. E in Pendant u dem Buche umgang mit Menſchen. 3 Auf Koſten des Verfaffers. 1 2 9 6. -euon “ wuͤrfe. urtheile, zieht Ihnen eine lange Ant⸗ wort zu, denn es iſt wahrlich vieles darber zu ſagen. Ich lernte die Kniggiſche Schrift*) aller⸗ erſt aus der gewaltigen Ankuͤndigung kennen, womit er in den Hamburgiſchen Zeitungen das von ihm gelegte Ey auch ſelbſt recen⸗ ſit und ſich heronsſteichtn eſches dens 4 8 36 8“ 1 7 “ *) S Ste fuͤhrt den Kitel: Auszug eines Briefes 8 die Illuminaten betreffend, ohne Einwilligung des Schreibers, in der redlichſten Abſicht zum Druce beſhrdert. 9. keins. be Scäfer 4 2794. 2 Bogen. A „Jhre kurze Anfänge, mein Freund, was 9 von der neulich erſchienenen Vertheidigung 4 des Baron Knig ge, in Betracht der ihm von 3 wegen des Illuminatenweſens gemachten Vor⸗ “ 3 3 3 — 2— nächſt in alen maglichen den Ieminaten er gebenen Zeitungen treufleißigſt wiederhol wurde. Ob man gleich an dergleichen Illu⸗ minaten⸗ Ankuͤndigungen ſchon gewoͤhnt iſt: ſo mußte man nach einem ſo zuverſichtlichen Tone, doch denken, er habe auch wol irgend etwas Erhebliches zu ſeiner Vertheidigung vorgebracht. Er ſagt in dieſer Ankuͤndigung: „„Einem Lieblingsſehriftſteller Deutſchlands „„(nehml lich Ihm, Kniggen) ſuche eine „ im Finſtern ſchleichende Cabale durch die „ gehaͤßigſten Inſinuationen zu ſchaden. „ Er habe aber ſeine Vertheidigung auf eine 22„ ſolche Art unternommen„ die keinem Un⸗ „„befangenen uber ſeine vallige Unſchuld Gn) „ im zweifel laſſe. 3/ Sollte man nicht hieraus zum alerwenig⸗ ſten erwarten, er habe aufs klaͤrſte gezeiget, er ſey nicht der Verfaſſer der unter Philos Nahmen in den Originalſchriften vorkom⸗ menden fuͤrchterlichen Briefe, und er ſey nicht der Concipient des noch erſchrecklichern Prie⸗ ſter⸗ und Recentenatades in den bekannten — 3— Meueſten Arbeiten des Sp artac ug and Pbiloz er ſey nicht der Anpreiſer und Verthei⸗ 1 ler dieſer Grade unter eigener Hand geweſen; und endlich: er habe ſeit ſeinem Austrirt aus dem Orden, aller Art von Theilnahme und Mitwirkung voͤllig entſagt? Nichts von allem dem. Der gewohnte ſie gende Ton des Barens ſticht ganz ungemein ab mit dem Weſentlichen der Vertheidigung ſelbſt. Auſſer in ein paar Stellen, wo er noch uͤbermuͤthig und vornehm thut, zund dieſe Vertheidigung eine Herab⸗ laſſung nennt, und auſſer dem platten Ab⸗ läͤngnen einiger Dinge, die doch viele Maͤnner anders wiſſen, merkt man wol, daß er ſich in die Enge getrieben fuͤhlt. Abermals ein Beweis von der Nichtigkeit aller menſchlichen Hoheit ſelbſt bis zur aͤrgſten Grosthuerey hinab. Oder heißt es nicht herabſtimmen? wenn er hier ſeine korperlichen Schmerzen zum Grunde gebraucht, um deſſentwillenman ihm doch nicht beunruhigen moͤchte; wenn er ſeinen Obern im Staate angenehme Sachen ſagt, damit ſie doch fheehene keine atge 2 Gedanken faſſen plen 34; wenn er 08 der WMi⸗ verfaſſer des Magus 1) ſogar(S. 29.) Gott zum Zeugen auruft, 9 daß ſeine Abſichten alle mmal vortreflich waren. Wem hiebey auch nicht dus altvaͤteriſche unilluminatiſche Gott loͤßt ſich nicht ſpotten, einfaͤllt, der denkt heuer doc wol an das: 1 Per qudd Auis Peceat. 8 Angeblich waͤre dieſe Vertheidigung durch einen Freund ohne des Schreibers Einwilligung in der redlichſten(Illuminaten⸗?) Abſicht herausgegeben. Dieſe ſchon mehr gebrauchte Wendung iſt hier wol nur dazu wieder ge⸗ beaucht worden, damit er nicht fuͤr ſeine Ausdruͤcke haften muͤſte, und um den Paue⸗ gyricus anzubringen, der in der erſten Per. ſon unanſtäaͤndig geweſen waͤre. Dieſe Lob: reden auf die Verefichtenden. des Gaſes. 3 2— 85 » welcden jdoch, nnch neuern 1 Nacrichten, die Augen dadurch nicht gehlendet ſind, in⸗ dem man ihn nach Stade berief, wo man ihn ſo lange aufhielt, bis die Beſorgniß weg3en Annberug der Franzoſen Wiſcmunden in zien Imher, (See, t ain, 1Win⸗ 8 des Herzens und der Handkungend des Baron Knigge, die auch noch neulich von den Ppariſer Bruͤdern im Moniteur ſo ſtattlich auspoſaunt, und durch Bruder Buber zu Neuſchatel, Forſters vormaligen Adjutan⸗ ten, und nachherigen Succeſſor in den Bey⸗ eraͤgen zur Geſchichte der franzoͤſiſchen Re⸗ gemacht worden, will ich nicht weiter unter⸗ ſuchen; ſondern wenn er damit ſchließt, daß er, der Herausgeber, ſtolz ſey guf die ver⸗ traute Freundſchaft deſſelben; ſo beneide ich ihn deswegen nicht, ſondern wuͤnſche viel⸗ mehr, daß ſie ihm wohl bekommen moͤge. Allein die Verunglimpfungen Anderer ſollte man ruͤgen. Der Schreiber zenes Briefes wil behaup⸗ ten:: alle diejenigen, welche ſich anjetzo bemuͤ⸗ hen, das im Finſtern ſchleichende Illuminaten⸗ Werk ans Licht zu ziehen, folglich die beliebte Publieitaͤt, welche die Illuminaten ſo ſehr em⸗ pfohlen haben, nun auch auf ſie ſelbſt an⸗ wenden, waͤren eine buntſcheckigte Geſell⸗. ſchaft von Bautſpvechern, 5 deren Ab ſcht le⸗ “ 5 ͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤ Siglich dahin gehe, dem leidenden Knig⸗ ge ſeine guten Stunden 3u verdittern unb ihm 1 zu ſchaden. 4 Wer wuͤrde nicht gern das Mitleiden vor⸗ walten laſſen, und einen Mann nicht beun⸗ ruhigen, der uͤber Krankheit und Schmerzen klagt, wenn er auch, waͤhrend dieſer Schmer⸗ zen, ſich noch ſo unnuͤtz gemacht haͤtte; wer wuͤrde da nicht, allen auch noch ſo gerechten Unwillen gerne vergeſſen? Allein man will durchaus nicht erwaͤgen, daß hier gar nicht von Privatmishelligkeiten die Rede iſt, ſon⸗ dern von der Aufklaͤrung hoͤchſtwichtiger of⸗ fentlicher Dinge, bey welchen alle Staaten und Obrigkeiten hochſtens intereffirt ſind, und wo es um das ne quid detrimenti ves publica capiat, zu thun iſt. Da zu ſehonen— das woͤre unverantwortlich, da ſi ch zu fuͤrch⸗ ten— das waͤre Schande! Auch nach dem von den Illuminaten ſelbſt aufgeſtellten und ſchoni im Gerichte ſi ch eingeſchlichenen Grund ſatze: daß wer thoͤricht gehandelt hat, ſich 1 nicht beklagen duͤrfe, wenn man feine Thye⸗ heiton durch die Pub 1 ang 6 25i 8 denn un. heu⸗ Lnmn 1 hmer⸗ *— 1 e ecta L 1, uit 18 de Wer ſ 1 tam 41* ſi, m inti es — ,— nam Phikv nicht begehren, daß wan xdae ſchone, oder ſich daruͤber beklagen, wenn man ihn, ſo zu ſagen, mit ſeinem eignen Fett ber traͤufelt. Daher mag der Baron Knuigge nur immerhin alle diejenigen, beleidigten Au⸗ b toren, Lautſprecyer, Puben, Gebrandmark⸗ tee und Illuminatenriecher(o! imitatorum fer- vum pecus!**)) und der witzigere K Kaͤſtner Gaͤnse, ſchelten, welche ſich der gemeinen Sa⸗ che gegen das Illuminaten⸗Complott anneh⸗ men; die allgem. deutſche Bibliothek, die allgemeine Kitteratun⸗ Feitung, der hochan⸗ ſehnliche Beeunfabtang B. ecker in G⸗ *) Der Ritter v. Zimmermann hatte einſtens den luͤgenhaften Jeſuiterlaͤrm den verdienten Beynahmen von Jeſuitenriecherey gegeben. Aermlich waͤrmt man dieſen Ausdruck jezt bey der ſehr gegruͤndeten und ernſthaften Nachfra⸗ ge nach den Illuminaten, wieder auf und will damit zu verſtehen geben, das Illuminaten⸗ Complott ſey eben eine ſolche Luͤgengeburt, als der Jefuiter⸗Laͤrm. Und das thun mit unter Menſchen, die bey dieſem abgeſchmakten Jeſui⸗ terlaͤrm ſo ernſthaft beſchaͤftiget waren⸗ wenig⸗ 3 Kens es zu ſeyn ſchienen!! than 3 w.,„ aa en h ihre Blite agegen ſchwen⸗ ken; ein Recenſent in den goͤttingiſchen Zeitun⸗ gen, vielleicht einer von denen, deren Lehrer Spartacus ſich in den Originalſchriften (Nachtr. S. 33) geweſen zu ſeyn ruͤhmte, mag ſogar J Imprecationen gegen ſie ausſprechen,( z. E. No. 110. vom J. 1794.) und ein gewiſſer Herr B.— mag ſie in ſeinem pbiloſophiſchen Eifer mit ihren Schriften lebendig verbrennen: wer redlichen Herzens iſt, der laſſe ſich dadurch nicht abſchrecken, ſo gefaͤhrlich auch die Sa⸗ cchen ſtehn, ſo allmaͤchtig auch der(aufgeho⸗ Pene!!¹) Orden jezt iſt! Die Zeit kann doch kommen, wo die verſchloſſenen Augen ſi ch oͤf⸗ nen, wo man eure Bemuͤhungen ſeegnen, und dasjenige verabſcheuen lernen wird, was ihr aus der Finſterniß hervorzoget, wie ſehr auch noch immer die tauſend Federn und Zungen dder Illuminaten geſchaͤftig ſind, es abzulaͤug⸗ naen, zu beſchoͤnigen, zu entſchuldigen, zu ver⸗ 8 theidigen, und ſogar zu rechtfertigen. Wenn man ſich gegen oͤffentliche Vorwuͤrfe 8 vertheidigen will, ſo iſt dazu nicht allein nd⸗ thig, daß man dem Leſer eine voͤllige Kennt⸗ esiſt 1 auc 1 8 ugen 88 äu 4 1* un niß dieſer Borwuͤrfe mittheile, ſondern man pflegt auch wol anzugeben, wo dieſelben ge⸗ druckt ſtehen, damit ein jeder ſich daruͤber un⸗ terrichten koͤnne. Hievor aber huͤtet ſichde Baron Knigge gar bedaͤchtlich; das haͤtte die wichtigen Schriften gegen die Illuminaten⸗ . Verbindung nur noch bekannter gemacht, und war alſo von ihm nicht zu erwarten, da der 4 Orden ſyſtematiſch keine Muͤhe noch Koſten ſpart alles zu unterdruͤcken, was gegen ihn herauskömmt! Er nennt Blos beylaͤufig in einer Note einige Maͤnner auf eine veraͤcht⸗ liche Weiſe, ohne wie? oder wo? und laͤßt dabey nicht allein ſehr wichtige Nahmen aus, ſondern giebt auch gar die Titel der Schrif⸗ ten nicht einmal an, gegen welche er ſich vertheidigt. Mehrerer der erheblichſten Schrißt⸗ ſteller von der Gegenſeite gedenkt er mit kei⸗ ner Silbe. Unter andern erwaͤhnt er gar nicht des launigten Verfaſſers des Sultan Peters des ungusſprechlichen, dieſer bitter⸗ ſten Satyre auf den bekannten Erminiſt ker Wurmbrandt; eben ſo wenig des Verf. der Geſchichte des Socratis mus,(d. i. Illumi⸗ 4 4 natismus) auch nich des Verfaſf ers der Ent⸗ buͤllung des Syſtems der Welibuͤrger⸗Re⸗ publik. Ferner ſagt er kein Wort von den Ver⸗ faſſern der Neueſten Religionsbegebenheiten mmit unpartheyiſchen Anmerkungen, die ſeit mehrern Jahren mit großer Kraft und Kennt⸗ niß gegen die vielkoͤpfigte Hyder des Illumi⸗ 8 natismus kaͤmpfen; ebenfalls ſchweigt er ganz von den Verfaſſern der muſterhaft geſchriebenen Fliegenden Blaͤtter dem Revolutionsweſen gewidmet; von Reinhard Worgenſtern, der in dem Epilog an die Freymaͤurer und das Publikum die beyden Hauptzwecke des Illumi⸗ natismus gegen Religion und Staat zu aller⸗ erſt bekannt gemacht hat, aber auch dafuͤr gleich unterdruͤkt worden iſt, ſagt er nichts; nichts von Starcks Nachtrag zum Krypto⸗Katho⸗ licismus, der die eigentliche Beſchaffenheit des Illuminatismus aufgedeckt hat; nichts von deſ⸗ ſen Apologismus, worinn die Plane der Illu⸗ mminaten, Religion und Staat umzuſtuͤrzen, die litterariſche Freyheit zu zerſtoren, den Buch⸗ heandel in ihre Gewalt zu bekommen, und den Arepnaqurer:3 Orden angeder uihren Abſichten Srem A*r:X. en be nhen ten r 2 Keant⸗ i an aler hen cie glic it a nicht 3 Falſhe h het de 1 4 6 Ba Ad. t und de d nſſihtn die fit — Iluu 1s er ge iehenan sweſa b Nen, we 1 and u 1(Jlum. zu brauchen, ober zu zernichten, auseinander geſezt ſind; gegen welches Buch man bisher noch nicht erhoͤrte Kunſtgriffe gebraucht hat, um durch Bahrdt die Eindruͤcke zu verwi⸗ ſchen, welche daſſelbe zum Nachtheil der Illu⸗ minaten machen koͤnnte: wie ſolches ausfuͤhr⸗ lich in der Schrift: Nieolai. Gedike und BPieſter, und zwar in der öten Portion S. 165 u. f. erdäͤßlt worden.“ Alle dieſe und mehrere dbergeht Baron 8. wohlbedaͤchtig ganz mit Stillſchweigen. Um deſtomehr iſt es noͤthig, ſolche Schriften, in welchen das fuͤrchterliche 2 Illuminaten⸗ Com⸗ plott aufgedeckt iſt, immer weiter bekannt zu machen, da der Orden alles anwendet, unt ſie entweder ganz zu unterdruͤcken,„oder ſie als elend, unbedeutend und unwichtig, oder als ſchlecht,„ niedrig und verlaͤumdriſch zu ſchildern, und den wirklich edlen Patrioten, die ſi ch mit wahrhaft ſeltener Aufopferung, allen den bekannten Illuminaten⸗Neckereyen in Journalen und Zeitungen, und auch ſonſt zum gemeinen Beſten, aus⸗ und uiderſegeth, ““ — . den Borwurf zu machen, als haudelten ſie, 8 indem ſie ſich gegen das verabſcheungswuͤr⸗ ddige Complott auflehnen, blos aus Haß und Feeindſchaft gegen den Baron Knigge und ſeine Bruͤder im Spartacus, den alle Illumi⸗ naten⸗Journale dann, im Contraſt mit jenen, b als den allerrechtſchaffenſten, wuͤrdigſten und ſchaͤtzbarſten Mann, und als einen hoͤchſtvor⸗ treflichen Schriftſteller herausſtreichen, Man ſoll durchaus nichts anders im Sinne haben, als ihm und den uͤbrigen Edlen(d. i. Illu⸗ minaten), Leid und Nachtheil zuzufuͤgen, ſie in Verdruß und Schaden zu bringen, und ihnen ihre Stunden zu verbittern. Er ſelbſt behaup⸗ tet S. 14. ſeiner Vertheidigung dreuſt weg: „ Die ganze Illuminaten⸗Verfolgung ruͤhre „ daher, daß der Orden einer im Finſtern 3, ſchleichenden Rotte den Plan geſtoͤrt habe, „, die ſich des aus maͤchtigen Perſonen beſte⸗ „ henden Freymaͤurer⸗ Ordens haͤtten bemei⸗ ſtern wollen. Dieſes und andere Dinge haͤtten den Pinſel⸗ Orden(die armſeelige Idee hier wieder!)„und andere ſehr anſehnliche „ Bruͤderſchaften, eben nicht zu ſeiner Cano⸗ — rm s ſitbor⸗ * Nan ratyhen, V 1 4 Jlue ſeb 1 ihnen 1 15 ſhaur⸗ 1na wP: en ruͤhte 1 3 nſtern mähabe, o narbeſte b t memi⸗ 1 nding u im, — 76— „„niſation geſtimmt. 6„ Die Zeiligſprechung 4 eines Knigge!— Sanct Pbiloll! R ſum teneatis! Doch die philoſophiſche Conju⸗ ration hat ja ſchon mehrere canoniſirt, einen Mirabe au, einen Marat, und ſich mit ihren Reliquien herumgeſchleppt; ja den Schandlleck Robespierre hat der Illumia nat Schreyvogel in Wien nicht nur den got⸗ tesfuͤrchtigen Robespierre; ſondern der Er⸗ Cartheuſer und Illuminat Dom Gerle hat ihn ſogar bey lebendigem Leibe das goͤttliche Wort, den Sohn des hoͤchſten den Erloͤſer des Menſchengeſchlechts ge⸗ nannt: warum ſollte alſo der Baron Knigge nicht auch auf eine gleiche Canoniſation, als Sanct Philo Anſpruch machen koͤnnen; und wer wuͤrde ihm je einen Platz neben Sanct Mirabeau, Sanct Marat, Sanct Robespierre beneiden? Wird er ſich nicht ſelbſt freuen, neben dem leztern ſich aufgeſtellt zu ſehen, den er in ſeiner Unterſuchung uͤber die franzoͤſiſche Revolntion S. 74. als eine 4 3 Suse der kRelſgion geprieſen ba öböͤͤͤͤͤſͤ 8 88Z8Zͤͤſſ 3 5 8* 54 5 1 “ Weſens, und Au⸗ dieſe Dinge aber nd gewiß und wohrhaka gegen beſſere Ueberzeugung geſpro⸗ chen. Baron Knigge weiß recht gut, daß die Maͤnner, welche gegen den Illuminaten⸗ Orden aufgeſtanden ſind, aus Liebe zur gemeis nen, ſo ſehr bedroheten Wolfahrt handeln. Man b konnte freilich nicht dieſes Complott augrei⸗ fen, ohne daß dabey Streiche auf ſeine Theil⸗ 8 nehmer, und ſonderlich auf ſeine Stifter, Ur⸗ heber und thaͤtige Verbreiter ſielen. Es mag auch wol hie und da ein heftiger Ausdrucg der Feder irgend eines Redlichen entfloſſen feyn, der uͤber die ſchreckliche und unerhoͤrte Truͤgerey und Argliſt aufgebracht war, die er vor ſich ſah. Aber es iſt hoͤchſt unredlich, da, wo ſo wichtige Bewegungsgruͤnde offen⸗ bar ſind, gehaͤßige Nehenzwecke unterzuſchie⸗ ben. Und das war von jeher die aͤchte Allu⸗ minaten⸗Art! Andre ehrliche Schriftſteller zu verſchreyen und das gradeſte Gegentheil von der Wahrheit da zu ſagen, wo es der Vortheil ihres Ordens erfordert, war einer der erſten Grundſaͤtze der Politik des Illumi⸗ mſigmas und die doheren Myſterien ver⸗ autht a aag. haben konnte, ſein Buch mit fulgenden Wor⸗ ten anzufangen:— „empoͤrt, wenn ſie genauer bekannt wird⸗ „ Sie iſt der vollſtaͤndigſte Sieg der Willkuͤhr, „» der Ungerechtigkeit, der Dummheit, Bos⸗ „ heit, Verlaͤumdung, des Jeſuitismus und „„ der geiſtlichen Intoleranz, uͤber die menſch⸗ 2 traurigſte Beweis—— u. ſ w. „) nine ten der Illuminaten, und aus den eben ſo N n⸗ 3 authentiſchen Neueſten Arbeiten des Sparta⸗ r M er cus und Philo, die ſchenslichen Abſichten dieſes. wandellen von jeher jede Stirn der Auser⸗ waͤhlten in Erz und Eiſen. Nur durch ſolche Erklaͤrungen begreift man, wenn man ſonſt die innere Verfaſſung des Illuminatismus kennt, wie der Verfaſſer der Geſchichte eer Verfolgung der Iuminaten„ die Frechheit „ Die Illuminaten⸗ Verfolgungiſt vielleicht „ in dieſem Jahrhundert diejenige Begeben „heit, welche die Menſchheit am meiſten „ liche Vernunft, die Gerechtigkeit und Sis „cherheit eines Privatmannes. Sie itt der Wer aus den authentiſchen Originalſch rj. 4 5 14 — — 16— Ordens dunt. und die ſcandlichen waelgh infamen Mittel, um jene Abſichten zu erreie chen: der muß uͤber ſolche Frechheit erſtaunen. Aber nicht allein will dieſer Geſchichtſchreiber 1 die Illuminaten ſo rein brennen vor der Her: ausgabe der Griginalſchriften, ſondern der General Weißhaupt wagt eben das ſogar nach der Erſcheinung derſelben. Er verthei⸗ 3 digt ſich nicht, ſondern er rechtfertigt ſi ch ge⸗ gen ſonnenklare, wahre und gegruͤndete Vor⸗ wuͤrfe, in ſeiner endlichen Erklaͤrung, in ſei⸗ ner Ehrenrettung und jezt in dieſem Briefe. Aus ſolchen Proben aber kann man abneh⸗ men, wie viel ſich auf das Wort und auf die Verſicherungen eines Illuminaten bauen laſſe, und wie ernſtlich wol die Verwuͤnſchungen gemeint ſeyn moͤgen, die der Herausgeber des Kniggiſchen Briefes gegen ſich ſelbſt ausſtoͤßt, wenn er die Unwahrheit rede. Er ſchreibt fol⸗ gende Worte: Uranbeandmarke mich mit allgemeiner 5„Verachnung, wenn nic nach ſtrenger Praͤ⸗ e» fung a 2* 5 u tr ſei⸗ ſc antib e,h, 4 86* Vor⸗ d mneft. 1aüre u 14 4 — 17— „ fung nicht nach meinem beſten „» Wiſſen, die Wahrheit geſagt habe.“— Was iſt eine ſolche Verſicherung eines Ano⸗ nymi werth? Noch dazu eines Anonymi, der ein Illuminat, das heißt, ein Menſch, zu deſ⸗ ſen Verpflichtungen es gehoͤrt, uͤberall die Un⸗ wahrheit zu ſagen, wo es die Gute Sache das iſt der Orden) erfordert, und wo er glaubt es ungeſtraft wagen zu duͤrfen. Wer Il⸗ luminaten S chriften geleſen hat, und Illumi⸗ naten Grundſaͤtze kennt, der achtet ſolche Be⸗ theuerungen ſoviel wie nichts. Wozu auch ein Brandmahl von fremder Hand, da eine ſchlim⸗ me, eine ſo arge Sachei in Schutz nehmen oder b weerheidigen, nichts anders iſt, als ſich ih ſelöſß eines aufdruͤcken? Noch ſagt der Heranegeber jenes Briefes: „, Er koͤnnte diejenigen haſſen, welche die „ geheimen Ideen der Illuminaten dem gan⸗ „ zen Publiko mitgetheilt haͤtten, wenn er » haſſen moͤchte 8 ſchimpfen thut er aber » doch ſehr arg!) weil dgduch das nothi⸗ — 18— ge wechſelſeitige Zutrauen zwiſchen Re⸗ „genteu und Unterthanen geſchwaͤcht und „ Erbitterung der Partheyen vermehrt wer⸗ „ de, die allein im Stande waͤre, Frank⸗ „ reichs Ungluͤck uͤber Oeutſchland zu brin⸗ 3 5 gen.*. Die Impudenz hat keine Graͤnzen; die allerabſurdeſten Gruͤnde muͤſſen fuͤr gut gelten, wenn damit etwas zum Beſten dieſes ſaubern Ordens erreicht werden ſoll, indeſſen man die gruͤndlichſten Widerlegungen verſchreyet, oder ſo viel moͤglich unterdruͤckt. Wie widerſpre⸗ chen doch die Illuminaten ihren eigenen Maxi⸗ men! Als ſie vormals alles, was der Frey⸗ maurer Orden enthielt, vors Publikum ſchlepp⸗ ten, ja Dinge erlogen, die nie darinn gewe⸗ ſen waren, um ihn verhaßt zu machen, weil ſie ihn nicht allenthalben in ihr Intereſſe zie⸗ hen konnten; da wollten ſie den Dank und die Hochachtung der ganzen Welt verdient haben, und Philo war einer von dieſen. Nun aber, wo das lus talionis ihm widerfaͤhrt, und die ſonſt von ihnen ſo ſehr geprieſene Pubiiee Ener und 2 ſeus Ari wer⸗ ———— ꝗͦ— ᷣu briu⸗ 14n; die 1 gllte Ai derſore⸗ 42 Mari a⁵ Freſ⸗ ire ichlegr drnn gewe⸗ n n, ni Suſſe ie n 1 a erdien 1sir. Nu eaſt, ud 1 a ubli 4 An Ia. ht md — Fran 1* Sſauberg At2 nande *r t, de — 19— taͤt gebrancht wird, ihre wahre und gehemme Bosheit ans Licht zu ziehen; da ſind es haſ⸗ ſenswwäͤrdige Menſthen. die ſelches thun! .„ Unterthan ſchwaͤchen! Weil einige Diener der Faͤrſten, und verſchiedene von der gelehrten Caſte im Lande verdaͤchtig werden: was hat das mit der Maſſe von Unterthanen zu thun? Weit entfernt, daß eine ſcharfe Aufſicht auf dieſes Complott, oder die Unterdruͤckung deſ⸗ ſelben in irgend einem Lande das gute Verneh⸗ men zwiſchen Regent und Unterthan ſtoͤren ſollte, wird dadurch vielmehr daſſelbe herge⸗ ſtellt werden. Ich bin ſo kuͤhn zu behaupten, daß wenn man durchgehends den Illuminaten mit Nachdruck auf die Spur kaͤme, welches fuͤr Regierungen durch Anwendung einiger Energie die leichteſte Sache von der Welt waͤre, und wenn man dieſe Illuminaten, oder wie ſie ſonf jezt ſich nennen, nach dem Worte B 3 Wenn man die Aufmerkſamkeit der Für⸗ ſten auf die Illuminaten in ihrem Lande zieht, das ſoll das Zutrauen zwiſchen Negent und des Fürſten von Neuwied, der burch ſie ſo viel erlitten haben will, aus dem Lande jag⸗ te, ſie moͤchten ſeyn Profeſſoren, Buchhaͤnd er oder geheime Cabinets⸗ Secretairs, Aerzte oder Prieſter, Offiziere oder Richter, Hofleute, Miniſter, Geſandte oder privatiſirende Apo⸗ ſtel des Ordens: ſo wuͤrde gerad dadurch das Zutrauen zwiſchen Regenten und Unterthanen⸗ welches hauptſaͤchlich unſre falſche Auff aͤrer und Illuminaten durch die unter das Volk ge⸗ brachten au fruͤhreriſchen Grundſaͤtze geſtoͤret haben, wieder hergeſtellt, und Frankreichs Ungluͤck von uns abgewendet werden. Sollte dieſes jenen Aufklaͤrern und den Illuminaten zu ſtrenge duͤnken, und von ihnen fuͤr eine V b Aufforderung zur Verfolgung ausgegeben und b wie ſchon geſchehen, mit dem Nahmen des Maratis mus gebrandmarkt werden; ſo mag ihnen einer ihrer Bruder, nehmlich der Jalo⸗ biner Isnard darauf antworten, der ehrlich der unbeſonnen genug war zu ſagen im oͤf⸗ — fentlichen Convente: Haͤtte Ludwig XVI. zur rechten Feit Strenge gebraucht ſo waͤ⸗ ren wir alle nicht bier! 1 r i fonden. thanen, 4 6 Jall⸗ G ehrich ,2 n naim ß caſo u⸗ Ite 4 1 ſfeute, [ A.⸗ K uch ns iff aͤter olt ge Szeſtint dr Iheich Ir Solh Mninatn 1 mür eie 3 en und 9 reen de d 2 ſſo mg — 21— 7 Da Gott Lob bis jezt nochi in Deutſchland 7 die Illuminaten der Zahl nach den kleinſten Theil der Einwohner ausmachen, und dieſe gerad von allen Einwohnern die allerentbehr⸗ lichſten ſind, die ſich gar leicht durch ehrlis che Maͤnner erſetzen laſſen: ſo wird eine ſol⸗ che Ausrottung uͤberall keine nachtheilige Wuͤr⸗ kung haben, und ſtatt des gedroheten Ungluͤks vielmehr Seegen bringen. Haͤtte man im Jahr 1787 ñberall in Deutſchland den authentiſchen Hriginalſchriften dieſes fuͤrchterlichen und ab⸗ ſcheulichen Ordens diejenige Aufmerkſamkeit gewidmet, die ſie ſo ſehr verdienen, haͤtte man ſich nicht durch das Bemaͤnteln und Beſchoͤ⸗ nigen der Journale und Zeitungen, und durh die frechen Rechtfertigungen ſo ganz unbe⸗ greiflich einwiegen laſſen, waͤre man allent⸗ halben verfahren, wie dazumahl— nicht jetzo— in Bayern: ſo waͤre die garſtige Brut damahls erſtickt worden, und es wuͤrde nicht nur in Deutſchland im Staat, in der Kirche unnd im gelehrten Weſen beſſer ſtehn als jezt, ſondern auch ſelbſt die franzöſiſche Revolution häne hte jetzige Wendung nicht erhalten, —— — — — 3— 2— waͤre wöͤhl gar niemals zur Erploſion gekonne men, und zu Mainz, in der Champagne, am Rhein, in den Niederlanden und vielleicht ſelbſt zu— waͤren auf jeden Fall die Dinge anders gegangen. Aber die Vorſehung ſcheint beſchloſ⸗ ſen zu haben, daß erſt das große Gericht uͤber Europa ergehen ſollte, deſſen Ende nunmehr einen Frieden macht, wie ihn immer die Illu⸗ minaten gewuͤnſcht haben, und daß alsdann 4 das Gericht uͤber die Illuminaten anhebe, deſ⸗ ſen Ausgang wir erwarten wollen; wie es am g9ten Thermidor mit dem Keveil du peuple uͤber die Jakobiner angehoben. Wabrhaft lächerlich iſt der Grund, daß man die Illuminaten deswegen in Ruhe laſſen ſolle, damit nicht ein allgemeines Mistrauen, Argwohn und Verdacht unter die Menſchen komme, und inſonderheit damit den Fuͤrſten kei⸗ ne Unrube in den Kopf geſezt werde, auf deren Untergang doch das ganze Illuminatenſyſtem endlich und hauptſaͤchlich abzielt. Ich will wol glauben, daß den Illuminaten daran ge⸗ legen ſey, daß man nicht viel Spiechens davon n gekom 5 Cne„am 7 eſchloſ⸗ 1 e Ilu⸗ 1nye, Nie Un des am 1b peuple neFe laſen 4 trauen d enſchen 1 T ten li⸗ den if derr i mnaſyſtin . h ul erug ran ge⸗ ecuse dabbh RAhrſäbt imanders ht uͤber 1 aanmehr Elͤdann 1, daß mache, aber der Grund, den ſi dafüͤr anfüͤh⸗ ren, iſt hoͤchſt abſurd. Wenn bewieſen ſen wird, daß das Feuerrufen uͤber das Illumina⸗ ten⸗Weſen ungegruͤndet iſt, dann hat man ſich freylich ſehr uͤber diejenigen zu beſchweren, die ohne Noth Verdacht und Mistrauen erwe⸗ cken. Aber Verdacht und Mistrauen ſind keis ne Uebel, ſo bald ſie die Waͤchter gegen wah⸗ re Gefahr ſind. Soll ich denn meinem Nach⸗ bar kein Wort ſagen, wenn ich ſehe, daß Diebe in ſeinem Hofe lauren, damit er doch ja keinen Verdacht oder Mistrauen gegen die Schurken faſſe, und ſich in gutem Zutrauen rein auspluͤndern laſſe? Haben ja doch die Jeſuitenriecher uͤber eine vermeynte, ja von ihnen ſelbſt erdichtete Gefahr Feuer! gerufen und ſich wegen ihrer Waͤchter⸗Stimmen von andern lobpreiſen laſſen und ſich ſelbſt gelobt; und uͤber die Gefahren, die der Religion und dem Staate von einem Orden drohen, der nach ſeinem eignen Geſtaͤndniſſe ganz auf je⸗ ſuitiſche Maximen gegruͤndet iſt, und deſſen ſchaͤdliche Fruͤchte wir allenthalben ſehen, ſoll man nicht reden, nicht davor warnen koͤnnen, —— 2 3 ohne daß es heiße: Man ſtbeue Verdacht und tMistrauen aus, und ſtoͤre das Zutrauen, das zwiſchen Regenten und Unterthanen und den Gliedern des Staats untereinander noth⸗ wendig beſtehen muͤſſe? Wie inconſequent! Wie ſehr mit dem, was dieſe ſaubern Herrn ſonſt ſelbſt gethan haben und noch thun, im Widerſpruch! Wenn aber Zutrauen geſtoͤrt, Verdacht und Mistrauen erweckt wird, wer iſt ſchuld daran, derjenige der Schelmereyen aufdeckt, oder diejenigen, die Schelmereyen begehn? Es iſt die Schuld der Illuminaten wenn fortan kein redlicher Mann mehr, ohne— ſich uͤberall umher zu ſehn, ſeinen Weg ver⸗ folgen kann. Auch das Uebel hat dieſes ab⸗ ſccheuliche Complott uͤber die Welt gebracht, auch dafär ſtehen ſie zur Rechenſchaft. Doch ich verlaſſe hier den vermeintlichen Herausgeber des Briefes des Baron Knigge, uunnd was dieſer jenem Freund ſagen laͤßt, und wende vich zu ſeinen eignen Perthediglugs⸗ 8 Gruͤnden. 3 u b Prauen, n und 51 noth⸗ in uent. t B erehen N es ab⸗ t racht, er Stlichen b n Rigge n Nn, und th ungi rreſähn, ³₰), wit ereyen a natn, , dne 1 ig r — 235— Er ſagt:„es waͤre hart, wenn jeder recht: „ſchaffene Mann(jeder Philo?), den „das Publikum mit Achtung(2) beehrt, „ zu allen Zeiten bereit ſeyn muͤßte, ſich „abhoͤren zu laſſen, um darzuthun, daß „, er kein Boͤſewicht ſey, ſo bald es nahmen⸗ „loſen Buben oder andern, deren Nahmen „» laͤngſt gebrandmarkt ſind, einfalle, ihn „ einer Schandthan zu Heſchalbigen„ Man kennt ſchon die Rhetorik des Baronz. Er weiß wol, daß contraria juxta ſe poſita magis cluceſcunt; darum ſezt er ſich als einen rechtſchaffenen, geachteten Mann, neben Bu⸗ ben und Gebrandmarkte hin, laͤßt ſich nun von ſolchen Leuten vorwerfen, er ſey ein Boͤſe⸗ wicht, der Schandthaten begangen habe, und antwortet denn ganz vornehm, oder wie err ſelbſt ſagt, mit Herablaſſung quod non! Ge⸗ gen das, was Bruder Philo hier von nah⸗ menloſen Buben ſagt, ließe ſich viel, ſehr viel erinneru, und wer die Sache recht angreifen wollte, waͤre im Stande, ihm nicht nur das gange Hen; von mahmenlofen Recenſenten, Zei tungsſchreibern, Journaliſten und andern Buch⸗ machern auf den Leib zu baunen, ſondern auch den Bruder Philo ſelbſt in die Reihe der von ihm charakteriſirten nahmenloſen Buben zu 3 ſtellen, die andere vor das Publikum ſchlepp⸗ ten, um ſich abhoͤren zu laſſen! Er erinnere ſich nur ſeiner als Pater Aloys Majer geſchriebenen Schrift, ſeines Beytrags zur Geſchichte des Freymaurer⸗Grdens, und huiger b beiner ſrandaldſen Romane! Alles, was er hier varbringt, iſt ja lau⸗ ter Gewaͤſche uͤber Dinge, von denen gar die Rede nicht war. Die Rede iſt hier von lauter beſtimmten oͤffentlich bekannten Pactis, von Do⸗ kumenten, die man ablaͤugnen oder fuͤr wahr erkennen kann, und welche alsdann erſt an Hand geben, was uͤber ihn zu urtheilen waͤre, ob er die Vorwuͤrfe verdiene, die ihm gemacht werden, oder nicht. Es iſt hier nicht um Zlatte Worte und Rednerey zu thun, nicht um Geſchwaͤtz, ſondern um Thatſachen, die woahr oder falſch ſind. Hier laͤßt ſich nicht mehr durchſchleichen mit truͤglichen Wendun⸗ t ur wahr uh ſt an den waͤre 9 8 nacht dan um hi„ nicht ſa ad, de Hinicht a dun⸗ lau⸗ 1 unr die m lauter 1 2 n Dor „ gen,„ſondern ein reines 8 g oder Mein muß uns ſcheiden. Es kommt aͤberhaupt aufd die folgenben vier Fragen an, die Philo mit Nein beantwor⸗ ten mag; wenn er kann: 1. Iſt Philo wuͤrklich der Verfaſſer, der un⸗ ter ſeinem Nahmen in den Originalſchrif⸗ ten vorkommenden Aktenſtuͤcken„und hat er wirklich den pPrieſter⸗ und Regenten⸗ Grad, ſo wie er in den neueſten Arbei⸗ ten des Spartacus und Philo ſteht, aus⸗ gearbeitet, vollzogen und ausgetheilt. oder nicht? II. Sind wirklich die Zwecke der Ilumina⸗ ten aͤdel und groß? b III. Exiſtirt wirklich der Illuminaten⸗Or⸗ noch jezt unter irgend einem Nahmen? IV. Nimmt Philo jezt wieder irgend einen Antheil am Jlluminaten⸗ Orden? 1 dee aſt Frage beß alſo: 3 37 p bi lo wirklich der Verfaſſer der un⸗ ter Pbilo s Nahmen in den Original⸗ ſchriften vorkommenden Aktenſtuͤcke, und hat er wirklich den Prieſter⸗ und Regentengrad, ſo wie er in den neueſten Arbeiten des Sparta⸗ cus und Philo abgedruckt ſteht, ausgearbeitet, vollzogen und ausgeäheil oder Micht. b — enn er dieſe vor dem Publiko ventilirte 6. Frage mit Wahrbeit verneinen koͤnnte, ſo muͤßte jeder billige Mann ſeine Rechtfertigung gern hoͤren, anuehmen und auf diejenigen zuͤr⸗ nen, welche ihn zur Ungebuͤhr beſchuldigten. Kounte und durfte er aber dieſes nicht ablaͤug⸗ nen„wie er das nicht wagt, dann that er veſſer ſtille zu ſitzen und nicht viel Weſens zu machen. am wenigſſen aber ſeine gewohnte im r inul tͤcke, umnd mn den ta⸗ 5 eillirte inn, ſo 312 gung (E tzür daigten. 45 laͤug⸗ ün at et 1† is z Sohute — leht 1 * diheilt — 29— Großthwerey ſpielen zu laſſen: denn nun iſt die Folge davon, daß die Sachen nur deſto mehr ins Licht geſezt werden, welches doch die Aufklaͤrer in gewiſſen Pnnkten ſo ſehr ſcheuen, und auch zu 4 ſcheuen uürſach haben. Was aber antwortet er auf dieſe Frage? Zuerſt ſchimpft er; er hat es mit Puben, Blindſchleichen, Poͤſewichtern, gebrand⸗ markten und teufeliſchen Entwuͤrfen Schur⸗ kereyen, Narrheiten, Schmeichlern, Verfin⸗ ſterern(Obſcuranten) Pinſeln zu thun: ein huͤbſches Regiſter von Schimpfwoͤrtern, wie ſie nur immer eine von den Damen der Halle zu Pa⸗ ris aus ſpeyen konnte! Auf die Frage ſelbſt ant⸗ wortet er S. 13. blos dieſes: „Ks fehle den Dokumenten an gehsri⸗ „ger Form 4 und S. 19. heißt es: „Keines der ſogenannten Dokumente, Ori⸗ ginalſchriften, Briefe, Ordeusgrade habe die geringſte juriſtiſche Authentieitaͤt, ſey 1 nicht anerkannt und— liege im Dunkelnn 85 82 * „ 8 — — 30— 1) Das Schimpfen beweiſet nichts fuͤr ihn, im Gegentheil es verraͤth vielmehr eine boͤſe Sache. Es ſind ja die Illuminaten ſelbſt die⸗ jenigen, welche die Liebhaberey fuͤr Publicitaͤt eingefuͤhrt haben; nun ſich Leute ſinden, die einmahl Gebrauch davon machen, bey einer 8 Gelegenheit, die den Illuminaten nicht recht gemaͤchl ich iſt, nun, da man will, daß uͤber heimliche Sachen, welche doch das Gemeine Weſen ſehr nabe, viel naͤher als die erlogene Tonſur ehrlicher Maͤnner, angehen, oͤffentlich geſprochen werden ſoll, nun ſagt der Baron gleich, es waͤren Schurken und Boͤſewichter, die ſo etwas wollten; das iſt unrecht! 2) Daß die obbemeldeten Dokumente kei⸗ ne Authenticiraͤt haben, wovon er die hindern⸗ de Urſachen anzugeben ohnehin ſchuldig geblie⸗ ben, iſt ja gar nichts, ſo bald er ſie nicht rein ablaͤugnen, und verſichern kann, ſie koͤnnten niemahls als aͤcht gerechtfertigt werden. Das Publikum iſt kein Gerichtshof: denn ein ſolcher, wenn die Majoritaͤt darin nicht aus Illuminaten beſtaͤnde, wuͤrde bald die Originale *ir ihn, 1 ie hſe Nee lan i nt wecht 1 ß iber d emeine 3 logene t— Barwon / Aichter, 1 Bel u re kei⸗ dn Adern⸗ u g azeblie ſe annt rein ſit nnten gt un rden f men bi: aus iezinale 6 bſtdie SI heiner —13 entlich — 31— der Schriften von Muͤnchen zu erhalten wiſſen, und ich koͤnnte ihm verſichern, daß mehr als Ein Exemplar der von Philo eigenhaͤndig vollzogenen mit ſeiner VNahmensunterſchrift und beygedruckten Grdenspettſchaft authori⸗ ſirten Prieſter⸗ und Regenten⸗ Grade aus der Dunkelheit hervorgezogen werden wuͤrde, wenn ſich einmal dazu ein Beduͤrfniß faͤnde. Ich wuͤrde daher dem Baron wolmeinentlich rathen, ja uͤber dieſe Dinge nirgends einen Prozeß anzufangen, wie er S. 18. drohte. Denn wenn er auch ſich etwann hie und da auf gute Freunde und Mitbruͤder glaubt verlaſſen zu koͤnnen(da er ſelbſt S. 23. ſagt, ſeine Grade waͤren von vielen Raͤthen in hohen und niedern, Reichs⸗ und andern Gerichten angenommen worden), ſo duͤrfte doch ſicher⸗ lich noch mancher rechtſchaffne Mann uͤbrig ſeyn, der das Terrain kennt, und ſich durch kein blendendes Irrlicht von dem wahren Weg in Labyrinthe oder Suͤmpfe fuͤhren laſſen wird. Uebrigens kommt Herr Philo doch jezt da⸗ mit zu ſpaͤt, daß er gegen die ihn betreffen⸗ den Akten in den Griginalſchriften 3weifel lich fuͤr scht anerkannt hat. In Philo's endlicher Erkloͤrung ſteht S. 16. folgende DStelle, die keiner ünminaren Ausflucht die 3 Thuͤr Vſſen laͤßt: 3 .„—— den Griginalſchriften e(die ich gern, „ was Pbilo's Briefe, Berichte u. ſ. f. „, betrift⸗ fuͤr zcht erkloͤre)“ Nachdem er dieſes oͤffentlich erklaͤrt zat, 8 ziemt es ſich ſchlecht, nun noch wieder nach ſieben Jahren einen Schritt zuruͤck thun zu wollen, und zu ſagen, die Handſchriften waͤ⸗ ren nicht gerichtlich anerkannt. Er hat ſie einmal oͤffentlich anerkannt, das iſt ſo gut als gerichtlich, zumahl nach den Grundſaͤtzen die⸗ ſer Herrn ſelbſt, nach welchen ja die Schrift⸗ ſteller geſetzgebende Macht im Staate aus⸗ machen und das Forum der Publicitaͤt der hoͤch⸗ ſte Gerichtshof iſt, vor welchem auch Fuͤr⸗ ſten belangt und zur Rechenſchaft gezogen wer⸗ den koͤnnen. Dabey bleibt es, was er auch 3 nun ſagt, das Surcknehmen eines unerzwun⸗ genen euregen will, Nachpem er ſie ſchon 1785 offent⸗ + Att hi, ¹. Shun zu 5 aus⸗ t hoͤch⸗ n na. Fär gi d a wer 8 auch 3an zwur 1 iſas — ulgan 5 1i echt w ( ihgern 1 u.ſ. 1 ir nach 2en wi * hat ſe 11 zut as n d Ten die d achift enen genen Belhuntniſes buft ihm gar ni ct, un8 zeig igt nur eine ſchlechte Sache. Alſo die zweife welche er gegen die 88 bern Dinge, die von ihm in den Originalſchrif⸗ ten der Illuminaten ſtehn, erregen will, kom⸗ men zu ſpaͤt. Auch die in den Meueſten Ar⸗ beiten des Spartacus und philo erſt nachher publicirten Grade hat er in ſeiner Endlichen Er⸗ klaͤrung im voraus anerkannt*), wenigſtens hat er, ob ſie gleich ſchon lange genug im Publiko ſind, ſich noch nicht unterſtanden, 33 bieſeiben ahzuläugnen, wie er ſi cherlich ge⸗ b ,5 So wie der prieſter⸗ und Aegenten⸗ Grad von ihm verfertigt und ausgetheilt worden, ſtehen ſie in den Neueſten Arbeiten des Spar⸗ tacus und Philo abgedruckt. Sie ſtimmen auch ganz mit der Beſchreibung uͤberein, welche NPphilo in ſeiner Erklaärung von dem Prieſter⸗ Grad S. 108— 115. und von dem Regenten⸗ Grad S. 115— 119. gegeben hat. Daſelbſt geſteht er ehrnnhi⸗ ſelbſt ein⸗ daß er die C — 81 than haben wuͤrde, wenn er gekonnt hätte. 3 Wie geſchwinde wuͤrde er den Herausgeber einen Falſarius und Calumnianten genennt ha⸗ ven, wenn er nicht uͤberzeugt waͤre, daß die⸗ ſe Grade, ſo wie ſie ſich in dem Buch befin⸗ den, von ihm ausgetheilt worden, und in ſehr vielen Häͤnden beſindlich ſeyen! Baron Kn igge behauptet mit einer Kuͤhn⸗ heit, die ihres Gleichen nicht hat: die End⸗ zwecke der Illuminaten waͤren aͤdel und groß, das habe er in ſeiner Pbilo's Erklaͤrung c. gezeigt. Vorgegeben 3. er es⸗ aber gezeigt, Grade verfertigt und ausgetheilt habe, ob⸗ gleich Spartaeus manche Materialien dazu her⸗ gegeben, welche er auch bemerkt und unter⸗ ſcheidet. S. 109. 11I. 112. 115. 116. 120. 123. 124 Soleg allein waͤre ſchon hinreichend, ddeen Philo zu uͤberweiſen, im Fall er die Kuhn⸗ heit haben ſollte, ſie hintennach abzulaͤugnen, woenn ſie auch keine Certiſirate unter Philo's unterſchrift und Siegel bey ſich haͤtten, wor⸗ an es 4 ledoch auch nicht fehli. b daß die⸗ 11 beiir de aabe, u ri e dazu h⸗ et ad u, 116. 10 h Kreiched 6 d n hie Kihxe 2i ollaͤugnu, enr Pillos 1 hatte. usgebt enntha Imdin ſeht 18 er Kähe ie End. 8r d groß, M rungt „⁴ gezeig che den u das iſt, wie Leute ohne Zwerdentigkeit reden, dargethan und bewieſen, hat er es warlich— nicht. Die ganze Philo's Erklaͤrung iſt ein ſolches Gewebe von Heucheley, liſtiger Trug⸗ ſchluͤſſe und Unwahrheit, daß darin Nichts bewieſen iſt; und nachdem man jezt die Do⸗ kumente geleſen hat und die Maͤnner kennr, welche die erſten Rolen ſpielten, iſt es eine wahre Frechheit, ſo etwas zu weſ chern. Hier 4 aſo, ein Mpgar Worte auf d die II. Faage: 1 Sind wuͤrklich die Zwecke der lume naten aͤdel und groß? b G genug waren dieſe Zwecke, denn d nach 4 Kniggens eigenen Worten(Nachtrag zu den Griginalſchrift. S. 123 und 189.) woll⸗ ten ſie die Welt commandiren, aber aͤdel wa⸗ ren ſie nicht. Nicht einmal mit dem beruͤhm⸗ ten Schuſter⸗Meiſter Criſpin duͤrfen ſich die Illuminaten vergleichen⸗ der das Leder fiahl =— 3 and den Armen die Schuh ſchenkte; er that doch noch wirklich endlich was Gutes, wenn 4 ſchon ſein Mittel ſchlecht war. Obgleich auch ſonſt bey dieſen feinen Herrn die Jeſuiten⸗ Marime angenommen iſt: der Zweck heiligt die Mittel; ſo ſind doch ihre Zwecke eben ſo ſchlecht und veraͤchtlich als ihre Mittel; ſie wollen warlich nicht fuͤr andere, ſie wollen blos für ſich ſorgen, ſollte auch das ganze Menſchengeſchlecht daruͤber leiden und zu Grund gehen. Das iſt ihr Zweck: das iſt das wahre Illuminaten⸗ Syſtem: der Orden ſoll herrſchen, ſie wollen die Welt commandiren, das iſt ihre endliche wahre Abſicht, wenn man unbefangen alles betrachtet; alles uͤbri⸗ ge ſind Vorſpiegelungen, oder doch hchſtens Nebenzwecke. Und um jene gar richt zole ſondern hoͤchſt egoiſtiſche Abſicht zu erreichen, zu welchen abſcheulichen Mitteln greifen ſie? Sie erklaͤ⸗ ren uͤberhaupt jedes Mittel fuͤr gut, wenn es auch abſcheulich waͤre, wofern es dem Orden foͤrdert, oder wie ſie ſagen: ſie erlauben und Pefehlen, ſich derjenigen Mittel zum Suten S1ch auh 8 1 M eben ſe er velm ei mnund u Ahen ſoll . mbih „u zwelcha ſe 3 je erlie es9 dt O ee den u r5 umn e thu = 1, wemn eſuiten⸗ 1tel; ſ 0 ☛ 5 ganxe k s iſt daß co um andirey, 1 6, wemn t d es uͤhi 11 ſaͤchſtm b zu bedienen, deren ſich die Boͤſen zum Boͤ⸗ ſen bedienen. Das iſt der Probabilismus der Jeſuiten leibhaftig! Sie authoriſiren jedes Mit⸗ glied ausdruͤcklich Unrecht zu thun, wenn es das Beſte des Ordens erfordert( Originalſchr. S. 85 und 96.) alſo den Richter ein Illu⸗ minaten Urthel zu faͤlen— ol wie uͤberall he⸗ rum wird daruͤber jezt in Deutſchland gekla gt! (S. die Recursſchrift des Fuͤrſten voe Neuwied, wie auch Hugo s civiliſtiſches Magazin ar Bd. 2s Heft.)— Den Commandanten die Stadt zu verrathen— S. den Illuminaten? Eikemayer zu Mainz— einen jeden der Gelegenheit da⸗ zu hat, Perſonen aus dem Wege zu raͤumen, die dem Orden gefaͤhrlich ſind— S. nach Wien im Maͤrz 1792.— Man kennt die Ruͤſtkammer des Ordeus in der Cabala major(Original⸗ Schrift S. 108.) wo Vorſchriften zur Aqua Tofana und andere dergleichen Saͤchelchen zu den hoͤchſten Myſterien gehoͤren, wo unter der DOrdens Chifre von Mitteln, die Rede iſt, um Kinder abzutreiben, von welchen der Erlauch⸗ te Stifter des Ordens Weishaupt ſelbſt an ſeluer Schwaͤgerin⸗ laut t eigenhändiger Briefe — 38— (Nachtrag zu den Orarnaſarſte S. 15. 5 8 Gehnauch gemacht hat⸗ 3 Alſo e ein Orden, der nicht blos Jefuiten⸗— Moral hat ſondern der vorlaͤufig Meyneidige, b Verraͤther und Banditen bildet, ſoll aͤdle Zwecke haben? Das kann ein Kni igge ganz b duͤrre noch jezt in die Welt hineinſchreiben? Das iſt doch Frechbeit, oder es giebt keine! So ſchoͤn durfte man vom Illuminaten Orden wol vor 9 Jahren ſprechen;; ſo konnten die Ber⸗ liner Illuminaten im Jahr 1785 in ihrer Mo⸗ 3 nathsſchrift 8) zu ſchreiben wagen, als noch 4 keine 2 Dokumente gedruckt waren; aber zu Ende des Jahrs 179 ½ noch dergleichen zu be⸗ haupten, das verdient die ſchaͤrfſte Ahndung. Es verdient, daß man oͤffent! ich ſage und Johne Aufhoren wiederhole:: ) S. Beriner Monatheſcheſt, Okt. Stuͤck, 4 1785. S. 323: und Dez St. S. 58385. d zze gan i e a)xeiben) 4un't keine n ☚ Orden die Ve 3 rer m. ag. uals ucc x aber g g an zule rff ahndung ſr und ohnt t, Süit 9 8 4 5. 1 5) efeſuite 3 neidig, All aͤle Niemand kann ein ehrlicher Mann ſeyn, und jezt noch, wenn er unterrichter iſa, 4 ein uminhe bleſben. 8 Das iſt eine eben ſo große wablbeir— ze mag ſo wichtige Perſonen treffen als ſie wol. le— als Kniggens Behauptung von den aͤdlen Abſichten des Ordens eine he etaße Un⸗ wahrbeit ſſet Das ſind einige der großen Asſcheulch⸗ keiten des Ordens. Wir koͤnnen aber auch, ohne eben dadurch ins Unbedeutende zu fal⸗ len, noch wol einen Blick auf die kleineren Betruͤgereyen und Nichtswuͤrdigkeiten werfen, vermittelſt welcher die Illuminaten ihre ſo⸗ genannten großen und aͤdlen Abſichten zu erreichen trachten⸗ So elend 1 in n ſich ſelbſt die tag iche Anwendung, die einem beobach. tenden Auge nicht entgehen kann, und durch ihre Folgen und Eer tungen. Nur ang. Pro⸗ ben aus vielen. Zuerſt einige Ausdräͤcke aus einem eigen⸗ haͤndig en Briefe des Philoan ſeinen gelieb⸗ ten Cato—(Zwackh). Im Nachtrag zu den Orig. Schrifr. S. 101. ſagt der ſich jezt ſob aͤdel anſtellende Philo, indem er ſeine Berdienſte und Arbeiten um den Orden auf⸗ zaͤhlt: 897 Sch hiel dunch unerboͤrte Schwaͤnke und „Wendungen(wie aͤdel!). die aälteſten kluͤg⸗ „ſten Maͤnner auf, ſezte alles in Feuer, „, untergrub die ſtrikte Obſeryauz—— 5 ließ mich zu allem brauchen E(ſehr aͤdel „ und groß!)4 ſchrieb(unter dem Nah⸗ „ men Alois Mayer) gegen Jeſuiten „ und Roſenkreuzer, die mich i nie veleioigt » hatten.„. Auf allen Seiten dieſes merkwuͤrdigen Brie⸗ fes, den jeder leſen ſollte, der ſich richtige d Begriffe von dieſen Werken der Finſterniß machen will, ſpricht Herr Philo von Be⸗ trug, den er ſich ch erlaubt, wie er 32 religis ſe Keute zu halben Naturaliſten „, durch den Prieſtergrad gemacht habe, „ohne daß ſie es ſelbſt wuͤſten“ 7 6 Nah⸗ d u Bii er S ſternſß r Nliſten m. hebe, Ken (— iggeg. güle⸗ 5 Ta 8 4 8 1 n auf: ikeund n klüg einn Feuet, 1—- . Dyhr aͤdd aſeſuiten ni leidigt Aichtge in u W⸗ 5 42 6e S. 110.); wie er vorgeben wolle de. 105.) die Lehre Jeſu habe die Abſicht, daß dadurch blos natuͤrliche Religion eingefuͤhrt und die Vernunft in ihre alten Rechte eingeſezt werden ſolle; wie er die Illuminaten glauben mache, Jeſus habe durch ſeine Lehre allgemeine Srey⸗ hbeit und Gleichheit das Schiboleth der Jako⸗ biner, mit welchem doch die Illuminaten ganz nichts zu thun haben wollen!) einfuͤhren wol⸗ len; es moͤge nun wahr ſeynoder nicht, ſezt er ſelbſt hinzu. Und S. 106. nennt er alles das ſelbſt Betrug, aber frey⸗ lich, frommen Betrug, und ſagt denn dieſe pia Praus ſolle in den hoͤhern Myſterien dann entdecket und alle raligisſe Lhgen entwickelt werden. n das nun adel n und geog,— und unbefangene Leute, liſtiger Weiſe, wi⸗ der ihren Wunſch und Willen in ihrer Ge⸗ muͤthsruhe zu ſtoͤren, um dadurch die Zwecte b des Ordens zu kichan? S. 112 hete 68: 3 5 d Deengen unter uns, welche witkſom“ b „ ſind, aber ſehr an Religioſitaͤt kleben, ⸗ habe ich, bey ihrer Furcht, man habe ſe „, die Abſi cht Deismum auszubreiten,„„a„ „ uͤberzeugen geſucht, die hoͤhern 2 Gbern hunrn nichts wenſcer als dieſe Das war alſo ſhon eine betruͤgeriſche L⸗ „ge! Aber damit man uͤber, ſeine Abſichten kei⸗ nen Zweifel habe, ſo fuͤgt er nun noch ſel bſt. 8 unmittelbar die Worte hinzu: b„ Mach und nach wirke ic doch was ich will! Was braucht es mehr? Aus eben dieſem Schreiben des Baron Kuig⸗ ge erhellet S. 114. daß er damahls, alser(⁶ mit ſo großer Thaͤtigkeit die Sache des Ordens betrieb, ſelbſt die Grundſaͤtze des Ordens fuͤr ſchlecht erklaͤrte, nemlich fuͤr eigennuͤtig und fuͤr nicht ganz redlich. Als er ſich nemich mit Weishaupr uͤberworfen und gezankt hatte, drohete er in dieſem Briefe, daß er, wenn man es ihm zu arg mache, im Stande 1= ilſan 1 vöͤhern An Kri⸗ * alse de d ⸗rdens Se Kns fir gedr rig und Aenlch u Sjezant jeſ aß u, „ m5tande ( Aabean, trun habe 1 n, zu ie sche di⸗ Aten kir e y ſelhſ doch 16z mehr? ſey, den Orden zu vernichten„ eindem er ihn einigen Maͤnnern in lemmer Wahren Geſtalt ſehn ließe, 4 „» und denn einen neuen Plan zu einem 2 Orden erfaͤnde, der uneigennuͤtziger waͤre „ und ganz auf Redlichkeit beruhete.“ Al ſo war doch der Illuminaten⸗ Plan eigen⸗ 1 nuͤtzig, und beruhete nicht ganz auf Redlich⸗ keit! Das geſteht Er ſelbſt. In dieſem Gezͤnke zeigt ſt ſich aberhaunt Philo gar nicht von einer großen und adlen Seite, indem er S. 124 ſich der Ausdrüͤcke bedient:: 3 Dann ſoll die Zoͤlle ſelbſt ſie nicht aus „ meinen Plauen rei ſſnn S. 125. „ Rache iſt etwag, dem ich nur mit , Wuͤhe widerſtehe.. und S. 127. heißt es: » Den Aufſatz habe ich heute an Schloͤzer „ geſchickt. Ich zweifle aber,(da er voll b 3 Perſoͤnlichkeiten iſt) daß ihn derſelbe 3 u ohne Abaͤnderung einruͤcken werde. Doch , ich will es an nehrern Orten verſuchen.„ Das iſt denn freylich ſehr aͤdel und groß, und Hr. Philo wird ſo was wol ſeitdem noch zu⸗ weilen an mehr Orten verſucht haben, wenig⸗ ſtens hat man Spuren davon bemerken wol⸗ 3 len. In ſeiner Endlichen Erklatung ſagt er r ſelbſt S. 24.: „ Halb wurde ich belogen und verführt, „ halb belog und verfuͤhrte ich andre, nicht „ um zu betruͤgen 32 Gott bewahre, wer wird das 597 von ei⸗ nem Manne, wie K ni g ge, nur zu denken wagen!) „ ſondern um meine Schwiche ricez lus ver⸗ „ rathen..“) Nun was iſt denn auth das mehrt Dieſes ſind nur wenige Zuͤge aus den ei⸗ genhaͤndigen Briefen des Baron Knigge, die einiges Licht auf das Aedle und Große wer⸗ fen, worauf er ſeine Vertheidigung pocht. Man ſtoͤßt aber allenthalben auf ſolche Traits, wenn man in den GOriginalſchriften blaͤttert. Seite 201 derſelben ſchreibt Weishaupt enig⸗ menken 1 ber⸗ u in ei⸗ r as wer⸗ n 1 pocht. h x aits, —. hen.„ =ud ichzu⸗ V b I Nwol⸗ ſan ſigt 12 äͤhrt, meucht ut dn ei⸗ alstert. an Zwach: Von den Projekten zur Berei⸗ cherung des Ordens gefaͤllt mir beſonders das Drucken kl leiner— Pasquillen und der glei chen. Ich haſſe zwar ſolche Dinge, aber ſie machen 3 uns doch einen Fonds. Alſo der Stifter des Drdens ſelbſt billigt, daß man von Ordens wegen Menſchen beleidige und beſchimpfe, blos um Geld damit zu verdienen. Iſt das nicht ſo infam, wie ſich etwas denken laͤßt? UAnd ſo ſchaͤndlich es auch iſt, ſo hat der Or⸗ den es doch gethan. Aber dennoch iſt und bleibt er zdel und groß, und W eishaupt heißt in der allgem Lit. Zeitung der wuͤrdige Weishaupe, G Ich will jezt noch einiges aus dem Prie⸗ ſter⸗ und Regentengrad ausheben, welches Be⸗ ziehung darauf hat, und dann moͤgen ſie ſelbſt urtheilen, ob die Illuminaten wirklich groß und aͤdel denken und handeln. Da es erwie⸗ ſen und von ihm ſelbſt geſtanden iſt, daß Er Sanct Philo ſelbſt dieſe beyden Grade, ſo wie ſie da ſind, ausgearbeitet habe, und d da er es nicr laugnen darf/ daß er fäuſ dieſe 3 46— b Grabe, ſo wie ſie in den meneſfen Arbeiten des Spartacus und Pbilo abgedrukt ſtehen, vollzogen, eigenhaͤndig unterſchrieben und ausgetheilt: ſo treffen die darinn befindlichen Schlechtigkeiten, wie uͤberhaupt den Orden alſo ganz beſonders ihn ſelbſt, da Er ſie als Geſetze und Vorſchriften nicht blos ausgehekt, — ſondern auch ſanctionirt und unter die Leute gebracht, auch f uͤr dieſen mit ſo ſchaͤndlichen Grundſaͤtzen erfuͤllten Orden nach ſeinem ei⸗ genen Geſtaͤndniß in den Drisalſcheften⸗. ſe viele Leute angendeben Ban Sch will hier nichts von der Sophiſteren und den liſtigen Kuͤnſten erwaͤhnen, welche in dieſen Graden angewendet werden, um ruhi⸗ ge Chriſten in ihrem Glauben wankend, und zufriedene Buͤrger und u nterthanen 3 ſchwierig zu machen, ob gleich ſolche Kuͤnſte nicht aͤdel und groß ſind; es erhellet auch davon ſchon Vieles aus dem Vorherge⸗ henden. Es ſey nur die Rede von einigen kingelnen Schlechiigkeiten:. ſtehen, 1 S dlichen Oꝛden zn ſieals 1 aute Sdlihen * m e⸗ ut ruhi⸗ n n. und ann en 8 lche thelet naterge⸗ onh nigen rbeiten im und ehekt, [nen, b (Keiſterey ast che in In der Inſtruetion far den prieſtergrad heißt es S. 85., indem von geheimen Wiſſen⸗ ſchaften die Rede iſt, welcher die Illuminaten ſich befleißigen ſollen 7 daß auch dazu die Kunſt gehoͤre:“ Peustefie u ansehen. Fremde Pettſchafte zu erbrechen hat man n bis⸗ her allenthalben, ſo gut wie Schraͤnke zu er⸗ brechen, unter die Spitzbuͤbereyen gezaͤhlt, und daß die Stifter der Illuminaten es unter ihre privilegirten geheimen Kuͤnſte eirgenene men haben, iſt weder sdel noch groß man müßte denn nach einer beſondern u ) In den Originalſchriften der Iluminaten S. 64. heißt es: vorzuͤglich ſollen auch Pert⸗ ſchierſtecher mit zur Aufnahme in den Orden in Vorſchlag gebracht werden. Wer ſieht nicht warum? und S. 199. ſagt Weishaupt: auch Poſtverwalter ſolle man aufnehmen, ſie waͤren den Orden nuͤtzlich. Wer e ſehr nicht wozu? — 48— minatiſche Momnenelatur das Aedle und Große darin ſetzen, worin es alle Induſtrie⸗ Ritter 3 und Lips⸗ Tulliane ſetzen, und worin einer der Pariſer Bruͤder Brißot ſo excellirte, daß nach ihm die franzoͤſiſche Sprache mit einem neuen Wort bereichert worden, da brifloter ſo viel heißt als Taſchendieberey treiben. Und dennoch iſt das nur eine Klei⸗ nigkeit gegen die in der Cabala major vor⸗ kommenden Dinge, welche zu den hoͤchſten Moyſterien gehͤren; die ſo wenig aͤdel und groß ſind, daß alle nicht illuminirten Reichs⸗ gelehrte Galgen und Rad danf ihre Ausübung ſeten. b Da in der deutſchen Litteratur, heißt es S. 103., zu einer Zeit mehrentheils gewiſſe Grundſaͤtze und Moden herrſchten, wie die Empfindſamkeit, das Genieweſen u. ſ. w., die von den ſchwäthem nachgelall wurden: „„ ſo ſoll man beſorgt ſeyn, unſere— „ Illuminaten⸗ Grundſätze auch zur Mode 5, zu machen. damit junge Schriftſteller der 2⸗ igleichen Rtter 1 eelline, e che nit 1 en Reichs⸗ u ißt 6 de Slzewiſſe r! ie de u. 1 1.. di n n9e. . 9- „ Moy ff aiſer dt aeiche Große in einet m een, da ſe dieberey 1i ie Klei: m aſor vor⸗ e hoͤchſn t el und 1E sübung zeug iſt von und fuͤr —„— 2 gleichen unter das Voll ausbreiten und e uns dienen, oöhne Daſ t ſie es wiſſen.;„ Aedel und groß ſt nun das Thstelunffre tig nicht, um den Illuminaten Grundſaͤtzen Eingang zu verſchaffen, aber liſtig ausgedacht und zum Erſtaunen ausgefuͤhrt. Allerdings haben anfangs viele dieſe Grundſaͤtze nur nach⸗ gelallt; aber jezt wiſſen die Leute wol, was ſie thun. Wahrlich nicht von oͤhngefehr, wer⸗ den jezt beynahe alle deutſche gelehrte und pos litiſche Zeitungen nach Illuminaten⸗ Grund⸗ ſaͤtzen geſchrieben; wie viele Journale trift derſelbe Vorwurf nicht? Faſt alle Romane, Comoͤdien, Dichtereyen und dergleichen Leſe⸗ Illuminaten gemacht. Da der trefliche Iſtand nicht in dieſem Guſto ſchrieb, ſondern das Theater gebrauchte, um beſſere Grundſaͤtze unter das Volk zu bringen, ſo wurde er von dieſer Rotte ſy wol wegen ſeines Schauſpiels, die Cocarden, als wegen ſeiner Reiſe in die Schweiz, ſchroͤcklich mis⸗ handelt. In allen Wiſſenſchaften, worin Illu, minatismus 3u benge. war, hat man ihn ge⸗ bracht. Wie ſelten ſind theologiſche Buͤcher, die nicht illuminirt waͤren? Sogar manche Rechtslehrer folgen illuminatiſchen Grundſaͤ⸗ tzen, und ſchaͤmen ſich nicht, ſie oͤffentlich zur Entſcheidung bey Prozeſſen aufzuſtellen, wo⸗ voon die Beweiſe vor den Augen des Publi⸗ kums liegen; die Kantiſche Philoſophie hat man oollig an den Illuminatismus gekettet, unnd der alte Kant hat damit einer Rotte in die Haͤnde gearbeitet, die er gewiß verachten wuͤrde, wenn er ſie kennte, die Geſchichtſchrei⸗ ber dienen offenbar in groſſer Zahl den Illu⸗ minaten, durch die Art, wie ſie den pragma⸗ tiſchen Theil behandeln, und ſelbſt ſchon durch die Stellung der Thatſachen.— Die Pole⸗ it iſt durchaus illuminirt. BWas it der Endzweck fatt aller unſetese theoretiſchen Politiker, und wohin ſtreben ſo viele praktiſche Politiker, die in den Cabinet⸗ ten, oder doch hinein wuͤrken, in Abſicht auß den großen Punkt des W Augenbcka⸗ Dahin ſtrebt glles: 8 — Nakn 1, ei mamei w. n hratztnu e ih tſchu danagme ſt a duh 2 Pow 1 1 nmſet ir i ben 14„ äf ic Dahn b Den Franoſen endlich den möglichſt guͤnſtigſten Frieden und den moͤg⸗ lichſt grofen Vnfuß. zu Arſchaf Feng 1 b b weit anerdings dabey d die Juuminaten das beſte Spiel haben werden, wenn die uͤbrigen Regie⸗ rungen uͤberall moͤglichſt geſchwaͤcht werden. Geht nicht dahin die Tendenz unzaͤhliger Flug⸗ ſchriften und Journale; was wollen anders die Friedens⸗ Praͤliminarien, was will anders der freche Genius des Hrn. Hennings, dieſes treuen Alliirten unſers Barons und deſſen An⸗ nalen der leidenden Menſchheit u.. w. u. ſ. w. Der ungeheuren Jakobiner Schmaͤhſchrift, neues graues Ungebeuer nicht einmal zu gee denken! Kleinliche Betruͤgerey it es, wenn die 3 In⸗ ſtruktion des Regentengrades S. 138 folgende Porſtheit enthaͤlt: Es iſt zuweilem naihig, den Unter rges „ nen vermuthen zu laſſen( obne ſehoch dD 2 — 5— „ Wubrheit(ſoll heißen die Laͤge) ſelbſt „ Syſteme dirigirt, oder als wenn die e groͤſten Monarchen durch den Orden re⸗ „ eine herrliche große egebenheit vorgehr, „durch uns geſchehn„. welcher Lug und Trug! „ Wo ein grotzer ſonderbarer Mann lebt, 92 Unſrigen,“ 8 ein Illuminat)— lauter Lug und Trug! „ Man ertheile zuweilen„ohne weitern „Fwek myſtiſche Befeble, z. B. laſſe ei⸗ „ nen Untergebenen, an einem fremden », Orte in einem Gaſthofe unter ſeinem delsſtaͤdte bald als Kaufmann, bald „ als Abbe, bald als Gffizier, und erwecke „„ 3“9 ſagen) als wenn insgeheim von uns „ alle uͤbrige Grdens⸗ und Freymaurer⸗ „ giert wuͤrden, welches auch wirklich „ hie und da(leider!) der Fall iſt; wo „ da muß gemuthmatzt werden, daß ſie „ da muͤſſe man glauben, er ſey von den 4 „ Teller ein Ordensſchreiben finden, daß „ man ihm bequemer zu Hauſe hoͤtte ge⸗ „ ben koͤnnen. Man reiſe in große Han⸗ 4 aa a 81; o de 6 mnr li ſ unn dan mt bn 5 1 weinn aſſ di een 218 emden un meinen zuſ Kir ge 19 Jor Sw „u Gwä b„ Nohes Regotium getrieben, und beſes 5 „ ſich den Ruf eines achtenswuͤrdigen in „wichtigen Geſchoͤften gebrauchten Man⸗ „nes.— Man ſchreibe wichtige Befehle „ mit chymiſcher Tinte, die bald von ſelbſt 8 „ wieder verloͤſcht u. ſ. w. Jeder Obere muß mit beyden Haͤnden ſchrei⸗ ben kdunen, ſagt Zwa ch Driginalſchiften, S. 107 Die Haut ſcander einem vor allen dieſen Kniffen, Kuͤnſten und Raͤnken, wenn man be⸗ denkt, wohin ſie fuͤhren. Und doch wollen uns die Illuminaten weiß machen, ſie handel⸗ ten zu aͤdeln und großen Zwecken! Und waͤre dieſes: welche unausſprechlich ver achtliche Mit⸗ tel und Wege?— S. 106. der Originalſchriften atbene ſauberer Vorſchlag von Zwackh: „ Man ſuche einen von der Suite eines freme „den Geſandten in den Orden zu boingen. „Dieſer muß Waaren an einen Ordens⸗ „„ Bruder liefern, und da erſterer per pro- „, tectionem ſui patroni accisfrey iſt, ſo kann 83„Erſchurtte der Ordeus⸗ auſe zugewandt 8 „ werden. 2— Offenbare Defraudation, offenbarer Betrug iſt das denn doch, den hier ein erlauchter Obe⸗ rer ein Areopagit anraͤth. Das heißt aber in der honigſuͤßen Illuminaten⸗ Sprache: ſich der nemlichen Mittel zum Guten be⸗ „ dienen, deren die Puͤſen ſich zum Boͤſen „ bedienen. 2— O der Abſcheulichkeiten! de ſyſtematiſchen Vetruͤgereden! 1 Ich haͤtte noch eine e Menge Dinge ſolcher Art anzufuͤhren, bey welchen die Illuminaten vor Schaam ihr Antlitz verbergen muͤßten wenn ein aͤchter Illuminat jemahls erroͤthen köoͤnnte; z. B. was in den Griginalſchriften S⸗ 330. und in dem Nachtrage zu demſelben, von dem Beſtehlen der Archive und Biblio⸗ theken, als eine den Illuminaten erlaubte 1 aauch von dem Areopagiten Marius( Herkel) Tiberius( Merz) und andren ausgeuͤbte Sa⸗ che ausdruͤcklich ſteht Doch es mag genug ſeyn⸗ noch von zwey Dingen u reden, die i Splcher T antaten n im tten 6 ther b M E⸗ de hrden, nd 4 llio⸗ näbte 4 dw ei a Sa⸗ na a paug el u d veweiſen. wie wenig ddel und groß die Illu⸗ 4 minaten handeln. Ich waͤhle ſie um deswillen aus: weil ſie von ſo ganz erſtaunlich haͤufigem Gebrauch und von ſo hoͤchſt nachtheiliger Wirkung auf das deutſche gelehrte oder ei⸗ Lewtlich rtrarſihe Weſen wurden. In der Inſtruktion des Prieſter⸗ Grades 3 S. 103. der Befehl gegeben: „Es muß dafüͤr geſorgt werden, daß », die Schriften unſerer Leute auspo⸗ „ſaunt und nicht von feinen Recenſen⸗ „» ten verdadhtia Oemachen werden. Faſt das z3nemliche wird. 142. im Re⸗ genten⸗ Grade folgendermanzena wieder einge⸗ ſchäͤrft: 92 Wenn es darauf ankommt, einen von „unſern euten, der im Publico wenig, „ oder gar unbekannt iſt,„empor zu bel⸗ „ fen: ſo foll man alles i in Bewegung ſetzen b „ihm Ruf zu ſchaffen. Unſre unbekann⸗ „ ten Mirglieder muäͤſſen angewieſen wer —„— 3 den, aller Geten fewen Rabmaa-- . Supsſaamen„. 4 Endlich kommt denn doch alles an den Tag! Wer ſehen will, der kann denn doch endlich hieraus ſehn, warum ſeit manchen Jahren alles, was von gewiſſen Seiten her⸗ kam, ſo auspoſaunt worden iſt, wenn es auch das verdienſtloſeſte Zeug ja zuweilen ſo ſchlecht war, daß die ſo hochbelobten Ver⸗ faſſer mancher Schriften Schnitzer wider die Geſchichte, wider die Logik, wider die Gram⸗ matik, ja wider die Orthographie begiengen, die jeder Schulrektor an einem Tertianer mit einem Product wuͤrde vergolten haben; wo⸗ von man, um hier nur unter vielen eines anzufuͤhren, die Beweiſe in Riems Schrift uͤber Auf klaͤrung finden kann, welche ihrer groben Schnitzer ungeachtet in der Jenaiſchen Litteraturzeitung ſo auspoſaunt worden, als ob es das non plus ultra alles menſchlichen Wiſſens waͤre. Nun weis man doch, um bey dem Verfaſſer dieſes zdlen Ordensgeſetzes zu bleiben, warum die langweiligen Romane des anhe 1 SE en het⸗ ſtt en 6 Ineilen en ſ el mwänga, ke anner mit h 54; ul⸗ 4 eines vi nl n Schiſt w 4. ihret enſſchm vo 34 al ne gſc ch n hh dol unn d 13, V er ſeran — 52— Veuon⸗ Knigge, die er Dutzendweiſe gefa⸗ tiget hat, und die am Ende doch hauptſaͤch⸗ lich in die Haͤnde der Kammerjungfern, der— Ladendiener und Lackeyen fallen und ihre beſ⸗ ſer anzuwendende Zeit ihnen rauben, allent⸗ halben als ſolche Wunderwerke auspoſaunt wwerden. Es waͤre ein Meer auszuſaufen, wenn man aus dem Wuſt von kritiſchen Jonr⸗ nalen hervorſuchen ſollte, welche Verfaſſer man aus Illuminatismus ohne Verdienſt ge⸗ lobprieſen, oder in der Ordensſprache auspo⸗ ſaunt hat. Aber jedermann wird ſich an Hun⸗ derte von Beyſpielen errinnern, und ein ab⸗ ſcheuliches Ding iſt dadurch die deutſche Litte. ratur geworden, ſeitdem der Orden ſich faſt alle Journale zu eigen gemacht hat, ſo wie die meiſten Zeitungen von B Beckers deutſchem Machwerk an bis zum Erlanger und von Ber⸗ lin bis nach Altona und den neuen Hambur⸗ ger. Vordem geſchah auch, aber einzeln aus Privatabſichten dergleichen, aber jezt wird die Betruͤgerey ſyſtematiſch betrieben. Ein ehrlicher Mann kann jezt nichts mehr glauben, was er von der Art t liſer Nicht allein poſaunt man die Illuminaten and ihre Werke bey ihren Lebzeiten aus, ſon⸗ dern auch nach ihrem Tode. Es ſind doch im abgewichenen Jahre manche verdiente Maͤn⸗ ner geſtorben, die wol einer ruͤhmlichen Er⸗ waͤhnung in oͤffentlichen Blaͤttern verdient haͤt⸗ ten, ohne daß man etwas von ihnen gehort häͤtte, aber es ſtarben drey in hohen Ordens⸗ ſtellen ſtehende bekannte Illuminaten Bode Mauoillon*) und Knoblauch, und b ganz Deutſchland hallet von ihrem Lobe wie⸗ .) Dieſer Ma a uvi 1 ul on feng ſeine gekelrte Laufbahn( als Sprachmeiſter zu Ilefeld) mit einer Schmaͤhſchrift auf den ſeel. Gellert an— ſein Doctor Luther und andere Produkte ſeiner lezten Jahre ſind bekannt. Aber nicht ſo be⸗ kannt daͤrfte ſeyn, daß Mirabeau die ehrenruͤh⸗ rige Nachrichten, die er von dem Preußiſchen Hofe verbreitet hat, von Mauvillon aus der naͤchſten Hand empfangen. Wer die Illu⸗ minaten Connexionen, die Mauvillon in Berlin hatte, kennt, wird auch die fernere Hand ohnſchwer ünden koͤnnen. Anmerk. des Herausg.“ 6 muuat t 15 ſon 8 n dohj in 1 1 yen 9 nr Sent gäin 9 ta Oden in Bohe et je wie 1 mni gektin el d) ut Inctan- Pr uge ſeiter t Hin ſo le „ prenni⸗ n un fiſtu L n als Wn Ih un lor ich ig feree 1unf. d 39— der. Der Orden konnte ſie wol ſehr vermiſ⸗ ſen, aber was die Welt ſo erſtaunliches an ihnen verlor, wie es uns die Jenaiſche Kitte⸗ ratur⸗ Zeitung und der Genius des Herrn Henn ings u. ſ. w. Glauben machen will, das ſehe ich nicht ein. Gern wollte ich noch dem Iluminaten das Auspo ſaunen ihrer Mitglieder und ihrer Er⸗ ziehungs⸗Inſtitute, denn faſt alle deutſche Er⸗ ziehungs⸗Inſtitute ſind illuminirt, verzeihen, wenn ſie nur nicht ſchaͤndlich gegen diejenigen handelten, die ihnen fremd ſind. Unverwelkliche Schande ungiebr den Nah⸗ men desjenigen, der die wirklich infame Or⸗ densregel machte(Hr. P hilo wird ihn ken⸗ nen) welche in der Juſtruktion des Regenten⸗ Grades S. 141. ſteht: „Wenn ein Schriftſteller Saͤtze leßre „ die wenn ſie auch wahr ſind, nicht „ in unſern Welterziehungsplan paſſen— „ ſo ſoll man den Schrifiſteller zugewin⸗ 5, nen ſuchen, oder ihn verſchrey en.* pfui! und einen bichen ſchaͤndlichen Be⸗ fehl, ſchrieb— unterſchrieb, beſiegelte und ſanctionirte ein Edelmann, ein Mann, der pon Ehre ſpricht, ein Mann, der von groß und aͤdel ſchwatzt, der ſich in allen Illumina⸗ ten⸗Scl hriften(S. das neue grane Ungeheuer) einen der groͤſten und erſten deutſchen Maͤn⸗ ner nennen zu laſſen die Stirn hat? Wer ſieht nicht das ganz Abſcheuliche, was in den Worren liegt? Es waͤre allenfalls i in der menſchlichen Na⸗ tur, daß ein Mann ſeinem Feinde und Belei⸗ diger in der Hitze der Leidenſchaft wehe thun koͤnnte; es ließe ſich dafuͤr wenigſtens etwas zur Entſchuldigung ſagen, wenn er gereizt war: Es waͤre menſchlich. Aber eine ſolche Regel zu ſchreiben, unſchuldigen M tenſchen, die man noch nicht kennt, und die dabey Wahr⸗ heiten ſchreiben, auf eine empfindliche Weiſe 4 wwehe thun— verſchreyen zu wollen, weil ſie einem Complott zuwider handeln, das ſie nicht kennen: das iſt kaltbluͤtige Pos⸗ hei von der abſcheuligſten Art, und Empor⸗ t gehen din 1 e tn s inn 1r d Bll⸗ at he thu i aSs etbas dgeriit ded e ſaͤch en E nſchen, f 4 dWähe⸗ bi u w 3l, n de 8 ti 8 Bos⸗ 1. n. VA then Re⸗ Bayriſchen philoſophiſchen Schule des Prof. jeden Rechtſchaffnen ohne Ausnahme Das iſt teufeliſch!— Zu gewinnen wollen ſie ihn ſuchen; das heißt ins Complott ziehn, ihn illn⸗ miniren: gelingt das nicht, ſo wollen ſie ihn verſchreyen! Ein jeder ehrliche Mann ſar⸗, was er t dabey fuͤhlt! und wie 3 dieſe Ordeneregel ſeit terwan zwolf Jahren ausgefuͤhrt worden. Wie hat der ſordide Illuminat Lucrian ſonſt auch con tentiſſimus Nicolai genannt, dafuͤr geſorgt, und ſorgt noch, wenigſtens mit, dafuͤr, daß in ſeiner, noch immer ſeiner Allgemeinen Ddeutſchen Bibliothek jeder Schriftſteller ver⸗ ſchrieen und mishandelt werde, der nicht im Illuminaten Geiſte ſchreibt. Hundert haben das erfahren, ohne eigentlich zu wiſſen, wa⸗ rum ſie ſo auf Banditen⸗Art behandelt wuͤr⸗ den, ſie waͤhnten andre Urſachen, aber jezt konnen ſie den Grund klar ſehen. Wie weit es zumahl die aller Schande offene Salzbur⸗ ger oberdeutſe ce Litteraturzeitung, unter der wuͤrdigen Fuͤhrung eines Emigrauten aus der Huͤ 5 ner, deſſen Untechäudlen und Eofportenr ur in den Rheingegenden der beruͤchtigte Dorſch war, getrieben habe, iſt bekannt. Von Jena, von Gotha, von Kiel und von einigen andern DOrten aus hat man mehr oder weniger in die⸗ ſen abſcheuligen Ton eingeſtimmt: und wer hat nicht, der redlichen Herzens iſt, dieſen Un⸗ fug bemerkt und verabſcheuet? Wer hat nicht mit Widerwillen die kleinen beißigen Illumina⸗ ten Klaͤffer in der Berliner Monathsſchriftz wer hat nicht den mit Philanthropie prangen⸗ den deutſchen Zeitungsſchreiber und andere in dieſen ſehr unphilanthropiſchen Kuͤnſten ſich uͤben geſehen? Verachtung ſey uͤber dieſen Auswurf der deutſchen Litteratur, und uͤber alle Buſchklepper und Par theygaͤnger in Jour⸗ nalen und Zeitungen, und einzelnen Schriften, wie z3. E. in Kniggens Schafskopf, in deſſelben Wurmbrandt u. ſ. w. Nicht oft 3 genug kann man ihnen zurufen: Ihr ver⸗ ſchreyet! nicht oft genug kann man dem er⸗ lauchten Grden dieſe niedrige Illuminaten A Marime vorha ten und unter die Naſe teiben, 9 dn n fon Jemj 8 dieſenb = hat ui 1 A2 Lllumhe n. zysſchti a prans b6 t d anden aſten ſ 1 e. r diſn tu and iie a in Jan In; rchriftn sch popf, i w. t icht ſ ·en'r ve n mueno em. amen nnte 1 L. zer in b den Verſs hreyten, die uns weis machen wol⸗ Len,. ſie handeln groß und SDel. iemand hat dieſes Verſchreyen nichſt hdem Heraßmten Ritter von Zimmermann*)⸗ wuͤthiger erfahren, als der Wieneriſche Pa⸗ triot, der freymuͤthige Profeſſor Hofmann. Nachdem die Illuminaten vergebens verſucht hatten, ihn in ihr Interreſſe zu ziehn, nach⸗ dem ſie verfehlten ihn zu gewinnen; ſo gieng auch gleich gegen das erſte Stuͤck ſeiner(der Wiener) zeitſchrift das Verſchreyen los, und dauert noch jezt in allen Illuminaten⸗ Schriften fort. Niemand iſt hierin weiter ge⸗ gangen als Bieſter, der nicht allein ge⸗ ſchimpft und verſchrieen hat, wie es einem ſolchen Menſchen anſteht, ſondern der auch die Eriſtens der kennen 6 Stuͤcke e Pjeſer Schaſt ee 35 Faſt alle, die gegen dieſen großen Mann ge⸗ ſchrieben haben, waren Illuminaten, wenn ich den einzigen Buͤſching ausnehme, von 2 bis Z, von Blenrkenburg bis 3 Babrdr.— in Hoffnung, daß die Suppreßionsbullen der erlauchten Obern des unſichtbaren Bundes ſo kraͤftig gewuͤrkt haͤtten, daß ſie gaͤnz lich aus allen Buchlaͤden verſchwunden waͤren, ganz ablaͤugnet, die freylich ſehr wichtige Dinge gegen das Flnnſnatene Weſeh enehalken. Man muß aber hoͤren, was§ offmann indem er dieſen Punkt des Verſchreyens und Gewinnens commentirt, hieruͤber in ſeinem neuen hoͤchſtmerkwuͤrdigen Buche(Erinnerun⸗ gen uͤber einige der ernſthafteſten Angeler genbeiten dieſer Zeit ac. S. 69.) ſagt: „» Beydes habe ich erfahren, das G ewoinnen „ und das Verſchreyen. Ja! man wollte n, mich gewinnen, man wollte mich aufflaͤ⸗ , ren. Aber ich mochte nicht im Dienſte „ der Panditen, der politiſchen und mora⸗ „ liſchen Mordbrenner ſtehn. Alſo hat man » mich der Regel nach verſchrieen! Philo „„ gab mit ſeiner S tentorslunge den Ton an; und die Famui chen hoͤhern und niedern „ Grade 4 ² bulla ar daa 1— ₰ 3 eu alten. e yens 1 a n ſeine heinnemn fi Angh 58 gt: d eewinm Jan m wel te rer) aufth ichi Diuſ hn d man FIhatm ch! Mh ge 42 Tongj n u niehen Gü 1— d 5 ½ fman Grade ſcrieen dem T Tone des obermei⸗ , Kters nach 2 Und ſo eriſtiren mehrere Erempel, von wele chen einige ſo gar großes Aufſehen im Pub⸗ lieo gemacht haben, da man Maͤnner, von denen der hohe Orden glaubte daß ſie ihm nuzbar oder nachtheilig werden koͤnnten, erſt durch Einladungsſchreiben und Emiſſarien an ſich zu ziehen ſuchte(wovon eine merkwuͤr⸗ b dige Stelle in dem Nachtrage zu den Original⸗ ſchriften S. 205. unten vorkommt, woruͤher Philo den beſten Aufſchluß geben kann) und als ſolches nicht gluͤcken wollte, in Schriften, Journalen, Zeitungen verſchrie und mit ganz beyſpielloſer Wuth verfolgte, wozu Philo auch ſein Scherflein benzuneagen icht enman⸗ Gelts b Weil ich her rinmal von dem erſchreyen rede, welches eine der ſtaͤrkſten Waffen der Jlluminaten gegen ſolche Schriftſteller und Buͤcher iſt, die ihnen gefaͤhrlich ſind; ſo muß ich bey der Gelegenheit noch von einem an⸗ E = 6 demn Kunſtgriffe reden, den ſie angüben, det ihre erſtaunliche Thaͤtigkeit, ihre große Aus⸗ Preitung und ihren ausnehmenden Einfluß be⸗ weiſet, das iſt die moͤglichſte Unterdruͤckung — aller ihnan vachtheligen Buͤ icher. Wo eht n man in irgend einer Zeirung eins von den Buͤchern angezeigt, welches wichtig gegen die Illuminaten waͤre? Es muſte ſich von ohngefehr aus Verſehn einmal eins hin⸗ ein verlieren; ſonſt lieſet man nie Ankuͤndigun⸗ gen(es muͤſten denn verſchreyende ſeyn) auſſer etwa in der patriotiſchen Frankfurter Reichs⸗Ober⸗Poſtamts⸗Zeitung, und nach in dem Hamburgiſchen unpartheyiſchen Correſpondenten, nie laber in der Hamburger neuen Zeitung, wenige Buch⸗ b haͤndler nehmen die Titel derſelben in ihre Privat⸗Catalogen, und bey den meiſten Buch: haͤndlern fragt man vergebens darnach; ſie nehmen, wenn ſie die Exiſtenz ſolcher Schrifſfe ten nicht wohl ablaͤugnen koͤnnen, die Beſtel⸗ lung darauf an und liefern ſie nie. Das auf⸗ Lelendſe Beyſpiel dierwon haben de neueſten ihr am meiſten no ch — l oße A n tung in ms with mſt h ein= eins hi luͤndigu 1en bet ankfun mn und na Krrurgiſte en aber „= ge Buu⸗ der in ißß 31Hr Shi nen! e Bi n dah bet e neuſt ee 1ben, idf ufluß b weil es ſie durch ihre eigne Facta verdammt, und es iſt das Buch, wel⸗ en y en Bub 1s m ach =, — Arbeiten des Spartacus und pbilo in dem Illuminaten⸗Grden gegeben. Dieſer iſt doch, 8 naͤchſt den in Bayern gedruckten Grigmal⸗ ſchriften der Illuminaten das wichtigſte Buch, welches gegen die Illuminaten gedruckt iſt, Worte, durch ches alle, die es leſen, erſtaunt, empoͤrt, wenigſtens auf das Illuminaten⸗ Weſen auf⸗ merkſam gemacht hat Aber es iſt bey wei⸗ em nicht in ſo viele Haͤnde gekommen als es verdiente— denn ein jeder deutſche Patriot ſollte es leſen! Ein Buch zum Verſchreyen 4 war es nicht: denn es waren Dokumente,— die Grundfaͤtze und Conſtitution des Illumina⸗ tismus in forma probante. Was war dagegen zu thun? Wo etwa davon geſprochen wurde, da mußte ſo leiſe als moͤglich daruber hinge⸗ gangen werden, da lenkte man die Aufmerk⸗ ſamkeit auf gehaͤſſige Abſichten des Her⸗ ausgebers, da hieß es: aus Feindſchaft gegen Knigge und Weishaupt haͤtte man dieſe veralteten Dinge wirder hervorgeſucht. Ein E 2 “ Piduſupb, D Ihgolftuͤdter Schule hat noch vor nicht langer Zeit: davon geurtheilt, der Herausgeber ver⸗ diene mii ſamt dem Buche verbrannt zu wer⸗ den— weil dadurch Mistrauen zwiſchen R Re⸗ genten und Unterthanen entſtehe! Aber ehren⸗ uͤhrige Epigrammen auf die groͤßten und beſten Fuüͤrſten erregen doch wol auch Mistrauen der Unterthanen gegen die Regenten! So mußte die Verbruͤderung ihre aͤußerſten Kraͤfte an⸗ ſtrengen, um zu verhindern, daß ſo wenig als moͤglich von jenem wichtigen Buche im Publico bekannt, daß nichts daruͤber gedruckt Ich frage hier öffentlich jeden, der dieſes b lieſet: in welcher Zeitung, die ſonſt Neuig⸗ keiten ankuͤndigt, er von den neueſten Arbei⸗ ten des Spartacus und Philo dieſem ſo auf⸗ fallenden und wichtigen Werke etwas geleſen habe? in welchem Journale er davon geleſen habe? Selbſt im Meßcatalogus hat der Titel nie geſtanden, und die meiſten Buchhaͤndler Poben⸗ es nie in Jihre Meiwateafalngen geſezt, — ichter und ſchöne Geiſt aus der rh at zu wer de! ſer ehmn dßr aund beſn ut listraug en rSo muß ſte raͤfte a . sſo wan * r gedruh e der diß r Iſt Neui b n=n Arbh rke u as gelet er un gelit gul e der A ſſts E chhändt neg Jen gh r) it aus e dd an ht lange r ber ei e ſchen ho tti ar zuche n lo n ſo ah — 69— einige weil ſie zum Complott gehdren„ an⸗ dere aus Furcht vor dieſem entſezlichen Com⸗ b plott. An ſolchen Orten, wo Cenſuren ſind, eaben die Illuminaten geſucht und erhalten, daß es verboten werde, weil es gefaͤhrliche Grundſaͤtze enthalte. In Wien brauchte ſo der bey der Cenſur angeſtellte Illuminat Re⸗ 3 tzer den Kunſtgrif, dieſes Buch als ein ſol⸗ ches, das dem Pnublico ſchaͤdliche Grundſaͤtze enthielte, unter die verbatenen Buͤcher zu ſetzen, wodurch es denn auch den Angen der Obrigkeit ſelbſt entzogen wurde. Ein gleiches widerfuhr auch dem Revolutionsalmanach von dieſem Jahr. Ein artiges Experiment, das das Sprchworte Hireus in vinea! Heſtägh 4 Der Verfaſſer der Freymatrer: Rede über die Illuminaten, der kurz nach Erſcheinung der Neueſten Arbeiten ꝛc. nemlich im Decem⸗ ber 1793. ſchrieb, ſagt davon ſulgend merk⸗ würdige Worte: „ Man begreift, warum die Slluminaten jezt „ alle ihre Kuͤnſte anwenden, die Ver ci⸗ „ 3 3 tung eines fur ſie außerſt gefaͤhrlichen „ HPuchs zu verhindern. Aber es iſt ein „ gar zu natuͤrlicher, auf die Grundſaͤtze „ des Ordens gebauter, aber freylich ein „ wenig ſataniſcher Kunſtgrif: daß die » Jlinminaten ein Buch als gefaͤhrlich ver⸗ „ ſchreyen, welches den Fuͤrſten die Gefahr „ worin ſte ſchwehen⸗ aufsecketen 1 Da in dieſer Rede unter andern. nuch das Weſentlchſte aus den Neueſten Arbeiten kurz zuſammen gedraͤngt war, und die Illuminaten wol ſahen, daß dieſe Rede noch weit mehr geleſen werden duͤrfte, als die hin und wie der ziemlich langweiligen Grade in den Neue⸗ ſten Arbeiten: ſo ſuchten ſie dieſelbe nach Gewohnheit nicht nur zu verſchreyen, ſondern 8 inquirirten auch auf den Verfaſſer, nennten bald dieſen bald jenen Schriftſteller in den ih⸗ nen ergebenen gelehrten Zeitungen„ um da⸗ durch auf die Spur zu kommen, und ihn per⸗ ſioͤnlich verfolgen zu koͤnnen, muſten aber doch am Ende ſelbſt Zeſteen, das 44 ihn n 4 gewiß wuͤßten. ſ= brlän 1b ſie ¹eundſtg be= lch 9= daß R 5 11ellich wa 11= Gefä * eck 6 nd anuuch d e rriten kj di mminan ie mamd wit e= he unf org= ſonden ſtet u den j un m um d 1, t xen ah nd eeitt meß de men Nei erft nennn en, un ihn pe en,*& ſie in 71 ☚ Auch Knigge hat; ſich wol gehütet, in disſer ſeiner Vertheidigung der Neueſten Ar⸗ beiten des Spartacus und Philo, dieſes alle Zluminaten toͤdlich zu Boden ſchlagenden Buchs unter ſeinem rechten Titel 39 erwaͤhnen. Blos S. 19. beruͤhrt er das Ding ſehr leiſe, indem er ſagt: alle hekannt gemachten ſoge⸗ b nannten Dokumente, die Griginalſchrifen,“ Priefe, Grdensgrade zc. c. haͤtten nicht die — geringſte juriſtiſche Authentieitat. Weil man jezt alle Grade des Illuminaten⸗ Ordens hat, die beyden höͤchſten, den Magus und Rex, 8 ausgenommen: ſo meinen ſicherlich viele Lee⸗ ſer der Kiiggiſchen Vertheidigung, daß von den laͤngſt bekannten Graden die Rede ſey, die ſo wenig auffallend Anſtößiges haben, daß Knigge die erſten drey, die im zchten Illumingten ſtehn, ganz fuͤglich—— zwar anv⸗ nymiſch— herausgeben, und die den Illu⸗ minatismus anpreiſende Vorrede dazu zu ma⸗ chen wagen duͤrfte. Denn das Bedenkliche, was auch in dieſem Grade liegt, ſieht man ſo leicht nicht, wenn man nicht die hoͤhern Grade auch kenn. andam lio Anigge in — 75— Kiner Nertheidizung das lichen zu verſtecken ſucht, ſo ſieht man wol, Wie er dahey Hanz richtig in dem n Illuminaten⸗ Syſtem handelt. b Nur noch einer Inumfnaten⸗ Marine will ich erwaͤhnen, bevor ich die Frage: bb der Orden große und aͤdle Grundſaͤtze habe und groß und adel haudle,. fuͤr voͤllig beantwor tet halte. Der lezte oder 34. Paragraph der In⸗ ſtruktion fuͤr den Regenten⸗Grad(Spart. und Philo S. 172.) enthaͤlt die Materialien dazu. Nicht daß die(große) Macht der Illu⸗ minaten fuͤr die Bruͤder allein ſoll verwandt 8 werden; nicht daß ein Ordens Mitglied jedem andern vorgezogen werden ſolle, ſondern das leztei in dem§. daß die Beleidigung des Klein⸗ 3 ſten zur Ordensſache ſolle gemacht werden. Das erklaͤrt nun wieder eine ganze Menge von infamen Dingen, die man ſich erinnert, er⸗ kebt zu haben, und deren Grund und Anlaß niemand wuſte. Da die Illuminaten in ihrer Nache(wie das ſchaͤndliche Verſchreyen be⸗ 5 waſſet) nichts üͤdel waren, ſo kann man leicht Buch; worauf xes hauptſaͦt hlich ankommt, unter den Unbedenk⸗ dee 4 l6s ß zur nt anai 4) — 11an Stan un den mian 1= e m ☛ 0h . abe u) ige Atwum 48 der a Ir 2— Spm ie KX keerialn Mt 85 jeda na 2 verd 3 Mige w H(unt, a 6 Aulſ in—n ihm mr la der Ill 3 1 erwant — 33— 1 denken, auff welche Weiſe ſie, von Ordens wegen Beleidigungen vergelten. Das Weſpen⸗ neſt wurde aufgeboten; die niedrigſten Federn die zu finden waren(und wo ſind ſchaͤndli⸗ chere als Illuminaten Federn), mußten ver laumden, verſchreyen: muͤudlich durch ſeß⸗ hafte und reiſende Illuminaten, unter wel⸗ chen der wandernde Nicolai einer der vor⸗ nehmſten iſt. geſchahe niecht weniger. Man⸗ cher, den ſo etwas traf, konnte ſich ſr man⸗ mgfaltig ge Anfäͤlle nicht erklären, und andere, die ſo ein allgemeines Geſchrey vernahmen, waren ſo einfaͤltig, dergleichen fuͤr die Stim⸗ me des Publikums zu halten, und meinten, es muͤſſe wol was daran ſeyn. Es war nicht die Stimme des Publikums, ſondern es war das Illuminaten⸗Complott, welches die Be⸗ leidigungen, die einem oder mehrern Gliedern deſſelben vermeyntlich widerfahren waren, zur Ordensſache gemacht hatte. Wer erin⸗ nert ſich nicht der Beyſpiele! Ich will nur den einzigen Aimnmermahn nennen. Si enneeee *) S. z. E. das neue graue Ungeheuer 23 et. 1 Aus dem Behehmchten, dem ich nochh 3 ieles hinzufuͤgen koͤnnte, iſt es wol klar ge uhs nug, daß weder die Endzwecke der Illumina“ ten die darauf hinauslaufen, zu ihrem Nu-⸗ b Eril Ben die Welt auf eine unberufene, unerlaub⸗ 1 te und gefaͤhrliche Weiſe zu regieren, nach 2 Jakabiner Art mit Unterdruͤckung aller, die icht zu ihrer Cliaue gehoͤren, zu regiereen!“, Sdel und groß, noch auch ihre Mittel und We⸗ ge dieſes ſind; denn dieſe ſind vielmehr klein, niedrig, elend und noch mehr als das—“ ſänolich und abſcheulich! 36 tomme mumehre u. der 4 4 5 4 3 “ 4—“ 8 5“ 4 3 3 5 4— 4 8 8 8. 4* 3 3 4 3* Fetner die kleine S chrift zenen die ſiiegen⸗ 3 ae den Bläͤtter betitelt: Ueber hiſtoriſche Gerech⸗ . tigkeit und Wahrheit Zwey ganz neue Il⸗ b luminaten⸗Produkte; wovon das erſtere zu. Erfurth von Vollmar und Rebmann fab⸗ ö 35 rizirt wird; in Erfurth, credite Poſteri! ob⸗.*) gee Altona ala der Perlagsort vorgege ben t. e— l klar 1 1 1 de= Illunm. Bhrem w 9 l und d= irehr llh ne 6. dai⸗ 3 un die fien r[ ce Gent 9 3 von a erſtete: nde mann ere= oſteri! a Zung berührr iſt: f= unennaa 1Den, nih 45 aller, ent regiern 3 u neut) 1 dt volh — 75 m. Fmge, die in Aaig bens Verthei Exiſtir würkt lich der SeShhniha de noch jezt unter argend einem Nahmen? N... ein Unwiffender oder ein Naut kann Dargmzweifeln: Warum ſollte er aufgehört haben? Wen 1786 etwas von den ſcheuslichen Geheimniſſen en bekannt wurde; weil ebendamahls einige Mit⸗ glieder in Bayern beunruhigt und verjagt 3 wurden*); weil einige— nur ein ſehr ge ringer Theil— ihrer Papiere unter offentli⸗ cher Autoritaͤt gedruckt wurden: 2 Das ſollte ei⸗ nen Orden aufloͤſen und vexnichten, der uͤber 2* 5 So ben erfat hre ich, daß Alfted,„ der damaht l8 mit verjagt wurde, jezt wieder angenommen worden. Nun erleben wir vielleicht noch, das Auch S Spartacus Miniſter wird. Anm. des Herausg. gang 7 ee „ rathen wuͤrde⸗ ſo will ich ihn beſſer als di“ zuvor in ganz kurzem herſtellen.. Es iſt ja bekannt, daß die Geheimniſſe des Freymaurer⸗ Ordens mehr als einmal durch den Druck bekannt gemacht worden, und man denſelbeni in Spanien, Italien, Frankreich und an mehrern Orden verfolgt, die Logen ge⸗ f prengt und die Glieder auseinander gejagt hat: aber hat er darum aufgehoͤrt fortzuexiſtiren? Der Jeſuiten⸗ Orden iſt aufgehoben, ſeiner Guter beraubt, ſeine Haͤufer ſind andern ge. geben, ſeine Glieder auseinander gejagt wor⸗ den: dennoch haben uns die Jeſuitenrichter 4 heilig und theuer t verſichert, daß er noch immer fortdaure, auch nicht zerſtoͤrt wer⸗ den koͤnne, weil bey ſeiner erſten Stiftung ſhon fuͤr den Fall ſeiuer aathmaliaen Aufhe Hereret. in welchem ſo viele angeſehene Maͤnner und ſelbſt Große verwickelt und verwebt waren, daß er allent⸗ haſben Schutz und Schirm fand, und von welchem Weishaupt ſelbſt ausdruüͤcklich ſagt: „Wenn auch der Orden peute ganz ver⸗ le i I velhen nrn bſt n =— er 1 4— Lamm ich n beſſag hohe jen.. (mriſtt n, kreichn „ ogen an ⸗ ejagt h * rexiſtin fg=n, ſei randeng e 1* jenrich „a er u ht oͤrt w ein Stiſn hu n A la enal du vo— undm nd, jagtn vung bedacht genominen morden, za daß er gerade jezt weit ſchroͤcklicher und gefaͤhrli⸗ cher denn zuvor, als ein unſichtbarer Polter⸗ geiſt, den nur Berliniſche Augen ſehen kön⸗ 3 nen, ſein Weſen oder Unweſen treibe. Iſt dieſes wahr und gegruͤndet: ſo ſieht ja ein je⸗ der leicht, wie elend das Argument iſt, das von der Illuminaten⸗Verfolgung in Bayern fuͤr die nicht weiter fortdaurende Exiſtenz dieſes ganz nach Feſnitiſchen Marimen gebil⸗ deten Ordens hergenommen iſt, und was Weishaupt ſagt, daß wenn der Grden heute verrathen und mithin zerſtoͤrt wuͤrde, er ihn in Kurzem beſſer als zuvor herſtellen wol⸗ le, iſt ganz im Geiſt des Don Inigo von Gui⸗ puscoa, der bey der Stiftung ſeines Ordens ſchon auf den Fall ſeiner Aufhebung dachte: und was Weishaupt verheißen, iſt hier⸗ nach ſchon als wirklich geſchehen anzunehmen. Wie dieſe Verheißung in die Erfuͤllung ge⸗ gaangen ſey, iſt in dem Endlichen Schickſal des Freymaurer⸗ Ordens S. 38— 41. hand⸗ greiflich erwieſen worden. Dergleichen Beweiſe finden ſich noch mehrere, vornehmlich 2u9 — 28— ans hanzöſſchen Schriſtſtelleru, faſt in allen bisher zerſchienenen Stuͤcken des Journals: Endaͤmonia. Wer hinderte die nahmentlich Pekannten 3 Iluminateni in Wien, Berlin, Braunſchweig, Hannover, Goͤttingen, Neuwied, Wetzlar, Jena, Weimar, Gotha ꝛc. ꝛc. das Complott fortzuſetzen? Beweiſet nicht ſchon die aͤußerſt vortheilhafte Aufnahme zweyer der verrufen⸗ ſten von den exilirten Bayriſchen Illumina⸗ en, des Oberhaupts und Illuminaten⸗Gene⸗ rals des Areopagiten Zwackh, der jezt die Salm⸗ Kyrburgiſchen Lande beynahe regirt, daß da, b mahls das Complott noch in vollen Kraͤften war? Beweiſet es denn nichts, daß ſeit 8 Jahren in ſo vielen Buͤchern, Flugſchriften, Journalen, gelehrten Zeitungen das Lob die⸗ fes(erloſchen ſeyn ſollenden) Ordens poſaunt wird; daß man darin wider alles Necht und wider alle Wahrheit die Welt glauben machen will, der Orden habe die vortreflich⸗ ſeen reinſten Endzwecke, und blos die Jeſui⸗ ten und Roſenkreuzer, und jezt Priyathaß Weishaupt jeit Hofrath in Gotha und A Wwas ler dert a ¹ bar fere f in mau uicht dem t das mnd 'ur (die aus de — en 30 C. —1— A⁴ ſouni b ekaun ſchwag *— Wexle 211 e aͤußen e vverruſa⸗ ſch illunim im en⸗ Gen * dtha m t1e San ro= daßd 9 Kraftn ts s ß ſeit chriften ſen m Lob die poſauu der Rih. 1RA glaaka edum trefie blt e Jeſü⸗ je— vath j alg x Comom (die die Hauptmaſſe des? ausmacht) jezt nicht mehr Illuminaten⸗Grund⸗ waͤren die Urſach ſäner„ Bafolgung? Sollte 3 man ſich wol dieſe Muͤhe geben, wenn nicht noch ein Complott vorhanden waͤre, dem darau laͤge, daß dieſe Luͤgen ausgebrei- tet und geglaubt wuͤrden? Hat denn etwan das Auspoſaunen der Illuminaten Schriften und das Verſchreyen der gegenſeitigen aufge⸗ hoͤrt? Predigt etwan unſre Gelehrten⸗Caſte 3 Illuminaten⸗Ordens ſaͤtze, oder ließt man ſie jetzo nicht weit haͤufiger als vorher? Schmecken nicht ſo gar die Schreibereyen einiger ſich zu den hoͤhern Claſſen zaͤhlender Schriftſteller, deutlich nach Illuminatismus? Hat man nicht das gr oͤſte Recht, Verdacht gegen alles das zu haben, was die Hennings, die Knigge, dieSchil⸗ ler, die Nicolai, die Bieſter und hun⸗ dert deutſche Tagbuͤchler und Schriftſteller, unter der Maske des Menſchenwohls an den Staaten beſſern wollen, da es ja doch unlaͤug⸗ bar die Abſicht der Illuminaten iſt, daß un⸗ ſere jetzige Verfaſſung, das heißt die Staaten, ſelbſt vernichtet werden a maͤſſen, und zwar 88 3 von dem n Iluminaten⸗ Orden, metbodiſch d ver⸗ 1 nichtet werden ſollen,„bevor das Menſchen⸗ Geſchlecht zu ſeiner Vollkommenheit gedei⸗ hen kann. Ihre ganze Saalbaderey, all ihr Aufklaͤren zielt blos dahin ab; ſie wollen die Staaten erſt krank machen, damit ſie ihn denn auf ihre Weiſe(wie die Jakobiner das arme Frankreich) curiren moͤgen. Wozu dringen ſich dieſe politiſch⸗ philoſophiſche Quackſal⸗ ber, mit ſolcher Geſchaͤftigkeit der Welt un⸗ ter dem ſpeciellen Titel von Menſchenfreun⸗ den ſo auf, da man ſie doch außer ihrer Clique nicht gern ſieht; warum ringen ſie ſo mit aller Macht nach einer Art von Naͤrterer⸗ Krone, zu der ſie keinen Beruf haben: wenn nicht heimliche weitausſehende Abſichten un⸗ ter allen ihren Vorſpiegelungen verborgen 4 liegen? Man betrachte ihre Schritte, ihre Leh⸗ 3 re, ihre Grundſätze, ihre Drohungen, und vergleiche damit das Illaminaten⸗ Syſtem, das allerdings ſeine Modificationen Eehalhen Bnn, ſos klaͤrt t ſich a alles uf. — ““ Den⸗ „= vdiſh h omf heit g 1,= y, 4 1b; wollen dan de ihn i 1 n dria ohiſ= Quadh eit= Welt n Ja„heufta run nzen ſi Irt ra Naͤrtan ruf Kn: wm de hten ung, erbernn öchn Siihrekh Droſan, uf nina möyſte atio drerhaln a kob= das dth do ßer h — 8— Dennoch behaupten unabrͤgig Anonömi b (die denn auch wohl im Dialect unſers Barons nahmenloſe Puben ſind) in der Jenaiſ chen Lit⸗ teratur⸗Feitung, in der allg. deutſch. Biblio⸗— thek, in der Goͤttingiſchen Feitung, i in der Salz⸗ burger GOberdeutſ ſchen Zeitung und hundert Or⸗ ten, z. B. in Meiners kleinen Reiſebeſchr. 2 Bb. S. 90., der ehemalige Illuminaten⸗ Orden— ſey erloſchen. Das koͤnnen ſolche Anonymi auch wol wagen zu thun. Aber wagt es auch Knigge in dieſer Vertheidigung? Nein! das wagt er doch nicht. Es waͤre auch zu gefaͤhr⸗ lich, ſo etwas grade zu gegen die Wahrheit und gegen das beſſere Wiſſen ſo vieler angeſehe⸗ ner und ſelbſt großer und hoher Maͤnner zu behaupten; wie leicht koͤnnte es irgend einem einfallen mit öffentlicher Hervortretung ihn der Unwahrheit zu zeihen? Wie leicht und wahrſcheinlich kann auch in der Folge die ganze Sache ans helle Tageslicht gebracht we 5 8 2— 1 poſitiv abzulaugnen:). Schon in Philos enolicher Erklarnng, die 1788 erſchien, findet ſich ſolgende merk⸗ miwdig Stelle, S. 140.: » und noch fortgeſetzt wird; ob und was „ fuͤr neue Grade man angenommen; ob 5 Sein ganz kurzem fangen die Juuminaten an zu zugeben, daß vielleſcht etwas weniges an der Sache ſet, aber das Meiſte ſey die groͤb⸗ höͤchſt uͤbertrieben; ſo ſagt der Abt Hencke, indem er nach einem Jahre(laͤcherlich!) die unvorſichtige Verſicherung zuruͤcknimmt, Bode ſey ein Hauptanſtifter des Jeſuiten⸗Laͤrms Nro. 150. 3 den, wenn nur erßt einige mehr Herz faſſen?— Daher findet er es doch nicht rathſam die Sa⸗ 8„„„Ob der Orden in der nemlichen oder in „ einer andern Geſtalt fortgeſetzt worden, daß „ Spartacus und die uͤbrigen Areopagi⸗ „ ten an der Spitz ſtehen geblleben,— ſte Unwahrheit, und das wenige wahre ſey geweſen. Allg. Lit. Zeit. Intell. Bl. 1794. ben „d 9 l höchſ runge Hez exn der on ſe die er ei noe die ſie hoch 1 nahm, loren! dabon hr= faſen. ht Dam deen ic au ende ne n ſen odn fot anzt won dird h undn. an tan umen; ie Arerph then lieben, 7 de uminana 3 cht 6 wenigu 8 M ey die 48 I r wahre agt 1 t Hent. dahr yerlich!) gzur an umt, B des uta 4 dict rklien, 5, das alles 3 mir durchaus f remd geblie „ ben, und ich habe ſo gar vermieden, „mit meinen vertrauteſten Freunden, die ‚nach mir noch in der Verbindung geblie⸗ „ ben waren, daruͤber beſtimmt zu 5, reden. 4 S Es war wol eben nicht wahrſcheinlich, daß er eine Verbindung, die ihn einmal ſo hoͤchſt intereßirte, die, nach ſeinen Verſiche rungen, ſo viel Befriedigung fuͤr Kopf und Herz darboten, aus welchen er ſo hoͤchſt un⸗ gern austrat(wie man aus dem Machtrage der Griginalſchriften und ſonſt weiß), die von ſolcher erſtaunlichen Erheblichkeit war, die er auch noch immer erhob, und welcher er noch ohne Unterlaß in die Haͤnde arbeitet, die ſich auch ſeiner bey aller Gelegenheit und noch neulich ſo gar von Frankreich aus an⸗ nahm, ſo ganz ſollte aus dem Geſichte ver⸗ loren haben. Er wuſte gewiß damahls mehr davon als er angiebt, und das fremd blei⸗ 1 ben ließe auch wol noch Fkarungen zu, 32 allenfalls aber kommt es üöm auch auf eine platte Unwahrheit nicht an, wenn er nicht leicht darauf ertappt zu werden fuͤrchtet. Aber ſo viel ſieht man wol aus der Stelle, daß der Orden damahls, alſo 1788 noch fortdauerte. Non entis nulla ſunt praedicata, und wie wollte Knigge von Graden, Geſtalten, Areo⸗ pagiten ſprechen, wenn der Orden voͤllig auf⸗ gehoͤrt haͤtte, wie ihm das ja nicht verborgen bleiben konnte? Aber er erwaͤhnt auch unter den moͤglichen Faͤllen, die er anfuͤhrt, den einer gaͤnzlichen Erloͤſchung des Ordens gar nicht einmahl⸗ ſandern bloßer Modifica⸗ tionen. Jezt beantwortet Knigge in ſeiner Ver⸗ theidigung S. 26. die Frage, ob die Illumina⸗ ten⸗ Verbindung noch fortgeſezt wuͤrde, ſo: », Ich habe keine Wiſſenſchaft davon, es „ iſt mir nicht wahrſcheinlich, ich wuͤrde „ es mir zur Pflicht machen, w wenn ich et⸗ „ was Glaubwuͤrdiges davon erfuͤhre, öf⸗ „ fentlich gegen dieſe ſo wie gegen jede , andere geheime Verbindung zu warnen.“ 2 fortdauen n, Talten, n ie nfuͤhrt, ſcht des M ern Jer Mat g duͤdde ma wemih 6 de erfihne 4 ſim gega tbin ren zu wm de— le, uj rae=ei, und p noch einen Illuminaten⸗Orden gebe, das war ſehr maͤchtige Verbindung anwendet, um nicht entdeckt zu werden, was auch einige hoch⸗ ig a ſeinah age,f Oie Ilun — 85 und dann fagt er folgende erhebliche Worte, die alles vorhergehende aufbeben, noch hinzu: „ Doch ich will es auch nicht beſtimmt r wis », derſprechen, daß wenigſteus eine aͤhn⸗ „„ liche Verbruͤderung aus den Truͤmmern „ jener entſtanden ſeyn koͤnne, die aber „ doch wol ſchwerlich etwas mit der 3. frauzoͤſiſchen Revolution gemein hat.”“„. Nicht beſtimmt zu widerſprechen, daß 8 4 freylich das Sicherſte: denn was auch die jezt ſtehende Maͤnner in Kirch und Staat durch ih ren wichtigen Einfluß zu bewirken ſuchen, damit ſie nicht in der uͤbeln Geſellſchaft ent⸗ deckt werden, welcher ſie ſich einfaͤltiger Weiſe in die Haͤnde gegeben haben; ſo kann. doch al⸗ les an den Tag kommen, da es im altdeutſchen Reime heißt: Es wird nichts 0 fein geſſonnen, Es kommt zulezt an die Sonnen. und dann Fände, Herr Philo als ein platter 3— Lügner da, und das waͤre ihm wol unbelie⸗ big. Er hat es daher ſicherer gehalten, die Sachen ein wenig auf Schrauben zu ſtellen und unbeſtimmt zu laſſen. Wie aber Mßt ſich auch uc ſo vielen Beweiſen die Fortdauer des Illuminaten⸗Or⸗ dens laͤugnen, da ja die beyden Briefe des von Kniggen aufgenommenen Erzilluminaten Mauvillon, an die beyden Illuminaten, Cuhn( jezt in Berlin) und den verſtorbe⸗ nen von Knoblauch in Dillenburg, wel⸗ cher ſich auch gerne in Sachen gebrauchen ließ, die andere nicht ſelbſt und in Perſon thun mochten, noch in Braunſchweig vor⸗ handen ſind, als wohin ſie von dem Herrn Landgrafen von Heſſen⸗ Caſſel zu ſeiner Zeit Leſandt wurden. Daß Mauvillon ſchon ſeit dem Jahre 1781 damahls Profeſſor in Caſſel, ein thaͤti⸗ ger und hauptſaͤchlicher Illuminat war, weiß die ganze Pelt. denn in den Grigwmallchrif⸗ =n glat —n! und 1 b er= lten, 3 1* ſo vi Il r aten:d n ſe de den ꝛminat nd i aberſtoth Dil— rg, ue dach zebrautn ſt in pein au veig i ot m hem ſſel riner z on am at Caſ. Jiinn thü midt ir, wü en de alſchi auteezu ſacn a luminan ten e. 367. ſchreibt ſchon um die Zeit eAnis. ge an Weishaupt folgendes: 4 »„Nun habe ich in Caſſel den beſten Mann 8 „ gefunden, zu dem ich uns nicht genug „ Gluͤck wuͤnſchen kann; es iſt Maupil⸗ „lon Meiſter vom Stuhl einer von Royal „ York aus eonſtituirten Loge. Alſo haben „ wir mit ihm auch gewiß die ganze Loge, in unſern Häͤnden.„ eſo illuminirte man die Fwepmanrer⸗ 2geh, ohne dah die Brüder e 63 muſtonse oder merk,. ten!„ 19 Er hat auch von dort condoi aus ale 4 „⸗ ihre elenden Grade.“ 1 1s (die alſo der hochgelobte, warbigeu und Perlau chte 6 Illuminat Mauvillon den Iüuninaten, ſo wie die ganze Loge verrieth.) Dieſer nemliche Mauoillon, der nach⸗ her Profeſſor in Braunſchweig und titulirter Obriſtlieutenannt war, und im Dienſte und Vrodte eines der varreſlchenZluſtan Deutſ ch⸗ — 88— lands ds ſtand ſchrieb nun die berüchtigten Brie⸗ ffe, von welcher der ohngefaͤhre Inhalt ſchon im erſten Heft der Wiener Feitſchrift ſtand; 3 deren Wichtigkeit das durch das Verſchreyen der Illuminaten betaͤubte Pablikum erſt ſezt anfängt einzuſehen. Dieſe famdſen Briefe ſind keinesweges, wie Mauvillon nachheri im Schleswigiſchen ſonſt Braunſchweigiſchen Illuminaten⸗ Jour⸗ nal zu verſtehen gab, vernichtet, ſondern wer⸗ den, wie natuͤrlich, aufbehalten, und es iſt mir eine zuverlaͤſſige Stelle aus dem Briefe an Cuhn vom 13ten May 1791 zum beliebigen Gebrauche von ſehr guter Hand mitgetheilt worden, die ich 8 einruͤcke und fuͤr welche 3 ich ihnen ſtehe. S ie lautet worteh aiſo b „ Gott ehalte die ttanzö iſche Revolution, „ dann hats mit allen den Dingen nichts zu . ſagen. Ich weiß particularia, die mich „ uͤberzeugen, daß es keine zehn Jahre waͤh⸗ „ ren wird, ſo lodert die Kevolurions 2. „ 5 4 mm me ganz Detſhand. Lieber 6 22——— er de ſie 89 des— al ſta 3 6 vigjſhe llut ien⸗Ju = htet um hern wer dalte„ind ei 1 aus an Brieft 91 1meliehiga ke r wälh d diſch nDit nun 1 ieull=e diem e zeie hre n Reit ationt utſch., K ift inmn da— fſänn h8 eiuns b Ha itgethal 12n Weddet⸗ laß uns die briderliche⸗ vers 3 1 , bindung eifrig erhalten.“ b 4 alſo war ſie doch noch 1791 vorhanden) „ ſie kann dann große Deenſte thun, um „ das Gute.”“. (man weiß, was in der Aluminaten⸗ erte che das Gute*.) heißt) Ses „„ 39 beſdem u. w. Daß unter der Bräderlichen Berbindung nicht Freymaurerey zu verſtehen ſey, kann Niemand, der dieſelbe naͤher kennt, vermuthen, (ſie mengte ſich nie in die Politik wie der Slamnaten⸗Daden, und das falt auch bey 18) Zur Zeit der neueſten Verſuche des Präten⸗ denten in England, hießen ſeine Anhaͤnger ſich unter einander die Redlichen the honelk. Wenn einer dem andern einen Fremden mit dem Ti⸗ tel eines Honeſtmann präſentirte, ſo war das ein 1 Jatobite einem Manne weg, der als Meiſter vom Stuhl ſeine Loge verrieth. Wenn man den Illumi⸗ naren⸗Orden kennt, wenn man weiß, daß hier ein Illuminat an den andern ſchrieb— deren einer auch darum nach ſeiner gerechten Verjagung von einem Orte an dem andern eine ſo warme Aufnahme fand— ſo ver⸗ ſteht man das alles recht gut. Auch der von ſo vielen andern Seiten her ſchon genug be⸗ kraͤftigte Antheil, den die Illuminaten an der franzoͤſiſchen Revolution genommen, und ihre eben ſo offenbahre Bemuͤhung, dieſen Geiſt auch in Deutſchland zu verbreiten, wovon man in Cuſtine's memoires poſthumes ausnehmend wichtige Nachrichten findet, welches alles mit dem, was in Mauvillons Briefe geſagt wird, genau uͤbereinkommt, beweiſet wohl genug, daß unter der bruͤderlichen Verbin⸗ dung keine andere, als die der Illuminaten, verſtauden werden könne. Es ſind auch in andern Scheiften; z. B. in nden 1 Lreueſien Religionsbegebenheiten von mehrern Jahren, in dem Wiener Magazin fuͤr Littera⸗ lau=- Ili an m anden aut,— ſo wer n der 1 c9 nug 1. umi um an um ind ih dieſ? äͤſt aut 6 2* geſag bum et woht rlid n Herbin⸗ der ſ Niuatan iftet— 3'e inde iten m anehren ſter=n Gull b dei hrieb. ſei n zerechn 7, mnſn ma nes ehmmen elch mlles mi zin w ittet tur und Annſt, in dem endlichen Schackſt des Zrey maurer; Ordens u. ſ. w. noch man⸗ che Beweiſe fuͤr die Fortdauer des Illuminaten⸗ Ordens gefuͤhrt worden, welche ich hier uͤber⸗ gehe, weil man wirklich zuverlaͤf ſigere Be⸗ weiſe uicht braucht und auch faſt nicht haben kann, es muͤßten denn Bekaͤnntniſſe ſeyn. Die neueſten eligionsbegebenheiten hat man bisher nur im Allgemeinen zu verſchreyen geſucht, weil man es vermuthlich nicht wagte, die darin erzaͤhlten Thatſachen einzeln zu be⸗ ſtreiten, allenfalls auch beſorgte, man moͤchte dieſes Journal, welches dem ganzen fal⸗ ſchen Aufklaͤrer⸗ Bunde eben nicht ſehr be⸗ haglich ſeyn konnte, dadurch nur noch be⸗ kannter machen. Gegen das Wiener Maga⸗ zin der Kunſt und Litteratur hat man außer dem gewoͤhnlichen Verſchreyen auch noch an⸗ dere Mittel gebraucht, um es aufhoͤren zu machen. Man hat ihm die Cenſur, welche doch die revolutionaire Ge ſterreichiſche Mo⸗ natsſchrift ungehindert ausgehen laͤßt, auf alle nur moͤgliche Art erſchwert, und wuͤrde 5 auch zulezt ſeinen Zweck, die Hrrausgeher — 92— zu ermuͤden, erreicht haben, wenn der Kai⸗ ſer ſich nicht deſſel lben ſelbſt etlichemal an⸗ genommen haͤtte. Da man hier nicht durch⸗ dringen konnte, ſo nahm man zu einem an⸗ dern Kunſtgriff ſeine Zuflucht, und gab vor, es habe gaͤnzlich aufgehoͤrt, um die Buchhaͤnd⸗ ler und Leſegeſellſchaften, aus welchen man es durch aͤhnliche Vorſpiegelungen zu verban⸗ nen ſuchte, von weitern Beſtellungen abzu⸗ halten. Denn es iſt mir ſelbſt eine Leſege ſell⸗ ſchaft bekannt, worin der ſich derſelben hin⸗ terliſtigerweiſe aufgedrungne Director das Da⸗ ſeyn der vier oder fuͤnf erſten Stuͤcke des Jahrs 1794, die er in Haͤnden hatte, verlaͤugnete, bis endlich einige Glieder der Geſellſchaft, welche von andern Orten her beſſer belehrt worden waren, ſich an den Buchhaͤndler, der die Geſellſchaft mit Schriften verſah, wende⸗ ten und von dieſem erfuhren, daß er die be⸗ ſagten Stucke bereits laͤngſtens an den Herrn Director abgeliefert habe, zu welchem Ende 3 8 x Pies den Beweis aus ſeinem Buch vorleg⸗ So betruͤgt man ehrliche Leute, und va und ſe weit man kann, das ganze P et Enal au⸗ jer i duc . 1 Sab bot, ad B—chhiud b 3 1= ln nan 1 geln verban ſell x un abze ſt e ſegeſel⸗ h dr Pen hir Stuͤh s Jahre te,= ingnet der ällſchaff er b ſ beleht Zuch an let, det ns 64 i Hem u w n En em 1b a vorlep we xer ſar n z iem direr das Dr vet wende „dſ die bi che t, 10 da e the N? — 93— blikum! Und doch giebt es andre, die noch gutmuͤthig oder vielmehr ſchwachherzig geung 8 ſind, an dem Monopol zu zweifeln, deſſen ſich die Illuminaten in der literar ſchen Welt angemaßt haben!“ 3 4 3 Das Andliche Schickſal des Freymaurer⸗ 6 Grdens machte der ganzen Bande nicht wenig zu ſchaffen. Die darin aufgeſtellten Thatſachen geradezu zu laͤugnen, oder einzeln zu wider⸗ legen, fand man nicht rathſam noch thunlich. Man ſuchte ſich auf eine andre Art zu helfen, indem man den Verfaſſer auszukundſchaften trachtete. Man rieth hin und her, und warf nach Nicolai's Ausdruck, der ſolches die Je⸗ ſuiten beſchuldigt, ein Sottiſe hin, pour voir qui la ramaſſeroit. In dem Intelligenz blatt (Nro. 143.) der Jengiſchen Allgemeinen Lit⸗ teratur⸗Seitung von 1794 erklaͤrte man das Endliche Schickſal fuͤr eine Schmaͤhſchrift, und fuͤgte hinzu, es werde allgemein im Pu⸗ blico der Herr von Goͤchhauſen in Eiſenach als Verfaſſer deſſelben genannt, und man wolle ihm blos durch dieſ en Artikel Anlaß geben, ſichg gegen einen verdacht zu rechrfertigen, den ein redlicher Mann nicht gerne auf ſich ſitzen laſſe, gleich als wenn es bereits erwie⸗ ſen waͤre, daß kein redlicher Mann etwas den Illuminaten nachtheiliges vorbringen duͤrf⸗ te und koͤnnte. Mit dieſer haͤmiſchen In ſi⸗ nuation wollte man alſo dieſes Schriftchen bey unvorſichtigen Leſern gleich fornenweg als ein auf lauter Unwahrheiten gegruͤndetes Pasquill darſtellen. Noch boshafter war es, einen angeſehenen Mann nun in dieſer Con⸗ nexion als Verfaſſer zu nennen, unter dem, freylich auch von andern, als Nieolai und 3 den Herausgebern der Berliniſchen tonats⸗ ſchrift mehrmahls gebrauchten unſinnigen und unverſchaͤmten Vorwand, daß Herr von Goͤch⸗ hauſen nun Gelegenheit uͤberkomme, ſich zu rechtfertigen ,nach welcher Marime man denn einem jeden ehrlichen Manne, von dem ge⸗ b ringſten an bis zu Fuͤrſten und Monarchen die groͤbſten Verbrechen vor dem ganzen Pu⸗ blieo, wie man auch jetzo in ſo vielen, in⸗ ſonderheit Journalen von politiſchem Inhalt thut, ins de Aueſich ſagen, und iha vor den Aus 3= iigen, denuffü 3 b= exis ¹ 1 etwas orde an duͤrf han=n Inſit b ſes= ciiftchen ich a 1 Nenni en Indeteh Shaſtan dar es unſtſt un und Herle„Göch⸗ omg— ſich zi rim.un dem „ U um go⸗ nd archen dem m un Pu ſo 8a, in iſch a Inhal ihn t an Ar in: Con⸗ en, ar dem, b Nean ud ſcheſt onats⸗ ge ſeiner Mitbuͤrger und was Fuͤrſten getriſ ihrer eignen Unterthanen als den ſchaͤndlich⸗ ſten und abſcheulichſten Boͤſewicht abſchil⸗ dern kann. Es braucht dann weiter nichts mehr, als daß man ſo eine Lüͤge von ihm vorher ins Publikum ausſtreuet, um ſich nachher darauf berufen zu koͤnnen; und dazu hat ja die Illuminaten⸗Bande durch ihre tau⸗ ſend und tauſend Mitglieder, Affiliirte, und zum Theil auch durch die einfaͤltigen Leute, die ſich von ihnen als duͤrre Staͤbe gebrauchen und als bloſe Inſtrumente regieren ließen, Mittel genug in Haͤnden. Das Calumniare audacter iſt bey einem Einzelnen ſchon ge⸗ faͤhrlich genng; wie vielmehr, wenn ſich ei⸗ ne ganze und ſo große Geſellſchaft plan⸗ und ſtatutenmaͤßig damit abgiebt! Man darf nur etwas aus der Luft greifen und in das weite Publikum hineinſchicken; ſo iſt ein jeder ehr⸗ b liche Mann ohne alle Rettung um ſeinen gu⸗ ten Nahmen gebracht, da er ſeine Verthei⸗ digung ſelten eben ſo weit herumbringen kann, oder die man, wenn er ſie giebt, doch hernach wieder zu unterdruͤcken weiß, auch 96— wol ſeibſt fär die gewoͤhnliche Bezahlung nicht b einmahl in das Journal aufnimmt, worin man Ahm die Vorwuͤrfe gemacht hatte; als wovon man auch Exempel hat Alsdann berufen ſich die Boͤſewichter, die ihn ſelbſt durch ihre ſa⸗ taniſche Kuͤnſte bey dem Publico verſchrieen haben, bey der erſten C Gelegenheit, daß der rechtſchaffene Mann wieder etwas ſchreibt, ſelbſt darauf, daß er ja ein notoriſch ſchlech⸗ ter oder ſchaͤndlicher Menſch ſey. Bey dem Herrn von Goͤchhauſen war es auch obendrein noch falſch, daß man ihn im Publiso fuͤr den Verfaſſer gehalten habe. Denn ob man gleich, uugeachtet aller lange angewandten Machinag⸗ tionen von Seiten der Illuminaten gegen ſeine Schriften, um ſie zu unterdruͤcken, nun im Publico weiß, daß er einer von den ed⸗ dlen deutſchen Maͤnnern iſt, die das Complott tene und verabſcheuen, zu deſſen Aufdeckung r auch mehrere kraͤftige Schriften verfaßt ha; ſo machen doch ſelbſt dieſe Schriften und der darin herrſchende dem Autor ganz aigenrhänuiche S Stile es einem jeden, der ſie ge⸗ leſen I=ugit mn horinm. at ls wan bſt ☚* ihre ſ gesr daß A ſchrelt nc h ſcheß „Bey da ub erſchim dat eufen ſch es de obendri 1 182 fuͤr a wan= Machit inat ꝛegen ſin uter en en„ wW din den 6 die— Compl deſ anufdeckun Schf verſi ſt d* Schrftt jed„ er ſer lie den Er tor gih 3 ſeſen hatte, ganz unwahrſcheinlic dag. er auch Verfaſſer des Endlichen Schickſals ſey. Auch glaubten die Verlaͤumder dieſes wol ſelbſlt nicht, ſondern es war nur eine Art von Ope⸗ ration, wie diejenige iſt, die man in dem ge⸗ meinen Leben: auf das Stroh klopfen nennt, um zu ſehen, ob etwan ein Koͤrnchen heraus⸗ fallen moͤchte. Herr von Goͤchhauſen hat die: . ſen Inauiſit tionen zu viel Ehre angethan. daß er ihnen geradezu geantwortet hat: nicht Verfaſſer: er haͤtte ſie in der Ungewit⸗ heit laſſen ſollen! Denn mit welchem Recht enn can glat kann ein Zeitungsſchreiber oder Einſender ei⸗ nes Artikels, der nach Philo's eignem Aus⸗ druck zu den nahmenloſen Buben gehoͤrt, wil er ſich nennt, einem angeſehenen oder nur nahmhaften Manne auf dem Leib fallen, und Bekeanrwiſſ von ihm fandeme Als nun dieſer Griff mislangen war, wagte man in der Allgemeinen deuiſchen Piblios tbek, die eben ſo wol als die beyden Littera⸗ tur⸗Seitungen von J ena und Salzburg, ein Er ſey — 98— Machwerk der Illuminaten iſt, bereits vorher wmar, und zu allen Zeiten unter der deſpo⸗ tiſchen Herrſchaft des Brubers Lucian ſtand, 9 einen neuen Verſuch. Nachdem man in dem Iutelligenzblatt derſelben(Nro- 47 von 1794.) eine ungeheure Menge von Schimpfwoͤrtern gegen den Verfaſſer des endlichen Schickſals, das den Verbuͤndeten ſchmerzlich wehe ge⸗ than haben muß, ausgegoſſen hatte, ſo kam man einige Zeit hernach in einem andern ſol⸗ chen Jutelligenzblat(Nro. 13 von 795.) mit dem Nahmen des ver rmeyntlichen Verfaſſers zum Vorſchein, welches dann der Heſſen⸗ Darmſtaͤdtiſch che Regierungs⸗ und Conſiſtorial⸗ Ddirector, Herr von Grolmann in Gießen ſeyn ſollte. Derſelbe aber hat bereits eine Er klaͤrung hiergegeni in das Journal: 2 Eudaͤmo⸗ nia(3s St. S. 200.) einruͤcken laſſen, und in dieſer gelegentlich ſo vieles geſagt, womit die Illuminaten noch lange zu ſchaffen haben, und es wol gar am Ende ſelbſt bereuen duͤrſten, ihn auf eine ſo zudringliche Art behandelt und gleichſam berasgeioden zu haben. m a pfwhun dtat M mer wehe g ſſen d, ſo ſn ein andern ſ 13 1295.)M atlit tas Verfaſſe un dm nſiſtona Im nn Gi 1 E eits in durt lEudam cken F†. †., undy geſag nit che if ben, u ſt be da duͤrſin Ar e delm he— — hon 1 1 dlie S dit 6 daf t Heſa 29— In dieſer Lage der Dinge iſt 68 ſehr poßis lich anzuſehen, wenn man den alten Bruder Lucian, dem ſchon fruͤh ſein Ordensgeneral — nicht der Redner im Endlichen Schickſal, wie er vorſpiegelt— glaubt er etwa, man 8 habe es ſchon vergeſſen?— das Zeugniß gab, daß er contentiſſimus ſey, erblickt, wie er als ein Goliath mit der ihm eignen Selbſtge⸗ nuͤgſam keit auftritt, und im dem 1IX. Band ſeiner langweiligen. Reiſebeſchreibung alles fuͤr unbedeutend erklaͤrt und mit affectirter Ver⸗ achtung wegwirft. Ueber alle Vorwuͤrfe, die den Illuminaten und falſchen Aufklaͤrern;— nicht der Aufklaͤrung uͤberhaupt, wie er hin⸗ terliſtigerweiſe angiebt, damit man ſeinen Ge: gentheil fuͤr einen Obſeuranten halten ſolle— namentlich auch in dem Endlichen Schickſal gemacht worden, ſagt er blos, ſtatt irgend etwas zu widerlegen: Er ſtehe in gaͤnzlicher Unwiſſenheit von allen dieſen Dingen:„ Ich ſoll dieſes gethan ha⸗ ben, an jenem Schuld ſeyn; und weiß doch von allem nichts! 33 Dabey iſt er gar nich und die auch ihn treffen, G 2 geitzig in Bercubdgungen ſondern ſat deren noch einige hinzu, die meines Wiſſens weder ihm, noch den Illuminaten je gemacht wor⸗ den, z. E. daß die Illuminaten eigentlich die Revolution in Frankreich angeſtiftet haͤtten, woran die Franzoſen ſonſt gar nicht gedacht haͤtten. So viel ich weiß, hat dies noch nie⸗ mand, auch hat der Verfa ſſer des Endlichen Schickſals nichts weiter behauptet, als daß die Illuminaten diei in Frankreich bereits vorhandne Gaͤhrung durch ihre hinzugebrachten Grund⸗ ſaͤtze zur Erploſion gebracht, und der Revo⸗ lution die ſchreckliche Richtung gegeben haͤt⸗ ten, welche ſie wieder alles Vermuthen genom⸗ men habe. Noch immer, ſagt er, ſey er einfaltig⸗ ge⸗ nug geweſen zu glauben, der Illuminatismus ſey ein Proj ect ohne Weltkenntniß und Ueber⸗ legung, daß nie zuſammenhang gehabt habe. Der weltkluge ſuperfeine Nicolai, der bey der heimlichen Jeſuitenfehde„ wo er doch ein bloſes Phantom herumpeitſchte, gleichwol 8 Orduung, Plan, Weltsenmtniß und Ueberle⸗ gar t gedet — 65 6 noch ſ iſſet Enllih aug aals daßg ih bn vothenn geb en Gm ht, nder Goe Dtun eben h Vet a en genmn ſey faltig g er JIn angtismu enn nd leiy nba zabt hok dieolt er ba doch a eitſche u unnſse„Ali — 10r— gung erſchnifeln wollte, will den auf die tief⸗ 8 b ſte Welt⸗ und Wenſchenkenntniß auf menſcch liche Neigungen und Leidenſchaften, ſo ſicher 8 fein und zweckmaͤßig berechneten Plan des IJlluminatismus, und den außerordentlichen Zuſ⸗ ammenhang, der durch die innere Policey des Ordens unfehlbar erhalten werden muſte, nicht bemerkt haben! Es iſt doch wahrlich die hoͤchſte Dreiſtigkeit, daß der Mann durch ſeine vorgeſpiegelte Einfalt, woruͤber er ins— Faͤuſtſchen lacht, ſeine Leſer zum Beſten ha⸗ ben will! Freylich gedenkt er der Neueſten Arbeiten ꝛc. wolweißlich gar nicht; ſolche Scharteken, wie er ſich ſehr urban ausdruͤckt, kommen gar nicht einmal in ſeinen Laden. Aber auch dieſe braucht er eben ſo wenig als den Magus und Rer geleſen zu haben: denn ſchon in den untern Graden kann kein vernuͤnftiger Menſch, der ſie ſtudiren will— und Er muß ſie ſtudirt haben, da er conten⸗ tiſimus war,— Weltkenntniß, Ueberlegung und Zuſammenhang vermiſſen. Auch hatte er, wie er in ſeiner Schrift uͤber ſeine Ver⸗ 1 bindung mit dem Jluminaten⸗Oiden ſelbſt geſteht, den enunmahr in den neueſten Arbe ten gedruckten) Prieſtergrad bereits im hee 1784 geleſen; indem er dann doch wenigſtens dieſes alles hat finden muͤſſen. Wenn dieſer kuͤhne Mann ſich uͤber die Beſchuldigung luſtig machen will, daß Er und manche Mitarbeiter an ſeiner Allgemeinen deutſchen Bibliothek fuͤr die Rotte der Got⸗ tes⸗ und Fuͤrſten⸗Feinde arbeiten; ſo mag er nur zuruͤckdenken, aus welchen Gruͤnden die⸗ ſes Buch in den Koͤnigl. Preußiſchen Staaten ſelbſt verboten worden; und daß, als der Verſchleiß deſſelben ad interim wieder ver⸗ ſtattet wurde, ſolches unter dem Vorbehalt 3 geſchehen ſey: daß, wenn irgend etwas ge⸗ gen die chriſtliche Religion und den Staat wie⸗ der darin vorkommen wuͤrde, daſſelbe von neuem und auf immer verboten werden, und Nicolai, der noch immer ſeinen Nutzen davon b ziehe(denn die Beraͤnderung des Verlegers iſt ein bloſes Scheinwerk nach einem unter Buchhaͤndlern nicht ungewoͤhnlichen Kunſt⸗ griff!— dafuͤr haften, und im Uebertretungs⸗ b fal geſiraft werden ſolle. — nn eus n. ann un übe 4 4 w— aß Erm ſein ligenein die er der Ge bei A ſo mag lchen inde 1 reuſen Staan und. alsi nerit eder u. ter n Porbeſt rig Setwasg und Kitaat tte nde. ſelbe m voten Den, m eineg en dahn ung E Verlar 1s Smm umg wohi Ku im Attreuuxe db— in 15 Was fol man nun zu dem ſtolzen Egois⸗ ten ſagen, der, wenn ihm Wahrheiten und durch koͤnigliche Befehle beſtaͤtigte Vergehun⸗ gen vorgeworfen werden, diejenigen, die ſich an ihn zu wagen getrauen, fur pudelnaͤr⸗ riſche Menſchengeſichter, fuͤr Pinſel und Ver⸗ ruͤckte ausgiebt und ſchimpft, ſich wie ein Froſch aufblaͤßt und ſo gar thut, als wenn er verachten wollte? Hat er das Lobgedicht vergeſſen, womit ihn Blumau er verwigt hat? die Strophe vergeſſen: 3 Gax thut der Wicht, als koͤnnt' er auch verachten; Er, der Verachilichſte von allen!! Wer ſ 9 aus dem bisherigen; von der er Fort dauer dieſes furchterlichen Grdens, den Kuig ge ſelbſt S. 21. fuͤr die gefaͤhrlich ſte und ab⸗ ſcheulichſte Maſchine erkennt, noch nicht uͤber⸗ zeugen kann, der mag auf fernere Aufklarun⸗ gen warten, die auch, ſi diſplacet, nicht aus⸗ bleiben werden, und wol ſchon gegeben ſeyn wouͤrden, wenn nicht angeſehne Nahmen ge⸗ — 104— nennt werden muͤſten. So viel in gewiß,. daß der Orden einige Veraͤnderungen erlit⸗ ten habe. Die ganze Poſſe von dem patriar⸗ chaliſchen Leben, dieſem tauſendjaͤhrigen Rei⸗ che der Juden, das auch von Anfang nur eine Vorſpiegelung der Erlauchten Obern fuͤr die ſchwaͤchern Augen war, wird nun entweder mit Stillſchweigen uͤbergangen, oder nur ver⸗ deckt, und allenfalls blos im Vorbeygehen vporgebracht: denn ganz ſcheint man ſie doch auch noch nicht aufgegeben zu haben. Aber der weſentlichſte und wichtigſte Punkt iſt geblieben, und hat an Staͤrke unglaublich ge⸗ woonnen, der Punkt, wodurch auch allein ein ſolcher Orden, nach Kniggens Ausdruck, die gefaͤhrlichſte und abſcheulichſte maſchine werden kann; der erſtaunliche Einfluß Aberall umher. Dadurch iſt der Orden jeze ſo fuͤrchterlich maͤchtig, daß er auf dem Wege die Welt zu commandiren, wovon ſchon Knigge 1782 ſprach, ſo weit fortgeruͤckt b iſt, daß ſelbſt manche Perſonen von großer Bedeutung, der ſich von demſelben haben be⸗ 8 8 ihoͤren lalſen, die ihu hachen a und verſtuchan 4 7 A taß andn alh von„ uſen==— igen di⸗ en, es nur in un Kbeygthe btig Sunkt ke umn hlich patri nAm min ten An firk dird an entwan rch 4 Mrllein a 18 A Kuck, d lichſ: Faſchin alich inftuß t= den j er 4 n Wag n, ten ſchn we tzeiich onel a großen nſeltt aaben he nu* fuhg — 105— 3 aber ſeine Macht kennen, aus urcht aich 3 wagen, gegen ihn zu handeln. Bom Anfang an, war gar nicht das Beſte der Menſchheit, daß man immer im Munde fuͤhrte, die wahre Abſicht des Ordens, ſondern die Macht deſſelben. Die Haͤupter ſagten ſch in der Trunkenheit ihres Hochmuths: wenn die Natur uns nicht zum herrſchen ließ ge⸗ bohren werden, ſo hat ſie uns doch durch unſre Faͤhigkeiten dazu beſtimmt, und ſo wol⸗ len wir den Fehler, denn ſie machte, durch unſer Genie(ſo wie Cartuoche ſeine Ar⸗ muth) verbeſſern, das heißt: ten von Weishaupt, Knigge, Zwackh und anderen in den Griginalſchriften und ur⸗ theile, ob nicht eigentlich das Zerrſchen der wahre Zweck des Ordens vom Anfang her war⸗ S. 116. ſagt Knigge: „ ich⸗ hafte mit meinem Kopf dafur, daß „» ich dem Orden weltliche Macht und „ Beichibum herſchaſe corriger la for tune! Man leſe die Briefe und andere Schrif⸗ e. 123. ſagt derſelbe: „ Wenn ſie ihren Vortheil kennen, ſo if „ die welt unſer. S. 1899 ſagt derſelbe: „ Wenn ſich die Bruͤder allenthalben ſo ge⸗ „ ſezt haͤtten(wie zu Hachenburg, wo ge⸗ » heime Secretaire, Arzt Seelſorger, Raͤ⸗ „the, auch des Grafen Lieblinge lauter „ Illuminaten waren) ſo commandir⸗ ten wir die Welt.— Schon aus den rerſten Graden des Ordens, ſo wie ſie im aͤchten Illuminaten gedruckt 3 ſind, den Knigge S. 96. ſeiner Endlichen b PErblaͤrung, als von ihm verfaſſet und ausge⸗ theilt anerkannt hat, und den er wahrſchein⸗ lich, nach der lobpreiſenden Vorrede zu ur⸗ theilen, ſelbſt hat drucken laſſen, iſt aller: waͤrts die Abſicht klar, daß der Orden— das iſt die Paar Leute, welche das Ganze lei⸗ ten— die Welt regieren wollen. Nicht nur maͤſte jeder der Geringſten ſchon monathlich anzeigen, welche Stamsbedienungen er nicht Lieſ ra laun co andit. aden*— Ordens ning reagedruck eine a dlichen faſſe tau ausge⸗ en et arrſchein⸗ V= zu u⸗ laſe ſt alle 6 dden- he d inzeli len. E cht mi tenuif 1 zer nih nur auf die entfernteſte Weiſe Einfluß habe; 1 2 ¹ ſo iſ 1 3 ſondern S. 209. ſteht ganz ausdruͤcklich: en E ſg denl wo 6 Seteer, N„ſollte es nicht erlauht ſeyn, ſich durch „ gierungen bekaͤme?“ und dieſes Alles wollte denn der Orden zum wie es gar noch nicht unmoͤglich iſt, den in⸗ in die Haͤnde gegeben wuͤrde. nathl ſcoſ athlc len, ſiat vieler aus der Tniernkrion 3 3 Re⸗ — 107— etwa blos zu vergeben, ja auf welche er auch „ Wir muͤſſen alle Stellen zu erringen ſu⸗ „» chen, wo Macht fuͤr die gule Sache(daß „iſt der Orden) zu gewinnen iſt. Warum „ redliche(?*) ſanfte(ſoll heißen. heimli⸗ „ che, liſtige, ſchleichende) Mittel, ſo ſeſt »» zu ſetzen, daß man Einfluß anf die Re⸗ und S. 110. heißt eß denn:: „ ſo waͤre dem Grden alles msglich Beſten der Menſchheit anwenden.— Die— Menſchbheit wuͤrde ſehen, was es zum Exem⸗ pel in Deutſchland geben wuͤrde, wenn ſie, triganteſten Koͤpfen, die je die Sonne ſahen, Zu dieſem will ich nur noch ein Paar Stel⸗ 1 8 — 1e8s— gentengrades(rreueſte Arbeiten des Sparta⸗ cus und Philo S. 1352 und 153) hinzufuͤgen. 92 9 23 4☛ 4 5 3 5 (die Hat der Orden einmahl an einem Orte die gehoͤrige 2 Staͤrke erlangt, ſind die oberſten Stellen durch ihn beſezt, kann er an einem Orte, wenn er will. denen die nicht folgen” ſich nicht illuminiren oder regieren laſſen wollen) 55 25 39 99 7 32 färchterlich werden, ſie empfinden laſſen, wie gefoͤhrlich es iſt, den Orden zu beleidigen und zu entheiligen; kann er ſeine Leute verſorgen, hat er in einem Lande von der Regierung nichts. mehr zu befuͤrchten 4 5(in der Regel haben nur uebelthäter; von der 6 4 Obrigkeit und Regierung was zu befuͤrchten) 52 ſondern wirkt vielmehr unſichtbarer Weiſe auf dieſelbe: ſo— u. ſ. w. „ Kann der Praͤfekt die fürſtlichen Diea⸗ „ ſterien und Raͤthe nach und nach mit eif ſie mm finden zu am iligen, ſorgt hat et da. nichtz 24 i s zu eechten) üͤrſth Dit nd n 1 ſi r re=n laſin ich t, in ör f Itbart 1099— „ rigen Ordens⸗Mitgliedern beſetzen, ſo hat er alles gethan— Es iſt mehr als „ ob er den Fͤrſten ſelbſt aufgenommen 8 , haͤtte. 8 3 „ um alles kurz zu faſſen, ſherßt 68 e 110) „ ſo ſoll der Provinzial ſeine Provinz auf „ einen ſolchen Fuß ſebene daß er darin „ alles Gute“ (man weiß was in der Jluminaten Sprache das Gute ſagen will) „ unternehmen, und alles Boͤſe(das beißt „alles dem Ordem nachthei lige) hindern 3„ koͤnne Gluͤcklich das Land(ſo ſagt der „ Heuchler!) in welchem der Orden dieſe „Macht erlangt hat! Aber dies wird ihm „nicht ſchwer werden(er ſprach 1782 „„ ſchon aus Erfahrung) wenn er den An⸗ „ weiſungen der Obern genau folgt.⸗ Ja! wahrlich gluͤckliches Land, märſn dieſe Menſchen Gewalt bekommen haben, wie wir an Frankreich und denjenigen Gegenden von Deutſchland ſehen, Welche durch die Jas — 110— kabiner—(das iſt nichts anders, als Illumi⸗ naten—) Clubbs regiert ſind. Alle Thraͤnen ſind da von den Angeſichtern abgetrocknet: denn nun alles auf ſie gebrachte Ungluͤck zu beweinen, haͤtten fi zu viel zu beweinen.— Aus dieſen und aus hundert andern Stellen, 9 un aus dem ganzen Benehmen des Ordens, iſt es klar und offenhar, daß der vornehmf ſte und Hauptendzweck deſſelben vom Anfang an nur dahin gieng, zu herrſchen. Dieſes, was man uunr fuͤr ein Mittel angab, war vom An⸗ fang an die Abſicht des Stifters und ſeiner Hel⸗ fers Helfer, und iſt es noch jezt. Alles das Geſchwaͤtz von Verbeſſerung des Menſchen⸗ geſchlechts, war blos der Koͤder, um bloͤd⸗ ſichtige damit zu fangen und zu bethdren⸗*). “») Ein Erz⸗Illuminat, aber von der feinern Art, tritt in einem neuen Illuminaten⸗Jour⸗ nal, den Horen von Schiller gleich im erſten Stuͤcke mit ſeinen Briefen uͤber die aͤſtheri⸗ e ſche Brziehung des Menſchen, auf, und baut n n ☚ ocknt, ichte X lüͤch zu tantn Stella nen de Drden, 8 de nehmit en. is, wa. von Lang u ler 3 zen, 1 d bh erul er Heb jezt R† es da nſchen ider a blde der zu bi Ln). er vol uen feinen Illul tmt⸗ Juu⸗ m erſe übel es aſther — 111— Die Faupf ſifter dieſes abſcheulichen Ordens waren theils doch zu vfffi und zu klug, um nur ein Nothſtaat zu nennen. Die ſtill. Die Geſellſchaft kann, auf Kantiſche Grundſaͤtze, da ein Syſtem von Vervollkommung des Menſchen in politiſcher Hinſicht, welches mit der Aeſthetik nichts zu thun hat, welches manchen betruͤgen wird, und nichts anders enthaͤlt, als dieſenigen heuti⸗ gen Illuminaten⸗Grundſaͤtze die man zur Mode machen will. Man ſehe den an an und folgen⸗ Die jezi igen Verfaſſungen ſin 8 zur R eife gekommene Vernuuft ſoll nun dieſen Natur⸗ de Briefe. uſtand auſloͤſen, und(unter der Vormund⸗ ſchaft der Illuminaten) einen morgliſchen Staat bilden. Sehr merkwuͤrdig iſt der Schluß des dritten Briefes, der das quom odo iit enthaͤlt. Es heißt da ohngefehr ſo: Wenn der Uhrmacher eine Uhr beſſern will, ſo laͤßt er die Raͤder ablaufen, und das Werk ſteht indem man an ihr beſſert, nicht ſtill iehn, und braucht alſo im Augenblick ihrer Umſchaffung eine Stuͤtze. Wie dieſe Stuͤtze beſchaffen ſeyn ſoll, iſt S. 16. mit metaphyſiſcher Dunkelheit angegeben. Ein jeder Initlirter aber ſieht gar leich icht, diß damit nichts andets⸗ als der Illu⸗ nicht zu dezrufen. daß dergleichen algemene Weltverbeſſerungen,„Narrheiten und Unmoͤg⸗ lichkeiten waͤren, und anderntheils waren ſie zu verworfene Menſchen, von zu ſchlech⸗ ten Grundſaͤtzen— wie ihre Aeußerungen und Handlungen genugſam zeigen— um aus redlichen Enthuſiasmus gatgemeinte Narrhei⸗ teen zu treiben. Von dem immer vorgeſcho⸗ benen Popanz, der beruͤhmten Aufklaͤrung, woollten ſie offenbar niemahls mehr, oder was anders, als was zu ihren Abſichten dienlich war. Sie ſagten ja ſelbſt(S. 141. der Neue⸗ ſten Arbeiten des Spartacus und Philo) ſie wollten Schriftſteller verſchreyen, die auch nur Satze lehrten, die fuͤr ihren Plan zu fruͤh kaͤmen, wenn dieſe Saͤtze auch wahr waͤren. Alſo r war es mit ihrer Aufklaͤrung nicht red⸗ Slich b minaten⸗ Orden gemeint ſey. Dieſer auſcheu⸗ lige Orden alſo ſoll die Menſchheit aus dem Narutſiande in den mobauſchen jberfudrent ——.— 4——ü— 8 3— * ———= der „ ihre gen im mtei 3m. a Al (S. r. tus chren hren zuch ftla ⁵ lgemen ⁴) Unmig .s wa au ſchlg Tißerungn zeig ¹- um an Narrze⸗ mn vorgeſchh fklaͤrun⸗ oder d n dienic der Nau⸗ a nicht a —— ſey. Dr abſch Mei ese aus M. iſchen aͤhren n die auh er zu frih „r waͤren lG lich genaſot Und jezt da einige redliche Maͤn⸗ ner aufgeſtanden ſind, die Welt uͤber die Wege der Finſterniß der Illuminaten⸗ Bande aufzu⸗ klaͤren(welches doch wol auch zur wahren Aufklaͤrung gehoͤrt) ſo werden ſie wuͤthig, to⸗ ben und ſchimpfen auf eine entſe liche Wei⸗ ſe, wozn ja gelehrte und ungelehrte Zeitun⸗ gen, Journale, und noch nenlich des Abbts Hencke(eines ſeynwollenden proteſtantiſchen Gottesgelahrten) Archiv fuͤr Kirchengeſchichte 1s St., Veltge liefert. Nochmals, zu berrſchen, die Welt zu commandiren, das war und iſt noch der wahre Endzweck des Illuminaten⸗Ordens. Alles uͤbrige war entweder Mittel, oder Vorſpiege⸗ lung, oder hoͤchſtens Nebenzweck; und das ſtimmt auch mit den bekannten Charakteren ſeiner Stifter vollkommen uͤberein. Folglich hat ſich der Orden im weſentlichen, von ſei⸗ ner erſten Stiftung an bis jezt, gar nicht ge⸗ aͤndert, die Modificationen, von welchen man ſpricht, betreffen blos Außenwerk und Ne⸗ bendinge, und ihren Nahmen.. 3 K e 114 Noch immer befolgt man, um dem Orden dieſe Macht zu erhalten und feſter zu gruͤnden⸗ die nemlichen Mittel und Wege, wie vom An⸗ fang her⸗ 1) Noch i immer iſ man bemuͤht, durch die ausgebreitetſten Journale und viele Zeitun⸗ gen, die ſich der Orden zu eigen zu machen gewußt hat, durch Brochuͤren und bald durch kleinere, bald durch betraͤchtlich große Wer⸗ ke, die Illuminaten⸗ Grundſaͤtze in der Theo⸗ logie, der Moral, der Politik in der Mode zu erhalten, und noch mehr auszubreiten. Wie viele gutmuͤthige Maͤnner haben ſich durch das Wort Aufklaͤrung fangen laſſen und dienen dem Orden, ohne es ſelbſt zu wiſſen, indem ſie meinen, im Dienſt der Wahrheit zu ſtehen (wie das S. 103. der Neueſten Arbei en des Spartacus und Philo ſo beabſi ichtigt war). Wie mancher ehrliche Landprediger und Su⸗ perintendent weiß kein Wort davon, daß er von Illuminaten in ſeiner Lehr und Meinung geleitet iſt, indem er ſich gewaltig autgeklr Aaub. ö an, dfe Veg n dem One An gruͤnd ie voma Rele Zeityr der Tiet r Moden ten. M. . durch d 4 zu nenn, inde B A zu ſtehe ueſtt bei en d be tigt wa ndpr i und er Jort keht n Mein gew in aufgei am ht, duh zu madn e bald dum acht r oße Pe nd dien mn, daßt 2) Noch immer wird die in dem Regen⸗ 9 tengrade S. 144. 4 ſehr ans e Dez gebnte Marime: 3 „ Eine unſrer vornehmſten Sorgen » muß auch ſeyn, unter dem Volke „ ſelaviſche Fürſtenverehrung nicht zu „»„ hoch ſteigen zu laſſen; gehe mit » ihnen auf einen bequemen Juß umn, „ rede und ſchreibe von ihnen wie „ von andern Maͤnnern, damit ſie , uns fuͤrchten und ehren— und „ lernen, daß ſie nur convencionelle b „ Herren ſind; die man nach Seite 38. „ von der Erde wollte verſchlvinden „ machen. uͤberalli in uebung balten. 5 2 3 Wie wenig heutiges Tages b von einer al 42 viſchen Fuͤrſtenverehrung zu fuͤrchten ſey, das wußten die Iuminaten recht gut, denn — n1z5— 81 — 116— 1 an einer ander Stelle bedient ſich Knigas des Ausdrucks: bey dem uͤberhand nehmen⸗ den Freyheitsgeiſte*), welcher alſo jenes hinlaͤnglich widerlegt, und zeiget, daß man nur ein Wort ſuchte, um die Cabalen gegen d die Bärſten zu beſchönigen. Aber man deſ die Schriften eines Knigge, Hen nings, Campe, Mauvillon und ſo viele anonymiſche Geburten, ſo wie die Recen⸗ b ſionien ſunderlich d der neuen Allgem. Deutſeben. ) In Aniagens Briefe an Zwackh(Origi⸗ nalſchriften Nachtrag S. 104) heißt es: 3 5„ Von einer andern S eite haben wir es mit „ Fuͤrſten zu thun. Indeß der Deſpotismus „deſſelben taͤglich ſteiget, reißt zugleich all⸗ „gemeiner Freyheitsgeiſt aller Orten ein. „ Alſo dieſe beyden Lritem migſen vereinigr 2* werden. Nracher beißt es, durc Moralst und Aufklaͤ⸗ rung wolle er allgemeine Freyheit und Gleich⸗ heit uhne Revolution einfuͤhren. en er Anigge, Lau T In undſ „ ſo iie Recer Alg. s eutſchen 34)— 2: dat nir es nit eß d dotismuh rel ſleich al . all ten ein. ma 1 Nvereinih Nor u Aufth reyh d Gl. hren⸗ ent— Kniage ber; nehm er elch lſo jnt zei= daß mm Cat„1 gegen ie an J e h(Dige Pibliothek, und anderer Jontale; und ge⸗ ſtehe, wenn man unpartheiiſch iſt, daß ſie die Paraphraſe und Anpſäſeatſon jener Ma⸗ — rime ſind. In welchem Zuſammenhange aber dieſe b Marime„ mit der Abſicht des Ordens zu herr⸗ ſchen ſtehe⸗ fäͤllt auf, da ſeine Mitglieder oft 4 genug aͤußern, daß ſie ſchon dahin ſehn wer⸗ den, ſich deſſen zu bemeiſtern, was ſie e den Fuͤr⸗ ſten rauben. 3) Das dritte Mittel um ihren Orden zu heben und zu herrſchen, beſteht darin, daß ſie, die auch in dieſem Stuͤck nach Jeſuitiſchen Marimen handeln, ihre Mitglieder fruͤh und von Jugend auf bilden und ſchon dazu erziehn. Sie wiſſen, wie feſt das Gemuͤth an demje⸗ nigen klebt, woran er von Alnkang an ge 4 wohnt wird. In der Inſtruktion fr den egenteugrad heißet es S. 149.: „ Junge Leute ſind das vhewnme 5⸗ des Ordens— man ſol ailgeir beden⸗ „ Staͤrke auf die Anwerbung junger Leute s⸗ ſezt. Darum ſoll ein Praͤfekt in ſeinem „ Lande um die Schulen, Erziehung der Ju⸗ „ gend und ihrer Lehrer ſich bewerben, „, und dieſelbe mit Ordensgliedern zu be⸗ „ ſetzen ſuchen. Denn auf dieſe Art bringt „ man der Jugend des Ordens(ſaubere) „ Marimen bey, bildet ihre Herzen(zur „ die erſten Stellen im Staate mit unſern „, Zoͤglingen beſezt, und die Anhaͤnglich⸗ 8 „ man ſich in fruͤhern Jahren einpraͤgt, un⸗ ausidichlich.„ Wie wie es hiermit ſchon geſehen ſey, d man auch ſchon Kindern revolutionaire Ge⸗ ſinnungen einzufloͤſen ſucht, und ihnen dahin lutions⸗Almanach 1793. Seite 295. 206. ken, daß der Orden faine vorzägliche „Betruͤgerey) und bearbeitet die beſten „» Koͤpfe fuͤr uns zu wirken— ſieht einſt „ keit an den Orden wird, wie alles was zielende Buͤcher in die Haͤnde ſpielt, davon lindet man ein auffallendes Beyſpiel im Revo⸗ a9 nger ſ6 1 in ſen — uu 48. ern zu e fm ut brin 2 — dnu ü erzen(a erd die biſa Ste anit unſan d chaͤngiih d, alles uw re e nrͤgt, u 34=i ſey, tevt anaire b „1nen dah 8 lt, dan B6 im Nere⸗ Se 5.36 rke— ſieht um „ reyen, Buchlaͤden— und alles, was Ein⸗ b Um nun ſich der Jugend zu bemeiſtern, bee fiehlt Knigge folgendes, in der r Juſtruktion des Megentenchades S. 153,8 3 b „Es bleibt allemahl ſicherer. die Verbrei⸗— tung des Ordens durch die Schulen zu erhalten— indem man die Lehrer derſelben zu Illuminaten macht— Niemahls kann der Orden dieſe Art der Verbreitung ges nug empfehlen.— Eben ſo wichtig als die Schulen ſind dem Orden die Semina⸗ rien der Geiſtlichkeit, deren Vorſteher man zu geminnen ſuchen ſollte⸗“ und s. 444. a. heißt es: 1 2, Militair⸗S Schulem Alademien, Buchdruche „fluß auf Bildung und Regierung hat, muß „ nie aus den Augen gelaſſen werden, und „ die Ordensregenten ſollen unaufhoͤrlich „ Plane entwerfen, wie man es anfangen „„ koune, uber dieſelben Gewalt zu be⸗ „kommen. 4— — 120— Wie vollkommen 63 dem Orden gelungen ſey, beynahe alles, was zum Erziehungswe⸗ ſen in Deutſchland gehoͤrt, in ſeine Gewalt zu bekommen, das kann keinem Beobachter entgehn. Wo iſt eine Univerſitaͤt, wo eine Schule von Bedeutung, wo ein Privatinſtitut, wo ein Philanthropin, an welchem nicht heim⸗ liche Mitglieder des verabſcheuungswuͤrdig⸗ ſten aller Orden ſtaͤnden? Wo kommen junge Leute von Univerſitaͤten zuruͤck, an wel⸗ chen man nicht mehr oder weniger Illumi⸗ naten⸗Grundſaͤtze, oder doch Eindruͤcke ſpuͤr⸗ te, wenn ſie nicht etwa gar, wegen guter Faͤhigkeiten, oder anderer dem Orden gefaͤl⸗ ligen Eigenſchaften, ſchon poͤllig Illumina⸗ ten ſind? Nichts ſollte mich je bewegen, — mein Kind in irgend eins der noch ſo geruͤhm⸗ fen und geſprieſenen Erziehungeinſtirute zu geben. b — uue Macht, die der Drden hieraus hat ziehn koͤnnen, und das iſt ſehr viel, die iſt ihm geworden. So wie er auch den Einfluß auf Puchlaͤden elolte heiten den Duchhandei “— zum= d 1. wo tie utuſ del wiicht hen zcde zewith b Vo enen jug ur an w Ru Jlum⸗ ‚ch auͤcke ſyih gart gen gun den en geſit 55 Ilumin nich„ bewegen rm a gerüͤhm hut= iitute i rder l aus hi eht t ⸗, die ſ au Einfuß den a handh n gelun dn ithungenn „ a Gend kein eobachn ſich Mitglieder zu verſchaffen. — 121— in einem erſtaunlichen Grade, ſonderlich ſeit der Dauer der franzoͤſiſchen Revolution, ere halten hat, ſo wie auf andere Inſtitute, die ſehr auf das Publikum wuͤrken, als Zeſtuns 2 und dergieſchen. Aber das vozüglichſte Mittel um dſe. Macht und den Einfluß uͤber die Welt, und zwar in Baͤlde, zu erxeichen, war der, un⸗ ter den Großen und Vornehmen der Welt An Hoͤfen, ſelbſt unter Fuͤrſten, unter Miniſtern und Geſandten, Raͤthen und Oberrichtern Illumi⸗ naten zu bilden, das war die Kunſt; und b daß dieſe gelungen ſey, und jezt dem abſchen⸗ ligen Orden Ruͤckhalt gebe, wiſſen viele wol unterrichtete Maͤnner unter uns. Wenn es aber auch niemand wuͤßte, ſo begeht Baron Knigge in ſeiner neueſten Vertheidigung die Unbeſonnenheit, es ſelbſt in die Welt hin⸗ ein zu ſchreiben, um ſich, wie es homines fa. cinoroſi zuthun pflegen, aus Andern in der Noth einen Schild zu machen. — 132— Die Stele it zu wichtig, als daß ich ſie hier aicht einrüͤcken ſollte. Sie heißt S. 23. ſo: 2* Alle achte Grade des Illuminaten⸗ Ordens „ ſind, ſo wie ich ſie kenne, unveraͤndert „ geleſen, angenommen und wieder ausge⸗ „„ theilt worden von einer großen An⸗ „zahl der groͤſten, wichtigſten, wuͤrdig⸗ „ ſten und gelehrteſten Maͤnner Deutſch⸗ „ lands; von regierenden und appa⸗ „nagirten, maͤchtigen und min⸗ „ der maͤchtigen⸗ geiſtlichen und „ weltlichen Fuͤrſten, von Biſchoͤf⸗ „ fen und ſehr traungen und redlichen Prie⸗ „ ſtern, 15 Theologen, Lehrern, „(das ſt Profeſſoren) aller chriſtlichen ⸗ ekeanen ſſe? (zu welchem ſich die ſpinoziſtiſchen Lehren des Ordens jedoch ſchlecht ſchicken 4) „von Staatsminiſtern, Raͤthen in „ hohen und niedern, Reichs⸗ und an⸗ 2 dern Gerichten; von Geſandten „(auch zu Regensburg?) Heerfuͤhrern, in=z: nd n er auge ihti—, waͤdde Mäe Deuſſi de uan d apyr⸗ ige id min⸗ geit len unſ ☚ j Vſcci ind then Nuir eoll Lehren 1. ahriſtlichn — ſchi n Reit dund ⸗ von— ſandt als zfet un in⸗ dun b nne vering noziNn Lehn er Käͤthenn 32t. erfühimn 133— „ Gelehrten v von großem Arſehn, cbeleu- „ ten und Buͤrgern.“ Das ſagt Knigge oͤffentlich,. und glanbt de da⸗ rin fuͤr ſich eine Rechtfertigung zu finden, daß ſolche Leute ſich, zum Theil durch ihn, be⸗ thoͤren ließen, oder aber wie er—— Aber da er das oͤffentlich bekeunt, koͤnnte nicht je⸗ 3 der deutſche Staat von ihm verlangen zu wiſ⸗ ſen, welche aus ſeinem Schooße zu dieſen Vielen, in dieſes ſo gefaͤhrliche Syſtem ver⸗ wickelte, gehoͤren? Sollte dieſes nicht geſche⸗ hen? Waͤr es wol nicht dem Intereſſe des Staats angemeſſen, zu wiſſen, welche von ſeinen Staatsbeamten, Miniſtern, geheimen Secretairs, Geſandten, Generalen und ſonder⸗ lich Richtern auf ſolchen Abwegen gehen? Auf eine Weiſe muß doch der Anfang gemacht werden, um das Ganze aufzudecken, und hier zeige ich die Gelegenheit dazn— hat man einmal den Faden augefaßt, ſo folgt das uͤbrige von ſelbſt. Alle unterrichteten kennen zwar diejenigen großentheils, wovon hier die Rede iſt, aber es muͤßte offentlich und ge⸗ richtlich davon conſtiren. — 12 4½— Wie es mäglich war, daß ſich Fürſten in dieſes Netz ziehen lieſen, begreift man ſehr leicht, wenn man das Werk ganz kennt. Es waren immer entweder nicht die allergeiſt⸗ reicheſten dieſes hohen Standes, oder ſolche, die man enthuſiaſtiſch machte, oder man wuſte Zu verhindern, daß ſie nicht alles uͤberſehen konnten, wie dazu ja auch Weishaupt an mehreren Stellen der Originalſchriften ſehr ſinnreiche Anleitungen giebt*). Allemahl 1 *) 3 E. Orig. Schriften Nadtras S. 3. ſagt Weishaupt: „ich werde mich daran machen, das Syſtem „zu dergleichen Gebrauch) ganz umzuarbei⸗ „» ten. Es muß dann, a la leſuite, keine „ einzige die Abſicht auf Religion oder Staat „verrathende Wwepdentige Zell⸗ vorfommmen „und dergl. Es fehlt nicht an Beweiſen, daß man hohen Perſonen, die man fuͤr den Orden angewor⸗ ben hatte, nur ſolche Abſchriften von den Geaden gegeben, in welchen die verfaͤnglichen Stellen Nusgelaſſen waren, und die man dauf vee 8 — —— 3 u. 1 gt Iman ſch ga innt, G ot an allergeit des eer ſolch dan wuſßt ) in numzuarbe⸗ à HGr lite, ktik Reli an oder Siat Zeit kommen, , M an haße en u angewli 1 e man ui 3=— uͤberſehe M aupta lach 5. 3. ſaßt del s Epſi ſſchl un von du 4 en de fänglin weis man wohl, daß Fuͤrſten, die einmahl im Orden ſind, auch ſo mit Illuminaten um⸗ geben werden, daß es unmoͤglich iſt ihhen anzukommen, daß ihnen auch alle Schriften und Buͤcher aus dem Wege geruͤckt werden, welche ihnen die Augen oͤfnen koͤnnten— und man weiß ſie ſogar ſolchen Fuͤrſten, die nicht Illuminaten ſind, aus dem Wege zu ſchaffen. Alſo ſind da keine Wunderwerke. Wenn aber Knigge ſagt, alle illuminirten Fuͤrſten haͤtten die ganzen aͤchten Grade geleſen, das heißt ſo wie ſie in den Neueſten Arbeiten des Spar⸗ ꝛacus und Philo ſtehn(denn nur die ſind aͤcht!) ſo iſt dieſes eine grobe Unwahrheit; man gab ihnen die hoͤhern Grade entweder gar nicht, ſolche Weiſe ſchaͤndlich betrogen hatte, und welche auch nur ſo lange enthuſiaſtiſch fuͤr den Orden eingenommen waren, bis man ihnen durch vidimirte Exemplare eben dieſer Grade, die die ausgelaſſenen Stellen enthielten, den Betrug der erlauchten Obern ad eculum de⸗ monſtrirte.“ —— 3 vder verfaͤlſchte ſie vorher; ich und nehhere andere Maͤnner wiſſen das Gegentheil von je⸗ ner Aeußerung. Knigge ſelbſt ſagt in ſei⸗ nem Woiefe an Zwakh folgende Worte: 1 Da die Leute ſehen, daß wir die ein⸗ „ zigen aͤchten wahren Chriſten „ ſind(111), ſo duͤrfen wir dagegen ein — Wort mehr gegen Pfaffen und „ F uͤrſten reden, doch habe ich dieſes⸗ (in den 4 l4 Iefite ausgefertigten Graden, wie ſich W eis h a upt ſelbſt ausdruͤckte) 13 ſo gethan„ daß ich Paͤbſte und ASne „ nach vorher gegangener Pruͤfung, i i „ dieſe Grade aufnehmen wollte. In den „ hoͤhern Graden. iin welche man nicht bicht Fuͤrſten und trine rigjerende aufnahm) „ ſollte man denn dieſe Piam. Traudem 0 »⸗„entdecken. S. Nachtrag zu den Originalſchriften des Su minaten⸗ eDrdens. S, 8. und 105. fg⸗ ö eg= dil bonje elb tug enſ ſorte. 3-ſie ein e hhriſten ta ckte) adem 9 puan 519 ☛ 4 wehten wſ s ſegen in Pip en um abt dieſez erti— Gru 4 bſte Koͤnige er aug, i wo.2 In den Jir and in ſch& desJh — 2— Daß Maͤnner von hohem Standei in hohen Aemtern, beſonders Beyſitzer von Gerichts⸗ ſtellen, in ſo etwas ſich begeben konnten, iſt weniger wunderbar; der Verfaſſer des Auf⸗“ ſatzes uͤber das Austreten aus geheimen Ge ſellſchaften in den neueſten Religionsbegeben⸗ 4 heiten im zweyten Staͤck 794. hat es begreife lich gemacht; genug die Sache iſt nach Knig⸗ ges eigenem Geſtaͤndniß, wahr, beweiſet aber nicht die Unſchuld des Ordens, wie Kuigge behauptet, da es in allen Staͤnden allerley Men⸗ ſchen giebt, und maͤchtige Maͤnner unter an⸗ dern oft gern noch mehr Macht und Einfluß zu haben wuͤnſchen, als ihre natuͤrliche Lage ihnen gewaͤhrt; auch man von ihrem Gedan⸗ kenſyſtem und Abſichten nicht durchaus Re⸗ cheuſchaft geben kann. Aber dieſe Stelle: des 4 Taigge beweiſet, daß der Orden nach Macht getrachtet, und daß er Macht erhalten habe; der ganze Orden unnd alles, was man bisher davon oͤffentlich weiß, zeigen deutlich, daß ſein erſter und hauptſaͤchlicher Ehandee darin n beſtand, zu herrſchen, und daß er wirklich jezt herrſche nicht blos uͤber die Stimme und Meinung des Publici, ſondern auch officiell und ſo weſent⸗ lich, wie man herrſchen kann. Er herrſchet an vielen Orten, nicht blos in Cabiunettern, nicht blos uͤber die Ertheilung von Aemtern und Stellen, ſondern, welches das ſchrecklichſte iſt, auch in einzelnen Faͤllen uͤber das Recht und die Geſetze. Schon in den Originalſchrif⸗ ten der Illuminaten finden ſich Spuren davon, und mancher, der dieſes lieſet, wird ſich an Illuminaten⸗Urthel und an Illuminaten⸗Ein⸗ fluß und Verfahren bey Gerichten erinnern. b Ein merkwuͤrdiges Wort ſagt Zwackh hieruͤber in den Original ſchriften S. 128., wo er, da⸗ mahls ſelbſt ein Richter, bemerkt, wie Ob⸗ b rigkeiten gendthiget werden koͤnnen, nach Pelieben eines Extranei Urtheile zu ſprechen, Verordnungen zu treffen und Gberſtellen zu beſeten. Die Bertheidigang des Barons Anig ge Leder ſelbſt von den Verhaltniſſen des Illumi⸗ naten. 1 zt herrſc in. herſch ds biuetten un= Aemm 6= hrecklihſ ·en 4 as Necl de inalſcij ſich en dadn ſet, 8 dd ſich a Jeaten⸗Er Beri e erinnen gt3 hierltt 1211 ao er, de en mmn, nah ethei ſprechen und ſtellen zu B4 m Knizl tniſſt 5 Jlun⸗ utt einungz ell ſo weſtz natah — 129— b naten⸗ Ordens zu der franzſiſchen Revalution, und nennt diejenigen Buben, welche es wahr⸗ ſcheinlich finden und es ſagen, daß durch den Drden der Saamen zu Revolutionen ausge: ſtreuet worden. Hier iſt nicht Ranm, um daruͤber umſtaͤndlich zu ſprechen, Aber wahr und unlaͤugbar iſt es denn doch: 1) Daß die Grundſaͤtze des I Mhen Nern Or⸗ dens, uͤber Gleichbeit und Freyheit, uͤber das blos conventionelle vom Volke abhaͤngige An⸗ ſehn der Fuͤrſten, uͤber die gaͤnzliche Abſchaf⸗ fung der Pfaffen und Fuͤrſten und uͤber Re⸗ publikanismus woͤrtlich mit demjenigen uͤbereinkommen, was acht Jahre ſpaͤter im Palais Royal bey den Jakobinern und in der Nationalverſammlung daruͤber iſt geſprochen worden; das weiß ein jder, der es 6 wiſe ſen will! 3 2) Daß zwey der aröͤßten Zluminaten im ZJahre 1788. nach Paris reiſeten, daſelbſt, weil ſie auch angeſehene Freymaͤurer waren, die Loge du Comrät ſocial, Kue Cogheron ₰ b— 130— bejuchten, von nwelcher Orleans, La Fa⸗ b yette, Expremenil, Condorcet, Bail⸗ ly, Fauchet, de la Salle und andere Hauptbefoͤrderer der Revolution, Mitglieder waren, das iſt nunmehro außer Zweifel*); ) Der Junminat Bruder Huber zu Neuſchatel . will zwar in den Beytraͤgen zur Geſchichte der Franz. Revolution 28 St. S. 355. in der Note zum Nikolas Bonn eville dieſes laͤugnen; aber das kann er nur gegen ſolche Leute wa⸗ gen, die das Untere der Karte nicht kennen. Wer dieſes kennt, iſt anderſt unterrichtet, und ſieht wie ſehr der Tert ſelbſt die Note ddeer kuͤgen zeiht. Denn eben der Nikolas de Bonneville, ein vertrauter Freund des Illuminaten Bode, auch Amelius auch Winne fried genannt, iſt Illuminat. Der Abbe Fauchet war Illuminat und der Er⸗ finder der Propaganda, deren Centralpunkt fuͤr Deutſchland Dietrich war. Der Mar⸗ 4 quis de la Salle war Illuminat; der de Leutre, der ſchon in Avignon beynahe ge⸗ hangen worden waͤre, iſt Illuminat. Ich haͤtte daher dem Bruder Huber lieber gerathen, — dieſe Nahmen im Text nur B blos mit Stern⸗ 5 a lut au gen dilt rl 2n 8, 89 1 ¹* und ane ☛ Migle Zweiftl Neuſh eſchicht i in der es laͤugnn egen g 8 Leute n t 8=icht kenm. m unterrich 1 and Ter ebe ertn uch iſt ſt die ſh 2 Freund m liué * linat. A umiſ dd der d de enttalzt 30 s der u Avi n meane Illun Ich hh ber — geraue ur ait Emn det, An ge, zuerſt ein Comité politique gebildet habe, den nachher andre Pariſer Logen nachahmten, 3 8 Mien 4 . wie es nußer zweifel nn, daß ſich nec. her in dieſer mit Illuminatismus erfuͤllten Lo⸗ der ganz vom Geiſte der reinen nicht illumi⸗ nirten Freymaurerey abgieng, und endlich die ſchoͤnen Fruͤchte getragen hat, die die Welt jezt erndtet. Die beyden Apoſtel waren beyde Rekruten und Schuͤler von Philo, der eine war der bekannte urſpruͤnglich Queerpfei⸗ fer und am Ende Heſſen⸗ Darmſtaͤdtiſcher Ti⸗ tular⸗ Gehemer Rar⸗ Bode⸗ 68. Nachuas 6 3 2 4 chen anzudenten damit nicht jemand mit der Liſte in der Hand komme und ſage: Lieber Bruder Huber, du ſprichſt die Jlluminaten von allem Antheil an der franzoͤſiſchen Revo⸗ lution frey; ſage, wie kommt's, daß eben die reſpektablen Maͤnner, die in deinem Text vorkommen, auf meiner Illuminaten⸗ Liſte paradiren? Das war nicht gut uͤberdacht; ein recht gewandter Illuminat muß Ih auf alle Faͤlle ſicher zu tellen wiſſen! zu den Originalſchriften S. 206 und 200). Der zweyte wird von Philo in ſeinem Bericht S. 195) folgendermaſſen charakteriſirt: e Er ſey ſein Jugendfreund, der mehren⸗ „ theils in Deutſe chland auf Werbung liege. „ Er habe ihn Bayan genannt. Heiße W. „ von dem B.*) gebohren den 18. Auguſt 2* u-3 dem Baf de uleat Algentenans 4* Heſſen⸗ Darmſtaͤdtiſchen Dienſten, wie ich aus einer ganz neuen Druckſchrift erſehe, die mir erſt, nachdem ich dieſen Brief ge⸗ ſchrieben, und die Reviſton vornehmen woll⸗ * te, durch einen Freund in die Haͤnde gekom⸗ mmaen iſt. Sie hat den Titel: Auszug eines 1 Briefes die Illuminaten hetreffend, ohne Ein⸗ willigung des Schreibers, aber gewiß in der redlichſten Abſicht zum Drucke beföoͤrdert von ſeinem Freunde. Zweyte vermehrte und ſehr erläuterts Auggabe. 8 1795. 111 Seiten. Die⸗ ſes iſt ein woͤrtlicher Ausdruck des oben gleich aanfaͤnglich angefuͤhrten bey Schaͤffern in Leip⸗ zzig 1794 unter dem nemlichen Titel, deraus⸗ gekommenen Briefes, welchem zugleich eine derlequn deſ elben beygefuͤgt iſt, die 3—— lezt L Aljeuan en r zien, ne N ʒrxrſt are ich er Brief ge on renmen wol⸗ 1-di En de gekon itel zug eins zen ohne E viß in de dru ördett ue „ ſen 5. t iten. d a e doben glit „S in in kah liche l, deru. elct lich m deng 2* iſt, N .2— ind n in=m 4 78 r uehr — 133— . 135 in— fein Vater Numaßls- der Miniſter, Geſandter war; er ſey 5, jdeuptmann: in Hollaͤndiſchen Dienſten.” a ung ig nan— Heiße N en 8. Auga Herrn Phito ſo wenig, als einem angebli⸗ 6 chen Herausgeber gefallen wird. Man glaubt jedoch allgemein, und es ünden ſich in dem Briefe und der Vorrede deſſelben auch Gruͤne de genug, dieſes zu glauben, daß der Her⸗ ausgeber und der Schreiber des Briefes nicht zwey, ſondern nur eine Perſon ausmachen, die keine andere ſey, als der leibhafte Bru⸗ der Philo ſelbſt und allein. Dem ſey in⸗ deſſen, wie es wolle, ſo werden die hohen Obern des Illuminaten⸗Ordens freylich nicht ermangelt haben, dieſer zweyten Auftage we⸗ gen die Suppreſſions⸗Bullen aller Orten hin ergehen zu laſſen: denn wuͤrklich iſt ſie ſchon ſchwer zu bekommen. Ich lege ſie da⸗ her meinem Schreiben an Sie bey, zumahl da ſie noch ſehr viele wichtige Dinge enthaͤlt, die ich, weil ich ſie nicht hatte, in dieſem meinem Schreiben nicht beruͤhren konnte. Was aber den Bode betrift, ſo finden Sie in ei⸗ ner ebenfalls noch neuen Schrift betittelt: Fragmente zur Biographie des verſtorbenen geheimen Rathe Bode in Weimar. 8. 1795. .8) Waren außer dem, was durch die heyden Apoſtel gewirkt wurde, auch durch “ auf Koſten der Propaganda, alles beyſammen, wmas von der famoͤſen Reiſe deſſelben nach Paris in dem Jahr 1788. in der Wiener Zeit⸗ ſchrifr, dem Wiener Magazin der Vunſt und Eitteratur, Hencke's Archiv fuͤr die neueſte 1 Kirchengeſchichte und den neueſten Religions⸗ begebenheiten erzaͤhlt worden iſt. Zugleich iſt auch darin handgreiſtich gezeigt, daß und welchen Einfluß dieſer Bode und ſein Gehuͤlfe auf die franzoͤſiſche Revolution gehabt ha⸗ ben, und daß uͤberhaupt der Einfluß der Illu⸗ minaten auf dieſe Revolution aller Revolutio⸗ nen nicht ſo unerwieſen ſey, als man in der Jenaiſchen Allgemeinen Litteratur⸗Zeitung vorgegeben hat, wo man kuͤhn genug war, nooch immer Beweiſe von einer Sache zu for⸗ dern, die doch bereits laͤngſt erwieſen, und noch durch die eignen Ausſagen die Franzo⸗ an ſelbſt beſtättigt worden war. Man ſehe, was in dem Lndlſchen Schickſal(S. 37.) aus dem Journal des Rozier von 1790. angefuͤhrt, wie auch den Auszug, der aus den Memoires pooſthumes du General Comte de Cuſtine von 17093. in dem erſten Stuͤck der Euduͤmonie (S. 43 u. f.) gegeben worden. rcha f die nenni Nnf 3r Keliguw vorh. Zunk ich mn:, daß u Sode ſam ein Gehi epol gehabt der ³ ß der I un o: Revoluſ 6 m man in u A rnrir⸗Zeim n e ozenug me n ei DZache zu ſh ling umn ieſen, ul 8* Sdie Fray — Nanſ 6 129— 2ran et d Memuis vomt d uhm 1 tück un Eudäͤnm worh— den Canal des Mir abeau luminatiſche Ideen in die Köpfe der Stifter der Revolution gekommen. Mirabeau war drey Jahre vor der Revolution in Deutſchland, in Berlin war er in genauen Verhaͤltniſſen mit den dortigen Illuminaten, wie die Berliner Monatſchrift an vielen Stellen zeigt; und in Braunſchweig mit einem wuͤthigen J Illuminaten mit Mau⸗ villon vertraut. Wenn wir auch nicht wuͤſten, daß Mauvillon ihn in den Orden auf⸗ genommen habe, ſo konnte man ja doch nicht daran zweifeln. Wie ſollte es moͤglich ſeyn, daß bey einer ſo vertrauten Freundſchaft, als die unter dieſen beyden(ſich vollkommen eeinander wuͤrdigen) Menſchen war, nicht von einer Sache die Rede geweſen ſeyn ſollte, von welcher Mauvillon uͤberffoß, und welche ſo ganz zu Mirabeaus Denkart paſſete? Die Illuminaten wollten herrſchen, und Mi⸗ rabeau auch; er wollte Pfaffen und Fuͤrſten ganz aus der Welt haben; das wollten die Illuminaten auch. Wenn Mirabeaues nach⸗ b her ſeinem Zwecke mehr gemaͤß fand, durch Orleans zu herrſchen, ſo waren das Nova. — 135— Denn dertepublikanismus das allgemeinegren⸗ heits⸗ und Gleichheits⸗ Syſtem, die Abſchaf⸗ fung des Koͤnigthums, des Adels und der Prie⸗ ſterſchaft, dieſer Hauptgeſichtspunkt der Illumi⸗ naten, welches hernach wieder empor kam, und herrſchend wurde, lag vom erſten Anfange an bey der Revolution zum Grunde, war das Ziel, wornach die Jakobiner, die auch in dem Cri de la raiſon et de la politique fuͤr eine aͤchte Ausgeburt der Illuminaten erklaͤrt worden, immer hin trachteten; nur durch Sieyes, der in Orleaus Solde ſtand, und durch Mi⸗ rabeau, der unter Orleans, als Koͤnig, herrſchen wollte, ward dieſer erſte Hauptge⸗ ſichtspunkt auf einige Zeit verſchoben, und mman ließ es ſich gefallen, da man noch Or⸗ leans Geld brauchte. Uebrigens wiſſen wir auch wol, durch welche Modificationen die Grundſäͤtze des Ordens ſich in Hegehenen Bäl len zu winden wiſſen. 2) Allen aͤchten Iluminaten ſchläͤgt mehr oder weniger eine Ader fuͤr die franzoͤſiſche Nlevolurion Denn ſie iſt es, die den Orden ͤ]ͤͤdͤdͤdſſ 3—ü tem KAbſchan dellmn der Pii⸗ bpl räl 3 en a fam, ℳ) erſie fange n nde,— das zin, aut n dem(i de ine aͤhte erſrm worden, dun ieyes, 2 91f ich Ni ans King r er DMauptge⸗ verſ en, und man ch Ot⸗ iigen e ſen wit gen de m ge dn Fib dif EA ten 1 At melt 8 a he teßten die m öſſcche die= Orden maͤchtig gehoben hat, ihn mit Mitteln, wirt 4 4 mit Geld, Kraft und Erfahrung bereicher⸗ Allen Schriften, allen Journalen und Zei⸗ Sue der bekannten Illuminaten, von Philo b an, iſt dieſes anzuſehen, wenn ſie den Punkt beruͤhrten. Waͤre die Revolution unterdruͤckt, ſo waͤre der Orden ſicher, wenigſtens in Et⸗ was geſunken; beſteht ſie, ſo herrſchen die ZJlluuminaten mit durch ſie. Und davon und nirgends anders her ruͤhrt das mannigfaltige Geſchrey nach Frieden, das bald drohend, bald bittend, bald winſelnd und empfindelnd und ſogar andaͤchtlend gehoͤrt wird, und An⸗ erkennung der franzoͤſiſchen Republik, als des erſten Illuminaten Experiments, von deſſen Beſtehung das Gluͤck aller andern noch zu machenden abhaͤngt, zuun Brunde hat. 3) Allerwaͤrts, wo die Franzoſen binka men, ſtanden ſich die Illuminaten gut. b Haͤupter der Maynzer Clubiſten waren Illu⸗ minaten(man leſe die Memoires poſtiumes de Cuſtine). Dieſes zeigt doch wohl eine ge⸗ wiſſe Affinitär. Alle wahre Illuminaten ſchrieen 138— bey jedem Unfalle der Franzoſen, verkleiner⸗ ten die Graͤuel, die ſie begiengen, poſaunten iſhre Gluͤcksf⸗ aͤlle aus, und freuten ſich des Sortgangs ihrer Waffen. Viele von denen, ddie in den Cabinetten heimlich fuͤr die Sache der Franzoſen gearbeitet haben, ſind Illumi⸗ naten; die ganze Propaganda in Deutſchland beſteht faſt aus lauter Illuminaten, viele ih⸗ rer Agenten ſind Illuminaten, der beruͤchtigte Leuchſenring, der in Berlin fuͤr die Fran⸗ zoſen intrigirte und ſo wol in Paris aufgenom⸗ men worden, war ein alter Illuminat, hieß Leveller und hatte auch zu Neuwied EGwachoboles) das Apoſtelamt verwaltet. und Baron Knigge nennt diejenigen BPubem, welche Verhaͤltniſſe und Zuſammen⸗ 8 hang zwiſchen der Revolution und den Illu⸗ minaten behaupten? Mauvillon ſagt es ja ſelbſt, und ich moͤchte einen redlichen Mann mit hellem Kopfe ſehen, der es nicht auch ſaͤhe und der nicht die abgeſchmackte Ver⸗ gleichung laͤppiſch faͤnde, die Knigge hier wieder anbringt: daß eine eben ſo laͤcherliche gien 1 poſaunte dſ An ſi ſich h AA pon deng, mlic g die Gad abe ud Illum b andi:* deutſchlu lumſt n, vieecz ten beruͤchig Ben I die Fio linſan aufgennn ler linat, hi auch= Neuwih lam ultet e nm diejenig iſſe f azuſammn utiot ta den Il uvi d ſagt es nen Ahen Ma „ de uicht au ahg Aackte N iggek eh lͤchelt = verllein — 130— veſchubigmg, nach welcher der elend e Dok⸗ tor Bahrdt an dem Erdbeben in Calabrien Schuld ſey, nicht mehr Grund habe, als der Vorwurf, den man den Illuminaten in Betracht der franzöͤſiſchen Revolution mache. Knig⸗ ge muß dieſen Gedanken ſehr witzig finden, denn eben zu der Zeit, als dieſe Vertheidi⸗ gung ohngefehr im Druck war, ſteht ſie auch in dem verſchreyenden Angrif auf Hoff⸗ manns oben angefuͤhrtes wichtige neue Buchh gegen die Illuminaten in der Erlanger Zeitung vom 8. Novemb. aus welcher es denn in meh⸗ rere den Illuminaten guͤnſtige Zeitungen uͤber⸗ gegangen iſt, die, nach Stil und allem zu ur⸗ theilen, von niemand auders als von dem leib⸗ haftigen Philo herruͤhrt. Uebrigens iſt die⸗ ſer Ausfall nun ſo recht nach Illuminaten Art und Kunſt verfaſſet. Nicht ein Wort von dem hoͤchſt wichtigen Inhalte dieſes Buchs, der fuͤr jede Illuminaten⸗ Seele toͤdtend iſt; ſondern eine pure Nebenſache ergriffen, auch icht einmahl recht aufrichtig dargeſtellt, da⸗ mit nun uͤber das ganze Buch abgeurthelt, und nicht ein Wort von ſeinem Inhalte, der doch 3 ſo wichtig iſt, erwaͤhnt. 1 Das Buch hat freylich einen Fehler, welchen dann auch die Herren Illuminaten ſo zu benutzen gewußt haben, daß das ganze Buch fuͤr die gerechte Sache ſo gut als verlohren gegangen iſt, Hof⸗ mann hat nemlich die Unvorſichtigkeit be⸗ gangen, in demſelben die Proteſtanten anzu⸗ greifen, inſonderheit ihren Stifter. Das war von ihm nicht uͤberlegt, nicht weltklug genug gehandelt, obſchon es nicht genug zu verwun⸗ dern iſt, daß ein Katbolik wie ein Katholik denkt und ſchreibt, ſo viel auch Nicolai contentiſſimus ſich vormahls daruͤber gewun⸗ dert hat, daß die Katholiken noch katholiſch ſind. Zu verargen waͤre es auch außer ſei⸗ nem Katholicismus Hoffmannen ſo ſehr nicht. Denn er haͤtte nur daſſelbe gethan, was Nicolai und ſeine Bruͤder in Weis⸗ haupt. Gedike und Bieſter gegen die Katholiken gethan, und noch ungeſtraft thun. So ſoll wenigſtens eine hohe Perſon in Wien geurtheilt haben, als der Lutheriſche Super⸗ intendent Fock in Wien daruͤber motus machte, daß Hoffmann Luthern und die uch ie gerecht 3 geg iſt, Hoß unbg, igkeit h w ß tten anzi Sti— Das wa b ſht R ug genug gen u verwu⸗ 3 Katholt e 3 icolii 15 de i. gewur ken atßoliſc 6 as aaßer ſer man ſo ſeht daſ e gethen, Weis⸗ gen die 4 un 4 thun he Pe ren Win euthe ³ Supe⸗ da motu Luth annd K Proteſtanten angegriffen. Allein wie geſagt, weltklug hat Hof fmann nicht gehandelt. Denn obgleich den atheiſtiſchen Illuminaten des proteſtantiſchen Deutſchlandes gar wenig an Luther und Calvin und ihrer Lehre liegt, und die Katholiken in Wien ſich eben ſo we⸗ 8 nig darum kuͤmmern, ſo haben die Illumina⸗ 3 ten doch dieſen Flecken meiſterlich vorzuwen⸗ den gewußt, dem wichtigen Werke in Wien ſo wohl, als unter uns dadurch zu ſchaden. Die Illuminaten⸗ Anzeigen thaten weiter nichts, als daß ſie dieſen Nebenpunkt beruͤhrten, den Hauptzweck aber, welcher war das Illumina⸗ ten⸗Syſtem aufzudecken, uͤbergiengen ſie ganz, nicht nur, weil ſie ſolches nicht widerlegen konnten, ſondern auch, damit nicht etwan Neugierde dadurch erregt, und das Buch ge⸗ leſen werden moͤchte, welches da ſſelbe unge⸗ achtet dieſes Fleckens ſo ſehr verdient. Merk⸗ wuͤrdig iſt es, mit welchem Triumpf die Je⸗ ngiſche Litteratur Zeitung in ihrem Intelli⸗ genzblatte die Unterdruͤckung dieſes Buchs in Wien ankuͤndigte(wiewal es nur bis auf Weiteres in Be chlag enommen worden) man ſieht recht. wie ſehr dieſen Juumina⸗ ten⸗Genoſſen daran gelegen war, daß die⸗ ſes Buch nicht weit umher bekannt wuͤr⸗ de. Indeſſen iſt zu hoffen, daß der Inhalt 4 nicht ganz verlohren gehe, da noch eine ziemliche Anzahl Exemplare in gute Haͤnde gekommen iſt. Aber leider! iſt der zweyte Theil wahrſcheinlich ganz verlohren. Nie⸗ mand wird die Angriffe des Hoffmauns auf einen vortreflichen Reichsfuͤrſten billigen, zu welchen er hingeriſſen wurde, weil er durch den uͤbertriebenen Illuminaten⸗Unfug der Je⸗ nnaiſchen, in dem Land dieſes Fuͤrſten heraus⸗ kommenden Litteraturzeitung ganz unbaͤndig und uͤber alle Maaßen mishandelt worden; indeß muß man wenigſtens zu ſeiner Entſchul⸗ digung ſagen, daß er in juſto dolore ſchrieb. Jeden Unbefangenen muß man Hoffmanns Buch empfehlen, was auch die Sünnimaten dagegen ſagen mögen Wenn man alles g bedenkt, was ich bisher zur dr Benatwortungund bey Gelegenheit der drit⸗ ten Frage geſagt habe— Unterrichtete wiſ⸗ 31 dum Win 43— daß de hjer nnt uit „d an Irt noch in te if ie Hine r. ar zveſt berſue. N. Hoſnn uns uuf rſte A ggen, z 1 de,= er duth ten⸗ f a der za ſes Fen heraui 9 g Winbäͤndi shan Nworden, zu ſe r Zintſchul ſto ſchrieb. nan em anns t, 11b bü zeleg? Aderdit unn ite uſß h di minate 3 ſen noch vieles, was in dieſer kurzen Betrach⸗ tung nicht Platz fand— ſo denke ich, werde man mit mir die Worte, die ich zu Anfang B ſetzte, ſprechen: ur ein Unwiſſender oder ein Nrarr kann daran zweifeln, daß der Illuminaten⸗ Or⸗ 3 den noch exiſtire, und ſich an die franzoͤ⸗ ſche Nevolution heſchlsſen habe. Ich wende mich nun zur IV. lezten Frage, die den Heurn pbil⸗ ſelbſt angeht: Nimmt er ſelbſt jezt wieder dgend eint gen Antheil an dem Illuminaten- Orden? e. iſt eusgemanht, daß er er am Iten en Jul. 1784 foͤrmlich aus dem Orden trat. Allein man muſß b erwaͤgen, warum? und wie? Nachdem der Baron Kni 39 e vier ganzer Jahre mit aller ihm moͤglichen Thaͤtigkeii, m— totus quantus, fur den Orden gelebt hatte, ſeine ganze Zeit fuͤr ihn— oft, ſagt er ſelbſt, 46 Stunden im Tage— gearbeitet, und mehr zu de ſſen Vollendung und Ausbreitung gewirkt hatte, als keiner der uͤbrigen Stifter: ſo uͤber⸗ warf er ſich mit Weishaupt, dem General des Ordens, nicht mit dem ganzen Orden, ſondern blos mit dem einzigen Manne, und das zog anfangs ein Schisma, da ein Theil Weishaup⸗ ten, ein Theil Kniggen anhieng, und endlich, b weil es ſeinem General uͤber den Kopf gewach⸗ ſen war, und ſelbſt kommandiren wollte, ſei⸗ nen Austritt nach ſich. Manche andere Gli e⸗ der ſind von Zeit zu Zeit ausgetreten aus Ab⸗ ſchen gegen die Grundſaͤtze des Ordens, ſo bald ſie nur loskommen konnten; das iſt ein Austritt, der den Ruͤcktritt unmoglich macht. Aber das war der Fall mit Kniggen nicht und konnte es nicht ſeyn. Denn er entfernte ſich blos, weil nicht alles nach ſeinem Kopf gehen wollte, und ſo inconſequent iſt er nicht, daß er verabſcheuen ſollte, was er ſelbſt ge⸗ macht halte, f aund uohen er andern zur Em⸗ ſehe * —- geart Q, und n 24, ung geri ze gf arr ſo i upt= Generali njen en, ſond Nan an und das ein= Weishun mhiel— md endlic der N⸗ pf gewah nand an ollte, Ma n andere G. Gl ausſn aus h ge S dens, dunt das iſth tt uif rich mah nit 4 gen mit 4 1 nem ſu uſeg r aſt et ni „ u. ſelbſt er i zur( da gt er ſitß Dem entfemn if pfehlung deſſelben anrühmte, daß er daben — Befriedigung fuͤr Kopf und Herz gefunden habe(bey ſeinem eigenen Machwerk). Auch trat er hoͤchſt ungern aus. Man leſe nur die Briefe, die er an Weishaupt, an Zwackh und andere Nachtrag zu den Originalſchrif⸗ ten) ſchreibt, und man wird ſehen, was er alles anwendet, um Weishaupte n zu be⸗ wegen, nur ein wenig nachzugeben, damit er ſchicklich bleiben koͤnne; wie er ſich wi⸗ det, um ſich nicht von der ſaubern Geſelle ſchaft zu trennen, wie fuͤrchterlich er droht, und welche goldene Berge(„Macht, Reich⸗ thum und Boheit“) er verſpricht, wenn man es ihm moͤglich machen wollte, zu blei⸗ ben. Ein ſolcher Austritt iſt von der Art, daß er bey veraͤnderten Umſtaͤnden einen NRuͤck⸗ tritt ſehr moͤglich und leicht macht. b Daß Knigge am rten Jul. 1784 wärk. lich aus dem Orden getreten ſey, ſage ich, iſt unlaͤugbar, vermoͤge des Vergleiches, den er ſelbſt(S. 187 ſeiner Endlichen Erklaͤrung) 146— gedruft mitgetheil hat. Nach dieſem wunde er mit Lobe aus dem Orden entlaſſen; er begab ſich damals aller thaͤtigen Theilnah⸗ me an den edlen Geſchaͤften des Ordens, lieferte Ordenspapiere aus, lobte und prieß die Mitglieder, und machte voͤlligen Frieden mit ſeinem Gegner, indem er ihm gaͤnzlich Platz machte. Er verſprach blos Verſchwie⸗ genheit und den menſchenfreundlichen(ja wool recht menſchenfreundlichen!) Abſichten des Ordeus nicht entgegen zu arbeiten, und ſeine Obern nicht zu nennen noch zu compro⸗ mittiren. Seine Verhaͤ ltniſſe zum Orden, und die Verpflichtungen„welche er eingieng, waren aiſo blos negasip. Sſ⸗ er aber daben geblieben? Hat er nicht 3 ſeinen Anhang fort unterhalten, fort unter⸗ richtet? Und iſt er nicht, nachdem der Orden nachher ſcheinbar aufgehoben wurde, ſelbſt derjenige, unter deſſen Direction der Phoͤnix viel herrlicher wieder aus der Aſche ſich em⸗— ar geſchwungen. Warum ſollte man das nicht glauben? Denn iſt er micht einer von däi s s dan hte 4 den rach 5 Aeſhe denft r alichen i nd 1 alfan 8 gen ſi heiten, un 1 anen. zu compne ötri m Otha 7s 8* eingien 1 S at er ih erhal Fffort unt „ nat emn der Oia gobe e ras de, ſill direcſ muyer Phüu 3 de We ſich 4 um 2 man ſt ern iunn — anen geweſen, der zeh aller Gelegenheit dem abſcheulichſten aller Orden das Wort geredet hat? Hat er ihn nicht geruͤhmt und geprieſen umter ſeinem Namen, und noch haͤufiger in ſeinen vielen anonymiſchen Schriften? Hat er nicht das Publikum durch ſeine dreiſten Un⸗ wahrheiten daruͤber zu blenden geſucht? Man leſe mit Aufmerkſamkeit ſeinen 1786 heraus⸗ gekommenen Beytrag zur Geſchichte des Frey⸗ maurer⸗Grdens, und ſehe da, wie genau ſich der zwey Jahre vorher vom Orden abgetret⸗ ne Philv an ſeine Bruͤder anſchließt, und wie thaͤtig er ihnen bey ihren ſaubern Opera⸗ tionen auf manigfaltige Weiſe zu Huͤlfe kommt. Welchen Ruhm macht er nicht von dem Illu⸗ minaten⸗Orden in ſeiner Endlichen Erkla⸗ rung? Nur eine offenbare Luͤge hier zu be⸗ ruͤhren, ſagt er nicht daſelbſt S. 111. gegen alle Wahrheit, der Prieſtergrad ſtelle die Leh⸗ re Jeſu in einen erhabenen und reizenden Ge⸗ ſichtspunkt; da es ja doch klar und offenbar iſt, daß er alle poſitive Religion zerſtoͤren wiill. Sch mißt wenigſtens ein Drittheil jes K 2 ner Schrift abſchreiben, wenn ich alle ſeine Lobeserhebungen des ſchaͤndlichen Ordens an⸗ fuͤhren wollte Das Schrieb Knigge im J. 1788., als vier Jahre nach ſeinem Austritt. Warum that er das? wenn auch die haͤßli⸗ chen Sachen zum Theil ſein Machwerk waren, ſo konnte er doch da, wo er nicht mit Wahr⸗ heit den Orden zu ruͤhmen vermochte, der damals aufgehoben ſeyn ſollte, lieber ſchwei⸗ gen, wenn er ganz und auf immer ſich da⸗ von getrennt hatte. Aber die Wahrheit iſt, ſeinem Herzen luͤſtete nach den Fleiſchtoͤpfen Egyptens, er konnte die Suͤßigkeiten nicht ver⸗ geeſſen, die er im Orden geſchmeckt hatte, der ſo viel Befriedigung fuͤr ſeinen Kopf und ſein Herz darreichte; deswegen wollte er ſich auf moͤgliche Faͤlle doch eine Thuͤr offen laſ⸗ ſen. Zwar war er, wie ich zuverlaͤßig weiß, um 1788. noch in keine naͤhere Verhaͤltniſſe mit dem Orden oder denjenigen, die Weishaupten anhiengen, wieder getreten; wovon auch aͤuſ⸗ ſere Merkmahle ſichtbar waren, die vielen 3 noch erinnerlich ſeyn werden. Es iſt nem⸗ lich eine einmal ausgemachte Sache, daß alle „w. 1,1 älle und! Ordenza drs— igath un Auätn a denn e ch die 4 ſein wet näa o eeit mitAi men meunochte,) 14 eber n d au un per ſchh lber Vahrhei 1 1 nach m Jleiſchtiſ Su M en nichte den ſueckt hun fuͤr ain Kopfu zweger allte ei ˖eine—t offen h zun Ig weiß 1 ihere* Fältniſtn ggen,* Seishauze ten; auch ar e die ni verde is iſtm acht Sce, dit — 149— Iluminaten⸗„Arbeiten in den 1 Joutnalen g ge⸗ lobprieſen werden muͤſſen. Nun hat zwar cou- rentiſin mus Nicolai in der Allgemeinen deutſchen Bibliothek niemals aufgehoͤrt, die Kniggiſchen Schreibereyen bis an den Himmel zu erheben, und lobte auch um 1788. was von ihm herkam. Aber die Jenaiſche Littera⸗ tur⸗ Zeitung, auf welche Weish aupt, der dazumal immer noch etwas mit Knigge geſpannt war, naͤhern Einfluß hatte, imglei⸗ chen die Salzburger Zeitung, giengen anfaͤng⸗ lich und damals nicht ganz ſo zaͤrtlich mit unſerm Baron um. Mit welcher Bewunde⸗ rung aber ſeit etlichen Jahren alle Journale und Zeitungen von dem Lobe ſeiner wahrhafti⸗ gen Fabrikwaare uͤberflieſſen, iſt maͤnniglich kannt, und kein Blatt hat mehr umgeſtimmt als das Salzburger; bey welchem Corſaren jezt unſer Baron, wie ich gewiß weiß, ein Port im Schiff hat, oder wenigſtens ein Ru⸗ der händlſthen Galeere führt. Seit dem Ausbruche der Revolution hat, wie jeder Beohachter leicht bemerkt, der Or⸗ — 1 50— den einen neuen Schwung genommen. Seitdem iſt auch in der Seele des Phil o alles dahin gehoͤrige wieder aufgebluͤhet, denn er hat ge⸗ ſehen, daß doch das durch ſeine beyden Pro⸗ ſelyten Bode und von dem Buſſche gegen ſeiuen vormals gegebenen Rath„ noch vor der Hand i in F ankreich nichts dorunehmene gewagte Experiment ganz allerliebſt gegluͤck b iſt, und ſich nun auch bald was fuͤr 8 land hoffen laſſe, wie auch Bruder Mauoil⸗ lon feſt verſichert hat. Seitdem giebt er uns auch in ſeinem Schaafskopf und in ſeinem Wurmbrand herr liche Illuminaten⸗Lektionen, um die zu erwartende Revolution vorzuberei⸗ ten; und wie reich iſt hieran nicht ſeine neueſte Schrift: uͤber die Solgen der franzoͤſiſchen 5 Aepolution! b Jenen ihm Zemachten Borwurf fuͤhrt er in ſeinen neuen, mit Lobeserhebungen fuͤrden Drten erfuͤllten Derrheddgung mit folgenden — Worten an: S. 27. „ Allein man wirft mir haupeſachlich vor, 4 daß ich in meinen Behrinton dieſelben het, ta er ng 6 6= yhden 3 em ð ſche gumn den 12 14e — nz 4 n 44 1 aldwi ir Deuuſc ch I,—Nauri Sar giet afeko din ſäim Uumit„Lektionn, wolu ebotzuben an at Zine neuc n da 3 tͤſiſch en A fuͤhttn eser na en für igun um folgenie bau S lich nn, ganlſarn d 4 Scht dieſelbe — 15— 35 Geundſäge offentlich lebre, welche das „»„ Weſen des Iiiiaminateu⸗ Syſtems aus⸗ 8 8 „machten.— Und was antwortete er auf dieſen ſchwaren Vorwurf wol? Nichts weiter als folgendes: „Daß dieſes ſich wirklich ſo verhalte, „das wuͤrde noch wol eines Beweiſes „ beduͤrfen⸗ 22 Fuͤr keinen vernuͤnftigen Meuſchen, der die Sachen verſteht, und Kniggens Schaafs⸗ kopf und Wurmbrand und ſein Buͤchlein:. uͤber die Folgen der franzoͤſiſchen Revolurion ge⸗ leſen hat, oder leſen will, kann es eines weie tern Beweiſes beduͤrfen. Ferner bringt er den elendeſten Trugſchluß u ener Pertheidigung vor, wenn er ſagt: 5, Wenn meine Grundſase 5 aber Staatg⸗ „und Kirchen⸗Syſteme irrig ſind, ſo muß ⸗ mich eben die oͤffentliche Bekanntmachung „ derſelben, und daß ich mich nicht ſcheue, b „ ſie der Pruͤfung und Widerlegung preiszu⸗ 5 geben, gegen allen Verdacht eines gehei⸗ s men Misbrauchs derſelben ſichern, wo⸗ » von doch eigentlich bey den Illuminaten „ die Rede iſt. Ich kann alſo vielleicht „„ ſehr unvorſich tig ſehr unv erſtaͤn⸗ „ dig geſchrieben haben, aber von ver⸗ ſtekter Bosheit iſt doch da wohl keine » Spur. Gott iſt mein Feuge, daß hHiernach alſo ſind alle Illuminaten und alle Aufklaͤrer voͤllig gerechtfertigt, die nach den Ordens ⸗Geſetzen, ſo wie ſie Knigge promulgirt hat, Illuminaten⸗Grundſaͤtze un⸗ ter die Menſchen bringen. Vergißt er denn ganz und gar, daß er ſelbſt den Beſehl ge⸗ geben: man ſolle dieſe Grundſaͤtze zur Mode machen und ausſtreuen, damit ſie zu ſeiner Zeit Frucht bringen? Daß man einſt desfalls Nachfrage anſtellen koͤnnte, ſiel ihm ums Jahr 1790 wol nicht ein, da ſeit ſo vielen Jahren 4 2 5) Man bemerke die kuͤnſtliche Verwickelung dieſer Stelle, deren Schluß mit dem Anfange ichts gemein ht.“ amin ſeh iverßn en, 2 von 1 och wohl ti ſes fs d ſdſttefegl Rund ur an 4 dam zu ſein 3 m4 e ſidesfa ,hel a ums Jht ſeit n Jahtn —— Pnli rwickeln dluß 2 Ynſankt u. ſr aßter im - 33— die Ilumindten und Aufklaͤrer ihr Werk un⸗ geſtoͤrt getrieben hatten, ohne daß man auf⸗ merkſam darauf war; weshalb ihn eben nichts ſcheu machen konnte. Am wenigſten aber durfte ihm vor Pruͤfung und Widerlegung ban⸗ ge ſeyn, da bekanntlich wenige dazu Luſt hat⸗ ten. Diejenigen, welche ſich bis dahin, und wirklich bis dieſen Augenblick, an Illumina⸗ ten und ihrer Lehre vergriffen, ſind ſo abe gefertigt, ſo verſchrieen u), verfolgt, ihre Schriften unterdruͤckt, daß es nur noch we⸗ nigen einfäͤllt, iich daran zu machen. 5 Ein g ganz neuer Beweis davon ſinder ſich in der Recenſion der Wanderungen in die Rheiu⸗ gegenden S. Allg. Lit. Zeit. Nro. 360. vom J. 17094. wo dieſes den Illuminaten hoͤchſt empfind⸗ liche Buch, auf die duͤmmeſte platteſte Weiſe damit abgefertigt wird, daß es ein beleidig⸗ ter Autor geſchrieben habe, der nun aus Ra⸗ che ein Illuminatenriecher werde. Aber was das tollſte iſt: der Recenſent will, daß die Cen⸗ ſur nicht mehr dulde, daß man gegen die Buaron Ku igge ſagt denn ferner, man koͤnne ihm nicht beweiſen, daß er irgendwo gewaltſamen Revolutionen und Empoͤrun⸗ gen das Wort geredet habe, oder monarchi⸗ ſche Verfaſſungen habe ſtuͤrzen und chriſtliche Sitten⸗Lehre angreifen wollen u. ſ. w. e Illuminaten ſchreibe „ weil das deutſchen Gemeingeiſt verderbe! Das iſt doch arg! In⸗ deſſen leſe man das wichtige Buch ſelbſt, ſon⸗ derlich S. 232 bis 272 auch S. 94 die Verglei⸗ chung des Verfahrens Frankfurts und Ham⸗ burgs. Die Rec. ſieht Kniggens Machwerk ſo aͤhnlich, wie ein Ey dem andern! Jedem unpartheitſchen Beobhachter kan hierbey die Bemerkung nicht entgehen. Die Illuminaten ſind Feinde der Cenfur, ſie verlangen unbe⸗ ſchraͤnkte Preßfrepheit, um ihre Grundſaͤtze ohne alle Hinderung verbreiten zu koͤnnen. DHier aber verlangen ſie Thaͤtigkeit der Cen⸗ ſur; ſie ſoll nicht mehr dulden, daß gegen ddie Illuminaten geſchrieben werde. Ganz im Geiſte eines Ordens, der herrſchen will. Hier⸗ aus laſſen ſich zwey Erfahrungen erklaͤren. Die eine iſt, daß an Orten, wo die Cenſur — 1 4 mhet m da itgendin dnen u mparm. habe,„r monante e a n das= ugh dtige? elbſt, ſir nc S. e Verzle Frankt und Han. t 4 n Nachmat dem emt! Jeden 4 4 8 tbey A 6 2 gen unke um a Jrundſize vein au kännen. dht der Cu⸗ t duh waß gean bden w n Ganz it herrſt Sill. Hir frfahet a a erkläken ten, Se Cenl Das alles beweiſet gar nicht, daß er kein Gange de des Srdens am maünſtghniſ. Darum. in ihren Haͤnden iſt, wenn der Landesherr auch noch ſo wachſam iſt, die beſten Geſetze gegen Unruhſtifter giebt und Jakobiner juſti⸗ cciren laͤßt, dennoch Aufruhrpredigende Schriften paſſirt werden. Die andere, die noch mehr aufaͤllt, iſt, daß ſogar Schriften, die fuͤr den Staat und die Religion geſchrie ben ſind, an den nemlichen Orten oͤffentlich unterdruͤckt werden, unter dem Vorwand, weil bey Gelegenheit der darin vorkommen⸗ den Widerlegung falſcher Saͤtze dieſe Saͤtze ſelbſt bekannt gemacht, und ſo mit ver⸗ breitet werden wuͤrden. Wahrlich, die Illu⸗ minaten haben ihr Vorhild die Jeſuiten hier⸗ in weit übenroſſen! Illuminat iſt, denn gewaltſame Revolutionen wollte der Orden gerade zu anfangs nicht. Aber die franzoͤſiſche Revolution iſt ihm in ei⸗ niger Entfernung ſehr willkommen; mit einem Blicke auf ſie hin, den Leuten zu ſagen, es koͤnnte doch beſſer in der Welt ſeyn als eure Lage iſt: das iſt die Stellung, die dem Fort⸗ 8 3 haͤngt Philo ſi ch nun affentlich an die fran⸗ 8bſiſche Revolution an. Er hofft auf eine nem⸗ liche Umaͤnderung der Dinge. Er und ſeine Bruͤder ſtehen ſchon ganz gut bey den Fran⸗ zoſen ſo, daß er im Fall ihres weitern Ein⸗ dringens in Deutſchland nicht blos auf eine ſanftere Behandlung fuͤr ſich und ſeine Mit⸗ glieder, ſondern auch, und warum es noch mehr gilt, auf Einfluß und Mitwuͤrkung, und was den Bruder Philo noch inſonderheit fuͤr ſeine eigne Perſon betrift, darauf rechnen kann, bey der Sanscuͤlottiſirung Deutſch⸗ 8 behdas wenigſtens Maire in Bremen zu wer⸗ Man leſe nur das Moniteur⸗ Stuͤck vom b 15 Floreal dieſes: Jahrs in Hubers Beytras gen zur Geſchichte der franzoͤſiſchen Revo⸗ lution St. 4. S. auch? Eudzwoni 35 St. S. 224. u 1 Allein es wäre zu weitläufig, hier den Gang und die Wendungen entwickeln zu wollen, 5 die der Orden ſeit der Revolution genommen hat. Ich bleibe bey meinem Satze, und ſage, wenn Kn nig 3 4 dar aus eben, dat er im Jahre „. ͤͤd entli die fan hofff zeine nett ge.— und ſin gut zen Frau ihres am tern C ct af i ſich Heine M nd wien es unh N. H ung,m 4 d noßt onderhei ift, dar Frechnn eriſi Deutſch in Sa zu we kouite= uͤch vom Hub Peytri tanzd Hn Revo⸗ dudaͤt 3s St. aufig, en Ganz vickell as wollen, volutik nommen mn Sd z ud ſagt, en, dm Jahfe 17090 und 9r. Illuminaten Grundſatze bffent⸗ lich lehrte, zu beweiſen ſich erdreiſtet, daß er kein Illuminat mehr ſey ſo iſt das doch b gar zu arg. Vorhin habe ich angefährt, daß es 3 Hauptſtuͤck in den Illuminaten; ⸗Grundſaͤtzen ſey, und zwar in den Documenten welche Knigge ſelbſt geſchrieben und unter dem Nahmen Philo ſanctionirt hat, daß man ſuchen muͤſſe, nach und nach die ſelaviſche — Fuͤrſten ⸗» Verehrung zu vermindern, weil durch dieſelbe die Menſchen verdorben wuͤr⸗ den. Dieſes Geſetz promulgirte Knigge im Jahre 1782. in ſeinem Prieſtergrade. In ſeinem Schaafskopfe, den er ohngefehr im Aufange des Jahrs 1792, alſo 10 Jahre ſpaͤter in die Welt ſchickte, ſagt er nun fol 4 Heudens 4) — *) Ueber alle dieſ nachfolgende Stellen oll eine gewiſſe Landesſtelle abgeurthelt haben, ſie waͤren zwar ein wenis anſtoͤßig und ver⸗ 18— T), Mas Samuel(der Prophet, aͤber die „ Rechte der Koͤnige ſage, beweiſe ſei⸗ „ ne tiefen, im Orden der Pinſel oder „ Dummkoͤpfe, auf Grundſaͤtze des Na⸗ „ tur⸗ und Buͤlterrechts geſtäßten Ein⸗ 8 2⸗„ Rchten.“— as Sollte doch ünſteeiig d die eFirſteu⸗ 2 Ver⸗ ehrung wol nicht vermehren, ſondern ver⸗ mindern?— Aber ein Illuminat iſt im Stan⸗ de; zu ſagen,. ganz und gar nicht, e es war ein blohe⸗ Spaß! 1 2), In Griechenland wollte es mit den 5, Dummkoͤpfen nicht fort„ freye Re⸗ „ publiken waren ihnen von jeher un⸗ —„ günſtig. Die umalüsklichen Begriſfe daͤchtig, aber im geringſten predigten ſie nicht Aufruhr und wiegelten durchaus nicht auf. Wir wollen hoffen nnd glauben, daß dieſer Bericht ungegruͤndet ſey, weil das nachmalige Verfahren derſelben hiermit nicht ganz uͤbereinſtimmt. ———— 8 4 8— D ſöiek — ſa— eweiſe ſe en d inſel wh Hrun e des Ne ht A ten Em u tren in dern ver 1 t im Stmr war ei 17 3 mit da t foi— tege N nen ajeher ur gläcſ Begiſt ——— etinoſtt ddigten gdie ☚en⸗Ver 4 gelttt daus it fen n uden, d derſel ermit nih 3o „ von eyhes die Abſchaſtung der „ koͤniglichen Wuͤrde, d e philoſophi⸗ „ ſchen Schulen— deeute die Opera⸗ „„ tionen der Dummheit. Das ſoll doch unſre Neigung fuͤr Fuͤrſten und Koͤnigswuͤrde eher vermindern als vermeh⸗ ren?— Aber ein Illuminat iſt im Stande zu 8 ſagen, das ſey nicht wahr, es empfehle of⸗ fenbar die Fuͤrſten⸗ Wuͤrde, und wer das nicht ſehe, der ſey ein Pinſel⸗ 3) ſagt Kniggens Schaafskopf: „ Viele gekroͤnte Haͤupter große und „ kleine Fuͤrſten waͤren die eifrigſten „ Dummrkoͤpfe, aber aus Frankreich ſey „ die Dummheit Kauch die Bosheit?) „ verbannt. Das iſt doch wol, indem es Frankreichs ſcheus⸗ liche Verfaſſung den Vorzug vor monarchi⸗ ſchen Verfaſſungen giebt, nicht gemeint, Fürſten⸗Verehrung zu empfehlen.— Aber ein Illuminat iſt im Stande euch ins Ange⸗ ſicht zu ſagen, das ſey nur eine häͤnnſche Auslegung der Worte des frommen und heili⸗ gen Philo⸗ der nichts arges denkt noch thut 1 — 160— 8 9 Sagt Kn ni gge in a ſeinem Schaafokopfe. 22 92 32 & 32 „„ 55 5² Verbindlichkeit unſher. Nachkonnnen) Die Macht der Fuͤrſten ſey nur con⸗ ventionell— das Volk. koͤnne den Contract aufrufen, wenn das Zutrauen aufhore— weil einer nicht Tauſende zwingen koͤnne, ſo muͤſſe der Wille des Einen ſich nach den Tauſenden „richten. Wenn alſo die Tauſende das iſt, das Volk den Einen zum Regen⸗ ten beſtellen, ſo laͤßt er das gut ſeyn, jedoch weil das Vertrauen nur perſoͤn⸗ lich ſey, ſo ſoll ſo will es Knig ge) keine Regierung erblich ſeyn— Ver⸗ traͤge, die mit den aͤlteſten heiligſten Geſetzen der Vernunft ſtreiten, baͤn⸗ den niemand(das heißt hier, die uns einen erblichen Regenten beſtellen)— man koͤnne nichts verſchenken, was nicht unſer eigen ſey(nemlich die fo und hei ges Auch t nem ggfökoxit uürſte nur ehh 18 1— lonne in „wee zutram einer in Tauſa ſo nF der Bl nach ⸗Tauſen alſ de uſendedn n Ei um Rega luͤßt 5 gut ſey Vertri n uur perſin ſo wil Keniggu erblitt u— TWh dn al u heiligſtt rnun A ten, bir as heſt t, dieu Regen iſtellen)- rs ken, n ſe emlich ü Mkomme ſrer dh — 16¹1— Das ſind nun die auderäͤuſerlchen hiches der Franzoſen!“ Alle, die dieſe Punkte nur in Zweifel ae hen, ſchilt der Baron Knigge ohne Gnade b fuͤr Dummkoͤpfe. b 5) Sagt er in ſeinem Schaafokopfe ferner⸗. „ Alle Dummkoͤpfe behaupten, daß die „Koͤnigs⸗ und Fuͤrſtenwuͤrde goͤttlichen „ Urſprungs, und daß ihre Perſonen „ heilig und unverlezlich waͤren“(Aber ſogar die franzoͤſ. Convents⸗ Deputirten reclamiren dieſe Unverlezlichkeit! u. ſ.w. Dieſes iſt nur Ein Punkt, unter vielen, wo ich Kuiggens s Aeuſſerungen! mit den Illu⸗ minaten Grundſaͤtzen vergleiche. Ich ſage: acht Jahre, nachdem er aus dem Orden ge⸗ treten war, ja, wenn man ſeine Schrift: uͤber die Solgen der franzoͤſiſchen Revolution da⸗ zu nimmt, eilf Jahre hernach, ſchreibt er noch voͤllig zu Illuminaten⸗ Zwecken: ſeine Leſer gegen Fuͤrſten einhuuehmen⸗ die Zürſtener. 8*nſ — 162— ehrung u vermindern, welches ja R endlich of⸗— fenbar auf den Endzweck hinzielt, den ſie 3 deutlich genug gezeigt und geſagt haben; die Fuͤrſten nach und nach von der Erde ver⸗ 3 ſchwinden zu machen. Mit der Religion gehtt er eben ſo nach den bekannten Illuminaten⸗ en Zwecken; nur kann ich ſolches hier nichr aus. fuͤhren unuddoch fagt K ni g 32 1 in fener neue⸗. ten Vertheidigung: „ s beduͤrfe noch wol eines Beweiſes, 8 5 b 3, daß er Illuminaten⸗ Grundſaͤte lehre. ²* b 8 Alſo braucht es auch wol eines Aeeiſes, daß es bey Tage hell iſte Aber wenn er auch wirklich Iluminaten Grundſätze lehrtes— een O! bewundert die ſchlaue Gewandbeite ei⸗ fo b nes Illuminaten⸗ Ropfs!— 8 de 8„ wenn das auch erwieſen waͤre, fagt ᷓr. f „ ſo beweiſet ja gerade eben dieſes, dasz „ er kein Illuminat iſt, denn ſonſt wuͤrde d „ er nicht öffeutlich Dinge lehren, deren ach enlih z d 1=t, 11 — 3 hüben d v: Ardenn 3 Nitd lligion ga b teund luminate liches—n nicht au wol Beweiſd, 1⸗Erf age lehre“ wol 1** Beweiſtt fs— wieſe, ſagt ade ir ieſes, u ſt, dmmmſt wäch Ding. den, daß gan finer nenn irk ¹luminat laue mdheit 2 ten Schuld giebt; es ſey ibm whuue „ Jrrthum ſeiner Grundſaͤtze uͤber Staats⸗ 8Q „ zur Laſt zu legen.„ enbtih fuͤgt der fromme Mann noch hinzu: 2 Sott ſey ſein Feuge, daß wenn er », vielleicht auch zu kuͤhne Ausdruͤcke ge⸗ „, brauchte, es aus dem Herzen des treue⸗ „ ſten Buͤrgers kam. Sehr recht! die jeſuitiſchen Aequioocationen kennen wir. Er ſagt nicht ohne Grund nicht Unterthanen, ſodern Buͤrgers, Citoyen, und wird uͤber diejenigen ins Faͤuſtchen achen, die ihn nicht verſtehen, Es iſt ſehr unangenehm jemand. immer aus einem Schlupfwinkel in den andern zu ver⸗ folgen. Aber will man gegen Knigge ree den, ſo iſt dieſes nicht anderſt möglichz man ſindet ihn ſonſt nicht! Wenn alle diejenigen, welche nach Befehl des Ordens, ſeine Grundſätze verbreitet 3 22 „ und Kirchen⸗ Syſtem aber keine Bosheit 3 kern beynahe keine Illuminaten, a als diejeni⸗ gen, die uͤber ſolche Dinge ſchweigen; denn die groͤßte Anzahl lehrt und ſchreibt wie Knig⸗ ge. Allerdings ſind alle, die ſo ſchreiben. Illuminaten, oder von Illuminaten gefuͤhrt. Der? Orden befahl es ſo, und kein Heft der Allgem. Jenaiſchen Lit. Zeitung, der Horen, des Genius der 5eit u ſ. w. erſcheint, worin nicht Illuminaten⸗ Grundſätze ausgebreitet werden. Wie waͤren ſonſt, wofern es nicht per influxum fupernaturalem, wie uns ſogar Bruder H u ber in den Beytraͤgen 28 Stuͤck, S. 356. zu verſtehen giebt, geſchehen iſt, auch die Illuminaten⸗ Grundſaͤtze unter die Leute gekommen, zur Mode geworden? 2 Es mußten doch einige wenigſtens vorangehen! O glauben Sie mir, Knigge iſt von jeher ei⸗ ner von dieſen Vorangaͤngern geweſen, und heat auch nach ſeinem Austritt aus dem Or eden nicht aufgehoͤrt es zu ſeyn. Aber nie war er 88 ſo ausdruͤcklich, ſo klar und praktiſch und unter ſeinem Nahmen, als e it dem Johre 179O 0. zar Mode gemachtä. haben, keine Iülumina⸗ ten ſind: ſo gieht es unter unſern Schriftſtel⸗ en, er unf dinat * ge 9 ſhn le, d Jlu e t geilht a üma chtf fiſtt — k dieja en; dm m wie Kui *ſ ſr „ und* Heft Nein er Zorn w. undſaͤ uſt, p ralem, Beyn =nt, weuin s Sti Node enigſtett nigge tangehe äͤngen? zeſen, u ustritt wem 9 dr yn. 1 r ie we Nar u ktiſcht b ls ſeit rahre lac kgebrai * es ih — uns ſog gest, Gaehen h. Grund unter h. den. An jebern Er war freul ch., nach allem was vorher ge⸗ gangen war, nicht der Mann. der ſo offentlich auftreten mußte; und in ſo fern will ich ihm 8 zugeben, daß er unbeſonnen handelte. Aber es giebt Augenblicke der Sicherheit, die ſo etwas wol erklaͤren, und denn glaubten wuͤrk⸗ lich damals die Illuminaten, ſie haͤtten ſich 5 ſo herrlich aus allem herausgewickelt, daß nun kein Menſch es weiter wagen werde von ihnen zu reden— ſo urtheilen wirklich, auch jezt viele kurzſichtige Menſchen, die nicht Illuminaten ſind;— man dachte da⸗ mahls auch, daß doch, wie Mauvillon ja ausdruͤcklich ſagt, die frauzoͤſiſche Revolu⸗ tion bald auch Deutſchland eutzuͤnden und in eine Republik verwandeln werde(die denn von einem geheimen Orden weit beſſer als von einer offenbaren Geſellſchaft, wie die Ja⸗ kobiner, regieret werden könnte): daher hielt man es kaum der Muͤhe mehr werth zuruͤck zu halten. Auch giebt nun Weishaupt ſein verfaͤngliches Buch: uͤber geheime Welt⸗ und Regierungs⸗ Kunſt heraus, welches er vor ei⸗ uigen Sabren noch wol hante bleiben laſſen b — 166— Aber was konnte Knigg en bewegen, b ihn, der aus dem Orden getreten war, nach de Jahre 1790 wieder ſo lebhaft in Ausbreitung der Ordensgrundſaͤtze zu werden, wenn er nicht um die Zeit, wieder in naͤhere Verhaͤlt⸗ niſſe mit dem Orden trat? Er hatte ſeinen Endzweck erreicht und eine, wie man wenig⸗ ſtens ſagt, anſehnliche und eintraͤgliche Be⸗ dienung vom Koͤnige von Grosbritanien und Churfuͤrſten zu Hannover erhalten. Dieſes haͤtte ihn ja muͤſſen fuͤr das beſtehende Syſtem gewinnen. Aber dem ohngeachtet ſtellt er Koͤ⸗ nige und Fuͤrſten im gehaͤßigſten Lichte dar, als wenn alle Deſpoten waͤren, als wenn ſie alle ihre Unterthanen fuͤr Leibeigene anſaͤhen, und dieſe ſich weder der Sicherheit ihres Ei⸗ genthums noch ihres Lebens zu erfteuen haͤt⸗ ten. 3 SOder i flgebes, anders zu aerſehen? ⸗„ Naſtehendes 6 ſaat der Baron) halten » Dummkoͤpfe fuͤr die aͤchten Glaubens⸗ „ lehren treuer Unterthanen, in monarchi⸗ » ſchen Staaten—— die Unserihanen und ine, an weig und g e Jliche ie u Gr r eanien ui der ei 1. Diſſ das be he Syſtn jngeach Zilt erſe. däßigſ dichte du, wäͤren ee wenn ſt rkeie 38 anſahen aders zadiehen? der 1☚) hale je aͤcht laubens 5 umj anen nd „ deren Leben und Gaͤter, alles iſt in dde „ Hande der Koͤnige und Fuͤrſten gegeben, a 12re Verht tte ſeinn „ ches ihm ſelbſt gehoͤrt, und ſo wie er „ beſtellen kann, wen er will: ſo darf ein ſpiegeln, oder die ganze Illuminaten⸗Schlau⸗ heit und ihre Hermenevtik anwenden: ſo iſt es Siche S ihres E unmoͤglich für dieſe und andere aͤhnlichen dens z ten euen hät „ und wie ein Vater Herr uͤber das Vermd⸗ „ gen ſeiner unmuͤndigen Kinder iſt, wel⸗ „ihnen zu Vormuͤndern nach ſeinem Tode „ Koͤnig ſeinem Volke Beherrſcher geben; 3 „darf ſeine Unterthanen mit allem, was „ihnen angehoͤrt, vertauſchen und ver⸗ 92 kaufen n⸗ 4c mag ſich drehen und wenden, wie er 3 will, er mag die Einfalt eines Schaafs vor⸗ Stellen*), eine andere Erklaͤrung zu finden *) Mebrere davon findet man bereits im öten. Stuͤcke der Wiener Zeirſchrift vom J. 1792⸗ aus ſeinen Schriften ausgezogen. Alsdieſe: er will: ac Iluminaten⸗ Grund⸗ ſätzen— das herrſchende nnonariſche Sy⸗ B vethaßt machen. Dda Lntgge in dem jezt beſtehenden ep⸗ ſtem die Vorzuͤge ſeines Standes, das Anſehn ſeines Amtes und deſſen reichliche Einkuͤnfte genießt, und er dennoch ſo wuͤtig gegen das⸗ ſelbe handelt; ſo muß man annehmen, daß er entweder als ein ſchwaͤrmeriſcher Narr handele, oder als einer, bey welchem tiefere Plane und Ausſichten zum Grunde liegen. Die⸗ ſes fͤhlt er, und in dieſem Dilemma waͤhlt er nun freylich ſehr kluͤglich das erſtere, und giebt ſich im Gedraͤnge fuͤr einen ſchwaͤrmeri⸗ ſchen Narren hin, indem er ſagt: 5 „ meine Grundſäͤtze(ſolte heiſſen die Gr⸗ „ dens⸗ Grundſaͤtze) uͤber Staats⸗ und 5, Kirchenſyſtem moͤgen irrig ſeyn.— Viel⸗ „ leicht riß mich auch mein Eifer hin, zu „ kuͤhne Ausdruͤcke zu gebrauchen; viel⸗ 3, leicht war es Vermeſſenheit von mir „» und dderglichen.“ 3— Illun Men⸗Gru „ 1 iſce 8. 8= ha 1 Ne en rit-. ea man* aſmen, 6 ſchwat her In bey em tien m Grt e cegen. N. eſem 1† Ama vä glich Re ſere, m ür ein waͤtmch er ⸗ ſaulte en die Go ) ddet Sats⸗ m en inig 2— Wb h mei Sr hin,g u gel tatn; 4 meſt unn n b— 169— 8 Aber einem ſo alten Jüuminaten, der ſein Syſtem nicht erlernt, ſondern erſchaffen hat, der nicht t andern nachplaudert, ſondern nach alten eigenen laͤngſt von ihm gepruͤften Grunda ſaͤtzen handelt, kurz dem Abfaſſer oder Con⸗ eipienten des Prieſter⸗ und Regenten⸗ Grades, den man auf der That betrift, daß er in den Grundſaͤtzen des Ordens handelt, den laͤſſet man ſo wolſeil nicht davon, das man ihn hlos fuͤr einen ſchwaͤrmeriſchen Narren haͤlt, der in Uebereilung eine Thorheit begeht. Da das ganze ſo ſehr con ſequent iſt, da ſich ſeine Handlungen viel beſſer und ſeiner Denkart und Lage gemaͤßer erklaͤren laſſen, ſo mußman doch dieſe Erklarung wenigſtens bdren. Obgleich die Stelle und das Einkommen des Barous ſehr anſehnlich ſeyn mag, ſo iſt ſie doch fuͤr ſeinen emporſtrebenden Geiſt zu ſubaltern und abhaͤngend, und er kann doch darin die Welt noch nicht commandiren, wo⸗ nach ihn laut ſeinen eigenen Ausdruͤcken luͤ⸗ ſiet. Wenn ihm nun der Orden die Ausſicht b darbent, nachdem Deulſchland durch Lülfe der Franzoſen oder anc ohne ſolche i in eine Republik verwandelt ſeyn wird, darauf groſ⸗ 3 ſen Einfluß zu erhalten, wie ja das Mauvil⸗ lon in ſeinem oben angefuͤhrten hoͤchſt au⸗ thentiſchen Briefe, ausdruͤcklich ſagt: was ſollte wohl einen Mann von dem Charakter eines Philo abhalten, das nicht zu begeh⸗ ren und zu befoͤrdern? Was hat die ganze Propaganda, die beynahe aus lauter Illumi⸗ naten beſteht, fuͤr andere Endzwecke? Und vwuͤrde nicht der Orden ſich g luͤcklich ſchaͤtzen 8 ſeinen Mit⸗Schoͤpfer, einen Mann, der ſich ſo ganz fuͤr die ſchoͤnen Geundſäͤtze deſſelben paßt, 3 der ſolche Geſinnungen,„ ſolche Thaͤtigkeit und 1 Erfahrung, und— wie er ſelbſt ſagt— eine ſo geuͤbte Feder hat, dereinſt an ſeiner 3 Spitze zu ſehen? Und wie iſt er im Moni⸗ teuur felbſt als einer der groͤſten Koͤpfe und als ein den Tyrannen(das iſt den Monarchen) feindſeliger, und der Freyheit und der Sache der Franzoſen ganz ergebeuer Mann. auspo⸗ 3 ſaunt worden! ven= Ghaa 1 8— zu bege Wa. die guue b de 1 rn er Ilum⸗ ere 6 ☛ cke? A) ſich 4 ſchaze inen! r2 der ſih undſatß—n lben piß, wie 1 Aun Mu⸗ groͤſt eyheit ver Sach bener a auape ſolche pkitwn iie er A ſagt⸗ t, de 71 an ſeint pfe m as iſtd marchey — 121 Peeen b Aber Aning: hat vorausgeſehen, daß man auf dieſem Fuß mit ihm raiſonniren wer⸗ de, und hat alſo den Punkt beſtmoͤglichſt be⸗ vorwortet. Hier ſind ſeine Worte; S. 30. 3 einer neueſten Verthaldigung heißt 63 S „, ebrigens kann auch nur in dem Kopfe „ eines Schoͤpſes(ein Trumpf von der ur⸗ „ banen Art des Baron Knigge!) die Idee „ Wurzel faſſen, daß ich in Deurſchland „ein ſolche(gleichviel grad eine ſolche „ oder andere) Umkehrung wuͤnſchen koͤnn⸗ „ te, als in Frankreich ſtatt gefunden hat. „ Die erſte Folge einer ſolchen Revolution „wuͤrde der Verluſt meines Standes, ei⸗ „ nes großen Theils meines Vermoͤgens, „ und meiner Bedienung ſeyn. Und welchen „ Erſatz ſoll ich dafuͤr hoffen? Da ich ſeit „drey Jahren keinen einzigen Tag ganz „ auſſer Bette habe hinbringen koͤnnen, „ und keinen Augenblick meines Lebens „ohne Schmerzen bin: ſo habe ich nicht „ das Anſehen eines Mannes, der in ſol⸗ chen allgemeinen Verwirrungen eine ſer 8₰ 1 „„ thätige und guagende Rolie würde he „ len konnen.“„ Den Schöͤps will ich iinſeweilen einſtecken, und das uͤbrige dieſes Beweiſes unterſuchen. Eigendlich iſt nur die Frage, ob Baron Knig⸗ ge jezt wieder Illuminat iſt. Da er aber ſelbſt das Revolutions⸗Weſen daran knuͤpft, zum guten Beweiſe daß er ſelbſt die Verwandſchaft⸗ der beyden Dinge auerkennt: je nun, ſo will ich mich auch darauf einlaſſen. Die Stelle eines Oberautmanns im Her. zogthum Bremen mag auch noch ſo gut ſeyn, und etwan, da die Bedienten in den Hannd⸗ veriſchen Landen ſehr reichlich beſoldet ſind, ekliche tauſend Gulden eintragen: aber was iſt das, gegen einen Illuminaten⸗ Gbern, der die Welt commandiren⸗ hilft, im Falle einer Rervolution in Deutſchland, wo durch den ſo erſtaunlichen verbreiteten Orden alles regiert werden wuͤrde, da er ſchon jezt ſo unglaub⸗ lcchen Einfluß hat? Da koͤnnten ihm Hun⸗ dartrauſende zuflieſſen, wenn er, wie ich nicht 18 j2ͤ=ͤ 2 einſtii eiſtt dene utetſetza. age, pon Suh t iſt. rbafn en da rruupft, n löſt d wauis rkennt un, ſöy inlaſt 1 berag ans in 9 auch 1Moo gut ſen dientel najen Hamt reichl! üldet ſiu iintt—* aber m lumit= Obern, hift i Falle u hland endurch daß en Ot Ra les reh ſcho— ſo ungii da 6 m ihm h ven vie ichnt — 173— weiß, oögleich es aus ſeinen von ihm einge⸗ ſtandnen alchymiſchen Verſuchen auch nicht unwahrſcheinlich iſt, ſich aus dem Gelde et⸗ was macht. Alſo das waͤre Erſatz fuͤr das, was er an ſeinem Vermöͤgen und Bedienung verlieren koͤnnte. Nun was den Stand anlangt, nemlich den Barons⸗ Titel. ſo hat er ſchon ſo oft geſagt, daß er dergleichen Tand nicht achte; daher man wol glauben kann, er wer⸗ de ſich(abſonderlich da er keine maͤnnliche Deſcendenz hat) daruͤber wol mit der Macht und Hobeit troͤſten, die ihm der Orden noch weiter geben kann. Aber die Hauptſchwierig⸗ keit meint er, waͤren ſeine Schmerzen und ſein Bettliegen, und damit koͤnnte er ja keis ne glaͤnzende und thaͤti ge Rolle bey einer Re⸗ volution in Deutſchland ſpielen. ſich allein ſeine glaͤnzen nen und Maͤrkten bey b offentlicher Gelegen⸗ heit ſpielen wollte, dahin laͤßt ſich das Bette Freylich wuͤrde das wol nicht angehen, wenn er fuͤr nicht gut tragen, und da ſind Schmerzen hinder⸗ lich. Aber es giebt eine andere Thaͤtigkeit und die chrr durch eiae Sehmmeren nicht ge - niten zu haben, das iſt die Stuben⸗ Geſchäf tigkeit. Wo iſt in Deutſchland ein Vielſchrei⸗ ber, der ſo viel ſchmiert als unſer Baron? Es muß daher auch ſo ganz ſchlimm nicht mit ihm ſeyn. Thut er aber das ſchon aus Langerwelle„ohne daß er bey einem ſolchen Amte es um Brod udthig haͤtte: was wuͤrde er nicht thun, wenn wichtige Ordensgeſchaͤf⸗ te ihn zur Arbeit noͤthigten? Man muß ſich wundern uͤber die Einfalt, die der Baron mit der groͤſten Unbefangenheit ſeinen Leſern zu⸗ traut. Als ob man gar keinen Begrif von der D:Deganif ſation eines geheimen Ordens haͤtte! Als ob man nicht wuͤß te, daß die hoͤchſten DObern am wenigſten offentlich erſcheinen, ſondern gemeiniglich nur hinter dem Vorhange wiirken, wie ein Sieyes. Er brauchte nicht Maire von Hannover zu ſeyn, nicht auf erſcheinen, und kann irgend einer Buͤhne zu doch das ganze Hanndverij ſche Land und noch mehrere dazu, von ſeinem Bette ab regie⸗ ren. Ein ſolcher Orden hat ja Mitglieder fuͤr jeden Zweck. Er wuͤrde ſchon in den Realätaniſchen Perhanunlangen ſeinen Wil⸗ 3 — 3 Rh erts ſchlan= Villſchn ils at Baran — gan ium nih aber ☛ ſchon as er den m ſolche dig dä vas min htige=e ngeſch len? muß ſh it, d daren 1 heit ſo grakeſemn keinen if vong eimen mn us häͤttt öffenth oſcheinen hinter Vorhang 4. Er hhte nich zu ſ anicht af giſche fe und li— eriſche er und noh inem Jer aab regi en hat= ſitglile würde ᷑ in de amlun ineu W 13— 8 len durchſehzen, ohne ſelbſt geheneähwei zn ſeyn; er wuͤrde ſchon welche finden, die fuͤr 3 ihn redeten, die fuͤr ihn handelten, ſobald er es ndthig faͤnde. Alle geheimen Dinge muͤſ⸗ ſen ja doch in der Stille des Kaͤmmerleins ge⸗ ſchehen, gleichviel ob im Bette oder am Pult, 3 ſobald er nur ſchreiben kann, und daran fehlt es in Anſeen Baron noch nicht! e 8d1 glauben ſie mir, der Orden wuͤnſcht nichts mehr, als daß es dahin komme; er trachtet und wirket unablaͤßig zu dieſem Zwe⸗ cke. Erinnern ſie ſich an die Worte des wich⸗ tigen Briefes von Mauvillon: Wenn die Revolutions⸗ SFlamme in ganz Deutſchland - auflodert, dann kann unſere Verbindung groſ⸗. ſe Dienſte thun; laß ſie uns eifrig erhalten. Es ſind vielleicht einige in dem Orden, die eben nicht Revolutionen wuͤnſchen; ich kdunte einige nennen, von denen ich dieſes weiß. Aber das ſind nicht diejenigen, denen man das Steuer⸗Ruder in die Hand giebt. Die groͤßte Zahl ſehnet ſich, Deutſchland in eine Repu⸗ blik umgeformt zu ſehen. Alle Gelehrte ohne — n— Stellen, die jezt nur vom Buchmachen und als Recenſionsfabrikant enzſich kuͤmmerlich naͤh⸗ ren, koͤnnen dabey nicht anders als gluͤklich werden. Seitdem die deutſchen Profeſſoren einige Straßburger Lehrer Geſetzgeber werden ſahen, i iſt die Revolutions ⸗ Tollheit in die groͤſte Helfte derſelben gefahren; ſie ſagen, wir koͤnnten das ſo gut und beſſer als die Strasburger, und man ſpuͤrt es auf allen deutſchen Univerſitaͤten. Am Ende ſieht auch jeder Ill uminat, daß man bey einer Revolu⸗ tion nicht ſicherer ſeyn kann, als wenn mau zu einem ſolchen Bunde gehoͤrt, der allent⸗ halben unbemerkt hinwirkt„und der unſtrei⸗ tig die neue Repudlik regieren wird. Uund daher ſind ſie wenigſtens nicht unruhig da⸗ bey. Wenn ſie aber auch Heigentlich keine Re⸗ volution wuͤnſchen, ſo thun ſie doch bey Gelegenheit alles fuͤr den Orden, ſchutzen ihn, bemaͤnteln ſein Boͤſes, breiten den Glau⸗ ben aus, er habe aufgehoͤrt; wenn ſie in Ge⸗ Aichten ſitzen, helfen ſie den Bruͤdern durch, die in Verlegenheit kommem ſchaffen Papiere uͤber die 3 5 ää 4 4— 5— ons yit in gfuhh=n ſie e ſag at und=t als d in ſpuͤt an auf aln *. Am iam ſieht auh man be t— Reulh lann, W deun wu de gehl er allm virft, u cr unſiue tegiert: ird. U ens 6 4 ahigͤ uch eig F Jkeine g ſo thul doch ke den, ſchüßt dſes, b„Iden Glr ehort; ſie inee den Br durch, 1 caſ E piere i am Behen aa. =nn dentſch wo n — 1— 1 die Seite, die dem Orden nachtheilig ſeyn 3 3 koͤnnten, und druͤcken gelegentlich diejenigen, die ſich von dem Orden nicht regieren laſſen woollen. An den meiſten Hofen wird beſonders durch die vom Illuminatismus impraͤgnirten Freymaurer⸗Logen„ wie auch durch andre ge heime Machinationen alles zu Revolutionen hingelenkt, und durch die populaͤren Schrift⸗ b ſteller wird das Volk, unter den Augen un⸗ glaublich blinder Regierungen. dazu geſtimmt und vorbereitet. Ihr Endzweck wird auch ſicherlich erreicht werden, wenn nicht irgend ein paar Große von Geiſt— ich moͤchte wa⸗ gen zwey, den patriotiſchen Churfuͤrſten von Coͤln, und den entſchloſſenen Landgrafen von Heſſen⸗Caſſel, zu nennen— der Sache ein Ende machen, welches jezt noch moͤglich iſt. Aber wer es auch ſey, der huͤte ſich vor dem Schickſale Leopolds 1II.— doch hier darf ich t weiter nicht reden.“ Alſo die unmöglickei, daß philo noch jegt an dem Orden Gelaler fnden lnnte, b — 178— auch ſelbſt w wenn die vom Orden gewuͤnſchte Republik in Deutſchland zu Stande kaͤme, die ſehe ich gar nicht. Denn obgleich nicht alle JIlluminaten nach einer Revolution und Repu⸗ blik verlangen moͤchten; ſo haben doch alle Anfuͤhrer derſelben eine Begierde zu herrſchen, die Haͤnde in der Politik und in den Regierun⸗ gen zu haben, und auf den Staat zu wirken. Es waͤre dahero der Schoͤps hiermit abgelehnt. Gewiß wuͤrde Baron Knigge in ſeinem Bett ins Faͤuſtchen lachen, und mich gerade alsdann 5 fuͤr einen Schoͤpſen erklaͤren, wenn ich mich von ſeinem Vorgeben haͤtte blenden laſſen. Folglich behalten die vorhin angefuͤhrten Gruͤn⸗ de ihre gaͤnzliche Kraft. Wir wollen jezt aber unſern Mann ſelbſt uͤber die gerade Frage hoͤ⸗ ren, ob er jezt noch mit dem Illuminaten⸗Or⸗ den im Verhaͤltniß ſtehe und Theil daran ueh⸗ 3 me oder nicht? 2 Denn was ich bisher von ihm anfuͤhrte, betrift nur das Revolutions⸗ Syſtem 8 des Ordens, und die einzurithtande Nepubli. 1 es finden ſch zwey Stellen hieraͤber in ſ(enet utueſten Vemhedigung, in dem Drſefe 3 1 ““ —— Ord e 6 1 nitt 6 evolu=md Regu 4 ſo— doch gle egier herſchen und in; Kegiemn den 8 Izu wirin. ps hit m aögelehnt nigge m inem Ait dmich dealsdam aren, ich nh häͤtte Ahen laſn din auf ten Grir⸗ Vir daije zt ab die 3 za Frage he⸗ dem anten⸗Oy und 1½ Saran neſ vas ich en tvon in Revoh zi⸗ Shſim azurich r Repuhll Steh ieuͤbet i ggung,=* m Bäſ 6 — nhn nemlich der engeblch ohne ſeine cinwille Pn 3 Sedeu ſeyn ſoll, ſtehn fölgende Worte . Wird alſo; die Iluminaten⸗ Verhindung „noch fortgeſezt, ſo habe ich an dieſer 8 ◻ 1 ſehr bedenklichen Thorheit keinen An⸗ „ theil, habe keine Wiſſenſchaft davon.“ Sehr bedenklich iſt freylich dieſe Verbin⸗ dung, aber eine Thorheit iſt ſie wahrhaftig nicht. Wenn es aber nicht mehr wahr iſt, daß er keinen Antheil daran hat, als daß er nicht einmal etwas davon weiß; ſo iſt er“ cherlich wieder dabey. Denn ich habe oben bis zur hoͤchſten Wahrſchein! ichkeit gezeigt, daß es zumdalich ſey, daß er nicht von den Schikſalen einer Verbindung untetrichtet ſeyn ſollte, an der ſeine ganze Seele hieng, aus deren Schoße er nie ganz trat, mit deren Mit⸗ gliedern er immer in Verhaͤltniſſen geblieben iſt, in deren Grnndſaͤtzen er immer fortgeſchrie⸗ ben und gehandelt hat u. ſ. w, Daß er vol⸗ lends jest wüchts davon wiſſen Hus, da 4 ſer M 32 4 380 der Revolution der Orden eine ſolche Wich⸗ tigkeit bekommen hat, ſich an allen Enden ſo ausbreitet, in Neapel und in Copenhagen zum Beyſpiel eine ſo groſſe Rolle ſpielt, und bey welchem Gange der Dinge, wofern nicht 4 etwas ſehr ernſthaftes dagegen geſchieht, Phi⸗ lo im Begriffe iſt zu einer unerhoͤrten Wich⸗ tigkeit zu gelangen, da man ihn auch ſelbſt von Paris aus, wegen ſeiner revolutionairen Principien ausnehmend gelobt hat; das iſt platt weg unwahr. Sagt er aber, w wie es augenſcheinlich iſt, hierin die Unwahrheit, wa⸗ rum ſollte man nicht von dem Concipienten des Regenten⸗ und Prieſtergrades, von dem 3 Briefſteller Philo in den Originalſchriften und von dem Verfaſſer vieler andern eben ſo erbaulichen Sachen, auch die kleine Kriegs⸗ liſt erwarten koͤnnen, daß er in dieſer gele⸗ gentlichen Angabe ein wenig neben der Wahr⸗ heit herſpazieren koͤnnte, beſonders da ſich noch wol eine halbwege Ernung dazu hax⸗ 3 den ließe. Ich komme zu der zweyten Stele, welche e. 24. lolzendemaaſe lantet: 1 ſpielt, u 1 vofern mit ege hieht, Ph r 11— nen A nan uch ſalj iner r utiongim gelg t; dasſt agt, nig de e zichetn en d. roncipien ſterg d a, von in 05 alſchrifn eler narn eben— h d TA Kries aß 1 t a dieſer 1 emig der Va e, Eins daſ Erll en dazl ſ autt d ſch A an Enden enj nd 4 1 ad 3 ente l, n „ Ich pann aber jeden Rauffordetn, mir zu „beweiſen, daß ich ſeit dem 1ten Jul. 1784. „ auf irgend eine Weiſe in irgend einer „ Ver bindung wirkſam geweſen ſey.„ Dieſe Stelle laͤſſet noch⸗ mehr Spelraum zu als die erſte. Sie verſichert blos, daß man es nicht beweiſen koͤnne, daß er wirſm in 2 dem Orden geweſen. 1 Wenn er alſo es nicht wirkſam ſeyn nennt,„ daß er den Orden vertheidigt und lobt, daß er ſeine Grundſaͤtze ausbreitet, Mitgliedern des Ordens forthilft mit Rath und That, ih⸗ nen beyſteht und ſich von ihnen beyſtehn laͤßt: ſo wird er damit verſtehen, er habe darin kein Amt verwaltet. Allein auch davon ſagt er nur: niemand koͤnne es ihm beweiſen. Er fuͤgt nachher noch hinzu, man koͤnne alle ſei⸗ ne Briefſchaften durchſuchen, ſogar ſeine Ta⸗ gebüuͤcher einſehen, er wuͤrde dem allen laͤ⸗ chelnd aus ſeinem Bette zuſehn. Was die Beweiſe anbelangt, ſo iſt derglee b chen freylich bey einem Orden ſehr ſchwe, daß ſeine M —— 182— 4 deer ſchon 49, ſeinem erſen Aufange, und ehe er noch durch Unfaͤlle gewitzigt war, es in der Geheimuißkunſt ſo weit gebracht hatte, 5 Nitglieder ſagten, in der Verbor⸗ ggernheit beſteht unſere groͤßte Staͤrke; und wir muͤſſen niemals ganz entdecket werden koͤa⸗ 4 nen ꝛc. Philo thut ſelbſt in ſeinen Berich⸗ ten Nachtrag zu den Originalſchriften S. 194.) Vorſchlaͤge,, wodurch zu bewirken waͤre, daß ſſie(die Illuminaten) nicht entdeckt werden koͤnnten. Wenn indeſſen an hoͤhern Orten dar⸗ ber einmahl Nachfrage entſtehen ſollte, wie es geſchehen ſeyn wuͤrde, haͤtte Kaiſer Leo⸗ pold das Leben behalten: ſo moͤchte ſich hie und da eins und das andere ergeben haben, von n dem n ich jezt noch nicht reden mag. Bas aber die eDurchſuchung ſeiner Papie⸗ re und ſeiner Tagbuͤcher betrift: ſo glaube ich wahrlich wol, daß er das aus ſeinem Bette ſehr gelaſſen und ſogar mit hoͤniſchem Läͤcheln anſehen wuͤrde. Er haͤtte auch Recht ſich uͤber die Einfalt derer aufzuhalten, die 3 einen alten Iluminaten, einen Stifter und in unge, mn tu 2 Perih. ralſ A 8. 19- ewint aire, di N e, t weim bß wrntende tſiet alle, n e, ker * SSe ſchie re al. haben, den 0n 1*. Papie tift; Saube i aus tn Bett ta ußs eau ccht ſch aufß En, R einen tet 1 gen 1 war, 6 ei k hen ü— pats ste=ke; m dech den kr u 183 Obermeiſter dieſes ſchlauen Ordens ſo leicht fangen zu koͤnnen glaubten. In der Welt hat man ja nirgends mehr fuͤr Heimlichkeit und 8 Verborgenheit geſorgt und darauf raffinirt. Man leſe nur Originalſchriften der Illu⸗ mminaten, und die neueſten Arbeiten des Spar⸗ tacus und Philo. Hat man irgendwo ſonſt wol von einer Drennkuͤſte nur getraͤumt, die ſo eingerichtet war, daß durch chymi⸗ ſche Miſchungen ſi ich alle darin enthaltenen Papiere entzuͤndeten, ſobald ſie jemand oͤfe nen wollte, der nicht Beſcheid wußte? Nie hat eine Diebesbande ihre Diedriche und ih⸗ ren Raub ſo kuͤnſtlich verborgen, als die Il⸗ luminaten ihre geheimſten Schriften, ihre Re⸗ cepte zu Giftmiſchungen, zu Abtreibung der Kinder, um unſchuldigen Frauen den furorem uterinum(die Manntollheit) oder einen Ge⸗ ſtank in einer Schlafkamnier zu verurſachen, ihre Cabala major und ihre hoͤchſten MMyſterien (S. Original⸗ Schrift. S. 107.— 109.) 2 Und nie war es auch noͤthiger fuͤr Leute, die fuͤr ehrlich paſſiren wollten, das Geheim⸗ niß ſtaͤrker zu bewahren. Da a aſße der Ba⸗ — 184— ron eine Gefaucceft ſtiften half, welche aus dem Geheimniß eine wahre Kunſt gemacht, damit es aufs hoͤchſte getrieben hatte: ſo waͤ⸗ re es in der That ſehr laͤcherlich zu erwarten, daß er jezt Papiere bey ſich ſollte herumlie⸗ „Ven hahen⸗ die ihm nachtheilig ſehn Pnaken. Wenn alſs die Geuͤnde,. die er anfuͤhrt, und mit welchen er zu uͤberzeugen denkt, daß er in keinen Verhaͤltniſſen mehr mit dem Drden ſtehe, nichts beweiſen: ſo bleibt mir nur noch uͤbrig, diejenigen Thatſachen auf⸗ zuzaͤhlen, welche ihn der Theilnahme an b dem Orden Pesdächaig machen. 8 2) er, gieng nothgegwungen aus dem Or⸗ den, nicht aus freyem Willen; er that dieſes hoͤchſt ungern. *) Er blieb in einem gewiſſen Bündniſſe mit dem Orden, der Orden behielt Pflich⸗ ten gegen ihn, und er gegen den Orden. Er hat aͤberall wo er auch ſeit ſeinem Austrit von dem Orden ſpricht⸗ ihn he 4 8— de, 1 anfi, üben en den, iſſe Ramit in iſer: eüt. en T ahen aß der I hme. geriſ nduf den e Pfic⸗ hgen nden gen em„. n W arer ijk — 135— ſchoͤnigt, vertheidigt, und ſogar wider alle Wahrheit ihn fuͤr loͤblich ausgege⸗ ben, herausgeſtrichen und geprieſen. „ Anſtatt daß andere, aus Misfallen an dem Orden ausgetretene Mitgliedere, 8 von den Tlluminaten in ihren Journalen — verfolgt, beleidigt und geſchimpft wer⸗ den, wie Hoffmann in Wien, der Herausgeber des Revolutions⸗Alma⸗ nachs, der Verfaſſer der Enthuͤllung des Weltbuͤrger⸗ Syſtems und der Ge⸗ ſchichte des Socratismus, ſo iſt im Ge⸗ gentheil Baron Kn ig ge, ſonderlich ſeit den lezten drey bis vier Jahren, in allen Illuminaten⸗Journalen unablaͤßig ge⸗ lobet und geprieſen worden⸗ 5) Er hat nach der Ordens⸗ Regel und Ge⸗ b brauch alle diejenigen verſchreyen helfen, welche den Grundſaͤtzen des Ordens und ſeiner Aufklaͤrerey ſich widerſetzten, auch Nache an denen geuͤbt„ welche andere Illuminaten beleidigt hatten; die Belege hiezu find allgemein bekannt; und der — 186— der von Zoten mmefende Zoſenmacher. welcher ihm allgemein zugeſchrieben wird, iſt keiner der unbedeutendſten Beweiſe. davon. 6 Er hat nie aufgehort diefenigen Grund⸗ ſate, welche das Weſen des Illumi⸗ 1 naten⸗ Syſtems ausmachen„ zu beken⸗ nen, und ſonderlich hat er ſie in den lezten drey Jahren ffentlich gepredigt und ausgebreitet. 3) Iſt er vornehmlich in den lezten Jahren, mit bekannten Illuminaten⸗ Obern in vielem Verkehr und Connexion geweſen. 8 Dieſen Punkt werde ich dieſesmahl ohne weiters hier ſtehen laſſen, und die Bewei⸗ ſe fuͤr den Fall aufbewahren, uu er es Kugnen ſollte. 1 5 Haben ihn die franzöſ Revolicionairs, von welchen es bis zur hoͤchſten Evidenz erwie ſen iſt, daß ſie von den Illumina⸗ 3 den zuerſt elektriſirt worden, und immer b mit denſelben im gedabeſten und wärig — 6b ifen 8 ch r ſie in i 1 ch gaa di n ten Janih lumi i⸗ Oben d G on gewej ich. ſſen n die Ben dew 1es, daß er nzöſt Plutionain zur te en Evüd 4 vo ee Illumin woſ an und imm nad ind thin zoſenmach 4 chrieben u edetr ⸗ ſten Ben b w. mn nom: n zu beth ſchwer ſeyn, uͤber die vierte Fuage: esmahl oh. Aen Einverſtändniſſe geſtonden haben. als einen, ihnen und ihren Grundſäͤtzen ganz er⸗ gebenen, Mann bſjentlich Prächniſtet. Dieſes ſind Thatſachen, von welchen: man ſprechen kann, bis von andern zu reden die Zeit ſeyn wird. Es wird nunmehr nicht IV. Ob man Urſach babe zu glauben, daß der Paron Knigge wirklich wieder an. dem Orden Tyail nehme? 1 zu urtheilen. Es ſind noch einige punke zaſe Ver⸗ 8 theidigung zu eroͤrtern. Er ſagt S. 26 und 22: 9. Die Delatoren haͤtten die Verbindlichkeit „ wenn man ſie nicht fuͤr Verlaͤumder hal⸗ 1 „ten ſollte, denen nur darum zu thun V „ waͤre, e hrliche Leute(damit meint er „, die Illuminaten) aus Privat⸗ Rache ver⸗ „ daͤchtig zu machen, wenigſtens eine ein⸗ », zige unaugbate Thatſache, mit Rennung b „ der dabey intereſſirten Perſonen bekannt „ zu machen, woraus die Fortdauer des „ Illuminaten⸗Ordens und ſeiner Verbin⸗ „, dung mit den Jakobinern auſſer Zweifel »„ geſezt wuͤrde. Bis dahin koͤnnten ihre „ Anklagen nicht anders als ſehr verduͤch⸗ „ tig ſcheinen.* Baron Knigg. hat die Gabe ſeine Sachen vorzutragen, daß ſie beym erſten Anblicke ſcheinen etwas zu enthalten, und wenn man 8 ſie genau beſieht, ſo iſts nichts als Schaum, als ſe heinende Seiſenblaſen. So gehts auch 3 mit dieſer Stelle. Zuvyr aber doch etwas aͤber das Wort 9 Tator. Diejenigen, welche offentlich be haupten, es gebe noch Illuminaten, ſollen Delatores ſeyn. Eben das hat Knigge ſchon in ſeiner vermeintlichen Ehreurettung— die nichts gerettet hat— behauptet. Mit den gelehr⸗ ten Kenntniſſen unſers Barons ſteht es nun Fehlih eben nicht ſonderlich; aber lic bier 3— en 12 6 1 8 u deg Kfat.— tmam ien bekan tdauerh „ lier Verti ſen.= ſu 3 anten pHe ers G. hr vetti beym mm Anbli tten, nich telche nt hat Sun aut das Wa aulich hi mn, ſoln 2 ge 6 Ehre ptet aron rlich 2ng— en gele 4 tesn tſichle vermeiden koͤnnen. dine Sadt wenn m. Schaun — 189- b eine ſlche Bloſe zu geben, bzete er leicht mens Unterſchrift ihn vor dem Publiko be⸗ ſchuldigte, er predige Illuminaten⸗Grundſaͤz⸗ ze, und zugleich die Beweiſe beyfuͤgte. So geht es jezt mit denen, die zu der beliebten Pnublizitaͤt ihre Zuflucht nehmen, um die Welt zu uͤberzeugen, daß die Illuminaten⸗ Peſt noch im Finſtern ſchleiche; zu eben der Publizitaͤt, die man damals an den Himmel erhob, als die Illuminaten(und Hr. Philo als verkapp⸗ 3 4 ter Aloyſius Mayer und als Verfaſſer des Beytrags zur Geſchichte des Freymaurer⸗ Ordens voran) mit dem rein erlogenen Je⸗ ſuiterlaͤrm, einigen wuͤrdigen Maͤnnern Ver⸗ druß machten. Aber verſagt denn Baron Knigg e ſein Bisgen Latein ſo ganz, daß er nicht weiß, daß Delator ein heimlicher An⸗ geber heißt? Wer hingieng, irgend heimlich einen Mann beym Kaiſer eines Verbrechens anzuklagen, und dadurch zu geheimen Verfah⸗ ten Anlas gab, das war ein Delator. Nur Vormahls behauptete er, der Ritter von zimmermann ſey an ihm ein b Delator geworden, indem er mit ſeines Nah⸗ e 190— 3 allein darch die Beranlaſſung ſalches gehen . men unrechtlichen Verfahrens, wurden die 8 Delatores was ſie waren, und da der gleichen b bey uns nicht Statt findet, ſo giebt es ei⸗ gentlich und inſofern heut zu Tage gar keine Delatores mehr. den Zeiten der Kaiſer, ,nichts von Delatoren in dem verhaßten Sinne des Worts, den Knigge gern, aber ohne Erfolg uͤber die⸗ jenigen ſtreuen moͤchte, welche ihn fuͤr ein hher à caution ansgeben. So wenig Cicero in Delator war, als er den Catilina, als er 8 Verreo anklagte, ſo wenig ſind es dieje⸗ nigen die jezt die Illuminaten mit ihrer eige⸗ nen Publizitaͤt heimſuchen. Cicerd klagte ofe⸗ feurlich jene an, weil durch ſie die Republik 8 Geraͤth denn das gemei⸗ in Gefahr gerieth. Weſen durch die Illuminatenmeiſter— deee Endzweck ja iſt, die Welt in ihre Klauen zu bekommen— uicht in Gefahr? Und weiß Knig ge denn nicht, daß es heißt: plane non eſt delator, qui reipublicae cauſam efendit. l. 4. C. de Delatoribus L. 1e. Weiß er denn dücht⸗. daß da, wo von der Wolfahrt Ebenmaͤßig wiſſen wir, vor Ing(=z gehe rens nden de und nug t,(M t esſ, zu Tar kin dts helathn t des Btzs, de 2 Erſſ aäüber de weicht fuͤr e So* Citen - n, asg wenig t ses dieſe katen Arer dige 8 geme⸗ Et Aagrei ſie Seepuöll lunin Zeiſtt- die in ihe rich ra jfate iict, T an heiß reipi= caulm — 1r— des gemeinen Weſens die Rede it, auilibes 3 ex populo, nicht allein berechtigt, nicht allein berufen ſondern moraliſch ſo wol als recht⸗ lich verpflichtet ſey, zu ſagen, was er weiß und ſiehet; und alſo nehme er ſeinen Delator nur wieder zurück Nun zur fernern Analyſis der Stele: „ Nur eine unläughare Thatſache ſoll an⸗ 3 „, gefuͤhrt werden, mit Nennung der Per⸗ „ ſonen, die bewieſe, daß der Iluminaten⸗ 4 „ Ordben noch fortdaure.”) Als ob noch keine angefuͤhrt ären? That⸗ ſachen verlangt Philo? Iſt der gelehrte Phi⸗ ☛ lo ſo unbekannt mit der Litteratur, daß er Cuſtine's Memoires poſthumes nicht geleſen haben ſollte, wo ſolche Thatſachen genug vor⸗ kommen? Auch darin ſi ihm von dem Redner oder Verfaſſer des Endlichen Schickſals mehr als ihm lieb ſeyn kann, gewillfahrt wor⸗ den. Und was iſt denn der vorhin augefuͤhrte Brief des Mauviltene — 192— Aber die Illuminaten nennen nichts un⸗ laugbar, was ſie abzulaͤugnen die Stirn ha⸗ ben; und laͤugnen denn dem Feuer die Waͤr⸗ b me ab. Wir wollen abwarten, ob Knigge ddie Exiſtenz jenes Briefes und ſeine Beweis⸗ kraft ablaͤugnen wird, und alsdann davon et⸗ was naͤheres ſagen.— Allein er ſagt ja nur, daß die Anklagen verdaͤchtig ſcheinen. Das ſind nun ſo die Art Wendungen, mit welchen man Unbefangene glauben macht, und ſchei⸗ nen will viel zu ſagen, und im Grunde nichts 4 ſagt. Verdaͤchtig ſeyn und ſcheinen ſind Wor⸗ tee, die er hier nicht gebrauchen muß. In die⸗ ſer Illuminaten⸗Sache kann einem nicht un⸗ terrichteten Dritten, oder dem Publiko etwas ſcheinen, oder verdaͤchtig vorkommen. Aber Knigge iſt nicht das Publikum, nicht ein unnterrichteter Dritter, ihm kann in dieſer Sache nichts ſcheinen, ſondern fuͤr ihn iſt es; ihm iſt darin nichts verdaͤchtig ſondern wahohr pder unwahr, ſo wie es das mir iſt. Des⸗ wesgen muß er ſich nicht hinter ſolche auf Schrauban geſezte Ausdruͤcke ſtecken, ſondern grade n M iihtz n e Stir be [ die Ah en Knigze =— Dewe l davon t ja mu. 6, t tut 1 2 und ſce m Vde nich 6 rfind Ur e Jn de 1d richt ir n un o etwe d mrm. At l E nicht it ern wo hi a lche af 2&, ſonden a mrin dieet n Ahn iſ 3 tit d ne grade heraus ſagen: das iſt wapr, und das iſt 3 unwahr! So rede ich, ſo hahen andre gere⸗ det gegen die Illuminaten, ſo muͤſſen auch ihre Vertheidiger ſprechen, wenn ſie es thun duͤrfen; dann hat man einen feſten Fuß. Aber ſo machen ſie es uͤberall. Sie wagen nicht zu ſagen, die Neueſten Arbeiten des Spar⸗ tacus und Philo, die Griginalſchriften der Illuminaten ſind von Betruͤgern untergeſcho⸗ bene Stuͤcke, mit denen man den Nahmen bekannter Maͤnner auf Kind und Kindeskind auf das entſezlichſte hat ſchaͤnden wollen, ſon⸗ dern ſie machen ſich eine Befeſtigung von Spinnegewebe, die vielleicht bloͤde Augen fuͤr etwas halten, und ſagen, dieſe Dokumente haben keine juriſtiſche Authentieitaͤt. Das iſt Illuminaten Art, ſich gegen die Wahrheit zu verkriechen, und mag eins fuͤr alle zum Bey⸗ ſpiele und Behheiſe dienen.. So wie Kuigge ſich buͤtet aber Dinge, die man im Stande iſt ins Klare zu bringen. Puſſißse⸗ Werſihernngen 3u R geben, thute 8 8 1 es hingegen deſto mehr uͤber Dinge, woruͤber kein Menſch Luſt hat, nachzufragen, und die auch ganz irrelevant ſind. andern durch das alberne(er moͤchte wuͤn⸗ ſchen, es waͤre ein albernes) Geſchrey gegen — ihn, habe er noch nicht einen einzigen wah⸗ ren Freund verlohren. das unterſuchen? Wenn er uͤbrigens ſeine einzigen wahren Freunde nur im Illuminateu⸗ Drden hat, ſo kann es doch wahr ſeyn, ohne eine guͤnſtige Meynung von ihm zu erregen. An verſchiedenen Stellen verſichert er, dasßs er die Achtung anderer nicht verſcherzt habe: es iſt traurig, ſo etwas ſagen zu muͤſſen„ der⸗ gleichen uͤberlaͤßt man lieber andern, aus dem zu ſchließen, was ſie ſehen. An mehrern Stel⸗ len ſagt er, er gehe einen unverdeckten, gra⸗ So ſagt er unter Wer kann, wer mag den Gang, und am Schluſſe verſichert er, er wolle grade, feſt, ,offen, redlich ſeinen ſtillen(iſt das verborgenen?) Gang fortgehn. Wenn man dergleichen betheuret, ſo muß doch wol Frage daruͤber geweſen ſeyn. Wenn er Gott ſelbſt S. 28. zum Zeugen anruft, ſo mdͤchte ich doch fragen, ob er damit denſel⸗ 1ſt, na It er w et n ggens ſi 9n ſeyn, it t mſerzt hi 1 4 un e iten, g 1 n,* lich in ·3= unh (ichte m 88— chrey zi gn nd= iigen wi 36 wam at arlluminn daen zu eertſt b be int er, ge müßfen, 8., aus heend 4* arſichen S o forti 4 mahn. NN mit h — 195— ben Gott meint, deſſen Naßwen er in ſeinem Briefe an den Epimenides*) ſo unnuͤtzlich fuͤhrte, als er denſelben zum Inſpector von Aeoolis und Jonien beſtellte, und ſich nicht ent⸗ — ſah an ihn daruͤber ſchreiben zu laſſen: Gott habe ihm dieſe Wuͤrde anvertraut. Philo berichtet nemlich an die Areopagiteni in Bayern, er habe dem Epimenides und Simonides den Prieſter⸗ und Regentengrad ertheilt, ſodann jenen zum Inſpector und dieſen zum Provin⸗ zial ernannt, und verlangt nun, die Areopagi⸗ ten ſollten folgenden Biief au den Eyimen 6 des 3 ſchraben. A⸗ 2 *) Dieſen hatte Philo, wie man aus den Ori⸗ zinalſchriften deutlich ſieht, hinters Licht gefuͤhrt. Er wollte darauf bald und ungeach⸗ tet ſeiner nach Philo's Verſicherung gotr⸗ lichen Vocation ſich fkiſiren; weswegen auch 8 Spartacus ihn wieder herzuſtellen ſuchte (AMachtrag S. 97.). Endlich ſolle er aber döch aausgeſchieden ſeyn. 4 diopolis „ Man verlafe ſch jezt anf ihn„der er Alug⸗ „ heit, Rechtſchaffenheit, und Gefuͤhl der 5 Pflicht ſeiner ihm von Gort anver⸗ „trauten Wauͤrde(eines Illuminaten⸗ Inſpeetors!) beſaͤße, er werde das Zu⸗ 86 „ trauen, ſo man in ihn ſezte, zum Beſten „„ der guten Sache(nemlich des Ordens) ,,„ nuͤtzen.„ S. G Griginalſchriften des Illu⸗ minaten⸗ Ordens Lachrrag S. 207.— Diefer ganze e Bericht des Philo von rS. 192 an, iſt hoͤch giebt wichtige Auſſchluͤſee uͤber Oerter und jſt merkwurdig und leſenswerth, und Menſchen, uͤber Heidelberg(z. E. Wundt und Mieg betreffend) uͤber Wetzlar, Chlan⸗ (Neuwied),„ Tarſus(Hannover), Andrus u(Gbteingen), Osnabruͤck, u. ſ. w. Da Kni⸗ g ge wuſte. daß er dem Epime⸗ ndes ſelbſt aus eignem Willen und Macht 3 zum Inſpector berufen hatte, auch die Gruͤn⸗ de, warum er es gethan, anfuͤhrt und den Mann charakteriſirt; ſo darf man doch wol ſagen, er habe den Nabmmen Gottes unnalich ger - A Nfüli ☛ Eyim ll d Mat. ie Grir r tas en MN d ol ſagn 8 Sag de Swan b 5 10d, eſr aith, w it eeter w 6? Wum. 44 Chln azlich h fälret. Abſönderlch: wenn man dahiuzu au⸗ 8 noch rechnet, daß er der hoͤchſte Illuminat bißs auf Einen nach war, und folglich von den färchterlichen Grundſätzen des Grades durch⸗ drungen war, der Magus hieß, und deſſen Innhalt man aus der den Neueſten Arbeiten des Spartacus und Philo beygefuͤgten Ge⸗ ſchichte der Illuminaten⸗ Grade nun auch eini⸗ ggeermaßen kennt: Denn der Grad fabſt i noch nicht Ledruct erſähienen. ö““ So viet mag g fäͤr diesmal geung ſeyn zur Beleuchtung der Vertheidigung des Baron Knigge.⸗ Er wird ſich doch nicht einbilden, man werde ihm alles glauben, was er gut findet, uͤber den Illuminaten⸗ Orden und ſeine Verhaͤltniſſe mit demſelbigen in die Welt hinein zu ſchreiben. Er handelt ſehr unvor⸗ ſichtig, wenn er ſich herausnimmt, diejenigen nach ſeiner gewohnten Art zu ſchelten, die im Stande ſind, ſeinen Beleidigungen auf eine ganz andere und viel wſentſihens Art, als — 288— . mit Schimpft eden. zu begegnen. Noch; gamz am Schluſſe dieſes Dinges, uennt er diejeni⸗ gen Schmeichler und Verfinſterer, die jezt den Illuminaten das Obſtat halten, und ſagt frey heraus, wenn er ſich mit ſeiner geuͤbten gSgeder zu dieſer Parthey haͤtte ſchlagen wol⸗ 1 len, ſo haͤtte er, das ſey keine prablerey, auch allerley Vortheile und Auszeichnung erringen öoͤnnen, mit welchen jezt feile Schriftſteller (welche? die von den Illuminaten verſchrier. nen?) prangen, und denen die Verachtung der beſſeren Zeitgenoſſen(der sdlen Illumi⸗ naten!) und der Nachwelt(auch daruͤber ge⸗ bietet ein Mann wie der Baron Knigge) bleiben werde; nur ſagt er ſeine Grundſaͤt)ze (die Grundſatze eines Philo?) ha⸗ ben ihn davon abgehal ten Wie der Mann auf der lezten Seite noch einmahl ſich zu ſei⸗ ner alten Großthuerey empor hebt, und denn— dazu eins ſchimpft! Er denkt: ſenipak Alquid haeret. Aber alles hak ſein Ziel. epe 9 auc ſeich en erringa jeil 1 fftſtellr Ve rigge) ſein undſs 3 1½☚ ε)*A☚ A Ma mt u ſii AII 1 A dliqud 1a irſchriet ſer 2 4tun et* Ilum⸗ (au iber g Annd den ren Staud, deren Anſehn und andre Eigen⸗ — 199— Nun will ich noch ein Paar Betrachtungen aber den Orden hinzufuͤgen, und damit dieſen langen Brief beſchlieſen, nicht ohne noch vie⸗ les zuruͤckzuhalten, was denn etwan bey einee andern Penanloſpmng geſagt: werden mag. 3 Weun eine Hrerde böfer Damönen n eigends 3 onf dieſe Wwere gekommen waͤre, um Ungluͤk unter die armen Menſchen zu bringen, was haͤtten ſie mehr noͤthig gehabt, als das zu thun, was die Illuminaten⸗Stifter gethan haben, um ihren Zweck zu erreichen! Laßt ſie eine Anzahl ſolcher Menſchen vereinigen, denen die Natur mehr Schlauheit, Liſt und Kniffe als wahren achtungswuͤrdigen Verſtand ge⸗ ſchenkt hat. Laßt ſie ſich unter ihrem boͤs⸗ grtigen Einfluß zu dem Zwecke mit einander verbinden, daß ſie ſollten ohne Recht und ohne Beruf uͤber ihre Nebenmenſchen eine Herrſchaft zu erlangen ſuchen, und dazu ohne Scheu jedes Mittel anwenden, auch das aller⸗ abſcheulichſte; laßt ſie nun noch eine Menge Menſchen in dieſes Complott verwickeln, de⸗ — 200— ſchaften und deren Zahl der Sache ein Ge⸗ wiicht giebt: Was wird aus der menſchlichen Geſellſchaft werden? Unbefangenheit, Zutrau⸗ lichkeit, Treu und Glauben ſind aus der Welt geblaſen. Mit dem Glauben an Redlichkeit und Menſchenwerth, mit der Anhaͤnglichkeit an Freunde und Perſonen, die wir ſchaͤtzten, flieht alles aus der Welt, was uns theuer iſt, nndd gegruͤndetes Mistrauen, Argwohn, Boͤſes bemerken und Graͤuelahnden eufiut den Aopf 3 und das Herz. b Wenn man denken muß, jeder mit dem wir umgehn, gehoͤre ins Complott, wenn wir es von vielen wiſſen, daß ſie dazu gehoͤren, in welch einen traurigen Zuſtand geraͤth da⸗ durch die menſchliche Geſellſchaft! Ich habe einen gerichtlichen Beyſtand noͤthig, ich be⸗ darf eines Arztes, ich muß wegen einer ge heimen Familien⸗ Angelegenheit Rath bey ir⸗ ggend einem in Geſchaͤften erfahrnen Mann eeiinholen. Ich weiß, daß der Orden ſich aus allen Staͤnden geſucht hat, die faͤhigſten zu kigen zu machen. Wer ſteht mir nun dafür, dei rſtliche 8e Futrar nd a N n dlichtet 3 — A Bi 1 Aa 9 „ üit den pl— eun w ie m zehire ien 14 11 4 4 we rutt ge eit ue bch er ta. Nm er e ſcch 6 di E ſten ü er gliciſt eR haäͤtn, 3 1W eueriß tt iu — 201 daß 9 micht, judem ich miche an den geſchick⸗ teſten wende, an einen Illuminaten komme, der mich dem Intereſſe ſeines Ordens— wie das— wenn es auch Unrecht wae— zu thun eidlich angelobt hat— aufopfert? Mein Gegentheil iſt ein Illuminat, alſo raͤth mir mein Anwald, nach ſeiner Or⸗ denspflicht, zu jenes Vortheil. Mein Leben iſt dem Orden verhaßt, weil man mich fuͤr einen ehrlichen Mann haͤlt, der den Illumi⸗ naten irgendwo hinderlich ſeyn koͤnnte: folgg lich wird mich der Arzt bey erſter Gelegen heit zu meinen Vaͤtern ſpediren. Weil es zu den erſten Grundpflichten des Ordens gehoͤrt, daß jedes Geheimniß, welches ein Mitglied 4 erfaͤhrt(und jedes Mitglied iſt den Statuten zufolge ein Spion) den Obern einberichtet werden muß, ſo wird mein Familiengeheim⸗ niß bald das Geheimniß des Ordens ſeynz der Orden findet Gelegenheit es zu ſeiuenr Vortheil und Abſichten zu benuͤtzen, und mir wird gerathen, wie es der eigennuͤtzige und herrſchſuͤchtige Orden dienſam findet, Iſt es nicht eine traurige e Tage überall ſolche Beſorgniſſe haben zu muͤſſen? Und do ch iſt dieſes unoch nicht der ſchlimſte Punkt, weil ich hier noch die Wahl habe, in der ich zwar irren, aber doch nach Wahrſcheinlichkeit han⸗ 4 deln kann. Es giebt Faͤlle, wo ich keine Wahl habe, nemlich bey dem Gericht und der Landes⸗ 3 regierung, welche mir vorgeſet etzet iſt. Hier iſt nicht auszuweichen. Vor dem Gerichte muß 1 ich meine vor und fuͤr Illuminaten geſprochee Artel annehmen und gelten laſſen, an kein Obergericht iſt nicht zu denken, da der all⸗ mmaͤchtige Orden allerwaͤrts herrſcht. Aber iſt es nicht vielleicht Uebertreibung; ſehe ich nicht durch ein Vergroͤßerungsglas, wenn ich dem Einfluſſe dieſes abſcheulichen Ordens eine ſolche Ausdehnung gebe?— Ganz und gar nicht. Ich und viele andere wiſſen, daß b hauptſaͤchlich in den Gerichten der Orden ſei⸗ nen Sitz, und der Gerechtigkeit den Thron 4 umgeworfen habe, und Beobachter ſehen taͤ⸗ lich die Spuren davon. Aber was brauche ich weiteres, als hier die Worte des Baron Knigge,“ aus laner lezien Vertheidigung an⸗ R hau 1— Hiet ſ n te mß dat pochen 7=m k en, eaden il nſ lberi dun he ih 80— enn ic ulit ae Orden ah un tih er an hrauſh 90 Bamn ert iing är bu ſie a, nl d; Vi b tu kande. 11† n) h anfühten! In einer Anwandlung von Unbe⸗ ſonnenheit begeht dieſer pfiffige Illuminat den unbegreiflichen Fehler, folgende Worte noch Dazn mit großer Schrift, drucken zu aſſ en: 9— ,, Alle aͤchte Grade des Illuminaten⸗ COr⸗ „ dens„ ſo wie ich ſie kenne“ (alſo, ſo wie ſie in den ſaubern Arbeiten des Spartacus und Philo ſtehen) „ ſind— angenommen und wieder aus⸗ „ getheilt worden, von einer großen „Anzahl—— von Staatsminiſtern, „„ Raͤthen in boben und niedern ⸗ Reichs und andern Gerichten, Ge⸗ 32 ſandten u. ſ. w. Alſoi in Reichs und andern Gerichten ſiben eine große Anzahl Illuminaten; das iſt denn nun doch geſtaͤndigermaaßen wahr! Wahr iſt auch, daß ſie in den meiſten angeſehenen Ge⸗ richten, der meiſten Staaten von Deutſchland wirklich majora haben; und jedermann der auf die Zeichen der Zeit merkt, weiß, daß dieſfe b 3 majora nicht ohne Wirtung bleiben. N — 263— Alſo, wenn p ich nicht zu den Eblen, nicht au der heiligen Legion(wie ſie ſich, man ſollte denken ironiſch, nennen) gehoͤre, mit wel⸗ chem Gefuͤhl kann ich einen Rechtshandel, auch den allergerechte ſten anfangen? Mit der zuvetlaͤſſigſten Ueberzeugung, daß ich ihn verliere! Aus den Heiligthuͤmern der Themis ſind ſchaͤndliche Hurenwinkel des Illumina⸗ tismus geworden! Wer will laͤugnen, wer kennt nicht die Nahmen des— des— und 8 ſo vieler anderer, die theils ſchon, theils noch nicht gedruckt ſind? Die Daͤmonen Spar⸗ tacus und Philo, Marius, Tiberius und wie die abſcheulichen Nahmen dieſer Legion fer⸗ ner heißen, haben Recht und Gerechtigkeit von der Erde vertrieben: ſo klagt jeder Red⸗ lche und zieht ſein zußrauene allenthalben 4 zurick Und noch weiter hinauf, wie Knigge ſelbſt geſteht, reicht die Illuminaten⸗Peſt; eine große Anzahl Staatsminiſter und Ge⸗ ſandten ſind davon angeſteckt. Wir wuſten dieſes wol, aber nun werdens auch, andere nfan Mit R ng, ich i ih kel d Aumina⸗ dill 1e Ain, we 3-= m ils n theil ſe Da rn Spar Tih umd wi dieſet on fen und ihtigkeit lla a Ked — f, 1 migze Alum ⸗ hiſß niniſ 1d Gt ft. wuſm dens d a andee der n, ri 3 ſie Wnan ſohh geht. mit ug nen zhando ume Themis zuen Acthalhn glauben, u und nun werden ſie hegreifen, wa; rum ſeit einigen Jahren viele Dinge ſo gehn— in Deutſchland wie ſie gegangen ſind.— Die Anzahl der S taatsminiſter, die dem Orden ergeben ſind, iſt zwar ſo groß nicht, wie es Philo wuͤnſchen mag, obwol ſie nicht un⸗ betraͤchtlich iſt; aber deſto groͤßer iſt die Zahl ihrer Subalternen, ihrer Schreiber, der Lega⸗ tions⸗ Cabinets⸗ und geheimen Secretairs und— andern Gehuͤlfen, die von dem Gifte angeſteckt ſind. Dieſe ſehen und wirken allenthalben umher, daher wird ſo eifrig fuͤr Illuminaten geſorgt, daher richtet kein Menſch mehr et⸗ was aus, wenn er nicht zu ihnen gehoͤrr; da⸗ her richten ſie alles aus und jedem andern wird alles unmoͤglich; ſie machen das Gouvernement gegen ſein eignes Intereſſe, gegen ſeinen Ruf, ſeine Ehre und Anſehn, handeln zum Beſten der Illuminaten⸗Sache im einzelnen oder im ganzen. Ich habe keine Belege zu ſuchen, ſie fallen jedem Beobachter bey Hunderten von ſelbſt ein. Aber welche Ausſichten giebt das, wenn auch die intendirte Republi k, zu deren Herbeyfuͤhrung durch eine Revolution der Or⸗ den nach Mauvillons eignem n Geſtäldniß gute Dienſte leiſten ſoll, noch nicht zu Stande kaͤme? Wenn in der Regierung„ wenn in 4 dem Gerichte fortan die Illuminaten alles ver⸗ moͤgen, wenn die Litteratur laͤnger in den Klauen dieſer moraliſchen Giftmiſcher bleibt, welche die Meynung des Volks verderben, und die, welche beſſer geſinnt ſind, hindern, zum Vortheil der Religion und der Regenten, und mithin auch der ganzen buͤrgerlichen Ge⸗ ſellſchaft ſelbſt, zu wirken; wenn die Vor⸗ ſehung hier keine Aenderung beſchloſſen hat; ſo iſt bald das uͤbrige Haͤuflein von Menſchen unterdruͤckt und ein Ball in den Haͤnden jener Intriganten. Jedem Vater muß der traurige 3 Gedanke einkommen: entweder mein Sohn muß ein Illuminat werden, das iſt ein Menſch der ſein Gewiſſen abgeſchworen hat, oder aber ein Bettler. Und nun ſagen Sie mir, mein Freund, haͤtte ein boͤſer Daͤmon, haͤtte der Teufel ſelbſt groͤßeres Ungluͤck uͤber die aarmen Menſchen bringen koͤnnen, als das ſo gegrundete ſo zberon wultende Miſtiauen iſte 5 Wle f i— indem, dif penm, buͤt ien Ge w xe Vol beſa In hat. nt nuſchn en t in fent uß sauige er Sh. siſ ia lfenſch ord eI, ü ſat rie ni, d i, Gite un Aber d nnen un dash 41u TWe en Dändigß nit Siandt en en n nat es ver⸗ Uin da ſim. bleibe ollt derbn Wie aber t dieſem Uebel zu ſeuem das iſt die Frage„die jeder deutſche Bieder⸗ mann an jeden deutſchen Biedermann„ ihun ſollte. Sebhr leicht n waͤre allem zu ſteuern, wenn jeder ſteuern wollte, der ſteuern koͤnnte. Viele werden von Traͤgheit abgehalten; mancher Groſſe denkt auch, wie Louis XVI., es wer⸗ de nicht viel zu ſagen haben,„oder hat viel⸗ leicht ein Wort daruͤber geaͤuſſert, das er ſich ſchaͤmt zuruͤcke zu nehmen; andere ſind kurz⸗ ſiehtig oder werden eingeſchlaͤfert von den Dr⸗ densgliedern, die Einfluß auf ſie haben; andere ſind furchtſamer Natur und ſcheuen das Wes⸗ penneſt; mancher weiß, daß irgend ein Freund oder naher Verwandter im Complott iſt, den er nicht gern ungluͤcklich wiſſen moͤchte, und was ſonſt auſſer dieſem noch alles eintritt; und ſo bleibt die Thaͤtigkeit für wenige. Aber handeln werden denn doch die Staaten gegeu dieſe Brut muͤſſen, wenn es ihnen nicht, wie Frankreich, ihre eigne Exiſtenz koſten ſoll, und zwar bald handeln, und was ſollen ſie thun? ·a 2 Wenn der Gatſhlag auf dem geichgtage durch⸗ gebt. und nicht abereins per mahora durchfaͤllt, daß Fuͤnftig Mlle geheimen Geſellſchaften ungeſetzmaͤtzig ſeyn ſollen: ſo iſt damit ein wichtiger Schelt. gejban⸗ in dem daag dieſe 4 nur febi ingeh eim ſortdauerm dar aenntee n8 in den Landern, wo nicht in den oberſten Hälen IAuuinaten ſiben*). Dieſer Parſhlag 64 ſedr d wät dig aund⸗ nug lich. Es wird doch wenigſtens dadurch ſo⸗ viel erreicht, daß das ſchaͤdtiche Inſtitut nunmehr unter die verbotene Dinge gehoͤrt. Wenn man aber einen Blick in das Endliche Schiekſal des Freymaurer⸗ Grdens S dr. wirft und ſindet, daß nunmehro in dem Illumina- ten⸗Orden keine Verſammlungen zu Recep⸗ tionen mehr usthig ſind, ſondern das Fellei⸗ ſen des Poſtillons den Stuhl des erlauchten Maſtere⸗„ der uͤbergeſchickte Revers die Stel⸗ le des in Geſellſchaft abgelegten Geluͤbdes, und die dagegen wieder zugef ſchickte Ordens⸗ ſchrift die Sire, der furmuͤchen Buinadmm⸗ und 8 de—pe drh = ſſchefn of anit a de ann dit and d, umd 18= dut ſ ſe 5 1 Anfitm 3 1 gehütt. 46 1 Lndlde 9. 41. witſt i n Jlunis un n 1zu Retih „ſ 48 dun 3 2 Gel 4 uüt ahn— e ha — 200— Hauptſichuch aber wird ſolgendes Reease ren nathin ſehn⸗ wenn Sürſen noch Ahngee 1 u.““ v nd— eißſtg i e oherſe de. und n des mäͤndlichen untertichts durch den Mei⸗ ſer vder Redner vertritt; ſo ſieht mane, daß doch immer noch eine ſo wohlthäͤtige Anſtalt im Staate, als die Poſt iſt, von jener ſchlei⸗ enden Verbindung zu ihrer Ethaltung und Alusbreitung, trotz aller obrigkeitlichen Ver⸗ ſam zu machen. mit Ernſt angreſſen will, ſo werden ſi ch ſchon weitere Mittel er rgeben. fuͤgungen gegen ſie, gemtsbrauchtt werden kann. Was wird dann da eine Sanction auf dem Reichstage daß der Jluminaten⸗ Orden Contrebande ſey 3 viel helfen? Der Verfaſ⸗ ſer giebt d daher auch noch andere Mittel an⸗ die, wenn jenes Reichsgeſes voraus gehet, ſehr dazu dienen koͤnnen, es nun auch in den einzelnen Territorien des Reichs recht wirk⸗ Wenn man nur die Sache Auch die ſtrengſten esnnen die Illuminaten nicht befremden; oder ihnen unerwartet ſeyn, da ja ſchon in den Jahren 1782 und 1283. ihr Stifter Weishaupt ſchrieb, er beſorge, daß er ſich zum Lohn den Galgen baue/ und er⸗ den Bopf Peeren — 210— Zürſten bleiben, und ſich nicht von dem Ra⸗ 3 chen des Illuminatismus wollen verſchlingen 1 laſſen. Ein einfacherer und milderer Rath ge⸗ gen dieſe abſcheuliche Brut kann, Gaube ſch, b nicht befolgt werden⸗ Vorerſt jſt es nothwendig und viellicht hinreichend, daß ein jeder Landesherr alle ſeine Leute und die Theilnehmer an dem Com⸗: plott kenne. Alſo waͤre es noͤthig, einen all⸗ gemeinen Cabinetts⸗ Befehl ergehn zu laſſen, nach welchem jeder Unterthan, und fuͤrnem⸗ lich jeder Staatsbediente von jeder Art und Farbe, der auf irgend eine Weiſe mit irgend einem geheimen, ſonderlich dem Illuminaten⸗ Orden*) in Verbindung ſteht,„bey einer be⸗ Kumten Landes⸗ Stelle oder tCommiſſion( die 8 werde. nacherag zu den Degmalſchrſeen. S. 52. 89. Anmerk. des Herausgebers. 3 Jüuminaten geben ſ ſich gern fur Freymau⸗ rer aus, und ſind auch mehrentdells neben⸗ der Frromauere * c am dem Re 404r r ſclngn i. Nath da ant ube ih, dr in Con⸗ er ran laſſen n, mnfürneg, mltt und 5 irgend villeit do cerr al nöt xinen ib — 211— ber— freylich eine(wete. obgleich nicht unmoͤgliche Bedingung!— von Iluminaten rein ſeyn muß) ſchriftlich bey Ehre und Re⸗ putation auch reſp. Verluſt ſeiner Bedienung, ſolches anzugeben. Nicht aber bloß vage an⸗ zugeben, ſondern beſtimmt zu ſagen: ſeit wann er in dem Orden? durch wen er auf⸗ genommen? und wie hoch er darin geſtiegen? auch welche ihm in und auſſerhalb Landes als Mitglieder des Ordens bekannt und erinner⸗ lich waͤren? Verſchweigt jemand ſeine Theil⸗ nahme an der Verbindung, und es wird im nachher bewieſen; ſo iſt er ſeiner Bedienung und buͤrgerlichen Ehre verluſtig, er mag ſo vornehm ſeyn als er will. Damit keine Or⸗ dens⸗ Kniffe oder Vorfragen bey den Obern, oder andere Ausfluͤchte ſtatt ſinden, ſo muͤſ⸗ ſen hie und da einzelne, die man als Illumina⸗ ten kennt, ploͤtzlich befragt werden, die als. dann auf der Stelle wenigſtens auf die Huuus. punkre zu antworten haben. Wird über dieſe Ordre gebuͤhrend gehalten, uund zweckmaͤſſig darnach gehandelt, ſo be⸗ kommt der Landesherr eine hinlaͤngliche Ue berſtcht uͤber den Aeden. indem er das Per⸗ ſonale deſſel lben kennen lernt, welches haupt⸗ ſaͤchlich in Staatsbedienungen gefährlich wird. Indeſſen bleibt es doch noͤthig 3 daß alle neu in Bedienung anzuſtellende Subjekte guf ihre Ehre verſichern, ſie haben bisher üͤberall an der Verbindung keinen Antheil genommen; iſt das geſchehen, ſo müſſen ſie eydlich ange⸗ loben, daß ſie nie in den Orden eintreten wollen.— Dieſer Punkt iſt ſehr zu merken. 4 Es iſt bekannt, daß jeder Illuminat der hoͤ⸗ hern Grade keinen Eyd achtet, aber ſich be⸗ denkt, ſeine büͤrgerliche Ehre aufs Spiel zu ſetzen. Hingegen, wer noch uicht in dem Orden iſt, der wird doch nicht leicht ſeinen Eyd brechen, um hinein zu treten.— Hiernaͤchſt iſt es dann nöthig⸗ nicht allein Rejenigen zu ſchaͤtzen, welche ſich dem Or⸗ den widerſezt haben, ſondern auch ſolche zu gewinnen, die von den Geheimniſſen deſſel⸗ ben unterrichtet ſi ſi nd. Dieſes wird deſto leich⸗ ter geſchehen koͤnnen, ſemehr die Aetien? des Ordens ſi nken. 1 Sim m et dke 4 m aäntreta en wein dh Es der he ſcch bb yie A d ain den 6 — ic 1 ſane he em De ei 2 h 9 d um. e=—) angs thi dtal un d rölche 4 ehel an dſß 39 cſo lih ri ttin R — 21 Alle Ondetniſf, uf. Schwieithketer, welche die geheinien Mitgi ſteder des Drdens der Gebung und Ausführung ſoicher Anord⸗ nungen entgegen ſetzen werden, laſſen ſich keicht voraus fehn; in den Cabinettern undin den Landesſtellen werden ſie durch ſich ſel bſt und durch unſchuldige erwas einfaͤltige Maͤn⸗ ner, die ſie zu ſtimmen verſtehn, entgegen arbeiten; im Publ tco und in den Journalen und Flugſchriften werden ſie wiſſen ſolche Anord⸗ enungen auf das allergehaͤſtigſte abzuſchildern, den boͤchſten Grad von Despotismus und Ge⸗ wiſſenszwang da hinein zu legen: aber man braucht dergleichen nur zu kennen, ſo iſt es von keiner Wirkung Aehr. Geſchieht dess, oder ewas aöntiches, 3 wird das Compl fott der vorgeblich Edien im Sonnenſchein da ſtehen, und ſich ſchamen muͤſſen, und wir wollen uns freuen unſer pa⸗ triotiſches Schaͤrflein zu dieſer Entlarvung bey⸗ getragen zu haben. So viel fuͤr dasmahl. Vie⸗ les was noch zu ſagen uͤbrig waͤre, ſpare ich fuͤr eine rünftige Gelegenbeir, die mir etwan 1 Herr ghilo— wenn er es wagt— oder einer ſeiner Bruͤder— geben koͤnnte. Und hiermit empfehle ich mich Ihnen, mein Freund, beſtens und bitte Sie, Ihre La⸗ ge zu benutzen, von dieſem Schreiben denje⸗ — nigen Gebrauch zu machen, der Ihnen der guten Sache angemeſſen ſcheint, welchen ich Ihnen überlaſſe. Was koͤnnen wir Beſſeres tbhun, als in der Ruhe, worin wir durch die Entfernung von allen den Kriegsunruhen, wel⸗ che ſo manche Patrioten jezund hindern, ihre Kraͤfte; zum gemeinen Wohl anzuwenden, unſre Muſſe gegen jene, wahrhaftig nicht ſchimaͤri⸗ ſcbe Hydra gebrauchen, deren giſtiger Hauch ſchon ein groſſes Theil der alten Treue des Glau⸗ bens, der Ehr⸗ und Redlichkeit aus Deutſch⸗ land weggeblaſen, und dafuͤr Jluminaten⸗ Kniffe, Argwohn, Mistrauen und anderwaͤrti⸗ 833 u unalia heronasznache; batt 8 4 E* b····nſſͤͤͤͤͤͤͤ1—“ Sen—