VN 5 l in 2 3 — aaſ“ 4 5 2. ‿ G * 1 64₰ 8 4 t leit. d trawrickeit 5 4 1. — 2 Wree d4 — i wuñ vnd freyt arzu von ſchmertz vn — der l liebe A 4.„ 8 1 1— een.NT f. 1 1 1 AAIAN ſs 1Ra 44 D¼ 1 — Ich bin genant 6 gvon der So in der lieb verpoꝛgen Sa H = 8— 18 Ins mals was mir mein wel A aar lang do thet durch kurtzweil inen ——gang Pber ein waſſer in ein awen Nach bertzen luͤſt was ich anſchawen Das gruůne graß mit gruͤn gemenget Mit rot vnd weiß zierlich durch ſyꝛenget Darunter wart gemiſchet da Die lilgen pꝛaun vnd fenel pla Dardurch wuet ich mit frenden hin Für einen walt ſtunt mir mein ſin DSHarinn maniger vogel ſang UOlſo keret ich meinen gang Keit frenden in das boltz binein Da ſach ich vil der wilden ſchwein Vil haſen/ hinden/ rech vnd hirſchen Sachich in grünen bol⸗ v nbyirſchen Woͤlff/ fuͤchs/ vnd auch vil grimigperen In dem begund ĩch weiter keren Vnd kam oͤu einem kleinen yach Dem ſelbigen ich gienge nach Nur fueß für ſueß für lange weil Inden walt auff ein halbe meil gu einem pꝛünlein friſch vnd kalt Des klaren waſſers nam ĩchpalt Der durſt gab mir nicht mer zͤuſchaffen Ich dacht ich wil mich legen ſchlaffen get ein weil/ vnd ſucht biß ich wart finden Tin ſchadten vnter einer linden Ich legt mich nyder in das graß Das war von külem tawe naß c⸗rſt wart mir paſer vil dan voꝛ Keein haubet hueb ich auff entpoꝛ Von ferren ſach ich aͤuber gan cin alten/ erbern/ grawen man Von ſchwartzer farb ſo was ſein kleide Ich mercket wol das er trůg leide Der ſelb auch zu dem pꝛünlein kam Vnd auch des friſchen waſſers nam Von dem pꝛünlein kert er balt wider Bey einer cychen ſaß er nider Sein baubt neiget er in ſein hent csr weſt mich nit an diſem ent Nach dem da kam ein Ritther ſtoltz Geriten durch das grtline holtz Von prauner farb was ſein gewank Der on gefer das pꝛunlein fant Der Rit u dem der junge Ritther keret ter redt. Der auch des alten klag erhoꝛet xr keret vmb vnd ſach jn an Vñ ſpꝛach mein freünt wer hat euch th Dasyralſo betrübet ſeit Der alt man ſpꝛach ich hab groß leid Der Al b Wolt yr das ſelbig wiſſen ſchir er Ale Go ſtenget ab ſetzt euch oͤu mir a i Abſtieg der cẽdel Ritter kbůn Bant ſein roß an die linden gruͤn Darunter ich lag ruͤen do cr ſach mich nit des war ich fro Vnd gieng ſetzt zu dem alten ſich Der Alt Deralt man ſpꝛach vernemet mich In diſer nacht ſo iſt mir heint Kein Huͤn geſtoꝛben der peſt freint cin Jüngeling bey zweintzigjaren Dem was ein kranckheit wider faren Die jm von keinem artzt auff erden Keit nichte mocht gepüſſet werde n Viß doch der todt jn nam von hin Darumb Ritter ich trawrig bin Verder mein zeit yn vngemach Der Rit Der Ritter zu dem alten ſpꝛach ter. oss iſt leicht der außſatz geweſen Von dem hab ich offt hoͤꝛen leſen Wie daruon werde nyemant rein Der alt. Der alt man ſpꝛach ach Ritter nein Seiner kranckheit ich euch beſcheit Sich hat begeben kurtzer zeit Das ym ſein hertz wart hart verhawen In ſtrenger lieb gen einr Junck frawen Des ich jm doch nicht wolt verhengen SDas er ſie nem/thet das verlengen Dieweil gab man jr zu der ee cdin on delman als ichs verſtee Das krencket meinen Hun ſo vaſt Het darnach weder rwe noch raſt In ſolichem ſehnen vnd leiden Iſt er yn diſer nacht verſcheiden Dar zu hat jn die lieb genot Kein kranckheit er ſonſt an ym het O lieb du falſch verfluchtes krawt Vermaledent iſt wer dich pawt Du bꝛingeſt mengen vmb ſein leben Der Ritter gunt bald antwoꝛt geben Spꝛach es geſchicht gar offt vnd dick Das in die lieb kumbt vngelück Wiewol ich von euch habgehoͤrt ‚Die lieb hab ewren Huͤn ermoͤrt Da iſt die lieb vnſchuldigan cos hats das vngelück gethban Vwb vnſchuld yr der liebe duchet Ich glaub das yr nye habt verſuchet Der liebe vberſüſſe frücht Seer alt man ſpꝛach ich laugne nicht Keein hertz hat nne kein lieb erkent Ich hab es altzeit abgewent Wan lieb iſt nichts dan bitter leiden Vermiſchet gar mit kleinen freyden Als Ouidius hat beſchꝛiben Darumb die lieb von mir iſt bliben Altzeit verſchmehet vnd veracht der Ritter ſach vn an vnd lacht a uü Der Rit ter. Der Alt Der Rit ter. Ir— die lieb ſey leides vol DHas ſelb gelaub ich nit gar wol Sen durnieren/ dantzen ſpꝛingen All ſeytenſpil boffieren ſingen Pundwas man kurtzweil mag gepflegen Geſchicht als von der liebe wegen Seit dan al frend lieb dienen ſein „So denck ich in dem hertzen mein Lieb ſen die boͤchſte freid auf erd Der alt ſpꝛach/ cdler ritter werd Der Al en die lieb at ſo ſtrengbebaſſt Dem nimpt ſie al ſein ſiñ vnd krafft cEr acht nicht reichtum/ eer/ noch kunſt Sent ſich allein nach lieb vnd gunſt Dar vor er nimmer rw gewinnet Tag vnde Nacht der lieb er dienet Vnd bat doch ſelb kein frewd dar von Zwleßz geit ſie offt bõſen lon Purd nicht herr Achilles dem ritter ANer liebe dienſt ſawer vnd bitter Die er nach Polixene trug Die ſchueff das jn vr bꝛuder ſchlug Felſchlich zu tod den künen belt Aiſo ym menger außerwelt cin lieb vnd dient na lange zeit Die ym zwletz den lon auch geit Der bat zu dem ſchaden den ſpot Der Rit Der ritter ſpꝛach na das walt got Solt ſolche lieb nĩcht bꝛingen ſchmertzen Wo ſie get aus eim falſchen hertzen Als auch Dalida Samſon thet Von ſolcher lieb wirt nicht geret Ich mein allein wozwey gepluet Verwandeln ſich yn ein gemuet Die gleich bꝛinnen in liebe Lunmem Vnd ſich in trew binden zuſamen ckin ſolche lieb die hat ein grundt Der alt ſpꝛach Ritter mir iſt kundt Der ale. Das ſich offt aͤwey lieb vnterwinden Vnd ſich in rechter trew verbinden Halten doch das ein kleine zeit Das zwiſchen yn erſtet gros neit Das ſie einander werden feint Dar von habich geleſen heint Wie Hertzog Jaſon wart verpꝛant Von Kedea alſo genant Hetten doch voꝛ vil zeit vertriben In rechter trew freuntlichem lieben Das zwiſchen yn wart gantz verkert Sas ſie vn herüths moͤꝛt Tieb hat offt trewen anfang Das wert ein zeit vnd doch nit lang So ſucht der ein teil ſeinen nutz Im augenſchein ſtelt er ſich gutz Vnd ſticht doch heimlich wie ein atter Der Ritter ſpꝛach o lieber vatter Der Air ter. Die lieb wirt offt zu feintſchafft zwungen Das kumet von den falſchen zungen Die ſolcher lieb nit leiden miegen Vnd hertz lieb gen hertz lieb verliegen Wo aber rechte liebe leit Der Alt ber. Ob gleich ein klaffer etwas ſeit Dem glaubt ſie nicht das es war ſen Sie wont ym ſtet in trewen ben Vnd gieng bis in den tod mit ym Als ich von Pyramo vernim Da yn Thiſpes erſtochen ſach Da kam ſie rechter liebe nach Vnd ʒog das ſchwert aus ſeinem leib Stach das durch fich das trewe weib Wo lieb iſt alſo ſtarek vnd gantz Die tregt der eren wol ein krantz Solicher lieb gieb nch den pꝛeiß Bald antwoꝛt ym der alte grenß po gleich zͤwen bertz bleiben verbunden In rechter lieb zu allen ſtunden Koͤnnens doch das verbergen nicht ʒs kumpt zu lezt doch an das licht Dar durch fie leiden ſpot vnd ſchandt in boͤs gerüch durch das gantz landt Als Dauid gſchach mit Berſabe Vergilio vnd andern me Der lieb yn ſchandt wart offenbar Der Rit Der Ritter ſpꝛach die liebe gar &☛☚☛☚☛ Mengerley ſcharpfe liſte leret Dar mit fie fich langezeit erneret Sie weift verpoꝛgen weg vnd ſtras Von Guiſgardo ich nechten las Der ging ͤu fraw Giſmunda wert Durch ein heimlich gang durch die erdt Der geleichen auch herr Triſtrant Gar vil heimlicher weg erfant Alſo wirt 3 dufcüſthervane er alt ſpꝛach/ lieb hat ya die art Das fie liſt ſuchet hin vnd her Der Alt Das ſich geit menger in gefer a durch er kumet vmb ſein leben Ceander wolt auch ſchwimmen eben gu Heron heimlich vnd erdꝛanck oss hilfft nit all mal liſtvnd ranck Wan wen die liebe vberwindt SDer iſt verwegen/ dol vnd blindt Vermeint er gee verboꝛgen ban So es doch merckt nderman Vrd get bin an frech dür vnd kurtz Bis er zͤuletzt leit einen ſturtz An eren/ gut oder am leib cs ſey geleich man oder weib So iſt doch lieb angſt/ ſoꝛgen vol Der Ritter ſpꝛach na es gſchicht wol Der Rie Das lieb durch vngluck wirt verfürt der. KRas lieb bey leib ergriffen wuͤrt och die lieb ſie leren kan Das ſie durch lieſt kumen dar don Als Ritter 6 Hi,geih Mit der ſchoͤn Biantzefoꝛa Warden beide vom tod erledigt So lieb durch vngluck würt geſchedigt Pnd einen ſchaden da entpfieng So macht es doch die liebe ring eb machet ſues die bittem gallen A Li Der ale Der alt ſpꝛach mir iſt eingefallen Ob gleich dielieblent ſolchelſtt ar mit ſie ſich in langer friſt Voꝛ ſolchem ſchaden huͤtten kunnen JDoch ſie ſelten freud gewinnen MWau vngluck iſt ſo mengerlen Dar von wirt offt ir freud entzwen Die eyffer ſucht ſie hart veyirt Der Rit ter. Der alt. Derklaffer ſie auch teglich vrt Darumb bꝛingt lieb ſtet heimlich wer Der Ritter ſpꝛach ja jch beſtee Das inlieb iſt offt heimlich leiden Wo zwen einander mlſſen meiden cs twan vil zeit bis ſie geluck Zuſamen bꝛingt vnd helt in ruck Dan habens ſo lieplich geberden Dar von ſie dan erfrewet werden PVnd würt gantz all jr leid oͤu trendt Der alt man ſpꝛach⸗wan ſie dan ſende 4a B8 22 22 99 2 A 22 2 O 90 0 Bende in ſolchen freuden ſueſſen Noch künnen ſie ir lieb nicht bueſſen Sie meiſ jr hertz da zu erquicken So thund ſie es noch bas verſtricken Dpdd ſcheiden ſich dan alſo hart Vnd wiſſen nicht jr widerfart Kaagofft lang haben nymer fueg itter iſt das nicht leidens gnueg Dan iſt yr zeit vnd weil jn lanc Sehnen macht fie von hertzen kranck Soall anſchleg gent hinter ſich Der Ale Der Ritter ſpꝛach vernemet mich ter. So vnglück iſt den weg beſchlieſſen Vnd keiner lieſt muͤgen genieſſen Jdoch erneret ſie hoffnung Der alt der ſpꝛach o Ritter jung Der Ale Wie bitter wirt da dan ie leiden So hertz lieb von hertz lieb mueß ſcheiden ctwan vil meil in fremde lande Vnd gen zlich kein hoffnung mer handt gu ſam zu kummen nimer ne ORitter das iſt hertzlichs we Das ich gleich dem grimmen todt Des kam Lucretia in not Oackurialus von yr ſchidt Vnd fur ſie durch die ſtat auß nit gu ſtund verkeret ſie nr farb du letzt vor groſſem leide ſtan Als auch ſunſtiſt noch mer geſchehen Darum von liebe mag jch neben cxs ſen ein ſchmertz ob allem ſchmertz Der Rit Oer Ritter ſpꝛach zwen trewe hertz ter. Scheiden ſich von einander nik ge eines nimpt das ander mit Wo es zu wegenbꝛingenkan Der A Baldt antwoꝛt jm der alte man b t s bleibt aber nicht vngerochen Paris wart auch darumb erſtochen Da erdie ſchon Helenanum Alſo in ſumma ſummarum Soiſt lieb leidens anefanck er ſeel ein vber gifftig tranck Demleib ein wuetent regiment Dem bertzenein trauriges ent cin plendungder vernunft vnd ſin licher keuſcheit ſtoͤrerin in verwüſtung ſitlicher tugent CLin verderbung der zarten jugent in ſchiff das kranckheit bꝛingenthut cxin ſchluſſel zu der aremut œin ſindflus/ laſter/ ſ und vnd ſchand in zerſtoꝛung lewt vnde land cin fenntſchafft gen der welt vnd Gok in poꝛt vom leben ͤu dem kod Dis alles die lieb bꝛingen thut Der Rit Der Ritter lacht ſpꝛach wolgemut ter g. So bin ich auch an dieſer ſchar Was vngluck halt mir widerfar Van ich hab auch ein lange zeit In lieb verſu chet freud vnd leid Keit einer edlen Hertzogin Nach mals mit mir gefurt hin Aus Franckenreich bꝛing ich ſie her Za hat ſie laſſen gut vnd Ler Pnd iſt mit mir gezogen bald Die wart auff mich in dieſem wald Doꝛt bey einem Roſen gedürn Dar aus da ſpꝛang ein eingebürn Dem bin ich lang geritten nach Bis das ich dieſes bꝛünlein ſach Alſo ich zu euch kommen bin Nun wil ich wider reiten hin Da ich die außerwelten find Der ũlt man ſpꝛachboͤs mer da ſind Ich ſag euch das ben meinen trewen ðs wirt euch noch von hertzen rewen Der Rit Hant jbꝛ gefüret hin die fraw Der Ritter ſprach ich hoff vnd traw ons ſol mich rewen nimmer mer Fur ſie ſetz ich leib gut vnd coer In dem der Alt gen himel ſach Da kam geflogen alſo hach cin greiff frenſam greulich vnd wild Ser fuͤre mit jm ein weibes 4* ii Der alt. ter. Der Alr Das ſchꝛen gar mit grauvſamer ſtim Der greiff zurrißdas weib mit grim Das haupt vil herab in das gtas Der alt man bald auff zͤucket das Gab es dem Ritter lies jns ſchawen Da war es ſeiner lieben frawen b Vonder er erſt geſaget het DerRit Din ſeuſſtzen tieff er ſencken thet ter. Ind lies gar ein kleglichen ſchꝛen O we nun iſt mein frend entzwen Sein ſchone farb er da verkert Vnd ſanck dar nider zu der erd Der alt mit waſſer in erquicket Der Alr Der Ritter trawerlich auffplicket Der alt man ſpꝛach o ſtrenger Ritter Iſt euch die ſues lieb woꝛden bitter Die yr gar lang mit ſueſſen woꝛten Verſpꝛochen habt an allen oꝛten Schaw wie ellend ſie euch bekrencket Der di Der Ritter einen ſeufftzen ſencket chter. In dem ein kleine krafft entpfieng Der alt man zu der linden gieng Pndloͤſet ab des Ritters ros Fürtz da der Ritter ſas frafftlos Der ſas auff mit betrübten ſin Namdas todt haupt vnd riet mit hin Der alte man der gieng auch mit Fca ſie hin kamen wen ich nit hin Pald ich ſie nymer ſehen kunde eit groſſen foꝛchten jch auff ſtunde Voꝛ wunder kund ich kaum geneſen Ich dacht es iſt ein traum geweſen Ich gieng gar ſchnel hin zu der eychen Ob ſch moͤcht vinden ein woꝛzeichen Gelb frawen har die waren blutig Fand jch/ dar von wart ich vnmuͤtig Vald auß dem wald macht ich mich do Ich wart traurig vnd wunder fro Kꝛit groſſer eil ich heimbin kam Die matern ich fur mich nam Vnd reputiret alle ding Darnach zu dichten ane fing Die lieb meint da mit zuergrunden Mein ſinmochtẽ kein grund nicht ſinden Darumb ich endet mein gedicht yu einer warnung zugericht Auff das wer lieb im hertzen hab er las zu rechter zeite ab YVnd ſpar ſein lieb bis in die ee Dan halt ein licb vnd keine me Dar aus jm gluck vnd heil erwachs Den trewen rat geit jm Hans Sachs⸗ Vmb hureren willen zu vermeiden/ hab ein oyder man ſein eigen weib/ vnd ein vdes weib iren eigem man. z. Coꝛinth. vij. Wolffgang Foꝛmſchneider⸗ Germanlstisches Seminar der Justus-Liebig-Universiftät Giessen AO4’/89 4 68 33 2 S 2