Tn geſbretb zwe ſchen Syben Mennern/ darinn ſtejhꝛe Weyber beklagen. . 8 3 47 1 „9 — 4— 8 4 Gzus abents ich ſpacieret auß uffein ſchlafftrũck in ein wirtshauß Darinnen Syben Menner ſaſſn Biefroͤlich truncken vnd aſſen Vnd redtengar von mancherley Was inn dem Land wer das geſchꝛey Paſſierten alſo mit eynander Kamen von eynem auff das ander Zu letzt die red ſichthet vmbſcheygen Zu klagen auch von jhꝛen Weyben Wie keyner ſeyner recht kuͤnd than Vnd was nur vber zwerg thet gahnn Müͤſt die ſchuldt alleyn tragen ehꝛ Als os das Weys vnſchuldig wer Vnd het keyn Waſſer nye betruͤbt Mit dem eyner den andern uͤbt Alſo nam ich einhalbe maß Damit hinter den Ofen ſaß Vndhoꝛet jhꝛen ſchnackenzu Wie ich hernach erzelen thu. Der Erſte NMan. Anfieng ein junger ſchoͤner Man Hoͤn zu ein altes Weys ich han Die mich teglichen hart beklagt Ich ſey ein Vuler wie ſie ſagt Germanſstisches Seminar der Justus-Liebig-Universität Giessen F 4 4A 64) 955 Vnd obich gleych daſſelbig thu So dꝛingt ſie mich doch ſels darzu Wenn ich gern mit jhꝛfroͤlich wer Wo dꝛumẽt ſy wie ein alter Beer Seiee iſt ein Weys bey Achtzig Jarn Vnd wil ich ſol jhꝛ helffenſparn Vndſol bey jhꝛ im Hauß vmszaufen Weyt bin ich liebet von jhꝛ dauſen Ihr gelt ſie mir vms dOhꝛen bleut Hat mich zwar nur ein mal gereu: Das weret auff heutigen tag Das ich euch allen trewlich klag DOet ich gewißt jhꝛ langes len Zu jhꝛ het ich mich nicht begebn O der mir ſaget ſie wer todt b Dem ges ich ein gut Botten bꝛodt Der Ander Man. Eynelee ſpꝛach/ hoͤꝛt ich vertreßß Meyn zeyt mit einem jungen Weſß Diee ich von ſhꝛ ſchoͤn wegen nanmm Die iſt mir lengeſt woꝛden gram Vnndthurt vber wenniſch og mic Als ob ich nicht gehoꝛt zu jſꝛ: CTceglich ſie ſich ziertipreyſt vnd putzea DVPaꝛdem Spyge ſtreycht/ zafft v Dnn. 8 8 8 1 8 8 8—— ͤ1 3——— ſ —— Gantz reyſig auff den Reuter ſchlag VPndleyt am Fenſter vbertag Zu ſchawen auff die jungen Anabn Die teglich fuͤr der Thuͤr hin dꝛabn Wannich jhꝛ auff die redthu ſchawen Soklagt ſie dann bey andern Frawen Ich ſey eyn alter Eyfferer Het ſie gut erbarlich gebehr Oielt mich ehꝛlich inntrewen mum Seyt ſie von mir hat Ehꝛ vund gut Ich weſt ſie auch zu haltenwol Ratt jhꝛ/ weß ich mich halten ſol. Der Diitt Man. Fum Dritten ſpꝛach eyn ſchlechter Man/ So wiſt das ich eyn Eheweys han Dieiſt ſehꝛ faul vnd gar vnheuplich Fottet/ ʒerha dert vnndgantz ſcheußlich Schluͤchtiſch mit arbeyt /iſt doch ſtarck Vnd ſteht ſtets an dem Klappermarck Da ſie erfert vnnd richtet auß Wie ander Leuthe haltenhauß Vnd wennich ſol zu Mittag eſſen Hatſte des Krauts am Marck vergeſſen Die Erbes ſyndt verbꝛendt zu Koln Dañmuß vom Koch ichs pfenwert holn Das Kor leyt hinter der Stubthür Eyn Saw man wol darinn verluͤͤ Der gleychim Hauß ſunſt vberal Ligt es wie inn eynem Sewſtal Das machet mich auch werckloß ſehꝛ Das ich foꝛthin mag nymmer ineh: Kommen auff grůnes zweyg mit jhꝛ Wiewol ſie des geyt vꝛſach mir Deer Vierdte Nan Zu dem Vierdten ſo ſpꝛach ein feyſter Ach Got mein Frawiſt ſelber meyſter Erſtlich ließ ich ſhꝛn Zaumzu lang Vetzt ſcheubt ſie mich gar vnter panchk Gelt nimpt ſie eyn vnd geyt es auß So muß ich ſeyn der Narr im hauß Vmogehn an eyner Hennenſtat Ihrꝛding kaufft ſie jr ein mit rah Mir langt ſies auff eim ſpenleyn her EPrdap ich etwan Gelt ongfehꝛ Sodthu ich mich vmnuts ergezn Thu mich zu guten Gſellen ſetzn Mit den trinck ich die Nacht zum Tag Dann fuͤhꝛt meyn Fraw vber mich klag Ich verderb ſie nit meym Weyn ſygzn Ließ mein Weyßs aber jhꝛ popitzn I —* 1 Mit Schuͤrtzpelten/ röcken vñ ſchaubn Mit Poꝛten/ Stauchen/ Goller/ Haubn So wolt eyn Hundt ich ſoꝛgen lan Mein Weybaber die heyſt Sieman Der Fuͤnfft Man. um Fuͤnſſten ſpꝛach eyn wuͤſter KAnab 3 Ihꝛliaben Gſellen wiſt ich haas Eyn Weyb/ das iſt ſchier jinmer vol Das wiſſen alle Nachsawrn wol Wann ſyſchleycht heymlich ind wein kel Verſaufft kandel/ ſchuͤſſel/ Teller ler Wo ſich daſſelb nicht wil geburn LVTceſt ſie daheym die blinden fuͤhꝛn Inn Haͤſen/ Rruͤgen heymelich Biß das ſie doch gefuͤllet ſich Soich eyn anders gwinnen wil Setz ich mich auch vber das ſpil Biß ich den Bettel gar verſchweyß Das macht ſie mit jhꝛ vollenweyß Sie bꝛicht Haͤfen/ ſo bꝛich ich Kruͦ Nicht weyß ich wie langes noch tůg Sie war auff ſchleckerey erzogn Woſß nicht wers ander hat betrogn Ich namſie von der pfeming wegn Werich die weyl im Keyn gelegn. Denndas mein Wab it fivndſſchwae — Erſtlichen Der Sechſte Nan. Der Sechſt inn eynem knoͤbel part Sptach/ keyner hat einboͤßre hart Als ich ſels hab eynen Fegteuffel Die jn ſo truͤtzigklich auffkneuffel Sie kiffelt/ keyffelt vber nachthh Was ich mach/ redoder betracht Das gfelt jr alles von mir nicht Sie granet/ bꝛummet/ beyſt vnd ſticht Da muß ich ſeyn jr Dieb vnd ſchalck Soſchlag ich ſie dann inn den balck Vnd mach mich darnach auß dem hauß/ Bleyß offt eyn tag zwen/ dꝛey darauß Das ich nur ſchlemmen/ ſpielenthu Da bꝛingt mich meyn Fegteuffel zu Der reñt mir nach offt ins Wirtshauß Vnd holhipt mich mit woꝛtenſauß Eyn Hund eyn Bꝛod kaum von mir nem Sohalt wir hauß gantʒ widerzem Nyemand macht zwiſchen meiner frawn Vnd mir fried/ dañ ſchauffelvndhawen. Der Sybend Man. Zum Letzten ſpꝛach eyn alter Man Nicht mercklichs ich zu klagen han Erſtlichen war ſie magerer Dazug ichs nach dem willen meyn Derhalben wir yetʒ eynesſeyn xedes thut was das ander wil Vnd ſyndt freundtlich/ friedlich vnd ſtill/ So ſolt jhꝛ mit beſcheydenheyt LEwꝛe Weyber zu erſter zepft Gezogen haben tugenthafſt Vnd mit vernunfft ſie han geſtrafft Wo Weſßber ziehen vber zwerg Vnd Menner auff eyn andern Berg Da eyns dem andern guͤnt nichts guts Da bꝛingt eyn trutʒ den andern truz Derhalb ziech yeder noch ſeyn Wey Daser mit jhꝛ beyehꝛen bleyß Wie man dann ſpꝛicht/ eyn from̃e Man Ein ſcorine e ziehen kan 9 4 Gedꝛuckt zu Nuͤrnbergd DHermañ Hamſue. uich — — 16 15 14 13 10 11 9 84