— IAE. —— “ Ibro HoNhrſlhen Durchlaucht zu Heſfen Darmſtadt uüklicen Kammerrath uud Salinen⸗Director. N us ührl ichere? lbhandl ung 2 legung, Verbeſſerung und wweckmͤſge Verwaltung derer neb ſt einem Anhang von denen Rechten uns Befugniſſen eines dan besherrn auf Salzquellen und auf den Alleinhandel des Salzes. Il. Theil mit Kupfern. Gießen b bey Johann Chriſtian Krieger dem juͤngern 17 81. Viierter Abſchnitt von der Adminiſtration eines Salzwer ks. Beſtellung der Diener und Knappſchaft und deren Amtsder. eichtung und Elnrichtung des Rechnungsweſens. — 3 Aie ordnungsmaͤſige und treue Verwaltung eines Salzwerks ₰ j iſt der wichtigſte Gegenſtand fuͤr einen Landesherrn oder Wann ein Salzwerk in allen Einleitung. Erſtes Kapitel. von 5— 55„ fuͤr eine Gewerkſchaft. Stücken von der Natur beguͤnſtiget iſt, wenn es durch Kunſt und II. Theil. 9oo Fleis 40 Veerter Abſchnit. Fleis verſtaͤndiger Maͤnner noch ſo vollkommen eingerichtet iſt, und ss fehlt an einer wohlgeordneten Adminiſtration, ſo lauft der Be⸗ 3 b ſitzer deſſelben Gefahr, Kapital und Intereſſe, ja wohl gar das Werk ſelbſt zu verliehren. Ich wuͤrde vielleicht auf die Betrach⸗ 1 tung dieſes Gegenſtandes nicht gefallen ſein, wann mir nicht die haͤufige Beiſpiele von elenden Adminiſtrationen der Salinen„ wel che ihre Stifter und Herrn in großen Schaden, ja zum Theil in Schimpf und Schande am Ende gebracht haben, Gelegenheit gege⸗ V ben haͤtten, dieſe Materien einer naͤhern Eroͤrterung zu wuͤrdigen. Eines Theils die verzweiflungsvolle Nahrungsſorge, andern Theils die den meiſten Menſchen angebohrne boͤſe Begierde, reich zu ſein, verurſacht, daß derjenige, welcher in einem ſolchen Geſchaͤft ar⸗ öJ beitet, alle Gelegenheiten aufs genaueſte beobachtet, wo er ſich einen Vortheil machen kann. Beides ſind gefaͤhrliche Quellen zu Veruntreuungen, obgleich die eine mehr Moralitaͤt als die andere hat. Ein Geitzhals und ein Verſchwender ſind bei allen ihren Reich⸗ thuͤmern gefaͤhrliche Kreaturen fuͤr das herrſchaftliche Intereſſe; jener kann ſeiner Meinnng nach nie zu viel haben; er muß fuͤr ſich und ſeine Nachkommen ſorgen: dieſes iſt ihm eine Pflicht, die er auch mit Verletzung anderer Pflichten beobachten zu muͤſſen. glaubt; dieſer, der Verſchwender, muß zu Beſtreitung ſeiner Ausſchweifungen immer mehr haben, und weil er ſiehet, daß er am Ende nicht auslangen kann, ſo ſucht er bei Zeiten ſchaͤdliche 2* Auswege; er iſt viel zu leichtſi innig„als daß er ſich ein Gewiſſen u daraus machen ſollte, Vortheile, die er ſeinem Herrn machen koͤnn⸗- te, ſich zuzuwenden. Ein Anderer, der das Ungluͤck hat, unter 6 dem ꝑꝑyÿßÿ—ÿ Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 471 dem Druck der verſuchungsvollen Nahrungsſorgen zu liegen, kann an und fuͤr ſich der rechtſchaffenſte, der redlichſte Mann von der Welt ſein, aber das grauſame Schickſal hat ihm die noͤthigſte Be⸗ duͤrfniſſe zu ſeinem und der ſeinigen Lebensunterhalt entzogen, aus der Tiefe ſeines gebeugten Herzens ruft ihm unaufhoͤrlich eine Stim⸗ me zu: wo nehmen wir Brod her? Ein ſolcher Mann, wann er nicht einen Heldenglauben, wie Abraham und die Apoſtel, hat, iſt zu Veruntreuungen genoͤtiget. Und ob er gleich mehr Nach⸗ ſicht und eine gelindere Beurtheilung verdienet, als Andere, ſo iſt doch die Herrſchaft mit ihm ſo gut, wie mit jenen, betrogen. Es giebt noch eine vierte Gattung von Menſchen, welche die Sorge der Nahrung nicht druͤckt, und denen es eben ſo beſchwerlich iſt, Reich⸗ thuͤmer zu ſammlen, wann ſie ihnen nicht auf einer Schuͤſſel ge⸗ bracht werden, als Ausſchweifungen zu begehen; ich meine die Waſſerkeoͤpfe, welche ihr hoͤchſtes Gut in der Ruhe ſuchen, und alles verabſcheuen, was ihnen Muͤhe und Nachdenken verurſachen koͤnnte. Dieſe koͤnnen oft ehrlich ſein, und dabei die ſchaͤdlichſte Menſchen fuͤr das herrſchaftliche Intereſſe abgeben. Durch ihre Nachlaͤſſigkeit und Traͤgheit wird nicht nur der Nutzen fuͤr eine Herrſchaft nicht weiter befoͤrdert, ſondern es gehet auch darneben vieles zu Grund, weil ſie weder auf die Sache ſelbſt, noch auf die Perſohnen ſehen, welche ihr Amt treulich verwalten ſollten. Ein Landesherr iſt daher in der That uͤbel dran, wann er ſeine Salz⸗ werke ſelbſt adminiſtriren laſſen will, und die kurze vorbemeldte Be⸗ trachtungen moͤgen daher auch manche Finanzeollegia hauptſaͤchlich bewogen haben, eine Verpachtung der Salzwerke einer eigenen Oo 0 2 Ver⸗ 472 1————— ——.———y—y— —, 4* ee——. BVierter Abſchnit. Verwaltung vorzuziehen. Ich muß geſtehen, daß ich auf den Fall, wann in einem Landescollegio, unter welchem die Salzwer⸗ ke ſtehen, nicht ein Mitglied iſt, das eine vollkommene Kenntnis von Salzwerken hat, ſelbſt mehr geneigt bin fuͤr die Ver⸗ pachtungen als fuͤr die Selbſtverwaltungen; denn ein Regent wird er auch gleich Aufſeher uͤber die Aufſeher ſetzte; dahingegen bei ei⸗ ner Verpachtung der Fiscus ſein gewiſſes und beſtimmtes Quan⸗ tum jaͤhrlich erhaͤlt, auf welches man ſicher zaͤhlen kann; und ob es gleich richtig iſt, daß der Pachter ohne Vortheil nicht pachten wird, ſo verliehrt doch der Landesherr nichts dabei, wann er in Er⸗ wegung ziehet, daß den Profit, um welches willen der Pachter das Werk uͤbernommen hat, treuloſe Diener dennoch ebenwohl und viel⸗ leicht noch mehr ziehen wuͤrden. Ein Pachter ſiehet uͤberdas das Werk als ſein Eigenes an, und ſucht es zu erhalten und zu verbeſ⸗ ſern, wo er kann, denn ſein eigener Nutzen verſiret darunter, da⸗ hingegen treuloſe oder nachlaͤſſige Diener das Werk als ein fremdes anſehen, und oftmals, wie ich leider! bei verſchiedenen Unterſu⸗ Hhungen der Salzwerke mit meinen Augen geſehen habe, ſolches zu Grund gehen laſſen, ohne an ſeine Erhaltung, vielweniger an ſeine Verbeſſerung zu gedenken. Ich habe oben mit gutem Bedacht ge⸗ ſagt, daß ich nur auf den Fall, wann in einem Collegio nicht ein Mann iſt, der vollkommene Kenntnis von dem hat, was zu Salzwerken erfordert wird, vor die Verpachtung geneigt bin. Hiermit will ich alſo ſo viel ſagen daß ein Regent ſich um ſolche in dieſem Fall immer betrogen zu werden befuͤrchten muͤſſen, wenn — Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 47 z Sachverſtaͤndige bekuͤmmern ſoll, welche bis in das Innerſte und kleinſte von der Salzwerkswiſſenſchaft theoretiſche und practiſche Einſichten haben, alsdann aber ſeine Salzwerke ſelbſt verwalten laſſen ſolle, um den Vortheil, welchen die Paͤchter ziehen, und der meiſtens betraͤchtlich iſt, ſelbſt zu nehmen. Das kameraliſche Intereſſe wird einen deſto groͤſſern Zuwachs dadurch bekommen, je mehrere Salzwerke einem Regenten von Gott beſchert ſind. Einer ſolchen Sachverſtaͤndigen Perſohn muß aber in dieſem Fall freie Hand gelaſſen werden, die erforderliche Bedienungen auf einem Salzwerk mit ſelbſtgewaͤhlten der Sache anpaſſenden Subjekten zu beſetzen, wobei ſich der Landesherr oder deſſen untergeordnetes Lan⸗ descollegium allenfalls nur ein votum negativum auszubehalten haͤtte; oder umgekehrt, wenn dergleichen Bedienungen vom Colle⸗ gio beſetzt werden, ſo muͤßte dem Direktor ein votum negativum deshalb vorbehalten werden. Ich getraue mir zu behaupten, daß nach dieſer Vorausſetzung eine ſolche Einrichtung koͤnne getroffen werden, daß ein Betrug faſt unmoͤglich iſt. Ich werde mich be⸗ muͤhen, in der Folge einige Anleitung zu geben, wie eine ſolche Selbſtverwaltung einzurichten ſeie, wobei ich ohne Applikation re⸗ den und nur im Allgemeinen bleiben werde.“ §. 531. Der Inbegrif ſaͤmtlicher Arbeiter, welche Tag vor Tag, ſo kange die Operationen auf einem Salzwerk dauern, ſtaͤndig um einen feſtgeſetzten Taglohn fortarbeiten, werden mit einem Namen: die Knappſchaft genennet. Diejenige, welche derſelben vorgeſetzt Ooo 3 ſind 49 Bieetter Abſchnitt. ſind und zu gebieten haben, heiſen Salzwerksofficianten. detztere werden eingetheilt in Ober⸗ und Unterbediente; zu je⸗ nem gehoͤren diejenige, welche Sitz und Stimme beim Salzamt haben, wovon unten zu reden ſich Gelegenheit geben wird, und von dieſen muͤſſen die Unterbediente Befehl annehmen ,welche der Knappſchaft zunaͤchſt vorgeſetzt ſind. b b 5. 532. Ddie Knappſchaft wird nach ihrer verſchiedenen Verrichtung in verſchiedene Klaſſen abgetheilt. Einige beſchaͤftigen ſich mit der Gradirung, und heiſen daher Gradirer; Andere arbeiten in de⸗ nen Soden bei der Salzſiederei, und werden Soͤder genennet; diejenige, welche das Salz ausmeſſen oder auswiegen, heiſen Salzmoͤtter oder Salzwieger; noch Andere ſind uͤber die Salzbrunnen und Waſſerkuͤnſte geſetzt, und heiſen Brunnemei⸗ ſter. Wo Windmuͤhlen ſind, werden auch beſondere Windmuller angeſtellt; und da man endlich auch, beſonders auf groͤſſern Salz⸗ werken oͤfters Geſchirr und Pferde halten muß, welche in Obacht genommen werden muͤſſen, ſo nennt man diejenige, welchen dieſe Beſorgung uͤbertragen iſt Stallknechte. Ein beſonderer So⸗ denſchmidt, deſſen man auf einem Salzwerk nicht wohl entuͤ⸗ brigt ſein kann, gehoͤrt, weil er nichts zu befehlen hat, mit un⸗ ker die Knappſchaft. §. 533. — 4 uV—n—*ſſſͤ Von der Adminiſtration iines Sulgwert 75 . 533. Eine jede Klaſſe dieſer Arbeiter muß ihren Auffeher: und näch, ſer Vorgeſetzten haben, welches dann die Unterbedienten ſind. So haben demnach die Gradirer ihren Gradirmmeiſter, die Soͤ⸗ der ihren Sodenmeiſter. Iſt das Salzwerk groß und weit⸗ laͤuftig, ſo muͤſſen mehrere Gradirmeiſter und mehrere Sodenmei⸗ ſter beſtellt werden, aus denen der erſte oder tauglichſte zum Obergradirmeiſter und Oberſodenmeiſter uͤber die uͤbrigen geſetzt wird. Die Salzmoͤtter und Salzwieger haben ihren beſon⸗ dern Vorgeſetzten, welchen man, weil er eine Controll zu fuͤhren hat, Gegenſchreiber nennen kann. Die Brunnenmeiſter und Windmuͤller haben ihren Kunſtmeiſter. Die Stallknechte muͤſ⸗ ſen ihren Geſchirr-⸗ oder Wagennmmeiſter haben. Auſſer die⸗ ſen giebt es noch Unterbedienten, welche nicht Knappſchaftsperſoh⸗ nen vorſtehen, ſondern uͤber gewiſſe Sachen die Aufſicht haben, zu welchen ſie, im Fall ſie Arbeiter noͤtig haben, unſtaͤndige Tagloͤh⸗ ner nehmen muͤſſen, die ihnen alsdann, nur ſolange die Arbeit dauert, untergeben ſind. Dahin gehoͤrt der Holzmeiſter oder Holzſchreiber, welcher fuͤr die Einnahme und Ausgabe des Hol⸗ zes zu ſorgen hat, ſodann der Deichmeiſter, welcher die Auſſche uͤber die Kunſtdeiche und Kunſtgraͤben hat. b 534. Wir wollen nun, ohne Ruͤckſicht auf andere Salzwerke, ſehen, was fuͤr Oberbediente nach der Natur der Sache erforderlich ſind. Auf „ss BVerte abſht. 4 Auf einem Salzwerk iſt ein beſtaͤndiger Handel mit Sal, welches auszugeben, und dafuͤr Geld einzunehmen iſt: es muß daher eine Perſohn beſtellt werden, welche eben die Stelle vertritt, welche bei einem Kaufmann ein Comtoirbedienter hat, der das Geld im Klei⸗ nen einnimmt und dafuͤr das Salz anweiſen laͤßt. Dieſer Comtoir⸗ bediente fuͤhret am ſchicklichſten den Titel eines Salzſchreibers. Daß es auf einem Salzwerk immer etwas zu bauen oder zu flicken giebt, wird Niemand in Abrede ſtellen, wer nur einigermaſen ei⸗ nen Begrif von Salinen hat. Das Bauweſen kann aber nicht einem jeden Pfuſcher anvettraut werden, ſondern erfordert einen Baugelehrten; man nenne nun dieſen Baumeiſter, Bauver⸗ walter oder Bauſchreiber, ſo iſ er ein nothwendiger Bedien⸗ terr auf einer Saline. b . Daß das Rechnungsweſen im Ganzen einen eigenen Mann er⸗ fodere, kann ſich ein Jeder vorſtellen. Man muß alſo auch einen Hauptrechnungsfuͤhrer haben, fuͤr welchen ſich das Praͤdikat eines Salzrentmeiſters am beſten ſchickt. Alle dieſe Perſohnen haben ſchon auf einem mittelmaͤſigen Salz⸗ b werk ihre volle Beſchaͤftigung, ſo daß es ihnen nicht moͤglich iſt, beſtaͤndig das Ganze zu uͤberſehen. Es iſt aber eines der notwen⸗ digſten Stuͤcke, daß ein Salzwerk von einer Perſohn ſtets im Gan⸗ zen wie ein Uhrwerk von einem Uhrmacher ͤberſehen werde, der nicht nur auf die Gebrechen der Sache, ſondern auch alle Perſoh⸗ nen und Bediente ein wachlames Aug babe Dieſe Betrachtung wird at —ö1ö Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 7 wird alſo einen Oberaufſeher der den erſten Oberbedienten vor⸗ ſtellt, noͤtig machen. Einen ſolchen Oberaufſeher kann nun der Landesherr mit einem dieſer Stelle gemaͤſſenen Charakter taufen. Mehrere Oberbedienten auſſer dieſen vier erwaͤhnten anzuſtellen, iſt ein wahrer Ueberfluß, wenn auch das Salzwarf noch ſo groß und weitlaͤuftig waͤre. §. 535. Wann nun ſaͤmtliche vorbenannte Perſohnen, ſie mögen zu denen Officianten oder zur Knappſchaft gehoͤren angeſtellt werden ſollen, ſo iſt noͤthig, daß eine jede eine Inſtruktion, das iſt, eine Vorſchrift erhalte, was ſie thun und laſſen ſolle. Dieſe kann nicht ertheilt werden, wenn man nicht eines jeden Beſchaͤftigung und Amtsverrichtung vorher weiß. Wir wollen daher zuerſt in Erwaͤ gung ziehen, worinnen die verſchiedene Beſchaͤftigungen der Knapp⸗ ¹ ſchaft beſtehen, ſodann zu deren naͤchſten Vorgeſetzten denen Unter⸗ bedienten gehen, und ſehen, was dieſe zu thun haben, endlich zu den Oberbedienten aufſteigen und betrachten- was dieſen oblieg⸗ §. 536. Die ganze Knappſchaft beſteher§. 732. aus 1) Gradirern. 2) Soͤdern. b 3) Salzmoͤttern und Salzwiegern. 4) Brunnenmeiſtern. 5) Windmauͤllern. 6) Stallknechten und 7) Dem Sodenſchmidt. 24 3l. Theil, Ppp. 532. — 3„ Fer—————— 8————— 5— 3 —————— 2 Vierter Abſchnitt. 5. 5 37. b Die Gradirer haben hauptſaͤchlich dahin zu arbeiten, daß die Soole von ihrem fremden und wilden Waſſertheilen befreiet und hoͤherloͤtig werde. Da dieſes ſowohl durch das Abtropfen derſelben auf die Dornwand als durch das Angieſen mit Leckſchaufeln bewerk⸗ ſtelliget wird, ſo folgt, daß die Gradirer ſowohl in dem einen als an⸗ dern Stuͤck Fleis anwenden muͤſſen. Sie muͤſſen alſo ſtets die Hahne, aus welchen die Soole ablauft, offen halten, jedoch auf der Seite, wo der Wind ſolche auſſer dem Soolkaſten heraustreiben kann, zu machen, damit die edle Soole nicht verlohren gehe. Ein Gradirer muß daher genau auf Wind und Wetter merken; bei einer Wind⸗ ſtille ſoll er auf allen Seiten die Hahne oͤfnen, undbei ſtarkem Zehr⸗ wetter mehr, als bei feuchter Witterung, bei entſtehendem Sturm⸗ wind aber ſolche ganz verſchlieſen. Mit dem Angieſen der Waͤnde muß er es ebenſo halten, und die Soole mit der deckſchaufel brav in die Dornwand hineinweiſen, jedoch ſolche nicht blos unten aus Faulheit begieſen, ſondern bis oben an werfen. §. 538. Damit ein Gradirer im Angieſen keine Soole berſpruͤtze und ſie hoch genug werfen koͤnne, ſo rathe ich, diejenige Schaufeln enr⸗ weder beizubehalten, oder anzuſchaffen, welche auf ſaͤmtlichen Heſ⸗ ſiſchen und auch auf vielen andern Salzwerken gebraucht werden, die ich nicht deutlicher beſchreiben kann, als wann ich ſie vormahle wie fig. 105. adbe zu erſehen iſt. Sie beſtehet aus zwei duͤnnen Srienbeteen ab, welche bei a A ſchmmaͤler als bei b ſind; dieſe wer⸗ den 2— Von der Adminiſtration eines Satzwerks. 479 den unten und hinten durch andere duͤnne Breter verbunden, und zum Waſſerhalten tauglich gemacht, mitten durch gehet die Stange cd. Mit einer ſolchen Schaufel iſt man im Stand das Waſſer ohne es zu verlieren uͤber 20 Fus hoch zu werfen. Dieſes iſt das Handwerkszeug eines 8 Cradires, waches. er K ſc baber k ſelsſ ſtel⸗ len muß. F. 539. Da der Gradirer in einem Gradirhaus beſtäͤndig aut und ab: geht, ſo kann, wann er nicht ſchlaͤfrig iſt, nichts ſchadhaftes ſeiner Aufmerkſamkeit entgehen. Es iſt daher ſeines Amts, fleiſig nach denen Hahnen und Troͤpfrinnen zu ſehen, ſolche wie auch die Sool⸗ kaſten und Troͤge von ihrem Schlamm und Unrath oͤfters zu reini⸗ gen, und wo er etwas ſchadhaftes an dieſen ſowohl als an den Pum⸗ pen und Dornwaͤnden wahrnimmt, dem Gradiermeiſter anzuzeigen, damit der Sohade ohne Auſſchud Iepain werde. . 540. Man erhaͤlt mehr Vortheil von der Arbeit, wenn man einem jeden Gradirer ſeinen zubeſorgenden Theil abmiſſet. Hat ein Gra⸗ dirbau zwei Dornwaͤnde und keine Dornwand unter dem Dach, ſo kann ein Mann 250 Fuſe nach dem Laͤngenmaas gerechnet, ver⸗ ſehen, und ſowohl das Anſpruͤtzen als die Hahnenſtellung beſorgen. Iſt aber die dritte Wand unter dem Dach angebracht, ſo iſt es nuͤtzlicher, wenn man beſondere Dachgradirer beſtellt, welche ſo⸗ wohl die Hahnen ſtellen als die kleinere obere Wand benetzen; da⸗ Ppp 2 hinge⸗ VFeerter Aöſchnitt. 3 hingegen die untere blos anſpruͤtzen, und allenfalls, wann der Dachgradirer den Wind nicht genug obſerviret, ſolchem zurufen, wann er die Hahne anders ſtellen ſoll. In dieſem Fall koͤnnen dem obern Gradirer ſowohl, als dem untern jedem 300 Fuſe zur Bearbeitung gegeben werden. 3 Anmerk. Bei dieſer Abmeſſung gerſtehe ich den Fall, da das Soolwaſſer durch Ma⸗ ſchinen auf die Gradirhaͤuſer geleitet wird; wo dieſe Foͤrderung durch Handpum⸗ 3 pen geſchehen muß, da hat ein Gradirer ſeine voͤllige Laſt, wann ihm bei einem einwaͤudigen Bau 100 und bei einem zweiwäͤndigen 60 bis 70 Fuſe zur Beardei⸗ ung gegeben werden⸗ b 5. 541. b Die Verrichtungen eines Soͤders beſtehen hauptſaͤchlich dar⸗ V b innen, daß er den Siedungsproceß, ſo wie er allbereits oben an⸗ gegeben worden, bearbeite. Auſſerdem muß er ſich das benoͤtigte Brennholz ſelbſt herbeifuͤhren, und dazu angehalten werden, daß er von keinem andern Holzhaufen,„oder wenn die Feuerung in Torf oder Steinkohlen beſtehet, von keinem andern Ort dergleichen neh⸗ mmae, als der ihm von ſeinem Sodenmeiſter angewieſen wird, da⸗ V mit dieſer jedesmal den Aufwand des aufgegangenen Brandes ge⸗ nau wiſſen moͤge. Die Soͤder doͤrfen weder Tag noch Nacht die Salzpfannen verlaſſen, eines Theils damit der gehoͤrige Feuersgrad in einem fort genau genug beobachtet, und der Pfanne ſogleich ge⸗ holfen werde, wann ſie anfaͤngt auszulaufen, andern Theils damit das Feuer ſelbſt in beſtaͤndiger Aufſicht bleibe und keine Feuersge⸗ fahr zu beſorgen ſtehe. Man ordnet deswegen jeder Pfanne zwei Sider zu, welche ſo dr als? RMach einander abwechſeln und ſich die tragen zu helfen. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 481 die Arbeit einander ertraͤglich machen. Denen Soͤdern kommt auch zu, das Salz in die Magazinen und die Aſche in die Aſchengrube 5. 342. Die Salzmoͤtter oder Salzwieger haben weiter e nichts zu thun, als das Quantum Salz, welches ihnen der Gegenſchrei⸗ ber angiebt, darzumeſſen oder darzuwiegen, je nachdem die Einrich⸗ tung auf einem Salzwerk gemacht iſt. Anmerk. Dasjenige Salz/ welches bei dem Ausmeſſen oder Auswiegen aller Sorg⸗ falt ohngeachtet zertreten und verunreiniget wird, muͤſſen die Salzmoͤtter oder Wieger von Zeit zu Zeit von der Erde zuſammen ſcharren, und in einem ihnen beſtimmten Soolkaſten tragen, wo ſich das Reine davon wieder auflöſen und be⸗ nutt werden kann.(§. 496. Anm.) §. 543. Das Amt derer Brunnenmeiſter beſtehet vornaͤmlich dar⸗ innen, daß ſie die Kunſtwerke, welche die Soole aus einem Salz⸗ brunnen waͤltigen, das Kunſtgeſtaͤng und die Kunſtraͤder in ihrer Aufſicht haben, das Schadhafte ſogleich anzeigen, oder auch wo geſchwinde Huͤlfe noͤthig iſt, die Reparatur ſogleich beſorgen und alsdann ihrem Kunſtmeiſter anzeigen. Die Windmüller hinge⸗ gen haben nicht nur die Kunſtwerke bei den Windmuͤhlen auf eben dieſe Art zu beſorgen, ſondern ſie muͤſſen auch, ſo oft es noͤtig, bei wehenden! Winden die Windmuͤhle ſuchen in Gang zu bringen, die Segeltuͤcher aufſpannen und abtackeln, und die Windmuͤhlenfluͤgel ſorgfaͤtig ſtets gegen den Wind zu ſtellen ſuchen, damit ſie nicht in Ppp 3 Gefahr 482 8. Vierter abſchnit. Gefahr ſtehen, von der Macht des Windes auf einer untebten Sei⸗ te ergriffen zu werden und zu zerbrechen. §. 544. Zu dieſen beiden Gattungen von Arbeitsleuten nimmt man da⸗ her gern gelernte Zimmerleute oder Muͤhlaͤrzte, welche, da ſie nicht immer auf ihren angewieſenen Poſten zu thun haben, auch zu an⸗ dern Zimmerarbeiten, auf dem Salzwerk koͤnnen gebraucht werden. F. 545. Denen Stallknechten werden die auf einem Salzwerk n⸗ thige Pferde, Maulthiere oder Ochſen anvertraut. Sie muͤſſen uͤberhaupt dafuͤr ſorgen, daß dieſes Vieh ordnungsmaͤſig gefuͤttert werde. Sollen Fahrten damit verrichtet werden, ſo muͤſſen ſie ſich als Fuhrknechte gebrauchen laſſen. Sind aber dergleichen Thiere beſtimmt Kunſtraͤder zu treten, ſo muͤſſen ſie dieſelbe in oder auf, den Kunſtraͤdern genau beobachten, damit ſie einen ſteten Gang be⸗ halten. Sie muͤſſen in dieſem Fall angewieſen ſein, kein Thier laͤnger als zwei Stunden in oder auf einem Tritrad gehen zu laſſen, wie ihnen dann uͤberhaupt auch das Vieh bei Fahrten nicht zu iber⸗ treiben eingeſchaͤrft werden muß. §. 456. Der Sodenſchmidt muß ſich üͤberhaupt gefallen laſſen, zu allen Stunden und Zeiten zur noͤthigen Schmidtarbeit parat zu ſein, Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 4833 ſein, wohin nicht nur die Verfertigung neuer Salzpfannen und deren Reparatur, ſondern auch alle uͤbrige Eiſenarbeit, ſo zu Pum⸗ pen, Geſtaͤngen u. d. g. gehoͤret, zu rechnen iſt. b Anmerk. Man faͤhrt am beſten und iſt vieler Weitlaͤuftigkeit entubrigt, wenn man den Sodenſchmidt nicht wie die andern Arbeiter im Taglohn arbeiten laͤßt, ſondern ihm uͤberhaupt einen Jahrsgehalt gieht. 5. 5474. Brunnenmeiſter, Stallknechte mit ihrem Vieh, wie auch der Sodenſchmidt muͤſſen auf dem Salzwerk ſelbſt wohnen, weil ihre Gegenwart oft ſchleunig noͤthig iſt, und manchmal viel Unheil ent⸗ ſtehen wuͤrde, wenn ſie im Nothfall erſt weithergeholt werden ſollten. §. 548. Nun wuͤrde es ein Leichtes ſein, einem Jeden dieſer Arbeiter eine beſondere Inſtruktion zu geben, nach welcher er ſich in ſeinem Amt richten ſoll. Da aber dieſes eine ohnnoͤthige Muͤhe und Arbeit ſein wuͤrde, uͤberdem die wenigſte gemeine Leute eine geſchriebene Schrift zu leſen vermögen, ſo iſt beſſer und rathſamer, die Pflich⸗ ten, welche dieſe Perſohnen ſaͤmtlich gemein haben, nebſt denen beſondern Verbindlichkeiten eines Jeden in gewiſſe Artickel zuſam⸗ men zu faſſen, ſolche drucken zu laſſen und alsdann unter ſie aus⸗ zutheilen, demohngeachtet aber alle Jahre einmal, wann die Haupt⸗ arbeit angeht, ſolche oͤffentlich vor der ganzen Knappſchaft ableſen zu laſſen. Ein ſolcher kurzer Inbegriff von Geſetzen, nach welchen ſich ſaͤmmtliche Sodenarbeiter zu richten haben, nennt e eine oden⸗ 484 ALierdter Abſchnitt. Sodenordnung, und ich habe zu mehrer Etlaͤuterung ein For⸗ mular einer ſolchen Sodenordnung am Ende dieſes Kapitels ange⸗ haͤngt. In derſelben Sodenordnung wird man unter andern auch beſtimmte Strafen finden, welche auf die Uebertretungsfaͤlle geſetzt nimmt, immer ſelbſt erſt das Lehrgeld bezahlen, denn es geher eine ſind. Ich muß aber hier aus eigener Erfahrung, die ich auf Salz⸗ werken gehabt habe, bemerken, daß Strafen nicht allezeit beſſern, ſondern es thun oft die Beloͤhnungen mehr Wirkung. Dieſe koͤn⸗ nen nun in einer Sodenordnung nicht wohl ausgedruckt werden, einmal deswegen, weil ſolche nach vorkommenden Umſtaͤnden muͤſ⸗ ſen abgewogen werden, fuͤrs andere weil alsdann ein jeder Arbeiter bei einer ganz ordinaͤren Arbeit ſchon auf die Belohnung Anſpruch machen, und, wenn er ſie nicht erhielte, mehr Nachlaͤſſigkeit bezei⸗ gen wuͤrde, als ſonſten wuͤrde geſchehen ſein. Die Belohnung muß, wenn ſie aufmuntern ſoll, ganz unerwartet ſein, und dann thut ſie ungemeine Wirkung. Billiig ſollte dem Oberaufſeher eine gewiſſe jaͤhrliche Summe ausgeſetzt ſein, die er mit Berathung de⸗ rer uͤbrigen Salzwerksofficianten nach Gutbefinden fuͤr Belohnun⸗ gen auszutheilen befugt ſein ſollte. Man hat in der That Urſache, die Arbeiter auf einem Salzwerk auf mancherlei Art, und bald durch Strafe bald durch Belohnungen, bald durch Erhebung der Ambi⸗ tion zum Fleis anzutreiben; auch die groͤßte Strenge fruchtet end⸗ lich nichts mehr, wann ſie zur Gewohnheit worden iſt, und oͤfters alte Leuthe abzuſchaffen und friſche an deren Stelle zu nehmen, iſt eine Strafe, welche mehr den Landesherrn als die deuthe ſelbſt trift. Der Landesherr muß bei einem neuen Arbeiter, den er an⸗ gerau⸗ hot⸗ ge b much ezt hanl⸗ d en, Vn⸗ n en, mrüſ⸗ dl ter dulich W ii⸗ üig tnn wine Von der Adminiſtration eines Salzwerkd. 485 geraume Zeit darauf bis Einer die ihm angewieſene Arbeit verſtehen und mit Geſchwindigkeit oder Vortheil und Eifer verrichten lernet. Belohnungen ſind alſo in dieſem Fall nur ſcheinbare Ausgaben, dieſe verrechnet der Rechner und bemerkt ſie namentlich in ſeiner Rechnung, die Einnahme dafuͤr aber kann er nicht namentlich be⸗ merken, ob er ſie gleich auch in Rechnung bringt, denn es fehlet ihm an einem richtigen Maasſtab, die menſchliche Kraͤfte zu meſſen, und die dadurch entſtehende mehrere oder wenigere Vortheile in An⸗ ſchlag zu bringen. b §.§49. Nun muͤſſen wir auch ſehen, was die nterbediente zu beſor⸗ gen haben. Der Gradirmeiſter hat, wie ein jeder andrer Salzwerksofficiant, die allgemeine Pflicht auf ſich, den Nutzen ſei⸗ nes Herrn, wie und wo er nur kann, zu befoͤrdern; ſeine beſondere Arbeit beſtehet aber vornehmlich in einer genauen Aufſicht auf die Gradirung und auf ſeine untergebene Gradirer. Die letztern muß er fruͤh und ſpat beobachten und zur Arbeit anhalten, die Nachlaͤſſi⸗ gen aber wie die Fleiſigen nicht verhelen, ſondern dem Salzamt be⸗ kannt machen. In Anſehung der Gradirung muß er aber darauf ſehen, daß nach der einmal feſtgeſetzten Ordnung die Soole, wann ſie in einem Soolkaſten einen gewiſſen Grad der Ldtigkeit erreicht hat, ſofort weiter gebracht werde, um hoͤher gradirt zu werden, und der ſchwaͤchern Soole dadurch Platz zu machen. Zu dem Ende muß er alle Tage auf dem Salzwerk herumgehen und ſaͤmtliches Waſſer in denen Soolkaſten mit der Spindel wiegen, um ſeinen II. Theil. Qaa b Haushalt Vierter Abſchnit. Haushalt darnach einzurichten, und den Gradirern desfalls die noͤ⸗ thige Befehle zu ertheilen. Seine Hauptſorge muß dahin gehen, genugſam gradirte Soole in die Siedſoolenbehaͤlter zu liefern, da⸗ mit es denen Soͤdern nicht an Siedſoole mangele. Dieſe muß er ſo hoch gradiren laſſen, als der Oberaufſeher es ihm angiebt, und drunter keine in das Behaͤlter einlaſſen. Sind Solenbehaͤlter fuͤr geringere Soole auf einem Salzwerk angelegt, ſo hat er auch dar⸗ auf zu ſehen, daß ſolche zur ſchicklichen und vortheilhaften Zeit mit Soole angefuͤllt werden. Auf denen Gradirhaͤuſern muß er mehr⸗ malen des Tags oben berumgehen und viſitiren, ob Troͤge, Hah⸗ nen und Rinnen gereiniget, ob ſie ſchadhaft ſeien, ob die letztere ihre gehoͤrige horizontale Lage haben und die Dornwaͤnde an allen Orten benetzen, oder ob ſich trockene Plaͤtze dazwiſchen einfinden? So oft er aus einem Soolkaſten die Soole in das Siedſoolenbe⸗ haͤlter bringen laͤßt, muß er zuvorderſt deſſen Gehalt wiegen, und dann nach dem Cub. Inhalt ausmeſſen, wie viel er davon einge⸗ laſſen hat, welches er ſich wohl mit Bemerkung des Dati zu no⸗ tiren, und nach Verlauf jeden Monats dem Oberaufſeher eine Spe⸗ eification von der eingeerndeten Siedſoole zu uͤberliefern hat. Ferner liegt ihm ob, einen dohnzettel uͤber die Gradirer alle Woche oder alle Monate(*) nachdem man die Auslohnung einrichten und vor⸗ nehmen will, dem Rentmeiſter zu behaͤndigen. 55 —— (.) Ich halte die woͤchentliche Ans bohnum fuͤr beſſer, weil der arme Tagloͤhner nicht immer einen ganzen Monat warten kann. 1 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 487 Dem Sodenmeiſter ſind die Soͤder untergeben. Dieſer muß taͤglich in denen Siedhaͤuſern auf⸗ und abgehen und zuſehen, daß die Soͤder ihre Siedarbeit nicht nur nach dem ihnen vorgeſchrie⸗ benen Proceß verrichten, ſondern daß ſie auch ununterbrochen ihre Arbeit fortſetzen, mit Holz ſparſam umgehen, kein Salz und keine Aſche verſchleppen. Wo eine Pfanne ſchadhaft iſt, muß er ſogleich dem Sodenſchmidt die noͤtige Anzeige thun, damit dieſer ohne Auf⸗ ſchub die Reparatur vornehmen koͤnne. Er muß auch hauptſaͤch⸗ lich dahin Sorge tragen, daß das Salz wohl getrocknet werde, und wann es trocken iſt, daß es alsdann in die Magazine gebracht werde. . 551. Ich habe auf mehrern Salzwerken wahrgenommen, daß die Soͤder mit Beihuͤlfe der Gradirer die Salzkoͤrbe in die Magazine hineingetragen und geſchuͤttet haben, wo man dann das Salz nach den Koͤrben ohngefaͤhr gerechnet und alſo in Einnahme gebracht hat. Ich tadele aber dieſes ganze Verfahren mit Recht. Denn fuͤrs erſte werden durch das Ein⸗ und Ausgehen ſo vieler Men⸗ ſchen, beſonders wann es naſſe und ſchmutzige Witterung iſt, die Salzcammern feucht und unrein und vieles Salz wird zertreten; fuͤrs andere iſt die nach der Zahl der Koͤrbe, von denen immer ei⸗ ner mehr oder weniger Salz, als der andere hat, beliebte Ein⸗ nahmsrechnung ſehr ungewiß. Ich habe daher auf einem gewiſſen Salzwerk folgende Oekonomie eingefuͤhrt: durch die obere Dihlen Qao 2 uͤber 488 äͤber dem Salzmagazin habe ich verſchiedene viereckte Ldcher machen, Vierter abſänit. 4 in ſolchen hoͤlzerne viereckte Trichter einſetzen laſſen ,deren jeder ac⸗ eurat in dem Maas, wie es verkauft wird, 3 Meſten hielte. An dieſem Trichter habe ich unten eine viereckte Fallthuͤr machen laſſen, welche an der einen Seite mit einem uͤber eine Rolle gehenden Fa⸗ den verſehen war, mit dem man die Fallthuͤr unten andruͤcken und durch den Faden feſt halten konnte, ohne daß das Salz, welches ich hineinſchuͤtten lieſe, es niederdruckte. Sobald man aber den Faden gehen lieſe, druckte das Salz die Fallthuͤr auf und fiel durch den Trichter in das Magazin. In dieſe Trichter habe ich nun alles geſottene Salz, wann es trocken war, einſchuͤtten, und wann es voll und abgeebner ware, durchlaufen laſſen. Auf ſolche Art wur⸗ de nicht nur das Magazin nicht verunreiniget, ſondern ich wußte auch aufs genaueſte, wie viel Salz in die Einnahme kommen konnte. Dieſe Art und Weiſe, die Einnahme zu befeſtigen„will ich daber allen Rechnern auf Salzwerken anrathen. b 9§. 552. 8 Zu Vermeidung alles Unterſchleifs muß der Sodenmeiſter bei ſedem Auszug des Salzes ſein, die Anzahl Salzkoͤrbe in ein beſon⸗ ders dazu zu haltendes Buͤchlein ſich notiren„ und ehe ſolche ins Magazin gebracht werden, dieſelbe nochmals durchzaͤhlen. Beim Eintragen in das Magazin muß er jedesmal den Gegenſchreiber da⸗ zu nehmen, nebſt welchem er das eingetragene Salzquantum bemer⸗ ken muß. Dieſes Quantum muß der Sodenmeiſter von jeder Pfan⸗ ne ſogleich auf einen beſondern Zettel notiren„ und dieſen nicht nur ſelbſt Von der Adninitkation eines Salwwetts 489 ſelbſt unterſchreiben, ſondern auch von dem Gegenſchreiber ſolchen atteſtiren laſſen. Dieſen Zettel muß er ſodann alle Woche oder alle Monate„nachdem ein Salzwerk mehr oder weniger betraͤchtlich iſt, dem Rentmeiſter zu ſeinem Einnahmsbeleg einhaͤndigen. Wann Pfannenſteine vorhanden ſind, ſo muß es der Sodenmeiſter damit ebenſo halten, wie mit der Einnahme des Salzes. Den Lohnzet⸗ tel fuͤr die Soͤder muß der Sodenmeiſter ebenfalls woͤchentlich ver⸗ fertigen und dem Rentmeiſter behandigen. §. 553. Daneben muß der Sodenmeiſter, ſo oft aus einem Siedſoo⸗ lenbehaͤlter die Soole in eine Pfanne gelaſſen wird, den Cubikin⸗ halt des aus demſelben gelaſſenen quanti Siedſoole berechnen, und ſolches mit Bemerkung des dati auf einen beſondern Zettel notiren, ſolchen aber nach Verlauf jeden Monats dem Oberaufſeher behaͤn⸗ digen. Auch muß der Sodenmeiſter notiren, wie viel Holz und von welcher Gattung jedesmal unter einer Pfanne verbrannt wor⸗ den, welches er dann allmonatlich dem Holzſchreiber in einer Spe⸗ cification zuſtellen muß. Anmerk. Sowohl Siedhaͤuſer als Pfannen muͤſſen durch Nummern unterſchieden wer⸗ den, damit man, wo ein Fehler ſich findet, ſo gleich wiſſen koͤnne, wo er zu ſuchen iſ. 8. 554 · So oft vorraͤtige Aſche verwahrt werden ſoll, ſo muß der So⸗ denmeiſter es dem Holzſchreiber anzeigen, und in deſſen Beiſein ſol⸗ che in die Aſchengrube einmeſſen laſſen. ſ.§. 558. Qqa3§. 554. 40o Vierter Abſchnitt. b “§. Sö5. 1 Das Amt des Gegenſchreibers beſtehe auſſer dem, was er nach§. 552. bei der Salzeinnahme zu beſorgen hat, vornehmlich darinnen, daß er die Salzzettel, gegen welche er das Salz, welches darauf bemerkt iſt, durch die ihm untergebene Salzwieger und Salzmoͤtter, verabfolgen zu laſſen hat, in Empfang nehme, und ſolche in ſein Manual eintrage, zugleich aber die Zettel wohl ver⸗ wahre bis zur Abrechnung, welche alle Woche bei der oͤffentlichen Abrechnung geſchehen muß. Dieſe Zettel giebt theils der Salz⸗ ſchreiber theils der Holzſchreiber, jener an die Kaͤufer gegen baares Geld, dieſer an die Holzfuhrleute, welche Salz fuͤr Holz eintau⸗ ſchen. Beiderlei Zettel muß er ſeparat eintragen, und es muß ihm auferlegt werden, keine andere Zettel anzunehmen, als ſolche, die von bemeldeten beiden Perſohnen eigenhaͤndig unterſchrieben und wo die Zahl nicht mit Zifern ſondern mit Buchſtaben ausgedruckt iſt. Auf groͤſſern Salzwerken muͤſſen dieſe Zettel gedruckt ſein, da⸗ mit die Arbeit verkuͤrzt werde. Eben ſo iſt es mit den Zetteln zu halten, welche der Salzſchreiber auf Pfannenſtein und Aſchen aus⸗ zugeben hat. Die dohnzettel fuͤr die Salzwieger muß der Gegen⸗ ſchreiber woͤchentlich dem Rentmeiſter liefern. Von denen Zetteln ſehe man die Formulare am Ende dieſes Capitels. 9. 556. Der Holzſchreiber oder Holzmeiſter hat fur die Einnah⸗ me und Ausgabe Holzes zu ſorgen, und daruͤber Rechnung zu fuͤh⸗ ren. as ich jes aud und 1 k⸗ men dalz⸗ u 88 an w⸗ a uß mihe, mnind mnckt b u da⸗ ih zu amus⸗ ad en⸗ 4 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 491 ren. Jene, die Einnahme, beſtehet entweder in ertauſchtem Holz, daher er in ſeiner Rechnung dieſe beide Rubriquen anzubringen hat. Das erkaufte Holz, deſſen Quantum der Rentmeiſter, der ſolches gegen Quittung bezahlt, ſchon vorher weiß, muß der Holz⸗ ſchreiber in Empfang nehmen und an einen beſondern Ort ſchlagen laſſen, doch alſo, daß jede Gattung Holzes beſonders aufgeklaftert werde; wann dieſes geſchehen, muß er es meſſen und in ſeine Ein, nahme ſetzen, damit man auch wiſſe, daß die Anzahl Klafter wirk⸗ lich geliefert ſind. Das Tauſchholz muß er taͤglich von den Holz⸗ fuhrleuten in Empfang nehmen, und ſolches Wagen vor Wagen oder Karn vor Karn ſchaͤtzen, ſodann dem Tauſcher einen Zettel, auf welchen das Quantum Tauſchholz geſchrieben iſt, geben, wel⸗ chen derſelbe dem Salzſchreiber zum Eintragen bringen muß. Die⸗ ſes Tauſchholz muß an einen beſondern vom Kaufholz entfernten Ort abgeladen, und die verſchiedene Gattungen deſſelben ſeparirt werden. Er muß ſolche durch Tagloͤhner aufſchlagen laſſen, ſo⸗ dann alle Sonnabend das die Woche uͤber eingegangene Tauſchholz in Beiſein des Baumeiſters meſſen, das befundene Quantum muß er auf einen Zettel notiren und ſich ſolches von dem Baumeiſter atteſtiren laſſen, welches ihm dann ein guͤltiger Einnahmsbeleg giebt. Anmerk. Matn ſchlaͤgt denen Holzſuhrleuten das Salz gern in einem Parthirer Preis an, wogegen man den Fubrlohn nicht in Anſchlag bringt. Nun weiß man ohne⸗ hin an ſedem Ort, wie hoch die Klafter Holz im Ankauf ſtehe; beide Stuͤcke ſchluͤgt man bei ſich in Geld au, und rechnet hiernach aus, wie viel Sals füͤr das gelieferte Holzquantum gegeben werden koͤnne. Wer noch nicht im Schaͤtzen zeuͤbt iſt, muß im erſten halben Jahr alle Holzkarn eubiſch berechnen/ und ſich eine ——— —————— 8 ———————— ——jy— —— 3————— —— —— ——— öööää“ ͤͤͤͤͤGG 8 2 3 Biaerter Abſchnitt. eine Tabelle machen, wie viel Salz fuͤr ſo und 3 biel Cubikſchuhe Hols nach dem geſetzten Anhias Parden werden koͤnne. §. 557. Die Holzausgabe beſtehet theils in Beſoldungsholz, ſo zum Salzſieden unter denen Pfannen verbrannt worden, theils in Ab⸗ gang, der durch das Eintrocknen und Umlegen ſich ergiebt. Die⸗ ſe drei beſondere Rubriquen muß ſeine Rechnung in der Ausgabe bekommen. Das Beſoldungsholz muß er mit Quittung belegen. Das Brennholz, welches zum Salzſieden gebraucht wird, muß er jedesmal dem Sodenmeiſter auf ſein Verlangen; darmeſſen, und ſich ſolches notiren, am Ende jeden Monats aber muß er ſich von dem Sodenmeiſter eine Quittung daruͤber(§. 553.) welche in ei⸗ ner Specification, wie viel unter jeder Pfanne verbrannt worden, veſtehet, geben laſſen. Der Abgang vom Holz wird alſjaͤhrlich in Anſchlag gebracht, und muß hierin entweder ein gewiſſes Quan⸗ tum feſtgeſetzt werden, oder der Holzſchreiber muß beim Ende jeden Jahres das vorraͤtige Holz in Beiſein des Baumeiſters uͤberſchla⸗ gen, den Befund notiren und ſolchen mit der wahren Ausgabe ver⸗ gleichen, ſodann den Abgang ſich vom Baumeiſter atteſtiren laſſen. §. 558. Auch die Aſche iſt ein Artikel, ,deſſen Einnahme der Holz⸗ ſchreiber beſorgen muß. Dieſe muß er mit Zuziehung des So⸗ denmeiſters§. 55a. in die Aſchengrube tragen, daſelbſt einmeſſen, das Quantum notiren und ſolches von dem Sodenmeiſter atteſtiren laſſen, dS Zon der Adminiſtration eines Salzwerks. 493 laſſen, den atteſtirten Zettel aber allwoͤchentlich oder allmonatlich dem Rentmeiſter zu ſeinem Einnahmsbeleg einhaͤndigen. Srtüich muß auch der Holzſchradber den dohnzettel ale Woche fuͤr die Holzſchlaͤger machen, und dem Rentmeiſter ſolchen behaͤn⸗ digen. 5 1 Des Kunſtineiſters Amt beſtehet insbeſondere darinnen, daß er alle Tage etlichemal das Salzwerk begehe, und nach den Kunſtraͤdern, Kanſtgeſtaͤngen und Pumpen, wie auch nach den Röoͤhrengaͤngen ſehe, ob nichts ſchadhaftes an denſelben wahrzuneh⸗ men, in welchem Fall er ſogleich die noͤtige Veranſtaltung zur Aus⸗ beſſerung treffen muß. Nicht weniger muß er dafuͤr ſorgen, daß das Geſtaͤnge, und wo es an den Maſchinen noͤtig wohl in der Schmiere gehalten werde, wozu er ſeine ihm untergebene Brun⸗ nenmeiſter und Windmuͤller anhalten muß. Von allen Arten Ge⸗ brechen, die er wahrnimmt, muß er dem Baumeiſter Anzeige thun. Den Lohnzettel fuͤr die Brunnenmeiſter und Windmuͤller hat er ebenfalls alle Woche zu machen, und dem Rentmeiſter einzuhaͤn⸗ digen.“ g. 561. Der Geſchirr⸗oder Wagenmeiſter hat die Stallknechte nebſt dem dieſen anvertrauten Vieh, wie auch Wagen und Geſchirr in ſeiner Aufſicht und Verwahrung, daher er fleiſig aufſehen muß, uI. Theil. ARrr daß daß die Knechte das Vieh nach der Gebuͤhr fuͤttern und rein halten. Die Fuͤtterung fuͤr das Vieh hat er in ſeinem Beſchluß, und muß denen Knechten entweder alle Tage oder woͤchentlich ihr Quantum Heu, Hafer und Stroh abgeben, von allem aber Rechnung thun. Die Einnahme von Hafer, Heu und Stroh hat der Renr⸗ meiſter ſchon bei ſeiner Geldrechnung durch Quittungen bewieſen, der Geſchirrmeiſter controllirt ihn aber nur, und ſetzt in ſeiner Na⸗ turaleinnahme, was er wirklich in Empfang genommen hat. Des⸗ gleichen ſchreibt er ſorgfaͤltig und genau in ſein Tagbuch, was er davon ausgiebt. Man weiß es entweder ſchon, wie viel inem Pferd oder Ochſen taͤglich an dergleichen Fuͤtterung gebuͤhrer, oder man ſetzt es vorher feſt, wieviel taͤglich jedes haben ſoll, ſo braucht als⸗ dann die Ausgabe keine weitere Beſcheinigung, denn mehr als das Geſetzte wird ihm in der Rechnung nicht paſſirt, es waͤre dann, daß er gruͤndlich bewieſe, warum ihm mehr aufgegangen. §. 563. b Wird die Dunge von dergleichen Vieh verkauft, ſo muß der Geſchirrmeiſter auch daruͤber Rechnung fuͤhren. Da aber gemeini⸗ glich die Officianten, wenigſtens die obere, von der Herrſchaft Gaͤr⸗ ten und Guͤterſtuͤcke zum Genuß bekommen, ſo thut man wohl, wenn man dieſe Dung denenſelben als ein Accidenz mit dem Beding aͤberlaͤßt, daß ſie ſolche nicht verkaufen, ſondern ihre im Genus 3— haben⸗ 8 um ann. nnr⸗ mea, u Ka⸗ udes⸗ a er m ferd aA man du als. da das wann, u ze ann ti⸗ Anir⸗ niſ g 848 A Von der Adminiſtration eines Salzwerke. 495 habende herrſchaftliche Guͤterſtuͤcke damit duͤngen ſollen. Die Lohn, zettel uͤber die Stallknechte muß der Selchiremneldere alle Woche dem Neutmeiſtes kiefern. 564. Endlich folgt der Deichmeiſter, deſſen Amt es iſt, nicht nur taͤglich alle Deiche und Kunſtgraͤben zu viſitiren, ob ſolche noch in gutem Stand oder ſchadhaft ſein, ſondern auch bei ſtarkem Re⸗ gen und Sturmwinden naͤchtlicher Weile die Deichdaͤmme zu beobach⸗ ten, damit ſolche nicht durch einen ſchnellen Einbruch, dem man viel⸗ leicht noch durch Ablaſſung deſſelben vorbeugen koͤnnte, beſchaͤdiget und ruinirt werden. Alle Abend oder alle Morgen muß er ange⸗ wieſen werden, dem Baumeiſter von ſeinem demſelben Tag, oder des Tags vorher genommenen Augenſchein und Befund die noͤtige Anzeige zu thun. Die Daͤmme der Deiche, wie auch die Ufer an Fluͤſſen und Graͤben werden oft durch gepflanzte Waiden verſtaͤrkt, man nimmt hierzu gewoͤhnlich Korbwaiden, von welchen die Soͤder im Winter die alte Salzkoͤrbe ausflicken und neue im Vorrath ver⸗ fertigen koͤnnen. Fuͤr die Fortpflanzung dieſer Waiden nun an ſchicklichen Orten hat der Deichmeiſter auch zu ſorgen. So oft er bei vorfallender Arbeit Tagloͤhner annehmen muß, hat er gleich an⸗ dern Unterbedienten, alle Woche dem Rentmeiſter den Lohnzettel daruͤber einzubringen. §. 565. Ich habe in dem Bisherigen nur das Weſentlichſte angezeigt, was in eines jeden Subalternbedientens Amt einſchlaͤgt. Ein offe⸗ Rrr 2 ner Baater auſGnüt. ner Koyff w wird nun ſelbſt in einem vorkommenden Fall. wann er fuͤr Einen oder den Andern eine Inſtruktion aufſetzen ſoll, das Wei⸗ tere nach Beſchaffenheit der ſich ergebenden Ulmſtuͤnde hinzu zu thun im Stand ſein. Ich ſchreite nun meinem Verſprechen gemaͤß zu der Betrachtung der Amtsverrichtungen derer Oberbedienten. Der Salzſchreiber iſt d der r eſt⸗ von unten Bei den Ober⸗ bedienten. Das Weſentliche ſeines Amts beſtehet in einer woͤchent⸗ lichen Geldeinnahme fuͤr verkauftes Salz, Aſche und Pfannenſtein. Er muß Vor⸗ und Nachmittags ſich beſtaͤndig in einem Zimmer aufhalten, welches die Zahlſtube heiſen kann, in welches alle die, ſo Salz, Aſche oder Pfannenſtein kaufen wollen, gehen, und gegen die Zahlung deſſelben einen Zettel empfangen muͤſſen, den der Salzſchreiber unterſchreibt und auf welchem das Quantum an Salz, Aſche oder Pfannenſtein, ſo er bezahlt hat, bemerkt iſt. Gegen Vorzeigung und Abgebung dieſer Zettel beim Gegenſchreiber erhaͤlt jeder, was darauf ſteht(§. 55.). So eines als das andere muß der Salzſchreiber in ſein Manual beſonders, ſogleich eintragen, ſo⸗ wohl das Quantum an ausgegebenem Salß, Aſche oder Pfannen⸗ ſtein als das dafuͤr erhaltene Geld. Kicht weniger muß er alle Zettel, welche der Holzſchreiber fuͤr Taufchholz auf Salz gegeben ndat, mit ſeinam vidit üe bezeichnen und äneragen. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 497 §. 567.* Der Preis des Salzes iſt ordentlicherweiſe, ſo wie das Salz ſelbſt zweierlei, naͤmlich weis Salz und ſchwarz Salz. Aber auch der Preis des weiſen Salzes darf nicht einerlei ſein. Diejenige, welche mit dem Salz handeln, muͤſſen es wohlfeiler bekommen als Andere, weil es billig iſt, daß ſie einigen Profit daran machen muͤſſen, damit ſie den Salzdebit deſtomehr vertreiben. Dergleichen Perſohnen werden Salzparthierer genennet. Hier wuͤrden viele Unterſchleife unver⸗ meidlich ſein, wann nicht die noͤtigen Vorkehrungen getroffen wer⸗ den; denn es koͤnnte der Salzſchreiber viele in ſein Manual als Salzparthirer einſchreiben, die es doch nicht ſind, und dannoch den Leuten den ordinaͤren Preis abgenommen haben. Um dieſes zu vermeiden, werden alle Salzparthirer, die durchgehends ihrer Ge⸗ rechtſame wohl kundig ſind, auf zwei Tafeln mit Vorbewuſt des Salzamts namentlich notirt. Die eine Tafel wird dem Salzſchrei⸗ ber zu ſeiner Nachachtung, die andere dem Gegenſchreiber zur Nach⸗ richt gegeben. Es iſt nicht noͤtig, daß der Salzſchreiber den Na⸗ men des Parthirers in den Salzzettel ſetzt, der darin bemerkte Preis zeigt ſchon, ob er ihn fuͤr einen Parthirer gehalten hat. Der Gegenſchreiber, welcher ohnehin die Parthirer meiſtens kennt, hat nun, im Fall er zweifelt, weiter nichts zu thun, als den Parthi⸗ rer nach ſeinem Namen zu fragen, ſodann nachzuſehen, ob ſolcher in der ihm vom Salzamt zugeſtellten Tabelle befindlich iſt; wann er nicht darinnen ſteht, ſo iſt ein Fehler vorgegangen, und darf ihm daher weder den Zettel abnehmen, noch Salz geben laſſen, bis er hoͤhern Befehl dazu bekommt. So oft ſich ein neuer Parthirer an⸗ Rrr 3 giebt, „„ Aeeer düſchnit. gieht, wid Aübann ſolcher beim woͤchentlichen Salzamt angezeigt und von dieſem nach Gucfinden in die Tabelle eingeruͤckt,. und zuf f Art teb aſes Unterſchleif vermieden. §. 568. b Alle Sonnabend muß der Salzſchreiber ſeine Rechnung ſchlie⸗ ſen, das heiſt: Er liefert das die Woche uͤber fuͤr Salz, Aſche und Pfannenſtein eingenommene Geld dem Rentmeiſter, nebſt ſeinem Tagebuch, in welche er alle Poſten eingetragen hat, ein, und der Rentmeiſter quittirt ihn daruͤber in ebendieſes Buch, nachdem ſol⸗ ches bei oͤffentlicher Abrechnung mit dem Manual des Gegenſchrei⸗ bers(§. 555.) eollationirt worden. §. 569. Der Baumeiſter oder Bauverwalter als der dritte Ober⸗ bediente hat, wie es fein Character ſchon mit ſich bringt, vorzuͤg⸗ lich das Bauweſen zu beſorgen. Dieſemnach muß er alle Tage mehrmalen das ganze Werk begehen und alle Gebaͤude viſitiren, ob etwas beſchaͤdiget und zu repariren iſt. Hauptreparaturen muß er nicht fuͤr ſich uͤbernehmen; ſondern dem Salzamt vorher Anzeige davon thun, wie er dann auch, wo er die Woche uͤber mindere Re⸗ paratur vorgenommen hat, beim Salzamt zur Nachricht anzeigen muß. Wann ein neuer Bau aufgerichter werden ſoll, muß er auf Erfodern die Aleberſchlaͤge machen, fuͤr die Herbeiſchaffung derer Baumaterialien ſorgen und das ganze Bauweſen dirigiren. Er * nuß duſz dafür ſorgen, daß ſters ein Vorrath von den noͤtigſten Baumate⸗ =2 2 — 222=u=Sge Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 499 Baumaterialien da ſeie, die er unter ſeinem Beſchluß haben und dafuͤr ſtehen muß. Am Ende jeden Jahrs muß er mit Zuziehung des Rentmeiſters ein Inventarium von allen zum Salzwerk gehoͤ⸗ rigen Mobilien und Immobilien, ausſchlieslich derer Baumateria⸗ lien, verfertigen, den Abgang gehoͤrig beſcheinigen und die Rich⸗ tigkeit des Inventariums ſich von dem Rentmeiſter gehoͤrig atteſti⸗ ren laſſen. Das Inventarium wird in beſondere Klaſſen einge⸗ theilt, als a) Immobilien, welche nur ganz kurz angezeigt werden b) Mobilien⸗ c) das Vieh. ſ. das unten veihegende Formular. b§. 570. Hiernaͤchſt hat derſelbe die Baumaterialberechnung der Bau⸗ materialien zu fuͤhren, wobei er in der Ausgabe die Verwendung allemal anzeigen, wo Niſſe vorhanden, ſolche als eine Urkund bei⸗ legen und uͤberhaupt die Poſten, welche ſich beſcheinigen laſſen, be⸗ legen muß. Ich beziehe mich, was dieſe Rechnuds anbelangt, auf unten beiliegendes Exemplar. §. 571. Auſſer dieſem allem muß er, da er ohnehin alle Tage auf dem Salzwerk herum wandern muß, eben ſowohl, wie der Gradir⸗ meiſter, ſich die Gradirung angelegen ſein laſſen und die Gradirer zur ordnungsmaͤſigen Arbeit anhalten, jedoch muß er zur Vermei⸗ dung der Verwirrung das Ein⸗ und Ablaſſen der Soole aus einem Bebaͤlter in das andere dem Gradirmeiſter allein uͤverlaſſen, und wenigſtens wann er eine Unrichtigkeir bemerkt, ohne jenen nichts daftnen §. 572. Fßoo ABPierdter Abſchniikkt. Deer Salzrenthmeiſter, als der zweite Oberbediente, hat nun die Hauptjahresrechnung zu fuͤhren. Die Einnahme vom Salz und Pfannenſtein muß er vom Sodenmeiſter(§. 551.), die Einnahme erkauftes Holz mit einem Schein von dem Forſtbedien⸗ ten, aus deſſen Revier es kommt, und zugleich vom Holzſchreiber wie auch von dieſem die Einnahme Tauſchholz und Aſche(§. 576⸗ 58.)„ die Einnahme Fourage(§. 561. 562.) vom Geſchirr⸗ meiſter atteſtirt beibringen. Die Einnahme Geld fuͤr verkaufte Spaͤhne und fuͤr verkauft alt Eiſen und Pfannenblech beweiſt er aus des Baumeiſters Materialrechnung. Die Einnahme Geld an Strafen beſcheiniget er mit einem vom Oberaufſeher, oder in deſſen Ermangelung vom Baumeiſter atteſtirten Extract§. 590. §. 573. Die Ausgabe Salzes haͤtte zwar an ſich betrachter mehrere Rubriquen als z. B. die Ausgabe des verkauften Salzes, die an— dere die Ausgabe Salzes fuͤr Tauſchholz, die dritte die Ausgabe Beſoldungsſalz, die vierte die Ausgabe an verehrtem Salz und die fuͤnfte die Ausgabe fuͤr den Salzabgang. Da aber ſaͤmtliche unter der Generalrubrique: Ausgabe Salz begriffen, und die verſchie⸗ dene Poſten, welche zu kuͤrzerer Uleberſehung der Hauptrechnung nur in der ganzen Summe angeſetzt zu werden noͤthig ſind, in denen Beilagen beſonders bewahrheitet werden, ſo muß der Rentmeiſter ſolche ſaͤmtlich unter einander hinſetzen, wie das unten beigefuͤgte 4 mir * hat wom Rul die . id aen⸗ über Mte⸗ )ne m ufte kaſter 1 9, a eri 5 4 25 Von der aAdminiſtation eines Salzwerks. for Formular ausweiſet. Die Ausgabe an verkauftem Salz muß der Rentmeiſter mit einem Extract, der vom Salzſchreiber und Gegen⸗ ſchreiber unterſchrieben iſt, und die Ausgabe Salz fuͤr Tauſchholz mit einem Extract, der vom Holzſchreiber und Gegenſchreiber un⸗ terſchrieben iſt, beſcheinigen. Beide Extracte muͤſſen in des Rent⸗ meiſters Gegenwart alle Woche bei der Abrechnung aus denen Ma⸗ nualen dieſer Bedienten verfertiget werden, auf die Art, wie im 592.§. weitlaͤuftiger angezeigt iſt. Der Rentmeiſter kann, um die groſſe Menge der Urkunden zu meiden, bei jedesmaliger Abrech⸗ nung den Bogen, auf welchem der letzte Extract gemacht worden, vei jeder Abrechnung wieder beibringen, und den neuen Abrechnungs⸗ extract unter den vorigen auf die eben vorgeſchriebene Art ſetzen laſſen, und ſo damit von Woche zu Woche continuiren, bis der Bogen voll iſt, alsdann einen neuen Bogen nehmen und ſe das ganze Jahr hindurch fortfahren. 5. 574 Die Ausgabe Beſoldungsſalz muß der Rentmeiſter mit Quit⸗ tungen belegen, und zwar, damit auf keine Art durch Ablaͤugnen oder durch Verſtaͤndniß der Bedienten unter einander oder bei ſich ergebendem Fall, daß die Quittung verlohren gienge, einiger Un⸗ terſchleif getrieben werden koͤnne, ſo muͤſſen ſaͤmtliche Bediente an⸗ gewieſen ſein, ſo oft ſie ihr Beſoldungsſalz verlangen, das Quan⸗ tum dem Salzſchreiber vorher bekannt zu machen, welcher dann auf das verlangte Quantum einen Salzzettel giebt, und ſolches beſon⸗ ders in ſeinem Manual notirt; derſenige Bediente, welcher nun II. Theil. Sss ſein Jooe ABiarter Abſchnitt. ſein Salzquantum haben will, muß unter dieſen Zettel den Em⸗ b pfang quittiren, und ſolche dem Gegenſchreiber zuſenden, welcher dagegen das Salz abgeben laͤſſet. Dieſe Quittungen werden bei der woͤchentlichen Abrechnung dem Rentmeiſter behaͤndiget, der ſie dann zu Ende des Jahres, um die Menge von Ulrkunden zu vermin⸗ dern, gegen eine Generalquittung von jedem Bedienten auswechſelt. b§. 575. Ddie Ausgabe von verehrtem Salz, zu welchem ſich der Renr⸗ meiſter durch ein Kammerdecret legitimiren muß, hat der Gegen⸗ ſchreiber, der ſolches gegen einen Zettel vom Salzſchreiber abgeben laͤßt, dem Rentmeiſter, ſo wie das Salz, welches etwa fuͤr Arme beſtimmt iſt, zu atteſtiren; mit dieſem Atteſtat beweiſet der Rent⸗ meiſter die wirklich geſchehene Auslieferung. b Anmerk. Man ſollte glauben, daß es ſchicklicher waͤre, wenn der Rentmeiſter dieſen Poſten mit einer Quittung vom Donatarius belegte. Allein nicht zu gedenken, daß es in den meiſten dergleichen Faͤllen unſchicklich iſt, eine Quittung von dem in fordern, der ein ſo kleines Praͤſent bekommen hat, wuͤrde dabei dennoch der Zweifel uͤbrig bleiben, ob die Unterſchrift in ſolcher Quittung von demjenigen ſeie, der das Geſchenk bekommen hat. Wollte man alſo hierinn ſicher gehen, ſo muͤßte dieſe Unterſchrift erſt beglaubiget ſein, und wie laäͤcherlich waͤre dieſe übertriebene Forderung der Richtigkeit; wuͤrde nicht Mancher auf ein ſolches Geſchenk lieber Verzicht thun, als ſolchen Weitlaͤuftigkeiten dabei ſich zu unterwerfen? ich halte daher die angegebene Art fuͤr die ſchicklichſte und fuͤr uͤberzeugend genug. §. 576. Dasjenige, was fuͤr den Salzabgang in Ausgabe kommt, wuͤrde ſich allenfalls dadurch ergeben, wenn das wirklich nach denen vori⸗ f llms d 3 ven re witfn u 8 ken, ng u dem de an der ſe amneee, 1 1 ipte e amene he w ber 4 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 503 vorigen Rubriquen ausgegebene Salz von der wahren Einnahme des in ebendem Jahr geſottenen Salzes abgezogen wird, und in dieſem Fall brauchte der Rechner keinen weitern Beweiß. Da aber hierbei zwei Stuͤcke fuͤr richtig angenommen und vorausgeſetzt wuͤr⸗ den, welche noch unerwieſen ſind, ſo wuͤrde jene Abgangsberechnung ſehr leichtſinnig angenommen ſein, wenn ſie ſo ſchlechtweg wollte feſtgeſetzt werden; naͤmlich man wuͤrde dabei vorauſſetzen, erſtlich daß das geſottene Salz gegen das Ende des Jahres alle verkauft ſei, fuͤrs andere, daß nichts davon entwendet worden ſei. Das erſte kann nur auf gar kleinen Salzwerken ſtatt finden; wo aber groͤſſere Werke ſind, da bleibt gemeiniglich, wenn nicht ein ganz auſſeror⸗ dentlicher Debit da iſt, ein Vorrath wenigſtens bis in das andere Jahr uͤbrig, zu welchem dann wieder neues Salz hinzukommt. Hier wuͤrde man alſo den Abgang nicht anders wiſſen koͤnnen, wenn man nicht den Vorrath ſtuͤrzete, und welche Thorheit wuͤrde das ſein, da es bekannt iſt, baß das Salz, je mehr es beruͤhrt und bearbei⸗ tet wird, deſtomehr zuſammenfaͤllt, und alſo an denen Orten, wo es nach dem Maas verkauft wird, ein ungemein großer Abgang durch das Stuͤrzen ſelbſt entſtehen wuͤrde. Die andere Vorausſe⸗ tzung, daß nichts von dem Salz entwendet worden, kann ein Ka⸗ meraliſt bei dem hier angegebenen Fall eben ſo wenig annehmen, als er eine ganze Rechnung ohne lirkunde blos auf das Wort eines Rechners fuͤr guͤltig annehmen kann. Den Beweis der geſchehe⸗ nen Nichtentwendung zu fuͤhren, iſt eine ohnmoͤgliche und unbillige Foderung an den Rechner. Der bloſe Abgang fuͤr ſich betrachtet, iſt gewiß, aber unbeſtimmt wie viel. Daher kann durch keine Sss 2. Diffe⸗ b 304 ee e Vierter Ab chmit. Diſerenzrechnung erwieſen werden, ob wahrer Aogang oder Schwin⸗ dung des Salzes, oder Entwendung vorhanden fei. §. 576. Wilt ein Kameraliſt und insbeſondere der Referent in einem Kollegio ſt cher hierin gehen, ſo muß er nach der Billigkeit fuͤr den Abgang ein Gewiſſes beſtimmen, welches dem Rechner ein⸗ fuͤr allemal ohne weitern Beweis in der Rechnung zu paſſiren iſt. Will er dieſes beſtimmen, ſo muß er unterſuchen, worinnen der Abgang beſtehe, und ſodann wiederholte Proben anſtellen, aus welchen er das Mittel ziehen muß. §. 577. Der Abgang hat eine doppelte Entſtehungsart. Wird das Salz nicht trocken genug in die Vorrarhskammern gebracht, ſo duͤnſtet daſſelbe noch nachher aus, oder es ſchweiſet und tropfer noch Waſſer von ihm ab, ja es ſchmelzt auch wohl ein Theil, wann das Salz nicht gut gef ſotten iſt. Iſt es aber auch noch ſo trocken, und das Salz iſt etwas grobkoͤrnigt, ſo fallen nicht nur durch das Ein⸗ und Ausmeſſen, ſondern auch ſelbſt durch die groſſe Laſt eines auf einander geſchuͤtteten Salzhaufens, die Chriſtalle zuſammen, denn ſie muͤſſen dadurch zerbrechen, werden kleiner und nehmen alſo einen kleinern Raum ein, als vorher. Wo dieſe beide Umſtaͤnde zuſammentreten, da iſt der Abgang weit betraͤchtlicher, als wo nur einer oder der andere Umſtand ſich einfindet. ..“ ““ 1 .——— 4 —— un. eyje ein Hann ſo Am du das 89 aha Jha an me ano im die znumr 4* nen ſich folglich nicht enger zuſammenſetzen. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 505 “ Wer nun hiernach Verſuche mit Zuverlaͤſt igkeit anſtellen will, der muß zuvorderſt darauf ſehen, ob das Salz nach dem Gewicht oder nach dem Maas verkauft wird. Es wird leicht ein Jeder ein⸗ ſehen, daß wenn das Salz nach dem Maas verkauft wird, der Abgang im Ganzen genommen, groͤſſer ſein muͤſſe, als wann es nach dem Gewicht verkauft wird. Denn ein Scheffel Salz, der nach dem Maas verkauft wird, haͤlt, wann er zum zweitenmal ge⸗ meſſen wird, keinen vollkommenen Scheffel mehr, und das dritte⸗ mal wird wieder mehr fehlen, es waͤre dann, daß das Salz ſo klein wie Mehl und eingeſtampft worden waͤre; in dieſem Fall ſind die Chriſtallen keiner Zerbrechlichkeit mehr unterworfen, und koͤn⸗ Hingegen mag auf der andern Seite das Salz beſchaffen ſein wie es will, ſo wird das Gewicht einerlei bleiben, es mag ſolches locker oder hart auf ein⸗ ander liegen. Kommt nun noch im erſten Fall die Ausduͤnſtung hinzu, ſo kann der Abgang nicht anders als betraͤchtlich werden. Die Ausduͤnſtung allein und die Ausſchwitzung der Feuchtigkeiten kann dem Salz, das nach dem Gewicht verkauft wird, einen Ab⸗ gang verurſachen, das oͤftere Ulmwiegen aber an und fuͤr ſich nicht. §. 579. Es iſt nicht zu laͤugnen, daß durch das oͤftere Ein⸗ und Aus⸗ gehen in und aus dem Magazinen auch vieles Salz verunreiniget und zum Verkauf untauglich wird. Auch dieſes, 0b es gleich kein Sssszs wah⸗ “ zos Vierter Abſchnitt. wahrer Abgang iſt—) muß mit zum Abgang gerechnet werden. Wer demnach Verſuche anſtellen will, der laſſe ein kleines Magazin mit Salz anfuͤllen, und laſſe ſolches ein Jahr liegen. Wo das ſ Salz nach dem Gewicht verkauft wird, muß es hineingewogen, wo te es nach dem Gemaͤs verkauft wird, hineingemeſſen werden. Nach Verkauf des Jahres laſſe man ſolches anbrechen und verkaufen, als⸗ dann vergleiche man in beiden Faͤllen die Ausgabe mit der Einnah⸗ me und laſſe die Differenz fuͤr den Abgang gelten. Dieſen Verſuch wiederhole man zu drei verſchiedenen malen, und nehme die mittle⸗ re Proportionalzahl daraus, welche ein fuͤr allemal fuͤr den Abgang angenommen, auf Procente ausgerechnet, und dem Rechner dann ein gewiſſes Procent zur Ausgabe beſtimmt werden kann. Anmerk. Ich habe ein Jahr ohne die Zeit, welche noch auf den Verkauf gehet, zum Verſuch angenommen. Ich glaube ohngefaͤhr das Mittel dadurch getroffen zu ba⸗ ben, weil manches Salz kein Jahr liegen bleibt, anderes hingegen vielleicht et⸗ 3 was laͤnger liegen muß. Mathematiſche Richtigkeiten doͤrſen wir in dergleichen au Faͤllen niemals erwarten. Man gebe, um deſto weniger den Rechner ſchonen zu 1 nic orſen, lieber noch ein halbes Procent zu. 1 Anmerk, Da ein Sal vor dem andern der Zerbrechlichkeit ſeiner Ehriſtalle und der kei Ausdünſtung ausgeſetzt iſt, ſo koͤnnen keine allgemeine Regeln des Abgangs feſt⸗ R geſetzt, ſondern es muͤſſen auf jedem Salzwerz beſondere Verſuche angeſtellt wer: den, die nur da und an keinem andern guͤltig ſnd. ihn 5 580. 68 V und .) Denn es iſt nur Abgang an der in das Magazin gebrachten Quantitaͤt Sal;, weil in es von demſelben abgeſondert werden muß, ſonſt aber laͤßt man ſolches wieder in n die Soolkaſten werfen, woſelbſt es ſich aufloͤſet und die Soole erhoͤhet oder gradirt i alſo wieder benutzt wird. pam i er, zum t afen ba a Heicht et⸗ i leichen 9 amma Von der Adminiſtation eines Suhwerts. 702 . 580. 4 Die Ausgabe an Aſche und Pfannenſtein muß der Rentmei⸗ ſter ebenfalls mit einem vom Salzſchreiber und Gegenſchreiber! un⸗ terſchriebenen woͤchentlichen Extract beweiſen( 5. 555. 566. 592. J. §. 581. Die Ausgabe Holz iſt ſchon in der Rechnung des Holzſchrei⸗ bers(6. 557.) gewahrt; mit deſſen Rechnung kann der Rentmeiſter ſich legitimiren, und er hat nur auf die Richtigkeit deſſen Rechnung zu ſehen. Eben ſo beweiſt er die Ausgabe der Sütterung mit des Qeſchirmeſters Btrerrechnung(§. 562.). b§. 582. Es iſt ein Hauptſtuͤck, das dem Rentmeiſter zur Befolgung auferlegt werden muß, daß er auf keine gemachte Accorde, die nicht von ſeinem hoͤhern Kollegio, unter welchem das Salzwerk ſtehet, genehmiget worden ſind, etwas auszahle, wie auch, daß kein einziger Zettel, der in das Bauweſen einſchlaͤgt, ihm in der Rechnung paſſire, der nicht vom Bauverwalter atteſtirt iſt. Daß ihm keine Geldbeſoldung fuͤr die Bediente, ſo wie uͤberhaupt keine Geldausgabe ohne Quittung in der Rechnung paſſiren darf, ver⸗ 7 ſteht ſich von ſelbſt. Die Quittung fuͤr Ausgabe⸗Geld, fuͤr Schiff und Geſchirr muß der Geſchirrmeiſter in Anſehung des wirklichen Empfangs atteſtiren. Daß ein jeder Unterbediente den Lohnzettel fuͤr die ihm untergeordnete Arbeiter zu machen angehalten werden muͤſſe, 5⁰8 8. Vierter Abſchnitt. maͤſſe, iſt 5. 549. ag. angezeigt worden. So oft nun der Lohntag erſcheinet, muß dergleichen Zettel wenigſtens den Vormittag dem Rentmeiſter behaͤndigt werden, damit er ſie behoͤrig durchſehen koͤn⸗ ne. Wann er hierauf den N achmittag die Auslohnung vornimmt, ſo doͤrfen nur die Unterbedienten erſcheinen, welche, jeder fuͤr ſeine untergebene Arbeiter, das Geld vom Rentmeiſter in Empfang neh⸗ men, und den Lohnzettel quittiren, welche Unterſchrift dann der bei jedesmaliger Auslohnung anweſende Baumeiſter oder in deſ⸗ ſen Abweſenheit der Oberaufſeher beglaubigen muß. Anmexk. Jeder Unterbediente theilt ſeinen Untergebenen alsdann das Geld aus, und man erhaͤlt durch dieſes Verfahren den Vortheil, daß die Arbeiter⸗ um ihren Lohn zu empfangen, nicht noͤtig haben, fruͤher Feierabend zu machen. Zum Lohnungstag wird am beſten der Sonnabend gewaͤhlt/ da die Woche zu End iſt. 5. 5 83. Am Lohnungstag iſt es Zeit, die Strafpoſten, welche beim Salzamt angeſetzt worden ſind, einzubehalten. Dahero dem Rent⸗ meiſter, weil er hier das Mittel zur Zahlung in die Hand bekommt, durchaus keine Strafpoſten in der Liquidation zu paſſiren ſind. §. 584. Keine Diaͤten, wenn ſie auch gleich vom Kollegio ſelbſt an die Salzkaſſe decretirt waͤren, doͤrfen in der Ausgabe paſſirt werden, wenn ſie nicht vom Oberaufſeher, der die beſte Nachricht davon ha⸗ ben kann, weil keiner, ohne bei ihm Anfrage zu thun, abweſend ſein darf, atteſtirt worden. a8 n ihten a As Zun (5aas t 2 beim 0 5 Nent⸗ nd 84 umt n 1 g Rſtmn iſſ Von der Adminiſtration eines Satzwerks 709 5. 585. Des Oberaufſehers Amt erſtreckt ſi h aufs Ganze. Er iſt der Vorfitzer beim Salzamt und der Richter auf dem Salzwerk, welchem vorzuͤglich eine gewiſſe Diſpoſition Strafen und Belohnun⸗ gen auszuteilen uͤberlaſſen werden muß. Er muß wiſſen und ver⸗ ordnen, wann die Gradirung und Siedung angefangen und been⸗ digt werden ſollen. Ohne ſein Vorwiſſen darf kein einziger Bediente auf dem Werk etwas Wichtiges verfuͤgen. Fuͤr die noͤtige Feuerung hat er die dienliche Vorkehrungen im Ganzen zu treffen, daß daran kein Mangel erſcheine. Ihm liegt es ob, ſaͤmtliche Salzwerksoffi⸗ cianten, vom Oberſten bis zum Uinterſten, anzuhalten, daß ſie ihre Inſtructionen genau befolgen. Daher er wenigſtens des Tags ein⸗ mal das ganze Salzwerk begehen, Gradir⸗ und Siedhaͤuſer und die Salzmagazine viſitiren, wie auch zuweilen Maas und Gewicht un⸗ terſuchen muß. Fuͤr die Ausbreitung des Salzverkaufs hat er vor⸗ zuͤglich zu ſorgen, und alle Salzamtsverichte an das Finanzeolle⸗ gium hat er zu entwerfen. Er muß beſonders genau darauf halten, daß die Einnahme Siedſoole(§. 549.) ſowohl als die Ausgabe (§. 5§2.) ihm alle Monate richtig behaͤndiget werde, die er ſodann genau durchgehen, mit ſeinem Bericht begleiten, und an ſein vor⸗ geſetztes Landescollegium nebſt einem monatlichen Rechnungsextract, den ihm der Rentmeiſter beim Schluß jeden M Momals behändigen muß, einſchicken ſoll. §. 586. Dieſer monatliche Rechnungsextract, welchen der Rentmeiſter— dem Oberaufſeher zur Durchſicht und weiterer Einſendung liefern nI. Theil. Tir muß, 510 Vriierter Abſchnitt. muß, hat ebendas Verhaͤltnis, wie die Jahresrechnung. Die Ein⸗ nahme und Ausgabe von Salz, Aſche und Pfannenſtein kann der Nentmeiſter aus ſeiner Wochenrechnung extrahiren wie die Beilage unten ausweiſt. Hingegen die Einnahme und Ausgabe von Holz und Fuͤtterung muͤſſen ihm der Holzſchreiber und Geſchirrmeiſter monatlich erſtatten. Jene muß der Oberaufſeher mit den Origi⸗ nalen collationiren und durch ſeine Unterſchrift beglaubigen. Die extrahirte Einnahme und Ausgabe Geldes muß der Oberaufſeher ebenfalls mit des Rentmeiſters Manualen und Quittungen verglei⸗ chen, und wenn er es richtig gefunden, mit ſeiner Unterſchrift be⸗ glaubigen, und alles zuſammen einſchicken. b §. 587. Wenn der ordentliche Referent in Salzwerksſachen be bei einem Finanzcollegio auf die genaue Beobachtung dieſer Einrichtung ſie⸗ het, ſo ſehe ich nicht ein, wie es moͤglich iſt, daß nur eine Ver⸗ nachlaͤſſigung, ich geſchweige, eine Veruntreuung, vorgehen koͤnne. Denn es werden auf dieſe Art alle Einnahmen und alle Ausgaben controllirt, und wenn nur ein Einziger von den Bedienten ein red⸗ liches Herz hat, ſo koͤnnen die uͤbrigen, ohne in kurzen entdeckt zu werden, nicht betruͤgen, zumal wenn vorausgeſetzt wird, daß der Referent eine Localkenntnis von dem Werk ſelbſt hat. §H. 588. Damit es nicht als etwas uͤberfluͤſſiges ſcheinen moͤge, daß ich ſogar die e Einnahme und Ausgabe Siedſoole(§. 549. und 552.) controlli⸗ Bhuai eln u reͤ⸗ Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 511 controlliren laſſe, ſo muß ich bemerken, daß dieſe Controllen wie⸗ der eine Controlle fuͤr die Einnahme an Salz ausmachen. Denn da ſich aus dem, was ich oben im 3ten Kap. des erſten Abſchnitts vorgetragen habe, aus jeder Soole leicht ohngefaͤhr berechnen laͤſſet, wieviel Salz aus einer gegebenen Menge Soole erhalten werden kann, ſo iſt man aus dieſer Siedſoolen Controlle und dem Extraet der Salz⸗Einnahme leicht im Stand zu berechnen, wieviel Salz haͤtte eingehen koͤnnen, und ob es richtig bei der Siederei und bei der Einahme des Salzes hergegangen iſt. §. 589. Ich habe mich in dem Bisherigen oft auf das Galhamt und die Abrechnung bezogen. Es iſt daher noͤtig, daß ich mich deshalb naͤher erklaͤre. Es iſt auf einem Salzwerk, es mag groß oder klein ſein, notwendig, daß woͤchenilich drei beſondere oͤffentliche Taͤge angeſetzt werden, an denen verſchiedene Gegenſtaͤnde aneinander geſetzt werden, ſollte auch jede Verſammlung nur eine Stunde dauern. Der erſte iſt ein Gerichts und Berathſchlagungstag oder der eigentliche Salzamtstag; der zweite der Abrechnungo tag, der dritte der Lohnungstag. §. 590. Die Abſicht des Salzamtstags iſt zweifach, erſtlich uͤber die Verbrechen und Streitigkeiten zu urtheilen, und fuͤrs andere uͤber das Wohl des Salzwerks Rath zu halten. Das erſte ſetzt eine Juris⸗ diction voraus, und ich kann hierbei nicht bergen, daß ich des Da⸗ kürbaltens bin, daß ein jedes Salzwerk billig ſeine eigene Juris⸗ Ttr 2 diction 512 215 Vierter aöſchnite diction haben muͤſſe. Ich abſtrahire dermalen ganz von denen Salz⸗ b werken, welche dieſe ihre Gerechtſame von Ulhralters her hergebracht haben, ſondern beziehe mich nur auf allgemeine Ulmſtaͤnde, welche die eigene Jurisdiction nothwendig machen. Denn fuͤrs erſte ſind die viele beſondere Vorfaͤlle und Vergehungen auf Salzwerken mei⸗ ſtens ſo beſchaffen, daß ſie auf das Wiſſenſchaftliche einen Bezug haben, und nicht wohl vollkommen nach ihrer jedesmaligen Mora⸗ ktaͤt von Jemand anders, als von einem Salzwerksverſtaͤndigen beurtheilt werden koͤnnen, fuͤrs andere wuͤrde das ius Strictum oͤf⸗ ters denen politiſchen und cameraliſchen Umſtaͤnden des Werks zu⸗ wider ſein, welches dann von einem fremden Richter, der keine Kenntniſſe von Salzwerksſachen hat, nicht beobachtet werden wuͤrde. 3. B. es haͤtte ein Soͤder einen Dritten thaͤtlich injuriirt, der Rich⸗ ter citirte den Injurianten und wollte ihn wegen ſeines Vergehens ſogleich auf einige Zeit einſtecken laſſen. Dieſer Richter glaubt nach ſeiner Mein! ung ganz recht zu verfahren und mit ſeinem Spruch Rechtens auszulangen, wenn gleich die Herrſchaft um eine Pfanne voll Salz kaͤme. Hingegen wird der Salzwerksverſtaͤndige Richter ganz anders zu Werk gehen; er wird zuerſt den Sodenmeiſter vor⸗ fordern und ihn befragen„ob der Soͤder ſeine Pfanne im Kochen oder im Soggen ſtehen habe; im erſten Fall wird er ihn gar nicht einmal vorladen laſſen, weil er weiß, daß kein Soͤder ohne Nach⸗ theil des herrſchaftl ichen, Intereſſe zu dieſer Zeit von der Pfanne ge⸗ hen kann, ſondern er wird erſt die Soggezeit abwarten, und dan⸗ noch ehe er ihn einſtecken laͤßt, ſich zuvor um einen andern taug⸗ 1 hichen Arbeiter umthun⸗„ der ſeine Stelle lalange zu verſehen im Stand ͤ= n— rnuͤrde. MRich⸗ ehens laubt 19 pruch n fanne gs ichter ed vor⸗ n ochen nyicht in Nrach⸗ f un ge⸗ un ¹ Ki⸗ en uF ſet mm nd Von der Adminiſtration eines Salzwerke. 513 Stand iſt. Endlich ſo iſt bekannt, woher es komme weiß ich nicht, daß die Salzwerke ſamt ihren Bedienten meiſtens von andern Beamten beneidet werden, die ſich dann ein Vergnuͤgen daraus ma⸗ chen, wann ein Rad in der Uhr geſtoͤhret wird. Daher es dann ſehr rathſam iſt, daß einem Salzwerk eine eigene Jurisdiction von ſeinem Landesherrn ertheilt wird. Iſt nundieſes, ſo muß ein⸗ fuͤr allemal ein gewiſſer Tag in der Woche beſtimmt werden, da der⸗ gleichen Streitigkeiten und Verbrechen vorgenommen und gerichtet werden. An diefem Tag muͤſſen auch alle in Geldbuſe verfallene Straffaͤllige, nachdem ſolche in das Strafamtsprotocoll eingetragen worden, vom Rentmeiſter auf einen beſondern Bogen notirt, und ſolcher von dem Oberaufſeher und Baumeiſter atteſtirt werden(§. 583.) damit dieſer Zetttel dem Rentmeiſter einen guͤltigen Rech⸗ nungsbeleg zur Einnahme gebe. b§. 591. An ebendieſem Tag muß ein Jeder von den Oberbedienten das, was er in der vergangenen Woche zum Beſten des Salzwerks be⸗ merkt hat, zur gemeinſchaftlichen leberlegung vortragen, es muͤſſen faͤmtliche Brunnenſoolen gewogen werden, und uͤber alles vorge⸗ gangene wird ein Protocoll vom Rentmeiſter gefuͤhrt. Zu einem ſolchen Tag kann aus denen nachfolgenden Urſachen, ein jeder Tag in der Woche, ausgenommen der Montag und der Sonnabend, ge⸗ waͤhlt werden⸗ §. 592. b Der Abrechnungstag iſt derjenige, an welchem die Ein⸗ nahme an Geld und Ausgabe an Salz und Pfannenſtein von der Ttt 3 vorher⸗ 514 Vriäerter Abſchnitt. vorhergehenden Woche in eine ungezweifelte Rlchtigkeit geſetzt wer⸗ 1 den.(*) Die Abrechnung muß unter dem Vorſitz des Oberaufſe⸗ J bers zwiſchen dem Rentmeiſter, Salzſchreiber, Gegenſchreiber und Holzſchreiber geſchehen, und weil ſolche die Einnahme und Ausgabe von voriger Woche betrift„ſo iſt der Montag der ſchicklichſte Tag 1 bierzu. Der Salzſchreiber muß an dieſem Tag ſein Manual(§. 8 568.) und der Gegenſchreiber ebenfalls ſein Manual nebſt denen er⸗ haltenen Zetteln(§. 555.) mitbringen. Der Holzſchreiber kann, be⸗ G ſonders wo der Holztauſch ſtark gehet, kein Manual halten, wo er ſeine Holztauſchzettel eintraͤgt, weil er ſolche meiſtens unter freiem 9 Hiimmel austheilen muß, daher die von ihm ausgegebene Holzzet⸗ 6 tel erſt mit dem vidit des Salzſchreibers„ der ſie nur in ſein Ma⸗ E nual eintraͤgt bezeichnet ſein muͤſſen(§. 566.) Der Holzſchreiber 3 muß aber doch bei der Abrechnung erſcheinen, um ſeine Hand in denen Zetteln anzuerkennen. Alsdann werden die Manualen des Salzſchreibers und Gegenſchreibers collationirt, und wo ſich ein de Anſtand findet, muͤſſen die kleine gedruckte Zettel zur Entſchei⸗ ſen dung dienen. Wann alles richtig befunden worden, macht der n Salzſchreiber einen beſondern Extract von der geſchehenen Ausgabe m an verkauftem Salz, wieder einen beſondern Ertract von der Aus⸗ d gabe Aſche, und noch einen dritten von der Ausgabe an Pfannen⸗ be ſtein, die er dann alle drei nebſt dem Gegenſchreiber unterſchreibt. ſ b b Ueber nm (-) Die uͤbrigen Einnahmen und Ausgaben brauchen nach dieſer Einrichtung keine Ab⸗; b Te nuuag, ſondern der Rentmeiſter erhaͤlt die weitere Belege von den Unterbe⸗. 4 1 ener kt⸗ nbe⸗ n wen niem 1 olgatt M S kxeida t udn (dn des 1h en 1 uſſchei⸗ mnt der r& sgabe 1 86 Aus⸗ aduen⸗ te peibt — ng a dn he⸗ Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 315 Ueber die Ausgabe Salz fuͤr Tauſchholz wird des Gegenſchreihers Manual mit dem Manual des Salzſchreibers ebenfalls verglichen und noöͤtigen Falls gegen die Holzzettel gehalten, alsdann daraus wie vorhin ein Extract gemacht, und ſolcher vom Gegenſchreiber und Holzſchreiber unterſchrieben. Saͤmtliche Extracte dienen dem Rentmeiſter zu ſeinen Rechnungsbelegen(§. 573.) lleber die von dem Salzſchreiber gelieferte Gelder quittirt ihn der Rentmeiſter in ſeinem Manual(§. 568.) wogegen der Salzſchreiber dem Rent⸗ meiſter die etwa ſchon erhaltene Interimsquittungen zuruͤckgiebt. Die gedruckte Zettel aber werden zuſammen gebunden, und in die Salzwerksregiſtratur verwahrt(*) ſo wie ſaͤmtliche Manualen am Ende jeden Jahres in derſel lben aufbehalten werden muͤſſen. §. 593. Daß zum Aueloßnungstan der letzte Tag in der Woche der ſchicklichſte ſei, wird wohl ein Jeder begreifen. Wie es an die⸗ ſem Tag mit der Auslohnung zu halten ſei, iſt bereits§. 582. ge⸗ zeigt worden. Nur bemerke ich hierbei noch, daß da man nicht wiſſen kann, ob die Unterbediente das erhaltene Geld wirklich an die Arbeiter ausgezahlt haben, denen Arbeitern ein⸗ fuͤr allemal bekannt gemacht werden muͤſſe, daß wer ſeinen Lohn nicht zu Ende jeder Woche von ſeinem naͤchſten Vorgeſetzten bekommen habe, ſich den folgenden Montag bei dem Rentmeiſter zu melden habe, ſo bald er aber dieſen 8„es ſei nun, baß er ſein Geld gar: nicht oder zum ————— ) Weil ſich dieſe Zettel haͤufen, koͤnnen ſie, da ſie nach abgeboͤrter Salzwerksrech⸗ nung zu nichts mehr dienlich ſind, alsdaun eaſſirt werden. ,1 ABierter Abſchnitt. zum Theil nicht empfangen habe verſtreichen laſſe, er weiter nicht gehoͤrt, ſondern mit ſeiner etwaigen Klage oder Beſchwerde abge⸗ wieſen werde. §. 594. Ich glaube, daß nach der bisher beſchriebenen Einrichtung das Rechnungsweſen auf einem Salzwerk ſo regulirt iſt, daß nicht nur die Rechnungen klar werden, ſondern auch aller Gefahr und Beſorgnis einer Veruntreuung vorgebeugt wird, beſonders wann ein Finanzeollegium noch die Verfuͤgung trift, daß es dem Rech⸗ nungsfuͤhrer nicht erlaubt, mehr als eine gewiſſe Summe Geldes, die zu denen laufenden Ausgaben hinreicht, zu behalten, ſondern ihm auferlegt, ſo bald als der Vorrath Geldes dieſe Summe uͤber⸗ ſteigt, den Ueberſchuß ſogleich einzuſchicken. Die am Ende dieſes Kapitels beigefuͤgte Rechnungsformulare werden meine bisherige Saͤtze noch mehr erlaͤutern. d. 595. Nachdem ich in dem bisherigen nur uͤberhaupt die Gegenſtaͤnde bei einem Salzwerk betrachtet habe, welche einer beſondern Ver⸗ waltung bedoͤrfen, ſo wird es nun noͤtig ſein, von der Anwendung meiner Saͤtze auf einen vorkommenden Fall, und von dem Perſoͤhn⸗ lichen der Dienerſchaft eines und das andere annoch vorzutragen. Es wuͤrde laͤcherlich ſein und wenig Einſicht verrathen, wenn man auf einem jeden Salzwerk alle die Ober⸗ und Unterofficianten in der Reihe, wie ich ſie angegeben habe, annehmen und jedes Amt mit einer beſondern Perſohn beſetzen wollte. So wenig als man einen einzigen von denſelben auf einem großen Salzwerk entbehren kann, ü dicht as abge⸗ wictung 8 F richt wihr und ** wann 2(C Rech⸗ edes, ſſondern ee uͤber⸗ enee dieſes herig 69 anſtaͤnde dn Vex⸗ unendung et erihn⸗ Wugen. „aa mu fi unien in 1 n Ant ig h nan mmiten wy, Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 517 kann, ſo uͤberfluͤſſig wuͤrden viele auf einem kleinen Salzwerk ſein. Der ordentliche Referent in einem Finanzceollegio muß die Einſichten haben, zu beurtheilen, ob ein jedes von den beſchriebenen Aemtern ſo weitlaͤuftig iſt, daß es eine beſondere Perſohn erfodere, und ob das Salzwerk eintraͤglich genug iſt, mehrere Diener zu halten. Beide Stuͤcke muͤſſen genau erwogen werden. Sind die Beſchaͤf⸗ tigungen fuͤr dieſes oder jenes Amt nicht groß, ſo muß das Kolle⸗ gium nach dem Vorſchlag des Referenten mehrere Aemter mit ein⸗ ander verbinden, und ſolche einer Perſohn uͤbertragen. Man hat aber Urſache, hierin vorſichtig zu Werk zu gehen, damit nicht zwei Aemter, welche ſich abſolut controlliren muͤſſen, von einer Perſohn verſehen werden. So koͤnnten z. B. auf einem kleinern Salzwerk die Stellen eines Oberaufſehers, Rentmeiſters und Salzſchreibers gar wohl von einer Perſon verſehen werden. Dem Baumeiſter kann des Gradirmeiſters, Sodenmeiſters und Deichmeiſters Amt mit aufgetragen werden; Er oder der erſte kann auch angewieſen werden, die Tauſchholzzertel abzugeben, und der Holzſchreiber kann alsdann zugleich Gegenſchreiber und Geſchirrmeiſter ſein, und der Kunſtmeiſter kann zugleich das beſondere Amt des Brunnenmeiſters, verſehen. Auf ſolche Art wuͤrde ein kleines Salzwerk nur zwei Ober⸗ bedienten und zwei nterbedienten haben, die ſich vollkommen in allen Stuͤcken controlliren koͤnnen, wann die Einrichtung darnach gemacht wird, wie der Hauptplan an Handen giebt. So ſehr ich ſonſten aus cameraliſchen Gruͤnden fuͤr die Einſchraͤnkung der Be⸗ dienungen beſorgt bin, ſo moͤgte ich doch auch bei dem kleinſten Salzwerk das ein Landesherr adminiſtriren laͤſſet, nicht wenigere II. Theil. Uun Die⸗ ——:—— 38 Vierter Abſchnitt. Diener, als die ehen benannte vier anſtellen. Es konnte zwar an und fuͤr ſich betrachtet ein Rentmeiſter, wenn er das Bauweſen verſteht, auch noch das Amt des Baumeiſters verſehen. Allein, es wuͤrde alsdann an der hinlaͤnglichen Controlle fehlen, der Rechner waͤre Hahn im Korb, und koͤnnte blos durch Nachlaͤſſigkeit, ich will nicht ſagen, durch Veruntreuung dem herrſchaftlichen Intereſſe weit mehr ſchaden, als die Beſoldung fuͤr einen Baumeiſter aus⸗ ausmachte. Hierzu kommt noch der Umſtand, daß in Krankheits⸗ faͤllen des Einen oder des Andern, dem Werk auch ohne Verſchul⸗ den des Dieners groſſer Nachtheil zuwachſen koͤnnte, weil ihrer zu wenige ſind, als daß in ſolchen Nothfaͤllen einer fuͤr den andern vicariiren koͤnnte. Es koͤnnen ohnmoͤglich alle einzele Einrichtun⸗ gen, wie ſie auf jedes Werk paſſen, genau beſtimmt werden, da— her habe ich in dem bisherigen nur das Generelle und Weſentliche, worauf es ankommt, gezeigt; ein Sachverſtaͤndiger Referent muß in einem vorkommenden Fall ſelbſt am beſten zu urtheilen wiſſen, was der Sache angemeſſen iſt. f. 396. Was das Perſoͤhnliche der Dienerſchaft anbelangt, ſo be⸗ haupte ich mit gutem Grund, daß zu dergleichen Stellen die aus⸗ geſuchteſten Leute genommen werden muͤſſen. Sie muͤſſen ſowohl nach ihrem moraliſchen Character, als nach ihrer Faͤhigkeit wohl gepruͤft worden ſein, ehe ſich ein Kollegium entſchlieſen darf, dieſes oder enes Amt Einem anzuvertrauen. In einem Kollegio, wel⸗ ax an luwſen lein, es chner Rat, ih winteriſe vur auis⸗ . ſchts⸗ erſchu⸗ hrer zn 2 andern Trichtun den, de⸗ entlih unt muſ ₰ wiſe 5 be le d ne aus⸗ ſi d'wohl ig wohl an ieſes „Wie, wel⸗ oder Muͤhlarzt ſein muß. Von der Adminiſtration rines Salzwerks. 519 welches aus mehrern Perſonen beſtehet, kann eher ein ſchlechtes Sabject mitunterlaufen, weil es mit andern rechtſchaffenen Maͤn⸗ nern umgeben iſt, welche ſeinen Schlechtigkeiten Grenzen ſetzen, und Einhalt thun können. Allein auf einem Salzwerk, wo jeder ſein angemeſſenes Amt hat, und wo die lebloſe Kreatur, wann ſie uͤbel behandelt wird, nicht klagen kann, iſt es anders beſchaffen. Bei allen Vorſichtigkeiten kann eine boshafte nnd ſchlechtdenkende Seele viel Unheil anrichten, und ein dummes Geſchoͤpf wird bei aller ſei⸗ ner Redlichkeit mit ſeiner Finſternis dem herrſchaftlichen Intereſſe ſchaden koͤnnen, ſollte auch der Schaden nur in einem unergriffenen Vortheil beſtehen. §. 597. Ich, meines Orts, wuͤrde daher zu einem Salzwerksoffician⸗ ten allezeit einen Mann fodern, von erprobter Redlichkeit, der fuͤr ſich ein guter Haushaͤlter, jedoch vom Geitz entfernt und ein faͤhi⸗ ger Kopf iſt. Der Oberaufſeher, er begleite nun dieſes Amt allein oder ſeie zugleich Rechner, muß auſſerdem eine vollkommene mit Mathematik verbundene Kenntnis von Salzwerksſachen bis in das innerſte haben„ und die Rechtsgelehrſamkeit muß, wann das Salzwerk die Jurisdiction hat, ihm nicht fremd ſein. Der Bau⸗ meiſter muß nicht blos den Namen fuͤhren, ſondern ein gelernter Baumeiſter ſein, ſo wie der Kunſtmeiſter ein gelernter Ziummercann §. 598. Freilich ſind dergleichen Subjecte, welche dieſe erforberliche Eigenſchaften veſitzen, nicht ſo haͤufig zu finden. Sie wuͤrden aber Uun 2 b doch 8 z5zꝛo Viierter Abſchnitt. doch nicht ſo rar ſein, wenn ſie mehr geſucht und dergleichen Stel⸗ len weniger nach Paſſionen beſetzt wuͤrden. Billig ſollte ein Landes⸗ herr oder deſſen untergeordnetes Landeskollegium bei Beſetzung die⸗ ſer Aemter mehr als jemals von Leidenſchaften entfernt ſein, und nur blos auf das Amt ſehen, welches dieſen oder jenen Mann fordert. Es wuͤrde gewiß manches Salzwerk durch dieſen Zwang, den man ſich anthaͤte, eintraͤglicher geworden ſein. 2 . 509. Es iſt faſt eine unmittelbare Folge hieraus, daß dergleichen Leute, welche eben wegen der erwaͤhnten Eigenſchaften ſeltener zu haben ſind, wohl beſoldet werden muͤſſen. Die natuͤrliche Billig⸗ keit erfodert es nicht nur, ſondern anch die Politik. Es iſt nicht zu laͤugnen, daß die hinreichende Lebſucht einen ehrlichen Mann in ſeinem Dienſt aufmuntert, und daß im Gegenteil die Nahrungs⸗ ſorge einen rechtſchaffenen Mann niederſchlaͤgt„ und wohl endlich gar in Verzweiflung bringt und zu Ausſchweifungen verleitet, deren er an und fuͤr ſich nicht faͤhig geweſen waͤre. Derjenige muͤſte we⸗ nige Erfahrung und wenige Beurtheilungskraft beſitzen, welcher nicht einſieht, was fuͤr einen nachteiligen Einfluß die Nahrungs⸗ ſorge eines Dieners auf ſeine Amtsverwaltung ſelbſt hat; die Zeit, welche er auf die herrſchaftliche Geſchaͤfte wenden koͤnnte und ſollte, bringt er mit der aͤngſtlichen Bekuͤmmernis zu, wie er aus ſeinem Elend komme; ſein gevruckter Getſt kann ſich nicht erheben, um nuͤtzliche Betrachtungen uͤber die in ſein Amt einſchlagenden Sachen anzuſtellen; kurs er thut ſein Amt nur noch mechaniſch, im uͤbrigen iſt mfordert. 3s Anwan G liihen au 8 Bilg⸗ Siſt nich nn u —hrunge * endiit 1 ck, dern n ͤſte ue n welhe hrunge 1ee Fei 18 ſollte, b unſeinem 1, um nmsachen m'rigen Von der Adminiſtration eines Salzwerks. zar iſt er todt. Das iſt dann ein ſchoͤner cameraliſcher Vorteil, den man dem Landesherrn gemacht hat! Ein Anderer hat vielleicht noch von ſeinem eigenen Vermoͤgen zuzuſetzen, die Nahrungsſorge druͤckt ihn alſo eben nicht, aber er ſiehet ſich in der Stille nach andern Be⸗ dienungen um, die ihm ſein Auskommen verſchaffen, ohne daß er ſein Vermoͤgen dabei einbuͤſen muß. Ein ſolcher Mann hat end⸗ lich ſeinen Zweck erreicht und fodert ſeinen Abſchied. Abermals ein wichtiger Vorteil fuͤr deu Fiſcus! um einige 100. Thaler zu erſpa⸗ ren, wird ein Mann entlaſſen, dem das Salzwerk vollkommen be⸗ kannt iſt, der rechtſchaffen, der redlich iſt, und Faͤhigkeiten hat; ein neuer muß an deſſen Stelle geſetzt werden; ob man es mit dem neuen ebenſo treffen werde, iſt ungewiß; hingegen gewiß, daß die⸗ ſer neue erſt lernen und der Landesherr das Lehrgeld dazu bezahlen muß. §. 600. Meine Meinung iſt daher dieſe: man gebe dergleichen Be⸗ dienten eine ſolche Beſoldung, von welcher ſie nicht nur ſtandesmaͤ⸗ ſig leben, ſondern auch noch bei einer guten Oekonomie einen Roth⸗ pfennig entuͤbrigen koͤnnen. Es werden dadurch nicht nur alle Gele⸗ genheiten zu Ausſchweifungen und zur Vernachlaͤſſigung 2 Dien⸗ ſtes vermieden, ſondern man verſichert ſich auch dadurch eines treuen Dieners, der dem Landesherrn wieder einen rechtſchaffenen Diener anziehen kann.“ b§. 60. Ddie Regulirung der Beſoldung ſelbſt muß aber auch mit Vor⸗ ſicht geſchehen. Wuͤrde dieſelbe blos in Geld geſetzt, ſo wuͤrde zu Uuu 3 der 52² Vierter Abſchnitt. der Zeit, da eine Fruchttheuerung entſteht, der Bediente oft bei einer guten Beſoldung ſchlecht geſetzt ſein. Es iſt daher billig, daß um ein Verhaͤltnis fuͤr alle Zeiten zu behalten, und nicht immer ei⸗ ne Veraͤnderung mit Beſoldungen vorzunehmen, dem Diener ein Theil derſelben in Fruchtnaturalien, die ihm um einen unveraͤnder⸗ lichen maͤſigen Preis angerechnet werden, zugetheilt werde. Alles, was der Menſch noͤtig hat und die Beſorgnis einer Veruntreuung erwecken koͤnnte, wird einem ſolchen Bedienten ebenfalls weislich, ſoviel er etwa in ſeiner Haushaltung bedarf, als ein Beſoldungs⸗ ſtuͤck angewieſen. Dahin gehoͤrt Salz und Holz. Beides kann Niemand entbehren, man thut daher wohl, wenn man einem Je⸗ den nach Verhaͤltnis ein Gewiſſes nach einem maͤſigen Anſchlag zu⸗ theilet, damit, weil beide Stuͤcke auf einem Salzwerk angreifliche Waaren ſind, auch ſogar der Gelegenheit, einen boͤſen Gedanken darnach zu faſſen, vorgebeugt werde. Hingegen muß auf der an⸗ andern Seite wieder verordnet werden, daß kein Bedienter bei ſchwe⸗ rer Ahndung die beide letztere Stuͤcke, wenn er etwa davon etwas entuͤbrigen kann, nicht anders wohin, als dem Salzwerk wieder kaͤuflich um einen beſtimmten Preis uͤberlaſſe, damit unter dem Vor⸗ wand, ſein entbehrliches Beſoldungsholz oder Salz zu verkaufen, nicht etwas vom herrſchaftlichen Haufen verſchleppt werden moͤge. §. 602. Keine Art von Accidentien muͤſſen denen Salzwerksoffician⸗ ten geſtattet werden, es waͤre dann, daß ſolche auf keinerlei Weiſe dem herrſchaftlichen Intereſſe nachreilig ſein, und dabei die Be⸗ diente zum Fleis aufmuntern koͤnnten. Auf manchen Salzwerken iſt bei 1 daß nr ei⸗ in ein 3 der. ung DS üch, 19s D ann 1 Je 1 zu⸗ A liche Znken iſt es uͤblich, daß die Aſche und der Salz⸗oder Pfannenſtein ei⸗ nem oder mehrern Salzwerksofficianten als ein Accidenz gelaſſen werden. Dieſes iſt aber, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, ein Zufluß, der fuͤr das Beſte des Werks hoͤchſt nachteilig ſein kann. Ich fande bei einem gewiſſen Salzwerk, deſſen Uinterſuchung mir anvertraut wurde, ebenfalls, daß die Aſche und Pfannenſtein dem Aufſeher als ein Accidenz angewieſen war. Was that der Aufſeher, um dieſes Accidenz betraͤchtlich zu machen? Er lies lauter g bis 10 loͤtige Soole verſieden, da er ſolche gar fuͤglich wie ich nachgehends die Probe ſelbſt machte, zu 14 bis 16 und mehr Loth haͤtte gra⸗ diren koͤnnen. Zu jener geringeren Soole brauchte er aber mehr Holz und er bekam dadurch mehr Aſche. Die Pfannen lies er un⸗ ter dem Vorwand, dem Herrn keine Unkoſten zu machen, ſehr alt werden, und lies ſie ewig flicken, da konnte es nun nicht anders kom⸗ men, als daß bei jeder Pfanne voll Salz ein ziemlicher Theil Salz durchtroͤpfelte und ihm brav Salzſteine erzeugte. Hierdurch machte ſich der Aufſeher einen anſehnlichen Gewinſt, der Herrſchaft aber einen ſehr betraͤchtlichen Verluſt, wie leicht zu erachten iſt. Derglei⸗ chen Nebenvorteile muͤſſen alſo ganz und gar nicht geſtattet, ſondern dieſe Abfaͤlle der Herrſchaft verrechnet werden. Dahingegen werden mit mehrerem Vorteil andere Accidentien zugelaſſen. Dahin ge⸗ hoͤret z. B. das ſogenannte Wieg⸗oder Meßgeld. Faſt auf allen Salzwerken iſt es eingefuͤhrt, daß die Kaͤufer denen Moͤttern oder Wiegern vom Achteloder Scheffel etwas gewiſſes zahlen. So habe ich auf einem gewiſſen Salzwerk eingefuͤhrt, daß der Kaͤufer auſſer dem Kaufpreis annoch fuͤr jedes Achtel Salz 8 kr. Meßgeld alſo fuͤr jede Meſte d. i. von ohngefaͤhr 32 15 einen Kreuzer bezahle. Dieſes Meßgeld kann nun unter die Dienerſchaft verteilet, oder auch wo es betraͤchtlich wird, zugleich die Salzmoͤtter davon bezahlt werden. Hieraus kann kein Nachteil fuͤr den Fiſcus enwachſen. Je mehr Salz ausgemeſſen wird, deſto groͤſſer wird das Accidenz fuͤr die Officianten, mit dieſem waͤchſt aber auch zugleich der groͤſſere Debit, folglich der Vorteil des Herrn, und ſaͤmtliche daran Theil habende Diener Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 523 4 3 1 4 3 5²4 Vierter Abſchnitt. Diener werden ſich beeifern, alles anzuwenden, daß bray Salz ge⸗ macht und verkauft wede. b Unter die Mittel, die Veruntreuungen zu verhuͤten, rechnet man gemeiniglich auch die Beeidigung. Auf manchen Salzwerken treibt man dieſe Vorſicht ſoweit, daß man ſogar die Knappſchaft beeidiget. Ich muß aber bekennen, daß ich nicht nur nichts darauf halte, ſondern daß mir auch noch ein Grauen ankommt, wann ich daran denke, wie leichtſinnig meiſtentheils die Eide zugemuthet und abgeſchworen wer⸗ den. Bei einem ehrlichen Mann iſt der Eid ganz uͤberfluͤſſig, und ein uͤberfluͤſſiger Eid iſt ſuͤndlich und kann keinen Seegen bringen. Ein leichtſinniger Menſch aber ſchwoͤrt auf Verlangen zehen Eide in einer Stunde, und wenn das Eidſchwoͤren zu gemein wird, hat es hernach, wann es einmal darauf ankommt, keinen Eindruck mehr, ſondern es wird nur als eine Ceremonie angeſehen. Mir ſind noch aus meiner juriſtiſchen praxi ſoviele Faͤlle von leichtſinnig ge⸗ ſchwornen Eiden bekannt, daß ich es mit Recht als eine unuͤberlegte Handlung von einem Oberaufſeher auf einem Salzwerk anſehe, wann er die Sodenarbeiter bei ihrer Annahme ihre kuͤnftige Treue beſchwoͤ⸗ ren laͤſſet. Eben ſo uͤberfluͤſſig wuͤrde der Eid fuͤr den Officiant ſein, wann ihm dadurch nicht zugleich Waffen von ſeinem dandesherrn in die Haͤnde gegeben wuͤrden, mit denen er ſich gegen unbillige Zu⸗ muthungen ſeiner Vorgeſetzten ſowohl als Anderer ſchuͤtzen koͤnnte. Denn das einzige Wort: ich habe Pflichten auf mir rettet ei⸗ nen ſchuͤchternen Menſchen oft von groͤſſern Verſuͤndigungen. In dieſem Betracht laſſe ich es gelten, daß die Ober⸗ und Unterbedien⸗ te auf einem Salzwerk den Eid der Treue in ihrem Amt ablegen. Formular 8 b Von der Adminiſtration eines Salzwerks 925 e Formulan zu— einer gahres— Rednung wie ſolche der Salz⸗Renthmeiſter zu fuͤhren hat. don Die Formulare derer Rechnungebelegen koͤnnen unter ehen denen in dieſer Rechnung angezeigten Nummern weiter unten nachgeſehen werden, wo ſie der Rechnung beigelegt ſind. Von jedem einzelen Poſten ein Formular zum Be⸗ leg bei zu ſetzen, habe fuͤr uͤberfluͤſſig gehalten, weil man leicht nach einem Formular mehrere von eben der Gattung nit⸗ 2et ei⸗ A ſelbſt machen kann. Eben ſo koͤnnen nach Beſchaffenheit Krimn⸗ des Salzwerks mehrere oder wenigere Rubriguen⸗ als Nen. b hier angegeben ſind, gemacht werden. ——— Vier 8,—). Weis Sali warz Salz Peil. Einnahme an Salz. Des Kalz Sch 5S33 o.—— Acht. Meſt. ſGeſc. Acht. Meſt. Geſch. Lat. Abſchluß vorjaͤhriger Rech⸗ nung blieb Vorrath— Dieſes Jahr ſind weiter gewirkt . woorden in N. Werken— Summa aller Einnahme Salzes Ausgabe an Salz. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. Weis Salz Acht. Meſt. Geſch 5 7 Schwarz Salz In dieſem Jahr a. an Salz: ver⸗ — kauft worden— wordeunu——— (Siehe§. 573. 592.) An Beſoldungs Salz. dem Oberaufſeher—— mir dem Rentmeiſter—— dem Baumeiſter—— u. ſo ſaͤmtl. Bedienten. Siehe§. 774. An verehrtem Salz—— Salz n. pro Cent.—— Siehe§. 571. 579. Summa—— Verglichen mit der Einahme Vor ertanſchtes Holz ubgegeben an Salz Abgang vom N. Achtel bleibt vorraͤthig—— Acht.Meſt. Geſch. Vierter Abſchnitt. Linnahme Brennhoßs kt. Asſchiuß Soageig Rechnung Suc Vorrathh—— Hierzu iſt aus denen N. Waldungen er⸗ kauft worden àt. Schein von denen Forſtbedienten und Lt. Holzſchreiberei Rechn pͤ.——— vid.§. 572. Ferner ſind vor Salz verkauft worden kt. Holzſchreiberei Rechnung pag. Folgende Bediente haben dem Salzwerk von ihrem erſparten Beſoldungsholz wieder gegen baare Zahlung zukommen laſſen Lt. Holzſchreiberei Rechn. pag. N. N.——-— N. N.——— Siehe§. Fo. Eichen 8 1 .. Claft C. F.— Summa— Von der Adminiſtration eines Salzwerks. V Lt. 1 Ausgabe Brenn⸗ ol 1 1 LMuchen. Eichen V No..— 19 In denen Siedhaͤuſern ſind dieſes Jahr 1—— 8 verbrannt worden Dr. Holzſchreiberei NRechnung pag.—— ſiehe§. 581. An Beſoldungsholz iſt abgegeben worden Lt. Holzſchreibereirechn. pag.—— An Holzabgang kommen dt. Halſchrei 4. bereirechn, pag. in Ausgabe— 1 Summa 8 ——— 1— Mit der Einnahme vverglichen bleibt * Vorrath———— 2 8 „ Lat. Vorjaͤhrigem Rechnungs⸗Abſchluß war 9- e 5 ei * ingenommen ter e — — Jahr iſt w * 3 th vorraͤ In dieſem 2 . 9 worden , Ausgabe an Aſche. — 9. In dieſem Jahr iſt an Aſche verkauft wor⸗ 1 den———— Siehe§. 580. 92.— Summa Mit der Einnahme verglichen bleibt vorraͤthig———— Siehe§. 551. ʃ 4— 4 2 △ — E — 4 ρ &☛̃ — — x — 232 ☛‿ A ⅔ 2. — ?t. vorjaͤhrigem Rechnungsabſchluß war ra Ne. b Von der Adminiſtration eines Salzwer 63.„ Alusgabe an Pfannenſtei worden— —— é— rath Siehe 6. 580. 592. Nic der Einnahme verglichen, bleiht Vor⸗ In dieſem Jahr iſt an Pfannenſtein verkauft — — Summa —— — — Veentet Abſchnitt. t. rin. el. n Beil. Einnahme⸗ an ütter fir⸗ Vieh. Acht. den heh. b An Zafer. b 2 . Nbſchlaß vorjuͤhriger Rechnung war Vor⸗ rath— Hunl ſind dieſes Jahr t S Quittung No.2 27 α gekommen— 3. 3— 8 8S An Heu. Beim Schluß vor ͤbeiger Rechnung war 2 Vlorrach— & Hierzu iſt dieſes Jahr k. Quitt. No. 1 n. gekommen———— . Summa b ⁵ An Grommet. 5. Beim vorjaͤhrigen Rechnungsabſchluß war . Vorrath— — Dazu iſt dieſes Fahr Lt.. Quittung Norr n. = weiter gekommen——— 95 Summa — An Stroh. Nacknfeid Gerſtenſtroh Haberſtroh 8 b Geb.[Kud. Geb. Fud.(Geb. 8 Kach Abſchluß vorjaͤhriger Rechnung war Vorrath— ☛ Hierzu iſt dieſes Jahr weiter er⸗ kauft worden Lt. Q. No. n. Summa Siehe§. 562. Lt. —————⸗—’x’— Bei. No. vunucpaaa⸗⸗ũ Dunlo ofln 2— b Ausgabee an Sutterung fuͤr das Vieh. An Zafer. 3 dieſem Jahr iſtvor— Pferde— Maul⸗— thiere ꝛc. verfuͤttert worden Von der Admi niſtration eines Selzwett 8 s3r . Verglichen mit der r Einnahme bleibt Ver rath An Beu. In dieſem Jahr iſt an in Jätterung aufge⸗ gangen Mit der Einnahme verglichen,. bleibt 411 vorraͤthig—— I L An Grommet. ſ Desgleichen iſt an Grommet dieſes Jes⸗ verfuͤttert worden— ö. Mit der Einnahme verglichen, bleibt Rockenſtroh enenans- Haberſtroh An Stroh. eeir Fud. Fud. ſer An Geſtroͤh iſt dieſes Jahr theils zum Fuͤttern, theils theils zum Streuen auf⸗ gegangen— ——— 1l 5 Mit der Einnahme verglichen bleibt vorraͤthig Siehe§. 581. Y yy 2 = E 5 5 5 Nes ſind ee pag 1. — 8* 9 iehen nun er verbl 1 o. vorjaͤhr zu Receß 3 ₰ 2 — 8 Latus per ſe 2 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 537 V Lt. Einnahme Geld vor verkauft und abge⸗ Beil.]. geben Dald, b fl. alb. pf. No. 1. . —— 4 a. pag. b Dieſr Nechnung ſinb dieſes 1 Jahr verkauft worden: 8 1. An weiſem Salz, b ue. Meſt Geſch. pr. Achtel. ——— 45Ifl. thucr—— ——— Abfl. 12 alb. thut—— ——== Aaffl. ſo kt. pag. vor Tauſchholz abgegeben worden, thut -——— àa5 fl. Beſold. Salz di. 1 p. eod.——— ——— à51fl. an verehrtem Salz &t. p. eod.—— ˖— 2. An ſchwarzem Salz. -——— a2fl. thut—— b Summa — 5368 ALiirtter Abſchnitt. Beil. Einnahme Geld vor verkaufte Aſche. 8 No.;. aiche Kt. pag. Dieſer Rechnung und dem da⸗ ſelbſt angefuͤhrten Rechnungsbeleg iſt in die⸗ em Jahr Acht. Meſt Geſch. Aſche à fl. per Achtel verkauft worden und kommen dafuͤr in Einnahme——— f. alb. pf. Latus per ſe ereee 3— 1=— b nenſtein. * Lk. g. Dieſer Rechnung und deſſen da⸗ ſelbſt angefuͤhrten Belegs ſind dieſes Jahr an Pfannenſtein verkauft worden: Acht. Meſt. Geſch. à eingenommen worden— Latus per ſe fl. per Acht. wofür Von der Adminiſtrtion eines Salzwerks. Einnabme Geld vor verkaufte pfam⸗ 7 539 alb. pf. — — — . kr. per 15. dt. ſters Baumei r- Ctner„ 1. blech à. und Pfannenblech. erloͤſet worden. Baumaterialenrechn. des n dieſem Jahr ſind vo Pag. S8 8 8 ☛ ‚ altes Pfannen 3 gt. Beil. No. Von der Adminiſtration eines Salzwerks.. Pei Einnahme Geld vor verkaufte Spaͤhne fl. ſalb. pf. — e der vom Baumeiſter aufgeſtellten Bau⸗ 1 material⸗Rechnung pag. ſind vorn. Karn eichene Spaͤhne à fl. p. Karn an Geld eingenommen woreen—— B Desgleichen vor m Karn tannene Spaͤh⸗— ne und vor eine Parthie Buchene dito Summa u. Theil. —— S = E „ — — „ ☛ 8 5 2 ½ 2 S 3 2 8 —— — ‿ — — 3 8 1 4* pf. b 7 — alb. b ℳ₰ ⸗ in * nd dieſes Jahr e * An Strafgeldern ſi gegangen 12. A. Von der Adminiſtration eines Salzwerrks.„43 11 ſas. Einnahmegeld insgemein. Geldes. nitt. nahmen 7 ie ller E ₰ in 82 Summa Summarum—— 10 G 0 . 8 1 5 1. Recapitulat et. Be 2 N 0. Von der Wminitratim eines Salzwerks. 545 Lt. Ausgabe Seld zur Koͤnigl.(Juͤrſtt. Alraͤfl.) Renthtanmee ſ. 4 pf. r.5 Quittung in der Rechnung ſind in die fem Jahr zur General⸗Caſſe velefere worden.———= . Latus per 3 Nota. Der Rechner bekommt zwar vor jedesmalige Geldlieferung vom Ober⸗ b einnehmer oder Generalcaſſirer eine Quittung, allein er wechſelt ſolche am Ende des Jahrs, wann er die Rechnung ablegt, gegen eine Haupt⸗ quittung aus, welche am beſten in die Rechnung ſelbſt vom Oberein⸗ nehmer geſetzt wird. Vierter Abſchniit. Ausgabegeld vor Beſoldungen. . Dem Oberaufſeher 8. Quittung—— Mir, dem Rechner, an baarem Geld— Mir desgleichen wegen Naturalien, welche ich aus der Rentherei N. gegen baare Be⸗ zahlung nach dem Cammertax aus der Salz⸗Caſſe empfangen, naͤmlich vor Acht.⸗Mſt.⸗Gſch.⸗Korn à⸗ fl.= fl.) ———— Gerſte à—= fl.* ———— Waiz. à—= fl.) ſodan—-—— Salz à5 fl. ſo eben fuͤr ſaͤmtl. Bediente pag. in Einnah⸗ me gebracht worden——— Summa u. f. f. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. · 4 —— Ausgabe Geld deneu Soͤdern. ſ. alb. pf. 14 8t. Soͤder⸗Lohnzettel vom nten May— n. dito vom mten May——— 38 :c. /c. /(.— Summa May— Vierter Abſchnitt. 41 Lt. Gradirer Lohnzettel vom nten dt, de vom mten May ᷣ A — S g 4 4282 8 2 2 683 2 5 — 8 —₰2 ☛̃ 8 38 8 Lt. Beil. N O. —————— — Von der Adminiſtration eines Sahwetts. und Windmüllern. . Ausgabe Geld denen Brunnenmeiſtern 4 3. alb. ꝛc.ꝛc. Lt. dohnzettel vom nten May—— 2e. do vou mten May——— 1c. Summa II. Theil. 549 pf. 550505 Vierter Abſchaitt. 1 kt. bwanadee Geld denen Salzmoͤttern und 1 ea d Beil. al ie er n. fl. alb. pf. No. Sal 59 8 .17 dt. Lohnzettel vom nten My—— ꝛc. ꝛc. ꝛc. 2 Summa Nota. Wo ſehr vieles Salz gemeſſen, oder S gewogen wird, daß das Meß⸗ oder Wieg⸗Geld betraͤchtlich, und die Moͤtter oder Wieger noch davon be⸗ quem bezahlt werden koͤnnen(§. 77.), da faͤllt dieſe Rubric weg. Der Ge⸗ genſchreiber verwahrt alsdann das Meßgeld nur in eine beſondere Buͤch⸗ ſe, wozu der Oberaufſeher und noch ein Oberbedienter, jeder einem beſon⸗ dern Schluͤſſel fuͤhren, und alle Mo⸗ aaate wird das Geld in Beiſein derer ſaͤmtl. Theilhaber vertheilt. Ausgabe Geld denen Stallknechten. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 551 fl. alb. pf. b — 18 ꝛc. ꝛc. t. Lohnzettel vom nten Jaͤnner—— t. do vom mien eiusdd.——— b Aaaa 2 8 fl. alb. pf. aͤrz Vierter Abſchnitt. 2* 8 8. 8 S ‿ Qά W 22 ☚ 0 2 8 „. ₰ 5 8 * 19(2t. Lohnzettel vom nten M n t. do vom nten April 2 eil. No. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 553 Ausgabe Geld 1— denen Auſeerdedelichen Taglbnern fl.. pf. — dt. Lohnzettl vom nten April 3 ꝛc. 3— Vierter Abſchnitt. 4 iſter desgleichen dem Renthmeiſter * ir 3 u. ſ. f. M S 8 2 E 8 21. 23. 24 .ᷣ 25. Ausgabe Geld tdeden Handwrerkgſeuren megen Dau⸗ und Acperirung derer herrſchaftl. Wohn⸗ haͤuſer von No. 1. bis n. Nr. 1. In des Oberaufſehers Hrn. N. iſt dieſes Jahr verwendet worden: dem Schreiner vor Dihlung eines Zimmers—— dem Maurer vor die neue Bewerfung des Hauſes———— Nr. 2. In dem Renthereihaus iſt vom Zimmer⸗ mann eine neue Schwelle untergezogen worden, demſelben an Arbeitslohn— Nr. 3. In des Baumeiſters Wohnung ꝛc V u. ſ. f. Siehe§. 582. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 8 5 1. Vierter Abſchnitt. b Ausgabe Geldd nen Svndwerksleuten wegen Bau⸗ und Keparirung derer Gradirhaͤuſer von No. 1. bis n. 1 — No. 1 Vor Verfertigung einiger Dornſtellagen dem Zimmerman——— -—— ——— Lt. Ausgabe Geld denen Handwerksleuten Beil! wegen Bau⸗ und Reparirung derer No. Siedhaͤuſer von No. 1. bis n. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. — 557 fl. Galb. pf. NWo. 1 n] Dem Maurer ꝛc.. No. 2. n Denm Maurer ꝛc. n Dem Schreiner ꝛc. u. ſ. f. wie bei der vorigen Rubric. V II. Theil. Vierter Abſchnitt. Ausgabe Geld denen Handwerksleuten wegen Bau⸗ und Reparirung derer No. 3 Brunnenhaͤuſer von No. 1. bis n. fl. alb. pf. 4 b u. ſ. f. No. I. In dieſem Brunnenhaus ſind an Koſten aͤaufgegangen: Dem Schreiner ꝛc. Dem Zimmermann ꝛc. 2 No. 2. Dem Zimmermann vor ꝛc. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 559 b Ausgabe Geld denen Handwerksleuten Beil. wegen Bau⸗ und Beparirung derer fl. alb. pf. V a. Windmuͤhlen und Kunſtraͤder ſamt 1 V Knunſtgeſtaͤnge. In der groſen Mindmuͤhle iſt folgendes re⸗ parirt worden: n Dem Zimmermann ꝛc.——— Das Kunſtrad am Deich hat einen neuen KRKranz bekommen wofuͤr an Arbeitslohn V n dem Muͤhlarzt bezahlt worden.—— u. ſ. f. 5 60 Lt. No. Beil. * Vierter Abſchnitt. Stuͤck Pferde, Maulthiere ꝛc. 4 Ausgabe Geld vor Fourage. fuͤr n. f 16. . alb. r A 2, 4 ſtehenden Fourage ſind dieſes Jahr Acht. das Acht. zu⸗ fl. bezahlt worden.— Desgleichen find fuͤr daſelbſt bemerkt n. Centner Heu à⸗ fl. per Centner bezahlt worden———— (Und vor n. Centner Grommat à fl. per Centner———— Ebenfalls iſt oben pag. in Einnahme ge⸗ oracht und dies Jahr eingekauft worden: 1) An Rockenſtroh ⸗ Fuder⸗ Gebund, wofuͤr Lt. Quit. à fl. per Fuder in Aus⸗ gabe kommen——— 2) An Gerſtenſtroh⸗ Fuder⸗Gebund, das Juder zu ⸗ fl.——— 3) An Haferſtroh ⸗ Fuder ⸗ Gebund, das Fuder zu⸗ ſt.——— Vermoͤge der oben pag. in Einnahme Meſt. Geſch. Hafer eingekauft und dafuͤr — 14 Summa — aat. V Ausgabe Geld N vor erkauft⸗ Pferde, Maulthiere nc. Von der apminitkation eines Salzwerks. lr. — alb. V 561 pf. A. Bllegender Ratification von hochloͤbl. Cammer iſt vor einen braunen Wallach n. auf das Salzwerk Lt. Quittung dem X. bezahlt worden——— m. desgleichen fuͤr ein Maulthier—— Summa Vierter Abſchnitt Au pf. V fl. alb. r. „ ir Geld nd Geſch n i vor Sch 8 2 22 4 2 2— — 8 O E B G◻ 8 Nota. Die zuittungen hieruͤber muͤſſen vom Geſchirrmeiſter atteſtiret ſein. n. 1 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. Ausgabe Geled vor erkauftes Brennholz. f. 563 alb. pf. 3 der zukommen laſſen, das Clafter nach der 4 ét. der Wen pag. beſchienenen Holzein⸗ b dieſes Lt. Q. mit——— bezahlt wordmͤ. I Lt. pag. haben nachfolgende Bediente Ich, der Renthmeiſter„— Claft. Buchenh. der Baumeiſter—— Claft. Buchenh. Ferner kommen hier in Ausgabe die oben nahme ſind dieſes Jahr an Buchenholz— b Clafter und an Eichenholz—— Clafter erkauft, und jenes Lt. Q. mit——B von ihrem uͤbrigen Holz dem Salzwerk wie⸗ 3 Verordnung zu— fl. ——— Eichenh. ——— Eichenh. ꝛc. pag. in Geldeinnahme ſtehende Achtel Salz, ſo vor Holz abgegeben worden à— b 1 Summa Vierter Abſchnitt. Ausgabegeld vor Dornwellen zu hauen und zu binden. Lt. des Baumeiſters Materialienrechnung ſind dieſes Jahr n. tauſend Stuͤck Dorn⸗ wellen auf das Salzwerk geliefert, und dafuͤr bezahlt worden an Hauer⸗und Bin⸗ derlohn à alb. per—— Summa * Lt Be N fI. 1 . Aus gabegeld vor Fuhrlohn. fl. ſalb. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 563 rf. — V 11. Theil. vor die oben in Einnahme ſtehende erkaufte n. Elafter Holz, ſo der Gemeinde N. herbeizufahren veraccordirt worden à 0. fl. P. Elafter, iſt ausbezahlt worden— „A— Ausgabegeld insgemein.. 4 2 ⸗ Die oben pag. in Einnahme geſetzte — fl. vor— Acht. verehrt Salz koͤnnen hier wieder in Ausgabe gebracht werden Summa Nota. Wann dieſe Rubrie ganz vermie⸗ den werden kann, ſo iſt es beſſer, lieber ein paar Rubriquen mehr zu machen. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. Material⸗Rechnung — uͤber Ausgabe Geld b b vor Baumaterialien Nota. Dieſe ganze Rechnung, wird durch des Baumeiſters Materialrechnung controllirt; dieſe dient demnach durch⸗ gehends als eine Beilage zu jener. Vierter Abſchnitt.— 3 den—— worden—— — — 3 7 Ausgabe Geld b Beil vor Tannen⸗Bauholz. No.— n.[Lt. Specification und Quittung wie auch?t. b b Baumaterialrechnung des Baumeiſters “ pag. ſind dieſes Jahr zum Salzwerks⸗ bauweſen geliefert und dafuͤr bezahlt wor⸗ — * n. Lt. do ſind weiter geliefert und dafuͤr bezahlt — Summa Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 569 Ausgabe Geld vor Eichen Bauholz Vfl. alb. pf. Iſt an den Oberfoͤrſter N. vor—— Cub. Schuh Eichen Holz à— kr. p Schuh bezahlt worden———— ec. Vierter Abſchnitt. Ausgabe Geld vor Bohlen und Diehle Vermoͤge der Baumaterialrechnung des Bau⸗ meiſters und anliegender Specificationen ſind dieſes Jahr an Bohlen und Dihlen auf das Salzwerk geliefert und dafuͤr be⸗ zahlt worden Lt. Q. vom dt. do vom — Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 5 71 Auadahe Gad or Schuden 1 ſaant —— 3— 8t. dd ſind an Schindeln... Stuͤck geliefert, und dafuͤr à fl. per 1000 be⸗ zahlt worden———— de do—-— 5727 Vieerter Abſchnitt. ne. Ausgabe Geld vor Latten. n. ½t. O. und Speeification ſind das Jahr ge⸗ liefert und dafuͤr bezahlt worden—— Lt. do ec. geii Ausgabe Geld fuͤr Steine..8 0. Vermoͤge Rechnung vom Baumeiſter pag. II. Theil. Dddd ſodann beiliegenden Accords und Quit. ſind 4 —— Ruth. Steine gebrochen und dafuͤr bezahlt worden——— ꝛc.— Summa Nota. Auf eben dieſe Art koͤnnen nun ſaͤmtliche uͤbri⸗ ge Rubriquen nachfolgen, die ich groͤſtentheils, um Platz zu erſparen, nur ſchlechthin hieher ſe⸗ tzen will, als: Ausgabe Geld fuͤr Kalk. b Ausgabe Geld fuͤr Schieferſteine. Ausgabe Geld fuͤr Dachziegel. Ausgabe Geld fuͤr gebackene Steine. Aus gabe Geld fůͤr Solleder zu Pumpen. Ausgabe Geld fuͤr Oehl. Ausgabe Geld fuͤr Schifftheer. Ausgabe Geld fuͤr Wagenſchmier. Ausgabe Geld fuͤr Harz. Alusgabe Geld fuͤr Pfannenbleche. Ausgabe Geld fuͤr MNaͤgel; hier ſind die verſchiedene Sorten von Naͤgel wohl zu unterſcheiden.. Ausgabe Geld fuͤr Kohlen. fl — alb. — niniſtration eines Salzwerks. 573 V pf. ꝙ Ausgabe Geld vor Inſtrumente und. Bandwerkszeug. fl. alb. pf. — In dieſem Jahr ſind folgende Werkzeuge angeſchaft uno in das Inventarium ge⸗ ſetzt worden: 12 Schubkarrn—— 4 Hacken. Von der Adr iniſtration eines Salzwerks. 575 Ausgabe Geld vor Eiſenwaare zu de⸗ 4 b nen Kunſtwerken ꝛc. fl. alb. pf. — Dem Eiſenhaͤndler vor— Centner Stan⸗ geneiſen———— Dem Huͤtten⸗Inſpector zu N. vor einen Kurbelzapfen von gegoſſenen Eiſen— Summa f. fl. 1alb. p ad—— verglichen bleibt B 8— 2 2 5 4 8⅔ — 2 8 — 2 — & — 8 — Qα η — Mit der Einnahme pag. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 7z Formulare von Rechnungsbelegen, der Jahres⸗Rechnung des Salz⸗Renthmeiſters. b Nota. Formulare zu allen Rechnungsbelegen zu geben, wuͤrde 1 ſehr uͤberfluͤſſig ſein, dahero habe ich hauptſaͤchlich nur die⸗ jenige hier aufgeſetzt, welche bei der von mir angegebenen Einrichtung einer Salzwerksrechnung, in ſo ferne ſie viel⸗ b leicht von andern Rechnungs⸗Einrichtungen abweicher, 3 b erforderlich ſind. b 4 — b No. 1 Weis Salz. Schwarz Salz. d. kem ſee aun Ma ees. Heute iſt aus dem Siedhaus No. 2x.. b Pfanne No. 1. in die Salzkamn mer gemeſſen worden—— V V N. N. den roten May 17.“ V Cajus Sodenmeiſter. b atteſtirt Sempronius Gegenſchreiber. Heute wurde aus dem Siedhaus No. 1. Pfanne No. 1. in das 3 1 Magazin gemeſen 8—— U Eod. aus dem Siedhaus No. 1. Pfanne No. 2.——— Deaglachen aus dem Siedhaus No. 2. Pfan. No..—— und aus deſſen Pfan. No. 2.— N. N. den 15 May 17..— V 1 b Cajus Sodenmeiſter. V atteſtirt Sempronius Gegenſchreiber. ſ. f. 4 No.— 2. Woͤchentlicher Extract uͤber Ausgabe an verkauftem Salz: Vom aten bis den ten May iſt an Salz verkauft worden: die Meſtezu 20 alb.—— 8 vid. die Meſte zu 24 alb.—— §.39 die Meſte zu 10 alb. Schwarz Salz—— N. N. den I1ten May 17.. Titius Salzſchreiber. Sempronius Gegenſchreiber. Vom rrIten bis den 16ten May iſt an Salz verkauft worden: die Meſte zu 20 alb.—— die Meſte zu 24 alb.—— die Meſte zu 10 alb.—— N. N. den 18ten May 17.. Titius Salzſchreiber. Sempronius Gegenſchreiber. u. f. f. Acht. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 579 Weis Salz Meſt. Geſch. Schwarz Salz 2AMmen eeid O Vierter Abſchnitt. 5 No.„. Boͤchentlicher Ertract uͤber Ausgabe 2an vor Tauſchholz. Buchen. Sche C. F. Vom aten bis den gten May iſt Claſt. E F. Llaft an Tauſchholz eingegangen::—1 und dafuͤr an Salz gegeben worden——— N. N. den 11ten May 17.. Mevius Holzſchreiber. Sempronius Gegenſchreiber. 4 Vom IIten bis den 16ten May iſt an Tauſchholz eingegan⸗ gen——— und dafuͤr an Salz gegeben worden——— N. N. den 1 8. May 17.. Mevius Holzſchreiber. Sempronius Gegenſchreiber. u. ſ. f. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. z81 No. 4.“ Mein geeſäbriges Beſoldungs⸗ Salz mit zwei Acbhtel richtig empfangen zu haben, Weſtheinige in Urkund Hieſer Duiteung N. N. den. 6 N. N. Oberaufſeher. No. f. Ein Achtel Salz, als mein disjaͤhriges Beſoldungsquantum em⸗ pfangen zu haben, beſcheiniget Endes Unterogener hiermit Aeiecheenb. N. N. den N. N. Baumeiſter. No. 6. Auf Befehl des Heern Renthmeiſters iſt an Herrn— ein Ach⸗ tel weis Salz abgegeben worden, welches hiermit pflichtmaͤſig atteſtiret. N. N. den Sempronius Gegenſchreiber. n. Theil. Eeee No. N o. 7. — en dieſem Jahr iſt aus dem hieſigen Forſt auf das Salzwerk zu M. verkauft und geliefert worden n. Clafter Buchenholz und n. Clafter Eichenholz, welches auf Verlangen hiermit atteſti⸗ ren ſollen. N. den 1. N. N. Oberfoͤrſter Von der Adminiſ ration e eine No. 3. b f Heute ſind n. Achtel Aſche in die Aſchengruben aus denen S Siebau ſern eingemeſſen worden. N. den.. 17.. Mevius Holzſchreiber atteſtirt Cajus Sodenmeiſter. Abermals ſi nd heute m. Achtel Aſche aus denen Siedhͤuſern in die Aſchengrube gebracht wordeu. N. den— 17.. 1 Mevius Holzſchreiber. atteſtirt Cajus. Sodenmeiſter. erter Abſchnitt. 1 Wöoͤchentlicher Extract uͤber Ausgabe an Aſche. Vom aten bis den gten May iſt an Aſche ver⸗ b Titius. Salzſchreiber. Sempronius. Gegenſchreiber. kauft worden à fl.— per Acht.—— Vom Irten bis den 16ten May iſt an Aſche ver⸗ kauft worden à fl. per Achl.—— N. N. den 18ten May 17. Titius. Salzſchreiber. Sempronius. Gegenſchreiber. Meſt. ſGeſc. ,“ —jy— No. 1. 5 4 Heute ſind an Pfannenſtein engegangen aus dem Siedhaus No. 1——— N. den... 17. 7 atteſtirt Sempronius. Gegenſchreiber. Abermals gieng heute aus dem Siedhaus No. 2. an Pfannenſtein in——— N. den 17. 4 atteſtirt Sempronius, Gegenſchreiber. u. ſ. f. Cajus. Sodenmeiſter. Cajus. Sodenmeiſter. Von der Adt niniſtration eines Salzwerks. Acht. —— f Meſt. 685 Geſch. 4 3 4* N.* ͤſͤ88Zö8ͤdͤZͤͤdͤſͤͤͤͤ——— —ſſIöIöͤſͤͤſͤͤͤ1——— Moͤchentlicher Extract uͤber Ausgabe an Vom aten bis den 9ten May iſt an Pfannenſtein 1 werkauft worden, das Achtel zu⸗⸗ fl.— NV. den urten May 17— Titius. Salzſchreiber. Sempronius. Gegenſchreiber. Vom Irten bis den r6ten May iſt an Pfannen⸗ ſtein verkauft worden à— fl. per Achtel— N. den I8ten May 17.. Titius. Salzſchreiber. Sempronius. Gegenſchreiber. 82 Pfannenſtein. 4 geſtraft worden: ¹ eines Salzwerks. Wochenextraet von denen Straffaͤlligen. Vei heutigem Salzamt ſi nachlolgende S Sodenarbeiter 4 7. 1 ſalb. .„9 8 2 , 2 8 Hans Peter Kuntz — — Ann b atteſtirt N. N. Oberauffeher. N. N- Baumeiſter. Da die bei heutigem Salzamt keine Steaffauge ſich ergeben, ſo wird dem Fuͤrſtl. Rentmei⸗ ſter Hrn. N. ſolches hiermit atteſtirt. N. den 17 ,. N. N. Oberaufſeher. N. N. Baumeiſter. N. N. Nanmeſte 4 1 1*— 3 —. 1 4“— 3 2 ————— ͤoöooſſſſ——ͤͤͤͤſſ C--/ſ//ſſſpn///ñ ꝑ—c j—ęjqqꝑoꝑM—ß—/;ꝑ—-ę——————— 1 „.——————. 1 8 ———.——.— ——————— 8 tter Abſchnitt. 1 4 erem Geld——— ⸗ fl. alb. pf. 4 ſodañ wegen Acht. Meſt. Geſch. Korn ⸗——— — ⸗— ⸗— ⸗— ⸗ Waiz.⸗——— MLeine disjaͤbrige Beſoldung, als naͤmlich an baa⸗ 4 alſo in Summa— von dem Renthmeiſter Hrn. N. richtig empfan⸗ geen zu haben, wird hiermit in Urkund dieſer 4 Oberaufſeher. Quittung beſcheiniget. N. den. 17.. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. No. 14. b 3 b Soͤder⸗Lohnzettel ö“ vom 3ten bis den 9ten May. ö l1 em Nahmen der Soͤder. b ſm 1Tan S. 2.]2. 2.K.S= 4 ſa. Johannes Ditrich raalb. X† 1 Baſi 41 1[24 Easpar Ranft ra alb. EIIIII11 6 ½ 2 18 Stephan Meier ſtoalb. ½ IIIIIIIII[6 ½ 25 Adam Lufft— loab] 4 1IIIILllLSISA ꝛc.—. gumm, resb= b N. den. 17. Cajus. Sodenmeiſter. Vorſtehende Sieben Sulden, zwei und zwanzig albus ſind dato an mich vor den Soͤder bezahlt worden. N. den. 17.. Cajus. Sodenmeiſter. atteſtirt N. N. Baumeeiſter. 5 Siehe§. 782. II. Theil. Vierter Abſchnitt. Gradirer⸗Lohnzettel vom aten bis den 9ten May. v“ Namen derer Gradirer.. 1 ſsum- ma eeeTae..3.K E. Lage.. alb. pf. Dietrich Merla— ſtoalb.] I] 1 11 1 111 V 61 2 1 Johannes Wolf— ſoalb. 13 1r 1 4¼ 1 15 Chriſtian Klein— ſtoab rrr * zc...————— Summa fiI 11 15115 N. den 17.. Javolenus. Geadirmeiſter. Vorſtehende fuͤnf Gulden fanfzehen Albus ſind heute vor die Gra⸗ b direr an mich ausbezahlt worden. N. den.. 17.. Jabolenus. Gradirmeiſter. atteſtirt N. N. Waumeiſter 1 die Gte — Namen derſelben. à Tag Dem Bru Caſpar Hahn Dem Brunnenmeiſter Friedrich Krum.— dem Windmuͤller Eifert ꝛc. — nnenmeiſter Summa 12² alb. 12 alb. 12 alb. N. den 17.. 16. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 591 No. vor die Brunnenmeiſter und vom qAten bis den 9ten M Windmuͤller ah. Sum- ma . 5.. Sage 4. ſalb. vf. 1 11 6 2 12 1 IIIS 2 6 I 11IIr6 ſ2 2 .1 II 1 l71 4 Lvius. Kunſtmeiſter. b b Vorſtehende ſieben Gulden ſind vor die Brunnenmeiſter und Wind⸗ muͤller dato an mich ausbezahlt worden. N. den. 17. Livius. Kunſtmeiſter. Atteſtirt N. Baumeiſter. No. Naheea de derſelben. Lhrfſtan Horn— ſo al. ze. 3 4 — Summa b N. den 8 3 17 n Lohnzettel D. 4 1 I Vierter Abſchnitt. vor die Salzmoͤtter und Auswieger vom aten bis den ten May. Ssum- ma 6 1 32 Tage ₰3 Sempronius. Gegenſchreiber. Sempronius. Atteſtir N. Baumeiſter, 1 17 1 4 Vorſtehende drei Gulden fuͤnf albus ſind mir heute vor den Moͤtter und Salzwieger ausbezahlt worden. N. den Diber. 6E n Möttn 1. 1 ☛ Von d der Adminiſtration eines Su zwerks. No. 18. 1 4 4 vohnsetter vor die Stautnechte vom ten bis den 10ten Jaͤnner 1ſ Lum. Namen derſ Elben 1 m Peter Michel ſioalb. 11 11 1411 6] Chriſtian Kroß— roalb. I 1 LIIII6 ꝛc. Summa 1 V— pf. 1 — η— — —,— 1 N. den. 17, Sejus. Geſchirrmeiſter. Porſtehende vier Gulden ſind mir heute vor die Stallknechte richtig ausbezahlt worden. N. den 4 5 17 6. b Sejus. Geſchirrm. Atteſtiret N. Baumeiſter. „ exner dlöſchnit. No. 19. Lohnzettel vor die Zolzſchlaͤger vom 2ten biß; 7ten Mart. fl. alb. pf. Chriſtoph Horn haben in dieſer Woche 20 Elafter b Johannnes Eich Holz geſchlagen, von jedem Claf⸗ Abraham Mahr ſter der accordirte Lohn à alb. zc. Jbetraͤgt—+— Summa Mevius Holzſchreiber vorſtehende— fl.— alb.— ſind mir vor die Holzſchlaͤger anbeure richtig ausbezahlt worden. N. den.. 17. N. den.. 17. Mevius. Atteſtirt N. Baumeiſter. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. N. 20. — Lohnzettel vor die Tagloͤhner . vom zoten Mart, bis den ten April. Namen derſelben iI m 4Ta⸗ M.[D. M. D. F. S. Tage fl. lalb. pf. Match. Nanff=calb. 1 1 11[4 110 2 Peter Eich 5 5 roalb.] 1 I 1 I1 I I 6ſ2 1 Ernſt Mohr) S[1oalb. 1 1 1 1 1 116[2 Chriſtian Niß— Halb 11 1 1†¼½ ¼ V 3 27 Wilhelm Heiſter— JhNHalb. 1] 11 111 4 ſ 1 6 4 letztere haben Kummer nn aus dem kleinen Deich aefahren S;Sggg Summa 1II J73 N. den 2 2. 17 d8 Chriſtppus. Deichmeiſter Vorſtehende ſieben Gulden dreizehen albus ſind mir heute vor die Tageloͤhner richtig ausbezahlt worden. N. den.. 17.. e Chriſippus. Soowohl die Rgeſchebene Arbeit als vorbemeldet beſchehene richtige Auszahlung atteſtirt. N. Baumeiſter. 596 5 Vierter Abſchnitt. No. z1. b Diaͤten Specification welche Endes Unterzogener zu fordern hat. —— In herrſchaftlichen Geſchaͤften bin ich nach N. ge⸗ reiſt, um die Einrichtung wegen des neu angeleg⸗ ten Salzhandels daſelbſt zu treffen, womit ich 4 Tage zugebracht, p. Tag 3 fl.——— Service taͤglich 15 alb.——— ꝛc. 4 b Summa N. Rentmeiſter. die Richtigkeit dieſer Diaͤten atteſtiret N. Oberaufſeher No. 22. Diaͤtenſpecification welche ich unterzogener zu fordern habe. Vor 3 Tage, welche ich auſerhalb zu N. in herr⸗ ſchaftl. Geſchaͤften zugebracht, taͤglich 2 fl.— ꝛc. b Summa W N.. Baumeiſter. Die Richtigkeit vorbemeldeter Diaͤten atteſtiret N. Oberaufſeher. — No. 23. Auf erbaitenen Befehl habe ich ein Zimmer in des Oberaufſehers, Hrn. N. Behauſung gedihlt, wofuͤr ich an Arbeitslohn rechhe——— dazu an Naͤgel gegebe———— N. den 17.„„ Pehei 9e3 2aenemmeſe Vorſtehende auf— fl.— alb. moderirte Rech⸗ nung hat ihre Richtigkeit. N. den. 17. 4 N. Baumeiſter. II. Theil. Von der 2bminifraton eines Sallwetk. 4 Summa 2 1 8 3* 4 3 .* 8 4 8 3—“ 8 5 ————————————— Ü—C—;—;ℳͤͤͤͤ—ͤͤͤͤöͤöͤöõ—ſͤͤͤö—ͤſſ.—ſc)rlbÜb 22 1 2 2— ————/ñ/·—ö———j4 ääüäüäüä————-—ÿ—’ ſſſ-— ——————————— 1.—— 6——————— ————„ —————— No. 24. babe fuür mich—— fuͤr einen Handlanger— N. den.. 17.. Hans Stich. Vorbemeldete Arbeit iſt wirklich Lohn auf⸗ fl.⸗ alb. worden. N. den 17. Vierter Abſchniitt. Auf erhaltenen Befehl habe ich des Oberaufſe⸗ hers, Hrn. N. Haus mit einem rauhen Wurf uͤberkleidet, wofuͤr ich an Arbeitslohn verdient⸗ ☛———V alb. Summa Maurmeiſter. geſchehen und der von mir moderirt 4 ℳ — “ 8— 1 ———— —,——yÿy —— Von der Adminiſtration eines Salzwerke„9 No. 2, f In dem Rencherei⸗ Haus habe ich Endes Unkerſog— ner vorne eine neue Schwelle untergezogen wo⸗ fuͤr ich nebſt zwei Geſellen an Arbeitslohn ver⸗ dient habe———— — —— — — —=“ 2 ——— — — N. den. 17.. ——— ——=— —. 2 Heinrich Kraͤmer. Zimmermeiſter. Diefe Arbeit hat ihre Richtigkeit, und der ange⸗ ſetzte Lohn iſt billig. N. den... 17.. N. Baumeiſter. Ziierter Abſchnitt. No, 266. In dem Gradirbau No. 1. habe ich mit Huͤlfe des Kunſtmeiſters fuͤnf neue Dornſtellage gemacht, da⸗ mit n Tage zugebracht, wobei ich verdienet.— N. den..17.. Ernſt Knecht. Zimmermeiſter. b Die Richtigkeit vorbemeldeter Arbeit wird hiermit aatteſtirt, und der Zimmerlohn auf n fl. n alb. moderit N. den 17. N. Bau Meiſter. No. 27. N. Gulden fuͤr n. Achtel Hafer, ſo ich auf Verlangen des Hrn. Nen maeiſters auf das Salzwerk geliefert habe, habe ich richtig aus der Salzwerks⸗ Caſſe erdalten. und auittire hiermit deſſen Em⸗ pfang.. N. N. Der Verkaͤuffer. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. éor ſſſſ ————ÿÿ——-—-———y — 4—,—— 84 3 8 1 — 1 4.„* 4.—.“ .* 8 4 —— 8* —-— 2—— ————————————.— — ———ſſſſ————.. —— — ——ℳ——⸗ℳ; — Kuu n — Formular b 41 Einer Jahres⸗Rechnung wi ſolch. der Baumeiſter b uͤber die Baumaterialien zu fuͤhren hat. 5 —— Von der Adminiſtration eines Salzwerkt. 603 . 3 — ———— — ——— ————— ———— DIſſ — —————õÿõ ——y— ..é. Einnahme VIter VIIter VIIlIter an Stã S 5 △ e 46 Staͤm⸗Laͤn, Stoͤm⸗[Laͤn⸗ Staͤm⸗ſLaͤn⸗(Stuͤm⸗ tannen Bauholz. me ſge me ge me ſge me ſchuhe —,.——— — ſ.—ſſchuhe ſchuhe Von vorigem Jahr war et. vorjaͤhriger Rechnung noch vorraͤthig—— hierzu ſind in dieſem Jahr von dem Handelsmann N. zu N. dt. Accord ge⸗ lifert worden—— 1 Abſchnitt. Vierter ſodann ſind ganze tannen Staͤmme aus— geliefert worden in der Beſchaffen⸗ heit wie Vlter—— 6 D u0 uvᷣuμν — 2 A 8 4— A S0⸗ S ● 8 —— 6 243311 u —— muyz 8 A222111△‿ —— — „ 2u 7 l m ens 4 21 un 8221 3— A —Bnn 1 A 8 8 . 8 — 8 1 8 3— 1 . b — mng 25 uzgu⸗r — 6 — 1 ON8²ʃ111. — 3241△ Verglichen mit der Einnah an Tannen⸗Bauholz. is. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 1 Ausgabe Stäͤmme. hoͤlzer v le vnte VIIiter 605 Stuck eue cerbin. Zu dem dieſes Jahr erbau⸗ ten Gradirbau iſt verwen⸗ det worden: zu denen unterſten Balken n. 1 Stuͤck jeder n. Fus lang n—— zu Durchzuͤgen durch den ganzen n. Schuhe langen zu denen aͤuſern Pfoſten, d⸗-⸗=— haus neue Dachſparrn ein- gezogen und dazu ver braucht worde—————— — Die in Einnahm ſtehende denen YAltern gleichhaltige Tannenbaͤume find èt. At teſtat zu Roͤhren verbohrt worden und kommen da⸗ V hero hier wieder in Aus⸗ b gabe———— n—— Bau—— n.——— ren jeder n. Schuhe lang n—— zu N. ec. b (Weiter ſind in dem Kunſt⸗ — Summanſzn—— II. Theil. me, bleibt vorraͤthig—S 4 3 ¹ —————————— 2 — Kerer eer e rrArn eenn ——— — —— —ÿõ—— ———— — — — — ——— —— 1II— 4 4. an Baukloͤtze ſalus 4 Vierter Abſchnitt Klotz. Schn. Laͤnge in Zolle. Breite Hoͤhe in Zolle. thut in Cubic⸗ Schuh. hAus dem n. Wald iſt dieſes Jahr auf das Salzwerk gekommen: 2 desgleicen—— 1 3 desgleichen——— ꝛc. 16 20 20 b 20 18 16 Baukloͤtzern. Ausgabe an Hoͤlzer. Anzal Brei⸗ derſel⸗ſte in lben. Zollen Zoll ulben. Hoͤhe Anzal in(derſel⸗ in Von der Adminiſtration eines Salzwetksz. 607 Geſchnittene; Geſchnittene Bohlen. Laͤngen Brei⸗ Dicke— ſte in in Schu. Zollen Zollen die Holzſchneider 4 (auf der Schneidmuͤh⸗ le) iſt abgegeben und geſchnitten worden, wie folget: ec. HN Hd Summa Mit der Einnahme verglichen, bleiben vorraͤthig Eichen 1. de non. ꝛc. Tannen. 1. Klotz no 3. 1. do n. m. ꝛc. 00 + 8* 20 16% 13 Vierter Abſchnitt. Emahme 8 8 a&z,a Eichen Bauholz. . vorjaͤhrigem Rechnungs Abſchluß war vorraͤthig ⸗ 4 Hoͤlzer n Schuhe lang— breit— hoch—— In dieſem Jahr iſt weiter auf das Salzwerk gekommen: Laut voriger Seite dieſer Rechnung von geſchnittenen Kloͤtzern 4. Hoͤlzer, 16 Sch. lang, a Zoll breit 44 Zollhoch— 2 d 0—————B—— Summa ——— — — † — — — Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 1 Ausgabe an Eichen Bauholz. b I zu Schwellen an den neuen Gradirbau... zu vier Eckpfoſten an denſeben——— Bei dem disjaͤhrigen Bauweſen ſt an Sichenboln e ver⸗ wendet worden: weiter zu Schwellen an das Renthereihaus—— — Mit der Einnahme verglichen„bleibt b vorraͤthig————— A⁵ 609 Summa— Aerrter Abſchnitt. Summa Tannen— Summa Eichen an Bohlen. Staͤck Stͤck kt. vorjaͤhrigem Rechnungs⸗Ab⸗ b ſchluß waren vorraͤthig———— Hierzu ſind dieſes Jahr erkauft worden= fej ferner————— Sodann ſind kt. p. dieſer Rechnung aus Kloͤtzern geſchnit⸗ ten worden: ————— 8— gee.——-— Länge Brei⸗ Dicke in tein in Schu⸗ Zollen Zollen en— 4 20 16 1¾ Von der Adminiſtration eines Satzwerks. 611 — Au sg ab2 ſSan. 5 Ungt Brei⸗ Dicke ein in a n 8 O hlen. Stuͤck Stuͤck Schu⸗Zollen Zollen gen Zu dem neuen Kunſtrad ſind verbraucht worde——(— m— Zu denen Seitenborden des neuen Gra⸗ e dirhauſs———— n—— ———— V Summa Tannen Summa Eichen b Mit der Einnahme verglichen bleibt vor⸗ Bierter Abſchnitt. FEinnahme an Dihlen 8 breite doppel⸗ Dthle Stuͤck ordin. doppel Dihle ordiu. einfache Dihle Beim Abſchluß vorjaͤhriger Rechnung waren vorraͤthig———— 1 Hierzu ſind in dieſem Jahr von dem Han⸗ delsmann N. geliefert worden—— Summa— Von der aoniniraian eines Salzwerks. 613 ſbreite ſordin. ſordin. b*—. dop⸗ d ⸗ jeinfa⸗ 2... Ausgabe an Dihlen. ſiß, ſc eui b V.. 1t Dihle Dihle Dihle 1 No. 5“ Stuͤck Stuͤck Stuͤck — O In dieſem Jahr iſt verwendet worden: zu dem Baſſin des Gradirhauſes No. 2.— —¹ 1 ſßu Bekleidung des Brunnens in dem Brun⸗ nenhaus No. 1. b V 3 Summa b b Mit der Einnahme verglichen bleibt vor⸗ rachig——— 4 b f 4 b ll. Theil. Vierter Abſchnitt. Einnahme an Nota. Bei folgenden Rubriquen finde ich nichts beſonders zu er⸗ b innern, dahero ich ſie nur dem Nahmen nach zu Erſparung b des Platzes hierherſetzen will: Einnahme Latten. —— Schindeln.* —— SGSppaͤhnen, eichen, buchen, tannen. —-—— Aruchſteinen. —-— Kalk. —— Schhieferſteinen. —— Dachziegel. —— Sebackenen Steinen. —— Solleder zu Pumpen. —— BPehl. —-— Schifftheer. —— Wagenſchmier. b—— Barz. 1—— neue Pfannenbleche. 4—— Maͤgel, deren verſchiedene Sorten wohl zu un⸗ terſcheiden ſind.. 8—— an rohem neuem Kiſen. b b ———- Kohlen. b “—— alt Eiſen und Pfannenblech. 1 — dE ans zu er. ſ Sſparunn rte hl zu w Beil. No. Von der zominſkeation, eines Salzwerks. 615 Ausgabe an 4. 5 Latten. Schindeln. Spaͤhnen, Not. bei dieſer Ausgabe muß der Baumeiſter bemerken, wie theuer ſie verkauft worden. Bruchſteinen. Dachziegel. gebackenen Steinen. Solleder zu Pumpen. Oehl. Schifftheer. Wagenſchmier. Harz. neue Pfannenbleche Raͤgel. Bohem neuem Eiſen. Kohlen. alt Eiſen und Pfannenblech. Nota. Hierbei muß der Baumeiſter eben⸗ falls bemerken wie theuer es verkauft worden. (N=227 Jiin 2 Vierter Abſchnitt. 3 3 Inventarium über 8 das Salzwerk zu N N. Siehe§. 41. A) An Immobilien ö 1) An Wohngebaͤuden nebſt Zugehoͤr. 8 Des Oberaufſehers Wohnung zweiſtoͤckig, nebſt dazu gehoͤriger Scheuer und Stallung fuͤr.. Pferde und fuͤr— Rindvieh, wie auch Schweinſtall. Des Renthmeiſters ꝛc. ſ. w. 2) An Gzeadirhäͤuſern. Das Gradirhaus No. 1. 400 Schuhe lang, hat eine Dornwand. Das Gradirhaus No. 2. 500 Schuhe lang uut zwei Waͤnden unten, und die dritte unter dem Dach. f. w. 3) An Siedhaͤuſern. Das Siedhaus No. I. worinnen zwei Salzpfannen⸗ nebſt einem Salzmagazin. . f. w. Ws ſt dahr .. Taxde und de, hat ein he wuit zwh rdadac. vei Stzpfanne Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 617 Ferner an Immobilien b „ An Brunnenhaͤuſern. Das Brunnenhaus No. 1. in welchem möſt dem n Sal⸗ brunnen die Roßkunſt. u. ſ. w.* 5) An Windmuͤhlen. Die groſe Windmuͤhle No. 1. Die kleine No. 2. auf dem Gradirbau ꝛc. 6) An Kunſtdeichen. Der groſe Kunſtdeich oberhalb der groſen WMindmih⸗ le, Morgen haltend. 7) An Guͤterſtuͤcken, ſo zum Salzwerk gehoren; Ein groſer Garten ohnweit des groſen Deichs 2 ½ Mor⸗ gen haltend, den der Dberauffeher Hr. N. derma⸗ len im Genuß hat. Noch einer ohnweit dieſen von 1 ½ Morgen dem Hrn. Renthmeiſter zuſtaͤndig. u. ſ. w. 618 Belege bie den Abgang beſcheinigen No. 8. Vierter Abſchnitt. B) An Mobilien. 1) An Eiſenwerk. Ein vollkommenes Bohrzeug. zum Bergbohren, beſtehend in: zc. ꝛc. e. ꝛc. ꝛc. Ein Bohrzeug, die Roͤhren zu bohren beſte⸗ hend in: einem Bohrer von 8 Zoll. do— 7. u. ſ. w. Eine Oherſtange in dem Siedhaus No. 1. Eine do in dem Siedhaus No. 2. ſ. f. 2) An Holzwerk. n. Krahne zu denen Soolkaſten. —— Nota. Die m Stuͤck, welche weniger an⸗ geſetzt ſind, als im vorjaͤhrigen laven- . tario, ſind auf die Gradirhaͤuſer No.... gekommen. m. Schubkarrn. —— Nota. Zwei ſind dis Jahr weniger weil ſolche ganz abgaͤngig und nicht mehr brauchbar waren. Fer⸗ cheniger ar 4he lover Er= irhaͤuſe r ger wi nd=ht mah Belege die den Abgang beſcheinigen. Nn. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 619 Ferner an Mobilien. 3) An Handwerkszeug: n. Salzkoͤrbe, alſo m. mehr, als im vorigen Jahr, weil ſo viele neue hinzu gekommen. n. Schippen. n. Hacken. ꝛc. b 4) An Schiff und Geſchirr. ꝛc. zwei vollſtaͤndige Wagen ꝛc. ꝛc. C) An Vieh. Ein Reutpferd. drei Maulthiere. Nota. ein Maulthier iſt in vorigem Jahr crepirt. u. ſ. w. N. Baumeiſter. Die Richtigkeit dieſes vorſtehenden Inventarii atteſtire. N. den.. 17.. N. Renthmeiſter. Vierter Abſchnitt. Dieſes waͤre nun der ohngefuͤhre Zuſchnitt bu einer Rechnung, wie ſolche der Baumeiſter zu fuhren haͤtte, die er denn, wo es noͤtig. beſonders was die Ausgabe anlangt, mit Bele⸗ gen befeſtigen muß. Zur Erlaͤuterung habe ich hier noch einige Formulare von ſolchen Belegen beigefuͤgt. 4 1 ehg wie nn, wh 1 it Bele⸗ b zier noch N.. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 621 No. I. b Dieſes koͤnnte der beizulegende Riß ſein. No. 2. Von Herrn Boumeiſter N. ſind mir n. Stuͤcke Tannſtaͤmme zu Saugroͤhren verabfolgt worden, die ich habe 4zoͤllig bohren laſſen. N.„, den 17.. No. 3. M 2- ☛ 1I. Theil. ſchnitt. Ab erter . „ 4 4 ch nach und nach k. Sohlleder zu Pum Dieſes Jahr habe — & —— 2 — ☛ S — 5 83 f E — 4 2 η △ ☛ — 17.. N. den.. 8 ius. Kunſtmeiſter i d Von der Adminiſtration eines Salzwerkk. 623 b No. 4. u Pan. n. Maas Oehle zum brennen auf denen ampen in denen Soden No.... ſind mir nach und nach dieſes Jahr Lt. meines Handbuchs, vom Hr. Baumeiſter N. vor die Soͤder verabreice (annker. worden. N. den. 17*⁴ ½ d, Sodenmeiſter. No.. V n. Maas Oehle hat Hr. Baumeiſter N. dieſes Jahr hin⸗ durch an mich um die Kunſtwerke in der Schmiere zu halten, ab gegeben. N. den 17.. 4 Livius. Kunſtmeiſter. Vierter Abſchnitt. No. 6. Zu denen Herrſchaftlichen Wagen zu ſchmieren hat H err Bau⸗ meiſter N. an mich das erforderliche Wagenſchmier nach und nach abgegeben, welches durch dieſes ganze J Jahr hindurch betragen hat Maas; ſolches beſcheinige hiermit. N. den.. 17 Sejus. Geſchirrmeiſter. 1 Sund nach ¹ agen hut — . tanter. Von der Adminiteation dines Suhwats 625 No. 27.. b In dem verfloſſenen Jahr hat Herr Baumeiſter N. fär n. Stuͤck ganz abgaͤngige Krahne auf die Gradirhäͤuſer No..„„. abgegeben, welches ich hiermit atteſtire. N. den 17.. Javolenus. Gradirmeiſter. * Vierter Abſchnitt. No. 8. — Daß bei der disjaͤhrigen Arbeit an dem Kunſtdeich zwei Schubkarn abgaͤngig und ganz unbrauchbar geworden, ein ſolches wird hiermit atteſtiret. N. den.. 17.. Chriſippus. Deichmeiſter. 2.—— Rechnung 2 4 — — — * 32 B 84— — ☛☛ 1 Formular ahres 4—2 — — — — 2 ₰ —— — — η H 4₰ ☛ — iner Vierter Abſchnitt. 1 Lt Pinnahm e b Buchen Eichen. Bei! 3. ordet 6 2 an Brennholz, ſo erkauft worden. lufter ſlufter kt. vorjaͤhriger Rechnung war vorraͤthig— Aus denen Herrſchafftl. Waldungen iſt dieſes Jahr auf das Salzwerk geliefert worden: Im Monat Junii———— Im Monat Juli———— ꝛc. Ferner aus dem N. Wald——— Von denen Salzwerksbedienten iſt dem Werk wieder verkauft worden. vom N.————— vom N. Einnahme an Tauſchholz. In dieſem Jahr iſt an Tauſchholz eingegan⸗ gen: 1(Im Monat Januar——— r(Im Monat Februar——— n. ſ:c. 8 Summa Buchen Lat. praec. Summa aller Einnahme Siehe§. 556. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 629 Eichen. 630 n Vierter Abſchnitt. u Ausgabe Bolzs Buchen Sichen . K unter denen Pfannen verbrannt Lafter Elufter Tr. w orden. Clafter“(Clafter 1 In dieſem Jahr iſti in denen Sooden verbrannt worden: 2 Im Monat April Siedhaus Noo 1T.—— —— No. 2,—— ꝛc. 3 Im Monat May Im Siedhaus No. I.—— No. 2. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 631 Ausgabe Beſo Idungoholz. kt. Quittung dem Oberaufſeher Herrn N.— Lt. do dem Renthmeiſter ſ. w. Buchen/ Eichen. Clafter. Clafte r. 1⁴ 633 Viierter Abſchniit Lt. Ausgabe Buchen Deil an Bolzabgang. KClafter. No. 4 Kommen fuͤr dieſes Jahr an eingetrocknetem Holz in Ausgabe——— Latus praec. — Pag.. Summa aller Ausgabe —— Mit der Einnahme verglichen bleibt Vor⸗ rath———— Eichen, Clafter. —-— — 1 Von der Adminiſtration eines Salzwerksd. 8— Formulare einiger zu vorſtehender Rechnung dienlicher Belegen. Heute wurde das in voriger Woche eingegangene Tauſchholz ge⸗ meſſen, und befunden An Buchenholz———— Clfter An Eichenhol———4—„ 2 4 N. den 17. Baumeiſter. Nota. Zu Verminderung der vielen Belegen kann der Holzſchreiber einen Bogen hierzu nehmen, und auf denſelben einen Atreſtat unter den andern ſetzen laſſen bis er voll geſchrieben iſt, alsdenn wieder einen neuen nehmen und ſo continuiren. ——ſſſͤſͤſͤ —— 8 —— Vierter Abſchnitt. No. 2. Im vorigen Monat iſt mir vom Holzſchreiber an Holz geliefert und unter denen Pfannen verbrannt worden, wie folget: Im Siedhaus No. 1. 4 634 11==— Unter der Pfanne No. 4 4—— 14——— Im Siedhaus No. 2. 1——— Unter der Pſanne No.— 3——— L 4——— u. ſ. w. N. den. May 17.... Cajus. Sodenmeiſter. 3. Clafter Buch. Eich. Von der Vni enun eines Salzwerks. 6 3 Mein vorjähfige Beſoldungsholz mit n Clafter Bucen eupfangen zu haben, 2 befchemg⸗ hiernur N. den. 17.. N. Oberaufſeher Vierter Abſchnitt. — b No. 7.. Clafter b b Bei heutiger Meſſung des annoch wirklich vor⸗ Buch. Eich. handenen Brennholzes wurde ſolches befunden— b 4 8 . Da aber der Vorrath nach der Rechnung der Eiinnahme und wahren Ausgabe noch—— Clafter Buchen und. Clafter Eichen betragen ſollte, ſo b ergiebt ſich ein Abgang von——— welches hiermit atteſtiret N. den. 17.. N. Baumeiſter. Formular Einer Jahres⸗ Rechnung wie ſolche der Geſchtermeiſte uͤber die Fuͤtterung zu fuͤhren hat. 11 32 The il. Mmmm Vierter Abſchnitt. b Einnahme — an Bafer. Nach dem vorſaͤhrigen Rechnungs⸗Abſchluß war vorraͤtig———— Nu dieſerl Aahr;... b In dieſem Jahr iſt von mir in Empfang ge⸗ b nomaen worden den n. Mart. aus der b— Rentherei N.———— 8 desgleichen den 7ten May aus ꝛc.—— Acht. nunemn— Summa Meſt. Geſch. — ——— —— — Ausgabe an Zafer. * ☛άη‿ Ve der Adminiſtration eines Suuwerks. 639 Acht. V Meſt(Geſch. Vor das Reitpferd iſt alltaͤglich efüten wor⸗ den n. Geſch. und da ſolches⸗⸗ Tage in dem ganzen Jahr abweſend geweſen„ſo kom⸗ men nur noch vor⸗⸗ Tage die Fuͤtterung in Ausgabe mit———— Vor n. Zugpferde ꝛc.ꝛc.——— Summa Mit der Einnahme verglichen bleibt vorraͤthig— Mmmm 2 7 Vierter Abſchnitt. WPEinnahme Lentner an Beu und Grommat. Heu ſGron. —————— Lt. vorjaͤhrigem Rechnungs Abſchluß blieb vor⸗ raͤthig————— Dieſes Jahr iſt von mir weiter in Empfang ge⸗ nommen worden Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 641 Ausgabe. Centner an Heu und Grommat. Z3 ſeru Vor 1. Reitpferd und n. Zugpferd ſind in dieſem Jahr, auf das Stuͤck per Tag in Centner gerechnet, abgegeben worden.— 8J Summa 1 Mit der Einnahme verglichen bleibt vorraͤthig— 744 Ulle Vierter Abſchn Rockenſtroh Gerſtenſtroh. Haferſtroh Fuder Geb. Fuder Geb. 6 3 Fuder Einnahme an Stroh. r Futter 2 ige ☛‿ 8 — — — ☛ — — — 8 E 5 wer — ; — S — — ηά ᷣ 4 S 2 = 3 — 4 — 8 In dieſem Jahr iſt von mir 2 ter in Empfang genommen wor⸗ Von der Adminiſtration eines Salzwerke. 643 Ausgabe Nock nüroh Gerſtemſtröh, Haferrobh an Stroh zuder Geb. Fuder Beb. Hteic b uder d — 4— Juder Geb. —— — Dieſes Jahr hindurch iſt zur Fuͤt⸗ terung aufgegangen—— zum Streue——— Summa Mit der Einnahme verglichen bleibt Vorrah——— . 4 .. 8* 4 8 6 4 3 —.— 4 8 4* 7 4—. 1 —ñ--⸗-⸗ un n Meeerr——————. 4 2.. —— —— — 1 —— — — 24 ————— 8—— ———-— —* 4 — ——— ÿ— ———— —— —— ——— 3 4 ———— Vierter Abſchnitt. b§. 604. . Auſſer dieſen Jahrsrechnungen muß alle Monate ein ſumma⸗ eiſcher Extract von taͤglicher Einnahme und Ausgabe an das Fi⸗ naz⸗ Collegium eingeſendet werden,(§. 585. 586.) dieſer muß b 8 ganz kurz zu uͤberſehen ſein; ich will ebenfalls ein ſolches For⸗ . mular, wie es der Oberaufſeher einſchicken muß, hier aufſtellen. ö“ Es dienet zur Abkuͤrzung der ohnehin weitlaͤuftigen Arbeiten auf b einem Salzwerk, wann ſolche Formulare gedruckt werden. Su ni⸗ —— 58 ſumme 0 das A mnhß Szes For nufſtelen. Katen auf 1 Summariſcher Extract uͤber Einnahme und Ausgabe an Salz vom Monath.. Acht. Weis Sakh Meſt Von der Adminiſtration eines 6 alzwerks. ₰ Geſch. Acht. 645 nmnnnn eee Beim Schluß vorigen Monaths war vorraͤthig——— In dieſem Monath ſind n. Werke gewirkt und geſotten wdrden— Summa Ausgabe. In dieſem Monath ſnd verkauft worden——— vor Tauſchholz abgegeben—— vor Beſoldungsholz—— verehrt—-—— Summa N. Renthmeiſter. atteſtirt N. Oberaufſeher. II. Theil. 4— Nnunn — Schwarz Sal: Maß. Geſch. — —— un⸗ Vierter Abſchnitt. Gummariſcher Eptract uͤber Einnahme und Ausgabe Aſche und Pfannenſ tein vom Monath.. 2 * innahme. Beim Schluß vorigen Monaths war vorraͤthig 2) an Aſche———— dazu iſt Keſen Monath gekommen— Summa b) r Pfannenſtin——— dazu iſt dieſen Monath gekommen— Acht. Meſt. — Summa . Ausgabe. An Aſche iſt verkauft worden——— Mit der Einnahme verglichen, bleibt Vorrath— An Pfannenſtein iſt verkauft worden—— Mit der Einnahme verglichen bleibt Vorrath NI. Nenthmeiſter. atteſtirt N. Oberaufſeher. eſt. e Von der Adminiſtration eines Salzwerks. Summariſcher Extract ärchen. uͤber Einnahme und Ausgabe Brennholz eul vom Monath ⸗ Einn ah me.. Beim Schluß vorigen Monaths war vorraͤthig— Hierzu iſt in dieſem Monath weiter gekommen 4 a) an Holz aus Herrſchaftl. Waldungen— b) an ſonſt erkauftem Holz—— c) an Tauſchholl——— Ausga 1b e. In dieſem Monath iſt an Holz in denen S Goden verbrannt worden———— An Beſoldungsholz iſt abgegeben woreen—— Summa Verglchen, bleibt Verrach——— „Mevius. Holzſchreiber. Nunn 2 647 Eichen fften —— 8 Buͤtterung vom Monath. 648 b Vierter Abſchnitt. Summariſcher Extract uͤber Eunabme an Acht. Einnahme. Beim Schluß vorigen Monaths war Vorratß— dazu iſt dieſen Monaitz weiter gekommen—— Ausg tabe. In dieſem Monath iſt velfutterr worden—— verglichen, bleibt Vorrath— Einnahme. Beim Schluß vorigen Monaths war Vorrath—— b 1 Summa — — dazu iſt dieſen Monath geliefert worden Ausgabe. Dieſen Monath iſt verfuͤttert worden— verglichen bleibt vorraͤthig— Einnhame. Beim Schluß vorigen Monaths war vorraͤthig— daz iſt dieſen Monath gekommen Summa Fuder Geb. —— Hen Gromat Centner. Summa — Berſtentroh Fuder Geb. Haberſtroh Fuder Geb. Ausgabe.— In dieſem Monat iſt zur Fuͤtterung und zum Streuen verbraucht worden verglichen, bleibt vorraͤthig— Sejus. Geſchirmeiſter. ſen Gromat Tentner. — Haberfi fuderſce Von der Admini ſtration eines Ealhwerns Monathliche Berechnung uͤber die in die Siedſoolenbehaͤlter aus denen Gra⸗ 3 649 Cnbie Zolle dirgebahden gekommene Soole vom Monath.. 8 Das Sirdſoolenbehaͤlter No. 1. bar empfangen b an vorraͤthiger Soole à n Loth—-— ſodann den Iten April aus dem Gradirhaus No. 2. n loͤtige Soole——-— ꝛ— den 3ten eiusd. aus dem Gradirhaus No. 5. n loͤtige Soole——— X den n ken————— Summa —j Das Siedſvolenbehälte No. 2. hat empfan⸗ gen an vorraͤthiger Soole àn oth— dierzu den 2ten April aus dem Gradirhaus No. 4. nloͤthige Soole——— den 6ken eiusd. aus dem Gradirhaus No. 1. n löthige Soole——— ꝛc. Summa 8 Javolenus. Gradirmeiſter. Siehe§. 549. A. Nunn 3 Monat⸗ 4 41 4 2 .. 5 ————— 8——— 1 .—„— 1*—— 4. 4 27 ———— — —— —— — ——— 6 6so Bierter Abſchnitt. monarliche Berechnung uͤber die im Monath⸗„dieſes Jahrs aus de⸗ nen Spolenbehlern genommene und ver⸗ ſottene Soole. Cubie Zolle Soolenbehaͤlter No. Te. Aus dieſem iſt den 1ten April in die Pfanne No. 2. des Siedhauſes No. I. gelaſſen worden.—— desgleichen den 2ten eiusd. in die Pfanne no. I. eben dieſes Siedhauſstsse———— ſ. w. Summa Soolenbehaͤlter No. 2z. Aus dieſem iſt den aten April in die Pfanne No. I. des Siedhauſes No. 3. gelaſſen worden—— desgleichenꝛ cW.——1 — Summa ſ. w.— Sodenmeiſter. —— „ Summariſcher Extract uͤber Einnahm⸗ und Ausgabe Geldes vom Wonath 2;: 27 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. Einnahme. Beim Schluß vorigen Monaths war vorraͤthig— Hierzu iſt in dieſem Monath gekommen: vor verkauftes Salz:— — Achtl.⸗Meſt.⸗Geſch. weis Salz àfl. p. Achtl. — Achtl. ⸗Meſt.⸗Geſch. ſchw. Salz aͤ fl. p. Achtl. voor verkaufte Aſche à⸗ p. Achl.——— ——— Pfannenſtein à fl. p. Achtl.— AA A ——— alt Eiſen und Pfannenblech à kr. p. S. ——— Spaͤhne———— An eingegangenen Strafgelbern—— Insgemein————— Summa 8 . 1 7 ——— —————— 652 Vierter Abſchnitt b b Summariſcher Extract uͤber Einnahme und Ausgabe Geldes vom Wonath⸗ Ausgabe. Zur Rentcammer gegebe——— An Beſoldunen———— Denen Soͤden———— Denen Gradirer——-— Denen Brunnenmeiſtern und Windmuͤllern— Deuen Salzmoͤttern und Salzwiegern—— alb. pf. Denen Stallknechen———— Denen Holzſchlaͤgern——— Denen extraordinaͤren Tagloͤhner—— Vor Diaͤten———-— b b Denen Handwerksleuten——— 3 Vor Fourage———— Vor erkauftes Vih———— Vor Schiff und Geſchirr——— Vor erkauftes Brennholz——— u. ſ. w. durch alle Ausgabsrubrigue—— Summa verglichen mit der Einnahme, bleibt Vorrath— M. Renthmeiſter. 3 Die Richtigkeie deſſen atteſtire. N. Oberauffeber. Formulare auf Salz, Aſche und Pfannenſtein(§. 555. 566.) ſodann der Holzſchreiber gegen Tauſchholz(§. 556.) abgibt. Vorzeiger dieſes hat zu empfangen Achtt. Meſt. Geſch. Aſche die Meſte zu alb. N. den.. 17. Titius. Satjſchreiber. Vorzeiger dieſes hat zu empfangen b Achtl. Meſt. Geſch⸗Pfannenſt. die Meſte zu alb. N. den.. 17. V Titius. Salzſchr. —— -—— Vorzeiger dieſes hat zu empfangen V Achtl. Meſt. Geſch. Salh ddie Meſte zu alb. N. den 17. Titius. Salzſchr n. Theil. Oooo Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 653 von gedruckten Zetteln, welche der Salzſchreiber denen Kaͤufern ——=%—ÿäöä3 Vorzeiger dieſes hat zu empfangen Achtl. Meſt. Geſch. Salz gegen Clafter geliefertes Holz. N. den.. 17. Mevius. Holzſchreiber. Vt. Titius. Salzſchr. Von der Adminiſtration eines Salhwerks. 65 Formular an einer Sodenordnund. —— Wir ꝛc. ꝛc. Urkunden und ekennen hiermit und in kraft dieſes, daß wir, um mehrerer Ordnung willen, als welche die Seele von Geſchaͤften iſt, nachfolgende Soden⸗Ordnung, welche ſo wohl unſere ange⸗ ſtellte Salzwerks⸗Officianten, als auch ſaͤmtlichen Sodenarbeitern zu n. genau befolgen ſollen, haben abfaſſen laſſen, wollen und be⸗ fehlen auch hiermit ernſtlich, daß derſelben unverbruͤchlich und bei Vermeidung ſchwerer Strafe nachgelebt, und darwider im gering⸗ ſten nicht gehandelt werden ſolle: I. Gleichwie wir dermalen auf unſerm Salzwerk folgende Be⸗ diente, naͤmlich den Oberaufſeher, Salzſchreiber ꝛc. zu beſtellen fuͤr gut befunden haben; Alſo wollen und befehlen wir auch, daß ſie ſich hiernach richten, und einer gegen den andern mit Erweiſung gebuͤhrender Ehrerbietung in Worten und Werken ohne Widerwaͤr⸗ tigkeit ſich auffuͤhren, ſaͤmtlich aber nach Uns an Unſer nachgeſetz⸗ tes Renthcammer Collegium, als unter dieſem ſtehende Bediente, gewieſen ſein ſollen. UInd weilen Wir Oooo 2 II. 666 AVierter Abſchnitt. II. Unter der Oberaufſicht unſeres Cammer⸗ Collegii dem N. N. die Direction der Arbeit auf unſerm ganzen Salzwerk anvertrauet haben, ſo wollen und befehlen Wir hiermit, daß von denen an⸗ dern ihm keiner darinnen vorgreifen, oder, wann er denen Arbeits⸗ leuten herrſchafftliche Arbeit auf dem Werk anweiſet. ſolches zu hindern, zu kadeln oder zu verachten, und dadurch die von Uins ihm gegebene Authoritaͤt zu ſchmaͤlern ſich unterſtehen ſolle. Da aber einer bei deſſen Anſtalt und Anordnung etwas zu erinnern haͤt⸗ te, ſo ſoll er demſelben mit Vernunft und Beſcheidenheit entweder ſogleich oder wann die Sache ohne Nachtheil Unſeres Intereſſe Aufſchub leidet, bei naͤchſtem Salzamt gebuͤhrende Vorſtellung thun, und wann ſolche nichts helfen will, und Unſer Intereſſe doch Ge⸗ fahr dabei lauffet, bei Unſerer nachgeſetzten Renthrammer davon Inheige thun. Hingegen ſooll III. Er, N. in allem bei der ihm gegebenen Inſtruction bleiben, in Hauptſachen ohne Vorwiſſen des Cammer⸗Collegii nichts veraͤn⸗ dern, insbeſondere aber keine Unterbediente, ſo von Uns einmal angenommen nnd beſtellt worden, abzuſchaffen oder neue anzuneh— men ſich ermaͤchtigen„ohne vorhero Unſerem nachgeſetzten Cam⸗ mer⸗Collegio Nachricht davon gegeben zu haben. Jedoch bleibt ihm, als Director, unbenommen, Soͤder und Gradirer, oder ſonſt zur Knappſchafft gehoͤrige Perſohnen, a ſeinem Gurduͤn⸗ ken — 8 NN derttut anen a ☚beits olches zu don lins 10. Da d Rt⸗ „ dentwader e Inteniſ sFung thu ℳ doch de er din „=n bleibg inzts beir 8.— us einl n anzu ten E — och babt 3rer, ae i Gnſdih fmn Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 657 ken und Einſicht, anzunehmen, oder auch je nachdem es faͤr Unſer Intereſſe vortraͤglich iſt, ohne weitere Ruͤckfrage abzuſchaffen. IV. Unſer Salzſchreiber, oder, wann dieſer krank oder abweſend iſt, der Kunſtmeiſter, ſoll von Oſtern bis Ende Auguſt alle Mor⸗ gen um 4 Uhr, die uͤbrige Zeit aber jedesmal mit der Sonnen Auf⸗ gang ein Zeichen mit der Sodenklocke laͤuten, nach welchem ſich die Arbeitere richten und verſamlen koͤnnen. Eine viertel Stunde nach gegebenem Zeichen ſoll er in ſeiner Behauſung ſaͤmtlicher Ar⸗ beitere Nahmen, und hierauf das Gebaͤt, ſo ihm zu dem Ende vorgeſchrieben worden, ableſen, und wann dieſes geſchehen, ſaͤmt⸗ liche Arbeitern an ihre Arbeit verweiſen. Eben ſo ſoll es des Abends gehalten, das Zeichen mit der Klocke aber nicht eher, als mit Untergang der Sonne gegeben werden. Mittags um 11. Uhr, 12. Uhr und 1. Uhr ſoll er ebenfalls ein Zeichen laͤuten, damit die Sodenarbeitere ſich wegen des Mittagshaltens hiernach richten, und ihren Ab„ und Zugang von und zu der Arbeit jedesmal alſo einrichten koͤnnen, wie hiernaͤchſt weiter gemeldet werden ſoll. Wann aber Regenwetter einſiele, daß die Gradirung ohnehin nicht von ſtatten gienge, ſo kann auch eine Stunde fruͤher, als gewoͤhnlich, Feierabend gelaͤutet werden. V Ddie auf Unſerm Salzwerk fuͤr beſtaͤndig angenommene Soͤ⸗ der und Gradirer betreffend ,ſo befehlen Wir ſolchen hiermit ernſt⸗ Oooo 3 lich 65338 Vierter Abſchnitt. lich und bei Verluſt ihres Dienſtes, daß ſie vorangezogenen Un⸗ ſern Salzwerksbedienten den gebuͤhrenden Reſpeet erweiſen, ſol⸗ chen, als ihren Vorgeſetzten, ſchuldigen Gehorſam leiſten, einen ehrbaren Lebenswandel fuͤhren, Unſern Schaden bei Zeiten warnen, ſelbſt keinen zufuͤgen, und ihre Arbeit ſo verſehen, wie es ihnen in nachfolgendem vorgeſchrieben iſt; naͤmlich 4 VI. Alle vorbeſagte ſtaͤndige auf dem Salzwerk befindliche Arbei⸗ tere ſollen des Morgends„ſo bald mit der Sodenklocke ein Zeichen gegeben worden, ſich in oder vor des Salzſchreibers Behauſung ein⸗ finden, und jeder von ihnen, deſſen Nahmen verleſen wird, mit hier antworten, damit man wiſſen möge, daß er der ſeie; ſo⸗ dann ſollen ſie dem Sodengebaͤt andaͤchtig zuhoͤren, und jeder als⸗ denn an ſeine Arbeit gehen. VII. Gleichergeſtalt ſoll es des Abends gehalten werden, und kei⸗ ner bei Verluſt eines Taglohns, ſich unterſtehen, eher von ſeiner Arbeit zu gehen, als bis die Abendklocke gezogen wird, da denn je⸗ der ſich, wie des Morgends in vorbeſagter Behauſung ſich zu vor⸗ derſt einzufinden und dem Abendgebaͤt beizuwohnen hat. VIII. Wer nun bei Ableſung ſeines Nahmens ſich nicht gemeldet hat, der ſoll vom Salzſchreiber notirt, und in ½ Taglohn Strafe jedesmal geſetzt werden. N. en, ja din, eine ¹3 warnen, ihnen i Tbe⸗ Xachen iſung ar⸗ ¹nird, mit ns ſeie; ſo V RMijeder at na un h und h 4 yon ſein rd a denn m h zuw — gemat dAhn Snij Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 659 IX. b Saͤmtlichen Sodenarbeitern, die Soͤder ausgenommen, ſoll verſtattet ſein, morgends von 7 bis 8 Ulhr und Nachmittags von 4 bis 5 Uhr eine Feierſtunde zu halten, damit ſie ihr Fruͤhſtuͤck und Vesperbrod genieſſen koͤnnen. Jedoch iſt ihnen nicht erlaubt, nach Haus zu gehen, ſondern ſie ſollen ſich ihr Eſſen Morgends und Mittags entweder von Haus mitnehmen, oder ſich es bringen laſ⸗ ſen und an dem Ort ihrer Arbeit verzehren. Die Soͤder hingegen muͤſſen ſich nach ihrer Arbeit richten, welche nicht immer eiherles b Feierſtunde verſtattet. X. b Wann die Sodenklocke Mittags um 11 Uhr gezogen wird, ſo ſollen nach einer vor allemal feſtzuſetzenden Ordnung und Einrich⸗ tung nur die Haͤlfte von denen Gradirern nach Haus zu gehen, um das Mittagseſſen einzunehmen verſtattet ſein, und die andere Haͤlfte indeſſen deren Stelle vertretten, damit in dieſer Zeit nichts wichtiges verſaͤumet, und beſonders der Gradirung durch einen un⸗ vermutheten Wind, wie es ſich oft zutragen kann, in dieſer Stun⸗ de kein Nachtheil erwachſe. Wann hingegen die Klocke um 12 Uhr gezogen wird, ſollen ſich die um 11 Uhr abgegangene Arbei⸗ tere auf ihrem Poſten wieder einfinden, und der andern Haͤlfte wieder verſtattet ſein, ihre Mittagsmahlzeit zu halten, waͤhrend welcher Zeit die erſtern dieſe Stelle vertretten, und deren Poſten wahren ſollen. Dieſe ſollen ſodann, wann um 1 Uhr abermals ein Zeichen mit der Klocke gegeden wird, ſich wieder auf ihrem vo⸗ rigen Poſten einfinden, und ihrer Arbeit abwarten. Wer nun die: ſer 660 Vierter abſchnit. ſer Ordnung ſich nicht fuͤget, und erſt eine Weile naq 12 Uhr und reſpective nach 1 Uhr erſcheinen wird, ſoll von demjenigen unſerer Salzwerksofficianten, der es gewahr wird, notirt, und bei naͤch⸗ ſtem Salzamt nach Maasgab der Zeit, um welche er zu ſpaͤt ge⸗ kommen, um 1, †, ½, X ja, nach Befund um einen ganzen Tag ſohn geſtraft werden. b XI. Soll keiner von ſaͤmtlichen Arbeitern ohne vorherige Anzei⸗ ge und Erlaubniß eines Ober⸗Officianten weder einen halben, noch ganzen Tag von ſeiner Arbeit abweſend ſein, widrigen Falls er um einen halben, auch nach Befund der Sache um einen gan⸗ zen Wochenlohn geſtraft werden ſoll. Truͤge ſichs aber zu, daß einer oder der andere dringender Urſachen halber Ulrlaub auf 1. oder mehrere Tage begehrte, ſo ſoll ihm ſolcher von beſagten Unſern Oberofficianten nicht verſagt, jedoch aber allemal nur unter dem Beding zugeſtanden werden, daß er an ſeine Stelle waͤhrend ſeiner Abweſenheit einen annehmlichen Tagloͤhner anſtelle. XII. Die Gradirer ſollen, weil Morgends ganz fruͤhe auſſer dem Hahnenſtellen nichts ſonderliches zu thun iſt, denen Soͤdern, wann es noͤthig, die Salzkoͤrbe in die Salzmagazine tragen helfen, ſo⸗ bald aber ſolches geſchehen, ſich ohne Aufenthalt an ihre Arbeit auf die Gradirhaͤuſer begeben, die Tropfhahne ſtets nach dem Wind richten, auſſerdem aber die Soole fleißig an die Dornwaͤnde an⸗ gieſſen, und ſo bald ſie einen Mangel an Soole in denen Soolka⸗ ſten 1 ——ͤͤͤͤ — Uhw unſen Szei naͤhh — ſpaͤt ge mnn ganze ——; ne Anzei⸗ M. — zen Falls nnen gat Sier zu, daß a, euf 1. ü =en Unſen n unter da cend ſem fte cauſſet aſ ern, t ra helf fu, mn ☚ Arbeital tuj nS dem dh ka— 4 Swande i in⸗ en 6 ſig Von der Adminiſtration? eines Sälzwerks. 661 ſten verſpuͤren, einem von ihren Vorgeſetzten, insbeſondere dem Gradirmeiſter N achricht davon geben, damit dem Mangel abgehol⸗ fen werde. 8* 3 b XIII. Des Sonntags ſollen ſie, wenn es gut Zehrwetter iſt, Mor⸗ gends vor der Kirche die Dornwaͤnde ein oder ein paarmal begieſ⸗ ſen, und die Tropfhahne nach dem Wind richten; nach der Nach⸗ mittagskirche aber ſollen ſie ſich auf die Gradirhaͤuſer begeben und noch etliche Stunden arbeiten, wann es gute Witterung iſt. Fiel aber anhaltendes Regenwetter ein, ſo ſollen ſie die Hahne nur halb oͤfnen, oder, wann nicht volle Bewegungskraͤfte vorhanden, ganz verſchlieſen, und mit der Gradirung dieſen Tag uͤber er ein altan. 1 XIV. Wann auch auf Werktaͤgen anhaltendes Regenwetter einfiele, und alſo nicht viel mit der Gradirung auszurichten iſt, ſo ſollen ſich die Gradirer zu anderer Herrſchafftl. Arbeit, als Holzſchla⸗ gen ꝛc. willig gebrauchen laſſen. b XV. Welcher Gradirer ſich unterfangen wuͤrde, waͤhrender Arbeits⸗ zeit, und ſonderlich bei gutem Zehrwetter ohne Erlaubniß von der Arbeit, und ſeinen eigenen oder Anderer Geſchaͤfften nach zu gehen, ſoll das erſtemal mit einem ganzen Taglohn, das zweitemal mit einem halben Wochenlohn geſtraft, das drittemal aber als ein un⸗ nuͤtzer Knecht gaͤnzlich abgeſchafft werden. b II. Theil. Pppp MI. ———— — n Bhi n AA, rS A Man d sesi viee iiea 3 e 666 Vierter Abſchnitt Welcher Gradirer die Soole vorſaͤtzlich unrecht leitet, und in einem unrechten Behaͤlter fuͤhren wuͤrde, mit dem ſoll ebenfalls, wie Num. XV. verordnet iſt, verfahren werden. XVII. Wer auch uͤberaupt von denen Gradirern ſich ſaumſelig im Angieſſen, oder muͤſſig ſich betretten laſſen wuͤrde, ſoll nach vorhe⸗ riger fruchtloſer Warnung, das zweitemal mit ½ das dritremal mir &, und das viertemal um einen ganzen Taglohn geſtraft, und wann er ſich nach dieſem dennoch nicht beſſert, ohne weitere Nachſicht ab⸗ geſchafft werden. XVIII. Die Soͤder betreffend, ſo ſollen ſie im Fruͤhjahr ſo bald ſie vom Salzamt dazu befehliget werden, die Siedung anfangen, und damit ohnunterbrochen fortfahren, bis ſie Befehl erhalten, auf⸗ zu hoͤren. b XIX. DSollen bei jeder Pfanne zwei Sieder angeſtellt werden, wel⸗ che einander Huͤlſe leiſten, und das benoͤthigte Holz ſollen ſie ſich ſelbſt von den Holzhoͤfen in die Siedhaͤuſer fahren. b XXN. b b In Anſehung der Siederei ſelbſt ſollen ſie genau bei demjeni⸗ gen Proceß bleiben, welcher ihnen vom Oberaufſeher vorgeſchrieben wird, mit dem ausdruͤcklichen Verbott, ſich zum Sieden keiner, oder an vorhe⸗ W ndwann baldſ 4gen, und 4— ten, auf — en, ue⸗ 2 ſie ſ u=—½ demjei Kr iſchtiän 3 kin, k Von der Adminiſtration eines Salzwerksd. 663 oder doch nur ſolcher Zuſaͤtze zu bedienen, welche ihnen der von Uns beſtellte Oberaufſeher angeben wird; wer hiergegen handeln wird, ſoll im llebertrettungsfall das erſtemal ohne alle Nachſicht um einen Taglohn, das zweitemal um einen Wochenlohn geſraßt das drit⸗ temal aber gaͤnzlich abgeſchaft werden. XXI. 1 Sollen ſie bei Verluſt ihres Deenſtes ſich, ſo lange die Sie⸗ dezeit dauert, nicht unterſtehen, weder Tag noch Nacht beide das Siedhaus zu verlaſſen. Die Arbeit aber ſollen ſie unter ſich derge⸗ ſtalt eintheilen, daß einer ſo viele Arbeit als der andere. und auch ſo viele Ruheſtunden bei Tag und Nacht habe. XXII. Die ganze Nacht hindurch ſoll wenigſtens einer von ihnen wachen, widrigenfalls, und wann ſie beide von Unſern Salzwerks⸗ officianten ſchlafend angetroffen werden, derjenige„an dem die Wache geweſen, das erſtemal um einen ganzen Taglohn, das zwei⸗ temal um einen Wochenlohn geſtraft, das drittemal aber gaͤnzlich abgeſchafft werden ſoll. XXIII. Jedoch verſtatten wir ihnen, daß, ſo lange die Soole im Soggen ſtehet, einer um den andern von ihnen auf einige Zeit nach Haus geben doͤrfe. XXIV. b Sollen ſie die Soole in der Pfanne durch ſtetes Abſchaͤumen Pppp 2 voll⸗ ℳ 6——. 6643 Vieerter Abſchniit vollkommen reinigen, und den gehoͤrigen Feuersgrad einmal, wie das anderemal beobachten. b XXV. Wann ſie die Salzkoͤrbe ausleeren, ſollen ſie es zuvorderſt dem Sodenmeiſter anzeigen, und alsdann in deſſen Beiſein das Salz mit Huͤlfe der Gradirer in die Magazine tragen. b xXXVI. b Sollen ſie mit dem Holz ſparſam umgehen, und nicht mehr, als noͤtig iſt, unter die Pfanne werfen, uͤberhaupt aber kein an⸗ deres Holz, als das ihnen unſer Sodenmeiſter anweiſen wird, neh⸗ men, bei Strafe eines Taglohns. XXVIE Sollen ſie die Aſche in Beiſein des Sodenmeiſters in die Aſchenbehaͤlter tragen. XXVIII. So wohl Soͤder als Gradirer ſollen mit Feuer und Licht vor⸗ ſichtig umgehen, zu dem Ende ſich keiner bei Strafe eines Tag⸗ lohns geluͤſten laſſen, auf denen Holzhoͤfen Toback zu rauchen, viel⸗ weniger Feuer uͤber dieſelbe zu tragen, noch auch dergleichen andern zu thun geſtatten.. b XNN. b Sollen ſie nicht das geringſte von Holz, Salz, Oehl, Stroh, Heu, Eiſen, Dihlen, Stein, Kalk, Leder, Werkzeug und andern Materialien, es ſei gros oder klein, heimlich oder öffentlich wegtra⸗ zen, oder veruntreuen, wer ſich deſſen unterſtuͤnde und geluͤſten lieſſe, * derſtden S duntnch, 2m ken an⸗ 11 dd, n 3 in de 1 icht bot aſre ies Taj ſfen, ti 36 anden 41 Strah um anden en ⸗ wegtte tEgelüſe liſ lieſſe, es geſchehe durch ihn ſelbſt und die Seinige, oder durch Fremde mit ſeinem Vorwiſſen, der ſoll als ein Dieb nicht nur ab⸗ geſchafft, ſondern auch zur weiteren Beſſerung peinlich gegen ihn verfahren werden; der oder diejenige aber, ſo von dergleichen, daß es von andern geſchehen, Wiſſenſchafft haben, und ſolches perher⸗ len, ſollen ihres Dienſtes ebenfalls verluſtig ſein. XXN. Wir verſeben Uns uͤbrigens, daß Unſere Salzbeamten ſo wohl, als ſaͤmtliche Sodenarbeitere dieſe Unſere Verordnung in allen Puncten halten und erfuͤllen, einen frommen und ſtillen Lebenswan⸗ del fuͤhren und ſich alles deſſen enthalten werden, was Unſerem Salzwerk Unſegen zuziehen koͤnnte. Wornach ſich dann ein jeder zu achten, und vor Strafe zu huͤten wiſſen wird. Zu mehrerer lir⸗ kund haben wir dieſe Ordnung zu jedermans, ſonderlich unſerer Salzwerksbedienten und aller auf Unſerm Salzwerk befindlichen Arbeitsleuten Nachricht in Druck bringen, in Unſerm Nahmen publiciren und mit Unſerm Inſiegel bedrucken halfen So geſche hen N. N. den. 17.. b s Ad Mandatum Speciale Potentiſſimi(Sereniſf celſiſſ.&c.) (L S.) N. N. Pppp 3 Zwek⸗ Von der Adminiſtrtion eines Salzwerks. 665 4 — ———————— 4 —%——— —— 4 ———————— ————— õ 4 B —„— ———;;:õÿ— =———————— —————————— ͤſſſſ 1 3 8 —]ſdſdſdſdſdſdſdſſſ 666 Vierter Abſchnitt. e ggweites Kapitel vom Abſatz und Verka uf des Salzes. §. 605. Wenn ein Salzwerk alle moͤgliche Vortheile hat, die zu ſei⸗ ner Errichtung erforderlich ſind, wenn dabei die beſten Einrichtun⸗ gen getroffen werden, und es fehlt an einem hinlaͤnglichen Abſatz des Salzes, ſo verſchwinden auf einmal alle Erwartungen. Es muß daher ſchon vor Erbauung einer Saline dieſer limſtand wohl erwogen werden, wenn man ſich nicht auch bei der gluͤcklichſten Lage des Werks ſelbſt einem betraͤchtlichen Schaden ausſetzen will, den der Mangel eines hinreichenden Debits verurſachen koͤnnte. Die⸗ ſes wird mich rechtfertigen, daß ich dieſer Betrachtung ein beſon⸗ deres Kapitel widme, ſo kurz es auch ſein mag. Lird. 606. Iſt der Landesherr ſelbſt der Eigenthuͤmer eines Salzwerks, ſo ſind die Ausſichten fuͤr den Abſatz des Salzes ſchon guͤnſtiger, als wenn eine Privatperſohn der Beſitzer davon iſt. Denn der Lan⸗ desherr kann, ohne das natuͤrliche Recht zu verletzen, ſeine Unter⸗ thanen in dem Fall, wann er ihnen das Salz in gleicher Guͤte und P re 15 —— N2NRN w d a finwchtu 1 Dhen Aoſau ra mmen. 6 rlimand wa 31 Abhſten daa n ſmatte. D. ch grein beie ¹ 1 8 ein= watks, ſchon maiger, als ſ. der dar⸗ erlete he lnter 1n 91 Gitend i 4 Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 667 Preis, wie ſolches die Nachbarſchaft liefert, uͤberlaͤßt, zwingen, das Salz aus ſeiner Salzfabrique zu nehmen. S. Anhang §. 23. ſaq. welcher Umſtand ſich aber bei einer Privatperſohn aͤn⸗ dert. Doch muß auch im erſten Fall in Betrachtung gezogen wer⸗ den, ob das and zu einem erklecklichen Abſatz des Salzes groß ge⸗ nug iſt. Ein Salzwerk in einer kleinen Grafſchaft von wenigen Doͤrfern wird immer in einerlei Verhaͤltnis ſtehen, es mag den Gebieter der Grafſchaft oder eine andere Privatperſohn zum Herrn haben. Wie die Conſumtion des Salzes in einem Lande zu berech⸗ nen iſt, wird demjenigen nicht ſchwer fallen, welcher die Anzahl Menſchen und des Viehes in dem Land ausfuͤndig gemacht hat, wovon heutiges Tages faſt in allen daͤndern jaͤhrlich Tabellen ge⸗ macht zu werden pflegen. Hat man dieſe, und man weiß, wie viel auf einen Menſchen und auf ein Stuͤck Vieh taͤglich zu rechnen iſt, ſo iſt der Uleberſchlag von der Verzehrung des Salzes im Lan⸗ de bald gemacht. Boerhave rechnet auf einen erwachſenen Menſchen taͤglich ein Loth Salz. Ich nehme dieſe Beſtimmung, welche im Durchſchnitt eher zu wenig als zu viel iſt, alſo an, daß ich dieſe Portion ſchon denen Perſohnen zutheile, welche das 16te Jahr zuruͤckgelegt haben; denen, welche ſich zwiſchen 10 und 16 Jahren befinden, kann man ohne Bedenken 4 Loth, denen vom 6ten bis zum 10ten Jahr 1 Loth, und denen, die drunter ſind, Loth taͤglich zurechnen. Ein Rindvieh wird, wenn es gedeihen ſoll, b nicht 666 AI ierter Abſchnitt. b nicht weniger Salz als der Menſch noͤtig haben. Wie viel die Schafe bedoͤrfen, weiß ein jeder Schaͤfer, und von einem Forſtbe⸗ dienten kann man leicht erfahren, wieviel Salz zu denen Salzlacken fuͤr das Wild erforderlich iſt. Wieviel Salz zum Einſalzen einer beſtimmten Quantitaͤt Poͤckelfleiſch, Schweinenfleiſch, zum Ein⸗ machen des Kohls, Bohnen ꝛc. noͤtig iſt, weiß faſt ein jeder Haus⸗ wirth. Was Becker, Metzger, Gerber und Seifenſteder das Jahr hindurch zum Betrieb ihrer Handwerke an Salz ohngefaͤhr ver⸗ brauchen, iſt leicht ausfuͤndig zu machen. Aus allen dieſen Stuͤcken zuſammengenommen wird man demnach in einem vorkommenden Fall leicht im Stand ſein, das wahre Conſumo an Salz in einem Land zu berechnen, und auf dieſes Quantum allein darf der Landes⸗ herr einen gewiſſen Staat mit dem Abſatz ſeines Salzprodukts machen. b .§. 608. Iſt nun bei allen dieſen Uleberſchlaͤgen der Abſatz dannoch nicht groß genug, oder es hat eine Privatperſohn ein Salzwerk im ei⸗ genthuͤmlichen Beſitz, die ihre Nebenbuͤrger nicht wie der Regent die Unterthanen zwingen kann, inlaͤndiſches Salz zu nehmen, ſo muß auf andere Mittel geſonnen werden, die ſowohl den Einhei⸗ miſchen als den Auslaͤndern bewegen, vor andern Salzen dieſes zu waͤhlen. Der Inhaber der Saline ſtellt in dieſem Fall einen wirk⸗ lichen Kaufmann vor, der ſeine Waare auf mancherlei Art denen Kaͤufern annehmlich und reitzend zu machen ſuchen muß. §. 609. b E M0N n Fotſe 1'Sßalzlade =zen e (= zum En 1 ader haus V 18 achas Jahr an ähe Rr⸗ ? Scade m nommenda an d 108 moch 1 in 12 herk in i ißt'er M Sill authnu,, ſ ſen In Einhei⸗ 4 midieſe z ie ſn* men wit⸗ man*. Jurdan b chen de ₰ in änn nd Pe dandd ae Slprodä § b0) Von der Adminif ration eines Salzwerks. 669 §. 609. Die vornehmſte Reitze einer jeden Waare fuͤr die Kaͤufer ſind die innere Guͤte, die aͤuſere Schoͤnheit. der wohlfeile Preis und 4 die Bequemlichkeit, die Waare in der Naͤhe zu bekommen. Die Beobachtung entweder aller dieſer Stuͤcke, oder einiger derſelben werden demnach ein Salz, das in dem Land ſeiner Geburt nicht hinreichend abgeſetzt werden kan, an Mtang brinden muͤſſen. d. 610. Die innere Guͤte des Salzes beſtehet in der Schärfe und Annehmlichkeit des Geſchmackes und in der Trockene. Ein Salz von einem durchdringenden Geſchmack wird, wenn es gleich theu⸗ rer, als anderes Salz iſt, dennoch lieber gekauft, weil der Kaͤu⸗ fer den Vorteil wieder in der Waare ſelbſt hat, von welcher viel⸗ leicht die Haͤlfte oder zwei dritteile eben die Wirkung bei den Spei⸗ ſen thun, die man von andern Salzen erſt in groͤſſern Porrionen b empfindet. Es muß aber mit dem ſcharfen Geſchmack zugleich das Angenehme verbunden ſein, ſonſt verliert es ſeinen Reitz. Hier⸗ aus folgt, daß man ſorgfaͤltig das letzte Saltz in einer Pfanne von dem erſten und zweiten Auszug abſondern und beſonders verkaufen muͤſſe. Denn dieſes letzte Salz hat zwar einen penetranten Ge, ſchmack, es iſt aber bitter und verurſacht einen Ekel an Speiſen. Ein crockenes Salz finder ebenfalls mehr Kaͤufer und diebhaber als ein feuchtes. Jenes laͤßt ſich laͤnger aufbehalten, dieſes zer⸗ ſlieſt endlich. Welcher Kaͤufer wird aber nicht an einem ſolchen II. Theil. Qqaa. b Salz, 60o Vierter abſchunt. Salz,. das er nicht lang erhalten kann, einen Eckel finden? Hier. aus folgt abermals, daß wer das Salz an Mann bringen will, daſſelbe ſo fabriciren laſſen ſolle, daß es nicht leicht feucht werde; — ſollte er auch eines kleinen Vorteils dadurch verluſtig werden, ſo er⸗ haͤlt er auf der andern Seite einen groͤſſern. Daß man aber dem Salz in der Siederei dieſe Guͤte geben koͤnne, iſt oben bewieſen worden. §. orr. Die aͤuſere Schoͤnheit reitzt oft die Kaͤufer, wenn das Salz auch nicht beſonders ſcharf iſt. Die weſentliche Schoͤnheit des Salzes beſteht in ſeiner Weiſe. Ob ich gleich nicht in Abrede bin, daß es Soolen giebt, aus welchen ſich kein vollkommen wei⸗ ſes Salz bereiten laͤßt, ſo iſt doch auch gewiß, daß meiſtenteils die Soͤder ſchuld daran ſind, wenn ein unſcheinbares Salz gemacht wird. Wenn die Soͤder nicht ſorgfaͤltig genug ſind beim Abſchaͤu⸗ men, ſo iſt es leicht geſchehen, daß ein Salz graulicht und un⸗ ſcheinbar wird, da aber ſo lches dem Abſatz ſchaͤdlich iſt, ſo muß wohl darauf geſehen werden, daß die Soͤder nicht nachlaͤßig ſeien. Es giebt auſſerdem noch eine mehr idealiſche Schoͤnheit, die aber einen ungemein groſſen Einfluß auf die Verbringung dieſer Waare hat. Ich meine die Geſtalt des Salzes. Fuͤr den Salzfabricant, als Kaufmann iſt es nicht gleichguͤltig, ob das Salz grobkörnig oder kleinkoͤrnig iſt. Mir ſind Laͤnder bekannt, wo das grobkoͤr⸗ nigte Salz nicht verkauft werden koͤnnte, wenn es gleich viel ſtaͤr⸗ ker am G ſchmas und wohlfeiler im Preis, als das kleinkoͤrnigte waͤre; en 3ht wee 1'Sen, ſer b * abermn Dn bewieſe à, ꝓ dn das uen Shuärh ch nat in Aorh tühommenn „ameiſtenni ar, alz gent ſin im Aiſch ascht une ad. ſſt, ſo 1 ht= laͤßi g 4.1’ jch it, det gu Fieſer Lu de alzfadie gang verſchafft, daran wird wohl Niemand zweiflen. Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 671 waͤre; dahingegen ich auch Gegenden kenne, wo man das kleinkoͤr⸗ nigte Salz nicht fuͤr Kaufmannsgut haͤlt. Ein Salzfabricant muß b ſich demnach in dieſem Stuͤck nach der Idee derer Kaͤufer richten, und das Salz ſo fabriciren laſſen, wie es dieſen gefaͤllt, wenn er ſich einen hinlaͤnglichen Abſatz ſeines Products gewaͤrtigen will. Daß das Salz auf beiderlei Arten fabricirt werden koͤnne, iſt oben dargethan worden. 6. 6r2. b Daß der wohlfeile Preis einer Waare vorzuͤglichen Ab⸗ Nun laͤßt ſich zwar der geringe Preis nicht ſo leicht machen, wie man die Ge⸗ ſtalt des Salzes machen kann, denn derſelbe muß ſich nach denen aufzuwendenden Koſten richten. Es laſſen ſich aber doch hierbei ei⸗ nige nuͤzliche Regeln angeben. Man muß vor allen Dingen ein beſtaͤndiges Regiſter von denen Preiſen der benachbarten Salze vor ſich haben, und nach dieſen muß ſich unſer Preis richten. Iſt es nach denen uͤbrigen Umſtaͤnden thunlich, daß man es wohlfeiler, als der Nachbar geben kann, ſo wird der Abſatz groͤſſer ſein, man wird alſo einen geringern oͤftern Profit einem groͤſſern, der ſeltener iſt, billig vorziehen, weil man dadurch das Salz los wird, und keinen groſſen Schaden von dem groͤſſern Salzabgang, der mei⸗ ſtens durch das lange Liegen entſteht, zu befuͤrchten hat. Verbie⸗ ten es aber die Umſtaͤnde, das Salz wohlfeiler zu geben, ſo muß man es wenigſtens in gleichem Preis halten, damit das Salz uicht gar liegen bleibe. Erfaͤhrt man durch Kundſchaft, auf die man ſich ſtets legen muß daß der Vorrath auf einen oder dem andern Qqqq 2 benach⸗ Vierter Abſchn h benachbarten Salzwerk gering iſt, ſo kann man ſicher mit dem Preis aufſchlagen, wenigſtens in der Gegend, wo ein Mangel erſcheinet. Will man ebendas Salz in die Ferne verdebitiren, ſo muß man ſich meiſtentheils gefaſt halten, das Salz wohlfeiler zu geben;; kann man dieſes nicht, ſo muß man abſtehen. Kauffeuten, welche be⸗ ſtaͤndige Kunden ſind, und zu ihrem Handel das Salz auf der Sa⸗ line mit eigenem Geſchirr abholen, muß zu ihrer Ergoͤtzlichkeit und um ſie beizubehalten, das Salz wohlfeiler gegeben werden, als Andern, die es nur zu ihrer J Kothdurft abholen. F. 613. b Maas und Gewicht haben eine große Beziehung auf den Preis des Salzes. Es iſt daher noͤthig, daß wir eine vollſtaͤndige Nach⸗ richt von dem Maas und Gewicht haben, nach welchem das Salz auf benachbarten Salzwerken verkauft wird, und ſolches mit dem unſrigen vergleichen, wenn wir das wahre Verhaͤltnis unſeres Prei⸗ ſes gegen andere beſtimmen wollen. 5. 614. Es faͤllt hierbei noch eine Frage vor, die eine naͤhere Betrach⸗ tung verdienek, naͤmlich welches am vortraͤglichſten ſeie, das Salz nach dem Maas oder nach dem Gewicht zu verkaufen? Theoretiſch da⸗ von zu reden, muß zuvorderſt darauf geſehen werden, ob das Salz grob⸗ oder kleinkoͤrnigt fabrieirt und verkauft werde. Im erſten Fall erhaͤlt eine Quantitaͤt Salz mehr Zwiſchenraͤume„als im an⸗ dern, und es moͤgte daher der Verkauf nach dem Gemaͤß der S 2 Fkeit und 4— Bettu 16 das e 2 aretiſchd n, das Sch e. ſm arn me Sim ad zaihs ſi g en Pris nge Rth ſch ras Sih) en nit t b ſein, dahingegen im andern Fall, da ſich das Salz enger zuſammen⸗ ſetzt, der Verkauf nach dem Gewicht vortheilhafter ſein wuͤrde. In⸗ deſſen muß auch hier auf die Gewohnheit derer Kaͤufer geſehen und wohl erwogen werden, ob dieſelben durch eine Abaͤnderung des einen oder des andern nicht abgeſchreckt werden, unſere Salzfabrique fer⸗ ner zu beſuchen. Denn die Sewoönheit berbal ſich in deeſem Stuͤck wie die Mode. Die Bequemlüchkeit, das Salz in der Naͤhe zu e⸗ kommen giebt auch keinen geringen Reitz fuͤr den Kaͤufer ab. Der Kaͤufer giebt lieber etwas mehr fuͤr das Salz, welches er bei der Hand hat, als fuͤr das, welches er weit holen muß. Es iſt daher eine na⸗ tuͤrliche Folge hieraus, daß man, um dieſen Zweck zu erreichen, an ſchicklichen Orten in der Ferne Magazine anlegen muͤſſe, aus welchen das Salz ins Große und Kleine abgegeben werden kann. Salz, welches auf ſolche Art in die Ferne transportirt wird, muß vorzuͤg⸗ lich gut und wohl getrocknet ſein, damit es magaziniſch bleibe, das iſt, aufbehalten werden koönne. Daß der Transport zu Waſſer wohlfeiler als der zu kand ſeie und folglich jener dieſem vorgezogen werden muͤſſe, weiß ein Jeder. Wie die Einrichtung mit derglei⸗ chen Magazinen zu machen ſeie, muͤſſen die Ülmſtaͤnde beſtimmen, und ein vernuͤnftiger Kopf wird ſelbſt im Stand ſein, die dienliche Vorkehrungen hierzu in einem vorkommenden Fall zu treſſen. 99 3 Das Ven der Admi nitration eines Satzwerks. 6, —————. 85 — 8 1 4————.————— 2—. 2 5— ————————— nnn——— ——— —y— Biertet Abſchnitt. Das dritte Kapitel enthaltend einige beſondere Anmerkungen, welche die Otkonomit und Polizei auf einem Salzwerk zum Ge⸗ genſtand haben. §. 616. Die Hauptarbeit, welche beſonders das Salzfabriquenweſen angeht, wird vom Fruͤhjahr bis Herbſt verrichtet, und den Win⸗ ter uͤber liegt meiſtens alles ſtille. Dieſe Zwiſchenzeit muß aber demohngeachtet wohl benutzt werden. Zuvorderſt muͤſſen nach ge⸗ endigter Siedung die Salzpfannen viſitiret, und wo ſolche ſchad⸗ haft oder wohl gar neue noͤthig ſind, ſolches den Winter uͤber re⸗ parirt und gemacht werden, damit nicht die edle Siedzeit im Som⸗ mer durch Hauptreparaturen verlohren gehe. Auf gleiche Weiſe mauͤſſen die Gradirhaͤuſer beſichtiget, und die Reparaturen an de⸗ nenſelben, ſie betreffen nun das Gebaͤude ſelbſt oder die Soolkaſten oder die Schlagung neuer Dornwaͤnde, den Winter uͤber vorge⸗ nommen werden, damit keine Gradirwand im Sommer wegen no⸗ thiger ——- al daiquenmin „ den W he muß ſt: ſen nahf d ſolche ſt en ter die it im er A leiche d Rei uren ul ode= Seckin Wit— uͤber dih Sor er net len, muͤſſen, den Baumaterialien ſelbſt, wenn man in der Zeit die Materialien nur ſo, wie man ſie braucht, hole ii thiger Ausbeſſerungen muͤſig ſtehe. Kurz um, alle Hauptrepara⸗ auf einem Salzwerk, ſie moͤgen Namen haben, wie ſie wol⸗ wenn nicht beſondere Umſtaͤnde ein Anderes erfor⸗ dern, den Winter uͤber vorgenommen werden. turen §. b 61 7. — Damit ſowohl dieſes bequem und ohne Aufenthalt geſche⸗ hen, als auch im Sommer bei preſſanten Vorfaͤllen kein Nachtheil durch einen langen Aufſchub entſtehen moͤge, ſo erfordert die Re⸗ gel der Salzwerksoͤkonomie, daß ſtets ein Vorrath von Bauma⸗ terialien von allerlei Gattung vorhanden ſei. Die Intereſſen, welche durch das darin ſteckende Kapital verlohren zu gehen ſchei⸗ nen, werden oft doppelt wieder gewonnen, wenn nur bei einem einzigen dringenden Vorfall die Zeit in Erwaͤgung gezogen wird, waͤhrend welcher man einen Nutzen haͤtte entbehren muͤſſen, wenn das noͤthige Holz oder Eiſenwerk erſt weit haͤtte herbeigeholt wer⸗ den ſollen. Man gewinnt auch auſſerdem die Zinſen oft ſchon in und bei ſchickli⸗ ... M.s cher Gelegenheit dergleichen anſchafft, da man in der Guͤte und dem Preis profitiren kann, welches wegfallen wuͤrde, wenn man man Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 675 — . 8 —. 1 —— 2 3 ——————— — .— 3. ——— . ‧ſſſ — i Srir i A Arst s weueisieexien But eeeret eat 676 Vierter Abſchnit. man ſie annehmen muß, die Oüt⸗ und der Pras mauen ſein, wie 1 ſie wolen, §. 613. Niicht alle Salzwerke liegen in der Naͤhe von Staͤdten oder Doͤrfern, ſondern ſie liegen auch oft allein ohne einige Nach⸗ 3 barſchaft derſelben. Iſt das letztere, ſo hat es in gewiſſen Be⸗ tracht eine mißliche age. So wohl des Sommers iſt das Salzwerk bei ſchleunigen Vorfaͤllen, die des Nachts ſich eraͤug⸗ nen koͤnnen, uͤbel daran, wenn die Arbeiter erſt von der Ferne hergerufen werden muͤſſen, als auch den Winter bei Tag, we wenige Tagarbeit vorfaͤllt. Selbſt die Sicherheit des Werks leidet Noth. Der Geldeinnehmer ſitzt auf einem gefaͤhrlichen Poſten, wann er ſein Haus auch noch ſo gut verwahrt. Das Brennholz, die Baumaterialien, die Salzmagazine ec. ſind der Dieberei an einſamen Orten ſtark ausgeſetzt, und bei einer Feu⸗ ersnoth kann wegen Mangel der Menſchen das Werk halb abbren⸗ nen, ehe die Huͤlfe kommt. In allem dieſem Betracht halte ich fuͤr hoͤchſt noͤthig, daß auf ſolchen von Ortſchaften entlegenen Salz⸗ werken die Veranſtaltungen getroffen werden muͤſſen, daß ein Theil— derer ſtaͤndigen Sodenarbeiter auf dem Salzwerk ſelbſt wohnen, ſollten auch gleich beſondere Unkoſten auf kleine Wohnhaͤuſer fuͤr dieſelben verwendet werden. Iſt ein Landesherr der Beſitzer von einem — .⸗ Stadtn 6 ne Nah b b n ſen Be⸗ wiſt das 8§ d Raͤnx en Fenne 31 zag, we s s Weh eEt. DA zit. ſind h inet ge er lb abbe ze= tt halt = men G n„ jein d 2! wohm hiuſet de— eſihr u eilc Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 677 von einem ergiebigen Salzwerk, ſo iſt es noch beſſer gethan,, und gar nichts uͤbertriebenes, wenn derſelbe die Anordnung macht, daß ſtets ein Piquet Soldaten auf dem Werk in einem Wacht⸗ haus lieget, das ſich alle Tage, alle Woche, oder wie es die Ent⸗ fernung vom Regiment zulaͤßt, eine andere Zeit abloͤſet. Von dieſem Piquet koͤnnen ſodann alle Nacht zu gewiſſen Stunden eini⸗ ge auf dem ganzen Werk herumpatroulliren, und deſſen Sicherheit vor Dieberei„Bosheiten und Feuersgefahr befeſtigen. Es wer⸗ den hierdurch keine Unkoſten mehr gemacht, der! Landesherr muß ſeine Soldaten beſolden, ob ein Theil derſelben in dieſem oder je⸗ nem Ort liegt. §. 619. Zu guten Polizeianſtalten auf einem Salzwert eͤren auch die Veranſtaltung naher Rettungsmittel bei entſtehender Feuersnoth. Ich verſtehe hierdurch die Feuersſpruͤtzen und nahe gelegene Waſ⸗ ſerbehaͤlter. Ein ausbrechendes Feuer kann oft unterdruckt und bald geloͤſcht werden, wenn dieſe Mittel in der Naͤhe ſind. Es iſt da⸗ her beſonders auf ſolchen Salzwerken, welche von Ortſchaften in ei⸗ niger Entfernung liegen, eine der erſten Nothwendigkeiten, daß ſie mit einer guten Feuerſpruͤtze verſehen werden. Waſſerbehaͤlter an ſchicklichen Orten zu dieſem Behuf anzulegen, hat um ſo weniger Schwierigkeit, weil ohnehin kein Salzwerk ohne Waſſer zur Trei⸗ Il. Theil. Rrrr bung . 8 4 4 ——— 1 2”——* — ꝗMcqd— ͦ—— 2..— ☛4 .* 1— 1 ſͤſͤſͤſͤſͤſſſ— 4 —————— 2——— .. Ee.— — — —— — —— — 678 Vierter Abſchnitt. Von der Adminiſtration bung der Muſchinen beſteben kann, alſo ſolches in der Naͤhe ha⸗ ben nuß. §. 620. b b Ein Salzwerk, das einmal im Gang iſt, iſt ein ſteter Hand⸗ lungsplatz, wo bald große bald kleine Salzabkaͤufer, bald Holz⸗ fuhrleute, welche Salz ertauſchen, ſich einfinden; derer andern vielen Arbeiter, Handwerksleute und Tagloͤhner nicht zu gedenken. Allen dieſen Leuten muͤſſen, ſoviel moͤglich, die noͤtige Bequemlich⸗ keiten auf einem Salzwerk verſchafft werden, damit ſie fuͤr ihr Geld das noͤtige Getraͤnf„das ſie nicht mit ſich fuͤhren koͤnnen, erhalten moͤgen. Es erfordert daher auf einem von andern Ortſchaften ent⸗ legenen Salzwerk die Nortwendigkeit, daß eine beſondere Wirt⸗ ſchaft angelegt werde. Verlohnt es ſich nicht der Koſten, daß der Landesherr einen beſondern Wirth darauf haͤlt, ſo iſt der beſte Aus⸗ weg, daß er Einem von den Salzwerksoftlan ten die freie Wirt⸗ ſchaft uͤberlaͤſſet, und ihm ſolche als einen Theil ſeiner Beſoldung anweiſet. b . b Funfter Abſ cnitt b b b von b e Bau⸗Ueberſchlaͤgen. er Han G=;“ ld Hol⸗ b Ser andern. andern 5. 621. t medenken.. e“ b ʒenn ich in dieſem Kapitel von Bauuͤberſchlaͤgen handele, 8 Kclch⸗ 8⁰⁸% 8 ſo erwarte man von niir keine genaue Berechnungen der iſt ihr Gid apſoluten Koſten fuͤr dieſes oder jenes Gebaͤude oder Kunſt⸗ 6 erhalta werk, ſo in den bisherigen Abſchnitten beſchrieben werden. Es wuͤrde ohnmoͤglich ſein, ſolche allgemein feſtzuſetzen, weil ſowohl G p aften ar 60 ae Wn die Baumaterialien ſelbſt, als deren Preiſe ſich in jedem Land ab⸗ 1 andern. Vielweniger geht meine Abſicht dahin, genau zu beſtim⸗ , daß i men, was ein Salzwerk zu erbauen koſte, weil ſich ſolches nach ſtt beſtels der Verſchiedenheit der Soole und nach der Gegend, welche fuͤr ein Salzwerk vorrheilhafter als fuͤr andere ſein kann, richtet; Sondern ich will nur eine Anweiſung und die allgemeine Gruͤnde angeben, wodurch man in den Stand geſetzt werden kann, nach ab⸗ geaͤnderten Umſtaͤnden in einem vorkommenden Fall die Koſten ohn⸗ gefaͤhr zu uͤberſchlagen, auf welche man ſich bei Errichtung eines Salzwerks gefaſt halten muͤſſe. b“ F. 622. Die hierzu dienliche Huͤlfsmittel ſind die Rechenkunſt, Geo⸗ V metrie und ein vollkommenes Preisregiſter derer Materialien. Auſ⸗ Chn b Rrrr 2 ſer d eie Wi ein BHeſolda 680 Fuünfter Abſchnitt. — ſſſ“ ——— ſerdem aber gehoͤrt noch dazu ein Vorrath von Erfahrungen und ein aufgeklaͤrter Verſtand, ſich alle kuͤnftige Vorfallenheiten als gegenwaͤrtig vorzuſtellen. Wenn aber auch alle dieſe erforderliche Stuͤcke zuſammen eintreffen, ſo wird doch immer noch zwiſchen An⸗ ſchlag und Ausfuͤhrung ein Ainterſchied bleiben, weil man oft man⸗ che Stuͤcke als Kleinigkeiten uͤberſiehet, zufaͤllige Begebenheiten aber, die ſich eraͤugnen koͤnnen, vorher einzuſehen und zu beur⸗ theilen nicht in unſerer Gewalt ſtehet. §. 623. Bauanſchlaͤge uͤber einzele Gebaͤude zu verfertigen, iſt ſo ſchwer nicht, als einen Haupruͤberſchlag uͤber ein ganzes Salzwerk darzulegen. Des unendlich vielfachen, ſo hierbei vorkommt, nicht zu gedenken, eraͤugnen ſich Uimſtaͤnde, uͤber deren Zuverlaͤſſigkeit auch der erfahrenſte Salzwerksverſtaͤndige oft nicht mit Beſtand urtheilen kann. Mich naͤher zu erklaͤren, ſo gehoͤrt hierher die Frage: wie viele Gradirung erforderlich ſeie, um eine Quantitaͤt n loͤtiger Soole in einer beſtimmten Zeit ⁸ loͤtig zu erhalten. Ich habe aber ſchon im rten Kap. des 2ten Abſchn.§. 497. gezeigt, daß die vollkommne Aufloͤſung dieſer Frage hypothetiſch unmoͤglich ſei. Dadurch aber, daß ſich dieſe Frage nicht theoretiſch aufloͤſen und beſtimmen laͤßt, entſteht eine ungemein groſſe Schwierigkeit bei einem zu verfertigenden Ueberſchlag, welcher nicht anders als durch eine vielfache Erfahrung und deren Vergleichung und vernuͤnftige Anwendung auf einen vorkommenden Fall abgeholfen werden kann; ob inga ud = ſeitn orderl dihe 8 ſchen l bbenheitn 1 8, 1 at* Salzwei voſemt, nih nran laͤſſigtä Alr⸗ Vir 966 an jierher n e= Quanti zu Sten. 49 zeigt, chrmoͤgliht tiſch.— flöͤſen 5 aimn lu eernünf lfen tden imn V 6 4——— „ oft ma. mzu beun Von Bauuͤberſchlaͤden. 681 ob man gleich auch hierbei nicht voͤllig geſichert iſt, ſo kommt man doch der Wahrheit immer naͤher. Wir wollen ſehen, wie weit es uns gelingen wird, in der Folge einen naͤhern Unterricht zu ertheilen, und um mehrerer Deutlichkeit willen wollen wir ſolches in drei beſondern kurzen Abſaͤtzen thun, und A) von denen erforderlichen Baumate⸗ rialien uͤberhaupt und B) von ihrer Verarbeitung handeln und C) von dieſem zur Erlaͤuterung eine Anwendung auf einen einzelen Fall machen, ſodann D) mit wenigem zeigen, was bei einem lleberſchlo uͤber ein ganzes Salzwerk zu obſerviren. §. 624. A) Von Baumaterialien uͤberhaupt. 1) Steine. M Steine, deren man ſich bei Salzwerken vornehmlich bedient, ſind Bruch⸗ oder Feld⸗ ſodann gebrannte Steine. Wie ihre Guͤ⸗ te zu unterſuchen ſei, iſt ſchon oben dargethan worden. Beider⸗ lei Gattungen werden auſſer dem Waſſer bekanntlich durch den ſo⸗ genannten Speis, der aus einer Miſchung von Kalk und grobem Sand beſtehet, mit einander verbunden. Im Waſſer aber z. E. im Salzbrunnen, Teichen Kanaͤlen ꝛc. werden die Bruch⸗ oder Feldſteine vermittelſt Moos, welches zwiſchen deſſen Fugen gelegt und mit kleinen Steinen ausgekeilt wird, mit einander verbunden. Gebrannte Steine aber muͤſſen in dieſen Faͤllen mit einem Kuͤtt untereinander verwahrt werden, der aber, weil nicht alle Kuͤtte das Saldpaſſer vertragen koͤnnen, und auſſer dieſem Fall z. E. bei Rrrr 3 Kanaͤ⸗ —, 5 — ———. Se ͤͤſ 6 4 ₰ ☛. — 8 7 —— —— —— — ——— 2 8 —,— ————— —=y — 1— — — — ——— — — — — ————— ———— — 682 Fünſter Abſchnitt. Kanaͤlen zu koſtbar fallen wuͤrde, nur aus gutem Kalk und Zie⸗ gelmehl beſtehen kann. I §. 635. Der Preis der gebrannten Steine wird nach ihrer Anzahl be⸗ ſtimmt, und entweder hundert⸗ oder tauſendweis bezahlt. Es iſt aber derſelbe, wie leicht zu erachten, ſehr verſchieden, weil der Preis des Holzes nicht einerlei iſt. Dieſes iſt aber in jedem vor⸗ kommenden Fall leicht zu erfahren. Auch iſt ein Unterſchied des Preiſes in Anſehung der koͤrperlichen Groͤſſe, in welcher man dieſe Steine verlanget. Groͤſſere Steine erfordern nicht nur mehrere Erde und Bearbeitung, ſondern ſie koſten uͤberdas ein Betraͤchtli⸗ ches mehr an Holz, um ſie durch und durch zu brennen. Ich hal⸗ te fuͤr die beſte Groͤſſe, wenn jeder Stein ½ Fus breit 4 Fus dick oder hoch und 1 Fus lang gemacht wird. Dieſes giebt dauerhafte Steine, wenn ſie ſonſt gut gebrannt werden, und ſind ſehr bequem zur Ausrechnung der Erfordernis einer gewiſſen Quantitaͤt derſelben, indem 8 ſolcher Steine genau einen Cubicfus ausmachen. §. 622. Bruchſteine werden am ſicherſten Ruthenweis beſtimmt. An manchen Orten werden ſie Wagenweis gerechnet und bezahlt; hier⸗ auf muß man ſich aber nie einlaſſen, weil man bei⸗ dieſer ungewiſ⸗ ſen Rechnung nie einen zuverlaͤſſigen Uleberſchlag machen kann. Aber auch ſelbſt die Ruthen ſind verſchieden. An manchen Orten nimmt man ſie zu 12 Schuhe lang, eben ſo breit und 4 Schuhe b hoch, Jie⸗ b ſchen ihnen bleibt. — Von Bauuͤberſchaͤgen. 683 hoch, an andern Orten wieder anders. Ich habe ſie denen Seein⸗ brechern allezeit zu 16 Schuhe lang, 16 Schuhe breit und 2 Schu⸗ he hoch beſtimmt und hiernach den Accord mit ihnen geſchloſſen. Eine ſolche Ruthe gebrochener und geſetzter Steine macht 512 Cu⸗ bikfuſe aus und fuͤr ſolche habe ich 2½ Gulden hieſiges Geldes zu brechen und zu ſetzen bezahlt. Man laͤßt ſolche gewoͤhnlich zur Winterszeit brechen und ſetzen, weil die Maurer alsdann nicht viel zu thun haben. Im Sommer habe ich ſie nie fuͤr dieſen Preis be⸗ kommen. Man muß ſich aber vorſehen, daß im Setzen kein Be⸗ trug vorgehe, welcher dadurch begangen wird, daß die Steinbre⸗ cher Steine gefliſſentlich alſo legen, daß viel Zwiſchenraum zwi⸗ 5. 627* Um nun zu berechnen, wie viel Nuthen Steine zu einem Mauerwerk erforderlich ſind, muß man wiſſen, wie viele Steine zu einer Ruthe trockenen⸗ oder Kalkmauer erſodert werden, und dieſes muͤſſen wir aus der Erfahrung lernen. Es iſt ein groſſer Unterſchied zwiſchen einer Ruthe Steine und einer Ruthe Mauer. Auch hier laͤßt ſich nicht voͤllig etwas allgemeines ſagen: es kommt auf die Steinbruͤche und auf die Regularitaͤt der Steine gar vieles an. Je unordentlicher die Flaͤchen der Steine ſind, deſto groͤſſer iſt der Unterſchied zwiſchen der geſetzten Ruthe gebrochner⸗ und ei⸗ ner Ruthe gemauerter Steine. Im Durchſchnitt kann man an⸗ nehmen, daß 1 ½ Ruthe Steine zu einer Ruthe Kalkmauer erfor⸗ dert werde, und zu einer trocknen Mauer etwas weniger, weil bei ſolcher die Steine nicht ſo dicht zuſammengeſetzt werden koͤnnen. —.§. 628, 8——.. 1 3 4 8 — 3———;— ͦ————— 3 ————. 3——————.————— —————— 2—— 4——————% ——— ſſſſſͤſſſſſſ———————— v—— a— —-——— om—————————. ——j— 8 —— — ——ÿ ——,; —— — — 3 — 684 Fiünfter Abſchnitt. § 628. 2. Kalk. b Der Kalk iſt ein unentbehrliches Material, die Steine mit ein⸗ ander zu verbinden. Er wird uͤberall nach einem gewiſſen Maas, das bald Scheffel, bald Wiſpel, bald Meſte, bald Buͤtte ꝛc. heißt, verkauft. Nachdem dieſes Gemaͤs groß oder klein, und der Kalk fett oder mager iſt, nachdem aͤndert ſich der Preis deſſelben. Dieſes iſt nun leicht an jedem Ort zu erfahren. Uns kommt es hier mehr darauf an, zu wiſſen, wie viel Kalk zu einem gewiſſen Stuͤck Mauer nach Cubikfuſen gerechnet, erforderlich ſei. Es laͤßt ſich hierbei wieder nichts allgemeines ſagen, denn mannigmal erfodert eine Gattung Bruchſteine mehr Kalk als die andern, der fette leidet mehr Sand, als der magere, und alsdann reicht man weiter da— mit. Uim daher ſeiner Sache gewiß zu ſein, laſſe man ſich eine Kalkgrube machen, welche vollkommen parallelopipediſch ſei. Hier⸗ innen loͤſche man nach dem gebraͤuchlichen Gemaͤß z. E. nach Buͤtten ſoviel Kalk ab, bis die Grube ausgefuͤllt iſt, ſo weiß man alsdann, wie viel Cubikfus Kalk man von ſo viel Buͤtten Kalkſteinen erhalten habe, und folglich, wie viel geloͤſchter Kalk eine Buͤtte giebt. UIm nun zu erfahren, wie viel Sand dieſer Kalk leiden koͤnne„laſſe man einen Cubikfus von Holz verfertigen und beim Speismachen bemer⸗ ken, wie viel ſolcher unter den Kalk gethan worden. Dieſes laſſe man nun gehoͤrig vermauern und meſſe nachgehends das Stuͤck Mauer cubiſch aus, ſo weiß man ein⸗ fuͤr allemal„wie viel Kalk auf einen Eubikfus Mauer zu rechnen iſt, wornach man dann ſeine 1 Ueber⸗ 7 Von Bauuͤberſchlaͤgen. 8685 Ueberſchlage nachmals machen und die Berschnungen darnach an⸗ ſtellen kann. 3 4 029. 3. Bolz. Das auf einem Salzwerk dienliche Bauholz kann ichen„Tan⸗ nen, Erlen und Buchenholz ſein, wie ſchon oben bemerkt worden. Beide letztere Arten jedoch nicht anders, als wo ſie beſtaͤndig im Feuchten ſtehen. Eichenholz wird vorzuͤglich nach dem Cubikmaas verkauft. Der Preis eines Cubikſchuhes iſt hier zu Land 5 Er., wiewohl ſolcher an jedem Ort verſchieden und leicht zu erfahren iſt. Weiß man demnach die Dicke und zaͤnge oder uͤberhaupt den cubi⸗ ſchen Gehalt des erforderlichen Eichenholzes zu dieſem oder jenem Bau, ſo iſt der Preis leicht zu berechnen. Tannenholz wird theils nach dem daͤngenmaas, theils aber auch nach dem Cubikmaas ver⸗ kauft. Nun iſt leicht ausfuͤndig zu machen, in welcher Dicke und Laͤnge man deſſen zu einem Gradir⸗ oder andern Bau noͤthig hat, und da ſich die Preiſe an jedem Ort leicht ausfuͤndig machen laſſen, ſo wird es auch leicht ſein, die Koſten dafuͤr zu uͤberſchlagen. Er⸗ len-⸗ und Buchenholz werden hier zu dand nach dem Laͤngenmaas ſchuhweis verkauft, jedoch mit Reflexion auf deſſen Dicke, und hat es daher gleiche Bewandnis, um deſſen Koſtenaufwand zu berech⸗ nen, wie mit den andern Holzarten. F. 630. Bohlen, Dihlen und datten gehoͤren mit unter die Hokzutate⸗ rialien, deren man zu dem Bauweſen benoͤthiget iſt. Man bekommt ſolche entweder von den Holzhaͤndlern zu kaufen, und dann ſind die Il. Theil. Ssss Prei⸗ „ ——— —— ———— —— ñ 3 2 „ . —,————— —ööööööö— — 2————————— 3—— —————————— ——— ͦ ———— ————— — — — —— — — — — — — — ——— ———— ——— —— —*— Fuͤnfter Abſchnitt. Preiſe von dieſen zu erfahren, oder man laͤßt ſolche ſelbſt aus Kloͤ⸗ zern ſchneiden. Im letztern Fall werden ſolche entweder aus freier Hand oder auf Saͤgmuͤhlen geſchnitten. Ein viereckt Klotz giebt lauter gleiche Bretter, ein rundes aber liefert dergleichen von ver⸗ ſchiedener Breite. Auf dieſen Umſtand muß reflectirt werden, wenn man ſich ſolche ſelbſt ſchneiden laͤßt. Sie moͤgen nun aus freier Hand oder auf Saͤgemuͤhlen geſchnitten werden, ſo werden nicht die Bretter ſondern der Schnitt bezahlt; naͤmlich es wird fuͤr jeden Schuh in die Laͤnge, jedoch mit einiger Reflexion auf die Breite erwas gewiſſes bezahlt, ſo wie man mit denen Saͤgern oder Saͤg⸗ muͤllern einig werden kann. Jedoch iſt dieſe Arbeit wohlfeiler auf Schneid⸗ oder Saͤgmuͤhlen, als wenn ſie mit Menſchen Haͤnden verrichtet werden muß. Nachdem nun die Bretter eine beſtimmte Dicke bekommen ſollen, ſo iſt, wenn zuvor das Klotz gemeſſen und in Anſchlag gebracht worden, leicht zu berechnen, wie hoch eine Bohle, Dihle ꝛc. kommen werde. Folglich laͤßt ſich auch dieſer Artikel in Anſchlag bringen. b 4. Kiſen. Daß vieles Eiſen auf einem Salzwerk gebraucht werde, iſt nicht zu laͤugnen, obgleich bei einem Gradirbau, auſſer etwa den Schin⸗ delnaͤgeln zum Dachwerk, gar keines noͤthig iſt. Es verdienet da⸗ her auch dieſes Material einige Erwaͤgung bei einem zu verfertigen⸗ den Ueberſchlag. Die Stuͤcke„ bei welchen ſolches erforderlich iſt, ſind die Salzpfannen, das Eiſenwerk an denen Kunſtraͤdern, Wind⸗ muͤhlen, Kun boͤcken und Geſtangen⸗ wie auch bei Roͤhrenleitun⸗ b gen. — moͤgte. Von Bauüberſchlaͤgen. 687 gen. Auf alle dieſe Stuͤcke iſt zwar bei einem Ueberſchlag zu ſehen, es iſt aber keine vollkommene genaue Beſtimmung von Pfundezahl zu erwarten. Was der Centner Gußeiſen und geſchmiedet Eiſen ko⸗ ſtet, iſt an jedem Ort leicht zu erfahren, und folglich kann ohn— gefaͤhr berechnet werden, was etwa fuͤr dieſen Artikel aufgehen B) Von der Verarbeitung derer Materialien. b§. 632. Ein Maurer verlangt auf dem Land und in kleinen Staͤdten hier zu Land taͤglich 30 bis 32 kr. und ein Handlanger 24 kr., wenn man Acht darauf hat, daß dieſe Leute die traͤgſte und langſamſte un⸗ ter allen Arten von Handwerksleuten ſind, und die gar zu gerne ih⸗ re Zeit mit Plaudern hinbringen, daher es am rathſamſten iſt, ih⸗ nen lieber die Arbeit nach dem Cubikmaas zu veraccordiren. Doch muß man hierinnen billig mit ihnen verfahren und nicht eine Arbeit wie die andere rechnen. An einem Mauerwerk, das von ziemlicher Dicke iſt, kann ein Maurer die Ruthe wohlfeiler machen, als wo eine duͤnne Mauer aufgefuͤhrt wird, weil er hier mehrere Zeit an⸗ wenden muß, ſie buͤndig und lothrecht aufzufuͤhren, da er im Ge⸗ gentheil bei einer dicken Mauer den inwendigen Theil mit leichter Muͤhe ausfuͤllen kann. Ebenſo kann man einem Maurer nicht zu⸗ muthen, eine Ruthe Mauer an den Pfeilern, auf welchen ein Gra⸗ dirbau ruhet, um eben den Preis zu verfertigen, um welchen er ei⸗ ne in einem Stuͤck fortgehende Mauer machen kann. Denn bei je⸗ nen muß er ſtets vier Seiten buͤndig und lothrecht auffuͤhren, die b Ssss2z Stei⸗ 4 ——ſſööſſſſſſ — ——— ——— 3 C —y————— 688 Fuͤnfter Abſchnitt. Steine oft hiernach behauen, und folglich mehrere Zeit aufwende à& Fuͤr letztere habe ich hier zu Land gewoͤhnlich fuͤr eine Ruthe zu 512 Cubikſchuhe einen Louisd'or à 9 fl. bezahlt. §. 633. Ein Zimmermann verlangt faſt gleichen Lohn mit dem Maurer. Aber auch bei dieſen halte ich fuͤr raͤthlicher, wenn ihnen die Arbeit nach einem vorgelegten Riß veraccordirt wird. Bei Grad irgebaͤu⸗ den habe ich die Accorde auf mancherlei Weiſe mit denſe lben ge⸗ ſchloſſen; bald habe ich ihnen Schuh fuͤr Schuh nach dem Laͤngen⸗ maas bezahlt, jedem mit 1 kr., welches wegen des vielen Holzes, ſo nicht zu beſchlagen noͤthig iſt, ein ganz raͤſonabler Accord iſt; bald habe ich es ihnen Bundweis bezahlt. Fuͤr einen Bund d. i. von 12 zu 12 Schuhen von einem Gradirbau, wie er fig. 16. ge⸗ zeichnet iſt, habe ich 32 fl. bezahlt, welches von dem vorigen Ac⸗ cord nicht viel unterſchieden iſt.— 5. 634. Bei der Schreinerarbeit habe ich mich ebenfalls nach verſchie⸗ denen gemachten Proben am beſten befunden„ wenn ich ihnen die Arbeit veraceordirt hatte. Nur muß man ihnen„beſonders, wenn ſie die Boden derer Soolkaſten legen, wohl aufſehen, daß ſie nicht rohe Arbeit machen. Man veraccordirt ihnen dieſe Arbeit am be⸗ ſten Stuͤckweis, und zahlt ihnen von jedem Dihl oder Bohle et⸗ was Gewiſſes. 6. 63 Fe Von Bauüberſchlaͤgen. 689 F. 685. b Die Schmidtarbeit kommt, weil ein Schmidt far beſtndig auf einem Salzwerk angenommen werden muß nicht in Betrach⸗ trung, ſondern man bringt nur uͤberhaupt deſſen jaͤhrlichen Gehalt in Anſchlag. Ganz grobe Arbeit z. E. geſchmiedete Kurbelzapfen laͤßt man jedoch beſſer auf Eiſenhaͤmmern ſchmieden. Der Dachdecker⸗ lohn, es moͤgen nun die Gebaͤude mit Ziegeln oder Schindeln be⸗ deckt werden, wird ohnehin gewoͤhnlich nach dem Stuͤck und nicht nach Taglohn bezahlt. Nachdem man die Schindeln groß oder klein machen laͤßt, wird es leicht zu berechnen ſein, wie viele Schindeln eine gewiſſe Quadratflaͤche bedecken, und wie viel folglich z. E. zu einem Gradirbau erforderlich ſind. An jedem Ort iſt es dann auch leicht zu erfahren, was das Tauſend koſte? und kann alſo auch die⸗ ſes Stuͤck in einem vorkommenden Fall leicht berechnet werden. 8.— 636. Wenn Deiche, Graͤben und Kanaͤle auszugraben find, ſo muß dieſe Arbeit an Seegraͤber veraccordirt werden. Man uͤber⸗ laͤßt ihnen dieſe Arbeit Ruthenweiß, und zahlt dafuͤr mehr oder weniger, nachdem die Erde tief ausgegraben und nahe oder weit weggefahren werden foll. Ich habe dergleichen Leuten mehrmalen folche Arbeiten veraccordirt und von einer Ruthe zu 144 Cubikfus bald 26 kr., wenn die Erde nicht weit wegzufuͤhren war, bald 20 kr., wenn ſie ſolche etwa 100 Sohritte n weit fuͤhren mußten, beza A 8* —ö—ö—ö—ͤö—ͤͤſ—ö——ͤ—dbͤſdͤ 5— S““————4 —— 2—— — Ssss 3 Anmerk. — ————ͤ 3 —— — — 2——— ————— —— —————— 690 Anm JFaͤnfter Abſchnitt. erk. Aus dem bisherigen wird man den Schluß machen, daß ich mehr auf Ae⸗ cordarbeit halte, als auf Arbeit, die im Taglohn geſchiehet. Ich bemerke aber⸗ daß ich dieſen Satz nicht in allen Faͤllen fuͤr guͤltig behaupte. Es wird mir er⸗ laubt ſein, mich mit ein paar Worten hieruͤber naͤher zu erklaͤren. Es hat bei⸗ des ſeine Unbequemlichkeiten, ob man im Taglohn arbeiten laſſe, oder nach Ac⸗ corden. Im erſten Fall lauft man zwar meiſtenthells Gefahr, daß man das Faul⸗ lenzen mit bezahlen muß; im andern Fall aber iſt man der Unannehmlichkeit aus⸗ geſetzt/ daß der Arbeiter, um mehr zu verdienen, geſchwind daruͤber hinaus ar⸗ beitet, und ſchlechte Arbeit verfertiget, welches oft verdrieslicher iſt, als wenn man den Muͤſiggang mit haͤtte bezahlen muͤſſen. Will man demnach in einem Fall, wie in dem audern, ſicher gehen, ſo muſſen Aufſeher beſtellt werden, wel⸗ che die Handwerksleute und Arbeitere ſtets beobachten. Aber auch hiermit iſt der Sache oft nicht abgeholfen. Nicht zu gedenken, daß dadurch die Arbeit um ein ziemliches vertheuert wird/ ſo kann man bei alle dem, wenn der Aufſeher ent⸗ weder nicht Kopf genug hat, oder gar untreu iſt, eben die Gefahr laufen⸗ wel⸗ cher man ohne ihn ausgeſetzt war. Jedoch kann bei Accordarbeiten, wenn man im Accord Strafen auf untaugliche Arbeit ſetzet, eher ein Aufſehe r erſpart wer⸗ den. Allein man findet dabei in der Ausuͤbung gar oft dieſes Inconveuienz, daß es langſamer dahei hergehet, weil die Unternehmer gar gern mit wenigen Leu⸗ ten arbeiten/ um ſolche beſſer uͤberſehen und dadurch mehr verdienen zu koͤnnen; hierdurch verliert man an der Zeit, und der Vortheil, welchen man durch den Accord gewinnt, gehet auf der andern Seite, weil man die Arbeit ſpaͤter benu⸗ tzen kann, wieder doppelt verlohren. Ich meines Orts halte demnach folgenden Mittelweg fuͤr den beſten: Alle Arten von Arbeit, welche ſich uͤberſehen und uͤber⸗ ſchlagen laſſen, ſuche man, theils um Aufſicht zu erſparen, theils um gewiß zu wiſſen, was die Arbeit koſten werde, zu veraccordiren;z dabei aber greiffe man den Aceord nicht zu ſpitz, damit der Handwerksmann etwas verdienen moͤge, und ſich nicht genöthiget ſehe, ſich in der Arbeit zum Schaden des Herrn zu kobereilen; hingegen ſetze man eine Strafe(poenam conventionalem) in den Accerd, oder aber man laſſe ſich Caution machen, auf den Fall, da die Arbeit nicht mei⸗ ſtermaͤſig beſunden wuͤrde. Wo hingegen Arbeiten vorfallen, welche ſich vorhero nicht uͤberſehen laſſen und alſo entweder der Bauherr oder der Entrepenneur Scha⸗ den leiden koͤnnen, da halte ich fuͤr raͤthlicher und billiger, die Arbeit im Taglohn verrichten zu laſſen. Desgleichen, wann Arbeiten ſoreirt werden ſollen, ſo iſt oft die Accordarbeit nicht anzurathen; koſtet gleich die Arbeit fur ſich betrachtet, im Tag⸗ Von Bauuberſchlaͤgen. Taglohn mehr, ſo kann ſie doch, im Ganzen genommen, voetheilhafter ſein, weil man durch Anſtellung vieler Arbeiter fruͤher fertig wird, und das Werk eher ge⸗ braucht und fruͤher benutzet werden kann. 1 3 8. 687. Der Fuhrlohn iſt endlich auch noch ein Stuͤck, das bei ei⸗ nem zu verfertigenden Ueberſchlag nicht zu vergeſſen iſt. So wie die Steine Ruthenweis gebrochen werden, ſo iſt es auch rathſam ſolche wieder Ruthenweis an Fuhrleute zu veraccordiren. Eben ſo iſt es weislicher gethan, wann das Bauholz nicht Fahrtenweis, ſondern etwa nach den Staͤmmen veraccordirt wird. Wie viel in einem vorkommenden Fall zu bezahlen iſt, laͤſt ſich am beſten an jedem Ort ausfindig machen. Nur muß ein vernuͤnftiger Kopf ohn⸗ gefaͤhr die Schweere der Materialien zu berechnen wiſſen, um uͤber ſchlagen zu koͤnnen, was und wie viel mit einem, zwei ꝛe. Pfer⸗ den gefahren werden kann. C) Anwendung des bisherigen auf einen einzeln Kall. Geſetzt nun, man wollte z. B. einen Ueberſchlag uͤber einen zweiwaͤndigen Gradirbau von 100 Fuſen lang verfertigen, welcher nach unferer Art 36 Fuſe breit ſein ſoll, der Boden, worauf er gebauet werden ſoll, ſeie etwas bruchig; ſo unterſcheide man zuvor⸗ derſt die Materien, alsdann die Arbeit, etwa auf folgende Weiſe: ——; 15—y— ————— *— ] — — ———————— 8 —“ —————— ———.—————— — — — —j4— ——— 1 ⸗ Fuͤnfter Abſchnitt. A) Roſten derer Materialien. 1) An Steinen iſt erforderlich: b a) Zum Fundament, welches vier Schuhe tief und drei Schuhe weit iſt, und ohne abgeſetzt unter den vier Reihen Pfeilern und an beiden Giebelſeiten fortlauft fuͤr ohngefaͤhr 1r Ruth. Mauer 16 Ruth Steine jede koſtet zu brechen 2 fl. thut— jede Ruthe zu fahren 4 ff.——— b) zu 28 Pfeilern nach der langen Seite und zu vier an denen beiden Gibelſeiten, alſo zu 23 Pfei⸗ lern, jeder 9 Schuhe lang, 4 Schuhe hoch, und 2 ½ Jus dick, betraͤgt an Mauer 5 ½ Ruth. und an b Steinen 8 ½ Ruth. betraͤgt an Brecherlohn— an Fuhrlohn—-——— —) zu vier Eckpfeilern, deren jeder an der langen Seite 6 Schuhe lang, 4 Schuhe hoch, 2 ½ F. dick und der Anſtos an der Giebelſeite Schuhe lang iſt, betraͤgt 360 C. F. Mauer, alſo an Steinen 1 Ruth. 28 C. F. thut an Brecherlohn—— und an Fuhrloon——— — — d) zu zehen Strebenpfeilern, deren jeder im Funda⸗ ment 3 Schuhe weit, 4 Schuhe lang, und 4 Schu⸗ he hoch, uͤber dem Fundament aber ohngefaͤhr die Haͤlfte von einem Parallelepiped. das 3 Schu⸗ he hoch, 3 Schuhe lang und 2½ Schuh dick iſt, betragen zuſammen 1 Ruth. 80 ½ C. F. u. an Stei⸗ nen 1 Ruth. 376 ½ C. F. thut an Bre erlohn— 4 eeeeee—— 14 6—- an Fuhrlohn Latus 180 fl. kr. 4r 15 66 b— 21 15 34— 2 38 4 13 4 20 6 6 ————— & t. 2ͤ Von Bauuberſchlaͤgen. b b Transport— Saͤmtlich Mauerwerk betraͤgt alſo 18 Ruth. und 248 ⅞ C. F. Hierzu iſt erforderlich: 2) An Kalk 2 ¾ Achtel auf jede Ruthe gerechnet, oha⸗ gefaͤhr 46 Achtel; das Achtel incluf des Vubrloßns betraͤgt allhier rfl. g8 kr. thut— 3) An Sand zu jeder Ruth⸗ Mauer drei Karn, macht Ppter 55 Karn, jeder zu fl. 1 Fuhrlohm—— 9) An Zols: a) Buchenhols zu Peaͤhlen unter 36 Pfeilern, unter jedem 6 Stuͤck zu 12 Schuhe lang, 10 Zolle dick, der Schuh nach dem Laͤngenmaas zu 3 kr.— b desgleichen zum Roſt durchaus unter die a Reihen G Pfeiler 944 Schuhe; ſolchen unter jedem Pfei⸗ ler dreimal mit Querſtuͤcken zu verbinden, thut fuͤr jedem Pfeiler 9 Schuhe oder zuſammen 324 Schuhe,a lſo in Summa 1268 Schuhe à 3 kr. zu Dornſtellagen, in die untern Dornwaͤnde 120 Stuͤck jedes 25 Fus lang, und zur obern Dorn⸗ wand 30 Stuͤck à 15 F. lang, alſo 54 3450 Fus jeden zu 6 Pfen.—— Fär Dornſtangen auf welche die Dorne gelegt werden, uͤberhaupt———— Fuhrl ohn wann es nicht uͤber eine Meile iſt⸗ etwa 180 32 129 63 12 130 Latus Il. cheil. Tttt 27,3 30 36 86 24 681 ————— —— — 8—————“— —*— —— öL“— ——— ———— 6909 FFünfter Abſchnitt. Transport—— b) Pichenholz: zu Mauerlatten, 6 Zoll dick, 10 Zolle breit unter dem ganzen Bau, alſo 272 Fus lang, thut 113 C. F. jeden zu 5 kr. betraͤgt—— zu Bruſtſchwellen, 15 Zolle hoch, 12 Zolle breit, und 272 F. lang, alſo fuͤr 340 E. F.— zu vier Eckpfoſten, jeder 25 Schuh hoch, 1 Fus .. dick betraͤgt 100 C. F. und an Geld— zu Sohlen an die Strebenpſeiler ohngefäͤhr 0 C. F. b— Fuhrlohn von dieſem Holz etwa—— Fuͤr 10000 Stuͤck Schindeln 20 Zolle lang, 6 IJoolle breit, à 13 fl. pro 1000—— Fuͤr 260 Stuͤck Tropf⸗ und Quer⸗Rinnen à b g kr. pro Stuͤk———— Fuͤr 200 Stuͤck Krahne à 2 ½ kr. pro Stuͤck— c) Tannenholz: zu denen unterſten Durchzuͤgen drei Reißboͤlzer à 20 fl. pro Stůck—— zu denen unterſten Balken, Pfoſten und oberen Durchzuͤgen 12 Bodem, oder 72 Staͤmme lange Vlter à 30 fl. pr. Bodem—— Bodem— 4 Fuhrlohn davon Meilwegs 16 fl. pr. St.— Fuhrlohn vor 5 Meilen Wegs à 24 ¾ fl. pr. 681 28 40 20 Latus— — —-——— ———y—-—— 2 n Von Bauuͤberſchlaͤgen. omenl Transport— Zu denen oberen Balken, Dachſtuhlpfoſten und Windſtreben, 7 Bodem, d. i. 49 Staͤmme lan⸗ ge Allter à 15 fl. pr. Bodem—— Fuhrlohn davon à 24 ½ fl. pr. Bodem—— zu Riegeln, Bugen und Haingebaͤlk 4 Bodem, oder 32 Staͤmme AIllter à 11¼ fl. pr. Bodem— Fuhrlohn à 20 fl. pr. Bodem——— zu Sparren 8 Bodem oder 72 Staͤmmen Xter 39 fl. pr. Bodem-——— Fuhrlohn davon à 12 fl. pr. Bodem—— Latten zum Dach 500 Stuͤck à 3 fl. pr. 100— Fuhrlohn davon—-——— 50 Stuͤck Seitenborden 3 Zolle dick, 18 Zolle V hoch 14 Schuhe lang zu denen Soolkaſten das Stuͤck 14 fl.—— Fuhrlohn von jedem Stuͤck fl.—— zu dem unterſten Soolkaſten an breiten Doppeldih⸗ len—— 360 Stuͤck zu dem mittleren 100— zu dem oberſten 30— In Summa 490 Stuͤck à ao fl. pr. 100— desgleichen zu Gaͤngelbretern 8o Stuͤckk—— Fuhrlohn davon à 15 kr. pr. Stuͤkk—— 50 Tttt 2 91 40 30 — — ͤͤͤ“ ——y—— 1 3 8———.— 2——— 2 4 3 ““ —— 69b66 FSFünfter Auſcune b Transport— Nota: zu denen Boͤcken, worauf die Gaͤngelbret⸗ ter im unterſten Soolkaſten befeſtiget werden, wird das abfallende Gehoͤlz genommen. d) Fuͤr Birkenholz zu Naͤgeln——— e) An Schwarzdornen: Zu jeder derer beiden unterſten Dornwaͤnde gün⸗ gefaͤhr un Stͤck Wellen, und fuͤr die ober⸗ ſte etwa 2 Stuͤck alſo in Summa etwa 45000 Stuͤck, jedes zu r kr.—— 5) An Eiſen: b Fuͤr deiſtnaͤgel, zu Befeſtigung derer Leiſten auf die Dachſparrn, um nachhero die Latten dar⸗ auf zu machen———— Fuͤr Latten⸗Naͤgel——— Fuͤr 40000 Stuͤck Schindel⸗Naͤgel—— Fuͤr Naͤgel, die Gaͤngelbretter zu befeſtigen— 5) Arbeitslohn. 1) Dem Maurer: Fuͤr jede Ruthe Mauer incluſ. das Fundament auszugraben, und die Erde eine Strecke weg auf die Seite zu fahren, f. thut von fl. 2807 750 kr. 30 18 Ruthe——— Latus 3 Von Bauuͤberſchlaͤen. Transport— Fuͤr jeden Pfahl einzurammen 30 kr., unter je⸗ den Pfeiler 6 Stuͤck, und unter jeden Streben⸗ pfeiler 4 Stuͤck betraͤgt von 36 Pfeilern 216. und von zehen Strebenpfeilern 40. in Summa 256 Pfaͤhle, thut——— 2) Dem zimmermann: von jedem Bund iacluſ. Holz Faͤllen, Holz Be⸗ 1 ſchlagen und zu ſchneiden, Pfaͤhle zu ſpitzen, Roſt und Dornſtellagen zu machen und Wind⸗ ſtreben anzuſetzen, wie auch den Bau auf 9 ne Koſten aufzuſchlagen, 34 fl. alſo von 8 Bunden———— vor Streckwein——-— 3) Dem Schreiner: Fuͤr Verfertigung derer drei Soolkaſten von 50 b Stuͤck Seitenborden von jedem 26 kr.— von 490 Stuͤck breiten Doppeldihlen von jedem Stuͤck in Nuth und Federn zu legen, 20 kr.— 163. von 160 Stuͤck Boͤcken zu denen Gaͤngelbrettern zu verfertigen à 6 kr. pr. Stuͤk—— 80 Stuͤck Gaͤngelbretter zu befeſtigem, vom Stuͤck 2 kä———— Latus fl. 3790 128 I kr. 40 20 16 —— 1„ 1 ——— 2 dr———— —————— ————————————— — — ————ꝭ—ÿ—ÿ—ᷣ—ᷣ—ʒ—ʒ—— 698 Sinfter Abſchnitt. Transport— 4408 56 4) Dem Dachdecker: Fuͤr Verfertigung und Befeſtigung derer kleinen Leiſten auf die Dachſparn, und darauf die Lat⸗ ten zu nageln, fuͤr jede Lattenlaͤnge und ſo hoch das Dach iſt, 1 fl.——— 20— Fuͤr Aufnagelung der Schindeln à à 2 fl. pr. 100 20— 5) Deneu Tagloͤhnern: Fuͤr 45000 Stuͤck Dornwellen gleich zu ſtuͤm— pfen à 8 kr. pr. 100.——— 60%— Die Dornwaͤnde zu ſchlagen und auszugleichen, von 100 Fuſen eine in die andere 15 fl. alſo von denen drei Waͤnden——— 45— — — —. Summa— 4553 — 9 △½ 1. Anm. Wann der Grund und Boden, worauf der Bau geſetzt werden ſoll, erſt erkauft werden muß, ſo kommt ſolcher auch mit in Anſchlag. 2 2. Anm. Ich habe in vorliegendem Exempel alles in denen Preiſen angeſetzt, wie ich ſolche auf einem meiner Aufſicht anvertrauten Salzwerk gefunden habe, wel⸗ che alſo nicht fuͤr allgemeim anzunehmem ſind, ſondern ſich faſt fuͤr jede Gegend aͤndern. Es wird nun leicht ſein, nach dieſem Muſter fuͤr jedes andern Bau uͤber oder unter der Erde, einen obngefaͤhren Ueberſchlag zu verfertigen. d. 639. —— D was bei einem Ueberſchlag uͤber ein ganzes Salzwerk zu beobachten. §. 693. Soll ein Ueberſchlag uͤber ein ganzes neu zu erbauendes oder zu erweiterndes Salzwerk gemacht werden, ſo muͤſſen mehrere Stuͤ⸗ cke, die einen Bezug auf einander haben, erwogen werden. Das erſte dabei iſt, daß man unterſuche, wie viel Soole die Salzbrun⸗ nen, um derentwillen das Werk erbauet oder erweitert werden ſoll, in einer gewiſſen Zeit liefern. Wie dieſes zu erfahren, iſt oben§. 28. gezeigt worden. Es muß alsdann weiter erforſcht werden, wie viel Salz hieraus das Jahr hindurch, wann ſie alle, oder zum Theil benutzt wird, zu erhalten iſt, welches aus§. 36. u. f. zu er⸗ lernen iſt. Von dieſem Salzquantum, welches ſich auf ſolche Weiſe ergibt, muß man aber nachhero, wann es in Geldanſchlag gebracht wird, wenigſtens den vierten Theil abziehen, welcher in der Gradi⸗ rung und Siedung verlohren gehet. Hierauf richtet man ſein Au⸗ genmerck auf die erforderlichen Gradirungsgebaͤude, deren Erfor⸗ derniß aber theoretiſch nicht feſtgeſetzt werden kann, ſondern nach der Erfahrung, nach der Himmelsgegend und Lage, und nach einer ohngefaͤhren Vergleichung mit andern Salzwerken beſtimmt werden muß. Hieraus laͤßt ſich nun weiter leicht berechnen, wie viele Salz⸗ pfannen von einer gewiſſen Groͤſe noͤtig ſind, um das gefundene * Salz⸗ Von Bauuͤberſchlaͤgen. 69 9 3 —— — 4 8 4 3„ —— * ——— 700 b Fuͤnfter Abſchnüt. Salzquantum, auf welches man Rechnung machen darf, zu ſie⸗ den, und durch dieſe wird ſodann die Groͤſe eines oder mehrerer Siedhaͤuſer beſtimmt. Wie gros ein Salzmagazin nach dieſer Quan⸗ titaͤt Salz oßngefäͤhr ſeyn muͤſſe, iſt ebenfalls leicht zu uͤberſchlagen. Kunſtraͤder und Stangenkuͤnſte, Deiche und Canaͤle, wie auch Grund und Boden, worauf das Salzwerk gebauet werden ſoll, ſind auch bei einem Ueberichlas nicht zu übergehen. d. 640. Ale dieſe Stiͤcke laſſen ſich nun leicht einzeln in Anfchlagt brin⸗ gen und berechnen, wiewohl man keine mathematiſche Schaͤrfe er⸗ warten darf. Die Geldſumme, welche man dadurch, als erfor⸗ derlich zu dieſem Bauweſen, herausbringet, iſt als ein Capital an⸗ zuſehen, deſſen Zinſen als jaͤhrliche Ausgaben in Anſchlag kommen, zu dieſer komme nun noch die weitere Unterhaltung und Betreibung des Werks. Dieſe beſtehen in der Beſoldung der Bedienten und der Knappſchaft, in dem Brennholz zur Salzſiederei in der Unter⸗ haltung der Gebaͤude und des allenfalls vorhandenen Viehes ꝛc. Ver⸗ gleicht man hiermit die Einnahme, welche in den vor das gefun⸗ dene Salzquantum erloͤſeten Geld beſtehet, ſo ergibt ſich alsdann eine Bilance, aus welcher ohngefaͤhr zu erſehen iſt, ob das Salz⸗ werk mit Vortheil angelegt oder erweitert werden koͤnne oder nicht. 1 „ 1 2 hanzerf. 4A Von Bauuberſchlaͤgeen. 701 Anmerk. Ich muß bei dieſer Gelegenheit uͤber die Frage: wie viel Procente nach vorerwehnter Berechnung heraus kommen muͤſ⸗ ſen, wann man ſich entſchlieſen ſolle, ein Salswerk anzulegen? mich etwas naͤher erklaͤren. Ein gewiſſer großer Cammeraliſte, be⸗ hauptete allgemein, es muͤſten bei ſolchen Ueberſchlägen wenigſtens 10. Procente herauskommen, ehe mau ſich entſchlieſen doͤrfe, etwas zu wagen. Ich hatte lange ſelbſt dieſen Satz nachgebetet; allein nach⸗ dem mir ein anderes Licht aufgegangen iſt, ſo bin ich nunmehro an⸗ derer Meinung, wie man zum Theil ſchon aus meinem Vorbericht erkennen wird. Ich mache naͤmlich einen Unterſchied, ob der Stiff, ter ſolcher Anlagen, ſie moͤgen nun ein Salzwerk, oder ſonſtige ſolide Fabriquen zum Gegenſtand haben, ein Landesherr oder eine Privat⸗ verſohn iſt. Im letztern Fall iſt es allerdings raͤthlich und weislich, wann ein Entreprenneur nicht anders in dergleichen Unternehmun⸗ gen hineingehet, als wann nach einem moͤglichſt genauen Ueber⸗ ſchlag wenigſtens zehen Procente heraus kommen, denn man lauft wegen derer unvorhergeſehenen Faͤlle manchmal Gefahr, daß am Ende doch nicht viel über fuͤnf Procente uͤbrig bleibt. Auf die ſichere Erhaltung von vier bis fuünf Procenten von ſeinem Capital hat aber auch der reichſte Capitaliſt zu erſehen, weil er keinen an, dern Fond hat, ſich und die ſeinigen ſtandesmaͤſig zu unterhalten, und ſo viel ihm an denen 4 oder 5 Procenten abgehet, um ſo viel iſt ſein Capital verringert, und er ſo viel aͤrmer geworden. Ganz anders iſt es beſchaffen, wann der Landesherr den Entreprenneur abgibt. Derer Regenten gibt es heut zu Tag wenige, welche eine IlI. Theil. Uunuu, kei⸗ 702 Funſter Abſchnitt. Von Bauuͤberſchlaͤgen. geidenſchaft haben Capitalien zu ſamlen, und wo es geſchiehet, iſt es doch nie fuͤr ein ſicheres und bleibendes Eapital zu rechnen, weil die Descendenz die Freiheit hat, das geſammelte Capital nach Will⸗ kuͤhr wieder an Mann zu bringen, und dann iſt das geſparte Ca⸗ pital ſo gut⸗, als nie geweſen. Wird es aber zur Erbauung oder Erweiterung einer Saline oder ſonſtigen ſoliden Fabrique verwen⸗ det, ſo iſt dieſes ein ewiges Capital, das immerfort Zinſen brin⸗ get, und der Verſtoͤrung nicht unterworfen iſt. In dieſer Ruͤckſicht iſt es demnach einem Landesherrn allezeit anzurathen, eben nicht auf allzu groſe Procente zu ſehen, wann Er ein ſolides Salzwerk in ſeinem Land errichten kann, ſondern, da durch eine ſolche inne⸗ re Landesverbeſſerung ein Caͤpital conſervirt und gar ſehr vor die Descendenz geſorgt wird, auch mit weniger als fuͤnf Procenten vorlieb zu nehmen. Anhang von ct b 4 denen Rechten und Befugniſſen 3 eines Landesherrn die 8 nte auf Salzquellen und den Alleinhandel⸗ des Salzes. Einleitung 4— 8 wage mich hier in ein Feld, deſſen Bearbeitung nach der niederen Denkungsart, welche man in aͤlteren Zeiten hegte, und die auch noch in neueren Zeiten nicht ganz erloſchen iſt, 1 ch fuͤr einen Cameraliſten eigentlich nicht ſchicket. Denn was hat ein Cameraliſte noͤthig, ſich in die Unterſuchung einer ſolchen Frage einzulaſſen? Sie gehoͤrt nur fuͤr Rechtsgelehrte, und ſo lange dieſe nicht einig ſind, thut der Cameraliſt ſein Amt, und erwirbt dem Fisco, was er kann, wann es nur nicht ſo ganz offenbar, als Unrecht in die Augen faͤllt.— Dieſes iſt die gewoͤhnliche, wo nicht Sprache, doch Denkungsart der ſogenannten Plusmacher, von welchen die wenigſte Cammern ganz frei ſind. Dieſe glauben, von der Vorſehung nur deswegen zu ihrer cameraliſchen Wuͤrde be⸗ Fimmt zu ſein, um Nutzen zu ſchaffen, und verſtehen unter dieſer Rubric keinen andern, als den ſie ohne einige Ruͤckſicht ihrem Herrn leiſten; ſie glauben auch nicht, daß es ihnen eben ſo wohl, wie ei⸗ nem Rechtsgelehrten, obliege, in jedem Fall genau zu unterſuchen, was Recht und Unrecht iſt. Iſt es aber wohl zu verwundern, wann ſich hier und da eine ſolche Denkungsart eingeſchlichen hat? Wem die Verfaſſung der Cammern in aͤlteren Zeiten nicht unbekannt iſt, Uuuu 3 der der wird leicht finden, worinnen der Grund dieſes Verderbens zu ſuchen iſt. Man hatte ſich zu jenen Zeiten von dem Wahn bethoͤ⸗ ren laſſen, daß zu einem Rathgeber bei Finanz⸗Collegien weiter nichts, als gut Rechnen und Schreiben erfordert werde, und daher kam es, daß man kein Bedenken trug, faſt durch eine allgemei ne Obſervanz den Satz feſt zu ſtellen, daß, wer Rechnen und Schrei⸗ ben, und allenfalls noch ein wenig von der Oeconomie raiſonniren koͤnnte, ein faͤhiges Cammer⸗Subject ſeie. Es konnte alſo nicht anders ſein, als daß alles das Abſurde, was aus dieſem Satz zu folgern war, auch wirklich erfolgen muſte, folglich, daß bisweilen die ſchlechteſte Geſchoͤpfe, denen es an Verbeſſerung des Verſtandes und Willens fehlte, die Stelle eines Raths bei denen Cammern be⸗ gleiteten, wie mir denn ſelbſt Beiſpiele bekannt ſind, daß Laquaien zu ſolchen Stellen gelangt ſind. Was kann aber von ſolchen Sub⸗ jecten Gutes erwartet werden? Entweder fehlt es ihnen an der er⸗ forderlichen Kenntniß, und dann ſind ſie auch bei dem beſten Wil⸗ len wenig brauchbar, oder es fehlt ihnen, wann ſie allenfalls noch durch die Laͤnge der Zeit in einem oder dem andern Theil der Came⸗ ralwiſſenſchaft practiſche Kenntniſſe erworben haben, an dem aus⸗ gebeſſerten Willen das Gute zu rathen, weil es gut, und das Un⸗ recht zu mißrathen, weil es unrecht iſt. Jene koͤnnen ſodann aus Unverſtand und Unwiſſenheit, dieſe aus Bosheit fehlen. In bei⸗ den Faͤllen laufen Herr und Unterthan Gefahr, durch ſolche Nath⸗ geber Schaden zu nehmen, doch letztere mehr, als erſtere, weil die angebohrne boͤſe Eigenliebe, durch neue Acquiſitionen ſich be⸗ liebt zu machen, die Liebe gegen den Naͤchſten uͤberwiegt, und da⸗ her Willen in die Ausuͤbung zu bringen tuͤchtig und geneigt ſind. Das Einleitung. 707 her kommt es, daß oft Dinge wider alles Naturrecht zu Regalien gemacht werden. Ein Landesherr, dem Gott ſo viele Weisheit verliehen hat, nicht alles das fuͤr Gold zu halten, was glaͤnzet, oder nicht alles fuͤr Seegen zu halten, was dem aͤuſeren Anſchein nach Einkuͤnfte bringt, wird das Wohl derer, die ihm Gott zu regieren anvertrauet hat, ſeinem eigenen Wohl, wo nicht vorzie⸗ hen, doch gleich ſetzen, und wenigſtens an ſeine Unterthanen nichts begehren, als wozu er berechtiget iſt; in ſo viel er dieſes thut, in ſo viel macht er ſich des goͤttlichen Seegens wuͤrdig und theilhaftig, denn er verhaͤlt ſich nach dem Gebot desjenigen, von welchem allein aller Seegen kommt, und welches er ſeinen Fuͤrſten auf Erden un⸗ ter andern durch den Propheten Ezechiel Cap. 4. v. 18. hat be⸗ kannt machen laſſen:„Es ſoll auch der Fuͤrſt dem Volk „nichts nehmen von ſeinem Erbtheil, noch ſie aus ihren „eigenen Guͤtern ſtoſſen, ſondern ſoll ſein eigen Guth auf „ſeine Kinder erben, auf daß meines Volks nicht jemand „von ſeinem Eigenthum zerſtreuet werde.“ Ein Regent kann in ſeinem Land, heſonders wann es von Berraͤchtlichkeit iſt, nicht alles in allem ſein, das iſt, er kann nicht in allen und jeden Vorfaͤllen und Angelegenheiten ſelbſt unterſuchen, was Recht und was Unrecht iſt; die Kraͤfte des menſchlichen Verſtandes ſind einge⸗ ſchraͤnkt. Das aber fodert Gort, daß er den Willen habe, das Unrecht zu verabſcheuen, und Recht zu thun, und alſo die Mittel hierzu zu gebrauchen, das iſt, ſolche Rathgeber zu waͤhlen, wel⸗ che, ſo viel er, als Menſch, zu beurtheilen faͤhig iſt, dieſen ſeinen ſind 7⁰08 Einleitung. ſind nun ſolche, deren Verſtand und Wille ausgebeſſert ſind. Ich verſtehe hierunter ſolche Subjecte, welche nicht nur die erforder⸗ liche Kenntniß derer Wiſſenſchaften haben, welche zu dem Amt, das ſie begleiten ſollen, noͤthig ſind, ſondern die auch den Willen haben, nach dem wahren dieſer ihrer Erkaͤnntniß, ohne irgend einige Ruͤckſicht, Recht zu thun, und was Unrecht iſt, nach allen Kraͤf⸗ ten aus dem Weg zu raͤumen. Dieſes iſt beſonders in Landes, Collegien, welche mehrere Gewalt, als einzele Perſohnen, ha⸗ ben, noͤthig. Folglich ſollten auch vorzuͤglich die Cammern mit ſolchen Rathgebern beſetzt ſein. Daraus folgt, daß ein Herr uͤbel berathen iſt, wann ſeine Cammer mit bloſen Renth⸗ meiſtern oder Landoͤconomen beſetzt iſt, denn dieſen fehlt die noͤ⸗ thige Kenntniß deſſen, was nach buͤrgerlichen Geſetzen in vor⸗ kommenden Faͤllen Recht und Unrecht iſt; mangelt dieſen auch noch der gebeſſerte Wille, ſo wird die Plusmacherei und Druck der Unterthanen, von deren Wohl doch das Wohl des Regenten ab⸗ hanget, vollends zum Handwerk. Das daher zu befuͤrchtende Un⸗ heil mag auch wohl die Urſache ſein, warum man denen Cammern auch noch heutiges Tages an vielen Orten keine Gerichtsbarkeit zu⸗ geſtehet. Es ſollte dahero billig ein Landesherr darauf ſehen, daß ſein Cammer⸗Collegium, wenigſtens zum Theil, aus Rechtsge⸗ lehrten, deren moraliſcher Character gebeſſert iſt, beſtehe, der uͤbrige Theil aber aus ſolchen, welche nebſt einem guten Willen wenigſtens gruͤndliche Kenntniſſe in einem oder dem andern Theil der Cameralwiſſenſchafft beſitzen, und da ſich das eine wie das andere weder auf dem Schreibtiſch, noch beim Schuhputzen b erlernen Einleitung. 709 erlernen läͤſſet, ſo wuͤrde dadurch denen untauglichen Subjecten der freie Zugang zu ſo wichtigen Aemtern abgeſchnitten, und Herr und Unterthan wuͤrden im Ganzen beſſer berathen ſein. Wo nuretliche, oder bei kleineren Regenten wohl gar nur eine Perſohn die Renth⸗ cammer vorſtellet, da hat ein Landesherr doppelte Urſache, ein Sub⸗ ject zu waͤhlen, das die erwehnte Eigenſchafften beiſammen hat, weil mehr Unheil angeſtifftet werden kann, wo weniger, oder wohl gar nur einer zu gebieten hat, als wo mehrere zu ſagen haben. Was fuͤr ein Schickſal die Salzwerkswiſſenſchaft, in ihrem ganzen lImfang und als ein cameraliſcher Gegenſtand betrachtet, oft gehabt habe, wann ſie von ungelehrten Koͤpfen, denen die bisher beſchriebene Eigenſchafften gefehlt haben, behandelt worden iſt, und was fuͤr uͤble Folgen am Ende entweder fuͤr den Landesherrn oder fuͤr Unter⸗ thanen und Privatperſohnen erwachſen ſind, iſt bekannt. Hatte der Regent ein eigenthuͤmliches Salzwerk, und dem Referenten im Cammmercollegio fehlt es an dem Wiſſentſchaftlichen des Fabriquen⸗ weſens, ſo lief der Landesherr Gefahr, entweder das angewandte Capital, oder die mit Recht zu erwartende Zinſen zu verliehren; hatten Unterthanen oder einzelne Privatperſohnen das Gluͤck, Salz⸗ quellen zu beſitzen, ſo muſten dieſe oft in Furcht ſtehen, ſolche zu verlieren, und ihrem uͤbel verathenen Landesherrn, als ein vermein⸗ tes Regal, zu uͤberlaſſen. Erſteres war eine natuͤrliche Folge von dem Mangel der Kenntniß in der Salzwerkskunde; letzteres aber eine Folge entweder von dem Mangel der Kenntniß der Gerechtſame des Landesherrn, oder von dem boͤſen Willen, den der Rathgeber hatte, ein Regal aus etwas zu machen, das es nicht iſt. Dieſes B. Theil. Err,, letzter⸗ 710 Cinleitung. 4 letztere iſt es nun, was ich mir vorgenommen habe, noch in die⸗ ſen wenigen Blaͤttern nach meiner Einſicht und ganz ohnpartheiiſch “ blos aus diebe zur Wahrheit vorzutragen. Es haben ſchon lange V . vor mir mehrere Schriftſteller dieſe Materie beſonders abgehandelt, Engelbrecht Diſſ. de iure Salin. Helmſt. 1766. Ahasverus Fritſch de regali Salinarum iure len. 1670. Ellenberger de iure Salin. Bernhard Gorhoſ. Hezel in Diſſ. de Salinis, earumque in. ſpectione magiſttan civil. Imperial compet. Altorf 175. und lo. Henr. lIung dei iure Galinarum Goerringne 1743. Die⸗ ſer letztere hat beſonders ausfuͤhrlich und gruͤndlich von dieſer Mate⸗ V rie geſchrieben, dahero ich auch, weil ich vöͤllig ſeiner Meinung bin, ſeine Saͤtze vornehmlich im folgenden aſten Capitel„ zum Grund gelegt obs Liſtes Erſtes Capitel. don denen Rechten und Befugniſſen eines Landeeherru auf Salzquellen. — d. 1. Yann wir die römiſche Geſetze mit ſtiller Aufmerkſamkeit be⸗ d trachten, ſo finden wir, daß ſich ſolche faſt durchgehends auf das natuͤrliche Recht, welches Gott jedem Menſchen ins Herz geſchrieben hat, gruͤnde. Die Wahrheit dieſes Satzes leuchtet nicht nur aus den Geſetzen ſelbſt hervor, ſondern wir finden auch haͤufige und ausdruͤckliche Stellen im Corpore iuris, welche zu erkennen geben, daß die roͤmiſche Rechtsgelehrte auf nichts mehr geſehen haben, als auf das natuͤrliche Recht, wie aus L. 13.§, 7. ff de excuſ. tutor. L. 90/. L. 206. ff. de reg. iur. L. 8. C. de ludic.„ und noch viel andern Stellen mehr zu erſehen ic. Dahero ſie auch im L. 1. ff. de luſt-& iur. das Recht eine artem boni& aequi Kr r2. genannt 71 Von den Nechten eines Landesherrn genannt haben. Gleichwie es nun nur eine Wahrheit gibt, alſo kann auch nur ein natuͤrliches Recht ſtatt finden, welches allen Voͤl⸗ kern der Erde angemeſſen ſein muß, und alle buͤrgerliche Geſetze muͤſſen, wann ſie beſtehen und auf das allgemeine Wohl abzwecken ſollen, auf jenem Grund ruhen. Es iſt dahero leicht einzuſehen, warum das roͤmiſche Recht nicht nur in ganz Deutſchland als ein guͤltiges Recht aufgenommen worden iſt, ſondern auch, warum ſol⸗ ches faſt in allen Reichen Europens zur Grundlage der Geſetze ge⸗ dient hat. Der Einwurf, welcher hier gemacht werden moͤgte, daß dannoch nach dieſen belobten roͤmiſchen Geſetzen ſo viele, welche in Vorfaͤllen zu denſelben ihre Zuflucht nehmen, oft Unrecht ſtatt Recht erhalten, laͤſt ſich leicht beantworten. Die Urſache hiervon liegt nicht in den Geſetzen ſelbſt, ſondern in denen Perſohnen, welche nach den⸗ ſelben reden und urtheilen ſollen. Haben dieſe keinen ausgebeſſer⸗ ten Verſtand, den Sinn der Geſetze zu erkennen, und keinen gebeſſerten Willen, nach dem Sinn der Geſetze zu ſprechen, ſo iſt das Geſetz ſelbſt an der Mißhandlung unſchuldig. Daher kommt eben die Redensart: das Recht habe eine waͤchſerne Naſe, die ſich drehen laſſe, wie man ſie haben wolle; wann naͤmlich das Geſetz entweder aus Mangel der Kenntniß nicht recht verſtanden„oder aus Bosheit unrichtig ausgelegt wird, ſo kann keine andere Geburt, als Unrecht zum Vorſchein kommen; dieſes iſt aber eine Geburt der Unwiſſenheit und der Bosheit, oder uͤberhaupt der Falſchheit des⸗ jenigen, welcher Recht ſpricht, oder vielmehr ſprechen ſollte„ kei⸗ neswegs aber der Wahrheit welche in dem eigentlichen Sinn des Ge⸗ ſetzes enthalten iſt. Dadurch aber, daß dergleichen Mißdeutun⸗ gen auf Salzquelen. 713 3 gen der Geſetze haͤufig vorgehen, gehet demſelben an ſeinem Werth 8 nichts ab. Muß ſich doch ſelbſt das Wort Gottes gefallen laſſn, ſhe nicht immer nach ſeinem wahren Sinn, ſondern nach Luſt und Will⸗ ſe kuͤhr bald eines Unverſtaͤndigen, bald eines Boshafften ausgelegt 1 b zuwerden. Wann demnach die Roͤmiſche Geſetze im Ganzen be⸗ ein trachtet, ein Muſter aller buͤrgerlichen Geſetze, und ſo feſt auf das ſol⸗ 6 natuͤrliche Recht gegruͤndet ſind, ſo wird es uns erlaubt ſein, zu⸗ ge⸗ erſt zu unterſuchen, was fuͤr ein Recht der dandesherr auf Salz⸗ ah quellen nach dem natuͤrlichen Recht habe, ſodann aber zu ſehen, ein was es nach dem roͤmiſchen Recht fuͤr eine Beſchaffenheit damit cht habe, und endlich, was heutiges Tages in Deutſchland besbult ht Rechtens und der Obſervanz gemaͤs ſee en⸗ 3 fer⸗ f§. 2, 3. Ich behaupte: daß Salsquellen auf keinerlei Weiſe un⸗ 4 ter die ſogenannte Regalia gehoͤren, oder mit andern Worten daß ein Regent, als ſolcher betrachtet, nicht das geringſte i Recht auf das Eigenthum der Salzquellen habe, und daß ſ er ſich ſolche ex iure maieſtatico nicht zueignen koͤnne. Es 4 wird uns ein leichtes ſein, dieſen Satz mit Gruͤnden, welche das . Naturrecht an die Hand gibt, zu unterſtuͤtzen. 3 5. 2. ei⸗ ze⸗ Gott der Herr hatte gleich von Anfang der Schoͤpfung alle un⸗ b Dinge zum Nutzen des Menſchen gemacht, und deſſen Herrſchafft cxryr 3 b alles 714 Von den Rechten eines Landesherrn alles unterworfen, wie Er uns ſolches auch durch Moſen beſchrei⸗ ben laͤſſee. Wir finden aber keine Spur davon, daß die Dinge dieſer Welt alſo erſchaffen worden, daß einer oder der andere ein beſonderes Vorzugsrecht vor dem andern, dieſe oder jene Sache eigenthuͤmlich zu beſitzen, haben ſollte, ſondern es ſollte vielmehr alles dem ganzen menſchlichen Geſchlecht gemein ſein. An der Moͤglichkeit einer ſolchen Gemeinſchaft wird wohl niemand zweifeln; ſie laͤſt ſich gar leicht gedenken, wenn man ſich Menſchen, wie es die erſten waren, vorſtellet, deren moraliſcher Character nicht ver⸗ derbt war, die von der Begierde zu herrſchen; von der Begierde viel zu haben ꝛc. nichts wuſten, und die ein Vergnuͤgen in dem Wohl des Naͤchſten empfanden. Heut zu Tag haben wir nur noch Schattenbilder von jenen Gemeinſchaften, die uns jedoch deren Moͤglichkeit beſtaͤttigen. Dahin gehoͤren die Gemeinſchaft der Guͤ— ther bei Ehegatten; der gemeinſchaftliche Beſitz und Genuß der Guͤter ganzer Communen ꝛc. Da aber mit der groͤſeren Bevoͤlke⸗ rung des menſchlichen Geſchlechts nach dem Fall die Sittlichkeit deſſelben ab⸗ und die Bosheiten dergeſtalt zunahmen, daß niemand ſeines debens, vielweniger deſſen geſichert war, was er ſich zu ſei⸗ nes Lebens Unterhalt erworben hatte, ſo war es noͤthig, daß ſich ganze Geſellſchaften zuſammen verbanden, und einen aus ſich waͤhl⸗ ten, welchem ſie das Recht gaben, Geſetze zu geben, nach welchen ſie ihre Handlungen einrichteten, wodurch ſo wohl ihre Perſohnen, als ihre zum Unterhalt ihres debens ſich erworbene Guͤther gegen die Boshei⸗ auf Salzquellen. 71¹5 Bosheiten anderer in Sicherheit geſetzt wuͤrden.*) Hieraus ent⸗ ſtunden Regenten nnd Unterthanen, welche in einer wechſelſeitigen Verbindung gegen einander waren. Jener gab Geſetze, welche nicht auf ſein, ſondern auf das allgemteine Wohl und Sicherheit abzielten; er beſtrafte hiernach das Boͤſe, und beſch uͤtzte die Un⸗ terthanen und ihre Guͤther gegen die Bosheiten anderer. Dieſe waren unterthaͤnig, und leiſteten ebenfalls um des gemeinen Be⸗ ſtens willen Gehorſam, und unterſtuͤtzten ihren Regenten zur Er⸗ haltung ſeines Lebens, Anſehens und Authoritaͤt mit billigen Ab⸗ gaben von ihrem Vermoͤgen. So entſtunde alſo die erſte Regie⸗ rungsform, welche nach der damaligen Lage nicht anders ſein konn⸗ te, und in der Natur der Sache, alſo in naruͤrlichen und goͤttli⸗ chen Rechten Heoränder war. §. 4. Ein Regent iſt alſo im Grund kein abſoluter Beherrſcher ſei⸗ ner Unterthanen und deren Guͤter, ſondern hat nur das Recht, die Handlungen ſeiner Ulnterthanen alſo zu regieren, daß die allge⸗ meine Sicherheir erhalten und das Wohl des Ganzen befoͤrdert werde. Dieſes und alles„ was hieraus folget⸗ zu Itune, iſt auch b ſeine **) Ich laſſe hier an ſeinen Ort geſtellt ſein⸗ ob vicht auch andere Ge⸗ ſellſchaften entſtanden ſind, deren Verbindung dieſe gute Abſicht nicht gehabt haben mag, und deren Zweck mehr die Herrſchſucht geweſen iſt. Allein eben ſolche mögen Gelegenheit zur Verbindung ſolcher Geſellſchaften gegeben haben, wovon ich hier rede. 7¹6 Von den Rechten eines Landesherrn ſeine Pflicht, worgegen der Unterthanen Pflicht hinwiederum dar⸗ innen beſtehet, ihrem Regenten in billigen und auf das allgemeine Beſte abzweckenden Dingen zu gehorchen, und demſelben zu ſeinem Unterhalt und Uinterſtuͤtzung ſeines Anſehens einen Beitrag von dem ihrigen zu geben. Fodert der Regent mehr an ſeine Untertha⸗ nen, oder dieſe mehr an jenen, als ein Theil dem andern nach die⸗ ſer natuͤrlichen Verbindlichkeit ſchuldig iſt, ſo beleidigt er den an⸗ dern Theil, und handelt alſo gegen das Naturrecht, welches alle Beleidigungen verbietet. d. 5. α Ein Regent kann ſich alſo nach dem natuͤrlichen Recht keiner weiteren Herrſchaft uͤber die Guͤter ſeiner Unterthanen anmaßen, als nur in ſo weit ſeine Verbindung gehet, ſolche entweder dem Un⸗ terthan ſicher zu erhalten und denſelben dadurch zugleich in den Stand zu ſetzen, von deren Fruͤchten ihm die nothwendige zu ſeinem An⸗ ſehen, Wuͤrde und Unterhalt erforderliche Abgaben zu reichen; oder aber in ſo weit es das Wohl des Ganzen erfordert, von der wei⸗ tern Ausdehnung dieſer Herrſchaft in einzelen Faͤllen einen Gebrauch zu machen. Hieraus folget, daß ein Regent in Anſehung ſeines perſoͤhnlichen, oder als Regent betrachtet, das Recht nicht habe, um ſeines Privatvortheils oder Vergnuͤgens willen dem Unterthan den Beſitz ſeiner Guͤter zu erſchweren„vielweniger einigen Anſpruch auf dieſelbige zu machen; denn die Guͤter ſind mit dem, was davon herkommt„ein Eigenthum des Gutsherrn, welches der Regent be⸗ ſchuͤtzen, nicht aber ſelbſt unſicher machen ſoll, widrigenfalls han⸗ delt en, Un⸗ and A⸗ der vei⸗ auf Salzquellen. 717 delt er wider ſeine Verbindlichkeit und wider das Naturgeſetz Gib oder laß einem jeden das Seinige⸗ Aus dem bisherigen erhellet, daß es nach dem natuͤrlichen Recht keine andere Regalia gebe, als die, welche aus dem Begriff eines Regenten folgen, als dahin gehoͤren: das Recht, Geſetze zu geben, die auf das allgemeine Wohl abzwecken; das Recht, das Boͤſe zu beſtraffen; das Recht Krieg zu fuͤhren und Friede zu ma⸗ chen; das Recht, neue Unterthanen aufzunehmen ꝛc. Keineswegs aber gehoͤren darunter die Vorrechte, welche zum Nachtheil der Uin⸗ terthanen und zum alleinigen Nutzen des Regenten dienen, dieſes ſtreitet gegen die beiderſeitige Verbindungen und zwecket nicht auf das Wohl des Ganzen ab. Dieſemnach gehoͤren auch Salz⸗ quellen, nicht unter die Regale. 5. 7. Salzauellen ſind ein Geſchenk der guͤtigen Natur, ſie attſfe⸗ hen ohne Zuthun der Menſchenhaͤnde; der Grund und Boden, aus welchen ſie herfuͤr kommen, iſt ihr Behaͤlter, wie der Acker, der Frucht und Obſt traͤgt. Sie ſind alſo wie die Fruͤchte des Ackers zu betrachten, welche derjenige einerndtet, dem der Acker zugehoͤrt. Der Eigenthuͤmer des Ackers acquirirt alſo dief ſe ohnunterbrochen her⸗ fuͤrkommende Fruͤchte als einen Zuwachs, den ihm die Natur ſchenkt⸗ iuſtiſſimo titulo, und der Regent handelt gegen alles Naturrecht; uI. Theil. Yyyy welcher 718 TVon den Rechten eines Landesherrn welcher den Eigenthuͤmer in dem Beſitz derſelben ſtoͤhret. Ein Re⸗ gent kann ſein Anſehen und ſeine Wuͤrde behaupten, ohne daß er Salzauellen habe, folglich faͤllt auch dieſer ſcheinbare Grund weg, welcher ihn allenfalls noch berechtigen moͤgte, ein Regal aus Salz⸗ quellen zu machen; denn es iſt bekannt, daß viele Regenten Wuͤrde und Anſehen haben, ohne Salzaquellen zu beſitzen. Salzquellen moͤ⸗ gen demnach entſtehen, oder ſich befinden, wo ſie wollen, ſo ſind und gehoͤren ſie nach dem Naturrecht dem Eigenthuͤmer des Grund und Bodens, aus welchem ſie herfuͤrquellen, der Eigenthuͤmer mag nun Regent, Unterthan oder eine Commune ſein. F. 8. Laſſet uns nun mit wenigem ſehen, ob erwa die römiſche Rechts⸗ gelehrte anders gelehrt haben, als das Naturrecht. Wann ein Stuͤck dandes, auf welchem ſich Salzquellen befinden, mit ſolchen verſchenkt oder verkaufft wird, ſo iſt es keinem Zweifel unterworfen, daß, wann das Eigenthum des Verkaͤuffers oder Schenkers nur richtig geweſen iſt, auch das Eigenthum der Salzquellen nach roͤmi⸗ ſchen Rechten auf den Kaͤuffer oder den Donatarium hat uͤbertragen werden koͤnnen. Hier iſt aber von dererſten Aequiſition die Rede. Auch hier entſcheiden die roͤmiſche Geſetze. Sie geſtehen Niemand ein Eigenthum uͤber eine Sache zu, wann ſolches nicht iuſto titulo und auf eine rechtmaͤſige Art iſt erlangt worden. Wo aber dieſe beide Stuͤcke erwieſen ſind, da iſt auch das Eigenthum keiner wei⸗ tern Frage unterworfen. Quellen, welche auf einem Boden enr⸗ ſtehen, haͤngen mit ſolchem zuſammen, und koͤnnen als ein von der b Natur 2 auf Salzquellen.„ 19 Natur geſchenkter Zuwachs zu demſelben angeſehen werden; dieſe Art, wodurch bei den Roͤmern ein Eigenthum rechtmaͤſig erlangt werden konnte, wurde ein zuwachs zu der Hauptſache(Acceſſio) genannt; und da ſich hier kein gerechterer Titel, als der Schenkungs⸗ titel denken laͤſſet, weil die guͤtige Natur in ſolchen Fall die allei⸗ nige freywillige Wohlthaͤterin iſt, ſo iſt es nach dem roͤmiſchen Recht auſſer allem Zweifel, daß das Eigenthum einer ſolchen Salz⸗ quelle dem Eigenthuͤmer des Grundes und Bodens, in welchem ſich die Quelle aͤuſert, zugehoͤre, wie ex rat. L. 6.§. 3. ff de Acquir. rer dom. offenbar iſt. §. 9. Iſt der im vorigen§. gemachte Schluß nach der Theorie der roͤmiſchen Geſetze richtig, ſo folgt daraus, daß auch bei den Roͤmern Salzquellen in dem Eigenthum Privatorum und in rerum com- mercio haben ſein koͤnnen. Daß dieſes wirklich geweſen ſeie, kan man aus L. 32.§. 2. 3. ff. de ulu& uſu fr.& redit. per le- gat, dat. wie nicht weniger aus L. 5.§. 1. ff. de reb. eor. qui ſub tut. vel. cur. erſehen, wovon Vermachung und Verkauffung ſolcher Salinen die Rede iſt, welche in den Haͤnden der Privato- rum geweſen ſind. Ein Beweis alſo, daß auch nach roͤmiſchen Ge⸗ ſetzen die Salzquellen kein Negal ſeie. Es iſt auch im ganzen Cor⸗ pore üuris kein beſonderes Geſetz vorhanden, welches dieſelbe aus⸗ druͤcklich zu einem Regal macht, daraus dann der Schluß zu ziehen iſt, daß, wann auch heutiges Tages in einem vorkommenden Fall von dieſer Art nach roͤmiſchen Rechten geſprochen werden ſolle, Yyyy 2 der 720 Von den Rechten eines Landesherrn der Landesherr eben ſo wenig, wie nach dem natuͤrlichen Recht gewinnen wuͤrde. §. 10, Es iſt uns nun noch uͤbrig, zu ſehen, ob dem Landesherrn nach deutſchen Rechten und einer allgemeinen Obſervanz eine guͤltige Befugniß auf Salzquellen zuſtehe? Es fehlt hier weder an Schein⸗ gruͤnden aus Geſetzen, noch an Rechtsgelehrten, welche denen Re⸗ genten hiernach das Wort zu ihrem Vortheil ſprechen. Wir wollen aber Unpartheilichkeit, Billigkeit und die geſunde Vernunft den Aus⸗ ſpruch thun laſſen. §. 11. Daß die Salinen in Deurtſchland ſchon; in aͤlteren Zeiten nicht ₰ it unter die Regale gerechnet worden, hat Eingangs erwehnter Jung im Anfang des 3ten Capitels ſeiner Abha ndlung weitlaͤuſig und 83 L 4 8 2 d„ 4 2 gruͤndlich bewieſen, wohin ich mich Kuͤrze halber beziehe. Es hat aber in neueren Zeiten einigen Rechtsgelehrten gef fallen, ganz anders zu lehren, und den Satz zu behaupten, daß die Salinen ein Stuͤck 4 * 150 4 8 7 Ad 3—. 2 der Re egalien d ausn nachen. Sie fuͤhren zu Bec gruͤndung ihrer Lehre 3 3 2 Feud. II. 66. an, wo es unter andern, da Kaiſer Friederich von Regalien redet, heiſſet:.. piscationum reditus& Salinarum.. ad imperatorem pertineant g. und ſagen, daß, da das ius feu⸗ dale longobarticum in eie, ſolches at ier⸗ 0 eutſchland recipirt ſeie, ſolches auch hier⸗ innen gelten muͤſſe. Allein mit dieſem Geſetz und mit dieſer Mei⸗ nung iſt noch lange nicht bewieſen, daß Salzquellen unter die Re⸗ galia gehoͤren. Denn vors erſte iß das ius Peudale Longobarti- eum auf Salzquellen. b 721 cum nicht deswegen in Deutſchland recipirt worden, daß darnach .. ohne Unterſchied die Gerechtſame derer Landesherrn in Deutſchland ſollten beurtheilt und entſchieden werden, ſondern nur deswegen, da⸗ zetta mit es in Lehnsſachen und Lehnsſtrittigkeiten, wo die deutſche Rechte dlgee nicht hinreichen, und alſo nach dieſen nicht wuͤrde entſchieden wer⸗ 2 b den koͤnnen, zu einem Auskunffts⸗ und Entſcheidungsmittel diene. enR⸗ Da aber der angefuͤhrte Text gar nicht von Lehnsſachen handelt, ſo ollen folgt, daß dieſer Punct nicht aus dem iure feudali longobardico, Aus⸗ ſondern blos aus römiſchen und vat kerlaͤndiſchen Rechten heurtheilt werden muͤſſe. Vors andere wird in dieſem Text blos von Ein⸗ kuͤnfften geredet, und nicht von dem Eigenthum der Sache ſelbſt. Daß aber wohl ein Theil der Einkuͤnffte von Salinen, nicht aber nicht das Weſen derſelben ein Regal ſein oder werden koͤnue, wird in der zung b Folge gezeigt werden. Vors dritte iſt aus dem ganzen Zuſammen⸗ und hang des Textes ziemlich klar, daß von keinen Privat Salinen die hat Rede iſt, und da der Kaiſer hier bei Erzaͤhlung der Regalien des ders Schatzes gedenket wie es damit gehalten werden ſolle, wann tuͤck olche in loco caeſaris vel loco religi% gefunden wuͤrde, alſo von ehre kei inem andern geredet hat, als der in loco publico angetroffen von wird, ſo erhellet ganz deutlich, daß er das ius civile, welches ei⸗ ... nen Ulnterſchied zwiſchen einem loco publico& privato macht, feu⸗ nicht hat abſchaffen wollen, und daß er dahero auch nur ſolche Sa⸗ ier⸗ linen verſtanden habe, welche in loco Caeſaris aut publico anzu⸗ Nei⸗ treffen n ſind. Vors vierte iſt es auch bekannt und keinem Zweifel Re⸗ b nnnterworfen, daß Fridericus in dieſem Text nur diejenige Rechte aru- anfuͤhre, welche der Kaiſer in ſeinen Italiaͤniſchen Staaten häiee Dyyy 3 tit 72²2 Von den Rechten eines Landesherrn Mit dieſer Meinung ſtimmen auch viele, und unter andern Her- tius de ſuperiorit. territor.§. IX. uͤberein, wo derſelbe ſich dahin erklaͤrt:„Addendum hic obiter, recenſum Regalium in con- ſtitutione Friderici I. 2. Feud.. ad Regnum Germanorum in Italia, quod Longobardicum vocatur, pertinuiſſe,& pro- inde Germaniae, ne dicam caeteris Regnis minus accurate& contra civilis disciplinae ſcita a multis applicari.“ H. 12. Ein anderer Hauptgrund, welcher beweiſen ſoll, daß Salz⸗ quellen zu den Regalien gehoͤren, wird aus der guͤldenen Buͤlle her⸗ genommen, wo es unter andern heiſſet:„.. verordnen... daß alle Churfuͤrſten Geiſt und Weltliche... alle Arten von Berg⸗ werken, auch Salzbergwerke(univerſas fodinas atque mineras .. cuiuscunque generis metalli ac etiam Salis..*) ſo wohl die ſchon vorhandene, als die, ſo noch zum Vorſchein kom⸗ men werden(tam inventas, quam inveniendas) in ihren Landen und Herrſchaften behalten,... rechtmaͤſig und mit allen Gerecht⸗ ſamen.. beſitzen ſollen.“† Ich ſehe aber fuͤrwahr nicht ein, wie aus dieſen Worten ein Regal fuͤr den Landesherrn erzwungen wer⸗ den will. Denn vors erſte laͤſt ſich daraus gar nicht herleiten, daß die in fundo privato befindliche Privatbergwerke darunter zu ver⸗ ſtehen ſeien, vielmehr iſt das Gegentheil aus denen Worten: tam inventas, quam inveniendas: zu entnehmen, unter welchen ſchon vorhandenen keine andere verſtanden werden koͤnnen, als die et⸗ wa in einem ſundo publico befindlich ſind, da ſonſt gegen alles Recht b dhin mehn⸗ orum Lp. tate& auf Salzquellen. 773; Recht und Billigkeit denen Eigenthuͤmern das ihrige entzogen wor⸗ den waͤre, welcher Sinn aber dieſem belobten Geſetz nicht angedich⸗ tet werden darf. Daß aber denen Landesherrn dadurch ein Theil der Einkuͤnfte davon mit Recht zu ſtatten komme, welcher in einer billigen Abgabe beſtehen kann, iſt dem Sinn dieſes Geſetzes gemaͤ⸗ ſer. Geſetzt aber auch, es waͤre dieſes nicht der wahre Sinn, ſon⸗ dern es waͤren die Bergwerke durch die guͤldene Bulle ohne alle Ruͤckſicht zu einem wirklichen Regal gemacht worden, ſo iſt doch noch ein UInterſchied zu machen zwiſchen Salz⸗Bergwerken und zwiſchen Salzquellen; da nun der letzteren hier gar nicht gedacht worden, ſo kann auch hieraus kein Grund hergenommen werden, Salzquellen heut zu Tag in Teutſchland zu Regalien zu machen. §. 13. Es iſt auch wirklich noch heut zu Tag der Obſervanz gemaͤs, daß ſich Landesherrn die Salzquellen nicht als ein Regal zueignen, wann ſolche auf dem Grund und Boden einzeler Eigenthuͤmer und ihrer Ulnterthanen gelegen ſind. Ich will nur einige mir bekannte Beiſpiele hiervon aus unſerer Gegend anfuͤhren. Das beruͤhmte Hanauiſche Salzwerk zu Nauheim hatte in aͤlte ren Zeiten keine andere eigenthuͤmliche Beſitzere, als die, auf deren Grund und Boden die Salzauellen lagen, welches zum Theil geringe Bauern waren, und erſt nach langer Zeit nnd nach und nach brachte der Graf von Ha⸗ nau, als damaliger Landesherr die Salquellen kaͤuflich an ſich. Das itzige Heſſendarmſtaͤdtiſche Salzwerk Salzhauſen ohnweit Nidda in der Grafſchaft gleiches Namens gehoͤrte noch vor nicht gar 724 Von den Rechten eines Landesherrrn gar langer Zeit ebenfalls mehrerern Privatis und beſonders gewiſ⸗ ſen Herrn von Krug, welche Heſſendarmſtaͤdtiſche Vaſallen waren, eigenthuͤmlich zu, weſches ihnen auch gar nicht ſtrittig gemacht wurde, weil die Quellen auf ihrem eigenthuͤmlichen Grund und Boden lagen. Sie verkauften aber ſolche endlich freiwillig an Ih⸗ ro Hochfuͤrſtl. Durchlt. den Herrn Landgrafen von Heſſendarmſtadt. Das ohnweit Frankfurt gelegene Salzwerk Sooden genannt, hat noch bis dieſe Stunde Privatos zu Eigenthumsherrn. Mehrere Beiſpiele kann man in ofterwehnter Abhandlung des Hrn. Jung cap. III.§. 15. nachleſen. b 19. 14. b Wann dieſemnach ausgemacht iſt, daß ſich ein Regent weder nach natuͤrlichen, noch nach buͤrgerlichen Geſetzen die Salzquellen als ein Regal anmaßen kann; ſo fragt es ſich nun noch, ob er dann ohne alle Ruͤckſicht gar keine Rechte weiter auf ſelbige habe? wel⸗ ches ich allerdings mit Ja beantworte, inſofern ſich naͤmlich ein Recht uͤber ſolche denken laͤſſet, das ihm, als Regent zukommen kann, oder auf das allgemeine Wohl der Unterthanen abzwecket. Dahin gehoͤrt nun nach dem Sinn des§. 6. das Recht, denen Beſitzern der Salzquellen in Anſehung dieſer Geſetze vorzuſchreiben, nach denen ſich dieſelbe in Behandlung ihrer Salinen richten muͤſ⸗ ſen, um das gemeine Beſte zu befoͤrdern, und die Quellen oder das Salzwerk aufrecht zu erhalten. Wann Salzquellen mehrere Ei⸗ genthuͤmer zu Beſitzern haben, und dieſe machen Vertraͤge mit ein⸗ ander, ſo iſt der Landesherr berechtiget, ſolche einzuſehen, und nach heder jellen dann wel⸗ h ein wwen wecken jdyuen enben, nͤſ rdas e Ei⸗ tein: vnd nach ℳ auf Salzquellen es 725 nach Befund zu beſtaͤttigen oder zu verwerfen. Der Landesherr hat Fug und Macht, denen Eigenthuͤmern des Salzwerks auf zu legen, daß ſie gutes und geſundes Salz fabriciren, damit das ge⸗ meine Weſen keinen Schaden nehme; Er kann auf deſſen Uebertret⸗ tung Strafe ſetzen(§. 6.) welche bei beharrlichem Ulngehorſam bis zum Verluſt der Salzauellen ausgedehnet werden kann.(§. 5.) Als Regent hat er Macht, denen Eigenthuͤmern den Preis des Salzes, wann ſolcher die Grenzen der Billigkeit uͤberſteigt, zu re⸗ guliren. Der Inbegriff aller dieſer Rechte iſt ein Regal, welches dem Regenten im eigentlichen Verſtand, als Regenten zukommt. H. 15. Die Befugniſſe des Landesherrn gehen aber noch weiter. Schon das Naturrecht lehret uns, daß der Regent zum Unterhalt ſeines Lebens, ſeiner Wuͤrde und ſeines Anſehens von denen, deren Handlungen er regieren und deren Guͤter er beſchuͤtzen ſoll, unter⸗ ſtuͤtzt werden muͤſſe. Dieſe Unterſtuͤtzung kann nicht mit den Guͤ⸗ tern ſelbſt, als der Hauptſache geſchehen, ſonſt wuͤrde der Regent, an ſtatt zu beſchuͤtzen, verletzen; ſie muß alſo mit dem geſchehen, was davon kommt, das iſt, von den Fruͤchten. Die Fruͤchte der Guͤter ſind es, wovon der Unterthan den Regenten und ſich erhaͤlt; der Unterthan iſt verbunden, demjenigen einen Theil dieſer Fruͤchte abzugeben, welcher der Beſchuͤtzer ſeiner Guͤter, und Ulrſache iſt, daß er die Fruͤchte ruhig einerndten kann. Folglich hat der Lan⸗ desherr, als Regent, das Recht, auch von den Fruͤchten der Salz⸗ IlI, Theil. 3 335 quellen 26 Von den Nechten eines Landesherrn quellen einen Theil zu fordern, das iſt, der Beſitzer derſelben iſt ſchuldig, dem Landesherrn einen jaͤhrlichen Salztribut zu entrich⸗ ten, welcher entweder in natura gegeben, oder in Geld verwandelt werden kann. Anmerk. Die Benimmung dieſer Algabe hanget entweder von einer Obſervanz äb, und kann nach der Aehnlichkeit anderer Abgaben dieſer Art im Zehenden beſte: ten, oder von Vertraͤgen, welche beide Theile mit einander machen. §. 16. Daß dergleichen Abgaben von Salzwerken ſchon bei den Rd⸗ mern fuͤr billig erkannt, und im Gang geweſen, iſt aus L. 4.§. 7. ff. de cenſ. zu erſehen. Der wie vielſte Theil der Einkuͤnfte aber ſolche geweſen ſeien, laͤſt ſich nicht angeben. Daß auch heu⸗ tiges Tages in Deutſchland Privatſalzwerke ihren Landesherrn ei⸗ nen jaͤhrlichen Tribut*) abgeben, iſt bekannt, aber ebenfalls nicht allgemein beſtimmt, wie viel. b §. I17. Daß Salzauellen ein wahrer Seegen fuͤr ein Land ſind, iſt aus dem vielfachen Nutzen, deſſen ich zum Theil oben im Vorbe⸗ richt zu dieſem Werk erwehnt habe, zu erkennen. e beſſer folche benutzt E *) Von dieſem jaͤhrlichen Salztribut hat wahrſcheinlicher Weiſe das Wort Salarium ſeinen Urſprung. * —— 4 nfte heu⸗ n ei⸗ nicht n i Uybe⸗ ülche nutzt e das b auf Salzquellen. 727 ebenutzt werden. deſto mehr wird das Wohl des Ganzen befoͤrdert Wann ſich alſo Salquellen auf dem Grund und Boden eines Pri- vati aͤuſern, und der Eigenthuͤmer benutzt ſolche nicht, ſo hat der Landeshekd d die Macht und das Recht, ihm die Salzauellen weg zu nehmen und ſelber zu benutzen, nicht aber als ein ihm zugefallenes Regal, ſondern weil dadurch das Wohl des Ganzen, welches 5 Wohl!l eines einzigen vorgezogen werden muß, befoͤrdert wird.(§. 5. Weil aber niemand mit dem Schaden des andern reicher wer⸗ den darf, ſo iſt in dieſem Fall der Regent verbunden, den Werth dafuͤr nach einem billigen Anſchlag dem Eigenthuͤmer zu erſetzen. Anmerk. Ich habe oben§. 121. ein Beiſpiel angeführt, welches bewabrheitet, wie oft Salquellen in den Haͤnden der Fuͤrſten dem allgemeinen Beſten mehr hu zeu ſchaffen koͤnnen, als in den Haͤnden einieler Eigenthuͤmer. Zweites 728 Von den Rechten eines Landesherrn gertestese teses. restess kesle⸗ Zweites Kapitel von den Rechten und Befugniſſen eines Landesherrn auf den Alleinhandel des Salzes, —— 5. 18. 8 Kus dem, was wir oben von den Pflichten und Verbindlich⸗ keiten eines Regenten erwehnt haben, folget, daß er, als Landesvatter, niemals ſeinen Privatnutzen zuerſt, ſondern das allgemeine Wohl des Ganzen zum vornehmſten Augenmerk haben muͤſſe. Das Beſte der Unterthanen zu befoͤrdern, muß immer ſei⸗ ne erſte Abſicht ſein, denn hiervon haͤngt das Wohl des Ganzen und ſein eigenes ab. Hieraus folgt, daß er unter andern auch dahin Sorge tragen muͤſſe, daß diejenige Dinge, welche zum ohnentbehr⸗ lichen Unterhalt des Lebens gehoͤren„vor allen andern Dingen leicht zu erhalten ſeien, das iſt, daß das gemeine Weſen damit in hinreichender Menge, in erforderlicher Guͤte und nach dem moͤg⸗ lichſt wohlfeilſten Preis verſorgt werde, b 5. 19. eeeteoees.ese:Ses-tee ate oeaeste: xtes.esteste 8 §. 19. Salz iſt ein Gewuͤrz, das auch nicht ein einziger Menſch zu ſeines Lebens Unterhalt entbehren kann. Es laͤſt ſich alſo von obi, gem Saz eine Anwendung auf daſſelbe und der Schluß machen, daß es die Pflicht eines Regenten ſeie, zu ſorgen, daß die Unter⸗ thanen dieſes Gewuͤrz nach denen im vorigen§. feſtgeſetzten Beſtim⸗ mungen erhalten koͤnnen. O. 20. Das Salz wird ſo, wie es im gemeinen Leben zum Gebrauch dienet, nicht von der Natur gegeben, ſondern es kommt entweder aus Salzgebirgen, oder aus Salzwaſſern zum Vorſchein, und muß erſt bereitet und zum Gebrauch tauglich gemacht werden. Es iſt dahero billig, daß derjenige, welcher dieſes Gewuͤrzes bedarf, ſo wohl die auf deſſen Zubereitung angewendete Koſten verguͤthe, als die darauf verwendete Muͤhe und Arbeit belohne, das iſt, er muß es kauffen. Auf dieſe Weiſe wird das Salz eine Waare. §H. 21. Daß ein Salzwerk, an und fuͤr ſich betrachtet, das Recht habe, das gewirkte Salz zu verkaufen, iſt wohl keinem Zweifelun⸗ terworfen. Eine andere Frage aber iſt dieſe: ob die Mitbuͤrger verbunden ſein, ſeine Salzbeduͤrfniß von dem inlaͤndiſchen Salz⸗ werk zu nehmen? Dieſe Frage kann ſchlechtweg weder mit Ja, noch mit Nein beantwortet werden. Die Sorge fuͤr das allgemei⸗ 3 5 3 ne auf den Alleinhandel des Salzes. 7²9 8— 3— ———ÿmÿÿõÿ—· . R— 2 2 —— 3———————— ———————— ur — „30 Von den Nechten eines Landesherrn ne Wohl muß den Regenten, ohne Ruͤckſicht, ob das Salzwerk ihm ſelbſt, der Republik oder einer Privatperſohn eigenthuͤmlich ge⸗ hoͤre, beſtimmen, hierinnen Geſetze vorzuſchreiben(§. 6.). . 22. Es gehoͤrt unter andern zur Vollkommenheit und zum allge⸗ meinen Wohl des Staats, daß ſolcher mit allen zum menſchlichen deben noͤthigen Beduͤrfniſſen verſehen ſeie. Je reichlicher er mit einem oder dem andern Product von dieſer Art geſegnet iſt, deſto gluͤcklicher iſt er, weil er von deſſen Uleberfluß nicht nur einem an⸗ dern Staat gutes thun und damit aushelfen, ſondern auch da⸗ durch dasjenige, was ihm ſelbſt noch von der einen oder der an⸗ dern Beduͤrfniß mangelt, nach einem gleichguͤltigen Werth wieder dagegen erhalten, oder ertauſchen kann. Der Werth iſt dasjenige, was die Sachen im Handel und Wandel mit einander gemein ha⸗ ben, und dieſen vertritt heut zu Tag das Geld. JFuͤr dieſes koͤnnen alſo alle fehlende Beduͤrfniſſe in einem Land erſetzt werden. Je mehr alſo deſſen in einem Lande iſt und umlauft, deſto gluͤcklicher iſt es. Hieraus folgt, daß ein Regent dahin ſorgen muͤſſe, daß, ſo viel immer moͤglich, das Geld nicht nur im Land erhalten, ſon— dern auch noch vor den Ueberfluß dieſes oder jenen Products auſ⸗ ſerhalb Landes bezogen werde. In ſo viel er dieſes thut, in ſo viel ſorgt er fuͤr das Wohl ſeines Staats. §. 23. Machen wir hiervon eine Anwendung auf das auf einem in⸗ laͤndiſchen Salzwerk fabricirte Salz, ſo ſehen wir, daß ein Re⸗ gent alhterk lich 3 n üge clichn er mj deſto n an⸗ hda⸗ r an⸗ dieder enige, n ha⸗ önnen Je licher „daß ſu⸗ uſ⸗ in⸗ Re⸗ d auf Satzguellen. 31 gent um des allgemeinen Beſtens willen verbunden iſt, dem Unter⸗ than auf zu erlegen, ſeine Salzbeduͤrfniß vom inlaͤndiſchen Salz zu nehmen, das Salzwerk mag nun den Landesherrn, eine Commu⸗ ne oder eine Privatperſohn zum Eigenthuͤmer haben, denn das all⸗ gemeine Wohl erfordert es, daß das Geld im Land bleibe und daß das Salzwerk aufrecht erhalten werde; und aus dieſem Grund kann der Landesherr auch ſo gar ſeine Landſtaͤnde zwingen, inlaͤndiſthe Salz zu nehmen. 9. 44 Der Mitbuͤrger im Staat darf jedoch durch dieſes Geſetz nicht beleidiget werden, damit auf der andern Seite nicht wieder boͤs ge⸗ macht werde, was auf der einen Seite gut gemacht worden. Die Geſetze muͤſſen alle auf einen allgemeinen Mittelpunct, welcher das allgemeine Wohl, und das Wohl eines jeden insbeſondere iſt, ab⸗ zielen. Es wuͤrde aber eine Beleidigung fuͤr den Unterthan oder den Mitbuͤrger erfolgen, wann er ſeine Salzbeduͤrfniß 1) nicht in genugſamer Erforderniß 2) nicht in hinreichender innerer Guͤte und 3) nicht in einem billigen Werth erhalten koͤnnte.(§. 18.) §. 25. Will demnach ein Landesherr denen Ulnterthanen oder Mitbuͤr⸗ gern das Geſetz auflegen, ihr noͤthiges Salz von dem inlaͤndiſchen zu nehmen, ſo muß er zuvor uͤberſchlagen, ob daſſelbe auch hinrei⸗ chend ſeie, den Staat zu verſehen, widrigenfalls darf er das Ge⸗ bott nicht auf einen weitern Diſtriet ausdehnen, als die Menge des fabri⸗ — —— — — —— 3 — 73³² Von den Rechten eines Landesherrn fabricirten Salzes hinreichet, damit kein Mangel daran erſcheine. Das Salz ſelbſt muß an ſich nicht nur von ſolcher Guͤte ſein, daß er der menſchlichen Geſundheit nicht ſchade, ſondern es muß auch ſeine gehoͤrige Staͤrke haben, und von Unreinigkeiten geſaͤubert ſein, denn hiervon haͤngt der innere Werth des Salzes ab. Waͤ⸗ re demnach das inlaͤndiſche Salz ſtaͤrker, als das auslaͤndiſche, ſo kann der Preis gegen daſſelbe verhaͤltnißmaͤſig ſteigen; waͤre es aber ſchwaͤcher, ſo muß der Preis geringer ſein; ſind inlaͤndiſche und auslaͤndiſche Salze in ihrer Staͤrke gleich, ſo muͤſſen auch die Preiſe gleich ſein. Zu der innern Guͤte des Salzes gehoͤrt nicht deſ⸗ ſen aͤuſerer Schein, daß das Salz mehr oder weniger weis, grob oder reinkoͤrnig ſeie. Dieſes iſt eine ſcheinbare Guͤte, welche nicht zum Weſen gehoͤret, ſondern zufaͤllig iſt und mehr in der Vorſtellung beruhet. Man leſe nach, was hiervon oben geſagt worden iſt. §H. 26. Unter denen im vorigen§. angefuͤhrten Umſtaͤnden iſt alſo der Landesherr berechtiget, den Gebrauch des inlaͤndiſchen Salzes zu gebieten. Eine Folge hieraus iſt, daß er alſo in dieſem Fall, wenn ſonſt keine Vertraͤge im Weg ſtehen, die Einfuhr des auslaͤn⸗ diſchen Salzes verbieten kann. Mit dieſer Meinung ſtimmet un⸗ ter andern auch Seckendorff in ſeinem D. F. St. P. II. c. 3. uber⸗ ein, woſelbſt er ſagt: daß„ wegen anderer nothwendigen Stuͤcke, als des Salzes, wo daſſelbige in einem Land durch Gottes Seegen ſich ereignet, und ſo gut und wohlfeil, als fremde, auf den Aleinhandel des Salzes. 1 fremde, zu haben iſt, die Landesordnung erfordern, daß ſolcher Zandel aufs beſte befördert werde./ Wann aber ein Land mit keinen eigenen Salzwerken verſehen iſt, ſo entſtehet alsdenn die Frage: ob in demſelben ein jeder Buͤrger die Freiheit habe, mit Salz zu handeln, oder ob nicht dieſes ein Vorzugsrecht fuͤr den Landesherrn ſeie? desgleichen, ob in einem oder dem andern Fall die Unterthanen mit Recht angehal⸗ ten werden koͤnnen, ihre Salzbeduͤrfniß nirgendwoher zu nehmen als aus der Niederlage, welche der Landesherr angeordnet hat? Salz iſt eine Waare, und in dieſem Betracht hat jeder Buͤr⸗ ger des Staats, welcher uͤberhaupt die Erlaubniß zu handeln hat, Freiheit, dieſes Product, wie jede andere Waare einzukaufen, wo er will, und zu verkaufen, wohin er will, Es hat aber auch jeder Mitbuͤrger und Unterthan die Freiheit, ſeine Salzbeduͤrfniß, wenn keine Salzfabric im Land iſt, an welche er gebunden iſt, einzukau⸗ fen, wie jede andere Waare, wo er will. Bei dieſer aus dem Naturrecht flieſenden Freiheit, welche der Mitbuͤrger behaͤlt, ſein Salz zu kaufen, wo er will, wird ſich ſo wohl der inlaͤndiſche, als guslaͤndiſche Salzhaͤndler um ſeines eigenen Vortheils willen be⸗ fleiſigen, gute und wohlfeilere Waare zu halten, wodurch denn das allgemeine Beſte befoͤrdert wird. 3 II. Theil. Agaag 5. 2 29. 34 Von den Rechten eines Landesherrn n.„oh5. Hieraus folgt, daß ein Regent, als Privatus betrachtet, eben das Recht habe, mit Salz zu handeln, nicht aber daß er, als Re⸗ gent, ein Vorzugsrecht habe, vor andern allein dieſen Handel mit Ausſchlieſſung anderer zu treiben, es waͤre denn, daß es das all⸗ gemeine Beſte erfordere. Es laſſen ſich hier hauptſaͤchlich zweierlei Faͤlle gedenken, wie ſich ein Landesherr den Alleinhandel des Salzes anmaſſen kann; erſtens, wann er den Salzhandel mit Aus⸗ ſchlieſſung anderer Salzhaͤndler allein treibt, jedoch dem Uinterthan Freiheit laͤſſet, ſein Salzbeduͤrfniß zu kauffen, wo er will; zwei⸗ tens, wann er den Salzhandel nicht nur mit Ausſchlieſſung anderer allein treibt, ſondern auch die Einfuhr fremden Salzes verbietet. Laſſet uns ſehen, was in beiderlei Faͤllen Rechtens iſt. §. 30. Wann ein Landesherr ſich den Alleinhandel nach dem erſten Fall zueignet, ſo ſcheint er zwar nicht unrecht zu handeln, weil er dem Unterthan dabei Freiheit laͤſſet, ſeine Salzbeduͤrfniß demohn⸗ geachtet einzukauffen, wo er will. Allein es muͤſſen hier zwei be⸗ ſondere Faͤlle auseinander geſetzt werden, ehe wir daruͤber urtheilen koͤnnen. Entweder hat dieſer zugeeignete Alleinhandel nur den eige⸗ nen Vortheil des Landesherrn oder die Befoͤrderung des allgemei⸗ nen Beſtens zum Endzweck. In jenem Fall hat der Landesherr kein Recht auf den Alleinhandel; denn er hat als Regent nicht das Recht, andere von dem Beſitz ihrer Rechte und ihrer Freiheit auszuſchlie⸗ ſen, ada mit das el⸗ üanbel it Aus⸗ kerthan z wei⸗ underer erbietet. meiſten well er demoßn⸗ wii be⸗ cheilen en eige⸗ Ugemei⸗ err kein Recht, puſchlie⸗ ſen, 8 ſen, um ſich Vortheile zuzuwenden(§. 6.). Die Vortheile koͤnnen mannigmal gering ſcheinen, und nicht gleich in die Augen fallend ſein, oder verborgen ſtecken. Dahin gehoͤret die Erhoͤhung des Salzpreiſes in weiterer Entfernung von benachbarten Salzniederla⸗ gen; denn obgleich dem Unterthan zum Schein Freiheit gelaſſen iſ ſein Salz andeswo zu kauffen, ſo koͤnnen doch diejenige, welche zu weit von den Grenzen der Nachbarſchaft wohnen, nicht ohne Un⸗ bequemlichkeit und Koſten ihre Beduͤrfniß holen, ſie ſind alſo per indireckam gezwungen, lieber etwas mehr zu zahlen, als ſie bei einem ganz freien Salzhandel bezahlt haben wuͤrden. Es gehorer ferner dahin der Fall, da bei gleichem Salzpreis ſchlechteres Salz verkauft wird, worunter der Fiscus gewinnet, u. d. g. m. Wann aber der Landesherr um des allgemeinen Beſtens willen ſich den Salzhandel in ſeinem Staat allein anmaſſet, und dem Unterthan dabei doch die Freiheit, wie im vorigen Fall, laͤſſet, ſo iſt gar kein Zweifel, daß er hierzu Fug und Recht habe. Dieſes geſchiehet, wann er ohne Erhoͤhung des Salzpreiſes zur Bequemlichkeit ſeiner Unterthanen hin und wieder Kiederlagen im Land machet, oder wenn er auch bei einer maͤſigen Erhoͤhung des Preiſes dafuͤr ſorgt, daß die Unterthanen Salz von beſſerer innerer Guͤte bekommen. §. 31. ſolcher vom Regenten nicht nur mit Ausſchlieſſung anderer betrieben, ſondern auch dabei die Einfuhr fremden Salzes verbotten, alſo die b Aaaa 2 Unter⸗ auf den Allein handel des Salzes.— 59 6 4 ———— Die andere Gattung des Alleinhandels des Salzes iſt, wann 73⁶ Von den Rechten eines Landesherrrn Unterthanen gezwungen werden, ihre Salzbeduͤrfniß nirgend anders, als von ihrem Landesherrn zu nehmen. Auch hier muͤſſen wir, wie im vorigen§. zwei beſondere Faͤlle unterſcheiden. Entweder iſt der Eigennutz, oder die Befoͤrderung des allgemeinen Beſtens der Grund von dieſem angemaſten Alleinhandel. Wann ein Regent auf vor⸗ bemeldete Art den Unterthan zwingt, ſeine Salzbeduͤrfniß nirgend⸗ wo anders, als bei ihm zu kauffen, und er ſetzt entweder den Preis deſſelben merklich hoͤher, als der Unterthan ſolches in der Nachbar⸗ ſchaft haben kann, oder er verkauft dem Uinterthan das Salz zwar in gleichem Preis, wie es in der Nachbarſchaft zu haben iſt, die Qualitaͤt deſſelben aber iſt ſo viel ſchlechter, ſo handelt der Regent gegen die natuͤrliche und buͤrgerliche Geſetze, denn ein ſolcher Allein⸗ handel gehoͤrt unter die unerlaubte Monopolia; und es iſt alsdenn gleich viel, ob er ſelbſt dieſe Monopolium alſo treibt, oder ob er ſolches andern gegen ein gewiſſes Stuͤck Geld zu treiben geſtattet. Wann aber ein Regent o aus wahrer Beherzigung des allgemeinen Beſtens ſich dieſes Alleinhandels anmaſſet, damit ſeine Untertha⸗ nen auf bequemere Art, und gutes Salz erhalten moͤgen, und Preis und Guͤre halten dem Salz, welches die Unterthanen in der Nachbarſchaft haben koͤnnten, das Gleichgewicht, wann auch gleich der Unterthan, um die Bemuͤhung derer, welche zu Beſorgung dieſes Handels angeſtellt ſind, zu belohnen, etwas geringes mehr zahlen muͤſſen, ſo iſt kein Zweifel, daß alsdenn ein ſolches Mono⸗ polium unter die erlaubte gehoͤre, welches zu exerciren der Landes⸗ berr um ſo mehr herechiiger iſt, weil es auf das Wohl des Ganzen abzwecket. § 32. —— auf den Alleinhandel des Sahes. b 9„5. 5. 32. Wann dem Lundesherrn das Wohl ſeiner Unterthanen ei ein wah⸗ 4 res Herzens Anliegen iſt, ſo hat er Urſache, wachſam zu ſein, daß er ſolches nicht aus einem falſchen Grund befoͤrdere; denn er weicht b alsdenn von der Wahrheit, welche uns allein Licht gibt, zu erken⸗ nen, was Recht und llurecht iſt, ab, und lauft Gefahr in der Ausfuͤhrung ſolcher Dinge, welche an und fuͤr ſich erlaubt waͤren, irre zu gehen, und zu fehlen. Durch einen falſchen Grund verſte⸗ he ich hier nichk, daß man unerlaubte Dinge mit Worten alſo be⸗ maͤntelt, daß ſie den Schein der Warheit bekommen, denn dieſer Grund iſt zu hart auffallend und verfuͤhrt nicht leicht; ich verſtehe X —————— — . ———-—— ——— ——— —— lllein⸗ vielmehr hierunter die falſche Ruͤckſicht, und den unrichtigen End⸗ 2 Sdenn zweck, welchem man in Ausfuͤhrung ſolcher, ſonſt an ſich erlaubter Lob er r Dinge, den Eingang ins Gemuͤth verſtattet, ich meine die Ruͤckſicht ſattt aauf ſich ſelbſt, auf ſeinen Vortheil, Ehre ꝛc. Wann ſich ein Lan⸗ neinen desherr aus denen im vorigen§. von mir angegebenen Gruͤnden uͤber⸗ ertha⸗ zeugen laͤſſet, welche Art des alleinigen Salzhandels erlaubt ſeie, ſo ud kann ihm leicht der naͤchſte Gedanken einfallen, ein ſolches Mono- rin der polium, weil es erlaubt iſt, aufzurichten; laͤſt ers nun hierbei be⸗ ch lich wenden, und faſt den loͤbl. Entſchluß, dieſe Sache auszufuͤhren, um nung den Namen eines guten Regenten zu erwerben, ſo iſt dieſer Grund mehr falſch, weil der Endzweck mehr auf ihn ſelbſt als auf das Wohl an⸗ ono- b derer, welches er befoͤrdern ſollte, gerichtet iſt, er wird alſo in der ndes⸗ Ausfuͤhrung nicht auf das wahre Wohl der Unterthanen, ſondern anzen V auf das ſehen, was ihm Ehre macht. Ein anderer gut denkender Regent will keinen Alleinhandel des Salzes, als nach denen im vo⸗ 8 3† Aaaaa 3 rigen 7z8 Von den Rechten eines Landesherrn rigen§. gemachten Einſchraͤnkungen, treiben; er ſiehet, daß er un⸗ ter denen am Ende dieſes§. gemachten Beſtimmungen den Unter⸗ than zwingen kann; ihm ſein Salz abzunehmen, anſtatt daß er beim Zwang noch immer den Gedanken von dem Wohl des Unter⸗ thans verfolgen ſollte, faͤllt ihm der eigene Vortheil ein, und nimmt alſo in der Ausfuͤhrung Ruͤckſicht auf ſich und nicht auf den Unter⸗ than. Dieſe und mehrere Faͤlle koͤnnen vorkommen, wo ein Regent auch bei erlaubten Monopoliis in der Ausfuͤhrung fehlen kann, ſobald er an⸗ faͤngt, Ruͤckſicht auf ſich zu nehmen, und nicht ſtets in einem fort das Wohl der Unterthanen zum Zweck hat. §. 33. Dieſes waͤren demnach kuͤrzlich meine Gedanken uͤber die Rechte und Befugniſſe eines Landesherrn auf Salzquellen und den Allein⸗ handel des Salzes, ſo wie ich glaube, daß ſolche theils nach der Natur der Sache ſelbſt, theils nach buͤrgerlichen Geſetzen beurtheilt werden muͤſſen. In Anſehung derer Salzmonopolien hegen ſelbſt juriſtiſche Facultaͤten die von mir vorgetragene Meinung, und bei denen hoͤchſten Reichsgerichten wird ſogar darnach geſprochen, wie die hier angehaͤngte Beilagen, welche ich, weil ſich nicht ein jeder Cammeraliſte juriſtiſche Buͤcher anſchafft, habe beidrucken laſſen, beweiſen. Daß uͤbrigens in Foro civili nach denen kaiſerl. Rech⸗ ten durch brivilegia und Verjaͤtrungen die Sachen offt eine an⸗ dere Wendung bekommen koͤnnen, und alsdann aus einem andern Geſichtspunct zu betrachten ſind, bin ich nicht in Abrede. Dieſes ſind aber ganz beſondere Faͤlle, in deren Zergliederung ich mich vor itzo nicht einlaſſen kann, weil meine Abſicht nur war, im Allgemei⸗ nen zu bleiben. b b Aus Aus Otia Metallica IIIter Theil. No. VI. Species Fadti ſamt dem darauf erfolgten Reſponſo E. H. Juriſtenfacultaͤt zu Greifswalde, betreffend des S verſchiedene Puncte Salz⸗Regalis darüber zwiſchen einem hohen Reichsſtand des heil. Roͤm. Reichs und deſſen Landſtaͤnden Beſchwerden erwachſen ſind. Abgefaſſet nomine Facultatis durch Da. HENRICVM CHRISTOPRH ERDESIVN I. U. D.& P. P. Von den Nechten eines Landesherrn b Nota Es iſt mir dieſe Species Facti nebſt dem juriſtiſchen . RKRKeſponſo zugeſendet worden, ſolches allhier mit einrucken . zu laſſen.— Da nun dieſes weder in Herrn Fiſchers noch Herrn Jungs, und andern von dem Salzregal edirten Schriſſten gefunden, mithin fuͤr bekannt angenommen habe ,daß es noch nicht gedruckt waͤre; ſo habe mir ge⸗ fallen laſſen, alſo, wie ich es von einem geehrteſten Freunde, mit des Autoris Nahmen unterſchrieben erhalten, ſolches allhier einzuruͤcken. rucken uoch drten anma unde, ſches Sad auf den Alleinhandel des Salzes. 745 Facti Species. Es hat ſich in einer ſichern Provinz des Roͤmiſchen Reichs fol⸗ gender Caſus zugetragen, daß in derſelben von allen Seculis her, wei⸗ len ſie keine eigene Salzgruben hat, von auswaͤrtigen Orten die Nothdurfft von Salz hergehohlt, und zugefuͤhret werden muͤſſen: dieſe Herholungen nun und Zufuhr fremden Salzes iſt von aller Zeit her, gleich alle andere Commercia in der Unterthanen und frem⸗ den Willkuͤhr dergeſtalt beſtanden, daß ſich ſowohl ein jeder Ein⸗ heimiſcher von fremden Orten nach Belieben Salz herholen, als auch auswaͤrtige nach Belieben deſſelben importiren und verhandeln doͤrfen, bis vor ohngefaͤhr 40 Jahren die damalige hohe Landesherr⸗ ſchaft beliebet, daß zum Beſten der Unterthanen, um beſtaͤndig gut Salz im Land haben zu koͤnnen, mit einem gewiſſen Orte, ſo mit Salzgewerken wohl verſehen, wegen Lieferung nothduͤrfftigen Sal⸗ zes ein gewiſſer Contract errichtet, eine jede Laſt auf ein billig maͤ⸗ ſiges Pretium geſetzet, und wegen der Nahmens hoher Landesherr⸗ ſchaft noͤtigen Inſpection, eine billig maͤſige Recognition, als von jeder Tonne 8 Ggr. in Dero Domainen bezahlt werden moͤchten, Wie nun dieſe der hohen Landesherrſchafft gnaͤdigſte Vorſorge zu der Unterthan mehreren Commoditaͤt und Beſtem, nur allemal be⸗ ſtaͤndig gut Salz zu haben, abgezielet, alſo haben die Landſtaͤnde ſolches auch um deſtomehr und ehender geſchehen laſſen, weil nicht nur vorberuͤhrte Recognition der 8 Ggr. in der Billigkeit beſtanden, und das Commercium der Uinterthanen nicht ſonderlich beſchweren AI. Theik: b Bobbbb welche 746 Von den Nechten eines Landesherrn koͤnnen, ſondern auch diejenige Staͤnde und Unterthanen ihrer ſon⸗ ſten anderer Arten vorhin gehabte Salz⸗Intraden, wie billig, frei und bevor geblieben, und die freie Staͤnde und uͤbrige Exemten bei ihrer hergebrachten Zoll⸗ und Acciſe⸗Freiheit gelaſſen und ſonſten mit keiner neuerlichen Auflage beſchwert worden. Anſtatt nun, daß man an Seiten der Landſtaͤnde und Unterthanen gehoffet, es wuͤrde bei ſolchem billig maͤſigen Herkommen verbleiben, und im uͤbrigen das Salz⸗Commercium gleich andern Handlungen und Commercien bei der natuͤrlichen und durch die Reichs⸗ auch Landes Conſtitutiones beſtaͤttigten Freiheit gelaſſen worden ſein, weil nicht allein denen Staͤnden und Unterthanen ihre lura und Privilegia in dem Osna⸗ bruͤggiſchen Friedensſchluß de anno 1649. ausdruͤcklich confirmiret, ſondern auch al le Hoͤchſt und Hohe Landesherrſchafften von Zeit zu Zeit bei eingenommener Landeshul ildigung und ſonſten den Staͤnden und Unterrfumen ihre wohl hergebrachte Freiheiten und Gerechtig⸗ keiten oͤfters gnaͤdigſt beſtaͤttiget, auch ohne jener ihrer Bewilligung dem Lande keine neue Auflagen aufzubuͤrden verſprochen; ſo iſt den⸗ noch erfolget, daß ein oder anderer Bedienter, der hoͤchſten Landes⸗ ſchafft an die Hand gegeben, daß nicht allein vorberuͤt hrtes Herkom⸗ men des Salzkaufs und Wiederverkaufs immentirt, ſondern auch das Pretium des Salzes mehr, als auf das alterum tantum erhoͤ⸗ het, und gar denen Familien nach dem Exempel einiger Provinzen Frankreichs ein gewiſſes an Salz jaͤhrlich zugetheilet, und alſo den Domainen auf ein groſes vermehret werden koͤnnten. Wann nun aber die Landſtaͤnde ſolch Vorhaben nicht allein äbren wohlhergebrach⸗ ten luribus und Privilegiis, auch theils eigenen Galz: Intraden und — örer ſo ſillig,fe mten be iſten mit un, daß es wuͤtde uͤbriga mercirn ltiones denen Osna⸗ miret, eit zu taͤnden echtig⸗ ligung ſt den⸗ andes⸗ erkom⸗ n auch erhoͤ⸗ binzen ſo den in nun ebrach⸗ traden d auf den Alleinhandel des Salzes. 747 und bisheriger Obſervanz zuwider, ſondern auch allen Unterthanen, und deren Kraft des Reichs⸗ und Landes⸗ Conſtitutionen zuſtehenden freien Commercio hoͤchſt nachtheilig zu ſein erachten, auch deshal⸗ ber an die hoͤchſte Landesherſchaft alle geziemendliche unterthaͤnigſte Vorſtellung gethan; als finden ſie zugleich noͤthig, zu ihrer mehre⸗ rer Verwahrung und Juſtification eine wohlgegruͤndete Rechtsbe⸗ lehrung uͤber folgende Fragen hiermit gebuͤhrend nachzuſuchen und zu bitten. Als 1) Ob, da in dieſer Provinz keine Salzgruben, ſo ad Regalia Principis koͤnnten gezogen werden, vorhanden, ſondern von allen Seculis her von auswaͤrtigen Orten das Salz gekaufft, importirt, und wieder verkaufft worden, und alſo in liberri- mo commercio beſtanden, dennoch der Salzkauff und Ver⸗ kauff von Ulhralters her ad Regalia Clementiſſimi Domini territorialis gehoͤrig zu halten ſeie? 2) Ob, da ſolcher uhralter freier Salzhandel vor 40 Jahren in ſo weit reſtringiret, daß, anſtatt vorhin von allen Orten Salz importirt worden, mit einem auswaͤrtigen Orte mit Con⸗ nivenz der ꝛandſtaͤnde zum Beſten und Commoditaͤt der Un⸗ terthanen der in Facti ſpecie beruͤhrte Contract getroſſen, und eine Recognition von 8 Ggr. auf jede Tonne in die Do⸗ mainen eingefuͤhrt, und uͤber 40 Jahre dabei gelaſſen/ eo iplo, der Salzhandel zum regale domini territorin gemacht worden? Bbobb 2 3) Ob 74⁸ Von den Rechten eines Landesherrn 3) Ob der hohen Landesherſchafft vermoͤge der Reichs Conſtitu⸗ tion und Landes Receſſe frei ſtehe, die bisherige Recognition der 8 Ggr. nebſt dem Pretio des Salzes mehr, als aufs al- terum tantum zu erhoͤhen? weil ſolch Augmentum nicht allein der Unterthanen liberum commercium in Salz allzuſehr re⸗ ſtringiren oder gar entziehen, ſondern auch in effectu einen neuen groſen Zoll oder Erhoͤhung des alten, oder doch wenig⸗ ſtens eine neuerliche Auflage importiren wuͤrde. 4) Ob nicht denen dandſtaͤnden billig gebuͤhret, wider ſolche ihren Privilegiis und theils eigenen Salz⸗Revenues auch der Wohl⸗ farth der Unterthanen entgegen lauffende Erhoͤhung des Salzes und deſſen Auflagen, alle geziemendliche unterthaͤnigſte Vor⸗ ſtellung zu thun, und daß es bei dem alten Herkommen, mit⸗ hin ihren wohlhergebrachten Privilegiis von neuerlichen Zoͤllen, Acciſe und andern Auflagen gelaſſen werden moͤchte, zu bitten? 5) Ob nicht, wann ſolches wieder verhoffen gar nicht ſollte ver⸗ fangen, denen Landſtaͤnden zu Anwendung des Ihnen und den Unterthanen zuwachſenden groſen Praeiudicii, vermoͤge der Reichs⸗Conſtitutionen frei und zugelaſſen ſeie, deshalber an Sr. Röͤmiſch Kaiſerl. Majeſtaͤt ihren allerunterthaͤnigſten Re⸗ curs zu nehmen, und daß durch Dero allergnaͤdigſte Vermitte⸗ lung ſie bei ihren reſpec. wohl hergebrachten Privilegiis und der bisherigen in Salz⸗Kauf⸗ und Verkauff gehaltenen Obſer⸗ vanz ruhig ohne Innovation und Erhoͤhung des Pretii des Sal⸗ zes Conſtite⸗ tognition aufs a. t alein uſehr re⸗ tu einen wenit eihren Wohl⸗ Salzes Vor⸗ n, mit⸗ Joͤllen, eitten? e ver⸗ und den ge der lber an en Re⸗ rmitte⸗ 3 und Obſer⸗ 9 Sal⸗ ds auf den Alleinhandel des Salzes. 749 zes und deſſen Recognition gelaſſen werden moͤchten, allerun— terthaͤnigſt nach zu ſuchen, ohne daß die hohe Landesherrſchaft ſolches ungnaͤbig zu empfinden Urſach haben koͤnnen? Refſponſum. Als uns eine Facti Species zugeſandt, und daruͤber, beſon⸗ ders aber durch die angehaͤngte 5 Fragen unſer rechtliches Beden⸗ ken zu ertheilen gebethen; ſolchemnach erachten wir Decanus, Se- nior und andere Doctores der Juriſten Facultaͤt auf der Koͤnigl. Pommeriſchen Univerſitaͤt Greifswald, nach fleiſiger Erwaͤgung aller referirten Umſtaͤnde, und zwar auf die 4 Erſte Frage Ob, da in der Province queſtionis feine Salzgruben, ſo ad Regalia Principis konnten gezogen werden, vorhanden, ſondern von allen Seculis her von auswaͤrtigen Orten das Salz gekaufft, im⸗- portirt und wieder verkaufft worden und alſo in liberrimo commer- cio beſtanden dennoch der Salzkauff und Verkauff von uhralters her ad regalia clementiſſimi Domini territorialis gehoͤrig zu halten ſeie? fuͤr Recht: b daß ſolches nicht dafuͤr zu halten ſeie. Rationes decidendi. Es wird zwar fuͤr eine ausgemachte Sache gehalten, daß in Deutſchland die Salzgruben ad regalie Principis gehoͤren vid. Dn. Cocceius in ius publ, cap. 23.§. 46. Struv in Syntagm. iur. Feud. cap. 6. aphor. 26, n. 7. Bbbbbs Daß ————— ————— 8———————V;ʒ—;:—— 750 Von den Rechten eines Landesherrn Daß aber, wann in einer Provinz dergleichen Salzgruben nicht vorhanden, der Salzkouf und Verkauf ein Regale ſein, und alſo der hohen dandesobrigkeit alleine zuſtehen ſollte, iſt ſo wenig in de⸗ nen Reichs⸗Conſtiturionibus verſehen, als ſonſten Herkommens, ſondern vielmehr aus der Praxi der meiſten Provinzen, woſelbſt keine Salzgruben ſind, bekannt, daß der Salzkauff und Verkauff ad liberrimnum commercium gehoͤre, derohalben denen der Fiſcus, wann er dergleichen Handlung, als ein Regale ſich vindiciren wollte, daß er ſolches gebuͤhrend acquiriret, wuͤrde beweiſen muͤſſen. Quando enim non apparet de tali principum iure ſeu re- gali per ius commune aut mores imperii libertati id relictum praeſumitur, ideoque qui contrarium dicit, id probare tenetur. Mev. P. V. Dec. 431. n.;& 4. Und ob nun wohl in gegenwaͤrtigem Caſu pro Fiſco zu militiren ſcheinet, daß ſchon vor 40 Jahren die hohe Landesobrigkeit mit ei⸗ ner benachbarten Provinz wegen Kauff und Verkauffung des Sal⸗ zes nicht allein einen gewiſſen Contract aufgerichtet, ſondern auch auf einer jedweden Tonne einen Impoſt von 8 Ggr. geleget, und alſo das Regale, wovon anitzo die Frage iſt, ſich dadurch acquiri⸗ riret, ſo wuͤrde dennoch desfalls:(wann gleich ſolches ad acquiren- dum hoc regale ſonſten zureichlich waͤre, wovon ad quaeſtionem ſecundam zu handeln ſein wird:) der Salzkauff und Verkauff von uhralters her ad Regalia Clementiſſimi Domini territorialis ge⸗ hoͤrig zu halten ſein, weil ſchon die Worte von Alters aufs wenigſte eine Zeit von 40 oder 50 Jahren inferiren Strauch in Lexic particul, iur. verb. ab antiquo, Und * en nict nd db in de umens, duſätſt Varkuß b Viſas woll eu re- ium neetur. litiren nit ei⸗ Sal⸗ wauch „und cquiri⸗ viren- üonem dadhdon ralis h. unike Ueod auf den dlleinhandel des Sales. 751 Und alſo in gegenwaͤrtigem Caſu, da dem Vorgeben nach der Salzhandel von uhralters her ad regalia Clementiſſimi Domini territorialis gehoͤrt, eine viel laͤngere Zeit erfordert werde, ange⸗ ſehen bekannten Rechtens quod particula ur. augeat ſignificatio- nem in compoſitione Continuat Theſaur. pract. Beſold. verb. ur. n. 82. unn demnach uhralt eben ſo viel ſeie, als ſehr alt Beſold in Theſ. pract. l. c. wohin kine Zeit von 40 Jahren nicht reichen wird,„ abſonderlic da unterſchiedene der Meinung ſind, daß ſchon dazu, daß etwas von Alters her genannt werden konne„lapſus centum annorum erfor⸗ dert wird Stauch d. J. Rudinger in obſerv. cent..& 36. Was aber die nder Frage: anbelangt: Ob, da ſolcher uhralter Errier Salzhanbel v vor 40 Jahren in ſo weit reſtringiret, daß, anſtatt vorhin von allen Orten Salz importirt worden mit einem auswaͤrtigen Orte mit connivence der Landſtaͤnde zum Beſten und Commoditaͤt der Unterthanen ein Contract getrof⸗ fen und eine Recognition von 8 ggr. auf jede Tonne in die Domai- b nen eingeführet und es unter 50 Jahren dabei gelaſſen, eo ipſo der Salzhandel zum Regale Domini territorii gemacht worden? So gehet unſere rechtliche Meinung dahin, daß durch dasje⸗ nige, ſo ängefüret, der freie Salzhandel zwar in etwas reſtringi⸗ ret, —————————— ——————————V—V—V—— 1—* 1 5 ****——,——— 748 Von den Rechten eines Landesherrn ret, daraus aber nicht ein ſolches Regale geworden, daß fuͤr itz nach Belieben der Preis des Salzer geſetzt, die Auflagen und Im⸗ poſten vermehret, und denen Landſtaͤnden alle Salzintraden, ſo ſie bishero gehabt, abgeſchnitten werden koͤnnten. Rationes decidendi. Wir haben zwar ad quaeſtionem praecedentem behauptet, daß bei angefuͤhrten Umſtaͤnden, der Salzkauf von uhralters her, ad regalia Clementiſſimi Domini territorialis gehoͤrig, nicht zu halten ſein. Weil aber die Landſtaͤnde geſchehen laſſen, daß die hohe Landesobrigkeit mit einer benachbarten Provinz wegen des Salzhandels einen gewiſſen Contract geſchloſſen und auf eine jedwe⸗ de Tonne Salz einen Impoſt von§ ggr. gelegt, und alſo tacite darin conſentirt, daß der vorige freie Handel aufgehoben worden, uͤber dem auch von Zeit des mit der benachbarten Province aufge- richteten Contracts 40 Jahre verfloſſen; ſo ſcheint es, daß Fiſeus dadurch ſich dieſes neue Regale acquiriret; angeſehen bekannten Rechtens: daß neue Regalia und andere dergleichen iura ſowohl cum conſenſu populi eingefuͤhert Dn. Hert. Tom. II. Opuſc. Diſſert. de Superiorit. territ.§. 54. als praeſcriptione acquiriret werden koͤnnen Roſenth. de Feud., cap, 5. Concluſ. 17, Als aber nicht weniger bekannt, quod conſenſus ad unum effe- ctum praeſtitus non debeat alium operari Mev. P. VII. Dec. z/1, n. 6. b & quod und l. n, ſo ſe ſehauntt ters hei, daß die en des jedwe⸗ tacite dorden, aufge⸗ Fiſcus annten ſowohl riorit. effe- qacd auf den Alleinhandel des Salzes.— 49 & qüod tantum ſaltem ſit praeſeriptum, quantum poſſeſſum cap. 3. de R. I. in 6to. und ſolches abſonderlich in praeſcriptione Regalium ſtatt haben muͤſſe, quae ſtricta eſt, nec ullam extenſionem patitur Roſenth. c. l. concluſ. 18. b Und aber, wie in facti ſpecie angefuͤhrt worden, mehr gemeldeter Contract nur dahin gezielet, daß man fuͤr einen billigen Preis be⸗ ſtaͤndig gut Salz haben moͤchte, und ob zwar fuͤr eine jedwede Ton⸗ ne Salz ein gewiſſes, als 8 ggr. ad domanium principis gelie⸗ fert werden muͤſſen, ſolcher impoſt dennoch nur gering, dabei hin⸗ gegen denen Staͤnden und Unterthanen ihre ſonſten an andern Or⸗ ten vorhin gehabte Salz Intraden frei und bevor geblieben, auch die freien Staͤnde und uͤbrige Exemte bei ihrer hergebrachten Zoll⸗ und auch Freiheit gelaſſen und ſonſten mit keiner neuerlichen Auflage be⸗ ſchweret und alſo durch Errichtung mehr gemeldeten Contraets uͤber⸗ all nichts anders, als des Landes und der Unterthanen Beſtes ge⸗ ſucht worden; So kann man bei ſolchen und andern dergleichen Umſtaͤnden nicht dafuͤr halten, daß, weil Landſtaͤnde vorſtehendes ſich gefallen laſſen, der Salzhandel dadurch dergeſtalt zum Regale geworden ſein ſollte, daß ein und anderer Bedienter der hoͤchſten dan⸗ desobrigkeit mit Fug an die Hand geben koͤnnte, vorberuͤhrtes Her⸗ kommen des Salzkaufs und wieder Verkaufs nicht allein zu immu⸗ tiren, ſondern auch das Pretium des Salzes mehr als alterum tantum zu erhoͤhen, und gar einigen Familien nach dem Beiſpiel einiger Provinzen Frankreichs ein gewiſſes an Salz ſaͤhrlich zuzu⸗ theilen, und alſo dadurch die Domainen auf ein groſes zu vermeh⸗ . Theil. Cecce rxen⸗ 750 Von den Rechten eines Landesherrn ren. In Betracht, daß wenn auch gleich Landſtaͤnde in mehrge⸗ meldten Contract ansdruͤcklich conſentirt haͤtten, mit dem Salzhan⸗ del dennoch eine ſolche Veraͤnderung, als itzund intendiret wird, nicht wuͤrde vorgenommen werden koͤnnen, weil damals darauf nicht gedacht worden, und derohalben der Landſtaͤnde Conſens dahin nicht zu extendiren ſein wuͤrde;(Quia conſenſus ad incognita non trahitur— Barbus in loc. commun. lib. 3. c. 73. axiom. 9. Sine conſenſu populi autem nova regalia vel alia eius generis iura inducere fas& aequum non permittit . Dn. Hert. d. I. Und alſo in gegenwaͤrtigem caſu, da Landſtaͤnde nur connivendo geſchehen laſſen, daß mehrgemeldeter Contract mit einer benachbar⸗ ten Provinz zum Beſten des Landes geſchloſſen worden, dieſelbe um ſo viel weniger zugelaſſen ſein kann. Die dritte Frage betreffend: Ob der hohen Landesherrſchaft vermoͤge der Reichs⸗Conſtitution und Landesreceſſe frei ſtehe die bisherige Recognition der 8 ggr. nebſt dem pretio des Salzes mehr, als alterum tantum zu erhoͤ⸗ hen, weil ſolch augmentum nicht allein der Unterthanen liberum b commercium im Salz allzuſehr reſtringiren, oder gar entziehen, ſondern auch in eflectu einen neuen groſen Zoll oder Erhoͤhung der alten, oder doch wenigſtens eine neue Auflage importiren? b So maͤnhe Salzhnn⸗ ret wird duf nicht ahin niht nita non tution § ggr. — erhoͤ⸗ erum iehen, gg der auf den Alleinhandel des Salzes. 751 So halten wir unmasgeblich dafuͤr, daß der hohen Landesherr⸗ ſchaft nicht frei ſtehe, die bisherige Recognition nebſt dem Pretio des Salzes mehr, als ad alterum rantum zu erhoͤhen. Rationes decidendi. Obgleich ſecundum antea adducta der Salzkauf ſo wenig vor b uhralters her, des Ort ein Regale geweſen, als durch den vor 40 Jahren ohngefaͤhr mit einer benachbarten Provinz desfalls errichte⸗ ten Contract dazu gemacht worden, ſo konnte es dennoch leicht das Anſehen gewinnen, als wenn nichts deſto weniger der hohen Lan⸗ desherrſchaft frei ſtuͤnde, den Salzhandel dem Fisco zu vindiciren, ſondern auch das Pretium des Salzes zu ſetzen, weil insg emein die Doctores dahin ſchlieſen, quod ad locupletandum aerarium publicum monopolium inſtitui poſſit Brunnemann ad Pand. tit. de Monop- n. 7. ibique allegati. b b Wie denn, was in Specie den Salzhandel anlanget, von Strauch de Mercat. p. 4. n. 30. fedq.& Heig L. 1. qu. 14. n. 23. angefuͤhrt wird, daß in Italien, Frankreich, auch theils Orten in Deutſchland— b b Chriſt. Henel de aerario c. 9.§. 4. damit Monopolia getrieben werden. So ſcheinet auch kein Zweifel zu haben, daß nicht die hohe Landesherrſchafft den Preis des Salzes zu ſetzen berechtiget ſein ſollte: Pretium enim rebus venalibus unponere, ſpectat ad Principem Scacc, de Commerc.§. 2. Gloſſ. 3. n. 104. Fol. 387. Ceccc 2 Dieſem X. 9*— 4— 5 ——————.—— ——————,. —— 4*—————— — ———— 4— ööö — ———*——= 7 4 ——————ͤͤͤͤͤ m— —————— —— -e-q-(··—··— — ——õmÿõmʒm—— — “ —— 75² Von den Rechten eines Landesherrrn Dieſem allem aber ohngehindert halten wir dafuͤr, daß in gegenwaͤr⸗ tigem Caſu die intendirte Veraͤnderung des Salzkauffs bei der ho⸗ hen Landesherrſchafft zu verbitten, die Herrn Landſtaͤnde in Rechten gegruͤndete Urſache haben. Denn fuͤrs erſte wird regulariter fuͤr unzulaͤſſig, gehalten, wann die Obrigkeit Leges und Statuta machet, daß die Unterthanen dieſe oder jene Waaren von derſelben und ſonſt keinem kauffen ſollen Late Knipschild de Iuribns& Privileg. civil. lib. cap. 22. n. 46.& ſeqq. usque ad Fin. Rauchb. qu. 27. Hertius d. I. Und ob zwar zum andern Monopolia publicà zu exerciren nicht ſimpliciter verbotten per deducta ſuperius ſo ſind dieſelbe dennoch auch nicht ſimpliciter vergoͤnnet, ſondern mit groſer Praecaution anzuſtellen Brunnemann c. l. Henelius d. I. cap. 9. Fritſchius de Monop. c. 10. per tot. Und wird drittens in Specie erfordert, daß entweder das aerarium publicum erſchoͤpft, oder ſonſt keine andere Mittel vorhanden den daher ruͤhrenden Mangel zu erſetzen Klock de aerario Lib. II. cap. 36. n. 9. ſeq. Oder auch, daß ein gewiſſer Handel denen Kaufleuten ſonderlich ein⸗ traͤglich und profitable.(2uo Caſu die Obrigkeit, denenſelben an ſich zu nehmen vergoͤnnet Klock c. 1. n. 12. b Bei gegendire ei der der Nechta ariter fir Lund ſanſ b„. dap. nicht ondern rarium den den h ein⸗ den an Va ——— auf den Alleinhandel des Salzs. 733 Bei welchen. Umſtaͤnden endlich Monopolia publica vor zulaͤſfig ge⸗ halten werden, doch ſolcher Geſtalt, daß ein billiges Pretium geſetzet Marquard de lure Mercat, l. 4. cap. 7. n. 11. ibi ut poſtea tolerabili pretio ſubditis&c. und die Monopolia von einem ſolchen, ſo keinen uͤber ſich erkennet, angeſtellet und angeordnet werden. b Klock c. l. b Wenn man nun aber viertens gegenwaͤrtigen Caſum conſideriret, ſo findet man bei demſelben, ſo viel ex Facti Specie erſehen wer⸗ den kann, von itzt angefuͤhrten requiſitis keines, dahero man denn auch nicht anders dafuͤr halten koͤnnen, als daß der hohen Landes⸗ herrſchafft die intendirte Veraͤnderung mit dem Salzhandel nicht frei ſtehe, abſonderlich da, wie angefuͤhrt worden, ſolches nicht allein wieder die von Zeit zu Zeit confirmirte Landes⸗Privilegia, ſondern auch denen Unterthanen ihrer anderer Arten habende Salz Intraden und denen freien Staͤnden und uͤbrigen Exemten ihre Zoll⸗ und Accis⸗Freiheit dadurch nicht wenig wuͤrde gekraͤnkt wer⸗ den. Princeps autem ius alteri quaeſitum auferre non poteſt Mev. P. I. Dec. 56. n. I. Und dieſemnach koͤnnen wir auf die Vierte Frage: Ob naͤmlich denen Landſtaͤnden nicht billig gebuͤhre, wieder ſolche ihren Privilegiis und theils eigenen Salz Revenues auch der CEcccc 3 Wohl⸗ Molina de Inſtit.& Iur. Tractat. 2. Diſput. 345 paſſim. 4 3 3 ————— 3 A 1 6—. ————————— 4 5——— 2—.————y————— 2—..—.—————— ——..———— —— ——— ——, — — — — — —— — 754 Von den Rechten eines Landesherrn Wohlfahrt der UInterthanen entgegen lauffende Einfuͤhrung des Sal⸗ zes und deſſen Auflagen alle geziemende unterthaͤnige Vorſtellung zu thun, und daß es bei dem alten Herkommen mithin ihren wohlher⸗ gebrachten Privilegiis von neuerlichen Zoͤllen, Acciſe und andern Auflagen gelaſſen werden moͤchte, zu bitten? Wie auch auf die Fuͤnfte Frage: Ob nicht, wenn ſolches wieder Verhoffen gar nichts ſollte ver⸗ fangen, denen Landſtaͤnden zu Abwendung des ihnen und denen Un⸗ terthanen zu erwachſenden Praeiudicii, vermoͤge der Reichs⸗Conſti⸗ tutionen, frei und zugelaſſen ſei, deshalben an Se. Roͤmiſch Kai⸗ ſerl. Majeſtaͤt ihren allerunterthaͤnigſten Recurs zu nehmen, und daß durch dero allergnaͤdigſten Vermittelung, ſie bei ihren reſpèe wohl hergebrachten Privilegiis und der bißherigen im Salzkauf und Verkauf gehaltenen Obſervence ruhig ohne Innovation und Er⸗ hoͤhung des Pretii des Salzes und deſſen Recognition gelaſſen werden moͤchten, allerunterthaͤnigſt nachzuſuchen, ohne daß die hohe Landesherrſchaft ſolches ungnaͤdig zu empfinden Urſache haben koͤn, ne? nicht anders als mit Ja beantworten. b Rationes decidendi. Denn weil vorhin angefuͤhrter Maaſen der hohen Landesherr⸗ ſchaft frei ſtehet, mit dem Salzkauf eine ſolche Veraͤnderung„wie intendiret wird, vor zu nehmen, ſo will denen Herrn Landſtaͤnden allerdings gebuͤhren, wieder die Erhoͤhung des Salzkaufs und deſſen Auflagen alle geziemende unterthaͤnige Vorſtellung zu thun, und dieſelbe des El ellung a wohlher andern fw M ebel⸗ ren ln⸗ Conſti⸗ h Kai⸗ , und reſpee uf und d Er⸗ elaſſen ſe hohe en kdn, heihetr⸗ , wie aͤnden deſſen „und deſelbe auf den Alleinhandel des Salzes. 755 dieſelbe zu verbitten. Und daferne ſolches nicht ſollte verfangen wol⸗ len, ihren allerunterthaͤnigſten Recurs an Se. Kaiſerl. Majeſtaͤt zu nehmen, und Deroſelben allergnaͤdigſte Vermittelnng zu ſuchen. Ordines enim multa Privilegia habent, poſſunt intercedere, in gravioribus cauſis conſuluntur&c. Beſold. in Theſaur. part. verb. Landſchaft. Et ad ordinum officium pertinet omnibus modis providere& curare, ne Res publica quid dcæimenti capiat& ut KPiieleg conſerventur&c. vid. Speid. in ſpec. zurid. polit. verb. Staͤnde. Derohalben denn auch die hohe Landesherrſchaft auf die Landſtäͤnde, wenn dieſelbe ihrem Amte in aller Unterthaͤnigkeit ein Genuͤge zu thun bemuͤhet ſein ſollten, keine Ungnade zu werfen Urſache haben wird. In Betrachtung, quod officii ratio illos ſatis excuſet arg.§. 4. Inſt. de inoff. teſtament. ibique Vinnius. Und daß nach denen Reichsconſtitutionen auch Landſtaͤnde wieder die hohe Herrſchaft mit allem gezienzenden Reſpess Beſchwerde zu fuͤh⸗ ren allerdings vergoͤnnet. Nomine acultatis Henn. Chriſtoph. Gerdes. Aus 756 Von den Rechten eines Landesherrn b Aus Freiherrns von Cramer Wetzlariſchen Nebenſtunden, erſtem Theil von erlaubt⸗ und unerlaubten Salz⸗ Monopoliis. 6. 1. Tn wie ferne einem deutſchen Reichsſtand und Landesfuͤrſten de ₰ iure zugeſtehe, Victualien, ſo ad victum& uſum neceſſarium ſeines Landes erforderlich und in ſelbigem nicht erbauet oder produ⸗ eirt werden, in Compendium ſeiner Renth⸗Cammer anzuſchaffen, und ſolche denen Unterthanen cum iure prohibendi dergleichen auswaͤrts ſelbſt zu erkauffen und damit zu handeln, zu obtrudiren? iſt eine Frage, die in denen hoͤchſten Reichsgerichten oͤfters fuͤrkommt, . b§. 2. Wollte man die affirmativam ſo crude& fimpliciter billigen, wuͤrden hieraus ſehr viele dem Publico, ja dem Landesherrn ſelbſt nachtheilige Folgen entſpringen. Geſetzt, es fehlte einem Land am benoͤtigten Getraide, hingegen haͤtte es einen lleberfluß an Holz, gegen welches ſolches dem erforderlichen Getraidemangel ex vicinia erſetzen koͤnnte, wuͤrde wohl einem Landesherrn zu vergoͤnnen ſein, Getraide aufzukauffen, ſolches ſeinen Unterthanen auszutheilen, und ehnen die Zufuhr auswaͤrtigen Korns gegen Vertauſchung ihres uͤber⸗ fäſſigen Holzes zu unterſagen? verfuͤhre der benachbarte Landesherr, deſſen auf den Alleinhandel des Salzes. 1 deſſen Land am Getraide einen Ueberfluß„an Holz aber einen Man⸗ 1 m Th gel hat, gleichergeſtalt; ſo wuͤrde hieraus nichts weiter folgen ,denn 6 1 daß beiderſeits arme Unterthanen ruinirt ſein, die Renth⸗Cammer e b auf einige Zeit einen Vortheil ſchoͤpfen, zuletzt aber die Herrn den groͤſten und empfindlichſten Schaden leiden duͤrften. Und eben dieſe Erwaͤgung des dem Publico und Singulis daher nothwendig zuwach⸗ ſenden Schadens hat die Prohibitionem monopoliorum in lure ſien de communi(a)& L. L. Imp.(b) veranlaſſet. lurium b produ⸗ 5. 3. haffen, Gleichwie aber bereits Grotius einen Unterſchied inter mono- leichen polia licita& illicita machet verb.(c) Monopolia non omnia diren? cum iure naturae pugnant, nam poſſunt interdum a ſumma ommt, poteſtate permitti, iuſta de cauſſa& pretio conſtituto: cuius rei exemplum nobis illuſtrare praebet Ioſephi hiſtoria, cum is vice Regia Aegypto praeeſſet. Sic& ſub Romanis Alexandrini In- llligen, dicarum& Aethiopicarum mercium habebant, ut Strabo loqui- nd am— Hol(a) vid, L. un. C. de Monopol.(b) R. I. de anno 1500. won wu⸗ Llclnla b cherlichen Contracken, Monopolien, Gewerben, auch Kaufleuten; ſein, de anno 1512. Tit. 3.§. 16 17. 18. de anno 1524.§. 27. de anno i, und 1526.§. 26. de anno 1530.§. 135- 136. 137. Reform. Polit. uͤber⸗ Auguſt. 1548.& Francof. de anno 1577. Tit. 18. capitul. novifl. n b Art. VII.§. 3. a. I esherr, e(e) de I. B.& P. L. II. c. 12.§. 16. 1I. Theil. Doddd 752 Von den Rechten eines Landesherrn tur, Auoraar. Poteſt& a privatis inſtitui aequo duntaxat compendio. Atqui, ut in velabro olearii, de compacto id agunt, ut res lupra pretium, id quod ſummum nunc eſt in communi pretio, vendantur, aut vi, aut fraude impediunt, ut vendant pretio, quod tempora venditionis iniquum ſit, iniu- riam faciunt, atque eam reparare tenentur; alſo verbieten auch obige Reichs Satzungen nicht alle Monopolia indiſtincte. Ordi- natio Politica Francofurt. thut Epitheta hinzu, betruͤglich gefaͤhr⸗ liche und ungebuͤhrliche, zur klaren Anzeige, daß diejenige verbotten ſeien, welche zum Schaden anderer gereichen. Denn gleichwie nie⸗ mand ſich mit Schaden des andern bereichern kann, alſo ſind auch diejenige Monopolia vor unzulaͤßig zu halten, wodurch ſich jemand mit Schaden anderer bereichern will. Auſſer dem aber iſt das Ver⸗ bott erwehnter Reichsgeſetze blos von Monopoliis im ganzen Reich zu verſtehen, mithin auf die terriroria derer Landesherrn nicht zu erſtrecken, die in ſelbigen ohne Schaden des Reichs Monopolia ſelbſten anlegen, oder andern verſtatten koͤnnen, gleichwie ſie auch in Anſehung derſelben libertatem commerciorum pacto vel Lege reſtringiren koͤnnen, nach dem, was Heineccius(d) ausfuͤhrlich ge⸗ zeiget, indem Grotii Lehre de pleniſſima commerciorum liber- tate(e) ſo wie von commerciis uͤberhaupt, alſo auch blos vom ganzen Reich verſtanden werden muß. Wie dann gewiſſe beſondere Umſtaͤn⸗ () in Diff. de Iure Princ, ceirca Commere libert. tuend.§ VII. (e) de mari libero e. 1.& de I. B.& P. L. 2. c. II.§. 13. duntxat Pacto c eſt n üuunt, ut . w ieten 1 : COrd. gehäßn erbotten vie nie⸗ n auch jemand s Ver⸗ Reich nicht zu dopolia ſie auch ALege lich ge⸗ mlber- os bom eſondere Umſtaͤn⸗ VII. auf den A lleinhandel des Salzes. 75 Umſtaͤnde, welche libertatem commerciorum einſchraͤnken koͤnnen, niemand laͤugnen kann; wohin hauctſaͤchlich zu rechnen, wenn das Land mit Productis, ſo eben ſo gut, als fremde, uͤberfluͤßig verſe⸗ hen, oder aber, wenn neceſſitas ſive utilitas publica erheiſchet, daß von gewiſſen im Lande nicht erwachſenden, oder per commer⸗ cia cum vicinis provinciis nicht zu habenden Neceſſariis, ſumti- bus publici vel Principis ein hinlaͤnglicher Vorrath jedesmal ange⸗ ſchaft und denen Eingeſeſſenen aequo Pretio uͤberlaſſen werden. §. 4. Wo aber abundantia in territorio, vel utilitas publica ceſ⸗ ſiret, und blos das intereſſe Fiſci Principis pro ratione movente obwaltet, da iſt die Frage, ob die Aufdringung dergleichen Neceſ- ſarien, und die damit verknuͤpfte reſtrictio libertatis commercio rum fuͤr nichts anders, als omni iure, maxime autem Legibus Imperjii verbottene, mithin intolerable Monopolia anzuſehen. Diejenige, welche von Monopoliis geſchrieben, als Fritich. Thilenius, Schuz und Wernher, geben dreierley Urſachen an, derentwegen dieſelbe vor erlaubt zu halten, naͤmlich neceſſitatem, utilitatem und aequitatem. Die letzte alſo muß in vorſtehendem Fall das Monopolium rechtfertigen. Und gewiß iſt nichts billi⸗ ger, als den Fiſcum zu bereichern, ſo oft es ohne Schaden der Un⸗ terthanen angehen kann. Deswegen ſind ja die Adeſpota dem Lan⸗ desherrn zugelegt, und dadurch gar ſtarke Einſchraͤnkungen der na⸗ Ddddd 2 tuͤrlichen ————————————— ———— ooͤoͤöͤͤͤͤöͤ— 8.——*———*——— ———————— u—————— ———— 8——y————————— 1 8—. “———*————————. *———yõ—,—————————.—.—** e—————— 754 Von den Rechten eines Landesherrn tuͤrlichen Freiheit, jedoch mit Beifall Grotii(§) entſtanden, wenn er ſagt: valde fallunt recenſiores ICti, qui haec ita putant na- turalia, ut mutari nequeant: Sunt enim naturalia non ſimpli- citer, ſed pro certo rerum ſtatu, hoc eſt ſi aliter cautum non ſit. Germaniae autem populi aſſignanda, unde dignitatem ſuſtinerent, ſapienter exiſtimarunt, ab illis rebus incipiendum, qnae Sine damno cuiusquam tribui poſſent, cuiusmodi ſunt res omnes, quae in nullius dominium pervenerunt. Dergleichen Sachen ſind Neceſſarien zu aequipariren, die ſich den Untertha⸗ nen ohne ihren Schaden, dem Fiſco Principis aber zum Beſten aufdringen laſſen. Wie jene ad dig gnitatem principalem ſuſtinen- dam gewidmet, alſo dienen auch dieſe dazu. In beiden Faͤllen iſt equm compendium, wie es Grc otius oben§. 2. nennet, die Ab⸗ ſicht, welche das Verfahren des Landesherrn iuſtificiret. Bei Salz⸗Monopoliis zeigt es ſich ſonnenklar. Die Frei⸗ heit ſo olches 3 3 5u verkauffen, haben ſchon die Roͤmer Privatis nicht ge⸗ ſtattet.(g) Auch bei uns iſt das Salz⸗Monopolium weder abſo- lute pro illicito, noch licito mit Herrn Jungen(h) zu halten. Die damit verknuͤpfte reſtrictio libertatis commerciorumiſt denen beſondern Umſtaͤnden nach keineswegs zu misbilligen. So benader err — (g) de I. B.& b. I., II. c. 9.§. 5. c. 11.§. 5. (f) vid. Liv. L. II. c. 9 et C. II. c. de Vectical.(h) Fr. de iur. Salin, c. III.§. 2 —õ——- —— ur. — — auf den Alleinhandel des Sahzes. 755 Herr Hofrath Ayrer(i) licet Salis peregrini invectio in Favo- rem Salinarum Luneburgenſium in his terris per iterata Edicta expreſſe antea prohibita fuerit, placuit tamen deinde ad tem- pus mutuum eius commereium inter Episcopum Hildeſienſem & ditiones Brunſvcenſes concedere, ſed id ipſum mox ite- rum reſtrictum fuit. Es kommt vornehmlich darauf an, ob das Herrſchafftl. Salz denen Unterthanen in billigem Preis, wie naͤmlich ſolcher dem Werth des Salzes in der Nachbarſchafft, und der inneren Guͤte deſſelben gemaͤs iſt, oder ſolchen, die dieſem nicht proportionirt, auf⸗ gebuͤrdet werden will. Letzteren Falls iſt der Schade der Untertha⸗ nen offenbar, mithin die Bereicherung des Fisci unerlaubt: erſte⸗ ren Falls aber nicht. Es bekraͤfftiget ſolches die Urtheil bei Herrn von Ludolph(k) b 1 de Anno 16-0. . In Sachen Burgermeiſter und Rath der neuen Stadt Hanau Apellanten eines, wider Herrn Friedrich Caſimir, Grafen zu Ha⸗ nau, und Conſorten, Apellanten andern Theils, den Salzhandel betreffend: Iſt allem Vorbringen nach zu Recht erkannt, daß in dieſer Sache uͤbel decretiret, wohl davon appelliret, derowegen das angelegte Verbott wegen Zufuhr und Verſammlung fremden Sal⸗ zes zu reformiren, zu caſſiren und aufzuheben, hergegen Appellan- Ddddd 3 b ten () In Diff. S. R. L. Politiam cirea Commerc.& ſtud. civ. ador- nans p. 59.(kK) Obf. LXXII. p. 157- 4 8 4 5 4————— 8— 8 A— ——ͤͤͤſͤͤͤſſſſͤſſöö—————————,—— ————————————— —*———————————** Eeer dms eu A*..—„— 756 Von den Rechten eines Landesherin ten bei freiem Handel ſowohl mit auslaͤndiſchen, als einheimiſchen Salz zu laſſen ſein, als Wir:(jedoch daß mehrbeſagte Appellan- ten, im Fall das einheimiſche Salz in gleichem Preis, wie das fremde wuͤrde verkaufft werden, ihrem Erbieten gemaͤs, jenes vor dieſem zu nehmen, nachkommen:) Hiermit reformiren, caſſiren, aufheben und laſſen, compenſatis expenſis. §. 6. Wann nun ſolches bei einheimiſchen Salz gilt, wie viel mehr muß es von fremden einzufuͤhrenden gelten? So war in Cauſſa der Unterthanen der Aemter Huͤtten und Stoppelnberg contra Naſſau Weilburg ex Actis ohnlaͤugbar: 1) Daß beklagter Herr Fuͤrſt zu Naſſau Weilburg in ſeinen Landen keine gangbare Salzquellen, woher das Salz denen Un⸗ terthanen debitiret werden koͤnnen, haͤtte; 2) Daß derſelbe vielmehr Krafft eines mit der Cron Frankreich in Anno 1741 getroffenen Tracrats die im Saarbruͤckiſchen& in Imp. Rom. gelegen geweſene Salinen abandoniret, da⸗ fuͤr aber 3) Anj aͤhrlich eine gewiſſe nahmhaffte Quantitaͤt Lotharingiſchen Salzes erhalte, und gedachten ſeinen Unterthanen obtrudiren wolle, ohngeachtet 4) ſothanes Salz von weit ſchlechterer Qualitaͤt, als das in vi— cinia zu erhaltende, war, deſſen Preiß auch in Betrachtung der auf den Alleinhandel des Salzes. 57 der Transportkoſten und ſonſtiger Abgifften ſich weit hoͤher, als des guten deutſchen Salzes ſich erſtreckte, und daß 5) die Weilburgiſche Unterthanen, welche aus der benachbar⸗ ten Hanauiſchen Salz Factorei das benoͤthigte Salz gegen Lie⸗ ferung ihres eigenthuͤmlich abgaͤngigen Holzes bis dahin erhal⸗ ten, und ſolches theils zu eigener Beduͤrfniß gebrauchen, theils Hauch andere Landes mit Eingeſeſſenen uͤberlaſſen koͤnnen, Per jam introductum monopolium Salinare ab hoc compen- dio und commercii genere plane excludirt, und ihnen faſt alle Media, die ohnehin ſehr gehaͤuffte onera abzutragen, hoc modo entzogen werden wollen; 8 Solchemnach, und da ſolch eingeklagter Salzverlag und Ver⸗ kauff, als ein Monopolium illicitum, und uͤberhaupt dieſe Ein⸗ richtung als ein Mißbrauch der Landesherrlichen Gerechtſame an⸗ geſehen wurde, ſo ergienge eine Paritoria, jedoch dergeſtalt, daß dadurch dem Landesherrn der uſus nicht benommen„ ſondern das Aoſehen auf Abuſum Terminis congruis, wie naͤmlich der Ver⸗ lag eines auslaͤndiſchen Salzes dem gemeinen Beſten wegen deſſen ſchlechten Qualitaͤt und doch viel hoͤheren Preiſes zu ſchaͤdlich ſeie, exprimirt worden, wie folgende den 12ten Jun, 1750. publieirte Urtheil des mehreren ausweiſet: In Sachen der Unterthanen des Amts Huͤtten und Stoppel⸗ berg in Actis genannt, wider Herrn Carl Auguſt, Fuͤrſten zu Naſſau Weilburg und Conſorten Mandati lliciti monopolii caſſa- torii ͤͤͤͤͤͤ“ 5—“ 5— — 5————— 3 ————— 1—— 1 öo — — — —— “ 75⁸ Von den Rechten eines Landesherrn torii, reſtitutorii ac inhibitorii S. C. una cum Salvo conductu in optima Forma, nec non Mandati de abducenda militari exe- cutione, reſtituendo quaevis ablata, Sive de reſarciendo vero damna perpeſſa C. C.& Mandati ulterioris de reſtituendo quae- vis ablata S. C. item Mandati de manutenendo ſtatum quaſi poſſeſſionis contra Monopolium Salis S8. C. Iſt die durch Li⸗ centiat Scheurer den 19ten Dec. a. p. 16. April 11. May und gten Juni a. c. extraiudicialiter uͤbergebene Anzeigen und Suppli- cas ad Acta zu regiſtriren verordnet, darauf die Sache ex officio fuͤr beſchloſſen angenommen und Licentiat Boſtel der opponirten ex- cepsonis fori declinatoriae und uͤbrigen unerheblichen Einredens ungehindert, glaubliche Anzeige zu thun, daß denen ausgangen⸗ver⸗ kuͤndt⸗ und reproducirten Kaiſerlichen Mandaten mit wirklicher Auf⸗ hebung des im Anfang vorigen Jahres zu Laſt und Beſchwerung klagender Unterthanen neuerlich eingefuͤhrten Verlags und Verkaufs fremden Salzes und mit Reſtitution des damalen und nachhero Klaͤgern mit Gewalt weggenommenen Salzes, wie auch alles durch die verhaͤngte executiones abgepreſten Geldes, gepfaͤndeten Viehes, Mobilien und anderer Eftecten, oder im Fall ſolche nicht mehr vor⸗ handen, ſondern verkaufft und distrahirt worden, mit Erſetzung deren Werths gehorſamlich gelebt ſeie, Zeit eines Monats reſpec. pure und auf vorhergegangene Specification undLiquidation p. t.& p. v. A. w. und ſub praeiudicio angeſetzt, mit dem Anhang, daß ſein Hr. Principal jetzt alsdann und dann als jetzt in die Straf denen Kaiſerl. K Mandaten einverleibt faͤllig erklaͤrt und weitern Proceſſ erkannt werden ſollen. Dann wird icentiat Boſtels vorgenannter Hr. Principal in die Koſten den adie N. erl. b auf den Alleinhandel des Salzes. 759 Koſten bei dieſem Kaiſerlichen Cammergericht derenthalben aufge⸗ lauffen, klagenden Unterthanen nach rechtlicher Ermaͤſſigung zu ent⸗ richten und zu bezahlen faͤllig verurtheilet: Es bleibt aber beklagtem Herrn Fuͤrſten nach voͤlliger Parition und Reſtitution einen Salz⸗ verlag und Kauf in ſeinen Landen, jedoch dergeſtalt, daß er ſeine Unterthanen mit gutem tauglichem Salz und fuͤr denſelben Preis, wie ſie ſolches bishero anderer Orten einhandeln koͤnnen, verlege, ih⸗ nen auch ſonſten keine neue Beſchwerde dadurch zuziehen laſſen, ein⸗ zufuͤhren ohnbenommen, londern vortehann. ꝛc. §. 7. Annebſt iſt wohl zu erwaͤgen, lob Superioritas territorialis krafft welcher ein Salz⸗Monopolium eingefuͤhret werden will, illi⸗ mitata oder limitata iſt, und die Unterthanen Simpliciter oder ſo- cundum quid tales ſind. So richtig iſt, was Cocceius behau⸗ ptet:(D conceſſa ſuperioritate vel omnibus Regalibus contine- ri omnia qnae non ſint ſpecialiter excepta: conceſſis ſingulis regalibus, nulla niſi expreſſa, ſo unrichtig iſt der Schluß a Supe- rioritate illimatata ad limitatam, wann auch gleich der Preis des einzufuͤhrenden Salzes dem Werth des Salzes in der Nachbarſchafft und der inneren Guͤthe deſſelben proportionirt ſein ſollte. Dieſe laͤſt ſich ultra lmites ſios nicht extendiren. Es koͤnnen ja aber vermoͤg deren ſolche Unterthanen einen Salzhandel und Salzkam⸗ 11. Theil. Eeeee mer (1) Iurisprud. publ. c. XXI.§. 16. 760 Von den Rechten eines Landesherrn mer zu haben berechtiget ſein, wenigſtens kann ihnen durch derglei⸗ chen Monopolium der Beſitz dieſes Handels via facti nicht ent⸗ zogen werden. So wurde in Cauſſa Wadgaſſen contra den Herrn Fuͤrſten zu Saarbruͤcken und Renth⸗Cammer der Beſitz des Kloſters, einen Salzhandel und Salzkammer zu haben, durch die Fuͤrſtl. Seits ſelbſten approbirte kloͤſterliche Rechnungen, als zu Recht erwieſen angeſehen, ſolches auch deswegen per paritoriam bei dem hergebrach⸗ ten freien Salzhandel in ſeinen Dorfſchafften und in Anſehung ſei⸗ ner Unterthanen manutenirt, wie folgende Urthel de 28. Febr. 1776. des mehreren ausweiſet: In Sachen Abbten und Conventualen des Gotteshauſes Wad⸗ gaſſen wider Herrn Fuͤrſten zu Naſſau Saarbruͤcken und der Renth⸗ cammer Mandati de non contraveniendo rei dudum iudicatae, & transactae, nec extendendo ſuperioritatem& protectionem reſtrictive adiudicatam ultra effectus ſpecifice expreſſos ad alios plures non adindicaros, ut& de non turbando in poſſeſſione vel quaſi iuris Traiectus, Pontonum Com merci Salis& Ta- baci S. C. una cum eiusdem extenſione; Iſt Licentiat Biſſing ſein der arctioren halber beſchehenes Begehren N. Z. Z. abgeſchla⸗ gen, ſondern mit Verwerfung der durch D. v. Zwirlein eingewen⸗ deten Exceptionis fori declinatoriae, wie auch ſonſtigen ohner⸗ heblichen, Einwendens ohngehindert, demſelben glaubliche Anzeige zu thun, daß dem ausgangen⸗verkuͤnd⸗ und reproducirten Kaiſer⸗ b b lichen auf den Alleinhandel des Salzes. 761 lichen Mandat wegen des Commercii mit Salz und Tabac, auch we⸗ gen Haltung eines Nachen, um darinn auch Fremde üͤberfahren, minder nicht eines Pontons, um darinnen, was zu des Gottes⸗ auſes und deſſen Unterthanen Nothwendigkeiten dienlich ſein mag, ebenmaͤſig transportiren zu laſſen, gehorſamlich gelebt ſeie, auch hinfuͤhro gelebt werden wolle, Zeit 1. D. p. t.& p. v. A. w. an⸗ geſetzet, mit dem Anhang, wo er ſolchem alſo nicht nachkommen wird, daß ſeine Principalſchafft jetzt alsdenn, und denn als jetzt in die be⸗ ruͤhrtem Mandat einverleibte Poen hiermit erkläͤret, fernern Pro⸗ ceß auch erkannt, daß ſie dem Gegentheil die Gerichtskoſten derent⸗ Zen aufgelauffen nach rechtlicher Ermaͤſſigung zu entrichten und zu bezahlen ſchuldig ſein ſollen, Das disfalls erkannte Mandatum iſt ein Caſus, der b. de Ludolph vix dabilis geſchienen(m) Es concernirt aber auch den dritten von ihm nicht bemerkten Fall, der naͤmlich zwiſchen dem Herrn und Landſaßen ſich zugetragen. Bei demjenigen, welchen der Herr von Moſer(n) zu einem Mandato S. C. qualificirt erachtet, da naͤmlich ein Unterthan oder Commune ſeinen Landesherrn oder Obrigkeit einen oder mehrerern ſei⸗ ner Mit⸗Unterthanen anzeigt, welche ungebuͤhrliche Monopolia exerciren, die Obrigkeit aber dannoch ſolches nicht abſtellete, arg. Eeeee 2 ſdder r — — (m) Syſtem. I. c. p. m. 104. (n) R. H. Pr. T. L C. II.§. 47 752 Von den Rechten eines Landesherrn ein Praͤjuditz des ganzen Reichs voraus zu ſetzen, denn ſonſten muͤſte per Mandatum§. C, tractiret, weil man absque cauſſae cog- pflegt nur ein Reſcript erkannt zu werden. 1 der Polic. Ordnung de Anno 1 177. Tit. 183.§. 6. iſt nothwendig ein Unterthan um die Abſtellung beiderlei Monopolien ſeinen Lan⸗ desherrn ſelbſten angehen. Wo auch jemand ein Intereſſe priva- tim dabei haͤtte, waͤre ihm zwar in particulari zu klagen erlaubt, allein doch nicht anders, quam via proceſſus ordinarii. 8 Bei Reichshofrath werden dergleichen Sachen nicht leicht nitione den Unterthanen von einer landesherrlichen Verordnung bevorſtehenden Schaden nicht wohl ermeſſen kann, ſondern es AK A.§. Nbrechnungstag ⸗ 592 Abſatz des Salzes, wie ſolches zu befoͤrdern 605. 609 ſed. Abtheilungen, was hierunter bei einem Gradirbau ver⸗ ſtanden werde ⸗ ⸗ 483 wie ſolche anzuordnen 486. 489 Accorde, ob ſolche der Tag⸗ lohnarbeit vorzuziehen ſein 636 Anum. Alleinhandel des Salzes in welchen Faͤllen ſich ein Re⸗ gent nach natuͤrlichen Rech⸗ ten ſolchen anmaſſen und nicht anmaſſen kann 29⸗31 . Anh. Appreßionspumpe 435. S. Druckwerke. Ausduͤnſtung, wird durch ei⸗ ne gehoͤrige Stellung des vornehmſten Sachen A.§. Gradirhauſes befoͤrdert 151. 152² Verhaͤltniß derſelben bei de⸗ nen aͤuſeren Flaͤchen zweier Dornwaͤnde gegen die inne⸗ re ⸗* 2 234 wie ſich ſolche verhalten wann eine Soole hoͤher loͤ⸗ tig werden ſoll ⸗ ⸗ 484 Ausflußrinne, wie ſie beſchaf⸗ fen ſeie und durch den Dam gelegt werden muͤſſe 334 wie die Einrichtung zu ma⸗ chen, daß man ſolche nach Erforderniß oͤfnen und ver⸗ ſchlieſen könne ⸗⸗ 237 B. Balken„dazu iſt tannen Holz in freier Luft das beſte 178 Eeeee 3 b ihre 764 Regiſter. B.§ ihre Entfernung von einan⸗ der bei einem Gradirbau 187 Baſſin S. Soolkaſten. Baumeiſter ⸗ ⸗ 534 deſſen Umt ⸗ 669. ſeq. Bauſchreiber S. Baumeiſter. Bauuͤberſchlaͤge S. Uleber⸗ ſchlaͤge. Bauverwalter S. Baumei⸗ ſter. Belohnungen thun oft beſſe⸗ re Wirkung als Strafen 548 Bergbohrer, woͤ er zu gehrau⸗ chen.. 21 Beſtandtheile des Käͤchenſal⸗ zes 3. 3 1 der Soole.- 23 Bitterſalz ⸗ 506 Bitterſoole iſt ein Beſtand⸗ theil der Soole 23 iſt dem Gewicht noch ein betraͤchtlicher Theil, ſo dem Salz abgehet ⸗ 64 Anm. Boyſalz, was es ſeie ⸗ 2 wie es die Hollaͤnder rafñe niren. 5 wird auf zweierlei Art ge⸗ macht— 4 ⸗ 5 Brunnenmeiſter⸗ ⸗ 532 deren Amt ⸗ 543 B.§. Buchenholz uͤbertrift in der Staͤrke das Eichenholz iſt aber in freier Luft von kei⸗ ner Dauer ⸗ 178 Anm. iſt vorzuͤglich gut zu Pfaͤh⸗ len und Roſten„ idbid. Bund, was darunter bei ei⸗ nem Gradirbau verſtanden werde ⸗ ⸗ 190 Anm. C. Canaͤle, wann ſie tief ſind, muͤſſen auf beiden Seiten mit einer Mauer verſehen oder zugewoͤlbt werden 346 Coͤllniſch Salz ⸗ ⸗ 4 D. Dach, welche Gattung zu Gradirgebaͤuden zu waͤhlen 224 ſoll mit Schindeln gedeckt ſein, um es als ein Gra— dirwerk zu benutzen 230 Schindeld aͤcher koͤnnen biß auf die Erde gehen 233 muß bei Siedhaͤuſern nicht zu hoch gemacht werden 307 gebro⸗ ͤͤͤ— — —* —— —— 8 8 d. 3 gebrochene ſind bei einem Siedhaus vorzuziehen 307 Dachdeckerlohn wird ſtuͤckweis bezahlt.. 635 Dachgradirung 470. 478 Damm, wann ſolcher um ein Brunnenſoolenbehaͤlter ge⸗ ſchlagen werden muß 250 muß aus drei beſondern Stuͤcken beſteſten ⸗ 323 wie deſſen erforderliche Di⸗ cke zu erfahren und zu be⸗ rechnen ſeie 251. ſeq. 325. 326 Docken, was darunter zu verſtehen 2. ſind zu verwerfeen ⸗ 211 Dorne, damit muͤſſen die Gradirwaͤnde ausgefuͤllt werden 2 2 Schwarzdorne ſind dazu am tauglichſten ⸗ wann ſolche gehauen wer⸗ den muͤſſen ⸗ ⸗ 219 muͤſſen vorne abgeſtuͤmpft Regiſter. 220 DdD.. ihre Verbindung im Holz— werk⸗ ⸗ 214. 216 dorfen nicht in die unterſte Balken eingezapft ſein 217 Dornwand, Beſtimmung ih⸗ rer geringſten Hoͤhe 138 Beſtimmung ihrer Breite 139 muͤſſen eine piramidaliſche Geſtalt haben ⸗ 212 drei neben einander ſind zu verwerfen ⸗ 23a. 235 Druckwerke, was darunter zu verſtehen 425. 426 E. 186 Eichenholz iſt votzuͤglich an fruchten Plaͤtzen ein dauerhaftes Holz zum Bauen ⸗e⸗ 17 zu Balken aber nicht das beſte 4— ſbia. 218 Einfaſſung der Salzbrunnen kann von Holz oder Stein ſein 2 2 98 welches die beſte ſeie 112 werden 220* Eisgradirung, worin ſolche Dorngradirung 2 470 beſtehe„. 4191 Dornſtellagen, was darunter wie dabei zu Werk zu ge⸗ zu verſtehen 213 hen 2* 149 b Vortheil 766 Regiſter. E.§.§.§. Vortheil, der dabei zu beo⸗ Gabeln gelegt und von ſol⸗ bachten ⸗„ 495 chen getragen— 414 gehet mit einer ſchwachen Brunnenſoole nicht gut von ſtatten 3 2 493 wie hoch man die Soole dadurch treiben ſoll 494 Anm. Erlenholz iſt in freier Luft zum bauen nicht tauglich 178 F. Feldgeſtaͤnge, was darunter zu verſtehen ⸗ ⸗ 402 wie es in ſeiner Direction nach einer andern Richtung gebrochen werde 404. 407 muß mit denen Kunſtkreu⸗ zen, Werkſtempeln und Kurbelzapfen beim erſten Stos im rechten Winkel ſtehen 2* 407 bekomt ſeinen erſten Stos und Richtung von der Blaͤuelſtange ⸗ al1O Dicke des Holzes richtet ſich nach der Laſt, welche zu uͤberwinden iſt ⸗ wird in bewegliche eiſerne ibid. doppeltes iſt zu verwerfen 4¹9 deſſen geradlinigte Bewe⸗ gung iſt bisher vergeblich mit Vortheil fuͤr die Ausuͤ⸗ bung geſucht worden 42² Feuerherde, deren Einrich⸗ tung beruhet auf vier allge⸗ meinen Regeln ⸗ 284 die Seitenwaͤnde deſſelben muͤſſen eine krumme Geſtalt haben 2 285 der inwendige Raum darf nicht 3 gros ſein 286 aus welcher Materie ſie am beſten aufgefuͤhr werden 287 wann das Feuer darinn circuliren kann, wird ſehr viel Holz erſpart ⸗ 289 Einrichtung eines Circulir⸗ heerds 2 289. 290 Feuerſpruͤtze iſt ein nothwen⸗ diges Stuͤck auf einem Salzwek⸗ 619 Flutteiche ſ. Teiche. Friction iſt ſtaͤrker, wann die Oberflaͤchen der Coͤrper rauh ſind.„ 453 die 22 0 —yÿ— —— —-—y——BA egiſter. .§. 85. 5. wie gros ihr abſolutes Ver⸗ haͤltniß zur andruͤckenden Krafft im Durchſchnitt bei Maſchinen angenommen Anlegung eines Teichs ge⸗ macht werden 4 327 G. werden koͤnne 483 Unterſchied der Faͤlle, wenn die Groͤſe der Oberflaͤche die Friction vermehrt, und wenn ſie nicht in Betrach⸗ tung komt. Fall, da man den Begriff der Friction nicht mehr an⸗ nehmen kann. 459 nach welchen Grundſaͤtzen die abſolute Frietion zu ver⸗ Gegenſchreiber 4 533 deſſen Amt„ ⸗ 155 Gehalt der Sooleſ. Lotigkeit. Geſchirrmeiſter ſ. Wagenmei⸗ Gips kann eine Anzeige auf Salzquellen ſein 18. 19 Grade, deren UUnterſchied von Lothen ⸗ 30. Anm. mindern ſeie 7 461 Gradirbau ſ. Gradirhaus. Fall, den irrigen Begriff zu zeigen, den ſich manche machen, die keinen Unter⸗ ſchied zwiſchen der abſolu⸗ ten Friction, und dem Zu⸗ ſtand machen, da ſolche naͤ⸗ her an die Bewegungsaxe gebracht wird chen und zu machen 107. wie fuͤr einen Gradirbau Fundamentgraben muß bei Gradirer ⸗ 473. 532. 737 muͤſſen die Soole fleiſſig angieſſen ⸗. 475 wie ſie ſich in Anſehung der Oefnung derer Tropfhanen zu verhalten haben 476 wie viel Fus Gradirung 62 492 nach dem Laͤngenmaas ein Fundament, wie ſolches in einem Salzbrunnen zu ſu⸗ Mann verſehen koͤnne 540 ros Gradiehaus, was es ſeie 129 8 gehoͤrt unter die deutſche 157. Erfindungen⸗ 130 158 wann und wo die erſte er⸗ richtet worden. 131 Fffff ihre „68 Regiſter. . G.§. G.§. öhre Beſtimmung nach dem Dornwaͤnden abgeſchlagen Laͤngenmaas iſt unrichtig, r24 werden 2 490 um. b 5 Beſtimmung ihrer Breite 140⸗. 143 ihrer Hoͤhe 144⸗146 Lage 1512153 lbre Verbindung im Holz⸗ werk ⸗ ⸗ 186. ſeq. welches die beſte Verbin⸗ dung ſeie 2 190 wie es mit Vortheil von Zimmerleuten aufgeſchla⸗ gen werde ⸗ 2 ob ein⸗ oder zweiwaͤndige vorzuziehen ⸗ 236⸗238 ob ſie muͤſſen bedeckt ſein 239 Gradirmeiſter ⸗ 2- 533 deſſen Ame» Gradirung„ was darunter verſtanden werde 128. 46 3 wie ſolche bewirkt werde 464 466⸗468 wie viel zu verduͤnſtung ei⸗ ner gewiſſen Quantitaͤt Soole erforderlich um ſol⸗ che uf einen gewiſſen Grad der Adbrigkeit zu bringen 497 Griesſtein, was er ſeie 24. 290 muß oͤfters von denen —— ——— 192 749 Holz, wie deſſen Staͤrke zu erfahren ⸗ 178 Anm. jede Gattung iſt zum Salz⸗ ſieden dienlich wieviel erforderlich, um ei⸗ ne Pfanne voll Salz zu ſieden 2 729 wie ſolches berechnetunde in Anſchlag gebracht werde 629 Holzmeiſter ſ. Holzſchreiber. 4⁸ Holzſchreiber ⸗ 533 deſſen Amt ⸗ 556. ſeg. 528 S. Kali gibt ein Kennzeichen auf Salzquellen ab. Kalk, wie deſſen Erforderniß zu berechnen 2 6²2'8 Kalkſteine koͤnnen auf Salz⸗ quellen deuten ⸗ 18. 19 Kennzeichen auf Salbquellen 14⸗ 20 15 Klappen ſ. Ventile Knapp⸗ 2 n. Regiſter. 769 K. 5 N. Knappſchaftft⸗ 531 deren Boden ſoll gepflaſtert Kochſalz ſ. Kuͤchenſalz.. Kolben, koͤnnen bei bloſen Saugwerken von Holz ſein 433 ſeim ⸗ 344 — Kunſtkreuz woraus es beſtehe a03 deſſen Aerme muͤſſen gleich muß anders geſtaltet ſein, lang ſein ⸗ 409 wann er zu Druckwerken Kunſtmeiſter ⸗ 533 denen ſol. 5 435.439 deſſen Amt 560 eſchreibung verſchiedener Kunſtraͤder deren verſchiedene b Kolbenroͤhre ſ. Stieffel. oberſchlaͤchtige ſind allen Kranz, richtet ſich in Abſicht andern vorzuziehen. 352 der Figur nach der Geſtalt Grundgeſetz, wornach ein des Brunnenſchachs 109 Kunſtrad zu beurtheilen 353 Kuͤchenſalz, deſſen Nutzen An ſich Kraft und Laſt in im gemeinen deben 1 Aſehna der Bewegung deſſen Beſtandtheile„ 354 auf wie vievielerlei Art es deſſen vortheilhafteſte Ge⸗ enthalten wird ⸗ 2 ſchwindigkeit bei Treibung eeh, der Puhidenfuſtel⸗ 355 V 3 weie ſolche aufzuſtellen 0 Kunſtboͤcke, was darunter zu muͤſſen manchmal mit* verſtehen 2„ 405 nem Haus bedeckt werden 372 deren verſchiedene Struc⸗ Kautterhe Teiche 27 tur 4 412. 415. 419 welche Art den Vorzug Kurbelzapfen, unter welchen „ Umſtaͤnden von deſſen Groͤ⸗ verdiene„ 418 ſe di Geoſe des p uno uſfe een Preiee hubs abhange ⸗ 356 muͤſſen den gehoͤrigen Fall welches das beſte Mittel haben„„ 343 der Groͤſe deſſelben ſeie ibid. Fffff 2 deſſen 2292 NRegiſter. B. 6. deſſen Geſtalt ⸗ 358 wann an einer Welle zwei Kurbelz angebracht ſind, nach welchem Winkel ſolche in den Wellbaum eingeſetzt werden ſollen 2 361 * L. Lambertiſche Tabellen ⸗ 40 ſind nicht wohl zu gebrau⸗ chen, wann Salzſpindeln gemacht werden ſollen 73. Anm. ͤ 74 Leckhaus ſ. Gradirhaus. Leitam ⸗„ 405 muͤſſen uͤberal gleichlang ſein- 2 409 je laͤnger er iſt, deſto vor⸗ theilhafter iſt es Letten, ob er eine Anzeige auf Salzquellen ſeie? 19 dicht, muß vorzuͤglich in die Brunnenhaͤuſer fallen 124 Löthigkeit der Soole, was ſie ſeie 3* 30 deren verſchiedene Bedeu⸗ kung r ⸗ 32. 55 was heut zu Tag meiſten⸗ 420. 421 2 4 kheils darunter verſtanden werde 4 35. Anm. wie ſolche auf ehymiſche Art zu erforſchen„ 306 wie ſie durch Soolwagen zu erfahren ⸗ 39. ſeg. Lohnungstag 7 593 Loth und Grade, wie ſolche unterſchieden ſind 30. Anm Luft muß unter einem Gra⸗ ddirbau frei circuliren 166 desgleichen auch zwiſchen den Dornwaͤnden 221 eben ſo zwiſchen dem Schin⸗ deldach„ 27 229 kalte darf nicht uͤber die Salzpfannen ſtreichen 510 M. Magazin. ſ. Salzmagazin. Maſchinen, deren verſchie⸗ dene Arten ⸗ 310. ſeqgq. Maurer Arbeit, wie ſolche in Anſchlag gebracht und be⸗ zahlt werden ſolle ⸗ 632 Meerſalz ſ. Boyſalz. Murterſovle„„ 306 Nach⸗ 32 6. Nachſalz e Nachtgradirung, ob und wañ ſolche zu rathen ⸗ 477 Nothwaͤhr, wie und wann ſolches anzulegen 330 fq. O.. Oberaufſeher 2 534 deſſen 1mt⸗ ⸗ 585 P. Panſterrad 2 2 350 Pfaͤhle muͤſſen in einem ſum⸗ pfigten Boden eingerammt werden, wenn man darauf bauen will 5 173 174 werden am beſten von Bu⸗ chenholz genommen 178. Anm. Pfannen ſ. Salzpfannen. Pfannenſtein, was er ſeie 524 iſt in der Siedung hin⸗ derlich 2 2 ibid wie ſolcher von der Pfanne zu ſepariren 2 535 iſt als eine Dunge zu ge⸗ brauchen ⸗. Regiſter. 771 PͤH.. 506 Pfeiler, deren Hoͤhe unter ei⸗ nem Gradirhaus 160 deren Dicke 4 164 — daͤnge ⸗ 1öz u. f. — dage gegen einander 171 — Anzahl muß eins mehr betragen, als die An⸗ zahl der Zwiſchenraͤume 169 wie viele Reihen unter ein Gradirhaus zu ſetzen 170 Pfoſten muͤſſen bei einem Salzbrunnen in den Kranz eingezapft und nicht ange⸗ geplattet werden 2 111 ihre Dicke muß nach dem Verhältniß ihrer Hoͤhe zu⸗ nehmen ⸗ 180 Ite Anm. werden bei Gradirgebaͤu⸗ den mit Vortheil rund ge⸗ laſſen ⸗ 180. 4te Anm. Piramidaliſche Geſtalt muͤſſen die Dornwaͤnde haben 212 Premſe ⸗ 4 3985 Probeſiedungen ⸗ 529. Anh. Pumpe, aus was fuͤr Theilen ſolche beſtehe 2 424 OQ. 526 Qualmfang f. Schwadenfang. Fffff 3 Quan⸗ 272z2 Regiſter. OC.. Quantitaͤt der Salzquellen J wie ſolche zu erforſchen 28 K. Radkranz wird aus Kruͤmlin⸗ ſich nach mehreren Um⸗ ſtaͤnden 4 44 was beim Legen derſelben zu obſerviren 449⸗ 481 Rollring 3„ 382 gen zuſammen geſetzt ⸗ 362 Rothwild ſ. Wilbprete aie derſelbe mit der Welle verbunden werde ⸗ 2068 muß mit Laſchen verwahrt werden ⸗ Radſtube, wie ſolche Sun, Rechen, muß zur Werwaßrung des Zapfengeſtells an der Ausflußrinne angelegt werden. Relbung ſ. Friction Reparaturen, muͤſſen im Win⸗ ter geſchehen 2 616 Repetiren der Soole, was das heiſſe 4 ⸗ 483 Roͤhren, aus welchen Mate⸗ rien ſolche verfertiget wer⸗ den koͤnnen ⸗- 444 muͤſſen deſto ſtaͤrker von Materie ſein, je hoͤher das Waſſer darin ſteigen muß 445 deren Durchmeſſer richte 338. 339. S. Salinen ⸗. 6 Salz iſt kein Beſtandtheil des Waſſers, ſondern nur dar⸗ innen enthalten 3 8 wie es mit deſſen Einnah⸗ me zu halten 2 551 deſſen Preis muß in Ruͤck⸗ ſicht der Kaͤufer Perſchieden ſein ⸗ 567 Abgang deſſelben, wodurch erentſtehe ⸗ 567 wie ſolcher richtig zu ſelen ſeie 3 579 wie deſſen Aufwand bei ei⸗ nem Land zu berechnen 607 worinnen deſſen innere Guͤte beſtehe 2 ⸗ 610 wornach ſich deſſen Preis richten muͤſſe ⸗ 612 ob es beſſer nach Maas oder „ — ——.— „ 88. R ———¾— S. d. oder Gewicht verkaufft werde ⸗ 613. 614 Salzamtstag ⸗ 590 Salzbrunnen, wie lang er im Jahr bezogen werden koͤne 29 muß ſtark und bequem ge⸗ bauet ſein—⸗ 79 wie weit er im Lichten ſein ſolle 2 ⸗ 83. 84 deſſen Einfaſſung in einen Zirkel iſt die dauerhaffteſte 89 wie deſſen Abteiffung durch einen feſten Boden ge⸗ ſchiehet e 2 092 wie ſolche bewirkt werde, wann der Boden ſandigt 93 und wann er bruͤchig oder moraſtig iſt ⸗ 95 ⸗97 wie ſolcher inwendig zu ver⸗ wahren 2 2 114 Salzkoͤrbe in ſolchen wird das Salz getrocknet 2⸗ 327 welches die beſte Gattung ſeie 2 Salzmoͤtter ⸗ 7 532 deſſen Amt 2 54² Salzgebirge geben den Stoff zu Salzquellen her 8 Regiſter. ibid. Anm. S. b 1§. Salzkoth ſ. Siedhaus Salzmagazin, welche Orten man dazu waͤhlen ſolle 300 muͤſſen geraͤumig ſein 301 muͤſſen vor Unreinigkeir ver⸗ wahrt und daher uͤberall ge⸗ dihlt werden 2 302. muͤſſen vor Feuchtigkeiten wahrt ſein ½ 304. 305 Salzpfannen, welche uͤber⸗ haupt betrachtet, die vor⸗ theilhafteſte ſeien ⸗ 267 allzugroße bringen keinen Vortheil. 269 ſehr kleine bringen Scha⸗ den 2 5 ibid. die von mittlerer Groͤſe ſind nach der Erfahrung die beſten„ ¼z lbid. werden am beſten von guten Eiſenblechen gemacht 270 272 wie ſie daraus zu verfer⸗ tkigen 2 274 ⸗ 280 muͤſſen gehoͤrig eingemau⸗ ert werden 281 doͤrfen nicht bͤllig agrese liegen ⸗ 2⁸2 Salzquellen, woßer ſolche entſtehen„ 7. 8. 11. auſern za Negiſter. S.§. auſern ſi ch meiſtene heils in Bongrbirgen 9 wo ſolche aufzuſuchen 14⸗ Hauptadern liegen gern tief 22 gehoͤren nicht unter die Re⸗ galien 2. 6. Anh. gehoͤren dem Eigenthuͤmer des Grund und Bodens 7 Anh. worinnen die eigentliche Rechte eines Landesherrn auf ſolche beſtehen 14 15 17 Anh. Salzrenthmeiſter ⸗ 534 deſſen Amt ⸗ 572 u. f. Salzſchreiber. 534 deſſen Amt Salzſpindeln, was ſie ſeien beziehen ſich entweder auf das Maas oder Gewicht von einer Quantiraͤt Soole 39 ihre Structur ⸗ 46 aus welcher Materie ſie be⸗ ſteheu koͤnnden ⸗ 47 glaͤſerne ſind die beſten 51. 52 wie ſie zu verfertigen 55. u. f. Abkuͤrzung bei ihrer Ver⸗ fertigung 2 65. 66. wie zu verfahren, wann ſie den Gehalt der Soole nach Maas und Gewicht zu glei⸗ cher Zeit anzeigen ſolen 7² S. z. Salzſtein ſ. Pfannenſtein. Salzwieger- 27⸗ 522 deren me⸗ 542 Salzwerksoffieianten, was fuͤr auf jedem Salzwerk noͤtig 2 ⸗ 595 ihre erforderliche Eigen⸗ ſchaffttnn ⸗„ 506. 597 wie ſolche mit Vorſicht zu beſolden. 599. 602. muͤſſen beeidigt werden 603 Sammelteich ſ. Teich. Saugroͤhren⸗⸗ 4a24 deren Durchmeſſer darf weder zu gros, noch zu klein ſein 2 4²9 das wahre Verhaͤltniß deſ⸗ ſüen zu finden— 430 Verhaͤltniß des Durch⸗ dae⸗ laͤſt ſich auf Salz— werken nicht vollkommen angeben— 2 ibid. ſondern nur ohngefaͤh be⸗ ſtimmen. 43³31 koͤnnen von„Holz gemachr b ſein 43³² Sanpwerkee was darunter zu verſtehen ⸗ 424 Grund, Grund, worauf ihre Ein⸗ R egiſter. S.§. SG 5. Seegraͤber, wie ſolchen ihre richtung beruhet ⸗ 427 Arbeit zu bezahlen 636 dadurch kann nicht jede Soo⸗ le gleich hoch gehoben werden. Schauffeln deren Anzahl ffuͤr jedes Rad 2. 3 wie ihre Geſtalt mechaniſch 66 zu finden. 3 wornach ſich ihre Breite Selenit deutet auf Salzquel⸗ 428 Setzpfannen 2- 718 Siederei ſ. Siedung. 64 Siedhaus muß von Steinen aufgefuͤhrt werden ⸗ 306 das Mauerwerk daran darf nicht zu hoch ſein ibid. 2, 367 Siedung, was ſie iſt 128. 498 richte ⸗ Schindeln, wie ſolche zu ver⸗ fertigen und die Gradirdaͤ⸗ cher damit zu beſchlagen ſeien. 2 229 Schornſteine muͤſſen in einem Siedhaus durch die Tro⸗ ckenkammern gefuͤhrt wer⸗ den. 2 291 Schreinerarbeit wird am vor⸗ traͤglichſten nach Accorden bezahlt ⸗ 3 Schwademfang wird unmit⸗ telbar uͤber jeder Pfanne an⸗ gebracht 2 2 wie deſſen Einrichtung am beſten zu machen ⸗ ibid. gung der Salzgebirge an⸗ Schwarzdorne ſ. Dorne. Schwelten Verhaͤltniß ihrer Breite zur Hoͤhe bei einem Gradirhaus. Gagggg 634 298 wie hochloͤtig die Soole ſein muͤſſe, um ſie mit Vortheil zu verſieden 2. 501T eine hochloͤtig gradirte Soo⸗ le iſt nicht allemal die vor⸗ theilhafteſte zum verſieden 502 iſt kein bloſes Werk der Tagloͤhner ⸗:1 504 Proceß derſelben ⸗ 506 worinnen das groͤſte Geheim⸗ niß derſelben beſtehe 513 wie die Reinigung der Soole bei der Siedung am beſten befoͤrdert werde 518 Sinkwerke werden zu Auslau⸗ gelegt 4 desgleichen zu Abteiffung der Salzbrunnen 93. 107 181 Sode ſ. Siedhaus. Soden⸗ ͤ — lan 776 Regiſter. S. 8. S. 7. Sodenordnung 2 548 G valtaſten, ſollen eine ſchiefe Sodenmeiſter ⸗ 533 deſſen AUmt ⸗ 550. 553 Sodenſchmitt ⸗ ddeſſen Amt— 546 Soͤder ⸗ ⸗ 532. 541 Soggen 2 506 wie zu verfahren, wann es nicht von ſtatten gehen will 512 langſames macht ein gutes und feſtes Salz 3 520 Sommergradirung ⸗ 466 Sonnengradirung ⸗ 468 Sonnenpfannen in ſolchen wird das Seeſalz gemacht 5 Soole, was ſie ſeie 6 woraus ſie beſtehe 4 23 welches die edelſte ſeie 23 Soolenbehaͤlter ſind zweifach 241r fuͤr Brunnenſoole ſind als neue Brunnen anzuſehen 243 deren Bau fuͤr Brunnen⸗ ſoole ⸗ 2245⸗ 249 wie zu verfahren, wann ein Brunnenſoolenbehaͤlter uͤber der Erde angelegt wird„* 250. 255 Abſicht der Siedſoolenbe⸗ haͤlter ⸗ ⸗ 257 wo ſolche anzulegen 259 die beſte Manier, ein waſſer haltendes Siedſoo⸗ lenbehaͤlter zu bauen 261 Lage haben ⸗ 147. 149 muͤſſen erhoͤhet ſtehen 156. 160 wie und aus was fuͤr Holz ſie verfertiget werden muͤſ⸗ ſen 2 4 199. u. f. wie der obere Soolkaſten anzubringen- 231. 232 Soolſalzwerke 2 7 Soolwagen was ſie ſind in welchem Fall ſolche den wahren Gehalt nicht an⸗ zeigen 2 38 39 wie ſolche mit H alfe der Lambertiſchen Tabellen be⸗ nutzt werden koͤnnen Hydroſtatiſche. 2 S. Salzſpindeln Staberrad— 2 Stallknechte ⸗ 2 deren Umt ⸗ ⸗ Stangenkunſt ⸗. Steine, deren verſchiedene Arten ⸗ 2 den 2 ⸗ 625⸗ 44½ 4² 350 5 32 545 40²2 99 u. f. wie ſolche in Anſchlag ge⸗ bracht und bezahlt wer⸗ 627 Steinkohlen ſind eine Anzeige auf Salzänelen— 16 ſind tauglich, Salz damit zu ſieden ⸗ 528 Stein⸗ ſe 8 b S 5 19 Steinſald was es iſt 2 160 V Sterz k 3 3⁸⁰ 5 V Stieffel 4.. 42²⁴ . kann bei einem bloſen 4 1 Saugwerk von Holz ſein 432 b muͤſſen bei Druckwerken „ von Metall ſein 42 8 222 V deſſen Dicke zu erfahren, 65 V um den Druck auszuhale 38 b ten 4 ⸗ ibid. Strafen beſſern nicht immer 5a8 Straubrad 350 39 b 4r Taglohn, wann ſolcher der b 4 Aecordarbeit vorzuziehen 42 636 Anm. . Tannenholz wird vom Salz⸗ ſo waſſer dauerhafft ⸗ 178 32 iſt zu Balken vorzuͤglich zu 85 gebrauchen ⸗ ibid. da Tauben koͤnnen Salzauellen anzeigen 17 5 I Teiche, was ſie bei einem Salzwerk fuͤr eine Lage ha⸗ 27 ben ſollen 317 318 muͤſſen einen waſſerhaltigen Boden haben 3 320 16 Damm deſſelben muß aus drei beſondern Stuͤcken ³ I beſtehen 3 3 G8999 2 Regiſter. 777 T.§. Kappe deſſelben muß beſon⸗ ders wohl verwahrt werden 330 Flutteiche muͤſſen vor den Kunſtteichen angelegt wer⸗ den 2 ⸗ 32 Teichmeiſter 2 3 33 deſſen Amt.„ 564 Tiſchlerarbalt ſ. Schreinerar⸗ beit Torff iſt eine Anzeige auf Salzquellen ⸗ ⸗ 16 iſt zum Salzſieden zu gebrauchen„. Trittraͤder, deren Beſchaffen⸗ heit ⸗ ⸗ 374 Trockenkammern, deren inne⸗ re Anlage- 292 294 Tropfhahne 2 ⸗ 472 Tropfrinnen, muͤſſen wag⸗ recht liegen⸗ ⸗ 474 52²³ Uleberſchlaͤge, was dazuerfor⸗ dert werde ⸗ 622 wie ſolche zu verfertigen ⸗ 638 uͤber ein ganzes Salzwerk, was dabei zu beobach⸗ ten 2.z 639 640 Ventile, deren verſchiedene Arten 2 2 441 beſte Art derſelben ⸗ 442 323 Veriochen, was es iſt ⸗ 98 Ver⸗ “ 7 7„. —— ͤͤͤͤͤſͤſſ= 6 778 Regiſter. V.§. Verpachtung eines Salzwerks, ob und wann ſolche der eigenen Ad⸗ miniſtration vorzuziehen 530 Dichſahe ⸗— 506 Vorſchu. 2 706 W Wache, bei einem Salzwerk 618 Wagenmeiſter 2 733 deſſen Amt ¹ 5561 u. f. Wand, was darunter bei einem Gradirbau zu verſtehen„ 189 Waſſerraͤder muͤſſen nicht nahe an die Brunnenhaͤuſer angelegt werden 5 ⸗ 1² ſ. Kunſtraͤder. Wellbaum, deſſen Laͤnge und Dick 358 muß unverlocht bleiben ⸗ ibid. Werk 3 3 507 Werkſtempel. 404 deſſen Wellbaum muß oben ſtatt des Zapfens eine Pfanne haben 406 wie es zu machen, wann der Winkel, welchen deſſen Aerme mit einander machen, in einen andern verwandelt werden ſoll 408 Wetter was hierunter zu verſtehen 118 wie ſolchen abzuhelfen„ ibid. Wildprett kann zuweilen Salz⸗ quellen anzeigen 3 17 Windmuͤhlen, deren mancherlei Gattkung 2 373 Unterſchied der Hollaͤndiſchen und Deutſchen 3 ⸗ 377 weſche Veranſtaltung zu ma⸗ chen, wann ſich die Haube dre⸗ hen ſoll. 2 38² wie die Umdrehung ſilbſt ge⸗ ſchehe 2„ 383 384 wie die Fluͤgel in ihrem Um⸗ W.§. lauf einzuhalten— 38 auf was fuͤr einem Lager der Flügelwellbaum lauffen muͤſſe 336 wie das inwendige Raͤderwerk einzurichten 2 396 397 ohne Raͤderwerk—„ 393 wo ſie hin zu bauen 3 40r Windmuͤhlenfluͤgel muͤſſen aus ei⸗ nem Stuͤck Holz beſtehen* 387 wie ihre Flaͤchen zu verfertigen 388 muͤſſen mit der Axe des Well⸗ baums einen ſpitzen Winkel machen 3 390 391 muͤſſen windſchief ſtehen ⸗ 392 Gröſe ihrer Flachen* 394 3985 Windmuͤller 2 53² deſſen Amt—. 143 Windſtreben, was ſie ſind„ 190 unter welchem Winkel ſie anzu⸗ ſetzen ſind* 195 u. f. Wintergradirung 2 66 Wirthſchafft, in welchem Fall ein Salzwerk ohnedergleichen nicht ſein kann. 3 620 Zimmerarbeit, wird am beſten nach Accorden bezahlt. 633 Zugoͤfnung in einer Gradirwand 221. Zufaͤtze bedienen ſich die Salzſteder in der Siederei meiſtens ohne Grund und ohne Noth 14 Abſichten, welche man dadurch zu erreichen ſucht. 515 ſind nicht alle verwerflich⸗ 517 Zwilling. 404 Zwiſchenraͤume der Pfeiler unter einem Gradirbau, deren Ver⸗ haͤltniß zum Mauerwerk 165 167 ihre Abſicht ¹„ 166 Verzeichniß —— Verzeichniß 772792 „ der vornehmſten Druckfehler. o“&☛☛Q f, Seite. Zeile. V Seite. Zeile. ei f3 b 3. 21. ſtatt entgegen lis: ent⸗ 138. 15. ſtatt Staͤnde lis: 5 V gehen. Staͤnder. Jot be lis: derſelbe. lis: rechtwinklich⸗ ei 14. 13. ſtatt Salenit lis: Se⸗ 143. 15. ſtatt demnach lis: 38 lenit. dannoch. 1 345 15. 4. it. 157. 23. ſtatt im Durchzug 1 4 16. 14. ſtatt ſein lis: ſeie. lis: ein Durchzug. b 8 z9t 23. 10, ſtatt enhalten lis: er⸗ 172. 6. ſtatt ſtrack lis: ſtark.* 494 haalten. ibid. 7. ſtatt Laͤnge lis: lange. 305 26. 1. ſtatt merke lis: merkte. 186. 24. ſtatt Vter, lis: Viter. 33. 37. 13. ſtatt 16. k. lis: 16. 2. 1093. 13. ſtatt ſtehlende lis: 143„ 11.& 12. iſt die ganze Zei⸗ ehlend 190 40. I1. 12. iſ 9 S fe ende.„* 3 le: ſo das Gewicht der 196. 1. ſtatt Verſuchungen lis: 4 u.f. Soole von 1093½ zu verſuchen. 5 466 V dem Gewicht des Sal⸗ 209. 23. ſtatt nur lis: nun. 4 ü ze 149 ganz wegzu⸗ 211. 19. ſtatt dem lis: den. b afen. 12 228. 1. ſtatt dortheilh. lis: 60 64. 6. ſtatt 100— ESI2 iſt zu 228 fatzd h h 8 leſen: 100— 19212* 317. 18. Watr parauelbogens 35 66. 27. ſtatt zehenmal lis: lis: vatallelonrans zwanzigmal. 122. 16. ſtatt horizontal lis⸗ e 38. 21. ſtatt wenn lis: wem. 322 16, ſauh. 3 b 7u4 88. 12, Pn den is. dem 329. 2. ſtatt faſt lis: feſt. c 6. 19. ſtatt wenn lis: wem. 3„ donnoch einfache 515 97 11. ſtatt Verrichtung lis: 334. 3 ſgedenncheigfache 517 Vorrichtug.— te Zeile ſtatt ſetzen lis: 494 103. 17. ſtatt unv lis: und. 351. ate Zeie 1 4 118, 20. ſind nach dem Wort: 6 Der Abſetzung der 5 167 zufuͤhren die Worte: 383. 1 hate ieirung lies: Ab⸗ 166 gleich ſind, weg zu laſſen. Praͤcipitir ſ gung Kce b 2— 12. 2. in der Anmerk. ſtatt dieſel⸗ 139. 16. ſtatt recht merklich 4 780 Druckfehler. Seite. Zeile. Seite. Zeile. . ſetzung oder Praͤcipi⸗ 407. 6. ſtatt vertreiben lis: tirung. 1 voerbreiten. 385. 12. ſtatt richtig lis: reich⸗ 506, 6. ſtate verkauff lis: lich. b verlauff. 387. 13. ſtatt Abſicht lis: 520. 22. ſtatt gevruckter Geiſt Aufſicht. lis: gedruckter Geiſt. 389. 2. in der Note iſt das 534. u. 535. muß da, wo die Un⸗ 1 Wort ſich ganz weg zu terrubric von Heu kommt, b laſſen. gegen uͤber in die Columne 391 7. ſtatt raͤthlicher lis: geſetzt werden: Centner. raͤthlich. Pfund. 392. Aaedhen lis: ma⸗ 537. 12. u. 14. ſtatt p. eod. lis: V Olt.. p. ead. ibid. 14. ſtatt din Einſchnitte 623. 1 ſtatt der Zahle 5o lis die Einſchnitte. lis: ſo. 4²4. 1. ſtatt Soole der zu⸗ 679. 4. ſtatt werden lis: wor⸗ ſammenſtoſſende lis: den. Goole zuſammenſtoſ⸗ 687. 10. iſt nach den Worten: ibid ſ nden 26 Schul lis: Acht drauf hat zu zuſe⸗ 3 Flaibeh 3„ 9 ben: ſo wird man fin⸗ 2. 1. ſtatt Viehſalz lis: er. 43 weis Salz. dſalz 708. 11. ſtatt Renthmeiſtern 8 462, in bne iſt bei: erhalten lies: Bechenmeiſtern. worden noch zu ſetzen: 732. 3 ſtatt er lis: es. eine Meſte. 745. Hier ſollte ſtehen 741. 492. 3. ſtatt Beſoldungsholz, und von dieſer Seite an ſo zum Salzſieden lis: ſind die uͤbrigen in ihrer = Beſoldungsholz, Ordnung, wie ſie nach ein⸗ theils in Bolz, ſo zum ander folgen, abzuaͤndern. Salzſieden ꝛc. 1 S N r V = 1 . 1 4 ¹ 4— 1 4 1 1 1 1 ¹ 1 1 4 1 1 1 4 1 1 1 — 2 ——õ — 1 1 — 1 Qx 1 1 — —— — 2 ——= 2S8ESSnn ₰ — 8 A8 NW N RRNRAOARERAT X△ 8 ò ,, — . 8 — G 1 5 88 ,eh ee 2 . 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