4ve ANen dep.ea e 3 * 3 8 —— .— 4 4 3 4 4*½ 5— 3— 4 5 3 4.* 8. A i 4 2 n weiſun g.. 4. zur b Taration am Beſchreibung der Forſtt. Nebſt einem Anhange uͤber die Berechnung des Geldwerthes eines Forſtes vo R. 2 8 3„ 1 Georg Ludwig Hartig, Koͤniglich Preußiſchem Staatsrathe und Ober⸗Landforſtmeiſter, Director der Forſt⸗Lehr⸗Anſtalt in Berlin, und Mitglied mehrerer deutſchen und franzöͤſiſchen gelehrten Geſellſchaften. Erſter oder theoretiſcher Theil. Nebſt einem illuminirten Forſtkarten⸗Schema und mehreren Tabellen. 3 1 V 1 Bierte revidirte Auflage. b--eeeseeessegeeseesseeee Deeeeeeeeseeeeeseeneneee-— V Gießen 18 1 9, bey Georg Friedrich Heyer. — Einleitung... . 1.. Seite 1. Von der Wald⸗Taxation, oder von Beſtimmung des gegenwaͤrtigen und kuͤnftigen Holzertrages der Forſte überhaugt.... 4 3. Erſter Theil. Von Unterſichung der Gegenſtaͤnde, welche den Holzertrag eines Forſtes beſtimmen. ⸗ Er ſter Abſchnitt. Von Unterſuchung der Groͤße eines Forſtes. Erſtes Kapitel. Von der Forſtvermeſſung...... 4. 1) Ueber die Auswahl und Beſtimmung des Maaſes zu den Waldmeſſungen 11. 2) Ueber die Auswahl der Inſtrumente, womit die Winkel bey den Waldmeſ⸗ ſungen aufzunehmen ſind z 2 2 2. 2 12, 3) Ueber die Gegenſtände, weſche be⸗ Waldmeſſungen aufgenommen und ge⸗ n zeichnet werden müſſen. 4.. 45. 4) Ueber die Beſtimmung der Größe des Maasſtabes für die Forſtkarten. 15 ) Ueber die Art, die Forſtkarten zu zeichnen und zu illuminiren 17. 6) Ueber Beſtimmung der Bezahlung ſawohl fuͤr das Aufnehmen als für das Zeichnen der Foyſtkarten.„— 20 ooſſhdoſſſſ“ —— 9.*„— 9U⸗ IV Zweytes Kapiter. . Von der Re riſen der Ferſtmeffungen,.„ 4 S. 22. Lul. 4 Drittes Kaitel.— b Von der Ein. und Pürzihg der Zerfeläche... b.. 23. 32 1 Zweyter Abſchnitt. 8 b Von Unterſuchung. des Waldbodens und der Lage deſſelben„. 8 26. 3 Dritter Abſchnitt.. Ueber d die Verſchiedenheit der Waldbehandlung, und die Nothwendigkeit der b Beſtimmung zweckmaͤßiger und allgemeiner Vorſchriften fuͤr die Holzzucht, b e ni wenn ein Forſt tapirt werden ſoll. Erſtes Kapitel. Wen der Verſchiedenheit der Waldbehandlung....— 29. Len d - Zweytes Kapitel. b AMeber die Nothwendigkeit der Beſtimmung zweckmäßiger und allgemeiner Vorſchriften für die Holzzucht, Peſonders wenn die Forſte eines Landes taxirt werden ſollen. 31. Ver l Vierter Abſchnitt. ua Von Unterſuchung und Berechnung des Zawachles an den Holzbeſtaͤnden 1 eines Forſtes...... 35..2 Erſtes Kapitel. b . Von Berechnung des Zuwachſes und des Holzertrages der jetzt noch jungen und vell⸗ Ven e 4 . kemmen beſtandenen Hochwaldungen—... 39. Zweytes Kapiſtel. Von Unterſuchung und Verechnieng des Zuihachſss an den jetzt ſchon haubaren Hoch⸗ 5 4 waldbeſtänden...... 47. 5 2) Ven Unterſuchung des Zuwachſes 847... 48. 2) Ven Berechnung des Zuwachſes auf eine Periode 2c... 52. Drittes 26. 3j. 33. 47. 48. 52. d ittes — 3 o — Drittes Kapitel. Von Unterſuchung und Berechnung des Holzertrages der Niederwaldungen 1. S. 61. 1 Fuͤnfter Abſchnitt. Von Beſtimmung der vortheilhafteſten Umtriebszeit fuͤr jede Polzart. und Waldbewirthſchaftungs⸗Methode„„„„ 8 3 64. 3 Sechſter Abſchnitt.. Von Unterſuchung des Holzbeſtandes in einem Forſte, und von Beſtimmung des Holzertrages, welchen jeder verſchieden beſtandene Walddiſtrikt waͤh⸗ rend einer zeſtgefetzten Umtriebszeit, von Periode zu Periode liefern wird du. Erſtes Kapitel. Von Abſchätzung der jetzt haubaren Hochwaldbeſtaͤnde..— 72. 1) durch Auszählen...„. 73. 2) durch Probemorgen..=. 4 79. b Zweytes Kapitel. Von Abſchätzung der jetzt noch nicht haubaren Hochwald⸗„Diſtrikte, die einerleh Balia enthalten. 2 1) Wenn der Beſtand gleiches Alter hat...„ 83. 2) Wenn der Veſtand Horſtweiſe im Alter verſchieden iſt„. 36. Drittes Kapitel. Von Abſchätzung der vellkommen geſchloſſenen jungen Hochwaldungen, die mit verſchiedte« nen Holzarten vermiſcht beſtanden ſind. a) Wenn der VBeſtand gleiches Alter hat, und eine andere Holzart einzeln untergeſprengt iſt.*.... 92. 2) Wenn der im Alter gleiche Beſtand Horſtweiſe aus verſciedenen acr arten beſteht...... 98. 3) Wenn der vollkommen geſchloſſene und vermiſchte Beſtand im Alter Horſt⸗ weiſe ungleich iſt*. 5... 99. Viertes I 5 8 1 4 8 VI “ G Biertes Kapitel. Ven Abſchaͤtzung der noch nicht haubaren Hochwaldungen, die unvollkommen beſtanden ſind. 2 4⁴*⁴..1 0„ . 12) Wenn ſie Horſtweiſe einen vollkommenen Beſtand haben, aber wegen der zwiſchen den Horſten befindlichen Blößen unvollkommen ſind. 2) Wenn der junge Hochwald einen, entweder auf eine Zeitlang, oder bis 4 2 zu ſeiner Haubarkeit unvollkommenen horſtweiſen Beſtand hat. .l 3) Wenn die jungen Hochwaldungen keine leere Stellen, ſondern einen, ent⸗ weeder auf eine Benange oder bis lur Haubarkeit uͤberhaupt unvollkomme⸗ nen Beſtand haben.. 7 0 92 Fuͤnftes Kapitel. 2)) Wenn die alten Bäume vor der Haubarkeit des jetzt jungen Holzes aus Von Abſchäͤtzung der Niederwald⸗ Diſtriktr, welche Hoch⸗ und Niederwald zugleich ſind Achtes Kapit el. Von Berechnung des Holzertrages, der von Waldblößen zu erwarten iſt, die erſt nech cultivirt werden ſollen... 4 8 2 Siebenter Abſchnitt. eines Forſtes haben.... Von Abſchätzung der Hochwaldbeſtände, die junges und altes Holz vermiſcht enthalten. demſelbden genommen werden ſollen. 4.. 2) Wenn die alten Bäume bis zur Haubarkeit des jetzt jungen Waldes ſtehen bleihen ſollen.„...„.„...„. Sechſtes Kapitel. Von Abſchätzung de Nadedetalhſeſnde..... .„Siebentes Kapitel. Von den Servituten und andern Walduͤbeln, die Bezug auf den Holzertrag 108. 1214. 115. 1224. 1s d LTor b. 1 War 184 K Vei ſ Ven, 9l — 28 1 t 7 uiije 5 8 dn a d3 ſ * M. 4 d 103, 108. 1⁰9, da 113, 11½ 3h. — A Achter Abſchnitt. Von dem Gange des Tapations⸗Geſchaͤftes und von Anwendung der dabey gefundenen Reſultate, zu Gruͤndung einer dauerhaften Forſtwirthſchaft. Erſtes Kapitel. Von den Vorarbeiten einer Forſt⸗Taxation Zweytes Kapitel. Vom Entwurfe eines vorläufigen generellen Wirthſchaftsplanes fuͤr einen Forſt, der taxirt werden ſoll——.. Drittes Kapitel. Von der Taxation des Holzbeſtandes in einem Forſte. Wiertes Kapirel. Von Zuſammenſtellung der durch die Taxation gefundenen Reſultate Fuͤnftes Kapitel. Von Vergleichung des periodiſchen Holzertrages in einem taxirten Forſte Sechſtes Kapitel. Vem Entwurfe einer leichten Ueberſicht des gemachten generellen und ſpeciellen Wirth⸗ ſchaftsplanes.... „ 4 Siebentes Kapitel. Ueher die Befeſtigung des gemachten Wirthſchaftsplanes 4 4 2* Achtes Kapitel. Won der ſyſtematiſchen Beſchreibung eines Forſtes, in Beziehung auf alle Gegenſtände, die beym Forſt⸗ und Jagdweſen intereſſant ſind„ 9 6 2 8ℳ. 4 2 3. 0 8. 134. 237. 248. 250, 255, An han g. Ueher bdie Vereßuung des Geldwerthes eines, in Betreff ſeines Natural⸗ Ertrages ſchon taxirten Forſtes 8... S. 171. “ Erſter Abſchnitt. Von den Prämiſſen oder Vorderſätzen„..... 273. 3.— Zweyter Abſchnitt. Von den Hülfsrechnungen——..—. 176. Dritter Abſchnitt.— Von Berechnung des Geldwerthes eines ganzen Forſtrevieres... 181. Inſtruction für die Forſt⸗Geometer..... 291. Inſtruction für die Taxations⸗Aſſiſtenten— 4. 299. * Ein⸗ naſſeng lan eſeer V in zuy a gen war ven Ak:„ üund 4 1 bar tden a 1 1Mi ſelc Ge winer 191. 199. E B⸗ der Schäͤtzung oder Taxation eines Waldes, er mag klein oder groß ſeyn, kann man verſchie⸗ dene Abſicht haben. Man taxirt ihn entweder, um zu erfahren, wie viel und was für Holz er alle Jahre, oder auch von Periode zu Periode, abgeben kann, oder um zu wiſſen, wie viel und was für Holz er gegenwärtig enthält, oder um zu beſtimmen, wie niel Geld er werth iſt. 4* 4 Man kann daher die Forſt⸗ oder Wald⸗Taxation in drey Hauptabtheilungen bringen, nehmlich⸗ a2) Taxation zu Beſtimmung des periodiſchen oder jährlichen Holz⸗ ertrages⸗ 2) Taxation zu Beſtimmung des gegenwärtigen Holzbeſtandese und 3) Taxation zu Beſtimmung des Geldwerthes eines Waldes. Beſonders wichtig aber iſt die Taxation der Forſte zu Beſtimmung des ge genwärtigen und künftigen nachhaltigen Holzertrages der Waldungen, der die Errichtung eines zuverläſſigen Natural⸗Forſt⸗ Etat's; denn es laͤßt ſich keine dauerhafte Forſtwirthſchaft denken und er⸗ warten, wenn die Holzabgabe aus den Wäͤldern nicht auf Nachhaltigkeit berechnet iſt. Jede weiſe Forſtdirection muß daher die Waldungen des Staates, ohne Zeitverluſt, taxiren laſſen, und ſie zwar ſo hoch als möglich, doch ſo zu benutzen ſuchen, daß die Nachkommenſchaft wenigſtens aben ſo viel Vortheil daraus ziehen kann, als ſich die jetzt lebende Generation zueignet. Eine ſolche, möglich hohe und immer gleiche, alſo nachhaltige Benutzung der Wälder kann oͤber bey einer willkührlichen Bewirthſchaftung und Holzabgabe aus den Forſten nicht Statt ſinden. Selbſt der erfahrenſte und klügſte Forſtmann iſt nicht im Stande, nach dem Augenmaaſe nur einiger⸗ maſſen genau zu beurtheiltn, wie groß der Natural⸗ Ertrag eines vor ihm liegenden Waldes iſt. 18* 4 Immer 3— 0— Immer wird durch eine ſolche Schaͤtzung der Holzertrag entweder zu hoch, oder zu gering angegeben werden. Beydes iſt aber nachtheilig. Durch zu ſtarkes Angreifen oder Ueberhauen den Waldungen wird der Nachkommenſchaft Holzmangel bereitet; durch zu geringe Benutzung der Forſte hingegen wird der jetzt lebenden Generation und dem jetzt lebenden Waldeigenthümer geſchadet. Das Publicum wird nehm⸗ lich, im letzten Falle, in Befriedigung ſeiner Helzbedürfniſſe und beym Betriebe ſeiner oft ſehr einträg⸗ lichen Holz conſumirenden Gewerbe, ohne Noth, eingeſchränkt, und dem Waldbeſitzer wird der größte mögliche nachhaltige Erlöß aus ſeinen Waldungen vorenthalten. Alles dieſes iſt unbillig, ſelbſt ungerecht. Die jetzt lebende Generation darf eben ſo großen Vortheil aus den Waldungen ziehen, als die Nachkom⸗ menſchaft. Daß ſie weniger nehmen ſoll, kann ihr nicht zugemuthet werden. Es würde aber auch un⸗ gerecht ſeyn, wenn ſie mehr nehmen und dadurch die Nachkommenſchaft in Mangel verſetzen wollte. Hieraus entſteht bey der Forſtdirection der wichtige unumſtößliche Grundſatz: Aus den Waldungen des Staates ſoll jährlich nicht mehr und nicht weniger Holz genommen werden, als bey guter Bewirthſchaftung mit immerwährender Nachhaltigkeit daraus zu beziehen möglich iſt. Und nur in dem Falle ſoll periodiſch eine Ueberhauung der Forſte zugelaſſen werden, wenn dadurch der vollkommenſten nachhaltigen Befriedigung aller inländiſchen Holzbedürfniſſe kein Abbruch ge⸗ ſchieht, alſo die Forſte erweißlich mehr Holz produciren, als man alle Jahre unumgänglich nothwendig bedarf. Um aber dieſen Grundſatz anwenden oder in Ausubung bringen zu können, müſſen die Waldungen nach ächten Prinzipien taxirt ſeyn. Ich werde daher in gegenwärtiger Schrift zeigen, auf welche Art dies geſchehen kann, damit nicht nur in dieſer Hinſicht ein zuverläſſiges Reſultat gefunden, bnda auch in jedem andern Betrachte eine regelmäßige Forſtwirthſchaft dadurch gegründet werde. Aus dieſem Vortrege ergibt ſich denn auch die Belehrung für den zweyten Fall, wie nehmlich ein Wald zu taxiren iſt, wenn man blos ſeinen gegenwärtigen Holzbeſtand erforſchen will, und auch für den, im Anhange abgehandelten, dritten Fall, wenn nehmlich der Geldwerth zines Woldes brrechnet werden ſoll, dient der erſte zur Grundlage. ſhreibun feim en, n UAnterſu V naſ ſe, enau A bewie 3 nachhalt Z angegeben shungen wird en wird der wird nehm⸗ r einträͤg⸗ der groͤßte ungerecht. Nachkom⸗ er auch un⸗ te. 3 4 ind niht ſchaftung özlich iſt. er Ferſe hhaltigen bruch ge⸗ alt nan Wahungen weiche Art ſndenn auch nehmüch ein chen will, zeldwerth Pon Von der Wald⸗Taxation, 3 oder von der Beſtimmung des gegenwaͤrtigen und kuͤnftigen Holzertrages der Forſte uͤberhaugt. 1 U. die Holzmaſſe beſtimmen zu können, die ein Forſt jetzt und künftig mit Nachhaltigkeit jaͤhrlich zu liefern vermag, muß man alle Gegenſtände, welche unmittelbaren oder mittelbaren Einfluß auf die Holz⸗ production haben, genau unterſuchen, die Reſultate dieſer Unterſuchungen zweckmäßig zuſammentragen und nach Maasgabe derſelben den Holzertrag berechnen. Den größeren oder geringeren Helzertrag eines Forſtes beſtimmt aber vorzüglich: a¹) die Größe des Forſtes: 1 2) die Güte des Bodens in demſelben, ſowohl in Rückſicht auf ſeine innere Beſchaffenheit, als auch in Betracht ſeiner geographiſchen und phyſisaliſchen Lage: 3) die Art der Holzzucht, oder der Waldbehandlung: 4) die größere oder geringere Schnellwüchſigkeit der im Forſte befind⸗ lichen Holzarten überhaupt, und der Ertrag einer jeden insbeſon⸗ dere, nach Maasgabe der für ihre Bewirthſchaftung angenomme⸗ nen Grundſätze: 5) die für jede Holzart und für jede beſondere Waldbewirthſchaf⸗ tungs⸗Methode angenommene, mehr oder weniger vortheilhaft und zweckmäßig beſtimmte, Umtriebszeit:“ 6) die Beſchaffenheit des gegenwärtigen Holzbeſtandes: und 7) die auf dem Forſte haftende, für die Holzzucht mehr oder weniger läſtige, Servituten und Gerechtſame, und andere zufällige Um⸗ ſtände mehr. Ich werde daher in dem erſten oder theoretiſchen Theile dieſer Schrift von Unter⸗ ſuchung der Gegenſtände handeln, welche den Holzertrag eines Forſtes beſtimmen, und werde zugleich zei⸗ gen, wie die Geſchäfte bey der Taxation auf einander folgen, und wie die Refultate aus den angeſtellten Unterſuchungen geordnet und benutzt werden muüſſen, um nicht allein die gegenwärtige Beſtands⸗ maſſe, ſondern auch den nachhaltigen Holzertrag und den Geldwerth eines Waldes, ſo genau wie möglich, zu berechnen und durch das Forſttaxations⸗Geſchafte eine regelmäßige Forſtwirthſchaft zu bewirken.— In dem zweyten oder practiſchen Theile hingegen werde ich, durch die wirkliche Be⸗ ſchreibung und Taxatien eines fingirten Forſtes, die gelehrte Theorie, in Betreff der Ausmettelung ſeines nachhaltigen Naturalertrages und ſeiner künftigen Bewirthſchaftung, noch anſchaulicher zu machen ſuchen. A2 Erſter Erſter Theil. Von Unterſuchung der Gegenſtaͤnde, welche den Holzertrag eines Forſtes beſtimmen, und von dem Gange des Taxations⸗Geſchaͤftes. Erſter Abſchnitt Von Unterſuchung der Groͤße eines Forſtes.(*) Erſtes Kapitel. Von der Forſtvermeſſung. Wa man die Groͤße eines Forſtes und den Flächeninhalt der einzelnen Theile oder Diſtrikte in dem⸗ felben wiſſen, welches abſolut nöthig iſt, um ſeinen Holzertrag mit Zuverläͤſſigkeit beſtimmen zu können; ſo muß derſelbe geometriſch gemeſſen, gezeichnet und berechnet werden. Jede Meſſung ſetzt aber beſtimmte Grenzen voraus. Es müſſen daher die äuſſern Grenzen der zufammenhaͤngenden Waldungen und der abgeſondert liegenden kleinen Diſtrikte, ſo wie auch die Gren⸗ zen der in dem Walde gelegenen Aecker und Wieſen ꝛc. in Richtigkeit gshracht werden„ ehe man die Meſſung ſelbſt vornehmen kanm. G ö Dieſe — 8—.. 2 3 6 4 6*) Ein Forſt oder Forſtrevier beſteht aus mehreren Walddintikten, und wird grwöhnlich durch einen Revierjäger, reitenden Förſter ꝛc. verwalter. Eine Oherförſterey oder Forſtinſpection hingegen begreift mehrere Forſt⸗ reviere in ſich, und wird durch einen Oberförger, Forſtinſpector, oder Forſtmeiſter ꝛc. inſpicirt.— Und eine 1 Oberforſ me iſterey beſteht aus mehreren Oberförſtexeyen, und wird von einem Oberforſimeiſter, Landforſl⸗ meiſter, oder wie man ihn ſonſt nennen will, dirigirt.— Im pten Kap. mei ner Gru ndſätze der Forſi⸗ direction(8. Hadamar 1803.) iſt weitläuftiger davon gehandels. 1 lich ſo hiitzii trau⸗ zungs Sorſtes S in dem⸗ e können; S nzen der e Gren⸗ man die Dieſe —— Serj jäger, ⸗ Srere Forſt⸗ Ind eine Landforſle⸗ Forſt⸗ . Dieſe Berichtigung der Forſtgrenzen, welche oft zum Theil auch Landesgrenzen ſind, muß der Forſtwirth gemeinſchaftlich mit dem Juſtizbeamten zu bewirken ſuchen. Sollte aber die alsbaldige Greng⸗ berichtigung nicht möglich ſeyn, und ein Grenzſtreit nicht ohne langwierige Unterhandlungen vergtichen oder abgethan werden können; ſo muß jeder Theil wenigſtens ſeine angebliche Grenzlinie abplöcken, da⸗ mit der Bezirk Grenzen bekomme, und die ganze Meſſung nicht aufgehalten werde. Kaum ſollte man glauben, daß in Deutſchland noch Länder ſeyen, worin die Waldungen keine beſtimmte Grenzen haben. Und doch findet man viele Gegenden, wo die Waldungen von den angren⸗ zenden Grundſtücken noch nicht beſtimmt abgeſondert und dauerhaft begrenzt ſind. Hierdurch haben ge⸗ wöhnlich die Waldeigenthümer großen Schaden erlitten. Die angrenzenden Acker⸗ und Wieſenbeſitzer haben unter ſolchen Umſtänden faſt immer mehr oder weniger beträchtliche Flächen unbemerkt vom Walde abgeriſſen, und haben nun einen ſo langjährigen Beſitzſtand vor ſich, daß auf dem Wege Rechtens ge⸗ wöhnlich nichts gegen ſie auszurichten iſt.— Man kann daher nicht genug eilen, die Grenzen der Waldungen zu beſtimmen und dauerhaft zu bezeichnen. Das Uebel wird ſonſt gewöhnlich von Tag zu Tag größer. Sollte auch ſelbſt der Waldeigenthümer gegen ſeine Ueberzeugung nachgeben müſſen; ſo iſt es ſchon vortheilhaft für ihn, die Waldgrenze zu fixiren, weil üm nachher doch nichts mehr von ſeiner Waldflaͤche abgeriſſen werden kann. Bey dergleichen Wald⸗Grenz⸗Regulirungen darf überhaupt nicht allzu ſerupulös zu Werk ge⸗ gangen werden, wenn dies oft ſehr weitläuftige und mühſame Geſchäfte zu Stand kommen und nicht ſehr beträchtliche Summen koſten ſoll. Auf vernünftige Vorſtellung und von beyden Seiten gemachte billige Vorſchläge müſſen beyde Theile nachgeben und ſich vergleichen. Wenn mit dieſem feſten Vorſatze das Geſchäfte nicht angefangen wird, und ein oder der andere Theil immer bey ſeinen Forderungen ſtehen bleiben will; ſo wird man nie den gewünſchten Zweck erreichen, und die Grenz⸗Commiſſion wird mehr Diaͤten koſten, als der Gegenſtand des Streites werth iſt. Bey der Auswahl des für die Grenzberichtigungs⸗Commiſſton nöthigen Perſonals müſſen vorzüg⸗ lich ſolche Männer ausgeſucht werden, die mit der nöthigen Sachkenntniß, auch Billigkeit und Gerechtig⸗ keitstiebe verbinden, nicht aufbrauſenden und zänkiſchen Temperaments ſind und vorzügliches Zu⸗ trauen der Unterthanen beſitzen. Iſt die Wahl nicht ſo getroffen, ſo wird das Grenzberichti⸗ gungs⸗Geſchäfte äuſſerſt langwierig und keſtbar werden, oder wohl ganz ins Stocken gerathen. Wenn aber auch das ganze Geſchäfte in der beſten Eintracht und ſo geſchwind als möglich voll⸗ zogen wird; ſo iſt es doch nicht zu vermeiden, daß es koſtbar werde.— Ich habe es auf jede mögliche Art verſucht, und gefunden, daß folgende Verfahrungsart am wenigſten koſtſpielig iſt⸗ Man —— Man laſſe, durch den einſchlagenden Juſtizbeamten, alle Beſitzer der Geundſtücke, welche auf den„ Wald ſtoßen„ſo wie auch die Vorſtände derjenigen Ortſchaften, in deren Gemarkung der Wald liegt oder aufſtößt, an den Saum des Waldes, auf einen beſtimmten Tag, bey Strafe, citiren.— An demſel⸗ ben begebe man ſich mit den vorhandenen, vorher ſtudirten, Grenzacten, in Beyſeyn der einſchlagenden V Oberförſter, Revierforſtbedienten und Förſter, ebenfalls dorthin, und beſtimme in Beyſeyn der Beſitzer aller auf den Wald ſtoßenden Grundſtücke, jeden Winkelpunct der Grenzlinie des Waldes. Zieht aber die Grenze in gerader Linie eine allzu lange Strecke hin, oder zieht eine ſonſt nicht zu lange Linie üüber eine Anhöhe ſo, daß man von einem Puncte zum andern nicht ſehen kann; ſo beſtimme man in der geraden Linie zwiſchen den beyden Winkelpuncten noch einen oder mehrere Grenzpuncte, die man 4 d . alsdann Laufer nennt. Auf dieſe von beyden Theilen als richtige Grenzmaale angenommenen Puncte,— . laſſe man alsbald Löcher von zwey Fuß im Durchmeſſer und 1 Fuß tief machen, in deren Mitte Nr numerirte ſtarke Pfähle feſt eingeſchlagen werden müſſen. Zugleich aber bemerke man vorläufig in eine Tabelle, wie viele Schritte ein Punct vom andern entfernt iſt, eb er in einem ſpitzen oder ſtumpfen— Winkel, auswaͤrts oder einwärts abweicht, und was man ſonſt zu bemerken nöthig finden ſollte. Eine ſölche Tabelle kürzt das Schreiben im Walde ſehr ab, und kann auf folgende Art eingerichtet werden. e„duf den * dgt oder demſel⸗ 1t slagadm mude Teſtha W80 Zießt 1☛ S linie iſt= mm in 31 die wan 9= Puncte, t in Mitte 5— in eine ſtumyf fen in ck. Eine . — 0— 7 t abelle (A.) zur ungefaͤßten Ueberſicht der Grenzpuncte um die herrſchaftliche Struth, ſammt ihrer Ent⸗ fernung und ihren Winkeln, ſo wie dieſelben am 20ten May 18053, in Beyſeyn der in dem hierzu gehoͤrigen Protocolle bemerkten Intereſſenten und Forſtbedienten, beſtimmt worden ſi nd. . Entfernung Nro. der Grenzpuncte. in Schritten angegeben. Winkel auswärts oder inwärts? ſtumpf oder ſpitz? — Anmerkungen. von No bis N*e 14.—— 2 2—— 3 3—— 4 100 auswärts ſtumpf inwärts ſtumvf auswäͤrts ſpitz inwärts ſtumpf Der Punct Nre 1 iſt auf der Mitte des Biendorfer fünfzigſten Gemesſangsſteines ange⸗ nommen. Dieſer Punct befindet ſich 5 Schritte über der Viehtränke. Markus Zänker von Biendorf, welcher hier mit ſeiner Wieſe aufſtößt, glaubt, daß durch Be⸗ ſtimmung dieſes Punctes die Grenzlinie zu tief in ſeine Wieſenhecke falle. Der anweſende Ortsvor⸗ ſtand hingegen hielt die angenommene Grenzlinie für billig. Es wurde daher beſchloſſen, die Größe der Wieſe, welche nach dem Flurbuche 80 Qua⸗ drat⸗Ruthen halten ſoll, auf Koſten des Unrecht⸗ habenden Theiles meſſen zu laſſen, und nach dem Reſultate dieſer Meſſung die Grenzlinie zu ver⸗ ändern, wenn der Markus Zänker nach Ablauf dreyer Tage immer noch bey ſeiner Behauptung ſtehen bleiben ſollte. Nachtrag. Markus Zänker hat die Grenz⸗ luu⸗ von Nro ℳ bis 5 als richtig aner⸗ annt. — 4 ——— Iſt nun auf ſolche Art der Wald begrenzt, ſo wird allen auf die Grenglinie ſtoßenden Güter⸗ Peſibern vom Juſtizamte eine 8 tägige Friſt geſetzt, binnen welcher ein Jeder, der allenfalls glaubt, eine gegründete Beſchwerde gegen die vorgeweſene Grenzberichtigung zu haben, dieſelbe beym Amte anbringen⸗ nach Ablauf dieſer Zeit aber damit nicht weiter gehört werden ſoll. Hierauf wird dem einſchlagenden Oberförſter und Revierforſtbedienten, ſo wie auch einem Aug⸗ ſchuß des betreffenden Ortsvorſtandes die aufgenommene Grenztabelle Augefertigt und ihnen der Aaftras gegeben, die unter der Hand angeſchafften Grenzſteine an die vorher weiter und tiefer gemachten Löcher bringen, ſie daſelbſt gehörig numeriren und an die Stelle der geſchlagenen Pfähle ſetzen zu laſſen. 9 Iſt nun auch dieſes geſchehen, ſo wird die mit numerirten Steinen beſetzte, oder⸗ wo keine Steine zu Haben ſind, gehörig behügelte Grenze, in Beyſeyn aller dazu eingeladenen Intereſſenten, von dem Juſtizbeamten von Stein zu Stein ꝛec. bezogen, und bey jedem Steime oder Hügel vom Beamten ge⸗ fragt: ob der Eigenthümer des aufſtoßenden Grundſtückes überzeugt ſey, daß der Stein ac. auf die Stelle geſetzt worden, wo vorher der von ihm als richti⸗ ges Grenzmaal erkannte Pfahl geſtanden habe!— Dieſer Grenzbezug wird ſehr geſchwind vorrücken und der Beamte in ſeinem Protocolle nur zu bemerken nöthig haben, daß alle Steine von den Intereſſenten als richtige Grenzpuncte erkannt worden ſeyen. Hierauf wird ein Geometer, deſſen Geſchicklichkeit alle Intereſſenten anerkennen, vom Juſtiz⸗ beamten verpflichtet, und ihm aufgegeben: die Entfernungen der Steine nach Ruthen, Schuhen und 3 Zollen, und die Winkel, welche die Grenzlinien bilden, nach Graden und Minuten genau zu meſſen, die Reſultate in eine Tabelle zu tragen, auch einen genau abgeſtochenen halben Decimal⸗Schuh von der zur Meſſung gebrauchten Kette auf dieſe Tabelle zu zeichnen,— und dieſe, nach dem Formular(B) eingerichtete, Tabelle zur Beylage des abgehaltenen kurzen Protocolls, welches von allen Intereſſenten, eder von deren Vevollmächtigten, unterzeichnet werden muß, ſo bald als möglich abzuliefern⸗ Grenz⸗ (*) Zu Grenzſteinen wähle man eine ſolche Steinart, die in der Folge nicht verwittert, weil ſanſt die Unterhaltung viele Koſten verurſacht. Granit, Baſalt, Hornſteine, Granwacken, Marmor und Sandſteine die nicht viel Sp Aind die beſtes. Jeder Grenzſtein muß übrigens ſo groß ſeyn, daß man ihn 18 Zolle tief in wenigſtens eben ſo hoch über der Erde ſehen kann. Auch muß der Grenzftei daß er ſich leicht von jedem andern Steine unterſcheiden laßt. at enthalten, die Erde ſetzen und n eine ſolche Form haben oder erhalten, 3 30 Güter⸗ ls a t, eine uch an Aus. det a luftrag get en Rcher 1 ſen. k= Steine zu at on dem on amten ge⸗ ug gy, daß im=ihti⸗ 3 S eſchwind C2 von den en m Juſti⸗ „Suhen und en au meſſen, .ih von der n= nular(B) en= ereſſenten, Grenz⸗ — ide rhaltunz viele vi d= at enthalten, dde ſeten ud hr er erhaltet, Grenzvermeffungs⸗ Tabelle vom erf Revier Dianenberg, unter der Oberfoͤrſterey N. N. in der. DOberforſtmeiſterey N. N.— Aufgenommen im Jahre 1803 durch N. N. Namen Numer. Herizontale Länge en⸗Wiinkel der 1 4.„.—„ v E pen. Grenzlinie Auswärts Inwärts Anmerkungen umſteinten Diſtrikte Mr. pis N... 11* 5 3 Ruthen Schuhe Sale. Grad Minut.—2 Minut. 3— 4 4 4 1 B Dieſes 3* 8 —— —— —— —— —————„ ———õ——õõ— Dieſes iſt die wohlfeilſte Art, die Waldgrenzen auf eine legale Art zu berichtigen und zu befeſtigen. Läßt man hingegen alle die vorhin erzählten Geſchäfte in Gegenwart der ganzen Grenzberichtigungs⸗ Commiſſion vollziehen; ſo geht die Sache viel langfomer und wird bey weitem koſtſpieliger. Sind nun die Umfangsgrenzen der Waldungen in Richtigkeit gebracht und auf allen Winkeln mit aaufthaften Steinen beſetzt; ſo kann die Meſſung oder geometr iſche Aufnahme der zum Ferſte gehörigen Waldungen vorgenommen werden. Zu einer ſolchen Meſſung wähle man einen Mann, der erprobte Geſchicklichkeit im Meſſen und Zeichnen beſitzt. Iſt es möglich einen Mann zu ſinden, der auſſer den nöthigen mathematiſchen Kennt⸗ niſſen auch die Forſtwiſſenſchaft und beſonders die Lehre ven der Forſttaxation ſtudirt hat; ſo iſt dieſer allen andern vorzuziehen. Der eigentliche Taxator des Forſtes kann ſich mit einem ſolchen Manne bey weitem beſſer und kürzer über die Gegenſtände beſprechen, die er von ihm gemeſſen und auf der Karte demerkt haben will, als wenn der Geometer vom Forſtweſen keine Kenntniſſe hat. Ein ſolcher Geometer verurſacht dem Taxator überhaupt ungleich mehr Muͤhe, und kann oft ohne neue Inſtruction nicht von der Stelle kommen. Der mit forſtwiſſenſchaftlichen Kenntniſſen ausgerüſtete Geometer hingegen wird ſelbſt in dem Falle, wo er die Vorſchrift des Taxators auf der Stelle nicht einholen kann, ſeine Opera⸗ tionen den Wünſchen des Taxaters gemäß vollziehen, keine nöthige Bemerkung unterlaſſen und keine über⸗ flüßige anbringen; wie dies nicht ſelten der Fall iſt, wenn der Geometer das Forſt⸗Taxations⸗Geſchäfte nicht verſteht. Iſt nun auch ein taugliches Subject zum Forſtgeometer gewählt; ſo muß vor ſeiner wirklichen Anſtellung erſt beſtimmt werden: a2) Mit was für einem Maas derfelbe meſſen fen: 2) Was für Inſtrumenke bey der Winkelmeſſung gebraucht werden ſollen: 3) Was für Gegenſtände derſelde aufnehmen und auf die Karte zeich⸗ nen ſoll: 4) Nach welchem Maasſtabe er die Karten auftragen ſoll:— 5) Nach was für einem Formulare er die Karten zeichnen ſoll: und 6) Was ihm ſowohl für die Meſſung als Zeichnung des Forſtes bezahlt werden ſoll. Alle porhim erwähnten Gegenſtände müſſen in eine Inſtruction zuſammengefaßt und auf dieſe der Geometer verpſtichtet werden.— Am Schluß dieſes Werks will ich eine ſolche Inſtruction miteheilen. Hier werde ich aber jeden Hauptgegenſtand dieſer Inſtruction beſonders abhandeln. — a) Ueber uffeſtigen. en Fa igungs⸗ a. en Akeln nit Fo Sieehörigen in= ſen und mfn Kem at iſt dieſer che anne bey dder Karte 6 Geometer 1 nicht von r pn gen wird in ge Opera⸗ n„ zeine über⸗ ra Geſchafte 1 wirkklichen (☛ und .1 3 bezahlt un if dieſe der 10 mittheilen. 1) Ueber v ren ep 1) Ueber dbie Auswahl und Beſtimmung des Maalet zu den Balo. meſſungen. Wenn die Meſſung aller Forſte in einem Lande deſchloſſen iſt, ſo muß unterſucht werden, ed bey den bisher ſchon vollzogenen Flächenmeſſungen, beſonders aber bey allsnfalls ſchen gemachten richtigen Waldmeſſungen, einerley Maas und was für eins gebraucht worden iſt? oder ob zu den Meſſungen in jeder verſchiedegen Gegend des Landes auch verſchiedene Maaſe bey den Landmeſſungen bisher Statt ge⸗ kunden haben Iſt ein allgemeines oder Norm al⸗Maas ſchon vorgeſchrieben, 327 ſind ſchon beträͤchtliche Wald⸗ flächen mit eineyley Maas richtig gemeſſen, ſo daß dieſe Meſſungen und Karten bey der Taxation zum Grunde gelegt werden können; ſo muß ein ſolches, entweder gef fetzmaͤßig vorgeſchriebenes, oder nur bishee am meiſten gebrauchtes, Maas für alle Forſtmeſſungen beybehalten und ſein künftiger Gebrauch geſetz⸗ mäßig verordnet werden. Iſt hiagegen bisher in jedem kleinen Landestheile bey den Flächenmeſſungen überhaupt ein verſchiedenes oder beſonderes Maas gebraucht⸗worden, und ſind auch die allenfalls ſchon vor⸗ geweſenen, ſouſt richtigen, Forſtmeſſungen mit verſchiedenen Maaſen vollzogen worden; ſo muß für alle kuͤnftigen Flächenmeſſungen, oder wenigſtens für die künftigen Waldmeſſungen im ganzen Lande, ein ge⸗ wiſſes Maas angenommen, und dieſes zu einem Normal⸗Maaſe geſetzmäßig vorgeſchrieben werden, um eine allgemeine Gleichförmigkeit zu bewirken, ohne welche die bey den Dirretionsſtellen noͤthigen Ueber⸗ ſichten und Vergleichungen auſſerordentlich erſchwert werden. Da in Deutſchland wahrſcheinlich niemals ein allgemeines Maas einzgeführt werden wirb, und die Umſtände ſehr oft nicht einmal zulaſſen, daß nur in mänchem kleinen Theile von Deukſchland für alle Flächenmeſſungen ein gleiches Maas vorgeſchrieben: werden kann; ſo iſt die Auswahl eines allgemeinen Maaſes für die Waldmeſſungen mit keinen Schwierigkeiten derknüpft. Sie kann ganz will⸗ kührlich ge ſchehen. Doch würde ich rathen, ein ſolches Maas zu wählen, das zwiſchen allen im Lande gebräͤuchlichen Magſen das Mittel haͤlt, damit keine allzu große Differenz zwiſchen dem neuen Mald aate and den äfteren Flächenmanſen Statt finde.— Hat man nun die Länge eines Schuhes, welcher bey allen khnftigen Waldmeſſungen gedkaucht werden. ſoll, beſtimmt, und öhat man nech uͤberdem feſtgeſetzt, daß z. B 6 ſolcher Schuhe eite Ruthe ausmachen, und daß 160 folcher Quadrat⸗ RNurhen ein Morgen genannt werden ſollen; ſo muß ein Zehntheil von der ſechzehn ſchuhigten Ruthe, oder ein Decimal⸗Schuh dowon, fehr richtig auf eine nicht zu dünne Meſfi ingplatte getragen, und mit der gewöhnlichen Eintheilung in Zolle, Linien und Steuppel, aufs⸗ genauefle in dieſe Platte geſtochen werden. Ven dieſem Rermal⸗Maaſe ſind einige, und nach Verhältniß der Größe des Landes, mehrere Exemplare zu 88 B 2 ber⸗ vorfertigen und in den Regiſtraturen der verſchiedenen Oberferſtämter und der Oberforſt«Collegien des Lan⸗ 1 3 des zu den Acten zu legen, damit dieſes Maas durch einen Zufall nicht ganz verlohren gehen, und von Jedem, der es haben will und muß, auf dem kürzeſten Wege erlangt werden kann. Auſſerdem muß nach dieſem Normal⸗Schuhe für jeden, bey der Forſtmeſſung angeſtellten, Geometer eine ſehr richtige 4 Meßkette gemacht, und dieſe in jedem Herbſte, nachdem die Meſſung fuͤr ein Jahr geendigt iſt, von der b G Direction des Meſſungsgeſchäftes unterſucht werden, um zu ſehen, ob der Geometer die Kette in ihrer Richtigkeit erhalten habe. p m i 2) Ueber die Auswahl der Inſtrumente, womit die Winkel bey den b Ausmeſſungen aufgenommen werden ſellen. 1 Es giebt bekanntlich mehrove Winkelinſtrumente, wemis ſpecielle Waldmeſſungen gemacht werhen konnen. Das Aſtrolabium, die Scheibe, das Meßtiſchgen und die Bouſſole, ſind die gewöhnlichſten. Man hat dieſe Inſtrumente entweder einfach, oder man hat einige davon oder alle in tart einem Apparate zuſammengeſetzt. 1. Mit jedem dieſer Inſtrumente können ſehr richtige Meffungen gemacht werden, wenn das Inſtrit⸗ ment gut geardeitet iſt, und der Geometer damit umzugehen verſteht.— Im Grunde iſt es alſo ganz gleichgiltig, ob der Forſt mit dieſem oder jenem Inſtrumente gemeſſen wurde, wenn die Meſſung nur ——— . richtig iſt. Wer indeſſen mit allen Inſtrumenten zu meſſen verſteht, der wird zugeben, daß mit dem einen Inſtrumente manche Meßoperation geſchwinder gemacht iſt, als mit dem andern, daß man bey dem einen den allenfalls gemachten Fehler früher gewahr werden und leichter verheſſern kann, als bey einem andern Inſtrumente, und daß es ſich mit dem einen Inſtrumen te unter allen Umſtänden und bey jeder Witterung beſſer operiren läßt, als mit einem der übrigen Inſtrumente. Lign Es iſt daher ſehr vortheilhaft, wenn zu Waldmeſſungen alle dieſe Inſtrumente angeſchafft werden, die auf eine einfache und dauerhafte Art in ein Inſtrument, oder in einen Apparat ſo zuſammengeſetzt ſind, daß dey Geometer nach Gutfinden und Bedürfniß bald dieſes bald jenes Inſtrument bey der Hand haben und anwenden kann. Hat man aber einen Geometer anſtellen muſſen, der mit allen Inſtrumen⸗ ten zu meſſen nicht verſteht— dagegen mit ſeinem gewohnten Inſtrumente ſehr genau meſſen kann, wie dieß nicht ſelten der Fall iſt; ſo zwinge mente zu meſſen, man einen ſolchen Geometer nur nicht, mit einem andern Inſtru⸗ wenn man richtige Arbeit gemacht haben will. Ich kenne Geometer, die mit dem Meß⸗ niſchgen einen großen Forſt äͤußerſt genau aufgenommen haben, die aber mit der Bouſſole oder mit einem andern Inſtrumente nicht fertig werden konnten.— Wenn der Geometer nur richtige Arbeit liefert, wo⸗ für derſelbe verbindlich gemacht werden muß; ſe iſt's ganz einerley, mit was für einem Inſtrumente die Meſſung gemacht worden iſt. E g Bey leg nes Lan⸗ 3, And von 48 iem muß in dichtige igt von dar 4 Friu ihrer n ay N 5 d werden ² ſind die von ar alle in en 3 Inſtru⸗ A alſo ganz die lung nur = rwit dem =man bey fomn als bey ſt u und def 3= werden, anmengeſeht nt— der Hand all nſtrumen⸗ nermkann, wie n in Inſtru⸗ e= dhem Meß⸗ ä mit ein 3 fert, we. J miente dis 4 1 „[ — e 3 25 8 Bey meinen vielen Waldmeſſungen, die ich vormals gemacht habe, benutzte ich ein zuſammengeſetztes Inſtrument, das mit tinemn dioptriſchen Perſpective verſehen war, mit vielem Vortheile, und bediente mich zuweilen in einem Tage bald des Aſtrolabs, bald der Scheibe, bald des Meßtiſchgens, und bald der Bouſſole, ſo wie mir ein oder das andere Inſtrument die grötzten Vortheile gewährte.— Kurz, man laſſe dem Geometer freye Wahl des Inſtruments. Er wird ſich dann ahnehin eins anſchaffen müſſen, womit er alle Operationen machen kann, die er nach dem Inhalte ſeiner Inſtruction machen muß. Ein Mann, der bisher Proben ſeiner Geſchicklichkeit in geometriſchen Arbeiten geliefert hat, muß nothwendig mit einem guten Inſtrumente verſehen ſeyn; ſonſt würde er das nicht haben leiſten können. 3) Ueber die Gegenſtände, welche der Geometer aufnehmen und auf die Karte zeichnen ſoll. Wenn eine Waldmeſſung Vortheil gem rähren, und beſonders auch bey der darauf folgenden Forſt⸗ taxation brauchbar ſeyn ſoll; ſo muß der Geometer folgende Gegenſtände genau meſſen und aufzeichnen: .²) 2) 3) 2 die Umfangslinien des Waldes, mit allen Winkeln und Grenz oder Maakzeichen, als Steinen, Hügela, Gräben, Rainen, Kreuz⸗ und Lochbäumen, Pfählen, Flüſſen, Bächen, de Whe ſonſt die Gegenſtände Namen haben können, die man zur Bezeichnung der Grenzlinien oder nur zur Bezeichnung der Winkelpunkte in der Grenzlinie, gebraucht oder dazu angenommen hat.(*) Hat der Geometer auf der formularmäßigen Karte— wovon nachher gehandelt werden ſoll— zu bemerken: die auſſerhalb des Waldes auf die Grenzlinie ſtoßenden Gtundſtücke, und alle in oder nahe am⸗der Grenzlinie befindliche, merkwürdige, unbewegliche und dauer⸗ hafte Gegenſtände, als Felſen, Brunnen, u. d. gl. Muß die Grenze eines jeden Jagens, oder eines jeden Walddiſtriktes aufgenommen und auf die Karte gezeichnet werden. Sellten aber zwey oder mehrere Walddiſtrikte durch ein oder das andere Unterſcheidungszeichen bisher nicht beſtimmt von einander getrennt, ſondern gleichſam in einander verwachſen geweſen ſeyn; ſo muß ſie der Geometer nach der Anwei⸗ ſung des revierkundigen Forſtbedienten, ohne weitere Umſtände, mit geraden Linien begren⸗ zen, und dieſe angenomwenen Linien im Walde dauerhaft verplöcken. Auf die Special⸗ Namen der kleineren Plätze in dieſen Diſtrikten hat er aber keine Rückſicht zu nehmen. In jeden Diſtrikt hat der Geometer die Figur der darin beftndlichen Berge oder Abhänge ſo deutlich und richtig, als möglich, zu zeichnen oder zu ſchraffiren, und den General⸗ Namen deſſelhen, oder wenn es ein numerirtes Jagen iſt, die Nummer deſſelben zu ſchreiben. * 5) 0ʃ 5 dar 9*) Die dauerhafteſten Grenzzeichen ſind die Steine, wenn ſie aus feſter Maſſe beſtehen und nicht verwittern. Aille deeehhs z2 zeichen ſind entweder der Verändsrung mehr dder weniger unterworfen, oder ſie beſtimmen die Grenzlinie wenis. ——— 5) 6) 8) Auf jedem gemeſſenen Diſtrikte hat der Geometer durch vergeſchriebene Farben die Helzarten zu bemerken, womit derſelbe beſtanden iſt, ohne auf das Alter der Holzart Ruckſicht zu neh⸗ nehmen. Er muß daher die Holzarten, die gewöhnlich nicht ſcharf abſetzen, ſondern mehe oder weniger tief in einander geſloſſen da ſtehen, mit wenigen Linien zu treunen ſuchen, dieſe nur zum Viſtren aufgehauenen Linien im Walde mit kleinen numerirten Pfählchen be⸗ zeichnen, ſie auf die Karte tragen, und jede mit einer beſondern Holzart beſtandene Fläche mit der zu ihrer Bezeichnung vergeſchriebenen Farbe matt decken.— Den Grund derzeni⸗ gen Pflanzungen aber, worin die geſetzten Stämme ſo weitlauftig ſtehen, daß in langer Zeit kein geſchloſſener Wald daraus werden kann, hat der Geometer weiß zu laſſen, und die darauf ſtehende Holzart, nach dem der Karte beygefügten Schema, anzugeden. Jeden mit verſchiedenen Holzarten vermiſcht beſtandenen Diſtrikt oder Theil des Diſtriktes muß der Geometer mit der Farbe der dominirenden Holzart anlegen und ein Stämmchen darauf zeichnen, das, der Vorſchrift gemäß, die untergemiſchte Holzart anzeigt. Sollten aber Diſtrikte oder Abtheilungen vorkommen, die nur noch äuſſerſt einzeln mit Baͤumen oder Büſchen bewachſen, alſo Räumden ſind; ſo muß der Geeometer auch dieſe von dem beſſern Beſtande trennen, eine ſolche Abtheilung, bis zur naͤheren Beſtimmung des Taxators, auf der Karte weiß laſſen, und ein Stäͤmmchen darauf zeichnen, das die einzeln darauf ſtehende Holzart formularmäßig anzeigs. Jede voͤllige Blöße muß auf der Karke einen weißen Grund behalten, bis ſte demnäͤchſt mit der Farbe derjenigen Holzarten überzogen wird, womit ſie nach dem Ermeſſen des Taxators in Beſtand gebracht werden ſoll. Sollte die Blöße aber eine Saudſcholle ſeyn, ſo hat ſie der Geometer durch feine ſchwarze Punctirung anzudeuten. 3 Scibſ jede kleinere Blöße in den beſtandenen Orten muß der Geometer meſſen und auf die Karte zeichnen, wenn ſie einen halben Morgen groß, eder größer iſt. Auſſerdem muß der Geometpt aufnehmen: Die Eichenkämpe und Forſtgärten oder Baumſchulen: Die Bruͤche nach ihrer Verſchiedenheit: Die Thiergärten, Saufaͤnge, Wolfsgärten ꝛc. Die Waldwieſen und Waldäcker: 85 Die Straßen und noch fahrbaren Wege, dis A Alleen und Geſtelle oder Schneißen, und dir Fußwege: 8. 129) n eſarten 4 Piu ne. a, in mehr Im acen, iſta en Fläche A 95 mu derjeni⸗ n, An unger 5 u Jed heil= Diſtriktes eiſt aͤmmchen c ſer d deln mit em auch dieſe ra timmung 816= das die 6a nä mit ſetas Taratonz ſo hat ſe =n und alf 15) Die Fulſen und olſteinwande: 3 16) Die Flüſſe, Bäche und Canaͤle, mit ihren Brlcken eugen und mchrm: 8 7) Die Seen und Teiche: 8 33) Die Salz, oder andere Mineral⸗ OQuellen:: 14, een e 2 1 29) Die Gemarkungsgrenzen. 9 ungegreue„ weheunstgtenien, Jagdgrenzen, Ueber⸗ ſchwemmungsgrenzen zc. 8 2⁰) Die im Forſte oder nahe dabey gelegenen Städte, Darfer, Schlöſſer, Hoͤfe/ und beſec ders die herrſchaftlichen Forſtwohnungen mit den d5sh gehörigen Gärten, Aeckern und Wieſen: 21) Die Hütten und Hämmer: 4 22) Die Bergwerke und dazu gehörigen Kunſtwerke: 25) Die Salzwerke, Glashütten, Pechhütten, Theeröfen, Kankfen) Ziegelbrennerepen, Potaſchenſiedereym, Salpeterwerke c. 24) Die Schneid⸗ oder Sägemühlen: 25) Die in und an den Fluſſen, Baͤchen und Kanälen behndlien Floß⸗ Ayparate, als Schleußen, Rechen, Wehre, Ausziehplätze ꝛc. und überhaupt nech alle übrigen Gegen⸗ ſtände, welche dem Forſtmanne und dem Jäger intereſſant ſeyn kännen. 1 Alle dieſe Gegenſtände müſſen ſo genau, als möglich, gemeſſen und kartirt werden, und es hat nachher der Geometer die Karte genau zu berechnen, um dem Taxator zur vorläuſigen Ueberſicht der Flächengröße des Ferſtes überhanpt, und der Fläche eines jeden mit hnerley Holzart beſtandenen Theiles insbeſondere, die Tabelle(C.) überliefern zu koͤnnen. 4 4) Ueber die Beſtimmung der Größe des Maasſtabes, wornach die Forſtkarten aufzutragen ſind. 3 1 Bekanntlich laſſen ſich verſchiedene Special. Karten nur alsdann dhnr große Mähe zu einer General⸗ Karte zuſammentragen, wenn die Flaͤchen mit gleichem Maas gemeſſen und die Karten n Hach gleichem Maasſtabe aufgetragen worden ſind. Es müſſen daher nicht nur alle Waldungen mit gleichem Maas gemeſten, ſandern auch alle Forſt⸗ riſſe oder Karten nach einerley Maasſtabe aufgetragen oder gezeichnet werden. Die Größe des, für die Forſtkarten zu beſtimmenden, Maasſtabes iſt willkührlich. Doch muß der Maasſtab für die Special⸗Karten ſo gewählt werden, daß man die Größe eines Decimal⸗ Schuhes auf dem verjüngten Maasſtabe genau unterſcheiden und mit dem Zirkel faſſen kann. Iſt der Mhaaaſto5 klei⸗ . Ner, ———, ſtochener verjungter Maasſtab zu jeder der vorhin genannten Kartenart zugefert 15— ⁶— ner, ſo werden alle nach demſelben gemachten Berechnungen der Flächen die erforderliche Schärfe nicht haben, und ſie werden immer weniger zuverläſſig werden, je kleiner der verjungte Maasſtab iſt. Wählt man aber den Maasſtab größer, ſo kann die Fläche zwar noch ſchärfer berechnet werden; dagegen wird aber die Karte zum Gedrauche ſehr unbeguem, und die Ueberſicht der darin hefindlichen Gegenſtände we⸗ niger zuſammengedrängt. 1 Ich halte daher einen verjuͤngten Maasſtah, wo 30 Ruthen auf einen rheinländiſchen Duodecimal⸗ Zoll gehen, für groß genug, um die Special⸗Forſtkarten darnach zu zeichnen. Zu den reducirten Special⸗Karten aber, welche der Beſchreibung eines ſeden Forſtes beygefügt werden, iſt der Maas⸗ ſtab groß genug, wenn er 60 Ruthen auf einem rheintändiſchen Duodecimal⸗Zolle enthält. Sollen nach⸗ her die Waldungen aus mehreren Forſten noch zuſammengeſtoßen, und eine Karte von einem ganzen Ober⸗ forſte gezeichnet werden; ſo kann man für dieſe Oberforſtkarte einen Maasſtab beſtimmen, wo höch⸗ ſtens 120 Ruthen auf einen rheinländiſchen Duodecimal⸗Zell kommen, weil ſonſt nicht alles Nöthige auf der Karte ausgedruckt werden kann. Jede nach einem noch kleineren Maasſtabe gezeichnete Provincial⸗ Forſtkarte oder General⸗Landes⸗Forſtkarte kann nur zur generellen Keberſicht des Zuſam⸗ menhangs und der Verbindung der Waldungen und der Forſtreviere, und zu noch mancher andern Beſtim⸗ mung dienen, niemals aber bey Berechnungen und Meſſungen zum Grunde gelegt werden. Solche Karten ſind nicht mehr geometriſche, ſondern topographiſche und geographiſche Zeichnungen. Sie ſind deswegen aber doch der Forſtdirection unentbehrlich.(*) Wenn nun die Größe des verjüngten Maasſtabes zu jeder Art von Karten gewaͤhlt iſt, die ich abtheile⸗ 2 In Special⸗Forſtkarten, à 30 Ruthen auf einen Zoll, 2) In reducirte Special⸗Forſtkarten, à bo Ruthen, 3) In Oberforſtkarten, à 120 Ruthen, 4) In Provincial⸗Forſtkarten, und 5) In General⸗Landes„Forſtkarten; 2 So muß einem jeden bey der Waldmeſſung angeſtellten Geometer ein auf's genaueſte in Meſſing ge⸗ igt, und es müſſen alle Geometer angewieſen werden nach dieſem Maasſtabe die Karten aufzutragen, damit alle Forſtkarten auf's genaueſte in dieſer Rückſicht ubereinſtimmen. Auf dieſen Magsſtab, der aber ſchlechterdings nicht ven Holz oder Papier ſeyn darf, muß auch ein genauer halber Decimal⸗Schuh von der zur Meſſung vorgeſchriebenen Ruthe gezeichnet werden, damit jeder Geometer die fortdauernde Richtigkeit ſeiner Kette,— die ſich nach Ablauf einiger Zeit oft bis zum Erſtaunen ausdehnt,— darnach unterſuchen und unterhalten kann.— . Dieſe ——— Seite 31. ꝛc. — 40 f. G. L8. Hartiges Geundſätze der Forſidirection. 8. Hadamer 1803. ——— * Prfe nicht d 32 Wählt = im vird Gr⸗ ande ne⸗ en O decimal⸗ ſacirten n, M Maal⸗ tt. ² len nah ln, Ben Ober⸗ nm wo höc⸗ 1t= thige auf empincial⸗ ſichs Zuſam⸗ a n“ Beſtim⸗ (oie Karten ndeswegen „) abtheils: ſſing ze⸗ ind!= müſſen alle 5 luten ruf 98* a ven Hel 3 ſchriebenen „ e ſch nach ech= kann.— Dieſe —— — —— 17 Dieſe Unterſuchung muß wonigſtens alle 8 Tage und, wo moͤglich, noch öfter geſchehen, und wird dem Geometer am wenigſten beſchwerlich werden, wenn er ſich an eine Mauer oder an ein Gebäude die richtige Länge der Kette zeichnet, und vor jeder Excurſion ſeine Kette daſelbſt auszieht und unterſucht.— Sollte dann die Kette wirklich einmal unrichtig werden; ſo iſt es doch nur nöthig, die Arbeit von einem Tage zu wiederholen, die ſonſt vielleicht von vielen Wochen untauglich ſeyn kann. 5) Ueber die zweckmäßigſte Art, die Forſtkarten zu zeichnen und zu illuminiren. 2 Wenn die Zeichnung einer Forſtkarte zweckmäßig ſeyn ſoll; ſo muß ſie ſchon auf den erſten Ueber⸗ blick alle intereſſanten Gegenſtände anſchaulich machen. Jeder davon muß ſich alſo deutlich auszeichnen, in andere Gegenſtände ſich nicht verliehren, und dem Auge keinen grellen Eindruck machen. Jeder Gegen⸗ ſtand müßte daher, ſo viel als möglich, n aturgemäß gezeichnet ſeyn, und ſollte keiner weiteren Er⸗ klärung nöthig haben, um zu wiſſen, was der Zeichner dadurch habe vorſtellen wollen. Viele Gegenſtände laſſen ſich wirklich ſo zeichnen, wie man aus dem, der Karte dieſes Werks bey⸗ gefügten, Schema und aus der Karte ſelbſt ſehen wird. Es giebt aber auch viele Gegenſtände, bey wel⸗ chen dieſe deutliche Darſtellung, wegen der Kleinheit der Zeichnung, und wegen der geringen Differenz in der Form, nicht möglich iſt. Hierher gehört die Zeichnung der verſchiedenen Holzarten, auf deren richtiger und beſtimmter Unterſcheidung und AUleberſicht bey den Forſtkarten ſehr vieles ankommt.— Will der Zeich⸗ ner ein dem Walde wirklich ähnliches Bild liefern; ſo wird es ihm nicht möglich ſeyn, daſſelbe ſo vollkom⸗ men zu bearbeiten, daß ſelbſt der größte Kenner von Zeichnungen bey'm erſten Blicke auf die Karte die Holzarten unterſcheiden könnte. Es wird den Einen immer viel Mühe koſten, ein ſolches Bild zu zeichnen, und den Andern, es zu verſtehen.— Ueberdem iſt es feſt nicht möglich, alle intereſſanten Gegenſtände auf einer ſolchen Forſtkarte leicht oder bald zu finden, und eine allenfalls nöthige Veränderung oder An⸗ merkung darauf anzubringen, ohne dem Ganzen alle Zierlichkeit zu rauben. Man iſt daher auf den Gedanken gekommen, die Verſchiedenheit der Holzarten durch verſchie⸗ dene Farben anzuzeigen, die ganze mit einer gewiſſen Holzart bewachſene Fläche mit der zu ihrer Bezeichnung gewählten Farbe zu überdecken, und dieſelbe Holzart in allen Forſtkarten immer mit derſelben „Farbe zu bezeichnen. Hierdurch kann man nun mit dem erſten Blicke auf die Forſtkarte die Verſchieden⸗ heit der Holzarten ſehr leicht ſinden, alle ſonſt noch intereſſanten Gegenſtände ohne Mühe erblicken, und manche nöthige Veränderung oder Bemerkung anbringen, ohne dem Ganzen dadurch zu ſchaden. Die Auswahl und Beſtimmung der Farbe, womit jede Holzart bezeichnet werden ſoll, iſt natürlicher⸗ weiſe ſehr willküͤhrlich. Man waͤhle überhaupt nur ſolche Farben, die ſich leicht von einander unterſchei⸗ den, und auch gut auf s Papier tragen laſſen. Dieſe, für den Ausdruck der Holzarten gewaͤhlten, Farben — C ſchreibe 183 ſchreibe man allen dey der Forſtmeſſung angeſtellten Geometern geſetzmäßig ver, und laſſe alle Forſtkarten des Landes nach dieſer Vorſchrift, und überhaupt nach einem, zur Bezeichnung der übrigen auf den Kar⸗ zen zu bemerkenden Gegenſtände zweckmäßig entworfenen, Schema zeichnen und illuminiren. Weil aber ſehr oft der Fall vorkommt, daß Beſtände auf der Karte angezeigt werden müſſen, die mit verſchiedenen Holzarten vermiſcht bewachſen ſind; ſo entwerfe man für jede Holzart, die beſtimmt angegeben werden ſoll, eine beſondere Baumfigur, und wähle dieſe Figuren ſo, daß eine vor der andern, entweder durch den Umriß, oder durch die Farbe, ein leicht merkliches Abzeichen hat. Naturge⸗ treu können die meiſten dieſer kleinen Baumfiguren nicht gezeichnet werden. Es traͤgt daher ſehr viel zur leichten Erkenntniß derſelben bey, wenn man die Kronen, beſonders der vielen Laubholzarten, mit derjeni⸗ gen Farbe deckt, die überhaupt für die nehmliche Holzart angenommen und vorgeſchrieben worden iſt.— Kommen nun vermiſchte Beſtände zu zeichnen vor, ſo wird die ganze Fläche mit der Farbe der domini⸗ renden Holzart überdeckt, und nur ein Stämmchen ven jeder untergemiſchten Holzart darauf gezeich⸗ net, wie man ſolches auf der Karte dieſes Werkes mehrmals ſinden wird. Darch die vorausgeſchickten Beſtimmungen wird der Forſtwirth in Stand geſetzt, alle auf der Wald⸗ fläche befindlichen Gegenſtände zu überſehen und zu beurtheilen. Da es ihm aber auch nöthig iſt, die Meſchaffenheit und Verſchiedenheit des Bodeus in jedem Diſtrikte ſchon aus der Karte zu „ demerke man auch dieſe durch angenommene, deutlich von einander zu untsrſcheidende, Zeichen. für jede Haupt Erdart, auf deren Unterſcheidung es bey'm Forſtweſen nur ankommt, ein beſonderes Zeichen an, deſſen Beſtimmung willkührlich iſt, und beſchreibe mit dieſen, bey allen Forſt⸗ karten gleich bleibenden, Zeichen den Boden.— Dieſe Character⸗Schrift, die man in dem Schema zur beyliegenden Karte und in der Karte ſelbſt ſinden wird, kann in wenigen Minuten ſtudirt werden, und es läßt ſich durch ſie ein aus ſehr verſchiedenen Erdarten zuſammengeſetzter Boden auf einem äuſſerſt klei⸗ nen Raume beſchreiben, ohne der Karte dadurch das Mindeſte an der Deutlichkeit und Zierlichkeit zu be⸗ nehmen. Dies würde aber unfehlbar geſchehen, wenn man die Beſchreibung durch Buchſtaben machen wollte. Sind die Charactere zur Bezeichnung der verſchiedenen Erdarten gewählt und allenfalls ſo vorge⸗ ſchrieben worden, wie ſie in meinem Schema ſtehen; ſo muß endlich auch noch beſtimmt werden, daß die Beſchaffenheit des Bodens von 6 Zollen zu 6 Zollen, und ſo tief, als es nöthig iſt, um den Holzwuchs beurtheilen zu können, unterſucht, durch dieſe Cbaracter⸗Schrift beſchrieben werden, und beſonders, daß jede Reihe ſolcher Charactere die Beſchreibung des Bodens 6 Zolle tief, enthalten ſoll. Wäre nun ein Boden zu beſchreiben, der in der erſten, 6 Zolle tiefen, Schichte zwey Drittheile Dammerde und ein Drittheil Kies enthielte, dagegen in der Schichte der folgenden 6 Zolle zwey Drittheile Lehm 4 anrtkarten 1 tden Kar. 1— . rden üſfn, die art id beſtimmt daß us vor der en Naturge⸗ k R M art— dit deijeni e a den iſ.— 8p i domini⸗ za uf zejeich⸗ eh Wald⸗ h 8 git, die f r Karte zu ch= 4, Zeichen. eſehm ankommt, 7,= allen Forſt⸗ — Schema zut ud erden, und ei äuſſerſt klei⸗ d chkeit zu be⸗ ab achen wellte, al eals ſo vorge⸗ 1 erden, d⁴*½ 140☛ und ſe n) terſucht, 41 daß jede V 1 1 2 0 Dnge 1. h Dꝛitthie nin 99t 5 —— 49 Lehm und ein Drittheil Grant oder kleine Steine zeigte; ſo müßte mit einer Rabenfeder in die erſe Reihe das Zeichen der Dammerde zweymal, und das Zeichen des Kieſes einmal geſetzt— hingegen in der zweiten Reihe das Zeichen des Lehms zweymal, und das Zeichen des Grantes einmal angebracht werden. U. ſ. wW. Man ſieht alſo hieraus, daß es durch eine ſolche Character⸗Schrift nicht allein möglich iſt, die Werſchiedenheit der auf einander folgenden Erd und Steinarten auszudrücken, ſondern daß ſegar das Ver⸗ hältniß ihrer Vermiſchung in jeder Schichte durch ſie angegeben werden kann.— Durch wenige Uebung und geringes Nachdenken wird man bald in Stand kommen, dieſe Eharaeter⸗Schuif zu leſen und zu ſchreiben. Dieſe Beſchreibung des Bodens kann aber der Kartenzeichner oder Geometer e ncht eher in die Karte tragen, bis ihm der Taxator, dem die Unterſuchung des Bedens obliegt, die Reſultate ſeiner Unterſuchun⸗ gen mitgetheilt hat. Auſſerdem muß den Kartenzeichnern oder Geometern vorgeſchrieben werden: 2) Daß ſie das Papier, worauf die Karte gezeichnet werden ſoll, vor der Zeichnung auf Leinwand kleben ſollen, weil ſonſt die ganze Zeichnung unrichtig wird, wenn dieſes nach der Zeichnung der Karte geſchieht: Daß ſie jede Zeichnung ſo auftragen ſollen, daß die Nordlinie nach oben zu ſtehen kommt: Daß ſie auf jede Karte die Nordlinie, und wenn mit der Bouſſole gemeſſen worden iſt, auch die Abweichung von der wahren Mittagslinie richtig zeichnen ſollen: Daß ſie jede Karte mit der Zeichnung des dazu gehörigen accuraten verjüngten Maasſtabes verſehen ſollen⸗.— Daß auf jeder Karte ein vollkommen richtiger ganzer oder halber Decimal⸗Schuh von der zur Meſſung gebrauchten Kette gezeichnet ſeyn ſoll: Daß, in ſo ferne mehrere einzelne Walddiſtrikte, welche weit von einander entfernt liegen, auf ein Blatt gezeichnet werden ſollen, und in ihrer wahren Lage nicht gezeichnet werden können, jeder mit einer beſondern Umfaſſung eingeſchloſſen, aber doch ſo gezeichnet werden ſell, daß die auf der Karte befindliche Nordlinie für jede einzelne Zeichnung genau paßt. Muß vorgeſchrieben werden, daß zu jeder, nach dem großen Maasſtabe aufgetragenen, Special⸗Karte kein größeres Blatt genommen werden ſoll, als 4 Fuß lang und etwa 2 ⅞ Fuß breit.— Sellte aber die ganze Zeichnung auf eine ſolche Platte nicht gebracht werden können; ſo iſt die Karte auf eine ſchickliche Art in mehrere Blatter zu theilen. C2z A 83) †⅝ —— 8) Die reducirten Special⸗Karten, welche vor die Forſtbeſchreibungen gebunden werden, ſollen, wo möglich, nicht höher oder breiter, als der Folio⸗Band einer Forſtbeſchreibung ſeyn, weil ſie ſonſt, durch das doppelte Zuſammenbiegen, hald brechen würden, da ſie nicht mit Leinwand unterlegt ſind. Sollte aber die beſtimmte Höhe des Blattes nicht zureichen; ſo ſind entweder Klappen anzubringen, oder es iſt die Karte auf zwey Blätter zu zeichnen. 9) Auch iſt auf jede Karte das verordnete Schema zur Bezeichnung der Holzarten, des Bodens und der periodiſchen Wirthſchaftstheile— wovon weiter unten gehandelt werden ſoll— zu zeichnen. 40) Soll die Benennung des Forſtes, der Name der Oberforſterey und der Oberforſtmeiſterey, unter welcher er ſteht— ſo wie auch der Name des Geometers, welcher den Forſt gemeſ⸗ ſen und gezeichnet hat, und das Jahr, in welchem beydes geſchehen iſt, in ein ganz ein⸗ faches Rähmchen geſchrieben, und die ſummariſche Größe der nutzbaren und der nicht nutz⸗ baren Fläche des Forſtes darunter bemerkt werden, wie man ſolches auf der beygefügten Karte am deutlichſten ſehen kann. 2²) Müſſen die Geometer angewieſen werden, die Kartenzeichnungen natürlich, ſauber und ſo zierlich, als möglich, zu machen, und die Farben nicht grell oder hart, ſondern ſanft aufzu⸗ tragen. Doch muß die Illumination fo ausfallen, daß die Farben, wenn ſie auch in der Folge etwas erdlaſſen follten, immer noch bey'm erſten Ueberblicke deutlich zu unterſcheiden ſind. 22) Ueberhaupt ſollen alle zu bemerkenden Gegenſtände genau und ſo ſcharf, als möglich, gezeich⸗ net, und zur Ansarbeitung der Karten dauerhafte Farben, und feines, ſtarkes und ſehr weißes Papier genommen werden. 6) Ueber Beſtimmung der Bezahlung, ſowohl für das Aufnehmen, als Zeichnen der Forſtkarten. Nachdem alle vorhin erwähnten Gegenſtände ihre Beſtimmung erhalten haben;; ſo muß endlich auch noch feſtgeſetzt werden: 2] Auf welche Art und wie hoch das Meſſen der Forſtfläche bezahlt wer⸗ den ſoll: und 2) Wie viel der Geometer für das Zeichnen und Verjüngen oder das Reduciren der Karten erhalten ſoll. Um in Betreff des erſten Gegenſtandes eine Beſtimmung machen zu können, iſt nöthig, daß von einem geſchickten Geometer, dem die Arbeit fördert, ein Forſt, gegen billig zu beſtimmende Diäten, unter deſtändiger Jſſ icht sines ſachkundigen Mannes, gemeſſen, und alle Koſten, welche die Bezahlung der . Ketzen⸗ ung, rehundeg S Band Zuſ reigen, ber ſn cheſtimmze 0 is iſt die dn d Vodens * n 951= meiſeereh, er d orf gemiſ⸗ „i ganz ein⸗ unt* cnicht nutz⸗ if yygefügten ch, eset und ſo ond anft aufzu⸗ ven F uch in der 1uſt eiden ſind. m 2, gezeich⸗ „123 und ſehr 1s nehmen, b ii undlich auh eſ= ahlt we ngan oder dat V ti ig, daß von nd äten, untt 1i zahlung a Ketten⸗ V Preis erhalten. ööö. WW —— 27 Kettenzieher ꝛc. verurſachen, genau aufgeſchrieben werden. Hierdurch wird man erfahren, wie viel ein Wald z. B. von 1000 Morgen zu meſſen, auf's Papier zu tragen und auszurechnen, koſtet. Man wird folglich hiernach leicht berechnen können, für wie viel ein Morgen, im Durchſchnitte genommen, gemeſſen, aufgetragen und berechnet werden kann, wenn der Geometer einen billigen Verdienſt dabey haben ſoll.— Doch darf man zu einem ſdlchen Verſuche keinen Mann wählen, der bey dem künftigen großen Wald⸗ meſſungsgeſchaͤfte gerne angeſtellt ſeyn mögte. Und eben ſo muß der Forſt, welcher zur Probe gemeſſen werden ſoll, nicht gerade der unbequemſte, aber auch nicht der bequemſte zu meſſen ſeyn. Es muß in jeder Rückſicht die gehörige Vorſicht gebraucht werden, um das gewünſchte richtige Reſultat zu finden. Iſt aber auf ſolche Art der erfahrungsmäßige Koſtenbetrag für die Aufnahme eines Morgens ge⸗ funden; ſo beſtimme man dieſen für die Meſſung, Zeichnung und Berechnung eines jeden Morgens Wald⸗ ſläche, und erhöhe nur dann den Lohn, wenn gonz beſonders ungünſtige Umſtände und Localitäten die ſe Erhöhung erfordern. Nur laſſe man ſich niemals darauf ein, die Meſſu ngen im Allgemeinen auf Diäten machen zu laſſen, oder ſie wohl gar überhaupt zu veraccordiren. Größere Koſten ſind immer die Folgen im erſten, und ſchlechte Arbeit im andern Falle.— Wenn hingegen der Geometer eine der Arbeit angemeſſene Bezahlung für jeden Morgen erhalt, alle mit der Meſſung ver⸗ knüpfte ſonſtige Koſten beſtreiten muß, und zugleich verbindlich gemacht wird, daß er für die Richtigkeit der Meſſung, Zeichnung und Berechnung, mit der Hälfte ſeines Honorars haften ſoll, die ihm bis zur Reviſion und Prüfung der Meſſung zurückbehalten werden muß; ſo wird man richtige Arbeit um billigen Sollten aber bey der Waldvermeſſung ſolche Geſchäfte vorfallen, die nicht anders als durch Diäten zu bezahlen ſind; ſo muͤſſen dem Geometer nach Billigkeit beſtimmte Tagegelder gegehen wer⸗ den, weil ſonſt mancher unter ihnen ſehr zu kurz kommen könnte. Was den andern Gegenſtand, nehmlich die Beſtimmung der Bezahlung für die Zeichnung und Ver⸗ jüngung der Karten, betrifft; ſo muß dieſelbe ebenfalls das Reſultat eines oder einiger Verſuche ſeyn, und ſich auf Billigkeit ſtützen.— Es muß nehmlich ein unparteyiſcher und geſchickter Zeichner unterſuchen, wie viele Zeit nöthig iſt, um eine nach dem größeren oder kleineren Maasſtabe aufgetragene Karte, worauf z. B. 1000 Morgen Wald gezeichnet ſind, verſchriftsmäßig zu copiren, oder zu verjüngen, ſewohl wenn ſie viele Berge enthält, als auch wenn nur wenige oder gar keine Berge darauf befindlich ſind.— Weiß man nun die dazu gebrauchte Zeit, und iſt es beſtimmt, wie viel täglich ein geſchickter Zeichner verdienen ſoll; ſo läßt ſich hiernach, und nach dem Werthe der aufgegangenen Zeichnen⸗Materia⸗ lien, als Farde, Bleyſtift, Papier und Leinwand ꝛc. die Belohnung leicht herechnen und zugleich auswer⸗ ſen, wie viel der Geometer an Zeichnengebühr haben ſell: 2) Für einen Morgen der großen Special Forſtkarte a) mit Bergen b) ohne Berg⸗ —— — —ÿõÿõÿõÿõÿõÿõÿõÿõ * ——— 2) Für einen Morgen der redueirten Special⸗ Barſteane 2) mit Bergen b) ohne Berge 3) Für einen Morgen der Ober Forſtkarte a) mit Bergen b) ohne Berge 4 Für einen Morgen der Provinzial⸗Forſtkarte a) mit Bergen b) oehne Berge 5) Fuͤr einen Morgen zu verjlingen: 2) wenn es eine große Special⸗„Forſtkarte iſt a) mit Bergen b) ohne Berge b) wenn es eine ſchon reducirte Special⸗Karte iſt 2) mit Bergen b) ohne Berge 1 ac. ic. v. Nach dieſer Taxe müſſen nachher die Zeichnungen immer bezahlt werden, und nur in ſolchen Fällen iſt davon abzuweichen, wenn beſondere Umſtände es nöthig und billig machen. Hat mon nun über alle vorhin abgehandelten Gegenſtände die Beſchlüſſe gefaßt; ſo müſſen dieſelbe in eine förmliche Inſtruction, nach beyliegendem Formulare, zuſammengetragen und der Geometer darauf verpflichtet werden, daß er alles, was ihm dieſer Inſtruction gemäß obliegt, ſo pünctlich und gewiſſen⸗ haft, als möglich, verrichten, und nach Endigung einer jeden Forſtmeſſung, die ſauber gezeichnete Spe⸗ cial⸗Karte vom Forſte, und die dazu gehörige Beſtands⸗Tabelle, ſammt den ſonſt noch nöthigen Anmerkungen, ohne Aufſchub, an die Forſtvermeſſungs⸗Direction, zur Reviſion und Approbatien, ab⸗ liefern ſoll. Zweytes Kapitel. Von der Reviſion der Forſtmeſſungen. Nachdem ein Forſtrevier gemeſſen und die Special⸗Karte davon, ſammt der Beſtands⸗Tabelle ꝛr. an die Direction des Forſtmeſſungs⸗ und Taxations⸗Geſchaftes abgeliefert iſt; ſo muß dieſelbe die Rich⸗ tigkeit der Meſſung, der Karte und der Becechnungen erſt genau unterſuchen oder unterſuchen laſſen, ehe man für eine ſolche Arbeit ausbezahlen und ſie der Taxation zum Grunde legen kann. Man r i Shen Faͤllen ſo t nen dieſelde r(= cter daräuf tliht d gewiſſen⸗ er hnete She⸗ ſont ch nothigen batien, aihr eſtt 1⸗ Tabelle. z ee die Ri.⸗ erſ—tlaſſen, h Mmr 4 1 enn 6 —— Man laſſe daher einige etwas lange Diagenal⸗ oder Sections⸗Linien, die ven einem auf der Karte angegebenen Puncte zum andern ziehen, im Walde genau meſſen, und mit denſelben Linien, die man auf der Karte gezogen hat, nach dem verjüngten Maasſtabe vergleichen; ſo wird man bald finden, eb der Geometer richtig gemeſſen und aufgetragen hat oder nicht.— Auſſerdem berechne man auch nach dem verjüngten Maasſtabe die Größe einiger von dem Geometer ſchon berechneten und in die Beſtands⸗ Tabelle getragenen Flächen, um zu ſehen, ob er auch bey der Berechnung der Karte die nöthige Ge⸗ nauigkeit beobachtet habe. Hält dann die Meſſung, Zeichnung und Berechnung dieſe Proben aus, und iſt die Karte iberhaupt inſtructionsmäßig gezeichnet; ſo muß eine ſolche Arbeit approbirt und der Geometer ausbezahlt werden. Finden ſich aber dey einer ſolchen Unterſuchung erhebliche Fehler; ſo wird der Geometer angehalten, die⸗ ſelbe zu verbeſſern, bis ſeine Arbeit die vorhin beſtimmte Probe aushalten kann, die man alsdann aber mit andern Diagonal⸗Linien und Flächen vornehmen muß. Drittes Kapitel. Von der Ein⸗ und Abtheilung der Forſtflaͤche. So nothwendig es iſt, für jedes Forſtrevier, oder, welches einerley iſt, für jeden Forſt einen auf üchte Grundſätze der Holzzucht geſtützten dauerhaften Bewirthſchaftungsplan zu entwerfen, und durch die Taxation feinen nachhaltigen Natural⸗Ertrag zu erforſchen: eben ſo nöthig iſt es aber auch, die ganze Forſtwirthſchaft ſo einzurichten, daß der gemachte Bewirthſchaftungsplan leicht überſehen, genau befolgt, gehörig controlirt, und ſtets in ſeiner Vollſtändigkeit erhalten werden kann. Sell alles dieſes möglich gemacht werden, ſe muß man jede beträchtliche Waldfläche in mehrere Diſtrikte, wovon jeder 150 bis 200 rheinländiſche Morgen enthalten kann, zerfällen, oder in ſolche Ab⸗ theilungen bringen, daß jede davon ein gewöhnliches Klopfjagen⸗Treiben gibt.(*) Und erlauben es die Umſtände, ſo gibt man jedem Diſtrikte eine ſolche Größe, daß ſie den 2oten, 4oten, oder ſonſt einen, mit dem vorhin ausgeſprochenen Grundſatze ſo viel wie möglich übereinſtimmenden, Theil der ganzen Forſt⸗ ſläche beträgt; wodurch in manchen Fällen die Ueberſicht der Wirthſchaft ſehr erleichtert wird. Dieſe Diſtrikte oder Jagen muſſen mit, wo möglich geraden, à bis 1 ⅞ Ruthen breiten Schneißen hegrenzt werden, wenn kein Weg, Bach, Feld oder Wieſe za, den Abſchnitt und eine ſtets kenntliche ſcharf abſchneidende Grenze macht. Dieſe verhin erwähnten Schneißen müſſen aber ſo angelegt werden, daß ſie zur Helzabfahrt, zu Geſtellen bey den Jagen und zur Köhlerey benutzt, folglich viele Waldwege und Kohlplätze durch ſie entbehrlich gemacht werden können. Auſſerdem gewähren ſie bey entſtandenen Wald⸗ . bränden, 4* Der Morgen iſt hier und in dieſer ganzen Schrift zu 160 Quadrat⸗Ruthen angenommen, und jede Längen⸗ Ruthr ſ zu 16 dheinländiſchen Schuhen gerechnet. 24 bränden, bey Naupenfraß und in manchem andern Falle große Vortheiſe, und verſchaffen eine deutlichere Ueberſicht und Kenntniß des Locals, ais wenn der ganze Waldbeſtand in einer Maſſe zuſammenhängt. Auch wird es nur bey einer ſolchen Abtheilung in Diſtrikte oder Jagen möglich, die aus jedem derſelben nach und nach erfolgenden Holzmaſſen beſtimmt aufzuzeichnen, die taxirte Maſſe damit zu vergleichen, oder dagegen zu controliren, den ganzen Wirthſchaftsplan immer in gehöriger Ueberſicht zu halten, und bey unverausgeſehenen Fällen, die eine Abänderung im ganzen Plane bewirken, das Nöthige zu verändern. Man wird leicht ermeſſen, daß eine ſolche Eintheilung, wenn ſie allen dieſen Beſtimmungen ent⸗ ſprechen ſall, nicht willkührlich, folglich nicht ſo gemacht werden kann, daß ein Diſtrikt ſo groß wird, als der andere. Und eben ſo gut wird man einſehen, daß die Schneißen, nach Vorausſchickung dieſer Be⸗ ſtimmungen, nicht immer ſymmetriſche Figuren bilden können. Es kommt darauf auch ganz und gar nicht an. Weder von der Gleichheit, noch von der Symmetrie wird man einen weſentlichen Vortheil haben, oder ſie nur im Walde bemerken. Es iſt daher immer vortheilhafter, die Nutzbarkeit der Symmetrie vor⸗ zuziehen, und bey der Diſtrikt⸗Abtheilung weder auf gleiche Flächen, noch auf Symmetrie der Schneißen beſondere ängſtliche Rückſicht zu nehmen. Man theile daher die Diſtrikte nur ſo ab, daß durch die Schneißen alle, oder doch die meiſten der vorhin genannten Vortheile erlangt werden. Kann aber Gleichheit der Flächen und Parallelität der Schneißen mit den angeführten Vortheilen verbunden werden; ſo iſt's freylich um ſo viel beſſer.— Ueberhaupt aber bemühe man ſich, wo es möglich iſt, ziemlich gleichen Holzbeſtand in einen willkührlich zu begrenzenden Diſtrikt zu ziehen, jeden in der Mitte des Waldes gelegenen Diſtrikt durch vier gerade Linien einzuſchließen, und dieſe Linien oder Schneißen, wenn es möglich iſt, von Süden nach Norden, und von Oſten nach Weſten ziehen zu laſſen, weil dadurch die Parallelität der künftigen Schläge bewirkt wird, die man, in der Regel, nach Weſten hin abtreibt. Sollten aber Niederwaldungen einzutheilen ſeyn, die in einer ſolchen Gegend liegen, wo bey Oſt⸗ und Nordoſtwind die neuen Triebe oft erfrieren; ſo laͤßt man die Haupt⸗Abtheilungs⸗Schneißen, oder die Geſtelle, von Nordweſt nach Südoſt ziehen, um die Schlaͤge künftig nach Nordoſt zu führen, und den jungen Hauen dadurch einigen Schutz vom ſtehenden Orte zu be⸗ Sdirken.. im. zennit Will man nun nach den vorausgeſchickten Grundſätzen die Diſtrikts⸗Abtheilung in einem zufammen⸗ haͤngenden Walde vornehmen; ſoziehe man auf der Karte, mit Bleyſtift, die Abtheilungslinien ſo, wie man wünſcht, daß ſie ziehen möchten. Hieragf gehe man mit dieſer Karte in den Forſt, und unterſuche an Ort und Stelle, ob die Schneißen wirklich ſo angeordnet werden können, oder welche Abänderungen, der Localität und den Umſtänden nach, nöthig ſind. Dieſe vielleicht an allen zu Hauſe gezogenen Linien gemachten, der Localität nun angepaßten, Abänderungen laſſe man hierauf alsbald in die Karte zeichnen, und die heſtimmten Linien im Walde nur zu ganz ſchmalen, aber doch bemerklichen Schalm⸗Schneißchen aufhauen und dauerhaft verplöcken.— 4 Nun 1813 ailicher⸗ 4u& nhängt. 3 e deſſelben 3u leichen, zu anen, und ge zus uͤndern. Ki wenan ent⸗ ſo=ji, d hic ieſet Pe⸗ gan e gar nicht Al haben, er St ettrie vor⸗ trie ⸗ Schneißen och=eiſten der ltd— Schneißen 1= aupt aber icht zrenzenden nie Muſchließen, d 1yſten nach rd/☛ man, in eilt m, die in eree läͤßt man n, wjie Schläg⸗ hen ndite za it⸗ 1 zuſammen⸗ V ung= en ſo, wi t, ☚φ unterſucht irinderunget, ſeienen linie V dien Ite zeichten, coe=Schneiſche V Nn ö—— 1— 1 3 Nun gebe man einem jeden Diſtrikte einen Namen, wozu am ſchicklichſten die bisher gebraͤuchliche Benennung gewählt wird, um Misverſtand bey den Holzhauern, Kohlern und Fuhrleuten zu vermeiden. Sollte aber eine große Strecke Waldes disher nur einen Namen gehabt haben, und nun in mehrere Diſtrikte zerfallen; ſo ſetze man dem General⸗Namen die Worte Ober⸗, Mittel⸗ und Unter⸗ z. B. Struth, bey, oder man numerire die Jagen und laſſe auf der Karte in zjeden Diſtrikt den für ihn heſtimmten Namen oder die Nummer des Jagens ſchreiben. Iſt alles dieſes geſchehen, ſo koͤnnen diejenigen Schneißen oder Geſtelle, wodurch allenfalls verſchie⸗ denerley Holzarten, als Laub⸗ und Nadelholz, oder Hoch⸗ und Niederwald getrennt werden, oder wodurch ein haubarer Beſtand von einem jungen und mittelwüchſigen ſeparirt wird, alsbald in der verordneten Breite aufgehauen werden, wenn es die Jahreszeit erlaubz. Ziehen aber projectirte Schneißen durch ein und dieſelbe Helzart, und iſt der Beſtand im Alter nicht ſehr verſchieden; ſo laſſe man ſolche Schneißen vor der Hand noch nicht aufhauen. Man verpfähle die angenommene Linie nur dauerhaft, und warte mit dem Aufhauen zu einer Schneiße, bis der Forſt erſt taxirt und der Wirthſchaftsplan gemacht iſt⸗ Bey der Gleichſtellung des jährlichen Holzertrages iſt es oft nöthig, von einem Diſtrikte nur noch eine kleine Fläche zu einem angrenzenden zu nehmen, um den periodiſchen Ertrag gleich zu machen. Iſt dann die Schneiße zwiſchen beyden Diſtrikten ſchon gehauenz ſo muß nahe dabey noch eine angelegt werden, um, wie es ſehr gut iſt, jeden periodiſchen Wirthſchaftstheil genau zu ſepariren. Iſt hingegen in dieſem Falle dis Schneiße noch nicht gehauen; ſo kann die Linie leicht verrückt, der eine Diſtrikt, ſo viel nöthig iſt, vergrößert, und folglich eine Schneiße geſpart werden. Auſſer dieſer Abtheilung in Diſtrikte oder Jagen muß auch ein großes Ferſtrevier in mehrere Haupt⸗Wirthſchafts⸗„Theile getheilt werden, um dadurch den Menſchen, welche ſich daraus be⸗ holzen, die Anfuhr des Holzes zu erleichtern, und den Weideberechtigten keine, ſonſt unvermeidliche Hin⸗ derniſſe in den Weg zu legen. Man formirt in dieſem Fall aus dem ganzen Forſte zwey oder drey Haupt⸗Wirthſchafts⸗Theile von 2000 bis 4000 Morgen und behandelt jeden derſelben, als wenn es ein beſonderes Forſtrevier wäre. Die Abtheilung muß dann aber ſo gemacht werden, daß in jedem Haupt⸗Wirthſchafts Theil eine verhaͤltnißmäßige Menge Holz von jedem Alter ka, um eine nach⸗ haltige Wirthſchaft darin treiben zu können. Im 2ten Kapitel des achten Abſchnittes wi noch mehr von dieſen 1 Haunt. Wirthſchafts⸗ Theilen vorkommen, und im 7ten Kapitel deſſelben Abſchnittes werde ich auch zeigen, wie die in Diſtrikte und Haupt⸗Wirthſchafts⸗Theile abgetheilten Ferſte in Schläge eingetheilt werden können. —— Zweyter Abſchnitt. Von Unterſuchung des Waldbodens und der Lage deſſelben. E, iſt bekannt, daß der Waldboden, oder überhaupt die oberſte Schichte der Erde, aus ſehr verſchiede⸗ nen Beſtandtheilen zuſammengeſetzt iſt. Man weiß ferner, daß dieſe Erdbeſtandtheile in leichte und ſchwere, und in lockere und bindende abgetheilt werden, und daß einige der leichten Erdarten, welche zunächſt oben liegen, und Dammerde genannt werden, aus verfaulten Pflanzen und Thieren ent⸗ ſtanden ſind. Und man weiß, daß entweder alle dieſe Erdbeſtandtheile, oder nur einige davon, in auſſer⸗ erdentlich verſchiedenen Vethaͤltniſſen untereinander gemengt erſcheinen.— Auch weiß man, daß der ge⸗ wöhnliche Grad der im Boden beſindlichen Feuchtigkeit, theils von der Beſchaffenheit der Erdbeſtandtheile, theils von der ebenfalls ſehr verſchiedenen Lage des Waldgrundes, und überdem noch von vielen örtlichen Umſtänden abhängt.— Es iſt ferner bekannt, daß nach Verſchiedenheit der geographiſchen Lage eines Land⸗ ſtriches, die herrſchende Witterung mehr oder weniger warm oder kalt, feucht oder trocken iſt, und daß ſelbſt bey ganz gleicher geographiſcher Lage, die Luft in den Thälern dicker, oder mit mehr nahrhaften Ur⸗ ſtofftheilchen angefüllt und wärmer iſt, als auf höheren Bergen.— Und man weiß endlich auch, daß in rauhen Gegenden Schneeanhang, Rauhreif und Froſt im May, ja ſogar im Junius, nicht ſo ſelten ſind, als in Gegenden, die ein milderes Clima haben. Allles dieſes lehrt die allgemeine Naturgeſchichte und die Erfahrung. Dagegen hat man auch die Beobachtung gemacht, daß die Wegetation der Holzpflanzen, nach Ver⸗ ſchiedenheit dieſer Umſtände, ſehr verſchieden ausfällt. Die eine liebt, oder verträgt wenigſtens, einen Stand in leichtem Boden, die andere in ſchwerem Boden; die eine Holzart will trocken, die andere will feucht ſtehen. Die eine will mit ihren Wurzeln tief in den Boden dringen, die andere ſchickt ihre Wur⸗ zeln nur ſeichte in die Erde aus. Die eine will im warmen, die andere im gemäßigten, und eine dritte im kalten Clima ſtehen, um gut vegetiren zu koͤnnen; die eine Holzart will zu ihrem guten Fortkommen eine dicke, die andere eine dünne Luſt. Von der einen Holzart erfrieren die Blüthen, die neuen Triebe und die jungen Pflanzen bey Spatfröſten im Frühjahre, bey einer andern findet ſolches ſo leicht nicht Statt. Die eine Holzart dauert bey Rauhreif und neeanhang aus, die andere bricht unter ſolchen Umſtänden zuſammen. Die eine kann den Stürmen tretzen, die andere wird davon leicht umgeworfen. Kurz, es hat jede Holzart ihr Eigenthuͤmliches in allen vorhin genannten Rückſichten. Nur darin kommen die meiſten von unſeren nützlichſten Holzarten überein, daß ſie in einem gemäßigten Clima, und in einem Boden, der das Mittel zwiſchen locker und bindend, und zwiſchen trocken und ſeucht hält, und dabey eine ſtarke Damm⸗ erdenſchichte hat, am beſten wachfen. Um be un ac erſchiede⸗ in Maſte unz 8 aerten, en h whieten W. ge= in auſfer m— aß der ge⸗ er( kandtheile, voni an oͤrtlichen en ines Land⸗ roch, und daß ihr ehaften Ur⸗ nli ch, daß in nit ſälten ſid, tur=hte und die flan u nach Ver⸗ w zens, einen en, andere will ire ihre Wur⸗ ten ☚) eine diitte Ju zortkommen n,== euen driehe o Rnicht Statt. ſo Umſtäͤnden fen. urz, ts hat kel u die meiſtm ei m Boden, Nr ei ke Damme lin V ſſſſſſſ —— W 27 Um alſe berechnen zu können, wie groß die Holzmaſſe ſeyn wied, die auf einer gewiſſen Fläͤche in einer beſtimmten Zeit erzogen werden kann, wenn ſie mit einer gewiſſen Holzart beſtanden iſt, muß eine Unterſuchung der Beſchaffenheit des Bodens und ſeiner Lage vorgenommen, und durch das Reſultat dieſer Unterſuchungen beſtimmt werden, was fur Helzarten durch künſtliche Culturen auf jeder Waldblöße ange⸗ zogen werden können, und den übrigen Umſtäͤnden gemäß angezogen werden müſſen. Die Unterſuchung des Bodens und der Lage eines jeden Walddiſtriktes iſt alſo einer von den Haupt⸗ gegenſtänden, worauf ſich die Beſtimmung der auf die Blößen anzubauenden Holzarten und die Berechnung des Holzertrages einer jeden ſchon bewachſenen Waldfläche ſtützen muß. Man unterſuche demnach, durch Einſchlagung eines kleinen Loches, den Waldboden an verſchiedenen Orten in jedem Diſtrikte oder in jeder Abtheilung eines Diſtriktes, zwey bis drey Fuß tief, oder ſo tief, als es nöthig iſt, um den Holzwuchs beurtheilen zu können.— Man netire in der Karte die von 6 zu 6 Zollen abwechſelnde Beſchaffenheit der aufeinander liegenden Erdſchichten durch angenommene Zeichen, wie ſolches im erſten Kapitel des vorigen Abſchnittes gelehrt worden iſt, und bemerke noch ferner in der Forſtbeſchreibung, wovon weiter unten das Nöthige vorkommen wird: ob die Lage des Ortes rauh oder mild, eben oder bergig, nach Moergen, Mittag, Abend oder Mitternacht mehr oder weniger ſtark abhän⸗ gend, trocken, friſch, feucht oder naß iſt. Auch bemerke man zugleich, ob das Holz im Frühjahre, der Erfahrung nach, gerne erfrieret, ob es im Winter durch Schneeanhang und Rauhreif oft Schaden leidet, oder was ſonſt noch zu bemerken ſeyn ſollte. Man vergleiche hierauf die gewöhnlichen Verſchiedenheiten des in einem Diſtrikte, oder ſelbſt in einer Abtheilung deſſelben, vorkommenden Bodens unter einander, mit Rückſicht auf ſeine Lage, und trage ihn, wie er im Durchſchnitte genommen angeſprochen werden kann, entweder als guten, oder als mittel⸗ mäßigen, oder als ſchlechten Boden, in die dafür beſtimmte Columne der General⸗Forſtver⸗ meſſungs⸗Tabelle, wovon weiter unten noch beſtimmter gehandelt werden wird.— Zugleich bemerke man in der Forſtbeſchreibung, ob und wie der ſchlechte Boden allenfalls verbeſſert werden kann, und was für eine Holzart am beſten darin wachſen würde. 3 Stehen noch ſchöne ausgewachſene Bäume auf einem Diſtrikte; ſo kann man von ihrem gu⸗ ten Wuchſe ohne Bedenken auf die Güte des Bodens ſchließen. Dieſes gilt aber nicht im entgegengeſetzten Falle. Schlechter Holzwuchs iſt zuweilen nicht die Folge von ſchlechtem Boden, ſondern vielmehr von der ſchlechten Behandlung des Waldes.— Man darf alſo beym Anblicke eines ſchlechten Beſtandes den Bo⸗ den nicht ſogleich für ſchlecht anſprechen; denn bey guter Bewirthſchaftung wird der künftige Holzwuchs dem Boden angemeſſen ſeyn. d2 Eben 28— 6— Eben ſo wenig darf man aber auch von dem freudigen, ja oft ſchwelgeriſchen Wachsthum eines jungen Waldes auf die Güts des Bodens ſchließen. Oft wachſen junge Waldungen 20 oder 40 und mehrere Jahre lang ſehr gus, und bleiben dann auf einmal zum Erſtaunen zuruck, weil die wenige gute Erde den nun ſtärker gewordenen Stämmen die erforderliche größere Menge von Nahrung nicht verſchaffen kann, oder weil vielleicht die Wurzeln der Stämmen nun auf eine für ſich nachtheilige Erd⸗ und Steinart, oder wohl gar in zu viele Naſſe kommen. Es kann daher nur ein ausgewachſener ſchöner Baum die Güte des Bodens, worin er ſteht, beſcheinigen, und eine Unterſuchung des Bodens überſtüſſig machen. So ſehr ich empfehle, bey der Unterſuchung des Bodens nicht leichtſinnig zu Werk zu gehen: ſe fehr rathe ich aber auch, bey dieſem Geſchafte nicht allzu ſcrupulös zu handeln.— Man laſſe ſich auf keine weitläuftige und künſtliche oder chemiſche Unterſuchung der Erdbeſtandtheilchen ein, und mache dieſe Sache nicht allzu aecurat. Das Hauptgeſchäfte leidet ſonſt darunter, und man kommt nicht von der Stelle.— Nach der Farbe und durch das Gefühl läßt ſich der Boden ſchon hinlänglich genau beurtheilen, wenn man ſich jede Erd⸗ und Steinart nach ihrer verſchiedenen Farbe und Textur, und nach der Empfindung, welche ſie beym Anfühlen verurſacht, ſchon bekannt gemacht hat.— Der Boden iſt ohnehin in vielen Diſtrikten Platzweiſe ſo verſchieden, daß doch nicht für jede einzelne Stelle die ſchicklichſte Holzart gewählt werden kann. Es muß daher am Ende doch nur eine aufs Generelle der Fläche eines Diſtriktes, oder einer be⸗ trächtlichen Abtheilung davon, paſſende Beſchreibung und Beſtimmung gemacht werden. Die Hauptſache iſt immer nur zu unterſuchen und zu beſtimmen: ob der Boden in einem Diſtrikte, wenn man feine Beſchaffenheit im Ganzen genommen betrachtet, für die darauf ſtehende Holzart als gut, mittelmäßig oder ſchlecht anzuſprechen ſey, und was für eine Holzart man darauf anzubauen habe, wenn die Umſtände eine Umformung des gegenwärtigen Beſtandes erfordern, oder wenn der Diſtrikt noch gar nicht mit Holz beſtanden iſt. 3 Sin eines 2 4o und 1dd na zute 4m A erſchaffen *u Säteinart, ſer ichöͤner Gung des er hehen: ſe Nan= ſich auf „uce diſe bot Stelle.— heitt henn man mpff o, welche n NrDiſtrikten tt gi at werden 68, ☛☚ einer be⸗ 1= auptſache inn run ſeine Hn als gut, dau be, wenn D.= noch gat dritter ——RRARRVVVNVNVNENRRRSEENNBNB —— 2g Dritter Abſchnitt. Ueber die Verſchiedenheit der Waldbehandlung und die Nothwendigkeit der Be⸗ ſimmung zweckmaͤßiger und allgemeiner Vorſchriften fuͤr die Holzzucht, beſonders wenn ein Forſt taxirt werden ſoll, Erſtes Kapitel. Von der Verſchiedenheit der Waldbehandlung, E. iſt bekannt, daß nach Verſchiedenheit der Waldbehandlungsart, der Holzertrag der Forſte größer oder geringer ausfallt.— Wenn man einen Forſt, der guten oder auch nur mittelmäßigen Boden hat, als Hochwald bewirthſchaftet, ihm eine gehörig lange Zeit zum Um⸗ oder Abtriebe beſtimmt, und periodiſch die unterdrückten Stämme herausnimmt, um den Wachsthum der dominirenden Stämme zu befördern; ſo erhält man aus demſelben jährlich ungleich mehr Holzmaſſe, als wenn man die Umtriebszeit in den Hoch⸗ waldungen zu kurz annimmt, oder die Aushauung des von Zeit zu Zeit unterdrückt werdenden Holzes un⸗ terläßt. Auch erhält man alsdann bey der Baumholzzucht oder Hochwaldwirthſchaft bey weitem mehr Holzmaſſe, als wenn in demſelben Walde die muſterhafteſte Wurzelholzzucht oder Niederwaldwirthſchaft ge⸗ trieben, folglich nur Prügel⸗ oder Reißerholz erzogen wird; wie ich ſolches in meiner Anweiſung zur Holzzucht für Förſter und in meinem Lehrbuche für Förſter beſtimmt auseinander geſetzt und hewieſen habe.— Es hängt alſo dis Größe des Holzertrages eines Forſtes ſchon von der Methode ab, nach welcher man ſeinen Beſtand behandelt.— Wie viel mehr muß aber auch die Art, auf welche die Holzzucht üderhaupt getrieben wird, und wodurch mehr oder weniger vollkommens Beſtaände erfolgen, einen wichtigen Unterſchied im Holzertrage eines Forſtes machen! Da, we man geſchickte und fleißige Forſtleute hat, und wo die Kammern und Oberforſtämter auf⸗ geklärt genug ſind, die zur Beſaamung oder Bepflanzung der Blößen, und überhaupt die zur Forſt⸗Cultun und zum Forſtſchutze nöthigen Geldſummen anzuwenden, da, ſage ich, muß und wird der Ertrag der Forſts ungleich größer ſeyn, oder doch in Zukunft viel höher werden, als da, wo ungebildete und unthätige Men⸗ ſchen die Forſtwirthſchaft beſeorgen, und wo aus übel angebrachter Sparſamkeit, oder aus Mangel an Ein⸗ ſicht, entweder nichts, oder zu wenig auf die Cultzur der Forſte verwendet wird⸗ Wenn es dem Forſtwirthe nicht evlaubt iſt, oder wenn es ihm vieimehr an den Mitteln fehlt, dir Blößen in ſeinem Forſte mit Holz in Beſtand zu bringen; ſo muß natürlicherweiſe der Holzertrag des For⸗ ſies 3o—— ſtes um eben ſo viel geringer ausfallen, als der mögliche Zuwachs von dieſen Grundſtücken beträgt. Und wenn der Forſtbediente nicht im Stande iſt, die Schläge ſogleich und ohne Zeitverluſt durch die Kunſt zu verbeſſern, wenn ſie durch die Natur unmittelbar nicht vollkemmen in Beſtand kommen könnenz ſo geht ebenfalls der Zuwachs von ſo vielen Jahren verlohren, als man die künſtliche Cultur verſäumte; eder man verlehrt doch einen beträchtlichen Theil der Holzmaſſe, die hätte erzegen werden können, wenn die Cultur nicht verſäumt worden wäre. Oft iſt ein ſolcher Verluſt äußerſt beträchtlich und größer, als es Viele einſehen. Geſetzt, ein Nadel⸗ holzhau von hundert Morgen, oder eine eben ſo große Waldblöße, worauf Nadelholz gut wachſen könnte, läge nur ein einziges Jahr ohne Cultur oder Anſaat; ſo würde der Verluſt des darauf möglichen Zuwach⸗ ſes ſchon in dieſem einen Jahre 75 Klafftern Holz betragen, wenn man den jährlichen Zuwachs auf einem Morgen nur zu 3 Klaffter Holz rechnen wollte. Wenn aber auch ein Walddiſtrikt von hundert Morgen nicht ganz wüſte liegen bleiben, durch fehlerhafte Bewirthſchaftung aber in den Zuſtand geſetzt werden ſollte, daß er den bey guter Behandlung möglichen Holzertrag überhaupt nur zur Hälfte liefern könnte; ſo würde der jährliche Verluſt an Zuwachs doch immer ſehr beträchtlich ſeyn, und im vorhin angeführten Falle ſchon 37 Klafftern ausmachen. Warum kemmt man aber ſo wenig in Verlegenheit, wenn die Waldblößen jeder Art nicht ſo bald, als möglich, in Cultur kommen, wodurch in manchem Lande mehrere tauſend Klafftern Holz, und folglich auch beträchtliche Geldſummen, jährlich verlohren gehen?— Gewiß iſt Mangel an Einſicht die Urſache dieſer Sorgloſigkeit. Sähe jeder Waldeigenthümer den großen Schaden ein, der ihm durch verſäumte Wald⸗Cultur zuwächſt, und wollte oder könnte Jeder von ihnen berechnen, wie hohe Zinſen ein Capital trägt, das zur Verbeſſerung des Waldes auf eine vernuͤnftige und öconomiſche Art verwendet wird; ſo würde man gewiß mehr Geld zur Holz⸗Cultur anweiſen, und man würde ganz ſicher alle Wald⸗ blößen ſo bald, als möglich, mit Holz in Beſtand zu bringen ſuchen. Nicht ſelten ſind aber die Forſtbedienten ſelbſt Schuld daran, daß die Waldeigenthümer kein Geld auf Forſt⸗Cuituren verwenden, weil ſie ihnen die daraus fließenden Vortheile nicht anſchaulich genug ma⸗ chen, oder machen können. Gewöhnlich geben die Waldeigenthümer deswegen kein, oder zu weniges Geld zu Forſt⸗Culturen her, weil ſie glauben, daß ſie von Wald⸗Culturen in ihrer ganzen Lebenszeit keinen Vortheil ziehen könnten, und alſo die Cultur⸗Koſten blos zum Vortheil der Nachkommenſchaft verwenden müßten. Dies iſt aber ganz irrig. Der jetzt lebende Waldeigenthümer kann freylich ſelten von ſeinen Culturen einen Vortheil ziehen; er wird denſelben aber durch die Culturen von jetzt an ſchon erlangen. Es wird nehmlich der jaͤhrliche Holzertrag eines Forſtes, von jetzt an, bey weitem größer ausfallen, wenn man bey der Taxation darauf rechnen kann, daß alle Waldblößen in einer kurzen Zeit mit Holz in Beſtand gebracht ſeyn werden, als wenn alle Blößen während der ganzen Umtriebszeit mit gar keinem Ertrage in Aufrechnung kommen dürfen. cker ſSigt. um duiſ Aunſt zu kôran; ſo geht rſäu n eder man „wnnhie Cultur Oe gin Nadel⸗ zut ſen an, ffm M en Zuwach⸗ 30— z auf einen von am ert Morgen geſe! uden ſellte, ern ue; ſo würde hin ährten Falle der. acht ſo bald, n= und folglich n E= die Urſache ihn an) verſäumte ſeIe ein Capital niſch it verwendet anz alle Wak gen Aer kein Geh anſg mach genug ma⸗ 14 m veniges Geh zen enszeit keinen ich—imenſcaft ft 0 ſelten von ve tzt an ſhn „ Speitem güüßt in r kurzen Jü en triebszeit mi An —¹⁶— 51 Aus demjenigen, was ich in der Folge noch vortragen werde, wird man dieſes deutlicher einſehen, und ſinden, daß bey einer thätigen Cultur auf den Waldblößen, durch den alsdann möglich zu machenden höheren jährlichen Ertrag des Forſtes, die Cultur⸗Koſten dem jetzt lebenden Eigenthümer ſehr reichlich er⸗ ſetzt werden.— Wer dieſe auf Wahrheit geſtützte Berechnung mit dem Beweiſe dafür nicht machen kann, und dem Waldeigenthümer zugibt, daß er ſelbſt von und durch die Wald⸗Cultur keinen Vertheil habe, der wird in den meiſten Fällen ſeinen Zweck verfehlen, und keine oder nur äuſſerſt geringe Geldſummen zu den Wald⸗Culturen bewilligt erhalten. Man wird nun aus dem, was ich bisher geſagt habe, ermeſſen, daß nicht bey jeder willkuͤhr⸗ lichen Behandlung eines Forſtes, der Ertrag deſſelben gleich groß ausfallen kann. Man wird mir folglich auch zugeben, daß ohne feſte Beſtimmung, wie die Waldungen bewirthſchaftet werden ſol⸗ len, und ohne Beſtimmung, ob, und wie bald die zum Waldgrunde gehörigen Blößen mit Holz in Beſtand gebracht werden ſollen, der Holzertrag eines Forſtes nicht gefunden werden kann. Im folgenden Kapitel werde ich dieſen wichtigen Gegenſtand näher entwickeln. Zweytes Kapitel. Ueber die Nothwendigkeit der Beſtimmung zweckmaͤßiger und allge⸗ meiner Vorſchriften fuͤr die Holzzucht, beſonders wenn die Forſte eines Landes tafirt werden ſollen. Im vorigen Kapitel iſt gezeigt worden, daß nach Verſchiedenheit der Waldbehandlungsart, der Helz⸗ ertrag aus den Forſten bald, größer, bald geringer ausfällt, und daß ohne Beſtimmung und Verſchrift, auf welche Art die Waldwirthſchaft überhaupt, beſonders aber die Holzzucht, getrieben werden ſoll, keine Taxation der Forſte gemacht werden könne.— Es müſſen daher, vor der Taration, generelle Grundſätze für die Holzzucht angenommen, allgemein vorgeſchrieben und künftig aufs⸗genaueſte befolgt werden. Dieſes iſt eine Bedingung, ohne die weder eine genaue Forſt⸗Taxation gemacht werden, noch der entworfene nachhaltige Forſt⸗Etat in der Folge heſtehen kann. Daß ich im gegenwärtigen Falle mein Lehrbuch für Förſter ꝛc. ſubſtituire, und auf die darin abgehandelten Grundſätze und Lehren verweiſe, das wird man wohl ſehr natürlich finden. Wer aber beſſere Verſchriften ertheilen zu können glaubt, der entwerfe ein ähnliches Werk, das an die ſaͤmmtlichen Forſt⸗ bedienten des Landes, als Inſtruction über das Verhalten bey der Holzzucht gegeben werden, und bey dem Taxations Geſchäfte zur Richtſchnur dienen muß., 8 Wor⸗ Worzüglich aber beſtimme man darin: 2) Auf welche Weiſe ein haubarer Hochwaldbeſtand von ieder Holzart, 5) 9 5) 5) nach Verſchiedenheit der Umſtände, abgetrieben werden ſoll, um durch natürliche Wiederbeſaamung, in ſo kurzer Zeit, als mögllich, einen vollkommen neuen oder jungen Wald zu erhalten: In welchem Alter und wie oft die noch nicht haubaren Hochwaldbe⸗ ſtände, nach Verſchiedenheit der Holzarten und der beſonderen Um⸗ ſtände, durchhauen oder durchpläntert werden, und wie viele Staͤmme bey jeder Durchplänterung, im Durchſchnitte genommen, auf einem Morgen ſtehen bleiben ſollen: Auf welche Art die Niederwaldungen bewirthſchaftet werden ſollen, ſowohl wenn ſie blos Niederwald ſind, als auch wenn Baumholz zu⸗ gleich darin für immer erzogen wird— und, wenn die Niederwaldzucht nur auf eine Zeitlang mit der Baumholzzucht verbunden ſeyn ſoll: Ob Hoch⸗ oder Niederwaldzucht im Algemeinen befördert werden ſol, oder in welchen Fällen jede zu begünſtigen oder anzuwenden iſt: Was für Holzarten vorzuglich, und welche davon in jedem Falle an⸗ gezogen werden ſollen: und Auf welche Weiſe jede Holzart, nach Verſchiedenheit der Umſtände, künſtlich angebaut werden ſoll. ꝛc. Um weitläuftige Wiederholungen zu vermeiden, will ich annehmen, daß mein Lehrbuch für Förſter zur Richtſchnur bey der Forſtwirthſchaft vorgeſchrieben ſey, und daß auch jeder Leſer dieſer Schrift mit den Grundſätzen und Lehren jenes Lehrbuches ſich bekannt gemacht habe. Bey der Bearbeitung des gegenwärtigen Werkes will ich alſo vorausſetzen, es ſey vorgeſchrisben: 3) 3) daß alle haubaren Hochwald⸗Diſtrikte, nach den zuverläßigſten, genau und deutlich ange⸗ gebenen, Regeln abgeholzt, und durch natürliche Beſaamung wieder in vollkommen gedrun⸗ genen Holzbeſtand gebracht werden ſollen: daß die jungen oder die noch nicht haubaren Holzbeſtände ven Zeit zu Zeit regelmäßig von unterdrucktem Holze befreyet werden ſellen, und daß insbeſondere vorgeſchrieben ſey: 4₰) die Buchen⸗Ho chwaldung en, welche allenfalls in einem 120 jäͤhrigen Umtriebe ſtehen, und guten Boden und mildes Clima haben, im 40ten, im 60ten und im Hoten Jahre ihres Alters ſo zu durchhauen, daß bey der erſten Durchplänterung die beſten 4600 Stangen, hey der zweyten Durchplänterung die beſten 500 Reidel⸗ und i Holzart, n n um durc m ich, einen 1 4 ³walo e⸗ 8 Knren Um⸗ 84— 8 Srhnme men u eim tw n ſollen, n Ai aholz zu Ni= paldzuht nde yn ſol: ert rden ſol, we iſt: ſed rßalle an⸗ 1 Imſtäͤnde, in buch för r O ieſer Schiß der rbeitung de eu ut ceeutlich ange volt= men gedrun⸗ Zei= elmaͤßig dot ſchi ſey: 20 l gen Umtriehe — tten und im du interung dit 560o Ridel, 1d AENN“ ) 0) ſſſſſnſſ 1 — 0— 33 und bey der dritten Durchplänterung, alſo un 9ojöhrigen lter des Beſtandes, die beſten 250 Stämme, dis zur Haubarkeit, auf jedem Morgen, im Durchſchnitte genemmen, ſtehen bleiben. Für ſolche Fälle hingegen, wo der Boden und das Clima nicht beſonders günſtig ſind, und geringes Holz, vielleicht auch felbſt um einen ſehr geringen Preis, nicht verkauft werden kann, ſey vorgeſchrieben, daß die Durchplän⸗ terung im 40 jährigen Alter der Beſtände unterbleiben, dagegen im 60 und 90 jäh⸗ rigen Alter ſo vorgenommen werden ſoll, daß bey der erſten Durchplänterung, alſe im 60 jährigen Buchenbeſtande, die beſten 600 Reidel, und bey der zweyten Durch⸗ plänterung, im 90 jährigen Beſtande, die Dſe 300 Stäͤmme auf dem Morgen ſtehen bleiben. Es ſey ferner vorgeſchrieben die Eichen⸗ Hochwaldungen, die etwa in einem 180ährigen Umtriebe ſte⸗ hen, ſollen, wenn der Boden gut und das Clima ſehr mild iſt, im Zojährigen Alter zum erſtenmal, ſonſt aber erſt in ihrem 60, 90, 120 und 250 jäͤhrigen Alter durchpläntert werden. Bey der allenfalls anwendbaren Durchplänterung im 40 jäh⸗ rigen Alter des Beſtandes ſollen die beſten 1800 Stämme— im 60 jährigen Alter deſſelben die beſten 600 Stämme— im 90 jährigen Alter des Beſtandes die beſten 300 Stämme— im 120 jährigen Alter deſſelben die beſten 2o0 Stämme— und im 150 jährigen Alter des Waldes die beſten 120 Stämme, bis zur Haubarkeit auf dem Morgen ſtehen bleiben. Bey einem 210 jährigen Umtriebe hingegen, ſoll der Beſtand im 180 jährigen Alter bis auf die beſten o0 Stämme vermindert werden. In Betreff der Nadelholz⸗Waldungen aber ſey feſtgeſetzt, daß ſie im Zo⸗ jährigen Alter bis auf die beſten 1600 bis 1800 Stämme, im 60 jährigen Alter bis auf die beſten Goo Stämme, und im 9o jährigen Alter bis auf die beſten 300 Stämme per Morgen durchpläntert werden ſollen, wenn ſie einen 120 jährigen Um⸗ trieb haben,— daß ſie aber bey einem 150 jährigen Umtriebe, in ihrem 120 jährigen Alter, bis auf die beſten 2w0 Stämme nochmals durchpläntert werden ſollen. Ueberhaupt aber ſey verordnet, daß die vorhin beſtimmte Zahl der Stämme, welche bey jeder Durchplänterung in den Hochwaldungen ſtehen bleiben müſſen, alsdann vermehrt werden ſoll, wenn der Boden zwiſchen mittelmäßig und ſchlecht fällt, oder wirklich ſchlecht iſt. Denn auf ſolchem Boden können die Stämme in jedem Alter nicht ſo ſtark ſeyn, als auf gutem und mittelmäßigem Boden. Die Bäume würden folglich keinen gehörigen Schluß machen, wenn man auf ſchlechte⸗ zem Boden nur ſo viels wollte ſtehen laſſen, als auf beſſerem. EKE 35 3— um— 3ch will fernet⸗ vorausſetzen ober anneheiten, 4 1O 4 m 3) daß beſtimmte Vorſchriften zur Bewirthſchaftung der Niederwaldungen und zu der mit Baum⸗ helzzucht verbundenen Ne.Ble gegeben ſeyn folen: 1 3ch will ferner annehmen, 4) daß nach meiner, aus dem Lehrbuche fuͤr Förſter erſichtlichen, Behauptung, die Hoch⸗ waldzucht im Allgemeinen vorzüglicher und einträglicher ſey, als die Niederwaldwirthſchaft, und daß ſie deswegen nur da eingerichtet oder fortgeſetzt werden ſoll, wo der Erfahrung ge⸗ mäß, kein Hochwald aufkommen, oder, localer Werhaltniſt und Umſtände wegen, nicht er⸗ zogen werden kann: 3 will ferner feſtſetzen, 5) daß in Betreff der in jedem Falle anzuziehenden Holzarken folgende Beſtimmungen gemacht worden ſeyen: a) Die Anzucht oder Fortpflanzung der Buchen zu Hochwald iſt auf gutem und mittel⸗ mäßigem Boden, wenn die Lage des Ortes nicht zu rauh ſeyn ſollte, befonders zu be⸗ günſtigen, um dadurch vortreffliches Brand⸗ Kohl⸗ und Werkholz und zugleich Maſt zu erhalten. b) Die Eichen ſollen auf dem beſten Boden, nicht nur als reine Beſtäude, ſondern auch in der Vermiſchung mit Buchen, in ſolcher Menge erzogen werden, daß man das nö⸗ thige Bau⸗ und Werkholz davon erhalten, und auch noch, wenn es die Umſtände er⸗ lauben, einen vortheilhaften Handel ins Ausland damit treiben kann. c) Ahorne, Ulmen und Eſchen ſollen an ſchicklichen Orten in den Buchen⸗ und Eichen⸗Hochwaldungen untergeſprengt werden, beſonders, um ſehr gutes Werkholz da⸗ von zu erhalten. d) Auf den mageren Diſtrikten, r wo kein taugliches Baumholz erzogen werden kann, ſoll Schlagholz erzogen werden, wenn ſolche Flächen von Belange ſind, und die Hochwaldwirthſchaft dadurch nicht geſtört oder verkerbt wird. Es ſoll alsdann vor⸗ 4 züglich die Eiche, Hainbuche und Birke angezogen werden, weil ſich dieſe Helz⸗ arten zu Niederwald ſehr gut ſchicken, und vortreffliches Brand⸗ und Kohtholz liefern, und auſſerdem die Eiche durch ihre Loohrinde ſehr nützlich und einträglich iſt. e) Auf den feuchten oder naſſen oder bruchigten Diſtrikten ſollen vorzüglich Birken, Aſpen, Sahlweiden und Erlen angezogen werden. f.) Viehtriften und beſtändige Weidplätze ſollen mit Eichen, Hainbuchen, Ahornen, Eſchen, Pappeln ꝛc. entweder zu Bäumen, oder, wie auf feuchtem Boden die Erlen und Weiden, zu Kopfholzſtämmen angepflanzt werden. 8) 831 ai Baum⸗ aupt 8n die Hoch⸗ ederr irthſchaft, R hrung ge⸗ nde., 2, Wc e. ſſſine zgen gemaht uf g= und mittel⸗ lte,= nders zu he⸗ 6 1. augleich Maſt zeſti ſondern auch n,=nan das no⸗ n eii⸗ allmſtaͤnde en en. 1 1 des uchen⸗ um gu e Werkhelz da en um n kann, ſel ela ſind, und Es1alsdann vor⸗ „u ch dieſe Helz und=lholz liefern, 4g c. vot ʒch Birken, 9u=. Ahornen, fm Beden di 9 85) 6) —— — ³°%— 35 Die Nabelholzbeſta nde ſollen unterhalten werden, wenn nicht beſendere Local⸗Um⸗ ſtände es vortheilhafter machen, nach ihrem Abtriebe Laubholz ſtatt Nadelholz zu erziehen. Alte aus Nadelholz und Laubholz vermiſchten Beſtäͤnde ſollen, wenn es die Umſtände vortheilhaft machen, ſebald ſie die Hauung trifft, in reine Beſtände von der einen oder andern Holzart umgeforent werden. Sellte aber kein vollkomme⸗ ner reiner Beſtand ohne Koſten zu erziehen ſeyn; ſo ſell die Vermiſchung auch künftig noch beybehalten werden: weil es vortheilhafter iſt, vollbommene vermiſchte Be⸗ ände ohne Koſtenaufwand zu erziehen, als durch beträchtliche Culturkoſten reine k) Beſtände zu erlangen, oder wehl gar unvollkommene junge reine Beſtände zu produsiren. Wo Bauholzmangel iſt, ſollen die Blößen vorzüglich mit Nadelholz, ohne Zeitverluſt, cultivirt, und in mildem Clima verzüglich die Kiefer mit der Lerche vermiſcht, und auch die Fichte und Tanne angezogen werden, wie es die Beſchaffenheit des Bodens erheiſcht. Dagegen ſollen im rauhen Clima, wo der Rauhreif die Kiefern nicht aufkommen, oder doch wenigſtens nicht alt werden läßt, nur Fichten, Tannen und Lerchen entweder rein, oder in Vermiſchung, erzogen werden, weil man ven den Nadelhölzern in viel kürzerer Zeit Bauholz nehmen kann, als von den Laubhölzern, die zum Bauen dienen.— Auch ſoll die Nadelholz⸗Cultur auf den Blößen, ober in ruinirten Walddiſtrikten als⸗ dann ſehr begünſtigt werden, wenn Brandholzmangel eingetreten iſt, oder nahe bevor⸗ ſteht, weil ihm damit am früheſten und leichteſten abzuhelfen iſt. Und wenn es die Umſtände erlauben, ſo ſoll jede nicht ſehr beträchtliche Blöße im Walde oder am Walde jedesmal mit derjenigen Holzart cultivirt werden, womit der ſie um⸗ ſchließende oder angrenzende Walddiſtrikt beſtanden iſt, um die Verſchiedenheit des Holz⸗ beſtandes auf einem Diſtrikte nicht noch größer zu machen, als ſie es vielleicht ſchen iſt. Endlich will ich auch noch beſtimmen: 6) daß in Betreff der künſtlichen Wald⸗Culturen folgende generelle Vorſchriften ertheilt worden ſeyn ſellen: a) Die Cultur durch Saat ſoll immer gewählt werden, wenn man ſich einen glücklichen Erfolg von ihr verſprechen kann, weit ſie in den meiſten Fällen die wohlfeilſte und ſicherſte iſt. d) Hingegen die Cultur durch Bepflanzung iſt nur dann zu veranſtalten, wenn durch die Saat der Zweck nicht zu erreichen ſteht, oder wenn der Koſtenaufwand eben ſo hoch, oder wohl noch geringer iſt, als der, welchen die Saat verurſacht. E 2 Dieſes 536 — 20— Dieſes ſind die wichtigſten Grundſätze, worauf die Taxation geſtützt werden muß. Man muß ſie „ daher vor der Taxation beſtimmen, ſie im Speciellen entwickeln, und nicht algein dem Taxator zur Riichtſchnur bey ſeinen Ertragsberechnungen vorſchreiben, ſondern auch das ganze Forſtdienſt⸗Perſonale zur Befolgung verpflichten. Ohne Vorausſchickung dieſer Grundſätze und der daraus fließenden Vorſchriften, iſt keine vernünftige Forſt„Taxation denkbar.— 84 Wo man alſo uͤber die Grundſätze bey der Holzzucht noch nicht im Reinen iſt, oder wo man nicht 3 - darauf rechnen kann, daß die angenemmenen Grundſätze und die daraus entſtandenen Vorſchriften jetzt 4 und in der Zukunft genau befolgt werden, und wo das Forſtweſen überhaupt und in allen ſeinen Theilen 7 nicht ſchon aufs zweckmäßigſte organiſirt und im regelmäßigſten Gange iſt Ewezu ich in meinen Grund⸗ ſätzen der Forſtdirection Anleitung gegeben habe); da übernehme nur Keiner das Geſchäfte, den nach⸗ 67 haltigen jährlichen Ertrag der Ferſte zu ſuchen und zu beſtimmen. Der Taxator wird bey folchen Um⸗ Känden ſeine Ehre aufs Spiel ſetzen, und früher oder ſpäter blamirt werden, wenn er ſeine Arbeit auch 5 noch ſo gut gemacht hat. 3.. JIch wiederhole daher dieſe wichtige Wahrheit nochmals: Der nachhaltige fährliche Holz⸗ 1 ertrag der Forſte kann nur gefunden werden, wenn Grundſätze und Regeln für 1 die Holzzucht entworfen ſind, und der gefundene jährliche Natural⸗Etat kann nur dann ausdauern und am Ende zutreffen, wenn alle dieſe Vorſchriften ohn⸗ 8 unterbrochen aufs genaueſte befolgt werden.. 3 A 4 Aus dem Folgenden wird man ſich von dieſem Satze hinlänglich üͤberzeugen.. N — Vierter in 5 mnator zur ienſ= pynale zur endt rſchiſften, adet annan nicht A X 5frſten jetzt 3ls Wölm in ten Guund. iſchah den nach⸗ eind elchen Um⸗ rſe Abeit auch jäh igſe Helz⸗ nd Fheln för uraf at kann or=ten ohn⸗ Vierte ——3NNNNNNNN M N A 1 en Wkerter Abſchnuitt. Von unterſuchung und Berechnung des Zuwachſes a an den zauüſde eines Forſtes. U. den Holzertrag zu finden, den ein Forſt in einer beſtimmten Umtriebszeit liefern kann, muß die gegenwärtig im Forſte befindliche Holzmaſſe, vom haubaren Baume, bis zur erſt aufgekeimten Pflanze, und der Zuwachs daran bis zur Abholzung eines jeden Beſtandes, unterſucht und berechnet werden. Bey⸗ des zuſammengenemmen;— alſo die gegenwärtige Beſtands maſſe mit ihrein Zuwachſe bis zur Haubarkeit— nebſt einem Theile der Plänternutzungen aus den waͤhrend der Umtriebszeit zu erziehenden neuen Holz⸗ beſtänden, iſt natürlicherweiſe die Holzmaſſe, die in einer gewiſſen angenommenen Umtriehszeit aus dem Forſte bezegen werden kann; wenn nicht auſſerordentliche Fälle es nöthig machen, daß die völlige Abhol⸗ zung eines ſchon jetzt exiſtirenden ganz jungen Beſtandes in die folgende Umtriebszeit verſchoben, oder daß vielleicht ein im Laufe der Umtriebszeit erſt zu erziehender Beſtand in derſelben Umtriebszeit auch ſchon wieder abgeholzt werden muß. Dggegen fällt ein Theil der Plänternutzungen aus den Beſtänden, die während der erſten Umtriebszeit erzogen werden, ſammt der Hauptbenutzung dieſer Beſtände, und ein Theil der Plänternutzungen aus den Beſtänden, die wahrend der zweyten Umtriebszeit producirt werden, wieder in die folgende oder zweyte Umtriebszeit. Dies iſt der immerwährende Zirkel der Forſtwiſſenſchaft, und er darf niemals aus ſeinem Geleiſe kommen, wenn nicht traurige Folgen entſtehen ſollen, wie man hald ſehen wird. Will man alſo die Holzmaſſe wiſſen, die von jeder Holzart, nach Verſchiedenheit der Güte des Bo⸗ dens, der Lage, des Beſtandes und der Bewirthſchaftungs⸗Methode, in einer gewiſſen Zeit, auf einer beſtimmten Fläche zu erwarten iſt; ſo müſſen vorſichtige und oft wiederholte Verſuche über den Zu⸗ wachs der Waldungen angeſtellt werden. Vorzüglich belehrend ſind die Reſultate aus den Verſuchen über den Zuwachs und periodiſchen Holz⸗ erkrag der vollkommenen Waldbeſtaͤnde, weil dieſe Reſultate als Maasſtab de 2 8 Zu⸗ wachſes und des Holzertrages bey der Tarxation aller vollkommen beſtandenen und jetzt noch jun⸗ gen, oder noch gar nicht einmal erzogenen Holzbeſtänden benutzt, und ſelbſt bey der Taration der jetzt vor⸗ handenen, nicht vollkommen beſtandenen jungen Waldungen, mit der erforderlichen Modification, ange⸗ wendet werden können, wie man in der Folge ſehen wird.— Die Verſuche über den Zuwachs an den älteren oder haubaren Beſtänden hingegen müſſen in jedem beſonderen Falle beſonders angeſtellr werden, weil dieſe Beſtünde gewoͤhnlich hey einer unregelmäßigen Forſtwirthſchaft aufgewachfen, und in Rück ſicht auf 4 auf Alter, Anzahl und Entfernung ber Stämme ſo verſchiehen ſuh, daß kein genereller Maasſtad, zu Beſtimmung ihees Zuwachſes, gefunden werden kann. Jch zerfän. beanach dieſe wichtige Materie— nlt 1) In die Unterſuchung und Betechnang des Luwachſes und des Holzertrages der jetzs noch jungen und vollkommen beſtande⸗ nen Hechwaldungen, „) In die Unterſuchung und Berechuung des Zuwachſes an den jetzt — haubaren Hochwaldbeſtinden, und. . 3) In die Unterſuchung und Berechnung des Zuwadits und des Helzertrages de r Niederwgldungen. Jus dem ſechſten Abſch nitte wird dann noch ausfu hrlich gelehrt werden, wie man die Reſultate aus den eben erwähnten Unterſuchungen bey der Taxatien eines jeden hihicbenan Beſtandes anwen⸗ den his 4 umn Kie BZunchsmaſf zu finden. 4 Erſes Kapt Te. „Von uuderſuchung und Beuechnang⸗ des Zuwachſes und des Holz⸗ a Pevagen der jetht noch jungen und vollkommen beſtan⸗ denen Hochwaldungen. nn9 Aus dem Inhalte des dritten Abſchnittes wird man ſich überzeugt haban, daß die Art der Bewitthſchaftung eines Forſtes großentheils ſeinen Zuwachs und Holzertrag beſtimmt.— Seoll dieſer nun gefunden werden; ſo muß die Waldöewirthſchaftung im Allgemeinen und im Beſondern zuerſt vorgeſchrieben werden. Diefes iſt im vorigen Kapitel geſchehen, und es iſt unter andern darin auch be. ſtimmt werden, auf welche Art man junge, vellkommen dicht bewachſene, Holzbe⸗ ſtände durch natürliche Beſaamung, oder durch künſtliche Mittel, erziehen, und wie oft und auf welche Weiſe man dieſe Beſtände durchpläntern ſoll, bis ſie als haubaf abgehoelzt und aufs neue wieder verjüngt werden. Die Zeit, wann der Wald entſteht, iſt folglich der Anfangspunkt, und die Zeit, wann er abge⸗ krieben wird, iſt der Endpunkt einer jeden Waldwirthſchaft. Der Zwiſchenraum dieſer bey den Zeitpunkte wird in der Forſtſprache di e Umtriebszeit genannt. Dieſe Umtriebszeit iſt faſt bey jeder Holzart, und, unter verſchiedenen Umſtänden; ſelbſt bey der nehmlichen Holzart verſchieden.* Sie muß daher zuver heſtimmt ſenn, ehesman die Zuwachsmaſſe be⸗ rechnen —— y„ ¹ 1 Me. teſtaude⸗ 3 Aan jetze 1= und V ie ie Reſultate en ades anven⸗ ben ß die Art in — A dieſer nul B= idern zuen and mr arin auch de⸗ h=, Helzhe⸗ itt Werzieh n, 4n ᷣ ſol, bit 1. 36 vann er abge⸗ ſer= sen Zeitpunkte ind ſelbſt bey dn di vachönnſſe h, han echnen kann, auf einer beſtimmten ——N die jede Holzart, bey einer worgeſchriebenen Behandlungs⸗Methode, in dieſer Umtriebszeit, Fläche, z. B. auf einem Morgen ven 1460 rheinl. äabrdes 3, Tuthan ldie Saul 4 26 Fuß in der Länge gerechnet. liefern wird. alſo annehmen, man habe für die Eichenwaldungen einen 180 jährigen, für die Bu che nwaldungen einen 120 jäͤhrigen„ und fuͤr die Nadelholzw atdu nge n einen 120 jaͤhrigen Umtried feſtgeſetzt. Ohne 1 ſchiedenhei 1) 41 2) 5) nich darauf einzulaſſen, weiches entlch die beſte Umtriebszeit für e Holzart, nach Ver⸗ t der Umſtände ſey— wovon erſt im folgenden Abſchnitte gehandelt werden kann— will ich 6* ſind folglich nun alle Beſtimmungen gemacht, die der unnerſuchung und Berechnung des Holz⸗ ertrages vorausgehen muͤſſen. Will man nun den Zuwachs und den Helzettkäg finden, den eine gewiſſe Holzart, z. B. ein Buchen⸗ Hochwald, von ſeiner Entſtehung an, bis zu ſeinem Abtriebe, liefert; ſo gehe man uf folgende Art zu Werk: Man laſſe in einem 30 bis 40 jährigen Buchenwalde, der guten Beſtand, gute Lage und guten Beden hat, einen genau abgeſt für Förſter vorgeſchrieben iſt.— die ſtehen gebliebenen eckten Morgen ſo durchpläntern, wie es in meinem Lehrbuche Man notire den durch dieſe Operation erfolgten Holzertrag, zähle Stangen, nach ihrer Claſſification in Rückſicht ihrer Stärke, meſſe ihre Länge und Dicke, berechne ihren cubiſchen Gehalt, und ſchreibe alles genau auf.(*) Hierauf ſuche man in derſelben Gegend einen ungefähr 6o jährigen Buchenbeſtand, der eben ſe gu⸗ ten Boden und eine eben ſo vortheilhafte Lage hat, als derjenige, worin der erſte Verſuch gemacht wurde, und wähle eine ſolche Stelle, wo auf einem Morgen eben ſo viele, oder doch nicht viel mehr oder weni⸗ als auf dem erſten Probemorgen nach der Durchplänterung ſtehen geblieben waren. ger Stämme ſtehen, dieſem Beſtande laſſe man einen M orgen ſo dure chpläntern, wie die 6o0 jährigen Buchenbeſtände nach In meiner Verſchrift durchhauen werden müſſen, Man claſſifieire u ind zähle die gehauenen Stämme, berechne den cubiſchen Gehalt von jeder Claſſe, und bemer cke nicht nur dieſes, ſendern auch wie viele Kla fftern Prügelhelz, und wie viele Reißer oder Wellen erfolgt Reidel, welche nach der Durchplänterung ſtehen geblieben ſind, berechne den eubiſchen Ge⸗ Stämme oder ha t eines GStammes aus jeder Claf ſſe, und zeichñe alles dieſes ebenfalis anf. ſind. Rac her claſſificire und zähle man auch die Man die Stäaämme, Claſſen abgetheilte, gehandelt werden. *) Purch getinges A. upfätten eines jeden de zählte n Sta unchens wird das Shün le eichter und nichtigel. plättet und ruft ſie Fabelle.— 8 15 5. Der Taxator nach ihrer C aſſiſication an, und ein Gehülke ſchreibt ſie in eine, nach den Im zten Kapitel des aten Abſchnittes wird weitläuftiger von dieler Operation Man ſuche ferner, boch immer auf einem Boden, der, in Rüͤckſicht ſeiner inneren Güte und ſeinee Lage, dem vorigen gleich iſt, einen Puchen⸗Hochwaldbeſtand von ungefähr go jährigem Alter„ wo auf einem Morgen eben ſo viele, oder doch nicht viel mehr oder weniger Stämme ſich änden, als bey dem vorigen Verſuche im Go jährigen Beſtande, nach der Durchplänterung ſtehen geblieben waren.— Dieſen Morgen Wald laſſe man ebenfalls nach meiner Vorſchrift durchpläntern. Man claſſificire, berechne und zähle ſowohl die gehauenen als die ſtehen bleibenden Stämme, und netire alles dieſes, wie vorhin gezeigt worden iſt. Endlich ſuche man einen Morgen Buchen⸗Hechwald, pon ungefaͤhr 120 jährigem Alter, der eben ſo vortheilhafte Lage und eben ſo guten Boden hat, als die Beſtände, worin die vorigen Verſuche gemacht wurden, und der eben ſo viele, oder doch nicht viel mehr oder weniger Stämme enthält, als beym letzten Verſuche im 90 jahrigen Beſtande, nach der Durchplänterung ſtehen geblieben waren. In dieſem Beſtande claſſifcire und zähle man die Stämme, und nachdem man aus jeder Claſſe mehrere gefällt und unter⸗ ſucht hat, ſo notire man, wie viele Cubik⸗Schuhe Scheit⸗ und Prügelholz⸗Maſſe und wie viele Stücke Wellen ein Stamm aus jeder Claſſe, im Durchſchnitte genommen, gibt, und wie viel alle zuſammengenommen, an Scheit⸗ und Prügelholz Klafftern und an Wellen betragen. Staͤmme Durch dieſe Verſuche wird man natürlicherweiſe erfahren, wie viel Holzmaſſe bey jeder Durchplän⸗ terung eines gut beſtandenen und gut bewirthſchafteten Morgen Buchen⸗Hochwaldes erfolgt, wie groß die Hauptbenutzung bey der Haubarkeit des Beſtandes iſt, und was endlich die Zwiſchennutzungen und die Hauptbenutzung zuſammengensmmen betragen, oder— wie ich mich künftig ausdrücken werde— wie viel der ſummariſche Helzertrag eines Morgen Buchen⸗Hochwaldes in 120 Jahren iſt. Ein jeder von dieſen Verſuchen muß aber bey jeder Holzart wenigſtens ½ bis 6 mal angeſtellt werden, um dadurch Mittel⸗ oder Durchſchnittsanſätze zu erhalten, und der Wahrheit ſo nahe, als möglich, zu kommen, weil man niemals finden wird, daß nur zwey ſolcher Verſuche, ſelbſt in dem nehmlichen Holz⸗ beſtande, ganz vollkommen gleiche Reſultate geben werden. Auch müſſen alle dieſe Verſuche nicht allein für jede Holzart auf gutem, ſondern auch auf mittel⸗ mäßigem und ſchlechtem Boden gemacht, und äuſſerſt vorſichtig behandelt werden, weil ſie zum Maasſtabe der Berechnung des künftigen Holzertrages aller vollkemmen beſtandenen Waldun gen dienen, und auch bey der Berechnung des Holzertrages der nicht vollkommen beſtandenen jetzt jungen Beſtände, amit der nöthigen Modiſicatien, benutzt werden ſollen. Zur beſſern Ueberſicht der bey dieſen Unterſuchungen gefundenen Reſultate traͤgt man ſie in eine Tabelle zuſammen, die ich Exfahrungs⸗Tabelle nenne, und wevon ich die Formulare(D und E) hier mittheile. T1 Dieſe ſiſici derechne und 7A s hin gezeigt W„ en ehen ſe ſen=iche genach ält deym letzten Aem Peſtande e g und unter, und viele Stucke ev le Staͤmme bey* Durchplin⸗ erfoh vie groß dee ennſt=igen und die ten= e— wie dil den— 1al i= kellt werden, he= moglich, z dem umlichen Heh⸗ ndein ch auf mittel eil im Maztſtuſe al gen dienen, tt zen Beſlaͤnde ENENENENENEE ——* 8„ „—— 41* Dieſe Erfahrungs⸗Tabellen ſind, wie man ſehen wird, ſo eingerichtet, daß man nicht nur den perio⸗ diſchen und ſummariſchen Holzertrag eines gut beſtandenen Morgen Waldes in Klafftern, ſondern auch die von Periode zu Periebe zunehmdnde Maſſe eines jeden einzelnen Stammes, nach Verſchiedenheit der Claſſifcation, in Cubik⸗Schuhen ausgeworfen, darin finden kang, wovon man erſt in der Folge die beſondere Nothwendigkeit und Nützlichkeit wird einſeyen lernen. Man wird leicht ermeſſen, daß es eine Unmoglichkeit iſt, Erfahrungs⸗Tabellen zu entwerfen, die für alle Gegenden in der Welt paſſend ſeyn können. Clima und Boden ſind ſo verſchieden, daß für jede Gegend eine beſondere Tabelle der Art gemacht werden muß. Es kann folglich auch Niemand erwarken, daß die hier mitgetheilten Erfahrungs⸗Tabellen für ſeine Gegend paſſen ſollen. Sie dienen nur als Muſter wie die Reſultate zuſammengetragen werden müſſen. Jeder Taxator muß ſeine Erfahrungs„Tabelle mit den Reſultaten der Verſuche ausfüllen, die er in dem Forſte, der taxirt werden ſoll, meiner vorhin ertheilten Vorſchrift gemaͤß anzuſtellen hat. Wenn aber auch die in meiner Erfahrungs⸗Tabelle angegebene Menge und Staärke der Stämme für manche Gegend in Deutſchland genau paſſen ſollte; ſo kann man doch nicht erwarten, daß auch die von mir angegebene Menge der Klafftern in jeder Gegend aus derſelben Holzmaſſe erfolgen werde. Die Klaff⸗ tern ſind nicht allein in Rückſicht ihres Gehaltes an Raum überhaupt, ſondern auch in Rückſicht der Form ſehr verſchieden, und das Holz darin wird bald mehr, bald weniger dicht zuſammen gelegt. Alles dieſes macht einen ſehr merklichen Unterſchied in der Anzahl der Klafftern, die aus einer gewiſſen Menge Cubik⸗ Schuhe Holzmaſſe erfolgen.— Durch Verſuche wird man ſich bald überzeugen, daß in einen gewiſſen Klaffterraum, z. B. von 144 Cubik⸗Schuhen, mehr Holzmaſſe gelegt werden kann, wenn die Stücke oder Spalten kurz ſind, als wenn man ſie länger machen läßt. Auch wird man finden, daß in denſelben Klaffterraum mehr Holzmaſſe gebracht wird, wenn die, Helzſtücke dick und glatt, als wenn ſie klein oder krumm und ſchief oder knotig ſind ꝛc. Und ſelbſt bey gleicher Form der Klafftern und gleicher Beſchaffen⸗ heit des Holzes, wird in mancher Gegend überhaupt mehr Holzmaſſe in eine Klaffter gelegt, als in der andern, welches durch Local⸗Verhältniſſe und Umſtände von mancherley Art bewirkt werden kann. Oft iſt der Unterſchied der Holzmaſſe, die, nach Verſchiedenheit der Gegend, in ein⸗ und eben die⸗ ſelbe Klaffter gelegt wird, bis zum Erſtaunen verſchieden, weil die Holzhauer unter ſehr verſchiedenen Verhältniſſen arbeiten, und bald mehr, bald weniger Intereſſe dabey haben, daß das Holz dichter oder weniger dicht zuſammengelegt werde. Und ſelbſt durch die ſchärfſten Befehle und ſtreygſte Aufſicht läßt ſich oft keine allgemeine Gleichförmigkeit erzwingen⸗ Es iſt daher äuſſerſt nöthig, auch über dieſen Gegenſtand genaue Verſuche anzuſtellen, um zu ſin⸗ Den, wie viel Holzmaſſe, nach Verſchiedenheit der Holzart und des Holz⸗Sortiments, in jeder Gegend, F. oder/ oooaoͤoͤoͤhͤhͤhͤhͤͤh 4² sder in jedem Forſte in eine Klaffter gelegt wird. Ohne genau zu wiſſen, wie viele Cubik, Schuhe Helz⸗ maſſe, im Durchſchnitte genommen, für eine Klaffter Scheit⸗ und Prügelholz bey jeder Holzart nöthig iſt, würden die Reſultate der Taxatien unfehlbar falſch ausfallen, wenn gleich der Taxator die wirkliche Holz⸗ maſſe in Cubik⸗Schuhen aufs genaueſte gefunden haben follte.— Bey der Abgabe des Brand⸗ und Kohlholzes wird daſſelbe bekanntlich nicht nach Cubik⸗Schuhen Holzmaſſe, ſondern nach Klaff⸗ tern hingegeben. Es muß folglich auch der durch die Taxation gefundene jährliche Brand⸗ und Kohlholz⸗ Ertrag des Forſtes in Klafftern ausgeworfen werden. Enthalten dieſe Klafftern nachher mehr oder weniger wirkliche Holzmaſſe, als der Tarator angenommen hat; ſo wird im erſten Falle die vom Taxator beſtimmte Klaffterzahl nicht erfolgen können, und im andern Falle werden mehr Klafftern erfolgen, als der Taxator berechnet hat. Beydes verurfacht Unrichtigkeit im Benutzungs⸗Etat, und dieſe ſehr nachtheilige Unrichtig⸗ keit kann nur durch vorſichtig angeſtellte Verſuche über die wirkliche Holzmaſſe der aus verſchiedenen Holz⸗ arten und Holz⸗Sortimenten aufgeſetzten Klafftern, und durch Bewirkung einer fordauernden Gleichför⸗ migkeit beym Aufklafftern des Holzes vermieden werden. Um aber zu finden, wie viel Holzmaſſe zu einer beſtimmten Klaffter— oder wie das Maas ſonſt Namen haben mag— bey jeder Holzart, von Scheit⸗ und Prügelholz, erforderlich iſt; ſe gehe man auf folgende Art zu Werk: Man laſſe z. B. ſo viele, im Schluſſe geſtandene, alſo geradſchäftige, ungefähr 120 jährige Buchen hauen, als man zu einer Klaffter Scheitholz nöthig zu haben glaubt. Die daran befindliche Scheitholz⸗ Maſſe, wozu alle Stücke gehören, die 6 Zolle und drüber im Durchmeſſer haben, berechne man ſo genau, als es möglich iſt, eubiſch, und laſſe von dieſer berechneten Maſſe ſo viel aufflafftern, als zur Klaffter erforderlich iſt(*).— Nun berechne man die allenfalls noch übrig gebliebenen Stücke, und ziehe ihren Be⸗ trag von der zuerſt gefundenen Cubik⸗Schuh Zahl ab; ſo wird man erfahren, wie viele Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe in der Klaffter ſteckt.— Denfelben Verſuch mache man hierauf— nur jedesmal mit andern Bäumen— 5 bis 6 mal, und nehme die Maſſe, welche im Durchſchnitte bey dieſen Verſuchen gefunden worden iſt, zur Reduction der Cubik⸗Schuhen aufs Klafftermaas, in paſſenden Fällen, an.— Auf die nehmliche Art erforſche man den cubiſchen Holzmaſſe⸗Gehalt für jede bey der Toxation vorkommende. Ver⸗ ſchiedenheit der Holzarten, und formire ſich aus den Reſultaten, die man beym Entwurfe der Erfahrungs⸗ Tabellen und durch ſonſt noch angeſtellte Verſuche gefunden hat, eine ſolche Tabelle, wie ich das Fermular dazu hier mittheile.— Tabelle, — (*) Durch eine beſoöndere Verordnung muß in jedem Lande vorgeſchrieben ſeyn, bis zu welcher Stärke des Durchmeſſers das Klaffterholz geſpalten werden muß, und wie dick oder ſchwer ungefähr eine Spalte gemacht werden ſoll. Auch muß beſtimmt ſeyn, von welcher Dicke an das Holz in die Wellen kommen darf, und wie ſchwer oder groß jede Well⸗ ſeyn loll. Ohne dieſe Beſtimmungen wird kein genauer Naturak⸗ und Geld⸗Etat gemacht werden können. S. Har⸗ tigs Grundſätze der Forſidirection. S. 111 w. und S. 159. 3 8 huhe Helz⸗ * nothig iſt, r de kliche Holz⸗ de1 Szrand⸗ und ern ute ch Klaf⸗ nd⸗ uu Kohlholz, wen gher weniger n N G beſümmte gen dar Taxate = e Unchäg. 3 v de ſedenen Helz nalr an Gleichför⸗ —2 2— ☛ iſt aehe man auf ht hrige Butzen beſ he Scheithe rec an ſo genau, ern, zur Klaffte „ut che ihren Bu vi ubik⸗Schuhe r al mit andem n ſr= chen zeſunden unn,— Auf k ien— mmende Vr sur☛ E’ fahrungt wi* das Femuba Tabellt des Durchmeſen adi men. 8. h4r wit— Maas ſonſt lrden ſoll. Auh r groß jede Wd— — 6 1— —2 Tabelle, E)) woraus man die Holzmaſſe erſehen kann, die nach Verſchiedenheit der Holzart und der Beſchaffenheit des Holzes erforderlich iſt, um eine Klaffter davon aufzuſetzen, wenn man dieſe zu 6 Fuß breit, 6 Fuß hoch und Baß tief, alſo zu 144 Cubik⸗ Schuhen Raum⸗Inhalt annimmt. 8 2 * 2 — G— Zu einer Klafftee Hollart Beſchaffenheit des Holzes ausche dich 4 1 Holzmaſſe Scheitholz von glatten alten Stämmen.. 100 Scheitholz von äͤſtigen oder knotigen Stämmen.. 9⁰ Buchen Scheitholz von mittelwüchſigen Stämmen oder ſtarken Reideln 95 ſ Peügelholz aus Plänterſchlägen..... 275 Prugelholz aus den Aeſten alter Bäume...„ 70 Scheitholz von anbrüchigen alten Stämmen„„ 9² [Scheitholz vom Abfall der Bauholz⸗ Stämme 8⁰ Eichen Prügelholz aus Plänterſchlägen..... 75 Peügelholz ven den Aeſten alter Bäume.... 702 Scheitholz von alten glattſchäftigen Stämmen... 100 Scheitholz von äſtigen oder knotigen alten Stämmen+ hgo Nadelholz Scheitholz ven mittelwüchſigen Stämmen... 95 [([Prügelholz aus Plänterſchlägen„.... 75 4 Prüge lholz von den Aeſten und Spitzen... 76 8 Prugelholz von Stangen aus 20 bis 25 ſäͤhrigen Nisder⸗ 65 waldungen..-.. Aus den Nesder. Prügelholz von Beungen 23g 25 bis 30 ſährigen gleöar waldungen 1 waldungen..— 7⁰° Drügelholz von Reideln aus 30 dis dojuhrib meeee waldungen. 75 Aus —— Aus demjenigen, was vorhin über den Entwurf einer Erfahrungs⸗Tabelle geſagt worden iſt, wird man ermeſſen, daß nur die Reſultate der Verſuche, die in vollkommen gut beſtandenen Walddiſtrikten ge⸗ macht worden ſind, dazu benutzt werden knnen.— Solche Beſtände ven jedem Alter zu finden, iſt in mancher Gegend ſehr ſchwer, ja zuweilen unmöglich. Vollkommene Beſtände von Z0 und 60 jährigem Alter gibt es faſt in jeder Gegend, und wenn man auch keine große Diſtrikte davon antrifft, ſo laſſen ſich doch wohl kleine Stellen von einem halben oder ganzen Morgen finden, um die Verſuche anzuſtellen. Schwerer iſt es, 90 und 120 jährige Beſtände zu entdecken) die jetzt noch vollkommen beſtanden ſind⸗ In den meiſten Ländern ſind dieſe und alle älteren Beſtände mehr oder weniger verhauen, wenigſtens nicht ſo vollkommen, wie ſie es bey einer von Jugend an regelmäßigen Bewirthſchaftung geworden ſeyn würden. Nur noch wenige Lander beſitzen jetzt beträchtliche Striche von ganz vollkommen beſtandenen, haubaren Hochwaldungen, und es gibt Forſtkeute genug, die ihr Leben lang z. B. Buchen⸗Hochwaldungen bewirth⸗ ſchaftet und doch keinen Begriff davon haben, wie vollkommen ein haubarer Buchen⸗Hoch⸗ wald eigentlich werden kann, und ganz gewiß werden wird, wenn man ihn von Jugend an ganz nach der Regel bewirthſchaftet.— Wer wiſſen will, wie viele Stämme in vollkommenen Waldungen, bey der Haubarkeit einer jeden Holzart, auf einem Morgen ſtehen und wie dick ſie werden können, der kann es nur dadurch zuverläſſig erfahren, wenn er bey der Unter⸗ ſuchung junger Beſtände aufaͤngt, und dieſe vorhin beſchriebenen Experimente bis zum haubaren Alter einer jeden Holzart fortſetzt. Beym Vorrücken mit dieſen Verſuchen wird ſich dann finden, od die älteren Beſtände ſo vollkommen ſind, wie ſie es ſeyn müßten und könnten.— Geſetzt, man habe gefunden, daß nach der Durchplänterung der 60 jährigen Buchenbeſtände 600 dominirende Reidel ſtehen bleiben; man habe ferner gefunden, daß 300 von dieſen Reideln zur er⸗ ſten, 300 aber zur zweyten Claſſe gehören, und daß jeder der erſten Elaſſe 6 Cubik Schuhe, jeder der zweyten Claſſe aber 3 Cubik Schuhe Holzmaſſe enthalte; nun habe man aber einen neunzigjährigen Beſtand unterſucht, und 100 Stämme, jeden zu 20 Cubik⸗Schuhen, ferner 100 Stämme, jeden zu 14 Cubik⸗ Schuhen, und 400 Stämme, jeden zu 2 Cubik Schuhen gefunden: ſo wird man leicht einſehen, daß dieſer Beſtand zur Erſahrungs⸗Tadelle nicht dienen könne.— Durch den Verſuch im 60 jährigen Beſtan⸗ de ſah man ja, daß in diefem Alter ſchon 300 Stämme, jeder zu 6 Cubik Schuhen, dominiren. Der unterſuchte 90 jährige Beſtand kann ſolglich in ſeinem 60 jährigen Alter unmöglich vollkemmen geweſen ſeyn. Wäre er dieſes geweſen, ſo müßte man im 90 jährigen Alter ungefahr 300 Stämme finden, wo⸗ von jeder doch wenigſtens mehr als 6 Cubik⸗Schuhe enthalten müßte, da an den Stämmen, die als dominirende im 60 jährigen Alter ſtehen blieben, in der Felge noch beträchtlicher Zuwachs Statt gefunden haben muß, beſonders da es Stämme der erſten Claſſe waren.— Man ſieht alſo hieraus, daß der zum Experimente gewählte 90 jährige Beſtand kein Reſultat fur die Erfahrungs Tabelle liefern kann. Es muß folglich in dieſem Falle ſo lange geſucht werden, dis man einen 9o jahrigen Beſtand antrifft, der auf einem Morgen 8 14u iſ, wird en J iſtrikten ge⸗ den, iſt in 50* bo jaͤhrigem ntri— laſſen ſich u Nanuel eſtn ae ſind. In wel eins nicht ſo ede on wüdden. and 189, haudaren hw n zen dewirth⸗ 2r i den⸗Hoch⸗ un nn ihn von ele Stamme terg ahen und mie b er Unter⸗ en Sperimente Voſie an mit dieſen es* müßten und rigen dchenbeſtände eſen † deln zur en i he, jeder da unzi= tigen Beſtand „jern 14 Cubk⸗ lah ü inſehen, daß 166 Bigen Beſtan⸗ en,“ ainiren. Du r=men gewiſen Stae finden, wer S anen, die alh va tatt gefundan hiatn daß der zum efat nn. Es muh tt der auf einen Morgel b ööö⁄— ST —— 45 Morgen ungefähr 300 Stämme enthält, wovon jeder ſtärker iſt, als 6 Cubik⸗Schuhe, und der noch auſſerdem ungefähr 500 Stämme hat, wovon jeder mehr als 3 Cubik⸗Schuhe enthält. Sollte man nicht einmal einzelne Morgen finden können, die ſo vollkommen beſtanden ſind, wie ſie es zu den Verſuchen ſeyn müſſen; ſo wird man doch wohl einzelne Stellen ven einem halben oder vier⸗ theils Morgen antreſſen. Dieſe können im Nothfalle ſchon zu Verſuchen benutze werden. Doch muß man niemals ſelche Beſtände wählen, die auf einer oder vielleicht auf allen Seiten eine lange Zeit frey geſtan⸗ den haben. Dergleichen Beſtände enthalten gewöhnlich nicht allein mehr dominirende, ſondern auch ſtärkere Stämme, als eine eben ſo große Fläche im Schluſſe des Waldes zu produciren vermag. Deswegen dür⸗ fen die lange Zeit frey geſtandenen Horſte und der Saum der Holzbeſtände nicht mit zu den Verſuchen für die Erfahrungs⸗Tabelle gezogen werden. Alle Verſuche der Art ſind daher im geſchloſſenen Walde zu machen, weil ſie der Maasſtab zur Berechnung des Holzertrages ſolcher Waldungen werden ſollen. Ob es gleich nöthig iſt, alle vorhin ertheilten Vorſchriften bey dieſen Unterſuchungen aufs genaueſte zu befolgen, um ein ſo richtiges Reſultat dadurch zu finden, als möglich iſt; ſo weiß ich doch aus Er⸗ fahrung, daß es eine Unmoöͤglichkeit iſt, Beſtände zu finden, die ganz ſo ſind, wie ſie zu dergleichen Unterſuchungen ſeyn müßten. Um ſie genau ſo finden zu können, müßte ſchon ſeit lan⸗ ger Zeit regelmäßis in den Forſten gewirthſchaftet worden feyn.— Man muß daher mit der Unterſuchung ſolcher Beſtände ſich begnügen, die nur nicht viel mehr oder weni⸗ ger Stämme enthalten, als ſie eigentlich enthalten ſollten. Durch viele Verſuche, woraus man endlich den Mittelanſatz nimmt, kommt man der Wahrheit und Wirklichkeit ſo nahe, als 78 die Umſtände und der menſchliche Verſtand erlauben. Zur mathematiſchen Wahrheit kann ein ſolcher Mittelanſatz aber freylich niemals erhoben wrrden. So nöthig es überhaupt iſt, viele Verſuche zu machen, um dadurch der Wahrheit dehe nahe zu kommen: ſo beſonders nothwendig iſt es in dem Falle, ſehr viele Verſuche anzuſtellen, wenn die Re⸗ fultate ſehr verſchieden ausfallen. Man ſcheue dann keine Mühe, und ſpare keine Zeit, weil von der Richtigkeit der Erfahrungs⸗Tabelle die Richtigkeit der darnach gemachten ganzen Taxation abhängt. Beſonders aber iſt die Vorſicht zu empfehlen, daß man niemals den höchſten Anſatz in die Erfahrungs⸗Tabelle ſchreibe, ſondern darauf Rückſicht nehme, daß, ſelbſt bey der beſiten Be⸗ wirthſchaftung, nicht jeder Morgen von einem vortrefflichen Walde, den höch⸗ ſten Ertrag eines vollkommenen Beſtandes liefern kann.— Jeder Taxator muß beym Entwurfe der Erfahrungs Tabellen die Ayſätze ſo machen, wie er nach genauer Ueberlegung und Beurthei⸗ lung der bey ſeinen Unterſuchungen gefundenen Reſultate glaubt, daß ſie aus recht gut beſtandenen Wal⸗ dungen, im Durchſchnitte genommen, gewiß erfolgen werden, ohne auf die größte mögliche Vellkemme nheit Rück⸗ —— —-ℳ- —— Rückſicht zu nehmen. Er muß alſo immer überzeugt ſeyn, eher eine Kleinigkeit zu wenig, als zu viel angeſetzt zu haben. Doch darf dieſe Differenz im Ganzen von keinem Belange ſeyn. Sollte der Fall vorkommen, daß in einer Gegend, deren Waldungen taxirt werden ſollen, gar keine Beſtände anzutreffen ſind, wie ſie zum Entwurfe der Erfahrungs⸗Tabelle ſeyn müſſen, oder exiſtirt von einer vielleicht erſt neuerlich cultivirten Holzart in der ganzen Gegend kein älterer Beſtand; ſo iſt das freylich eine üble Sache. Hier iſt nichts übrig, als daß der Taxator in benachbarten Forſten, deren Clima und Boden mit dem Clima und Boden in den Ferſten, die taxirt werden ſollen, gleich, oder doch nicht viel verſchieden iſt, die Verſuche anſtellen, und ſie entweder geradezu, oder mit den nöthigen Modiſica⸗ tionen, auf die Taxation ſeiner Forſte anwenden muß. Natürlicherweiſe kann aber alsdann das Reſultat der Taxation nicht ſo genau ausfallen, als wenn die Perſuche in demſelben Forſte, der taxire werden ſoll, angeſtellt worden ſind. Doch iſt auf keine andere Art der Holzertrag eines Forſtes zu finden. Nur die vorſichtig angeſtellten Unterſuchungen über den Holzwuchs allein können zu dem gewünſchten Reſultate führen. Im Zimmer gemachte Progreſſiens⸗ und Verhältniß Roechnungen werden ewig Spielwerk bleiben, und durch ſie wird niemals der Holzertrag eines Forſtes richtig beſtimmt werden können, weil die Begetation ſich nicht nach willkührlich gemachten mathematiſchen Formeln berechnen läßt. ——. Ehe ich dieſes Kapitel ſchließe, muß ich noch jedem Forſtmanne, der Gelegenheit hat, viele Forſte und Waldungen zu ſehen, empfehlen, in jeder Gegend, die in Rückſicht des Clima's und Bodens ver⸗ ſchieden iſt, ſich ſolche Erfahrungs⸗Tabellen zu machen, wie ich ſie vorhin abgehandelt habe. Dieſe Ta⸗ bellen ſuche man ſo vollſtändig zu machen und ſo weit auszudehnen, als es die Umſtände nur erlauben. I Man bemerke ſich dabey die geographiſche und phyſikaliſche Lage und die Beſchaffenheit des Bodens auf's genaueſte, und notire Alles, was zur Erläuterung beytragen kann.— Hierdurch wird ſich mancher bey ſeinen künftigen Taxations„Geſchäften aus großer Verlegenheit ziehen können, wenn er die zur Erfahrungs⸗ Tabelle nöthigen Reſultate in ſeiner Gegend nicht ſollte finden können. Die Erfahrungs⸗Tabellen, welche man ſich in vielleicht weit entfernten Forſten machte, die gleiches Clima und gleichen Boden mit den For⸗ V ſten haben, die taxirt werden ſollen, können in dieſem Falle angewendet werden. Selbſt in dem Falle 4 ſind dergleichen Tabellen mit großem Vortheile zu benutzen, wenn im Clima und Boden einige Differenzen z Statt finden. Man darf nur bey jeder Helzart Vergleichungen anſtellen, wie ſich jüngere Beſtände von gleichem Alter in den verſchiedenen Gegenden zu einander verhalten, und kann nachher nach dem gefun⸗ denen Verhältniſſe die Ertrags⸗ Berechnung für ältere Beſtäͤnde entwerfen. Z. B. Es hätte ſich Einer bep Bereiſung des Harzes eine Erfahrungs⸗Tabelle üder den Zuwachs und Ertrag der Fichte in dortiger Ge⸗ gend gemacht; dieſer Forſtmann würde aber nachher in einer weit davon entfernten Gegend, deren Clima und Boden mit dem des Harzes übereinſtimmte, als Taxator angeſtellt; beym Entwurfe der Erfahrungs⸗ Tabelle könnte dieſer Taxator aber keine Fichtenbeſtande finden, die aͤlter als 6o jährig wären; dagegen fände . er, — ue Lalt zu viel en 1, gar keine eriſtirt dan eſta g ſo iſt das ten. en Clima h, udidoch nicht not agi Modiſta⸗ Sdal t ns Reſultat tta averden ſoll, zuf n. Nur die 19 ,= en Reſultate dent ag Spielvett derd onnen, weil 6 heit*☚ viele Folſte 19 Bodens ver⸗ delt=. Dieſe da ſſta= aur erlauben it Bodens auf! vir mancher bef er rErfahrungz⸗ ingt bellen, welcht mit den Fa 612 in dem Fale denteage Diferenzmn ju Beſtände den 9 ch dem gefun⸗ 6 ſich Einer 5 Firn dortiger Ge Gir deren Clim uti e Erfahrungt ue un: dagegen find en ö—“ RARRARNENENENWNWNWNWNWNW —— er, daß die 3o jährigen und 60 jährigen Fichtenbeſtaͤnde in der Gegend, wo taxirt werden ſoll, genau dieſelbe Anzahl und Stärke der Stämme enthielten, als eben ſo alte Fichtenbeſtände am Harze: ſellte man da wohl nicht den Schluß machen dürfen, daß im 90 und 120 jährigen Alter die Fichtenbeſtänds in beyden Gegenden ebenfalls gleich ſtark und folglich auch gleich ergiebig ſeyn werden? Oder, geſetzt, man fände, daß die Stämme in den Fichtenbeſtänden zu KA, ſowohl im Zo als 60 jäͤh⸗ rigen Alter, um ¾ geringer an Maſſe wären, als zu B;: ſollte man unter dieſen Umſtänden nicht urtheilen dürfen, daß ſie auch im 90 und 120 jährigen Alter zu A um— geringer ſeyn werden, als zu B2— We⸗ nigſtens wird durch eine ſelche Vergleichung gewiß ein richtigeres Refultat erfolgen, als wenn der Taxator den Ertrag nach Gutſinden aus dem Kepfe anſetzt.— Und wie ſoll ein Taxator nun gar den Ertrag von einer demnächſt erſt anzuſäenden Holzart berechnen, von welcher man jetzt vielleicht noch gar keinen jüngeren und älteren Beſtand in der ganzen Gegend, werin er zu operiren hat, ſinden kann? Hier kann ihn die von derſelben Holzart in einem ähnlichen fremden Lande gemachte Erfahrungs⸗Tabelle aus aller Verlegenheit ziehen, wenn er ſie, mit den allenfalls nöthigen Meeificationen, zum Grunde legt, und im Zweifel lieber etwas zu wenig, als zu viel anſetzt. Zweytes Kapitel. Von Unterſuchung und Berechnung des Zuwachſes an den jetzt ſchon haubaren Hochwaldbeſtaͤnden. Im vorigen Kapitel iſt gelehrt worden, wie man den künftigen Zuwachs der vollkommen beſtan⸗ denen jungen Hochwaldungen, bis zu ihrer Haubarkeit ſinden kann, wenn ſie in der Folge nach einer unverbrüchlichen Vorſchrift bewirthſchaftet werden.— Durch dieſe Verſuche konnte man folglich keine Reſultate finden, die auch zur Berechnung des Zuwachſes an den jetzt ſchon hau⸗ baren, aber unvollkommen und oft ſehr licht beſtandenen, Waldungen dienen könnten. Jeder frey ſtehende Baum wächſt, wenn die übrigen Umſtände gleich ſind, ſtärker zu, oder legt jährlich mehr Helzmaſſe auf, als ein ehen ſo alter Baum im Schluſſe des Waldes, und es wird dieſer ſtärkere Zuwachs immer heträchtlicher, je einzelner die Stämme ſtehen. Doch hat dieſer ſtarkere Zuwachs ſeine Grenzen, und man kann an 10 Bäumen, die nur auf einem Morgen ſtehen, nicht ſo vielen Zuwachs haben, als an 300 Baumen, die auf einer eben ſo großen Fläche ſtehen. Jeder von den 10 Stämmen hat zwar jährlich einen ſtärkeren Zuwachs, als ein jeder von den 300 Stämmen; zuſammengenemmen liefern dieſe aber doch bey weitem mehr Zuwachs, als jene 10 Stämme. Da nun bekanntlich die haubaren Beſtände oder Stämme in einem Forſte auſſererdentlich verſchie⸗ dene Stellungen haben, und auch wegen der Ungleichheit ihres Alters auſſerordentlich verſchieden ſind; ſo würden — ———.. —— würden fuür dieſe unendlich verſchiedenen Fälle auch unendlich viele Erſahrungs⸗Tabellen gemacht werden müſſen, um nach denſelben den Zuwachs berechnen zu können, der bey jeder Verſchiedenheit an dem hau⸗ haren Beſtande eines Morgen Waldes Statt ſinden wird.— Solche Erfahrungs⸗Tabellen zu ent⸗ werfen, und nachher zu unterſuchen, welche davon bey jedem Beſtande anwendbar ſey, würde aber noch mehr Mühe verurſachen, als wenn jeder haubare Beſtand beſonders unterſucht, und ſein Zuwachs nach der Zahl der darauf ſtehenden Bäume, und nach der Größe des Zuwachſes, welchen jeder einzelne Baum hat, berechnet wird. 4 Es entſteht alſo nun die Frage: 1) Wie erfährt oder unterſucht man den Zuwachs an den jetzt hauba⸗ ren Hochwaldbeſtänden? und 2) Wie berechnet man dieſe gefundene Zuwachsmaſſe, um zu beſtim⸗ men, wie viel ſie in einer gewiſſen Periode, binnen welcher der haubare Beſtand nach und nach abgeholzt werden ſoll, überhaupt beträgt? a) Von Unterſuchung des vormaligen und künfti⸗ gen Zuwachſes an dem haubaren Baumholze Den künftigen Zuwachs eines jetzt gering haubaren Stammes A ſindet man nur durch Unterſuchung und Vergleichung des vormaligen Zuwachſes eines jetzt ſtark haubaren Stammes B, der zur Zeit, als er gering haubar wurde, in jeder Rückſicht mit dem Stamme A gleich war, und von da an bis jetzt unter den nämlichen Verhältniſſen vegetirte, in die der Stamm A, bis er ſtark haubar wird, gebracht werden ſoll.— Eine ſolche Unterſuchung und Vergleichung iſt der einzige Weg, auf welchem man den künftigen Zuwachs eines jetzt ſchon haubaren Waldes, bis zur Zeit ſeiner Abholzung, erforſchen kann. Um aber zu erfahren, wie viele Holzmaſſe ein haubarer Baum in den letzten 5, 10, 20, 30 c. Jahren aufgelegt, und wie viel dieſe Zuwachsmaſſe, im Durch ſchnitte genommen, für ein Jahr betragen hahe, gehe man auf folgende Art zu Werk: Man berechne z. B. eine Buche von 120 jährigem Alter eubiſch, und bemerke den körperlichen In⸗ halt derſelben, mit Inbegriff des zu Prügelholz dienlichen Aſtholzes. Hierauf ziehe man vom ganzen Durchmeſſer eines jeden beſenders berechneten Walzenſtückes den doppelten Betrag der Dicke der äuſſerſten 30 Jahrringe ab, welches man leicht thun kann, wenn ſo tiefe, auf der einen Seite perpendiculaire Kerbe in jedes Walzenſtück gehauen werden, daß ſich 30 Jahrringe zurückzählen laſſen— und berechne den Stamm nach der Dicke, welche er im Hoſten Jahre hatte. Dieſe letzte Summe, oder den Inhalt der Puche im 9o jährigen Alter, ziehe man von dem zuerſt gefundenen Gehalte der Buche im 120 jährigen Alter mwaht werden eng, dem hau⸗ ⸗1=n zu ent⸗ 5, e abet nech 31 unuhs nach des er agrilne Baum — 2n üt haube u u beſtim⸗ 2en=z lcher der l berhaupt u künfti⸗ au molze. ir 2 Unterſuchung der—= Zeit, als u dais jetzt unte ird— bracht werden m s den künftign kan 51„ 20, 30, ür azahr bettagm t ggerlichen In he vom ganet „1 der zuſſerſen S= erpendiculain ſet— und bereche od m Inhalt der u 120 jihrigen Altet Bäumen, r“ AAARANNEENWNWW M —— Alter ab; ſo witd man ſiuben, wie viel Holz ber Stamm in den letzten legt hat. Nan kann folglich durch die Diviſion mit 30 auch erfahren, wie hoch ſich der einjaͤhrige Zuwachs vom 9oſten bis 220ſten Jahre, im Durchſchnitte genommen, belauft. 49 Geſetzt, die 120jährige Buche enthielte Überhaußt 42 Cubik⸗ Schuhe; nach Abzug der äuſſerſten 38 Jahrringe, die man ſich als einen hohlen Cilinder denken kann, blieben aber noch 22 Cubik⸗Schuhe: ſo hat der Stamm in den letzten 30 Jahren überhaupt 20 Cubik⸗Schuhe, oder, im Durchſchnitte genommen, faͤhrlich 3 Cubik⸗Schuh Holzmaſſe aufgelegt. Solche Verſuche müſſen bey jeder Holzart, nach Verſchiedenheit der Entfernung der Bäume, und auf gutem, mittelmaͤßigem und ſchlechtem Boden, ſehr oft gemacht werden, um aus mehreren Verſuchen Mittel⸗Reſultate zu ziehen, die der Wahrheit am nächſten kommen. Auch muß man die Verſchiedenheit des Zuwachſes der mehr und der weniger dominirenden Stamme beſonders bemerken, um ihn bey vorkommenden Fällen gehöͤrig anſetzen zu können. Auf gleiche Art ſetze man dieſe Verſuche in den haubaren Beſtänden von verſchiedenem Alter, bis zu die anfangen abſtändig zu werden, fort, und bemerke, wie ſtark der jährliche Zuwachs iſt, der an jedem Stamme, mit Rückſicht auf die vorhin erwähnten Verſch von 20 zu 20, oder von 30 zu 30 Jahren Statt findet.— Die Reſultate dieſer Verſuche trage man hierauf, zur beſſern Ueberſicht, in eine Tabelle(G)— woven ich das Formular hier mittheile— und benutze ſie bey Berechnung des künftigen Zuwachſes der haubaren Beſtände, wie ich in der Folge leh⸗ ben werde. Aus den Reſultaten der Verſuche über den Zuwachs am haubaren Holze wird man ſehen, daß, nach Verſchiedenheit der Umſtände, zwiſchen der Holzmaſſe des Stammes und dem jährlichen Zuwachſe daran eine unglaubliche Differenz Statt findet. Oft wächſt an einem Baume, der ein viertheils Klaffter Holz gibt, 2 Cubik⸗Schuh jaͤhrlich zu, und in einem andern Diſtrikte beträgt der Zuwachs an einem eben ſo ſtarken Stamme nur ½ Cubik, Schuh jährlich. Ja, man findet Beſtände, wo an einem Baume, der zwey und mehrere Klafftern Holz enthält, kaum 2 Cubik⸗ Schuh Maſſe jährlich zuwächſt. Es iſt daher nicht möglich, den jährlichen Zuwachs eines haubaren Beſtandes nach der Menge der Klafftern, die er jetzt enthäͤlt, zu berechnen, oder, welches einerley iſt, eine gewiſſe, immer gleich bleibende Zuwachsmaſſe, z. B. für 100 Klafftern gegenwärtige Beſtandsmaſſe, zu finden. Die Umſtände können für den Zuwachs der einzelnen Baäͤume ſo⸗ vortheilhaft ſeyn, daß an 100 Klafftern jährlich 3 Klafftern zuwach⸗ ſen; ſie können aber auch von der Art ſeyn, daß an 100 Klafftern jahrlich nur 1 oder nur ½ Klaffter zuwächſt, oder daß vielleicht gar kein Zuwachs daran Statt findet, wenn nehmlich inwendig im Baume sben ſo viel verfault, als von auſſen zuwaͤchſt. 30 Jahren ſeines Lebens aufge⸗ iedenheiten, von 10 zu ꝛ0, oder 5 Win man daher ben künftigen Zuwachs eines haubaren Beſtandes möglich genau wiſſen; ſo zähle man die Stämme in jedem haubaren Beſtande nach ihrer verſchiedenen Claſſification. Hierauf unterſuche man den Zuwachs, welchen jede Claſſe in den letzten 20 oder 30 Jahren jährlich gehabt hat; ferner, wie alt die Bäume ſind, was für Beſchaffenheit der Boden und die Lage haben, in was für einer Stel⸗ lung der Beſtand bisher war, und in welche Stellung er demnächſt und bis zum Abtriebe gebracht werden ſoll.— Iſt nun alles dieſes z. B. vom Beſtande A unterſucht und beſtimmt; ſo ſuche man in der Er⸗ fahrungs Tabelle den Anſatz auf, der in jeder Rückſicht, beſonders aber in Betreff des nun bekannten vormaligen Zuwachſes, für den Beſtand A paßt, und ſetze dann nach eben dieſer Tabelle den Zuwachs an, welchen der Beſtand A, höchſt wahrſcheinlich, in der Folge haben wird.— Endlich multiplicire man mit der für jede Claſſe gefundenen künftigen jährlichen Zuwachsmaſſe, die Zahl der Stämme in derſelben Claſſez ſo wird man finden, wie viel Zuwachs der Beſtand A in einer beſtimmten Folgezeit haben wird. Zum Beyſpiel, man hätte bey Unterſuchung eines haubaren Nadelholz⸗Beſtandes gefunden a) 1000 Stämme der ꝛten Claſſe, wovon jeder in den letzten 20 Jahren 2 Cubik⸗Schuh Zu⸗ wachs hatte, in den naͤchſten 30 Jahren aber jährlich 1 Cubik⸗Schuh Zuwachs haben wird. 2) 800 Stämme der aten Ctaſſe, wovon jeder bisher x Cubik⸗Schuh jährlich zugewachſen iſt⸗ in der Folge aber jährlich ½ Cub. Schuh zuwachſen wird, und 1 3) 600 Stamme der 3ten Claſſe, die als unterdrückt jetzt ausgepläntert werden ſollen: ſo beträͤgt der künftige jahrliche Zuwachs an allen dieſen Stämmen natürlicherweiſe 1600 Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe. Wenn nun der Zuwachs auf ſolche Art berechnet iſt, alsdann erſt kann er auf die Klaffterzahl der gegenwärtigen Beſtandsmaſſe repartirt werden. Man könnte felglich, wenn die vorhin erwähnten 2400 Stämme 1600 Klafftern enthielten, ſagen, daß an jeder Klaffter dieſes Beſtandes— im Durchſchnitte genommen— ein Cubik Schuh Holzmaſſe jährlich zuwachſe. Man wird leicht ſelbſt ermeſſen, daß die vorhin beſchriebene Art, den Zuwachs an den haubaren Beſtänden zu erforſchen, die ſicherſte iſt, die man wählen kann. Es iſt zwar mühſam, die zu einer ſolchen Berechnung erforderlichen Unterſuchungen anzuſtellen; man darf ſich die Arbeit aber nicht zu ſchwer denken. In wenigen Wochen wird man darin eine große Fertigkeit erlangen, und eine Menge ſelcher Verſuche ma⸗ chen können, auf die eine genaue Zuwachsberechnung nothwendig geſtuͤtzt ſeyn muß. Doch will ich Jeden warnen, bey dergleichen Unterſuchungen und Berechnungen nicht allzu ſpitzſindig zu ſeyn, und eine ſolche Berechnung nicht zur äuſſerſten Schärfe treiben zu wollen, weil man ſonſt freylich nicht ven der Stelle kommt. Die Reſultate von einem gleichnahmigen Verſuche, den man an 6 verſchiedenen Stäm⸗ men macht, fallen gewöhnlich doch ſo verſchieden aus, daß ein Durchſchnitt daven zum Anſatze genommen werden muß. Ueberdem entſtehen bey dieſen Berechnungen ſo undegueme Prüche, daß zur leichteren Rech⸗ nung ̃ᷣ—+ au i? en; ſ zäͤhle 4 unterſuche geſehat; ferner, ra d einer Stel⸗ ehe 0 acht werden adi um t in der Er⸗ 1- en dekannten elle= Iuwachs an, m= aieite wan w ne erſelben Oaſſe ben 5 c. grmen kk Schuh zu⸗ 34,— 3 haden wid. 1h Mugewachſen iſ erd len: 1* Cubik⸗Ltuſ uf klaffterzahl de orh wähnten ehh in urchſchnitt dach i den hauba n, zu einer ſolch nil i ſchwer denkal ge= Ir Verſuthe n .⸗ wil ich Jen alu ſeyn, ¹ ſa teylich nicht dih 6 iiedenen Eün ut ſatze genemmah da u liichteren R nunj ————AA —— aung, bey dem ohnehin ſehr verwickelten und mühſamen Tarxations⸗Geſchäfte, auch in dieſer Rückſicht manche kleine Abänderung nöthig wird. Es würde alſo Zeitverluſt ſeyn, wenn man allzu genau operiren, und eine mathematiſche Wahrheit ſuchen wollte, wo niemals eine gefunden werden kann. Eine geringe Abweichung von der Wahrheit oder Wirklichkeit hat ſelbſt nicht einmal merklich nachtheilige Folgen, wenn man ſeine Operationen nur ſo einrichtet, daß niemals zu hohe Anſätze entſtehen. Denn es iſt beſſer, nach dem Abtriebe des haubaren Beſtandes etwas Ueberſchuß zu haben, als mit demſelben nicht auszulangen.— Durch eigenes Verſuchen wird man bald finden, wie genau ſich dergleichen Arbeiten, bey der größten mög⸗ lichen Aufmerkſamkeit, machen laſſen. Man gehe nur muthig an die Arbeit, und ſetze ſie beharrlich fort⸗ ſo wird man bald ſehen, daß ſich alle meine Vorſchriften recht gut befolgen laſſen. Gewoöhnlich wiſſen ſich die Anfänger im Taxations⸗Geſchaͤfte nicht geſchwind zu helfen, wenn ſie den Zuwachs an den Aeſten der haubaren Bäume berechnen wollen. Ich bemerke daher, daß man die Aeſte nach ihrer merklich verſchiedenen Dicke clafſificiren, ſich alle Aeſte von einer Claſſe an einander geſetzt denken, und dann den körperlichen Gehalt und den Zuwachs an jeder Aſt⸗Claſſe ſo berechnen muß, als wenn es kleine Stämme wären. Durch öftere Uebung in der Zuwachsberechnung kann man es zu einer unglaublichen Fertigkeit brin⸗ gen, und durch lange Erfahrung und gehörige Aufmerkſamkeit wird der Taxator endlich in Stand geſetzt werden, ſelbſt ohne ſpecielle Berechnung, blos nach dem äuſſeren Anſehen des Beſtandes, den jährlichen Zuwachs der Stämme ziemlich genau zu beſtimmen. Ein recht geübter Taxator hat überhaupt nicht immer noͤthig, jeden Baum umhauen zu laſſen, an welchem er den Zuwachs unterſuchen will. Er darf nur erſt den Stamm mit ſeinen zu Klaffterholz tauglichen Aeſten ſtehend berechnen, und kann dann, durch das Einhauen einer oder einiger kleinen Kerbe unten am Baume, den Zuwachs in den letzt verwichenen 10 oder 20 ꝛc. Jahren leicht finden.(*) Denn man wird durch Vergleichung der Reſultate vieler Verſuche über den Zuwachs erfahren, daß bey haubaren Bäumen der Zuwachsring von den letzten z. B. 10 Jahren, iſt, als unter der Krone des Baumes. An manchen Stämmen fällt ein G 2 ſolcher unten am Stamme eben ſo diek (*) Um einen Stamm ſtehend berechnen zu können⸗ muß man ſich im Taxiren der Längen und der oberen Durchmeſſer der Bäume vorher die nöthige Fertigkeit erworben haben. Dieſes kaun entweder vermittelſt eines Höhenmeſſers, oder in den Holzhauereyen geſchehen, wo man bald erfahren kann, ob man richtig taxirt hat, oder nicht. Die unterſten Durchmeſſer der Stämme aber mißt man mit einem beſondern Baummeſſer, wovon ich auf dem Kartenſchema eine Ab⸗ bildung gebe. Beym Taxiren der Längen muß man ſich ein gewiſſes Maas, z. B. die Länge von 5 Fuß, genanu im⸗ primiren, und nach dem Augenmaaſe daſſelbe am Baume in die Höhe tragen, um dadurch die Länge des Stammes, dis zu einem gewiſſen Puncte, zu finden. Den oberen Durchmeſſer hingegen findet man am beſteu durch Vergleichuns des bekannten unterſten Durchmeſſers mit dem oberen, oder durch Vergleichung des oberen Durchmeſſers mit dem un⸗ teren Durchmeſſer eines Stammes, der ungefähr eben ſo weit vom Auge entferut iſt, als der obere Durchmeſſer.— Wer ſich viel übt, der wird bald im Stande ſeyn, einen ſtehenden Baum auf ſolche Art ſehr genau und geſchwind zu berechnen.— Will man aber die Länge und den oberen Durchmeſſer eines ſtehenden Baumes ganz genau un⸗ terſuchen, ſo bediene man ſich des Inſtruments, welches Hr. Bra tin z in einer beſonderen Abhandlung beſchrieben dat. Dieſes Inſtrument leiſter in dieſer Hinſicht allts, was man erwarten kann, und übertrifft alle ähnliche Inſtru⸗ mente der Art,— —y— ——— N ſolcher Ring unken zwar etwas dicker aus, als unter der Krone; bey andern iſt dies aber der umgekehrte Fall, und bey vielen Stämmen iſt der Zuwachsring von 20 Jahren unten und oben am Hauptſchafte ganz gleich. Es läßt ſich folglich der Zuwachs am Schafte des Baumes auf folche Art gut und bald be⸗ rechnen. Und wer viele Unterſuchungen an umgehauenen Stämmen gemacht hat, der kann den Zuwachs an den Aeſten, durch Pergleichung und Anwendung zuvor gefundener Reſultate, ebenfalls ſo genau be⸗ ſtimmen, als es nöthig iſt, um den künftigen Zuwachs darnach beurtheilen zu können. Ptoben haben mich davon vollkommen überzeugt, und mir große Erleichterung bey Taxations⸗Geſchäften verſchafft. Viele gemachte meinen weitläuftigen 2) Von Berechnung des Zuwachſes am haubaren Holze, wenn der gegen⸗ wärtige Beſtand in einer gewiſſen Periode, und zwar jährlich in glei⸗ chen Maſſen, einſchließlich des Zuwachſes, abgeholzt werden ſo Il. Im Vorhergehenden iſt gekehrt worden, auf welche Art man finden kann, wie viel Holz an einem haubaren Beſtande in der Folge jährlich zuwachſen wird, wenn die Beſtandsmaſſe keine Ver⸗ minderung leidet. Es entſteht aber nun die Frage: wie viel Zuwachs z. B. in einer Pe⸗ riode von 30 Jahren erfolgen wird, wenn während dieſer Periode die ganze Holzmaſſe, einſchliehlich des Zuwachſes, ſo benutzt werden ſoll, daß jährlich ein gleich großes Holzquantum erfolgt? Will man dieſe Aufgabe löſen, ſo ſuche man zuerſt die gegenwärtige Beſtandsmaſſe— wozu im 6ten Abſchnitte ſehr ſpecielle Anweiſung ertheilt werden wird.— Hierauf unterſuch lehrten Methode, die Zuwachsmaſſe, die an allen haubaren Bäumen im erſten Jahre Statt findet. Sind nun dieſe beyden Summen bekannt, ſo theile man die gegenwärtige Beſtandsmaſſe durch 30. Nachher berechne man, wie groß die Zuwachsmaſſe jährlich iſt, wenn die Beſtandsmaſſe jährlich um abnimmt. Hierauf ziehe man den progreſſionsmäßig abnehmenden Zuwachs von allen 30 Jahren zuſam⸗ men, und theile die Summe deſſelben ebenfalls durch 30o. Endlich addire man das vorhin gefundene 35 der Beſtandsmaſſe zum der Zuwachsmaſſe; ſo erhält man die Summe der Holzmaſſe, die 30 Jahre dang jährlich geſchlagen werden kann. e man, nach der vorhin ge⸗ Ein BVeyſpiel wird dieſes am beſten erlzutern.— Geſetzt, ein haubarer Buchen⸗Diſtrikt enthielte 2) 8000 Stämme der zten Claſſe, jeden zu 50 Cubik⸗Schuh Maffe und 2 Cub. Sch. Zuwachs, 2) 6000 Staͤmme der aten Claſſe, jeden zu 30 Cub. Sch. Maſſe und 3 Cub. Sch. Zuwachs, 3) 2000 Stämme der 3ten Claſſe, jeden zu 10 Cub. Sch. Maſſe und Cub. Sch. Zuwachs. Die Beſtandsmaſſe beträgt alſo zuſammen 600000 Cubik⸗ Schuhe, oder, wenn man 100 Cubik⸗ Schuhe auf eine Klaffter rechnen wollte, 6000 Klafftern. Die Zuwachsmaſſe aber belauft ſich im erſten Jahre 55 umgekehrte t and balhd bes ane e niläuftigen 11,8 er gegen⸗ 49 ⁵ y in glei⸗ erim ſol. vit tz an tinem. aßt eine Den d. m einer Pe⸗ i hie ganze daR hrlich ein ſe. czu im öin na: vorhin ge⸗ ah= Statt ſindet. ndteen durch 30, ne hrlich um— 1 ahren zuſem⸗ vot ſefundene z5 naſ ie 30 Jahn = anihick d.= Hachs, 3u nl, 3148. 6 100 Cubik⸗ 625: in erſen ahem V en Aauptſchafte nen Zuwaht enft genau ber V Ate gemachte Jahre auf 12200 Cubit„Schuhe.(*) Es kommen folglich auf eine Kloßſe Deſtendsmaſe 2 2 ◻ Cubik⸗ Schuhe Zuwachsmaſſe. Soll nun die Beſtandsmaſſe jährlich um, oder um 200 Klafftern vermindert wenden; ſe wird folgender Zuwachs erfolgen: Im aten ab ⸗ 200 3.— Ja 2ten Jahre aus 5300—— 11793 ½—-—— ab 200— aus 5600—— 21386 3—— Jahre aus 6000 Klafftern 53 12200 Cubit. Schuh Zuwachs Im 3ten Jahre ab 8* 200 5 Im Aten Jahre aus 5400—— à20980—— ab ⸗„ 260 Im 5ten Jahre aus 520o0—— 10573 5—— ab ⸗ ⸗ 2600 3 Im é6ten Jahre aus 5000—— 120166 3—— 3 ab ⸗ 200. Im 7ten Jahre aus 4600—— 9750—— ab ⸗ 200 Im 8ten Jahre aus 4600—— 9353 ½—— 4 ab ⸗ 200 Im ten Jahre aus 4400—— 3946 3——— ab ⸗⸗ 200 Im zoten Jahre aus 4200—— 354o—— ad ⸗⸗ 200 Im auten Jahre aus 4000—— 8433 ⅞—— ab ⸗⸗ 200 3 Im a2ten Jahre aus 33o0o0—— 7726 3—— ab„⸗ 200 Im z3ten Jahre aus 3600—— 7320—— abh ⸗ 200— 126880 Im () Rehmlich: 8000 X 50— 400000. 6000 X 30—= 180000= 600,000 End. Sch. Beftandsmaſſe und 2000 X 10= 20000.. S 000 1— 8000)— 3 6000 X 3— 4238— 12,200 Cub. Sch. Zuwachs im erſien Jahrt. 2000 X ☚— 2⁰0 5 54 23ten 26ten Transport m4ten Jahre aus 3400 ab ⸗⸗ 200 15ten Jahre aus 3200 200 — ab n6ten Jahre aus 3000 ab 200 17ten Jahre aus 2800 ab ⸗ 200 aßten Jahre aus 2600 ab ⸗ ⸗ 200 8 7 8 5 n9ten Jahre aus 2400 ab„ ⸗ 200 2oten Jahre aus 2200 ab ⸗ 200 2uten Jahre aus 2000 ab„„ 200 Jahre aus 1800 ab„ 200 Jahre aus 1600 ab ⸗ ⸗ 22ten Jahre aus 1400 ab ⸗„ 200 24Aten 25ten ab ⸗»⸗ 200 Jahre aus 1000 ab ⸗ 200 ZBoo 200 Jahre aus ah ⸗ ⸗ Jahre aus 45.» ⸗ Jahre aus Sab ⸗„⸗ 27ten Hoo 200 28ten 400 200 29ten Soten Jahre aus 200 X 200 Jahre aus 1200 4 Klafftern — — 126830 6506 6100 5693½ 1220 843 ½ 6915 Cubik⸗Schuh Zuwachs In 30 Jahren zuſammen 489100 Cub. Sch. Zuwachs.— —— Dies beträgt auf 1 Jahr 6303 ¼ Cubik⸗Schuhe oder 63 Klafftern Rechnet man dazu 220 Klafftern jährlich zu faͤllende Beſtandsmaſſe; 3 ſo können jährlich überhaupt gehauen werden. 263 Klafftern Man wird leicht einſehen, daß bey vorſtehender Zuwachsberechnung eine abnehmende arithmetiſche Progreſſton zum Grunde liegt. Es läßt ſich daher dieſe Rechnung ſehr abkürzen.— Man multiplicire nur die Zuwachsmaſſe des erſten Jahres mit einem Jahre mehr, als Jahre ge⸗ geben ſind, während welchen der Abtrieb des Beſtandes erfolgen ſoll, uand halbire das Produkt; ſo wird man die Summe des jährlich abnehmenden Zuwachſes ſinden.( 3. 2 2. 2— (²) Die Zuwachsberechnung iſt einer arithmetiſchen abnehmenden Progreſſion gleich, deren letztes Glied ſo groß iſt als der Unterſchied zwiſchen den Gliedern. Die Abſicht einer ſolchen Berechnung geht dahin, zu erforſchen: wie viet alle Glieder in einer ſolchen Pro⸗ greſſton zuſammengenommen ausmachen— oder, welches einerley iſt, wie viel die Summe des Zuwachſes z. B. binnen s Jahren beträgt, wenn der Zuwachs im erſten Jahre 50 Kafftern ausmacht, und zährlich um vermindert wirde In dem gegebenen Fall findet alſo folgende abnehmende Progreſſion Statt: 5 1 2 4— 50 20— —— 10. 4. 4 3 1 3 150 Will man nun die Summe der binnen 5 Jahren Summe aller Glieder dieſer Progreſſton wiſſen: ohne die einzeln das erſte und letzte Glied der Progreſſion mit der Anzahl drr Glieder(5 56 10 alſo 5 und 5 addirt, gibt 300, und dieſe halbirt, gibt 150, wie oben. 2 950o o Es kemmt folglich darauf an, das erſte und letzte Glied und die Anzahl der Glieder zu wiſſen, um dieſe Rech⸗ nung machen zu können.— 4 Bey der Zuwachsberechnung iſt aber gewöhnlich nur das erſte Glied(nehmlich die Maffe des Zuwachſes im erſten Jahre) und die Anzahl der Glieder(nehmlich die Anzahl der Jahre, binnen welchen der Zuwachs jährlich ſo abnehmen foll, daß der Unterſchied der Glieder der Zuwachsmaſſe im letzten Jahre gleich iſt) bekannt. Es fehylt folglich immer die Kenntniß des letzten Gliedes, wenn man dies nicht durch die Diviſton mit der Anzahl der Glieder in die Zuwachs⸗ maſſe des erſten Jahres beſonders gefunden hat; in welchem Fall die Rechnung freylich, wie oben gezeigt wurde, ge⸗ macht werden kann.—. 4 Dieſe Diviſton u. l. w. iſt aber nicht nöthig. In jeder arithmetiſchen ahnehmenden Progreſſion, wo das letzte Glied dem Unter ſchied der Glieder gleich iſt, muß das erſte Glied immer ſo groß ſeyn, als das Produck, welches durch die Multiplication des letzten Gliedes mit der Anzadt der Glieder entſteht. Man darf daher nur das erſte Glied mit der Anzahl der Glieder multipliciren, ſodann, ſtatt das leßte mit der Anzahl der Glieder ebenfalls zu multipliciren, nun nur das erſte Glied dazu addiren und die Summe halbiren.— Oder, welches einerley iſt, man darf nur das erſte Glied 3 (nehmlich den Zuwachs des erſten Jahres) mit der Anzahl der Jahre oder Glieder plus 1. multipliciren, und das Pro⸗ 5° 4—. 150⸗ 2 3 0 erkolgenden Zuwachsmaſſe— oder, welches einerley iſt⸗ die en Glieder dieſer Progreſſion zuſammen zu zählen, ſo muß .) multiplicirt und das Produet halbirt werden auet halbiren, um die Summe der ſämmtlichen Gliedsr, oder den ſämmtlichen Zuwachs zu ſinden. 3. B 3. B. 2 22 00 32 12200 366 0 2 1,578200 189100 Cub. Sch. 3 oder 12200 7 31— 189100 Cub. Sch. 2. Dieſe Art den Zuwachs zu berechnen, der während bes Abtriebes eines haubaren Beſtandes erfolgen wird, iſt äuſſerſt leicht und bequem. Sie iſt auch vollkommen mathematiſch richtig. Wenn man dieſe Rechnungsart aber zugleich phyſikaliſch⸗öconomiſch unterſucht, ſo erſcheint das Reſultat in den meiſten Fällen nicht ganz richtig.— Bey der Berechnung des Zuwachſes iſt nehmlich angenommen worden, daß die wirkliche Beſtandsmaſſe in einer arithmetiſchen Progreſſion jährlich abnehmen werde, und nach dieſer abnehmenden Prosreſſion iſt auch der jährliche Zuwachs beſtimmt worden. 1 Bey dem wirklichen Abtriebe eines auf ſolche Art berechneten Beſtandes aber muß in den erſten Jah⸗ ven der Periode die Beſtandsmaſſe faſt immer zu ſtark angegriffen werden, um das durch die vorhin gezeigte Rechnung gefundene Etats⸗Quantum zu erhalten.— Dieſes verhaͤltnißmäßig zu ſtarke Angrei⸗ fen der Zuwachs habenden Maſſe bewirkt dann, daß nicht aller Zuwachs erfolgen kann, der durch die Rechnung gefunden wurde, bey welcher man eine wirkliche arithmetiſche Progreſſion in der Abnahme der Beſtandsmaſſe angenommen hat. Es erſcheint doher faſt in jedem Falle im Zoten Jahre ein minus, wenn man den auf die vorhin gezeigte Art berechneten Holzbeſtand nach willkührlich gemachten Beſtimmungen abtreibt, davon jahrlich das berechnete Etats⸗Quantum nimmt, und daſſelbe nach der Anzahl und Staͤrke der in jedem Jahre noch vorräthigen Stämme berechnet. Zum Beweiſe mag folgende Berechnung dienen. Geſetzt, man habe gefunden 1) 24000 Stämme der aten Claſſe, jeden à 30 Cub. Sch. und zu ³¾ Cud. Sch. jährl. Zuwachs, 2) 20000 Stämme der aten Claſſe, jeden à 13 Cub. Sch. und zu Cub. Sch. jährl. Zuwachs, 3. 16000 Stämme der Iten Claſſe, jeden à 6 Cub. Sch. und zu 5 Cub. Sch. jahrl. Zuwachs. Wenn dieſe Stäͤmme binnen 50 Jahren ſo abgetrieben werden ſollen, daß jahrlich ein gleich großes Holz⸗ Quantum erfolgt; ſo wird das jährliche Etats⸗Quantum folgendes ſeyn: 1) 24000* 30= 720000 Cub. Sch. 2) 20000* 18— 360000—— 3) 16000 x✕ 6—= 96000—— Beſtandsmaſſe 4176000 Cub. Sch. . fodann en IAdd rigen .= ma daſe ſult m den muſten nem myorden, daß de, nach diſſer ß it— c erſten Jah⸗ 44 4= dis vothin ͤßig n arke Angrii⸗ kanſ er durch di in! ihnahme der re ei inus, wenn chte? ſtimmungen r AI en und Stäͤrkt 9- 1= Zuwa, b. i Zuwachs, h. 1☛☛ Zuwachz. in geshts Hal⸗ ſodann ſodaun an Zuwachs:— ½= 12090 Cub. Sch. — 5000—— 3) 26000% 25 Zuwachs im rten Jahre 28600 Cub. Sch. — 32— 288300 progreſſtonsmößig ehmiodeer 3uwach 4 von 30 Jahren. Rimmt man nun von der sben berechneten Beſtandemaſſe—= 39200 C. Sch. und vom Zuwachs...„. 5= 9610—— ſo iſt der einiüihrige Etat.„„ e„.„ 7 46810. S8. Dhus wollen wir cber annehmen, daß in den erſten 10 Jahren jäͤhrlich 1 v5 der dritten Claſſe unt dus zum Etat Fehlende aus der zten Claſſe genommen, in den folgenden 20 Jahren hhanoen die erſtt Guaſſ⸗ denutzt werden ſol. Es wird alſo folgende Rechnung Statt kunden 4 Im Herbſte Vorrath an Stämmen Iſte Claſſe 2te Claſſe „. 2 A& 1 — 24000 24000 24000 24000 24000 24000 24000 24000 2000 24000 24000 227307 G 6 9 O068880888 — — docoococcecececsoscohcecec 0000008 dA0 3. Jeder enthält alsdann ſ Zu Beſtreitung des Etats Cubik⸗Schuhe braucht man Stamme iſte Claſſe 2te Claſſe 3te Claſſe Iſte Claße zte Claffe 3 te Sloſe 30 ½ 18 ½ 6 2139 75 1600 31 13 ½ 6 5— 2102 1600 51½ 16 ½3 6*h—-[a065 ☛ 1600 3²2 19 6— 9030 1600 32 ½ 19 ½ 625— 1995 ☛] 1600 b 33 19*s— a96215 160oo0 33 ½ 193 6 G- 9285 1600 34 20 6— 18965 1600 34 ½ 20 ½ 626— 1865.,5 1600 35 2⁰ 7— 1854185] 1600 35 2⁰ 0 1269 F 180 0 36 0 0 1355 0 0 36 0 0 1337 5 0 0 37 0 0 1319 1ũ5 0 0 37 ¾ 9 9 1301 ☛5 0 0 33 9 9 1284 105 0 90 33 ½ 9 9 1267705 0 9 55„ 2 H6rs⸗ o 0 39 ½ 9 9 1235 ,5 0 0 4⁰ 0 9 1220 0 0 4⁰½ 90 0 1205 1 0 0 41 6 9 1190s 9 9 4¹ 9 9 117615 0 90 4² 0 0 1162 5 0 90 42⁴ 0 9 1148 0 0 45 0 90 1135 Q☚ 0 0 43 0 0 1122 39 0 0 44 9 1109 1 0 44½ 0 0 096 165 9 45 0 0 1084 0 0 Auß — .3te Claßt —— 2— 6 1600 ½ 1600 20 1600 Æ ☛ 1600 [☛. 1600 I Sres 1600 1=— ro5] ¹600 e 1600 n, 1600 1600 198 0 0 0 0 185—) 0 42 15⁵— 0 29 155 1 9 195 0 69 106— 9 25 155* 2 18 1066 9 48⁸ 0 14 0 105O 14 5 0 10 5 47 0 195 11 b 9 170 9 6 5 0 71660 31 9 0 160 5 0 100 6⁵) 9 700 14ʃ afftern. Aul —— ———RRRENE —0— — Aus dieſer Berechnung iſt erſichtlich, daß im 3oten Jahre 12208 8 Cubik⸗Schuhe fehlen. Man kann alſo mit der Beſtandsmaſſe und dem daran erfolgenden Zuwachſe nicht volle 30 Jahre, ſondern nur 29 Jahre auslangen, wenn man das nach meiner Formel gefundene jährliche Erats⸗Quantum hauen läßt.— Mit jeder Veränderung bey der Beſtimmung über die Wegnahme der Baum⸗ Claſſen wird der Fehler bey Berechnung deſſelben Beſtandes verſchieden ausfallen. Dieſer ge ler wird größer, wenn man die Claſſe zuerſt wegnimmt, die im Verhältniſſe zu ihrer Maſſe den größ⸗ ten 1 3n awachs hat— und er wird kleiner, wenn man diejenigen Stämme zuerſt benutzt, woran im Ver⸗ hältniſſe gegen ihre Maſſe der geringſte Zuwachs Statt findet.— Daß Letzteres geſchehen, alſo das im geringſten Zuwachſe ſtehende Holz zuerſt weggenommen werden müſſe, iſt Regel der Holzzucht. Doch kann dadurch der Fehler in der Berechnung nicht ganz gehoben werden, weil es nicht immer möglich iſt, alles im geringſten Zuwachſe ſtehende Holz ſchon zu Anfang einer Periode zu hauen. Mangel an Beſaamung und andere Umſtände machen oft nöthig, daß Beſtände, die einen geringen Zuwachs haben, länger ſtehen bleiben müſſen, als ſolche, die verhältnißmäßig gegen ihre Maſſe einen ſtarken Zuwachs geben.— Bey der Hochwaldwirthſchaft iſt es überhaupt nicht möglich zu beſtimmen, in welcher Folge die Claſſen des Beſtandes auf einem haubaren Diſtrikte weggenommen, werden ſollen. Man kann daher auf ſolche Unterſtellungen, die einer ganz genauen Zuwachsberechnung zum Grunde liegen müßten, nicht bauen. Wer praktiſcher Forſtmann iſt, der wird wiſſen, daß es bey der Hochwaldwirthſchaft von der Möglichkeit der baldigen Heegung, vom baldigen Erfolge der Saamenjahre, vom Gedeihen der aufgegangenen Pflan⸗ zen und von noch vielen andern Umſtänden abhängt, ob dieſe oder jene Claſſe in den zu einem Ferſte 1.* ehörigen haubaren Beſtänden früher oder ſpäͤter weggenommen werden könne. Man wird daher leicht ein⸗ ſehen, daß eine ganz genaue Zuwachsberechnung bey ſo ſehr ſchwankenden Vorausſchickungen nicht möglich iſt. Will man ſich daher gegen ein am Ende der Periode ſonſt entſtehendes minus ſchützen, und durch die niemals ganz richtige Zeechadee hen am Ende lieber ein kleines plus bewirken; ſo muß man den Zuwachs für jede Baum⸗Claſſe nicht gerade ſo, wie er wirklich ſeyn wird, ſondern um etwas Weni⸗ ges geringer, anſetzen. l ſolcher Aniaß bewirkt, daß am Ende der Periode ein kleineres oder größeres plus entſteht, das aber niemals ſehr beträchtlich ſeyn wird. Zum Beweiſe mag unſer voriges Beyſpiel dienen.— Wir wollen annehmen, daß die erſte Claſſe nicht oder Cub. Sch., ſondern wirklich 152 1556 Cub. Sch. zuwachſe;— wir wollen ferner annehmen, daß die zweyte Claſſe nicht? oder 5/ ſondern 188 Cub. Sch. zuwachſe, und daß die dritte Claſſe nicht oder 16, ſondern Cub⸗ Sch. zuwachſe; wir wollen alſo den Zuwachs eines jeden Stammes in jeder Claſſe gerade ſo hoch, wie er wirklich iſt, berechnen, das durch meine Formel gefundene Etats⸗Quantum aber wollen wir beybehalten: ſo entſteht folgende Rechnung: b. Im Herbſte. Vorrath an Stämmen Jeder enthält alsdann 3n Deſtreitung des Geat des Cubik⸗Schuhe braucht man Stämme Jahres Ice Claſſeſ ate Clalle r Flaſfe iſte Claſfe 2te Elaſſe 3te Claſſe Iſte Claſſe 2te Claſſe 3te Elaſle 1 244000 20000 16000 30285 18 ½ 6=6— 22371⸗ 1600 2 24000 178621 14400 31130 2818 18. 6 6 5— 20987 1600 3 24000 15764 76 12800 31 ,6) 18.5, 6 1 6 6³— 205916 1600 4 24000 13704 b 11200 32 z280% 19130 6— 202275 1600 5 24000[1163228 51 9600] 3236 5] 19120 6185— 2986 ½ ½& 1600 6 24000 9696 5 8000 3370 191 6286— 1950185 1600 7 24000 7765 6400 33 19 82, 67— 1916] 1600 3 24000 3820,0, 4800 34 2,,, 201 50 6186— 1882 1600 3 9 24000 3946 3200 34 6,8 20135 B 67— 18495 1600 20 24000 l 2096 2600 35 b 20.O 7185— 161715 ü1600 21 24000 278, h 0 35 7% 20 0o 1203 16 278 0 42 2279616 GG 0 0 36 F 0 9 1346 165 0 9 13[21449186 0 9 36 9 9 1327185 0 9 1 4 20121 ☛ 0 5 575 0 0 1309 s 0 6 15 1887 228 6* 9 37 0 9 9 12917 0 9 26 17521 t 0 382, 0 1273 6⁴bhq¶ðqTl ſbo 0 27 16247285 0 0 396 0 0 1256105 0 0 128 149906 o 0 8985 0 9 2401 0 0 29 13750 188 0 0 39 0 0 1223 9,33 0 0 20 12526 0 6 40 0 0 1200 s 0 0 21 11318 f0G 0 46 166 9 I 9 1192 8 0 9 22 101256G 0 90 41 0 1177 0 0 2 8947 155 0 9 41 9 9 11631G 9 9 24 7784256b 0 9 Aoe 90 9 114915 0 0 25 6635,8 0 9O 43 9 0 113 5 0 0 26 5500G 9 9 45 9 9 1121 85; 0 0 27 4379,6 0 0 44136 0 0 1108 8e 0 0 28 32701 6 e 0 44 e o 0 1095,20 5 0 29 2175,393, 6 4515. o 1082 0 6 So 1092155 o 4311 6 6 1 070 1, 9 0 Ueberfluß im 3oſten Jahre 22 95 Stämme= 1015250 Cubik⸗Fuß= 10 Klafftern. Aus ſa 1 R — 8 cht, Staͤmme l==ſar aie E 2 150h 2 350½☛ 1600 1 9— 1600 4 4 56 . 1600 — 32 1600 d 485 1600 — 14 (186 1600 re 1600 96 16 6 916s] 1600 1I 1 4165 0 8 0 32 1 0 92 15 ¹ 6 6 74 66— V 9 39 35 5 9 d55 1 1 2 55— 9 5 0 1 85— 2 34 0 00 45 9 60 0 0 1 3 9 8 5 V 0 0 1 0 5* 0 5 4 9 9 1 0 4 10 Klafftenm. Aus Aus dieſer Rechnung wird man ſehen, daß 1015 1582 Cubik⸗Schuhe im Zoſten Jahre überſchießen.— Wenn man alſo den jährlichen Zuwachs nur um eine Kleinigkeit geringer anſetzt, als er wirklich iſt; ſo koiamt man durch meine äuſſerſt einfache Formel der Wahrheit ſo nahe, als es geſchehen kann. Ich ſehe wohl ein, daß dieſe Art den Zuwachs zu berechnen, kein mathematiſch richtiges Reſultas gibt. Ich bin dagegen aber vollkommen überzeugt, daß eine ſoelche Rechnungsformel niemals erfunden werden kann, weil es, wie ich vorhin erwähnte, nicht möglich iſt, vorher zu beſtimmen, in welchem Jahre und in welcher Folge die Stämme zur Benutzung kommen ſollen.— Solche Beſtima mungen laſſen ſich zwar machen, aber bey der Forſtwirthſchaft nicht genau in Erfüllung bringen. Wer eine Formel für die Zuwachsberechnung erſonnen hat, der bringe ſie einmal ſo auf den Probira ſtein, wie ich die Meinige unterſucht habe. Hält ſie dann, unter allen Umſtänden und bey allen Abwechs⸗ lungen mit der Benutzung der Baum⸗Claſſen, die Probe aus, dann will ich die Meinige gerne verwerfen and einer ſolchen Rechnungsart den Vorzug geben.— Eine ſolche Formel wird indeſſen gewiß niemals erfunden werden koͤnnen, weil eine Unmögkichkeit möglich zu machen wäre. Man kann ſich daher meiner ſehr bequemen Rechnungsformel mit der vollkommenſten Sicherheit be⸗ dienen, wenn man, beym Anſatze des jährlichen Zuwachſes für jede Baum⸗Claſſe, die Vorſicht beobachtet, daß man dey künftigen Zuwachs immer um etwas Weniges geringer in Anſchlag bringt, als er wahr⸗ ſcheinlich ſeyn wird.— Hierdurch wird zwar nach Ablauf der Periode, für welche der Zuwachs berechnet wurde, ein kleiner unbeſtimmter Ueberſchuß bleiben; er wird aber niemals ſo hetraͤchtlich ſeyn, daß der ganze Wirthſchaftsplan dadurch in Unordnung kommen könnte. Drittes Kapitel. Von Unterſuchung und Berechnung des Zuwachſes und des Heir ertrages der Niederwaldungen. Um den Holzertrag der Niederwaldungen beſtimmen oder taxiren zu können, müſſen ebenfalls Unter⸗ ſuchungen angeſtellt werden, die aber ſo muhſam und weitläuftig nicht ſind, als bey den Hochwaldungen, weil in den Niederwaldungen gewöhnlich keine Zwiſchennutzungen Statt ſinden. Will man wiſſen, wie viel Helz ein jetzt junger, vollkemmen beſtandener Morgen Niederwald, bey dem Abtriebe, in einem gewiſſen Alter, liefern wird; ſo unterſuche man einen vollkommenen Niederwald⸗ beſtand von derſelben Holzart, der eben ſo alt iſt, als jener junge Beſtand werden foll, und der auf einem zben ſo guten Boden ſteht, als jener. Man taſſe einen viertheils oder einen ganzen Morgen davon ab⸗ . treiben, ſſſſſſ —— . v — 3 2 treiben, das erfolgte Holz aufklafftern, und die Reißer zu Welhen binben, und notire, wie viel von bey⸗ derley Holz⸗Sortimenten erfolgt iſt. Denſelben Verſuch mache man mehrmals, und ziehe aus allen Ver⸗ ſuchen einen Mittelanſatz, um der Wahrheit ſo nahe zu kommen, als es möglich iſt. Auf gleiche Art unterſuche man den Ertrag der haubaren Niederwaldungen von jeder Holzgattung, auf gutem, mittelmäßigem und ſchlechtem Boden, nicht nur bey vollkommenem Beſtande, ſondern auch, wenn der Beſtand mittelmäßig und ſchlecht iſt, und trage die Refultate in eins Erſahrungs⸗Tabelle, wozu ich das Fermular H. hier beyſüge. 4 Durch die Reſultate ſolcher Verſuche ſetzt man ſich in den Stand, den künftigen Ertrag der Nieder⸗ „waldungen von jeder Beſchaffenheit zu beſtimmen, wie im ſechſten Abſchnitte gezeigt werden wird. Sollten es die Umſtände nicht zulaſſen, daß zu jedem Verſuche ein viertheils oder ein ganzer Mor⸗ gen Niederwald abgetrieben werde; ſo kann man die Holzmaſſe auch ohnedas auf folgende Art finden. Man ſtecke in dem Beſtande, der unterſucht werden ſoll, einen viertheils Morgen, oder noch beſſer, einen halben Morgen, mit Stäben oder Pfählen ab. Hierauf claſſiſicire man die Stangen nach ih merklich verſchiedenen Dicke und Länge, ſo weit ſie nehmlich Prügelholz geben. Nun bezeichne man, durch ein kleines Plättchen, jede Stange, und rufe einem Gehülfen, der ſich mit einer kleinen Tabelle verſeh hat, jedesmal die Claſſe zu, in weſche die Stange gehört, die eben geplättet worden iſt, um ſie unter der paſſenden Rubrik einzuſchreiben. Sind ſo alle Stangen geplättet, wobey man nur ſchmale Parallel⸗ Streifen nach und nach vornehmen, immer xetiriren und die Plättchen ſo anbringen muß, daß man ſie alle von der Seite ſehen kann, nach welcher man ſich zurückzieht; ſo laſſe man mehrere Stangen aus jeder Claſſe umhauen, um zu berechnen, wie viel Prügelholz⸗Maſſe eine Stange in jeder Claſſe enthält. Die⸗ ſes bemerke man. Hierauf unterſuche man durch wirkliches Zuſammenhauen, wie viele Spitzen von jeder Stangen⸗Claſſe zu einer Welle erforderlich ſind, und wie viele Wellen von den nicht claſſificirten geringen Stangen, die nur als Reißerholz verkauft werden können, auf einer beliebigen Menge von Quadrat⸗ Ruthen erfolgen. Iſt nun alles dieſes geſchehen; ſe berechne man nach den gefundenen Reſultaten die Anzahl der Klafftern und der Wellen, die ein ganzer Morgen enthält. Auf ſolche Art kann man in kurzer Zeit viele Verſuche anſtellen und die Holzmaſſe finden, die auf einem Morgen ſteht. Nur muß man vorher ſchon erforſcht haben, wie viel wirkliche Holzmaſſe eine Klaff⸗ ter enthält, wenn ſie aus ſolchem Prügelholze zuſammengeſetzt iſt, worüber die Tabelle im aten Kap. des Aten Abſchnittes Auskunft gibt. * Je größer übrigens die Fläche iſt, worauf ein ſolcher Verſuch gemacht wird, deſto ſicherer wird das Reſultat werden. Am allerrichtigſten wird der Anſatz, wenn man aus dem bekannten Exrtrage eines ſchon abge⸗ = viel von do⸗ V 23=g allen Da, n Holzgattung tan ndern auch, Erj T⸗ Tabelle, 3 gen 2ig der Mader. ha ird. 051 b ganzer Mee⸗ folg* Art finden. 13 der noch heſa die igen nach in n he ne man, zun klelen kabelle derſhn vom, um ſee unt nn ſmale Paul ſen=.., daß man res angen aus fi er( enthält. d 1 zpitzen von ſi cht= ſficirten geringn Ae von Qunt fun i Reſultaten 19 finden, dit a he— zmaſſe eine gii 1=n iten 80 1 b ſicheren wi 8 te— rage tineſ ſ —— 65 abgetriebenen, gleich beſtanden gewſſenen⸗ ganzen Schlages von vielen Mexgene den Ertrag füͤr einen 8 Mergen betechnen kann. Uen den Errag derj ſenigen Riederwatzungen zu fnden, die ſchen in ihrem 10 bs 18 jäheigemt Aller, oder wohl noch früher, zu R eißerhoiz abgetrieben werden, iſt nöthig, daß man einen ganzen Morgen, oder einen Theil davon, niederhauen und die Reißer zu Wellen binden laßt. Kann man aber nach dem Sekannten Ertrage eines gemeſſenen, vor einiger Zeit gehauenen, Schlages, den Ertrag fuͤr einen Morhen techen; ſe göt blches tbenfahls den uichtigſten Anſas für die Efchrungs⸗Täbel 1 obgleich in der Eif hrungt⸗Tobele für die oheserainbungen die Menge der⸗ af einem m Morgen dfndlſcen Stöcke nicht angegeben wird, ſondern nur nach! gutem, mittelmäßigem und ſchlech⸗ tem Beſtande der Holzertrag angeſetzt iſt; ſo muß man ſich doch genau merken, in welcher Ent⸗ fernung die Stöcke, im Durchſchnitte genommen, ſtehen, wenn der Beſtand als gut, oder als mittelmäßig⸗ oder als ſchlecht angeſprochen wird. Hat man ſich ſolches genau bemerkt; ſo wird man dadurch in Stand geſett werden, alle vorkommenden Beſtände, ſelbſt ſolche Schlaͤge, die erſt 68e trieben worden ſind, cichi antuſprechen und heen känftigen Eerrag zu baſimnmen. 8. Fun fter Fuͤnfter Abſchni Won Beſtimmung der vortheilhafteſten Umtriebszeit fuͤr 5 Holzart und Waldbewirthſchaftungs⸗Methode⸗ —— Ncden ich in dem vorigen Abſchnitte gelehrt habe, wie man bey einer willkührlich angenom⸗ menen Umtriebszeit den Zuwachs oder den Ertrag einss Morgen Waldes finden kann; ſo will ich nun auch zeigen, wie man es anfangen muß, um die vortheilhafteſte Umtriebszeit kür zede Selzabe⸗ nach Verſchiedenheit der Waldbewirthſchaftungs⸗Methoden,, zu erforſchen und zu beſtimmen. Die Umtriebszeit eines Waldes iſt die Zeit, während welcher ein Hochwald entſtehen und auch ad⸗ geholzt werden ſoll, oder während welcher die Stöcke eines Niederwaldes ausſchlagen und dieſe Ausſchläge auch wieder abgetrieben werden ſollen. Die Entſtehung der Saamenloden im Hochwalde, oder der Aus⸗ ſchläge im Niederwalde, iſ folglich der Anfang, und die Abholzung iſt das Ende der Umtriebszeit. Die Erfahrung lehrt, daß der 43‧% rliche Holzertrag eines Morgen Waldes nicht bey jeder Um⸗ triebszeit gleich groß iſt. Durch verſchieden angenommene Umtriebszirkel fällt die jährliche Natural⸗Pro⸗ duction eines Morgen Waldes bis zum Erſtaunen nerſchieden aus, wie man in der Felge ſehen wird. Es entſteht daher die Frage: wie iſt es anzufangen, um die vortheilhafteſte, das heißt, diejenige Umtriebszeit für jede Holzart zu beſtimmen, wodurch man ſährlich das meiſte und nutzbarſte Holz erhält? Dieſe Frage kann nur aus den Reſultaten vorſichtig angeſtellter Verſuche beantwortet werden. Man gehe daher auf folgende Art zu Werk, wenn z. B. die beßte Umtriebszeit für die Buchen⸗Hochwaldungen, die auf gutem Boden ſtehen, beſtimmt werden ſoll. Man berechne, nach der im 1ten Kap. des vierten Abſchnittes gegebenen Anweiſung, oder, man extrahire eus der ſchon gemachten Erfahrungs⸗Tabelle, die Helzmaſſe, die ein Morgen Buchen⸗ Hochwald bey der beßten Behandlung producirt, wenn man ihn nur ſo alt werden laͤßt, daß die Fläche, während der Beſtand abgetrieben wird, durch natürliche Beſaamung wieder einen neuen Beſtand erhalten kann. Man nehme alſo zur erſten Berechnung einen 60jährigen Umtrieb im Buchen⸗Hochwalde an, und bemerke: wie viel Reißerhelz bey der erſten Durchforſtung im 4o jäh⸗ rigen Alter erfolgt, ferner wie viele Cubik⸗Schuhe Prügelholz⸗Maſſe und wie viele Wellen bey der Durch⸗ plaͤnterung im 6o jährigen Alter zur Benutzung kommen, und wie viele Cubik. Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und wie viele Wellen der deminirende 60 jährige Beſtand beträgt.— Alle dieſe Holz⸗Quanta addire man zuſand⸗ G--— 4 6 art t Bingeuom⸗ knan ſo wil ich 6 Ait fir ade Arimmen. tſte mnund auch ad⸗ ua* ſe Ausſchläge alh„dder der Aul⸗ In Athit * ey jeder 4 hrl= Natural⸗Pi⸗ zhelg hen wird. eiefteſte, da „ mdurch un vavortet wea rieeit für e 3 nen— veifung/ 6dR eiergen Bnta 14t— daß die Fat neul⸗ Seſtand ethein ig Untried it ur kung in boſi . bey der Dud uih— affterho⸗ P nta addite nu 1 Iſht zes am vortheilhafteſten iſt. —————————ſſſſ 1——— N 1— —— 85 zuſammen, ſo wird man ſinden, wie viel ein Morgen in 60 Jahren zu proͤdueiren vermag.— Hierauf dividire man das Ganze durch 60, ſe wird man ſehen, wie groß bey einem 68 jährigen Umtriebe die jährliche Holz⸗Produrtion eines Morgen Waldes iſt. Nun rücke man um eine Periode von 10, 20 oder 30 Jahren weiter, und unterſuche z. B. den jährlichen Zuwachs bey einem 90 jährigen Umtriebe. Ulm dieſen zu finden, extrahire man, wie vorhin, aus der Erfahrungs⸗Tabelle über den Zuwachs der Buchen⸗Hochwaldungen: a) Wie viele Wellen erfolgen burch die Plänterung im.40 jährigen Alter, 2) Wie viele Cubik. Schuhe Klaffterholz⸗ Maſſe und wie viele Wellen erfolgen durch die Plänteruns im....„ 60 jährigen Alter, 5) Wie viele Cubik⸗Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und wie viele Wellen erfolgen durch die Plänterung it„ ⸗„„ 90jaehrigen Alter, und 4) Wie viele Cubik⸗Schuhe Klaffterhelz⸗Maſſe und wie viele — Wellen der deminirende Beſtand beträgt im*... 9o jäͤhrigen Alter. Alle dieſe Quanta ziehe man zuſammen, und theile ſie durch 90; ſo wird man finden, wie viel Holz, bey einem 9o jährigen Umtriebe, ein Morgen jährlich, im Durchſchnitte genommen, producirt, wenn er, in jeder andern Rüuckſicht, aufs beſte behandelt wird.(*) Auf gleiche Weiſe berechne man den jährlichen Ertrag bey 220 jährigem Umtriebe, und ſetze dieſe Berechnung, von Periode zu Periode, fort, bis zu demjenigen Alter, wo die phyſikaliſche Haubarkeit der Buche auf gutem Boden eintritt.— Sollte aber die nach einer willkührlich angenommenen Umtriebszeit berechnete Erfahrungs⸗Tabelle ſo weit nicht reichen; ſo dehne man ſie, nach der im ten Abſchnitte gegebe⸗ nen Anweiſung, ſo weit aus, als es zur Unterſuchung der vortheilhafteſten Umtriebszeit noöthig iſt. Nun vergleiche man den gefundenen jaͤhrlichen Ertrag bey 60, 90, 120 und 150 jährigem Umtriebe, und wahle diejenige Umtriebszeit, bey welcher der jährliche Ertrag am größten und die Qualität des Hol⸗ Nur 8*) Anmerkung zur zten Auſtage. Noch deßfer iſt es, wenn man die Waldungen von 20 zu 20 Jabren durchforſtet oder durchpläntert In dieſem Fall werden auch die Holzbefrände überhaupt von 20 zu 20 Jahren elaſſificirt, wodurch man eine noch beſſere Ueberſicht des Ganzen erhält. Ich rathe daher, bey der Taxation aller Hochwaldungen die Claſſifica⸗ tion der Beſtände von 20 zu 20 Jahren— hingegen bey den Niederwaldungen von 5 zu 5 Jahren zu wählen— Reuere Erfahrungen haben mich von der großen Nütlichkeit der kürteren Perioden oder Claſſen überzeugt. Auf jeden Fall gebe man aber jeder Periode oder Claſſe gleich viele Jahre, weil dies die FHedeet des Berhältniſſes der De⸗ zände und die Berechnung ihres Ertrages ſehr erleichtert. J “ —fe 66 Nur durch ſolche Berechnungen, die fuͤr jede Holzart im Hochwalde, nicht nur wenn ſie auf gutem, ſondern auch wenn ſie auf mittelmäßigem und ſchlechtem Beden ſteht, gemacht werden müſſen, erfährt man, welches unter verſchiedenen Umſtänden die vortheilhafteſte Umtriebszeit iſt. Eben ſo unterſuche man jn den Niederwaldungen, wie viel ſie, nach verſchieden angenemmener Umtriebszeit, an Holzmaſſe jaährlich produciren, und dehne dieſe Verſuche ſo weit aus, als man weiß, daß die Stöcke zut wieder ausſchlagen. Durch ſolche Berechnungen wird man die vortheilhafteſte Umtriebszeit für die Niederwaldungen finden, und zugleich eine Ueberſicht bekommen, wie ſich die jährliche Holz⸗Production der Hochwaldungen gegen den jährlichen Holzertrag der Niederwaldungen verhält. Zur beſferen Ueberſicht der Reſultate dieſer Berechnungen, krage man ſie in Tabellen, wozu ich die Formulare I und K hier mittheile⸗ Aus dieſen Tabellen wird man ſehen, daß bey einem zu kurzen Umtriebe der jährliche Holzertrag geringer iſt, als bey einem längeren. Dieſes kommt daher, weit der jährliche Zuwachs in einem ganz jungen Walde auſſerordentlich viel weniger beträgt, als in einem älteren. Treibt man nun die Waldun⸗ gen oft ab, oder⸗ welches einerley iſt⸗ ls man ſie in einen kurzen Umtrieb; ſo kann waͤhrend einer ſol⸗ chen kurzen Umtriebszeit, im Durchſchni itte genemmen, kein ſo großer jährlicher Ertrag entſtehen, als wenn die Umtriebszeit länger iſt.— Setzt man die Umtriebszeit aber zu weit hinaus, und ſcheß zt ſie die Le⸗ bens⸗Periode einer Holzart mit ein, wo die Baͤume im Zuwachſe nachlaſſen, oder wo die Zahl der Bäu⸗ me auf einem Morgen, wegen der beträchtlichen Stärke eines jeden einzelnen, nur gering ſeyn kann, wenn jeder einen betrachtlichen Zuwachs ſoll haben bönnen; ſo wird der jährliche Holzertrag ebenfalls geringer. Man wird daher in den Hochwaldungen jährlich das meiſte Holz erziehen, wenn man für ſie eine Umtriebszeit beſtimmt, die bis zu derjenigen Lebens⸗Periode reicht, wo die Bäume entweder anfangen, im Wuchſe nachzulaſſen, oder wo, wenn ſie auch noch in ſtarkem Zuwachfe ſtehen, die Zahl der alten und großen Bäume auf einem Morgen zu gering iſt, als daß an ihnen ſämmtlich ein ſtarker Zuwachs Statt finden könnte.— Bey den Niederwaldungen hingegen wird man die größte Holzmaſſe jährlich er⸗ ziehen, wenn man ihre Umtriebszeit ſo weit hinausfetzt, als es geſchehen Kann. ohne den Ausſchlag der Stöcke zu verhindern. Obgleich diejenige Umtriebszeit, wobey jährlich das meiſte Ho 61z erfolgt, im Allgemei⸗ men hie beſte iſt; ſo können doch die Umſtände bewirken, daß man eine ſelche wahlen muß, webey man zwar weniger, aber dagegen eine Hol zmaſſe. bekommt, die von beſferer, oder von einer mehr brauchbaren, oder vielleicht ven einer ganz unenthehr lichen e Qualitaͤt iſt. Dieſer Fall tritt bey allen Holzarten ein, die man vorzüglich zum Bauweſen denutzt. Für ſolche Holzarten kand keine Umtriebszeit beſtimmt werden, hie — wn rauf zuten, de iſſen, erfäͤhtt ben aterſuche man 1=bszeit, an veiß iß die Stoͤte Un eryszeit für di che.ο*„Production Tah=, wezu ih di er iche Helzertng zum Kin einem gan nanm⸗n die Wahzm⸗ annrend einer ſa ag t hen, als win und— jießt ſie die l wo Zahl der Bau ur ang ſeyn fann, etre enfalls geing we= nan für ſen nei eder anfangu, n,= Zahl der ain ch n ſtarker Zuuid 42 eſſe jaͤhrlch eht m Ausſchlag n l— im Algeug 6 uß, webey un in ehr brauchkann 3,— Karten ein/ ſtimmt lverdet 84 WWANSE AAAAAn iſt, baß in derſelben kein Bauholz von der erforderlichen Stärke wachſan kann. Hier ſind Hände mehr gebunben, als bey Feſtſetzung der Umtriebszeit für die zu Brandhelz Aber auch hierbey muß nicht allein auf die jährlich zu erziehende größte Holz⸗ maſſe, ſondern zugleich auch auf die Güte derſelben zum Brande, und überhaupt auf alles, was ihr Vorzuge gibt, Rückſicht genommen werden. Denn wenn man finden ſollte, daß durch einen 60 jährigen Umtrieb der zu Brandholz beſtimmten Nadelwaldungen eben ſo viel Holzmaſſe jährlich erzogen werden könne, als durch einen 120 jäͤhrigen Umtrieb; ſo hat der 120 jährige Umtrieb doch den Vorzug, weil man durch ihn Holz erhält, das mehr Hitze gibt, als das d0 jährige.(*) Oder, wenn man finden ſollte, daß bey 90 jährigem Umtriebe in den Buchen⸗Hochwaldungen eben ſo viele Helzmaſſe erfolge, als bey einem 120 jährigen Umtriebe; ſo würde der letztere doch Vorzüge vor dem erſteren haben, weil man bey einem 90 jährigen Umtriebe nicht nur weniger Maſt, ſondern auch im Verhältniſſe gegen das Scheitholz mehr Prügelholz bekommt, das zum Transport und zum Aufbewahren weniger vortheilhaft iſt, als das Scheitholz. ble ſe kurz alſo dem Taxator die beſtimmten Waldungen⸗ Man muß daher jeden möglichen Vortheil und Nachtheil, der bey einer oder der andern Umtriebs⸗ zeit entſteht, genau erwägen, um die zweckmaßigſte Beſtimmung der Umtriebszeit für jede Helzart machen Daß die Beſtimmung der Umtriebszeit ein auſſerſt wichtiger Gegenſtand iſt, wird man als⸗ zu können. Geſetzt, ein Staat enthielte 1,000,000 ſt einſehen, wenn man eine Berechnung ins Große macht. Morgen Hochwald, wovon jeder bey Zuter Bewirthſchaftung end bey einer vortheilhaft beſtimmten Um⸗ triebszeit, im Durchſchnitte genommen, jährlich 50 Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe liefern könnte; ſo würde der jährliche Ertrag 500,000 Klafftern ſeyn. Würde aber die Umtriebszeit nicht ganz richtig und ſe beſtimmt, daß jeder Morgen jährlich nur 40 Cubik Schuhe Holzmaſſe liefern könnte; ſo würden überhaupt 400,000 Klafftern erfolgen. Man würde alſo 100,000 Klafftern Holz Jährlich entbehren müſſen, die man mehr haben könnte, wenn die Umtriebszeit richtiger beſtimmt worden wäre. denn er ß dieſer Gegenſtand von der Auſſerſten Wichtigkeit für jeden Staat iſt, und Man ſieht hieraus, da an dem jährlichen Er⸗ daß man ihn nicht vorſichtig genug bearbeiten kann. Ein kleiner Verluſt trage eines Morgen Waldes wird ein ſehr großes Objert, wenn enan ihn mit hundert Tauſenden Wie ſchrecklich groß iſt aber der Verluſt, wenn man Niederwaldwirthſchaft Man verſiert bey der Niederwaldwirthſchaft auf jedem Tabellen K und L ſehen kann; deswegen iſt von Morgen multiplicirt.— treibt, wo Hochwaldwirthſchaft möglich iſt!— Morgen jährlich ſehr viel Holzmaſſe, wie man aus den der Verluſt auf einer großen Fläche um ſo viel beträchtlicher. Wer ——— ) ſ. G. 8. Hartig's poyſikeliſche Verfuche aber die Brennbarkeit der weiſten deutſchen Waldbaumhölzer. 8. Mar⸗ purg 1804. Dritte Aufiage, 206— Wer Verſuche ohne Vorurtheil anſtellt, der wird ſich von dieſer Wahrheit dald überzeugen und einſehen, daß ein Forſtmann dem Staate keinen größeren Schaden zufügen kann, als wenn er ohne Noth Waldungen auf die Wurzel ſetzt.— Wird man endlich wohl allgemein zur Erkennt⸗ niß dieſer wichtrgen Wahrheit kommen!!— Ja, dies wird, dies muß geſchehen, ſo bald man allgemein die goldne Regel: Prüſfe erſt, und ur theile nachher, efolgen wird. Noch vielen vorſichtig gemachten Verſuchen, halte ich folgende Beſtimmungen, in Betreff der Um⸗ triebs⸗Zirkel, für die vortheilhafteſten: 1) die Eichen⸗Hochwaldungen, die vorzüglich zur Erziehung des nöthigen Häuſerbauholzes beſtimmt ſind, ſetze man, wo das Clima nicht ſehr rauh iſt, auf gutem und mittelmäßigem Boden in einen 180 jährigen, wo das Clima aber rauh iſt, in einen 200 oder 210 jährigen Umtrieb. Denn Eichen von ſolchem Alter ſind zum Haäuſerbauweſen ſtark genug, und liefern ein viel dauerhafteres Holz, als ältere Stämme. Sind aber Eichen zu ſtarkem Werkholz, für Mühlen, Hütten und Häm⸗ mer, oder zu ſtarkem Schiffbauholz zu erziehen; ſo beſtimme man zur Erziehung ſolchen Holzes nicht allein den beſten Boden, ſondern auch ſolche Diſtrikte, die, in Rückſicht auf den künftigen Holztransport, die vortheilhafteſten ſind, und gebe ihnen einen 240 jährigen Umtrieb. Sollten aber von dergleichen ſehr dicken Stämmen jäͤhrlich nur wenige nöthig feyn; ſo halte man in den vermiſchten Buchen⸗ und Eichenwaldungen, auf dem be⸗ ſten Boden und in ſchicklicher Lage, die erforderliche Menge von Stämmen ein⸗ zeln über. Bey einem 120 jährigen Umtriebe in den Buchenwaldungen können dann 2 jährige Eichen zwiſchen den Buchen erzogen werden, die zum ſtärkſten Werk⸗ und B Sortimente tauglich ſind. 40⸗ auholz⸗ 2) Die Buchen⸗Hochwaldun gen ſetze man, auf gutem und mittelmäßigem Boden, in einen 120 jährigen, hingegen auf ſchlechterem Boden, in einen 9o jä! hrigen Umtrieb, weil es oft der Fall iſt, daß dergleichen Hochwaldungen auf ſchlechtem Boden im Lo jährigen Alter ſchon anfangen abſtändig zu werden.— Ob es gleich im milden Clima, und wenn der Boden durchgehends ſehr gut feyn ſollte, noch vortheilhafter ſeyn würde, die Buchen⸗Hochwaldungen in einen 140 bis 150 jährigen Umtrieb zu bringen; ſo werden die übrigen Umſtände doch nur äußerſt ſelten eine ſolche lange Umtriebszeit zulaſſen. Der hau⸗ bare Holzvorrath von 90 Jahren und drüber iſt in den meiſten Ländern, im Verhältniſſe gegen die jüngeren Beſtände, zu klein. Macht man da nun einen 150 jährigen Umtrieb; ſo muß mit der haubaren Helzmaſſe 60 Jahre lang gewirthſchaftet werden, ehe man die jetzt 39jährigen Beſtände als 150 jährige Waldungen anhauen kann. Durch eine⸗ Vertheilung des b jetzt haubaren Holzes auf 60 Jahre erfolgt dann gewöhnlich ein allzu kleines jährliches Etats⸗Quantum für die nächſten 60 Jahre. Setzt man aber die Buchen⸗Hoch⸗ b waldungen 2 ——————— 1 reugm ud — n er ohn u Erkenne⸗ 9 zen, ſo balh ANaen wird. in aSeff der Um⸗ Eisthung des an h das Clima 39 ☛☚ gen, wo daß nn von ſolchem erſ Jpees Helz, alt 1nn und Him⸗ ir xhung ſolchen ie i Rückſicht auf n 240 jährigen 1t venige nithi n uf den o⸗ d Stämmen ein⸗ n ſmen dann Ao⸗ Lo und Bauhol⸗ = nittelmäßigm in= in Ho jährigm ſchde em Boden in ich unilden Clima, ihh ſeyn wünde hrun; ſo werden arn. Der hau⸗ Verhältniſt jah n Umtrieb; e 7,— man die jet ei ertheilung des 31Anes jaͤhrlichat uchen⸗Hoch⸗ waldunget 3) 4) 5) 6) 7) TWTWTWWW 88 —— 59 walbungen in einen 120 jährigen Umtrieb, ſo kann, in ſo ferne nicht anbeve Umſtaͤnde es verhindern, alles jetzt haubare Holz, von 90 Jahren und drüber, auf die nächſten 30 Jahre vertheilt und benutzt werden, wodurch das jährliche Etats⸗Quantum für die erſte Periode größer wird.— Der Mangel an haubarem Holze in dieſer oder jener Periede, welcher durch Mißverhältniſſe im Alter der Beſtände und der Flächen, worauf ſie ſtehen, bewirkt wird, macht daher zuweilen nothwendig, daß ſelbſt auf dem deſten Boden in der er⸗ ſten Umtriebszeit ein 90 jäͤhriger, und für manchen Diſtrikt ein noch kürzerer Umtrieb beſtimmt werden muß. Man würde ſonſt einen gleichen jährlichen Hotzertrag nicht möglich machen können, wie man weiter unten ſehen wird. d Die Nadelholzwaldungen, welche auf gutem und mittelmäßigem Boden ſtehen, ſetze man in einen 120 jährigen, auf ſehr mittelmäßigem Boden aber in einen 9ojährigen, und auf ſchlechtem Boden in einen 60 jährigen Umtrieb. Man wird alsdann aus den in 120 und 90 jährigem Umtriebe ſtehenden Waldungen die erforderliche Menge Bau⸗ und Werkholz beziehen, und beſſeres Brand⸗ und Kohlholz erhalten, als wenn der Umtrieb kürzer beſtimmt wird. Wo aber viel ſtarkes Schiffbauholz erzogen werden muß, da ſetze man eine hinlaͤng⸗ liche Menge von Diſtrikten, die guten Boden und eine zum Transport vortheilhafte Lage haben müſſen, in einen 150 bis 180 jährigen Umtrieb, weil eine ſo lange Zeit nöthig iſt, um dergleichen ſehr langes und dickes Holz zu erziehen. Alle Niederwaldungen, die harte Holzarten zum Beſtande haben, ſetze man in einen 30 jährigen Umtrieb, und Alle Niederwaldungen, die mit weichen Holzarten beſtanden ſind, bringe man in einen 20 jährigen Umtrieb, wenn das vielleicht ſahs Clima nicht nöthig macht, daß auch für ſie ein 30 jähriger Umtrieb beſtimmt werden muß Die allenfalls zur Reißerholzzucht beſtimmten Niederwaldungen oder Kopfholz⸗Beſtände, weſche harte Holzarten enthalten, ſetze man auf einen zꝛ0 bis 15 jährigen Umtrieb, und den zu Reißerholzzucht beſtimmten Niederwaldungen oder Kopfholz⸗ Beſtäanden, welche mit weichen Holzarten bewachſen ſind, gebe man einen 5 bis g jährigen Umtrieb. Bey Beſtimmung der Zeit, binnen welcher eins jede Holzart am nützlichſten abzutreiben iſt, muß beſonders auf Boden und Lage Ruückſicht genommen werden. Schlechter Boden und ſchlechte Lage machen beym Baumholze oder bey der 4 Sochwaldwirthſchaft einen kurzen Umtrieb nöthig, weit das Holz unter ſol⸗ chen Umſtͤnden früher aufhört, beträchtlich zu wachſen, als auf gutem Boden und in guter Lage.— Bey Bey der Niederwaldwirthſchaft hingegen, wo das Holz niemals ſeine Vollkommenheit erreichen kann und foll, muß für diejenigen Diſtrikte, welche auf ſchlechtem Beden ſtehen, die llmtriebeteit etwas verlängert werden, wenn man Prügelhelz von beſtimmter Stärke erziehen will. Befonders aber hüte man ſich, die Umtriebszeit in den Hochwaldungen zu kurz zu beſtimmen. Ein unvorausgeſehener Anglücksfall oder Zufall, der in einer ſo langen Zeit zu fürchten iſt, kann bewirken, daß, aller gebrauchten Vorſicht ungeachtet, die Hauung um 10 oder meh⸗ rere Jahre zu früh im Ferſte herum kommt.— Iſt dann die Umtriebszeit nicht kurz beſtimmt geweſen; ſo zieht das zu frühe Herumkommen keine ſo ſchädlichen Folgen nach ſich, als im entgegengeſetzten Falle, in welchem man genöthigt werden würde, allzu junges und ſchwaches Holz, im Anfange der folgenden Umtriebszeit, anzuhauen. 1 1 mn kann und eit m i vexläͤngen wRungen zu nei a langen Zeit 91mo sder meh⸗ bhu umt geweſen; geg g rſetzten Falle, fa=der folgenden R 6 1 S 4 ee Wes RRereee — 0— Sechſter Abſchnitt. Don Unterſuchung des Holzbeſtandes in einem Forſte, und von Beſtimmung des Holzertrages, welchen jeder verſchieden beſtandene Walddiſtrikt, waͤhrend einer feſtgeſetzten Umtriebszeit, von Periode zu Periode liefern wird. D. Unterſuchung des gegenwaͤrtigen Holzbeſtandes in einem Forſte, und die Berechnung, wie viel und was für Holz ein jeder Walddiſtrikt von Periode zu Periode, während einer beſtimmten Umtriebszeit, er⸗ tragen wird, ſetzt voraus, daß alle in den vorigen Abſchnitten abgehandelten Gegenſtände ſchon bearbeitet, und der Vorſchrift gemäß berichtigt ſeyn müſſen. Sinb dieſe Vorarbeiten gemacht, alsdann iſt es erſt möglich, den periodiſchen und ſummariſchen Holzertrag eines jeden Walddiſtriktes, und folglich auch eines ganzen Forſtes, zu berechnen. Soll nun der periodiſche Holzertrag eines Waldes gefunden werden; ſo muß der Holzbeſtand auf jedem Diſtrikte, nicht allein nach Verſchiedenheit der Holzarten, ſondern guch nach der Verſchiedenheit ihres Alters und des beſſern oder ſchlechteren Beſtandes und Bodens, abgetheillt, jeder gleich beſtandene Theil genau unter⸗ ſucht und beſchrieben, und der periodiſche Holzertrag deſſelben für die ganze Zeit, welche man jeder Holzart zum Umtriebe deſtimmt hat, vorausberechnet werden. Daß die Waldbeſtände, beſonders diejenigen, welche bisher ſchlecht bewirthſchaftet wurden, auſſer⸗ ordentlich verſchieden ſind, iſt bekannt. Sie werden aber auch bey der beſten Bewirthſchaftung immer ſehr verſchieden ſeyn.— Bey der Unterſuchung eines jeden Forſtes wird man Beſtände finden, die haubar und die nicht haubar, die von gleichem Alter und die von ungleſchem Alter, die vollkommen und die unvoll⸗ kommen ſind, und in allen dieſen Fällen können dieſe Beſtände nur einerley Holzart enthalten, oder aus mehreren Holzarten zuſammengeſetzt feyn.— Hieraus entſtehen unendlich viele Verſchiedenheiten, wovon hier nicht alle abgehandelt werden können.— Ich will daher nur die Hauptverſchiedenheiten der Holz⸗ beſtände anführen und Anleitung geben, wie die Unterſuchung und Ertragsberechnung bey jeder ſolchen Verſchiedenheit anzuſtellen iſt.— Hierdurch wird man in Stand geſetzt werden, den Ertrag aller nut Vankbaren Holzbeſtände ſa genau zu beſtimmen, als es die menſchlichen Kräfte zuloſſen. — Erſtes —— — ,, r ſtes Kapitel. Von Unterſuchung und Berechnung des Holzertrages der jetzt haubaren Hochwaldbeſtaͤnde. Faſt in allen jetzt haubaren Hochwaldungen iſt der Holzbeſtand nicht ſo vollkommen, wie er es ſeyn könnte und müßte, wenn ſie vormals regelmaßig behandelt worden wären. Die jetzt haubaren Beſtände enthalten überdem gewöhnlich auch abſtändige, überſtändige und eigentlich haubare Bäume unter einander vermiſcht, und viele haubare Stämme ſtehen in den jüngeren Beſtänden mehr oder weniger einzeln oder zer⸗ Kreut umher. Nach ſchon zuver gemachten Verſuchen in andern Beſtänden laſſen ſich daher die jetzt haubaren Diſtrikte ſehr ſelten oder wohl niemals abſchätzen, wie ich im Aten Abſchnitte ſchon angeführt habe. Es wird folglich immer nöthig ſeyn, die jetzt haubaren Holzbeſtände, oder die haubaren Bäume, Staman⸗ weiſe zu taxiren, den Zuwachs davon, nach der im 2ten Kapitel des Aten Abſchnittes gegebenen Anwei⸗ fung, dazu zu rechnen, und ſo den Ertrag des Forſtes an haubarer Holzmaſſe in der erſten Periode, oder in den erſten 30 Jahren, zu beſtimmen.— Weil aber während des Abtriebes der haubaren Beſtände an ihrer Stelle wieder neue Waldungen erzogen werden ſollen, die im Laufe einer angenommenen Um⸗ triebszeit durch die darin vorzunehmenden Plänterungen mehrmals nutzbar werden; ſo muß auch dieſe yeriodiſche Zwiſchennutzung nach der Erfahrungs⸗Tabelle, wovon im 4ten Abſchnitte gehandelt worden iſt, angeſetzt werden, um den periodiſchen Holzertrag eines jetzt haubaren Wald⸗ diſtriktes wahrend der gançen Umtriebszeit zu finden. Ob man gleich faſt verſichert ſeyn kann, daß, bey der vor ſchriftsmäßigen Behandlung der Forſte, alle künftig zu erziehenden Waldbeſtände ſo. vollkommen ausfallen werden, als ſie es jeyn müſſen, um den erfahrungsmäßigen Ertrag eines guten Be⸗ ſtandes liefern zu können; ſo erfordert es doch die Vorſicht, auf dieſe Hoffnung nicht ohne Ein⸗ ſchränkung die Ertragsberechnung zu gründen. Bey der beſten Bewirthſchaftung iſt es unyermeidlich, daß hier und da ein Schlag oder eine künſtliche Saat und Pflanzung weniger geräth, als es ſeyn ſollte. Es kann daher auch leicht der Fall ſeyn, daß nicht alle Beſtände, die waͤhrend der Umtriebszeit durch natür⸗ liche oder künſtliche Halzzucht arzogen werden, ſo vollkommen ausfallen, als ſie es ſeyn müßten, um den erfahrungsmäßigen Ertrag der vollkommenen Beſtände ſchon bey der Durchplänterung in ihrem Zo und 60j 1 Alter zu liefern. Der größte Theil von dieſen Beſtänden wird und muß von Jugend an vollkommen werden; ein kleiner Theil davon kann aber vielleicht auch we⸗ niger gedrungen ſeyn, folglich den erfahrungsmäßigen Holzertrag bey den erſten Durchplänterungen nicht geben. In diefer Rückſicht rathe i ich, den Ertrag, welchen vollkommen beſtandene junge Waldungen bey der — ———— djetzt — en r er es ſeyn ha w en Beſtaͤnde Ina et einander zer e jelm oder zer⸗ her* ietzt haudaten n9n habe. Eß B864=, Stamm⸗ es Sdenen Anwei⸗ Irſt Feriede, eder ha=en Weſaͤnde anranmenen Um. — auch dieß gehs= dt t worden ſſ 1uen Walk⸗ anſeen der Farſt a1l= werden, n, zuten Ba ungrht ohne Ein 3 1e tneidlich, d 6 ſollte. 6 riehn durch natün = nüßten, un hgnter ung is eſe=ſtänden win er icht auch we 1☚ſrungen nicht =lldungen be der öö— rre — der Durchplänterung im 30 und 60 jährigen Alter liefern, für die im Laufe der Umtriebszeit zu erziehen⸗ den Waldungen nur zu anzuſetzen. An dem erfahrungsmäßigen Ertrage eines 90 jährigen guten Be⸗ ſtandes aber kann für künftig zu erziehende Beſtände kein Abzug Statt finden, weil bey einer nur äuſſerſt mittelmaͤßigen Forſtbewirthſchaftung doch wenigſtens ſo viele Stämme auf jedem Morgen erzogen wer⸗ den, als nach der Durchplänterung eines 60 jährigen Beſtandes darauf ſtehen bleiben ſollen. Will man aſo den periodiſchen und ſummariſchen Ho olzertrag eines jetzt haubaren Walddiſtriktes finden; ſo muß zuerſt die gegenwaͤrtige haubare Holzmaſſe taxirt werden.— Dieſes kann auf verſchie⸗ dene Art geſchehen, entweder a2) durch Zählung und eubiſche Berechnung altee haubaren Bäume, oder 2) durch Vergleichung des as zählten und berechneten Beſtandes auf einer gemeſſenen kleinen Fläche mit bem Beſtande auf der größe⸗ ren ebenfalls gemeſſenen Flaͤche. Die erſte Methode nenne ich die Taxation durch Auszählen, und die andere die Taxation durch Probemorgen oder Probeſlächen. Alſo. a) von ber Taxation durch Auszählen. Wenn der Hol beſtand auf einem haubaren Diſtrikte durch A 4 hlen gefunden oder taxirt werden ſell; ſo gehe man auf folgende Art zu Werk: Man wäͤhle aus dem Forſtperſonale 3 oder 4 Subſecte, die ein gutes Augenmaas haben, und von geſetztem Charakter ſind. Dieſes Perſonale libe man ſo lange im Schätzen der Durchmeſſer und der Längen der Bäume, bis man weiß, daß ſie darin die nöthige Fertigkeit erlangt haben. Nun durchgehe man mit dieſen Gehülfen den haubaren Beſtand, der taxirt werden ſoll, und bringe die Stäm⸗ me, nach der merklichen Verſchiedenheit ihrer Durchmeſſer, in 3, A oder 5 Claſſen. Iſt dies geſchehen, ſo unterſuche wan durch mehrmaliges Fragen, ob jeber Gehülfe die Verſchiedenheit der Baum⸗Claſſen richtig gefaßt hat, und ſie genau anſprechen kann. Hat man ſich hierven überzeugt, ſo laſſe man einen Jeden von ihnen eine ſolche Tabelle in die Schreibtafel zeichnen, wie ich das Formular dazu hier mittheile. ate Claſſe 2te Claſſe 3te Claſſe zte Claſſe nn lll Pl!“ 7⁸ Iſt dieſes geſchehen, ſo ſtelle man dieſe Gehülfen am Saume des Diſtriktes in eine Linie, und rücke ſie ſo weit aus einander„ daß jeder die zwiſchen ihm und ſeinem Nachbar befindlichen Stämme ge⸗ nau beobachten und zaͤhlen kann. Der Letzte in dieſer Reihe iſt der Taxator. Dieſer zählt nicht, ſon⸗ dern gibt nur Achtung, daß ſeine Gehülfen immer in gerader, Linie und gleich weit von einander entfernt bleiben— Iſt die Reihe geſtellt, ſo müſſen alle Gehülfen nach derjenigen Seite ſehen, wo der Taxater ſteht, der einen Holzhauer mit einem Beile hinter ſich hat. Nun rücken der Taxator und die Zahler ganz langſam fort, und es notirt jeder Zählende alle Stämme, die zwiſchen ihm und ſeinem Nach⸗ har ſte hen, in die Tabelle, indem er mit Bleyſtift nur ein kleines Strichelchen in die einſchlagende Rubrik macht, wie man in vorſtehendem Schema ſehen kann. Der Taxator hingegen läßt jedem Baume, der zunächſt auſſerhalb des zu taxirenden Streifens ſteht, eine kleine unſchädliche Platte geben, die aber eine ſolche Richtung haben muß, daß ſie beym Zurückgehen auf dieſer Linie ins Auge fällt. Iſt nun dieſer Streifen durchgezählt, ſo ordnen ſich die Zählenden am jenſeitigen Saume des Diſtriktes, wis am dieſſeitigen geſchah. Der Erſte geht alſo auf der gemachten Plättungslinie zurück, und zählt die ge⸗ plätteten Stämme natürlicherweiſe mit. Dieſelbe Operation wird hierauf ſo lange wiederholt, bis der ganze Diſtrikt abgezählt iſt, und alle Stämme gehörig notirt ſind. Nun zählt man die Strichelchen in jeder Claſſe, und zieht, zur Erleichterung der Reviſion, je zehn und zehn Strichelchen mit einer Bogen⸗ unie zuſammen, wie man bey der aten Claſſe auf dem Schema ſehen kann. Iſt nun die Anzahl aller Stämme einer jeden Claſſe bekonnt; ſo läßt man drey oder vier Stämme aus jeder Claſſe umhauen, berechnet ihren cubiſchen Gehalt on Scheit⸗ und Prügel holzmaſſe und die Wel⸗ len ſe genau als möglich, und zieht endlich aus den Refultaten diefer Berechnungen den Mittelanſatz für den cubiſchen Gehalt einer jeden Baum⸗Claſſe. Dieſen multiplicirt man nachher mit der Anzahl der Staͤmme in jeder Claſſe; ſo erfährt man auf's genaueſte den cuhiſchen Holzmaſſengehalt des ganzen Be⸗ ſtandes, den man endlich nach der Tabelle F. Seite 45. in Klafftern anſetzen oder ausdrücken kann. Zugleich unterſucht und berechnet man, nach der im 2ten Kap. des Aten Abſchnittes gegebenen An⸗ weifung, den Zuwachs, welchen jede Baum Cuaſſe in den letzten 10 oder 20 Jahren gehabt hat, erforſcht auch, durch Zählung der Jahrringe, das Alter des Beſtandes, und bemerkt alles dieſes, ſo wie auch die Beſchaffenheit des Bedens und der Lage des Diſtriktes, in eine ſpecielle Beſtands⸗Tabelle und in ein beſonderes Taxations⸗Manual, wervon in dem Zten Abſchnitte noch mehr geſagt werden wird. Nun ſind alle Materialien geſammelt, um den periodiſchen Holzertrag des jetzt haubaren Diſtriktes berechnen zu können. Geſetzt, der haubare Diſtrikt wäre 100 Morgen groß, hätte guten Boden und eine vortheilhafte Lage, und wäre mit 120 und 140jährigen Buchen heſtanden.— Er enthielte jetzt: 5000 BNN G 4 73 5000 Stömme, jeden zu 40 Cub. Schuhen Maſſe und Cub. Schuh bisherigen, aber 2 2 Cub. Schuh künftigen Zuwachs, weil der Beſtand demnächſt lichter geſtellt werden ſoll: 8000 Staͤmme, jeden zu 25 Cub. Schuhen Maſſe und ½ Cub. Schuh künftigen Zuwachs: Finie, un ind Sraͤnme 8e eſe n ti nicht, ſo von inder entfetnt in, ur der Tapahn 4000 Stämme, jeden zu 3 Cub. Schuhen Maſſe und ½ Cub. Schuh künftigen Zuwachs: ton d die Zahler ſe deträgt die gegenwärtige Holzmaſſe.* 1 452,000 Cub. Sch. n ſnnſeinem Nach⸗ der Zuwachs im erſten Jahre aber 7833 Cub. Sch., und d Hgende Rubeit bey einer progreſſionsmäßigen Verminderung der Be⸗ . 121,421 Cub. Sch. e Baums, den tandmalie in 3o Sohreu.ee. 88 ☚ die aher eim Es würden alſo binnen 30 Jahren gehauen werden können 553,111 Cub. Sch. in we fällt. R oder 4542 Klaffter Scheitholz, jede à 100 C. Sch., 923 Klaffter Prügelholz, jede à 75 C. ne= Diſtriktes, wba Sch., und 69180 Welleng wenn man nehmlich annimmt, daß ꝛder groben Holzmaſſe k= d zählt dag Scheitholz, und ½ Prügelhelz gibt, und daß von jedem Klaffter 12 Wellen abfallen. xrholt, dis d Die periodiſche Ertragsberechnung wird alſo auf folgende Art gemacht werden müſfen: nan Strichelchen i Klaffter Scheit Klaffter Prügel Wellen ſcher= t einer Begn In der 1ten Periode von 1804 bis 1834 an haubarer Maſſe einſchließlich des Zuwachſes.. 2 4842 92²2³ 69160 .. In der 2ten Periode von 1834 bis 1864 Plänter⸗ reg- 4 dier Etaum nutzung mit x Abzug, aus 10 Moren——— 22500 elg m: und die W vid. die Erfahrungs⸗Tabelle D. a Mittelanſat i In der 3ten Periode von 136¼ bis 189 4 Plänter⸗ r ſi* der Anzahl d nutzung mit ¾ Abzug......— 223 15600 geh= des ganzin d In der 4ten Periode von 1894 bis 1924 Plänter⸗ 20 ken kanm. nutzung ohne Abzug„„...— 1000 10000 Zuſammen in 120 Jahren. 4842 2148 216680 ſchſta gegebenmn h en't hat, eriit Die Methode, den haubaren Beſtand eines Diſtriktes, auf die vorhin gelehrte Art, durch Aus⸗ dieſ ſo wie autn zählen zu taxiren, iſt die ſicherſte, die man wählen kann. Sie iſt auch bey weitem nicht ſo mühſam nd abelle un und langweilig, als man vielleicht glaubt. Mit einem recht geübten Perſonale, das aus 3 oder 4 Zaͤh⸗ r4—“ werden nnn lenden beſteht, kann man in einem Tage 100 bis 200 Morgen haubaren Waldes durchzählen, wenn der a baren Dilth Beſtand nicht ſehr dicht und nicht ſehr verſchieden iſt. Sind aber vielerley Gegenſtaͤnde zu bemerken und 1 auseinander zu ſetzen, wovon weiter unten gehandelt werden ſoll, ſo fördert das Geſchäfte freylich weniger; „4 es wird in einem Tage aber doch immer mehr geſchehen, als man glaubt, wenn man noch keinen Ver⸗ u ane rertheihin ſuch Semech hat. b9 8 2 2.9 Doch muß ich hier empfehlen, vor dem Auszählen jeden haubaren Diſtrikt in möglich gleich beſtan⸗ dene Abtheilungen zu bringen. Jede gleich beſtandene Abtheilung zähle man hierauf beſonders durch, und bemerke den Gehalt und Zuwachs der für jeden abgetheilten Beſtand angenommenen Claſſen.— Beobachtek man dieſe Vorſicht nicht, und läßt man z. B. einen Diſtrikt von 40 Morgen, der auf der erſten Hälfte mit ſtärkeren, und auf der folgenden Hälfte mit geringeren Bäumen beſtanden iſt, unab⸗ getheilt, alſo in einem fort, durchzählen; ſo können die geübteſten Taxatoren getäuſcht werden und die Claſſen unrichtig aufzeichnen. Sie werden dann, ſobatd ſie in das geringere Holz kommen, und keine Bäume der erſten Claſſe mehr ſehen, die ſtärkſten Bäume in dem geringeren Beſtande, die vielleicht zur zweyten Claſſe gehören, für die erſte Claſſe anſprechen, und dadurch einen beträchtlichen Fehler in die Berechnung bringen. Dieſer ſehr gewöhnliche Fehler kann nur dadurch vermieden werden, wenn, wie ich zuvor erwähnte, für jede merkliche Verſchiedenheit des Beſtandes eine beſondere Abtheilung und Claſſi⸗ fication gemacht, und den Zahlenden aufgegeben wird, die Stämme nach Beurtheilung ihrer Durchmeſſer und Laͤngen, und nicht nach dem Verhaltniſſe, das ſie auf jeder einzelnen Stelle untereinander haben, zu claſſificiren. Hat man Beſtaͤnde zu durchzählen, die verſchiedene Holzarten enthalten; ſo muß bey'm Durchgehen des Beſtandes jede Helzart auf dieſelbe Art, wie vorhin gezeigt worden iſt, beſonders notirt und berechnet werden. Die Taxatoren müſſen dann nur bey'm Einſchreiben vorſichtig ſeyn, und jede Holz⸗ art am gehörigen Orte in eine Manual⸗Tabelle tragen, die ſich Jeder, nach folgendem Formulare, in ſeine Schreibtafel zeichnen muß. — Buchen Fichten ate Claſſe 2te Claſſe 3te Claſſe 1te Claſſe 2te Claſſe te Claſſe TUANI Ll V Uf f 1 1 Kommen ganz alte Beſtände vor, worin die Bäume oft ſo verſchieden ſind, daß ſie ſich nicht unter wenige Claſſen bringen laſſen; ſo muſſen die Bäume bey'm Durchgehen des Beſtandes, Stammweiſe in Klafftern angeſprochen und in finer Tabelle, nach folgendem Formulare, notirt werden. Buchen ——— nd leich beſtan. ber ers durch, dmg Claſſen.— Motſm der auf der dl n iſt, unalh⸗ uſch den und die kes t, und keine de, viellecht zur htli Fehler in di wer n wenn, wie ötRig und Claſſt Irt=ung ihrer ledee gelnen Stull 1te= ſo muß heym it ſonders notitt ſeg. and jede Holz nde ormulare, in 1= ſie ſcch nit e= res Beſtandel, 1— notirt werden Buchin EEEEEEEEEEEEE r88— AARRERREEEEEE 6 3 vrr f4 8 Klaffter Kl. A ☛☚ Sr ◻ Obgleich eine ſolche Taͤxation weniger richtig wird, als wenn die Bäume unter Claſſen gebracht und eubiſch berechnet werden koͤnnen: ſo bleibt doch weiter kein Mittel lübrig. Die Taratoren müſſen ſich daher in den Holzhauereyen fleißlg üben, um dicke, äſtige und knotige Baume nach Klafftern richtig ſchätzen zu lernen, und zugleich auch beſtimmen zu koͤnnen, der wievielte Theil von den taxirten Klafftern Scheit⸗ und Prügelholz iſt.— Am allerwenigſten richtig wird aber eine ſolche Taxation alsdann ausfallen, wenn die alten Bäume großen Theils hohl und faul ſind. Man weiß dann zwar, daß ſie es ſind, kanng aber nicht genau beſtimmen, wie viel der leere Raum beträgt. Hier muß jeder Baum, nach Wer⸗ hältniß der vermuthlichen Höhlung, mehr oder minder niedriger taxirt werden, als ein eben ſo ſtarker ge⸗ ſunder Baum. Bey aller Vorſicht wird man aber doch die richtige Klaffterzahl nicht angeben können. In einem ſolchen zweifelhaften Falle: Aſ es ſhe haaßs tathſam⸗ dis Stanme lieber eiwas zu medg, als zu hoch zu taxiren⸗ Daß für faulende Baͤume kein Zuwachs Verechner werden könſe, iſt begreiflich. Der r Zahn der Ver⸗ weſung nagt daran inwendig mehr ab, als von auſſen jaͤhrlich zuwäͤchſt. Es muß daher ſelbſt auf dieſen unvermeidlichen noch ferneren Abgang Rückſicht genommen werden, wenn es die Umſtaͤnd nöthig machen ſollten, daß dergleichen hohle Bäume noch mehrere Jahre lang ſtehen bleiben müſſen. Hat man einen haubaren Beſtand zu tariren, worin die Bäume, ſowohl in Rückſicht auf die Holz⸗ art, als auch in Rückſicht der Starke ſo ſehr verſchieden ſind, daß es den Taxatoren nicht möglich iſt, jede Verſchiedenheit bey'm din naheden Durchgehen des Diſtriktes gehorig zu notiren; ſo laſſe man ſie einigemal durchziehen, und z. B. zuerſt alle Buchen, nachher alles Nadelholz, und bey'm dritten Durch⸗ zuge alle Eichen aufzeichnen. Man wird ſinden, daß alsdann die Operation viel geſchwinder fertig iſt, und daß das Reſultat bey weitem richtiger wird, als wenn alles bey'm einmaligen Durchgange aufgezeich⸗ net werden ſoll. In dieſem Falle verurſacht die Mannichfaltigkeit der Gegenſtände Verwirrung und Stöckung, und bey der groͤßten Aufmerkſamkeit wird es nicht mogſich ſyn s den Baur riog zu hes⸗ urtheilen und zu notiren. 2 Hege. —y ————— 5 Veſonders viele Aufmerkſamkeit iſt noͤthig, wenn Eichenbeſtaͤnde tardet werden ſollen. Bey dergleichen Beſtänden muß nicht allein die M laſſe Überhaupt richtig beſtimmt, ſondern auch zugleich ange⸗ geben werden: der wiebielte- Theit davon zu Bauholz tauglich iſt, und der wievielte Theil nur zu Branzhholz benutzt werden kann. Und auſſerdem iſt auch noch die Bemerkung nöthig: welche von den Eichen, die in jüngeren Beſtänden derſelben Art, oder in einer Vermiſchung mit andern Holzarten ſtehen, von derjenigen Beſchaffenheit ſind, daß ſie bis in nähere oder entferntere Perioden noch übergehalten werden können. Dieſe Ueberhaltung wird alsdann nöthig, wenn keine Eichen von jedem Alter, dis zur haubaren Claſſe, da ſind, oder doch nicht in gehöriger Menge im Forſte vorfindlich ſeyn ſollten. In dieſem Falle würde in mancher Pe⸗ riode, worin keine, oder doch nicht gehörig viele Eichen, ihrem Alter nach, haubar werden, Bauhelz⸗ mangel eutſtehen, und in mancher andern Periode, worin gerade viele Eichen, ihrem Alter nach, haubar werden, würde eine verhältnißmäßig zu große Menge Bauhelz zur Benutzung kommen, wenn man nicht darauf Bedacht nehmen wollte, die Benutzung der erforderlichen Menge von ſolchen Eichen, die ſich noch über ihr eigentlich haubares Alter geſund erhalten, für dieſenigen Perioden zu beſtimmen, in welchen zu wenige Eichen, ihrem Alter nach, eigentlich haubar werden. Dieſer Umſtand, wovon weiter unten noch mehr geſagt werden wird, macht nöthig, daß bey der Auszählung der Eichen nicht nur ihre gegenwärtige Maſſe an Bauholz und Brandholz beſtimmt, ſondern auch alle diejenigen Staͤmme bemerkt werden, die ſich wegen zhres nicht zu hohen Alters, wegen ihrer ſchönen Figur und wegen ihres freudigen Wuchſes, zur Ueberhaltung in entferntere Perioden ſchicken. Vor dem Abzaͤhlen eineß ſolchen Eichenbeſtandes muß daher der Taxator die Zahlenden über alle dieſe Gegenſtände belehren, und ihnen nicht allein zeigen, wie ſie die Eichen claſſifieiren ſollen, ſondern er muß ihnen auch ſagen, welche dapon ſie, als zur Ueberhaltung taugliche Stämme, zu netiren haben. Zur Aufnahme eines ſolchen Beſtandes witd nachſtehende Tabelle die zweckmäßigſte ſeyn. AMSEe Zur Benutzung in der aten Periode Zur Ueberhaltung tauglich ate Claſſe zte Claſſe 3te Claſſe Ife Claſſe ate Claſſe 1 Zte Claſſe — — — — — nt Plllle ene g Sollten die Stämme aber eine ſolche Verſchiedenheit zeigen, daß ſie unter wenige Claſſen nicht ge⸗ dracht werden können ſo müſſen ſie nach Klafftern angeſprochen werden. In dieſem Falle kann die Ta⸗ belle auf folgende Are eingerichtet ſeyn. Zur —— he len. Bi 20 Jeich ange⸗ deir vievielte och te Bemerkung ein! zermiſchung ieSn naͤhere di Vderhaltung Nlaſ— a ſind, dder ürd mancher Pe⸗ w.=, Pauhelz⸗ Armuch, haubar en in man nicht Eide die ſich noch nm. n welchen zu den i⸗ arr unten noch uur— gegenwaͤttige bem werden, die fra=en Wuchſes, 34 den üÜber all en=n, ſendern n n0 haben. ni S iſſen nicht ſ [EN kann die Tue Zut ——————ſſſſſſſſſ—— — 1 — 6—— Zur Benutzung 427 kee⸗ Periode 1. 3 Zur Ueberhaltung touglich ——— Bauho Brandhol Bauholzt Brandholz Stäͤm Bauholz b 4,5 Stäm⸗ holz. e ime Scheit 342 Pragel lle. Scheit. Prügel Klafftern Klafftern Klaftter Klaffttern Klafftern, Klafftern 4 2 4 12„5 3 8 44 2 4 2 3 In dieſer Tabelle wird man die Rubrik: Bauholz⸗Klafftern, auffällend finden. Eine ſolche Klaffter iſt freylich nur idealiſch. Ich rechne für jede idealiſche Klaffter Bauholz 100 Cubik⸗Schuhe Bau⸗ helzmaſſe. Weiß man dann die Menge der Bauholz Klaffrern; ſo kann man auch die Menze der Cubik⸗ Schuhe Bauholz, die der Beſtand enthalt, darnach finden. Beym bloſen Anſchauen läßt ſich ein Stamm viel richtiger nach Klafftern, als nach Eubik⸗Schuhen taxiren, weil man die Maſſe einer Klaffter mit der Maſſe des Baumes geſchwinder vergleichen kann, als die Maſſe eines Cubik⸗Fußes. Daß aber eine Taxation, wobey die Staͤmme nach Klafftern angeſprochen werden, bey weitem nicht ſo zuverläſſig ſey, als eine ſolche, wobey man die Stämme nach Claſſen angeſprochen und cuhiſch berechnet hat, daven wird man ſich leicht überzeugen. Man darf daher jene Methode nur alsdann wäh⸗ len, wenn die Abſchätzung durch Claſſiſication nicht mög lich iſt. Ich habe nun gezeigt, auf welche Art ganze hauhare Beſtaͤnde und auch ein ein⸗ in jüngerem Holze ſtehende haubare Bäume, durch Auszählen, taxirt werden können. Ich habe ferner gelehrt, wie die gegenwärtige haubare Holzmaſſe ſammt ihrem Zuwachſe berechnet werden muß, und ich habe durch ein Beyſpiel erläutert, wie die fernern periodiſchen Zwiſchennutzungen aus einem jetzt haubaren Diſtrikte für die ganze Umtriebszeit angeſetzt werden müſſen. Nun will ich auch noch zeigen, wo und wie die Taxa⸗ non durch Probemorgen angewendet werden kann. 2) Von der Taxation durch DProhemorgen dder Prohe⸗ flächen. In einem Forſte kommen mitunter Beſtände von beträchtlicher Größe vor, die ſo gleichförmig be⸗ wachſen ſind, daß man nach dem Beſtande einer genau taxirten kleinen Flaͤche, den Beſtand auf dem ganzen 80—— ganzen Diſtrikte berechmen kann.— r dieſem Falle ſteckt man z. B. einen Morgen genau 4b, taxitt ſeinen Helzbeſtand auf die vorhin gelehrte? Art durch Ausza ihlen,„ und herechnet nach dem Gehalte des Probemorgens die Helzwaſſe⸗ welche o f dem ganzen Diſtzikts, ſtehr, deſſen Größe bekannt iſt. Durch dleſe Tarationsmethode laßt h der Holzbeſtand eines großan Walddiſtrikkes zwar vie leich⸗ ter und geſchwinder finden, als durch das Auszahlen. Dagegen wird das in haubaren Waldungen durch Probemergen gefundene Reſulkat niemals ſo richtig ſeyn, als das, welches man durchs Auszählen erhält, weil in der Natur kein Wald exiſtirk, werin der Beſtand allerwärts ganz gleich iſt. Am deutlichſten wird pan ſich von dieſer Wahr cheit überzeugen, wenn man in einem Diſtrikte, der Panz gleichen Holzbeſtand zuſhaben ſcheint; mehrere Probemorgen taxirt, und die Reſultate gegeneinander hält. Man wird dann unfehlbar ſinden, daß unter vielen abgeſchützten Probemorgen, oder gleichen Pro⸗ beflächen, nicht zwey ſind, worauf der Holzbeſtand vollkommen gleich iſt. Will man alſo der Wahrheit nã⸗ her kommen; ſo muß man in jedem Diſtrikte, der einen gleichen Holzbeſtand zu haben ſcheint, mehrere Prebemorgen taxiren, aus den gefundenen Refultaten einen durchſchnittsmäßigen Anſatz nehmen, und nach dieſem den Beſtand auf der ganzen Fläche berschnen.— Ja mehr Probemergen zu einem ſolchen Durch⸗ ſchnitte gezogen werden, deſto näher wird man der Wahrheit kommen. Und je größer die Probeflaͤchen gewählt werden, deſto richtiger wird der durch ſie gefundene Maasſtab zur Berechnung des Beſtandes. Es dindedeher zuvor die nöthigen Abtheilungen zu machen, und in jedem gleich ſcheinenden Beſtande zwey his drey Probefläͤchen, jede einen ganzen oder halben, wenigſtens aber einen oier⸗ theils Morgen groß, abzuſchaͤtzen, um nach dem daraus gezegenen durchſchnittsmäßigen Anſatze den Beſtand einer jeden Abtheilung zu ſinden, und aus den dadurch erhaltenen Special⸗ Reſultaten den Holz⸗ Peſtand des ganzen Diſtrikts mit einiger Sicheihit berechnen zu kͤnnen.. Sn Auf die vorhin gezeigte Art kommt man durch die Taxation vermittelſt der Peahenorgen der Wahr⸗ heit ſehr nahe. Aeuſſerſt unſicher wird das Reſultat aber, wenn man einen Diſtrikt, der verſchiedenen Be⸗ ſtund hat, auf die an manchen Oeten gewöhnliche Art taxirt, wo wan hehmlich einen Pröbemorgen im gut, einen im mittelmä äßig und einen im ſchlecht beſtandenen Theile des Diſtrikts abſchätzt, dieſe drey Probe⸗ morgen zuſaminenwirft, die Klaffterzahl durch 3 dividirt und nach dem daraus entſtehenden Qustienten den Holzbeſtand des ganzen Diſtrikts berechnet.— Dieſe Verfahrungsart kann nur ein richtiges Reſultat lie⸗ fern, wenn die Flächen, welchs guten, mittelmäßigen, und ſchlechten Beſtand haben, gleich groß ſind. Da dies aber niemals der Fall ſeyn wird, ſo kann das Reſultat auch nur dann richtig ausfallen, wenn die Größen, der taxirten Peb chen proportional ſinb den Größen der ein⸗ zelnen Abrhektungkn, deken demeinſchaftlicher Beſtand nach einem durchſchnitts⸗ hthigen Anſatze berechnet werden ſoll. Durch felgende Beyſpiele wird man ſich von t diſen Woh heiten, werahf ſe helten Aoich genommen ui, vollkammen überze gle.. Ar.It KAS T54135 62. aAitL E Gej ſett, ſelnjß 5 de aüchel Narze der torgens, Ner, wele Mergen; en r 4b, trin 4= Gehalte 1 2hetſſt. . var e leih en aſhungen durz 8 ihlen erhält ſt. relrm Ditrrikte, hi eſuſt= gegeneinanden n, gleichen Pn⸗ alß= Wahrheit ni abe Peint, nahren ath zen, und nah eit=ſolchen Durt rß e Preheſächen ng= eſtandes. jede ich ſcheinendan leng a at einen diet tim=en Anſate den „A aaten den 9 5 gen der Wiſe „d richiedenen d ein röbemorzmji hät eſe drey Pu hen Auoetienten ii ☚*⁴ Reſultut le 1, A c gro ſ tig= fallen, weit GS=en der ein en irchſchnittt a ſicht genonms Geſeh —6— 51 Geſetzt, ein Diſtrikt, der im Allgemeinen gleichen Holzbeſtand zu haben ſcheint, und 60 Morgen groß iſt, zerſiele bey genauer Unterſuchung in 3 wirklich ganz gleich beſtandene Abtheilungen, die wir mit A, B, O bezeichnen, wovon wir uns aber nicht jede au einem Stücke zuſammen liegend, ſondern in klei⸗ nen Theilen an verſchiedenen Orten im Diſtrikte gelegen, denken wollen. Geſetzt ferner, die Abtheilung A wäre 30 Morgen groß, und es ſtänden wirklich auf jedem Morgen 50 Klafftern: die Abtheilung B hinge⸗ gen wäre 20 Morgen groß, und es ſtänden wirklich auf jedem Morgen 45 Klafftern: die Abtheilung C aber wäre 10 Morgen groß, und es ſtänden wirklich auf jedem Morgen 40 Klafftern. Der ganze Diſtrikt enthält alſo wirklich 2800 Klafftern. Nun wollen wir annehmen, man wiſſe von allem vor⸗ her Beſtimmten weiter nichts, als daß der Diſtrikt, deſſen Beſtand durch Probemorgen gefunden werden ſoll, 60 Morgen groß ſey, und, nach der merklichen Verſchiedenheit ſeines Holzbeſtandes, in 3 Abtheilun⸗ gen A, B, C zerfalle. Und wir wollen ferner annehmen, der Tarator habe einen Morgen in dem Be⸗ ſtande A, welcher 50 Klafftern beträgt, einen Morgen in dem Beſtande B, welcher 45 Klafftern enthält, und einen Morgen in dem Beſtande C, welcher 40 Klafftern beträgt, abgeſchätzt, dieſe drey Reſultats zuſammen gezogen, ſie durch 3 getheilt, und geglaubt, das durchſchnittsmaͤßige Reſultat 45, als den rech⸗ ten Maasſtab zur Berechnung des Beſtandes auf dem ganzen Diſtrikte gefunden zu haben. Wird dieſer Maasſtab wohl richtig ſeyn? Gewiß nicht.— Denn berechnet man nach dieſem Maasſtabe den Beſtand; ſo erfährt man dadurch, daß der ganze Diſtrikt 2700 Klafftern, alſo a00 Klafftern weniger ent⸗ häͤlt, als wirklich darauf ſtehen.— Man iſt alſo burch dieſe Operation der Wahrheit bey weitem nicht nahe genug gekommen.. Nun wollen wir aber die Größe der Probeflächen mit der Größe der Abtheilungen in ein gleiches Ver⸗ hältniß bringen, folglich in der Abtheilung A 3 Probemorgen, in der Abtheilung B 2 Probemorgen und in der Abtheilung Ceinen Probemorgen nehmen, alle dieſe Reſultate zuſammenziehen, die Summe mit der Menge der Probemorgen dividiren und den Quotienten, oder den Betrag eines durchſchnittsmaͤßigen Probe⸗ morgens, mit der Anzahl der Morgen des ganzen Diſtriktes multipliciren, ſo wird das richtige Reſultat erfolgen⸗ A) 50 3 ½ 150 Klafftern B) 45 2— 90— C) 40 2— 40— Alſo 6 Mergen 280: 6—= 46 ½ 60— 2800. Oder, welches einerley iſt, man nehme in der Abtheilung A 2 ½ Morgen, in B 1 Morgen und in C ½ Mergen; ſo muß das nehmliche Reſultat entſtehen: A) 50 ᷣ 1 ¾—= 75 Klafftern B) 45 1— 45—— C) 40 x✕ 1— 20— Alſo 3 Morgen— 140: 3— 46 ¾* 60= 2800. g 3 Oder 1 — 3 3 ge ö 5 ooaoͤſͤoͤſͤſͤſͤſſ „— 84—— Oder man nehme in A ¾ 3 Morgen, in B 1 4 Morgen und in C ¾ Morgen; ſo wird dieſes ein gleiches Reſultat geben: A) 50*l✕ 4—= 3712 Klafftern B) 45 2 3½— 22 ¼— C) 40 — Alſo 1 ¾ Morgen== 70:11— 46 ½ 60—— 2800. 2 2 Man wird leicht einſehen, wie ſchwer es iſt, ohne geometriſche Meſſung— die in vielen Fäͤlen zu weitläuftig werden würde— alſo blos nach dem Augenmaaſe, das Verhältniß der Größe der nöthigen Ab⸗ theilungen in einem Diſtrikte zu beſtimmen, um nach dieſem Verhältniſſe das Verhältniß der Probemorgen zu fixiren. Das geübteſte Auge wird hier mehr oder weniger fehlen, und es wird, nach Verhältniß dieſes erſten Fehlers, auch die darauf geſtützte Berechnung des Holzbeſtandes mehr oder weniger fehlerhaft ausfal⸗ len.— Es iſt daher nicht rathſam, die Holzmaſſe auf einem ungleich beſtandenen Diſtrikte nach einem ein. zelnen, aus verſchiedenen Experimenten äquirten Probemergen zu berechnen, ſondern es muß jeder gleichartig beſtandene Theil nach einem Probemorgen, der aus dieſem Theile ſelbſt entnommen iſt, berechnet werden, wenn man ein ſicheres Reſultat haben will. Nur in ſolchen haubaren Beſtänden, worin große gleichartige Abtheilungen gemacht werden können, iſt folglich die Taxation durch Probemorgen anwendbar. Iſt der Beſtand aber von der Art, daß viele Ab⸗ theilungen, alſo auch viele Verſuche gemacht werden müſſen, oder iſt ein Diſtrikt überhaupt klein; ſo er⸗ fordert das Taxiren durch Probemorgen mehr Zeit und Mühe, als das Taxiren durch Auszählen. Bis der Taxator den ganzen Beſtand genau unterſucht, die nöthigen Abtheilungen darin gemacht, ſie nach ihrer Größe überſchlagen, nachher beſtimmt hat: wo und wie viele Prebemorgen in jeder Abtheilung genommen werden ſollen, und bis endlich die Probemorgen ſelbſt taxirt und berechnet ſind; bis dahin, ſage ich, kann der ganze Beſtand ſchon durchgezählt und berechnet ſeyn. Bey kleinen Diſtrikten iſt dies, wie ich aus Erfahrung weiß, immer der Fall. Sollte das Auszählen größerer Diſteikte aber auch einige Stunden Zeit mehr erfordern; ſo wird man dadurch auch ein bey weitem richtigeres Reſultat finden. Man wähle demnach die Taxation durch Probemorgen, miit Beobachtung der vorhin empfohlenen Vorſicht, nur in großen ſehr gleich beſtandenen haubaren Oertern, und, wie weiter unten vorkommen wird, bey der Abſchätzung der noch nicht haubaren Beſtände, deren Abzählung allzu viele Zeit und Muhe keſten würde. In jedem andern Falle aber wende man das Auszählen an. Ich verſichere nochmals, daß dieſe Operation viel geſchwinder von Statten geht, und ein zuverläſſigeres Reſultat gibt, als das Abſchätzen ei⸗ nes verwickelten Beſtandes durch Probemergen. Schließlich muß ich noch bemerken, daß es nicht gerade abſolut nöthig iſt, den Beſtand eines Probe⸗ morgens durch mehrere Gehulfen abzählen zu laſſen. Dieſe Operation kann auch ſchon gemacht 8 5— werden, uuthn/ eh, und a unt itel des fecjih 1 Mi gen d lut ge enn der ans unt ſh 50 mon die ird 5 ein Vlin 1 ie it ſen Fällen öröf e nöͤthigen M iltn r Prodemorg na erhäͤltniß diſs enig: hlerhaſt auffu Diſt nach einen in ſo= n es muß jede tnoſren iſt, berechne ſems verden köͤnm, mdei—t, daß viele 4 übe, apt klein; ſon n d) Au szählen dart mwmacht, ſie nut gen eder Abtheiln ichn ad; bis dah inen= iſtrikten iſt i diſte aber auch in Riſu finden. denn chin empſehſen un merkommen uit le ind Muͤhe kit ere mols, daß d t,= as Abſchäte *id eines Pu 4 ani eeh ſchon genut werdeh -———ℳů⸗e=⸗ 1 G —— werben, wenn der Taxator nur einen Gehülfen hat.— Der Taxakor muß alsdann jeden Baum pläͤt⸗ ten, und einem Gehülfen, der mit einer nach den Claſſen abgetheilten Tabelle verſehen iſt, jedesmal zuru⸗ fen, unter welcher Claſſe er den Baum, mit einem Strichelchen, notiren ſoll, wie ich ſolches im Zten Ka⸗ pitel des vierten Abſchnittes weitläuftiger gelehrt und auseinander geſetzt habe. Die Operation geht dann freylich langſamer von Statten, als wenn mehrere Gehülfen den abgeſteckten Probemorgen durchzählen. Am langſamſten aber wird ein ſolches Geſchäft vollzogen, wenn es, wie geſchehen kann, durch den Taxator allein gemacht werden ſoll. Dieſer muß alsdann, nach der Plättung eines jeden Stammes, denſelben in die Tabelle tragen, und durch einen vorher auf der Grenzlinie des Probemorgens in das Laub oder Moos gekratzten Strich zu verhindern ſuchen, daß er die Grenze des Probemorgens überſchreitet. Zweytes Kapitel. Von Abſchaͤtzung der jetzt noch nicht haubaren, vollkommen geſchloſſen beſtandenen Hochwald⸗Diſtrikte, die einerley Holzart enthalten. 1) Wenn der Beſtand gleiches Alter hat,. Es iſt nichts leichter, als den Ertrag der vollkommen beſtandenen jungen Waldungen zu beſtimmen, wenn der Beſtand gleiches Alter hat. Man darf dann nur die Größe des Diſtriktes und die Güte des Bo⸗ dens unterſuchen, und den periodiſchen Ertrag, nach der Erfahrungs⸗Tabelle, anſetzen.— Geſetzt, der Diſtrikt ſey 50 Morgen groß, habe guten Boden und einen 10 jährigen vollkommenen Buchenbeſtand; ſo macht man die Ertragsberechnung für die angenommene 120 jährige Umtriebszeit auf folgende Art: . 1. Klaffter Scheit. Klaffter Prügel. Wellen. In der 1ten Periode, von 1804 bis 1834, in deren 3ten Decennio der Beſtand zum erſtenmal durchforſtet wird, gibt jeder Morgen, nach der Erfahrungs⸗Tabelle D, 300 Wellen, alſo 50 Morgen........—— 15000 In der 2ten Periode, von 1834 bis 1864, in deren 3ten Decennie der Beſtand 60 jährig, folglich durchpläntert wird— aus 1 Morgen 3 Klaffter Prügelholz und 200 Wellen, alſo aus 50 Morgen.......— 156 10000 In der 3ten Periode, von 1864 bis 1894, in deren 3ten Decennio der Beſtand 9ojähria, folglich wieder durchpläntert wird— aus 1 Morgen 10 Klaffter Prügelholz und 100 Wel⸗ len, alſo aus 50 Morgen.... 2.— 500 5000 In der Aten Periode, von 1894A bis 1924, in deren 3ten Decennio der Beſtand 120jährig, folglich abgetrieben wird— aus 1 Morgen 51 ½ Klaffter Scheit, 10 Klaffter Prügel und 800 Wellen, alſo aus 50 Mergen.... 2562 ½ 500 40000 Der ganze Holzertrag in 120 Jahren wird folglich ſenn.. 26562 4150 7⁰000 L 2 Man Mau ſieht hieraus, daß die Ertragsberechnung für einen ſolchen Beſtand leicht gemacht werden bunn, wenn die Erfahrungs⸗ Tahellen ſchon verfertigt ſind, die man bey der Berechnung zum Grunde legt.— Es kommt hier vorzüglich auf die richtige Beurtheilung des Beſtandes an, ob er für vellkom⸗ men angeſprochen werden kann oder nicht.. d Um aber richtig beurtheilen zu können, ob ein Beſtand vollkommen iſt, und alſo bey jeder Hauung den in der Erfahrungs⸗Labelle angeſetzten Ertrag liefern wird, muß ſich der Taxator das Bild eines vell⸗ kommenen Beſtandes von jedem Alter genau merken. Ohne das wird er nicht im Stande ſeyn, die Be⸗ ſtände richtig zu beurtheilen. Bey ganz jungen Beſtäͤnden von 1 bis 40 Jahren iſt nur eine Ocular⸗ Unterſuchung anwendbar, und es kann ein geübter Taxator, beſonders wenn er, wie es immer ſeyn ſollte, die Erfahrungs⸗Tabellen ſelbſt gemacht hat, leicht wiſſen, ob ein Beſtand vollkommen iſt oder nicht. Bey älteren Beſtanden aber muß durch Verſuche gefunden werden, ob diejenige Menge und Qualität der Stamme auf jedem Morgen ſteht, die, nach Anleitung der Erfahrungs⸗Tabelle, zu einem vollkommenen Beſtande nöthig ſind. 4 Am leichteſten und ſicherſten kann man ſich eine richtige Beurtheilung der Beſtände erwerben, wenn man ſich merkt, in welcher Entfernung die Stämme in jedem Alter ſtehen, wenn der Beſtand vollkommen i ſt. Durch die Verſuche, welche zum Entwurfe der Erfahrungs⸗Tabellen in 30 bis 40 jährigen Beſtän⸗ den gemacht werden müſſen, erlangt man die Kenntniß, wie viele Stämmchen in dieſem Alter vor der Durchplänterung auf einem vollkommen beſtandenen Morgen ſtehen, und folglich auch, wie weit ſie, im Durchſchnitte genommen, von einander entfernt ſind. Und aus den Erfahrungs⸗Tabellen ſelbſt läßt ſich die Entfernung der Stämme in jedem höhern Alter leicht berechnen, da die Anzahl der Stämme auf einem Morgen darin angegeben ſſt. Dey dieſen Unterſuchungen unt Verechnungen wird man finden, 2²) daß in vollkommenen Beſtänden vor der Durchplaͤnterung, im 30 oder 4o jähri⸗ gen Alter, die Stämme 2 bis 3 Schuhe von einander ſtehen: 2) daß ſie nach der erſten oder vor der zweyten Durchplänterung, im éo jährigen Alter, 4 bis 5 Schuhe von einander entfernt ſind: 3) daß ſis nach der zweyten oder vor der dritten Durchplänterung, im 9o jaͤhrigen Alter, 3 bis 9 Schuhe von einander abſtehen, und 4) daß ſie nach der Dunchylänterung im 2 Heihrien Alter 10 bis 12 Schuhe von einander entfernt ſind. Hat man ſich alles dieſes genau gemerkt; ſo kann man nach dem Augenmaaſe faſt beſtimmt ſagen, doß ein Beſtand vollkommen ſey, sder nicht.— Da aber ein kleines Verſehen bey 60 jährigen und älte⸗ — ren un nar 1 heſt nzung in na e all ben d ole2 n zi 4 2* Kduuſe Pianzer aö jühfi don der Tauſend vützen, ſeht; ſ dj der mnngn 80 njijng Rnt, t, macht wenn c= zum Geum = 4 ſür vellten ſo= jeder Haumn 1— zild eines vel 56=— ſeyn, die B iſt= eine Oeula, 18— ner ſeyn ſollte iſe ir nicht. B 1gd Qualitat de uſmn vollkommenan an wwerben, wem etjhen, vwinn is chrigen Seſi 1 5— Alter ver de uch ie weit ſte, in Ta ſelbſt laͤßt ſt zah r Stämme a „„ oder o ſthſ in= iährigen Aln, in= jäͤhrigen Al, 2(he von einan 1 beſtimmt ſahen, y i hrigen und in 1l — —. —— 85 ren Biſtänden eins beträchtliche Differenz in der Ertragsberechnung bewirken kannz ſo rathe ich doch nicht, ſich in dieſem Falle auf das Augenmaas allein zu verlaſſen, ſondern jedesmal durch Unterſuchung einiger Probemoergen zu erforſchen, ob der Beſtand wirklich vollkommen iſt, oder nicht.— Jüngere Beſtände hingegen kann man immer blos nach dem Augenmaaſe beurtheilen, weil bey dieſen ein kleiner Irrthum zeinen merklichen Unterſchied und Fehler in der Ertragsberechnung bewirken wird. Doch muß ich hier bemerken, daß ein Beſtand in feiner Jugend gerade nicht auſſe rſt gedrun⸗ gen zu ſeyn braucht, um ſchon im 30 oder 4o0 jährigen Alter und fernerhin den Ertrag eines vollkomme⸗ nen Beſtandes zu liefern. Aus dem, was ich vorhin geſagt habe, erhellet, daß auf einem Morgen alle 2 bis 3 Schuhe ein Stämmchen ſtehen muß, wenn er ſchon im 30 oder zojährigen Alter den vollkom⸗ menen Ertrag, nach der Erfahrungs⸗Tabelte liefern ſoll. Wenn alſo ein ſunger Schlag oder eine künſt⸗ liche Saat nur in dieſer Entfernung ein dominirendes Stämmchen hat; ſo iſt der Beſtand von der Art, daß er ſchon bey der Durchplänterung im 30 oder Zojchrigen Aiter den vellen Ertrag eines vollkommen gut beſtandenen Waldes liefert. Alle Stämmchen, die mehr aufkeimen, tragen zur Erhöhung der Be⸗ nutzung nichts bey. Sie ſterben als ſehr kleine Pflanzen ſchon ab, und ich habe im 30 jährigen Alter ſel⸗ ten mehr, als 6000 bis 8000 Stämme gefunden, wovon kaum 2000 dominirten.— Ja, es iſt die allzu große Menge von Pflanzen mehr ſchädlich, als nützlich. Es entzieht alsdann eine der an⸗ dern die Nahrung, und es kann ein allzu gedrungener junger Wald nicht ſo freudig wachſen, als wenn alle 2 Schuhe eine Pflanze ſteht, wovon jede mehrere Jahre lang hinlängliche Nahrung finden, gute Wun⸗ zeln ziehen und fruh genug in Schluß kommen kann⸗ In meinen 2 und 3jährigen Buchen⸗Dunkelſchlägen habe ich oft achtzehnmal Hundert Tauſend Pflanzen auf einem Morgen gezählt, in den Lichtſchlägen nur noch eine Million Pflanzen, in den Abtriebsſchlägen nur noch zweymal Hundert Tauſend geſunde Pflanzen, in a25 jährigen Beſtänden kaum noch Zwanzig Tauſend lebende Stämmchen, und im 30 jährigen Alter, we von den unterdrückten Stämmen erſt ein Vortheil zu ziehen iſt, habe ich ſelten mehr als Sechs bis Acht Tauſend, theils unterdrückte, theils lebende Stangen gefunden. Der Ueberſtuß kann folglich zu nichts nutzen, ſondern eher ſchaben.— Wenn in einem ganz jungen Walde alle 1 ⅞ bis 2 Schuhe eine Pflanze ſteht; ſo kann der Beſtand beſſer wachſen, er wird ſich auch in wenigen Jahren zuſammenſchließen, und bey der erſten Durchplänterung gewiß mehr Ausbeute geben, als wenn er von Jugend an ſo ſehr gs⸗ drungen geſtanden hat, wie ich vorhin Beyſpiele angeführt habe. 8 88 Bey der Taxation der jungeren Beſtände muß felglich hierauf Ruͤckſicht genommen werden, weil ſonſt mancher von ihnen als nicht vollkommen betrachtet und berechnet werden könnte, der bis zum Zo jährigen Alter ſehr voll kommen werden wird— Hat man aber einen älteren Beſtand zu taxirenz ſ muß, wie ich vorhin angeführt habe, durch Unterſuchuns und Abzählung einiger Probhe⸗ 3 1E v — Holz, beym Abtriebe 120 jährig werden, der kleinere Theil aber, alſo das jetzt 30 86 Probemorgen erforſcht werden, ob er vollkommen iſt, und die erfahrungsmähige Anzahl ven domini⸗ kenden und unterdrückten Stämmen enthält. Iſt er wirklich vollkommen, ſo ſetzt man ſeinen periodiſchen Ertrag, wie ich vorhin gezeigt habe, nach der Erfahrungs⸗Tabelle an. Iſt er aber nicht ſo vollkommen, wie er ſeinem Alter nach ſeyn müßte; ſo muß er nach der Anweiſung, die ich im Aten Kap. ertheilen will, taxirt werden. Es können aber auch Beſtände vorkommen, die ihrem Alter nach über vollkommen ſind. Ge⸗ ſetzt, man fände einen Buchenbeſtand ven 70 jährigem Alter, der 800 Stämme auf jedem Morgen hätte; ſo iſt dieſer Beſtand über vollkommen, weil er nur 600 Stämme haben ſollte. In dieſem Falle iſt der Beſtand im Go jährigen Alter entweder gar nicht, oder zu leicht durchpläntert worden. Man muß folglich die verſäumte Plänterung alsbald nachholen, und Morgenweiſe nur die beßten 600 Stämme ſte⸗ hen laſſen, wie es die allgemeine Vorſchrift erheiſchet.— Der Taxator muß hier durch cubiſche Berech⸗ nung der noch wegzuhauenden Stämme ihren Betrag in Cubik Schuhen und in Klafftern finden, und zu der Maſſe zählen, die am Ende des zweyten Decenniums der erſten Periode, durch die Plänterung des Beſtandes in ſeinem 9o jährigen Alter, nach der Erfahrungs⸗Tabelle, erfolgt. Geſetzt, die 200 unterdrückten Stangen, welche auf jedem Morgen eines 70 jährigen Buchenbeſtan⸗ des, der guten Boden hat, zu viel ſtehen, enthielten 75 Cubik⸗Schuhe oder eine Klaffter Prügelholz und ao Wellen; ſo würden alſo aus jedem Morgen des Beſtandes 11 Klafftern Prügelholz und 110 Wellen, als Plänterhelz, in der erſten Periode überhaupt zur Benutzung kommen, und eine Klaffter und a0 Wellen ſegleich, die übrigen 10 Klafftern und z00 Wellen aber erſt in 20 Jahren bezogen werden. Die Taxation der jetzt jungen vollkommenen Beſtände von gleichem Alter iſt folglich nicht mit vielen Schwierigkeiten verknüpft. 2) Wenn aber der Wolkkommene Beſtand im Alter Platzweiſe der Horſtweiſe verſchieden 5* ſo muß unterſucht werden: e 1) wie ſich die Groͤße aller mit jüngerem Hane bewachſenen Plätze zu der Größe aller mit älterem Holze beſtandemen Flachen verhaält: und 2) Es muß beſtimmt werden, ob die Zeit des Abtriebs nach dem Alter des jüngeren, oder des älteren Holzes, feſtgeſetzt werden ſoll. 1 Hat man nun dieſe Unterſuchung gemacht, und z. B. gefunden, daß in einem Buchen⸗Di iſtrikte, der guten Boden und eine Größe von a00 Morgen hat, drey Viertheile des Beſtandes, oder 75 Morgen mit Holz von 60 J Jahren, hingegen ein Viertheil des Beſtandes oder 25 Mergen mit Holz von 30 Jah⸗ ren beſtanden ſind, wooon weder das erſte durchforſtet, noch das andere durchpl äntert wäre; und hat man noch ferner die Beſt timmung gemacht, daß der größere Theil des Beſtandes, alſo das jetzt o jaͤhrige jährige Holz, welches als⸗ dann Ho jährig iſt— wie es die Nothwendigkelt erſordert— zu derſelben Zeit mit abgetrieben werden ſoll; 9 muß die Ertragsberechnung auf folgende Art gemacht werden: 6 In 3 vid bey den kann mit den den und d, fen den gle mäͤng Je= hoen demin aal nen periodiſchen ſ— ommen, wien en m taxirt werden ot an ſind. Ge = Nergen hätte Wieſem Fallei tUn. Man mij ßteo Stämme ſi⸗ du= ubiſche Bareh⸗ fftärminden, und rch länterung da jäh Buchenheſtn Nlaſt Prügeiholz um lhoam d 110 Vln, Klo= und 10 Weln erde felgenicht mit vice =ſweiſe Am bn Plätze he erhalt: ud = Alter dei ll. nen ü Sichen⸗Diſtuin⸗ nd der 75 Menh m. ilz von 30 3 ina wäre; und hi alſ= jetzt bo jähri rig l/ welches ub nil aetrieben werd 3 —E 1 f„ In der ten Periobe von 1804 bis 1834. AKlaſtter Scheit. Klaßtes Prügel. Welten. 3) Aus 75 Morgen 60 jährigen Beſtandes, pro Morgen 3 Klaff⸗ ter Prügel und 290 Wellen Planterholz, und b) aus 25 Morgen 3e jährigen Beſtandes, pro Morgen 300 Wellen Plänterholz; Anen. 88 Kberhaupt alſo am Anfange der 1ten Peride— 225 2gfg In der 2ten Periode von 1834 bis 1864. 149.* a) Aus 75 Morgen 9o jährigen Beſtandes, pro Morgen 10 Klaff⸗ ter Prügel und 100 Wellen Plänterholz, und— b) aus 25 Margen 60 jährigen Beſtandes, pro Morgen 5 Klaff⸗ ter Prügel und 200 Wellen Plauterholzz überhaupt alſo am Anfange der 2ten Periode r 325 19500 Ju der 3ten Periode von 854 bis 1894. G a) Aus 75 Morgen, welche als 120 jähriger Beſtand abgetrieben werden, pro Morgen 52 ½, Klaffter Scheitholz, 10 Klaffter Prügelholz und 800 Wellen. b) Aus 25 Morgen, welche alsdann als 90 jähriger Beſtand zu⸗ erſt durchpläntert werden, pro Morgen 10 Klaffter Prügel und 100 Wellen, ſodann— c) aus denſelben 25 Morgen, welche alsdann auch abgetrieben werden, pro Morgen 120 Stämme à 18 Cub. Sch., und 180 Stämme à 9 Cub. Sch., oder pro Morgen 32 Klaffter Scheit und 8 Klaffter Prügelholz und 480 Wellen;. überhaupt alſo am Anfange der 3ten Periode 4643 2 1200 745⁰0 In der Aten Periodhe von 13894 bis 1924. Aus 100 Morgen, welche nun gleiches Alter haben, und zum erſtenmal durchforſtet werden, pro Morgen 300 Wellen; nach Abzug des Aten Theils, weil es ein künftig zu erziehen⸗ der Beſtand iſt, pro Morgen aber nur 225 Wellen; überhaupt alſo in der Aten Periode—— 22500 Der ſämmtliche Ertrag von 120 Jahren iſt alſo. 4645 2250 132000 Zur Erläuterung vorſtehender Rechnung iſt wohl keine weitläuftige Demonſtration nöthig. Man wird beym Ueberdenken der Sache finden, daß ſie jo gemacht werden muß, und nicht anders gemacht wer⸗ den kann, wenn ein richtiges Reſultat gefunden werben ſoll. Man pergleiche nur die Erfahrungs⸗Tabelle mit den Anſätzen; ſo wird man den Wezg ſelbſt finden.— Horſtweiſe im Alter verſchiedene Beſtände kön⸗ nen und dörfen, nach den Regeln der Holzzucht, nicht ſo, wie jeder Horſt hauban wird, abaetrieben wer⸗ den, fondern man muß den ganzen Beſtand zu gleicher Zeit abholzen, um künftig einen neuen Beſtand von gleichem Alter zu erziehen. Es kommt feiglich bey ſolchen Beſtänden verzuglich auf die Be⸗ ſtimmuͤng an, welcher Theil ſich nach dem andern richten ſoll.— Wenn der jungere Theil des Beſtandes An 2 1 vollig oͤoͤöoöoö—ocſſͤhhͤ , —— 1 3³⁴ völlig haubar werden ſell; ſo muß der ältere Theil überhaubar werden, und ſall der ältere Theil voͤllig haubar werden; ſo wird der jüngere Theil: beym Abtriebe gering haubar ſeyn. Im erſten Falls wird der äberhaubare Theil mehr, und im andern Falle der gering haubare Theil weniger Holz liefern, als ein eigentlich haubarer Wald. Wie viel dieſes Mehr und Weniger betraͤgt, laß 5 ſich aus der Erfahrungs⸗ Tabelle berechnen. Die Anzahl und der⸗cubiſche Gehalt der Stämme von jedem Alter iſt in der Erfahrungs⸗ Tabelle enthalten. Es kann folglich auch, wie ich bey der Berechnung des Ertrages der 3ten Periode im verigen Beyſpiele gezeigt habe, die Holzmaſſe leicht berechnet und in Klafftern ausgeworfen werden, die erfolgt, wenn man einen Beſtand in jedem beliebigen Alter abtreibt. Bey der Beſtimmung⸗ zu welcher Zeit ein Horſtweiſe im Alter verſchiedener Beſtand abgetrieben werden ſoll, iſt vorzüglich darauf Rückſicht zu nehmen, daß bis zur Abtriebszeit der größere Theil des Beſtandes eigentlich haubar werde, weil durch zu fruhes Abholzen ein Verluſt entſteht, wie man aus der Tabelle I ſehen kann.— Sollten aber beyde Theile gleich ſeyn, alſo, nach unſerem vorigen Deyſpiele, 50 Morgen mit Holz von 30 Jahren, und 50 Morgen mit Holz von 60 Jahren Herſtweiſe beſtanden ſeyn; ſo iſt es vortheilhafter, den jüngeren Beſtand eigentlich haubar und den älteren Beſtand überhaubar werden zu laſſen, folglich den ganzen Diſtrikt zu Anfang der Aten Periode abzutreiben, wo der jetzt 3o⸗ jährige Beſtand 120 jährig, und der jetzt bo jäͤhrige Beſtand 150 jährig wird. Man wird dadurch mehr Holzmaſſe zum jährlichen Ertrage erhalten, als wenn man die 50 Morgen jetzt Zo jährigen Beſtandes in der 3ten Periode abtreiben wollte, in welcher derſelbe erſt 90 jährig, hingegen der jetzt 6 69 jährige Beſtand 120 jährig iſt.— Die Reſultate der Tabelle I geben dafür den deutlichſten Beweis.— Doch muß bey ſolchen Beſtimmungen immer darauf Rückſicht genommen werden, daß dadurch der ältere Theil des Beſtandes nicht abſtändig wird, und daß der jüngere Theil des Beſtandes zur Zeit des Abtrieds wenigſtens ſe alt iſt, daß die Bäume gehoͤrig vielen und guten Saamen tragen, alſo die Flächen, worauf ſie ſtehen, wieder beſaͤen können. In dem vorigen Beyſpiels habe ich gezeigt, wie der Ertrag eines Beſtandes berechnet werden muß, wenn er das im Allgemeinen beſtimmte haubare Alter nicht erreichen kann, und z. B. ſchon im 9o jährigen lter abgetrieben werden ſoll.— Geſeht aber, von dem vorhin erwaähnten, Horſtweiſe im Alter verſchiede⸗ nen, Beſtande wären 50 Morgen mit Buchenholz von 30 Jahren, und 50 Morgen mit Buchenholz von 60 Jahren beſtanden, und es ſey beſtimmt worden, den ganzen Beſtand zu Anfange der Aten Periode ab⸗ zutreiben, felglich den jetzt 30 jährigen Beſtand 120 jährig, hingegen den jetzt 60 jährigen Beſtand 150⸗ jahrig werden zu laſſen: wie wird in dieſem Falle die Rechnung gemacht werden muüſſen, da die Erfah⸗ rungs⸗Tabelle für die Buchenwaldungen bis zum 160 jährigen Alter eines Beſtandes nicht reicht? Hier muß zuerſt beſtimmt werden, wie der Vuchenbeſtand, der überhaubar eder älter als 120⸗ ſährig werden wird, in ſeiner letzten Lebens⸗Periode behandelt werden ſoll. Und es muß zum andern un⸗ terſucht werden, wie ſtark der jährliche Zuwachs an einem Buchenſtamme von 120 bis 150 jahrigem Altar iſt.— Die erſte Beſtimmung wird aus den Regeln der Holzzucht gefolgert, und für die andere wird man aus der Tabelle G, im 2ten Kap. des Aten Abſchnittes, das Nöthige ſehen können. Geſetzt — r——888 1 EEEEEEEEEꝑ——I Geſetzi nun, es ſey beſtimmt, daß ein Buchenbeſtand, den man 150 Jahre will alt werden laſſen, in ſeinem 120 jährigen Alter— wo er nach der Erfahrungs⸗Tabelle pro Morgen 300 Stämme enthält— bis auf die ſtärkſten 200 Stämme, wie die Eichwaldungen, durchpläntert werden ſolle,— geſetzt ferner, man hahe bey angeſtellten Unterſuchungen gefunden, daß an jedem Buchenſtamme, vom 120 bis 150 ½ der Weil dolhz 1h n zalls wird de 5% fern, alg än b 1 Erfahrun iſt ¹ r Erfahrung jährigen Alter, ſährlich 3 Cubik⸗Schuhe zuwachſen; ſo muß die Ertragsberechnung auf folgende Art 8dE u Periode i 39e* u werden, i a rAnd abgetnihen der Rößere kheil ent, wie man äth Klaffter Prügel und 200 Wellen Summa— 150 25000 tem agen Deyyitt, vid. die Erfahrungs⸗Tabelte D. 2 3 1*weiſe beſtanden Im Anfange der 2ten Periode ven 1834 bis 186. ten= ind überhauin a) Aus 50 Morgen, welche 60 jährig ſind, jeder zu 3 Klaffter 1 bo der jeßt zo Prügel und 200 Wellen, und — 5) aus 50 Morgen, welche 9o jährig ſind, jeder zu 10 Klaffter 46 Nan— ⸗ dadurch ug Prügel und 100 Wellen Summa— 630 25000 oii=t Beſtandes Im Anfange der 3ten Periode von 186 bis 2694. 1 ſetzt, äͤhrige Bela 2) Aus 50 Morgen, welche Ho jährig ſind, pro Morgen 10 Dnuß beh ſilhe Klaffter Pruͤgel und 100 Wellen. heil= Beſtandts ith b) Aus 50 Morgen, welche 129 jährig ſind, und bis auf die 6 1 4 daß beßten 200 Stämme durchpläntert werden,— von 106 gſte⸗ kalt iſt, deß Stämmen, jeder zu 14 Cubik⸗Schuhen, macht pro Morgen „w= beſaen könna 12400 Cub. Schuhe, oder 11 ½ Klaffter Scheit, 3 Klaffter erden nu Prügel und 150 Wellenz berſ= t wetdn ſ alſo zuſammen 3587 630 12500 3. 6 eim 9o ſührig... 1 1. —* Im Anfange der Aten Periode von 1894 bis 1924. 1 iſe r allter verſchi 8 2 9 4 Ke. a) Aus 50 Morgen, welche 120 jährig ſind, Pro Morgen en= Buchenhel 8 51 ½ Klaffter Scheit, 10 Klaffter Prügel und 800 Wellen, und ge en Periode i b) aus 50 Morgen, welche 150 jährig ſind, und wovon jeder 23644— Beſtand 149 Morgen 9. 9☛ 2 da B1 1) 120 Stämme à 43 Cub. Schuhe, und nuſr da die Eiit 2) 80 Stämme à 24 Cub. Schuhe ni seicht? enthält, die zuſammen 7630 Cubik. Schuhe, folglich pro* 2— Morgen 67 Klaffter Scheit, 13 Klaffter Prügel und 960 1 are aälter al Wellen geben; im andern un alfo zuſammen von 100 Morgen 5912 ½ 1150 88000 bis= zahrigem Alp..—. 18 deu und uu Zuſammen in 120 Jahren..„ 6500 2600 140500 e dele G M Man Giſ gemacht werden: Im Anfange der ꝛten Periode von 1804 bis 1834½. a) Aus 50 Morgen, welche 30 jährig ſind, Pro Morgen 300 Wellen. b) Aus 50 Morgen, welche 60 jährig ſind, pro Morgen 3 Klaffter Scheit. Klaffter Prügel. Wellen. Man wird aus der vorhin gegebenen Anweiſung und den zur Erklärung angeführten Beyſpielen vieleicht hinkanglich belehrt worden ſeyn, wie man die Ertragsberechnung von einem vollkommenen Holz⸗ beſtande, er mag gleiches Alter haben, oder Horſtweiſe im Alter verſchieden ſeyn, machen muß.— Da aber ein Anfaͤnger leicht ungewiß werden koͤnnte, was man zu thun habe, wenn Beſtände vorkommen, deren Abtrieb nicht gerade auf das Ende einer Periode paßt, wie z. B. Beſtände, die im 95ten, im zooten, im 110ten ꝛc. Jahre ihres Alters abgetrieben werden ſollen und müſſen; ſo will ich auch noch zeigen, wie wan ſich in dieſem Falle, der bey der Taxation eines Forſtes oft verkommt, verhalten muß. Geſetzt, ein Morgen jetzt 10jähriger vollkommener Buchendeſtand, der gulen Boden hat, ſoll im a0o jährigen Alter abgetrieben werden; ſe mache man die Ertragsderechnung auf folgende Art, nach der Erfahrungs⸗ Tabelle D.. In der lten Periode von 1804 bis 1834.. Plänterhelz&.* 94 2———. 500 2 In der 2ten Periode von 1834 bis 1864. Am Ende des 2ten Decenniums, wo der Beſtand 60 jährig. wird, Plänterholz..„— 3 200 4 Klaffter Scheik, Ztaftter prägfi. Welen. In der 3ten Periode von 1864 bis 289 4¼. 1) Am Ende des 2ten Decenniums, wo der Beſtand go jähe, rig iſt, Plänterholz...—. 10 100 2) Am Ende der Periode, wo der Beſtand r0o jährig wird und abgetrieben werden ſoll: a) Aus 129 Stämmen, wovon jeder im 9 jährigen Alter 13 Cub. Schuhe hatte, und nun 21 ⅞ Cub. Sch. enthält, da ein Stamm der erſten Größe. 1 vom 9oten bis 12oſten Jahre 10 Cub. Sch., alſo jährlich Cub. Schuh zuwächſt. d) Aus 180 Stämmen der zweyten Größe, wovon je⸗ der im go jährigen Alter 9 Cub. Sch. enthalt, und— im 10oſten Jahre 103 Eubik⸗Schuhe beträgt, da. ein ſolcher Stamm vom goſten bis 12o0ſten Jahre— 5 Cub. Sch., alſo jährlich ½ Cub. Sch. zuwächſt; zulanmen alfo 4480 Cub. Schuhe, oder 38 4. 3 500 Ueberhaupt in 100 Jahren 38 ½ 21 1100 Aus dieſer Verechnang wird man ſehen, daß ich, um die Maſſe eines 100 jährigen Stammes zu finden, den durchſchnittsmäßigen jährlichen Zuwachs eines Stammes vom goſten bis zum 12o0ſten Jahre, zehnmal auf die Maſſe gezählt habe, die der Stamm i im 90 jährigen Alter, nach der Erfahrungs⸗ Tabelle, anthält.— Durch dieſes Verfahren kommt man der Wahrheit ſo nahe, als es möglich iſt, eb man ſie gleich dadurch nicht ganz erreichen wird, da der lahrlich Zuwachs in jedem Decennie einer gewiſfen Periode nicht ſitm rheie kuuhe, Lut ein 4 8 1 im beiczt, herſte, woden van! 19, diſ 1 dder bey Naeten Beſend 1 geren fund bi ing, Ben Beyſpielen n vIE nmenen Heli maen nuß.— 8. 25 vorkommnn im z, im J0oten autrah zeigen, u 19. n N. In hat, ſel in alg= Art, nach de afft= 321. Welen — 5u0 — 205 +— 1⁰⁰ 5⁰0 —- Ö— — 1¹⁰⁰ jäun Stammei) is m 420oſten Jaht, er wungs⸗Tadeke ni iſt, eb man ſ Ar= zewiſfen Tenih nic ͤ.ͤG nicht ganz gleich iſt.— Wenn man aber nach dieſer Methode den eubiſchen Gehalt eines 100 fährigen, oder eines 105 jährigen, oder eines 110 oder 115 jährigen Stammes berechnet, und eben ſo alte Stämme im vollkommenen Schluſſe unterſucht; ſo wird man finden, daß die Differenz zwiſchen dem Reſultate und der Wirklichkeit ſehr unbedeutend iſt.— Es läßt ſich alſo auf dieſelbe Art der Ertrag eines jeden Holz⸗ beſtandes, in jedem beſtimmten Alter, nach der Erfahrungs⸗Tabelle berechnen.— Vielleicht wird dieſe Rechnung durch folgendes Beyſpiel noch deutlicher. 1 Geſetzt, man wellte nach der Erfahrungs⸗Tabelle berechnen, wie viele Cubik⸗Schuhe ein Stamm Fichten der erſten Größe von der dominirenden Claſſe, auf gutem Boden im 70 jährigen Alter enthält; ſo urtheile man alſo: Im Goſten Jahre enthält ein ſolcher Stamm nach der Erfahrungs⸗Tabelle 10 Cubik⸗ Schuhe, und im Hoſten Jahre enthält er 30 Cubik⸗Schuhe. Der Zuwachs in 30 Jahren beträgt alſe 20 Cubik⸗Schuhe, und der einjährige Zuwachs, im Durchſchnitte genommen, 3 Cubik⸗Schuhe. Es wird alſo ein Stamm der erſten Größe im 70 jährigen Alter 6 3 Cubik⸗Schuhe mehr, als im 6o0 jährigen Al⸗ ter— folglich 16 ¾ Cubik⸗Schuhe enthalten. Ehe ich dieſes Kapitel ſchließe, muß ich noch bemerken, daß, wenn der Beſtand in kleinen Hor⸗ ſten im Alter ungleich iſt, auf die Verdämmung der jüngeren Horſte Rückſicht genommen werden muß. Geſetzt, ein Beſtand ſey Horſtweiſe im Alter verſchieden; er ſey 10 Morgen groß; der größere Theil der Horſte, welche 3o jähriges Fichtenholz enthalten, betrüge 3 Morgen— der kleinere Theil der Horſte aber, wovon jeder nur wenige Quadrat⸗Ruthen Fläche bedeckt, und 15 jährig iſt, betrüge 2 Morgen.— Wellte man hier von dieſen zwey Morgen den vollen Holzertrag bey jeder Hauung anſetzen; ſo würde dieſer Er⸗ trag ganz gewiß nicht erfolgen. Die älteren Horſte verdämmen, der Erfahrung nach, die jüngeren, und dieſe liefern daher bey weitem denjenigen Ertrag nicht, den ſie geben würden, wenn ſie größer wären, oder beyſammen auf einem Platze ſtünden, folglich keiner ſtarken, oder gar keiner Verdämmung von dem älteren Beſtande unterworfen wären.— Es kann daher für den Horſtweiſe untergemiſchten jüngeren Beſtand, der immer der leidende Theil iſt, kein voller Ertrag angeſetzt werden. Wie groß unter ſolchen Umſtänden der Abzug ſeyn müſſe, das muß nach der Größe der jün⸗ geren Horſte und nach der Verſchiedenheit des Alters der Horſte, die einen ſolchen Be⸗ ſtand bilden, ermäßigt werden.— Die allgemeinen Regeln und Erfahrungen ſind folgende: 1) Je kleiner die jüngeren Horſte ſind, deſto größer muß der Abzug an dem Ertrage ſeyn, den fſie liefern könnten, wenn ſie von neben⸗ ſtehenden älteren Horſten nicht verdämmt würden; und 2) Je groͤßer der Unterſchied im Alter der Horſte iſt, deſto größer iſt auch der Unterſchied im Shttegs der jungeren Horſte— das heißt— de ſto weniger Holz liefern die jüngeren Horſte, weil ſie alsdann von den älteren Horſten um ſo viel mehr nerdammt werden. M 2 Der öf 5 2 —— Holzarten enthält, und gleiches Alter hat, taxiret werden; Der Taxater muß alſo, in ſolchen Fällen, bey der Berechnung des Ertrages der jängeren Horſte, jedesmal einen Abzug am ſonſt gewöhnlichen Ertrags⸗Quantum Statt finden laſſen. Wie viel er aber auf den Morgen bey jeder periodiſchen Benutzung abzuziehen habe, das muß ſeinem Ermeſſen überlaſſen bleiben, und nach den ſehr verſchiedenen Umſtänden beſtimmt werden⸗. Zum Beyſpiel: Wenn die älteren Horſte 25 jährig, die jüngeran Horſte aber nur 5jährig ſind, und jeder der jüngeren Horſte nur oder 1 Quadrat⸗Ruthe bedeckt; ſo kann für die jüngeren Horſte bey der Durchforſtung der älteren in ihrem 30 oder 4ojährigen Alter nur ein geringer Ertrag, in der Folgezeit aber, und bis zur Haubarkeit der älteren Horſte, gar kein Ertrag angerechnet werden, weil der Beſtand der jün⸗ geren ſehr kleinen Horſte, bis zum 4o jährigen Alter der älteren, ſchon ganz unterdrückt ſeyn wird. Man kann aber alsdann den Ertrag der äͤlteren Horſte um etwas ſtärker annehmen, weil die Saumbäume an dieſen Horſten, wegen der durch die Verdaͤmmung entſtandenen Lücken, in dem zur Haubarkeit beſtimmten Alter trkere Stämme liefern werden, als wenn der Beſtand allenthalben gleich und geſchloſſen geſtanden hätte. Wenn aber die jüngeren 5 jährigen Horſte ſo groß wären, daß jeder 6 bis 3 Quadrat⸗Nuthen be⸗ deckt; ſo wird ihr Beſtand zwar ſtark verdämmt, aber doch nicht ganz vertilgt werden. Der Saum der jüngeren Horſte wird beſonders Noth leiden, in der Mitte der Horſte aber werden die Stämme in die Höhe kommen, ob ſie gleich nicht ſo ſtark wachſen können, als wenn um ſie her kein höheres Holz ſtünde. In dieſem Falle wird man der Wahrheit nahe kommen, wenn man für die mit jüngeren Horſten beſtan⸗ dene Fläche bey allen Durchplänterungen nur die Hälfte von dem ſonſt gewöhnlichen Ertrage anrechnet, und ſelbſt bey der Haubarkeit nur den halben Ertrag anſetzt. Sind die jüngeren Horſte aber größer, oder iſt der Unterſchied im Alter nicht ſo beträchtlich; ſo darf auch der Abzug nicht ſo groß ſeyn.— Dem Ermeſſen des Taxators muß hier die Beſtimmung des Abzuges überlaſſen bleiben, und es laſſen ſich für ſolche ſehr verſchiedene Fälle weiter keine beſtimmte Vor⸗ ſchriften ertheilen. Drittes Kapitel. Von Abſchaͤtzung der geſchloſſenen jungen Hochwaldungen, die mit 8 verſchiedenen Holzarten vermiſcht beſtanden ſind. 1 12) Wenn der Beſtand gleiches Alter hat, . und eine andere Holzart 3 einzeln untergeſprengt iſt. Soll der künftige Holzertrag eines jungen vollkommen beſtandenen Hochwaldes, der verſchiedene ſo iſt vorerſt zu unterſuchen und zu beſtimmen: 3) O5 die Vermiſchung nur bis zu einer gewiſſen Periode, und bis zu welcher ſis Statt finden darf: oder 4 2) Ob amc 3 Haulen 9 luern der Fo vnt ſ r zapi X hizer hin a. te im ſechnun 5 6 Nen b d Bu do iühni Nadehel Vovon we A Prrane, en 2ten rzns nal der iren Hare = er aber auj en Ken hleihen, 3 582 ſind, und gere! orſte bey da in ſ= Zalgezeit aber, lde Kand der jin ſeyted. Man kann Baut eme an diſen grkeite immten Alte loſſe⸗tanden hatte Qu- t⸗Ruthen ie den. er Saum oi n di= ämme in ie ho Holz ſtünde nger Forſten heten hen(am ge anrechni bt trächtlich; r di= ſtimmung de rkei= eſtimmte W uge die mit ſite 4— te Holzeſt des r verſchiedm zen mzu beſtimmen; triee and lit 2) 01 ———— ————.j 6— 98 2) Ob die Vermlfchung bis zur Handarkeit! des Beſtandes, und in wel⸗ chem Verhältniſfe ſie beybehalten werden fokk, oder muß. Waͤre die Vermiſchung im jungen Walde nicht beträchtlich, und nur ſo gark, daß man die unter⸗ gemiſchte Holzart als Zwiſchennutzung bey den periodiſchen Durchplänterungen herausnehmen, und bey der Haubarkeit einen reinen Beſtand von der beſſern Holzart haben kann; ſo unterſuche man nach der Quali⸗ tät und Stellung der Stämme, bis zu welchem Akter des Beſtandes die Vermiſchung dauern wird.— Man ſpreche einen ſolchen Beſtand nach der edleren Holzart an, und bemerke nur in der Forſtbeſchreibung, daß die Zwiſchennutzungen bis zu dieſer oder jener Periode von dieſer oder jener Holzart ſeyn werden. Den Helzertrag aber ſetze man nach der Erfahrungs⸗Tabelle an, wie ich im vori⸗ gen Kapitel gelehrt haͤbe. Iſt die Holzart, welche als Zwiſchennutzung ausgepläntert werden ſoll, nicht viel oder gar nicht niedriger im Preiſe, als die, welche den dauerhaften Beſtand ausmacht, und wäre ſie z. B. Hainbuchen, Birken ꝛc.; ſo iſt keine Abſonderung in der periodiſchen Ertragsberechnung nöthig. Sollte aber der Unter⸗ ſchied im Preiſe oder in der Holzart beträchtlich und auffallend ſeyn; ſo mß jede Holzart in der Ertrags⸗ berechnung ſeparirt werden. Geſetzt, der Diſtrikt ſey 100 Morgen groß, habe guten Boden und 25 jährige Buchen, mit ein⸗ zelnen eben ſo alten Kiefern vermiſcht, zum Beſtande.— Es ſey beſtimmt, daß die Kiefern, welche die Buchen jetzt ſchon verdämmen, alshald herausgehauen werden, die unterdrückten Buchen aber bis zum 40 jährigen Alter des Beſtandes ſtehen bleiben ſollen.— In dieſem Falle muß bey der Berechnung das Nadelholz vom Laubholze getrennt, und jede Holzgattung in die für ſie beſtimmte Special⸗Tabelle— wovon weiter unten gehandelt werden foll— getragen werden. Man unterſuche alſo, wie viel die Benutzung an Nadelhalz jetzt, alſo zu Anfang der ten Periode, pro Morgen beträgt, und wie ſtark die Benutzung an unterdrücktem Buchenholze in dem 2ten Decennio der ꝛten Periode noch ſeyn wird.— Sind nun dieſs Beſtimmungen gemacht; ſe be⸗ rechne man das Puchen⸗ und Nadelholz auf folgende Art beſonders: “ ——— 2 . Buchenholz Nadelholz Scheit⸗ Prüg⸗l⸗ Wellen Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen — 18. Klafter Klaffter Klaffter Klaffter 39 der ꝛten Period⸗ von 18as bis 1334. a) An Kiefern, pro Morgen Klaffter Prügelholz und 30 Wellen, alſe aus 100 Morgen.— 25 3000 „b) An unterdrückten Buchenſtangen, pro Morgen— 3 nur 200 Wellen, alſo aus lv0 Morgen„—— 20000 3 der 2ten Periode von 4834 bis 1864. Nach der Erfahrnngs⸗Tabelle pro Morgen 3 Klaffter Prügel und 200 Wellen, alſo aus 100 Morgen...— 300 20000 Und ſo weiter. 1 Wäne aber der Beſtand von der An, daß die Bermiſchung bis zur Haubarkeit des ganzen Diſtriktes beybehalten werden muß; ſo iſt durch Unterſuchung einiger Probemorgen zu erforſchen: 1) wie viele Stämme der erſten und zweyten Größe von jeder Holzart auf einem Morgen bis zur Haubarkeit übergehalten werden müſſen, um dem Walde den gehöri⸗ gen Schluß oder die erforderliche Stammzahl zu laſſen, und 2) wie viele Staäaͤm⸗ me von jeder Holzart bey der Plänterung wegkommen.— Iſt dieſes unterſucht und beſtimmt; ſo läßt ſi 4 der Vsaisdiſch Extrag einer jeden Holzart nach der Erfahrungs⸗Tabelle leicht erethmen. He 14 1 Geſeht, der Dienkt ſey 100 Worgen groß„ und zaße guten Boden und 7o jaͤhrige chon durch pläntert⸗ Buchen, mit eben ſo alten Kiefern permiſcht, zum Beſtande.— Bey der Unterſuchung habe man gefunden, daß auf jedem Morgen, im Durchſchnitte genommen, 250 dominirende Buchen, 50 domi⸗ mrende Kiefern, ſodann 200 Buchen und 100 Kiefern der zweyten Größe ſtehen. Es ſey ferner beſchloſſen worden, daß die oben erwähnten 250 Buchen und 56 Kiefern der erſten Größe bis zur Haubarkeit ſtehen bleiben, hingegen die 200 Buchen und 100 Kiefern der zweyten Größe, bey der Durchplaͤnterung im 9o jährigen Alter des Beſtandes weggenommen werden ſollen.— Ulnd es ſey endlich auch noch beſtimmt, daß nach dem Abtriebe des gegenwartigen Beſtandes kein vermiſchter, ſondern ein reiner Buchenwald er⸗ zogen werden ſell. Nach Vorausſchickung dieſer Beſtimmungen wird die Ertragsberechnung auf folgende Art gemacht: 1te Ahulhatz Krägel⸗ Wa ☚⁵ Klaſtter 2Q — 25 Joc ——.— it d anzen Diſtiig ſche) wie eiel uff jem Mot Ba= den gehin 3 Hiele Stin⸗ It 1mm unterſucht u nht i⸗Tahell li 7oige ſchon wid d terſuchung nde=ꝛchen, 50 in Es erner beſchleſe i] aubarkeit ſi chplänterung lich ² noch beſtimn. 2— Buchenwald! 1'e Art genuct — 15— 8 rte perisde von n 1905½ bis 1853. im dritten Decennio a) An Buchen pro Morgen 200 Reidel, jeden nach der Erfahrungs⸗Tabelle im Durchſchnitte zu 2 ¾ Cub. Sch⸗, macht 6 ⅔ Sloffter Prügel, aie ie ee Bes 5664 auf l00 Morgen.—. u An Kiefern. pro. Morgen 100„ Raddl, jeden nehe Scheit⸗ Klaffter Klaſfter acgherbele Prügel⸗ 8 der Erfahrungs⸗Tabelle im Durchſchnitte zu 9 Cub? Sch. angenommen, macht 6 Klaffter Scheit Wellen 6660 Nat e1HoIz Scheit⸗ Prügel⸗ Klaffter Rtaſtꝛer 7 Weiep 4500 1791 3 109160 2775 700 2ad 4 Knſttes Prüget, alſg. ſo auf 100 2Morgen——³— 600 400 10000 2te Periode von 133½ bis 1864. 8 4 im dritten Decennio a) An Buchen, pro Morgen— 282o Stüämme der zten Größe à 28 C. 6. 1230 Staͤmme der 2ten Größe à 4 C. S. macht auf einem Morgen 45 Klaffter Scheit, 9 Klaffter Pruügel und 650 Wellen, alſo auf 190 Morgen.... 4500 900 65000 .*) An Kiefern, pro Morgen 50 Stämme, jeden à 43 C. Sch. macht auf einem Morgen 21 ½ Klaffter Scheitk, 4 3 Klaffter Prügel und 250 Wellen, alſo auf 100 Mergen..... 2175 300 25000 3tze Periode von 1864 bis 1894. Plänterholz aus dem neuen reinen Buchenbeſtande. mit 4 Abzug. 14 3.„ 0—— 22500 414 Periode von 1894 bis 1924.* desgleichen...— 225 15000 In 120 Jahren zuſammen 5500 Ganz auf dieſelbe Art muß man die Unterjuchung und Berechnung machen, wenn zu Bauholz beſtimmte juang⸗ Eichen unter andere Holzarten gemiſcht ſind.— Weil aber ſolche Eichen bey weitem dicker, Fslglich viel älter werden müſſen, als zum Brand beſtimmte Holzarten; ſo muß man bey dem Auszählen der Eichen immer darauf Rückſicht nehmen, daß die zur Aleberhaltung augeſprochenen Stämme auch ſo weit voneinander ſtehen, daß ſie eine ſolche Dicke erlangen knnen. Wenn daher meh⸗ rere 30 oder 40 jährige dominirende Eichen auf einer kleinen Fläche nahe beyſammen ſtehen; ſo kann von denſelben doch nur ein Stamm zur Ueberhaltung bis zur Haubarkeit des Eichenbeſtandes in Anrechnung kommen. Mit der Zeit wird gewiß nur eine von all dieſen Eichen dominiren, und die übrigen werden nach und nach verdämmt werden.— ben ſollen; ſo darf man nur in der Entfernung von 6 bis 3 Schritten ein deminirendes Eichenſtaͤmmchen zur Ueberhaltung anſprechen. Alle andere Eichen werden vor ihrer Haubarkeit nach und nach unterdrüͤckt werden.— Es kaun daher oft der Fall ſeyn, daß viele Eichenſtaͤmmchen Horſiweiſe z. B. unter Buchen gemiſcht ſtehen, und daß doch nur wenige auf einem Morgen bis zu ihrer Haubarkeit übergehalten wer⸗ den können. Jeder Taxator muß auf bieſen Gegenſtand die nöthige Rückſicht nehmen, weil er ſonſt mehr Eichen zur Ueberhaltung in Aufrechnung bringen und der Hachkommenſthaft miehr Eichen⸗ 3 Pauhdit verſprechen würde, als nochhet erfolgen kann. 6 is Auſſer der Beſtimmung, wie viele Eichen zur Reberhaltung bis in n ihr 180 bis zuoühtiges Alter tauglich ſind, muß der Taxator auch unterſuchen, wie viele Eichen auf einem Morgen bey der Haͤubarkeit des dominirenden Buchenbeſtandes, alſo im 220 jährigen Alter der Eichen, als dominirende Stämme ge⸗ hauen werden. Die davon erfolgende Holzmaſſe, die zu Werk⸗ und Geſchirrhelz zu benutzen iſt, muß be⸗ ſonders in Anrechnung fe emmen,— das eichene Paänterholz hingegen, 3 meſchr gleichen Wanhulk dem buchenen hat braucht in der Rechnung nicht ſeparirt zu werden. 4 Ein Beyſpiel wied dieſes deußlicher machen. Geſetzt, ein Dintit, der guten Beden hat, wäre 100 Morgen groß und mit o jährigen Buchen und einzelnen eben ſo alten Eichen vollkemmen gut bewachſen. den, daß, auſſer mehteren unterdrückten Eichen, auf einem Morgen im Durchſchnitte 20 dominirende Eichen ſtehen, wovon 6 Stämme zur lleberhaltung bis zu ihrer eigentlichen Haubarkeit geſchickt ſind, die üührigen 14 8 Staͤmme aber bey der Haubarkeit des dominirenden Buchenbeſtandes mit abgetrieben werden müßten; ſo mache man die Ertragsberechnung auf folgende Art: Wenn die Eichen 180 bis 210 jährig werden, alſo ſtarkes Baulholz ge⸗ Bey der Unterſuchung habe man gefun⸗ 5 Vänen d ſtarker 3 dhoſühr Lißen de Bauht 4 che Eichen 1 -; ſo muß n — angeſprachan m. enn Faher nj en=an; ſo kann n ei= in Anzazm die=zen werden n ſſo= es Bauhelz ren ichenſtäunt ach= aach unterdih ſeiſe X unter Putg ark ergehalteg nn 4 eilſ nſt mehr(i n⸗=holz verpuca 92 bit ſo jährigts Nn gen⸗ der Haubat zmiſ-=de Stämna 1 eeen iſt, muß leid— Werth nit w m= jährigen dui ucht=zabe man giſt = 20 deminiren ar efcickt ſid, h me fetrieben wite zte Periode von 1604½ bis 1834. Bey der Durchplänterung des 60 jäͤhrigen Beſtan⸗ des, pro Morgen 3 Klaffter Prügel und 200 Wel⸗ len, vermiſchtes Buchen⸗ und Eichenholz; alſe aus a00 Morgen.. 2... ate Periode von 183 bis 2864. Bey der Durchplänterung des 9o jährigen Beſtan⸗ des, pro Morgen 10 Klaffter Prügel und 100 Wel⸗ ten, vermiſchtes Buchen⸗ und Eichenholz; alſo aus 100 Morgen„—... 3te Periode von 13864 bis 1894. Bey der Haubarkeit des dominirenden Buchenbe⸗ ſtandes, pro Morgen a) an Buchenholz 214 Stämme à 23 Cub. Sch. 166 Stämme à 14 Cub. Sch. oder 48 ½ Klaffter Scheit, 9 Klaffter Prü⸗ gel und 680 Wellen, und b) an Eichenholz 14 Stämme à 14 Cub. Sch. wovon 3 Scheit⸗ und ½ Prügelhelz ſind; alſo auf 100 Morgen.. Ate Periode von 1894 bis 1924. Plänterholz, mit Abzug, pro Morgen 225 Wel⸗ len, alſo auf 10 Morgen„.. n. Buchenholz Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen Klaffter Klaffter — 300 20000 — 1000 40000 4840 900 63000 —— 22500 97 Eichenholz Scheit⸗ Prüget⸗ Wellen Klaſfter Klaffter ————— 447 65 ½¾ 2120 In 120 Jahren zuſammen. . 4840 2200 120500 147 65 3120 Die zum Grunde liegenden 100 Morgen Wald werden alſo das berechnete Buchen⸗ und Eichenholz dinnen 120 Jahren liefern, und noch mit 600 Eichenſtämmen von 120 jährigem Alter beſetzt bleiben, die zu ſtarkem Bauholze erwachſen ſollen. Will man nun auch noch berechnen, wie viel Holz dieſe S0c Eichen bay ihrer Haubarkeit z. B. im 180 jährigen Alter liefern werden; ſo darf man nur in der 3ten Periode, in deren uten Decennio die Lichen 180 jährig werden, jeden Stamm, nach der Erfahrungs⸗Tabelle, mit 70 Cubik⸗Schuhen in An⸗ N rechnung 98—— rechnung bringen. Hierdurch wird man finden, daß dieſe 600 Stämme 42000 Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe geben würden, wenn man ſie in dieſem Alter beziehen könnte, ohne den, nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Buchenbeſtandes erzogenen neuen Wald, der bis dahin 60jäh⸗ rig geworden iſt, zu ruiniren.— Um dieſen Schaden zu verhindern, muß die Beſtimmung gemacht werden, daß die zur Ueberhaltung ausgewählten 600 Eichen erſt in der 6ten Periode, in welcher der künf⸗ tig zu erziehende Buchenbeſtand 90 jährig wird, und die Eichen ein 210 jähriges Alter haben, gehauen werden ſollen. Oder man muß beſtimmen, daß die Eichen bis zu Anfang der 7ten Periode ſtehen bleiben ſollen, worin der in der dritten Periode zu erziehende Buchenbeſtand 120 jährig wird, und wieder zum Ab⸗ triebe kommt. Im letzten Falle würden die Eichen ein 240 jähriges Alter erreichen, und es kann ihr Holzertrag nach der Erfahrungs⸗Tabelle G, im 2ten Kap. des Aten Abſe hnittes, berechnet werden. Bey der Beſtimmung der Zeit oder der Periede, in welcher Eichen, oder andere Stämme, gefällt werden ſollen, die man bis in ein hohes Alter auf einem Diſtrikte überhalten will, deſſen Beſtand bis Ddahin mehrmals abgetrieben wird, muß immer darauf Rückſicht genemmen werden, daß es auch möglich iſt, die Stämme zu fällen, ohne den dominirenden Beſtand zu ruiniren. Deswegen muß der Taxator die Holzzucht nicht allein genau ſtudirt, fondern darin auch ſchon praktiſch gearbeitet haben, um dieſe Beſtimmungen machen zu können. 8 Jeder praktiſche Forſtmann wird erfahren haben, daß das Aushauen übergehaltener, alſo großer Bäume, ohne Beſchädigung des Unterwuchſes nicht geſchehen kann, wenn dieſer nicht ſehr klein iſt. Billig ſollten daher alle überzuhaltenden Stämme bis zum nächſtkünftigen Abtriebe des dominirenden Beſtandes ſtehen bleiben. Sollte dies aber den Umſtänden nach nicht möglich ſeyn; ſo darf doch wenigſtens aus 20, 30, z0, 50, 60, 70 und 30 jährigen Beſtänden kein übergehaltener Bauhelzſtamm genommen werden, weil ein allzu großer Schaden beym Fällen, Bearbeiten und Abfahren des Holzes entſteht. Nur vom 9o jährigen Alter des dominirenden Beſtandes an kann im Nothfalle der Aushieb übergehaltener Eichen Statt ſinden.— Beſſer iſt es aber freylich, wenn dergleichen Stämme zum Theil bis zur dunkeln Stellung, und zum Theil bis zur Auslichtung des künftigen Schlages ſtehen bleiben können, damit durch ſie die Vermiſchung natürlich fortgepflanzt werden kann.— Im 5ten Kap. dieſes Abſchnittes wird hiervon noch mehr ge⸗ ſagt werden.— 2) Wenn der vollkommen geſchloſſene und im Alter gleiche Be⸗ ſtand Horſtweiſe aus verſchiedenen Holzarten beſteht. In dieſem Falle muß vorerſt die Beſtimmung g gemacht werden: 12) Ob die Vermiſchung für immer bleiben, oder ob ſie nach dem Ab⸗ triebe des jetzigen Beſtandes aufhoren, und was für eine Holzart alsdann rein erzogen werden ſoll: und 3 8 1 2) Wie air ünter Benn ialad hen d irie tzgemi 1 A 3 ſo lde 1 Abt hingege aufgef merden ſe wuß auch n kin d noch ni vollkein heſtand Aher d Buchen ,—2 Sch) helzmaſe gen na im Abtritiz, 1 rhin bojäh ie ☚ nmung gemat „ſt alcher der kan An aben, gehan P Ae ſtehen blaiz , wieder zum hen nd es kam t rech M erden. inde tämme, grfilt illTIſen Beſtand rde daß es aut ſt4 zu ruinire arin ¹) ſchon puattſt ner,= großer Väum kleium Bilig ſiln nd— Keſtandes ſiiha e 4s 20, 30/ 9 nme erden, weil i um vom Ho jüßri Eitr⸗ Statt finden- In GeAung, und urch ⁴⁵ die Vermiſhe⸗ d hr=n noch mehr A= gleiche 4 n ht. 5 ſ ach dem 45 1 ine Holzal 2) Vi — EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE ö ͤͤͤ 2) Wie viel Flaͤche die Horſte von jeder Holzart einnehmen oder bedecken. Soll die Vermiſchung künftig bleibenz ſo muß die Größe der Fläche, die jede Holz⸗ art einnimmt, durch Probemorgen unterſucht, der Helzertrag auf die im zweyten Kapitel dieſes Abſchnittes unter N. 1. gelehrte Art berechnet, und ſowohl der periodiſche Holzertrag„als die Größe der Fläche, mit Bemerkung des Diſtriktes und der Abtheilung, werin ſie liegt, in die für jede Holzart entworfene Spe⸗ cial⸗Tabelle getragen werden. Zugleich iſt aber in der Special⸗Tabelle durch ein vor den Na⸗ men des Diſtriktes gezeichnetes Sternchen zu bemerken, daß dieſe Fläche aus untergemiſchten Horſten beſteht und keinen zuſammenhängenden Beſtand hat. Oder es ſind in der Special⸗ Tabelle die beygemiſchten Beſtände unter dieſer Rubrik beſonders zu verzeichnen. Soll die Vermiſchung künſtig aber nicht bleiben, und die vorzüglichſte Holzart nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Beſtandes rein erzogen werden; ſo muß zwar die Ertragsberechnung auf die ſo eben erwähnte Art gemacht, und der periodiſche Holzertrag in die für jede Holzart entworfene Spe⸗ cial⸗Tabelle getragen werden. Es kommt alsdann aber nur der Name des Diſtriktes und die Nummer der Abtheilung, woraus das nur temporell untergemiſchte Holz erfolgen wird, in die Special⸗Tabelle, hingegen wird die ganze Größe des vermiſchten Diſtriktes in der Special⸗Tabelle derjenigen Holzart aufgeführt, die in Zukunft, nach dem Abtriebe des gegenwärtigen vermiſchten Beſtandes, rein erzogen werden ſell. 3) Wenn aber der vollkommen geſchloſſene und vermiſchte Beſtand im Alter Horſtweiſe ungleich iſt; ſo muß auſſer demjenigen, was nach der ſe eben unter Nro 2. gegebenen Anweiſung zu beobachten iſt, auch noch das befolgt werden, was ich im 2ten Kap. dieſes Abſchnittes unter N. 2. angeführt habe⸗ Ein Beyſpiel wird dieſen Fall erläutern. Geſetzt, der Diſtrikt, welcher guten Boden hat, wäre 100 Morgen groß. Er wäre mit 60 jährigen, noch nicht durchplänterten, Buchen und mit 30 jährigen, noch nicht durchplänterten, Kiefern Herſtweiſe vollkommen und ſo beſtanden, daß der Buchenbeſtand à des Diſtriktes oder 75 Morgen, und der Kiefern⸗ beſtand ¼ des Diſtriktes oder 25 Morgen beträge⸗ Es wäre ferner beſtimmt worden, daß im 120 jährigen Alter der Buchen der Beſtand abgetrieben werden, und daß alsdann kein vermiſchter, ſondern ein reiner Buchenwald, erzogen werden ſoll. In dieſem Falle wird die Ertragsberechnung auf folgende Art gemacht: ——o—oͤoö—oͤö—ſͤhſͤͤͤ oaſſ 7 Buchenholz Kiefeynholz Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen Klaffter Klaffter Klaffter Klaffrer In der zten Periode von 1804 bis 1834. 1) Aus 75 Morgen Buchenbeſtand, bey der Plaͤnte⸗ rung im 60 jährigen Alter, pro Morgen 3 Klaff⸗ Soo0 ter Prügel und z00 Wellen, in Summa—.— 225 13000 2) Aus 265 Morgen Kiefernbeſtand, bey der Plänte⸗ rung im 30 jährigen Alter, pro Morgen 1 Klaff⸗ 2 ter Prugel und 4a00 Wellen, in Summa.— 23 10000 In der 2ten Periode von 1834 bis 1864. 1) Aus 75 Morgen Buchenbeſtand, bey der Plänte⸗ rung im 90 jährigen Alter, pro Morgen 10 Klaff⸗ ter Prügel und z00 Wellen, in Summa.— 750 7500 2) Aus 25 Morgen Kiefernbeſtand, bey der Plänte⸗ rung im 60jährigen Alter, pro Morgen 15 Klaff⸗ ter Prügel und 200 Wellen, in Summa.. 375 5000 In der 5ten Periode von 1866½ bis 1894. 2) Aus 75 Morgen 120 jährigen Buchenbeſtandes, durch den Abtrieb, pro Morgen 51 ¾ Klaffter Scheit, 10 Klaffter Prügel, 800 Wellen, in Summa 2) Aus 25 Morgen Kiefernbeſtand a) bey der Plänterung im 9o jährigen Alter, Ppro Morgen 21 Klaffter Scheit, 8 Klaffter Prügel, 250 Wellen; b) der domimrende Beſtand, welcher alsdann ebenfalls abgetrieben wird, beträgt pro Mor⸗ gen 6900 Eub. Schuhe, oder 63 Klaffter K Scheit, 8 Klaffter Prügel und 700 Wellen; in Summa alſo.—— 2100 400 23750 In der ôten Periode von 1896 bis 19243. Aus 100 Morgen reinem Bachenbeſtande mit 1 Ab⸗ zug, Pro Morgen 225 Wellen, alſo in Summa 3343 ¾ 750 60000 . —— 22500—— In 120 Jahren zuſammen.. 3843 ¾ 1725 105000] 2100 800 38750 Durch die bisher gegebenen Anweiſungen und Beyſpiele wird man hinlänglich belehrt worden ſeyn, zuf welche Art vollkommen beſtandene, noch nicht haubare, Hechwald⸗Diſtrikte jeder Art taxirt werden müſſen. Ich gehe daher zur Taxation der nicht vollkommen beſtandenen jungen Hochwaldungen uüber. Wiertes 1 mer Dieſets nan me dan Au un de aße d Nun ders nnn ſie um Abte i D ddend. —y—————ꝑ..zG NNNNN 88 M— —¹*³— 4 Synholz 89 an u, Viertes Kapitel. Klaff affter A n Von Abſchaͤtzung der noch nicht haubaren Hochwaldungen, die unvollkommen beſtanden ſind. Die unvollkommenen, nech nicht haubaren, Hochwaldungen laſſen ſich in 3 Haupt⸗Claſſen bringen. Ich theile ſie auf folgende Art ab: 1) In ſolche, die Horſtweiſe einen vollkommenen Beſtand haben, aber — 25 10000 wegen der zwiſchen den Horſten liegenden bloßen Plätze, im Gan⸗ zen genommen, unvollkommen ſind: 2) In ſolche, die Horſtweiſe einen, entweder auf eine Zeitlang, oder bis zur Haubarkeit unvollkommenen Beſtand und zwiſchen den Hor⸗ ſten bloße Plätze haben: 3) In ſolche, die keine leere Stellen, aber überhaupt einen, entweder nur auf eine Zeitlang, oder bis zur Haubarkeit, unvollkommenen Beſtand haben. In allen dieſen Fällen iſt der Beſtand entweder rein, oder aus mehreren Holzarten vermiſcht, und 8 uͤberdem entweder von gleichem Alter, oder von verſchiedenem Alter. — 3 —— ◻☛ — —C Z Ich will daher jede Haupt⸗Claſſe mit ihren Abtheilungen und Unterabtheilungen beſonders abhandeln. ²2) Von Abſchätzung der jungen Hochwaldungen, die Horſtweiſe eine, vollkommenen Beſtand haben, die aber wegen der zwiſchen den Hor⸗ ſten liegenden bloßen Plätze unvollkommen ſind. Bey der Taxation eines ſolchen Beſtandes muß vorerſt unterſucht werden, den wievielten Theil, oder wie viele Morgen von dem ganzen Diſtrikte die leeren Stellen einnehmen, Dieſes kann durch Abſteckung einiger Probemorgen, noch genauer aber dadurch gefunden werden, wenn man mehrere Taxatoren, wie beym Auszählen der Bäume, den Diſtrikt durchgehen, jede Blöße nach dem Augenmaaſe taxiren, und ihre Größe, nach Quadrat⸗Ruthen angeſchlagen, aufſchreiben laͤßt. Iſt — nun dadurch die Größe der leeren Stellen gefunden worden; ſo ziehe man ihren Flaͤchenbetrag von der —— Größe des ganzen Diſtriktes ab, um zu erfahren, wie viele Morgen die vollkommenen Horſte ausmachen. 21 300 3600 Nun berechne man den periodiſchen Holzertrag der beſtandenen Fläche, nach der im zweyten, eder, wenn ſie vermiſchten Beſtand hat, nach der im dritten Kap. dieſes Abſchnittes ertheilten Anleitung, bis . zum Abtriebe des gegenwaͤrtigen Beſtandes, und ſetze die fernern Nutzungen von der ganzen Fläch⸗ jede tarn unn des Diſtriktes, wie gewoͤhnlich, an, weil nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Beſtandes ein durch⸗ hwq hn ue gehends vollkommener junger Wald erzogen werden muß. Pjertes Zum 21¹(400 23 5 worden ſeß, 2 —— Zum Beyſpiel: Der Diſtrikt, welcher guten Boden hat, ſey 100 Mergen groß, und mit 50 jähri⸗ gen, noch nicht durchplänterten, Buchen Horſtweiſe vollkommen beſtanden: Nach der Unterſuchung habe man gefunden, daß die leeren Stellen in dieſem Diſtrikte zuſamme ingenemmen 25 Morgen betragen: und es ſey beſtimmt worden, daß der Beſtand dieſes Diſtriktes ſchon in ſeinem 90 jährigen Alter abgetrieben oder verjüngt werden ſoll, weil er, als unvollkommen, ſeine völlige Haubarkeit nicht erreichen darf. Hier mache man die Berechnung des Ertrages auf folgende Art: 103 . Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen — Klaffter Klaffter In der ten Periode von 18⁰½ bis 1834. Aus 75 Morgen, bey der Plänterung im 60 jährigen Alter, pro Mergen 3 Klaffter Prügel und 200 Wellen; Summa— 225 15000 In der 2ten Periode von 1834 bis 1864. Aus 75 Morgen, bey der Piänterung im 90 jährigen Alter, pro Morgen ꝛ0 Klaffter Prügel und 100 Wellen; ſodann vom deminirenden Beſtande, wel⸗ cher alsdann ebenfalls abgetrieben wird, pro dO Maergen: A 1) aus 120 Stämmen à 18 Cub. Sch.— 2160 Cub. Sch. 4 2) aus 180 Stämmen à 9 Cub. Sch.= 1620 Cub. Sch. Summa 3780 Cub. Sch. oder 53 Alaffter Scheit, 3 Klaffter Prügel und 400, Wellen; alſo von 75 Morgen.. 2385 1350 57500 In der Zten Periode von 1864 bis 1894. Aus 100 Mergen nun vollkommenen Beſtand, bey der Durchforſtung im 4o jährigen Alter, mit ¾ Abzug, pro Margen 225 Wellen..—— 22509 In der Aten Periode von 1894½ bis 1924. Aus 100 Morgen, bey der Durchplänterung im 6o jährigen Alter, mit 1 Ab⸗ zug; pro Morgen 2 ½ Klaffter Prügel und 150 Wellen;— Summa— 225 15090 Zuſammen in 120 Jahren.. 85 1800 90000 Dieſe Rechnung bedarf wehl weiter keiner Erklärung.— Ich bemerke nur, daß, wenn man die Sache ganz genau nehmen will, der Ertrag des Beſtandes beym Abtriebe im 9o jährigen Alter etwas höher angeſetzt werden kann, als ihn die Erfahrungs⸗Tabelle beſtimmt, Denn es werden die Saumbäume in den Horſten etwas ſtärker werden, als ſie die Erfahrungs⸗Tabelle angibt. Dieſe enthält bekanntlich nur die Reſultate der Verſuche aus geſchleſſenen Beſtänden, in welchen die Stämme, unter ſonſt gleichen Umſtänden, niemals ſo ſtark werden, als am Saume des Waldes. Sind daher die Horſte klein; ſo kann allerdings ein etwas höherer Ertrag für den ganzen Beſtand angeſetzt werden. Sind die Horſte aber groß; ſo darf der Ertrag nur ſehr wenig höher amirt werden, weil alsdann verhältnißimäßig weniger Sauen⸗ bäume 4 l enetger in wich und wie th er bis 6 nnde Re ßhhrig 1— dr; ſo hadel na de pelle W geing toß. mit 5o aze⸗ der E erſuchung hah Mo⸗= betragen: un hrig lter abgetricn it erreichen dai 8☛ Prügel. Wa 4☛᷑ί☛ Klaß er — 225 1h . 4 1550 5„„ 8 225 1 —„. 2— 1900 Hell nu aß, wenn u n Aigen Alter 1 3 wiem die Eaumtile Di nthaͤlt bekuul mm ater ſouſt geite dis= ſte klein; ſe — die Holſe u anij= g weuiger S bäns ¹* 1 EEEEE F(B —— bäume auf dem ganzen Diſtrikte ſtehen, als wenn die Horſte klein ſind. Auch daburch wird der Ertrag eines abzutreibenden 90 jährigen Beſtandes, gegen die Beſtimmung des Anſatzes in der Erfahrungs⸗Tabelle, erhöhet, daß nehmlich der Beſtand beym Abtriebe nach und nach lichter geſtellt, folglich in einen ſlärkeren Zuwachs gebracht wird, als wenn er bis zum 120ten Jahre geſchloſſen ſtehen muß. Vielleicht wird es überflüßig ſeyn, hier auch noch zu bemerken, daß nur ſolche Blößen bey der Be⸗ rechnung in Abzug kommen dörfen, die vor dem nächſten Abtriebe des Beſtandes nicht eultivirt werden können. Dies iſt immer der Fall, wenn kleine Blößen in 20 jährigen und älte⸗ ren Beſtänden liegen. Wenn hingegen in jüngeren Beſtänden leere Stellen ſich finden; ſo müſſen ſolche ohne Zeitverluſt noch beſaamt oder bepflanzt werden. Es kemmen folglich alsdann die Blößen nicht in Abzug, ſondern es wird der Ertrag des demnächſt zu erziehenden Beſtandes mit der Vorſicht berechnet, die ich im 2ten Kap. dieſes Abſchnittes Nre 2. empfohlen habe. 2) Von Abſchätzung der jungen Hochwaldungen, die einen, entweder auf eine Zeitlang, oder bis zu ihrer Haubarkeit unvollkommenen Horſtweiſen Beſtand, und zwiſchen den Horſten bloße Plätze haben. Um den künftigen Holzertrag eines ſolchen Beſtandes zu berechnen, muß zuerſt, wie unter N. 1. ge⸗ zeigt worden iſt, die Größe der leeren Fläche unterſucht werden. Iſt dieſe von der Größe des ganzen Diſtriktes abgezogen, und folglich die Größe der beſtandenen Fläche gefunden worden; ſo muß nun 1 Rückſicht des Holzbeſtandes unterſucht werden: ¹2) Ob die Unvollkommenheit der Horſte nur bie zu einem gewiſſen Altere, und bis zu welchem, ſie dauern wird, oder 2) Ob die Unvollkommenheit bis zur Haubarkeit Statt findet. Um dieſes beurtheilen zu können, muß die Menge und die Qualität der auf einigen Pro⸗ bemorgen ſtehenden Stämme unterſucht werden. Nach dem gefundenen Reſultate läßt ſich dann beurtheilen, in welchem Alter der Beſtand die zur Vollkommenheit erforderliche Anzahl dominirender Stämme haben, und wie viel Zwiſchennutzung er bey jeder Durchplänterung aus unterdrückten Stämmen geben wird, oder ob er bis zur Haubarkeit vielleicht gar nicht vollkommen werden kann. Geſetzt, man habe einen 60 jährigen Buchenbeſtand unterſucht, und auf dem Morgen 30o domini⸗ rende Reidel, aber nur 150 geringere Stangen gefunden; ſo ſieht man hieraus, daß dieſer Beſtand im Hojährigen Alter vollkommen werden, aber zu dieſer Zeit nur den halben Plänterungs⸗Ertrag liefern wird.— Hätte man auf dem Morgen aber nur 200 deminirende Reidel und 200 geringers Stangen gefun⸗ den; ſo kann dieſer Beſtand bis zu ſeiner Haubarkeit nicht vollkommen werden, weil ihm 100 dominirende Reidel nach der Erfahrungs⸗Tabelle D fehlen. Auch würde man im 90 jäͤhrigen Alter des Beſtandes nicht die velle ſonſt gewöhnliche Pläneeraugung beziehen, da auf jedem Morgen 100 Stangen, oder Reidel der geringeren Claſſe, fehlen 9 aſſe, f Se oo 4 306—— Sell alſo der periobiſche Holzertrag eines ſelchen Beſtaudes taxirt werden; ſo muß man ihn nach der Anzahl und Qualität der Stämme, die, den Regeln der Holzzucht gemaß, in jeder Pexiode gefällt werden ſollen, vermittelſt der Erfahrungs Tabellen, berechnen. Dieſe Tabellen ſind des⸗ wegen ſo eingerichtet worden, baß man darin finden kann, wie viele Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe ſowohl ein deminirender, als unterdrückter Stamm in jedem Alter enthäölt.— Iſt nun die gegenwärtige Beſchaffen⸗ heit des Beſtandes nach An zahl und Qualität der Stämme unterſucht, und iſt beſtimint, wit der Beſtand in der Folge bewirthſchaftet werden ſoll; ſo läßt ſich ſein periodiſcher Ertrag leicht berechnen. Geſetzt, ein Diſtrikt wäre 100 Morgen groß, der Boden wäre gut, 25 Morgen vom ganzen Diſtrikte wären Blöße, 75 Morgen aber haͤtten 50 jährigen Horſtweiſe ſtehenden Buchenbeſtand; man habe auf dem Morgen gefunden: 250 Stämme der iten Größe, die, ihrer Qualität und Stellung nach, bis zur Haubarkeit im 120 jährigen Alter des Beſtandes ſtehen bleiben können: ferner 100 Stämme der aten Größe, die ihrer Stellung nach im 90 jährigen Alter des Beſtandes ausgepläntert werden müſſen, und 150 ganz unterdrückte geringe Stangen, die nur bis zum 60 jährigen Alter des Beſtandes ſtehen bleiben dürfen.— Um den Holzertrag dieſes Beſtandes zu finden, rechne man alſe: Scheit⸗ Prügel⸗ Wellen Klaffter Klaffter In der 1ten Periode von 2304 bis 1834. Bey der Durchplänterung des 60 jährigen Beſtandes, pro Morgen 150 ge⸗ ringe Stangen, jede zu Cub. Sch., macht 75 Cub. Sch. oder 1 Klaffter 2 Prügel und 20 Wellen; alſo von 75 Mergen„.— 25 1500 In der 2ten Periode von 1854 bis 1864. Bey der Durchplänterung des 9o jährigen Beſtandes, pro Morgen 100 Staͤmme, jeden à 3 Cub. Schuh, weil der Beſtand nicht ganz geſchloſſen und daher der Zuwachs etwas ſtärker war, macht pro Mergen 300 Cubik⸗ Schuhe, oder Klaffter Prugel und 40 Wellen; alſo von 75 Morgen—— 300 3000 In der 3ten Periode ven 1864 bis 1891. 3 Beym Abtriebe des 120 jährigen Beſtandes, pro Morgen— 120 Stämme à 30 Cus. Sch. und 130 Stämme à 15 Cub. Sch. 4 weil der Beſtand von ſeinem mittlern Alter an nicht ganz geſchleſſen war, und folglich jeder dominirende Stamm etwas ſtärker werden konnte.— Auf einem Morgen alſo 5550 Cub. Sch. oder 48 3 Klaffter Scheit,. 9 Klaffter Prügcl und 700 Wellen; alſo von 75 Morgen. 2.3636 In der Aten Periode von 1894 bis 1924. Bey der Durchforſtung des neuen nun vollkommenen Beſtandes, mit ½ Ab⸗ zug, pro Morgen 225 Wellen; alſo aus 100 Morgen. 8—— 2abage In 120 Jahren zuſammen.„3656 ⅞ 2050 795 nüſen. 4 Cauu ent 1 1 auhen 1 der dbi tzm un niiend ni ihr Piede agche damuf 6 4 de in 2 hidenen Viletun und nac iiner jed 66 und 75 lffand u ud der zunſe ge r Haud lar un bmn an ihn nah huch eaͤß, in ſan dieſe Wen ſind i he 4 aſſe ſowehl in gegen ige Beſchafen un=m heſtimmnt, w tag! MAberechnen. gen vezanzen Diir and;—n habte auf de and ſamllung aah, fern= 0 Stämmen geylänt werden niſſ lter aeſtandes ſih ſ: Sche Krügel⸗ din Klaff Klacter — 75 W ee ͤͤͤͤͤͤͤ o“ —— 105 Aus dieſer Berechnung, die wohl weiter keiner Erklärung bedarf, wenn man alles vorher gelehrte gehbrig gefaßt hat, wird man ſehen, auf welche Art alle unvollkommenen Beſtäͤnde berechnet werden müſſen.— Es kommt dabey vorzüglich darauf an,„ 1) daß die Anzahl und die Qualität der Stäm me unterſucht, und 2) daß nach den Regeln der Holzzucht beſtimmt werde, welche von den Stämmen bey jeder periodiſchen Hauung gefällt werden, und welche davon ſtehen bleiben ſollen. Um dieſe Beſtimmung machen zu können, muß der Taxator die Holzzucht vollkommen ſtudirt, und ſich bekannt gemacht haben, wie weit die dominirenden Staͤmme in jedem Alter von einan⸗ der entfernt ſtehen. Dieſes kann er bey den Verſuchen zur Verfertigung der Erfahrungs⸗Tabellen finden, und bey aufmerkſamer Beobachtung der Waldbeſtände überhaupt, erforſchen.— Hat er nun 3. B. gefunden, daß im 30 jährigen Alter der Waldbeſtände, im Durchſchnitte genommen, alle 4 bis 5 Schuhe ein dominirendes Stämmchen ſtehen und wachſen kann, daß ferner im 60 jaͤhrigen Alter nur alle 8 bis 9 Schuhe, hingegen im 9o jährigen Alter alle 10 bis 12 Schuhe ein dominirender Stamm ſtehen und bis zum 120 jährigen Alter gut wachſen kann, und daß vom 120 bis 160 jährigen Alter jeder do⸗ minirende Stamm 14 bis 16 Schuhe vem andern entfernt ſtehen muß, um gut wachſen zu können; ſo wird ihn dieſe Erfahrung in den Stand ſetzen, zu beurtheilen und zu beſtimmen, welche Stämme in jeder Periode gefällt und welche übergehalten werden können und müſſen. Auf dieſe Beſtimmung, die immer vor⸗ ausgehen muß, gründet ſich nachher die Ertragsberechnung, wozu die vorſtehende Rechnnng als generelles Formular dienen kann, und wovon man im zweyten Theile dieſes Werkes mehrere Beyſpiele finden wird. Iſt ein ſolcher Beſtand im Alter verſchieden, ſo muß noch überdem jede Vorſicht beobachtet werden, Ddie im 2ten Kap. dieſes Abſchnittes unter N. 2. empfohlen worden iſt;— und ſollte der Beſtand aus ver⸗ ſchiedenen Holzarten zuſammengeſetzt ſeyn, ſo müſſen zugleich die im Iten Kap. dieſes Abſchnittes gegebenen Anleitungen befolgt werden. Es kommt alsdann nur darauf an, die Holzarten nach ihrer Verſchiedenheit und nach ihrem Alter zu trennen, die künftige Bewirthſchaftung richtig zu beſtimmen, und den Ertrag einer jeden Helzart beſonders zu berechnen. Ein Beyſpiel wird auch dieſen Fall deutlicher machen. Geſetzt, der Diſtrikt ſey rv% Morgen groß, und habe guten Boden, 25 Morgen davon wären Blöße, und 75 Morgen wären Horſtweiſe mit Buchen und Fichten ſo beſtanden, daß 50 Morgen für den Buchen⸗ beſtand und 25 Morgen für den Fichtenbeſtand gerechnet werden koͤnnten; der Buchenbeſtand wäre 54½ jaͤhrig und der Fichtenbeſtand 40 jährig. Geſetzt ferner, man habe bey Unterſuchung der mit Buchen beſtandenen Horſte gefunden, daß auf jedem Morgen 400 Stämme ſtehen, wovon 230 Stämme der iſten Claſſe bis zur Haubarkeit im 120 jährigen Alter ſtehen bleiben, 150 Stämme der 2ten Claſſe aber im 9o jährigen Alter ausgepläntert werden müſſen. Bey Unterſuchung der Fichtenhorſte hingegen habe man gefunden, daß O ſie 196 Nach Porausſchickung dieſer Unterſuchun yvon dieſem Diſtrikte auf folgende Art gemacht: In der 1ten Periode von 1804 bis 1854. gen 280 Stangen, wovon jede jetzt 3 Cub. Sch. ent⸗ hält, und im 60 jährigen Alter, wegen des lichten Beſtandes, wenigſtens 11 Cub. wird; pro Morgen alſo 420 Cub. Sch. oder 5 Klaff⸗ ter Pruͤgel und 50 Wellen, folglich aus 25 Morgen In der 2ten Periode von 1854 bis 1864. 1) Aus dem Buchenbeſtande, welcher 90 jährig iſt und durchplaͤntert wird, pro Morgen 150 Stäm⸗ me, jeden, wegen des lichten Standes, à 3 Cub. Schuhe, macht 430 Cub. Sch. oder 6 Klaffter Prügel und 60 Wellen; alſo von 50 Morgen. 2) Aus dem Fichtenbeſtande, welcher ebenfalls durchpläntert wird, pro Morgen 100 Stämme, jeden, wegen des lichteren Standes, à 10 C. Sch., macht 1000 C. Sch. oder 73 Klaffter Scheit, 3 Klaff⸗ ter Prügel und 100 Wellen; alſo von 25 Mergen In der Zten Periode von 1864 bis 1894. 1) Aus dem Buchenbeſtande, welcher abge⸗ 8 trieben wird,. 1920 St. wegen des lichten Standes, à 30 C. S. und 110 St.„. 9..„ macht pro Morgen 5360 C. Sch. ter Scheit, 9 Klaffter Prügel und 670 Wellen; aͤalſo aus 50 Mergen..... 2) Aus dem Fichtenbeſtande, welcher im 106⸗ jaͤhrigen Alter abgetrieben wird, 150 St. wegen des lichten Standes, * und 50 St.. 6. 3*. macht pro Morgen 8400 C. Sch. oder 76 Klaffter alſo aus 25 Mergen... In der Aten Periode von 189 bis 1923. 4 Abzug, pro Morgen 225 Wellen; alſo aus 100 Morgen„..*... ſie auf dem Morgen 600 Stämwe enthalten, wovon nur 2oo der 1ten Claſſe, ihrer Stellung nach, dis zur Haubarkeit im 120 jährigen Alter übergehalten werden können, hingegen 100 Stämme der 2ten Claſſe erſt im 9o jährigen Alter ausgepläntert werden müſſen, und 280 unterdrückte Stangen der 3ten Claſſe im 6o jährigen Alter des Beſtandes weggenommen werden ſollen. Und endlich ſey auch noch beſtimmt, daß nach dem Abtriebe des gegenwärtigen Beſtandes kein vermiſchter, ſondern ein reiner Buchenbeſtand erzogen werden ſolle. ggen und Beſtimmungen wird die Berechnung des Ertrages Bey der Durchplänterung der Fichten aus einem Mor⸗ Scheit, 10 Klaffter Prügel und 800 Wellen; Aus reinem und vollkommenem Buchenbeſtande, mit In 220 Jahren zuſammen. Buchenholz Fichtenholz Scheit⸗ Prügel: Wellen Scheit⸗ Prüset⸗ Wellen Klaffter Klaffter Klaffter Klafft er. Sch. enthalten 140 1250 —— 300 3000 - 193 3 75 200 0⁴ à 16 C. S. oder 46 ½ Klaff⸗ 23 o 450 35500 à 48 C. Sch. .. à 24 C. Sch. . 8 1912 ⅞ 250 20000 —— 22500 23 o 750 59000 2106 ½ 465 25750 Man 42 und ut lenn t Betnd das As tij dui 65 1 der! ri idm nn 1 uw 6 15 nj iine ln de d Be dn e ußt de yſehlen ſehen l d thelmi ſ wind Aler ſe laamene ſä i iithelt neden nals ſo iiegen ſätungs Aaft i ilung nah, e der eten 0 tan ner 3ten Caaſte n immt, daß n eſta jegen werdenſe Berernig des Erta ichtenhoh rüeit. A 1=r Klafter 0 — EEE „= 55 5 121 250 u 0— 6 4b 6 — RRRENENENWNWNWNWNW —°˙— Man wird nun hinlänglich belehrt ſeyn, auf welche Art junge, Horſtweiſe unvollkommen beſtandene, Hochwaldungen taxirt werden müſſen, wenn es möglich iſt, die Menge der dominirenden und unterdrückten Stämme ohne zu große Mühe auf den Probemorgen zu zäh⸗ len, welches in 30 jährigen und älteren Beſtänden geſchehen kann. Wenn aber die unvollkommenen Beſtände oder Horſte jünger ſind, ſo iſt das Auszählen der Stämme nicht möglich. In dieſem Falle muß das Augenmaas zu Rath gezogen und nach demſelben beſtimmt werden, wie viel Plänterholz in jeder Pe⸗ riode aus einem Morgen des Beſtandes erfolgen, und in welcher Periode der Beſtand vollkommen werden wird.— Durch Uebung wird man bald in Stand kommen, dieſe Beſtimmungen ſo zu machen, daß ſie ven der Wirklichkeit nur unbedeutend abweichen. Man muß ſich das Bild eines vellkommenen Beſtandes von jedem Alter nur genau einprägen, und es mit dem des unvollkommenen Beſtandes vergleichen; ſo wird man ziemlich zuverläſſig beſtimmen können, wie viel Plänterholz in jeder Periode erfolgen wird, und in welchem Alter der Beſtand vollkommen werden kann. Geſetzt, ein 20 jaͤhriger Buchenbeſtand von 100 Morgen ſey mit kleinen Blößen durchſprengt, die zuſammengenommen 20 Morgen betragen. Bey genauer Durchſicht des Beſtandes habe man gefunden, daß eine Cultur dieſer leeren Stellen nicht mehr anwendbar iſt, und daß im 4o jährigen und 60 jährigen Alter des Beſtandes nur der halbe Plänternutzungs Ertrag erfolgen kann, daß ſelbſt im 90 jährigen Alter des Beſtandes nur 2 des in der Erfahrungs⸗Tabelle angeſetzten Ertrages zu beziehen ſind, und daß als⸗ dann erſt der Beſtand der Horſte vollkommen werden wird. Nach Vorausſchickung dieſer Beſtimmungen läßt ſich die Ertragsberechnung, vermittelſt der Erfahrungs⸗Tabelle, leicht machen.— Doch muß ich em⸗ pfehlen, bey ſolchen Oeular⸗Taxationen niemals den höchſten möglichen Ertrag anzunehmen, ſondern den⸗ ſelben lieber um etwas weniges zu niedrig, als zu hoch, zu berechnen. Da es nur wenige Beſtaͤnde unter 30 Jahren geben wird, die ſo ſchlocht ſind, daß ſie, bey einer regelmäßigen Bewirthſchaftung, nach der Plänterung im 60 jährigen Alter nicht vollkommen ſeyn ſollten; ſo wird die durch Ocular⸗Taxation unvermeidlich entſtehende Unrichtigkeit der Berechnung bis zu dieſem Alter ſehr unbedeutend ſeyn.— Die Erfahrungs⸗Tabelle zeigt den höchſten möglichen Ertrag eines voll⸗ kommenen Beſtandes. Wenn der Taxator alſo nur einigen Beobachtungsgeiſt hat, und nicht allzu kurz⸗ ſichtig iſt; ſo wird er beurthellen können, ob im 40 und 6o jährigen Alter drey viertheils, halber, ein viertheils ꝛc. Ertrag durch die Plänterung zu erwarten iſt, und in welchem Alter der Beſtand vollkommen werden wird.— Sellte bey dieſen Beſtimmungen aber auch ein Fehler vorfallen; ſo kann dieſer doch nie⸗ mals ſo groß werden, daß das Ganze dadurch leiden könnte. Denn geſetzt, der Beſtand gäͤbe im 60⸗ jährigen Alter auf dem Morgen wirklich 2 Klaffter Prügelholz, und der Taxater hätte ihn nach der Er⸗ fahrungs⸗Tabelle nur zu halbem Ertrage, alſo zu 2 ½ Klaffter, berechnet; ſo würde die Differenz nur Klaffter auf den Morgen betragen.— Sollte dieſer Fehler ſogar auf einem Diſtrikte von 240 Morgen O 2 be⸗ 108 begangen worden, folglich um 120 Klaffter gefehlt worden ſeyn; ſo würde bey einem 120 jährigen Umtriebe der jährliche Etat dadurch nur um eine Klaffter geringer werden, als er es wirklich ſeyn müßte. Selche keine Fehler ſind aber bey der Taxation der Forſte überhaupt nicht zu vermeiden, und es läßt ſich durch die Taxatien, wenn ſie auch noch ſo vorſichtig gemacht wird, niemals eine mathematiſche Wahrheit finden. Beſonders aber wird, bey aller möglichen und erſchöpften Vorſicht, der Ertrag der unvollkommenen Wal⸗ dungen niemals ſo genau beſtimmt werden können, als der Ertrag der vollkommenen Beſtände. 3) Von Abſchätzung der jungen Hochwaldungen, die keine leere Stel⸗ len, aber überhaupt einen, entweder nur auf eine Zeitlang, oder bis zur Haubarkeit, unvollkommenen Beſtand haben. Bey der Taxation ſolcher Beſtände müſſen alle unter N. 2. gegebenen Regeln beobachtet und ange⸗ wendet werden. Es kommen hier nur keine Blößen in beſonderen Abzug.. Iſt der Beſtand 3o jãhrig und aͤlter; ſo muß die Anzahl und Qualität der Stämme durch Probe⸗ morgen unterſucht, und nach der bisher gegebenen Anweiſung der periodiſche Ertrag berechnet werden. Iſt der Beſtand aber jünger; ſo iſt die Beſtimmung der Plänternutzungen nach dem Augenmaaſe zu machen, wie ich unter N. 2. gezeigt habe. Als eine General⸗Regel muß bey allen unvollkommenen Beſtänden feſtgeſetzt werden, daß ſie ihre völlige Haubarkeit nicht erreichen ſollen, wenn ſie vom goſten bis zum 12oſten Jahre, nicht wenigſtens 3 der eigentlich zu einem vollkommenen Beſtande erforderlichen Anzahl von dominirenden Staämmen haben können. Hat ein Beſtand weniger Stämme, ſo wird der Verluſt auf Zuwachs zu beträchtlich. Es iſt daher vortheil⸗ hafter, einen ſolchen unvollkommenen Beſtand ſchon im 90 jahrigen Alter abzutreiben, und an ſeiner Stelle einen neuen vollkommenen Beſtand zu erziehen. Bey der Berechnung des Ertrages aller unvollkommenen Beſtaͤnde, ſie mögen entweder nur eine Zeitlang, oder bis zur Haubarkeit unvolbkommen ſeyn, iſt übrigens, wie man in den Berechnungen ge⸗ funden haben wird, noch zu beobachten, daß jeder mehr oder weniger frey ſtehende Stamm, in einem jeden Alter mehr cubiſche Maſſe enthält, als ein Stamm vom nehmlichen Alter im Schluſſe. Da nun die Erfahrungs, Tabellen nachweiſen, wie viel Maſſe ein Stamm von jeder Claſſe in jedem Alter enthält, wenn er im Schluſſe aufwächſt; ſo müſſen dieſe Anſätze etwas erhöht werden, wenn der künftige Ertrag ſocher Stämme zu berechnen iſt, die in unvollkommenen, alſo mehr oder weniger lichten, Beſtänden erwachſen.— Um dieſe Erhöhung be⸗ ſtimmen zu können, muß der Taxator die Stämme von jedem Alter, in mehr oder weniger unvollkommenen Beſtänden berechnen, und ſich auch über dieſen Gegenſtand die nöthige Erfahrung zu verſchaffen ſuchen. Bey 7 1 u anſtatt iite. werde und ſ Mzun fulun iſige 16 A luͤta nnn, micht 8 tdann, Keäände ſe die caden EEE uſen eigen Untu, hanüßte. Salh un= läßt ſich du atiſt Jahrheit fida ru= ommenen Na Ber. ke-m leere En ne=tlang, ohn be ein achtet und un Sirmie durch Pub Ertr. erechnet wan ach mn Augenmaat indet ue geſetzt weha, ſie n Hoſten ſit jnet ollkommentn hah dnnen. 4 6— daher ver utre= und an ſein ugen tweder nut in n de erechnunge e geri ey ſtehen a Sein Stam in='eiſen, wie il luſ ufwaäͤchſtz me mnerechnen iſt w um a Exhöhung wen= unvollkemminen u fffen ſuchen 89 Zöööſ—““ A 3 4 8 — 6☛‿— 109 Bey dieſen Unterſuchungen wird man finden, daß ein buchener Reidel der 1ten Größe von 60 Jah⸗ ten z. B. 9 Cubik⸗Schuhe enthält, wenn von Jugend an nur 600 Stämme auf einem Morgen ſtanden; anſtatt daß ein eben ſo alter Reidel nur 6 Cubik⸗Schuhe hat, wenn er von Jugend an im Schluſſe vege⸗ zirte. Man darf aber nicht erwarten, daß jener Reidel im nehmlichen Verhältniſſe künftig ſtärker wachſen werde, als dieſer. Nun iſt die zu einem vollkommenen Beſtande erferderliche Anzahl von Stämmen da, und jeder wird in Zukunft nicht ſtärker wachſen, als es die Erfahrungs⸗Tabelle beſtimmt. Doch muß die bis zum 6oſten Jahre mehr gewachſene Maſſe— hier alſo 3 Cub. Schuhe— noch zu der in der Er⸗ fahrungs⸗Tabelle beſtimmten gerechnet, folglich ein Stamm der nten Größe bey der Haubarkeit im 120⸗ jährigen Alter zu 31 Eubik⸗Schuhen berechnet, und ſelbſt die Plänternutzung im 90 jährigen Alter um ſo viel höher angeſetzt werden, als der ſtärkere Gehalt der 300 geringſten Reidel im Go0 jährigen Alter beträgt. Durch Berechnung vieler Stämme in unvollkommenen Beſtänden, wovon man ſich die durchſchnittsmäßigen Reſultate in eine, nach dem Formulare L eingerichtete, Tabelle tragen kann, wird man in Stand geſetzt werden, in jedem vorkommenden Falle gehörig ab⸗ und zuzuthun. Funftes Kapitel. Von Abſchaͤtzung der Hochwaldbeſtaͤnde, die junges und altes Holz 8 vermiſcht enthalten. 3 Es iſt ſehr gewöhnlich, daß man in den Forſten Beſtände findet, die junges und altes Holz ver⸗ miſcht enthalten.— Dergleichen Beſtände laſſen ſich abtheilen: a) In ſolche, woraus die alten Bäume, vor der Haubarkeit des jungen Holzes, noch genommen werden können, und 2) In ſolche, worin die alten Bäume, bis zur Haubarkeit des jetzt jun⸗ gen Holzes, ſtehen bleiben müſſen. Ich will daher jede Verſchiedenheit beſonders abhandeln. 2) Von der Taxation derjenigen jungen Hochwaldungen, in welchen alte Bäume ſtehen, die vor der Haubarkeit des jetzt jungen Bre⸗ ſtandes aus demſelben genommen werden köͤnnen. Es iſt im dritten Kap. dieſes Abſchnittes unter N. 1. ſchon bemerkt worden, daß ſich alte Baͤume nur aisdann, ohne großen Schaden anzurichten, aus jungen Laubholz⸗Beſtänden nehmen laſſen, wenn dieſe Beſtände jünger, als 20 jährig ſind. Sind die Laubholz⸗Beſtände aber älter, als 15 bis 20 jährig, oder ſind die Nadelholz⸗Beſtände aͤlter, als 6 bis 10 jährig; ſo verurſacht das Aushauen alter Bäume großen Schaden, und dieſer Schaden wird immer größer, ſe weniger Vorſicht beym Fällen, Bearbeiten und A5⸗ fahren 110 fahren des Holzes beobachtet wird. Durch das Entaͤſten der glten Bume wor dem Fällen, durch ſorgfältige Schonung des jungen Holzes beym Bearbeiten der alten Stämme, und durch das Heraustragen des Holzes aus dem jungen B e ſt ande, laßt ſich zwar vieler Nachtheil abwenden. Doch iſt es, ſelbſt bey Anwendung der größten Vorſicht, nicht möglich, die alten Bäͤume aus älteren als 10 bis 12 jährigen Laubholzbeſtänden, oder älteren als 4 bis G jahrigen Nadelhoſzbeſtänden zu nehmen, ohne mehr oder weniger Schaden zu thun.— Bey Beurtheilung älterer Beſtände kommt es vorzüglich auf die Unterſuchung an, ob, bey Anwendung aller nur möglichen Vorſicht, der Aushieb der al⸗ ten Staͤmme weniger Nachtheil bringen wird, als die Verdämmung am jungen Walde, oder vielleicht gar das Faulwerden der alten Bäume, wenn ſie bis zur Haubarkeit des jungen Waldes ſtehen bleiben. Hier muß der Taxator die Regeln der Holzzuchz anwenden, und nach denſelben entſcheiden. Wäre nun beſtimmt, daß die alten Bäume aus dem jſungen Helze gehauen werden ſollen; ſo Lenun dieſes entweder ohne Nachtheil des jungen Waldes geſchehen, oder es wird ihm ſchaden. Im erſten Falle, wohin die ſchon mit Anwuchs perſehenen Dunkelſchläge, und die Licht⸗ und Abtriebsſchläge gehören, werden die alten Bäume ſo taxirt, wie ich im erſten Kap. dieſes Abſchnittes un⸗ ter N. 1. gelehrt habe, Man zähle ſie alſo aus, und bringe die gegenwärtige Maſſe der alten Bäume und den Zuwachs daran, als haubares Holz, füͤr die erſte Periode in Anrechnung; den periodiſchen Ertrag des jungen Waldes aber berechne man auf die Art, wie ich im 2ten und den folgenden Kapiteln dieſes Abſchnittes gezeigt habe.— Sollten aber Holzarten, z. B. junge Eichen, untergemiſcht ſeyn, die zur kunftigen Abtriebszeit des jetzt jungen Buchenbeſtandes noch nicht haubar ſind, und alſo übergehalten wer⸗ den müſſen; ſo bringe man von jedem Morgen ſo viele Buchen der erſten Größe weniger in Anrechnung, als beym dereinſtigen Abtriebe des Buchenbeſtandes Eichen übergehalten werden ſellen. Wenn es daher Verordnung iſt, daß alle jetzt nech ganz jungen und die künftig zu erziehenden Buchen⸗Hochwaldungen mit Eichen darchſprengt, und daß bey ihrem Abtriebe jedesmel auf dem Morgen 6 Stämme KÜbergehalten werden ſollen; ſo muß der Ertrag des Buchenbeſtandes, von jedem Morgen, um die Maſſe von 6 hundert und zwanzigfährigen Buchen der erſten Größe geringer angeſetzt werden, als ihn die Erfahrungs⸗Tabelle beſtimmt, weil unter ſolchen Umſtänden nicht 120, ſondern nur 11 i Stämme Buchen der erſten Größe auf jedem Worgen zur Benutzung kommen. Im andern Falle aber, wo durch das Aushauen der alten Stämme S Schaden geſchieht, muß zwar die Berechnung der alten Bäume eben ſo gemacht werden, wie im vorigen Falle; es muß aber nun auch der Ertrag des jungen Beſtandes, nach Perhältniß der Größe des unvermeidlichen Schadens, herunter geſetzt werden.— In dieſem Falle iſt ein ſolcher junger Beſtand als unvollkommen zu betrachten, und man wird im Aten Kap. dieſes Abſchnittes die Anleitung finden, auf welche Art der Ertrag eines ſolchen h ſe ſt in? hätte demſe fann, zun degän 1 Ftried dege Wund Wul ime r den 5 1be yn 6 t gen de N4 üall abwendan häunge z äͤlteren a deſth= zu nehma, korres vorzühli A! ieb der ab mu rm jungen Halnit des junzn en, 1ach denſin werd lln; ſo ian ihn Maden. gge, jie Licht: wh d. die. Aübſchnittes u Maſſt alten Vim den n diſchen Eita elgend aapiteln diß rgemiſ a ſeyn, die i d alſt margehalten v wenit a Anrechnun n. e künf zu erzieheng deima dem Malzn von= Morgen/ in r 174G werden, w dern ☚ 11¾ Stüm Scha= zeſchieht, mi Falle= muß aber nun hhen.'ens, hetunte mti zu betrache, he At Ertrag dine elchn E ö·⅛—öſ—“ 5 er rEn 75* 5* 4 9 ſolchen Beſtandes zu berechnen iſt.— Durch mehrere Verſuche wird man in den Stand geſetzt werden, zu beſtimmen, wie viel Fläche, nach Vexrhältniß der Größe der Srämman durch das t Aushauen Kilelden leer werden, und bis zur Haubarkeit des jungen Waldes leer bleiben wird. Geſetzt, es ſtänden in einem Ao jährigen Buchenreidel⸗ Orte von 54 Morgen überhaupt 160 alte Buchen, die ausgehauen werden ſollen. Geſetzt ferner, es habe jeder Stamm ſchon 2 2 Quadrat⸗Ruthen Fläche ganz verbdämmt, und die Erfahrung lehrte, daß durch das noch ſo vorſichtige Fällen und Bearbei⸗ ten eines ſolchen alten Baumes, nech ferner zwey Quadrat⸗Ruthen Fläche leer werden; ſo müſſen fuͤr jeden Stamm 4 Quadrat⸗Ruthen Fläche, alſo für 160 Siämme 4 Morgen, abgezogen, und folglich von 4 Morgen kein Ertrag aus dem jungen Walde, bis zu ſeinem Abtriebe, in Anſchlag gebrä di werden. Solche Stämme, die man zu Brandholz verwenden, alſo in kleine Stücke bringen, und aus 82m jungen Holze tragen kann, ſolche Stämme, ſage ich, laſſen ſich mit weniger Schaden aus Stangen⸗ und Reidelholz⸗Beſtänden nehmen, als ſeolche, die Bauholz geben ſollen. Dergleichen Stämme müſſen von der Stelle, wo ſie liegen, entweder gefahren, oder, wenn es möglich iſt, geſchleift werden. Beydes verurſacht vielen Schaden. Es ſollten daher keine Bauholzſtämme aus 20 bis 9a jährigen Laubholz Wal⸗ dungen oder aus 10 bis 90 jährigen Nadelholz⸗ Waldungen genommen werden, wenn ſie nicht am Saume des Waldes, oder an Schneißen und Wegen ſtehen, oder nicht auf allenfalls leeren Zwi ſchenräͤumen, deren ſich oft nur zu viele in den Walbungen finden, abgefahren werden können. Iſt ein Beſtand aber ſchon 90 jäh hrig, folglich ſchen einigemal durchpläntert worden; ſo kann das Aushauen der Bauholzbäume im Rothfalle Statt finden. Es wird zwar ohne Schaden nicht geſchehen, mancher Reidel dadurch umgewor⸗ fen werden und manche Lücke erfolgen. Da man aber bis dahin von den nun entſtehenden leeren Stellen den größten Theil des Zuwachſes gehabt hat, und der Beſtand in 30 Jahren doch wieder verzüngt wird; ſo iſt der Verluſt an Zuwachs von dieſer Zeit nicht ſo beträchtlich, als wenn dieſelben leeren Stellen ſchon im 30 oder 40 jährigen Alter des Waldes entſtanden wären, folglich 90 Jahre lang kein Holz produeirt hätten. demſelben Es iſt freylich beſſer, wenn alles alte Holz entweder in der Kindheit des jungen Waldes aus genommen wird, oder bis zur Zeit der Haubarkeit des jungen Waldes übergehalten werden kann. Indeſſen läßt ſich der jährliche Bauholz⸗ Etat zuweilen auf keine andere Art gleich ſtellen, wenn man nicht die Beſtimmung macht, daß das Bauholz zum Theil oder Zanz ans 9o jahrigen und älteren Beſtänden gezogen werden ſoll. 8 Nimmt man nun den ſo eben erwähnten Fall an, daß nehmlich die alten uß ngbun nicht bis zum Abtriebe des jetzt jungen Waldes ſtehen bleiben, ſondern vom 9o jährigen Alter des jetzt jungen Waldes an ausgehauen werden ſellen; ſo muß ihre gegenwaͤrtige Maſſe durch Auszählen und Berechnen der Stämme „gefunden, der Zuwachs auf die bekannte Art geſucht und für ihre künftige Lebenszeit berechnet werden. „Weil aber der junge Wald durch die übergehaltenen ſtarken Stämme verdämmt wird und auſſerdem noch, vom ————⸗—:’——— ſͤö—ͤö—Eqſſ m, 5 4 112—— vom goſten, bis zum z2oſten Jahre, durch das Aushauen der Bauholzbäume Schaden leidet; ſo muß bey der Berechnung des Holzertrages aus dem jetzt jungen Walde auf beydes⸗ Rückſicht genommen werden. Die Erfahrung muß hier wieder entſcheiden, wie ſtark der Abzug ſeyn muß. Durch aufmerkſame Unter⸗ ſuchung der 9o jäͤhrigen Beſtände, in welchen alte Eichen ſtehen, wird man finden, wie viel Fläche durch einen ſolchen Stamm bis dahin ganz verdämmt und ven allem jungen Holze entblößt wird; und bey Unterſuchung der 30 und 60 jährigen Beſtände, worin alte Eichen übergehalten worden ſind, wird man finden, was für einen Effect die Verdämmung der alten Stämme auf die ven ihnen beſchatteten Helz⸗ Pflanzen macht. Hat man nun z. B. gefundene da bis zum 30 ober 4o jährigen Alter die alten Eichen den jungen Unterwuchs nur wenig verdämmen, daß hingegen im 60 jährigen Alter des Unterwuchſes ſchon zwey Quadrat⸗Ruthen, zunächſt dem Stamme, zwar nicht ganz abgeſtorbenes, aber doch ſolches Holz haben, das bey der Plänterung weggenommen werden muß, und hat man ferner gefunden, daß im 9ojährigen Alter des Unterwuchſes, oder des jetzt jungen Waldes, noch ferner eine Quadrat⸗Ruthe um jeden alten Stamm unterdrücktes Holz enthält, das bey der Plänterung weggehauen werden muß; ſo kann man daraus folgende Schluſſe ziehen: 1 9t; 8*— K: h 1619 A t ¹) daß z. B. für jeden überzuhaltenden ſtarken Eichenſtamm an der Plänternutzung im 40⸗ jährigen Alter des jungen Waldes, worin er r ſteht, eine 99 Nbe Quadrat⸗ Ruthe in Ab⸗ zug kommen muß: 2) daß für einen ſolchen Stamm bey der Plänterung des jungen Waldes im 60 jährigen Alter eine ganze Quadrat⸗Ruthe als leer gerechnet werden muß, weil zwey Quadrat⸗Ru⸗ then alsdann zwar verdämmt ſind, dagegen aber alles Holz davon genommen wird, das wenigſtens ſo viel Maſſe gibt, als wenn eine nicht verdämmte Quadrat⸗Ruthe durch⸗ Käntert wird: . 5) doß im 9o jährigen Alter des jetzt jungen Waldes an der Plänternutzung gar kein Abzug Statt findet, weil das Holz, welches durch das Fallen, Bearbeiten und Abfahren der alten 4 Eichen umgeſchlagen und weggenemmen wird, eben ſo viel beträgt, als die Plänternutzung s von den bis dahin wirklich theils verdämmten, theils ſchon früher leer gewordenen drey 1s g. Quadrat⸗ Nuthen ausgemacht haben würde, wenn ſe Pollkommen gut beſtanden Sewaſen wären, und endhich 1— 314 35+ daß für jeden übergehaltenen und im 9o bis 120 jährigen Alter des jett jungen Beſtandes ausgehauenen Eichenſtamm ſechs Ouadrat⸗Ruthen Fläche, wegen der bisherigen BDerhämmung und. weg en. des Umſchlages, als leer abgezogen werden müſſen. dlach dieſen odeszähnlichen; Erfahrungen läßt ſich der künftigs Ertrag des jungen Waldes,“ worin 2 Stäͤmme dis zu einer:gewiſſen. Puebe Ahe behnleen werden ſollen, Licht berechnen. Der Fall iſt zu 21 leicht, dͤct lhen dal! dunke Pech Ana inner fin 98 uſ d lann 2 ten datie 0 Piſe, Stamn Aubit⸗ inm bb X 2 üccuße llöma X deſe ſü auf heuchnun nahen, V ia jähen de=t; ſs muß ſcht= mmen wendn. rch ierkſame Un 1 1= iel Fläche duß atb vird; und h orde ad, wird ne ha chatteten 90 alte a chen den jungt nterr ſes ſchon zuh dochtt nees Holz huim en,— im dojjiähei ⸗R. 2 um jeden am en 1*. ſo kann na Pl nutzung in Qu ⸗Ruthe in h ſes ojährigen e — Quadrat dh n 9= men wind, w Qu,— t⸗Ruthe dun nut= gar kein Ah und= Vahren der aln „at= Pläntetnutug leer'ordenen dri gul ſtanden gewiſt j imgen Beſtandt en e bisherizu zeg Aden müſen ſun Waldes, wein ha= Der Hal ſtä laicf, ͤ·· - 6— leicht, als daß ich nöͤthig hätte, ihn durch ein Beyſpiel zu erläutern. Wer die Verfahrungsart bey den oben gegebenen erklärenden Rechnungs⸗Exempeln kennt, der wird die Rechnung für den gegenwärtigen Fall leicht machen können, und wer alles vorhin gelehrte nicht gefaßt hat, dem wird alles folgende ohnehin dunkel bleiben.— Ich bemerke nur noch, daß die Verdämmung des jungen Waldes nicht im nehmlichen Verhältniſſe bleibt, wenn ſehr viele alte Stämme darin übergehalten werden ſollen. Mit zunehmender Anzahl ſolcher alten Stämme auf einem Morgen wird die Verdämmung, welche jeder einzelne bewirkt, immer größer. Es muß daher bey der Taxation auch hierauf Rückſicht genommen und der Abzug ver⸗ ſtärkt werden, wenn auf einem Morgen mehr, als 4 bis 6 Eichen übergehalten werden ſollen. Die aus den Wirkungen der Natur hergeleitete Erfahrung allein kann in dieſen Fällen entſcheiden. Der Taxator muß daher jeden Waldbeſtand mit der größten Aufmerkſamkeit unterſuchen, und nicht nur aus den voll⸗ kommenen, ſondern auch aus den unvollkommenen Waldungen Erfahrungsſätze für ſeine Geſchäfte ziehen. Wie übrigens der Zuwachs an den alten überzuhaltenden Eichen oder ſonſtigen Holzarten berechnet werden muß, wenn ſie z. B. noch 2 Perioden lang ſtehen bleiben und in der 3ten Periode nach und nach abgetrieben werden ſollen, das wird vielleicht jeder ohne meine Bemerkung ſelbſt zu finden wiſſen. Geſetzt, die vorhin erwähnten 160 Stämme wären Eichen, enthielten jetzt 3000 Cubik⸗Schuhe Maſſe, und es wüchſe an jedem Stamm jaͤhrlich ½ Cub. Sch. zu; ſo würde der Zuwachs an allen Stämmen in einem Jahre 30 Cubik⸗Schuhe, folglich in 2 Perioden oder 60 Jahren 60% 80— 4900 Cubik⸗Schuhe betragen. In der 3ten Perisde aber, wo die Stammzahl und mit ihr der Zuwachs ab⸗ nimmt, würde der Zuwachs— wie im 2ten Kap. des Aten Abſchnittes unter N. 2. gelehrt worden iſt— 80—3— 2240 Cub. Sch. betragen, folglich aller Zuwachs bis Ende der 3ten Periode 6040 Cubik⸗ Schuhe ausmachen. Es würden alſo alle Stämme, einſchließlich des Zuwachſes, 1440 Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe liefern, wovon alsdann, der Erfahrung nach, 2 Bauholz und 2½ Brandholz ſeyn werden. 2) Von der Taxation derjenigen jungen Hochwaldungen, in welchen alte Bäume ſtehen, die bis zur Haubarkeit des jetzt jungen Be⸗ ſtandes übergehalten werden ſollen. Wenn Eichen, oder andere zu Bau⸗ und Werkholz beſtimmte Stämme in einem jungen Walde bis zu deſſen Haubarkeit übergehalten werden ſollen; ſo müſſen dieſelben mit ihrem Zuwachſe bis zur Fällungs⸗ zeit auf die Art berechnet werden, wovon ich unter N. 1. ein Beyſpiel gegeben habe. Bey der Ertrags⸗ berechnung des jungen Waldes, woerin ſie ſtehen, muß aber auf die Verdämmung Rückſicht genemmen werden, die dem jüngeren Beſtande durch die älteren Stämme zugefügt wird. Wieviel dieſe Verdämmung in jeder Periode ſchade, und was für ein Abzug bey jeder Pläͤnterung für jeden alten Stamm am Ertrage des jüngeren Beſtandes gewöhnlich Statt ſinde, habe ich bey N. 1. P ge⸗ 114—“°— gezeigt. Weil aber im gegenwaͤrtigen Falle die alten Bäume alsdann erſt gefällt werden, wann der fün⸗ gere Beſtand abgetrieben wird; ſo geſchieht durch das Fäallen dieſer Stämme kein Schaden, worauf bey N. 1. gerechnet werden mußte.— Im gegenwärtigen Falle, wo nehmlich die alten Bäume zur Zeit der Haubarkeit des jetzt jungen Beſtandes erſt wegkommen, wird man ſelgende Beſtimmungen der Wirklichkeit gemäß finden: ¹) daß bey der Berechnung der Plänternutzung, im Zojährigen Alter des Beſtandes, eine halbe Quadrat Ruthe für jeden überzuhaltenden alten Baum, als leer in Abzug kommen muß: 2) daß dieſer Abzug bey der Durchplänterung des 60 jährigen Beſtandes eine ganze Qua⸗ drat⸗Ruthe beträgt:.. 3) daß bey der 90 fährigen Plänterung zwey Quadrat⸗Ruthen, als leere Fläche zu betrach⸗ ten ſind, und 4) daß bis zum 120 jährigen Alter des jetzt jungen Beſtandes drey Quadrat⸗Ruthen für je⸗ den bis dahin übergehaltenen älteren Baum, als Holzleer in Abzug kommen müſſen. Sind aber die Stämme, welche übergehalten werden ſolten, ſehr äſtige Bäume; ſo werden ſie den jungeren Unterwuchs noch mehr verdämmen. Es iſt daher in dieſem Falle der vorhin beſtimmte Abzug, den Umſtänden nach, zu verſtärken. Solche Stämme, die viele, und tief unten ſchon ſtarke Aeſte haben, ſollte man aber billig eben ſo wenig zur Uleberhaltung beſtimmen, als ſchlecht gewachſene und abſtändige oder anbrüchige Bäume. Sind aber Stämme, die viele Aeſte und eine ſtarke Krone haben, durch fehler⸗ hafte Bewirthſchaftung in den jungen Waldungen ſtehen geblieben, und, ohne den Wald zu ruiniren, jetzt nicht mehr heraus zu nehmen; ſo muß für ſolche Stämme der vorhin beſtimmte Abzug am Ertrage des jungen Waldes oft mehr als verdoppelt werden.— Im zweyten Theile dieſer Schrift werden meh⸗ rere Beyſpiele der Art vorkommen. Sechſtes Kapitel. Von Abſchaͤtzung der Niederwald⸗Beſtaͤnde. Die Abſchätzung der Niederwaldungen iſt weniger verwickelt und weitläuftig, als die Taxation der Hochwaldungen. Soll ein Niederwald⸗Beſtand abgeſchätzt, das heißt, beſtimmt werden, wie viel Holz er beym Abtriebe geben wird; ſo iſt 3 a) ſein Alter, 2) ſein Boden, und 3) die Beſchaffenheit des Beſtandes, ob er nehmlich gut, mittelmäßig oder ſchlecht iſt, zu unterſuchen, und 4) den Reſultaten dieſer Unterſuchungen gemäß, der Ertrag, nach der Erfahrungs⸗Ta⸗ helle K, für die erſte Umtriehszeit anzuſetzen. Das 'ig Effel Eiſe den lu betrer o Jäſih 3/ d 1 1 4 8 S dugs ügen vich vir lum e di jitt nigtene jegen ner gut d gf füher Vunſch biym Ab nuß, zuvollte A Aatti erd ann der ſin ein=den, woranf diſten Baäͤumg otmn, wind na iſta eine haſt⸗ A— kemmen miſ ganze Ou euche zu hettah dua= Ruthen ſir zmm m müſſen. dum werden ſew orhi ſtimmte Aiu chet=ke Aeſte hon wat 2 und abſiindh ne 1 2, durch fißln den= d zu ruiien, umt=ug am(tf ſer aff werden u de. 3, 1 ie daxuin e n, wie vil 6 na der ſchlech irfahrungt 8 dai ͤ.ͤͤ8G₰Gʒ₰GGGͤ8»Gʒ—„fß ——RAARARAAEREEEE EWNE Das Alter des Beſtandes wird durch Zählung der Jahrringe gefunden, die Güte des Bodens buech Aufgraben deſſelben unterſucht, und die Qualität des Beſtandes nach dem Bilde beurtheilt, das die zur Erfahrungs⸗Tabelle benutzten Beſtände dem Taxator darſtellten.— Deswegen muß der Taxator die Erfahrungs⸗Tabellen ſelbſt gemacht haben, und er kann ſolche Tabellen, die von Andern entworfen wor⸗ den ſind, nicht mit Sicherheit benutzen. Damit man aber erfahre, ob die Niederwald⸗Beſtände in Rückſicht des Alters im gehörigen Vee⸗ häͤltniſſe ſtehen, oder, damit man ſehe, wie ſich die, mit gleich altem Holze beſtandenen, Flächen zu einan⸗ der verhalten; ſo muß bey der Taration der Niederwaldungen, wie bey den Hochwaldungen, eine periodiſche Claſſification, und zwar von 5 zu 5, oder von 10 zu 10 Jahren Statt finden.— Hat man z. B. einen 30 jährigen Umtrieb für die Niederwaldungen und eine 10 jährige Claſſification angenemmen; ſo fällt allet Holz, das jetzt 21 bis 3ojährig iſt, in die 1te Claſſe, und kommt in den nächſten 10 Jahren, oder im aten Decennio, als haubar, nach und nach zum Abtriebe. In die 2te Claſſe fallen alle Beſtände, die jetzt 11 bis 20 jährig ſind, und dieſe werden im 2ten Decennio abgetrieben, und in die 3te Claſſe fallen alle Beſtände, die 1 bis 10 jährig ſind, und dieſe werden im 3ten Decennio abgetrieben. Nach dieſer Claſſiſication iſt es leicht, das Decennium zu Anden, in welchem der nach der Erfah⸗ rungs⸗Tabelle beſtimmte Ertrag erfolgen wird. Iſt der Beſtand des Niederwaldes gut, ſo kann der Ertrag des erſten Umtriebes auch für alle künf⸗ tigen Umtriebe angenommen werden, weil bey einer guten Forſtbewirthſchaftung der Beſtand immer voll⸗ wächſig erhalten werden wird. Iſt der Beſtand eines Niederwaldes aber mittelmäßig, oder ſchlecht; ſo wird ſein Ertrag für den erſten Umtrieb zwar nach ſeiner gegenwaͤrtigen Qualität berechnet, wenn er bis zum erſten Abtriebe nicht verbeſſert werden kann,— für den nächſtkünftigen oder 2ten Umtrieb aber muß der jetzt mittelmäaßige Beſtand, als ein beynahe vollkommener, und der jetzt ſchlechte Beſtand we⸗ nigſtens als ein mittelmüßiger berechnet werden. Für den 3ten und alle folgenden Umtriebe hin⸗ gegen können alle jetzt unvollkommenen Beſtande als vollkommen in Anrechnung kommen, weil ſie bey ei⸗ ner guten Forſtwirthſchaft, worauf ſich die Taxation ſtützt, nach dem erſten Abtriebe, durch künſtliche Saat und Pflanzung verbeſſert werden müſſen. Durch Anwendung der nöthigen Mittel wird dieſes zwar unfehlbar früher geſchehen. Da es aber doch möglich iſt, daß von vielen und großen Culturen nicht alle ganz nach Wunſch gerathen, und da durch Nachſaaten und Nachpflanzungen wenigſtens zum Theil jüngeres Holz beym Abtriebe erfolgt, als wenn die erſte Cultur, die möglich bald nach dem Abtriebe vorgenommen werden muß, geräth; ſo iſt es rathſam, auf dieſen möglichen Fall Rückſicht zu nehmen, und nicht alle, jetzt unvollkommenen, Beſtände ſchon beym zweyten Abtriebe als ganz vollkommene zu berechnen. Wären alle Niederwaldungen jetzt ſchon gut oder vollkemmen beſtanden; ſo würde der für die erſte Uatriebszeit gefundene Holzertrag immer der nehmliche, und die Fläche, weiche in der erſten Umtriebszeit P 2 zum ————— — —— 5 ———— zum Abtriebe kommt, auch für alle Umtriebe dieſelbe bleiben. Da aber viele Diſtrikte des Niederwaldes durch die Cultur in der Folge einen höheren Ertrag liefern; ſo muß wenigſtens von drey auf einander fol⸗ genden Umtriebszeiten der Ertrag berechnet werden, um zu ſehen, wie viel Holz die Niederwaldungen, nach ihrer völligen Cultur, in der Folge jährlich geben werden. Befinden ſich in einem Forſte Hochwaldungen, die auf einen 120 jährigen, und Niederwaldungen, die auf einen 30 jährigen Umtrieb geſetzt ſind; ſo iſt es ohnehin nöthig, den Ertrag der Niederwaldungen von 4 Umtriebszeiten, alſo von 120 Jahren, zu berechnen. Man würde ſonſt nicht wiſſen, in wie ferne die Niederwaldungen, die vielleicht noch ſehr verbeſſert und im Ertrage erhöht werden können, die Hoch⸗ waldungen von Periode zu Periode zu unterſtützen im Stande ſind, um einen nachhaltigen jährlich gleichen Holzertrag aus dem ganzen Forſte zu gewinnen. 3 Uebrigens werden die mit verſchiedenen Holzarten vermiſcht ewachſenen Niederwaldungen nach der dominirenden Holzart angeſprochen. Die Verſchiedenheit des Holzes aber, welches man gewöhnlich durch⸗ einander klafftern läßt, wird bey der Berechnung nicht weiter auseinander geſetzt. In der Beſchreibung und auf der Karte muß dieſelbe aber bemerkt werden. Man wird aus der Verfahrungsart bey Abſchätzung der Niederwald⸗ Beſtände geſehen haben, daß es auf die richtige Beurtheilung des Taxators, ob der Beſtand gut, mittelmäßig, oder ſchlecht ſey, vorzüglich ankommt. Es iſt alſo bey der Taxation der Niederwaldungen ein ſcharfer Ueberblick und genaue Vergleichung mit den zur Erfahrungs⸗Tabelle benutzten guten, mittelmäßigen und ſchlechten Be⸗ ſtänden nöthig. Sollte aber ein Beſtand nicht ganz in die gute und auch nicht in die mittelmäßige Claſſe paſſen, alſo zwiſchen gut und mittelmäßig fallen; ſo wird es dem Taxator leicht ſeyn, ſeinen Er⸗ trag nach der Erfahrungs Tabelle auszumitteln. Sellte er auch die Wahrheit nicht vollkommen treffen; ſo wird der Fehler doch niemals groß werden, wenn der Taxator den zum Taxationsgeſchäfte überhaupt nöthigen Scharfblick und gute Beurtheilungskraft hat. Siebentes Kapitel. Von Abſchaͤtzung der Beſtaͤnde, die Hoch⸗ und Niederwald zugleich ſind. In dem vorigen Kapitel habe ich gezeigt, auf welche Art der Helzertrag ſolcher Niederwaldungen taxirt werden muß, die blos zur Niederwaldzucht und zur Erziehung des bey der Oekonomie erforderlichen geringen Geſchirrholzes beſtimmt ſind.— Es gibt aber beträchtliche Gegenden in Deutſchland, wo man nur wenige Hochwaldungen findet, und wo man mit der Niederwaldzucht die Baumholzzucht verbunden hat, um das erſorderliche Bau⸗ und Werkhelz dadurch zu erhalten. Und auſſerdem kommen auch ein⸗ zelne Au 3 nu 4, daß Nan h 8t tdiun Um iſtlen, 1 den acht 6 halber Niedern Daadre d un Buum, Kcnung Srche S dnd ſollte dül nach ſj in de dr erſten hn, un un a 1 ikte ſſiederwanhe drey= Minander ſü ie(= waldunza, nd 1= rwaldungn, der= ſerwaldunzn wiſ= in wie fen den Pin, die Het altigen hrlich gleiha derw u gen nah da man=hnlich dug⸗ n der=chreibung u de geſ*e haben, di aßit zer ſohlet n ſchar alleberblic un sigen ſchlechten de iht mittelmäfih leich— i, ſeinn 6 iht inmen trefn tions Ifte übehun edt= ald liche= ederwaldunhn Deke m: erferderlchn Del an ind, wo ol um icht verbunden dem eenen auf in Alhl 3 3* ͤͤͤͤͤͤſ En 3 m 3 —*— 117 zelne Fälle vor, in welchen es nöthig iſt, die Baumholzzucht mit der Nieberwaldzucht— oder eigent⸗ licher— die Niederwaldzucht mit der Baumholzzucht zu verbinden, um temporellen Holzmangel dadurch abzuwenden.— Die Baumholzzucht iſt alſo entweder auf immer mit der Nie⸗ derwaldzucht verbunden, oder es⸗wird nur eine Zeitlang Niederwald zugleich unter dem Baumholze erzogen.— Ich will jeden dieſer Fehler beſonders ahandalh a) Von der Taxation derjenigen RieherWaldän gen⸗n. in welchen für immer Baumholz erzogen werden ſoll. Aus der Holzzucht iſt bekannt, daß die Niederwaldungen oder Wurzelſchläge am beſten gedeihen, wenn nur wenige und geringe, zur Beſaamung und Beſchattung dienliche, Stämme darin erzogen wer⸗ den, daß aber jede ſtärkere Beſchattung, welche durch große und viele Väume bewirkt wird, den Ertrag des Niederwaldes ſchmälert.— Es kann folglich ein Morgen Niederwald, worin mehr oder weniger ſtarke Stämme erzogen werden ſollen, nicht ſo viel ſogenanntes Wurzelholz liefern, als wenn keine ſtar⸗ ken Bäume darin erzegen werden. Um alſo den Betrag ſolcher Niederwaldungen taxiren zu können, muß der Taxator Unterſuchungen anſtellen, wie viel Quadrat⸗Ruthen Fläche durch einen ſtarken, mittelmäßigen und geringeren Stamm in den Niederwaldungen verdämmt wird, und wie greß die Fläche iſt, die in jedem Falle, als leer betrachtet werden muß. Geſetzt, ein ſtarker Eichbaum verdämmte im Niederwalde 6 Quadrat⸗Ruthen ſo, daß davon nur halber Ertrag erfolgt; ſo müſſen für einen ſolchen Stamm 3 Quadrat⸗Ruthen, als leer von Niederwald⸗Beſtand betrachtet werden. Und geſetzt, man fände, daß ein mittelmäßiger Baum 4 Quadrat⸗Ruthen, ein geringer Baum aber 2 Quadrat⸗Ruthen, und ein Laßreidel ½ x Quadrat⸗Ruthe bis zum halben Ertrag⸗ verdämmte; ſo müſſen für jeden mittelmäßigen Baum 2, für jeden geringen Baum 1, und für jeden Laßreidel ½ Quadrat⸗Ruthe, als leere Fläche vom ganzen Diſtrikte bey der Be⸗ rechnung des Niederwald⸗Ertrages ſo lange in Abzug kommen, als dieſe Verdämmung im nehmlichen Grade Statt findet. Kommen aber die ſtärkſten Bäume bey der nächſten Hauung des Niederwaldes weg/ und ſollten bis dahin nicht andere Stämme eben ſo ſtark werden, oder wenigſtens nicht in ſo großer An⸗ zahl nachwachſen; ſo muß der Ertrag des Niederwaldes für den zweyten Umtrieb, mit der Vorſicht, die ich im vorigen Kapitel empfohlen habe, in den folgenden Perioden höher berechnet werden, als er es in der erſten Periode ſeyn kann. Sollten aber die im Niederwalde befindlichen Bäume jetzt noch nicht groß ſeyn, und noch lange übergehalten werden müſſen; ſo muß dagegen der künftige Ertrag des Niederwaldes in dem Weſh zleniſe geringer berechnet werden, wie die Baͤume von Periode zu Periode größer werden. Weiß 113- e.— — Weiß man nun z. B. aus der Erfahrung, daß für eine zur Uleberhaltung beſtimmte Stange gar keine, dagegen für einen Laßreidel ½ Ruthe, für einen geringen Baum odey Vorſtänder Ruthe, für einen mittelmäßigen Baum oder Ueberſtänder 2 Ruthen, und für einen ſtarken oder Haupt⸗ baum 3 Quadrat⸗Ruthen Fläche, als leer betrachtet werden müſſen, und iſt ferner beſtimmt, wie viele von dieſen Bäumen auf jedem Margen ſtehen ſollen; ſo iſt es leicht, den Ertrag des Niederwaldes, dieſen Beſtimmungen gemäß, vermittelſt der Erfahrungs⸗Tabelle K zu berechnen. Ohne Vorausſchickung dieſer Beſtimmungen aber iſt es nicht möglich, die Ertragsberechnung zu machen. Auch hier au ic bemerken, was ich bey N. a. im 5ten Kap. dieſes Abſchnittes ſchon angeführt habe, nehmlich daß die Verdämmung eines jeden einzelnen Stammes geößer wird, wenn ſehr viele im Nisderwalde ſtehen. Die Beſchattung der zwiſchen den alten Bäumen beßindlichen Stockaus⸗ ſchläͤge iſt unter ſolchen Umſtänden zu anhaltend, und wird dem Unterwuchſe nachtheilig, wenn die Sonne E The Hech a Gtfel d Bäume abgehalten wird.— Je mehr ſtarke Bäume alſo auf einem Morgen Niederwald erzogen werden ſollen, deſto größer muß für jeden der Abzug am Niederwald⸗Ertrage ſeyn. Wie viel größer? dies iſt nach den Reſultaten der Werſuche in eben ſo ſtark verdämmten Niederwaldun⸗ gen zu beſtimmen. Auſſer der Taration des Niederwaldertrages muß aber auch der Hetzertrag des Baumholzes be⸗ Kimmt werden, das im Niederwalde zugleich mit erzogen wird. Um dieſes zu berechnen, muß man die RSiune wicht nar ach ihrem Alter abtheilen, und nach ihrer Stärke claſſiſiciren, ſondern es muß auch die Zeit, wann ſie zur Fällung kommen, und die Maſſe, die ſie alsdann liefern, beſtimmt werden. Die Claſſification in Rückſicht auf Alter mache man von 20 zu 20, oder von 30 zu 30 Jahren, und, um die Stärke oder den cubiſchen Gehalt zu erfahren, welchen ein Stamm der erſten und zweyten Größe von jeder Claſſe oder von jedem Alter hat, benutze man die Reſultate der Erfahrungs⸗Tabelle L, wenn ihre Anſätze auf die in den Niederwaldungen erwachſenen Stämme paſſen, worüber vorher die nö⸗ thige Prufung anzuſtellen iſt.— Soltte dieſe Tabelle aber nicht paſſen,— welches gewöhnlich der Fall iſt, weil ſolche Bäͤume, die mit ihren Kronen frey ſtehen und kein junges Holz unter ſich haben, ſtaͤrker wachſen als ſolche, die im Schluß ſtehen,— ſo muß für den Zuwachs und Gehalt der Baume in den Niederwaldungen eine beſondere Tabelle, auf die ſchon bekannte Art, gemacht und beſonders auch darauf Rückſicht genemmen werden, daß von Eichen, die von Jugend an in Niederwaldungen geſtanden haben, im Verhältniſſe mehr Brandholz und„weniger Bauholz. erfolgt, als von Eichen, die im Schluſſe aufgewachſen ſind. 8 Geſetzt aber, die Reſultate der Lobeu. L paßten auf die Bäͤume in den Niederwaldungen. Geieb ferner, es ſollen die Eichen im Riederwalde nur 150 Jahre alt werden, und auf jedem Morgen immer . b 4 5 3 a9 Cl jiſrigum gin Miden her G in Eich Sunne m bef 1 der lnme, zerhſe trites b Geſ delkomme lählung, —-— hettt fen in den Suadrat Nat beſ r ne Stange z Jor der Ruth 1ſta= oder Haupg ier l mt, wie in trag= Niederwudt Oh Zorausſchitin hnit= thon angeſit tößet, wenn ſahl en dechen Siockat heilige enn die Em alſo— einem Man diedeſ⸗== ⸗Ertragt ſin däm Niedervah trag= aumhelhs berech— muß man n, ſte==n es muſ ui hſtim y'erden. von— u 30 JIäſu n det= und zwih Erfi 438⸗Tabale w= vorher diet ſches= Ihnlich der 1 unt de haben, ſüit thalt* Baͤume in A d bir ers auch daruj dun x feſtanden heben Eic nn die im Scthl eden müngen, Geſc f e ⸗Mergen inmms 2 S G 6 4.. 4 ——— 119 4 Hauptbhäume der iten Claſſe von 120 bis 150 jährigem Alter, 4 Ueberſtänder ober Eichen der 2ten Claſſe von 90 bis 120 jährigem Alter, 4 Vorſtänder oder Eichen der Zten Claſſe von 60 bis 90⸗ führigem Alter, 4 Laßreidel oder Eichen der Aten Claſſe von 30 bis 60 jährigem Alter, und 4 Stan⸗ gen oder Eichen der 5ten Claſſe von à bis 3o0 jährigem Alter ſtehen; ſo werden bey jedem Abtriebe des Niederwaldes, wenn der Umtrieb 30 jährig iſt, 4 Hauptbäume gehauen werden können, deren Gehalt nach der Erfahrungs⸗Tabelle leicht zu beſtimmen iſt. Es müſſen alsdann aber bey jedem Abtriebe alsbald meh⸗ rere Eichen durch Pflanzung nachgezegen werden, damit von denſelben wenigſtens wieder 4 ſchöne Stämme beym nächſten Abtriebe des Niederwaldes übergehalten werden können. Wären nun ſeolche Waldungen von jeher auf dieſe Art bewirthſchaftet worden; ſo würden die jetzt darin beſindlichen haubaren Bäume nach der Erfahrungs⸗Tabelle berechnet werden können. Da dieſes aber nicht der Fall iſt, ſondern dergleichen Bäͤume oft viel älter und folglich ſtärker ſind; ſo müſſen diejenigen Stämme, die in die allgemeine Claſſiſication nicht paſſen, nach ihrer gegenwärtigen Maſſe und mit ihrem Zuwachſe bis zur Fällungszeit, auf die Art berechnet werden ie i m „ wie ich ſolches im 2ten Kap. des 4t Abſchnittes gelehrt habe... 1 118 Zur Erläuterung wilk ich folgendes Beyſpiel geben. Geſetzt, der Diſtrikt ſey 100 Morgen groß, er habe guten Boden, und der Beſtand ſey 18 ühriger vollkommener guter Birken⸗Niederwald. Geſetzt ferner, man habe auf dem gauzen Diſtrikte bey der Aus⸗ zählung gefunden: 8 1) 40 abſtändige Eichen, die zuſammen 1060 Cub. Sch. Bauholz und 3000 C. Sch. Brandholz unthalten, und woran kein Zuwachs Statt findet, weil die Fäulniß an mehreren dieſer Stäͤmme jährlich ſo viel wegfrißt, als an allen überhaupt zuwächſt; 2) 350 Ueberſtänder von 90 bis 120 jährigem Alter; 3) 300 Verſtänder von 60 bis 9ojaͤhrigem Alter; 4) 320 Laßreidel von 30 bis 60 jährigem Alter; und 5) 400 Laßreißer von 3o jährigem Alter. Geſetzt ferner, man habe durch Verſuche gefunden, daß bey der Berechnung des Niederwald⸗Ertrages für jeden Hauptbaum 3, für jeden Ueberſtänder 2, für jeden Vorſtänder a, und für jeden Laß reidel ½ Quadrat⸗Ruthe Fläche, als leer in Abzug kommen muͤſſe. Nach dieſen Vorausſchickungen wird die Ertragsberechnung auf felgende Art gemacht: — ———ͤͤ d S 5 2 „—„„“ —⁶— 1 Birkenholzz Eichenholz 8 28 27 5 4 Prügel⸗ Wellen Baubolz⸗ Scheitholz⸗ Prügel⸗ Wellku . 1 4 1. Klafft lafft Klafft Klaffter In der 1ten Periode von 1804 bis 1834. Jaffter Alaſiter laſfter laffter a) Aus 92 ½ Morgen beſtandener Niederwal⸗ dung, jeden Morgen zu 14 Klaffter Prügel und zoo Wellen..... 1295 27750 b) Aus 40 Hauptbäumen von 4000 Cub. Sch., 10 28 7 4 50“ werunter 1000 C. Sch. Bauholz ſind.-—— Nota. ¾ der Maſſe zu Prügelholz, jede Klaffter Bauholz zu 100 Cub. Sch., die Klaffter Scheit⸗ Holn à 90 Cub. Sch. und die Klaffter Prügel⸗ holz zu 70 Cub. Sch. Maſſe gerechnet, und von jeder Klaffter 10 Wellen angenommen⸗ In dee 2ten Periode von 1334 bis 1864. 2) Aus 87 Morgen beſtandener Fläche. 4 3 2 ⸗ 3 6) Aus 350 Hauptbäumen, ſeden zu 74 C. Sch. 9 alſo aus 259oo C. S)—— 172 ½ 4 61 5¾ 25820 Nota. Hiervon ſind 3 Bauholz, und der gan⸗ zen Maſſe iſt zur Hälfte Scheit⸗ und zur Hälfte Prügelholz. In der 5ten Periode von 1664 bis 1894. a) Aus 87 ¾ Mergen beſta ndener Fläche 1221 26175 b) Aus 300 Hauptbäumen„„. 148 44 55 420 In der Aten Periode von 189½ bis 192 ½³4S.. 12) Aus 85 ⁵ Morgen beſtanbener Fläche 1202 ¾ 25760 b) Aus 520 Hauptbäumen— ꝛ— Zuſammen in 120 Jahre. 4936 ½ 105785] 488 ¾ 161 2778 8270 1218 26100 158 44 56 2580 Dieſes Beyſpiel wird hinreichen, um mit der Berechnung des Holzertrages bekannt zu werden, wenn Hoch⸗ und Niederwald fur immer untereinander erzogen werden ſoll. Man wird aber auch zugleich daraus ſehen, daß die Nachzucht der erforderlichen Anzahl junger, aus Saamen erwachſener Stämme ſchlechterdings nicht verſäumt werden darf, wenn eine ſolche Wirthſchaft für immer dauerhaft bleiben ſoll⸗ Sollte die Natur dieſe Nachzucht nicht bewirkt haben; ſo muß ſie beym jedesmaligen Abtriebe des Unterholzes oder Niederwald⸗Beſtandes, durch Pflanzung junger Stämme ohnfehlbar beſorgt werden. 4. an C L 8 v“ 8* 2) Von der S i i n lirglihen trathige litend, tie, n tüßte.— it in! lRt er hab dicken 8¹ d Alge ſelang: 2 ſäinen,4 uütd ict zu Luna dheil non dc, def leien„4 nüſſn. 1 kenn nulluäß an ſehr n S Wieche 6 Sis eitha drügel: Wal : after dlafſter 23 7 46 1 61 ½ A 4— 85 4 56 l ekan werden, aber zugleic deral waſ Jier Stinm ner i Ihaft bleiben ſ Ab= des Unte-hel har!t t weiden 1 2) N0 —— f. 11* „ — —— 121 2) Von Taxation berjenigen Beſtänbe, in welchen die Niederwaldzucht mit der Baumholzerziehung nur auf eine Zeitlang verbunden wer⸗ den ſoll. 3. Bey der Taxation der Hochwald„Reviere kommt zuweilen der Fall vor, daß es in der erſten und zweyten Periode an haubarem Holze fehlt, weil dieſes durch zu ſtarkes Angreifen oder Ueberhauen der Waldungen unverhältnißmäßig und zu früh henutzt worden iſt.— Die ganze Forſt⸗ oder Waldſläche iſt oft vortrefflich mit jungem Holze von a bis 60 oder 80 Jahren beſtanden; aber es fehlt an der hin⸗ länglichen Menge von haubarem Holze für die erſte, und ſelbſt oft für die zweyte Periode. Alles noch vorräthige hanbare Holz und die Plänternutzungen aus den jungen Waldungen find zuweilen kaum hin⸗ reichend, nur die Hälfte des Etats⸗Quantums in der erſten Periode zu liefern, das aus einem ſolchen Ferſte, nach der Berechnung des Ertrages von der ganzen Umtriebszeit, erfolgen müßte.— Wollte man nun in dieſem Falle die jungen Hochwaldungen auf die Wurzel ſetzen, um da⸗ durch in der erſten Periode mehr Holz zu bekommen: ſo würde man zwar füͤr dieſe Periode ſeinen Zweck erreichen; man würde aber auch dadurch bewirken, daß für alle Perioden der Folgezeit der Wald nur halb ſo viele Holzmaſſe jährlich produciren könnte, als wenn er Hochwald bleibt, wie man aus den Tabellen I und K ſehen kann. So lange alſo noch ein Mittel vorhanden iſt, wodurch die bey weitem einträglichere Hochwaldzucht im Allgemeinen erhalten, und für die erſte Periode doch die erforderliche Holzmaſſe abgegeben werden kann: ſo lange muß man die eigentlich fortdauernde Niederwaldzucht nicht einführen. Das Mittel, wodurch junge Hochwaldungen für die erſte Periode nutzbar gemacht werden können, als ſie es, bey der regelmaͤßigen Behandlung als Hochwald, in der erſten Periode ſeyn würden, beſteht darin, daß man ſie in derſelben Periode nicht ganz ſo wie Hochwaldungen, und auch nicht ganz ſo wie Niederwaldungen behandelt. Man verbindet nehmlich in einem ſolchen Nothfalle die Wurzelholzzucht, auf eine Zeitlang, mit der Hochwalderziehung, und treibt einen verhaͤlrnißmäßigen Theil von den jungen Laubholzwaldungen in ihrem 30 bis 4o jährigen Alter, zur Wurzelholzfällungszeit⸗ ſo ab, daß von den ſtärkſten Reideln— weniger in gleicher Vertheilung auf einem Morgen ſtehen⸗ bleiben, als auf einem gut beſtandenen Mergen Hochwald, bey der Haubarkeit deſſelben, gefunden werden müſſen. Hierdurch erhält man natürlicherweiſe ungleich mehr Holz von jedem Morgen, als man bekom⸗ men kann, wenn man die Durchſorſtung oder Durchplänterung in einem ſolchen Beſtande iu Hinſicht auf regelmäßige Hochwaldwirthſchaft vornehmen läßt.— Die Stöcke der abgehauenen Stangen ſchlagen hier⸗ auf ſehr ſchön wieder aus, und es erfolgt bey dem künftigen Abtriebe dieſer Ausſchläge, die nach Verlauf ven Zo oder 40 Jahren gehauen werden können, eine ziemlich beträchtliche Holzmaſſe.— Nach dieſem Abtriehe werden die Stöcke zwar nicht wieder mit Erfolge ausſchlagen, weil die vielen bey der nſten Halle 3 1322 Hauung uͤbergehaltenen Reidel ſo ſtark geworden ſind, daß ſie den Unterwuchs derdaͤmmen; dagegen hat man aber auch den Hochwaldbeſtand erhalten, der bis dahin merklich ſtärkere Stämme haben wird, als wenn eben dieſelben Stämme bis zu dieſem Alter im gedrungenen Hochwaldſchluſſe vegetirt hätten. Obgleich durch eine ſolche Behandlung aus den 30 und 4o jährigen Hochwaldungen mehr Holz ge⸗ nommen werden kann, als bey der regelmäßigen Hochwaldbewirthſchaftung erfolgt; ſo iſt dieſer größere Ertrag doch nur temporell. Durch die bekannte regelmäßige Bewirthſchaftung eines Morgen Hochwaldes erfolgt bis zu ſeinem Abtriebe mehr Holzmaſſe, als wenn man ihn auf die ſo eben gelehrte Art behandelt. Geſetzt, es ſoll ein Morgen Buchen⸗Hochwald von 40 jährigem Alter, der guten Beſtand und Bo⸗ den hat, auf eben erwähnte Weiſe bewirthſchaftet werden; ſo wird er folgenden Ertrag liefern: 3) Im 4 pjährigen Alter, wo er bis auf die beſten 200 Reidel Cubik⸗ Schube Wellen abgetrieben wird, 1 Klaffterholz⸗Maſſe a) die gewöhnliche Plaͤnterholznutzung.....— 300 b) aus 400 St. à 1 und 1200 St. à C. Sch.„. 700 150 ²) Im Zojährigen Alter, wo die 4o jährigen Stockausſchläge ab⸗ getrieben werden, höchſtens 6 Klaffter, jede à 70 C. Sch... 420 250 3) Im 120jährigen Alter, wo der Hochwaldbeſtand abgetrieben wird, a) aus 120 St. der ꝛten Größe, weil ſie vom 40 bis 120 jährigen Alter mehr und weniger licht geſtanden haben, jeden à 32 C. Sch. 3840]% b) aus 80 St. der aten Größe, eben deswegen jeden à 20 C. Sch. 1600 2pe In 120 Jahren zuſammen... 6560 1300 Der jährliche Ertrag eines auf ſolche Art bewirthſchafteten Morgen Waldes iſt folglich 54 3 Cubik⸗ Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und 10 ¾ Wellen. Vergleicht man hiermit den Ertrag eines als Hochwald von Jugend auf regelmäßig bewirthſchafte⸗ ten Morgen Buchenwaldes von der nehmlichen Qualität; ſo zeigt die Tabelle I, daß er 57 2 Cub. Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und 11 ¾ Wellen jäͤhrliche Ausbeute gibt. Es gehen alſo bey jener Bewirthſchaftung nur 2 75 Cub. Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe jährlich, oder binnen 120 Jahren 290 Cubik⸗Sch lohren. Dagegen hat man den Vortheil, daß man ſchon im 40 jährigen Alter dieſes Beſtandes Morgen 700 Cubik⸗Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und 150 Wellen mehr erhielt, kommen haben würde. uhe ver⸗ auf dem die man ſonſt ſpäter be⸗ Hätté man aber dieſen jungen Wald ganz auf die Wurzel ſetzen und ihn ferner als Niederwald bee wirthſchaften wollen; ſo wuͤrde man zwar bey der erſten Hauung im 40 jährigen, und beym zweyten Ab⸗ triebe ri j u 40,t ſbli Pah tigent n⸗ Klnu 3 i hah 9 het 6 ſhr Gutes i in n e 9das mäß, weeder Hochwe Öhet fitts verden. dn Ho ſich in Keurthe ſen kön und ſcch dä z dagegen 3 Wim ben witd, 4 geti tten. du= mehr Helh g ;& dieſer gtößen s: Igen Hochwaln lleh= tt behandele gut reſtand und t 6as in: ohik. he Vela fterh= Aaßt +— dho 1 15 4— 150 38 ☛. 16 65 1309 65 iSzlich 544 00 egel⸗ i bewitthſcih 5 e Cub. Eth ie sewirthſchefim 290 Djik⸗Schuhe m ieſe? ſſtandes auf dm ie de ſonſt ſpätn 76 Niederwal be u m zweylen 4b kehe ————— —dbe 4 25 triebe im Bo jäͤhrigen Alter, mehr Helz erhalten haben; bey dem deitten und vierten Abtriebe würde aber bey weitem nicht ſo viele Holzmaſſe durch die Benutzung des Niederwaldes erfolgen, als durch den Abtrieß des, bis zum z2o jährigen Alter übergehaltenen, Hochwaldbeſtandes erfolgt. Aus der Tabelle K iſt er⸗ ſichtlich, daß bey der Niederwaldzucht der jährliche Ertrag eines in 40 jährigen Umtrieb geſetzten Morgen Waldes nur 55 ¾ Cubik⸗Schuhe Klaffterholz⸗Maſſe und 8 ¾ Wellen iſt. Man würde folglich durch die eigentliche Niederwaldzucht gegen die eigentliche Hochwaldzucht auf dem Morgen 23 ½ Cub. Schuhe Klaff⸗ terholz⸗Maſſe und 2 ½—z Wellen jaͤhrlich verliehren, wogegen der vorhin berechnete Verluſt nur eine Kleinigkeit iſt, ob er gleich auf großen Flächen empfindlich werden kann.. Wenn es alſo die Nothwendigkeit erfordert, ſo ergreife man das vorhin gezeigte Conſervationsmittel der Hochwaldzucht, und verbinde alſo nur auf eine Zeitlang damit die Niederwalderziehung, um die jun⸗ gen Hochwaldungen fruher ſtark benutzen zu können.— Doch mnuß ich hier bemerken, daß dieſes Mittel für ſehr rauhe Gegenden nicht anwendbar iſt, weil die geringen Reidel durch Duft, Schneeanhang und Glatteis zu ſehr Noth leiden, und bald größten Theils oder alle ruinirt werden. In ſolchen Gegenden bleibt in dieſem Fall kein anderes Mittel übrig, als einen verhältnißmäßigen Theil der jungen Beſtände ganz auf die Wurzel zu ſetzen, und die Stockausſchläge künftig zu Hochwald erwachſen zu laſſen. Wo das Clima aber mild oder nur ſo iſt, daß man den Ruin der Laßreidel, der Erfahrung ge⸗ mäß, nicht zu fürchten hat, da iſt im Nothfalle keine vortheilhaftere Behandlung möglich. 5 Sind nun ſolche Beſtände zu taxiren, die eine Zeitlang Wurzelholz produciren und in der Folge wieder Hochwald bleiben ſollen, wie ich vorhin gezeigt habe; ſo bemerke man dergleichen Diſtrikte als Hochwald in der Forſtbeſchreibung.— Hierauf unterſuche man, wie viele Staͤmme auf dem Morgen zu Hochwald übergehalten worden ſind, oder dazu übergehalten werden können und ſollen. Iſt ſolches geſchehen, ſo berechne man den Ertrag, welchen die überzuhaltenden Stämme bey ihrer Haubarkeit geben werden— wie ich ſolches in der vorigen Rechnung gezeigt habe— und bringe die Benutzung des zwiſchen dem Hochwaldbeſtande zu erziehenden Wurzelholzes, als Plänterholz au s dem Hochwalde perio⸗ diſch in Aufrechnung, wie man es in der vorigen Rechnung ſehen kann. Der genauen Unterſuchung und Beurtheilung des ſcharfſehenden und tiefdenkenden Taxators muß in ſolchen Fällen, die ſehr verſchieden ſeyn können, das Weitere überlaſſen bleiben. Wer alles gefaßt hat, was ich bisher gelehrt habe, der wird ſich nun auch in ſolchen Fällen recht gut zu helfen wiſſen. Q2 Achtes —¹— Achtes Kapitel. Von Berechnung des Holzertrages, der von Waldflaͤchen zu erwarten iſt, die entweder nur aͤuſſerſt einzeln, oder gar nicht mehr mit Holz be⸗ wachſen ſind, folglich eine kuͤnſtliche Cultur erfordern. Nur e zußferſt wenige Forſte ſind wohl jetzt ſo beſchaffen, daß man darin nicht größere oder kleinere Flächen finden ſollte, die ſo ſchlacht beſtanden ſind, daß das darauf befindliche Holz bald benutzt, und die Fläche durch die Kunſt wieder in Beſtand gebracht werden muß. Nicht ſelten aber trifft man auch auf ganz von Helz entblößte Flächen, die ohne künſtliche Cultur niemals wieder Wald werden können. Man wird leicht einſehen, daß ſolche Flächen während der Umtriebszeit wieder nutzbar werden müſ⸗ ſen, wenn es die Umſtände erlauben, ſie wieder mit Helz in Beſtand zu bringen.— Iſt es nun mog⸗ lich, die Blöͤßen in einem Forſte, im Laufe der erſten Periode oder der nächſten 30 Jahre, nach und nach zu eultiviren; ſo wird der künſtkich erzogene Beſtand in der 2ten Periode 30 jährig, in der 3ten Periode So jährig; und in der 4ten Periode gojährig werden. Man wird alſo die nehmlichen periodiſchen Plänter⸗ nutzungen aus demſelben ziehen können, die man aus dem neuen Beſtande erhält, der an die Stelle eines in der erſten Periode abzutreibenden haubaren Beſtandes treten, und durch natürliche Beſaamung erzogen werden muß.— Wenn alſo die künſtliche Eultur einer Waldblöße ganz gewiß in der erſten Periode vorgenommen werden wird; ſo kang auch mit eben derſelben Sicherheit darauf gerechnet werden, daß in der 2ten, 3ten und Aten Periode Plänternutzungen daraus erfolgen werden. Wenn aber die Cultur erſt in der zweyten Periode Statt ſinden kann, wie ſolches oft nicht anders möglich iſt, wenn Weidegerecht⸗ fame auf der Fläche haften, oder die Größe der culturbedürftigen Flächen allzu beträchtlich iſt; ſo wird doch wenigſtens aus den, in der 2ten Perisde cultivirten, Beſtänden in der 3ten und 4ten Perlode der Umtriebszeit noch Plänternutzung gezogen werden.— Es kommt folglich auf die Beſtimmung der Zeit an, in welcher eine Waldblöße mit dieſer oder jener Hokzart cultivirs werden ſoll, um berechnen zu können, wie diel Holz, von Periode zu Periode, im Laufe der Umtriebszeit, daraus erfolgen werde.— Die Rechnung felbſt wied auf die hekannte Art nach der Erfahrungs⸗Tabelle gemacht. Doch muß auch hier die im aten Kap: des 6ten Abſchnittes empfohlene Vorſicht beobachtet werden, daß nehmlich am Ertrage der Plänter⸗ nutzung im 40 und 60 jährigen Alter des künſtlich zu cultivirenden Beſtandes ½ abgezogen, folglich nur 3 des Ertrages angerechnet werden, der aus ganz vollkommenen Beſtänden, der Erfahrungs⸗Tabelle gemaß, zu beziehen iſe. Stehen noch Bäume auf einer ſorchen künſtlich zu cultivirenden Waldflaͤche; ſe werden dieſelben auf die, im aten Kap. des éten 25 näees hey N. 1, gezeigte, Art tzayirt. Hierauf wird die Beſtimmung 30 duth nat un ſa mu dur leſtuds Folgt w zu varten 6 1 n Aholz be⸗ for a. ot gr oder klain 4l dutzt, uny ber man auh i werdi nnen. ieder m werden uh —— s nun nh „ Ja= nach un u 9, ¹ ten Paih hen= iiſchen Plune det ie Stelle in rliche amung enthn viß i erſten Nauh erechn erden, di i Dena die Cultu i iſt,= Weidegent betr’ iſt; ſe ni en ut en Perſode Beſtig ng der Zei n, erecht=u kännen, u zerde— Die Nathnun u8 a Wier die im un 1 Ert der Plänte⸗ gezo den felglich m⸗ hru Stabell genih ſs i ditſellin uſ w dee Beßinmung ——yjÿÿ 1 * 7 —°— 425 gemacht: was fuür eine Holzart, wann und wie dieſelbe angepflanzt werden ſon— und nach dieſer Beſtimmung wird die Ertragsberechnung, vermittelſt der Erfahrungs⸗Tabelle, entworfen. Rur ſelten werden die Umſtände und Verhältniſſe ſo ungünſtig ſeyn, daß es nicht moͤglich 6, aae Slößen in einem Forſte im Laufe der erſten Peridde oder binnen den nächſten 30 Jahren in vollkomme⸗ nen Beſtand zu bringen. Faſt immer wird es möglich ſeyn, die ſaͤmmtlichen Culturen in dieſer Zeit vor⸗ zunehmen.— Werden nun dieſe Blößen, nach der Vorſchrift des Taxators— die unverbrüchliches Gefetz ſeyn muß, wenn der ganze Plan nicht ſcheitern ſoll— eultivirt; ſo wied in man⸗ chem Forſte dadurch der jährliche Helzertrag um ein Beträͤchtliches erhöht werden können, wie ich im ꝛten Kap. des 3ten Abſchnittes ſchon bewieſen habe. Endlich demerke ich noch, daß die Groͤße der Fläche ſolcher Blößen unter die ate Claſſe in die Syecial⸗Tabelke derjenigen Holzart, womit ſie cultivirt werden ſoll, geſchrieben werden muß. Be⸗ kanntlich enthält dieſe Claſſe die haubaren Beſtaͤnde, oder diejenigen, welche in der ꝛten Periods zum Abtriebe und dadurch zur Verjüͤngung kommen. Da nun die Blößen, welche in der aten Periode kunſtlich zultivirt werden, gleiche Feortſchritte mit den jungen Beſtänden machen, die in der ꝛten Periode durch natürliche Beſaamung erzogen werden; ſo paſſen die Blößen folglich am beſten unter dienite Claſſe, wenn ſie in der ꝛten, und in die 2te Claſſe, wenn ſie in der 2ten Periode zur Eultur kommen. Doch muß durch ein kenntliches Zeichen, allenfalls durch eine kreuzweiſe durchſtrichene Nulle, in der Holz⸗ beſtands⸗Tabelle bemerkt werden, daß die Fläche dermalen noch nichs mit Holze bewachſen iſt. In der Folge wird noch mehr davon vorkommen. Sie⸗ —— Siebenter Abſchnitt. Von den Servituten und andern Walduͤbeln, die Bezug auf den Holzerttag eines Forſtes haben. ₰ ie Forſt⸗Servituten ſiad bekanntlich den Umſtänden nach ſehr verſchieden. Sie ſind für den Wald⸗ eigenthümer zwar alle nachtheilig; doch verurſacht ihm die eine mehr, die andere weniger Schaden. Zu den beſonders ſchädlichen Wald⸗Servituten rechne ich: 1) die Viehweide in den Forſten. Sollte dieſe im ganzen Walde allenthalben und immer geſtattet werden müſſen, und nicht auf eine gewiſſe Sorte und Stückzahl Viehes eingeſchränkt ſeyn; ſo iſt der Ruin des Waldes unvermeidlich, und keine Taxa⸗ tion ſeines Ertrages möglich. Zum Glücke ſind aber dergleichen Servituten auf einen gewiſſen Theil des Waldes ein⸗ geſchränkt, oder können doch auf einen, faſt in jedem Lande verſchiedenen, geſetzmäßig beſtimmten, Theil des Waldes eingeſchränkt werden, den der Waldeigenthümer bald hierhin, bald dorthin verlegen kann, wie es nehmlich die Heegung der Schläge und Culturen erfordert.— Und überdem ſind auch gewöhnlich die Ziegen, die Schafe und die Pferde, als ganz vorzüglich ichadliqn Thiere fuͤr die Holzzucht, von der Waldweide ganz ausgeſchloſſen. Steht es unter ſolchen Umſtänden dem Waldeigenthümer frey, in bisher gut behandelten Laubholz⸗ Forſten ¼, in mittelmäßig adminiſtrirten ½, und in bisher ſchlecht bewirthſchafteten 3 von der ganzen Fläche abwechſelnd, und ſo lange es erforderlich iſt, in Heege zu legen; ſo würde die Viehweide in den Waldungen bey der Baumholzzucht nicht ſehr nachtheilig ſeyn, wenn die gewöhnlichen Exeeſſe bey der Beweidung nicht vorſielen. Denn im erſten Falle, wo der Waldbeſtand in Hinſicht auf ſein Alter im gehörigen Verhäͤltniſſe iſt, und keine beträchtliche Blößen zu cultiviren ſind, würden beym buchenen Baumholze, das einen 120 jährigen Umtrieb hat, nicht allein die aufs neue vorgehauenen Schläge geheegt, ſondern auch die jungen Beſtände, bis zu ihrem 20 oder 24 jährigen Alter, geſchont werden können, binnen welcher Zeit ſie, im Durchſchnitte genommen, dem Viehe entwachſen. Im andern Falle aber wird man, auſſer dem gegen das Ganze verhältnißmäßigen Theile, auch die noch vorhandenen Blößen und ruinirten Beſtände durch Heegung und künſtliche Saat und Pflanzung wieder ſo in Beſtand bringen können, daß man nach Ablauf einiger Perioden im Stande iſt, für die Folgezeit ¾ zur Weide aufzugeben. Und im dritten Falle wird der Weidgang nicht hindern, die vielen Bls ößen, welche ohne⸗ Tuhij M/ M hacti dan be ertragt nehta 3 tütſin e 3 N Anher, taln 1 der ſehtein wädung einm gn Naderwa N bſinmt, etnag ſi A uij eine üe ganz det ge d ganz ſiten zu riglch i wichtä t f n zerteg Sie mifüt den Ah denig haden. anzen=de alentzah viſſe r a und Stuh neidll und keine due heil= Waldei dmaß? ſimmten, di ald do ee verlegen in ffordet.* Und lhma gan züglich ſholt zut Adelten kaut aftete= von der 9 ürde Ziehweihe un 2wichen Eraiſ WI tand in Huſt culte it ſind, vün eauſe ue vorgehaum jähr Alter, giſhe den iehe entwoſe en 1=“, auch dien flanzung wihn e iſ edie Felgtut ie Blißen/ nit dhun ——ͤͤͤͤͤ A— —— ohnehin nicht auf einmal eultivirt werden koͤnnen, mit angeſtrengten Kräften zu beſaamen und zu bepflan⸗ zen, und den ganzen Forſt nach Verlauf einiger Perioden in ſelchen Stand zu bringen, daß den Weide⸗ berechtigten ebenfalls 3 davon zur Weide eingeräumt werden können.— Ueberſteigt aber der Weidgang das vorhin beſtimmte Verhältniß; ſo hindert er die Holzcultur, und es muß bey Beſtimmung des Helz⸗ ertrages in einem ſolchen Forſte darauf Rückſicht genommen werden, weil die Blößen alsdann erſt binnen mehreren Perioden zur Cultur gebracht und nutzbar gemacht werden können. Bey Nadelholzwaldungen, die in ihrer Jugend keine ſo lange Heegung erfordern, kann unter pallen vorhin erwähnten Umſtänden der zur Heegung beſtimmte Theil um † kleiner ſeyn, als ich zuvor anführte.— Bey Niederwaldungen hingegen muß faſt immer ein größerer Theil des Waldes in Heege gehalten werden köͤnnen, und dieſer Theil muß um ſo viel größer ſeyn, auf je weniger Jahre der Umtrieb des Waldes regulirt iſt, und je mehr in den Waldungen noch cultivirt werden muß. Iſt der Umtrieb in den Niederwaldungen 40 jährig, und ſind die Walbungen ſchon ſehr gut beſtan⸗ den; ſo können 3 davon immer beweidet werden, weil die Wurzelſchläge, im Durchſchnitte genommen, wenigſtens 10 Jahre lang geheegt werden müſſen, da ſonſt die im Niederwalde anfgekeimten Saamenloden vom Viehe größten Theils ganz verdorben werden.— Bey einem 3o jährigen Umtriebe hingegen ſind nur ;3, und bey einem 2o jährigen Umtriebe iſt nur die Halfte ven der ganzen gut beſtandenen Niederwaldung, aus der vorhin angegebenen Ulrſache, zu beweiden. Bey einem noch kürzeren Umtriebe aber kann nur ein ſehr eingeſchränkter Weidgang Statt finden.— Ueberſteigt aber der Weidgang in gut beſtandenen Nieder waldungen das zuvor beſtimmte Verhältniß, oder darf man in kulturbedürftigen Niederwaldungen nicht einen größeren Theil auf eine Zeitlang in Heege legen; ſo ſchmaͤlert ſolches den Holzertrag des Niederwaldes, und es muß bey der Taxation deſſelben darauf Rückſicht genommen werden. Man hat ſich alſo nothwendig vorher nach den Weid⸗Servituten zu eckundigen„ehe man die Art beſtimmt, wie ein Wald behandelt werden kann und ſoll, und ehe man feſtſetzt, wie hoch ſein künſtiger Ertrag ſeyn wird, der ſich immer nach der Behandlungsweiſe richtet. Iſt es möglich, die Viehweide aus den Waldungen ganz zu verbannen, und die Weideberechtigten auf eine oder die andere, für beyde Theile vortheilhafte, Art zu entſchädigen; ſo iſt ſolches überhaupt, aber ganz beſonders in dem Falle zu empfehlen, wo das vorhin beſtimmte Verhältniß der weidbaren Fläche zu der geheegten Fläche nicht Statt ſinden kann. Man opfere alsdann lieber einen Theil des Waldgrun⸗ des ganz auf, und gebe ihn dem Weideberechtigten, um Futterkräuter bauen und die Stallfütterung ein⸗ führen zu können, damit nur der Reſt von der Waldflaͤche geſchont und zu einem ſo hohen Ertrage, als möglich iſt, gebracht werde. Iſt es aber möglich, die Viehweide bis zur Unſchädlichkeit ein⸗ zuſchränken, und kann die Landwirthſchaft, als Schweſter der Forſtwirthſchaft, doch beſtehen; ſo ſchmaͤlere ö 12⁸ ſchmälere man den Waldyrund nicht.— Ueberhaupt aber muß einer ſolchen Verußerung die Unterſuchung gorausgehen: ob die geſchmälerte W ald fl a che, bey der beſten Bew irt hſch aftung und Schonung, nachher auch im Stande iſt, die Holzbedürfniſſe der Gegend zu befrie⸗ digen.— Kann dieſes wirklich geſchehen, ſo opfere man einen verhältnißmäßigen Theil von der Wald⸗ fläche auf; kann die Waldfläche in jener Rückſicht aber keinen Abgang leiden: ſo iſt der unumſtößliche Beweis davon wohl hinreichend, bey jeder Juſtizſtelle den Beſcheid auszuwirken, daß ſich die Weide⸗ berechtigten ſo l ange, nach Erforderni6, einſchränken müſſen, bis die durch ihre Schuld in Verfall gekemmenen und bisher zur Ungebühr mit dem V ieh e benut⸗ ten Waldungen wieder in gehörigen Stand gebracht ſeyn werden. Sobald aber ſolches geſchehen iſt, muß den Weideberechtigten derjenige Theil vom Forſte zur Weide wieder eingeraͤumt werden, den ich vorhin bey gut beſtandenen Waldungen beſtimmt habe, und es können nachher bey gehl⸗ rig eingeſchränkter Weidbenutzung die nun in guten Stand gebrachten Waldungen für immer darin erhal⸗ ken werden. ) Uebertriebener oder zu ſtarker Wildſtand iſt ebenfalls der Holzzucht ſehr nachthei⸗ lig, und bringt dem Waldeigenthümer großen Schaden, wenn er ihn zum Vortheile eines Andern in ſei⸗ nem Walde dulden muß, oder zu Befriedigung ſeiner eigenen Paſſton unterhält. Viele Tauſend ſchöne Pflanzen werden vom Wilde beſchädigt und zu Krüppeln gemacht, oder wohl ganz ruinirt. Mancher dem Anlaufe des Wildes ausgeſetzte junge Schlag und manche künſtliche Cultur erfordert eine dreymal ſo lange Zeit, bis er dem Wilde aus dem Maule kommt, und trägt endlich doch ſchlechteres und weniger Holz ein, als ein anderer, der eine ſolche Beſchädigung nicht auszuhalten hat.— Bey einem vernünſtig ein⸗ geſchränkten Wildſtande kann zwar die Holz⸗Cultur ſehr gut beſtehen, weil der geringe unvermeidliche Schaden alsdann nicht fühlbar wird. Wenn aber die Wildheege übertrieben iſt, und dadurch die Nachzucht vollkommener Beſtände wirklich gehindert wird, alsdann iſt ſie ſchädlich, und es muß bey der Ertrags⸗ berechnung auf dieſen ungünſtigen Umſtand Rückſicht genommen werden, wenn durch vernünftige Vor⸗ ſtellungen keine Einſchränkung und Verminderung des Wildes bewirkt werden kann, oder wenn es nicht möglich iſt, jeden Schlag und jede Saat oder Pflanzung ſo lange mit einem haltbaren Zaune zu umgeben, bis das Wild keinen Schaden mehr daran thun kann. 3) Das Streu rechen iſt eine nicht minder ſchädliche Servitut für den Waldeigenthuͤmer. Es wird dadurch manche junge Holzpflanze ausgeriſſen oder beſchädigt, die Wurzeln der Baͤume werden zum Nachtheile derſelben von ihrer Decke entblößt„ Sonne, Luft und Froſt können alsdann zu ſtark auf ſe wirken, und dem Walde wird überdem auch ſein natürlicher Duͤnger entzogen. Gewöhnlich ſindet man dieſe verderbliche Servitut in ſolchen Gegenden, wo man ſchlechte Felder und A Mangel an Stroh hat, oder wo, wegen ſchlechter Afkerwirthſchaft, die gewöhnlich eine Folge des . Ler⸗ mit ju Päldd 4 L nenm trockn⸗ dereit aN h Dns, 3 9 gt, und agerl a Untut ſahmg wirt oaftunz n r Gid zu hefri en N= on der N ſb 18= unumſajit daß d die Wei „ b ⸗ dur ch i dei iehe benn werſe Scebah Wela ider eingaäm könneſem hher dey 30 n fütr= ner darin aut Hol=t ſehr weih theile— s Andemuſ ſt. 4= Tauſend ſti anz ru i Mancheri dert 4α reymal ſo hn echtere d wenige Bey vernünſih der gℳ in unvermal und dunch die Natſt 68 Siey der Ertu in du Vernäͤnftige Ae ann n k wenn ii 1i aren ee At zu umngn e de aldeigenthine rzel= Baͤume wen gen* Ang zu ut i 14 echte 3 em m98 2) eine Srh 3 4———— ————————— — 129 vernachläͤßigten Wieſenbaues und der verſäunten Kleezucht iſt, zu wenig Streh gezogen wird, als daß nach Abzug des zur Fütterung verwandten Strohes, das zur Streue erforderliche übrig bleiben könnte.— Dieſes große Forſtübel iſt daher ſelten ganz zu verbanmen, wenn die Urſache nicht entfernt werden kann, die es erzeugt hat. Deswegen muß der Forſtwirth die Landwirthſchafts⸗Direction auf dieſen äuſſerſt wich⸗ tigen Gegenſtand aufmerkſam machen, und es müſſen alle aus der Lehre von der Landwirthſchaft bekann⸗ ten Mittel angewendet werden, um durch Verkeſſerung der Wieſen, durch Beförderung des Futterkräuter⸗ Anbaues, und durch Einfuͤhrung der Stollfütterung die Felder zu verbeſſern, dadurch folglich mehr Stroh zur Streue zu erhalten, und alſo die Waldſtreue ganz entbehrlich zu machen.— Sollte dieſes alles aber nicht geſchehen— wie es leider! nur allzu oft der Fall iſt— oder kann das Streuſammeln nicht alsbald abgeſchafft werden; ſo muß es der Ferſtwirth durch obrigkeitliche Hilfe dech wenigſtens dahin zu bringen ſuchen, 1) daß das Laub oder die Streue berhaupt nicht mift eiſernen, ſondern mit weniger ſchädlichen hölzernen Rechen zuſammengekratzt werden darf; 2) daß es nur in beſtimmter Menge, und auf gewiſſe Tage, unter Aufſicht der Forſt⸗ bedienten, geholt werde, um auf die gewöhnlich dabey vorfallenden Holzdiebe⸗ reyen beſſer Achtung geben zu können; 3) daß diejenigen Diſtrikte, wo das Laubſcharren beſonders ſch äblich iſt, als die ohnehin mageren Orte, die ſchon mit jungen Pflanzen bewa chſenen Dunkelſchlöge, und überhaupt alle jungen Waldbeſtände, von 1 bis Goſährigem Alter, geſchont werden müſſen; A) daß das Laubſammeln nur kurze Zeit vor dem Abfallen des neuen Laubes vorge⸗ nommen werde, damit der Boden zur heiſen Sommerszeit nicht zu ſtark aus⸗ trockne, und vor dem einfallenden Froſt, durch das neu abfallende Laub, wie⸗ der einige Bedeckung erhalte, und 5) daß das Laub überhaupt an keinem Orte rein weggenommen, ſondern ein Theil davon, zu einiger Bedeckung des Bo⸗ dens, liegen gelaſſen werde. Es bleibt indeſſen dieſe Operation immer ſchädlich, wenn ſie auch nech ſo ſehr eingeſchränkt werden kann. Der mittelmäßige Boden in einem ſolchen Walde würde gewiß gut, und der ſchlechte Boden mittelmäßig ſeyn, wenn ihm nicht beſtändig der natürliche Dünger entzogen⸗ und die Vermehrung und Anhäͤufung der Dammerde unmöglich gemacht würde. 4) Das Mitbeholzungs⸗Recht, nach welchem zuweilen ein Waldeigenthümer leiden muß, daß ein Anderer eine gewiſſe Gattung oder Sortiment ven Holz, entweder eingeſchränkt oder unein⸗ geſchränkt, aus ſeinem Walde beziehen darf, ſchwächt zwar nicht den Holzertrag eines Forſtes überhaupt⸗ wenn das Holz forſtmäßig genommen wird; doch vermindert es den Ertrag für den Waldeigenthümer, wenn er ſeine Forſtproducte mit einem Andern theilen muß.— In einem ſol⸗ chen Falle iſt der Waldeigenthümer verbunden, entweder einen beſtimmten Theil von jedem Baume, oder R ein ₰— 130 ein gewiſſes Holzquantum überhaupt, oder blos das Aſtholz, oder das Leſeholz, oder das Stockholz zc. entweder zum Theile, oder ganz, abzugeben.-— Alle dieſe Umſtände machen einen merklichen Unterſchied im Lrthhge für den Eigenthü mer des Waldes, und beſtimmen oft ſogar die ganze Wanddehandlungs⸗ Art. Endlich 5) die Mafgfrever jeder Art kann man zwar nicht zu den Servituten zählen; ſie müſſen aber allerdings in die Reihe der Hauptübel, wodurch die Waldungen ſehr leiden, geſetzt werden.— Durch gute Aufſicht und ſtrenge Beſtrafung laſſen ſich die Waldfrevel zwar ſehr vermindern, aber doch nie⸗ mals ganz vertilgen. So lange Waldungen und Menſchen exiſtiren werden, wird das Freveln nicht auf⸗ hören.— Vorzüglich ſind die Grenzwaldungen, und ſolche, die in holzarmen Gegenden, oder nahe bey großen und kleinen Städten liegen, dem Holzfrevel ſehr ausgeſetzt, der ſich durch nichts ganz, und nur dadurch zum Theile abwenden laͤßt, daß man Magazine anlegt, woraus das Holz in kleinen Pertie⸗ nen für Unbemittelte gegen Zahlung abgegeben wird.— Bey aller möglichen Verſicht und Aufſicht wird aber deſſen ohngeachtet mehr oder weniger gefrevelt, urd dem Walde nicht nur Holz, ſondern auch Streue und Gras widerrechtlich und zum Schaden entwendet werden.— Beſonders werden ſich die Holzfrevler an die unterdrückten Stämme der 20 bis 60 jährigen Beſtaͤnde halten, weil ſo geringe Stämme leicht und unbemerkt weggebracht werden koͤnnen; in alteren Beſtänden hingegen wird der Frevel weniger oft vor⸗ fallen, ob ſie gleich nicht ganz verſchont bleiben.— Deswegen muß der Taxator auch auf dieſen Verluſt an Holzmaſſe gehörig Rückſicht nehmen, und nach Erwägung der Umſtände und der Erfahrung den Zwi⸗ ſchennutzungs⸗Ertrag, und, nach Befinden, ſelbſt den Hauptertrag ven manchem Diſtrikte, um ſo viel niedriger in Aufrechnung beingen, als er glaubt wegen des Frevels abztehen zu müſſen. Aus dieſer gedrämgtem Darſtellung der gewoͤhnlichſten und wichtigſten Wald⸗ Seroſtuten und Wald⸗ übel wird man ermeſſen, wie nöthig es iſt, ſich nach denſelben zu erkundigen, und Rüückſicht auf ihre Folgen zu nehmen, wenn ein damit belaſteter Forſt taxirt werden ſoll. 8 Pon Am riſa, lhe u wied 85 luun.— nnzunfen 1g vil yolſte d Haupt E Stocha gen he Unterſt 2Vi andlungs⸗N tutet Se jen; ſie muſß iden, ſttzt werden, amin—, aher doch w ddt eveln nicht a Beger 3 dder kaheh hnit anz, umm Ha um kleinen on⸗ erſid d Aufſcct n l, irn auch Ena den= die Helhftn ering äͤmme leitt uh Frs voeniger eft m er ou if dieſen Vua dder: Ihrung den zu dem i kte, um ſ ul üſſen d-S=ten und B „ ul iilckſicht auf ——— E Achter Abſchnitt. Von dem Gange des Taxations⸗Geſchaͤftes und von Anwendung der dabey gefundenen Reſultate, zu Gruͤndung einer dauerhaften Forſtwirthſchaft. 8 den vorigen Abſchnitten habe ich gelehrt, was für Gegenſtände und wie dieſelben unterſucht werden müſſen, wenn der Holzertrag eines Forſtes berechnet oder taxirt werden ſoll.— In dem gegenwärtigen Abſchnitte will ich nun auch zeigen, wie dieſe Unterſuchungen aufeinander folgen, und wie die Reſultate derſelben geordnet und benußt werden müſſen, um den Holzertrag eines Forſtes zu finden, ihn leicht zu überſehen, und ihn nachher zu einer gleichen periodiſchen Benutzung vertheilen zu können.— Auſſerdem werde ich auch die Maasregeln zeigen, die ergriffen werden müſſen, um dem entworfenen Forſtwirthſchaftsplane Dauer zu verſchaffen, und zuletzt werde ich den Plan mittheilen, nach welchem alle übrigen Gegenſtände und Verhältniſſe im Forſte beſchrieben werden müſſen, um dadurch die vollſtändigſte Kenntniſſe von allen Forſt⸗ und— Jagdgegenſtänden zu erlangen. Die Geſchaͤfte, welche bey der Taxation eines Ferſtes vorfallen, laſſen ſich daher unter acht Hauptabtheilungen bringen. Es ſind folgende: 1) die Vorarbeiten überhaupt: 2) der Entwurf eines vorläuſigen generellen Wirthſchaftsplanes: 3) die Taxation des Holzbeſtandes, nach Maasgabe dieſes Wirth⸗ ſchaftsplanes: 4) die Zuſammenſtellung der durch die Taxation gefundenen Reſul⸗ tate:. 5) die Vergleichung des veriodiſchen Holzertrages: 6) der Entwurf einer leichten Ueberſicht des gemachten generellen und ſpeciellen Wirthſchaftsplanes: 7) die Befeſtigung des entworfenen Wirthſchaftsplanes, und 8) die ſyſtematiſche Beſchreibung des Forſtes, in Beziehung auf alle Gegenſtände, die beym Forſt⸗ und Jagdweſen intereſſant ſind. Ich will daher jeden dieſer Gegenſtände beſonders abhandeln. R 2* 5 Erſtes Erſtes Kapitel. Von den Vorarbeiten einer Forſt⸗Taxatfon, 2 Wenn die Organiſation des Ferſtweſens in einem Lande. überhaupt nach ächten Grundſätzen der Ferſtdirections Wiſſenſchaft vellzogen, folglich auch die künftige Waldbewirthſchaftungs⸗Art vorgeſchrieben, und die Taxation der Forſte beſchloſſen iſt; ſo muß von der Direction des Ferſtweſens die Methode, wer⸗ nach alle Forſte des Landes gemeffen, kartirt, beſchrieben und taxirt werden ſollen, genau beſtimmt, die Bewirkung der vorſchriftsmäßigen Ausführung dieſer Geſchäfte aber dem erſten oder dem qualificirteſten Oberforſtbedienten des Landes, oder einer jeden Provinz, übertragen werden. Dieſer Commiſſarius muß die Meſſung und Taxation überhaupt dirigiren, die erforderlichen Geometer und Taratoren in Vorſchlag bringen, anſtellen und inſpielren, ihre Arbeiten prüfen, dafür forgen, daß jedes Geſchäfte dem generellen Plane und der Inſtruction eines Jeden gemäß vollzogen werde, und, von Quartal zu Quartal, uͤber den Fortgang der Geſchäfte an die Direction des Ferſtweſens berichten. Ein folcher Director der Forſtvermeſſung und Taxation kann, bey möglichſter Anſtrengung, und wenn ihm feine gewöhnlichen Dienſtgeſchäfte, ſo viel es möglich iſt, erleichtert werden, zwey bis drey Geometer inſpiciren,— wenn ſte in zuſammenſtoßenden Forſten meſfen,— und zugleich kann er zwey Taxatoren, wopon jeder mit den nöthigen Gehülfen beſonders arbeitet, inſpieiren und dirigiren, und alle damit verbundenen Geſchäfte vollziehen, die man aus dem Folgenden kennen lernen wird. Bey der Wahl des Directors von einem ſolchen großen, wichtigen und äußerſt mühſamen Geſchäfte muß fehr viele Vorſicht beobachtet werden. Sie ſollte billig immer auf einen Mann fallen, der das Forſtweſen üderhaußt, beſonders aber die Holzzucht und den Plan, wornach taxirt werden ſoll, vollkommen ſtudirt hat, der ſchon eine Zeitlang praktiſcher Ferſtmann war, der die nöthigen mathematiſchen Kenntniſſe beſitzt, der ſehr thätig und geſund iſt, der das Talent hat, einen großen Plan geſchwind zu uͤberſehen, und der in jedem kritiſchen Falle ſich bald und geſchickt zu helfen weiß. Iſt nun ein ſolcher Mann zum Dirertor gewählt, fo muß auch zur Wahl der Taxatoren geſchritten werden. Man beſtimme dazu nur ſolche e Ferſtbedienten, die ſich durch ihre Geſchicklichkeit, durch ihre praktiſchen Kenntniſſe und durch Thätigkeis auszeichnen, und die den Plan, wornach taxirt werden ſell, entweder ſchon genau kennen, oder denſelben doch bald zu faſſen im Stande ſind. Iſt nun auch dieſe Wahl mir Vorſicht getroffen; ſo gebe man dieſen Männern die vorgeſchriedene 1 h„. jg 2 1: 65 8, 5 Anweiſung zur Taxation zum ſtudiren, und prüfe ſie nachher, ſowohl im Zimmer als im Walde, eb ſie lan„ 8 3 85 den Plan, wornach taxirt werden foll, vollkommen gefaßt haben. Iſt man auch davon verſichert, ſo wähle man aus den Ferſt⸗Candidaten des Landes die gelchickkaſtan und ſolideſten, und gebe jedem Taxater derh ader vier davon zu G. Hölfen. Endlich Lurſ e, nehr , 1 d. Igui iies uſei V ſüch ng be laen ſm 1 heiten. fut de alſſeti wind, dähku n 3 d N 4 ungen eueennnbb A r 1 fon ach=uundſatze zung.. vorgeſchihe deſens Methode, un in ſollſ wn enau hiſinn i ade= i qualifti Dieſe=nmiſſarius n d Te in in Woiſt 8 Ge dem ganal tat— artal, ihnn ichſter= Rrengung, n n 3 zwey bis we und 4— kann er ſi en un M igiren, unt en vir ſer t= ſamen Geſlch n M fallen, da t wer— oll, vollkenen math aiſchen Kenni n ge=id zu lbeſi der= koren geſthit geſchi eit, duii h rnal irt werden nnet e vorgeſchnüäm r Walde, d uch*n verſicht, 3 un jedem doran Hubd — 0— Endlich waͤhle man auch die beym Meſſungs⸗ und Taxations⸗Geſchäfte nöthigen Geometer mit der Vorſicht, die ich im 1ten Kap. des ꝛten Abſchnittes empfohlen habe, und gebe jedem Taxator einen davon bey, um die mathematiſchen Operationen zu machen. Die üÜbrigen Geometer aber heſtinme man zur Auf⸗ nahme der noch nicht gemeſſenen Forſte.(*+) Hat man nun alles zum Meſſungs⸗ und Taxations⸗Geſchäfte erforderliche Perſonale gewählt; ſe möſſen die Geometer, die Taxatoren und die Gehülfen des Taxators auf die Inſtructionen verFichttt wer⸗ den, die man in dieſer Schrift finden wird. Zugleich muß auch beſtimmt werden, auf welche Art und nach welchem Verhältniſſ⸗ bas Meſfangs⸗ und Tarations⸗Perſonale bezahlt werden ſoll.— Wegen Bezahlung der Geemeter habe ich im erſten Abſchnitte das Nöthige ſchon geſagt und empfohl en, ihnen für die Meſſung, Zeichnung und Berechnung eines jeden Morgens eine billige Bekohnung auszuwerfen. Bey dem Taxations⸗Perſonale aber rathe ich nicht, morgenweiſe zu bezahzen.— Soll gute Arbeit gemacht werden; ſo muß man den Taxatoren billig beſtimmte, der Mähſeligkeit des Geſchäftes angemeſſene, Diéten gehen, und jeden Anlaß zu flüchtiger unreifer Arbeit zu vermeiden ſuchen. Wenn der Director ſeine Schuldigkeit thut; ſo kann man verſichert ſeyn, daß auch das übrige Taxations⸗Perſonale ſeine Arbeiten, ſo viel es die Umſtände er⸗ kauben, befordern werde. Und ſollte ein träges Subjekt, aller Verſicht ungeachtet, mit unter gekommen ſeyn, ſo wird es durch den Eifer der Uebrigen angetrieben werden, weil Alle immer gemeinſchaftlich ar⸗ beiten.— Man beſtimme alſo für den Dirsstor, für den Taxator, für die Gehülfen des Taxators und für den Geometer, der dem Tarator zur Hilfe beygegeden iſt, billige Tagegelder, und gebe ihnen noch auſſerdem die ſehr ermunternde Verſicherung, daß Jeder, ſo bald das Taxations⸗Geſchafte geendigt ſeyn wird, nach Verhältniß ſeiner geleiſteten Dienſte, entweder auf eine beſſere Stelle befördert, oder eine Beſoldungszulage erhalten ſoll. Dieſe ſehr billige Zuſicherung wird auſſerordentliche Wirkung hervorbringen, und Jeden, bey dieſem unbeſchreiblich angreifenden und ermüdenden Geſchäfte, aufmuntern, alle verfallen⸗ den Dhugralgkenen zu bekämpfen. Iſt nun das ſämmtliche Perſonale inſtruirt und verpflichtet; ſo müſſen die zur Meſſung der Wal⸗ dungen beſtimmten Geometer alsbald in denjenigen Forſten angeſtellt werden, worin mit der Taxstion der Anfang gemacht werden ſoll. Und damit der Director die Arbsiten dieſer Geometer lsichter dirigiren und inſpi⸗ — 6) Jeder geübte Geomerer kaun vom Frühjahre bis zum Herbſte, in gebirgigrn Gegenden 5600 bis 6000 Morgen Wald, in ebenen Gegenden aber bey weitem mehr planmähig meſſen, kartiren und berechnen, wenn die Witterung nicht zu ungünſtig iſt.— Ein Taxaror hingegen, der drey Sehülfen und einen Geometer hat⸗ kaun von der Zeit im Früb⸗ zahre, wo die Haupt⸗Forſtarbeiten geendigt ſind, dis zur Zeit im Herbſte, wo ſie wieder anfangen, 6000 bis 3080 Morgen Wald teyiren, wenn die Localitär, der Holzbeſand und die Witterung das Geſchäfte nur einigermaben hegünſtigen. Hiernach läßt ſich beurtheilen, wie viele Geometer und Tapakoren nöthig ſind, um binnen einer gewiſſen Zeit e Mellung und Taxation zu vollziehen, dis in jedem Lande länggens in 10 Jahren geendigt ſeyn ſollte. . 34—0— inſpiciren kann; ſo müſſen immer die zunächſt beyſammen liegenden Forſte zugleich gemeſſen, doch aber muß in einem Forſte immer nur ein Geometer angeſtellt werben.. Während die Geometer ſich mit der Meſſung der erſten Forſte beſchäftigen, muß der Taxator, unter ſpecieller Leitung des Directors, die im Aten Abſchnitte abgehandelten Verſuche über den Holzwuchs machen, die Erfahrungs⸗Tabellen entwerfen, und nach Anleitung des 5ten Abſchnittes die vortheilhafteſte Umtriehszeit zu erforſchen ſuchen.— Hierauf hat der Director des Taxations⸗Geſchäftes die entworfenen Erfahrungs⸗Tabellen dem Oberforſt⸗Collegio, mit den nöthigen Bemerkungen, vorzulegen, auch die Beweggründe anzugeben, warum er die für jede Holzart in Vorſchlag gebrachte Umtriebszeit für die vortheilhafteſte halte, und hierauf die Genehmigung zu gewärtigen, daß dieſe Tabellen bey Berechnung des Holzertrages zum Grunde gelegt werden, und die Umtriebsbeſtimmungen Statt haben ſollen. Vis alle dieſe Vorarbeiten gemacht ſind, wird der Geemeter die vorſchriftsmäßige Karte und gene⸗ relle Beſtands⸗Tabelle von dem zuerſt gemeſſenen Forſte überliefert haben.— Er wird hierauf in einem andern benachbarten Forſte angeſtellt, und muß von nun an ſo raſch fortarbeiten, daß die Taxa⸗ tion durch die Meſſung nicht aufgehalten werden kann. Zweytes Kapitel. Vom Entwurfe eines vorlaͤufigen generellen Wirthſchaftsplanes fuͤr einen Forſt, der tapirt werden ſoll. Wenn die im vorigen Kapitel bemerkten Vorarbeiten gemacht ſind, und die revidirte Karte ſammt der dazu gehörigen generellen Beſtands⸗Tabelle von dem Forſte, der taxirt werden ſoll, eingeliefert iſt; ſe muß der Director, mit Zuziehung des Taxators und des Geometers, die Eintheilung des Forſtes in Diſtrikte vornehmen, und dabey alles beobachten, was ich im 3ten Kapitel des 1ten Abſchnittes em⸗ pfohlen habe. 4 Bey dieſem Geſchäfte, welches eine genaue Durch⸗ und Ueberſicht des ganzen Forſtes erfordert, muß zugleich ein vorläu ſiger genereller Wirthſchaftsplan eutworfen werden. Das heißt: es müſſen die Diſtrikte vorläuſig ausgewählt werden, die ſich, in Rückſicht ihres Alters, ihrer Qualitat, ihres Zuſammenhanges und ihrer Größe, zur Abhol⸗ zung in der erſten, zweyten, dritten und vierten Periode am beſten ſchicken, und durch deren Abtrieb man in jeder Periode ein gleich großes Holz⸗Quan⸗ tum zu erlangen glaubt. 4 Man durchgehe alſo den Forſt, mit der Karte und mit der Beſtands Tabelle in der Hand, und notire bey jedem Diſtrikte und bey jeder Abtheilung: 1) Wie ldul Uunſth nik 1 5 5 tde de ſticen harſeit hänniß wenn n denn, ſiſ e ſme ni ii Ja Ne lefimmt w aten Au tine per ſage de lüſen ſete 1 ürſc b 81 doc in n, der daran and= Verſuche lin 8 4 mn Abſchnittes ſ 4 Dia. s Geſchſt merſ⸗in, vorzulegn brat= amtriebszeit ahel ey Verehnm dade jen. aig te und gen - hird hierauf i arbei mu daß die dau haf anes fit ſe re e Karte ſann en ſ— eingeliefen i nthei ren des Forſtli les 1 Abſchnittes m ganzz frſtes erferdet n w. Das hut in eckſicht ihne 15 1 zur Abht ain ſchicu, 11 ⁵ helz⸗Luub edeſ Hand/ 1j —- » 24 ͤ— 4 —— 2) Wie alt das Holz iſt: 2) Wie der Beſtand beſchaffen iſt: 3) Ob der Boden, in Rückſicht auf ſeine innere Beſchaffenheit und Lage, gut, mittelmäßig, oder ſchlecht iſt: 4) In welcher Periode der Beſtand, den Grundfazen der Helzuge gemäß, zum Abtriebe kommen muß: § Mit was für einer Holzart jede Blöße am ſoiatioen enubauen iſt: u. d. gl. Iſt dieſe erſte Reviſion gehalten, wodurch man ſich eine genaue Kenntniß von der Beſchaffenheit des Helzbeſtandes im Forſte erwirbt; ſo macht man für jede Helzart eine beſondere Tabelle nach dem Fermulare M, und träͤgt die aufgezeichneten Bemerkungen in dieſelbe. Hierdurch erhält man eine leichte Ueberſicht aller zu einer Claſſe gehörigen und in einer jeden Periode haubar werdenden Beſtände, und man kann ſehen, ob die zu einer Claſſe gehörigen Beſtände, in Rückſicht ihrer Größe und der Güte ihres Beſtandes und Bodens, im gehörigen Verhättniſſe ſtehen. Findet man nun, daß in einer jeden Periode das Holz auf beynahe gleich großer Fläche haubar wird, oder daß, nach Beſchaffenheit des Beſtandes und des Bodens, von Periode zu Periode ein nicht ſehr ver⸗ ſchiedener Holzerrag erfolgen wird; ſo macht man die Beſtimmung, daß jeder Holzbeſtand ſeine volle Hau⸗ barkeit erreichen und nach dieſer Beſtimmung taxirt werden ſoll.— Sieht man aber z. B. daß, im Ver⸗ hältniſſe gegen die übrigen Perioden, in der erſten Periode zu vieles Holz zur Benutzung kommen würde, wenn man alle Beſtände der erſten Claſſe in der iten Periode abtreiben wollte; ſo muß derjenige Theil davon, der den vollkommenſten Beſtand, den beſten Boden, alſo auch den ſtärkſten Zuwachs hat, und zu⸗ nächſt an die 2te Claſſe grenzt, zum Abtriebe im Anfange der zweyten Periode beſtimmt werden. In ſo ferne aber dadurch der Holzertrag der zweyten Periode wahrſcheinlich zu ſtark werden ſollte; ſo beſtimmt man einen verhältnißmäßigen Theil von den jüngſten Beſtänden der zweyten Claſſe, zum Abtriebe in der 3ten Periode. Sellte dadurch aber der Holzertrag der dritten Periode wahrſcheinlich zu ſtark werden; ſo beſtimmt man einen verhältnißmäßigen Theil von den jüngſten Beſtänden der 3ten Claſſe zum Abtriebe in der 4ten Periede. Auf ahnliche Art verfährt man, wenn die erſte Claſſe zu wenig Holz hat, und alſo in der ten Pe⸗ riode verhältnißmäͤßig zu wenig Holz eigentlich haubar wird. Man beſtimmt alsdann, nach Gutdünken, einige der älteſten Beſtände aus der 2ten Claſſe zum Abtriebe am Ende der erſten Periode, geht ſo alle Claſſen durch, und macht den vorläufigen Wirthſchaftsplan überhaupt ſo, daß in jeder Periode eine ſolche Fläche zum Abtriebe beſtimmt wird, die nach Verhältniß der Güte des Peſtandes und des Bodens, wahrſchei nlich einen gleichen Holzertrag liefern wird. aaf Au 136—— Auf gleiche Weiſe muß für jede Heolzart der Wirtyſchaftsplan vorläufig entworfen, und, wenn die Diſtrikte zuſammenhängend ſind, darauf Rückſicht genommen werden, daß die periodiſchen Wirthſchafts⸗ theile, wo möglich, einen nach den Grundſätzen der Holzzucht geregelten Zuſammenhang erhalten. 4 1 Oft iſt es der Fall, daß faſt alles Eichenholz unter den dominirenden andern Holzarten vermiſcht ſteht. Und nicht ſelten iſt kein Eichenholz von allen Claſſen oder ven jedem Alter im gehörigen Verhält⸗ niſſe da.— Es iſt daher gewöhnlich äußerſt ſchwer, einen vorläufigen Wirthſchaftsplan für das unter⸗ gemiſchte Eichenbauholz zu entwerfen, der nach der ſpeciellen Unterſuchung und Taxation keine ſtarke Ab⸗ änderung nöthig haben ſollte. Wenn man aber bey der Durchſicht der Beſtände aufmerkſam iſt, und ſich beſonders notirt, bis zu welchen Perioden die geſundeſten und jüngſten von den jetzt ſchon haubaren Eichen noch übergehalten werden können, ohne abſtänbig oder faul zu werden; ſo läßt ſich wenigſtens ein Wirthſchaftsplan entwerfen, der nachher nicht ſo viele Abänderung nöthig hat, als wenn man alles jetzt ſchon haubare Eichenholz— das man gewöhnlich in diel geößerer Menge findet, als das mittelwüchſige— zur Benutzung in der erſten Periode beſtimmt und tarirt häͤtte⸗ Sind nun die Anerdnungen wegen der känftigen Bewirthſchaftung gemacht, und iſt alſo vorlaͤu⸗ fig beſtimmt, welche Diſtrikte oder Jagen in jeder Periode zum Abtriebe kommen ſollen; ſo muß alles disſes in der letzten Abtheilung der tabellariſchen Ueberſicht des Holzbeſtandes, als vorläufiger, Wirthſchaftsplarn naetirt, und dieſe Tabelle, ſammt der gene⸗ rellen B eſs nds⸗Tabelle C, dem Taxator übergeben werden, um darnach die Taxatien zu vollziehen. Zaweiten machen es die Umſtände nöthig oder vortheilhaft, daß für die zu einem Forſte gehörigen Waldungen zwey und noch mehrere Hauptwirthſchafts⸗Plane gemacht werden mhſſen.— Die Waldungen haben nehmlich oft eine ſolche Lage, daß es für die Holzempfänger und Weideintereſſen⸗ ten viele Beguemlichkeit verſchafft, wenn man einen großen Ferſt in mehrere Haupttheile zerlegt, jeden davon als einen beſonderen Forſt betrachtet, und dafür einen eigenen Wirthſchaftsplan entwirft.— In dieſem Falle werden jährlich an verſchiedenen Orten Haupt⸗ Holzſchlaͤge geführt und Schonungen angelegt, und es kann dadurch den Holzempfaͤngern und Weideberechtigten große Erleichterung, in Rück⸗ ſicht des Holz⸗Transportes und der Viehweide, verſchafft werden.— Eine ſolche, in vieler Rückſicht ſehr nützliche und nöthige, Einrichtung ſetzt aber voraus, daß in jedem Hauptwirthſchafts⸗Theile Holzbeſtände ven jedem Alter befindlich ſeyn müſſen.— Iſt dies nun der Fall, ſo theilt man den ganzen Ferſt in zwey eder mehrere Hauptwirthſchafts⸗Theile oder Blocke— wie man ſie im Preußi⸗ ſchen nennt— ab, betrachtet jeden daven als einen beſonderen kleineren Forſt, und entwirft den vor⸗ ufigen Wirthſchaftsplan für jeden gerade ſo, wie ich vorhin gelehrt hobe. 4 Man terue dahſlen 5 ſchait uchen, erf ad, wenn perih Wimthſchi nhen allten. dem karten vermiſ 3 in Srigen Veth ſzafts: afür das und dora e ane ſtatke h anft de m iſt, un ngſt non deni ohne taä ndig au der AAr nicht ſo i — datn gewöhnüh ien 4— hye beſtimmt u t, ui alſo votlit be kon um ſellen; ſ ni Holli— tande?, a0 abelle umt der zite die din zu halliin u eil raszorſte geſäin gemad den müſ⸗ nger— Weideintenſ Zaupt?=: zerlegt, jäh ſtspl twirft.— 4 ührt„Schonunge Ecl emrung, in A. „ igt air Nuafſch ; nan den zuh wis=e ſie im Pruli „ ctwiſt de d I ———ÿ, AN 2ℳ ——- 33, Man wird leicht ermeſſen, daß der geübteſte Taxator nicht im Stande iſt, den vorläufigen Wirth⸗ ſchaftsplan ſo zu entwerfen, daß dadurch wirklich ein gleicher Holzertrag in jeder Periode erfolgen muß. Es ſchadet aber auch nichts, wenn nach der ſpeciellen Unterſuchung und Taxation der periodiſche Holzertrag bifferirt. Dieſe Differenzen laſſen ſich, wie ich im Zten Kapitel zeigen werde, ausgleichen. Dech wird dieſe Ausgleichung weniger Mühe verurſachen, wenn der vorläufige Wirthſchaftsplan ſchon mit aller moͤg⸗ lichen Aufmerkſamkeit und Umſicht gemacht worden iſt.— Ven einem Anfänger im Taxations⸗Geſchaͤfte iſt das nun freylich nicht zu erwarten; durch die Uebung bekommt man aber eine ſolche Fertigkeit darin, daß der entworfene vorläuſige Wirthſchaftsplan gegen den nachher entſtehenden wirklichen Wirthſchaftsplan nur wenig differirt, und daß folglich nach der ſpeciellen Taxation nur wenige Ab⸗ änderungen in den Anfangs gemachten Beſtimmungen nöthig ſind, am den periodiſchen Holzertrag des Forſtes gleich zu machen. Drittes Kapitel. Von der Taxation des Holzbeſtandes in einem Forſte. Nachdem der Director das Röthige, in Betreff des vorlaͤuſigen Wirthſchaftsplanes, beſtimmt, den Taxator an Ort und Stelle darüber belehrt, und ihm die Karte mit allen zur Taxation erforderlichen Tabellen überliefert hat; ſo fängt nur der Taxator ſeine ſpecielle Unterſuchungen und Abſchäͤtzungen an. Die Art und Weiſe, wie dieſe Unterſuchungen gemacht werden müſſen, iſt ſchon im ſechſten Ab⸗ ſchnitte gelehrt worden. Ich will alſo hier nun den Gang dieſes Geſchäftes noch näher zu entwickeln ſuchen. Wenn ein Diſtrikt taxirt werden ſell; ſe muß ihn der Taxator zuerſt ganz genau beſichtigen, und ſich die Beſchaffenheit des Holzbeſtandes aufs genaueſte bekannt machen. Ihn begleiten 1) der Geometer, 2) die drey Taxations⸗Gehülfen, und 3) der Revier⸗Forſtbediente, theils um dem Taxations Perſonale die erforderlichen Auf⸗ ſchlüſſe über manche Gegenſtände und Umſtände zu geben, theils um ſelhſt arbeiten zu helfen, wenn er dazu im Stande ſeyn ſollte. Ueberdem ſind 4) zwey Tagelöhner nöthig, wovon der eine mit einer ſcharfen Axt und einer Hacke ver⸗ ſehen ſeyn, und der andere die Inſtrumente und Papiere tragen muß. Bey dieſer Beſichtigung wird unterſucht, ob der Geometer, welcher den Forſt gemeſſen hat, die verſchiedenen Holzarten richtig von einander ſeparirt hat, oder ob und was für Veränderungen mit dieſen, S auf — —-— —— —— — guf den Winkelpunkten durch numerirte Pfählchen bezeichneten, Linien vorgenommen werden müſſen.— Findet man die gemachte Abtheilung der Holzarten nicht zweckmäßig; ſo muß der Taxator die nöthige Abänderung deſtimmen. Der Geometer nimmt hierauf die neuen Linien alsbald auf, zeichnet ſi ſie nachher in die Karte, und verändert das Nöthige ſowohl im Colorit, als in der Beſtands⸗ Tabelle.— Sind aber die Separations Linien der Helzarten richtig befunden worden, oder hat man ſie in Richtigkeit gebracht; ſo muß nun der Taxator die Linien angeben, wodurch bey jeder Holzart die Beſtaͤnde von verſchie⸗ denem Alter oder von verſchiedenen Claſſen getrennt werden, damit ſie der Geometer alsbald verplöcken, aufnehmen und mit ſcharfen Tuſchlinien in die Karte zeichnen kann.— Iſt auch die⸗ ſes geſchehen, oder wäre der Beſtand von gleichem Alter; ſo muß der Taxator unterſuchen, ob der Be⸗ ſtand durch Probemorgen oder durch Auszählen taxirt werden kann oder ſoll, oder was für Separations⸗Linien, in Rückſicht auf Güte des Beſtandes und des Bodens, allenfalls noch nöthig ſi ſind, um den Holzbeſtand gehörig berechnen zu können. Dieſe Linien muß der Taxator eben⸗ falls angeben, damit ſie vom Geometer abgeplöckt, aufgenommen und mit feinen Tuſchpunkten in die Karts gezeichnet werden können. Sind nun auf dieſe Art die zur Taxation des vorliegenden Diſtriktes erforderlichen Abtheilungen, 5 Diſtrikte ſelbſt und auf der Karte, gemacht; ſo muß noch jede Abtheilung beſonders unterſucht, taxirt und beſchrieben werden, wie ich ſolches im ſechſten Abſchnitte gelehrt habe.„ Damit aber die, bey Unterſuchung der haubaren Beſtände gefundenen, Reſultate ſich beſſer über⸗ ſehen laſſen; ſo muß ſie der Taxator, nach Endigung der Unterſuchung eines jeden Diſtriktes, aus den ſchen bekannten Manual⸗Tabellen in eine lpeeſelke Beſtondes⸗ Tabelle tragen, die nach dem Formulare N eingerichtet iſt. Specielle 5 1 in Pret O un um nnt enſen wüſtn— der= ier die rühne auf hnet ſie wte dn Sind 1” ſe in— tigkeit gehna etän Son verſoie tſſie= zeometer ai n kal It andh unts z in, oh da un od l, oder ua desa ens, alaig nien n er Taxater lein Kuſch punke erd un tn Abtheiunn deſend †znterſucht, uin Reſt* ſich beſſr in jedet=kriktes, ub! e Ann, die nahn Epuil —————BVö 1* 6 4 d's⸗(N.) Specielle Beſtand's⸗Tabelle zur Tapation des Forſt⸗Revieres N. N. Im Jahre 18014. — aße ſ e mme— Namen* der 9. Autohl e er Besas ze I dee. ³ Abtheilung Holzart 2 3 der= hands⸗] wach Anmerkungen .4— Staͤme maſſe(es Diſtrikte X Forg. Ruty.. ahre——. S 88. 8S— 4 1 20096 4 19200 306 N. N. 11 10— Fichten 110 14 2 500 †64 1 S2000 500 4 3ao 40.]. 6000260 1 Auch muß er noch auſſerdem die Reſultate, die beym Abſchätzen der gehörig verplöckten und literir⸗ ten Probemorgen in haubaren und mittelwüchſigen Beſtänden gefunden worden ſind, nach dem Formu⸗ lare O in eine beſondere Tabelle bringen, und beyde Tabellen dem Director der Taxation, zur Reviſion und zum weiteren nöthigen Gebrauche, demnächſt vorlegen. S 2 Tabelle LTeabelle zur Ueberſicht der Reſultate, die bey Unterſuchung der Probemorgen im Forſt⸗ Reviere N. N. gefunden worden ſind.——. afeſ eefe j e —— An⸗ ———— Namen — 16 S A An⸗ zahl ang an. Holzart An⸗ zahl — 3 8 1* der Diſtrikte 12 bunli*16R 8 4 u⸗ ba ou go zahl — St. — 31p u⸗ zahl —— 1 1 aee! 1A scpvanè [ z96 as⸗t St. —— 12] 5 1* [2 sqppang 9 St. —— — Ste —— 1[A scprans 1GQ 1v 24 19b 8† cpp 2 —————— öööſſſſſſ EEEE 15 V—— 141 8 Zugleich hat der Taxator von jedem Diuus, oder von eber Abtheilung deſſelben, in dem Taxa⸗ 2* eions⸗Manuale zu bemerken: 8 —-— s 2) Wie der an verſchiedenen Orten unterfuchte Boden und die da4⸗ 1 2 — 8 heſchaffen ſind: 2 15 5 2) Von was für einer Beſchaffenheit der Holzbeſtand in: — 2 3) Wie viel altenfals von der Fläche als Blöße betrachtet wepden 8 mu 8 ß: — 4) Wie er glaubt, daß der Beſtand kuͤnftig bewinthſchaftet werden müſſe: 5) Welche Claſſen der jetzt ſchon hauharen Eichen bis in diel⸗ vder jene Perioden ſich allenfalls überhalten laſſen: 6) Wie ſich das Scheitholz zum Prügelholze, und die Reißer zum Klaffterholze verhalten, in ſo ferne ein Holzbeſtand von den all⸗ gemeinen Verhältniſſen der Art abweicht: 721va 1n aa 8 un dum 5ö5= —9——— „ 7) Mit was für einer Holzart und auf welche Art die Blößen zu cultiviren ſeyn möchten: auß uaA n aod 2la a . 6 8) Ob, und was für Servituten oder Gerechtſame auf dem Diſtrikte haften, oder was er ſonſt noch zu hemerken nöthig ſinden ſollte. Hat der Taxator den ganzen Forſt auf ſolche Art durchgearbeitet, und alles vorhin Angeführte ge⸗ höͤrig tabellirt und notirt; ſo wird nun, unter beſonderer Leitung des Directors, jeder Diſtrikt generell, und der Holzbeſtand in jeder Abtheilung deſſelben ſpeciell beſchrieben, ſeine künftige Be⸗ wirthſchaftung heſtimmt, und ſein periodiſcher Ertrag, während der ganzen Umtriebszeit, berechnet. Dieſe Beſchreibung muß ſyſtematiſch und nach einem immer gleich bleibenden Plane abgefaßt werden. Sie wird in Folio⸗Format ausgefertigt, und für jede Abtheilung ein beſonderer Bo⸗ gen beſtimmt.— Auf der erſten Seite des Bogens wird die generelle Befchreibung des ganzen Diſtriktes vorangeſetzt. Es wird ſein Name genannt, ſeine Grenze beſchrieben, ferner die Größe des nutzbaren und des nicht nutzbaren Waldbodens angegeben, und zugleich auseinander geſetzt, wie viele Mergen von der nutzbaren Fläche mit dieſer oder jener Holzart beſtanden, und wie viele Morgen Blöße ſind.— Hierauf folgt die ſpecielle Beſchreibung der erſten Abtheilung in demſelden Diſtrikte. Es wird ihre Größe, ihre 6 3 Lage 9 3 — 8 2 — 2 — 2*&ᷣ 8 3 * G 2 7 2 28 8 — — — C0 2₰ 8 2 = 1429 Lage, ihr Boden und ihr Beſtand abgehandelt, ugd, wenn der Beſtand jetzt ſchon zur haudaren Claſſe gehört, die gefundene Holzmaſſs, ſo wie ſie von Periode zu Periede zur Benutzung kommt, mit Be⸗ merkung des Zuwachſes im erſten Jahre, und des progreſſionsmäßig venminderten Zuwachſes während der ganzen Periode, in Aufrechnung gebracht. Auf der folgenden oder zweyten Seite des Bogens wird die kunftige Bewirthſchaftung vorgeſchrieben und die periodiſche Ertragsberechnung gemacht.— Auf der dritten Seite wird in der Folge der Er⸗ trag von Jahr zu Jahr eingeſchrieben, und dadurch die auf der zweyten Seite gemachte Ertragsberech⸗ nung controlirt, und die vierte Seite iſt dazu zeſiuunt, um Nenfals nöthige Anmerfungon in der Zu⸗ kunft darauf anzubringen. ₰ Zur Erleichterung der Arbeit wird das zu einer ſolchen Beſchreibung nöthige Papier, ſo wie alle beym Taxations⸗Geſchäfte vorkommenden großen Tabellen, nach dem Formulare P gedruckt, das ich des⸗ wegen in ſeiner wahren Größe beyfüge, weil Mancher dis richtige Eintheilung des Raumes nicht ganz treffen könnte. Die Art der Beſchreibung eines Diſtriktes nach den vorhin auseinander geſetzten Beſtimmungen ¹ wird durch folgendes Beyſpiel erklärt werden: Speciell — ſhen audaten Liſſ Leun m, mi en Zu, aes wäͤhren tthſch! m vorgeſchich in d; olge daß e gen=— Exttagtben Anma gen in de z hige 4*r, ſe wet P gst, das ihw S des⸗Ames nitt zu er ge= Beſtinnug —j EW — ʃ— 145 Specielle Beſchreibung. Der Burgwald 4 Abtheilung N. 1. Grenze Groͤße Lage Boden Beſtand Gefundene Holzmaſſe und Zuwachs 1 Der Burgwald grenzt gegen Morgen an den Rothen⸗Kopf, gegen Mittag an die Schöndorfer Felder, gegen Abend an den Spitzberg, und gegen Mitternacht an die Lindenberger Wieſen. Er enthält überhaupt 200 Morgen— Ruthen nutzbaren Waldboden und 1—— 20—— Wege ꝛc. Summa 201 Morgen 20 Ruthen. Ven der nutzbaren Fläche ſind 100 Morgen— Ruthen mit Buchen und Eichen beſtanden, 30 Morgen 60 Ruthen haben Fichten zum Beſtande, und 19 Morgen 100 Ruthen ſind jetzt Blöße, ſollen aber mit 4 Fichten cultivirt werden. . Summa 200 Morgen— Ruthen. Die Abtheilung N. I. enthält 10 Morgen— Ruthen, und hat eine nach Norden ſanft abhängende Lage. Der Boden iſt, im Ganzen genommen, gut; denn man findet in der erſten, 6 Zolle tiefen Schichte, lauter Dammerde— in der zweyten und dritten Schichte, Lehm mit Kies vermengt, und in der vierten Schichte, Lehm mit gebrochenen Steinen. Der deminirende Beſtand ſind Buchen von 3 bis 6 Jahren, in welchen 130 bis 140 jährige Buchen und eben ſo alte Eichen im Lichtſchlage ſtehen. Der junge Buchenbeſtand wird bis zum Abtriebe der alten Buchen ſehr vollkommen werden. Auf der ganzen Abtheilung fand man: A4A. Buchen 2) Zur Benutzung in der erſten Periode: 3000 Stämme, die jetzt 100,000 Cubik⸗Schuhe enthalten, und woran im 1ten Jahre 2000 Cubik⸗Schuhe, bis zum Ende der aten Periode aber 31000 Cubik⸗Schuhe zuwachſen. B. Eichen 2) Zur Benutzung in der 1ten Periode: 20 St.= 100 Cub. Sch. Bauholz und) woran im uten Jahre 5 C. Sch. und bis Ende 300 Cub. Sch. Brandholz— der ꝛten Periode 77 ½ C. Sch. zuwachſen. 2) Zur Benutzung in der Aten Periode: 400 St.—= 14400 Cub. Sch., woran im ꝛten Jahre 200 Cub. Sch. und bis Ende der 4ten Periode 21100 C. Sch. zuwachſen.⸗ ͤͤZͤöͤhͤhͤhͤhhͤͤ Specielle Beſchreibung. — 4— j te Der Burgwald 4 Abtheilung N. 1. 4 —— I Die alten Buchen überhaupt, und die unter N. 2. verzeichneten Eichen, welches ſchlecht gewachſene Stämme ſind, ſollen in der ten Periode benutzt— die unter N. 2. ſte angeführten Eichen hingegen, welches ſehr ſchön gewachſene und geſunde Stämme ſind, ſollen bis in die 4ie Periode übergehalten werden, weil dieſer Ort vor⸗ zuglich dazu geeignet iſt, ſtarkes Bau⸗ und Werkholz darauf zu erziehen. Sobald Eicheln zu haben ſind, ſoll dieſer Lichtſchlag allenthalben damit unterſprengt werden, weil bis jetzt keine junge Eichen durch natürliche Beſaamung entſtanden ſind.— Sollte aber dieſe Unterſprengung, wegen Mangel an Saamen, bis zum Abtriebe des Lichtſchlages nicht vorgenommen werden können; ſo ſind alsbald nach dem Abtriebe, auf jeden Morgen wenig⸗ ſtens 16 bis 20 vier⸗ oder ſechsjährige Eichenſtämmchen, in gleicher Vertheilung, zu pflan⸗ zen, damit beym künftigen Abtriebe des jetzt 3 bis 6 jährigen Buchenbeſtandes, auf jedem Mergen wenigſtens vier ſchöne Eichenſtämme, fernerhin übergehalten werden können. Vorſchrift zur kuͤnftigen Bewirthſchaftung. Ertrags⸗Berechnung. Eichenholz Buchenholz P. j d—. 2 — Pe rioden. Klafftern Weller Klafftern Wellen] Klafftern Wellen 4 1—— genau Bauholz Scheit Prügel! 100 Scheit Prügel 100 Scheit Prügel] 100 ſan! ite Periode von 1804 bis 1834. 3 tun Mit Rückſicht auf die überzuhal⸗. 4 väl n tende 400 St. Eichen, beym An⸗ huͤud fatze der Plänternutzung 1½ 3 1½ 1146 ¾ 217 4593 1 (Siehe N. 2. im Sten Kap. des sten 3. Aath, Abſchnittes.) 3 fäni 2te Periode von 1834 bis 1864.] 1 lnßa Desgleicen———— 292 ¾ 495 3te Periode von 1864½ bis 1894½. 11 Desgleicenn———!—— 950 95 daſcue te Periode von 1894½ bis 1924.. ₰ hilze Desgleichen, und mit Ruͤckſſcht 6 nih auf die 400 St. Eichen, welche 1 ferner übergehalten werden ſollen 266 ½ 49 ¾½4 65 ½ 38 1642 ¾ 906 ½) 726 der g Siehe N. r. im sten Kap. des sten* b — Abſchnittes,) unt denm — 1. —— en, d Hes ſchlat autt—e unte di Jfen 1d geſua en, i= dieſer Oat m iehen mit btengt wend den Selu ede 8 chtſchlagss nit auf*„Mergen un er V 8 ung, zu an zuchen ſſdes, auf ian en we= können. —— olz Beleiſ. afftern oln 100 dt Dräge 1 159 195 V 95 26 Pet⸗ ——- — —— 1½5 Vorzüglich bemühe man ſich, dergleichen Beſchreibungen nicht zu weitläuftig zu machen, und nur in dem Falle die Bewirthſchaftungsart auseinander zu ſetzen und ſpeciell vorzuſchreiben, wenn ſie von der generell vorgeſchriebenen Bewirthſchaftungs⸗Methode abweicht. Zugleich empfehle ich, den Beſtand eines Diſtriktes in ſo wenigen Abtheilungen zu be⸗ ſchreiben, als es die Umſtände erlauben. Nur in feolgenden Fällen ſind beſondere Abtheilungen in der Forſtbeſchreibung nöthig⸗ 1) Wenn in einem Diſtrikte Beſtände von verſchiedener Holzart vor⸗ kommen: 12*. 2) Wenn in einem Diſtrikte Beſtände ſind, die nach ihrem Alter in ver⸗ ſchiedene Claſſen fallen, oher in verſchiedenen Perioden haudarwerben: 3) Wenn ein Theil von einem, in Rückſicht der Holzart und des Alters gleichen, Beſtande in einer andern Periode abgetrieben werden ſoll: 4) Wenn Hoch⸗ und Niederwald zu trennen iſt, oder 5) Wenn beträchtliche Blößen im Diſtrikte liegen, die noch cultivire werden ſollen. Hätte aber der Taxater z. B. nöthig gefunden, in einem mit 120 jährigen Buchen beſtandenen Di⸗ ſtrikte 6 Abthellungen zu machen, um den Holzbeſtand, der in der erſten Periode abgetrieben werden ſoll, genau unterſuchen zu können; ſo wird die Holzmaſſe von allen dieſen Abtheilungen, die ich künftig un⸗ ſtändige Abtheilungen nennen werde, aus der ſperiellen Beſtands⸗Tabelle extrahirt und zuſammen gezogen, und der ganze Diſtrikt nur als eine ſtändige Abtheilung beſchrieben: weil nach dem Abtriebe des jetzigen, vielleicht ſehr ungleichen, Beſtandes ein durchgehends gleicher neuer Beſtand erzogen werden muß.— Es wird folglich wegen der Ungleichheit des Holzbeſtandes auf einer Fläche, die in einer Periode zum Abtriebe kommen ſoll, und wegen Verſchiedenheit des Bodens keine ſtändige Abtheilung gemacht, ſondern nur bey Berechnung des Ertrages auf die vom Taxator gemachten unſtandigen Abtheilungen Rückſicht genemmen, wie ich im 6ten Abſchnitte mehrmals gezeigt habe. Durch ein ſolches Zuſammenziehen der vom Taxator gemachten unſtändigen Abtheilungen wird die Beſchreibung kürzer und die künftige ſpecielle Controlirung leichter, weil die Forſtbedienten den Holzertrag einer jeden Abtheilung in hren Rechnungen künftig trennen müſſen, um ihn am Schluſſe des Jahres aus den Rechnungen in die Special⸗Controle der Forſtbeſchreibung tragen zu können. Deswegen häufe man die Zahl der ſtändigen Ab⸗ theilungen nicht unnöthig, und beſtimme für jede ſtändige Abtheilung eine ſolche Grenzlinie, die der Re⸗ vierforſtbedie! ate ent veder wegen der auffallenden Verſchiedenheit des Holzbeſtandes, oder an dauerhaften 3 Grenzmalen immer deutlich bemerken kann. 2 Durch ſſͤſͤſͤſͤͤͤͤͤͤ 1746 Durch die Uebung in dieſem Geſchäfte wird man bald eine große Fertigkeit erkangen, und ſich Vortheile machen, wedurch die Arbeit ſehr erleichtert wird.— Nachſtehende Verfahrungsart finde ich am beſten, und befolge ſie nun immer: 2 1. 1) Ich dietire dem Taxator die generelle Beſchreibung des Diſtriktes, und beſtimme die Grenze deſſelben nach Maasgabe der vorliegenden Karte— die Größe der nutzbaren und nicht nut⸗ baren Fläche aber, und die Größe der mit verſchiedenen Holzarten beſtandenen Abtheilungen, dictire ich aus der vorläufigen Beſtands⸗Tabelle. 2) Die Größe einer jeden ſtändigen Abtheilung dictire ich aus der ſpeciellen Beſtands⸗Tabelle, und die Beſchreibung der Beſchaffenheit der Lage, des Bodens und des Beſtandes nehme ich aus der Karte, aus der ſpeciellen Beſtands⸗Tabelle, aus dem Taxations⸗Manuale und aus der eigenen Local⸗Kenntniß. 3) Hierauf dictire ich— in ſo ferne der Beſtand jetzt in die haubare Claſſe gehört— die Anzahl und den cubiſchen Gehalt aller Stämme, und den Zuwachs derſelben im erſten Jahre. Wenn aber der ganze Beſtand in der erſten Periode nicht zum Abtriebe kommt, ſondern nur durchpläntert oder durchhauen wird; ſo ſeparire ich alles dieſes nach den verſchiedenen Nutzungs⸗Perioden, nach Maasgabe des vorläufigen Wirthſchafts⸗Planes, der ſpeciellen Beſtands⸗Tabelle und der Notaten im Taxations⸗Manuale. 4) Nun dictire ich das Nöthige wegen der künftigen Bewirthſchaftung. Bis dahin arbeite ich den ganzen Forſt mit dem Taxator durch. „Waährend dieſer Zeit gebe ich dem Geometer Karten zu verjüngen oder zu copiren, und beſchäftige die übrigen Gehülfen mit Abſchreiben ſchon vorher gemachter Forſtbeſchreibungen, damit das ſämmtliche Perſonale in Thätigkeit bleibt, und ſeine Diäten verdient. Iſt der Holzbeſtand im ganzen Forſte bis zur Ertragsberechnung beſchrieben; ſo nehme ich das ganze Taxations⸗Perſonale zuſammen, fange bey dem erſten Diſtrikte wieder an, und laſſe von Jedem 5) den progreſſionsmäßig abnehmenden Zuwachs für die in der erſten Periode haubaren Diſteikte und Abtheilungen berechnen, nachdem ich Allen den Anſatz zur Rechnung jedesmal dictirt habe.— Stim⸗ men dann die Reſultate überein, ſo iſt an der Richtigkeit der Rechnung gewiß nicht zu zweifeln, und ich trage das Reſultat ſogleich an den gehörigen Ort in die Beſchreibung. Wenn nun auch der Zuwachs für alle haubaren Diſtrikte und Abtheilungen berechnet iſt, ſo fange ich wieder beym erſten Diſtrikte an, und laſſe 6) berechnen, wie viele Klafftern aus der in Cubik⸗Schuhen angeſetzten, Be⸗ ſandesmaſſe und Zuwachsmaſſe in jeder Periode erfolgen. Ich dictire alſo aus der e. d4 Iicum nugen nägefu Lezinat z. B. g 14 4 7405 ungſſebe dn he n ſu d uiin. tiel al mdim E Sieſt Aubune dnh ger Aaauf nudt, igkeit 1 mn, und ſ etfahtun an ſnde ich m dbeſtin ſie Grene aren 1i micht nu arte! ſſande ich aues ſpecielle de Bwis und us dem onsMa egehön— die Amut derſ. im trie triebe ret, ſonden m ddenen ☚ ungs⸗Paien ,Tabet d der Naus hſchafen. zu copit und beſchän⸗ gen, dim das ſinnti en; ſo= te ich das ſ d laſee ¹ Jeden period 1 lbaren Din al diet! aibe.— Or nicht: weifeln, und en b t iſ, ſo un henſt eſektten 3— t alg dut M 2 öööööööö8ͤſſſͤͤ“ 4 5——ͤ»ͤͤ —— Beſchreibung beyde Summen, beſtimme, wie viele Cubik⸗Schuhe natmaſſe, der Erfahrung nach, einer Klaffter erforderlich ſind, und wie viele Wellen von jeder Klaffter abfallen, und, nachdem alle he die meiſten Rechner eine gleiche Klaffter⸗ und Wellenanzahl gefunden haben; ſo trage ich dieſe e an den gehörigen Ort in die periodiſche Ertragsberechnung. Wenn nun auch der periodiſchs Ertrag alles ſetzt ſchen haubaren Holzes ber⸗huet und eingetragen iſt; ſo fange ich endlich 7) noch einmal beym erſten Diſtrikte an, nehme die Erfahrungs⸗Tabellen, die ſpecielle Beſtands⸗Tabelle und das Taxations⸗Manual zur Hand, und beſtimme den periodiſchen Er⸗ trag des jetzt noch nicht haubaren und der künftig zu erziehenden Beſtände nach Angabe des 6ten Abſchnittes. Durch eine ſoſche Trennung der Berechnung verſchiedener Gegenſtände bewirke ich, daß weniger Irrthum und Aufenthalt entſteht, als wenn bey jedem Diſtrikte und jeder Abtheilung die Ertragsberech⸗ nungen ſogleich und in einem fort fertig gemacht werden. Ich habe Letzteres mehrmals probirt, aber im⸗ mer gefunden, daß mehr Zeit und Aufmerkſamkeit dazu nöthig war, als bey der vorhin angeführten Ver⸗ fahrungsart. Durch einen Verſuch wird man ſich bald davon überzeugen. Doch muß ich noch ad 7.) bemerken, daß die in einer gewiſſen Periode als haubar zum Abtrieb kommenden jetzt jungen Beſtände nur alsdann den in der Erfahrungs⸗Tabelle, z. B. nach 120 jährigem Alter berechneten, Holzertrag liefern können, wenn ſie in Rückſicht ihrer Größe, ihres Alters und der Denn man wird leicht einſehen, daß, wenn z. B. alle Beſtände der 5ten Claſſe jetzt 35 jährig ſind— anſtatt daß X davon jetzt 30 bis 40 jährig, X 40 bis 50 jahrig, und 50 bis 60 jährig ſeyn ſellte— dieſe Beſtände den in der Erfahrungs⸗Tabelle angeſetzten, auf 120 jähriges Alter berechneten, Helzertrag nicht geben können; weil ſie zu Anfang der Iten Periode, alſo nach Ablauf von 60 Jahren, erſt 95 jährig ſind. Und eben ſo wird in der dritten Pe⸗ Bonität ihres Beſtandes im richtigen Verhältniſſe ſtehen. riode mehr, als die nach 120 jährigem Alter berechnete Holzmaſſe erfolgen, wenn alle, oder die mei⸗ ſten Beſtände der Sten Claſſe jetzt 55 jährig, alſo zu Anfang der Iten Periode ſchon ſaͤmmtlich 115 jährig wären. Im erſten Fall würde faſt während der ganzen 3ten Periobe jüngeres, und im andern Fall viel älteres als 129 jähriges Holz gehauen werden; man würde alſo auch im erſten Fall viel weniger, und im andern Fall viel mehr Holz pro Morgen bekommen, als man berechnet hätte. Ein ſolches Mißverhältniß in dem Alter der zu einer Claſſe gehörigen Beſtände findet aber faſt immer Statt. Deswegen geht man bey Berechnung des künftigen Holzertrages der jetzt noch nicht haubaren Waldungen am ſicherſten, wenn man auf folgende Art verfährt: Man denke ſich jeden jetzt jungen Be⸗ ſtand gerade ſo alt, wie er beym Anfange der Periode, worin er abgetrieben werden ſoll, ſeyn wird. Hierauf berechne man, nach Anweiſung der Erfahrungs⸗Tabelle, die Maſſe dieſes Beſtandes und den Zu⸗ wachs, welcher an allen Stäͤmmen im erſten Jahre erfolgen, und bry der progreſſionsmäßigen Verminde⸗ 2 2 rung — ͤſͤſͤſͤͤͤͤ “ 248 rung der Beſtandesmaſſe, während der ganzen Periode entſtehen wird.— Beyde Summen zuſammen⸗ genommen— alſo die Beſtandesmaſſe im erſten Jahre der Abtriebs⸗Periode und die progreſſionsmäßig ver⸗ minderte Zuwachsmaſſe— heſtimmen den Holzertrag, welchen ein ſolcher Beſtand während der Abtriebs⸗ Periode liefern wird.— Durch ein Beyſpiel wird dieſes alles deutlicher werden. Geſetzt, alle zur zweyten Claſſe gehörigen Buchenbeſtände, die zuſammen 100 Morgen betragen, wären jetzt 70 jäͤhrig, folglich zu Anfang der zweyten Periede erſt 100 jährig.— Soll nun dieſer Beſtand nach der ſe eben gemachten Beſtimmung, das heißt, ſo berechnet werden, wie die haubaren Beſtände in der erſten Periode, nach Anleitung des 1ten Kap. im ſechſten Abſchnitte; ſo ergibt ſich aus der Erfahrungs⸗Tabelle D, daß jeder Stamm der erſten Größe im 10o jährigen Alter 21 ¾ Cubik⸗ Schuhe, und jeder Stamm der zweyten Größe 10 3 Cubik⸗Schuhe Holzmaſſe enthalten, und daß jeder Stamm der erſten Größe während der zweyten Periode 3 Cubik⸗Schuh, hingegen ein Stamm der zwey⸗ ten Größe ½ Cubik⸗Schuh jährlich zuwachſen wird.— Da nun am Anfange der zweyten Periode auf jedem Morgen 120 Stämme der erſten Größe à 21 ¾ Cubik⸗Schuhe und 280 Stämme der zweyten Größe 8 10 ½ Cubik⸗Schuhe ſtehen;— ſo beträgt die Beſtandesmaſſe zu Anfang der zweyten Periode... 4 48000 Cub. Sch. die progreſſionsmäßig verminderte Zuwachsmaſſe während der zweyten Periode aber 108500 Cub. Sch. Es können folglich von vorſtehenden 100 Morgen in der zweyten Periode gehauen werden 556500 Cub. Sch. Viertes Kapitel. Von Zuſammenſtellung der durch die Tapation gefundenen Reſultate, Wenn alle Holzbeſtände eines Forſtes auf die im vorigen Kapitel gezeigte Art beſchrieben und taxint ſind; fo müſſen nun auch die Taxations⸗Reſultate zuſammengetragen und ſo geordnet werden, daß man den periodiſchen Ertrag von jeder Holzart mit einem Blicke üͤberſehen kann.— Soll dieſes bewirkt werden, ſo müſſen die in der ſpeciellen Beſchreibung und Taxation der Holzbeſtände enthaltenen Reſultate in Tabellen gebracht, und es muß für jede Holzart eine ſolche Special⸗Tabelle gemacht werden, wie ich das Fermular( hier mittheile. Will man nun dieſe Tabelle mit den, in der ſpeciellen Beſchreibung der Holzbeſtände enthaltenen, Taxations⸗Reſultaten ausfullen; ſo fange man bey einer Holzart, z. B. bey den Buchen⸗Hochwaldungen, an, und trage das Buchenholz, welches aus jeder Abtheilung während der ganzen Umtriebszeit periodiſch zur Benutzung kommt, in die für Buchen⸗Hochwaldungen beſtimmte Special⸗Tabelle ſo ein, daß der periodiſche Ertragsanſatz, welcher in der ſpeeiellen Beſchreibung untereinander ſteht, nun in einer Linie fort geſchrieben wird. Durch Vergleichung der im vorigen Kapitel befindlichen Ertragsberechnung von dem Burgwalde mit der Tabelle( wird alles dieſes deutlich werden.. Ich Wajen At Luche L aus! dynje 0,38 Auinch 41 n k nunte nüihre tin ſe voczen noch e Dißreit 3 haüing N, euxwei deyt ede Aen zufämtheg die y iensmaßig und der Abmia. nen 10 E orgen betrzhn Sol 1an dieſer Biſe e die h uen Beſtänd hnitt: ergibt ſihe ährige er 21 ¼ G0 s und daß ii gegen tamm der nn ge der ten Peritdet ktämm zwehten bi . ooo Gui ber= 500 Gn 20 ——— werdet='500 Ch ndei Reſulu Art er jieben und ir⸗ geordn rden, daß u Doll de bewirkt van tenen ⁰ ltate in Tüült „ gen werden, nii Hol, ih ande entholte But ra ⸗Hochwaldunhe zen nebezeit peliti Tab ð ein, daß M „ſ= nun in tit dlich rtragsterazlung 3' ſ“ en — Ich bemerke nur noch, daß, wenn eine Abtheilung vermiſchten Beſtand enthält, ihre Große in zerjenigen Special⸗Tabelle angeführt werden muß, welche für die dominirende Holzart beſtimmt iſt. Z. B. die Abtheilung N. 1. im Burgwalde, welche 100 Morgen enthält, iſt mit dominirenden 3 bis 6 jährigen Buchen und einzeln untergeſprengten Eichen beſtanden. Es wird alſo die Groͤße dieſer Abtheilung unter dte 4te Claſſe in die Special⸗Tabelle für die Buchen⸗Hochwaldungen geſchrieben, das von Periode zu Periode aus dieſer Abtheilung erfolgende Eichenholz hingegen wird in die Special⸗Tabelle für die Eichen⸗Hochwal⸗ dungen nur mit Bemerkung des Diſtriktes und der Abtheilung, woraus es erfolgen ſoll, getragen, die Größe der Abtheilung wird dabey aber nicht angeführt, weil ſie ſonſt doppelt in Aufrechnung kommen würde. Auſſerdem trenne man auch in jeder, und hier z. B. in der Special⸗Tabelle fur die Buchenwaldun⸗ gen, den Ertrag derjenigen Diſtrikte und Abtheilungen, worin die Buche dominirt, don denen, worin ſie nur untergeſprengt vorkommt, wie man es in der Tabelle bemerken wird, wo 1) die dominirenden Buchenbeſtände und 2) die unter dominirende Eichenbeſtände geſprengten Buchen mit ihrem periodiſchen Ertrage angeführt ſind.— Sollten aber Horſtweiſe vermiſchte Beſtände künftig eben ſo vermiſcht bleiben, und der Ertrag jeder Holzart nach einer beſtimmten Fläche berechnet worden ſeyn— wovon ich im 3ten Kap. des 6ten Abſchnittes unter N. 2. gehandelt habe— ſo muß noch eine dritte Abtheilung hinzukommen. In dieſem Falle führe man in jeder Special⸗Tabelle die Diſtrikte in folgenber Ordnung auf: 1) Dominirende z. B. Buchenbeſtände(mit Pemerkung der Namen der Diſtrikte, der Nummer der Abtheilung, und der Größe.) 2) Beygemiſchte Buchenbeſtände(mit denſelben Bemerkungen und mit vorgezeichne⸗ tem*). 3) Untergeſprengte Buchen(mit Bemerkung derſelben Gegenſtände, ausſchi ieslih der Größe.). In dieſer Ordnung tabellire man alſo alle Holzbeſtände des Forſtes, und, wenn Diſtrikte oder Ah⸗ theilungen vorkommen, die jetzt noch nicht mit Holz bewachſen, alſo Blöße ſind; ſo trage man ſie unter N. 1., alſo unter den dominirenden Beſtänden, ein, und ſetze ihre Größe, mit einer daruber gezeichneten, kreuzweiſe durchſtrichenen, Null in die erſte Claſſe, wenn ſie in der 1ten Periode— hingegen in die zweyte Claſſe, wenn ſie in der 2ten Periode cultivirt werden ſollen, wie ich ſolches im 8ten Kapitel des 6ten Abſchnittes auseinander geſetzt habe. Sind nun alle Reſultate aus der Beſchreibung der Golzbeſtände in die Special⸗Tabellen getragen; ſo ziehe man in jeder Tabelle den Ertrag von jeder Periode zuſammen, um zu ſehen, in wie ferne der, nach Maasgabe des vorläufigen Wirthſchaftsplanes bereauepe⸗ Holzertrag von Period⸗ zu ſſſ 3 — 6— Iſt die Differenz im periodiſchen Ertrage bey jeder Holzart nicht 150 zu Periode veneltander abweicht— beträchtlich, und iſt es nicht abſolut nöthig, daß der Ertrag einer jeden Helzart von Pe⸗ ſo ändere man in der Taxation und Berechnung der Beſtände vor riode zu Periode gleich ſey; der Hand noch nichts. Es ans leicht der Fall feyn, daß gerade in der Periode, worin eine Holzart zu wenig liefert, eine andere zu viel gibt, und daß alle Holzarten zuſammengenommen einen faſt gleichen periodiſchen Ertrag bewirken. Um nun zu ſehen, wie ſich der periodiſche Ertrag aller im Forſte befindlichen Holzarten zuſammen⸗ genommen verhält; ſo theile man die in den Special Tabellen befindlichen Summen des periodiſchen Er⸗ trages einer jeden Holzart, mit der Zahl der Jahre, woraus die Periode deſteht, und bringe den gefunde⸗ nen einjährigen oder jährlichen Extrag in eine, nach dem beyliegenden Formulare R eingerichtete, Gene⸗ ral⸗Tabelle.— In dieſer Tabelle wird alſo der jährliche Ertrag einer jeden Holzart in jeder Periode angeſetzt, und zugleich ausgeworfen, wie viel Brandhelz⸗Maſſe alle Holzarten zuſammengenommen jährlich liefern. Iſt ſolches von allen Perioden der Umtriebszeit geſchehen, wie in der Tabelle B nur ven zwey Perieden gezeigt worden iſt; ſo läßt ſich in einer ſolchen General ⸗Tabelle der periodiſche jährliche Ertrag von jeder einzelnen Holzart, und von allen Holzarten zuſammengenommen, mit einem Blicke über⸗ ſehen, und das Nöthige wegen Gleichſtellung des periodiſchen Ertrages, wovon im folgenden Kapitel gehandelt werden ſoll, beſchließen⸗ Funftes Kapitel. Von Vergleichung des per lodiſchen Holzertrages in einem taxirten Forſte. Iam zweyten Kapitel dieſes Abſchnittes iſt empfohlen worden, den vorläuſigen Wirthſchafts⸗ plan, wornach ein Forſt taxirt werden ſoll, mit aller nur möglichen Vorſicht zu entwerfen, damit nach⸗ her keine beträchtliche Verſchiebungen oder Veränderungen im periodiſchen Ertrage nöthig würden.— Wenn aber auch beym Entwurfe jenes Planes alle Vorſicht erſchöpft worden iſt; ſo werden die Reſultate der Taxation, die man nun durch die im vorigen; Kapitel abgehandelten Special⸗ und General⸗Tabellen üderſehen kann, doch niemals ſo außfallen, wie man erwartet hatte. In die eine Periode wird weniger, und in die andere mehr Holz fallen, als man wünſcht, und es würde nur ein äuſſerſt ſeltener Fall ſeyn, wenn der periodiſche Ertrag gerade ſo bleiben könnte, wie er durch die Taxatien der Beſtände nach Maas⸗ gabe des vorlaͤufigen Wirthſchaftsplanes ausgefallen iſt. 4 Sell nun mit dem periodiſchen Halzerrrag⸗ eine Verſchiebung oder Mersideruns vorgenommen wer⸗ dens ſo iſt vorher zu beſtimmen: A enem 1) Ob der Holzerirag des Forſtes von Periode zu Periode gleich ſeyn, dder ob er von Periode zu Periode ſteigen ſoll? 2) Ob d zu 1 46 un wen 2 he uhs laung üten 6 fimnun weichun, helfim En nanzur 4 duhung, Ven i, un( tütfen umn er Anme d uil kle W, un 8e S helzatt na H( t ven he dnun* Beſtäͤnde an e, w im ine Holzant ingel emen einn hen K t en züſana nmen eriediſchen und r zr den gefun Mein in nete, Gen ner jeſ nalzart in ſin Barten e amengenonm in der Alle R un m Ue der, dddiſche jthalt n, mi am Llicke i doen genden Kn em t ken Fuſt aufg Zirthſchain zu ent a* n, danit na Ertrage)ig würden- t; ſo t an die Neſits al, u eneral⸗di ie Nut wird wan uſſerſt e iner Fal ſ der B de nach Noh erung er genomnai i Pe ² leichic 4 1) 00 ——————- 22-·-““ 1 GE —— 15⁴ 2 Ob im erſten Falle jede Holzart im Forſte durch alle Perioden gleichen Ertrag liefern ſoll? oder ob es hinreichend iſt, daß alle Holzarten zuſammengenommen in jeder Periode einen gleichen Er⸗ trag geben? und 3) Im Falle der Ertrag von Periode zu Periode ſteigen fol, w. viel dieſes Steigen des Ertrages bey einer jeden Holzart, oder bey allen Holzarten zuſammengenommen, von Periode zu Pe⸗ riode betragen ſoll? Vorzüglich rathe ich, den Ertrag einer jeden Holzart von Periode zu Periode allenfalls um„ ſtei⸗ gend zu reguliren, weil die wahrſcheinlich wachſende Voölksmenge in der Folge mehr Holz nöthig haben wird, als jetzt.— Sollte man aber auf dieſe Wahrſcheinlichkeit keine Rückſicht nehmen wollen; ſo ſuche man wenigſtens den Ertrag einer jeden Holzart von Periode zu Periode ziemlich gleich zu machen. Kann dieſes aber, ohne ſehr junge, noch nicht haubare, Beſtände anzugreifen, alſo ohne beträchtlichen Verluſt an Zuwachs, nicht geſchehen; ſo ſuche man den Wirthſchaftsplan doch ſo einzurichten, daß alle Holzarten zu⸗ ſammengenommen in jeder Periode ein beynahe gleiches Brandholz. Quantum, und alle Bau⸗ helzarten zuſammengenommen ein beynahe gleiches Bauholz⸗ Quantum liefern. Es wird ſelten ein Fall vorkommen, wo es nicht möglich ſeyn ſollte, die ſo eben erwähnten Be⸗ ſtimmungen in Betreff des Brandholzes zu realiſiren, wenn der Taxator durch zweckmäßige Ab⸗ weichungen von der eigentlichen Umtriebszeit, durch Veränderung der Holzerziehungs⸗Methode ꝛc. ſich zu helfen weiß.— Deſto öfter wird man ſich aber in der Verlegenheit ſehen, die in Betreff des Bau⸗ holzes gemachten Beſtimmungen nicht nach Wunſch erfüllen zu können. Beym Bauholze ſind dem Taxa⸗ tor die Hände mehr gehunden, als beym Brandholze, weil das Bauhelz eine beſtimmte Dicke haben muß, das Brandholz hingegen von jeder Stärke brauchbar iſt. Sind nuͤn über alle ſo eben erwähnten Gegenſtände die nöthigen Beſchlüſſe gefaßt; ſo muß, ehe man zur Abänderung des vorläuſigen Wirtbſchaftaplanes übergehen kann, folgender Ümſtand genau in Be⸗ trachtung gezogen werden. Wenn der periodiſche Holzertrag eines Jerſtes nicht gleich, und die Unleichhei von der Art iſt, daß, um Gleichheit des Ertrages zu bewirken, Beſtände vor ihrer eigentlichen Haubarkeit an⸗ gegriffen werden müſſen; ſo bewirkt dieſes, daß jeder zu früh abgetriebene Beſtand weniger Holz gibt, als wenn er ſeine eigentliche Haubarkeit erlangt hätte. Es wird folglich in dieſem Falle die gefundene Total⸗ Gumme des Ertrages vom ganzen Umtriebe durch die Vergleichung des periodiſchen Etats⸗Quantums um ſo viel kleiner ausfallen, je nachdem es nöthig iſt, viele Diſtrikte vor ihrer eigentlichen Haubarkeit abzu⸗ hel zen, um die gewünſchte Gleichheit des periobiſchen Holzertrages zu bewirken. Deswegen kann man den zuerſt ——ü — 162—— zuerſt gefundenen Total⸗Ertrag des ganzen Umtriebes, welcher erfolgt, wenn jeder Beſtand ſeine volle Hau⸗ i Varkeit erreichen darf, nicht in die Anzahl der Perioden, woraus die Umtriebszeit beſteht, theilen, um zu 1 finden, wie viel Holzmaſſe Iede Periode künftig lisfern kann. Durch zu fruhes Abholzen der zur Gleich⸗ hali ſtellung des periodiſchen Ertrages beſtimmten Diſtrikte geht am Total⸗ Ertrage der ganzen Umtriebszeit Vir mehr oder weniger Helz verlohren, und es entſteht durch die Veränderung des Wirthſchaftsplanes eine wind ganz andere und geringere Total⸗Summe des Ertrages von der Umtriebszeit. kütz Geſetzt, die Buchen⸗Hochwaldungen in einem Forſte ſeyen nach einem vorläufigen Wirthſchaftsplane taxirt worden, und man habe gefunden, daß nach dieſem Plane ihr Ertrag folgender ſey: b36 In der zten Periode 20000 Klafftern. In der 2ten Periode 24000 Klafftern In der 3ten Periode 36000 Klafftern 8 b In der Aten Periode 40000 Klafftern .. Summa 120,000 Klafftern— 1 815 Total⸗Ertras der ganzen Umtriebszeit.— Wollte man nun dieſe 120,000 Klafftern in 4 Perioden gleich vertheilen, und alſe zu bewirken ſuchen, daß jede Periode 30,000 Klafftern producirte; ſo würde ſolches eine völlige Unmoͤglichkeit und folglich eine vergebliche Arbeit ſeyn. Der Forſt kann nur alsdann 120,000 Klafftern Holz in 120 Jahren liefern, wenn jeder Beſtand ſo alt wird, wie er bey der Taxation angenommen werden iſt.— Soll aber der erſte Wirthſchaftsplan ſo verändert werden, daß alle Perieden gleichen Ertrag liefern; ſo müſſen die älteſten Beſtände der zweyten Claſſe ſchon in der ꝛten Periode, ſodann die älteſten Beſtände der drätten Claſſe ſchon in der zweyten Periode, und die älteſten Beſtäͤnde der vierten Claſſe ſchen in der Ften Periode, alſo vor ihrer eigentlichen Haubarkeit, abgetrieben werden.— Es iſt alſo ſehr begreiflich, daß nun alle Beſtände zuſammengenommen, bey dem neuen, zur Gleichſtellung des petiodiſchen Ertrages abzweckenden, Wirthſchaftsplane ſo viel Holzmaſſe in der ganzen Umtriebszeit nicht liefern können, als ſie nach dem erſten Wirthſchaftsplane geben könnten und würden, wenn man ſich die Ungleichheit im periodiſchen Ertrage gefallen laſſen wollte.. Man ſieht alſo hieraus, daß im vorhin gegebenen Beyſpiele nicht dahin gearbeitet werden kann, um jede Perisde zu einem Ertrage von 30,000 Klafftern zu bringen. Es iſt einleuchtend, daß durch einen zur Gleichſtellung des periodiſchen Ertrages abzweckenden Wirthſchaftaplan das totale, und felglich auch bas veriodiſche, Etats⸗Quantum kleiner werden wird. Um wie viel es aber kleiner werden wird, das läßt ſich nicht beſtimmt voraus berechnen.— Der Taxator muß den Umſtänden nach ermeſſen, ob durch die Ver⸗ änderung des Wirthſchaftsplanes viel oder wenig am Total⸗Ertrage der Umtriebszeit verlohren gehen wird, und muß hiernach den Ertrag einer jeden Periode vorläuſig beſtimmen.— Iſt dieſes geſchehen, und im verhin gegebenen Beyſpiele der periodiſche Extrag etwa zu Z9000 Klaſſtern vorläuſig angenommen wordenz ſo fängt man hey der erſten Claſſe an, und theilt jegen ſo viele Beſtäͤnde zu, als des dh u e vorhin d Aiae volle hau it de hailen, un n Äh, ader zu Gh d der an Umttiig ds 8 aſtsplanes a etluft irthſchaftäza ender= 50 K nI in 4 Pauu fftern=tirte; ſo vn Der F= Jann nur uhn ird,. bey der due⸗ werden iß alle Paiat ſchen r nen Nii und dit! iſten Beſtid kkeit, 4r ieben weng⸗ ſem neu für Gkeith in de= zen umrit een un Arden, wenl hin gdtet mate n inleud uss daß durc l atale, das felglic aith werde ird, das ſät erweſſe rob dunch d 4 ebszeſ chren gehen ni ſt di ſchehen, ſ 2enma ſad, 1n 4, u 14 ————— r BBBBBBBBBES— c— 6 zaeneeee“ vorhin erwähnte perisdiſche Ekats⸗Quantum zu erfüllen. Findet man endlich bey der letzten Claſſe, daß das vorläufig beſtimmte periodiſche Etats⸗Quantum zu hoch oder zu niedrig angenommen iſt; ſo muß die nöthige Veränderung wieder bey der erſten Claſſe anfangen, und ſo lange wiederholt werden, bis der Wirthſchaftsplan ſo gemacht iſt, daß der periodiſche Helzertrag nach Wunſch ausfällt.— Durch Uebung wird man bald eine ſolche Fertigkeit erlangen, daß man im Stande iſt, in einem Tage, und oft in noch kürzerer Zeit, den periodiſchen Holzertrag eines Forſtes nach den Bedürfniſſen zu verſchieben. Soll nun die Vergleichung oder Veränderung des durch den vorläufigen Wirthſchafts⸗ und Taxa⸗ iens⸗Plan gefundenen Holzertrages gemacht werden; ſo beobachte man folgende General⸗Regeln: 1) 2) 5 Beym Vergleichen des periodiſchen Holzertrages muß mit der erſten Claſſe ange. fangen und nach und nach zu den jüngeren Elaſſen fortgerückt werden: Wenn eine Claſſe oder Periode im Verhältniſſe zu viel Holz hat, alſo der nächſt folgenden ſüngeren Claſſe den Ueberfluß abgeben muß; ſo beſtimme man zu den überzuhaltenden Be⸗ ſtänden jedesmal diejenigen, welche die größte Vollkommenheit, den beß⸗ ten Boden, die vorzüglichſte Lage und das geringſte Alter haben, weil man am Zuwochſe nichts verliert, wenn 8 Beſtaände überhaubar wer⸗ den müſſen. Wenn hingegen eine Claſſe zu wenig Holz hat, und ihr alſo aus der uächſt folgenden jün⸗ geren Claſſe das Fehlende gegeben werden muß; ſo nehme man dazu immer die älteſten und die am wenigſten vollkommenen Beſtände, weil durch das zu frühe Ab⸗ holzen ſolcher Beſtände kein ſo großer Nachtheil bewirkt wird, als wenn die beſten und voll⸗ kommenſten Holzbeſtänds vor ihter eigentlichen Haubarkeit abgetrieben werden. Wenn ein Holzbeſtand aus einer Claſſe in die andere vorgeſchoben werden ſoll; ſo muß ein ſolcher vorgeſchobener Beſtand aufs neue berechnet werden. Man muß folglich die gegen⸗ wärtig gefundene Holzmaſſe und den progreſſtonsmäßig abnehmenden Zuwachs, nach Anlei⸗ tung des Iten Kapitels im é6ten Abſchnitte, ſuchen, und den gefundenen Ertrag zum Er⸗ trage der übrigen, für die Periode beſtimmten, Holzbeſtände rechnen. Sobald an einem Diſtrikte oder an einer Abtheilung eines Diſtriktes eine Veränderung, in Rückſicht ſeiner Bewirthſchaftung und der damit in Verbindung ſtehenden Ertragsberechnung, gemacht worden iſt; ſo muß ſolches in der Beſchreibung alsbald bemerkt, und die neuen Reſultate, welche durch die Veränderung entſtanden ſind, in die einſchlagende Special⸗ Tabelle getragen werden, um zu ſehen, ob der periodiſche Ertrag den Wünſchen und Erfor⸗ derniſſen entſpreche.— Es müſſen daher die Sperial⸗Tabellen, nachdem alle nöthig ge⸗ fundenen Veranderungen eingetragen ſind, aufs neue ſummirt und auch eine neue General⸗ Tabelle gemacht werden, weil die geringſte Veränderung im Winthſchaftsplane auf die Speeial⸗ und General⸗Tahellen Einfluß hat. u 6) Wenn ———————— 6) 7) junges Holz Wenn der periediſche Ertrag des Bauhelzes zu reguliren iſt; ſo muß darauf immer Rüuͤck⸗ ſicht genemmen werden, daß das Holz bis zum Abtriebe die erforderliche Stärke erlangen kann. Beym Verſchieben und Gleichſtellen des periodiſchen Bauholz⸗Ertrages muß folglich nicht allein auf die Quantität, ſendern zugleich auch auf die Qualität der Maſſe Rückſicht ge⸗ nommen werden. Deswegen ſind dem Tarator beym Bauholze die Hände mehr gebunden als beym Brandholze, und es iſt oft gar nicht möglich, das Bauholz nur einigermaßen verhältnißmäßig auf die verſchiedenen Perioden zu vertheilen. Wenn die älteſten Claſſen im Werhältniſſe zu viel Bauholz liefern; ſo läßt ſich zwar den nächſtfolgenden jüngeren Claſſen dadurch helfen, daß man die jüngſten Bauholzbeſtände der erſten Claſſe bis in die 2te und 3te Periode überhält, folglich dieſe Beſtände überhaubar werden läßt. Wenn aber eine Claſſe zu wenig Bauholz gibt; ſo kann ihr nur durch Vorgreifen in die nächſt folgende jüngere Claſſe alsdann geholfen werden, wenn Bauholz von ſolchem Alter brauchbar ſeyn follte.— Kann die nächſt folgende Claſſe aber nichts abgeben; ſo iſt es nicht möglich, der zu armen Claſſe aus den zu reichhaltigen jüngeren Claſſen einen Zuſchuß zu verſchaffen, weil das Holz, welches in dieſem Falle vielleicht um einige Perioden vor ſeiner eigentlichen Haubarkeit abgetrieben werden müßte, alsdann zu Bauholz noch nicht ſtark genug iſt. Die Ungleichheit des periodiſchen Bauhelz⸗Ertrages in einem Forſte iſt daher zuweilen gar nicht zu aͤndern.— Doch wird der daraus entſtehende Nachtheil oft dadurch gehoben oder ver⸗ mindert, daß ein benachbarter Ferſt gerade in derſelben Periede im Verhältniſſe zu viel Bauholz liefert, und daß alſo einige Forſte zuſammengenommen einen ziemlich gleichen periodiſchen Bauholz⸗Etat erhalten. Weil es beym Bauholze nicht allein auf die Menge, ſondern auch auf die Stärke ankommt; ſo muß beym Reguliren des periodiſchen Etats auch darauf Ruͤckſicht genommen werden, daß nicht allein in der erſten, ſondern auch in allen folgenden Um⸗ triebszeiten, von Periode zu Periode, die erforderliche Menge von gehörig ſtarkem Bauholze geſchlagen werden kann.— Soll dieſes geſche⸗ hen können; ſo muß in jeder Periode der erſten Umtriebszeit ſo viel erzogen werden, daß in jeder Periode der zweyten Umtriebszeit, worin dieſes Holz haubar wird, die erforderliche Menge zur Benutzung kommen kann. Wenn daher ein Forſt z. B. lauter junge vollkommene Eichenbeſtände von 1 bis 90 Jahren enthält, worin ältere Eichen ſtehen, die zur Benutzung in der erſten, zweyten und dritten Periode beſtimmt ſind, folglich nach und nach aus den vorhin erwähnten, jetzt jungen, Beſtänden gehauen werden ſollen; ſo kann während den erſten drey Perioden keine junge Eiche erzogen werden. Es würde folglich auch kein Eichenholz in den erſten drey Perioden der zweyten Umtriebszeit haubar werden, und 4 Hemdh, fimmt nen hde huhe fin, au lü Nan l. E liclag uf ae 3 dühen, undm. dn For vaß e inma N ferden dänte ellge dolz⸗s muß fa taäͤt R ſe Näckſht 9 die 4 en mehr gon Bauht ur einigeni Vera di cr ſſten Caſ Riſelge 2. jüngeren C ten Cli=s in die n dden lä Wenn aht Reifen a nächſt ſin ſelchem—r brauchiu ſe iſt ict mögſi,) inen I= ß zu veſſhe erioden— einer eigalt ch nich k genug! d iſt dat uweilen rit eit dadt zeheden nan eriede i= rhäͤltniſe i ageneſrznn einen ſa uch uf 18taͤrke mim Rückſic& lommen en atle! olgenden! erden ie Meuzin ann.— zoll dieſes zit Umt zzeit ſe peris ider zuuh d, werfonn ein Fo V. lauter i n altz Sichen ſthu, mmt ☛ felglich ui M zuen nn ſollen; hn 7e würee iügi dit A verde Umtriſ en haubat uu —— ÿ— —AEEEEE d „——“ —— und gänzlicher Mangel daran entſtehen, wenn man alle jetzt exiſtirende Eichenbeſtände zur Benutzung in der erſten Umtriebszeit, worin ſie freylich alle, auch die jetzt einjährigen, haubar werden, beſtimmen wollte.— Hier macht es die Vorſorge für die Nachkommen⸗ ſchaft zur Pflicht, die Hauptbenutzung von ſo vielen der jüngſten und auf dem beſten Bo⸗ den ſtehenden Eichenbeſtände für die zweyte Umtriebszeit zu beſtimmen, daß die Menſchen, welche in den erſten Perioden der zweyten Umtriebszeit leben werden, an dem nöthigen Eichenbauholze keinen Mangel leiden dürfen.— Der Holzertrag des erſten Umtriebes wird durch dieſe Vorſorge für die ſpäteſte Nachkommenſchaft zwar etwas geſchwächt; indeſ⸗ ſen iſt es doch ſehr billig, daß beym Entwurfe eines jeden Forſtwirthſchafts⸗Planes auch auf die ſpäteſte Nachkommenſchaft Rückſicht genommen werde. Durch Anwendung der vorhin gelehrten Grundſätze und Regeln wird der periodiſche Holzertrag eines ſeden Forſtes nach Möglichkeit gleich oder verhältnißmäßig regulirt und in jeder andenn Rückſicht zweck⸗ mäßig beſtimmt werden können.— Sechſtes Kapitel. Vem Entwurfe einer leichten Ueberſicht des gemachten generellen und ſpeciellen Wirthſchaftsplanes fuͤr einen taxirten Forſt. Nachdem der periodiſche Holzertrag eines Ferſtes, den im vorigen Kapitel abgehandelten Grundſätzen gemäß, regulirt, folglich dadurch der dauerhafte Wirthſchaftsplan be⸗ ſtimmt worden iſt; ſo muß derſelbe aus der ſpeciellen Beſchreibung extrahirt und zur leichten AUeberſicht in eine Tabelle gebracht werden.— Eine ſolche Tabelle, die nach dem Formulare S eingerichtet iſt, wird für jede Periede beſonders verfertigt, wie man im zweyten Theile dieſer Schrift ſinden wird. Sie ent⸗ hält theils die Reſultate aus der ſpeciellen Beſchreibung, theils aus der General⸗Tabelle, und gewährt eine auſſerordentlich leichte Ueberſicht der Bewirthſchaftung eines taxirten Ferſtes. Es werden in dieſelbe die Namen aller Diſtrikte und Abtheilungen geſchrieben, worin in jeder Periode gewirthſchaftet werden joll. Es wird ferner die Menge und Verſchiedenheit des Holzes, welches in jeder Periode jährlich geſchlagen werden ſoll, darin beſtimmt, und es wird mit wenigen Worten bey jedem Diſtrikte angegeben⸗ auf welche Art darin gehauen werden ſoll. Zugleich muß dieſer tabellariſche Wirthſchaftsplan auch einen Extrart der künſtlichen Culturen ent⸗ halten, die in jeder Periode, der in der ſpeciellen Beſchreibung enthaltenen Vorſchrift gemäß, gemacht werden ſollen, damit man nicht allein den Hauungs⸗ und Benutzungsplan, ſondern auch den Culturplan vom Forſte mit einem Blicke uͤberſehen kann. U 2 Sind ———— —— Sind nun die tabellariſchen Wirthſchaftsplane vorſchriftsmäßig gemacht; ſo bezeichne man auch auf der Karte die Flächen, welche, in Gemäßheit des Wirthſchaftsplanes, in jeder Periode zum Abtriebe oder zur Verjüngung kommen, mit einer beſonderen, allgemein vorgeſchriebenen, Farbenumfaſſung, und wähle allenfalls für die Beſtände, welche in der erſten Periode zum ÄAbtriebe kommen follen, einen gru⸗ nen Streifen, für die des zweyten periodiſchen Wirthſchaftstheiles einen othen, für die der dritten Periode einen bkauen, und für die des vierten periodiſchen Lontgſchaftetheles einen gelben Streifen, damit beym erſten Blicke auf die Karte leder eriodiſch⸗ Ssechſchafesußei in die Augen falle, wie man in der beygefügten Karte ſehen kann. Iſt auch dieſes geſchehen, ſo ziehe man aus der ſpeciellen Beſchreibung die nöthigen Reſultate, um die General⸗Vermeſſungs⸗Tabelle, weilche an die Stelle der nun un⸗ drauchbaren vorläufigen Beſtandes⸗Tabelle treten muß, nach beyliegendem Formulare J zu verfertigen, und dadurch die Größe und Beſchaffenheit der beym Entwurfe des dauerhaften Wirthichafroflanes etwa veränderten D Diſtrikte in eine leichte Ueberſicht zu bringen. Nun laſſe man die bisher bey der Taxation benutzte Speeial⸗Karte, die durch den Gebrauch ſehr verdorben ſeyn wird, mit Weglaſſung der unſtändigen Abtheilungen, copiren, um ſie zum allenfalls nöthigen künftigen Gebrauche in der Oberforſtamts⸗Regiſtratur oder Kartenkammer zu deponiren. Und endlich beſorge man, daß dieſe nun ganz berichtigte Special⸗Forſtkarte nach der halben Größe des Maasſtabes reducirt, und daß vier ſauber gezeichnete Exemplare von dieſer reducirten Specijal⸗Forſtkarte verfertigt werden, um ſie demnächſt vor die Forſtbeſchreibung heften zu laſſen, die ebenfalls viermal copirt werden muß, wie ich weiter unten zeigen werde. Siebentes Kapitel. Ueber die Befeſtigung des entworfenen Wirthſchaftsplanes in einem taxirten Forſte. Es iſt wohl ſehr begreiflich, daß der bey der Taxation eines Forſtes entworfene Wirthſchaftsplan in der ganzen Umtriebszeit auf's genaueſte befolgt werden muß, wenn man erwarten will, daß der berech⸗ nete Holzertrag erfolgen foll.— Die Bewirthſchaftung eines Forſtes beſtimmt ja ſeinen Ertrag. Wenn alſo der gemachte Wirthſchaftsplan nicht befelgt wird; ſo kann der nach demſelben berechnete Ertrag auch nicht erfolgen.— Die Forſtbedienten können daher in den taxirten Forſten nicht nach Willkühr wirth⸗ ſchaften, ſondern ſie müſſen ſich auf's genaueſte nach dem gemachten Wirthſchaftsplane richten. Damit dieſer Werthſchaftoplan aber immer in NHeinar Vollſtändigkeit erhalten werde; ſo if bie Ver⸗ erdnung no Pthig: 1 1 ) Daß — — ſ dihit, am aut uf e Pa m Aüheah „ Fanß* aſung) mh mmen= ainen u hen, Ze der diitm einen ¼ in Otniin Augen 2 wir ma ie näthit eſultate,1 di 8 her nun m ormulars—1 verferigh en Wir a lanes in e durch 1= Bebrauh ſ gen,.₰z, um ſin Rattenkat un zu deti ach derl: ben Giuſ e von dit redueint eſchreibun f ten zu di 1 tsplaſt in einu orfene alſchafteglu ten wil! aß der bn ſa ſein artrag. Am den bel e te Ertraß icht. bülkühr unß plane n wen iſ de 7) d4 1) 4) nicht mehr verſtaͤrkt. nutzt werden, bis ein unglücklicher Zufall die Reſerve wegnimmt und nöthig macht, daß —,—„. 51— Daß die Holzfällungs⸗ und Cultur⸗Plane, welche die Oberforſtbedienken jährlich zu ent⸗ werfen haben,(*) dem für jede Periode gemachten generellen Wirth⸗ ſchaftsplane entſprechend abgefaßt werden: Daß die Schlaͤge in den haubaren Diſtrikten ſo parallel, als möglich, und ſo geführt werden ſollen, daß für den zweyten und die folgenden Umtriebe der Holzbeſtand regelmäßi⸗ ger werde, als er gewöhnlich jetzt iſt: Daß in die Special⸗Controle eines jeden Diſt riktes die Holzmaſſe jährlich notirt werde, die im ve rwichenen Jahre, auf dieſe ader jene Art, daraus genommen worden iſt: Daß in einer nach beyliegendem Formulare U eingerichteten General⸗Contrele alljährlich abgeſchloſſen werde, wie viel Helz im vorigen Jahre überhaupt gehauen worden iſt, und wie viel in Gemäßheit des perisdiſchen Etats und der bisher a allenfalls zu viel oder zu wenig benutzten Helzmaſſe im nächſten Jahre gehauen werden kann: und Daß jährlich von dein Etat ein den Umſtänden angepaßtes Reſerve⸗ Quantum zuruͤckgehalten und für unvorausgeſehene Fälle aufgeſpart werde, damit es nicht nöthig iſt, das Etats⸗Quantum zu uberhauen, wenn durch einen beſonderen Zufall die Holzabgabe des Forſtes in manchen Jahren unabänderlich um etwas ſollte erhöhet werden müſſen. Beym Brandholze iſt eine Reſerve freylich ſo nöthig nicht, weil dabey ſelten unvorher⸗ geſehene Abgaben von Belang vorkeommen. Beym Bauholze hingegen iſt die Reſerve um ſo viel nöthiger, da durch Feuer und Waſſer in manchem Jahre mehrere Gebände, ja ganze Dörfer, ruinirt werden, die nachher ehne Aufſchub wieder erbauet werden müſſen.— Es iſt daher der Klugheit gemäß, daß man den Bauholz⸗Etat jaͤhrlich nicht ganz benutzt, ſondern alle Jahre davon etwas zur Reſerve aufſpart, und dieſe Reſerve ſo lange vermehrt, bis ſie in jeder Gegend, die 50 Dörfer hat, ſo groß iſt, daß man aus der Referve nöthi⸗ gen Falls ein ganzes Dorf bauen könnte.— Iſt nun die Reſerve in den Forſten einer Gegend bis zu einer ſolchen Stärke herangewachſen; ſo wird ſie darin unterhalten, aber Es kann folglich nachher der ganze jährliche Etat ſo lange wieder be⸗ vom jährlichen Etate wieder eine neue Reſerve geſpart werden muß. Iſt die Reſerve auf ſolche Art beſtimmt; ſo kann die Wirthſchaft im Forſte immer plan⸗ mäßig fortgehen. Wenn man aber, wie Einige empfohlen haben, beſondere Holz⸗ beſtände zur Reſerde beſtimmt, die gar nicht mit taxirt werden follen; ſo wird man den gewünſchten Zweck weniger ſicher dadurch erreichen. Da man nicht weiß, wann es nöthig ſeyn wird, die Reſerve anzugreifen; ſo können die Reſerve⸗Beſtände leicht zu alt oder zu jung ſeyn, wenn ſie ihren Dienſt leiſten ſollen, und es werden noch aufferdem Ungemäch⸗ lichkeiten mancherley Art aus einer ſolchen Einrichtung entſpringen. Ich 629 Siehe G. L, Har g9˙s Grunsfätze der Forſtdirection, S. 292. öVE— — ee— Etats eine Reſerve formirt, die man nach Willkühr und Erforderniß ſteigen und fallen laſſen oder ganz aufheben kann. Bey dieſer Einrichtung hat man das Reſerve⸗Quantum beſtändig in genauer Ueberſicht, und der Wirthſchaftsplan im Forſte wird ohne Unterbrechung fortgeſetzt. Sollten aber deſſen ungeachtet die Beſtände nöthig machen, daß der Etat eines Forſtes etwas überhauen werden müßte; ſo iſt dieſer zu ſtarke Abgang, ohne Aufſchub, durch Verminderung des Etats⸗Quantums im folgenden Jahre wieder zu erſetzen, weil ſonſt der bey der Taxation berechnete Zuwachs nicht erfolgen kann, wenn die Beſtandesmaſſe zu früh weggenommen wird. Durch Befolgung dieſer Vorſichtsregeln iwird dem gemachten Wirthſchaftsplane die erforderliche Feſtig⸗ keit und Dauer verſchafft werden, und man wird am Schluſſe einer jeden Periode ſinden, daß das berech⸗ nete Holz⸗Quantum erfolgt iſt.— Wenn aber bey der Taxation nicht alle empfohlene Vorſicht beob⸗ achtet, und nachher der gemachte Wirthſchaftsplan nicht vorſchriftsmäßig befolgt werden ſollte; ſo iſt es freylich nicht zu erwarten, daß die voraus berechneten Reſultate endlich zutreffen werden. Eben ſo wenig läßt ſich für Hochwaldungen eine Taxation machen, die auf immer paſſen könnte. Der Beſtand des zweyten Umtriebes wird unfehlbar beſſer ſeyn, als der, welcher im erſten Umtriebe zur Benutzung kommt. Es können aber auch in einem Zeitraume von 120 Jahren unvorausſehbare Umſtände eintreten, die unſere jetzige Hoffnung vereiteln.— Nach 420 Jahren wird alſo eine Wiederholung der Taxation nöthig ſeyn, die aber alsdann bey weitem weniger Koſten und Mühe verurſachen wird, als jetzt. Die Forſte brauchen alsdann nicht wieder gemeſſen zu werden, und man wird ſtie ſehr leicht taxiren können, weil die nach ächten Regeln der Holzzucht erzogenen und bewirthſchafteten Beſtände nicht ſo verſchieden ſeyn werden, als die, welche uns von unſern Vorfahren hinterlaſſen worden ſind. Bey Niederwaldungen hingegen läßt ſich ein Wirthſchaftsplan machen, der wahrſcheinlich für immer dauerhaft it, wenn man nehmlich mit der Taxation die Eintheilung in verhältniß⸗ mäßig große Flächen oder Schläge verdbindet. Die Größen dieſer Flächen, welche jährlich gleichen Ertrag liefern ſollen, müſſen nach dem Pro⸗ ductions⸗YVermögen des Bodens ahgemeſſen werden.— Nimmt man nun an, daß nach dem erſten Umtriebe alle Niederwaldungen vollkommenen Beſtand haben, und in dieſer Vollkommenheit immer erhalten werden; ſo muß zwar die Berechnung des jährlichen nachhaltigen Ertrages für die erſte Umtriebs⸗ zeit nach der bisher gegebenen Anweiſung gemacht werden; die* Shlagabthellung für die Folgezeit hingegen kann man auf folgende Art vollziehen: Man unterſuche zuerſt, wie viele Morgen guten, mittelmaͤßigen, und ſchlechten Boden die Niederwaldungen enthalten, und wie viel ein vollkommen beſtandener Morgen Niederwald von jeder Holzart bey der beſtimmten Umtriebszeit liefert.— Hierauf berechne man, wie viel H Holzmaſſe der ganze Nieder⸗ rrr aͤͤs ————.—— Ich halte daher für beſſer, wenn man durch Richtbenutzung eines Theils des jäͤhrlichen Sühe , nitbelm 7 A nuch ei nittelm -ͤͤͤ B nn 8....... — 0— 68— dss iiheihe Niederwald während der Umtriebszeit producirt, und wie viel er alſo in jedem Jahre nachhaltig abgeben iih=m ftlen efe kann.— Iſt dieſer fäͤhrliche Ertrag bekannt, ſo berechne man, wie viele Morgen Flaͤche zu einem Schlage dun Sn deiin erforderlich ſind, um das jährliche Etats⸗Quantum zu liefern, ſowohl wenn der S hlag auf puten⸗ tUn dungfenge ols auch wenn er auf mittelmäßigen oder auf ſchlechten Boden fällt— und nach dieſem 1 daß aat eines Ten Maasſtabe mache man die Schlagabtheilung. ehns Zſchud, dn iu, weil ſonl die B hesmaſſe uf Geſetzt, alle birkene Niederwaldungen im Forſte enthielten Zo0 Morgen. Geſetzt ferner, 100 Mor⸗ gen davon hätten guten Boden, 100 Morgen hätten mittelmäßigen Boden, und 100 Morgen haͤtten ſchlechten Boden.— Geſetzt ferner noch, man habe einen 30 jährigen Umtrieb beſtimmt, und durch Ver⸗ ſuche gefunden, daß ein vollkommen beſtandener Morgen birkener Niederwald in 30 Jahren Hane d. orderliche zi auf gutem Boden 960 Cubik⸗Schuhe, de Fn daß das iag auf mittelmäßigem Boden 720 Cub. Schuhe, und e emyſt—ee Porſcch te auf ſchlechtem Boden 480 Cub. Schuhe 1 elgt„— ſellte; ſoit Helzmaſſe prdueirt; ſo werden folglich in der ganzen Umtriebszeit verde 100*% 960= 96000. rf in en paſſen hn 100% 720— 72000 cher in=en Umtith 100 K 460— 43000 unod e tehbers Unian zuſammmen 216000 Cubik. Schuhe alſe et ziederhelnz Holzmaſſe erzogen, wovon es auf ein Jahr 7200 Cubik⸗Schuhe beträgt. 1 nuuſ da,6 Um dieſen jährlichen Etat zu beziehen, muß jeder Schlag 20 aue auf gutem Boden r= 7 ¶1 Mergen auf mittelmaͤßigem Boden—, Morgen er wal 5 jinlich flr im auf ſchlechtem Boden 223— 25 Mergen dunſs verhäin Fläche bekommen, oder, welches einerley iſt, es müſſen zu einem Jahresſchlage 7 ⅝ Morgen guter Be⸗ den, oder, wo der Schlag auf ſchlechteren Boden trifft, für einen Margen guten Boden 1 ¾ Morgen mittelmäßiger Boden, oder 2 Morgen ſchlechter Boden, in Anrechnung kommen. Zur beſſern Ueberſicht der Verſchiedenheit des Bodens mache man ſich von den Niederwaldungen noch eine beſondere Karte, in welcher alle Flächen, die guten Boden haben, z. B. braun, alle, die mittelmäßigen Boden haben, gelb, und alle, die ſchlechten Beden haben, blau angelegt werden.— Dieſe Terrain⸗Karte nehme man bey der Abtheilung der Schläge mit zur Hand, und man wird finden, daß ſie viele Vortheile gewähret. und Gten Ln Iſt nun die Eintheilung der Diſtrikte in Schläge auf der Karte gemacht; ſo laͤßt man ſie im gen rwald dun ſ Walde auszeichnen, und die Endpunkte der Schlaglinien mit numerirten Steinen, und beym Abtrieb vieli emaſſe der gan 1 sines Mdar müſſeſt ich dem Ne n nu a., daß nate eſer Inumenheit int ges ſ uſſte Umtii für nlezeit hinyh 260—— eines ſeden Schlages deſſen Grenzlinien mit auffallend verſchiedenen Holzyflanzen beſetzen.— Auch muß auf der Karte in jeden Schlag die Nummer und zugleich der Winkel, nach Graden und Minuten, be⸗ merkt werden, den die Schlaglinie mit der Schneiſenlinie macht, damit dieſe Schlaglinien ohne große 8 4 Weitläuftigkeit nöthigen Falls wiedergefunden werden können, wenn man die Grenzlinien auf fonſt eine laih Art nicht kenatlich gemacht haben ſellte.— Wer alſo den Wirthſchaftsplan in den Niederwalbungen durch eine Galogeineheilunz befeſtigen will, der kann es auf die ſo eben gezeigte Art thun. Abſolut nöthig iſt eine ſolche Abtheilung aber nicht.— Wenn der nachhaltige jährliche Holzertrag der Niederwaldungen, auf die in dieſer Schrift ge⸗ zeigte Art, berechnet iſt, und die D ziſtrikte beſtimmt ſind, in welchen von Decennium zu Decennium das jährliche Etats⸗Quantum, nach generell vorgeſchriebenen Regeln, gehausn werden ſoll; ſo wird die Schlag⸗ abtheilung dadurch ven ſelbſt entſtehen. Achtes Kapitel. Von der ſyſtematiſchen Beſchreibung eines Forſtes, in Beziehung auf alle Gegenſtaͤnde, bie beym Forſt⸗ und Jagdweſen intereſſant ſind. Alles, was ich bisher vorgetragen habe, zweckt dahin ab, um für einen Forſt einen möglich vor⸗ theilhaften Wirthſchaftsplan zu entwerfen, und den Heolzertrag zu beſtimmen, welcher nach Maasgabe die⸗ ſes Wirthſchaftsplanes erfolgen wird. Es kommen aber außerdem noch vielerley Gegenſtände beym Forſt⸗ weſen in Betrachtung, die bey der Taxation eines Forſtes zugleich unterſucht, entwickelt und aufgezeichnet werden müſſen, um das Ganze von allen Seiten zu überſehen und kennen zu lernen, und jeden alten und neuen Forſtbedienten mit allen Verhaͤltniſſen 9d Umſtänden in ſeinem Forſte bekannt zu machen.— Dieſer Zweck läßt ſich am ſicherſten erreichen, wenn ven jedem Forſte eine genaue Beſchreibung entworfen A wird, woraus nicht nur die Größe, die Beſchaffenheit und der Ertrag der Waldungen erſichtlich iſt, ſon⸗ dern woraus man auch überdies alle andere Gegenſtände kennen Lennt, welche unmittelbar oder mittelbat mit dem Forſtweſen in Verbindung ſtehen. Eine ſolche Forſtbeſchreibung beſteht, nach meinem plane, aus folgenden Theilen: 2) Aus der Einleitung, 2) Aus der Vorerinnerung, 3) Aus der Beſchreibung ſelbſt mit den dazu gehörigen Karten und Tabellen, und 4) Aus den Nachtraͤgen. d „ In der Einleitung wird von der Veranlaſſung des Geſchäftes und von dem Perſenale Nach⸗ 3 accht gegeben, welches die Meſſung, Taxation und Beſchreibung dirigut und vollzogen hat. — 32 ba. Auc mi Srad Muntan a 4 S4 R üen ohre g Grei r nn auf ſonſ zu Schlag ta ilung befeüin eine ſ Abtheilung uf die an ieſer Schtiſ, cenniu. Decenniun n ied vird die et in= Itehung u inte=ſant fiud zen 8 nen mͤglih welch d h. Maazgei ley G=nande beyd ſi entwin Jund auffeäte ernen n) jeden ain ſte hwat zu mahm ⸗ aue A jeibung mtii aldun na rſchhtlich ii, k uns? Jar oder mät Theil u Kar n Tabellen, 9 96— Purſenek h 09— 1 r— —— In der Vorerinnerung werden die Verfahrungsart, ſo wie bie Grundſätze, nach denen man gehandelt hat, und der Plan überhaupt, wornach das ganze Geſchäfte vollzogen worden iſt, ſo kurz, wie moͤglich, auseinander geſetzt, wenn keine Druckſchrift zum Grunde liegt, auf welche man ſich in dieſem Falle beziehen kann.— Hierauf wird das Nöthige von den Vorarbeiten geſagt, welche der Taxation eines Forſtes vorausgehen müſſen, und folgende Gegenſtände betreffen, die in beſondern Kapiteln abgehandelt werden: 2) 2) 4) 6) 7) Von der Berichtigung und Befeſtigung der Grenzen der Waldungen, welche taxirt worden ſind.— Es wird hierbey angeführt, ob, wann, und durch wen die Grenzen berichtigt worden ſind, oder warum dieſes hier und da noch nicht hat geſchehen können. ꝛc. Von der Meſſung, Kartirung und Berechnung der Anleungen. nehm⸗ lich wann, und durch wen die Meſſung gemacht werden iſt. Von der Eintheilung der Waldungen in Houpreheele, in Diſtrikte oder in Schläge, nehmlich wann, wie, und durch wen diefelbe vollzogen wor⸗ den iſt. ꝛc. Von Beſtimmung der künftigen Holzerziehungs⸗Methode für jede Holzart.— Hier werden die Forſtbedienten auf die generelle Vorſchrift, welche ihnen ohne⸗ hin ſchon ertheilt iſt, verwieſen, und es werden ihnen nur in dem Falle beſondere Vor⸗ ſchriften gegeben, wenn die Localität und beſondere Umſtände Abweichungen nöthig machen. Von Unterſuchung des Zuwachſes an den ſchon erwachſenen Bäumen, nach Verſchiedenheit der Holzart, des Alters, des Bodens und der Lage.— Hier wird durch Beyſpiele gezeigt, wie dieſe Unterſuchungen angeſtellt worden ſind, um bie Nachkommenſchaft in den Stand zu ſetzen, Reviſionen uͤber die jetzt gemachten Rechnungen anzuſtellen. ꝛc. Von Beſtimmung der Umtriebszeit für jede Holzart.— Hier muß für jede Holzart die Umtriebszeit beſtimmt, und es müſſen die Gründe angeführt werden, welche zu dieſer Beſtimmung berechtigt haben. Von Unterſuchung des periodiſchen Ertrages, welchen jede Holzart bey der vorhin beſtimmten Behandlungsart und Umtriebszeit, auf gutem, mittelmäßigem und ſchlechtem Boden, morgenweiſe liefern wird.— Hier müſſen die Reſultate der angeſtellten Verſuche in den Erfahrungs⸗Tabellen mitgetheilt werden, die hernach bey der Taxation des Forſtes zum Grunde gelegt, und, wie es die Localität und die Uwſtände erheiſchen, moderirt werden müſſen. Die Forſtbeſchreibung ſelbſt zerfällt in drey Haupttheile. Der erſte handelt vom Forſtweſen, der zweyte vom Jagdweſen, und der dritte vom Wilden⸗oder Fluß⸗ Fiſchereyweſen. x In In beſenderen Abſchnitten und Kapiteln werden folgende Gegenſtände abgehandelt. Erſter Haupt ⸗Theil. Vom Forſtweſen. Erſter Abſchnitt. Generelle Beſchreibung des Forſt⸗Revieres. Erſtes Kapitel. 18 Ueber Lage, Größe und Umfang des ganzen Forſt⸗Revieres. Hier wird bemerkt, in welcher Provinz und wo in derſelben der Forſt liegt; zu welchem Oberforſte und Amte er gehört; ob er gebirgig oder eben, rauh oder mild iſt. Ferner, wie viele Quadrat⸗Meilen das ganze Forſt⸗Revier in ſich faßt, und wie ſeine Grenze zieht ꝛc. Zweytes Kapitel. Ueber die Verſchiedenheit und Beſchaffenheit der Waldungen im Forſt⸗Reviere. Hier wird bemerkt, in wie viele Claſſen die Waldungen zerfallen. Ob ſie nehmlich herrſchaftlich, Gemeinds⸗ Märker⸗ adeliche⸗Lehen⸗Pfarr⸗ oder Privat⸗Waldungen ꝛc. ſind— woven jede Claſſe be⸗ ſonders abgehandelt wird. Drittes Kapitel. Ueber die Verwaltung des Forſtes. Es wird nehmlich auseinander geſetzt, unter welcher Direction, Inſpection und Adminiſtration der Forſt ſteht.— Auch wird bemerkt, wie die ſetzigen Forſtbedienten heißen, wo ſie wohnen, ob ſie hen⸗ ſchaftliche, gemiethete oder eigene Wohnungen haben, wie viel jeder an Beſoldung und Accidentien bezieht, und ob ſie in allen Waldungen des Ferſtes, oder mit welcher Einſchränkung ſie das Forſtverwaltungs⸗ Recht ausüben. L Viertes Kapitel. Ueber Bevölkerung, Ortſchaften, Gebäude und Holzconſumirende 4 Gewerbe im Forſte. Hier werden angezeigt:. 4 1 11 2) die Namen der Städte, Dörfer und Höfe, die Menge der darin befindlichen großen und kleinen Gehäude, die Anzahl der Haushaltungen und der Seelen, und die Zahl der Hand⸗ werker, welche rohes Holz oder Kohlen verbrauchen. 2) Die Mühlen nach ihrer Verſchiedenheit, mit Bemerkung der Anzahl ihrer Gäͤnge. 3) Die Hütten und Hämmer, mit Bemerkung ihrer Kohlen⸗Conſumtion. 4) Die Kunſtwerke, welche zu ihrer Unterhaltung vieles Holz nöthig haben, als Pochwerke, Fördermaſchinen ꝛc. 5) Die Bergwerke, mit Bemerkung des Holzaufwandes, welchen ihr Betrieb erfordert. X 6) Die tRe18 76. negt; Achem Oirit „ wie* Auadrat⸗M en iſſ irſt⸗Renim d ſee ſlch henzut —=h jede Cuſt ectien ildminiſtia wo ſie a onen, eb ſet ing unt eidentien ihh g ſie Forſtvemmlant zcont ürend: rin äbe näuu un Zahl de 96 ahl Ir sgänge. tio hig 0 als na kfendn. 2 f)1 30— 6) Die Ziegeleyen, Glashütten, Kalkbrennereyen, Theerſchwaleregen ꝛc. mit Angabe des ohn⸗ gefähren Holzverbrauches ꝛc. Funftes Kapitel. uen i⸗ weſaffen heie und Verſchiedenheit der 3tein, u und ¹Satten im Forſt Sechſtes Kapitel. Ueber die Merkwuürdigkeiten im Forſte. 2 1 Hier werden alle Gegenſtände beſchrieben, welche beſonders in naturhiſtoriſcher[Hinſicht intereſſant ſin. Zweyter Abſchnitt. Generelle Beſchreibung der herrſchaftlichen Waldungen. erſtes Kapitel. Ueber Benennung, Größe und Lage welche unter ſpecieller Adminiſtration ſtehen. Hier werden die General⸗ Namen der herrſchaftlichen Waldungen, ferner in welcher Gegend ſe der herrſchaftlichen Waldungen⸗ liegen, in wie viele Haupttheile und Diſtriti⸗ man ſie eingetheilt hat, und wie greß ſie zuſammen⸗ genommen ſind, angegeben. Zweytes Kapitel. X Ueber Benennung, Größe und Lage derjenigen herrſchaftlichen Waldungen, welche nicht unter ſpecieller Adminiſtration ſtehen. Hier werden die Erhleh⸗ und Lehenwoldungen⸗ nach ihrer Wer ſchiedenheit und Beſchaffenheit, ögehandelt ꝛc. Drittes Kapitel. 1 Ueher die Acquiſition der herrſchaftlichen Waldgrundſtücke. Hier wird angegeben, auf welche Art, wann, von wem, und um welchen Preis die Forſtgrund⸗. VBiertes Kapitel. Uezer Grenzuachrichten und Urkunden in Betref des Forſtes. Hier wird angeführt, ob und was für Gtenznachtichten, und wo ſie zu Inden ſind. Su nftes Kapitel. ſtücke erworben worden ſind. weber Geyschetame, Servituten, Begünſtigungen und Sereitigkeiten. 5 in Betreff des Forſtes. Hier wird bemerkt, ob deren exiſtiren, worin 1 ſe beſtehen, worauf ſie ſi ſich üümden, und was te 4 4 ſur E Effat auf den Forſtbetrieh machen. ꝛc. E 2 Sech⸗ — —— Sechſtes Kapitel. Ueber Holzmaas und Holzpreis. Hier wird auseinander geſetzt, was für Längenmaas zu den Holzkörper⸗Meſſungen recipirt ůt,— wovon ein Schuh in ſeiner ganzen und genauen Länge nebenhin gezeichnet wird,— ferner, was fur Maas beym Brandholze jeder Art eingeführt iſt, wie viele Cubik⸗Schuhe Raum überhaupt, und wie viele Cubik⸗ Schuhe wirkliche Holzmaſſe z. B. ein Klaffter dey jeder Holzart enthaͤlt, wie ſtark die Wellen ſind, und wie theuer jedes Holz⸗Sortiment, ſowohl an Inlaͤnder als an Ausläͤnder, oder an Berechtigte ꝛc. verkauft wird. Ferner, wie viel Hauerlehn man gewöhnlich von jedem Holz⸗Sortimente bezahlt, und was für Brenner⸗ und Fuhrlohn man gewöhnlich von einem Wagen Keohlen, nach Verſchiedenheit der Umſtaͤnze, hat bezahlen müſſen. ꝛc. Dritter Abſchnitt. Speeielle Beſchreibung der unter ſpecieller Adminiſtration ſtehenden herrſchaftlichen Waldungen, ihrer Bewirthſchaftung, ihres Ertrages und ihrer Benutzung. Erſtes Kapitel. Specielle Beſchreibung der Diſtrikte und der Abtheilungen in denſelben, nebſt Beſtimmung ihrer lünftigen Bewirthſchaftung und ihres Natural⸗Ertragens. Hier wird von jedem Diſtrikte der Name und die Größe der nutzbaren und der nicht nutzbaren Fläche ausgeworfen, und die Groͤße eines jeden Theiles beſtimmt, welcher mit einerley Holzart deſtanden iſt.— Von jeder gleichbeſtandenen Abtheilung aber wird insbeſondere gehandelt: *) über ihre Größe, 2) über ihre Lage, 3) über den Beden,— 4) über die Art, Beſchaffenheit und das Alter des Holzbeſtandes, 5) über die gegenwärtig gefundene Holzmaſſe und den künftigen Zuwachs an derſelben, 6) über die künftige Bewirthſchaftung, und 2) über den periodiſchen Helzertrag. Letzterer wird in einer nebenſtehenden Tabelle von Zeit zu Zeit controlirt, und in einem Nachtrage wer⸗ den die Veränderungen angezeigt, welche in Betreff der Bewirthſchaftung, der Cultur und ſenſtigen Zufälle enrſtehen können. Zweytes Kapitel. Ueber die Zuſammenſtellung der Berechnung des periodiſchen und ſummariſchen Holzertrages aus den herrſchaftlichen Waldungen im ganzen Forſte. „Hier wird gezeigt, wie die im vorigen Kapitel enthaltenen Reſuttate über den periodiſchen Ertrag ei⸗ ner jeden Holzart, in Special⸗Tabellen zuſammen getragen worden ſind, und wie aus dieſen Special⸗ Tabellen eine General⸗Tabelle verfeytigt worden iſt, um den totalen, den periodiſchen und den jaͤhrlichen Natural⸗Ertrag des Forſtes mit einem Blicke zu übenſehen.— Auch wird das Nöthige über die Ver⸗ theilung der Holz⸗Productien des Ferſtes auf du verſchiedenen Perioden geſagt, wenn es vielleicht die Um⸗ ſtände Miſſu e mehin 1, — fe mnes ſir Na ſaupt, e hjie viele L9h ſar 15 ellen ſind, u tan N egte ꝛ.. dettah nente Fr, und auß ſerſchud 2. der Una iſttaſen ſtehenn aftun.— ihres in dor=lden, Ratu m Ertrags aren un— nicht mutzm it einen helzart heſane elt: 2 Zuwad I diriha, dd in 1* Nachtrage n der dm Ar und ſeuhg en aummariſt gant Forſte. den= ſſchen Ering 1 nd wi— dieſen Sh iodiſc nd den ſifig 48 M üder di de wel—n dielleich i Q—— —— 165 ſtaͤnde verhindert haben, den periodiſchen Ertrag gleich zu vertheilen, eder wenn es die Vorſicht nöthig machte, den Ertrag von Periode zu Periode ſteigend zu reguliren. Drittes Kapitel. Ueber den Wirthſchaftsplan vom Forſte, und die damit in Verbindung ſtehende General⸗Controle des Benutzungs⸗Erats. Hier wird uͤber die künftige Bewirthſchaftung des Ferſtes uberhaupt das Nöthige geſagt, und es werden die Gründe angegeben, warum der Wirthſchaftsplan ſo, und nicht anders gemacht worden iſt. Zur geſchwinden Ueberſicht dieſes Planes aber werden die Namen aller Diſtrikte und Abtheilungen des Forſtes in eine Tabelle zuſammengetragen, und nach Beſtimmung der im erſten Kap. dieſes Abſchnittes enthaltenen Bewirthſchaftungsverſchriften wird hinter jedem Diſtrikte mit wenigen Worten bemerkt, was für Operationen, in Betreff ſowohl der natürlichen, als kuünſtlichen Hoizzucht, von Periode zu Periode darin vorgenommen werden ſollen.. 4 Auch werden die Farben erklärt, womit die Diſtrikte auf der Karte eingefaßt worden ſind, welche ig einer Periode zur Abholzung kommen ſollen, und es wird Anleitung gegeben, wie in der General⸗Controle lährlich der Abſchluß gemacht, und nach demſelben der jährliche Holzbenutzungs⸗Etat entworfen werden muß. Viertes Kapitel. Ueber die Reviſion der Extragsberechnung. Hier wird zur Sicherung des Taxators Anleitung gegeben, wie eine Reviſion der Taxation einſt angeſtellt werden muß, und wie die Abänderungen im ganzen Plane zu machen ſind, welche der Zufal wäͤhrend der Umtriebszeit bewirken und nöthig machen kann. Fuͤnftes Kapitel. Ueber Benutzung und Verwendung des Holzertrages der herrſchaftelichen Waldungen im Forſte. Hier wird angegeben, wie viel Holz gegen Bezahlung und wie viel als Befoldung, als Deputat ꝛc, und an wen es jährlich abgegeben wird, wie viel überhaupt zu Oekonomie⸗ und wie viel zu Kunſtbrand⸗ holz oder zu Kohlen verwendet wird, wie viel und was für Holz allenfalls ins Ausland geht, wohin man es verkauft, und was man dafur bezahlt erhält. ꝛc. Sechſtes Kapitel. Ueber den Ertrag und die Verwendung der Neben⸗Producte und zufälligen Rutzungen aus dem Forſte.. Hier werden abgehandelt: 1) das Steckhelz, 2) das Leſeholz, 3) die Gerber⸗ und Farberinde, 2 4) die Maſt, 1 n. IGnd F) das Streulaubs, 6) die Graſerey, die 7) 8 —— 7) die Weide, 8) die Steinbrüche, 9) die Lehmkauten, 1¹0) die Rodzinſen oder Zehenden, 21) die Forſtſtrafen, 12 12) die Waldfrohndienſte ꝛc. und es wird der jährliche ungefähre Natural⸗ und Geldertrag für jeden dieſer Gegenſtände ausgeworfen. 1aet:(Siebentes Kapitel. G Berechnung des jährlichen ungefähren Geldertrages der ſämmtlichen Nutzungen .— aus den unter ſpecieller Adminiſtration ſtehenden herrſchaftlichen Waldungen des Forſtes. 2 Hier wird der Geldertrag aller vorhin abgehandelten und taxirten Gegenſtände recapitulirt, um den Geldertrag der herrſchaftlichen Waldungen mit einem Blicke und in einer General⸗Summe zu ſehen. Vierter Abſchnitt. Specielle Beſchreibung derjenigen herrſchaftlichen Waldungen, welche nicht unter ſpecieller herrſchaftlicher Adminiſtration ſtehen. Hier werden die Namen derſenigen angeführt, welche herrſchaftliche Waldungen zu Lehen tragen. Die Waldungen werden mit ihrer Benennung und Größe angegeben, es wird ihr Beſtand beſchrieben, und ihr jährlicher ungefährer Natural Ertrag beſtimmt. Auch wird bemerkt, ob und was für Abgahen davon in die herrſchaftliche Caſſe fließen. c. Funfter Abſchnitt. Beſchreibung der im Forſte gelegenen Gemeinds⸗ und Markwaldungen, der adelichen, kirchlichen und Privat⸗Waldungen. Erſtes Kapitel. Von den Gemeindswaldungen. „Hier werden alle Walddiſtrikte aufgezählt, welche jede Gemeinde insbeſondere beſitzt. Es wird fer⸗ ner ihr Beſtand beſchrieben, ihre Größe, wenigſtens nach einer Ocular⸗Taxation, angegeben, und ihr Natural⸗Ertrag ungefähr beſtimmt. Zugleich wird hierbey bemerkt, ob die Gemeinde mit der Production ihres Waldes auslangen, oder wie viel und was für Holz, und von wem ſie es noch kaufen muß oder kann. Zweytes Kapitel. Von den Märkerwaldungen.. Hier werden alle Walddiſtrikte aufgezählt, die zu jeder Märkerey gehören, und es wird die Eigen ſchaft eines jeden Märkerwaldes, und die Verhältniſſe und Verfaſſung der Sehirenedund et wicdeetahe Uebrigens aber werden alle Gegenſtände beſchrieben, welche beym erſten Kapitel angeführt worden ſind. Drit⸗ —y—— hel nllen Palhr Ledan ſogt, ganzer Juſ ſbnit un Gegenſt Slusgewuf mmtl Nu tun errcht ſichen nſtande a itulirt, ung tol⸗Slr a zu ſehm. Jald a en, vlt atioſ ehen Waldun=zu Lehen dir iht tand deſtni , ch=ns für Ahn MSwaldurzu dun S. ndere nt. Es wit jen, un negeben, uh neind der Predeis mcch ſat muß ehne n, t 1 wird die in tgeſt de ft abgehandik⸗ nge worden ſind Dr — ʒ8NRRNRREEETETW —°— Drittes Kapitel. — Von den adelichen Lehenwaldungen. Hier wird angegeben, zu welcher Art von Lehen ſie gehören, und was es für eine Bewandniß damit hat.— Auſſerdem aber werden alle Gegenſtände abgehandelt, wovon beym erſten Kapitel die Rede war, Viertes Kapitel. Von den kirchlichen und klöſterlichen, oder Stiftswaldungen. Hier wird bemerkt, von wem und zu was für einem Endzwecke dieſe Waldungen geſtiftet, oder wie ſie acquirirt worden ſind, und was für eine Beſchaffenheit es damit überhaupt hat.— Auſſerdem wer⸗ den noch alle uͤbrigen Gegenſtände abgehandelt, welche beym erſten Kapitel dieſes Abſchnittes beruͤhrt worden ſind, und was den Umſtänden nach noch ferner zu bemerken ſeyn ſollte. Fünftes Kapitel. Von den Privat⸗Waldungen. Hier werden alle Privat⸗Waldungen nach ihren oft ſehr verſchiedenen Eigenſchaften zuerſt im Gene⸗ rellen beſchrieben. Nachher werden bey jeder Gemarkung die Waldbeſitzer mit der ungefähren Größe ihres Waldvermögens, wenn die Waldungen aber gemeſſen ſind, mit dem wirklichen Flächenmaaſe angeführt.— Sedann wird über die Qualität aller in einer Gemarkung gelegenen Privat⸗Waldungen das Nöthige ge⸗ ſagt, und endlich ber Natural⸗Ertrag aller Privat⸗Waldungen ſowohl in jeder Gemarkung, als auch im ganzen Forſte, nach einem ungefähren Ueberſchlage, ausgeworfen. Sechſtes Kapitel. Zuſammenſtellung der Größe und des ſummariſchen Natural⸗Ertrages der Ge⸗ meinds⸗, Märker⸗, adelichen, kirchlichen⸗ und Privat⸗Waldungen. 18 Hier werden die Spocial Summen der Größen und des Natural⸗Ertrages von den in dieſem Ab⸗ ſchnitte abgehandelten Waldungen zuſammengetragen, und die General⸗Summe gezogen, um die Größe und Natural⸗Production dieſer Waldungen auf einmal zu überſehen. Siebentes Kapitel. Ueber die Beſchaffenheit und Verbeſſerung der Gemeinds⸗, Märkere, adelichen⸗, kirchlichen und Privat⸗Waldungen im Forſte. Hier werden dieſe Waldungen und ihre Bewirthſchaftung kurz geſchildert, die Fehler um Gebrechen gezeigt, und die Mittel vorgeſchlagen, wodurch Verbeſſerung in jeder Rückſicht bewirkt werden kann. Achtes Kapitel. Von den Abgaben, welche aus Gemeinds⸗, Märker⸗, adelichen⸗, kirchlichen und Privat⸗Waldungen in die herrſchaftliche Caſſe ſließen. Hier wird angeführt, ob, und wie viel Geld⸗ oder Natural⸗Abgaben, oder Dienſtleiſtung aus jeder Waldgattung entrichtet werden, wer ſie zu leiſten ſchuldig iſt, und was es für eine Beſchaffenheit damit hat. Neun⸗ — Neuntes Kap i †. e k. Vergleichung der Holz⸗Production des ganzen Forſtes mit den Bedürfniſſen . der Bewohner deſſelben.. Hier muß angegeben werden, wie viel Holz jeder Art, nach einem 10 fährigen Rechnungs ⸗Durch⸗ chnitte, jährlich an In⸗ und Ausländer abgegeben werden iſt, und wie viel und was für Holz man jäͤhrlich im Auslande, und wo man es gekauft habe.— Dieſe ganze lährliche Conſumtien muß hierauf mit dem nachhaltigen Ertrage der Waldungen verglichen, und auf dieſe Art gefunden werden, ob in Zukunft Mangel oder Ueberfluß an Helz ſeyn wird, oder ob der Ertrag der Waldungen zur Befriedigung der Berürfniſſe hin⸗ reicht.— Nach dem Ausſchlage der Reſultate dieſer Unterſuchungen müſſen dann die Mittel gezeigt werden, wodurch der allenfallſige Ueberfluß am beſten zu verwenden, oder dem Mangel am ſicherſten und leichteſten abzuhelfen iſt. Zweyter Haupt⸗Theil. Vom Jagdweſen. Erſtes Kapitel. Won den Gegenſtänden, Eigenſchaften und der Perwaltung der Jagt. Hier wird auseinander geſetzt: 1) Was für Wildpret jeder Art und was für Raubthiere im Forſte befindlich ſind: 2) Wer die Jagd im Forſte beſitzt: 3) Ob die Jagd adminiſtrirt ader verpachtet iſt, und wer ſie im erſten Falle adminiſtrirt; wes für Beſoldung und Accidentien der Adminiſtrator davon bezieht; wohin er das Wildpret lie⸗ fern, oder wie er es berechnen muß. ꝛc. Zweytes Kapitel. Von der Jagddienſtpflichtigkeit der Unterthanen. Hier wird angeführt, ob und welche Unterthanen jagddienſtpflichtig ſind; ob ſie ungemeſſene oder ge⸗ meſſene Jagddienſte leiſten müſſen; oder ob und was ſie dafür an Geld oder Naturalien entrichten. ꝛc. 5 Drittes Kapitel. Ueber die Wildfolge und ſonſtige Gerechtſamen in Betreff der Jasd. Hier wird angeführt, wie es mit der Wildfolge aus dem Forſte und in den Forſt gehalten witde wie lange die Wildfolge dauert; wie ſich dabey zu verhalten iſt, und worauf ſich allenfalls ſolche Verträge gründen. ꝛc. Viertes Kapitel. 1 Ueber den Ertrag der Jagd, und die allenfalls mögliche Verbeſſerung derſelben. Hier werden die verſchiedenen Theile des Jagdertrages nach einem Durchſchnitte berechnet, und die Mittel gezeigt, wodurch die Jagd noch verbeſſert werden könnte, ꝛ. 1 Dritter — den cefniſſen digen nungz. dun d8 i A man äda üen m erauf wit da 19, 1. nunft Munj digung ai: fnſe die 2 zzepzigt weig n ſihe e und laitein 2 1— ung Jag. ein.. en 1 miniſttittz u wohin= s Wiyub anet ob ſii aemeſſene e 4 durali e richten." ee*(Jasd. den gehalten 22, e bene 3 9 derſäht chnn Aehnet, u Dru Dritter Haupt⸗Thei Von der Wilden⸗ oder Flußfiſcherey. Erſtes Kapitel. Beſchreibung und Production der Flüſſe und Bäche. Hier werden alle Flüſſe und Bäche im Forſte nach ihrem Namen und Laufe beſchrieben, und bß jedem bemerkt, was für Fiſche ꝛc. er producirt. Zweytes Kapitel. Ueber Eigenſchaften, Verwaltung und Ertrag der Fiſcherey. Hier wird bemerkt, ob die Fiſcherey herrſchaftlich, sder wem ſie ſonſt iſt, und was es üderhaupt für eine Beſchaffenheit damit hat; ferner, ob ſie adminiſtrirt oder verpachtet wird, und was ſie jährlich einbringt. Drittes Kapitel. Bemerkungen über die Flüſſe und Bäche in Betreff des ſchon beſtehenden, oder eines allenfalls möglichen Floßweſens. Hier wird bemerkt, ob und auf welchen Flüſſen und Bachen, und was für Golh und wohin es geflößt wird, oder ob und wie ein vortheilhaftes Floßweſen eingerichtet werden kann. zc. Hierauf folgt: 1.) die ſummariſche Ueberſicht aller jaͤhrlichen Geldeinkuͤnfte fuͤr die Herrſchaft aus dem Forſte, nach einer durchſchnittsmaͤßigen Berechnung, und zwar 2) aus den herrſchaftlichen Waldungen, welche unter ſpecieller Adminiſtration ſtehen, 2) aus den herrſchaftlichen Waldungen, welche nicht ſpeciell 2bminüſtrire werden, 3) aus den Gemeinds ꝛc. Waldungen,. 4) von der Jagd, 5) von der wilden Fiſcherey. — 2.) Die Recapitulation der Groͤße und bus z Naturol⸗ Ertrages der ſaͤmmtlichen Waldunger m Forſte. ¹) der herrſchaftlichen Waldungen unter ſpecieller Adminiſtration,„ 2) der herrſchaftlichen Waldungen, welche nicht ſpeciell adminiſtrirt werden, 3) der Gemeindswaldungen, 4) der Gemarkwaldungen, 5) der adelichen Waldungen, 6) der Kirchen⸗ und Stiftswaldungen, 4 7) der Privat⸗Waldungen.. 3 5.) nirt werden. helehnt. 32 Die macträge. Dieſe haben folgende Rubriken: Grenzveränderungen betreffend. 42 Acquiſitionen jeder Art betreffend. Veränderungen in Detteff des Ferſtzienk⸗ perfonats und defſen Beſoldung.— 4 Bemerkung über die aͤhrtich erfolgenden Holzfaemen. Merkwuürdige Zufalle, Erfahrungen und Verbeſſerungen bey der H e zucht betreffend. Merkwürdige Erſcheinungen und Geltenheiten beym Forſt⸗, Jad⸗ und Fiſchereyweſen betreffend⸗ Unglücksfaͤlle beym Forſt⸗ Jagd⸗ und Fiſchereyweſen betreffend. Summariſcher Inhalt der nach und nach erfolgten Verordnungen, das Forſt⸗Jagd⸗ und Fiſchereyweſen betreffend, und Allerley Gegenſtände ü überhaupt Petrefkend, welche die Nachkommen⸗ ſchaft intere ſſiren können.* Dieſes iſt der Plan, nach welchem eine vollſtändige Forſtbeſchreibung bearbeitet werden muß. Man erlangt dadurch die genaueſte Kenntniß vom Forſtvermögen uberhaupt und von dem Ertrage der verſchie⸗ denen Waldungen insbeſondere.— Eine ſolche Forſtbeſchreibung muß vierfach gleichlautend ausgefer⸗ tigt, und ein Exemplar dem Revierforſtbedienten gegeben, das andere dem Oberförſter überliefert, das dritte dem Oberforſtmeiſter jugefertigt, und das vierte in der Regiſtratur des Oberforſtdepartements depo⸗ Es koſtet freylich viele nü he, Zeit, Dund a au beträchtlich dieles Geld, bis alle Forſte eines Landes auf ſolche Art gemeſſen, taxirt und beſchrieben ſind. Wenn aber alles dieſes planmäßig vollzogen iſt; ſo wird die angewendete Mühe, durch den damit erreichten großen und vielſeitigen Vortheil, hinläͤnglich nrſu drn; und ſ ſen an de dnh 1* Forſ⸗ au 4f6! itreffen lgt Verordnu 1 6 ilch ie Nachimg koche werden mi! en AErtrage fa eichlautem atz 0b er übetlein, L ſepertemm A gerfteiunt ole arßig vellzeza ig! Hettheil, huint iſt, einen ſehr geringen Werith. Denn wenn 3. Anh a n g. Ueber die 3 11 Berechnung des Geld⸗Werthes in Betreff ſeines Natural ⸗Ertrages, ſchon taxirten Forſtes. Einleitung. Beoy der Berechnung des Geldwerthes eines⸗ ein Rückſicht ſeines Natural⸗Ertrages, ſchon genau taxirten Forſtes oder Waldes, kommt es vorzüglich auf die Beſtimmung an: 4 2) Ob der Kaͤufer verbindlich gemacht wird, jährlich nicht mehr, als eine gleich große Holzmaſſe aus dem Walde zu nehmen und denſelben nachhaltig zu benutzen, oder 4 2) Ob man ihm erlaubt, den Holzbe oder 3) Ob man ihm die Erla ubniß eertheilt, den Wald ganz oder zum Theil auszuſtocken und in Feld oder Wieſe ic. zu v erwandeln. Geldwerth des Waldes leicht zu berechnen, weil der jetzige Holzbeſtand, nebſt Capitale gleich iſt, das jährlich eben ſo viele Zinſen bringt, als der ſtand nach Gutfinden abzutreiben, Im erſten Fall iſt der dem Boden weorauf er ſteht, einem jäͤhrliche Netto⸗Geldertrag des Waldes beträgt.— Bey dieſer Beſtimmung haben aber die Waldungen, beſonders wo der Preiß des Holzes nicht hoch B. der Morgen Kiefernwald jährlich 2 Klaffter Holz die zu 1 fl. verkauft werden können; ſo wird jeder Morgen von einem z. B. 500 Mergen das ganz regelmäßig beſtanden iſt, und folglich 100 Morgen Holz von 80 bis 400 Jähren 1 von 60— 80—— von 40— 60— —, und L producirt, großen Forſtreviere, 410o0—— 100——-— 2100—— ven 20— 40 1— 2o— a00—— von„ enthaͤlt/ — 8 5 —— — 2„ 3 .———— ————— ͤGʒ-ʒ-, 172— 0— enthält, nur 16 3 fl. werth ſeyn; wenn man nehmlich annimmk, daß der Waldkaͤufer aus ſeinem faͤr den Wald gegebenen Capitale— wegen der Gefahr worin die Wälder ſtehen, und weil ein ſolches Capitat weniger disponible iſt— wenigſtens 6 Procent Zinſen ziehen ſoll.(*) Das ganze eben beſchriebene Forſt⸗ revier, welches nachhaltig jährlich 333 ½ Klaffter Holz, oder 500 fl. an Geld einbringt, wuüͤrde alſo nur 8333 ⅞ fl. werth ſeyn, wenn man die Aufſichts⸗ und andere Koſten durch den Erlös aus Stock⸗ und Reißerholz ꝛc. beſtreiten koͤnnte. Verkauft man aber daſſelbe Forſtrevier unter der Beſtimmung, daß der Käufer es nach Willkühr be⸗ nutzen, das heißt, jeden Holzbeſtand, wenn er in irgend einer Rückſicht haubar iſt, in möglichſt kurzer Zeit verſilbern darf; ſo wird dadurch ſein Geldwerth bey weitem größer. Der Käufer wird alsdann alles jetzt ſchon haudare und gering haubare Holz von den vorhin aufgerechneten 100 Morgen der ten Claſſe, und vielleicht auch einen Theil der 2ten Claſſe, ſchon in den nächſten 4 bis 6 Jahren zu verſilbern ſuchen, und kann— wenn man auch den Verluſt des Zuwachſes an dieſer, zum Theil zu früh benutzten, Claſſe in Abzug bringt, dagegen aber auch den Zuwachs an dem, um eben ſo viele Jahre fruͤher erzogenen jungen Walde und den Werth des Bodens worauf die ate Claſſe ſtand, compenſirt, eine faſt eben ſo große Summe haben, als der vorhin berechnete ganze Kaufpreiß beträgt. Der Käufer profitirt alſo in dieſem Fall faſt alles Holz der 2ten, 3ten, Aten und öten Claſſe nebſt dem Werth der 400 Morgen Waldboden worauf dieſe 4 Claſſen ſtehen. Man ſieht hieraus, daß der Werkäufer eines Waldes, durch die Beſtimmung einer nachhaltigen ährlich gleichen Benutzung, den Werth ſeines Waldes ſehr vermindert— und daß der Käufer eines Forſt⸗ revieres allzuviel gewinnt, wenn ihm der Werth deſſelben, unter zu Grundlegung einer nachhaltigen jährlich gleichen Benutzung zwar berechnet, ihm aber doch nachge⸗ geben wird, frey uͤber den Wald zu disponiren, und das Holz nach Gutfinden zu verkaufen. Nur in dem Fall iſt es unvermeidlich, den nachhaltigen bey der Berechnung ſeines Geldwerthes, möglich iſt, jährlichen Netto⸗Geldertrag des Waldes, wenn es, den Umſtänden nach, gar nicht g des Waldes zu verſilbern. Dieſer Fall den ſich zu einem ſolchen Walde nur wenige oder keine hender Abhandlung vorzüglich mit der Geldwerthsberech⸗ parzelen beſchäftigen, die der Käufer zwar willkührlich ch behandeln muß, daß er während des Abtriebes eines vollkommenen, neuen oder jungen Beſtand nachzuziehen ver⸗ pflichtet zum Grund zu legen, mehr als den nachhaltigen jährlichen Natural⸗Ertra kommt aber ſelten vor, und wenn er eintritt, ſo fin Käufer.— Ich werde mich daher auch in nachſte nung derjenigen Forſtreviere und abgeriſſenen Forſt benutzen darf, aber doch in ſofern forſtwirthſchaftli jeden Holzbeſtandes einen, ſoviel als möglich ) Bey Na delholzwaldnngen iſt die Gefahr größer, als bey Laubholzwäldern, weil erſtere dur mehr ruinirt werden können, als leßtere. Wegen dieſer größeten Gefahr d ch Ranpen, Käfer und Feuer waldes immer Procent mehr zuzubitzigen ſeyn, als ürfte daher dem Käufer fines Nadeiholz⸗ dem Käufer rinesß Laubholzwaldes, 1 u as ſennn 1 nd eein ſelches a id: deſchjähen 3 dingt, vund 1 d s aus eng, 1 däl— nach Wähn, bat in nägliha 11 witd alsden 0m der 1tan, Jaſ rnu derflben n 141◻h benutzte, 1 tle? Tre früher ag irt un e faſt eden auſr aͤftirt alſo int er— Morgen Päli lin einer nadſt da= Käufer einat 1zꝶð9ndlegung mirder doch nut 5e lach Guf „e ertrag des B3 U den nac/ zutt u dbern. Dii a. air verige onit 1¹ r Gelhwerzie Ar zwar wiläheh des Abtiete 3 1n rachujiche 1 pfth. n en, Hüſet und zu (. üufer fintz Paaadl⸗ Walddiſtr w — 8ſſſ——— T 3— —— 175 pflichtet iſt.— Zugleich werde ich aber auch zeigen, wie man den Geldwerth derſenigen Forſtgrundſtücke, die zum Ausſtocken, alſo zur Feld⸗ oder Wieſenwirthſchaft, beſtimmt ſind, berechnet. Die Haupt⸗Tendenz meiner Rechnungs⸗Methode beſteht darin: 1) in Betreff eines jeden iktes zu beſtimmen: wie viel jeder jetzt ſchon vorfindliche Holzbeſtand zur Zeit ſeiner Haubarkeit an Geld werth iſt, und wie hoch der Boden, worauf er ſtand, nach ſeinem fernern Productions⸗Vermögen, angeſchlagen werden kann— und 2) ein Capital auszumitteln, das, wenn man es als Kaufgeld ſchon jetzt bezahlt, einſchließlich der bis zu jener Zeit auflaufenden Zinſen, jener Summe gleich iſt. Bey einer ſolchen Behandlung des Gegenſtandes wird weder der Verkäufer noch Jeder kann ſeinen Vortheil klar berechnen, und es fällt die bey jeder andern Rechnungsart ſehr daß nämlich der Käufer faſt eben ſo viel, und zuweilen noch mehr, als er fuür den ganzen Wald mit ſeinen haubaren, mittel⸗ der Käufer verkürzt werden. oft vorkommende Inconſequenz weg, aus jetzt ſchon haubarem Holze löſen kann, wüchſigen und jüngeren Holzbeſtänden, ſammt dem Boden, bezahlt hat. Um aber den Geldwerth eines Forſtes oder eines einzelnen Waldgrundſtückes nach dieſer Anſicht be⸗ erſt noch über einige Vorderſätze und über die Hülfsrschnungen das Nöthige geſagt im erſten Abſchnitte von den Prämiſſen oder Vorderſätzen, Hülfsrechnungen gehandelt— im dritten Ab⸗ hes eines ganzen Forſtrevieres, mit gegeben werden. rechnen zu können, muß werden. Es wird daher und im zweyten Abſchnitte von den ſchnitte aber zur Berechnung des Geldwert Rückſicht auf die bey einer ſolchen Veräuſſerung vorkommende Hauptfälle, Anleitung Erſter Abſchnitt. Von den Praͤmiſſen oder Vorderſaͤtzen, die der Berechnung des Geld⸗ werthes eines Forſtrevieres billigerweiſe zum Grund liegen muͤſſen. I. Bey dem Ankaufe eines Waldes erhält der Käufer nicht allein den jetzt vorfindlichen Holzbeſtand, ſondern auch den Boden, der, wenn das jetzt darauf ſtehende Holz einſt weg iſt, aufs neue wieder Holz producirt.— Es muß alſo bey dem Verkaufe eines Waldes nicht allein der jetzige Holzbeſtand— er mag ſo jung oder alt ſeyn als er wolle— ſondern auch der Boden in Anrechnung kommen, und folglich unter⸗ ſucht werden: 1 a) Wie viel das jetzt vorfindliche Holz, zur Zeit des Abtriebes, an Geld werth iſt, und wis viel der Käufer für dieſe Summe jetze zu bezahlen hat, hat, bamit das Capital, welches der Verkaͤufer dadurch erhält, ſammt den, bis zum Abtrieb des Holzes angewachſenen Zinſen, eine eben ſo große Geldſumme ausmacht, als diejenige iſt, welche der Käufer des Waldes aus Holz, und durch die Zinſen aus dem während der Abtriebe⸗ zeit bezogenen Gelde, erlöſt. Und— b) muß berechnet werden, wie viel der Boden, nach dem Abtrieb des jetzt darauf ſtehenden Holzes, ſeinem ferneren Productionsvermögen ge⸗ maͤß, werth iſt, und wie viel ſchon jetzt dafür bezahlt werden kann. 2. Da aber der Wald mehr Gefahr ausgeſetzt iſt, und das für den jetzigen Holzbeſtand hingegebene Capital ſammt den aufgelaufenen Zinſen nur periodiſch wieder zurückbezahlt werden kann, disponible iſt, als ein baares Capital; ſo erfordert es die Billigkeit, den Waldkaͤufer für beydes dadurch zu entſchädigen, daß ihm ſein Capital, wofür er Forſtproducte und Waldgrund acquirirt, hoͤhere Zinſen bringe, als das, welches der Waldverkaͤufer für den Wald bekommt. 3. Die Zinſen, welche ein Waldkäufer aus ſeinem, auf die Erwerbung eines Waldes vermendeten Ver⸗ mögen beziehen ſollte, dürften allenfalls auf folgende Art beſtimmt werden:(*) 1 Bey dem Ankaufe einer Waldhenutzung, die er erſt beziehen kann: felglich weniger inn der ꝛten 20 jährigen Periode 6 Procent —— 2ten———— 6 ½—— —— 3ten—-——— 7— —— àten———— 4—— —— 5ten———— 3— n Gten———- 3— ten——— 9— —— dten———— 9v½— — 9ten—-——— 0—(**) 4. Da bey weitem der gröͤßte Theil von allen C apitaliſten und Waldeigenthuͤmern die Zinſen aus ihren Capitalien jaͤhrlich oder periodiſch verzehren oder zu ihrer Subſiſtenz verwenden müſſen;eſo kann nur die (*£) Es iſt hier angenommen daß die, unter vollkommenſer Sicherheit, baar ausgeliehenen Cavitalien s procent Zinſen bringen. Tragen dergleichen Capitalien aber weniger Zinſen; ſo müſſen auch die hier folgenden Anſaͤtze verhält⸗ nißmäßig heruntergeſotzt werden. —— ein⸗ 6*⁸*) Man verliert alſo bey dem Verkaufe der jungen Waldungen dadnech, daß man den Käufer, füͤr ., 1 7. 1 3 ſein langes Warten auf Einkünfte, und für die Gefahr wdrin der Wald ſteht, durch hohe Zinſen entſchädigen muß. „ türf iin ſe p ſagr 6 fan 3 ij n nihen iiche 1 üſ 3 ruß der dnethm d„ine. ſunn 1, Aine tbm 2 zuuſt d der Adtai 11 unn da uc g z Sdermäza, Nltag den kann e= eſand zaßz eat in, 8 iuſ r beydes dun d g rirt, hah 9 1=ts vententund ) „ 4 ie Zinſen 2 r and knn nu ſ 1Ä -—— 3—n Ernitalien 3 Ktatn. 1 anden Anſaz un ſi⸗ ze ſein largr Artt 1 zinſen nicht in Anwenduag n hammen.— Soute man aber darin nicht meiner mhuun ſeyn, ſo kann 2u die Rechnung, unter Geſtattung der Zwiſchenzinſen, nach meinen Grundſätzen gemacht werden. 5.) Für die allenfalls auf dem Walde laſtenden jährlichen Abgaben, und auch für den jährlichen Auf⸗ wand, welchen die Beſchützung, Adminiſtration und Cultur des Waldes erfordert,— der bey großen Fer⸗ ſten pro Morgen 3 bis A kr., bey kleineren Forſtrevieren aber 6 bis 12 kr. oder 1 bis 3 3 Groſchen betra⸗ gen kann— muß von dem berechneten Werthe des Waldes ein Capitak abgezogen warde, das tabnich ſe ſe viele Zinſen bringt, als der Aufwand jaͤhrlich betraͤgt.— Wenn jährliche oder periodiſche Holzabgaben 4 dem Walde ruhen, wofür entweder nichts oder nur ein Preis bezahlt wird, der geringer iſt, als der gewöhnliche, ſo muß dem Käufer des Waldes eine zu⸗ reichende Vergütung am Kaufgelde bewilligt, und ein Capital in Abzug gebracht werden, deſſen Zinſs dem jaͤhrlichen Werhe der Abgabe gleich iſt. 7.) Auf die Weide⸗ und Streu⸗Gerechtſamen muß bey Ausmittelung des periodiſchen NaturateEenrages Rückſicht genommen, und dieſer ſo angeſetzt werden, wie er unter ſolchen Umſtänden ausfallen kann. 3 8.) Wenn für den Waldbeſitzer vortheilhafte Rechte, als Frohndienſte ꝛc., dem Walde eigen ſind, ſo muß der Werth derſelben zu Geld angeſchlagen und dem Käußer ein Capital von gleichem Werth dafür in 1 Unrechnung gebracht werden. 9.) Da die Privat⸗Waldbeſitzer das Holz in ihren Waldungen gewöhnlich nur ſo alt werden laſſen, bis es eine, zur Befriedigung der meiſten Bedürfniſſe brauchbare Stärke erreicht hat; ſo wäre der Um⸗ trieb für die zu verkaufenden Waldungen folgendermaſen zu beſtimmen: 4 Bey Eichen⸗Hochwaldungen... 140 Jahre B) Bey Buchen⸗ Hochwaldungen 4 3. 4 a) wenn es wegen der Viehweide geſchehen kann 6 g0 bis 100 Jahre b) höchſtens aber.„..8„ 120 Jahre C) Bey Birken⸗Hochwaldungen n. 60 Jahre H) Bey den Nadelholzwäldern a) wenn der Boden gut iſt„„„ Zo bis 100 Jahre b) wenn er ſchlechter ſit.. 60— 30 Jahre. 2765—— E) Bey den Riederwaldungen a) wo Klaffterholz erzogen werden ſel. 435— 30 Jahre b) wo bles Reißerholz erzogen wird.„ 2,9— 25 Jahre.. 10.) in Weil die Privat⸗Waldbeſitzer nicht verbunden find, jäͤhrlich ein gleich großes Holzquantum in ihren dirn Wäldern zu ſchlagen; ſo iſt bey der Taxation nur der periodiſche Holzertrag, wie er nach Maas⸗ jin gabe der Holzbeſtände, und mit Rückſicht auf die Weidberechtigten, ausfallen kann, anzugeben. Es iſt in folglich auf Gleichſtellu ng des Holzertrages in allen Perioden keine Rückſicht zu nehmen. r Beſonders aber iſt die Verkaufszeit des jetzt haubaren und gering haubaren Holzes ſo kurz zu beſtimmen, d na als es die Umſtände und Verhältniſſe nur erlauben wollen. n 11.) b Uebrigens verſteht es ſich von ſelbſt, daß der Wald oder Forſt, deſſen Geldwerth berechnet werden ſall, geometrilch gemeſſen und, in Betreff ſeines periodiſchen Natural⸗Ertrages, nach echten Grundſätzen und Regeln taxirt ſeyn muß; ſo wie es auch kaum einer Erinnerung bedarf, daß der Werth des Holzes 4 2% und der Forſtproducte, nach durchſchnittsmäßigen Lokalpreiſen zu berechnen iſt, und daß die bisher allen⸗ n falls Statt gehabten geringeren oder Gnadenpreiſe bey einer ſolchen Berechnung keine Anwendung finden koͤnnen. 9 Zweyter Abſchnitt. n Von den Hülfsrechnungen. Um den Geldwerth eines taxirten Waldes berechnen zu können, muß man einige dazu nͤthige Hulfsrechnungen zu machen verſtehen. Dieſe ſind: dum 2) Die Berechnung des Zuwachſes am haubaren Holze, nach abnehmendet wiß arithmetiſcher Progreſſion: 2) Die Berechnung der Zinſen von einem Capitale, das binnen einer veſtimmten Zeit, in zunehmender arithmetiſchen Progreſſion, zu einer beſtimmten Summe angewachſen iſt: 3) Die Berechnung eines unbekannten Capitals, das binnen einer fet⸗ d geſetzten Zeit eine beſtimmte Summe Zinſen bringt: dißt 4) Die Berechnung eines unbekannten Capitals, das binnen einer ge⸗ ii e wiſſen Zeit, einſchließlich ihm ſelbſt, und der aufgelaufenen einfachen lnn Zinſen, einer gegebenen Summe gleich iſt, und 5) Die Berechnung des Werthes von einem Morgen Waldboden, na* Maasgabe ſeiner Holzproductionsfähigkeit. dn Es wird daher vorerſt zur Auflöſung dieſer verſchiedenen Rechnungsaufgahen Anleitung ertheilt werden. I. 518 8 * 3. toße 2* zauantum in 4 ttt wie er nach Na. k as anzugtben. 3 a Süückſicht zu n. 8l. kurz zu ün „Ge anth beetntu ges an h echten au r Wenth a f, daß die ſihet un=e Anvenuit iſ n einige wt e,* ich a4nchut binnu h „ eſter, ut 9— à innen tineie ufenen tinjten ahi⸗en 4 (*g ethhelt nuur 1 Sinen iia Wenn aber, wie es beym Holzverkaufe gewoͤhnlich iſt, das im n aſten Jabre erlößte Geld erſt zu Ende —— I. Von Berechnung des Zuwachſes am haubaren Htze, arithmetiſcher Progreſſion. Wenn der Taxator unterſucht und beſtimmt hat, wie viele Klafftern am ſaftr he Panzre Holz im erſten Jahre der Abtriebsperiode zuwachſen, und man will wiſſen, wie viele Kfafftern binnen dieſer Periode, wo der Holzbeſtand und folglich auch der Zuwachs, in arithmetiſcher Progreſſion, jährlich abnimmt, überhaupt zuwachſen werden; ſo darf man nur— wie im 2ten Kapitel des 4ten Ab⸗ ſchnittes gelehrt worden iſt— die im 1ten 2 Jahre der Abtriebeperiode erfolgende Zuwachsmaffe mit einem Jahre mehr, als die Abtriebsperiode dauert, multiplieiren und das Product halbiren, ſo faßt das Reſultat die während der gegebenen Periode erfolgende ganze Zuwachsmaſſe in ſich. Z. B. der Zuwachs betrage im ꝛten Jahre der Abtriebsperiods 100 Klafftern und dieſe Periode ſey 20 Jahre dang; ſo rechne man alſ: 210. 100% 21— 2=— 1050 Klafftern 177 nach abnehmender Es wachſen alſo, wenn die Beſtandsmaſſe und mit ihr die Zuwachsmaſſe jährlich um vermindert wird, in 20 Jahren üͤberhaupt zu= 1050 Klafftern. Dieſe darf man nur zu der gegebenen Beſtandsmaſſe addiren, ſo weiß man, wie viel Holz waͤhrend d der gegebenen Periode überhaupt erfoloen wird. H. Von Berechnung der Zinſen aus einem Capitale, das binnen einer beſtimmten Z⸗it⸗ in zunehmender arithmetiſcher Progreſſion, zu einer beſtimmten Summe angewachſen iſt. 4 Geſetzt, das Capitat ſey binnen 20 Jahren, in arithmetiſch zunehmender Progteſſion, zu einer Summe von 10000 fl. angewachſen, und habe waͤhrend dieſer Zeit 5 Procent einfache Zinſen gebracht. Wie viel werden dieſe Zinſen am Schluß des 20ſten Jahres betragen? Man berechne die Zinſen, welche das Capital im 2oſten Jahrs bringt: 400: 6— 10000 5 Dieſe 500 fl. multiplicire man mit einem Jahr mehr, als das Capital ausgeliehen war, nahmlich hier mit 21, und halbire das Product; ſo hat man die Zinſen, welche erfolgen, wenn das Capital vom An⸗ fange des Iſten, bis zum Ende des 2oſten Jahres, alſo 20 mal Bihſen gebracht hat. 500 21— 2252—— 5250 fl. 9 3. deſſel⸗ 178—0— deſſelben Jahres auf Zinſen gelegt werden kann; ſo erfolgen auch erſt zu Ende des zweyten Jahres die n Zinſen von dem im erſten Jahre, und zu Ende des 3ten Jahres die Zinſen von dem im 2ten Jahre aus 49 84 Holz erlößten Gelde, u. ſ. w.— Für das 2oſte Jahr können alſo keine Zinſen angerechnet werden, weil 1 7 das nach und nach anwachſende Capital, in dieſem Fall, nur 19 mal Zinſen bringt.— Es müſſen daher von der oben ad 5250 fl. berechneten Summe die ad 500 fl. berechneten Zinſen des 20ſten Jahres wieder abgezogen werden; worauf die Summe von 4750 fl. übrig bleibt. 9 Ein gleiches Reſultat erfolgt⸗ wenn man, wie vorhin, die Zinſen berechnet, die aus 1000o fl. in einem Jahre erfolgen— dieſe(500 fl.) mit den(19) Jahren⸗ während welchen Zinſenbezug Statt ge⸗ funden hat, multiplieirt/ und das Product halbirt. * 95 00. un 5 560 ✕ 19—= 4750 fl. — 8 III. b in Von Berechn ung eines unbekannten Capitals, das binnen einer feſtgeſetzten . Zeit eine beſtimmte Summe Zinſen bringt. 91 Geſett, das Capitat ſey zu 5 ½ Procent 60 Jahre lang ausgeliehen geweſen und die Zinſen betragen’ WI jetzt 160 fl.— wie groß iſt das Capital? — 1) Man dividire mit dem Zinsfuße 5 oder 12 in 100, um zu finden, in wie vielen Jahren ſene das Capital ſich verdoppelt⸗. aaac : 100=— Po oder 18 ☛ Jahre. 2) Run ſage manu — in 60 Jahren bringt das Capitat 160 fl. Zinſen, was wird es in 298 Jahren bringen: “ 1 60: 160— 298: 160 4 82* I 200 60] 32000 32000— Es trägt alſo in 290 oder 18 Jahren 48 ½§ 7 Zinſen— und da in dieſer Zeit die Zinſen dem Capi⸗ Nan talt gleich ſind; ſo iſt das Capital—— 43 ſl. 1 unde . Oder Man dividire zuerſt mit dem Zinsfuße, alſe mit 5 in 100, um zu ſinden, in wie vielen Jahren das RNit Capital ſich verdoppelt. Alſe 2 1r: 100=— 290 Jahte⸗. wid 4 Mit daeſen Fr eeen in die 36t der Jahre, waͤßrend welcher das Capita Zinſen gebracht hat, 90 60= 88 A. 21 88. und de S eaßun Jahus on in uun Jahn en 4 hnet weda,„ ri 1—E aiſſa u. ſen ie Aſten Jahns 1. ehne Kie aus 1000,, cha ſenbezug 8 n er feſtgeſeh ng eſala die zuſa et b V fnd— n wie riln 288= rn brinn. ſa die Zinſa ut i rilen 9 1 i tin aund 4 9 — mit dieſen 88 dividire man in die Geldſumme⸗ 488: 160= 32828 sder 48 5 fl. 44 98 Capital ind alſo 48 16 ft, ¹ denn dieſe tragen, zu 5 ½ 1 Procent, in 60 Jahren 460 6. Zinſen— welche Summe auch durch die erſte Auflöſung gefunden wurde. IV. Won Berechnung eines unbekannten Capitals, das binnen einer gewiſſen Zeit, einſchließlich ihm ſelhſt, und der aufgewachſenen Zinſen, einer gegebenen Summe gleich iſt. Geſetzt, das Capital ſey zu 5 Procent 30 Jahre lang ausgeliehen geweſen, und die Zinſen nebſt dem Capitale betragen jetzt 2000 fl. Wie groß iſt das Capital? 1) Man multiplicire mit dem Zinsfuße 5 die Jahre, um zu finden, wie viele Zinſen binnen 30 Jahren aus 100 fl. Capital entſtehen: 30*ℳ 5—= 150. 2) Zu dieſen Zinſen addire man die a0o fl. Capital— woduech ſich die Summe ergibt, die bin⸗ nen 30 Jahren, einſchließlich des Capitals und der Zinſen, aus 200 fl. Capital entſtehen:. K 150+ 100= 250 fl. Wenn binnen 30 Jahren eine aus dem Capitale und den Zinſen erwach⸗ Capital entſtand; ſo wird in derſelben Zeit die Summe von 3) Nun ſchließe man: ſene Summe von 25o0 fl. durch 100 fl. 2600 fl. aus dem Capitale»x entſtehen: 250 100—= 2000:*☛ 100 250 V 22200 800 fl. Es ſind alſo dieſe 300 fl. das geſuchte Capital— denn dieſe tragen in 3o Jahren 1200 fl. Zinſen das Capital hinzu 300⸗ Ueberhaupt„2000 fl. Oder Man dividire zuerſt mit dem Zinsfuße in 100, um zu inden, in wie vielen Jahien das Capital ſich verdoppelt: 53: 100 20. Mit dieſen 20 dividire man in die gegebene Zahl der Jahre, binnen welcher das Capital Zinſen gebracht hat: 20: 30—= 1 ¾, und. mit dieſen 1. ½ Plus 1. alſo mit 2 ½ dividire man in die gegebene Geldſumme: 2 ½: 2000— 800 fl. Das geſuchte Capital ſ ſind alſo 300 fl., welche auch durch die vorige Auflöſung gefunhen wurden. Z 2 V. 180.— 0— . V. Von Berechnung des Geldwerthes eines Morgen Waldbodens, nach Verhaͤltniß ſeiner Productionsfähigkeit. A) Wenn der Boden ſchon mit einjährigem Holze gut bewachſen iſ, oder doch durch natürliche Beſaamung, ohne Koſten, mit Holz als⸗ bald in Beſtand kommen kann. Will man wiſſen, wie viel z. B. ein jetzt mit einjährigen Kiefern gut bewachſener Moörzen Wald⸗ grund werth iſt; ſo muß zuvörderſt unterſucht werden: wie viel Holz aus einem ſolchen Morgen Wald, bey guter Bewirthſchaftung, periodiſch und bis zur Haubarkeit der jetzt einjährigen Kiefern, genommen werden kann, und was dieſes Holz werth iſt. Der Erloͤs aus dieſen Nutzungen zuſammen genommen, beſtimmt die Größe eines Capitals, das, wenn man es jetzt bezahlt, binnen der angenommenen Umtriebs⸗ zeit eben ſo viele Zinſen bringt, als der Werth des producirten Holzes beträgt. Geſetzt, ein Morgen gut beſtandener Kiefernwald auf mittelmäßigem Boden gäbe: 1) Bey der Durchforſtung im 60 jährigen Alter 4 Klaffter Prügelholz à à fl.. 4 fl. 2) Bey der Durchforſtung im 30 jährigen Alter 4 Klaffter Scheitholz à 1½ fl. und 4 Klaffter Prügelholz à a fl...... ag f.. 5) Bey der Haubarkeit im 100 jährigen Alter 4 Klaffter Bauholz à 3 fl., 36 Klaffter Scheithelz à 1 ¾ fl., und 3 Klaffter Prügelholz à 1 fl.(*). 74 f. Alſo in 100 Jahren überhaupt.. 35 4 Und geſetzt ferner: der Kaͤufer eines ſolchen Morgen Waldes ſoll, wegen des langen Wartens auf Be⸗ nutzung, 3 Procent Zinſen ziehen; ſo berechne man, nach der unter N. 3. gegebenen Anleitung, ein Ca⸗ pital, das binnen 100 Jahren 83 fl. Zinſen bringt.(**) Dieſes Capital ſind 11 fl., und bleibt auch— unter der Vorausſetzung, daß der angenommene Holz⸗ preiß weder ſteige noch falle— für jede Umtriebszeit der Werth eines ſolchen Morgen Waldes, weil er waͤhrend des Abtriebs jedesmal durch natürliche Beſaamung mit Holz wieder in Beſtand kommen, und alle 100 Jahre denſelben Ertrag liefern kann. Auf dieſelbe Art wird der Werth des Waldbodens, nach Verſchiedenheit ſeiner Gute und Produclions⸗ fähigkeit, und nach Verſchiedenheit der Holzpreiſe, für jede Holzart berechnet. Geſetzt: ein Morgen Riederwald auf mittelmäßig gutem Boden lieferte in 25 Jahren für 15 fl. 4 Holz, und man wolle dem Kaͤufer, weil er weniger lange, als bey der Hochwaldzucht, auf Einkünfte zu () Wo das Reißerholz verkauft werden kann, musß auch dieſes in Anſchlag kommen. 4 jeſe Zi Ar 2; ,... 8*) Wer dieſe Zinſen für zu hoch hält, kann einen geringeren Zinsfuß angehmen, wenn es ſich der Kaufer gefallen läͤßt, warten ij Aeo 9 muß ſäen ah en gund dut H verdi Sie 1* h Auäin 2 beveiſe ieſ mit Hal bd Haner Vaznt nen 2* en Mergen ihi e dief fern, gum⸗ uu ſonmen gun der nommenen lan des: en Wartent ul eg m Anleitun h daſ e angenonna 1= en Waldes, tik ſtand konna 3 ein? ite und Preh⸗ n 5 Jahrn ſti vArn t, auf Einihiht n er Käußir 8 fän bi warten hat, 7 Procent Zinſen von ſeinem Capitale genießen laſſen; ſo iſt ein ſolcher Morgen, wann er jett mit einlährigen Stockausſchlägen bewachſen. wäre, 3 ¾ ſi. werth, weil dieſe alle 25 Jahre, zu 7 Procent, 25 fl. Zinſen bringen. Wollte. man dem Käufer aher nur 6 Praünt Zinſen zubilligen, ſo müßte er 10 fl. für einen ſolchen Morgen bezahlen. 8 B) Wenn der Boden jetzt Bl 6e iſt, und erſt durch Satenaufwend mit Holz in Beſtand gebracht werden muß. Durch die vorhin gegebenen Beyſpiele iſt gezeigt worden, wie der Werth eines Waidgrundes, der ſchon mit einjährigen Saamenpflanzen oder Stockausſchlägen bewachſen iſt, berechnet wird. 1 Wäre aber ein Waldboden jetzt Blöͤße, oder ſo beſchaffen, daß er erſt durch Koſtenaufwand in Holzanwuchs gebracht werden müßte, ſo gehen die nöthigen Cult: arkoſten von dem, auf vorige Art berech⸗ neten, Bodenwerthe ab.— Wenn daher der ſchon mit einjährigen Kiefern bewachſene Mergen Wald⸗ grund 11 fl. werth iſt, und die Beſaamung eines Morgens mit Kiefern 5 fl. koſtet; ſo würde der Morgen zur Kiefern⸗Cultur geeigneter Viöße, von dem Jahre an, wo er kultivirt wird, nur 6 fr werth ſeyn. Wie man übrigens den jetzigen Werth eines Morgens felcher Waldölöße, die erſt in 20 Jahren kultivirt werden kann— die alſo nach 20 Jahren erſt 6 ſt. werth iſt— berechnetz ſolches iſt unter N. IV. gelehrt worden. Sie iſt nämlich jetzt nur 2 F† ſ. werth, denn dieſe tragen, zu 6 Procent, in 20 Jahren. 3*r fl.* dazu das Capital 2 τ⸗ Zu uſammen 6 fl. 3 Dritter Abſchnitt. Von der Berechnung des Geldwerthes eines ganzen Forſtrevieres. Nachdem im erſten Abſchnitte das Nöthige vorausgeſchickt, und im zweyten Abſchnitte gezeigt wor⸗ den iſt, wie die einzelnen Gegenſtände, welche bey der Berechnung des Geldwerthes der Waldgrundſtücke vorkommen, behandelt werden müſſen; ſo können wir nun zur Berechnung des Geldwerthes eines ganzen Forſtrevieres übergehen. 8 3 8 Beym Verkaufe der Waldungen kommen felgenbe Hauptfäll vor: I. Das Waldgrundſtück muß entweder immer Wald bleiben, ober II. es kann ſämmtlich Wald oder Wieſe werden, oder III. man kann es nur zum Theil zu Feld oder Wieſe machen, oder IV. es muß immer, oder eine Zeitlang blos Viehweide bleiben. 68 wird daher auch ſeder dieſer Fälle beſonders abgehandelt werden. 1. I.. 4 Von Berechnung des Geldwerthes eines Waldes, der für immer Wald bleiben ſoll oder muß. Soll das Waldgrundſtück ämmer Wald bleiben, ſo muß in jedem Fall der periodiſche Natu⸗ ral⸗Ertrag eines jeden Walddiſtriktes, bis zu ſeiner Haubarkeit, ausgemittelt werden.— Hierauf wird der jetzige Geldwerth einer jeden periodiſchen Natural⸗Benutzung dem Käufer beſonders aufgerechnet und zugleich der Boden, was er nämlich nach dem Abtriebe des jetzt darauf ſtehenden Holzes noch ferner als Waldgrund werth iſt, und was für dieſe Summe jetzt bezahlt werden kann, in Rechnung gebracht, um dadurch den jetzigen Werth des Helzes und Bodens zuſammengenommen, zu beſtimmen. Durch dieſe Rechnung, wenn man ſie nach den zuvor erwahnten Prämiſſen macht, wird der Käufer um ſo mehr ge⸗ winnen, je höhere Zinſen ihm von ſeinem angelegten Capitale bewilligt worden ſind, das ihm nach und nach, ſammt den periodiſch aufgewachſenen Zinſen, durch Holz und Boden wieder zurückbezahlt wird. Ein Beyſpiel wird auch dieſen Fall deutlich machen. Geſett: Es ſolle ein mit Kiefern Heſtandenes Ferſtrevier, von folgender Deſchafenbeit, verkauft n: ees. 1) Die ganze Größe beträgt, nach Abzug der Wege und aller nicht nutzbaren Theile = 4080 Morgen. 2) Der Boden iſt durchaus mittelmäßig. 3) Der Holzbeſtand iſt folgender: Die Ite Claſſe, Uber 30 Jahre alt, enthält 1200 Morgen. Darauf ſtehen jetzt: Zooo Klaffter Bauholz, 20000—— Scheitholz, 3000—— Prügelhelz, Zuſammen 26000 Klafftern. Der Zuwachs an dieſem haubaren Holze beträgt jährlich 2 Procent oder 520 Klafftern. Die IIte Claſſe, 6o bis 80 Jahre alt, enthält 600 Morgen, iſt ſchon zum Ltenmale dußch⸗ forſtet, und wird nach 20 Jahren, alſo in der 2ten Periode, geben: für den Morgen 3 Klaffter Bauholz, 32 Klaffter Scheitholz und 5 gloftte Prügelholz— zuſammen alſo 1800 Klaffter Bauholz, 149200—— Scheitholz, und 3000— Ppraͤgelholz, Zuſammen in der 2ten Periode. 24000 Klafftern. Die IIIte Claſſe, 4o bis 60 Jahre alt, enthält Zo0 Morgen, und wird geben: 1 6⸗ 4 in 2 l * 4 4 iediſt: 1 mittt g. eden.— a giuf enderz rüiat, ch Helles nt 1 ann, kechnung 4 uu Fannen. Dnt d 8 er un buf dden das im i der e jezaht vh der hafinhit, R4 alet— altzhann 9 rauf=n jeht: 4 11☛☚ un ²tmaui 8 14=aschh-* ſter— helz⸗ — eith holz, lhel/ ter⸗ d— tben: 3) In der uten Periode, oder in den nächſten 20 Jahren— wo der Beſtand nach und nach So lahrig wird— an Durchforſtungsholz, pro Morgen 2 Klaffter Prügelholz; 3 zuſammen alſo 1600 Klaffter Prügelholz; 5 b) In der 2zten Periode— wo der Beſtand nach und nach 30 jahrig wird— an Durch⸗. forſtungs⸗ oder Plänterholz, Pro Morgen 2 Klaffter Scheitholz und 2 Klaffter Prtgelhon; folglich 1600 Klaffter Scheitholz und 1600— Präügelholz „7 3200 Klafftern. 8 .*) In der 3ten Periode— wo der Beſtand nach und nach haubar wird— pro Morgen 4 Klaffter Dauheli⸗ 30 Klaffter Scheitholz und 6 Klaffter Prügelholz; folglich 3200 Klaffter Bauholz 1 24000— Scheitholz und 4800—— Prügelholz Zuſammen„* 32000 Klafftern. Zuſammen Die IVte Etaffe, 20 bis 4⁰ Jahre alt, enthält 400 Morgen, und wird geben: a) In der 2ten Periode, an Durchfotſtungsholz, pro Morgen 3 Klaffter Prügelholz; Zuſammen. 1200 Klaffter Prügelholz. b) In der 3ten Periode, desgl. pro Morgen 3 Klaffter Scheit⸗ und 3 Kl. Prügelholz; folglich 1200 Aloffier Scheitholz und 1200—— Prügelholsz Zuſammen„ 2400 Klafftern. e) In der 4ten Periode, an haubarem Holz, Pro Morgen 4 Klaffter Mauhen, 30 Klaffter Scheitholz und 6 Klaffter Prügelholz; folglich. 1600 Klaffter Bauholz 4 12000— Scheitholz und 1200— Prügelholz „Zuſammen 3 16000 Klafftern. Die Vte Claſſe, von 1 bis 20„Jaßren alt, enthält 1000 Morgen, und wird geben: a) In der 3ten Peri ede, an Durchforſtungsholz pro Merzen 3 Klaffter Prügelholz⸗ folglich 3000 Klafftern Prugelholz. ) In er zte n Peri ode, desgl. pro Morgen 5 Klaffter Scheit, und 3 Paſtee Prigalhen⸗ folglich 3090 Klaffter Scheitholz Prügelhols 6005 Klafftern. L ½α☛ und 3009— Zaſammhen. e) In 5) 0) In der 5ten Periode, an haubarem Helze, Ppro Morgen 4 Klaffter Bauhal, 956 Flaffter Scheit⸗ und 8 Klaffter Prügelholz; lalih— 24e Klaffter Vaußel; 36000—— Behennſ, nd S000—— Pruͤgelhols Zuſammen 438000 Klafftern. Die Blsßen, welche alsbald kulejoirt werden koenen, betragen 80 Morgen. 2 Die Holzpreife ſt ſind 8 a) für 1 Klaffter oder 100 Cubik⸗Schuhe Dauheſ 5 f. b) für—— Scheitholz 1 ½ 65 c) füre— Prügelholz 1 Die Reißer aber werden an 8. dazu Berechtigten unentzeldlich bgrheßen. 6) Die Koſten für Aufſicht, Ahminiſtration und zufällige Culturen, betragen 7) jährlich 250° fl., und eine, auf dem Forſtreviere haftende, 5,1148646: an die Communs N. K zu 20 fl. 45 lich angeſchlagen. Was wird nun dieſes Forſtrevier, 2 Anwendung der Aufgeſteäken Grundfätze und Peämiſen jetzt werth ſeyn? Man rechne auf folgende Art: In der Iten Perisde temauen zur Benutzung: 4 „ Aus der ten Claſſe 2) Der gegenwaͤrtige Holzbeſtand, numlich⸗: 5⁰00 Klaffter Bauholz? 2 3 fl. 20000— Scheitholz à 1¾ fl. 30°0oh— Prügelholz à 1 fl. b) Der Zuwachs binnen 20 Söören, nämlich im erſten Jahre 520 Klaffter, alſo dinnen 20 Jahren — 42000 Hl. 10920 520* 21— 9 4 —= 5460 Klafftern * Dieſe ſind, nach Verhäͤltniß des Preißes der gegenwärtigen Beſtandsmaſſe werth....— 8320 fl. Es iſt alſo das haubare Holz mit ſeinem Zuwachſe wetth„ 50820 fl. ) Aus der dritten Ckaffe 1114 4ai n 4 an Durchferſtungsholz 1600 Klaffter rägehots 18le..„ 256oo fl. Zulammen für Zolz i in der Iten Periode 52420 fl. Fernes, uftn Luh 4„ Transport 52420 fl. 6 IA 4 Ferner, 1200 Morgen Baden von der 1ten Claſe des Beſtandes, 3 bal den Morgen zu 11 fl... 3 3 4. 13200 fl. eicrd Sobann 80 Morgen Blöße, nach Abzus der Eutankoſten, den Morgen zu 6 fl........ 40 fl. — Füͤr Holz und Boden zuſammen. 6610o fl. 0 1☛ Hierzu kommen noch die, nach N. 2. im zweyten Abſchnitte dieſes— Anhanges berechneten, Zinſen von 52420 fl. Erlös aus Holz mit 24899 ½ fl. Ueberhaupt allo. 90999 ⁄ fl. Dieſe ſind, zu 6 Procent, jett werth.... 41363 9, fl. lich 1— ben. In der IIten Periode kommen zur Benutzung: lig= uuuna 3 12) Aus der 2ten Claſſe an haubarem Holze 2800 Klaffter Bauholz= 5400 fl. 7 19200—— Scheithelz—= 2880o fl. 37200 fl. nmd AI. iſt u uie 3000— Prügelholz= 30oo fl. 2) Aus der 3ten Claſſe an Durchforſtungsholz ten( fäte und pah 1600 Klaffter Scheitholz=— 2400 fl. A 4 5 12600— Pruügelhelz— 1600 fl.) 4000 ſl 3) Aus der Aten Claſſe desgleichen 1200 Klaffter Prügelhblz.. 1200 fl. 14 füͤr Holz in der 2ten Periode Summa. 42400 fl. Ferner, 600 Morgen Boden aus der 2ten Claſſe,— — à 11 fl...-=„ 6600 fl. fͤr Holz und Boden zuſammen. 9000 f. Sodann kommen noch hinzu, die Zinſen aus. 42400 fl. während der 2ten Periode(vid. 25☛/ N. 2. im zweyten vülch itie dieſes Anhanges) 1 mit 4 4*. 20140 fl. ueberhaupt alſo. 69140 fl. Dieſe ſind, zu 6 ½ Procent, jetzt werrh.. 4 19205 3 4 In der IIFten Periode kommen zur Benutzung: 320 fl. — zf. 2) Aus der 3ten Clafſe, an haubarem Holze 3200 Klaffter Bauholz—= 9600 fl. 24000—— Scheitholz= 36000 fl. 5⁰00 fl. 4900—— Prügelholz=— 4800 fl. hun A a 600 ſl . 4eo b 2) Au¹ — * Transport. 2) Aus der 4ten Elafſe, an Durchforſtungsholz: 1200 Klaffter Scheitholz= 180o fl. 3 1209 Prügelholz— 1200 fl.) 3ooo fl. 3) Aus ker Sten Claſſe, desgleichen 3000 Klaffter Pruügelholz.. 3ooo fl. für Holz in der Zten Periode Summa 56⁄½00 fl. Ferner, 8300 Morgen Boden aus der Iten Claſſe, 2 11 fl..... 3800 fl. 606500 fl. für Holz und Boden zuſammen. 65200 fl. Dazu die während der Iten Periode aus 56400 ſt.. Sel zgeld erwachſenen Zinſen, mit.. 2679o0 fl. Ueberhaupt alſo. 91990 fl. Dieſe ſind, zu 7 Procent, jetzt werth.... 27590 22 fl. In der IVten Periode kommen zur Benutzung: 2) Aus der 4Aten Claſſe, an haubarem Holze 1600 Klaffter Bauholz— 4800 fl. ſ 12000—— Scheithelz= 18000 fl. 25200 ſt. 2400 Prügelholz— 2400 fl. J 2) Aus der 5ten Claſſe, Durchforſtungsholz 3000 Klaffter Scheitholz= 4500 fl. 3000— Prügelholz= 3000 fl. 7500 fl. für Holz in der Aten Periode Summa 32700 f.— Ferner, 400 Morgen Boden aus der Aten Claſſe, ¹ a a1 fl..... 4400 fil. für Holz und Boden zuſammen. 52u 00 fl. Dazu die wäͤhrend der Aten Periode aus 32790 fl. 4 Helzgeld erwachſenden Zinſen, mit 15532 I 3 2 Ueberhaupt alſo„ 52652 ¼ fl. Dieſe ſind, zu 7 ½ Procent, jetzt werth.... 7513 12 fl. In der Vten Periode kommen pur Benutzung: 1) Aus der ö5ten Claffe, an haubarem Holze 4000 Klaffter Bauholz 2200o fl. 36000—— Scheitholz— 54000 fl. — 4 74000 fl. 8000 Prügelholz=— 80oo fl. 6‧ ſich Uä * —— 187 1 Transport 75000„l. Ferner, 1000 Morgen Boden aus der 5ten Wlaſſe⸗ 4 8. u uu fl..... 11000 fl. 1. 3 w für Holz und Boden zuſammen 85000 fl. Dazu die waͤhrend der 5ten Periode aus 74000 fl. Holzgeld erwachſende Zinſen mit.. 35150 fl. 1 .*— 1. Ueberhaupt alſo. 120150 fl. 3 3 8 Dieſe ſind, zu 3 Procent, jetzt werth... 135350 fl. — 8* 7 Der Kaͤufer hat demnach zu bezahlen: 4 3 „ 2²) Für die Nutzung in der aten Periode, und den Boden in der 1ten Claſſe 41363„ fl. 2) Für die Nutzung in der 2ten Periode, und den Boden in der 2ten Claſſe. 19205 f.. 3) Für die Nutzung in der Zten Periode, und den Boden in der 3ten Claſſe. 17690 18 fl. 1 34 me 3 4) Für die Nutzung in der aten Periode, und den Boden in der üten Claſſe 7518 x¼ fl. 141. 5) Für die Nutzung in der 5ten Periode, und den Boden in der 5ten Claſſe 13350 fl. Für Holz und Boden uberhaupt. 1.. 99,123 ½ fl. Weil aber die Koſten für Aufſicht jährlich betragen. 250 fl.. und die unentgeldliche Holzabgabe.—... 20 fl. Zuſammen. 270 fl. So aht ein Capital, das zu 5 Prorcent jahrlich eben ſo viele Zinſen bringt,„. davon ab, mit...„..„ 3 00 fl. Es iſt demnach der Werth des Waldes..„.. 93,728 ½ fl. II. Von der Berechnung des Geldwerthes derjenigen Waldgrundſtücke, die kunftig Feld oder Wieſe werden können und dürfen. Iſt der Geldwerth eines Waldgrundſtückes zu berechnen, das Feld oder Wieſe werden kann oder darf; 4 ſo treten zwey Fälle ein. Entweder enes iſt ein ſolches Grundſtück jetzt von Holz entblößt, oder es. mit 1 74031 1 Holz noch beſtanden. 7* V Im erſten Fall iſt die Beſtimmung des Bedenwerthes, zur Feld und Wieſenbenutzung, die Sache des Landwirthes, welcher den Werth der bisherigen Waldgrundflaͤche nach dem Werthe der Güterſtücke von gleicher Qualität des Bodens in derſelben Lage, auszufprechen hat, und dahe auf die Zoſten, welche die Urbarmachung nothwendig erfordert, Rückſicht nehmen muß.. A'a 2 Im 188—— Im andern Fall aber, wo naͤmlich das Waldgrundſtu ck jetzt noch mit Holz bewachſen iſt, nimmt entweder der Verkaͤufer das Holz vor der Abtretung hinweg— worauf der erſte Fall auch hier eintritt— oder er überläßt das Holz gegen Bezahlung an den Käufer des Grundſtückes. In dieſem Fall wird das Holz mit ſeinem Zuwachſe taxirt, auch die Zeit beſtimmt, binnen welcher es völlig abgetrieben ſeyn kann, und, nach der im zweyten Abſchnitte unter N. IV. gegebenen Anweiſung, ein Capital berechnet, das, einſchl ießlich ihm ſelbſt, nach der beſtimmten Abtriebszeit, dem berechneten Erlöſe aus Holz, und den binnen dieſer Zeit aus dieſem Erlöſe gezogenen Zinſen, gleich iſt. Dieſes Capital und der Werth des Bo⸗ dens zur Zeit, wenn er als Feld oder Wieſe nutzbar wird, beſtimmen den Geldwerth des zum Verfauf⸗ ausgeſetzten Grundſtückes. 1 Sollten auf einer ſolchen Grundfläche nachtheilige oder vortheilhafte Gerechtſamen ruhen; ſo muͤſſen dieſelben zu Geld angeſchlagen, und ein Capital, das dem Werthe dieſer Gerechtſamen gleich kommt, im erſten Falle vom Werth des Grundſtückes abgezogen, im andern Falle aber dem Werthe zugeſetzt werden. Z. B. das Waldgrundſtück ſey 400 Morgen groß. 100 Morgen davon ſollen Wieſe, und 300 Mor⸗ gen ſollen Ackerland werden.—. Der jetzige Holzbeſtand betrage 3000 Klaffter Buchenholz und 400 Klafß⸗ ter Erlenhelz, die binnen vier Jahren verkauft werden können, und woran jetzt jährlich 60 Klaffter Buchen⸗ holz und 4 Klaffter Erlenhelz zuwachſen.— Geſetzt ferner, die Klaffter Buchenholz könne, nach Abzug des Hauerlohnes, zu 3 fl. und die Klaffter Erlenholz zu 2 fl. verkauft werden. Geſetzt auch noch, der Mergen, welcher Wieſe werden kann, erfordere, nach Abzug des Erlöſes aus dem Stockholze, 10 fl. Cultur⸗ koſten, und könne nachher zu 40 fl. angeſchlagen werden; der Morgen, welcher Ackerfeld werden kann, hingegen erfordere 5 fl. Culturkoſten, und ſey nachher 20 fl. werth. Wie hoch kann der jetzige Geldwerth von dieſem Waldgrundſtuͤcke berechnet werden? Man rechne auf folgende Art: 2) Der jetzige Holzbeſtand beträgt: a) Buchenholz.... 3000 Klafftern daran Zuwachs in 4 Jahren 300 60 ½ 5=—= 150 Klafftern Zuſammen=— 3150 Klafftern werth= 9450 fl. b) Erkenhelß.... 400 Klafftern daran Zuwachs 20 4 ✕ 5———. 10 Klafftern Zuſammen— 410 Klaftem werth— Z2o fl. Holzwerth binnen 4 Jahren zuſammen 40270 fl. Dazu die Zinſen von 3 Jahren.... 770 ¾ fl. Helz und Zinſen daraus— Summa— 21040 ¾ fl. auf toit „14 8⁰ 5t hſen 6, rirn heS8 hi antin. JRim Fal wirhd äli triben ſehn iu. fung Eapttal benhn Er, ³ Helz, wi dital Rer Wenh Ge des zun Ne — Rrachſ ruhen, ſ i erech gliich kiun rT⸗ Augrſett wan ſollen iſe, un auh : B'⸗ elz und 4u 1nh 3o Hlfftete achen könne, nait den. ſetzt auch eh im 52 olze, 10 elchet erfeld vahna net on! . 4 Transport. 11040 ½ fl.. 2) 100 Morgen Wieſenboden. Wegen Abzug der Culturkeſten, iſt der Morgen 4 nach 4 Jahren 30 fl. werth... 5000 fl. 3) 300 Morgen Ackerboden. Wegen Abzug der Culturkoſten, iſt der Morgen nach 4 Jahren 15 fl. werth—. 450o fl. Holz und Boden zuſammen. 18540 ¾ fl. Dafür können zu 5 Procent jetzt bezahlt werden... 125630 as fl. 111. Von Berechnung des Geldwerthes eines Waldrevieres, das nur zum Theit Wald bleiben, zum Theil aber Feld und Wieſe werden ſoll. Wenn ein Waldrevier verkauft werden ſoll, das nur zum Theil Wald bleiben, zum Theil aber in Feld oder Wieſe verwandelt werden ſoll; ſo muſſen beyde Theile gehörig getrennt, und jeder beſonders, auf die unter N. I. und II. in dieſem Abſchnitte gelehrte Art, berechnet werden.— Eine beſondere An⸗ leitung für dieſen Fall zu geben, wüͤrde daher Ueberfluß ſeyn. IV. Von Berechnung des Geldwerthes eines Waldgrundſtuͤckes, das entweder fuͤr immer, oder nur eine Zeitlang, als Blöße, zur Viehweide dienen ſoll, oder kann. Wenn ein Grundſtück für immer, nur als Blöße, zur Viehweide dienen kann, ſo muß der jährliche Geldwerth der Weide von einem Sachverſtändigen Landwirthe beſtimmt, un liche Zinſe eines dafür zu bezahlenden Capitals betrachtet werden. Wäre aber eine ſolche Blöße nur auf eine gewiſſe Zeit zur Viehweide beſtimmt, und könnte ſie nachher wieder Wald werden; ſo muß die Nutzung aus der Weide und die Nutzung aus dem künftigen Walde beſonders berechnet, und darnach der Kaufpreiß feſtgeſetzt werden. 1 ttelmäßig guten Boden; könne erſt nach 20 bis dahin zur Viehweide dienen, deren jaͤhr⸗ d dieſer Werth ais die jähr⸗ Geſetzt: der Diſtrikt ſey 100 Morgen groß; habe mi Jahren mit Kiefern in Veſtand gebracht werden, und ſolle licher Werth zu 10 fl. angeſchlagen ſey. Hier rechne man alſo: 4) Die 1 1) Die Viehweide iſt binnen 20 Jahren 200 fl. werth. 5 Dafür können jetzt, zu 5 Procent, bezahlt werden. 100 fl, Deenn dieſe tragen in 2o Jahren an Zinſen.-: 100 fl. dazu das Capital 1Wo0 fi. . Summa Loo0 fl. Nach 20 Sahren iſt der Boden— nach Abzug 5 fl. Culturkoſten— werth 6. Zuſammen alſo— 60o fl. „ Dafür kännen jetzt, zu 6 Procent, bezahlt werden 272 1 fl.— Die 100 Morgen Blöße ſind alſo jetzt werth.. 372 f. . l Dies wird genug ſeyn, um zu zeigen, wie der Werth der zum Verkaufe ausgeſetzten Waldungen und und Waldgrundſtücke berechnet werden muß. Alle möglichen Fälle beſonders abzuhandeln, würde viel zu bhe weit fuͤhren. Es können aber alle nach den aufgeſtellten Grundſätzen behandelt werden. — 8 4 vyre V er zeich n i ß a . der 809 vom Verfaffer diefer Schrift noch weiter herausgegebenen Werke. tu 1 1) Anweiſung zur Holzzucht für Förſter. 7te 2) Anleitung zur Forſt⸗ und Waidmanns⸗Sprache. 3) Beweiß, die Acacie betreffend. 2te Aufl. 4 4). Grundſätze der Forſtdirection. 1803. 2te Auff.* bit 5) Journal für das Forſt⸗, Jagd. und Fiſchereyweſen, vom Jahr 2806, 1807 und 1308. uui 6) Lehrbuch fuͤr Förſter und die es werden wollen. 5te Aufl. 3 ifern 7) Lehrbuch für Jäger und die es werden wollen. 3te Aufl. 8) Phyſicaliſche Verſuche üͤber die Brennbarkeit der Hölzer. 3te Aufl. 9) Kubik⸗ und Potenz⸗Tabellen. 1 10⁰) Feorſt⸗ und Jagd⸗ Archiv ꝛc. für das Jahr 1816 und 1817. 8 3 ach Alle dieſe Schriften kann man in jeder ſoliden Buchhandlung bekommen. n —— Inſtruc ti fäͤr die bey der Forſtvermeſſung 21bekaten Geometer. —— „ — 4/ A⸗ bey der Forſtvermeſſung und Taxation angeſtellten Geometer ſind der Ferſtvermeſſange,.— und Taxations⸗Commiſſion ſubordinirt. Sie müſſen an dieſelhbe berichten, und erhalten ven zaher die nöthigen Reſolutionen und Befehle. aufe r tſetten on a6zah Mln, värden hlt. 2. §. 2. Jeder Forſt⸗Geometer ſoll mit keinem andern, als dem vorgeſchriebenen Normal⸗Maaſe meſſen, wevon man ihm eine vollkommen richtige, vier Decimal⸗Ruthen lange, herrſchaftliche Meßkeete zuſtellen laſſen wird.— Eine ſelche Ruthe, die 16 rheinländiſche Schuhe lans iſt, iſt in 20 Theile oder Decimal⸗ Schuhe eingetheilt, und es ſollen allgemein 260 ſolcher Quadrat⸗Ruthen für einen Morgen gerechnet werden. §. 3. 5 4 Die Meßkette hat der Geometer immer in der vollkommenſten Richtigkeit zu erhalten, und zu dem Ende wenigſtens alle 8 Tage zu unterſuchen, ob ſie mit der an eine Mauer, oder an die Seite eines 4 egin en Vi vollzogener Meſſung aber hat der Geometer dieſe Kette an die Forſtvermeſſungs⸗„Commiſſion wieder abzu⸗ liefern.. 15 4 S. 4.. Es ſoll dem Geometer überlaſſen bleiben, die zur Waldvermeſſung n nöthigen Winkel⸗Inſtrumente — und den fonſt erforderlichen Meß⸗Apparat, nach Gutfinden, zu wählen und anzuſchaffen, weil es ganz Keichgiltig iſt, mit was für Inſtrumenten die Meſſung gemacht wird, wenn ſie nur richtig iſt, wofür der Geometer haften muß.— Damit man aber nicht in die unangenehme Nothwendigkeit geſetzt werde, eine 1 untaugliche Arbeit verwerfen zu müſſen, die vielleicht die Folge oder die Wirkung ſchlechter Inſtrumente iſt; -1,“ . Gebäudes gezeichneten Länge, die dieſe Kette bey ihrer leberlieferung hatte, noch übereinſtimmt. Nachh 192.—— ſo ſoll feber Geometer ſeinen ganzen Meß⸗Apparat, womit er zu speriren gedenkt, der Ferſtvermeſſungs⸗ Commiſſion vorzeigen, und denſelben nicht eher gebrauchen, bis er dazu einen ſchriftlichen Erlaubnißſchein von dieſer Commiſſion ausgewirkt hat. Vor dem Anfange einer Forſtvermeſſung hat ſich der Geometet die Grenze eines jeden Waldes von dem Revierforſtbedienten im Generellen zeigen zu laſſen, und es ſoll ihm die Grenzpermeſſungs⸗ 3 Tabelle B von der Forſtvermeſſungs⸗Commiſſion in Abſchrift zugefertiget werden, um nach derſälben, auch ohne Beyſeyn des Revierforſtbedienten, die Grenzpunkte aufſuchen und aufnehmen zu können. §. 5. Auch hat ſich der Geometer, vor dem Anfange ber Meſſung, unter ſpecieller Leitung des Revier⸗ forſtbedienten, eine ſo vollſtaͤndige Kenntniß von der inneren Beſchaffenheit des Forſtes zu verſchaffen, als ihm möglich iſt. Der Revierforſtbediente ſoll daher gehalten ſeyn, dem Geometer alle nur mögliche Auf⸗ ſchluſſe und Belehrung in Rückſicht aller derjenigen Gegenſtände zu ertheilen, die er nach dem Inhalte dieſer Inſtruction aufnehmen und zeichnen muß. §. 7. Heat ſich nun der Geometer die noͤthige Kenntniß der Grenze und der inneren Beſchaffenheit des Waldes, der gemeſſen werden ſoll, verſchafft; ſo ſoll er darin folgende Gegenſtände genau meſſen und aufzeichnen: 2) Die Umfangslinien des Waldes, mit allen Grenz⸗oder Maalzeichen, als Steinen, Huͤgeln, Gräben, Rainen, Kreuz⸗ und Lochbäumen, Pfählen, Flüſſen, Bächen, oder wie ſonſt die Gegenſtände Namen haben können, die man zur Bezeichnung der Grenzlinien, oder nur zur Bezeichnung der Winkelpunkte in der Grenzlinie, gebraucht oder dazu genommen hat. 2) Soll der Geometer aufnehmen und in die Karte zeichnen: alle auſſerhalb des Waldes auf die Grenzlinie ſtoßenden Grundſtücke, und alle in oder nahe an der Grenzlinie befindliche, merkwürdige, unbewegliche und dauerhafte Gegenſtände, als Felſen, Brunnen oder Quellen ꝛc. . 3) Muß die Grenze eines jeden Jagens, oder eines jeden Walddiſtriktes aufgenemmen und auf die Karte gezeichnet werden.— Sellten aber zwey oder mehrere Walddiſtrikte durch ein eder das andere Unterſcheidungs zeichen bisher nicht beſtimmt von einander getrennt, ſonden gleichſam in einander verwachſen geweſen ſeyn; ſo ſoll ſie der Geometer, nach der Anweiſung des Revierforſtbedienten, ohne weitere Umſtände mit geraden Linien begrenzen, und dieſe an⸗ genommenen Linien im Walde dauerhaft verplöcken.Auf die Special?gamen der klei⸗ neren Plätze in dieſen Diſtrikten aber hat der Geemeter keine Rückſicht zu nehmen. 4) In 3 d74 2 een 1 en ſch 82 en En daubnißte Bren 1 3 ſeden Nahg mdie permeſſun t wert um nach da à auſ n zu üma ſpeci= Lattung dah des s zu verſthfe, ee⸗ me nur mäͤgihl len,* in nah den der Rege.= kt genau un 4f eiche 1ls Steinan n, 1iaden, oder nii der 1s azlinien, at der dur genommenſt 11,. halb das rn Liht ant Gren linie biut 1 ſen⸗ Suun 44 ne* Wahditit kewti von i idet hetrenni, 1 60☛/ nach det Nuit „grenzen, und 1 tha 1= eun Nomauſe 11 0r du nehen — 4 au h 94 4 „ In jeden Diſtrikt hat ber Gesmeter die Figur der darin beſindlichen Berge oder Abhänge ſo deutlich und richtig, als möglich, zu zeichnen oder mit der Feder gefällig zu ſchraffiren, und den General⸗Namen des Diſtriktes, oder, wenn es ein mimerirtes Jagen iſt, die Nummer deſſelben mit römiſch en Zahlen zu ſchreiben. Auf jebem D Diſtrikte ſoll der Geometer durch die im Karten⸗ Schema vorgeſchriebenen Farben die Holzarten bemerken, wemit jeder Theil des D Diſtriktes beſtanden iſt, ohne auf das Alter ober die Güte des Beſtandes Rückſicht zu nehmen.— Der Geometer muß daher die Holz⸗ 6) 7) arten; die gewöhnlich nicht ſcharf abſetzen, ſondern mehr oder weniger tief in einander ge. floſſen daſtehen, mit wenigen geraden Linien zu trennen ſuchen. Dieſe Linien ſollen aber nur ſo breit, daß man viſiren und meſſen kann, aufgehauen, und auf den End⸗ oder Winkelpunkten mit zwey Schuhe langen numerirten Pfählchen bezeichnet werden. Auf der Karte aber ſoll jede Abtheilung mit zarten Tuſchlinien ausgedrückt, und die mit einer be⸗ ſondern Holzart beſtandene Fläche mit der zu ihrer Beleichnung vargeſchtiebenen 3 nats gedeckt werden.. Jeden mit verſchiedens n Holzarten vermiſcht beſtandenen Biſtrits oder dhei des Diſriktes muß der Gesmeter mit der Farbe der dominirenden Holzart anlegen, und ein Stammchen darauf zeichnen, das, der Vorſchrift gemäß, die untergemiſchte Holzart bezeichnet. Wenn Flaͤchen vorkommen, bie ſehr einzeln mit Baumen oder Büſchen bewachſen ſind; ſo iſt eine ſolche Fläche von dem beſſeren Beſtande zu trennen.— Sie muß aber vor der Hand auf der Karte weiß bleiben, und nur ein Stämmchen darauf gezeichnet werden, das die einzeln darauf ſtehende Holzart formularmäßig anzeigt. Jede völlige Blöße muß auf der Karte einen weißen Grund behalten, bis ſie demnächſt mit der Farbe derjenigen Holzart überzegen wird, wemit ſie nach dem Ermeſſen des Tona⸗ tors in Beſtand gebracht werden ſoll. Jede Glöße in den beſtandenen Orten foll der Geometer meſſen und auf die Karte zeichnen, wenn ſie 2zinen halben Morgen groß, oder größer iſt.— Auſſerndem ſoll der Geometer meſſen und zeichnen: 8 an Die Eichenkämpe und Forſtgärten eder wilde Baumſchulen⸗ Die Brüche nach ihrer Verſchiedenheit: Saufänge: Die Waldwieſen und Waldaͤcker: Die Straßen und nsch fahrbausn. Wage, die Aüzn. und Gaselh oder Sßneisen und Fußwege: en Die Felſen und Nouſtemuändes 1 s. B b Thiergärten und 2 26) Die Die Flüſſe, Baͤche und Canale, mit ihren Brücken, Sideain und Wehten: 8 17) Die Seen und Teiche: 13) Die Salz⸗ oder andere Mineral⸗Quellen: 19) Die Gemarkungsgrenzen, Huthungsgrenzen, Beholzungsgrenzen, Jagdgrenzen, Ueher⸗ ſchwemmungsgxenzen ꝛc. 2⁰) Die im Forſte oder nahe dabey gelegenen Städte, Dörfer, Schlöſſer, Höfe, Muhlen, und beſonders bie herrſchaftlichen Forſtwehnungen mit den dazu gehörigen Gaͤrten, Aeckern und Wieſen: 21) Die Hütten und Hämmer: 22) Die Bergwerke und dazu gehörigen Kunſtwerke: 25) Die Salzwerke, Glashütten, Pechhütten, Theeröfen, Kalköfen, Ziegelbrennereyen, Potaſchenſiedereyen, Salpeterwerke ꝛc. 24) Die Schneid⸗ oder Sägemühlen: 25) Die in und an den Flüſſen, Bächen und Canaͤlen befindlichen Floß. Apparate, als Schleu⸗ ßen, Rechen, Wehre, Ausziehplätze ꝛc. und überhaupt alle übrigen Gegenſtäͤnde, welche dem Forſtmanne und dem Jager intereſſant ſeyn können. une dieſe Gegenſtände müſſen ſo genau, als möglich, gemeſſen und kartirt werden. §. 8. Damit aber eine vollkommene Gleichheit der Maasſtäbe, wornach alle Forſtkarten gezeichnet werden ſollen, bewirkt werde; ſo wird man dem Geometer die in Meſſung geſtochenen Maasſtäbe zur Special⸗ Forſtkarte und zur reducirten Forſtkarte mittheilen, nach welchen derſelbe dieſe Karten jedesmal auftragen ſoll, und nach welchen man auch die gezeichneten Karten wird unterſuchen laſſen. Der Maas⸗ ſtab zur Special⸗Forſtkarte enthält 3o, und der Maasſtab zur reducirten Special⸗Forſtkarte enthält 60 Ruthen auf einem rheinländiſchen Duodecimal⸗Zoll. Sollte es aber verordnet werden, eine Oberforſtkarte zu zeichnen; ſo ſind 120 Ruthen auf einen rheinländiſchen Dusdecimal⸗Zoll zu nehmen, alſo der Maasſtab viermal ſo klein zu machen, als der iſt, wornach die Special⸗Forſtkarten aufgetragen werden ſollen. §. 9. Die GForſtkarten ſelbſt hat der Geometer nach dem Schema zu zeichnen, das der zweyten Auflage von G. L. Hartig's Anweiſung zur Taxation und Beſchreibung der Forſte beygefugt iſt. Sollten aber Gegenſtände vorfallen, zu deren Zeichnung in jenem Scheia keine Formulare enthalten ſind; 8.— ſe 3 2 ſm: wr 8 89 unn, Vun 1 „—., 3in, 1 9 18 ſen b 3, Peu 1 den d pparatt, ith le 1— Gegenſtind, wer 6. Fo ten gezeiten nen er ſſtäbe zut d n detf dieſe Fanm nterſ laſſen. Al 7— Ferſtkarte mi t we—= eine Oheijeit! zuas, alſe h uf,——s werden e S r weyten zunne d forſte bne in* Fnulare enthiufi 4. ſt 195 gleibt es dem Geometer überlaſſen, dergleichen ⁰eSenſänd ſo notuheeren und kennbar zu echnen, als es lim Geich ichkeis derſtasret. Vor dem Zeichnen einer Karte e pat der Geometer das vafn nöthige ſrk⸗ und vöͤniig weiße Papier auf feine Leinwand kleben zu laſſen, und noch auſſerdem folgende Stücke zu beobachten: 1) Jede Karte ſoll ſo aufgetragen werden, das Norden oben iſt. Sollte aber Raum ge⸗ wonnen und die Platte kleiner werden können, wenn die Nordlinie etwas ſchief und nicht ſenkrecht auf der Baſis der Karte ſteht; ſo kann von der zuerſt gegebenen Regel a6ge wichen und die Zeichnung nach der Platte etwas gedreht werden. 2) Auf jeder Karte hat ber Geometer die Nordlinie und die Abweichung von der Bahrey Mit⸗ tagslinie ſehr richtig zu zeichnen. 3) Es ſoll auf jeder Karte der dazu gehörige eerjunate Maasſtab und ein oder ganzer Decimal⸗Schuh von der zur Meſſung gebrauchten Kette vollkommen richtig gezeichnet werden. 4) Auf jede Karte iſt das verordnete Schema zur Bezeichnung der Holzarten, des Bo⸗ dens und der periodiſchen Wirthſchaftstheille zu zeichnen, und es iſt, in einer beſondern ganz einfachen Umfaſſung, der Name des Forſtes, die Oberförſterey und Oberforſt⸗ meiſterey, zu der er gehört, und die Größe der darin gelegenen nutzbaren und nicht nutz⸗ baren Waldfläche anzugeben, und jigleich zu bemerken, von wem und wann der Forſt ge⸗ meſſen worden iſt. 5) In ſo ferne mehrere einzelne Walddiſtrikte nahe bey einander liegen, und auf ein Blatt gezeichnet werden können; ſo müſſen ſie in ihrer wahren Lage aufgetragen werden. Sollten die einzelnen, zu einem Forſte gehörigen, Diſtrikte aber ſehr weit auseinander liegen, und in ihrer wahren Lage nicht kartirt werden können, ohne das Kartenblatt ſehr groß zu neh⸗ men; ſo hat der Zeichner jeden Diſtrikt mit einer beſondern Umfaſſung einzuſchließen, den Diſtrikt ſelbſt aber ſo aufzutragen, daß die auf der Karte befindliche Nordlinie für jede ein⸗ zelne Zeichnung genau paßt, folglich ſo wie der Maasſtab gemeinſchaftlich iſt. 6) Zu jeder Special⸗Karte ſoll kein größeres Blatt genommen werden, als 4 Fuß lang und 2 ½ Fuß breit.— Sollte aber die ganze Zeichnung auf eine ſolche Platte nicht gebracht werden können, und noch viel mehr Raum erforderlich ſeyn; ſo iſt die Zeichnung auf eine ſchickliche Art auf mehtere Blätter zu vertheilen. „ Die red ucirten Special⸗ Karten, welche vor die Forſtbeſchreibungen gehunden wer⸗ den, ſollen, wo möglich, nicht hoͤher oder breiter, als der Folioband einer Forſtbeſchreibung Bb 2 ſeyn⸗ ſeyn, weil ſie ſonſt durch das doppelte Zuſammenbiegen bald brechen wuͤrden, da ſie nicht mit Leinwand unterlegt werden ſollen. Neicht aber die beſtimmte Höhe des Blattes nicht zu; ſe ſind entwever Klappen anzubringen, oder es iſt die Zeichnung, nach der Beſtimmung des „ H, hbi Directors der Taxation, auf einige Blätter zu vertheilen. 1 8) Alle Kartenzeichnungen ſollen ſauder, und ſo zierlich, als möglich. gemacht, und die Far⸗ ben nicht grell oder hart, ſondern ſanft aufgetragen werden. Doch muß die Illumination ſo ausfallen, daß die Farben, wenn ſie auch in der Folge etwas erblaſſen ſollten, immer noch beym erſten Ueberblicke deutlich zu unterſcheiden ſind. §. 11. Sebald die Meſſung in einem Forſte geendigt iſt, hat der Geomeket die formularmaͤßig und ſauber gezeichnete Special⸗Karte, ſammt der dazu gehörigen vorläuſigen Holzbeſtands⸗Tabelle C zur Prüfung und zum weitern Gebrauche an die Forſtvermeſſungs⸗Commiſſion abzuliefern, und, wenn die Meſſung und Zeichnung richtig hfundon wird, ſeine Belohlung zu Peartihen. §. 12. Jeder Geometer, welcher zur Meſſung eines Forſtes angeſtellt iſt, hat für die nöthigen Kettenzieher und Gehülfen ſelbſt zu ſorgen, und die erforderlichen Inſtrumente und Schreib⸗ und Zeichen⸗Materialien ſelbſt anzuſchaffen; wogegen ihm für jeden gemeſſenen, kartirten und berechneten Morgen Fläche ſechs 8 Kreuzer bezahlt werden ſollen. Wenn aber einem Geometer eine beſondere Arbeit aufgetragen, oder derſelbe zur Reviſion ſeiner Meſfung mitzugezogen wird; ſo erhäͤlt er täglich 4 fl. 30 kr., und es werden die nothigen Keirenzieher und Gehülfen aus der herrſchaftlichen Caſſe bezahſe * 4§. 13. Derjenige Geometer, welcher einem Taxator beygegeben worden iſt, um die beym Taxations⸗Ge⸗ ſchäfte vorfallenden mathematiſchen Operationen zu machen, wird hierdurch angewieſen, alle Geſchafte, die ihm der Taxator auftrogan wind⸗ wilhg und ſo⸗ Beſchwind und vunkilch, wie auuglic⸗ zu vollziehen. 11 4 Ein ſolcher Geometer erhäͤlt täglich 1 fl. Z0 kr., und iſt erzunden, nach Beſtimmung des Taxators,⸗ Karten i eoiren sde u venjunhen, wenn der Tapator ſeine Huͤlf. zuweſlen niche nö öthig hat. §. 15. zen 72„N ſe 1 Hihe an nicht 4 8„ De* die Jlma. Käi die g n irmäig 9 Holzt Sands, du fon ab em, und, m igen. tflr äithiges ga hreib⸗ Zeichen⸗Hut echnen Rorgen Flt dere i e t aufgetran 11 Skr., un h t. un ä eym Temie angen*r, ale Geſtit ME d, u wlh ach— nnunj tes t m aüchis hat. 141 3 3 1* 4 deüimmun I (' 8 1.— 1§. 15. 3 Die Kekenziee und Gehülfen, welche ein ſolcher. auf Diaͤten arbeiteßden, Geameter atauct. ſo wie auch die erforderlichen Schreib⸗ und Zeichen⸗Materialien, werden aus der herrf ſchaftlichen Kaſſe be⸗ zahlt; die nöthigen Meßinſtrumente hingegen muß der Geometer ſelbſt anſchaffen. 94.K. 195. ns 59 SGoellte aber einem Geometer, der auf die eine oder die andere Art niht beſoldet iſt, aufgetragen werden, Karten zu copiren oder zu verjüngen; ſo muß er alle Seichen, Materjalin und die keinwand ſellſt anſchaffen, und er bekommt: 3— A) An Copiale Gebühren: 1) Für einen Quadrat⸗Zoll der großen Special. Forſtkarte a) mit Bergen.... b) ohne Berge.... 2) Für einen Quadrat⸗Zoll der reducirten Special⸗ Ferſtkant 7 a) mit Bergen.... b) oehne Berge.... 3) Für einen Quadrat⸗Zoll der Obe forſtkarte a) mit Bergen... b) ohne Berge.... 4) Für einen Quadrat⸗Zoll der Provinzial⸗Forſtkarte a) mit Bergen... b) ohne Berge.... B) Verjüngungs⸗Gebühren: 1) Wenn es eine 2106, Special⸗Forſtkarte iſt, fur den Quuzrat Zoll a) mit Bergen... b) ohne Berge.... S 2) Wenn es eine ſchon reducirte Special⸗ Ferſtkarte ii⸗ fuͤr den Auadrat⸗ Zoll a) mit Bergen„*. b) ohne Berge... .— 4 ᷣ 5. 17. Jeder Geometer ſon fuͤr die Rictigkeit ſeiner Meſſungen und Zeichnungen haften, und iſt'erbun, den. jeden gemachten Fehler auf ſeine alleinigen Koſten zu verbeſſern. * §. 18. Sollte aber ein Geometer offenbare Nachläßigkeit ſich zu Schulden kommen laſſen„ oder dieſe In. ſtruction vorſätzlich übertreten; ſo ſoll er nicht allein von der Forſtvermeſſung alsbald ausgeſchloſſen, und der gemachte Fehler auf ſeine Koſten durch einen andern Geometer verbeſſert werden, ſondern man wirh ihn auch noch mit einer Puemeſenen Strafe belegen laſſen. mmen e2n, ede i als ausgeſ ſchleſa va tts ſendemn ue an 6 Inſtruction fuͤr die Aſſiſtenten bey der Forſt⸗Taxation. §. 1. D. Aſſiſtenten bey der Forſt⸗Taxation ſind zanächſ dem Fer. Taxator und Heahen der Ferß⸗ vermeſſungs⸗ und Taxations⸗ Lommiffſien ſubordinirt. §. 2. Jeder Taxations⸗Aſſiſtent ſoll alle Geſchäfte, die man ihm bey der Forſt⸗Taxation übertragen wird, mit möglichſter Genauigkeit und Gewiſſenhaftigkeit vollziehen. Er hat ſich daher den Plan, wornach taxirt werden ſoll, ſe viel, wie möglich, bekannt zu machen, und ſoll ſich ver der Taxation eines jeden Di⸗ ſtriktes oder einer jeden Waldabtheilung ve von dem Taxater genau inſtruiren laſſen. §. 3. Beym Aufzeichnen und Meſſen der Baum Claſſen und beym Schätzen der ſeeren Stellen hat der Taxations⸗Aſſiſtent die nöthige Genauigkeit zu beobachten, ohne dabey allzu ſerupulos zu ſeyn, und das Geſchäfte ohne weſentlichen Vortheil aufzuhalten.— Sollte er aber vermuthen, daß bey einer oder der andern Operation ein Irrthum oder Fehler vorgefallen ſey; ſo hat er es dem Taxator alsbald anzuzeigen: wenn dieſer aber die Sache nicht genau unterſuchen, oder ſelbſt nachläſſig ſeyn ſollte; ſo hat er ſolches dem a Dirsetor der Taxation ohne Aufſchub und Jurckhaltung bekannt zu machen.— 4 §. 4. Der Taxations Aſſiſtent hat den Taxator überhaupt und in allen Stucken, wo er es kann, zu unterſtützen, und ſoll aus allen Kräften dahin wirken, daß das Taxations⸗ Geſchäfte nicht nur mit aller eerforderlichen Genauigkeit, ſondern auch ſo geſchwind, wie möglich, vollzogen werde. „. 9⸗ 3 Wenn der Taxator den Aſſiſtenten keine A rbeit im Walde geben kann; ſo ſollen die Aſſiſtenten dem Taxator entweder bey Berechnung des Holzbeſtandes Hülfe leiſten, oder, nach Anweiſung des Taxators, ſich mit dem Copiren ſchon gemachter Forſtbeſchreibungen oder Kgarten beſchäftigen. Jeder Aſſiſtent ſoll, ſo lange er bey der Forſt⸗Taxation angeſtellt iſt, einen Gulden Dien erhalten. Sollte ſich aber ein ſolcher Aſſiſtent der Unzuverläßigkeit oder Nachläßigkeit ſchuldig machen; ſo ſoll er alsbald von dem Taxations⸗Geſchafte entfernt, und nach Befinden auch noch mit einer ange⸗ meſſenen Strafe belegt werden. 41) 22) 14) §. 6. Die 1n — Die ſeparat gedruckten Tabellen werden folgendermaaſen geheftet: Nachricht fuͤr den Buchbinder. Tabelle C zwiſchen Seite D G H 1 K 1. M GC6 eO G 14 und 15 zum Linksausſchlagen. 40— 41 zum Rechtsausſchlagen. dahin zum Linksausſchlagen. 48 und 49 desgleichen. 62— 63 zum Rechtsausſchlagen. 66— 65 desgleichen. dahin zum Linksausſchlagen. 88 und 839 zum Rechtsausſchlagen. 154— 335 zum Linksausſchlagen. 142— 145 zum Rechtsausſchlagen. 148.— 149 desgleichen. 150— 131 desgleichen. 154— 155 zum Linksausſchlagen. 166— 157 zum Rechtsausſchlagen. ———— dahin zum Linksausſchlagen. Das Karten⸗Schema wird vor den Titel gebunden. nan das ni ing, akae aeeeg eae deeed eee keeee Sauen e Mhax eeekoeeaeee eer Mareeeeeee e Qaök dae- Murene letel — mnnnue eesde— Adun r e, 5frkevkaeie Mnne, aop kaen, A; haueehke= Seeedteiead 2ν 2l Meoke 2 Zee- 6 3——— 8 f S2 2—2⸗ 22=8 33 — 3 66 N =, h. K 2 Sh ſpY, X 1 0: X N —) S 5 . X Vohene 20 Vorſchriff. Zzur Zeichnund der Forft Rarken. Gre n2⸗ zeichen 4 1 1 V au,epe, 2age— nuer mee, V uis Soeene MgnVNnnünnn’n’nARNAA’ Saucgann A⁴œ, 22 222, Saan Bezeichnu 20 der Holzarten — D) Durch Farben CSau S Maeenkaaee Meure Dr eneda——— 22 ☛—— I) Purch Iiduren— dᷣ e ee Tar Seu.d2ne.er n Kfhtg ne b Au A᷑ r Beda eichen um den Boden zu beſchreiben un, n— ren= Kapc s lmea.. a ‿⸗n Lgeren Zu Eeeeaaſ anderer Ces,ienue 9 AAc 22 A e. Senoſten— 42 Mueeeneeer 62& Scheehe— — EIIITTPE FITTPITTETTTITTTIIE 2 1 a b el l e zur ueberſich der eoleruns, der Werk⸗ und Brandholz⸗Conſumtion, der Gebaͤude und des Viehſtandes im Dianenburger Forſtreviere. Aufgenommen im Jahre 1804. 8 Anzahl der Familien und Seelen: Unter vorſtehenden Irnnt befinden 2„Dorſichende Famillen oonfam Anzahl der Gebaͤude jeder Art Viehſtand Namen ren jaͤhrlich b. der Gemeinds 2 4 b Die Handwerker 6 5 ⁸ 8 8 8 5 5 ½ 2 Nindvieh 4 gglieder. 2 8 S ⸗. 2 5. Rohes Holz 2 96 5 5 5 12 8. f. 5 5 E 5 8* 8 ½ 2 8 5 2 5 Ortſchaften. ßeeee b J[[2 AsdIneede eee 38S5ee Ide e8 25 S e ee Staͤdte. † A— V Hubertusburg.. 120 1600 20 6 8¹ 314 1570]% 4 6 3 2 4 21o0 8 2117,— 4 3 ¹350 300 36 586 1020 1406 1— 1 250 100% 5h⁰ 5————— 402— 120„ 4²⁰]% 200 230 220]% 990 Hochbeimn... 58] 10% 2—— 0 5eoAAARRSRERE 21= 3l 5 150 155——— 70% 588 80⁰h0————— 2085— 10 3 1800 190— 170 630 Obernhof 8. 76 4 8— 11 89 5 0%— 8⁰—8——,.-— 1—— 3 3 204 20——— 4 84 v z%————— 261— 30 190 212 280— 204 826 Holzdorf„. 60 15 5—— 80 420 1 1—,— 1——-1117— 5] 0 4] 29 170%)199——— 76 68 104————- 228— 4] 140 220 340% m—— b 240 9²4 Urdorf A. b 80 20 10—1— 110 579 1 2 17———— 1—— 1*1 9 2 51 16 280% 296——— 104 90 150°————— 324— 40 100 500 300—- 190] 930 Neudorf„„. 48 2—— 1 51]/ 260———⸗6— 2— 1——— 1—— 18 3 21 120 1417——— 50 49 60————— 169—— 0 190—— 184 484 Thalheim.. 100 8——— 103 5601 1 1— 1—— Aqéé 1— 6 t 4 g 14bof 364——— 108 102 150— 1——— 2 350%— 356] 150% 510 5— 260 1036 Adlersburg„. 12 1——— 13 70%1—,——————11— 21— 3 5 55. 4 ⁰%——— 13 12 16————— 41— 4 20% 50—— 40 94 Schloß Dianenburg.———— 1 1 8——————6——--——O—— 6 6— 1 1— 1 3——— 64— 12— 4——— 5 Schloß Adlersburg—— 11 1— 2 14———-B===ÜS-— 20 20/— 12-I1 ⸗—A—— 5— 61 8 32 50— 30 126 Schmelzhuͤtten. 18 8. 1 8 8 Die Silberhaͦtte—————---=Z== I=AEB H.3 500— ocl—²—--==nn- Oe Kupferhcs———————NeBNP—- 50 l450 5000— 500————— 21— 3 1— 1————-—— b Die Eiſenhuͤtte AA‚==BA=AA=BA==EReüBSgRgRSReSRSegSRSéSNSSNgSê=—— 2000[2000— 2000————9—— 1— 11— 3 2——ℳ——õ— Haͤmmer. Der Etſenbammer.—---BPBAAAAA=A la e--=--== 4 Der Blechhammer———--—-———BA—— 150 150— 180 0—————— 1 1- S 2————- Muͤhlen. b 8. Die Pochmuͤhle. 4-. 1 6 SSyeSʒSRe 1—— 21 3 42———— 2 11 2————— 4 2 2 2³86—— 6 16 Die Obermuͤhle 1———— 1 8————-——. 14 1 3 4—— 1 1 5———— 5 1. 4 3—— 5] 17 Die Wolfsmuͤhle. 1—— 1 gAgðNRE 1— ¹— 2 3 4— 1 2 118—=ä- 3 3— 6—— 12 21 Die Waldmuͤhle. 1———— 1——— 1— 1 3——— 1 1 2———— 4 1 1— 4—— 8 13 Die Lohmuͤhle. 1———— 1 4—7— S OBS— 2 31— 1—— 1 12 3————— 5 3 22 2 6—— 4! 13 Die Lieſenmuͤhle————————N 121—— 2— 2—-—---—-- Die Pletſchmuͤhle————————ö. 1—— 1— 21——————————— 12 1——————— b Die Kaͤlbermuͤhle—..— 3 b 8 Waſſerkuͤnſte. An der Silbergrube Theodorer:————————————————————— 1— 21-——-—— Zumma 539 a a9 7 5 55 ,32 910 4 3 lrs 9 2 1 1 111 4 82 447 5 469 390322 227°½ 62688 ²0 2 764 563 696 5 2 6 1 1 12040] 19 2536„gſigas 1640 10 1573,6 125 1 FEAIIA e ll 1ll eaas 7 enuu. 2 2 8 3—.* 3 herrſchaftlichen Waldungen im Forſtreviere Dianenburg, unter der Oberfoͤrſterey Namen der Diſtrikt e. Abtheilung General⸗ uͤ b e H o 1 3 b eſtand Hochwald 1 Eichen Buchen Morg. Ruth. Morg. Ruth. Vermiſchte Laubhölzer Nadelholz Morg. Ruty. Morg. Ruth. Vermiſchte Laub und Nadelhölzer Birken Niederwald Erlen Vermiſchte Holzarten Inhalt des 7 Bloͤßen beſtandenen Waldbo⸗ dens Trockne Bruchigte Morg. Ruth. Morg. ARuth. Morg.] Ruth. Morg.] Ruth. Morg. Rnth. Morg.] Ruth. Morg. Ruth. Inhalt des Holzbodens in Summa Vermeſſungs⸗Tabelle r die Schneißen, Wege und Kohlplätze Wieſen Morg. Ruth. Morg.] Ruth. Morg.] Ruth. arter. Morg.] Ruth. —— Hubertusburg in der Oberforſtmeiſterey Trachenfels. Flüſſe und Bäche Seen und Teiche Morg.] Ruth. Morg.] Ruth. Morg. Ruth. Summa der Theile, welche kein Holz pro⸗ duciren Total- Summa der Diſtrikte Morg. Ruth. 99 120— 40————— 40 100— .. * 191 40 — 1.- 30 1.) die Pracht—— 99 120 1-———— 90— 114 192 2.) der Auwald ¹ 33 76 1 *— — 2. 8 5) die Struth 102— 4.) der Diebswald 3.) der Finkenwald 6.) die Sang 7.) der Dianenderg 8.) der Buchenhain⸗ 9.) der Oberwald 240 40 146 140 10.) der Bockskopf 11.) die Graͤben 3 5 12.) der Donnerberg b 292 8⁰ — r13.) der Rehberg 4 Kabellariſche u ueberſicht der eichenholz⸗ Beſtaͤnde im Forſtteviere Dianenburg, unter der Oberfoͤrſterey Hubertusburg, nebſt vorlaufiger Veſiimmung des Virtſhaftplens, der bey der Taxation um Grunde gelegt werden ſoll. 180 4. , I. Claſſe] II. Claſſe III. ClaſſeſIV. Claſſe V. Claͤſſe VI. etaffe 1 Beſondere An. Whfetzſchaftey . IhAe 1. ung des trt aftsplanes über 150 von 120 bis von Ho bis von Ho bisſvon 30 bis von 1 bis Beſchaffenheit dekunen dr Worlzufge Befinm* nd des Forſtes, Jahre, alſo 150 Jahren, 120 Jahren, 90 Jahren, 60 Jahren, 30 Jahren, B eſch affenheit des Holzbeſtandes. des Voden⸗ 4 det eſten ſpe⸗ wornach der Eichenbeſta in der ꝛten alſo in der alſo in derſalſo in deralſo in derſalſo in derr riellen Forſtbe. taxirt werden ſoll. Periode aten Periode 5ten Periodeſaten Periode 5ten Periode öten Periobe ſichtigung. haubar. haubar. haubar. haubar. haubar. haubar. [Mas. Ann Rorg. Ruth. Wors. Rurd. Na. Ratse Warg. Rut, Rorg.Nüth. 1) de Auwal--==——— 76 8 ichendeſend von 20 bis Zo Jahren Ein a dheil davon Mittelmäßig..——— Die alten Eichen müſſen dimnächſt Wo Gan. b 1 b hat Horſtweiſe deygemiſchte Birken, und iſt ſenſt ſehr vollkom⸗ 3 der junge Beſtand ader zur Verüngung in der 6ten Peni men. Der andere Theil aber iſt nach Verhältniß ſeines Alters deſtimmt werden. ſehr unvollkommen und mit einzelnen Buchen und Hainbuchen vermiſcht.— Auch ſtehen noch mehrere abſtändige Eichen auff dieſer Abtheilung zerſtreut⸗ der Diſtrikte. 2 Abtheilung. 2.) die Struth— 4*—= 2= Eichen don 2 bis 26 Jahren. Der angeſäete Theil ſteht Gut.— 5 Die alten ab⸗ und überſtändign Eichen ſind baldmöglich zu 3 ganz vollkommen, und iſt von allen alten Bäumen befreyet— benntzen— die mitkelwächſigen àba uberzuhalten. der durch natürliche Beſaamung entſtandene Beſtand hingegen 3 Da der Boden bier aut iſt⸗ um voradſichtlich in den erſten iſt nicht allerwärts vontomtnen, unsg in thm frehen ued noch 1 Perioden der 2ten Umtriebszeit im Eichenwalde die nöthige Menge mehrere iheils abſtändige, theils uberſtändige, theuls mittel⸗ ſven Bauholz nicht erfolgen kann, wenn alle jetzt ſchon wächſige Eichnn. jeriſtirenden Eichenbeſtäände zur Benutzung in — 5* der erſten Umtriebszeit betimmt werden; ſo ſoll 4 die Hauptbenutzung, oder der Abtiieb, für die 2te Umtriebs⸗ zeit, alſo für die 7te Periode, aifgeſpart werden. — Eichenbeſtand don S0 bis 60 Jahren mit beygemiſchten— Abtrieb in der 5ten Periode. Hörſten von 20 dis 30 Jahren. Lesztere ſind Unzoltmman,— 8 erſtere aber dollkommen⸗ N Eichen von 116 bis 120 Jahren— nicht ganz geſchloſſen— Sehr mittel⸗] Dieſer Beſtand Abtrieb in der 2ten Periade, 2 1 3 einige eben ſo alte Buchen ſind untergemiſcht, und Haſelgebuſch mäͤßig · kann mit Vor⸗ iſt Unterwuchs. ö theil nur 140⸗ 1 4 bis 150 jährig werden. ö MAr ee “—— „LVL ö““ 3 ö“ —.— —— ö“ — 7 3* 3 7— ³ 2 — Ae e dssg.. keeeremwar Mue Tabellariſche ueberſicht der Buchen⸗ Beſtaͤnde im Forſtreviere Dinnenburg, unter der Oberfoͤrſterey Hubertusburg, nebſt vorlaͤufiger eſimmns des Wirthſchaftsplanes„ der bey der Taratin zum Grunde gelegt werden ſoll. 1804. I. Claſſe u. Claſſe el ctateſre Claſſe über 9o von 60 bis von 30 bis von 1 bis Jahre, alſo 90 Jahren, 60 Jahren, 30 Jahren, in der 1ten alſo in ber ſalſo in der alſo in der Periode aten Periode 3ten Periode4ten Periode haubar. haubar. haubar. Valzufige Beſtimmung des Wirrhſchaftsplanes, wornach der Buchenbeſtand des Forſtes taxirt werden ſoll. Namen — Beſondere Anmerkungen bey der erſten ſpeciellen Forſtbeſichtigung. Beſcheffenheit der des Vodens. Beſchaffenheit des Holzbeſtandes. Diſtrikte. haubar. 3 32—Abtheilung⸗ Morg. Ruth. 2—— N— Morg.] Ruth. Morg.] Ruth. Morg.] Ruth. . 2 114 120°——— Buchen von 80 bis 9e Jahren mit eben ſo alten und ganz Gut Wenn die erſte Claſſe nicht Holz ge⸗ Weil zu wenig eigentlich haubares Holz oder Holz der I. alten abſtändigen Eichen dermiſcht. Der Beſtand iſt größten nug hat, ſo kann dieſe Abtheilung Claſſe da iſt, ſo ſoll dieſer Beſtand gegen den Schluß der erſten Cheils nicht vollkommen. Auf der Seite nach der Struth hin zum Abtriebe in der erſten Periode Periode abgetrieben oder verjüngt werden. Die ganz alten Dey Auwald X Die Sang Der Dianenberg Der Buchenhain Der Oberwald Der Bockskopf Die Graͤben. Suumma kelſchlage, theils noch nicht angehauen. noch keine Beſaamung, und der Unanyehouene Ort hat vieles Piſt er am volſſtaͤndigſten und noch nicht durchpläntert. Ueherall undollkommener Buchenbeſtand von 50 bis 60 Jah⸗ Buchen auf dieſer Abtheilung. und es ſind zwiſchen den Hörſten beträchtlich viele, aber keine ſehr große Blößen. 120⸗ und 180 jährige Eichen.— Buchenbeſtand von 20 Jahren, der größten Theils ſehr dollkommen und mit eben ſo alten Eichen vermiſcht iſt. Buchenbeſtand vdn bis 20 Jahren mit eben ſo alten und mit mittelwächſigen und überſtändigen Eichen vermiſcht. Auf einem Theile ſteht der alle Buchendeſtand noch im Licht- und Abtriebsſchlage. 4 men, und wird ohne Zweifel ganz vollkommen werden, wenn auf einigen Stellen nur noch etwas natürliche oder kunſtliche Beſaamung erfolgt. Buchendeſtand don 120 bis 160 Jahren. Theils im Dun⸗ Der Dunkelſchlag hat unterdrücktes Holz. Buchenbeſtand von 90 Jahren— ſchon durhpläntert, hber etwas zu ſtark angegriffen. ren. Es ſind eben ſo alte Eichen, theils einzeln untergemiſcht, theils Horſtweiſe beygemiſcht. Auch ſtehen viele, theils mittel⸗ wäͤchſige, theils uberſtändige Eichen und auch noch mehrere alte Buchenbeſtand von 50 bis 60 Jahren mit eben ſo alten Eichen vermiſcht. Der Beſtand iſt nur Horſtweiſe vollkommen, Auch ſtehen auf dieſer Abtheuung mehrere V Der junge Beſtand iſt ſchon jetzt grö ten Theils vollkom⸗ Die eine Hälfte hat guten?, und die an⸗ dere Hälfte hat mittelmäßigen Boden. Gut. mittelmäßigen Boden. Gut. Ueberall ſehr gut. Ohngefäh! 3 haben guten und ſehr beſtimmt werden. Wegen ſeiner Unvollkommenheit darf dieſer Buchenbeſtand nicht 120 Jahre galt werden. Wegen ſeiner Unvollkommenheit darf auch dieſer Buchenbeſtand nicht 120— Jahre alt werden. Zwiſchen der Dickung liegen bloße Plätze, deren Geöße der Taxator unterſuchen muß. Könnte bis in die 2te Periode übergehalten werden. zur Benutzung in der 2ten Perihde. (Eichen hingegen werden bis zur Haubarkeit des jetzt jungen Eichen ſind alsdann ebenfalls zu benutzen— von den ſchön ge⸗ wachſenen, jetzt 30⸗ bis 9o jährigen Eichen aber ſind ſo viele Stämme, als möglich, überzuhalten. Dieſer Beſtand iſt in der 2ten Periode abzutreiben. Die alten Eichen und Buchen ſind alsdann erſt zu benutzen— von den jetzt bo jährigen Eichen hingegen ſind die ſchönſten überzu⸗ Thalten. Desgleichen— die ganz alten Eichen aber ſind in der aten Periode zu benutzen.— Dieſer Beſtand iſt in der 3ten Periode abzutreiben. Als⸗ dann ſollen 4 der ſconſten Eichen pro Morgen übergehalten werden. Die alten Buchen und die Üßerſtändigen Eichen kommen Die mitrelwächſigen Waldes übergehalten. Von den jetzt jungen Eichen ſollen als⸗ dann 4 Stück pro Morgen fetner übergehalten werden. 1 4— Abtrieb in der aten Periode. Sobald es möglich iſt, muß der noch unangehauene Theil von unterdrücktem Bolze defeshe werden. Abtrieh in der ꝛten Periode. (2.) Tabellariſche ueberſicht der Nadelholz⸗ Beſtaͤnde im Forſtreviere Dianenburg, unter der Oberfoͤrſterey Hubertusburg, nebſt vorläufiger Beſtimmung des Virthſchaftsplanes, der bey der Taxation zum Grunde gelegt werden ſoll. 1804. I. Claſſe II. Claſſe III. Claſſe TV. Claſſe, Nam e n über go von 60 bis von 30 bis von 1 bis. 4 3 1 V 4; 1 orlaͤufige Beſtimmung des Wirthſchaftsplanes, 1— Jahre, alſo 90 Jahren, 60 Jahren, 30 Jahren,. andes Bieſchaffenheit Beſondere Anmerkungen bey der der in der aten ſalſo in der alſo in deralſo in der Beſhaffenheir des Bolzbeſtandes. des Bodens. erſten ſpectellen Forſtbeſichtigung. wornach der Madelholzbeſtand des Jorſtes D 1 ſt r i 3 t e. 5 Periode aten Periode 3ten Periode Aten Periode— 4 azu werden ſoll. 58 haubar. haubar. haubar. haubar.* N. Morg. Ruth. Morg. Ruth. Morg. Rutb. Morg. Ruty. 1 5 2 4. 8 4&.☛ 4—— 24 1.) der Buchenhain Fichtenbeſtand von 90 bis 120 Jahren. Ohngefähr die Gut.————— Abtrieb und Verjüngung in der ꝛten Periode. . Hälfte von dieſem Diſtrikte hat vormals ſtarke Lücken erhalten,, worauf jetzt Zojähriges Holz ſteht, das aber nicht vollkommen geſchloſſen iſt.— Der andere Theil iſt neuerlich durch den Wind⸗ ſturm beſchaͤdigt und an einigen Stellen ſehr gelichtet worden. 85„.— —*. 3.— 8 6„ 1—— 49 120———— Fichten von 70 Jahren, die durch den Frevel ſehr geüütten Mittelmäßig.—————— Abtrieb in der 2ten Periode. haben. 5 2.) der Finkenwald— 4 2———— 27 120—— FFichten von 36 Jahren, die zum Theil ſchon durchplän⸗ Gut.-—-——— Abtrieh in der 2ten Periude. tert, aber zu ſchwach angegriffen ſind. Der Beſtand iſt ſehr* vollkommen. 3 ſ———— 36, 120—— Unvollkommener Fichtenbeſtand von 50 Jahren— mit 3 Mittelmäßig⸗—-————— Abtrieb in der 2ten Periode. mehreren Blößen. 1 3.) der Diebswald 4 24 2————— 1— 63 120 Vollkommener Fichtenbeſtand von 20 Jahren mit Birken Gut.—————— Abtrieb in der 3ten Periode. vermiſcht. 4.) die Pracht——————-— 99 120% Fichten von 4 bis 10 Jahren, die größten Theils vollkom⸗ 3 Gut.—————— Abtrieb in der Aten Periode. men gedrungen ſtehen. 4 3—.— Summa N nmnirenr geſ E 3 Der Aur Der Die Der Bu Der Obe Sopecial⸗Tahelile 27 uͤber den veriodiſchen Holzertkag d der berrſchaft üben Eichen- Hochwaldungen im Forſtreviere Dianenburg⸗. unter der dberförferey dubertuburg, welcht binnen 180 Jahren einmal voͤllig abgetrieben oder verjüngt werden ſollen. Verfertigt im Jahre 1 304.— — R. ½ Verſcledenheit des Holzbeſtandes.. Periodiſcher Holzertrag. amen——————————— „ Elaſſe ſil. Claffe III. ClaffeIV. Claſſe V. Claff“ vI. Staſſe xxIn Perede Perfode Iv. Periode. Yeriod VI. Prriade 0 über 150 von 130 bis von 120 bis von 90 bis von 60 bis von 30 bis Lunma den 1694— von 1854 bis 33604. von a64 bis 4894. von 1894 bis 1924. von 1924 bis 296e on 1954 bis. 1984 D i ſt rik t e.= Jahre. 120 Jahren. 90 Jahren. 60 Jahren. 30 Jahren. 1 Jahr. Alafftein WBel⸗ Klafftern Wat Klafftern Wel⸗ Klafftern en Klafftern 1 Wel⸗ Klafftern Wel⸗ — S en— len. len len i len 8 len 3 Wan⸗aih. Merg. Nas5, Masse Hanh. ior. Rand Morg. Ruth. Na.ſunt Morg.] Nuth. 8 Bau⸗ ſ2n feien 100 Bau⸗ Scheit Prügel] 100 Bau⸗ Schiit prügelſ 100 Bau⸗ Scheit eine des Bau⸗ ſSedäe 8s Bau⸗ ſehdelba 100 33————————— n— 1 1 2ue enn holz 1 holz olz 1.) Dominirende 8*.— Eichenbeſtaͤnde. Der Auwald D II„6 b-— 1 1 2 17 30 76 2] 55 ⅞ 14 5½—— 25 100 ¾—— 556 69— 575 1 153 76 7 184 570 ¾ 76 ½ 61[2131,6884 918 575 ¾ /s 5 1 3 8* 8 4 2. 3— 2— 8 4. 1... 8 Die Struth———————— 1— 102 102 83˙151 443 15 ½— b— 1863 124—— 9223( 9²G„9½ 1084 ½ 2212 143 ½ 468 933 194 4 582 69⸗ 12916 2 3———————— 44 80—— 44 1—— 109 3 Bh—— 33 35— 395 75 49 195 38) 30 68 12550 42 1 362 35¹ ½—..—— 8 3 3——— g. i 20 45b————— 20—— 400 126—————— 201 10————— Die Sag*x+ 2 4 135 40—————————— 13 X 3 135 80—————————— 13 ) Unter domi⸗ A nirende Buchen geſprengte Z Eichen. 1 3 Der Auwald 1————-——————-——— Der Dianenberg—————————————— . 8 Der Buchenhain— 5 1——— 1—1—————— Der Oberwald-—=-——————. 5. 8 4 0,=0—— 8 4 3———.—— 4 251 369[216 n 6 3äs g38 587 198 557 1637 298 742 2210 892 405 5242 2074 909 620 7545 1403 1692 1089 gemiſe Buch ie Sang (DPp.) Speeial Tabelle Jber den periodiſchen Holzertrag der herrſchaftlichen Buchen⸗Hochwaldungen im Forſtreviere Dianenburg, unter der Oberförſterey Hubertusburg. b welche binnen 120 Jahren einmal vollig abgetrieben oder verjüngt werden ſollen. Verfertigt im Jahre 1 804. etſchiedendeit, de s b4beNanb22. Periodiſcher Holzertrag.. Namen der Diſtrikte. Abtheilung der Diſtrikte. I. Claſſe älter als 90 Jahre. Moeg. Ruth. II. Claſſe V von 90 bis 60 Jahren. III. Claſſe von 60 bis 30 Jahren. IV. Claſſe von 3o bis 1 Jahr. „ Summa . I. Periode 1 von 2804 bis 1834. II. Periode von 183 bis 1864. III. Periode von 1864 bis 2894. IV. Periode von 1894 bis 1924. Klafftern f Wellen Klafftern Wellen Klafftern Wellen Klafftern Morg. Ruth. Morg. Ruth. Morg. Auth. Morg. Rutd. Scheit 1— Scheit Prügel 100 echet Prügel 100 Wellen 1.) Dominirende Buchenbeſtaͤnde. er Auwald Sang der Dianenberg e Buchenhain 4 Der Oberw ald b 99 Voskopf 5 Graͤben 2.) gemiſchte Buchen. De Sang AS Unter Eichen Scheit Prügel 100 1681 1262 ½ 318 V utg/ u 1 ſerden ſe diſch ode „OH4. Speciale⸗Tabelle den periodiſchen Holzertrag der herrſchatichen Nadelholz⸗ Waldungen im Forſtreviere Dianenburg, unter der Obefurfer Hubertusburg, welche binnen 120 Jahren einmal vollig abgetrieben oder verjüngt werden ſollen. Verfertigt im Jahre 1 804. Periodiſcher Holzertrag. Namen der Diſtrikte. Abtheilung der Diſtrikte. I. Claſſe älter als 90 Jahre. II. Claſſe von 90 bis 60 Jahren. von 60 bis 30 Jahren. III. Claſſe IV. Claſſe von 30 bis à Jahr. Verſchiedenheit des Holzbeſtandes. I. Periode von a80 bis 1834. II. Periode von 1834 bis 2864. III. Periode von 1864 bis 1894. IV. Periode von 1894 bis 1924. Klafftern Wellen Klafftern Wellen Klafftern Wellen Klafftern Wellen Morg. Ruth. Morg. Ruth. Morg. Ruth. Morg. Ruth. Morg. Ruth. — 2 Bauholz Scheit Prügel Bauholz aget Prügel 100 Danßoa Scheit Prügel 100 Bauholz Swpeit Prügel— 1.) Dominirende Fichtenbeſtaͤnde. Die Pracht 1000 Der Diebswald Der Finkenwald Der Buchenhain 1600]ʃ 1546 Summa Namen der Diſtrikke. — 8 Derigiedenhen der Denander. Special Slaceerhelung und Groͤße der Schlaͤge. 2 olgerrrog in der 1. Umtriebs Der Donnerberg Der Rehberg & 1 4 Tabelle uͤber den periodiſchen und zahrlichen Holzertrag der herrſchaftlichen Niederwaldungen im D . 2 i h enthilt del. Tadell das Niesiſte über die i nt) una dieſer iderwaldunden in 35 Schli ge, die lichen n Ertw liefern/ ua ld ſi dleiafbrni beſtanden 5 werden. zeit polzertrag in der II. Umtriebszeit Holeotrag in der III. Umtriebszeit (FF.) Dianenburger Forſte, unter der Oberförſterey Hubertusburg. Solertras in der 1V. Umtriebszeit 112 112 I112 112 ru 28 112 784196 784 5104 305 3360 5 2* 8 5— . Ealſs II. ClaſſeſIII. Claſſe S— 2Duter Mittel Schlechter buu 2 von 5 don bon E Dan von 30 is von 8 p; umma 8. umma 3 btriel 8⸗ 3. 4. 4 3: 3 4„. 2 ⸗.* 10 bis von 10 5i0 Boden. Beden. Boden. ma Abtriebs.—.g0z bis 1855. Abtriebs.*[1334 bis 1863. Abtriebs.* 1364 bis 1393. Ihtribs.* 394 bis 1925. S 20 Jahren. 10 Jahren. 1 Jahr. 3 9 d Zeit. 3 Zeit. d Zeit 5 Zeit. 5 . 8— 1 4 8 8 48 A Pruge⸗ Weler— A prügel⸗ Wellen B A Prügel⸗ Wellen 6G Prügel⸗ Wellen — Nro. 4 gutn. Morg. Rüth. Morg. Ruͤth. Morg. Ruth. 8 Nro. W.ra. Rath. Morg. Ruth. Morg. Ruth. Sr. Ruth. 8 3 Jahr 2— Kiaffter 100 Jahr Lriſhere 190, Jahr Klaffter 100 Jahr Klaffter 100 ————————-——.———— 3——-— 1803 60 ½ 15 1854 112 28 1864 112 28 1894) 1121 258 „.*„ 1 1 2„ 80—— 2— 80 ½ 18⁰⁵ 64 ½ 16 1835 112 28 ½ 1865 112 281 1895 112 28 ¾ 5 6——— 4— 10!— 3 18⁰6 68 ½◻ 17 1836 112 29 1866 112 29 1895 112 29 4.. 3 3 4 686—— 41— 10%— 1807 v 2 ½ 18 1837 1121 29 1867 1121 29 1897 1121 29 3 n—. 2 0△. 1 3. 2 3 56 6—— 80 3 45 9 125 1808 76 ½ 19 ½ 183 1121 28 ½ 1868 112 28 ½3 1898. 112]1 28 ¾ 1 4 83— 2 1—.—. 8—. 5 2... 8 8 6 90—— 64 5 1: ½ʃ— 3— 10% 1 180917¹ 3818 20½ 1839 91 112 28 ⅓ 1869 41 112 283:89 1 112 28 8 4 S 4„8 4 1 2 0 4 H„ 9„81 6„1— 8 281 b 7 4 62 4— 1 80 9 142½ 1810 87 ¾⅜% 22 1340 112 28 1870 112 28 ½ 1900 112 8 ½ 5151— 8— 4 21— 55 9 56 1811 923 ß22¾ 1841 112 28 ½% ¹91871 112 28 4 1901 1¹²⁷ 28 b 93 4 1812 96 ½ 244 91842 112 28 1872 I 281902 112 28 701 17421 1008 † 256 1008 256 ¾ 100 V 29173 15 ˖ 4 2.. 5 0** 62 1815₰ 62 154 1845 112 28 1873 1 112 28 19⁰5 112 28 V 4„ 8 201 V 1 1314 6 15³ 1844 112 29 1874 112 G 29 ½ 19⁰4 112 29 ¾ . 1e 8 6 1641 184: 112! 30 1875 112 30 1905 112 50 — 224—— 61—— 1— 1310 69 17 ½ 1846 112 29 1876 1 12 29 ½ 196 1¹⁴2 29 ¾ V— 1817 75 18 1847 112 29 ½ 1877 112]0 29¹ ꝑ1907 1121 29 1313 76 19 1848 112 29 ½4 1878 11³2 29 1998 112 29 .. 2*———————— b 1⁰²½ . † b„ 2— 1819 7†2 44 11½ 1849 2 80 22² 1879 72 112 30 19⁰9 92 112 30 22. 7 1320 47 ¾ 12 1850 80% 21 ¾ 880 112 29 ½ 1910 †& 112 29. 18²21 5 ¾ 12 ¾ 1851 80% 21 ¾ 1881 1121 29 ¾ 19¹4 1121 29 ½ 1822 52½ʃ 15 ½ 1852 80 21 ½ 1882 112 29 ½ 1912 112 29 ½ 1325»— 56 14 1855‧ 80% 21½ y1883 1121 23 ½ 1915 112 28 ⅔ 1824 4 5— 2 1825 59 ½7 15 1855 80 22 1885 112 30 1915. 112 30 G 1520 6² 15 ½ 1856 80 23 1886 112 29 ¾ 1916 412 29 —————————— 196 —— 5560 8653 1 .(G G.) uͤber den Holzertrag der berrſchaftlicen Gene r a l ⸗ Tabelle b 4oe un Maermanunen Dianenburger Forſtreviere, unter der Oberförſterey bubersburg zc. Auf 120 und reſi reſpective auf 180 Jahre voraus berechnet, welche mit 1804 ihren Anfang nehmen Holzertra eir g9. der H ochwald— 9 6 n. Holzertrag der Niederwaldungen. Summarum Holzertrag der 2 Eichen 8 4 Jährli— ade ho 5. 4 9 G Jährlicher Ertrag. Jährlicher Ertrag— Birkenholz. Erlenholz. Gemiſchtes Holz Jaͤhrlicher Ertrag 3 d ⸗..* * Klafftern Jährlicher Ertra Sn e hes;— ein l Wellen Klaffter 3— 9. Jährlicher Ertrag. Jährli.3 el—— Be ſe Ser ſ=Fig des Su an. Wellen— Faffrern— g. Jährlicher Ertrag. Jährlicher Ertrag. Bauholz. Brandholz. l prügel 100 Baubolz Pp Klaffter/ Wellen Klaffter! Wellen Klaffter Wellen Eich F 1 Peüac rügel 1oo prügel l. 100 Prü n. ehe Klafſtern Wellen V. Periode. 1— rügel 190 Cub. Sch. ſEub. Sch.] Scheit Prügel ſ 00 von 1804 bis 1834— 8¹1. 36 12 ₰G 7 32„ 468,3 1362* 11 1 38 35 773 99723 4530 ß43 2 4. 40345 1 II. Periode 1 von 1854 bis 1864„ 4 bis 1864— 20 ½ h12,% 3138 1225„ .3 36 12 3 86 42 233 181,1 9114 1*1 3 30 36 53 5115 8424 24 III. Periode 7 von 1864 bis 1894 4 bis 94.— 6 ⅔ ⁹ 173½ 56 Q 92½ 26717 1 39, 30)66 3 16123] 10223 FV. Periode 1 38 bon 1894 bis 1924— 34 22— 43 7328 292 15175„ 3 946 13 ½)29428 16535 66 ½ 14678 18528 — 5 3 7918 d NB.) Weil die Buchen⸗ und Nadelholzbe⸗ G ſtände in dieſem Forſte und im ganzen 41 Lande dominiren; ſo wird die Taxation zu Anfang der 5ten Periode wieder⸗—. holt, und folglich alles Eichenholz, hatpesn in der 5ten und 6ten Periode zur Benutzung kömmt, alsdann noch⸗ einmal taxirt werden. Es wird⸗ daher der Eichenbau⸗ holz⸗Ertrag dieſer Perioden hier 8 blos zur lu⸗berſicht angeflährt... V. Periode von 1924 bis 1954— 105,%—... VI. Periode von 1954 bis 1984 ... 2 3 Namen der Diſtrikte und Ab⸗ theilungen, worinn waͤh⸗ rend der 3ten Periode operirt wird, und von welchen jähr⸗ lich diejenigen auszuwählen ſind, worinn die Hauung am nützlichſten oder nöthig⸗ ſten iſt. Nro. der Abtheilung. nTabella riſcher Wirthſchaf uͤber die herrſchaftlihen Waldungen im Dianenburger Forſte, unter der armnes Hubertusburg. - Die III. Periode von 1364 bis 1893 betreffend. Hauungs⸗Plan. Eichenholz. —— Srdedeir b Nadelholz. Birkenhole Exlenholz. Gemiſchtes Holz. Es ſollen jährlich geſchlagen werden 6 ½3 3 Kläfte Bauholz Scheithotz —— Prügelholz auf folgende Art: Die Prache„.———— 2— 3 21 4 1 4— en—— Der Auwald. —. 2] Durchplänterung im Hojährigen Alter. Die Struth..— Durchplänterung im Hojährigen Der Diebswald 3 ⸗—— Ar er Der Finkenwald. 4— —„ 4 * Der Buchenhain. — Der Oberwald —. £ Der Bockskoyf 5 .£ Die Graͤben. Der Donnerberg⸗ Der Rehberg 1 —. . 1———— —— 4* 1 1————— 3. 4 8 Ee 2———— Alter. 1 Durchplänterung Horſte. der Eichen⸗ Alter. Durchplänterung im 60fährigen Alter. 1 Alter. es ſollen jährlich geſ ſhlagen werden! Es ſollen jährlich geſchlagen werden:Es ſollen jaͤhrlich zeſchlagen werden: neſer ſollen jährlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: 122 Klaffter Pegeihss 4 — — womah d Cultur der Blößen; 1. e. Die plan, zu beſorgen iſt. generell vorgeſchriebene 6 Durchſprengung aller Schläge im Laubholze mit Eicheln iſt Durchplänterung im igoſährigen Durchplänterung im nihgen Durchplänterung Alter⸗ Durbolämteeuns Alter. Durchplänterung Alter. im Hojährigen im 60jährigen im 60jährigen 4 7*— ——— n— * 4 ⸗ 8 4 1 8 5 3 4 4 8 * 8 * 8 — ————————— Es wird nach der Nummerfolge jährlich ein Schlag abgeholzt. 6. 267 1 ½ Klaffter Scheitholz 66 39 Klaffter Bauholz V 215 36— Prügelholz 161 34—— Scheitholz A hierunter nicht begriffen⸗ 3 102 23—— Prügelholz Ae’ 4... folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art:. auf folgende Art? auf folgende—— 2 3 1 8 5.„ 7 9. 3 4 4——„ ₰——— 7 9 8— ———— Durchplänterung im 9oſäͤhrigen——————— Alter. 4 9 3 . 1* 2————— Durchplänterung im 6oſährigen—— ss 13. 85 Alter. ————— 9e 6——— 4—,——— 6’ — 1 1*— 19ne————— —————— 4———— 5.———————— 1 8— 4 3 4—— ———— Durchplänterung im 30 bis 40%——— he 4* jährigen Alter.... ———— Zuerſt eine Drchylänterung, nach⸗————————— 5 her Abtrieb. ——— ,— Durchplänterung im ojaͤhrigen———————. 1. Alter. 1 3 1 7 ———— Durchpläͤnterung im 30 bis 40³—————— †.. 1 ſährigen Alter. 4— 5 8 3——.——*—— 3 6—— 1—— 4—— 4 —————————— 8— 3 . 1 4 2 8 4 4 4 4————— 5— 5—— 1— 4———— ————+-———————— 1— 5 3 4 — 4 4 4 84 4 1 ¹ 5*4 . 4 8 42—„— ,— b———————— 4 3 8 5 5 4 8— —. 2 1—..— 8 1—. 4 1——— 3 5 1„ 937† 3 ———— Durchplänterung im 6ojährigen————————————6 . 3 Alter. 3 8 4 1 1¹ 8 9 4 4 “ 8.“ 4 4 9 7 5 8 3 n jedem Schlage allenfalls nöͤ⸗ e Cultur wird beſorgt. Namen der theilungen, worinn waͤh⸗ rend der 4ten Periode operirt wird, und von welchen jähr⸗ lich diejenigen auszuwählen ſind, worinn die Hauung Diſtrikte und Ab. Nro. der 25 1. —— — 7 V Hauungs ⸗ Die. Periode von 1894 bis 1923 betrekfend⸗ Pl 1a n. Tabellariſcher Wirthſchafts⸗ „ lan uͤber die herrſchaftlichen Waldungen im Dianenburger Forſte, unter der Oberfoͤrſterey Hubertusburg. Eichenholz Bu cen hol 3. 35 Klaffter Bauholz 5)— Scheitholz — Prügelholz auf folgende Art: s ſollen jährlich geſchlagen werden: Nadelholz. I b Birkenholz. Erlenholz. Gemiſchtes Holz. P orſteren (LL.) Pla n, 4 3. 4 1 1 wornach die Cultur der Bloͤßen ꝛc. zu beſorgen iſt. 294 s Klaffter Scheitholz 163 38— Prugelholz Der Auwald ⁴1 - Die Struth,„ Der Diebswald. p b Dee Finkenwald.. ſ Die Sang„ Der Dlanenberg ⸗— Der Buchenhain 5„. renee Der Donnerberg.( — Der Rehberg.. Der Oberwald.— Die Graͤben.(— am nützlichſten oder nöthig⸗ ſten iſt.. Die Pracht.— 1 21 Durchplänterung der 35 Durchplänterung 4 Durchplänterung 5 Durchplänterung S 3— Aushieb alter Eichen.— Durrlämt:rung im 120jährigen Alter. Durchplänterung des 120jaͤhri⸗ gen Beſtandes. ——*—— . 3—— d 8 5. —,—— . —— erweret— ¹ ADarse 3 Eichen. Horſte. urchplänterung im 150iährigen Alter. im 6ojährigen Alter. im gojährigen Alter. 1 im gojährigen Alter. — A 3 Ashr ganz alter Eichen und Durchplaͤnterung Es ſollen jährlich geſchlagen werden: 146 38 Klaffter 38 „ 1s— Bauholz Scheitholz Prügelholz auf folgende Art: — Es ſole jährlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: Es bn jährlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: 222 Klaffter Prügelholz — NB.) Die generell vorgeſchriehene Durchſprengung aller Schläͤge im Laubholze mit Eicheln iſt hierunter nicht begriffen. im 6oſjaͤhrigen Abtrieb. Durchpläͤnterung im gojährigen Alter. Durchpkänteruno im 9ojährigen Alter. 4 Durchplänterung Alter. im 9ojährigen Es wird nach der Nummerfolge unde Art: 1 3 4* 3 4— ———— Abtrish.———————„———— 9n——— Alter.. b ——————————————————————— ———— Darchplänterung im 6o0jährigen——————————————-— de 4 Alter. 3 3 ¹ 7 8— ———— Durchplänterung im 30 bis 40⸗———————:——————— — jährigen Alter. 4 5 ———— Michplänterung im ojährigen———————————= ———— Durchplänterung im 6ojährig3en————— V Alter. Durälntetung im boſährigen——————————————————— — Alter. 3 ————————: —— ☚.—— jährlich ein Schlag abgeholzt. Die in zedem Schlage allenfalls no⸗ thige Cultur wird beſorgt. 4 — Tabellariſcher Wirthſchafts⸗Plan“ herrſchaftlichen Wal dungen im Dianenburger Forſte, unter der Oberforſterey Hubertusburg. Die I. Periode von 1804 bis 1833 betreffend. (HH.) uͤber die Namen der Diſtrikte und Ab⸗ Hauun g 8 ⸗ Plan. 3 Plan, theilungen, wori aäh.[. 4 1—....„ 38 der 1„ dudn wäͤh 8 Eichenholz.— Buchenhol 3— wornach die Cultur der Blößen ꝛc. en Periode operirt S 2 holz. Nadelholz. Birkenholz.. Erlenholz. Gemiſchtes Holz. zu beſorgen iſt. wird, und von welchen jähr: ⁸(Es ſollen jaͤhrlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen 2;, 4— eſchri lich diejenigen auszuwählen= 8 ½2 Klaffter Bauhol 7s ſeuen lähr ich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden:Es ſollen jährlich geſchlagen werden; Es ſollen jährlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: NB.) Die generen borgeſchtiehene ind, weeimn die Huund, 2, Scha 466 is Klafter Scheihhtz g733 Jlaffter Bauhatz 77138 SKlaffter Prigelhͤt Duch ienae e am nützlichſten oder nöthig⸗ 5 55— cheitholz 156 33— Prugelholz 45 ½3—— Scheitholz 1 39 im Laubholze mit Eicheln iſt ſten iſt. 2. 736—— Prugelholz 35 ½4— Prügelholz 8 hierunter nicht begriffen. auf folgende Art: auf folgende A. M— — folgende Art: aauf folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art: Oie pract....... 6—— ———— Parchplänterung im 30 bis 4o—————————-—— Ausbeſſerung der leeren Stellen durch lagrigen llesr.. Bepflanzung mit Fichten. Der 2 p Aushied alter Eichen. Plänterung zu Anfang und Ab⸗—————————————————-——— er Auwald 4 trieb zu Ende der Periode. 1 1 Aushieb alter Eichen. Die Struth„[— Aushieb alter Eichen.—.. Bepflanzung der leeren Stellen mit 3.—.—————— eee———— CEichen und Abtrocknung einiger naſ⸗ ſ Zu Anfang der Periode—. 1 Reinigung von allen unterdrück.. 1 ſen Stellen. 1—————— 4 ten Stangen.————. Do⸗—— Zu Ende der Periode————————————————— Der Diebswald. Durchplänterung bis auf die bey⸗ 1. 1— 3 den ſtärkſten Claſſen. 8 .————— 9——— Durchplänterung im 30 bis 40⸗————————————————— .,.. ährigen Alter. L.) 3 2¹————— 1.( Durchplänterung zu Anfang und 1—————— Der Finkenwald. Abtrieb zu Ende der Periode.—— 1. — 1 2..( Reinigung von unterdrückten Stan⸗. —————.——— gen zu Anfang der Periode und————— ,———————————— 3, 4 Planterung im 60 jahr. Alter. ( 1———— Durchplänterung. 4———————————————————— 3 2¹ Durchplänterung. 1*———————————————————————— — Die Sang.. 2. 4—. 1.„ —-————————————=-1—J=—=— Seſuanung mit Eichem und Beſchl⸗ 3 1 4..— tzung durch einen Graben. zen 76. 1 4———.———————————————P— Deßgleichen. . 3; länterung.———————————— 3 Der Dianenber.— Aushieb alter em Saum ſtehen⸗ Durchplän.—————— riebene* 3 der Eichen.—— Arstent Schläͤge.. 1 3.———————— Abtrieb.———————————— deln iſt Der Buchenhain. 2 W—————— Der Oberwald— Aushied ganz alter Eichen. Aushied der alten Puchen.———= Der Bockskof.—. Rinerung⸗ nhs——=———— ————— Abtrieb gegen das Ende der Periode.——————————————————— -— Die Geaben— eed 349,—— Der Donnerberg. 1.* Jeder abgeholzte Schlag wird als⸗ — 3* 4 Es wird nach der Nummerfolge bold mit Cichen, Hainbuchen⸗ — sb—————————————— ,————— 7.. 5 irk. f jährlich ein Schlag abgeholzt. Biß en de, enkwebar durch Saak, 1 oder Pflanzung, in vollkommenen Der Rehberg. 1 Beſtand gebracht. — Tabellariſcher Wirthſchafté⸗ Plan uber die herrſchaftlichen Wal dungen im Dianenburger Forſte, unter der Oterförſterey Hubertusburg. Die II. Deriode von 1834 bis 1863 betreffend. b Pla n, —— wornach die Cultur der Blößen ꝛc. Erlenholz. b Gemiſchtes Holz. u beſorgen iſt. Es Es ſollen lührli ch geſ ſhlagen werden: Es ſollen lährlich geſchlagen werden: NB.) Die generell vorgeſchriebens 105 ½ Klaffter Prügelholz Durchſprengung aller Schläge im Laubholze mit Eicheln iſt hierunter nicht begriffen. Namen der Diſtrikte und Ab⸗ 1 1 zeetnenhen, acnnd ei⸗ Eichenholz. Buchen holz Madelholz. Birkenhol⸗ rend der 2ten Periode operirt— ⁴ I wird, und von welchen jähr⸗ lich diejenigen auszuwählen „a aun. Plan. Es ſollen jährlich geſchlagen werden: Es ſollen ithrd geſchlagen werden: 10 Klaffter Bauholz — Scheitholz —— Prügelholz auf folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: Es ſollen jährlich geſchlagen werden: ejeni uuszu 20 ½3 Klaffter Bauholz 422 38 Klaffter Scheitholz ſind, worinn die Hauung 122 l—— Scheitholz 181— Prgelholz am nutzlichſten oder nöthig⸗ 31 ½— Prugelholz 1 ſten iſt.. 1 auf folgende Art: auf folgende Art: auf folgende Art: Nro. der Abtheilung. Durchplänterung im 60 jährigen Die Pracht. 1——... Alter. Der Auwald.. Durchplänterung im 6ojährigen Alter. Die Struth. Bircplint. ung im 6ojährigen Alter.— Abtrieb. Der Diebswald Durchplänternng⸗ Durchplaͤnterung im 30 bis ao⸗ jährigen Alter.— Der Finkenwald.. Abtrieb in der 2ten Halite b der Periode. — — Abtrieb haubarer Eichen u. Durch⸗ Abtrieh⸗ diantesung einiger Halſte e e Die Sangg 2 Durchplänterung. 3 Abtrieb. Abtrieb. Abtrieb. öö hötwieh. Der Dianenberg Durchplänterung. Der Buchenhain J b b . ⸗ Durchplänterung im Jo his lo⸗ jährigen Alter⸗ A Der Oberwald-——— Duncmlänterung im 6ojährigen Wwalo—— a wah Der Donnerbrg.— 2 2 8 1* 8 Jeder abgeholzte Schlag wird als⸗ . 4 5 3 Es wird nach der Nummerfolge 4 bald, wo es nöthig iſt, mit Ei⸗ ſäͤhelich ein Schlag abgeholzt. cen, Hainbuchen, Birken ne. rultzpidt Der Rehberg — 5 4 3 3 Farbkarte K13 , 4 2* 88. ———— 8 8 8 † 4. — 8 5 4 ½ 3 — 8 1— 1 4 3 † 5 5 6 f„ —ſͤͤͤͤ —— ——