g he fuͤr men inder ke der ſ Schmeichler. Liny ſch 4— 22 2—2 — — — ch 1 1G 8 8 A 47 f Waiti 9 4—— Sopun vns ein Fabel ſagei Wie auff ein zelt ein Jeget jaget Ein wolff der ſpꝛang mit groſſem chnaude Hin vber ſtoͤck vnd vber ſtauden Hinein gen holtz da weſt er wol In einem Fets ein tieffes hol Als er ſein weg nu darzu traff Da huͤtet ein Hirt ſeiner Schaff Den bat der Wolff das er in ſolt Verrahten nicht/ darumb ſo wolt Er in auch vngeſchedigt hhon Der Hirt ſpꝛach dem wil ich wolthon Kompt her auff dein geſpoꝛ der Jeger So ſchmuͤck dich nur in dein geleger So wil ich jn fein weiſen ab Der Wolff verhieß ein reiche gab Wenn er jm huͤlff auß der gefehr In dem da kam der Jeger her Mit ſeim Weidwerck vnd thet auch jehen Hirt/ haſtu keinen Wolff geſehen Er ſpꝛach hie hat er ſich gewendt Lieff hinein auff die lincken hende Doch winckt er mit den augen ſein Dem Jeger auff die hoͤl hinein Darinn der Wolſf noch lag verboꝛgen In angſten/ foꝛcht vnd groſſen ſoꝛgen Der Jeger merckt des winckens nicht Pnd auff die lincken handt ſich richt Dem Gennantslisches Seminar der Justus-Liebig-Universifät Giessen A 6 4 M 4 Dem armen Wolff zu hengen nach Der Hirt darnach zum Wolffe ſpꝛach Mein Wolff hab ich jm recht gethan Vmb dich verdienet danck vnd lohn b He Wolff ſpꝛach zu jm widerumb anck ſag ich deiner zungen fromb Die mein gant trewlich kund verlaugen Doch wuͤnſch ich deinen falſchen augen Das ſie beide erblinden muͤſſen Darmlt jr falſches wincken buͤſen Zu opffern mich auff die fleiſchbenck Der ding bleib ich dir ingedend. CEin Weiſer man der lehrn hie bey Das er ſich huͤt voꝛ ſchmelchlerey Sonder er rede mit ſeinem munde Getrewlich ſeines hertzen grundt Vnd ſey auffrichrig vnd warhafft Weil Salomon die Schmeichler ſtrafft Der ſpꝛicht/ eim loſen Man wol taugen Verkerter mundt vnd winckendt augen Dardurch er richtet haderan Muß doch zu letzt an jm außgan Wird man gewar ſeiner ſchmeichlere⸗ So hat zu feind er zwo parthey Laß auch kein ſchmeichler ſich auffſetzen Die hinder ruͤck ſo duͤckiſch letzen Und ſeh mit allem fleiß fuͤr ſich Dann ware trew dle iſt mißlich A TDarratt ———————— Beriraww nicht welter dann er ſech Das jm nicht wie dem Wolſt geſchech Der meint Er ſes gar wol vertrawt Pnd ward verrathen auff die haut Wann traw wol rait das Pferdt dahin Dann es iſt jetz der Welte ſyn Gut voꝛ augen falſch hinderruͤck Das ſind jetz gute Meiſterſtuͤck Die woꝛt ſind ſus ſenfft/ lind vnd ſafftig Idoch das hertz vntrew ſchalckhafftig Dann Judas kus iſt woꝛden new Vil guter red on alle trew Lach mich an vnd gib mich hin Das iſt ſaſt aller ſchmaichler ſyn Wie denn der Weiß lert ſeinen Son ich wol darfuͤr zuhuͤten thun eblicher ſey des feindes wunde Dann der kus eines freundes munds Dann wer darhinder ſich verbirget Der wird gar vntrewlich erwuͤrget An ehren/ Gut oder am leib Symonides der Weiß beſchꝛeib Das boͤſſer reden wer denn ſchwelgen Darmit er heimlich wolt anzeigen Das ein Mañ durch red wuͤrd gefangen Vnd von dem ſchmeichler hinder gangen Dardurch er kem in angſt vnd not Schweigen niemandt verfuͤret hat Oder Oder in tudllich ſtric gezogen Wer nicht vertrawt wird nicht betrogen Das jm Nachrew darauß entwachs So ſpꝛicht zu Nuͤrnberg Hans Sachs. E in ſchaͤ n— ſto⸗ 1 ſchon Hiſt vnd dem Geitzigen. — M Wianus beſchꝛeibt ein Fabel. Abm menſchen zu einer Parabel 2 ẽWie ein mal der Gott Jupiter b Schicket zu vno auff erden ſer Den Gott Phebum/ auff das er recht Erforꝛſcht bey menſchlichem geſchlecht Ir fruͤm̃keit vnd jr ware gůt Wie darinn ſtund das jr gemuͤt Als nun Phebus auff erden kam Zwen Menner er bald fuͤr ſich nam— Daer ein ſo gar faſt geitzig was Der ander ſtack vol neid vnd has hebus der ſpꝛach/ wes jr begerß es ſolt ſr ſein von mir gewert Vnd was der erſt begert fuͤr gaben Das ſol der ander zwifach haben Der Geitzig gar nicht wuͤnſchen wolt Da es ji halbes werden ſolt Den wunſch wolt er ſeim gſellen laſſen Der zeiget ſeinen geitz der maſſen Alls nun der Neidig mercken fhet— Warumb er nicht gewuͤnſchet het Darinn geſucht ſein eigen nutz Da guͤnet er jm gar keins guts Auff das er ſich an jm mocht rechen Wanſchrt er ein aug jm außzuſtechen Auff das der Geitzig gar wuͤrd lhe 4 Als Phebns hoͤdt die boͤſen kindt Das jegklicher nur ſucht das ſein Vnd freß es gern gar allein Vnd ſucht ſein voꝛtheil vnuerſchambt In allen dingen vngenambt Fur er auff zu der Goͤtter thꝛon Dem Inpiter da/ ſaget an Wie menſchlich natur wer ſo arck So vber geitzig vnd ſo karc Mit recht vnd vnrecht wie er mocht Das es gar nicht zu ſagen docht Darzu wer niemandt mehr mitleydig Daßrzu ſo wer der menſch ſo neidig So mißtrew vnd ſo gar verrucht Das er in allen dingen ſuchh Sein neben menſchen gar zu hindern Sein ehr vnd gut jm zuuermindern Vnd wie der menſch ſo hefftig nid Das er ſelbs willig ſchaden lid Auff das der nechſt auch het zubaden Pnd kem noch in ein groͤſſern ſchaden Ein Aug gantz willigklich verluͤr Das ſein nechſter gar blendet wuͤr Dardurch all tugendt vntergieng Auff erdt/ vnd als vngluͤck anſieng Als Jupiter all ding vernͤam Auff erdt er ſeid her nimmer kam. Beg . Bey dem verſtehe ein Weiſer man Das er ſich ſol genuͤgen lan Was jm Gott hie beſchert auff erdz Auff das im nicht zu wenig werdt So er wil haben gar zu vil Im iſt geſetzet mas vndzil Was ſm ſoll werden vnd nlt mehr Ob er ſchon allen fleiß fuͤr ker All renck/ liſt/ voꝛtheil vnd anſchlag Mit recht vnd vnrecht wie er mag So geht es im doch gar zu ruͤck Das er durch groſſes vngluͤck Oſtt leidet einen vaterſturtz Geitz alles vdels ſt ein wurz Dergleich das er ſol niemande nelden Dann neid bringet dem Neider leiden Vnd iſt ein eyter dem gebein Spꝛicht Salomon in ſpꝛaͤchen ſein Ein ſtetigs wee on alle rhw Vol haß vnd aller boͤſen duͤk Macht in froͤlich in vngellckk. Des Nechſten/ obs in auch gleich erlſfr Des acht er nicht/ ſo voller gift Stecket ſein herz/ ſyn vnde mut Der Neld den menſchen blendt darzu Vad kompt jm doch darauß kein gut Derhalb ein Menſch nicht beſſers kan Er auͤgn eim was 4 Gott iſt gan. Ein — 24 1.—— —, ͤſͤ“—“ ———, Ein yder trag ſein joch diſe zeit/ vnd vber⸗ wind ſein vbel mit gedult. Sopus vns im andern Buch ⸗ Cin Fabel ſchꝛeibt die Achten ſuch Wie auffein zeit gar ſehr vil haſen In einer ſchoͤnen gegent waſen Die wurden jn jrem geleger Durchechtet ſehr von einem Jeger Mitc lauſchen/ ſchꝛecken vnd waidwerch Im Wald hin vnd her vber zwerck Dergleich Woͤlſt/ Fuͤchs/ Geyer vñ Falck Gunden ſie auch wuͤrgen vnd walcken Alſo der gantzen Haſen menig Hetten kein frid vil oder wenig Als ſie jr groß verfolgung ſochen Inn kleinmütigkeit ſie da jahen Nutzer wer vns gar vngeboꝛen Dann vns werden alſo verloꝛen So vnuerdient on alle ſchuld Verzweifleten in vngedult b Bereiten ſich mit weng bedencken Sie wolten ſich alſam ertrencken Das ſie koͤmen als vngluͤcks ab Lauffen damit den Berg hinab tden Berd inz Z Zu einem See groß weit vnd lleſf Als nun mit groſſem hauffen lieff Der Haſen meng vnd nahent kam Zu diſes groſſen Weyhers tham Darumb ſaſſen der Froͤſch on zal Im gras verboꝛgen uberal Erſchꝛacken ob der Haſen lauffen Sprangen in See mit groſſem hauſſen Verbargen ſich im waſſer baß Als diß ſach ein alter Haß b Da ſpꝛach er zu der Haſen ſchar Hie ſtehet ſtill vnd nemes war b Wie ſich die Froͤſch auch muͤſen ſchmiegen In foꝛchten auch verboꝛgen lieg3en Werden vieleicht durchechtet ſeeh Als wol als wir/ vieleicht noch mehr Darumb ſo wer mein trewer rhas Wir leiden vnſer vbelthat b Vnd onſer widerwertigkeit Gedultigklich in diſer zeit Vnd warten noch biß widerumb Geluͤck vnd heil mit freuden kumb Vnd vnſer truͤbſal mach ein ende Dieweil vnd wir allein nit ſende Die vmb vnſchuld werden durchecht All Haſen gaben jm des rech Trugen ſr widerwertigkeit— M Ju hoffnung kuͤnfftig guͤter zeit. Ein Man auß diſer Fabel lehr Wo in reit alles vngluͤck ſeche Es ſey an ehren oder Gut Mit kranckheit oder mit arumnk Das& darinn nicht werd klein muͤtig Nichk vngedultig kolk noch wuͤtlg Weil vngedult mehr vbels bringt Den Menſchen zuuerzweiflung dringt Sonder ſein vngluͤck manlich trag Weil er es ſelb nicht wenden mag Gedenck er jn dem hertzen ſeen Er ſey nicht vngluckhafft allein Vod ſeh wie anff der gantzen erdt Ein ſedes menſch hab ſein beſchwerdt Seln angſt’/ wehe/ armut vnd truͤbſal Sein ſchandt/ anfechtung vnd vnfal Geh es heut einem gluͤcklich wol Moꝛgen ſein haus ſey vngluͤck vol Auff der gleich gegen wurf er merc Vnd in gedult ſich manlich ſterck Wie man im Buch der Spꝛuchen liſt Ein gedultig man ſtercker iſt Dann den ſterckeſten den man finde Dann Gedult all ding vberwindt Dergleich auch lert Cieo Ein ſehr weiſer Phlloſa⸗ Wo elnen Man groß vnaluͤck reit Sa betracht er auch gluͤckes zeit Was gutes er hab eingenommen Vnd hoff gluͤck muͤg noch widerkommen Pnd helffen im zu rechter zeit Auß aller widerwertigkelt⸗ H. S. 9 Gedꝛuͤckt zu Nuͤrnberg/ durch Friderich Gutknecht. 2 A „ ttkA 7.1