ſie etliche in der Wi ſer⸗Sucht, Camexarius will, daß etliche ſolh Holtz wider dle fallende Sucht eingegeben, pal. Orthen giebt man die Beeren in dh ö eſt. N 5 Das Gummi flieſſet aus dem verwundet Stamme des groſſen Epheues, zuweilen abt WV rinnet es von ſich ſelbſt heraus, iſt roth⸗ geh 10 hat einen ſtarcken Geruch, und Geſchmack d 0 Alten haben es fuͤr ein heraus etzendes Wa. und cauſticum&c. Es ſoll auch die Flecke, von der Haut wegnehmen, ſonſt wird es auh in der Eybiſch⸗Salbe gebrauchet, Etlich nehmen das Holtz und die Beere, und deſtil liren durch die Retorte ein Waſſer daraut, aus dem Holtze laͤſſet man Becher drehen auß ſolchen ſollen die Lungenſuͤchtigen mit gute Nutzen trincken. g 0 b — N 2 0 N —— 5 203. Gunderman, Gundelreben. r hen g Underman oder Gundelreben In l en 0 Ee el und g Adateiniſchen Hedera terreſtris genannt il Wee Thel, ſech tn halt un — de hin und wleder kreucht, und nicht begehrt ſind viereckicht, zu beyden Seiten mit Ephen⸗ e Blättern bekleidet, die ſind etwas rauch, die in Blumen purpur⸗farbigt klein, und 0. 0 Mutter ne Wurtzel, ſie waͤchſet gemeiniglich in Haff ne Wurtzel, ſie waͤchſet gemeiniglich n kn Gundel xe 5 3 e 987 athen, damit. 795„%%% en gebrauchen ech* i t, Cameraria 10 der dle falendetzu N Orthen giebt nn WR Gummi flieſſt dul e des groſſen Epfat p von ſch ch ef ſtarcken Geruch ung 5 ben es für ein Haug ſticum&c. Esſtl, Haut wegnehmen i Tybtſch⸗ Salbe gehn das Holtz und die A irch die Retote ch Holze laſſet man Berg ſollen die zungenſihhan trincken. Gundermaß, 60 n hinter den Zaͤunen, und Gemaͤuren, flo⸗ derman oder Gu kiret in April, und giebt zum Gebrauch die einiſchen Hederstemluß Blatter die in zweyerley Arten, als groſſe und lachs ſo mit ſchen dum kleinere abgetheilet. 3 ud wieder kteuch u Gundelrab, iſt warmer und trockner Na. Deſſen Ei⸗ zu wachſe, de Sl tur, reiniget, hetlet und treibt den Harn, loͤ 4 N telicht zubagdu en ſet den Schleim auf der Bruſt, Iſſnet Zehrauch. beklebt, de fo die Erieren, Mutter und andere Verſtopf? purput⸗ artig laue fungen ü Dae Wein ge und 40, Ta, zel, ſie wichſt un Das Kraut in Wein geſotlen, und 40. f 1 588 Gundel⸗Reben. ge lang davon getruncken, ſoll die Sch merh des Haupts benehmen. Es eroͤffnet Leb und Miltz, waͤrmet die Bruſt, treibt Ha und Stein, dienet wider Huͤfftwehe, u Wuͤrme der Kinder, toͤdtet auch ſolche. Die Eundelraben ſamt Staͤngel un 5 Blumen gepulvert, oder ein Decoct dar gemachet, iſt gut denen Schwindſüchtigeß e 1 und die Eyter und Blut auswerffen. a h ale Das Kraut mit Camillen⸗Blumen, Polch zar Beyfuß und Doſten in Wein geſotten und di aan von getruncken, ers ffnet die verſtopſfn gun, git Mutter, und treibt fort die verſtandene eic ug Aemt nat⸗Reinigung. 1 Ai ger! Wer voll Schleim auf der Bruſt iſt, dl er ſtetig huſtet, und ſchweren Athem hal Fatale ver ſiede Erd⸗Ephen Iſop, Aland-Wuczel nge h und Fenchel in Honig und Waſſer, und trincke Het warm dapon, es loͤſet den Schleim um die ume cen Beuſt wohl auf, und machet Auswerfen 15 ſtopffet auch den Durchlauff und Rothe Kuhr, innerlich und aͤuſſerlich gebrauche Ju leg Wann man das Kraut in einer Suppe kochet lug 10 0 und davon trlucket, befoͤrdert es den Schlaf, eg In Wein geſotten und alſo warm an die Ohe me ren gehalten, oder den Dampff durch einen. Trichter dareln gehen laſſen, vertreibt es die. Taubſucht, und das Klingen der Ohren, oder thue den Safft darein, damit das Klin⸗ gen und Sauſen der Ohren zu ſiillen unds Gehoͤr zu ſchaͤrffen; Es dienet aͤuſſeklich das Kraut zerſtoſſen, und mit Weln wie ein 15* nn.—. 1 1 ee .. Gundel ⸗Reben. 589 ois benehmen, G ſter uͤber die liucke Seite geleget, wider die tz, waͤrmet Neha geschwollene Miltz, auch mit Eßig geſotten ein, dienet wid a, und auf die Miltz geleget, wehret es dem eder Kinder Kah Stechen deſſelben. Friſch auf die Ballen der Gundelraben u Haͤnde und Fuͤſſe geleget, zlehet es dle Hitze i gepulvert, hm an ſich, etliche wollen, daß das Kraut nuͤch⸗ t, iſt gut denen Sch tern in den Haͤnden erwaͤrmet und daran ge⸗ Eyter und Blurcgzg kochen, den Stuhlgang befoͤrdere, ſo ſoll auch Kraut mit Calla ge der Geruch in gefaͤhrlichen Zeiten aller Ver⸗ umd Doſten h ge oifftung der Lufft wehren. tuncken, eröffſehn Es dienet auch vornehmlich in den ungen⸗ r und trebt father und Nieren⸗Geſchwaͤren, und kommet mit 1 n dem Kerbel⸗Kraut uͤberein. Man kochet es ung in Beer oder Weln ſo wird es in Blut⸗ und bad Schema be Eyter⸗Ausſpeyen, oder wann der Seiten⸗ huſtet, und ſchwan Stich nicht wohl cuxirt, gute Huͤlffe thun. Ecd⸗Epen Ju in Das geronnene Blut aufzulöſen, und durch chel in Hong n Bal den Harn auszufuͤhren, iſt ein treflich Mittel, avon, es liſe heit man muß aber wann man es kochet, bey dem vohl 8 ba are etwas von Brunnkreß⸗Waſſer darzu auch den Durchlauſh hun. 3 „innerlich und aas 8 as deſtillirte Gundelrab⸗Waſſer dienet nan das Kraut uch abſonderlich denen Lungenſuͤchtigen, denn es on kelncktt, betkulcluſ reintget die Bruſt von allem Schleim und Ey⸗ n geſotten und alba ter, wann man ſolches 24. Tage trincket, ſo dle Ilten, oder ben duft net es wider Gelb⸗Sucht, befoͤrdert den Harn dorch gehen liſn im und Monat⸗Reinigung, Pol. Siiſß. ad 5j. 9 204. Aland. elenium, Sauſen meln and, im Lateiniſchen Helenium oder Geſtalt, zu ſchaͤrffen; El Enula genannt, iſt ein Kraut mit elnem Zeit und ſtoſſen, unde gera- Oi. 5 1 5 u ſt line 4 5 lt 000 15 taugt ac luft cle is g idealen. ihne, lat 10 lthem an ee bal, daaldſeeh el gthun: cen bach chelten, tz zwankt v — e d aden 7— geraden, rauch⸗Harigen hohen Stengel mit end urg wollichten Blattern, wie Wullkraut traͤgeh ch and eule l gold⸗ gelbe geſtreiffte Bluͤmlein, dle zuletzt weg zun gur nher flaͤugen, und eluen duͤnnen und lleglichten Sac nme e; men hinkerlaſſen, die Wurtzel iſt dick und ars Amgen matiſch blüͤhet im Julto, waͤchſet gern an auch, ſlauhach, ten und ſchattichten Orten, auf fetten Wiese, lan d wird gleichfals auch in Gaͤrten gepflantzet. e ahn Eigen? In den Apothecken wird verwahret dg gh p ſchafft und Wurtzel, welche gegraben werden muß ehe bol ret, ben Nutzen. che in Staͤngel ſchieſſet,ſelbige wird hernach l eig Scheiben⸗ Stuͤcklein zerſchultten, und in, f Schatten getrocknet, nach einfger Meynunz ieh uf waͤrmet und trocknet ſie im 2. Grad kernel acute cer in JJ aber will, ſie waͤrme in 3. und trockne im er⸗ 7 0 kalten Magen wohl, beſoͤrdert die Daͤuung, dannen hero wird ſie auch in die Spec. Diacina- 5 mom. Meſ. gethan: Es wird die Aland⸗ 7 1 Wurtzel in allen Magen ⸗Schwachhei⸗ ten ſo hoch gehalten, daß es wohl ein teutſch 4 Gemuͤrtz genennet werden kan, und mit dem Im ber und andern Indianiſchen Gewuͤrtze um den Vorzug ſtreltet. Es ſtaͤrcket auch 1, rauch harigen baha6 die Aland⸗Wurtzel das Haupt„das Ge⸗ ten Blaͤttern, ne da ſicht/ und treibt die verſtandene Reinigung, Abe geſtrelſte Blůnta h/ It auch gut wider die Kraͤtze und den Stein. und elven dünnmunſh Ste benimmet die Harn⸗Winde, Colic, nerlaſſen, de But und wird mit groſſem Nutzen gebrauchet wider i die Melancholey, inſonderheit der Hypo- bluͤhet de chondriacerum, 3 8 es„ ſchattichten 9 daß es ein bewaͤhrt Mittel ſey, den Menſchen eich ſals auch i* frolich zu machen; wenn man ſolche in Wein den Apethecken 1 mit Zucker ſiedet, benimmet es das Keuchen . welchegegrabanle, und die Engbröͤſtigkeit. r stangel ſcheeſchl Die Aland ⸗Wurtzel kommet mit der en ⸗Stuͤcklan ſaſeh Angelis uͤberein, maſſen dieſelbe vornehmlich in getrocknet fac n Colica scorbutica und Schlag, ſo dar⸗ und trocknet ln sel aus entſtehet, geruͤhmet wird, wenn man m 8 592 Aland. mit Pomerantzen · Schalen in Wein koche damit ſchwitzet. a Magen; Lattwerge. 1 Lattwerge. Rec. Jerſchulttene eingemachte Alahh, Wurtzel, Zi. e Biebenell, zij. cha te Callmus, i Muſcat⸗Nuß/ aa. i ſb. Ad Majoran, Krauſe⸗Muͤutze, rolle agen Roſen, aa. Ziij. e Spec. Diambræ, 3j. ehe Spir. Vitrioli, 9. U 0 Mache es mit Muͤntz⸗Syrup zu einer Latt, cd werge, Pol. 5%.ad 5. 2. Stunden vor u uh der Mahlzeit. i Gepulverte Aland⸗Wurtzel, mit ein weng aeg Candel⸗Zucker vermiſchet, dienet wider den r Huſten, Reuchen und kurtzen Athem. ub Nicolaus Agerius machet aus der Alanb⸗ ane Wurtzel nachfolgende Lattwerge. l ann ö Electua- Be. Gelaͤutertes Honig, 15 b. f 1 1155 rium. Aland⸗Wurtzel gepulbert, zißß. an Miſche es fleißig zu einer Lattwerge, die reintget die Bruſt vom Koͤder, dlenet wider 5 Huſten und Engbruͤſtigkeit und befordet den Auswurff. 1. Man bereiket auch aus der Wurtzel mt. Brandteweln eine Eſſentz, davon auf 10. ad 2% Tropffen offt eingenommen, ſoll 2 40 0 en ur rm⸗Gicht n mit Ca- e hesch men und Darm Gicht ſtillen, ka 10 ben g r N mengen Sg„„ witzet.. 9 . millen⸗Waſſer eingegeben werden. Mit Roß⸗ u Rohigkelten dug huben und Ehrenprelß⸗Waſſer genommen, lo, folgende ſet ſie den Schleim auf der Bruſt, iſt auch Latte gut fuͤr den uſten und Blut ⸗Sluͤſſe: die „ Zerſchnittene bac candirte Aland⸗Wurtzel dienet ebenmaͤßig fuͤr Wuttzel 3 Grimmen, Huſten, Engbruͤſtigkelt, ſchwachen Biebenel, 1 bloͤden Magen. Callmus, ee wird hochgehalten nachbe⸗ M 60 ſchrie ener 8 0 8 Ware, Aland⸗Wein. Aland⸗ Rafe, ag, Rec. Geſauberte Aland⸗Wurtzel in Schel⸗ 2 2 ben zerſchnitten, bj. n Sſtede ſolche in 6. Maaß ſüſſen Moſt, bis Spir. Iro, ein Maaß eingeſotten, ſeihe es durch e es mt Münz eg ein Tuch, und ſchuͤtte es in 60. Maaß ige, Doſ. 3% N Moſt, welcher nachdem er wohl verjaͤh⸗ Mahlzeit. ret, des Morgens nuͤchtern kan gebrau⸗ lverte Aland⸗Mußhg, chet werden. Jucker vent jd Dleſer Wein iſt ſonderlich gut dem kalten Keuchen un luhaupt dem Gehirn und den Nerven, kommet us Agetius machn Hüͤlff allen den Schwachheiten, damit ſie nachfolgende ulm angegriffen werden, ſtaͤrcket, waͤrmet und er⸗ Geläͤutertes Heng a guicket ſie, iſt gut denen, ſo den Schwindel ha⸗ Aland⸗ Wurz genden: mit dem Schlag geruͤhret, und mit gro ⸗ oe es fleißtz zu dan mem Hauptwehe von Kaͤlte beſchweret ſeyn. dle Bruſt ben kinn Dienet auch wohl dem Geſicht, Lungen und eigen Bruſt, wider Keuchen, und Blutſpeyen, Sei⸗ —* benimmet den Huſten, reiniget die berellet auch in Vruſt von olleml inflath und macher Auswerf⸗ 24 Eſaat bent ſen, bekommet wohl dem kalten Magen und er⸗ ein ein— alteten Mutter, befoͤrdert die Monath⸗Zelt, 0 ebe nd ſtaͤccket alle Geburts⸗ Glieder, eroͤffnet die Darm ⸗Gicht en Pp Harn⸗ 0 594 Aland. Harn⸗Gaͤnge, treibt den Sand und Harn ver, l treibt die Harn⸗Winde. en Man hat auch Aland⸗Wurtzel⸗Salbe, weh g che alſo bereitet wird. Shen 7 5 1 Rec. Aland⸗Wurtzel 18. koche es in Eg Ke er Raude erſtoß es wohl, reib es durch ei el en und Geind⸗ 3—f a dean Schweinen ⸗Schmaltz, e det Baum⸗Oel, aa, Jiij. r ae Wachs, zj. de Queckſilber ſo mit nuͤchterm Spth hae chel getoͤdtet, g asg Wohlgewaſchenen Terpentin, aa. J. da hen Zerrieben Saltz, 5. e Und mache eine Salbe daraus, Elliche nh aug ach y men an Statt des Queckſilbers, Schwe, n dn af ſel, andere laſſen beydes gar aus, iſt ene dane Sch fuͤrtrefliche Salbe wider die Raude und amm ne Grind. Nan wid . a dc 5 205. Krebs⸗Blumen oder Saat each Heliotro- pion⸗Kraut. eh E Scorpion Nrau, oder Krebs Blu du n Deſſen Ge, men, im Lateiniſchen Heliotropium ge dn Nan ſtalt, Zeit nannt derer werden unterſchtedene Geſchleche l al und Ort, te gezehlet, das erſte davon Heliotropium Ma- ungun pft jus, oder groß Scorpion⸗Kraut, hat el c n. ſchlechte Wurtzel mit wenig Faſeln behünt an gange get, aus welchen der Staͤngel mit viele AnEthwel . gleichen aufſchleſſet, der mit vielen Blaͤtten gan vn bekleidet iſt, die ſich den Baſilten⸗Blaͤtlen in Sch vergleichen, auſſer daß ſie groͤſſer ſeyn/ waffe f Aab. Ha, Mun 0 hat auch Mad dt dereitet with, Aland⸗Wuthſ Hit zerſtoß eso f Sich, thurdum Schweinen Sam Baum Oel, 2.. Wachs, 5. Queckſilber ſo mi ln chel getlöit, Wohlzewaſdenadem Zerrteben Silz mache eine Salbe dunn en an Statt des Quite l, andert laſſenbeydeh gu irtrefliche Salbe un rind, Krebs⸗ Blum, g orpion⸗ Kraut aux nen/ im datennſcha len derer werden untaſtihn let, das erſte dannen er groß Seorpin, Wurzel mt nag us welchen de Ein auſſcheſe, lune iſt, die ſich b Beh yen auſſer daß fel* Krebs ⸗Blumen. 595 und raucher, und ſich nach der Sonnen wen⸗ den, oben am Stengel bekommt es ſeine weiſſe und bleich⸗gelbe Blumen, anzuſehen wit ein Scorpion⸗Schwantz, wann die Blumen ab⸗ fallen, ſo erſcheinen an beyden Seiten der Stengel kleine, gruͤne und rauhe Knoͤpflein, in welchen der Saame verſchloſſen lieget. Das andere Geſchlecht, die kleine Krebs⸗ Ander Ge Blume, ner iſt, ſeine Aeſtlein ſind ſchmal und ſchlanck, wie viel Fluͤgel ausgebreſtet, auf der Erden liegend und ein wenig rauch, dle Blaͤtter ſind den vorigen an Geſtalt, Form, Farb und Ge⸗ ruch gantz gleich, nur daß ſie etwas kleiner fal⸗ len, und den Baſilten⸗Blaͤttern faſt gleichen, die oberſten Schoͤßleln der Stengel ſtehen ge⸗ welchen welſſe Blumen herfuͤr kommen, gantz ordentlich nacheinander geſetzt, gleich wie in dem erſten Geſchlecht, nach welchen ein brau⸗ ner Saame erfolget; die Wurtzel iſt auswen⸗ dig ſchwartz, klein und geringe. Es giebt un⸗ ter dleſem Nahmen noch drey andere Ge⸗ ſchlechte, als Hiliotropium minus, Hiliotro- uium tricoccum Plinii. iſt der erſten nach C. Cluſi Mey, ſchlecht nung, faſt gleich, ausgenommen daß es klei. Heli . ropi. kruͤmmet, wie ein Scorplon⸗Schwantz, an Dieſes Kraut und Blume findet man in Nützen und Hiſpanien, Franckreich und Italten, wird auch Gebrauch nen Rahmen ven der Geſtalt des Saamens, welcher wie ein Scorpion⸗Schwantz formirk ſſt das Kraut thut ſich nicht eher als in Som⸗ e mit nerlich. a* N* e 0 1 1 8 5* *. n K 3* e a 2* 1 Aeuſſerli⸗ cher Ge⸗ brauch. aus den Blaͤttern, diene wider den Ktebs N und verrenckten Gliedern zu W e 4 Krebs ⸗Blumen. 596 mer herfuͤr, wovon aber in den Apothecken bi uns nichts angetroffen wird; jedoch ſchrelben l Tabernæmontanus, Becherus, Lonicerus und andere, nach Dioſcoridis Meynung, daß wann man vier Koͤrner dieſes Saamens eine Stunde vor des Fiebers Ankunfft in Wan zu trincken gebe, ſo vertreibe ſolches das vie de taͤgige Fieber; und eben alſo gebrauchet, ſol een es auch wider das dreytaͤgige Sieber dien waagen ſeynz ſetzen auch darbey, wann mann das Kraut ail in Wein lege, und daruͤber trincke, auch aue 1 bm ſerlich auflege, ſo diene ſolches wider deh e Scorpionen⸗Stich. Des Krauts eine Hand eff voll in Waſſer geſotten, und die Brühe ge, Ane din truncken, purgirt und treibt durch den Stußl⸗ age gang, die Galle und phlegmatiſche Feuchlſg/ dle keiten, doch daß des Krauts nur elne Handvol ere geſotten werde. Es wird auch fuͤrnehmlch dach nine) wider die Kroͤpffe, Wartzen, und boͤſen um ſich duch, pale freſſenden Schaden geruͤhmet. dein Auſſerlich meldet auch Dio ſcorides lib. 4, n Anke cap. 186. daß wann man den Weibern ſolch engen Kraut anhenckete, ſo wuͤrden ſie unftucht⸗. bar, auch ſo man die Blaͤtter zerſtoſſet, in ein gh Saͤcklein thut, und den Welbern in den Mul 0. ter⸗Halß ſchiebet, ſo ziehe ſolches den weiſſen ele Sluß und andere Unreinigkelt aus zugleich i auch die todre Leibes ⸗ Frucht. Dar Soſt und andere um ſich freſſende Geſchwaͤr. Die Blatter ſind auch gut zu den podagriſchen Krebs g N l 2 Krebs Blumen. 697 Ur, wovon coc ts angetroffen ut. Den Saamen mit Saltz vermiſchet und auf emontants hen die Wartzen geleget, ſoll ſolche vertreiben. nach Diolcolch 1 Bey Matthiolo lieſet man, daß dieſes Kraut an vler Kirn den Omelſen ſo hefftig zuwider ſey, denn ſo vor des gäben ie man ſolches auf derer Hauffen legete, und de⸗ en gehe, ſö den* rer Locher mit verſtopffete, ſollen ſolche alle ſter⸗ Jieber; und dh ben. Einige ſagen auch, ſo man etliche Zwei⸗ 8 che ge dieſes Krauts nehme, und damit um das videt das drertageh Loch, worinnen Scorpionen waͤren, einen Cir⸗ en auch darbeh wum cul ziehen wuͤrde, ſo ſollen die Scorpionen nicht lege, und darüter auh mehr heraus kommen, ſondern alle in ihrem uflege, ſo diene dach! Neſt verderben muͤſſen. 5 onen⸗Stich. Dish Dioſcorides ſchreibt auch lib. 4. cap. 187. Waſſer geſotten, un i wenn man das Kraut und Saamen mlt Ni⸗ , purgirt und krabttuth ter, Vſop, und Kreſſe in Waſſer trincke, ſo trei⸗ de Galle und phlegnalſh be es die breite rundte Bauch ⸗Wuͤrme aus. och daß des Kraut n Camerarius meldet von den Beerlein des He- werde. Es with at Liotropii tricocei, daß ſolche die Faͤrber fleißig e Kroͤpff, Bunz uach brauchen, well ſie eine ſchoͤne braune Farbe ge⸗ in Schaden gaht, ben, welche ſie zu den Luͤchern nutzen; auch kön⸗ ſerlich melbekürhbüßß ne man damit den Wein und andere Sachen 5. daß wann man du mehr, ſchoͤn roth machen. inhenckete, ſo pina ich ſo man dit Baila 206. Weiſſe Nieſewurtzel. iidleborar c albus. thut, und baden Eiſſe Wieſewurtzel, im Lateiniſchen Derer Ge⸗ iſchlebet, ſo hee A Hlelleborus albus genannt, hat einen ſtalt und ad andere Uirehgeg Stengel, ſo uͤber Ellen hoch waͤch tet, inwen⸗ Ort. todte Leibes geh dig hohl, auswendig mit etlichen Haͤutlein be⸗ Bläͤttern, dane wal decket, welche ſich abſchelen, wenn er duͤrre wird, re um ſich ſteſcant bi die Blaͤtter vergleichen ſich dem Wegreich, ind auch gul g af ſind aber nicht ſo lang, mit braͤunlichen Strle⸗ enckten Glahn Pp 3 men, 138 Weiſſe Nieſewurtzel. alte lan unable ie el e en Auge ä. 0 Saft men, zwiſchen den Blaͤt tern und oben an ben Ihn Stengel zu beyden Seiten kommen del e ce trauſchlichte, gruͤnlichte, und bißwellen pay m, f ſchwartz⸗rothe Blümlein, wie Sternlein, wol. it lunch, aus kleine Schoͤttlein werden, darinne liege hee der Saame. Die Wurtzel iſt dicker als en gh, Daum„auswendig braun, Erd⸗ ſarb, inwe dig cherte aber weiß und lucker intt vielen welſſen zarten Aang Neben⸗Wuͤrtzlein rings umher beſetzt, am Ge, dug fag ſchmack fcharff und hitzig; ſo man ſie kaͤuet, ze ahn het ſie den Speichel wie Bertram: waͤchſb uin gern auf kalten wilden Gebuͤrgen, im Schwels adac ter lande, auf dem Schwartzwald und im El. l 5 6.* f 5 5* 8 1 i ſaß auch andern Orten mehr. 6 a ſe ft Eigenſchaſe Die Weiſſe Nieſewurgel iſt warm 12 uach . 3 „ waſſt Nieſewu rtzel. 599 trocken im 3. Grad, purgirt ſehr ſtarck ober und unter ſich, wird aber nicht inwendig gebrauchet. Wenn jemand mit der Schlaf ⸗Sucht befallen, alſo daß er kaum kan erwecket werden, 4 ö ſoll man ihm einer Erbſen groß, gepulvert, mit einer Federkiele in die Naſe blaſen. Inwendig ſoll man ſolche nicht gebrauchen, denn ſie treibet den Menſchen ſo ſtarck zum Er⸗ brechen, daß er daruͤber erſticken kan. Wenn man will die Fliegen vertreiben, ſoll Fliegen und man dle Wurtzel in Milch ſieden, und ihnen Maͤuſe da⸗ vorſtellen, ſo viel davon eſſen, muͤſſen ſterben. mit zu verg Deßgleichen mit Mehl vermiſchet, und den! treiben. men dargeſtelle, toͤdtet ſie auch. 207. Schwartze Nießwurtzel. e iſchen den Blatt g Chwartze Nießwurtzel, wird im La⸗ niger... l zu benden Sen teiniſchen gemeiniglich Helleborus ni⸗ 8 5 chte grünlflte u ger genannt, ſolche Wurtzel hat durchaus zer und 55 rotbe Blümleſp en kaͤrbte Blaͤttlein, gruͤn, drauſchlicht, traͤgent ne Schöttlein wan g oben gelbfarbigte elntzelne Blumen, darnach ame. Die Mugla giebts ein Gipfflein, wie oben am Schaffheu, auswendig broun el und diß iſt die rechte ſchwartze Nieſewurtzel, wie und luck nnen ſolche bey uns gebrauchet wird: auf Abgang 00 eme der Blumen folget der Saame, ſolcher waͤch⸗ Bücken 050 ſet in fuͤnff aneinander ſtehenden Schoͤttlein, ſborff L die Wurtzel iſt wie an einer Zwiebel zuſammen den Speichel dil* beſeſtiget, hat doch auch viel ſchwartze Zaͤſer⸗ kalten wilden 9 lein, waͤchſet viel in der Steyermarck, auch in e, auf dem„ Oeſterreich: ſie ſproſſet ſchon im Jenner und varderr Orte, Hornung, und bluͤhet im* und Aprill. Veſſe run, Po 4 Die Eigen⸗ ſchafft, Nutzen und tig, und fuͤhret die melancholiſchen euch, uu Gebrauch. 3 soo Schwartze Nieſewurtzel. 0 Ga t he 8 5 1 97 ch 0 0 tinte Ne tpg S ust . i 4 sed t Aland; 25 de cn; N i ane N 8 2 Fahne ge N cem AN— Ec ch nh Die Wurtzel iſt hitzig und trocken in eg dritten Grade eroͤffnet, zerthellet purgzirt eff fut mu 1 lgkeiten ab, iſt dahero gut wider Menlan⸗ dee t choley Wahnwitz Unſinnigkeit ils gu ſucht, viertaͤgige Fieber, Laͤhme, gegn Schwindel, Frayß, Schlag, Seiten, elt ſtich/ Waſſerſucht, Podagra, Rrae auch Aus ſatz, Frantzoſen, Krebs, blinde gun gulden Ader. 1 bana In Apothecken hat man davon 3 rue e 1 7 1 Stein ⸗Ceber⸗Kraut. 601 N. parirte Wurtzel, das Extractum, Balſam, Sprup, und das Oxymel Helleborat. 3 Eber Kraut, oder Stein- Leberkraut, Dim Lateiniſchen Hepatica oder Lichen ge⸗ nannt, hat die Art, daß es weit um ſich kreucht, Ii mit vielen ſchuppichten ſeiſten Blattern: Die A Wurtzel iſt wie eine haarigte weiche Wolle, da⸗ mit es ſich an die Felſen der Brunnen anknuͤpf⸗ jet, das Kraut iſt auf der einen Seiten Saat⸗ gruͤn, mit vielen feiſten Blaͤttern uͤberſchoſſen, und durch einander gefalten oder geruͤmpfft, und auf der andern Seiten wie ein Pflaſter, auf der gruͤnen Seite gewinnet es gegen dem Maͤy viel kleinere Blaͤttlein, gleich wie die Waſſer⸗Linſen, daraus feiſte und kurtze dinne Stiehle wachſen als, Netz⸗Faͤden, auf einem jeden Stiel ſiehet man ein Bluͤmlein, wie ein Sternlein formirt, oder gleich einem Raͤdlein, Wurzel i hege wie am letzten Geſchlecht. Sie wachſen an Grade tröffttt huhu kalten, feuchten und ſchattichten Orten, bey den N 8 ter dee melanchlt Brunnen und an Steinen, und bluͤhen im Ma⸗ fuͤh daher ale Jo. Dieſes Leber krauts werden ſonſt dreyerlen nab f biſe 15 abgebildet, ſeynd aber alle einerley Art von Na⸗ Wahnwig be kur und Eigenſchafft. 0 viertägige 300 Dieſes Leberkraut iſt kalt und trockner Ma⸗ indel, Keufß tur hat eine Krafft zu reinigen und zu ſaubern, Vaſſerſucht, Pon und meldet Fernelius, daß dieſes Kraut der Le⸗ ä—— .— — 3, Franzosen a ber ſehr dienlich ſey, und eine groſſe Gemeln⸗ Ader. ſchafft oder Verwandſchafft mit derſelben ha⸗ ſpochecke nene pp be 208. Stein⸗Leber⸗Kraut. Hepatica, Lichen. Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort Natur und Eigen⸗ ſchaff, 7 Nutzen und Das Kraut in Wein geleget, und etliche u, Gebrauch. ge davon getruncken, eroͤffnet die Verſtopſſung der Leber, und ſtaͤrcket dleſelbe, alſo kan man 3 lange Zeit davon, ſs wird es die dicke und der Kraut zerknirſchet wie ein Pflaſter über die 6 Stein- Leber⸗Kraut. a1 be, derohalben es auch zu Gebrechen der Lebt ut n gar nuͤtzlich zu gebrauchen. h f gc abe egfeaka gf auch das Kraut ſieden, und etliche Tage daron e trincken, oder auch das Pulver davon elng⸗ nommen dienet wider Gelbſucht; auch kan 4 f man wider die Gelb⸗Sucht, welche von Van N de ſtopffung der Leber herruͤhret, Peterſilluu' mf, tzel, Wegreich⸗Wurtzel, Leber⸗Kraut, Oden, lte ln mennig und weiſſen Andorn in Waſſer ſieden, Ja dun beſſer aber in Wegreich⸗Waſſer, und davon(ahl, trincken, ſo wird ihm geholffen. Man kan den agu Tranck auch wegen ſeiner Bitterkeit mit Hong man ub oder Zucker ſieden ſo iſt er angenehmer zu rin rA cken. Welche boͤſe alte Schaͤden haben, ober Wg ph kraͤtzig und raͤudig von unreinem Gebluͤte ſehn, wunsch der ſiede von dieſem Stein⸗Leber⸗ Kraut u gig Geiß⸗Molcken, und trincke ziemlich und eine ren ange bc brannte Feuchtigkeit gar gelinde purgleren, ſil g cher Tranck aber ſoll taͤglich friſch bereitet wal ue 0% den. Ja man ſoll dleſes Krautleln gegen alk ſgzmng Gebrechen und Maͤngel der beber gebrauchen, Wg wider die Gonorrhæa wird es mit Nutzen ge A brauchet, wann 3j. gepulvert in einem weſch e geſottenen Ey genommen wird. ice 0 Dioſcorides ſchreibt, wenn mau dieſes iu Wanden lege fo ſtille und ſtopffe es das Blut, e aft f 5 a e und löſche alle unnatürliche Sitze aut dh S— — — — wenn den e he 1 1 8 0 4 1 Stein, An alben cad lich zu behue 0 Kraut in Mme 100 Steinacher Kraut. 603 wenn man es mit Honig! vermiſche, und ſich damit anſtreiche, ſoll es die Mißfarbe(nach n getruncken, aan der Gelbſucht) vertreiben: in Wein geſotten, r und ſtärcke 100 und im Munde gehalten, ſtillet es den Haupt⸗ a Kraut ſien, Fluß ſo herab in Hals fället. oder 2 8 Von dieſem Kraut wird c barlere eln in dilentt wer gaht Syrup. der die Gelb S.— 20—— 0 Rec. Braun e 5 We Ha eee 8, Me Käͤrbſes⸗Blumen 1 5 .und walſſen Mumm Blaue Vlolen, aa. 55815 guter aber in— Camellheu, 8s. 15 wird ihmgeelſa! Koche alles in genugſamen Waſſer/ ſeihe es, auch wegen ſcnn Bun und unter 2. ß. Thue 1. 15. Zucker, koche ucker ſieden ſoſtummg es unter Klaͤrung mit Weiß von Ey, nach Welche boͤſe ale Sh der Kunſt zu einem Syrup. Miſche noch und raͤudig bon uma darunter 8. Loth Gronat⸗Syꝛup, und gel⸗ de von dieſem Steh lh Molcken, und tmc Dieſer Syrup iſt eine Abkuͤhlung nicht al⸗ Zeit davon, ſe wic au lein der erhitzten waren auch aller inner⸗ te Jauchen ee lichen Glteder. ranck aber ſoll laglchſ. Es wird auch(wiewohl von wenig deuten) Ia man ſol ase gn von dieſem Kraut ein Waſſer gebrannt, da ſoll Jen und Mürgl bal man zu Ende des Maͤyens und Anfang des Ju⸗ dle Gonorrhes bit u nil die Blaͤtter fleißig ſaͤubern, klein hacken, und get, wann 3. geh nen Eb genommen ſcotides e 0 terkuleſhe wie en 5 4 , ah unnatuͤrliche Hitze, oͤffnet die Verſtopf⸗ fung, dienet ſonderlich wider die Gelbſucht. 5 Waſſer wird auch dienlich gefun⸗ en lege, ſo fille Ueſprung von der Leber aben, innerlich und ſche alle unnath rung 0 auſſer⸗ Aan ohne allem Zuſatz diſtilltren: ſolches loͤſchet alle den wider hitzige Feber, ſonderlich die ihren Waſſe ben Sandel 3j. behalt es zum Gebrauch. Deſeiline deſſen Ge: brauch. Hepatiea Stellatica. Geſtalt, Ort und Zeit, 604 Stern Leber Kraut. —— aͤuſſerlich zu gebrauchen: Kan des Abende und Morgens, auch unter Tages allein Dol. Ja l 21/. oder unter den ordinari Trunck gemſſchg werden: Es heilet nicht allein die Gebrechen eh der Leber, ndern auch der Lunge, hitzige flache abba Schaden, damit gewaſchen, kuͤhlet und helle c ſolche, ſoll auch alle Blutfluͤſſe ſtopffen. 1 209. Stern⸗Leber⸗Kraut. A Tern ⸗Leber⸗Kraut, von etlichen hach ln Wald⸗Meiſter genannt, im Late ee ſchen Hepatica Stellatica, oder Matriſyhs Au eker ſolches hat weiſſe zarte Wuͤrtzlein, mit welchen g nun es weit um ſich flattert, aus welchen ein iar mage 10 eckigt Stenglein wächſt, ſo einer Spannen ien han hoch, mit ſchmalen, geauen und rauchigten au g ln Blaͤttlein beſetzet, wie ein Stern anzuſehen, Wehen ibg de Natur und Von Natur und Eigenſchafft iſt das Kräuk“ Eigen; ſchaſſt welche gleich weit voneinander ſtehen, mien gage dem weiſſen Megerkraut: oben an den Sen, 1 G 1 geln traͤgt es kleine weiſſe Bluͤmlein, welchen ae viel beyſammen ſtehen, eines lieblichen Gi. 7 ruchs nach welchen rauhe Knoͤpften ſolgeh Ju u wie am Klebkraut, darinnen der Saam bi u ſchloſſen iſt: es waͤchſet in den Maͤdern, und en e 173 i li. be 0 bluͤhet im Majo und Anfang des Jun cg — —— — — —— lein warm und trocken, doch wenn es noch ſuh 550 M. iſt, in ſeiner Complexion temperirt. Im an Maͤyen, wenn das Kraͤutlein noch feiſch iſt und 0 0 — pflegen die Leute ſolch— f N 8 Wein zu legen daruͤber zu trincken, u hg e— ä r— ———— 8 — — — N 1 4 Da ae* Stern ⸗Leber Kraut. orauchen: Fag. ä 3 ens, auch unde Meynung da ßes der Leber dienen und dieſelbe der unter den ant 0 ſtaͤrcken ſolle: ſo ſoll es auch das Hertz erquicken Cs hellet nageeh underſreuen, weswegen es auch den Nahmen * ideen auch dert 0 Hertzfreud bekommen hat. So hat es auch en, damit gebeth die Natur die Leber zu eroͤffnen, und dlenet wi⸗ 7 e e 8 1 6 ſoll auch ale Duft 6* Gebrechen derſelben, ſo vdn Hltze kom — Wenn man Leber ⸗Kraut, 2 mung bund darüber krinckt, ſ * Nun, leget, und daruͤber trinckt, ſo v — 1 die Gelbſucht, denn ſolcher Tranck eroͤffnet en 8 115 5 dle verſtopffte Leber, damit die Galle wie⸗ Tue el l derum zu ihrem Receptaculo kommen kan. bar waſſſ hat Mich Aeuſſerlich dienet das friſche Leberkraut, um ſich flattert, ulld wenn man es auf hitzige Geſchwaͤr leget, ſel⸗ Stenglein ant ie be zu kuͤhlen: wenn man das Kraut zerſtoͤſ⸗ mit ſchmalen, g Aſet, und im rothen ſauren Wein ſiedet, und ela beſetet, wie egen den Weibern uͤber die Schaam leget, ſo ſtil⸗ gleich welt bentkunuſſ let es die allzuſtarck flieſſende Monath⸗ eiſſen Megerkruut ann Reinigung. Es kan auch das Kraut zer⸗ aͤgt es kla weſſt daa knirſchet uͤber die Leber geleget, derſelben gute yſammen ſtehen, kuh Hülffe thun. Und ſo man davon mit Ger⸗ nach welchen tiult ka ſten.⸗Mehl, Granat ⸗Safft, Roſen⸗Oehl und i Klebkraut, denn welſſen Sandel untereinander geſtoſſen, ein i it: es wächſt Ude Cataplaſma machet, und uͤberleget, zertheilet m Maso und dufglh es alle hitztge Apoſtem derdeber. Motu und Ce, Man ſoll auch ſolch Kraut, weil es noch in em und e len, zerſchneiden, und in Balneo Mariæ ein ſeiner Comt. An Waſſer daraus deſtilliren; ſolches kan ſonder⸗ wenn 1 lich wider dle erhitzte ſchwache Leber, die. pflegen die da 1 ſelbe zu kuͤhlen und zu ſtaͤrcken gebrauchet wer⸗ u legen/ und kann den 605 Tauſendguͤlden⸗ Gebrauch Kraut, Frauenhaar und Rhabarbar in Wein und Wuͤr⸗ vertreibt ſolches ck Aeuſſerlich ſeiner Bluͤthe ſtehet um Maͤy⸗Monat ſamm⸗ zu nutzen. „„ ö Hepatica 21 o. aurea. Hepatica nobilis. Deſſen Golden Leber⸗Araut, oder edel Leben mancherley Geſchlecht. ca nobilis im Lateiniſchen genannt, deſſen wen 606 Gulden · Leber Rraut. den: auch eroͤffuet es die verſtopffte Leber ghet und dienet wider Gelbſucht. Es kan abe a bahn allezeit mit Endivien oder Wegwarten⸗Syrup gl genommen, auch aͤuſſerlich die erhitzte eber pan kuͤhlen aufgeſchlagen werden. dap A a n len het, ge Aachen c baue gf des Bath, Acc 5. ache ichauchun e ede Ahewedgee 8 eg d hd gag Los ch ce dr a fache enn g Mennbungeh . be 10 ech f den auch zweyerley Gattung beschrieben, nem Am d lich eines mit eintzelen ſchlechten Blumen das fg andere aber mit gefallenen Blumen: Deserſt weft t fai Kraut, Hepatica aurea, auch Hepati⸗ ü mit der einfachen Blume, hat blaue Win f wie einen Stern gebildet, wird Hepatlca“ ie rea flore cœruleo genannt, das andere 1 00 U 1 3 Gäldengahaz, uch eröffuet u dd enet wider Gelbſi 1 mit Endivien ger N men auch auſſalch aufgeſchlagen wude Guͤldenoderd Guͤlden Leber⸗Kraut. oy roth guͤlden Leber⸗Kraut, und Hepatica aurea flore rubro bekannt gemacht. Das blaue Edel Leber⸗Kraut beſchreibt Lobelius, daß es dem Sontklee, Oxys Pliniana genannt, faſt gleich ſey, allein daß es nicht ſo ſauer iſt: In dem har⸗ ten Winter/ wenn das Neue Jahr anhebet, oder Geſtalt, auch am Ende des Januarii, dringen erſtlich 3 und die zarten rundten haarigten Stenglein oder 15 Stlehle herfuͤr, gleich wie an braunen Mertz⸗ Violen oder Maßlleben, einer Spannen hoch, mit ſchoͤnen blauen geſtirnten Bluͤmlein gezle⸗ ret: ein jedes Blatt hat ſeinen beſondern Stiel, daran haͤnget es ein wenig zu der Erden gebie⸗ 0 get, welche ſich auch unter dem Schnee verhal⸗ %ten und unverletzt bleiben, an Geſtalt, Farb und Groͤſſe wie die Hedera Helix; der Saame zlden Leber rue Kraut, Hepatia a bilis im Lotelniſhenge uch zweyerley Gallun, nes mit elntztlen dtn e aber mit gefſltal 1 r einfachen Blume nen Stern geblbal he ore cœtuleo gi iſt klein, ſpitzig und braunlicht, die Wurtzel ſchwartz und gantz faſelicht. Matthiolus ſchreibt, daß ſich ſeine Blaͤtter der Haſelwurtzel vergleichen, vornen mit weiſ⸗ ſen Mackeln beſprenget, und auf dem Ruͤcken braunlicht, im Maͤyen bekoͤmmt es ſeine licht⸗ blaue Vlolen oder Blumen, die haben in der Mitten einen haarigten Binzen, wie die Ro⸗ ſen, aus demſelben werde ein rauhes Knoͤpff⸗ lein, darinnen ein lichtblauer, laͤnglichter Saa⸗ me verborgen liege. Die andern Geſchlechter kommen dieſem faſt gleich, auſſer daß ſolche viel ſchoͤnere, und andere farbigte Blumen, ſo zum Theil gefuͤllet, haben. Man findet dieſe Ge⸗ waͤchs in dem Schweltzer⸗Gebuͤrge, auf dem Schwartzwald und andern Orten mehr. Deſſeñ — 68 Göͤlden Leberkraut. Natur, Deſſen Natur, Krafft und Eigenschaft hy een Krafft und ſchreibet Matthiolus, daß diß Kraut warn Eigenſchaft ſey im erſten Grad, und trocken im dri und deſſen Grad; es wollen aber andere, als Dodonzau, Seen daß es mehr kalt als warm ſey, und eroͤffne le verſtopffte Miltz, und nehme folglich dle Kranckheiten hinweg, welche von ſolcher Vn ſtopffung verurſachet werden; kuͤhlet auch ſonderbar die erhitzte Leber. Inſonderheit wird dieſes Kraut geruͤhm, daß es die Leber ſtaͤrcke, und derer Ven, ſtopffung eroͤffne: ſo man das Kraut u 0 Wein ſiedet, und davon teincket, ſo treibt es auh den Harn, reinlget die Nieren und Blase, heilet dit verſehrten Daͤrme, welches auh das davon gebrannte Waſſer thun kan, Ba. ptiſta Sardus ſchreibt, wenn man das Kraut zu Pulver ſtoſſe, und davon einen Löffel voll in einem Trunck ſauren Wein jungen gebro⸗ chenen Knaben eingebe, etliche Tage damſt continuire, ſo heile es ſolche Bruͤche tom Grund aus. Wider die Mundfaͤule werden dieſe Kraͤuter auch geruͤhmet, ſo man die Bla ter ſiedet, und den Mund damit warm gurgelt, deßglelchen auch ſoll es wider Mandeln⸗Ge⸗ ſchwulſt und Zaͤpffleins gute Dlenſte thun; ſo; t v heilet ſolch es auch unden und Geſchwaͤr, ie ah dh mindert die Schmertzen und dienet wider al⸗ che, le hitzige Geſchwulſten. Zu Muß geſtoſ⸗ hen ze ſen, Pflaſter weiſe uͤbergeleget, kuͤhlet es en⸗ faites hitzte Leber und erhitzte Miltz, und poche ſo es den Weibern auf die Schaam 12„ee 175 wird; et Matthiolus, erſten Grab, c e woden abe ame dern Orthen beſchrieben werden. med kalt alswanſe—. pffte Milg, Ind N f 6 beiten hinweg Waden 21. Bru ng verurſachet uu at die erhitzte lehn, onderheit wit digt a die Leber ſtaͤccke m ung eroͤffne: eo nul iedet, und davon ich zen, reinlget die ng t verſehrten dane von gebrannte Mien Fardus ſchteſbt, aum lver ſtoſſe, und daumen n Trunck ſauren Mea, n Knaben eingeht, ach N. uire, ſo heile ts iM. N aus. Wider dit fu N b — 1 caͤuter auch gerühn t und den Mund dann ben auch ſol es ua und Zͤpffleus gu dcs auchrbundaunh nannt, iſt ein klein, glatt und haarig Ge⸗ tie chmee wächs, ſo ſich auf der Erden weit ausbrettet, ge Geſchwulſim J es hat ein geringes in der Erden ſteckendes laſter welſe erg Wuͤrtzleln, aus welchem ſchwancke und ſchma⸗ Leber und erhitg! le und mit gleichen und zarten Lnſen⸗Blaͤt⸗ n Weibern auf dell 8 20 dean RRuch⸗ oder Harn Traut, oder Deſſen Ge⸗ Wegtritt, wird im Lateiniſchen Kier. falt und niaria, auch Folygonum minus, N. 5 Mille Gra- num, Tauſend Koͤrner. Pulver wider die Bruͤche. hat dieſes Kraͤutlein wider die Brüche seht vielmahl mit groſſem Nutzen gebrauchet dahek 810 Harn ⸗Kraut. 8 2 5 5 5.—————— tern beſetzte Reißlein herfuͤr koiumen, an wel, chen der kleine getrungene Saame haͤuffg waͤchſet, dahero er auch Mille Grana oder tau ſend Koͤrner genannt wird, man findet ihn an ſandigen und tꝛockenen Orten, bey den Was ſerbaͤchen; der frantzoͤſiſche Artzt Hollen es auch dem Nahmen Herniaria oder Bruch Kraut erlanget. Es waͤchſet an duͤcken ſa⸗ digten Orthen, zuweilen auch an den Geſig, f 1 — bangen 1 — — — — — . fan f — anch bee +7** lg htte Ther Biß de ehcheſſur 4 den, und bluͤhet im Junio und Julio. In Apothecken werden die Blatter auf, behalten, es kuͤhlet und trocknet, und gebraß ben Nieren. und Blaſenſtein zu zermal men, zum Schleim des Magens und al⸗ dere Thelle, zu Austreibung der Galle und des Waſſers, und in der Gelb⸗Gucht es wird auch gelobet wider den schlange en le hc Das von dieſem Kraut mit Wein berkile g aßhel Decoctum, wird fuͤr den Stein ſehr gel bet, iſt auch ein ſonderbares Mittel wider e Bruͤche, da man denn den Safft davon anne a rothem Wein, 9 Tage lang nach einander ben, ordnen kan, wie dann darbey zu gebrauche f und Nattern Gifft aͤuſſerlich uͤbergelehet und innerlich genuͤtzet. waͤre folgend Pulver. He. Wallwurtz, /. Bruchkraut/ Blaͤtter/ . icht, Ahn W — 0 Jae ds ll chet man es zum Bruͤchen und Harn tre f daſſd! I ö dhe h 3 ten, dd mug aud u wissend en uke nc Harn. Nr 5 Sarn⸗Krant. 611 te Neis 8 5 al lcnhene Durchwachs,. r kleine getrungm 0 Sanickel, N 2 dahero er auch klkcn Schafgarbe, jedes Zij. orner genaunt Wh Von ſolchen allen mache ein Pulver, wel⸗ igen und tockenn dug ches mit genugſamen Wallwurtz Syrup in; der franzöſſche zu einer katwerg gemachet werden kan: ſes Kraͤutlan wong; wann man den Safft trincket, oder das mit groſſem Nugaghi Kraut iſſet, oder an ſtatt eines Pflaſters dem Nahmen Hemm überlegt, ſo dient es auch wider gifftiger terlanget. Eswächen Thiere Biß, das Pflaſter davon heilet Orthen, zuwellen aal„ gut wider die Gelb⸗ nd bluͤhet im Juno cht. Apochen Es hat ſonſt der Wegtrit eine gute Krafft en, es kuͤhlet und tut allerley Fluͤſſe des Lelbes zu ſtillen, und zu an es zum Breichen Kopffen, als da find Bauchflüſſe, tothe * Blaceeh Ruhr, Weiber⸗Hluß, Blutſpeyen, Na⸗ Bere en 4 ſenbluten, ſo man eine Hand voll dieſes m Schlamdet 1 Krauts in weſſſem Wein ſiedet, oder ſo man helle zu Austuibung zu dieſem Tranck ein wenig Honig thut, und sWaſſers dach dem Krancken zu trincken giebt, ſoll es eine uͤber d auch gelobetnbabad die Maſſen heilſame und bewaͤhrte Artzenen Tattern· Gifft/ ah ſeyn, fuͤr die Verſehrungen, Schaͤden und nerlich genüz Verletzung an heimlichen Outhen, bey s von dieſem Kalt eh Mann⸗-und Weibs⸗Perſonen, denn es ſolcher zum, wird für den an Orthen die aͤuſſerſten Schaͤden heilet, wie f auch ein ſonderbant e) Nicolaus Agarius darvon berichtet. he, da man denden ö Das deſtillrte Waſſer dlenet wider alle i Wein 9 Lag in · und aͤu ſſerliche Hitze, wo dieſelbe nur can, wie denn bͤlgll zu ſpuͤren iſt, der Leber, Magen, Mutter, 35 55 Haupt, Nieren, und andern Gliedmaſſen, folgen puln ſtopfft alle Bauchfluͤſſe, roth und weiſſe % Buhr, davon Zij biß Jiiſb. zu nehmen, Iſt ., Wallwuct l 1 Bruchſrui/ 612 Sarn⸗Kraut. auch ein edel Mittel wider die drey⸗ und vier, taͤgige Fieber, wann es vor dem Paroxyſmo 9 nommen wird. 1 Eine Hand voll Harn⸗Kraut, in einem adi Maaß weiſſen Wein geſotten, und davon ger a truncken, treibt Nieren ⸗ und Blaſenſtein uch fort. Wenn man den Kindern vomPulher des cg en Bruch ⸗Krauts eine Meſſerſpitze voll gaht, F achzſch und offt damit continuirt, ſo hellet es I Ia ea Bruͤche, wenn ſie darbey ein dienlich Bach, I Naher lein tragen. ce, Es dienet auch bey jungen Leuten, gar nahe age g lich wider die Bruͤche folgend, gend ne Pulver Pulver. ch Fate wider die Be. Wallwurtz, Ziij. Bruͤche⸗ Durchwachs⸗Saamen, is. Mauß⸗Oehrlein⸗Kraut, eue Engel⸗Kraut, jedes 1 Qventel, ch gehe Jun Aron⸗Wurtz, zſt. lat Mache alles zu Pulver, davon den Kindern 9 alen des Morgens nuͤchtern im Muß eine men Meſſerſpitze voll zu geben. 10 fal f 4 a— u Hieracium. 2:12. Habich⸗Kraut. Na Abich⸗Kraut, wird im Lateinſſchen n ce Derer Ge ⸗ Hieracium genannt, deſſen werden viele. ſchlecht, Ge⸗ ley Geſchlecht beſchrieben, wie dann bey Ja. ſtalt Zeit bernæmontano davon 18. Sorten gemeldel und Orth, werden: das erſtere beſchreibt uns Piolcond ne des mit dem Nahmen Hieracium majus und h Sonchites major, von denen eee Harn Aeg w edel Mittel wit Feber wanncclal n wird. 9 e Hand voll San he weiſſen Mun gen 4 W n, treibt Nierepalz Ven n man den Aeg p. Krauts ein i it damlt contnütt, f he, wenn ſie dab cht agen. dienet auch bey jung ider die Brüche fag Pulor N. Wallwürz, Ji Durchwachs⸗Sau MaußOehrlely en Engel Kraut fahl Aron⸗Wutz z. ache alles zu Pulbet, an des Morgens nüchlam u Meſſerſpitze vol zug 212. Habſche bich⸗Rraut, lie racium genannt, ſchlecht beſchtah, montano davon 18 1: das erſtett bach dem Nahen len tes major, voſ dag ſtaͤndigen wird es auch Accipitrina major ge- nennet: der uͤbrigen Geſchlechter aber, thut er keine Meldung/ da doch nicht fremde iſt daß unterſchiedene Geſchlecht eines Krauts geſun⸗ den werden, wovon ein oder der andere Kraͤu⸗ ter ⸗ Lehrer nicht gedacht haben. Das uns am be⸗ kanteſten aber, oder erſte gemeine Habich⸗ Kraut, hat elne zaſichte Wurtzel, die iſt Span⸗ nen⸗lang, kleinen Fingers dick und voller Milch; die Blaͤtter ſeynd mit weiſſen Unter⸗ ſcheiden zerſchnitten, oder zerſpalten, wie der wilde Lattich oder Gaͤnſe⸗Diſtel, der Stengel iſt rund, gerad mit Staͤmmen oder Holter⸗ lein, rauch, voller kleinen Doͤrnlein, auswen⸗ dig roͤthlicht, inwendig hohl, und faſt auf die anderthalbe Ellen lang, mit vielen Zweiglein und neben⸗Aeſtlein beſetzt, darauf wachſen bleich ⸗gelbe Blumen, der Creutz⸗Wurtz oder Haſen⸗Kohl aͤhnlich, die werden bald zu zar⸗ ten wollichten Knoͤpflein, und fliegen davon wie am Pfaffen⸗Roͤhrlein⸗Kraut, das gantze Kraut iſt voller weiſſen Milch⸗Safft, gleich dem Laͤttich oder Haſen⸗Kohl. Es waͤchſet hin und wieder in den trockenen duͤrren Wie⸗ ſen, in den Weinbergen und Reynen der Acker und Felder. 5 Es iſt unter andern noch ein Ge ches den uͤbrigen vorzuziehen, ſolches findet G man auf dem Schwartz⸗Wald, auf den Gipf⸗ feln der hohen Berge, ſolches ſtecket auch vol⸗ ler Milch wie das erſte, hat eine kurtze ſchwartz⸗ gruͤne ſtumpffe Wurtzel eines Fingers lang 5 und ſchlecht wel⸗ Anderes des Habich⸗ Krauts. Aendfürdenf bf verſchwinden, und vom Wind hinweg geln, d den werden hic Natur und Nicht nur vorbeſchriebene, ſondern ale u nc Eigen⸗ bichs⸗Kraͤuter, haben eine Krafft und Eizen⸗ ee ſchaſt. ſchafft zu kuͤhlen, zu trocknen, zuſammen zu ge y unn gef hen und zu eroͤffnen, desgleichen zu abſterzie aaf ehh und zu ſäubern: Es iſt aber unter allen Hu, ul ſecg bich⸗Kraut Sorten nur eines ſo wegen der e ut Gleichheit halber mit der wilden Ochſen⸗Zung wechut halb Habich⸗Kraut, und halb Ochſen⸗Zung face genennet werden kan, wird ſonſt von den Kral? ſchehe ter ⸗Beſchreibern Hieracium Echioides, und e Bugloſſum luteum zu teutſch aber gelbe Och⸗ 15 Gch ſen⸗Zung genannt; welches auch h 5 — — „dle iſt auch ſafſ nes ſaſt bictmgen dlang und bel tigt ner rauchen Woleihe u wie dle Bal 10 en, die wachſen ungen nd am Ende etwas pte hmonaths wachſa i undte, rauche und anderthalb Spang 0. oder 3 Neben- Ae ſen dicke Knoͤpfean auf rauhen Blaͤttlau zum Julio ſchwer geg ommen die aber glach n nen ſamt ihram schwa verden. icht nur vorbeſchreha e „Kraͤuter, haben erg t zu kühlen, zu tc nd zu eroͤffnen dethahaß u ſaͤubern: Es it te Kraut- Sorten uch bheit halber mitder Habich-Kraut, a net werden fan wien Beſchreibern Henn ſum luteum qu ae zung genannt; e ö 16 16 Habich⸗Kraut. 615 Habich⸗Kraͤutern und der Ochſen⸗Zung elne mittelmaͤßige Krafft hat. Das Habich⸗Kraut friſch zerſchnitten und ah in einem Moͤrſer wohl zerſtoſſen, darnach den Safft ausgedruckt, und deſſen zij. ad Ziij. auf einmahl getruncken, mildert die Schaͤrffe und Nagen des Magens. Es mindert ſolcher Safft auch die Schaͤrffe und Brennen des Harns, und beweget den Leib zur Oeffnung, eroͤffnet auch verſtopffte Leber, und dienet wi⸗ der alle die Gebrechen, welche von hitzigen Urſachen entſtanden ſeyn. Das Kraut gedoͤr⸗ ret, zu Pulver geſtoſſen, und davon 3j. ad 31. mit Waſſer eingenommen, iſt gut wider giff⸗ tiger Thiere Stich und Biß. Aeuſſerlich zu gebrauchen, ſo vertreibt deſ⸗ Aeuſſtrli⸗ ſen Safft die Flecken in den Augen, iſt gut cher Ge⸗ wider anfahenden Staar vertreibt alle Dun⸗ brauch. tert daſſelbe wunderbarlich, ſo man des Tages z bis viermahl, allezeit zwey bis drey Troͤpf⸗ lein davon in die Augen fallen laͤſſet. Oder nimm Habich⸗Kraut⸗Safft der ge⸗ laͤutert iſt, ſchoͤnen lautern Honig, guten alten weiſſen Wein, jedes gleich viel, vermiſche alles unter einander, und verwahr es in ein Glaͤß⸗ lein zum Gebrauch.. Solches ſoll einer, der ein bloͤdes und dun⸗ ckles Geſicht hat, alle Morgen und Abend, jedesmahl z Troͤpflein in die Augen laſſen, es läutert das Geſicht uͤber die Maaſſen wohl, Qa 4 ſchaͤrf⸗ 61 6 i 2 abich ⸗Kraut. f— ſchaͤrffet es, und mag fuͤr ein dienliches Fips kiment gehalten werden. 1 So iſt auch der Habichkraut⸗Safft, wan ſolcher mit Weiber ⸗Milch remperirt wird bo jedem gleich viel, eine heilſame Artzenen wick die Entzuͤndung ber Augen jedesmahliſ paar Troͤpftein darein genetzt und darüber gelt get diener auch wider hitzige d kuͤſſe der Rugg Wider den anfahenden Stahr der Auge nimm gelaͤuterten Habichkraut⸗Safft, Junge fer⸗Honig, jedes 3J. Katzen⸗Galſen, Sc mie es durch einander, und laß kaͤglich z oder g mahl ein paar Troͤpflein in die Augen falleh, ſo wird ſich ſolch anfahendes Fell allgemach wieder verliehren. Wenn man das Habich⸗Krant friſch ß ſet, und wie ein Pflaſter uͤber den Magen l 5 e ht get, ſo wird es deſſen Hitze und Brennen bee en Sah treiben, ſo auch dienet ſolches ſamt der Mun Mute tzel, wenn man es üͤber den Stich der Sconpſo⸗ u, nen und Erdſpinnen leget, zu heilen. ce ————. ucöÿüpf, 213. Gerſte. ne Gestaltung(SErſte, im atelniſchen Hordeum ge 3 W nannt, iſt eine bey jederman bekauble 10 175 der Gerſte. Frucht, welche in Winter und Sommer, Gel. 90 0 ſte abgethetlet wird, ſolches iſt fuͤr Menſchen Set und Vieh, eine unſchaͤtzbare Nahrung. 0 Die Gerſte iſt kalt und trocken im„ Grad, eroͤffnet, faͤubert, nehret, treibt din ah Harn: Es wird aher dö für gehalten, daß ſel⸗ ie de g Hordeu M.. B S — 2— S . — —— . genſchafft Bud Nutzen, — —— 2 — 8— —̃— che eg bes, ind naſftadg gehalten werden. iſt auch der Habichku mit 2 Weiber, Mich. ent leich viel ehre fel 0 zündung dale oͤpfleind darein gent un tet auch wider rl 0 der den anfahender Sh zelaͤuterten Habit tg, jedes J. Kagen geh h einander, und l 0 m paar Den 1 5 fich ſolch anfaßendeh verliehren. un man das Habich ahne d wie ein Pffaſer ide an wird es deſſen Henle ſo auch dienet solches ia un man es über den Suche d Erdſpinnen legt, a —— men und das e daraus wird auch man⸗ cherley zu des J — Aꝛö 7 ñ————-— 213. Hat rſte, in une annt, iſt eine bey fh 1 welche! in Winkel, 18 the 1 wird solch „eine upſch bar 0 Gerte iſt kal 7 eroͤffnet ſaͤubert, K Es wle gaben Ste N che dem Leibe nicht 9 5 viel el Nahrung als der Nocken, Speltz und Weitzen gebe: jedennoch 5 ſolche in der Kuͤche zu vielerley Speiſen. 8 In den Apothecken hat man den Saa⸗ Menſchen Geſundheit in der Artzeney dereiket⸗ Gerſte mit Mandel⸗Milch zu einem Muß gefotten, und mit ein wenig DPoenidien⸗Zucker ſuͤß gemachet, iſt eine heil⸗ ſame Artzeney in Seitenſtechen, Bruſtge⸗ ſchwaͤr, Kungenfucht und allen hitzigen Gebrechen der 4. und Lunge. Es iſt auch eln kraͤfftiges und nuͤrrliches Muͤßlein Muͤßlein wider die Schwind. u id Lungen⸗ 1 1808 die Sucht, folgendes Qa s N. Re in Sucht. Schlaf be⸗ foͤrdert das Gerſten⸗ Muͤßlein. — h:, Mein gebeutelt Gerſten⸗Mehl, Freer Ammel⸗ Mehl, aa. Sij. fai Turn 5 ee Fleiſch von Krebs Schwanen, 180 viij. f Die beyden Mehle ſiede wohl mit genyg⸗ dag ſamer Mandel⸗Milch, die Krebsſchwänhe teck aber ſiede mit dbij. friſcher Geiß⸗ Milch Aces druͤcke ſolche durch ein Tuch, thue ſie her begebe nach zu dem Brey von dem Gerſten⸗Mehl, benin ruͤhr es wohl, und thue ferner darzu dude fe Gelbes von einem Ey, unn i Zucker geſtoſſen, ij. 1 fal Laß es gemaͤchlich uͤber Kohl⸗Feuer ſteden oß u den Mh ein Brey daraus wird, davon gieb dem al man n — 1 Patienten Morgens und Abends u he eſſen. cum So iſt auch die Gerſte ein dienlich Mit Aiſg nee denenjenigen, welche keinen rechten Schlaf c, pluß⸗ haben, ſolchen kan man bereiten folgend Wach uche Gerſten⸗Suͤpplein. e . Gerollte Gerſte Ziij. ſiede ſolche in ge⸗ 60 nugſamen Brunnen⸗Waſſer, bis die⸗ 0 ſelbe zergehet und dicklicht wird, drück A le ſolche durch ein Tuch, und was nicht Kehr durch will thue in einem Moͤrſel, und Nuggegn ſetze noch ferner darbey 5 Hechte Geſchaͤlte Mandeln, ij. eee Kürbis, Citrullen, Melonen⸗ und Ah Cucummer⸗Saamen, ſo alle von 7 K. Schalen gereineget, ꝶ ¹mwwucha a Weiſſen Mag⸗Saamen, 23.3. dagen Stuß gderſhſ 4 Ger. Ammel Mal 9 — Fleiſch van ah Zvijj. e beyden Mehle ſche gh mer Mardel Much lat er ſiede mit i fiſcag rüͤcke ſolche durch end ach zu dem Brey bunu ihr es wohl, undthu sn Gelbes von chend, Zucker geſtoſſg. es gemächlich uber ga ein Brey daraus wit e, machet man ihnen auch ein Gerſten⸗Waſ⸗ Patlenten Morgens un ſer. Be. Gemeine roheGerſte, ij. Zieſer⸗Erbls, 3J. Fenchel⸗Saamen, 3j. ſiede ſolche Stuͤck eſſen. Gerſte. 619 Stoß gemeldte Stuck auf das allerfeineſte, thue ferner darzu Roſen⸗Waſſer, Ziiij. Roſen⸗Zucker, Zij. Druͤck es abermahl durch eln Tuch, und ver⸗ miſche es mit der durchgeſeiheten Gerſte. Laß es ein paar mahl aufſieden, und gieb es dem Krancken in zwey Abenden nach⸗ einander, jedesmahl die Helffte, als ein warmes Suͤpplein, wann er ſich zur Ru⸗ he legen ſoll. 43 Bey dem Milch ⸗Mangel der Saͤugerin 100 7 end Ger⸗ ſten⸗Was⸗ ſer. o iſt auch die Gerſte in Waſſer Menſ. ij. darnach ſeihe es durch jenigen, welche lang um ein Tuch, und laß es die Saͤugerin trincken. „ ſolchen kan man bana Gerſten Siu Gerollte Gerſte ziß n nugſamen Brumm ul ſelbe zergehet uddichl ſolche durch ein Ah n durch will ueber ſete noch fernnbulg, Geſchälte Much Kuͤrbis Cittula, Cucummer/ Sum Schlange a Weiſſen M5 E Es wird auch wider die Bruſt⸗Geſchwaͤr und brennenden Harn, vor einen gemei⸗ nen Tranck gebrauchet, folgendes Gerſten⸗Waſſer. Gerſen⸗ h. Geſchaͤlte und gewaſchene Gerſte, ij. 7 Kleine Roſinen, 5j. ſchwaͤr und Rothe Bruſt⸗Beer, 56. brennenden Geſchabt Suͤßholtz, zij. Harn. Gieß 2 Maaß Waſſer druͤber, laß es gemaͤch⸗ lich ſieden, biß die Gerſte aufſpaltet, ſeihe es hernach, und behalt es am kuͤhlen Ort zum Gebrauch. n Wider Geſchwulſt und hitzige Ent⸗ zuͤndung der Weiber ⸗Bruͤſte. n N. Ger⸗ 620 N . Gaffen Mehl, 50h Wehe bey Pflaſter, lege es warm auf ein Tuch über die Stirn und Schlaͤffe. Moch viel andere nuͤtzliche Mechieamegts tig im erſt⸗und andern Theil dleſes ſchrieben worden. 9 Bohnen⸗Mehl, 3 ſchwulſt Oximel ſimplex, Ziij. und eatzün⸗ Roſen⸗Oehl, 5%. ö dete Wes Ver miſche dieſe Stuͤck wohl unter einander ber⸗Bruͤſte. umd laſſe es fein gemach auf Kohl, Fur ſieden, bis es dick wie ein Brey werde, da⸗ von ſtreich auf ein Tuch, und lege es wan uber die Bruͤſte, wie ein Pflaſter. ö Umſchlag Wann man ein paar Haͤnde voll geroͤſtet, auf annoch warmes Gerſten⸗Mehl mit eben ſo viel in Blasen zezhacktem Hofpen in friſchemBaum⸗Oehlund Stein, Butter röſter und kochet ö hernach wie en Harn? Papp⸗Pflaſter zwiſchen ein doppelt kein Winden Tuch ſtreichet und alſo warm uͤber den Magen und bren⸗ Wund untern Leib ſchlaͤget, ſo wird es verwunden e eee eee nenden ich die Schmertzen von dem Blaſenſtein, Ben. auch das Harnbrennen, oder die Har, Winde, gar geſchwind lindern und ſtillen. Uberſchlag Wider das hitzige Haupt ⸗ Wehe in im Haupt, Siebern. Rec. Gerſten⸗Mehl Hande vol, 25 tempetir es mit friſch ausgepreſſetem Fenchel, f Fiebern. Safft, und friſchen Roſen⸗Oehl, zu einen e 0 eben d recht koͤnnen aus der Gerſte zu inn- und aͤuſſerlſchem e Gebrauch zu des Menſchen Geſundheit be. reitet werden, welche allhier zu wiederholen fuͤr unnoͤthig erachte, weil dererſelben vielfäl- Buchs be⸗ 21% Ghrlich, 0 — Scharlach ⸗Kraut. b *. Gauſten Mage* f„ Bohnen Mu f Oxim N nel liner 0 a Roſen. Oh 30 emiſche dieſe Slücuultg d laſſe es ſen ih den, bis es dick ui U u ſſreich aufein dat Male der die Brüſſe nen ann man ein paar huuſe h warmes G cſten Mela tem Hofpen inſeſchum r röſtee und kocht, ban Pflaſter zwicche eh ſreichet und alſo wann a mern Leib ſchlaͤget owe 55 Schmerzen donde das Warnbrennen eh de, gar geschwind aden der das hitzige Ha. en. Rec. Ganter Mag 7 Charlach⸗Rraut, im Lateintſchen ares mitfuſcham E Hormium genaunt, vergleichet ſich mit Deſſen Ge⸗ und ftiſchen e ſeinen Blaͤttern dem Andorn, nur daß ſie etwas 500 5 5 er, lege es Würm ae geoͤſſer und ein wenig raucher ſeyn der Sten⸗ und! 5 und Schlafe ee gel wird viereckicht, und einer halben er 9 viel andere te hoch a die purpurfarbene Blumen, ſchleſſin aus der Gerſte unn ein Geſetz über das andere her vor, denen ein 2 des Musch at ſchwartzer laͤnglichter Saame in kleinen Häuß⸗ werden, wäcze ae fein nachſolgek welche ſich gegen die Wurzel e lee ed rund andan dhl waͤchſet haͤufſig in Apulien, Ulyrien We en worden. 214. Scharlach⸗Kraut. Hormium, 622 Scharlach ⸗Kraut. Griechen⸗Land, wird auch in Gaͤrten Deutſchland gepflantzet. 11 Eigenschaft Das Scharlach⸗Kraut ſonderlich das Nutzen und wohlriechende, ſo man in Gaͤrten pflantzet füh, Gebrauch, ret in ſeinen Blumen und Blattern die Eigen ſchafft zu waͤrmen, zu trocknen, zu eröffnen, zu zertheilen, Haupt, Nerven, Magen, f und Mutter zu ſtaͤrcken, das ſauer verſal⸗ tzene Gebluͤth zu verſuͤſſen, und zu verbeſſenn, Wunden und Schaͤden zu hellen und zu fü, bern, es muß aber im Julio geſamlet werden, 0 In den Apothecken hat man die Bla, ter mit den Blumen gar ſelten, es machet der Scharlach bald truncken, indem er Dune und Feuchtigkeiten erreget, und in das Haußt treibek; Iſt denen Weinſchencken wohl her kannt, welche es mit Schweffel und anz Sachen in Wein hengen, denſelben damit gz 0 8 verbeſſern und zu verfaͤlſchen. Es ſtillet den 905 11 0 weiſſen Fluß der Weiber, in Wein gelegg, und davon getruncken, es machet das Ge, muͤth froͤlich und erreget Venerem, wann es 0 1 in Baͤdern gebrauchet wird, befördert es ie en 10 monathliche Reinigung Dioſcorides meldet, wenn man das Kraut in Waſſer ſiede 115 0 und uͤberlege ſo verzehre es die Geſchwulſt, 5 und habe eine Krafft die Splitter und Dor⸗ 0 nen aus dem deibe zu ziehen; desgleichenſtll auch das Kraut in Waſſer geſotten und von unten auf damit gebadet, befoͤrdeꝛn den Wel! bern die Geburth. Das Kraut in Butted geſotten, zu einem Saͤlblein gemachel, 1 10 ä — — 7 — — Scharlach 1 hen bond vg 0 Scharlach ⸗Kraut. 623 ſchland gepflanzt, 2 wenig Tacamachaca hinzu gethan, ſoll bey 5 Scharlach. Aae Aufſteigen der Mutter, mit gutem Nutzen uͤber lechende ſo manu den Nabel geleget werden; Scharlach⸗ einen Blumen udn Safft, durch einen Truͤchter in die Baͤr⸗ Lochia zu zu warmen, zu wan, Mutter gelaſſen, ſtillet das uͤberfluͤßtge Blut ⸗ſtillen. Hellen, Haupt Nah fluͤſſen, und Nachgeburth. Der Saame utter zu ſtärckm l iſt gut denjenigen, ſo ſich mit gifftigen Metal⸗ zebluͤth zu verſüſſa n len 5 0 daruber einen boͤſen Magen en und Scha bekommen haben. 5 es muß n Die frſſch⸗gruͤnen Blaͤtter mit Butter und Verſchleim⸗ den Apotheczen en Eyer vermenget, gebacken glebt auch anmu ie Neren. den Blumen gerſlaeh kthige Küchlein, welche die Nieren reinigen 1 N ir ur Geilheit reitzen ſollen. clach bald truncen, la Und ſtaͤrcken, auch zur Geilhe reitz. chene Den Schleim mit Roſen⸗Waſſer aus die⸗ Sache eenene* ſem Krauts Saamen gezogen, hernach mit 5 J denen Wubaz Fenchel ⸗Waſſer vermiſchet, und warm mit weiche es mm Shunt Tuͤchlein uͤber die Augen geſchlagen, benimmet en in Wein hun kuf derſelben Entzuͤndung,Röthe und Schmertzen. ern und zu afin? Das Kraut in Waſſer zu einem Baad ge⸗Verſchleim⸗ en Fluß der Waba eg kochet, und ſolches gebrauchet, ſtaͤrckt und rei⸗ te Mutter, avon getruncken, 6 lh, niget die Mutter von allem kalten Schleim, 95 frölich und erregt ſen vertreibt den weiſſen Fluß, bringet die mo⸗ Monath idern gebrauche wic i nathliche Reinigung, machet fruchtbar Reinigung. athliche Reingug und ſaͤubert die Nieren. 8 wenn man daz ul Der Saame mit Wein getruncken reitzet Beyſchlaff erlege ſo verehre zum Beyſchlaff, zu Pulver gerieden, und zu foͤrdern. be elne Krafft di Spe in einen Tranck oder Speiſe eingenommen, dena then g ſoll er wunderbare Krafft haben, dem ſchwa⸗ ea 1095 enn chen Gedaͤchtniß wieder aufzuhelffen und ſol⸗ Gedaͤchtniß as Kraut in Wa 10 5 1 b Schlaff.* ſtaͤrcken. 8 badet befean ches zu ſtaͤrcken. Et iche pflegen bey. W dau e Zeit ein Saam⸗Koͤrnlein davon 3 die Gevbürdeee ingefallene Unreinigkeiten n zueinn e A Khan, pol das alle hingefalene Unreine 55 % Vilſen Kraut. hinweg nehmen und die Augen ſaͤubern. Son hellet auch das Decoctum vom wilden Schar⸗ ae Naſen: Ge⸗ lach und Roſen⸗Honig die ſtinckenden dig, ſchwär. ſen⸗Geſchwoͤr.„ Sonſt iſt dieſes Kraut ein fürtreſlſch M, ee Weiſſen tel, wider den weiſſen Fluß der Weiber gun e Fluß, Mut, fan es mit Roßmarien kochen, oder deſſen kl. he 55 Auſſtei⸗ Jentz dazu nehmen. Aeuſſerlich dienet es in 1 Mutter⸗Beſchwerungen, auch in der dul. cation ſelbſt applicirt, da es dann dem Blehe⸗ geil nichts nachgiebet. Derowegen wird es auch von einigen Frauen das Mutter⸗Kra! genennet, wegen ſeiner Tugenden, die es inen Mutter⸗Beſchwerung giebet. In Sum, in dieſen dreyen Zuſtaͤnden iſt es ein haupfaͤß 0 lich dienlich Mittel, 1. als in weiſſen Weihen Fluß. 2. Iden Mutter-⸗Erſtickungen, und e z. in der Colica. 0 1 net Hyoſcia- 215 Bilſen⸗Kraut. ö 5 5 + Ilſen⸗Kraut. Hyoſciamus im Lateinſ⸗ 5 Deſſen Ge⸗ A ſchen genannt, iſt in unkerſchledene Ge. ſtalt, Unter⸗ſchlecht zu theilen, als in das Schwartze, und ſcheid, Zeit in das graß und kleine Weiſſe: unter diesen ell und Orth. man nach Fernelii Meynung, das mit den weiſſen Blumen und Saamen zum G. brauch erwehlen, ſolches wird Hyolciamus gen nannt. 1 Das ſchwartze Bilſen⸗Kraut hat an Ge. ſtalt dick rauchhaͤrigte Stengel mit breiten ge linden, wollichten, graulichten und e 8 Ichmittags Ae beg nehmen und dend a 1 1 8 Tauch dag e d. Blattern, oben und Roben 5 ele. 8 71 2 an den Staͤu⸗ f Geſchwar,„geln ſtehen die — 54 8 onſtiſt dieß An Blumen ordent vider den weiſſ⸗*„ lich, neben ein⸗ 5— Roß. eisen ue ander gesetzt un 1 1 bwatken lehne ſind wie Gloͤck⸗ g ain 5 i 13. 1„ 8 dazu nehmen. Jug leimanzuſehẽ:an liter, Beſchwermen a Farbe ſchwartz⸗ n ſ löſt applicikt da gelb, und mit nichts nachgiebet, dung purpur farbene Bilſen⸗Nraut. 627 von eintgen Fraue het Strichen umge⸗ ennet, wegen ſaanee dug ben. Dieſen fol⸗ ter- Beſchwerung gaht gen laͤnglichte ſeſen dreyen Zustande eh 0 eee dienlich Mittel, 1. a Knopfflein, wor Non du innen ein kleiner N Schwaꝛtz⸗bꝛau⸗ nder Colica. 5 5 n nner Saame lieget, an den weiſen Bilſenkraut, 87 ſiehet alles weiſſer haariger und kleiner aus. Ilſen⸗Kraut Hie an ungebauten und ſandigen Orten, und neben ſchen genannt, unden Straſſen, das Weiſſe an den Zaͤunen der bz thellen ab ie Saat, und Brach Ackern, bluͤtet im Junio . ros und kleine Wäg ünd Julio. 5 12 W b Fernell Mul, In den Apothecken hat man die Wurtzel, den n ngo) reinen e! f e e 25 1 e lumen un Saamen und Blaͤtter, es kuͤhlet im dritten und en Seen trocknet im erſten Grad. ich erwehlen, solche nun l 1 * mt. Kraut koͤnte beſſer denn das andere im Leibe ge⸗ Bled 213. Bisse Da ſchwartze Bilſen⸗ Kraut, waͤchſet N 1 9 . ſchrei Ab. f ilſen⸗Galleni Galenus ſchreibt, ob wohl das weiſſe Bilſe Warnung fuͤr den Das ſchwanſ braucher werden ſo ſoll man ſie doch ale gleich Zilſen, t dick rauchhaͤrt 10 einen Gifft fliehen und meiden, denn ſie haben eine Gewaͤchs. en wollichten, ge Re Na⸗ Nutzen brauch. 630 Bilſen⸗ Kraut. Natur an ſich, den Menſchen unſinnig und col a zu machen, ſolches ſoll man abnehmen an den Fiſchen, welche bald tobend werden, wann ſie des Saamens gegeſſen haben: die Huͤner fallen von ihren Balcken herab, wann ſie mit Bilſen-Sag⸗ men grraͤuchert werden, ſo ſie den Saamen eſſen, ſterben ſie davon. Matthiqlus ſchreibt, er ha be Bauer⸗Kinder geſehen, welche Bilſen⸗Sag, men gegeſſen haͤtten, die darüber in ſolche Unſuß nigkeit gerathen, daß die Eltern vermeinet haben, ſie waͤren von boͤſen Geiſt beſeſſen geweſen. So aber jemand mit dem Kraut, Sag, men oder Wurzel waͤre zu Schaden kom⸗ men, der trincke nur alſobald Geiß Milch ober Meth, oder nehme Kuͤrbis⸗Kern, Neſſel⸗Saa⸗ men, Senff, Zwiebel, Knoblauch, Rettich ober Nadis mit Wein ein. Jedennoch dieſem ungeachtet, ſo wird doch und Ge⸗ dieſe Wurtzel maͤſig gebrauchet, ob ſolche ſchn die Eigenſchafft hat, die debens⸗Geiſter in ihrn Einfluß zu hemmen, oder etwann auch in eine Wuth zu bringen, Schmertzen zu ſtillen, Fluſe der Bruſt zu erweichen, Schlaf zu bringen, und Innerlich gebrauchet man nur aamen, drey bis fuͤnff Gran auf einma, und dieſes auch ſelten, zu Stillung des Schmer- e den tzens, anhalten der Blut⸗Fluͤſſe und Ruhren. 10 0 Wider das Blut ⸗ Speyen wird auch nat dem Vilſen⸗Saamen bereitet, folgende Lat, Ul cht hen d. e ate Can z. ICh b chen. d Bunt er unn e al pol N 1 fehr e Syte e 0 5 I Efe 1 . Bigge Masi d Anu b Jacen Much 109 Bir i ſich, den Nase , ſolches ſol mm delche bald tobende gegeſſen haben; lehr ſcken herab, wann ſeet„ ichert werden ſ ſehneg davon. Maio 5 Kinder geſehen, W ſen haͤtten, debian rathen, daß diecllem een von boͤſen Gaſtherſem ber jemand mit den* er Wurtzel wärt zu g trincke nur alsbald Gi 1 0 N Bil ſen⸗Kraut. Liattwerge. Rc. Rother Roſen⸗Zucker. Voiol⸗Zucker, aa. 5j. Quitten Lattwerg, Zl. Belreitete Corallen. Blut⸗Stein. 5h. Quitten⸗Syrup ſo viel noͤthig, eine Lattwer⸗ ge daraus zu machen. 1 Kirſch⸗Baum Gummi, Jj. 6 Bilſen⸗Saamen. Jij. 5 Miſche alles wohl duͤrch einander, und laß den Patienten alle drey oder vier Stunden eine gute Meſſer, Spitze voll davon nehmen. Von gleicher Wüͤrckung iſt auch wider das 62 * Lattwerge wider f Blut⸗ Speyen. der nehme Kirht han Blut⸗Speyen folgend uff, Zwiebel, Knobluthh ut Wein ein. nnoch dicſem ungeuch t urtzel maͤſig gebraucht l nſchafſt hat, die Lebend zu hemmen, oder eu u bringen, Schmerhen pi ſt zu erweichen, Sa en. Inmerlch gang men, drey be fünfdiol s auch ſelten, zu Etlgt halten der Blut F r das Blut⸗Speſch ö en⸗Saamen berate Puter 8 Rc. Bilſen⸗Kraut⸗Saamen, wider Weiſſen Magen⸗Saamen, as, 31. Blut. Bereitete Corallen, Jij. Speyen. Fenchel⸗Saamen, JJ. Maſtich, 10. gr. Weyrauch, 5. gr. Gepulverten Wein⸗Stein, j. Zucker. 5. 955 Miche alles, davon/ auf einmal zu ge⸗ ben. Dieſes Pulver und vorſtehende Lattwerge di 1 Huſten, erwecken einen Schlaf, ſtillen alle Rohren und Schmertzen der Glieder, auch Blutt⸗Speyen. enen wider die Fluͤſſe der Bruſt, und ſtarcken Rr 2 Aus 628 Bilſen⸗Kraut, Aus dem Bilſen⸗Saamen wird auch enn 1 Gel gepreſſet, welches zu Stillung allerhand Schmertzen aͤuſſerlich dienen kan, als in Haupt Wehe, ſtreicht man es uͤber die Schlaͤſfe; man miſchet es auch unter andere Qele, aus wendig zu gebrauchen, iſt auch alſo in Seiten ⸗Stechen dienlich. In den Zahn⸗Schmertzen miſche Bilſam⸗Oel, Gewuͤrtz⸗Naͤgelein⸗Oel, ſehez gleich viel unter einander, duncke es in hohlen ö J 10 1 ku 0 8 ch, 17 1 Gewähſt c ace 3 1 4 7 ſchmertzenden Zahn, ſo wird die Pein bald hy, vonn ae egen 00 . e Bun 216. Johannis ⸗Kraut. een 1 A e if 8 Acheh,teedt 0 e at Nun NI e Jag file 1 g che il. X77 den bin und N 5 0 2 b ve ig N 7 2 1 icbguch, f 112 Fee 0 6 c Gift Nau V. g N a dM 6 Al 2 2 ee f 2 1 1 J 9 f 0 a ——— und Geſtalt/ Ohannis⸗ Kraut, im Lateimiſchen Hype. aeg, Ticum * Bilſen z F —* tal 1 den Biſſn, Sead reſſet, 0 N / welch g 80 zen auſserlch demi g ſtreicht manet ne d auch unter ander d uchen, iſt auch ien E In den ahn Ie . Oel 1 Gab e el unter einander ute enden Zahn fe nu Naſſen.* —— 26. Johann u 005 machet duͤnn, eroͤffnet, ſtaͤrckt das Haupt und die Nieren, treibt den Schweiß und Harn, Johannis Kraut. 629 ricum genannt, hat einen holtzigen roͤchlichten Zeit und Staͤngel, faſt Ellen hoch, mit vielen Zweigen Ort. und durchloͤcherten Blattern, die gelben Blu⸗ meg ſo oben an den Gipffeln ſtehen, laſſen laͤng⸗ lichte Saamen⸗Haͤußlein hinter ſich, worinne ein kleiner ſchwartzer Saame verborgen, der wie Hartz riechet, die Wurtzel iſt auch hart und hol⸗ tzigt. Sie waͤchſet auf duͤrren Wieſen, an He⸗ cken und ungebaueten Orten, und bluͤhet im Julio. In denen Apothecken hat man die Blaͤt⸗Eigen⸗ ter und Blumen, das Kraut ſamt den Blumen ſchafft iſt warm, im erſten und trocken im andern Grad, N iſt ein gut Wund⸗ Kraut, dienet vor den Schlag, fallende Sucht, melancholi⸗ ſche Miltz⸗ Sucht, Stein, Verſtopffung des Urins, und Monat ⸗Reinigung, drey und vier taͤgige Sieber, Huͤfft Wehe, Gelb Sucht, Saͤule, Wuͤrmer, geron⸗ nen Blut Blut ⸗Speyen, Schwind⸗ ſucht, Gifft, Jauberey, und wann einem von boͤſen deuten die Mannheit benommen worden. V. S. Wund Balſam. R. Noch nicht ausgewachſene Johannis⸗ Bluͤmlein, ij. 1 5 5 Ars Schoß Aus dem St. Johannis⸗Kraut kan ein fuͤr⸗ trefflicher Wund⸗Balſam bereitet werden, wel⸗ cher aͤuſſerlich auchſ innerlich zu gebrauchen iſt. Wund ⸗ Balſam. g 626 Johannis⸗Kraut. Schoͤßlein von bluͤhenten Wurd Kraut, 300 Rectificirten Brandewein. Zvj. wein wohl gefaͤrbet, drucke es hernach durch ein Tuch, thue dazu Terpentin. i. Laß es drey Tage und Nacht an einen tog men Orte digeriren, ſo iſt es ein fuͤrtrefflicher Wund ⸗Balſam. del klein mit der Bluͤhe zerhackt, Baum⸗Oel dar, K nannt. Iſt in Heilung der Wunden gut. oder Tin- die Eſſenz oder Tinctur ausgezogen, und crur. durch Fließ⸗Pappier geſeichtet, in einem wohl vermachten Glaſe auf behalten, welche denn auf 20. und mehr Tropffen offt mit einen deſtillr⸗ ten Waſſer eingenommen, nicht nur zu Heilung Verſehrung dienet, ſondern auch zu Abtreibung Beſtillirt nie di ohen 0 en 4 Laß es acht Tage ſtehen, bis ſich der Brande, Saltz. Das aus dem Johannis ⸗Kraut bereite b Soltz dienet wohl in Seiten⸗Stich. Im Brach Monat zwey oder drey Tage nach den vollen Licht, wird das Johannis⸗Kraut geſammlel, uͤber geſchuͤttet, an der Sonne eine Zeitlang ſiehen laſſen, ſo wird ſolches St. Johannis Oel ge⸗ Eſſenꝛ Aus den Blummen wird mit Brandewen der Wunden, Geſchwaͤren, Siſteln und des Sandes, Schleim und Stein der Nieren zu Eroͤffnung innerlicher Verſtopf⸗ ae fung, der Leber, zu Heilung der Gelb und Waſſerſchucht, auch zu den weiſſen Kranckheiten der Weiber und Jungfrauen Das deftillirte e 1 E g e cf 0 de uf eee gent l ß Poe e ide N 0 Sucht fa ervem har ce ggg g bt ahr behaff t dchanauf ach fchgt ei g det W N. Jehan 7 0 ö 01. 0, fl —— gen Kale n Pen ö 0 1 iger üer el 1 an, U 0 — 0 i, dn ae, che i Kalt cn n. l Ven —— —— — WB — —— — . —— e eee choͤßlein von bügerad ö „Kraut, z) ligten Bruenchz 8 acht Tage ſtehen, 5 10 bl gefaͤrbet, deute 8 5 1 ue dazu Lerpenh. z ö 0 es dren Tage und N rte digeriten, ſoſſ ba alſam. aus dem Juhmmniz en ienet wohlin Sei Ene zwey oder drey pn ird das Johann, n it der Bluͤhe zerhult de chüͤttet,an der Samen ſo wird ſolches St. Ju Iſtin Helung der du den Blummen wird us lenz oder Tinduu ung Fließ ⸗Pappier gecccht hten Glaſe auf behal ſ mehr Tropffn oſt ug iſſer eingenommen, uc unden, Geſchwän unden, 09 U rung dienet, ſondernauhl, andes, Schlam u n zu Eroͤffnung mut der Leber, zu Hal Vaſſerſchucht; un heiten der Mela n iſt. i ddeltlate Johan Johannis, Kraut. 637 ſer dienet in allen friſchen Wunden alte/ faule boͤſe Schaͤden von Grund aus zu heilen, davon des Morgens und Abends J. getruncken, und auſſerhalb die Wunden und Schaͤden lau⸗ licht damit gewaſchen, und zarte leinene Tuͤch⸗ lein darein genetzt und uͤbergelegt. Es wird diß Waſſer auch ſonderlich von Trago und Matthiolo wider den Schlag und Fal⸗ lende⸗Sucht geruͤhmet, ſtaͤrcket das Haupt und Nerven, benimmt den Schwindel, zer⸗ theilt das geronnene Gebluͤt, bekommet wohl denjenigen, ſo mit den Durch-Bruch und der rothen⸗Ruhr behafftet, getruncken, und aͤuſſer⸗ lich mit Tuͤchern auf den Bauch geleget. Noch folget eine extraordinari herrliche Be⸗ reitung des Johannis⸗Oels. uͤber gehet, und gut Baum ⸗Oel, daß es zwey 85 Finger uͤber den Wein ſtehet, verlutir den in die digeſtion, dann thue im halben Juni des Morgens, ehe die Sonne auffgehet, einen Theil des Krauts, und vier Theile der Blu⸗ men, zerſtoſſen, in beſagten Kolben, und gieß wieder ſo viel Wein und Oel daran, wie droben, verlutir den Kolben wieder wohl, ſtell ihn wohl ü Rr 4 an olben wohl, und ſtell es an einen lauen Ort, Waſſer Fe. Johannis, Kraut, ſo im May inc Pee Junio, ehe die Blumen heraus ſeyn, gebrochen, reitung Mij. oder q. v. ſtoß im Moͤrſer, thue es in ei⸗ des Jo⸗ nen gloͤſern Kolben, und ſchuͤtte daran weiſſen hannis⸗ ſtarcken Wein, daß er vier quer Finger hoch dar⸗Dels. 632 Johannis⸗Rraut. 8 N*„ an die Sonne, nach zwey Wochen nimm des friſchen Saamens von beſagtem Kraut zj, zer ſtoß ihn, und thue ſolchen zu den andern im Kol⸗ ben, thue wieder ſo viel Oel darzu, daß es ſechh oder ſieben quer Finger daruͤber gehe: Nach dieſem koche es in Mk. bis aller Wein verzehret, zu ſechs oder ſieben IF. dieſes colirten Oels, thus noch gelben Schwefel, Saltz, aa. V. Regen Wuͤrme Miv. Roſen⸗Honig Ziy. Terpentin Ix. Schweine⸗Fett 15 Safft vom weiſen Di tam und Wullkraut aa. ziv. Saffran Zi Wurtzel von weiſſen Diptam, Enzian, Meisten, Wurtz, Baldrian, groß Schell⸗Kraut aa. Fi Myrrhen 3j. Theriaca andr. Zij. Citron⸗ Ker 31. Lordeer iv. Zimmet 3j. Paradiß⸗Holt zl, pulveriſir und thue es mit Spir. vin vj in einen glaͤſernen Kolben, ſtell ihn in MB. in die cigellk on drey gantzer Tage, dann den gantzen Som⸗ mer durch in die Sonne, und verwahr es zum Gebrauch. Maͤnnlein und das Weiblein, ſind beyde einan⸗ der faſt verwanndt, die Wurtzel iſt kurtz un? dicke, mik vielen langen Faſeln behaͤnget, gleich wie die Wurtzel an dem Ruſco, aus der ſelben waͤch/ ö een e dun en ie ute ſchſft e nt an 0 Bitten h c t tts! braun e enehe e ce c aul t het et ud ch in g de fac e Feunck eh. ahecheke koa Rm mhle 1 af ne 2. Zapffen, Kraut, Zungen. an Blatt. ihnen Deſſen Ping 1 ah Geſtalt, Jupfen Braun oder auch ungen Blatt, Tac f Zeit und wird im Lateiniſchen Hyppogloſſum ge⸗ 5 Ort. nannt, deſſen ſind zweyerley Geſchlechte, das 5 gun Nahen me, nach jp Ned. 0 15 Japffen⸗Kraut, Zungenblatt. 633 Oaamengs von beſnn waͤchſet ein runder Stengel, ſtreiffig, gruͤn und und thue ſolchen ſube 5 ſchwanck, gleichwie an der Weißwurtz zu beyden wieder ppc dn Seiten mit dicken ſteiffen aͤderichten Blättern en quer Fug 0 beſetzt, welche ſich faſt den Lorbeer⸗Blaͤttern 10 che eg in Mg. agen gleichen; mitten an den Blattern ſchieſſt no der ſieben tz sein ein klein Blaͤttlein berfuͤr, anzuſehen wie ein en Schmft, Ei Saucen oder angehaͤngtes Zaͤpfflein. Aus Mir. Roe, 99 ö deſſelben Blaͤttleins Urſprung ſchieſſet ein klein weine · Fett y 805 Blümlein o braun roth, hernach wachſen dare D Wulle g ſüün aus kleine Beerlein oder Koͤrnlein V gleich einer en 8 Erbſen, welche erſtlich gruͤn ſeyn, darnach roth Br bn werden, wie am Ruſeo; das andere Geſchlecht Dada gloß Schachs aber ſcheinet dem erſten faſt gleich, allein daß die n 50 1 betbcz t e Blatter ſchmaͤler und ſpitziger ſeyn. Es waͤch⸗ er S. Simmet J Puch ſet gemeiniglich in gebirgigen Orten, ſonderlich * c und thus es mit pr n wo es naß oder feucht iſt, wird in Ungarn, Kaͤrn⸗ 8— s* N 8 Kolben, ſtell ihn ah ken, Tyrol, Franckreich und andern Laͤndern ge⸗ gantzer Tage, dann age funden. ch in die Sonne, und u, In Apotheken wird davon nichts gefunden, Natur, * doch iſt deſſen Natur und Eigenſchafft von einem ſcharffen und bittern Geſchmack, und ſo man die —Wurtzel aufftroͤcknet, zu Pulver ſtoͤſſet, und da⸗ Zapffen,Krauf, y von bey ſchweren Geburten den Weibern Blatt. 30. ad vj. mit ſuͤſſem Wein eingiebt, ſo befoͤrdert f es die Leibes⸗Frucht zur Welt. Mit Wein ge⸗ en · Kraut oder aucun truncken, treibt es den Harn und die verſtockte im Lateiniſchen 5 Monat ⸗Reinigung, wie auch die Nachge⸗ ſſen ſind zwehetlh belt burt. 5 und das Wallaw u Das Kraut oder die Wurtzel zu Pulver ge⸗ erwannbt, de Buß ſtoſſen, einen Loͤffel voll mit warmen Weine ge⸗ vielen langen Faſlhteh kruncken, ſoll die Mutter ſtillen, wenn ſie ſich alſs urtzel an dem üg beweget, daß ſte Ohnmachten verurſachet. Item 1 85 5 7 31. — Eigen. ſchafft und G e⸗ brauch. r 634 Sapffen⸗Kraut, Zungenblatt. Ni 0 51. 1von ſolcher gepulberten Wurtzel mit Wa, wurtz⸗ Brühe, etliche Tage nach einander zu rin cken geben, ſoll den Kindern die daicheheln jedoch ſoll der Ort vorher auch und allezeit met, lem guten Bruch⸗Bande verſehen werden, wal ſich in den erſten Tagen der Bruch alſo heſfig ruͤhret/ gleich als wenn alles Gedaͤrme zum due heraus fallen wolte. Wider die Harn⸗Wig, de und Stein von dieſem Waſſer getruncken, ſol ſonderlich nuͤtzlich ſeyn. 1 In den Hals⸗Geſchwaͤren, dieſelben auß, trocknen und zu heilen, kan uͤber dieſes Krauth truncken gute Huͤlffe erfolgen: dienet auch gh, ſonderlich wider das von Feuchtigkeit herab g⸗ fallene Zͤͤpfflein. 5 Aeuſſerli⸗(Das Pulver vom Kraut und Wurtzeln indie cher Ge Wunde geſtreuet, trocknet ſelbige aus, und hel brauch. ſie. Es wird ebenfalls ſolches Kraut auch den jungen Kindern angehaͤnget, welchen das Zäh lein herab zu fallen pfleget; Etliche nehmen daß a gut Kraut, und ruͤhren das gefallene Zäͤpfflen da un i, mit an, ſo ſoll es ſich wiederum zuruͤck begeben ache c zu fluͤßigen Wunden und Schaͤden wird diess warf c Kraut in und auſſerhalb des Leibes gebraucht, Füthrlagg 5 8— Au an. Hyſtopus 218. Iſopp. fanthet l, prag Sopp, im Lateiniſchen Hyſoppus genannt, 1 50 5 85 deſſen findet ſich wilde und zahme, der al. 15 ſtalt, An- bier abgebildete, ſo auch Kloſter⸗yſopp gerammt 5 terſchied, wird, hat eine harte holtzige Wurtzel, dar ö a geit und entſproſſen viel viereckigte haarichte und gleiche e Ort. 0 Gerten, d ſoſcher gepuldatad Brühe etlich Taxn iben ſoll den Kinden 8 uten Bruch Burden den erſten Tagn ne gleich als wenn alga fallen wolte. Ae Stein von dieſem Din lich nuͤtzlich ſeyn 4 den Hals⸗Geſchwan den Hals⸗Geſchoimſu en und zu heilen, kanthaße en gute Hülffe erſeln lich wider das von Fatzt eZapfflein. 4 as Pulver vom Kraukwit de geſtreuet, trocknttſuüg Es wird ebenfals ſelce n Kindern angehängth nis rab zu fallen pfleget; Ett t, und ruͤhren das geflle⸗ , ſo ſoll es ſich wiedemn nigen Wunden und Eth ein und auſſerhalbdestt — 2ss. Jſeh opp im Lateiniſcabftn ſſen findet ſich wilde n geb ldete, ſo auch Koin hat eine barteholig ſſen viel vierecigtdun — N . „ Gerten, einer guten Spanne hoch, auch in wohl⸗ gebaueten Gaͤrten noch ſo hoch, an derer Gelen⸗ cken wachſen die Gerten, wie am Lavendel, ſind aber weit küͤrtzer, an den Gipffeln ſtehen die Blu⸗ men in einer langen Aehre, und ſind meiſtentheils blau und roth, oder weiß. Der Heyden⸗Hy⸗ ſopp bekommt holtzige rauhe und roͤthlichte Stengel, woran die Blaͤtter ie zwey gegen ein⸗ ander ſtehen, und faſt dem gemeinen Iſopp gleich, doch breiter, laͤnger und haariger, die Blu⸗ men beſtehen in fuͤnff gelben Blaͤttlein, der Saa⸗ melieget in doppelten laͤnglichten und dreyſpalti⸗ gen Haͤuslein. Der Eigen ſchaft und Nutzen. Bruſt⸗ Tranck. cken nach Belieben davon trincken⸗ 636 1 Der zaßme Jſopp bluhet amn Juto und guſto, der andere aber in Map; der erſte with Ort oder durch den Saamen fortgepflanteh und findet man davon in denen Apotheken Ii Blaͤtter und Blumen, ſo im Auguſto geſammlek werden: Es waͤrmet und trocknet im drilken Grad, hat duͤnne Theile, eroͤffnet abſterg rt, auh wird meiſtens in denen Tartariſchen Lunge Kranckheiten, auch wider den Huſten und Ka chen gebrauchet; aͤuſſerlich aber wider die blau Augen, zur Mutter⸗Reinigung, Sauſen deb Iſopp: Rtaut. N 5 durch abgebrochene Zweige an einem luſſtan m 0 Wei 1 ner fn en 0 he 1 ht, ul tags daraus/. 0 ech d fte galt Hufen Ohren, ſo man den Rauch davon durch ah Ah ac Trichter in die Ohren laͤſſet auch zur Mund A nigung und Gurgel⸗Waſſer. ö In Verſtopffung der Lunge, von hem Schleim alten Suſten„ſchweren Athem und Heiſcherkeit, und andern Gehe ſten der Lunge und Bruſt beſtehet des duc meiſte Krafft und Wirckung/ abſonderlſch i nachfolgendem 4 Bruſt⸗Tranck. Rc. Geſchnitten Suͤßholtz 30. Weiß Andorn, Ehrenpreis, Iſopp aa. Mj. e Brruſt⸗ Beer aa. Zis. 1 Zer ſchneid alles, ſiede es in zwey Maaß Waſſt ſo lang man ein Ey hart ſiedet, laß den Kal, Wenn utter lb aden und 50. Napf bac T banuche. Cbfanacch Und Nau e Ait; ehre Apache ante fab Bu „ 5 Namn 6 Iſopp Kraut. 637 i der andere Wa Wenn man Iſopp in ein Tuͤchlein gebunden, abgebrochene ah 15 ein wenig in Wein ſtedet, und ausgedruckt lau⸗ der durch den Sin ndet man davon i f e er und Blumen pin 2 1. 1 a 185 8. : Es wärme* Saamen zu ſchieſſen beginnet, abſchneidet, waͤ⸗ gat den, Fe ſchet, zerhacket, Brantewein daruͤber ſchuͤttet, 8 9 80 vermachet, in warmen Sande acht Tage penn, 0 oder laͤnger ſtehen laͤſſet, wird eine Eſſentz oder 1* 1 cdu Tiactur daraus, welche man durch ein ſauber corguchet auſſellchchen Tuch ſeihen und mit Zucker verſuͤſſen kan: Sol⸗ „ zut Mutter Renz che dienet im Huſten, Engbruͤſtigkeit, Ma⸗ ſo man den Rut hn gen ⸗ Wehe, verlohenen Eſſens Luſt, Grim⸗ er in die Ohren laſſtauhg nen, Mutter⸗Wehe, auch in Schwachheit z und Gurgel⸗Wiſg, der Glieder und Nerven. Dol Verſtopffung der in biß ad 50. Tropffen zu nehmen. Schleim, alten zan ſich eines Schlag⸗Fluſſes befuͤrchten, ſollen ſehr mund Heiſcherket un offt des Jahrs durch davon bis an s Loͤffel voll r Lunge und Brust aß gebrauchen.„ Krafft und Bachm! Es kan auch davon eine gute Bruſt⸗Haupt⸗ gendem Magen- und Mutter⸗Elixir bereitet werden auff folgende Art: Bruſt⸗ Traut Geſchmitten Sith Weiß Andorn, Ehrenpreis, Iſopp aa. M. Friche Feigen, Bruſt, Beer u. N.. jeid ales, ſiedets N man ein En bunt h Belieben davontin 1 s deſſen Roͤthe von unterlauffenen Blut. 0 ee 1 Rc. Ehrenpreis, Iſopp, Majoran, Roſen, Klapproſen aa. Mij. Flerentiner Veyel⸗Wurtz, Roßhub⸗Wurtz aa. 3j. Alant⸗Benedict⸗Oſterlucey⸗Wurtz, aa. 5 C. Zimmet 351. Cordemomi, Cubeben, Aloes, Rothen Sandel aa. 36. R 2 85 n mit Blut lach auff das zugeſchloſſene Auge leget, zertheilet unterlauf⸗ fene Au⸗ Wenn man den Iſopp zu der Zeit, da er im gen. othe 4 iſt von 30. Diejenigen, ſo Bruſt⸗ Haupt⸗ Magen⸗ und Mut⸗ ter⸗Elixir. Naͤge⸗ Iſopp⸗Kraut. Naͤgelein, Muſcat⸗Bluͤht, Fenchel und Anies, aa. 3 ij. 638 5. kronen. Zerhacke alles unter einander, thue e in en ſauber Glas, geuß guten Kirſch⸗ Brantewein daruͤber, daß ſolches vier Finger breit daruͤber g het, vermache es wohl, laß es auff warmen Sand oder an der Sonne etliche Wochen uber ſtehem biß der Zucker wohl vergangen und zerlaſſen ii davon bit zwey Loͤffel voll auff einmahl in obe zehlten Kranckheiten zu geben. die Wuͤrme aus, zertheilet die Waſſerſucht, ſo von Kaͤlte entſpringet fung der verkalteten dert die verſtandene Monat Reinigung. treibet 5ahn⸗Wehe, ſo von Kaͤlte kommen. Jacea. Geſtalt, Zeit und Ort⸗ 119. Freyſaam⸗Kraut. IFReyſaam⸗Rraut im Lateiniſchen Jeces 0 genannt, gewinnet der Geſtalt nach aͤſtge und gleiche Stengel, ſo aus der duͤnnen und zaſt gen Wurtzel auffſchieſſen; die Blaͤtter daran ſind anfangs rund, hernach werden ſie läͤngich und gekerbet, bey deren Urſprung kommen auff langen Stielen mannigfarbige Blumen e Schalen von zwey friſchen ſafftigen Ei, Das deſtillirte JIſopp⸗ Waſſer, ſo mn deſſen Zi trincket, hat oberzehlte Tugenden, wir alle Gebreſten der Bruſt und Lunge, trelbek eroͤffnet die Verſtopf Leber und Milt, erwer⸗ met den Magen und die Mutter, und befor a fufffnfe zn Iſopp⸗Waſſer im Mundelaulich gehalten, vel cal Faien — been b Oe . Ez fh a Eurer e, mhh 1 Athen Bum tende ö et lurch, 1 unden, U e face fei 2 d. Naͤ 2 5 — gelen, Mu d Sreyſaam Kraut. 639 Saen ke Schalen von Wey f f 5 tronen 5/ en. 550 8 29 12 15 5 K 14 N 7 7 1 15 e alles Unter kinn g N 2 Nas, geuß guten 100 1 0* r, daß ſolcheg vier d 2 V er Fuhahh 9— mache es w 60 b 5 8 6 ae wohl f 8 5 n der Sonne elch 9 17 59 5 oune etlch We 7 72 f, N 3 er wohl vgn ö 19 8 g b zwey Löffliul anch 2. Krankheiten zu gan. 7 7 9 10 deſtillitte JPppcht.„ 1„, 85 70 trincket hat obenehllhz— 0 8 abreſten der Brust un l N ürme aus, zerthelkt uh W Kalte entſpringek, kuf 1 der verkalteten Leber 9 Magen und delſlunn 5 2 die verſtandene Mona h die auff fuͤnffe, nemlich zwey Viol ⸗ blaue, zwey Waſſer im Mundꝛlulth weiſſe und einem gelben Blaͤttlein zuſammen ge⸗ Jahn, Wehe, un ſetzt ſind. Dieſe laſſen in faſt dreyeckigten aͤutlein viel kleinen und glaͤntzenden Saamen e von ſich. Es bluͤhet im April, May, und ſchier 119. Freyſaun en den gantzen Sommer durch, und waͤchſet an ſan⸗ eyſaa nannt, gewinnet berg iche Stengel, ſoa urtzel auffschieſſez fangs rund, hangt nal et bey deren Uußſen Stielen mannifab erb m/ Kraut in lin digen Orten. In den Apothecken hat man das gantze Eigen⸗ 5 N 0 eimer ck⸗ 9 N wüde Kraut mit den Blumen, es waͤrmet und trock⸗ ſchaſſt net bey nahe bis im dritten Grad, dahero abſter⸗ und Nu⸗ Art es, dringet durch, incidirt, zertheilet, tauget tzen. vor die Wunden, und treibet den Schweiß, man gebraucht es meiſtens in Hitze(der Kinder) 5 f in Wit, Geſtalt, i Aſmin, im Lateiniſchen auch Jalminum 640 Jiaſtnin. 1 in Raude und Jucken, in zaͤhen unden 90 Schleim und Derssap fung mla ea die Blumen purgiren unten, gleichwie die Mer Nan tzen⸗Veyelen. 1 Aeuſſerlich dienet es zu Wunden uh rent f Schaden, vor das Jucken und die verſtopſß uni te Mutter,(in Baͤdern) z das daraus gebrgß ace te Waſſer befördert den Schweiß /iſt gut wi un t ſchwere Noth, ſonderlich bey Kindern u an ache die fliegende Hitze, wenn ſie Zaͤhne bekam, dun Bil men, dergleichen vor die Frantzoſen. chu 8 1 lcp . a ſhatmn g Nee Nl hn Huch 1 1 D n — — Zeit und O onſt heiſſet man es auch Veyel⸗ Neben dere anf, unt 9 Beer hernach. gibt es mancherley Gattungen: Die gemeſe, Uchwelen x wohlriechende Veyelreb oder Jaſmin mit weſſen a daft Blumen, hat lange biegige duͤnne Gaͤrtlein mit un de Phenle gruͤner Rinde umgeben, daraus von einem ieben nk Knoͤpfflein oder Nerven ſieben ſattgruͤner lau 12 licht ausgeſpitzte weiche Blaͤttlein hervor wach/ ſen, welche den Blaͤttern der Wicken nicht un; f ahnlich, traͤget weiſſe wohl riechende Blaͤttlen Fache Auff die Bluͤmlein folgen graulichte Beeren, z i darinnen runde kleine Saͤmlein mit ſchwarten Ehn 0 Ninglein ſich befinden, ſolche Frucht der But agg aber wird allein in den warmen Landen von die⸗ 15 6 ſem Gewaͤchs geſehen, denn in kalten Landen fa dan len die Bluͤmlein gantz ab, und kommen kült Ja 105 00 Von dieſem Gewaͤchs gebrauchet man 100 5 14 — S— —— d 5 id Jaſinin.— em und Daf er Blumen, aus welchen ein wohlriechendes um 1 p argen Och bereitet wird, auff folgende Manier. Fehelen. 1 eee zue Man nimmt geſtrichene Baumwolle, dun⸗ utter(in Bi. lh cket ſie in Baumoͤhl, oder in unſern Landen allein aſſer leech* a in das friſch⸗ausgepreſſete Mandel⸗Oehl, leget 3 retd deeteſ ſolche Baum, Wolle unter eine Preſſe, ſtreuet Gender dhe die Jaſmin⸗Blüthe daruber, hernach leget man „Zend, wie, wg wieder Baum⸗Wolle, und ſo fort wider die Blu⸗ Fegleichen vor degn men, und alſo unterſchiedlichemahl eins um das * under; endlich preſſet man es wohl durch einan⸗ 220. N der aus, ſo hat man das wohlriechende Jaſmin⸗ zun„ ee Oehl; dieſes Oehl wird ſonderlich zu Parfumi⸗ min, im Wella rung der Handſchuh, Kleider, Paruquen, eheiſſet manche Schnupff⸗Toback und andern Sachen gebrau⸗ s mancherley Gta chet, bißweilen wird es auch unter Pflaſter ge⸗ gechende Vehelnlbezn it menget, denſelben einen guten Geruch zu geben; nen, gat gange beg len wann die Bluͤmlein allein in das Oehl geleget, r Runde umgehen, dm oder ſonſt mit Waſſer deſtillirt werden, geben ſie fflein oder Nerbenſihniz ihren wohlriechenden Geruch keinesweges von ausgeſpitzte weicht Bül ſich. che den Blättam u Die Barbirer pflegen, nach Zwolfferi Vor- Barbier v weiſſe wohl 1 0 ſchrifft folgenden Balſam oder Pomade zu Auff⸗ 9 55 Bluͤmlein ſchengn, ſetzung der Baͤrte zu machen: made. ee, e Kc. Styrax 3j. Jaſmin⸗Oehl gutt. xxx. en runde ae 757 3. 9 J. lein ſich dane er nd Biesen, 2a gr., wird allein inden 1 Muſcatnuß⸗Oehl, ſo viel vonnthen. ewoͤchs geſehen, 1 Vermiſche alles wohl, mache daraus ein Bluͤmlem ganſch, Corpis. hernach. n dieſem Gewich zn 2 Ss 221. 642 meiſter Wurz. l f„ ee e Imperato⸗ 22. Meiſter Wurtz. 9 ae ria. 1 len. e W N NA 5 2 ab püngz! gen. pot Abd Bur in bert tutte , ug eng mg e a, U ce Sch ib gr in ech a de Scgle Derer Ge⸗ M Eiſterwurtz, Aſtrent/ im Lateiniſcheh 1 Tune ſtalt, Zeit* Imperatoria oder Aſtrentia genannt, hat und Ort. den Nahmen von wegen ihrer fuͤrtreffichen Wirckung, ſolche hat ſtreiffigte Stengel 00 ner halben Ellen hoch, an derer Neh, f Zweigen befinden ſich meiſtens drey ref, ſigte Blatter; derer iedes wieder in dren Thel zerſchnitten und am Rande gekerbet it, u oberſt auff dem Stengel ſtehen die Dolden oder Blumen⸗Kraͤntze, ſo voll weiſſer Bluͤn⸗ lein ſind, auff welchem ein weiſſer platter und at voͤlliger Saame folget. Die Wurtzel iſt Dau, Gechrte mens dick, runtzlicht, zaſicht, inwendig weiß,„ 0 m eines tt, a1. 3 Meiſter⸗Wurtz. 643 ele dy eines ſcharffen gewuͤrtzhafften Geſchmacks. Sie bluͤhet im Julio und Auguſto, das Kraut 755 1 ſammlet man im Juljo, und waͤchſet in Italien, * 0 Oeſterreich, Puͤnten und der Schweitz auff den 700 0 ruch/ ſondern auch der hitzige ſcharffe und bren⸗ N nende Geſchmack eine Anzeigung ſolcher ihrer Eigenſchafft, daß ſie uͤber alle Maſſe hitzig ſey, ö denn ſie in der Schaͤrffe alle hitzige Gewuͤrtz, als Paris⸗Koͤrner und Pfeffer uͤbertrifft. Sie I wideerſtehet allen Gifft treibet den Schweiß, lloͤſet allen Schleim von der Bruſt, Nieren 4 und Mutter, zertheilet die Winde, coͤdtet die Eiſter wut At Wuͤrme, ſaͤubert und heilet Geſchwaͤr, befoͤr⸗ Eimpetatet cba bla dert Monat⸗Reinigung und Harn, und ſoll Nahmen von wohn fa ſonderlich in Peſt⸗Seiten gebrauch t werden. tung, solche hat fuß“ Von der Meiſterwurn 3/ gepuͤlvert, halben Elen hech, a vor Ankunfft des vier ⸗taͤgigen Stebels in zen befinden ſich Wi weiſſen Weine eingenommen, und etlich mahl Blätter; derer des Bal wiederhole, ſol ſolches vertreiben, wann der Leib mitten und am Runen vorher purgirt worden iſt. Solch Pulver mit auff dem Stag f Schwein⸗Schmaltz verruͤhrt, und auff die Sit⸗ Blumen ⸗ Kringe, en termaale geſtrichen, dienet wohl. Wider giff⸗ , auff welchem a tiger Thier⸗ oder tollen Hunds Biß dient dis nd a da Pulver auch, ſo man davon 3. ad Jij. in weiſſen 2*. er Saame felge Wein eingibt. ö Ae tasche Wein eingibt, dick, runglich Ache 8 Ss 2 Wider Eſſent. Peſt⸗Pul⸗ ver. ſchwachen Magen und Mutter. 64⁴ Meiſter⸗MWurtz. Wider das Bauch ⸗Grimmen iſt 5 nichts, als ein Paar Scheiblein von der Meiſter⸗ Wurtz geſſen, wann ſolches von kalten Würden ader ſcharffen Schleim koͤmmt, ſtaͤrcket auchn Die Eſſenz von Meiſter⸗ Murg int 5 Brantewein ausgezogen, davon gutt. xv. ad 20% auff einmahl, bisweilen in einem gebrannt 1 Waſſer genommen, ſtaͤrckt die Dauung des Mu,. gens, reiniget und erwaͤrmet die verſchleimte kal⸗ 0 te Mutter, zertheilt die Wind und Blaͤſt in Dir, men, ſtillet Grimmen und Bauch⸗Wehe, befor, 4 dert den Schweiß und monatliche Reinigung 10 loͤſet den Schleim von der Bruſt, und macht hn Auswerffen, vertreibet den ſtinckenden Athen 1 werd aus dem Munde, ſtillet die nachlaſſende drey⸗ un ed vier⸗taͤgigen Fieber, wann ſolche Eſſenn allemal 2. zwey Stundenvor dem Acceſs eingenomm ein An wird. Es verhuͤtet auch den Schlag/ Gich. il ter und fallende Sucht, reiniget die lin 106 6 ren von Sand und Schleim: Gleiche Wir, 8 geh ckung hat auch der Wein, wann in ſolchem du 5 fegen Meiſter⸗Wurtz ſamt dem Kraute geſotten f fickt werden. ge In der Peſt und andern gifftigen anſte geg 5 ckenden Kranckheiten iſt fuͤr ein Præler vaio i 1 fh halten folgend a anf Pulver. it 1 Re. 3 ch 0 ereitet Hirſchhorn aa 76. Saurampf. Sean il, adchm ne 3iJ. Id hang — 2 8 8 8 — 2 Zucker Meiſtrih f als ein N Zucker 5a. geſſen 1 Mache alles unter einander zu fubtilen Pul⸗ harffen S Hen uh ver, davon taͤglich oder uͤber den andern Tag 50. achen la/ ad Ji. in weiſſem Weine zu geben. alen Jaume Vn den Schlag⸗Fluͤſſen und der Schlaf⸗ 1 i on kaaßz Sucht ſchneide dem Patienten die Haare von v ausgezogen hunt der Scheitel des Haupts, ſtoß alsdann friſche mahl, bisweleg hieg ſafftige Meiſterwurtz ſamt einer Zwiebel oder r genommen, äche Knoblauch zu einem Muhs, ſtreue ein wenig reimiget und erwin Saltz drauff, ſtreich es auff ein Tuch, und binde ütter, zertheilt de Winz es alſo uͤber das abgeſchorne Plaͤtzlein, benebenſt ſtillet Grimmen und du blaſe vom Pulver dem Patienten ein wenig in die den Schweiß und nan Naſe.* den Schleim vun iu, Auſſer denen bereits erzehlten Keaͤfften tau⸗ derffen, vertrelht be zal get ſie auch wider das Glieder ⸗Verkrummen und em Munde, ſtilet die val alle kalte Nerven. Affecten, wie man ſie innerlich gigen Fieber wam kahl gebrauchet. ee ee f gepuͤlverten Wurtzel verordnet, und zwar vor Stundenvor dem dacht 5 5 n Es verhütet ach baßt dem Paroxiſmo, ſo heilet ſie das vier⸗taͤgige nd fallende Sucht/ ug,!. 5 ter Wuür⸗ 5 Wer daß Ba Maeiſter⸗ Wurz. 847 Wann man in Wein 3 l. dieſer Aus dem blühenden Kraute wird im Julio Gebrann⸗ And und r a 55 5 on Sand und Scher ein Waſſer gebrennet, ſo man deſſen zij ad Fiib. fon Waſ⸗ bat auch der Wen v. krincket, ſtaͤrcket und erwaͤrmet es den kalten ler/ Wurz amt ze Magen, verzehret den zaͤhen Schleim und n. waͤſſerige Seuchtigkeit in denſelbigen; es in der peſt und ain thut auch ſehr gut der erkalteten Bruſt, Lun⸗ n Kranckheiten i fra ge, Lenden, Nieren und der Mutter, iſt n folgend auch ſonderlich gut den erkalteten unfrucht⸗ Pulve baren Weibern; es treibet den Harn, Gries Maſſterwuz. und Lendenſtein, befoͤrdert die weibliche Beratet Hrſchoned Monat Blähung, treiber aus die Nachge⸗ Saurampf⸗ Sund burt /, und dienet wider die Nachwehen. Scorzoneren Buß Ss müdert ſers Wir⸗ ckung 646 Schwaͤrtel⸗Wurtz. mildert das Stechen in der Seite, ſo un Kalte koͤmmt, zertheilet die geronnene kuh und das geronnene Blut im Leibe, treibet ben he Schweiß„ Waſſerſucht, erwärmt Tier, eh von, machet den maͤfilichen Saamen gesch, hen 10 bringer die erſtorbenen und kalten Kraͤſſte beh 1 anbacſ alten Maͤnnern zu ehelichen Wercken wieh, ſonderlich wann ſolch Waſſer mit halb gutem ce Weine vermiſchet iſt. ede n eie 0 f a N 7 2 0 0 b. Itlens- 322. Geineine Schwaͤrtel⸗ Wg Nl „ Nit an 3** ſtratis. meine Schwaͤrtel⸗Wurtz, blaue urge 5 Gilgen, Veyel⸗Wurtz, aus den unten, en fi Geſtalt ſchiedenen Arten unſerer Veyel⸗Wurtz, ſoln an Putz Ort und Lateiniſchen Iris vulgaris germanica genannt. 8 Zeit. wird, findet man ſolche allein zum Gebrauch in Giſt den Apothecken, und wird Iris genannt, well gi Amden, rer Blumen einem Regenbogen gleichen, der li each Jie ſtalt nach hat es lange Schwerdt⸗ foͤrmige Blaß u f ter, zwiſchen dieſen ſtoͤſſet ein Stengel herb, Hapurgem worauff die Blumen ſtehen, ſo eine Regenbogen eee Farbe an ſich haben. Es hat dieſe Wurhel uk game der Illyriſchen groſſe Verwandniß, doch iſt ſe eke nm ani 5 8 55 hat he Aeckern, wird auch in den Gaͤrten unterhalten ane e 0 5 nicht ſo hart und dichte, und auch nicht ſo woſl⸗ riechend. Sie waͤchſet auff den Wieſen und bluͤhet im Aprill und May. Eigen ⸗ In den Apothecken hat man die Wurzel 0 ſchafft, allein, die im Fruͤhling, ehe ſolche bluͤhet, gehe dice Nutzen ben werden ſoll: Sie waͤrmet und trocknet in ing und Ge⸗ dritten Grad, und hat eine purgirende Kraft, brauc0h. 255 und hat eine purgiren fihne 0 — Schwigg, ert das Stechen dd 4 Schwaͤrtel⸗Wurtz. 647 . komt, zerthele 0. fuͤhret das Waſſer aus, und koͤmmt zu dem Nie⸗ as geronnene Ba ſe⸗ Pulver, ſie wird meiſt fuͤr die Waſſer⸗ weiß), Waſſer 0 ſuchtigen gebraucht, aͤuſerlich tauget ſie vor machet den mil Geflechten und Haut⸗Slecken. Den Ma⸗ el die erſtotbenen a gen und andern Lebens⸗Gliedern iſt ſolche zuwi⸗ Mannern zu chllh der, darum verbeſſert man ſie mit Magen⸗Mit⸗ tlich wann ſolch! 8 teln.. 8 de vermiſcher:. Der aus ſolcher Wurtzel gedruckte und wieder t. 1 g b gelaͤuterte Safft hat die ung das Waſ⸗ ——— fer bey dem Waſſerſuͤchtigen gar bequem und 2. Gemeine Shun haͤuffig auszufuͤhren. Es muß ſolcher Safft meine Schwinn aber mit Manna calabrina oder Violen⸗Syrup Gilgen Vepchlhn wegen ſeiner Schaͤrffe gegeben werden, ſonſt ma⸗ V. ba chet er ei uhen Schlund. e. g. R. Safft denen Arten unſern ul chet er N rauhen 3 michen lis ven von dieſer Wurtzel und blauen Violen⸗Safft, fd 10 115 22. 30. biß ad 3j. oder, wis Herr D. Hoffmann a 3 e wil, des Saffts 5j. Manns 30. ſolches reiche 0 und wan nan in der Cur, das Waſſer zu evacuiren: Et⸗ Blumen einem Renan liche geben Jiifedeſtillirt Waſſer aus dem Saff⸗ 4 Gee e, damit auch den Waſſerſuͤchtigen das Waſſer zwiſchen dieſen fo u auszupurgiren. 8 a auff die Blumen ſtehnſan Aeuferlich wird ſolche Wurtzel gebrauchet Aeuſerli⸗ dean ſcc heben Lie vor Flecken und Ilnreingkeit der Haut der Saſſt danch. lyrischen groſſ Bauen und die Fecula daraus haben Kraͤffte, das(Ole⸗ ſo hart und dichte, a nm trinum) erwaͤrmet, erweichet, zertheilet, zei⸗ nd. See woches i tiget, lindert den Schmertzen, bringet Schlaf, ten, wird auch in due und dienet vor den Krampf, Ohrenklingen und en April und Nn. Schmertzen, Seitenſtechen, Keuchen, Huſten, In den Apethaln u Kroͤpffe, harte Geſchwulſt der Leber und des die im Frühlan e Miltzes, Gliederwehe, Bauchgrimmen, Darm⸗ 2 J. Senn Gicht, blinde guͤldene Ader, Naſen⸗Geſchwaͤr, derben fol und ſo man Schierling oder gifftige Schwaͤmme Grad, und hal, e e m Orad geſſen hat. Ss 4 223. 8 6483 slorentiner Viol⸗Wurtg. & Floren-⸗ N tina. J Illyrica& Florentina genannt, davon ist die erſte die beſtz, und davon gebrah⸗ Wurtzeln. An Ge ſtalt gewinne ſie einen hol aͤſtigen Staͤngel, den die Blaͤteer wie zween ausgebreſtett Fluͤgel umgeben, . n eee räget viel viola „& Blumen, ſo aus 9. Blattern beſtehen, hat auch eine weiſſe, zarte, a ſige Wurtzel, ſo wie die Mertz⸗Veyelgen rie chen. Dieſe beyde ſeyn von der Art nach nicht u niſche nicht unrecht vor die Illyriſchef ſo halten auch die Kauff Leute 19 8 5 5 1 als auff die Venediſche, weil ſie weiſſer und wohl, riechender iſt, und alles dieſes verrichtet, was ſonſt die Illyriſche thut, die andere kommet von Ilh⸗ rien oder Sclavonien,(wie man es heutiges Tages nennet) nach Venedig, weswegen ſolche vor die vechte von jedermann gehalten wird. 4 Dao Illyriſche und Florent ⸗ niſche Viol⸗Wurtz, im Lateiniſchen Ir unterſcheiden, und gebrauchet man die Florent bunt Jam en cache, 10 0 Schl 8 — — — tn, — fluter ⸗ Ju uhber lf k dann Arnis n lber. lachte Kern N ſhwer en derbe a hn det ch get m lach dan dan in in t Hong me e uk he n 0 faber o 1 ih uch „ 5 ſhrgth due, ern 15 Syte umi, Slorentiner Viyol⸗Wurg. 649 Sie waͤrmet und trocknet im 2. Grad inci⸗ dirt, machet einen Auswurff, digerirt, abſter- girt, erweichet, und gebrauchet man ſelbige mei⸗ i ſtens in dem Schleim oder Tartaro der Lun⸗ ug ge, in Huſten, Keuchen, Verſtopffung des Mutter ⸗Fluſſes, und den Bauchgrim⸗ men der Kinder, aͤuſſerlich trocknet ſie die Flecken ug der Haut wann man ſie mit Nieſewurtz und * u Honig vermiſchet, man gebꝛauchet ſie auch unter i Haarpuder. 5 Es ſoll auch die Wurtzel das Haupt ſtaͤrcken, und den Kindern mit Nutzen eingegeben werden, u wider das ſchwere Gebrechen: iſt auch denen dien⸗ i lich, die mit der Genorrhœea behafftet ſeyn, das u Pulver von dieſer Wurtzel mit Roſen⸗Zucker dn vermiſchet, hat mit erfolgeter guter Wuͤrckung f gluͤcklich in dieſem Zufall gedienet. Das Pul⸗ 1 0 ver davon in fiſtulirte Schaͤden geſtreuet, oder 8 Honig zu einen Liniment 5 reiniget 1 dieſelben, trocknet und heilet ſie. Die Zaͤhne mit 0„ 1 dem Pulver gerieben, machet ſie nicht allein urtzel, ſo mie de Maß ſchoͤn, ſonder n trocknet ſie auch. 1 bete%% Es wird auch mit dieſer Wurtzel bereitet fol⸗ 9 gender e heiden, und gebrauchen 0 e 8 nicht unrecht dorde J Laxir⸗Tranck. garit „˖ͤ e Venediſche, wel ſe Tamarißken⸗Rinden. 3ij. der iſt und alles dus ut Odermennig, braun Betonien, Scabioſen, yriſche thut, di umim. Ceordbenediet, Tauſendguͤlden„Kraut- der Schwan„. nennet) nach Puh Wermuth, jedes p. ij. 5 rechte von jedemum hl Ss 75 Kuͤch⸗ 650 Florentiner Viol⸗Wurtz. f ferm KRKlauͤchlein von Lerchen⸗Schwam. 361. cg den 5 N Sennet Blatter. Zi. ncht, Rhebarbara. Si. Fach Anieß und Fenchel. aa. zj. dn Wann alles groͤblich zerhauen, ſo thut eßin N ein weiß zendel Saͤcklein, gieß alten weiſſen Wen 1800 Au Mlenſ. j. darüber laß 24. Stunden ſtehen daten alu des Morgens fruͤhe nuͤchtern ein Glaß voll zu Hau, trincken, und wann es nicht genug wuͤrckt, kag ff, des Abends wider ſo viel getruncken werden. Hehe, Wuͤr⸗ Dieſer Laxir⸗Tranck reiniget den Leih bon Host hl 150 ag die⸗ allen boͤſen Feuchtigkeiten, dienet wider ver ⸗ dar fische e ſehleimte Bruſt und Lunge, ſtetes Huſten Eunrch ſchweren Athem, wehret der verſtopfften Le Jun ber, Miltz, und dienet wider anfangende Wa Dun i ſer⸗Sucht. Wach Nach Gebrauch oben gemeldter Laxir⸗Saͤl, Mh lein, folget auch ein bewaͤhrtes Mittel fuͤ Man dd n und Weibs⸗Perſon, wider die Waſſer⸗Sucht. 105 Gem! a cet, nah 3 Tranck. Ra e 1 Ro. Aſche von Wermuth und von Wache ano ſer⸗Sucht. der an 86. fü inn Blaue Lillien⸗Aſche, zij. d 4h Alten weiſſen Wein Menſ. f. 080 1 Blaue Lilgen, Odermenge, Gund⸗Räl⸗ * Dann ſeihe ſolches 8. mahl durch wie eine Lau, ö ge, darzu thue Zucker Zi. Zimmet⸗Waſſer Jil, 4 Davon laß denſKrancken alle Morgen nuͤh, tern ein halb Quaͤrtel trincken, und wenn solches verbrauchet, ſoll man den Patienten mit z. 15 0 ö und Erdbeer⸗Waſſer, aa. Bj. loxentiner b von darch dd Semct Blätter z hebarbarg. 5. Ameß und Fenchel. u; Slorentiner Viol⸗Wurtz. 651 lep⸗Pulver und einer Meſſerſpitz voll Cremore Tartarĩ vermiſchet, gebuͤhrende laxiren. ann alles groͤllic an 5 ze del S acklün gehn ä J. daruͤber laß 24. dorgens frühe nübmg! n, und wann et niht bends wider ſo viel leſer Laxit Ttanck un boͤſen Feuchtigkeln, 0 imte Btuſt und Lum k ren Athem, 1 Milt, und dient pez Jucht. ach Gebrauch oben gene olget auch ein bewahnte i Jelbs, Perſon, wütr bla Trank. . Aſche von Wermut der. 2a. 5. Blaue Lillien Ache Alten weiſſen Wan! Blaue Lilgen, Aus der Wurtzel wird auch ein Gel zugerich⸗ tet, ſo Oleum Irinum genannt wird. Die in Apothecken befindliche Species Diaireos. Species Dlaireos Ro. Veyel⸗Wurtz 3j. Salamon, Poleykraut, Iſoppen, Suͤßholtz, Gummi, Tragant, Krafftmehl, Feigen, Groſſe Roſinen, ohne Kern, 8 Der friſchen Daddeln aa. iii. Storax calam. ij Jj. Zimmet, Ingber, Pfeffer, Bittere Mandeln, Pinien⸗Koͤrner aa. ij. Miſche es alles zu Species. Meſue Ol. Irinum ſchreibt, man ſoll es machen aus zwey Pfund Blumen, und einem Pfund Wurtzeln, gleich wie das Roſen⸗Oel: Es hat eine gute Krafft zu er⸗ weichen, duͤnn zu machen, zu zertheilen, zu zeiti⸗ gen, und die Schmertzen zu lindern, dahero wird es gebraucht die harten Beulen, die ſtarcken Krppffe, und erſtarreten Gelencke zu erweichen, und Erdbeer, Bf 5— 8— ann ſeihe elche zue 224. Bruſt Beerlein. Bree, zu! bur Bucg 1 Ruſt⸗Beerlein, im Lateiniſchen Juſubæ ſtalt, zeit, von laß den 7. genannt, kommen von einem mit Dor⸗Ort und in halb Quart m nen beſetzten Baum, welcher eine Rinde wie der Fon fan auchet, ſolf wand, Wein⸗ ung. 652 Bruſtbeerlein. Wemſtock hat, und jänglcht gefärbte Bach neben welchen eine bleiche und moſigte Blüth ſich zeiget, worauff laͤnglichte Beeren, wie Oi ven geſtaltet, folgen, die inwendig gelb, auswen⸗ dig aber roͤthlicht ſeyn, und einen harten Kenn haben. So man ſie aber uͤberzeitig wach ſenla, werden ſie ſchwaͤrtzlicht, und ſo man ſie nicht ab⸗ nimmet, fallen ſie von ſelbſt ab. Dieſe zeitige Fruͤchte aber ſind eines lieblichen etwas anhal⸗ tenden Geſchmacks. 6 Man darff dermalen, wie bey vielen zu geſch hen pfleget, ſolchen Baum nicht in Scherben zur Zierde wegen ſeiner ſchoͤnen Bluͤthe 1 5 dev ⸗ . n er u nud aeg 1 fg ul ke fad Aachen wah c fed uta u nichet n , Her ſt fn auch nk! ede ue ee J gaht eam Or wärt uche man f Guten, Seit fwallug g der Le fiche Me d aufg nan de. 1 6 b dum ul ie 1 lauern, 0 Geſchn aeg di puff, a a Btuſthen 4 0 uſtock hat, und gh N Bruſtbeerlein. 653 n welchen eine lleche nh eiget, worauff lan 0 00 ſtaltet, fol 5 3 lieblichen Frucht in Gaͤrten umher tragen, denn A dermalen iſt er nunmehr bey uns in Teutſchland er röthl 05. eng gar gemein und bekannt worden, denn in Nuͤrn⸗ „ So en, ue berg wird er haͤuffig geſehen, und unter die gemei⸗ Oo man ſecha cht nen Obſtbaͤume gezehlet und geſetzet. Der Baum iſſt daurhafftig, und traͤget uber 30. Jahr, und i bedarff keiner ſonderbaren Verpflegung, mag auch leicht ein wenig guten Grund haben, ſo waͤch⸗ ſet er fort. In der Fortpflantzung wird er nur von ſeiner Wurtzel abgeriſſen, und fortgeſetzt. 997% Es waͤchſet in India auch eine Art Bruſt⸗ beer, aber ſie kommen den unſern nicht gleich, werden auch nicht zu uns bracht, laſſen ſich auch nicht wie die unſern aufbehalten. Sie bluͤhen im Majo und Junio, und werden die Beeren im Herbſt geſammlet. 3 5 Sie waͤrmet und feuchtet maͤßiglich, und ge und Ge⸗ J brauchet man ſie in Rauhigkeit der Lungen, prau ch / Fguſten, Seitenſtechen, ſcharffen Harn, der Bruſt⸗ Aufwallung des Gebluͤts, und in Zerna⸗ beer. gung der Nieren und Blaſen iſt es ein fuͤr⸗ treffüches Mittel. 3 Das auffwallende hitzige Blut zu ſtil⸗ len, ſoll man die Bruſtbeerlein in Waſſer ſieden, a und davon trincken, ſo dienen ſolche in obgedach⸗ n ſie ſchwaͤrtzocht uh jn ten Zuſtaͤnden, werden auch alſo gebrauchet in et, fallen ſie von hi Rindsblartern, und in Choleriſchen Seur⸗ te aber ſind eines ale rothen Geſchwaͤren, Eriſpelata genannt, Geſchmacks. machen die gar duͤnne ſubtile§kuͤſſe fein dicklicht an darff dermaln, diba zum Auswerffen. i leget, ſolchen Bum i Wider die Heiſcherkeit und Rauhe des Hal⸗ erde wegen ſeun iin ſes nimmet man die Bruſtbeer ſiedet ſie 84 Nutzen Bruſt⸗ Tranck. Einfacher Brnſtbeer Syrup und deſ⸗ 554 Bruſtbeerlein. Waſſer, und weichet darein die Koͤrnlemn aus u Baum⸗Wolle, und haͤlt dieſelben im Munde. Wider das Seitenſtechen nimm geſauberte Gerſte, MV. Jujuben, der beſten„an No. 10. Suͤßholtz, kleine Roſinen aa. J, ſchnen de, was noͤthig iſt, laß in ſo viel Waſſer, als bel, big, ſieden, druͤck es durch ein Tuch, davon gib dem Krancken allemahl einen guten Trunc Dieſer lindert das Stechen in der Seiten, lo⸗ chet den Durſt, und befoͤrdert den Auswurf, Es wird in den Apothecken auch aus den Bruſtbeeren ein einfacher Syrup bereitet, der iſt dienlich in hitzigen Choleriſchen G ſen Ge⸗ ſchwuͤren, und in Maͤngeln der Bruſt/ E un brauch. Syrup. ge und Kehle, auch der Lufft⸗Roͤhre, wih auch nuͤtzlich zu der Niere und Blaſe gehrau⸗ chet, wovon man Zeit der Noth Loͤffelweſſe neh⸗ men kan. 3 Bruſtbeer Syrup. Rc. Bruſtbeerlein No. 100. Regen⸗Waſſer Wiv. Koche es biß auff die Helffte ein, letzlich wen es colirt, ſo thut man Zucker, bj. darzu, und ko⸗ chet es nach der Kunſt zu Syrup. Dieſen Syrup erwaͤhlet 2woflferus vor deß Meſuæ ſeinen, und dienet wohl in trocknen Suſten, ſo ſich bey Anfang der Pocken und Seitenſtechen einzufinden pfleget, desgleichen in Feranguris und andern Harn⸗Beſchwel⸗ den, desgleichen bey dem Durchlauff⸗ Roch werden zweyerley Arten Syrup zu ma⸗ chen recommendirt, ſo auff folgende Manier zu ſo aufff Bru bereiten ſeyn. wohl, uad Vagchud Garnige CLuſhag! Aue Woaſſen Duzit Sccheſahe u the 1 55% 0 22. N enpeche Gch amm itte Fön nipenn he Hihen n Ben en v0 ec 1, 5 ſt Beute, ſer, und weicher dad m- Wolle und hit N 1 Woder das Sehe berte Gerſtt, MI 5 90 o. Duͤßgolgz, kaun 1 nothig it a laß np 0 5 eden, druͤck eg durch enz ö Krancken allen Gan er lindert das Suh i 5 nur ſt uudbeſtaah Ts wird in den Moe ſtbeeren ein ceufachn enlich in hitigen(ha puren, und in Mig! nd Kehle, auch der Auth 5 nuͤtzich zu der Nutten wovon man Zal det daa kan. Bruſtbeer Syn c. Bruſtbeerlein Na. Ich Regen ⸗Waſſer Pn oche es biß auff die eff irt, ſo thut man Zuteß s nach der Kunſt zu Sg heſen Sprup erwilleln * ſeinen, und diene da ten, ſo ſich ben daa tenſtechen eiu rangurie und andern desgleichen bey den Dun och werden zwehelh. decoumenditt/ puff en ſeyn. 1 rien gefunden, von 5 Wacholder. N 6575 Bruſtbeer Syruß. Re. Bruſtbeer No. 40. 005. Mertz⸗Veyel⸗Saamen, rup. Quitten⸗Kern, Pappel⸗Saamen aa. 5j. Dieſe Stuͤcke koche in Waſſer, laß den drit⸗ ten Theil einſieden, darzu thue 15. Zucker, und koche es zu einem Syrup⸗. 5 DOieotr auff folgende Art: Syrup. Syrup⸗ Be. Bruſtbeer No. 30. Veyel⸗ und Pappel⸗Saamen as. Zx. Gereinigte Gerſte, Suͤßholtz aa. 31 Quitten⸗Kern, Weiſſen Magſaamen, Dragant aa. Jiß. Siede ſolches in gnugſamen Brunnen⸗Waſ⸗ ſer, und thue zu dem ausgedruckten wriſſen Zu⸗ cker Zxij ſiede es zu Syrup. 225. Wacholder⸗Baum. Er Wacholder⸗Baum wird in zweyer⸗Geſtalt, Vley Geſchlecht gefunden, groß und klein, Arten ⸗ iſt ein iedermann bekanntes Gewaͤchs, aber bey Zeit und uns waͤchſet nur das kleine, ſolches wird im Latei⸗ rt. 8 Juniperus niſchen Juniperus genannt; der groſſe aber ſtei⸗ get in die Hohe, wie ein rechter Baum mit ſchoͤ⸗ nen groſſen Beeren, wird in Italien und Hetru⸗ ſachem flieſſet ein nuͤtzliches Hartz oder Gummi, ſo ſich mit dem Maſtix ver⸗ gleichet, wird in den Apothecken Sandaraca oder sandaraea VFernix, das iſt, crockener Fuͤrniß genannt. L. Vernix. Beyde Eigen⸗ ſchafft, und Nutze Des Wa⸗ choldre⸗ baums, Art und Frucht. Deſſen Eigen⸗ ſchafft. Wacholder. A N. 15 N Beyde Geſchlecht e des Wachholders, als Staude und D 0 N N ſchaͤbig, der Staff aber bey uns nicht ä 8 N N dick. Die Wacholderbeer ſind erſtlich grün, darnach werden ſie zeitig, und ſchwartz, rund und groß wie Erbſen, haben ein braunrothes schaf lichtes Fleiſch, eines hartzigen ſuͤßlichten G. ſchmacks, in welchen drey ablaͤnglichte dreyeckil Kernen ſtecken. Der Wacholder waͤchſet auf ungebauelnn Erdreich, in Waͤldern, Bergen, auch auf ebenen Feldern, unter andern Stauden, hat nebſt ſe⸗ nen Beeren die Eigenſchafft alles zaͤhe und ſchleumige zu erduͤnnen, alles ſcharffe zu mildern, alle Verſtopffung der kleinen Aederlein zu er⸗ oͤffnen, die Nerven zu ſtaͤrcken, den Harn zu treiben, das Geſicht zu ſtaͤrcken. Das Holtz iſt warm und trocken im z.* * 8 15 Roßmarin, doch N ſchmaͤler und ſtach⸗ 8505 lichter, gruͤnen N 0* ſtets, das Holt if 2 08 N feſt, wehrhaft, 5 1088 wohlriechend/ roch, 5 licht und fett, die 2 Rinde rauch und Fand h fl g 4 1 0 eh s gale müheſten. gen on 1* eß. „ bachel unden gr n dal . e eber u traben Ae zerthei Ader Auf a Grüne Nach, ug dude, J hutt, acholber 1 1 9 ö 1 en 60 17 ra an ef abc ge c Aach —— — het, Ian ki e he Guse 0 Ihen f 0 15h 2 — — 27 4 1 f 4 e 0 72 60 ah „ f. 0 N 0 — n 0 ö 0 a . IN. 1 8 17 1 ih 0 0 ö b A 5 etwas relinoſiſch iſt, treiben den Harn und Schweiß. e 5 Die Wacholder⸗ Beeren waͤren wohl werth, von derer Krafft und Guͤte etwas weit⸗ läufftiger zu gedencken. Galenus meldet, daß ſolche die Leber und Nieren reinigen, den Darn treiben, den groben kalten und zaͤhen Schleim zertheilen. So auch ſollen ſie gut ſeyn wider Auffblaͤhung und Geſchwulſt, wider Grimmen und Schmergen des De Wacholdetber Bauchs, auch gifftiger Thiere Biß und ach werden ſie zeitig bft wie Erbſen, haben in un lite r. is Fleiſch, eines hartz ach, in welchen dich daß en ſtecken. der Wacholder eich/ in Waͤldern, rn/ unter andern mige zu erdüuͤnnen ae Zerſtopffung der 7 en, deb dere 5 Stiche. Item wider Auffſtoſſen der Baͤr⸗ Wacholder Beer im Wein geſotten dienet Kindern, ſo einen ſchweren Athem haben, daß ſie auch bisweilen Blut mit aus werffen, niht die Beer auff gedachte Art gebrauchet, verzehren allerhand boͤſe Feuchtigkeiten, iſt auch eine 350 gute Artzney wider den Lenden ⸗Stein, wider⸗ ö ſtehen auch der Peſt, ſo man die Beer im Mun⸗ Beeren die Eigene de zerkauet. eiben, das Geſich 8 Holtz iſt warm en Brantewein aber 8 2K wieder Wenn man einen Theil Wacholderbeer Wachol⸗ mit Brantewein bedeckt, das Gefaͤß wohl zuma der⸗Bran⸗ chet, vier Tage ſtehen laͤſſet, hernach den gebran⸗ Lew ein ten Wein davon ſeiget, und die Beer wohl aus⸗ n druckt, den ausgedruckt 5 anzuſe⸗ zen Sicher Mittel die ver⸗ Roͤthe, Zimmet, Myrrhen, aa, 3 ſiede ſolcheß ſtopfften in Beyfuß⸗Waſſer, biß der dritte Thei eingeſil enies zu treiben. Macholder. * 668 25 wieder auff friſch⸗geſt oſſeue Beele gieſſet, Fer Tage ſtehen laͤſſet, dann ausdrucket, und ſolcheg auch alſo zum dritten mahle thut, ſo findet man 0 Ju 0 Puchdeh 4 einen fuͤrtrefflichen Wacholder⸗Brantewein, Andere ſchreiben, daß die Lauge von ge brannter Wacholderbeer⸗Aſche mit Wan gemachet, den Stein ſichtbarlich abtreibe, ag daß auch viel Waſſerſuͤchtige davon befke worden, die ſolche Lauge getruncken haben. Ey ſich der Stein ruͤhret, ſoll man dieſes Weins zue Loͤffel voll nehmen, mit andern weiſſen Wee vermiſchen, warm trincken, darnach in ein den, den⸗Bad mit Pappeln und Camillen abgeſlke ten ſetzen, und darinnen eine halbe Stunde blaß ben. Die verſtandene Monat Reinigung zu befoͤrdern nimm Wacholderbeer, Mj. Farben ten, ſeihe es, und thue Borrax 3j. darzu, dapon 1 15 nen guten Trunck thun. Die Wacholderbeeren befoͤrdern auch die Geburt, und treiben Nachgeburt auß ſtaͤrcken den kalten ſchwachen Magen, bee foͤrdern die Daͤuung, ſind gut den Haupt werden auch bey den Frantzoſen⸗Curen ge⸗ brauchet. Die Wacholderbeeren gekaͤuet, vertreiben das kalte und ſchneidende Waſſer/ und iſt derſelben Krafft wunderbarlich den Steck Sluß abzuhalten, wann ſie nur vor dem Scha eingenommen werden. 0 8 nel . gewche ſoll der Patiente taglich zwey⸗ oder dreymahl e, feln Br uc d I 1 ute che 90 Jh aden, Net M Fpales zu Uitwum. Ni E ch ſarſchel ges hätt, dun idea Wuelh, 0 enburgg Gun lame a N 5 f 1 und Bruſt Kranckheiten, in der Colick, Nihah % tach 0 Kite fn 0 at gt 2 —— 1 1* dag/ e — — — ſhſtgeht — 1 ae geſteh n laͤſſet, 10 In der Peſt wird auch das Wacholder⸗ 1 0 zum dritten null Doltz mit Nutzen gebraucht, und davon bereitet . fürtreffichen Wich folgende Art Ander ſchre ben, ha Räucher⸗Kertzlein. Raucher unter Wacholdahm, Ro. Wacholder⸗Holtz, gelb Sandel, Para- Kertzen achet, den Stain ſcchu dies⸗Holtz, Weyrauch„Wacholderbcer, in Peſt⸗ auch vel Waſſaſthg aa. 3uj. Zeiten. den de ſoche un Agtſtein, Nosmarin⸗Bluͤht, aa. 3j. der Stein ruͤhret ena Muſcat-Nuͤſſe, Naͤgelein, aa. 7 C. cl voll nehmen, meu Stoß alles zu zartem Pulver, thue darzu miſchen, warm tritt a ene 5 Bad mit p Benzoin, Storax, aa. 5/ 9 „Dad mit Pappeln ul 8. 1 3 ä inden⸗Kohlen mit Brantewein begoſſen ſeßen, und darinnen auch 155„ goſſen, und gar ſubtil zerſtoſſen, ſo vil, als das andere * alles waͤget, darnach waͤrme einen Moͤr ſer mit Die verſtanden⸗ n ſeinen Stoͤſſer, darein thue Landanum mit ein we⸗ cfordernnimm Witllh nig Terpentin, ſo werden ſie weich wie Teig, darzu the, Zimmtt, Muthara bermiſche alle obbeſchriebene Stuͤcle, und mache Beyfuß⸗Waſſer, büßen mit eingeweichetem Dragant einen ſtarcken ſeihe es, und thue Bunz! Teig, den durcharbeite wohl darnach waltze ihn der Patiente taglich pay auff einem Brete, ſchneide Stuͤcklein davon, und zuten Trunck thun. mache Rauch⸗Kertzlein daraus. Die Wacholdetbnn Das Gummi, ſo Sandaraca oder Vernix Gebrauch Bebutt, und wbelſih genannt, waͤrmet und trocknet im erſten(Andere des Gum⸗ ken den kalten ſchwahh ſetzen im andern) Grad; man gebrauchet ion in mi. en die Daͤuung/ ag erven⸗Beſchwerden, Relolution, kalten Con- „Bruſt Kranckheh tracturen 8. iſt auch in Haupt-Kranckbeiten gut „aach ber den Fran die von Kalte kommen; mit einem Eyerklar zu n enn iche einem Liniment gemacht, und auff Stirn und cher. Di woe a Schlaͤffe geleget, ſtilet das Naſenbluten. eiben das kälte mn Nachfolgende Stuͤcke werden aus dem Wa⸗ Was aus dab Kruft en cholder bereitet, und mit groſſem Nutzen gebrau⸗ dem Wa⸗ abzuhalten, wann ſelk 5 T 5 chet: older, nommen werden. wis ls 1. das Waſſer, 2. der Hyiritu, 3. ö 0 0 15 Saane dee der be 660 Wacholder. er bereie⸗ tet wird⸗ chet: A das Gel aus den Beeren, 4. das Gel aus dem Holtz, F. das Saltz aus der Aſche der Beeren, i bu 6. Roobo der Wachholder⸗Mus, 7. der gum 0 11 michte Extract aus dem Holtz und der Rinde, 10 7 e 065ů Ran 8. der Extract aus den duͤrren Beeren, 9. bed 1 l Wacholder ⸗Elixir, ſolches kan man alſoh 2500 reiten: en Schl . Rc. Roobo von Wacholderbeer, 10. 11. oder ae der⸗Eliir. 12. Loͤffel voll. facht Vermiſch es wohl mit Wacholder Acqua e digerir es ein Zeitlang bey gelinder Warme an mcc der Sonnen, ſo wird ſich ein Wacholder⸗ Elen eg zeigen, wider den Stein und kalten Magen Ir Degen andern Kraͤffte zu geſchweigen. Dol. 1. Löf⸗ 1 fluch, fel voll. i an e dan Der Wachholder ⸗Syiritus und das brenneſbe qs Nude 155 5 Gel ſind maͤchtige Artzueyen, den Weibs⸗Per⸗ e 0 Oels und ſonen die verſtandene Monat⸗Reinigung zu be, anwehe Doeſi. foͤrdern, die Verſtopfſung der Leber und Mig 0 Ech zu eroͤffnen, den Grieß und zaͤhen Schleim aus h 6 ben den Nieren und Blaſe auszuziehen, ſind auch gut Tage ec wider die Peſt, und den Harn und Schweiß yu geber, treiben. Wenn das Oel äuſſerlich gebrauch i gehn wird, ſtaͤrckt es die Nieren, und loͤſet die hart gt Knoten auff. Die Dol. des Spiritus iſt. u ich, e Bruͤhe, und des Oels gutt. ij. ad XV. in einem Pm dez —.— — „ — eeigenen Waſſer oder andern Liquore zu nehmen, ö 5 101 8 2 16 2 an Melee 226. Welſche Nuß. an e Ni Deſſen Wolcb dußbaum, ſo im Lateiniſchen 1 Geſtalt, Juglans genannt, wird auch, weil 15 n due f 0 i 780— 0 As 1. das Thaße⸗ 0,10 Oel aus den Vena 5, f. das Salt Noobo der W Welſche Nußbaum. ſtesmal aus Perſien in Griechenland gebracht 0 worden, Nux regia, die Frucht auch Nuces Per- 11 10 N ſicæ benamſet, dieſer Baum hat an Geſtalt einen die Fre* f. hohen, dicken, harten, aſtigen Stamm, mit einer te Extract qus dem a r 5 r Kr aſchenfarbenen Rinde, die Bluͤthe ſind gelblichte 1 ß 1025 deh lan Kaͤtzlein, ſo bey dem Urſprung der Blaͤtter her⸗ 1 Elli, dige für kommen, die Fruͤchte ſind rund, und mit ei⸗ Ne. Roobo von Wutllehh 1 12. Löffel oo. Ver miſch es gohl nt dug werden ſie ſelten in, aber wol neben die Gaͤrten we⸗ err es ein Zeitlang beg gen ihres machenden groſſen Schattens gepflan⸗ Sennen, ſo wiſdſſch aua tzet; die Fruͤchte werden im September reiff. en, wider den Stenund g ern Krͤͤffte zu chan voll * f Der Wachholber Hen für das Auffſteigen der Mutter, unmaßi⸗ L ſind mächtige Ara Je r tonat?⸗ Reini ung, Durchbruch, in die verſtandene Mea Nierenwehe und Colic, die Gummi zu g NM Ners n 91 nee zu den hitzigen Geſchwuͤren; die el del en, Wurtzel gekocht, iſt gut fuͤr das viertaͤ⸗ Nieten und dee gige Fieber, die mittlere Rinde davon lin⸗ er die Peſt, und h dert das Zahnwehe; der Safft aus der en. Wenn das dan Wurtzel purgirt hefftig, und dienet fuͤr das Hauptwehe, Fieber, Gliederwehe, Poda⸗ oten auff. D ole gra, ſo man das Gemaͤcht damit beſtreichet, be, und des Olga) färbt es die Haar auff dem Haupt ſchwartz. „en Waſſer oder dale“ Die Schwaͤmme ſind gut in Brüchen. 3 0 d, ſtaͤrckt es die Niem — 1 Die aͤuſſern gruͤnen Schelffen, und 226. Weſſh die innere Ninde des Baums gedoͤrret, Walch Nußbaum erregen Brechen. Eben dieſe Rinde, Tt 3 ſo f 0 juglans genau, 10% 9 8 den Schwachheiten der Nieren. Aeuſſer⸗ 661 Ort und Zeit. ner gruͤnen Schelffe umgeben, haben harte Schalen und weißgelbe Haͤutlein, wachſen gern an bergigen feuchten und kuͤhlen Orten, bey uns Die grunen Blaͤtter vertreiben aͤuſſer⸗ Eigen⸗ lich die Milch und die Wurm in den ſchaft, und Wunden; die Kaͤtzlein oder Bluͤhe dienen Nutzen 662 Welſche Nuß Baum. ſoſie friſch in Eßig geweichet und auff die Puls 1 und Fußſohlen gebunden wird, ziehet ſie Blaſen in hitz gen Fiebern. Die friſchen Nuͤſſe ſud 9 warm im erſten, trocken im andern Grad, ertwen chen, widerſtehen dem Gifft, treiben die Mongſ⸗ Remigung, und prærſerviren vor Peſt: Aeuſ/ ſerlich tilgen ſie die Geſchwuͤre des Mundes und die blau geſchlagenen Flecken der Haut; dat Haͤutlein um den Kern iſt ein gewiſſes Mi tel wider die Colick. Das Kreutz zwiſchen dem Kern wird geruͤhmet wider ſchwere Geburt Seitenſtechen, Colick, Geſchwuͤr der Meere ur d Doͤrner; aͤuſſerlich fuͤr gefallen Za, lein. Eingemachte Nuͤſſe machen Luſt u eſſen, helffen daͤuen, ſtaͤrcken den Magen, und de Frucht im Mutterleibe, bewahren für Mißge bähren und der Peſt, befroͤdern auch verſtandene Monat⸗Reinigung. Das aus dem gruͤnen Saß, te oder von Schelffen bereitete Aqua vomi. toria machet Erbrechen. Das aus den unreif fen Nuͤſſen gebrannte Waſſer trabet din Gifft aus, und nutzet vor die innerliche High, dreytaͤgige Feber, Wuͤrme, geronnen Gebluͤ, Schwindel, Kopff⸗Schmertzen, fallend und Waſſer⸗Sucht, Nieren- und Blaſen⸗Steil; aͤuſſerlich fuͤr die Geſchwuͤre an Schenckeln und Gliedmaſſen. Das aus den friſchen Nuͤſſen mit Wein gebrannte Maſſer it gut fuͤr die bleiche Farbe der Jungfern. Das Rob Nuceum ſive Diacaryon iſt vor die duͤnnen Fluͤſſe des Haupts, Hals⸗ Geſchwuͤr, Mund Blaͤtterlein, geſchwollen Mandel und 7 igkei 1 bft i delt walt de ien g echt 0 0 Ade fat lich 1 Muaten unrl a Sens Nie e 27, ant Leech ſiehnda, e Ipanſce bach Le geg ltdurcſch h end a Make tz lee —— —— —— — 2 — — lage dude U un ei e Conn 0 acht t U cunmi! ——— Welſch 1 Tuch in Egg gc Gummi Lacca. 663 Jagden gennhen ſtigkeit. Das Elecduarium oder Nuß⸗Lat⸗ 1 Dee werge widerſtehet dem Gifft. Das aus den erſten, trocken Schalen deſtillirte Oehl iſt dem Vitriol⸗ widerſtehen dem G8 Oehl verwandt, dienet vor Gifft und Peſt. Das gung, und praſen aus den Nuͤſſen gepreſſte Oehl erwaͤrmet, trock⸗ ch tgen ſie die Gch net, erweicht, zertheilt, lindert das Podagra, de blau geschlagene dh, vertreibet die blaſſe Farbe, Colie und Wuͤrmer. itlein um den Aung Aeuſſerlich wird es zu den Geſchwulſten, con⸗ der die Colick. Daz 0 tracten Nerven, auffgerißnen Bruſtwärtzel, 1 wird gerſhme eingewurtzelter Kraͤtze, Brand, blauen Maͤh⸗ e e wien dern und Ahrenſauſen geruͤhmet. Der Eßi tenſtechen, Colſck, Gi. nen ges e . a von den Nuͤſſen dienet wider das Gifft. Lorner, auſſerlch fei f 5 Eingemachten cht im Mutterliebe, hac belffen daͤnen, teh 227. Gummi Lacca. N 5 0. 8„ 20e 00 Acca wird insgemein Gummi Lacca genant, en und der Peſt, betta Lon ſolcher ſind unterſchiedene Meyn unger Geſtalt, hat, Momigung, Di un, fuͤrhanden, ob um die Zweige und Ruthenund Ort. ron Schelffen bern des Indianiſchen Bruſtbeer⸗Baͤumleins als ein machet Erbrechen, dun ſonderbares Gummi wachſen, ſo in den Apothe⸗ Nuͤſſen gebrannte ß cken Lacca genannt wird, klebt faſt wie Koͤrner aut, und ane un len an, iſt durchſichtig, feuerroth, auff ſchwartz ſich agige Feber, Wurm) a ziehend, inwendig durchloͤchert, worinnen ein 1 dapf⸗ Shen ſchwartze Materie ſtecket, welche ſich gern zerrei⸗ binde, Nos Sthne ben laͤſſt; dieſes Gummi hat keinen ſonderbaren er Sucht; We Geſchmack, machet den Speichel gantz roth /zer⸗ lich für de dene gehet auch im Waſſer, und gibt demſelben eine Gliedmaſſen. Du a hoch rothe Farbe oder Tinctur. Es wird auch en mit Wein gehen Meldung von einer Arabiſchen Lacca gethan, ſo e die hleſche Farbe hu des Dioſc. Cancamum ſeyn ſoll, hat gantz keinen Nuten lire Baenn Geruch, und iſt uns unbekant. So findet ſich des Haupts Hui den auch die Gummi Lacca Officin, davon Gartias ab terlem, geſchwolen hals Tt 4 Horte 364 Gummi Lacca. lag Wate„und Martaba, wie auch Malavar he, kannten Baumes, von den gefluͤgelten Omei⸗ Bienen der Honig bereitet, und an die Aeſte der Baume hin und wieder gehaͤnget, dahero man dieſelbe auch mit den Aeſtlein zu uns br get. Andere melden, ſie ſchwitze von ſich ſelbſten aus, und wachſe hernach an den Aeſten zuſamen; Dieſe Meynung ſchemer wohl die ſicherſte. in der formiret wird, und dieſe iſt auch zweherlen aß gemeine und Florentiner ⸗Lacc, bie gar ſchoͤn falk, andern Grad, machet duͤnn, eroͤffnet, reiniget das brauchet in Verſtopffung des Miltzes, der Gil, len, Blaſen, Leber und Lungen, in der Waſſis⸗ ſucht, Gelbſucht und Keuchen, LungenGeſchwür, in Austreibung der Kinds⸗Blattern, der rothen Sucht und anſteckenden Peſt, treibet auch die monatliche Reinigung, ꝛc. Die alten Medici haben es in den Pocken ge, brauchet, desgleichen in langwierigen Krauck⸗ heiten, den Urin zu treiben, und iſt ſein Gebrauch ſicher; die neuen aber gebrauchen es fiken, let ö Horte meldet, ſolche werde aus einem Safft 0 fen(indem ſie ſelbige auſſaugen,) wie von den n Artzuey. Laccæ globiulatu, weil ſie gemeiniglich inKuͤglen deten 00 . dan de 6h eines hohen und in Bengera, begu oder da. e s, pale 1 Hlerlch Nag Hereltten Humm e Sie iſt ein trocknes Hartz, den rothen Muf⸗ kerl Mahler⸗ rhen gleich. Man findet auch eine Art von eilig 11715 Lacca die⸗ irdiſchen kuͤuſtlich bereiteten Lacca, welche habüͤchtn net nicht ſich die Mahler bedienen, und dieſe nennet man aun 1 Scglkeaut⸗ Dam di Die natuͤrliche Cacca waͤrmet nach ein Ruhen ger Meynung maͤßiglich, nach anderer aber im t Haſcho cem P Gebluͤt, treibet den Schweiß und Harn, wird 1. 0 fcb rn, beef . Gun Hat 5 Süß nech Uchabel heike; c Gamm lun ace d dd Gummi. acca. 665 1 0 in den Schaden 5 Sahnfleiſches„darinnen ee cuba es ein treffliches Mittel iſt, ſonderlich in ſcor⸗ „mes, zune buto Oris, putredine& gangrena gingiva- dem ſie ſelbige fun, rum. 8 en der Honig brit e Es wird auch aus der Lacca bereitet folgendes me hin und wieder ah. 5 Pulver.. Pulver. de auch mit den lla Rc. Oſterluey⸗Wurtz, Andere meldeh ee, Berettete Krebs⸗Augen, nne e 0. 4 i „ epuung scheme u n Sue istein kockhes hu, Dieſes Pulver treibet den Schweiß, ech. Mam fut eroͤffnet innerliche Verſtopffung, erdünnet chen kuͤnſelch bann und verzehrt den zaͤhen Schleim, iſt auch in e Mahler bügel der Gelbſucht nuͤtzlich zu gebrauchen. Solches 4 Klabularr wel een unter einander zu einem Pulver gemiſchet, gibt ee l e man den Patienten alle Morgen und Abend 36. ret wird, und diege it ag; f 1 e be und Florent nrg e ee 5 die nad licde 100 Wann die Pocken oder Maſern bey pulver, 5 Hatakluhe aa Kindern nicht recht heraus wollen, ſo gebe man ſo Pocken Leynung maͤßiglch, ſah ak beteit Hirſchhorn, 3j. Gummi Lace, 5. miſche und Ma⸗ 1G vad, machet dunn aufe es zu einem Pulver, theile es in 6. Theil, und gib ſern aus⸗ lt, treibet den Schuß davon alle 6. Stunden eins in Taubenkropff oder kreibet. het in Verſtopffun da Caꝛdobenedieten⸗Waſſer und Violen⸗Syrup ein. laſen, Liber udn In hitzigen Fiebern dienet folgendes Gelbſucht und Keuchan Pulver. Pulver! gtreibung der Rude Bun“ Re. Gummi Lacca, in hitzi⸗ t und anſteckenden Pe Bereitet Hirſchhern. zen Sie fliche Reinigungen Schweiß ⸗ treibend Spießglas, aa. 3 e alten Medici haben 0 150 Armeniſchen Polus 7 er, desgleichen in, Gegraben Einhorn, 130. 27 f den Ulein zu trubuſ Bereitete Krebs⸗Augen, 22.56. 3 die neuen aber gehen Mache aus allen ein 9 Pulver, gib 4 0 rr Digeſtiv- 666 alle Morgen und Abend den Patſenten Je 5. in Taͤſchel⸗Kraut, Hollerbluͤht, Frauen, ein wenig Himbeer⸗Syrup zu vermiſchen iſt. Aeuſſerlich wird die Gummi Lacca auch mit guten Nutzen gebrauchet, wenn man zu alle hand fiſtulirten und andern faulen Schaden und Wunden bereiter folgend 1 Digeſtiv.Sdlbelein. Salblein. Re. In Wegreich wohl gewaſchen Temp Faul und dlutent Zahn⸗ Fleiſch. tin, 3ij. Geigen⸗Hartz, 3j. Gummi Lacca. Myrhen, geſtoſſen, aa. 5%. Gelb Wachs. 5ij. Das Gelbe von drey Eyern, darinne man „ Ailett Diſtel, oder Koͤrbel⸗ Kraut, Waſſer ein, ſomt 8 3 6 9 Haas, 4 1 4 4 9 4 72 1 Th gun back acute! Fünuc⸗ Ach ales n oeh Sa 1 she L edu sel w uche 1 m kin wo gabe allererſt den Terpentin zerruͤhten und zerlaſſen muß. Saffran. 50. e f W Scham Miſche alles unter einander wohl zu einen Saäͤthelein. Zu den Stharbockiſchen offt bluten denfaulen Fahn⸗Fleiſch zu heilen, hat man ſonſt mit gutem Nutzen die Gummi Lacca ge pulvert, wit Roſen⸗Honig vermiſchet) offt an die Zahn⸗Bilder geſtrichen, dermal aber pflegt man eine Pinctur aus dieſem Gummi zu ma chen, welche das faule Zahn⸗Fleiſch verzeh⸗ ret, und faiſches wachſend machet, das gute ſtef⸗ fet und ſtaͤrcket, dienet auch in fiſtuloſiſchen Schaͤden, Bein ⸗Faulung und 1 Aalst Gunm Muße, Nuß Waugh Schu hun U ——— N 5 1 aa f g 1 Morgen und beg dd * IN Taͤſchel, Krau d Manier bereitet Ductura Gumm. Lacc. Tinckur 1 Nugen% R. Gummi Lacc. pulveriſirt, 5. der Gum. anden gebrauche un Gebrannte Aiaun, 313. 5 Lacea, Salmiac⸗Geiſt, der nicht ſo ſtarck iſt, j. 3 Miche alles in ein Glaß wohl zuſammen, laß Dgeſtv Sil es in warmen Sande oder Aſche ſtehen, bis es e. In Wegreich ui eine hell⸗rothe Tinctur worden, alsdann ſeihe tin, i fa das tingirte durch Pappier. Geigen⸗Hattz z Damit ſoll man das faule blutende und ſtin, Gumm! 580 ckende Zahn ⸗Fleiſch fein ſachte waſchen, ſo wird Morben 90 00 a1 es ſich nach und nach wiederum heilen. Galb Wache. Man kan wider dieſem Zuſtand auch berei⸗ nden bereitet folge a 1 1 ten folgendes Das** von 1 1 Saͤlbelein. Saͤlbelein Alererſt den un in obigen 1 an R. Gebrannt Elffenbein, Zuſtan⸗ Saß an 5 DOiivenſtein, aa. 3j. 1 den. W e ee, Gummi Lacc. gebrannte Jjj. iche alles unter tua Myrrhen, helem. Drachen⸗Blut, as. 5. 1d n Schatbochſhug 0 e aul en Jahn lasch. Gebrannte Alaune, aa. Jj. int gutem Rated h. Naoſen⸗Honig, zj. t, wit Roſen⸗ Hung unt Tormentill⸗Wurtz, Syrup, ſo viel noͤthig. ahn- Bader gesucht Mache alles zu Pulver, und ruͤhr es unter eine Tinctur aus Niobe den Honig und Syrup zu einenen duͤnnen Muſe, welche das faule el ſolches ſtreichet man taglich an das Zahn⸗ f ſcces wachſnbnh Fleisch, es machet ſolches wieder feſt. id ſtaͤrcket, dent a, Man gebrauchet auch die Gummi Lacca zu den, Bein ⸗ Sulz l den — ̃— ⅛‚.::———..... 1 5— 188„— C77 ²˙ 1m** N— 8 ö* ö— 1 eee b 8* den japponiſchen Fuͤrniß, der 1 wird auff fag* de Manier bereitet. B (N 2 7 7 oniſcher Fuͤrniß. Joponi Japponiſcher Fürniß ſcher Fir⸗ Re. Gummi Lacca. 8j. niß. Rectifieirten Brandewein. Zij. Lactuea. Deſſen Unter⸗ ſcheid, Geſtalt, 5 fruͤhzeitig, damit es bald Salat gebe, auch ſaͤt N Zeit und lichten glatten weiſſen Saamen: der krauſe, Ort. 668 Gummi Lacca, 1 Reibe es ſtarck unter einander bis es die Gum⸗ mi aufſchlieſſet, welches in zwey Tagen geſchiehet, hernach ſtreiche es auff, worauff beliebet wir, ſo wird es bald trocken, thue dieſes Auffſtee chen ſo offt bis alles fein gleich wird. Hernach trockne es ſechs Tage an der Sommer⸗Lufft, pa⸗ lier es dann mit geriebenen Pimſtein, und Oe, bis es eine Glaͤtte bekommet. Letzlich reibe es mit Kreide, ſo ſcheinet es wie ein Glaß. — 7 Noch andere mehrere Fuͤrniſſe werden un der Gummi Lacca bereitet, welche im zweyten Theile nachzuſchlagen ſind. ane 5 Feunpächſe 58 Fcfuben, 228. Lattich. 05 Hohe Gattich im Lateiniſchen Lactuca genant/iſtei 1 chr D allgemeines bekanntes Gewaͤchs: der gemeine gamer hat lange breite und bleich⸗gruͤne Blatter einn runden Staͤngel mit gelben Blumen, und lang; 1 Aula dn bruch enge ch at lauch di. eblät „damit 3 dus. man ihn Anfangs dicke, daß er offt uͤberzogen, eh, f 5 und chm , 5 — iſt von dieſen mit ſeinen krauſen Blaͤttern unter, ſcheiden, der Ropff⸗Lattich ſchlieſſet die Blatter wie einen Kopff zuſammen, im ubrigen iſt er dem gemeinen gleich. Man ſäͤet ſolchen 8 0 1 amm japponiſchen N. 92 a Fürn N Lattich. 6 6 lamer ber eiket. V ß—— 8 5 2 Japponiſhe Ne Gummi Lace h. a Kecliſeirte Brigg ebe es ö f aeck unter auh ufſchlieſſet welchen ach ſtreiche es auß aun wird eh bald track, ut ſo o ft bis ales fen gehn g tut es ſeche Tage an base es dann mit gerichnez s eine Glaͤtte bekomm K eide, ſo ſchemnettö nch Noch andere mehrt din Gummi Lacca bereit, A le nachzuſchlagen ſu. und zu Salat gebrauchet werden kan, und ſo er heran waͤchſet, wird er verſetzt, da waͤchſet er zu 225, Mü Sanden ͤtte In Apothecken hat man Blatter und Saa⸗ Acti Haim bateimichnleng men, ſolcher iſt kalter und feuchter Natur, von Agemeines bekafte bath einigen wird er kalt und feucht im dritten 12925 f lange breite und lache gehalten. Deſſen 1 8 1 8 85 Eigen⸗ Speiſen gebrauchet) wird von einigen auch zu ſchafft, den Speiſen gekochet, ſoll Appetit zum Eſſen und Nu⸗ erwecken, auch ein gut Geblůt machen. Er tzen. den Stängel mit gn Der Salat wird in Sommer Zeit bey den en glatten weiſſen Sum an diesen mit ſanen kuf an Ape kuͤhlet auch die Leber, und das entzuͤndete ilter wie einen. 1% bitzige Gebluͤt, daͤmpffet die Galle, loͤſchet dem mene 0 den Durſt, mehret die Mileh, erweichet zeitig damit es 1 den Leib, befoͤrdert den Schlaff, lindert ihn Anfange date Haupt ⸗Schmergen, und dienet wider Ver⸗ brennen. Der e 670 Cattich. Saame. Der Saame iſt einer von den dier e kalten Saamen, iſt dienlich in der Gonorrhæs, Schaͤrffe des Harns, und andern Kran 1 ö heiten, worinne die Blaͤtter gebrauchet werden, Welche ein bloͤdes dunckeles Geſicht ohr einen ſchweren Athem haben, und Big ausſpeyen, oder denen der Magen erkaltet, und die viel Schleim im Leibe haben, ſollen ſch des Lattichs enthalten. Gemein Man deltillirt auch aus dem Lattich⸗Kralt e Waſſer, welches in allerley iebern ni Waſſer. ſich gebrauchet wird. Daͤmpffet die ſcharſf Galle, loͤſchet, das entzuͤndete Geblüt, und unmaͤßigen Durſt, machet einen ſanfften Schlaff, 26, ad ii. getruncken, es erhilt auch den Saͤugerinnen die Milch. Aus den Saamen machet man ein Oel alſo: laß den Saamen im Roſen⸗Waſſer wohl erweichen, alsdann preſſe ein Oel daraus, wel⸗ ches ſehr gut iſt wider den Saamen⸗Fluß, deſ⸗ ſen ein wenig etliche Tage nach einander in Wein oder einer Suppe eingenommen. Deſtillirt Man machet aus dem Kraut auch noch ein ö Waſſer ander deſtillirtas Waſſer, welches viel kraͤf, aus dem tiger iſt, alſo: Nimm eine Quantitat Lattich, Safft. wenn die Blatter voller Safft, und der Sten, gel auffſchieſſen will, ſtoß alles in einen Mor⸗ morſteinernen Moͤrſer, und preſſe den Safft het⸗ aus, laß ihn etwas ſtehen, daß ſich das Groͤhſte an Boden ſetze, das Klaͤreſte thue 10. IB. in ei nen Kolben, und ziehe IBoj davon, welches un⸗ vergleichlich beſſer, als das ſonſt gebrannte Waß eee eee eee ee e de e b N. 0 700 Der Saame 75 Haaſen⸗Klee. 671 ken Damen, iſ d.— 7777 ü 15 1 chaͤrffe des ah. Diejenigen ſo auſſer dem Eheſtande leben/ in, worm de koͤnnen ſich des Lattichs wohl zu nutze machen. ache ein ble dee dun Dodonius ſagt, daß er allen denenjenigen werde 5 ch b„derduglt die Milch bringen, welche ſie wegen groſſer schweren hen Hitze und Trockne verlohren haben. Plinius pepen, oder hene, meldet, daß der fuͤrtreffliche Artzt Antonius die viel Schleim mi Naule, des Großmaͤchtigſten Kaͤyſers Auguſti Lattichs enthaen. Leben in einer ſchweren Kranckheit mit dem Lat Man dellilirt aut ug tich erhalten habe. Waſſer, welche a gebrauchet wird. D 7 11 40 ſchet/ daz tft N mäßigen Durſt, nu NN a afß, 750 a0 5. K den Saͤugerinnen de N Aus den Saamen nt : laß den Saamenin dy eichen, als dann pteſſe en. ſehr gut iſt wider den dum ein wenig etlich Ay u oder einer Suppeengum Nan machet aus dan kus er deſtillirtes Wasen iſt, alſo: Nimm ea n die Blaͤtter voller ift uffſchieſſen will, fuß al Zeinernen Moser Anm laß ihn etwas fahne VVV 5 zoden ſetze, das Kian, Heſen⸗Klee, Katzen⸗Klee im Lateiniſchen Geſtalt, Nolben, und ziehe in lagopus genannt, hat eine zarte, holtzigte 5 achlch beſſer, dau fuß 5 krum⸗ Seil. 22. Haſen⸗K lee. Lagopu-, N N 4* 7 7 5 n N 2 0 „ Eigen⸗ ſchafft tzen. und Nu⸗ 8 67— Haſen⸗Kle E. krumme Wurtzel, woraus wollichte Stengl einer Spannen hoch auffſchieſſen, mit haarigen es weiche, zotige, Aſchen 2 und Purpur⸗Farbehe Aehren, ſo die Pfoͤtlein 1 dreyblatteten Blattern, auff dem Gipffel beg N Das Kraut ſamt den Aehren iſt kalt im en, ſten, und trocken im dritten Grad, ziehet zuſa men, und wird meiſtens gebraucht in Bauch und Mutter ⸗Iluͤſſen, in der Rothe Ruhr, Blut⸗Ausſpeyen, Harn, Winden, Beſchwerden der Blaſt. Aeuſſerlich dienet es im Bluten der Gold ⸗ Ader, Wunden, in Geſchwulſten der Gemaͤchte und Bruͤchen, man gebraucht es auch, wann die Haut von der Sonnen ver, brannt, und hart worden, da man ſich dat waſchen kan. . 239. Mengel Wurtz, Grind⸗ Wurtz. M Engel oder Grind⸗Wurg, im da 1 teiniſchen Lapatkhum genannt, gelwinnt an Geſtalt einen ſteiffigten roͤthlichen und ait gen Stengel uͤber einer Ellen hoch, hat Bla“ ter wie Mangold, doch laͤnger, krauſer und ſub tzig, bekommt viel gelbliche Blummen, und dreyeckigten Saamen, die Wurzel iſt gelb und eines jungen Haſens abbilden, mit weißlichten kleinen Bluͤmſel Es waͤchſet von ſich ſelbſt auff den Aeckernung f im Getrende, und bluͤhet im Junio und Jul. bitter, 2 ler hct Na h den df n Sun ie Nan cen Epi al pere ale Blat 95 — 7 1 N i * F oder Grind Wurz. 673 umme Wurz 8 Mengel /oder Grind⸗Wurtz. 73 3 el, Woran er Spannen hoch ae. cyblatteten VBlinmaß 8„ weiche, zokige, Ache 1 9 4 1* 8 9 8 5 b 75 ren, ſo die Pfotlen bach N 4 bilden, mit weh nm N 0 5 8 waͤchſet von ſich 1 1 8 i ö Getreyde, und blͤhrin 1 5 Das Kraut fag in. n, und trocken im dritgchg, n, und wrd meiſtene laat id Mutter- las u uhr, Blut- Ausppeyg. eſch werden der Blat. Acuſſerlich dienttehmal der, Wunden, in Gi emaͤchte und Brüchen auch, wann die Haut un hug annt, und hart waueg let ter, waͤchſet auff den Wieſen, in Graͤben und chen kan. Gaͤrten, und bluͤhet im Majo und Junio.. 3 In den Apothecken hat man die Wur⸗ 9 30, Mengel Puntzel, den Saamen aber ſelten, die Wurtzel itt egen 239. Menge Au gemaͤßigter Natur, und zur Trockne geneiget, und Ge⸗ Wurz kalt und trocken im andern Grad, unb iſt anzie⸗ brauch. angel- oder Geh hend. So wird auch den Blaͤttern 1 9 5 uche Lapathum gun Wurtzel zweyerley Eigenſchafft zugeſchrſe. uche imaſſen die Blaͤtter den Bauch erweichen, und Geſtalt einen Faftg game denſelben ſtopffet, alſo ſind ſie auch Stengel über tu as temperirt in der Waͤrme und Kalte, * 3* doch haben ſie eine Art zu trocknen und zu ver⸗ „bekommt viel gan“ heck igten Saamen, d. 15 Die Wurtzel iſt mit viel kleblichten waͤſ⸗ zehren. e iſt Un lich 5 — 674 Mengel, oder Grind Wurtz ſerigen Sa fft, nebſt einen reſinofſchen Si f ach Salbe fuͤr die Raude und Flech⸗ ten der Haut. unter geruͤhrt, giebt eine unfehlbare Rauden und etwas balſamiſchen oͤtligten Theilen ago, J. d bet, dahero hat ſte die Tugend zu ſaͤubern, zu ze 1 nigen, als ein uͤtzendes Saltz in Geſchwähen, zun Wunden und der Raude zu koͤdten, und aſſo hee 115 Heilung zu befoͤrdern. 1 0 Fuͤr die Kaude und Slechten der Halt 5 bereiten einige folgende Um Salbe. 5 Rc. Mengel⸗Wurtz, ſtoß ſie zu Pulver, un 1. vermenge ſie mit Eßig. Oder nig Pam Honig und das Pulver, und vermich eh Shut damit ſich im Bade zu ſalben. Oder kh che das Kraut und Wurtzel ſamt ein ve ache ale nig Schwefel in Wein, und waſche da unn che, nach die raudige Haut damit. Salthe le b n Krafft hat auch das aus der Wurzel d aht dm ſtillirte Waſſer, ſo man ſich damit waͤſchet, De Mun Das Kraut und Wurtzel in friſcher Bulli um im oder Schweinen⸗Schmaltz gekochet, durch ein hſe N Tuch gedruckt, und Schwefel⸗Blummen dal, chu che and Se Salbe, Morgens und Abends damit zu ſalbe fc N ſonderlich wenn zuvor die Haut mit warn Wein, darinne ein wenig Alaune, das Weſſe vom Ey, und Schwefel geſotten, wohl abgew ſchen worden. f Es ſind zwar dieſe Arten die Grind⸗ Sale zu bereiten, nicht zu verwerffen, und haben ihre ba Mutzen, doch thut man beſſer, wann man zu det 0 12 raudig und grindigen Haut folgend Waſſer mas eg 0 chet, ſo gut thut/ wann ſonſt nichts pelffen 905 0 f f 8 5 * Mengeb'oder ein — igen Saft, pchſt a 1 was alſamg 5 a 2 0 14 ö 8 105 balanſta Abwaſchend⸗Rauden Waſſer. ahero hat ſie die dum a a en, als ein ar Re. Grind⸗Wurtz, Aland, aa. 2. inden un a eh, Andorn und Wallwurtz, aa. f. nden und der Auen 1 a 5 5 3 lung zu beſötden Odermennig, Braunellen, Wegebreit, ee. ad. Mi. 1 Vaude uo, Rupffer⸗Waſſer, 34. ten einige felgen Allaune, lebendiger Schwefel, aa. 5j. „ ee, Scabpeter, 3j. Re. Mengel⸗Wur f Roſen, Mj. vermenge ſie 10 ß Granat⸗Schalen, Mj. Honig und das Pag Wein und Waſſer, aa. Menſ. T. damt ſich im Bade uit Scharffen Eßig. 15. che das Kraut ud um Solches alles laß wohl weichen, hernach zu⸗ nig Schwefel in Vu ſammen ſieden, in dieſem Waſſer ſoll man Mor⸗ nach die raudige Haun gens und Abends die raudigen Glieder waſchen, Krafft hat auch dit aug und acht Tage damit continuiren. ſtillirte Wasser mmi, Die Mengel⸗Wurtz iſt auch gut wider die ö. i 5 ö Das Kraut und Bußzlaß Finnen im Angeſicht, Zitter⸗Mahl, Flechten, r Schweinen ⸗ Schu a Kroͤpffe, Nuͤß und Läuse, dienet wider harte 00 gedruckt, und Sha Geſchwulſten, Geſchwüre hey den Ohren, Zahn⸗ ter geruͤhrt, giebt deu Wehe und Scharbock. Es wird auch aus der be, Mor gent un la Wurtzel ein Waſſer deſtillirt, ſo ſehr gut wider uch wen zudet lu a allerhand Flecken und Mangel der Haut zu ge⸗ derlich* zen iſt. 5 ein, darinne ei mung lu* 2 n Ey, und Schweft gau— en worden. Es ſind zwar die Mall ereiten, nicht zu mae 9 Mengel⸗ oder Guind⸗Wurtz. 675 5 8 e 231. Lerchen⸗ Baum. erchen Baum imsateiniſchen Lerix genant, Deſſen iſt an Geſtalt ein aͤſtiger Baum, ſo ſich weit Geſtalt 1 an be, ö E 5 12 7 atzen, doch turm e ausbreitet, und hoch aufwaͤchſet, deſſen Blaͤtter/ und Ort. dig und grindigen Hut 0 , ſo gut thut/ vonn f Un 2 wie 676 Lerchen⸗Baum. wie Kuͤffern, doch zaͤrter und weicher ſind; a, get langere Zaͤpfflein, als der Cypreſſen Baum. ſo aus blätterichen Schuppen zuſammen ge ſetzt ſind, unter denen jeden zwey kleine gef, o,o gelte Saamen⸗Koͤrnlein liegen. Aus dem J, dae durchbohrten Stamme fleußt ein fließlhes ien e Hartz, ſo vor gemeinen Terpentin verkauft g wird. Er waͤchſet an bergigen Orten, daher ea und er auch in Grau⸗Puͤnten, Schweitz und um drs Trident ſehr gemein iſt, und bluͤhet im Frühe wic ling: das Holtz ſolches Baums dienet bey ds zm Schreinern wohl, allerhand ſaubere Arbeit hr. i ſlc mit zu machen.(deen Nutzen In Apothecken hat man die Blatter, Riß, A ſepe 5 und Ge/ de, das Holtz, den Schwamm und die Relinen flagge brauch. oder Hartz, offtermahlen auch das Mooß, fe aa nat unter die Nieß⸗Pulver gebrauchet wird. Die aer el a Blaͤtter und Rinde adltringiren, das Holt die fa dc p net wider den Arabiſchen Ausſatz, das Halt gehe und der Schwamm, ſo an dieſem Stamme Hat waͤchſet, wird Agaricum genar nt. u, kalt! Unter⸗ Die Reſina Laricis oder Ther ebinthina vu. fſchen g ſcheid mit garis, ſonſt der gemeine Terpentin genann,* 10 8 demCypriiſt dem Eypriſchen, wovon weiter unten geha, an, ke 108 Ter- delt wird, faſt an Guͤte gleich, und je glechet uz gu ventin. ſolcher ſelbigen kommt, ſe vortreffliche iſt er Nahen auch zu achten, und iſt der reine, wohlriechende, dc, ſuch! in etwas durchſcheinende, und der auff den Fin int gern gleich zerflieſſet, der beſte. Es wird der uh g vom Lerchen⸗Baum, Laricea genannt, ſowol dach als der Eypriſche Terpentin in der Medicin ge. gude braucht, und faſt ſonder Unterſcheid, 1 anche auf N i Ladebe ö 5 2 rn, dach irtenh d e Saͤpfflein, als ze us blaͤtterichen Süß ſind, unter denen. e Saamen- Kine ea chbohrten Stamme 1 a tz, ſo vor gemein d. Er wöͤchſet wich nuch in Grau- Panta, ei dent ſehe gemein ih unh : das Holtz ſeolches A. hreinern wohl, alerhndſh zu machen. In Apothecken hum das Holtz, den Schwung r Hartz, offtermahlen dag ler die Nieß g Pulver gehn latter und Rinde aalen wider den Arabischen Ag d der Schwamm, ſo u chſet, wird Agaticum gau Die Reſina Latiet abt Ius is, ſonſt der gemeine du dem Cypriſchen, woton bell t wird, faſt an Güte geh het ſelbigen kommt/ Kü b zu achten, und ſt run was durchſcheinend., e n gleich zerfleſſet/ det n Lerchen ⸗ Baum lu der Copriſche Tupel ucht, und faſt babe lu 0 der Spiritus wird alſo deſtillirt: 50 Lerchen ⸗Baum. 65% zuſſerlich mehr als innerlich im Gebrauch iſt: hat ſeine Natur zu erwaͤrmen, zu erweichen, ab⸗ fiergirt, wird innerlich gebrauchet in Reinigung der Lunge, Gonorrhœa, treibt den Harn, und larirt. Aeuſſerlich thut er den Wund⸗Aertzten gute Huͤlffe in alerley Pflaſtern, denn er treibt den Eyter, zeitiget, und heilet die Wunde. Sonſt wird aus dieſem Terpentin bereitet 1. der Spiritus, 2. das Oehl, 3. der Balſam; R. Des gemeinen Terpentins, ſo vel belie⸗ big, unter ſolchen vermiſche dreymahl ſo viel Sand(andere nehmen deſſen nur zwey Theile) deſtillir ſie per Cucurbitam durch den Sand; das uͤbergangene Oehl deſtillir mit Waſſer durch die Blaſe: worbey zu erinnern, daß von dem Waſſer viel an dem fluͤchtigen Saltze imbibirt, das Oehl ſparſamer und unkräfftiger heruͤber gehe. duͤnn, treibt tariſchen Schleim, tauget dahero wider den Huſten, in Verſtopffung der Milt, und Mutter, treibt Nieren ⸗und Blaſen⸗Stein, Stranguria, Gonorrhœa, heilet auch Frantzoͤſi⸗ ſche Geſchwuͤre, an maͤnnlichen und weiblichen Gliedern, auch dienet ſolcher Spiritus innerlich wider den Stein, aͤuſſerlich aber heilet er, und iſt balſamiſcher Krafft. Das Oehl von dieſer heilet auch die von groſſer der, in Freſen, Zaͤhen und anderswo; wen Uu 3 ſolche Terpentin Spiritus, Dieſer Spiritus waͤrmet, trocknet, machet Deſſen den Harn, und relolvirt den Tar⸗Nutzen⸗ Lerchen⸗Baum⸗Kefine Oehl von Kalte erfrorne Glie⸗ dem der⸗ P. Hoſſ⸗ manns mann aromati. ſcher Spi. tus There⸗ binthinæ. 678 Lerchen⸗Haum. ſolche in folgenden Jahren wieder auffbrecher 5 und mit dieſen Oehl beſtrichen werden, ſo hei, 5 5. A* 0 len ſelbige gewiß. Item, giebt man dies amm H Oehls 5. oder 6. Tropffen nuͤchtern im warmen vehiculo den Harn zu treiben, und vor den Schlag und Colica zu præſerviren iſt guch gut wider die Kraͤtze. Der Bal ſam Sulphurz Therebinthinus ſowohl in Nieren/ und Blaſen⸗ Zufaͤllen, als auch Verletzungen der Lunge, wie auch in Declinatione Dyſenteriæ um zu heilen, 8. 10. oder 1 5. Troppen kan gegeben werden, So ruͤhmet auch ſolches Petræus in Noſolog. pag. 104. daß es in der Rothen ⸗Kuhr fi trefflich diene, wegen ſeiner balſamiſchen, Schmertz⸗ſtillenden, relolvirenden und erwel⸗ chenden Krafft, welche es beſitze: Auch machen gleich kommet. Der Balſam waͤrmet, machet duͤnn, rein, get und heilet, wird in den von Kaͤlte erſtart⸗ ten Gliedern, zu boͤſen Geſchwulſten, alten faulen Wunden, faulen Fleiſch, und erfrohrnen aufgebrochenen Fuͤſſen gebrauchet. 8 In Theatro Pharmaceutico D. Frid. Hof, beſchreibt ſolcher einen Aromatiſatum Spir. Therebinthinæ, beneben dem Ballamo eraſſioris ſo von kraͤfftiger Wuͤrckung iſt, e.g. R, Spiritus Therebinth, hij. Weyrauch, E. * Zim Let n 7 N ſik, l Ppat 1 fe e A hen Spit h. M giſhe dp fich Vir Colica u e auf 0 n en lla e Mulder Venn dad die Marckt⸗Schreyer davon ihren Balſam ul wen Phuris, der zwar im Werth nicht ſo hoch, wohl d. aber dem wahren Schwefel⸗Oehl an Kraͤffen ö bös ch af Gerl lun, Letchen, im folgenden J. 4 Lerchen⸗ Baum. 67 N Ten;— i 2 ieſen 90 We Zimm t, Naͤgelein, Saffran, Ma⸗ ge gewiß. c ſtir,* In, e 0 T oder 8„Tropffen 100 Alos Epatiæ. aa. 5. f den Harn zu auh Gummi Hederæ. Zij. * 8 Colica unnd Alle dieſe Species pulverſir und infundir ſol⸗ er ie Rräe Dung che mit dem Spiritu acht Tage lang, deſtillir es N inthiads ſowahlu ug hernach in B. M ſo koͤmmt anfaͤnglich der ſubtile len, als auch Vel aromatiſche Spiritus Therebinthinæ J der hat vortreffliche Vires in obſtructionibus, der Nie⸗ ren, Colica und alle aͤuſſerliche Fluͤſſe zu be⸗ nehmen, auf dem Wirbel wohl eingerieben; 104. daß es in de Rach Item den Magen zu ſtaͤrcken, die Fahn⸗ ich diene, wegen fen nertz⸗ ſtllenden, elo den Krafft, welche tö bet irt, und was dergleichen Kraͤffte mehr ſind. Wenn das ſubtileſte Oehl in M. B. uͤberge⸗ Narckt⸗Schrcher hatmhel ſtiegen, und nichts mehr gehen will, ſo laͤſt is, der zwar in Wehn man alles erkalten, nimmet es vom balneo, und dem wahren Schpeſl il ſetzet das Glaß in eine Sand⸗Capelle, und ver⸗ komm. feolget darinne die Deſtillation, ſo kommen noch er Balſam wärmt mill zweyerley Oehle heruͤber, das erſte iſt gelb, von e e G een, eg bit cd, Gliedern, zu boͤſßn G n i ee faulen Wunden fat erfrohrnen aufſgbtohn juchet. n Theatro Pharmaunlſ i beſchreibt solcher un Therebinthinz, beg ori, ſo von kräftige B Spiritus T herebinth, B Weyrauch, e 0 ſcharffen Geruch, das dienet wi Geſchwuͤre.. Es giebt auch der Lerchen⸗Baum noch ein Gewaͤchs, ſo im Purgieren einen groſſen Ruhm erlanget hat, nehmlich den Agaricum, oder Ler⸗ chen⸗Schwamm, ſolcher findet ſich an des Bau⸗ mes Stam, iſt ein leichter lockerer Schwamm, Un 4 ſo der alle boͤſe Schmerzen zu ſtillen, mit Baumwolle appli⸗ welches ſchwartz heruͤber gehet, mit einem Lerchen⸗ Schwam̃⸗ deſſen Ort und Un⸗ kerſcheid, auch wie er waͤchſet . 680 Cerchen⸗ Baum ſo aus den veralteten Stammen des Baum f als ein Geſchwuͤr hervor kommet. Iſt zwener. Das Erſte it ſchwartz, hart, feſt, und, ſo man es zerbricht, ſhr faſicht; das Andere weiß, rund, leichte, locker, u bricht bald, und iſt daher beſſer als das Mim⸗ ley, das Maͤnnlein und Weiblein: lein. Kentkniß, Den Lerchen⸗ Schwamm hat man vort ö ten aus dem Lande Agaria,(davon er auch ſeinen Nahmen erlanget) in Sarmatien gelegen, uh Venedig bracht; desgleichen auch aus Gala und Cieilia nach Alexandrien, und von dar auch nach Venedig gefuͤhret. Itziger Zeit aber wi er in oben gedachten Landen, da es viel Lerchen, Baͤume gibt, geſammlet und auffbehalten. Jus, gemein wird der, ſo ſchoͤn weiß iſt, fuͤr den beſen gehalten. Nach Diolcor. und Plini Meynung wird das Weiblein dem Maͤnnlein vorgezogen, derowegen ſoll man den weiſſen, leichten, locken brechbarn, dem Geſchmack nach anfaͤnglich ſiß ſen, hernach aber bittern und ſtyptiſchen erweh⸗ len; hingegen iſt das harte, ſchwere, holten nichts nutz, und zu verwerffen. Der aͤuſſere Theil iſt beſſer denn der innere, und laͤſſet ſich ſon, der Verlierung einiger Kraͤffte viel Jahr lang anffbehalten. f Der Lerchen⸗ Schwamm hat eine purgi⸗ rende Eigenſchafft, und fuͤhret die duͤnnen, waͤſſerigten, geſaltzenen und klebrichten Feuchlig⸗ keiten aus dem Leibe, beſonders aber allen Un⸗ rath aus den Gekroͤs⸗Aederlein, auch aub dem Haupt und Lunge, treibet den Harn 59 6 WGehit guat A ungt, NM ren ln ben! Aer bier! 0 Cuct Tig, 1 der kalt das tub nd br Aer, Dit kent n been a a Me, e Sche n, du 15 — raf vu, Nat cher Noche am 11 daß — ö Lerchen⸗Baum. 681 une met im erſten, und trocknet im andern Grad; er vurtz, hart, feſt, weng purgiret gar ſanfft; und der Unrath, ſo er aus⸗ 4 dert naß a führet„gehet als ein Schleim fort nicht als ob ht bald, bſſchöſe ſolcher in dem menſchlichen Coͤrper gewachſen . 0 waͤre, ſondern weil er vom Agarico alſo veraͤn⸗ Den Lerchen⸗ Ste dert worden. Er zeitiger zerkbeller ſaubert,lö⸗ aus dem Lande Agri 0 f ſchet ab und eroͤffnet die Verſtopffungen, rei⸗ u niget das Gehirn, Sehnen, Lunge von den ihmen erlanget) in niget Hirn,& igen edis nedig bracht; dagegen, allda verſammleten dicken chleimigten Fe 750 9 Cicilia nach Aleranden“ keiten, reiniget auch die Bruſt, Magen, eber, P ena Miltz, Nieren, Mutter und Gekroͤs⸗Aederlein Venedig gefuͤhtet, ud von allen boͤſen und zaͤhen Feuchtigkeiten, weß⸗ n oden gedachten Lanhen ge wegen er wider langwaͤhrendes Hauptweh, fal⸗ dane de aennauzeß lende Sucht, Schwindel, Schlag, Schlaffſucht, zem wird der, ſoſhennaßſh Engbruͤſtigkeit, Keuchen, Auffſteigen und Auff⸗ alten. Nach Dioſcor uu plaͤhen der kalten und verſchleimten Mutter die⸗ d das Wacblein dem Miu net; er treibet auch den Harn, toͤdtet die Wuͤr⸗ wegen ſol man deweſnlt me, und bringet die verlohrne Monat⸗Reinigung bbarn, dem Geſchmut hu wieder.. hernach aber— Be Lerchen⸗Schwamm wird mit Oximel⸗ 5 hingegen iſt das halte in le am beſten corrigirt, als mit einem lieblich⸗ ts nutz, und zu banaſt ſauren Mittel, theils um zu corrigiren, ats liſt beſſer denn ber man all auch den Schleim zu relolviren, als auch zu ab⸗ See ſtergt damit ſolcher von dem Agarico deſto Verlierung einiger Kaen ktergiren, dam i dehalten leichter ausgeführet werde; weil er aber ewas 2 f 00„Shunt langſam wircket, als wird zu ihm Stein⸗Saltz, e ii und bereiteter Wemſtein gethan. Dol, von zj. de Eigenſchaff, re biß ij. in einer Infuſjon aber von Zij biß Sv. erigten, geſaltzenen ung 0 In Subſtantia wird er nicht verordnet zu ge⸗ naus dem Leibe, bent brauchen, als nur trochileitk, theils wegen ſeiner aus den Gekroͤs dat Leblichkeit, weßfalls er dem Magen weniger an⸗ Haupt und Lunge ue uu 5 genehm, ö N „ Trochi- ſei vom Agarieo zu berei⸗ ten. trachten, daß man eher die Sarcocollam und 5 * 682 Lerchen Baum. Veche genehm, theils auch weil er langſam zu wircch e uuf) K pfleget; drum ihm ein Stimulus zugefuͤget wih 1 Uri So iſt ſolcher auch fuͤr ſich allein nicht zu gehraß alle chen, denn er ſchadet dem Magen, und verlehet aba l deſſen Mund, weßwegen er auch Eckel und E, ae brechen erwecket, ſondern er wird mit Jug ah e gel, und Naͤgelein verbeſſert. Einige nehmen a uns Stuͤck vom Agarico mit zwey oder dren My, ug ſtix⸗Koͤrnern des Morgens nüchtern in Mu, g kauen es, ſo ziehet ſolches viel Feuchtigkeiten aug Ne — 8 dem Haupt, bewahret vor dem Schlag und ah gun, Ei dern Fluͤſſen des Haupts. Ihen Wie man den Lerchen⸗Schwamm trochiſe, hh En ren und bereiten ſoll, kan im Anhang dieſes Bp Tacho ches zweyten Theils nachgeſchlagen werden, d dor Sonſt nimmt man nur geraſpelten Lerche y zug umz Schwamm Sil. Stein⸗Saltz C. Jugber zi ap gang und machet mit Oximell. q. s. daraus Toe, amthumn ſcos. Auch werden davon bereitet Laufs ſüclen Pillen vom Lerchen⸗ Schwamm. el R Trochiſcirten Lerchen⸗Schwamm, ij. 5 0 Violwurtz, Andorn, iedes 3. 3 Turbith, 3v. cher. Bun Species hieræ picræ Gal. 50. a in Je Troch. Alhand. Sarcocollæ aa. ʒij. Myrrhen, 3. algen f Wein, q. s..„ ade Mache alles zu einem Teig, worbey zu be ung gin a Bun, i. egen U 01 . Myrrhe pulveris in Wein( deſen nur eu 5 wenig a g . dm, thels auch wied Lerchen Baum. 683 eget; or„——. ee e, fn e „emu Aündem Feuer cigerirt, biß es ſich zu einem aer eee dend, Breylein auffgeloͤſet; zu dieſen thut man her⸗ und, weßpeggang nach die andern Iagredientien, und kormiret den erweckt, ſonlen an man daraus eine nicht allzuharte Maſſam, weil Maͤgelein verbeſent 1idieſelbe nach der Zeit ohnedem ſelber haͤrter wird. lick vom Agarioo nt; Die Doſis iſt von 5. ad 3ij. zu nehmen. Koͤrnern des Morgan ui Man machet auch auff nachbeſchriebene Ma⸗ en es, ſo ſiehet fel ener die N a Haupt, bewahttt nl Pilulæ Hier& c. Agarico. n Füͤſſen der Hun. Re. Zimmet, Cubeben, Haſelwurtz, Wee man den Lerche eh Indianiſchen Spick, und bereiten ſoll, kan ine g Maſtir⸗ Saffran, 9 20. f b went Wal 8 5* Lerchen⸗ Schwamm, 54. . W es Succotar. 3 xj. ust nimmt man iir fel Die Aloes muß erſlich in der Infulion von hwamm Fi. Sen Ech doſen im warmen Moͤrſer auffgeloͤſet werden, d machet mit Oumel gina sdann thut man die andern Species darzu, wel⸗ Auch werden daten hauche auffs ſubtileſte pulveriſirt ſeyn muͤſſen, und pillen vom berchet mache daraus Pillen. Dol. vons j. biß an 31,6. * Trochiſcirten ducher e 232. Lorbeer Baum. Nis v 18 ö nd U 00%„. 0. 3 1 ing Orbeer⸗Baum, im Lateiniſchen Laurus ge⸗ Tur 1* 0 1 Species hierx pic ekannter Baum, welcher daſelbſt in Gaͤrten, 60 1 nannt, iſt in Italien und Hiſpanien ein wohl⸗ Ort, Zei Troch. Aland. Weinbergen und auch in Waͤldern waͤchſet, in Frucht. Soccocolle a. ih, Teutſchen Landen findet man ihn nicht, auſſer Myrrhen,.“ welche dahin in die Gaͤrten gebracht worden, in Wem, 9s.„ den warmen Landern bekoͤmmt er eine gute Mache alles zu ane Baums ⸗Hoͤhe; ſein Stamm iſt glatt, ohne bten, daß man ehe u Knorren, mit einer duͤnnen Rinde umgeben; 10 paberi in Pon hat laͤnglicht 6 geſprengte 7 dicke zeteffe n 7 0 gchegcht d süß 684 NLorbeer⸗Baum. gruͤn und wohlriechende Blatter, die blebben ig Winter gruͤn, haben einen ſcharffen rana 1 175 all Nr bucber⸗ gahan Grad Ghee uf dig border Am ud Ain uch fen . Sazbe ſ ft hut, 0 igt ls Sauer 10 eren , inch Files ud M Sudud Sch . kblch auch heli, 72 2 ſchen bittern Geſchmack, und hangen mit kuh Wupnang Stielen an den gruͤnen Aeſten, traͤget kleine gabe ede When weiſſe Blumen, die Beeren ſind erſtlich gruß has hun fene nach, wenn ſie zeitig, werden ſie ſchwartz; aus d aß dann nen preſſet man ein Oehl, das nennet man Lots Nau gaht“ Gehl. Der gantze Baum iſt ſchoͤn und rieche ag de pan bluͤhet im Mertzen und Aprill, die Beeren zel unknachfag gen zu Ende des Auguſt⸗Monats, fallen ſelbſt f nicht vom Baume herab. 0 Nurrhene In den Apothecken findet man die Beeren Jg, N. und Blatter zum Gebrauch, auch das aus den Eanbaum Beeren ausgepreſſete Oehl, die Beeren ane cer us — 2 84 Lotben f rün und wohlriechende Lorbeer⸗Baum.. 87 nter grun, habn— den Wacholderbeeren etwas gleich, an Geſchmack und Geruch aber geben ſie eine aromatiſche Kraft zu erkennen, und ſind ein treffliches Carminati- vum ſo wohl inn⸗als aͤuſſerlich zu gebrauchen. N Die borbeer⸗ Blatter ſind warm und tro igen. 17 cken im andern Grad erweichen, zertheilen, ſtil⸗ ſchafft, een Schmertzen und widerſtehen dem Giffte. 18 . 90 5 6 Der voͤllige Lorbeer⸗Baum hat in ſeinen Rin⸗ bauch V,, den, Blaͤttern ſund Beeren neben den irdiſchen des Lor⸗ M(Theilen auch ziemlich balſamiſches, fluͤchtiges beer⸗ mildes Saltz bey ſich, alſo temperirt, daß er die Baums. Noe N Eigenſchafft hat, gelinde alle ſchleimige zaͤhe G Feuchtigkeiten zu durchſchneiden und zu erduͤn⸗ a 8 nen, alles Sauer ⸗ ſcharffe zu lindern und zu ver⸗ V N 5 ſuͤſſen, die Nerven und Spannadern zu ſtaͤ⸗ cken, innerliche Verſtopffung der Leber, N Miltzes und Mutter zu eroͤffnen, den Harn, * Sand und Schleim durch die Nieren zu trei⸗ ben, endlich auch die Winde in Gedaͤrmen zu vertheilen. hon bittern Geschmack ung Wann man die Beeren in Wein kochet/ und dticlen an den arten laat uber die Wehen leget, ſo nach der Geburt entſte⸗ eſſe Blumen, de Bumi hen, thun ſie trefflich wohl, ſie treiben auch den ich wenn ſie zeitig 75 Schweiß, wann man deren in Febri maligna 31. n preſſet man en Oth hung de Wein weichet, und damit ſchwitzet; ſo die ⸗ a n nen ſie auch die verſtockte Monat⸗Reinigung zu 1 4 1 ſehl. Der ganze Bun treiben mit nachfolgendem bet im Mertzen und Al u zu Ende des Auguß s R. M 1 5 W N*„Myrrhen⸗Kuͤchlein ,.. damit die t vom Baume herb. Diptam⸗Wurtz Sil. Monat. In den Apothecfil S 3 b Blätter zum Geben borbeer und Bibergeil, as.). treiben. teten ausgepreſſar A 1 Miſche Lobe 686 8 CLorbeer⸗Baum. Miche es zu P 5 g„ e e Trunck B 5 Pulver, davon SJ. in ech nnn eyfuß⸗Waſſer zu geben. O 1 folgendes 1 der auh aufe Cränck⸗ Traͤncklein Lee aher Ke, erbeer do. ae Wirckung ee Poley, aa. Mi. eng 3 inde ſolches alles klein zerſchnitten iu 0 U Deuuf zu hlein, geuß daruͤber weiſſen Wein zu ß Slam 8 auff heiſſer Aſche ſieden, biß dera lil d 0 8 N es aus, dieſes inge enn dp „ inen. Oder folgendes e ötflüg Noch ein Traͤncklein Aachen f Zane Ne. Lorbeer Zi. f pe, ho ſolcher Se Tauſendguͤlden⸗Kraut, k guat Wirckung. Sadebaum, ee 3 aa. Mij fat, Ip ie Lorbeern zerſtoß groͤblich i gie gat des 10 8 licht, uud ſiedeß „ Waſſer, biß der Dritthel eiugekz 2— det, ſeihe es durch ein Tuch, miſche Zucker dr 10 5 unter, und gib davon zu trincken. er gun, 0 ieh Ge. ſt Die Lorbeern dienen auch wider Af Nn be W oſſen der Mutter, und nimmt man dal e der Lor⸗„ in Wein geweichet, ulld 3 bern. o 755 getruncken, treibt es/ was von der Nach N 5 urt zurück blieben, ſtillet den Kindbetterin, 1 auch Bauchwehe und Grimmen: Dun„ ge. R bie 3 durch einen Trichter in die Mutter u Rue fuͤhret das Mondkalb aus und dd f 3 er⸗Gewaͤchs. Von den Beeren mit. donig und ſuͤſſem Wein ein Lattwerg gemacht, u und 6 N 4 1 ö 24 5 Lotbeg, f * 0 1 0 he 48 zu Pu * a 0 Trunck Beyfu NM f.% ö 5 1 i ſolgendes af A Lrüncleh i M f 0 1755 tchoran, g. G a bid uſcat, Blüht, 3 Vinde ſolches ale 1 üchle Des ales feu 3 eus darlbe ut a auf beiſſer 1,%%, bel f hate ät Veit eingekochet, duc zal zu trinken. Ohr fh „ Tranchen Re. Lorbeer 3ů. N* 5 g Bachmünhe, Tuch Sadebaum, Bockshorn, Suma al D. Lorb 6 Die Lorbeern zerſtoß yl gnugſamen Wuſſe, ohkalt et, ſeihe es durch ein Tu. ll nter, und gib daron zul Die Lorbeetn dunn ah oſſen dert lutter, um wenig Stickwutz/ ug ſchen getruncken, kebtchen burt zuruͤck blieben ful nauch Bauch wehen uch davon durch aum du yogen, fuͤhret das. 7 5 e lutter-Gewaͤchs Jab. nig und ſuͤſſem Vana g Lorbeer⸗Baum. 687 und davon getruncken, iſt gut wider Schwind⸗ ſucht/ kurtzen u. ſehweren chem, und wider alle auff die Bruſt fallende Fluͤſſe; ſo wird es guch zu den aͤngeln des Magens, wann er bloͤde u. kalt iſt, auch zu Beſchwerde der Leber, Miltz u. Blaſen geruͤhmt, dan die Beeren haben eine Krafft, den erkalteten Magen zu waͤr⸗ men, die Dauung zu befoͤrdern, und den groben Schleim zu verzehren, wehren auch dem Unwillen des Magens, und foͤrdern den Eſſens⸗Appetit, eroͤffnen verſtopffte Leber und Milg, treiben zugleich den Harn. So widerſtreben die Lorbeern auch dem Gifft und Peſt, dahero ſie von etlichen mit unter den Theriack genommen werden, auch wider Spin⸗ nen⸗ und Scorpion⸗Stiche, dienen auch in der Colick, Tympanite; Etliche gebrauchen ſolche zu gewiſſer Zeit des Jahres auff ſonderbare Art im Podagra. 5 Es wird auch aus Lorbeern ein weich Pfla⸗ ſter gemacht, wenn der Harn verſtockt iſt, da nim̃t man Lorbeer 33 Wacholderbeer 56. Knob⸗ loch⸗Haͤuptel No, iij. zerſtoß alles, geuß rothen Wein druͤber, koch es biß es dick wird, und lege es uͤber die Blaſe. Das gekochete Lorbeer⸗Gehl machet Gekocht man alſo: Re. Friſche Lorbeern, zerſtoß ſolche Lorbeer⸗ klein, ſo viel beliebet werden, koche ſolche in fri⸗ a ſchem Waſſer, ſeihe und drucke alles durch ein Tuch, laß es erkalten, ſo ſchwim̃et das Oel aufdem den kan, dieſes hat herrliche Kraͤffte zu erweithen, „ 5 i Oel zu machen, und deſſen 8 Nutzen. Waſſer, ſo man hernach mit Bauwolle abſchnei⸗ 0 Corbeer⸗Baum. Uu zu eroͤffnen, zu zertheilen, auffzuloͤſen, zuerdh TE, men, die Winde und Blaͤhungen zu vertrebeh 4 50 die Geaͤder, Nieren, Magen, ja den gantzen an oi zu ſtaͤrcken, man kan es offt warm über die leder Hh 1 den Thelle ſchmieren: In die Elyſtter gemeha Jaſt toͤdtet es die Wuͤrm, und ziehet die Blaͤſte leg ate in Feoſt bey Fiebern ſalbet man damit den ga Wechlunt Liniment, damit die Finnen im Ange⸗ ſichte zu heilen. Krampf zu ver⸗ treiben. Lorbeer · Pflaſter rei ſchet, und das Glied damit ſalbet. grad nicht ſonder Nutzen. In die Ohren t aa, Bal Baum⸗ Wolle gethan, zertheilet es die Flat, Jank inme bringet wieder verlohren Gehoͤr, diene uche In goa den gelaͤhmten Gliedern, wann man ſolche dal ate th ſalbet/reiniget das Haupt von Schnuppen, wa gohe ale die Lorbeern und Blaͤtter in Wein oder Was aſente geſotten, und das Haupt damit gewaſchen with Naeh, W. ſtaͤrcket erkaltete Nieren und Mutter, bine ungihaght Lenden und den Unterleib geſchmieret. Venn cel bet auch die Angeſichts⸗Finnen mit folgaten hen. Liuiment. Daß ach Re. Pomade, ij. 1 hie ſuſer Lorbeer⸗Oehl, zj. ü Mercur. dulc. 30. FCeif Abgeronnen Weinſtein⸗Oehl, gutt, u,. Stall Miche alles, ſtreich es taͤglich uͤber, biß ale 51 Finnen vergangen ſind. e Mon Das deltillirte Lorbeer⸗Oehl iſt ſtarce, Img h man kan auch innerlich gutt. vj, ad gutt. vj g e ll brauchen. Auſſerlich dienet es auch wider bn Krampf der Glieder, ſo man es mit Wacholdeſ eme Beer⸗ oder Mayenbluͤmel⸗Brantewein verm⸗ 5 10 5 0 411% alles Das koͤſtliche Lorbeer ⸗Pflaſter wird alſo be-, ltet; 9. N Re, 2 2 8 u eroͤffnen, zu ſerſhelg 1 Lorbeer⸗Baum. 689 men, die W., 1 o(To ** die Wunde und A Rc. Weyrauch, Maſtix, Myrrhen, as. 1j. und deff, de ceder Nieren, Mn. Lorbeern, Zij. ſen Nu⸗ ecken, mankantee! Wilden Galgant, Colli, aa. 2 ben. 3 1 Aa e oft 1 4 8 4 i, aa. 3j. N Ohelle ſchmern: du Gekocht Lorbeer⸗Oehl, Nn 6 Feoſt dey Fieber ſilnn 8 1 rad nicht ſonder N Abͤlgeſchaͤumt Honig, ſo viel noͤthig. daum⸗ Wole 5 a Terpentin„Wachs und Oehl zerlaß erſt un⸗ inget wieder verlihmn 6 ter einander, nimm es vom Feuer, und ruͤhre die n gelähmten Gehen übrigen geſtoſſenen Sachen darunter, luͤhr es, 10 cr rrinigtt dann erkalten und dick wird. Dieſes Pflaſter e Lerbeern und d hiſt ſehr gut wider alle inner⸗ und aͤuſſerliche Glie⸗ ſotten, und dag d Ader, wenn ſie mit Blaͤhungen und Schmertzen e Hut hang beläſtiget ſenn. Wann man es mit gleichviel ge⸗ Aocket erkaltete Merm ſdoͤrreten Kuͤhkoth vermiſchet, und uͤber die waͤſ⸗ enden und den Uatetachgchrſerigte Geſchwulſt ſchlaͤget, mag es ſolche wohl auch dee Angeſichts zertheilen. ee ee Im, Bey verlohrner Monat⸗Reinigung wird Re. heran 5 3 ohne ſonderliche Wirckung gerathen fol⸗ Lorberr⸗Oehl z gender 1 8 dae l CEroͤffnender Wein Luaſſen. 5 5 8 f 2 1. f 5 d W̃ g Abgeronnen Wenig Re. Stahlfeilet in ein Buͤndlein gebunden, 1 Miche alles ſtrrcheo int, ſtcockte nnen vergangen ful. Poley, Rosmarin, Beyfuß⸗/ aa. Mf. Monat⸗ Das dellilatt dan Zimmer, Lorbeer aa. 3. 1 in an auch imelch an Muſcat⸗Vluͤhte/ Pomrantzen⸗Schalen, gung. auh, een, ech Sal 22.5. eee eee e e, ker, oder Maperzlin. Jerſchneid alles, ehue es in einen nenen ver⸗ t, und das Glich hum glaͤſerten Hafen, geuß alten weiſſen Wein und Das koſtiche uiben friſch Brunnen⸗Waſſer aa. Menſ. f. darüber, it: 1 AR ͤͥ ½⁵¾ wenge 60 Lorbeer Baum. chen muͤſſen vermieden werden. Man machet auch wider den kalten Schlag folgende Salbe. Rc. Lor⸗Oehl, Coſtel⸗Oehl, Biebergeil⸗Oehl, aa. ij. Oiehl von der Spica und Petrolei, as fl. Salbe wider kal⸗ ten Schlag zu ge⸗ 2 3 0 0 de 1 1 3 ö i vermache den Hafen wohl, laß es vier Tageſſe hen, davon gib alle Morgen acht, Abends ag vier Loͤffel voll; aber ſauere und geſaltzene Oy femilt hake Mu Nagl Cu Me use 1 0 fl tg, gut l. Wachs, ſo viel noͤthig. 5 2 fach de Mache alles über gelindem Feuer zu itt m un fen W Salbe. e 1 de Will man es geringer haben, ſo kan manan Leſchloch ſtatt des Petrolei von Camillen⸗„Oehl nehmen: Laer Mit dieſer Salbe ſoll man den Patienten ſchme de un ren an dem Orte, da die Nerven verſtopfft f ö bidjenen, auch ſoll man iederzeit, wenn man die Salhe g acekn 10 brauchen. brauchen will, ein wenig ſtarckẽ Wein oder Vraß⸗ tewein darzu thun, und den Ort damit ſalben, Von Zwolffero wird aus Lorbern bereſlt folgend Euplaprum de Ae lauri Stomacbh. Magen⸗ Pflaſter von Kor⸗ beern. ſol chen Pulverſirten Maſtir, 210 Weiſſen Weyrauch, 20. Tacamahaca, 2. Wann dieſes bey gelindem Feuer ker einander gemiſchet, dann thue g . Bahn feleende e s b. ö— Ro. Venediſchen Terpentin, 20 an ie Fan, fe 0 Len fach, he hee bg fn kleidet, r woll un, 15 hen kü gem lh. 9 en in 1 5b. 90 Lotber g. 5 D ot er mache den Hafen de 5 N Lorbeer⸗Baum. hen, davon gib al, n——— e ſesd 4 3 Krauſemuͤntz⸗Honig, Zi. hen müſſen vorn, Sepuͤlverte Lorbeern. Ma dermülhen üg Muſcat⸗Nüͤſſe, a. 86. lan mache auh NMagelein, 7 3 Calmus, Zitwer, 4a. 7. Salle Muſcat⸗Bluͤhte, 26. Re. Loc, Och, ae Mache daraus ein Pflaſter, es dienet kalten Bichergel, Oh a bloͤden Maͤgen, wider Schmertzen und Grim⸗ Oehl donde de an men des Leibes, ſtillet gewaltig das Bauchwehe 0 Wachs, ſo dal nh der Kinder thut wohl der Leber und Miltz und Mache alles lüerga Mutter, auch andern Orten mehr, da Schmer⸗ Salbe. tzen aus kalten Winden oder groben Schleim Will man es grigrüiz entſtehen, iſt gut den Waſſerſuͤchtigen. ſtatt des Petrolei den ba,. Es ſind noch zwo Arten, als Laurus alexan- Meere eee ef ede ren an dem Ort da he A„„ eln e Lurtze all⸗ J hier zu bedienen, weil doch ſelten davon etwas auch ſol man jederzeit, dene zn Apotbecke b 8 n angetroffen wird. brauchen wil, ein wenig fue— getroff tewem darzu thun, ud daa 691 eee Bon Trulfap he 243. Linſen. 3 folgend 5 5 OE neen„im Lateiniſchen Lens ar venſis venfii:. Eumplaſtrun 410 genannt, iſt eine gemeine Teutſche Kuͤ DererGe⸗ Fond chen⸗Speiſe, Lens vulgaris minor genannt, und ſtalt, Zeit e, Vencdiſchem Teen gegen Fruͤhling bey uns geſaͤet werden, wachſen und Ort. ſolchen Ellen hoch, wie die Wicken, mit kleinen Sten⸗ Arerſiten Mi geln. und ſind zu beyden Seiten mit gefiederten Bae Wenn Blaͤttlein bekleidet, die Blumen roͤthlicht oder Tausend, weißlicht, denen kurtze Schoͤtlein folgen, davon Wann deeſes bey han iedes zwen weiſſe oder braune, glatte und runde r enander gemſcheh Saam⸗Koͤrnlein. 10 hal 5 Es wird auff die arzu folgende Sf Her geſat/ und W ase 8 692 Einſen. 1 Eigen⸗ Die Linſen halten das Mittel ztwiſchen e bie warmer und kalter Natur, und ſind trocken in hn t ü chaͤdlt 0 eandern Grad. In den Apothecken wuddan ae und nüt, nichts auffbegalten. Dioſcorides ſchreibet ee lich ſeyn. s 1 eee each bd Tuer ent b / d i Von, daß ſie das Geſicht verdunckeln, den My; gen beſchaͤdigen, und die Gedaͤrm auffblaͤhen auh ſollen ſie ſchwere Dauung bringen, dem Kopf, Spann ⸗Adern und der Lungen gefaͤhrlich ſiſ, wenn ſolche zuviel in der Speiſe genoſſen werben, Oribaſſus, wie auch Egineta, melden daß ſie 65 ſe Nahrung geben, und ein grobes dickes Geblit machen. Dahero auch Galenus ſchreibet, Af diejenigen, welche der Linſen viel eſſen, leichtlich i den Auſſatz gerathen koͤnnen, auch zu dem Krebz iu geneiat ſind, dieweil ſolche ein grob Wee u. ſches Geblüte machen. n gau tim gu ede lf lahme ole Nat e h Nang cl Mann aer bl lc lila ß 05 pwilk 0 len ud el n gerte und warm F iſchwen cg 5 . n nn 0 5 ö . D. Linſen. 693 8 G Nun Sonſt haben die Linſen eine Krafft zuſam⸗Worzu —— Junk men zu ziehen, derowegen ſie auch den Stuhl. die Linſen ochalten, d gang ſtopffen, ſonderlich wenn ſie geſchaͤlet nutzen. ſeyn, ſind alſo nützlich denen/ die den Bauchfluß Ae baben, oder mit der Rothen Ruhr beladen J ſeyn, dienen auch wol denen Weibern, welche all⸗ ;ziuſtarcken Fluß haben. 8 Die erſt⸗geſottene Linſen⸗Bruͤhe treibet bey den Kindern die Wuͤrme aus: Es iſt nicht uu leugnen, daß in unterſchiedenen Kraͤuter⸗Buͤ⸗ chern das geſottene binſen⸗Waſſer in den Kin⸗ der⸗Blattern gerüßmet wird, aber D. Sebitzius bat wider die Arabiſchen Aertzte und ihre Nach⸗ folger mit ſaltſamen Grunden erwieſen, daß den Kindern, welche von den Blattern angegriffen * 4 werden, dieſes Linſen⸗Waſſer offt mehr Scha⸗ den als Nutzen gebracht hat. Der Gelehrten 0 einhellige Meynung gehet dahin, ſo man die Lin⸗ ſen gar zu viel zu einer Speiſe brauchet; waͤren e LEruſen in Eßig gekochet vertreiben die har⸗ daß ſie das Geſc nun ten Geſchwuͤr am Halſe In Waſſer und beſchädigen, und hehehe Saltz geſotten und auff geleget, zertreiben ſie die n ſe ſchwere Deuten uͤberfluͤßige knollichte Milch in Weiber⸗Bruͤ⸗ ann- Adern und url ſten; mit gedoͤrreten Roſen oder Granat⸗Aepf⸗ n ſolche zuviel in de Sog fel⸗Schalen, und mit Honig zu einem Pflaſter hdoſſus, wie auch g 1 gemacht und warm auffgelegt, iſt gut wider die dahrung geben, uche Hitzige Geſchwulſt an dem Hintern; mit ben, Daherd auh i Serſten⸗Mehl geſotten und aufgelegt, ſtillet den ee tee Schmerzen am Podagra? wöder hitzige Be nigen, welche der den, f n Rem ig Tae enalten Kchwuiſt der Augen dome dude e Wu Aua gen 1 Klee in Waſſer ſieden, und damit die Augen⸗Win⸗ iat find dem ckel und Augenlieder beſtreichen Hier⸗ Geblüte machs 8 694 Maſtix⸗ Baum. e Hieraus ſoll man auſſer obgedachten mach e Bun nehmen, daß man der Linſen Decoct, das ſonſten et in Heraustreibung der Kinder⸗Blattern ſchr ache gemein iſt, bey vornehmen Perſonen weder A fangs noch in dero Fortgang gebrauchen ſal, a weil es zugleich auch unter ſich treihet, aud aber wollen gar nichts darauff halten. eee ee, Ji Ban Lentlfus. 235. Maſtich⸗Baum. N 2 en Bau h, daf en dunn aged ie e ed e, Daun, i tie euwn dc . 1 540 D uit 8 9G 6 a ach 3 5 + uk, def mt her i lar * Ilena ban 77 gene 2 4 6 he 0 9 Ah 2 0 1 fi, 5 Geſtalt, Mn: n n ee 5 155 Men, Baum„im Lateiniſchen Leni. c eit. „%„. n. 3 r . —— Maſtix⸗Baum. 695 nen, daß—————— — der bande unbekannter Baum, waͤchſet aber in Italien in 11,0 1 de Keri groſſer Menge, nicht nur auff den Feldern, ſon⸗ ** h vornehmen dern auch auff den Gebirgen und am Meer; der 8 in der Fot 0 allerbeſte waͤchſet in der Inſul Chio, und bald al⸗ zugleich auch ung lein an dieſem Ort bringet der Baum das Gum⸗ vollen gar nichts druf mi oder Hartz, welches man Maſtix nennet. — a 1 8 5 235. Music de Dieſer Baum iſt zweyerley Geſchlechts, der Deſſen hohe und niedere, der hohe hat die Laͤnge eines Unter⸗ mittelmaͤßigen Baums, der niedere iſt in Itali⸗ chieb. en gemein, hat keinen ſonderlichen auffgerichte⸗ ten Stamm, denn bald von der Wurtzel ſteigen die Zweige und Goͤrten auff, wie von der Haſel⸗ Stalden, beyde Baͤume haben Blaͤtter wie der Muyrrben⸗Baum, ausgenommen daß ſie kleiner ſind, muͤrbe, faat⸗gruͤn, an dem Umkreiß und bey dem Stiel ein wenig roth, riechen ſtarck und gruͤ⸗ See nen ſtets, die Rinde iſt roͤthlich, zaͤht und ſchwanct ſcafft f die Frucht iſt wie roͤthliche Beeren oder Wein⸗ es Ma⸗ trauben, auch ſiehet man an dieſen Baͤumen ſtix⸗ Bau⸗ ne Schotten, die find an den Spitzen gebogen wie mes. N ein krummes Hoͤrnlein, in dieſen Schoten ſteckt eine reine klare Feuchtigkeit, aus welcher gefluͤ⸗ gelte Wuͤrme wachſen, wie in den Schotten des Ruß⸗Holtzes und Terpentin⸗Baums; dieſe Baͤume geben ſo einen ſcharffen Geruch, daß ſie einen auch das Haupt beſchweren. 5 Das Hartz, ſo aus dieſem Baume treufft, Oeſſen heiſt Maſtix, und iſt das beſte, welches gelblich⸗Nutz. weiß,„ duͤrre/ſproͤde 1 wohl⸗ 5 5 1 riechend iſt. Unterſchiedene Autores ſchreiben, e* daß die Maſtix⸗Baͤume in Italien, Hiſpanien ſcus genannt, K c Xx 4 und — 1 n — Bauch⸗ Fluͤſſe, Ruhr, Rothe⸗ Ruhr und Blut⸗ Fluͤſſe. 0 Maſtix⸗ Pillen. N 4* 9 3388 9 4 f 8 0 5 e N 1 n 9 I r f 9* 5 525* g— i 5 4 5 5 8 R„ 5 0* ö 4 1 4 1 f 5 akne, ke,. * b a— 2 5 r 8— 8 n N—— 2 5 3 ———— Maſtix verſchlinget, iſt ur für die Ruhr, ſonderlich aber füͤr dee di Maſtix und Siſch⸗Muͤntz⸗Gehl, und laß den 696 Maſtix⸗Baum. und andern Europaͤiſchen Orten keinen Mar geben, ſondern allein von denen in der Inſul Chi! wachſenden Baͤumen komme der Maſtix, we, cher auch der beſte iſt, und am meiſten daher bracht wird. W 1 Der Maſtix iſt ein gutes Mittel zu den(alt Magen, denn die Erfahrung bezeuget es„daß faut wann man ſchlaffen gehet, und drey Küemn nd ſtille ſolches den Magen, Schmertzen. Ein Loth Maſtix ſamt an wenig Pomerantzen⸗Schalen, in einem Maaß friſchen Brunnen⸗Waſſer, davon getruncken gekie the Ruhr. 6 Maſtix zerkauet machet einen guten q them, und ziehet den Schleim vom Haupt,. chet Ausſpeyen. Wann man einen Bauch ·Sluß hat o u ec iz, 5 daß cel ed ed du fal hüben Mlmapch g J n regen q gen ben hh lh 0 fi le Huctzkeh tal 1 —— auch damit waͤrmlicht anſchmieren. Aus der Rinde, wie auch aus der Wurßel und gekochten Blaͤttern, preſſen etliche den Saft von ſolchem ein wenig getruncken, ſtillet di Ruhr Rothe Ruhr und Blut/ Flͤſß, Die Rinde oder das Holtz in Waſſer gekoche und getruncken, hat gleiche Wirckung, iſt auh alles gut zu Staͤrckung des Zahn dleiſches. n Pal, Auff folgende Weiſe werden bereitet di 0 ſlgacht, Maſtix⸗ Pillen.(a f Re. Auserleſen Maſtir, 5. 1 Zeltlein vom Lerchen⸗Schwamm, z Aloes der beſten, Ir. S5 ——— —— — are, N.— Maſtix-Baum. 62 enden Bumm fan Stoß alles zu einem Pulver, ruͤhr darun⸗ auch kenne ker *„ue Roſen⸗Honig, daß es ein Muß werde, 5 m 0 Aus ſolcher Maſſa kan man hernach Pillen for- — aſtir ft eh ren nach Belieben, und davon gran. xx. ad gen, denn di Een 10 xxv. auf einmal nehmen, ſie laxiren gelinde wie n man ſchlaffen die Franckfurter Pillen, behüͤren für allerhand ktir verſchligtt, lh 0 Schlag⸗ und Bruſt⸗Fluͤſſen, ſtaͤrcken das Haupt, merten. En 10 25 vertreiben deſſelben Fluͤſſe und Schmertzen, er⸗ i Pomerantze Shi halten das Gehirn, Augen und Ohren bey ih⸗ hen Brunnen Mig, W e, e b i für die Ruhr, abet er von allen uͤberfluͤßigen Feuchtigkeiten. Nuhr. Maſtix run nahen wacht,— 15 4 2 8 ie Fe. Roſen,Oehl, Wi. Ausſpeyen** ane, Aer„ 88 1 Zerlaß es auff gelindem Feuer unter einan⸗ Wann man bun Bau der, treib es durch ein Tuch. Iſt gut aͤuſ⸗ r und diſchkrlum oh ſerl ich uͤberzuſchmieren wider Erbrechen. uch damit waͤrnlict an Will man aber das deſtillirte Maſtix⸗Gehl, Aus der Rinde, wenne haben, ſo ſoll man gebrannten Kieſelſtein Biß. gekochten Blaͤtteem pſath und erleſenen Maſtix Bj. nehmen, beydes zu Pul⸗ ſolchem ein weng gung verſtoſſen, und aus einer in Sand geſetzten Re⸗ hr/ Rothe Ruhr ul torte durch gelindes Feuer deſtilliren, ſo bekommt Ninde oder das Haul man erſtlich das Waſſer, hernach ein gelbes, zetcuncken, hat glatebth und zuletzt ein rothes balſamiſches Oehl, welches — 2 mit Baum⸗Wolle davon zu ſcheiden; Solches Auf folgende Wi u Oeyl hat gleiche, aber wohl weit ſtaͤrckere Kraͤff⸗ Mair I ger vermiſe f er vermiſchet werden. ce. Auserleſen Muß ſt ſch Aloes der beſten, J. Iren natuͤrlichen Kraͤfften, und reinigen die Mut⸗ Das gemeine Maſtix⸗Oehl wird alſo ge⸗ 33 50 ehl zu te, als obiges, kan unter die Salben und Pfla⸗ Auch nehme man Maſtix 3j. und miſche ſol⸗ ten Zeltlein vom bethweß ches unter alten Roſen⸗Zucker 3j. deren bis⸗ Fu r 5 et, 5 155 ö 5 dee u e 85* 3 b 73 l 2 1 3. 3 10 8** i . e 5 eee, 1 1* 5„ ee 5 a 5 5 1 a** 1* a 123 1. 4 1 a n—— n.—.——. 2 598 Maſtix⸗Baum.. Lungen⸗ weilen eine Muſcate groß zu nehmen, ſclchg Jaun, und Ma⸗ dienet wider den Huſten, und die ſtarckg d gen⸗Ge⸗ Iluͤſſe, auch Tunge, Magen, und Ge ei ſchwuͤr. ſchwuͤr an den Gedarmen. n Zahn⸗ Man ſtreichet auch Maſtix zu Pulbergy e 5 Wehe. ſtoſſen, mit einem warmen Meſſer auf ſchung fn an ſeidenen Taffet, und leget es an die Schlaͤſenn n fle der die Sahn⸗Schmertzen. be Pflaſter. So machet man auch von Maſtix, Mur u auf Huͤfft, hen, Kummich, Poley, Salbey, Lorbterm,, he fakt 4 und Ge. und ein wenig Wacholder⸗Brandewein, da lencke. zu einen Pflaſter werde, folches leget man auf 14 Wehe Jij. zu reinen Pulver, ruͤhret es unter Hoh df Huͤfft Wehe, uñ andere Gelenck⸗Schmm gen, ſo von kalten Fluͤſſen entſtand n, auff ein Tuch geſtrichen, und uͤber den schen U — —— —— — 5 3 4 e 5 — 8 hafften Ort gelegt. 105 Sräunck⸗ Traͤncklein. 100 5 5 Wider das ſtarcke Erbrechen des a 10 Erbre⸗„ 8 gens. 5 J 17 chen. Rc. Maſtix, 3i. B ö 0 1 Naͤgelein, 5. 1 0 U Rothe Roſen⸗Blaͤtter. Mi. 7 ö Koche es ein wenig in deiſſen Wein, WI. he es durch ein Tuch, und gieb es in zwen mahlen... 1 Ein koͤſtlich ſtäͤrckend Magen Waſſer n alte Leute, wird in groſſem Werthe gehalten, W N und bereitet wie folgend N Koͤſtlich. e 9 90 7 N Magen- Waſſer. Num fi dag n⸗ a a 8 l 22» 1 Ne f Waser. Re. Auserleſenen Maſtp.. C karg Maſtix⸗Bau m. 699 Cardemomi, Zimmet, Galgand, Zitt⸗ wer, aa. Zij. Arabiſche Coſten⸗Wurtz, Paradieß⸗ Holtz, Wuſcaten⸗Bluͤthe, aa. zj. ö Naͤgelein, 36. Guten eee 1 4 888 die Jahn Laß es in wohlvermachten Geſchirr an einen So. harmen Orte drey Tage ſtehen, denn deſtillir es Kumm 9. Allach der Kunſt, und mache es mit Zucker lieb⸗ . ln beach, ſolches ſtaͤrcket alten Leuten den Magen, i düem Mae del. Einen Loͤffel voll. 8 eim wenig Wachahu he 5 234. Lieb⸗ Stöckel. 1 Man ſtreichet a run Taſſez und 905 men* 1 o vonk g 1005 den kalten% 0 Jieb⸗ Sto: tium. f 1 Be N* fein Tuch geſtt a u A ckel, im La⸗ See N 8 37990. 5 ten Ort gelegt. 2 2 8% teiniſchen Levi- Geſtalt, 7.1 2 N ſtitium genannt, 55 5 Tranche iſt ein Gewaͤchs, Wider das ſtarcke Ethurh ſo aus einem Saam ⸗Koͤrn⸗ 8. lein hervor kom⸗ c. N. Laſtix, Ji. Naͤgelein, l. met, und uber Rothe Roſen⸗* drey Ellen hoch oche ts ein wenig un auffwaͤchſet, mit einem dicken, knottichten, ho⸗ im koͤſthe re len und ſteiffen Leute, wird in 0 N f Stengel, und ö bereitet wit folgend groſſen zerſchnit⸗ enen Blättern, faſt wie am Waſſer⸗Eppich, Mugen Blumen⸗Kraͤntze bringen viel gelbe* 5 ein/ uch ein in Tuch, ungen— 0 0 Auserleſenen Muff 2 ä 11 5 3 bluͤhet im Junio und Julio, und der Saame reiffet im Auguſto, wird in Gaͤrten unterhalten, Eigen · In den Apothecken findet man Matter, gal ſchafft, Saamen und Wurtzel, waͤrmet und trocknet n t Nutzen dritten Grad. Es eroͤffnet, dienet wih und Ge⸗ Gifft, treibt den Harn, tauget vor t Wunden, ſtaͤrcket den Magen, iſt gu e Keuchen, treibt den Monat⸗Fluß und tod up adele te Frucht aus, loͤſet auff den zaͤhen tan Aach n riſchen Schleim, ſtillet die daher entſtanhe⸗ fh nen Schmertzen, eroͤffnet Verſtopffung unn f Leber und Milt iſt gut in der Gelbſuch,, Je Ste mit Wein, etwas Fenchel und Aniß gehochel, daß und und getruncken. Auch reiniget er die Beuf ume z und Lunge, benimmt den Huſten und Auf, Luce des heft, gantzen Gewaͤchs von der Wurtzel, Kraut und in ahn lirten Waſſers. Gebluͤte, befoͤrdert Monatliche Reinig ſign, thunder alba Frucht und Nachgebrut aus, ſtillet die ace, Nachwehen, und reiniget die e / .—*—*.* a 8 ö n*— 8 9 2.. 0 ee. 1 3 3 g ö 5 ee g 2 A. F* a a a* 8 N— i ecke ee n, ee 6 W 1 ur 1 7 1 N N 0 K 5...„ 1 1 r 3 1—* a n* .** ä a a 5* 5 0 W— 1—— r ccc* 5 dae ett, e eee, Licb z i 5 — emen ziemlch* Lieb Stoͤckel. 22 aſſen. Die Ann cerin, vertilget die Flecken des Angeſichts, eines wücthaſtng und die blauen rothen Maͤhler, des Tages am Juni und Ju etliche mahl damit gewaſchen. m Nuguſt, dringt Der Saane zu Pulver gemacht, mit n aW 50 und des den Apothecken Zucker vermiſchet, aa. in alcen weiſſen warmen rohen und Buh gen Wein genommen, und etliche mal wiederholet, Saa⸗ Gn. laß zertheilet die Winde und Blaͤſte, ſtillet das mens. treibt den 3. Grimmen und kutter⸗Auffſteigen, 8 den, dach 15 Aden Harn, und lindert das ſchmertzliche daet den ff Harn ⸗CTroͤpfflen, befoͤrdert die Monat Rei⸗ nigung, und treibt die Duͤrme. 0 hen, hett hne 3 4 855 thru. Welche von Winden geplaget werden, de · eim, fat halg gen dienet folgend ee ee chmertzen, eroͤſſſt dy. und Milg af gung hein, etwas Fenchel unk Pulver. R. Lieb⸗ Stoͤckel⸗ Saamen, EA. Aniß⸗und Fenchel⸗Saamen, aa, ij. truncken. Auch tung Zimmet, ziij. n unge, benimmt duc Eubeben, Macis, aa. SJ. Heblült im babe un u Mache alles zu reinem Pulver untereinander, Löffel voll auff ein⸗ d deſtillirte Wise mal mit Wein zu nehmen. Den zaͤhen Schleim auff der Bruſt n im Julio mul den Decoct iſt gut wider den iſtechen, vernebilh wür des Munde 0 ten Huſten/ aht te, befördert 1 nen, mit einander in? achet lache 1 Lffel voll Honig darzu geruͤhrt, und warm da⸗ und Eachger 0 von getruncken. ee eee b. Lieb⸗ r vehen, und rang Wind⸗ Pulvoer. „ 70 Aieb⸗Stöckel 1 Liebſtoͤckel⸗Rraut und Wurne 1 Wurgel, e Betonen, Sinnau, Ehrenpreiß und ug e Kraut, in halb weiſſen Wein halb Waſſer 1„ ebe ſotten, davon taglich zweymahl ein Gaz aa e getruncken, iſt ein koͤſtlicher Fall⸗Tranck 10 theilet geronnen Gebluͤte, ſaubert unpheh let aller hand garſtige unreine Schaden, ue ec. 5 Leber, Miltz und Mau e Und heilet Schlangen ⸗ und anderer giſthg lag Thiere Biß. e ofs 0 Wein in gen und anſteckenden Seuchen 1 Holt anſtecken⸗gender aus Liebſtoͤckel und andern Sachen% fat, 15 Kranck⸗ reiteter 42185 edge denlih. Kraͤuter Wein. Re. Liebſtöckel⸗Kraut, Mir. 10. „ Wourxzel, ü. dane Angelic⸗Wurtz, ij. hege EndehenedierenKeaute* Chbrenpreiß, Meliſſen, Raute, an. Mi, e 8 Wermuth, Mi. 45 10 hehe „Zerhacke alles unter einander, thue cin 0 d Faͤßlein, gieß in Herbſt⸗Zeit guten ſüͤſſen Muß* b gn Menſ. 40. dar uͤber, laß ihn vergaͤhren, und nuch 0 gl ſechs Wochen trinck taglich bey der Mabhilt bl dn Glaß voll ſo kan einem nichts bse, ur gu 8 M 1 + 0 räuter⸗ Aeuſſerlich gebrauchet man dieſes Ktaut fi, Baad. von Liebſtoͤckel auch in allerhand Bodem, e zu Starck ung der ſchleimigen Mutter/ re nder niget die Haut, befoͤrdert den Harn und i dn Monat ⸗ Reinigung, fuͤhret auch den a fu 885 Send Aden nter en 8 Lieb Stöckel. 703 en, Simau, N Sand, Stein und Grieß aus den Nieren. in halb! waſg 0 Dazu thut man Ottermennig, Camillen, Stein. / davon t fach Klee, S Stab⸗ Wurtz, Pappeln, Eybiſch, Sal. n ee Katzen⸗Muͤntz, Beyfuß, und dergleichen et geronnen Gch 0 gondere Kräuter. Hand aurſig mine le 5 10 0 9 8 5 Rosen Holtz uud Roſen Wurg.»Lingnums —— Schlangen. Ro ſen⸗Holtz, im Lateiniſchen Rhodium Rhodium. e Biß. ingnum genannt, ſolches traͤget nur den G0 05 i peſt. eiteh, ut 0 Nagmen, weil es beynahe den lieblichen Roſen⸗ 5 ind* Geruch hat, ſonſten heiſſet es eigentlich Rho ⸗Drt. aus dachſtöatl un diſer⸗Holtz, von der Inſul Rhodis. darinnen r ng es wächſet: und wird von den gelehrten Kraͤu⸗ 8 ter⸗Verſtaͤndigen noch geſtritten, welches das räutet In rechte Roſen⸗Holtz ſey, denn es werden vierer⸗ „Lebſtöckeh. Kennt ü, Lley Arten Rhodiſ ſer⸗Holtz gezehlet. * But 5„Das erſte Geſchlechte, welches in unſern unter Angelic Wutz, 5 Apothecken gemein und bekannt, iſt Aſpalatus al- ſchiedene Cardobenedictey Ku, g communis, iſt ein hartes, feſtes, ſchwe⸗Arten des Ebrenpreſß Naa res und nach Roſe riechendes Holtz, zweyfar⸗Roſen⸗ Vermuth. Al. dig wie das Frantzoſen⸗Holtz, in der Mitte dun⸗Holtzes. backe a les m bb ckel⸗ roth, an dem Umkreiß weis, bisweilen an , geß n Hef 1 noch mit der Rinde verſehen, welche denn dicke, 10 deribe. lf 5 rauh und grau⸗Aſchen Farbig, eines ſcharfflich·— Woch 175 01 ten etwas bitterlichen Geſchmacks, wenn es ochen trick fach n auff Glut geworffen wird, kommt es gleich in laß vol, ſo kum! die Flamme, und laͤſſet kein hartziges Gummi von ſich flieſſen, worinnen es dennoch von den iſſerlich ene 1 obigen Aloes⸗Holtz unterſchieden iſt. 8 iebſtoͤckel un uu Das andere Seſchlecb ref— 5 rubens cckung der bare iſt ein vothes den Eyben⸗Baum gleſchfarbiges die Haut, daft 100 Holtz, alſo ſtarck und wohlriechend, daß es auch t Neingung fl 0 ein groſſes Zimmer mit ſeinem Geruch anfuͤllen 5 ö mag.. 8 Das 6 754 Koſenhols und Abe Das dritte Geſchlecht Aſpalatus kein ſo hartes Holtz, daß es in dem Wa Boden ſinckt, dennoch aber iſt es viel ſakter 1 1 5 ſchwerer als wie andere Hoͤltzer, ſeine obere F de iſt r e ee e mit einer 1 tenden Schaͤrffe begabet: Unter dieſ 1 dieſe auch weghebet, ſo ſi 5 man das von Purpur⸗farbene, inwendig aber bleiche, auch! hin und wieder ſchwaͤrtzlichte Holtz. Das ga zie Holtz hat eine zuſammen⸗ziehende mit Schaͤrffe vermiſchte Tugend, und iſt eines ſch 5 fen durchdringenden Geruch. r Das vierte Geſchlecht Alpaln 0 „„ 5 Alpini, odoris pet ſuavis, iſt ein 2 . vielen Aeſten, weiſſen, harten, ſpi pitzigen e hat eine weiſſe Rinde an dem Stamme ben drey Elen hoch auffwaͤchſet, tragt Saffran⸗ gelbe, wohlriechende Bluͤmlei ne lange, dicke, harte, gelbe und der Rind wohlriechende Wurtzel, welche deswegen auth den Trochiſcis Hedychtrois, die da in den d ack kommen, neben andern Sachen gebr werden, und wenn man ſolches Holtz nicht 5 haben kan, ſo nimmt man an ſtatt deſſe r Selben Sandel oder Paradies⸗Holtz. D Oeſſen Nach Dioſeoridis und Galen Met 5 e 12 275 wärmet und trocknet es/ adſtringict, d hero tau 1 5 get es im Mund ⸗ Geſcorue„den 7 7 8 0 f * Gliedern und den Bauch 13: Ob abe 4 i brauch. von 8 raue 1255 an em ie 5 5 Werbung 5 ban. Boſen/ Holtz und Roſen⸗Wurtz. 705 0 dal, wah nicht, als daß ſie es zuweilen unter die Decocta 3 Amahchane zum Nieren⸗Stein thun: Und das Decoct von ce vr aden An die ſem Holtze dienet auch wider das Blut⸗Aus⸗ — roig chwärgtthun werffen, und mit deſſen deſtillirten Oehl wird Scharff beg lu das Roſen⸗Oehl verfaͤlſchet. 5 t ſich eine ſiſergruſh Das deſtillirte Oehl, ſo man insgemein fuͤr uch weghebel, ficli das Roſen⸗Oehl haͤlt, gebrauchet man zu einem ur, farbene, amel Balſumum Ligni Rhodi. Ab Roe. Geraſpelt gelbes Roſen⸗ Holtz, ſo viel d eie zülemmee, beliebig. 8. e vermischte dhe Extrahir die Finctur mit einem Spr. Vini, cchdringende Gant und thue ein wenig Salis Tartari darzu, die Tin⸗ a0 vierte Gechlchtheetur evaporir bis zur Honig⸗ dicken Conſiſtenz, odoti petſuniʒ i gh und fuͤge ihnen bey das Oleum Ligni Rhodi, das Aeſten, weiſſan harte ſeugenug iſt, und ein wenig von Ol. Nuc. Moſcha- ie weiſſe Runde an ey ennti, miſche es zu einem Balſam. eh Elen hech uf, Sonſt hat das Roſen⸗Holtz ein ſehr wohl⸗ au gelbe wollruchan riechend dünnes Oehl ben ſich, in der Artzney wird ge, dicke, hartt gay kes innerlich gar nicht, aͤuſſerlich aber zu allerhand chende Wurzeh when wohlriechenden Pulvern, Schminck⸗Salben, ochilcis Hedpchtos J kraͤfftigen Balſamen und dergleichen gebrau⸗ Amen neben um chet. In Pulvern dienet es zu den Hertz; taͤr⸗ 1, und wanna kenden Kräuter Kaͤppelein, oder zu den Klei⸗ — eon n 40 Pn wird es gebraucht zu folgen⸗ 2 en 5 3 K a N Haar ⸗Toudre. g a„ Lund rachechal Re. Ammel⸗ Mehl 1. Pfund, n Mund⸗ Gehe Florentiner Viol⸗Wurtz, 90 Mooß vom Buͤrcken⸗Stamm, n und den Baut e ꝰtan i ern zu verſtehen eh 1 Weiß 9(Os ſæpiæ) jedes 6. le heutigen Aas h; Ze Haar⸗ Oleum von Ro⸗ 206 Roſenboltz und Roſenwurg. Zerſtoß die letzten Sachen gantz klein, veitereſe durch ein zartes Tuch zum feinſten Pulver, a e ſche ſie hernach durch das mit Brande weine reitete Ammel⸗Mehl, ſo hat man einen puh, ag riechenden Haar⸗Puder. e Weil dieſes Oehl muͤhſam aus dem Hul ln gebracht wird, bereitet man es auf folgende Aut de Kc. Roſen⸗Holtz, ein ziemlich Theil, rah mc m ſen Holtz. es gieß Regen⸗Waſſer daruͤber, und miſche gp dag len puͤlverten rothen Wein⸗Sttin darzu, laß ea eh, De 4. a. 6. Wochen ſtehen, daß indeſſen das Hal, em welches von Natur hart und faſt dicke iſt, em Anh ft che/ und ſeine fluͤchtigen ſubtilen Theile mmi z aufgeſchloſſen werden, hernach thue ſolche Nu dhe ger pe terie in einen zinnern Kolben, oder Glaß, en aa Kupffer, gieß noch mehr Regen oder Buß f he Waſſer darzu, ſetze einen groſſenkecipienten ſu, daha Nah deſtillirs alſo mit gemaͤlichen Feuer/ bis das dul„et ee getriebene Waſſer kein Ochl mehr bey ſech fh. 8 c ret, denn ſondere das Oehl vom Waſſer ah us ch ay man mit andern zuthun pfleget, ſo durch daß he den g Scheide⸗Glaß oder Baumwolle geſchehen kan hen go, ſolches kan man unter vielerley Sachen walt chm riechend damit zu machen, ere e urg Es iſt aber noch ein ander Gewaͤchs, ui iber 1 ches einen ſo lieblichen Roſen⸗Geruch fühuc tag welches offtmahl von unerfahrnen confundit hee wird, indem ſie es nicht unterſcheiden kanne, n nemlich die— 5 Roſen⸗Wurtz. me Roſen⸗Wurtz im Lateiniſchen Khoce Radi eg l genannt, ſolches iſt eine ſchwammigte Wu en 0 eg 90 4 1 f Noſenbolt ae oh die letzten S Roſen⸗Wurtz. 707 en zartes Tuch jn 2 wird genannt Rhodia, oder Roſen⸗Wurtz, weil Derer Ge⸗ e hernach durch dat N ſie wie Roſen riechet, es entſtehen von einer ſtalt, Zeit e Ammel⸗ Meg ph Wurtzel viel zarte Zweigelein, die voller Blaͤtt⸗ und Ort. aden Haar⸗Puhn. lein hangen, traͤget Blumen in einem Wedel, eil dieſes Oehl ni in von bleich rother Farbe, denen folgen endlich cht wird, bertltr ungan auch Huͤlſen nach, die den Saamen in ſich halten. No ena mz Andere bemercken ſie alſo: Die Roſen⸗Wurtz c Negen⸗Woſſe da beinget einige runde Stengel, etlicher maſſen en Venen, hohl, darzu Arms lang, um und um mit Blat, 6. Wochen ſrhe kern beſetzt. Dieſe Blatter ſind länglicht, auf⸗ ben e eſpitzt, fett uud dicke wie Hauß⸗Wurtz, und an es von Naturhrtutſſt ee, n sene flͤchoanli dem Umkreiß ſubtil Zurchkraͤfftet, oben an dem ſcgloſſen 0 Gipfel traͤgt ſie gruͤne Dolden, und wenn ſie ſchloſſen werde deut perblühet hat, werden ſolche Dolden roͤthlicht, m emen zinnem Kolben ihre Blume iſt bleich, auch rothfaͤrbig, die Wur⸗ fer, gieß noch neh luntzel iſt uneben, knottich, dicke, hat eine glatte ſer dar zu che een geh ſcheinbare Rinde, und dieweil die Wurtzel feiſch ars alſo mit gemählchag it, ſcheinet ſie auſſen braͤunlicht, inwendig bene Waſſer ken Ille weiß, ſo ſie aber duͤrre worden, iſt ſie innerlich enn ſondere das Dahl naß roͤchlicht, und auſſen ſchuͤppicht, wenn man ſie mit andern zuthun fle zwiſchen den Fingern zerreibt, giebt ſie einen ide Glaß oder Bumm lieblichen Roſen⸗Geruch von ſich, daher ſie auch kan man unte vll den Nahmen bekommen. Weiter ſo iſt ſie un-/ nd damit zu mate gaß ter allen Wurtzeln die wehrhaffteſte, denn ſo man d aber noch en dal ſie aus gegraben hat, und behalt ſie an einem Ort, nen ſo letlchm Ma da es nicht allzu duͤrre iſt, ſo mag man ſie nach inen! ſlonn dal etlichen Monaren wiederum pflantzen, ſo waͤchſt es offtmaßt! u n ſie von neuen: Ihre Wohnung iſt auf den hoͤch⸗ indem ste cztich, ſten Bergen, man kan ſie auff den Ertz-Gebür⸗ ch die 1 gen unweit von Saltzburg antreffen, auch auf Roſen⸗ 1 bohen Gebuͤrgen in andern Landſchafften mehr, oſen-Wurtz ima wird auch wegen ihres liblichen Geruchs in vie⸗ int, ſolches iſt in fen len zuſt⸗Gaͤrten gepflantzet. y 2 In N ö.„ an. 2— 1 1 3. 1 K* 5 1 5 0 see 9 n 5 8 8 3 be 1. . 1 N n 3 4 l 8*. 1* K 1 3.! 1 W 3— 2a» ͤ— n.080 K D rr 2 9 r 3 2 2— 8 8 * 8 9 N 2— Lignſtrum 5 236. Bein⸗Holtz, Hartriegel. Geſtalt, Zeit und Ort. 268 Roſenwuttz/ Beinholz. Nei In Apothecken hat man nur die Wurſch ad ſolche hat eine gemaͤßigte Natur, waͤrmet 4 1 aufg trocknet in 2. Grad, dienet dem Haupt, ih 10 gebrauchet in Haupt⸗Schmertzen wen un ſie mit Roſen zerſtoͤſſet. Die Art derer J brauch iſt mancherley, entweder man ſeoſſen 0 Kraut, und bindet es als ein Cataplaſma ihr em die Stirn, und alſo iſt es am beſten, oder un koͤchet es in Eiſen⸗Kraut⸗Waſſer, und binde um das Haupt; wenn man ſolches auch fh zerhackt, und mit Gundel⸗Reben vermiſcheſ un ll uͤber den Scheitel und Stirn legt, vertrallg alle Haupt ⸗Schmertzen, gleichergeſtalt hit ln auch das Waſſer, darein ſolche Roſenwurtel g⸗ ſotten werden; ſo man damit aus Pferſich u cumern⸗ und Kuͤrbs⸗Kern neben ein weng zu, ſtoſſen Mag⸗Saam eine Milch machet, dach laulicht und offt genetzte Tuͤcher davon über e Stirn ſchlaͤget. B 3 Beembols oder Hartriegel, im Gen, ſchen Liguſtrum genannt, deſſen ſind zweh⸗ erley Arten, das eine Liguſtrum vulgare unl das andere Liguſtrum Egyptiacum, das erſte it wovon allhier gehandelt wird, und iſt auch zul Genuͤge in den Apothecken zu bekommen, das an, dere aber oder das Egypt iſche wird ſelten zuuns gebracht; das gemeine Beinholtz iſt ein gemein Staͤudlein oder Baͤumlein, hat ſeine Blatter 1 5 2 85 0 0 8 ent ge n Hauch; a ande Gin l O Ait in 0 d M geh u ke mail nc ö 0 1 ch 5 und Me nh 7 Voenmnm 1e ebe. Breinholtz, Hartriegel. 709 ine gem a. het in N Ga a de Aeſtlein gegen einander ſtehend, find lang, Az ſchmal, dick, anfangs hell, hernach ſchwartzgruͤn 1 5 9 4 5 glaͤntzend, eines ſcharffen bitterlichen Ge⸗ 0 10 zerſtoſſt.. c 565„ ſeine 4. J. oder 6 blattichten an den f wuncherkc anch uſſerſten Aeſtlein Trauben⸗weiß herfuͤr ſproſ⸗ it, und bindet ca ſende Blumen/ erſcheinen weiß mooſicht, ei⸗ nen, und alt g e nes ſtarcken Geruchs, aus denen waͤchſt eine t es in Eise Riu dh traublichte Frucht, von Beeren, die ſind erſt⸗ as Haupt; wem au lich gruͤn, und ſo ſie zeitig werden, ſchwartz; ha⸗ ict, und mit Gunda dien ben in ſich einen braunen Safft, eines bittern den Scheitel dem und unlieblichen Geſchmacks, bleiben faſt den daupt⸗ Schmerzen gantzen Winter uͤber unverſehret an ihrem das Waſſer, deren ia Baum, davon naͤhren ſich die Voͤgel, die Goͤr⸗ werden; ſo mm dau ken ſind ſchwanck, zaͤhe und feſt; es waͤchſet über⸗ rn und Kürbs Km zu all, an Straͤuchen, Hecken und Zaͤunen, bluͤhet n Mug⸗Saam enn hi faſt den gantzen Winter durch mit einem liebli⸗ ht und offt genetzt dag ein 3 4 e ſam̃let man die Blumen und Blatter, aber die n schlage Beer im Anfang des Winters.. — Die Blatter und Bluͤthe ſind maͤßig kalt f und trocken im 1. Grad, durchſchneiden und die⸗ 36. Bein Holz he nen zu den n 4 e Einhold der Kant kungen des Mundes und Schlundes, im abge⸗ 5, dee bare wehre er dne lr das en ge den Mund mi auewäßcher) die Bitter kan dere Liguſtrum 11 chen, ſie ſillen auch allerhand Flüſſe e. allhier gehandelt abe Aus den Blättern des Beinholtzes wird ein ze in den Apatheth u nützliches Mund⸗Waſſer gekochet, auff folgen⸗ her oder dene de Art:* H das gemeine Am, lein oder Baume KR. Beinholtz⸗Blaͤtter, 8 3 Y 3 Wege⸗ man auch innerlich im Scharbock wohl gebrau⸗ N 15 Mund Waſſer. Mund- —,„ N——— N 4*. 25 4 3 1 g** 1 0 1 1 N 8 e 1 8 3 * e n eee ö 1 4 e 45 4 1 W 8 a a * 4 1* 5 N 1 a 9* 1 9.— D 2 28— 11 n——— 0 8. 2 7510 Beinholtz, Hartriegel. Hein u gefnlle⸗ Wegreich⸗Kraut, uh 10 nen Zaͤpf⸗ Gulden⸗Gimſel, bc. 10 5 Brunellen. aa. M.. 16 und⸗ Koche ſolches in 5j. Brunnen⸗ Waere edge Faͤule. che f. ch aſſer ein— wenig, ſeihe es durch ein ſauber Tüͤchlſh, wenn man damit den Mund aus ſchwencke h hebt es das gefallene Faͤpfflein auff und hen d let die Mundfaͤule. 0 Nimm dieſer Blaͤtter Mij. ſiede ſolche in B. Waſſer, darinnen die Schmiede ihr gen e Eiſen abloͤſchen, und thue darzu ein wenig Maß, an ne, und reibe damit das luckere Zahn⸗Fleſch und die wacklenden Zaͤhne, es wird ſolche beſe gen und heilen. ac age, Waſſer zaſſer Wider die Naſen⸗Geſchwuͤre bertel wider Na- gend Maſſer: ſen⸗Ge⸗ F e ſchwuͤr. Rc. Beinholtz⸗Waſſer,* Nachtſchatten⸗Waſſer, Ad. 31• 27 Bley⸗Zucker, Ji. 1 1 Candel⸗Zucker,. Wee Campffer. gr. vij. ang Miſche alles, und waſche damit die Nauf, ect Geſchwuͤre. 3 es Es wird auch aus Bein Holt bereiteit ein 1 0 euhend Küͤhlend und zusammenziehen g 5 9 9 1 Waſſer. 1 agi 1 ziehend Nimm Beinholtz⸗Blumen, deſtille do ech Waſſer, von ein Waſſer, welches einen lieblichen Geruh giebt, ſolches wird gebrauchet, wo man Kühlung und Zuſamenziehung bedarff, ſo man es auf za te ad 51, trincket, es ſtillet die uberfluͤßige 9 c Beinbelg ga — 8, Han 5. Vegreic Aton, Beinholt, Hartriegel. rr hulden⸗ incl Reinigung, und den weiſſen Fluß, hilfft wider hrunelen. u,. Blutſpeyen und Bauch⸗Fluß; wenn man damit e ſolchet in 5 den Mund ⸗ausſchwenckt, wehret es der Braͤu⸗ 9 f R dne f 7 8 d e M N 5 f N ſeihe es duch ey e ne⸗ heilet die Geſchwuͤr und Mund ⸗Faͤule. In an damit den M 0 die Augen getropffet, mimmt es derer Roͤthe ß hinweg; Leinene Tuͤcher in dieſes Waſſer ge⸗ das g n hinweg; Leinene in die 9 e 950— 5 und uͤber die hitzigen Glieder geleget, kuͤh⸗ „ee let es ſolche. Es heilet auch andere hitzige und 75 85 Bite 0 f 45 Schaͤden, an heimlichen Orten und 0. barmnen hi Etat Brand⸗Schaͤden, damit laulicht gewaſchen. Nöſchen, ud thuskuntez Bauhinus ſchreibt, daß die ſes Waſſer kj. ſo man reibe damit das lan darein Alaune 3j. zerlaͤſſet, die Krebs⸗Schaden vacklenden Zihne, i heile, damit Abend und Morgens den Schaden heilen. gewaſchen, und Tuͤcher darein genetzt und uͤber er de Naſen Gehen geschlagen. aſſet: f ö 5 Beinholt⸗ Waſſe, 8 8 72 5 5 N 2 f 8 3 achechunm Bin, 237 Lilien, Gilgen. en len⸗ Zucker, J 1 del Zucker,. Weit Lilien, im Lateiniſchen Lilium al- Geſtalt unf. K cken auffbehalten wird, ſonſt giebt es noch ande⸗ N 4 e re Gattung der Lilien, als Gold⸗Farbe 9 0 ro⸗ a the, die weiſſe Lilie hat eine zwieblichte und ſchup⸗ ird auch aus Banger— Wurtzel, woraus ein eintzeler gerader end und zum Stengel—— 15 ue en chem laͤnglichte und glaͤntzende Blatter wach⸗ Wust 5 ſen, zu oberſt aber wohlriechende Blumen, ſo n wende aus ſechs Blattern ee beſtehen, 1 der Baſſer, welches dane Mitte ein laͤnglicht gruͤn dreyeckigtes Friemlein, hes wird gehn um welches ſechs weiſſe Flamula mit ſo viel gel⸗ menziehung ban in ben Apicibus oder Antheris ſtehen. l ick et, es fillt ie Yy4 Die bum genannt, ſolche iſts, die in Apothe⸗ der Lilien, 8 5 5 1 9 4 ee, uh hell, eh bal Het hen a dd 0 wald die Schlppen ee . Keett Kenn del iu id b 9 , Keteb 2„ danch ſe u Eigen⸗ Die Wurtzel und Blumen der weiſſen ken i, wen ſchae ſind warm und trocken im erſten Grah haben al g 3 viel waͤſſerigen Safft, mit etwas fluͤchtigen ende güde 8 55 2 ſcharſfen alkaliſchen Saltz bey ſich, und altas De ſen Lilien. Eigenſchafft zu erweichen, zu kuͤhlen, zu eroften Bun n und zu linden. dg Pn 1 l N I Wie die Lilien ge⸗ nutzet werden. * 1 80 Mehl vermiſche, vertreibet die Hitze und Ge⸗ ſchwulſt am Gemaͤchte. Auch wenn man die Wurtzel brate, mit Roſen⸗Oehl vermiſchet und uͤberleget, heilet ſie den Brand vom Seu⸗ er. Dioſcorides will, daß, wenn man die Wur⸗ tel mit Honig vermiſche, heile ſie die ver⸗ renckten und durchgeſchnittenen Ner⸗ 3 die N aͤhler, die 17 75 5 und Schuppen auff dem Haupte, ſaͤubere auch die füeſſenden Geſchwuͤre des au⸗ ptes. Sennertus bezeugek, daß die Wurtzel an verbrannten Orten das Haar wiederum wachſend mache. In Waſſer geſotten, und — Morgens und Abends das Angeſicht damit ge⸗ — waaſchen, vertreibet die Roͤthe und Sinnen. e Wurgze und d. Wenn man ſie mit Butter und Huͤhner⸗ Fette arm und ga dul kochet, und ein wenig Mehl von Lein⸗Saamen Arien in nhilbereitet, hinzu thut, ſtllet ſolches den Schmer⸗ 1 Sof nt eatzen der guͤldenen Ader, ſo nicht ſtieſſet. en alkalſchen Sig ha Das Waſſer aus den feiſchen Blattern chafft zu erweichen uh der Blumen, entweder allein, oder mir der zer⸗ lindern. ſchnittenen Wurtzel, befoͤrdert die weibliche welius ſagel, wem hu Blume, hilfft in Kindes⸗Noͤthen, treibet die jedet, und oreh dig lan todte und Affter⸗Geburt aus, welches auch r oder Huͤneraugy la khun die gelben Faͤſerlein, Antheræ genannt. rieben. Es wird auch dieſes Waſſer in Lungen ⸗Be⸗ vilich wid dexeſtlot ſchwerde, ſchweren Huſten, Seiſcher aud br duſſelſch a Engbruͤſtigkeir gelobet, ſtärcker das erkalte⸗ ſcher unter de dehe de Haupt, ſtilet die kalten Fluͤſſe, und brin. ge, wider dle hach get die verlohrne Sprache wieder:? ob es würe dieselben unn aber/ die Hande, Angeſicht und den Leib damit Arrſioſſen unte gewaſchen, die Runtzeln der Stiene, Flecken des 9. Y 5 Leibes, liches Meyen⸗ bluͤmel⸗ Waſſer. Catapla⸗ ſma von Lilien⸗ Wurtz. gchraucher: Abſonder⸗ 5 beiſſe Lilien. 1 Leibes und Zittermahle vertreibe und wegnehm 0 f werden diefenigen wiſſen, ſo es zu der Schmuck habet gebrauchen. So man aber das Waſſer recht bereiten will, ſoll man die friſchen Blumen neh men, und ſolche in gutem Wein oder Malxaſer maceriren laſſen, und denn davon das Wuſſe 1 abziehen. f Es wird auch folgend Waſſer ſehr nͤlhſch 5 ö hl cee Meyenbluͤmel Waſſer. an Ko. Weiß Lilien⸗Waſſer, 3B]. ach lt Bohnen⸗Bluͤht⸗Waſſer, rut, 95 Near Wasser 4 de Aͤbgeronnen Weinſtein,Saltz, 5 n ichn „Cempfer, 5. Mercur, dulc. 8 casts; Miiſche und zerlaß alles unter einander, un 0 Sun waſche bißweilen das Angeſicht damit, laß es vun m in ſelbſten eintrocknen/ ſo vertreibt ſolches alle Som⸗ 1 Uchte mer⸗ Flecken, Sueren und Maſen deſſelben unt Wenn machet das Angeſicht ſchoͤn, klar und weiß., Abr So dienen auch die Wurtzeln zu einem heut a art lichen Uberſehlag, welcher die Geſchwuͤre ee linde weichet und zeitiget, und zu Eyter bringet, und% miſchet die Wurtzel mit Eibiſch⸗Kraut, Pap, peln, Camillen⸗Bluͤſt, Steinklee, Lilen, Zwie bel, gantz rein, alles unter einander gehackt dar gl nach Flachs ⸗Saamen⸗Pulver und Safe drunter gemiſchet, alsdann in Much zu auen dae Muſe gekochet, wird ein trefflicher Uberſchuß n, 0* Seſchwuͤrene d e e. 1 8 1 Jurrmaflegedd 13 Weiſſe Lilien. 775 engen Von weiſſen Lilien bereitet man ein Oehl her. Ss mn guff folgende Art: 9 will, ſol man gen 17 8 00 10 a e Weiß Lilien Oehl. Lilien⸗ 10 1 Vac Rc. Gut friſch Baum⸗Oehl, W H.. Dehl und ren ſaſen und m Weiſſe Lilien⸗Blaͤtter, z ij. 4* n. Thu es zuſammen in ein glaͤſern Geſchirr, — auch filed Valpermache es wohl und ſtell es an die Sonne! bet: ſo man das Oehl kraͤfftig haben will, muß man Mepenbliheh ght ſechszehen Tagen andere friſche Lilien⸗ Was elm B Blaͤtter ſoviel in das Oehl thun, die erſten aber Behne. auspreſſen und wegwerffen: Solch Oehl warm⸗ Bohnen, Biſhe⸗ Biß licht gebrauchet, mildert die Geſchwulſt, doſen Waſer,% machet die Geſchwuͤre bald zeitig, iſt gut logeronnen Ware zu den Nachwehen der Kindbetterin⸗ ampfer, z. nen, und heilet den flieſſenden Grind lercur, duk. 3j des Haupts; die Lilien Blatter, ſo in dem ſche und zeclaß ale unn Oehle zu Boden gefallen, ſind trefflich gut zu wellen bat Wigſthn den hitzigen Geſchwuͤren, es wird diß Oehl antrocknen d banull ih auch in Elyſtieren verordnet.. ecken, Suenmn nb ln eee mit Scorpion-Oehl vermi⸗ as Angeſcheſter heal ſchet, und warm über den Unter⸗Bauch und enen uche m Lenden ſchmieret, ſo befoͤrdert es den Harn, zer⸗ erſchlag aha 55 und lindert alle Schmertzen ſolcher d ieggd m. Eo — 2238. Meyenbluͤmlein. dun — alles unter tum Moexvenplamlein; im Lateiniſchen Lilium 3 f chs⸗Saammh⸗ 10 U V convallium genannt, iſt ein mit zweyen Deſſen 2 Aebum ba neben einander geſetzten gruͤnen Blattern lang⸗Geſtalt, fache, wih 1 geſpitztes Kraut hat einen ſubtilen dreyeckigten Zeit und e N Giſhnin Stengel in der Mitten, daran wachſen kleine in Ort. jeldten Gif Cuymba⸗ Eigen⸗ 8 ſchafft, Nutzen brauch. 0 g 5 77 2 6 f noch darauff ſitzet. . l Cymbalen⸗ G 4 55 ſtelt uber ena, gala, der wachſelhe 11 55 Bluͤmlen, 0 0 ri rings herum mt 115 eine Sage ge. 0 0 ſchartet ſehn In ieder Blume f Scht iſt ein Goldegg, 9257 Meyenbluͤmlein. bes Fleckleu ſe 151 ſind eines ſüſen en und liebliche* e die Bluͤmlein in 1 Sommer ber⸗ 40 dice t wielcken, ſo wa erde den ſchoͤne rothe Koͤrnlein draus; ſein Wil, un een tzel iſt weiß/ dunn, zaſſch/ und waͤchſet ncht taff oaſtche in der Erden, vermehren ſich gern an fangen 0 Orten, und ſonderlich in den Wäldern. Es Loch gibt auch eine mit roͤthlichen, abet micht ſo woſh e riechenden Blumen, und andere Gattung 1 i Sie bluͤhen zu Anfang des Meyen im! 1, cen mond, und werden des Morgens früh ver ut am ˖ id den A a Vor 6 J** a** U Die Blumen ſind hitzig und trocken 7— dern Grad, machen duͤnn, verzehren, eroffun nt ce und ſtaͤrcken, und wachſen gern an feuchten uud uche — N 8 cim und Ge ſchattichten Orten in Waͤldern. In Apothe „% einig ken behalt man die Blumen, ſelten aber die ian Wurtzel. eee 66 Mexenbl 1 — b 5 D Meyenbluͤmlein. 2717 eee Es haben die Bluͤmlein einen gar angeneh⸗ men und lieblichen Geruch, welcher in einer ſaltzi⸗ gen Subſtantz, die ſehr fluͤchtig iſt, beſtehet, dieſe haben wenig Oel, und ihr Saltz das ſie haben, iſt ih vermoͤgen, und in ſchweren Gebrechen, Schlag, Schwindel und Ohnmachten, 8 den Vorzug haben; wie denn nicht weniger die Blumen pulverſirt, als auch die Wurtzeln, ein mehr mercurialiſch als ſchwefelich, dahero ſie denn in Ergaͤntzung der animaliſchen Geiſter viel trefflich Nieſepuloer geben; es iſt ſehr gemaͤßi⸗ get, und gleichſam die Baſis der Errhinorum, dar⸗ Ne und ſchwerer Noth gebrauchet, ſie machen NMI 1 che wieder, mehren den Saͤugern dienmlilch, 4 1 00 Kuni a wenn ſolche vergehen will, treibt Zarn winde, Ard, unn, sch mo und wider ſtehet dem Sifft und giftiger Lhie⸗ Erden, vernehmen hn ze Biß. 1 5 ö dum werden ſie meiſt in kalten Haupt ⸗Rranck⸗ beiten, als Schlag Gifft, Schwindel gut Ge daͤchtniß, bringen verlohrne Spra⸗ und ſinderſch len Das Waſſer aus dieſen Blůmlein zu Das de⸗ cheine nit röthſche n bereiten lehret Mathiolus: Man ſoll nemlich, en Blumen, uta wenn die Bluͤmlein noch friſch ſind, Malvaſier chen zu Anfeng k nehmen, oder ſonſt einen guten Wein, und ſol⸗ und werden des Mahl ches zuſammen in einem Glaſe an die Sonne 1 Auffgang gu ſtellen, und denn davon das Waſſer abziehen: auff ſiget. Solch Waſſer wird ſehr wider die Wuͤrme der Blumen ſind Fine Kinder geruͤhmet, wird auch in ſchwerer und ad, machen dünne angſamer Geburt gebrauchet, in Leibwe⸗ ren/ und wachſen gan he, in Grimmen und verſtandener Mo⸗ en Orten Nile nate ⸗Reinigung, machet klare Augen, a man die Baum ſillet das Zittern der Glieder, damit 1 2 * ſtillirte Waſſer. e eee eee eee 718 Mepyenblluͤmlein. ſchen, und von ſich ſelbſt einziehen laſſen. e aten liche gebrauchen es zu den Entzündungen a Geſchwulſten, faulen und offenen Scha, dena den an heimlichen Orten, mit Tuͤchlen bergeleget So iemand von einer Spinne g, e der gifftigen Thiere geſtochen, o he bet Tuͤchlein drein, und ſchlage ſie uͤber. be Ein noch Ein noch kraͤfftiger Waſſer wih hy, 82 kraͤfftiger aus bereitet auff folgende Manier: 3 ee, 8 . i N uff Ne e R. Friſche Bluͤmlein in ein Glas gethal, nge ä daruͤber guten alten Wein gegoſſen, wohl bern ea c e chet, etliche Tage an die Sonne geſtellt, daß g 5 fl wohl durch einander gehre, dann abgezogen, un taff wieder in ein ander Glas uͤber friſche Bſümſan mai die Sonn geſtellet, daß es wohl durch ende amm gehre, und abermal abgezogen, ſo gibt es en ſih, gaſg undd til und viel ſtaͤrcker Waſſer. Will man es bende aber gar abſonderlich gut haben, ſo gieſſtum fi uh es zum drittenmal uͤber friſche Blumen, and dh en thut darzu nach Proportion etwas Zimmet Ni, 17 gelein, Paradies⸗Holtz, gelben Sandel und der 1 17 0 gleichen(welches nicht allein das Gehirn, Vu, g 10 nunfft und Gedaͤchtniß, ſondern auch das Hue ſtaͤrcket und erguicket/)ziehet es damit ab/ undla⸗ ubm ſet es wohl durch einander ſteigen; will man/, kan man ihm auch einen angenehmen Geiuh anger mit Ambra und dergleichen machen. hie Alaundere beſprengen die Bluͤmlein erſt n Wein, und deſtilliren darnach ein Waſſer don aus: Etliche laſſen ſie einen Tag oder* 0 1 1 t N e 1 Meyenbluͤmlein. 719 — 8 ben langer, in Wein weichen/ und brennen wulſten fulau hernach ein Waſſer davon. 118 in heimlichen bu Dieweil das Meyenbluͤmel⸗ Waſſer in Gemei⸗ det* 1 kann Teutſchland faſt als eine Panacæa, oder als ein neſte doch ein drein, und flag i wird, deſſelben Bereitung aber manchmal gar 1. Innoch kräſthrh ter Form anhero geſetzt:. crelket auff füge, Re. Friſche wohl- zeitige und von Stengeln Friſche Blünlen y ah ebgeſtreiffte Meyenbluͤmlein I xij. thue ſolche er guten alten Wenanz in einen glaͤſernen K olben, geuß darauff Malva⸗ tlliche Tage an i Enn 5 ſter Menſ. 6. oder ſonſt wohlriechenden Spani⸗ durch einander ähh en Wein, bruͤcke ſo viel als moͤglich, die Blu⸗ en under Gini men feſt auff einander, und laß es alſo drey Ta⸗ ungeſtelet, un g ge an einem kalten Orte ſtehen; thue alles in ein 6 a Velic zuſammen, ſamt fuͤnff Maaß Brunnen⸗ und aber mal abgegi 1 5„ ee 9 viel Aal, Waſſer, und deſtillire davon ein Maaß ab, wel, 1. 2 B. ches man beſonders auffhebet, ſolches hat groſſe * abſonderlch gu b Krafft/ und ie aͤlter ie kraͤfftiger es am Geruche r drittenmal Ide fich wird, und vermag davon ein Löffel voll mehr, als ar zu nach kropoctcocuh des gemeinen ein gantzes Maaß. So man Paradies, Holz, gaben will, kan man mehr laſſen uͤber deſtilliren, und (welches nicht alan ul ſolches als ein gemein Meybluͤmel⸗Waſſer auff⸗ und Gedaͤchtnß faba heben. 6 und erguſcktt ehe Von Canmerario in Horto Med p 89. wird yohl durch einander uh von der Meyen⸗ Blume wider die Podagra⸗ in ihm auch enn aaa Schmertzen geruͤhmet Folgendes Fuͤlle ein ſau⸗ ben und derglahennus ber Geſchirr mit friſchen Meybluͤmlein, vermach g g es wohl, und vergrab es in einen Ameiß⸗Hauffen, dere beſprrngen l ein Monat lang, ſo findeſt du hernach einen di⸗ und deſtlunent cken Safft, welcher ſich dem Oehle vergleichet, Etlicht laſſen ſi tun ein * 1 tigen Thiere aan Medicament wider alle Kranckheiten gehalten 85 15 ſchlecht faͤllet ſo wird ſolches zu deſtilliren in rech⸗ 1 Waſſer zu brennen. bends, uñ fuͤr die Gichten ein oder zwey Löffel vol—.— 70 q MMeyenblümlein. mit dieſem ſoll man die podagramſſchen ch l anſalben. Es dienet auch wider die Dam Gicht, oder das Grimmen der Kinder, ſo un ihnen das Baͤuchlein warm damit anſalbetz auch gut wider den anfangenden Auſſatz, aan l, man die auſſaͤtzigen Oerter damit anſchmien, 10 Auch wird aus den Meyenbluͤmlein hash 7 f Daben vübinte Schlag. Taſſer der Grafen n hn Hohenlo⸗ Hohenlohe auff folgende Art bereitet: 15 he be⸗ Fe. Meyenbluͤmel, 8 V. Me N ruͤmtes Lavendel⸗Blum, ß. l de ee Linden⸗Bluͤhe, el zaſſer. Beonien⸗Bluͤhe, Pn „„ Wurtz, aa. 5 ij. S5 N Oſterlucey, Ji. Lubbe Gruͤne Eichen⸗Miſtel, Zij. chen Braune Betonien⸗Blaͤtter, 5. ech Biebergeil, Pfeffer, aa. 2. aß ge Cubeben/ j. b ui ale Zerſchneid alles klein, zerſtoß es groͤllch J hen geuß daruͤber guten weiſſen Wein, daß er aue dec ue Qver⸗Hand daruͤber ſtehe, mache das Geſhher it paſen wohl zu, laß es einen Monat an der warm ch Sonne ſtehen, hernach deſtillire es mit ſunftl tg gelinden Hitze, behalt es im Glaſe wohl da e n macht, denn ſolches prælerviret wider beſorgl 1 1 chen Schlag, die Woche fuͤnff oder ſechs df Sach voll zu unterſchiedenen mahlen Morgens und d. augen. — Morgens nuͤchteru über den andern Tagung iz epi 8 diem fal maũ K Meyen⸗Bluͤmlein. 5721 Aben. Es dien e D. Joh. Lange, weiland Ehnrfürſtl. p. gan⸗ cht, oder dag Gina Pfältzſcher Archiater, hat ein beruͤhmtes gens en das Baͤuchlen dun Haupt/ Waſſer von Meyen⸗Blumen bereitet Haupt⸗ b gut wider den af auf folgende Geſtalt hinterlaſſen, e. g. Waſſer. n die auſtg zaun Ke. Meyen Blumen Mxij. 155 Daruͤber gieß ſtarcken weiſſen Wein, daß ſolcher Auch wird aus ha eine quer Hand hoch daruͤber geht, laß es fuͤnff inte Schla Weſzh Tage ſtehen, hernach deſtillire es mit gelinden henlohe ache See im Marien⸗Vad, alsdenn thue darzu . eee Feen, Je Muſcat⸗Nuß, 3. davendcl Bau, M 2 5 dere 3. Anden Bilh, Lavendel⸗Blumen, EC · Beonien⸗ Bh Roßmarien⸗Bluͤthe, „„ N Stoͤchas. Blumen, aa. 76. Oſterluceh, J Eubeben, Fi. Grune Eichen Al) Eichen⸗Miſtel,„„ Beaune Bani, Poconi⸗Wurtzʒ, Bechergel, Pf. Weiß gemein Dutain⸗Wurtz. aa. 2h. Cubeben, z Dieſes alles ſoll man groͤblich zerſtoſſen, her⸗ Zerſchneid ales laß nach in obigen Wein einbeitzen, etliche Tage ſte⸗ en ben laſſen, und es noch einmahl deſtilliren. darüber gu + Die ſes Waſſeꝛ wird hoch geruͤhmt wider diefal⸗ Hand duribufte ende Sucht Gichter, Schlag, Schwin⸗ zu, laß es einn Ae el, und andere Rranckheiten des Haupts, ne ſtehen/ enubün o von Kaͤlte und Feuchtigkeit her⸗ruͤhren. den Hitze, behalt l Aus dieſen Meyen⸗Bluͤmlein laſſen ſich noch t, denn ſolches prcß mancherley Sachen bereiten, ſo allhier uͤber⸗ Schlag, die Wett? gangen werden. 5 unterſchedenmn— nenn en 8 un für de Gn 239. Lein · Kraut. gens nuͤchtern 1 Lein„Kraut, im W Linaria 915 *„ ä wn, Win„—— N 3 1.. 3* a a.* We e* 152 8 8 1 Geſtalt, Zeit und 7 2 —* N Strtemlein, ohne allen Geruch, die werden runden Knoͤpffen oder Ballen, darinnen legt 722 Lein⸗Rraur. 2 Olyris genannt, gleichet ſich alſo der Wal Tae Milch, daß man beyde kaum unterſchieden— 1 v auſſer daß ſolche keine Milch⸗Saſft wiede e l Wolffs ⸗Milch von ſich giebet. Dahero auch ga das alte Sprichwort kommen dito Eſula lacteſcit, ſine lacte linaria ereſcii, c Cel Er hat gerade, pan; ſchwaͤrtzlichte, uu Aſkücht, te und Ellen hohe Alieahe: Stengel, die Bla g e ter ſtehen allt uh hin halben um den ham ul Stengel dicke un dd uff einander, von un, A re ten bis oben au, än In ſind laͤnglicht, und dh nd en den Flachs, Blat, ache tern gleich, doch at Sa kleiner und ſchud zan Mae ler erſtlich ſchwaß gane nsch gruͤn, hernch ah rothlicht. de 0 Blumen aſhe Neo nen licht gelb, geſtaltet wie Ritter⸗Sporn, mt Ka ten in dieſen Blumen ſiehet man Dotter gabe fl 2 breiter ſchwartzer Saamen wie Enzian, de Wurtzel iſt ſchlecht, davon andere Würzen entſpringen, ſo neben herum kriechen, bluͤhet den gantzen Sommer, bis an den Herbſt, es wah auff ungebaueten Qrten, und hinter den a 14 Lein deem, gag Lein ⸗Kkaut. 723 daß man baden Des G. e e e eee M* un Des Geſchlechts von Lein⸗ Kraut iſt unter⸗Geſthlecht daß ſolche kenn 30 ſchiedener Gattung von Blumen; in Ae Ether s- Mlch vo ich gay thecken aber werden nur die Blaͤtter vom ob⸗ ſchafft, 05 Spachwort ene beſchriehenen aufbehalten, dieſes Kraut waͤr⸗ 8 l Aula ladleſci, luelah ug met und trocknet, treibt den Harn, wird gebrau⸗ 85 i Verſtopffung, ſchweren Harnen und 2 Waſſerſucht, zertheilet auch geronnen Blut im Leibe: Innerlich bedienet man ſich 1 1 deſſen nicht, ſondern man leget es aͤuſſerlich auff 2 NN den Bauch wider die Harn- Winde, und auff D 4„ den Hintern, wider Schmertzen der guͤlde⸗ N nen Ader, auff folgende Art: Man inkundirt ſah es in das Getraͤncke, oder man gebraucht es in Salben: Im Getraͤncke, wenn man es mit Mich und Camillen⸗Blumen kochet; in Sal⸗ u ben aber, wenn man dieſes Lein⸗Kraut friſch nim⸗ met, mit Schweine⸗Fett in einem Marmorſtei⸗ iu nern Moͤrſer wohl ſtͤſſet, und recht wohl unter 7 I einander miſchet, und alſo warm in Geſtalt eines K Cataphſmatis uͤber den Schaden legen 5 Dos gedachte Sable wird als bereitet: Hesgelb, geſaltt n Re. Lein Kraut mit den Blumen Nj. zer⸗ dieſen Blumen fh mm ſtoß es wohl, koche es mit Schweine⸗Schmaltz, emlein, ohne ale drucke es durch ein Tuch, was durchgangen, ver⸗ n Knoͤpffen ehe Aua miſche mit ein oder mehr Eyer⸗Dotter, daß ein ſchwarter Sunn u Saͤlbleim daraus werde, ſo hernach, wie oben gel iſt ſchlecht dun n gemeldet, zu gebrauchen iſt. ingen, ſo bee. N 2 4 5 5 u Senn,, ,, e, 0. ngebaueten Ari* 80 2 4 chet in der Gelbſucht, Miltz und Leber 2 8 224. Geſtalt, Zeit und Ort. Blaͤttern, auff dem Gipffel hat es blaue Zl men, denn runde Knoͤpfflein⸗Roͤllgen, ſo pol glaͤntzenden Saamens. Er wird auf d ckern geſaͤet, und bluͤhet im Majo und Jun, In den Apothecken hat man ale Saͤamen, deſſen Mehl in Umſchlaͤgen zu chen dienet. Er waͤrmet im erſten Grab, andern iſt er gemaͤßiget, er digerirt, zeitige weichet. Lein⸗Saamen, gepulvert und at Honig vermiſchet, wie eine Lattwerge gem mildert den Huſten, raͤumet die Bruſt, hen der Kehlen die Rauhigkeit. Mit Honig, Ohl und Waſſer gekochet und getruncken, lindert, weichet, und zeitiget alle hitzige Geſchwulſten nerlich und aͤuſſerlich, darzu kan man aͤuſſel ein Pflaſter uͤberlegen. Den Saamen Waſſer geſotten, und denn getruncken, oder al gz offt und warm mit Borhorn⸗Saamen ülberbnn% f Unter⸗Leib gelegt, treibet die todte Fruchtal. Ju welchem Fall auch das Lein⸗Oehl viel he ag, mit andern Fett, darinn Biebergel kochet, uͤber den Leib geſchmieret; Lein E men mit Roſinen gegeſſen, iſt gut den Schwin ſuͤchtigen; Der Saame wohl gedoͤrret u zer ſtoſſen, mit Eßig gemacht und alſo uͤber Leib geleget, ſtilet das Naſſen⸗Bluten. A Kohlen geleget, und den Rauch in die* ö „ cs. Nralt, ui gelaſſen, benimmt den Schnuppen; ge oͤſtet, n genannt, dam und mit Eßig vermiſchet, und alſo uͤber den Leib aden Stengl n h geleget, ſtillet den Durchfall und die rothe Ruhr. n, auff dem g 5 Man bereitet auch aus dem Lein⸗Saamen ein nn runde Kuh 1 trefflich Pflaſter, welches alle Schmertzen lin⸗ den Ga* dert, die Geſchwuͤre erweichet, und zur Zeitig ⸗ det, adbil ande ungbrunget, auff folgende Art: den Apothecken u Pflaſter. „ deſſen Mh 10 Ro. Lein ⸗Saamen⸗Borhorn⸗ und Eibiſch⸗ 1 8 et. Er wärmt in 10 Wurtz⸗Mehl aa. ij. ſiede es in Much zu dicke ſt er gemͤßige, ct eines Pflaſters, und thue zuletzt darzu Camil⸗ Lein Saanen, ga len und Dill⸗Oehl aa. zi. ſtreich es zwiſchen zwey rmiſchet, ui erb Tüchern, waͤrme es auff einem heiſſen Teller, und den Huſten, taumer e lege es uͤbers Geſchwuͤ n. en die Ruhigttt. fl Ein wunderbares und behendes Mittel, da⸗Erperĩ⸗ ſſer gekochet und hunt mit man alle boͤſe, grindige und greuchliche Fle ment wi⸗ und zeitiget ale hae d zuſſerlich darm um. d n n, e ſter überlegen. Du li ten Weinſtein⸗Oehl zuvor, wie von Matthiolo offt wahrgenommen worden. Nimm ein tro⸗ zcotten, und banznuth cken leinen Tuͤchlein, faſſe es auff eine Meſ⸗ darm mit Butze ſer⸗Spitze, zuͤnde es uͤber einem meßingenen Be⸗ bgelegt, halfechhch cken an, ſo es brennet, laß es ſaͤuberlich ſincken hem Fal auth be lun auff den Boden des Beckens; wenn die Flam⸗ t andern Fett/ hun me uͤber das gantze Tuͤchlein gefahren iſt, und er den Leib gechüctſh das gebrannte Tuͤchlein auff den Becken lieget, Noſinen geneſtu/ A ſo hebe es mit dem Meſſer wie der auff, ſo ſin⸗ Der Sum mi deſt du auff des Beckens Boden eine fette Fei⸗ mi Eßi gm ſtigkeit gleich wie Oehl kleben, mit ſolchem be⸗ et/ ſtilet das uſaca ſtreich die Flecken, es beiſſet erſtlich, aber nicht 0 een Nagl lange, ſolches thue etliche mahl, denn man kan tleget/ K 0 3573 ſel⸗ Waben am Leibe in wenig Tagen austilgen kan, e 5 thut es dem ſonſten wider ſolche Flecken beruͤhm⸗ dieken Lupulus, 3* 3 1 0 Decen , 1 5 72. lachs. ſolchen Oegl, ſo offt man will, anffs nent mache die Flecken gartz gell von dieſem Oehl werden verdorren, und fallen ab in kurtzen Tagen. Wider das Keiſſen im Leibe, nimm eiten Strang rohes Garn, ſiede es mit Acche in Wi ſer, darnach drücke das Garn aus, und legeg warm auff. Dieſes Garn alſo warm bekam met wohl den Weibern bald nach der Gehilt wenn man es ihnen warm auff die Fußſolenle get, denn es befoͤrdert die Nachgeburt, und il let die Nachwehen. 241. Hopffen. 2 5 5 einiſchen Lupulus genannt, Hooffen, in att he wee 0 ee 10— c el el 0 nl ung 1 0 i Itch ent 2 i A fie afl 0 ſuſtrun, e, l eu beg De rſcheg een Ert Galen unte abrihſtg D. Auum 0 ft eh the n Ve 10 kei 1 1 e 1 4 . ech hes eng 1 1 JBaopffen. 527 A„e oß it m em de der das Neiſſninlh niche viel Wein⸗Wachs hat, auff hohen Stan⸗ 4 0 Gm, c a0 gen gezielet, und in Gaͤrten auffgebauet: an et⸗ nach drücke 8 g ag lichen Orten waͤchſet er auch auff den Haag und auff. Dee Gm Zaͤunen in groſſer Menge, iſt aber nicht ſo kräff⸗ hl den We bern bah tig als der, ſo im Garten waͤchſet; er giebt der nan es ihnen pam ö Geſtalt nach eine rauhe krumme und duͤnne Re⸗ be, und Rancken, mit welcher er an den Stan⸗ gen oder Pfaͤlen ſich in die Hoͤhe raͤncket: Er ſtoͤſſet erſtlich junge Spargen oder Dolden her⸗ n es befördert die g Nachwehen.. —— er, gantz braun⸗ roth, ohne Laub, ſchieſſet aber 24. Hoya bald Mannes hoch in die Hoͤhe, und umwickelt ſich an dem, was er erreichen kan, hat breitlichte zwey ſpaͤltige und gekerbte Blatter, und traͤget N, 0 N bleich ⸗gelbe Zäͤpfflein, unter derer ſchuppichten Blatter ſchwartze Samm⸗Koͤrnlein verborgen W 9 liegen. Er wird, wie gedacht„in Aeckern und 42 Garten unterhalten, und bluͤhet im Auguſto, und waͤchſet gerne an wohl geduͤngeten Orten. Die Blume iſt warm urd trocken im andern 2 2 — 9 7 2 8 „ N ö a treibt den Monat · Iluß und barn. Ein Deeoct von Hopffen⸗Bluͤth ge⸗ wacht in Milch, und davon getruncken, treibet fuͤrtrefflich die Wuͤrme; Hopffen und Hirſch⸗ fen, im datiuſſe 85 4 das 1 zungen in Wein geſotten, un getruncken, vertreibt unde 0 dem! 000 werden z. 18 deſſen giebt es zahmen und wilden, der zahme Zeit und fallen aß wird mit groſſem Fleiß in Teutſchland, wo es Ort. Grad, hat einen bittern Geſchmack, zerthellekſchaßft + und 1 Schmertzen. Menge brauch k und Ge⸗ 7, ſolchen in Verſtopffung der Milg, der NLe⸗ brauch. 8 ber und Gelbſucht, hypochondriſchen 3....— 2 men e= 0 5 R ·ẽůuwd;u! N„ A n r. u 7. 8* 8* 3 5 8 . c —————— 1— „9üü„%•„Cßßßſ ˙Ü]. e ee eee —— 728 Sopffen. das We e Sieber/ öffnet die Verſtahf. f uſt, und benimmt das Keuchen; In Geiß oder Ziegen⸗Molcken geſotten, und getruncken, iſt gut dem, ſo mit Kraͤtze, Schar, bock, Srantzoſen, Flechten oder Flachen fungen der der Haut beladen. Die Wurtzel wird in langwährenden di bern nuͤtzlich gebrauchet; Aeuſſerlich lindert her Hopffen die Schmertzen, damit gebäͤhet, zal let auch die Geſchwuͤre, einige wollen guch ie podagraiſchen Schmertzen damit lindern. Die erſten Sproͤßlinge reinigen des Gebluͤte, und verhuͤten die Raude, wenne an ſtatt eines Salats gebrauchet werden/ u man ſolche aber zuviel iſſet, verurſachen ſe Haupr⸗Schmertzen. Von Galeno nba,, dern wird er mit unter die purgirenden A/ neyen gezehlet. Das deſtillirte Zopffen⸗Maſſer rin get das Gebluͤte von aller Unsauberkeit, eroͤfhrk verſtopffte Leber und Miltz benimmt Geſchwuſt. und Auffblaͤhungen, dienet wider Raude/ Gru und Maltzey, befoͤrdert den Harn, und mon liche Reinigung der Weiber, ſo davon dez wird. traͤncke als in der Artzney. In Italien aber gebrauchet man die obern Gipfel und Bluͤche; Jetzt aber iſt bekannt, daß die obern friſchen Bl K men fett und hitzig, und mit angenehmen Ge ruch begabet ſeyn, dahero gebrauchen 555 92 65 Morgens nüchtern ij. ad 71. getr. a Bey uns gebraucht man ihn mehr zum Ge/ — enge dche e en der Ml 10 848 ut, ten Itallöner in Affectione hypochondriacg, Ice. 8 eiß, oder Jan ae Cachexia&c. ſelbige corrigiren das Vitio⸗ cken, it alben bail lowacidum. aus welchem faſt alle Chroniſche Seangoſen, f Kranckheiten entſtehen; wenn wir deſſelben aut beladen. Fettigkeit betrachten, koͤnnen wir ſchlieſſen, daß „ Wutgel wih in yz ein Oehl in demſelben, ſo das Bier vor der Saͤu⸗ Utlich gebraucht; lui re bewahret, in welchem es im Bierbrauen geko⸗ gen die Shbnafa mchet wird. ä ich die Geschwür, 3.— nſccen Schnee 242. Majoran. b4rJorans, ie erſten Jpeg 1 lͤte, und bahn, it eines Salat rte r ſolche aber zupe u 8„ 5 pt⸗ Schmerzen, Jul 9 4 wrd er mit unte lep ö 0 5 i gezehlet. 5 9„ 7% s deſtillitte ful„ 987 Gedluͤte von dla lte 8 offte Leber und Miz hau 5 9. uffdlaͤhungen, ditt dor 2. altzen, befoͤrder in gu 8 Neinigung der Bib d ins nüchtern J. Uf. 9 y uns gebrauch une 6 N 5 als in der Arzu,„ chet man die i ZZV 5 der iſt bekannt bit ſoran wird eben alſo in der Lateiniſchen Oeſſen e 120 8 1* wird eben alſt keiniſch Geſtalt, gabet ſenn, daha 4 Sprache Najorana genannt, ſolcher hat eit und 337 einen Ort. 730 Tlaſotan. einen holtzigten Stengel mit vielen zart ben⸗Aeſtlein, daran viel kleine runde weiß gun und wohlriechende Blatter, er bluͤhet mige nen ſchuppichten blätterigen Knoͤpfflein /d weiſſe ſubtile Blümlein erſcheinen, wel kleiner brauner Saame nachfolget; die Wir iſt holtzig, mit vielen Zaſeln umgeben; 8* tze Gewächs reucht wohl, iſt am Geſchm was bitter, mit einer lieblichen Schaͤrſfez aß n de wird geſaͤet und gepflantzet, muß aber im Sh n f ten ſtehen, in alten Miſt geſetzt und offt beg ibcde werden. Er iſt ein recht Sommer, Krauß han aut h um er faſt den gantzen Sommer uͤber blͤhe keinen Feoſt leiden, derohalben ſoll man ih gen den Winter ausſetzen, und im warmen Ke behalten. Eine Art des Majerang, mit i Aeſtlein, breiten Blaͤttern und runden. lein wird itziger Zeit in vielen Gaͤrtrn pflautzet, welcher in allem mit dem obig Eigen ⸗ Geruch und Geſchmack nach gleich koͤmm ſchafft In den Apotheken findet man di und Nu⸗ fer und den Saamen, er waͤrmet und trocknet! ßen, auch Anfang des dritten Grad, machen dünn w 4 05 ret, durchdringet, reiniget das Gehirn au g 1 brauch. zaͤhen Feuchtigkeiten, und ſtaͤrcken das f Haupt, die Nerven, den Magen, Mu und Gehirn, wie er auch die kalten Blaͤh gen darinnen zertheilet, hilfft der Daun und dienet vor die kalten Gebrechen Haupts, Hirns, vor den Schwindel Schlag, falleude Sucht, Colick 0 ſerſucht, Verſtopffung des Harns un 5 3. rſt pff 1 eee 3 1 a* 7 holtzigt r geen Oi l. ö— N. Aeſtlein, daran dll monatliche Reinigung der Weiber ſchwe⸗ dolnechenhe Bünn, n verhaltener Nachgeburt Huppichten llättaynn g und Harn windeG. 5 e ſubtile Bintan Mehrere Wirckung dieſes Krauts, wann Majoran. 731 ir bramer Suahem es in Speiſen gebrauchet wird, machet es dem lig, mut picken* Magen Appetit zum Eſſen, und gibt der ewöchs reuch 12 os einen anmuthigen Geruch und Geſchmack, bitt eimer leblgn hee ini er,, mit ener lt foͤrdert die verhalrene Monats⸗Reini⸗ N bunt zung, wann ſolcher in Waſſer geſotten, und die en, Dae Mügegcheutter uͤber den Dampf gehalten wird, Ma⸗ es machet auch wohl dauen und harnen, be⸗ en. Exiſ Aut nn jor an⸗Kraut in weiſſem Wein geſotten, und faſtden en Samkdavon getruncken, iſt gut wider anfangende Job legen, dane Waſſerſucht, ſchweres Harnen, Bauch⸗ Wugter aulſtgehuhagrimmen, treibt die Monat⸗Reinigung, und ten. Eine Airs Mapnzertheilet die Blaͤſte der Mutter. Majoran⸗ in, breiten Blllmm Pulver in die Naſe gezogen, reiniget das Haupt bird itziger Zet in dan ewo hl. 1 et, wache elan Das deſtillirte Majoran⸗Waſſer iſt Deſtilirt und Geſchmat hub lkrefflich gut wider alle kalte Gebreſten des Hau Majoran⸗ n den Apotheken fheaptes, Hirns, fallende Sucht, Schlag, Zittern, den Sumer nen Krampf und Schwindel, bringet verlohrne 1 191 755 hund Gries, erwaͤrmet die Mutter, und befoͤrdert 1 5 n*„„ e Monat⸗Zeit, iſt nuͤtzlich den unfruchtbaren Wei⸗ 8 N 105 wllabern, erwaͤrmt die Geburts⸗Glieder/ und ver trei⸗ de Netdeh bet allen kalten Schleim, und den weiſſen Fluß hirn, wie er n older Baͤrmutter, Morgens und Abends ein 5. rinnen e davon getruncken. 3 net vor die 9 In Majoran⸗Waſſer leinene Tuͤchlein , Hirns, 9 genaͤtzt, und üͤber das Haupt laulicht gebunden, g fallende Se benimmt die Wehthagen deſſelben, ſo von Kalte „ Verſtapfaß, herkoͤmmt, Waſſer. u Sprache wieder, ſtaͤrcket das Hertz, treibet Harn Haupt⸗ Schmertz . 1 e** 1* N 5*— 5 8. n* 0 7* 5 — n. 2 9 9 0 9 8 2K a. K 2 5 N*. we A 0„ 1 1 1* 1 5 1.„ www. g l 1 1 0 9 N a n 8 1* n r ee. 2* 3 1 8* 8 N 8 58 e 2—**— 1 1 722 Pappel. reinigen. Miese 243. Pappel. vulgaris. 3 0 Gene Pappeln werden auch Herbſ⸗ e oder Winter⸗Roſen, in kale, — 5 87 alk, Zeit niſchen Malva vulgaris genannt, haben hoh en und Ott. Geſchlecht, ſo man auch gemeine Pappel Kaͤs⸗ Pappeln oder Haſen⸗ Pappeln zunn⸗ nen pfleget. Das erſte Geſchlecht der gem nen Pappeln hat runde in fuͤnff Einſchnitt g ſpaltene, mit langen Stielen begabte fette undan dem Umkreis zerkerbte Blatter, der Stengaſt haarig, dicke, rund, aſtig, weich und ſchwanck, wu boch, und traͤget im Brach monat leibfarbeß, Roͤslein an langen Stielen, mit kleinen ben“ nen Aederlein unterzogen; wenn ſie nun abfl len, werden kleine runde Kaͤslein daraus, f 1 man den Pappel⸗Saamen nennet. Es iſt mam niglich bekannt, waͤchſet auff einem gebauten Erdreich, neben den Dornen, in Gaͤrten und al lenthalben herum. De 0 i e 5 — mm. Gö*— nehet, beugt ez 902 Die Pappeln ſind feucht im erſten Grad, Eigen end unge hehe, aber in der Wärme und Kalte gaben fie eine chat Bon dem deſtilen Mitrel⸗Art: Sie weichen uns zeitigen wegen der Pap⸗ Leeffnanaſng des ben ſich fuͤhrenden ſchleimigen Saffts und pel⸗Ge⸗ e Monat. Renin* f 10 ſchlechte. Lutter, wehttt bent. 1 nof und lanzvihmda 2 Taͤlte verurſachtt, fte is Haupt wontlabſd en. a — 243. Pa Smeine pappdn ug N Koſen, det ma ß Mays vulgerd tt/ f echt, ſe man ang gau Dappeln ode Haſnße leget. Das teſe a appeln hat runde n fut e, mit langen Stifte, nreis zerkerbtꝛ Bi 7 dicke rund aſtg agu 5 f und teäget im Bag gelinden Saltz⸗Theilen. Die Herbſt⸗Noſen n an langen tlg laber haben etwas rauhere und zuſammenziehen⸗ erlein unterſozan kalde Theile ben ſich, von welchen nur die rothen ge⸗ ben kleine tue Kl brauchet werden, ſie dienen bey den Hals Pappel Suan Mandel⸗Kranckheiten wenn man die Blu⸗ 1 N 125 unt, wache fi men in der Milch kochet, auch in der Nundfaͤu⸗ brauch a 4 10 Dale zu den Gurgel⸗Waſſern; im Monat⸗ 1 Sluß den rothen Wein uͤber dieſe Blumen ge⸗ ä truncken z en herum. . 234 Pappel. 1 Ve 7 1 15 — Grind, wenn man es mit Horn zu einer dag 100 Eibeſcch Wer, un cn fee dachte int 2 — — . N * 2 * S 7 S 5 25 2 . — * 6 . 2 — . — — ten. Der Safft von Haſen⸗Pappln ge kruncken ſoll die Nachgeburt treiben, En„ gauge von der Wurtzel gemacht, vertabek, Weng Schuppen auff dem Haupt, und macht ee Haar wachſend. Wenn man Pappeln unt 0 19 Erbſen in ſcharffer Lauge oder Knaben dg en kochet, und damit den Erbgrind kaͤglch ur en mal auswaͤſchet, und Tuͤcher darein natzt uh el uͤberſchläget, ſo heilet es ſelbigen von Gruldub, ande Wer mit Gries, Nieren⸗ oder Blaſh ela Stein geplaget, der kan die engen Harn Ga, aan ge erweichen und eroͤffnen durch folge 208 — — —— — Lenden ⸗ Lenden⸗ B hre SS Lenden Bad. wn 8 a. Re. Koͤrbel⸗Kraut, a 55 e SBiemein Pappel, aa, Mir... 1 8 Ebiſh, n hen, a Eibiſch 1 Grund⸗Reben, 2a, Mij. Iten nach gie N l. Degen 1 Camillen⸗Blumen, c er die dier eren, Flachs⸗Saamen, 20. Mi. auter gesägt. Elin Siede alles in einem Keſſel mit gnugſamen die daraut alſchehe Waſſer zu einem Bad, laß von ihm ſelbſt erkuͤh⸗ Harnwinde: 5 e ud sch den Patienten drein. 2 ngendlaſ n gn 955 Es werden auch aus den Kaͤs⸗Pappeln G. r A Haus⸗Clyſt'r gemacht, welche zu Erhaltung der aneh hu deffnung in Grimmen und Mutter⸗ TLungenſucht, Jun! 4— Jean lun Schmergzen dienlich ſeyn, auff folgende Art: Stein, in dere 3 8 en 8 ff folg de Art Gedaͤrme 4.. 1555 8 Clyſtier. 8 Clyſtier N 0 casa“)*. 6 8 0 wider ind, wenn want in Ro. Pappel, Eibiſch/ Ehrenpreis, Gn ek. Zu Zetgug b 00. Veyel⸗Kraut, aa. Mi. 5 und Mut⸗ c merten, pan 1 Flachs⸗Saamen, Anies, 855. 5 ter ſchmer⸗ acht wird. Jh age Siede ſolches in Waſſer, ſeihe es, und nimm tzen. Bauchgrimenm 105 davon, und laß Rosmarin⸗Honig 5 dar⸗ Sennen zergehen, auch Veyel⸗ Honig Fi. und ge⸗ 1 Der Jaſſt wh. 85 5 0 9 e brauch es in rechter Waͤrme zum Cly tier. gen ſoll die Nachahmer 3 3 e von der Wurgeſ zn Wenn man ein gut Waſſer aus den Pap⸗ Pappel, uppen bapeln brennen will, ſo ſoll man von den Herbſt Waſſer 4 a Nur Rosen oder Garten⸗Pappeln nur die Blumen zu deſtilli⸗ nag 10 von den gruͤnen Knoͤpfflem abbrechen, und ſaͤnff ren · en in ſcharſſer lan tiglich deſtilliren. Der andern gemeinen Pap⸗ und damt del Füße peln aber ihre beſte Zeit iſt zu brennen, wenn ſie us wachet/ den Käelein und Blumen tragen, dann unter einan⸗ hlaͤget, ſo bela der gehackt, und im Maͤy⸗Monat gebrannt, die⸗ Ber mit Gticz Tu ſes Waſſer getruncken, dienet ſehr wohl in Sei⸗ i geploget, dera ten⸗Geſchwuͤren, mildert die rothe Ruhr, heilet peichen und erf die Geſchwuͤr der Mutter, Nieren und Blaſen, g Lenden: B erweitert den Harngang, zu leichtern Ausgang 9 des Steins, Sandes und des Schleim. Koͤrbel⸗ Kraut,. i Gemein Pappch a 75 245. 2 0 8 „,. nes⸗Laͤnge; der Stengel wi Kinder⸗Arm dick, und iſt mit groſſen beſetzt, die ſind etwas zerſpalten, und rings n her gekerbt, mit ſchoͤnen, groſſen, gefüͤlten ungefuͤlten Blumen wie Roſen, derer el weiß, andere leibfarben, andere braun roth/ auch roth geſprengt, wenn dieſe abfallen, b ſie ihren Saamen, ſo in wollichten gruͤnen ſen lieget; die Wurtzel iſt lang, biegig und z und wird dieſes Geſchlecht Ernd⸗ oder W Roſen genannt, weil ſie am meiſten von der d de an biß an Winter floriren. Eigen⸗ ſchafft und Nu⸗ In Apotheken verwahret man davon lein die rothen Blumen, ſolche ſind feucht men 0 0 ſten Grad, in der Waͤrme und Kalte aber haben wlitor Garten Pappeln. 737 ſie eine Mittel⸗Art dennoch in allen etwas 0 minder als die gemeinen Pappeln, und adſtrin. tren in etwas, auch bezeuget es die Erfah⸗ kung, daß ſolche Herbſt⸗Roſen mit den Kaͤß⸗ Pappeln einerley Krafft und Wuͤrckung ha⸗ ben, derohalben alles, was vor Tugenden den een Pappeln zugeſchrieben werden, alles Pech auch den Herbſt⸗Roſen zugeelgnet wird. Sie werden als ein gut Medicament in den Mandel„Kranckheiten und boͤſen Haͤlſen auch der Mundfaͤule als ein Gur⸗ ugelwaſſer gebrauchet, ſo dienen ſolche auch im Monath⸗Fluß, wenn die Blumen im ro⸗ Athen Wein geleget und darüber getruncken wird: So kan man mit dieſen Blumen auch den Brandtewein faͤrben; Und ſo man die Lange; der Sluglau Blumen ein wenig pulverilirt, und mit ewas der⸗Arm dick, und ing Honig und Alaun vermiſchet, ſo dienen ſie auch t, die ſind etwas gau wohl wider das(corbutiſche Zahnfleiſch, zekerbt, üben e auch ſonderlich dem Frauenzimmer dien⸗ füllten Vlumen de Ach ich. 8 — Das Waſſer von den Garten⸗Pappeln ſoll roth gesprengt, enthl gebrannt werden, wenn ſich ſolche ziemlich er⸗ „* Un oͤffnet haben, well ſie bey nahe den gantzen a a* Sommer bluͤhen ſo putzet man ſie hernach von — ee en gruͤnen Blaͤttern ab, und deſtilltret ſie e e f 3 fäufftiglich. n genannt, wel ſe nun baß an Winter ln 245. Limonien Baum. Malus Li- in Apotheken 5 Elonen⸗Baum, im Lateiniſchen Ma. g rothen Blume, . 1 genannt, dieſer koͤnte wohl Geſtalt, rab, inder Bum al unter das Geſchlecht der Citronaken gerechnet Zeit und Aa g wer⸗ Ork. Succus Li- moniat. artißs, darauf werden, denn deſſen Frucht vergleichet ſch lelsſten mit der Geſtalt und Krafft der Citronaten; n, Pee und ſeynd die Fruͤchte Aepffel, werden ſonſt Ce, Mala Limonia genannt, es iſt aber unter ſol, pb chen ein groſſer Unterſcheid, ſo wohl wehen ihrer Form, Rinde, als auch dem Flelſch und aal Safft nach, auch werden ſie unterſchleden n 5 79 der Groͤſſe, Suͤſſe und Saͤure, und in ſuͤßlichte 0 0 970 Saͤure; kommen den Kraͤfften der Einen 90 0 nahe, nur daß ſie etwas ſaͤuerlichter ſeyn ud e 15 738 Limonien- Baum. Un deßwegen mehr kuͤhlen und trocknen, man ges braucht ſie meiſtens in Fiebern und ande hitzigen Kranckheiten, in Stein und der in at gleichen. Iimæus à Guͤldenklee nimmet d 4 contribuiret, ausgetrieben: Ebenfalls wi our 90 er im veneriſchen Eyterfluß und uͤbrig. 5 0 veneriſcher Pize aabnbirt. ke don eee einen Succum Limonum artiſicioſum machen; hungen ſech 5 damit man denſelben aller Orten haben kan ne beſchreibet er deſſen Bereitung alſo: 1 5 ban Rec. Friſche Limonien No. 20. 4 1 Wein⸗Eßig der recht ſauer iſt, En aer Die Limonten ſchneide in Scheiblein, und, Vehnder laß ſie 4 Tage in Eßig maceriren, hernach geß 5 0, da Gemein Brunnenwaſſer zo Pfund bebe Des ſchaͤrffeſten Spir. Salis, in wel 0 artet i chem Criyſtall. Tartari aufge, 5 loͤſet, 4. Pfund, he, 1 Miche — Limonen, 3 da, den dc. Limonien⸗Baum. 739 f eſſen uu——ę— 8 der Geſtalt und gh 0 Miſche alles zuſammen, und wenn es einen 1 die Früchte J ö eren 0 colire den Liquorem, und Limonia genannt 66% wahre die Olafur. dan geoſet ih 10 Auch wird daraus bereitet der Herm„Ninde g Alsace 1 Syrup. ö Syrupus ſſt nach auch weden Rec. Zeitigen limont⸗Safft, ſo durch ein ale. Hroͤſſe, Süſſeund eim haͤren Steb gelauffen, 15. 6. weiſſen ute; kommen den Ki, Zucker 15. 3. c nur daß ſſeemwasſinl Koche es nach der Kunſt zu einem Syrup, vegen mehr kühlen udttehwie bereits an unterſchtedenen Orten angewie⸗ icht ſie meiſtens in Hetentſen worden.. igen Rranckhateh ee. Dieſer Syrup iſt in gantz Deutſchland ge⸗ ben. Times d Gba brauchlich, und wird an ſtatt des Syrups den Amore, tset Our. genommen, und ſolches nicht un⸗ golb bg an 1. l. ben, weil der Safft von Citronen und Limo⸗ r 1. dolß dl d ien wenig von einander unterſchieden; dan⸗ den Grieß, ud nf genhers dann auch in Italten ſelbſt dieſe Sy⸗ tibuitet ausgetrchn. uppe ohne U terſtheid genommen werden, ob veneriſchen Eiſſgleich die Citronen daſelbſt haͤuffig wachſen, eriſcher Hie ahb. weil ſie aber viel Fleiſch und weng Safft ha⸗ Huccum Linonun alien, vergnügen ſich die Italtaͤner nicht, den t man denſelben dle hn Safft daraus zu bereiten, der haͤuffig bey lh⸗ reibet er deſſen Batlannen verbraucher wird. Er kuͤtlet wegen ſeinel Eſgraſchefe c. Friſche munen n Schaͤrffe, dringet durch, dienet ben der inner, und Musen. Weln⸗Eßtg ba ralblichen Hitze, verhindert die Faͤule, toͤdtet 4e Limonen ſchehe hei die Wärme erſriſcbet Her und agen, 5 ein ßgwai fund beſchützet fie daͤmpffet die muͤchrige Hitze 4 Lag der Fieber, bekoͤnmet den gallichten Leuten Dem An⸗ eſſer als der bereitete Eitron⸗Syrup geſicht man deſſer als der bereitete Eitron⸗Syeup geſicht ene a Dem Angeſich eine liebliche Geſtalt zu ma⸗ eiae 12 0 2 Des 6 u Ciſdl hen und zu erhalten, dienet folgendes 5 3„„ ſtalt zu f N. 4 Co. nac Ab wiſch⸗ Waſſer. un 3 Coſineticum. Wen 0 Rec. Mey Milch von einer ſchwartzen Ku, Haack he, gieß ſie in ein Glaß/ thue darzu Fu ene Klein zerſchnittene Melonen, Novi, m id, 740 Limonien⸗Baum, Pomerantzen, No. iv. Naß dige Candelzucker, 51 · 4 ö Venediger Borax, 3. ales, Deſtillir es in Balneo Marie uͤber einem berg Glaßhelm, bey allzett mittelmaͤßigem Feuer, agu, endlich laß das deſtillirte Waſſer einen ganzen dach! Tag unbetweget ſtehen, thue es hernach in wahl, ſehrhumt vermachete Glaͤſer, wenn man es nun brau- gen 5 chen will, muß man es zuvor etwas warm ma⸗ 10 chen, und das Angeſicht mit einem darein geß ell dunckten Tuch gelind waſchen, wieder abtrock 10 1 nen, und eine Stund auſſer det Lufft bichen ug derowegen iſt es am beſten bey der Nacht zu ge⸗ 1 1 brauchen, wenn man ſchlaffen gehen wil Sh 6 ſhen f man es will lieblicher haben, kan ein tweng e Pomerantzen⸗ Bluͤth⸗oder Roſen⸗Waſſer dak u fd bey gethan werden. Dieſes Waſſer vertrelbt. die Koche und die Saͤure im Angeſicht) man unter 6. Loth deſſelbigen, noch 51 Mercuſ, 240 dulc. zerlaͤſt, und alſo Tuͤcher in ſolches ges fa in at waͤrmte Waſſer einduncket und über die rothe u, t Naſe und übrige Oerther des Angeſichts le, ud das get. Auch iſt gut folgendes N h of cofeneticum.. 1 Rec. Kleine versenkten o then Zerſchnittene„Beine, No.“ Zerſchuittene zammer⸗ Belbe emen —— 3 5— e 1 — . Limonien⸗Haum. 741 ,in-. 5 2 3 Rec. Do mühen 5 Weiſſen Candel⸗Zucker, ziv. be getgo Benediger Borax 2. Loth. Klein ſerchnutegh f Ein ziemlich Stuck von einer Melo⸗ Pomeranten on ne und Kuͤrbts gleich viel, Cundelzutkr Weiß Lilien⸗Waſſer,. Venediget Bang Roſen⸗Waſſer, jedes X Maaß. Deſtillir es in Nel Miſche alles, und deſtillire es in Balnee laßhelm, bey ahl ant Mariæ, was uͤbergehet, kan wie obiges Waſſer dich laß desde e gebrauchet werden. deim g unbewegetſehen thut, Es wird auch aus dem Waſſer der Limonten Deſtillirt machete Gläſc, dannn, ein Waſſer gebraunt, welches mit dem Syrup aper wil, maß 4 Guan wider die hitzigen Sieber zu einem Julep ver⸗ W dae der wird das Frauenzimmer gebrauchet ee due ea ſolches, damit eine klare Haut zu machen, iſt nckten Tuch gelind wacta eg, lech ** auch gut wider die Angeſichts ⸗Slecken, u undelne Stund aſt f und toͤdtet die Wuͤrmer im Leibe, weil aber towegen te ande pey uns Deutſchen der Limonien Safft ziem⸗ zuchen, wenn parse fa lich thener iſt, ſo wird ſolch Waſſer bey uns n es wil lieblche fan, nicht deſtillirt, ſondern zu uns aus Italien uͤberbracht. 5 gethan werden den 725 Koche und die Sin 246. Allraun. Mandra- n unter 6. Loth deck 1„im Lateiniſchen Mandragora ge⸗ 5 c. zerlaͤſt, und al Ble emte Waſſer cal Männlein und das Weiblein; das Allraun⸗terſcheid, aſe und übrige Hehn Männlein hat groſſe breite Blaͤtter wie der Zeit und „ Auch iſt gut hen, Mangolt, mit vielen Adern durchzogen, und Orth. Gin breitet ſich auf der Erden rings um aus, hat uin keinen Stengel, ſondern bringet etliche bleich⸗ Rec, Klehelgeng, gelbe oder grüne Blumen an Stlelen wenn Frucht Eg u ſolche verwelcken, folgen ziemliche groſſe Saff⸗ Jerſchult Aaa 3 ran⸗ merantzen⸗Büͤß anna nannt, iſt zweyerley Geſchlecht, als das Gestalt un, 1 1 tolche Wachſen. 72422 Alleaun. ſarbene Aepff⸗ lein, die einen ſtarcken Geruch geben, und in⸗ wendig einen weiſſen breiten Saamen ha⸗ ben, zu Zelten wird folche Wurtzel Arms dick, und in der Mitten mit zweyen Schen⸗ ö 14 N A len Jaſeln zer⸗ N theilet auge⸗ . troffen. Das Allraun Weiblein hat kleinereund —ſcchwaͤrtzere Blaͤtter, vergleichen ſich ellicher Maſſen den ſchmalen Lattich Blaͤttern, und liegen auch ausgebreitet auf der Erden, eines uͤblen und ſtarcken Geruchs, traͤget kleine Stengel, kleinere Blumen und Aepffel, in Groͤſſe der Miſpelen, inwendig voller Soa⸗ men, wie Kern in den Birn; die Wurtzel iſt auswendig ſchwaͤrtzlicht, inwendig weiß, mit einer dicken Ringe uͤverzogen. BeydeAllraunen wachſen in groſſer Men⸗ ge in Griechenland, und in der Inſul Candla, wie auch an vielen Orthen in Itallen, inſen⸗ derheit en Aqutlien auf dem Berg Garganos wird auch in Gaͤrlen gezielet. ckeln und vie⸗ 3 f 1 Mun ö en Gab, 455 fun ec, lehne 1 Sf ö ah gfftge 40 lit dhe; de Wit ide der cherte n Abothe Wurzel, is brach t den E 0 cd inne aſtrich aber , Rothl , dietlbe: Altach me lbißweile du, eſſede b atcoticie sp werden, edledicamel eden Schl Auen do , ſo de cent N 2 45 8 1 5 n — 58 — Rännlen l die 2 Allraun. 743 2 8 5 Die Allraun iſt kalt im dritten und tro⸗Eigen⸗ N es flüchtiges ſcharffes Saltz davon die Eigen ⸗ 2 i ſchafft, die Lebens Geiſter in ihrem Einfluß zu W U hemmen Schmerzen zu ſtillen, dumm zu ma⸗ N chen, und Schlaff zu erwecken; man ſoll ſie 1 wegen ihrer gifftigen Art in dem Leibe nicht 1 brauchen; hat eine ſonderliche Natur, denn 9 ſo die Kaͤlte des Winters groß, kriechet ſie auch tleffer in die Erde, der Saame koͤmmt langſam, zu Zelten auch erſt uͤbers Jahr herfuͤr. aue Italia zu uns bracht, ſolche erweichet wun⸗ derbar, leget den Schmertzen, und machet Aſhlaffend wird innerlich gar ſeltſam gebrau⸗ ſchet. Aeuſſerlich aber hat ſie die Krafft wider „ Allraun Wabläſg rothe Augen, Rothlauff, harte Geſchwulſt irtzere Blätter, daganmund Kroͤpffe, dieſelbe zu zertheilen, thut mehr ſen den ſchmoles kuh ü als der Wuͤtterich, man nimmet die Rinde von rauch ausgebrelkk afben der Wurtzel bißweilen unter die Medicamenta und ſſarcken Gantz Narcotica, wie ſie denn auch vielen Compoſi- gel, kletnetr Bumm ah tionibus Narcoticis& Soporiferis hinzu ge⸗ der Miſpelen, mall than wirdzſo werden auch viel kuͤnſtliche ſchlaf⸗ wie Kern in den Bz kl bringende Medicamenta aus der Allraun ver⸗ ee daß ferelget die den Schlaff uwege bringen solln. dicken Rin e wap, deAllraunen wan Ait Theriac⸗ c end udo) Kramer in Menſchen⸗Form zu verkauffen und Gal Hrieche⸗ 4 ö 2 3 vielen dal Galgen⸗Maͤnnlein zu nennen pflegen, vor⸗ 1 Aan e d kracht wird, iſt lauter Fabelwerck, ſmtemahl uch in Garlen gel 8 Aa 4 4 3 cken im erſten Grad, fuͤhret ein grobes oͤlich⸗ſchafft. In den Apothecken hat man die Rin⸗Gebrauch den von der Wurtzel, und dleſe wird meiſtens und Nutzen Was ſonſten von der Mandragora oder Was Land⸗ Allraun, ſo die Landſtreicher und Thertac⸗ſtreicher für Andere be; truͤgliche Ark ſhlcher Allraun. machen ſie ſo ſubtil, als wenns Haar an dent hege Haupt, Bart und Schaam, damit werden gen: man muͤſſe ſolche mit groſſer Muͤhe und fruchtbar und was der Schelmeren und Be. 744 Allraun. ö 1 es nicht Allraun, ſondern ein gemachtes Ding 00 u konte iſt/ deñ dieſe ſchneiden Prionien⸗ oder Schmeer⸗ 0 llc wurtz, weil ſie noch feſſch ſeyn, in eines Men. heel ſchen Geſtalt, ſtecken Gerſten oder Hirſen⸗Kör, fete, ner an die Oerther da ſie wollen Haar haben 1 pmg fi darnach graben ſie ſolch Bildniß in heiſſen ewe Sand, und laſſens eine Zeit lang liegen, biß fl dd aus gemeldten Koͤrnlein Zaͤſerlein wachſen, ſo duegelge gemeiniglich in z Wochen geſchiehet, alsdenn d die graben ſie es wieder aus, ſchaben die angewach⸗ 122 de eee er! ſene Zaſerlein mit einem ſcharffen Meſſer und a nun all einfaͤltige deute betrogen, ſolche verkauffen ſe J gehe fuͤr Allraun, ſchweren noch hoch dazu, wie von ge ihnen ſolche Wurzeln zu bekommen enn, ſe, a e voſſere Ageauſe Gefahr unter dem Galgen ausgraben einen eh ſchwartzen Hund haben, der ſich vom Striche fürn loß geriſſen haͤtte, die ſolche graben, müſſen Amt ihre Ohren verſtopffen, denn ſo er die Wurtzel dust ſchregen hoͤre, waͤre er in Lebens Gefahr: alſo Ai ſchon e verkauffen ſie die Wurtzel theuer, als mache 0 ſie die Leute glüͤckſeltg, die jungen Weihe d land Be trugs mehr iſt. 1 Noch eine andere berriegliche Art(( 2575 mir für Augen kommen, da mir ein anſehnle e ut cher Krlegs⸗Offieler einen Allraun gezeigt, wel; 1 nannt, chen er fuͤr o. Ducaten erkauffet hatte, und 0 alhhe allezeit fuͤr einen rechten Allraun gehalten; 0 ſngenang gaht allein es war unter ſeiner Compagnſe 9 4 ehe Ang Allraun. 3 icht Altan sue 1 ich zurichten, un en dieſe lage freyter„der konte 1 e er 5 weil ſie noch 0 15 offenbarete he 5 Brachmonath nehme n Geſſalt ſckgaſne mache. 0 ihnen die Haut über 5 an die Oerther da ſſ⸗ 4 er einige e ſolche geſchunden e f 1 2 0 a g dern dach graben ſie ſoch dun Ohren 0 355 wieder mit einer an b 15 wohl d. und! e weydet(ab aut am Bauck 5 2 15 18 ausgefuͤllet, 1 195 ein Brett, und 5 n amal n e fer einander geleg i. Nabeln ausgestreckt en ſie es wider aus cha cke. ſe ſolche in der Waͤrm Wurtzel einen daß renten an, laſſe ſolch er aus einer Wurtzel e 5 Ja, lein mit eanenſtagz al nach bereite am Halſe des F den ſie ſo ſubtil a pan her efeſtige ſolchen eldnkire es den ſte ſo ſubtil 8 ehh ff und bef 77 ſo præſen Aae ee, en nun alles F ie Rip⸗ pt Bart und Echun, es, wenn nun Finger, ja gar die lege deute bargen ihn ſches, iſſe, Zehen, Finger, ja g e Poſitur lraun, wenn nig hen am Leibe; ja 5 0 en Menſchen⸗ Coͤrpers, ſolche Wurzen zu bam es gedoͤrreten 5 0 Taffet⸗Bettlein in ei⸗ üſſe ſͤlcent geh en legete er aufe id lieſſe ein helles Aale 00 e Feder- Schachtel walſ war auch der ihr unter dem algen ne lange 20 ielden; eben alſo 325 N une g Glaß druͤber ſchneiden; Officier ſo ein ben Hund kn afl Glaß drü cht, worauf der ag gu⸗ irſſen hätte dee Allraun gemacht wos auch in Hoffnung zeriſſen hätte 1 auen ſetzete, f ilden ver⸗ f g Le ten Gluͤ 3 1 lſo ein jeder g 8 pen hoͤre, wären te 40915 ſich a iter wife juffen ſie die* fn eltern Land- Betrügern zu huͤten 1— ckſella, de Ur ſolche—— le Leute ace„ orn. 1 a tbar und was dag. eee ſoch eine andere A fr Augen komma, s pſchi n Ge n f. erſchiedene Deſſen E deſſen ſeynd unten um genannt, 777 i- ſtalt Zeit 80 ſo Matrubi ſtalt? th. G chlecht, allhier ſoll nur Ae gebraͤuch⸗ und Or 0. ee fen e Herten wie an „ fir e un er für 10. Bi 8 iſſe An⸗ ir enen län lc iſt, gedacht a dorn 7* unter finde 18 Andorn. ſchwartze und za⸗ ſigte Wurtzel, aus gruͤne Stengel, el⸗ ner bis zwey Ellen hoch, bey denen Gleichen gehen hervor zwey gegen uͤber ſtehende, wel⸗ kaͤrbte Bla, und weißlichte GBlumen, ſo einen i ſcſtchwartzen, rund, E laſſen. Er wäch⸗ ſet ungebauet an den Straſſen, bluͤhet im Ju⸗ lio und Auguſto, hat einen Geruch wie Citro⸗ 5 E dieſer entſpringen viereckichte hohle, aͤſtige, wollichte, che, haͤrigte und ge⸗ lichten und rauhen dee 7 Saamen hinter, ban ch —— dorn hat eine 9 len hf! 0 ſhlal, 50 ch gecben! ah ben W c ſ; ſchet, it U diterme ſſehamltge umiren Ge ag — — ien Blͤt gehalt n diet nen, und wird ſonſt auch Praſſium genannt, 1 1 dannenhero der Syrup de Praſſio genennet ieluche wird. 5 ame Eigen: In Apothecken werden allein die Blaͤt⸗ 10 3 ſchafft, ter auf behalten, er waͤrmet im andern, und aße. Nutzen und trocknet im zten Grad. Die ſollen im Vrach⸗ N Gebrauch. monath geſamlet werden, hat ein gelindes, fluͤchtiges, ſcharff lichtes, mit groben oͤhligten Thellgen vermiſchtes Saltz, und hiermit die Elgenſchafft zu eroͤffnen, zu zerthellen, 10 a N ö Ahn Miß Act geſotten 5 2 Andorn.. N. 5 747 bern, zu duͤnnen Ver ſtopffung der Lun⸗ u gen, Leber, Miltz und Mutter zu eroͤffnen, i die monathliche Reinigung der Weiber n zu befoͤrdern, zu erwaͤrmen und zu trocknen, und den Rindbettern die Nachwehen gaz zu befoͤrdern; hat auch die Krafft den groben uh zaͤhen Schleim auszufuͤhren, iſt derowegen gut fuͤr den ſtettgen Huſten und kurtzen Athem. f Fernelius ſchreibt, daß der Andorn denjenigen fan gar nützlich gegeben werde, welche Blut aus⸗ fal ſpeyen, auch den Weibern in Kindes⸗Noͤthen ch ebr behuͤlfflich ſey; die Lauge worinne An⸗ la dorn gekochet, iſt nuͤtzlich wider die Flecken, J un Schuppen, Zittermaͤhler, und alte, boͤſe, grin⸗ un dige Koͤpffe, damit gewaſchen; iſt auch in ſau⸗ len und unreinen Geſchwaͤren zu gebrauchen, iche damit zu reinigen und zu heilen, es ſtillet N dle Darm⸗Gicht von Kaͤlte entſtanden, e* 55 5„ wird auch der tollen agebauet an den Safe Wenn man die oͤbern Spitzen dieſes Krauts ud Auguſto, hate eine Macht durch in weiſſen Wein infundirt, und wird ſonſt auh fig und drey Tage nach einander davon trinckt, ſo enhero der Syn kliß bringet es wunderlich die verſtockte Monath⸗ N Reinigung wieder zuwege, und den verlohr⸗ 1 Apothecken ran. nen Eſſens⸗Appetit. uf behalten, er wü Eine Hand voll des weiſſen Andorns in net im zten Gttd del einem halben Maaß Wein und friſchen Brun⸗ th geſamlet weden ü nen⸗Waſſer geſotten, durch ein Tuch geſeihet, ges ſch arfflchts. mit Zucker lieblich gemacht„und davon nach gen vernichten 605% 3 1 N 2 1 ee 90 Leb ſt vom ſchafftzu ift Leber und Miltz, reiniget die* — Deſtillirt Andorn⸗ Waſſer. Andorn; Syrup. 748 Andorn. Roder, treibt verſtockte Monath⸗ Ne nigung, toͤdtet die Wuͤrmer, dienet wide Gelbſucht, und Abzehrung des Leibes ſtaͤrckt den ſchwachen Magen; und die, ſo eine Verſehrung an der Blaſe haben, Das deſtillirte Waſſer aus dem gan, tzen Gewaͤchs, ſo im Junio und Julto iſt ge, ſollen ſich dieſes Krauts enthalten. ſamlet, dienet zu allen oberzehlten Gebrechen, inſonderheit zu Verſtopffung der Lunge, vor das Keuchen und kalten feuchten Huſten, denn es erweichet und loͤſet ab die za „ he, ſchleimige und verhaltene Materle, und 60 Fe Aula. eke Frege „l n 1 Hückes ſonlen, Aeschi ge es ales 14 weil es auch die verſtopffte Leber offnet op iſt es auch gut wider die Waſſerſucht und Gelbſucht, dienet auch den Weibern, ſo in ſchweren Kinds noͤthen liegen. Der Syrup vom weiſſen Andorn die ſer wird aus benen Bruſt⸗Kraͤutern, eroͤfnen⸗ den und erweichenden Wurtzeln bereitet, Syrup vom Andorn. B. Andorn, der nicht zu duͤrr, ij. Suͤßholtz, 3 11. Frauenhaar, Iſopp/ der etwas kh cken, aa. Zvj Calaminthen, Anieß⸗Saamen, Wurtzel von Eppich, Fenchel Sas men, aa. 5p). Florentiner Veyelwurtz, Pappel⸗Saamen, Bockshorn ⸗Saamen, aa. 5 ij. Lein⸗Saamen, 1 3 3 * 5 . f i cbendez bh we — zung toͤdtet die n Qultten⸗Kern, aa. ij. e 5 i f 2 9 8 J f wſacht ge 8 Ausgekernte Roſinen, 3Vv. ckt den ſcwache i 8 Fette Feigen, No. xij. une Verſehrungey Koche alles in Brunnen ⸗Waſſer löx. bis len ſich dieſeg Manu zur Helffte, druͤck es aus, und thue darzu Das deſtllut ien Paͤonten⸗Zucker,„ 4880 Gewächs eon Aͤbgeſchaumten Honig, aa. bij. let, dienet zualin e Mache es alles nach der Kunſt zu einem nderheit zu Verſiopfuz Syrup. 1— das Keuchen und kan ſten denn eserwecheruh. ſcpleimige und vahal es auch die verſtopfftliz N s auch gut wide de li lbſucht dienet auch ln eren Rindsnothen s der Syrup wonweſſa“ pitd aus benen Bruft gt und erweichenden Muh Syrup vom dn Rr. Andern, dern Suͤßholtz z. Frauenfack JE den 0 Calaminthen, Me Wurtzel vnd men an. f, Florentine dae P ppel⸗ San Lein⸗ Suan Kraut gle Blumen oben drau NN 2 h 3 l 6 e e — e N chen 248. Goldwurtz. ſoldwurtz, im Lateini⸗ ſchen Martanum genannt, wird ſonſt auch wild Lilien und Af⸗ fodill⸗Wurtz geheiſſenz gewin goldgelben Wur⸗ dtzel einen eintzi⸗ gen Stengelßum welchen die Blaͤtter ſo denen am Seiffen⸗ „Stern ⸗weiſe herum ſtehen, die f ſind wie dieſdilten geſtalr, aber kleiner, wohlriechend, hinter ſich zurück Bockshom Eu gekruͤmmet, purpurfarben und mit braunen Fle⸗ Martanum. „Derer Ge⸗ net aus ſeiner ſtal, Jet zwiebel hafften und Orch. 75⁰ Meter⸗Kraut. Flecken bezeichnet, waͤchſet in Wäldern und und et 1 i Glätte, f Gebuͤrgen, von dannen es auch in die Gaͤrten ecke verſetzt wird. Sie bluͤhet mit den andernkillen, Eigenſchaft Die Wurtzel iſt der weiſſenkilien⸗Wurtzel und Nutzen. an Kraͤfften gleich, in Wein geſotten, befoͤr⸗ dert ſie den Harn und Monath⸗ Zeit auſſelch f iſt ſie in Umſchlaͤgen und duͤnnen Pflaſtern gut fuͤr die harten Geſchwulſten und Beulen, Schmertzen der guͤldenen Ader, und geſchwol⸗ lenen Bruͤſte. Man haͤnget ſie auch den Kin⸗ dern in der Freyß an; die Aſche davon mit Ho⸗ nig vermiſchet, dienet wider das Haar⸗ausfal⸗ len; das Waſſer davon iſt gut zu den zer⸗ quetſchten und verbrannten Gliedmaſſen, Matricaria. 249. Me ker⸗ Kraut. 1 N 2 t e r⸗ Nraue oder Mutter⸗ teiniſchen Matri⸗ caria genannt, bekoͤmmet einge mit 2 gem Marck ange ⸗ fuͤllete geit bey z wey Ellen Deſſen Ge⸗ ſtalt. Zeit und Orth. bleich gruͤne ges ſchnil⸗ Kraut, im la⸗ hoch, an deren a0 Meben⸗ Zweigen 0 befinden ſich 9 J kerbte und be. Aude chhehe, 10 aſcnumgcb Mlnterhalke eh 0. firtgey N en e eswan ch, machet! e sche buch mit der cd e 45 achſuß de ie mit Ca N Atbeibtdie gebrauch Kan es ur 0 een es die 1 —— g ee 2 den begtintt, 110 1 Meter⸗Kraut. 751 bürgen, von Umag. ſchnittene Blaͤtter, faſt wie am Beyfuß, auch 0 gt wurd. Salter eines bittern Geſchmacks, oben traͤget es Blu⸗ ie Wurtzel ſtderq men wie Camillen ſo in der Mitten ein gelbes Nute gleich na Knoͤpflein haben, welches mit wetſſen Blaͤtt⸗ t ſie den Harn und Mn lein von auſſen umgeben iſt, wird gemeiniglich de in Umſchligen aug; in Gaͤrten unterhalten, bluͤhet im Junio und fuͤr die harten Ge Julio, wird bey vollem uicht im April von fel mertzen der dan nen Zweigen fortgepflantzet. n Bruͤſte. Mugla 10 in der Freyß an; death * Grad, machet duͤnn, incidirt, und hat 1—— benen uß mit dem Beyfuß und Camillen gleiche Ver⸗ aste dunn fe A pondnih, wegen ſeines angenehmen Geruchs, cen n daten daher es auch mit denenſelben gleiche Krafft at. Es iſt zu den Weibern ihren Mutter 6 We en hagen gewidmet, die Monath⸗Reini⸗ n und Nachfluß der Kindbetterin zu trei⸗ e ſo man es mit Camillen und Beyfuß ver⸗ lmiſchet. Es treibt die Winde, und wird auch 5 zum Clyſtirn gebrauchet. In Haupt⸗Schmer⸗ luntzen bindet man es um den Kopff, etwas ge⸗ 20 aul ſtoſſen, dafern es die Kranckheit leiden kan, 55 3 die Ohnmachten zu vertreiben. i Das Mutter-Kraut in Wein geſotten, 75 2 Abends und Morgens jedes mahl ein Becher⸗ lein davon getruncken, vertreibt die Waſſer⸗ ß ſucht, Mutter Kraut zu Pulver geſtoſſen und J dem Rind⸗Vieh des Abends mit Saltz zu lecken N 2 5* vertreibt ſhuen das Keuchen und Auf⸗ 0 1 bloͤhen. IE 2 J Man mache auch aus dem. 0 8 91 ein 5 Baad N 1 In den Apothecken hat man das Kraut mit ene den Blumen, es waͤrmet im z ten und trocknet und Nutzen, 22 Mutter-⸗Kraut. 8. 125 3 8 5 88—— Baad wi⸗ Baad wider die Laußſucht. e alte! der die„E. Mutter⸗Kraut, iii. An woſſ Lauß ſucht Odermennig, Tauben⸗Kropff, 15 vel Quaͤndel, aa. Miij. Ace bet Zeitloſen⸗Kraut, deem A Wermuth ⸗Kraut, aa. Mi. och ö Braunwurtzel⸗Kraut, Nj. en wil u Koche alles in genugſamen Waſſer zu einem i hn l 5 Baad, und laß es uͤber den andern Tag ber, Ahe neuen, darein den Patlenten baden zu lasen, Mutter⸗Kraut grün geſtoſſen aufden Wi, 10 6 bel des Haupts geleget, und etliche mahl erfel⸗ 0 ſchet, hebet das abgefallene Zaͤpflein auf, ae wehret dem Schwindel auch Haupt ⸗Fluͤß e ſen, und ſtillet die Kopff· Schmertzen. ae Das deſtillirte Mutterkraut Waß 0 ſer beſoͤrdert die verſtockte Monath⸗ Bel nigung, erwaͤrmet die erkaltete Mute, mildert die ſchwere Geburth Schmer, gen und toͤdtet die Wuͤrmer ſo man dabon nach Belieben offt ein paar Loͤffel voll giebet, ah Man kan auch nehſt dem Kraut bereiken ein ee A 7 N 2 8 Mutter⸗Waſſer. Waſser. Rec. Meter⸗Kraut, Mvj. Meliſſen⸗Kraut, Poley, aa. Miij. Cardobenedietr⸗Kraut,. Rothe Klapper⸗Roſen jedes 2. Han den Ale 1 de voll. 3 e Iimmet Cubeben, Fenchel, Anleß, ahr unt aa. 3j. un det Zer⸗ 2 N N uiter z, 3 Baade Stem Klee. 773 8 Nutte. Zerhacke alles unter einander gileß zwey damm ech Maaß alten weiſſen Wein darüber, laß es et⸗ Quändel all liche Tage wohl vermacht ſtehen alsdann de⸗ Zatloſen fun lllie das Waſſer davon in einem zinnern Kol⸗ Wermut gen, von dieſem Waſſer koͤnnen die, ſo vom Braunpumzleh Mutterwehe angegriffen werden, offt Loffel⸗ Koche alles lügen weise nehmen, will inan es noch kraͤfftiger ha! dad, und laß ts be hun ben, ſo kan man ein Stuͤckgen Biebergeil in uen darein den pita Buͤndlein darein legen,. Mutter, Kraur gange,— des Haupts gecegt uch. 1005 8 Stein⸗Klee. Melilotus. et, hebet das abgefela Oe ele e E Tein- Deſeen Ge⸗ ret dem Schwindel N Klee, im ſchlecht, n und ſtillet de opffsees ge, Ie dauteiniſchen Me. Das deſtillirn um e e 2 lotus genannt, reden de pa deoſſen faden ſic gung, erwarmt deut, vilererley Ge⸗ dert die ſchwerr Gäu, schlecht, als das n und toͤdtet die win 2 Ita liaͤniſche ch Belieben offt in kur MNelilotus Itali- Man kan auch ehſtemae ca, 2. der ge · 8 N meine Stein. Geſtalt, Zeit und Ort. liches 15 db Klee Melilotus Mee weleath, 3. der Rec. Meter- rau Gaꝛten Stein Mellſſen, ul Klee, Melilotus bien 22. Mü. hortenſis adora- Cordoterehſahe ta, 4. Stein · Klee mit langen krummen Rothe Klam Schoͤttlein, Lotus ſiliquis Ornithopodii. de vol Es wird aber unter dleſen vier Geſchlechten Zimmet Aale ins gemeln nur der Nelilotus vulgaris, oder der . Bbb gemei⸗ Deſſen Ei⸗ genſchafft Und Nutzen. alkaltſchen Saltz annoch viel oͤhlichte balſanſ gemeine Stein⸗Klee in Apothecken geſammlet, ſche milde Theilgen bey ſich, und hat daher di 75 Stein ⸗Alee. ſolcher wird wieder in zweyerley Arten, als den mit gelben und den mit weiſſen Bluͤmleln ge yt Sch theilet. Der waͤch ſet mit ſeinen rundten Steh u leben geln offt zweyer Ellen hoch, hat Blaͤtter ſa off, wie der Majoran, am Umkreiß ein wenig zin licht, oben an Stengeln hat er ſeine weiſſe oder fach un gelblichte Bluͤmlein; Solch Krant waͤchſſch l e uberall an ſteinichten Orten, neben den Wegen, hen dune bluͤhet ſaſt den gantzen Sommer, hat 1 bude duͤnne, zaͤhe, mit kurtzen Zaſeln begabte Wut ag der Gel tzeln. 5 8 machenen Er iſt einer mittelmaͤßigen Natur doch el fichte! was mehr warm als kalt, fuͤhret neben einem arge 1 5 Sen 0 a Schlä Eigenſchafft zu erduͤnnen, zu erweſchen, zu i Some maturiren, Schmertzen zu lindern, und zu ver i hen Se thetlen, das Haupt und Nerven zu ſtoͤn aut cken, und die Nieren und Blaſen zu te Mac dus nigen. Allen, In den Apothecken hat man das gane abe Kraut mit Blumen und Saamen es hat unt e gen der Malva und Althæa einerley Wuͤrckung/ nus ag iert daß dieſe mehr fluͤchtig iſt, und relolviret. E tnc 6 hat in etwas eine Schzwertzſtillende Krafft anche Deſtillirt Waſſer. weßwegen man ihn auch mit Pappeln und cel Ibiſch in podageriſchen Schmertzen applicit. Aehn Aus dem Kraut und Blumen wird eln ter Nie Waſſer deſtillirt, ſolches wird aus der Er chengen fahrung von den Alten geruͤhmet daß es dae Aan Baupt ſtaͤrcke, auch das Gehirn um dag gig — 3 Stein Klee. 10 755 cher wird weder inf Gedaͤchtnuͤß, davon Ziſßß. bey Schlaffenzelt lt 2 und den r zu trincken. Iſt auch gut wieder Magen⸗ gellet. Der wach cum und Mutter⸗Schmertzen, eroͤffnet ver⸗ ain offt weber 00 ee Leber/ und treibt den Harn, erwaͤr⸗ de der Majoran 5 75 die Blaſe, Nieren und Geburt cht oben an e lieder. elblichte Buͤmlin Aeuſſerlich mit Tächern übergeſchlagen, Auſſerli⸗ berall an ſtknthtn n Aalſudert es die Hltze, und leget den Schmertzen, cher Ge⸗ het ſaſt den zutun wols die hitzigen Augen, und erweichet die Ge⸗ brauch. wulſt, ſonderlich wider Hitz und Ent⸗ — zaͤhe, mit e— 3 5 12 gusgewichenen Affter und geſchwolle⸗ 85 ſt ane mitn ech den Dampf davon in die as mehr wann dg al ehren empfangen, beuimmer den Schmer⸗ kaliſchen Salt amochilzen und Sauſen der Ohren, Haupt, de milde Thellga 50 Stirn und Schlaͤffe damit beſtrichen und igenſchafft zu ethünnen Jübergeleget. So man es auf den Magen le⸗ atutiten Son plget, ſtillet es den Schmertzen„uͤnd linderk ellen, das Haupt ul hyrdte Seſchwulſt. 5 und die Niem Es wird auch aus dem Kraut und Blumen enen das Meliloten⸗Pflaſter, und zwar auf un⸗ dale In den Apotheken aͤnterſchledene Art beſchrteben, n den Apothecken 5 1 55 deſſen Formul in Tom. II. dieſes nee Aubeathuh Buchs iin Regtſter nachzuſuchen, ſolches Pfla⸗ diese mehr fügt f ef er ſtillet Schmertzen er weichet, zeitiget die al 1 Stun en verhaltenen Geſchwulſten, ſonderlich der Le 9% Ingewelde, zertheilet die Auſblͤͤhungen und ßwegen man 1605 Beulen im Schmeerbauch, und ſo ſonſten aus iſch in podager h Mutter Nieren, oder Hypochondrien, Aus dem Kral Auf blaͤhungen oder aus dergleichen Ge⸗ aſſer deſtillit, bir ſtwulſten jemand ſich uͤbel befindet, ſo bediene tung von den Ann erſich dieſes Pflaſters, er wird groſſen Nutzen upt ſtaͤrckt cke ach davon s Ast, Derer Un⸗ terſcheid, Geſtalt, Zeit und Ort; . Mechoacana. 251. Mechoaca. —— 2 9 4 2 755 7725 77 7 17 S. 95, 9 0 9* 5, N %% 85 1 7 5% 4 2 . * Echoaca oder Mechoacana, wird ben uns gemeiniglich alſo nach ſeiner Geburts⸗ Stadt oder Landſchafft Mechoacan, ſo in Weſt⸗ Indien oder Neu⸗Spanien lieget, geuenneſ, allda es haͤuffig gefunden, aufgedorret, und zu uns bracht wird, von etlichen wird er weſſſe Rhabarber genannt, auch Indlaniſche Zaun⸗ ruͤben. Die weiſſe Mecho ca hat eine lange und dicke Wurtzel aus welcher ein Milch⸗ Safft flieſſet auch duͤnne und windicht⸗ Sten⸗ gel herfuͤr kommen, dle Blaͤtter ſind geſtalt 4 N eln ae der 5 6 aer 05 Mn f he, ui blk ne ct wu Aich, vaß legtde d nultde W a grad e nd gab b beet undder! fare- feln, A gpherle n ſe nich fuß cher aue ſwurmſic. 0ſt al Amel dt uch Pita 10 nothis 1 90 4 an A Magen nde awer 0 fate 5.0 1 ſültantz Adern; ig 0 2 — —— — 1— N—— 3 8 N — Mecheaeana. 3 787 ein Hertz etliche Finger lang, zart, dle einblaͤt. tige Blume, der Winde an Geſtalt und Groͤſſe gleich. Man ßoll ſich derjenigen Mechoa- cana bedienen, welche friſch, inwendig weiß, auſſerhalb mit einer Aſchenfarbnen Rinde be⸗ deckt, und nicht wurmſtichig iſt. Die ſriſche, weißlichte, groſſe, ſchwere, un. Derer Ei⸗ geſchmackte iſt die beſte. In den Apothecken ſchafft und hat man nur die Wurtzel, iſt warm im 1. und Nutzen. trocken im 2. Grad; ſie fuͤhret die waͤſſerige, geſaltzene und zaͤhe Feuchtigkeiten aus dem gantzen Leib, beſonders aber aus dem Haupt, den Nerven und der Bruſt iſt ein nuͤtzlich Mit⸗ tel in Catharren, und denen daher entſtande⸗ nen Kranckheiten, der Waſſerſucht, und ollen Arten des Zipperleins bey hitzigen Naturen aber ſoll man ſie nicht viel gebrauchen. f Es muß aber auch ſolche Wurtzel nicht alt, Nverlegen, wurmſtichig ſeyn, ſonſt tauget ſolche nicht. Es iſt eines der gelindeſten Purgier⸗ 1 der hlechum Mittel, evacuirt te ſchleimtge Feuchtigkelten, gemelniglich ale zahn und alſo auch Pituitam, abſonderlich dienet ſie in tertianis nothis, und denenjenigen, die Wert ee üͤberfluͤßige Zehr⸗Saͤffte bey ſich haben. en oder Neu- Span es haͤuffig gefunden ak bracht wird, von barber genannt auch J a Iſt auch Kindern vortreflich dienlich in Ro⸗ higkeit des Magens, und purgirt den zaͤhen Schleim aus der Bruſt. Den Kindern giebt man Zj. denen ſchon et⸗ n. Deweſſt ch was ſtarcken 3j. Erwachſenen aber kan man dick: Wurzel ande zi. In Subſtantz geben. Man infundirt ſie r flleſſet auch dine auch mit andern approbirten Waͤſſern, ſo mit fur komme de N Sale Tartari geſch aͤrfft 411 3b. ad 3vj. Man 1 Bbb z laſt 758 Mechbacana. dienet am beſten den Alten; den Kindern kan all den Mee laſt es im Kalten ſtehen, fltrirt es, dle Inſufon ecke man es in Pulver mit Brey oder Poppe gebenz ait(a man kan es aucb in Morſellen mit Zucker ſoln a ce Roſen⸗Waſſer folwikt, bereiten, oder au deſſen 1 feat ſtatt ein Mareſpan mie Zuthun dieſer Wurtzel zich aide verfertigen. Zum Exempel Man nimmet ale Ligue 5ſt. zerſtoſſet ſte mit Roſenwaſſer, und darſug 10 it M Extrdet, Mechoa. Ca, Extracrum Mechoaca- na compo- At um. oder Citronen ein wenig ſaͤurlich gemachet K ſolvirten Zucker, durch, fuͤget Nechoacanam entweder an ſich oder mit etlichen Grauen Wiannon Scammonii acuirt bey, und bereitet ein March h mich pan daraus. e enhrdarg Der Extract von Mechoacana word wie at fal g. dere Extracta mit Spir. vini, oder wie Quetes⸗ l, tanus will, mit einem Leberwaſſer, zum Ekem⸗ 0 0 pel, mit Endivienwaſſer, das mit Limonien. e worden, bereitet. Solcher Extract hat. e nigen Vorzug vor dem Pulver, nus daß er ſich i 1 in den Liquoribus aufloͤſet. Dieſes Extract z wuͤrcket nicht mehr als der Wurtzel 3j. ln dub ſtantz, denn ihre Krafft lieget in gummichtim Schleime verborgen, wenn man ſelbige mit 9 Spiritu vint ausziehet, ſo blelbt der Gummi — — — — unberuͤhret, welches doch der Kern iſtt. R e rund Man machet auch das af d Extractuim Alec hoasanæ compoſtum. ian did cel, Kec. Mechoacauæ- Wurtz, Ziij. 5 5 Gummichten und weſſſen Turpeth, 3. 0 Weiſſen Ingber FJij. 1 f länger Ergelſuͤß von Eichen, 3ſh. lech Mechoacana. N 759 1 f Zerſchneld alles groͤblicht, extrahir es durch a gigeriren mit dem beſten Brandtwein und Be⸗ 10 thonien Waſſer(das von Aloe iſt abgezogen fer ſolrut kun worden) jedes 15 ſb. drucks ſtarck durch, an das rehen gie N ö hinterſtellige thue aufs neue Bethonten⸗Waſ⸗ Zun En 1g fer macerir es wieder, druck er aus, und zu dem t ſie mit Wente ausgedruckten Liquore thue feruer icke, durch ſgtia Auserleſene Manna Zij. sch deer n üg Rein Scammonium 3j. cut begun ür es durch miſchen wohl unter einander, a und thue mehr darzu i ben dienen, pix. Vitrioli gutt. v. amt Spit. vieh u, Zimmet⸗Oel, gr. i 15 iſt einem ebene, i 5 6 dioienpeſſe, 10 Bringe es zu einer Conſiſtentz, es iſt ein Pan⸗ en ein weng 0 chymagogum, das alle ſchaͤdliche Feuchtigkei⸗ elke. Sichen ken zugleich ausfuͤhret, beſonbers aber die, ge⸗ A vor dem Polen ſeltzene. Doſ. iſt 31. 8 ribus aufe Da,— mehr als bet Mug! 5e Kaff alte borgen, wenn nun zus zichet, f hell yelches bech y gan hat eine zinckete, runde, holtzigte, mit vielen weiſ. Ort. (taucht ſen Faſeln tleff in die Erde dringende Wur⸗ 1 tzel, gewinnet viel viereckte Stengel, ſo zu u dec! Zelten uͤber eine Ellen hoch wachſen; die Blaͤt⸗ Joacadg Muß, ter vergleichen ſich dem ſchwartzen Andorn, ſind chten und woas aber groͤſſer, laͤnger, und nicht ſo haarig, brin⸗ Jugbe z, get im Julio blelchgelbe Blumen um die Sten⸗ 5 von Ene B bb 4 gel 1 0 Eliſſen, im Lateinlſchen Neliſſa ge⸗ Gestalt N 252. Meliſſen. i Meliſſa. 0 . nannt, iſt ein fuͤrtreflich Mutterkraut, Zeit und -- ³—A—AT::ͤ AAAaAaAAAꝓdddddTTꝓſdſddddddã/ỹ.* 3 5 — . Eigen; ſchafft und Nutzen. Magen⸗Kranckheiten, wieder Melan⸗ des Magens, in ausbleibendem Mo nat fluß, Mutrer-Rranckheit, wird ſie auch n Mutter ⸗Baͤdern gebrau, zn Maeliſſen. 5 c 5 — gel in kleinen Hl, cl ſen; der Samet l 75 70 b kleiner als der.. 1 gley⸗Saame, d 6 wird in den Gitte gepflantzet, hat aber 0 in unſernkanden 0 n gethan ſtarcken wanzzch⸗ zun Tln ten Geruch, je mehr ſunbgelln man ſolche aber rie. onen M. chet, je annehme, e mean cher wird der Ges ſtwamülh ruch empfunden. ohe Herz f 1 Sie waͤrmet in 07 05 2. und trocknet im zunach Bel iinmet, h Mittel wermuth. N Maden. J Pute 5 N 1. Grad, wird ge brauce 10 Haupt. Hertz · Mutter ⸗ und — choley, unruhige Traͤume Gicht Schwindel, Ohnmachten, Rohigkelt an, f verbeſſert Mank, Aeuſſerlich zum n ſaubern 0 Velechen auch ſtinckenden Athem. chet, und in Uberſchlaͤgen, dienet auch wieder Bienen ⸗ und Weſpenſtich; ſie wird mit unter Mön. die Hertzſtaͤrckende Kraͤuter gezehlet, maſſen bh. g dhe Geruch nicht ſchlecht sromatiſch, ſondern dem 5 Citronen Geruch ſehr nahe kommet. Die Meliſſen iſt dienlich zu den kalten Ge, brechen des Haupts, Hertzens, Magens und 10 Mutter; ſo die Weiber nur an dieſts ere 05 ng 8 riechen, ſtillet es die Mutterwehe; wird mit Mutzen gebrauchet in Schlag, fallender Sucht und Schwindel, ſo man eine Hand voll Meliſſen in welſſen Wein leget, und davon n trincker. ö 1 Meliſſen und Camillen · Blumen in ein lei. 17 luth. nen Saͤcklein gethan, in Wein geſotten, zwi⸗ KN 1 ſchen zwey Tellern ausgedruͤckt, und warm 1 0 uͤber die unruhige Mutter geleget, ſtillet dieſelbe. u K ban dertrelbt ſchwermuͤthige Gedancken, ſtaͤrcket un das ſchwache Hertz, ſtillet Bauchgrimmen, iſt 90 gut dem erkalteten Haupt, Magen und Mut⸗ e ker, ſo man nach Belteben davon einer Muſ⸗ h cat groß nimmet. 8 Haupt, Jag Em kreflich Mittel wieder Melancholey Lranckhelten n und Schwermut. untußige Ein Rec. Meltſſen⸗ Jucker, 3j. el, Ohnmachm) Borretſch⸗ und Ochſenzungbluͤmel⸗ ens in ausblah g Zucker, aa. 3ſt. 8 Nutter Ria Alkermes Ladwerg ohn Bieſem sij. enden Ihen Stoß es mit Granat · Syrup daß genug hein Myter Binn iſt, in einem ſaubern Moͤrſer durch einander, Uderſchlaam wic davon nach Belteben ein Muſcat groß auf ein⸗ »Weſpenſich sinn mahl zu geben. 1 Die Conſerva Meliſſæ oder der Meltſſen⸗ Converſa Zucker iſt den melancholiſchen Leuten dienlich, Melle. tende titre. Das deſtillirte Maſſer, dieſes wird alſo Meliſſen⸗ ſchlecht meh zubereitet; Man nimmet Meliſſen ⸗Kraut Waſſet ruch seht naßchnm! mit ſeinen Stengeln, zerhacket es, und brennet wie ſolches tuch cu 0 8 ir B.„ N e bereitet ſn i el un es im Mariæ Balneo: oder man weichet es des 1 Hausts Arte, Nachts in gutem Wein, und deſtilllrt das Waſ. die Wh mal ſer davon. 1 i di 762 Meliſſen. Melo. Geſtalt, Zeit und Ort,. Eigenſchaft und Nutzen. Auauſto und September zeitig reiff. ant 51 Nai d. Diß Waſſer iſt uͤberaus gut, das ſchwache ep ohnmaͤchtige Hertz zu ſtaͤrcken und zu erquſcken, 0 inſondeꝛhelt wenn es des Nachts pochet und he aͤngſtiget wird, einen Trunck davon gethan. E ſt auch gut den kalten Sehnen und ſchwachen Nerven, dlenet wieder Erſtarrung der Glieder, f den Schwindel, Schlag, und andere Gebte⸗ chen mehr. Diß Waſſer tſt auch gut mit Beh⸗ fuß⸗Syrup gebrauchet, denen Welbs⸗Perſo⸗ nen, welchen die Mutter erkaltet iſt; das Gs ſicht damit gewaſchen, machet eine ſchoͤne lieh, liche Farbe, und benimmet die rothen Blattern, lein deſſelben. 5 ie 253. Melonen.* Melonen im Lateiniſchen Melo genannt, N haben an Geſtalt runde, rauhe, doch aber kleinere Blaͤtter als die Kuͤrbſe, die Rancken tragen doppelte Bluͤthe, davon dle erſte abfaͤ⸗ let die andere aber Frucht bringet, welche aus gero und inwendig mit bleich gelben Fleiſche und n ch en gantz gelbem Marck, deswegen auch int Saam⸗Hoͤrnern, ſoden Gurcken⸗Kernen ſoſt gleichen, angefuͤllet ſind. Sie wachſen as 1 den ſonnichten gegen Mittag gelegenen ſelten n lauck Orten, bey heiterm Sommer, und werden im 155 In Apothecken hat man den geſchaͤlen a und ungeſchaͤlten Saamen, die Frucht ſelbſt, 90 un oder deſſelben Fleiſch kuͤhlet und feuchtel, 1. 10 ſch 4 9 1 elnen Tunkinn 0 . falle Sehn l older Een el, Schlag u ab 1 5 Waſſeſſuut ebrauthet dum h die Mutter erkataſ vaſchen, macektheh 1d benimantiſ 10 N 3. Mn im bakelniſche 2 Geſtaltrug are nicht wohl, faulet gern, machet gar offt Fie⸗ r ale de Küche, o ber und Grſmmen,(doch ſoll ſolche den breiten e Mühe lm Wurm aus einer verborgenen Eigenſchafft ber Fruchtbrngtl, ködten, auch dle rothe Ruhr. mit lach gen, Es ſollen ſich auch diejenigen vor den Me⸗ Melonen Morck, deange lonen huͤten, welche erſt von einer ſchweren dienen rn, ſoben Gute Kranckheit wleder geneſen, denn ſie ſonſt wie. nicht jeder⸗ füllet ſud. Sen der umſchlagen, und in vorige, wo nicht in Mann. zeigen Miliz hin ſchwerer Kranckheit fallen. Geſunde Leute, in⸗ em Somme, mis ſonderheit die hitztger Natur find, koͤnnen die wuerd Melonen mit Jucker, Brodt und ein wenig ecken harmed Pfeffer eſſen, und elnen guten Wein darauf n Sanne ee krincken alſo ſchaden ſie wenig, und ſoͤrdern geſch kahlen Len Harn. 1 In Mandel⸗ Milch in Fiebern. Mandel⸗ Milch. 764 Melonen. In hitzigen Fiebern, da man ſich des Gan 0 Weins enthalten muß, ſoll man nehmen en ne en halb Maaß Waſſer, von gebranntem Hirſch⸗ fog horn, geſcheelte Mandeln Zülſb. geſcheelte M. kat lonen und Cucumer⸗ Kern, aa. Ißß ſtoß alles n Henn zu einer Mandel⸗Milch. Solches iſt ein her, amt licher Tranck in allen hitzigen Fiebern n 0 0 b Entzuͤndung der Leber, Nieren, Bla⸗ 5 b ſen und der Mutter, im hitzigen Haupt wehe, in der Schwindſucht, ſſt gut ſir muna Nieren und Blaſen Geſchwaͤr, dlenet n tg auch wieder das ſchmertzhaffte troͤpflende bug Harnen. f 5 1 ſmtum f Den Grieß auszufuͤhren, wie auc 14. ———— Stein und verſetzten Harn fort zu trelben, 0 1 Anem kan mit Nutzen gebrauchet werden nachbe⸗ a Brunn ſchriebene Oppoldg ede Bla Mandel⸗Milch. un la, Bec. Giſchaͤlte Mandeln, 5. fie Melonen Kern, t das! Cucumer⸗Kern, geſchaͤlt si. t Ein Stoß dieſe Stuͤck alle klein, und ſchuͤtte bor⸗ ul uber Erdbeer, Pappeln und Fenchel⸗Woſſenk, aa. 3ij. mache eine Milch daraus, und gleb ſol⸗ 5 che dem Krancken auf 2 mahl zu trincken. 4 Das aus den Melonen, ſo wohl zeitg und zi ing verſchnitten ſeyn, deſtillirte Waſſer, beſoͤrdert u fd! den Harn treibt Grieß und Nieren Stein au ſtillet den Durſt, und loͤſchet die groſſe Hitzein gpg, Fiebern. 8 N M Der —. 2 Sn 8 galten muß ae N aß Woſſt, 15 ihhkalten Saamen, eroͤffnet und abſtergirt, dienet derlte Mund ile der Leber und Grieß, weswegen er in dem Hu⸗ ucunpr. 0 ten, der Lungenſucht und Fieber gebrauchet, ſundel Mig 00 tauget auch in Harnwinden, ſtillet den Durſt, nck ln alen 10 i ſonſt ſtimmet er mit denen andern groſſen kal⸗ dung de 1h f ten Saamen uͤberein. r Muttet Melonen. 765 ae Mandel⸗Muc get werden; kuͤhlet, loͤſchet den Durſt, lindert 6 f den hitzigen Huſten, wehret der Schwindſucht —— 1 N und benimmet— troͤpflende Harnen, alle Ta⸗ An/ ge z. oder 4. Stunden vor der Mahlzeit 2. ucumer Aug i à3. Untzen zu trincken. 5 eſe Stück alen 5 , Popoch un gan che eine Mlch 1 zucken auf: nßlu, 1 den Mao Mens, im Lateinſſchen Mentha genannt, 2 art B, derer ſind viererley Geſchlechz, allhier f 5 115 10 wollen wir zufoͤrderſt einer Art gedencken, die . beh. b heiſſet Spitzmuͤntz wird auch genannt urſt, un Balſam und Deyment, ſolche hat eine viel. 2 4 1 n 254. Muͤntz. Der Saame gehoͤret unter die vier groſſen 4. kuͤhlende Saam: Mentha. Spig⸗ Muͤntz. Derer Ge⸗ ſtalt, Zeit uud Oct. Eigen⸗ Nutzen, ſamt Ge⸗ brauch. ſchafft und higkeit und Schwaͤche zu gebrauchen! und hal fältige Wuthl, 10 welche hin und 15 und ſich nicht tief i in das Erdreich einlaͤſſet, aus ſol⸗ u % cher Wungelkon men vler eckele acht zu h eren haarige Stengel,. 5 1 faſt elner Elen het end De 1 hoch, an welchen lun e 1 drauſchlete, dicke, fad fc J. bleich Purpur. 3 farbene Blumen e enen 2.——„welſe fed u wan. Se en Blatter ſind etwas rund, rings umher fich gekaͤrfft, ein wenig runtzlicht, und rlechen e le ſtets wohl, wenn ſie einmahl in die Gaͤrten ge⸗ wagt pflantzet wird, bleibet ſie viel Jahr, und vet⸗ e Judi junget ſich alle Jahr ſelbſt, bluͤhet gemeiniglich auge, fi im Auguſt Monat. e decker m Dieſes Kraut waͤrmer und trocknet im z gh Grad hat duͤnne Thellgen adltringitt ine, anten was iſt ein ſonderbar und ſchoͤnes Gewächs n gie den Magen zu ſtaͤrcken, und in deſſen Ro: n dis gz aetolle 1 5 — 4 1 4„ den Vorzug alle deſſen Affec ten zu corrigiten, abſonder lich die ſauren, und curirt alle Kranck. 10 heiten, ſo daraus entſtaͤnden, als Anorexiam und Apepſiam. Es bienet wiede e 5 Erbrechen, Verſtopffung der er, d N e Schmer⸗ 1 3 2 ä 2 — N —— 2 2 3 — —— Spltzmüͤntz. 767 Schmerzen der Gedaͤrm, Hauptwehe, Schwindel, hindert auch das Zuſam⸗ mengerinnen der Milch in Bruͤſten, die⸗ net auch wieder derſelben Maͤngel und Uberfluß, auch Verhaͤrtung. Desglei⸗ chen reiniget diß Kraut auch die Mutter, be⸗ ha, ſoͤrdert dle Geburt, kommt denen in der Bleichſucht zu Huͤlff, und die am wetſſen Fluß laboriren. Benimmet auch den Saam ee und Geilheit, und wenn es gar zuvtel gebrau⸗ 47* la chet, machet es unfruchtbar, es toͤdter die e hug Wuͤrm und ſtaͤrcket den Geruch. Wenn fle man das Kraut in Wein ſiedet, und z. Tage N fun nach einander einen guten Trunck davon thut, 270 Al benimmt ſolches das Grimmen, hilfft auch wie⸗ gz der Blut ausſpeyen. 11257 5 ind etwis und, Aeuſſerlich aufzeleget, ſtaͤrckt die Muͤntz Aeuſſerlich. ein wenig kuntlch, K nicht allein den Magen, ſondern ſtillet auch wenn ſſe eumifſung die Colic, erweichet dit Bruſt, und vertreibt ird, blabet ſt bild die Milch; In die Naſe gethan, oder nur ile Jahrſlbſ(ahn daran gerochen, ſtillet das a ſenbluten, Monat. Camerarius aber meldet, daß der Safft offt Kraut wärmt u in die Naſe gethan, dieſelbe blutend mache. Anne Aelhn al Der Safft mit Honig verniſchet, und warm bondaber un in die Ohren gelaſſen, vertreibt den Ohr⸗ 1 a0 u wurm. Das Kraut mit ein wenig Saltz ge⸗ zu ſtar. 60 ſtoſſen, heilet toller Hunde Biß. So man Schwaͤche ſugahen 1 aber einem Verwundeten Muͤntz giebt, heilet ale ah rachh die Wunde nicht leichtlich; wirfft man die die baun nüt Blaͤtter in Milch, ſo kan ſolche nicht leichtlich araus entſtanben! geriunen. Das Kraut gepulvert, und mit m Gen Gerſten⸗Mehl zu einem Pflaſter gemacht, und „ Vaſtopfſc„ ie Deſtillirt Muͤntz⸗ Waſſer. Syrup de Mentha major. 768 Spitzmuͤntz. 5 S uͤber den Nabel geleget, verzehret de ddt e Feuchtigkeiten in der Blaſen und in den Ge e Kauf daͤrmen; wer den Schnupffen von der Kale Jan, hat, der thue Muͤntz⸗Blaͤtter in ein Saͤcklem 12 0 6 und lege daſſelbe des Nachts uͤber den Schl 110 tel des Haupts, ſo benimmet er er en Fluß und machet das Hertz leicht; das Kraut ih Waſſer und Bier geſotten, und wie ein Pf, 5 ſter uͤber die Blaſe geleget, hilfft denen, ſo den 0 5 Harn nicht halten koͤnnen. Ia Waſſer oderzauß 0 7 ge geſotten, und das Haupt daunit gewaſche, vertreibt und hellet deſſen flieſſenden Grind. Meni e Es ſſt auch aus der Muͤntz ein wee akte deſtillirt, Abends und Morgens davon gay ee truncken, eroͤffnet die verſtopffte deber vertrelt Mutz Gelbſucht, und foͤrdert verhaltene weblicht ene Reintgung, ſtillet und wehret den Gebrechm bg des Magens, des Wuͤrgens und den Durch. haf lauff. Toͤdtet bey jungen Kindern die Spuk fag wuͤrm, und treibt ſie gewaltig aus, und wer boͤs ſen Geſtanck des Othems hat, von verfaultem ce Zahnfleiſch, der kan den Mund offt damit wghed ye auswaſchen. e o zu In Apothecken findet man auch den Sytuß gegen aus Muͤntz und Granaten ⸗Safft Syrupub Inge de Mentha minor genannt. Desgleichen ws ume! auch gefertiget der Gagen, Srupus de Mentha major. at . Saurſuͤſſen Qultten⸗Safft, Suͤſſen Qultten⸗Safft, Saurſuͤſſen Granat Safftf, Suͤſſen Granat ⸗Safft, N dc Sauren Granat aa. IBiſſ.. — Spie Nabel 1 Spitzmuͤnt. 769 ten e dd In dleſen Saͤfften macerir 24. Stunden wer d 5 lang,. ue Mi dene. Trockne Krauſemuͤntz bhiſß. ſſelbe de Jaun Rothe Roſen ij. Thue darzu jupts bn Alten Weln, ili. 75 93 et d 55 amn Koche es bey maͤßigem Feuer zu Syrup, 5 lat; A wenn man ihn weggeſetzt, kan man Gallia mo- e Bl N, ſchata 3. dazu thun. Beſſer aber iſt es, wenn Bluse gelegt, e man die Gallia Moſchata bey der Deſtillation chalkenkömng Jehg inden Alembic hencket, ſo ziehet der pirituoſe „und das Haul lh Theil deſſen Ellentz aus. 15 ad ſeiket desen Will man den Syrup aber haben, daß er uch aus der Minze den Magen mehr ſtaͤrcken ſoll, ſo bereite man „Abends und Muh ahn al 5 aten NMuünz⸗Syrupßp. Deſſr und ſördert pa, Rec. Friſche wohlriechende Krauſemuͤntze Müͤrtz⸗ 5 ſtilet und weht n iv. biß oe. Syrude us des Wütgent u Scharffen Zimmet Ziß⸗ ödtet ber jungen fm 1 Muſe taten ⸗Nuß, N ditrelbt ſiegewallgav.„Blumen, Siij. ck des Othem hal n Deſtillire es alſo ohne Zuthuung einlges Li „ der kan dey Muh guoris, in Balneo vaporoſoß biß alle Feuchte . Fbergangen, biß zur Trockne der Specierum. thecken finden In den uͤhergangenen Liquorem weiche wie⸗ Ei der folgende Dinge groͤblich zerſchuitten: — 27 g et! 3j. Muſcaten⸗Nuß, I ohn Galgan, Calmuß, aa. Jiij. a 1 Maſtir, s j. 2 pur d An T Laß es 3. Tage beitzen, colir es, die Eflentz urſuſſen Outta f purificire per filtrum, behalte folche, und loͤſe zuͤſſen Qultter Elf me mit Safft von depurirter Krauſemüntz vſoſſen rf Biß, auff in Jucker, Piiß, koche es zur Conſi⸗ uͤſſen Gronal Ef* 8 er auren Granat a Cee Renz 77⁰ Spitzmůnt. 6 5 ſtentz eines Tabulati, ſüge bey des obigener, he ſentificirten Waſſers q. I. und mache durch bloſſe Diſſolution des Zuckers einen Syrup daraus. Dieſer dienet in Nauſea, bene c age hakt das Brechen, und ſtaͤrcket den Magen, Dol, F. von Ziſb. ad Zij. c, 3 e. achmönt 255. Krauſer Balſam und auen .. 8 f Aünfctva iſpa un 00 e Siſpubrium f Bachmuͤnz. ur H lveſtre, a. R a u ſeß aher e Balſam, tie der 88 25 und Bache dem w a muͤntz, ſo auch dag ſmbe N W Krauſemuͤntz, Nchchnunt S 83 3 Chphafch 9 7 5 o ,, iſymber gie n doohn 3 7 nannt wird, deß⸗ crm 2 gleichen die gehe un ä 1 A Bachmünt aun I N ole wilde e oder wildes alf e Sipmberdet 7 60 ſet, werden in geha E Le tet ul ſchen Accde „Mentha che, Eigen ſpicata und Siſymbrium ſylveſtre genannt. cause) ſchafft und Der krauſe Balſam iſt maͤnniglich bekannt, 1 1 3 Geſtalt des man ziehe ihn gemeiniglich in den Gaͤrten hat 6 dige Balſans. etwas kuͤrtzere Blaͤtter als vorgedachte 1 ne ten⸗Muͤntz, find doch breiter, an dem gankan ig Umkreiß krauß, und ſehr ſchoͤn anzuſeheg, 10 Ahhatzt s Tabche EKrͤrauſe⸗ und Bachmuͤntz. 771 n Waſſetz 1 00 hen j; zwey und zwey gegen einander die Sten⸗ lolution des a gel ſind faſt zweyer Spannen lang, viereckigt, Dieſer an. haarig, purpur⸗braun; oben dringen die geaͤh⸗ hen, nd sin kete purpurbraune Blumen herfuͤr, wie in der ad Zij. n rothen Muͤntze; hat viel Wurtzeln, die kriechen — d i N — auf der Erden. i g Krauſt dad Die Sachmuͤntz waͤchſet an feuchten Or⸗ f iu ken, hat einen Stengel wie der krauſe Balſam, achmüg die Blaͤtter ſind etwas bitter, und umher zer⸗ kerbt, bringt purpur⸗braune Blumen, iuwen⸗ 0 dig mit weiſſen Haarlocken, ſie riechet wol aber nicht ſo ſtarck als der krauſe Balſam, iſt groß uuf und klein, wird am waͤſſerigen Orte gefunden. i Beyde Siſymbev/ der krauſe Balſam und die Bachmuͤntzz, ſind warm und trocken im 3. Grad, widerffehen aller Saure, verteilen 900 Winde und Hloͤhungen ſtille das Bauch⸗ lun und Mutter⸗Grimmen, koͤdten und trei⸗ I ben die Wuͤrme und verſtockten Harn, und 10 Bal haben all Wuͤrckung wie die Muͤntz, ſo in vo⸗ 5 8 Ah rigem Capitel angemercket worden. N Hal, Krauſen Balſam, oder Bachmuͤntz Sſehn weiſſem Wein geſorten„und einen guten % Trunck davon gethan, befoͤrdert verſtandenen S lug Harn, zertheilet die Winde und toͤdtet die icder 3 5 ö ymbtium fle Friſche krauſe Balſamblaͤtter zerrieben, A. zu ber Naſen gehalten ſtaͤrcket das Hirn ihn gemelngglchlbal und die lebendigen Geiſter, und wendet die 8 Blue a Ohnmachten wegen thres edlen Geruchs. echte noch bahn a Aus dieſer NMuͤntz können alle die jenigen ſiad de 1 Aetzueyen bereltet werden, welche aus der ß e ECcc 2 Muͤntz 5 Frauenmuͤntz. g 7 1 Muͤntz des vorhergehenden Capitel berger ah, An werden, und auf gleiche Weiſe auch in bemeld⸗ n faucht ten Kranckheiten nuͤtzlich zu gebrauchen. it en def Fuͤr die Rindbetterinnen bereitet man a ub ande Munz auch aus dieſer Muͤntz Saͤcklein, welche dle yd gf Saͤcklein. Nachwehen abwenden. n ng Rec. Krauſen Balſam, the Mutterkraut, 6 15 ate Camillenblumen, gun nd Zerſchneid alles, und binde es in ein viereckige g eim de Saͤcklein, ſiede es in einem halben Maaß weſſe uh ſen Wein und ſo viel Waſſer/ druͤcke es alsdann chi G zwiſchen zwey Brettlein aus, und lege es der gun, im Kindbetterin offt warm uͤber den Unterleib. 157 de 0 Mentha da. 26. Frauenmuͤntz. ed 5. racenica. 1 Rauen 0 ſupt Derer Ge; I 8 hach geit ſtalt, Zeit NN W adhs Und Ort. Mentha Sarace- 0 , nica im Latein- Abe ee genannt, e e hat holtztge, ſte⸗ 3 SN 10 fige und haarige U N. ner Ellen hoch, ung Nee 4* dle Blaͤtter ber- Im ig leichen ſich der lch de Ae Betonen in sel 8 N Rande gekerbel, n Me S* 2 und an dane ee . gruͤn⸗gelbe/ eines awer A,,. wohlrlechen den„ Geruchs, 4 5 8 R. 9 9 auen des dane 8 Srauenmuͤng. N und auf Recht d Gcruchs„die Blumen⸗Kraͤntze ſind gold⸗gelb ickhelten nutzung re am Rheinfahrn, und dero zarte Wurtzel die Kindbettam ſtreckt ſich am Raſen aus; ſolches Kraut blüͤ⸗ dleſer Mun ca het im Junlo und Julio, und wird gemeinlg⸗ vehen abwendeg 0 lich in Gaͤrten gepflantzet. 5 Krauſen Bale Frauenmuͤntz iſt warm und trocken im an⸗ 1 und Gez brauch. Mutterktaul, dern Grad, fuͤhret ein mild⸗fluͤchtiges, balſami⸗ Camilenblung ſches, oͤhlichtes, alkaliſches bitterliches Saltz, Tag- und Jag in geringerm Grad als die vorigen Muͤntzen neld client bey ſich, und hat daher treffliche Wuͤrckungen, 1 ſtede es in 5 alles Saure in dem Gebluͤt zu verſuͤſſen, rund ſo viel Wit lz Wunden zu ſaͤubern und zu heilen, das zaͤ⸗ zwey Bretten he ſchleimige Geblůt zu verduͤnnern tetin offt w 5 und zu reinigen innerliche Druͤſen⸗Ver⸗ 9 ſtopffungen in der Leber, Miltz, Nie⸗ 2ſb. Frauen ren, Kroͤß und Bruſt zu eroͤffnen, den Magen, Haupt und Mutter zu ſtaͤrcken, die Monath⸗Zeit zu treiben, und den ver⸗ lohrnen Eſſens⸗ Appetit wieder herbey zu 1 bringen. 3 In den Apothecken hat man es gar ſelten, Wurtzel wohl auff behalten werden. Bey dem gemeinen Mann wird es unter die 1 Eßig in dem hitzigen Magen ſehr wohl. Die M Doſis, ſonderlich der Wurtzel, kan ij. gegeben 10 werden. Aeuſſerlich gebrauchet man es in Baͤ⸗ dern, die den Monatfluß trelben; ſonſt hat es u die Elgenſchafft wie andere Muͤntzkraͤuter, ſo 1 vor gemeldet worden. 0 1 Cee 3 237. Katzen⸗ — — — „ doch koͤnten dero wohlriechende Blaͤtter und 0 Mund⸗Kraͤuter gezehlet, und dienet deſſelben Mentha Felina. Derer Ge ſtalt, Zeit und Ort. ober Menthacat 1 „ tarria genannt, 10 J bat eine wachelte zaſerige Wütheh aus welcher eig n vlereckigter, rau 1 90 her, grauer dicke N 8 11 und a tlg Stengel konnte NN ſo mit Neben „Zweigen beſezi ſſt oben am Sten⸗ ** gel er ſcheinen rundte geaͤhrete weiſſe Blumen das gantze che. waͤchs iſt am Geruch ſcharff, am Geſchmack hitzig, mit einer mercklichen Bitterkelt verm. ſchet; es waͤchſet auf ungebaueten Orten, und 5** a . 7 hinter den Zaͤunen. 1 Oiſſen Ei⸗ Die Katzenmuͤntz iſt warm und trocken e genſhacſt, im andern Grad, fuhret ein mild flüchtiges und Nutzen. öhlichtes Saltz bey ſich, und hat gleſche Eigen ſchafft und Kraͤffte mit der Mellſſen, und alen 0 Muͤntzen, abſonderlich welche von der Cas Je minth und andern Müvtzen iſt vermeldet wor. den. Ste bluͤhet im Junto, Julio und Aue, 40 guſto: Das Kraut eröffnet, durchdringet bes kommet wohl der Mutter befsrdertdte Behn N 8 und Vingelkraue 775 an 1 Indchfonat⸗Reinigung hülft zur Empfaͤngniß, 9 dienet vor den zaͤhen Schleim der Lunge, und denjenigen, ſo geronnen Blut vom Fallen im lh Leibe haben; die Wurtzel gekauet, ſoll die ver⸗ Ne zagten Leute behertzt machen. Das aus der Katzenmuͤntz deſtillirte la Waſſer, dienet ſonderlich zu allen kalten Ge⸗ 10 brechen des e— 4 und N 0 258 wee ra, 5 1 1 a f a 0 Jund Ort. t einer wercklichem Jug in d Mercurialis ge- nannt, wird in zweyerley Ge⸗ vaͤchſet auf ung Zaͤunen. atzenmuͤnt ii uns ſchlecht, als das Grad, e Maͤnnlein und altz bey ſich ub Weiblein, fuͤrge⸗ räffenchug 5 ſtellet, werden abſonderlich wache a. 5 andern Müruſſen e bluͤhet im Ju 5 0 — aber beyde ohne Unterſcheid ge⸗ brauchet, beyde haben einen gleichen Sten⸗ 1 gel 8 wear N l der Muſcbe MM 776 Bingel⸗Kraut. 0 gel mittelmaͤßiger Hoͤhe und gekerbte Blätur, bey deren Urſprung an dem Maͤnnlein rundte Kuͤchlein, wor inne zwey Saamkoͤrnlein lieg em, A Eigen⸗ ſchufft und Nutzen, f a ö ü 44 1 1 ſamt deſſen inn erſten Grad, trocknet und erweichet, daher 1 Gebrauch, wird ſolches unter die emollirenden Kraͤuter Zaͤpfleins gebrauchet, befoͤrdert es die Mo⸗ 0 25 nat⸗Reinigung der Welber, oder mit Hel eln Pfluſter gemachet, und unten uͤber enn Bauch geleget. Es treibt auch Affter⸗Ge⸗ ü 14 burt, und wird wider dle Unftuchtbarkeit 0 1 der Welber ſonder lich ge lobet. Ludov. Met. N 5 cat. lib. 3. de Mulier. Affe ct. c. 6. lehret, win d Daß man die Wetber nach ihrer Relnigung von dem a Kuen. Weiblein dieſes Krauts trincken, und das d deagrigen Kraut zerſtoſſen in die Mutter legen, ſo gebäh⸗ Ig lune. ren ſie Toͤchterlein e gebbauchen ſte aber auf ol un che Art von dem Maͤnnleln ſo ſollen ſie Knab g! lein empfihen. Gleiche Wuͤrckung ſoll** e ee mäßiger Hage . Bingel⸗Kraut. 2 der er Safft haben, mit füſſem Wein n nach der Meintgung getruncken. Und Alexand. Pæ- 10 ohne Schaden goſchmoltzen Bley dar⸗ ein nehmen; solches ſteher zu verſuchen, in der Mile 5 und iſt zuzuſehen, daß ihn dle Kunſt nicht be⸗ ne Hinterluſſuz ia kriege. Der Safft vertreibet die Wartzen, dfaben. Ez rich belle auch mit Eßig vermtſchet die Flechten, ind Walnbagg, dat wenn es uͤbergeſtrichen wird. Hippocrates hat imer durch. den taubſuͤchtigen Perſonen den Safft in en 2Apothece ee de Ohr getraͤuffelt, und es darnach mit altem Saamen, du wine Wein beſtreichen laſſen, welches das Gehoͤr Grad trockne 4% wiederum bringen ſollen. Etliche Weiber ge⸗ bes unter dee cdolchh den das Kraut den Kindern in Brey, Geff⸗ biltden bot, 55 zu erhalten, und wider Bauch⸗ tren gebrauch, Ahh bimmen. Zu Verſtopffungen des Leibes uris hiaſu gethan Pers das Bingel⸗Kraut auch gar nuͤtzlich in N** 0 Elyſtteren gebrauchet, wer nun in etlichen Ta⸗ gebrauchet, bet, gen keine Oeffnung hat, kan ihm bereiten laſſen nigung der Mile 0 olgende Clyſtier. er gemachet, und un leget. Es trabt uh„Kraut, if wird weder di lüfe Rec. 8 275 5 Siede ſolches in Woſſer, und ſeihe es durch r ſonderlich lobt. de Mulier. Affecke 0 er nach iter Rühn dieſes Ktauts mach ſoſſen in die Mun Ferlein: baue, n dem Münnlei fin hen. G Glace * darzu thue Reßmarin⸗ Honig, Ziß Camillen⸗Oel, 31 Germiſ che es in richter Waͤrme als ein le tler zu brauchen. Eee 5 dem. de Secret. lib. 6. ſchreibt, wer die Haͤn⸗ Haͤnde is iu de mit Bingel⸗Safft wohl beſchmiere, koͤnne 177 zu ſtecken. Eroͤffnende Uyſtier. ein Tuch, ven dem abgeſeiheten nimm lb. Bin⸗ — N Bingel Braut. 228 8 3 1 Bingel⸗Kraut, Beyſuß, Betonſen und gb. 0 ſen in Waſſer geſotten, und von ſolchem gebt⸗ a* tenen Waſſer offt warmlicht in den Mut er⸗ n halß gethan, machet die Weiber, wann ſol hes 1 nach beſchehener Monath⸗Relnigung geſchte. kit 5 het, fruchtbar. In die Mutter geſpritzt, rel, niget die Mutter von allem Schleim. Welchen Weibern die monathliche Riln⸗. 3 E gung zuruͤcke bleibt, oder wenn ſich die Mul⸗ ter bey den Kindbetterinnen, wegen verſiock⸗) tem Nachfluß, nicht wohl reiniget, ſo kan nan 99a Bingelkraut zerſtoſſen, in zartes weiches geln, ie wand thun, einen Zapffen daraus machen und aneh alſo warmlicht in den Mutterhalß ſchleben e wird ſich die Mutter oͤffnen, und die Reine ug gung darauff erfolgen. e Andere nehmen gepulverte Myrrhen, Ife wn 4 geſtoſſenen Saffran, 9 1. und Aloes, Often ſchen Honig und von dem ausgedruckten Bin gelkraut⸗Safft darein, wicklen es in Lein di 8 2— — — — —— 4— 8 zu einem Mutter⸗Zapffen, und ſtecken bach* f. laulicht in den Mutterhalß. 9 Eine Handvoll gruͤn oder gedoͤrret Bagel 1 4 Kraut in Waſſer geſotten, und davon gerkum.* cken, eroͤffnet den verſtopfften Leib, und kelbhe, 1 Schleim und Sand durch die Nieren und wa 0 will, kan den halben Thell Wein und abe Theil Waſſer nehmen. 1 Deſtllitt. Das deſtillirte Waſſer erweichet da Waſſer. Leib, des Morgens nuͤchtern 3j. getrugckeh trelbt aus die zaͤhe, grobe, verbrannte Feucht keiten, die Galle und ſchwartze Choletam 7 4 Bingel⸗Kraut. laren, Vage 3 Bingel⸗Kraut ſer geſotte, n* die Naſe gezogen, reiniget es das Haupt, und iſer offt wunlti trocknet es von den herabfallenden Fluͤſſen, die m, mach. ſich in die Augen, ohren und Naſe ſetzen, und ſehener Munathein die Sinnlichkeit verhindern. Mit leinen rei⸗ bar. In dech nen Tuͤchlein uͤbergeſchlagen, kuͤhlet den hitzt Nutter don amen gen Brand, und mit ein wenig Wein vermi⸗ en Web h ſchet, iſt gut dle alten faulen Schaͤben zu relni⸗ ate klalt ada gen and zu helen. 5 5 Aednh 3 auch mit ſolchem Kraut bereitet ein aue Ma nuͤtzlicher fluß nicht vosliahg a. Syrup. 5 Vingel⸗ aut zerſtoſſn, izt Kec. Safft vom friſchen Bingel⸗Kraut, ſo Kraut⸗ n einen Japffedenn gelaͤutert, tiv. darein welche folgend groblicht Syrup. richt n de Muh zerſchnitten und zerſtoſſene 8 die Mutter offen aul Sennes⸗Blaͤtter, Ziv. uff erfolgen.„ Haſel⸗Wurtzel, Fiſb. 3 nehmen gepulbaee Wenn es genug gebeitzet, ſo koche es bis zur n Safftan, 91 ieh Helffte, die Cola tur clarificir, thue darzu lg und von dem ay, wieiſſen Zucker, ij. Safft darein, wiklagg Koche es wieder biß zur Conſiſtenz eines Sy⸗ Mutter⸗Japffen, u ups, und um den Syrup zu aromatiſiren, thue den Muttethaß nach darzu — — andvol grün dyn ie FEleoſach. von Zimmet oder Naͤge⸗ Waſſer geſollen, All Nein,. g net den verſtpftnal Es purgiret gar gelinde, Doſ. von 5j. ad 5ij. ind Sand bird lein und kan auch im Clyſtiren gebrauchet, auch den halben Nel ul wohl an Statt des Zuckers Honig darzu ge⸗ 1 1 8 ſſer nehmen nommen werden. late wirs„ Andere machen ous dem Bingel⸗Kraut Ein für; eſti 15 lang Saſſt, mit Juſammenſetzung des Borragen⸗ Sn Morgens e und Ochſen⸗Jungen⸗Saffts, einen Sycup zu uf, die zaͤhe grobe 1 g Galle und ſchwurßlel 20 Erhal⸗ Bingel⸗ Kraut⸗ Honig. ner Loͤffel voll des Morgens nuͤchtern enim, 12 5 780 Bingel⸗Kraut. 3 — Erhaltung der Geſundheit und Verlängeung b cl. des menſchlichen Lebens alſo: 0 e *. Safft von Bingel⸗ Kraut, Wvijj. deen, Bortetſch⸗ Kraut, Güleit h Ochſenzungen⸗Kraut, aa. ix..— fr gt 1 Zu ſolhen 16.15. Safft thue auch Honig, IBrij. und drucke es durch einen Sack, daß es 90 ſein lauter und klar werde, denn uimm Eutztan⸗Wurtzel, Filiz. 9 0 8 0 ö Veylgen⸗Wurtzel, 15. hs Schneide bende klein, gieß guten welſſen Wein daruͤber, laß 24. Stunden ſtehen, ruͤht 10 es offt um, hernach laß es ohne Ausduucen durch ein ſauber Tuch lauffen, und miſche das 0 i durchgelauffene unter die Saͤffte und gelaͤuter⸗ ume* ten Honig, koche es zu einem Syrup, 5 10 dan 1 ſchaͤume denſelben zuletzt ab. 5 inan N Wer von dieſem Syrup alle Tage einen kleſ⸗ dane lan ſaft s gn dub met, der kan verſichert ſeyn, daß er, ſo lange ihm Gott ſein Lebens⸗Jiel geſetzt, weder Men dicum noch Apothecker wird zu gebrauchen vonnöthen haben. Denn dieſer Syrup 10 f eine beſondere Krafft und Etgenſchafft, welche keine Verderbung oder Feuchtigkelten in 00 0 lch fan, Menſchen Leibe duldet, ſondern ſelbige gelude f austreibet. 9 Das Bingelkvaut⸗ Zonig wird alpobe⸗ reitet: Rec. Gemeinen Honig, bbiv. Klein geſchnitten Bingelkraut ö) Safft von Bingelkraut, lbiij. 4 4 * Miſpel⸗ Baum. 781 A Koche es eine Weile miteinander, hernach ſcolir es, laß es zur Conſiſtenz eines Honigs i maͤßig evaporixen. un Solches abſtergirt und laxirt, wird mei⸗ ſolch 5 2 Clyſtiren gebrauchet. b 259. Miſpel⸗Baum. f* Miene im Lateiniſchen Meſpi⸗ b, Wutzl, 2 ius genannt, ſolcher waͤchſt in Groͤſſe ei Weil Side fla, ö s Apffel⸗Baums, hat einen harten Stamm, darül ß 24. Slug Mhe Aeſte, lange ſteiſſe Blaͤtter, und weiſ⸗ um Suach liß 100 fe Bluͤthen, ttaͤget rundte Fruͤchte, die man ein ay uch lauft Wc Mſpelen heiſſet, welche oben gleichſam eine bu Antadk Strg Kune ſtatt des Saamens oder fuͤnff Stein⸗ ag est t nei en haben, ſind herben Geſchmacks. Er waͤch⸗ me del Alettckk f e er dot eg Oetober ſelne zeitige Fruͤchte. rucht, — „( aun In den Apothecken hat man F 5 E 4 706 Horner und Blatter, die Miſpeln werden 80, d da 10 oe von den Weibern auf Stroh geleget, denn 0 0 100 90 ben ſie nicht eine Zeit liegen, koͤnnen ſolche e nog Se a em licht gegeſſen werden, ſie beſtehen aus vielen hen An 1 1 erben Theilen, und ziehen ſtarck zuſammen, ccordt L. Aimdkeheſben wenn ſie aber teig ſeyn, iſt ihre zuſammen⸗ Meſpilus. Geſtalt, Zeit und Ort. 5 ein Gaͤrten, bluͤhet im Junio, und bringt im Eigen⸗ ſchafft un Nutzen. Verde aug c 1 dlehende Krafft vermindert, erdickern aber das den d v elbe nf Ai Gebluͤꝛe, und ſtopffen, find kalt im 2. und tebet.“ uw! lrocken im 3. Grad, ziehen zuſammen, ſtopf⸗ 05 0 Bal we ſen, heilen Wunden, zerbrechen den Stein, : dlueanen em Durchbruͤchen und rother Ruhr, dec. U. 1 Dlutſpeyen uͤbrige Monat⸗Zelt, und unna⸗ Keen eärüch Geluͤſten der Schwangern, e * . 782 Miſpel⸗Baum. Wire tienten zu eſſen; Andere bereiten einen Sytup Marggraͤ⸗ fiſch Grieß⸗ und Stein⸗ Pulver. Sand, Schleim und Stein von den Nieren, wird auch von vielen als ein Præſervatiy* en im Erbrechen, Bauchfluß, als ein Cataplaſma Age, Len uber geleget. Etliche machen zu dem Ende die nd g Miſpeln mit Honig ein, und geben ſie dem Pa, Ae un wie von Miſpeln, welcher fuͤrtreflich gut iſt ihren aa tu Fluß zu ſtillen, wird aber in Apothecken nicht e geſunden. 8 Der Stein aus den Miſpeln zu Pulver ge, ſtoſſen, und davon Zſbö. ad 3. oſſt in einem Trunck welſſen Wein eingenommen, treibt den Schleim und Stein aus den Mieren und Bla⸗ ſen, dahero wird ſolcher auch unter das Marg; ö 7 graͤfiſche Grieß⸗ oder Stein⸗ Pulver genom⸗ men. Deſſen Zubereſtung beſtehet in folgendem Grieß⸗ und Stein Pulver. a Kec. Gepuͤlverte Miſpel⸗Stein, Bereitet Weinſtein⸗Pulver, Trochiſcor. è Specieb. Diattag. fi- id. aa. 3J. Hauhechelwurtzel, Süßholtz, 5 Geſcheelte Melonen⸗Kernen, Meerhirſen⸗Saamen, aa. 9j. Steinbrech ⸗Saamen, K Gaͤnſt⸗Saamen, f hl in ba Rektich⸗Saamen, 5 8 ann Eibiſch⸗Saamen, aa. 96. i Mauch Krebs⸗Stein, Ziſh. att de Weiſſen Candel⸗Zucker, 3ij. chm g Mache alles zu einem Pulver, ſolches trelbet wut und 0 Baͤr⸗Wurtzel. 783 0 Bauchſuß W eee „ Ellchem han den Stein gebrauchet, wenn allemahl 2. oder t Hentg ein un 50 3. Tage vor den Vollmond und Neumond, eln ſſen; Andre 0 paar mahl 3j. geuommen wird. in, welcher nden 1 55 5 len, udn he, 260. Baͤr⸗Wurtzel. Neur. eln aus den Mien N. 0 8 davon 300. 20 10 6 5 ſſen Wein engeren 1 N d Steln aus dem wird ſolcher auchn cleß. oder Steh, fin n Juberetungbbeſthan eß⸗ und Stan ah Hepüͤloerte Mpeg Bereitet Weinſte n Dtochiſcor. è pech lu gid. 22. 3. dauhechelwurtzeh Zußhelt, zeſchtelte Melon N Neer hirſen⸗Saumch u teinbrech Sang, ö zaͤnſt⸗Saamnn, eltich⸗ Saum, ſbiſch⸗Saamen a,. cebs. Steln fl., geiſſen Canbch ug les zu elnem put leim und Sten en N ö 1 0 7 1 1 0 gegen dem Kraut und Stengel, iſt mi n vielen ats e 7 ö 1 7 1 Aer⸗Wurtzel im Lateiniſchen Meum Derer Ge⸗ genannt, hat lange Wurtzeln, faſt kleinen ſtalt, Zeit Fingern dick, die wachſen in der Erden hin und und Ort. wieder, etliche aufgericht, die andern krumm werch und durch einander, und ſind eines gu⸗ 1 * 1 5 . ten Geruchs, eines hitzigen ſcharffen etwas bit⸗ tern Geſchmacks, das Obertheil der Wurtzel k vielen rauhen 784 Be wurtzel. ne rauhen Haaren bedeckt und uͤberzogen. Die hu 1 W. dinnlichte zerſchutttene Blaͤtter ſind dem Dill⸗ he un kraut durchaus gleich: ſo es aber in ſetten Or, ahnden ten gefunden wird, ſind ſie etwas formlicher, aeg und den Blaͤttern ſo aͤhnlich, daß diejenlgen, Alahmmm. die es nicht wohl kennen, ſie vor Fenchel auſe⸗ A Fut e Eigen ſchafft, hen moͤchten. Der hohle rundte Stengel waͤchſt nta n offt bey zwey Ellen hoch, und hat ſeine Gleiche und Gewaͤrblein wie der Fenchel oder Dill⸗ Acht Kraut: Im obern Theil der Stengel und ne. ehe ben den Zweigen, hat ſie ſchoͤne Cronen mit ſehr 5 12 kleinen weiſſen fuͤnffblaͤttigen Bluͤmlein, dar⸗ e. auf ſolgen geſtreiffte lange Saamen, welche 0 ung, ab; ſich ben ihrer Zeitigung dem weiſſen Blebenell⸗ 7 Saamen vergleichen; Dieſe Wurtzel waͤchſt n narf auf dem Schwartzwald und andern hohen Ge⸗*. den buͤrgen, deßgleichen auf den bergigen Wieſen wullbaſſe⸗ und andern dergleichen Orte, Teutſchlandes, eh vag und der Schweitz, die Sonn, reich ſind, und e bluͤhet im Junſo und Julio. ſlnalbeſſct ven In den Apotbecken behaͤlt man nur die fing der le Wurtzel, ſie waͤrmet im 3. und trocknet im mtr Blas Nutzen und 2. Grad, machet dinn, eroͤffnet, zertheilet die ſſccſucht, 50 Gebrauch. Winde, und wird meiſt in Auf blehung dend Sheen bey Gebaͤhrmutter⸗Grimmen gebꝛauchel, g g be well es derer gut iſt wenn dle Wurtzel lim Mun⸗ Kaen de behalten und gekaͤuet wird. So iſt die Wur⸗ Ae tzel auch mit elnem aromatiſchen Geſchmack* begabet, der der Angelick⸗ und Fenchel⸗Wurtzel h S9 gleich kommet, wird in Menſtruis, wie auch 1 0 5 f den Wunden der Inteſtinorum gebraucheke e meat Man gebrauchet ſie auch im Auffſtoſſen dee baenclag Magens, e ——— Bir, daaten bebecht.. n Buͤr⸗Wurtzel. 5 7857 Gang e Magens, die Wurtzel in Waſſer geſotten, + aach: bann und davon des Morgens und Abends getrun⸗ 80 f win, ſus ft aa cken; Sie krelbt den Haun und Monath⸗ 1—— 0 d Sluß ktauget in 8 i beanch e Grimmen, Catharren. er, Der olle Es dienet dle Baͤk⸗Wurtzel auch wider das 3 17 900 aufe. ſolche auch unter dn The⸗ der uc riac vermiſchett.) Im obern Thel ren Die Wurtzel gedoͤrtet und zu Pulver geſtoſ⸗ welgen hat ſie ſhön de ſen, und davon gr. 30. eingeben, verthellet die elſſen ſünffolaugeuze Winde in den Daͤrmen, befoͤrdert die Mo⸗ n geſtrelffe lang en nathliche Reinigung, und Nachfluß rer Ziitigung dena der Kindbetterinnen.. duglüchen; Detdh Die Wurtzel nebſt andern guten Wur⸗ Sc warzwalduwa keln in Wein geleget und davon gettuncken, ciel a vertreibt die Gelbeund Waſſer⸗ Sucht und en derglechen Ouh n bringt den e, ee Mo- Schweiz, die St, narh⸗Keinigung wieder. 2 Dias deſtillirre Waſſer von Baͤrwurtzel Deſtllire 145 8 koͤffnet Verſtopffung der Leber, Nie, Wie n Apotdedken ben Harngang, und der Bla ſen, vertreibt ſie waͤrmet im 1 ble Gelb⸗ und Waſſerſucht/ das Grim⸗ vachet dun ae men und Mutter ⸗Schmertzen, wird auch und wid me h inſonderheſt gelobet wider den weiſſen Fluß h rmutter Gun der Weiber/ alle Morgen und Abend ein paar gut it wende Löffel voll davon getruncken. 5 und gekaͤuckh 1—— V uit elnem meme 260, Garben⸗Kraut, Schaff⸗Garbe. ines 70 r„ Mille Mam ber Angel Schaaf⸗Garbe, im Lateiniſcden Pille. Geſtalt, Ffolium genannt, weil es gar viel Blaͤt⸗ Zeit und met, wird iu Melt N den der aer hat, welcher Nahme auch n och mehr an dern Ort. juch et ſie auchn 16 Ddd Kraͤu⸗ 5 2 r—————ä— 7 he 1 0 0 ene een n eu 1 aten eden färbt „bervärtgen de 5 c Andacſ deb „ dat lat, gin e u death d Ma bes Blut e ir fimehm Apa ſaderich in . F Kraͤutern gegeben wird. Es hat eine lg bn 1 ſchwartze und zaſige umherflatternde Wurzeh ene 1 egen den Brachmonat bekommet es rundte auge 10 10 hohle Stengel, ſo in anderthalb Ellen hoch wei 90 5 wachſen, und mit zerſpaltenen, gemeldten Blat g g duc tern bis oben aus gekleidet werden. Am obern N Theil der Stengel kommen ſchoͤne Kronen mi 10 due weiſſen Blumen, an laͤnglichten Stiele der wil ung des den Bertram⸗Wurtzel gleich, wenn dieſe vel ane con gehen, wächſet der Saame im innern Apffeh ſo f,. mit dem Camillen⸗Saamen uͤberein kömmele Guben t Es waͤchſet allenthalben an duͤrren Orten n ma, Mauren und Gaͤrten, und bluͤhet vom June Uni wü nen dat 1 5 f an bis im September. Garbenkraut, Schaafgarbe. 287 —— erwaͤrmet und trocknet ſaͤufftiglich fuͤhret alka⸗ llſche etwas oͤhligte Saltz⸗ Thellgen, und har davon die Eigenſchafft, allerhand Ruhren und Bluten zu ſtillen innerliche und aͤuſſerliche Ge⸗ e zu ſaͤubern und zu hellen. den leget, geſtehet das Blut, hingegen wenn N einer ein Blattleln in die Maſe thut, ſo folget über eine kleine Weile das Bluten hernach. east iſt es eines der fuͤrnehmſten Wund⸗ Kraͤuter, und wird ſonderlich in den Wund: Träncken gebrauche. Es adſtringirt mit einer gemäßigten Hitze n gegeben wird ab und Bitterkeit, derowegen kan man es ohne und zaſigt umfafun Furcht elner Zurücktreibung vor die Wun⸗ n Brachmonit hahn den Geſchwulſten und Entzuͤndungen tengel, ſo in aal nutzen. Innerlich gebrauchet man es in und mit zerſpallnaze Bluten, und allerhand Fluͤſſen der Taſen, ben aus geklehunm Mutter Bauchs, Blutſpeyen, Erbre⸗ Stengel bonn uu chen, Hinterhaltung des Harns, dem lumen woa Stein und Blutharnen Gonorthœa, Hæ- cn morchoiden, Mutter⸗Fluß, Wunden. — Eine Hand voll Garben⸗Kraut in einer Lamillen Suma Maaß Wein geſotten, und davon getruncken, lenthabe 160 bewahret die ſchwangern Weiber daß ſie nicht ſet a ga vor der Zete um die delbes⸗ Frucht kommer und Gatten, Lrævotiusf jn med: Pauper. ruͤhmet das Pul⸗ Septembes, Dod ves In Apothecken hat man Blatter und Eigen⸗ Ene, die ſind kalt im k. und trocknen im ſchafft,Na⸗ 3. Grad, einer recht miitelmaßtgen Natur es en dove Hieronymus Tragus ſchreibk, das Garben⸗ Nakür des kraut ſey einer widerwaͤrttgen Natur, denn ſo Zarben⸗ man es zerknirſcht, und auf die blutigen Wun⸗ Krauts. 788 Garbenkraut,Schaafgarbe. ver von Schaafgarben wider Lungen⸗Ge⸗ aan, uh ſchwaͤr, oder Schwindſucht 3j. alle Tage 1 adobe, lig Bruͤhe eingenommen. Aeuſſerlich dlenet es fee wider Haupt⸗Schmertzen, Augen Felle, Na, ſenbluten, Wunden, Zahnwehe, allzuſtarcken 8 Monath⸗Fluß, weiſſen Mutter⸗Fluß, Bauch⸗ 0 Fluß Heilung der Wunden Geschulte Seth fan une Ader, Bruͤche, vergiftete Stiche, Contracturen, une und a und Geſchwulſten des maͤnnlichen Gliebs. 7 1 Experiment Arnoldus de Villanova lib. 1. Br. Pract. cap. 19 5 g wider fal, 22. und Crato lib. I. conſ. 4. loben es widerdſs Ju lende Sucht ſchwere Noth. Sonſt iſt folgende Atze 15 1 in dieſem Zufall offtmahl mit groſſem Ruten a Pane verſüchet worden: Man nimmt dle Bälle u Eule ſamt den Blumen 5j. darüber ſchuͤttet wan imauhet Fuxxvj. feiſch Waſſer, läſſet es maß glich ſe, ten den, daß des Waſſers Zvi. uͤberblelben, dar u fed f. nach ſeihet man es durch ein Tuch, und druckt anten. Der es aus, thut noch darzu friſchen Weinrauten⸗ uu, Wuſſ Safft und abgeſchaumt Honig aa. Jiß. laſtes ua file de J wieder ein wenig mit einander ſieden, ſelhet 66% dl, echte 1 und giebt es dem Pattenten nach vorher ge Was un brauchter Purgatlon, alle Morgen nuͤchtern zl den, he Man ſo laug der Tranck waͤhret. gaſtruaſchn un Etliche gebrauchen das Kraut mit den Bluß fi men in Heilung und Præſervirung der Pest, als ein Geheimniß, haͤngen es deßwegen ju ſolcher Zeit in die Haͤuſer. So ſoll auch die Schaafgarbe, wann ſolche mit Bier geſottenn und von ſolcher Bruͤhe des Morgens zij. ge⸗ 0 truncken worden, item die Haͤnde, Kleider und ander Gewandt damit beraͤuchert, mare Gatbenkraut, Schaafgarbe. 789 aupt damit angeſteckt worden, taͤglich gebrauchet Scan das Gifft auf gebührende Art alſobald her⸗ „ W unden, Jung aus trelben. Fluß b unn Das Waſſer aus dem Kraut und Blumen Deſtillirt tuch dern Anett ein heilſamer guter Wund⸗Tranck, nicht al⸗Garben⸗ uche derhſſtatech h lein die aͤuſſerlichen Wunden, ſondern auch alle Kraut. geln kanten mmerlche Verſehrungen und Bruͤche zu hei⸗ g ade ilandulbih len. Es treibet aus das geronnene Blut, ſtillet ro lib. v conſ A den unmaͤßtgen Blutfluß der Weiber, wie auch e Joth. Sufi den welſſen Fluß, führet aus die Spuhlwuͤrm, n Zufall oſſmußl ng des Morgens und Abends jedesmahl Fij. ad t worden; Man uu Ziiſs. getruncken. So auch kan man den Kin⸗ n Blumen 5. dug dern die Spulwurme austcelben, wenn man ſriſch Waſer, fast hnen j. ad Siſb. zu trincken giebt, oder mit des Waſſers zyih In Wein vermiſchet, ſo findet ſich bey ihnen dle et man ts durch en Raruͤrlich Farb wieder. Den Mund zumoͤff⸗ hut noch darhnſſſcr kern mit Garbenkraut⸗Waſſer geſpuͤlet oder ad abgeſchaumt dug ausgewaschen heilet die Mundfaͤule, Ge⸗ in wenig micha schwar des Zahn ⸗Fleiſches und boͤſen Halß, t es— elan ele auch Verſehrung und Verwundung rpurgaton alt heimlicher Glieder, ben Manns und Weibs⸗ e an Haſenen demi gewaſchen, und leinene Tuͤcher e gebrauchen bahn 8 genetzt und damit gewaſchen, Hellung und Pt Jehelmuß, hn, 265. Teuffels⸗Abbis. Mofas alt in die Hug A Fcuffels⸗Abbiß, im Lateiniſchen Mor- Segal 1 0 ter, derer j it u 5 ſolcher Brühe b hh ter, derer je zwey gegen einander an den Sten⸗ J.. a arbe, wann ſiſhelllh ſus Diaboli genannt, hat laͤnglichte Blaͤt. worden, emden geln ſtehen; eine rundte und dicke mit vielen wandt dam bal, Neben⸗Jaͤſerlein begabete Wurtzel, welche un⸗ 5 Dod 3 ten d Shag 1 ungenommg. bo bewahren, auch ob ſchon jemand 1 i Abbiß⸗ Araut. Warum es Teuffels Abbt heiſe 0 bee. Leute 10 5d abe En, 5 daß ſolche wegen ie rer fuͤrtrefl. Krafft as Kautz dl von dem Teuffel auß aue Mon „Nehyd alſo abgebiſe Ian kz halt sche , ſen wuͤrde, welch 15 aber falſch, inde — — — — — . S — — — — — — 1 auch noch andere Wurtzeln in der Et⸗ de abfaulen, oder 2 on den Wuͤrmen 0 angefreſſen werden, 1 3 aut 1 auch der bekannte Nahme, 0 ach Bunte daß er Teuffels ⸗Abbiß genennet wird. In unn a. Juno und Julio wachſen rundte nackte. Stengel von der Wurtzel herfuͤr, die werden ſtegaſcnche anderthalb Ellen hoch, darauf bringt es gemel⸗ niglich Himmel- blaue zi zu Zeiten auch Purpur N braune zuſammen gedrungene Blumen, von 15 f f vielen kleinen Blumen rund zuſammen geſetzt, 0 b anzuſehen wie ein rundtes Huͤtlein: a Ende un des Auguſti fallen ſolche aus, und da ftleget der ö enn Ne Saame davon, wie an dem Scabloſen Kraut) 1 fn 0 Es waͤchſet hin und wieder in duͤrren Hecken 5 flange e Deſſeg Ei⸗ und ungebaueten Feldern. Iſt warm und mn dete genſchafft, trocken im 2. Grad, und mit dem Scahioſen⸗ ef ſen⸗ und Rutzeh Kraut in ſolcher Verwondiſchafft, daß eins fuͤc m dil keſoc das andere wohl gebraucht werden koͤnte. Dle⸗ al ſütendin dn 4 Wb, 8 4 Abbiß⸗Kraut. 79¹ aß, 1 8 5 8 faßt net zu Reinigung des Gebluͤts, widerſtehet . 4 A dem Gifft, treibt den Schweiß, heilet und „Abe aint ſo derlich der Leber und Thie. iu Das Abbiß⸗Araut wird hoͤchlich geruͤt⸗ lä met wider fallende Sucht, Peſt, Mutter- iu h wehe/ zertheilet das geronnene Blut im Leibe. min Mon nimmt des Krauts Nis. und der Wur⸗ t tel Nj. ſiedet es in zwey Maaß Waſſer/ ſo lan⸗ anch ge als man ein Ey hart ſiedet, und laͤſt den che Krancken davon trincken. Man bereltet auth ub ſomt der Wurtzel von dieſem Kraut folgenden N Au nütlichen 8 35 S Wund ⸗Tranck. Wund- Ne Rec. eee 31 gehauenen, aug bißkraut, 135 geſtochenen/ mut ihm auchn 1 94. denne els, 5 43 3 eh n 2 un kau 5 un en zu asc Ben e Wintergruͤn, aa. Mi. i brauchen · Jullo 10 0 ee J Alle dieſe Stuͤcke zerſchnelde klein, vermiſche N e ſie wohl durch einander, ſiede ſie in zwey Maaß Ib Ellen hoch, darauf 1. ne bum biene a0 ſeiſch Brunnen⸗Waſſer, laß ein halb Maaß weleblale zu dee einkochen. Dol. Morgens und Abends 15. ſſammen gedrimhen)“ Das Kraut gruͤn geſtoſſen, und Pflaſter⸗ nen Blumen kun! 00 welſe uͤbergeleget, dienet wider Peſtilentz⸗Blat⸗ wie eln kundteshülhh kern, die ſonſt Carbunckel genennet werden. it fallen ſoche aui Man ſiedet auch von der Wurtzel 5j. im weiſ⸗ avon, wien kemi ſen Wein Menſ. ij. ſo lange eln Ey hart kochet, t hin und wiede n wenn man davon nach Belieben trincket/ ſo die⸗ bautten Feldern, Is net ſolches wider Frantzoſen ⸗Kranckheit, zer⸗ . Grad, und Mil cheilet das vom Fall geſtockte Blut, dienek olcher Verwondiſhah auch wider aͤuſſerliche und innerliche Geſchwaͤr g wohl gebt und Wunden Druͤcken des Hertzens und der Tranck in 2—— 5 792 Abbiß⸗Kraut. 0 ſiſchen Zufaͤllen angeſtecket it ihm machen im Herbſt nachbeſchriebenen Mutter Schmertzen; Welcher mit gr ande, 0 der laſſe e fi hegte Kräuter⸗ Kraͤuter⸗Wein. t Se Wein. Rec. Abbiß⸗Wurtzel, Ziv. ente, 0 Saſſaparill, Jiiſ.„ fakg un atze Saſſaftaß, if. an geifle Frantzoſenholtz friſch geraſpelt, f5. ese Wegwart⸗Krau f, un zi guten Edel Leber⸗Kraut, at een Sch Abbiß⸗Kraut, aa, My). e nö Wermuth, Ache kan man Tauſenguͤlden⸗Kraut, as. Mi. Zerſchnelde alles groͤblicht, thue es in ein Aiimegemeſ ſauber Faͤßlein von 32. Maaß gleß darüber ane fal guten weiſſen Wein⸗Mofſt, laß alles wohl ver, ant Bruſt fahren und 8. Wochen ſtehen, davon Morzeng guuſhen ge nüchtern eln Glaß voll zu trincken. Er kan im aas hen Fall der Noth auch mit gutem welſſen Wen angeſetzet werden.„ empgcker Man deſtilller auch aus dieſem Kraut wulber un ingen ., dle Peſt folgendes Ahh, vnde Waser n.„ Cemponirtes Waſſer. ien 5 der dtepeſt, Rec. Abbis⸗Kraut und Wurtzel, Miiſt., Ju und deſſen Scabioſen, 1 Mur d Tugend. Tormentill⸗Kraut und Wurtzel, we 5 Cardebenedicten Kraut, aa. dl. g N Friſche Wachholder⸗Beer, 3W. fn em e, Setup Dleſe Stuͤcke ſaͤubere und zerſchnelde ſie klein, die Beeren zerſtoß groͤblicht, thue alles in eln weitbauchigt Glaß, gleß guten weiſſen a Wein daruͤber, vermache es wohl, laß es 8. Tage ll an ic en pu Ahe U fee Du Abbiß⸗ 3 J dase 0 an 18 warmen Sonne ſtehen, hernach deſtillier hen im Hirhſſnag es in einem glaͤſern Kolhen im Marienbad, be⸗ fun wahre es zum Gebrauch. Se Win 10 Dieſes Waſſer iſt in Sterbens laͤufften Saſſapal z f bewaͤhrt, zu præſerviren, denn es treibt den Saſſ. ſtaß, z b Gifft gewaltig von Hertzen, allzeit uͤber den Frautzoſ bas 4 Tag ein paar Loͤffel voll davon getrun⸗ egwakt, Keul cken. Die aber bereits angeſteckt, ſollen dieſes Edel bcher, g Waſſers nehmen ij. guten Thertac 3j. und Abbig⸗ Kraut, a dem Krancken zu einem Schweiß⸗Träncklein Wermußß, auf einmahl geben, und zwey Stunden ſchwir. Trulengüder Fl, zen laſſen, ſolches kan man 4. oder 5. mahl neide alles raͤtloc, 1 me derholen. Das Waſſer insgemein von dem Ab Gemeinalb⸗ ißlein von z. Aus g biß⸗Kraut, dienet wider fallende Sucht bis⸗Waſſer. ſſen Wein Mof lach eſt, verſchleimte Bruſt, Keuchen und id d. W Woch ſchol D Blut, an Glaß bal ultch Morgens und Abende jedesmahl Zij. ad Zis. Noth auch mit dum getruncken werden. Wenn Kinder von Pocken oder Blattern eſtillltt auch aus hn angegriffen werden, kan man ſolche ohne eintzi⸗ gendes gen Zwang ſorttrelben, und offt etliche Affe Lomponitteb dat voll geben von folgendem 1 Abi, Kraut uud Julepp. Aiulepp, da⸗ Scabloſen, Kec, Deſtillirt Abbißkraut⸗Waſſer, Tormentil⸗ Kraul uu 8 Tauben kro pff. Waſſer, 25 3ů;.. Cardebench lte Granadt⸗Svrup, f Friſche machen Himbeer⸗Soyrup, aa. Zvj. a 8 zu ei ulver, wie oben ge⸗ tuͤcke ſaͤubete 0 3 zu einem P j ge, Beeren zerſtoß gt Die beſchwe lichen Mund⸗ und Rachen ⸗ bauchlgt Glaß 169 Ge chwaͤr welche zu keiner Zeitigung gelan⸗ dr verwach 0 f Dod 5** 12 gen, mit Kinds⸗ Blattern 5 794 ren gen, oder von Srantzoͤſiſcher Seuche het, 0 1 5 10 ruͤhren, darwider iſt kein beſſer Mittel, als der Teen Abbiß, ſolcher loͤſet den im Halß hangenden N ein Mit Schleim ab zerthellet ihn, vertreibt obge⸗ 1100 duct meldete Geſchwulſten, und heilet die Ge/ 4 1 ſchroaͤr, wenn man die Bruͤhe(ſo aus dem 10 ſſſa cc Kraut im Waſſer gekocht und geſichtet, berel⸗ an 6 tet wird) offt damit gurgelt und im Munde 10 Im. haͤlt, darzu noch ein wenig Roſen⸗ Hontg ge e chan werden kan. fl und NMoru m. 262. Maulbeer⸗Baum. meg 35 0 en Juguſte 4 ſtgeplenauſgehe se gechehet M utdenſtch 2 cken bl 225 datngttkröffne 8 k debreiken A 8 dd. agu gen 99 7 ieſchwarg * gz, Guud aaf Adudhrächen 90 Luhe Ruhr, a deuſerlch eg und de 5 ente d Geſtall, Aulbeer⸗Baum, im Latelniſchen 1 0 d. Zeit und 2 8 telmaͤſ⸗; rus genan roͤſſe ein mitt 1 Ort. 9 genannt, bon Groͤſſe füet cg 8 * 7 9 0 don Rech Maulbeer⸗Baum 795 darwider ſſtken bend ger Baum, mit vielen ausgebreiteten Aeſten ſcher loſethengn J und Zweigen, hat breite, gekaͤrbte und fornen n ab, fache zugeſpitzte Blaͤtter und traͤget ſtatt der Bluͤche Geſchwul u wollte und gruͤne Wuͤrſtlein oder Kaͤtztein, wenn mand dul die darauf folgende Frucht iſt anfangs gruͤn, n Waſſer gez l wied hernach roth und wenn folche gartz zeitig, offt dam dung bekommet ſie eluen ſuͤſſen, eckelhafften und an⸗ zu noch el dug a ziehenden Geſchmack. Es giebt auch noch ei⸗ den ka i wangen ne Art welſſe Maulbeeren, von ſolcher aber . wird allhier nicht gehandelt werden. Der Baum iſt einer zaͤrtlich und weiblichten Art, 262. Maulbeer eu wächſet, wo er hingeſetzt wird, und bringet ſel⸗ ne relffe Frucht im Auguſto. ieee 4 2 met und trocknet, hat einern bittern Geſchmack, Oabſtergirt,adſtringirt,eroͤffnet Leber und Miltz, laxirt und toͤdtet die breiten Wuͤrme, wird auch wider den Welber⸗Fluß geruͤhmet. ä Die unzeitige ſchwartze Frucht kuͤhlet und trocknet im 3. Grad, adſtringirt ſehr, und wird in allen Durchbruͤchen gebrauchet, als im BVauchfluß, rother Ruhr, Monath⸗ Fluß, ABlutausſpeyenz Aeu ſſerlich dienet ſie in Ent⸗ zaͤndung des Mundes und deſſen Geſchwaͤren. Die zeitige Srucht kuͤhlet und trocknet ein wenig(etliche ſagen ſie feuchte) und laxirt, wenn man ſie zu Anfang des Eſſens zu ſich nimmet, ſtillet den Durſt, und erwecket einen Appetit; beer Baum aul doch ſollen ſie denjenigen ſchaden, dle elnen kale genannt, von Ge en In Apothecken, wollen einige, daß die Blaͤt. Derer Ei⸗ ter und Fruͤchte ſolten aufgehoben werden, wel⸗ genſchaſſt, ches aber gar ſelten geſchtehet, die Rinde aber Nutz von der Wurtzel wird aufbehalten, ſolche waͤr⸗ 2 400 ä„„ 8 796 Maulbeer⸗Baum. E ten Magen haben: desgleichen den Kindem, I 0 ſo mit Bauch⸗Wuͤrmern behafftet ſen. Syrup Aus den Maulbeeren dolrd in denen Apothe⸗ h cken 9 auf folgende Weiſe bereitet, der u beteten. Safft und Syrup, Diamoron genannt, alſo 2 Maulbeer⸗Safft, 5j. ſalſk. 0 Brombeer⸗Safft, 9 1 b Gelaͤukerten Honig, aa. J rij. Suͤſſen geſottenen Wein, Zi. Laß alles zuſam̃en ſanfft zur Dicke eines Ha, nigs ſieden. Dieſer Safft wird gemeſniglich g unter die Gurgel⸗Waſſer vermiſchet, iſt eins I kraͤfftige Artzney fuͤr alle Gebrechen, Faͤulnuͤß, V Erhitzung und Braͤune des Halſes und Mun,% des; ziehet auch das abgefallene Zaͤpflein wie- Ihe der auf, und wehret den zufallenden Fluͤſen. Man uimmet zu J. dieſes Saffts auch zi, Brunellen⸗Waſſer, miſchet es und gurgelt den Rachen damit aus. 1 Maulbeer⸗ Von den Maulbeeren, die nicht gar zu zel⸗ Waſſer. tig, wird ein Waſſer gebrannt, welches allen zuͤhen Schleim und Roder um die Bruſt erweichet, innerliche Geſchwaͤr vertrelbet, und den hitzigen Huſten heilet; iſt ein gut Halß⸗Waſſer zu dem boͤſen verſehrten und verſchwollenen Halß, und verwundeten Kehlen, machet klare Augen, ſo man es 0 lte zuweilen warm eintraͤuffelt. 1 1 fia gelt Wenn mon zu dem aus Maulbeer aus⸗ gedruͤckten Safft, welcher gelaͤutert iſt, Zucker vermiſchet, und auf gelindem Kohl⸗feuer kochet, ſo wird es ein ſaͤurlichter Syrup, 92 8 5 cher 3 ——— g 1* Melange en Maulbteren 10 halich auſſol f gende d Syrup, Diamot letaß 15 5 N Heidelbeer. 797 cher nicht nur in Juleppen zu Abloͤſchung der 0 innerlichen Hitze dienlich, ſondern auch die 0 Durchfaͤlle, oder Blaͤtterlein der Zunge Me. und des Mundes durch ſeine Schaͤrffe auf⸗ Maulbett St* beiſſet und heilet. . Fronten Gelaͤuketten Hon z Süuͤſſen ane* es zuſamen ſaſſtuue n. Denen, Gurgel.Waſſt I Artzuen fuͤr alle G bt 8 4 und Braͤune des n b N 0 bauch das abgeſtlach„ ind wehret den zu imtt zu J. dieſg E, n. Waſſer, micht un; amit aus. en Maulberten en ein Waſſer gebt chleim und Roden umnerliche Gehn itzigen Fuſten fa aſſer zu dem bösen 5 263. Heidelbeer. haus 3 3 i 2 en Halß, win,(kidelbeer, im Lateintſchen Myrtillus ge. Geſtalt, machet klare M nannt, iſt der Geſtalt nach ein kleines Zeit und barm eintraͤufft, ſtaudiges Gewaͤchs, hat laͤnglichte, rundte, ge⸗ Ort. non zu dem aus Halt zaͤtbte Blaͤtter, leibfarbene Blumen, wie en Safft, ine Gloͤcklein, worauf ſchwartz blaue Beerlein, niſchet und aufghan nach Art der Wachholder ⸗ Beeren folgen, 1 ale vird es ein aur lauff zu graßtren pfleget; weil derſelben Sag⸗ 5„ ele 8 Zeidelbeer. 5 alle voll weiniges Safftes ſind, ſie wachſen bey uns haͤufig in Waͤldern, bluͤhen im Maj. die Beeren werden zu Ende des Junſt reiff. In den Apothecken hat man die Beeren, unn if Vaccinia, Myrtillos germanicos genannt, e kommen gemeluniglich herfuͤr, wenn der Durch⸗ 0 chat me zwar klein, doch aber ſeht hart ſind, ſo gar, ö 1 daß ſie leicht die Inteſtina exulceriren, und den el ee Mucum inteſtinalem ſtimuliren, welches gat cher aus, bald eine Gelegenhett zum Durchlauff geben len eit, kan ſie kuͤhlen im 2. Grad, trocknen abſtergiten, n, last es; ſtillen den Durſt, werden aber ſelten gebrau⸗ l dan dene chet, doch dienen ſie in Fiebern, bey Erbrechen en luft, und Bauchfluͤſſen; ſie trocknen auch nach an⸗ bine, derer Meynung, und koͤnnen in der rolhen a han g Ruhr, bevor aus wenn ſolche getrocknet ſenn, afaſtlg da gluͤck ich gebrauchet werden: weßwegen etliche dieſe Beeren unter den Teig kneten laſſen Zuy⸗. Mrobal. backe davon zu machen, ſolche als eine Hauß⸗ gen, m gu Artzeney in Vorſorge zu haben. Andere kon daun, ten chen zu ſolchem Ende ſolche, und trincken die us gebracht Bruͤhe davon, wenn ſie aber feiſch gegeſſen iht pache werden bekommen ſie einem ſchwachen und kel? In unden gen ten Magen nicht wohl, halten den Leib auch dum ahr h nicht, ſondern reitzen ihn vielmehr zum Stuhl. Tach gang; den Safft von den Blaͤttern im Mun mu img 1 de gehalten, iſt gut wider die Faule. Die dum dünn; Wurtzel gepulvert und in die Wunden geſtrel⸗ u unge et, benimmet das faule Fleiſch, und heilet ſeht. a un l Das becoctum von den rothen Heben,— 25 1 0 1 9 9 1 r ee Myrobalanen. 792 10 Blättern mit Bier bereitet/ ſt in der Lungen⸗ haͤufgins ren bang Sache ſehr dienlich. en Apothechenen, Der Syrup von Myrtillen, wenn er recht a, Myrillos wan bereitet wird, hat eine herrliche, ſchoͤne, rothe 5 gemelahl i Farbe, und kan man ihn deßfalls wohl unter d maßen t 5 andere, wo es ſich ſchicken will, vermiſchen. klein de 0 J 5 Man kan auch aus den Heidelbeeren eine Mit Heidel⸗ fact dle leg ſchoͤne, blaue und lichtblaue Farbe ma⸗ beer blau zu cht d elnteſtnsclth chen, auf folgende Manſer. Man druͤckt ei⸗ farben. inteſtinalem kaun ne Parthey Heidelbeer aus, und nimmet den * Gelegenfel hun du, Safft zund etwas Eßig, geſtoſſen Alaun 5. uhlen im Grad inen Kupfferſchlag ij. laͤſſet es zuſammen ſieden, en Durst, werden gal und tuncket das Garn oder Tuch darein, hen⸗ 9 dienen ſie in gechap z cket es hernach an die Lufft, denn waͤſchet man uchfluſſen; ſſe ruhe es mit kaltem Waſſer aus, ſo iſt es ſchon blau, Neynung, und kim will man es aber lichtblau haben, ſo nimmet devot aus wen elbe man keinen Kupfferſchlag darzu. brauchet wehen, 7— mee 28, Wörobalaneng e von zu machen, 1 nen im Lateiniſchen Myro, lani. balani genannt, iſt eine Frucht, welche Geſtalt, Uns L 750 aus Africa zu uns gebracht wird, derer giebt es. davon, wenn ſe le faͤnfferley Seſchlechte, welche bey uns gebꝛaͤuch· Ort, mathe lich ſeyn, und werden genannt Myrobalani kommen 1. u Chebuli, Citrini, Bellyrici, Indi und Emblici. gen nicht wof 1 10 Der Geſtalt nach ſind ſolche Fruͤchte von frem⸗ dern keitzen„ den Pflaumen⸗Baͤumen, welche Baͤume aber n Safft vonder 10 den Fruͤchten und Blaͤttern nach von einander ten, it gut vba unter ſchieden, denn die Myrobalani Chebuli gepulvertud te ſind die groͤſten, und noch laͤnglicht⸗ rund, met das ſallt gat haben Fleiſch und Kern, wie die Citrini, ſind coctum von dn ie eckigt, ſchwaͤrtzlicht, auf roth geneiget, mit ei⸗ ner * a.*—. n 1 1 a Myrob. Citrini. 2. Myrob. Belliriei. 4. Myrob. Chebuli. 5. Myrob. Embliei, 80 Myrobalanen. groß, ſchwer, dict, fidſchlcct, dchwert lch ner dicken Schale, der Baum hat Bard de 25 m der Pferſichba um. n Numa Die Myrobalani Citrini ſind länglichtrunt P a abaln gelbe, dicht von Fleiſch gummicht, haben eig dicke Schale, und einen kleinen Kern und wer⸗ N ffn den von einem Baum genommen, welcher cenchan, Blaͤtter wie der Sperberbaum traͤget. Pei Ci Die Myrob. Bellirici ſind rund, an Geſtalt ene, Beetle, und Farbe, wie ein Apff 1 von Galla oder p du Muſcaten⸗Nuß, dle Blaͤtter des Baums i gate N gleichen den Lorbeer⸗Blaͤttern, ſind aber ble el e cher und aſchfarbig. erde dn, Die Myrob. Indi vergleichen ſich den Col e ff. nellen, ſind klein ſchwaͤrtz achteckigt, dicht, und ümnter haben alleln keinen Kern, werden ſelten gang u Sichel geſehen: kommen von einem Baum, deſſen Blaͤrter denen Weiden⸗Blaͤttern ahnlich ſeyn. Myrob. Chebuli ſind die groͤſten, rund ha,* ben Fleiſch und Kern wle die Citrini ſind eckigt, ſchwaͤrtzlicht auf roth genelgt, mit einer 0 dicken Schale, der Baum hat Blaͤtter wie der Pferſich⸗ Baum. cw Myrob. Emblici, wenn ſie noch gantz f ſud amn pe 1 und haben kleine Kern, werden aber elfen. Stuͤck⸗weiſe zu uns gebracht. eum Die fleiſchigten, dicken und ſchweren ſi ſind dle 0 beſten, die gelben Myrobolanen fuͤhren dis Gallen aus, die Indi oder ſchwartzen die n tze Galle, die Chebuli den Schleim und Galle, f die Emblici und Bellitici den Schleim, Die* Doſ. von 3j. ad Siſß. altar In Wege ie e,. 1 n Schalt ende d Myrobalanen. 801 f 7 7 16— 8 7 cſichbaun. N In den Apothecken hat man die eingemach⸗ Eigen⸗ Myrobalani Cd 770 A inen ken Myrobalanen. Rimm auch die Pill ſchafft, ct don gauche gen 2 dee zung den 5. Arten der Myrobalanen, auff folgende Gebrau⸗ chale, rene Mente. f i 5 uch 5 einem Baum um Rec. Von den fuͤnfferley Myrobalanen, Pillen von wie der Sperhndam Lerchenſchwamm, Myroba⸗ Myrob. Belaſ 4 Dfragridi, Coloquinten, flanen. rbe, wie ein fl 8. Sennes⸗Blaͤtter, aa. ill. ten⸗Nuß, die J 65 Thym⸗Seide, Turbith, den oben Bun 0 Aniß, Fenchel, Maſttr, aſchſatbig 1 Lapis Lazuli, aa. 3]. gr. xj. Mytob. Indi begechg Rbabarber, Niv. zun ele N Aloes, ſ. ind kle 40. dn e 8„ dc ee ce Selten encl 1 de 1. ne Pillen⸗Maſſa. Solche fuͤhren ab dle ſchlei⸗ denen W. 0 mig⸗ und gallichte Feuchtigkeiten, reinigen das nen en, Balk Gebluͤt und Hirn, ſchaͤrffen das Geſicht, dienen — Chebul ſubde 5 wider bloͤden Magen, auch miltzſuͤchtigen, me⸗ ſſch und Kern we l gancholiſchen und podagriſchen deuten. bwärgllcht auf the Die Myrobalanen, alle Arten, wenn ſie chale, der Baum feld gedoͤrret, zu einem Pulver geſtoſſen, und 20. „Baum. 30. biß 40. Gran ſchwer in Wegerich⸗Waſſer b. Emblici, wenn eh offt eingenommen werben, haben elne Krafft wer, dicht, ficht zu ſtopffen, die Kuhren zu hemmen, das n kleine Kern, bal Geb luͤt zu erdickern, und allerhand Blu⸗ eie zu uns gehtutt', ken zu ſtillen, zu welchem Zweck denn dienen aach gter, dicken koͤnnen folgende te gelben Mahn Pulver. Piulser. us die Indl oder final Rec. Myrobalanen gepulvert, 5 dle Chebuli duet Armeniſche Erde præpariet, aa. Sij. a und bellt Beereſtete oralen, vf. ad f. 45 Gerieben Einhorn, aa. 5. 10 Eee Muſca⸗ 802 Myrobalanen. Muſcaten⸗Nuß, Maſtix, aa 31. Zucker 3ſop. 1 Zerſtoß alles zu einem Pulver, und gib dem. 6 Patienten in oben benannten Zuſtaͤnden Mor. gens und Abends in Mandel⸗Milch 2. gute Meſſerſpltzen voll. 1 e Es iſt auch gut in der rothen Ruhr, allein man muß in ſelbiger nicht alſobald ſtopffen, ſondern zuvor den Leib reinigen zu dem Ende kan man Myrobalanen ß. ſamt den Kraͤn⸗ tern Sanickel, Ottermennig, Garbenkraut, Wegerich und dergleichen, in Waſſer ſieden, und einen guten Trunck davon geben, ſanfft ba ß⸗/ mit zu laxieren; denn ſo die Myrobalanen ge⸗/% ſotten werden, ziehen ſich faſt allein die purgle⸗ 10 rende Saltztheilgen aus denſelben in das e Waſſer, die zuſammenziehende irrdiſchen aber bleiben zuruͤck. e 1 Will man aber verſtopffte Leber und Mitz gelinde laxteren, ſo bereite folgend Hecoct: Decoctum. 1 1 Rec. Frauenhaar, Ottermennig, Hirſch⸗ zu laxiren zung, Meltſſe Borretſch, Tauben und zu oͤff⸗ kropff, aa. M). 1 Ren. Engelſuͤß, Benedict⸗Wurtzel, aa. 3. n Fenchel⸗Saamen, 3j. Zoerhacke alles unter einander, ſtede es in el⸗ ö. nem Maaß friſch Waſſer, ſelhe es, lege zi. My⸗ tobalanen, und Rhabarber Siij. bereſteten wüde Weinſteln 3j über Nacht drein, den folgenden guete Morgen koch es noch ein wenig, ſelhe es* i rng eee De oß alles** en in obe 1 8 e Ee dien e duc gut 1 RN 1 aß in ſcbgn ee X zuve r dend e 5 88 u Myrobalanen; F 3 anickel„Olaz 3 5 1. ch und deglaun. 8 en guten 8 c axieren; K. N 72 erden, ziehen ſchſe e SM Soltthellgen aus 1 125 2 12 2. die zuſammenthae zurück. 5 5 man aber derſtoyftel laxteren, ſo bereleſi J Decoclun, D b. Frauenhaat, Om Eeck⸗Nöben; im benden W ee Zelt zung Mac z genannt, haben Blätter gleich wie der und Ort kropff an. l, Mer tich, die ſind ohne Sttel, rauh und ſcharff, Engelſuß Bugſeg vergleichen ſich mit den Stängeln, Blüͤthe Fenchel Sem) und Saamen den Ruͤben, die Wurtzel wächſt ick alles untt cu ꝛaß ſtich Wiſtt ieh en, und Ahabarbe; n 31 dae foch es noch en a i S Steck⸗ Rübe n. 803 Zucker gf. ie ar Tuch,„ und gib alle Morgen dem Ponce np an ein W voll dabenzu teincken. faſt in des Rettichs Länge, ſſt doch unten kuͤr⸗ ctzer, und am obern Theil kicker, am Geſchmack ſchaͤrfflicht, an Farbe aber gemeinkglich weiß, zuweilen auch geit dle gelbe iſt dicker, die weiſſe aber am 5 unfreundſ liches, werden in 8 druſſc Eee 2 mulſio, 804 Steck⸗Ruͤben. Teutſchland an vielen Orten haͤufig angetrof. fen; die wilden kommen mit den zahmen faſt überein, doch ſind die Barter von unten an biß in die Hͤͤhe mehr zerkerbt, ſolche wachſen n Engelland unter dem Getraͤyde haͤuſig, werden ſonſt im Herbſt auf den Aeckern geſaͤet und blu hen vom Fruͤhling biß in Sommer hinein. In den Apotheckenchat man den Saamen, der iſt allein in Gebrauch, deſſen man ſich am meiſten in Emulſionen bedienet, die Blattern und Maſern auszutreiben, man bereitet aber auf ſolche Art die 5 Emulon. r. Saamen von Steck⸗Ruͤben, „ Agleyen, Cardubenedict, aa. jedes das genug iſt. Jerſtoß ſolche mit Scabtoſen⸗Waſſer zul, ner Milch, welche in gifftigen Fiebern, auch in der Gelbſucht guten Mutzen bringt. Der Saame waͤrmet, trocknet, und machet duͤnne, eroͤffnet und widerſtehet dem Gifft gewaltig, dahero er auch zum Theriac kommet trelbet auch die Kindsblattern und lecken durch eine ſonderbare Krafft heraus, und wird deß⸗ wegen in Petechialiſchen Siebern ſehr oſſt der Gelbſucht und Harn Verſtopffung 3. Das Oalkan in allen Zuſtaͤnden gleich wie der Saame ge“? brauchet werden. Man berettet auch aus dem Steck⸗Ruͤben⸗ ö N Saamen folgende 5 e 8 . 1 1 5 . Ot ö e ec bund N t be 5 ö 0 0 Zubenft nd Saba % Ache, l cdi en, Gab I gachet ul ger Hern, N ö 5 1 Steck gi and an viel de 3 Steck⸗Rüben. 805 wilden kong ü Mandel Milch. Andere doch ſud de ih% Kec. Geſchaͤlte Mandeln, 3j. Mandel- Hößencherhe Cucumer⸗ und Melonen⸗Kern, Milch. b Steck⸗Ruͤben⸗Sgamen, aa. zij. id unter de Na. Herten Zerſtoß alles in Taubenkropff⸗Waſſer Zvj. Frühling ban ah Cardubenedict⸗ und Scabloſen⸗Waſſer/ aa. Siij. en weste a, waſſe 3iſß. 5 leln im Gun nun, Daraus mache etne Mandel⸗Milch, Doſ. a d en ache e deen aber mn en Gifft; es dienet wider dle Flecken ⸗Fle⸗ jungtheh gu ber, Kinds⸗Blattern Gelbſucht, ſo Mandel⸗ he Art die Milch drauß gemachet wird, treibt den Gifft hunn., durch das Geblütoder Horn. 5 aamen von Sli An N unnkreſſe. art n Agleya,„ ann. Canide Krufkreß, cam. . 85 4 725 32 35 ſchen Naſturtium ſtalt, Zei 5 4 nit Suben aquatieum ge. und Br. * we enge. 5 nannt hat einen ae bellen Slang, * ann, ungefaͤhr eiuer El⸗ und widerſehet h 1 len hoch, die Blaͤt⸗ e auch zun Nane ter, ſo erſtlich her⸗ Rindsblattern ul i fuͤr kommen, ſind derbare Krafft haut rund, darnach wer⸗ n petechtalſhn e het, er augel b h rn. Verſtopfftb! Zuſtäaden ah r werden,. 90 dereitet auch aul kae n folgende 1 — den ſie zerſchnit⸗ ten, wie an dem wilden Senff, er bringet kleine weiſſe Bluͤmlein, danach folgen klei⸗ ne Schoͤtleln, mit ä ſehr ſtzeln ſind faſt rein, weiſſe haͤrlge Faßlein wie Haar oder Seyde, es wlkd fuͤrnemlich in Eigen ſchafft ud Nutz ene. ders aher dienet es in Scharbock, beſſer aber iſt es, man brauche es ſelſch, dann gedorret, nn . fl 1 16 0 0 5 5 Brunnkreß. 5 fehr kleinem gold⸗farbenen Saber dle 15 7 pelden, Brunnquellen, auff dem Waſſer ſchwebend, 11 gefunden. Es bluͤhet im Julio und Auguſto, ut 0 gruͤnet immer, und machet man deßwegen im e u Mache Winter auch Salat davon, ſo uicht hu berwerf, i Leber und en iſt. cht weden In Apothecken hat man das Kraut und ich und ke die Blumen, das Kraut waͤrmet und trocknet eunalaf im 2, Grad, wann es dürre iſt, im 3. Grad ma⸗ ange chet dinne, eroͤffnet, wird gebrauchet in Stein tree we und Sand, Verſtopffung der Miltz, der ihr Nat a Leber, und des Nonath⸗gluſſes, beſon⸗ hutlegetk, nan ts des M hauch gut wi weil das fluͤchtige Saltz Har leicht daraus! ber. a ſchauch ſchwindet. dit und aus Es iſt aber dieſes Krouts dreuerlen Solte, 25 dite 9 dals das erſtgedachte Naſturt. aquaticum ma- Amalſdietet jus, Noſturt. qu: amarom, und Naſturt. aqu.- flat, thut minus, das letztere iſt am Geſchmack nicht ſo nit, wenn die ſcharff als das erſte, blu bet um April ue ee, f len auch ſchon im Mako kwimen g Dieſe Kräuter⸗Gewächſe begtelffe viel aku d f fluͤchtiges 0 kaliſch s Soltz und beynahe kein 10 2 Oel in ſich, daher haben ſie die Eigenſchafe das ng Schat bockiſche Ge blut zu faͤubern, a e in⸗ 5 1 nerliche Verſtopffung zu eröffnen, Sand, 11 Schleim und Harn zu kreten kurtzen Athem zu erleichtern, verſtoß fle Gekroͤß⸗ e Aden, und die nene Reiiigung wie⸗ d der Agent nl Cie oder Seyde Apothecken an men, das Kraut nüt Itad, wong es dürren ne, eröffnet, widgchtg and, Verſtopffgn und des Menate h et dienet es in Schar man btauche es ſiith ah s fluͤchtige Salz det. b — D nem gold. 1d ſaſt rein, aut 0 quellen, af 1 en. Es blüten immer, und machet auch Salat daug fa Szulung der Leber und des Miltzes gar Ven bringen auch die Miltzſucht zu vertrel⸗ e 1 trelbet. Brunnkreß. or ben. Er ſoll aber von ſchwangern Weibern nicht viel genoſſen werden, well er allzuſehr l Dieſes Kraut iſt aus der Zahl derjenigen, 00 welche zu der innerlichen Verſtopffung und nützlich gebrauchet werden den Waſſerſüch⸗ tigen ſehr nuͤtzlich und denen, ſo mit Schar⸗ bock behafftet man kan ſolche auf unterſchle⸗ dene Arten einnehmen.. Dioſcorides ſchreibet wenn man das Kraut zerſtoſſe und uͤber Nacht auf Flechten und Bude der Haut legete, ſo vertreibe es die el⸗ be, doch daß man es des Morgens wieder ab⸗ waſche: Sey auch gut wider der Sonnen Hitze und Brand; ſen auch wider den Brand, in Butter geroͤſtet und aufgeleget, ſolchen zu ſt ober dieses Kun heilen. Brunnenkreſſe in Milch oder Waſ⸗ erſtgedachte Naur i ſturt aqu. amar H das legztete itt amen ſer geſotten, und auf die reiſſende Gicht und Hüͤͤfftwehe geleget, thut gut dafur? Man hat auch obſervirt, wenn dlejenige, welche am als das erſte, Hahn Scharbock laboriren, offt von den breiten ſchon im Mitch. e Kraͤuter⸗Gewiche s olkallſch s Sig ch dahet haben fehle bockiſcht Geblltu e Verſtopſſungpeft in und Harn p ö 1 ö derte f 4 8 2 2 17. — 10 e bange Zett Morgen nüchtern züß, 44 51. und langen Wuͤrmen geaͤngſtiget werden, daß der Safft von Brunnkreß ſelbige ausge ⸗ trieben hat. e bluͤhenden Brunn kreß deſtillirte Waſſer, Waſſer. treibt verſtockten Harn, Grieß und Sand ſort/ eroͤffnet verſtopffte Leber und Miltz, iſt trefflich wider den Scharbock, davon eine Eee 4 getrun⸗ Das im Julio oder Auguſtmonat aus dem Brunnkeeß⸗ 2 Pulver wi⸗ de am Lelbe, wenn man zwiſchen dem Gebrauch Brunnkreß. 1 2 N. ee getruncken. Es vertrelbt auch die Gelbſucht, ccc 10 drey⸗ und viertaͤgige Sieber, wuͤſte Kaͤu⸗ 14 400 0 W 9 5 5 640 100 deſſelben bißwellen purgteret. toben Wenn die Kinder das Abſerben oder Ab⸗ bet der Abneh nehmen haben, welches von Verſtockung der e Enn men ber Kinder. ene Milch⸗Adern und Druͤſen des bench Gekroͤſes entſte⸗ het, ſo bereite folgend e 5 Pulver. eite Rec. Kreß⸗Saamen, l he sch Bereitete Krebs ſteine, ſubaldberkde Mauer⸗Raute, aht kel Jgerboc ft be uſt, al en ber Jun aun dab, l Florentiner⸗Veylzenwurtzel, Diaphoret. Jovial. aa. 3j. Candel⸗Jucker, 36. 00 Miſche alles zu einem Pulver, davon gr. xu. — —— 4 ——— ad zb. taglich zweymahl in Brunnkreß⸗Sy⸗ ae bel Sprup. rup zu geben, darbey ſoll man die Kinder oſſt chen T baden, auch den Leib oder groſſe Baͤuch und chtehmdde RMuͤckgrad derſelben, mit Hundes⸗Schmaltz, gend und Capaunen⸗Schmaltz Camillen- und Vehlgen⸗ nt Oel kaͤglich zweymahl ſchmieren. eren und Man kan auch von der Kreſſe zubereiten ſol⸗ cht uke genden Syrup. engmgw Rec. Brunnkreſſe, Bachbungen, Borerſch, Schoͤßlein von Hopffen,Lͤffelkraut, jeder Gut, ch G tung noch Belieben, zerhack und ſtoß alles in n einem ſteinern Moͤrſel, drucke den Safft gleich 100 0 aus, ziehe den geiſtreichen Theil davon zur N gn Gnüge ab, und zwar mit einem glaͤſern Kol. 8 n ben, durch den Helm, den in dem Kolben ver- chunt 0 bit a i 1 J l u en da⸗ fade ü bliebenen Safft laß durch ein Tuch lauff 111 de Et ken. nad Brunnen ⸗-Kreß. 809 ind viertz ige lab gige dec mit er wohl rein werde/ miſch einen halben Theil elbe, wenn want Zucker darzu, koche es biß zur Dicke, als wolte n baßwalen hugin, man Taͤflein daraus machen, wenn es faſt er⸗ un die Kiader dul dt kaltet ſo miſche von dem zuerſt abgezogenen en haben, wich een Safft oder Woſſer darzu, biß es Adern und Draluneg die Dicke eines Syrups hat: dieſer Syrup erette folgend Pulhe 0. Kreß⸗ San, Bereitet Kechiſ auer, Rautt, Florentina, Bachm ſucht und Scharbock, ſtaͤrcket den Magen, Diaphale, pia erwecket Eſſen⸗Nuſt, eroͤffnet ver ſtopffte Candel Zucker l. Gekroͤß⸗Adern bey Jungen und Alten, er⸗ ſche alles zuenem pin haͤlt einen offenen Leib, lindert Grimmen laͤglich zweymahl yy und Leibwehe, ſonderlich mit einer Meſſer⸗ geben, dar hey ſolf wal ſpitze voll Venediſchen Theriac vermiſchet, auch den Leib oder uh mildert das Grieß und den Lendenſchmer⸗ cad derſelben nt hu ten, treidt Sand und Stein durch den men · Schmalz Canan Harn, und verhindert das Wachſen der glich zweymahl ſium Steine in Vieren und Blaſen, vertreibt n kan auch bon dera auch Gelbſucht, und bringt den Weibern ihre Sorup. verlohrne Reinigung wieder. Brunnkteſſe, Batu i ein von Hopffe Ufflin 267. Garten⸗Kreſſe. Arten⸗Kreſſe, Naſturtium hortenſe och Belleben, aße c nern Miörſl kn, I imsatelntſchen genannt, iſt am Anfang, wenn es beginnet zu wachſen, ein ſcharffes 1 1 Kraͤutleln, und ſiehhet mit den Blaͤttern der ge⸗ e. 900 hel, meinen Peter ſillie ahnlich, wenn es aber in ach* kuten 3 Staͤngel tritt, werden ſie an den Aeſten lang n Safft laß 1 5 10 n falt denemahl etliche Loͤffel voll eingenommen, er duͤnneret das zaͤhe ſchleimige, verſuͤſſet 10 das ſaure, und mildert das ſcharffe verſaltzene 8 W nuß in wohlvermacheten Glaͤſern auffbehalten Des Sy⸗ werden, von demſelben aber taͤglich unterſchie⸗ 610 Nu⸗ en. Gebluͤt, vertreibt Melancholey, Miltz⸗ Naſturtium hortenſe. Geſtalt, Zeit und Ort. —— ſaͤet, gehet er ſchnell auf d ling geſaͤet, bluͤhet im S gantzen Winter gruͤn. Eigen- In Apothecken hat Nutzen c und 6 Kraut waͤrmet und trock; brauch. f gebrauchet ſtopfften * 1 Garten ⸗Kreſſe. und ſchmal auch nur ein klein we. m wenig gekerbt; 1 der Staͤngel iſt ö f geo. u Macht ſchen Lenden Schleim, den Scharbock. Alle Kre men haben die Tugend das verunreinigte ſcharf⸗ f e hoch, mit weiſſen ge. aͤhrten vierblaͤtte rigen Bluͤmlen gezteret, daraus r werden breſte rundte Schoͤl⸗ lein, in welchen der roth⸗gelbe ſcharffſchmecken⸗ de Saame lieget, wenn man ihn le * 1 ſe, melancholiſche/ verſalgene G 1 Wurtzel eſt weiß ⸗ licht, und an beyden Seiten mit vlelen Faſela beſetzt; es wird in Gaͤrten gepflantzt, im Früh⸗ ommer, bleibt den e N Dee man den Saamen chaſſt, und die Blatter der Saame und das dürte et im 4. Grad bey⸗ des machet dinn eroͤffnet, abſtergirt, wird meſt zu geſchwollner Miltz ver⸗ meg Monath⸗ Fluß, Austreibung m g der todten Frucht, verzehret den tarkarl⸗ n nd tauget wider ſſen.Saamen Freſſe Sumen anommep, end geſale h ömmen e Stam uf fonte! 0 geber; beinah zn, guts Me cui h berſto ſihet! Ga ten Rreſſe ach zu reinigen, innerliche Verſtopffungen duc auſhulsſen allen ver ſeſſenen Schleim zu er⸗ 0 dinner, durch den Harn und Mutter zu treiben. Die Garren⸗Kreſſe dlentt auch wohl b wider den Scharbock, welche Kranckheit in ß denen gegen Mi ſtternacht gelegenen Lindern 0 gantz gemein iſt. Rreſſen · Samen 8b. in Begrelch Waſ⸗ 0 ker geſtoſſ. ſſen eingenommen, toͤdtet die Wuͤr⸗ b me. So lemand gefallen, und geronnen un Blut in Leib bekommen, dem ſoll man 3j. a gepulverten Kreſſen⸗Saamen in Wein eiage⸗ 19 ben, und darauff ſchwitzen laſſen. Es iſt die ihn Breſſe auch ein gutes Mittel wider die Kau⸗ Ve e und Schaͤbigkeit der Kinder, wenn ſolche ul in Schwein⸗Schmaltz geroͤſtet, und jene da⸗ het er ſchnell au e mit gꝛſalbet wird. deut oder Selten Wer durch elnen Schlagfluß die Spra⸗ 6 wird in Garten geyſu che verlohren, dem ſoll man Kreſſen⸗Saa⸗ let, blüht in Sum men im Mund kaͤuen laſſen, ſo wird ſich ſolche Winter urin, wieder einfinden. Der Safft von dem Kraut Apothecken hu bat 10 bellet unretne um ſich freſſende Schaden. 5 e kern der dlenet alt und jungen Leuten die Wuͤr⸗ mera b me abzutreiben, auch verſtopffte Gekroͤß⸗Adern et dinn, 1 zu eroͤffnen, verhuͤtet Schlag⸗Fluͤſſe, reiniget et zu geſcwal 10 6 das Gebluͤt, und fuͤhret Schleim und Sand en Monath⸗ aus den Nieren, mit groſſem Nutzen. ten Frucht, 7 nden 8 h 50 zarbock. J Tugend,— yncholiche/ dan 911 Leber, Miliz und Harngaͤnge, fuͤhret Grieß und Sand. aus den Nieren und Bla⸗ Man pfieget auch den Saamen zu verzu⸗ Man deſtillirt auch aus der Garten⸗Kreſ⸗ Deſtillirt fe ein Waſſer, ſolches eroͤffnet verſtopffte Waſſer un d deſſen Ge brauch, lbb ſen, relniget die Bruſt vom Schleim toͤdtet 1 G die Wuͤrme, und treibt ſolche aus; iſt au 0 N gut wider die Schwindſucht; durch die Rafe gezogen, reiniget es das Haupt und machet hefftig Mieſen: In den Mund gehalten, ziehet es den Schleim aus dem Haupt he let allerley Unreinigkeit der haut ſchwaͤtz⸗ lichte Flecken, Kraͤtze Blattern Geſchwaͤr, mit ſolchem Waſſer gewaſchen. Tuͤchlein dar⸗ ein genetzet und uͤbergeleget, reiniget die un. ſaubern Schaͤden, wird auch ſehr wider Blutſpeven geruͤhmet, ſo man etliche Loth da, von trincket. W 0 Brüche zu Wider die Bruͤche iſt der Saame auch enn heilen. bequemes Mittel, aͤuſſerlich zu gebrauchen, und 0 ſolches aus dieter llſaache, well er mit ſcuer J brennenden Schaͤrffe einen reichern Zuffuß der N Alimentorum excitiret, wordurch das Peri⸗ und bedtenet man ſich deſſen alſo: 10 egen Rec. Gummi garannæ, 1 fler get Gepuͤlverten Kreß⸗Saamen, a. Miſche beydes mit einem Eyerweiß zuſam. den Schaden. Nicotians. 268. Toback. 1 N 3 der Oback, auch heiltg Wund⸗Klaut imb: anfangs teiniſchen Nicotiana genannt, hat bey 16 zu uns uns ſeine Ankunfft und Anfang genommen in 0 gebracht einer neuerfundenen Judtaniſchen Inſul* g 1 worden. ginea oder Florida genannt, von aun dul 1 f Gartty g — b Toback. 3 niget die B 13 N 5 wuſtungt 5 Dür me, und. der die N N 2 997 n n* N 2 ache pg s den Schleim aug len Unreinigkent de 0 3 Flecken Kea nn chem Waſſer grulg y ietzet und bergige rn Schöͤden, vn peden gerühmet, nnd incket. 8 der die Bruͤcheſſung 8 7 nes Mittel, auſſrlchuß S 0 aus dieſet llruche. n„ nden Schüͤrffe tuen. 5 atotum excitittt, uus N e u deſto lachte aum durch die jährliche Schiff⸗Fahrten in Portu⸗Wer ſol⸗ dienet man ſich besaß gall und 15— 5 55 9 worden, wie⸗ chen zu uns ec. Gummi gane wohl deſſen Krafft und Tugend eine Zelt⸗lang r Gepülvaten gh en noch etwas unbekannt geblieben. den Namen ſche berdrs mit me, Zum erſten hat deſſen Krafft und Wuͤrckung Toback hat. reiche es auf anlagen bekannt gemacht Jean Nicot, ſo Franciſei II. baden. Koͤnigs in Franckreich Rath und Ambaſſador —— can Koͤniglichen Hofe in Pottugall geweſen, 208. Tobal denn als dieſer im Jahr Chriſti 1560. zu Aiſ⸗ back, auch halg Bud ſabon ſich aufhielte, allwo dozumahl dle Koͤ⸗ lnlſchen Nichte za nlgllche Hofhaltung war, und einsmahls die * Ankunft und ia Koͤniglichen zuſt⸗Gaͤrten zu beſehen, 00 2. erfundenen Jul ktzler⸗Relſe angeſtellet bekam er von einem mai cher die Ober⸗Inſpection uͤber ſo che 3 flange wann, welches die Ober nſpection auf. 1. bracht und 8— 4 C— 0 7. 2 0000000000000 8 2 2*. 2 3— 1 n.— — 72 e 23 kommen, welches ſean Nicot als ekwas rares nach Hauſe genommen, und in ſeinen Luſt⸗Gar⸗ Toback, wie 1 55 1 3 N 1 1 duſt⸗Gärten hatte, etliche junge Saͤtlinge uud Pflaͤntzlein dleſes Krauts, als welches er da, mahls nur neulich aus der Inſul Florida be f 00 mit ſonderbaren Wohlgefallen auf W f ö 5 ohlgefallen auf und mit ich n lane ten pflantzen laſſen, woſelbſt es ſich auch ziemlich abgeht vermehref. 5„ eee Nachdem nun elnsmahls obgemeldten Am. al, A0 und wo ſol! balladsurs Cammer⸗page ihme angezetget, wie ene „ 80 2 u an 9 ein daß ſeiner Bluts⸗Verwandten einer, ein ander Pal dach! Wund⸗ Kraut be⸗ funden. Page von dem Kraut, ſo er von ihm empfan⸗ le, bon de gen, genommen, daſſelbe zerſtoſſen, und alſo voll ad beamchte Safftes auf einen offenen Schaden, den er im ag hen Angeſichte hart an der Naſe hatte, und der lle de ſchon bis auf den Knoͤrbel hinein geſreſſen, u un ke uͤber geleget, und ſich wohl darauff befunden, gungen hat der Ambaſſadeur den Pagen zu ſich gefo⸗ e ge dert, und befohlen, daß er das Kraut noch ſer⸗ mamloten, ner alſo gebrauchen ſolte; wie er nun ſolches ahn hit etliche Tage nacheinander gethan, inzwiſchen u deere aber offtmahls zu des Koͤnigs in Portugal deb nnch Ein ander Exempel davon. 0 * 0 Artzt, um ſich zu beſichtigen, und die Wuͤrckung des Krauts erlernen zu laſſen, ſich verfuͤget, ſt ung uc der Schade gantz und gar erſterben, auch end⸗ ag gen lich vollkoͤmmlich mit hoͤchſter Verwunderung wagng feilt Jeani Nicots und des Koͤniges Lelb⸗Mediciſan⸗ 1 ci ber und rein dadurch ausgehellet worden, Kur gh en hernach ſchnitte ſich vielgemeldeten Ambaſta⸗ t 5 deurs Mund⸗Koch mit ſelnem Küͤchen⸗Meſſer at, ch den Daumen faſt hinweg, darauf lleff der Hof, oe melſter eylend zu dem Toback⸗Kraut, und legete duzen 0 1 e ſolcheß I 1 1* r 5. Toback. 817 Aakten hatz, dlc ** iber den geſchnittenen Schaden, a izle dieß den olches 1 4 5 4 er dlrasder geschehen, nur neulich ang hh 8 1 Schade aus dem Grunde gehelltt enn, welche len 8 der Zeit an iſt olch Krant zu Liſſabon in iberbere d. A enen nicht geringen Beruff kommen, auch 1 huuſe genommen, id f telen friſchen und aͤltern Wunden und Schaͤ⸗ untzen laſſen wos 0 1 gebrauchet, allezeit gut und bewaͤhrt erfun⸗ h den gebrauchet, allez f d — den, und von ſederwan das Kraut der Geſan 0 ich dem nun ckantſeah ten genennet worden. Wora uf dieſer Geſandt urs Cammer d e Saamen ſeiner Koͤnlgin Catharina Vhs des Krautes Saamen 2 des c Naur Bewag Nledices, mit Bericht van der Tugend don dem Kraut, bon h Krauts uͤberſendet, von dar es nach und nach nommen daſſbepaſehh ausgebreitet und vermehret worden. Gedachte 1 auf 1 f— 51 hat es nach ihrem Nahmen auskom⸗ f 5 de la Reyne Mere, ichte hart an der Ne men l' ſſen, und Herba 3 4 el e Cathrinen⸗Kraut, und Herba Me lceag 1 e. Franzosen nennen es Herbe du cieget, und ſich wohl hun net. e 5 N aber hat man es vafladeur be ken Grand Prior. Insgemein r Ambala eur bel 7 n ne ee genen⸗ 1—— es auch im Latelniſchen ſolchen Na⸗ o gebrauchen sollt; 1 net, 5 5 Die Spanker heiſſen es Taba⸗ Tege e. 4 3 dem Amerlcaniſchen zaͤndlein Tabacco Ftmaßlszudes* ie ee 3 um ſich zu beſich ly Erl che heiſſen es auch Sana Sancta, ä 3 auts erletnen zul diwina, das heilige Kraut wie es denn b 20 bade gang udgugt ſeiner wunderbaren herrlichen Krafft und 10 koͤmmlich mt igen und wegen zu achten iſt. Es iſt aber ſo 5 ucots und det Kuchl e nunmehr ſo bekannt und gemein, das rein dadurch then man es nicht mehr darff aus der Inſul Virgi-⸗ hne ſc nen maoder Florida; als beſſen 3 N*. Nu 51 1 Nund⸗ Kut nuten de zu eee 1 e umen bee als am Maͤynſttom zu danau/ Worms e 22 cplend zu den d, Eigen⸗ tzen und Gebrauch. ctiva und Narcotica, bringen den Schlaff die⸗ Peſt⸗ Zeiten, die Flüͤſſe zu vertrocken, Aus, wuͤrffe zu befoͤrdern, vor das Keuchen. y Er dienet auch wider die grobe Feuchtigkelten * 15 816 Toback. ö da burg, im Francken⸗Land, und ſehr vielen Orten, 0 0 100 groſſe Felder voll angebauet, wiewohl doch auch 1 noch einiger aus Virginia zu uns koͤmmet. 1 1 0 ct Zu der Artzenen wird in den Apothecken der ſchafft, Nu⸗ Saame und die Blaͤtter aufbehalten, beyde gc wndſe ſeynd hitzig und trocken im 1. Grad(warmund hend trocken im 2. Grad) durchſchneiden, zerthellen, ah ſaͤubern, ziehen ein wenig zuſammen, widerſte⸗ geht, d hen der Faͤule/ erregen Brechen, machen Mieſen, einn affen lindern Schmertzen, ſind aber darbey Stupefs⸗ 5 1 ger paß zun 0 1 10 4 0 9 N — nen zum Haupt, Augen und Wunden: auch innerlich in Fiebern und Waſſerſucht. te la Aeuſſerlich in Pflaſtern, Umſchlaͤgen, und mda de den Safft daraus gebrauchet, zu dem Stich, ue nate Krebs Miltz⸗Geſchwulſt, Carbunckel, bent; Aroͤpffen, Wunden, Geſchwuͤr, giftiger affe Thiere Biß, Brand, Hauen, Leibreiſſen Ahurglen und Gicht. Im Mund⸗Waſſer dienet unndeſl er fuͤr das geſchwollene Halß⸗Zaͤpflein und n ſeaßg Sahnwehe; damit gewaſchen, vertreibt es ene den Grind, Kraͤtze, Zittermahle, lech/ ume ten/ Wolff, um ſich freſſende Geſchwüre an und Laͤuſeſucht. dec Toback maͤßig gerauchet, iſt gut in Fe eum dect Aufſtelgen der Mutrer den Schlaf Ma zu bringen, Kopff⸗Wehe zu vertreiben? ug Onmne un des Magens, Bauch⸗Wuͤrmer Hunger, eee Durſt, Zahnwehe, verſtopfft Sig e u 75 7 Har. 80 . eee Toback.* Felder vol ach* ae. uͤbrige Fettig⸗ 1050 kae. — de Mun 128 s hade t aber hitzig und trocken m. S chwindſü ch der Toback Wo der To n im 2. G7 5 Feet gen, jungen back ſcha⸗ w liche backe melancholiſchen Leuten, allzuviel ge⸗ det. cdu 8 wann raucht ſoll auch die Schlaffſucht machen and and bloͤdes Geſicht, Schlag, Geda* ena ib. Verluſt und Fuſten verurſachen. i d Narcotie htihh Die Aſche vom gerauchten Toback im Haupt, Auge! 3 25 die Zaͤhne weiß zu machen, und wider ich— Fehmge die i 5 Uſſerlicht as gebrannte W deen e heilen e tous t H er die Beſchwerung der Waſſer 5 mus, Geck kalten und Lunge, welche es von dem groben, dein To⸗ offen Wund nch e 5 Schleim befreyet; Es wird auch von 8 e Bend r S C icht. Ju kin 1 1 eine purgtrende Krafft bey ſich das geſcwolnt ad ene 8 der die Wunden und anders weße; bunt e 1 9105. damit auswaͤchſet, rind, Arlt Fam offtmahl damit 5 15 7 8 Volff um ſich ſtrſtnuh ſicht ſtaͤrcken, uns die 990„ 924 aͤnſeſucht. bertheilen. Das Angeſicht damit 1 a i*— 1 Rothe. en, eiten, die Flüſſe p eichwie nun dieſes Kraut ungemeln n e zu befördern, 1 lich beſchrieben wird, ſo wird es hingegen 3 80 80 gen der Mun von vielen ſehr gemißbrauchet, ja unvernuͤnff⸗ brauch des gen Vopſf⸗ lch U lig genuͤtzet, daß es bey dem alten Sprich⸗ Tobacks. tet auch wider de g* bleibt: Omne nimium natutæ inimi- agens, Bance dich Gar zu viel iſt ungeſund. Ein paar, „Sahnwehe 1 ſt drey ordinari*„moͤchte zuweilen aufs 8 4 318 Toback. aufs hoͤchſte noch paſſiren, und was drüber werden Toback Schmaͤucher gefunden, welche 20 à 30 Pfeiffen voll hinter einander rauchen, doch von zehen kaum elner weiß, ob er ihm Schaden oder Nutzen bringet, quſcket. Alſo muß mit dem Toback auch dle Mittelſtraſſe gebraucht werden. Laurenberg nes Toback⸗ eines Übelthaͤters, ſo zu Leiden in Holland un⸗ gen, hagern Leuten; den fetten phlegmati⸗ ſchen und mit Fluͤſſen beladenen kalten Natu⸗ ren, und die feucht Gehirn haben, oder mit deſto nuͤtzlicher. . — mehr ſchaͤdlich als nuͤtzlich; Naſſe und verſof, — fene Bruder aber achten ſolches nicht, denn es 9 ja Tag und Nacht, auch wohl noch erſt am 0 Bett die Pfeiffe im Maule haben muͤſſen. Da 5 ü c Es gehet mit dem Toback wie mit dem Wein, welcher zu viel getruncken ſchadet, aber maͤßiglich genoſſen, den Leib erfriſchet under⸗ Exempel ei⸗gedencket in ſeinen Centurien, daß der Coͤrper rauchers. fer die Anatomia kommen, da von dem Auato- mico deſſen Coͤrpers Haupt eroͤffnet worden, habe ſich befunden, daß nicht allein der Knoͤt⸗ pel in der Naſe, welcher wie ein Sieb durch⸗ löchert, gantz kohlſchwartz und muͤrb, auch das foͤrderſte Gehlen neben denen gemeldten Kuo⸗ chen gleichfalls ſchwartz und vertrocknet gewe⸗ ſen. Es dienet der Toback auch nicht den jun⸗ Heurnius lib. I. Meth. ad Prax. hat keln beſſer Mittel wider ſein eigen Jahnwehe er⸗ 5 funden, als gekochten Toback mit Camille Wa g Me 6% —— „ di nb Wurz, e ahl 5e ea Ua F hom dd cy Ehren n, Cala Giur. And dec Aſcand Hedct leinen der Juhber gunſtt N 1 — 8 — — — 0 ed datei edc 1 Keuchen behafftet ſind, ſolchen iſt er hingegen aß 5 a hoͤchſte nochgalſ e all 5 ſchaͤdlich* 15 dh Tob ack. 85 8 819 Bride chat 5 lumen laulich an die Zaͤhne gehalten und en Toback S Sonn 1 Mausgeſpyen. 30 pfaſſnpul hung Der Syrup, ſo von Toback bereitet wird, g und Nacht de wird auch in vielen Dingen genuͤtzet, und be⸗ A. rettet, wie folget: die Pfeiffe in e, von 45 105 4 0 Sy yrup vom Toback Beſkeri compo/. Bekker 1 Compo. 5 oder Mun hen J N. 1 Zij Syrsß. Ni- Ls gehet mit den ß Fenchel, 56. otiani. . wache une Florentiner VBeyelwurtz, 5j. lich genoſſen, denbhhch Krant vom Toback, t. Alſo muß mi un Hyſop, Ehrenpreiß, Stabioſen, Au⸗ elſtraſſe gebraucht u dorn, Calaminkh, Venus haar, cket in 1 Saturey, aa. M.:. Ubelthaͤters, ſo zu kahn c Anieß⸗ und Fenchelſaamen, Aa. Ziij. Anatomia 4— 4 b Neſſel⸗ und 5 8 aa. Siſ. deſſen Cötpers Hatch Trochiſcirten Lerchenſchwamm, 3j. ich befunden, daß nick Koche es nach der Kunſtin Waſſer, ad rema⸗ der Naſe, welcher bea vent. 15. und thue Zucker dazzu lbij. daß es eln t, gantz kohlſ ſchwarz ln Syrup werde; folcher dienet in Fiebern vor ö Gehen iuchenbenge den den zaͤhen Schleim und Engbruͤſtigkeir. ſchſalls ſcwarzu ed Man bereitet auch aus dem Toback ein kraͤff⸗ f üg würckend Saͤlblein, in mancherley Schaͤ⸗ Erne den zu gebrauchen, folgend 8 dagern zaun un DTDoback Saͤlblein. Toba nd mit Fliſſe babe. Friſche Tobackblaͤtter, bbiß. Salbs⸗. nd die feucht*. Safft von Toback, 56. behaftet ſnd e Gewaſchenen frischen Schrvein⸗ uͤtzlicher. Schmeer, 5. imnius lib. L. Mel 4 Koche alles biß zur Conſumption der Helff⸗ Nittel wider ſan ah i ede Saffe colit es, und thue darzu als gekochin Mie Harz und gel Wachs, aa. 3 Fff Druͤ⸗ 826 Toback. gn Druͤcke es alles noch einmahl durch, und ruͤhr darunter pulverlſirte Hollwurtz zij. und 1606 mache es zu einer Salbe. e Man hat auch ein Pflaſter aus dem Tobak. welches zu Magen und Miltz, auch zu Eroͤff nung des harten Leibes bey Kindeen wohl die, ner, und ſehr beruͤhmt iſt, ſolches lehret Herr e 8 le Mort 61 N. pf ſe 609008 n Loback⸗Pſtaſter. % Pflaster- M. Baum⸗Oehl, 5j. Toback⸗Blaͤtter, Ziij.% Rothen Wein, zv. 10898 Koche alles biß zur Conſumption des f 9 f Gelb Wachs, Geigenhartz aa. Bj. N. Gum. Tacamahacæ und Elemi, aa 3. Myrrhen, Aloes, aa. 3j. 8 gelte der Deſtillirt Toback⸗Oehl, 31]. ö 7 ſhienundt Mache es nach der Kunſt zu einem ꝙflaſter, Wed 85„ i 1 chien, — 1 0 8 bal Sam ſchwar, u m Zeit un tzer Kuͤmmich, im Lateiniſchen Nigel ann ua Dil. la genannt, auch Cuminum nigrum, deſſen ut 1 glebt es unterſchiedene Arten, aus dleſen wird ane gemeiniglich Nigella arvenſis, beſonders die h 0 mit weiſſen Blumen, gebrauchet, ſolcher ge⸗ dag winnet einen ſteiffigen Stengel, eines Fuſſes hoch, mit breiten zerſchnittenen Blaͤttern, und 0 eintzeln weiſſen oder blaulichten Blumen, 100 denen ei rück es d Schwartzer Coriander. 821 dar.— 0 ble N denen ein ſchwar⸗ es zu enet Salt. f an 9 tzer oder gelblich⸗ halauch chi N ter eckichter Saa⸗ es zu Magen und 8 des harten beibeg 9 1 N ind ſchr berihmiſß 16% 2 950 men, in beſon⸗ dern Haͤußlein, wie an der Agley, fol⸗ rr alſo:%, get. In unſern Toback Pf 0 8 Landen muß er mit l.. Baum Ochl U 2 47 775 Doback⸗ Blatt zu 4 den, er waͤchſet Nahen B N gern an fetten Or⸗ then, bluͤhet im Juntio und Julio. 6 0 N den Apothe⸗ f.,. ckkn hat man den Cn 5 77 Saamen allein, r 1 9 und wird derſelbe Munchen Alg alfür den beſten gehalten, der wohlriechend und Deſiilirt dobuc ſchwartz lſt er waͤrmet und trocknet im Anfang ache es nach det kunyndes z ten Grads, hat die Tugend zu waͤrmen, An trocknen, zu eroͤffnen, den Schleim von 69. Schwarſte Ader Bruſt abzuführen, den Saͤugerin die Chwartzer Conandas Milch zu mehren, Harn zu treiben, verlohrne ger Nümmich ni hlenles zu bringen, nieſſen machen, und ver⸗ ant, auch cunnaniz diffter Thlere Biß zu heilen. f s unterſchiedene Ag a Das Pulver geſtoſſen, und mit dem Bin⸗ glich Nigels aal gelkraut⸗Safft zu Pillen gemachet, und 2.4 3. 7 Blum, Jan davon eingenommen, ſoll gut wider das vier⸗ einen ſteiffgen Aa kagige und alle Feber ſeyn. An den ſchwartzen chu, Cortander gerochen hat eine heimliche Eigen⸗ dale ſchafft wider alle Fluͤſſe und Catharren des 5 Fff 3 Haupts; oche alles biß zur du 8, hernach erptinitth; ue 13 N 14 it breiten zer weiſſen aden —— ͤñ—2—ũ— 322 Schwartzer Coriander. ping Haupts; den Saamen rein gepulvert, mit Eßſg ede zerrieben und in die Naſe geſchnaubet, ver⸗ 9 1 treibt die Gelbſucht in Augen, ſo es etliche da ge des Morgens nuͤchtern alſo gebrauchet hd wird. Auf dleſe Art in die Ohren getroͤpffelk, ht ö toͤdtet die Würmer darinnen: mit Eßig ein dunn Pflaſter daraus gemachet, vertreibt den m Schmertzen der Weiber⸗Bruͤſte, ſo von geron⸗ hae le nener Milch verurſachet wird. Den Saamen p Ain unter die Kuͤſſen geleget, vertrelbt Floh und eum Bente —— 0 0 — — Wand⸗Laͤuſe. Den Saamen mit Majoran agen vermiſchet, in die Naſen⸗Loͤcher gethan, bel. z affe get verlohrnen Geruch wieder. Man kan al es auch mit Campffer vermiſchen, bringt alſo 1 auch verlohrne Monach⸗Zeit wider. Wenn e man den ſchwartzen Coriander⸗Saamen ein 0 3 wenig uͤber dem Feuer roͤſtet, in ein ſeiden Tuͤh⸗ ngk lein bindet, und offt daran riechet, ſo bringt ol fag. ches den verlohrnen Geruch auch wieder. nel chat bee gat Ahe ak die Kleider geleget, vertreibt und verhuͤtet die Schaben. Den Saamen auf Gluth geſtreu⸗ 105 et, und den Dampff in die Mutter gelaſſen, treibt Nachgeburth und verſtockte Rel nh Ni gung. 10. egen Man die mn 7 5 4 — eben und in dies k die Gelbſuchtin es Morgen nl die Wuüͤr Seeg ts; den Sang — r— . Pfennigkraut. 823 f N an kan auch von dem Saamen einen gu⸗Schnupff⸗ l ken Schnupff⸗Toback auf folgende Art be⸗Toback. 0 We ne e mer darm ſter darauz— netzen der Wah a Mich verursacht! r die Küͤſſen gelegt u d. dauſe Den Sauna Uſchet, in die Naſeplih erlohrnen Geruch gh ch mit Campffer vent verlohrne Munathagt den ſchwattzen Conan g über dem Feuer riſtthh indet, und offt darantihl den ver lohrnen Ha des Morgens biopaht wenig ſchwatzen Cath p en daß ese Renan ke, und an der Erden hinkrlechende Stengel, Zeit und . Virginiſchen Toback, 5j. Roſen⸗Holtz V. Betonien⸗Bluͤmel, Roß marlen⸗Bluͤthe, aa. Zij: Schwartzen Coriander⸗Saamen, Meyen⸗Bluͤmel, Storax, Bentzoln, aa. 3. ZBerſtoß alles unter elnander zu einem groͤb⸗ lichten Pulver, offt davon in die Naſe zu ſthnupffen, dienet verlohrnen Geruch zu bringen, Kopff · Wehe zu ſtillen, verſtopff⸗ te Naſe zu eroͤffnen. laria. kraut. D' pfennigkraut, Engelkraut, a Schlangenkraut, im Lateiniſchen Nummularia genannt, hat lange, duͤnue eckich⸗Geſtalt, Menſchen ſehaen bern mit rundten je zwey gegen einander ſtehenden Oeth r bracht. Auf glu amit geraͤuchert, wan iſftige Thiert. Pei eider geleget, deln den. Den Smamen at dd den Dampf iu k Machgeburthuun ig. Blaͤttern, neben welchen je 2. biß 3. fuͤnff⸗ blaͤtterige gelbe Bluͤmlein ſich hervor thun, und darauf ein Knoͤpflein mit kleinen Saa⸗ men hinterlaſſen. Es wird deßwegen Num- mularia oder Pfennig⸗Kraut genannt, weil deſſen Blaͤtter einem Pfennig gleichen; Cen- tum morbia aber, wegen deſſen wunderbaren Kraͤffte, die wider unterſchiedene Kruckteiten dienen: es waͤchſet in Feldern, kraͤutericht und Iff 4 feück; 270. Pfennigkraut, Engel- Nam 9— 2 5 — a b . 0 1 1 1*. 55* 1 Pfennigkraut. hinein. thecken hat man S ter auf die Wunden geleget, oder das Pulver darein geſtreuet, ſo heilen ſie bald wie ſolches ſolches die Hirten auf dem Felde wahr genom⸗ men haben: dienet auch in zerbrochenen'ldern, trocknem Huſten der Kinder, allerhand Fluͤſſen, dem Bauch⸗Fluß der rothen Ruhr, Blut Speyen, Scharbock und allerhand 5 i ein * 3 3. feuchten Or ie then, und bluͤhet N h von Mayen bi in Sommer In den Apo⸗ 9 das Kraut oder die Blaͤtter, die. ſes Kraut iſt( kalt im erſten und trocken un dritten Grad, ziehet ein weng f zuſamen, und iſt 8 ein gut Wund- und Scharbockskraut; Es wird gebrauchet zur Lungen trocknen Huſten, in allerhand Bauch- und Blut⸗Fluͤſſen, in Schar dock und Bruͤchen: Die aͤuſſerlichen Wunden ſollen mit Wein darinne diß Kraut geſotten gerein⸗ get und gewaſchen werden, alsdann die Blat ⸗ 8 ges Sehen die Erfahrung bezeuget. Die verwundeten Schlangen heilen ſich mit dieſem Kraut we b hac,. aanaign W 1 eng g 0 Ache Nun 1 0 ch N ggg 1 6 f und Blut- Fluͤſſen, net en: Die aͤuſſ elch ein darinne diß Kraulgg gewaſchen werden, aan, die Wunden gelegt, eh. zeſtreuet, ſo heilen ſehhl, ahrung bezeugt. dei gen heilen ſchmt Wal die Hirten auſ den dae gen: dlenet euch ing 1 n H) ſten der Kinder cha ſuch⸗ Fluß der wi „Schatbock u 1. * ſcharbockskraut; 7 5 ngen, trocknen Huster Seeblumen. allen obbeſagten Zuſtaͤnden allhier auch dien⸗ lich zu gebrauchen. —— 271. Seeblumen. S e blu- men, Nym phæa im⸗ Lateiniſchen ge⸗ tung, weiß und gelbe, von wel⸗ chen die erſten al⸗ lein im Gebrauch ſeyn: und wenn Nymphæ ver⸗ ſchrieben werden, nur die groſſen weiſſen gen om⸗ men werden, wle⸗ 925 Nymphæa. nannt, derer giebt es zweyeꝛley Gat⸗ wohl man dieſelbigen auch gebrauchen koͤnnte: Die weiſſen Seeblumen haben an Geſtalt eine ſehr dicke, knotige, inwendig welß und ſchwammige, auswendig mit vielen Zaͤhen be⸗ hangene Wurtzet, aus dteſen ſchieſſen durch das Waſſer ſehr lange Stiele oder Stengel empor, derer jeder ein groß breit und auf dem Waſſer ſchwimmend Blatt hat. Die Blu⸗ men ſo den Lilien aͤhnlich ſind, ſtehen auf eben dergleichen Stengeln, und beſtehen aus vielen l f 5 Blaͤt⸗ Geſtalt und Orth der weiſſen Seeblu⸗ men. 5 1. Blaͤttern, ſo von auſſen weiß⸗gruͤn lnwendig 826 aber gantz welß, und in der Mitten mit vielen gelben Faͤdenlein gezieret ſind, auf dieſe wenn ſie abgefallen, folget ein rundtes Knoͤpflein, darinne lieget ſchwartzſichter und gelblichter Saamen. Gelber Geſtalt und te Blaͤtter und gelbe Blumen haben, die aus Orth. 5. etwas dickern Blaͤttern zuſammen geſezt, f und inwendig in der Mitten mit einer doppel⸗ ten gelben Krone vrrſehen ſind; ſie wachſen in Seen, bluͤhen im Majo und Junlo. Eigenſchaft In Apothecken hat man die Wurtzel, und Ge⸗ Blatter, Saamen und Blumen. Die Wur⸗ brauch der tzel und der Saame kuͤhlen und trocknen im z. ä N Grad, adſtringiren, die Blumen kuͤhlen und f feuch en, dringen durch, bringen gelinden Schlaff, halten ab von Geilheit, ſtillen den weiſſen§luß der Weiber, und Saamen⸗ Sluß der Maͤnner, und benehmen das Brennen im Harn. Die Jungfrauen ſollen die Wurtzel der gel⸗ ben Seeblumen ſtets in der Lauge haben, und das Haupt damit waſchen, denn ſie machet ein ſchoͤn gelbes Haar, daher wird ſie auch Haarwurtz genannt, Man bereitet auch für melancholtſche Leute, nach Simon Pauli Fußbad für Einleitung aus den Seeblumen ein gutes Melancho;⸗ Fußbad. 1 1 liſche, ſo g. Friſche Sceblumen, 9. Haͤnde voll, nicht ſchlaf⸗ e Friſche Weiden⸗Blaͤtter, Die gelben Seeblumen ſind den weiſ⸗ Seeblumen ſen ziemlich gleich, nur daß ſie ein wenlg laͤnge⸗ . rb bull S hüt cba it en el 0 6 b Mae ö cet 9 1 1 ö — 0 lr S. alen hitzt Mieth rin Aker kn Taub ien Saar a oft Jo ase aut düsen Juß! n ber Jace dene 1 antattch on fach fachen Wia ſuch end 8 — 6 fh, belt — al, ö gelben Sreblum lich abet 5 lich Jleſch nut daß 1b ter und gelbe Bang 0 0 endiz in der Murg 15 en Krone prrſchm h blühen im Man Apothecken hu au „Saamen und Bum der Saame kühlenulg dſttingiten, die Am dringen durch, ln T, halten ab von g 0 dſckern Blaͤtten 0 —— ſſen Fluß der Wabung er Maͤnner un en im Harn. blumen ſtets indalih pt damit woſchen, dn gelbes Haar dat tz genannt Mun lan oliſche Leute daß ng aus den Seebumn Fußbab Friſche Serbe Frische Web An Seeblumen. Lattich, jedes 3. Haͤnde voll, Camillen⸗Blumen, geduͤrrt, zwen Haͤnde voll, Buchbaum⸗Aſche, Saltz, as. eine Hand voll. Stede es in Waſſer zu einem Fußbad, dar⸗ inne die Fuͤſſe eine Stunde lang bey gelinder Waͤrme zu halten. 5 Das deſtillirte Seeblumen Waſſer, Deſtillirt iſt dienlich in allen hitzigen Kruanckheiten Seeblu⸗ 927 des Haupts und in der Peſt, wehret dem men⸗Waſ⸗ Haupt⸗Wehe und allen Fiebern, lindert ſer und . Sin deſſen Ge⸗ den Schmertz des Settenſtechens, benim⸗ brauch. met die unkeuſchen Traͤume, und fleiſchli⸗ che Begierde, Saamen⸗Fluß davon nach Belieben etliche Loth trincken. So muſt man auch das deſtilltete Seeblumen⸗Waſſer taͤglich eine Zeitlang den Weibern und Jungfrauen zu trincken geben, welche von allzu geiler Liebe und Geilheit in Taubſucht gerathen. Seeblumen⸗Saamen zu Pulver geſtoſ⸗ ſen, und davon offt 40 ad 60 Gran in einem . deſtillirten Waſſer zu trincken gegeben, vertrei⸗ zungfrauen sollen bet den weiſſen Fluß der Weiber, auch bey Maͤnnern den Beneriſchen Eyter⸗§luß. Man kan auch aus den Saamen und ſuͤſſen Mandeln, mit Lattich⸗Waſſer eine Milch ma⸗ chen, und davon nach Belieben trincken laſ⸗ ſen: ſo ſtillet es ebenmaͤßig obige Kranckhei⸗ ten, vertreibt auch das Harnbrennen und iſt den Bloͤden und Hirnwurenden eine nuͤtzliche Artzney, welchen man auch ij. von dem Saamen geſtoſſen eingeben kan. 0 1 5 Der n inn 3 r 1 3* 2§—ð vl! 8* 818 See blumen. 1 Der kn den Apothecken befindliche einfache 4 Seeblumen⸗Syrup, iſt ein ſchoͤn kühlend Mittel, bringet einen ſanfften Schlaff, mindert die Ent zuͤndung der Leber, Nie,. ren und des gantzen Eingeweides, ſiillet untkeuſche Tꝛaume, den Saamen⸗Fluß und groſſe Sitze der Fieber, wehret Durſt und Haupt⸗Wehe, Dol. 3j. im Lattich⸗Waſſer. Man machet auch einen componirten oder zuſammen geſetzten Syrup von Seeblumen, es iſt aber beſſer, daß man an deſſen Statt aus dem Saamen eine Emulſion bereite, mit dem Decocto Flor. Nymphar.& Fœniculi, und ö hernach Zucker, Eßig und Granaten⸗Safft, darzu thue, oder man bereite den Syrup mit ſolcher Art, wie den Syrup acetoſi compoſiti. Der Syrup und Conſerv, kuͤhlen und feuchten, ſind ſehr dienlich den Schwind⸗ ſuͤchtigen, und die Febte Hectica laboriren, und den Saamen Fluß haben, daͤmpffen die Hitze, befeuchten die Bruſt, loͤſchen Dur ſt, befoͤrdern Schlaff, benehmen dem Haupt die Hitze, lindern die rauhe Kehle, dienen der hitzigen Leber, auch den Wel⸗ bern, die den weiſſen Fluß haben, und denen, welchen der Saamen im Schlaff entgehet. Das infundirte Oehl hat in allen obbe⸗ ſchriebenen Kranckheiten gleichen Nutzen wird ſonderlich in Febre Hectica gerühmet, wenn man leinene Tuͤchlein darein netzet und uͤber bie Bruſt ſchlaͤget. Auf die Leber geſchmieret, ſtillet es das Naſenbluten. . Hau⸗ 2— — ö el U i nt! 0 sch ge en den Hg 10 1 aft nm 1 ace . egged me Muhen f . — 9 5 L f. Iltze der Feber che ö Vehe, ol% machet auch cinen am, in geſetzten Eu beſſer, daß mana men eine kmulſanſeh Flor. Nymphe, Aix Zucker, Esig un hin te, oder man bertel rt, wie den drop aan Syrup und enn ſind ſehr dienlich and n, und die Febre Haan Saamen Fluß fe „ beſeuchten die I J. oe foͤrdern Schlaff la ie Hitze, lindernd hitzigen Leber a en weiſſen Fluß hin r Saamen ing fundirte Oehl uu nKranckheiten a in Febte Heche pig e Tüchlein darcungeh aͤget. Auf die 10 Naſenblutii Hauhechel. 829 272. Hauhechel. 1 Ononis. Auhechel, im Lateiniſchen Ononis ge⸗ nannt, hat viel duͤnne, gleichige und ſtach⸗Geſtalt, lichte Reiſerlein, mit duncklen gruͤnen Blaͤt⸗ Zeit und tern, und Pferſiſch. oder leibfarbenen, oder gel Ort. ben, oder weiſſen Blumen, den Saamen, ſo breitlicht, traͤget es in Schoͤtlein; waͤchſet an den Straſſen, auf den Feldern und Hecken, und bluͤhet im Junio und Julio. In Apothecken hat man die Wurtzel, und beſonders die Rinde davon, die Wurtzel wird am meiſten gebrauchet, und unter die eroͤffnend und reſolvirenden Wurtzeln gezehlet wie auch * Eigenſchaft und Nutzen. 830 Hauhechel. auch unter die gerechnet, ſo den Harn krel; Anfang des 3. Grads. Deſſen Ge- Sonſt iſt die pulveriſirte Wurtzel, oder ge⸗ brauch. potiſton in Sarcocele, die Rinde wird von Matthiolo zu den Fleiſchbruͤchen gelobet; Ausgang; eroͤffnet ver ſtopffte Keber und Milt, dievet wider die Gelb⸗und Waſſer⸗ ſucht, trelbet auch die verborgene Feigwar⸗ tzen aus, und heilet ſie. Morgens nuͤchtern in weiſſem Wein genem⸗ men, treibt den Grieß, ſtillet das troͤpfflen⸗ lein. lich iſt, den Sand, Grieß und N der 3 e 8 ben; denn ſie hat den Preiß fuͤr andern in Stein ⸗Schmertzen und Saburram Renum abzufuͤhren. Ste waͤrmet und trocknet im kocht, und eine Zeit gebrauchet, ein rechtes Eu⸗ wenn man die Wurtzel in Waſſer kochet, dienet es zum Mund⸗Waſſer, wenn das Zahnflelſch locker und exulcerirt iſt, desgleichen in Zahn⸗ Schmertzen und Scharbock des Mundes. Es iſt ſonſt die Hauhechel eines von den für nehmſten Steln⸗Kraͤutern ſo den Harn und Stein bey Menſchen und Vieh austrel. bet, denn wenn man 3j. Hauhechelwurtz in el⸗ nem Maaß Waſſer ſiedet, und davon zu krin⸗ cken giebt, ſo foͤrdert es Farn und Stein zun Von der pulveriſirten Wurtzel J. des de Harnen, und heilet das verſehrte Röhr⸗ Deſtllirt Es wird auch aus den friſchen Wurtzeln und 8 Waſſer- Kraut ein Waſſer deſtillirt welches ſehr dien, f le/ 5— —— — ˖ — enn 8 ſie hat den dz 0 * u 8 ren. eie er die facht e Natter Zünglein. 931 Nieren und Blaſe abzufuͤhren, auch ver⸗ ſtopffte leber und Miltz zu eroͤfnen; 5 wozu das Hauhechel⸗Saltz noch nützlicher iſt, ſo man Sie wämung davon 3j. mit Erdbeer⸗Waſſer 3vj. morgens des 3. Gradz. nuͤchtern in zweymahl einnimmet. ſt id die pulberiſzt 2 Von der geduͤrrten und pulveriſirten Hau⸗ Bruͤche zu une dikghente 0 hechelwurtz sj. etliche Monoth lang alle Mor⸗ heilen. in Sarcocele,. gen mit deſtillirtem Hauhechel⸗Waſſer fleißig lo zu den Fast eingenommen, auswendig aber ein Pflaſter an die ene von Steinklee und Hauhechel allezeit uͤberge⸗ Nund, Waſſer, 100 1 exulcetittiſt, Nez zen und Schardoeh Or t ſonſt die Hauhechz iſten Stein, Kruͤum) ein bey Menſchen uu n wenn man F. Hach daß Waſſer ſdet, ue t, ſo ford tt es ame g; eroͤffnet ver ſipß 910 nba relbet auch die Vakan 0 Fund heilet ſie. der pulveriſſcten M s nüchtern in weſſag bt den Grieß lng nen, und heilt hu „dauch ausbau, Waſſer deſtlllt. 8 Sand, Gt 10 bunden, iſt ein fuͤrtrefflich Mittel, die Carnoffel oder Sleiſchbruͤche aus dem Grund aus, ohne Schnitt, zu heilen. 273 Natter⸗ Zünglein. J A 5 ter⸗ 5 Suͤn g⸗ lein, im Latei⸗ niſchen Ophio- gloſfon ge- nannt, iſt ein bitterliches, Geſtalt, ſchar fflicht es, 3 75 faſelicht Wuͤitz⸗ lein, daraus ein einiges fettes, ſafftiges Blatt herffuͤr koͤmmet, welches unten breit unten breit und oben ſpitzig, faſt wle ein eg Blat eines Fingers lang, aus deſ⸗ ** N a* 2 8 Fe e— 11* Gebrannt Waſſer. gens und Abends 5.und mehr eingegeben und u zu Heilung der leiſten Bruͤche, ſondern ſillet auch die Bauchfluͤſſe rothe und weiſſe Rute 0 „ une lein zwey⸗ oder dreyfach, die Bluͤmlein und. nem Kolblein zu beyden Seiten gekerbt, anzu, f uu ſehen wie ein ſpitziges Natter⸗Zuͤnglein, zu Zei⸗ 1 aun ten iſt das Blatt tieff zerkerbt, auch das Zuͤng⸗ Saame ſtecken in dem Koͤlblein, waͤchſet auf den Wleſen, man ſiehet ſolches gemeiniglich im May⸗Monath, darnach vergeht es wieder, die Blaͤttrr ſind kalt im 2, und trocknen in 3. Grad, ſäubern und dienen zu den Bel nge chen Blut · ſpeyen, rother Ruhr, allu auch weiſſen§luß der Weiber, Entzuͤn dung der Leber Hitze hitzige Sieber und Gifft. Aeuſſerlich zu Wunden und alten Schaͤden Kroͤpffen Brand, Weſpen. Stich, trieffende Augene Es har bab gleiche Tugend mit der Wallw! tz innerlich und aͤuſſer ich zu gebrauchen. Im Mayen ſoll man aus dieſem Kraͤutlenn ein Waſſer brennen ſo ſich über ein Jahr auf N. behalten la, davon Morgens nͤchterm zucht biß Ziij. getruncken hetlet die Verſehrungen der Bruſt, Lunge und Gedaͤrme. Es lſt auch den jungen Kin erlein dienlich, welche ſich verbro⸗ chen, ſo man thnen Morgens kuͤchtern eine g davon zu trincken giebt. 9 I Dascpul per von dem geduͤrreten Kraut Mor⸗ eine Zeit damit fortgefahren, dienet nicht nur Utten ein S Stiel Nakter⸗ Songlein. 8 3 5 blein zu ade und teiniget alle innerliche und auſſerll che Ge⸗ 1 e ſchwure wohl. is Blatt leff 0 Das Kraut gedoͤrret, in Wein geſotten und Y- oder. mit ſolchem Wein friſche Schaͤden oder Wun⸗ ſtecken in 2 100 den aus gewaſchen, auch die geſottene Bhaͤtter eſen, man Tea karg ſslagen, ſaͤubert und heller fuͤrtreff⸗ „Menath, dam 10 un dn„ Das ſtiſche Kraut zerſtoſſen, mit felſcher „ e 10 An May⸗Butker oder Schweinſchmalg gemen⸗ duch n get, eiliche Tage in Keller geſtellt, hernach ein A. fab weng alten weiſſen Wein daruͤber gegoſſen, dluß der Mopacheh unter einander wohl geſotten, endlich wohl iſen Saß der Ui gusgepreſſet, und unter ſtetemlmruͤhren erkal⸗ er Leber gige hu len Een glebt einen herzlichen Wund⸗Balſam Aeuſſerlich zu Wund ab, welcher ſehr kraͤfftig in allen Schaͤden und en Kroͤp ſen kia Geſchwaͤren iſt„ verhüuͤtet auch den kalten trieffende In Brand, und leilet ſenderlſch die mit Feuer Tugend mit der Walt erbrannte Glteber. Trich zugt r Magen ſe Lmanche 3 ſſer brennen ſoſcſte 5 98 15 Doſten. 5 708 lat, davon Muc Oſten, im Latel niſchen Origanum ge⸗ ze etrunck ach unge end licdäme f in erlein dienlch kf nan ſhnen dae ten und rauhen Stengel, ſaſt 2. Ellen hoch, dle Blätter gleichen ſich den Majoran Blaͤttern, ſind aber laͤnger, bringet kleine leibfarbene oder weiſſe Bluͤmlein, ſind gleichſam in zertheilten trincken gaht. 0 Doiden, und mit roͤthlichten Blaͤttern umge⸗ ilder von dem geh ben, der Saame iſt braunroth und klein, waͤch⸗ dane und ſet an Straſſen und Huͤgeln, bluͤhet im Junlo nit fonsgeſtht und Julio; waͤrmet und trocknet imd Jilten 5 ber leiſten 0 Grab abſtergitt, alen e wild gebrguchet Bauch ſce aalen 5 in nannt, gewinnet einen harten, vlerecktg⸗ Beko 1 Ne. bunt und. f befoͤrdert die Dauung vertreibt das Schlu⸗ 0 8 cken, und benimmet Eckel fuͤr den Spa, e ſen. be Aeuſſerlich gebrauchet man es gar offt iu 0 5 Mutter⸗Bädern, Hauptwaſchung, mie ouch en in Raude/ da man den gantzen eib mit baber⸗ feel In n. 0 N N vverſtockte Nonat⸗ Reinigung wieder, ſo den Weibern, welchen ihre Monat⸗ Reinigung ſtopffung ia lun dͤhet, bringt es auch verſtockte Monat utter icht z Reinigung wieder, aber man muß zuvor lerband Zufaͤllen; t itt feuchtem kelu Das deſtillirre Waſſer wird alls dem Deſtlllirk tote Dauung vun bet den Keuchenden, ſo einen kurtzen Othem and benimmtt Ech haben, denen Lungenfuͤchtigen, und denen, e mit ſterlgem Huſten geplaget, und eng. ſe lich gebraut, bruͤſtig ſeyn, denn es loͤſet auf und ſoͤrdert den Baͤdern Hus de, da man dene — 839 2 s Waſſer Geſtall und Ort. 5 1 8 1 1 uud des Zahnfleiſches, ingleichen das Sahnwehe/ ſo von kalten Fuͤſſen verurſachez ziehet das abgefallene Zaͤpflein im Hals wie⸗ der auf trocknet das Gehirn, und ſtaͤrckk g die Sinnen iſt auch gut den Weibern welchen die Verſehrung und Geſchwuͤr des Halſes 1 1 5 t Klante — — . —— . ihre Zeit verſtanden iſt, denn es eroͤffnet die 9 Mutter, und macht das grobe Gebluͤt dunn und ſubtil. 275. Reiß. — 109 2 9 1 0 chr en k en n * 1 1 4 Ra im Lateiniſchen Oryra genannt, be⸗ 0 N kommet einen gleichen Halm, Ellen hoch, ft waran die Blaͤtter denen am Hieſe ee. ſchnngund Gee 161. 3 837 s Jahnſſaſche en gleich find, rager eine offene Aehre,welche vehe, ſo en fan in Reben⸗Zweiglein getheilet iſt an denen as abgeſallene 310 wachſen weiſſe Koͤrnlein, eines uͤber dem an⸗ trocknet das 0 bern und ſind mit einer rauhen und gelblichten nen/ ſt auh Gin Hul uͤberzogen. Es waͤchſet im Orienta⸗ . 8 Ml ischen Indten, in Hiſpanien, Aſien, Syrien r, und ma tn und Egypten, dieſen aber, ſo wir bey uns in 0 90 agg Kuchen zur Speiſe gebrauchen bekommen wir aus Italien uͤber Meylund. Der Reiß iſt ——ofſein Teutſchland geſaͤet worden, er hat aber 275, N. nem ahls uͤber allen angewendeten Fleiß doch ncht ſoꝛtkommen und wachſen wollen, dennoch iſt er heutiges Tages bey uns faſt ſo gemein, als die geſchaͤlte Gerſte, denn man kan gute J Supplein und Müſel davon kochen, welche 0 14 Krancke und Geſunde genleſſen koͤnnen. Der Reiß iſt warm und trocken im 2. Grad/& nehret wohl, iſt aber ſchwer zu verdauen, ſtopf. ſd et, und iſt denen Hypochondriacis und me tzen und e 5 Gebrauch. loncholiſchen Leuten nicht geſund; die Spei⸗ 16 ſo aus Reiß bereitet werden, dienen wieder ö 0 die Hauptſchmertzen, Hauptfluͤſſe, uͤbermaͤßi⸗ ges Nraſenbluten, Blutſpeyen, Blut ⸗ harnen, und uͤbermaͤßlgen Blutfluß der , Weiber er bekommt ferner wohl denen Huſten⸗ % den, Lung und Leberſüͤchtigen, und denen, wel⸗ V. chen der Mund ſtaͤtig voller Speichel lauffet. ber diß iſt er dienlich wieder die Bauchfluͤſſe ö Mieren und Blaſen, vertreibt den Stuhl⸗ f imbatenſchae ppang,tarckt ſchwache Nieren, und den aus⸗ zmet einen glachah gehenden Affter. Der gebackene Reiß dienet e Blatter uh* 639 3 nicht 2 und die Geſchwaͤr des Magens, der Daͤem, igen⸗ hafft, Nu⸗ J, Papaver elkarteum. Geſtalt Zelt und Ork, 8 3 8 5 Keiß. 5 N nicht allein den geſunden Menſchen, ſonden= ouch denen krancken, welche mit Bauchfluͤſſen 1 ſchoͤn lauter Waſſer heruͤber, darnach etwas 55 0 Fetters und oͤlicht, von dieſem werden ſolchelen, Ke, dle keinen Wein trincken, ſrolich, und auh ſchler ſo truncken, als von Wein. Aeuſſerlich wird der Reiß auch in Clyſtiren gebrauchet, wieder die rothe Ruhr, das Mihl d davon mit Milch vermenget, machet klatg Haut, ein weiß Angeſicht und zarte Haͤnde⸗ 14 e— 1 S — — .— — ———— N — B— 296, Klapproſen. 8 Daapproſen, oder wilder Mohn auch ele M Born roſen genannt, im dateluſſchen o, Papaver ertaticum,; ſolche wachſen auf dem che Felde, ſaſt in allen Früchten, zu Zelten wach keen ſen ſie in groſſer Menge, und manch Jahr werk un den derer wenig angetroffen, ſie finden ſich von nn Men biß in Herbſt, haben dänne, runde gieze uten etwas rauhe Stengel Ellen hoch haben ſchöbe un dunckelrothe Blaͤtter, wenn ſolche abfallen ſa Pagan ſtehet man einen langen Knoſpen rige umher Mien mie ſchwartzem Haar beſezt, in demſelhen gd kecn eln brauner bitterer Saame, die Wurhel ic Rag at Fingersdicke, mi 9 ebenwurtzeln gedle⸗ A enchran pt 47 0 ö in Sil 8 ae Klapproſen. 839 N,** 8 8. Kornroſen Eigen⸗ * 282 ind kalt und feucht ſchafft, Nu⸗ Olſpain. M im 4. Grad, andere ßen und 1 Na 1 N 5 mac en, cggen im 3, Grad, Gebrauch. a5 e 15 haben ein ſcharff bit⸗ — Aae 9 55 00 lam N I Saltz, mit balſami⸗ einen Wein nan itt ſchem oͤhligten ver⸗ d kcuncktn als un, miſchet, davon die iſſerlich wird dr Raa Eigenſchafft entſte⸗ bet wedalt, het zu lindern zu oͤff⸗ mit Much vemmpe ein weiß Jagtſchtunſt —— approſen, odawihu be Lornroſen genen, r ettaticum, ſolch ſaſtin ade drüch n groſſer Menge u eff 110 er wenig angelt ß in Herbſt, Haben aube Stengel Ela. rothe Blaͤllet, deer jan einen langen wartzem Haak 0 uner bitterer Sun zocke, mit n M g 1 ———— ä 0 276 Ku 1 1 1 nen, Schmertzen zu ſtillen, Huſten zu vertreiben, und Schlaff zuwege zu Wieder den Seitenſtich machet man ein waͤhrt Mittel alſo::- Rec. Kornroſen, Krebesſtein Hechekufel, Berſichſtein, Cardebenedictſaam, 22 5j. ſtoß alles zu einem Pulver, davon gieb dem Krancken nach vorher beſchehener Ader⸗ laß auf der afffcirten Seiten, etlichmahl zt. in einem Trunck Scabioſenwaſſer ein. Eine Hand voll Klapproſen in einer Maaß 00 welſſen Wein geſotten, und davon getruncken, dienet den Weibern wleder den ſtarcken Fluß der monatlichen Reinigung. en giebern, Seitenſtich, Braͤune/ und llzuſtarckem Monatfluß, davon 5. zu b Gg 94 trin⸗ i 7 Experiment wieder Sei⸗ Eberzahn, tenſtich. Es wird auch aus den Kornroſen ein nütz Gebrannt liches Waſſer gebrannt, ſolches dienet in hitzi- Waſſer. Fapauer Atixvum. 840 Klapproſen. trincken; es wird auch unter die Gurgelwaſee vermiſchet, denn es wehret aller Entzuͤn, 1 0 — . dung des Halſes, der Braͤune und Mund. faͤule, ſo man ſich laultcht damit gurgelt. Es ſſt 90 auch ſolch Waſſer eln koͤſtlich Mittel wieder das Rothlauff wild euer, Verunreini⸗ gung der heimlichen Orte bey Mann uud Weib mit einer hitzigen Geſchwulſt, ſo man Tuͤchlein darein netzet, und laulicht uberſchlä⸗ gel. N„ Der aus den Kornroſen bereitete Sytup hemmet dle ſtarcke Entzuͤndung in den hitzen Flebern, wehret der Braͤuue, und iſt inſonder⸗ heit wieder den Seitenſtich und allen Huſten dienlich ſo man offt davon nach Belieben el nen Loͤffel nimmet. * 257. Magſaamen. ſchwartzen, hat an Geſtalt eine milchtge Wur⸗ tzel und etnen aͤſtigen Stengel, offt einige bß in zwey Ellen hoch, die Blaͤtter ſind laͤnglicht, zer kerbt, krauß und gruͤnblau, auch noch man⸗ cherley Farben, die Blumen gefuͤllt oder enn fach, krauß, zerſchlitzt/ weiß roth, kelbfarh, bund, ꝛc. ſo bald dieſe abfallen, folgen die runde Knöſtein, oder Haͤuptel mit einem Stern, ſo 0 als der Deckel daruber geformet, worlnn n gewiſſen Zellen ſchwartzer oder brauner 5 35 e e ee e 0 1 0 0 0 ö Anz e at u 0 Nisaamen, Mohn, im Lateiniſchen 5* Papaver ſativum genannt, deſſen giebt es zweyerley Gattung, als den weiſſen und De I; es wirdauc ut. des Halſes deu, man ſich lauligth 0 Magſaamen. 841 weiſſer Saame enthalten iſt, er wird auf dem ich Waſſ⸗„ Felde geſaͤet, o⸗ chlauffuin N J der auch in der hemligen dd, Gaͤrten ge⸗ nit ue 00 pflautzet. er gigen 5 9 a 10 5 1 10 man die Blu⸗ men, den weiſ⸗ ſen und ſchwar⸗ tzen Saamen, die Koͤpffe mit aus den Kois dle ſtarcke Eißtum „ wehret der Bi, der den Setenſich n ſe man offt daun u und ohne Saa⸗ ſel nimmet. f men; Er kuͤtz⸗ — let und feuchtet im 3. andere ſagen im 4. Grad, 277. Magſum wird wider Bruſt⸗ und Lungen⸗Kranck⸗ n beiten gebrauchet, auch in Heiſerkeit, Hu⸗ gſaamen, meh ſten, Lungenſucht, und im Bauchfluß. aber zaum gan Auſſerlich dienet er in Anderung der Schmer. erke Gatlung abln zen, Schlaff zu bringen. zen, hat an Bela, Man bekettet in den Apothecken aus dem vetnen aͤſtigen Saule weiſſen Magſaam einen Syrup, welcher Sy- Ellen hoch de dam rupus de Papavere albo genannt wird, von keauß und grunen ſolchem kan man einem Erwachſenen zum mei⸗ Fachen die Bang h ſten biß zj. eingeben, jungen Leuten von 6. auß zerſchligt wie Jahren gibt man Zij. von 12. Jahren Zſb. und do bald dieſeohſlale ſolches zu Nacht, ſo man will ſchlaffen gehen, oder Hüupll ulla ſolcher beinget den Schlaff. Deckel danlber gan. So findet man auch runde Taͤflein aus Zellen schwingt weiſſem Magſaam bereitet, welche Diacodjus 9* Ggg 8 inſo⸗ e 842 Magſaamen. 1 inſolito uſitatum nennet, ſolche ſind trefflich a gut, die ſubttlen hitzigen verſaltzenen ſcharffen 9b. Flüſſe und den davon kommenden Huſten zu ahl g ſtillen item helſſere Stimm und rauhe Kehl ue 10 verbeſſern, ſo man davon nach Beheben zin i niumet. 8 e Auch wird von dem weiſſen Magſaamen 7 zu dem Biuſtbeerlein. Syrup zu dem Disco. he 9 dio J. B Montani, zu dem Bruſt Pulver, 5 genannt Pulvis anonymus, und zu andern 10 5 Sachen mehr gebrauchet, welche denn ſaͤnt⸗ N 0 5 lich in obangezogenen Zufaͤllen, wie nicht we⸗ 14 19 niger zu Stillung der Schmertzen und Verur⸗ 06 5 5 ſachung des Schlaffs gebrauchet werden koͤn⸗ 1 5 nen, die Doſ. iſt von dem Bruſtbeerſafft zwey 00 Löffel voll von dem Diacodio Montani aber 1 0 ein zoͤffel voll, und von dem Bruſt ⸗ Pulvern 15 St. auf einmal in Scabtoſen oder Joppen Waſſer offt zu nehmen. n Man bringet auch einen Magſaamenſeſſt Na aus India unterſchiedener Gattung, der weſſ⸗ ſe Safft kommet aus Cayr, der ſchwortz und 0 605 harte aus Aden, der gelb und weiche, weleher füt der beſte iſt, aus Cambaja und Decan; Bor n en etlichen Jahren hat die Landſchafft Thebais,. Gunm an Egypten ſtoſſende, dieſen Magſaamenſeſſt en üͤberſchickt, daher man in Thebalſchen Magſaa, uche, men. Safft genennet, heut zu Tage wird er aus elne dem Egoptiſchen Cayr, auch dem Arabiſchen tg Aden meiſtens aber aus dem Oſt⸗Indiſchen Fog 4 Cambaja und Decan in Europam und Teutſch⸗ 17 cen land geſendet. 1 f Wies 4 7 — 1 1 9 ö a 1 Magſaamen. 943 e Aus dem Indianiſchen Magſaamenſafft D. Ea be. 1% deegune weden auch bereltet olgende; e und den dard, D. Rxii Pillen. chen cem heiſſere Simm BR. Des beſten Opli Ziv. ſſern, ſo n Oriental, Saffran zſß. . BBiſjſam, Amber,— b wird von dem hy 5 f Magiſterium von Perlen, aa. 31. B uſtdgerlan Ep. Zimmet, Anſß, Muſcat⸗Oel deſtil⸗ 5 Mongnni, iu hl i irt, aa. gutt. xx. t Puli aonynuh Mellſſen⸗Gelſt lßij. n mehr gel Das Opium zerſchneid, wie auch Saffran, W u hender—.—. Stillung de 1 und gieß von dem Melilſſen⸗Geiſt etwas druͤ⸗ des Schaaf e 1 ber, und extrahir es auf einem warmen Ofen, Doſ. iſ bdderhole es dreymal, biß es eine rothe Farbe 4* bekommen die zwey erſtenmal ſeparir es per 197 dl von dem Dial, ia das letztemal aber exprimire e unn dieklare Tinctur, hernach fltrir die drey Tin⸗ dee usch garen zuſammen in ein Kölbleln, und zecheſſe ofſthu uch, Jiu Baln. Mar. ab zu einer weiſſen Maſſa, unter n bringet auth zn d welche, wenn ſie noch warm iſt, die andernspe⸗ dia, unterſchſchenn en cies ordentlich muͤſſen gemiſchet werden. 16, Gebrauch fommet aus Laß. Dieſe beruͤhmte Exiſche pillen ſind ſehr nuͤtz⸗ 15 901 us Aden der geh u lich in groſſen Hauptſchmertzen, Zahn⸗ dieſer Pil⸗ it aus Camſen wehe, Grimmen, Erbrechen, in len. Johren hat alu ſchmertzhafftem Nieren ⸗Mlltz/ und ſteſſinde, diu lauter webe Podagra, Glieder⸗ bah won bd ſucht, und allen andern eſbs⸗Beſchwerden, 1 genenntt, hani, ſwo kein giftig hitzig Fleber, Ohnmachten, o⸗ dead, bla: Salbe c feet ſe ſüber den 2 u Schmertzen in alen Kranckhelten, und 5 0— b ſachen ohne einige Schwächung. nen ende f. 4 2 Parietaria. Geſtalt, Zeit und Ort. 5 5 1 7 844 Tag/ und Nachtkraut. le nen ſanfften Schlaff„man gebrauchet auf auf June einmal nur eine Pille ſo ein Gran wieget. a Die Magfaamens Haͤupter ſind die Mut, 21 wb ter des Opii, ja ſie haben ein welt mehr tem. l 850 tes Opium bey ſich, als das 4 ſelbſt. 6075 des ſchaͤdlichen Mißbrauchs willen, wird nie. 5 ö mand gern von allem in dleſer Materie teutſch ſchretben, und ſolcher Geſtalt denen in der Arz, ney wenig Erfahrnen das Mordmeſſer in die it Hände geben. 1 278. Tag⸗ und Nachtfrauk. 0 7 N Ag ⸗ und Nacht ⸗oder St. Peters, kraut, heiſſet im e Parietaria, hat daher den Na⸗ men weil es gemei⸗ niglich an Mauren 1 f 17 und Zaͤunen waͤch⸗. ſet, ſolches hat einen 5 15 aͤſtigen, haarigen, 10. zarten, roͤthlichten U. ˖ Stengel, die Blu⸗ 1 ben men kommen im 19* Heumonat ſind 4 0 t die klein und purpur⸗ 1 ub o braun, der Saame 6 1 15 kommet in rauhen 55 0 gathla Haͤußlein, ſiehet gar 8 3 eng d klein und ſchwartz, die ſich an die Klei. N 59 0* der hencken, die Wurtel it rörhlicht und e often d„ Tag und Nachtkraut. 945 l 5 2 5 ä 1333 nur ene pile ug* In den Apothecken werden zweyerley Eigen⸗ Magſaament Opus, ia ſie habe 10 Melampyrum, und des Dioſcoridis, behalten, s Opium beyſſch 40. das letztere wird unter die erweichende Kraͤuter re viel vom 050 9 gezehlet, deſſen Blaͤtter ſind kalt im 2. feucht lichen Mußbtanten im 1. Grad, der Leipziger aber er weichet nicht, zern von allem in 155 ſondern ſtopffet vielmehr. n und ſalche Geh Des Dioſcoridis kuͤhlet und feuchtet, er⸗ weichet, zeitiget, extergiret, weil er mit dem Arten dieſes Krauts als das Leipziger, oder ſchafſt N 0 wise oder geg geben. 8. Tog⸗ nd de nig Erſahtnen daß 10 Succo nutritivo aus den Mauren, das reſol · virte Nitrum, ſo aus dem Kalck entſtehet, an ſich ziehet; daher iſt es auch ein trefflich Diure⸗ ticum, reiniget nicht nur die Nieren, ſondern geund Flache/ ng treibt auch den Harn in der Waſſerſucht⸗ aut Heguntund adſtringirt etwas, und ob es gleich innerlich her den Ma, ell es gemeſ⸗ an Mauren junen waͤch⸗ hes hat einen „haarigen, roͤthlichten , die Blu⸗ ommen im dat, ſind d purpur⸗ der Saame in rauhen n, ſiehet gar d ſchwattz, n dle Klei⸗ en, die Wurztl. ee Sruſtſchleim Huſten, Reinigung der Nieren, auch in Harnwinden und Stein, mit Mandel ⸗ und Scorpion⸗Gel vermi⸗ ſchet, daher wird es auch dem Syrupo de Al- M chææ Fernelii beygefuͤg' t; es befoͤrdert auch den verhaltenen Ur in. nommen, iſt auch gut in dem verhaltenen Urin erleichtert die Geburt iſt auch wider den Brand und Kothlauff ein gut Mittel. A oeuſſer lich wird es oͤffters in Geſchwul⸗ 10 ſten und Kothlauff zebrauchet, auch in Verbrennung und Wunden, wenn man das Pulver von den Blattern etliche Tage nach elnander in die Wunden ſtreuet, ſo heylet es dieſelben wohl, und hefftet ſie Mae zu⸗ i am⸗ ſelten gebrauchet wird, ſo tauget es doch im Der abgelaͤuterte Safft mit Wein ge⸗ und 3 Deſiillikte Waffer⸗ 846 Tag- und Nachtkraut. ſammen, läſſet auch keine Hitze und Entzuͤn. N dung darzu ſchlagen; der Safft mit dem Will„cen ſen vom Ey vermiſchet, und in die Augen ge⸗ ger ſchmieret, beſſert das Treffen und Rinnen r le der Augen: am meiſten aber wird es unker die Clyſtiere und Cataplaſmata gebrauchet. Eine Hand voll des Krauts in einer Maaß friſchen Brunnwoſſers geſotten, und davon getruncken, iſt gut wider den Huſten d reintget die Bruſt von allem Koder. Das Kraut in Fleiſchbruͤhe geſotten und ge⸗ kruncken, ſtillet die 0„ und das Grimmen, welches von Wi den iſt. den Bauch geleget, ſtillet Grimmen, und foͤrdert den Harn, wenn keinedeibs⸗Verſtopf⸗ fung fuͤrhanden iſt. 5 0 Das Kraut zu Muß zerſtoſſen, mit Seok⸗ pion-Oel vermiſchet, und alſo wie einen Übet⸗ ſchlag auf den untern Leib geleget, ſtillet die Harnwinde und das Hauptwehe beſoͤr⸗ dert den Harn und Stein aus den Nieren, Das deſtillirte Waſſer aus dem gautzen Gewaͤchs, ſo im Jullo bereltet werden ſoll, ſo man dieſes zehen Tage nach einander jedesmal Jiſß. trincket, eroͤffnet es die Verſtopffung der innerlichen Glieder, der Leber, Miltz nden entſtan⸗ 0 2 Die Blatter gedöert, und mit Brunke jedes Mj. in Wein geſotten, ausgedruckt, uͤbek 0 fac ö 00 8 N70 c chat uch treibt den Harn, Stein und Grleß, t ſtillet das troͤpfflende und brennende ek Harnen, mildert den Huſten, und dene 0 Wen 4 f 3 4 5 5 3 1 5 f la 1 * Einbeer⸗Kraut. 947 ö 8 2 % N. das Keuchen; benimmet auch den Weibern mE haztneſe die Schmertzen des Mutterwehes, und amc unh mindert das Grimmen im Leibe. Man eret, beſſert dat hat auch ein Unguentum Parietariæ, welches en; am maſſenchnß auſſerlich wider oie Stein Schmertzen ere und Carli nützlich gebrauchet wid. Tag. und 5 ———ůů—ů— ne Bau minen 5. 8 n Btunnwoſſers mn 3 i cen, ff* 278. Einbeer⸗Kraut. blade fe- ** wunenel B En beer⸗ Saat s Kraut in Flelſchble 2„ e Geſtalt, en, fille.* Braut, im Zeit und Aateiniſchen Her. Ort. ba Paris genañt: hat an Geſtalt einen duͤn nen Stengel, einer Spannen hoch, men, welche von e Blaͤtter gbittt!! A. in Wein geſotte Jauch geleget, llecol. den Harn, wenn t auf deſſen Gipf⸗ ürhanden lt. fel vier Blaͤtter s Kraut zu Muß uff 1 Creutz⸗weiſe ſte⸗ hel vermiſchet, uubale N hen, und eine auf den untern lab 8590 0 gaoeoſſe gruͤne vier⸗ winde und dat lan 2 215 blaͤtterichte Blu⸗ Harn und Steinen 1 a N 70„ me/ auf welche zdeſtilllete Waſte 5 eine ſchwartze lo belag und tweißlichte angefuͤllete Beere folgert. Es * 17 1 2 ſchattichten Orten in Waͤldern, blu⸗ incket, cröffiet o khn het m Aprill und Majo.„ erlichen Glieder, ul In den Apothecken* 2 2 5 4 das tropfte halten, daß die ſchwartzen Beeren die. n, mlldett da af* 848 Einbeer Kraut. tur eines Augapffels haben ſoll, dahero man nen deſſen Krauts ausgepreſſeten Safft zu den Au⸗ ame gen⸗Beſchwerden ruͤthmet. 1 0* Die Beer und Blaͤtter kuͤhlen und trocknen/ Eigen⸗ 92 42 5 innerlich dienen die Beere vor Glfft /in der peſt, zy 1 brauch. vergifteten Kranckheiten, und wo man Git bekommen: Etliche ſagen, daß dle Beere ö 0 ö 905 1 e ſchlaffend machen, ſo man ſie genteſſet; Tra. 1 4 1 U gus aber ſaget, er moͤchte ſie nicht verſuchen, ſouſt moͤchte er von dem Schlaff nicht wiede erwachen. 0 1 Aeuſſerlich dlenen ſie in boßartigen Enk⸗ zuͤndungen und Peſtilentzialiſchen Geſchwul⸗ ſten, entweder gekocht, oder mit Nutzen das) Kraut durchgeſtoſſen, und als ein Cataplal. ma uͤbergelegt auf die Schlieren,(Bubones) ö die Maturation und Suppuration zu befoͤrdern. 2 In verborgenem Krebs die Blaͤtter im bleyern a Moͤrſer geſtoſſen, und aufgelegt, thut wohl. Die Blaͤtter und Beer ſammlet man, wenn N die Sonn in Zwilling laͤufft, vor der Sonnen Aufgang; wenn man 5. oder 9. dleſer Beer pulvert, und in Linden⸗Bluͤt⸗Waſſer gebrau⸗. 1 chet, ſo ſollen ſie ein gut Mittel wider de agu fallende Sucht ſeyn: ſo ſchreibt Matthiolus, ech daß dieſer Beer zu genommen vor dle schwere ein Noth, und denen, die von Verzauberung na facht riſch worden, dienen ſollen. ed Aus den Beeren wird das Oel gemacht, ſo un den groſſen Schmertzen der guͤldenen* ſtlllet, wenn man es offt warm mit einem ahh Tuͤchlein uͤberlegt. ne 279. Durch⸗ 1 4. Eber. 0 — 1 es Augopffle 0 1 Durchwachs. 849 g ffels ha Krauts zuegepuſth 0 cſchwerde ihn e Bier und Nini lein uͤberlegt. ich dienen die teten Kranken ban Elch ü ind machen, ey mu er ſaget er moͤchke 0 0 joͤchte et von dem Eilſtce gen. 10. aſſerlich dena ſe bite e igen und Peſienza ntweder gekocht, an durchgeſſoſſen, un g rgelegt auf die Sam tutation und Soppunim borgenem Ktebs e r geſtoſſen, und auß Blaͤtter und Bern un in Zwilling lauft 90 fo den groſſen Schmertzen der guͤldenen Ader „ ſtillet, wenn man es offt warm mit einem Tuͤch⸗ mb — S i 5* Durchwachs. 195 3 g enn ſie dadurch gezogen, und in düaben Ples ſonderu ein wenig aufgeſpitzt, auf dem Gipffel h ſollen ſie ein gu Nn — * — n Nu V ch. wachs, im Lateiniſchen . Per foliata ge- nannt, hat rundt⸗ Perfoliata. lichte, duͤnne und braune Stengel, mit vielen Ne⸗ ben Zweiglein, wie ein drauſch⸗ licht Baͤumlein; 41 die Stengel der Zweige gehen durch die adrich⸗ ten und auferhab⸗ nen Blaͤtter, als ſie weꝛden nicht rund, der Zweiglein erſcheinen gekroͤnte, gelb⸗gruͤne Sucht ſeon: bah Blümlein„der Saame wird zwar ſchwartz, ſer Beer zu genonm 1 und denen, die bog die Wurtzel iſt ſchlecht, weiß und zaſicht, man ſindet ihn auf dem Felde, am Rande der Aecker, eden dienen ſeln, in Wein⸗Gaͤrten und andern Orthen. Er bluͤ⸗ den Beeten wulch l 6 ſſen Schmerzen t penn man es“ F uͤberlegt. 0 et im Junlo und Julio. In den Apothecken findet man die Blaͤtter ſtial und den Saamen, und 117 andern Wund⸗ Kraͤu⸗ 850 Durchwachs. 115 Kräutern am gebraͤuchlichſten, vornehmlch 75 chan aber in der Cure Enteroceles, es ſey im Nabel 14 1 oder Geſchooße: In dergleichen Schaͤden ml. f 55 ſchet man ihn innerlich zu gebrauchen in bun Wund⸗Traͤncke, ſo kan man es auch aͤuſſerlich fab det als ein Cataplaſma uͤber die Schaͤden legen, 4 5 Es erwaͤrmet und trocknet, in etwas bitter me Geſchmacks, und ziehet zuſammen, dienet da⸗ 0 har, her inn⸗und aͤuſſerlich zu gebrauchen, als zu Wunden, Schaͤden, Bein Brhchen, hohe Darm · und Nabel Brüchen, Kropffen 1 ar, und Geſchwaͤren/ Entzuͤndungen unbll/ rf berbein. Den Kindern kan man den Sag,. ek de men zerſtoſſen und mit dem Muß eingeben. uff ale g Wenn einem Kinde der Nabel allzuſehr heraus ff gehet, ſo ſoll man ihm das Kraut und den Sag, uch men darauf binden, ſo gehet er alſobald wieder 40 Aach hinein. Es werden die zerſtoſſenen Dürch⸗ 0 g wachs⸗Blaͤtter mit Nutzen auf die Uberbeine Mehr, geleget. e, Man kan aus dem Durch wachs, Kraut, Ach mit Brandtewein eine Eſſentz ausziehen, wel⸗ 0 I zur che herrlich dienet, allerhand Wunden und ihn zn Schaͤden zu reinigen und zu heilen, davon oͤffters 15. bis 20. Tropffen eingenommen, a — ——— —— . — — — — — — — — 8———— — — ä— — — — 2 die net auch zu Heilung der T und Lei⸗ aeg ſten · Brůͤche.. ae — f Nass 280, Pferſich⸗ Baum ag Bun, Ferſica. Pilar„Baum, wird im bee 1 0 Malus Ferſica genannt. Iſt an Ga 1 lch; 16 Durchuit ö en am gebräuclahſe Pferſich Baum. 331 er Cure Egtetoe wle ein Weidenbaum, mit Groͤſſe und Blat eſchooße: Judah tern, bringet elne ſchoͤne bleichrothe Bluͤthe, dan ihn kunelch 1 1 auf welche rundte und rauchhaͤutige Fruͤchte „Träͤncke, ſolmnng folgen, von unterſchledenen Gattungen, an Cauplaſca ib 0 Groſſe, Geſtalt, Farbe und Nahmen; Dieſer vaͤrmet und truth 0 Baum waͤchſet gern in Weinbergen und in e Garten, bringet erſtlich die Bluͤthe, hernach im nacks, und zieher und& 2 — hen folgen die Blatter, die Frucht aber wird ch z u September reif. den, Schaden 1. 1 1 N In den Apothecken findet man zum Ge⸗ 1 el Beige! brauch die Blaͤtter, Kern und Frucht. 38 eſchwaͤren Eitim Die Fruͤchte kuͤhlen und feuchten im 2. n. Den Küiden un Grad, geben aber dem Leibe gar wenig Nah⸗ rſtoſſen, und mit den einem Rinde dedhech alſo gantz leichtlich faule Magen⸗Fieber, und o ſoll man ihmdas ug geben zum Bauch⸗ Wehe, rother Ruhr und rauf binden ſo geha Durchbruch ziemliche Gelegenheit, wenn man Es werden de ga der ſelben zu viel genteſſer. Blätter miguel Die Bluͤthe, Blaͤtter und Körner a waͤrmen, trocknen, abſtergiren, werden ge⸗ u kan aus dem Dates brauchet(ſonderbar die Bluͤthe) vor die Wuͤr⸗ Mrung und faulen gar leichtlich, verurſachen w Deſſen Ge⸗ ſtalt, Zeit und Orth. Eigen- ſchafft, und ie ſolche Frucht ſchaͤdlich und nuͤtz⸗ lich iſt. andtewein ennebleu mer der Kinder, zur Laxirung in Verſtopffung le ul der Kroͤß⸗Adern, zur Purgirung der geſaltze⸗ — 11 1 nen Feuchtigkeiten; welche ſie aus dem Leibe 18. bis 10 Nuflc gantz leicht ausfuͤhren, von etlichen werden die ch zu Helung ba Blaͤtter zu Pulver geſtoſſen, und auf den freſ⸗ N ſenden Krebs geſtreuet. rüche. Die Koͤrner aber t —ů— 280. Pfasch ee, der Leber, Brennen des Magens, aͤuſ⸗ ſich Baum, n lus Perſica unt reiben den Harn und ſtillen 0 das Hauptwehe zu lindern gut ſind, 8 5. Hhh: die ö Grieß werden gebrauchet in Verſtopffung ſerlich gebrauchet man ſie in Emulſionen, ſo 32 Pferſich Baum. die Schmertzen; ſie befoͤrdern auch die Ge. burth, und ſtillen das Grimmen nach der Ge. burth, ſo etliche davon gegeſſen werden. Auch koͤnnen die Blaͤtter aͤuſſerlich im Hauptwehe uͤber dle Stirne geleget werden. Die Pferſich wird gebrauchet zum Eln⸗ machen; Aus der Bluͤthe wird ein Waſſer deſtillirt, welches larirt, und den Kindern die Wuͤrme treibet, die Flecken aus dem Angeſicht nimmet, ſo man ſich damit waͤſchet: Aus dem Kern wird ein Harn⸗treibend Waſſer gema⸗ chet. Der Syrup von der Bluͤthe wird vielfaͤltig genuͤtzet; Die Conſerva von Pfer⸗ 8 ſich ⸗Bluͤthe kan als ein Vehiculum ge- braucht werden, die Mittel wider die Wuͤrme damit einzugeben; Endlich preſſet man auch aus den Kernen ein Gehl, ſolches ſtillet den Schmertzen der Ohren, benimmet das Grimmen, ſo es eingenommen wird. Erwe⸗ cket auch einen ſanfften Schlaff, wenn man es an die Schlaͤffe ſtreichet. So kan man auch aus dem ausgepreſſeten Pferſich⸗Oehl mit der Bluͤthe infundirt, und nach der Kunſt clari⸗ ficirt, einem Balſam bereiten, dieſer dienet wider das Sauſen und Klingen der Ohren, iſt auch in der Taubſucht gantz nuͤtzlich; da⸗ von 3. a 4. Tropffen in die Ohren geleget. Wann einer in Fiebern und anderer Hitze nicht ſchlaffen kan, auch groſſe Hauptſchmer⸗ tzen empfindet, kan man aus den Pferſich⸗ Kernen bereiten folgende e muffin. *. Pferſich⸗Kern, Siij. Weſſ⸗ 1 1 0 Naaken 1 0 Achau n chen 44 bn d A gehen, ß pace gel 0 1 14 1 f 145 8 N f ech 5 f af /e lhathe ac 1 9 1 . 0 0 eh . „% und ſtillen das 2 2— 3 Weiſſen Mag⸗Saamen, zij. Emulſion ſo etliche dab in ub Eiſenkraut⸗W̃ in groſſer i die Blatter zur ſenkraut⸗Waſſer, 9 85 dtn dual Betonlen⸗Waſſer, aa. Zij. 5 e Sti ö Pfaſchenn Zerſtoß den Saamen und Kern im Moͤrſer, Sue u; 4 W gleß die Waſſer druͤber, ruͤhre es wohl unter⸗ und Fie⸗ 1 8 10 g eng einander, druͤcke es durch ein Tuch ſo iſt es eine bern. mung int, muß Milch, darunter kan man noch Roſen⸗Eßig dettelbet, die dach 56. oder geleuterten Salpeter vermiſchen z. o man ſſch damen Dieſe Milch waͤrmet man offt, dunckt ein wird en Harpen Tuch darein leget ſolches warm uͤber die Stirn Der Syrup wunde und Schlaͤffe. * lig genutzet; Dec Man machet aus den Pferſich Bluͤthen Pferſich⸗ Olüthekan als au in Apothecken einen nuͤtzichen Syrup, wel- Shrup. t werden, dle Mulan cher auf 1. 2. Loth, nach dem Alter jungen einzugeben; Elac Kindern einzugeben, ſo ſie gar fein und ſaufft Kernen ein Hehl a purgiret, iſt treflich den Kindern die Wuͤrme zertzen der Ohe iy zu vertreiben, welchen der Wurm⸗Saame zu nen ſo es eingenunnnx hitzig iſt und nicht allen Kindern ſonder Scha⸗ ch einen ſanfftn E den gegeben werden kan, ſondern das zerſtoſ⸗ e Schläffeſahe 90 ſene bittere Pulver, welches die Lanbfahrer 9* umher tragen, die Leute damit zu betruͤgen: mausgepreſden 10 Bey geſtandenen Alter, Mannes und Wei⸗ infundixt und uu ſeg-Perſonen, von 4. bis auf 6. koth Morgens einem Bale un! nüchtern mit gebuͤhrender debens⸗Ordnung ge⸗ das Sauſen und Rand prauchet, fuͤhret es die waͤſſer gen und galligten in der Taubſu la Feuchtigkeiten wohl aus, toͤdtet die Wuͤrme, 4. Tropfen mokeghaß iſt eine edle Artzeney, weil ſie der Natur im ge⸗ an einer in Fieber k xingſten keinen Schaden zufuͤget. affen kan, aut eh Geſchaͤlte Pferſich⸗Kern No. vj ad vij. ein⸗ findet, kan un l genommen, treiben den Stein: ſollen auch bereiten folgebe dle Trunckenheit verhindern, ſo man ſie vor dem bu, Eſſen gebraucht. 2 pfaſich Kenn Sn Süss 8 8354 sloͤhkraut. . 28 1. Flöhkraut. 3 NN 2 2 2 — — — —— — — —— — —.—— 2 ———— K———— 5 * . — —ů—— ai uhlgk 2 cet 765 S fen 7 2 10 n e der 5 a.. Iscͤhkraut Im Lateinſſchen Perſicaris, hig Deren G07 genannt, bekoͤmmet eine zaſichte, kleine, 1 ſtalt Zeit weiſſe, einfache Wurtzel, aus welchem viel Feet de und Orth. rundte, gleichichte, glatte, feſte und braͤunlich⸗ It de te Stengel hervor wachſen, ſo nur Ellenbogen hoch, und mit Neben⸗Jweigen gezieret wer⸗ den; ſelne Blaͤtter ſind laͤnglicht, und verglei⸗ chen ſich den Blaͤttern des Pferſich⸗Baums: ſind auch bisweilen mit einem rothen Flecken beſprengt, zwiſchen den Blaͤttern und auch oben auf den Gipffeln der Stengel wachſen ſpitzige Aehren, mit unterſchiedener Art der fat⸗ 80 8 5 3 bigen nel hervor wachſa in und mit Neben, uh une Blaͤtter ſud lat h den Blaͤtten de ei ch bisweilen mit hal gt, zwischen den dn ß den Gipffelt deen N Nehren, mit af b 0 ter und den Waſſer⸗Pfeffer, ſie waͤrmen und Eigens trocknen, doch nicht ſo ſehr wie der Pfeffer; Sloöhkraut. 855 blgen Blumen, welchen ein dreyeckichter, klei⸗ ner, breiter, roth⸗und ſchwartzlichter Saame, ſo glaͤntzend iſt, Blumen und Saamen ſind eines ſcharffen Ge ⸗ nachfolget, ſolche Blaͤtter, ſchmacks, wie Pfeffer, aber ohne einigen Ge⸗ ruch, dahero wird es Waſſer⸗Pfeffer genannt, waͤchſet an feuchten Orthen, neben den Waſ⸗ ſer⸗Geſtaden bluͤhet im Julio und Auguſto. In den Apothecken hat man die Blaͤt⸗Deſſen afft, ö Nutzen und Iſt mit haͤuffigen, ſcharffen, fluͤchtigen, durch ⸗ Gebrauch dringenden Saltz begabet, und hat die Eigen⸗ b i ſchafft, allen zaͤgen Schleim zu verduͤnnen, das Gebluͤth, von allen geſaltzenen, ſcharbockiſchen, ſcharffen Feuchtigkeiten zu ſaͤubern, den ſchwe⸗ ren Athem zu erleichtern, durch dein Harn die Nieren zu trocknen, und die innerlichen Ver. J ſtopffungen der Leber, Miltz und Kro. ſes zu eroͤffnen. hkraut im Nate ſannt, bekoͤmmkt then einfache Wurzel, gleichichte, glatt fen, In der Miltzſucht, dem Scharbock und der Veneriſchen Frantzoſen⸗Sucht iſt nichts beſſers, das ſcharff Geblüͤth zu reini⸗ gen, als die aus dem Floͤhkraut mit Brandte⸗ wein bereitete Ellentz zu 1 2. 20. bis 30. Tropf⸗ fen oͤffters auf einmahl in Taubenkropff⸗Waſ⸗ ſer oder Boretſch⸗Waſſer eingenommen. Man deſtillirt auch aus dem Sloͤhkraut Deſtillirt ein Waſſer, welches inwendig gar oͤffters zu Flohkraut trincken die Gelbſucht aus der Wurtzel heilet, aſſer. allein es wuͤrcket noch beſſer, den in Nieren 1 verſeſſenen Schleim und Gꝛieß auszuführen, Hh 4 und Petafites. Zeit und Ort. Geſtalt, 856 Sloͤhkraut. und das ſcharbockiſche ſcharſſe Heblͤth z f 1 ſaͤubern und zu verſuͤſſen. Auswendig aber 00 oder darein warmlicht zu ſpruͤtzen. Zu dem Fahnwehe wird von einigen nichts beſſers als das Floͤhkraut gehalten, ſo ihm gruͤn in Waſſer einweichen und mace⸗ riren ſoll, und hernach auf die ſchmertzhafften Zaͤhne legen, oder auswendig nur uͤberſchla⸗ gen ſoll, biß es wohl erwarmet, und wann es warm worden, in Pferd. oder Kuͤh⸗Miſt ver⸗ graben, da dann der Zahnſchmertz ſich gaͤntzlich ſtillen wird, ſo bald das Kraut in dem Miſt zu faulen anhebet. 1 Helmontius ſaget, das Floͤhkraut habe die ſonderbare Krafft, daß wann man es nur in kaltes Waſſer tauche, und uͤber einer Wun⸗ den oder Geſchwaͤr erwarmen laſſe, hernach an ein kothiges Orth vergrabe, wenn es als ⸗ denn zu faulen anfaͤnget, es alles Schaͤdliche aus dem Krancken heraus ziehe. So ſaget er auch in Tr. Butler, daß dieſes Kraut durch bloſ⸗ ſes Anruͤhren ſo bald alle Schmertzen hinweg nehme. Aber es wollen ſich die Wuͤrckungen und Krafft in allen vorbeſchrlebenen Tugen⸗ 10 den an dem Kraut nicht finden laſſen. 1 282. Peſtilentzwurtz. 15 c Eſtilentzwurtz, wird im Latelniſchen Fetaſites genannt, derer giebt es zweyer⸗ ley/ n wird dieſes Waſſer ſehr nuͤtzlich befunden, al⸗ 1 95 lerhand faule garſtige Schaden und fiſtu⸗ loſiſche Geſchwaͤre damit abzuwaſchen, — . — — 72 2 . iter, elk ahekpe n, ſe Sohn sſcharbockſched mund zu verſiſſn J, ſeſes Waſſer cht 1 ö 5 d faule garfige ggg de Geſchwire m K 2 ren war N N f den Fahnwehe uh beſſers als das la grun in Waſſer kühe U, und hernach aufleg legen, oder guy 15 Peſtilentzwurtz. 8 955 ley, eine mit gel⸗ ben, die andere hat an Geſtait ei⸗ ne dicke, rothe, gummichte Wur⸗ tzel, aus welcher f 1 ſch wam michter „ e woßlapnnt n und hohler Stiel vorden, in Pfade hervor gehet, dar⸗ da dann det Jahnchun an ſich die rothen dird, ſo bald das Kum oder leibfarbenen anhebet. Blumen Aehren⸗ mantüus ſagtt, beg Ah weiß geſetzt befinden, wann dieſe abfallen, und derbare Kraft kßan der Stengel verwelcket, folgen groſſe rundlich⸗ o Waſſer taucheundiſeg e und am Rand etwas zerkerbte Blaͤtter, auf ein kurtzer, 4 r Geſchwaͤrumnnn langen Stlelen, ſie waͤchſet an feuchten Oer⸗ othiges Orth e und bluͤhet zu Anfang des Fruͤh⸗ faulen anfange, cal ings.„ 1 Krancken bereut ieh In den Apothecken hat man die Wur⸗ Tr. Purleraßdifg ln gel ſo ummicht iſt fie warmet und trocknet ihren ſo bald alk im 2. Grad; das Kraut iſt gar gebraͤuchlich, Aber es wolen ſch laß und eine rechte Species des groſſen Hufflattigs; 1 f in alen buttechles die Wurtzel, die bitter und zugleich hartzigt iſt, mn Senne f groſſe Krafft wider den Gifft hat, dahero 282. Peſſikazin ſie auch in die Gifft⸗ und Bezoardiſche Eßige, und in die Eſlentias Alexipharmacas gebrau⸗ ilentzwurz, ul chet wird. aftes genannt, Muff H hh 5 Sonſt gebrauchet man wider die gifftigen Fieber, da 358 Peſtilentzwurtz. Eigen⸗ Sonſt hat die Wurtzel von Eigenschaft ſchafft, duͤnne Theile, einen bittern Geſchmack, macht e duͤnn eroͤffnet, treibt den Schweiß, und hall Dodonæus dafür, daß die Rinde derſelben af kraͤfftigſten ſey, dienet wider den Gifft in da we Peſt, tauget in Mutter⸗GOhnmachten 0 Bruſt⸗Kranckheiten, die von tartart, ſchen Schleim herruͤhren, als in Zuſten und RKeuchen. e Das deſtil. Das deſtillirte Peſtilentzwurtz⸗Waſſer hal e lirte Was, ein groſſes Lob wider die Peſt, ſo ſemand mi 8 dieſer Seuche waͤꝛe angegeiffen worden, dem sa man alſobald ziij. von dieſem Waſſer zu trag cken geben, und des beſten Theriacs zj darunf ter ruͤhren, und darauf im Bette wohl zuge deckt ſchwitzen laſſen, ſolches Waſſer Loͤffehſ weiſe gebrauchet, ſtillet auch den Weibern das e Mutterwehe, und toͤdtet die Wuͤrme in Leibe. 13 Die aus dieſer Wurtzel mit gutem Brand, tewein ausgezogene Ellentz zu 15. oder mehr Tropffen auf einmahl oͤffters gebrauchet, i ein herliches Mittel und Præſervativ wider die peſtilentzialiſchen und andere anſteckende Jie ber; ſie eroͤffnet auch Verſtopffung de Lunge Leber, Miltz und Muttet, bringet die verlohene Monath Rein, gung wieder, und vertreibt die Gelb ⸗ und Waſſerſucht. t 4 0 Wenn man von dieſer Eſſentz den Brandte⸗ t de wein biß zu Honig⸗Dicke abzlehet, ſo hat man achte des Extracts, welches in allen obigen Krane n f 5 hei⸗ 5 10 1 1 855 1 pas, 125 5 Bibenell. 859 Sonſt 10.„ nme Vale einen hum. m eröffnet, dihn donau daflt, daß le fftigſten ſey, dient hh uſt, Arauckhenm en Schleim Hari Keuchen. Das deſtllirte belag 0 groſſes Loh wider Nei Die aus dieſer Wutz lle ein aus gezogene klang ß pffen auf elumall og erliches Mute ua Te 1 8 8 lentztaliſchen und aa 9 ebr auchet, die 3 4 5 2 f i 6 1 11 ſie 3 7 NA Groſſe wird ge⸗ ige Leber, I? nannt Pimpinel- ig wieder, und ſſerſucht. Zenn man undi biß zu banda xtracts, welches u it get die verlhene beiten nützlich, in Pillen Form kan gebrauchet werden. Das Pulver von der Wurtzel in die faulen unſaubern Schaͤden, die um ſich freſ⸗ ſt, tauget in n gn geleget, und taͤglich mit dieſem deſtillirten Waſſer ausgewaſchen, und die gruͤnen Blaͤt⸗ ter daruͤber geleget, trocknet und fordert ſie zur Heilung. Es wird auch das Pulver von der Wurtzel den Kindern wider die Wuͤrme gege⸗ ben, und das Decoctum von der Wurtzel wird Nahe I auch zu Austreibung der Pocken und Wartzen Seuche wüzrangegffaf gebrauchet. 5 n alſobald zij, von Reh— geben, und des beende ruhten, und drauf; l ſchwitzen laſſen, he ſe gebrauchet, file un, itterwehe, und tian 283. Bibenell. im Lateiniſchen Bibinella, Pim- pinella genannt, 2 la Saxifraga, an f derer Wurtzel waͤchſet unterweilen eine rothe Beere, womit die Faͤrber Carmeſinroth faͤr⸗ ben, dahero auch etliche davor halten, ſelbige ſey Coccus; die kleinere wird genannt 1 7575 5 5 l Pimpinella, 25 ä 5 Wen Bibinella, 8 Bibeznell, 5 deſſen giebt es der Derer Ge. Groſſen und der ſtalt, Uuter⸗ Kleinen, ſie wer⸗ 15 Zeit t. gersdick, auch ſcharffen Geſchmack, die Sten⸗ gel ſind hohl, gleichigt, ſtreifficht und eckgt, den gantzen Sommer. tzen und Species der Peterſilgen, ſonſt Boxrs⸗Peterlin Gebrauch. genannt, dienet den Harn zu treiben, wie dle Urin abfuͤhret. i ſere iin Anfang des 2, und die Kleinere imz. ben Schweiß und Harn brechen den Stein, ſtehen Gifft und Gueckſilber, dienen zu die verſtopffte Leber, Lunge, Nieren und Mutter, wider Waſſerſuͤcht/ 15 5 K rů⸗ 1 5. nella minor, dieſe iſt vortreflich, und kan in l Compoſitionen an ſtatt des Macedoniſchen Peteerlins gebrauchet werden, wo es nicht zu( bekommen iſt; die Blaͤtter ſind gekerbt und ſte, 9 hen ie gegen einander, die Bluͤmlein, ſo Krantz⸗ ee weiſe ſtehen, ſind weiß, und laſſen einen laͤng. 1 lichen, ſtelffigen, erdfarbenen, ſcharffen und al. gewuͤrtzhafften Saamen hinter ſich; dieſe c groſſe Bibenell hat eine weiſſe Wurtzel, Fin, ne 1 andern Salina ihre Krafft ausuͤben, alſo auch dieſe; ſie abſtergirt und reiniget in etwas das Gebluͤth weil es allen ſeinen Unrath durch dem Sie voaͤrmen und trocknen, die Groͤſ⸗ 00 Grad, ſie verduͤnnen, eroͤffnen, ſaͤubern, trei⸗ eroͤffnen die Monath · Reinigung, wider ⸗ 6 den Wunden der Leber, der Lunge, des Hertzens und Haupts, ſind dahero gut vor . . 1 5— —— 2 1 — I ah e. 1 —.— dieſem allen gleichet auch die kleine Bibenell, 5 n nur daß alles etwas kleiner daran faͤllet, bluͤhen zl aba Eigen⸗ In den Apothecken hat man die Wur⸗ d, ſchafft, Nu⸗ tzel, Blaͤtter und Saamen, Saxifragia iſt ein When fel e . ͤ ͤ—. .— ——— 5 ————.— ———— f Bing ibenell. 96 1 5 —— Bi a minor,„diese ſſt.— en, Husten Aungen, npoſitionen 10 in Fröftigrelt Keuch 338 Stein, Grieß, fit l t Harn winde, Sand, Ma- erlins gebrauch chetp ſuch ckende Seuchen, Peſt Ma m Sie anſte 5 7 A. Pes mmen iſt: die Blüte chheit, verlohrnen Ap gen- Schwachheit, und Nach⸗ le ge ecmc de de Fr antzoſen, rothe Kuhr, K 5 e ſteh en, ſind waß, u 1 be Geburthen. a Experim n ſtaffgen 0 1 e 9 Bibenell wird 5— Milch zu urtzhafften amen 0 derliche Art die Milch zu ee 3 5 5 bringen. ſe Bibenel 10 dhe ben denn wenn 0 eine 5 e, beige ſe ind 10 15 gd f 8 6. Stunden 5 e Wil K Kraut hinweg chun maß. Deſtillirt m allen e en das Kra lire Didem Waser dean, daß alles ewasklenglen Des deſti 50 ds Zij. ad Zi getruncken,„Bibenell. ſantzen Somme,— und A 8 Grieß und Stein aus, Inner⸗und n den Apothecken e fan fͤhret den San än get die Nieren, Harn⸗ aͤuſſerlicher Blatter und Zune elbe den Harn, von dem Unrath und e fi 1 nge und Blaſe n fleget, ies der Peterſigen/ in gaͤ der Stein zu wachſen p 2 davon de nd bringt unt e 6 die erkaltete Mutter u 15 n Salina ihre gtuſt u erwaͤrmet inigung wieder; iſt hei 8 ſie abſtergirtund teh die eee e„reiniget 5 leg alaſthalh ſam und nuͤtzlich in chet Lufft um die Bruſt, üth welles das Geblůth, ma ung des Her⸗ abführet. und beni mmet alle N Blaͤhun ⸗ bung 7 ea 75 8 fürtrefficher Wi⸗ n Anfang desz en im Leibe, und iſt s die Ma⸗ ſie verdünnen, 0 Gifft. ace ae e machet chweiß und ham h ag ſern und Flecken im Angeſi und von ſich th ait damit gewaſchen a in die Monath Ha daſſelbe rein, le Haͤnde ſchoͤn, n Cue laſſen, machet dle Gifft und Uu u ſelbſt krocknen 6 ſche. damit ge⸗ Dunden der lade und ſchaͤrffet das Geſicht, i ns e, waſchen. Wei ae Das ſtopffte Abe 15% jutter/ wide i Pinea. Geſtalt und Orth. Pineus ve! werden meiſtens in Franckreich, Spanien, 7 1 5 ö 0 e 0 c Pillulen, Latwergen, Syrupen und andern 0 Artzeneyen vermiſchet. eh Es wird auch die Bibenell⸗Wurtzel gleich wie die Wegwart.Wurtzel, mit Zucker einge, macht, ſo man Morgens aut Wan die Stuͤcklein davon iſſet, dienet es erkaltetem Magen, foͤrdert die Daͤuung, ſtllet das h Grimmen, erwaͤrmet erkaltete Muttee bewahret vor der Peſt, und reiniget die Nie ⸗ fan er ren und Blaſe von allem Grieß, Schleim 4 nd und Stein. i N— fir 284. Fichtenbaun. a Facben pn wird im Lateiniſchen bi. f Rei neus vel Pinea genannt, ſolches iſt ein ho, chf her. Baum, hat einen dicken viel⸗aͤſtgen ih Stamm, lange, duͤnne, harte, ſtachlichte und aun weiß⸗gruͤne Blaͤtter, die immerfort gruͤn ſind, Am und groſſe feſte Zapffen, ſo aus holtzigten Schuppen zuſammen geſetzt ſind, in welchen nch laͤnglichte, weiſſe, fette, oͤyligte und ſüͤſſe Kern nz liegen, ſo mit einer gelben Schale uͤberzogen, r e 1 1 0 Italien und Niederlanden gefunden. 14 In den Apothecken hat man dle Pinie en⸗Nuͤſſe, Rinde und Blaͤcter, die 1 50 1 ro: 9 Sichtenbaum. 363 Bl aß deſtillirt aͤchs und der 500 dil conicoccali und conaria, ſeynd der Eigen; chen Kranckhalg Waͤrme nach gemaͤßiget und feucht, zeitigen, ſchafft, auchet wird. Dol ndern, heilen zuſammen, reſolviren, machen Nutzen und cl, aeg aug fe werden alſo die Kern meiſtens gebraucht Gebrauch. in Waffe oben, in der Lungenſucht,(weil ſie wohl nehren) len, Latwacha Faden Huſten, der Harnwinde und Schaͤrffe eneyen dermſche Guan des Harns, ſie erwecken die ſchlaͤffrige Venus, wird auch M Bbeng derowegen ſie auch dem Electuario Satyrionis de N N. b b dan den ache die Milch in Bruͤſten, und heilen die e wan Mug u gieren⸗Geſchwuͤr. Uund Magnanimitatis hinzu gethan werden, icklein davon ſſet ug, Derſelben Krafft beſtehet in einer oͤhlichten, igen, fordert die dun temperirten und ſchleimigen Subſtantz, wie mmen awirne aehdas Mandel⸗Oehl, der Urſache wegen werden ahret vor der peſt m und Blaſe vonalanc das Abnehmen verbeſſern, darum machet man ie gelobet, als ein ernehrend Mittel, weil ſie Stein. mit den ſelben und ſuͤſſen Mandeln eine Emul⸗ on, welches ein fuͤrtrefflich Nutriment giebt⸗ 284. Jchlunm Die Rinde und Blatter haben mit den Ichtenbaum un ue Rinden und Blaͤttern des wilden Fichten⸗ neus vel Pines gennm ſh baums gleiche Kraͤffte. Baum, hat enn ben Ein andrer bewaͤt mm, lange, duͤnne hunt Ute ö N * deln,% Sramen zeigen. Denn die zum Beyſchlaff ter Autor ſchreibt, daß Wie die aa ſie wohl zur Venus taugen, weil ſie eine Menge 9 800 Mittel dlenende Mittel wuͤrcken auf zweyerley Wei⸗ wurcken. ſroſſe ſeſte Zuſfn ien: ae, 10 pen zuſanmm gef e: Etliche vermehren den Saamen, als die Pinien, Pimpernuͤßlein, Chocolate aus Ca- ichte, weiſſe feilt 4 bereitet. ꝛe. Etliche ſtimuliren und ver⸗ ſo mit einer aha mehren gleichſam die Kuͤtzlung der Geburths⸗ en meiſtens in an Glieder; als wie die Gewuͤrtz, Cardomomen, en und Miedelan Eubeben, Naͤgelein, Ambra, Zibeth; Zu die⸗ den Apothell en gehoͤren auch noch die Mittel, die aus einer ſuüſſe, Rinde und Ae ſon⸗ 864 Sichtenbaum. 1 7 1 N ſonderbaren Krafft wuͤrcken, derglech 10 e 6 die Hirſchbrunſt, oder Saamen, der, wenn der Hirſch erſchoſſen, alſobald aus ſeinen Gefaſ. ſen gefloſſen, wenn man ihn nehmlich in Wein trinckt, das geſchabte von eines Stiers Horn,* ö von einem Stier, der in coitu begriffen. 6 Scharbock. Wenn man die jungen aͤuſſerſten Schoͤß⸗ 2 lein dieſes Baums im Waſſer wohl ſiedet und davon Morgens und Abends ein Glas voll trincket, heilet es allen S Scharbock uber* Maſſe wohl. Die Piengen mit Zucker⸗Candel und, was weniges Suͤßholtz zu einem Pulver gerie⸗ f ben, und offt davon trocken nach Belieben ge 0 geſſen, vertreibt die Heiſſerkeit, ſtillet den Hu⸗ 1 4 g ſten, und verſuͤſſet die ſcharffen auf die Bruſt M fallende Fluͤſſe. 1 in Aus den verſtoſſenen Piengen, mit Schle⸗ tl henblͤͤth⸗Wegreich„Pappel-und Scabloſen⸗, Waſſer eine Milch gemacht, und Bruſtbeer⸗ Syrup damit vermiſchet, und offt etliche Lo 0 1 fel voll davon getruncken, iſt nicht allein gut 10 ge wider oben erzehlte Kranckheiten, ſondern ſtil⸗ f. let auch und lindert die Harnwinde, den Saa⸗ ö ac menfluß und Schmertzen der rothen Ruhr/ hei⸗ dag let auch Verſehrung der Nieren, Gedaͤrme und ihn . Glieds. 1 wann Man kan auch damit ſehr liebliche und kraͤ⸗ tige Morſellen bereiten, welche das Hertzund 15 Magen ſtaͤrcken, auch die Mannheit erwecken 1 b 1 folgende A i e a 0 5 erbaren Kruff vn Sichten⸗ Baum. 8365 Mrs— 0 6.— f * mea 5 Taͤfflein.. Morſel⸗ 11 R. Friſche Piſtacien und Piengen, aa. 20. len ſo ſeſtoſſen, wenn man das H kt Candirte Indianiſche Nuͤſſe ziij. ert ae Suͤſſe Mandeln geſchaͤlt, zij. 25 115 N 1 aan, Candirte Knaben⸗Krautwurtz, cen auch 7 u die jung Manstreu⸗Wurtz, aa. 5. die Mañ⸗ eſes 6 Baumelin Ain Alkermes Confection, complet. 31 heit erwe⸗ on Morgens und l Fpecies diambr.(ken. et, hellet es ali en Diatrion Piper aa. 31% ſſe woll. Zucker mit Zimmet⸗Waſſer zerlif ſo viel fie piengen nit gui vonnoͤthen, mache damit nach der Kunſt Mor⸗ wenlges Süßholz uchaſſellen. und offt davon trockne Das Hertz zu ſtärchen, kan man ac davon n vertreibt de halſeftl derten einen kraͤfftigen 7„ e und verſüſet bi ſhuſte 5 Marcipan. pan, ſo ade Fluͤſſ. Kc. Piengen⸗Kern, 2iij. 8 das Hertz us den verſtoſſeen Pax 4 Geſchaͤl ke ſuͤſſ ſe Mandeln, Li. 1 ſtaͤrcket. lüth⸗Wegteich⸗ Pepp Rothe Roſen, ij. er eine Milch gemacht u Piſtacien, 5j. f 11 Gelb Santel · und A e 31. up damit vermiſhet, 5 2—. in Zucker in Roſen⸗Waſſer zerlaſſen, das ge⸗ 8 nung iſt. f 1% 1 Stoß alles in einem Moͤſer wohl unter ein⸗ 1 8 de der zu einem Teig, mache Marcipan daraus, uß und Schwa un welche auff gelinder Glut ein wenig gehärtet 1 und getrucknet werden muͤſſen. lichen. ö 5 0 4 1. ö an kan auch dann 10 1 28 5 Pfeffer. 1 ae Norſellen 1 u ſtärcken ar n eſſer, ſcwarg, weiß und lang in ba gende Att;*. album, nigrum& 5 fen pfef⸗ 8 ii fers 6 N e 2 e Pfeffer wach⸗ en, der erſte, der gemeine Pfef⸗ fer, in Indien ſt N V zweyerley, rund 9 866 Pfeffer. Gemeiner Pfeffer. — — —— und lang, die Spanier un Por⸗ 100 tugalleſer, welche Y uͤber Meer auff n Calecuth, To. n probana, Java, 0 Aund andere In⸗ ie n ſüln des Indian c 8 ſchen Meers ſchif⸗ f 1 Werfen, von dannen fa allerley Specerey abzuholen, beſchreiben den 0 Pfeffer alſo:. ff Runde Der runde pfeffer, ſo ſchwartz, wächſt n ſchwartze auff zarten Reben, die ſich zu den nahe darbey ſte⸗ 0 Pfe er. henden Baͤumen geſellen, und daran auffſteigen, 1 ſolche Reben haben Blaͤtter, ſo dem Citron, e Laub gleichen. Die Frucht waͤchſt zuſammen uf gedrungen wie Trauben, welche Beere im Wein⸗ ö c Mongt zeitig werden: denn lieſet man ſie ah, gn und laͤſſet ſie auff Matzen in der heiſſen Sonne hett duͤrren, bis ſie ſchwartz und runtzlicht werden, ſo en pd gemeinglich in dreyen Tagen geſchiehet. ige Runde Der runde weiſſe Pfeffer wird unzeitig 1 0 d. weiſſe eingeſammlet, und von ſeiner aͤuſſern Schale ge. du Pfeffer. ſondert, darum iſt er nicht ſo lieblich und ſcharff eg Lange als der ſchwartze. 5 g 5 5 1 ue Pfeffer. Der langepfeffer hat ſeinẽ bidde W 9 4 1 0 2 2 0 0 0 6 0 N . 6 1 55 Pfeffer. 980 8 i daran haͤnget er wie ein Wurm an einer Haſel⸗ Stauden, mit viel kleinen Koͤsnlein beſetzt, die⸗ 0 ſer Pfeffer iſt der— Der runde, wei Iii gen iſt der ſchwartz⸗ runde mehr in der Kuͤche U bekannt. 3 Der beſte Pfeffer iſt, welcher nicht ſehr runtz⸗ N 100 licht, nicht verlegen und wurmſtichig, auch nicht iel ſchuppicht, ſondern friſch, ſchwer, ſchwartz, und ls am Geſchmack ſcharff iſt. Man faͤlſchet auch den n Pfeffer, aber dieſer Betrug wird erkannt, ſo u man die Koͤrner ins Waſſer leget, denn der fal⸗ aber der rechte Pfeffer bleibet gantz. , Herr von Mandelsloh berichtet in ſeiner Mor⸗ 1 n Sperteth dhalbeke h, genlaͤndiſchen Reiſe p. 147. daß in Malebar der ie a: Pfeffer ſehr haͤuffig wachſe, welcher wegen ſei⸗ er tunde pfeffer pft ede arten Reben, die ſchmdal N e asc groſſer Handel getrieben, und werden jaͤhrlich 1 50 0 1, 0 f 0 i n Baͤumen geſchen ll aus Cananar, Calicut und Cochin etliche tau⸗ Den. i 1 ngen wie Trauben, 867 o ſche Pfeffer zergehet, nachdem er weich worden, ner groben Koͤrner, Schwere und Guͤte, der al⸗ in gantz Indien ſeyn ſoll, womit ſehr ſe und lange Pfeffer Welche zu uu wird meiſtens zu den Artzeneyen gebraucht, dage⸗ den Artz⸗ „ neyen gut ſeyn. 15 Der Oſt⸗Indiſche Pfeffer iſt warm und tro Eigen⸗ cken im vierdten Grad, iſt uͤberall durchdringend, ſchafft des it zeitig werden daß zu eroͤffnen, die dicken Saͤffte zu erduͤnnen, und Pfeffers. iet ſte auff Maze n dem Sauern zu widerſtehen. Er zeitiget im 1 bis ſie ſchwartz un September und October, und wird geſammlet nalich in drehen du im November, December und Januario. r runde weiſſ Pie Das Kraut dieſes Pfeffes hat eben den Ge⸗ ummlet, und von ba kemae wie die Frucht, wie bey uns das Loͤffel⸗ „darum iſt ern fin Kraute feffer h ſchwartze. eben die Natur, die der runde hat, und iſt unter dangepfeffer u Jii 2 allen Kraut oder der Senff iſt. Der lange Pfeffer hat . 1 allen Gewuͤrtz keines, das ſo ſcharff ſey und bee ſe; ſeine Krafft aber beſtehet in einem hoͤchſt ſcharffen fluͤchtigen Salze, das ein wenig obige Wür⸗ Der Pfeffer iſt durchſchneidend, verduͤnnet, ckung des eroͤffnet, relolvirt, zertheilt, treibt den Harn, l Pfeffers und dienet vor die Erkaͤltung des Ma, —4 85 gens, und deſſelben Feuchtigkeiten, vor die brauch. chen. N g e Hingegen ſchadet der Pfeffer den Cholericis, hitzigen und eyferigen Leuten, und den Schwan F um gern. Die von dem Pfeffer bereitete Species y pol, diatrion pipereon nutzen dem kalten Magen ge- gen deſſen Aufſtoſſen, und vor die Blaͤſte und viertaͤgige Fieber, ſolche werden bereitet, wie fol, get, und zwar nach Meſuæ Meynung:. kpes. dis- Secies diatrion biperson. trion pi. Rec. Der dreyen Arten Pfeffer, aa. zu, ereon. Ingber, Thimian, Anieß, aa, 3ij. 5 Indianiſche Spick, Ammej, aa. 3j. 6 Caſſiæ lign e-, 6 0 5 Haſel⸗Wurtz, e Aland⸗Wurtz, ine Kraft aber he en flͤͤchtigen S er Pfeffer iſt Wie ſet, relokpirt, erthfl 0 dienet vor die Ereih ö „und deſſlben echict c ſonderlich de eiſt, d Gehirn, Leber in für Mache alles zu Pulver. Pfeffer. Eppich⸗Saamen, Seſel⸗Saamen, aa. 36. 865 Es wird auch aus dem Pfeffer ein Oehl bereitet, welches an Kraͤfften und Tugenden den Naͤgelein⸗ Oehl gleich kommet, und deſtilliret man es, wie aus den andern Gewuͤrtzen auch das Oehl ge⸗ us. Luſt, eröffne b wird er gebrauchen der Nerven, Half. Ah ulſt, 3 1 22 2 1 ſt, Fahnwehe, Nei Winde, verhuͤtet den Paroxi Geſchwulſtn, Pam lirte Waſſer etlichemal von Cap. mort. braucht wird, aber der Pfeffer gibt gar wenig Ol, und bekom̃t man kaum von lböj. Pfeffer⸗Koͤr⸗ nern Jj. Oehl heruͤber, drum ſoll man das deſtil⸗ cohi · biren. 5 Es iſt ſehr durchdringend, zertheilet die ſmum des dreytaͤ⸗ gigen Fiebers, wenn es zwey Stunden vor dem Fieber gebraucht wird, doch ſoll vorher der Leib ingegen ſchadtt der Pfcfaß n und eyferigen Ln Die von den Pfl. on pi —— nutzen den fit eſſen Aufſtoſſe;, und zul gige Fieber, ſlchenen dd zwar nach dleſe M Hecier daun Der dreyen Arta affe Ingber, Tbiminm, Indianiſche Shi, Amme, aa. 3. Caſſiæ ligter, Haſel⸗Wurtz, Aland⸗Wurtz lein umgeben, inwendig ab ſuͤß, und etwas laͤnglichten Haſel⸗Nuͤſſen nicht ungleich, aͤuſſerlich miſchet man es unter Fiebern den Ruͤcken ad gr. iv. purgirt werden: die Salben, womit man in beſtreichet. Dol. gr. ij. i J. 11]. 286. Pimpernuͤßlein. Impernuͤßlein, im Lateiniſchen Piſtatia ge⸗ nannt, iſt ein Baum, welcher dem Terpen⸗ tin⸗ Baum nicht ungleich, die Fruͤchte gs 5 eyn Korner, welche erſt mit leder⸗harten und aſchfar⸗ ben Schalen, darnach mit einer weiſſen noch haͤr⸗ tern Schale und letzlich mit einem rothen Haͤut⸗ er an ſich ſelbſt gruͤn, ſcharff am Geſchmack ſind. Der Perſien, Arabien, Syrien, Baum waͤchſet in„Spyri . Jiiz Indien, Piſtaels. Derer Ge⸗ . n e Pimpernußlen. Indien, daſelbſt er haͤuffig gefunden wird, und werden die Fruͤchte guten Theils nach Teipol gebracht von dar ſie an die Seefahrenden Engel. und Hollaͤnder verkauffet, auch werden ſolche an 10 etlichen Orten in Italien gefunden. e ——— — — 5 5 5 5 — Ihre ei.—In den Apothecken hat man die Frucht, e welche genannt wird Piltacia, die friſchen ſchwe⸗ zen und ren Koͤrner, die aͤuſſerlich weiß, innerlich aber gebrauch gruͤn, nicht ſchimmelicht, und an der Spitze ein wenig offen ſeyn/ das ſind die beſten; ſie waͤrmen hg im andern Grad, und feuchten im erſten Grad, machen duͤnn, geben ein gut Nutriment, machen Appetit, ſtaͤrcken den Magen, ſtillen das Brechen und Unwillen, bekommen wohl den Lung 5 5 — bie 55„ N Pimpernuͤßlein. 871 en die ac de Longfächrigen und von langwaͤhrenden acht, von dar ſe 5 Siebern ausgedoͤrreten Perſonen, dienen ver⸗ Hollander wat i ſehrter Nieren und Blaſe, lindern den ſcharff⸗ en Orten in It kh brennenden Urin, eroͤffnen und ſtaͤrcken die Le⸗ dlengft ber„und fuͤhren von der Lunge den zaͤhen Schleim, und weil ſie die Natur ſtaͤrcken, und den natuͤrlichen Saamen vermehren, werden ſie 2 0 den Elect. Satyrion. und Magnaniimitatis beyge⸗ U Al 1 fuͤget, ſonſt kommen ſie in allem den Pineen⸗ 0 RRaoͤrnern gleich. 1 0 Die Venetianer machen Marcipan von dieſen Fruͤchten, welche ſonderlich fuͤr alte und kalte Manns Perſonen gar gut gehalten wer- Der vier klein zerſchnitten Hertz Bluͤmel, 22. von iedem ſo viel beliebig, Chocolaten, 21. 5 Piſtacien⸗Nuͤßlein, 3. 71 N f 0. A N 0 1 Weiſſen in Roſen⸗ und Zimmet⸗Waſſer 8 2 5 N auffgeloͤſeten Zucker, vin. Zerſtoß und zerhack alles, und rͤhr es auff in den Apothecken zu u gelindem Feuer unter einander, biß es eine rechte genannt wird piſach, Dicke hat, geuß es hernach auff hoͤltzerne Taf⸗ zrner, die aͤſſelch lil, feln, ſolche dienen hernach dem Magen, offt da⸗ ng geh von zu eſſen denen welche ihren Weibern gerne 10 5 ee mit dem Venus⸗Spiel auffwarten, ſonderlich offen ſehn, auch andern, die aus langwährenden Kranckhei⸗ ten auffſtegen, und von Krafft und Staͤrcke Ji 4 Diese ern Grad, und fata duͤnn, geben enge„ it ſtaͤrcken dali 1 50 ſeyn. en und Umilcſ⸗ lein. Morcl, 4 Ro. Friſche Mandeln, Pienchen aa. 2 il;. 2 —ͤ. —. 1 5 1 872 wWegreich. 9 Dieſentgen Maͤnner, welche ſi ch 0 ſchwach befinden, ihren jungen Weibern auffzuwarten, Alche koͤnnen ſich dieſer Taͤfflein bedienen, ſie be, g foͤrdern die 0 und bringen die ec 0 N . a 15 c 6 10 ft, 5 werde, davon 1 paar N f ae en tzen vol zu nehmen, ches iſt von fürtrefluhe 14 e 4 1 N 1 N 1 2875 Wegreſch. 15 1 1 Wesch, Wiler.„ im Latein- ſcheib,„ 605 r ſchen Plantago ge⸗ 1 Zeit und nannt, deſſen wer⸗ Ort. den unterſchiedene P angemerckt, von welchen nur zwey bey uns zur Artz ney gebrauche werden, als der breite und ſpitzige, andere wollen noch eine Gattung dar⸗ zu bringen, neml. e den mitlern. Der große Vegreich ö 1 an der Wurtzel zaſt 65 eines Fingers 1 e 2 2— . 1 N nigen Mum den, ihren e konnen ſich deer Ji rn die Mamhat, ul rafft wieder, unge fiche Pyſtacten fig Löffel vol, das Gabe . 8 1 0 mer Aſche ö ckung. —— 257. Peng 2 1 4 8. U 5 1 1 1 1 lein ährenweiſe zu ſehen ſind, ſo . weiſſen Cat gi Sa an verſehen ſind, traͤget Stengel, die hoͤher denn oo zu nehmen ich — 1 e — 8 2 0 2 A Wegreich. 373 jungen N breit und glatt, mit ſieben Adern durchzogen, und an der Erde liegenden Blattern, zwiſchen 1 4 dieſen wachſen zaͤhe Stengel hervor, eines Schuhs hoch, auff deren Gipffeln ſtatt der Bluͤhte Gras⸗gruͤne oder dunckel⸗rothe Koͤrn⸗ einen kleinen amen hinterlaſſen. 5 wohl un al, Der Mitrel⸗Wegreich hat Blaͤtter wie Mittel⸗ er ge werde, dabon oft ungen geſtaltet, welche mit Adern durchzogen, Wegreich. id mit zarten weißgrauen wollichten Haͤrlein Elen⸗hoch ſind, oben wie eine Aehre, ſo etwas kuͤrtzer iſt denn am groſſen Wegreich. 2 f Der kleine Spitzer Wegreich hat Wegreich Blaͤtter, die lang, ſchmal, rauh ſeyn, mit fuͤnff Adern durchzogen, und wie ein Spieß for⸗ mirt, wird insge⸗ mein der ſpitzige egreich ge⸗ nannt. Sie wach⸗ ſen an Wegen, W Matten und kraͤu⸗ . terigen Orten, und W bluͤhen im Majo 5 1 und Junio. In den Apothecken er Wurzel zich hat man den Saa⸗ 2 gel kuͤblen und krocknm 995 4 men, Blaͤtter und Wur 5 ii im 974 Wegreich. und Ge⸗ im andern Grad, abltergiten, machen dick, eroͤff⸗ 17 brauch. nen die verſtopffte Leber, und ſtaͤrcken ſie, che! heilen die ſchwuͤrigen und verletzten Tieren und Blaſe, werden auch in allerhand Fluͤſſen ge- braucht, als im Durchlauff, rother Ruhr, Blut, ausſpeyen, Blut⸗harnen, Naſenbluten, und weiblicher allzuſtarcken Monat⸗Rein 0 8 fe Sie ſind auch gut wider den ohne Wöl. len ablauffenden naͤchtlichen Saamenfluß und weiſſen Sluß der Weiber. Etliche ruͤhmen den Saamen von Spitzen⸗Wegreich, wider den Stein, die Blatter aber wider die Quartan⸗Sieber gepuͤlvert, und 3. etlichml vor dem Paroxyſmo eingenommen. So heilen. und reinigen die Blaͤtter auch die Wunden, Geſchwuͤr und Siſteln, vertreiben Zahn⸗ Schmertzen und Geſchwulſt, und lochen l. das wilde§euer. 2 Wer vom vielen Gehen oder Settigkeit zwiſchen den Beinen fratt wird, oder einen ſo genannten Wolff bekommet, der lege welcke Wegreich⸗Blaͤtter uͤber den Schaden, ſo heilet es bald. Wenn man auch den groſſen Weg⸗ reich kochet in Roſen⸗Eßig oder Froſchlaich Waſſer, und naͤtzet Tuͤcher oder Schwaͤm⸗ me drein, und leget es offt warm uber den untern Bauch, ſo ſtillet es die unmaͤßige Monat⸗Keinigung, allzuſtarcken Nach- fluß bey Kindbetterinnen, und hefftiges Naſen⸗ bluten. So wird der Wegreich auch zu alen Verſehrungen der Lunge, Leber, Mils und Mut ter gebrau chert. e Ino, 1 werden auch i t, als im Durchſang f Durdluß tet folgendes 5 eyen, Blut;. N 4 1„ Laxir⸗Traͤncklein. Laxier⸗ g. Sie 5 ſancnc Re. Rhebarbara 87.. ace, NoſenSyrup, 3. ein wider den nech Wegreich⸗Waſſer, Ji. weiſſen duß dn U Auff einmal zu geben und biß Mittags Eſ⸗ n den Saunen eig ſen darauff gefaſtet; darnach ſoll man des Saa⸗ den Stein, de Nan mens zi. ſtoſſen, und in einer Bruͤhe eingeben. rothe Ruhr. tan diebet gilt Es wird in den Apotheken auch aus dem Das ge⸗ em Paroxyſco te Wegreich⸗Kraut ein trefflich Waſſer gebren⸗brannte; nigen die Vllt ae net, darzu nimmt man den friſchen Wegreich, Waſſer. hwuͤr und Fisteln, un wenn er noch gruͤn und vollkommen iſt, zerhackt mertzen und Gechwaß ihm klein, ſolchem werden ſonderbare kraͤfftige wilde Feuet. Wirckungen zugeſchrieben, inſonderheit eine Ver vom villen Ohg kakraͤfftige Kuͤhlung in aller unnatürlichen Hitze, en den Benken fiettulh innerhalb und auſſer halb des Leibes, getruncken, ten LPolff Keumſ h iedesmal auff drey oder vier Loth, und äuſſerlich eich, Blätter iberba eie mit Tuͤchern uͤbergelegt alle hitzige Geſchwulſt, „ Wem Wunden und Schaͤden zu kuͤhlen und zu krock⸗ . ber in Nola, ven, auch den Brand und alle brennende Blat⸗ kochet in Reh een tern zu loͤſchen. Innerlich gebrauchet, iſt es gut r und nate Alan fuͤr Blutſpeyen, Leberfluß, Blutharnen; wenn ein, und lag 6 11 ſolch Waſſer von der Wurtzel, Saamen und tern Bauch, file Blättern gebrannt wird, hat es gute Wirckung, at⸗Neinigung in den Mund und Hals, auch die Braͤune im Hals o Kindbetterehn und Faͤule daſelbſt zu heilen, beveſtiget die „. So wid dad Faͤhne, iſt gut wider rothe und trieffende hrungen der La, Augen, wider die Peſt, welcherley Art man ut tet gebrauch ſolches genieſſen kan. Der Safft und 29 7 g welche 876 Wegreich. welche aus dem Wegreich bereitet werden wirt N in vielen Zuſtaͤnden recommendirt. Ulber die 1 0 ſes bereitet man auch aus Wegreich 0 Mynſiehti Die Pecies Diaplantaginis Species di. 2 18 aplanta-. Süißholtz,geſtegelte Erde, a. j. eins. Wegreich, Schlangen⸗Kraut und du b 05 muentill⸗Wurtz, aa. vj. 1. Magiſt. Croc. Mart. per reverb. facti. Gebrannt und bereitet Hirſch⸗Horn, Granat⸗Schalen, aa. 56. Blut⸗Stein, Muſcat⸗Nuß, Gelbes von Pomerantzen⸗Schalen, Naͤgelein, aa. 3 ĩij. ö 1 Salbey, Eichenmiſtel, Granat⸗B 0 47 ad. ij. Magiſter Coral. berberiſat. Wegreich⸗ Saamen, Ruthe von Ge f 6 ſchen, 2a 5. eh ed Junere Haͤutlein vom Hüner Magen iet Drachen⸗Blut, Hypociſtid. aa. 3j. Mache alles zu Pulver, es dienet wöer E. brechen, Bluten, Blutſpeyen auch Frauen, ſo nach der Geburt den Urin nicht laſſen konnen, ah e Item im Darchlauff, Mond Reinigung, und aal 0 anders mehr, Dol. 5/. ad Sij nuͤchtern in Weh⸗ 10 rd 9 Waſß er zu nehmen. eu 3 len en, 288. Poͤonien. ihn + „ onien, oder Gicht, Roſen, werden auch Nh terſchied, N kœeonia im m Lateiniſchen genannt, N Ae 0 0 8 Weg . he an den Ne 3 5 len Zuſtänden ran 5 1. 5 ereuet man auth aug en N. E che auch den Wur⸗ Ort. le Hecier Dy 3 2 c 58 und den n e Blattern nack Ahe, N 2 85 5 X. Süßholz, ge. e unterſchieden 55* 9 legcl 0 5 a a ä 8 werden. Da 8 n Echauaß N eine hat ſchwartze eil Cid. 2 2 e N glantzende Blaͤt⸗ 0 5 doe him en 0 18 N Y ̃ter, wie der welſche draht und bale, e, Nuß⸗Baum, und Granat, Schuh al 777 die Wurtzel iſt Blut Sten, Mau* weiß, eines Fin⸗ Gelbes von Penanpe gers dick; die an⸗ Nägeln, dd. 50 ö 2 8 dre aber 7 ſo ſonſt Salbey, Echamſth n—„ das Weiblein ge⸗ u. ʒij e nannt, hal gruͤne, Magiſter Coril bel glatte Blaͤtter, Wegrech⸗Sumeh einen haarigen Stengel, einfache oder volle ſchen, u z. Blumen, an der Wurtzel hangen ſeche oder acht Innert Haͤutlen Anh laͤnglichte Stuͤcklein. Das Maͤunlein aber Drachen Blut, che hat mehr und ſoll in allen Stuͤcken viel kraͤffti⸗ Mache alles zu dul en ger ſeyn. Zu oberſt auff dem Stengel erſchei⸗ iu, Bluten, Blur hen die Blumen, ſ. einfach bleich odeꝛ braun, roth der Geburt den lin 0 ſeyn, und in der Mitten rothe Faͤden haben„mit a Danclauf Mal gelben Zaͤpfflein, wenn die Blume abfaͤllet, fol⸗ ming 0 5 gen ie drey, vier oder mehr weiß ⸗graue und rau A1 Dol. Fah che Saamen⸗Haͤuslein, wie Koͤrnlein formirt/ in Woſſer zunchne, welchen der Saame lieget, der anfaͤnglich roth, — beirnach ſchwartz⸗blau, letzlich gantz ſchwaͤrtzlich 288. Molſ iſt. Bey den vollen Poͤnnien aber findet man 1 Sade keinen Saamen. Beyderley Arten werden in zonien, oder dan Gaͤrten gezielet, bluͤhen im Majo und Junio, der deeonia imm daten Sagame aber wird im Auguſto zeitig. Ju es zweyerley/ wel⸗ Zeil 1 und f 878 Poͤonien. 0 kige n In Apotheken findet * man Wurtzeln, 1 2 5 35 Mond,(drey Tage vor dem Neumond) andere(f graben ſie, wenn die Sonne im Loͤwen gehet, im( Solariſchen Tag und Stunde, bey abnehmenden Mond. Die Blumen ſammlet man im May, den Saamen im Auguſto. 4 Es wird in Poͤonia fuͤr ein Principal, und bewaͤhrtes Remedium gehalten, zu den Gebre⸗ chen des Haupts, fuͤrnehmlich aber zu der fal/ lenden Sucht, derowegen auch vielen medi. camentis cephalicis und antiepilepticis hinzu ge⸗ au than wird; eroͤffnet auch die verſtopffte Le⸗ 2 ber und Nieren, ſtillet die Bauch⸗gloͤſſe, bringet verſtandene Honat⸗Reinigung, ue und hilfft denen ſo vom Mutter⸗auffſteigen befallen werden; wider die Gicht iſt es auch ein ſonderbares Mittel, daher es auch den Rahmen Gichtwurtz bekommen. Fernelius ſchreibet daß die Poͤonien auch ein dienlich Mittel waren, da, mit das Alp⸗drucken(da einige vermeynen, daß ſie im Schlaffe von iemand gedruckt wuͤr, den, und keinen Oden haben koͤnnen) zu vertreiben. Es wird der Poͤonia⸗Roſe mit ihrer e Wurtzel, Blattern und Saamen in der Medicin eine ſonderbare unerforſchliche Krafft wider die t fallende Sucht zugeeignet, dahero ſolche auch zn dem beruͤhmten Marggraͤfiſchen Gicht · 1 Pulver gebrauchet wird, welches man auff folgende Art bereitet: 1. — 5 ſchafft, Saamen, Korner und Blumen. Die Wutz n Nutzen ſoll man graben im Fruͤhling, im abnehmenden reiniget auch die Weiber nach der Gebutt, he Pong.. ö 8 Pòöͤonien. 879 amen, Kirner n„ Murgvafe Gicht Pulver. Gicht⸗ . eg im Frilln Poͤonien⸗Wurtz, im abnehmenden . rey Tag bar 2 Maond gegraben, 31. ste, wenn die Sue! 5 Eichen⸗Miſtel, riſchen d N 0 Sa Geſchabt Helffenbein, nd. Die Blumen Elendsklau, Saanen im Au,. Hirſchhorn, Baie ee bereitet; Es werd i Piana; Roth und weiſſe Corallen, præparirt iorteg daun en 72. Sb. des Hupts, fine Stoß alles zu ſubtilen Pulver; dieſes die⸗ en Sucht, kmmnud net lu Verhuͤtung des Schlags, der fallenden eh Su cht, ſtaͤrcket das feuchte Haupt, wehret dem ſo genannten Alpdrucken des Nachts, oder ſchwe⸗ und Niere ren Traumen? Solches kan nach Belieben in Tire, feu einem Löffel voll weiſſen Wein FL. genommen et verſtand cle tun werden. So man Gichrer an jungen Kindern iget auch die abe beſorget, kan ihnen einer Erbſen groß in Linden⸗ lfft denen ul Bluͤht⸗Waſſer gegeben werden. en werden; wider da ch In den Apotheken zu Lubeck wird auch kuͤ rbares! Mittel, dahertzußlh ein Kinder⸗Pulver bereitet, davon man jungen 8 ſwurtz bekommen. erg Kindern, ſo in den Gedaͤrmen von den Grimmen zonen auch ein dell had und Winden groſſe Schmertzen leiden, ein Meſ⸗ as Alp drucken n he ſerſpitzlein voll im Paͤpp eingeben kan. Deſſen eim Schlaffe von ang 1 1 1 dieſes Thelauri deine ng Sanitatis nachzuſuchen. i — l Den e und auch die Wurtzel hängen 5s wird der* etliche den Kindern um den Hals und Haͤnde, zel, Blattern und Ir, ſolche damit fuͤr Schrecken und der fallenden n derbare waffe Sucht zu bewahren. 5 de Sucht aan Herr D. Verzaſche hat ein Haupt⸗Waſſer beruͤhinten Marg 5 gemacht. welches er bey alt- und jungen Leuten er gebrauchet 1 0 von vielen Jahren her nuͤtzlich 9 wider e Art bereitet;* den entis cep halicis und mie 0* eroͤffn unc Pulver, 380 Poͤonien.. den Schlag, Schwindel, Schlafffut Fah. Sallende Sucht, Gichter und kalte lä 0 e des Haupts, kan auch Kindern wider die Gich, 1 ter gegeben werden, ſolches wird alſo bereſtet; 1 D. Ver⸗. Poͤonien⸗Wurtzel, 3 if. c zaſche Eichen⸗Miſtel, 3. N 00 Waser Poͤonien⸗Blumen, 3 111 /ũ/%fů0! 10 2 Meyen⸗ Bluͤm lein Jun Betonien⸗Blumen, aa, 3 J. e Linden⸗Bluͤht, 3 6. e Rauten⸗Bluͤht, ale Ros marin⸗Blüht, aa. 3j. ee Ausgekernten Poͤonien⸗Saamen, zi, he Cubeben, Naͤgelein, aa. 30. dee Zimmet, 5j.„„ h Muſcat⸗Nuß und Bluͤhte, aa. 5j. l 0 1 0 5. 10 Zerſchneid alles klein, und geuß darüber a ken weiſſen Wein, Betonien⸗ und Meliſen, 9 0 N geben, wohl zu ſtatten koͤmmt. Es dienet ſonſt f zu allen oberzehlten Gebrechen, man kan auch ein N wenig Schwalben⸗Waſſer darzu thun, und kan. nehmen von Poͤonien⸗Waſſer,Ziij. und Schwal⸗ 1 5 ben⸗Waſſer 3j. doch nach Gelegenheit der Per, 165 ſon etwas, ſolche mit einander vermiſchen, und 7 den Kindern ie ein wenig davon eingeben, 1905 Ichſag Sch dd ende Suche Haupts, kan auch z gegeben werde k. Poͤoni en Punt ö W Poͤonien. 881 Gun Es wird auch aus den Blumen verfertiget, 00 auff folgende Art der n Syrup. P ͤsonien Kc. Poͤonien⸗ Blumen, ſo friſch ſeyn, wie Shrup. Aber uſtel,; viel beliebt, deſtellir per Baln vap. ohne 85 den 55 einiges Zuthun ein Waſſer daraus, b ij. ichen, Blünlen, in dieſes Waſſer weiche friſche Poͤonien⸗ Betonich Nas. 0 Blumen Zuj. ad Zviij. un friſche kleine ge⸗ Anden, Bli„ zi ſchnittene Poͤonien⸗Wurtzel J vj ad Zvi. Rauten, Bli luͤbt, Digerir es bey gelinder Waͤrme, ein oder andern Res marin 0 ih, 10 Tag wohl verſchloſſen, hernach colir und expri- Aus gekernten 0 mir es gelinde, die Eſſentz olarifieir und behalte. 9 Thue ferner in eine gnugſame Qeantität heiß Cubeban, N Wa Brunnen⸗Waſſer, 8 Zimmek, 7. Friſche PöonienBlunsen 157%. 5* Pu Pi 0 Muſcat-Nuß nd dan Poͤonien⸗Wurtzel getrocknet, 3 iß. Ut * 8 eſtillir 68 über K. eiſſen Wein 7 ſer, aa. Meol.. fuß Zerſchue dalckküb, funde es zw¾ey Tage lang, colorir es und preſ⸗ ſe es aus clarificir es mit Weiß von Eyern, und thue darzu Weiſſen Zucker, Cundtl ill. dat Koche esl, biß die Feuchtigkeit faſt abgerauchet, und die Conſiſtentz eines Tabulati erhaͤlt, alsdenn Nan bereitet auch kuh thue letzlich dazu des oben deſtillirten und mit den ſſer, ſo den fungen e Blumen eſſentificirten Waſſers q. L. ohngefehr nd dfallende Such ij. laß esein paarmahl auffwallen, ſolches kan „wobl zu ſtatten kunt, man Kindern, ſo mit der ſchweren Noth beladen f moberzehllen Gan ſind, zu lecken geben. Es iſt ein ſchoͤner Syru⸗ Schwalben; Ber ul pus antepilepticus, der in der ſchweren Noth und en von Pocnier Vas er 50„doch ſuch das, 2 ane BN F groſſe Huͤlffe thut. Dol. J. ad 21. Dieſer Syrup dienet wider den Schlag, Fal⸗ lende Sucht, Gichter, 4 der jungen * Ales indern ie ein wenge Kinder. Kkk 286, 382 Wegtritt. polygo · 289. Wegtritt. num, N Io, „ 1 ä——— CC ͤ¶ K .— g 7 8 2——— —————— 8 8* —————————— 2 9 5 5— n 8 5 ——— — 0 4 1 1 0 1 000 1 153 0 2 * Geſal W'esgteitt Weggras, im Lateiniſchen fo 2 Zeit und lygonum genannt, deſſen ſind unterſchie⸗ Ort. dene Sorten; allhier aber werden wir nur des e Polygoni oder Centinodiæ gedencken, ſolches uh kreucht jahrlich aus einer groſſen weiſſen und a zaſichten Wurtzel mit vielen zarten Zincken und n 9 Wegtritt. 333 Bluͤmlein zeiget, dem ein dreyeckigtes Saͤamlein folget. Dieſes Gras waͤchſet ſo lang an einan⸗ der, daß man groſſe Buͤrden Gras damit binden N kan; es waͤchſet auff ungebaueten Orten, trocke⸗ nen Erdreich, und neben den Straſſen. In den Apotheken findet man das Kraut, ö N ſolches iſt kalt im andern, trocken im dritten 1 Grad, ziehet zuſammen, iſt ein gut Wundkraut, 2 und dienet vor die Bauch⸗Mutter⸗ und „“Blut⸗sluͤſſe, Durchbruͤche, rothe Ruhr, . Erbrechen, uͤbrige Monat ⸗ Seit, Naſen⸗ % bluten, Blutſpeyen, Saamen⸗Fluß, vier- 4 taͤgig Fieber, den Safft mit ſieben Pfeffer. NY ö 1 Koͤrnern eingenommen. 5 917 Es hat der Wegtritt auch gute Krafft, al⸗ . lerhand Leibes⸗Fluͤſſe zu ſtillen, ſo man eine Hand voll dieſes Krauts in einem Maaß weiſſen ö Wein ſiedet, und davon dem Krancken zu trin⸗ N cken giebt. Und ſo man zu dieſem Tranck ein wenig Honig thut, ſoll es eine uͤber die maſſen heilſame und bewaͤhrte Artzney ſeyn fuͤr die Saͤh⸗ Egtritt, Weges al rigkeit, Schaͤdigung und Verletzung an heimli⸗ 1 gonum gehn ß chen Orten, bey Mann und Weib, denn es ſol⸗ Sorten; aller ha unn cher Orten die aͤuſſerſten Schaͤden heilet.„ oli oder Contor. Das deſtillirte Wegtritt⸗Maſſer hat Wegtritt⸗ bt ſährlch aus en ß ein groſſes Lob bekommen wider alle innerlich⸗ deſſndeu⸗ den Wurzel menllan und aͤuſſerliche Hie, wo dieſelbe nur zu ſpuͤ⸗ ende len ann dan til ren iſt, es ſey an den Magen, Leber, Mut ⸗ ſlen herſue⸗ e ter, Haupt, Nieren, oder andern Gliedmaſ⸗ ch keines Junge% ſen, ſtopffet alle Blut⸗ und Bauch ⸗Cluͤſſe, n an iedem zwe 0 toth⸗ und weiſſe Ruhr, ſo man 4. oder 5. Loth „ ſo ſich dem Wa davon trincket, widerſtehet auch den drey⸗ oder zwiſchen wache n. Kkk2 Vier 8814 Wegtritt. So ie⸗ viertaͤgigen Fieber, wenn man es vor dem Paro. 1 all⸗ xy ſemo oder Anſtoß des Fiebers einnimmet. So zuſtarcke auch iemand eine ſo gar ſtarcke Purgation Purgier eingenommen hatte; ſolle er von dieſem Waſſer genom⸗ trincken. Es fuͤhret auch den Stein, Grieß, En men haͤt⸗ Sand und Harn fort, reiniget Nieren und te. Blaſe, treibet Wuͤrme bey jungen und alten Leuten. So leſchet auch dieſes Waſſer alle 10 aͤuſſerliche Hitze, von der Schoͤne, Roth⸗ lauff und wilden Seuer, wegret allen boͤfn Zufaͤllen der hitzigen Wunden und alten Schaͤdenf, ſonderlich aber an heimlichen Gliedern der Maͤnner, Weiber und ledigen Perſonen, wenn manflleinene Tuͤcher darein nätzt f und offt wiederholet. Kleiner Es iſt auch noch der kleine Wegtritt, Wegtritt, welcher auch Harn ⸗ oder Bruch Kraut ge oder das nannt wird, iſt ein klein glatt oder haarig Ge, er wachs, ſo ſich auff Erden weit ausbreitet, hat ein, Bruch⸗ geringes in der Erden ſtehendes Wuͤrtzlein, aus Kraut welchem viel ſchwancke Aeſtlein wachſen, mit vie aeg genannt. len gleichen und zarten Linſen⸗Blaͤttlein beſetzten Reislein, daher es auch Millegrana, Tauſend⸗ 7 koͤrner, genannt wird. Eine Hand voll Harn⸗Kraut in einem Maaß weiſſen Wein geſotten und davon getruncken, treibet den Nieren e und Blaſen⸗ Stein fork. So man Kindern eine Meſſerſpitze voll vom Pulver des Harn⸗Krauts eingiebt, hellet es ih⸗ e nen Bruͤche/ ſo ſie darbey ein dienlich Baͤndlen e! tragen. Es iſt anch wider die Bruͤche der jungen Kinder gut nachfolgend 4 1 Bruch gigen Jieber O oder Anſtoß „Wenn ag N iemand eine ſogn 5 nommen h en. Es 1d und Harn e, truibet Würm um n. Eo leſhet ah l 0 erliche ige, unte F und wilden den, g en der hitzigen hung aden, sonderlich ahn al dern der Mun, Nah onen, wenn maulanmm dig offt wiederholet. Es iſt auch noch dur Kal her auch Harn, dit Zul t wird, iſt ein klan gur hy , ſo ſich auff Elben ekun ges in der Erdenſihaun hem viel ſchwancke data eichen und zarten bund lein, daher es auch lla , genannt wird. ne Hand vol Har Kun en Wein geſotten Wi it den Meeren ud M man Kindern einm M oer des Harn Kine ruͤche ſo ie dungen n Kinder gut luffeh fihretac N. fat, für N 13 9 Wegtritt. 98983 N Bruch Pulver. Bruch- Rc. Wahlwurtz, ij. Pulver Harnkraut, vor zunge Durchwachs, Kinder. Sanickel, Garbenkraut, aa. 3j. Stoß alles zu einem reinen Pulver, davon Morgens nuͤchtern eine Meſſerſpitze voll in Pappe einzugeben. Das Waſſer, ſo aus dem Harnkraut deſtil⸗ irt wird, oͤffnet die Verſtopffung der Leber, ver⸗ treibt Gelbſucht, reiniget die Nieren, und fuͤhret den verſetzten Harn, Sand und Stein aus. valeſius ruhmet es ſehr wider die Bruͤche, und meldet darbey, daß zu ſeiner Zeit ein Juͤngling zu Paris, welcher von ſtarcken Springen seinen groſſen Leiſtenbruch bekommen, nachdem er ne⸗ ben einem dienlichen Bande und Überlegung des Emplaſtri contca rupturas, einen guten Trunck dieſes Waſſers zu fich genommen, in etli⸗ chen Tagen gaͤntzlich ſey geheilet worden. i 5 poly ona ⸗ 290. Weiß wurtz. 1 8 Geſtalt, Woesßwurg„im Lateiniſchen Polygona- tum, auch Sigillum Salomonis genannt, Zeit und hat der Geſtalt nach eine weiſſe, glaichige, knoͤpf⸗ Ort. ſige und zaſige Wurtzel, daraus entſpringen die Stengel einer Ehlen hoch und druͤber, woran die Blätter ie eines um das ander ſtehen/ ſo faſt denen an Meyenblumen gleichen„und oben dun⸗ cel braun, unten aber bleich blau ſind, und mit kk 3 vielen Weiß wurtz. 1 vielen Adern r durchzogen, neben 16 dieſen gehen auff beſondern Stielen te zwey o der drey weißlichte Bluͤmel hervor, die Gras⸗ gruͤne Raͤnde ha, ben, und wenn ſie abfallen, erſt⸗ lich gruͤnlichte, „„N bald aber ſchwartze 2 1 2 N 3 171 e e llaſſen, in welchen 2 Jſechs oder ſieben l Sa ame n⸗Koͤrn. f lein liegen. Es wäaͤchſet in Waͤldern und Hu,. geln, und buͤhet im Majo und Junio. 1 S In den Apotheken hat man allein die ſchafft! Wurtzl, ſolche iſt vermiſchter Natur, hat in le. und Nu⸗ ceſſu eine Schaͤrffe, und participirt vom fluͤchti⸗ ßzen der gen Saltz, aus welcher Urſach es den Vorzug Weiß⸗ hat unter den Schminck Mitteln, und ſo wWurtz. man es mit Weine kochet, und die Flecken damit ö beſtreichet, vergehet es bald, dahero wird es unter ig die Schminckwaſſer gerechnet; die Wurtzel zie“ g het etwas an, ſaͤubert und dienet wider den weiſ⸗ in ſen Fluß der Weiber, und hilfft zum Beyſchlaff. Es dienet auch, wo eine Ader uͤbel geſto ⸗ chen worden, daß der Arm blau wird, darff man ur dieſe Wurtzel in Brantewein hencken, und nen Ort damit beſtreichen. 05 40 24 * 1 1 — Waßo 1 8 c 5 ä 5 Weißwurtz. 887 1 N Die Weißwurtz zerſtoſſen, und auff die blau⸗ N N 5. en Maͤhler geleget, wenn ſich etwa die Weiber N. 1 wegen ihres boͤſen Mauls an derer Maͤnner IN Hand geſtoſſen, und ſolche verur ſachet haben, zer⸗ 1 N theilet das geronnene Blut in wenig Tagen. 2 Ye Die Weißwurtz in Laugen gebeitzt, und das „ 0 Haupt damit gewaſchen, vertreibt die Milben u im Haar, heilet das fluͤßige Haupt und den N Grind. Four die Sommer oder Laub⸗Slecken iſt % ſonderlich als ein Experiment angeruͤhmet fol⸗ I gendes Sälblein. N Re. Pomade Ix. eee 00 Eyerweiß 3 i). 5 Ae* b Gepuͤlverte Weißwuetz Zit. sber bau U. gen. Es waͤchſck n U Rinds-Gall aa 3j. und buͤhet im Min Weinſtein⸗Saltz, 30. in den Apotheden et Aronwurtz gepuͤlvert. 3 V. A, ſolche iſt vermſchinug 5 2 4 Fruͤhling an alle Nacht die Sommer- Flecken deer den Schmic ſe wohl, doch daß die Augen verſchonet bleiben; den Wi 1 olgenden Morgen, eine Stunde zuvor, ehe man amt Weine ohe, in die Lufft gehet, ſo waſche das Angeſicht mit fol⸗ chet, vergehet es dhe gendem lau⸗gemachten Waſſer wieder ſauber ab, 71 0 15 chminckwaſſer gerihllz l darzu nimm an, ſa Nat 3 vas n e 5„ Abwaſchwaſſer. 5 der Weiber, und„ 5 W̃. 3 W̃ g v dienet auch, woll RN. Deſtillirt Zeißwurtz⸗Waſſer, * 10 Weiß Gilgen⸗Waſſer, vorden, daß der Ane. e Wurtzel in Bram N rt damit beſtriich Kkk 4 Salbe wider die Weiſſen Præcipitat, Flecken. Miſche alles in einem glaͤſernen Moͤrſer wohl unter einander, damit ſchmiere vom erſten Bohnen⸗ „FE TT PTPTPTPT0T0TbTCT0bTCTT0T0T0T0TbTbTbT0T0TbTbbTbbb——— 5 TT 383 0 888 Blaͤttern geſagt. . Feen cg, am! toth und ſchoͤn wenn ſie ſolche damit raben, en Weißwurg. Bohnenbluͤh⸗Waſſer, Deſtillirt Meyen⸗Thau, 23. 5( Des zu Waſſer geſtoſſenen Weinſke, Saltzes(Ol. Tartari per deliq.) 3j. Miſche alles wohl durch einander. e Das deſtillirte Weißwurtz⸗ Waſſer zuſſer, 8 lich gebrauchet, nimmet hinweg alle Flecken, Maſern und blaue Maͤhler, ſo vom Stoſſen, 8 Schlagen oder Fallen verurſachet worden macht 1 das Angeſicht und die Haͤnde ſchoͤn weiß, ſo ſoll 0 8 es auch die Muttermaͤhler/ offt damit gewaſchen, N F und von ihm ſelbſt trocknen laſſen, vertrelben N Die Beeren fuͤhren den zaͤhen Schleimun⸗ 7 ter und ober ſich aus, Doſ. No. xiv. ad xv. deß⸗ 5 Ie gleichen wird auch von der Wurtzel 3j: und den. Bey den Engellaͤndern web ſolche mit Zucker uͤberzogen, und vor dem Bey, im it ſchlaff geruͤhmet. Die Wurtzel macht auch ane dem Frauenzimmer ihre bleichen Backen —— J 0 Das Kraut und Wurtzel in rothem Wein geſol 1 ten, und mit dem bloſſen Hintern drauff geſeht, 12 vertreibet den Stuhlzwang oder Tenelmum, 100 05 0 Es ſiillet auch mit Erien alba gekochet den we 1 15 ſen Weiber⸗ Fluß. e una 11— 4 Alke, 291. Engelſuß. Exrgelſug im Lateiniſchen Polypodium ge ul nannt, iſt ein Kraut ohngefaͤhr einer Span, nen hoch, ſeine Blaͤtter ſind dem Fahrnkraut 1 ahnlich, und in Spalten zertheilt, beben ud, e — ei Bohnen 3 Hehn%% NN Engelſuͤß. 889 Deſtillirt M 0— Nen d, 5 8! Baß des Stiehls ſtehen Oaltzes 0. 8 5 geſpaltene „ ee latter ungleich ge⸗ Miche allet N gleich g Dis de 2 gen einander, ſind Tu beſellte Beh inwendig uberall gebrauche, f ug inwendig uͤbere gan uud kan Ma lagen oder Tale 15 92 Halen 8 Aigeſcht ud deal uch die Mutzemiffe* 1 ihm ſelbſt krocha 5 5 Die Beeren führen Nase und ober ſich aus, Dol un 5 WI, 2 9. 8. 1 chen wird auch en h A 7 N nicht tieff in die Er⸗ e mt Zucker bene zwerch auff den 55 gerühn tl. de 1 0 Grund, iſt krum und knorricht mit vielen klei⸗ deen ͤ a nen Faͤßlein, auswendig rothſchwartz, inwendi Frauenzimmr 1 bh F 6 w dig f 0 z 9 1 un aber gruͤnfarbig, am Geſchmack ſuͤß mit einer ad ſchön en ſeſch geringen Bitterkeit, gewinnt weder Staͤngel Kraut und Wurteluge noch Blumen, das Kraut gruͤnet den gantzen und init dem hof hun Winter uͤber, behaͤlt auch ſeine Blaͤtter bis auff reibet den Stuhl 0 den Fruͤhling, die verwelcken erſt, und fallen ab, let auch int Era wenn andere neue herfuͤr folgen; Es ſoll zu En⸗ Weiber Fluß. de des Auguſt⸗ Monats geſammlet werden, es —wᷓaͤchſet an den Felſen, Eich⸗Baͤumen, alten Ge⸗ 291. Engolch maͤuer, und auch zwiſchen den Steinen an den Brufen, das beſte wird in Eichbaͤumen gefunden glatt, aber auff den „ Ruͤcken haben ſie roth⸗ gelbe erhebte lein, darinn die Buluͤmlein und der S Saame ſtecken, die ITgelſüͤß, im dame In den Apothecken findet man allein die 7 9105 nannt, iſt en Krulchußß Wurtzel, ſolche iſt warm im erſten und trocken och, ſeine Blatt sch im andern Grad, durchſchneidend, verzehrt, tzen. % und in Spal ge purgirt die verbrannte Galle, melancho⸗ Kkk 5 liſche und rauhe Tuͤpff⸗ N Wurtzel begiebt ſich N. zel begiebt ſt PPP * 85— 2 4 2 890 liſche Seuchtigkeiten, und zaͤhen Schleim,. Aeuſſexrli⸗ cher Ge⸗ brauch. a Ferrum. Engelſuͤß. dienet vor die Verſtopffung der Leber Milt, Gekroͤß und Lungen ö bock Melancholey, viertaͤgige Fieber, Miltzſucht, Keuchen, * gern, und Kroͤpffe. den gebunden, treibt die lebendig und todte Frucht aus, zerſtoſſen und in Malvaſir ober ſtarcken weiſſen Wein vermiſchet, und aufg leget, ziehet die Pfeile und Spreuſſen aus der Haut, in Eßig und Schwefelgeiſt gebe tzet, und wiederum getrocknet, und die Zaͤhne damit gerieben, vertreibet deren Schwaͤrtze; gepulvert, und in die Naſe geblaſen, verzehrelſſe die Naſenbohnen. Der Syrup und das Extractum davon ſind in obgedachten Gere chen dienlich. 5 292. Lauch. Auch, im Lateiniſchen Porrum, ſeynd zwey⸗ 1 f 5 9 6 Schar; Engbrüſtigket, Auſten, Srantzoſen, Kratze, boͤſe Ge ſchwuͤr, unordentliche c uſt der Schwan, Aeuſſerlich auff die Füſſe der Gebihe, 0 6 0 90 0 5 1 e ent 1 . 0 4 U —— — — — — —— e erley Geſchlechts, aber mit nichts unter, ug hn ſchieden, als des Bauens wegen, denn der Schni⸗ een ſegtſ lauch wird zum Kuͤchen⸗Gebrauch abgeſchnitten, hohe der Aeſchen Lauch aber nicht, ſondern er wird ene umgepflantzet, damit er gehauptet werde. An en, Geſtalt hat Aeſchlauch eine weiſſe mit vielen chen Zaſern begangene zwieblichte Wurtzel, aus die a0 Stig ſer waͤchſt ein einiger Stengel mit langen 9 0 ichlein N 1 N dchwer La uch. 8 891 bel⸗Blaͤttern um⸗ geben; Dieſer bluͤhet wie die Zwiebeln, und bringet einen grau⸗ en Saamen. Der Schnite⸗ lauch hat viel klei⸗ ne Zwiebel⸗Wur⸗ tzeln bey einander 5 0 hangen, ſie koͤn⸗ jet, ziehet de Pfale ug nen aber von ein⸗ ander geriſſen, und C Haut, in Eh. und Cin 8 2* und bn* entweder jede be⸗ . 1 ſonders oder viel nit gerieben, vertrehet and ulvert, und in de Nihat zuſammen verſetzt Naſenbohnen, de werden, aus dieſen entſpringen viel hohe Sten. tractum daron ſih bchaglein oder Roͤhrlein, wie Binzen anzuſehen, auff dienlich. deren Gipffeln ſchoͤne Purpur ⸗braune Bluͤm⸗ lein erſcheinen, welchen die Saam⸗Knoͤpffe nach⸗ f folgen; Dieſe beyde find ſtarck, einerley Art und 292. I Geſchlecht, und 180 125 durch 10 3 ee unterſchieden, dieſe beyde Arten bluͤhen im May lach. im dateutadre und Junio, und 729 Saamen im andern rley G.ſchlechto rn ez pc en d den, als de Bum Jahr, nachdem ſie geſaͤet worden. n gebunden, treabtii h In den Apothecken hat man Kraut, Eigen⸗ 0 wird zum Küchadle Awurtzel und Saamen, ſind hitzig und trocken ſchafft, leſchen- Lauch gber Aa im dritten Grad, verduͤnnen, durchſchneiden, epflantet, dame e eroͤffnen, relolviren, wird gebraucht wid t hat Aeſchach en Schlangen ⸗Stich, Brennungen, un en behangene zähe Lungen ⸗Schleim; Aeuſſerlich in Sau⸗ ͤͤchſt ein einige Sue ſen und Schwaͤrungen der Ohren, zur ge⸗ er und d brauch. . üvT.1—w1 ä Lauch. die im Halß ſteckende Graͤtlein oder Beinlein wieder heraus bringen. 1 genannt, oder das zahme Burtzekraan 1 Vn ——„ geſchwolenen Gold⸗ Adern; der Saame treibt den Harn. 9 1 0 0 Lauch in Speiſe genoſſen, machet 04 10 Blüͤſt, ein ſcharff Gebluͤt, und ſchwere Traͤme, darneben treibt er den Harn und die zurück ge⸗ 1 bliebene Monat⸗Reinigung der Weiber: Iſt 0 7 I . Lauch mit Gerſte geſotten und geſſen, befor, 5 und machet eine helle Stimme, der Kauch wird 1 wegen ſeiner groſſen Schaͤrffe nicht gebraucht, 1 denn ſo man ſolchen zerſtoͤſſet, und auf die Haut 90 leget, ziehet er Blaſen. 8 Der Lauch klein geſchitten, und in einer Rol, ſchmertzhafften Ort in den Seiten⸗Stechen nd! geſchlagen, zertheilet offt ſehr bald die Schmer⸗ 1 tzen, und verhindert die Erſchwürung der Seil, ken ten. nne Aeuſſerlich iſt der Lauch gut, wie auch w an ud der die eyterichen Geſchwuͤre, Blinde, geſchwol Auen lene und ſchmertzhaffte goldene Ader, Ohren⸗ aeg klingen, und zum Haar wachſen; Mit einem mit Oehl beſtrichenen Lauch⸗Stengel kan man act un e ede u edit 0 Wien, 8— e e 293. Burtzelkraut. N 2 Urtzelkraut, im Lateiniſchen portulacs 6 0 5 ö 5 4 3 1 —— 8 1 1 — 2 8 1 2 * ang Ge Burtzelkraut. 893 1 ö 11 — eibt den Harn.* Auch in Speſt* üg ente 5 a, ein ſharff Ga 1 urneben treibt erung . W 59* ebene Monat⸗ Nen N egen ſeines ſcharſfen i, D Anf deſchrſe 8 d Bla — Blaſe. ee Lauch mit Gerſt e rt den Schlamum deF Bs 7 5 e machet eine bele Cum 0 ö f f egen ſeiner groen S e b N enn ſo man ſolchen zei N Haͤußlein hinter 900. zehet ir Bliſn 5—— ſich laſſen, in de ⸗ Der duch klang em ß nen ein kleiner, 3 3 5 8 7„ anme ein wen gilt schwarzer Saame lieget, es waͤchſet gerne an mertzhafften Ot uin dſandigten Orten, und bluͤhet im Junio. und roͤthlichte Stengel, mit di⸗ cken, ſafftigen⸗ Blaͤttern, zwi⸗ ſchen welchem gelbe, geſtirnte Bluͤmlein hervor kommen, ſo run⸗ de Saamen⸗ 5 2 g 8. 7 k, nem Bil ſchlagen, zerthellt itte Es iſt noch ein ander Geſchlecht, nemlich das Morena und verhuden keis wilde Burtzelkraut korkulaea ang uflikolt genannt, iſt dem zahmen gleich, auſſer daß es et⸗ Acuſſerlich in halg was ſchmaälere und zartere Stengel, 7 5 ie enterichen Get l und kleinere Bluͤmlein bringet; Er lieget alle⸗ Nei ian zeit auf der Erden ausgeſpreitet, wie das Weg⸗ e und schmeißen Graß, iſt klebricht und zaͤhe von Safft. Die gen, und zum a Seengel ſind etwas braͤuner und reicher an Och besticht 10 Blattern. Er waͤchſet von ihm ſelbſt auf fet⸗ im Heß feakeng kü ten Aeckern, Wieſen, und in den Wein⸗Garten, der heal e md iſt denen Schweinen eine angenehme if. 5 293. Buck des Burmelkraut iſt kalt im dritten Iurgelkraut, in 190 Grad, und feucht im andern Grad/ machen dick/ D gamen, oder Nö f i ziehen 1 hat an Geſtalt Deſſea eiue zaſerige, zar⸗Geſtalt, te Wurtzel, doch Neit and aber viel rundte n: 8 P ²˙¹m—˙ ö ——— ..——— 2 —'—.. ⅛˙. ̃ ˙. 2—* 5 4 4 e 1 N 8 1. 894 Burtzelkraut. Derer ziehen zuſammen, und dienen vor allerley laß Eigen ſe, Entzündung der Galle, Hitze in die ſchafft, bern, faulen hitzigen und boͤſen Siebern, Nutzen hitziger Leber und Nieren, Durſt, und Ge⸗ Schwind⸗Sieber, Schwind⸗ und Doͤr⸗ brauch. ſucht, Scharbock, Harn/ und Magen⸗ Brennen, Sod, Harnwinde, Saamen⸗ 0 Fluß, rothe Kuhr, treiben den Urin und Stein.. 5 0 Es gehoͤret der Portulac zu den Scharbo, ckiſchen Kraͤutern, iſt kalt und feuchter Natur, gut wider die hitzige Leber und Nieren, auch auſ⸗ 0 ſerlich darauff geleget; bekommet wohl dem hitzigen Magen, und denen, ſo mit dem Sood ge⸗. plaget ſind, thut auch gut in hitzigen Fiebern, be⸗ nimmet den Durſt, ſtillet ſcharffe Bauch⸗Fluß ſe, das kalte Waſſer, Blut⸗Auswerffen, Weil ber⸗Fluß und goldene Ader, inſpnderheit den friſchen Safft, mit Zucker fuͤſſe gemacht, der e Safft treibet auch den Stein. Eben der Eu ö nimmt auch allerhand Wartzen hinweg, wenn, ſie damit beſchmieret werden: Die Blaͤtter ge- kauet, beſſern das ſcharbockiſche Bluten des Zahn⸗Fleiſches, und heilen die faulen Mund⸗ 0 Geſchwuͤr, der Saame wird unter die Semina lti⸗ gida minora gezehlet. So man Burtzelkraut rohe wie Salat oder gekochet iſſet, oder die Bruͤhe davon einnimmt, iſt es eine koͤſtliche Artzney wider den Sood und Erbrechen des Magens, hitzige Nieren, ver, ſehrte Blaſen und Mutter, auch der goldenen Ader, und heilet den Saamen⸗ Fluß. 9995 i Burtzelkraut.. 895 Wider die Wuͤrme bey Kindern dienet ziger Leber A Burtzel⸗Saamen 2, in Milch eingegeben, toͤd⸗ cbwind dit 0 dh tet und treibet die Wuͤrm aus. Wer offt in be 77 ab See ſeiner Speiſſe und Tranck geſtoſſenen Burtzel⸗ 2 atbock, und Lattich- Saamen mit Zucker gebrauchet, der ennen, Sod, J. a hat wider das troͤpfflende und brennende Har⸗ * rothe Ruhe, nen ein gutes Mittel. ein. 1 Ts gehörer der urn, loͤschet und kuͤhlet alle innerliche undl aͤuſſerliche ben Kräutern i Hitze der Fieber, Leber, des Magens, und aller wider die geben innerlichen Glieder und Eingeweides, verſtopf⸗ ich darauf gage; l. ket rothe Ruhr und andere Bauch⸗Fluͤſſe. Es gen Ma gen uf kühlet auch die erhitzten Nieren, und mildert gige get ſind, thut auch zun e met den Durſf, ſtil⸗ 0 ö Nan Wi 14 das kalte Waſſa, Au. ſigen Fluß der Mutter und goldenen Ader, be⸗ nimmt das Blutſpeyen. Wenn die jungen a Kinder in groſſer Hitze nicht ſchlaffen koͤnnen, „luz und gaben oder Wuͤrme im Leibe haben, denen ſoll man et⸗ hen Saft, mt gut che Löffel voll des Waſſers eingeben. e trabet auch hen, In den hitzigen Fiebern und dem Haupt⸗ int auch allerhand Au] Wehe, wenn die Krancken keinen Schlaff ha⸗ amit beſchmiertt ahn I ben, denen bereite man folgende t, beſſern daß a;, Mandel⸗Milch. Mandel. u- Fleiſches, und hau Rc. Suͤſſe Mandeln, 5j. Milch. wur der Saane ihn! Melonen und Kuͤrbs⸗Kern, aa. Zij. 0 3 5 mmora gezehll, Burtzel⸗ und Lattich⸗Waſſer/ aa. Züj. en 8 8 50 man Burt] Mache daraus eine Mandel- Milch, davon Schlaff⸗ bet iſſet oder de Mahn dem Krancken gegen Abend einen Trunck zu Mangel ane köſliche Ane eben 1 achen des Man Der aus Burtzelkraut ausgepreßte Bulßel⸗ Blaſen und Mun Safft offt Loͤffel⸗Weiſe eingenom̃en, vertreibt: f und beilet den Gun, bern/ Das deſtillirte Burtzel 6 Waſſer getruncken g Deſtillirt den ſcharff⸗brennenden Harn, ſtillet den unmaͤſ⸗ 3. alle fliegende Hitze im Scharbock, oder in Vie⸗ 896 Burtzelkraut. bern, trelb durch den Marn und mildert oder der ber, 7755 treibet die Strangoriam. wehret dem Blutſpeyen 40 And andern Blutfluͤſſen. Syrup. Das Burtzelkraut zu einem Musgeſtoſſe, 5 mit Sauerteig und Saltz zu einem dicken Paͤpp 0 angeruͤhret, mit Eßig beſprengt, und auff die 7 Fußſohlen geleget, ziehet alle Hitze der Jieber e aus dem Kopff und Lelb. a Der Burtzel⸗ Sprup kuͤhlet, loͤſchet denn Durſt, mildert die uͤbrige Hitze der Leber, Nieren 88 und des Magens, iſt gut fuͤr die rothe Ruhr, Blutſpeyen, zu ſtarck flieſſende Monat⸗Neinnj⸗ gung, Saamen⸗Fluß und Bauch⸗Wuͤrmer, davon kan man nach Belieben ein Paar döfftf voll nehmen. 9 Das Looch de Portulaca oder die Latwerg von Burtzel iſt dienlich im Blutſpeyen, wenndie Lunge verſehret iſt, oder ſo etwas in derſelben F zerſprungen, davon eine Muſcat⸗Nuß groß hu 4 i 50 Das Waſſer in Portulac mit ein wenig EF. 6 ſig vermiſchet„und mit Tuͤchern warm auff die Bruſt geleget, und eine Zeit damit continuiret, verhindert nach Foreſti Meynung das Wachs⸗ e der Wit 15 294. Schlüſſelblümel. cChluͤſſelbluͤmel, aber Omma. werden im Lateiniſchen Primula verisge, nannt, wachſen aus einer roͤthlicht⸗ und zaſichten 1 Wurzel, mit langen— gleich 8 Be toni ace N Burtzelkrauf. 397 der diene e fon begabten Blättern /ſo an der Erde liegen d andern Blut 0 1 0 gzwiſchen dieſen gehen ein auch zwey bis drey kahle Das Burzeltun glatte Stengel hervor, einer Spannen hoch, Sauerteig nden 1 guff deſſen Gipffel wachſen fuͤnff ſieben, oder gerithett, ni h auch mehr gelbe Blumen, ſo einen ſchwartzen Bſohlen gaeget,% Saamen nach ſich laſſen, wacher auff den Fele e g dern, in Waͤldern und auff den Wieſen, bluͤhen dem Kopf ung 4. Au zu Ende des Marti und den gantzen April hin⸗ Der Burgel Sp durch üeſt, mildert ie geht* Die Schluͤſſel⸗Eigen⸗ 5 8 M 2 e N ' des Mages, feu 8 Bluͤmel werden in hae muppegen int fiel 1 e Apotheken ſamt den und Ge⸗ ig, Saanen, Fluß Me Blaͤttern, offt auch brauch. on kan man nach Bh, derer Wurtzel auffbe⸗ nehmen. N halten; die Blumen Das Looch ge dor N und Blaͤtter ſind warm im erſten, und trocken im andern 5. 5 Grad, trocknen eroͤff⸗ N nen, die Nerven und des Hirn zu ſtaͤrcken, men. 5 Das Waſſer in Pulle ermiſchet, und nt dans denen Lebens Gei⸗ zacleget, unden 3 0 ſtern ihre natuͤrliche 3 0 Foreſi Nu.„Bewegung wiederzu ä m 1 Orell 4 9 ä 92.. 35 geben, die Fluͤſſe zu n der Brüste ſtillen, die Blumen und Blaͤtter werden an⸗ 8 294. Schl 1 Es wird ſonſt Herba paralyſis genannt, und Echlͤſſlblümd wird geruͤhmet, daß es eine liebliche Schmertz⸗ Thluſſelbium se, 0 1 Glieder⸗Kranckheiten gebrauchet werden. nt, wachſen aus en utzel, mit langen ke Lt hat fangs des Frühlings geſammlet. U ſiilende Krafft habe/ dahero die Blumen zu den werden im Latte f N Sieſwaͤrmet gelinde, trocknet was mehr, P 306 Scbluſſelblämel. charffen bitterlichen Ge⸗ 1 f t ne * 0 ſin e gen ung bein hsc ah ch heſt 0 ö 0 0 ehen erabele wird, ſo davon einer Muſcate gro a ae 1 men und Bla ü Schluͤſſel Aus den wolriechenden Blume ten in ctwag eee * 1 5 Blrunellen. 899 c greg tern dieſes Krauts laͤſſt ſich eine fuͤrtreffliche Bluͤmel „ Wird gebrauche Gleſder⸗Eſlentz mit Kirſchen⸗Brantewein aus⸗ Eſſentz. n Schlag, Giche 0 1 a ziehen, welche innerlich Tropffenweiſe eingenom⸗ erlich im Jppeleh, 10 men, aͤuſſerlich aber uͤbergeſchlagen, und die Glie⸗ den zerſtoſſenmm Nine der damit gewaſchen, die von kalten Fluͤſſen her⸗ auch der gfftge de ruͤhrende Schmertzen„ ſtillet auch die von ie Wurzel de Sa Schlagfluͤſſen erlaͤhmete Glieder wenn den Kindern Wage es 55 lang angeſtanden 0 wieder zu ihrer vori⸗ de Würmech; 1 0 5 2 3 19 Wenn man dieſes det, und dn, ewäch in ſich ſe st fermentiren und jahren „ e e e läſt, und hernach deſtillirt, gibt es einen herrli⸗ * zol dus dehnt chen Geiſt oder Spiritum per fermentationem Elche nahe ell ab, welcher oben-erzehlte Wirckung hat, auch offt wur, habet kn warm uͤber den Scheitel geſchlagen, vertheilet ſtett? Mit fache Ades die Schlagfluͤſſe, und benimmet die eib Perſouen daß dug Schlaffſucht. 8 oll alle Flecken, Muen 0. 5. ch deen 205. Brunellen. offt aus den Bumm mas aſern im Angeſcht. unellen, im Lateiniſchen Prunella ge- prunellaß Das Waſſer, aus tug 0 * nannt, hat den Nahmen von der Braͤu⸗ deſtillirt wird dientausg he, die etliche Prunellam nennen, gewinnet vier,. ee aß bene eckigte haarige und braune Stengel, an derer Zeit und ühret hat, und mit wan, f ö f hende Blaͤ Ort. hen de e Glaichen ie zwey gegen eigander ſtehende Blar⸗ „eim. datei ter wachſen ſo rauh und denen andern ahnlich ele ſeind, die blau⸗ und purpurfarbene Blümlein, keterlelbe,und de zwiſchen deren fiedem kleine Blaͤttlein ſtehen, er⸗ lieben ein baut fit ſcheinen Aehrenweiſe an den Gipffeln der Sten⸗ Wirckung hat ain 11 1 f 8 5 2„ gel; es waͤchſet in Feldern und kraͤuterigen Oer⸗ ter, we cher aan tern, bluͤhen vom Junio an biß ſchier den gantzen e baren eue Sommer hindurch. 5 1. 1 Jus den woe, eli 2 1 b 75 5 Brunellen. Ea iſt die Brunelle ein kol. ch Wund. Nea Nia 1 5 h denn ſie heil rien mildert alle Ven. Ich ſehrungen, dahero wird ſie zu denen Wund, e Träncken gebraucht, an etlichen Orten werbe 4 die jungen Blaͤttee zum Salat geſſen. In den Apotheken hat man die Blattern 0 Blumen, die ſind warm im erſten, und trocken im dritten Grad, heilen, ſaͤubern und dienen u den Wunden, ſonderlich der Lunge, geronnen Gebluͤt, Lungen⸗ und Schlaffſucht.— 1 1 Aeuſſerlich gebrauchet man ſolche zuden 1 N Wunden, freſſenden Geſchwuͤren und pal, 0 4 Beulen, die Wurtzel vertreibet das Zahnuche, 9 wenn man mit ſolcher in den Zahn ſtuͤret, biß er blutet, und hernach in eine Weide verſpündet, ſoll ſie durch Magnetiſche Krafft das Zahnuche 7 , Verlteiben Deſtillire Das deſtillirte Brunellen⸗Waſſer l 0 Waſſer. eine treffliche Artzney fuͤr alle Verſehrungen des 4 Mundes, inſonderheit in der Braͤune ub 0 Mundkaͤule, ſo man den Mund offt damit gu, 4 6 8 —— 5 gelt, oder folgendes N urgel⸗ 8 Warn„„ Gurgel⸗Waſſer. M boͤſen Haͤl⸗ R. Brunellen⸗Waſſer, 5 ſen. Wegereich⸗ Vase 22. 5j. mm Granaten⸗Syrup, Ua aeg e int Maulbeer⸗Safft aa. 2. 9 8 Miihe es, und gurgele zun affen b 3 Mund damit. 0 f 1 Dieſes Waſſer ſoll auch in Entzündung 5 und Verſehrungen an We dee bey 0 2 5 Est rern K fehl eee, Poley. 90 Vellet Aust 1 1 ee ee a„„ 3 rungen, N Mann und Weib laulich gebrau het werden lei⸗ * h ene zarte Tuͤcher darein genaͤtzet, und allezeit, eee ee h e enn es ertrocknet, wieder friſch uͤberzulegen. jungen Blatter zun eig 8 5 e 8. „In den Apotheke l* Numen, die ſind warn 1 de Gr, kate n Wunden, pode ebluͤt, Lunge und ae Aauſfrich ert zünden, freſenden Ge 296. Poley. N 5 ſolches iſt ein Kraut, das hin und her auff der un man mit sech 0 Erde kreucht, wie ker, und hernach nun N e N Quendel, denn es ſie durch Maguelſcg a, 8 e 0 waͤchſt nicht in die treiben.„ cee hHoͤhe, als wenn es Dos deſtillitez 1 2. e kommet es faſt etrefſiche Mpafknf einer Span⸗ undes, inſondeaher d M und faͤule, ſo mand Mx t, oder folgendes 1 und zaſicht, der Gurgel Stengel, wie gemeldt, Spannen hoch, viereckig, . Bruneclen Aeg. etwas haarich und knotticht, auff welchem die Wegereich⸗ Wut uf, Blumen rings um ſtehen, bis oben aus, gemeinig⸗ Granaten, Stg. lich weiß, leibfarbig, zu Zeiten roth⸗leibfarbig, Rosen- Hong), zuweilen auch gantz weiß, wenn im Sommer an⸗ Miaalbcer Stan dere Kraͤuter der Hitze wegen anfahen zu ver⸗ Muche es, und gl dorren, ſo hebt dieſes an zu bluͤhen, ob es ſchon tel. auff duͤrrer Heyde ſtehet, es waͤchſt ſo gern daß md damit.. es auch, wenn es auff die Kraͤntze gebunden, noch Dieſes Waſſe fle ſerner 775 81 Blaͤ 1 6 roͤ 3 ferner zunimmet; die Blaͤtter ſind etwas g oͤſ. Verſehrungen A ell z ſer/ nen hoch, pulegium, Oley, im da⸗ Decſen * teiniſchen Pu. Geſtalt, legium genannt, Zeit und Ort. a die Wurtzel iſt duͤnn 902 Poley. 4 ſer als der Majoran, und haben einen ſcharffen, doch nicht unlieblichen Geruch, und einen bren⸗ nenden Geſchma⸗k; es findet ſich gern an ftuch⸗ n ten Auen, Wieſen und Waͤldern; kein Gewaͤchs iſt, das lieber bleibt, als der Poley, denn wo er einmahl hinkoͤmmt, da beſetzt er gern das ganze 0. Gebrauch we der Poley. liche 1 D 9 2 i ee 5 a e ebend= ge l zen ſollen, damit ſie keine unzeitige Geburt ver⸗ n, W. 0 für und Aloes gekochet und bereitet wird, iſt es ein dag leber llel! fh nätzlicher Tranck, die ſchwartze Galle durch mag gukömmg... an zaͤhen Schleim der Lunge, und benimmet In den 2 0 lche h ee Welcher unge cken m Ender lege Poley darein, ſo wird es ihm keinen Grad, hat en, den f 5 35 as barten ane Wann Poley in Wein und Eßig geſotten bet! inn end 3„ 9 i i denen, ſo die Sprache verlohren haben, ſelbige die monatll dei* nee e ene Age e Poley mit Eßig warm getruncken und an die jutter,ſtaͤcck Wer das gruͤne den Schlein! ther Bu Kraut in Schuhen oder in den bloſſen Handen 1 en ode ſoll nicht muͤde vom Gehen werden. und obere S. Feu m Wer ſchlaͤfferig und unluſtig⸗ der lege fi Der Peg! Kön lep unter die Zunge) und erfriſche dieſelbe offt ber, vertrel! A Galt 4 Das deſtillirte Peley⸗Waſſer iſt inſonder⸗ mmen, treibe nud 55, e aas monatliche Reinigung. gebiert Nach⸗ und Affter⸗ N.* Geburt und die todte Frucht, dahero ſchwangere Die monat E. Nuß Weiher dieſes Waſſer nicht brauchen ſollen; es Weiber dieſes Waſſer nicht brauchen ſollen; es wund die Gli ws ae ee 50 am lachen. Wenn der Poley mit Wein, Honig Juen, W. e N 5 20 6 daha hen Stulgang abzufuͤgren, verzehret auch den wier. den Krampf. 3 ſund Waſſer trincken muß, u werden. G f 8 aue Schaden bringen. n mad ieh und warm im Munde gehalten wird, bringt es ire f 6 un wieder; ſolche Wirckung hat es auch, wenn der ind und B Schul Naſen⸗Löͤcher gehalten wird. chmeꝛten. N nh kraͤget, der m Gehen u der lege friſchenPo⸗ eiſſen Weibe en damik. heit ein koͤſtliches Mutter⸗Waſſer, befoͤrdert die lb⸗ und We ach erwaͤrmet auch den Magen, treibet den Harn bam, ur daf Aus und dienet wider den weiſſen Weiber⸗Fluß, des fran geſotten m Morgens nüchtern davon ij. ad Zit. ge⸗ ſoll aber ther i EE e in ſſe ihre/ z, Auis dem frischen geſtoſſenen Poley laſſt dem wtiſſen J) Abc ſich der Safft auspreſſen, welcher gelaͤutert ich auch S A Ll4 mit Poley⸗ Waſſers Gebrauch „. 297. Lu Fulmana- 5 0 Fier Lungen⸗Kraut, im Lateiniſchen ria macu · loſa. davon mit Brantewein 904 Poley.„ mit gleichem Gewicht Zucker ver miſchet, und al ſo im kochen zu einem Syrup gemachet wird für, trefflich gut 7 ben alten und jungen Leuten ſitzenden Schleing, Stillung des dadurch verurſachten zaͤhen und ſehr langwaͤhrenden Huſtens, Staͤrckung des ſchwachen Magens, Erweckung des Appetite, ichtigkeiten, Trock⸗ nung der Fluͤſſe, und Eroͤffnung aller vom N Schleim verſtopffter innerlichen Gliedee, Wenn das Bereitete in Saamen ſchieſſen⸗ Vertheilung der zaͤhen Feuch 410 ſt zu Auffloͤſung des auff der Bruſt de Kraut deſtillirt wird, ſo bekommt man nebt dem geiſtreichen Waſſer auch das daruber ſchwimmende deſtillirte Oehl welches Tropffen, weiſe inwendig mit Zucker und andern Sachen eingegeben, ausbuͤndige Krafft hat wider ales 1 Haupt und Glieder, do. Schmertzen, Schlaffſucht, Schlagfluͤſſe, Hu Grimmen, Mutter⸗Wehe, ſten, Schwindel, und Zahn⸗Schmertzen aus, wenig aber dienet es ebenmaͤßig zu den Schmet⸗ gen ſtillenden und zertheilenden Salben. Man kan dis Kraut auch zu allen Mutter ⸗ Magen- und Haupt, ſtaͤrckenden Elixiren, we auch zu dem deſtillirten Mutter⸗Waſſer gebrau⸗ chen, ſonderlich aber kan man ſich der Eſſent gemacht in oberzehlten Kranckheiten nuͤtzlich bedienen. n r——— ngen Kraut das fleckete. Pulmonaria maculoſa genannt, hat an 7 8 N alt . 1 ö 0 4 brit l . ö ewt heilung der fa der Fläſſe“ ki eum verſtepff-l 0 b Wenn das USbne aut deſtilrt Pen Wlan 5 geiſtreichen r a0 0 mende deſtih ah 1 mnwendig mi Tee geben, ausbü men, Muttet S * 3 S e eine braune und zaſige Wurtzel, dieſe wirfft. 15 Lenden J breite vorn zugeſpitzte und rauhe Blatter von an, lenden und z ubgez Ich, ſo mit weiſſen Flecken bezeichne ſeyn; ſcheid, Nan kan dis] e, ſſen Flecken bezei net enn; die Zeit und 18 Stengel tragen Blumen wie die Schluͤſſel⸗ Ort. i ka Blumen, ſind aber an Farbe, blau⸗purpur far⸗ dem deſtilik wizeßz big, deme ein ſchwatzer Saame nachfolget. Es ſonderlich ah 1 nn ind dieſes Krauts zweyerley Geſchlecht, als mit Brantet Winthiß das breit⸗blaͤtterige Lungen⸗Kraut, und der cheiten nuts e, ſchmal blaͤtterige Hirſch⸗Mangolt, beyde wach⸗ — 1 in N und. Hecken, und bluͤ⸗ ie ben im April und Majo, von dieſen erwehlet . Lungen, in man die brrie, Blärkesig n. Den Blaͤttern cket Lunge. hach iſt es unterſchieden, ſolche haben bisweilen 5 en weiſſe * n und Hau 2 1. 1 8 e*. 2 3 2 5 TT 1 0 1 888 e a e ee, e eee, e r 8 808. 2 Eigen⸗ ſchafft und tzen. 906 Lungen⸗Rraut Ful. — N E weiſſe Duͤpfflein, bisweilen keine, insgemein hat f 4 Bil 7 es bluth/ rothe Blumen, ſelten aber weiſſe ell, che unterſcheiden es ein Maͤnnlein und Weiblein. 5 In den Apothecken hat man die Blil, ker, ſind kalt und trocken im andern Grad, zi f 5 u- hen und hefften zuſammen, und dienen in den Gebrechen der Lunge, des Hirns und Her⸗ tens, Wunden und Geſchwuͤren der Je Lunge, wider Blut⸗Auswerffen, und/ Schwindſucht. Matthiolus ſchreibt, daß 71 er es im Blut⸗Ausſpeyen trefflich gut gefun, 1 2 den habe, ſonderlich wenn er das Kraut habe in 10 Waſſer ſieden, mit Rſoen⸗Zucker bereiten, und die Bruͤhe den Patienten allewegee fruͤhe zutrin, en it vel cken, darreichen laſſen. Die Blaͤtter backen die aft hee an Weiber in Eyerkuchen, oder ſtreuen ſie in die gu icht Suppen, und loben ſolche wider die Lungen Be/ the 40 ſchwerden, ſollen auch das Haupt ſtaͤrcken. mk nal — Gebrauch Dis Kraut in Waſſer geſotten, und davon Bien getruncken, oder auch das Pulver von dem ge⸗ de aum doͤrrten Kraut, Meſſerſpitzen⸗weiſſe, taͤgich Joo pg eingenommen, iſt eine kreffliche Artzuen in uu then! Bruſt · Geſchwůren/ Lungenſucht, Blut; mn 0 ſpeyen, und alle innerliche, Verſehrung eh ae und Geſchwuͤr gluͤcklich zu heilen, wird des, hg „ wegen auch nützlich in den Bruſt und Wund g at Träncken von den Wund⸗Aertzten gebrauche. fg Aus dieſem Kraut kan man auch einen Su, cker⸗Syrup und Eſſentz bereiten, und in be., meldren Zufallen uicht ohne Wüͤrckung gebral, fte W. 1 85 e 98˙ 1 15 „ de Met 0 n Wach„ en 0 kult und 10 n fagend g 1 en di. unde n Ach 4 a5 10 den Gechun 0 1 Ae 10 ndſucht. ou f Ade 72 15. a 10 ſeden, mit e dena r nchen 0 rechen lich 1 0 n Eferk ae nden w/ ſolen aud S ebe en tber aud„ Pig bg e ll affe fa Wu 10 1 nd ale ich den den N 17 fakt Baum Lungenkraut. 907 6 298. Baum⸗Lungenkraut. 77 2 76 , im Lateiniſchen Pulmonaria arbo- E rea genannt, iſt N A ein Gewaͤchs an N 4, S, meſichten Eich⸗ N und Buch⸗Baͤu⸗ ze,„ men, auf den 2 Stein⸗Felſen und G in den dunckelen Vaͤldern, hat weiche Blätter, die ſind breit, ge⸗ rümpfft uͤber einander geſchloſſen, weit von ein⸗ ander zerkärbt, mit vielen Gruͤblein, oben ſchoͤn Tobe 4 gruͤn, unten aber weiß mit gelber Farbe vermi⸗ ſchet, und mit vielen Flecken beſprengt, davon N fache weder Bluͤthe noch Stengel verſpuͤret werden. Nam 0 60 Dieſes Baum ⸗Lungenkraut, oder vielmehr Kent, 1 16 017 10 ein Mooß zu nennen, iſt maͤßig, kalt und trocken, i Tate wenig uam, haͤfftet und heilet. , warm und trocken im andern Grad, ziehet ein Es hat ein ſonderlich Lob bekommen wider die Lungen⸗ ſchwür 9 9 1 traͤget. Iſt auch in 0 0 hau ſucht, daher es auch den Nahmen Lungenkraut Bauch⸗ und Mutter⸗ u Fluͤſſen, weiſſen Fluß, Durchlauff und der rothen Ruhr, Blut ⸗Auswerffen, 1 Lungen ⸗Geſchwuͤren, Schwindſucht, „Eugbrüſeigkeit, Suſten und Gelbſucht een dienliches Gewaͤchs. U Man Pulmona- ria arbo- rea. Au, Nun⸗Geſtalt enkraut, und Ort. Pyre- thrum vulgare. Geſtalt, Zeit und Ort. ähnlich, wiewohl groͤſſer auswendig roth⸗farbigte Sprenglein haben, gleichwie an den Maßlieben zu ſehen iſt. wen. 208 Bertram. — a Man ſtoſſe es zu einem Pulver, vermichet f 0 davon Zij. mit Honig ij. zu einer Latwerge und giebt den Krancken nach Belieben einer Muſegt Nuß groß. Wein geleget, und darob getruncken, iſt gut wi⸗ der den Huſten, Enobruͤſtigkeit, Blut⸗ ſpeyen, langwährenden Bauch ⸗ Fluß, und unmaͤßige Monat⸗Reinigung. e an Bbkerram, im Lateiniſchen Pyrethrum — vulgare officinarum genannt, hat eine ſchlechte, glatte, Fingers dicke und Spannen lange Wurtzel, ſo am Geſchmack ſehr hitzig und brennend iſt: die Blaͤtter gleichen dem Gar ben⸗Kraut, die Stengel wachſen einer halben Ellen hoch, an deren Gipffeln kommen am En au de des Maͤyens, allererſt im andern Jahr, nach⸗ dem es gepflantzet worden, ſchoͤne und groſſe geſtiente Blumen, den Johannes Blumen und dicker herfuͤr, die dig iſt eine Blume mit einem goldgelben Apffel gefuͤllet, ſo rings umher mit weiſſen Blaͤtkein beſetzt, daraus wird der Saame, ſo m Heu⸗Mo⸗ 138 Es iſt bey uns in Garten gejeh df brin Es waͤchſet un ul u nat zeitiget. let, und gut aufzubringen. Schweitzerlande und Boͤhmen auf den Gebuͤr⸗ gen von ihm ſelbſt/ iſt aber nicht ſo ſcharff* Eine Handvoll dieſes Krauts in ein Maaß 0 c arg n Eßl nat end tag 80 Bertram. 909 di. mit 157 ss aus den Orientaliſchen Orten zu uns ge⸗ den Kran 080 bracht wird.. 1 groß. In den Apothecken hat man allein die ne Haudg gn Wurtzel, ſolche iſt hitzig im vierdten Grad, und n geleget, un 20 trocken im dritten Grad, durchſchneidend, ver den Huſte In flach dünnend, ſcharff am Geſchmack, und beiſſet in en, ſang Sn die Zunge, dahero von ſolchen in letbargicis al immaͤßine 2 kedlibus die Cataplaſimata und ſchaͤrff ſtymu⸗ fag dat lirende Clyſtire bereitet werden, und daß ſie mit —— leer Schaͤeffe die intellinen velliciren, und 29 Nerrn durch ihr lrritiren die Krancken erwecken. Un⸗ 15 e ter den Schwelß⸗treibenden Mitteln iſt es nicht tram, cada ein geringes: die Wurtzel in Eßig gebeitzt, und in in Zahn⸗Schmertzen und andern Mund⸗Scha⸗ he, glatte! E e e den adhibirt, reſolvirt es lympham juſto acido- Wurzel, i Ie rem. Gekauet, locket ſie viel Schleim aus hend i. dit gi dem Mund, ſonſt hat man aus dieſer Wurtzel Kant, die( F de ein Pulver, Gallas und Alaun, welches den ſtu⸗ ech, an da h porem membrorum und paralyfin heilet: wird Möpeng, d ini auch gebrauchet wider den zaͤhen Schleim des e Leibes, beſonders der Lungen, welchen ſie duͤnn n gepflantz te Blume b, wiewohl I dig roth vie an den M eine Blume rg tt, ſo rings! „daraus wi re itiget. Es idem Acceſs des dreytaͤgigen Fiebers, oder drey und 1 1 8 gut au eitzerlande 1 n ihm ſelbſth machet, und durch das Auswerffen und den U⸗ rin austreibet: Sie erwecket die Venus, und heilet das viertaͤgige Fieber. Im Mund ge⸗ halten, oder unter das Mund⸗Waſſer genom. men, ziehet die boͤſen Feuchtigkeiten an ſich, und benimmt die Schmertzen der Zaͤhne, ſo von kal⸗ ten Fluͤſſen verurſachet wird. e Bertram⸗Wurtzel zu Pulver geſtoſſen, und Gebrauch davon 3j. etliche mahl ein baar Stunden vor wider guch im viertagigen Sieber, mit einem gu⸗ Sehe de 5 ö ten jeher, Zahn⸗ Pillen. 910 Bertram. ten Trunck Malvaſier, oder andern guten Men e! eingenommen, mag es ſolche Kran heit au i dem Fundament heilen. Sie dienet auch alten Maͤnnern zu Befoͤrderung ehelicher Wer⸗ 6 cke. Loͤſet den Schleim von der Bruſt auf, machet Auswerffen, erwaͤrmet und ſtaͤcckk den kalten Hagen und Mutter, und führt den zaͤhen Schleim aus. uh Wider die Zahn⸗Schmertzen werden ſonder⸗ lich gelobet folgende Pillen. 1 R. Alten Theriac, der ziemlich kroch iſt. 20. 10 Bertram⸗Wurtz, gepulvert, 36. Langen Pfeffer, 5 VL. Gewuͤrtz⸗Naͤgelein 9j. a Bilſenkraut⸗Saamen, 3. 1 Kectdificirten Brandewein, das genung FF Miſche alles zu einem harten Teiglein, uud mache daraus kleine Pillen, davon offt eins in den holen Zahn zu legen, ſo werden deſen Schmertzen vergehen. 1 1 Zahnweh, Es wird die Bertram⸗Wurtzel nicht ohne Mittel, Urſache ſo hoch wider das Zahn⸗Wehe gerüh⸗ met denn durch ſolche wird der zaͤhe, ſaure,ſaltl⸗ ge und kalte Schleim, ſo ſich unter die Zaͤhne und Biller ſetzet, und Zahn⸗Schmertzen erwbe⸗ cket, gewaltig heraus gezogen, ſo man ſie im Munde wohl kauet, und dariſie halt; diewel aber dieſe Wurtzel durch ihr hefſtiges Breſſen Zunge und mg M* 8 N Fundaneh. 8. mern zu J J 1 1 Let der— Bertram. 91 11 und Mund verletzt, u. und die Haut auffaͤtzet, wi⸗ ckeln einige die Wurtzel in ein Tuͤchlein, und kau⸗ 0 en daran/ darnach legen ſie es uͤber den Zahn, ſo . beck es nichts deſtoweniger den Schleim aus. are u pe Die Wurtzel in Eßig geſotten, und die durchge⸗ alten K 1 achte Bruͤhe im Mund gehalten, hat gleiche hen Sch a. Wirckung. Item die Bertram⸗Wurt 50. Sider die 3* Shi und Salbey Mj. in weiſſem Weine geſotten, qelobet fo 0— 0 und die durchgeſeichte Bruͤhe warm im Mund gehalten, ſtillet auch Hahnwehe. lan. Bertram.⸗Murt am Halſe getragen, Fallende . Alten 2 18 r ff der bloſſen Haut, auch offtmahl daran gero ⸗Suche. ſt. 3, dienet wider die fallende Sucht inſon⸗ dune 42 kan derheit bey jungen Leuten wie der Poet 7 Langen Pit bezeuget: 8 i 9 7 1 7 ae collo pueris prodeſſe caducis Bi* 4 1. Dicitur,& ſolo ſuccurrere fertur odore. Rech mae So iemand mit der Seuch, davon die 8 0 9 n eee 45 8 4 angegirffen wir er laſſe i uche ales 1 nal Starck ges 10 9 b 125 e daraus kig Sl Den Bertram an den Hals, und rieche belen Zahn g auch daran, nan vage? Dann wird die ranckheit nicht ſo s wird die J offt ihn ſtoſſen an. he ſo hoch u N Bertram⸗Wurtz geſtoſſen, in Beäntewein Verlohr⸗ denn durch ſb eh, gebeitzt, auff die lahme Zunge geſteicher beuge ch. Spra⸗ verlohrne Sprache wieder. d tüte Set e Biller ſctet, 1 f Clyſtier wider die e blufſugt. d R. Bertram⸗Wurtz, gewaltig ber 1 5 55 oh kauet e f ü 0 Oſterlucey⸗Wurtz, Schlaff⸗ ſucht und Schlag⸗ fluͤſſen. Ppyrola. Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort. . 912 W intergruͤn. Meiſter⸗Wurtz, jedes. 1 Wohlgemuth, Roßmari, Haſelwurtzel Blaͤtter, aa. M.., Tauſendauͤldenkraut⸗Blumen, Ringel 5 Blumen, aa. p. j. 4 Kreißig⸗Saamen, Fenchel ⸗Saamen aa. ij. IN Zerſtoß alles unter einander, ſiede es in f- C ſchen Waſſer, ſeihe es durch ein Tuch, thue dar Fa zu Roſen Honig, und Rauten⸗Oehl, jedes 3 Saltz 3j. und mache dann ein Clyſtier in rechte Conliſtenz der Waͤrme zu appliciren. Iſt en herrlich Mittel in der ſchweren Schlaffuche und Schlagfluͤſſen zu gebrauchen. 1 300. Wintergruͤn. In den Apothecken hat man die Blatter zum Gebrauch; ſie kuͤhlen und trocknen, und 1 5 gruͤnen das gantze Jahr hindurch, die Blaͤtter rgrün ſind kalt im erſten und trocknen im dritlen Grad. Mun — — 3 Wintergruͤn. zerſtoß alcg Fa cha 1a kung z W dase, ſiſ h hubie N Loſen Hon 1 5 N N I ne 129 1 e nannt, ha 1 ht Erden 1b f 3 55 Der Wintergruͤn 15. Lob, die udlein auf,! unden, flieſſende Schaͤden und Fiſteln zu. tern wie Biß 2 ö len, wie ſolches die Erfahrung bezeuget, und 5 wird von den Wund⸗Aertzten in die Wund⸗ ub ſpih J Taaͤncke gebrauchet; wie denn dergleichen be⸗ — P 140 reitet werden auf nachbeſchriebene Art, davon dhlättengen. fen wird Morgens und Abends ein Becher voll zu E 1 teincken gegeben. ei ten Wuͤldern 1 Wund ⸗Tranck. Wund- in den Apot R. Heydniſch Wundkrand/ ſamt den Blumen, Tranck. Gebrauch;] Wintergruͤn, Sanickel, Beyfuß, rothen en das gane E Mangolt, Ehrenpreiß, rothe Ro⸗ talt im erſten!, ſen, Cardbenedccren, r M m m ad. ſol⸗ ommen eckig! Waſſer einzunehmen. 914 Wintergruͤn. aa. ſolche ſoll man im May und Junio ſammlen, ſolche Kraͤuter doͤrren, unter einander zu gro; ben Pulver ſtoſſen, und wohl verwahren. Davon nimmt man, ſo viel man in dreymal zwiſchen fuͤnff Finger faſſet, thut es in ein zin, nern Geſchirr, gieſſet ein Maaß alten weiſſen Wein, und ein halb Maaß Waſſer daruber, veemacht es wohl, und ſtellt es in einen Keſſel mit ſiedendem Waſſer, laͤſt es eine halbe Stunde lang wohl ſieden, davon dem Patienten des Ta⸗ ges dreymal ein Glaß voll zu trincken gegeben. Es trocknet wohl auf, befoͤrdert die Heilung aller inner⸗ und aͤuſſerlichen Verſehrung, Wun den und Schaͤden. 3 Ein auch fuͤr beſſer gehaltener iſt folgender Ein ande? Wund Tranck. ter Wund⸗ Ro, Wintergruͤn, Ehrenpreiß, Sinngruͤn, Bethonien, Sinnau, Sanickel, aa. Mi. Scabioſen, Spitzwurtzel, aa. M/. Zerſchneid die Kraͤuter klein, binde ſie inen Saͤcklein, lege ſie in eine zweymaͤßige Kanne, gieß weiſſen Wein daruͤber, Men. il. friſch Brun⸗ nen⸗Waſſer, laß es im Keſſel mit ſiedendem Waſſer ſieden, bis ſchier der dritte Theil einge- kochet, davon Morgens und Abends einen Be⸗ cher voll zu trincken. Man kan auch mit Brandewein eine Eſſene 1 ausziehen, welche zu Heylung der Wunden und Geſchwüren, auch der Lunge und andern inner⸗ lichen Verſehrungen zu gutt. xx. ad if. nuͤ⸗ N lich zu gebrauchen, taͤglich zweymal in Wegbreit⸗ 301 Eich⸗Baum. 915 duldet ſoſt 7h 3 Eich Baum. Quercus, N „ U Men. hen fünff! 85 8 W Gen e N Ae 110 WIe e. Winterzrſ e u Bethonien Dm ee Scadioſen Sunl erſchneid die Vatfa 2 lem, lege ſid e e Esch Baum, im Lateiniſchen Quercus ge⸗ 2 977 weiſſen Wein N e nannt, iſt ein gemeiner bekannter Baum, 185 7 95 „Wiſſer, laß 8. doch aber unterſchiedener Arten und Geſchlechts, terſcheid. ſſer ſtaden, by k Ain nicht nur an ihm ſelbſt, ſondern auch an Groͤſſe, u, davon M le Blaͤtter, Staͤmmen, Holtz, Frucht, Exeremen⸗ vol zu trincke“ is und Adnatis: Denn uͤber die Eicheln brin⸗ Nun kan auch it get er auch Schwämme, Miſteln, runde Kuͤch⸗ * 1 a a 8 2. 55 5 ehen, welche f Ae lein, auf den Blaͤttern, Trauben, Gallaͤpffel, und e e dee dug beg n Varſthrung an In den Apotheken hat man die Blaͤtter, Eigen⸗ u gebrauchen, K 0 Echeln, derer Hütlein, dann Miſteln und ſchafft. ſtr eue: Mam 2 Schwaͤm⸗ 6 nn 3 11 N 1 5 ———— 5 5 a Nutzen Di 100 des Eich⸗ lein kuͤhlen, trocknen, ſtopffen, werden gebraucht A 916 Eich⸗Baum. 14 Schwaͤmme. Sie haben eine ſtopffende und A Salpeteriſche Krafft an ſich, dahero ſie zu al. 00 f. ſtringiren genommen werden. 1 9 f 1 Die Blätter, Eicheln, Rinde, und die Hit, 10 A 0 baums. im Bauch⸗Mutter⸗und Saamen⸗Fluß, zuſſer. le R. Blaͤtter. Eicheln. e lich aber im Zahn⸗Wehe und Mutter, Fluß. fen Wenn die Blatter im ſauren Wein gelten e werden, und der, ſo den Durchfall hat, davon a f trinckt, ſo ver ſtopfft ſich ſolcher. 0 1 Wider den Sood nehmen einige ein Eichen, ln blatt auf die Zunge, und ſchlingen die dadurch den bent entſtehende Feuchtigkeit hinab, ſo wird ſolcher cli dadurch geſtillet. 9 1 ache Der Rauch von trocknem Eichenlaub ede von unten auf zu den Weibern gehen laſſen, ſil⸗ us o let dero unmaͤßigen Monat⸗Sluß. b f c Die Blaͤtter zerſtoſſen, und auf friſche h hn Wunden gelegt, ſtillen nicht allein das Blut, er ſondern ziehen und heilen auch die Wunden zu, ae t e ſammen, denn ſie ein deſtruirendes acidum vi 105 . b ihn. alcalina.. 1 Ob wohl die Eicheln dem Menſchen für da ehrt keine Speiſe dienen, dieweil ſie den Bauch auf, du hulgg blaͤhen, und Hauptwehe machen, ſondern nur zue, den Schweinen zu einer Koſt gewidmet, ſo wer, pſſechg den ſie doch gedoͤrret und gepul vert wider den aeg het Stein und kalte Biſſe gebrauchet, deßglei, aan chen den Weibern mit Agtſtein⸗Oehl, ſo vom aß eg Mutter ⸗Aufſteigen beſchweret werden; auch. ruͤhmet Tragus ſolche, daß ſie wider der gif g poi tigen Thiere Biß dienen, auch ſo iemand 1 eg f— bwoͤmme. S N 8 Eich⸗Baum. 91 7 lpettriche! T e 7 gegeſſen hatte, oder von Spaniſchen Fliegen ge⸗ ren gen neh kruncken, daß er Blut harne. Die Blitt Das Eichen Holtz hat ſeinen Nutzen nicht Holtz. kühe eg en e nur in der Kuͤchen und Zimmer, ſondern auch Bauch dn en zader Artzney, viel ſeynd in der Meynung, daß obern ga S 1 es koͤnne wie Frantzoſen-Holtz gebraucht wer⸗ n den. Etliche nehmen das Holtz, ſo die Wag⸗ rden, und de Mun ner aus den Raͤdern bohren, ſieden daſſelbe in 2858 flieſſendem Waſſer, und trincken ſolches wider B. cn die Waſſerſucht und Geſchwulſt der Fuͤſſe, denn 1* dend unt es ſoll den Urin kräͤͤfftig treiben. Eichene uf d Ind fi Kohlen ſind ein trefflich Medicament wider die ehende Feu Kit da Gelbſucht, deswegen wird auch der Wein darzu urch geſtilet gelobet, in welchem etliche mahl eichene Kohlen Der Naud e mut abgeloͤſchet worden. e nunten auf„ hg Das Moos, Muſcus quereinus, iſt tro⸗ Moos. deb unmißig E open cken und kalt, ziehet zuſammen, und ſtopffet, iſt De Blat ish gut in der rothen Ruhr und Durchlauff, in unden gelegt/ A ce Waſſer oder rothen Wein geſotten, und davon dern zithen un n Ma getruncken, mit der abgeſottenen Bruͤhe den men, denn si Akin Mund ausgeſchwenckt, befeſtiget und ſtaͤrckt die — wacklenden Zaͤhne. Etliche legen ihn—— „einn m Wein, und trincken davon wider die Gelbſucht, e e 2 wird auch heutiges Tages unter die Haar⸗Pul⸗ ver genommen. N N M 0 5 ö 5 f* 4 pen, und Hau Fr Es wird auch die mittlere Rinde der Ei⸗Rinde. Schweinen! 19 che, wie auch die Netzlein von dem Eicheln, dh e wegen ihrer anhaltenden Krafft den in den Ofk⸗ ein und ra Feinis bekannten Unguento Comitiſſæ hinzu ge⸗ den Weben 285 than. 1 8 8 8 8 Aus den Wuͤrmlein, ſo zwiſchen dem Holtz met Tragus* und der Rinde gefunden werden, wird ein ſon⸗ ter ⸗ Auſſteg There Biß 8, Mmm3 der⸗ e 5 7* 3 1 8 1— 20 1 5 * 2. ee n n „ ¾1U²⁹ h/? 7 r F eee e eee 5 2 2. 3. r 7— a n —. ͤ—0000000T0TTb0000T0T0T0T0TTTT 285 2 91S Eich⸗Baum. derliches bewaͤhrtes Medicament wider das 8 Ohrenklingen und Taubſucht zubereitet. f Sale i Viſcum, Eichen⸗Miſtel iſt das beſte un⸗ ü quere. ter allen, er erwaͤrmet maͤßiglich, erweichet ein Derer Nu⸗ wenig, zertheilet, wird gebrauchet in der fal⸗ tzen und lenden Sucht, aͤuſſerlich zeitiget es die Ge⸗ Gebrauch ſchwulſt/ Ohren⸗Geſchwuͤr und andere Schaden, wenn man es mit Hartz und Wachs vermiſchtt; der Eichen⸗ Schwamm ſtillet das Bluten der Naſen und Wunden, nicht weniger denn der Bircken⸗ Schwamm. Wider die fallende Sucht wird Eichen. gh Miſtel hoch gehalten, auch nur aͤuſſerlich an a den Halß gehencket, dahero er auch faſt alen antiepilepticis hinzu gethan wird; die Alten ha⸗ ben ihn ſo hoch gewuͤrdiget, daß ſie ihn omas anantem genennet, und nicht allein denſelben, ſondern auch den Baum, darauf er gewachſen, fuͤr heilig gehalten, vid. Plinius lib. 16. cap. 44, Es hat der Miſtel auch ſonderliche Krafft inden Durchbruͤchen, wenn er in den Speiſen genoſ⸗ ſen wird, wird auch in ſchweren Geburten gelo⸗ bet, und wider die Spul⸗Wuͤrme der Kinder; am Halſe oder Arm getragen, ſtaͤrckt den ſchwan⸗ gern Weibern die Frucht, und bewahret dieſel⸗ ben vor den Gichten: mit Wein gekochet, und im Tranck gegeben, hilfft er zur Empfaͤng⸗ niß. 5. Es wird auch aus dem Eichen ⸗Laube ein für⸗ i trefflich nutzbar Waſſer deſtillirt, welches in vie lerley Gebreſten dienlich iſt, es hilfft trefflich 15 ö 1 ö en 4 Eich. Baum. 2919 ungen. a den Durchlauff der Leber, ſo man davon alle Ta⸗ Viſcum. lufee „Lic a eg alen, et er n i es den ſtarcken Bauch⸗Mutter⸗ und Saamen⸗ . 25 2 * 2 . . K 2 * S. 2. 4 2 05 — 2 3 2 2 2 arne, . — * 2 2 Eichen ⸗& und den Grieß aus den Lenden, wehret auch dem 0 me Blut⸗Harnen, es ſtillet die Mundfaͤule, und Maßen und A eng andere S aͤden des Halſes, wie auch die hitzige f ecken Schwan rothe Geſchwulſt an 9 5 und Wider die fal n Weibs⸗Perſonen: wer an den Beinen ſchwar⸗ 165 45 tze Hitzblattern hat, der netze Tuͤcher in das Halß gehen 184 Waſſer, und ſchlage ſolche warm über, ſo zer⸗ * Nr 1(heilet es ſolche. 1 plepcchhn bunt 5 Es ee etlichen wider die fallen ihn ſe hoch g Keith de Sucht fuͤr ein groß Geheimniß gehalten mem genenne: Jute. folgendes 3 dern auch den F uuf 7 gba nl 1— 1 bar der Miſteſ ng Rc. Pulver von berbrannten Froͤſchen, fende rchbrüͤchen, u un von einer geſunden Nachge⸗ Sucht. wird, wird au 1 l burt. ind wider die Ain Eichen⸗Miſtel, aa. Zij. 3 Nate 15 n Miche alles wohl, und gieb davon dem Pa⸗ Beben be Ahe tienten alle Morgen zj. in Bruͤhe. dor den Gicht 8 1— Tranck gegebtt f i 302. Fuͤnfffinger⸗Kraut. 8 Quinque 1 oͤnfffinger⸗Kraut, im Lateiniſchen Quin⸗ 6 Es wird auch at 8 e quefoßum genannt, hat eine lange dunckele 30 b 12 5 fich nutzbar N Mile braune Wurtzel, ſolche fladert mit ihren Neben ⸗Ort. v Gebreſten du 5, Mumm 4 Wuͤrtz⸗ 220 Suͤnfffinger- Rraut. „ 1 N 7 ö. uc 0 ee ee eee e r eee N, ter ute ba fire lber fenen ö ß ö i f n f W ini ber Lug 15 e egen Wuͤrtzlein hin und wieder, giebt einen herben ö * r nd Geſchmack von ſich, die Blaͤtter liegen auf dem e fac Boden, breiten ſich weit aus, und hangen ſch Af mit ihren langen Faͤden an den Grund: am n Ende des Meyens bringt es ſeine gelbe Blumen, ſo zwiſchen den Blattern herfuͤr ſchieſſen, ſo her, l nach abfallen, und keine Frucht noch Saamen 1 bringen. Es waͤchſt an graſigen Orten, die. eigen“ Wurtzel ſoll gegraben werden, wenn die Sonne af Galt, im Widder e. ee, Ruben In Apotheken gat man Kraut und Bu und Ge, men, offt auch die Wurtzel, welche gleich den — n l 1 E.. 1—. 3 4 N. — Her, gk hy f Blake raf — . — — S 5 0 e Fuͤnfffinger⸗Kraut. 921 andern im Fruͤhling kan geſammlet werden; ber Waͤrme und Kaͤlte iſt es gemaͤßiget, trock⸗ intim dritten Grad adltringirt, tauget zu den Vunden, wird gebrauchet in Kranckheiten, die un Catharren herruͤhren in der Gicht, Lun⸗ gen Sucht, Zipperlein/ Mutter⸗Feuch⸗ ugkeiten, Blutausſpeyen, Huſten, Gelb⸗ icht/ Verſtopffung der Leber und Milz lbeſſert die Schaͤrffe der verbrannten Gal⸗ ſyſtllet Bauchfluß, Guͤldene Ader, Na⸗ eubluten, nutzet wider den Stein, und Zer⸗ dung der Nieren, in Bruͤchen und diebern. Tabernemont. in Herbario Part. I. p. 340. ſigt daß die Fuͤnfffingerkraut⸗Wurtzel allen Kaanckheiten, ſo ihren Urſprung von Haupt⸗ Hläſen haben, Widerſtand thue, meldet auch, aß ſie in ihrer Krafft und Wirckung der Wur⸗ china nicht weiche, und habe ſie aus ſeiner ei⸗ fun vielfaͤltigen Erfahrung viel beſſer und liger zum Schwitzen, und die Cathar⸗ hiſche Feuchtigkeiten aus dem Kopffe zu laben befunden, als die Chinam. Es wird der Wurtzel auch eine Wirckung er das Gifft zugeſchrieben, weßwegen ſie N 0 8 3 luch unter den Theriac genommen wird; mit den 1 genommen, ſtillet ſie Zahn⸗ * 152 Mm m 5 Aeuſſerlich iſt Wurtzel und Kraut gut Auſſerli⸗ lber Ent zůndung der Augen, wenn man cher Nu⸗ n Safft darein troͤpffet, in Mund ud zu wacklenden Zaͤhnen; iſt Eßig gekochet und uͤbergeſtri faͤulung ben. die Wurtzel chen, heilet die um Sebrauch Wann unfruchtbare Weiber die Füuſffn, zu wider Un⸗gerkraut⸗Wurtzel zu Pulver ſtoſſen, und ſechszig E fruchtbar Tage nach einander davon alle Morgen zu keit. Lungen⸗ Sucht. Wund⸗ Tranck. ſchirr, ſchuͤtte Brunnen⸗Waſſer Men. ij, und 922 ZGauͤnfffinger⸗Rraut. um ſich freſſende Schaden, erwachet 60 Broͤpffe, Geſchwulſt, harte Apoſtem, e Beulen und Geſchwuͤr. Der Saft, auch Pan das Kraut ſelbſt gerieben uͤbergelegtz, heilet ale Ae Munden und Schnitte des Leibes, auch ge, ue brochene Rnochen. ö ſchwer in Wein einnehmen, ſoll es ſie fruchtbar 166 0 machen. 2 F b Wider die Lungen⸗Sucht, Re. friſch ausge, Ju preſſeten Fuͤnfffingerkraut⸗Safft, gelaͤutert 600 Jungfer⸗Honig, friſche Meyen⸗Butter, an. 3iv. laß es im Pfaͤnnlein uͤber Kohlfeuer ge, A ſer Latwerge ſoll der Lungenſuͤchtige alle Morgen 15 Jude Sanickel, Hirtzklee, Wegereich. Natterkraut, Ehrenpreis, aa. M4. Zerſchneid alles, thue es in ein ſauber Ge/ Wein Menſ K. verbinde die Kanne wohl, ſtele ſie in einen Keſſel voll ſiedend Waſſer, laß es eil.. che Stunden darinnen ſie den, wenn es 1 N 1 l eihe 5 — ö ehh vul be 2 0 8 eig nitte des 10 N. 0 6 0 1 U be Bahre g Hubeſiſg e 0 dabon dle Nan Icmen, il ö 0 „Such de fit alkraut, Sit, gh iche Mann Butz nnlein lin dahſen —— o ur Dittentz e mucke Hes: J 0 U Juͤnfffingerkraut. 923 ſſeeh durch davon dem Verwundeten alle Norgen ein Glas voll zu geben.. Wider die Nund Geſchwuͤre und Ver⸗ hrung des Halſes, auch Mundfaͤule, uh den Scharbock zu heilen, dienet folgendes „ Gurgel⸗Waſſer. Gurgel de. Fuͤnfffingerkraut und Wurtzel, Mi. Waſſer. Scabio ſen, Wegreich, Roſen⸗Blaͤtter/ aa. 95 K Gtde es im friſchen Brunn⸗Waſſer Menſ. F. hes halb einſieden, ſeihe es, und thue darzu Roſen⸗Honig Jug. 1 Gebrannte Alaun 33. Dumit waſche den Mund und Zahufleiſch off⸗ mal laulich, und gurgele auch den Hals damit. Das Kraut mit der Wurtzel in Waſſer ge⸗ fen, und mit der durchgeſeiheten Bruͤhe den 1 Rund offtermahl laulich gewaſchen, auch lange luna hoe aegunde gehalten, vertreibet den uͤbeln Geruch 5 s ͤfniclh ahne und des Mundes. c Es wird auch aus dem Fuͤnfffinger⸗Krau i ef ut butt Wurtzel bereitet nachfolgender und nuͤtzli⸗ 4 2 c 5 Fraͤuter⸗ Tru, Kraͤuter Wein. en aut, d ec, Fuͤnfffingerkraut⸗Wurtzel, Jüj. fle Bre Tormentill⸗Wurtzel, ij. Ehr, 5 5 Benedict⸗Wurtzel, 516. eine, Fuüͤnfffingerkraut, ele Bethonien, as. Nu. f. N cla 1 Gamanderlin, Erdbin, Cardobenedicten, del Mie 1 Tauſendguͤlden⸗Kraut⸗, Wermuth. aa. ee, ü. 5 Zer⸗ tem 8 8 Oeſſen Nutzen. Finfffin⸗ gerkraut⸗ Waſſer. 924 Suͤnfffinger⸗Rraut. Zirſchneid alles kerblicht, thue es in ein u, ber Vaͤßlein, ſo 30. Maaß halt, fuͤle es mit gu⸗ Roſte, laß es verjaͤhren, und zwey Mongt druͤber ſtehen, davon trinck des Morgens nuͤch⸗ 0 tern, oder bey dem Mittags⸗Eſſen, nach er Its Suppe, ein Glas voll; in Mangel des Moſts kan auch guter alter Wein genommen werden. 1 U zu der Schwindſucht geneigt ſeyn, verzehret die N Flͤͤſſe/ dienet wider Zipperlein, Huͤfft⸗Schmer, 0 tzen, Knywehe und alle Glieder⸗Sucht, eroͤffnet N verſtopffte Leber und Miltz/ treibet den 00 N Harn, verhuͤtet, daß in Nieren und Blaſen kan. 4 Stein wachſe, ſtaͤrckt lahme und ſchwache Gli, der, verhuͤtet Schlag und Kranckheiten, ſo bon 10ů—U Fluͤſſen kommen, ſtopffet auch alle Bauchflͤſe,„ weiſſen Welber⸗Fluß, und befoͤrdert die Em⸗ fe 4 pfaͤngniß. VVT Das Juͤnfffingerkraut⸗Waſſer Mor, it pu gens und Abends Zij getruncken, eroͤffnet die e 1 Verſtopffung der Leber und Miltz, nubet e hig den Harn, rein get Nieren und Blaſen/ füh⸗ 18 fla ret aus Grieß/ Sand und Stein, vertrebet W viertaͤgige Fieber, es heilet auch offene d Kn Schaͤden, Siſteln und Krebs, ſo man Lich, un dach lein darein naͤtzet, und warmlich auff den verlch/ Ange ten Schaden leget. Die Haͤnde offemahl mit, Fun 0 dieſem Waſſer gewaſchen, und von ſelbſt trocken dach werden laſſen, vertreibet das Zittern. Sonſt e chen hat ſolch Waſſer gleiche Tugenden mit dem cke Kraut und der Wurtzel, es widerſtehet auch ſechen dem Gifft, loͤſchet die Hitze, wehret der di u Mund faͤule, und macht feſtedaͤhne. 303. e Hanenfuß. 927 3. Hanenfuß. Ranuneu- H im Lateini, Jeſſen ſchen Ranunculus 1 8 8 genannt, derer ſchied, werden bey den Zeit und Botanicis uͤber ſie, Ort. bentzigerley Arten beſchrieben, ſie wachſen alle gern in feuchtem Erd⸗ reich, wiewol eines mehr als das an⸗ dere, der eine Ha⸗ e nenfuß, welcher e KFKRanunculus pra- . tenſis genannt i dy hat etwas breitere Blaͤtter/ als der Corian⸗ der, der Stengel iſt gruͤn⸗weiß, ſchmalf offt einer % Elen hoch, bringet am obern Theile kleine laͤng⸗ ch chte Biaͤtterlein und kleine gelbe Blumen, die fund mit fuͤnff Blattern beſetzt, anzuſehen wie ein Noͤſelein, die Wurtzel iſt weiß, mit vielen kleinen längen, angewachſenen Wurtz ln, eines bittern e ſcharffen Geſchmacks, auff die Blumen folget ein iel kondlicht Saamen⸗Haͤuslein, in welchem viel flache, oben hin ſpitzige Saamen erſcheinen. Die Hanenfuß Geſchlechte ſind insge⸗ ein hitzig, trocken und ſcharff, daher ſie brennen und Blaſen ziehen, ſo man ſie gruͤn auff die bloſſe Haut leget, darum ſie nimmer mehr ſollen zu in⸗ balichen Artzeneyen gebrauchet werden. Wenn * 2 ä„ 0* n Hohle Zähne, Lahme Glieder. 926 1 Wenn man die Blaͤtter von Hanenfuß Fderſtoͤſſet, und in dem Huͤfftwehe auff die krancke Huͤffte leget, und daruͤber liegen laͤſſet, biß ſe Hanenfuß. Blaſen ziehen, denn alſo ziehen ſie die innerliche boͤſe und ſchmertzhaffte Feuchtigkeit heraus auff die Haut; dann ſchneidet man die Blaſen mik einem Scheerlein auff, ſo fleuſt die boͤſe Feuch⸗ tigkeit heraus, darnach beſtreichet man den auff⸗ geaͤtzten Ort mit friſcher ungeſaltzener Butter 7 oder nimmt ein friſch Koh kraut⸗Blat, waͤrme es, beſtreicht es mit dieſer Butter, und legt es auff es lindert den Schmertzen von dem Bren⸗ nen, und heilet in kurtzen Tagen, doch ſoll der Leib vorher purgiret werden. Auch leget man den nicht wollen heraus kommen. 75 Wider die vielfaͤltigen Sluͤſſe der Augen zer hacket man eine Hand voll friſchen Wieſen, Hanenfuß, mit den Blumen, leget es etliche 5 f — —— 2 W— — —— — — — „5 4 Hanenfuß auff die Peſtilentz⸗ Beulen, de Fluͤſſe in Augen. Stunden lang auff die zuvor von Haaren abge/ ſchohrne Scheitel des Haupts, ſo werden ſich da, von die Fluͤſſe von den rothen Augen gantz ab⸗ ziehen.. 0 Schmertzen ausfallen. Wider erlahmte Glieder dienet folgendes Oehl: Fuͤlle ein ſauber Glas mit dem friſchen gehackten Kraut, ſamt den Blumen und Wur⸗ tzeln des Hanenfuß, geuß Lein⸗Oehl daruͤber, bis das Glas voll iſt, vermache es wohl; und laß es e Die gedoͤrrete und zu Pulver geſtoſſene U Wurtzel, davon in die hohlen offt ſchmertzhafften AZaͤhne gehalten, machet ſie allgemach ohne fh. 0 1 10 e N 0 I er Butt! kerzen dul Vuptz/ bur ahn ust L zu Pale 15 Rettich. 927 aufbehalten. her Wochen durch die gantzen Hunds⸗Tage uͤ⸗ her an der Sonne ſtehen, darnach beſtreich mit eſem Oehl alle Morgen und Abend die lahmen Glieder. Ubrigens wird ſolches Kraut ſamt anem gantzen Geſchlecht in der Artzney nicht —— gebrauchet, auch davon in den Apotheken nichts 1 Raphanus 304. Rettich. 92 Ettich im Lateiniſchen Rhaphanus dome Geſtalj, ſticus genannt, hat eine Wurtzel, welche Zeit und bemeiniglich rund auch lang ſeyn, die Blaͤtler Ort. ſud faſt wie Ruͤben, die Bluͤhte iſt Purpur⸗ bath, und laͤſſet im Schoͤttlein ie zwey oder drey Saamen⸗ 928 Rettich 3 Saamen⸗Koͤrnlein hinter ſich; waͤchſet in Gar, ten an feuchten Orten, werden im Mertzen geſtl, et, und bluͤhen imMaͤ rn. In den Apotheken hat man den Sun fbr 1 18 n im dri i 47 fn und Nutz. warm im dritten, und trocken im andern Grab, fe g N f 140 wider den Stein, denſelben zu zermalmen und e 6 4 auszutreiben, den Urin und monatliche Rein. 0 gung zu treiben. Rettiche eroͤffnen verſtopffte 4 l f len 0 Eigen⸗ Leber und Miltz, und widerſtehen dem Gift, 15 ſchaden aber den Zaͤhnen. In boͤſen hitzigen in pf Fiebern bindet man die Wurtzel mit Salt zer, ue ben unter die Fußſohlen; bindet man ſoſche n faſet Nacken, ſo ziehet ſie die Haupt⸗Schmertzen ab, a 1 Geburt, ſo In ſehweren Geburten iſt folgendes en en ſchwer, zu ſicheres Experiment: 5 eb gh befoͤrdeen. Re. Rinde von Rettich, Leue Bingelkraut aa 3j. e ur Saffran gr. iv. due Zummet geſtoſſen ij. 9 h N Seenen heiß geſtoſſen ij. n t 4 Ver miſche alles unter einander, binde es in une, ein leinen Tuͤchlein, und ſchiebe es in die Geburt, Aan g es ſoll eine warhaffte Artzney ſeyn. e g Dier Rettich hat auch die Eigenſchafft, nit geg ſeinem Safft allen Schleim der Bruſt zu er, Ae vduͤnnern und zu verzehren, den Athem zu er⸗ er n Vonztiv leichtern. ö ee aus Ret. Wer gern uͤber ſich purgiren will, und den a n tich⸗Safft Magen raͤumen, der ſtoſſe ij vom ct 0 f a 5 5 Rettich im Moͤrſer fesseln Gefen 8 1 —— 2 „ Rettich. 949 ed ſer daruber, trucke den Safft durch ein Tuch, ö N dana und trincke es alſo, es wird ihm nicht nur den 0 Schleim des Magens wegnehmen, ſondern ken gat nn nel auch den auf der Bruſt ſitzenden zaͤhen Koder dar file, uhu herduͤnnen, zum Auswurff befoͤrdern, und den a ainaenh babon aufgefangenen Athem erleichtern, und dune aihen lifrehen. Andere nehmen zu ſolchem Ende ſrgteh ein halbes bis zu einem gantzen Loth Rettich⸗ i Saamen, ſtoſſen ihn im Moͤrſer rein, gieſſen fag Geſten⸗Waſſer daruͤber, ruͤhren es wohl unter c enander, trucken es durch ein Tuch, und trincken ken, hp alſo dieſen Safft aus, den jungen Leuten und t Wurzen Kindern muß man nach Proportion weniger lenz ace 0 geben, iſt allen eine unſchaͤdliche Laxirung. Wenn man auch Safft aus denen nicht all⸗Safft. ſcharffen Rettich getruckt, mit Zucker⸗Candel hermiſchet, und alſo bisweilen ein wenig davon warm eingiebt, loͤſet ſolches den Schlein von der Bruſt, machet Auswerffen, vertreibt Engbruͤſtigkeit, und reiniget die Nieren. 1 z Der Rettich ⸗Saame befoͤrdert den Harn, ang d Monat⸗ Reinigung, davon 3j. in weiſſem een Wein zu nehmen. 4 42 Wenn man Rettich in lange duͤnne Schnit⸗ Saame. een en ſchneidet, mit Saltz beſtreuet, und Kran⸗ 00 n ken i hitzigen Siebern ſolches auff die Fuß⸗ een. ſchlen bindet, ſo ziehet man durch dieſes Mitel wiel die Hitze vom Haupt und Hertzen unter ſich. Der Rettich wird auch gelobet wider die . Kraͤnaugen an Fuͤſſen, wenn man im ahneh⸗ e wenden Mond ſolche im warmen Waſſer ab⸗ 05 ſhneidet, und Rettich⸗Safft darein gieſſet, als 4 Nun wo⸗ 950 Rettich. 215 wovon ſie verſchwinden. Rettich und Gan Fleiſche. 5 und Wurtzel, er treibt den Harn, eroͤffnet Milz, brauchet; es iſt aber alles vom Rettich nicht ein blöͤdes Haupt und Geſicht verſpuͤren. lich gebrauchet, damit nicht aus uͤbel aͤrger wer⸗ de, ſoll der Leib vorhero mit einer dienlichen Pur⸗ gantz gereiniget werden. Es eroͤffnet auch ver⸗ tet die Wuͤrme im Leibe, treibt ſie aus und befor, dert die verſtandene Monat⸗Reinigung, denen auch, ſo mit Nieren und Blaſen⸗Geſchwüren behafftet, ſoll man von dieſem Waſſer zu trin, cken geben. e 3 Raphanu: 305. Meer⸗ Rettich. Zeit und ſchmaltz uͤbergeleget, ziehet die Dornen aus dem Der Saame iſt krafftiger denn das Kraut bringt wieder verlohrne Monat⸗ Reinigung, treibt die Pocken und Maſern aus, widerſtehet dem Gifft, und wird bisweilen ad Vomitum ge gut denen, ſo einen bloͤden Magen haben, ober Deſtillirt Man deſtillirt auch aus dem Rettich ein Wa. Rettich⸗ ſer, ſo wider den Nieren ⸗ und Blaſen⸗Stein Waſſer. ſehr gelobet wird: Ehe man aber ſolchet inner. 0 ehe 125 a0 9 t Gestalt, Mer. Rertich, im Lateiniſchen Rapha. ih nus rufticanus genannt, iſt eine dicke, Ort. weiſſe, lange und ſchaͤrffe Wurtzel, aus ſolcher a ſchieſſen groſſe lange breite und gekerbte Bla- 11 . 4 1 1 N 1 ö 355 . ſtopffte Leber und Miltz, zertheilt den Schleim auf der Bruſt, dienet wider die Waſſerſucht, toͤ⸗ f 9 1 „ 1* 1 h eh tee 0 l n Hu, buff 1 e Mun, Nan lum A* I wellen hh us den aeg en und Nah zongat Rahe 5 Va W Neem A ———— Nl e * galt, 0 0 9 . c f Meer⸗Rettich. ir auf, ſamt einem zarten Staͤngel mit weiſſen Blümlein, und nach dieſem einen kleinen Saa⸗ len. Er waͤchſet gerne an feuchten Orten, und wo er einmal Wurtzel gelegt, laͤſt er ſich nicht bern wieder ausreuten, die Wurtzel wird im Nartio gegraben. In den Apotheken hat man von dieſem Eigen⸗ Gewächs allein die Wurtzel, waͤrmet und trock⸗ ſchafft, get im dritten Grad, hat die Eigenſchafft, alle 8 0 ſhleimige, zaͤhe Feuchtigkeiten zu verduͤn⸗ brauch. hen, auch das ſcharbockiſche ſaure Saltz des Ge⸗ ts durch den Harn zu treiben, die Mutter⸗ Nun 2 Gaͤn⸗ Glruuch Es wird auch der Meer⸗Retlich wegen ſei⸗ 252 meer⸗Rettich. Gänge zu eröffnen, Sand, Grieß und Sten h 0 abzufuͤhren, ſchweren Athem zu erleichtern, ver, oc. ſtandene Monat ⸗ Reinigung zu eroͤfnen: Et. liche ſchneiden den Meer⸗ Rettich in Scheiben, t legen ihn in Wein, und trincken Abends und. N Morgens davon, welches den Harn und Stein ü gewaltig treibt. Ins gemein wird er bey uns in mit in zu dem Rindfleiſch und Fiſchen gekochet, etliche eme wollen ſeine Schaͤrffe und Unlieblichkeit etwas ii an temperiren, und laſſen ihn uͤber dem Feuer et, galchſke was abdaͤmpffen, oder ſtoſſen geſchaͤte Mu, 1 f deln darunter, ſolches befoͤrdert die Dauung, n eg machet Luſt zum Eſſen, aber deſſen alzuviclſg 190 0 brauchet, iſt er den Augen ſchaͤdlich. 0 1 0 nes alkaliſchen fluͤchtigen Saltzes in den Schar⸗ 0 3 bock dienlich befunden, indem er die ſcharffe Säu; 1 0 re des Scharbockiſchen Gebluͤts gewaltig veraͤn⸗ 1 0 — dert, verſuͤſſet, und alſo alle davon entſtehende Beſchwerden und Kranckheiten heilet, zu ol chem Ende pfleget man nur die Wurtzel davon entweder allein, oder annoch mit Bachbungen, Brunnkreſſen, Loͤffelkraut und Koͤrbelkraut in Wein zu legen, und davon ordinari zu trincken oder wenigſtens allezeit den erſten Trunck davon 70 bey der Mahlzeit zu thun. Gleiche Wirckung 1 10 hat auch das aus dem Meer⸗ Rettich deſtllute N 1 Waſſer. ö fe 10 0 a 0 Gebrauch Der ausgepreßte Seſtsez lege af 5 des Safts Wurtzel mit Brunnkreß und Loͤffelkraut,Saft fit vermiſchet, und etliche Wochen durch tag 1 ae lich davon 4 2 e mit guter e 5 Meer Rertich 1 1 ein ut un e d mein l % Euige zerſtoſſen den Meer Rettich, nehmen uche kiig und Honig darzu, fieden es mit einander shi einer Dicke, zu einer Latwerge, geben ſolche wi⸗ der den reiſſenden Stein und verſtopffte Monat Reinigung ein. Wenn man den E fer- Rettich Safft fuͤrſichtiglich in die clic Ohren laͤſſet, vertreibet er die Ohren Geſchwuͤr. —, —.— Nera 0 447 Endlich kan man auch aus dem Meer⸗Ret⸗ ich bereiten, und wider den Scharbock mit gutem Nutzen gebrauchen folgende Mixtur. Mixtur daa lait R. Meer⸗ Rettich, in Scheiben zerſchnit⸗ 9 ee, 5. bock. 1 3 Loͤffelkraut, Mij. 21 Brunnkreß, Mi. Loͤffelkraut⸗Saamen, Garten⸗Brunnkreß, aa. 5B. Gerſten decoct, 8. N sAͤlten weiſſen Wein. 2j. Berſchneid und zerſſtoß alles, laß es infundirt MNnun 3 ümwoͤff —— —— 3 o ale daga —— — 32 2 2 727S&TEr!! 9 9574 Meer⸗Rettich. 5 zwoͤlff Stunden an einem laulichten Ort inwoßf, Ja e vermachtem Gefaͤß ſtehen, der Colatur fuͤge bey Spir. von Norwegiſchen Maulbeer ziß. Eleoſach, von Citron, das genug iſt. Miſche alles davon Morgens und Abends 5j. man kan auch zuweilen etliche gutt. Mixtur. TJincturæ bezoardicæ darzu thun. alen Das aus der Wurtzel deſtillirte Waſſer die net auch in allen oben gefuͤhrten Zuſtaͤnden, ſon⸗ derlich aber wider Stein und Gelbſucht. ——— 2 . Rhaber, 306. Rhebarbara. bara. . 3 —— 8 2 1 9 46 73 4 j f ö Sa Röbcbarbara, in gateiniſchen lose b kus BBhebarbar. 955 Fnannt, iſt eine uͤberaus edle Wurtzel, die in der gantzen Welt wegen ihrer Guͤte und Nu⸗ bens ein groſſes Lob erlanget hat. ke⸗ Matthiolus ſchreibet, daß ſie erſtlich erfun⸗ den worden bey den Tragloditen im Mohren⸗ — — ſee hatten eine grobe und rauhe Sprache, und wohneten gemeiniglich in den Hoͤhlen der Er⸗ den, darum ſind ſie von den Roͤmern Barbari, unſittige Leute oder Auslaͤnder genennet worden z daher hat dieſe Wurtzel den Nahmen Mhebar bara bekommen. Garzius ab Horto, der eine lange Zeit in In⸗ dien Medicus geweſen, ſchreibt lib. 1. aromat. hilt. cap. 37. daß alle Rhebarbara, welche man meindien, Perſien und Europam bringe, in der Chineſer Land ſchafft wachſe, von dannen wird ſe durch die Tartarey nach Ormus und Alepo, on dar aus gen Alexandria und Venedig, und ublich in Teutſchland gebracht. N Nach Matthieli weitern Bericht waͤchſet die Rhebarbar nicht hoch mit ſeinen Stengel, derer Blatter ſind zweyer Spannen lang, nahe bey dem Stiehle ſchmal, am Ende breit und rundlicht, gegen der Erde ſich neigende, am Um⸗ kreiß ſcheinen ſie haarig, indem ſie wachſen, ſchei⸗ en ſie gruͤn, wenn ſie aber zeitig und alt wor⸗ den, bekommen ſie eine gelbe Farbe, mitten ſtarcker Stengel hervor, oben mit Purpur ⸗brau⸗ hen Blumen geziehret, ſind faſt den Vislen gleich, doch etwas groͤſſer, am Geruch uͤderaus Nun 4 2 ——U— ä——L—D Und, welche Voͤlcker ein wildes Leben fuͤhreten, Warum ſie Rhe⸗ barbara heiſſet. Von was Land⸗ ſchafft ſol⸗ che zu uns koͤmmt. Was es vor ein Gewaͤchs iſt. zwiſchen den Blaͤttern dringet ein dicker ſcharff 77 ⁵ mmoÜu mr ¼ 8 5 ſcharff und ſtarck, in ſechs Blaͤltlein beſtehend, au Die Wurtzel iſt zwey oder drey quer Finger zg lang, hat nicht aller Orten einerley Dicke, denn Aufl etliche ſind dicke, etliche duͤnne, wie in andern it h Seſtalt Kraͤutern zu geſchehen pfleget: wenn ſie gang ter l und Groͤſ⸗ vollkommen, iſt ſie eines Schenckels dicke, oft aa, du ſe der auch noch dicker, mit vielen angewachſenen 34, un Wurtzel. ſelen, damit ſie ſich in die Erde flechtet, und de Jag Nahrung an ſich ziehet, auswendig iſt ſie roh wund und ſchwartz, inwendig ſchwammigt, gelbe, mi ei vielen rothen Strichen durchzogen, giebt enen a gelb⸗braunen und zaͤhen Safft. Es wird dice eb . Wurtzel im ausgehenden Winter gegraben eht- hen. die Blaͤtter wieder auffs neue hervor ſchoſſen. agu 1 Wie ſo- Herr Johann Neuhoff berichtet in ſenuer f 0 che waͤch⸗VBeſchreibung des Koͤnigreichs Sina von die an fett. ſem Gewaͤchs, daß ſolches nicht, wie einige ber, de Lin meynet, ohngefehr wachſe, ſondern es werde mit H groſſem Fleiß und beſonderer Aufſicht gepflan, gel tzet und abgewartet. Durch dieſe Wurtzel ma chen die Sineſer ein Loch, und haͤngen ſie zu ch trocknen an ſchattige Oerter auf, da keine Sol z 43 ne hinkommet, denn in der Sonne getrocknet ver⸗ ſucht f liehret ſie ihre Krafft. da debe Die rechte innere unverfaͤlſchte beſte Rhe falt 10 „„ barbar ſoll nicht verlegen oder Wurmſtichig ſeyn, ol 15 ſondern neu und friſch, denn ie friſcher ſie iſt/ je uh bitterer iſt ſie, am Gewicht ſchwer, eines guten agg ſe Geruchs, auswendig ſchwärtzlich, inwendig zn 15 roth⸗ gelb, hat viel rothe Aederlein, und ſo man gl 50 kauet, giebt ſie eine Saffran gelbe Farbe. Diß ſind die rechten Merck ⸗Zeichen N 00* 1055 Rhebarbar. 957 e Rhebarbar/ daraus man leicht die falſche erken⸗ e gen kan, als welche einen herben Geſchmaͤck, auch e ene dunckele und vermiſchte Farbe hat. a Sie iſt zweyerley: Die eine wird genannt, Unter⸗ e mhabarberatum de Lavantes, welche gelber und ſchied. h beſſer iſt, die andere nennet man Molcoviticum, 0 dach dunckel⸗gelb und geringer iſt. In Apotheken hat man die Wurtzel, iſt Eigen⸗ Mia warm und trocken im andern Grad. Sie iſt zu u 115 h ider Zeit eine gantz ſichere Artzney fuͤr junge und und Ge⸗ 0 eh alte Leute, man kan ſie den Kindern und ſchwan⸗ brauch. Ian N M gen Weibern ohn alle Gefahr eingeben, auch 5 Much ſchwachen und krancken Leuten gebrauchen; iſt Hache 10 überaus gut der Leber, denn ſie eroͤffnet/ reiniget ahafheh Wee nnd ſtaͤrckt dieſelbe, nimmk weg die Waſſerſucht ihre i und Materie der rothen Ruhr und Durchlauffs, cnc 1 dkodtet die Wuͤr me und trelbet ſie aus, thut auch d c ing gute Huͤlffe den Gebrochenen, Geſchlagenen ern lf 5 oder Gefallenen, ee geronnen Gebluͤ⸗ . Duc n te. Etliche zornmuͤthige Leute tragen allezeit et⸗ Mach, Ale was Nhebarbar bey ſich, wenn ſich die Galle er⸗ r esd, geſſet ſo beiſſen ſie ein Stuͤcklein davon. Man ber Sumhun⸗ ſbrauchet die Rhebarbar ſelten in Sublſantz nur f der Diarrhæa und Dy fenteria, wo man zugleich ul 1 mit adſtringiren till. Die Doſis iſt von Jj. bis 5 ben fe a0. wo man mehr adſtringiren als purgiren f will muß man ſie ein wenig braten, damit die la Viende Krafft exhalire, denn die geroͤſtete Rhe ⸗ barbara ziehet ſo ſtarck zuſammen, faſt als die Terra ſigitlata, ſonſt infundirt man ſie in Waſſer, 0 mit Weinſtein, Saltz oder ore Tartari i geſchaͤrfft, welche ihren eckelhafften Geſchmack . Nun 5 corri- 5—— TTT——n!]§˙ 1. ̃§—; Laxirend Infuſum von Rhe⸗ barbara. 958 5 Xhebarbatz e Jum Exempel a auff folgende Nan 1 Kc. Rhebarbar ij. ad ii. Cremor Tartari). Gemein Brunnen⸗Waſſer 50 Laß es am ede ſtehen, dann ſehe es hat/ zu thue noch Syrup von Cichorien Sol. 2. Solches purgiret alle in den Daͤrmen beſndl⸗ che Humores und Exeremenis als eine ander Purgantz. Man kan auch aus der Rhebarbara eine eble e ſanffte Artzney zu allen innerlichen Ge, Purgir⸗ Tranck. dern bereiten auff folgende Manier: Purgier⸗Tranck. Rc. Rhebarbar zerſchnitten Zi. Weinſtein præparirt 3. Zimmet 5.„ Wegwart⸗Waſſer 2 ili, Laß alles uͤber Nacht am warmen Orte ſtehen, des Morgens druͤck es durch ein Tuͤchlein, gebs e a den dem Krancken, laß ihn bis Mittags fasten. 0 00 Solches reiniget und ſtaͤrcket den Magen, Leber und Miltz, oͤffnet allerley Verſtopffung, vertreis bet das Grimmen, Gelbſucht, Miß farb, anhe⸗. bende Waſſerſucht, alte faule Fieber, 0 g das Gebluͤte, und fuͤhret aus durch den Stuhl⸗ gang die uͤberfluͤßige und verbrannte Galle. Wider die Bauch⸗Wuͤrme der Kinder 0 N man Je und ſo ſie ſechs Jahr alt ſeyn, J geſtoſ⸗ ſene Nhebarbar in Tauſendgüͤlden⸗Kraut⸗Waf f bers, ein, es toͤdtet und trebet die Wuͤrm L 1 fh A. Tea. cn uit 9 7 1 tl. Bie ö 0 J 5 e Rhebarbar. 959 Cs buͤnget auch dieſe Wurtzel in allen Leber⸗ Kranckheiten einen trefflichen Nutzen, daß ſie guch das Hertz der Leber, Anima hepatis, genen? get wird. f Der in den Apotheken zubereitete Syrupus Wie die de Cichorio cum Rhabarbaro oder der Syrupus Doſis von goſarum ſolutivus cum Rhabarbaro, Agarico& Syrup. de Cichor, e. benna, kan erwachſenen Perſonen bis auff 4. a Rhab.oder J. both mit deſtillirten Waſſer zugelaſſen, den der Syru 15 Fndern aber von Zij bis 2. nach dem Alter ge⸗ Rol. larat. ben werden. 3 zu geben. Indrey und viertägigen Fiebern iſt ſehr gut ulgende Purgation offt eingenommen. Kc. Rhebarbar Ziij. Purgantz Zimmet 31. 1 wider Fie⸗ Weinſtein⸗Oehl, ſo abgeronnen zj. ber. Geuß daruͤber ein gut Glas voll Milch⸗ Schotten, laß es am warmen Orte ſtehen, fol⸗ genden Morgen ſeihe es durch ein Tuch, bruck es aus, und giebs alſo zu trincken: Es wird gelinde laxiren, und das Fieber ſehr berringern. 5 In Naſenbluten und andern Blut⸗Fluͤſſen hird die Rhebarbar auch mit Nutzen in Pulver gebrauchet, weil ſie alle ſcharffe ſaltzige Feuch⸗ igkeit, davon das Bluten herkommet, den Daͤr⸗ men zuſchicken, und aus dem Leibe fuͤhren. nachmahls aber wieder anhalten, und zuſam⸗ Bluten. a nen ziehen mag. 307% — rr— Rhabar- Barum Monacho⸗ rum. Derer Geſtalt, Zeit und Oct. Efgen⸗ ſchafft und Nu⸗ 960 muͤnch⸗Rhebarbar. 7 b E22 3 30, Muͤnch⸗Rhebarbar. rum genannt/ glei r chket ſehr der Grindwurtz, 9 hoͤret auch unter derſelben Ge⸗ fuͤhret durch den Stuhlgang die Galle, Schleim ö und Gewäͤſſer aus, dienet wider die Gelbſucht und Nierenſtein, waͤrmet zugleich 409 0 In ch ⸗ M Rhe bar, bar, im Latein ſchen Rhabarba⸗ rum Monacho- ſchlecht, ſeine Wurtzel iſt dick, 1 Auteln f. gulf Akral t. he Rhaponticum verum. 961 I ccknet löſet innerliche Verſtopffungen auff, treibt durch den Harn und Stuhlgang, und reiniget das Geblu t. Me Die Nuͤnch⸗Khebarber ſoll mit der 1 bohren Rhebarber gleiche wirckende Krafft ha⸗ a gen, wenn man ſie in doppeltem Gewicht giebet, ſuhero halten ſie etliche vor die Rhapontick, aber inecht, denn die wahre Rhapontick ſowohl von de Muͤnch⸗Rhebarber, als auch von der wahren interſchieden iſt, und zu uns gebracht wird. 0 1— 308. Rhapoticum verum. Rhaponti- 1 NMewwonnen die gerechte, oder Rhaponticum eum ve. 1 genannt, hat ſeinen Namen von dem kum. Glburts⸗Ort, dem Fluß Kha, bekoinmen, an geſſen Ufern ſie haͤuffig waͤchſet, davon hat itziger gat Proſper Alpinus in ſeinem Tractate gezei⸗ u, was die Rhapontick vor ein Gewaͤchs ſey, da tralſo ſchreibet: Dieſes Gewaͤchs iſt mit vielen Vurtzeln begabet, die alle von einem Stamme herruͤhren, ſelbe ſeyn lang, rund, und gleichen dem groſſen Tauſendguͤlden⸗Kraut, davon im felgenden wird gehandelt werden. So bald ſie gus der Erden kommet, ſo iſt ſie ſchwaͤrtzlich, koth⸗duͤnnen Weſens, welche, wenn man ſie kau⸗ t, gelb⸗farbig, und wenn man ſie mit den Zaͤh⸗ nen ein wenig hin und wieder treibet, ſo klebet ſie e wie Leim, und iſt mit einer geringen Bitterkeit 08 hegabet; ſie träget viel Blaͤtter an langen uͤber Tor ſch ſehenden Stielen, ſelbe ſeyn etwas breit, wie e e Nan der groſſen glatten Wurtzel, nur daß ſie e N etwas 962 Rhaponticum verum. 0 erwas groͤſſer oder breiter ſeyn, auſſenher verw. ckeln ſie ſich wunderbar, ſehen ſchwaͤrtzlicht grün, ſonder Geruch, haben einen ſaurlechten Ge ſchmack der Stengel ſproſſet in der Mitte der Blatter hervor, iſt Ellen⸗hoch, roͤthlich, hell dick, ſtraͤuchicht/ knotticht, aus den Knotten wachſen zwey oder drey Geſchoͤßlein, mit weiſſen Bluͤm, lein, die ſchier dem Hollunder gleichen, wohl rie⸗ chen, einen ſaͤuerlichen Geſchmack haben, nach welchen endlich der Saame gleichfalls folget, der da dreyecket iſt und in kleinen Blaͤslein lieget, Ben dieſer Zeit wird ſie ſehr von den Wen ä ern 1 1 3 4 0 ö . 1 ih un 0 dend Ne k 41 95 An f „ N 309. G en 1 g hn, Malie 90 duroh e ö 0 I f aan e hin 5 810 n i a 1 00 0 gehet an, relolvirt, und Auffblaͤhen, Gich Gebrechen der Leber, Engbruͤſtigkeit ach in Magen ⸗Fiebern zu g id von vielen in E als eine Hertz⸗ , lpontica vulgaris genann Weſhedlche Acſt ale Blätter; zu AA, Gemeine Rhapontick. dern in ihren Gaͤrten gezeu Thracien dahin gebracht worden. In den Apothecken hat man die W ſelbe aber wird aus Aſten bracht, und trocken im andern Gra 963 urtzel, d, temperirt trocken den Magen, der eber wöthlilg und iſt gut vor die rothe Kuhr, Durchbruͤche, wider geſtocktes Blut, ſo aner hoch gefallen iſt, vor 1 das Blutaus werf⸗ en innerliche Geſch wur, Schmergen t ufftwehe, kalte dieber, Krampf, che /gifftiger Thieꝛe Biß „Unreinigkeit der Saut; nit Eßig genaͤtzet treibet den! tonat⸗Fluß, iſt ebrauchen, und roͤffnung der Gekroͤs⸗Adern das Extractum davon dienet und Magen⸗Staͤrckung. Schlucken, Bꝛů hr hoch gehalten; nn * ſendguͤlden⸗Kraut, iſt im Lateiniſchen t, oder auch Centau- lum maj. ſolche gewinnet einen Stengel zwo oder u Ellen hoch, welcher gegen den Gipffel in un⸗ vertheilet wird, hat lange, gegen einander gekerbte, aͤſterige und a oberſt an den Zweigen ſind ude Knoͤpfflein, in derer Mitte die Bluͤte zu leite, ie n, ſo aus lauter purpurfarbenen 3 gel, nachdem ſie aus Eigen⸗ dieſe iſt hitzig brauch. 309. Gemeine Rhapontick. Pliaponti- i f 5, ea vulgar. Gemeine Rhapontick, oder groß Tau: gef alt, Zeit und Ort. ſthafft beſtehen; wenn dieſe ſich in eine wolichte Na ⸗ beige Eigen ⸗ gen. Gemeine Rhapontick. 6 i Ws— 5797. R 2 41 0 5 192 „ terie verwandeln, geben ſie einen glaͤntzenden Saamen, die Wurtzel iſt ziemlich dick, lang und roͤthlich; ſie waͤchſet in den hohen Gebirgen in 80 Savoyen und Apulien, wird auch in Garten ge⸗ i 1 5 de dert die Geburt, und dienet vor die Durchbruͤcht. 0 Wunden, Blut⸗auswerffen, geronnen Blut, der, che ſtopffte Leber und Gekroͤs⸗Adern, und daher ent ke ſtandene Zufälle„vor die Miltz⸗Sucht, Magen- feng, Fieber, Grimmen und Schmertzen der Mutter, der Saft davon hat in allen angefuhrten Stuͤken eine gleichmaͤßige Wirckung. 310% * 28 Johannes⸗Veerlein. a 1 in en u ſe aan a then St. Johannis/Traͤubel. 965 As St. Jo⸗ Baum lein iſt ne Staude, mit Aeſtlein, wird im Lateiniſchen Ribes vulgaris genannt; das Holtz, ſo dar⸗ an, iſt mit brau⸗ nen Rinden be⸗ deckt, wird gemei⸗ niglich in Garten zum Laubwerck in Gaͤngen gepflan⸗ let, die Blaͤtter gleichen dem Reblaub, ſind aber hel kleiner weich, ſaat⸗grun und glatt, eines her⸗ hen ſaͤuerlichen und zuſammenzie henden Ge⸗ viel Zincklein und Ribes. Geſtalt, i hannis nnter⸗ ſchied, eine niedrige klei⸗ Zeit und t. ſhmacks; im Maͤy faͤngt es an zu bluͤhen, da font anfaͤnglich ein gruͤn Traͤubel⸗Schoͤß ein berfür, daran hangen bleichgelb⸗geſtirnte Bluͤm⸗ bn, woraus runde Beerlein werden, die erſtlich 0 grün gusſehen, und einer Erbs auch groͤſſer wach⸗ enz endlich gewinnen ſie ihre Farbe, daß es drey⸗ . len Sorten, als weiſſe, ſchwartze und rothe gibt, bon denen die ſchwartzen nicht gebrauchet, auch ſlten gezielet werden. Insgeſamt reiffen ſie an St. Johannis Tag, dahero ſie auch den i Nahmwen St. Johannes⸗Träublein empfangen Ooo haben, 966 St. Johannis ⸗Traͤubel. haben, und wenn ſie reiff, haben ſie einen ange, nehmen wein, faͤuerlichen Geſchmack. Eigen⸗ Die St. Johannis- Traͤubel werden ſchafft roth und weiß in Apotheken gefunden, solche und Nu⸗ ſind kalt und trocken im andern Grad, haben tzen- duͤnne Theilchen, adliringiren in etwas, dienen e fur den Magen kuͤhlen die hitze, loͤchen dan ey Durſt, werden gebrauchet im Bauch ⸗Sluß, u al der rothen Ruhr, ſtillen Choleram, nutzen t in Gallen⸗Siebern, und widerſtehen der gau, lung, erfriſchen den Sauerteig des aa, gens, haben hiemit alle Kraͤffte mit dem Ei, tronen⸗ und Granaten⸗Saffte gemein. e Man machet aus St. Johannis⸗Trau bel einen anmuthigen und nuͤtzlichen Syrup/ der wird bereitet auff folgende Weiſe: gun St. Jo- St. Johannis⸗Traubel Syrup. Laune,„ be. Zucker W. laß ſolchen in zin fuſhen Shrug en Brunnen⸗Waſſer ſolviren, laͤutre ihn, und wenn. N machen, er verſchaumet, koch ihn zur Conliltentz, daß er Na ſich am Spadel wie ein Faden ziehet; darnach Nut 7 1 ö Der St. Johannis Traͤubel⸗Sytuß mit Wegwart⸗Waſſer getruncken iſt gut 9 6 8 missdriah ö St. Johannis ⸗Traͤubel. 1 0 hitzigen Fiebern, Bauch⸗Fluͤſſen, Rinds⸗ mid Lich Blattern, loͤſchet den Durſt, benimmet den bihee 5 unwillen des Magens, und ſtaͤrckt ihn, wird 0 ch in andern Gg eingren i erg benen nuͤtzlich gegeben, von welchen es unten und oben gehet; welchem inwendig der Hals ver⸗ ſchwollen, der nehme offt einen Loͤffel voll von diem Syrup. Ju Wegreich⸗Waſſer dienet er wider allzuſtarcken Monat Sluß der Wei⸗ ler auch weiſſen Fluß, Guͤlden Ader, und benen, ſo mit Veneriſchen Eiter⸗Fluß behaff⸗ Saua ketſeyn. Der Syrup mit Buretſch⸗Waſſer r Keäft Wag getruncken, it gut wider Hertz⸗Fittern; von die⸗ ift fem Julep gemachet, dienet er in friſch Brunnen⸗ 85. Jh a Waſſer vermiſchet wider Trunckenheit, ſon⸗ nc derlch wer den Tag zuvor berauſchet geweſen iſt. de Wit ergab Man machet aus den St. Johannis⸗Traͤub⸗ lein ein Rob Ribium purguams. Re. Jalappa⸗Wurtz, Mechoacanna⸗Wurtz aa. Zuſ. Turpeth Jiv. Haſelwurtz ij. Seennet, Blatter J v. Zerſchneid alles unter einander klein, ziehe urch öffters Auffgieſſen des Spirit. vini alle Tinclur aus, darnach ziehe es im Balneo ab bis auff bij. auff dem im Alembico hinterſtelligen Umore wird das Hartz ſchwimmen, welches man fleißig zuſammen leſen ſoll, und in einer Glas⸗Schale evaporiren, daß man es pulveriſi⸗ ee ben kan, das hinterbliebene Extractum liquidum 1 Ooo 2 inſpik Rob Ribl. um pur⸗ ans. n g W urCoulhe —— 9————— Pr ³˙wꝛ St. Jo: hannis Traubel⸗ Safft zu bereiten. ad 3iſß. durchrieben worden; letztlich thue noch. 968 St. Johannis Traͤubel. inſpiſſire in diplomate; dieſes inſpiſſirte Ex“. tractum kan man, damit es ſich beſſer hernach 9 mit dem Rob kibium vereinigen laſſe, mit en wenig Spiritu aniſi diluiren, und durch ein Cola torium winden, dann thue darzu e R. Rob Ribium, ſo mit Zucker zu gebuͤhren⸗ 1 der Conſiſtentz bereitet IB ij. vereinige es hey gelindem Feuer, thue darzu das pulverſirte Hartz, das vorher mit ſuͤſſem Mandel⸗Oehl 2 9 1 darzu Elæoſacell. aniſi oder Cinamoimi 5, oder 2 4 21f. mache daraus ein Electuarium. Dol. zi. 5 ad 50. f ä ü 5 f Dieſes iſt wohl zu gebrauchen, nicht nur ale —— — Auch machet man aus den St. Johan, nis⸗Traubeln einen annehmlichen Safft wie sehn q folget. 5 eben ee Re. St. Johannis⸗Traͤublein, ſtreiffe ſolche von den Stielen ab, zerſtoſſe ſolche im Marmor⸗ ſteinern Moͤrſer mit einem hoͤltzern Staͤmpfel, und zwinge den Safft durch einen ſaubern Sock 00 in der Preſſe durch; ſolchen Safft thue in en e Zucker⸗Glas, und geuß friſch Mandel⸗Oehl eines Aae cher, i ſchn qi d, 5 eh d ſcoſt 10 an g W thue IBW mt Zuber 5 1 15 ij n 0 N i. dur d r ſiſen Mn denz ka ober Cann lech St. Johannis⸗Traͤubel. 969 N Man macht duch die St. Johannes⸗Beere nt Zucker ein auff folgende Manier: St. Johannis- Beer einzumachen. Ro. St. Johannis⸗Traubel tßz. Zucker kit. zerlaß ſolchen in 21x. Dicke infpiflirt, ſo lege die Traubeln darein, laß hoch etliche Wall daruͤber kochen, ruͤhr es ſanfft mt einein ſilbern Loͤffel um, hernach vermehre es in Zucker Glas. Wenn ſolche Beeren ſich ent⸗ hen, und der Zucker davon wieder duͤnne wird, geſſet man ihn ab, und laͤſſet die Feuchtigkeit wieder abrauchen, und geuſt es druͤber. Solche A chen den Durſt, befeuchten den Mund, und u gockne duͤrre Zunge, in hitzigen Siebern, lin⸗ Va dern die Hitze des Magens und der innern e Gleder, bringen Lust zum Eſſen, ſind gut n ſchwangern Weibern wider die unna⸗ lirlichen Geluͤſten, und ſind denen Krancken in gebern eine ſonderbare Erquickung. 311. Noſe. Roſen werden im Lateiniſchen auchg Roſa. Derer ſind vielerley Arten, ö cht geſchehen kan; iedoch ſollen zweyerley, als Ooo 3 Ge⸗ e ale a hier zu beſchreiben, wegen Weitlaͤufftigkeit, der St. Jo⸗ hannis⸗ Beer ein⸗ . 8 Brunn⸗zuma⸗ Waſſer, wann ſolcher gelaͤutert, und zur Honig⸗ chen. Ro la. enannt Viele Ge⸗ welche ſchlecht Roſen. die bekaunteſten, nemlich der Rola domeſtica und der Rola ſylveſtris gedacht werden. Die zahme Rose iſt wieder in unterſchiedliche Sorten zu thelen: Solche waͤchſet an einem Stock, der 9 o NN — 5 a 1 N M . * Derer Se⸗ welche ſie vertheilet wird: als(i) einen Stic oder Schale, ſo iin fuͤnff Baͤrtlein zertheilet iſt wenn ſich die Roſe auffgethan hat,(4) die wol⸗ lichte Materie im Roſen⸗Knopff,(5) die Rosen, Blatter, derer weiſſes Untertheil der Nagel ge⸗ nennet wird,(s) die auffrecht ſtehenden Zaͤſerlein mitten in der Roſe,(7) das Gelbe auff dieſen Zaͤ ſerlein,(8) der Saame. Man findet ſolche 1 8 Boſe. i 1 Geſtalt nach mit vielen dornichten Zweigen und Gerten letliche auch ohne Dornen Jund tragen ie drey, fuͤnff oder ſieben rings umher gekerbte Blatter an einem Mittel⸗Stengel. Die Bu mae der Roſe aber hat an ſich ſelbſt acht Stuͤß n 75 +4. 1 25 2 0 2 1 5 ld Sr(2) den gruͤnen Knopff oder Kelch,(3) die Rinde len ding Ott in el derer ads f * 7 1 3 In, IL * „ 1 0 . 4 1 69 Fan d 14 9 zueherley Geſchlechter der Roſen auffbehal⸗ und lin/ ſind insgemein kalt im erſten, und trocken tzen. Roſe. 971 lt Gärten, die meiſten bluͤhen am Ende des Mai. in junio, Julio, die Moſch⸗Roſe aber bluͤhet erſt in Augufto. Sonſt wird die Blume ſehr werth chalten, als ein Schmuck der Erden, eine Zierde der Gaͤrten, eine Luſt dem Geſicht, und durch de⸗ 19 Geruch eine kraͤfftige Erquickung des Her⸗ bes, ja eine Königin aller Blumen. In den Apotheken werden ſonderlich Eigen 7 potheken werden ſonderlichſ cafe Nu⸗ imandern Grad. Die rothen abgetrogneten ehen zuſammen; die friſchen laxiren, ſtaͤrcken, ſenderlich das Haupt); die Leberfarbenen laxi⸗ un; die weiſſen ziehen zuſammen, ſtaͤrcken! csgeſamnt aber dienen ſie gegen allerhand Flüß⸗ e dieber, Durſt ce. 8 Inder gantzen Medicin iſt kein einiges un⸗Was aus ter allen Simplicibus zu finden, woraus ſo vieler⸗ ek i Bereitungen ,als aus der Roſe, gemachet 1 ird. erden, derer man an der Zahl acht und dreyßig ſihlet, als nemlich: 1. Der rothe Ro ſen⸗Eßig. 5 2. Das deſtillirte Waſſer aus bleichen Roſen. aus rothen Roſen. 3. 5 3. J. aus weiſſen Ro⸗ f J. Der Balſam aus dem deſtillirten Oehl. 6. Die friſche Conſerva ſen. 7. Die alte Roſen⸗Conſerva. 8. Die vitriolirte Conſerva aus rothen Ro⸗ ſen. 5 5 9. Die aus rothen Ro⸗ Oo 4 972 Roſe.. 9. Die Conſerva von bleich chen Roſenn 3, 10. Das Electuarium Rofarumm Velux. 36. „ de ſucco roſar. ſoldo. 37 , 39. 12. 9 liquiden Auge r be 13. Die Morſellen oder Roſen⸗Jucker, 14. Die Mauus Chriſti⸗ Zeltlein. ö f 15. Das deſtillrte Oehl. E 16 Das inkundirte Oehl,. 97 17. Das Oleum omphacinum. 00 18 Das Oleum compoſitum. 4 600 19. Die Pilulæ roſate. 10 9 20. 5 Flect. de ſueco roſ. lug l 1 1 g 21. Aromatie. 1 22 Diarrhodon. abbat. Ani ö 23. froſat. novell. Auguſt. 0 5 921 Se aus rothen fermentirten R/ 15 en. 25. Syrupus rofat. fi pl. ober loi 0 1. 0 ſimpl. 6 ch ell 26. ine Maſchar. A 808 5 h 27., dier 28. ine Ellebore Aug⸗ ac de 5 29. 0 de roſis ſiccis, von trocknen ech 90 i Roſen. en td 30. roſatus regius, oder Jule, g fn. roſatus. n eh 31. Mel Meſuæ. 1 105, 100 32. Einfaches Noe. Hong ab 33. Mel. roſat. citratumn ban 10 34. laxativaur, ee e bon Hehe Boſe. 973 ul. 35. Die Tinctur. e 5 36. Trochiſci diarrhod. Aug. g 37. Noſen. Salbe. 5 ihn 38. Die Roſen einzumachen. 8 Woder g Unter die ſen allen werden einſge Bereitungen p mit angefüuͤgt, als? 1 N 0 8 f a. 606 Eßig von rothen Roſen. 7 5 „ 4 LC§hMGMoſen⸗ mphaciun R. Friſche und zerſtoſſene weiſſe Damaſce⸗Eßig. compollun nen⸗Roſen IPij. beitze dieſe in guten Wein⸗ Hr. ECEgfßig Bviij.„ N ucco il 9 ß es ein wenig digeriren, deſtillir oder abllra⸗ e u den Eßig durch einen glaͤſern Helm, bis faſt Aon, a auf die Trockne der Roſen, in den deſtillirten el. Ag eig wirff wiederun„ Tothen kuh Y Malchr l A ompof dt Ine le ben Eßig zum Gebrauch. Roſen⸗Eßig ig. miſche alles netze leinene Tuͤch⸗ Jem, davon macht man auch den Friſche rothe Roſen vill(im Vor Jahre) Trockne rothe Roſen iv.(im Winter) laß es etliche Tage ſtehen, colir, filtir, verwahr e ö Gebrau Dieſer Roſen⸗Eßig iſt ſonderlich gut wi⸗ eg ee her die Mattigkeit und Ohnmachten, daran juriechen, oder mit anzuſtreichen, in Peſt⸗Zei⸗ ten die Hande damit zu waſchen; In hitzigen giebern wird fuͤr Manns⸗Perſonen aus die⸗ em Eßig ein treflicher Uberſchlag auf die Puͤl⸗ e an die Haͤnde zu legen, gemacht, als. Saur⸗ ampffer Seeblumen und Roſen⸗Waſſer aa. Ji. V abacchlas lein drein, und binde es laulich uͤber die Pulß. 81 Ooo Ro⸗ Roſen⸗ Syrup 0 Roſen⸗ Waſſer. N *** , 8 f 8 2 . 0 132 143 brauchet, als in Fi N RNoſen Syruß. Ro. Friſche leibfarbene Roſen, ſchneid den Scaamen, Stiehl und Nagel davon, y,. Thus ſolche in einen neuen verglaſirten Hafen, ge gieß daruͤber ſtedend heiß Waſſer xv. vermu⸗ che das Geſchirr oben wohl, laß es vier und zwantzig Stunden ſtehen, ſeihe es dann wieder herd ab, und drucke die Roſen wohl aus: darnach nimm abermal ſo viel friſche Roſen, und proce⸗ dir wie das erſte mal mit heiſſem Waſſer, und alſo continuire zehenmal, wenn es zum letzten mal abgeſelhet, ſo laß das Waſſer acht Tage ſie⸗ hen, damit ſich die Hefen ſetzen, gieß es sii ⸗ lich ab, und thut zu ſedem W Wasser en balb. rups. Die Dol. iſt hoͤchſt Züij. mit ij. Saur ampffer oder Ochſenzungen⸗Waſſeer. Dieſer Syrup iſt zu vielen Gebroͤſten des Leibes nützlich, denn er offnet, reiniget das G 1 bluͤt von der Galle, und treibt ſie durch den Stuhlgang; Er hilfft wider Gelbſucht und de Verſtopffung der Leber, iſt auch gut wider die! anfangende Waſſerſucht, dreytaͤgige und lang- wuͤrige Fieber. Wie das Roſen⸗Maſſer bereitet wird/ is Ju. det man vielerley Beſchreibungen, doch wid dieſe vor die beſte gehalten, wenn man auf febes 0 Ic eingebeitzte Roſen 1Bij. Waſſer gieſſet, und in dee doppeltem Gefaß deſtilliret, ſo wird ſolches am eh kraͤfftigſten, und wird in vielerley Gebraͤſten ge i ebriſcher Hitze, we* 2 le- f 0 4 1 e e Wwasße dienet wider fluͤßige Augen und an⸗ g b Vit 0 9 1 oö 5 1 10 che, 0 f 6 10 dosen Bohl fiche Roc nit Helen 0 ul, wem h 0 Wa fen ſckey ib Mie 1 zu einer düt 30 3% ge Bf 8— 8 ——— —— ä — — — — — — — 1 15 0 d abel —— — ——————— 5— ä 5 S— — H.—— ———— — 2 . —— 1 Roſen. 875 977 0 Febern, chern rother Ruhr und allerley Bauch⸗Flüſ⸗ F lüſ⸗ fe, Ohnmachten, Mattigkeiten, Fratte der jun⸗ Kinder von 5 Das wveiſſe Roſen⸗ ien hitzige Geſchwulſten: es beveſtiget auch e Zaͤhne, und thut dem geſchwollenen Halß uud Zaͤpfflein ſehr wohl. Es werden auch aus dem Roſen Waſſer Krafft ⸗Waſſer. Luc N Rothe e und dusasltb Waſſer. Waſſer aa. 3. Alkermes⸗Latwerg ohne Bieſen 3j. dum ſche es wohl, davon den Krancken 905 Bl 3 einen Loͤffel voll zugeben. heeitet. *CVCVVVCCCC 5 Krafft⸗ Waſſer. Ander ble. Rother Ochſenzung⸗ und. Sauna, Krafft⸗ Waſſer aa. 25 Waſſer. Weiſſen Zucker sij. Perlen, zubereitete gr xx. 1 Vermiſche alles wohl, und gebrauche es wie iges. 0 Jus den Roſen wird auch ein aunehmlicher qulep bereitet fuͤr Krancke, ſo von Fiebern ge⸗ get werden, auf folgende Manier: Roſen Julep. de. Deſtillirt Roſendaſſer IPiij. dbrilteirten i moser. hasen Zucker Bij koche es zum Julep. Iſt eine Julep. herzſtaͤckung, kuͤhlet und loͤſchet den Durſt/ er⸗ ſihet die matten lebenden e ſo 8 nach Roſen⸗ Honig. Gebreuch des Ro⸗ ſen⸗Ho⸗ nige. nach Belieben Löffel 90 davon nimmt, oe mit friſchem Brunnen⸗Waſſer einen Jul 0 d von anmachet. So wird auch davon bereitet der offt in A ney e Roſen⸗Honig. Re. Siede 5 5 verſchaͤume und ll ihn wohl, laß ihn durch ein Tuch lauffen, nium friſche Roſen⸗Blaͤtter, ſo noch offen ſeyn, ſchne⸗ de das Weiſſe davon ab, lege ſie in Honig, und 1 laß es ſieden bis zur Dicke eines Saffts, br, 0 0 nach drucke es durch ein Tuch. 5 6 Solcher Roſen⸗Honig bat eine gel linde„ 7 ſammen ziehende Krafft, kuͤhlet ziemlich, und iſt gut wider die Fluͤſſe, ſo von dem Haupt in ben Mund fallen: wird Loͤffel⸗Weiſſe nuͤtlich ge. nommen wider Mundfaͤule, Braune, und aß. dere Verſehrung des Mundes; Auch wird Ro⸗ ſen⸗Honig gebraucht zu ⸗auſſerlichen Schiden und. ſelbige zu reinigen. Man gebraucht den Roſen⸗ Honig wider Geſchwuͤr Mund⸗ Faͤule und Mund⸗Geſchwuͤr in faur i Mund- Mund⸗ Roſen⸗ Oehl. und gurgele den Mund laulicht damit. bn ö daruͤber, und laß es ſieden, ſtell eshernach 7 l Gurgel⸗Waſſer. R.. Wegrach fe und Beinholtz⸗ Blu 40 Waste jedes 4. Loth, Roſen⸗Honig im hn 5 Maulbeer⸗Safft, jedes 4. Loth, vermiſche es ue Das Roſen⸗Dehl wird alſo am beſten berei⸗ ü f tet: Kc. Roſen⸗Blaͤtter friſch, abgeſubert vun 9 dem Weiſſen, ſo viel beliebig, gieß B bea — — — ä ae e — 3 577 15 oer d an die heiſſe Sonne, dieſes iſt die beſte Be⸗ ü e dend, Es bat eine Feaßfc gu kühlen nebet n cmmen, iſt gut wider die Hitze, und zu ver⸗ n beketkt us 10 Daͤrmen, ſo es unter ein dienlich Clyſtier 9 N amiſchet wird. b I der Noſen⸗Zucker wird auf folgende Art Roſen⸗ e betet: Rea Rothe Roſen, davon ſchneide den Zucker ahn Nigel weg, Jiüij feinen weiſſen geſtoſſenen ihre Ge⸗ hp i ker ein halb Pfund, die Roſen zerſchneid auf e 199 1 anem Bret klein, darnach ſtoß beydes behende e gammen im ſteinern Moͤrſel mit einem hoͤl⸗ en ben Staͤmoffel, ſo die Roſen zu trocken waͤren, aug hre l Roſen⸗ W. aſſer Zis, darzu gegoſſen werden. Im Dager Roſen⸗Zucker ſtaͤrckt das ſchwache Hirn ee nd Hertz, mildert die innerliche Hitze der 1 0 eber, feuchtet an die trockene Zunge und A ee Vöble, und reiniget, die Bruſt von allem Ie Schleim, iſt den Lungenſuͤchtigen eine Ae bölche Artzney, wehret dem Blutſpeyen, enn other Ruhr, allerhand Bauch ⸗Fluͤſſen, 4 10 and Unwillen des Magens, denn er ſtaͤr⸗ in ge den Magen, und lindert die ſcharffe hitzige Galle, ſo man nach Belieben einer Muſcaten groß zu ſich nimmt. Daß die Rosen ein gantz Jahr gut bleiben in 22 5 . 5 len, wird von einigen dieſer Vortheil angewie⸗ Fahr hin, ale en: Man ſoll die Roſen⸗Kroͤpffe nehmen, durch ö U penn ſie dicke ſeyn, und ſich bald aufthun wollen, friſch zu abt hu 1 gelben mit einem Meſſer abſchneiden, aber alſo, erhalten. ae 1 daß man die Zweige nicht mit den Haͤnden an⸗ ö c 5 kuͤhre, die Roſen⸗Knoͤpffe ſoll man bey der Nacht e, 10 in die kühle Lufft legen, wo es ſchoͤn heiter iſt, 1 fache doch 5 978 Boe. 8 5 doch daß der Thau nicht drauf faͤllet, dann 1 man ſie des Morgens nehmen, und mit den Stiehlen aufwarts in einen neuen vergaß Hafen ſtellen, und wohl zudecken, und vermg⸗ chen, daß keine Lufft dazu komme, darnach ſol, Rofmari- nus, Geſtalt, D rt. durch, ſehe ſchoͤn und friſch erhalten werden. 5 0 Zeit und chen Hafen in einen Keller in Sand, der wahl trocken iſt, vergraben, ſo werden die Roſen dal; 0 0 innen, wie oben. ein gantzes Jahr e ue Was von den abiben Roſen zu erinnern ſehn anf moͤchte, kan lub Tit. Cynosbati agb 1 0 . e 8 5* 312. women Nen 191 17 UBrannt, iſt ein holth⸗ 0 ges ſtaudiges Ge, 11 , Wich uber Elen ber boch, viechet ſehr annehmlich, fa wie Weyrauch, 785 lange aſchenfarbig 0 te duͤnne Stingl, 15 und viel ſchmale bur, 11 ** te Blaͤtter, ſo un h ken weißlicht, oben aber gruͤn ſind; die Blu⸗ 1 0 men ſo Anthos heiſſen, ſind licht⸗ blau, und 5 0 10 faſt denen Bluͤthen an der Salbey. E 115 1055 Nene e i 8 1 Juno. 5 885 8 In den Apotheken hat man den Saamen, ckreich und Spanien, wiewohl nſer va. a wild, in groſſer Menge, bey uns aber wird es in Roſ⸗ lune A Gärten und Blumen ⸗Scherben gezielet; dau- en. l fach kit ſelten uͤber Winter, wenn es nicht in die Virme gebracht wird, bluͤhet im May und Eigen⸗ * U 5* 3 i. 3 Blatter und Blumen, er waͤrmet und trocknet ſchafft 0 ac in andern Grad, ſeine fuͤrnehmſte Krafft be⸗ und Nu⸗ F ſehetin Blattern und Blumen, welche ein bal⸗ 5 oi ac ſimiſches Dehl bey ſich fuhren, hateinen yrmiſch⸗„ 228 14 eee 3 mich rien. 8 Itabitteen Zeſchmack, adltringirt in etwas, dienet — In Haupt und der Mutter, wird gebrauchet Haupt und Nerven⸗Kranckheiten, im Schwindel und Gichtern, ſchaͤrffet das Ge⸗ fh ſicht, verbeſſert ſtinckenden Athen, reſol⸗ it Verſtopffung der Leber, des Miltzes en a der Mutter, heilet die Gelbſucht/ ſtaͤr⸗ ger das Hertz, vertreibt Melancholey, A zmpffet das Auffſteigen der Mutter, und let den weiſſen Sluß der Weiber. ur Mu, be Hach dt. AE ub 5 1 1 ud den Mund damit geſchwenckt, vertreibt er 1. 5 dahn⸗Wehe, ſtaͤrcket und machet das hn, Sleiſch friſch, und die ſchwartzen l ahne weiß. e e Deſes iſt unter den Haupt⸗Kraͤutern das vor⸗ 2 dſmngtin Schlag, Schlaffſucht, ſchweren Noth, Jeuſſerlich) iſt er dienlich in Carharren; 980 Roßmarien. 3 vortrefflichſte, und inoickrt, wegen ſeiner dünm machenden Krafft, die ſo genannten ſchleimigen dicken Feuchtigkeiten, eroͤffnet die verſtopfften Gaͤnge, dahero es in der ſechweren Noth, Taubheit, Keuchen und Gelbſucht, en Grimmen, dem Stein, weiſſen Weiber⸗ 1 Fluß, Unfruchtbarkeit, Bleichſucht des Jungfern, und dem Fipperlein Wunder be, richtet, wen man es mit rectiſicirten Brandeweln 1 deſtillirt, wenn man aber die Bluͤthe oder deſſen Blaͤtter mit Wein und Honig halb einkochet und au zur Schlaffens⸗Zeit einnimmt, dienen ſie treſß lich vor das Keuchen, und machen eine klale Stimme; ſeine Krafft beſtehet in Sale vol tile oleoſo, und iſt ein ſchoͤnes Gewuͤtz. lhre Vielerley Weil nun der Roſmarien vermoͤge. A Berei- Eigenſchafft das Haupt ſtaͤrcket, diekalen daun tung aus Fluͤſſe zertheilet und wider die fallende ene 0 der Ro Sucht, Schlag, Sittern und Une, aun Ee marien. pfindlichkeit, oder Laͤhme der Glate g 0 ih dienlich iſt, als kan ſolche auch auf unterſchiede/ J Bal ne Weiſe, wie nachfolget, gebrauchet werden. ache b Wenn man Roſmgrien⸗Blaͤtter amt ud. den Blumen mit ein wenig Salt auf an uuſſh Stuck Brod zettelt, und alle Morgen nuͤchtern ade M iſſet, macht es ein gut ſcharff Geſichte/ und vertreibt den ſtinckenden Athen. Wer eine Hand voll Roſmarien, Husch u ggg Zungen und Schellkraut in ein Maaß weſſſen ö 1 Wein leget, Morgens und Abends ein Guß ein 0 voll davon trincket, dienet es wider die Gelb, Me le cht. 10 Roſmarien. 981 5 8—— Die Conſerva Rorimarini oder der Roſm klen⸗ Zucker dienet wider alle kalte Gebrechen des Haupts, ſtaͤrckt das Gedaͤchtniß und Ahe schwache Hertz, und naturliche Kraͤffte, zer⸗ 0 thelet die Winde, und iſt nuͤtzlich dem erkaͤl⸗ e eten Magen und Mutter, vertreibet Me⸗ Ie lencholey, iſt wider boͤſe Lufft, davon nach e Bieben einer Muſcat⸗Nuß groß genommen, che wird wie der Roſen⸗Zucker bereitet. Es wird auch ein kraͤfftig Waſſer aus dem Ae Koſmarien bereitet, davon ein oder zwey Loͤffel e bol genommen, erwaͤrmet den gantzen Leib des enſchen, ſtaͤrcket die Lebensgeiſter, verzehret ile Fluͤſſe, iſt dem Haupte dienlich, die un⸗ ſeuchtbahren erkalteten und bloͤden Weiber ſol⸗ ln dieſes Waſſer fleißig gebrauchen, es benimmt ag hen den unnatuͤrlichen weiſſen Fluß, bringt die Ae kelohrne Sprache wieder, und dienet den er⸗ e bhmten Gliedern; der Roſmarin wird gemei⸗ ch zu den Clyſtiren wider das Grim⸗ Gebrauch e en, Bauch⸗Wehe und Mutterſchmer⸗ des Roſ⸗ 0 en gebrauchet, maſſen er den Schleim marins in ai Gall und Winde ohn einigen Zwang der Na⸗VElyſtier. e gusführet, in ſolchen Zuſtaͤnden bereite auf fa gende Manier die n — — Conſerva. von Roſ⸗ marien. Roſmarin Waſſer. Ciyſtier. Clyſtier A e. Kuͤh, Milch Zvij. bereiten. e Roſmarien⸗Honig Siij. e Lamillen⸗Oel 3, 95 Miche alles warm gemacht zu einem Clyſtir Ppp ſo ——— — Species Dlanthos.. Blumen von Roſmarin 5j. Ungari⸗ ſches Waſſer 4 ſolches dienet den Schwermuͤthigen, Ohumich⸗ laͤhmet iſt. 3 9 Aus der Roſmarin⸗Bluͤthe wird auch zur n herrliche Medicin bereitet, nemlich die . Hhecies Diantbos. 0 Rothe Roſen, blaue Violen, Suͤß, Holtz gepulobert, aa, vj. Naͤgelein, Indianiſchen Spi ck Muſcat⸗Nuͤſſe, Galgan, Zimmet, Im an ber, Zitwer, Muſcaten⸗Blumen, Moes Spal Holtz, Cardamomi, Dill und Aniß⸗Saue aud bes men, aa. ii]. Dim Miſche und mache aus allem ein feines 9 7 5 ſt au tigen, und ſtaͤrcket wohl. len wi Ferner wird auch aus dieſes Krauts⸗ Blu men bereitet der Donna Iſabella Koͤnigin in Ins mende garn herrliche Spiritus, welchen die Franzosen aan nüt Eeau de la Reine d Hongrie, die Lateiner aber amber Aqua Reginæ Hugariæ nennen, ſolches iſt das aufan nunmehr bey uns Teutſchen bekannte ſo ge Jahn nante e e Ungariſche Waſſer. ef Rc. Friſche zerhackte Roſmarien⸗Bluſt 50, dg Vieelmahl abgezogen reclificirten Brau⸗ dewein. Wii 4 1 Thue ö „ tien, Koſmarin. 983 nee . 3 ache wan e Thue es in einen glaͤſern Kolben, laß es 50. Tage wohl vermachet ſteten, deſtillir hernach 5 Kühe den den Spiritum in Balneo Mariæ ab, und behalt sch 5 1 dach ihn in wohl verbundenem Geſchirr. 9 0 0 ig Von dieſem Waſſer in die Naſe geſchupffet, Sg a oder an Scheitel, Pulß, Schlaff und Naſe ge. ., ſrichen, vertreibt Schlag⸗Fluͤſſe und Ohn⸗ „Vith i gochten, und bringet den entkraͤffteten Men⸗ fat eich ſchen gantz wieder zu rechte. Er ſtaͤrckt das umb, Gehirn, Magen, und hilfft verdauen, vertreibt Moſwarhgg, Orimmen, und præſervirt dafuͤr, ſo man deſſen haue ug, anen halben Loͤffel voll in laulichter Bruͤhe nim⸗ etz it, und ſolches woͤchentlich zweymal gebrau⸗ anche cet. Es wird auch genutzet in der Taubſucht, 500 Ohren⸗Sauſen, Haupt⸗Wehe, Gicht, Schlag, l kalten Zipperlein, Ohnmachten, Hertz Klopf⸗ e ke, und bey allen Gelegenheiten gut, die natür⸗ Ilche Waͤrme zu ſtaͤrcken, zu erwecken, und zu be⸗ 90 bahren. 1. 5 1 Es iſt auch noch der wilde Roſmarin, ſolcher Wilder t einen wuͤrtzhafften Geſchmack, und guten 5 N Ahh Heruch, gleich den Citronen, mit einer geringen 4 ammenziehenden Krafft, er kommet aber in der 1 badet edicin nicht ſonderbahr in conſideration, e e bel man den zahmen Roſmarin zur Gnuͤge be⸗ ummen kan. Er waͤchſet in Schleſien, Poh⸗ n, Boͤhmen, allda man ihn Schaben und Notten⸗Kraut nennet, worwider er ein groſſes bob hat, wenn er zwiſchen die Kleider oder Ge⸗ 5 wand geleget wird. —— 1 2 olan 0 J 0 a 5 i 1 1 8 Pppz 313. 3 Geſtalt, Zeit und Ort. 984 Not Sols. 5 fuͤhret, weil deſſen Blatter auch in der groͤſten Sonnenthau. e . en 313. Sonnenthau. 72 5 ee , chlan, Jane ue Ga lin nd e Se , dh des kei Alen 30 ene 2 der Et N 8 fen! Onnenthau, im Lateiniſchen Rosso 0 784 genannt, welches ſeinen Nahmen daher 1 a „ i en Sonnen- Hitze allezeit mit einem Thau cher 5 ü out g ——— Feuchtigkeit beleget ſeyn. Cr wird guch ge meiniglich Rorella rotundifolia genannter treit ee — aus einer zaßlichten duͤnnen Wurtzel, mit vie⸗ ele len runden, in der Mitten wie ein Loͤffel, etwas bohle, an laͤnglichten Stiehlen hangende, lleth, Ebgag, gruͤne, an dem Umkreyß mit duͤnnen roͤchlchten Aue Haarfaͤdemlein gezierte Blaͤttlein, am untern ala Theile dieſer Blaͤttlein finden ſich ebenermuß magen ſen bis auf die Helffte ſolcher aber nicht ſo lan; elbe! l ge Haar⸗Faͤſerlein. Mitten zwſher den dh 1 laͤl⸗ — — — ——— ——— ——.— Sonnenthau. 985 Flattern ſteigen zwey auch drey runde, duͤnne, nthlichte, nackende Stengel, faſt bis Span⸗ un hoch empor, und werden oben aus mit weiſ⸗ en, aus laͤnglichten in fuͤnff eingeſchnittenen gahelten Kelchlein gehenden Bluͤmlein gezieret, gegen oblange an Figur und Groͤſſe des Wei⸗ gen Koͤrnleins nicht ungleiche mit Saamen an⸗ ſfülte Saamen⸗Gefaͤßlein nachfolgen. Es lühet im Heumonat auf feuchten ſumpffigen Veſen und Matten.„ 5 Der Sonnenthau fuͤhret viel ſcharffes, Eigen⸗ ſachtiges, durchdringendes Saltz/ ſo, daß es ſchafft. uſſrlich die Haut aufaͤtzet, wenn man es uͤberk ſatt, hat eine Krafft zu waͤrmen, zu trock⸗ u, allen zaͤhen Schleim zu erduͤnnen, din eine Bewegung zu bringen, den Roder un der Bruſt abzufuͤhren, Verſtopffungen eroͤffnen, durch den Schweiß und Harn zu * buben, Stein, Sand und Grieß von den eren abzufuͤhren, und die Lebens ⸗Gei⸗ ler zu erwecken. Man ſammlet ſolch Kraut Ende des Mays, und Anfang des Junii im en Monden ein, andere aber, wenn die Son⸗ im Loͤwen gehet, bey zunehmenden Mond im hellen Wetter. 5 — — Ante 1 In den Apotheken hat man das Kraut, 1. 0 kauf beſagte Weiſe geſammlet, und ungewa⸗ hen auf behalten wird. Es iſt hitzig und tro⸗ enim vierdten Grad, eroͤffuet, zerthellet, ziehet h wenig an, treibt den Harn, eroͤffnet ver⸗ lfte deber, Miltz, Mutter und Urin, Waſ⸗ feucht, Gelbſucht, zu viel flieſſende Monat⸗ 0 a P pp 3 Rei⸗ 986 Soõͤnnenthau. ter. thau- Waſſte. Ne. und zu laſſen, miſche Waſſer von gantzen Citronen ij Sonnenthau MFI)... Rothe Roſen M, VAngelica⸗Wurtzel 216. Muſcaken⸗Nuß 3j. Anieß,, Coriander aa. 2 j gaß es der Infuſion ſtehen, denn deſtillir es im Balnes, Reinigung, rothe Ruhr, Brüche, Wunden Entzuͤndung, geronnen Blut, Lahme und Gich⸗ Dieweiln auch vielerley Waſſer von Son⸗ nenthau durch Stumpel⸗Aertzte herum getra/ gen⸗ wird auch von vielen getruncken, damit aber der darunter ſteckende Betrug untergedruckt werde, als ſoll deſſen Bereitung allhier ausfuͤh lich beygeſetzt werden in folgenden Sonnenthau Waſſer. Des beſten Aquavits löxij. Safft von Sonnenthau, ſo in der warm/ 0 ſten Zeit geſammlet ii. Golgant, Zimmet aa. 3 Imber, Naͤgelein aa. ß. Veyderley Cardamommen, Zittver, Cal, mus. aa. 3j. a 80 50 1 acht Tage im wohlvermachten Glaß in dem deſtillirten liquore fuͤge bey klein zer⸗ ſchnitten e„ Santel, Holtz, roth und gelb, aa. U. Macerir es zwantzig Tage, denn fültir es, thue noch darzu Zucker in Eitron⸗Bluͤth⸗Waſſer zer⸗ der wie ein Julep gekocht worden, lil. es wohl, und verwahr es zum 9 dchelen, k er alel e gun; San ſockte ind dieß Knut h mne I Het cat fag 0 n un) ee n ae e WM 0 41 ae 5 getrunleh a 5 def I U leren ſlher 0 . fig N An Nit Aut r. ce Jungle en Cirgh 1 I N. 2 0 bre . 1 8 7 ü 0 2 l. art 2. J, 1) 0 0 . 1b TFoſtärcket das Gehirn, Hertz und ila⸗ u dieber, fommen. peilen einen Loͤffel voll eingenommen, bon zaͤhen Schleim herkommt. Sonnenthau. 987 en, præſervirt wider die Schwerenoth, ͤderſtehet der Peſt, lindert das viertaͤgige machet eine ſchoͤne Geſtalt, und curirt Cachexiam und Chloroſi, iſt auch in Stein⸗ Schmertzen nuͤtzlich zu gebrauchen. Dol. chel j. adij. Die Roſen und Gewuͤrtz(den Zummet ausgenommen) werden zuweilen aus⸗ glaſſen, und der Julepus roſatus ambratus dar- ſugethan.„„ 1 8 5 Es iſt vermuthlich, daß in dieſem Kraut ehr Kraͤffte ſtecken, als man bishero wahrge⸗ Denn Safft aus dem friſchen Kraut gedruckt, mit Zucker vermiſchet, und bis⸗ hat treff⸗ und Huſten, fo Es mag uch gar der noch nicht zu ſtarck angeſetzten lung · und Schꝛwindſucht aus dem Grunde ſushellen, reiniget die Nieren und Bl aſe von alen Sand und Schleim, bringet wieder die iche Wirckung in der Bruſt i vaſtockte Monat Reinigung, ſzubert und keniget ale Wunden und Schaͤde. Aus dieſem mit weiſſen Wein angefeuchte⸗ uder Hertz ⸗Rlopffen, Ohnmachten, Schwachheiten, Glieder ⸗ Zittern, Schlag⸗Fluͤſſe, Engbruͤſtigkeit, Suſten, Stein und Sand der Nieren und Blaſe. Es ſtilet auch das von Winden herrührende Ppp 4 Bauch⸗ Gebrauch 5 e dieſes ind den Schlag, erquicket die Schwachen, Waſſers. Das de⸗ ten Kraut deſtillirt man auch ein Waſſer, wel Flirte 98„ 5 1 Waſſer. ches man Loͤffel⸗Weiſſe einnimmt, ſolches diene 988 Faͤrber⸗Roͤthe. Bauch Grimmen, Man kan auch Zucker Candel und einen lieblichen Syrup darunter 1 miſchen, und alſo gebrauchen. e 4„— . 8 85 Iro War lle 8 314. Faͤrber⸗Roͤthe. 0 netto:!„„ 1.„iter, l. rum. K N aͤrber⸗Roͤ⸗ 1 f Derer I 95 the, im da, fte 35010 Er teiniſchen Rubiz e Ort. J Tinctorumge⸗ le kriechende Wur⸗ ge, viereckigte, rau⸗ be und knoͤpffige Stengel, bey de, Bluͤmlein laſſen einen ſchwartzen Saamen nach ſich. Es wird derer viel aus Breßlau zu un, als wo man ſolche haͤuffig bauet, bracht: ſe waͤchſet gerne an fetten Orten, bluͤhet und tu, get ihren Saamen im Sommer, bluͤhet in i May und Junio. 1 Eigen⸗ In den Apotheken hat man allein die ſchafft Wurtzel, die iſt hitzig im andern und trocken im 920 Nu⸗ 5 0„ ä dril⸗ en. 5 a f nannt, hat viel o, the ſafftige und „ gzeln, aus dieſen entſpringen lan⸗ ft 155 1 rer Glaichen die ag Blaͤtter Stern Weiſſe, wie am 1 Kleb⸗Kraute her, vor kommen, die gruͤn⸗gelbe fuͤnff⸗ blaͤtigen 4 ele e dablich ereth g 1 Km day mn Ach. ———— —— 2 chen 5 0 5 Faͤrber⸗Koͤthe. 989 beitten Grad; ſie wird mit unter die bekanten fünffkleine eroͤffnenden Wurtzeln gezaͤhlet, wie⸗ pol allhier zu mercken, daß Dodon. ſtirp. hiſt. bempt. 3. Jib. 1. cap. 28. dieſer Wurtzel viel⸗ ehr eine zuſammenziehende als oͤffnend⸗ und lebende Krafft zueignet. Beweiſet auch ſol⸗ ches daher, weil ſie in den Bruͤchen, innerlichen 1 Punden und hohen Faͤllen ſehr kraͤfftig ſey; ih barneben ein ſtattliches Mittel in dem un⸗ nißigen Weiber⸗Fluß und rothen Ruhr. Weil aber die Erfahrung bezeuge, daß ſie ine, und deßhalben die Gelb ⸗ und Waſſer⸗ Sucht vertreibe, den Harn befoͤrdere, und e weibliche Blume erwecke, als eignen ihr andere theils eine ſtopffende, theils eine eroͤff⸗ ende Krafft zu, und rechnen ſie alſo unter dieje⸗ gen Sirnplicia, die widerwaͤrtige Theile und Vieckung haben. Hat alſo zum Theil eine ir⸗ che Subſtantz, um derſelben willen ſie trocknet, ammenziehet und hefftet; zum Theil aber ei⸗ e uͤnne und ſubtile Qualität, welche machet, ſuß ſie durchdringet, eroͤffnet und erwaͤrmet, wel⸗ hes wir taglich an der Rhabarbara und Roſe fahren, daß ſolche oͤffnen und ſtopffen. ieſe Rothe wird unter die Traͤncke wider e Gelbſucht und Verſtockung der Monat ⸗ lichen Reinigung gebrauchet. Es werden ſuch daraus Wund, und Fall⸗Traͤncke zube⸗ litet, davon ſie denn gantz roth, als ob ſie mit Blut angefaͤrbet, werden. Das deſtillirte Waſſer von der Roͤthe ſuff wen oder drey doth Morgens nuͤchtern ge⸗ Ppp 5 trun fen, Rybus. 990 Saͤrber⸗Koͤthe. b wehret der Gelbſucht und anfangenden Waß tzel dienet auch zu den Wunden, und in Ver, drey Ellen hoch; an den Reben wachſen Blu⸗ 1555 truncken, eroͤffnet die verſtopffte Leber, ſer⸗ Sucht, treibt den Harn, Schleim und Sand fort. 1 1 Es wird auch aus dem Kraute ein Saltzbe, reitet, welches bey Aufange der Waſſerſucht ſehr dienlich, denn es eroͤffnet die verſtopffte Leber, 4 und treibet den Harn mit Gewalt fort, die Dol. 80 iſt V. in Erdbeer⸗Waſſer zu nehmen. Die Wuu, F ſtopffung der Mutter, in der Gelb⸗ und Waſſer⸗Sucht, verſtopfften Harn und(0 Monat Sluß. Die Blatter und Stengel ſind gut, das ziunerne Gefaͤß damit zu reiben, und ſauber zu machen; die Faͤrber aber gebrau/ chen ſolche zum rothen Tuch zu farben. 315. Brombeer. Kombeer, im Lateiniſchen Rubus ge nannt, ſind eine iedermann wohlbekannte Stauden, haben eine laͤnglichte Wurtzel mit ett, chen Zaſelen behaͤnget, aus welchen zaͤhe und ch gl 1 ſchwancke Stengelein wachſen, faſt zwo oder men, ſo erſt rotlich ſind, darnach werden ſe 9 weiß mit fuͤnff Bläͤttlein beſetzt, nach welchendie gang Frucht folget, ſo zum erſten gruͤn, endlich aber l, auswendig ſchwartz, und inwendig voll rothes 170 Saffts iſt, faſt den Maulbeeren an Gesel J gleich. Man findet dieſe Frucht bey und faſtin Jun allen Hecken, am Anfang des Sommers 15 n 10 0 2 Ir, Nöth. 6 18. Brombeer. 5 991 11 me ede Frucht aber wird erſt am Ende des Som⸗ dhe mers zeitig. 2 7 ä 8 In Apotheken DOs wird ſelten davon 90 Lauts 4%— wen etwas auffgeho⸗ 1. See ben; ſolche Bee⸗ tt t data ren ſind kalt im an⸗ c Ig dern, und trocken⸗ ae im dritten Grad. Die Blaͤtter und A unzeitige Frucht kuͤhlen, trocknen 2 e und adſtringiren 5 N maͤchtig, die Blaͤt⸗ 5 Geſſß data 0 die Fabach z ter werden fuͤr i.. hoͤchſt dienlich in N eee alten Schaͤden gehalten, ſo man lache nit Wein kochet, und die Wunden damit biſchet. Die zeitige Srucht aber iſt mäßig h parm, und adſtringirt in etwas, wird gebrauchet i allerhand Sluͤſſen, dem Erbrechen, dem Bauch⸗Fluß, Mutter⸗Fluß und Naſenbluten. Die Wurtzel in Wein und Waſſer geſotten, und etliche Tage nach einander davon getruncken, wird gelobet in langwierigen und beharrlichen . und Haupt⸗Fluͤſſen, auch wider den tein. Die Wurtzel gekocht, und mit dem Waſſer an die Zaͤhne gehalten, iſt wider das Zahnwehe gut. Brombeer⸗ Blätter und Wermuth mit Vein und ein wenig Eßig geſotten, und uͤber den 5 92 QSimbeer. den Magen geleget, iſt gut wider Bauch⸗Flaſe und rothe Ruhr; der Safft cimarum Rubi mit Roſen⸗Waſſer und dem Weiſſen vomEy ver, menget und in die Augen geleget, ſtillet das Au, gen trieffen.. N Sonſten ſind die zeitigen Brombeer wahl zu eſſen, und nicht gar ungeſund, und kan man auch aus dem ausgepreſſeten und verjohrnen Brombeer ⸗Safft mit Zucker einen herrlichen und ſehr angenehmen Wein bereiten, welcher Magen und Hertz ſtaͤrcket und erwaͤrmet. ———— Rubue 316. Himbeer. Idæus. 5 125. . e„im Lateiniſchen Kubus Idrusge- Derer nannt, iſt viel zarter als die Brombeer- 4 . Staude, und auch nicht ſo ſtachlicht, wird auch 1 3 bißwielen ohne Stacheln 19 auch brei⸗ tere und weichere Blatter, die Blatter dadon ſind weich und zaꝛt, und wachſen ie drey und fünf an einem Stiel, die Blumen ſind weiß, die Bil⸗ ren erſtlich grau, hernach roͤthlich und haarich ge Nr za ben einen ſuͤſſen, weinichten, fleiſchfarbenen und achte nach Veilgen riechenden Safft. Sie wachſen ger unter den Hecken, bluͤhen im Anfang des Som it mers, und zeitigen im Auguſto. 1 Ertir Eigen⸗ In den Apotheken hat man allein die Frucht, mani 5 ſchafft, und ſtehen mit den Brombeeren in gleichem durch. 3 Grad und Kraͤfften, doch ſoll ſie inſonderheit bet ua de 3 ſelbigen das Hertz ſtaͤrcken. Man bereitet di ien von das Waſſer aus den Beeren, deren Syruß t h wird guch unter die kuͤhlenden und D arſrlölge 0 fiftz 1 ben, ede Eat enn i den Julepe gebrauchet, und zur Sommers Zeit ce en in groſſer Hitze davon getruncken. * 1 uc an 0 eilt dau 1 ö 0 f. 0 8 Nein 8 2 5 U 10 1 aue Wund 1 a 0 Himbeer. 993 Sucker daa * Win 05 Der daraus bereitete Syrup kuͤhlet und befeuchtet loͤſchet den Durſt, und iſt ſehr dien⸗gen von lane ich in hitzigen und gifftigen Fiebern, ſtaͤrcket das Himbee⸗ ehh hertz kraͤfftiglich, und bewahret fuͤr Ohnmach⸗ ren. len. Er wird auch von beſondern Nutzen zu ſeyn lefunden in der rothen Ruhr, und hitzigen ſcharf⸗ en Durchlaͤuffen, wie auch fuͤr ſchwangere Frauen, die ſchreckhafftig, ſchwaͤchlich und ohn⸗ nächtig ſeyn. Der davon inkundirte Eßig iſt benfalls in Ohnmachten und Schwachheiten Die llerhand ereitun⸗ 994 VBimber. e Unzeitige Die unzeirigen Himbeeren ziehen we, chen . gen ihres herben ungejornen Saffts zuſunmen f 5 die reiffen aber haben einen mit ſaͤuerlich tempe⸗ 00 6 rirten etwas fluͤchtigen Saltz begabten lieblichen ec Safft in ſich, und daher die Eigenſchafft zu füͤh⸗ 1 len, das Hertz wohl zu ſtärcken, und dem ätzenden u gifftigen Jaͤſcht des Gebluͤts in allen hitzigen Fi t bern zu widerſtehen. e Gebrannt Das gebrannte Waſſer von Himbeeren Pl Waſſer dienet in allen hitzigen Kranckheiten, und iſt den J. Dat daraus. Krancken faſt annehmlich um des lieblichen Ge/ ruchs und annehmlichen Geſchmacks willen, wo, xp. von nach Belieben 3 j. gegeben werden ka. Nen Krafft Aus dem Saffte der Himbeeren wird ein Ji des Him⸗ koͤſtlicher Syrup zugerichtet, derſelbe loͤſchet de Dis 5 5 Hitze in Fiebern, wehret den Ohnmachten, ſtaͤ⸗ cer das ſchwache Hertz, und ſtillet alle Bauch, Wia Fluͤſſe, man kan ſolchen mit deſtillirtein oder nit Mich friſchem Brunnen⸗Waſſer zu einem Julep ver/ ech me miſchen, 1. Hoher ge Himbee⸗ Man kan auch die Himbeer einmachen auff ander ren einzu⸗ folgende Maſſe; Nimm eine gute Portion aus⸗ if unde machen. gedruckten Himbeer⸗Safft, laß ein Paar Tage fi, ſtehen, das duͤnnere nimm von dem Saffte oben gu, weg, miſche zu iedem Pfunde zwey Pfund Zu— cker, ver ſchaͤume den Zucker, koche es ſo lange bis es wie Honig iſt, geuß ſolchen Safft hernach a0 gantz heiß uͤber friſche Himbeer, und behalte ſe au 5 alſo auff zum Gebrauch. J, Himbeer Die Himbeer⸗Latwerg zu machen, da e Latwerg. fochet man den ausgepreſſeten und auff obige n 1 Weiſe gelaͤuterten Safft ein gutes Theil ele ee 0 dba, : Sndedd 2 10 ſaſſet hernach einwenig Zucker darinnen, und nen Stegen men es bis zur Dicke des Honigs oder mehr ein⸗ Dien mit fut U gebtte, ſo gieſſet man es in glaͤſerne Schalen, ſo 8 Sitz dal bird der Safft zn einer lieblichen Latwerg ge⸗ E dea ſtehen.. 8 khaken uh Iſt man in Sommer ⸗Zeit geſchwind eine ptiſane itsnalag halane zu bereiten Vorhabens, welche kuͤhlen von Him⸗ 1 i jllſo halte man folgend Pulver in Bereitſchaft: beeren. oss Pulver zu einer Pane. denheit R. Das aus Himbeer bereitete Eſſential- Aich unde lh Saltz, 3j.. Gehm Præparirten Weinſtein, 3j. Rein geſtoſſenen Zimmet, ber Hauben Fenchel⸗Saamen, S d che Das Aeuſſerſte von den Citron⸗Scha⸗ It den dh len, aa. 3j. d lea, Weiſſen Zucker. Zuj. mhh, Miche alles zu einem reinen Pulver, von er hin damm machen man allzeit einen Löffel voll unter ein lub oder gantze Maaß Waſſer zerlaſſen, und un. g binberarhn ald kr einander ſchwencken kan, hernach aber ſolch nahen wasd tube und angenehme liebliche Waſſer alſo trin⸗ aft, ae n den, iſt in allen oberzehlten Zuſtaͤnden nuͤtzlich an m bf de und gut⸗ 0 funde dude 3 5 14 9 317. Maͤuſedorn. 1 e auſedorn, im Lateiniſchen Ruſeus ge⸗ iber fa L nannt, iſt ein kleines Baͤumlein, einer El⸗ * Ila hoch, welches ſtets gruͤnet, hat viel Blaͤtter 0 n u, und Schoͤßlein, wie die Heidelbeer⸗Staude, aus⸗ f ih genommen daß ſie ſteiffer, gruͤner ,und oben an a den Spitzen ſtachlicht ſind, hangen ohne Stiel * an 2 2 — 2 —— . —— 4 E — . — — —— 3 5 Eigen ⸗ ſchafft, Nutzen und Ge⸗ hrauch. groͤſſer als Spargeln, eines ſuͤßlichten Geſchma⸗ g ckes, und haben einen doppelten Kern in ſich wird 996 Maͤuſedorn. an den Neſtlein, Haben einen bittern kraſſetg u, Jet ſammenziehenden Geſchmack, in der Mitte dieſer ar Blaͤtter koͤmmt ein gantz klein Bluͤmgen herfür, ſo aus drey Blaͤttlein beſtehet, aus dieſen wach⸗ ſen nach und nach ſchoͤne rothe Corallen, Beeren, — 8 — in Italien ſehr viel an rauhen Orten neben den icin Straſſen gefunden, in Teutſchland aber iſt es 1 ſeltſam, kommet im Fruͤhlinge hervor, und bringt ſei Albbios im Herbſte ſeinen Saamen. op e a 5. 10 5 0 N ö f 82 1— N N 5. 5 man N en g. D 0 en, UN V, N L N 1 N aer In den Apotheken hat man die Bug eli welche mit unter die fuͤnff eroͤfnenden Wurzen ee gezehlet wird, ſie warmet und trocknet 1 e J Maͤuſedorn. 997 tenen bittern Geſchmack iucidirt, machet um, eroͤffnet, wird gebrauchet in Verſtopffung der Leber und des Harns, auch des verſtockten S— — — Deubel Monat⸗Fluſſes. 1 85 s fich 0 Wenn man davon ein Decock machet und in pennt Ir Waſſerſucht einen gantzen Monat lang ge⸗ eee beuchet, ſo tauger es ſehr wohl, es nutzet auch ae i Stein, Harntroͤpffen und der Gelb⸗ ee ken e 5. nn, baloopius ruͤhmet, wenn man des Pulvers 31. Wein oder mit einer Suppe viertzig Tage ach einander einnehme, daß es ein kraͤfftiges Mittel wider die Kroͤpffe ſey. 5 In Welſchland haͤnget man dieſes Krauts Elauden bey das Fleiſch, damit die Maͤuſe Ratten davon zu ſcheuchen, weßhalber (uch bey uns Teutſchen Maͤuſedorn genennet uud man machet auch in Italien aus dieſer Enuden Reiſer die Kehrbeſen. Die Wurtzel in Wein geſotten, und davon A getuncken, eroͤffnet ee der Hlieren und Blaſen, treibet den Schleim, Hand und Stein aus, befoͤrdert verſtand⸗ en Harn und Monat ⸗Sluß, dienet auch wi⸗ ler die Gelbſucht; ſo wird auch von Hoffman⸗ loberichtet, ſo man dieſen Tranck einen gantzen Mongk gebrauchete, widerſtehe er gar maͤchtig i Waſſerſucht, wie denn bereits unterſchie⸗ dene hledleĩ mit dem Tranck von dieſer Wurtzel alche Waſſerſuͤchtige vollkommen geheilet haͤt⸗ fel lu, bey welchen durch dieſes Mittel die Waſſer N Qqq haͤuffig 5 N N „ haͤuffig durch die Blaſe/ jn auch durch die N 1 5 5 Ruta. „ Derer 9 5 Geſtalt, Zeit und Ort. ter ſalbſt, fortgetrieben worden. 237138. Raute. NAute, Weinraute, zu Latein Ruta wird unter die Kraͤuter gezehlet⸗ es iſt ab wegen ſeines hoch⸗ und holtzigen Reiſes vielmeh unter die Stauden zu rechnen, zuma es auch eine dicke ſtraͤuchige Staude iſt, mit v gen Aeſten und Zweigen zweyer Ellen hoch, kommet kleine blauliche Blaͤtter, derer mei drey bey einander ſtehen/ eines ſtarcken Ger und unlieblichen Geſchmacks, auff den Gipf der Aeſte erſcheinen viel geſtirnte gelbe auff welche gevierte Knöpfflein folgen/ di viel Faͤcher getheilet ſeyn, in denen der ſchwa x Saane lieget. Es gibt zweyerley Geſchl 85 als zahme und wilde Raute, allhier aber ſt lein von der zahmen geredet werden, welch der in zweyerley Arten abzuthellen, als breitblaͤtterige welche gemeiniglich im Gebrauch nien iſt, und dann in die ſchmalblaͤttige und ſchw gli, R har die che, welche ſonſt fuͤr beſſer gehalten wird wachſet in Gaͤrten, bluͤhet im Junio, J Auguſto, und wird durch ihren Saamen gepflantze e. In den Apotheken hat man das Kra mit den oberſten Spitzen und Saamen, iſt wa und trocken im dritten Grad und hat die Tuge allem Giffte zu widerſtehen, vor der Peſtlen und andern dergleichen gifftigen e b eng . Raute. 999 A hubewahren, das Geſicht zu ſchaͤrffen, den Ma⸗ e gen zu ſtaͤrcken, das Hertz zu erfriſchen, den Saa⸗ e Fluß zu ſtillen, die Geilheit zu vertreiben, gut. ud die Winde zu zertheilen. Man ſoll dieſes I Kraut mit den Blumen ſammlen, und im Schat⸗ egen in zum Gebrauch der Artzneyen austrocknen, dec ggehg zn Saamen aber muß man in Herbſt⸗Zeit, wenn ee fahl ggeitig iſt, auff heben. S bechien, zum Obdol die Raute faſt iedermann bekant iſt, de it, ne o eh el Blätter, . — —— ö 0 S p kan dennoch derſelben Krafft und Tugend hoh nicht vollkommen erkannt werden; die Al⸗ a gn haben ſonderlichen Fleiß angewendet, ſolche ens sucht hren Gaͤrten auffzuzehen, inſonderheit we⸗ Muds, affe ghres ſtarcken Geruchs, das Ungeziefer aus e eſtenteghe enen Gaͤrten zu vertreiben; wie denn noch heu⸗ hes th tes Tags der Gebrauch iſt, die Raute zu deer . bhachaß Labem zu ſetzen, weil das Ungeziefer, ſonder/ Abt pg lchdie Kröten, ſehr/ der Salben nahen, von der u, Ae hey ſtehenden Raute aber zuruͤck gehalten wer⸗ 0 bet bade de, Sonſt werden der Raute vielerley Eigen⸗ 1 ah haften zugeſchrieben, welche aber zum Theil men che maͤhrleinhafftig fuͤrkommen. ene Es hat die Raute eine wunderliche Natur Nakur ö Mund Art an ihr, denn wenn eine Weibs⸗Perſon, der Raute. ihre monatliche Reinigung hat, ſie nur mit n Haͤnden beruͤhret, oder nahe darzu trit, ſo lirdorret ſie daruͤber; ſie mag auch nicht leiden, hi uß man ſie mit Eiſen beruͤhret, maſſen ſie davon ſun gern verdirbt. Die Raute iſt den gifftigen 7 dhe dr ieren dermaſſen zuwider, daß wenn ſie die ſelbe 1 0 ebam riechen, dafuͤr fliehen, und keine Art Schlan⸗ 0 W, gaht gen vermag ſich unter deꝛo Schatte zuverbeigen. fin 1 Qqq 2 Die 5 5 0 8 — eee„ 8 Iten Die Kaute ſſt auff allerhand West ge de e brauchet, ein fürtreffliches Antidotum ober fn der alles Mittel, ſo allem Giffte widerſtehet, und ſchreibet 10 „ Hel 15. Quintl. ſchwer in Wein getruncken, wider Jig Sifft. Dioſcorid. Iib. 3. cap. 44. RautenSaamen ſtehet allem toͤdtlichen Gifft; der Safft oder gert das Pulver, mit Weine vermiſchet, getruncken t Nhr gut wider der Schlangen Gifft, Biß der Seor⸗ g E pionen, gifftigen Erd⸗Spinnen, Hornſſen, la Blindſchleichen, oder anderen giſſtigen Ungeſte gmuf fers Stiche. Die Dol. des Saffts iſt zi al 36. Sonderlich wird die Raute wider die peſt, Fm — krrſerri- 7 ræſervirende Peſt⸗ Latwerg. 1 bee rende Lat⸗ 5 5 e Tum zu der Gifft. Wacholder⸗Beeren, Iu ß. Ju Baum⸗Nuß⸗Kern N f. 3 b al lit brauchen es nuͤchtern, ehe denn ſie in die Lufft 7 pe Wenn man des Morgens nüchtern feſche ile Rauten⸗Blaͤtter waͤſchet und zerſchneidet, auff 0 eine Schnitte Butter⸗BBrot leget, und alſo iſit⸗ 1 a iſt es nicht weniger ein gut Præſervatiy wier die Aue Schwan Peſt. Es ſolen ſich aber die ſchwangern Weß haze — — ſch für ber dafür hüten, denn es trebet die Fruchtah, 1 der Raute und toͤdtet tie. eee huͤten. Wenn 9 Raute. 1er 08 5 Wenn auch iemand ſchon von der Peſt an⸗ 900* waͤre, dem dienet folgende 8 So ie⸗ Mixtur. be. Friſchen Rauten⸗Safft, ij. e ber pet Naͤgeleinblumen⸗Eßig, angegrif⸗ Roſenblumen⸗Eßig, as. 50 fen. Mithridat, j. lehne Dieſe Stuͤcke zerreibe wohl unter einander, er Inficirten zu trincken, und laß ihn Nil 68 olldarauff ſchwitzen, es treibt alles Gifft durch ee Schweiß und Harn aus . Lsman in der Speise etliche Bläͤttlein ah gane gebrauchet, erlautert es das Geſichte, und mel die Dunckelheit der Augen. Es wird N* hheutiges Tages eine koͤſtliche Artzney aus e Wenraute wider alles Gifft bereitet, nem⸗ hmm zwantzig Rauten⸗Bläͤtter, die gerei⸗ en Kern von zwo Baum⸗Nuͤſſen, Salt ſo 1. Aan mit zwey Junger faſſet, und zwo Fei⸗ „ ſoß es zu einem Muus, davon iß nuͤchtern, pes dir ſelbigen Tag kein Gifft ſchaden koͤnen. Weinraute Morgens nuͤchtern mit ein we⸗ % Ea und Butter geſſen iſt ein bewahrt Mit⸗ er Peſt. Drey R. ug, Biel mit an Knoblauch⸗Zincken Morgens nuͤchtern %a toͤdtet die Wuͤrme. i Wann alte Leute von Kalte und vielen Win e UGammen empfinden, kan man ihnen appli⸗ ier. Clyſtier. 00 e de K t Qqq 3 Wer⸗ 1 N 1% Ban 5 3 8 Wermuth, Camillen⸗Blum, Maſoran a der Mi. Anies⸗ und Fenchel⸗Saamen as. 3, ben Siede es in Waſſer, ſeihe es, nimm davon m 2vij. zerlaß darein 1 u be Nos marin⸗Waſſer Zi. cha Roſen⸗ und Camillen⸗Oehl aa. 2 geh applicire es dem Krancken in rechter Wange. lecke Weinraute zu Pulver geſtoſſen, und davon wum! 2j. mit Wein vor dem Schlaffengehen eingege/ l ben, hilfft wider das Bettharnen. Du Maucher⸗ NRauten⸗Blaͤtter in Wein ⸗Eßig zerrieben, mint 105 100 und vor die Naſe gehalten, wehret die Ohnmach⸗ fue, der Rau⸗ ken. Die Raute zuſammen gedrehet, und in uh un te. die Naſe geſtoſſen, verwehret das Naſenbluten, re. wenn man ſolche uͤber die Bruſt leget, vermindert und gt ſie denen Saͤugerinnen die Milch; zu den harman Seigwartzen am Hintern und gulden Ader hon su ſind ſolche uͤbergeleget auch gut: Die Blatter gelang! in Oehl geſotten und uͤbergeſchlagen, ſind gut hen hach erfrornen Fuͤſſen, als ein Pflaſter uͤbergeleget. meg an Mit Feigen in Weine geſotten getruncken, und geg bur. auff die Geſchwulſt geleget, ſoll die Waſſerſucht dude zertheilen; wenn man ſolche mit Theriack ver, geh ſtoͤſſet, vermiſchet, und mit nuͤchtern Speichel wie hauen ein Pflaſter uͤberleget, eurirt ſolche den Wurm une 1 am Finger. Rauten⸗Eßig und Ruͤben Reis hahn 1 tich zuſammen geſtoſſen, und als ein Pflaster gehn laulich auff die Miltz geleget, vertreibt es derer nul Schmertzen und Auffblaͤhung. Der Nautek⸗ ge Safft vertheilet auch die Flecken aus den Augen ein oder zwey Tropffen des Tages Hinein geen traͤuffelt.„ he De ö 1 de Hatten 7 ſchttz, un 0 * 1 haf e d e e Scie Bruſch 10 endelig L kern mög — — — 1 . 5 —B.. c——. N ien e cn an fiche neh „Aer nichtmer c — — — — — . — — 3 3 — ect, ö rh Ae, 1 0 H bahn Raute. 1003 Die Raute dienet auch wider den Schar⸗ lock wenn man die Rinde in Wein kochet, und nit dem warmen Decoct den Mund aus waͤſcht, 1 iſauch vortrefflich wider boͤſe Zaͤhne und das Scharbockiſche Zahnfleiſch, verzehret auch die in Magen ſtehenden rohen Feuchtigkeiten, ſoll auch die Geilheit vertreiben, da doch Taberna⸗ montanus lehret, daß ſie den Weibern Geilheit mache. 555 Rauten⸗Oehl erwaͤrmet und zerthei⸗ let, wird nuͤtzlich wider das kalte Grimmen und de Mutter⸗Schmertzen gebrauchet, ſo man den Bauch und untern Leib damit warmlich an- ſchmieret. let und gekochet Rauten⸗Oehl, das gekochte 15 achet man alſo: Kc. Friſche Nauten⸗Blaͤtter, hee ſchoͤn ſafftig, zerhacke ſie Bij. beitze ſie dren Lage lang in ſchoͤn friſch klares Baumoͤgl, her⸗ ſach koche es, biß das Oehl nicht mehr ſpritzet, wenn es auff die Glut geworffen wird, alsdann ſihe es durch ein Tuch, und behalt es auff. Das deſtillirte Rauten Oehl aber wird Rauten⸗ Es gibt aber zweyerley, als gedeſtil⸗ Gekocht uͤten⸗ ehl. ſuff folgende Manier bereitet, als Re. Gipffel Oehl. ſon Rauten, da der Saame faſt zur Zeitigung kommen, ſo viel du wilt, zerſchneide ſie klein, thue ſe in einen zinn⸗ oder kuͤpffernen Kolben, geuß friſch Brunnen⸗Waſſer darauff, ſetze einen Helm lber und lege ein Glas fuͤr, und deſtillire alſo das Waſſer davon, ſo wird das Oehl mit uͤbergehen/ und ſich entweder durch Baumwolle oder Sepa⸗ ti⸗Glas von dem Waſſer leicht ſondern laſſen. Von dieſem deſtillirten Oel bereitet man her⸗ nach den qq 4 Rau 3 ee, * reer. ³. p — 2— Rauten⸗ Balſam. Mauten⸗ s Eßig. in Saa⸗ men⸗Fluß mit Muſcatnuß⸗ und Wermuth,⸗Oehl verm, ſchet, und wo Eßig, welcher inPeſt⸗Zeiten zu gebrauchen alſo: und geuß des beſten klaren Weineßigs guug bart, ber, laß es alſo etliche Wochen an de: Sonnen oder e oog Raute. „ 8 Rauten Balſam. f Rc. Das Rauten⸗Oeßl vermiſchet man et, l liche Tropffen mit weiſſem Wachs und eiſem weiſſen Schmaltz oder mit Muſcatnuß⸗Oehlſo 0 durch zugegoſſenen Brantewein von ſeinem G, St ruche befreyet worden; und gibt alſo den Rau⸗ dul ten- Balſam ab, welcher, auff die Scheitel, an die A0 Schlaͤffe und unter die Naſe geſtrichen, gute J Wirckung thut. Es bewahret fuͤr der Pit, gu vertreibet Ohnmachten, Mutterweh, Gichter, ale fallende Sucht, bey Alten und Jungen, wenn Tf) man wohl damit uͤber den Ruͤckgrad und das Genicke ſalbet. Es iſt auch gut wider Grin men und Leibes⸗Schmertzen, wenn man das Oehl 5 hl um den Nabel herum warm da⸗ mit ſalbet. n. Auch bereitet man einen koͤſtlichen Rauken⸗ Re. Raute, Bibenell, Bethonien, Baum⸗Nuß, Wacholderbeer, Knoblauch, ieder Gattung nach ec Belieben, zerhacke alles ein wenig unter einander, ſonſt einem warmen Orte ſtehen, darnach ſeihe ben N 7 Eßig, und behalt ihn wohl auff, davon kan man J einen Loͤffel voll auff einmal in Brey ader Haber⸗ f Pulver Muus zur Zeit anſteckender Seuche geben. * 8 Es wird auch die Raute ſonderlich wider die Geilheit recommendirt, das ſtete auch wohl. ſchmertzliche Auffrichten der maͤnnlichen Authe zu curiren, auch den VPenckiſchen Eiter⸗Fluß zu Mie, 85 8 5 5 5. 5 44 il, * Raute. 1005 Sürg, fiilen: zu welchem Ende ſouderlich angeruͤh⸗ 2 d net wird folgend 8 Em Pulver min N eg R. Gedorr te Fiſchmuͤntz, . b afin N Schaaffmillen⸗Saumen, 1 cle Rauten⸗Saamen, i daes Agdſtein, — ö deaf Krebs Augen aa. Zj. 1 8 f 1 Zucker 3ij. 910 15 erſtoß alles zu reinem Pulver, von welchem man tu e dg auf 2 Dij. ad 3j. bey Schlaff⸗Zeit nehmen e denRich* i 8 319. Saͤven Baum. Snszbins. 7 J A e ven⸗ 71 2 Baum im kata N N er 8 5 ⸗ Y N 8 N ö Lateiniſchen Sabi. ſcheid, zeit N d na genannt, ſol⸗ und Ott. r cher hat ſeinen 8 0 4355 8 Nahmen von der 0 Sabiner Land⸗ N ſchafft bekommen, e worinne er vor⸗ 18 5 5 zeiten ſehr haͤuf⸗ 7 ſig gewachſen, deſ⸗ K ſen giebt es zwey⸗ erley Arten, als das Maͤnnlein 0 und das Weiblein: 1 Der eine hat Ta⸗ Harisken⸗Blaͤtter, doch ſind ſie ſtachlichter, ein 5 Qqq 5 nes Blattern gleich, und ſind nicht ſo ſtachlicht, dh roos Saͤren⸗ Baum nes ſcharffen ſtarcken und hitzigen Geruchs! Das andere Geſchlecht iſt den Eypreſſen mit den kom̃en ſie beyde uͤber ein, daß ſie imer gruͤnen und blau ⸗ſchwartze Beeren tragen, in Groͤſe der Wacholder⸗Beere, welche doch an denen in unſern Landen, ſonderlich von denen Schoͤßlein gepflantzten Baͤumen ſelten erſcheinen, und deß ⸗ wegen etlichen Botanicis Anlaß gegeben zu glau⸗ ben, daß dieſer Baum keine Fruͤchte trage: Der int Frucht dieſes Baums gehen keine eigentliche d! Bluͤmlein vorher, ſondern nur kleine Anfange lug der Beeren, welche auf krumlichten Stiehlen aden ſitzen, und aus 3. 4. bis 5. gruͤnen Knoͤpffein che beſtehen. Es wird in Gärten gepflanzt, und nabe Eigen⸗ ſchafft, Nutzen und Ge⸗ brauch. gruͤnet im Sommer und Winter. umhül In den Apotheken hat man allein die dige Blatter, ſolche warmen und trocknen im drittn amel Grad, hat duͤnne Theile, und ein balſamiſch, Ait it ſcharffes oder reſinoliſches Saltz, dadurch es urn h die Eigenſchafft hat, das Gebluͤte gewaltig zu Nun verduͤnnen, zu ſchaͤrffen, und inſonderheit die A- Aken, dern der Mutter, auch anderer ſich leicht oͤfnen⸗ Bie den Adern zu oͤffnen, und die verſtopfften Harn, fin Gange aufzuloͤſen: wird gebrauchet den ver⸗ eie ſtopfften Monat ⸗Fluß, auch die Geburth wubt zu treiben, und den Harn, dienet wider das Keu⸗ cht chen, ja es treibet zuweilen den Harn ſo ſtarck, dug daß auch Blut mitgehet. Dahero gebrau⸗ ug chen ſolches die loſen Vetteln, welche von Hure e f rey ſchwanger werden, ihre Kinder moͤrderiſcher auge Weiſe damit im Mutterleibe um das Leben zu ul 25 N 0 brin⸗ d — — 600 — — — — — — — ——.— — . — — 8 —— — 5nd 1 Naeh bringen und abzutreiben. ſlches die Hexen zu ihrer Zauberey, weßwegen Saͤven⸗ Baum. 1009 So gebrauchen auch auch an wohlbeſtellten Orten eine Loͤbl. Obrig⸗ kat darin ſorfaͤltig geweſen, daß die Apotheker olches Kraut nicht jedermann ohne Unterſcheid erkauffen duͤrffen.. Wenn man die Blaͤtter dieſes Baums zart ferhacket, oder die Blatter gedoͤrret pulvert, ſol⸗ Wie der Nabel⸗ che mit Venediſchen Glaß vermiſchet, beydes zu ⸗Wurm ſummen unter Honig ruͤhret, in Nußſchalen bey Kin⸗ hut, und mit Honig vertuͤhret, alſo uͤber den Nobel junger Kinder bindet, ſo wird der Wurm, u vlcher den Kindern das Abnehmen veruſachet, toͤdten. von ſolchen Honig eſſen getoͤdtet werden; will man aber wiſſen, ob ein Kind ſolchen Nabel⸗ Wurm habe, ſo binde man ihm uͤber Nacht eine bendige Schmerl uͤber den Nabel, wenn ſolche n, Schmerl folgenden Morgen an der Seite zer⸗ nager iſt, ſo iſt man verſichert, daß ein Nabel⸗ 10% Wurm vorhanden ſey. Man kan auch aus den zerhackten Aeſten und Vlaͤttern, mit Waſſer angefeuchtet, nicht nur ein Waſſer, ſondern auch ein Oehl zugleich de⸗ ſtlliren. Etliche Tropffen von dieſem Oehl mit Saͤve⸗Baum⸗Waſſer zu Zeiten eingenom⸗ men, treibt die Monat ⸗Reinigung und tod⸗ te Frucht ab. Das deſtillirte Saͤvenbaum⸗Wſſaer Zis. des Morgens nuͤchtern getruncken, treibt ver⸗ haltene Monat ⸗Reinigung, todte Ge⸗ burt und Affterbuͤrde. Ein Tuch darein ge⸗ 0 netzt, und uͤber den Finger geſchlagen,* Wurm davon. dern zu er⸗ wehren nd zu 108 Saͤven⸗Baum. Saͤvenbaum⸗Blaͤtter werden nebſt andern Wund⸗Kraͤutern auch zum Wund⸗Träncken gebrauchet, die das geronnene und geſtockte Blut zertheilen; bey Beſorgung eines ſtarcken Blutens der Wunden muß man aber ſolches Krauts muͤßig gehen. So man aber ſonſt ſolche Blatter in Wein ſtedet, und mit ſolchem Wein alte Schaͤden an Beinen auswaͤſcht, reiniget und befoͤrdert es die Heilung. Cs wird dieſes Kraut auch bey einigen wider die Fieber mit Saltz und Sauerteig unter die. Fußſohlen gebunden, ſo hilfft es auch wider den Affter⸗Swang/ wenn man ſolchen damit ra ⸗ 0 ö 12 N chert oder darauff ſitzet. 320. Salbey. f Albeg, im ateiniſchen Salvia genannt derer giebt es zweyerley Geſchlecht, Salvia major. breite Salbey, und Salvia acuta nobilis, ſpitzige, edle, oder Creutz ⸗Salbey, dieſe iſt g braͤuchlich, und iſt die kleinſte die beſte. Über dieſe beyden giebt es noch eine AꝛtSalvia ſylveſtris, oder wilde Salbey, dieſe wird nicht gebrauche, ſondern koͤmmet den Kraͤfften nach mit dem Scharlach⸗Kraut uberein. Die Salbey nennet man deswegen Salvia i Lateiniſchen, quia hominem ſalvumn conſervat, dieweil ſie dem Menſchen die Geſundheit erhalt. Daher die Schola Salernitatis cap. LX. fragt: Ciur moriatur homo, cui Salvia creſcit in horto, 02 5 8 x⸗ 10 gel fame chu Huck an he Jellei ſhhatg cher ah, ante 5 en, ann Im Bub, woa uh gig are kü 0 N muß man ahn 10 40 Sy in 1 ſehet uon 0 0 an Bale gh dee Helug, Itauch kü id Santa Sh Suat S blift aug * nan Sa n 1 J. 1 1 i 0 Darauf die Antwort erfolget: Contra vim mort non eſt medicamen in hortis. Die Geſtalt der 55 12 15 Salb ey N, e at eine holtzige 0 0 5 Wurtzel, daraus 2 entſpringen viel e geviertete, holtzige, —— rauchh arige, graͤslichte und gruͤnlichte Sten⸗ gel, mit laͤnglich⸗ ten, loͤchrichten, weißgrauen, gruͤn⸗ lichten und braͤun⸗ 8 lichten Blaͤttern, EEA die wohl riechen, NN und anGeſchmack wuͤrtzhafft, ein wenig bitter und ſcharff ſind: „ klͤget geaͤhrte blaue oder weiß purpur⸗ braune Blumen, wie die tauben Neſſeln, und in Saa⸗ men⸗Haͤußlein, einen ſchwaͤrtzlichten, laͤnglich⸗ ten und ecketen Saamen, allezeit vier Koͤrnlein nneinem Haͤußlein. 5. Die kleine Sal bey iſt der groſſen nicht un⸗ gleich, hat aber doch kleinere Blaͤtter, und unten on derſelben noch zwey andere kleine Blaͤttlein, wie ein Ohr geſtaltet, im uͤbrigen vergleichet ſie ſch mit der groſſen, waͤchſet gern an guten ge⸗ huͤngeten Orten, bluͤhet im Julio und ee Salbey. 1009 * Es wird gern Raute darbey gepflantzet, diet die Kroͤten, welche die Salbey ſehr lieben, da ⸗ von abgehalten werden, auch ander gifftig Unge⸗ zieffer dabey nicht niſten moͤge. In Apotheken hat man die Blaͤtter und Blumen, und iſt warm im erſten und trocken im andern Grad, wird fuͤr ein ſpecilicum und ap. propriatum ſimplex ʒu dem kalten bloͤden und feuchten Gehirn, Nerven und Mutter gehalten, wie von Fernelio bezeuget wird. Sonſt iſt die Salbey eines von den bekann⸗ teſten Kraͤutern, und thut ſehr gut dem menſch⸗ lichen Leben, und kan ſowohl in der Artzney als in der Kuͤche gebrauchet werden, aber am ſ⸗ cherſten, daß man ſolche, wie auch alle Kräuter, die man im Leib gebrauchen will, vorher waſche, und oberwaͤrts abbreche, weil ſolche gar offt von dem Gifft der Kroͤten beflecket wird. Oben gedachter Fernelius meldet auch, daß die Salbey dem Magen ſehr nuͤtzlich ſey, denn ſie erwaͤrmet denſelben, und ſtaͤrcket ihn ver⸗ zehret darinnen die boͤſen Feuchtigkeiten/ und bringet den verlohrnen Appetit wieder herbeyz ſie iſt auch gut wider die Gicht, Schlag, Lahe mung der Glieder und Zittern, innerlich und aͤuſſerlich zu gebrauchen. 3 Die Salbey Morgens; nuͤchtern drey Blaͤl⸗ ter mit Saltz und Brod geſſen, ſoll den Men ſchen ſelbigen Tag fuͤr Gifft und boͤſer dufft be 5 8; die Speiſen damit bereitet/ iſt fuͤ fal be? raturen dienlich. 41 Süle e U ben e dd az H ein ral at gi Auer! Guben! cewaſc ſchenden iz huſte bange bieder U 7 ger ſe 75 haucht d Sal herben en, 1 . C ker üg all w. l — 20 0 Salbey im Mund gekaͤuet, reiniget das feuch⸗ ubaſg te Haupt vom Schleim, und machet einen gu⸗ Ma een Athem; die Salbey im weiſſen Wein ge⸗ at un aN 0 W iinefanlge und Wullkraut in Wein geſotten, und daruͤber den Grind. 5 Die Salbey wird geruͤhmet, daß ſie dienlich ſen 9 fa uder das Zittern, wenn einer mit deſſen deſtillir⸗ t wah hn ein Waſſer die Haͤnde offt waͤſchet, oder ſo man epic de Salbey in das Waſſer leget, damit man die cenie haͤnde waſchen will, ſie bekommet auch wohl den el ihnen Keuchenden, Lungenſuͤchtigen, und denen, ſo ſüttig huſten. Geſotten und davon getrun⸗ „ Leſlecketn. 5 0„ ken, bringet ſie die verlohrne Monat ⸗Reini⸗ ung wieder, damit aber geraͤuchert, ſtillet dieſel⸗ i doch wollen etliche, daß wann die Frauen ſhwanger ſeyn, ſie nicht viel von der Salbey ge⸗ a geſſen ſollen, weil ſolche micht allein den Urin, dern auch die Geburth treibet. ihuſetzen, machet man auf folgende Ma⸗ bu ler Rec. Schoͤne friſche Trauben, zer ſchneid 11 0 ſſche Zincken⸗Weiſe, lege ſie etwa Spannen fate hoch in ein Ohmig Faͤßlein, darauf breite aus 6. Hande voll wohl gewaſchene Salben, alsdenn 1 her ſo viel Trauben u, Salben uñ fuͤlle es mit N emem — —— 8 — Der Salbey⸗ Wein, auch das Salbey, Seis he, Bier werden von vielen hoch gehalten, ſolche zuſet 5 5 eie Salbeyyr. 3 einem guten, alten weiſſen Wein auf. Soma auſſer Zeit der friſchen Trauben einen gun Salbey⸗ Wein anſetzen will, oder wil ſalch durch das gantze Jahr erhalten, ſoll men Meer⸗Trauben Wii. Salbey Mx jolches in ein Faͤßlein von einer Ohm oder die ſig Maaß, daruͤber geuß guten, alten, weſſe Wſeein, laß es eine Zeitlang alſo ruhig li denn kan Morgens oder bey der Mahlzeit * 1 l 1— 1 werden. e Solcher Salbey⸗Wein iſt fürtreffich 55 1 0 wider alle kalte Gebreſten des Se 0 bey⸗ iſt der Schlag, fallende Sucht, Schw Weins. del, Zittern und Krampff, wider kurzen Athem, Lungenſucht, Gifft, erwarmt auch den kalten Magen. Nie Agerius P. I. c. 103. ſeiner teutſche Apotheke ſchreibt, daß die Salbey ſonde gut ſey den erkalteten Weibern, ſo von Baͤ Feuchte und Schleimigkeit der Mu und Geburts⸗Glieder unfruchtbar daß ſie von dem Salbey⸗Wein erwarmt werden, und damit die Kaͤlte gedaͤmpfet und dle 15 ten, auch wird er wider die Waſſerſucht Das deſtillirte Salbey Oehl hat wunderhe re Krafft, wenn man zwey Troͤpfflein in wel Wein einnimmet, das Haupt eee, 9 1 45 af 80 treibt! den Schlag und Schwindel, auch Ohn⸗ Salbey. 1013 dcn machten, bringet die verlohrne Sprache Male wieder, machet fruchtbar, und vermehret den n Saamen. J 10 0 kr be de 0 0 each 1 een des Gag 0 Ed Sud W anf öh ht, Gi ide Cn Fieber ind cnigket uten 15 155 1 ag a L 03 fen 106 0 * Taboo N f Den Safft von Salben auf die Glieder ge⸗ ſrichen, oder in ſtarcken Brandewein gethan, und damit gerieben, vertreibt die Fluͤſſe, iſt auch gut wider den Schwindel, und ziehet viel Schleim aus dem Gehirn, ſo man nur ein Blatt uf die Zunge nimmt. Krius ſagt, daß der Gofft gut ſey denen, ſo da Blut ſpeyen, denn penn ſie ihn des Morgens nuͤchtern mit Honig ſher Roſen⸗Zucker einnehmen, ſoll ſich das Blut⸗ yen bald ſtillen. Salbey geſtoſſen, und auf ſiſche Wunden gelegt, ſoll das Bluten bald ſilen. In Wein und Waſſer geſotten, und warm im Munde gehalten, ſtillet das guhn Wehe, auf die Bruſt gelegt, vertreibt ſie un Frauen ihre Milch; Pulver von Salben t Schweinen⸗Schmaltz vermenget, und auf 1 Nabel geſtrichen, machet einen weichen ib. Man kan auch aus der friſchen zerhackten Ealbey eine treffliche Eſſenz mit Dee 1 8 dem warmen Sand oder an der Sonne aus⸗ ehen, welche mit Zucker vermiſchet ein herrlich lurſervativ wider den Schlag iſt, ſtaͤrcket und gwaͤrmet auch die erlahmten Nerven, das kal⸗ Hirn, Magen und Mutter, machet ein gut eh Gedaͤchtniß, und vertreibt den Schwindel. Wenn man im Brach⸗Monat die in dem Nluſt ſtehende Salbey⸗Schoͤßlein nebenſt den Rrr beſten — 1014 Salbey. beſten ſaͤuberſten unterſten Blaͤttlein zerhackt, hernach Brantewein daruͤber geußt, daß er ein quer Finger hoch daruͤber ſtehet, und alſo acht Tage wohl vermacht ſtehen laͤßt, endlich deſti⸗ lirt, ſo bekommt man den Spiritum Salviæ, oder Salbey⸗ Salbey⸗Geiſt, welcher ein fuͤrtrefflich Schlag- P Spiritus. Waſſer iſt, auswendig und inwendig in allen Nerven⸗Kranckheiten, Schlag ⸗Fluͤſſen und der, gleichen zu gebrauchen. a wunderliche Krafft, fuͤr alle kalte Maͤngel des Haupts, wehret er dem Schlag, fallende Sucht und Gichtern, benimmt den Schwindel, erwaͤr⸗ met den Magen, iſt gut wider den Huſten, ſo man oͤffters ein paar Loͤffel voll davon einimmt; welche von dem Schiag ſprachloß worden ſind, denen ſoll man ein paar Loͤffel voll dieſes Waſ⸗ ſers eingieſſen, es bringet die verlohrne Rede wieder, und ſtaͤrcket die erlaͤhmte Zunge; ſolth Waſſer in die Naſe gezogen, reiniget das Haupt, die Haͤnde mit dieſem Waſſer gerieben, und von ihm ſelbſtlaſſen trocken werden, vertreibet das Sambucus. 321. Hollunder. Geſtalt, Hollunder„im Lateiniſchen Sambucus ge⸗ Zeit und O nannt, hat daher ſeinen Nahmen, weil deſ Ort. ſen Zweige inwendig hohl und voller Morck ſeyn. Solcher gemeine Hollunder wächſtt in us Groͤſſe eines Baums, aus einem holtzigen und Das deſtillirte Salbey⸗Waſſer l leicht zerbrechlichen Stamm, mit gantz 1 5 . 1 ö und 7 und aſch⸗farbenen 0 1 15 10. e 8 ä inwendig hohl, Wee W N und mit Marck e u ee E oausgefuͤllet, ha ning 18—.— 75 d inen 1 1 e . Se die 1 5 Jaldey⸗ loch A Ale g dh - Schl fc Ten Sh wider le hh Plan 1 i ſprachſſt L 45't die ü K e e U — E ſſr 7 1 1 e aber eine dreyfa⸗ che Rinde, derer aͤuſſerſte in den jungen Schoſſen gruͤnlicht, in den „alten aber Aſch⸗ grau, die mitt⸗ lere entgegen, ſo „ Crorex Media- nus genannt, iſt ſontz grun, fibros, die innerſte, ſo das Holtz be⸗ 4 1 99 2 5——— 5 e— N 3 3 ühret, iſt gelb und ſafftig, die Blaͤtter an den Jeſten ſind Gleichswieſe geſetzt, gemeiniglich 5. Joder 8. an einander, wie am Nuß⸗Baum, uchkleiner, anlangend und zerkerbt, darzu eines farcken Geruchs, und bitterlichen widrigen Ge⸗ ſhmacks, an dem aͤuſſerlichen Theil der Aeſte hiingt es runde Dolden, die traͤgt vor St. Jo⸗ honnis Tag weiſſe fuͤnff⸗blattige ziemlich wohl⸗ tiechende in Buͤſchlein⸗weiſſe beyſammen han⸗ gende Blumen, wann ſolche abfallen, ſo folgen Anfans gruͤne, hernach wenn ſie reiff werden, f 1 ſchwartze Beerlein, und Safft; er waͤchſet gern lu die Beer aber werden im Augſto reiff. mu wüͤſten ſchattigen Orten, und nahe bey den Waſſer⸗Baͤchen, bluͤhet im May/ Junio und Ju⸗ Mr 2 In Eigen⸗ ſchafft und Nu⸗ 85 tzen. In den Apotheken hat man die Blithe, T Beer, innere Rinde, den Stamm und die Käu, ff men, die letzten dienen zum Salat, erweichen i den Leib, erregen auch zuweilen ein Erbrech Die Blaͤtter find warm und trocken im erſten h le Grad, fuͤhren durch den Stuhlgang die waſſe, ut rigen Feuchtigkeitẽ ab, befoͤrdern den Schweiß, J che die Monat Reinigung, und dienen wider her alten und trockenen Huſten, der gantze Hollun, a0 hr der wärmer und trocknet, relolvirt, dientt dn nt leß Waſſerſůchtigen.——F Soebrauch Die Bluͤthe zertheilet, erweichet, relolürt, fh 5 57 Bluͤ⸗* krribt den Schweiß, ſtillet den Schmertzen, fh i hug ret durch den Stuhlgang das Gewaͤſſer aus, er⸗ a d oͤffnet Leber und Miltz, befoͤrdert die Menlen, esc treibt den Stein, vertreibt die Milch in en Ihen, Bruͤſten, aͤuſſerlich gebraucht. Sonſt wird fande dafuͤr gehalten, daß die Vluͤthe in Kuͤh⸗Mich aufg eine Hand voll gekochet, die Milch befoͤrder, en an auch dermaſſen, daß ſie hriſt. Langins in Miſcel. Ger curioſ. Med. cap. allen andern Mitteln, ſo dan mange N Der Blaͤt⸗ Die Blatter heilen Wunden/ wi ter. dienen, weit vor ziehe; die Bluͤthe iſt auch gul i e 0 dem Rothlauff, im viertaͤgigen Fleck⸗ Fieber, in f en dert das Zahn Wehe, und dienet wider Zet Gifft, welches aber das Hollunder⸗Mus und gag Waſſer noch beſſer thun, wie dann auch weber dach das Rothlauff und Schmertzen im Podagrg l nichts beſſers gefunden wird) innerlich und auſ⸗ Auth ſerlich zu gebrauchen. e „uch e auch ü gifftiger Thiere Biß, ſamt den Weſpen⸗ n tenen und Horniſſen⸗ Stich, wenn man ſolhe fl derquetſchet und uͤberlege. Wie a 1 Guhhug hn chen 13 0 f„1 eb 5 1 35 ewe cba bi a 9% befirarſ ge 1 W oeibt ze at uch ge ice el at die Müh pr 0 N eriſt,aguidlg 00 4 ur dern d r 0 bie un S mare d u bach r Veaoollunder. Die Beer treiben den Schweiß, d Gifft, und ſind gut wider Durchlauff. Die innere Rinde fuͤhret die geſaltzenen 1017 Fluͤſſe aus, die aͤuſſere aber hat mit der Bluͤthe den. einerley Kraͤffte, doch iſt beſſer die Rinden von der Wurtzel zu gebrauchen. b 5 Die Hollunder. Kaͤumgen, Turiones, Hollun⸗ i Cemæ oder Gimæ genannt, davon machet man deꝛKaͤum⸗ Salat, der unten, bisweilen aber auch ober ſich ſurgirt, beſonders wenn man ſie uͤber ſich abreiſ⸗ et, derer Pulver verrichtet gleichmaͤßiges, die lache, warum die Aeugelein auf⸗ oder unter⸗ püͤrts purgiren; iſt ben Athanaſ. Kirchero mund. ſubter 1. 22. zu ſehen* Die Schwaͤmme auriculæ Judæ, oder Ju⸗ Der des Ohren, ſind von groſſer Krafft in Geſchwulſt Schwaͤm⸗ dr Mandeln; in ein Augen⸗Waſſer geweichet, me. ind aufgelegt, ziehet die Hitze und Roͤthe aus, herden auch wider die Pocken und Maſern in e Getraͤncke geleget, oder gekochet den Kin⸗ hen eingegeben; ſolches iſt auch gut wider die Vaſſerſucht befunden worden; das Decoctt da⸗ zun iſt ein beſonder Mittel wider die Braͤune, uch in Entzuͤndung des Halſes und Rauhig⸗ leit der Kaͤhlen, ſehr koͤſtlich. 1 e Der Hollunder, der je zuweilen auf Weiden ils Miſtel waͤchſet, gebrauchen einige 85 ein ſnderliches Mittel in der fallenden Sucht, ih wird auch von etlichen gewiß dafuͤr gehalten, henn einer nach dem erſten Paroxiſmo nach der fllenden Sucht unter einer Hollunder⸗Stau⸗ fa heſchlaffe, ſo ſoll ihm dieſe Kranckheit nicht mehr wandeln Rrr 3 Der 3. e 8 805 N. 233 5 1 8 5— r Dellund? Loch un⸗ Der fungen Sollunder⸗Schoͤßſein cs fe terſchiede⸗ oder achte mit Spinat in Waſſer ein wenig ge,(e in dener Ge⸗ kochet, und wie ein Salat geſſen, treibet die Gal⸗ In N brauch le fort, wie auch allen Schleim und Waſſer uber hh des Hol⸗ und unter ſich aus. Der Hollunder⸗Eßig 1 Ken lunders. deo dem Ma K ee bekommt dem Magen wohl, machet Lust zun iche Eſſen, und zertheilet den dicken zaͤhen Schlim. n Wenn man die Schwaͤmmlein in halb Waß n ſir und halb Eßig leget, lauffen ſie darinnen auf, ichen f ſind gut zu den Halß; Geſchwuͤren, damt gen offt warm gegurgeltc Dieſe Schwaͤnnleu in 1 Fenchel und Wegbach Waſſer eingeweichet, ien und ſolch Waſſer offt mit Tuͤchlein uber die Au, lk a 1 Jen leget, benimt es donem gebräuchet, denſcben ahnt die Hitze Roͤthe, Schmertzen und Ent, Zündung; Einige kochen auch die Hollun h. der ⸗Schwaͤmme in Milch, und geben ſiche hub, ſo werden ſie auch von einigen in Fer Waſſer⸗ liment f ſiucht gebraucht. Die gruͤnen Blaͤtter von luer Hollunder zerſtoſſen, und über den e dum Finger gelegt, ſoll ihn bald heilen. Hollun⸗ heil der ⸗Bluͤth⸗Waſſer, davon Morgens und Lila, Abends fuͤnff oder ſechs Loth getruncken, er⸗ ai daß weicher die Bruſt, iſt gut wider Geſchwulſ, alt Waſſerſucht, eröffnet Verſtopffung der Le⸗ Anm ber, Miltz und Nieren, treibt auch den kftlen Schweiß in Fiebern. Das Hollunder, ae Mus wird nuͤtzlich gebrauchet wider ales pot h Sifft, Geſchwulſt, und in der Waſſer⸗ it ſucht, eroͤffnet auch Verſtopffung der Leber, e ſo teeibt es auch durch den Schweiß die 22 75 dh 9, ud 1 1 N 10 „ ce * 1 Mt ben 15 echt 0 4 er Höll 7 2 — — — — — — — —— i ſchnapale A hen aut g n Mich unh . Alen ſe c ctilign i / ſt i ut ui dh ft T verst. ad A eß, f it 88, Dolle l ct W. 100 Hollunder. 1019 Feuchtigkeiten aus, davon Züiß. eingenommen? So man reiffe Hollunder⸗Beer in einen ſtei⸗ nern Moͤrſer zuſammen ſtoͤſſet, hernach Ku⸗ geln daraus machet, in Groͤſſe der Tauben⸗Eyer, ſolche ein wenig im Backofen trocknet, hernach den zehenden Theil eines Vaͤßleins damit anfuͤl · let, und friſchen Wein⸗Moſt daruͤber geuſſet, und darauf verjoͤhren laͤſſet, ſo hat man einen loͤtlichen Hollunder⸗Beer⸗Wein, welcher bisweilen davon getruncken das Gebluͤth rei⸗ niger, den Schleim und Sand aus den Nieren fuͤhret, vor Waſſerſucht bewahret, leichten Athem machet, und das viele Waſſer aus dem Gebluͤte abfuͤhret. Joh. Hartmann in Praxi chymiatrica cap. 7. Experi- heſchreibet ein Amulet, ſo wider die fallende ment oder . 1 1174 Amulet Sucht anzuhencken, ein abſonderliches expe wider fal liment ſeyn ſoll, alſo: Man nimmt einen Hol⸗ lunder⸗Schoß, welcher auf einen alten Weyden⸗Su Baum gewachſen iſt, ſchneidet ſolchen in kleine Scheiblein, derer bindet man ueune in ein leinen Saͤcklein, henckt es am Halß, und ſo weit hin⸗ unter, daß es des Krancken Magen beruͤhre, und laſſet es ſo lange hengen, bis es von ihm ſel⸗ ber herunter faͤllet: alsdenn ſoll man das her⸗ abgefallene Saͤͤcklein nicht mit der Hand anruͤh⸗ en, ſondern mit einer Zange faſſen, uñ im abgele⸗ gen Ort verſcharrẽ, damit nicht andere davon an⸗ geſteckt werdẽ, dabey iſt auch erinnert, daß ſolange 3 ſolch Saͤcklein am Halſe 1 llbe durch die ausgeholte Rohr dieſer Hollunder⸗ Rrr 4 Schoß 1020 Hollunder. Schoß ihr gewöhnlichen Tranck pu ſich ache ſolen. Von dieſem Experiment berichtet auch Thomas Bartliolinus, Koͤnigl. Daͤniſcher eib, N Medicus und Profeſſor in Copenhagen, in cen. tur. 4. hiſtor. rarior. anatomic. 69. wie durch ſolches Mittel viele von der fallenden Sucht wz⸗ ren befreyet worden. 8 Glieder⸗ Hollunder Bluͤthe mit ein wenig Saff ſuchtllber⸗ ran rein zerhackt, in Milch gekocht, und wie ein ſchlag. Cataplaſma oder dickes Pflaſter uͤber die entzuͤn⸗ deten Gelencke in der Bleichſucht warm uͤberg 0 ſchlagen, zertheilet und ſtillet die Schmertzen. So man auch Hollunder⸗Bluſt mit Kam⸗ pffer in Waſſer kochet, zuletzt ein wenig Bran, dewein darunter miſchet, leinene Tuͤcher darein Uberroͤthe. duncket; und uͤber die mit Uberroͤthe angefoch⸗ tenen Glieder legt, macht es ſolche zertheilent, und den feurigen Schmertzen ſtillend. De⸗ nen furchtſamen Weibern, welche die aͤuſſerliche Benetzung ſolches Glieds ohn Urſache ſcheuen, denen kan man bereiten und gebrauchen folgend 15 Pulver. Rc. Gepuͤlvert Hollunder⸗Bluſt, Geſchabte weiſſe Kreide aa.. Myrrhen, 0 Weyrauch aa. C. Bley⸗Zucker zij. ie Miſche alles zu zarten Pulver, ſtreue es auf blau Pappler, und ſchlage es alſo auf denent, zündeten Ort. Pulber. uche Wenn 0 unde emen wohle gerühn Gichter ful zu! ur 11 niche ht 0 0 . 0 aſtlaln 0 enen ig S uhhict un alete eder Fit t wichen * beinen Arte n Ubettacheg 0 6 e ei Eee Sam- Sanickel. 1022 4 Sambuei leſen, darinnen alle Bereitungen und l der Gebrauch des Hollunders in unterſchiedenen d b Kranckheiten enthalten ſehn. ch 1 1 han Aug Sanicula. Geſtalt, Zeit und Ort. Eigen⸗ ſchafft uñ 8 Nutzen. 6 322. Sanickel. ſteiffe, glanz und am immer ⸗gruͤnenbe len u funf Theile zer⸗ hen Bt J N 4 2 8 1 50. ſchnitten, und am aneh Rande geſchartet ſeyn; ztoiſchen dieſen entſprin⸗ dugde get ein glatter Stengel, der ſich am Gipffel in uf. Meben⸗Zweige theilet, darauf weiſſe funf n. ge Bluͤmlein ſtehen, die kleine rauhe Knoͤpffle, Aus d wie kleine Kletten, hinterlaſſen, in welchen der fac hel Saame lieget; waͤchſet gern auff den Bergen, hung in Thaͤlern und ſchattigten Waͤldern, an feen hun und feuchten Orten, und bluͤhet im Maj uñ ſunio. zit In den Apotheken hat man die Blätter ech ſelten, aber die Wurtzel, ſolche waͤrmet, aft N i 1 1 gurt/ 5 DSanickel. 1023 karg gt, hat einen bittern Geſchmack, und ſſt emes e bon den beſten Wund⸗Kraͤutern, innerlich und zuſſerlich zu gebrauchen. Iſt warm und trocken im andern Grad, hat die Eigenſchafft das Gebluͤ⸗ tt zu reinigen, zu ſaͤubern und zu verſuͤſſen, ale fue und ſaltzige Feuchtigkeiten zu eroͤffnen, zu i fubern und zu heilen. Wird im Brachmonat ü und Heumonat geſammlet. Es laͤſſet keinen WVund⸗Artzt in Schanden ſtecken, welcher ſich die⸗ es Krauts bedienet, dahero auch bey etlichen das Eprichwort entſtanden: 5 Non eget Chirurgo, qui Saniculum habet. Esheilet die Fiſteln, Spaltungen, allerhand eg Geſchwuͤr, Geſchwulſt und Beulen, daß Fuch⸗ e ks ſchreibet: Er glaube nicht, daß ein beſſer a e Mittel zu ſolchen Gebrechen erfunden worden. eh Etliche ſagen, daß es ſo gar das Fleiſch in Toͤpf⸗ gh in zuſam men heffte, wenn die Wurtzel darbey e deotten wuͤrde; es ſtehet aber zu verſuchen. K A Eine Hand voll Sainckel in einer Maaß Gebrauch 7 75 Sani⸗ Ke 8. e fie g lichen Brunnen⸗Waſſer geſotten, ſo lang als oon gan ein Ey hart ſiedet, heilet die innerliche Ver⸗ Aae kundung der Bruſt, Eingeweides und der Daͤr⸗ fl 0 und ſtillet die unmaͤßige weibliche monatliche cru Ame. 5„ Sanickelt N. e Das deſtillirte Sanickel Waſſer die⸗ 1 5 n tl en auch heilſam zu den innerlichen Bruͤchen und Gebrauch un ade Berſchrungen, heilet die Wunden inwendig und ei un Grund aus, ſo man Morgens nüchtern ad ij krincket. Es heilet die Mundfaule e 13 — nd die Geſchwuͤre des Halſes, ſo man ich damit laulich gurgelt, die Verehrung ö 1 und 0 1 Samickel. 1 180 Licher denne 7 0 5 mit gewaſchen⸗ leinene Tuͤchlein darem genatzt, und daruͤber geleget, kan durch dieſes Waſſt J auch zur Heilung gebracht werden. Die El. ſentz dieſes Krauts mit Brantewein ausgezogen 77 iſt auch gut alle Schaͤden damit auszuheilen, nh wenn man davon von 15. bis ad 30. Tropffen nd gibet. So man die Eſſentz aber bis zur Honig, an Dicke abrauchet, ſo hat man das Exttachm vom Sanickel, welches in Pillen, Form, mit an, dern Artzneyen vermiſchet, kan gebraucht wer, n Wund⸗ Traunck⸗ 1 den, und dienet ſonderlich wider den weiſſen d luß 1 0 der Weiber, auch wider roth und weiſſe Ruhr. 1 Zu denen Wund. Traͤncken kan man B i, bende ee. 5 Wund Tranck. Ke. Sanickel M.. 50 Sinnau, Wi intergrüͤn 1 chem 1 Sinngruͤn aa. Mi. Bethonien Schlangen, Kraut, Seer, N mennig, Gamanderlin, E pit Wag, 0 reich, rothe Roſen as. Mi. an Beyfuß, Mausohrel, Genſercch, Zerhacke alles klein unter einander, und man es zu gebrauchen hat, ſo nimmt man davon 89 edet es in Waſſer Menſ. J. und ſo kein Jie ber fuͤrhanden, nimmt man auch wol ein halb gg Maaß Wein darzu, ſo es eine Welle geſottenſo n icht ſeihet man es durch ein Tuch, und gibt dem Palf⸗ dan enten oder Verwundeten taͤg lich e bis. 0 mal davon z trincken. 2 Santal. 1025 Antal oder Santalum genannt, deſſen gibt es dreyerley Arten, als das gelbe, das Geſtalt, i weiſſe und rothe Santal⸗Holg, unter. i denen das gelbe das beſte iſt, welches wohlrte. Ot und fegen U 55 und einen groſſen Kern hat, in Mangel (At un 5 leſſen kan man das weiſſe nehmen, welches einen 0 ATnpfa e anehmlichen Geruch hat, und der Leber dienet; Ahe 1 0 eh wird aus Oſt⸗ Indien in Curopam gefuͤhret. bude 1 M Carcias ſchreibet, daß die Baͤume ſo groß als uu 4 Muere Nuß⸗Baͤume ſeyn ſollen, und ſehr gruͤne . i Matter, blau⸗ſchwartze Blumen, auch eine erſt⸗ 0 Sünde ſch gruͤne, hernach ungeſchmackte Frucht in der M Hroͤſſe wie Kirſchen bringen. re Gkueichwie die Santal von unſern Vor⸗Al⸗ Geſtalt min dreyerley Geſchlecht eingetheilet, alſo beſin⸗ uñ Eigen⸗ „e fig ze wir ſolche annoch, und zwar erſtlich den gel⸗ ſchafft des dee e i 3 ge 0 bia. M48 Ie Santal, Santalum eritinum. welches fuͤr das Santals. e g g bete und kraͤfftigſte gehalten wird, ſolcher iſt Ci⸗ 5 M kon gelb, hart und ſchwer, ſincket im Waſſer zu 0 U 0e al Moden, har einen aromatiſchen, bittern, ſcharffen, ahh hurchdringenden Geſchmack, und dennoch liebli⸗ hen guff Bieſem und Roſen ſtechenden Geruch. Das andere Geſchlecht iſt der weiſſe Eigen⸗ Santel, Santalam album, dem vorigen faſt ſchafft des ug gleich aber dem Geruch nach, koͤmmt er dem Saen 8 ungen nicht bey, hat auch ſo viel aromatiſche Bantals. elchen nicht bey ſich, demnach wo der erſte 7 haben, muß d eſer deſſen Stelle vertre⸗ u Alle beyde dieſe Hoͤltzer wachſen in Oſt⸗In⸗ N ien, Jantalum, —ů— Dal 1 e 1026 Santa. dien, über dem Fluß Ganges, ſonderlich aber i 75 „„ der Inſul Timor. 1 85„ Eigen. Das dritte Geſehlecht iſt der rothe lf ſchafft des Santel, Santalum rubrum, ein ſteinhartes 0 M 3 a ſchwer⸗ und hartes Holtz, an welchem kein ſonder, 0 en licher Geruch zu mercken, wohl aber iſt er eins Kehl etwas zuſammenziehenden Geſchmacks, iſtrolh lt wie Braßilien⸗Holtz, faͤbbt aber bey weitem nicht iin E ſo ſtarck, es wächſet bey Tanoſarien in Indium, lle und zwiſchen dem Fluß Ganges. Ji Wie ſol= Alle drey Arten dieſes Holtzes werden in 99 che genu⸗ den Apotheken gefunden, hat gleiche Eigen tzet wer ſchafft mit dem Frantzoſen⸗Holtz, und eine küh⸗ de 18 lend ⸗ und anhaltende Krafft, den uͤbermaͤßigen 10 Jaſcht des Gebluͤts zu ſtillen, solches zur l nigen, Lunge und Leber zu ſtaͤrcken, Foal Ohnmachten, Hertzklopffen und Gichten Eiß zu widerſtehen, Fluͤſſe zu trocknen, und Haupt Du Schmertzen zu ſtilen. Ju Aus dieſen Hoͤltzern laͤſſet ſich ein harzizer Au Extract mit Brantewein extrahiren, weſcher zu u te Wirckung hat, die Fluͤſſe auffzu trocknen/ da. Der von man in Pillen formirt, von No. vj. ad. auff Cant einmal nehmen keea. m Er uͤhlet im dritten, andere wollen im an, Au dern Gräaͤd, eroͤffnet, dienet der Leber und dem Nahe Hertzen, Verſtopffung der Leber, uſſellh daa 1 5 in Catharren, Haupt⸗Schmertzen, Erbre 5 chen, in Higze der Leber, werde n dannegherd Ak. mit denenentgen Nedicamenten vermiſcek, Inge welche dem Hertzen und wider Hertzklopffen le dienlich ſind. Es wird auch e U N ö N D hal, i g ee Sah h pet und iſt von lohan. Prævo dafuͤr als ein unbe⸗ 1 ale huglich Arcanum gehalten worden. Der weiß⸗ 1 ga d gelbe Santal werden auch wider das Zahn⸗ Sa, dall cnc pehe geruͤhmet. 0 Nicolaus Myrepſus hat ein Pulver aus Y Subtahe u den drey Santelhoͤltzern und noch andern Sa⸗ 0 25 dura len bereitet, ſo noch heutiges Tages in den Apo⸗ 0D Ging. ken alſo zu finden und benennet. A Hage ſech 9 2 den F rien at 8 ſſe aufe 10 16 len welt, ua kat 5 8 0 ff I Senft, Aug ge u Leber 3 f Spreies OSbecies Diatrion Santalorum. 185 ge. Die drey Arten des Santalholtzes aa. e Ji. ij. 85 8 rum und Rhabarbara⸗Wurtz, derer Ge⸗ Spodi ex Ebore, brauch. Suͤßholtzſafft, Burtzelkraut⸗Safft aa. Zi. Krafftmehl, Arabiſch Gummi, Gummi Traganth, Die vier groſſen kuͤhlenden Saamen, Saamen von Scaxiola aa. iv. Campfer Jj.. Blau Mertz⸗Veyel 2. nd W a e e 4 1 10 ml Rothe Roſen Süß Zi ß. ee Nache alles unter einander zu zartem Pulver. i Ne b Dieſes dienet fuͤr Hitze und Entzuͤn⸗ e hung der Leber, ſtilet den Sood und bren⸗ denden Harn, fuͤr Schwindſuͤchtige, und 150 Af ſhefnen, die mit der gelben Sucht beladen a 1 1 1 n hat auch eine gute Krafft die auf die B ruſt allen⸗ —1 1 rn ̃ a 1 8 . fallende geſalgene Slüſſe und dadurch ved ſachenden czuſten zu trocknen, den Jaͤſcht Gebluͤts zu lindern, die innerlichen Gliedm Schweiß und Harn von allen Veneriſchen Un, el ſen zu ſtaͤrcken, und den Harn gelinde zu treibe Die Dolis iſt von 15. bis 30. Gran ſchwer geben. Meiſtens aber pfleget man die Hoͤltze in a Waſſer zu kochen, und einen Tranck daraus zu L machen, welcher Tranck auch die geſaltzenen luͤſe lift wohl aufftrocknet, das Gebluͤte durch den . 0 reinigkeiten wohl reiniget, die Lungenſucht ver⸗ treibet, ſonderlich wann zugleich die Terbinthen⸗ l Pillen darbey gebraucht werden. Es dienet auch ſonderbar wider die beiſſende Raude, daron Mor⸗ . gens und Abends ein Glas voll getruncken. Es he ö kan auch dieſer Tranck noch den andern Hoͤlzern, eben 8 Santal⸗ Pflaſter. welche bey dem Frantzoſen⸗Holtz zu gebrauchen, beygeſetzet werden. uch Man machet auch in den Apotheken ein gu/ fern ft tes Pflaſter auff folgende Manier: Su Santal Pflaſter. an R. Gelb Santalholtz 5x. gepuͤverf, uc Wohlbereitet Roſen⸗Oehl per inluſ. zeil. l 1 Laß dieſes bey gelinder Waͤrme ſtehen/ und impaftiren mit friſchen rothen Roſen⸗Blaͤltem, t d die ſubtil zerſchnitten ſeyn, und in einen Teighe⸗ ſtoſſen worden, 3u. Thue fernen J Roth puſveriſirt Santalholtz 3. Weiß und gelb Santa holtz a8, 3 Geraſpelt Helffenbein 14. Armiiſchr Sehr, * ſche Eide, fg DSantal. 1029 0 a Koche dieſes mit einer infuſione Rolarum * en Ach, obrarum zur Conſiſtentz eines harten Catapla- adh ſctis, daß es nicht an den Haͤnden kleben blei⸗ 5 1 da het, thue dann das oberſte dazu, und im poſtire es Wa pohl durch einander, treib es zwo Stunden uͤ⸗ e eee, be dem Feuer, daß es ſich wohl vereinige, wenn dt mu thein wenig kalt worden, ſo thue dazu 0 K eien Anti Campfer Ziij, ad 36. ſo in etwas Roſenoͤhl 1 cd uuffgeloͤſet worden, ſo wird daraus ein wohlbe⸗ hährtes Pflaſter bereitet, die hitzige Leber zu ahl Mhkt, ea enperiren. 5 Dees iſt das ſo genannte Emplaſtrum iu⸗ ich au zuglac fac cgnitum oder Enplaltrum Santalinum; wel⸗ gh d wehen fe hes nit Seeblumen⸗ oder Roſen⸗ oder Scorpi⸗ h d nde Rue o Oehl ein wenig geweichet, auff Leder geſtri⸗ dds, s das olga g gen, uͤber den Ort der Leber geleget, deroſelben Ac achten hitze benimmet, Entzuͤndung ver hütet und Haͤr⸗ N eienchug e ogkeit vertheilet; uͤber die Lenden geleget, mag del auch die Entzuͤndung und Schmertzen der bet in ahh Neken ſtillen, und alſo erweichen, daß der Gries uf Mu ud Sand ohne Schmertzen in die Blaſe uͤber⸗ J 0 u Kb, Noch werden auch aus dem Santal berei⸗ eilt Er Mbie n Ader Bin 1 1 Trochiſci Santalorum. Trochl. fei occothe 1 m de. Moſen Blatt. % ef, Infpiffirten Berbisbeer⸗Safft Zi. . M Saal. Armeniſchen Boli, d e Saamen von Gurcken, Portulac/ Kür. 1 bez 4 bis und Citrullen, lt! u, 117„Spo di ex Ebore aa. Zij- 8 % 5 0 Camph or B.. 5 S Biree⸗ 1. Dreperlen Sancalhoͤltzer as. Y. Santelo· Nothe Roſen⸗Blaͤtter zin. rum. Btereite mit Burtzelkraut Trochilcos dur, e aus, ſolche dienen wider die Hitze, und maß n nen den hitzigen Magen und Leber, und 115 ds Saſſaparilla. 3 ſtillen den Durſt. 8 4 K ieee N Sarſapl- 1 324 rilla,„ , Saſfiparlla. . 1 5 e 55* N 8 5 * N 1 1 fa c ²˙„l 77 gerſchaſt Teen dance eee und Dt. daß ſie ſey ein Gewächs, welches mit fenen el me tzigen, gruͤnen, ſchwancken Reben oder Schoſſeß t auch ſtachlichten Stiel umher kreucht, hal einſa⸗ u el me fuͤnff, ſechs auch mehr Finger breilt 1 5 * S e gcgen un * , zwo Glen lang und drüber, siſſes Marck haben, und ſich biegen, aucß e Gerte ſpalten laſſen Sie wird aus Neu⸗Hiſpanien bracht, und Wo bet bei weiſſer bleicher und duͤnnerz kommet ſol⸗ Saſſapa; beaber aus der Inſul Honduras, bieſe iſt A⸗ 8 he farbig und dicker, aber beſſer denn die er⸗ l ſolche kommt aus der Inſul Quitto; und g lhſet um die Stadt Quajaquil),( dahero ſie ach Larſaparilla Guaſacillana genannt wird/) che leicht Aſchen⸗farbig, groͤſſer und dicker lun die andern: 8 ele Wiel, und dach ch fisch Near. e che wutr mſtich ig/ ſchwer, die ſich biegen laͤſſt und und Ge⸗ he bricht, ißt die beſte: Sie iſt warm im erſten brauch; Mein trocken im andern Grad,(mäßig warm s trocken imm erſten Grab,) verdünnt, durch⸗ anget, eroͤffnet, zertheilet die Blaͤſte, be⸗ Mlederg die Monat: Reinigung, treibet M e den Inden Apotheken hat man die lange hol⸗ Oerer E, 'och rkeäſſther a8 e 7890 und eher Wurtzel ge wird auch ſehr gut befunden in der Glinde, Kranckheit und Verzehrung der Fluͤſſe langwierigen Haupt Schmertzen und 0 tharren, auch in alter und raͤudiger 5 Nutzen 9 der Holtz⸗ Teaͤncke/ in Geſchwulſt) für ſchwache. Mils, wider die Ktoͤpffe 1 viert Sieber, ſonderlich in Decocli: Der Tranck von der Sa aparill wird allein gebrauchet in der A rtzney d 3106. oder mehr derſelben allein /oder mit anden, als mit der China-Wurtz, Saſſafraß, B ſen⸗ Holtz und deſſen Rinde, Roſi nen, Such Saamen und dergleichen in etlichen Maaſen 1 Woſſer ſiedet, hernach von dieſem geſeihenn Tranck Morgens und Abends ein Glas vol oder auch ordinari trincket: Es treibet on Schweiß, Harn und Monat⸗Reinigung bez Weiber heilet den Saamen⸗Fluß und die Srangoſen⸗Rranckheit/ verzehret die kalt und ſchmertzhafften Sluͤſſe der Gelencke; ſt ol gut wider das Podagra, Gries⸗ und Gli . der. Nrauckheit, ers el die langwaͤh⸗ en renden und offt wiederkommenden Gichter und i di fallende Sucht, lindert alle ae ih gen, trocknet und verzehret die Fluͤſſe der, Bruſt/ machet weit ums Hertz ö bewabau e 1 Schlagfluͤſſen, trocknet/ keiniget un f heile l le t boͤſe Geſchwuͤre und vertreitet alle Kaͤ 1. 00 iſt endlich auch nuͤtzlich in gifftigen d Sieben e für ordiuari zu trincken. Saſſafraß. i 1033 5 325. Saſſafraß. e Saſſaraſs. zeug un.—* rein ncket: Uh * S ſſafraß, behaͤlt ſeinen Nahmen auch al⸗Geſtalt, edo in der Lateiniſchen und in andern Spra. Zeit und ee cen: Dieſes iſt ein groſſer Baum, welcher in Ort. % Porida waͤchſet, hat Blaͤtter wie unſer Fichten⸗ Maum, die Rinde iſt von auſſen ſchwer, hat einen eh etwas ſcharffen, doch gewuͤrtzhafften Ge⸗ 0 l mack, und reucht wie Fenchel; ſeine Rinde N af or gleichwie ſie fuͤr allen andern Baum⸗Rin⸗ e en wohlriechend iſt, alſo iſt ſie auch zu der Artz⸗ Wi en ſehr gut befunden. Die Wurtzel iſt bald 0 A kek, bald duͤnn, gehet nicht tieff unter die Erde. Sſſ 3 Das ————. l 1 a——— a— 1 1 N 5 1 5 8 N N N — 1 1 5.. 5 8 ee—— 8— R 5 f 2 5 5 3——— 2 228 R 5 5 85 2 afra, wage e Eigen ſchafft und Nu ben. Aſchen⸗faͤrbig, frisch und ſeine Rinde roch an ſich hat, zumalen in der Rinde 98 aromall. 5, ſche Tugenden verborgen, als 177 ubrigen gantzen Holtze. 1 In den Apotheken bat man 1 bas 6 und die Rinde. Herr D. Welſch hat des Holtz fuͤr die Wurtzel des Baums gehalten, welches auch ſamt der Rinde das beſte! f des Baums ſeyn ſoll. Die Rinde wärmt u trocknet im dritten Grad, das Holtz waͤrmet u trocknet im andern Grad, machet dünn eröff zertheilet, treibet den Schweiß, ſtaͤrcketd Magen/ thut gut den Augen, eroͤffner hflilg und Leber, verzehret allerhand Fluͤſſe, h groſſen Nutzen die Cat harren zu vertr daß es wol das einige wahre Mittel iſt, die gl ſe hinweg zu nehmen. Es ſtillet die Zah S. hmergzen, und wird auch wider 5 Danson gebrauchet, und zu den Nite Holtz allerley Artzneyen bereitet, ſonder. 85 „ treibender Kalk Schmertzen, auch in Unfruchtbarkeit und wider den Stein gelobet. Sonſt werden aus d chet man davon einen koͤſtlichen Schweiß treibenden Sand. Re. Sa en e China⸗Wurtz, Frantzoſenholtz⸗Rinde 1 0 Saſſafraß⸗Holtz, ſamt der Nnde a, 1155 5 885 De heſten Nieren von Su 5 0 N oſen⸗ eh Saſſafraß. Fenchel⸗Saamen, Zimmet, aa. ij. Zerhack und ſtoß alles unter einander, thue in eine zinn⸗ oder glaͤſerne Flaſche, geuß zwen Maaß friſch Brunnen⸗Waſſer daruͤber, verma⸗ 1035 rr 1 che es wohl, ſetze es in einen Keſſel ſiedendes Waſ⸗ 1 Deſchchh n To dag hh ber 0 macheh 100 t ſchweß 2 geh E, uh auch X fuctt lobet J nf mah Arth rb on ei uli Mi warill 1. BD en E li aß t fan % M M boll zu trincken. 10 b 0 . J 1 ern deſſtillir ten Waſſer. 1 fer laß es etliche Stunden ſieden, ſeihe es durch in Tuch, davon Morgens und Abends ein Gas Dieſer Tranck breibet alle ſcharffe geſaltzene (Fechiigkeiten durch den Schweiß und Stuhl⸗ ung, verbeſſert das Gebluͤt, dienet zu Trocknung Ind Heilung alter Schaͤden, zeuget ein gut Fleiſch benſelben, und befoͤrdert den ordentlichen Kreiß⸗ ſuff des Gebluͤts, wird ſonderlich in der Frantzo⸗ Eur und den Schweiß zu treiben gebrauchet. Es wird auch daraus bereitet D. Michaclis i dieſem Holtz bereitete E ſentia Lignonum. Re. Frantzoſen⸗Holtz Jiij. Saſſafraß⸗Holtz 21. Roth und gelben Santel, Saſſaparill⸗Wurtz, China⸗Wurtz aa. 2. Roſen⸗Holtz 70. Zerhacke ulles unter einander, geuß Tauben⸗ ſpff⸗Geiſt daruͤber, daß ſolcher vier quer Fin⸗ Eſſentis liguorum, aller hoch daruͤber ſtehet, digerir es acht Tage eng, filtrir es, und gib davon gut. xv. adxx. in Sſſ Dieſe ee 155 reiniger 55 S be. N fuͤr Fluͤſſen, treibet durch den arn ft und Schweiß, machet weit um die Brust, und nimmet alle derer Bangigkeit hinweg, ſtilet geh das Hertzklopffen, eroͤffnet die Verſtof ce fungen und Haͤrtigkeit des Miltzes. M kan ſolche Eſſentz auch mit dem Spir. kepile 0 1 Liege alsdann iſt ſie nicht nur wider allechau Zlüͤſſe, ſondern auch wider den Schwindel, it Magen und Mutterwehe, und dergleichen n zu gebrauchen erwecket auch die verſtocktemo⸗ al natliche Reinigung. pet Saſſa⸗ Das deſtillirte Saſſofraß Oehl 1d a0 icht fraß Seh bereitet: R. Geraſpelt Saſſafraß⸗ Holtz, da vel ut Rinde an iſt, begeuß es mit heiſſe ſen Brunn el Regen⸗Waſſer, thue es in einen Kolben, laß gen nicht lang maceriren oder weichen, wie ander len! Holtz, derer Saltz und Oehl nicht ſo flüchtig und ele haͤuffig fuͤrhanden iſt, ſondern ſetze einen Helm aum gleich darauff, und ein Glas fuͤr, und deſtilir al⸗ m ſobald, ſo wird ſich mit dem ausflieſſenden, get n. eeeiichen, mit fluͤchtigem Saltz begabten Waſer df das balſami ſche und zu Boden des Recipienien nd. g ſnckende Oel zug leich heraus begeben, und hie In mit auff gemeine Weiſe von dem Waſſer zu ſch ö den ſeyn. Es iſt ein nicht uͤbelriechend 1 fluͤchtiger und ſubtiler Natur, und dem Agde 905 , ſtein⸗Oehl an Tugenden zu vergleichen. Die. ech ſes deſtillirte balſamiſche Oehl laͤſſet ſich von vier g 8 1 zehen Tropffen in Bruͤhe oder Wein, Ae oder wenn es zuvor unter Jucker gemichet nt 25 1 9288 858 mit nüglchem 0 12 en Saſſafraß. et daß Gd—.— 1 e 00 Waſſer einnehmen. Die ſes eroͤffnet die Ver⸗ t pet 10 ſtepffung der Leber und der Mils vertrei⸗ i S mh 00 bet Winde uñ ſchmertzhaffte Blaͤhungen der f ite Gedaͤrme, ſtarcket den Magen, verzehret 0 t dall 0 deſſelben Cruditaten, treibet durch den Schweiß at ctbendſu e ind Harn gar gelinde, deswegen es auch ſehr ü m 10 I atzlich in Veneriſchen Seuchen und Fran⸗ 0 Diet wh boleſchen Sranckheiren, auch das Schar. ü apthe, 0 bockiſche Gebluͤt zu reinigen, in welchen al⸗ h lt Sf n Ms ge re nitheſalgh „ ee erh er weh Ag Cehl nat dens“ Indern und) Alas fin och v iemaufſthe lacht a Salz b e un Boden l zual J raus ban e W Nanda 0 it iht s ſubtib E nal, Tuq 1e zh ber 42 il opffe Vi 10 n 10 ahl f wi he 0 1 1 1 7 — — 2 hen hinein, und ſeihe es durch ein ſauber Tuch. len es mit gutem N . hen. Diejenigen, ſo ein verſaltzenes Gebluͤte ha Holtz⸗ b und mit einer Raude behafftet ſeyn, koͤnnen 5556 int luch mit Nutzen einen Holtz⸗Tranck trincken, un Bleich her ſolches mit einem weiſſen Wein vermiſchen. ſucht dien g. Nimm China, Wurtz, die Rinde von lich. Gaſſafraß⸗ Holtz aa, 2. geraſpelt Hirſchhorn „ zerhack und ſtoß alles unter einander, ſtede tin gemeinen Waſſer Menſ. If. eine Stunde lug, zuletzt wirff nach Belieben ein Stuck Suͤß⸗ holtz ſamt ein wenig Anieß⸗ und Fenchel Saa⸗ Sſſ y Die⸗ Seif en Rratt. bee Tranck iſt den Podegelſche an der Gleichſucht liegenden ſehr dienli auch allen denjenigen, ſo mit kalten Sluͤſſeng plaget, es ſey auf der Bruſt, oder in den Gl dern, werden mie Nuten Bavon tene, 5 f 5 8 * 7 0 5 5 92 1 ä . ge Sn eine len hoch und ber, an den Gele 1 cken der Stengel ge D N gehen die 5 In hervor, ſo ſteiff, und denen am Erkutz⸗ 1 a Ahnlich, und von Geſchmack nitroſiſch ſenn; De in, Blumen ſind weißücht und blaß roth beſte⸗ 1 5 hen aus fuͤuff Blaͤttlein, riechen gar wohl, der Saame, ſo klein, rundlicht blatt und braun get in laͤnglichten Saamen⸗Haͤußl lein, er wäch. ſet gern an Baͤchen und Wegen, 1 m 0 8 2 ag Juno und Jule, 6 1 . eee Seiffen⸗Rraut.. 1039 In den Apotheken hat man die Blatter, Eigen 0 0 A aut, bf 1 ., n ü eee 15 dae 4 mati gun S * — — U Ae N ende und* 00 000 nne wißt Jah dec 0 Blat wich 15 . Un Nat 10 100 0 47 4 33 5 2 — — 2 — —— N fllen aber die Wurzel, beyde aber erwärmen, ſchafft, trocknen, verduͤnnen, eroͤffnen, ſaubern, zerthei⸗ Nutzen en, treiben den Schweiß, und dienen wider das Reuchen, Engbruͤſtigkeit, verſtopff⸗ te Monat⸗Reinigung, Gelbſucht. Schaͤ⸗ bigkeit, Unreinigkeit der Haut, Kraͤtze, ae Blattern, langwaͤhrende Ichmertzen und Wehtagen. Aeuſſerlich zertheilet es die Geſchwulſten, und Ge⸗ nit Gerſten⸗Mehl in Wein geſotten, und uͤber⸗ brauch. legt. Es kan auch an ſtatt der Seiffe zu Waſchung des Leinwands gebrauchet werden, Mon es auch den Nahmen bekommen. P. Bo. felus Cent. I. obſc. 18. Frid. Noffmau. Meth. Med, lib. 1. cap. 19. ſagen: Das Kraut habe dhe adſtringirende Krafft, und giebt durch dru⸗ len einen Salpeteriſchen Safft von ſich, der da e Kaute, Frantzoſen, und andere Haupt⸗ Fehler reiniget. Wenn man vor dem baror imo der ſchwehren Noth des Seiffen⸗ Krauts⸗Saamens 3p. nimmt, ſo verringere es ie Kranckheit; und muͤſſe es einmal in einem Monat geſchehen, drey volle Monat nach einan⸗ herz ſolches aber wird von D. Ettmuͤllern wider⸗ ſprochen: ſonſten dienen die Blaͤtter und Blu⸗ hen gekocht, in delſillatione uteri zu waſchen. 927 1 1 Lateiniſchen h l iſt ein gemein wol⸗ hh bekannt Garten- 04 S Klraͤutlein faſtden liche , Thimian gleich, ll bringt Aehren mt Cie „ Pur⸗pur⸗braunen bn Bluͤmlein, waͤcset in in rauhen und ma, gern Boͤden, die Aaken Wourtzel iſt ſchlecht Ks unnd holtzig auch. N laſſen die Blumen gun einen schwa e braunen Saamen hinter ſich, an einigen Orten öde: wird es in Garten gepflantzet, und bluͤhet den igen gantzen Sommer hindurch. Eigen; In den Apotheken hat man das Kraut it he ſchafft, mit den Blumen, wird zwar ſelten gebraucht it Tarn An hitzig und trocken im dritten Grad, eroͤſfuet, haft brauch. verdünnt, zertheilt, und dienet dem Mien ide der Bruſt und dem Haupt, widerſtehet dem gat Gifft, und iſt gut dem Gebrechen und Unver⸗ hen daulichkeit des Magens, bringt den verlohr⸗ faul! nen Eſſens Appetit wieder/ ſtilet Erbre, Jag chen, Colic, Keuchen, und eroͤffnet ver ng ſtopffte Mutter, Leber und Miltz/ dienet ut auch wider das Auffſteigen der 1 150 und cet — und 11 bledes Geſicht. Aeüfferlich trei⸗ bet es todte und lebendige Srucht aus, 0 1 üg, rochen auch wider Ohren wehe und Klingen itehg e A In ſen⸗Oehl eintroͤpffelt; nutzet auch in Huͤfft⸗ Nl Wehe, Geſchtwulſt und Mund/ Blaͤtter⸗ „Aua ag lein. „ bl un 15 biene, auch pflegen ihn einige in die Wuͤrſte in hacken, ſolcher befoͤrdert die Dauung, ſtaͤr⸗ kket das Geſicht, und reitet zum Bepschlaf⸗ en. 4 Zwey Haͤnde voll Saturey! in ein Maaß weiſ⸗ et fi. Wein gelegt, davon getruncken, ſtaͤrckt das men l ſch nge bloͤde Haupt und Geſicht, dienet Engbruͤ⸗ arten e anget e igen und Lungenſuchtigen⸗ denn es zer⸗ ner ich, elt den Roder, befoͤrdert den Auswurff, pot Bahn wein gebt den Harn und Nonat⸗ Reinigung. 0/1 C mera Reben andern Stuͤcken in Waſſer gekochet, fen itten di ind offt davon etruncken, oͤſet den Schleim bel u d lau von der Bruſt, leichtert den ſchweren A⸗ 0 den. ut, Meißln them, vertreibt den Suſten, und damit gegur⸗ 2 Gh e gie, vertreibt es auch den Schmertzen und Ge⸗ 7 int 5 der Mandeln und des Zaͤpffleins. K U e Schwangere Weiber aber ſollen ſich vor Ap.* n deſem Kraute huͤten, weil es leicht die Leibes ⸗ „ en al Frucht abtreiben kan. In der Schlaff⸗ ter, Wr uh 4 ige e fiche, da die Patienten nicht erwachen wol⸗ 15 4 le, ſiedet man 1 Haͤnde voll Saturey in Wein —— . 808 Saturey. ä lor und dienet gegen die Schlaffſucht daran ge⸗ der Ohren, ſo man den Safft davon mit Ro⸗ 0 ö Camerarius. und Tragus ſchreibeß daß di: ohen Saturey der armen Leute ihr Gewuͤrtz ſey, und a bey jungem Fleiſch und Fiſchen gekochet wohl 2 . n i Wem naher Tücher darem, und ſch f über 00 5 1 e 55 zakytlum oder Or⸗ 1 e chi.— Zeit, un, ne N 2 gallen luce 90 bey der Wurtzel ö. mehr geſtreifte lange, breitlichte, fette und glatte, ellen oben auf mit roth⸗ ſchwatzen 1 Blätter; ſein bude Sg an drey quer Hände hoch, und traͤger be cee auf dem Gipffel im April und May viel d pur⸗brau Blumen, wie eine ausgeſpitte e re, bey dein Stiehl jedes Bluͤmleins hat ein klein ſpitziges Purpurfarbenes Blaͤtklen. Magz Es gewinnt zweg 8 und langlche 7 5 2 2— 1 Rnaben. Rraut. 1043 dd geln, wie Telticula, deren einer hoͤher haͤnget e als der andere, der hoͤhere iſt haͤrtek und voͤler, der niedere aber weich und runtzlicht; das Weib⸗ lein aber vergleichet ſich dem Maͤnnlein mit der e Wurtzel, Stengel, Blaͤtter und Blumen man Wa ſndet ſie auf Wieſen, Feldern, und bergigen 1 J 0 1 hraſigen Orten. 1 Don ku e „ dee 12 1 luntzlichte oder halb⸗welcke Wurtzel hat mehr . auf Mae. 7 353G00 00 f — ae ſhiſche Theile als fluͤchtige geiſtreiche in ſich, und 5 b n bid deßwegen zu Vertreibung der unreinen alt be Beh 5 8253 Stillung des Saamen⸗Sluß Jae es gebrauchet. N f fte, ba 5 Dee Wurtzel in Wein und Honig geſotten, i E 0 t gut zu den Gebrechen und Geſchwuͤren des 1 2 i 55 r 1 Es wird auch aus der Staͤndel⸗Wurt el E fl Albit Zuthuung anderer Stuͤcken ein ſonderliche. dan e bwerge in den Apothecken, zubereitet welche iges mi 8 tg 1 10 b 10* C ie. Elect. Sa tytion. zu bereiten. 44 Rnaben, Kraut e Satyrianis R. Süändel Wurtz, die voll Suez ſo friſch iſ„„ e Mannskreu-Wurtz, 1 1 Böbenell⸗Wurtz: aa. 1 1 3 feiſche Wurtzeln zerſchneid, 105 faeſ ſe in Quitten Safft, bis ſie weich werden, eben, als wann man ſie condiren wolte/ nimm ſſ ſie denn f b zerſtoſſe ſie, und behalt ſie zu weitern ebrauch: Nimm alsdenn den ubrigen Laquo. 0 10 rem; darinn die Wurtzeln h ee thue darein 1 Weiſſen Zucker ki. 65 5 Koche es bis zur dicken conſiltez eines e und thue letzlich die gekochten Wurtzeln auch 0 hinein, und laß es ein paarmal auffallen, da ⸗ mit die angenommene Feuchtigkeit davon ab rauche, wenn es nun ein wenig 1 b(hue de. C e hinzu Ae he, VVV Inmber/ aa. condirt ub fen 5 5 geſchnitten w. b. Pinigen,. 1 Ei 65 Piſtacien„ add. keen dach 7 ken gü. 1 Se Gauleg Hägele ile rt zj, Fl Cordamumi, Musea uͤſſe as. 3 Langen Pfeffer zii. G1 Hirſch⸗Brunſt, und Huch Nich, 9 a klaſpelt, bn Saamen von Eſchen⸗ Baum, Noſtl, Saamen, aa. 50. 101 18, J 3 Fat c f wenig g 0 00 at tum welches die verlohrne Krafft wieder⸗ dag benget, den Saamen vermehret, und den Bey⸗ ſhlaff reitzet. Dol. /. mehr oder weniger auff * Knaben ⸗Rraut. rolß Ambræ Griſea 5. ſo mit geſchaͤftem Ci⸗ tron⸗Saamen zu zerreiben. Es kan die Ambræ auch ausgelaſſen werden. Citi Saccharatæ 3. zuvor vermiſchet 1 8* worden. Mache aus allen ein Electuarium oder Con- V Es wird auch noch ein ander Electuarium hireitet ſo mit obigem in gleicher Krafft gehal⸗ iwie, auff folgende Art? Hueckuariun. Re. Conſerv. von Naͤgleinblumen, von Citronbluͤte aa j. Wurtzel von Mannstreu, conclit, roſat. , Nan novel. aa. 2. ö n, gel Kt 7 1 n„45 en zu tz Ny/ „Bau Jul tap l nen ut ben,. San 1 8 14 de h Diaſatyrii Meſue,. Eingemachete Muſcae,. Ci.itronſchalen aa. 70. Senff 7j. Eſſent. Satyr. 7. Grauer Amber gr. F. Goldblaͤttlein No. vj. tt 329. Deſtillirt Zimmet⸗Oehl Jij. ſo mit Eſſeniæ Electua⸗ rium. Mache alles mit einer Muſeat⸗Bruͤhe zu ei⸗ 0 lee Latwerg, wie obige zu gebrauchen. 25 1 5 aba genannt; f derer 1 3 1 10 s 5. 0 an l 3 ander⸗ Saame/ mt ) Vielen Zaͤſerlein; die Blatter verglechen 2 ſich mit der Gundel 10 reb/ ſind aber kleiner, en weicher, am Rande 5 gekerbt, und 105 08 meiſtentheils 5, Nen e den, zwiſchen dieſen n ab ö wächſtte ein gerader, dünner haariger und rütlch⸗ p ter Stengel,faſt einer Ellen hoch, deſſen Reben; nl zweige tragen weiſſe, fuͤnffblaͤttige Bluͤmlein, die ncht ohne Saamen wieder abfallen: Er wächſt*. fegen ſandigen Orten, und blüher im Mayen. e Ei.gen⸗ In den Apotheken hat man die Blile ſchafft uñ mit den Blumen, die Wurtzel, ſo man den a/ i 5 men nennet, ſind hitzig und trocken im dritten* 6 Grad, hat die Eigenſchafft gelind zu wärmen, Ke den Schleim zu erduͤnnen und zu zertheilen, Wet 0 ſtopffung zu eroͤffnen, den Harn zu treiben, au en und Geschwür N und 55 D ———— Weiſſer Steinbrech. 1047 len; man ſammlet das Kraut und Wurtzel im May und Junio, im Auguſto aber den Saamen. Der Steinbrech wird fuͤr eine koͤſtliche Artz⸗ fe ney gehalten wider Grieß, Sand und Stein in * zue den Nieren und der Blaſe, daher er auch ſeinen ne Namen haben ſoll, daß er fuͤr andern Kraͤutern Vugllhe den Stein zerbreche und ausfuͤhre: e. g. Man laber ue nimmt eine Hand voll Steinbrech⸗Kraut ſiedet U n, ſo lang ein Ey ben einen Trunck J ala git „ Bit t 18 5 dorgens D N 2 reh ſlilſey 2 befoͤrdert den 5 Harn, reiniget Nieren und Blaſen von Grieß, gate Sand, Schleim und Stein, verkreibt die Harn⸗ 10 o winde, und fuͤhret auch den Schleim aus, es iſt n e cher beſſer, ſo man das Waſſer allezeit mit einem Syrup vermiſcht, als mit dem Syrup dee dua- c bas radicibus adianto, und dergleichen, da ſolcher * 0 10 her nicht beyhanden, kan ein wenig Zucker hin⸗ waſſ* 10 0 u in gethan werden. n Nene Aus der Wurtzel bereitet le Mort auff fol⸗ 1nd f gende Art ein pet Wb Stein Pulver. Stein⸗ f chen Re. Steinbrech⸗Wurtzel 51. Pulver. Krebs ſtein Dj. Crem. Tartari, m Lap. Brunell. aa.. %% Deſtillirt Naͤglein⸗Oehl gut. j. Ttt 2 Miſche , hen bis zwantzig Tropffen offt davon zu nehmen, befoͤrdert auch die Heilung der Wunden und Grieß⸗ Pulver. Scabioſa. Geſtalt, Zeit und Ort. gezogene im Brachmonat bereitete Eſſentz ſſt Zerſtoß alles unter einander zu reinem Pu, In ver. einnehmen, es reiniget die Nieren gewaltig, ber, uch 104 WPeiſſer Steinbrech. Miche ſolches alles zu Pulver, theil esu zwey gleiche Theile/ des Abends eines davonzu Neher. Die mit Brantewein aus dem Kraute aus, gut in allen oben angeregten Zuſtaͤnden, funffe, Schaͤden/ iſt auch als ein Digellio zu gebrauchen. Es wird auch folgendes fuͤr ein koͤſliches Grieß⸗Pulver gehalten:„ Grieß Pulver. Re. Steinbrech⸗Saamen 36. KRreſſen⸗Saamen, 1 Meſpelſtein, Fenchel⸗Saamen aa. ij. 0 Krebsſtein bereitet, 0 Cardobenedicten⸗Saltz a8. il, Zucker Jof. 4„%%%; ᷑ NTT an j Davon ſollen die Grieß und Nierenſcham, al Beladene oͤffter, ſonderlich aber im Neu⸗ und men Vollmond 5. in geſottenem Suͤßbolt⸗Waſer gh treiber auch die Harn- Winde und kalte Secht. fün 1.—— e. 30. Scabioſen. Scabioſen, im Lateimſchen Selbioſ g,. nannt, entſpringet aus einer Fingerteal i cken Wurtzel, der Geſtalt nach gewinnet 105 in ut Nute Uh an eee, bag m de Uh; 00 Diele, andes fir. r gt 21 125 Ori ipule. dard Sime, 2 15, elſtei 40 5 un i vet, bene 2 Sutz 11 A les ut Aale der/ Sich ng eme neind 3Naltee ie Hat Fe ul 1 det Scabioſen. 1049 lichte und zu beyden Seiten tieff ⸗Jzer⸗ ſchnittene Blatter, d z wiſchen denen erhoͤ⸗ het ſich ein rauher Stengel, einer El⸗ len hoch und druͤber, darauff wachſen blaue purpur⸗ rothe Blumen, wie am Abbiſſe geſtaltet, ſo zuletzt verfliegen, und einen kleinen ſchwartzen Saamen hinter ſich laſſen, waͤchſet gern in ge⸗ baueten Wieſen und Feldern, und bluͤhet In den Apotheken hat man die Wurtzel, Eigen pman im Fruͤhlinge ſammlet, auch die Blaͤtter ſchafft und Blumen, iſt warm, und trocknet bis in an⸗ und Nu⸗ en Grad, machet duͤnn, zertheilet, treibet den tzen. Schweiß dienet vor Gifft und die Lunge: Wird gebrauchet in Geſchwuͤren, Seitenſtich, Braͤune, Huſten, Keuchen, der Peſt, unnenden Geſchwuͤren der Bruͤſte und güͤſſe. 8 Die Scabioſa wird in ſehr viel Gebreſten 5 06 10 N: 8 5 8 i 4 innerlich und aͤuſſerlich gebrauchet, fuͤrnehmlich Ttt 3 zu 1 1 1* f Tranck. 5„ 100 Scabioſen. zu der Bruſt und Lunge, dieſelbe von allem Koder zu reinigen, den zaͤhen Schleim ab⸗ zuloͤſen, die Geſchwuͤre und innerliche Bruſt⸗Apoſtemen, ſonſt Pleuritides und Epy. emata genennet, zu erweichen und zu zerthelen, in welchem Zuſtande nachbeſchriebener Trauck ſeht dientich iſ t Du, Bit ee,; Bc, Geſchabt Suͤßholtz zij. b Rothe Bruſtbeer No. v. Feigen, ſo friſch No. ij. „ gb, RNaoßhuben aa. Mj. Anies Saamen 3j. Zerſcheid alles, ſiede es in zwey Maaß Waſ⸗ Aer zi; 5 12 Davon nach Belieben zu trincken, auch an ſiitatt eines Ordinari⸗Trancks zu gebrauchen: Es benimmer den hefftigen Huſten, machet weit um die Bruſt, leichtert den Athem, zertheilet alen innerlichen zaͤhen Schleim auff der Bruſt und den Lungen⸗Koder, erweichet die Lungen⸗Ge, ſchwuͤre, auch auff der Bruſt und in der Seil, reiniget ſolche von Wuſt und Eyter, und machet leicht auswerffen. G pind⸗ Man bereitet auch mit der Scabioſen eine Salbe. gute Grind ⸗Salbe, alſo: Re. Scabioſen⸗ Safft Zij. Loroͤl 5 /, laß uͤber einer gelinden Glut uͤber einander ſieden, biß ſich der Saft verzehret hat, darnach druͤcke es durch ein* ſer/ ſo lauge ein Ey hart ſiedet, darzu tue Zl 8a y geuß Mien. n Ke Aber“ lug mat eh El kati ache 6 i k, —— — — — 2 B — Ea l in fun ein Dt ſiehth 0 0 1 uh inte daa r Ac gh. heffti x. Uuſteh chtert gu then, fe ben Cen uf ſoder, w ocht auff! E ruſtuöfzch von N Funde — feen. ——— ind mische damit Süberglätt und Schwefel, —— * Scabioſen. ropt 91 iedes. 105 8 5 Scabioſen⸗Kraut in Lauge geleget, und A das Haupt damit gewaſchen, vertreibt die mMuͤlden in den Haaren. Scabioſen⸗ Wurtzel den Kindern an den Hals gehencket, ill verhindern, daß die Purpeln ſolchen nicht hie Augen verderben koͤnnen. Wider die Fiſteln, alte flieſſende Geſchwuͤre und Krebs⸗Schaͤden bereitet man auch mit der Gcabioſa einen koͤſtlichen Wund ⸗Tranck. Wund⸗ Re. Scabioſen⸗Wurtz Ji. Tranck. Benedict⸗Wurtz 50. Schwalben⸗Wurtz Zij. Scabioſen⸗Kraut Mi. Ehrenpreis, Odermennig, Sanickel as. gerſchneid alles, thue es in eine zinnerne Kan⸗ y geuß weiſſen alten Wein Menſ. i, und Waſ⸗ r Menſ. i, daruͤber, vermache es wohl, ſtell es in hen Keſſel mit ſiedendem Waſſer laß es darin⸗ in vier Stunden ſtehen und ſieden/ dann nimm heraus, laß es alſo erkalten, ſeihe es ab behalt am kuͤhlen Ort, davon alle Morgen und A⸗ lud ein halb Quart zu trincken. Endlich deſtillirt man auch das bekannte Scabio⸗ Stabioſen⸗Waſſer, ſolches iſt faſt dienlich wider ſen⸗Waß n Huſten, Bruſt⸗Geſchwuͤr, Seitenſtich, reini⸗ſer. ii die Bruſt und Lunge von allem Schleim, fader und Enter ſo man zuweilen davon 5ü f Unrei⸗ N, es ſaͤubert das Gebluͤte von aller Ttt 4 80 foſt wol 3 3 3 4 33 e 5 Geſtalt, g Zeit und . Ort. A4 4 N 0 ſ gleich, Aeh ren. 1 Camel, Heu. 7053 ale a Seruch und Geſchmack den Blattern Weiſe hangend, das beſte 5e e fol Feuer⸗roth, friſch, ſchmal, und mit vie⸗ gf 0 Aft f det 0 0 0 2— 2 1. 6 1 0 3 mum bare 10 len Blumen wohl beſetzt ſeyn, ſo zwiſchen den 15 0 Handen zerrieben einen Roſen⸗Geruch von ſich a giebt, und auf der Zunge brennend und beiſend ehkung, Sa,„ 5 2. len ce ſt: Es iſt ein fremd Gewächs, ſo von Alexan⸗ ch e 700 hria⸗ aus Egypten zu uns gebracht wird, g vs hi 0. In den Apotheken hat man das Stroh, 3 damen und Wurzeln, de ſud higg in doe, Aten und trocken im andern Grad, durch⸗ Nutzen der bengen, zertheilen, ziehen ein wenig an, treiben und Ge⸗ den Harn, Weiber ⸗Seit und Affterbuͤr⸗brauch. „e, ſärckt das Paupt und den Magen, wi, Win lartehet dem Gifft, und dienet fuͤr die Auff⸗ Whg labung des Magens, Schlucken, Er⸗ dae gachen, verſtopffte Leber, Milg, Harn⸗ 1 Winde 5 Nieren ⸗Blaſen und Mutter⸗ Schmerzen, Nachwehen der Kind⸗Bet⸗ ben und Blut⸗Auswerffen, widerſtehet dem fat, Ulfft und allem gifftigen Unrath, wird de⸗ ae wwegen dem Theriac und andern antidotis hin⸗ 5 e gethan. Aeuſſerlich verbeſſert es den i finckenden Athem aus dem Munde, ſtaͤrckt eh h es Haupt, wenn es mit gewaſchen wird, zer⸗ ih heilt die Geſchwulſt des Zaͤpffleins, und den mag,, Cin halb Quentel geſtoſſen Camel⸗Heu, mit nen, weiſſen Wein vermiſchet, und getruncken, hol kebet den verſtandenen Harn, lundert den ng, Schmertzen der Nieren und Blaſen, ver⸗ keibt das Reiſen und Schmertzen, ſo den Wei⸗ Tit bern Seolopen · dria yul⸗ 8 Saris 25 Derere⸗ ſtalt, Zeit und Ort. 1054. Hirſchzung bern nach der Geburt im Kind⸗Bette anſtaſ — 1 bet, ſtärcket ſchwache Leber, und nimmt der Verſtopffung hinweg; widerſtehet auch al, fk lem Gifft/ wenn die Weiber ſolches Waſſer ſieden, und den Dampff davon in die Multer laſſen, foͤrdert es die Nachgeburt. 3232. Hirſchzung. zung, im Lateiniſchen dco⸗ 54 lopendria vul- 4 N garis genannt, hat eine ſchwat, gh, haarige und ziuſammen ge⸗ drungene Wir; el, die Blatter elliche einer Zun⸗ ge oder Miltz nicht ungleich, ö 12150„grun, forſſ glatt, aber an den Rücken erhaben, weil duc ein jedes Blatt ein rundes, haariges Nipplel gehet, darneben auff beyden Seiten viel beun⸗ gelbe, lange Zwerch⸗Striche als kleine Würm, lein haben. Sie bringen weder Stengeh Blumen noch Saamen, jedoch hat man durch die Microſcopia die Saamen-Gefaͤßlein in 0 5 5 5 zehl⸗ ſind lang, etlche ſteiff aufgereckt/ luck 10 L A nt! lache 0 We ch Vein , Bi ken un Mil de ge c, ſepff 1 eh 1 Airſchzung.. n ſchlbarer Menge gantz klar und deutlich in de⸗ In den Apotheken hat man allein die Eigen⸗ Batter, ſind kuͤhle und trocken, warm im erſten ſchafft, und trocken im andern Grad, verduͤnnen, er⸗Nutzen ſfnen, ziehen ein wenig an, dienet der Miltz ae 1 0 und der Leber, wird gebrauchet in geſchwol⸗ 8 9 ener Milz„Bauch ⸗Sluß, Blut Au⸗ . peyen: Es ſtillet die rothe Ruhr und i Bauch⸗Fluß, wenn man die Wurtzeln mit ro⸗ Na them Wein ſiedet und davon trincket. Dodo⸗ bens ſchreibet, wenn man das Kraut mit weiſ⸗ 5 i iin Wein trincke, ſey es gut wider die Schlan⸗ 10 en, Biſſe. Mit Tamarisken in Wein ge len und getruncken, ſtillet es den Schmertz der Miltz; die Bruͤhe davon getruncken, und ud die Blatter auſſerhalb auf die Leber und Mutz gelegt, eroͤffnet die Ver ſtopffung der⸗ ſlben. Auch bereitet man davon wider die derſtopffte! und geſchwollene Miltz —— — ſilgendes 5 5 —— 15— Decoctum. 1 ke. Engelſüß⸗Wurtz 5 wider ver⸗ Ochſenzungen⸗Wurtz aa. 36. ſtopfft Decectum werch! Ne. See l abt Sam 15 een in die 6 0 10 0 ——— — —— 5 und ge⸗ Capern⸗Rinde 35. ſchwollene Oberſte Schoͤßlein von Hopffen, Miltz. ——— — — e eee eee, ee ers e e Melſſen, e „ aa. Mi. 1 Dee alles ſiedet man in genmgbnne ſer⸗ das 18 /. uͤberbleiben, darzu thut man Zucker Fü, und laͤſſet es wieder etwas den, und trinckes. „Acuſſerlich zertheilt es und reinig . Geſchwür und Wunden, ſdert die 5 U 5. 5 Schmergzen, in Waſſer geſotten, und eibenfuß. geſottene Bruͤhe im Munde gehalten. Es wird auch gebrauchet zum Leber⸗ 0 wenn man deſſen Blatter mit Meliſen obe Eitron⸗ Schalen in ein friſch verjoͤhrend Ber l infunqirt, ſo geben ſie ein vortreffliches Mitel, und koͤnnen es die Hypochondkiaci fü dinairen Tranck gebrauchen. Es wird auch fuͤr alle Miltz⸗ Rranck ten zur Herbſt⸗ Zeit mit dieſem! n n Kräuter⸗ Wein fuͤr Miltz⸗ Kranck⸗ 5 heiten. 8 enſche nüt hen Kraͤuter⸗Weir n. Hence„Wurtzel l. 1 5 Aland⸗Wurtz Sin. Caper⸗Wurtz 5 K. Tameridken Haube 6 Hirſchzungen Mviij. 0 Bethonien, Burretſch⸗ Carbeberdete 1 DTDauſendguͤl lden⸗Kraut, aa. Mis. 80 0 Löffel⸗Kraut, Wen ee, mennig, Wermuth a8. Mi: Jerſchneid alles groͤblicht, thue. es in eln Fi, e geuß daruͤber 36.— neuen ee — N .. 1 N 3 55 0 ö 12 11 —— — 5 — er ga a Enhance uche Ker hit; ht deſen 0 Ster 10 1 ri 9025 WI! fi u 13 gungen N ö Tauſer Ap Kuba ö uruͤber! HPirſchzung. 1057 berſber v verſo oͤhren, und alſo acht Wochen ſtehen, davon nüchtern und bey dem Mittags⸗Eſſen, nach genoſſener Suppe ein Glaͤßlein voll getrun⸗ cken. Und ſo man ſolchen auſſer Herbſt⸗Zeit anſetzen will, kan ein guter alter weiſſer Wein guch daruͤber geſchůͤttet werden. Das deſtillirte Sirſch zungen · Waſſer kkoͤffnet die Verſtopffung der Leber und Milt, befoͤrdert den Stein und Harn, weh⸗ nt der ſchwartzen Gelbſucht, widerſte⸗ Deſtilirt Hirſch⸗ zungen⸗ Waſſer. eder Schwermuthigkeir, Unmuth; und Traurigkeit, welche ohne ſonderliche Urſache 0 lee lliltzſoͤchtigen pfleget zu plagen, iſt auch auf 1 gut wider viertaͤgige§ieber, ſo man nach a Belieben 7j. ad 51. davon trincket. Es die⸗ it auch zu dem gefallenen Zaͤpfflein; den Mund damit gegurgelt heilet die Geſchwuͤre des Ra⸗ gens, und das verſehrte Zahn-⸗Fleiſch, W damit 1 Oerter gewaſchen⸗ 333. 4 Kraut Taue verum; Altena auch Ceter acli N. genannt, hat Blaͤtter nicht uͤber; ines Fingers lang, derer viel aus einer ſchwar⸗ hen, zaſigen und haarigen Wurtzel hervor krie⸗ deolope u. drium ve rum. Ge ſtalt, Zeit und Ort. hen ein jedes Blaͤttlein iſt zerſchnitten, und ver⸗ i geichet ſich mit ſeinen Kerfen dem Engelſüs, ber einem halben Mond, ſind oben ſchoͤn gruͤn, h unten gelblicht, auch gantz rauch, als waͤren ſie int Staub uͤberzogen, welches aber 1 er 5 Es wöcſe! in 1 5 ede an gage Klüͤfften und Riſſen, allerdinge wie die Maury the, es deine das ganze Jahr 3 2 5 f 8 mal eig Bluͤthe und S 4 1 Eigen⸗ ſtchafft, Nutzen und Ge⸗ f brauch. In den Apotheken hat man die r ſo man im Herbſt ſammlet, es iſt warm im er ſten und und trocken im andern Grad. Se ſaͤubern, zermalmen den Stein, treiben den l rin, und verſtockte Monat⸗Zeit, mindern den Saamen, dienen der Miltz, widerſtehen den Gifft, und ſind gut vor die Haͤrtigkeit des Ml 5 ges in Eßig geſotten, in Gelbſucht% N Fiber e Stein und Saamen⸗Fluß. 1 8 voll 55 5 Kraut! i einer 9 15 5285„Geſhwalſk und Hunte des 0 10 de Ne 8 ſchwartze Gelbſucht und das viertägige Heber 1 Das deſtillrte Waſſer von dem Mltz⸗Keuut getruncken, iſt gut wider den Nieren und Bla. Shrup. sen, Stein, wie Camerariu berichtet. 1 Es wird auch aus dieſem Miſ 6 Kraut b 8 8 auf e Art ein 8 Syrup. 1 1 ke. Sigel e. ein Wurtzel von beyderley ooſednde t Rinde von Caper⸗Wurtz;, e von Lamaeiken 1% 99 Mir* eh g, e c mam& tin n dukt Tut, gt, en, Ag, d gu.„it He el Gabi ben d S amt 1 vol Nö n 1 und lunge nder A E. fblahnmhe chwulf 1 Hätte bach unn dn irte A Wund ic gut J denne de C0 805 bac, auch u 1 enn gende 8 dt a cbel vol 0 0 K den G.. beer Gelencken wachſen zwey gegen fh Milg⸗Kraut. Miltz⸗Kraut Mij. Hopffen, Frauenhaar, Flachsſeide, Meliſſophilli aa. Mij. Mache aus allem, wie anderswo angewieſen, einen Syrup. 1059 5 N . G 5 ö 1 8 = Vachen⸗Rnoblauch, im Lateiniſchen Scor. Gestalt, dium genannt, ſolches gewinnet einen vier, Zeit und tkigten, rauhaarigen, knopfflichten und in Aeſte N ſusgebreiteten Stengel, einer Spannen hoch, ben Seordium: „„ßßßßßFꝙ́TTTTTTTTßßßß0 T.—— 3— 5 8 0 1060 8 Lab blauch. ſtehende Blatter heraus, ſo denen& W* lin ahnlich, runtzlicht, gekerbt und weich ſen, auch einen Knoblauchs Geruch Wee 0 den Glaichen befinden ſich auch rothlichte Bluͤm, 1 1 lein, wie an gedachten Gamanderlin, denen die Saamen⸗Haͤußlein nachfolgen, deren jedes 4. J kleine Saamen⸗Koͤrnlein in ſi ich halt. Cs waͤch⸗ I, bet an feuchten Orten, und blühet! in Mayund 4 2 Ei 9 Juno..„ ſchafft In den Apotheken bat man d Bl latter, und Nu⸗ die ſind hitzig und trocken im andern Guub, k tzen. durchſchneiden, verduͤnnen, ſaͤubern, treiben den Schweiß/ widerſtehet der Faͤulung unden Sifft, wird gebrauchet in der Peſt und 925 f len ziſchen Rranckheiten, boͤſen Siebern, in Verſtopffung der Leber und Mllg, den Lungen; aͤuſſerlich reiniget es die Wunden und die Geſchwuͤr, und lindert die podage/ riſchen Schmertzen, iſt gut wider faule und boͤſe Schaͤden, kalten Brand, boͤſe G.. ſchwuͤr und Blulen vertelbtanchsenter, 4. trBNiA, Es dienet aüch wider 11 05 Thier Bb, 2 verbeſſert der Gallen Ferment, und tauget in. Verſtopffung der Lebens⸗Glieder. Das de ſtilirte Waſſer von dieſem Kraut, wie auchder aus dem Safe ber eirete 6 tobte die N ...—i!̃ ꝛ̃ J. I 1 5 Löffel vol daten bet 6 Da 85 t ſonſt eines von den fuͤrnehmſten M 10 man wider die Peſt gebrauchet, daun a unter den Therige buemſthet wi wird-. 338 r % Aus dieſem Kraute bereitet man anch in a den Apotheken eine Latwerge, welcheß ein groſſes Lachen Knoblauch. 106 ch th Lob hat wider die Peſt, daß ſie denjenigen, von chem man keine Hoffnung mehr gehabt, ſo a5 l der Peſt gelegen, wieder auffgeholffen habe. Iſt ae erlich von Hlisronymo Fracaſtorio beſchrieben fen worden, wie folget! Diaſcordium Fracaſtori. Diaſcor- % Ke. Des beſten Zimmet s, 1 — = ——— 5 chi. le 5 2 — r bon* Caßien⸗Holtz aa. 20. See e Eretiſchen Diptam, Tormentill, Nat⸗ terwurtz, Gummi Galbani, Gummi Alrabisi; aa, Ziv. Opf. Storax, ad. lu V. Saurampf⸗Saamen 21. Entzian 2. Armeniſchen Boli 716. Tuͤrckiſche Erde 24 Langen Pfeffer und Ingber aa, ij Weiſſen Honig Wii. 1 Roſen⸗Conſerv. fr. Gewuͤrtzter Wein 15/. Die toſen⸗Conſerva idle mit Wein, und ſezum Eleckusrio. wann ſie durchgemwun⸗ e Bol. 5. ad 3. Auch bereitet man davon einen zuſammen⸗ —. ſpzten Syrup, genannt Uun Hru⸗ 10% Lachen Rnoblauch⸗ syrupus Iyrupus de Scordio compgſſtus Ani e 1 3 15 l poſitus. R. Friſch Scordien⸗ Kraut Wj. 15„ Maute if. Ptʒomerantzen⸗Schalen, 8 Citron⸗Schalen, beyde friſch Zo. Miſche und zerſchneid alles klein, deſtlli, ohn ander Zuthun ein Waſſer per Baln. daraut, biß zur Troͤckne, von dieſem Waſſer nimmitiß 0 darein weiche ee Friſch Scordien,Kraut iv. Garten ⸗Raute ij, 1 GBeeſtoſſenen Cieron⸗Saamen 3. Digerir es zwey Tage lang, colir und preſſeth 0 aus, behalt es, nimm die hinterbliebenen Species, koche ſie mit ſchlechtem Waſſer, daß köiß db bleiben, colir, exprimir und clarificir es, tue N darzu friſch⸗ geläuterten Scordien⸗Saft 5 Weiſſen Zucker biin. 10 tige Materie durch den Schweiß aus. Die Doſ. iſt 2. ad Z. ain —Scorzoneren. 3033 335. Scorzoneren. Scorr nt? 1 6 ra. % u, Tor zo ne⸗ F ren oder Geſtalt, Schlangen⸗ Jeit und mord behaͤt im Lateiniſchen ſeinen N ahmen Scorzo- ner a, ſolche hat an Geſtalt eine Wurtzel, ſo Schu⸗ 7 0 hes hoch und bens K Daumens dick iſt 10.9 1230 1 mit vielmilchigten an 1 Ain Sun Saffte; die Blaͤt/ % A bintlante 5 6 5 Bocksbart 6 ſind 1 fe Wit lung und ſpitzig, der Stengel wächſt anderthalb ir, elf Ex aner Elen hoch, iſt wollicht, und zertheilet ſich in un⸗ Me kerſchiedene Nebenzweige, deren ieder eine gelbe Blume traͤget, ſo einen Saamen, bvie obenge⸗ % dachter Bocksbart traͤget, er bluͤhet zeitlich, und ia berliert ſeine Blumen im Herbſtmonat.. Ken In den Apotheken hat man die Wurtzel, Giger a die waͤrmet und feuchtet im erſten Grad, dienet ſcholhe wider Sifft, wird gebrauchet in Schlangen⸗ gen. Biſſen, Peſt, Melancholey, ſchwerer Noth, Schwindel, ja ſie tauget uͤber das Shut auch zu der Mutter ⸗Kranckheit, treibet auch lieblich den Schweiß, dahero in Febribut 0 maligvis und Maſern nichts druͤber iſt, thut Uun 3 auch . Decodum um In boͤſen gifftigen Fiebern ö Bienich, 210 gut der ſcber 110 Bake 10 tüm del Gebrechen der Augen kraͤfftiglich zu Hul iſt auch gut die geſaltzenen e Feuchtigkeiten zu verbeſſern. Goedoͤrrete Scorzoneren Wurzel 20 u ö 12 Waſſer kbiij. gekochet ſo lang, biß Ii. uͤderblu, bet und mit ein wenig Zucker ſuͤß gemachet, it gut in hitzigen Fiebern, wider Uberroͤthe, Pobg⸗ 5 gra, treibet den Schweiß, 5 Pocken und Masern 100 8 in welchem Fall man Feigen und kleine oſinen darzu 250 kan, wie ſolches An, eln 8a · la ruͤhmet; den Milchſafft von der Wurzel in 0 die Augen gethan, machet ein gut und scharf 1 e cht; die Wurtzel kan auch unter die De.. fliv- Salben! vermiſchet werden, und die Blaͤtker 797 ſind ſehr nuͤtzlich uͤber peſtilentziſhe Geſhnüt ls zulegen. e Herr D. le Mort rühmet in rerbunr 2 ignis feen 9 1 Decoctum. Re. Scotzoneren,Wurt 21.1 Contrajerva. Scrſapatila a4. Zij. Groſſe KlettenWurtz 300 Weiſſen alten Wein Men. j. Rinde von Franzoſen, Holtz Ji. Wann alles zerſchnitten i 5. 0 5 Agel es zwoͤlff Stunden, hernach koche es n 1 ſelbigem Gefaͤß wohl vermachet, vier Suden lang, colir es, Doſ. iſt 20% ad 74. zu 9 en ä 5 und darauff zu booten 10 2 22 eren/ Nu 0 10 1 g bsc ten Sul fc uch dalia den eka 0 dach v mme uch u T weſhgg n N St wut chen, 3 Aut in fu „Bur Jmaüchnaſh Famex deiden, ce aach d, zſtlagſihee Meg du 1 Ns Den. nerd Ef diert sep s 56, ſe Klett nutz ſſen alte 2 in Mell, de von J 90 1065 zonernſafft el und Lieb⸗ foͤckel⸗Waſſer vermiſcht, und offt warm mit Tuͤ⸗ chern uͤber die Augen geſchlagen, vertreibet die Entzuͤndungen, Schmertzen und Flecken der Augen, ſtaͤrcket auch das ſchwache Geſicht. Die gedoͤrrete Wurtzel kan man ent⸗ pebder allein oder neben andern Sachen in Waſ⸗ r ſieden, und ſolch Waſſer fuͤr ordinairen Tranck dem Patienten geben, welche mit hitzigen peſti⸗ latziſchen Fiebern und andern gifftigen Krauck⸗ heten angegriffen, oder von gifftigen Thieren ge⸗ ben worden. Man kan ſolche Wurtzel auch eoͤrret wider offt angeregte Kranckheiten zu Mad ij. gebrauchen. Aus dem Saamen, Blaͤttern, Blumen Elenz ud der Wurtzel kan man auch eine Eſſentz oder und Er. Huract machen auff zweyerley Arten, denn ee u Alich kochet man die ſafftige gruͤne friſche 5 Wurtzel, Krgut und Saamen in dem deſtillir⸗ n Scorzonern⸗Waſſer, in verdecktem Giſchirr, ſihet es hernach durch ein dick Tuch, kochet es ah wenig ein, ſo hat man die Eſſentz, wann man Baber biß zur Dicke des Honigs einſiedet, ſo n man den Extract, ſo von etlichen fuͤr beſſer gehalten wird, als die Eſſentz und der Extract, ſo at Brantewein ausgezogen worden, davon gut. xv. ad xxx. Tropffen auff einmal zu neh⸗ en, dienen in oberzehlten Zuſtaͤnden. Das deſtillirte Waſſer der Scorzonera Deſtillirt gut wider peſtilentzlaliſche Sieber, ſtaͤrckt Waſſer. Uuu 3 das das 1 e. dem Schwindel eroͤff ner 1. ber and e davon N elieben 2. Einge⸗ machte 8 Wuctel. * Dame ee N Pholeria genannt, 0 fle eine krumme, weiſſe und mit vielen Knollen i bangene Wurtzel, k 5. aus entſpringet en ge⸗ r rader, vier eckigter vo 4 licher Stengel, zwo El, n . len boch mit dunkel Wit guuͤnen und wie an.. ben Neſſeln gestallten,. dochgroͤſſern Blatter 100 a . Zu oberſt kommen dun c. adroche 10 wie ein offener Helm Bae Blümlein, welche in eckigten Saamen⸗ his, ein 510 kleinen Gaumen e Er wor 4 E N Braunwuttz. 106 ſtan ſchattigten Orten um die Zaͤune und Get⸗ ac besöcher, blüher im Junio und Julio. Es gbr Maha auch ein Weiblein dieſes Krauts, das nur an Vale a. nehm. bfütztgen Oertern wäͤchfet, iſt aber nicht ſo gut In den Apotheken hat man die knotich⸗ Eigen 2 ge ke Wurtzel ſolche waͤrmet und trocknet, diger! Haofft, e ee e öwé.: Nutz tet/ und hat einen bittern Geſchmack, wird ge⸗ und Ge⸗ braucht zu Kroͤpffen und Feigwartzen, daher 1 ſie auch den Namen bekommen, wenn ſolche 3ji. pulveriſirt genommen wird. Wider die guͤlden Ader, fürnehmlich wider derer Schmertzen, nimmt man der Wurtzel 3j. ſtoͤſſet ſie groͤblich, und gieſſet Wein drauff, davon offt einen Trunck gethan, hilfft wohl, ſoll auch gut thun, wenn i man die Wurtzel auff das Creutz bindet. Aeuſ⸗ 1 elch gebraucht man es in Salben. Die Wurczel wird auch in der blinden guͤden Ader Eemorrhridibus cccis 9058 Jfeinrieo ab Heer gelobet, wenn man in derer Schmertzen nur ein wenig Wurtzel oder Bläk⸗ ter in Speiſe oder Tranck nimmt, ſoll es gleich nachlaſſen. Wider die Kroͤpffe wirds geruͤg⸗ met wenn man ſolche nur an Hals hanget/ ſo % vertreibe ſie ſolche. Catnerar ius halt davor/ ſo man die Braunwurtz mit geſaltzener Butter wohl zer ſtoͤſſet, durch ein Tuch dringet, und her⸗ nach ein wenig bey dem Feuer ſiedet oder beſſer, che ſolche durchgetrieben wird ſiedet, und es herr. nach Pflaſterweiſe darauff uͤberlege, Man machet auch aus der Braunwurt per here Salbe, u allerhand Grind und tin bewahrte Salbe u allerhand Grind und Salbe, Uuu 4 Raͤudig⸗ 1058 Urtz 0 Vandigkee, von welchen Hierorpe alſo ſchreibet:? Im Meyen nim das K 4 der Wurtzel, ſchoͤn gewaſchen und wohlgeſen, 1 bert, darnach geſtoſſen und den Safe gusgepreſ. ſet, den ſelben Safft behalt uͤbers Jahr in einem 4 engen wohlverſtopfften Glaſe, und ſo man eine Salbe daraus bereiten will, ſo oll man, nehmen g dieſes ausgedruckten Safſts, Wachs und Bum, 4 e Oehl; iedes gleich viel, und mit einander nher dem Feuer zu einer Salbe erwallen laſſen: 9 ſage dir fuͤrwahr/ daß damit groſſe Gebreſſen⸗ man ſchier fuͤr Auſſatz halten wolte, gehellet mm, wohl damit geſchmieret. Habe ſie aus Chile 5 licher Liebe nicht wollen allein behalten. 19 706 Delle Das deſtillirte Waſſer aus dem Kraute e und Wur zel iſt gut zu den rothen finnichten An, 3 0 geſichtern, auch zu rothen trieffenden Augen, der gülden Ader und bekoͤmmt ſehr wohl alten h ⸗ len und fiſtullrten Schaden 7 damit gevaſhen 4 5 und eingespritzt. 5 1 Die Salbe aus dem Saffte diefer Nut und dem gantzen Kraute dienet vor um ſicfreß, ſende Geſchwuͤre und boͤſe Rauden, allen mn muß alsdann die Wurtzel im Junior un zwarhen andern Tag nach dem Vollmond, Wen li! hender Sonne ſammlen. Es wird ö 10 Salbe alſo bereite: f. R. Der 1 0 Würtel, ſtoß ft ſie len mt uf ute begrabe ſie in einem wohler uff , nd 1 g e i doeh 0 llite Der auf art= uh uh rot= leſfeda her dbb 2 ſehtuin n S dan I asd aft die n Kea Dent ami r und N Nude, K Wine J Jung c ein much amg 1 Ei dh et: fügen · l, 0 „ge ſöd end die friſchen ſafftigen, die da im Julis N Hier W n en 1 ng 0 ent ca, nerd K. derwel Meer⸗Zwiebel, 1069 Menſchen⸗Fett eine Salbe daraus wider die gͤldene Ader. 4 8 5 337, Meer⸗Zwiebel. bel, im La⸗ 7 N nannt, hat an Ge⸗ ſtalt ſtatt der Wiurtzel eine di⸗ cke, von inwen⸗ 4 dig aber weiſſe her mit vielen Za⸗ M ſeln behangen, aus dDderſelben ſchieſſen runde glatte Stengel mit weiß⸗ gelben Bluͤmlein, d;denen die Blatter, hchen die Lilien⸗Blaͤtter ahnlich ſind, nachfol⸗ ganz ſolch Blatter kommen in dem Wein⸗Mo⸗ r aus der Wurtzel, bey dem Urſprung des Stengels, la, und der Saame zeitiget im Wein⸗Monat, Sie waͤchſet in Apu⸗ % ie haͤuffig, auch in Siellien und Portugal. In den Apotheken hat man die Zwiebel, 2 Seilla, 8 Meer Swie oel, Zeit und teiniſchen Scilla ge⸗Ort. blühet im Auguſt und Herbſt Mo ⸗ n, eee Eigen 1000 3 m 14 e ———— FCC 5 2 ſchafft, geſammlet werden, die beſten. Sind warmund Nutzen trocken im andern Grad, haben; einen ſcha n 4 und Ge⸗ 1 Geſchmack, machet duͤnn, incidiren, ab brauch. ſtergiren, zertheilen, widerſtehen der Falun e treiben den Harn, werden gebrauchet! in Ve ſtopffung der Leber„der Mlltz, des Gallen⸗ ä og, Monak⸗Fluſſes, Harn, im Schleim, 0 der Lunge, Huſten⸗ aͤuſſ erlich vor d t rrſcuhmm fil FVuͤſſe: dienen auch wider die ka 17 05 und Nerven Kranckheiten, i er, 1 leichtern, und den Auswurff zul 6 d Wie die Man kan die rr eer⸗„wiel 1 Meer ⸗ 6 00 zwiebel benſel wan ſe alſo 19 7 M nimmt die. . gantze Meer ⸗Jiwiebel, thut die hüſſerſte Rinde fe werden soll. dacon⸗ iber dad ibn wird ein, eig von Brach, men Bock. N 95876920 iſt, ebe ie Zwiebel hernach mit miteinem beine oder 1 ben* Meſſer von einander geschnitten: led dann hin l get inan die Schnitte an einen Faden, undlaͤf e ſet ſie in der Lufft mocknen, daraus wid 25 1 1 53 115 Meer; 1 Acerum Fee oder Meer- Zwi ebel⸗ 8 8 Tbig und Zwiebel ⸗Eßig. deſſen R. 8 alſo ber eiteten Mee Zuich 0 1 3 Mutzen. geuſſet Wein Eßig darüber wi undi Hat ches 14. Tage an der Sonnen ſtehen. D Dit Meer⸗Zwiebel⸗ Eßig iſt von den Alte 6 hohem Werth gehalten worden. So fenen von* Eßig bisuelen— 1 an l. Se u 2 ö hoben cen c. N t ü! nrüg chende 10 1* 1 an ee Ir Mh, 75 da ü 10 0 Hun et 1 l 15 7 1 n er den e enn A den r rf; 1h e Sa 5 crich. See gebraucht ſe all wre ten; Puy „Jr J gut du id 0 d ch, da „ed K in einen ung ace t nit n beinen af tinand de dultne 1 5 alt 1 e Stele gebrauchen das 5 Watbeiren, ſo ſchuͤtte Meer⸗Zwiebel⸗Eßig 51. Meer⸗Zwiebel. 10% in Süd dre einen Löffel voll trincket, der iſt ficher de Mund⸗Faͤule und Halß⸗Geſchwuͤren, ſtaͤrckt den Magen, treibt den Harn, und machet den Menſchen einen leichten Athem, helle Stimme, klar Geſichte, gut Gehoͤr, geſunde Farbe, ver⸗ dauet die Speiſe wohl, und darff ſich keiner in⸗ nerlichen Verſtopffung„Geſchwulſt und Haͤr⸗ ligkeit beſorgen: In Summa, der Meer⸗Zwie⸗ bal⸗Eßig iſt eine auserwehlte Artzeney zu aller⸗ hand menſchlichen Gebraͤſten abzuhalten. Er wird gebrauchet wider die angehende fallende Sucht, und die eingewurtzelte bewaͤltiget er, daß die Kranckgeit nicht ſo ſtarck und offt an⸗ ſtoſſet. Im Munde gehalten, beveſtiget es die wacklende Jaͤhne, warm damit gegurgelt, zie ⸗ het er die Fluͤſſe aus dem Haupte: wider ſchweren Athem, da einer erſticken will ſoll han von dieſem Eßig einen Loͤffel voll langſam nab ſchlucken, denn er zertheilet den zaͤhen Sehleim auf der Bruſt kraͤfftiglich, und be⸗ Sch ce dert den Auswurff. Man ſoll alle Mor⸗ gen nuͤchtern ein weinig davon trincken, und eine Weile darauf ſpatziren damit er ſich im Leibe gustheile. Wenn einem der Meer, Zwiebel⸗Eßig zu ſaur waͤre, kan er ſich bereiten, und an 870 Oel Heilisſcum. 4 R. Schoͤnen Hoͤnig 1516. laß ihn mit Waſ⸗ Sell ſev verſchaͤumen, und wenn er etwas dicklicht aum darzu 4922 darzu, koche es noch ein wenig zur dicke Saffts. 6 gebeſten, 30 Myra, 8 5 —— r SScsdeſten in aamnben ag gt z Derer che, Te auch Mya: ſind ägentleh wu, ſtalt, Zeit Bruſt⸗ Beer, man bringet ſolche aus Syrien ud and Orte Egypten, von Alerandria gen Venedig ven fo denen in Tenetöland, und wie be Kege, 1 N 1 Sebeſten. 1073 Fcheugen; ſo gleichet der San un⸗ ſerm Pflaumen Baum, ausgenommen, daß er kleiner iſt, hat von Farben einen weißlichten Stamm und gruͤne Aeſte, die Blaͤtter ſind rund und ſtarck, die Bluͤthe iſt weiß und klein, die Bla aͤtter vergleichen ſich den kleinen Zwetſchgen, 85 inwendig lieget ein dreyſpitziger Nuß⸗Stein, an dem das Fleiſch der Fruͤchte ſtarck anklebet, und in welchem drey ablange, den Melonen⸗ Kern am Geſchmack gleiche Kernen ſtecken So 1 dieſe Frucht zeitiget, wird ft e ſchwartz⸗gruͤn, und am Geſchmack ſuͤſſe, hat ein zaͤhes Fleiſch, man biringet dieſe Frucht zu uns duͤrr und geruͤmpfft, aber beſſer iſt ſie voͤllig, fett, nicht verlegen und e wurmſtichig. Dermalen iſt der Sebeſten⸗ D 1 ae auch in Italien gepflautzet, und nicht In den Apotheken werden geünben ſolche 1* oder Myra, ſie ſeynd der Wärme nnd Kaͤlte nach gemaͤßiget/ feuchten, erweichen, midern die Schaͤrffe der Feuchtigkeiten, wer⸗ E den gebraucht in ſcharffen Catharrn und Harn, Gallen ⸗Fiebern, der Verſtopffung des Unter⸗ keibs! ſie kommen mit Jujuben uͤberein, daher ſie die acrimoniam mph acris tempe- kiren. i Man machet aus dieſen Scbeſten auf fol /. gende Manier eine 5 Bruſt⸗Latwerge. Re. Sebeſten, trockne Pflaumen, Tama⸗ aal. rinden Pulpaͤ aa. 2˙ Violen⸗ . ce Ae 5 8 Pulpa von Himmelſchwertel, Safft von Angurien aa. 2j. e 1 IN. Bungelkraut⸗Safft iu. Zucker 2viij 5 1 6 Sem. IV. rigid. af 6a. 2„„ „ ae,, ö 1 Mache es alſo, die Sebeſen und pbanen nige von Steinen, chue die Tamarinden dan daf geuß daß deſtillirte Violen⸗Waſſer 0 btWue den Schwaͤrtel⸗Angurien⸗ und Bilge fc Kraut ⸗Safft darzu/ koche es bis zur Conllient eines Electuarii, zu dieſen macht von den bie 0 groſſen kuͤhlenden Saamen mit Waſſer ene E mulſion, treib es durch ein Sieb, und b 5 zu der Conſiſtens, letzlich thue auch das Diagril, i dazu, es purgirt gelinde /und lindert die Schaf 2 Seuchtigkeiten. Dol. iſ. 10 2 1j. a 5 e Sebeſten geſſen, dienen der unte Bruſt, benehmen ſcharffen Huſten, töten die Bauch⸗Wuͤrme, und ſtillen duahitige i und troͤpfflende Harnen. 0 Man machet auch aus den Sedbeſten 5 Tranck, der iſt dienlich den Kindern, ſo don Win men geplaget werden, wie folget: 1 VDecockum. Re. Sebeſten No. 10. Suͤß⸗Holtz Zi. e 0. 5 18 1 Aniß Z. i 1 ales in ein edlen, 0. 0. —ͤ— ö N Af. 1 Sebeſten. 1027 1* 4. Maaß Waſſer, ſo lange als man ein Ey hart 7 t fedet, und gieb davon nach Belieben zu trincken. 1 a Es dienet auch wider obige Zuſtaͤnde mehrt. i f Das friſche oder auch halb getrocknete Fleiſch . bdiaieſer Frucht bis zu zx. geſſen, kan auch den ver⸗ 0 1 A ſtopfften Leib wie die Caſſia purgiren, woraus Wü u ſchlieſſen, daß ſie auch eine Krafft haben, die n Siſkenu 0 innerlichen Verſtopffungen zu eroͤffnen, die Buuſt zu erleichtern, den verſeſſenen Schleim da an der Lunge zu erduͤnnen, und zum Auswurff zu be⸗ fordern.. Ein ge. ee i, Rocken, Kern. ten edi duni — — ——— 9 uri, ien nutt ul ende S amen il e N trech. h chen llt, J Shthur ate rgtt g 5 A undlühr duch(ten. l. 1 Säit En, len 1 nehme Eten ih Seeale. . 0 CREN, Geſtalt, 72 9 Rorn, im Zeit und Lateiniſchen Seca- Ort, lege nannt, das waͤchſet auf aller⸗ ley Erdreich, die Halmen ſind laͤn⸗ ger, zaͤher und — — — l if ſchmaͤhler als am lend len. Weitzen, laſſen ſich biegen, derohalben nachet Pos de 00 5 ö 8 machet man aus ritdiel Bim ü . 2 0 5 Rocken ⸗Stro h. (cn po zuvor in Waſ⸗ Aan 85 ö ſer geweichet, Baͤn⸗ N der zu den Wein⸗ l 4 Reben: iſt ſonſt bey uns eine ſehr wohlbekannte mee Fracht, welche nicht viel Beſchreibes von noͤthen; 50.. alles ii fn 1 Das Rockene⸗Korn wird im Jahrt 1 del, geſleß⸗ erſtlich i im Habſf Na Emplaſtr 8. een ber Winter im grunen Waſen, gegen de ling es ſchoſſetf in gruͤne Halmen, das nennet man Winter ⸗Korn, nach der Bluͤhe wird es in fünf Wochen zeitig, und iſt das beſte, hernacher bau et man auch im erſten Anblick des Frühlings die ii andere Art, welches man Sommer Nocken n a erſtlich im Auguſto reif wird.. In Apotheken hat man das Meel unde 10 Miche, von Eigenſchafft ſpeiſet es mehr alsdie 0 Gerſte, und weniger als der Wettzen, doch iſt uus Brod davon etwas haͤrter zu verdauen; geſude e ſonderlich die deſſen gewohnet, komen 4 0 wohl Rocken ⸗Brod eſſen, aber krancken Keulen it Weiten Brod viel nuͤtzlicher. 5 n 00 Aus dem Safft des jungen Korn⸗ Grass in machen die Wund⸗Aertzte ein heilſames Wund⸗ Pflaſter, zu allen friſchen Wunden, welches ſe ge behuͤtet vor Stundung und 1 das l 3 ſi ie 7 5 „St. Georgen⸗ Pflaster Ft R. Ausgepreſter ee Sa 1* 1 1 oder io. g Baum, Oehl 2c. 1 7 es ſittiglich ſieden, bis der Sit 4 0 ten und Bae iſt, darnach ſahe e 8 5 e 1 jbes 1 1 8. 1 es 8 wies; e ba fn 9 0 „beste, hernach „ ie 0 100 u Em , eiae el a an a g Lan Sept h beuge 2 Jer Wügg And S zu hc welch tn e eben Bead lhn ſlchn En ug c Fund, J K- ein heck Alen f Wu Cutſd u und Wa 3 Get g. preſtr e Gre 0 AH Ochlz*. ic ſch JJ deen 0 Nea zwey, und halte es daß es werde wieein Pflaſter, ſtreich davon auf ein Tüͤchlein, lege es uͤber das Haͤutlein, daß es ſel⸗ liges und den Schaden bedecken moͤge, ſo hei⸗ let es. W Wann einer vom Knall eines Geſcho ſed oder andern harten Gethoͤne das Gehoͤr verlohren hat, oder auch Ohren ⸗Sehmer⸗ die es aus dem Ofen koͤmmt, ſchneid es ent⸗ ſo warm es zu erleiden vor das Ohr. nt Mußcat⸗Nuß, Zimmet und anderm Ge⸗ nrtz beſtreuet, einen Uberſchlag, und leget ſol⸗ un warm auf den Magen, ſo ſtillet ſolches das dufſteigen, Erbrechen und Durchbruch. Wann man beſagte Rinde mit Malvaſier, oder nem guten Schlaͤg⸗Waſſer, oder mit dem Kin⸗ ber⸗Balſam anfeuchtet, hernach den Schwan⸗ ern auf den Nabel bindet, ſtaͤrckt es Mut 15 und Kind und verhuͤtet die fruͤhzeitige Ge Urt. 1 5 a Die Broſamen dieſes und andern Brods mit Zimmet und Muſcat⸗Nuß deſtillirt, giebt einen ſaͤuerlichen aromatiſchen Geiſt ab, welcher zu Staͤrckung des Magens, Stellung aller Durch⸗ * Xxx Bruͤche, N Gehörs Verluſt, r f N Ohren⸗ zen empfindet, der nehme ein Rocken ⸗Brod, ſchmertzẽ. Man machet auch ein gut Stuͤck Rinden von Magen; Pocken ⸗Brod geroͤſtet hernach mit warmen Uber⸗ Eßig oder dick⸗rothen Wein angefeuchtet, und ſchlag. eee e e Ktn 107. Kock ken,„Rotn. Bruͤche, undi in der r rothen en Ruhr bſte 5 nuͤtzlich Loffelweiſe zu gebrauchen iſt! Es 0 auch der aus dem Brod allein deſtillirteſſ che Geiſt zu der Zubereitung allerhand 5 e in der Ohynnieöſſters ang det. 1 196 Einige baben ein ider bet pee 0 der die fallende Sucht: Sie nehmen 8. Ken⸗Mehl, und machen nüt Thau, der auf St, Johannis ⸗Tag vor der Sonnen Aufzalg faminlex worden, einen Teig daraus, daronb cken ſie einen Kuchen, und geben solche de. Krancken z eſſen, welches eine gewiſe Kut 9 ſoll. 16685 Rocken Kley und Attich Wurzel up dt Fiaen jedes gleich viel, dieſes in gutem Wein, er Eßig zu einem Pflaſter geſotten, und a Tuch geſtrichen, iſt trefflich gut zu zerquelſhen ant und zerſtoſſenen Gliedern von falen und hl,— gen, warm uͤbergelegt. So einer verwunder wor, den, daß ihm das Glied- Waſſer lauſſet/ der 1 rein gebeutelt Nocken Mehl wird es ſich aͤndern. Rocken in Waſſer ten, bis er zergehet, und dicke wird, wie eil ſter, und auf ein Tuch gestrichen, und wa bergelegt, zeitiget alle hitzige Geſchwuſſt Waurtzel von Rocken gepulvert, und in ſteln geſtreuet, troͤcknet und heilet dieſel Ein Pflaſter von Brod Rinde 251 kerus alſe W„ * 7 1 3 1 3„* 1 Saußwurtz. 1075 Brod Rinden⸗Pflaſter. Brotqin⸗ 10 1 1 Maſtix und Myrrhen, ae rt, 85 Pflq⸗ mut c Krauſemüntze. 8 5 faire n aa. 5. 5 Rothe e 2 t bab. Gewuͤrtz⸗ Naͤgel ein 3iiij. eM„ Brod⸗ Rinde, mit Roſſen⸗Eß m nit M ſig zur Conſiſlenz eines Pfagerz „t Enit gekochet Zi. udn, ch* 5 5 Zij. in weſchem Storar 55. 1 N in Ku Kaudgän fh ö 1 9 5 5 Nee F Maſtix⸗ 8 ober q. I. Friſch gelb Wachs 23. c Kan th Buh Mache aus allem ein Pflaster, und ſchlage 0 S tz uber den. Magen, es ſtaͤrckt gewaltig den nem N gesehn 10 Hagen, ſtillet das Erbrechen, befördert ver⸗ en t dich gut fte 10280 pee e end S nf 8 ä kbergel* 1 340. Hauslaub, Haustwurßz Lecum 1 n S* Hare oder Haußwurtz, im Laken Haug, 10 100 0 ſchen Sedum majus vulgare genafit, ſie wird laub oder 5 lach ſemnper vivum geſchrieben, ſolche Waͤchſet Hauß⸗ al anden Mauren und auf den Haͤuſern, ein jedes tburtz⸗ Stoͤcklein mit ſeinen fetten, dicken, ſa tigen und Geſta 50 huüfgeſpitzten Blaͤttern, iſt gedrungen, gefalten, Dit. ind hart zuſammen geſetzt, anzuſehen wie ein ge⸗ i fülter und doppelter Stern, die erſten fecten 0 4 Blatter ſind krumm gebogen zu der Erden. Im b Heu ⸗ Monat wachſen aus dieſem Stoͤcklein 1 och baarige hole Stengel, Spanen lang, ö KXxx 2 die fag 1A dicke fen Tiet trial * ig Gee 15 N dll 0 4 5 8 1 J N 1 A 74 1 . Eigen, bent im dritten Grad 0 dicke, wirh. „ e braucht innerlich in Gallen Siebert b Ge. den Durſt und die Hitze. Aeuſſerlich brauch. man ſie in der Braͤune, wird au Kranckheiten gebrauchet. Agrieo babe ſie über hundert mal probat gefundel damit Uberbeine curirt, wann er a ein friſches Kraut daruͤber gebunde 5 man ſolche Blatter aufleget, vertreibt die Wartzen; Die Blaͤtter mit Sauer uͤbergelegt, verzehret die Kroͤpffe. 5 Hauß⸗ Aus der Haußwurtz wird ein N wurtz⸗ ſtillirt, welches aber wegen ſeiner gr 0 8 nicht leichtlich ſoll in Leib gebrauchet we ſo man reine leinene Tuͤchlein in dem W a und laulicht uber die Stirne bh *— n n a SBaußwurg. los die Hirnwuͤteten in ſtille Ruhe; dienet auch also fuͤr alle Hitze/ Entzuͤndung und Ge⸗ 1 ſchwulſt der zarten Glieder, ſonderlich der in e Frauen Bruͤſte und an heimlichen Orten. ee Der Haußwurtz⸗Safft dienet inſonder⸗Safft und iu gde heit wider die Schmertzen der Gold⸗Ader, in⸗ deſſen Ge⸗ Hache ch, ſuberher ſo man ihn mit dem Pupuleon. Saͤlb⸗ brauch. Ga len ver miſchet, davon auf leinene Tuͤchlein ſtrei⸗ dchet/ und laulicht uͤberleget. Vor die Wuͤrme a einen halben Loͤffel voll Haußlaub⸗Safft ein⸗ enommen in ein wenig weiſſen Wein, treibt Ind toͤdtet es die Wuͤrme. Wer auch hefftig aus der Maſe blutet, der tuncke Tuͤchlein in 5 N Haußwurtz⸗Safft, und ſchiebe es in die Naſe, n hie bwird das Bluten nachlaſſen. Cs wird aber e ales dieſes nur von der groſſen und kleinen Haußwurtz verſtanden. Inſonderheit wird der friſch ausgepreßte Safft der gemeinen Haußwurtz wider die a Feichrer, Kinder wehe, fallende Sucht, und fuͤr Schrecken im Schlaff bey zorn⸗ 7 thigen alten und jungen Leuten gut befunden, „ Gffelweiſe zuweilen mit Zucker genommen. Es lauch in den Halß⸗oder Mandel ⸗Endzuͤn⸗ dungen nichts beſſers, als der ausgepreßte Haußwurtz⸗Safft mit Sallmiac vermi⸗ ſhet und deſtillirt, hernach mit Kungaͤrten⸗ % kläch⸗Waſſer, darinnen lebendig zerſtoſſene Heu n bene Krebse gekochet werden, vermenget, und offt laſ⸗ 0 n fe in Halß ſprützen. Der deſtillirre Hauß⸗ uch ol. du wurtz, Safft oder auch das Waſſer dienen lane h ch guſſerlich in denen Augen ⸗Entzuͤndungen/ Eau rr 3 lau⸗ we, ae Sieaibein. e ,, 5 Gelbe vom Ey No. N 0 0 8 3 5 5 N 33 4 9 e ae wobl end lia in nne * 1 f 0 0 Moͤrſer, davon muß man hernach in die Muk⸗ laulicht einſpriten. Dier Safft mit Salpeter auf die Pulf Haͤnde oder auf di e Fußſohlen gebunden ſo dieſes eme Welle continuiret, lindert es ſe Hitze. Wider die Trunckenheit und ſenbluten thut man zu dem Safft Sa ker der Weiber oder Roͤhrleim der Mänm und Eßig, und ſchlaͤget es uber die Gem und in allzuſtarcken Monat ⸗ Fluß, leger m über die Brise. 1 10 N 1 78 1 0 9 0„ W. 93 N 20 8 5* 1 9 U 1 8 4 g 3 5 5 0 u; ch A egen 1 3 e bn Anh, 0 J U 5 8 1 cgehundeh N 10 0 ö 7 0 ae Senken 0 0 ü Wa 1 e ö aden h er l aur St zi hecgett. * vom ui a deb Ff lang nh ron mt r m hn aber od S feng ſpritzen, aft nt Wet af 2 rauf die 15* Vele d Wirte der de Icke thut m 95 4 1 und schl. W ibn Aue zuſtarcke Me 0 rüſtt. 1 — cht 12 855 Sauswuttzz. 1033 Auch iſt ſehr nuͤtzlich folgendes Waſſer: Aßſonder⸗ Aeuſſerlich nimm der friſchen Haußwurtz Blaͤt⸗ lich Waſ⸗ ter iv. Salarmoniac 5 if. zerquetſcht, und ſtell ſer. es in einen glaͤſern Kolben in Keller, bis das 4 Saſtz ſchmeltzt, deſtillir es in einem Alembico bis zur Trockne, den kan man die deltillation wiederholen, oder in der Aſchen infandliren, dar⸗ i aus mache ein Gurgel⸗Waſſer, ſo in der aller⸗ e berzweiffleſten Braͤune zu gebrauchen. Ingleis chen wenn man dieſe Haußwurtz zerſtoͤſſet, mit Weiber⸗Milch vermenget, und vorn aufs Hauße ſeget, ſo ſtillet es die Unſinnigkeit wunder⸗ bar uñ bringet den Patienten in einen Schlaff, jo bald aber der Krancke ſchlaͤfft, ſoll man es nieder wegnehmen, damit es ihm keine Schlaff⸗ ſucht erwecke. 5 1 r 3 Seneelo. 341. Kreutzwurtz. Reugwurtz, Grindkraut, im Lateini⸗ M.öſchen Senecio genannt, deſſen giebt es groß Deſſen ind kleines, werden aber ohne Unterſcheid alle Geſtalt, lehde gebrauchet; Die Geſtalt des groſſen Dt. Hundkrauts, oder Kreutzwurtz iſt, daß ſolcher inen geraden, roͤthlichten und ſteiffen Sten⸗ i zweyer Ellen hoch gewinnet, die Blaͤtter legleichen ſich deren an der gemeinen Kreutz gurtz, ſind aber groͤſſer. Die gelben und ge⸗ ſunten Blumen ſind gleichfalls denen am Kreutraut ahnlich, jedoch auch groͤſſer und erden endlich wollicht, und vom Winde ver⸗ Xxx 4 Die 1 uuns im Winter. . In den Apotheken hat man die fl ſamt den Blumen und Stiehlen. Es h miſchte Krafft, kuͤhlet und zertheilet zu heilet, wird gebrauchet in der fallenden und den Gichtern der Kinder, wem im Müßlen kochek. Der Cholera ſuucht, in der Hige der Leber, W. Erbrechen, Blutauswerffen, Huͤfft he, und dem Weiber ⸗Fluß, ſoll auch in Peſt dienen, wenn davon getruncken wird I e NMI e i Sitte Senm Shu N u Wel Pf e „wenn dan 9 Kreutzwurtz. 1085 Die Blaͤtter unter warts abgeriſſen, be⸗ foͤrdern die weibliche Zeit: Aeuſſerlich wird es gebrauchet zu entz uͤndeten Bruͤſten; Aus⸗ Nah gieſſung des Haupts, Kroͤpffe, Magen, i wehe, verhaltenen Harn, Gicht, Wun⸗ den, und allen Geſchwuͤren, welche es zuſam⸗ ih men ziehet und heilet. Dieſes Kraut mit den Blumen der Pap⸗ peln in Milch zu einem Pflaſter geſotten, davon wiſchen zweyen Tuͤchern geſtrichen, laulich uͤber⸗ geleget, zertheilet es die hitzige Geſchwulſt der Bruͤche und heimlicher Oerter, inſonderheit wel⸗ che ſich nach harten gefaͤhrlichen Geburten bey denen Weibern erzeigen. Das Kraut mit Epheu⸗Blättern zerhackt, ane treffliche gruͤne Brand⸗Salbe ab, welche offt lber den Ort geſtrichen, ſo vom Feuer oder feuri⸗ gen Dingen verbrannt, nicht nur gleich den heilet. Das deſtillirte Kreutzwu wider Ver ſtopffung der Leber, und vertreibt die Brand ausziehet, ſondern auch geſchwinde rt, Waſſer iſt gut Brand⸗ die noch friſch ſeyn, und dann mit friſcher Butter Salbe. hekochet, und dann durch ein Tuch gedruckt, gibt Gelbſucht, ſo man Morgens nuͤchtern davon nit Wegwart⸗Waſſer 216. ad 7j. trincket. Der aus dem friſchen Kraute in einem ſtei⸗ nern Moͤr ſer geſtoſſene Safft, ſo durch Fließ⸗ Pappier gelaͤutert, alle Morgen und Abend auff Jil. ad Fij. getruncken, und mit Bruͤhe vermi⸗ cet, verkreibt die Gelbſucht, eroͤffnet die roͤß und der Leber, toͤd⸗ Verſtopffung des R Xyr 5 tet tet die 3 rein 1 5 das 8h 0 belle! den Scharbo N Aus dem Nledig⸗ Neale wird 50„ 4 ö 1 reitet ein zu allen Wunden dienliches . VV e Kreutzwurtz⸗Kraut 2a, Schellwurtz⸗Kraut, Fates,. Gamanderlin, Aron⸗Kraut 4 Regen⸗Wuͤrme No. 06. Fiche Maͤyen⸗Butter W.. Die Kraͤuter ſoll man alle ee zuchen und mit Ne und Butter in einem Moͤrſer wohl durch einander ſtoſſen, darnach in einem bequemen Geſchirr vierzehen Tage an die Sonne ſetzen, folgends auff einen Glut ſänfftigl ich ſieden, bis alle Feuchtigkeiten der Kräuter verzehret ſind, dann hart durchen Tuch ſeihen; darnach ſoll man darinnenzerl aſen Wachs 2ül. Terpentin, Kuͤbelhartz as 2% wenn es zerlaſſ en, und ſchier kalt worden, freut man noch darf zu Wegen 3. Loth, ruͤhret es m e/ bis es kalt/ 0 e uf aun btb. V e 5 8 8 5— . 5 2 33 5 T Seng. 242. Senne. 195 Gel, 8 W Shmesblärter, im 4 Sem 9, 5 eit Ort nannt, iſt bey uns in Teutſchland derma“ i 555 n wohl bekannt, wird an etlichen Orten in 8 Goͤrten gezielet, ſonſt bringet man ebe a i aus en und 9 128 11 0 N 16 % b Aan nun. * ech 11 . Aang 200 1 l 6 U Wi Alb. 60. M n K 1 fun ih r alt 10 e nt af dit N., Hürm N ler u Auch Ua tem de e nch Edu v fonte nech J e, trerzehtt u I: daßnfüt danach A nba J. Lp-Kibh * 7 0 0 ssen un W atrange — u Wi. 3. ander“ S afl . — dd N J. A 5 . ö 2 N 1 2 8 N . 1 N 5. 2 g 52 4 2 5 N 8* 2 71. f e N N ö,= ä 5 2* 45 8 15 75 ä 2 wird aus Egypten von Alexandria und aus Sy⸗ rien bracht, wiewol unſere Materialiſten derer wenig kommen laſſen/ ſondern um des wohlfeilen Preiſſes wegen ſich nur der erſtern bedienen. Derer Blaͤtter gleichen faſt dem Suͤßholtz, ſind dick, fett, am Geſchmack wie Bohnen, der Sten⸗ gel ſteiget Ellen⸗hoch, mit weichen und ſchwan⸗ cken Neben Zweigen. Die Blumen ſind Gold⸗ gelb mit Purpur⸗braunen Aederlein durchzogen, daraus werden krumm ⸗gebogene Schoͤtlein in Geſtalt eines halben Monden, in welchen Schoͤtlein ein grau ⸗ſchwartzer Saame enthal⸗ ten; das gantze Getoaͤchs kan da Winter⸗Kaͤlke nicht Eigen⸗ ſchafft, Nutzen und Ge⸗ brauch. 1088 nicht vertragen, und werden im Mayen geſtt. Die Alexandriniſchen Blaͤtter werden fur di allen purgirenden S zum Uniberſal⸗Gebrauch in allen Kranckheten, Sennet. beſten gehalten. In den Apotheken findet man alle Blaͤtter, welche wieder zabgetheilet in Fo 1 dit ſine ſtipid. und in Fragtnentä, aber die letztern wet den verworf 105 ſind warm und krocken ih erſten Grad, ſie ſubern, purgiren und fuͤhren ab de melauchbliſchen, gallichten, wäſſerigen und ſle, migen Feuchtigkeiten vom Haupt, Gehirn, Lun⸗ ge, Magen/ Leher Mltz und Gekroͤſef ja ſie put giren univerſaliter, gelinde, und zwar langſam, doch zur Guyuͤge, vornehmlich aber nach der alge⸗ meinen Meynung, und nicht uneben die melan⸗ choliſchen, Lerbrannten unnd schleimigen Feuch⸗ tigkeiten, 95 ſolcges ohne Vehementz und Sch e Blaͤhungen verurſachen, haben ent den; daß ſt derur ent en gemein: Sie dienen wo noͤthig zu laxiren iſt, und wircken zuwelen beſſer und gluͤcklicher, als die ſtaͤrckſten Purgan⸗ tzen, abſonderlich dienen ſie in den Kranckhele, wo ein ſaueres derumiſt iſt oder die Gall derglei⸗ chen fremde Eigenſchafft haſſet, als in Alpe, Re „ lancholen,Wabnwitz, Krätze, Auſſatz viertägſgen. Fieber und andern Kranckheiten, die von der ſchwaytzen Galle und andern Gebluͤts⸗ Unreing⸗ keiten herruͤhren, auch in den hitzigen Fieben ſelbſt, bey den Schwangern, die da gemeinglech gereichet werden. verſtopfftes Leides ſind, koͤnnen ſie mit Nuten 9 Ein“ Enge abt bz alt geht d it bun etz umme e, Pn . 0 K flat 1 ee„ 12 00 8 5. 2 Brodt geben. In infuſione gibt man ſie ö mehr als in Decocto, weil ihre Krafft, wann ſie l 8 mis iſt von z. ad 5c. bis ad 3j. dahero dann die 9 Species lexativæ polyelireſtæ Herrn Wedel berſtammen/ welche dieſe ſind: 82 h 4 100 Wanda iat 1 d iche 1 lar ken 4 4 Nothdurfft mit andern Sachen varlirt werden; 5 lic üer Leibes ſül! erden. 100 ii acuirt, welches ſeinen Schleim relolvirt. mige geben die 5 nicht gern in der Sudltantz, gleichwol aber kan man von. bis zu. entweder per ſe, oder pulver ſirt in Bier tin wenig zu lang gekocht werden, leichtlich ver⸗ ſohren gehet; ihre Doſi in Decoctis und Infuſio. Rc. 1 von Saurampf/ Scorzoneven, 9 Cichorien aa, zj. lychreſta. 8 von n Sedrun Aten a8. M. Der vier Hertzbluͤmel aa. pi. Auserleſene Sennetblaͤtter. 12 Rhebarber Si. Coſtii verl. B. Crem. Tartari JV. Dieſe Spes les koͤnnen nach dee bas Menſtruum, ſo man darauff gieſſet it Wein oder Waſſer, mit dem Tartari Sale oder Cremo- Das Pulvis Senæ Solutivum groſſum Zwöl⸗ Fulvis 8e. eri wird alſo bereitet: e e Re. Auserleſene Sennetblaͤtter 31. 5805 Cremor Tartari 2. Schmeerwurtz, gepulvert zi. e Muſcatblumen/ gepulvert 5j. 1 NI. Mache ein grobes Pulver daraus. Dieſes Pulver kan man in einer Suppe neh⸗ men, 1090 Sennet.. meny oder in Wein oder Waſſer inkundtren col. c ud i ren und hernach trincken, in den meiſten Zufal⸗ i aber n len, wo man den Leib offen halten will, an ſch Wet ſelbſten iſt j. oder F. genug. Erwachſenen kan ih man biß 3. geben, worauff man Wein ober e Au Waſſer Lit. ad Züif. gieſſen kan, auch muß wan De etliche Troͤpffel Weinſtein⸗Oehl darein tropffen, An kihie Es werden u ee eee, 125 tes Ke. Sennetbläͤtter, augkrleſen 2 15 f e Mechogeanndwurtz 2 f. da 1. Rhabarber, Turbikh ad. 2 wd „ Haßtlmurtz W,. 0 Cremox Tartari VW fande bor Schneid alles klein, und koche es mir gem h ide nem Waſſer durch offterer Wiederholen, die De⸗ fruuhtt, coctiones clariffeire mit Weiß vom Ey, und e 0 laß es biß 5I. evaporiren, dann thue darzu Zu; 0 Saum cker 3j. und koche es biß zu gebührender boulſ. eker fentz eines Syrups, und well ſolcher noch waing lenke iſt,ſo rhue darbe n, dnn Klene gereingtedtoſnen zu, n 22% Bringe ſolches alles zu gehoͤriger Dicht, und 3 toben khue ohne fernerweeitige Ebullition darm f e 0.% 0„%, dag gar Extract. Wer den Extract von Senner ⸗Blitem fol. Sen · machen will, nehme derer 2. gieß daran ſchlaht 85 5 net, ſiedend Waſſer(ſo mit etlichen Tropffen Oes unde N Taran per del zu ſhürffe 8eiß eri V, 0 83 l A nag Aale N am 71. babe g u ? dör Iat TW ales kl W d ace durch e Schal drrifrin t Wi lh B.enpe le dann dtocheet Th Sprupt bu del darbey friſch Brunnen⸗Waſſer ij, 0 8 Uendel, im Lateiniſchen derpillum g ane nannt, deſſen ſind dreyerley Arten Sennet. roger ts, und jaſpiſſire es zu gehoͤrtger Dicke es wird aber nicht bald gerachen zu gebrauchen. Wer von Natur zu Verſtopffung des Leibes Verſtopf⸗ geneigt iſt, der gebrauche nachfolgende Mittel* 5 Kc. Auserleſene Sennerbläͤtter 2. Welt Bereiteten Weinſtein Si. Ala Saanen. Binde es in ein Saͤcklein, geuß daruͤber So in 1 9 a 5 ſoviel weiſ⸗ ae ſen Wein, lege auch ſo viel Jlüj ſuͤſſe Zwetſchen Fader harzu, laß es kangſam ſchier den dritten Theil 19 uſſeden, mind es ab und thue noch Zucker 2auch dienlich. Zmmet 5/.darzu, von dieſen Zwelſchen nun No. , oder v. auch ſo viel Loͤffel voll Bruͤhe, eine Stunde vor dem Mittags ⸗Eſſen, ſolches wird ltzlich in den Bad ⸗ und Saurbrum⸗Curen hbrauchet, dadurch den Leib offen zu erhalten. Es iſt aber insgemein bey dem Gebrauch ur Sennet zu beobachten, daß man allzeit zu⸗ hereiteten Weinſtein oder deſſen Saltz mit den Baäͤtrern vermiſchen ſoll, als dadurch ſonderlich Hahindert wird daß kein ſchleimig ſcharff Saltz be Sennet ſich an die Gedaͤrm innerlich nicht enhencke, und dadurch ſchmertzlich Grimmen er⸗ hucke/ auch ſoll man allezeit die friſchen von den Etielen gereinigte Blaͤtter erpaͤhlen. e K 1 343. Quenden. Slerpillum es Geſtalt, be: Zeit und e, Art, 85 ſchrie 75 1 00 ech e wͤklin , fang. 5 Es 0 amt 0 Wg Chlang ſugegef Aſlchen ef * A erhell ſicht, w wird auch 1 90 N 3—— 4— * — —— — dhe hut echt 1 4 ben ditt ben B Al urge g bau cet an K ub fh in Gas 1 kel, dengant! nf bekoͤmmt w % Schlang 0 Quendel. 1093 Wachen, Haupt⸗Schmertz, Schwindel, und treibt lim Bade Es eroͤffnet die Lunge, Leber und Miltz, und 'ohl den Keuchenden, Engbruͤſtigen btigen; iſt auch gut wider der orpionen und anderer gifftigen Thiere Biß un Gifft, ſintemal der Rauch die⸗ ſes Krauts ſolche Thiere vertreibt. Es haben haher die Alten ihren Schnittern den Quendel mit Dille und Knoblauch unter den Speiſen zu ſſſen gegeben damit wan ſie liegen und ruhen ſie gebrauchet) die Monat⸗Reini⸗ und Waß 1 bor ſolchem gifftigen Ungeziefer geſichert und be/ 5 ſteyet waͤren, wie ſolches aus des Virgili Buco: leis erhellet. Mit Anies in Wein getruncken ſillet er das Blutſpeyen, Grimmen und Bauch⸗ hehe/ wie auch die Schmertzen der Blaſen⸗ und Nieren⸗Skeins, darinnen gebadet. Die Wei⸗ ler kochen ſolch Kraut, und geben es den ſchwan⸗ ern Frauen/ die Geburts⸗Wehthagen dadurch vertreiben, oder die Geburt damit zu befoͤr⸗ han. Es wird auch Quendel mit Honig und Waſſer gekochet zu Dunckelheit der Augen ge⸗ ühmet, ſo ſie damit gewaſchen werden; das 0 Kraut für die Nase gehalten ſol dz Bluten ſtilen. So man Quendel ſechs oder ſieben Tage in Wein liegen laͤſſet, wird in ſolcher Zeit ein guter 1 Eßig daraus; der Geruch des Quendels ſtaͤr, de ket das Gehirn. Eine Hand voll Quendel in 1 * 1 g 10 truncken, ſtillet das Bauchgrimmen, befoͤrdert 115 n verſtockten Harn/ Grieß Stein und monat⸗ nem halben Maaß Wein geſotten, und davon Yyy liche * 1 das 1 ihnen Wr ee Aqua benedicta Surpili. tai qua be... e 6 nedicta z, Quendel⸗Kraut und Blumen, bur her 2 Ferpilli. Sonnen Auffgang, im abnehmen, ue 5 den Lichte geſammlet, din t Af Romiſche Camillen Fuß. scheit Thymian, Saturey, aa. 3.. Geuß guten alten weiſſen Wein darauf 1.—* laß es etliche Tage digeriren, hernach deſtilire in ſolch deſtillirt Waſſer thue wieder aufs nue Friſch Quendel⸗Kraut und Blumen E Jui.. n Caſſiæ ligneæ 2. 5 9 mik g Aloes⸗Holtz, ee und noch einmal oe. 1 Dieſes Waſſer iſt in allen Catharren u Gebrauch Fluͤſſen ſehr gut, auch das Haupt zu ſtaͤrckenund dieſes 5 vor Fluͤſſen zu bewahren ſehr dienlich; ſthdc Waſſers den kalten Magen und Eingeweide, befördert hehe 8 n el Lein⸗Dotter. 095 wach a uh Luſt zum Eſſen, treibet den Stein„ und lindert furt SU den Schmertzen deſſelben, treibet den Urin, akt eg 0 und ſtillet die Colicam, auch das Schlucken und a h tba Wehen, und das Erbrechen, befoͤrdert die Mo⸗ based E bit fen 0 nat⸗Reinigung und Geburt, todt und leben⸗ ao dig, loͤſet auch das gelifferte Blut auff, und weg 1 uud Nm Eumen O fing, zie dan lach t)) iich e lain zi, mim A 5 2 S e — — — * — — * 1 — 2 2 2 2 — — N 1 — 0 2 daa 8 2 2 2 r — * — W 10 Lein Dotter; im Lateiniſchen Seſamnum ge⸗ 0 nannt, bekoͤmmt einen Stengel einer Ellen; hoch, mit mittelmaͤßigen dicken, laͤnglichten, ſpi⸗O igen und roͤthlichten Blattern, neben welchen uch lange weiſſe Blumen, daran viereckigte und guffrecht ſtehende Schoten wachſen, in welchen in brauner Saame lieget, ſo voller weiſſen und ſuͤſſen Marck iſt, der Saame wird zu . aus Alexandria, Ereta und Sieilien bracht. 0 Nyy 2 ne eee eee 344. Lein⸗Dotter. eh aun Zeit und In den Apotheken hat man den Samen, char helcher aus beſagten Alexandrien, Creta uñ Siei⸗ 1. Nutzen, 1„ 1096 Lein Dotter.. dien kommt, er wärmet mäß fglich, feuchtet rwe chet iſt klebricht fett, und zertheilet die Hani ⸗ keit der Nerven, wann man ſich damit ſchulent und tauget vor die Colick. Dieſes Gewächſ t Decoctum tauget zum Augen⸗Wehe, Huſtn, Seiten ſtechen und Geſchwulſten. 10 Man machet aus dem Seſaamen auch bey Oehl und uns ein Hehl, welches vorzeiten aus Egypun deſſen Ge/ nach Venedig/ und von dar zu uns bracht worden, brauch. dieſes Oehl ſoll ſchoͤn weiß und rein ſeyn; ſonſten wird es unterweilen mit Nuß⸗ und Magſaamen⸗ Oehl vermiſchet/ welcher Betrug aber am Ge⸗ ruch gleich kan erkennet werden. Solches Oel, waͤrmet, gemaͤßiget, erweichet zeitiget, diene den Lunge, Seitenſtechen, vermehret den Saamn, aͤuſſerlich tauget es in Haͤrtigkeit der Nerv, Ohren⸗Wehe, boͤſen um ſich freſſenden Geh, ren, innerlich wird es ſelten gebrauchet, wel es einen Eckel zu erwecken pfleget. J 245, Seel. e Sefali. Sn. Kraut, im Lateinſchen Seal ge⸗ 14 W!annt, deſſen findet ſich unterſchedel n N 5 f Geſtalt, Gattung, itzo wollen wir ent oagrbae 185 And Marſiliſchen Seſel, Seſeli Maſſilienſe, an 0%. U „ ſtalt hat dieſes einen gleichigen Stengel, der hart g 90 wie Ferul⸗Kraut⸗ oder wie Cretiſch Vogel Net, 90 0 die Blumen auff dem Ereutze ſind weiß, dieſen O. ſchland und& reich, bey uns wird es in arten gepflante waͤchſet ſonſt in ſandichten Orten. ö — 2 e che, Een Bunt gemaß ver wehe dl genifg a Selenſtl Tranche I d ugt Har 5 Bach bi& schr alch n kit Ka zuerl e 4 el el, Rea D unt, de. II 50 „ ibe 10 W 0 8 — Inden 1 998 man die Wurtzel Eigen⸗ ind den Saamen, und zwar itzunder den wahren, 10 Nu⸗ human hergegen vorzeiten ſtatt ſeiner den Saa⸗ ten. unn von Baͤrentappen verkaufft hat. Er waͤr⸗ het und trocknet im dritten Grad; er hat die Engen schaft zu erduͤnnen, zu zertheilen, Verſtopf⸗ gen zu eroͤffnen, den Athem zu erleichtern, den been, Sand und Schleim zu treiben, die monat⸗ 1 Reinigung zu befoͤrdern. Die Wurtzel und der Saamen des Seſels er⸗ Hoürmet das kalte Haupt und Hirn, ſtaͤrcket bloͤ⸗ Ae Geſicht, widerſtehet der fallenden Sucht Ahiffiglch: entweder in Pulver auf 30. Gran Abwer genommen, oder in halb Wein und Waſ⸗ 14 geſotten, und davon bisweilen getruncken. Y 3 Dur 10908 ee 80 Durch den Seſel⸗Saamen das bloͤde e dank Geſichte zu ſtaͤrcken, dienet folgendes kahn 1 Pulver. en 7 a 1 8 B 116 damit bl: Re. Seſel⸗Saamen, 8 41 des Geſich Zimmet aa. Zi. J, Glie te zu ſtaͤr⸗ Ros marien⸗Bluͤte, Fenchel, Anieß, Au⸗ 1 cken. gentroſt⸗Kraut aa. Zj. Pariß⸗Koͤrner, Muſcaten⸗Bluͤte, Naͤ. 5 gelein, Cubeben aa 30. Mache alles untereinander zu reinen Pulver, da⸗ von nim Morgens und Abends eine Meſſerſpitzel voll in rothen Wein. Ubrigens dienet dieſer Seſe auch in Bruſt⸗und Lungen⸗Kranckheiten, Hu ſten, Catharru, Verſtopffung der Leber, Waſſer⸗ ſucht, Auff⸗Blähung des Magens, im Nieren⸗ aBüterich⸗ und Blaſenſtein, verſtopfften Monatfluß itt des kraut, wo⸗Wuͤtterichskrauts Gegen⸗Gifft. Aeuſſerſich mit beſſen dienet er contraeten Gliedern, in der coagulitten Gifft zu Milch in Brüſten, Unreinigkeit der Mutter curiren. und derer Verſtoffung. geſalicre- Auch iſt ein ander Seſel, ſo Seſali Cretiuum tcum. genannt, deſſen Geſtalt nach iſt ſolcher am Sten, Geſtalt gel haarig, und hat zerſchnittene und am Rande viẽerkerbte Blatter, traͤget auf dem Gipffel do“ Wer den⸗weiſe die Blumen, ſo leibfarbig oder weiß augen! ſind, und einen breiten Saamen hinterlaſſen. ausgaben Bl unde. In Apotheken hat man davon den Saa⸗ enmeſelget. genſchafft wen, der wärmet und trocknet im andern Grad, alhlilchen Ge ſamt den dienet wider den Grieß, der Mutter und der Lun⸗ ſtpeherden! Nutzen. ge, in Harnwinden, hinterhaltenen Harn dete migen Orten 1 theilet die Schmertzen, treibt den Monatfluß, a Lach und foͤrdert den Auswurff. das N g Aus Italien koͤmmt auch ein Seſel, W ö ere wei, 1 — 3 1 N 0 5 „ Nen uz. tel Ar aaf fa erb r Ven hun fuser f e mm Pet F unzbel N 1 U Bahu S Man 0 uten, d E fin Mah ens gf l entracten z rn, Um Briſen L ingtekbv Verſtofft 2 Tema 7 Aste und hat S fin Bunte, S aft de Baal rn lit . e 499 8 106 Seſel. 8 1099 0 wird Seſele Officinarum genannt, welcher auch g. caleOff e im Apotheken gefunden wird; dieſer Saame waͤr⸗ einarum. met und trocknet, treibt den Harn und Monat⸗ und deſſen Gebrauch Reinigung, zertheilet auch die Winde. 346. Glied⸗Kraut. gar im Lateiniſchen ct. genannt, hat eine kleine, gelbe, zaſichte Wurtzel, die Blaͤt⸗ ter vergleichen ſich dem Andorn, auſſer daß ſie langer ſeyn, rings umher mit vielen Schnittlein zerkerbt, der Sten⸗ gel iſt viereckt und haarig, faſt andert⸗ halb Spanne lang, mit vielen Neben⸗ zweiglein, zwiſchen. den Blaͤttern kom⸗ amnen bet Vr ummhüth potheke Wehn e numtt u un erden On f Mu Annüden W elne Schurr ei e i den Au alen fü 7 1 6080 1 Sideritis vulgar. 8 lied ⸗Kraut, Geſtalt, Sideritis vul- Zeit und Eigen⸗ ſchafft und Nu⸗ gen 1100 SGlied⸗Kraut. In Apotheken hat man das Kral, wird aber gar ſelten gebraucht, es abſtergiet, ad⸗ ſtringirt, dienet in Verwundungen, aͤſſet ich inn⸗und aͤuſſerlich gebrauchen meiſtens aber die⸗ net es in Bruͤchen. Einige brauchen es auch in Kranckheiten, ſo von Fauberey herruͤhren. Die Marckſchreyer wollen damit den weiſſen Sluß der Weiber heilen, ſoll auch wieder die Haupt Schmertzen und müden Glieder Filiqus, Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort. dienlich ſeyn. Alle Glied⸗Kraͤuter ſind in Fall und Wund ⸗Traͤncken dienlich/ in halb Waſſer und Wein geſotten, und davon getruncken; mithin heilen ſie auch iñerliche Geſchwuͤre, und trei⸗ ben gelinde durch den Harn, ſtillen auch den weiſſen Fluß der Weiber. Das grun oder gedoͤrrte Glied⸗Kraut zu Pulver geſtoſſen, mit Roſen⸗Honig zu einem Saͤlblein angemacht, hat Krafft allerhand Wunden und den Brand „— zu loͤſchen. A 347. Johannis- Brod. Johannis ⸗Brod. im Lateiniſchen Sique 2 genannt, iſt eine Frucht, ſolche waͤchſet an einem Baum in dem Koͤnigreich Neapoli, ſon⸗ derlich in Apulien, Candien, Cypern, Egypten und andern heiſſen Landern, in groſſer Menge; der Baum wird ziemlich hoch, und breiten ſich ſeine Aeſte mehr in die Weite, als in die Hoͤhe aus; die Rinde iſt blau und Aſchen⸗farb; er traͤ⸗ get Blaͤtter wie der Eſchen⸗Baum, und bluͤhet Phannis⸗ 6 1 0 5 fc darin ſegt! Jr Schoten, wen : wenn man. ben Hurt dust fe ien leblicher den zwichen ihre n Hengeim, de e und Arabern hunt der Imbe duch eingemad den Apothek ch iche hat einen ſkchem heimck lnäßigen, oeh al deer Frucht fing die jaſtend hemmen und Agtvon Johan in Gebrauch chi, 2. d. erden Huſten t wider den Se cle en wenig! Aich Waſſer; angenehmes damit zr eine ber es it f ien Huſten, de f auch oft 90 uitete Joha a, und day — * 1 1 —— —— — 1 — — — — —— — — — — — 0 S im Winter; im Sommer und Herbſt bringet cher mit dick er lange Schoten, ſo Fingers lang und Daumens r Johannis⸗Brodt. Tor uh dick ſind darinnen ſiegt ein Stein harter Saa⸗ en nd eh me, die Schoten, wenn ſie friſch von Baume nch 0 l fat Me kommen; wenn man ſie aber auf einen gefloch⸗ uch. it tenen weiden Hurt ausbreitet und doͤrret, ge⸗ winnen ſie einen lieblichen und ſuͤſſen Geſchmack. laid Sie haben zwiſchen ihren Fleiſch einen Safft A gleich den 3 5 1 wird von den fan Indianern und Arabern der Safft ausgepreſ⸗ ei F ud mög ſet, und damit der Imber, Myrobolanen,— andere Fruchte dee en 8 Eigen er ee, In den Apotheken hat man allein die gen nden N i cee Frucht, ſolche hat einen ſuͤſſen Safft bey ſich, 3 e u e gen kedoch mit einem heimlich ſchaͤrfflt. e e heimlich ſchaͤrfflichten, fluͤchti⸗ und Ge⸗ iel Fecht u gen, mittelmaͤßigen, oehligen Geiſt vermiſchet: brauch. durch N. Ae, Tune dahero iſt dieſer Frucht Eigenſchafft zu loͤſen, laß kr Se, de iu erduͤnnen, die jaſtende Schaͤrffe der Feuch⸗ ach Kg b Pubagſſe: üigkeiten zu hemmen und zu verſuͤſſen. ag u e Sila Man hat von Johannis⸗Brodt zweyerley Aerhand denacch h sabſtanz im Gebrauch, 1. das ſuͤſſe Weſen, ſo nden Eapſeln iſt, 2. die holtzige Schote. Das . ̃aſte iſt wider den Huſten beruͤhmt, und das an⸗ 47. 30 c dere dienet wider den Sood: ſelbige ſtoͤſſet man, und, A S cult id lochet ſie ein wenig in Seeblumen⸗Waſſer, 1 f en 8 che o zehet ſolch Waſſer alle Suͤßigkeit an ſich, f 10 Nin ind iſt ein angenehmes Getraͤncke: Man kan . ee ſlche auch damit zu einen Safft ſteden, und offt wulle, 0* davon nehmen, es iſt fuͤrtreflich gut in allen wi⸗ n heſſen 55 0 derſpenſtigen Huſten, den es lindert ſolchen ſehr, n wird zig Wh i immet ihn auch offt gar hinweg. a Gedoͤrrete Johannis ⸗Broͤdel zu Pul⸗ ah ber geſtoſſen, und davon 3j. entweder trocknen, well es ſüͤß, oder mit Veyel/ oder WegreichWaſ⸗ 3 yy 5 ſer ——— . — ä 0 2 2 —. — — — — „ vnde ſill e „der W 22 — ü — . 1 8 1102 Syrup. ſer genofſten/ ben fit bald das Breſien oder Soo des Magens, ſtillet auch die Harn⸗Strenge, oder ſcharffes Breñen des Harne, verſ üſſet den ſcharf⸗ fen Schleim der Bruſt, und lindert den Huſten. Der Spyrup, ſo aus dem Johannis⸗Brod gemachet wird, heiſſet in den Apotheken Diaco. dium, welcher wider die duͤnnen und auf die Bruſt⸗ fallende Fluͤſſe ſehr dienlich iſt. Man machet auch daraus einen Extract, wel⸗ cher nebſt denen daraus bereiteten Rotulis wider den Sood oder Brennen des Magens ſehr dien⸗ lich iſt. Die Küͤchlein verferkiget man, wie folget: 5 Kuͤchlein. Re. Extract vom Johaſtis⸗Brod sij. Krebs⸗Augen bereitete iv. Rothe bereitete Corallen zj. Gebrannt Hirſchhorn Jij. Zucker in Roſen⸗Waſſer auffgeloͤſet e Mache nach der Kunſt Zaͤltlein. e 348. Senff. Unter⸗ 4 Sxaff im Lateiniſchen Sinapi genannt/ it 12105 Zelt gemeiniglich dreuerley Geſchlechts, die e und Ort. ſten zwen werden in Garten geſaͤet, und die dec. te Art waͤchſet wild. Der erſte Garten⸗Senff waͤchſet wie Ruͤben⸗Kraut, mit einem langen El⸗ len- hohen haarigen Stengel, und vielen Mebes, t Aeſtlein, bringet gelbe wohlriechende Blu 1 8 746 erden funde! 0 er weiſe unde cht ſe ſhurffe E „ Efrerborgen! and heltzg 1 10 8 15 2 1514 NA. Al bi * 0 S zu glatt ſubhitklen, dar Eunen, der ſe l ſt weiß/ hel walk, nachtt din 0 7 wel Ahl rothlicht b ſtnchr bl ft Ie aal den 5 andes* 1 d 1 7 ne U 0 e i ch 10 4 47 deen en Stiitet fen hodh, ar du e dr Kc ra ufengt u ge. ndl um J 2 Bitz . Augen 5 t%, ebene enz, zunthhr 2). * in N Wit N nah berg Fa flit — 348, Sif Senff. 1703 daraus werden runde haarige Schoͤttlein, in wel⸗ chen der weiſſe, runde, groͤſſer als in den wilden und nicht ſo ſcharffe Saamen als in dem gemei⸗ nen Senff verborgen lieget; die Wurtzel iſt ein⸗ fac 210 und 8 und die Blaͤtter wie an den Ruͤben geſtaltet, tieff eingeſchnitten, o⸗ ben und unten haarig. Der andere Gar⸗ ten⸗Senff gewin⸗ net auch einen rau⸗ hen, runden mehr als Ellen hohen Sten⸗ gel, ſeine Blatter ſind zerkerbt, und dem Kraut des weiſſen Senffs aͤhnlich, die . Blumen komen bis⸗ weilen weiß, und zu Zeiten gelb, wohlrie⸗ chend und vierblaͤt⸗ 60 war en zu glatten ziemlichen kurtzen viereck⸗ igten Schoͤttlein, darinnen ſtecken 7. bis 8. roͤlh⸗ lichte Saamen, der ſchaͤrffer iſt als die erſten, die * iſt weiß, holtzig zerbrechlich, und faſe⸗ licht. 1 0 in dit Minden l Nh Eigen; In den Apotheken hat man den Samen, ſchafßg, 0 0 i gie 0 er erwaͤrmet und trocknet im vierdten Grad, Nutzen 2250 Daft 0 ineidirt, machet duͤnn, ziehet Blaſen, man ſoll und Ge⸗ Ne 5 1 2 den Saamen, welcher frich und wohl zeitiget, brauch. Hage 1 5 77 derb und roͤthlicht iſt, wohl ausleſen, denn der einget. 0 Som⸗ alte iſt mehr bitter als ſcharff, weil er im hohen Aeuſſer⸗ lich⸗ Veſicatoriis, und denjenigen Solben, ſo die Materie aus der ſolen, dienet auch zu den frischen Geflecht, Maͤhlern, diſelbe damit zu beſtreichen. 91 . e ig 1104 5 denff. Sommer blühet, ſo wird ſein Saame erſt im Auguſt⸗ Monat reiff, er hat die Eigenſchafft zu N erdünnern, den verſeſſenen Schleim zu ver⸗ zehren, den Magen zu ſtaͤrcken, die Dau⸗ ung zu befordern, durch die Nieren und Blaſen zu treiben, auch zuſſerlich anzuziehen, und die Haut roth zu machen, die zeitigen Geſchwuͤre zu oͤffnen, und zum Nieſſen zu bewegen. Er purgirt das Haupt, widerſtehet dem Gifft, derowegen er nicht ohn Urſach zu der Compoſition der Electuari, welcher Ovum au- reum genannt wird, als ein Principal⸗Stüͤck hinzu gethan worden; mit Zucker uͤberzogen, und maͤßig geſſen, machet ein gut Gedaͤchtniß. Wird auch mit gutem Nutzen denen, ſo den Schwindel haben, ſo zum Schlag geneigt ſeyn, auch denen, ſo mit der Gicht und dem Scharbock behaftet, zu eſſen gegeben, welchen Gebrechen er kraͤfftiglich widerſtehet, dahero auch etliche den Senff zerſtoſſen in ein duͤnn Tuͤchlein bin⸗ den in Wein legen, und davon trincken; iſt auch gut wider den Stein; den unmaͤßigen Monak⸗ Fluß hemmet nichts beſſers, wiewol Avicenna- dargegen iſt, als der Rauch von Senff von un⸗ ten empfangen, iſt ein Seoretum; ſo offtmahls probirt. a 5 5 Aeuſſerlich wird er gebrauchet in die Naſe gethan, und wird genommen zu den Sinpiſmis, Pflastern und Haut ziehen E —— e Sufflein kerne; al galt guch wider ueber rom cl. Ein fate / nd auf die g. lt die Geſchwu f Auſcn, und en Storpione Fuden. Güſmachet man hun neuen We Mu Euf⸗ Samer N Wen mit ein! 1 dun- Coaſer Gram He Kane zerſchni 0 5 le 5j. Geſoſene Na. * dapon ein charleſochen a . dutten Col Melacih üg. Mt Hong co „ berſchn be 50 10. 4 fa 2 augupchg el* 2 gn Sich . Neſ 15 deen, rt ds 5g, wat enn o s cee de Ee rA, fahl 1 unt wind, n Nang 0 a gehe t gut d vſſen, ma 1 bach 0 ich mt zu Tg — aber, o g Schlag at mt der d unde f eſen ge t wicht c derſh uche. ſerſtoſen dun 4 nlee ie, un it 0 en Stein Ami c i nch W gs als der] E. lun El Gn gen, it ei we 15 d unt 1 17 und deh a man den Senff flein zerſtoſſen vor die Naſe haͤlt, machet er nieſen; auf gleiche Weiſe gebrauchet, Senff. 1105 dienet er a wider die hinfallende Sucht, und den Weibern, ſo vom Mutter⸗Aufſteigen dahin fallen. Ein Pflaſter von Senff⸗ dae ge⸗ macht, und auf die geſchwollene Miltz geleget, zertheilet die Geſchwulſt und Huͤfft⸗Wehe, mit Eßig geſtoſſ ſen, und uͤbergelegt, ziehet es das Gifft von Skorpien⸗ Sich und Schlangen aus den Wunden: Sonſt machet man auch bey uns einen Mo⸗ ſterich vom neuen Wein oder Eßig alſo: Moſtarda. Meda K. Seuff Saamen ein halb ib. zu machen Gauß Wein mit ein wenig Ga darauf, thue darzu Eitron⸗Conſerv. iwd. Gebrannten Honig(Melazzo) Ili. Pj. Kleine zerſchnittene Pomeranten Scha⸗ le Ixi J. Geſtoſſene Naͤgelein Ji. Bereite davon einen Moſtard. Oder bereite ſolchen auf folgende Manir: 7 3 d e ee Wo. f anier * Moſtard, ——. 3 1 Geſtoſſene Naͤgelein Z j. Berei⸗ r e* 11 ——.„. BBereite daraus wie oben ein Moſtardq. a* * Senff. Auch machet man den Seunff zu einer Duncke Senff⸗ Mus zu machen. a Andere Manier. ein, auf folgende Art: 5 Eingemachter Senff. K. Suͤſſen Moſt, laſſet ſolchen mit etwas Quitten, Naͤgelein und Zimmet die Helffte einſieden, ſeihet ſolchen, darein wird ſo viel Seuff⸗Mehl geruͤhrt, bis es die rechte Dicke hat. Oder man nimmt Senff⸗Mehl, ſo viel man will, machet darnach ſiedenden Eßig, bricht den Senff damit, und kochet ihn zur rechten Dicke, daß er ſich kan aufbehalten laſſen, darnach ruͤh⸗ ret man ein gluͤend Eiſen darinnen umher, bis es kalt wird, dieſes benimmt ihm die Schoͤrſfe ſen gebrauchet. Catapla- ſma wider verlohren Gehoͤr. und roͤthe der Augen kan man dg ten folgenden. und Bitterkeit. 1 Dieſer alſo angemachte Senff mit den Spei⸗ ſen genoſſen, reineget das Haupt, erwaͤmet den Magen, verzehrt die uͤberfluͤßigen tarta ⸗ riſchen Seuchtigkeiten in der N liltzſucht, foͤrdert den Harn, und Monat⸗Reinigung, waͤrmet die Bruſt, machet viel Auswerſſen, iſt alſo den Engbruͤſtigen nuͤtzlich, bekommt. gen nicht wohl, ſo man zuviel dej⸗ aber den Au * Fuͤr die Entzuͤndungzen, Schmeae on bere Ro, Zu Mus gekochte und zerſtoſſene Fei gen zi. miſche darunter Senff⸗ 4 ef Nehls VPiß Wurz Goch Vene Arden, He bh an dak P ic dach legt es hafte ſoch kla rden, 0 u Ohren zurll . t auch dero gafſcrafft da einigen, den len, wann i Munde kau 5 15 , Ktanchf 0 0 S f f c Mehl mit 1 0 0 led unt zan n Sp, — ——— 8 — dt, ud iht kan ast A aaa in gd 5g dere cb Nec tin tk, 4 oed Baff r igt S Help n ö 1 5 zen verge 1.3 0 0 geuchtigl= in ha h char, aner Bruſt, r. Made Engden Sni lugen ni s 50 5 gen und Ohren zuruͤcke, daß auch das Gehoͤr N wieder koͤmmt. u n ey ile Et blut zu reinigen, den Scharbock des Mun⸗ des zu ſtillen, wann man auch nur den Saa⸗ men im Munde kauet, wie man auch vor Schlag ⸗5luͤſſen, Schwindel und allen e Scoß alles unter eingnder zu reinen Pulver, e . 8 DSenff Mehl s. E . f ntzuͤn Weiß⸗Wurtz zj.* Geſchabte Venediſche Seiffe ü. Schmer⸗ Anacardien⸗Honig ſo viel noͤthig. tzen und Mache ein dick Pflaſter daraus, ſtreich es rothe An: auf ein Tuch, lege es uͤber das Genicke, laß lie Jen. gen/ und erfriſche ſolches bisweilen, bis die Haut gantz roth worden, es ziehet die Fluͤſſe von Au⸗ Es hat auch der oben bedeutete angemachke 5 Senff groſſe Krafft, das Scharbockiſche Ge⸗ 5 Schlaff ⸗Kranckheiten zu bewahren, u welchem Ende etliche alte Perſo⸗nen den * verzuckern laſſen, und taglich davon iſſen. Senff⸗Mehl mit Honig und ein wenig ſcharf⸗Saͤlbel ſen Eßig zu einen Saͤlbel gemacht, auf ein Tuch geſtrichen, und alſo auf das zuvor geſchorne Haupt gelegt, ſo lange liegen laſſen, bis die Haut davon roth worden, vettreibt die Schlaff⸗ ſucht, Schwindel und Schlag⸗Sluͤſſe. Ein koͤſtlich Zug⸗ Pflaſter fuͤr Zahn⸗Wehhe ird auf folgende Weiſe bereitet: Zahn⸗Pflaſter. Zahn⸗ R. 9 Senff⸗Mehl aa. 1. 9 Pfeffer 3. 1 ſche Solanum.“ Nahe„Schatten im Lateinischen dak. Geſtalt, Zeit und Ort. I Senff. - f b 2 3 7 0 miſche ein wenig Pech und Terpentin darzu, ruͤhr es zu einem zaͤhen wohl⸗klebenden Pflaſtet, ſtreich davon eines Thaler groß auf Leder oder Taffet⸗Band, lege es an die Schloͤffe und hinter die Ohren, und laß es immer drauff liegen, bis es von ſelbſten abfaͤllet, es ziehet die Fluͤſſe von Augen, Ohren, und Zaͤhnen weg, und ver, treibt alſo die Schmertzen ſolcher Glieder. Senff und Kreß⸗Saamen in ein Büͤnd⸗ lein gebunden, weiſſen alten Wein druͤber ge⸗ ſchuͤttet, und allezeit bey dem Eſſen den erſten Trunck davon gethan, ſtaͤrcket die Dauung des Magens, reiniget das Gebluͤte, und vertreibt ohnfehlbar allen Scharbock. Senff⸗Saamen mit Honig und Tragant ⸗ Schleim(durch weiß Lilien⸗Waſſer ausgezogen) ver miſchet, uͤber die Maſſen, Flecken und Flich⸗ ten des Angeſichts und andere Theile taͤglich ge⸗ ſtrichen, nimmt ſie ſauber hinweg, und machet eine ſchoͤne zarte und liebliche Haut. 3 349. Nacht Schatten. num genannt, deſſen ſeyn unterſchiedene Arten, derer etliche tragen Beere, etliche Aepf⸗ Elen, 0 nd Straſſen, ſabasKraut und lachtſchatten n tes gemä ſchpahen gebrauc 71 ase febriche 0 ale eſchlecht gae machen ſterkählen, w —— S fel, aber die ſes, ſo Solanum offleinar- genannt Ahrden; wider 2„ 5 7 5 1 5% wird, gebrauchet man am meiſten es iſt eine Aprdezuber S Staude mit vielen Neben Aeſten, etwa Ellen weite Krebse becher Blüte ſun ſhvarggein idee 15 daun Mö chherheünlcht ——— — — 3 . —— — — b Si en fich 0 . — 2 35 . * ——. 8 2 — — —— — — — — 1118„ Th N S Lac 100 den we FN len Mh! geh Sen Fah nen geh fieth d gens, te t desc arſchbat. J Schacht Sam t Hunache 0— Hlutch dei Fe, Mita 6. ber die E in, Jh 5 fimmt ſe E hig hate und Mr, b genannt 5 0. —— „ In Stengel, Ellen⸗ boch Aachtſchatten. 1109 weich und voller Safft, die Bluͤm⸗ lein erſcheinen ge⸗ ſtirnt und bleich, weiß, ſie haben in⸗ wendig ein gelbes aäpfflein, wann J deieſelben abfallen, kommen die run⸗ den Beeren herfuͤr., in der Groͤſſe wie Wacholder, darin⸗ nen ſteckt kleiner Saamen, es waͤch⸗ ſet an einer duͤnnen und zaſigen Wur⸗ zel zu einem aͤſti⸗ „man findet es an den gunen und Straſſen. In den Apotheken at man das Kraut und die Beeren. Jachtſchatren kuͤhlet im andern Grad, Eigen⸗ in uͤbrigen iſt es gemaͤß get, adſtringirt, treibt ſchafft ruck, werden gebrauchet im Rothlauff, Haupt⸗ 3 05 Schmertzen, fiebriſcher Hitze und Ohren⸗Ge⸗ 1 chwuͤr, alle Geſchlechter des Solani ſtillen den Schmertz, und machen ſchlaffen, und die geſtoſſe⸗ gen Blatter kuͤhlen, wann ſie auff die Uberroͤthe gleget werden; wider Haupt⸗Wehe in hitzigen ebern wird es uͤber das Haupt gebunden; im 9 * cel 100 ekulcerirten Krebſe ſtoͤſſet man die Blaͤtter in anem metallenen Moͤrſer, und leget ſie auff das rt, wo der heimliche Krebs iſt, damit ſein Fort⸗ 4 In gang n 1 — ins, achtsam 1 5 eee verhindert werde, reimget 0 5 60 1 let auch ſonſt allergand gifftige Schäden Jh Das deſtillirte Rahiſchatter Bast, 1 es etwa drey Jahr alt iſt, wird wider das 12105 Harnbrennen gelobet; des Morgens und, 3 bends 2. getruncken. Herr Nies ge in ſeiner Teut ſchen e tee b meine tn ſehr wütziches b 1 Silben 0 n.* wider al. Re, Saft bon„ Naciſhue 4 —.«% von Wegrech ef. J. 5 e e Geke ſen 1 5 1 ate Tata 27 5. Bae gewaſchenen. Kalc. 3 1 dieſe Stucke nach der Apotheker Kunſund thu e zuletzt noch darben Eamftdk 3 daßſed en eber werde 0 Dieſes dienet in he e ken! gern Beiſſen in allen Bein ru alle boͤſe Hitze oder 10 5 1 Schaden, ſonderlich 0 f zulöſchen. 5 1 et Wenn man a0 85 Tüten indeſilu N 7 15 Nachtf ſchatten⸗Waſſer naͤtzet, und legt 6 5 waͤrmlicht uͤber/ ſo ſillet es di Hitze anbei 4 ichen Orten. 5 K. Übrigens ſoll der gemeine weten 1 niemahls innerlich im Leibe e weben 0 andere N mandas 15 F„ Spicanard und Lavendel. 111 ib ſchon über zwey Jahr alt ſey er wohl Anfangs in. Haupt⸗Schmyrtzen vor die Feber Hitze ge i brauchen, und über die Stirn appliciren ne. 9 se. Spfeahardt und Lapendel. & L. 8 Vicanard/ 55 im Lateni Saft vo E 0 10 85 U 2 8— — 4 2 * 28 0 4 5 E — 8 — a 7 1 680 . 2— 4 9 un Such K 1 1 N 1 2 don r ebe 70 1 a0 chen 14. nd * M Laudula, ſiud bey⸗te. unn u l 10 5 de holtzige Staud, WdE Sit 1. lein dem Roſma⸗ le ü 0. rin ahnlich, nicht U 0 e e viel uber eine ums g S waſlif ene N Spanne hoch, mit e e e N viereckigten klei⸗ iöthur zul: ih dunn, M nen duͤnnen Sten⸗ Silbe! 8? gelchen, und vielen Ahn 2227 0 chen, N lh dicken, Aſchfarz grünen eil 5 4 115 N eine Aehre, die Wurtzel 10 gantz holtig ad ich, der Saame iſt grau- ſchwartz, davon junge eue ein auffgehen. 1 5 85 ee dem Lavendel in E e en Stuͤcken uͤberlegen, denn er iſt hoͤher, dicker, schatten. 4 heiter, weiſſer/ und am Geruch 11 85 dage⸗ de 940 N 1 iſt der Lavendel zaͤrter, milder und ge⸗ „ 11% alchlicher⸗ dem Geruche nach nicht ſo lieblich. igen el e 0 10 Im Lentzen werden die Stauden wiederum ſuntrich 2 1 Nn, bluͤhen i im Brach⸗ und Heumonat, zu web ö 1 85¹ 3 cher ſen in alen Hitze oder za ihn „ ar 5 l 5 5 1 dere men v 8 b cen Spiea domeꝰ abe 8 Fase, und 82 mn ᷑——᷑ 1112 Spicanard und Lavendel. cher Zeit die wohlriechenden Blumen ſollen ge⸗ ſammlet werden. Man kan die Lavendel⸗Blu⸗ me an ſtatt der Stoͤchas⸗Blume nuͤtzlich gebrau⸗ chen, dieweilen man dieſe ſelten friſch bey uns 7 findet, und ſie gemeiniglich den guten Geruch Der Spicanard und Lavendel werden in Teutſchland in Gärten gepflantzek in Span uktn und Narbonenſiſchen Franckreich wachſen ſie phauffig auff den Feldern und bergigen Orten. Eigen⸗ In den Apotheken hat man die Blu⸗ men von beyden 7 ſie warm en und trocknen m Kallen dritten Grad dach if der Suit kärcker, ebe und Ge, einen ſcharffen bitterlichen Geſchmack, dünne branch. Theilchen, dienet dem Haupt und Nerven, wird gebrauchet in Catharren, Picht N Glie⸗ der⸗Verkrummung treibet del Harn, Mo⸗ nat ⸗Sluß und Geburt, auch in windigen Bauchgrimmen.. Lavendel wird auch ſehr geruͤhmet wider den gantzen und halben Schlag, wenn ſie in Pil len gebrauchet werden; wenn man die Spica⸗ 1 — Aeuf uh in d 0 Maſßic len; il le drey al Oehl Franckh hero i obern Gebra u genon it Bre ggoſſen,! um cur Es ſi e kalte“ kern, al lbe S ſche/ R Armen d n die N narden im Munde haͤlt, verhindert ſie die Sluͤſſe fit, die 2* 1 koͤnnen. Die Gebrechen des Haupts cori es Haupts, daß ſie nicht auff die Bruſt falen utter fllt„b giret Lavendel fuͤrnehmlich, ſo man Rosmarin, Waf Salbey, Stöchas, Zimmet, Mägelein, Muſeg⸗ gaͤreſte ten⸗Bluͤhten, Cardomomen und dergleichen hin Inn oder! zurhue; dieß Scntem Wen un het, und davon trincket. 5 Zeuſſer Waſſer ſte' auß w uaton etl n deln e 1* Deſtftz aan ich ha gaz 1a Dahero in ſchwachem Gedaͤchtniß und Schlage inge mah 0 de obern Spitzen und Blumen von Spick ſehr * l im Gebrauch ſind, und faſt in alle Haupt/ Spit i · 8. um dus genommen werden. Nulandus hat vermit- * 5 858 n 23 e— ere * gegoſſen, und Loͤffelweiſe davon gereichet, Apho⸗ use ii An een tam curirt. 1 dent! Act auc n l Aren Es ſind gewiß zwey koͤſtliche Kraͤuter wider eum Webel ale kalte Gebreſten des Haupts und der Senn⸗ nd G, e Adern, als da iſt der Schwindel, gantze und Finnen halbe Schlag, fallende Sucht, Schlaff⸗ vundel vu chf ſucht, Krampf, Zittern und Eaͤhme; ſie vaͤrmen den bloͤden kalten Magen, zerthei⸗ kn die Winde, treiben den Harn, Monat⸗ Seit, die Nachgeburt, und erwaͤrmen die e Mutter, oͤffnen die verſtopffte Leber und Milgz/ benehmen die Gelbſucht und angehen⸗ N i N pts/* i f De G Waſſerſuchr. Zu allen itzt⸗ erwehnten debe fir 00% Gebreſten mag man eine Hand voll Spicanar⸗ „Stocs, 5 den oder Lavendel⸗Kraut und Blumen in einer deen Ear ie baaß weiſſen Wein oder Waſſer ſieden, und eee, davon etliche Tage nach einander trincken. 355 In 2 4 1114 Spicanard und Lavendel. Sten Pulver in. ö In ſchweren Kindes⸗Noͤthen kan man J Butz ſchweren Lavendel ⸗ Saame 5. 1 arirte! l. Sehtbal Kindes⸗ 3 1 Præparirten weiſſen Aach Webtha Noͤthen Agdſtein, guten Borar 22. Dü. Zimmet⸗Oehl Age Gerl dienlich. drey Tropfen zu einem reinen Pulver ſtoſſen, wel eiae ches man in drey gleiche Theile abthellen, und in ga auen weiſſen Wein eingeben ſoll. Man kan auch be krfellung det reiten zu den kalten Kranckheiten des Hauptes 1 erw folgende gute Lauge: Kc. Lavendel, Roſmarih, gen leren Salben, Camilen, Bethonien, rothe Roſem dec up ung Maxia Magdalenen⸗Blumen, iedes Hand voll, Kelm ubderg nachdem alles groͤblich zerſchnitten, und in ein fl dauern 5 Saͤcklein gethan, kan man das Saͤcklein in die ch Being Lauge legen.. 9 i 1 u Pober, Deſtillirt Die Tugend des deſtillirten Lavendelblumen⸗ 100 4 gavendel⸗ Waſſers beſchreibet Agerius alſo: Es iſt fir uentlunm Waſſer alte Leute eine nützliche Artzenen dem kalten flu 109 ahr und deſſen ſigen Haupt, ſtaͤrcket und erwaͤrmet das weeſſe die a d Nutzen. Geaͤder, davon der gantze Leib ſeine Empfrdich. 1 0 keit und Bewegung hat, und vertreibet den 0 110 Schwindel; ein Paar Lffel voll Morgens und Bil Abends getruncken, iſt eine koͤſtliche verhuͤtende 1 0 Artznen bey betagten Menſchen fuͤr den Schlag, 1 cala Krampf, Lahme, denen eingegoſſen, die irgend 5 1 hee damit begriffen oder darzu geneigt ſeyn. Wel⸗ 1 eh chen auch von ſolchen Kranckheiten die Zunge 91 70 beſchweret waͤre, alſo, daß er in der Sprache ge⸗ ö 15 da hindert wurde/ der nehme bisweilen einen dafl n nule voll dieſes Waſſers, und halte es vielmahl im Munde. Obbemeldter Weiſe in Mund gelb hr Shi ten, benimmt es auch den hefftigen Schmerßen ire, 0 der Zaͤhne; von kalten Fluͤſſen, die von oben Nälftgeſtri 8 4* 5 herab 0 0 7* 1 n aa„ ee bn f dhe lg 7 bug 1 bad Amte, Dun, 15 lagdileng hg 9 ales wil ch, 1 fathan, n Ei en. 0 — — 0 —.—— — 1 —— — 5 — duaddeh y vin h deſhrebe K Tun dg f 1 rü K ene ut, fir x ami wen der! Jr c Buwezun, un uh Ne; en Pf dul — —— Spicanard und Lavendel. 1115 rrpet f herab in die Wurtzeln der Zaͤhne ſchieſſen, und a uyleidliche Wehthagen erwecken, gibt dem Mun“ de einen guten Geruch, trocknet das feuchte Zahn⸗ feiſch, befeſtiget die Zaͤhne; auch ein Paar Löf⸗ tl voll Lavendel⸗Waſſer getruncken, dienet fuͤr die Erkaͤltung des Magens und aller inner⸗ cher Glieder; erwaͤrmet die Leber, Miltz, Lenden, Nieren, Harngaͤnge und Blaſen, offnet und reiniget ſie vom groben kalten Schleim und dergleichen ſchaͤdlicher Materia lebet den Harn, foͤrdert den Weibern ihre gewoͤhnliche Reinigung; iſt eine kraͤfftige Artz⸗ ey fuͤr die Weiber, welche von Kaͤlte der Mutter unfruchtbar ſeyn. So einer in ine Ohnmacht oder Schwachheit gefallen ire, dem ſoll man mit dieſem Waſſer die Schlaͤf⸗ und Naſenloͤcher anſtreichen, denn es bekraͤff⸗ let das Herz, und bringet die Geiſter wieder⸗ m zurechte, ſo man auch dem Krancken einen el voll einſchuͤttet. Aeuſſerlich ſollen die Glie⸗ u ſo vom Schlage geruͤhret ſind, mit dem getrunken! In kita e bctagtet Wat Lahme, 0 80 affen ebet u gag von ſelch L. ranch up,& an näre) der 28 bine Ber uf G ae unt ts aud 1 he; don ö* 50 0 —— — 0 — — . — — 10 lavendel⸗Waſſer warmlich angerieben wer⸗ , denn es ſolche Glieder kraͤfftiglich ſtaͤrcket, Hnderheit ſo man gleich ſo viel Salben ⸗Was⸗ , Meyenbluͤmel⸗ und Reckholder⸗Geiſt darzu ſamiſchet, und damit die lahmen Glieder taͤg⸗ h ein Paar mahl warmlich waͤſchet. Aus der Spicanardi wird auch ein trefflich ehl deſtilliret, welches, auff den Scheitel des ſupts offt geſtrichen, den Schlag verhindert, 853 4 die splea ed. tiea. 1116 Celtiſche Nard. 1 . die Haupt. luft zertheilet, den Schwin, lend von del, Ropff⸗ und Zahn ⸗Schmertzen vertren alan bet, ja auch die Laͤuſe bey Jungen und Alten Ane toͤdtet und fortjaget. Zu welchem Ende man den ot ſolch Oehl mit Wermuth⸗ und Rauten⸗Oehl ver lr in e miſchen, hin und wieder in die Haare des Haupts n Dee frſ ſchmie ren, und den folgenden Morgen den Kopff vt näht li mit Lauge, darinnen Lavendel ⸗Kraut und Spie, Eie wa canarden geſotten worden, wohl warm abwa⸗ Ihihen ſchen, und das Haar mit warmen Tuͤchern ah, em ſchwaͤ nen an. Fe Harn⸗tre —. ſelug der 351. anche Rard. 7 indie J 1 Can. 3 8 1 Nardi, Spie 4 Celtica, im Latein, 35, 9. ſchen genannt, deſes iche iſt ein klein Gewaͤch⸗ N 5 ſe, hat laͤnglchte 152 bleich ⸗gelbe 3 cd wele ter, einen f u zuſam und kurtzen Sten 00 4 ro gel, gelblichte Blu U 0 ff, am men, eine geſpizte fuß iter Kop Wurtzel, mit 00 ac riſ auc angewachſene 7 unh nchting dünnen, wohlele⸗ Sun 2 chenden Ja f len, 1 u aus „ b e u l gew auff den Alp⸗ 46 adh Inden bi en welch ö ugen, c Wag —— Celtiſche Nard. 1117 W Teutſchland von Italien ſcheiden, das ganze 1 0 0 Kraut iſt aromatiſcher Natur, und hat den Ge⸗ . T 5 500 ruch, wie der wilde Baldrian. N Sala In den Apotheken hat man die Wurtzeln, e 5 3 Eigen⸗ udn welche im Julio und Auguſto ſollen geſaminlet schafft adde tun werden. Die friſche lieblich⸗riechende und viel 1 0 die beſte. Sie waͤrmet und trocknet, und hat mit der Indiſchen Spick einerley Kraͤfſte, nur daß ſie was ſchwaͤcher iſt; wird nuͤtzlich gebrau⸗ chet im Harn ⸗ treiben, Magen ⸗ſtaͤrcken, und Zertheilung der Winde. Aeuſſerlich thut man es in die Malagmata und erwaͤrmende Salben. a N * 5 wurtzlichte nicht leicht zerbrechliche Wurtzel iſt tzen. 2— 5 1 f 1 302. Indianiſche Nard. 2 Irrdianiſcher Nard, im Lateinischen Spi= Geſtalt. Je Iudica genannt: Iſt an Geſtalt nicht Zeit und anders als ein haariger und aus den Aderichten Ort. Faͤſerlein der welcken Blaͤtter aneinander gewick⸗ leter und zuſammen gerollter Kopff; die Wur⸗ e tzel, an Farbe roͤlhlicht, am Geſchmack bitter und ſcharff, am Geruch lieblich: die Wurtzel, l daran dieſer Kopff ſtehet, iſt Fingers dick und a roth: Er iſt auch zu ſehen, da die Blaͤtter, wenn ſie noch nicht in Faͤſerlein zerriſſen, weißlicht und wie an Bintzen Geſtalt: die Stengel hohl und ſtreiffig/ da aus der Wurtzel viel haarigte Aeh⸗ ren hervor gewachſen ſind. Iſt eine Wurtzel, e die aus Indien nach Alexandrien, und dann nach Venedig und Teutſchland kommt, und 301 7 wird e aber leicht an vorgemeldten Zeichen abgemer⸗ cket werden kan. Sie waͤrmet und trocknet im andern Grad, machet duͤnn, adliringirt, treibt den Grieß und Sand, dienet dem Magen, wird in Forttreibung des Haͤrns und Monat ⸗Fluſſes, Gelbſucht, und Auf⸗Blaͤhung des Magens nuͤtzlich gebraucht. 1 Dieſen Spicanart zu kleinen Pulver ge⸗ r eben, und 3. mit einer Suppe, Wegwarten⸗ Waſſer, oder in einem andern bequemen Waſ⸗ ſer genommen, ſtillet durch eine ſonderbare Krafft das Naſen-Bluten, ſtaͤrcket auch zu gleich die Leber. N Aeuſſerlich dienet die Wurtzel zu Lauge; das 1 damit zu waſchen, und ſelbiges zu ſtär⸗ en. 8 e e Sie wird auch wider den Gifft und in bösen Kranckheiten gebraucht, man ſoll ſolche mit Eßig infundiren, und ein wenig Zucker darzu thun, ſo koͤnne man ſolche wider alle Kranckheitender Lebens Glieder gebrauchen, nemlich in der Le⸗ ber und der Milz, und wider Verſtopffung der Gekroͤß ⸗Aederlein, daher ſonſt das Ab- %%% nehmen . 1118 Indianiſcher Spick. Indi 3 1 wird Splca genennet/ weil ſie ermeldeten Ge, ſoß nude 255 waͤchs gleichet.. 15 Eßig dien Eigen⸗ In den Apotheken ſoll diejenige gefunden lr pal 1 8 werden, welche friſch,langhaarig, gelb, in et. ach beet und Ge- was nach der Viol⸗Wurtz riechend, bitter, die dul auch zun brauch. Zunge gleichſam zuſammen ſchlieſſet, und den db, 0 far Geruch lange Zeit behalt, und dieſe iſt fuͤr an⸗ che dern zu erwehlen. Oeffters wird ſolche naß ge⸗ en Mutter! macht, und betruͤglich verkaufft, welcher Betrug Eiurd auch e Narden⸗ de uft a cad hauste, nt wohl ce nd stil % 5 Spi 1.. Jahn pingelig en Sahle U fp iz et llird in 1 5* en ae 0 lan. ugs i N ud Ag Mc raucht. Ipican! Di fich dog em e ern ene Fern h. bun nun, sti 10 K 0 tür A 1 1 1 0 0 ek c 14 it iu waſ fg ben 4 auch wid 3 Gti gebrauch 1 55* und ein! 11 4 ſoche h* leder brd 8. mila/ 50 a 85 Igndtaniſcher Spick. 1151 72 und Schwindung des Leibes entſtehet. 8 ieſer Eßig dienet auch wider Biß der giffti⸗ ger Thiere ſo man ihn innerlich gebrauchet, und auſſerlich uͤberlegt. Darum kommet dieſe Wurtzel auch zum Theriae und andern compo⸗ ſſtionibus, ſo man wider den Gifft brauchet, wie denn ſolche auch das Hertz, Haupt, Magen q Leber und Mutter ſtaͤrcket. Es wird auch das einfache und zuſammen⸗ N rde 5 3 See geſetzte Narden⸗Gehl daraus bereitet, wel „c, cage u Sund tt dnn che die Krafft haben zu erwärmen, und zu zerteilen, ſind auch gut vor die kalten Gebre⸗ chen des Haupts, des Magens und der Mut⸗ ter, bekommt wohl den Lahmen und contracten Gledern, und fehle die Schmertzen des Lei⸗ beb. 353. Sc Binetſch. Pinat oder Binetſch, im Lateiniſchen Geſtalt, Spinachlia genannt, hat einen runden Zeit und bohlen Stengel einer Ellen hoch, mit dunckele Ort. gruͤnen ſafftigen und gelinden Blattern, die for⸗ nen zu ſpitzig, bey dem Stiel aber breit und bey den Seiten tieff zerſchnitten ſeyn, am Gipffel des Staͤngels waͤchſet eine graß⸗gruͤne Bluͤthe, Trauben⸗Weiſe zuſammen geſetzt, und laͤſſet einen ſpitzigen und ſtachlichten Saamen hinter n ſcch; er wird in Garten gepflantzet, bluͤhet neſtens im Julio und Auguſto. In den Apotheken hat man das Kraut, 18 aber 3 in dis Kuͤche: 2 5 0 0 Spinachia, 5 5 N i —:. 0 7˙ Q ⅛ t de—ud.. eee 5 —.— 2 2 2 85———————— 8 3 f— 1120 Spinat. — 1 Eigen⸗ e kalt und feucht in ſchafft andern Grad, iſt ei und Nu⸗ W ne Speiſe die in allen tzen. f N Kranckheiten tauget, laptret, lindert die Rauhigkeit 0 der Lunge; äuſſer, lich kuͤhlet er den Magen und Le⸗ ber, ſo er uͤbergelegt wird. Es wird a⸗ ber bezeuget, daß deſ⸗ ſen ſtaͤter Gebrauch ein melancholiſch Ge⸗ 1 4 18 7 1 2 luͤht zeige, ſo wolen auch einige, daß er ſehr blaͤhe. 0 45 auch aus dem Binetſch ein Waſſer deſtillirt, ſo in hitzigen Kanckheiten nuͤtzlich ge⸗ brauchet wird, fuͤrnemſich den entzuͤndeten Ma⸗ gen, Gall, und andere ſchaͤdliche Dinge und Schoͤrffigkeiten damit zu daͤmpffen. — 6 Stecahs 35 9 Arabiſch Stoͤchas⸗ Arab. Kraut. Sui 2 Rabiſch Stoͤchas⸗Rraut, im loten. Zeit und ſchen Stochas Arabica genannt, hat eine Ort. mittelmaͤßige dicke und holtzige Wurtzel, aus weicher vieveckigte Stengel einer Ellen hoch und druͤber hervor ſchieſſen, mit langen 115 5 Ma N 8 4 1 7 l * 0 1 1 6 574 K et 1 e usch 0* N 0 IA 0 inen Si s en noch etliche Purpur braune Blaͤttlein zu N auh aut Bui fo in biz E. tf ird, fürnet Ee chte Al, und af ehe eiten dam. F lf, —— * „ urn e, „ cb Set eu Hache. 0 fü 16 dei U 4 rtl] in fire 0 er ervor e Arabiſcher Stoͤchas. 1121 len und weißlich⸗ ten Blaͤttern, ei⸗ nes Gewuͤrtzhaff⸗ ten Geruchs und Geſchmacks, auff z den Gipffeln der Neben Zbwei⸗ ge ſtehen haarige und ſchu pichte Aehren mit Pur⸗ ñpurfarben Bluͤm⸗ lein, ſo einen ſchwartzen Saa⸗ men hinterlaſſen, uͤber dieſes ſind zu oberſt auf den Aeh „ l 1 r N. ſehen. 3 8„„ Es waͤchſet haͤuffig in den Inſuln Franck⸗ eichs/ Stoœechades genannt, doch wird die Ara⸗ biſche vor die beſte gehalten, und dieſer folget nach, die aus Creta kommt, von der Arabiſchen fal man die, derer Blum oder vielmehr obere Spitzen, welche friſch, wohlriechend, bitterlich, und ſchier wie Campffer riechen, erwaͤhlen. Die Arabiſche waͤchſet heut zu Tage in Franckreich, und hat einen durchdringenden Ge⸗ ruch, welcher ſcheinet mehr von Saltz als Oehl zu participiren; er dienet in Zufaͤllen des Haupts und Gehirns, vornemlich bey alten Leuten, wie auch in Mutter⸗Kranckheiten. Dieſes Stoͤch⸗ as⸗Kraut kommt faſt in alle Compoſitiones Ce. Fhallcas, und uͤbertrifft wegen ſeiner 8 r 4 21122 5 Arabiſcher St ö chas 10 cache, der an dach berge 8 J Eigen⸗(In Apotheken hat man die Blumen oder doll be ſchafft vielmehr die zuſammen gedruckten Aehren diene lehne 8 komme c foc aum hh eollkt u V.iuſſe 2 1 0 Kranckheiten, nemlich in Schwindel, ſhuldlerlaget, Schlag Schlafff ucht, Gicht, 0 8 ct chende % U ↄ W( achen un: f D Meer Saar Sptupſt und: Gehions dermaſſen ſtärcket, daß er, o, i e zal val ich de nnſtacc Aden dae dee fe, 3.9 ö uklun Ic, bef chen pu cc i fler, raͤuchert ſich damit/ abſonderlich iſt der Stachaß 1 5 1 ſanerlich A eiche go . chas. Ealamith,Wolgemüth aa. 57. Aniß Sac men Zu. von Steinen geſaͤuberte Rot: nien Zi. CalmußZimet, Ingber/ as. 316. eg b Waſſer Wij fü Sbenß̃ ß ß von Stö⸗ ke. Blumen von Stoͤchas zii 5 Thymeal⸗ —— a 1 B e 85 2 1 9— wVpm 0 Arabiſcher Stoͤchas. 1123 (üuͤbergehet, oder bis auf die Trockne der Specie rum, das uͤbergangene wohlriechende Waſſer be⸗ halte wohl vermacht/ nim̃ alsdenn die im Kolben h hinterbliebenen Species, geuß Brun ⸗Waſſer dar⸗ Ae, auf, J.. und koche es, bis iij uͤberbleiben, und wenn es colirt und eſarificirt, ſothue hinzu 7 Weiſſen Canari⸗Zucker b. hh Koche es zuſammen ein, bis es die coyliſtenz eines Sc Tabul⸗tlerlanget, demſelben fuͤge das oben behal⸗ i tene wohlriechende Waſſer bey, und mache ohne ferner Kochen und bloſes Auffoͤſen des Zuckers ei⸗ nen Syrup daraus. e 1 Dieſer Syrup ſtaͤrckt den Magen, ZertzZaupt Deſſen e und Teber, zertheilet die dicken, groben und Gebrauch 1 ſchleimigen Feuchtigkeiten, eroͤffnet die Verſtopff⸗ 155 dee ungen, ſo von kalter u. zaͤher Materie entſtanden. 2 1 355. Rhein Blumen. Stœchas ** 10 Hein⸗Blumen/ im Lateiniſchen Sterchas Citriun. genannt, bekommt an Geſtalt einen Wol⸗ 3 ae lchten weißgrauen Stengel, einer Spannen Ort, u ee boch und drüber, mit langen weißlichten und Ac eil Dollichten Blattern, zu oberſt auf den Sten⸗ 05 en geln erſcheinen gold⸗ gelbe, runde/ knopffigte, 92 5 nen pohlriechende Blumen, und die Wurtzel iſt h waͤrtzlicht. Es waͤchſet an ſandigen duͤrren Orten und Thaͤlern, beſonders am Rhein, und lluͤhet im Junio.„„ In Apotheken hat man die Blumen, wel. Eigen, ( ceſind warm im 1. trocken im 2. Grad, durch, ſchafft a ſchneiden, eroͤffnen, ſaͤubern, ziehen auch einwenig und Nu⸗ n, treiben den Schweiß, dienen vor die ver⸗ ben. e ſtopffte Leber, Mils, Urin und Monat; at 1 deit,(welche ſie doch auch, wenn ſie uͤberfluͤßig 750 Sher Elen. zu ſtulen pfſeget dor* angehende Waſ⸗ ſerſu che el 0 ſucht, Wuͤrmer, eronnen Blut, be 1 auff die Bruſt 5 3 Hen, langwaͤhrendes Zaupt⸗ 8 fallende Sucht ind Stein. Aoeuſſerlich erwei⸗ chen ſie die Mut⸗ ter(im Bade) neh⸗ men die Haarnuͤſſe hinweg, wann man eine Lauge davon macht, trocknen und zertheilen die Fluͤſe, ſo man ſt 0 ch damit i räuchert es faͤrbet auch 5 Haar gelbe. Etliche tragen ſolche alt ein A dnl mulet am Halſe, die Wuͤrme dadurch aubden 2 ae Leibe zu treiben. ce e Eine Hand voll Rhein. Blumen enen 10 12 Maaß weiſſen Weine geſotten, töͤdtet 70 0 15 Wuüͤͤrme, wie ſolches Tragus eee Er/ uach 5 fahrung berichtet, dienet auch alſo wider Ver. 15 70 ſtopffung der Leber und Gelbſucht rabet n den dern, ndlsſer den Schleim und Sand bon den Nieren ab. Die Rheinblurnen zu den 4 7808 geleget, vertreiben di die Mokten und Sal 1 800 en. l 6. Sty,„% Die 4 f S 3 1 8 Styrax. 1123 1 3 4 at 1 35 6. Skyrar. Styrax. 4 2 6 N N 2 9 7 Tyrax, fuͤhret auch ian Lateiniſchen die⸗ Deſſen a- ſen Nahmen styrax, iſt ein Baum, an Geſtalt, Auge, Groͤſſe und Geſtalt dem Qutttenbaum eit und ae, geeich, hat doch viel kleinere Blaͤtter, die ſind Dith n ee feat laͤnglicht, rundt, und auf dem Rücken i wollicht, welß⸗grau, die Bluͤthe iſt der Pome⸗ „ bantzen⸗Blüthe ahnlich, weiß, vlel⸗blaͤttrig, wohlrlechend, an langen Stielen viel beyſam⸗ An men hangende, die Frucht iſt bey nahe rundt, a in der Groͤſſe der Haſelnuͤſſe, mit doppelter Schale oder Rinde wie auch einem Kern be⸗ c babet. Die aͤuſerſte Schale iſt ſafftig und * Aa a a grun, 8 1124 Styrax. grun, und wenn die Frucht reif, ſo berſtet ſe in 3. Theil voneinander, und zeiget alsdann die innere, harte, holtztge, dunckele, gelbe Schalen, in welcher der oͤhligte, fette, wohlriechende, dem Geſchmack nach ſcharffe Kern lleget, ſo ſich an Kraͤfften und Tugenden dem hartzigen Styrax⸗Safft vergleichet. Dieſer Baum waͤchſt von ſich ſelbſt haͤuffg in Sicilien, Syrſen, Pamphilien, wie auch auf dem Romaniſchen Boden, in Villa Adria ni, und hin und wieder an den Haͤgen, ſonder⸗ lich an dem Ort Tuſculum, man bauer aber auch anderwerts in den Gaͤrten 7 en Europaͤiſchen Landen giebt er keinen Gumm von ſich, in den Aſiatiſchen und Africaniſchen Landen aber flieſſet, entweder aus der von ſich ſelbſt aufgerlſſenen Rinde, oder verletzten Rinde, ein gantz wohlriechendes Gummi, oder Hartz, Styrax genannt, welches zweyerleh, nehmlich trocken, ſo Styrax ſicca, und in den A⸗ pothecken Styrax calamita,(à cannarum cala- mis, von den Schilffroͤhren, darinne es in die Ferne am ſicherſten gefuͤhret wird) und ſlleſ⸗ ſend, ſo Styrax liquida geheiſſen wird. Das trockne Gummi, Styrax calamita, wel- ches vor Zeiten aus Pamphillen in Roͤhten gebracht worden, iſt anders nichts, als der oͤhligte, wohlriechende, gummoſiſche, er haͤrtele yrs Safft, ſo aus dem beſchriebenen Baum zu dig flieſſen pfleget, und dem Myrrhen⸗Gumm nicht unaͤhnlich iſt. Das beſte Styrax Gumm aber ſoll fett ſeyn, gelb, voͤllig und wohlehe⸗ chend, 0 wenn man u geacheinel. einde Gut 0 ig Eufft n et baun, 0 hack! konntet, cem des Kro wach erz gauge Sborar⸗ ef, Cordus: ute(demita efeegee dere fage eg aus „ dekees abe uten bc In pot gef Aim k. r et gabe for din ste chnupffn, 8, leklch 1 Cette 2555 N 0 0 0 1 0 Idccn lud F teh 0 n mie 0 ac fieſet becher ö 1 anfgerſſag A lde ch eln gantz wo dhe tu gent t ic Frocken o h n yr cd Cann den Schl Sn d m ſcherſten A ttt lig yrzwligui gr sunt nochn Cun Arnd Jute aut C worden 8 5 wohltiechen& m 0 ant den Sein leget, 1 5 Ahlchiſ. S8 für m, Sie „„ — 1 10 ö ö Stprax. 1125 auch wenn man es zwiſchen den Haͤnden zer⸗ reibt, gleich einen Honig⸗Safft von ſich geben. Das flieſſende Gummi Sy taz iſt ein fetter oͤh ⸗ ligter Safft in der Dicke eines Balſams, ſchwartz braun, ſcharffriechend daß er auch wegen allzuſtarck riechenden Geruchs unlleb⸗ lich vorkoͤmmet, am Geſchmack ſchaͤrfflicht, in welchem des trocknen Styrarx Geruch eini⸗ 0 1 maſſen ſich erzeiget; woraus aber dieſer ieſſende Storar⸗Balſam noch nicht wohl be⸗ kannt iſt. Cordus will glauben, er ſey aus dem dtyrace Calafmita mit Oehl, Wein und Ter⸗ hentin auf eine gewiſſe Weiſe gekochet und ge⸗ machet, andere fagen, es werde aus dem Gum⸗ m dieſes Baums Styrax liquida allein ausge⸗ focht, die Feces aber dleſer Concoction gaͤben de Styracem ficcam ab. In den Apochecken werden beyderley Aeigen⸗ Arten Styrax gefunden, find warm und tro ſchafft, deen im 2. Grad/ er waͤrmet, trocknet erweichet, Deugen und zeitigt/ dienet dem Haupt und Nerven, tau⸗ Gebrauch. get vor dem Fuſten, Catharrn, Heiſerkeit, Schnupffen, Haͤrtigkeit des Zaͤpff⸗ leins, innerlich und aͤuſſerlich, er wird mit denen Cordliacis lætificantibus vermiſchet, er- weichet den Bauch gelinde wenn man ihn lt Terpentin in eine Pillen ⸗JForm bringet ind verſchlinget, aͤuſſerlich tauget ſein Rauch bor das Hanpt. Wegen ſeines lieblichen Ge⸗ tuchs wird es andern vorgezogen, daß es deß⸗ ls das Haupt und die Spiritus ſtaͤrcken ſoll, in SchnuppenHertzens⸗Bangigkeie, Aas a2 Fb, 1 1 . r 1126 Sthyrax. 9 15* Plyhfthiſi, ſoll es ſehr dienlich ſeyn, etliche gebrau⸗ en uf chen es in Magen⸗Pflaſtern, als ein ſon⸗ f 9 b derbares Arcanum, ſonſt wird es wenig genü⸗ e, Rosen tzet, auſſer daß es in die Kaͤucherwercke ver⸗ much ſchrieben wird: und wird auf folgende Weſſe öntgefihr bereitet nach Zvvölfferi Compoſition das nn Kön ö Magen⸗Pflaſter. atm Stahl. b Rec. Reſinæ ſtoracis calamiteæcx J ne gen Pfla⸗ Ausgepreßt Muſcatnuf,Oehl, a2. Jh. g li lo des ſter. Wann dieſes zergangen, und mit einander ſachgenom wohl vereiniget, ſo laſſe ferner darinnen auf, gllchene M Auserleſenen pulveriſirten Maſtiy, zl. ach be thue darzu the Vhlieche Muͤntz⸗Majoran⸗ Zimmet⸗Wermuth⸗ 1 5 s Miſche es vorher wohl durcheinander, und 5 5 knete hinein bey gelinder Waͤrme folgende Sa⸗ hu Majoran, Tölmlan, Ruß zu N Bene, Weheeuch leber mbe, Ae riſirt, aa. dj.„ eue Wenn es ein wenig erkaltet, ſo fuͤge darbey; fakes June dien 15 „ n an r N g. Pilulæ de Styrace, 7 e decgeſot; mit, due a uf andi z K 2 müne bangt, u Teen Justen e rb i Det S Nun Nu f 9 agg F dae b: Fiſchg Mum Moran, 1 J, Nh ö e. einem 2 T, Veni, J B le riſct 1 1 g ein wenig 0 1 fl peruvianiſd 58. An . che ein Pf 255 0 made g erden auch l a Stprax. ſonderlich wohl denen Schwangern, wel. che mit gefaͤhrlichen Huſten geplaget. Styrax: Koͤrner mit geſtoſſenem Saffran, 4 bereitetem Stahl und Terpentin zu kleinen Pil⸗ len in Groͤſſe einer Erbis gemachet, und kaͤg⸗ lich 8 bis 10 des Tages zweymahl in Poley⸗ Waſſer eingenommen, bringet den Weibern die zurückbliebene Monat⸗ Reinigung wieder. Item, auch bereſtet man von dem Styrax ein koͤſtliches Wohlriechend Kleider⸗Pulver. l.. Florentiner Veilgenwurtz, ziij. Rothe Roſen, sij. Majoran, Naͤgelein, Styrax, aa. 386. Roſenholtz, Benzoln, gelben Santel, aa. Zi]. Violenbluͤmlein, 3 /. Bie ſem mit Roſengeiſt zerlaſſen, U. Miſche alles untereinader, zu einem nicht 1 allzuzarten Pulver geſtoſſen, vernaͤhe es in eln ſartes Zaͤndeltaffet⸗Saͤcklein, lege ſolches zwi⸗ ſchen die Kleider, oder trage es in der Taſchen. Man kan auch annoch Agtſtein 5. Beto⸗ nen und Salbey⸗Bluͤmlein, jedes 51j. damit vermiſchen, und ſolch Pulver hernach in Klei⸗ bande Win 0 ber⸗Käppleln vernehen und auf dem Kopffe ant un ee kragen, welche das Haupt und Hien ſtaͤrcken, are Ame M Fluͤſſe verhuͤten, und die unvermerckliche Aus⸗ 1 10 1 00% daͤmpffung des Haupts befoͤrdern. bufe 1 Aag az Wem 1127 trocknen Suſten zu ſtillen, ſo man offt des W Nachts 8. biß 10. Gran davon in Violen⸗oder Klapper⸗Roſen⸗Syrup eingiebt; ſie dienen Schwans gern, ſo ſtarck hu ſten. Pillen ver⸗ lohrne Men- ſes zu brin⸗ he Wohlri⸗⸗ chend Klei⸗ der⸗Pulver. Haupt⸗ ſtaͤrckende Kaͤpplein. 0 Wem beliebet, kan davon auch bereſten e, 00 dab angenehmes e 1 80 NRauch⸗ Pulver. Penn Malers R. Maſtir, Weyrauch, Wochholder⸗Gum⸗ W mi, Naͤgelein, Agtſteln, jedes 3b. e berwede Styraxr, Beuzoin, aa. ij. Pt gern R. Zerſtoß alles untereinander zu einem wohl, pceclſobe riechenden Haupt⸗ und Glieder ⸗ſtaͤrckenden Na Fluß⸗Rauch⸗ Pulver, oder folgend i, Kohlen ander Rauch ⸗Pulver. Baue 9 8 5.. Grraſpelt Wachgholderholtz Zi, lan ade Weyrauch, Zij. Diem Maſtix/ Sy. be Ladani, 3b. Ade, Styrar, Siij. eur Zerſtoß alles unter einander zu reſnemPulber. Dil Man pfleget auch Rauch⸗Taͤflein aus eben Tage dieſen Sachen zu machen, auf folgende Weiſes gell Dabei. Nauch Taͤſlein. he 3 R. Des obbeſchriebenen Rauch ⸗Pul⸗h aug, dane vers, Ziiij. ſechguff Benzoln, Ziſt. Styrax, 3, Ng h m Tragant⸗Schleim mit Roſenwaſ⸗ Aebetch und ausgezogen, ſo viel von noͤcthen it. Ruͤhr alles zu einem Teig unter einander, aus welchem man Rauch⸗Zeltlein forwiren, und an der Lufft krocknen kan. Oder auf fol⸗ 5 gende Art: 5 . Rauch⸗Taͤflein. Döfleſe. a N. Welſſen Santel, gepulvert, in. 5 Beenzoin, Storax, Maſtip, dan, Weyrauch, aa. Zit 1 Mu log. au 5 Sir, eee San pflege aud 05 1 10 Sachen zun ach Nau e ü . Des abt in pete a* Bemola!. Ch Trat W ausge t ales zu 0 hne ben men 8 gh a ft u Fr l — — f 1 0 1 tt: 13 „Neue mi Benzol, e Wat — —— 1 ** 5 e Styrax. E, wie 1 R. Styrax, 3j. Stoß es allein, Aloes Succotr. Zi. 1129 — ſer, ſo viel noͤthig. sdann Taͤflein daraus, Rauch⸗Kertzlein. Kohlen von Lindenholz, vj. Benzoin, Storax, aa. 3 j. Ladani, Tacamahaca, aa. 3j. Biſem mit Roſengeiſt zerlaſſen, „r,. Zibet, grliij. Peruvianiſchen Balſam, Zi. Deſtillirt Zimmet⸗Oehl, gutt. ij. Tragant⸗Schleim in Roſenwaſſer zerlaſſen, ſo viel von noͤthen. 7 Mache alles zuſammen zu einem ſchwartzen Teig, formire Rauch⸗Kertzlein daraus, und laß ſie an der Lufft trecknen. Noch wird mit Beyshuͤlff des Styracis be⸗ ſchrieben ein ſonderbar. 5 Magen⸗Pflaſter. Mehl zerſtoſſen. laß es mit einer Echtmaß Roſenwaſſer zu⸗ ſammen ſieden, daß es ſich wohl zuſammen ver⸗ miſche, wenn das Roſenwaſſer verflogen, ſo laß es erkalten, darnach mache von ſolchen mit Roſen⸗Honig einen Teig, ſtreiche davon auf Aa a a 4 Leder d rühre alles zu einem Teig, und die an der Lufft glein haben will, Tragant Schleim mit Soſenwaſ⸗ Miſche un mache al getrocknet werden koͤnnen. Wer gern Raͤucher⸗Ker den Hg Eig. 110 e een Wa d e Rauch⸗ Kertzen. a Sonderba⸗ res Magen⸗ Pflaſter. Styrax⸗ Gekocht Styrax⸗ Del. 1130 0 Styrax. 1 ö 4 Leder, und lege es auf den Magen: Dleſet Teig iſt wohlriechend, ſtaͤrckt den ſchwachen Magen, und hindert deſſen Erbrechen und Aufſtoſſen. Deſtillirt Gehirn zu ſtaͤrcken. 3 0 belt und Ethmertzen 7 Wenn man Sthyrap zerſtoͤſſet, ein paar Ta⸗ ge in Roſenwaſſer elnbeitzet, hernach aus el, nem glaͤſern Kolben im Sand oder Aſche deſtil⸗ liret, und anfaͤnglich, biß das Waſſer heruͤher kleingzeuer giebt, hernach wenn es koͤmmet das Feuer verſtaͤrcket, ſo bekoͤmmt man dag deſiil⸗ lirte Oehl; deſſen 2. biß 3. Tropffen offt mit Betontenwaſſer fuͤr die Haupt ⸗Fluͤſſe ge⸗ nommen; aͤuſſerlich aber ein paar Tropffen mit Baumwolle wider das Sauſen in die Ohren gethan werden koͤnnen. Das gekochte Oehl vom Styrar aber he. reitet man, wie folge: Gekocht Oehl vom Styrax. h. Friſch Baumoͤhl, oder bitter Man⸗ del⸗Oehl, siv. In dieſem lolvire bey gelinder Hitze ohne Ebullition 1 5 styracis Calamitæ, Ziſb. Gummi Tacamahacæ, 3j. 5 Wenn dieſes allgemaͤhlig zuſammen aufge⸗ e loͤſet, ſo colir es, und heb es auf. 10 10 bil Dleſes Oehl iſt fuͤrtrefflich den Magen und 0 ü e Man kan es inn⸗ und teuer auſſerlich gebrauchen, es erwaͤrmet, fület die 0 a Fluͤſſe ſo vom Haupt fallen, wenn man es auf„in lätte den Wirbel ſchmieret; alſo dienet es ae 0 1 9 Tamarinden. 1131 wahlen Nh u der der Colica und Mutter- Beſchwerungen, de⸗ ae 0 a ten Schmerzen zu ſtillen. cn. 0 nag e 3575 Tamarunden. bſawiſr a I lle 11 2 e uche engübe A bt aal Dan ſnuc 1 Nat 0 ac gebt ee füt, Aenne. l; dad 1 z du. ffn 1 awaſe fil c ih a5 Uf N 5 2 U Se 0 N thenwel e n. 5 Nacht J. m Euch. nan wie ſol 2 7 och d Amen . duch B f, 5 1 r dieſam ſolxi E ng 2 Aug Famarinden,! im ben ſchen Tama- 7 5 5 2 tindi, wird als ein Baum beſchrieben, ſo ane 151 5 vielen India niſchen Laͤndern, ſonderlich in f 182 engala, haͤuffig wachſe, wie auch in dem 000 tes, u 9 gluͤcklichen Arabten, Egypten und Aethiopien, 5 0 iſt ein E luſtig anzuſehen, iu ſirc⸗ ee bat viel ausgebrettete hohe Zweige, welche 10 haf en kleine Blaͤtter, weiſſe Bluͤthe und krumme oon Hen Schooten tragen, dieſe Fruͤchte haben inwen⸗ ure ing 7 dig ein ſchwartz⸗braun Marck, ſo mit vielen f Aaa a 5 Aeder⸗ Tamarindi. Geſtalt, Zeit und Ort. 1132 Tamarinden. Aederlein durchzogen, und am Geſchmack ſüß, doch auch etwas ſaͤuerlicht iſt in ſolchem Marck liegen auch glatte und rothe Koͤrner, die etwas groͤſſer ſeyn als die Welſchen Bohnen; die Indianer und Portugieſen machen ihre Spei⸗ ſen damit lieblich, ſie werden auf unterſchtedene Weiſe uͤberzuckert, wie auch wohl eingeſaltzen, und hernach in alle Welt geſendet; die uͤber⸗ zuckerten und eingemacheten ſind aber die be⸗ Eigen⸗ ſchafft Nu⸗ tzen und Gebrauch. ſten und ſchmackhaffteſten; Sie entbloͤſſen dle Tamarinden von ihren Huͤlſen, und kneeten dieſelben vermittelſt derer leimigten Feuchtig⸗ keiten zuſammen, und machen groſſe Klumpen und Stuͤcke daraus, welche alsdann mit Zucker oder dergleichen in Toͤpffe geleget, verkaufft, und in andere Laͤnder verfuͤhrt werden, auf ſol⸗ che Wetſe gehet man etwas unſauber mit der Zubereitung um, ſind auch mehrentheſls ſeht wohlfeil ungeachtet dleſelben wegen ihres ſaͤu⸗ erlichten guten Geſchmacks, wie auch wegen ihrer kühlenden und blutreinigenden Krafft, ſehr begehret, und nuͤtzlich von vielen gebrau⸗ chet werden. 5 In den Apothecken hat man die Frucht, ſo man Tamarinden nennet, hat ſie einen ſauren und zuſammenziehenden Geſchmack, wird ſel⸗ ten zu uns gantz bracht, ſondern zerſtoſſen, und wie oben gedacht, zu einem Klumpen oder Klotz 1 formirt, wenn man ſolchen zerthellet, findet man darinnen gelbe Kerne von mancherley Geſtalt. Die beſten Tamarinden ſind roth⸗ ſchwartz, weich, friſch und aͤdericht, die de —— Lide Sd, ehen de Gale u 0 bhehtnen bella — 6 geladeund u mlt gtoſſe lden, b fchüſche 6 Gehts vo ſmwlgdes N Soc, mat aud afſchen d affen Gal Schalk, die gigkeit der. melnh chli neten ey dt, he Ochahtufſch N f wüde * geh Ame 0 1 ace n E fe ban See ian dg de 10 0 und e* 2 85 uren hee abba aaa „0 1 — — — — — —— — — — — — — — — —— ———— — NN 1 — 2 — —.— — — — — — ee W wcrden ien, ſ tg nramüte 12 mig N ae un fl inn! ae lachen n! he. e u 16 — —— — — — aud. — — 1 — — — wc önder Fe tu ſegchet nan zu z mn bn um, i egg Uunguchtet Fr zwa auen Geſd& 18, an ihlenden und 1 Auge chttt, und m AA un 1 den. en Apothe We — igddacht zue u lune wenn man dee innen gelb 8 4 Die beſte Walhall wach fisch* Tamarinden. 0 hen, wann ein ver Oder folgendes: he. Cerſtenwaſſer, Des obigen Tamarinden⸗Deeocti aa. 3 vj. „ N Miſche alles, und giebs alſo zu trincken, davon nimm 151. Miſche alles. Peſt und gifftigen In 1133 der Tamarinden ſind kalt und trocken im 2. Grad, ziehen zuſammen, purgiren, und fuͤh⸗ ren die Galle und melancholiſches Gewaͤſſer ab, benehmen ſolchem die Schaͤrffe, lariren ſehr gelinde und loͤſchen den Durſt. Sie wer⸗ den mit groſſem Nutzen gebrauchet in allen hitzigen Fiebern, wie auch in allen Affecten, da eine fiebriſche Hitze oder maͤchtige Ebullition des Gebluͤths vor handen iſt, ſie vertreiben den Unwillen des Magens, ſtillen das Erbrechen und Sood machen Luſt zum Eſſen, ſtaͤrcken und erfriſchen die erhitzte Leber und Nieren, helffen den Gallſuͤchtigen, widerſtehen dem Scharbock, dienen wider Raude und alle Un⸗ reinigkeiten der Haut, ſo vom ſcharffen und unreinen Gebluͤth entſtehen, ſind auch gut in Venertſchem Eyterfluß, widerſtehen der Faͤule und Gifft, dahero ſie in der Hlebern trefflich wohl thun. In Tertiana continua fan man ſich derſel⸗ ſtopffter Leib darbey iſt, alſo Rec. Tamarinden, Fiiij. koche es in ge⸗Bereiteke meinen Waſſer oder Molcken, Tamarin⸗ den, und hue hinzu Tinctur von Maßlieben zij ad 3iij. de rer Pofß. Syrup von Citron⸗Safft, Zi. Purgier⸗ Trancklein. Pulpa Ta- marindo- rum. 1134 Tamarinden. In Decoctis iſt derſelben Doſis von zij. biß Fiif in Subſtantia aber von ib. ad zj. Die Tamarinden ſtillen das Aufwallen des Gebluͤths, das Erbrechen und alle Bauchfluͤſſe, indem ſte abſterglren und austreiben, nachdem ſie was finden, ſie taugen in Hitzen, vermehren den Appetit, und feuchten den trockenen Leib. Man bereitet auch aus den Tamgrinden ein Rec. urgier⸗Traͤncklein. Friſche Tamarinden 5j. Sennetblaͤter, 3ſb. Anieß⸗Saamen, zi. Zerſchneid alles, gieß Wegweiſen⸗Waſſer daruͤber, Zvij. laß uͤber Nacht ſtehen, folgenden Morgen ſiede es einen Wall auf, treibe alles durch ein ſauber Tuͤchlein, trinck es laulſcht und nimm darauf eine Stunde um die andere biß zum Mittags⸗Eſſen ein lauteres Flelſchbrüh⸗ lein. Dieſes treibt durch den Stuhl die Galle und im Magen und Daͤrmen geſammlete hoͤſe Feuchtigkeiten, mindert Kranckheiten ſo von Hitze kommen, loͤſchet Durſt, heilet die Gelb⸗ ſucht, leget Hauptſchmertzen, und machet kat zum Eſſen.. nier die Thue die ausgenommenen Tamarinden in ein Roßhaͤren Sieb mit kleinen Loͤchlein, geß ein wenig warm Waſſer darüber, druͤcke fein gemach mit einem umgekehrten hoͤl Man bereitet auch auf nachfolgende Man⸗ Pulpam Tamarindorum. 1 9 4 0 —— dcn Sa alcauf, O ache Bere — 7 galcegule afk eber kung be 1 eus d L bag deten k J baff! ch urge fen ut Innen Geb Aberhalen, ud atſeftig meiaſopff fene haf. cn h fegen ble rst 1 eech 0 t 1 farin cer dam gern Löffel pech denn Ne 60 Auch ales,. Ace 11 0 f ih S gta n ſcbecg an S Ha uh ueber did= tte 0 0 anf dure Min date Cſen m fi ies kubt du e Eil Namen und Spin zzkaten, mi ur ene — men, lich f. 14 get Hauptſh J 80 n 8 4 n bereltet au al e puh! Win, 10 die dusgen ri 5 hüten Sich 3 1 1 wan l e mmi auem! D 0 unt auen 1 ckung des Magens, 5 gens, und Loſchung innerlicher Hitze ſind/ zart, ſafftig und Tamarinden. 1135 den dicken Safft durch das Sſeb, und behalt ihn alſo auf. Dieſe Pulpam kan man mit Ro⸗ ſen oder Boretſch⸗Zucker vermiſchen, auch ein wenig Naͤgelein⸗Syrup darzu thun, giebt eine ſonderliche gute Latwerg ab davon der Patſen⸗ te offt in Fiebern oder Erbrechen zu Staͤr⸗ des matten Her⸗ etwas nehmen kan, dleſe Pulpa kan auch auf 5 Ziſt. ad 5 ij. mit Wegweiß⸗ Waſſer zerlaſ⸗ ſen, und zu gelinder Ausfuͤhrung der Galle fuͤr einen Julep zu trincken gegeben werden. In dem Gebrauch muß man Tamarinden Welche Ta⸗ friſch, ſchwartz⸗roͤthlicht marinden weinſaͤuerlich; da der Leib zu erwehlen immer verſtopfft, kan man 2 biß z oder 4 Loth sehn. auserwehlen, welche in einem Maaß oder mehr Waſſer, neben gera⸗ peltem Hirſchhorn, oder in Milch⸗ Schotten ſieden, und ſo es geſichtet darnach dem Patlen⸗ ken ordinari zu trincken gegeben, wird die Hitze des Flebers loͤſchen, und den Leib offen behalten. Welche die Gei gebrauchen wollen die rohe Tamarlnden darzu nehmen kan: man laͤſſet zuvor uͤber gelindem Feuer einen Sudt oder Wall uͤber die Milch gehen, wenn ſie nun aufwallet, wirfft man ein paar Meſſerſpitzen voll Tamarinden drein, ſo wird ſie ſich bald ſcheiden, dann ſeihet man ſie, und trinckt die warnie Schotten davon. ßmilch⸗ Schotten. Cur Geißmilch⸗ koͤnnen die Milch mit Schotten, nichts beſſers ſcheiden, als mit dem gelaͤuter⸗. ten Tamarinden⸗Safft, wiewohl man auch zu bereſten. K 5* a„** a* 9 a 3 9** 1 1* g 4 a nn 13. l 1 1 1 1 l 5 ee l 1 1136 Tamarinden. Pulpa Ta- Will man die Pulpaui Tamarindorum pur. 358 marindo- gantem haben, ſo kan ſolche bereitet werden auf rum Furt nachfolgende Manſer. gans zu en Pulpa Tamarindorum Pur gans. 1 Rec. Sennesblaͤtter,(. ſt. 5j. N Mechoacannwurtzel, 3j. iin Haſelwurtz, Hermodactyllen, aa. 5. 4 5 Fenchel, ib. 9. Peterſill ſo fisch, Sl N Tremor. Tartari, 3vj. 5 Schneid alles klein, und gieß darauf heiß 2 ſiedend Waſſer 15 fi. laß es, nachdem es n wenig macerirt, kochen, das Decoctum colire, die Species exprimire, gieß wider friſch Waſ⸗ ſer darauf, und koche es noch einmahl, und die⸗ ſes thue ſo offt, biß alle Krafft ausgezogen, her. nach clarificir alle Decocta mit Eyerweiß/ und* laß ſie zuſammen biß zur Conſiſtentz evapori- 2 ren, zu dieſem Extract thue ferner Tamarin⸗ Aa 0 den⸗Pulpa, ſo auf gemeine Art extrahirt, bbiſt. wel Cremor. Tartari, 3 0, cc T0 0 Magiſteriiſalappæ mit ſuͤſſem Man⸗ een gu 6 deloͤhl wohl durch einander ge. fert rieben, Ziij. err Canarten⸗Zucker, ß). a Eleoſacch. Cinamomi, 3]. geſchnde Mache in irdenem Gefaͤß bey gelinder Waͤr⸗ b Iglech me ein Electuarium daraus, die Doſ. iſt von 0 uch 5 58. biß 3.. 1 35 E Punſli A end.., 50 nada fg, dei aa Vaſen Fu 8 ht Macerit, loch 1 Decochanz e eiptimirt J unf , ud koche Fu feng oft, bal Stang heit ale De= tig Aammen daß ke dieſem Ertra ewe N 4, fo auf ge E fit — ee, beer 1 eee— 1 Ctemor. I 829 g Magileri x tnf dlöhlt Buße neben is; Cunten⸗ 5, Eleolocch i enitdenemg 5 1 ecm. N 1 — 0 —— —— 1 1 Tamarißcken. 1137 358. Tamarißcken. 7 Talmarißcken ober im Lateiniſchen Ta. mariſcus Germanicus, dieſer lſt gebraͤuch⸗ lich, es ſeynd aher auch des Teutſchen Tama⸗ ilsken Holtzes zweyerley Arten die eine hat eln haͤrteres Holtz und duͤnnere Blaͤttlein, dle andere keln ſo hartes Holtz und breitere Blaͤt⸗ lein; jenes waͤchſet haͤuffig am Rhein, dieſes an Geſtaden der Donau, ſſt ein ſchler dem Se⸗ denbaum gleicher Baum, und waͤchſet ſo hoch, daß man auch Faͤßlein davon machen kan, dle biß an k. Maaß faſſen, und bey uns ſehr ge, mein ſeyn. Sonſt iſt es der Geſtalt nach ein ſtau⸗ 4 5 1138 Tamarißcken. 0 ſtaudiges Baͤumlein faſt eines Mannslaͤnge feen hoch, ſein Stamm iſt mit einer rauhen, die u pperlen Aeſte aber mit einer braunlichten Rinde be⸗ a rafft, 8 deckt die Blüͤthe und Feucht iſt mooßicht. Baume Eigenſchaft In den Apothecken findet man das uch denſt und Nutzen. Holtz, die Wurtzel und Rinde, iſt ſehr im Ge⸗ duch tc ges brauch, ſonderlich die Rinde von der Wurzel, i den and dieſe Rinde waͤrmet und trocknet im. Grad, itz der Alt (das Holtz kuͤhlet in etwas) machet duͤnn eroͤff. enen, net abſtergirt, adſtringirt in etwas, treibt Dis dana den Harn, und dienet der Miltz, wird ge. l ſahach die braucht in Geſchwulſt und Verſtopffung dig nacht. der Miltz, dahero werden fuͤr die Milt ee und ge ſüůͤchtigen(wie oben gedacht) Trinck⸗Gesepaſoffungen ſchirr daraus gemacht; ſie dienet auch in Mitte Kranckheiten, die von der ſchwartzen Galle, l ee oder die von geſaltzenen Feuchtigkeiten 1 Gwhnfeh herruͤhren, in Rauden, Jucken und J Naur ſchwartzer Sucht dem weiſſen Weiber. eiche Fluß, auſſerlich im Grind und verſtopff⸗ e Ned ten Monath⸗Hluß. 1 Das Decoctum von Tamarißcken eu. nirt den Auſſatz/ die Wurtzel davon in den geg Urin des Patienten gethan, und nachgehends uch verbrannk, vertreibt die Schwartzſucht; dle Wurtzel wird mit Eſchenrinde offt zuſat⸗ a men verordnet, dlenet in Morbis Chronicis, als den Mlltzſüchtigen, Hypochondtisck. Wann man Tamavißcken⸗Rinde 50 ge⸗ wider Waß meines Waſſer 6. Maaß nimmet, und halb decke wr! ſerſucht und einkochet, hernach Candis zucker daß genug iſt, gackeſ we Zipperlein. darzu thut, hat man ein Getraͤnck, das tauget mmlieun 5(hr 5 Pecoctum ſchr Tamarißken 1139 ede 1. N klagte dh 0 0 felt wa f — 1 = — — E vermiſchet, gebrauchen. ä — — — .— — 5 uch kigtant bert 0 ſerzit, zd ig eg N 0 5 0 8 derne holt zu Ucbederß as Tamarißken⸗Holtz zu Aſche verbrannt, am t Ar u und hernach 5 ausgelauger, und das Geh Aube Saltz gemacher, an ein kuͤhles Ort laſſen an⸗ g, dhe ft ſcchieſſen, und N iſt ſehr gut zu allen aan but 0 m def Verſtopffungen der Leber und des Mlltzes, ver⸗ an gen x hu reibt auch den verſtockten Harn in der Waſſer⸗ Tete die vo 4 ſucht, und ſonſten, man kan es 15. bis 20, ad n geſal Wet dag go. Gran auf ennmahl geben. tn, in N n, 0 Wenn man rectificirten Brandtweln uber cd Such a; die zerſtuͤckte Rinde gleſſes es hernach digeriren fuſcelch n d ſäſſet, die Tinckur aͤbgleſſet, und den Brandt⸗ Honath⸗ 80— 10 Decoclum 1 Auſſeg, L 2 8. ber. n ant, vertrel 36 . wdm Sang (ordnet die 0 ll acc 25 unn man. 4 i Woſſet ö. ni , N ue * Zunge uͤber die Maſſen zuſammen zlehet/ ſo her. nach in Durchſaͤllen und allerhand anhaltenden Ruhren und Bluken mag gebrauche werden. 359 Reinfarn. Einfarn„im Lateiniſchen Tanacetum genannt, derer giebt es unterſchledene Ge⸗ echte: wir wollen aber allhter allein deſſen bedencken, welcher Tanacetum odoratum vul- * — — 5—— — H—. bb b. braͤuch⸗ 5 sch che wohl zu u Austrocknung der Fluͤſſe, 150 hak im Stpperlein wie auch in der Vaſſerſucht groſſe Krafft, man kan es vor ſich, oder mit Durch den ſtäten und langwaͤhrenden Ge⸗ brauch des geſottenen Waſſers von Tamariß⸗ ken⸗Rinden und Roſinlein, ſollen etliche, nach Auſſage der Alten, einer Maltzey entledlger Das Salz zu bereiten. Extract In machen. wein wiederum zur Dicke eines Honigs abzie⸗ het, ſo hat man einen Extract, welcher auf der Tanacetum Geſtalt, Zeit und Ort. garum luteuin genant wird, als welcher der ge. 1140 Keinfarn. 6 1 2 N — W 5 N. I 7 N 1 8 2* Gipffel Krone — 880 2 bräuchlichſte, Solches iſt mit Wurtzel, Kraut und Staͤngel dem Mutteꝛkraut etlicher Maſſen , gleich bekommet 0 ſtreipfigte und. 1 ham mige Scaͤngel, 2. El⸗ D 2. laͤng lich ten, wohlriechen den und bittern Blaͤt⸗ tern, traͤgt am n⸗weiſe gelbe und geſtlente Bluͤmlein, und einen ſchwaͤrtzlichten Saamen. Er waͤchſet an ungebaueten ſandigen Oertern, und bluͤhet im Junto und Julio. In Apothecken hat man Kraut, Blumen ſchaſſt und und Saamen. Nußen. ſind warm im durchſchneiden, verdinnen den Schweiß und Wuͤrme dienen der auch zu den Munden: die Bauch⸗Wurme, Die Blumen und Saamen 2. und trocken im 3. Grad, Fzerthellen, treiben Harn, tödten die Niere und Mutter, Sind auch gut vor Nieren und Blaſe Grieß Stein, ver ſtopffte Monath⸗Seit und Waſſerſucht. Der Reinfarn at gleiche Krafft wie das * f Mul⸗ 4 4 len hoch, mit gruͤn⸗gelben, peſt u kraut haben cue funken doͤdtet e auch das prtheletd Wann elgkr ch durch k. Miel, pol n Gaſtuchmen, ede) deſelbe fake fäßrende dlc was De. Saſft nn t gu 1 Atugt nt cht nd n fen gam r Sw b Ollburg otre und Unreinigkeit der — n 1 ae Reinfarn. Mutterkraut. Eine Hand voll Reinfarn in einem halben Maß weiſſen alten Wein und fri⸗ ſchen Brunnen⸗Waſſer geſotten und davon ge⸗ truncken, coͤdtet die Wuͤrme, und treibet ſie aus; 1141 WW* 5 0 S fac n wollen, ſoll man ausgepreſſeten Reinfaxn⸗ Het anungeh rer fu 0h m Junge et Late 5 10 ſtillet auch das Bauch⸗Wehe und Grimmen, und vertheilet die Winde. Wenn eintr auffgeſchrundene Hande hat, Aufgeriſſe⸗ welche darch keine Artzney ſich hellen laſſen ne Haͤnde zu hellen. Safft nehmen, und ſolche damit anfeuchten, ſo werden dieſelbe davon heilen; man ſoll aber unter waͤhrendem Gebrauch dieſes Saffts die Hand nicht waſchen. Der Safft mit Wegreich⸗Waſſer elnge⸗ 10 nommen, iſt gut fuͤr das Fieber; wenn man das Kraut in einem geringen Bier und Eßig ſiedet, und in der Infection zu Peſt⸗Zeiten einen guten Trunck davon thut, und damtt den Schwelß beſoͤrdert/ iſt es auch dienlich. Die Wurtzel und Kraut mit Baum⸗Oel Gichter. geſotten, und die gichtreiſſenden Glleder damit geſchmieret, hilfft und vertreibt die Geſchwulſt der Fluͤſſe, und Schmertzen der Senn⸗Adern. Es iſt auch ein Wund⸗Kraut, ſo zu den alten Schmertzen und Schaͤden dienlich denn es hei⸗ ler und reiniger die ſelben. Das Kraut ge⸗ kocht, und uͤber den Bauch der jungen Kinder geleget, treibt derer Wuͤrme aus. Es dienet ſolches auch alſo gebrauchet den Weibern, ihre Monath⸗Keinigung zu befoͤrdern. Die Weiber gebrauchen es auch unzeitige Ge⸗ but h zu verhuͤten, und halten ſoſchen in der l Bob d⸗ Hand, ne Terebin- thus. Geſtalt, Zeit und Ort, 1142 Keinfarn. Hand, daß er warm wird, und halten hernach ſolche warme Hand an ihre Schaam. Es ſtlllet auch die Bauch ⸗Schmertzen, treibt Schweiß und Harn; wenn man den Safft mit Roſen⸗Oel vermiſchet, und vor dem paroxyſmo des Fiebers den Ruͤckgrad damſt beſchmieret, vertreibt es das Frleren. Das deſtillirte Keinfarn⸗Waſſer treibt fort den verſtandenen Harn, todte Frucht und Nachgeburth toͤdtet auch die Wuͤrme, ſo man nach Belieben etliche Loh davon trincket. Des Morgens und Abends 2ij- ad Ziiſß. ein Monath lang getruncken, it gut fuͤr den Stein, bringet auch die verſtock⸗ te monathliche Reinigung wieder. eee 3 3060. Terpentin⸗Baum. Erpentin Baum, im Latelniſchen Je⸗ D rebinchus genannt, waͤchſet in Griechen⸗ zand und Syr len, wie auch in Italien, Portu⸗ gal, Spanien und Franckreich, er giebt aber all da nicht ſo viel Hartz von ſich als in den au⸗ dern Landern, die Blatter find wie am Eſch⸗ Baum, doch viel rundter, dicker und fetter/ gruͤ — ſtarck, wachſen tief in die Erde, die Blumen kommen wie im Oel⸗Baum, doch roͤthlicht, hangen haͤufig und Trauben⸗weiß an den Kno ⸗ Ten der Aeſtlein/ im Aprillen. Die Frucht ug bm l oder Becrlein ſind auch roth, darnach grün⸗ . licht, mit grau vermiſchet, wann ſie 715 nen ſtets, ſein Holtz iſt zaͤhe, die Wurtzeln li, d and Nachg dA hie. t hm ch dt. det Ae I pentin Bal din bus ena ichn dScren we 0 1 f unten und 5K c Har Sila — 4 80 i doch vill ul 1 1 ö Terpentin. 7 N 2 — 8 S 8 ——— —* e 8 ——* 2 2 8 — V 222 I * ee 8— — 2 — DS — S—— 2— N— ——* —— N— — N 5—. D 2 N— D— 5 5 . . 2 werden, zuſammen gedrungen wle bie Wein⸗ Trauben, groß als die Lorbeer, einer harten und hartzigen Natur. So traͤget auch dieſer Baum rothe gebogene Knoͤpffe, wie die Bocks⸗Hoͤrn⸗ lein, inwendig hohl, darinn wachſen Wuͤrm⸗ lein, oder Muͤcken, mit einer Feuchtigkeit, wie im Lerchenbaum, das Hartz rinnet von dem Stamm, kommet durch die Kauff⸗Leute von Hand zu Hand in unſere Lande; vorma hlen brachte man das lautere, gewaſchene, itzo aber bringet man es auch rohe, wie es vom Baum kommet, ſolch Hartz wird zu vielen Dingen ge⸗ nuͤtzet. Das beſte iſt weiß klar, licht auf blau N Bbb 83 geneigt, e 1 n 1144 Terpenoin. alle andere: nach ihme iſt das Hartz vom Ler⸗ chenbaum, Sichten und Tannen. Vor diem, da man den Terbentin noch nicht zu uns ge⸗ bracht har haben die Apothecker das eerchen⸗ Hartz dafuͤr genommen, und ihm den Nahmen Eigen In den Apothecken findet man das ſchaſſt und Hartz, es waͤrmet im Anfang des 3. und troch⸗ Nutzen. net im 2. Grad, adſtringirt ſehr digerit, re⸗ ſolvirt, zeitiget, lindert die Geſchwulſten, zertheilet die Schmertzen, dienet zu den Wun⸗ den, beicht und treibt den Stein, iſt auch gut vor die Gebrechen der Lunge, Leber, Miliz, Nieren, Blaſen und den Huſten, mit Honig eingenommen, Abnehmen des deibes, Schwindſucht, Gicht Poda⸗ gra, Lahme, Unreinigkeit der Mutter, Verſtopffung des Bauchs und Harns, Saͤule, innerlſcher Verſehrung und Ge⸗ ſchwaͤr des Magens der Gedaͤrm, Le⸗ Waßrer ber, Miltz, u. a. m. Es wollen aber eini⸗ Terebinth ge, daß dieſer Cypriſche Terpentin in unſern wird in un⸗5, 8 g 5 ſernAeothe, Apochecken nicht gefunden werde, ſondcen bas cken nicht an Start deſſen der Terebinthina Veneta und gefunden. Terebinthina vulgar, feu Refina aricea ge- funden werde. Schoͤnen Terbentin 3]. eingenommen, machet ſanfften Stuhlgang, trelbt der Weider Reintgung und Harn, reluget die Bruſt, Leber, Miltz, Nieren und 1 von geneigt, und wohlrtechend, diß Hartz dbertrifft ſopalemll faken x. Stein, Hl pee, de flcckldas 0 Dhhwella nt berwä ſigeodt Wil ches Fy,thue aus, fe en Schl, dar tin al ane? ß eum het ld tri ate lo bet ſiſſe hu, und chem eüſſan Tat d Hebu fur ſgnom Lebeſtine dsh 0 0 As r t fr en Sem Din icht undtrel ß, i de Gebnch Lug „ Jirey, Tenn vnlg augen u 1, J „Schwind ear, Lhme Un 1 fel 0 'opffung de S uch Mi , bnalch S ihm Ir des Mag dd Mig u.a.— N f bier Cin E dati ere e — 6 0 1 ö ——— — — —— — 2— .— — . — 1 itt deſſen der 12 münnſe 0 6 Icking tg. e 0 cl. en Terbſ 82 J 15 t ſanfften J Wagen r Neingt Poe Ache! N 8 Terpentin. 1 145 von allem Unrath, dienet auch wlder den alten Huſten, Re uchen, eyterich Blutſpeyen, Stein, Huͤfftwehe, Podagra und Zip⸗ perlein, denn eroͤffnet, reiniget, waͤrmet und ſtaͤrckt das Geaͤder. Dieweil aber der Terbentin im Einneh⸗ Wie ber men widerwaͤrtig iſt, ſo oll man ihn auf nach- Zerbentin ſolgende Weiſe gebrauchen: Nimm ein fri⸗ am füglich⸗ ſches Ey, thue den Dotter und das Weiſſe her⸗ 8 aus, gleß ein wenig Veylgen⸗Sytup in die 5 Schale, darnach nimm ein Stuͤcklein Terben⸗ tin auf eine Meſſerſpitze laß ihn in das Ey, gleß abermahl ein wenig Veylgen⸗Syrup dar⸗ uber, und trinck alſo aus dem Ey, ſo wird der erſte und der letzte Geſchmack auf der Zunge ſüſſe ſeyn, und der Terbentin alſo zwiſchen ſol⸗ chem Suͤſſen hinab ſchleichen, ohne alle Widrig⸗ kelt und Klebungſolches thue alſo, bis die Doſis gar eingenommen worden. Man ſoll den Terbentin auch zuvor mit Waſſer wohl ab⸗ waſchen, ſo den preßhafften Glied nuͤtzlich iſt. Als zu der Bruſt mit Scabloſen⸗Waſſer, zu Wie man der Leber mit Eichorien⸗Waſſer, zu der Miltz ſolchen wat mit Borretſch⸗Waſſer, zu den Nieren und ſchen ſoll. Blaſe mit Pappel⸗Waſſer, zu der Mutter mit Meliſſen⸗Waſſer, zu den Glieder⸗Kranckhei⸗ ten mit Bethonten⸗Waſſer. Es halten aber einige von dem Abwaſchen des Terbentins we⸗ nig, ſagen, daß dadurch viel Krafft und bal⸗ ſamiſches fluͤchtiges Saltz, als darinne ſelne groͤſte Krafft beſtehet, verlohren gehe. Bbb b 4 4 Ein 1146 Terpentin. Ein gut Hauß⸗ Eloſtier. Ehn gal Haug. Ciyſtir zan man alt da. bentin alſo bereiten: Rec. Fleiſch⸗Brühe tj. Bee Bi darinn zerlaſſe Terbentin 50 Camillen⸗Oel z. und brauche es zu einem Clyſtir. Es diene Un wider Verſtopffung des Unterleldes der G Leber und Miltz, auch wider das Grim. Ml men, Rüͤckenwehe, Grieß und verſtock⸗ uf lh ten Harn. 1 0 Terbentin mit Burgel⸗ Waſſer gewaſchen, Deckel und eingenommen, iſt tteflich gut wider die 0 0 Harnwinde und Kalte Piſſe. 5 Sti o Man bereitet auch, allerlen neue Scha. ß ſ gen den zu heilen, auch Quetſchungen, Ente adac Wund⸗ Balſam⸗ zuͤndungen und Geſchwaͤr, wie auch al. nel Har les, was in Schaͤden ſtecket, und was ſus Haan uf Flelſch gegangen und verletzt iſt, auszußtezen, 19* „ dau 5 Balſam. g Rec, Baum- Oel, bij. 1 Terbentin, xc Gelb Wachs, aa. 5b. 1 0 Santel gelben, 5 Nhl! Drachenblut, aa. Si. ava Das Hel laß in gutem weiſſen Wein ſieden, uur en d denn thue den Terbentin mit Roſen⸗ Woſſer ohn at gewaſchen datein, darnach das Wachs uu Tua loß alles mit einander ſieden, unter ſtetem Une ast bac rühren, bis der Wein verſotten iſt⸗ darhach Hana auf ehue dle übrige Sachen gepuͤlvert auch dare, Anden und laß es Uber dem Feuer, biß es elne Salbe lahm werde, nbi Auf folgende ie den emacht die Auf folgende Welſe werden gem Terpen 1 e e Nidau d Ie, N ch vy ch * n butt a Ieh len, uch ichn, ingen ud A ir h derben 0 Geld Wa t Sui g Drachend/ Oel laß ing S bu den det h 50 bund, 2g u lie ber M 1 0 Wedge, es iber daf S 0 f gude W Fe 1 Terpentin. 1147 Terpentin Pillen. 9 Terbentin⸗ Rec, Bereiteten welſſen Agtſtein, iz. Plllen, und Krebsſtein Sſu. deren Nu⸗ Venediſch Terbentin, 3j. then. zu nehmen. Dleſer Pillen No 9. vor dem Nacht⸗Eſſen genommen, trelben den Harn, Sand, Grieß I. und Stein, ſo in Nieren, Harngaͤngen und der Blaſe ſich geſammlet, reinigen die Nieren ſtil⸗ len den Schmertzen des Grleß und lindern das brennende Harnen; ſind auch gut wider den „ Saamen⸗Fluß, ſo unrein iſt, Entzündung und Verſehrung der Saam⸗Gefaͤße. Es wird auch aus dem Terbentin, nach Pla- ter! Anweiſung, bereitet folgend Traͤncklein. Honig, aa. 5ſt. Ruͤhr alles in einem marmorſteinern Moͤr⸗ ler biß es weiß wie Milchram wird, darzu thue guten weiſſen Wein, Glaßktaut⸗Waſſer und Bohnen⸗Bluͤth⸗Waſſer, aa. ziſß. Syrup von Eitronen⸗Saſſt, Ij. darunter ruͤhr es noch mehr, daß es welß wird, und behalt es zum Gebrauch auf. Von dleſem kan man zuwellen ein paar doͤf⸗ ſel voll nehmen, es iſt ein herrlich Mittel zu Justreibung des Schleims, Sand, und e Steins Traͤncklein 1. rn Terb von groſſer Rec. Gelb vom Ey 151. lautern Terbentin, Würckun 9 1148 Terpentin. Steins der Nieren und Blaſen, zu innerll⸗ Wi chen Verſehrungen und Geſchwaͤr dieſer Thel. Get le welche davon gelindert und gehellet werdenz 2 ſtillet auch die innerlichen Schmertzen der Terb Geburts⸗Glieder von innerlicher Verſeh⸗ Eh rung, reiniget und heilet die Saamen⸗Ge. Dechlene faͤſſe in dem gifftigen Saamen Fluß und ummbkochez Veneriſcher Kranckheit, benimmet dem gage hitzigen Harn ſeine brennende Schaͤtſſe. hr Wann die Hayngaͤnge der Nieren von f, Jure Eiter verſtockt, auch der Menſch Blut und ume Eiter harnet, ſe berette man folgende wum kee Mixtur Maxtus. der che pf wider Blut⸗ Rec. Ulngewaſchenen Terbentin, mit dm emteſ weden und Eiter Gelben von einem Ey zerlaſſen.. a0 0 harnen. Eibiſch⸗Syrup Fernelii, zi. wund d Ehrenpreiß⸗Waſſer, Hilal Heldniſch Wund⸗Kraut⸗Ellenz, 3, aug nh Hauhechel⸗Wurtzel, gde Bereiteten Krebsſteln, aa. iſl. e, dos Mische alles, daran dem Patenten Meigens(fun Man kan auch bereiten auf folgende Ma⸗ ba nier ein gutes ſaſt 1 Wund⸗ Wund Pflaſter. 1 b 3 1e Miche und a l„Fec. Baum⸗Oel, grün Wachs, S 155 00 95 laͤtt, aa. Zix. g 1 en Gelben, Bdellumofo- 1 den G01 3 panach. Scammonium, aa. 50. 1 10 Lorbeer⸗Oel, ij. 85 1 Wachholder⸗Oel,. Wap foi f gen chern e ce undi carl Fefe der im daf f Muß ein hart e n 1 dec, gv& 2 Viale Gebt 8 cnc Ebi t Keiß, Shunt Siga Z— Hebdniſg. Hue e, Beh E sha Heales, dg dee leends. Uf eu an lan auch 1 3b a 5 Un Wut gl dee. Daum l 0 ‚ glatt,. ö Terpentin. 1149 Weyrauch und Myrrhen, aa. Fſß. Gewuͤrtz⸗Naͤgelein ⸗Eſſenz mit Brandtwein ausgezogen, 3j. Terbentin, 3ij. Eßig, oder weiſſen Wein, Ziij. Dle Olten, Wachs, Terbentin, und übrige Gummi koche zuerſt mit dem Eßig oder Wein, blß dleſer eingeſotten, und voͤllſg ausgedaͤmpf⸗ fet, ſo rühr alsdann die Pulver vom Silber⸗ glaͤtt, Myerhen und Weyrauch eine Wetle darunler, zuletzt miſche die Eſſenz der Maͤgelein drein, ſetze es vom Feuer ab, und ruͤhr es diß zur Olcke eines Pflaſters, ſo hernach in Zapffen ſormiret werden kan. 1 Es iſt ein ſehr gut Pflaſter, zu allen Schaͤ⸗ den und Wunden laͤſſet nichts Boͤſes zuſchla⸗ gen, trocknet die ſcharffen Feuchtigkeiten darln⸗ ne aus, und brſoͤrdert die Heilung gewaltig. Es wird auch daraus bereitet der Terbentin⸗ Getſt, das Terbentin⸗Oel, wie auch der Schwe⸗ ſel⸗Balſam mit Terbentin, den bexelte alſo: Balſamus Sulphurſe Terebiuthinatus. Balſamus Jec. Deſtilli. er„Gelſt Tvi. phuris Rec. Deſtillleten Terbentin⸗Gelſt vj Terebinthi Schwefel⸗Blumen, 3. Miſche und digerire es am warmen Orte ſo lange, biß der Terbentin⸗Soititus die Tinctur von dem Schweffel ausgezogen, den gantz ro⸗ then Balſam ktrire hernach durch ein Tuch, und behalt ihn auff. Dol gutt. xij. Dienet wider Huſten, Fluͤſſe der Bruſt, Ge⸗ ſchwaͤr der Lunge, und Verſehrung allerhand inner⸗ Uatus. Thee. 1150 5 i. 1 innerlicher Verletzung, er heilet geſchwind, Halle u und benimmet allen ſcharfſen Feuchtigkelen wgſohn te die etzende Schaͤrffe. f 0 e, 36 1. Theèe. Kraut. Thee. Deſſen Ge.[He behält ſeinen ahmen auch im kate ſtalt. Zeit ‚ und Ort. eine Staude als ein Baum genennet werde kan, iſt dick, und mit vielen Aeſten beſetzt, b ln ntſchen, es iſt ein Gewaͤchs, welches dee dunn dat, Ain ſe uf dunckel⸗gruͤne zerkerbte Blatter, welche el trocknen und etwas bitterlichen Geſchma 5 ktraͤget viel Bluͤmlein mit 5. bleichen ef 00 hid ich grün, fang muulchta tuner ace dach f n Samen ade nellen bon Hoſenen Sue ctanſazsehen fi een und Oba dh diet Eiabern hoch, p plche een, un pace B en, ſolhe te tim z. Jatuuff dawechen e Hatten aufn, ungerihtt da c werder füt ve ögrſſfe ronnod A werben aß ef ae e Ane glat 1 ft hun ber en ekbgeg Ack, ß— cu hne tu ſie in 1 Hunnen sto ache 0 ase Thee. 1151 fi fen Blaͤttlein, wozwiſchen kleine Faͤſerlein ſte. lat hen„denen folgen Beeren und Frucht, welche errſtlich gruͤn, hernach ſo ſie getrocknet, mit ei. ner runtzlichten braunen Rinde umgeben wer. den, etliche derſelben ſind rundt, und nur mit einem Saamen, andere ſind zwey und drey⸗ ceckigt/ mit etlichen in ſonderbahren Hoͤhlen ein. geſchloſſenen Saamen begabet; dleſer Saa⸗ me hat anfangs einen ſuͤßlichten, hernach aber blttern und Widerwillen erweckenden Kern nſich; dteſe Staude waͤchſet uͤber F. Schuh nicht hoch, und welche dicht und dick herfuͤr 4% bemmen, und welche Blaͤtter haben, das ſind ee beſten, ſolche Blaͤtter klauben die Jappone⸗ fer erſt im 3. Jahr auff, im Monat Aprill und es Map, da werden dieſe Blaͤtter auf heiſſe eiſer⸗ de platten geworffen, mit den Haͤnden fleiſ⸗ 4 goumgeruͤhret, biß daß ſie welck werden, her⸗ ach werden ſolche vollend durch allerhand Handgriffe accommodirt, biß ſie welck und luͤrre werden, daß ſte ſich zuſammen rollen, her⸗ ach werffen ſie ſolche wieder auf ſaubere nicht alluheiſſe eiſerne Platten, und kehren ſie offt um, daß ſie duͤrre werden, endlich werffen ſie ſolche in erdene oder glaͤſerne Geſchirre, laſſen ſe bedeckt 5. biß 6. Tage ſtehen, ſondern her⸗ nach die groſſen Blaͤtrer von den kleinen, und apoͤrren ſie zu mehrer Sicherheit noch einmahl, ick dt 1 e porauff werden ſie in blecherne Buͤchſen ver⸗ 0 e pahret darinnen ſie Jahr und Tag unverſehrt 9 4 ech aufbehalten laſſen, und geben einen Ge⸗ nen ee e risch gedreeteg 10nd h lach von ſich wie friſch gedoͤrtetes Heu, die groſe Thee. ö 1 groſſen Blaͤtter werden von wohlhablgen 100 ten offt in hohem Preiß erkaufft, die kleinern aber kommen in einem wohlfeilern Kauff, die⸗ ſes Kraut waͤchſet viel in Japonlen, wie auch in China, von dannen es zu uns heruͤber ge⸗ fuͤhret wird. Wie der Dlewell aber, ſonderlich von thells Mieder, Betrug am laͤndern, ein vortheilhaffter Betrug mit dem The zu er⸗ Thee begangen wird, indem ſolcher offtmahl W ſeiner beſten Krafft beraubet und bereits aus⸗ gekochet, wieder getrocknet, und unter andern vermiſchet zu uns gebracht wird, welches her⸗ nach mancher redlicher Teutſcher vergeblich ge⸗ brauchetz ſo ſoll man ſehen, daß man ſolches kauffe, welches nicht ſchwartze Blatter habe, noch halb Pulver iſt, und ohne Geruch, der beſte oder gute Thee ſoll aber nicht ſtaubig oder halb Pulver ſeyn, ſondern ſrlſch und dunckel⸗ grüner Farbe, nebſt einem ſuͤſſen den Veylgen gleichenden Geruch, auch einen bitterlichen auff ſuͤß geneigeten Schmack haben. Es waͤchſet aber dieſer Thee mit Unterſcheid, denn des Chineſiſchen Thee⸗Blaͤtter ſehen ſchwartz⸗grün, bes Japponeſiſchen aber ſind heller an Farbe, und eines angenehmen Ge⸗ ſchmacks darum wird auch der erſtere viel hoͤ her geſchaͤtzet: Das Thee⸗Kraut wärmet maͤßg, ad. ſtringirt den Magen, Wo ſolcher waͤchſt. Deſſen Ei⸗ genſchafft/ und Nutzen. die uber ſich ſteigende Daͤmpffe, die doch zu 0 nem ſuͤſſen Schlaff vonnoͤthen ſeyn: Iſt alſo em ſuͤſſen Schlaff vonnoͤthen ſey d fuͤr dlejenige bequem, welche gantze g r Mund, und verhuͤtek 6 ieder gacſtudteaoder ce und dende Kr eum de bene o gahcdetung ande Hund hat u ze ge ncht alan d Stein Scher lupt⸗Schnerte 4 Heimen eg nenn. m Kraut lählch egen zugehen e deſes alen and cn Käufen dot kale cht, Phe en, wel danſ g acht, Rechen de oel nch de g auch hc manche aus het lac baronen kwotib eben en T ol, dg er in 1 lgeczt, e geen, po wa kl, inſern e bekkleſgert ae wil, daß cn, dümagt Thee. 1153 1 *. durch ſtudiren oder ſchreſben wollen, ja es glau⸗ ge ben viele in unſern Landern, daß niches geſuͤn⸗ 10 1 ders denn dieſes Kraut ſey, ſo wohl zu Verlaͤn⸗ n ben ei d gerung des Lebens oder Alters, als auch zu , t Verhinderung anderer Ungelegenheiten, ſo edel the ſul tile die Geſundheit zu zerruͤtten pflegen, und ſoll n, an wh 7 0 1 ſelbiges nicht allein die Leber friſch machen, degngen da 110 10 0 die Stein⸗Schmertzen vertreiben, auch die daft Kruft 8 2 tung Haupt⸗Schmertzen Schuppen Augen. a mann e trieffung, Keuchen Magen ⸗ Schwach. fauna DW N hett, Grimmen, Muͤdigkeit und Schlaff 1 dachte ubliche As F hinweg nehmen. In Summa, es werden Thee wird * e dleſem Kraut taͤglich mehr Kraͤffte und Wuͤr⸗ hoͤher ge⸗ ee e em Kraut eäglich mehr Kraff Aent Fußbad wolte dieſes allen andern Artzneyen und nuͤtz ald duldet i x Tah er gute Thee ſt I Ah glaube aber, ſolches geſchtehet alles aus Ur. 0 Dalat sen set m fh ſachen, weil damit groſſe Herren den Anfang e nister gemacht, welchen dann gebraͤuchlicher Ge⸗ den ttuch at e wohnheit nach die Geringern nachfolgen, zu agen Sam i dem auch hat mancher verſtaͤndiger Medicus wüͤchſet abet d e bloß aus dieſer Urſachen willen manchem fei s Chu bg ner Patronen 0e deeh u 0 Lieb⸗ ia haber davon, dem Thee mehr Ruhm zuſchret, in due, und ahne ben wollen, als er in der That ſelbſt wuͤrcken 1 * In Ae zalänglich, unſern Teutſchen Kraͤutern den balten. as Thee, 0 Ruhm zu verkleinern, ſonderllch ſo man con- at 10 Mage fideriren will, daß noch nicht gar lange Zeit er ſcch ſeghende 0 verfloſſen, da man in unſern Landen vom Thee nicht . 704 ruͤhmet, als ckungen zugeſchrieben, daß es faſt ſcheinet, als an deen i Nutzen be lichen Kraͤukern vorgezogen werden; Ich finder 5 kan. Und geſetzt, es beſitze dieſes Kraut eint. Was vom ge Tugenden, ſo waͤren ſelbige dannoch nicht Thee zu nicht gewuſt hat, und dannoch haben unſere Vor Eltern groͤſſer, ſtaͤrcker, mannhaffter, ge⸗ ſuͤnder und dauerhaffter gelebet, als die ietzl⸗ gen, welche alle Tage zwey⸗ oder dreymahl Thee gebrauchet. 8 Wie ſolcher Deſſen Bereitung zum Gebrauch iſt folgen, 1 und der: Man kachet in einem ſaubern Geſaͤſſe ein „ gutes gemeines Waſſer, und wann es ſieder, nimmt man es vom Feuer, und wirft zu je⸗ dem Schoppen Zſb. oder einen Loͤffel voll det Thee⸗Blaͤtter hinein, und deckt es geſchwin⸗ de zu; wann ſich dann die Blaͤttlein zu Bo⸗ den geſetzet, ſo trincket man die Infalion, ſe warm als man kan, dieſelbe hat ſich von den Blaͤttlein gantz gruͤn oder gelblicht geſuͤrbt, Die Blaͤttlein, ſo ſich zu Boden geſetzt, kan man zum zweyten mahl gebrauchen, aber als⸗ dann muß man ſie mit dem Waſſer koch. 0 60 Wer nicht gern davon trincket) ſolcher kan ſie n de Hane mit Zucker verſüſſen. face Eudlichen iſt es eigentlich eine Sache wel, dhe che man denen Reichen uͤberlaſſen ſolte/ aber wd, een deſſen Gebralch iſt itzo ſo gemein worden, wle Teckel die Paruquen, und wird man offt bey einem usbalſneg Handwercks⸗Mann eher ein Dutzend Ther, un n Schaͤlgen, als ein Dutzend Thaler Baarſchaſſt, antreffen. Verbleibt endlich wahr, daß wik Kann un offt welt nuͤtzlichere Dinge unter unſern Füſ⸗ mans ſen treten als die ſeynd, welche wir mit groſſen än gathelt Koſten aus fremden Laͤndern und uͤbers Meek 0 rand zu uns bringen laſſen.„ „% Aha, 361. Thi⸗ 1 4 2 1 Thimian. 1155 W E at 362. Thimian. Thymus. Wah a N J F Simian, im Deſſen 0. 1 e N E Lateiniſchen Geſtalt, N, N I hymus genaüt Zeit und welches der wel,. m A ſche Guendel 0 F Blaue cn 1 Able 1 kleinen, ſchmalen, dan glu er A zarten Blaͤtt lein 0 ſaget, fuck m iht als man ln, dt 1 75 7 f N 15 len ganz grit 8 cg 6 beſetzt, die haben zu oberſt laͤng⸗ 1 5 i lichte, ſchuͤppickte Nuala, h st g Ju 22 n un zwegten ma g A kleiner, ſchöͤuer, — AIR 10 i ning lleibfarbenen Blu⸗ gen denn Tce wen; der Saame waͤchſt aus den zerriebenen 1 Knoͤpſtein, die Wuftzel iſt holtzig, und hat kel⸗ rain. 3 080 neu Nutzen in der Artzeney. Es waͤchſet in Wucht 2 5 Landien, Syrlen, Griechen⸗land, Apulten, 1 1 Na Wi Franckreich und Hiſpanten: Iſt aus Italien Gebralch iet dae hey uns bekannt gemacht, wird in Gaͤrten ge⸗ 9 24 e dehlet, und in Blumen- Scherben aufhe⸗ wacchs⸗Mann 1 halten. e a E 10 dds en Du 171 Es waͤrmet und trocknet im 3 Grab, hat el. Ez en: sen. Vatſah 8 hen etwas ſcharffen Geſchmack, machet dinne, ſchafft und 10 tler! Aae incidirt, zerthetlet, wird gebraucht in Tarta⸗ Nutzen. ann— riſchen Krauckhelten, und der Lunge, zum U al ſtenden W 1 agen la 0 Oempel in Keuchen, Huſten, und den Gliedmaſſen, in Podagrn; es eroͤffnet 1 666 Ces c alle 1 — — — 1 monatliche Reinigung Gebrauch innerlich und auf⸗ ſerlich. Deſtillirt Waſſer, Cbimtan. alle Lebens- Geiſter, und bringet Appetitz es widerſtehet der Saͤure, trocknet die Fluͤſſe, erdinnet den Schleim, eroͤſfnet Verſtopf⸗ fung/ und dienet dem Haupt, Herten, Magen, Nieren und Mutter; treibt dee und ſtaͤrckt die Nerven.„5 gens, treibt Huͤfftwehe, ſo von kalten Klüͤſſen entſtehen. C Kindern die Wuͤrme, iſt e 5 8 0 1 ah en far W keinen ſonath Reinig iMachgtüͤrt der dadoß berel as Beichen, ten, erpinme liche hen. das auf dan def Mechelen ſoken Ziſtünn ckung gat uc btwelg e op man fach lt uoeach ce aft weg n Hagecdchn dio fach bn, dach 0 barg nt nde Warden fegte kuchen ud C21 if en r 2, fg eng todte.% „Gcburthz h AR m yetheltt das 8 1 179 . N rede, e 1 1 ö 5. . Weibern ein faſt nuͤtzlich Waſſer, denn es er⸗ waͤrmet die Mutter, reintget ſie von aller u ſcwleimigen Materte, befoͤrdert verſtandene 100 Monath: Reinigung treibt todte hrucht i und Nachgeburt. Der davon bereitete Syrup iſt gut wi⸗ der das Rechen, Engbruͤſtigkeit und erwaͤrmet den Magen und alle innerliche Glieber. N Das auf dem deſtillirren Waſſet ſchwim⸗ mende Gel, dienen Tropffen⸗ welſe in allen ob⸗ ſtehenden Zuſtaͤnden zu gebrauchen: Gleiche Wäͤrckung hat auch die aus dem Kraut mit Brandkwein ausgezogene Eſſenz und Spiri tus, ſo man ſolchen davon deſtillirt, wenn das Kraut zuvor acht oder zehen Tage gebeitzt ge⸗ weſen iſt, welcher Spiritus denn hernach auch dem Uageriſchen Noſparſz Spiritus gantz gletch kommet, auch wöhl, ſo er recht gemacht wird uͤber treffen chur. Auch gebraucher man das Kraut zu den Waſſerbaͤdern, Fußwaſſern, und andern dergleichen Dingen mehr. * 363. Linden⸗ Baum.. Tila Erden Waum tim Lateintſchen Tilia ge, E gen nannt, theilet ſich aus in das Maͤnnleln Sen 105 und das Weſidlein, ſolche werden am Stamm eſtalt Ain 5 a„„ tktkerſcheid und an der Geſtalt unterſchleden: denn der Zest ung Stainm an dem Männlein har ein harter Ort. Holtz, iſt knorrichter, grober und roth⸗gelblichtz im Weiblein aber weißlicht. Die Rinde am e Mänglein iſt dicker, laſt ſich auch wegen ret Cec c Hate r linde le, 11 1 Mc . ieh 9 Hunt, id dee 5 gag ußſelen gchdde Malen, ü but, No lten, Det bam, und ch erf e lac vol Brand ch ſut hut Cache und und Wund find. De Bitte der Lindy Ba 0 duft aa gau A W 9 cc e e„e chene Häute nicht biegen, aber des Weiblehns lde an 3 iſt biegiger und weißlichter, aus welcher wan wacher Baſten zum binden machet. Das Maͤnnlein 5 traͤget weder Blumen noch Frucht, dab ger.„uma bringt das Weiblein beydes: die aus fünf aft Wem d Blaͤttlein beſtehende Blume, ſo einen lleblichen fam rah e Hin Geruch hat, iſt mit einer Huͤlſe elngedeckl ir bel Esblüßet im Majo und Junſo: Es gar ii deghem ter wie Epheu, doch weicher: Er waͤchſet anal? der g tun len Orten, wird in Staͤdten, ſonderlich bey den chr unh Kirchen zu ſonderbarer Zierde gebauet dane aufen breitet ſeine Aeſte weit aus und machet in Some ac uf mer⸗heiſſer Zeit einen angenehmen ä 1158 Linden ⸗Baum. e eee, * 5——— ů— — ̃——— c — Linden⸗Baum. 1159 In den Apothecken hat man 1 Bluͤthe, Gebrauch Blaͤtter, Rinde, den 3 das Holtz und und Nutzen die Miſpel. Die Bluͤthe iſt warm und tro, des Linden⸗ cken im 1. Grad, verdt nnet, zertheilet, ſtaͤcket Ba aums. das Haupt, und dlenet vor Schwindel, Schlag, und fallende Sucht. Der Saa⸗ me oder die Beerlein, ſtillen allerhand Bauch⸗ und Blut⸗Süſſe Rothe⸗Ruhr, Naſen⸗ Bluten. Die Blaͤtter und Rinde ſind maͤſ⸗ ſig warm, und trocken im 1. Grad, zertheilen, treiben Harn und Monath⸗ Zeit und dienen aͤuſſerlich vor Brand. Dle Rinde iſt abſon⸗ derlich gut vor Cachexiam, aͤuſſerlich vor Brand und Wunden, Gicht, Fieber, Grind. Die Blaͤtter dienen vor Krampff. Der Linden ⸗Baum hat ſonderlich die Eeigenſchafft das Haupt und Nerven zu ſtaͤr⸗ 1 2 das Gebluͤt zu reinigen, alle ſaure—— euchtigkeiten zu verſuͤſſen, Schlag⸗Fluͤſſe und atem, 0 Gichten zu ſteuren, den unordentlichen Lauff rund ß 2. der debens⸗Geiſter zu hemmen, die Schmertzen der Glieder zu ſtillen. Die Miſtel des Lin⸗ J den⸗Baums hat gleiche Wuͤrckung und Eigen⸗ ſchafft: Wenn man dieſe Miſtel, oder auch die e Blumen nach der Kunſt fermentiren laͤſt, her⸗ nach deſtillirt, ſo bekoͤmmt man einen brennen⸗ e den Geiſt oder Spiritum daraus. Der Safft von einer feiſch abgehauenen Saft, Ande, wehret dem Haar⸗ausfallen, und machet das ausgefallene wieder wachſen: ſoll auch, ge⸗ truncken, ein trefflich Mittel wider den Stein Cccc 3 ſeyn: 1160 Linden. Baum. ſeyn: Der Safft von den ſeif chen Diäten ut, wohl ausgedruckt mit Wein gemiſchet, und die Glieder warm damtt geſchmieret, iſt gut wider den Krampff. Ein Wund⸗Waſſer von den Blaͤltern gemacht, heilet die Ge⸗ ſchwaͤr und Blättevlein, welche Aphthe ge⸗ nennet werden. Die mittle Die mittlere Rinde in Eßig geſotten, da⸗ te Rinde. mit gewoſchen: etliche binden die Rinde, vor⸗ her in Eßſg geweichet mit Mutzen auf dieppulß, fur das Fieber. Der Saa-. Der Saame dlenet in der Rothen Ruhr men. und allerley Sluͤſſen, auch in Naſen⸗ bluten, 4 wenn man ihn in die Naſe thut, oder etliches davon. einſchlucket. Das Holz. Das Sola, wenn man es verbrennet, und etliche mahl mit Eßig beſprenget/ relolpyiret das geronnene Gebluͤte maͤchtig, mit be⸗ retteten Krebsaugen eingenommen, oder uit Wallrath. Die Blatter gebrauchet man ausser 0 Mundfaͤulung und Geſchwulſten der Suͤſſe; der Schleim von der Rinde helle den Drand und Wunden. Die Mistel. Die Linden ⸗kMiſtel tauget wider die Schwere Moch der Kinder, darzu dienet auch der aus der Wurtzel gepreſſete Safft. Die Blaͤt⸗ ber. Das in de Bluͤth ſer Loͤffel⸗weiſe gebrauchet, wird hoch 3 Waſſen. wider die fallende Sucht, den Schl 55 Das deſttillirte Linden · Blůth⸗Waſ⸗ ſſte Linden — 6 guide fannt del herſeh 1 72755. 1 uffn fal, denen f badi bn Nan, U feh- ft dun bil Wend ſchten beladen el ö, un f ce wäzmaf cube auc der geen im 100 u Batter ſundſlile een Haste oc addonnhaim iber d Agaeſche, ct Lak glponon mn ng 1 ctturd. Sec po unde, 8 dale im gechne ft uuf 90 6 0. e 10 f halben Wat Tctenmen, 55 0 e und andere ee des Ge⸗ hinter A colg vin b Un nal mt Eg E ruh ain romene Ce I nüt u. n Auctsgugen 1 tath ie Blatter geh Ku tunit ſänlung u? ſchuut d Schleim u n Wund „ inden ⸗ H F M „ane Noth) C= Vtensder Wu Ife 1 def lens, iſt gut wider das Bauch Grimmen, J bekommet den verſehrten Daͤrmen wohl nach getroffen ſeyn, denen ſoll man offt einen Loͤffel 1 105 1 Wut bey denen, ſo etwaſchwere Falle gethan. Linden⸗Baum. 1161 der Rothen⸗Ruhr; welche vom Schlag voll Linden⸗Bluͤth⸗Waſſer geben, und ſolches mit ſo viel Maͤyen⸗Bluͤmlein⸗ und ſchwartz Kirſchen⸗Waſſer durch einander vermiſchet, einſchuͤtten: Wenn die jungen Kinder mit Gichtern beladen, ſoll man den halben Theil Poͤonten⸗ und Linden ⸗Bluͤth⸗Waſſer nehmen, und ihnen offt einen Lͤffel voll geben; es gebrauchen es auch die Weiber zu Vertrei⸗ bung der Flecken im Angeſichte, ſo heilet es auch die Blattern im Halſe und dle Mundfaͤule.. Wann man die Blatter dieſes Baumes in Die Blatter Waſſer oder Milch kochet, Tuͤcher darein netzet, und und denn warm uͤber den Affter leget, und offt wiederhohlet, ſtillet es den Arszwang oder Arskitzel, wo man immer vergebens zum Stul⸗ gang genoͤthiget wird. 5 Die Kohlen, ſo von dieſes Baums Holtz Kohlen. gebrannt worden, gebrauchen nicht nur die Mahler zum Zeichnen, ſondern auch pulveri⸗ ſirt auff 20. biß 30. Gran ſchwer eingegeben, oder ſolche in halben Theil Waſſer und halben Theil Wein geſotten, und den Tranck davon offt eingenommen, zertheilet alles geronnene Cce e 4 364. Lot 116 Tor mentill. r CCC. el a 1 364. h 5 eee 1 13 e,, rmentill, huren e e 3 ſchen Tormentil-, gebt el le . la genannt, ſt 2 Lzweyerlet Art, die gemeine wird ge⸗ meiniglich in der Artzney gebrau⸗ chet, ſolche hat ei ne laäͤnglichte „ Wurtzel init vie⸗ len Knor ten, rundt, und von Farben braun⸗ ſchwartz, mii vle⸗ a len Zaſeln inwen⸗ dig aber iſt ſie ſchoͤn roth und leibfarbigt an nnn Aten Blümlein je eines auf einem Stiel hervor, ſe dabere ah waͤchſet in kraͤuterich⸗ und ſandigen Orten, und Ae n teh Audere( en im Maine eee 5 ö 2 5** a 6 f 5 5 Camerarlus ſchreibt: Er habe im Ty u ag e ch eie dor ſchen Gebuͤrg, ſonderbar um den ae 0 hruncet h mentil, herurn, allwo viel Kraͤuer wachſen, auch die Spe 90 Wurtzel. Tore 15 6 Ae AbAÆb ie hun uuß m e ad zusammen- Ieh lich in Aptil gere 0 ſcder Batter hekrartiſt r- Kraut ſind alert n 7. Delle zerſtua“ en auf beſondm Bld“ 1 l tts auf une akte äuterth⸗ una im Map zu fifth 9 tarius ſchilt: li f g urg, ſonderkar in f. Iwo dil Küng 8 1 . 5 — — 8— — . * Tormentill. 1163 f Tormentili gefunden, welche viel groͤſſer iſt als die gemeine, denn die Wurtzel ſcheinet ſehr groß und blut⸗ roth, ſie wird auch alſo im Schweitze⸗ riſchen Gebuͤrge gefunden, und Rothwurtz ge⸗ nannt, giebt einen lieblichen Geruch von ſich, dahero ſolche vor der andern billig den Vor⸗ zug hat. In Apothecken findet man die Wurtzel, Eigent ſtehet allem Gifft, dahero ſie auch vielen An- tidotis beygethan wird, wird deßwegen mit ſolche trocknet im 3. Grad, ohne ſondere Waͤr⸗ schafft, me, adſtringirt, dienet zu den Wunden, wider⸗ Nutzen und Gebrauch der Tor; mentill⸗ groſſem Nutzen in der Peſt gebrauchet: in bo. Wuttzel. ſen Fiebern, ſonderlich wann ein Durch⸗ bruch darbey iſt; ſtaͤrcket das Hertz, und alle innerliche Glieder, wie auch die Frucht in i Mutter⸗Leibe, verhuͤtet die unzeitige Ge⸗ burth, derowegen ſie auch dem Pulveri antia- bortum der Augſpurger hinzu gethan wird: verzehret allerhand Fluͤſſe ſtillet Zahn⸗ Schmertzen, und wird auch in Frantzoſen⸗ Kranckheit gebraucht. Von Tabernæmon. tano wird ſolche der China-Wurtzel gleich ge⸗ halten, er ziehet ſie auch derſelben noch fuͤr, und ſagt, daß zum Schwitzen und die catharrhoſi⸗ ſche Feuchtigkeiten aus dem Haupt, wie auch andere uͤberfluͤßige Feuchtigkeuten aus den Gliedern zu treiben, die Wurtzel aus ſeiner vielfaͤltigen Erfahrung viel beſſer und kraͤffti⸗ ger ſey als die China-Wurtzel; werde nütz⸗ bar gebrauchet in der fallenden Sucht, Cec c 5 ſeu Schwindel, Hauptwehr von kalten Slüſ⸗ 1164 Tormentill. ſen, item in Zipperlein, Gliederſucht und Hüßft wehe; im Eſſen und Trlucken genoſſen erhaͤlt ſie das Geſicht, das Pulver von der Wurtzel ine Wein getruncken, und auch uͤber⸗ gebunden, iſt eine gute Blutſtillung der Praſe, Wunden, Frauen ⸗Fluß, Gulden Ader, Kothen⸗Kuhr und Durchlauf; ſte kommet auch zu Huͤlffe den Schwindſuͤch⸗ tigen, und denen ſo Blut ſpeyen; mit Ro ſen⸗ Zucker ver miſchet treibt ſie Spulwuͤrme aus, thut auch gut wider das drey⸗ und viertaͤ⸗ glge Fieber: die Wurtzel gepulvert, und des Morgens einer Hoſelnuß groß nüchtern einge nommen, im Winter mit einem Trunck Wein, im Sommer aber mit Eßig und Ampfferwaſ⸗ ſer, behuͤtet denſelben Tag den Menſchen vor pe ſtilentialiſcher Vergiſſtung; das Kraut da von iſt auch gut wider den Schlangenbiß, wann man ſolches uͤberleget. Wenn man von dieſer Wurtzel Zs. in einem Maaß Waſſer ſiedet, und ſo lang als eln Eg hart wird, kechet, und nach Belleben davon trincket, ſo ſoll ſolcher Trauck die verwundete Bruſt und Geſchwaͤr der Lungen heilen, das Haͤrtz ſtaͤrcken, und das Gifft aus dem Leibe treiben, deßwegen es auch in der Peſt dienlich iſt. Es iſt auch gut wider allerleh Bauchfluͤſſe und die rothe die Wuͤrme, und iſt auch Kranckheit dienlich; ſo in Frantoſen. bentmmt es auch den Schwindel des Haupts und deſſen a 2 Hapks Fuß 0 Lol —„ ſcendaaptt feed Such Wan, fanden W maden wolte wett ch ade mln uch l lt Sea gacb gaſſkunoh e, b geht d fh une wor akraichen, nat mcg. fac ned fit un gefunden, wache! ſſecctothen l Mutz duch z. Af z Mart Hufe; a fer deen fegen chen red dam cnc dn d dechgdes wier tf ed al, Wutze ag der held 6 can J. fn btund e Angenede, gr dal ſogedeg en Lac 4 Tarp im in Alpperein 000 0 ve m Eſeung mit Wein r,. u ſſt eine 5 duke 0 unden, Frau i Rothen, übt 1 et auch zu Hulfengen⸗„ und denen ſt Blute 4 ltr vetmiſchet treibt fc 1 auc gul wider dap z ber: die Wurzel aa, einer Hoſeluß geh 06 m Water mitch er ader mut Et mg itt denselben Tag in daf n tlalſſcher Vergine auch gut widet den Shag) in ſilches uͤberleget men von dieser Mu Daſſer ſedet, und ſaeh 9, kechet, und nac Baal p ſoh facher Trauben w Geſchwaͤr der aan gſtärcken, ud dabſf ö den, deßtwegen es a . Es ſſt auch gal 1 0 bösen rothe beg; eme, und ſſt auch 77 0 hei al f ban de da hunt. 4 * 1 ö N Nu 9 0 — — — Torme nt ill. 1165 Slüͤſſe und Hauptwehe von kalten Fluͤſſen, und fallende Sucht. i Wann jemanden ein ſtarcker Schauer oder So jemand s ein Froſt werden wolte, es waͤre gleich in Stec benslaͤuff⸗ anwandelt. Froſt anſtieſſe, und wuͤſte nicht, was darau ten oder zu andern Zeiten, der nehme alsbald 300. Tormentill⸗Wurtzel und ſo viel Thertac, vermiſche es mit Saurampffer⸗Wuſſer Ziſß. trincke es auff einmahl ein, und ſchwitze wohl im Betie, ſo gehet die Kranckheit durch den Schweiß hinweg, man kan ſolches auch bey de⸗ nen gebrauchen, welche wuͤrcklich von der Peſt angegriffen ſenn. 1 Auch wird faſt unter allen Wurtzeln kaum eine gefunden, welche beſſer wider die Bauch⸗ fluͤſſe oder rothe und weiſſe Kuhr iſt, als die Tormentill⸗Wurtzel, man gtebt davon den Krancken 3j. auff zweymahl in deſtilltrtem Wegreich⸗Waſſer; auch ſiedet man 5ßz. von dieſer Wurtzel in einem Maaß Waſſer ſo lange als man ein Ey hart ſiedet, und vermiſchet dar⸗ nach ihren Wein damtt, oder leget die Wurtzel zerſchnitten in den Wein, und trincket davon, es dleuet deydes wider die rothe Ruhr. Es iſt faſt keine dienlichere Artzney als dle TormentillWurtzel, den unmaͤßigen Blut⸗ gang der Weiber zu ſtillen, man ſoll der Frauen 3j. in zweymahl, des Morgens nuch tern und Abends eingeben, oder ſolche wie oben gemeldet, gebrauchen loſſen, und darvon trincken, ſo wird es bald Huͤlffe ſchaffen, es ſtil⸗ let ſolcher Tranck auch den ſtarcken Fluß der 1166 Tormentill. Gulden Ader; trincket man aber ſolch ge, ten Waſſer, darinnen Zſt. Tormentill⸗Wurtzel gekochet, ein Monat lang, iſt es ein gut Mittel wider den weiſſen Fluß der Weiber; es ſtillet ſolch Waſſer im Mund gehalten auch den übeln Geruch des Mundes, befeſtiget die Zaͤhne, und ſtaͤrcket das Zahn ⸗Fleiſch. Deſtillirt Das deſtillirte Tormentill⸗Wurgel⸗ Tormeneill/ Waſſer dienet wider alles Gifft, ſtaͤrcket Wurtzel“ das Hertz ſtillet die Fluͤſſe des Haupts hel, 5 1 let die innerliche Verſehrung der Bruſt und zen. wehret der uͤbermaͤßigen Monath⸗Keinl⸗ gung, ſo man bißweilen ein paar Loͤſſel voll davon nimmet; dienet auch zum Geſchwaͤ⸗ ren und Verſehrung an heimlichen Orten bey Mann und Weib, damit laulicht gewaſchen, ein leinen Tuͤchlein darinne genetzt, und warm⸗ licht uͤbergeleget. Übrigens nuͤtzet es auch zu allen oben angefuͤhrten Kranckheiten zu ge⸗ brauchen; wann ein Waſſerſuͤchtiger neun Tage ſolches Waſſer fuͤr den Durſt an Stalt ſeines gewoͤhnlichen Tranckes gebrauchet, ſo treibet es den Harn gewaltig und befreyet ihn wegen ſeiner trockenen Eigenſchafft von der Waſſerſucht. 365. Bieber⸗Klee. KHbrinuum. Geſtalt, N Jeber⸗Klee, im Lateiniſchen Trifolium Zeit und= fibrinum genannt, ſonſt auch 3 9 Trifolium 2 . Gedaͤrm, erhaͤlt die Frucht im Mutter⸗ Leibe, iſt gut wider die rothe Ruhr, und ad ale f ig fein Serge ökpagat eh en ehen Sg t l baſſe Baden nat een aeg 11 ig daft id ae glg ane ehm ige 0 1 1 0 9 7 ertz ſiilet bie 555 nch ah em ahalt ze druch u ider die rah dar bermaßigen fa e wan käßwelen chens mm; dent auc ac, 0 Baſchmung an entalg und Weib, damſt lu 1— n düchlein dartahe gutt krgeleget. beigen! en engtſühtten Kut j wann ein Waſſeſihe hes Wuſſer für e duft! wohnlich Trunck a! den Harn gewellg mt it trockenen Ehn icht. * 1 0 N 6 1 1 0 0 1 0 0 3 —— — 49 er Ble drtu 1 aum gen, e f Klee genannt, bringet einen gruͤnen glatten und ort des Ellen hohen Stengel, die Blaͤtter ſind fett, Bieber⸗ dicke, breit und glatt, eines ſchaꝛffen Geſchmacks oder Waſ⸗ je drey an einem Stiehl, mitten im Stängelſer⸗Klees, erſcheinet die weiſſe geſtirnte Blume, deren rundte Blaͤtlein nachfolgen, iu welchen ein rother Saame, elnes bittern Geſchmacks, dem Hirſe aͤhn lich, verſchloſſen iſt, die Wurtzel wird in viel andere getheilet, ſo hin und wieder flat⸗ tert, und allenthalben ausſchlaͤget, waͤchſet in unterſchiedenen Landſchafften, ſonderlich gern in waͤſſerigen ſumpffigten Auen, er aͤndert ſich guch nach Gelegenheit des Orts, da er 1 5 wird 1168 Bieber ⸗Klee. wird an elnem Ort groͤſſer als am andern und bringet rundte Blaͤtter, am andern kommteer kleiner herſuͤr, und traͤgt ſpitzige Blaͤtter er Fluͤhet im Brach⸗ und Heu⸗Monat, da er am kraͤfftigſten iſt. 5 In Apothecken findet man das Kraut, Wurtzel und Saamen, deſſelben Tempera- ment iſt wie der Aloes, trocken im 3. Grod, und hitzig im 1. Grad, oder im anders Grad etwas nachlaſſend.. Es iſt dieſer Bieber⸗Klee ein beſonder und auserwehltes Kraut wider den Scharbock, welches ſeine Operation ſo vollkemmentlich vollbringet, als die andern Scharbocks⸗Kraͤu⸗ ter immer thun koͤnnen, und ſollen billich dieſel⸗ ben in dieſem Fall keines Weges dieſem Trifo⸗ lio vorgezogen werden, weil es billich zum Un⸗ ter ſcheid der andern Trifoliorum ein Tiifo⸗ lium antiſcorbüticum zu nennen: daher ſchreibet Simon Pauli, in quadrip. Botan. Claſſ. 2. Und es iſt warlich zu verwundern, daß Tabernæmontanus, Dodonæus und ande⸗ re beruͤhmte Botanici, nicht das geringſte von deſſelben Subſtanz, oder Krafft, oder Gebrauch gedencken, ſondern deſſen Hiſtoriam nur uͤber⸗ hin gehen wollen; dleſes unvergleichlichen Krauts Subſtanz(dſe durch mancherley Erſah⸗ rung bewaͤhret befunden wor den) hat hetero. geneas partes, denn es adſtringirt ins Mitl⸗ tel, und ſtaͤrcket dabey, abſtergiret aber und digeritet/eroͤffuet und incidirt darbey; da denn 5 . fr oben das Hieb — an 1 8 2 gamktt es in Mga Mig, Tncre a chiten, neh af, Aarldes Aan habock, Acc. eh gule Remed fuß ale And e ſnibaoſt, lte Anu cute Nebourpelite aba gain u hut ut ut duct cunthen nach: daran d n in Mudda eg, faddardeue l h Nan amn lte let, Ble W ae alle N 5 1 che „0 15 3 2 . — e— 8 be uf abe, fene Operation 0 wache 6 0 Meet als die andern Stat, f ver hun können nds, een de kent Wahl Magen werden, wel d d gen Trina af waſcordadcum qu mn won badli, in a lad is ſt ſwokſch un eraæmontanus, Docinral te Botenici, nicht bageh — Sabltanz, ober Kruft gang. 1 ſondern deſſen HIkonaun u wolen; diess un bags died nan Fßtet beſunder urban e ang, denn t aal flürcket babe, Aan ae fastund uu f —— HFHFwFw*5ð² Bieber⸗Rlee. 1169 das erſte der groben, das andere der ſubtilen Theilgen Eigenſchafft iſt. Seine Krafft iſt faſt goͤttlich denn wegen Krafft, ſo ſeines fluͤchtigen Saltzes Krafft incidirt, dige dem Bieber; dirt und abſumiret es alle Tartariſche Feuch⸗Jlee zuge⸗ % tigkeiten, ſo im Magen Pulmonum Bronchiis, % Leber, Mlltz, Pancreate&c. ſtabuliren: Re- i ſeriret dieſe Viſcera, und ſtaͤrcket ſie mit ſeiner W dalſamiſchen Krafft, dahero iſt es ein treflich ſchrieben wird. und herrliches Aſthmaticum, und dienet im Schar bock, Affectu hypochondriaco, iſt auch ein gutes Remedium Cachecticum, daß es auch alle andere Scharbocks⸗Kraͤuter bey weiten uͤbertrifft. Man kan alle Theile die⸗ ſes Krautes, als Wurtzel, Blaͤtter und Saa⸗ nen gebrauchen Die Wurtzel loben einige wider den lang- Wurtzel. waͤhrenden Huſten und andere Bruſt⸗Ge. ſchwaͤre; das Kraut dienet in der Waſſer. Sucht ſo da mit dem Scharbock vereintget iſt, und in allerhand nachlaſſenden Fiebern. Das Kraut und Wurtzel in Wein geſotten, und den Mund damit ausgeſpuͤhlet, vertret⸗ bet die Scorbutiſche Faulnuͤſſe, und dar. aus entſtan deues Jaͤhnbluten, und befeſti⸗ get die Zaͤhne. 8 Wenn man alle Morgen und Abend friſch Scharbock Bieber⸗Klee Mj. nimmet, zer hacket, eine aus bem helſſe Bruͤhe daruͤber ſchuͤttet, wohl verdeckt 5 15 zn ſtehen laͤſſet, biß die Bruͤhe in rechter Waͤrme iſt, hernach ſolche durch ein Tuch gegeſſen, alſo trincket, und alſo 14. Tage oder 3 8 1. f 85 ork⸗ 1170 Bieber⸗Klee. Scharbock aus dem Grund zu heilen, alles geſaltzene Gebluͤt zu verſüͤſſen und zu rel, nigen, durch den Harn zu treiben die anſetzen⸗ de Waſſerſucht zu heilen, die Gelbſucht, Mmilgſucht und Melancholey zu vertrei⸗ ben, drey⸗ und vlertaͤgige Fieber zu ſtillen, die monathliche Reinigung zu befoͤrdern z der Geſchmack dieſes Krauts iſt ſo unanehmlich nicht, als der Geſchmack vom Loͤffelkraut it. Es hat auch der aus dleſem friſchen, zerhack⸗ ten und zerſtoſſenen Kraut ausgepreſſete und durch Papier getrauffte Safft, des Mergens und Abends 51% ad Zij. mit ein wenig Zucker eingenommen, gleiche Wuͤrckung. Er die⸗ net auch hauptſaͤchlich denen, ſo mit Aßneh⸗ men des Leibes und der Schwindſucht be⸗ hafftet ſeyn, ſonderllch wo die Gekroͤß⸗Adern und inwendige Druͤſen verſtopffet. Aeuſſet⸗ lich reiniget ſolcher Safft, und ſaͤubert all Geſchwaͤr und faule Schaͤden und dient zu de⸗ roſelben gluͤcklicher und geſchwinden Heilung. Man pfl⸗get dieſes Kraut auch im Meer⸗ ober Soltz ⸗ We ſſer zu kochen, und damit die Schar⸗ bockiſchen Geſchwaͤr an den Fuͤſſen fleißig u waschen indeſſen inwendig zugleich die Brühe von dieſem Kraut oder den Safft, oder auch das davon deſtillirte Waſſer zu geben ſo hel⸗ fein in kurtzer Zelt aus. er⸗Klee⸗Blaͤtter dar ge gewaſchen ſo leget man noch frische Ble⸗ 1 ſortfaͤhret, iſt es eine herrliche Artzney den c be I Bcr tene. Me Ae K N n agen Althof s Nen man de ge faber; em Heat tg Hen gc, gn caggde l chene ig. exe ent yſple 0 Een wel cee Eta fadbaſch wum t, van du wi 20 A 1 hagen t 0 ren iert 0 0 eng 0 Date gennuffte Gf ac 0 daags 54 a4 5) nan emen, glache Wü 0 buuptſchlch denn n kbes und der c, nendigt Drüſen bett. get ſelchir Saft, fit wat und fnule Schi a; 1 glacklächet und geſtueg N get deeſes Ktalt aal! g ſcr zu kochen, upkanh u Geſchät on de fel bodeſſ n wendig! n Ktaut eber ben E 1 in dete Witt, les gont hübſch und fl 0 Vent dat Bachl, Blatter uit,. g ü Bieber⸗Rlee.. 1171 1 nicht friſch haben kan, pfloget man nur dürre 0 65 in deſtilltrt Bleber⸗Klee⸗Waſſer eingeweichete i Blaͤtter zu nehmen. In Sier⸗Laͤndern kochet man dle Blaͤt⸗ ker allein in dem Bier, und glebt ſolches taͤg⸗ ö N lich dem Patlenten zu trincken, welche mit dem Scharbock behafftet ſeyn. Wenn man dle gedoͤrreten Blaͤtter als wie 5 Toback aus Pfeiffen rauchet, ſo giebt er einen lieblichern Geruch als der Toback von ſich, machet auch das Haupt nicht dumm oder kro⸗ cken, und iſt ein herrlich kemedium die Haupt⸗ Fluͤſſe auszuziehen. In Augen⸗Entzuͤndungen, Schmertzen, und Flieſſung der Augen, dienet kreflich nachbe⸗ ſchriebenes 5 Augen⸗Waſſer. Augen⸗ N. Ein Stuͤcklein Alaun, ruͤhre es im Weiſ. Waſſer. ſin von einem Ey ſo lang herum biß ohngeſaͤhre 20. Gran davon zerlaſſen, miſche hernach un⸗ ker ſolches Eyer⸗klar Jij. deſtillrrt Bieber⸗ Klee⸗Waſſer; waͤrme ſolch Augen⸗Waſſer des Nachts, wenn du wilt ſchlaffen gehen, tuncke ein vier ſach leinen Tuͤchlein darein, und binde es uͤber die Augen, ſo wird ſich die Entzuͤndung und der Schmertz bald verliehren; inwendig aber kan man auch ein paarmahl von dem Bier oder Waſſer trincken, darinn Bieber⸗ Klee ein wenig geſotten worden. In uͤbrigen kan man alle Artzneyen aus dte⸗ ben ſo legt man 10 fü ſem Kraut ziehen, und bereiten, wie aus der en 1* Brunnen⸗Kreſſe, und aus dem Loͤffel⸗Kraut, Dodd ziumah⸗ Deſtilliret 1172 Bieber⸗Alee. zumahlen ſolche drey Kraͤuter durchaus glelche Eilgenſchafft und Wuͤrckung haben, denen Scharbockiſchen Kranckgeiten kraͤfftiglich zu widerſtehen. Das gebrannte Waſſer aus dem Bie, Waſſer von ber⸗Klee, entweder allein an ſich, oder mit Bieberklee. andern Scorbut⸗Waſſern, als da ſind Triticum. Deſſen Geſtalt, Zeit und Ort, Eigen⸗ Bachbunge, Brunnen ⸗Kreſſe, Loͤffel⸗Kraut, Pfennigkraut, ꝛc. vermiſchet und davon Mor⸗ gens und Abends ij. getruncken, hebet den Scharbock wunderlich. Der Safft von dieſem Kraut nur ſo ausge ⸗ preſſet, wenn der Leib vorher wohl gereinkget, dienet im ſchwachen und geringen Scharbock wohl, denn weil die beſte Krafft im Sale volatili beſtehet, ſo kan es auf keine fuͤglichere Art, als unter der Geſtalt des Saffts, exhibiret wer⸗ den, maſſen an demſelben am wenſgſten das Sal volatile verſtreichet. 366. Weitzen. MeEitzen, im Lateiniſchen Triticum ge⸗ nannt, deſſen iſt zweyerley, als Winter⸗ und Sommer⸗Weitzen, bringet der Geſtalk nach drey oder vier Glieder unterſchiedener Halme, mit langen, ſchmalen und graſigten r Blaͤttern, und traͤget eine Aehre mit vielen gelblichten Körnlein, der im Herbſt geſaͤtt, bluͤhet im Junlo, und wird eingeerndtet m Ende des Julſt und Auguſtl. In Apothecken hat man den Saamen, ſchaſſf t. 5 N 0 die 1 en g, ebe Malk. „lait ö wachung wöhnd ung in du e fan tz g auf, un nett, 10 auge 0 een n ng, Wm, eg iigkruut u. nanu, ind Abends 5 Nau 0 0 ac th, 1 Seſſt ron Aae Kung, den der ab dorf„ in wachen und gehn anna diebeſtt Kratz! ln e auf feet; r geſtult des Sifcz au en en demſeſhen am paget bulſtteichtt. 360, Wai (wenn man es als ein Cataplaſma uͤberleget) in Rothlauff, und Linderung der Podagrt⸗ 0 Litzen, im Lainſchn l a eber vier Glicht lt langen, schmal f 1 ind kägt e an Kecnleln, de ing 5 u June, 1d wt fa Jul nt lugt 1 pothecken ga nl 1 ö i Weitzen 123 trincken ge mer aus. deſſen Mehl und dee Nutzen Kleyen: Er ſſt maͤſ⸗ und Ges ſig warm, feucht brauch. (trocken) im 1 Grod, erwelchet, zeitiget, ſtopffet, machet dick, verſtopfft, nehret wohl, ſchadet aber den Miltzſuͤchtigen, And denen, die mit dem Stein geplaget ſeyn, und wird als eine kaͤglſche Speiſe gebrauchet. Waſſer vermiſchet, und den Kindern zu Mit ien die Spul⸗Wuͤr⸗ „ euſserlich gebrauche man das Mehl in Erweichung und Linderung der Geſchwulſt, in Entzuͤndung der Augen, und derer Fluͤſſe, ſchen Schmertzen, wenn man es trocken uͤber⸗ leget. Plinius lib. 22. cap. 25. ſchreibet, daß, als Sextus Pemponius bey ſeinen Dreſchern in der Scheune geweſen, und ſie eben den Weizen ge⸗ worffelt, da habe ihn das Podagra uͤber fal — 25 len, und da et vor groſſen Schmertzen biß über die Knye im Weſtzen geſeſſen, ſey er dadurch vom Podagra befreyer worden; daher hatte man erfahren, daß Weitzen 1 Dod gut fuͤr das Poda⸗ d 2 gra ars —. ³ AA 7, Am̃el⸗Meh zu machen. ſter geſotten, Kraſſt⸗oder Weinen. die Kleye mit Eßig zu einem Pfla⸗ wird den Schmertzen zu mindern verordnet. Das Waſſer in der Waſſerſucht ohnvermerckt abzufuͤhren, dient der Weitzen, 1174 gra ſey. Und wenn ſich die Waſſerſuͤchtigen bis an die Bruſt ö in einen Hauffen wohlgetrockneten Weſtzen ſetzen. Und ſchreibt Galenus: Es ſey die Krafft des Weizens ſtaͤrcker das Waſſer an ſich zu ziehen, als der Saamen. Die Kleyen reinigen das Haupt vonSchup⸗ pen, lindern die Schmertzen, dienen auch zu Bereitung des Krafft⸗Mehls, ſo man auf fol. gende Manter machet. Krafft⸗Mehl zu machen. Rec. Guten Weitzen, ſo viel du wilt, darauf gieß ſauber Waſſer, laß es bis am andern Tag darinne llegen, hernach gieß ſolches ab, und an⸗ deres Waſſer daruber, und laß es abermahl bis am andern Tag ſtehen, und gleß es ab, damit continutre alſo 6. Tage nacheinander, wann die Frucht gantz weich das zum ſechſten mahl auffgegoſſene Waſſer in ein ſauber Gefaͤß ablauffen, zu brauch, dann drucke den Weitzen durch eln Tuch, damit das Marck alles aus der Frucht komme, und ſchůtte immer von dem letzt beha tenen Waſſer darzu, offt/ biß nichts mehr als die Huͤlſen im Tuch blelben, ſolches alles laͤſſet man ſich ſetzen/ und gieſſet allezeit das obenſtehende Waſſer ab, und trocknet das uͤbrige an der Sonne, l cl fa ebe; die T gen b uhr lan, dachte brach aach ef ste. Waoß 10 Spe, gen gtügte s wich bc Haak auger abe folgenden Ge ⸗ und dringe es durch ſo o iſt es ein e! fel u wh t t des ud n Ad, n nn et eme worden, ſo laſſe man nn n del eg pifgaacſt e afl en als ber Saum. 0 eeegetuthen, ben Scat I. ung dae taff, Meth N Numer mache. 9 Keaft⸗Wehl zum c. Guten Welten ſo g 0 dude Waſſc, laß e lan; 1. leg fernach guß C, Wuſcc batüber und ain! m Taz ſtthen, ud gelt at ald) G. Tig: nach! ucht gantz weich utdn,„ chen maß auf ber Geſth cblauffn ue! zaun drucke den Nun unt das Marc ill ca und ſc tte imm une ö Waſſa berſu/ h mige ncht meh als eh 401 Weitzen. 1775 in oielem Gebrauch ſchoͤnes Krafft Stärck/ oder Ammel⸗Mehl. 85 Solch Krafft⸗Mehl thut gut den Keu⸗ chenden, mit Zucker und Saffran zu einem Muſe bereitet, es mindert den Zuſten, und iſt eine edle Artzney denen, ſo Blutſtuͤrtzun⸗ gen haben; Es dienet auch den Schwind⸗ ſuͤchtigen, und denen, die an der rothen Kuhr liegen, mit ſuͤſſen Mandeln zugerſch⸗ tet, und alſo gegeſſen. 3 Es iſt aͤuſſerlich gut, wann die Haut abge⸗ het, heilet auch Geſchwaͤr und zerſpaltene Bruͤſte. Was ſolches in den Kuͤchen zu vie⸗ lerley Speiſen, ſonderlich den Zucker⸗Beckern fuͤr Nutzen bringet, zeiget die Erfahrung: Ubri⸗ gens wird es auch ſehr gemißbrauchet, und Haar⸗Pouder davon gemachet, deſſen itziger Zelt das Pfund um 7. Creutzer verkauffet wird, denn wenn es zu einem rechten Poudre gemachet wuͤrde, und man ein Pfund, wie vor dieſen Zelten, um 3 à 4. Gulden verkauffte, wuͤrden Schuſter, Schneider, und andere Handwercker ihre Haare wohl ungepudert laſſen. eee eee vom Huſten, well es ſolchen curirt. Der Ge. Dod d 3 ſtalt 3867. Hufflattig. rulſlage. ö He Roßhuff, wird im Latei. Geſtalt, niſchen Tuſſilago genannt, hat den Nah ⸗Zeit und men, weil ſeine Geſtalt der Blätter dem Pfer⸗ Ort. de⸗Huff gleich ſiehet, und dem Lateiniſchen nach N 1 che. kommet es einen Staͤngel einer Spannen hoch, derer jeder im r Mertzen eine ge⸗ W fuͤllte gelbe Blu⸗ N me ohne Blat, ter bringet, ſol⸗ che Blume aber vergehet bald wieder/ daß man niemahl Blu⸗ men und Blaͤt⸗ der zugleich an⸗ —:rreffen wird, die Blatter aber bleiben den gantzen Sommer uͤber; es hat eine weiſſe flolterige Wurzel, Waſſern. Eigen In den Apothecken hat man di Blols ſchafft, Nu⸗ ter/ Wurtzel, offt auch die Blumen; wann ſie a noch friſch ſind, ſeynd ſie maͤßtg kuyl und tro⸗ ceen, wann ſie aber obgedorret, ſind ſie warm um 1.(2.) trocken im 1. Grad, erwelchen, die⸗ nen der Bruſt, ſind gut vor Lungen⸗Ge⸗ ſchwaͤr, Engbruͤſtigkeit, Keuchen, Husten, Schwindſucht, und verhüten den kalten Brand an ſchwuͤrigen Beinen der Waſſer⸗ ſuͤchtigen. 3 Eine Hand voll Hufflattich in eine Maaß weiſſen Wein geleger und davon nach Belle⸗ 8 ſtalt nach be⸗ wachſet gern an ſeuchten Oertern und beg ben 4 0 gamen be bat von cn Aham, h ug, gut ud Sch du deſtlürtes fel gu fre chwit ate ane Brut ul an date 0 0 ck; wann elke * Schunthel e gt fl geg ac udlaulch. Der eus hene ekdkeke Sg fauhalben Rahe fagchſen gr ſouſten, Sete Aungerſche ud 1 im lage fabeg, h e vol 4 ben Thug fans elfe, fl wegen luhuahe aeg e wichen de gl a un c n f f l 1 0 r cht dlaben da t c bit ene weſſſt an gern an ſcuchin Hung * 0 den Apothecken ſuno rel, offt auch de me ib ſod, ind eich unn ſe aber obgebontt ü kocken iim 1. Gta, r Bruſt ſend gut bn la Evgbtüſtigkelt, Kat dacht, und bert Un an ſchwürtgen Bum 1 Sufflattich. 1177 hen getruncken, wehret dem Huſten, reiniget die Bruſt vom Roder, und machet einen lieblichen At hem, die friſchen Blaͤtter aͤuſſer⸗ lich auffgeleget, kuͤhlet alle hitzige Ge. ſchwulſt und Schaͤden. Das deſtillirte Hufflattich⸗Waſſer iſt Huflattich⸗ ſonderlith gut fuͤr den Seitenſtich, Bruſt. W̃᷑ Geſchwaͤr, Huſten kurtzen Athem, und andere Bruſt⸗ und Kungen⸗Kranckhei⸗ U ken, ſo man davon nach Belteben Ziſt. ad Zij. trincket; wann eine Frau an heimlichen Orten 05 der Schamtheil elne hitzige Geſchwulſt em⸗ pfindet, ſoll ſie leinene Tuͤcher in dieſem Waſſer netzen, und laulicht in die Schaam ſtoſſen. aſſer. Der aus dem Safft der Hufflattich⸗Blaͤt⸗Syprup; ter bereitete Syrup, lindert, erweichet, wird derohalben in hitzigen Bruſt⸗Kranckheiten am nuͤtzlichſten gebrauchet, iſt dienlich wider den Huſten, Seitenſtich, kurzen Athem, Lungenſucht, und die ſaltzige ſcharffe Sluͤſ⸗ ſe, welche von dem Haupt auff die Bruſt und Lunge fallen, ſo man nach Belieben einen Loͤffel voll nimmet. 3 An den Wurtzeln des Hufflattiges findet Zundel ſich im Anfang des Winters, wann ſie nemlich von Huff⸗ wohl gezeitiget iſt, gleichſam eine lichtblaue lattich. Wolle, welche von den Schuppen und allem Unrach wohl gereiniget, ohne oder mit ein we⸗ nig Berg⸗Saltz in Lauge geſotten, und an der Sonne wiederum getrocknet, einen treflichen Junder giebt, welcher gern und leicht das Feuer faͤnget, und deßwegen in Italien faſt in 55 Dodd 4 allen 3 ö 8 N——— RR% e ˙1—]¾»ꝗ ͤ ͤ- —————ů[—P m ſtillen. Extract. Bruſt⸗ Hitze und Aſſenz und Tranck. 1178 Hufflattich. ollen Feuerzeugen gebrauchet wird, well ſichs ſaſt im erſten Streich entzuͤndet. Die Alten haben das Kraut an Statt eines Rauch⸗To⸗ backs gebrauchet, und gut zu der Lunge und Bruſt beſunden. Wann man Myrrhen, Maſtlx, Silberglatt, Brand zu und die Blaͤtter ſamt den geduͤrreten Blumen im weiſſen Wein ſiedet, und zarte Tüͤchleln darein netzet, ausdruͤckt, und warm uͤberſchlaͤgt, ſtillet es den Brand, Hitze und Schmertzen an der Waſſerſuͤchtigen offenen und zeſchwornen Fuͤſſen. Die aus der Wurtzel und Blumen mt Brandwein ausgezogene Eſſenz, und von ſol⸗ cher gemachter Extract ſind in allen oben ange⸗ fuͤhrten Kranckheiten dienlich, von der Elfen: 15. biß on 30, Tropffen, und vom Extrack 2c, ad 25. Gran in Pillen. Insgemeln aber gebrauchet man dle Huff lattich⸗Blaͤtter zu den Bruſt⸗ Traͤncken auff ſolgende Manſer: 3 3 0 cn Aged en fcb genen abe ef ul 305 1 N Bruſt⸗Tranck, 6 6 Rec. Hufflattich, Scabloſen und Hyſs⸗ 1 pen, aa. Mj. 1 A Rothe Brnſtbeeren, No. viii. Feigen ſo friſch, No. ij. ad ij. nach⸗ Gwnae dem ſie groß, e kunt, fen Kleine Roſtnen, Zij⸗ abcr Suͤß⸗Holtz, Zij. ger, dec Anleß und Fenchel, aa. 3j. den gaſe Solches weichet man über Macht iu ey ac kai „Maaß felſch Waſſer, laͤſt es an einem 7 che 4 1 * t* 9 * an in Nun u 0 Ade ausztſe gent Tang, Newac kn Extra ſwWnggg 0 Kuunckhetn delt N In ze, Vepffen, Aw, . Sein iy ſpilen, ü gemeln aber gebraucht „ Vlirur zu den Bft hu de Manier: 1 Bruſf al er. Hufflarnch, Sah bun 28. M. Roth: Bruſtbenn Fazer ſo ftich, Wit! dem ſie ge. Kune Rane z Sig Hg M Auch und uch 606 weicht dan it. auch Woſſt, Ach ö — Baldrian. 1179 Set fiche ö Knee Tages ſtedet man es ſo — N ä b Aldrian, im Lateiniſchen Valeriana ge- Geſtalt, naunt, deſſen ſeynd auch unterſchiedene Zeit und Arten beſchrieben, wir aber beharren allhier bey Ort. demjenigen, welcher bey uns gebraͤuchlich iſt, nemlich dem groſſen Garten⸗Baldrlan, ſolcher hat hohle knoͤpfige und aͤſtige Staͤngel zwo Ellen hoch und druͤber, die Blaͤtter davon glei⸗ 1 Dod d 5 chen * 1 Valeriana. ———. ˙ ˙¹w dm. ̃ òd] 3— — — Baldrian. chen den Scabloſen⸗Blaͤttern, traͤget auch Doldenweiſe weißlicht⸗ roͤthlichte Blümlein, und hinterlaͤſt einen mit Flockenhaar verſehe⸗ nen und verſtaͤubenden Saamen, dle Wurtzel iſt Fingers dick, weißlicht, mit vielen Zaſern behangen, und eines aromatiſchen Geruchs und Geſchmacks, dem Narden nicht ungleich, waͤchſet ln waldigten Gebuͤrgen, wird aber mehrenthells in Gaͤrten gezeuget, er bluͤhet im Majo, Junio und Julio, und iſt ber Garten⸗ Baldrlan der beſte. In den Apot hecken hat man die Wur⸗ tzel und das Kraut, iſt hitzig im 3. und trocken im 2. Grad, er waͤrmet und trocknet, macher dinn, eröffnet, dienet wider Gifft, treibt den Schweiß, und Harn, witd gebraucht in Schwachheit des Geſichts, der Peſt, Reu⸗ chen, Seitenſtechen, Verſtopffung der Le⸗ ber,. Miltz und Harngaͤnge, in Bruͤchen, Gelbſucht, und dergleichen. Aeuſſerlich ſtaͤrckt er das Geſicht, vu⸗ treibt die Flecken der Augen, ſtillet das Hauptwehe, treibt die verſtopffte Monat⸗ Reinigung und den Schweiß(in Baͤdern) trocknet die Cat harren,(wann man ſich dat mit räuchert) verbeſſert der Peſt⸗Beulen grimmiges Brennen, ziehet die Kugeln und Pfeile aus dem Lelbe, vertreibt auch die Geſchwulſt, Lenden wehe und Feigblat⸗ tern; einige haͤngen die Wurtzel an Halß wi⸗ der das Fieber und Zauberey. 1180 „ Die Bal 1 gibt! bel Ae ne, kü de elan be gcc kat auc Ankum fan dende asgüt ber lfelval W A atem aadern ts she goth. erden glace h gelobet, use ſhilen; Diher ſfpicenſis web Mcgburg gene n Bald aaa gehe e Nadel ehe Atcdmeſkag ban deer gt, und din lun, dä eine fi cer e cenie hg 1. ad Nach ali Wit 5 Balhhan 0 en fung te ——— —— N 0 Baldrian. 1181 855 8 5.„————— Die gepuͤlverte Wurtzel mit Honig ver⸗ manga 1 miſchet, und alle Morgen einer Wallnuß groß genommen ſtaͤrckt das Geſicht. Es iſt ge⸗ wiß in Heilung des Geſichts eln wunderborli⸗ 8 ö ches Mittel, hat auch unter den Vegetabilien N in dieſem kaum feines Gleichen, ſonſt kommet ſie Ii den Apotheken wa U Gra r ratet ib ee Gift, det ſalher daß und Harn, Wü 10 f. N 1 j. * dal tau, ft 15 4 ſchwere Noth . ö et des Geſichu pfl. Salkenſtahen Bahia M ud arngi, dſacht ind dagglähn die Flecken der Aug l wehe krublt bie khh gung und ten Schwefel die Catharren(aun tet) berbeſſat ka h iges Brennen, h! elle aus dem lab, mit b wulſt, Lendanthe untze bangen dr Aut Fieber un Jude 114 mit der Angelica und Llebſtsckel uͤberein. Riverius gibt der Baldrian⸗Wurtzel einen 1 e halben Loͤffel voll in Wein, Waſſer und Milch, eh oder in einem andern zugeeigneten Liquore, und ſagt. es ſey ein Goͤttliches Mittel wider die Es werden alle Geſchlechte des Baldrians treflich gelobet, das Geſicht zu ſtaͤrcken und zu erhalſen; Dahero erzehlet Hieronymus Brunſvicenſis, wie vor Zeiten ein Goldſchmied zu Wuͤrtzburg gewohnet, welcher mit der ge⸗ meinen Baldrian⸗Wurtzel ſein Geſichte der⸗ maſſen geſchaͤrffet, daß er auf eine in zweyge⸗ N, brochene Nadel einen Loͤwen mit allen kennli⸗ cuſſerlich uncl erluceh chen Gliedmaſſen geſtochen: er hat taͤglich das Pulver von dieſer Wurtzel ein wenig nuͤchtern genutzet, und davon ein ſo ſcharffes Geſichte bekommen. ä a Es iſt eine fuͤrtrefliche Wurtzel wider die Peſt, daher dieſe auch unter den Therlac ver⸗ miſchet wird: wider die fallende Sucht kan man Iss. ad 3j. nach dem Alter des Krancken, in Lindenbluͤth⸗Waſſer offt eingeben. Es dienet auch die Baldrian⸗Wurtzel wider allerhand Brüche an jungen und alten Leuten, und iſt eine bewaͤhrte Artzney, ſoman ſolche ſtoͤſſet,* d 75 9 8 „1 m 2—— S PPP 1 alle Tage 3. nach Gelegenheit und Alter bes f Menſchen eingenommen, den jungen Kindern 0 15 be aber iſts genug 36. auf einmahl zu geben. So 2 1 Aal auch wird die Baldrian⸗Wurtzel in Waſſer ge, t 1 ſotten, und davon getruncken. he Wider die Flecken und Felle der Augen die ⸗ 0 0 f net folgend dun 1 Gollyrium. Experiment. 0 a Augen⸗ Rec. Baldriankraut mit der Wurtel Riß, 151 ut Waſſer, Wegwartenkraut mit den Blumen,. 1055 1182 Baldrian. 135 Baſilienkraut, Beerwick, Fenchel, kraut, Weinrauten, die Broſamen von einem Rocken⸗Brodt, jedes Mj. Zerſchneide alle Kraͤuter mit den Wurzeln klein und reibe die Bꝛodt⸗Broſamen auch klein, vermiſche alles durch einander/ thue es in ei be⸗ quemes Geſchirre, und gieß einen guten alten weiſſen Wein daruͤber, daß er die gemeldlen Stuͤcke bloͤßlich bedecke, laß es alſo drey Tae mit einander beitzen, darnach deſtilllte es lu Balneo Mariæ, und behalte es zum Gebrauch von dleſem Waſſer thue kaͤglich vlermahl ell. che Troͤpflein in die ſchadhafften Augen, ſo lang biß die Felle und Flecken verzehret ſind. So elner etwas gifftiges gegeſſen oder ge. truncken haͤtte, ſo nehme er Morgens und„5 bends Fij. Baldrian⸗Waſſer mit 3: Therlae. 1 1 vermiſchet, und ſchwitze wohl daraufßſo treibet es den Gifft durch den Schweiß hinweg. Baldriau⸗Waſſer 3 C. getruncken, iſt ine. a gute Artzney wider de taglichen Fieber/ ſo es var lea der Ankuufft des Fiebers eingenommen* n ſ * 3 3 . kaͤgige Fieber nimm Baldrian⸗Waſſer Zilij. guten Theriac 3j. vermiſche dieſe Stucke, und de und bath J trincke allemahl etliche Tage vor Ankunfft des War be gehn Fiebers davon. c 5 egen ume So iſt auch das Baldrian⸗Waſſer den jun⸗ gen Kindern, die ſonſt keine Artzney gebrauchen konnen, ein koͤſtlich Mittel die Wuͤrme zu toͤd⸗ be Jena ten und abzutrelben, ſo man ihnen zuweilen ei⸗ parka nen Loͤffel voll zu trincken glebt. Neſliutut, A* l i f 0 faut, Mie, „ dee Roc 0 drache ale Kun, „brate bie Budt Ben cdeales urch aneh 0 Hochi, und gehtn! en Wen darüber, ptug!, ite llößlch bedeckt, bine! chuinder heizen, dernahl, eo Mani, und hehelk ng en Motel rüpffenn ande ſcaheffnleſ! 1. gche und Flecken aach o der etwas geſtge rr f in hitte ſo neh 5 Baldrian, Woſte l f 369. Wullkraut. Verbaſcut. 8 0 ö ſcdet und sche wol orten Wiſſa l. No unkraut, im katelntſchen Verbaſaum Geſtale, 8 lch ane fanfſt bes chere V genannt, ſolches hat eine ziemliche dicke, Bit und * Eigen. ſchafft, Nuzzen und Gebrauch. 1184 Wulikraut. weiſſe und holtzige Wurtzel, dataus eneſpeinget ein eintziger Staͤngel, es ſind deſſen vlelerleh Geſchlecht, doch werden nur die weiſſen und ſchwartzen gebrauchet: Die Blaͤrter ſind wie an der Aland⸗Wurtzel, lang, breit, weich, und gantz mit einer wollſchten Materle uͤberzogen, liegen theils an der Erden, theils wachſen in Stängel, unter denen etliche etwas runtzlich⸗ ter, etliche aber glatter ſind, die gelben Blum, lein wachſen oben am Staͤngel, wie an einem Kolben haͤufig beyeinander, und laſſen rundte Saamen⸗Haͤußlein nach, in welchen viel klel⸗ ner Saame lieget, wie Moon⸗Saamen: ſie wachſen gern an ſandigen Orten, und bluͤten vom Julio an bis im Octoher. In den Apothecken hat man die Blaͤc⸗ ter, Blumen und Wurtzel, und obſchon die Wurtzel ſelten gebrauchet wird, ſo hat ſol⸗ che doch vlelerley Kraͤffte: iſt maͤßlg kalt, (warm im 1) und trocken im 1.(2) Grad, erweichet, zertheilet, lindert die Schmertzen, * 9 wird gebrauchet in Bruſt⸗Kranckheiten, Huſten, Blutausſpeyen, und Bauch⸗ grimmen, entweder das Pulver davon ge⸗ nommen, oder getruncken. So ſoll ſie auch gut ſeyn wleder die Schmertzen der Bru und Seiten, mit Raute in Waſſer geſot⸗ ten, und davon getruncken: Die Wurzel in Wein geſotten, und darvon getruncken, ift auch gut wider Verſtopffung der Blaſe und der Nieren. 1 5 * 5 * 6 n luch sche Auf cha ne, Ach neg. len lun; in gg,(an de den Mond) cd den. b chene age W. 5 hen lun ei nickt den eau ke Miba ue deihhhet e trägt va hun bun Jeaſſah gage choc gun 0 fu, dagen rn fe Malt gute in Mut a5 i 1050 0 0 . Ded ſt git ahn fbr ch lch dhe, iche d aht lobe. Wund g cen ö N 1 r Eh 1 ee let, dach nn 1 dunn gen an f U dN * Ju de Apetheken Aunn und Wurz, ü ge feln gehrauchet 0 och Rillerley Kräfte; Ku 0 Naeh Kliff 0 zen, beſonders in Geſchwulſten des Hin⸗ uin i) und trocken iu cet, zetthellet, laderr Ae gebrauchet in Bruſt⸗ ug in, Blutausſpeyen, aal nen entweder daß Mü u ober getruncken, E a wcher bie Schmetzhld 1 eiten, uit Rut f. 1 davon getrunckn: Ne zeſotten, und barten a! 1 wbt Deſppffan 1 Jieren. f Wullkraut. 1185 —— Ste tauget auch in allen Cat harren, als Amule ein kraͤfftlges Amulet, beſonders die Wurtzel von w Verbaſci fœminæ, d. f. dle dieſen Sommer derbahrer durch nicht gebluͤget hat, wenn man ſie hat ein Würckung. ſammlen wollen; man ſammnlet ſie aber an ei⸗ nen Freytag(an dem letzten Freytag im ab⸗ nehmenden Mond,) vor Auffgang der Son⸗ nen, zwiſchen dem 1 5. Auguſtt und 8. Septem- ber, bey abnehmendem Mond, denn trocknet man die gereinigte Wurtzel an einem ſchattigen Ort; wenn man eln Stuͤcklein derſelben in Gold wickelt, und an den Halß haͤnget, ſo hat ſte wunderbare Krafft wider alle Fluͤſſe des dei. Isg deibes; bes; den Weibesbildern aber tauget ſie nicht, Perſonen denn ſie verhindert die Empfaͤngniß, ſo lange ſchaͤdlich. man ſie traͤget; wenn ſie ſolche aber wleder weg thun, ſo koͤnnen ſie wieder empfahen. Aeuſſerlich werden die Blumen und Blatter ſehr hoch gehalten, in Anderung der Schmer⸗ dern. Es kan auch ein Rauchwerck aus Wullkraut gemachet, und durch einen Trich⸗ ter der Rauch auffgefangen werden, kraͤfftig zum Bauch- und ubrigen Fluͤſſen der guͤlden Ader. Die Blaͤtter zerſtoſſen, und uͤbergele⸗ get, iſt gut wider Schlangen⸗Biß. Das Pulver mit Milch, oder einem andern beque⸗ men Liquore eingenommen, heilet die geſchwol⸗ lene guͤldene Ader. 5 Es wird auch der Saft aus dleſem Kraut f gelobet wider die viertaͤgige Fieber, wenn Man davon vor ankommendem Fieber einen Trunck —————— ꝗ——ũ—AinMU— 444%„ * e S e N— 1196 Wullkraut. Trunck thut. Andere brauchen zu dem Ende den Safft aus der Wurtzel ehe denn das Kraut in Staͤngel tritt, und nehmen ihn in einem Trunck Malvaſter ein, welches an dem vlerloͤ⸗ gigen Fleber gut gefunden worden: Auch ſey der Safft ein Præſervativ in Sterbens⸗ Zelten; auch vertreibe er die Wartzen, wenn er auf ſolche geſtrichen werde: und wenn der Safft mit Honig gekochet werde, ſey er ein gut Mit, tel wider die Fiſteln. ä Aus den Blumen wird auch bereſtet das koͤſtlice Wullblu; Wullblumen Oel. men⸗Oel. Rec. Friſche Wullblumen, thue ſſe in en Gloß, gieß gut Baum⸗Oel darüber, laß es el⸗ was Zeit an der Sonne wohl zugedeckt ſtehenz dieſes Oel iſt ſehr gut wider die Geſchwulſt und Schmertzen der guͤldenen Ader, ſo man ſie da⸗ mit laulicht anſalbet. g Deſtilliet Das deſtillirte Waſſer iſt auch ſehr gut Wullkraut⸗ wider die Geſchwulſt inwendig zu gebrauchen, Waſſer. und des Morgens und Abends davon gekkün⸗ cken dienet wider den Brand, und macher klate Augen; vertreibet auch die Roͤthe und Finnen des Angeſichts, thut gut in der Ruhr und Durch bruch, und iſt ein Experiment widtr das Zipperlein oder Podagra, worzu auch der Spi⸗ N 55 ritus Forum Verbaſci gebrauchet wird. Decod. Es tauget auch das Decoct von den Blu⸗ von Wull⸗ men vor die zerſtoſſene Glieder⸗Verkruͤmung blumen. und den alten Huſten; wenn man den Mund damit austwͤſchet, ſo ſtillet er das Zahnwehe lindert 2 — 1 0 das Bun gehen der gn ulkkalt, Pen bg Jake ber Wutz 5 0 lch , 4 Jus ben Blume pig 00 15 u Blunt pn a0 N Walblunm) ö 5 ö der driche Null gut Bum Jill Je der Sunn: nile all ſchr gur wir tze der güldenen dig u ſulcht anſalbtt. das deſtillirtt Waſſr a de Geſchwulſt wage, r Morgens und Pala net wider den Brun! d, 1 rtrrbe auch de! eſchts, khut gu neh g uc, aud ten EI dann eber padagtr pu Jorum Velba 1 1 tauget auch dal Heco 0 2 W f 1 alte Huff; pen 1 N wischt, bfg 1 0 0 1 4 Tiſenkenut. 1187 lindert das Brennen der Augen, und die Schmertzen der guͤldenen Ader, wenn mans damit fovirt; wenn man die gelben Blumen in eine auge thut, ſo ſaͤrben ſie die Haare gelb. 370. Eiſenkraut. Verben. Ezenkraut, im Lateiniſchen Verbena ge nannt hat eine eintztge, zaſige und etwas Geſtalk, bittere Wurtzel, aus dieſer wachſen vlereckichte geit und und braunlichte Stengel auf, einer Ellen hoch, Orth. und druͤber, ſo ſich in etliche Neben⸗Jwelge vercheilet. 3 8 Eee e Dieſe yyy krauts. 1188 Eiſenkraut. 9 Dieſe ſind mit länglichten und tieffgekerb⸗ ten Blaͤttern beſetzt, welche zu beyden Seſten baauffung 5 lat 1 rauchhaͤrig, oben aber mehr gruͤn ſind/ als un, it 11008 ten: auf den Gipffeln ſtehen viel kleine bleich⸗ h ö Hon blaue Bluͤmlein. Es waͤchſet an harten Bo,, Fehr den den, um die Mauren und Wege, bluͤhet im du Ee Julio und Auguſto. Fentlgeſoſen, Eigen⸗ In den Apothecken hat man das Kraut e mt cr E 8 und und Blaͤtter: Es iſt hitzig und trocken im Mags Je. Gebrauch 2. Grad(3.) ziehet zuſammen bricht den gc möſſhctgusd des Eiſen/ Stein, dienet dem Haupt, der Bruſt, Leber eta z e und Miltz: Es wird gebrauchet in Haupt⸗ fiche dt Schmertzen, die von kalten Feuchtig⸗ i dug keiten herkommen, in Augen ⸗ und Bruſt⸗ niſtud Kranckheiten, alten Huſten, der chelb⸗ daſſach hn ſucht, Bauchgrimmen, rother Ruhr, fh pol beſonders zermalmet, treibet den Stein aus, Cafe gt hemmet die Geilheit, vertreibt das dreyrg, ae gige Sieber, lindert das Zipperlein, hellet münzen die Wunden befoͤrdert die Geburth: Es ene hn dienet auch ſolch Kraut wider das ſchwere auc met Gebrechen, wenn die Sonne im Widder ge⸗ Jeſſelch nh het: mit Peonten-Körner zerſtoſſen, und nit chm weiſſen Wein durchſeihet, genommen, hlfft Auto. wunderlich in der ſchweren Noth: das ache n Pulver von den Blaͤttern geben etliche wider gien un die Waſſerſucht: das Kraut in Wein nag l 0 oder Waſſer, nach Gelegenhelt der Kranke Juen dm 60 heit den dritten Thell eingeſotten, darnach chez 0 durchgeſeihet, und davon alle Morgen und ſaſchen S. N Abend anf Zilij. getruncken, iſt ſo es tar ge inden 0 brauchet wird, eine 125 Artzenen w Per nag rh f 50 ehe Juan 1 6 en, dent hen Hat, Ey lz: Es witd dcn 9 bergen dle un ag an fatenmen in Mt auckdenen alten aun he, Beuchgrimmey a nder zermalnet, kbe eg td Geilheit, unhag e Fieber, Undert das zppehe Vunden beſecdertde che ct auch ſolch Kraut nung brechen wenn die Sunn ait Peonter, Klin mig, m Wein hurchſahel n elch in der ſchwanſe 0 haſſaſücht: de Jute 7 nach Gage f den kitten del bi deſelhet, und beben n b ö danſ zi dumme, 0 bet wird, an d A 0 0 0 Eiſenkraut. 1189 Wine Verſtopffung der Leber und Miltz: Ei⸗ ſenkraut mit der Wurtzel zu einem Pulver 104 geſtoſſen, und 30 Tage alle Morgen nuͤchtern init Meth oder Honlg⸗ Waſſer zu trincken ge⸗ geben, zerbricht den Lendenſtein, und fuͤhret ihn ab ohne Schmertzen: Eiſenkraut mit der Wurtzel geſtoſſen, den Safft davon ausge⸗ A preſſet, mit einer Spritzen fruͤhe Morgens und Abends Ziv. warm eingeſpritzt, bricht auch und fuͤhret aus den Stein in der Blaſe: der Safft auf ij. ad Ziſt. mit Weln getrun⸗ cken, treibet die todte Frucht aus, welches auch das Pulver thut, wenn es auf gleiche Weiſe genuͤtzet wird. 1 Aeuſſerlich dienet es in den allergroͤſſeſten Kopffſchmertzen, ſo ohne Fieber entſtehen, als ein Cataplaſma geſtoſſen, umgeſchlagen. D. Michaélis inſpiflirte den Safft, that Oehl vom Hyoſciamo darein, und ließ es in den heff⸗ tigſten Schmertzen, ſo aus dem Scharbock ent⸗ ſtanden, in die Schlaͤffe ſtreichen. Aleuſſeꝛlich wird es gebraucher in, daupt⸗ Aeuſſerli und ZJahnwehe, im Haar ausfallen, in der cher Ge⸗ Melancholey, in Trieffung, Schwachheit brauch. und Roͤthe der Augen, in der Braͤune, un den Blat f Heiſerkeit,(wenn man es um den Halß als 18 1 ein Cataplaſma leget) in Geſchwulſt det Halß⸗ Mandeln(im Gurgel⸗Waſſer) in Miltz⸗ Schmertzen,(mit Schwein⸗Fett) Poda⸗ geriſchen Schmertzen, es adltringirt die Wunden, und nimmet alles faule Fleiſch hinweg, tauget in Herausgehung des Hin⸗ 8 Eee e 2 der⸗ 1190 Eiſenkraut. der-Leibs, in Feigwartzen. Zerſtoſſen und uͤbergeleget, ziehet es die Splitter und Dor⸗ nen aus dem Fleiſch; und dient die Podage⸗ riſchen Schmertzen zu vertreiben. Eiſenkraut in Waſſer geſotten, biß der dritte Thell verzehret iſt, darnach durchgeſeſ⸗ het, und die Augen damit gewaſchen und ge⸗ baͤhet, wehret, daß die Fluͤſſe nicht in die Au⸗ gen fallen; die Wurtzel in Wein geſotten, und die Bruͤze warm im Mund gehalten, be⸗ nimmet das Jahnwehe: andere ſieden ſte in Wein⸗Eßig, und gebrauchen ſie gleicher Ge⸗ ſtalt. Das Kraut friſch zerſtoſſen und wie ein Pflaſter um die Kehle gebunden„ver⸗ treibt die Heiſerkeit. Haupt⸗ Wenn man dieſes Krauts deſtillirten Waſ⸗ ſchmertzen. ſers Ziv. mit etlichen Tropffen Spiritus Vitrioli ſtriati giebt, ſo verrichtet es Wunder in Haupt⸗ Schmertzen. Rec. Friſche Eiſenkraut⸗ Blat. ter Mj. zerſtoß in einem Moͤrſer mit ferment, ij. und Roſen⸗Oehl g. L. miſche es, und ſchla⸗ 1 ge es der Hemicranie uͤber die Stirn. Alte haben Es haben die Alten mancherley Aber⸗ a glauben und Zauberey mit dieſem Kraut ge⸗ 55 dieſem trieben, und wird auch noch heutiges Tages Kraut ge⸗ aberglaubiſch gebraucht wovon bey Plinio, trieben. Helmontio, Dravvizio, Sylv.&c. zu leſen. Sonſt iſt das Eiſenkraut ein gut Kraut wi⸗ der alle Schmertzen des Haupts, wie Fo. reſtus lib. 9. obſervat. Med. cap. 52. anzelget„ daß er habe einem Diener, welcher vor groſſen Haupt ⸗Schmertzen gleichſam verzweſte 2 ae, es Ka ſunactab e ab tale frech gal ien ud en oyffü er bsc, fach und t Wan anf conte hut il Hu Rec. Eh Hen Man Machu Jeſchuh ae aden A wuhe dich 1 WU ſolbecknehtel eis in e detlege, urg Iſenktaut y Nusa pe e Thel pegel t n 1* ache 0 N kumnch* v9 die Jagen dan rü , wehrt daß denn e feet den de ue e ruhe warm inch mt dag dahmwche; auh eig n gebruucaieh, „Das Kraut fich 11 an pfuſte um dee Kaen t Re 0 ſerkeit 1 denn man dieses Krutt big 0 j r. ch chen Nupfaßt l giebt ſo errichtet es Wang nchen. Nec. tickt Ce zerſtoß in einem Mirai a ſaeß Apothecken ein Saͤlblein, ſo des 0 9 aubiſch gebraucht, ann otto, Dtarvitio, df 0 ane it das Eſcaftau, c 5 90 . 1 „ — wolte, dleſes Kraut friſch an Halß gehenckt, verſtopffte Leber und Miltz gut, vertreibt — Eiſenkrauf.. tier davon alſobald der Schmertzen gewichen ſey. Eine Hand voll Eiſenkraut in einem Maaß weiſſen Wein geſotten, und davon Morgens nuͤchtern und Abends getruncken, iſt wider die Gelbſucht, befoͤrdert den verſtandenen Harn, und fuͤhret den Stein aus. Wann eln Menſch in die Taubſucht faͤl⸗ let ſo von Melancholey entſtehet, dem laſſe man das Haupt alle Tage zwagen mit folgender Haupt⸗Lauge. Haußt⸗ Rec. Eſſenkraut, Mij. 70 N Haſelwurtz mit dem Kraut, Majoran, Wegwart, Ochſenzung, Beyfuß und Qvendel, aa. Mj. Zerſchneid alles, und laß es in 3. Maaß lauge den dritten Theil einſieden, alsdann ge⸗ brauche dieſelbe, wie oben gemeldet. Man bereitet auch aus dem Eiſenkraut in ſucht. Zvvölſferi Uiuguent. Fopit refrige- Unguentum rans genennet wird, alſo: Jovis refri- Rec. Friſche May⸗Butter, lßiſt. in ſolche kern“ knete folgende Sachen wenn vor⸗ her jedes abſonderlich friſch ge⸗ ſaſlet und geſtoſſen worden, als Friſches Kraut von Juſquian, Ei⸗ ſenkraut, Tag und Nacht, Wuͤtterich, Wintergruͤn, Nacht⸗ ſchatten, 8 Holderbluͤthe, Klapproſen, aa. 5 C. 8 Cee e 3 Wil⸗ 8— ee. n. 2 8 1192 TEiſenkraut.„ ——.. Wilde Roſen, oder Damaſtener⸗ aellccz d Roſen, Sig. Fehde Weiſſen Mohnſaamen Si mit Ro. ch le ſen⸗Waſſer zerſtoſſen, want Suͤßholtz⸗Wurtzel, Zij. em cha Wann ſolches alles eingeweichet und ein we⸗ Das wel nig macerirt/ſo koche es geſhide biß zur krhala⸗ aft daft tion der Humiditaͤt, coli ind exprimir es und cad agitir es in Sartagine wohl, und thue unter ct Gch waͤhrender Agitation dar zu Roſenwaſſer ohne dh ud walt Zuthuung deſtillirt, Züſß. darinn vorhero te. e 5. ſolvirt worden cryſtalliſirter Salpeter e ma⸗ t auch den che ein Unguent daraus, welches treſßſich küh⸗ chen; it an Akt, auſſerlich auf dem Ruͤckgrad zuſchmieren. cauptſchm 1 Mau bereitet auch auf eine andere Manter ga de e ſolches g c, dk Unguentm Ungucnium Jobis. aufe qh de e Rec. Kraut von Juſquain, len ald dun . 885 Tag und Nacht, affe dun Eiſenkraut, Hollunder, Storch⸗ u dn b ſchnabel, aa. Miv. led einge Violen, weiſſen Mohn, Wuͤtkerich, ſagemcht eh gr. Mvj. be ſchwerm Wintergruͤn, Miß. ſilch, derte Friſch Suͤßholtz Bi. el Krane Noch auf kuͤrtzere Manier. 4 Zerſchneld alles friſch, und zerſtoß es in ft. uptilſt ſcher Butter, laß es etwa 15. Tage ſtehen, her⸗ Herd, wl nach koche und druͤcke es aus. n Libe dal, Will man es aber auf leichtere Manier be⸗ dat und aeg reiten, ſo nehme man von friſchem Eiſenkraut, Safficug f Juſqulnkraut, aa. Mij. Butker, 3lij. ſtoß Namen alles zuſammen, laß 14. Tage ſtehen, hernach Auaniſhe koche es biß zur Conſumption derdeuchtigen f net ud e 1* al N. ut tes in Srugnt f 50 ö gender Ag eng f en in, zue att ptbencrpſaliſ funden ch Ungvent handle, e t, duſſelch auf nta Nanbontnalg al e ö e Uguentun 11 br. Kraut von Juſug Taz und Nag, Gſenktant, Heut; ſchnabel 2 Un, Violen weisen Mug gt. My Muntergrün, J dich E Sushi zuſchweld ales füt 10 1 Butter daß esttue f 0 hloche und drückt cs al, 4. W man es aber auf facher o nehme unblef 0 0 1 5 25. Mi, zusammen laß l — 2 0 0 f 0 b Cg f. 929 Eiſenkraut. 1193 und colir es, und gebrauche es wie des Zyvölf. feri, es iſt inſonderheit in hitzigen Fiebern dien⸗ . lich, wehret aller hitzigen Geſchwul ſt, 33 ſonderheit die ſich an den Gemaͤchten erzeigen, wann man ſie damit ſalbet. Das deſtillirte Eiſenkraut⸗ Waſſer elntaul⸗ oͤſet auf die heels der Leber und Miltz, W fuͤhret die Gelbſucht aus, toͤdtet die Wuͤrme, vertreibt Grieß und Stein, iſt dienlich wider drey⸗ und viertaͤgige Fieber Morgens und Abends Jiſt. ad 51j. davon getruncken; ſo ſoll ſolches auch den Saͤugerin viel Milch machen; iſt auch ein koͤſtl ich Mittel wider die Hauptſchmertzen, ſo man leinene Tuͤ⸗ cher darinne netzet, laulicht uͤber die Stirn bindet, und wann es trocken, w wiederholet: 13 trocknet auch die Fluͤßigen, und erlaͤutert truͤben und dunckeln Augen, ſo man etliche Arenen darein gieſſet. Aus den Blumen des eignen tre wird eine 7 oder Zucker wie gon Ro⸗ ſen gemacht ſolcher dienet melancholiſchen oder ſchwermuͤthigen Leuten, ſie machet froͤlich, vertreibt ſchwere Gedancken, daraus viel Kranckheiten entſtehen, dienet wider Hauptfluͤſſe, ſtaͤrckt das Geduͤchtniß und Hertz, vertreibt Huſten und Wuͤrme aus dem Leibe. Doſ. einer Muſcaten groß Mor⸗ gens und Abends zu nehmen. Sa ft aus friſch zerhacktemElſenkraut mit Bilſenſaamen oder mit weiſſen Magſaamen⸗ Oehl vermiſchet, und an die Schlaͤffe geſtri⸗ 125 vertreibt alle groſſe Hauptſchmertzen: Eee e 4. T RR—˙ O 2 2 —ĩ wm] ,,,, 1194 Eiſenkraut. gleiche Wuͤrckung hat auch das Kraut, ſoman es friſch zerhackt, und uͤber die Scheitel, die Stirn und Schlaͤffe bindet. Somponitt Es wird auch ein componirt Waſſer derei⸗ Waſſer. tet, damit unzeitige Geburth zu verhuͤten, auf folgende Manier: e Componirt Waſſer. Rec. Eiſenkraut⸗Waſſer, ui. Kinder⸗Balſam, 5j. Krebsſchalen⸗Pulver, zij. Zucker I. Miſche alles, davon kaͤglich den Schwan⸗ gern etliche Loͤffel voll zu geben. Uberſchiag. Wer eine aufgeſchwollene und erhaͤrtete Miltz hat, oder Leber, der zerhacke das fi. ſihe Eiſenkraut, vermiſche es mit Eyerwelß und Gerſten⸗oder Rocken⸗Mehl zu einem di⸗ cken Uberſchlag, und binde es alſo warmetliche Nacht uber, ſo wird ſich die Geſchwulſt ver⸗ wunderlich verllehren, und ohne eintzigen Schmertz vertheilen. Es ziehet aber einen ro⸗ then Schweiß aus. 1 Veꝛonits. 371. Ehrenpreiß. Gcrenpreiß, im Lateiniſchen Veronica ge „nannt, iſt ein Kraͤutlein, welches an Ge⸗ 1 85 ſtalt viel lange, rauhe, rundte, glatchige, zarte Zeit und und meiſtens an der Erden liegende Stengel Drt. hat aus welchen an etlichen Orten Faſerlen her vor kommen, durch welche es ſich vermeh⸗ ret und ausbreitet bey jeden Glaichen oder Ge⸗ lencken wachſen ie zwey gegen einander ſtehen⸗ de rauhärige und am Rande gezähnte Blit; 1 lein 1 2 th chart nig Hecken, l alice sake! il man kerdläch die Wurzel Juden Ape Blumen au 104 tlocke l lehet zuan zu, abtzeg iu für Mun , aste daten, Gal Büchgem ſihhb eg dige Intel de anf Nec. ebe 0 Aude. Bien 15 f Graber, el Alenrut, vermiſhe ü Gaßer oder Roche Mn Ueaſhlag und Wideck ara 4 blaulichte ſelten aber weiſſe Blumen, und t der, o wird ſch du Ren derlich verliehen, n netz berthelen. Es zie 85 In den Apothecken werden die Blaͤtter Eigen⸗ Scweß aus Pl. Cm euptriß Im dati unt it ein Kräuteh, he Allange kauſe, runde actes an det Eden ln u welche an lch bemmemn durch vac vausbteltet weit wachen lee 5 90 N Aud Wr 0 1 ff 1 — Ehrenpreiß. 1195 lein, ſo denen an braunen Betoni⸗ en aͤhnlich, doch viel kleiner ſeyn, und am Geruch bitterer und ſchaͤrffer befindli⸗ chen, die braun⸗ lichten Bluͤmlein wachſen wie am kleinen Bathen⸗ gel aͤhrenweiſe, e und laſſen holtz⸗ „f farbige Saamen * hinter ſich, wor⸗ W N innen in zwey Faͤ⸗ ther viel ſchwartzlicher Saame liegt, waͤchſet gern in Hecken, bluͤhet im Junio, und traͤget ſoll man dergleichen Ehrenpreiß erwehlen, der um die Wurtzeln der Eichen waͤchſet. und Blumen auf behalten, ſolche ſind warm eg im 1.(2.) trocken im 2. Grad, durchſchnei⸗ dend ziehet zuſammen, iſt auch ein gut Wund⸗ kraut, treibt den Schweiß, dlenet der Bruſt, iſt gut fu Wunden, Geſchwaͤr der Zun⸗ gen, Verſtopffung der Leber, Miltz, Lungen Gallen ⸗ und Schwindſucht, in Bauchgrimmen, Sand und Blaſen⸗ ſtein in Wein geſotten) Jucken der Haut, Kraͤtze, Unreinigkeit der Mutter und Unfruchtbarkeit/ es dienet zu Wunden, Cee e d „„ 1196 Ehrenpreiß. und treibt den Schweiß, wird gebrauchet in Zernagung und Verſtopffung der Lun⸗ e, der Miltz, und in der Colica, man ge⸗ draucht es auch wider den Stein, in Clyſtirn kan man es allein mit Milch und Zucker wider die gedachte Colica und Stein gebrauchen, daß man ein wenig Butter, oder friſch ausgepreſſet ſuͤß Mandeloͤhl, oder auch Capaunen⸗ Felt darzu thun kan, ſo hat es vortreffliche Kraͤffte. Auch wird das bloſſe Ehrenpreiß⸗Pulver von wider die Unfruchtbarkeit gehalten, wann man es mit deſſen eigenen deſtillirten Waſſer giebet. Wan iemand Mangel au der Bruſt undkun⸗ ge empfindet, ſoll ſich derjenige dieſes Krauts flelßig auf nachfolgende Weiſe bedienen: Krzuter; Kraͤuter⸗Tranck. Tranck fuͤ e Rec. Ehrenpreiß, Seabloſen, aa. Mf. ruft ue Süßholtz, ij. Lunge. Friſche Feigen, Ish. Siede es in zwey Maaß Waſſer, ſo lange ein Ey hart ſiedet, ſeihe es, thue darzu geſtoſſe⸗ nen weiſſen Zucker, Ziij. laß nach Belieben da⸗ von trincken. 165 Es ſoll dieſes Kraut auch nach Matthioli ſo man ſolches in Wein ſtedet, und den Kran⸗ cken etliche Tage nach einander davon trincken laſſet. So iſt es auch ein fuͤrtrefflich Wunde kraut, innerhalb, und auſſerhalb des Leibs zu gebrauchen, und wird von geſchickten Wund⸗ Herrn D. Simon Pauli vor ein groſſes Mittel Meynung gar gut ſeyn fuͤr die Miltzſüchtigen, g „ Aertzten geruͤhmet wider friſche und alte 175 ö 4 10 ah 0 Jaun dakel. ff e ache Me Gem Hecgawhllere baten Hal . Cru Cgcees in umz vit ede Woch sda anche ales w Das del d ſunhelch! facht, hender Echwahel, bel u Magen ten mesa derpc bon Magni del verukſachen d lg für gelthaltden ind befzrdat, fab Geſchwi, ter ung g Wende Wenn man Gnu ce ee wach ga lhre ö 1 1 Ar 2 Ehrenpreiß. 1197 den, ſo man es in Waſſer ſiedet, ein wenig Alaun darein leget, und die Wunden damit erfrtſchet, alſo dienet es auch wider Grind und Unreinigkeit des Leibes. 8 Wider Grimmen und Reiſſen des Leibes, Grleß⸗und Nierenſtein wird auch mit Ehren⸗ 0 prelß bereltet ein gut und nuͤtzlichess unnd i. Hauß⸗ Cyſtier. Elyſtier. Ae. Ehreupreiß, Miij. n Siede es in Waſſer, und ſeihe es, davon nimm Sviij alsdann zerlaß darinne ſuͤß Man⸗ dei⸗Oehl, Ziſß. Zucker, 3j. Capaunſchmaltz Iſe. vermiſche alles wohl zu einem Clyſtier. Das deſtillirte Ehren preiß⸗ Wa ſſer wird ſonderlich hoch gelobet wider die Gelb⸗ ſucht, den Lendenſtein und den Gifft, vertreibt „Aral Schwindel, bekraͤfftiget das Hirn, erwaͤrmet Rec. Eſcenpttiß, Salas den Magen, ſtaͤrcket die Daͤuung, machet Luſt Süßholz J zum Eſſen, ver zehret die ſchaͤdlichen Daͤmpffe, ſo Ache gehn vom Magen uber ſich riechen und den Schwin⸗ Ache in zeũ Mun del verurſachen, eroͤffnet die verſtopffte Leber Eher ſedet, ſähecz Hun! und Miltz, fuͤrnehmlich aber die Lungen/ denn wellen Jucker, Fü e es zer theilt den zaͤhen Schleim auf der Bruſt, incl n, nnd befoͤrdert den Auswurff, heilet die Lun⸗ gen⸗Geſchwuͤr, reiniget das Gebluͤth, Nieren, Mutter und Blaſen, ſo man Morgens und Abends Zißß oder Zij. dieſes Waſſers trincket. Wenn man mit Ehtenpreiß⸗Waſſer ein Gurgelwaſſer machet, und offt laulicht ge⸗ brauchet, heilet es die Mund⸗Geſchwaͤr, ſon⸗ derlich, ſo ſolche von der Frantzoͤſiſchen Seu⸗ che herruͤtzren. 5 i 1198 Ehrenpreiß. Eſſentz und Auch kan man aus friſchem Ehrenpretß, Sprup. Teutſcher Thee von mit Brandteweln eine Eſſentz ausziehen, oder einem Sytup davon machen, welche beyde ſehr kraͤfftig ſind in allen Bruſt⸗Kranckhelten, Wunden, Schaͤden, Nieren⸗ und Lenden⸗We⸗ he: von der Eſſentz kan man kaͤglich ein paar mahl mit 20 Tropffen, von dem Syruß aber offt einen Loͤffel voll geben. Wenn man dle Blaͤtter des Ehrenprelſes, ehe die Blumen herfuͤr kommen, zu Ende des Ehrenpreiß Mayens oder Anfang des Junii ſammlet, wie und deſſen Nutzen. die Thee⸗Blaͤtter doͤrret, und zuhereſtet, ſo haben ſie durchaus einerley Krafft und Tugend mit den Thee⸗Blaͤttern, koͤnnen alſo mit groſ⸗ ſem Nutzen und nicht geringerer Lieblichkelt, an ſtatt des Indianiſchen Krauts, zu dem war ⸗ men Tranck fleißig gebrauchet werden. Sol. cher Tranck zertheilet und trocknet alle gluͤſſe des Haupts und der Bruſt ftilet die Hauptſchmertzen, Augenwehe, Zahn⸗ wehe, Huſten und Grimmen vertreibt die Heiſerkeit, das verſaltzene, ſcharffe und hitzige Gebluͤt, reiniget es durch den Harn, treibet ſolches mit dem Schleim Sand und Stein der Nieren aus, ſtaͤrckt das Ge⸗ daͤchtniß, bewahret fuͤr Schlag ⸗Hluͤſſe⸗ reiniget die Mutter foͤrdert die monatliche und erfreuet die Unftucht ⸗ Reinigung, baren; iſt endlich auch zu Heilung allerhand Wunden und Schaͤden ſeht befoͤrderlich. Es ſchreibt Nic. Agerius im J. Theil ſeiner „Teutſchen Apothecken Cap. Gz. daß die* G10 — 7 ll 0 eh 10 ſfuchbher f. bbc eln gelen b N fuß, ſode Enge chen ſita Wel we elt de Wuaſtin fal auch die de — —— —.— — 2 3 dull, 0. fut breiten ac dem abe 1 ee I Mitte ufig 1 on ber kleatz 1 alt ꝛ0 dr nen daf ul geh Mae Ven nan de itt uud die Janenhefir ng ih ven ber Mfg de iet de Nutte dont, nne nc ierlh 7 den dhe Vlättern, umi Mae und nicht rhea Laukbes dlanicche tue Tant faßig gebrauch Tun zertheilet und kräe Jaupts und der Buß iptſchmerten Aupnne e chuſten und Grimm in erkeit das verſalgen ce g Geblüt reinigt ö ſolches mit dem Schland! n de Nieren aut, l cuiß, bewahrt fit 8000 tdi klutter focal ügung, und erſtur 1 0 6 n; Namcheuh uhu den und Schaden bhncbe Ne. Ae l ſchrelbt Nie. Agen. 0h ben Aosta f ö ann 5 1 1 Singruͤn. Ingruͤn. 1199 en, ſo von groſſer Maſtigkeit und§ette 10 unfruchtbar ſind, dieſes Kraut und Waſ⸗ fen d e ſer in hohen Ehren halten ſollen, denn es alle Überfluͤßigkeiten verzehret, erwaͤrmet die Geburts · Glieder, unb trocknet ſie von aller Feuchtigkeit, ſo der Empfaͤngniß verhinderlich iſt. Einige machen auch von Ehrenpreiß einen Kraͤuter⸗Wein, welcher ſehr wohl dienet denen, ſo mit der Bruſt und Lunge preßhafft ſind, er⸗ offnet auch die verſtopffte Leber, Miltz und Mutter. 1 372. Singruͤn. Ingruͤn. v SJngenn, Vinca. 9 oder In, gruͤn, im Latel⸗ a niſchen Vinca per inca genannt, ſolches iſt ein, Kraut, das auf der Erden hin e Niund wleder krle⸗ h chet: Es gewin⸗ NV N net ſchwancke, knopffigte und 5 Bintzen⸗dicke Gertlein, die haben zu beyden Seiten glatte, etwas breite und laͤnglichte Blaͤtter, ein paar nach dem andern, dem Lorbeer ⸗Laub aͤhnlich, nur daß ſie viel kleiner, gruͤner, ſteiff und ſtarck ſeyn. Im Mertzen bringt er zwiſchen den Blaͤt⸗ tern ſchoͤne braun ⸗blaue Blumen, wie Bur⸗ retſch⸗ 1200 Singruͤn. Ingruͤn. retſchblumen anzuſehen, die hangen an langen Stielen, und iſt jede Blume mit 4. oder 5. Blaͤtlein, ſo ohne Geruch ſeyn, beſetzt. Er hat viel duͤnne Wuͤrtzlein, ſo in der Erde fladdern; dieſes Kraut bleibt allezeit gruͤn, und werden im Winter Kraͤntze daraus gemacht, und ver⸗ ſtorbenen Jung⸗Geſellen und Jungfrauen hey Begraͤbniſſen aufgeſetzt; es waͤchſet gern an ſchattigen Orten. Die Blaͤtter kühlen, krock⸗ neu(ſind warm und feucht im 1. oder nach an⸗ derer Meynung, ſind ſie warm und frocken im 3. Grad,) ziehen zuſammen etliche ſagen, ſie verduͤnen, eroͤffnen und zertheilen,) und dienen vor Bauch- und Blutfluͤſſe, Durchlauff⸗ rothe Ruhr Blutſpeyen, Naſenbluten, guͤldnen Aderfluß, Wunden, weiſſen Fluß der Weiber,(andere mehnen, daß ſie die Monat ⸗Zeit und die Geburt befoͤr⸗ dern;) mehren die Milch in Bruͤſten. Aeuſſerlich ſind ſie gut die Empfaͤng⸗ niß zu befoͤrdern und die uͤbrige Frauen⸗ blum zu ſtillen,(an die Schenckel gebunden) etliche geben vor, daß ſo ſie zu einem Mutter⸗ Zaͤpflein formirt, die Monat⸗Reinigung trelben ſollen: dienen auch, wenn ſie in Mun: de gehalten werden, vor Naſenbluten, oder aufs Haupt gebunden, vor ſchmertzhafft⸗ und wacklende Zaͤhne, geſchwollen Zaͤpff⸗ lein und Mandeln im Halſe,(in Gurgel⸗ waſſern) die Milch zu mehren, und bor Sauberey gebrauchet man ſie in Bädern für Wunden giftige Biſſe und e 6000 — Aceh bal babe ch pl ch we on Walden nd gat an men 2 angehenden a Keuter i n ſedg, unde Nallwörg St fakrautklame 1 nachdasg iar th Rosen t, en Ct achter Wärmed ſaderlcgaedle Fische S Headſtak⸗ e w. dee Briſegleg m Wabern Wel hen d hung zuſtat l Singrüng m Mag th 1 Belchgg erden laß uucher 15 fußt a d 100 6 0 kamen e 1 1 5 1 echneng — 0 l * 5 0 — Monat Feit und de ang 1 mchte die Milch uu lenſſcrlich ſud ſe rer zu befoͤcdern und dein n zuſtllen,(an die Shale e gchen det, daß ſoſt n ian formt, die Huhn in ſellen: dienen auch Aang alten werden, ver Much, und Handeln im Ha die Milch umi e f 4 Haußt gebunden, aur 11 packlende ahne ane 1201 Singruͤn. Ingruͤn. % renwehe: das aus dem gantzen Kraut gebrañ⸗ % te Wa ſſer iſt gut vor Baͤuchfluͤſſe faul Sahn⸗ fleiſch, Nundblattern, in Wunden und Geſchwaͤr, ſo man ſolche damit waͤſchet. Weil demnach der Singruͤn ſo ein fuͤrtreff⸗ lich Wund⸗Kraut iſt, als werden ſeine Blaͤtter zu den meiſten Wund⸗Traͤncken gebraucht, da man neben dem Singruͤn auch andere heil⸗ ſame Kraͤuter in halb Waſſer und weiſſen Wein ſtedet, und offt davon trincken laͤſſet. Wallwurtz Singruͤn, ſpitzige Wegreich⸗ und Elyſtier. Wullkrautblumen in Gerſten⸗Waſſer geſot⸗ ten, hernach das gelbe von einem Ey, ſamt ein paar Loth Roſen⸗Oel unter ſolch Waſſer gemi⸗ ſchet, ein Clyſtier daraus gemachet, und in rechter Waͤrme dem Menſchen beygebracht, iſt ſonderlich gut die rothe Ruhr damit zu heilen. Briſche Singruͤnblaͤtter auf heiſſer Milch zu Herdſtatt ein wenig gedampfft, hernach aufbringen. dle Bruͤſte geleget, vermehret den ſaugen · den Weibern die Milch. Welchen Weibern ihre Monatreini⸗ gung zu ſtarck flieſſet, die ſollen eine Hand voll Singruͤn mit 5ſß. Tormentillwurtz in ei⸗ nem Maaß rothen Wein ſieden, und davon nach Belieben trincken: diß Kraut dienet auch wider den Fluß der guͤlden Ader. Matthio- lus aber ſchreibt, wenn die Weiber ihren Mo⸗ natfluß zu ſtarck haben, ſollen ſie friſchen Singruͤn oben auf beyde Schenckel binden, er laſſe es auch alſo getragen dienlich den ſchwangern Weibern ſeyn, daß ſolche in keine unzeitige Geburt gerathen. Das N 5 — W 3 e„„ 126 Singrüͤn. Ingrůn Das Kraut mit Ankeß und Fenchel geſot ten in friſchem Waſſer, bringet Weibern die verlohrne Milch wieder. 5 Es iſtdieſes Kraut auch fuͤrtrefflich gut zu dem verletzten Halſe, der gleichen faſt keines zu finden, und ſo ſich die Fluͤſſe auf den Zapffen legen, daß zugleich die Mandeln davon ſchwel⸗ len, alſo, daß der Menſch vermeiner er werde davon erſticken muͤſſen, ſolches in Waſſer ge⸗ ſotten, und damit gegurgelt, ziehet mit Ver⸗ wunderung den Schleim aus dem Halſe, und machet wieder Lufft; Es muß aber ſolch Kraut mitten im Sommer geſammlet werden. Was dieſes Krautes Natur anlangek, ſo ſchreiben die Autores davon unterſchiedent Apolinaris und Dodonæus halten dafuͤr, es ſey warm und trocken im z. Grad; Matthio- lus aber haͤlt es fuͤr kalt, trocken und adſtringl⸗ rend, dahero ſie auch in dem Bauchfluß/ ro⸗ then Ruhr ꝛc. es loben. Allein dieſes alles wol⸗ len einige auch nicht glauben, dieweil es wedet kuͤhlet noch adſtringiret, und allſo in Bauch⸗ fluͤſſen und rothen Ruhr nicht ſicher gebrauchet werden konne, indem es vielmehr duͤnn ma⸗ chet, relolvirt und eroͤffnet. Dahero man auch in Verſtopffung der Monath⸗Reinigung nichts beſſers geben kan, als daß man gemeldte Blätter in Wein inkundiret und koche, und um gebuͤhrende Zeit giebt. Man kan es auch als eln Epithema in Mangel der Milch uͤber die Bruͤſte ſchlagen, ſo wird es eine groſſe Menge „Milch zeigen; leget man es aber in Form eines Cataplaſmatis uber den Ruͤcken, ſo futzſchte f en lg afl ng m elt Kasette des delt fn Alan sg Rahel aach akt kit clit, dame check hela cechwrätlan 75 80 hut Ind glatt; fue viſſe f U ö Jen daß fngeih len N alſe, dh du dh mt don erſiicen miſſe ce kten bunt ful, 1 ragen% rer luft; 5eme um Sommer geſameng * dieses Krautte e Mme ö n telben die Autores dale kal atis Und Dodonzu 000 warm und trocken im z ng :ber heltes für kalt, knn 5 Mere aud in kuba due x. es loben. Ale nil mige ſaeauch nicht gaubqh ai 11 1 ngirtt, cht ni d rothe ugruthſteß N en kanne, indem ds Nan etolkitt und eriffl.!. u Ver inen + dchegebeken a0 17 a0 u Waun int ane „ 1b e 1 it ch agen, sowic a tuanz zeigen; lcget 5 Almatis uber dend Nun 0 1 Singrün. Ingrün. 1203 den Bräſten ihre Milch;; wenn mau es aͤuſſer⸗ lich in Form eines Peſſi applicirt, ſo locket es gleich falls das monatliche Gebluͤt heraus. Das deſtillirte Waſſer aus der Wur⸗Deſtiliirt tzel, den Blaͤttern und Blumen, die im Anfange Waſſer. des Fruͤhlings geſammlet worden, wird in der rothen Ruhe und Durchbruͤchen geprieſen, hel⸗ let auch alte kalte fluͤßige Wunden und Ge⸗ ſchwaͤr, damit gewaſchen: denn Mund damit geſchwenckt, hellet es das ſaul e Zahnfleiſch und 910 Geſchwaͤrletn des Mundes. ſtarck und glatt; wachſen weiſſe Bluͤmlein, 5 373. Schwalben⸗ Wurtz. beo ſolgen Nena. N Vincetoxia ge- nannt, hat viel gruͤne, rundte und zaͤhe Staͤngel, dar⸗ an ſtehen die Blaͤt⸗ ter je zwey gegen einander, und ein paar von den an⸗ dern Gleichs⸗wei⸗ ſe geſetzt verglel⸗ chen ſich faſt dem N Epheu, ſind doch laͤnger, ſpitziger, auf dem u Gioffel der Staͤngel wenn dleſe ver bluͤ⸗ lein, 8 PPP Vinceto- Schwalben, Gale, Wur tz, gen und im Latel n ſch en Ort. „ Schwalbenwurtzel. lein, ſo etwan Fingers⸗lang, welche inwendig mit weiſſer Wolle gefuͤllet ſeyn, in welchen auch der Saame, gleich wie bey dem Entztan, lieget; wann die Schoͤttlein ſind zeitig worden, ſo thun ſie ſich auf, anzuſehen wle eine fllegende Schwalbe: die Wurtzel iſt gantz zaſigt, in ein⸗ ander geſchrenckt und verwickelt, mit unzaͤhlig viel kleinen, rundten und weiſſen Wuͤrtzleſy, die ſind am Geſchmack ſuͤßlicht, und ein weng ſcharff, etliche Wurtzeln werden ſo groß, daß ſie an einem Stock in die zehen Pfund ſchwer wie, gen. Die Schwalben⸗Wurtzel waͤchſet in wil⸗ den Bergen, Waͤldern, rauhen und ſandligten Orten, wird fuͤrnehmlich auf dem Schwartz, wald gefunden, bluͤhet im Jullo, und bringet ihre Schoͤttlein im Auguſto. i In den Apoͤthecken hat man die Wur⸗ tzel, ſelten aber den Saamen, die Wurtzel iſt warm und trocken im 1.(2) Grad, verdinnet, eroͤffnet, treibt den Schweiß und Harn, Steln und Monath⸗Zeit: wegen ſelner Schweſß⸗ treibenden Krafft dienet es auch in Frantzoſen, Kranckhelten. Sie wird auch gebrauchet in Verſtopffung des Monath⸗Fluſſes, den Hert⸗ klopffen, Ohnmachten, Waſſerſucht; der Saa⸗ me wird gebrauchet zum Stein. Auuſſerlch dienen ſowohl die Blumen, Wurtzeln, als auch f der Saame, zu den garſtigen Geſchwaͤren, wel⸗ che ſie reinigen, zum Biſſen vergiffteter Thlerk, in Bruſt⸗Geſchwaͤren, Dol. 3. bekommet auc) wohl denen, ſo mit Glieder⸗Kranckhelten 3 9 S5. 1 up org ebenen Sina 1 Man hafen n lag galten duc gſt ggg ache, fl! aha zh u leſohheb fade Boge , fus deim gt fu ſchen, nac n oben arg e Mel Dee Wurzl ſecucher, evafoceen gen ud at Erſahnit J dcwulbelwnr 8 Aunden dam der Peſt, und andern gifftigen Kranckhelten un eth 1 ſethers, fe N fruft mathe Schwalbenwurgel. TA OS den Podagra behaffter ſeyn, und iſt ein gewiſ⸗ n ſes Remedium zu den Kroͤpffnn. Schwalbenwurtzel ß. uͤber Nacht in el. ner Maaß weiſſen Wein gebeizt, darnach den e orttten Theil eingeſotten, alle Morgen einen nc e laulichten Trunck davon gethan, und im Bette darauf geſchwſtzt, bekommen wohl den Waſſer⸗ ſuͤchtigen, es ſoll die Kranckhelt zu den Fuß⸗ a ſotlen heraus ziehen, und eine gewiſſe Arkzney ape 00 ſeyn, wie ſolches Pertus Matthiolus und andere 1 de Ecvalbn, Unt b 1 gelehrte Botanici in ihren Kraͤuter⸗Buͤchern Bap, Wilen, N50 ,, n mid fimeſnich af Aus dieſem Kran laͤſſet ſich eine wahre El⸗ N den, ahn 1 ſene ſlehen, nach Paracelli Manfer, welche Sddteln mH, N auch in oben angeregten Zuſtaͤnden das fuͤr⸗ Jude Pöthrin en h, nehmſte Mittel t.„ dünn ain bn Sung 0 Die Wurtzel wird bey den Wetbern befftig e, 0 gebrauchet, davon nuͤtzliche Traͤncke zu ſieden, e deln mi diu die verſtockte monarhliche Reinigung wieder zu den liked Schulden bringen, und das Mutrerwehe zu ſtllen. Henk, d bana Erſahrne Wund Aeitzte brauchen dle denden Kraft tat ace Schwalben wurtzel alle boͤſe Schaͤden und fau⸗ accheten. Sie wit ang ale Wunden damit zu reinigen, und zur Heflung pet und anden gta, zu befördern ſie hat in ſolchen Zuſtaͤnden gleß⸗ ſeepffung bes Mora hunde che Krafft mit der Hollwurtz. 8 ſea Ohnmachten, Vaſaih% Das deſtillirte Schwalbenwurtzel⸗Waſſer nurd gebrauche zun Eh, 0 auf 5j. ad Fißß. getruncken, widerſtehet allen in ſeoſl ble Blume M 1 Gifft, und inſonderheit der Peſt, kreibet bie Saum Ju ken gunſheubecg end weibliche Retuigung, und it dienlich in det Geld- und Waſſer⸗Sucht! Es ſoll von expe· ruf Geſc wir, 0g e amentirten Wund ⸗Aertzren gebrauchet wer begen, mt ldan. ff den,„ wü ho da . 3 n—— PPP 2 1 Viola pur- purea. 1200 Blaue Veyel. den, damit alle Verſehrung und Schaͤdtgung an heimlichen Gliedern bey Mann und Web, deßgleichen boͤſe Schaden und faule Wunden zu reinigen und zu heilen, zarte leinene Tuͤchlein darein genetzt, und laulicht uͤbergeſchlagen. 374. Blaue Veyel. 1 Laue Veyel im dateiniſchen Viola Pur⸗ purea genannt, hat Blatter ſchler wle der Epheu, doch ſind ſie zaͤrter, kleiner, und le gen auf der Erden, ſie haben keine Stängel ſondern dinne Finger⸗lange Stiele derer feder 5 Sichen r Gun f Hl g dente 10 chen ſtrabl fefa uthunſchdit dna dib erden, und w. gr 1, Glace henSiöcl fa dahin M. t gan 1 n Sonne n a an Wit ccc en, June lohn Jdengpet eee lch lach ole baten Naked S oberg de mz. Grad, unasſdhit ein wohlriechendes braun⸗ blaues Bluͤmleln fen, dh oder Veylgen traͤget, ſo gemeiniglich aus fuͤn Blaͤttlein beſtehet, das mittelſte unter dleſen 4 dig mel Blaͤtlein bringet ein hohl Huͤtlein, inwen ff ben dae mit einem gelben Duͤpflein beſprenget, aus die⸗ ö e„Hſte ſen Veylgen werden rundte graß⸗ farbt „ Hülß⸗ 89 erſſen(gt Naſel 1 ö it elnem gelben. Veglgen wacde mf Blaue Veyel. 1207 Huͤlßlein oder verſchloſſene Boͤllein voller Saame wie Hirſe⸗Koͤrnlein, die Wurtzel iſt lang, duͤnne und zaſicht die Veyel⸗Stoͤcklein nachdem ſie verbluͤhet, erjungen ſich zweyfaͤltig, einnahl vom ausgefallenen Saamen, zum an⸗ dern thun ſich die Stoͤcklein hin und wleder mit ihren langen Faͤden ausbreiten, hencken ſich an die Erden, und wachſen von einem etwan 10. oder 12. Stoͤcklein, welche man ferner wie jun⸗ 0 ö ge Erd beer⸗Stoͤcklein auffzlehen kan, die Veyl⸗ gen, ſo bald im Mertzen bluͤhen, werden ſuͤr die beſten gehalten, denn es iſt ihre Krafft von der erſten Sonne noch nicht ausgetrocknet, oder vom naſſen Wetter ertruncken. Sie wach⸗ ſen gemeiniglich an ſchattigten Orten bey den Mauren, Zaͤunen und Buͤheln, und werden allein zur Artzney gebrauchet. In den Apothecken werde auch die beſten ſind, wie auch die Blumen, n un ABlaͤtter und Saamen, das Veylgen⸗Kraut, pures ee Erben dach füt n auf bet Eden, fe fünf dern dinne Frgerſp el u wohltiechendes bruu l e Valgen tagt, an Vattlein beſtthet, des mae atlein bringet ei cl N beſonders die Blume, kuͤhlet im 1. und feuch⸗ let im 2. Grad, die gedoͤrreten Bluhmen kuͤh⸗ len was ſchwaͤchers, und trecknen, erweichen, laxiren, dienen dem Hertzen und Bruſt, befoͤr⸗ dern den Auswurff, werden melſteus gebrau⸗ J chet in der Galle, beſonders in der ſchwar⸗ „ gen Galle, in Hitze der Fieber, in Haupt⸗ wehe, Huſten, Rauhigkeit der Kehle, ſcharſfen Cat harren und Seitenſtechen. Aeuſerlich wird das Kraut in Cataplaſma- Ff 3 Baͤdern u dieſe gebrau⸗ Eigen⸗ chet/ ſo einen lieblichen Geruch haben, welches ſchafftNu⸗ en und Ge⸗ rauch. ten, Clyſtiern und 55 Fuß⸗ — K— n 3———— „ ůͤ ͤ„„ ö.— 8 Bevern gebcauchet; die Blumen Tun linde, und gehoren unter die bekannten Heitz plucken das Gelbe von den Blumen mit Co. rallen eingegeben /iſt gut den Kindern vot dle fallende Sucht. Souſten ſind die Biolen Her aller temper irteſten Malu F, daher fit e die Eymphain am beſten temßeriren, und alſo Sanme wird ſelten Nabtaadet,„doch krelbt er Den lein, nemlich in Berſtopffung⸗ der Nie⸗ rep allwo eine Emülſion daraus gemacht wer⸗ den kan; doch iſt zu mercken/ daß ſie ohen und unten aus purgieten. Doſi Iſt. ad 3. Es be ſoͤrdert der Saame auch und erleichtert die Geburth. Es ſollen aber die wohlrlechen⸗ den Veylgen im evſten Fruͤhling des Morgens, weil der Thau noch drauff ſitzet, geſemmlet Werden Jaber teyder wird in wefiigſtlpochtcken 5 auff geſehen uſondern nur angenommen, wos dle alten Kräuter Weiber bringen wiege, meiniglich nuch lnademundenm daga. Len zu geſchehen pflege t „Aus den Blumen bitelet wen den oa Behgen. man 8 1 1 nn den Dehlgen? u Veylgen⸗ Syrup.“ N Ker. Abgepſläckee fr. cd ae 5 1 beg ſedend Wafer darauff Bij. ad Wit. de. eke ſolche Infuſion zu, weiches am fuͤglehſten in einem zinnernen Gefaͤß geſchehen kan laß es alſo bey gellnder Waͤrme etliche Stunden ſte hen hernach druͤcke die Blumen wohl Laus, in 235 Ale den Auswurff zu beſoͤrdern. Der 1 8 5b. we ehe 1* wieder 9 4 05 f — ale 5 ul dre ihc, f fun augebk 10 falten Cat Aelgctguce ien eh frkoch gd Waſ ac hen d fin Hachen nl ceſcheb a deabede dagen as wal ch haben kn a Mat ile i fit Jun cc, e get l f 0 chez Abtauchet wen Man kin au Abele cht Violen⸗ ec. f 0 f 1 a batinee 0 ſeym 1 deaf 0 6 15 0 Seame vivien 1 b Nan nenlic 5 0 ö es Ag ene Lmulfon kat 0 rn lm; doch ſt u urch ö auric, offt chert der Sanmtaucugeh eberth. Es solln aum, n Vinlzen im eſün drinn al de eu noch kreuſ e D elender vd * gehen. ſonbem fern „beiten Kräuter Wü gd auch knaleruinin n gcc, Jus den Blumer intl u bekannten Daunen 1 U der. Aogepftüdtefſe hh eden Wiſcwrufbi lolcht Infuß on iu wn 1 1 1 11 pen nnen gegen btb gelinder Wai 10 6 0 ach drück l. Bun ö 1 Na 10 1 —— oder zweymahl aufwallen, heb es ab und nimm 1 0 *— T Blaue Veyel. f 1209 Viol⸗Blaͤtter 5 ſs. ſo im ſteinern Moͤrſel zer⸗ ſtoſſen wer den ſollen, laß es alſo an einem war⸗ men Ort ſtehen, exprimir es wieder, zu dieſem blauen ausgedruckten Safft thue weiſſen zart gepulverten Canarlen⸗ Zucker, auf jedes Saffts 5. allezeit Zucker, ij. laß dieſes in einem zin⸗ nernen Gefaͤß ſo uͤber einen Keſſel voll warm oder kochend Waſſer geſtellet, ſich unter einan⸗ der wohl aufloͤſen ſo bekommeſt du einen dauer⸗ hafften ſchoͤnen Violen⸗Syrup, doch muß ſol⸗ cher im Kochen nicht viel geruͤhrt werden, ſonſt bexliehrt er ſeine blaue Farbe. N Aus den bey den Infuſionen hinterbliebenen Blumen, als welche noch viel Farbe und Krafft bey ſich haben, kan man noch einmahl in ſieden⸗ dem Waſſer inkundixen, ſolches ausdrucken, und mit Zuthuung Zuckers einen guten Sy⸗ kuß machen, welcher, ob er gleich an Kraͤfften nicht ſo ſtarck als der vorige, kan ſolcher doch wohlfetler gegeben, oder zum Julepo Violarum gebrauchet werden.. 5 Man kan auch durch ein eintzlges Auffwal⸗ len bereiten einen Violen⸗Syrup anderer Art. Rec. Infuſion von Violen, wle oben ge⸗ eta ,,, Weiſſen Zucker, i5ij. den darauf ſtehenden Schaum davon, colir den 5 Syrup durch ein Setacium, und verwa re ihn. 15 5fff4 Ande⸗ * B 3 N——————— — n c——— Voiol⸗Sy⸗ 1 up auf ang Thue alles in ein verglaſurtes Gefaͤſſe, ſtelle es. zu uͤber gluͤende Kohlen, oder lichtes Feuer, laß ein- reiten 5 12189 Blaur Veyel. Noch an⸗ dere Art Viol⸗Sy⸗ rup. Deſſen Ge⸗ brauch. Oel. WW gen ⸗Oel angeſalbet, zerthellet Schumertzen des Seitenſtichs, kuͤhlet die ent zündete Leber und Nieren, ſo min den Andere inſpiſſiren einen auffgelöſeken Zu⸗ cker zur Conſiſtenz eines Tabulati, alsdann tragen ſie von dem Infuſo violarum ſo viel hin⸗ ein, als vonnoͤthen iſt. 12 7 Andere nehmen des Liquoris 5j. Zucker bbiij. thun ſolches in einen Alembicum ce cum; ſtellen ihn ins Balneum, und laſſen es zum Syrup iaſpiſſiren, alſo ſoll es weſt wohl⸗ rlechender auch kraͤfftiger werden. Der Vlol⸗Sprup wird nuͤtzlich denen, gen Kindern gebrauchet, wenn ſie groſſe chte haben, Durſt leiden, und verſtopfft ſind e dienet auch wider Seitenſtechen, rauhe Kehlen und den Suſten, davon nach Be. lieben einen Loͤffel voll zu nehmen. 1 Ein Saͤlblein von Veylgen⸗ und No⸗ ſen⸗ Gel mit weiſſen Wachs bereſtet heilet die Schrunden an Haͤnden, und Fuͤſſen, Aff. ter, Geburths Gliedern und Bröſte⸗ Schrunden. Dos Viol⸗Gel an die Schlafe und Sllin geſtrichen, ſtillet das hitzige Hauptwehe, lu⸗ ſonderheit ſo auch Roſen⸗Oel darzu gethan wird; das Oel wird bereitet wle das Roſel⸗ Oel ſo an ſeinem Ort ange wieſen iſt. Die hitzigen Geſchwulſten mit Veh ſte, lindert die Ort damit ſchmieret: wenn man Harnbren“ nen empfindet, wird er geſtillet, wenn man den Nabel warm mit Veylgen⸗Oel relbet. N 3 Aus 9 enz f be fa ted ugch eim de Saunen ln a, fr ile fue. lu he che fun att ſch. gest gan zeſt ſadar gaben n We ade Ahle atwahll Shmam aht dinmenthüfl ratten ist, aan ehen chef elch dun de affen ncht Sonſt per ben Pl u ber Eg, den Blame ſaleſant 4 „ 00% Hewch Nigg fur ant, t d 110 n tn n cn N ban. t nh n 0, dem Schleim wohl reintget. Man muß z ff. u dl dchen, dar a auch bet Setgfſth blen und den Hater ea Nn und! Affe vel um En Suldlein von Vage v. Oel mit weſſen Much a Schtunden an Hung fil „Geburths„Glied uk 4 dena Dis Viol-Oel an hebt ö richen fiillt das bcäp e N derhelt ſo auch dana ö bas Da wird bert eg G N nit kön acm nit wälen. PP— Blaue oerl 1211 Aus dem zerſto ſſenen Saamen mit fer. Die Nie⸗ ſich⸗Kern vermiſchet, machet man mit Zugieſe ren vom ſung Pappel⸗ und Erdbeer⸗Waſſers ein. ich Schleim lein, welches den deib und die Niered von i. zu reinigen. Viol⸗Saamen und 3ij. Pferſich⸗Kern darzu nehmen, fuͤr eine erwachſene Perſon zu ge⸗ brauchen. Aus den ſeiſchen Violen wird die Purpur Tinctur. blaue Farbe ſich in das zugegoſſene warme Waſſer gern ziehen und alſo eine Violen⸗ Tinctur werden, welche lleblich entweder un⸗ ter dem Wein, oder allein zu trincken iſt, die ſehr wohl abkuͤhlet, die Leber ſtaͤrcket, und den Durſt wohl loͤſchet. So man aber die Vlolen in groſſer Menge Spiritus. zuſammen thut/ und unter ſich jahren und fer⸗ mentiren laͤſſet, hernach deſtillirt, ſo bekommet man einen ſehe fürtreflichen Vliolen⸗Geiſt, welcher dem Roſen⸗Geiſt an Lieblichkeit und Kraͤfften nichts nachglebt. Sonſt werden noch unterſchlebene Sachen aus den Plol⸗Blumen bereitet: als die Conſer- va, der Eßig, das Oel, das deſtilltrte Waſſer aus den Blumen, der Extract und Trochiſci, 1 alleſamt in Apothecken angetroffen werden. 375. Heydniſch Wundkraut. vir ar Eydniſch Wundkraut im Latelniſchen 335. Virga aurea, auch Conſolida Saracenica nica. genannt, hat glatte Oliven⸗Blaͤtter, allein ſie Geſtalt, 8 ſind laͤnger und W 75 die nahe bey 50 und f 5 der d CFFFSCF 5 9* —— 1212 Heydniſch Wundkraut. 7 nnn 2 2** lee!* 3 der Wurtzel ſtehen, ſie haben auch am Umkteiß ſubtile Kärblein, die Staͤngel werden braun⸗ roth, holtzig und ein oder zwey Ellen hoch oben traͤget es im Auguſt⸗Monat ſeine geahrete gel⸗ be Blumen, ſo nach der Zeitigung davon ſlie⸗ gen; man findet es in Waͤldern und bergigen Orten, in fetten Boden, wie auch auf den Buͤ⸗ heln, am Rand der Aecker, und in den Weln⸗ Garten:dieſes Kraut aͤndert ſich an den Blaͤt⸗ tern, denn ſie werden laͤnger, breiter, kuͤtzer, und wie Saͤgen gekaͤrbt/ auch biß wellen mit e weſſſen Strichen gezeichnet. h Wyundtralt,“ ö tel 0 b wc l aun cpoche f 0 eum aront ge ge een Mack ag nochn erben ber W. ſlsgeſhtze, ug gekeſbte enz die B ct aeg dem Stagg der wade dagegen, wi fucgten On; Raste, weden I Oe Inden q b die Blum itelben er Altingen es gf h Dada 5 — tin und! Acgtalen de auch beh. Ja au Mygkreng Butel ſechen, ſe hebt ble Kerblan, die Stina boleg und en b tee m Juzuſt⸗ Munt cat Runen, ſo nach da ü wan finbet es n Mina tu lu ſekten Boden, eau an and ber Alt, mae 1 tm: dees Kune dan ſit wetten ſücl n a Size gell, aug 8 Stichen gane 1 5. 8 2 . 8 Seydniſch Wündkraut⸗ 1213 Es ſt noch eine Gattung Zeydniſch Andere —— das ſchmale, wied Virza autres anguſtifolia um Lateiniſchen genannt, braun⸗ſchwartze Wurtzel, mit weiſſen Faſen mad einem aromatiſchen Geschmack begabef, davon etliche geſtriemte, etwas haarige, mit dicken Marck angefuͤllte Steugel, ſo uͤber El⸗ len hoch gerade auff telgen und Wechſel⸗weiſe unten bey der Wurtzel brefter, oben auf ſchmaͤ⸗ lere, aus geſpitzte, ſch wartz⸗gruͤne, bisweilen ein wenig gekerbte und haarige Blatter herfuͤt bringen z die Blumen kommen im Auguſt⸗ Monat an elgenen laͤnglichten Stlelen, oben an dem Stengel hinauf gelb und wie Sternen gebilder, welche in einen flammigten Saamen ausgehen, waͤchſet an ſchattig⸗ und wäldigten ſeurthten Orten; ſie bluͤhen im Julio und Au⸗ guſto werden theils auch noch im September un October angetroffen. 89885 In den Apothec Gauund hat el⸗ heidniſches ne zertheilte, uͤterzwerg in die Erde gehende 1 8 uts. Eeigen⸗ en hat man die Blaͤt ker ſchafft, und dle 2 man gebrauchet es den Urin Nutzen und zu treiben, ſte waͤrmen und trocknen im 2. Grad adſtringiren, dienen vortreflich zu den. Wun⸗ den, es iſt bitter und trocknet augenſcheinlich. Dodonæus und Matthiolus ſchreiben, daß diß Kraut eine ſonderliche Krafft habe wlder den Stein und das Wierenwehe, alſo daß es nicht allein den Grieß und den Sand ſon⸗ dern auch den Stein ſelbſt zermalme, und zu⸗ gleich ausfuͤhre; Uber dieſes relniget es au de Wen und Barngaͤnge von allen 155 * Gebrauch. B — 5 5 1— ꝶõͤðv 3.—— 1 f 5— 7—. — —— Das Pulver von der Wurtzel und Blaͤttern lobet ſehr in dieſem Fall J. Prævot, in med. paup. tauget auch im Bauchfluß, der rothen Ruhr/ Blut aus ſpeyen ʒ hellet die Mundfaͤulung, und beſeſtiget die wack⸗ lende Zaͤhne; heilet auch die Siſteln, ſonſtiſt es ein vortreflich Wund⸗ Mittel, und kan man es inn⸗ und aͤuſſerlich gebrauchen. Das de⸗ ſtillirte Waſſer aus Kraut und Blumen, dieſim Julio und Auguſto geſammlet worden, kan in allen oberzehlten Maͤngeln gebrauchet werden, ſonderlich befoͤrdert es den Harn, fuͤhret den Sand, Schleim und Stein aus den Nie⸗ ren und der Blaſe, iſt dienlich wider die ro⸗ the Ruhr, ſo man davon oͤffters 3. oder 4 Loth trincket. Man kan das Pulver davon zu alten, offe⸗ 5 6 5 nen und flieſſenden Schaͤden gebrauchen, daß man daſſelbe darein ſtreue, denn es verzeh⸗ ret und trocknet aus alle boͤſe Feuchtigkelt e ſich darein verſammlet, machet die Wunden wiederum friſch, behaͤlt ſie rein, und bringet ſie wiederum zuſammen, Sonſt kan die Wur⸗ tzel und das Kraut zu Pulver geſtoſſen und bis auf ein Quintlein davon unterſchledliche mahl in Bruͤhen eingenommen, allen Sand, Stein und dicken Schleim aus den Nie⸗ ten und Blaſen fuͤrtreflich treiben herman hikiy Amme ein d Ahern Reben dun eich net er lay i die Slack az dee 0 Ahle, 1 fac. 3 ag wolſch , elch 90 „ be 376. Weln⸗ 1 U n ud flleſſenden Schaft man daſſclbe darein fru 6 and trocknet aus alt hit hu datein berſammltt, nah deruq ftlſch behalt fru ü aum zuſummen, Ef! ind das Kraut zu ftr auf en Quiniſein bre 7 N 4 Bmhen ingen 4 ing dicken Shen 0 Blaſen fung ö Nu ku 10 pulver leut 0 1 Weinſtock. . 376. We inſtock. 8 2— 8 3 N N 1215 5 W 8 Einſtock, Weinrebe, im Lateiniſchen Geſalt, Vitis, Vini- fera. Vitis, Vinifera, genannt, iſt ein edles, Zeit, Ort jederman bekanntes Gewaͤchs, aus der Wurtzel koͤmmet ein dicker Stamm herfuͤr, mit vielen andern Reben beſetzt, welches Rinde an allen Orten zerſchrunden iſt. An den Reben ge⸗ winnet er lange Gaͤbelein, mit welchen ſie ich an die Stoͤcke oder Pfaͤhle hencken und wick⸗ len; Die Blaͤtter find breit, in 5. Theile aus⸗ getheilel, rings umher zerkaͤrbt, und rauch an⸗ zugreiffen. Die Bluͤthe des Weinſtocks iſt etwas wollicht, nach welcher die Trauben fol⸗ gen, welche von vielen Beeren zuſammen gez und Unter⸗ ſcheid. haͤuffet ſind, die inwendig ihre Koͤrnlein oder Saa⸗ 3 67rr 3 —————————+ꝙ«‚-—Eœ:ͥ .. n 1216 Wein, wor⸗ aus ſolcher beſtehet. 1 875 5 4 Saomen haben. Es ſind aber die Trauben von Farben nicht einerley, denn elliche ſind ſchwartz, andere ſind blau, andere roͤthlicht, auch weiß; die meiſten aber wachſen gruͤn. So finden ſich auch vlelerley Geſchlechte der Wen reben, nach mancherley Art der Landſchafft, all wo ſie wachſen, haben alle ihren Unterſcheld an den Trauben, bißwellen auch an Blattern. Was aber die Natur des Welnſtocks ſey, ſol vey einem jeden Stuck beſonders angeſeget werden, und zwar erſtlich der 3 Wein. 5 J Der W ein iſt nichts anders als der Safſt, ſo man aus den Trauben preſſet, ſo erſtlch Moſt genennet wird, darnach, wann er ſich geſetzet hat, und verjohreu iſt, wird er Wein geheſſſe, beſtehet aus vielen Waſſerfluͤchtigen oͤhlichten Geiſt, und etwas temperirten Salz. Vielerleyh) Dieſes Welns ſind ſehr vielerlen Geſchlicht, Arten des welche alleſamt ihre Mahmen haben nach dem Weins. 4 Guͤtigkeit Der beſte Wein iſt an der Forb ſchön an Ort, an welchem ſie wachſen: Es werden die Weine auch unterſchteden: Erſtlich von wegen des Geſchmacks, denn etliche ſind ſüͤß, andete ſauer, herb und ſcharff; zum andern wegen der Farbe, denn etliche ſind weiß, andere coth oder ſchwartz; zum dritten wegen ührer Subſtant daher etiiche Weine dinn und ſubellandeke dic und ſett ſind etliche wegen ihrer Kraͤffte datum etliche ſtarck, andere aber ſchlecht ſind. güte daha Ot Wel ust ſürtt l dt cet ach eh de Hann, gente geletzel St durch den he ſehſtllich ber nßgen Sh aß ch n eb de e Wen tdi „de mt Du chen fi, Wen iber Heft unn fel dvi 0 Hat„d cht abein de fac ſonbech. , daher h und he lat Lahe f c fe di Agens, un des Weins. Zeruch lieblich, an der ubltans ſubtl und fan 9 ter, und am Geſchmack weinreich, das 9 5 0 . dnn Ja Sit bn 0 vecdcd Aer ff: nen ruhigen Schlaff,(man ſoll aber dieſes ver⸗ ſtehen, ſo fern man ihn maͤßtglich gebrauchet, und den Leib damtt nicht uͤberſchuͤttet.) Der rothe Wein erdlcket das Gebluͤte, und iſt denen gut, die mit Durch bruͤchen und Hauptfluͤſſen nichts aueh( an aus hen tunen wennet wied, darnach eie a4 uad bpphteüſſt, wan ſtrhcg aus geln Witte ß, ar ctwas tempetungge Dube Walns ſind ech kagge Ache aleſamtihte Rahn t an reichen ſe wacht es nt aut unttrſchtden: Ge Gechmacks, denn elle r herd und ſchorff una de, denn ktiſche ſin naß bert; zum driten gr anche Weine din bj a Magens, Darm⸗Gicht, und die Waſſerſucht koͤnnen ſich aber diejenige des ebrauchen, welche alt und kalt ſo eine hitzige Natur haben, die. —— and em Geh t 1 1 Weinſtock. 0 einen guten Nachdruck hat, und lang auf der Zunge butzelt. n Dieſer Wein, wann er nicht zu alt oder Deſſen ſirn iſt, ſtaͤrcket alle naturliche Kraͤffte, erqul⸗ Nutzen. i Kcket die lebendige Geiſter, erwaͤrmet das bloͤde und schwache Gehirn iſt dem Magen gut, for⸗ dert dte Dauung, und die Luſt zum Eſſen: ma⸗ cht ein reines Gebluͤt, bringet eiue gute Farbe, zerchellet den Schleim, und fuͤhret das Gewaͤſ⸗ ſer durch den Harngang aus: er machet das Hertz froͤlich, vertrelbt Traurigkeit, bringet ei⸗ beladen ſind. Wenn aber der Wein unmaͤßiglich gebrau. Auch wie er cht wird, und man ſich ſterig damit volltrin, ſchaden fen Geiſt, cet, ſo ſchwaͤchet er durch ſeinen oͤlichten ſcharf. kan. und nicht allein den f Hertz, ſondern auch das Gehirn und die Ner⸗ ven, daher Hauptwehe, Zittern ä gantz und halber Schlag, Schwindel, fallende Sucht, Laͤhme, Erſtarrung der Glieder, Un⸗ ſaͤuerlicht Tartariſches Saltz gantzen Leib, Magen, Leber, der Haͤnde, finnigleſt, Fluͤſſe des Haupts, Undauung des erfolgen. ſind, als die, 1 Es Weins beſſer g de beſte Main 1 0 uch lieblich, öl well er ben ſolchen geſchwinde Fleber erwecket. Denen .——u— b 555——Uü—U—ü— ñ P— 0 8 2 AAA eee eee eee „ „ 1218 Weinſtock. Denen jungen Knaben, welche mit vielen Hi. tzen und Feuchtigkelten beladen ſind, iſt der Wein ſchaͤdlich. 1 Der ſtarcke Wein iſt gut wider die Aufbl⸗ hung des Magens, und zertheilet die Fluͤſſ; Suͤſſer neuer Wein, ſo nicht verjoh ren iſt, ma, chet dickes Gebluͤt, blaͤhet den Leib auf, ver⸗ ſtopffet deber und Miltz; Der ſchwarßze dicke Wein iſt übel zu verdauen, beſchwehret leicht lich das Haupt, machet bald truncken, verur⸗ ſach et auch Verſtopfſung der deber und Milt. Der ſüſſe Moſt iſt dem Leibe gar ſchaͤdlich, blähet den deib und die Daͤrme mache viel Winde, wird ſchwerlich verdauet, verur ſachet ein dickes Gebluͤt, und wenn er nicht bald wle⸗ der durch den Stuhlgang abgehet, iſt er noch viel ſchaͤdlicher. Die Blaͤtter am Weinſtock und krumme Zweiglein kuͤhlen und adltringiren ſehr, wer⸗ den gebrauchet in der rothen Ruhr, dem Er⸗ brechen, Blutausſpeyen, und andern Blut⸗ fluͤſſen,(man gebrauchet den ausgedruckten Safft 3) Aeuſſerlich kuͤlen ſie, und lindern die Haupt⸗Schmertzen und Hitze, bringen den Schlaff, wenn man dle Fuͤſſe mit waͤſchet oder ſelbe dem Haupt applicirt. Die Blätter haben einen lieblichen ſauken Sofft in ſich, dahero ſie wider das Hauplwehe und Hitze groſſen Nutzen haben: man bindet ſie auf die Fußſohlen, den Schlaff zu befördern, auch kochet man ſie in die Fußbaͤder: ſie hoben zugleich in etwas eine adltringirende 3. zugleit 1 — epbektn al been lle ach den bol. Moe güne belöm e beipale at, bah. endung, Der Gift, uche, ud eg w. ſrdundun;! s erat w e, Uh de bi ſhpffk, ut n dfb, ame auch! dd Gr n Süped daöbann dum fm hahent iam ens! ichen daß ſhruuchet h lee nögen, 1 inge n ö fag f de N an zu le 0 ſch Werra 1 ae — tte duſepſuntn Nrſiſchk ke daher be dab un de ding Wade pid chwich lun im dickes Gchlüt, und wan er burg den Stuhlgang ci l führ. De Blätter an Mista dez en küglen und ann, en gckcruchtt in der bihalh den, Blutzusſta, man n(wan gebcruche in ut; Aauſuc fila int- Schnetzen nb gl uff wenn man if eden Haupt 2 1 De Blätter haben N n ſch dahenſenbll 7* ——.—— Weinſtock. 4219 weßwegen man ſie in der Disrrhess und y- ſenterien nützlich gebraucher: ſo befoͤrdern ſie auch den verlohrnen Eſſens Appetit: die Weinreben in Waſſer geſolten, und davon ge⸗ truncken, bekoͤmmt denen wohl, die hoch gefal. len die ſen pulveriſirt/ und in die Naſenköcher geſieckt/ oder davon getruncken, thut Wunder im Naſen bluten. de, e Der Safft, ſo aus den beſchnitten „ zu verwundern, daß ſo viel nuͤtzliche Sachen daraus bereitet werden koͤnnen, welche ſolches teincken, bey denen hat es groſſe Krafft den Stein aus zutrelben: Aeuſſerlich in die Augen getroͤpffet, zertheilt es die anfangenden Flaͤm⸗ lein derſelbigen, und ſtaͤrckt das Geſicht. Es benim met auch die Geflechten und Zittermaͤh⸗ ler, und den Grind/ ſo man ein wenig bereite. ten Salpeter darunter miſchet, und den Ort alsdann damit waͤſchet. Dieſe Lachryme oder N Zaͤhren haben vieles in ſich, weil ſie gleichſam primum ens des Weinſtocks ſind, daher zu wüͤnſchen, daß ſie mehr moͤchten in der Artzenen gebranchet werden, denn man hat erfahren, wie viel ſte in den Febr. malignis puerperarum vermoͤgen, dahero ſie denn in Febr. ardentibus offt zu gebrauchen, die eine fliegende Hitze ha⸗ ben, koͤnnen ſich dieſes Liquoris mit Nutzen bedienen. Sie haben eine ſonderbare Krafft, den lein zu treiben und etwas abſonderliches, in ſich, die ma ſſam ſanguineam in einem guten Temperamento zu unterhalten. gg 9 Die r Sa tenen Ne⸗ Sofft von ben kroͤpffet, welche die Thraͤnen des Wein⸗ beſchnitte⸗ ſtocks genennet werden, uͤber ſolche iſt ſich billig nen Neben. Syrup von unzeitigen ben Safft den Syrup olſo: Weinſtock. Die unzeitigen Trauben werden Agte⸗ ſter genannt, und haben einen herben Ge⸗ ſchmack, daraus werden Adſtringentia bereltet. Sie kuͤhlen und trocknen, darum man ſie in hitzigen Fiebern gebrauchen koͤnte, ſie erwecken nemlichen eine Luſt zum Eſſen, ſtlllen den Bauchfluß, allein ſie zeugen kein gut Geblüt. Man machet auch aus dem unreiffen rau⸗ Be. Des unreiffen Trauben- Saffts, dy. Qlarificirten Zucker, ij. Koche es nach der Kunſt zu einem Syrup, ſolcher adſtringirt gewaltig in allerhand Zu⸗ kfaͤllen, die man zu ſtopffen noͤthig ha. Die zeitigen Trauben waͤrmen und ſeuch⸗ ten im 1. Grad, doch verurſachen ſie Auſbläͤ⸗ hungen und Rohigkeiten des Magens, Bauch⸗ fluß ꝛc. beſonders verurſachen die gelben ſol⸗ ches, die gedoͤrreten Trauben aber ſeynd dent Magen geſunder, erwecken einen Appetſt und lariren. Dieſe ſind voll der Principiotum ſali- norum, ſo durch die Fermentation herum ge⸗ irleben: denn in dieſer koͤmmt das Acidum und Urinoſum zuſammen, daher die vereinigte Temperatur geſchiehet, alſo, daß wenn Schſwe⸗ fel darzu koͤmmt, ein lieblicher und ſuͤſſet Ge⸗ ſchmack entſtehet; daß dieſes dieſem alſo ſeh, erfahren wir alle, wenn wir Trauben eſſen ſo gerathen wir in einen Durchlauff, welcher we⸗ gen der verneuerten Fermentation entſpringet, Harum ſo iſts beſſer, daß man die Roſinen oder „Corinthen in der Artzeney gebrauche 5 lu 1 I he alt deheſe fun, dus Murk gehe fac bel E tun J ff dab ran ec Male mim, de, 2, Fallah fa Roten. chte; ll ſupcden ee daß dit daf öabltantzei Aang ſe bi denden und bn de Hernahng fen scan tdb e auch Baue ſabt: Er n Runde un ſte hn ta 5 Weinſtock. 1221 Aus den Wein⸗Trauben werden auch be⸗ See reitet dle Roſinen im Lakeiniſchen Uv paſſæ — ahn ee genannt, das ſind zeitige Trauben, dle durch Wige e dle Waͤrme getrocknet werden. Solches mag Nau t lf in et hernach an der Sonnen geſchehen ſeyn„daher fuß alnſt tat kommen die ſuͤſſen Weinbeerlein oder im An wüde Ofen, daher kommen die ſuͤßlicht⸗ſauern. Dle⸗ bo Se ſer Welnbeerlein ſind dreyerley Arten, nemlich N. Da untiſſn* Paſſulæ maximæ, Damaſcdnæ Zibebæ, Ʒibe- Cancun Na ben. 2. Faſſulæ majores, Roſinlein, oder blaue Roſinen. 3. Paſſulæ mingres oder Co- rinthiacæ, kleine Roſinen oder Corinthen. I n. Von allen dieſen Geſchlechtern wird geſchrie⸗ 0 3 ene ſchle e 105 ben, daß die Roſinen der Leber nach ihrer gan⸗ u in l. Grab, lac bang ßen Subſtantz ein nuͤtzliches und geſundes Mit⸗ —— tel ſcons ſie bekommen wohl den Huſtenden, Keuchenden und Nierenſuͤchtigen, denn ſie ma⸗ 1. bndett duet, chen Auswerffen, erweitern und reinigen dle ae e e den Harngaͤnge, krelden den Grleß, und mildern Magen gender, anftatn den ſcharffen Harn; ſie lindern auch dle ſcharf⸗ rn. Dieſe ſud pol bang ſexauhe Kehle, und ſind gut fuͤr dle Helſerkett, um, e burch Al Femauug] wle auch Bauchwuͤrme der Kinder. Lemnius hen denn in deln km ſchreibt: Er habe geſehen, daß die Roſinen 9 Uriaoſam gummi bahn mpetatut geschieht An bey Kindern die Wuͤrme ausgetrieben, wenn man ſie ihnen nuͤchtern geben und ſonſt nichts U Atöamt, ein tr 8 andert darbey genteſſen laſſen. 3 — gaehetz daß ka! Dee Corinthen oder kleinen Roſinen Krafft und kuͤhlen, befeuchten, lindern, reinigen, ſtillen Würckung den Durſt, ſtaͤrcken die Leber, und ſind ſon⸗ 57— derlich denen gur, welche elne hitzige Leben haben, und der Verſtopffung des deibes un 0 berworffen ſeyn, denn ſie befoͤrdern den Stuhl⸗ Sgag e Fang, Ahtm wir alle, wenn vy d N cen tn che Huta, den derntuctn auge abel, Eibl then in der drang ee a 1* 9 8 P n P—— Rocheln treiben. Lungen und den fuͤchtigen rung zu machen. „ und Huſten 1 9 als kleine Roͤſinen, wenn man dieſelben rein Latwerg, »Schwind⸗ Erleichte⸗ Weinſtock. gang, Abends und Morgens vor der Mahhelt gegeſſen. Sie mio dern auch die groſſe Hitze und Schaͤrffe der Blaſen und Nleken: ſiſlen derowegen das brennende und ſchmertzhaffte Harnen, lindern auch die ſchaeſſe Gall im Ma⸗ gen und benehmen den Sogd, ſie bekommen auch wohl der Bruſt und Lunge, mildern den Huſten, und beſoͤrdern das Auswerfen, ſolen aber zuvor wohl geſaͤubert werden, eher man ſie brauchet. Wider das Rocheln und yu, ſten der jungen Kinder iſt alich nichts beſſer, lieſet, in einen glaſurten reinen Tiegel thut dat. uber Scabloſen⸗Waſſer gleſſet, und ſolches zu⸗ ſammen uͤber gelinden Kohlſeuer ein wenig aufwällen läſt, folgends durch eln rein Tuch, lein trucket, und da von mit elnem Lͤffelen dem Kind offt einfloͤſſer. 1 Die groſſe Koſinen Uvæ paſſe, geben 7 9 denenjenigen, welche an der Lungen und Schwindſucht liegen, in einem Decocko heel, tet, gute Erleichterung, und koͤnnen folgend Electuarium, das Gebluͤt in gutem Lemper. ment zu erhalten, alſo beteten, als folget! e Latſperg. R. Gereinigte kleine Roſinen, 5rj Eremor Tartarl, Zy. Weinſtein⸗Saltz, 5160. Auserleſene Rhebarbara, ii. . Scharffen Zimmet, zj. Miſche ſolches alles zu einer Latwerg. * Wiil aber die Paſſulæ ein concenttirfet 0 Meth ſind, ſo kan auch in demſelben eine Fel- e 2. men · belton tec fön Wend 5 Gate ſulſceſ t fe Ace, dau vice ht Auſhihe glach,d Cum auc uſditffr fat ut e dpachondtit chaten n cone las den Ct de Mank! N. Keen laß ſe lg ebulliten thue n Vn pan ſch dez colir h e de bnaſtanh abc, huſten uud beſochanbe ba mat hf 50 1 ie druch. 5 dt 8 derungen Alber aht s la Rafnch banal t Ache glaſnren Künde Lealtaſgger auen bet gilkider Aer 508 daf, ſolgends dure n Kuck und davon tek 1 often ſe. de gest osten dal ah welche 1 K 1 N chſucht legen, In enba gute Erlachtrunz, ug duznium; das Geblütgn 16g hallen ade ber e Lata I. Gareintgte fegen Cemot Lurun, 10 Wehaſten⸗ Sig 65 Ausalb n: Scherffen Jun sche ſoches ale 5 Vill aber di Fall d feln ach n Weinſtock. mentation erwecket werden und kan man einen ſchoͤnen Wein daraus machen: Z. E. . Corinthen ſo viel beltebt werden, zer⸗ quetſche ſolche ein wenig, wenn ſie gerei⸗ niget ſeyn, und gieß daruͤber heiſſes Waſſer, das ape thue auch noch darzu etwas Wein⸗und Bier- Hefen, ſo wird es in kurtzen jaͤhren oder ſauſen, und ein ſchoͤner Wein, dem Spanlſchen nicht ungleich, daraus werden. So man auch Paſſulas oder groſſe Roſinen mit Borßdorffer, Aepffel⸗Safft ſubigirt, ſo bekoͤmmt man einen ſchoͤnen Wein, der den Hypochondriacis dieuet, bereitet man dieſes mit Roob von Himbeer, ſ0 erlanget man auch einen ſchoͤnen Wein. Aus den Corinthen kan man auch 3 ſol⸗ 1223 gende Manier bereiten einen Laxier⸗Tranck. Laxier⸗ N. Kleine geſtoſſene Roſi nlein, ig. Tranck Laß ſie in gemeinen Waſſer, daß genug iſt, 3 ebulliren zu der helſſen Colatur; Wiß. thue * Senes. Bl jätter, 5j. . Cremoris Tartari, 31. Blaue Violen, p. ij. Laß am warmen Okt beyſammen ſtehen, biſ ſſich der Weinſtein aufgeloͤſet, hernach cColir und gebrouche es. Wegen der ſonderbar tempetirten case dienen ſie auch in rauhen Haͤlſen, da kan davon bas Looch Paſſularum gebraucht werden.. Ggge g 3 Die 0 n. 5 8 5 f 5 F r 1* —— e eee eren ene eie Ken r-.„ r 5 WE* 8 1— N— 0.— PPP 1224 Traͤſtern, wie man ſolche ge⸗ brauchen Jan. Wein⸗ Hefen. weinſtock. Die Zibeben, wo die Steinleln heraus ſeyn, geben den Krancken einen angenehmen Tranck, wenn man ſolche in Waſſer oder in einem be⸗ quemen deſtillirten Waſſer inkunciirt, und lö⸗ ſchen den Durſt. Die Steinlein aditringiren, und dienen in Magen Erbrechen, im Bauch⸗ ſtuß, innerlich und aͤuſſerlich, man doͤrret und zerſtoͤſſet ſie; auch wird daraus ein Pulver wider die rothe Ruhr bereitet. Vinacea, die Häutlein und Steinlein, die in Auspreſſung des Moſts zurück bleben, ſollen groſſe Kraͤffte haben im Podograſchmer⸗ tzen, wenn man dle Glieder in dergleichen Tra ſter thut, die von ſich ſelbſt worden ſenn. Die Wein ⸗Druͤſen, Hefen, well ſie noch auch von den principiis fetmentativis copioſis voll ſind, dannenhero ſie ſich erhitzen, geben einen ſtarcken Geruch von ſich, und ist in den Iſchtadtſchen Schmertzen, als dieſelbe nichts Weinveben⸗ Das Waſſer, das im May aus den zarlen Blatter. Ascher deſſers zu curlren, ebenmaͤßlg auch in dem hal⸗ ben Schlage, als wenn man ſie zum trocken Bad gebrauchet, dieſelbe von ſich ſelbſt erhitzen lat, und dann darein ſitzen gehet: ſa diese Wein⸗Druͤſen nicht von ſich ſelbſt erhitzen wollen, ſo beſprenge man ſte ein wenig mit un⸗ geloͤſchtem Kalck⸗ Weinreben Blaͤttern deſtilllret worden, dienet in den unordentlichen Gelüͤſten der ſchwangern Weiber. i Die Aſche von Reben ⸗ Zweigen wi F 16 hf. W gc Want bn gane dt af Jak nt hl l Hüten de f bhuntz elt Ice betet maflan D ſaſicherdisf Das dalle (auch ale Al en, losen a fg eker weiten nicht kruiten feu In Kranch woch ab flu acido gener ſhwete No Dol. 91“. Anſtattde en Rosie E. 10 fag detenſch chm ſach ke princpisfeumg el fad, dunahgo fe ſhch u du Gauth ben ſh u Vabiſden Schmerzen! ert duttren chenmas gte Schlage als wenn unf zb gebtauchtt deſcbetuſti 1 1b denn baren sen 1 n- Deuſen nicht ben a n ſo beſptenge lan te Achem Kad. 9 dau baſſer dummen Weinſtock. 1225 des Haupts. Das Brennen aber der Wein⸗ Reben geſchlehet alſo: Man nimmet friſche Weinreben, bindet ſie in etliche Bindlein, und brennet ſie auf einer reinen eiſernen Herd⸗ Blatte mit hellem Feuer, und muß hernach das Feuer von ſich ſelbſt ausgehen laſſen, und ſoll die Aſche ſchoͤn weiß ſehen, und kelne ſchwartze Kohlen darunter ſeyn, alſo iſt die Aſche bereitet. Aus dieſer machet man mit offtmahligen Durchgieſſen, eine Lauge, und aus ſolcher das fixe Saltz. a e Das Sal Alkali ſatum von der Reben ⸗Aſche, als auch alle Alkalia attenuiren hefftig, ſie er⸗ oͤffnen, loͤſen auf, machen die Feuchtigkeiten fluͤßig, effetveſciren mit den acidis, und tem- periren nicht nur allein dieſelben, ſondern de⸗ ſtruiren ſie auch gaͤntzlich; daher ſie zu unzeh⸗ ligen Kranckhelten dienen, nemlich in denen, welche ab Humorum infarctu& à fermeato acido generirt werden, als da ſind Scharbock, ſchwere Noth, und andere morbi pituitoſi, Doſ. gib. An ſtatt der larirenden Confection von klei⸗ nen Roſinen kan man auch bereiten folgend Electuarium Laxat. he. Sennet⸗Blaͤtter, Ziij. Cremor. Tartari, 31. Mechocannæ, 3vj. Diagrydi, 3 Anieß⸗Saamen, 8 Galganwurtz, aa. iii]. N — PP Laxkrende Roſinen⸗ Latwerg. 639994 In- ——— D. 25 5 1226 wenn. voſſl.— 5 iadenen dieſes alles, klein gemachet in Waſ⸗ Beh ſer,/ das genug iſt, laß hernach ebulliren, 300 biß der Tartarus ſolvirt, in die Colatur, dee wenn ſie noch heiß, infündire klein ge⸗ mon de ſchnitten, groſſe Roſinen, das genug iſt, eklahe ba laß es im laulichten Ort ſtehen, und ſue- I ling bone ceſſive evaporiren, bis zur Conſiſtentz Auna eines Lleckuarii, welches gar wohl lortren Fuchbar in dei „ Mind N of Sonſt werden noch vielerley Sachen aus daf e dem Wein⸗Gewaͤchs bereltet, als der Spiritus, f 0 ch Eßig, Weinſtein ꝛc. welches alles abſonderlſch cl, dg an ſeinem Ort in dieſem dritten 110 des de Blätſer, Buchs gehandelt worden. gte m e c 5„ Mublein ah Urtica. 377. Bran Heat Fame fochſ . 8 gut gilt 0 din Nruchgkel g lurch h — konntet ſſſt. De heit Dllttern fieh b ene gh und, ud gez äßlerz f ge ch van an ewe daun, 0 celllye eyz 15 bi bart tlas Llequati 1 10 kanüitehne Eu erden roch ti 1 5 Du Gedi— 1 5 Balten y.—— em Ort u deem kin Ahandelt wn Brenn.Neſſel. 1227 Renn ⸗Meſſel, wird im Latelniſchen 5 Urtica genannt, derer ſeynd bey uns brey⸗ Geſtalt, erley Geſchlecht bekannt, fuͤrnemlich 1. Urtica Unter⸗ 7 major, die groſſe Neſſel, 2 Urtica migor, ſcheid, Zeir die kleine oder heitere eſſel, und denn und Ott. 3. Urtica Romana, die Koͤmiſche Neſſel, alle brey ſind in unſern Officinen bekandt und brauchbar zu der Artzeney. An Geſtalt ge⸗ wianet die groſſe Neſſel einen viereckſchten. Stengel, eiuer Ellen hoch und druͤber an deren Groſſe Gelencken ſtehen breitlichte, forne zugeſpitzte, N gekaͤrbte, dunckel⸗gruͤne, auch wohl gelblicht⸗ grüne Blaͤtker, neben dieſen erſchelnen auch moſigte und weiſſe Bluͤmlein, wie laͤnglichte Traͤublein anzuſehen, welchen ein kleiner Saame nochfolget. Die Wurtzel iſt roͤthlicht, das gantze Kraut aber iſt mit dreyfach geſpltz⸗ ten Doͤrnleln bewaffnet, in denen eine helle Feuchtigkeit ſich befindet, welche, wenn ſie durch Anrühren in die Schweſßloͤcher der Haut koͤmmer, dieſelbe zupffet, brennet und beiſſet. Dle heitere Neſſel iſt an Stengeln und 2. Blaͤttern kleiner als die Groſſe, waͤchſet ſelten Heiter uͤber eine halbe Elle hoch, der Stengel wird Neſſel. rund, und die Wurtzel kurtz, die Blaͤtter ſind ſchmaͤhler; ſie wird Sommer⸗Neſſel genannt, well ſie die Kaͤlte nicht leiden kan, und muß ſich jaͤhrlich vom ausgefallenen Saamen erneuern, beyde wachſen hinter den Zaͤunen, ben den alten Mauern, und andern ungebaueken Orten. G9 3 5 Die n 8 Roͤmiſche Neſſel. Worinn de, rer bren⸗ nende Kraft beſtehet. 0 1228 Neſſeln. Die Roͤmiſche Neſſel i an der Wur⸗ tzel der gemeinen gleich, hat aber ſteiffigte Stengel und tleffer gekaͤrbte, und mit brennen⸗ den Stacheln beſetzte Blaͤtter. Der wie bein, Saamen geſtalte Saame waͤchſet in rundten ſtachlichten Kugeln beyſammen, das gantze Kraut uͤberſteiget faſt eines Mannes Lange. Es wird aber gemeiniglich dafuͤr gehalten, dieſer drey Neſſeln brennende Krafft komme von einem Sale cauſtico, oder brennenden Saltz her, welches von Helmontio Meſſel⸗ Salz geneunet wird; aber Friedrich Hofmann iu Clave Pharmaceutica Schroderiana p. m. 369. berichtet: So man die Natur der Sache recht betrachtet, ſo findet ſich dero Eigenſchafft gantz anders: offenbar iſt, daß von fuͤrtreflichen Medicis die Meſſel wider die Bruſt und Lun⸗ gen⸗Kranckheiten, in welchen man alle dren⸗ nende und ſcharffe Artzeneyen verbletet, gelo⸗ bet werden; Ferner ſiehet man durch das Mi⸗ croſcopium an der gantzen Neſſel kleine Doͤrn⸗ lein, wie eine dreyſpitzige Madel geſtaltet, wel che ſo man ſie antuͤhret, an der Haut ſolches Jucken verurſachet. Andere ſchreiben die bren⸗ nende Krafft der Neſſel nicht den Nadeln oder Angeln zu, ſondern vielmehr einem durchſchel⸗ nenden Safft, mit welchem dieſe Doͤrnlein umgeben ſind, ſolcher Safft werde auch durch das Microſcopium an denen Neſſelblumen geſehen, ſo man nun ihn aus drucke loſſe ſich das Kraut ohne einige UIngtlegenheit anrühren. e 1 1 1 3 1 den (cee Jen. l 150 tun en R un Oe Acad,(ade fa ff rgen, f harm huren Het rise un ſell am. dun die San un ber Ther ſeuchteten e alen nach N. N. ae gl Teblichten gun 15. überfeh 10 Es ted aher Meſet dein d den einem 5 Sue U —— ile cuſim, 1 ders: efmbot ü, da W Leden dit Neſſel wider d 8 4 n undhelten n Hun dt und ſcarſſe Arzu n twaden; Ferner ſehctnalu oſcopiu an der gungen de u ate inedteyſptziz Ng ese men ſie antühttt ann actes beturſachet. Agfa M Kraft er Reſſcungtkung 0 ache in sondern beingtüne nen Suff, mt nachm k neden ſuub, fahne Den 00 4 Mictoſcopium ex hun N hen ſo wan fun aut ohne cl ua kennen 0 Sather pate Nenkuntt wied; abe Srat Cave Phanmacedtcz Sloeh ö * 0* 9 In den Apothecken en dan ane Neſſeln. —— 1229 hat man von der groſſen Neſſel die Wurtzel und den Samen, (welche man im Julio und Auguſto ſammlet.) Item, die Blaͤrter von den kleinen N ten Grad,(andere im 2. Grad) hat die Eigen. ſchafft zu eroͤffnen, zu zertheilen, das Gebluͤt zu reinigen, zu ſaͤubern, zu hellen durch den Harn zu reinigen, und den Stein zu treiben. Herr Feledrich Hofmann vermeldet ferner: Man ſoll om H. Maria Magdalena Tage, wenn die Sonne im Loͤwen gehet, Morgens, wenn der Thau noch drauff lleget, den annoch befeuchteten Saamen ſammlen, und davon bereiten nach folgende herrliche Medicin? Pulver. 5 R. Des obgedachten Neſſel Saamens Ziij. 5 Gantz zarte Eichen⸗Blaͤttel, ij. ge⸗ doͤrret, Suͤßholtz zij. Zucker, ſo viel zur Leblichkeit von⸗ . noͤthen. Miſche alles zu Pulver, davon alle Wochen, und zwar im Neumond und Vollmond 3B. ad zj. zu gebrauchen, ſo treibt ſolches den Stein wie Sand aus. . man ſie doͤrret, und biß 3. oder ij. groſſe Krafft zu Verhuͤtung des Steins. Eigenſchaft und Nutzen. Stein zer tbeilend Pulver. So hat auch die Wurtzel von Neſſeln wann auch 12% Deſſeln. auch wider den gar zu hefftigen Monat⸗ fluß der Weiber nichts nuͤtzlicher, als der Safft von groſſen Meſſeln, wann man ſolchen Jy. ad 3vj. des Abends trinckt um 6. Uhr ze. Aeuſſerlich laber denſelben mit Weltzenmehl ſubigirt, und dem Hypogaſtrio uͤberleget, die. ſes kan man um Mitternacht wiederholen. Wann man die Wurtzel der groſſen Meſſel mit Wein, Zucker oder Violen⸗Syrup kochet, ſo iſt ſie ein vort eflich Mittel wider den Huſten, Keuchen, Jaͤpfleins⸗Affecten, und andere Kranckhetten/ die von einer zaͤhen und klebrich⸗ ten Feuchtigkfit herrühren. e! Der Neſſel⸗Saame wird auch herfuͤr gezogen in folgendem . Sch wind⸗Waſſer, dende Glie⸗ 1. Heiter Neſſel Saamen, Zyt Wild Meerrettich, Ziij. der. Alton wurtz langen Pfeffer as. Zraix. Daruͤber ſchuͤtte Malvaſter, Rheinſſchen oder andern ſtarcken Wein, laß 14. Toge ſie⸗ hen, ruͤttel es alle Tage zwey biß dreymel auf hernach deſtillir es in einein Alembico oder Helm, und behalt es. In dleſes Waſſer ſoll man ein Tuch netzen, und alle Tage zwey oder z. mal das ſchwindende Glled damſt ankeiben. Gelbſucht. Wlder die Gelbſucht dienet die Neſſel, wenn man derer Wurtzel waͤſchet, mit eln we; nig Saffran wohl zerſtoͤſſet, und mit einem weſſſen Wein den Safft wohl ausdrüͤckel, da⸗ en etliche Tage nach einander einge L 1 voll einnimmet, und wohl darauf ſch gut gt 9 fin e ce (hdl, 00 gen mb l , ub nhatlch an geſcte hatten Bal das Gti in hefür zul Aber die t Tce ſlhekt dag g elan beg c pekttelbg. Dis ehe dh 0 Saane eiten, hen 4 ſuchek. Das Wa n dest iu, und ſeh ſche Mog cen ſilleth —· 5.* * fachen Jipffans le Ante eden chgſlht 1 . utter. Dr Nucl. Sram. Wegen in Vg ende Schwind Vr g. Heller Nec Sun. Ad Marrrruth Moamutt lanaßin Drriber ſcütte Murat Aa rundem ſarcken Wen ag „ kletc es ale Tig 0 ernach beſtill es l un a und behalt es. Je ach Luch nitzen, und al de u bas schwindende Gibst Dock de Gelbſucht ln in man dert Wurzel Safftan kohl kit, u. en Wenn den Sit ellche Tage nuch aneh ö 2 N — N Neſſeln. Neſſel geſotten und die Haut damſt gewa⸗ ſchen, hellet den boͤſen Grind, wie auch alle um ſich freſſende Schaͤden: Wenn die Miltz erhaͤrtet, lege ſie uͤber, ſo wird ſolche erwel⸗ chen; mit ein wenig Myrrhen in Waſſer ge⸗ ſotten, und die Bruͤhe getruncken, befördert 1231 die monatliche Reinigung; die Blatter in Wein geſotten, und getruncken, erweichen den harten Bauch, zerthellen die Winde und ſtilen das Grimmen. Die Milch in Bruͤ⸗ ſten herfuͤr zu locken, haben ſich die Cretiſchen Welber die Bruͤſte damit beſtrelchen laſſen. Helten Neſſel zer quetſcht auf die uuls geleget, minderk das Fisher. Etliche halten dafuͤr, daß Neſſel mit Bier gekochet und als ein Pfla⸗ ſter uͤbergeleget, alles Zufftwehe wunder⸗ lich vertreibe. Das* von der Wurtzel benimmet ſeln Saame pur oͤffter in Lungen · Kranck⸗ heiten, Reuchen Huſten, Seſtenſte⸗ chen und Entzöän dung der kungen ge auch., Das Waſſſel, ſo aus dem Kraut und Blu⸗ Deſtillirt 1 men deſtilliet worden iſt gut den Vollbruͤſti. Neſſel⸗ gen, und ſchweren Athem holen, davon Waſſer. etliche Morgen 3, oder 4. Loͤffel voll getrun⸗ cken, ſtillet bas Keuchen) waͤrmet den Ma⸗ gen, und benimmet deſſelben Schmertzen, es wird auch gelobet zur Seiten⸗Kranckheit Darmgicht vertreibt den Stein und treibt Sand und Grieß.„„ — ee eee ee C 1 5.————-— „ ͤ ‚—„EINʒ;.. ̃]—ͥ— Das 1 5 1232 Maeſſeln. Das Saltz mit Zimmet oder Ktauſt⸗ müuͤntz⸗Waſſer eingenommen, flaͤrckt den Ma⸗ gen, und benkmmet den verlohrnen Appetit zum Eſſen; und das aus dem Saamenge⸗ preſſete Gel heilet die Schrunden an gut wider erfrohrne Glieder ſeyn. 2 e en 8 Uva Spina. 378. Stachelbeer. — * N Weibet⸗Waͤrtzlein und Laͤffzen, ſoll auch pics an al wal ren Ei e e f hen Bache sb aſblchg gehende gh iſlgen Et firmen ange aß kalten O iu hendigen ſaſen, und Diese Ber ebern, en befallen elde zum g 10 Mageſ fle. Jus dem heren bet er für die! leget, alle ſübet, wotz lan die 0 net hal, ſuſir ge edc dan Mee ſich 6 achelbeer, Kreuſſelbeer, im Laken 0 8. Spina genannt, ſt 555 ug de gie fei fahen 3 Oel geln Sten N 1 1 4 Wcher Wige 50 lw aſthnehle 5 28. Stab 0 Cachelbet, ff 0 0 ſta lia Spin fan ö Stachelbeer. 12 z 3 2 waͤchs an einem Strauch, ſolcher gibt viel Geſtalt, weißlichte Sproſſen von ſich, ſo mit vielen Zeit und ſcharffen Stacheln und den Weinblaͤttern Ort. ſaſt ähnlich, doch viel kleinen krauſen Blattern beſetzt ſind zwiſchen dieſen wachſen dle graß⸗ farbene Bluͤthe, und folgends die rundte Bee⸗ ren, ſo erſtlich gruͤn, und herbe am Geſchmack, nachgehends aber gelblicht und mit ſuͤſſem und weinigten Safft, auch weiſſen Saamen⸗ Koͤenlein angeſuͤllet ſind, waͤchſet an vlelen auch kalten Orten wild, wird auch vielfältig zu den lebendigen Zaͤunen gebrauchet, gruͤnet im Mertzen, und bluͤhet im April. Dieſe Beer dienen wohl den ſchwangern Weibern, welche mit unordentlichen Geluͤ⸗ ſten befallen werden: ſie bringen auch Be⸗ glerde zum Eſſen, benehmen den Unwillen des Magens, und ſtopffen die Bauch ⸗ 72 5 uͤſſe. Aus dem Die ſroride wird von den Krau⸗ ſelbeeren berichtet, daß die Aeſte der Krauſel⸗ beer fuͤr die Thuͤr und Fenſter geſtreuet, oder geleget, alle Zauberey und Vergifftung ver⸗ treibet, wovon ohne Zweiffel es koͤmmet, daß man die Gaͤrten mit ſolchen Straͤuchen um⸗ zaͤunet hat, denn ob ſchon ſolche Zaͤune in die⸗ ſem fuͤr einen Aberglauben zu halten, ſo dienen ſelbe doch darzu, daß boͤſe Schaden ⸗ bringende ä Thiere ſich wegen des Holtzes Stacheln nicht durch die Zaͤune dringen, noch auch Diebe I ſelbige ſteigen koͤnnen. 9 Man . 4 .— 9 R— N n 5. 3 722 3 5 1 — JS TT I— 1—— 5 .* Stachelbeer. Man kan aus den reiffen Beeren auch be⸗ reiten nachfolgenden Stachelbeer⸗Wein. beer⸗Wein. i 57. Eine Parthen Stachslbeer, ſo viel be⸗ liebig, thue ſolche in ein bereitet Foß, ſchuͤtte daruͤber ſiedend heiß Woſſer, ſo viel dazu noͤthſg. Ver⸗ mache das Faß wohl zu, laß vler Wochen ſtehen, biß das Waſſer von dem Safft und deſſen Gelſt ge⸗ „ nugſam erfullt; die Beere aber uͤſ⸗ ſen wohl ausgezogen ſeyn: nimm alsdann den Safft aus thue ihn in glaͤſern Geſchler, und Zucker dar⸗ zu laß mit elnander wohl vermachte aͤͤhren, ſo hat man einen geveroſeg Wein davon. 1 Die unzeitigen Beer in Speiſen genoſſen, bringen Appetit zum Eſſen, man kans den her leriſchen an ſtatt des unzeltigen Frauhen. Saͤffts geben, in einer Brühe gekocht. Sie taugen ſchwangern Weibern in der En northes, auch Bauch; und weiſſen Wel, Hingegen wenn ſie uͤberreſff ſenn, wrden ſie ſüſſe, und verſtopffen gar leicht die ſubtllen Alderlein des Meſenteril, und erwecken als denn ein Gallen- Erbrechen. Die zarten jungen Blaͤtter zerſtoſſen, und den Safft eingenome wen ſalreibt den Harn und Stein. Die Wur⸗ „gel wud ſonderlich wider das Fleber geruͤhmel. 379. Zl. 0 Hann, datora genan b aber y rauchen, ing hat fac Alerwelen g mne aut N uf, dt che he Uhren, bla Mela davon. b Agtülgen Aare den e i flat kes G0 7 0 fte gehen, in cine Mü een ſchwangern che ; auch Beauchamp fuß. 5 e wenn fe 1 c un verſopffnzuen 0 15 ian kes Meſentecl, e 1 75 1 10 401 * den Dee 10 ſonderlch nba Zirtwer. 1235 858. N* 798 Zittwer. Tedoaxis. 0 2 , ⸗ 42 5 , 7 5 Il A 44% IIttwer a im katelliſchen Zedoaria ge- c nannt, wird insgemein Gifft heil oder ee Autora genannt, deſſen giebt es zweyerley, ſie Ort. ſeynd aber von einander ohne Unterſcheld zu gebrauchen. Nach Tabernæmontani Beſchrei⸗ bung hat ſolches eine zweyfache Wurtzel, auch unterwetlen eine dreyfache, vergleichet ſich der rundten Cyper⸗Wurtzel oder Knaben⸗Krauts⸗ Wurtzel; iſt auswendig ſchwartz⸗braun, ge⸗ ruͤmpfft, und inwendig weiß, eines ſehr bikerg unlleblichen Geſchmacks; der Stengel wird anderhalt Spannen 5* auch lan. ex, N ger, iſt rundt und ſteiff: die Blaͤtter daran, de, xen es viel hat, ſind breit, und in viele ſchmale men, daß ſie viel zaͤrter und kleiner zerſchnitten Wurtzeln neben einander, andere vergleichen 8 Mggen⸗Schmertzen denſelben zu 0 len Flenet vor Biſſe vergiffteter Thiere ſiilek ug am „den Bauchfluß und Erbrechen, Juen. anale e onath⸗ 123 6 Zittwer. e n be dcr: fel e pe aaf ſind, je ein Geſatz uͤber das andere, oben an in, Staͤngeln auch am mitten deſſelben, zwiſchen ede ff den Blattern heraus, bringt es bleich⸗gelbe, cm b bißwetlen blaue Blumen die ſind den Blumen. det ind gn des Eiſenhuͤttleins ahnlich, wenn die vergehen, f Ihe dec ſolget ein ſchwartz⸗grauer Saame, ſaſt den mn Schleim Narden⸗Saamen gleich, in kleinen Haͤuß lein aß waſl wi verſchloſſen. Diß Gewaͤchs iſt im Schweiger ſchwerden und Savoiſchen Gebuͤrg anzutreffen, auch im guchenſt, Puͤnther⸗Lanbe, bey uns pflantzet man es in r Geburth Garten: Es hat dieſes Gewaͤchs nicht allezelt in dung, B eine gleiche Wurtzel, wie die Figur anzelget, ach den Ja denn einige ſind rundt, oder haben zwey Wur⸗ aagnihnrd tzeln nebeneinander, welche zu Zelten lang, biß⸗ mg weilen etwas rundt ſind, etliche haben deey mupdunf gan gen, und n ſich einem Scorpson. Dunn In den Apothecken hat man alein die a Wahn Zincken tleff und ſubtil zerſpalten, den Blat tern des Napellen⸗Krauts gleich, ausgenom⸗ Wuttzel die wenn ſie wohl riechet, weißllcht he. aun ne ter, ſchwer und nicht wurmſtichig befunden f ap wird/ iſt fuͤr die beſte zu achten, ſie waͤrmet und m Widuſe trocknet im 2. Grad, zertheilet die Winde u d df hat einen bittern Geſchmack und dienet wider Aach Gifft, wird gebrauchet in Grimmen und eulhanp. 1 ui dae in Hant bag 8 Jittwer. 1237 dun ne ee e Monach⸗Fluß, hellet die Mutter⸗Kranckhei⸗ den af unh sch. ken, toͤdtet die Wuͤrme, und kommet unter die lin des Nanda 1 0 Gifft⸗Mittel. Es iſt die Wurtzel auch gut in ar daß nde urngeſunder peſtilentiallſcher Lufft, hüfft n fun Geh l g auch wohl im Keuchen, ſtillet das Wehe und Stüsgeln auh nn Grimmen. Vornemlich ſoll ſie gut ſeyn, daß in Blitm dach 1 die Medici ſie ſtets im Mund kaͤuen ſollen, die bnelalln ag da Krancken beſuchen muͤſſen; welche von der dbu Saiten 400 Peſt und andern Kranckhelten inficirt ſeyn. fin in n M Iſt über dieſes auch ein gut Magen⸗Mittel, N Ehn en den Schleim deſſelben zu verguͤten, diener wan Sunn geh, auch wohl wider die Colica und Mutter- daſdaſſn dci Beſchwerden; Etliche Sechs woͤchnerinnen u Suwolſchen Gchürgan 9 Athdule, bop uf der Geburtb zu ſtillen, dieſelbe pulverifirt Girta: Es hat esa auf Butter ⸗Brodt geſtreuet, welches dann a gat Wu, was auch den Fluß befördert. In Huſten, ſo nn ng nd kundt dun lang waͤhrend und von Kaͤlte entſtanden, be⸗ gebrauchen ſie damit die Schmerzen nach Naa nceenandet welten, kommet es wegen feiner Aromatiſchen Krafft, wellen ewas rundt ſuß ag und darff man ihn alsdann nur in Waſſer ko⸗ Wenzels neben tiuanle, uu chen, und bavon trincken.„ f Bekommet einer das koͤdtliche Gifft Thora In den Apotheden tn 0 Bag! de wenn feige lenkraute, welches alle andere Gifft welt uͤber⸗ J trifft, alſo daß auch der beſte Thertac ihnen kei 1 bern—* nen Widerſtand thun mag, und man dem Kran⸗ ud it sar died 5 cken 3j. dieſer Wurtzel in Cardobenedicten⸗ ade im 1. Gd 50 Waſſer eingiebet, führet ſte den Gifft durch den wunden bitten Gela e Stuhlgang, Harn und Erbrechen aus. isst, wind gchruuce ue Will man das Extractum ae e 1 gen Schmerzen auch aller andern Aromatum haben, ſo kan fol. 15 wut Bſſ aß 10 wðches am beſten gemacht werden/ daß man zu ij. n Bauchflaß a h 1 3 b 2 der⸗ 2 2 Extractus Zedoaxiæ, „ 3 8 P P 123 Zittwer. derſelben Zuij. Waſſer und rectificir W wein Zv. zuſammen daruͤber„ 1 ee einander in Balneo 24. Stunden beitzen laſſen, 5 1 hernach das Infuſum abſeihet, und die W 1 0 10 nenz ſtarck auspreſſet, wann es dann alſo eine wen Weile geſtanden, daß ſich die keces geſetzet, ſo 1 gleſſe man den Liquorem ab; damit kanman ohe denn wlederum etwas extrahiren, was aber 1 — Ea bleibt, thut man in eine Glaß, ö 7 10 alen, und evaporirts weit b 160 der Conſiſtenz. N W N Extract. Oder man kan ein Aromatiſches Extractum 000 Aromat, auch alſo machen, daß man nemlich erlich An das Subtileſte mit Spir. Vini allein extrahite, ef und das uͤbrige mit Waſſer, wle oben bey den 0 Extracten geſaget worden, den Spir. Vini ziehet Ao man denn allein vor ſich ab, die mit Waser N gemachte Extraction aber clarificirt man erſt⸗ 1 lich, und zlehet ſie auch biß ad Mellaginem ab, 0 darzu thut man alsdann den mit Spir. Vini ge- machten Extract und evaporirts daun ferwer 0 3 ad debitam conſiſtentiam. Bale 8 Das deſtillirte Oel, ſo mit dem Woſſer 5 uͤbergehet, hat Krafft und Wüͤrckung wier die giftigen Duͤnſte, ſo aus der Erden erhal- Agde, ren, die Lebens⸗Geiſter inficiren; Es hellet Aub auch Stechen und gifftiger Thiere Biß, cht dan wie auch von Hieb und Schuß eniſtandene eung g Wunden. Es zerthellet alle Geſchwüfſte nend ſo wohl inn⸗ als aͤuſſerlich, und bringet die Ge⸗ nba 5 baͤhrmutter wieder in ihre Stelle zes durch in Dung * dringet die Lunge, ſtlllet den Boten oc Zittwer.. 1239 56 trelbt das Keuchen, oder ſchweren Athem, benimmet den uͤbeln Geruch des Mundes, hilfft der Verdauung, ſtaͤrckt das Haupt, tödtet die Wuͤrme, erhaͤlt die Rasche in Mutter ⸗Leibe, und verhindert die Miß; gebãhrung. Endlich werden auch davon bereltet dle Morſuli Proplylactici von Zittwer. Morel Rec. Hader Citronen⸗Schalen, vj. Prophyla- Pomerantzenſchalen, Bij. Hici von Elchorten, Mañstreu und Bibenell Zittwer. Wurtzel, candirt, aa. ij. — 1 U Rothe bereltete Corallen, 0 bet übrig auh 10 Weiſſe bereitete e. e. eie nan don allein bit ſch d, Zlttwer⸗Wuct cl, S. Rothen, mit Dise and— Waſſer gewaſchenen Polen, 51. Zucker, das es genug iſt. 1 ahnen 80 Wacht von allen nach der Kunſt Morſelen. 380. Ingber. iusbes rxgber, oder Imber, im Latelnlſchen gz Gestalt, 9 Zinziber genannt, hat zweyerley Ge⸗ Zeit und ſchlecht, das Maͤnnlein und das Weiblein, die Ort. Gewuͤrtz⸗ Haͤndler verkauffen beyderley, elne vic anch von Geh ld 4 rothe und weiſſe Ingber, dieſe iſt aber mit Rö. Wunden. 5 thel, und jene mit Kreyde inticirt, damit en un g den Wuͤrmen, denen die weiſſe unter 1 en bleibe Dieſes iſt ein Kraut zwey Hb b oder .—.„ 5 PP warmen Laͤndern die 1 * e . — „ 1 1 1 90 28„„ * oder drey Spannen lang 1 mit knorrichten und uͤberzwergen Wuktzeln, daher bringer ſi aud, gleich dem Rohr ahnliche Skaͤngel, und dakan lange, ſchmahle Blaͤtter hervor. Es waͤchſet in allen Provintzen Indiens und wird entweder deſſen Saame oder die Wurzel geſaͤet: es kommet auch aus den Phillppint⸗ ſchen Inſuln hervor und if Abergebrock n * 3 den zu ben Haitinern und Mexicavern/ 0 ts an getüngten Feldern und wohtgebonehen 1 8*„ 72 8 73 8 a. 7 3** A 4 Orten unter einem niedtigen Baͤümlell— 4 Schatten gebauet wird. Man ſchnelder in ben Wurtzeln in Stuͤcken ſo 9„ eoß abc wache p N accu D ar dig fd d ct sd e Bahadikt f ace 1 geſchehetz fan knn, f n thukts end latest , deugtſ 17 ae uche ale each ae Sahne, „Det gu ga ausn hid cher fach ne kg lan debert ett we übe auch Makalken i il, daher kh Doe e den Sruntt lang mil egen Wurzeln, debate eich bem Rohr hnlcche Sr igt ſchmahlt Wach Et wächſet naler prntzh 1 1*. Ingber. groß als ein Daum, ſteckts fünf Finger welt, und eben ſo tleff, in bie Erde, begleſſet es gleich von der Saat an alle Wochen zweymahl, oder auch einmahl, nachdem nemlich der Ort feucht iſt, denn muß man es auch ſaͤubern, doch alſo, daß man das zarte Gewaͤchs nicht mit verber⸗ be, und ausreiſſe. Man muß die Erde auch des Jahrs drey oder viermahl umgrabenz wenn die Blaͤtter duͤrre worden, ſo ſommlet man es ein, welches meiſtens um den Anfang des Jen⸗ 60 ners geſchiehet; damit man es aber beſſer be⸗ halten koͤnne, ſo thut man die aͤuſſerſte Rinde davon, thut es in ein Geſchirr voll Meer⸗Waſ⸗ ſer, und laͤſt es ein oder zwey Stunde darinne liegen, denn thut man es eben ſo lange in dle Sonne und ſpreitet es unter einem Dache aus, biß alle Feuchtigkeit davon gedaͤmpfftz iſts aber noch in etwas feucht, ſo legt man es wieder an die Sonne. 5 Dleſe Wurtzel wärmet mächtig, aber nicht gleich anfangs, hat derowegen grobe, und zwar nicht irrdiſche, ſondern waͤſſerige Theilgen, die folgbar feuchten, ſie eroͤffuet, incidirt, machet dinne, tauget dem Magen, der Bruſt und an⸗ dern Lebens- Gl ledern; bringt den verlohrnen Appetit wleder, widerſtehet der Faͤulung und den boͤſen Feuchtigkeiten: dero halben iſt ſie gut im Bäuchgrimmen, Colica, Diarrhæa, die von der kalten Unmaͤßigkeit des Magens herſtam⸗ met, dahero auch die Melancholici und Cho- Jerici ſelbige nicht offt gebrauchen ſollen. 1241 Der aus Indien oder China zu uns gebrach⸗ See 0 de elngemachte Ingbet wird alſo bereitet: St. Hh h 4A wei, Jugdd 1242 3 Ingber. weichen die abgeſchaͤlte Ingwer- Wurzel Eßig, denn ſtellen ſie es zwey Stunden an dle Sonne, daß ſie trocknen, und machens hernach wieder mit Zucker ein. Beh uns wird auch bereitet auf fog Art ein Karier⸗ Laxier⸗Ingber. Jngber. Nec. Iugber⸗Wuttzel, Si- Iimmet, Naͤgelein, as. 55. Muſcaten⸗Muß, Galgan, aa. 3j. Saffran, gr. xilij. 5 Turbith⸗Wurtzel, 36. . 4 Diagridi, 3iij. 0 f Zucker, Ziiij. 0 Wache daraus eine Confection oa bent forma davon fuͤr Alte von Zi. d 105 Man hat ſich aber allhter wohl vorzusehen, weil der gemeine Mann es ohne Unterſcheib ge⸗ brauchet: Es fuͤhret die Galle ab und den Schleim; in Fiebern aber ſoll man ſich hüten ſolches zu gebrauchen, well es zu W E zu ſehr irtitirr. N Apothecken 1158 man auch die 5 Species 5. Seb ies Ai Zingiberts. 1 Tingiberis. kee., Sate ee 5 beyder len Carde⸗ momen, Langen Pfeffer, Muſcalen⸗ . Bluͤthe, Indianiſche Spicko RMhabarber, rothe Roſen, aa gx 9 und ee e Apel Si 7 e N Geke Machen Cite uf Nec, Just Nut Gew Mc Gocches alle ſanerdat 1 Veet 00 Huf cn aachd . dicd ah n Naber; 8 Winde auf. Alſo find 8. et man au l. v N Confectio— 2 3 N Au Rec. A e cocti. Confecti J Me ec. Auserleſenen Ingber, ij. Zu dene Wein M, Muſcaten⸗Nüͤſſe sj. Gin, 8 dij. Hage Solches— 1 thue Lacke ferner darzu ee ugtic, 1. i 3 54 e ee 18 Cn ſet, wi oſen⸗ Waſſer auffgelöͤ⸗— m baren fir Un Dieſes alles 1 e u, Na er ſch abct ne Kuunſt Wiesselen 8—— all de gement Monnet u auch die Species geruͤhmet ee raucht: Es fahrt lui Es wird auch aus dem Ingber bereltet ein ee e e berrliche?2s?2s2s?2? le ugehreuchen wü Staͤrckend Waſſer 5 en cn, Rec. Imber, Galgan, 3— I haet eee Paradtß⸗Koͤrner,. N e ee 9 Anieß,Matten⸗Kümmel, 1. ia Sclbey, Mung, rothe 9 f Taten ebe a Dae Dans obne 1 ee a 8 eie 2 Pong Eandden, Wittner J ö ä aa. MI. a Hoderbe een Schuͤtte darüber ſo viel weiſſ* e 8 eiſſen Wein, daß vu un hafte Ne“ alles bedecket, und* 8. Hb hs meng Ingber. 1243 Süß. Holtz Saffran ere. 513. f. s Gerelnigte Pinien, Zſ. Miſche alles zu ſubtilen. Es ſtaͤrcket den kalten Magen, und loͤſet die E 8 S 1 eee eee ee 4 i 1 E—— 3 PP — *. —— e Jngber⸗ Taflein. 1244 Ingber. — mens hoch darüber gehe laß es 24. Stun den am warmen Ort beitzen, ruͤhre es biß⸗ weilen um, darnach deſtellire es in elnem glaͤſern Kolben, und behalte das zuerſt uüuͤbergehende Waſſer abſonderlich. Dieſes Waſſer ſtaͤrcket die Lebens ⸗Gei⸗ ſter/ iſt gut fuͤr alle Kranckheſten, welche von kalten Feuchtigkeiten herrühren, dienet wi. der Gicht kalt Gliederwehe, Laͤhmung der Glieder vor Schlag, Zuſammenzie⸗ hung der Spann⸗Adern, und Unfrucht⸗ barkeit der Weiber, Dol. Ein paar Laͤffel voll nach Belieben zu nehmen. Gute Ingber⸗Mor ſellen⸗ Kec. Zimmef, friſche Eitronen⸗Schalen Muſecaten⸗Nuß, as. i. A Raͤgeleſn, Muſcaten⸗Blüthe aa. d. Zerhacke alles rein untereinander miſche „ daruntes geſtoſſenen Ingber, ziſb. Rühre ſolch Pulver unter 2. Pfund m Naoſen⸗Waſſek gerlaſſenen Zucker un me Morſellem„oder lange breite Taͤſtein dataus, welche den ſchmachen Magen ſtaͤcken die Dauung befordern, alle Ctuclitäten des Ma⸗ gens und der Daͤrme verzehren hiermlt de. nen auch dlenlich zum Eſſen/ welche ſich vo⸗ rigen Tag mit uberflüßigen Wan be . * Das 1 n. cr ale 5 ua 1255 een t bonus, der b 0. 1140, 1463 d dusfel! c, Kench 06. egg, Druckt sches, F . gc He at. 713.7) alt aum. 1 20900 r ce 1010, 10 11861 1 Ia, dhe 018 Ni 40 h 1 1 1 Nlieden unn . Rer. Immer fuſc 0 4 0 40 be Sehe nung be wo cdern alt ens ung der Daͤtme 5 9 N 5 09 bealich in Lug mit 700 dien Lg d00 ſhn 0 Muscat 1 Nuten 2 80 6086 b Das erſte Regiſter über alle in dieſem Buche angefuͤhrte Krauckheiten, und darwider dienende Aut Mittel. A. Abo, oder Aberben junge Kader 3171 888. c Abnehmen des Leibes, ſiehe Schwindſucht. Abortus,; oder unzeitige Geburts⸗Verhuͤtung 184. 191. 321. 323. 344. 522. 662. 1141. 1163. 1166. 1193. 12011239. Atter-Aue fall 274. 837. 1011, 1185. Aftes⸗Kranckheiten 47. 128. 447. 693. 586. 1008. 1161. 1189. Ap Drucken 15. 65.878. 879. 1088. Ange ſichts⸗Flnnen und Maſen 243. 259. 414. 558 688. 817. 1068. 1186. Angeſſ chts⸗ Maͤngel mancherley 326. 359. 43% 442. 407. 521. 529. 54,701. 713.717. 852. 861. 898. 1064. 116. Appetit zum Eſſen Verluſt 10. 26. 2942. N 110. 136. 155. 246 251295297. 0 299. 300 335. 336. 362. 396. 401. ö 687.747. 7731 795. 8091. 861, 8%. Hog. 969. 422. 480. 522. 637. 662. U 1018. 1040 10% 1095. 11331134. 4 1156. 3 e„ 414 5 Atbers e Geſtanck 29. 37.113. 269K 85 38 T. 401. 433. 548. 696. 760. 708. 923.979. 980.1014049. 166.1239. N 5 Athem N 5 PA e eee pp ³˙·W̊- x x Das erſte Kegiſter. Athem, ſo ſchwer und kurtz 34.57, 116. 17). 126. 168. 174. 198. 303. 390. 437. 451. 476. 479. 480. 50). 521. 522. 561. 588. 591. 636. 644. 650. 657. 670. 687. 701. 806. 835, 885. 948. 1012. 1019. 104 I., 1050. 1070. 1071. 1097. 1177. 119% 1231, 129% Augen- Gebraͤſten, mancherlen 2 1.21337. 2§23 3.317. 416. 492.848.946.975. Augen bloͤde und dunckel 21. 86. 120, 167. 135. 227. 243, 259, 266. 269, 315. 317. 338. 362. 447. 471,491. 316. 493 670.596. 817.8 34. 867.868.980. 9980 1001. 1034. 1041. 1064. 1065, 107 L. 1093. 1094. 1097. 1180, 118 1186. 1219.. 0 Augen⸗Entzuͤndung und Roͤthe 213,227. 228. 231. 253.277,29. 416, 421% 437. 616.921. 1017,18, 1081,1106. 3 117 118% Augen, Flecken 3 15. 316.317.437.808. 1002. 1065. 1180,1182. Augen, Staar und Felle 338. Jos. 615. Augen⸗Rinnen und Trieffen 1 67.171.185. 198. 253. 416, 571. 616. 832. 846. 875.992. 1 15 3. 1189. 8 Augen Schmertzen 185. 41 6. 1096. 1188. 6 18 0 Auſſatz 165. 213. 468.528. 529. 600, 20˙ „ A. 20. 521542, 91. 615656. Hacheöimm. 40.5 Ia ug, ubißg 1 — Auuf 200 70. uh, lo095. 1 Jui 1 II 41 e e eh. 924032, g 99, 906, 101). 107 110113 qu. u % g, 710 701 N, 43 904,50 1001,10 l oe Vece dub, ö Duane V ö 10 90 1 oh, Uu 1 101i, 10h. 0h. Mun 10%. 175 107 lig, 10 dage- Schriſn nat An . u Vaöde und bunch z ö 1. u). 243,5 U 10 1 5 1 516 3,;;. J 05, Fi0. Jie need 1093. 094. 109), Log 1115. Juze · Cugiudung in gag 11. 31, 193. A*! 437.616,71. 10 0e 171 159. w, Fladen 31, B oog. 1068. 1180, 11% lagen, Staat uud 5. 10 u. Scnhe 15 4 0, 1ʃ99. 0 5 1 e 8 1051. 10581130 6 Erſtes Regiſter. Auswurff zu befoͤrdern 126. 127. 140. 173. 291.592. 593.644. 649. 654.794. 8 6. 835.892.910. 1041. 1070. 1071. 1075. 1098. 1197. 1207. 1208. 1222. . ö e B. 1 Bauchfluß 21. 23. 24. 26. 47. 49. 65.73. 112.147.159.177. 203. 217. 269. 282. 335,3 36.3 42. 362.370. 374. 405. 420. 427430. 498.573.575. 61 1.672.693. 8 29. 46. 57. 68. 75. 80. 119. 120. 122. 124.128. 148.153. 154. 156. 198. 201. 228.254. 269. 271. 288. 300.301.311. 6596. 704. 711.782.787.788. 795.798. 824.832. 835.837. 838.841. 878. 883. 884.894. 895. 907. 908.916.919.921. 959. 966. 967. 974. 977. 991. 994. 1017. 1075. 1200. 1201. 1214. 1220. 1224. 1233,1234. 1236. 1244. auchgrimmen und Bauchſchmertzen 17. 313.342. 362. 376. 38 1. 383. 402. 408. 452.479, 511. 521. 593. 637. 644. S 657. 686. 657, 701. 71. 720. 726. 761. 767. 771. 777. 784. 809. 816, 843. 846. 847. 852. 862. 902. 904. 958. 964. 980. 981. 983. 987. 1001. 1004. 1093. 1094. 1112. 1141. 1142. 1145. 1189. 1161. 1184. 1188. 11951197. 1198. 1232. 1236. 1241. Beſchreyen der Kinder 58.. Bezaubern, ſiehe Zauberey.. 5 Weſpen⸗Stich, fiehe gffüger Ster Blat, * * f——— e p ³˙⸗imAA m 4— Das erſte Regiſter. Blaͤſt, Blaͤhung, ſtehe Winde. Blaſen⸗Kranckheiten 16. 34. 37.56.69. 755112228. 298.299.312, 327. 401. 410. 476.5 10. 513,571, 608.653.654. 6064. 672. 687.754.764.765. 768. 78. 837. 861. 871. 874. 883. 894. 974. 9570. 987. 996. 1053, 1093,14, 11441184. e Blaſen⸗Sein 54. 55. 88, 148, 189˙ 328. 363.471. 510. 629. 610. 612. 620. * 662. 677. 831. 862. 885. 90,1047. 1058. 1098. 1147.1148.1188, 119%. r 8* Blaͤtteclein auf der Zung und Mund 797. Blau und rothe Maͤhler 402, 4958. 663. 8 701.886.888. 1156, i Bleichſucht 38.46.47. 63. 137. 30015, 361.363. 388. 603. 630. 662. 663. 567.958. 980. Er Blut /, ſo geronnen und geſtockt, zertheilen 24. 29. 54. 80, 113,172. 130,32. 164.173.175. 209. 210. 273. 299.800 303.319. 372. 375,444 464. 571, 36. 362. 564. 589. 591. 629, bab. 662. 700. 702. 723. 789. 791. 793 3811887. 900, 957. 963.964. 986. 1008, 109 5 1124. 1156, 1160. 1161, Bluk⸗Fluß 24. 501 731929231• 424.423 525.679.554.371. 598.6 414623. bes. . 789. 824,837, 883. 996, 959. 6. Blut⸗Harnen 26. 46. 99. 54 38.6% 1 210 300 J d 1100. Pugh 1 7 use C 91.8371 1002, 109 160. Ju Nau ngen 95,250 J le 775550 dog, Fl, 1019, 103 11799119 u pgeh 1,27. 5.4% 58. 580 bre 9426876 996. 90 977. 10 114% n Jul zu il ogg 1 1013,10 Mime 4 pz „ge, U kuh ef . 17 51. 7883. 99 — K 95 0 V. e 00 7 0 85. h 40g. 114% K flit, 1 auf de J rn und y uche Mis I fog, 0 lz. 38.46, Y A 5 90 gunnen und, fe 900 430%. n Ne e. 10 J/ We 0 5 he 11 e nen 16. 10 85 116 Das erſte Kegiſter. 216. 308. 371. 373. 383. 469. 12. 787. 817. 837. 874. 896. 919. 1148. . Bluten aus der Naſe 49. 86.158. 188. 216. 234.321.383.418. 438.463. 469.5 28. 529,/J5 5.611.659, 724.767. 787.788. 828.837. 874. 883.918.921.959.991. 1002. 1081. 1082. 1093. 1 418.1159. 160. 1164. 1200. 1219. 25 Blut reinigen 11. 87. 110. 116. 120. 129. 195,251, 262. 278.1299. 303. 308. 314. 411. 413.414. 437.477.541.560. 575.578.622. 664.7 28.773.791. 80m. 809. 811. 822. 860, 861. 961. 974. 1919. 1035. 1051. 1086, 1107. 1108. 1159, 1197.1217. 1229. * Blut ſpeyen 24. 26.73. 78. 113.158.164. 3.388. 4„zn chr 18 J. 274. 282. 303. 374. 378. 405. 439. 463. 469. F004. 554. 571. 575. 588. 589. 593. 611. 626. 627. 629. 672. 705. 711.747. 767.78 1.787.795. 812.824.832.837. 874. 87. 883. 894. 896. 906. 907. 918. 921. 963.964. 1 977. 1013, 1053. 1055. 1084. 1092. 114% 1164. 1184. 1200, 1214. 1218. Blut zu ſtillen 49.88.15 8. 192.38 3. 425. 504.14. 533. 545. 564.565.787. 801. Seine Braune 168. 177. 421. 564. 71 1 796. 839.875. 900. 976. 1050. 1080. 1083 12 1189. E Brand, der in eee 5———— 979—j—%v 9 e eee eee f—— 1——— Das erſte Regiſter. ——— 8 Brand, der kalte 57. 1060. 1176. Bruͤche(hernia) 23. 51. 132. 136. 137. 150. 153. 167.169. 202. 303. 304.371. 373. 375. 405. 439. 49. 501. 573. 608. 610. 611. 612. 634. 661. 672. 788. 789. 812. 824. 831. 832. 80. 884. 885.963.986. 1023. 1100, 1170. 1180. 1181. Bruſt⸗Kranckhelten 69. 70. 72, 80.1220 143.147.198. 222.224.253. 157. 258. 264. 278. 3 11.327. 45 1.468.505, 521. 587. 59 1. 593.61. 645.654.658.700. 728.750. 773.775. 817.828.832, 84. 358. 906, 987. 1050. 1074. 1098. 106. 1184. 1188. 1228. Bruſtreinigende Mittel 29. 33. 38. 79. 134. 136.141. 168. 173.184,218,247 248. 291. 303. 373. 390. 397 402. 650. 700. 701. 747. 793, 796, 812. 817.846. 861. 891. 1050. 10% 10/4. 1144. 1177. Bruͤſte, ſo allzuweich, wieder hart zu machen 52. 585. 6 Bruͤſte, allerhand Zufaͤlle 217. 282. 479. 85 498. 1080. 1085. E 1 5 Bruͤſte wachſend zu machen 896. Bruſtwaͤrtzel Schrunden und Spalten 69. 109. 341. 502. 564. 1096. 1171219 123. 111bͤĩ ͤ 8 Cachexia 40. 42, 43. 46, 112127. 211. 5 251. 288.315.329.357. 409.4830. 15 8„II(116 5 g 5 987.1109169 Cathar⸗ 0 12 Calle J 105. Is 15 Chalea 78 (ae il deo. 0 Jolgzon be 1096143 Contracturch, Uwullogtz Duwtafck umgicht W Hung eig. 240,100. 370.350 71 0 934901 119 unchbrig, 197.416 430. 4% 15 10 Ie We A 26, — —— — 0 * S— —— 4—— *— 2— 1** — 2— — 2 7— 2 —— K — — 5 98.99 K 237 n — — e Do. 7 10 7499.22 8.2535 10 0 .„ 1.93.61 Stegen 30 77 K Te e ent 188.1229 zade Mü. 9. 3 f 0.141,10 Ne, 91. 303. 3 0 30e, 00. 701, gz, 700, ln. 46.861. 91 Mö 11. 10 9% 272 10 5 90. eh 1 e, een 1 9 0 10 0 h elch, bh Das erſke Regiſter.. Sehnen 274. 328. 329542). 5577877. 757. 785. 822. 921, 991. 1026. 1932. 1034. 1094. 5 5 8 88 1185. 1207. Cholera 778.784.966. 1073. 05 Colica 19. 36. 59. 80. 12, 154.234. 264.300. 3 10.342. 347. 349. 387.418. 43547, g. og. 5g. 5g. 5 13.547. 561.5 62.571.591. 624. 661.661. 663. 678. 679. 68 h ανι 8g. 1016, 3 1096. 1131, 1237. 12417 ĩẽé Contracturen, ſiehe Laͤhmigkel. Comruldones, ſiege Krampf, Raten. D. Darm⸗Krauckhelten 1612.36. 60.0 902. Darmgicht 59. e 511. 4717. 592. 720,747. 1231. Dauungs⸗Mangel 10. 37. 49. 745 110. 11638117. 137.1551574 68.184.22 z. 246. 266. 270. 73.275342. 344350. 370. 380. 38 1. 390.396.401. 403. 422. 521. 148. 591. 644. 68. 661. 687. 7! 834.862.983. 1040 71.„ 119/ 1217.1239. 244.. Durchbruch, Durchlauff 26. 73. 79. 19 2 197. 216,259. 266. 2691 282.311.321. 430. 469. 528.582. 554, 571, 888. 661.725. 768. 781.795. 797.874. 883. 919. 957. 963. 964. 993. 10163. 1464 1786. 1200. 1203. 1217. 8 3 Dürrſucht, ſiehe Schwindſucht. Durſt 26. 29. 80. 178. 180. 234. 279. Jii 294. 9 294.295,297,298. 337.350.362.435. 463.529. 76. 669. 764. 768. 795. 16 798. 81 6. 818. 894. 896. i 966.967. 1030. 1080. 114.1211. Das erſte. Durſſ in fiebriſcher Hitze 438, 5 29,60. 3 8 96.99 3.41133. 3 210.1221224. Eckel vor den Speiſen 185.269.282, 347. Elſter⸗Augen, ſiehe Huͤner⸗Augen. Engbruͤſtigkeit 24. 126. 129. 140, 174. 198.210.248.251. 254.29 1,300357. 362. 390.391.403. 408. 411. 47.00. 510. 5 21.569.591. 592.637.647.681, 2713. 724. 818. 835. 861. 890 907. 949.95 2.963, 1036. 1039. 0e 1106. 1157. 1176. 5 Entzuͤndungen 67. 237. 362 44375 438.49. 52,709. 718.7557871 850. 386. 1080. 1106. 114. 0 Entzuͤndung des Eingeweldes 828. Erbrechen junger Kinder 17. Erbrechen zu ſtillen 24.3 1.158. 191.224 266. 269. 270. 271. 282,342. 362.383. 856 den. 420. 421. 422. 430. 547. 573. 687. 697. 766. 770. 782, 787. 798, 843 870. 883.977. 991. 1040. 1053,17 75 1079. 1084. 1995. 11341135 1219. a Cliſt File en Fila Sl 7 I be N dg eee 600 626 Jbl. 8, 90 90 9 0 gr nch Al Faak wee 5 0 bg iwotzeſ 106715 Nacht 1 632 Il Jeber 7 Ia. 55 f MN. 30g. 50l. 5. 969.9 1159. U 5 dür 0 l 16A M. dach n 2 — S 5 * 3 S 1 S — — 638, 5 Mugen. % Ni 0. 49.51 ez te e, St hz, e he 90. ic e 511%„ „1e, e Jeg, Au ehe 1106, 1 en Elgg n% Dee % Ane 0 1% bz, 4¹¹ 430. 7. fl 1 985 943 770. U a 1077 . a 15 h e „. 151. waben 5 N 6 ee Das erſte Begiſter. Erſchrecken e Eſſens⸗Luſt verlohren, ſie he Appetit. N 9 1 Fallen von der Höhe 25 5. 562.1219. Fallende Sucht 8. 38. 51. 86. 126, 128. 58. 184. 213. 219. 20. 25. 253. 254. 265 267 273. 309. 33K. 366. 383. 388. 405. 438. 439. 441.442. 451. 507: 513. 521. 550. 578. 580. 586. 600. 629. 640. 644. 649. 681. 71%. 721. 750. 761. 788. 793. 848. 878. 880. 881. 911. 918. 919. 979. 980. 987. 1004. 1012. 1014. 1017. 1019. 1032. 1039. 1066. 1021. 1078. 1081. 1084. 2097. 1105. 1113. Ig. 1156. 1159. 1160. 1163. III. 1188. 1208 4225. Faͤule zu widerſtehen 16. 26. 36. 5. 65. 66. 423. 234. 250. 262. 318. 329. 342. 350, 365. 560. 577.709. 798. 816.966. 1060. 1070. 1144. 1241. Felgwartzen 47. 259, 318. 425. 1002. 1067.1180. 1189.. Feuchtigkelten auszuführen 10. 3 3.3 8.128. 173. 182. 208. 223. 413. 520. 645. 657. 759. 778.884. 855. 904. 1095. 1106. 1217. 1241. 1244. Fieber 7. 11. 14. 38112. 132.137.143. 144. 155. 162. 179. 210. 234. 251. 254. 270. 287. 207: 303. 371. 315.337. 438. 468. 485. Sl. 536. 561. 571. 573: 596. 644. 670. 688. 765. 798. 816. 827. 868. 894. 805. 896. 963. 964. 966. 909. 975. 1008. 1012. 1080. 1094. 1135. II. 159. 160. 1164. 1170. 1180. 1182. 1207. 1219. 1231. 8 2 Fieber, ſo alt und anhaltend 18. 38. 40. 41. 143. 241. 250. 288. 316. 329. 378. 728. Kt · 958. 974. 22 Fieber, dreytagige 10. 38. 41.63 120,143. 47.07. 264. 287. 289. 300, 310. 311. 312. 413. J 1 5 2 437. das erſte Regſſter 437. 41. 463. 477. 483. 507. 84. 567. 00% 629. 644. 808. 869. 909,953. 974. 1080. 70. 1188. 1193. 5 f Fieber/ ſo viertaͤgig 13.17. 137. 143164. 209. 240. 250 260. 264. 304. 310. 312. 337. 414. 447. 451. 463. 468. 471. 477. 483.534. 561. 562. 506. 600. 629. 643. 644. 661. 808. 821. 868. 874. 883. 884. 890. 909. 924.953. 974. 1016.1032. 1057. 1058. 1088. 1170. 1185. gz. Fieber, ſo hitzig, ſtehhe hitzige Fieber. Fiſteln 34. 47. 52. 65. 12 8. 129. 173, 244. 239. 274. 289. 316. 37. 46. 455. 468.514. 9Uß. 924. 974. 1023. 1068. 1078. 1214. Flecken⸗Fieber, Peteſchen 26. 28.196. 04. Fluͤſſe 71. 80. 128. 198, 329,347,362. 4385. 402. 505. 626, 627. 658. 679. 687. 688. 697. 698. 779. 824. 837. 842. 804. 874. 804. 904.924.079. 981. 991. 1013. 1026. 1028. 1032. 1034. 1036. 1094. 1102. 1108. 1116. 1124. 110. 1149. 1156. 1100. 1163. 1164. 1165. 177. 1185. 1198. 1218. Flechten, Geflechten 26. 113. 244.331,36 471.585.647.675, 1104, 1210. 1219. Flecken der Haut 81. 127. 243.319. Frantzoſen 47. 164. 213.252. 274,329. 335. 366. 375. 463. 468. 477. 514. 54. 578. 600. 640. 658. 677. 794. 861. 800. 917. 032 1035. 1037. 1052. 1163. 1164. 1204. Fuͤſſe Geſchwulſt 58. 88.164. 564,917 Gallyabfuͤhrende Mittel 10. 16.34. 38.66. N 196. 200. 278. 284. 205. 297. 315. 365. 388. 410. 411. 476. 582. 5906. 610. 853. 889. 9 903. 974. 981. 1018. 1135, 1207. 1242. Glenn 2 0.9 27.2085 J. 00. Salü Gch t 1 J 20 2 1. Nl Ih ber. h 55 f e % 0; l Schale l et „ tu b. l. J. d b g chef 680 che Bl 21.. I05r r Hehe fe habt 1.94.55. 5.143. 1 100. 108.2 A4. 288 ll. 355. 1 6.770“ GI. Al. Jg; 000.010 NN 5. Galen 0 ch. 8 8 e 3 1 1— P—. N a N 5 e W— Nu ee 07 e Ache. 5 10 1 5 119, 510 931 Miß 460 c 0 18 * 1 J flach 0 5081.99“, Wio2b F. 04. 0 mb. 1g. 00. Ul 8 Ay. chlen 26. e 1165. 17.605, 30, 1449. ut gu. 735 7 11 40 1. 1 18. 8 1 Pen b. 5077. 0 rl 110* 0 580 Ne 05 06 WI 1 0 6 10. N N In. 6b N 55 Ilg. 13 00.8 1 al 3, 60 eg 5 Das erſte Register. Gallen⸗Kranckhelten 28.40. 143. 180,194. 237.288. 295. 476. 664. 669. 670. 889. 894 921. 1060. 1070. 1073. 1120. 1133. 1195. Gebluͤt zu erfriſchen 28. 801. 845. Gebluͤt reinigen, ſiehe Blutreintgen. Geburth zu befoͤrdern 30. 122.13 3.134.156. 168. 210. 216. 227. 230. 243. 248. 266. 284. 321. 327.341. 85 4885 441. 444. 452. 506. 511. 836. 622. 633. 658. 662. 700. 717. 747. 748. 752. 767. 852. 890. 902. 918.964. 1006. 1037. 1093. 1095. III2. III3. 1188. 1200. 1208. Geburths⸗Glieder eng zu machen 52. e 5 5 698. 767. 832. 834. Gedäͤchtniß zu ſtaͤrcken 30. 83. 84.251. 269. 326.361.381.395. 492. 521. 585. 623. 71. 755. 817.836.981. 1013. 1104. 1193. 1198. Gehirn, ſo feucht 38 1. 396. 402. 432.474. 836,868. 983.987. 1010. 1094. Geböres Bloͤdigkeit 8 1. 18 5. 190. 250. 251. 253. 402. 418. 498. 533. 8 777. 918. 1071. 1077. 1108. Geilheit, ſiehe Venus. Gelbſucht 7. 10. 1 4. 16. 26. 34. 38.40, 46. 47. 54. 55. 63. 109, 110. 112. II3. 110. 120. 122. 130.143. 147. 148. 150. 151. 158. 174. 185. 189. 196. 198. 200. 230. 231. 234. 254.257. 262. 263. 274. 288. 289. 295. 300. 303. 308. 309. 310. 311. 315. 316. 317. 318. 329. 335. 336. 337.338. 375.376. 391. 407. 409. 411. 413. 414. 415. 418. 437. 441. 452. 463. 464. 466. 476. 479. 485. 401. 493. 521. 528. 529. 541. 582. 589. 605. 605. 006. 610. 611.620. 630,664. 665. 723.748. 768. 785. 804. 808. 809. 822. 830. 834. 855. 858. 885. 902. 907. 21. 954. 960. 974.9709. Iii 13 980. e Das arte Reue 7 855 88 989. 900. 90. 1025. 1030. 10581 1155 1084. 1085. 1113. 1118. 1124. 1134. 1138. 170. E 1180. 1188. 1103. 1197. 1205. 1230. 155 Geluͤſten der Schwangernden 295. 336. 05 40 463.498.073.781. 890. 969.1224:, Getuch verlohren F I lb J Geſchwaͤr 120. 126.127. 158. 164. 27% lo öh 315. 320. 469. 485. 496. 528. 585. 505 Gaz. i n 654. 661. 662. 693. 712. 715. 729. 728. 796. end 816. 850, 874. 963. 1023. 1049. OO. nog. 4.7 F 1144. 1145. 175. 1201. 1203. 202 205. 1 Geſchwaͤr/ ſo faul und fluͤßig 47.11. 182, 66 550 253. 209. 329. 455. S852. 374. 608. 71. 747.83. bg hf 89 O. 1060. I W. Sb. Geschwüre, ſo um ſich freſſen 22,192,303. 00 0000 454.900.922. 032. 1096. 1214. b 100 Geſchwäre an heimlichen Orten 3a, 420. 630.711.794. be eh Geſchwulſt 128. 130, 165. 288,312,315. Nd 320. 362. 388. 417. 461. 498. 507. 552. 57l. 622. Gch 553. 675, 678, 719. 718 728. 748, 750.;,. 788. 704. 868. 874. 877. 22.1018. 1023. 8b. gg 1096. 1105. 1144. 1160. 1177. Fr gO. 1238. ache SGeſchwulſt, ſo hitzig 65. 416. 608. 71 Hiben⸗ 724. 1078. 1777. 1193. 1210%ſ« V 390502. Geſchwulſt an heimlichen Orten 333.499. 10 9920 672.713.755. 787. 1088. 1177. 10. 15 uc Gichter 38. 81. 202.209. 228.234. 248. Vibe 267. 271. 282, 320, 330. 388. 438. 442. 41. 383.35 463. 403. 406. 505, 358. 380. 044, JL Io. cb g 807% 878. 880. 881. 898. al. 963. 979. 085. Vibe 2 010.1013. 1026, 1081. 1084, 1105, nd 1121. Gare 8 1141. 1159. 1161. 1244. 25 15. ff i netende Miel 20 0.26.25.35 4 h .I.— 05 eee 1 0 100. 1 1 d 7 47. 55 0 e 0 1 a y ag N. N Kali Vn z 66 0 8 8.130, n. 10 0 5 1% N NN 55 50. 58 81 0 15 e nba n 1 1 1 0 1 8 n 157 10 0 fle . 85 1 45 1 2020 8d; ll. 0. 8.4. 5 5 1455 W e * 1 J el. 101. 2 10 0 a Len 1 en 5 199% Das erſte Negiſter. 75. 159.. 107. 165. 162. 191. 192. 196. 213.231. 234.250. 251. 252. 262. 266. 269. 295.308.318. 323.341.343. 349.369. 441. 444. 431. 452. 460. 476. 506. 510. 520. 522. 528. 550. 560,561, 56. 591. 629. 643. 662. 663. 687. 700. 717.785. 791.832. 848. 857. 860. 861.909. 1000. 1010. 1012. 1016. 1018. 1040. 10497053. 1054. 1058. 10601 1063. 1105. 1122. 1163. 1164. 1166. 1180. 1182. 110. 1200. 12051230. 1237 1238. Gifftiger Thiere Hunde/ Biß Stich 7.8.38. 47. 57. 75. 85. 109. 127. 162. 206, 213.216. 257. 282. 293. 31f. 365. 377. 386. 407. 426. 480 485. 528. 550. 560. 562. 565.596. 610. 611. 615.0 643. 657. 687. 703. J), 218,747. 260. 767 788. 816. 822. 832. 891. 898. 916. 948. 950. 963. 1000. 1001. 1010, 1055. 1000. 1063. 06g. 1003. 1105. 1118. Ing. 1164. 12000. 125 1236. 1238. Of Kranckhetten 29•% 122. 164. gag. 857.904.924. Glieder Kranckhelten 38. 71. 117 1 164. 184. 304. 308. 338. 362. 463. 504. Gaze 678. 843. 899. 924. 1020. 1032, 1038. 1244. Gliederſucht, ſtehe Glieder⸗Kranckheiten. Goͤlden⸗Ader⸗Schmertz 8 319. 502. 513. 552. 580. 600. 647 713. 723. 750. 849. 802. 894. 1002. 1067. 88 1060. 1081. 164 86 Goͤlden Ader zu ſtarck flleſſend 170. 189/2760 303. 315.318. 469.528.545. 672.787.788. 80 286. 921. 967. 1164. 1166. 1189. 200. 1201. C Goͤlden Ader Verſtopffung 68.293. J 00 Gonorfhœa 5. 26. 3 f. 3 2.4446. 80192. 216. 238.278. 335.337.374. 424.430.435 655. 476. 479. 50% 522. 528.530 552.73. 60 Ji i4 „„ eee eee eee 88.130.303. 318. 549. n«„ 11 egiſter⸗ 540 670. 55 7855 826. 827. 88. 96, N. 0 5 983.894 896,91. 99. 907 909.1004. le. a. 10 485585 1082. 1133. 148.4234. Geieß und Sand 838571. 119. 120.131. 45 202. 299.3010362. 401. 4 lo, If Alg. 430 470.476. 488. 405. 496. 500 50. 1 40. ig. 521. 3285150 l 505, 507. 64 660. Je. e 148,173. 228.258 15 754. 807. 909. Bu, 830. 851. 80, 862. 884. 5 919. 924. 952, 985, 987. 1032. 1047 1004 1 2807 1098. 118. accu. N 128 105 04 40 1273, 1221.12. 7409 K., Grindy, ſiehe Bauchgrimmen. e i p Grind 134. 508.„ 5 15.040 Gelndige Köpſfe 1 7 15. 74%, 0. Hatt ausfellen 8. 347. 36. 450.0 585 115,118. chr 88) 9225 Muͤlben 134. 887 015, 100. 0000 9590, aar wachſen 8. 9.31. 32. 33.1006. ug. 5 466,% 13. 0% h bz ph Haar ſchoͤn zu machen 31511. g 9 5 1* l A. Haox⸗Wurm 7 Holß⸗Kranckbetten 70 20ʃʃ 24. 5 7400 338. 347. 425. 520. 528. 368. 634, 602. 00. a 724.289. 796.707. 828. 836. 840. 019. 953. 957. 976. ll. 101 Z.*. 9 1080. 1 1081. 1189. 1207. 0 0 dag nig wunde g. 2 010.3 30 fan J 05 100 Harnlauf ohne Willen 46. 403. 40 5 cdi 4682. 768 0 F Harnbrennen, küöpſden und ſchueſden 4604. 8 gh 69. 70. f. t 80, 88. 138. 283. 332. 385 376. 2 1 400. 445437, 408. 501 615,620. G5. 5 — — 1027. a. f 8 846. 808. 87 55 595,505 96 12 8 4 4 WW. un al ficht 654. 679. 677. 701. 764. 768. 820. del. ez 10 900. 10, 5 :. 3 15 AN FFF ein, 0 Wi, .%%3,Ulih 1 L*„ 6 3 1„ eee 0 h bor ec. 7. bc 99. 0. 17. l. Ich. In 57 100, Nn n dncden 6%. a 8. 15 b e 5 e Ki. 9 f ———. 8 * 1 8* 5** .. N 0 Das erſte Regiſter. 1027. 1048. 1073. 1024. IIO2. 1145. 1149. 1222. Harn verſtockt zu trelben 8. 24.26. 29.33. 34. 38. 41. 54. 55. 56. 58. 59. 73. 79. 88. 110. 112. 116. 117. 119. 120. 129. 130. 131. 132. 136. 143. 144. 147. 148. 150. 155. 164. 107. 109. 173. 202. 210. 248. 251. 258. 262. 278. 200. 291. 292.205. 297. 299. 301. 303. 304. 308. 309.310. 311. 314. 328.329. 331. 341.343. 352. 370. 387. 402. 407. 410. 415. 416. 422. 430. 432. 435. 437.438. 441. 451.457,69. 472. 474. 477.479.480. 485.404. 300. 506. 507. 513. 514. 520. 521. 522. 528. 529. 541. 561. 564. 565. 571.577.578.587. 504. 608. 610. 629. 633. 643. 645. 657. 600. 664. 677. 678. 681. 685. 687. 688. 700. 702.. 727. 728. 750. 754. 764. 765. 771. 785. 787. 804. 806. 807. 821. 830. 845. 846. 851. 860. 861. 867. 883. 885. 892. 804. 896. 902. 924. 949.950. 951. 961. 985. 989. 900. 997. 1006. 1032. 1036. 1037. 1040. 1047. 1053. 1058. 1070. 1085. 1093. 1095. 1097. 1098. 1100. 1106. III2. III3. III5G. III 7. III g. 1122. 138. 1139. 1140. 1142. 1144. 1145. 1147. 1156. 1159. 1166. 1180. 1204. 1214. 1219. 1229. 1234. Harnwinde 8. 29. 46. 47. 55. 75. 148. 209.310. 312. 347. 402. 437. 522. 501. 504. 620. 672. 717. 723. 765. 846. 861. 863. 894. 1047. 1048. 1053. 1098. 1145. 31. 506. 603. 662. 713. 752. 768. 822. 880. 887. 976. 991. 1106. 1112. 1166. 1171. 1193. 1198. 1217. 0 Haupt zu ſtaͤrcken 28. 36. 84. 155157. 167.231. 246. 251. 265. 266. 269. 271. 2755205. 299.300. 310. 507. 520. 573. 591. 622. 629. 631. Jit . 17 Das erſte Regiſter 8697. 708. 751. 752. 764. 767. 788, 816.823. 827. 828. 837. 843. 846. 852. 890. 904.948. 983. 1021. 1020. 1032. 1003. 1100. 1109. 1116. 1134. 1153. 1239. n Haupt⸗Schmertzen 79.1 89.23 1.234250, 251. 205. 311. 312. 361. 366. 377. 387. 303.507. 521. 571. 587. 503. 620, 628. 662. 669, 680. 708. 751. 752. 764. 767. 788. 816. 823. 827. 828. 837. 843. 846. 851. 896. 904. 948.083. 1021. 1026. 1032. 093. 1100. 1109, 1116 da. 34.1153. 163. 1165. 1180. 1188. 189.100.103. 1198. 1207. 1210. 1218, 3 Heiſſerkeit 60. 70. 80. 141. 362,479,480. 505. 567. 560. 636. 654. 700. 70% 783. Sl. 842.864. 1125. 189. 1190. 1198. 1221. Hertzgeſpan 113.198. 247248, Hertzens Kranckhelten 195. 203,230,243. 248. 266. 267. 260. 322. 323. 329, 338.342. 347. 362. 369. 431. 468. 860. 861. 905 906. 981. 983. 687. 099. 1026. 1036. 116. 1204. Hertzens Ohnmachten und Staͤrckungen 26. 28. 116. 123. 127. 185. 156. 194. 195. 230.21, 246. 250. 269. 271. 275. 205. 297. 321. 323.324. 326.341.342. 349. 370. 381. 300.306.573.575 5622. 700, 761. 702. 864. 898. 977. 979.983 987. 903. 994. 052. 1066. 115, 119, 113. 1156. 1163. 1164. 166. 1103. 117. Hertz⸗Zittern 124.156.213.234. 246.3905 522.966.987. 1066. 12. Hirn zu reinigen 38. 86. 126. 801. Hirn zu ſtaͤrcken 49.266. 323. 422,013. 1953.119127. e m Kranckhelten 246. 834. 898. 906. Hitze, ſo innerlich in Geblüͤthe 56. 67.16. 8 h, bn i I 0 e cher 0 b M e At, 5 u c ee 09. 10ö 10 ccrn ch 79 ub 1224. dug Ii, hell n 9,23. , A. a 48 J g gl . F e big; f Jg, fh 18590 ag Fg z ug, 1 1 17% 8 „ M.„ ie, path 0 30 0.03800 . f. apache 8.05, b Wach 1 85 e 39200 1 ae 0 lacht 4 56.550 70% Jh 0. e e, „10* 2450 eiten 270 13% 00 U 8,30 a. 65 4 N hege, 0. 0% b. gh 1, Nenn J g ärckungen 2% . e e,, l eee 9% e, 62 d o g 96 e lg l. 100. 0 1066.. 6. 01. 5 20.lt un, u 1 K. 85 bac. 10 55 1 Das erſte Kegiſter. gba 3 98 a 175. 7. 80. 230 279. 204. 295. 403. 603. 639. 662. 797. 828. 832. 883. 924. 966. 977. 1027. 1030. 1080. 1194. 1210. 1218. Hitzige Fleber oder auch hitzige Kranckheiten 156. 157. 173. 104. 213. 216. 231. 252. 258. 266. 295. 207. 311. 338. 349, 350. 369 391. 303. 429. 451. 463. 464. 465. 529. 603. 665. 827. 828. 832.830. 843. 858. 804. 896. 948. 940. 967. 969.973.993.004. 1032. 1060. 1062. 064.1065. 1088. 1133. 1163. 1220, Huͤft⸗Schmertzen 57. 308. 522. 582,487. 629. 698. 807.924.963. 104 l. 1084. 1105. 1145. 1156. 1164. 1224. 1231. Huͤner⸗Augen 9.259.285. 341.481. 507. 712.949.1082. Huſten 8. 23. 24, 32.46. 47.5943. 80. IIZ. II7. 137. 140. 141. 143. 164. 168. 169. 175. 222. 234. 243. 251. 254. 278.300. 347. 302. 435. 437. 438. gal. 480. 485. 0g. 507. 510. 520 521.501. 567. 573.580. 580.502, 503. 6527. 036. 637. 647. 649. 650. 653. 684. 677, 698. 700. 701. 713. 724. 748. 765. 703. 296. 817. 824. 834. 837. 839, 841. 842. 845. 846. 858. 861. 863. 864. 890. 904. 907. 921. 987. 10ʃ1. 1014. 1028. 104]. 1050. 1051. 1074. 1094. 1006. 1098. 1102. 1125. 1127, 1144. 2149. 1155. 1156. 157.1175. 1176. 1127. 1184. 1103. 198. 1210. 1222. 1230. 1237. 1238. Huſten, ſo alt und anhaltend 126. 168. 198. 303. 304. 409. 479. 504. 506.573. 636. 649. 747.835. 840. 904. 1011. 1016. 1102. 1169. 1186. 1188. 1237 N Hypocl 10 4885 42. 43. 44. 8.117. 17. 173.100. 195. 213. 240. 241. 273. 311. 323. 356. 0. 405. 468. 541. 567. 727. 755. 760. 761. Son. Daz erſte Nagifter⸗ 10 ä 8001. 809. 827. 890. 979. 981. 1057. 1088. 1130— 1169. 170. 1 nun 10 1 5 a„ 8 f 225 I. Jucken und Beiſſen in der Haut 303. 1138. 14. Jungſern W Bleichſucht. n d 2 1 Ill 4 1 Kalte Biſſe, ſtehe Harnbrennen. Rif Keuchen 33.38. 164. 167. 209. 222,243. Hhelk⸗Geſtt 248. 251. 204. 228. 300. 303. 31J. 342. 300. 402. 07 9 150 438. 451. 469. 506. 521. 522. 548. 51. 500. 0% 159. 2½ 503. 636. 647. 649. 604. 681. 700. 728.703 ſbee⸗Kraack 816. 818. 834. 847. 858. 861. 890. 980. 1006.. 208.35 1011. 1039. 1040. 1049. 1093. 1095. 153. 155 609.522. 5 11657. 1125. 1176. 1180. 1221. 1230. 1231. 123) 54.8288 1238. 5 020. 030. Katze, Raude, 58.63. 67, 127.129. 1650 e denend 188. 100. 303. 307. 329. 356. 413.468.503.528. 6.54 8d. 5g. 555. 578. 501. 600. 640. 603. 678. 228.. 387.4 808.811. 812. 816. 834. 890. 1028. 1032. 1039. ü. 201. 80 1068. 1088. 1133. 1138. 1105 4118.1 Krampf 38. 49. 72,126, 128.150.173. chr ſtärcken 84.248.265. 270. 3rl. 312. 32. 388. Jorg. intl, 688.903.963. 1012. 1113. 114.1159. 160. 58.1020 Krebs 37.165.192. 244. 250. 257.316. Vero 420. 455. 468. 479. 480, 514. 529. 37. 88.( ub. 596.600. Zl. 816. 848. 851.924. 0 A. gz ie Krebs an Brüſten 120. 253.257. 5, 4242 Kroͤpffe 27. 34. 47. 108. 165, 189. 4% 0. 418. 505. 507. 514. 552. 558.647. 651. 675. 43. 362 816.832. 850. 868. 890. 921. 997. 1032. 1067. 43 400 4 1080.1085. 1%/ /%0. f Kroͤßf Adern verſtopft 3 3. 38, 43.114 6% 6.60 6 V. 411. 437. 480. 504.54. 557. 680.78 S0 e * 809. 8 uu. 851. 855. 890.964. 1886. 1118. 170. 1 0 8 1 1 9227 1 Läh⸗ Au. f f t. e ee a 4 n d E. ut Jeg. ung, fü Neichſuch, 4 unh gen. 5 9.95 ö V. 9 Scho gh. 0 dig e eh un 180. Snzd. U. i ap ah Ne . 00 Webb ö W, 4 18. d IN. 00 f 388 Jo 0.3. N. uz. h% 074 0 2% 10. 7 19 4%&. F.. 58. 8 120. 2 ae 89,40% 5 0 ö 6%% . W. ch 5 ö ö 61% falt 3. 0 Ae de 4 6 0 ug u * 9 5 0 000 Das erſte Regiſter. g 5 L. ö Laͤhmung, Paralyſis oder Contracturen 9.1 5 135. 173. 175. 230. 248. 266. 205. 308. 327. 388. 405. 442. 482. 405. 507. 600. 659. 688.788. 924.980. 982.986. 1010. 1098. 1112. 1113. 1114. 1II9. 1144. 1244. 1 Laͤuſe und Nuͤſſe zu vertreiben 58. 264. 816. Lebens⸗Geiſter zu ſtaͤrcken 23. 28.36. 156. 167.196. 265.321. 323.771. 981, 985. 1043. 1156. 159.1217. 1244. 1 5 Leber⸗Kranckheiten 5. 37. 126. 162. 234. 257. 298. 335. 36. 337. 306. 403. 430. 463. 480. 522. 557. 603. 608. 638. 647. 669. 687. 2704. 828. 832. 837. 875. 894. 890. 919. 1027. 1029. 1030. 1115. 1118. 1104. 1210. N Leber dienende Kraͤuter 10. 15. 16. 38. 40. 43. 54. 81. 112. 120. 126. 137. 143. 175. 177. 222. 338. 387. 409. 430. 464. 485. 528. 601. 605. 611. 791. 807. 860. 874. 883. 895. 963. 1056. 1084. 1118. 123. 1133. AA. Aal. Leber ſtaͤrckende Kraͤuter 10. 26. 28. 230. 265.266. 390. 422. 608. 871.874.957. 958.1026. 1119. 1153.1211.1221. Leber⸗Verſtopffung 1 6. 26. 29. 32.41.43. 46. 47. 63. 79. 85. 110. 116. 120. 122. 123. 126. 137.43. 158. 173. 175. 184. 198. 200. 208. 222. 240. 241. 248. 251. 262. 273. 276. 288. 298.303. 309. 310. 311. 314. 316. 331 335. 336. 338.342. 343.362.375. 370.391. 407. 410. 413. 437. 438. 4003. 464. 465. 460. 476. 479. 480. 504.500. 521. 528. 500. 561.571. 588. 602. 005. 608. 630. 638. 650. 660. 664. 685. 687.700. 7 J. 727. 228.747. 748. 755. 768. 773. 785. 795. Leb. 807. 811. 830. 834. 846. 851. 855. 858. 860. 871. 874. 878. 890. 902. 924. 948. 950. 964. 974. 1 Das erſte Kegiſter. D 974.979.985.980. 906. 1016. 1018. 1020. 1034. M Dei 037.1040. 1053. 1054. 1055. 1057. 1060, 106b. el 1070. 1085. 1093. 1098. 1113. 118. 1122. 1139. J. 20 145. 180.1188. 1191. 1193. 1106. 1107. 9 60 06 b Lenden⸗Stein 80.14). 166.169. 312.330, ff. fh 64565 7.855. 1188.1197 4 Wu Lenden⸗Wehe 38.114.117. 119. 201. 299. ,t 30 1. 311.402.529.645: 80% 15,145. ae Lunge verſchleimt 17. 34.79. 141, 16). 14 0 168.184. 3 11. 513.681.700, 817. 891% 1000 1050. 1051. 1„ be Lunge verſtopfft 11 2. 1 16. 1 17. 173. 262. 0 5 373. 465. 504. 636. 664. 747, 78. rem 834.858.860. 890. 1060. 1093. 1196. 17 J 11971199„ bz, 131 Lungen dienende Kraͤuter 38.. ure 104. 167. 108. 200. 337: 430. 469. Jie. 209, g, Sie Fol. 503. 604. 645. 650. 654. n 15 11 824. 832. 860. 874. 902. 906. 1020. 1070. Wet 1098. 1144. 1177 1228. 12314. 6 4 0 dungen ⸗Geſchwär 22 24,10%. ae 108. 274. 373. 454. 522. 664. 698. 788.900. 5 09 907. 1050. 1140. 1164. 1195, 1197. f gh dungenſucht 59.78. 80.128. 148.1525). i. 57 302. 371. 373. 391. 403. 512. 580. 9 8 801 I;. 1135. 10 709. 828. 835. 837. Sar. 86. 803 1 5 1. A 6 90. 921.923. 977. 087. 111. 10 2 10e 80 ah 1144. 1177. 1228. 1 10 N luft, i en Magen⸗Aufſtoſſen 342. 362, 381.451 0 04,787,868. 107 Magen- Brennen, Sood 296.337.437 318.851, 894.966.969. 90) 00. 463. e 0 7 Mogen, 0 1 300 1 1 1.201 0 7900 echt n e e ih, . 513 8 700.91; 119 1½½ 10. 04. 6 204. 747. 740 „ S9 oe 11g, Keüul 70 ub, 0%. J— b. 40h Jö fg. 45.05% C CGT 5e g, 874. 8 900, bh 0 . 0 M 4 1 162. 19 5 5„ 60 104, 0%. 7. A e 900 6 187 80. 99 60h 35. 9, i 90 Pon 1 00 1. J0ů2. L U. RN% Das erſte Regiſter. 83. 987. 1071. 1077. 107 1123. 1135. 116. 451. 510. 511. 512. 520. 52 805. 950. 1017. 1064. 273.362. Magen⸗Druͤcken 3 13. 362. 106 112 Magen erkaltet 11. 29.137156. 22 3.246. 234. 271. 288. 350. 306. 401. 402. 403. 503. 638. 645. 658. 670. 687. 761. 775. 706, 798. 862. 8068. 903. 981. 1010. 1095. 1106. 1113. 1115. 1157. Magen ⸗Kranckheiten 18. 11. 1 6. 26. 38. 42. 49. 66. 128. 136. 147. 162. 207. 222.270. 344.347. 409. 410. 420. 464, 465. 476. 492. 547. 560. 575. 50 l. 592. 611. 615. 687. 691. 698. 760. 766. 768. 80. 818.834.837. 801. 883. 966. 1030. 1053. 1098. 1119. 120. 1156. 1218. 1243. 125 Magen⸗Schmertzen 11. 72. 81. 127. 310. 311.313.347.560, 585. 637. 696.75 5. 1036. 1231. 1236. 12 Magen⸗Schwellen 11. 31. Magen ⸗Staͤrckun 54. 116. 127. 137. 246. 266. 269. 380. 382. 396. 4 522. 548. 560. eee eee 9. 4012. 1013. 1014. 1197. 1231. 1243. 31. 421. 430. 451. 463. gen 10, 24. 29. 31.46. 155. 156. 157. 168. 177.184. 273. 294. 205. 342. 350. 370. 01. 403. 422. 432. 473.520, Jat. 553. 644. 679. 700. 748. 760. 9. 885. 864. 870. 903. 910. 958.963. 992. 999, 1034. 1037. 1053. 9. 1194. 110g. III). 1118. 1119. 1156. 1243. 1244. f Entzuͤndung 120. 662. 1017. 104. 1200] heit Verluſt 123. 864. 872. ſern 122, 23 f. 252. 329. 380. 369. 1. 529. 664. 665 80a. Meſenterii Verſtopffung 26. 79.137. 173. 387. 388.541.„ ſiehe Kroͤß. i Milch. K 1 1———-̃ ———— 2 2 Milch in Bruͤſten geronnen 44.1 13.276. 300. 315. 564. 646. 693. 767, 322. Milch⸗Mangel 167. 213.258. 337. 386. 402.472.476.520. 19. 669.671.710. 767. 821. 834. 86 J. 863. 1016. 1021, 1193. 1200. 1201. 1202.„ Milch Überfluß und abzuhalten 44.69.72. 120. 131.661. 767. 1002. 1013. 1016. Miltz Geſchwulſt, 164. 202. 240. 481. F507. 810. 816.1002. 1032. 1055. 1006. „ 1185, 1138. eee Miltz Haͤrtigkeiten 303. 48 1. foß. 1036. 7 108.1194. 14% 15 Miltz⸗Kranckheiten 10. 38. 120,240,303. 318. 341. 305, 370. 390, 401, 409. 48. 321. 589. 608. 647. 687. 791 843.874.958.963. 10551058. 1118. 1122. 1144. Miltz⸗Stechen 72.459.189. 106. 1189. Miltz⸗Sucht 10. 38.11. 196.213,21, 294. 310. 396. 418. 437. 438. 468. 471. 528. 548. 571. 585. 591. 600. 629. 801. 806.807. 809. 855. 890. 964. 1138. 1170. 1189. 1195. Miltz⸗Verſtopffung 10. 26.29. 323443. 46. 47. 63. 79. Bl. 117. 119. 124. 126, 7.143. 173. 175. 18. 202. 208. 228. 230. 240. 200. 248. 251. 262. 273. 288.304. 309. 310. 31l. 315 310. 331. 335. 342. 343. 362. 375. 403. 410.413. 4375 464, 44. 465. 466. 470. 479. 480. 504.00. J07. 516. 52k. 528.557. 300. 501.571.588. 609 638. 650, 660. 664. 677. 685. 687. 700. Je 727. 728. 747. 768. 773. 795 206, 86 Jb. 18.0 00. 1057 000 g 0 6 9.400. Male 113. 12) 510 417 9900 Tol He 4 0 J J J. 33 fte Ji. fl 1 8300 00,1200 b cke e J. 4. K 54 J 222. 3. 33 92.200. . 35. 9% 6 58 l 1 468. 560.500 W ge 944.640 Jb. Jö0 f 92. 922 0 905 9009 1007. 01 I. 10 h 109 lag, 12 f en 44.0% 0, 101g. lid. 4652. 240. 40% 1001 loßß. rost, 1 ze, goſ, 10„ az en le 20. 0 oz 6 J ch 040g, p. 847 7 M. 9.961 1 Floßg. ng 740 gf 10,3 K 196, 2% 48.“ 8 400%% Nu ö 5. 9 Hoch % U„0. lh h Das erſte Regiſter. — 326. 417. 816. 818. 830, 846. 855. 948. 950. 979. 985. 1016. 1018, 1034. 1036. 888. 890, oel. geg. 1037. 1040. 1053. 1055. 1057. 1060. 1066. 1070. 1138. 1139. 1145. 170. 1180. 1093. IIIz. 1124. 1188. 1191. 1193. 11 95,1197. 1199. Monaths⸗ Reinlgung, ſo unordentlich 88. 112. 129. 271,292. 295. 299. 304. 990. b 215. 321. 373. 380. 662. 711. 717. 773. 874. 883. 896. 908. 916. 967.98 1156. 1% ꝶ 1 452. 247. 7/1, 964. 989. Monaths⸗ Reinigung zu uber fluͤß g 21.23. 24. 29. 51. 73. 158. 169, 192. 217. 230. 259. 428. 430 528. 575. 605. 788. 789. 795. 832. 839. 5.1023. 1104. Monaths⸗ Reinigung verſtockt 5. 10. 29.32. 38. 44. 58. 65, 118. 119. 126. 127. 132. 134. 136.143. 148. 150. 162. 167. 168. 196.107. 209. 222. 223. 230. 230. 245. 247. 248. 251. 258. 262. 266. 270. 288. 299. 301. 303. 308. 309 311. 325. 326. 381. 335. 341. 342. 344. 363 370. 378. 387. 391. 402. 407. 409. 410. 414 415. 418. 429, 432. 435. 441, 45 1180. 1200. 1204. 506. 507. 508. 521. 588. 50 f. 503. 622. 4 5. 485, 404“ 522. 528.547. 548. 551. 584. 623. 629. 633. 638. 643 644. 645. 649. 658. 660. 662. 664. 681. 685 689. 700. 701. 702. 713. 727. 728. 747. 748 752.760.775. 776. 778. 785. 806. 800. 810. 827. 822, 835. 860. 861. 867. 878. 892. 902. 903. 940. 950. 952. 953. 987. 990. 996. 1006 1007. 101. 1016. 1031. 1032. 1036. 1039. 1041 1053. 1058. 1070. 1084. 1093. 109% 1095 1097. 1098. 1106. 1112. III3. 1115. 111d. 1122 1124. 1127. 1138. 1140. 1141. 1142. 1144. 1156 1205. 1231. 1236. Kkkk Müdig- e Das erſte Regiſter. 8 Muͤdigkeit 61.555. 817. 1109. 1153. Mundſaͤule 22. 123. 130, 168. 175. 565. 93. 574. 608. 662. 710. 711. 789. 817. 84. 894. 900. 919. 921. 923. 924. 976. 1023. 1 1160. 7 12011214. Mundgekd ee 21. 47. 124. 459. 259 421448. 511.5 12. 636,662, 700, 304. 709.711.794.795, 1043. 1160.1197. Mutter ⸗Aufſtoſſen 31. 123. 208. 234. 251. 327. 347. 402, 435. 623,624. 633.657. 661. 68 1.686.700. 701, 8i6. 878 916. 979. 1021. 1040%/fꝙ60ꝗnßł Mutter⸗Bluten 383.469.787. Mutter⸗Fluß 23. 26. 49. 198. 573, 883. 895. 907.916, 919. 991. Mutter⸗Fuͤrfall 21. 274.347. 5 4.1238. Mutter⸗Grimmen 17.153.266. 273.402, 407. 506. 560. 761.762.771 784.,78J/. 858. 1021. 1105. 0 f Mutter erkaltet 168. 27.326. 342,593. 644. 688.75 2. 76 1. 762,775, 861,963, 910.981. 118,10 /e 1199. Mutter Haͤrtigkeit 40. Mutter- Kranckheiten 7. 36. 38.75.10. 116. 154. 222. 225. 246. 269. 3445 387.401. 403. 409. 435.507.536.561. 565. 567. 611. 622. 638.640. 77. 75% 760. 764. 784. 791. 874, 894. 1063. 1098. 1119. 1140,1195˙1237. Mule, ſo ſchwach g. 50. 116.. 3421 ——ů— 355 10194 75 . 0 . 005 N00 Hake, ber 97408410 b cen Nuke, r 90 05 Nhe, 119 1 ſahſß 5 0 1 400, 1 178. a 156 97599 fachgebu 492.2 417. 441. 153.720. ö IIz. 1142 hahvehn 0 12743) 403,44 772850 f Ol ſckhen uu f . e 5— 662,0 7 M3. ii 13. 20 704 435. 00 681 5.00, N 101 540. 583 S 785 . 00 198. 1 „9165.99. . uU 1 7- 10% U% 0 S 105, 16 e . 70 e,, zue, za at 40 alen b.% . 40. 100 J * 125 3.40 0% 0 11. 6„% fte e, 9*„ 605% dach 9, Das erſte Regiſter. 34 390. 397. 522 623. 644.773. 1010. 1066. N 988 Mutter⸗Schmertzen 9. 38. 81.119, 120. 153.192, 266. 311. 312. 313. 315. 451. 547 637. 255. 785. 792. 843. 847. 858. 004. 964.981. 4003. 1004. 1030. 1053, 1130. 120. Murter⸗Verſtopffung 116.117. 126. 133. 434.198.198. 211. 262. gif. 504.516. 547. 571. 588.540. 677. 685. 704. 647, 834. 858.800. 952.979. 985. 900. 1040. 1098. 119. Mutter„Uuẽreinigkeit 133.134. 245. 377. 635. 643. 644. 68. 697. 702. 5657. 776.921.102 l. 937.1082, 1999, 1144. 5 195,119.19. 3 Nachfluß bey Kindbetterinnen, ſo verſtockt, 69.127. 129.195.197, 288.331.347. 7255 1. 700, 754. 78, 785. 823, e f 77) ͤĩ ͤðxLyũ Nachfluß bey Kindbetterlunen zu ſtaͤrck 3 22. 874. 89. 3 9 1 1 078 8 1 1 112 Nachgeburth zu vertreiben 58. 69.127.135. 334.392. 210. 262. 326. 347. 376. 386. 301. 407. 47. 44r. 444. 452. 633. 645. 658. 686. 200 713. 726. 776. 822. 902. 903. 1007. 1037. 105g. 1113. 1142. 1156. a 1 Nachwehen bey Kindbetterinnen 80. 120. 127.133.227. 310.3 12.313.396, 40 1% 403,447,452. 645. 685.700. 15.7265 772,80. 861. 1053. 10864. 1237 Naſen⸗Bluthen, ſiehe Bluten aus der Naſe. Nerven zu ſtaͤrcken 225.268. 43 2.473. och 507. 508. 622. 629. 631. 637, 647. 1 Kkkk 6546. Das mer 2 egiſter. 6 546 659. 762. 868. 979. 1015-1013 1070. 1156.1159. 5 Nerven Haͤrtigkeit 171.1096. Nerven, Schmerz 202. 225. zu. 311. 5659. 1013. dle, Hine 8 528.764.818 883. 994 89 5. 1 13 Dileen. Kren the 29. 56.71. 114.11 162. 169. 209. 243. 279. 299. 329. 373. 40. 469. 507.510. 522. 611. 545, 653. 654. 662.088. 755. 704. 765, 837. 863. 871. 874. 883. 950. 115.1140. 144. 1156. 1210.1221. Men käinigende Kräuter 38. 112.116. 210. 218.243.298. 397.432.490.512. 313.•5 89. 608. 643. 660. 701. 778. 782.4 345. 861. 862, 88,924, 949% 987. 1048. 11441197. Qleken⸗ Schmettz 34. 57.116. 148. 327. 401. 410, 429,528. 661. 843.1019. 1034. 10531214. Wierer. Steh 24. 2664. 69. 05 do. 889. 88. 148. 154. 84. 189. 30. 310 J. 303. 410. 430. 452. 476. 564. 610. 612. 630. 662. 677.702.764. 830. 846. 885,050. 900. 1006. 1047. 1058. 1093. 1098. 41 148. 1107. 1214. Mleten-Verſtopffung 71479. 81. 117147 173. 198. 309. 310, 311. 33,404. 407. 413˙· 464. 465. 521. 528. 587. 679. 703. 773. 785. 861. 884˙ 997˙ 1016. 1184. 1208. Miſenmachen e quo 201 200 55. 1 00 Nr hi 98,110 Seen Kl 448.588 . bolt Sheen Sch 195.7 rn, W het zu pte ß. ug. 952.254 300.306. 51.550. 959.000 701. 705 979. 99 1000. Aub. 110 ett Ben o). 1180. Pocken 1 969,4 63. 66 l. 10 Pdagtg 1040 5 1 1 0 En 0101013 . 104 e 10 0* 71. 1 53 5 220,%% 1 ez. 654 bog 558 8 1 * 1 r. Krül l 1 t, el eee, 64/70, ß, . 1 4.905% U . 30. z Ji, W g; 10h, 1 4.260 ee 1 1. 30. Jg. 0 1 bo bn. S d e S b u a, 0 1., i 5. 5 510 f 1 W 75 Das.— Reg iſter. OB. n 31. 36. 123. 166. 167 194. 267. 269. 300. 322. 342. 347. 390. 451. 547.573. 579.717.751. 760. 843. 993. 994.. 1026. 1066. 1115. 1204. Ohren⸗Geſchwaͤr 217. 238.251.533 571. 918.1109. Ohren Klingen und Sauſen 81. 186. 190. 418. 588. 636. 647. 663.755. 852. 89. 892.918. 983. 1041. 1130. Ohren⸗Schmertz 109. 234. 311.347. 441. 585.755. 852. 1041. 1077. 1 200. Obren⸗Wuͤrme 2 30. 259. 767. 822. Peſt zu pu ee 10.11. 26. 59.65. 85. 105. 119. 155.162. 177. 188. 192. 230. 231. 234. 252. 254. 258. 262. 266. 267. 270. 275. 202. 300. 315. 338. 341. 350. 369. 370. 380. 451. 456. 537.550. 560. 562. 575.589. 591. 643. 644. 657. 650. 660. 663. 664. 687. 700. 702. 788. 789. 791. 793. 827. 848. 858. 861. 862. 875. 973. 979. 981. 987. 998. 1000. 1001. 1004. 1049. 1060. 1062. 1064. 1066. 1084. 1133. 1140. 1141. 1163. 1164. 1165. 1180. 1204. 1205. 1237. Peſt⸗ Beulen und Druͤſen 292. 338.371. 507. 539. 558. 816. 900, 926. 1064. 1180. Pocken 123.231. 237.262. 25.329.350. 369. 451. 510. 511. 520. 521. 529. 541. 550. 653. 664. 665. 804. 859. 950. 9055 N 1051. 1052. 1064. Podagra 4. J 4.69.86. 128.134. 137.151. 164. 173% 20 238. 264. 266, zog. Kkk k z 305. Das erſte Reglſter. 357. 308. 3 330. 362. 459. 460. 9237 57 l. 80. 596. 600. 663. 693. 510 728.801.843. 1016. 103 2.1038. 1060. 1064. 1144. 1145, 1155. 1173. 1186. 1189. 1205. 1224. Purgier⸗Kraͤuter 208. 211. 284. 366. 459. 485. 488. 57. 640. 680. 817. 851. 853. 1018. 1074. 1075, l0g8. 1133.1134. Maude, ſiehe Kraͤtze. Rothe und weiſſe Ruhr 26. 47. 49. fl, 70. 73. 78. log. 159. 175. 180. 192. 197. 216. 266. 282. 310. 318. 321. 347. 362. 373.377 378. 380. 382. 383. 386 391. 405. 421. 42e 424. 425. 427. 430. 452. 469. 501. Sid. 552. 554. 573.576, 588. 611. 627. 672, 678. 603. 696. 725. 763. 781. 798. 824. 882. 835. 19 861. 864. 874. 875. 883. 894. 895, 806. 907. 910. 957. 963. 060. 974. 977 986.90 993. 1024. 1055. 10 7. 1159, 160, 1101. Uhl. 1166. 1175. 1186. 88. 1203. 214.1284219, 1824. gothlauf 21.88. 117.459,55, 64.663. 7343. 840. 845. 884. 1016, 1020. 10644109, 133. Nuͤcken⸗Schmertz 299•3635 5 0 S. Saam⸗ Fuß, ſiehe Sense Saamen mehrende Kraͤuter 78. 476. 522 863. 87 J. 1043. 1045. Saamen zu vermindenn 767. Schaben fo alt, boͤſe, faul und offen, 47.57. 65.120, 127. 18,182, 203. 210, 250. 515. 28 293. 347.375 3775 75 * 1170. Gbenen IIA, 9, ee 1051“ 5 Ehithoc 199,207. 1.300. F. 0.6 f. 807.9 c 005 bg 09. ghlaf⸗M 347.39 640. 60 839%. 101104 Sglaf. S 388, 999.90 1113. Shlag 2 00. 27 61. 300 9.50 6002.69 Na. 89 987. 0 ug i en Nu b. 4700,% 5% 2 0 A. 5%.% NM 10 ee 9 557 08 1 2 10 0 5 ö 4.2 öh 8 8 804 ß. M. 845 on ei 00, nö fl 188 Sen eee 34% i 5 U 1 90 9 20 8 e G00 N . AU 9 7 N nber Fe. daß een. 1 b. 303. 1 1 ö Das erſte Kegiſter. 517. 562.63 1. 702.718.779. 812.817. 832. 816. 884. 913. 921. 963. 991. 1008. 103 5. 1050. 1060. 114.1145. 1170. 1205. 1214. 1231. Schaͤden an heimlichen Orthen 80. 159.1 6 8. 173. 203. 253. 337. 611. 718. 788. 789.840. 864. 884. 90e. 9 19 long. 105 2. 1148. 1166. 1206. Scharbock 14. 29.88. 128. 130. 131.136. 189. 207. 240. 251. 254. 303. 308. 310. 328. 329. 349. 355. 437. 454. 474. 485. 505. 541. 571. 580. 675. 709. 728. 806. 807. 809. 810. 811. 817. 824. 856. 864. 890. 895. 923. 952. 953. 1003. 1037. 1086. 1104. 1107. 1108. 1133. 1168, 169. 1170. 1171. 1225. Schlaf⸗ Mangel 78. 15 1. 157. 234. 300. 347.395. 425. 428.429.588 618.627. 647. 669. 743. 816. 813. 826. 828. 839. 842. 844. 848. 852. 853.895. 1021. 1083. 1217. 1218. Schlaf⸗Sucht 29.38.44. 271.367. 371, 388. 599. 645. 681.817. 843. 879. 899. 900. 904. 912.979. 1041. 1107. 1113.1121. Schlag 29. 38. 126. 164. 184. 220. 231. 266, 270. 271. 273. 295. 308. 309. 323. 326. 361. 366. 367. 388. 405. 451. 472. 473. 522. 501. 503. 600. 629. 631. 644. 645. 678.681. 682. 697. 217. 721. 761. 762. 811. 817. 880. 881. 898. 899. 904. 924. 979.. 983. 987. 1010. 1012. 1013. 1032. IIO4. II 7. III. 1II3. 1II4. IIIg. II2I. 1159. 1160. 198.122.1244. Schlangen⸗Biß, 1 5. Thiere Biß, k 4 Schleim, 8 3 e eee et see tene PPP——————— Das erſte Regiſter. Schleim, aller Orthen im Menſchen zu ver⸗ duͤnnen und auszutretben 38. 112, 126. 128. 131. 137. 140. 171. 200. 264. 273, 276. 291. 311. 362. 365. 396. 410, 411. 477. 437. 470. 475. 479. 480. 481. 507. 508. Sia. 555. 560. 582. 587. 503. 610. 630. 636. 640. 643. 644. 645. 649. 657. 665. 670. 677. 685. 687.700, 701. 247. 748.257. 796, 800. 806. 811. 819. 821. 845. 855. 871. 890. 902. 903. 904. 909. 910. 948. 949. 950. 977. 981.985. 1041. 1046. 1051. 1070. 1071. 1097. Log. 1156. 1159. 1242. 8 Schleim in Lenden 363. 396. 810, 812. 855. 1214. Schmertzen ſtillen 234. 3 10. 326.370.390. 424. 425. 427. 508. 608. 626. 627. 647.65 1.715. 728.762.839.842, 843. 902. 1016, 1039. 1144,21. Schnuppen 724 768. 1095,12 Schrunden au Beuſtwartzen, Leffzen, Haͤn⸗ den, Haut und After 188.411.663. 1140, Schwangerer Leibesſrucht zu ſtaͤrcken 918. Schweiß zu treiben 10. 59. 124. 129,132. 144. 155. 156. 164. 169. 173. 191. 220, 230. 233,234. 250.251. 274. 291. 297.303.315.328. 349. 355. 370. 456. 457. 459. 480. 485. 5205 528. 550. 57. 578. 501. 629. 639. 643. 644. 600. 664. 665. 685. 791. 793. 860. 902. 909, 921. 985. 1016. 1018. 1032. 1034. 1039. 1049. 1052. 1060. 1063. 1064. 1140. 1142. 1180. 1195. 1204. Schwindel 38. 113. 160. 184. 196. 231. 246. 251. 22. 266. 271, 299. 380, 309. 362,366. 381.387, 396. 0 4 9 J 0131 ö 1094.U6 f 1159100 Ehnudſuch 102234 607% f. 145.160 0. 924 5 1 Ges 009 J 4 1 2.24.4 0,301.4 9.5. 00.647. 05.. 07. 0 enn, f dot gg bn 35 1102,11 5 dg „ lt fig 95 a Cl 723 1.56.60 ö. 55 VW. 40 l. 0 363%, dio Ju. 345 f 46.350 00 7 Jo. 616 7 728.70 9.84500 39. 114 117. 709. 10. uſtwirz eſſſen,, ſtet 190(66300 tsſtuct) urcken 9h, n 10, K 4, 0% 4. 50, cg 10%% 274.20 PS, 303 0 N 6 67%(80, 0 1 5 0 9 bh f 987 70 3 000% ub bid S Le vob 0 0. 1140 fl 13.%% 105 f. 0 260. 1h fn 3555/0 1 e, „ .— 25 2 n eee ee eee. Das erſte Regiſter. — 468. 49 2. 506. 521.523.547. 573.578. 59% Goo. 631. 662. 681. 717, 71. 752. 760. 761. 762. 879. 904. 979. 1013. 1036, 1063. 1065. 1066. 1093. 1094. 1104. 1107. 1115.1121. 1166. 1159. 1161. 1164. Schwindſucht 67. 78. 80. 117. 162. 185. 202.234.254.259. 311.390. 447.6 22. 567. 569. 578. 588. 617. 629. 724. 748.764.765.788. 8 12.828. 894. 906. 907. 924. 1027. 1119. 1144. 1164. 1175. 11761195. 1222. Setten⸗Geſchwaͤr und Stich 23. 24. 33. 34. 69. 72. 80. 122. 128. 150. 164. 188. 201. 202. 214. 220. 251. 252. 254. 257. 278. 20. 300. 301. 31I. 403. 438. 451. 496. 504 507. 536. 537. 562. 568. 589. 591. 593. 600. 617. 646. 647. 651. 654. 662. 700. 793. 816. 827. 859. 861. 892. 1049. 1051. 1096. 1177. 1180. 1207. 1210. 1231. Sonnen- Brand, Sommer⸗Flecken, 498. 506. 5 29. 807. 887. Sood 337. 362. 437. 463. 894. 916. 1102.1133. Sprachloſigkeſt 137. 166. 295. 326. 713. 811. 898. 903. 911. 981. 1013, 1014. 1114. Stich gifftiger Thiere, ſſehe Gifftiger Thlere Biß. Stein 7. 23. 24. 31. 32. 33. 34. 49. 47. 54. 56. 69, 119. 120. 130. 131. 137. 147. 150. 164. 109. 210. 243. 25, 274. 279. 295. 312. 350. 401. 414. 1 485. 4a. 476. 477. 5 492. Das erſte Regiſter. 8 —— 492. 500. 503. 504. 517. 521. 522. 527. 528. 557. 562. 565. 571. 585. 587. 501. 655 2 634. 658. 677. 700. 764. 781. 287. 800.830. 845. 860. 861. 862. 874. 884. 894. 916. 91g. 924.952.953. 954. 980. 901. 997. 1016. 1047. 1058. 1004. 1095. 1104. 1140. 1142. 1144. Naß. 1147. 1153. 1150. II88. 1193. 1196. 1204. 1213. 1229. 1231. 1234. Taubheit, Taubſucht, Tollheit 86.213.221. 259. 394. 463. 600. 827. 980. 983. 1081. 108310881191. Traͤume, ſo unruhig machen 827. Todte Leibes⸗Frucht abzutreſben 88,122. 127.129. 134. 143.168.169, 209. 222. 303. 308. 31%. 326. 376. 386. 391. 418.441. 444. 506. 596. 700,713,724. 810. 890. 903. 1007, 1037, 104% 142. 8 11571188. Trunckenheit 308. 362. V. Wenus aureitzende Kraͤuter 236.262.274. 282. 306. 341. 305. 306. 472. 473. 475 476. 477. 622. 623. 640. 863. 864. 868. 87. 872. 886. 888. 909. 910. 1003. 1041. 1043. 1045. 1095. Venus abhaltende Kraͤuter 233.236.463. 826. 827.999.1058, 188. Werbrannte Glieder vom Feuer 164. 209. 233, 293.421.502.316. 555.669,57 713. 816. 832. 833. 845, 891. 1082.7 1085. 1100. 1159, 1160. Verrenckung 164, 22 9 5 Wer⸗ 5 1 huſppfie 30.536 4 f Auch 96, 623. 1012.10 agel uten 5 1 000, 18g Mei 4 F bz. 6 0 0. 208. — 90. J0c. 3. 305 5. A 00. del, 92 905. 087. bc. N. geo, 95 Leih. 0 0. 5 ig ma 17 ict ab en gg. n „43. 29,709, 2½ 10. 32— 5. 386, 301.“ 4506. 000131 3. 400% Sogn, 36 D. Ati 8 36.4% l.„ 10 um f 164. 20h. 1.8015„ e ,Jll 1. 830 8 0 9, 10% de Küul g aan . 0 N 0. J c ö. 00 0. e be.. „ee 1„ ee Das erſte Regiſter. Verſtopffte Lebens⸗ Glieder 110.112. 116. ä 130.136. 210. 251. 314.363.388. 409. 417. 464. 475. 479. 541. 560. 603. f 85 630. 656. 665. 68 15 904. 958.961.985. 1046. 1060. 1075. Verſtopffte Leber, ſiehe Leber verſtopfft. Verſtopffte Lunge, ſiehe Lunge verſtopfft. Verſtopffte Miltz, ſiehe Miltz verſtopfft. Verſtopffter Magen, ſiehe Magen verſtopfft. Verſtopffung 23. 230. 3 86. 460. 508. 669. 777.778. 838. 961. 1144.1145.122 1. Unfruchtbarkeit 65. 76. 269. 476. 1 596. 623. 645. 776. 922. 980. 981. 1012. 1034. 1037. 1195. 1196. 1244. Uloretuigkelt des Leibes 189. 812.963. W. Wartzen F. 168. 204.23 1. 259. 285. 315. 316, 331. 437. 447.498. 50). 859. 894. 1080. 108 2.1186. Waſſer⸗Sucht 10. 14. 16. 30. 38. 43. 46. 47: 54. 63. 85. 88. 112. 113. 120. 126. 131. 134. 137. 43. 147. 150. 165. 173. 174. 188.189. 198. 207. 208. 251. 254. 257. 262. 263. 269. 288. 289. 300. 303. 304. 310. 311. 312. 315. 329. 342. 362. 363. 402. 409. 410. 414. 418. 422. 437. 441. 459. 460. 466. 476. 482. 483. 485. 500. 502. 521. 522. 348. 557. 560. 577. 580. 582. 586. 600. 630. 638. 647. 650. 662. 664. 687. 691. 723. 748. 781. 757. 785. 807. 816. S7. 830. 845. 858. 860. 902. 917. 90. 957. 958.974. 985. 989. 990. 90 1002. 1012. 1016. 1017. 1018. 1019. 1093. 1098. 1113. 1122. 1139. 1140. 156. 1169. 1174. 1178. 1188. 1204. 1205. Weiſ⸗ Das erſte Kegiſter. Weiſſer Fluß der Welber 21. 32. 38. 44 45.5 1.73.7614. 27,273,287, 304. 407. 429. 430,13. 514, 528. 82. 506. 622. 623. 624,767, 78,788. 886. 902. 903. 907. 924. 367, 980 981. 1024. 1094. 1100, 1138,116%5 1166. 1200. 1234. Wind und Blaͤhungen zu zertheilen 8. 40.24 75. 81. 37.198. 223. 25.263. 269 3b 348 gg. 350. 301.362.370. 380. 381. 402. 403. 405. 408. 410. 432. 435. 466. 469. 496. 510, 527. 48. 693. 644. 685. 688, 701. 751. 755. 77 775 784. 861. 868. 869. 902. 981. 987. 909. 1001. 1037. 1098. 1113, 1117. 1231. 1236. 1243. Wunden am Haupt 185¼187. Wunden ſo alt 120. 274.678. Wunden, ſo friſch 68. 109. 122,123,127 141. 159. 160. 162. 164. 173. 175, 189. 192. 227. 234. 243. 250. 274, 289. 299, 308,375 437. 455. 409. 485. 501, 528. 571, 582. 608, 622. 629. 630. 631. 634. 639. 773. 787, 701. 708. 816. 817. 824. 833. 845. 850. 856.874. 884. 000. 913. 916. 918. 921. 964. 986.987, 989.1016. 1023. 1046. 1048. 1056. 1060. 1083. 1100. 1140. 1144. 1159. 160. 1164. 1188. 1189. 195. 1198. 1200. 1205. 12380 79 Wunden⸗Bluten 109. 216. 371,380,073. 575, 02. n Wund ⸗Kraͤuter 158.169.173. 187.203. 200, 243. 251. 274. 370. 375. 439. 501. 528. 629. 789, 850. 856. 900. 906.913.918.921. 1008. 1023. 1186 5* e lee — J, le 5 1691,11 Sur an M i J 1 K Mg 1 — 177 103. 2 J. 200) K 0, Al. 3. J h. 6 f. f 0e 0h . N. 0 l. Sl h 7 0g. h 00 11601 105/11 26 n ihc, 0 94 loo; ech Ji bz, 99.1166 Eon 16921) 1 ze n i 4. agen 8 fen. 0 e S ge 0.0.3 N 465 0 99.5. 0. A „h gr chr 9 N. Az. S ll. 12h g pt. 110.210... 9 67.0 7,1% 102. 10% IN 109 05 0 1 Sah, 05 zy 85 S e G. i Sein, 4 8 ee He Ag Sch g gd a 0 cho oz b M A c 188. ld 5. 5 bis ee, n. 655 1 759 8 650 10 1023, 104% 197% 81023 1 06 109.21 a- bo CCC Das erſte Regiſter. 1056. 1060. 1100. 1141. 1188. 1 195. 1201. 1212. Wurm am Finger 8. 34. Wuͤrme im Leibe 78. 10. 17.18. 36. 3g. 40. 46. 47. 65. 66. Sf. 87. 126. 157. 150. 177. 182. 206. 209. 228. 230. 247. 251. 254. 262. 2657 288. 289 291. 295. 300. 303. 304. 310. 311. 312. 327. 336. 349. 350. 362. 365, 367. 360. 378. 381. 402. 405. 407. 441. 451. 472. 485. 516. 518. 522. 550. 561. 571. 574. 582. 587. 597, 629. 638. 643. 662. 663. 681. 688. 727. 748. 752. 767. 768. 771. 789. 796, 807. 811. 851. 852. 853. 858. 850. 884. 895. 896. 898.918. 950. 957. 958. 1001, 100). 1060, 1074. 1081. 1084. 1086. 1124. 1140. 1141. 1742, 1156. 1164. 183. 1193. 1221. 1237. 1239. g 8. Zäͤpfleins Zufälle 197. 634. 662. 09.56. 796. 816. 836. 868.974. 1053. 1057. 1125. 1200. 1230. Zahnen der Kinder 315. Zahnfleiſch, ſo blutet 159. 320. 573.667. 894. 1003. 1057. 1169. Zahnfleiſch, ſo faulet 23.88.3181 355. 358. 528.665. 667. 696.768. 836. 836. 890. 979.1166, 1203. Zahn⸗Schmertzen 24. 63. 119. 120, 159. 164.217.219. 220.2 30. 234. 2665 171. 284. 307. 316. 347. 386. 554. 571. 573. 578. 628. 638. 661. 67. 679. 816. Das erſte Regiſter. 8868. 874. 898, 900, 909. 910,916. 979.991. 10131016. 1027. 0 406. 1695. 1197, 411.1116, 1163. 1189. 1190. 1198.1 200, 12311. Zahnwackeln 24. 123. 217, 875,921. 924. 97071. 1166. 1169. 1200, il Zauberey 8. 17. 35. 106, 189. 477. 629. 1100. 1180. 1200. 5 Zipperlein 86. 137. 143, 238,279,379, 557. 577. 757. 921, 924. 980. 283. 1139. 11451156. 1164. 1186,1188. Zitternde Glieder 184. 213,266, 270.3 26. 451. 707. 533.77, 924, 9800957 1010. 1012. 1014,1113. Zitter⸗Maͤhler 127. 210. 244,315,317 643.675. 713.816.1219. Zungen⸗Laͤhme 295.474. Zungen⸗Trockne 180. 9771082 66 *— 0 l a Das 1 1 fer ali kept, lub l p, 0 0a bea Wife f ehe e Trochl ba Wen ah l, bent get echden zu! her Gulbd eben eng Luthe Al hl u benedich ider die flag Suſphrſ Ligni lt det Wunle e puncde ſoberis⸗ Beine Latte eg fa Oh ei Mane A o geſchmſ Ihe 900 dai ch aden gh he an. ese u dere 100 0 7. 2 zu, 7. 9¹* 4. 980. 53 186. Digit 1 c d n ö zi, 3,7%„ e, 0 X 7. ,, 3.810% 1e dn * N. 14 5 „ 55) 0(8% Das andere Regiſter uͤber alle in dieſem Buche com ponirfe Recepta, und wie ſolche in mancherley Kranck⸗ heiten nuͤtzlich zu gebrauchen . 4A. N onehmen oder Aberben der Kinder zu curiten zy 6 808 Abwaſch⸗Waſſer für Frauen immer 887 Ader, ſo ſolche uͤbel geſtochen, zu heilen 372 Agaricus Trochiſeatus 28 Aland⸗Wein anzuſetzen 592 Alraun derer betruͤgliche Bereſtung 744 Alte Schaͤden zu heilen 203. 817 Althær Solbel zu machen 77 Amarellen einzumachen 4 297 Lattwerge zu machen 296 Ammel Mehl, wie ſolches gemachet wird 174 Aqua Benedicta Serpilli Mynſichti 1094 Bad/ wider die Laͤuſe Sucht 675 Balſam-SulphurisTherebint. 149 N Ligni Rhodi zu bereitet 705 Barbetti Wund Pflaſter 273 Bart⸗Pomade zu machen 641 Berberis-Beeren einzumachen 179 Lattwerg und Zaͤltlein 179. 180 Betonſen⸗Pflaſter. 186 Syrup f 186 Bingel⸗Kraut⸗Syrup wider alle Kranckheiten 779 Bingel⸗Kraut⸗Honig 78⁰0 Bley, ſo geſchmoltzen, in die Hand zu nehmen 777 Bloͤdes Geſicht zu ſtaͤrcken 1097 Brand ⸗Salbe 1085 zu loͤſchn 1178 Brod⸗Pflaſter und Gebrauch 1078 ruch⸗Pflaſter und Pulver 4 885 Brunn ⸗Kreſſen Syrup„80 Bruſt⸗Beer Syrup zweperley 654. 655 Bruſt⸗Lattwerg 1073 Bruſt, und Lungen⸗Tranck 196 Bruſt⸗ . PP eee eee f 25 Das andere Kegiſter. J Bruſt⸗Tranck 1 676. 654, 1050. 175 wider Huſten und Eugbruͤ 511 , ee ſcharffen Huſten 568 Burretſch⸗Syrup zu machen 196 Callmus⸗Oel und Gebrauch 30 Cardebenedieten⸗Syrußp ä 254 Faßia, wie ſolche zum Elyſtiren bereitet wird 280 Oataplaſma von weiß Lilien⸗Wurtz 728 China-Tranck zu bereiten 329 Citron⸗Conſerva 356 e Del* 331 ö 8 iritus i 350 Clyſtir für ordinari 201. 143. 19) wider Bauchgrimmen e Grimmen und Winde 100¹ ſo eroͤffnet 772 von Roßmarien 981 in der rothen Ruhr ot Confectio Alkermes Meſuuæ 724 anacard na cephalica 83 Zingiberis 1233 Conſerva Meliſſe zu bereiten 7⁰¹ Coriander zu bereiten 350 Corinthen-Wein zu machen 1223 8. Dampff⸗Bad wider Schaarbock 357 Decoct, wider allerhand Zufaͤlle 70¹ Frantzoſen Kranckheit 579. 80 wider Gelbſucht f 148 ſo Leber und Miltz laxiret 80² wider gifftig/ boͤſe Fieber 1064 von Maßlieben und Gebrauch 174 wider Waſſer⸗ und Gelb⸗Sucht 113 wider Scharbock 1 3 Decoctum Gitti. 349 Decoctio Lignorum wider Gliederſucht und 925 — gra„ 5 1 3 37 „ wider geſchwollen Mig 108; Diacalamintha Galeni. 235 Meſuæ 2335 Hiaſcordium Fracaſtori 1061 Pigeſliv. Salbel zu machen 5 8 90 gui bed Lac Cu Cam ah be b Cum dm lil mulban in f lch ute fh filed nr bon Curt ga Holle Lignorax bun Tun lheiment bo ih dum Aro amd Brot fund Fol. de gn Mee Zed ache Such unc . ind Flecke e eur dn heut a ahn n: bon deu e d 109 eee aer ener- — ter un e ea een n e uch U 0 5 ire e. Ula. b 14. Nen 110 19 0 „ M. 0 ö z0h lg 1 in, Vinde 100 in 1 .. Melue 1 epbalie: 9 ß Lee 1 f 10 d. A* 0 and Zuſil 1 dhe h Mels litt 0 lie Fehe 5% 1 Hahl 5 1b Gelb:& 5 9 0 5 ade d t ll 4 i e dt Rich 5 6 — W due 10 Moti 66 mh date Das andere Kegiſter. Durſt⸗loͤſchender Tranck. 5 6 * Electuarium Alkermes 5 Diacaſſiæ cum manna 281 Cariocoſtinum 288 Cornelinum 282 Satyrionis 1225 wider den Schlag 47³ Elixir Carminativum 82 Emplaſtrum Fuliginis 1 538 Emulſion in groſſer Hitze und Hauptwehe bey Fiebern dienlich 852 damit Pocken und Maſern auszutreiben geg Erbrechen ſtillend Traͤncklein 698 Eſlenz von Curcuma 4¹⁰ von Hollerbluͤthe 1021 Lignorum Michaelis 1035 von Tannzapffen 3 Experiment von Beyfuß in Kindes noͤthen 134 wider Melancholie 76¹ Extractum Aromaticum 1238 Extractus Bryoniæ compoſitus& ſimplex 209 compoſitus von Haſelwurtz 146 Extract Fol. Sennæ 1090 lign. Aloes Angeli Salæ 36 Mechoacannæ 758 Zedoariæ e b F. f Fallende Sucht Experiment 788. 1075 Pulber 919 Fall⸗Tranck 255. 702 Felle und Flecken im Angeſicht zu vertreiben 1182 Fieber⸗Cur der Teutſchen Bauern 144 Fieber⸗Tranck 0 54 Finnen im Angeſicht zu heilen 688 Fiſche mit Haͤnden zu fahen 354 Floͤhe in Zimmern zu vertreiben 61 Lœcula Bryoniæ zu bereiten 209 Frage, ob man Artzney⸗Mittel gegen Zauberey habe? und Antwort e Frauen⸗Haar componirter Syrup 3 Fruchtbarkeit der Weiber zu befoͤrdern 3 Fuß⸗Bad gegen Haupt⸗Schmertzen 358 LI Fuß 2 d 2 2 d 2 8———T—T—T—T—T—T—T—T—T—.—.—ꝛ—..—— 1 g 5 1 2—.————— 3— 2——— 2——* 1. 5 8 1 5 3 9 1 4 1 1 2 8. „— eee 1. 1—* n 3 1 12 Das andere Kegiſter. Fuß⸗ Bad fuͤr Melancholiſche den Schlaff zu befoͤrdern za 5 G. Galgen⸗Maͤnnlein, derer Betrug 744 Geburth treibend Waſſer f 194 ſo ſchwer zu befoͤrdern 945 Gehoͤr wieder zu bringen nes durch ein Arcanum ju beſſern 31 Gelbſucht Buͤndlein zu machen 12 Gerſten⸗Waſſer wider Bruſt⸗Geſchwaͤr und Harnbren⸗ nen 6¹0 Gicht⸗Pulver der Moncpellierer 442 Glieder⸗Balſam wider Schmertzen und kalte Fluͤſe zs Gold⸗Ader Saͤlblein 1068 Grieß⸗Pulver, das Marggraͤfiſche 787, 1045 Grieß⸗Waſſer, D. Rolfings 50 Grind ⸗Salbs 1055 Gurgel⸗Waſſer wider Faͤule im Mund 574. 900, 914 ü faule Zahnfleiſch a 38 zu abgefallenen Zaͤpflein 709 5 2 Haar⸗Poudre zu machen 705 Hahn allzeit kraͤhen zu machen 36 Halß⸗Kranckheit, admirable Huͤfffe 1202 Haſel⸗Wurtz Extrack compoſitus 145 Harnbreunen und Tröpflen zu ſteuern 32 Hauptſucht⸗Bad zum Kopftfß 1191 Haupt⸗Waſſer D. Verzaſch c 890 D. Langens 7 Heil⸗Holtz zu machen 53 Heiſſerkeit per lecretum zu curixen 6⁰ Hemicraniæ Uherſchlag„ 9s Hertzſtaͤrckend Krafft Waſſer 33 ̃ Marcipan„ 865 Himbeer⸗Lattwerg einzumachen 15 Holderbeer⸗Wein anzuſetzen Holtz Tranck wider Gleich Sucht und Podagra 1037 Huſten junger Kinder zu ſillen 1212 .„„ Jappoz ſchen Fuͤrnuͤs zu machen 1 Jaßmin⸗Oel zu bereiten intuſum wider Mutter⸗Nieren⸗ und Lenden Wehe, 7 verſtopffte Kroͤß⸗Adern Infuſum wider Scharbock e 5 hock Je .. f 0 d n Ea blub fi en ic che ulbe chen Lak ee 1 ö N Jute f een Wen fatal ft ae, 0 i 0 3 ct , fit Sch aki ande hn ene Ame, ö Warft bade . 9 * cer Wan Se. g Thug ban Bet 1 Ag. 4 befltzen N In 0 en Arezn 6 0 5 20% fun ö N in Buß N t ld Hue lonrpeli s 9 webnſ:Btüt gg * h ni N70 lollug 30 40 100 e in e eg chuffeiſc f 97 1. 0 b alen! N 10 9. ö chen 505 u nahet 5 mnable! J 15 d compoſ I Lupfen J U um Kon + Verulſch% ns 1 B etum u i ö bn 1 I Nuſſer 1 an 0 6 g eum a f 10 K 1 1 Hach Ent n en da i file r. 8 04 üb in dich 14 um c 0 it Nef ae 0 e e N. Das andere Regiſter. r——— 5 3 —— Ingber⸗Morſellen⸗Taͤflein zu machen 1 85 8. . 1244 Johannis⸗Blumen⸗Oel zu machen 631 Traubel einzumgchen 967 Safft.„ 3 Syrup 96 Julep von Berberis Safft„ wider hitzige Haupt⸗Schmerken 315 ſo Pocken aus treibt 793 Juugfer⸗Milch zu mach 9 2¹5 d. Kinder ⸗Puloer, wider Abnehmen 80K Kirſchen Lattwerg zu machen 296 Wein anzuſetzu 297 Kleider⸗Putver, ſo wohl riechet. 1125 Kloſterbeer⸗Wein anzuſetzen 1233 Krafft⸗Mehl zu machen 1174 Krafft⸗Waſſer, ſo hertzſtaͤcckend 323. 196 von Roſen 975 5 von ſchwartzen Kirſchen 295 Kräuter⸗Tranck wider Glieder⸗Sucht ä 305 Krauter⸗Wein ſo gar nuͤtch 593.923 wider Bruſt⸗ und Haupk⸗Fluͤſſe 275 wider Miltz⸗Kranckheiten 1055 in anſteckender Kranckheit 70 wider Neren⸗ und Blaſen ⸗Stein 248 . wider Scharbock 356 Krebstödtender Balſam 337 Kretz⸗Salbe 2 394 Lahme Glieder zu curiren 946 Lattwerg wider Blutſpeyen 527 fur Magen und Mutter 3 5²² für Schwind⸗ und Lungenſuͤcht ge 4222 Laͤuſe bey Kindern zu tödten 353 Laxirende Intuſion von Rhabarbara 958 Ingber 2242 Kraͤuter⸗Wein An a Roſinen⸗Lattwerg 1225 Laxier⸗Tranck 5 65649 Trank, ſo Leber oͤffnen 336 von Roſinlein 1225 Zwetſchen cum Foliis Senæ 1091 Leber⸗Eſſenz 5.„ Lenden⸗Bad wider erhartet und verſchleimte Nieten u 5 a Lorberr⸗ —— Das andere Regiſter Mütle wider Schwind⸗ und Lungen⸗Sucht Mutter Clyſtier ſo Schwaͤngerung fordert 76 Mutter⸗Waſſer, ſo koͤſtlich Mutter reinigende Zaͤpflein 5 Lorbeer⸗Pflaſter und deſſen Nutzen. Lungen⸗Sucht Lattwerge e Magen ⸗Lattwerg. 592 „* Pflaſter 496. 126, 129 Pulver 246. 2570. 433.548 Traſſet a 1537. 270.396 Magenſtraͤckend und Mannheit befoͤrdernde Morſellen 225 e Magen- und Mutter Elixir 8 Plflaſter von Lorbeer. 690 5 ſtaͤrckend Waſſer 3„ Mändel⸗Milch, damit Grieß, Harn und verſeſſeuer Stein 1 e 764 in hitzigen Fiebern 764 in Schlaff; Sucht„ Mannheit du rch Zauberey verlohren 123.477 Marggraſiſch Gicht⸗ Pulver 379 „ Grieß⸗ und Stein⸗Pulver i Maßlieben⸗Syruß 1 Maſtix Pillen zu machen 9 696 Maulbeer⸗Syrup 796 Meer⸗Zwiebel⸗Eßig zu machen 1070 Mävenblumen⸗Waſſer zu machen 714.718.719 Milchbringend Gerſten⸗Waſſer 619 Pulver 524 Miva Cydoniorum 1 Mixtur gegen Peſt zu præſerviren 1001 wider Blut⸗ und Eyter⸗Harnen 8 Monath⸗ Reinigung, ſo verſtockt, zu treiben 0 Morſuli Prop hylactici zu beteiten 126 Morſellen, ſoad Venerem reitzen 87¹ Moſtarda zu bereiten 105 Muͤntz⸗Syrup componirt zu machen 223 ſo den Magen ſtaͤrcket 769 Mund⸗Faͤule zu heiſen 976 Mund⸗Waſſer wider Zahn⸗Weh 11 3 ben Ju e 2 12 fuehrt de ö Rep! c Hum Cabin Tul Florm bude fu dal ne cl Mpetervig * c Blah⸗ St. ge bon Leif I gf i 1 allet auf Se elt 8 1 D. Eli von Let M M Tal b le de 99 q 9 606 150 5 246. 0., 1 . 0 Nane 2 U hernd de akg Elaix. Uötbeer 5 le 00 1 u 155. tt digen fiel 10 af Su 0 bath ber 00 lr: 195 Ein ie 15 00* W u nachen 170 ſe much 1 f/ en Vaſſer 10 det. 5 e. i pteſerviſ oil, „und Eytet 8 10 fe dt feen Je Hach, lic u leg 1 enetem kel 1 l 1 on ft u m 10 a . 0 1 0 g 1 0 e e dil 161 d echninger f h f * ee 13 Das andere Regiſter. N. f Nabel⸗ Wurm bey Kindern zu toͤdten 1009 Nach⸗Geburth treibend e und Pulver 192. 392 Naͤgelin⸗Oel 1 machen 271 O. 5 Ohren⸗Sauſen und Klingen re einem Experiment zu curiren 419 Oleum Capparum zu bereiten 4340 Fuliginis 8 536 Liliorum Alboruſmnn 5 7¹5 wider lahme Glieder 94 Ligni Rhodi e 3 von Maſtix 697 Oxymel ſcilliticum 107 3 P. 8 Peſt præſervirende Lattwerg 100 Pulver 644 Pferſich⸗Bluͤth⸗Syrup, was ſolcher fuͤr Nutzen bringet 853 Pflaſter, St. Georgen⸗Pflaſter genannt 1076 von Lein⸗Saamen und deſſen Nutzen 725 in Harn⸗Verſtockung 687 auf hitzig geſchwollene Beulen 333 auf Schulter⸗Schmertzen 495 zu allerhand Wunden 1086 auf Schäden, ſo durch 7 verurſachet 489 auf entzündete Weiber ⸗Bruͤſte 619 Pillen, D. Exii und derer Gebrauch 843 von Lerchenſchwamm 682 Myrobalanen gor Myrobalanen und Bdellio 169 Taubenkropff und N wider Zahnweh 542 Pilulæ de Agarico 39 Cynogloſſæ 427 Meſuæ 426 Faventini 5 427 cum Caſtoreo Fernelii 427 Hieræ c. agarico 5 39. 683 Hepaticæ de Eupatorio 12 5 Purgantes ex foliis Sennæ 1090 Sen ſolutivum groſſum Z wölffori 1089 Peronfen⸗Syrup zu machen 31 0 und Kinder⸗Blattern zu vertreiben i LI lz Pomo⸗ PPP CC CCCCCCT0CCC0T0TCCT0C0CbTTTTTTTTTTbT—ů———* eee 0 W 0 2 Das andere Kegiſtet. Noſen⸗Ho nig in machen ee . Noſen⸗ 1 N Pomdemnnen E 55 15 5„Salbe und Gebt 1%% Bræſervativ 01 Ille Fran auch 8 f Agel de,. von Himbeer e A Pulger, Jeder gelcdearcket% be wider Blutſpenen 522 3 1 5 1 in hitzigen Fiebern e 1910 I 0 wider Nierenſtein. 1 f 19 1 f in ſchweren Kinds⸗Noͤthen 5 119 von Lacca und Gebrauch c 555 8 Mirobalanen und Nutzen 1 e du 1 pee und Maſern austreibt* Sm 3 Lupturas e ee 5 ih ine ſo die Mannheit bringet. ia a e 2 rother Ruhr dienlich mm e avon jaͤhling ein ptiſana zu machen 30˙ k Heß . 8 u Se Wala „ waͤngerung hefoͤrder der faul Pulpa Ta nen n 7 iet . zum Purgieren t ee gier in Fiehern 15 i-Hel von Haſelwurtz 5 fick ar von Rhabarbar 5 ſaſtnachend don Tamerinden% eil Quitten einzuwach. ee Quitten einzuwachen f flag, dn ei 1 N.„ Nauten⸗Balſam 5 kf Ton b 5 zu machen 1004 a dee Seel geſtillirt. 1 ce gekocht 3 5 1 ae 5 e e 5 455 In peſt⸗Zeite 2 e u nac Rich ge e 15 ede 8 Laßtein in duplo 5 2 n F zu ma che 1 1 gad güce 855 bebium Se 95 hecles Cub. e der Bruſt der Kinder b 15 was man daraus bereitet 50 Dit Roſen⸗ Sßig zu machen 77 A ein gantz Jahr friſch zu halt„ hie Roſenholtz⸗Oel zu en iu halten— Da a 3. afl 976 a Dau un ds, Nothe Zebrauch n und NI 1 Anand LA ihenget N denlich n lang At Suppen ug beſesde l 5 11 en 2 — — 8 — 9 . — 2 — ——— eee ee, e, e Das andere Kegiſter. Rosen- Juled 975 Syrup zu machen 974 Waſſer zu bereiten 974 Roſinen Lattwerg, ſo lariret 1225 Rothe Butter zu machen c 214 Rothlauff⸗Pulver 3 1020 Rothe⸗Ruhr PulvdTerrrr! g 392 Traͤncklein 875 S. N Saͤcklein, ſo Nachwehen ſtillet 772 Safft von Berbiß⸗Beer 178 Salbey Spiritus zu machen 1013 Wein anzuſetzen 45 101 Soͤlbel auf guͤlden Ader⸗Schmertz 723 wider Geflechten der Hau. 674 zu allerhand Gebraͤſten 1082. 1110 wider faul Zahnfleiſch 5 667 Salb in Schlag⸗Fluͤſſen dienlich 690 Santel⸗Pflaſter zu 11 1028 Saſſafras-Oel 1036 Scharbock⸗Mixtur 95 Schlaffmachend Gerſten⸗Suppel 6¹7 Schlaff⸗Suͤchtige zu elyſtiren 3 Schlag⸗Waſſer/ ſo hoch gerüͤhmt iſt Schlange, da einem ſolche im Schlaff in Leib vruas auszutreiben Schnupff⸗Toback, wider verlohrnen Geruch, Kopff⸗ Wehe und Naſen⸗Verſtopffung 823 Schweißtreibender Holtz⸗Tranck 580. 1034 Schwind ⸗Waſſer 1230 Seitenſtichs Experiment 839 Senff zu machen 8 1106 Sommer lecken, Sommer⸗Sproſſen 887 Sonnen⸗Thau⸗Waſſer 419. 986 Sood⸗Kuͤchlein 1102 Species Cubebarum 397 Diagalang. 548 Dianthos 988 Diacumini 3 40 Diaireos 8 n Diaplantaginis J 55 Diatrien Pipereon 868 Diatrion Santalorum 1027 LI Skecie PPP CCC ——.. 5— 222.„àdòdsn n a Das andere Regiſter. 5 Species Piazingiberis laxativæ Polychreſtæ We Speiſe⸗Pulver. Staͤrckend Imber⸗ Waſſer Stein⸗Pulver, du le Mort Stein zertheilend Puloer 5 Stimme hell und rein u machen Stœchas Syrup Storax⸗Oel 5 ge Sytup de abſynthio compoſ. von Andorn Berberis Bingelkraut Borraginis Byzantinus de Cichori cum Rhabar Diamorum Daltheæ Z wölff, End viæ compoſi e. de Eupatorio Meſuæ von Leberkraut Menthe Major. von Miltz⸗Kraut de Scordio compoſ. antipeſtil. von Toback Trauben⸗Kraut von unzeitigen Trauben 5 T. Tallarinden zu hereiten Terpeutin⸗ Pillen und ene Terpentin⸗Spiritus HFHoffmanni Teutſchen Kraͤuter⸗Thee zu machen Thierlein Wein zu machen Tobacks⸗Pflaſter i Saͤlbel Tranck yy der Brüche dienlich aupt⸗ und ap Fluͤſſe Hertz Klopffen Leber⸗Entzuͤndung Maſern und Pocken * n ſöhuthr lad de. A lle U ge l Ae 8 1 N f uf Mee hrup/ ſeuusqlke e Morel aſchenet lbrennen zu uchtbane h Na bügen f agentur Ji iy 10 as ce f Ale Ul Pen unt Wah Vue ih ider 9 Nuſctuach Nan n Wau 2 nous. NMeſue U or, au dupol. mti K ut u Tauben 2 ten 0 Nuten i den uu mache Ache . uni deut dlaſſe * mung ae Das andere Kegiſter. Tranck, ſo verſtockte Monath⸗Reinigung öffnet 6³9 Seiten⸗Stechen 255 ſonderbahrer Wuͤrckung 1147 wider Wuͤrme 228 Trauben⸗Kraut Syrup N 199 Treßnet, damit das Geſicht zu ſtäͤrken 2; wider Schwindel 549 Trochiſci de Agarico 39 Agni Caſti 45 Alkekengi 5 ä 55 von Cappern 242 de Eupatorio 43 Santalorum 1029 U. Überſchlag in Blaſen⸗Stein und Harn⸗Winden 620 in Haupt⸗Schmertzen 620 auf hitzige Glieder⸗Kranckheit 279 Veiel⸗Syrup, zweyerley 1208. 1209 Venus anreitzende Lattwerg 477 VMoorſellen 8 i 87¹ Veneriſchen Eyter⸗Fluß zu ſtillen 1004. ſq. Verbrennen zu loͤſchen 517 Unfruchtbarkeiks Urſachen 517 Ungariſch Waſſer zu bereiten 982 Unguent zu alten Schaͤden 425 Ungventum Jovis refrigerans 191.1192 Vomitiv von Haſelwurtz 5 144 aus Rettig⸗Safft 948 W.„ Wachholder⸗Brandtwein anzuſetzen 697 Elixir 55 660 Wallwurtz Eſſenz und Extract 37 Wartzen von Grund aus zu treiben 168 Waſſer wider Naſen⸗Geſchwoͤr 7¹⁰ wider die Raude 675 fuͤr wackelnde Zaͤhne 710 ſo zuſammen ziehet und kuͤhlet 710 Waſſerſucht Laxir⸗Tranck„ po Wein, ſo Harn und Stein treibt 56 Wermuth⸗Oel deſtillirt 14 San 18 hrup 12 Ens Wer⸗ „ r 4 1 Das andere Regiſter. ——— 0 ermuth⸗Spiritus. f 1 925 ö Waſſer„ 5 Wein. e Zeltlein. 14 Windtreibend Pulver 70l Wullblumen Oel. 186 Wund⸗Balſam„ 629 Kraut 1 5 0flaſter„ 114 8 274,200, Pr tegen Miurm bey Kindern mit einem Decoct abzufuͤhren 1074 aͤflein 38 treibender Trauck 1 225 Zahn ⸗Pflaſter zu machen 1 nf 8 Confection zu bereiten 343 . Oel zu machen 44 Waſſer 2 Zitter⸗Maͤhle und Flecken behend weg zu nehmen 725 Zucker⸗Syrup zu bereiten 140 — 9 9 r in Gebaͤch 1 . a 1 . 4 9 H desabs, Mubra otanum, buchum k. anton Vage Jagen Cerng enn, E daurtbus, W eto, Sg feats, Call dulte antun ab zureur mprut Jilochum, lrteum, L Hgentum, E Ius ciltus Ieimonis, Achimille, Alekengl, Ara, An. Alam, Ku Aus vlg bg Abe, Abet Ane, Ha Alhees, 0 At amm per Agel Auachrdin Auplis, q 1 1M 4 1„% zt aS 89. 15 8. 121 fu bereiten e 157 0 0 36 den gen e en Hen 110 80(885 Das drikte Regiſter Aller in dieſem Buche beſchriebenen Gewaͤchſe, wie ſolche in Latein und Teutſch genennet werden. A. Bies alba, weiſſe Tannen rubra, rothe Tannen Abrotanum, Stabwurtz Abſinthium Ponticum, Römiſcher Wermuth Santonicum, Wurmkraut Vulgare, gemeine Wermuth Acacia Germanica, Teutſche Schleendorn vera, Egyptiſcher Schottendorn Acanthus, Welſch Baͤren⸗Klau Acetoſa, Sauerampffer Acorus, Callmus adulterinus, gelb Schwertel Adiantum album, Mauer⸗Raute aureum, guͤlden Wiederthon nigrum. Frauen⸗Haar Agallochum, Paradieß⸗Holtz Agaricum, Lerchenſchwam 37.6 Ageratum, Eupatorium Meſuæ, Leber⸗Balſam Agnus caſtus, Keuſchlamb Agrimonia, Odermennig Alchimille, Sinnau Alkekengi, Juden⸗Kirſchen Alliaria, Knoblochs⸗Kraut Allium, Knoblauch 5 Alnus vulgaris, Erlenbaum nigra, Faulbaum Aloe, Albes Alſine, Huͤner Darm Althæa, Eybiſch Amaranthus, Tauſendſchoͤn Ammi verum, Ammey Amygdalus, Mandelbaum Anacardium, Anacardien Anggallis, Gauchheyl aquatica, Bachbungen 8 FFF ͤĩ§˙;7̃²ð⅛ A ẽůĩ̃˙—ꝛ— Anehufa, 25 ———ů—„—„—-ͤ—— pgms dritte Regiſter „ 5 Anchuls. rothe Ochſenzungen„ Anethum, Dill 3 Angelica, Augelick 1 Aniſum, Aniecß 97 Anſerina, Ganſerickhk 101 Anthora, Gifft⸗ Heyl 104 Antirrhinum, Dorant, Orant 106 Aparine aſpera. Klebkraut 109 lævis, Stern⸗Leber⸗Kraut iog Apium hortenſe, Peterſilge 111 montanum, Berg⸗ i 118 paluſtre, Waſſer⸗Eppich/ Selleri 15 vulgare, Eppich ug Aquilegia.“ Agleh 121 Ariſtolochia longa& rotunda, lange und runde Oſter⸗ lucy 124 Ariſtoloch:a rotunda adulterina, falſche Hollwurz 128 Armotacia. Heydenreich 10 Arnica, Wolverley 131 Artemiſia, Beyfuß 132 Arum, Aron 135 Arundo ſaccharifera, Zucker⸗Rohr. Aſarum, Haſelwurtz Kraut 142 Aſpargus, Spargen 146 Afplenium, Miltz⸗Kraut 1056 Aſphodelus, Affodillburtz 149 Atriplex, Melde 150 Avena, Haber 151 Aurantiarum malus, Pomerantzen⸗Baum 154 Auricula muris, Maus⸗Oehrlin 1 urſi, Baren⸗Oehrlein 159. . HBalauſtia, Granat⸗Bluͤthe 572 Relamum Balſam⸗Baum 160 Bardana major, groſſe Kletten, Grindwuttz 163 minor, kleine Kletten 165 Baſilicon, Baſilien⸗Kraut 15 166 Bdellium. Bdelien 169 Been alhꝭ m& rubrum. weiſſer und rother Been 170 Bellis, Maßlieben 17² Berberis, Saurach 176 eta alba& rubta, weiß und rothen Name 18 Bibi- 8 aber, Betonen„ . . Nella, 9 geulb, Bl Rüter N ponngo, S. arm, Tal Bang r fn tales ue, Ki cipftn einpe cult. karin. N Monis, Al N lugo, Od 1 80 1 rb uf paſtot Dull, Bur Clamintha Camus aro Calatrippz Cilendula, Ualcha, Nin Uimphora, Cacphorat Cannabis,) Capillus V. Gapparis, Lupifoſiur Cudamom Cudlaca, —. Caduus B;. ful U Oulicg, 6 baten Cupophl Cupo phy Cupophſ Cate ft Caheles, N n 25 5 N 9 ul , ut% feaut 100 ö daher tui f ge 1 a tu 1 een 0. 1 dotundz, g d 101 * L ehuluunz 3 10 b *. 1, Judt N 5 0 n u 1 keuut 66 luutz 6 „ 11 Wen dus Oehrlin U. Oehtlein 5. 13 lithe* dun 1% : Klatten, Gel 80 1 ö in unt 1 ais(re, un deiſtt! 1 1 1 * 1% w umntt A galt 50 Das dritte Regiſter. Bibinella, Bibenelle Betula; Birckenbaum Bittorta, Natterwurtz Botrago, Borretſch Botrys, Taubenkraut Branca urſina, Teutſch Baͤren⸗Klau italica, welſche Baͤrenklau Braſſica, Kohikraut capitata alba, weiſſer Kopf⸗Kohl campeſtris, Feld⸗Kohl cauliflora. Blumen⸗Kohl marina, Meer kohl Bryonia, Zaunrübe Buglofla, Ochſen⸗Zung Bogloſſa rubra, rothe Ochſen⸗* Bur ſa paſtoris,, Taͤſchel⸗Kraut Buxus, Buxbaum Calamintha, Calaminten Calamus aromaticus, Callmus Calcatrippa, Ritterſporn Calendula, Ringelblum Caltha, Ringelblum Camphora, Campffer⸗ Baum Camphorata, Campffer⸗Kraut Cannabis, Hanff Capillus Veneris. Frauen⸗Haar Capparis, Cappern Caprifolium, Geißblat Cardamomum. Cardamomli Cardiaca, Hertzgeſpan Carduus Benedictus, Cardobenediet fullonum, Weber⸗Diſtel Mariæ, Marien⸗Diſtel ſativus, Artie, vulgaris, gemeine D Carlina, Eberwurtz Carthamus. wilder Saffran Caryophillata, Benediet⸗Wurtz Car yophylli aromatici, Wurtz⸗ Naͤgelin Caryophillus hortenſis Garten⸗Naͤgelin Cas ſia fiſtula ſeu ſolutiva, 8 aßien Caſtanea, Caſtanien Das dritte—— 5 n Spring⸗ Körner Cedrus, Cedern⸗ Baum 8 3 1 253 20 Centaurium majus, groß Tauſend⸗ Gülben; Kraut 50 minus, klein Tauſend⸗Guͤlden⸗Kraut Centinodium, Weggraß, Wegtritt Cepa 1 5 Ceraſus, Kirſchbaum 8 Oeterach officinarum, Miltz⸗Kraut Chærefolium, Korbel 1 Chamædris, Gamanderlein Chamæleon alhus 15 niger, ſchwaktz Oberwurtz DOhamæpytis, Exdpin, Je langer, je lieber Chamomillæ, Camillen Chelidonium ma jus, Groß⸗Schellkraut mwminus, Feigwartzen⸗Kraut Cheiri gelbe Violen Cherines, Kermes⸗Beer China radix, Chinawurtz Cicer, Zi ſer⸗Erbes Cichorium, Wegwart Cicuta, Schierling Cinnamomum, Zimmet Ciltus Ladanifera Ladauum⸗Baum Citt ia malus. Citronen⸗Baum Gitrullus, Citrullen Coccutæ, Fiſch⸗Koͤrner Cochlearea, Löffelkraut Coffee N Colocyntchis, Coleguinten Colubrinumlignum. S Schlangen⸗Holtz Conſolida major, groffe Wall wurtz media, Guͤlden⸗Guͤnſel regalis. Nite erſporn Saracenica. Heydniſch Wund⸗Kraut ontrap erbe, Gifft⸗Wurtz S Duͤrrwurtz Gotallina, Meer⸗Mooß, Corallen⸗Mooß Cotiandrpn, Coriander Gornus, Coͤrner⸗Baum Cory tas, Haſe elſtaude Coſtus 2 diauiſch Coſt⸗ 18 Crocus, Saffran Oruciata, Creutz⸗Kraut 280 882 229 294 10356 298 302 860 305 307 909 313 394 Cubebs, — C Abe; 0 Cuban, FCulc ltbin! Cuminomp Cupellia pefas 0 Cem Cetin l 100 erk Genen, 6 0 doi mal Cs 1. tos, G persg og Dies Muß Dels leni, Deal, l Daa as 20 Cetic Dpteus, e Dotonicam, Haunedle, Thenls, het Lallag, Ati lemi Iudvis, Ei hug 0 let! ie, Hen de inch ee E 10 um 5 N. 7 ſünun J In. 0 5 Tapi 0 use diphorh 00 10 aba, bs, 90 f Tabarz t 0 ö 2 deitte 175 11 Keb.. 3 10 Tuuſen er* 10 Tad et aß, Ng 7 200 1 W 9 4 1 Nllz 2„ 0 4 1 M Nerlein 100 q. „ & Unger) 1 len* 1 00 Soße 1 e 0 e den 4 dun 1 0 . 5 net 4 g dn J 1 ut N f U unten 7 Schlangen 1.4 fe Nabu 0 2M 56 pom 1 enduiſh Du Neck 1 0 W 0j all 8 1 * 2 14. ö Cubebæ, Cubeben Cucumis, Gurcken Cucurbita, Kürbis Cuminum pratenſe, Wieſen⸗Kuͤmmel Cupreſſus arbor, Cupreß⸗ Baum Cupreſſus herba, Garten⸗Cypreſſen Curcuma, Gilbwurtz Cuſcuta, Filtz⸗Kraut 5 Cyanus cæruſeus, blaue Korn⸗Blumen Cyclamen, Erd⸗Aepffel, Saubrodt Cydonia malus, Quittenbaum Cynogloſſa, Hundszunge Cynosbatos, Hagbutten Cyperus longus& rotundus, wilder Galgan D 5765 Daueus, Mohren Kuͤmmel Dens leonis, Pfaffen⸗Roͤhrel Dentaria, Zahn⸗Kraut und Wurtz Dictamnus albus, weiſſer Dietam Creticus, Cretiſcher Dietam Dipſacus, Karten⸗Diſte! Doronicum, Gemiſenwurtz Dracunculæ, e * 1 Ebenus, Ebenholtz Ebulus, Attig Flemi Eudivia, Enbiven Epithymum, Thym⸗Seide Equiſetum, Kannen ⸗Kraut Erica, Heyde Eruca, Senf Eryngium, Manns⸗Treu Eryſimum vulgare, Hederich Eſula, Wolffs⸗Milch Eupatorlum Meſuæ Leber⸗Balſam vulgare, Waſſer⸗Doſt Euphorbium, Euforbium Euphtaſia, Augen⸗Troſt Faba, Bohnen Fabaria, fette Hennen Fajus, Buchbaum a 702 Felula. „FTT n * Nin W Das dritte Reue. „Ferula, Serben Stu e — ꝓ— myekünu 503 Hyper. cu 55 galbanifera 0 e Feigenbaum e aut„„ 8 zilipendula, rother Steinb e 1 4 pago 8 Fahren⸗Kraut uch. 1 ö Hſbopus, 9 3 Fenchel 1 5 5 en græcum. Bockshorn 2 b 6 es, fe EFragaria, Erdbeer⸗Kraut. 1 1 Fraxinus, Eſchbaum 48 Inpentort, Fuligo. Ruß„„ 51 e Fumatia Ta 8 N Ulollas, uben⸗Kr 8 4 Fungus opff 85 Juin N »Schwuͤmme 59 faul e Walgan. 8 ubm alega, Geiß⸗Rau 1 . 6, Taube Nes 6. 43, 5 5 allæ, Gall⸗ Aepffel 551 Le, Gallium, Megerkraut 852 kann Geniſta, Guͤnſt b 55 4 be ee b Sto 8 E 3„Süßholtz»Storchſchnabe 6% 55 ramen, Quecken⸗ 5 1 1 Sranata, Saale Gen 300 ae Gratia Dei, Gottes Gnade 4** Gratiola, wild Aurien 563 1 m 8 3 lacca, ſiehe Lacca. 8 3 1.de Hei 4 1 N N 57¹ 1 ultrug 1 1 Hedera arborea, Baum ⸗Eppic 4 n. 3 terreſtris. Gundelr b 4 583 N um ai 1„ 21085 586 ö U 11 4 eliotropium, Krebsbli 599 Tantg, Leh * Helleborus albus pelt ie 7 175 1 bemalt Niceus 1% leg 14 nobilis, Edele Leber⸗ 8 601 1 1 H liel bocca. Stern. 8 t 0 n 7 8 di ina, Tohnck 1 109. è 0 I. lerniaris, Bruchkr 5 1 N Hieracium. Wabichen og hs Lim Hordeum, Gerſten 18 612 ber 8 616 9 N Par lng X Hormium, Scharlachkraut et n ö Das dritte Regiſter, Alben. F Hrociemus, Bilſenktaut G2 b K 3 5 1 18 Hypericum, S. Johannes Kraut 628 ci 1 Hlbposloſum. Zungenblat Zapffenkraut 63² 0 9 Hyſopus. Iſopx 634 5 5 5 5 5 Jacea, Freyſamkraut 636 düthem N Jasminum, Jeßmin 640 1 1 10 Imperatoria, M eiſterwurtz 642 f e Iris Florentina, Florentiner e 648 1 9.5 Iris noſtras, Schwaͤrtel 646 J N Juglans, Nuß⸗Baum a 660 4 * U Juſubæ fiuctus, Bruſtbeer Gg 1 6. Juniperus, Wacholder⸗Baum 655 1 f 50 Lacca, Lack 663 4 esel e Lactuca, Lattich 668 1 . Lagopus, Haſen⸗Klee 6 Z 5 10 e Lapathum, Mengelwurtz 67 1 Larix, Lerchenbaum 675 1 8 1 1 Laune fen 0 683 14 44 1 Lavandula, Lavande III 1 mn, Et. S Lens arvenſis, Linſen 69 1 4 W Lentiſcus, Maſtixr⸗Baum 694 4 4 n 4 Teatr, Leber 7550 1 aum Lichen, Leberkraut Sor 4 Lache„ Lienum Aloes, dene 8 35 1 5 11 Lignum Gusjacum vel ſanctum, Frantzoſen⸗Holtz 57 7 0 Lace. 1 Khodinum, Roſenholtz 703 1 in Holz% iguſtrum, Beinholtz, Hartriegel 708* f. Likum album, weiſſe Lilien 711 1 um Eupich 5 con valium, May⸗Bluͤmlein 78. 1 zundelttben Linaria, Leinkraut 7921 14 9 Linum, Flachs 7²⁴. shame 9 Liq uiritium, Süßholtz 365 44 veiß Niger N. Lupulus, Hopffenmn 7s 1 u Waeſcpurtz 9 4 M. N der kraut 0 0 Majorana, Majoran 72 Ihe nau„ Malva vulgaris, gemeine Pappel 735 * 10 0 1 mD arborea ſ. hortenſis. 5 86 f 050 Malus Limonia, Eimonen⸗Baum 757 1 1 60 1 Perſica, Pferſich⸗Baum 85⁰ . U Punica, Granat⸗Baum 2x feen 0 3 ee 0 ö „ Marrubium, Andorn 2 75, PPP—————— . Das dritte Kegiſter. Martanum, Goldwurtz Matricaria, Mutterkraut Mechoa cana, weiſſe Rhebarbar Melilotus, Stein ⸗Klee Meliſſa, Meliſſen Melo, Melonen Mentha, Muͤntz eriſpa, Krauſe⸗Muͤntz ſelina, Katzen⸗Müntz Saracenica Frauenmuͤntz Mercutialis, Bingelkraut Mieſpilus, Miſpelbaum Meum, Baͤrwurtz Millefolium, Garbenkraut, Schaffgarbe Millegrana, Harn⸗Kraut Morſus diaboli, Teuffels⸗Abbis Morus, Maulbeer⸗Baum Myrobalani, Myrobalauen Myrtillus. Heidelbeer Myxa, Sebeſten Napus, Steck⸗Ruͤben Ns ſturtium aquaticum, Brunmen:⸗Kreſſe hortenſe, Garten-⸗Kreſſe Nicotiana, Toback Nigella, ſchwartzer Coriander Nummularia, Pfennigkraut Nux avellana, Haſel⸗Nutz cupresſi. Cyper⸗Nuß Nymphæa, Seeblume N. Oecimum, Baſilien⸗Kraut Ononis, Hauhechel Ophiogloſſon. Natter⸗Zuͤnglein Orchis, Knaben⸗Kraut, Standelwurtz Origanum, Doſten Papaveg erraticum. Klapp⸗Roſen ſativum, Mohn 3 Parietaria, Tag und Nacht Paris herba, Einbeer Kraut r — folat⸗ be ö pern Pedlltes, petioſell picpinel⸗ ls Jie Ppernigr piles, Pauugo, — peo, Poh gone Dohponun Popo Porrun, Portlet, buimule ver Pluells, 9 anus f) Dllegium, Dulaonzti ah. DPpetdrun dra, N Cercus, Uunqhef uuuneul banus ul biharbar 0 pont Nunz Ming wauenmültz faut un uu, Schg 11 Tant ſels,Ahhis aum etalauen 2 N. U dum Btunnel 7. ene Toniander migkraut ſel Nutz deer Nuß ume 1 Knut 7 1 tir Zünglein tut Stande s 5 p. n Klapp Nüſe! Nobn W Nacht en Au — — — — r . Perfoliata, Durchwachs malus perſica, Pferſig⸗ Baum Perſicaria, Floͤhkraut Petaſites, Peſtilentzwurtz Petroſelinum, Peterſilge Pimpinella, Bibenell Pinus, Fichtenbaum Piper nigrum& longum, lang und ſchwartz Pfeffer Piſtacia, Pimper⸗Nuß Plantago, Wegerich Pœonia, Pöonien Polygonatum, Weißwurtz Polygonum, Wegtritt, Weggraß Poly podium, Engelſuůüß Porrum, Lauch Portuaca, Burtzel⸗Kraut Primula verig Schluͤſſel⸗Blume Prunella, Prünmellen Prunus ſylveſteis. Schlehen Pulegium, Poley Pulmonaria maculoſa, Lungen⸗Kraut arborea, braun Lungen⸗Kraut Pyrethrum, Bertram Pyrola, Wintergruͤn Quercus. Eichbaum Quinquefolium, e Ranunculus, Hanenfuß Raphanus, Rettich ruſticanus, Meer⸗Rettich Rhabarbara, Rhebarber monachorum Muͤnch⸗Rhebarber Rhapontĩca vera, Rhapontick vulgaris, gemeine Rhapontick Ribes, S. Johannis Beere Roſa, Roſe 1 Ros marinus, Roßmarin Ros ſolis, Sonnenthau Rubia tinctorum, Faͤrber⸗Roͤthe Rubus, Brombeer idæus, Himbeer Ruſeus, Mauſedorn —7+—7+———ᷣͤ ͥ⁰NUAU—A—22:22— Das dritte Kegiſter. Mmm m 995 2 Ruta, 4 ————— 2 Ruta, Raute muraria, Maur Raute Sabina, Saͤbenbaum Salvia, Salbey Sambucus, Hollunder Sana Sancta, Tobacks Kraut Sanicula, Sanickel alpina, Buaͤren⸗Oehrlein Santalum, Santal Saponaria, Seiffenkraut Saſſafras, Fenchelholtz Saſſaparilla. Saſſaparill Satureja, Saturey Satyrium, Knabenkraut Saxifragia, weiß Steinbrech Scabioſa, Scabioſen Schœnanthum, Camelheu 1 Scolopendria vulgaris, Hirſchzung Scolopendrium verum, Miltzkraut Scordium, Lachen⸗Knoblauch Scorzonera, Scoroneren Scrophularia, Braunwurtz Scylla, Meer⸗Zwiebel Sebeſten, Sebeſten Secale, Rocken Sedum majus, Haus⸗Laub Semen einæ, ſ. Zedoariæ, Wurm⸗Saam Sena, Sennet⸗Blaͤtter Senecio, Creutz⸗Wurtz Serpillum, Quendel Seſali, Seſel Seſamum, Leinen⸗Dotter Sideritis vulgaris, Gliedkraut Sigillum Salomonis,. Weißwurtz Siliqua, Johannis⸗Brodt! Sinapi, Seuff Siſymbrium, Bach⸗Muͤntz Solanum„Nachtſchatten Splca celtica, Celtiſche Narden domeſtica, Spicknarden indica, Indianiſcher Spick Das dritte Kegiſter. „ Nich FSeechs ien Sayn, 6 Haptyte Tuurnd Taparlcds Tamcetun Terebinth. lee Th. Thymus, N Tila, da Tchad Tommentil Tlalolum! Titicum, Tuflago, Viletianz Petdaſcun Vetdens. Vetonien Vier per Mog pur gz . Vis vint Urticam. 100 Uuaſpin⸗ Ledbita Umider Aut R 5 3 f 1 oũ 9 p00 Aruut% 6 chte 111 0 at ß 1 11„ 100 1 U 8 0 lat 0 llrich 10 1 1 1 105 i. schen 1050 m. Miltzeral 10 ulla g 0 eren 16 1 1 1 5 0 9 Aa 170 dane, Dur 1 tit ˖ 1 156 0 Nutet ö edkruut ö Vasa N wöt 0 0 Nin J. anten 4 . he f Sucknnden e Das dritte KRegiſter. e eee Spin achia, Spinnat Stœchas Arabica, Arabiſche Stoͤchas citrina, Rheinblum Styrax, Storax Symphytum majus, Groß⸗Wallwurtz E Tamarindi, Tamarinden Tamariſcus Germanicus, Tamaricken Tanacetum, Reinfarn Terebinthus, Terpentin⸗Baum Thee, Thee⸗Kraut 5 Thymus, Thimian Tilia, Lindenbaum Tithymalus, Wolffs⸗Milch Tormentilla, Tormentill Trifolium fibrinum, Biberkleę Triticum, Weitzen Tuſſilago, Huflattig Valeriana, Baldrian Verbaſcum, Wullkraut Verbena, Eiſenkraut Veronica, Ehrenpreiß Vinca pervinca, Ingruùn Viola purpureà, blaue Vehel Virga zurea, Heydniſch Wundkraut Vitis vinifera, Weinſtock Urtica minor, Heyterneſſel romana, Römiſche Neſſel urens, Brenneſſel mutua, Taube Neſſel Uva ſpina, Stachelbeer/ ene Zedoatria, Zitber Zinziber, Ingber 2 1123 1123 37⁰ 1131 1139 1137 1142 1150 1155 1157 481 1722 1166 1172 1175 1179 1182 187 1194 1199 1206 1212 1215 1226 1226 1226 551 123 * 1255 3232 1 N00)C 8 Dias vierdte Regiſter, aller in dieſem Buche beſchriebener Gewaͤchſe, wie ſolche Teutſch und Latelulſch genennet werden. Cken⸗Wurtz, acorus adulterinus Affodilwurtz, ma rtanum Agley/ aquilegia Aland, helenium Aloes aloe Ammey/ ammi verum Audorn, marrubium Angelick, angelica Anieß/ aniſum Aron/ arum vtiſchocken/ carduus ſativus tich, ebulus Augentroſt, euphraſſa Aurien(wild) gratiola B. Bachbunge,„ anagallis aquatica Bachmuͤntz, mentha criſpa Baldrian, valeriana Balſambaum, balſamum Baͤrenklau, branca urſins Welſch Baͤrenklau, branes utſina italiea Bärenoͤhrlein, auricula urſi Baͤrwurtz, meum Baſilienkraut, baſilicon Been, been album& rubrum Benedietwurtz, caryophillata Berg ⸗Peterlin, apium montanum Berg ⸗Sanickel, ſanicula alpini Bertram/„bprethtum Betonien 7 betonica Bieberklee, trifolium fibrinum Bilſenkraut, hyoſeiamus Birckenbaum, betula 100 Binetſch, ſpinzchia 119 Bintgel⸗ Ruck Funke Due uchlalle Ruhe Aukbau lf af Fang mus, Omehen Tumben. Gimher, Opern, Cuban Chebene eg, Caſagten Cheng Caltſche chung, f. Ah Ciulen Cagi Cual aan wut uk Cͤbehe Chhet. cue Ace de tte)— ö 1 15 Das vierdte Kegiſter.— Iſter 1 Bingelkraut, mercurialis 8 3 Buche hri b 1 Blaue Kornblum, cyanus 775 43 dlc deut jehenee ö Boberellen, alkekengi 8 e 2 n 1 dacht 1 Bohnen/ faba 3* net wer! 1 Borretſch/ borrago. 335 5 1 3 Braunellen, prunella. 0 5 5 5 ö Braunwurtz, ferophularia r 1 999 47 run dalterl rl 1 Brenneſſel, urrica. 1388„„ u W 90 Brombeer, rubus N 90 9 1400 Vruchkraut, herniaria 8 50 1 Brunnkreß, naſturtium aquaticum 8 go ß 0 3 n 3 651 U 3 chbaum, tagus f 5 ee portulaca 5 4 76 Buxbaum, buxus 7 0 5 217 ö 1 ä 0 ö N* * Caffee caffe f. 1 3 i ftir 1 Calaminth, calamintha 9 225 K* 100 Callmus, calamus, acorus b 238.224 1 4 4 a Camelheu⸗ ſchœnanthum 5 1053 5 1 2 14 60 Camillen, chamomillæs„ 30 4 1 * Campher, czmphora 1 1 5 n 0 1 eee 1* ais 0 Caßien, caſſia f a 55 9 4 ee 276 3 175 Caſtanien⸗Baum/ caſtanea. ö — 1 Cedernbaum, cedrus 7 2 5 Celtiſcher Nard/ ſpiea celtica 116 1 deanet u cs Ehina rad. china 327 al 19 Eitron⸗baum, eitria malus 347* g 59 Citrollen, citrulls 352 N n 0 Coloquinten, colocynthis 8* K mbrum 1 Corallen⸗Muß corallina 377 opdilie„ ee Coriander, coriandrum 378 un Coſtwurtz, coſtus 386 ci il 1 Creutzkraut, eruciata 394 8 1 Cub eben, cubebæ 5 394 0 1510 Cyper Nuͤßlein/ nuces cupreſſi 8 404 u lim 15 Cypreſſen Baum cupreſſus 404 v. f Garten⸗Cypreſſen, 1 herba 75 406 1 1 7 0 8 N 1 Dictam/ Dictamus 33 1 Mm in m4 Di, n——U—ä—ʒ———— ö — 4——— 5 e * 5 6 n* — 1 8 e 5 05 85. N —— I;::—:¾ a 2. e ä 74474 Pp ˙·»˙ ⁰·Ä— 1. W 5 1* 5 E 1 0 1 1 82 1 . Das vierdte Kegiſter. Dill 5 ethu Diſtel, carduus vulgaris Dollkörner/ cocculæ Doſten, origanum Drachenwurtz, dracunculus Durchwachs, perfoliata Duͤrrwurtz, conyza Eberwurtz, carlinz, chamæleon Ebenholtz, ebenus Egyptiſche Schottendorn, acacia vera Ehrenpreiß, veronica Eichenbaum, ee aris 0 Einbeerkraut, herba Eiſenkraut, verbena Elephantenlauß, anacardium Endiven, endivia Engelſͤͤß, polypodium Entzian, gentiana Epheu ein Baum, hedera arbores Eppich V apium Erdaͤpffel, eyclamen Erdbeerkraut, fragaria Erdpin, chamæpytis Erlenbaum, alnus vulgaris Eſchbaum, fraxinus Euforbium, euphorbium Eybiſchkraut/ altea 1 Faͤrber⸗Roͤthe, rubri tinctorum Fernkraut, Kix 0 Faul baum, alnus nigra Feigen, tcus Feigwartzenkraut, chelidenium minus Fenchel, feeniculum Fette Henne, ta baria Fichtenbaum, pinus Filtzkraut, ufcuta Fiſchkoͤrner, coccula Flachs, linum 525 Floͤhkraut, perſearis Florentiner Veylwurtz, iris florentins Frantzoſenholtz guajacum 576 Frauen⸗ * 8— 88 e 1 5— gala Haander Hiſhtir Hicbenkha Nen Wah keum Funn Gin ö g Hunde Gncken Höher, A 1 kezcia— * ium F. unctarum 1 daaium ni. Das vierdte Regiſter. Frauenhaar, capillus veneris Frauenmuͤntz, mentha faracenica Freyſamkraut, jacean ü Fuͤnffingerkraut, quinquefollum G. Galbankraut, ferula galbanifera Galgan, galanga 5 wilder, eyperus longus& rotundus Gallaͤpffel, gallæ Gamanderlin, chamædris Gaͤnſebluͤmlein, bellis Garbenkraut, millefolium Garten⸗Eppich, apium hortenſe Gartenkreß, naſturtium kortenſe Garten⸗Naͤgelin, ſiehe Naͤgelin Gauchheyl, anagallis Geißblat, caprifolium Geißraute, galega Gelbe Schwertel, acorus adulterinus Gemſenwurtz, doronicum Genſerich, anſerinz Gerſten/ hordeum Gertenkraut, ferula Gicht⸗Ruͤbe, bryonia Gichtwurtz, pœonia Giftheyl, anthora Giftwurtz, contrayervz Gilbwurtz, curcuma Gliedkraut, ſideritis vulgaris Goldwurtz, martanun Granatbaum, malus punica, granatus Granat⸗Bluͤthe, balauſtia Grindwurtz, bardana major Guͤlden Guͤnſel, guͤlden Wiederthon, adiantum au- reum Gummi, baellium elemi Guͤnſt, geniſta Gundelreben, hedera terreſtris Gurcken, cucumis Hab avena Hobichkraut, hieracium ene Mm m m 163 0 34 88 5 2 3 1 K f 8 7 5 — 2288WCCGWW———W————— e—— N— 8— 25 A 8 1 5 5 5 5 3 aucb e e e 3 a.. 3 9. 1 PPP Se e 1 — à PPPPPPPPPPCCCCCCCC0T0PCCT0T0TPCCTCT0T0CTC0CTCT0T0T—ä.j — ä——————. 2— 8— 5 e e —.....— 5 —.— . T...—..— 822 e ä—— Das vierdte Regiſter. Minen cynosbatos 5 f 428 hahnenfuß/ ranunculus i 925 Hanf, cannabis 235 Harnkraut, willegrana, hernlaria 6049. 864 Hartriegel, liguttrum 5 708 Haſelnuß/ nux avellana 1 155 Haſelſtaude, corylus zu Haſelwurtz, afarum 143 Haſenklee/ agopus en Haußlaub, ſedum majus a f 1079 Haufwurtz, ſedum minus N 1079 Hauhechel, ononis 129 Hederich/ eryſimum vulgare 478 Heide, erica 470 Heidelbeer, myrtillus f 797 Heideureich, a moracia no Heidniſch Wundkraut, conſolida ſaraconica 1212 Hertzgeſpan, cardiaca 246 Himbeer, rubus idæus 997 Hindlauf, cichorĩium 333 Hirſchzung/ ſcolopendria vulgarm 1054 Hollunder, ſambucus 1014 Hopffen, lupulus 726 Huflattig/ tuſſilago 175 Huͤuerdarm, alſine 66 Hundszung/ cynogloſſa 423 2 a IJ. Jaſmin, ja ſminum 0 640 Je langer je lieber, chamæpytis 307 Indianiſcher Nard, ſpica indica 117 Ingber, ziniber 1239 Johannis⸗Beer, ribes 905 Brod, ſiliqua oo Kraut, hypericum 628 Iſop/ hyſopus 1 3 634 Judenkirſchen, alkekengi 83 Kannen⸗Kraut, equiſetu 46 Kaͤrffelkraut, chærefolium 298 Karten⸗Diſtel, dipſacus 445 Katzenmuͤntze, mentha felina„ „ Kermesbeer, chermes 5 Kirſchbaum/ ceraſus 291 —— — Kat Kela, U 0 Aanblune Aumnoſe une ebehlunn flſclbee feuwutk J Aachen, Anmel Kanne is, , kee; Lacheh⸗. Lahanum⸗ Aden Aae, lber Ange 1 af mnu ulgire 15 den f canlolida lc 02 1 5 rn vga 1 —— 8 8. —— Das vierdte Regiſter. Klapproſen, papaver erraticum 838 Klebkraut, zparine aſpera 5 Kletten groſſe, bardana major 163 kleine, bardana minor 165 Kloſterbeer, uva ſpina 1233 Kuabenkraut, ſatyrium 1042 Knoblauch, alliumn 58 Knoblauchs Kraut, alllaria 56 Koͤrnerbaum, cornus 333 Kohl, braſſica 5 292 Blumenkohl, cauli flora 205 Feldkohl, campeſtris 205 Meerkohl, marina 207 weiß Kopf⸗Kohl, alba capitata 205 Kornblumen blaue, cyanus 720 Korn⸗Roſen, papaver erraticum 338 Krauſemuͤntze/ oder Balſam, mentha eriſpa 770 Krebsblume, heliotropium majus& minus 594 Kreuſelbeer, uva ſpina 1233 Kreutzwurtz, ſenecio 1181 Kuͤchern, cicer 5 25 Kuͤmmel ſchwartz, nigella 820 Kuͤmmel(Feld⸗) euminum pratenſo 400 Kuͤrbis, cucurbita 398 Lae, lacca. 663 Lachen⸗Knoblauch, ſcordĩium 1099 Ladanum⸗Baum, eiſtus ladanifera 345 Lattich, lactuca 668 Lavandel, lavandula 111 Lauch/ porrum 890 Leber⸗Balſam, ageratum 79 Leber⸗Kraut, hepatica 60 l. 604. GG Leindotter, ſeſamum 5 Leinkraut, linaria 727 Lerchenbaum/ larix 675 Lerchenſchwamm, agaricum 37. 679 Keebſtöckel, leviltitiunm 1 Lilien weiſſe/ lilium album i 711 Lindenbaum tilia 115⁰ Linſen, lens arvenſis 691 Lorbeer, laurus 1 683 Lungenkraut, pulmonaria maculoſa geg, pulmonaria arborea 907 ——T—A——— M. Mag⸗ 5 r n ̃ ͤUU!—— * K. 00 ˙— . e 8 5. 2325— 2—— —— Nußbaum, juglans 9 Das vierdte Kegiſter. M. Mag ⸗Saawen papaver ſativum Mandelbaum, amygdalus Mangold, beta 8 Manstreu, ervngium a Mariendiſtel, carduus Mariæ Maſtixbaum/ lentiſcus 75 1 Maulbeerbaum, morus Maßlieben, bellis Maur Raute, rutz muraria Maͤuſedarm/ ruſcus Mauß⸗Oehrlein, auricula muris techoͤcauwurtz mechoacana Meer⸗Mooß, corallinum Meerrettig/ raphanus ruſticanus Meerzwiebel, ſcylla Megerkraut, gallium deyenblume, lilium convallium Meiſterwurtz/ imperatoria Melde, atriplex Meliſſe, meliſſa Melonen, melo Mengelwurtz, lapathum Miltzkraut, ſcolopendrium verum Miſtelbaum, meſpilus Mohren⸗Kuͤmmel, daudus Muͤuch⸗Rhebarbara, ſ. Rhabarbara, Myrobalanen, wyrobalani 5 N. Nachtſchatten, ſolanum Naͤgelein, caryophilli aromat ci Garten⸗Naͤgelein/ car yophilli hortenſes Natterwurtz biſtorta 8 5 Natter⸗Zuͤnglein, opbiogloſſon Nieſewurtz die ſchwartze/ helle borus niger die weiſſe/ helleborus albus ö 2 Ochſenzungſbugloſſa rothe Ochſenzung/ bugloſſum rubrum Odermennig, agrimonia 8 Oſter⸗Lucy, ariſtolochia P. Para⸗ 1057 433 799 log 269 264 190 51 599 597 660 21 213 45 124 cen en Malen, Me d onna Ahab ä Ace Juuldel, Qutub Aue fu Naß om Nelich n harbe Nit ent dell Nhauſch Rungelhl Mtterſl Mae Nahtlein Mee 10 Das vierdte Regiſter. e g 3 P.. 1 7 Paradieß⸗Koͤrner, cardamomi e— 1 1 10 Peſtilentzwurtz, petalites 886 0 Unie 19* Peterſilli/ petroſelinum 8 111 1 8 10 Pfaffen⸗Roͤhrel, dens leonis, taraxacum 435 8 ul 60 Pfeffer, piper 8635 1 1 1. Pfennigkraut, nummularia 923 5 e nie n Pferſichbaum, malus perſica 850 19 Pimpernüßlein, piſtacia 869 abu 0 me dene, 375 An 0 Poley, puleging 5 90 1 1 11 Pommerantzen⸗Baum, maſus aurantiarum 134 1 null mut ‚ 9 Quecken Graß, gramen 569 50 N Quendel, ſerpillum i 1091 3 Quittenbaum, cydonia malus 420 emallium 5 R. 1 Notiz Raute, ruta 1 23 3 1 Rettich, raphanus 947 1 10 Rhabarber, rhabarbara 8 14 m 15 Muͤnch⸗Rhabarber, r habarbara monachorum 960 4 tum verut 10 Rhapontick/ rhapontica vera 96* 1 18 gemein Rhaponti ck, rhapontica vulgaris 9863 1 cus f Rheinblum, ſtœchas cittina 143 0 Hat 9 Rheinfahrn, tanacetum 1139 mi Ringelblum, calendula, caltha 229 75 Ritterſporn, calcatrippa 226 1 8 Rocken/ lecale 1 1075* 3 W Rohrlein⸗Kraut, dens leonis 435* nomt ci 19 Roſe, roſa 969 14 W cpopbi W 1% 20 Noſenholtz, lignum rhodinum 1 5 % Roſenwurtz, radix rhodi 70 1 hioglolſon 1 Roßſchwantz, equiſetum 468* E deledor 8 0 Ruprechts⸗Kraut, geranium rupertianum 562 J on bu* Ruß, fuligo 835 46 800 S.. 4 affran, crocus 8 0 11 1 1 e 5 1 albey, 1alvia 1001 1 daga! 81 1 Sanickel, ſanicula N oi 1 Santel, ſantalum„10285 0 1* 0 Je. Saſſafraß 1033 e Saſſa⸗ . ——.. 8 1 ä—— —.—.—— —.—.———— — — 5 Steru⸗Diſtel, carduus ſte llatus Das vierdte Kegiſter. Saſſaparilla Saturey, ſatureſa Saubrodt/ eyclamen Saurach/ berberis Saurampffer, acetoſa Seabioſen, ſeabioſa Schaffgarbe, millefolium Scharley, hormium Schlafkuntz, bedeguar Schlangenholtz, lignum colubrinum Schlehendorn, acacia germanica Schluͤſſelblume, primula veris Schlutten, alk ekengi Schoͤllkraut/ chelidonium majus klein Schoͤllkraut/ che lidonjum minus Schuͤrling, cicuta Schwaͤmme, fungus Schwaͤrtel, iris noſtras Schwalbenwurtz, chelidonium majus Scorzonera Sebeſten, mixa Seeblumen, nymphæa Senffen⸗Kraut, ſaponaria Senet⸗Blaͤtter, folia ſenæ Senf, eruca, ſinapi Sevenbaum, labina Seſel, ſelali Sinnau, alchimilla Singruͤn, vinca pervinca Sonnenthau, ros ſolis Sonnenwuͤrbel, cichorium Spargen, aſparagus Spicanarden, ſpica Spinnat, ſpinachia Springkoͤrner, cataputia Stabwurtz/ abrotanum Stachelbeer, uva ſpina Standelwurtz, ſatyrium Steckruͤben napus Steinbrech roth, flipendula weiſſer, ſaxifragia Steinklee, melilotus Tuer at Fiche Ta Fame Tais le Fulede Tale ane l ml 9 Natpestte Naschen 15 7 Wagepke iar, Anfeide Dahl U Lament Tabak Penne hein! elbe Vahle Mabel Walon Nala Nad Waere Weber Wee Neger Wegtri We Na iſter 5 10 200% 605 5 10 9 0 0*. 1 * 10 ana 90 f Netmanic 0 A veris 6 N 8.. dun mint 170 . cheldonſ Einus 0 * bonum 12 ee Das vierdte Regiſter. Stern Leber⸗Kraut, aparine lavis 109 Stoͤchas Arabiſcher/ ſtœechas arabica 1120 Storax, Styrax 1123 Storchenſchnabel geranium robert anum 562 Stuͤckwurtz, bryonia 208 Suͤßholtz g ycyrrhiza, 1 565 Taͤſchel Kraut, burſa paſtoris 215 Tag und Nacht Kraut, parietaria 844 Tamarinden, tamarindi 1131 Tamarisken, tamariſcus germanicus 137 Tannen rothe/ abies rubra. weiſſe, abies alba ä 1 Taube Neſſel, galeopſis, urtica mutua 551 Taubenkropff, fuwaria 339 Tauſend guͤlden Kraut, groſſes, rhapontica vulgaris 963 gemeines, centaurum minus 280 Terpentin⸗Baum, therebinthus 1142 Teuffels⸗Abbiß, morſus diaboli 789 Thee f 1150 Thiergenbaum, cornus 3282 Thimian, thimus 1155 Thimſeide/ epithimum 467 Toback, nicotiana 8¹3 Tormentill, tormentilla 1162 Traubenkraut, botrys 9 197 Venus⸗Haar, adiantum nigrum 31 Veyelein blaue, viola purpurea 1205 geibe, cheiri 8 324 W. a Wacholderbaum, juniperus 6595 Waldmeiſter, epatica ſtellatica, aparine lævis 109 Waldwinbe, capritolium 242 Wallwurtz, conſolida wejor. y mphytum majus 370 Waſſerdoſt, eupatorium vuigate 4383 Waſſer⸗Eppich, apium paluſtre 1 0 Weber⸗Diſtel, carduus fullonum 25 Weggraß, polygonum 5 882 Wegerich, plantago 5 872 Wegtritt, polygonum 882 Wegwart, cichorium f 333 Weinſtock, vitis vinifera 5 i 1215 Weiß⸗ —— 9* 22—.—— ccc ——̃ ——— . ——— * 5 Das vierdte Kegiſter. Weißwurtz, polygonatum, ſigillum Salomonis Wermuth/ ablintbium vulgare NRöbomiſcher, abſinthium Romanum Wiederthon guͤldener adiantum aureum Wintergruͤn, pyrola Wolffsmilch, tithymalus, eſula Wullkraut/ verbaſcum Wurmkraut, abſinthium Santonicum Wurm ⸗Saamen/ ſemen cynæ vel zedoariæ Zahnkraut, dentaria Zapffenholtz, alnus nigra Zapffenkraut, hypogloſſum Zaunruͤben, bryonia ü Zimmet, cinnamomum Ziſer⸗Erbes, cicer Zitwer, Zzedoaria Zucker, ſaccharum 5 Zucker⸗Rohr, ar undo ſaccharina Zungen⸗Blat, bypogloſſum Swiebel/ cepa E MW D. 1 1 kem 1 gal Mlomonis ——— —2 — ——————— —————————— 2. .—— ——— 7 3 9 1—