Der gan gang H außrat/ bey dꝛeyhundert ſtuͤcken/ ſo vngefehꝛlich b inn ein jedes Hauß gehoͤꝛet. Mehꝛ ein nuͤtʒlicher raht/ den jungen Pellan dieſo ſich verheyraten woͤllen. Ls ſch eins dags zu tiſche ſas Jnit meim geſindt das fruͤmal as Kam zu mir ein junger geſel Gantz eyllendt mit groſſem geſchel Vnd hat mich ſch ſolt ſo wol than Des tags werden ſein heyratʒz man Ich andtwoꝛdt jm wooder wen Er ſpꝛach ſch ſolt nur mit jm gen Es wer voꝛhin wol halb geſchehen Da ward ſch wider zu jm jehen Wi eilſt es wirdt dir noch zu fru Wenn du verſuchſt ſoꝛg angſt vnd můe So inn der Ehe liegen verboꝛgen Er ſpꝛach jch las die vogel ſoꝛgen Die muͤſſen inn dem wald vmbfligen Ich ſpꝛach die liebs thut dich getrigen Vnd blendet dich inn dieſen ſachen Die Ee wirdt dich wol ſoꝛgen machen Er ſpꝛach warumb das weſt ſch gern Er ſpꝛach du wirs bald jnnen wern Inn dem haußhalten mit dem Haußrat IEr ſpꝛach wann man zwo ſchuͤſſcl hat Vnd anen loͤffel oder dꝛey KEin Germanistisches Seminar der Justus-Liebig-Universität Giessen Ein hafen oder vier dabey Des kan nian ſich gar lang betragen Ich ſpꝛach jch wil dirs anders ſagen Es ghoͤꝛt vil haußratz zum haußhalten Wiltu es anderſt recht verwalten Den ſch nach einander her Erzelen wil doch vngefehꝛ Erſtlich inn die ſtuben gedenck Mnſt haben diſch/ ſtüͤl/ ſeſſel vnd benck Panckpolſter/ kuͤß vnd ein faulpet Gißkalter vnd ein kandelpꝛet Handtʒwehel/ diſchduch ſchuͤſſelring Payolh loͤffl/ deller/ kuͤpfferling rauſen engſter vnd ein Bierglas Kuttrolff trichter vnd ein ſaltzfas E in kuͤlkeſſel/ kandel vnd flaſchen Ein buͤrſten gleſer mit zu waſchen Leuͤchter ſputſcher vnd kertzen vil Schach/ karten/ wuͤrffel vud an pꝛetſpil Ein reiſende vhꝛ/ ſchirm vnd ſpigel Ein ſchꝛeibzeug/ dinten/ papir vn d ſigel Die wibl vnd andꝛe buͤcher mehꝛ Su kurtzweyl vnd ſitlicher lehꝛ ij Darnach Darnach inn die kuchen verfuͤ Keſſel/ pfannen/ hefen vnd kruͤg Dꝛifus ſpꝛatſpis groß vnd klein Ein roſt vnd bꝛetter můs da ſein Ein wurtzbuͤchs vnd ein eſſig vas Mͤꝛſer/ ſtempffel auch vber das Ein laugen vaß/ laugn hefen zwo ſtuͤtzen Zu fewers not ein meſſen ſpꝛuͤtzen Ein fiſchsꝛet vnd ein riebeiſſen Schuſſelkoch/ ſtuͤrtzen/ ſpicknadel pꝛeyſen Ein hackpꝛet/ hackmeſſer darzn Saltzfas/ pꝛatpfann/ ſentftſchuͤſjel zwu Ein fuͤltrichter) ein durchſchlag eng Feymloͤfl vnd kochloͤffel die metig Ein ſpulſt andt parnʒer fleck darpey Schuůſſel vnd deller mancherley Pletʒ klein vnd groß jch dir nit leuͤg Schwebel/ zunter ein fewerzeuͤg Ein fewer zangen/ ein ofen krucken Das fewer poͤcklein zu hin ſchmucken Ein tegel ſplaßbalck/ ofen rohꝛ Ein ofengabl muſt haben voꝛ Kyn ſſpen vnd holg zum fewer friſch Ein Ein peſn/ ſtrowiſch vnd flederwiſch Auch muſt du haben im voꝛat b Inn der ſpeißkamer frw vndſpat Bꝛod/ eyer ſkeß/ fleiſch vnd auch ſchmalt Friſch opffel/ pirn/ nuͤß vnd ſaltzʒ Pachen fleyſch/ duͤrfleiſch vnd auch ſpeck Latwergn/ leckuchn vnd anderm ſchleck Roſin/ man del vnd weinberlein Was man macht ſunſt ilm zucker ein Zucker/ Confect vnd ſpkcerey Wuͤrtʒ/ rot ruben auch ſenfft darbey Knoblach/ zwibel vnd auch abſchlag Petter leyn/ rettig nuͤtzt man all tag Linſen/ gerſten vnd erbes mel Hirß reyß haydel vnd weytzen mel Huͤner vnd gens onten voͤgel Machen die geſt froͤlich vnd goͤgel Ein auff heb ſchuͤſſſ/ ein zerleg teller Nun muſt auch haben inn dem keller Wein vnd auch pier je mehꝛ je peſſer E in ſchꝛodtlayter vnd ein dam meſſer E in faſpoͤꝛer muß auch da ſein Ein roͤꝛen vnd ein Cunerleyn A üj Lin Ein ſtendtlein vnd auch etlich kandel Weinſchlauch vnd wz ghoͤꝛt zu dem handel Sawrꝛlraudt/ bayriſch ruben/ weys ruben So die alten inn ſandt ein graben Wilt nun inn die ſchlaff kammer gen Ein ſpandet mus darinnen ſten Mit ſtroſack vnd eim federbedt Polſter kuͤß vnd ein deckbedt Deck/ pꝛungſcherb harmglas vnd pettuch Nachthauben/ pantoffel nacht ſchuch Vnd auch ein dꝛnhen oder z=wu Darein man wol beſchliſſen thu Gelk/ ſibzer geſchir von Bocaln Kleinat/ ſcheuren/ poꝛten vnd ſchaln Die ding gar wolthyn inn dem alter Auch muſtu habzen ein gwandt kalter Darein du henciſt mam l/ roͤck vñ ſchauben Kittel/ peltz/ hoſen/ wammnes vnd ſchausen Hemat piret huͤt/ kleider vnd ſtauchen Auch was man ʒu dem gwand mus bꝛauch Ein gwandtpuͤrſin vnd ein gwantpeſen en Bißniſt iſt almal gut dꝛin gweſen Auch muft ſunſt habeu inn gemein Vil haußratz inn dem hauße den Darmit man taͤglich fliekt vnd peſſert Ein ſegen/ neber vnd ſehnitmeſfer Hamer/ negel/ maiſl vnd zangen obel/ hantpeyhl ſein latter hangen chaufl/ hauen/ axt nuͤtzt mangern Ein rechen/ ſchlegel ein lattern Auch werckzeug mancherley voꝛrat Zum handel ſalb inn dein werckſtat Denn ſelben kan jch dir nit zeln Du wirſt dirn ſelber wol beſtemn Auch muſt du haben knecht vnd mayd Die ſelben leg/ dꝛenck/ fpeus vnd kleyd Darzu ein hundt vnd auch einkatzen Fuͤr dieb vnd menß auch fuͤr die ratzen Auch muſt fuͤr dein meyd vnd frawen Nach einem ſpinredlem vmb ſchawen⸗ Rocken ſpindel vnd rockengut Scherſoadeſe eln vnd fingerhut E in ſchwartzn vnd ein woyſſenzwirn Marckoꝛs/ dꝛackoꝛs/ ſiſchſael/ kernirn Auch mußſie haben zu dem waſehen Taugen/ ſayffen/ holtz vnd anch aſchen e Mulker Multer/ waſchpoͤck vnd zuͤberlein Gelten vñ ſcheffel gros vnd klein(ſtangen Schoͤpffer/ waſch tiſch/ weſch pleuͤl vnnd Daran man die weſch auff thut hangen Leylach/ kuͤpzigen vnterhem b Halßhem ffacilet vnd nach den Wenn man inn das badt wil gan Ein krug mit laugen muß man han Badtmandtl/ badthuet vnd haubtuch Peck/ puͤrſten ſtam/ ſchwammen vnd pꝛuch Geht den die fraw mit einem kindel So dꝛacht vmb vier vndzwaintzig windel Ein fuͤhang vnd ein ruͤmpfel keß Weck/ keß vnd obs zu dem gefres Ein kindtpet pedt/ dem kindt ein wiegen Als den ſo muſt im ſtro du liegen Das kindt die halb nacht hoͤꝛen zannen Muſt haben milch/ mel vnd kinſpfannen Ein kins mayd vnd ein luͤdelein Erſt getzs vber den peutel dein Die hebam muſtu zalen par Die kellnerin hat auch kein ſpar Wie ſie dirs geldt vertragenkan — Darnach Darnach gieb jr auch jren lhn Darzu bezal auch knecht vnd mayd Dꝛͤpfl ſchuldt thun dir viel zu layd So geht die loſung auch daher Der Haußzinſt laufft dir auch nit lehꝛ Kanſtu ſolchs alles nit erſchwingen Muſt im verſetʒten thon den ſingen Schaw inn ſolcher armut vnd muͤe Manch jung ehuolck inn jrer pluͤe Vnd jrem jungen blůt verderben Im armut bleyben biß ſie ſterben So hab jch dir erzelt außgeſundert Des Oaußratzts ſtuͤck bis inn dꝛey hundert Wie wol noch vil ghoͤꝛt zu den dingen Dꝛauſtu dir den zu wegen bꝛingen Vnd darʒzu weyb vnd kindt ernern So magſtu greuͤffen wol zu ehean Dꝛumb bdenck dich wol/ es ligt an dir Da huhb er an vnd ſpꝛach ʒu mir Mein lieber mayſter Hans vnd iſt dʒ war Wil ſch gleich harren noch ein jar Biß wider kummet die Faßnacht Ich hab es nit ſo weyt bedacht B Das Das ſo viel inn das hauß gehoͤꝛdt Die lieb hat mich blendt vnd vethoͤꝛdt Weyl jch betracht inn meinem hertzen In der Ee wer nur ſchimpffen vñ ſchertzen Der trewen ler ſag jch euch danck Ich antwoꝛdt jm es iſt mein ſchwanck Darumb magſtu thun was du wildt Den haußrat hab ſch fuͤrgebildt Zu warnung dir vnd jungen leuten Inn dꝛewen darmit zu bedeuten Das man fuͤrſichtig haußhalten ſol Den vnkoſt voꝛ bedencken wol Auff das kein nach rew darauß wachs Dentrewen rat geyt vns hHans Sachs. Ein Nat zwiſchen ey nem Alten man/ vnd jungen geſellen dꝛexer Heyrat balbeen. G 277. 4 ⸗ 8 L s 6 =N= 4 2, E —. 8 —= .—&R ₰ — 8 5 S — 2 m 1l 12, Iiisuerr. N b ME ulL. XNNN 8 1 XN ₰ B Ach dem ein Junglingfriſch vnd frey Het vnter handt der Heyrat dꝛey Erſtlich ein junckfraw ſchoͤn vndzart Mit vaſt reych jedoch gutter art Zum andern ſolt er jm vertrawen Zu der Ehe ein junge witfrawen Die voꝛ gehabt het einen man Zum dꝛitten ſoldt er nemen an Ein alte reych vnd wol begabt Die doch voꝛ zwen mann het gehabt Nun jr jede jn haben woldt Nun weſt er nit welche er ſoldt Nemen der dꝛeier/ vnd thet gan Zu einem alten weyſen man Vnd im die dꝛey heyrat fuͤr legt Der weyſe man ſein handt auß ſtreckt Auff ein fuͤnff jering knaben mit Weicher inn der ſtußen vmb rit Inn der ſtuben/ vnd ſpꝛjach/ nun frag Das Kind/ auff das es hie ſag Nit kurtzen woꝛten/ welchefrey Auß den dꝛeyen zu nemenſey Bald ſpꝛach der juͤngling zu dem knaben Sag Sag ob Das kne Der jung Witfrar Zu der el Das kne 4 Der juͤn. Osjch: Welche Mit zw Rat mi Das kn Kit rien Vn ſchꝛ Der we Nunha Der juͤ Ich ha Von de Ich bitt Der we Kanſtt Da dir frey zart Sag ob jch die Junckfraw ſol haben Das kneblein ſpꝛach wie du wildt Der juͤngling ſpꝛach/ ſol jch die mildt Witfraw nemen welche voꝛan b Zu der ehe hat gehabt ein man Das kneblein ſpꝛach/ wie ſie will Der juͤngling ſpꝛach mir nit verhill Osß jch mir nemen ſoll die alten Welche auch voꝛ hat hauß gehalten Mit zweyen mannen inn der ehe Rat nirr das jch mich nit vergehe Das kneblein warff ſich bald herums Kit riengweys inn der ſtuben vmb Vn ſchꝛey/ hůt dich ꝛnein pferd ſchlech dich Der weyßman ſpꝛach/ O Juͤngling ſich Nun haſtu deyner frag beſcheyd Der juͤngling ſpꝛach bey meynem ayd Ich hab verſtanden gar kein woꝛdt Von dem kneblein an dieſem oi Ich bitt woͤlſt mir das bas erklern Der weyßman ſpꝛach von hertzen gern VKlanſtu denn erſtlich nit verſtan Da dir das kneblein zeyget an B iij Erſtlich gᷓErſtlich von der Junckfrawen mildt Da es zu dir ſpꝛach/ wie du wildt Da meyndt er die Junckfrawe guͤtig Wer noch foꝛchtſam/ gſchlacht vnd weich⸗ Derhalb du jr wol moͤgſt abziehen(muůtig All eygenſinnigkeyt ʒu fliehen Des ſie dir fein bleys vnterthan Das du im hauß bleibſt herr vnd man Vnd alles thet/ wie du nur wolſt gu dem andern du mercken ſolſt Von der widtfrawen inn der ſtil Darzu der knab ſagt/ wie ſie wil Meynt er/ weyl die wittib voꝛauß Mit eim man het gehalten hauß Wurdts all ding thun nach jrem ſyn Als die all ding wol wiſt voꝛhin Vnd des haußhaltens het ver ſtandt Vnd wuͤrd jr thun gar wee vnd andt Wo du ſie wolſt ein anders leren Wuͤrd ſich an dein ſtraff nit viel keren Darob vil zancks ſich wuͤrd erheben Ehe dus nach deim ſinn richteſt eben ꝗ Als zu dem dꝛitten ob dem alten Der ‚der Der knab das woꝛdt dir fuͤr hat gehalten Huͤt dich wañ mein pferd das ſchlecht dich Darmit anʒeygt er eygendtiich Das es ein groſſe thoꝛheyt wer Das ſich ein man geb inn ſolch gfer Nem die/ ſo voꝛ zwen man het gehabt Os gleych reych wer vnd wol begabt Bey den ſie verboſt vnd verargt Wer inn jrm eygen ſyn verſtarckt Das nyemd moͤcht beinigen die Frawen Denn allein ſchauffel vnd die hawen Wie man den ſagt von dieſen ſachen Alt Hundt boͤß bendig ſindt zu machen Verloꝛen iſt all trew vnd gut Zu endern ein verſtoͤckt gemuͤt Wolſt dus denn bendigen mit zoꝛen Mit rauffen/ ſchlagen vnd rumoꝛn So muſtu mit dem alten fratzen Dein lebtag ziehen die ſtreb katzen O der der Narꝛ bleyben imn dem hauß Juͤngling nun wel dir eine ſelber auß Die erſte/ ander/ oder dꝛitt Auff das dir inn der Ehe darmit— 7 Mit volg ein Ewige nachrew Sonner dir durch Ehliche trew Fridt/ freud vñ freundlichkeyt auff wachs Im E hling ſtandt/ das wuͤnſcht Hanns (Sachs. Gedꝛuckt zu Nlirem⸗ berg/ durch Geoꝛg Merckel/ Wonhafft auff dem newen baw/ bey der Kalckhuͤtten. 1553. 9 4 ³ E2 8S= 4 ⁸ — — cs. O em V