onder Inſel Bachi vnd jrer ygenſcha wiix⸗ Z⸗ zuchv fft. jein kur ins er ſp — = . ng des We weylicher Spꝛuͤch. chen Eygen cku Mehꝛ ein New Ins mals jch einen Doctor fragt Vnd pat jn faſt das er mir ſagt Von wann doch kem dem wein diekrafft Das er yeb die vier Eygenſchafft Inn dem er vberhandt gewinnet Das ſie wer den anders geſinnet Die Erſten macht er froͤlich frydſam Guaͤtwillig/ milt/ guͤrig vnd mitſam Die Andern raytzet er zu zoꝛm Das ſie wuͤten/ zancken/ rhumoꝛt Die Dꝛitten macht er alle ſampt Gꝛob wuͤſt kindiſch vnd vnuerſchampt Den Vierdeniſt der wein ein ſtewꝛ Zu fanttaſey vnd abenthewꝛ Er ſpꝛach des wil jch dich beſcheyden Es bſchꝛeyben vns die weyſen Heyden Nach dem die ſündtfluß was vergangen Da har Herr Noah angefangen Von aller Erſtzupflantzen Wein b Nun wolt die erd vnfruchtbar ſein— Da fandt Noah der alt den liſt b Das er die erdt thunget mit miſt Alſo thungt er nachmals die erdt Vnd erwiſchet auch vngeuerd Den Myſt von den Vierley Thieren . b Die Die vmb luffenin den riſieren Nemblich nam den Myſt von Schaffen Von Beren Sewen vnd Affen Damit ertunget ſeyn Weinberg Nach der lenge vnd vberzwerg Vndals der Wein nun zehttig wart OHet er dieſer vier Thiere art Damit er Noah ſelber quelt Dieſe Vier art er noch behelt Nun ſindt von Gott all menſchen puxy Geſchoͤpfft auch vierley Natur Von Lufft Fewꝛ Waſſer vnd LErdt Philoſophia das bewer dt b Was nun jeder menſch mage ſein Darzu võt jn die ahꝛt im Weinn⸗ Die Erſte Eygenſchafft. grſtlich ſo ein Sanguinius er von dem Lufft hat ſein einflus Den Wein erinckt vber die Menſur Inn dem wuͤrckt er des Lambs Natur Das er wirdt freundtlich vnd gantʒ gůtig Gutwillig fridtſam vnd ſenfftmuͤtig Froͤlich lachendt vndfreudenreych Singet mit ſaytten ſpil der gleych Er iſt kurtzweilig vnd gantz ſchimpf lich A ij In Inn allen dingen gantz gelympflich Beſcheyden trew mit leichtem ſin Yeder man geren iſt vmb jn Er iſt mit vnd thut gern leyhen Auch iſt er neyd feindtſchafft verzeyhen Inn trunckenheyt vbt er kein rach Zu zoꝛen geyt er kein vſch Vnd wo iſt hader oder zanch Iſt jhm ſein zeyt vnd weyl gar lanc All ding er zu dem beſten wendt Das zanck vnd hader nem ein endt Kein frembde ſach er auch verficht Er vber hoͤꝛt vnd vberſicht— Wie man ſn ſchelt ſchmech oder ſtraff Peyſt er doch nyemandt wie ein ſe chaff Erpewt ſich allerſach gutwillig Weyl man jhm aber zu vnbillig So trapt er ab hin inn ſein hauß b Auff das keyn hader werd daraug- Os ſn etlich auff hader ſtercken Schweigt er vnd lat ſich gar nit mercken Da heim bey ſeinem haußgeſind Er iſt froͤllch mit weys vnd kind Vnd legt ſich fridlich inn ſein peth Acht nicht wies auff der gaſſen geth Frd An jm hilfft gar kein woꝛdt ſenfftmuͤtig ff geth der Sonnen glantz Do ſt im en ſchaff pel noch gaug Vnd ſind geruůhet ſeine glieder So treybt er ſeinen handel wider Vnd dat den ſchaff wein auß geſchlaffen Das iſt: im wein die art von ſchaffen Die Ander Eygenſchafft gZum Andern hat auß einflus ſtewꝛ Tolericus/ die art vom Fewꝛ So der zu vil wein henckt inn ſchopff Baldt Iſteyger jm die hitz inn kopff Vnd wirdt gantz grimmig wieemn Ber Zu hader frach ſteht ſein beger Er wirdt tuckiſch vnd wetetleuniſch Endtich/ truͤtig/ frech/ boͤß vnd hewniſch Man hhu red oder was man thůt So hat er nyemandt nichts vergůüt Er poldert/ zancket/ ſchilt vnd grondt e mehꝛ man ſein darinn verſchont xYe mehꝛ der Beren wein ſich regt Ein leichte vꝛſach jn bewegt. So ſchlecht er dꝛein vnd geyt kein frid Lr has geleych recht oder nit Thut als ſey er tobendt vnd wuͤtig iij Er Er ſchlecht darein nur wenn er ſich: Ynd ſchonet keines menſchen nicht Et wan trifft er auch ſeins geleichen b Der jm ſein haudt hilfft wol durch ſtreichen Vnd jn darnach wuͤrfft ab die ſtiegen Das er ſich tucken muß vnd ſchmiegen Oder trifft er kein Haderman Daser on Hader geht darnon Dann hebt ſich auff der gas ein muffen Ein poͤcken vndherwider puffen Ein ſpꝛeitzen vnd ein degen ſtertzen Kompt einer der nit tregt ein kertzen Der muß ſich vberſtuͤrtzer lan LEcwan trifft er auch ſeinen man Der jm redlich die floͤch abkert Vnd jm ſein Beren haudt erperdt Das er daruon taucht wie ein mauß Kompt er darnach heym inn ſein hauß Dann huůt ſich das gantʒ Haußgeſindt Sein Weyb vnd ſeine kleyne Kindt Die muͤſſen Beren Wein verſuchen Da het er anein ſchelten/ Fuͤchen gachmals ein ſchlagn vnd ein rauffen Das m das Haußgſind mus entlauffen Zu moꝛgens frueh das es taget Iſt bey dem Richter er verklaget Wie er hab dis vnd ſhens geſtifft Wann jn dann zergnusſybertrifft Ʒwecht man jm dann mit ſcharpffer laugen Dann mus er an denkloen ſaugen Biß er außricht die wandel ſein Das iſt des Beren ahꝛt im wein b Die Dꝛit E ygenſchafft. gZum Diꝛieten ſo mit vberflus Wein trincket der Flegmaticeus Der von Waſſer hat ſein Natur So gwindt er einer Sawfigur b Wann jhm der Wein auff plet ſein wampen So will er noch mehꝛ freſſen ſchlampen Mit zutrincken iſt jm auch wol Birs er wirdt truncken vnd ſtůd vol Dann kan jn nyemandt heimhin bꝛingen Erſt lat er die Sew glocken klingen Vndtreibt grob vnuerſchempte woꝛdt Da wil er puͤlen hĩn vnd doꝛt Biß etwan hin auff mitte nacht So dann die oͤꝛten wirdt gemacht Kan er gar kaum die ſtubthuůr treffn Etwan nimbt vberhandt die heffen Das er leſt hinter jm ein gſtanck b elt Felt etwan ab die ſtiegen lanck Kompt er dann auff die gaſſen nider Erſt toꝛckelt er hin vnd herwider Sam ſeind die heuſer alle ſein Vnd bſult ſich im kot wie ein ſchwein Leyt etwan ein weyl inn eim miſt Wirdt irr/ waiß dann nicht woeer iſt Bis er heim lendet inn ſein hauß Da muß ſein fraw jn ʒiehen auß Dann ſtinckt er wie ein widhopff neſt— Pꝛingt ſie jninn das peth zu leſt Vndteckt jn zu wol vnd genaw So groͤltzt vnd fartzt er wie ein ſaw Dann ſteſſt jn an das keller gſchos Vmẽ m ein hauffen pꝛocken gros Villeicht pꝛuntzt er auch inn das pett Ein ſaw wol bey jm narung hett Dañ ſchlefft vñ ſchnarcht er wie ein ſchwein Biß das der mittag ſtern ſchein Wanner dann noͤeigs auff ſol ſtehn So dunckt jn ſeiner koͤpff ſein zwen Hat ſein ſenn weder gant noch halb Da ſieht er wie ein gſtochen kalb Sein har gſtrobelt ſein zen gar ſtumpff Sein augenplaw/ die naſen kumpff Mit Mit bleichem antliꝛz gſchwollen ſchenckeln Gros truͤnck ſind vmb die bꝛuſt jhn enckeln Als dann iſt er den tag kein nuͤtzs Dann das er groͤltz außwerff vnd ruͤgzss In ſchmeckt kein arbeyt tranck nech ſpeis Das heiſt Wein tr uncken nach Sew weiß Die Vierdt Eygenſchafft. gꝗ̃Oer Mielancolicus zum vierdten Hat der erden Natur mit girden So der den wein trinckt vngeſchaffen Vht er inn jm die ahꝛ des Affen So jm der Wein ſteigt inn das hirn So thut er nichts dann fantafiern Miii ſpꝛingen vnd geradigkeyt O lpern/ kelbern iſt er bereyt Vnd was man ſolches fahet an So iſt er all mal foꝛnen dean Seltzamer poſſen ſteckt er vol Die lewt kan er auff ſetzen wol Durch ein zaun kenth er ſeinen man gedem ſchlecht er ein plechlein an Er tadert ſtetzs vndiſt geſchwetzig Miit woꝛdten ſpoͤttiſch vnd auff ſetzig Vnd iſt gann liſtig/ ſcharpff vnd ſpitzig Darbey vmuwig vnd fuͤrwitzig b B Vnd Vnd ſtelr ſich darbey asenthewꝛiſch Nerriſch/ kindiſch/ doꝛffiſch vnd pewꝛiſch Treybt auch kuͤrtzweylich egliſch ſchwenck Wunderlich abgeriben renck b Gut zotten/ ſchnocken vnnd hundts mucken Mit Worꝛdt vnd werck inn allen ſtucken Das maul jedem auff ſpꝛeutʒen kan Das ſein mus lachen jederman Inm heim gehn hat er auch kein rhaͤ Wiaer den lewten ſchalckheytſ thu Vnd henckt an ſich ein folle roth Diefuͤret er durch dꝛeck vnd koth Verſchewpt die Kaͤrren vnd die waͤgen Verſetʒt am marck pꝛenten vnd ſchꝛaͤgen Den lewten fuͤr die thuͤr hofferen Das man mit ſchaufeln muß palbieren Er rricht an wunderſeltzam ſpil Keiner ſchalckheytiſt jm zu v Zuzeyt die ſchergen jhn erſchuappen Darnach mit jm gen locheym ſappen Fruͤ ſo ſucht in ſein weyb vnd kindt Wann man inn dem wirtʒhauß nit finde So findt mann zu letzt inn dem Loch Alda er zalen mus das gloch Mil den follen geſellen ſein b Das Das iſt des Affen art im wein ¶KAlſo haſt du inn kurtzer ſumm Von wann vierley art her kumm Ins wein ſo er on mas wirdt truncken Soer anzundt der thoꝛheyt funcken Inn der menſchen vier qualitet Nach yedes art darein er ger Doch bitt jch nimb von nur zu danck Die lehꝛ inn einem guten ſchwanck Doch wil jch dir zur dein abſchid Dein frag erſt ſtellen cecht zu frid Wein iſt von Gott geſchaffen gut Wer ihn fein mãfſig trincken thut Dem ſelben erftewdt er ſeins hertzs Vnmeſſig truncken pꝛingt er ſe chmertzs YVnd plendet ſinn vnd die vernunfſt Sett ein man inn der narren zunfft Das er oͤffnet ſein heimligkeyt Die im hertzen verpoꝛgen leyy Ober ſey weybiſch vnd klaymuͤtig O der rumoꝛiſch toll vnd wůtig Oder ein vnflat vngehew: Was inn jm ſteckt fuͤr abenthewꝛ Vnd wann er meim man habso vergeſſen MWudt es in argk jm zu gemeſſen b B ij Darums Darumb ein pyder man ſich ſol Voꝛ vbꝛigem wein huten wol Das jm daraus kein vngluůck wachs Den rath geyt võ Nuͤrnberg Hans Sachs Die J n ſel 85 Wein gotts/ vnnd ſrer Eygenſchafft⸗ NMNDRvyrnn als ſch Jaͤnger was Sen Fecerendeae e vil Inſel th arn( Thꝛiſtoff Colum bus voꝛ vil jaren Inn der ſchiffart von Poꝛtugal Darin jſch wunder ane zal Fund gar von ſeltzamen refieren Von Menſchen Voͤgel Fiſch vnd thieren Zu nachi trieb mich die fanthaſey Inn ein ſchwere Melamcoley Nach zu gruͤnden den dingen tieff Bis jch entlich darin entſchlieff b Da traumꝛet mir ſo eygentleych Wie ſch inn Poꝛtugal dem reych Der ſtadt Biſabona auff ſas Da den die Kuncklich ſchiffung wae Vnd auffur auff das weite Meer Inn einer Naue mit eim heer Fuͤr manche Inſel gros vnd weydt Endtlich kam wir inn kurtzer zeyt Zu der Inſel Bachi mit nam Auff einen ſklar/ glas lautern ſtram Inn dem Poꝛt ſach jch das da ſas chus der Gort auff eim weinfas Murtex vacke mit greſſem pauch B üuj Auffgeblaſen Auffgeblaſen wie ein wein ſchlauch Froͤlich lachendt gutter ding Vmb jn ſo ſach jch ʒirckelring Auch nacket vil der linder ſein Auchfroͤlich vnd truncken vom wein Alle gekroͤnt mit weinreben Alſo fur wir hin darbey neben Da wed Zephirus der windt Die Naue gieng ſtil/ ſenfft vnd lindt— Die bletter gleych den harpffen klungen b Die voͤgel luͤſtigklichen ſungen Das frey gewild ſpꝛang inn dem hag Die Vieſch ſchnaltzten inn ſtrames wag Die Inſel ſtundt voller weinreben Oben/ vnden/ voꝛn vnd neden Kuͤttzlich ward alle freudt vns bitter Ein ſturme windt vnd vngewitter Der durch die ſchwartzen wolcken hal Liecht blitʒen/ grauſam Doner Stral 2—2 Die wellen an die Naue ſchlugen Mit krefften wir die ruder zugen Der ſtram war Ayter/ Blüt vnnd ſchwartz Schlangen Kroͤtten ſach jch auff wartz Schwimmen/ Fledermeuß vnd die Eulen Loͤwen/ Woͤlff/ Bern hoͤꝛt wir heulen Die— Die wilden ſchwein die hoͤꝛt wir greinen Die Hund peilen/ pellen vnd heinen Verdoꝛdt wurden Reben vnd Baumb Die Voͤgel ſchwigen inn dem traums Vnſer Naue wurdt ſchwach vnd krachet Der Beſchlus. ꝗ Im augeblick jch auffer wachet Vnd dacht der traum vergleicht ſich eben Bacho dem Gott welcher thut geben Gedꝛanck auffs koͤſtlichſt vnd auffs beſt Macht froͤlich baide wirdt vnd geſt Auch thut er alle kuͤrtzweyl bꝛingen Mit ſaytenſiul pfeiffen vnd ſingen Mit tantz/ ſpil/ ſchwenck aller weis Sam ſey man inn dem Paradeiß Bis man wirdt gar zu feucht vom wein Den ſchlecht endtlich der doner dꝛein Mit vngeſtuͤmme gleych den doꝛen Sie zanckn/ ſchꝛeien vnd cumoꝛen Mit woꝛdten eins das ander ſchendt Denn hat alle freud garx ein endt Der fuͤllerey auch volgenthut Schand/ Laſter/ Schad vnd aremm Aopfwe/ Kranckheyt aller glieder Veruon vnd ſiun liegen darnieder S erck M gedechenus ſie abſtuͤrtzt SMagn 2 1 leben ſie Ver urs Doctor Freydanck ſpꝛlcht mehꝛ lewt ſtersn Von Fuͤl wes ãdurch das ſchwerd verderbn e n Des ſpucheß den vollen zapffn Sie dꝛetten tun Bachi ſlßſtapffn Wer los wil ſein folchs vngemachs Den erinck miſſig wein ſpꝛicht ans Sachs 2 berg durch Geoꝛg 0 erckel. Germanlstisches Seminar der Justus- lebig. niwerits Ciessen wür⸗ kurtz⸗ ch. ꝛuchvon der ygenſchafft. 5 * 4 A 7☛ — — — æ vnd ein 0 * )