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DOCT. ANATOMIAE ET CHIRVRGIAE PROFESS. PVBL. ORD. IN VNIVER- 2— * SITATE ALTORFINA ET IBID. POLIATRO, ACADEMIAE IMpPERIAL. NAT. CVRIOS. ET ELECTORAI. MOGVNT. SCIENTIAR. COLLEGA. Cum XIX. Tabulis aeneis. ——— der Kuocheu und Muſkeln des menſchlichen Koͤrpers und zwar lezterer vornemlich welche ſich auf der Oberflaͤche des Leibes befinden, in ſehiklieher Tabellen⸗Form verfaſſet von. Chriſtian Gottlieb Hofmann der Arzneikunſt Doktor, der Zergliederungs⸗ und Wundarzneikunſt oͤffentl. ordentl. Lehrer der Univerſitaͤt Altorf, und Stadt⸗ Phyſikus daſelbſt, der kaiſerl. Akademie der Naturforſcher und der kurfuͤrſtl. Mainziſchen Akademie der Wiſſenſchaften Mitglied. Mit 19. Kupfertafeln. Nuͤrnberg, zu finden in der Adam Ludewig Wirſingſchen Funſthandiuns 1783. — 8 5“ .“ “ — —— uinquaginta hoc ipſo tempore elapſi ſunt dam anatomicum, ſequenti titulo, in publicum ederetur: Kurtzer Begriff der Anatomie, worinnen baubptfcichlich die nötbigſten Rücke der Oſteologie und Myologie in XIX. Kupfer Tabellen enthalten, welche zugleich die Cebeine des menſchlichen Körpers, wie ſol- che unter denen Muüiſslein in ibrem natürlichen Lager ſich befinden, nach einer noch niemals auf gleiche Art heraus gegebene Invention vorſtellen. Allen Liebba- bern dieſer Edlen Wiſſenſchafft Lum Nuts und Dienſt auf das accurateſte und mit groõſtem Fleiſs nach der Natur und dazu praeparirten ſubiectis gezeichnet, in Kubfer gebracht und nebſt einer Vorrede Herrn D. Cbriſtopb lacob Treu, bey der Radt MNirnberg Pbyſſici ordinarii und der Zeit Anatomici. Heraus gegeben von lobann Adam Delſenbach. Nürnberg in Verlag des Authoris, Auno 1733. Gedruckt bey Lorens Bie ling. in Folio. Opus hoc, quantum ex praefatione cogno- ſcere licet, non artis medicae et chirurgicae ti- ronibus tantum fuit dicatum, ſed alnetor ano- nymus illud etiam artificibus ſ mul, ut pictori- bus et ſtatuariis, utile eſſe voluit. His ratio- nibus ductus, praeter oſſa, eos tantummodo muſculos, quos corporis ſuperficies nobis oſten- dit, quorumque motus vel maxime incurrunt in OClilos, dedit delineatos; in eo tamen ultra modum verecundus, quoniam membra Pudenda oculis viſuique occultavit. Vtrum ſcopum ſibi propoſi itum, quoad arti- fices, feliciter fuerit conſecutus, equidem divina- re nolim; interim tamen ſemper aliqua ſaltem urilitas ex hoc libro in tirones redundare potuit, quanquam et oſteologiae et myologiae explicatio vix ultra duas plagulas procurrebat, quia illius nu- da tantum ſteriliaque nomina, multis praeterea erroneis deſcriptionibus deformata„ lectoribus propinabat. Inſuper crebra illius coëmtio utilitatis veluti vadimonium praeſtitit, cum in ipſam Kuſſiam to- tumque Belgium frequenter tranſmitteretur, quo factum eſt, ut ex aliquo tempore emturis nulla illius anni, cum Norimbergae opus quod- or funfzig Jahren erſchien in Nuͤrnberg ein anatomiſches Werk, unter folgenden Titel: Kurtzer Begriff der Anatomie, worinnen hauptſaͤchlich die noͤthigſten Stuͤcke der Oſteolo- gie und MWyologie in XIN. Rupfer Tabellen enthal⸗ ten, welche zugleich die Gebeine des menſchli⸗ chen Koͤrpers, wie ſolche unter denen Maͤuß⸗ lein in ihrem natuͤrlichen Lager ſich befinden, nach einer noch niemals auf gleiche Art heraus gegebene Ivention vorſtellen. Allen Liebhabern dieſer Edlen Wiſſenſchafft zum Nutz und Dienſt auf das accurateſte und mit groͤſtem Fleiß nach der Matur und dazu aaarreten Jfubiectis gezeich⸗ net, in Kupfer gebracht un um d nebſt einer Vor⸗ rede Herrn H. Chriſtoph, Jacob Treu, bey der Stadt Nuͤrnberg Phyſici ordinarii und der Zeit Anaromici. Herausgegeben von Johann Adam Delſenbach. Nuͤrnberg, in Verlag des Authoris, Anno 1733. Gedruckt bey Lorenz Bieling. in Folio. Dieſes Werk war, nach der Vorrede zu ur⸗ theilen, nicht allein fuͤr Lehrlinge der Arznei⸗ und Wundarzneikunſt beſtimmt; ſondern der ungenann⸗ te Verfaſſer wolte ſolches auch zugleich fuͤr Kuͤnſt⸗ ler, als Mahler und Bildhauer, intereſſant und nuͤzlich machen. Aus dieſer Urſache zeichnete er, auſer den Knochen, nur jene Muskeln, die an der Oberflaͤche des Koͤrpers liegen, und bei ihrer Be⸗ wegung ins Geſicht fallen; gebrauchte auch dabei die uͤbertriebene Delikateſſe, die Geburtstheile zu verdeken. Wie weit dieſe Abſicht, beſonders was die Kuͤnſtler betrift, erreicht worden, kann ich nicht ſagen; doch konnten Anfaͤnger in der Anatomie und Chirurgie immer einigen Nuzen aus dieſem Buche ſchoͤpfen, ohnerachtet der zur ganzen Oſteologie und Myologie gehoͤrige Text, weil erſterer nur die blo⸗ ſen troknen Namen enthielt, nur etwas weniges uͤber zwei Bogen betrug, die noch uͤberdem mit vielerlei unrichtigen Beſchreibungen verſtellt waren. Auch der Abgang des Werkes ſcheint ſeine Brauchbarkeit zu bekraͤftigen. Es wurde, beſon⸗ ers nach Rußland und Holland, ſtark verlangt, und hat ſich ſchon vor geraumer Zeit voͤllig vergriffen. Daher ——— ℳOõõ;:rꝗ-/-ʒ-ʒ-ʒ—— ————— — Illius fuerit copia. Hinc Dn. Adam. Ludov. Wirſing, Chalcographus Norimbergenſis fama ſatis celebris, et legitimus huius operis iam poſſeſſor,(quique de promovendis artibus, id quod lectiſſima hiſto- riae naturalis opera ſplendida, luci publicae ab ipſo expoſita, apprime teſtantur) a me petiit, ut has icones nova eaque pleniori deſcriptione adumbra- rem, ipſasque tabulas, quantum fieri poſſet, emen- datiores redderem. Vtrumque pro virium modulo efficere ſtu- dui, ita quidem, ut quod oſſã attinet, Boebme- rum et Winslovium, quoad muſculos autem Albi- nmum et Sandifortium auctores ſequerer. Ipſae quidem tabulae et a me et a Dn. Wirſing, cuius ſumtibus opus eſt impreſſum, omni opera emendatae ſunt, ut naturac magis, quam antea, fierent conſentaneae, id quod cuivis, easdem cum rioribus conferenti, abunde patebit. Vt autem utilitati adderetur aliquid inſuper, dedi etiam ope- ram, ut tabulae, coloribus piètae ipſi naturae, quantum fieri potuit, reſponderent, et volenti- bus ita exhiberentur. Interim tamen nec illud inficiabor, muſculorum partes aliquas pro gran- diori chartae forma ſiſti potuiſſe magis exactio- res. Nihilo minus mihi eſt perſuaſum, tironibus, ad quos potiſſimum reſpicimus, operam noſtram eſſe profuturam. Quodſi evenerit, volente Deo, alio forte tempore ad reliquas ſcientiae anato- micae partes, eadem methodo explanandas, ac- cedam.. Vt omnia autem uno quaſi intuitu compa- rerent, explicationibus formam, ut dicunt, ta- pellarem conciliavi, et de oſſibus pariter ac mu- ſculis ſcitu maxime neceſſaria, exterorum gratia utraque lingua, in medium protuli. Ceterum, pro argumenti ratione, ſtilo uſus ſum ſimplici, elegantiae ſtudioſe operoſeque quae- ſitae, quae oratoribus ſit relicta, plane incu- rius. 8 Quodſi igitur operis noſtri argumentum vel aliqua ſaltem ex parte aſſequatur ſcripta praeſtan- tiſſima ac notiſſima, Herziorum de inſtitutionibus, Metzgerorum, Platnerorum, Ploucquetiorum de phy- ſiologia, Vnzerorum de pathologia, Loeſeckiorum de materia medica, Macqueriorum et Crelliorum de chimia, Scherfiorum et Haſſiorum de pharmacia, IiſGotorum, Ofterdingerorum, Thedenorum, Roſcenorum, Mellinorum cet. de therapia; voti mei omnino me viderem compotem, et lectorum aſſenſum non magis, quam crebram huius operis efflagi- tationem, eo certius auguraturus forem, quo equiori pretio utraque illius exempla emtoribus proſtant. Dabam Altorfii d. I. Aug. 1783. ð·ê De Daher erſuchte mich der dermalige Beſizer des Ver⸗ lags, Herr Adam Ludwig Wirſing, ein beruͤhm⸗ ter Kupferſtecher und Kunſthaͤndler in Nuͤrnberg, (dem es uͤberhaupt um das Aufnehmen jeder Kunſt zu thun iſt, wie ſein ausgeſuchter Verlag der koſt⸗ barſten, beſonders in Naturhiſtorie einſchlagenden Werke hinlaͤnglich beweiſt /) eine neue und vollſtäͤn⸗ digere Beſchreibung uͤber die Kupfertafeln zu ma⸗ chen, ſolche ſelbſt auch wo moͤglich zu verbeſſern. Beides habe ich nach allen Kraͤften zu erfuͤllen geſucht, und habe, was die Knochen betrift, beſon⸗ ders Boͤhmer und Winslow, was die Muskeln betrift, Albin und Sandifort zum Grund gelegt. Mit den Kupfertafeln ſelbſt habe ich mir ſowohl als auch Herr Wirſing als Verleger, alle Muͤhe ge⸗ geben, um ſie der Natur angemeſſener zu machen, als ſie vorhin waren, wie jedermann ſehen kann, der ſie gegen die alten haͤlt. Um dieſes auch noch auf eine andere Art zu bewuͤrken, und das Werk dadurch brauchbarer zu machen, habe ich geſorgt, daß auch ſaͤmtliche Tafeln nun nach der Natur illuminirt zu haben ſind. Nach der Groͤſe des Formats koͤnnten jedoch einige Theile, beſonders in den Muskeln, be⸗ ſtimmter ausgedruͤkt ſeyn. Nichts deſtoweniger hoffe und uͤberzeuge ich mich doch, daß Anfaͤnger fuͤr die das Werk zunaͤchſt beſtimmt iſt, ſich deſſel⸗ ben mit Nuzen bedienen werden. Und es wird auf das Urtheil des Publikums ankommen, ob ich es wagen duͤrfe, mit der Zeit auch die uͤbrigen Theile der Anatomie auf aͤhnliche Art zu bearbeiten. Um jeden Gegenſtand deſto leichter uͤberſchauen zu koͤnnen, habe ich die Erklaͤrung durchaus in Ta⸗ bellarform eingekleidet, und von Knochen ſowohl als Muͤskeln, das, was zu wiſſen am noͤthigſten iſt, und um der Auslaͤnder willen die lateiniſche Ueber⸗ ſezung, beigefuͤgt. Die Popularitaͤt war bei Abfaſſung dieſer Bo⸗ gen mein Hauptzwek, daher ich auch mit Fleis allen Redner⸗Prunk im lateiniſchen und deutſchen Vor⸗ trag ſorgfaͤltig vermieden habe. Solte dieſes Buch in ſeiner Art nur einigerma⸗ ſen das leiſten, was ein Herz in Abſicht der Inſti⸗ tutionen, ein Metzger, Platner und Ploucquet in der Phyſiologie, ein Unzer in der Pathologie, ein Loͤſeke in der mediciniſchen Materie, ein Mac⸗ quer und Crell in der Chimie, ein Scherf und Haſſe in der Parmacie, ein Tiſſot, Ofterdinger, Theden, Roſeen, Mellin, u. a. m. in der Heil⸗ kunſt gethan haben; ſo waͤre meine Abſicht voͤllig erreicht, und ich wuͤrde mir den Beifall der Leſer, und dem Herrn Verleger einen gluͤklichen Verſchlus um ſo mehr verſprechen koͤnnen, da ſowohl illumi⸗ nirte als unilluminirte Exemplare fuͤr ſehr billige Preiſe zu haben ſind. Geſchrieben zu Altorf, den I. Aug. 1783. Von — Grund galegt. d ich mir ſowohl d, alle Muͤhe ge ſenerzu machen, iſehen kann, der S euch noch auf s Werk dadurch ſorgt, daß auch ur iluminirt zu ormats koͤnnten n Muskeln, be⸗ s deſtoweniger daß Anfanger, iſt, ſich d Und es wird auf mmen, ob ich es de übrigen Theile bearbeiten. hter uͤberſchauen durchaus in Ta⸗ nochen ſowohl als m vothigſten iſt/ lateiniſche Ueber⸗ aſſung dieſer Bo⸗ ch wit Fleis allen d deutſchen Ver⸗ Art vur einigerma⸗ Abſicht der Inſt⸗ und Ploucquet n der Pathologie/ daterie/ ein Wac ein Scherf und De oſſibus generatim. A* horum proprietates generales diſcendas, ſequentia veniunt annotanda: Definitio is: eſt pars corporis duriſſima omnisque ſen- ſus expers. Eigura externa: licet diverſiſſima, commode tamen di- videnda in ofſa fiſtuloſa, plana ſcu lata et ſpongioſa. Figura interna ſeu ſtructura: fiſtuloſa ſeu teretia ſeu cy- lindracea in medio habent cavitatem proportionate amplam, medulla repletam, in ambitu autem folide eſt compacta; oſſa plana ordinarie parvis gaudent foveolis ſeu cellulis in- ter ſe tamen conſpirantibus, externe autem aeque compa- ta; ſpongioſa tandem omnino ſunt celluloſa ſeu poroſa, extus lamella tenui oſſea cincta, unde ad frangendum val- de ſunt proclivia. Subſtantia: chemice examinata aqueas, ſalinas, oleo- ſas, terreasque largitur particulas; anatomice conſiderata viſuntur fibrae peculiares ſeu lamellae ofſeae ſibi invicem incumbentes; quo propius firmiusque hae inter ſe cohae- rent, eo durius fit os. Praeſentia harum lamellarum in oſfibus ſanis non ſolum viſu cognoſcitur, ſed in corruptis quoque per exfoliationem intelligitur*). Geneſis oſſium ſeu oſteogenia- primum habent naturam gelatinoſi principii, progreſſu autem temporis in membra- nas ſucceffive et quaſi cartilagines degenerantis(ratione quidem cohaeſionis), tandemque partium ſucci oſſei terrea- rum arctiori nexu in genuina oſſa tranſeuntis. Haec oſſi- ficatio ut plurimum a centro incipit**). Diviſio: in quolibet oſſe pars media ſeu corpus, Dia- pbyſis quoque dicta, ubi punctum oſſificationis, et extremi- tates eius conſiderantur. Eminentiae externae: quae vel ut continuationes oſſis ipſius eiusque verae ſubſtantiac apparent, et ſupra oſſis fa- ciem, quaſi ramus ex arboris trunco, extenduntur, et Vo⸗ cantur apopbyſes, proceſſus, productiones, protuberantiae, etc. vel offibus adhaerent mediante cartilagine, quare non par- tes oſfis continuae ſed tantum contiguae ſunt; eiusmodi eminentia vocatur epipbyſis, adnaſcentia, appendix, etc. Membrana illa omnia oſſa externe veſtiens, exceptis dentibus, in quantum ſupra gingivas eminent, perioſtium ex- ternum; Von den Knochen uͤberhaupt. m die allgemeinen Eigenſchaften derſelben kennen zu ler⸗ nen, bemerkt man folgendes: Beſchreibung des Knochens: er iſt der haͤrteſte Theil am ganzen Koͤrper und dabei voͤllig unempfindlich. Aeuſerliche Geſtalt: iſt ſehr verſchieden, doch kann man ſie fuͤglich eintheilen in Roͤhrknochen, platte oder flache, und ſchwammichte Knochen.— Innerliche Geſtalt: die Roͤhrknochen, die man auch runde oder walzenfoͤrmige nennt, haben in ihrer Mitte eine verhaͤltnismaͤſig groſe Hoͤle, worinnen das Knochenmark be⸗ findlich iſt, ihr aͤuſerer Umfang aber iſt ſehr feſt; die flachen Knochen haben gewoͤnlich nur kleine Hoͤlen oder Faͤcher, die jedoch unter einander zuſammenhaͤngen, auſerlich aber gleich⸗ fals feſt ſind; die ſchwammichten endlich ſind durchaus faͤ⸗ chericht und auswendig nur mit einer duͤnnen Knochenſubſtanz uͤberzogen, daher ſie auch ſehr zerbrechlich ſind. Subſtanz: chimiſch unterſucht, findet man Waſſer, Salz, Oehl und Erde; anatomiſch betrachtet, ſieht man, daß beſondre Faſern oder Knochenblaͤtchen auf einander liegen; je naͤher und feſter dieſe beiſammen ſind, deſto haͤrter wird da⸗ durch der Knochen. Daß dieſe Knochenblaͤtchen wuͤrklich vor⸗ handen ſind, ſieht man nicht allein an geſunden Knochen, ſondern auch in verſchiedenen Krankheiten derſelben, beſon⸗ ders bei der Abblaͤterung*). Erzeugung der Knochen: ſie beſtehen anfaͤnglich aus einem gallertartigen Weſen, das ſich nach und nach in Haͤu⸗ te und Knorpel verwandelt, und endlich, indem die Erdthei⸗ le des Knochenſafts naͤher an einander kommen, erſt in wah⸗ re Knochen uͤbergeht. Gewonlich geſchieht die Verknoͤche⸗ rung in der Mitte des Knochens zuerſt**). Eintheilung: an jedem Knochen kann man den mitt⸗ lern Theil oder den Roͤrper wo die Verknoͤcherung zuerſt ge⸗ ſchieht, und ſeine aͤuſern Endigungen betrachteu. Aeuſerliche Erhabenheiten: dieſe ſind entweder als fortgehende Theile des Knochens und ſeiner Subſtanz anzu⸗ ſehen, und gehen uͤber die Flaͤche des Knochens heraus, gleich⸗ ſam als ein Aſt vom Stamm eines Baums, man nennt der⸗ gleichen Fortſaz, Auswachs ꝛc.; oder ſie haͤngen blos an dem Knochen mittelſt eines Knorpels, ſind alſo nicht als fort⸗ laufende ſondern blos als anhaͤngende Theile des Knochens anzuſehen, man nennt ſolche Anſaz oder Anwachs. Die Haut die jeden Knochen auſer den ſichtbaren Theil der Zaͤhne aͤuſerlich umgiebt, heiſt die aͤuſere Rnochenhaut; die *) hieruͤber iſt nachzuſehen: Joh. Ludw. Petit Abhandlung von den Krankheiten der Knochen am menſchlichen Leibe, Berlin. 1725. 8. mit Kupf. 2. Theile. Joh. Friedr. Böttchers Abhandl. von den Krankh. der Knochen, Kuorpel und Sehnen. Deſſau 1781. 3. mit Kupf. 1. Theil. **) Robert Nesbitts Oſteogenie, oder Abhandlung von Erzeugung der Knochen im menſchl. Koͤrper. Altenburg 1753. 4. mit Kupf. A — ——— —õ—————õ————— ——ᷣ—— 1 —,—— AaAAͤ ee. 2-E ternum; quae cavitates internas obducit, perioſtium vocatur imternum ſive membrana medullaris. Ambae hae tunicae ſen- ſu acutiſſimo ſunt praeditae. Madulla eſt ſubſtantia pinguis et fluida, in cavitatibus cellulisque oſſium diploëticis ſecreta, oſſibus tenacitatem con- cilians, ct a facili fragilitate illa defendens. 8 quam membranae robuſtae et claſticae. Figura ſunt ad- modum diuerſa uſuque diverſiſſimo, unde et varia accepe- runt nomina; Winslovius in tractatu de oſſibus recentibus dividit ligamenta in articularia, capſularia, orbicularia, an- nularia, etc. Penitiorem qui deſiderat huius obiecti cogni- tionem, evolvat Weitbrechti Syndeſmologiam. Ligamenta plurima nectunt oſſa, ct nihil aliud ſunt, Cartilagines oſſibus utplurimum adhaerent, colore albi- cantes, admodum flexiles, magisque oſſibus ipſis elaſticac. Variam camque inſignem praeſtant utilitatem, inprimis au- tem articulationi membrorum et flexibilitati corporis famu- lantur. Numerus oſfium aegerrime definiendus, utplurimum ta- men circiter a biscentum et quinquaginta usque ad ſexa- ginta computatur. Vus oſſium: fulcra corporis ſunt, quibus omnes aliac partes vel mediato vel immediato nexu iunguntur, partes nobiles molliores defendunt, robori inſerviunt, generatim conſtantem debitamque corpori praeſtant firmitatem. De ſceleto hominis eiusque diviſione. Si oſſa a partibus adhaerentibus rite liberata et exſic- cata eadem ratione invicem combinantur, prouti in vivis eſſe ſolent, vocatur tunc haec coniundtio Syntaxis Anum, vulgo ſceleton. Si oſſa mediantibus propriis et quaſi inqui- linis ligamentis continentur, ſceleton naturale appellant; quod- ſi autem alio modo compaginantur, cui rei praecipue fila aenea et ferrumen inſerviunt, tunc ſceleton artificiale vo- cant. Hae ſceletorum duae ſpecies tam ex adultorum, quam ex infantum imo embryonum oſſibus exſtrui poſſunt, quae, quum maxime inter ſe differant, accuratam diligen- temque ſane merentur contemplationem, ſi completam oſteo- logiae cognitionem acquirere volumus. Et ſceletorum a gibboſis et morboſis ſubiectis depromtorum, imo diverſo- rum animalium perluſtratio ampliſicat augetque oſſium co- gnitionem*). Dividitur communiſſime ſceleton in tres partes, nempe in caput, truncum et extremitates ſive artus. I. Caput, ſub quo comprehenditur omne id, quod ſu- premae colli vertebrae inſiſtit, ſi iuſta gaudet conforma- tione, figuram obtinet oblonge globoſam, ovalem, ab an- . terio- die deſſen Hoͤlen innerlich auskleidet, die innere Knochen⸗ haut oder Markhaut. Beide ſind aͤuſerſt empfindlich. Das Mark iſt eine fette fluͤſſige Subſtanz, die in den groſen und kleinern Hoͤlen der Knochen abgeſondert wird, um die Knochen geſchmeidig zu erhalten, und deren leichtes Zerbrechen zu verhuͤten. Die Baͤnder verbinden die meiſten Knochen mit einan⸗ der, und ſind nichts anders als dauerhafte elaſtiſche Haͤute. Sie haben ſehr verſchiedene Figur und Nuzen, daher auch ganz verſchiedne Namen; Winslow theilt ſie in ſeiner Ab⸗ handlung von friſchen Knochen ein in Gelenkbaͤnder, Cap⸗ ſelbaͤnder, kreisrunde, ringfoͤrmige, u. ſ. w. Am ausfuͤhr⸗ lichſten behandelt dieſen Gegenſtand Weitbrecht in ſeiner Ab⸗ handlung von den Baͤndern. Die Knorpel haͤngen gewoͤhnlich mit den Knochen zu⸗ ſammen, und ſind weis von Farbe, ſehr biegſam und weit mehr elaſtiſch als die Knochen. Sie leiſten vielerlei wich⸗ tigen Nuzen, beſonders aber erleichtern ſie die Bewegung der Glieder, und befoͤrdern die Biegſamkeit des Koͤrpers. Die Anzahl der Knochen iſt ſehr ſchwer zu beſtim⸗ men, doch wird ſolche gemeiniglich beilaͤufig auf 250. bis 260. geſchaͤzt. Muzen der Knochen: ſie ſind die Stuͤze des Koͤr⸗ pers, woran ſich alle andre Theile theils mittelbar theils unmittelbar befeſtigen, beſchuͤzen viel edle Theile, dienen zur Staͤrke, und geben uͤberhaupt dem Koͤrper die gehoͤri⸗ ge Feſtigkeit. Vom Skelet und deſſen Eintheilung. Wenn die gereinigten und ausgetrokneten Knochen ei⸗ nes Koͤrpers auf die nemliche Art wieder mit einander in Verbindung gebracht werden, wie ſie im Leben waren, ſo nennt man dieſes ein Geripp, gewoͤhnlich ein Skelet. Sind die Knochen noch durch ihre natuͤrlichen Baͤnder ver⸗ bunden, ſo heiſt es ein natuͤrliches Geripp; ſind ſie hin⸗ gegen durch andre Verbindungsmittel untereinander verei⸗ nigt, wozu man ſich gewoͤhnlich des Drahts und einer Kuͤt⸗ te zu bedienen pflegt, ſo heiſts ein kuͤnſtliches Geripp. Dieſe zweierlei Arten von Gerippen koͤnnen ſowohl von er⸗ wachſenen Perſonen als auch von Kindern, ja von Unge⸗ bornen gemacht werden, welche alle, da ſie unter ſich ſehr verſchieden ſind, eine genaue und aufmerkſame Betrachtung verdienen, wenn man eine vollſtaͤndige Kentnis der Knochen⸗ lehre zu bekommen wuͤnſcht. Auch die Betrachtung der Skelette von kruͤplichen und kraͤnklichen Menſchen, ja ſogar die Skelette verſchiedner Thiere erweitern und befoͤrdern die Knochenkentnis*). Jedes Skelet nun pflegt man gemeiniglich in drei Thei⸗ le zu theilen, nemlich in den Kopf, den Rumpf oder Stamm, und in die aͤuſerſten Theile oder Gliedmaſen. I. der Kopf, worunter man alles dasjenige verſteht, was auf dem oberſten Halswirbelbein ſizt, hat wenn er ge⸗ hoͤrig geſtaltet iſt eine laͤngliche oder eyrunde Figur, die ſich von *) Joh. Dan. Mepers Vorſtellungen allerlei Thiere mit ihren Gerippen. Nuͤrnberg 1752. Fol. 3. Theile. e2eede — innere Ind iſ empfindlih ſtanz, die; in den abgeſondert wird, und deren lahtes nochen mit einan⸗ elaſtſche Haute uzen, daher auch ſie in ſeinet Ab⸗ lenkbaͤnder, Cap⸗ d. Am ausführ, ürecht in ſiiner Jh⸗ it den Knochen zue biegſam und weit ten bielerlei wich⸗ ſie die Bewegung t des Koͤrpers. ſchwer zu beſtm⸗ ſig auf 2zo. bis Stze des Koͤr⸗ As wätteldat hells de Whele, Renen Körper die gehüri⸗ theilung. eneten Knochen ei⸗ t wit einander in deben waren, ſo Fnlich ein Skelet⸗ lichen Baͤnder ver⸗ ripp; ſind ſie hin⸗ ntereinandet verei⸗ ahts und einer Käͤt⸗ inſtliches Geripp. anen ſowohl von er⸗ dern, ja von Unge⸗ da ſie unter ſich ſehr jerkſame Betrachtung gentnis der Knochen⸗ die Bettachtung der n Menſchen/ ja ſogar teern und befoͤrdern die meiniglich in drei Thei⸗ Numyf oder Stamin/ mſe 5 wenn er. ggur, deſ bon ne, eprunde F — u e A Se—j* 3 terioribus ad poſteriora tendentem ſi a IAlere(ut Tab. V. fig. 1. et 6.); pari quoque modo ſi ab anterioribus ſpecta- tur, figuram ovi perpendiculariter erecti habet(ut Tab. ea- dem fig. 4.); dividi poteſt A. in partem ſuperiorem ſeu cranium, quodque cal- varia appellatur, ct magnam format cavitatem, cerebrum ipſum, cerebellum et origines nervorum includentem. Ob multifarios autem uſus theca ſeu compages haec oſſea non ex uno oſſe ſed ex pluribus componitur fragmentis, quae plus minusve ad eius complementum conferunt. Sunt au- tem ſequentia octo, ut 1. os frontis, 2. 3. duo lateralia, 4. 5. duo temporalia, 6. occipitale, 7. cuneiforme et 8. cribriforme. B. in partem anteriorem ſeu faciem, duas maxillas, ſuperiorem puta et inferiorem continentem; ſuperior i Iimmo- bilis ſequentia tredecim oſſa diſtincta complectitur, nempe a. duo oſſa naſalia, b. duo oſſa faciei, ſive maxillaria ſu- periora ſtricte ſic dicta, c. duo oſſa iugalia, d. duo oſſa ſpongioſa inferiora, c. duo palatina, f. duo lacrimalia et g. os vomeris. Maxilla inferior mobilis in adultis ex uno oſſe conti- nuo conſtat, in infantibus vere in medio finditur. In ipſo inſuper oris cavo partim dentes annotandi ſunt, quorum numerus, ſi completus fuerit, triginta duo eſſe ſolet, partim os linguale, quod, licet in iunioribus ex fru- ſtulis componatur pluribus, in ſenibus tamen in unum os concreſcit. Hic quoque mentio iniicienda eſt cavitatis illius circa inferiorem et interiorem oſſis temporum partem occurren- tis, in quarum qualibet quatuor diſtincta oſſicula, auditui inſervientia, cuſtodiuntur; vocantur malleus, incus, os or- biculare, ceu totius corporis minimum, et ſtapes. 8 Locum ubi duo plurave coëunt oſſa, aut ſibi invicem incumbunt, ſuturam nominant; et quidem in priori caſu veram, in poſteriori ſpuriam ſeu ſquamoſam. Haec oſſi- um conglutinatio amplam praeſtat utilitatem, et tantummo- do in capite locum obtinet. II. Truncus, ceu altera ſceleti pars, continet generatim ſpinam dorſi, coſtas veras et ſpurias, ſternum et ſic di- Gtam pelvim, quae omnia ſunt oſſa admodum ſpongioſa. Spina dorſi involvit ſequentia inter ſe invicem plus mi- nusve mobilia oſſa, ut ſeptem vertebras colli, duodecim dorſi, quinque lumborum, os ſacrum et coccygis. Coſtae, quae interventu cartilaginis proprii ſterno im- mediate iunguntur, verae nominantur, quarum in quo- vis latere ſeptem ſunt; quinque autem inferiores, ſternum non von forne nach hinten erſtrekt, wenn man ihn von der Sei⸗ te betrachtet(Tab. V. fig. 1. 6.); man mag ihn aber auch von forne anſehen, ſo wird gleichfals deſſen Geſtalt von oben nach unten auf gewiſſe Art als ein ſtehendes Ey er⸗ ſcheinen, wie auf der nemlichen(Tab. fig. 4.). Man theilt ihn ein: A. in den obern Theil oder Hienſchedel, der inwendig eine groſe Hoͤle bildet, in welcher das groſe und kleine Ge⸗ hirn und der Urſprung der Nerven enthalten iſt. Wegen mancherlei wichtigen Nuzen beſteht aber dieſe Hoͤle nicht aus einem einzigen Knochen, ſondern folgende acht Stuͤke tra— gen mehr oder weniger zur Zuſammenſezung derſelben bei, als nemlich 1. das Stirnbein, 2. 3. die beiden Seitenbeine, 4. 5. die beiden Schlafbeine, 6. das Hinterhaudtbalu„ 7. das Keilbein, und 8. das Siebbein. B. in den fordern Theil oder das Geſicht, welches die beiden Kinbaken in ſich begreift, wovon der Obere wieder folgende 13. Knochenſtuͤke in ſich ſchlieſt, nemlich a. zwei Naſenknochen, b. zwei Geſichtsknochen, oder im eigentlichen Wortverſtand obere Kinbakenknochen, c. zwei Jochbeine, d. die beiden untern ſchwammichten Beine, e. zwei Gau⸗ menbeine, f. zwei Thraͤnenbeinchen und g. das Pflug⸗ ſcharbein. Der untere Kinbaken beſteht bei erwachſenen Perſonen aus einem einzigen Knochen, bei Kindern aber iſt er in der Mitte geſpalten. In der Hoͤle des Mundes ſelbſt ſind noch uͤberdem theils die Zaͤhne zu bemerken, deren 32. zu ſeyn pflegen, wenn ſie alle vorhanden ſind, und theils das Zungenbein, das zwar bei juͤngern Perſonen aus mehrern Stuͤken be⸗ ſteht, bei Alten aber in ein Einziges verwachſen iſt. Naͤchſt dem mus auch noch hier betrachtet werden die in dem untern und inwendigen Theil des Schlafbeins be⸗ findliche Hoͤlung des Ohrs, in deren jeder vier beſondre kleine Beinchen verborgen liegen, die zum Gehoͤr erforder⸗ lich ſind; ſie heiſen der Hammer, der Ambos, das runde Beinchen, als das kleinſte am ganzen menſchlichen Koͤrper, und der Steigbuͤgel. Den Ort wo zwei oder mehrere Knochen zuſammen⸗ ſtoſen, oder auf einander liegen, nennt man eine Nath; und zwar im erſten Fall eine wahre, im lezten aber eine falſche oder ſchupichte Nath. Dieſe Art der Knochenverei⸗ nigung leiſtet groſen und vielfachen Nuzen, und findet nur am Kopf ſtatt. II. Der Rumpf oder Stamm, als der andre Theil ei⸗ nes Skelets beſteht uͤberhaupt aus dem Ruͤkgrad, den wah⸗ ren und falſchen Rippen; dem Bruſtbein, und dem ſoge⸗ nannten Beken; alles ſehr ſchwammichten Knochen. Zum Nuͤkgrad werden folgende Knochen gezaͤhlt, die alle unter einander theils mehr, theils weniger beweglich ſind, als ſieben Halswirbelbeine, zwoͤlf Ruͤken⸗ und fuͤnf Lendenwirbelbeine, das heilige Bein und das Schwanzbein. Die Rippen welche vermoͤge ihres eignen Knorpels un⸗ mittelbar an das Bruſtbein ſtoſen, heiſen wahre, und ſind auf jeder Seite deren ſieben; die fuͤnf untern erreichen das Bruſt⸗ ———— — ð 4 8 e— u non attingentes et cartilaginibus ſuis abdominalibus muſcu- lis inhacrentes, ſpuriarum nomine inſigniuntur. Sternum ordinarie componitur ex tribus diſtindtis fru- Kis, quae tamen non raro, inprimis in ſenibus, in unum continuum coaleſcunt. 8i tres adſunt partes, ſuperior ſcu- tum ſeu manubrium, media corpus ſterni et inferior pars cartilaginea mucronata, ſeu enſiformis, ſeu xiphoides ap- pellatur, quae ſacpius tota oſſea imo nonnunquam bifurca- ta apparet. Veteres haec nomina ideo impoſuerunt ſter- no, quia cum pugionis vel gladioli figura aliquo modo con- venit. Pelvis baſin quaſi reliquorum trunci oſſium conſtituit, extremitatesque ſimul inferiores trunco adiungit. Compo- nitur autem, praeter os ſacrum, cui proprie ſpina dorſi in- ſiſtit, ex ofſibus innominatis, quorum in adultis duo ad- ſunt, quae ſingula in infantibus iterum ex tribus conſtant partibus diſtinctis, ſuperior eaque maxima portio ileum ſeu os coxae, inferior ſimulque poſterior iſchium, anterior au- tem os pubis ſeu pectinis ſalutatur. III. Notiſſima eſt res, per artus corporis intelligi bra- chia et pedes. IIla artus ſuperiores, hi inferiores audiunt. Superiorum quodvis ſub ſe comprehendit claviculam, ſca- pulam, humerum, antibrachium ex radio et ulna conſtans, manumque extremam, ex carpo, metacarpo et digitis fa- brefactam. Carpum conſtituunt octo oſſa parva admodum inaequa- ſia et irregularia, in duos ordines diſpoſita. Ordo ſuperior extremo inferiori antibrachii appoſitus; inferior metatarſum reſpicit. Prioris ordinis oſſa ſunt 1. os naviculare, ſeu ſcaphoides, ſeu cottyloideum, 2. lunare ſeu lunatum, 3. triquetrum ſeu cuneiforme, et 4. piſiforme, ſeu orbicula- re ſeu lenticulare. Poſterioris ſunt 5. multangulum maius, ſeu trapegium, ſeu rhomboides, 6. pyramidale ſeu multan- gulum minus, ſeu trapezoides, 7. magnum, ſeu capitatum, et 8. unciforme ſeu hamatum. Mletacarpi quatuor oſſa, ob maiorem, quam inter ſe alunt analogiam, non propris inſigniuntur nominibus, ſed tantum magnitudine, quae a primo digito incipiendo ver- ſus minimum nonnihil decreſcit, adeoque ſolis numeris di- ſcernuntur. Quilibet digitorum tria habet diſtincta oſſa, in tres phalanges ſeu ordines diviſa, quorum ille, qui metatarſum verſus ſpedat, longiſſimis robuſtiſſimisque gaudet oſſibus, duo reliqui proportionate gracileſcunt. Ad extremitates inferiores ceu totius trunci fulcra nunc deſcendamus, quibus adnumerantur oſſa femoris, patellae genuum, tibiae cum fibulis et pedes extremi, qui fere ut in manibus, in tarſum, metatarſum et digitos pedis diſtin- guuntur. Tarſus Bruſtbein nicht voͤllig, ſondern verlieren ſich in den Unter⸗ leibsmuskeln, und werden deswegen falſche genennt. Das Bruſtbein beſteht gewoͤhnlich aus drei abgeſonder⸗ ten Stuͤken, die doch zuweilen, beſonders bei ſehr alten Perſonen, in ein Einziges zuſammenwachſen. Wenn drei verſchiedene Stuͤke zugegen ſind, ſo nennt man das Ober⸗ ſte den Schild oder Handgriff, das Mittlere den Koͤrper, und das Untere zugeſpizte den ſchwerdfoͤrmigen Knorpel, der aber oͤfters ganz verknoͤchert iſt, und zuweilen zwei Spi⸗ zen hat. Dieſe Benennungen ſind daher entſtanden, weil man ehedem zwiſchen dem Bruſtbein und einen Dolch groſe Aehnlichkeit warzunehmen glaubte. Das Beken nun dient zur Grundlage aller Knochen des Stamms, und verbindet zugleich mit dieſen die untern Glied⸗ maſen. Es beſteht aber auſer dem heiligen Bein, worauf ei⸗ gentlich das Ruͤkgrad ruhet, auch noch aus den ungenann⸗ ten Beinen, deren bei Erwachſenen nur zwei ſind, obgleich bei Kindern jedes wiederum aus drei unterſchiedenen Stuͤken zuſammengeſezt iſt, da denn der obere und groͤſere Theil das Darmbein oder Huͤftbein, der untere und hintere das Weich⸗ bein oder Geſaͤsbein, der vordere aber das Schos⸗ oder Schambein genannt wird. III. Unter den Gliedmaſen verſteht man wie bekant die Arme und Fuͤſe. Jene werden die Obern, dieſe die Untern genannt. Jedes der Obern begreift in ſich das Schluͤſſel⸗ bein, Schulterblat, Oberarmknochen, den Vorderarm, der aus dem Ellenbogenknochen nebſt dem Spindelknochen be⸗ ſteht, und die Hand, die wiederum in die Handwurzel, die Mittelhand und die Finger eingetheilt wird. Die Handwurzel wird von acht kleinen und unebenen Knochen gebildet, die in zwei Reihen ſtehen. Die obere Reihe ſchlieſt ſich an den untern Theil der Vorderarmkno⸗ chen an, die untere hingegen ſieht nach den Knochen der Mittelhand. Jener ihre Knochen heiſen 1. das Schiffoͤr⸗ mige Bein, 2. das Halbmondfoͤrmige, 3. das Keilfoͤrmige und 4. das Erbſenfoͤrmige. Dieſer ihre ſind 5. das un⸗ gleichvierſeitige⸗ oder Tiſchbein, 6. das pyramidenfoͤrmige oder kleine Tiſchbein, 7. das groſe oder koͤpfichte, und d. das hakenfoͤrmige Bein. 1 Die Mittelhand hat vier Beine, die wegen ihrer meh⸗ rern Aehnlichkeit keine beſondre Namen haben, ſondern nur durch ihre Groͤſe, die vom erſten Finger bis zum kleinſten immer um etwas weniges abnimmt, und durch die bloſe Zahl unterſchieden werden. Von den ſaͤmtlichen Fingern hat jeder drei beſondre Knochen, die man in drei Reihen oder Ordnungen eintheilt, wovon diejenige, die an die Mittelhandknochen anſtoͤſt, die laͤngſten und ſtaͤrkſten hat, die uͤbrigen beiden aber verhaͤlt⸗ nismaͤſig kuͤrzer und duͤnner werden. Wir kommen nun zu den untern Gliedmaſen, als den Stuͤzen worauf der ganze Koͤrper ruht, zu welchen gezaͤhlt werden das Schenkelbein, die Knieſcheibe, das Schienbein nebſt dem Wadenbein und der Fus, welcher wie wir bei der Hand geſehen, in die Fuswurzel, Mittelfus und Fuszehen eingetheilt wird. Die .““ dformigen Knorpel, d zuweilen zwei Spi⸗ her entſtanden, weil nd einen Dolch geoſe lage aller Knochen des dieſen de untern Glied ligen Bein worauf ii⸗ ch aus den ungenann⸗ ir zwei ſind, ohgleich nterſchiedenen Stiken und groͤſere Theil das nd hintere das Weich⸗ der das Schos⸗ oder t man wie bekant die dern, dieſe die Untern in ſich das Schlüſſch den Vorderarm, der im Spindelknochen be⸗ min die Handwurzel, jeilt wird. kleinen und unebenen ſtehen. Die obere 1 der Vorderarmkno⸗ nach den Knochen der iſen 1. das Schifför⸗ , 3. das Keilförmige ihre ſind F. das un⸗ aas pyramidenfoͤrmige der koͤpfichte, und d. „die wegen ihrer meh⸗ en haben, ſondern nur nger bis zum kleinſten und durch die bloſe t jeder drei beſondre Ordnungen eintheil⸗ undknochen anſtöſt 6 n beiden iber berhill⸗ Gliedmuſen/ als 8 ueeeeeͤe“ ͤ eͤ ee MMSEͤ’AEnEͤͤͤͤ 5 Tarſus ſeptem formatur ofſibus, ardtiſſime quidem, ſed non eodem ordine, ut in carpo, cohaerentibus. Nominantur I. aſtragolus, ſeu talus, 2. Calcaneum, 3. os naviculare, 4 cuboideum, 5. cuneiforme magnum internum, 6. cuneiforme medium, et 7. cuneiforme ex- ternum. Metatarſus quinque inſtructus oſſfibus, quae quoad ſtru- Kturam et figuram rcliquis oſſibus fiſtuloſis haud diffumilia ſunt, unum quodvis horum digitum pedis ſuffulcit. Digiti quinque pedis quatuordecim habent oſſa diſtincta, quilibet tribus oſſibus componitur, excepto pollice, ex du- obus tantum conſtante. De ofſiculis ſeſamoideis ut et de oſſium coniunctione infra notatu praecipue digna commemorabuntur. Ceterum tirones ex ſequentibus ſcriptis uberiorem no- titiam conſecuturi ſunt*); Qui autem ad huius ſcientiae ampliorem cognitionem adſpirare cupit, latinaeque linguae eſt gnarus, illi commendanda ſunt egregia opera ſequentia, at ſumtuoſa**). De oſſibus ſpeciatim. Progrediar ad ſingulorum oſſium conſiderationem, et ordinem iam receptum ſequar, capitisque oſſa primum de- ſcribam, ea tantummodo ſuppeditando, quae magni mo- menti et artis anatomicae tironibus ſcitu maxime ſunt ne- ceſſaria. Os frontis. Nomina varia: os coronale, ſincipitis. Situs: in anteriore cranii parte, quam frontem appel- lant(Tab. V. fig. 1. 2. 4. 5. G. A.). Eigura: in ſuperiore parte quaſi ſemicircularis, in infe- riore magis plana horizontalis, et diverſae craſſitiei. Diviſio: in adultis ut plurimum conſtituit unicum os; in infantibus contra, mediante ſic dicta ſontanella(Tab. V. fig. 2. a.), in medio finditur, fere ad naſum usque, in ſe- nibus autem obliteratur ita, ut rariſſime veſtigium diviſionis maneat(Tab. V. fig. 2. b.). Facies: externa ſuperficies perpolita convexa, interna concava eſt; ſuprema pars infantibus fontanella, adultis ſummus vertex vocatur; pars inferior interna ad baſin cra- nii, Die Fuswurzel beſteht aus ſieben Knochen, die ganz dicht beiſammen aber nicht in ſolchen Reihen liegen, als wie jene in der Handwurzel. Sie heiſen 1. das Sprungbein, 2. das Ferſenbein, 3. das Schifbein, 4. das Wuͤrfelbein, 5. das innere groſe Keilbein, 6. das mitlere Keilbein, und 7. das gegen auſen liegende Keilbein. Der Mittelfus enthaͤlt fuͤnf Beine, die in ihrem Bau den uͤbrigen Roͤhrknochen aͤhnlich ſind, und wovon jedes die Glieder einer Fuszehe unterſtuͤzt. Die fuͤnf Fuszehen enthalten zuſammen 14. beſondre Knochen, wovon jede aus dreien, die groſe Fuszehe aber nur aus zweien beſteht. Von den Gelenkbeinchen und der Verbindung der Kno⸗ chen unter ſich wird weiter unten das nöthigſte beigebracht werden. 3 Übrigens koͤnnen Anfaͤnger noch aus folgenden Schrif⸗ ten weitlaͤuftigre Kentnis in der Knochenlehre erhalten*); wer aber einen ſehr genauen und vollſtaͤndigen Unterricht in dieſer Wiſſenſchaft zu erhalten wuͤnſcht, und die lateiniſche Sprache innen hat, dem ſind folgende koſtbare Werke zu empfehlen**). Von den Knochen insbeſondre. In Betrachtung der einzelnen Knochen werde ich die vorige Ordnung beibehalten, und die Knochen des Kopfs zuerſt beſchreiben; uͤberhaupt aber mich nur auf das wich⸗ tigſte und was einem Anfaͤnger in der Zergliedrungskunſt beſonders zu wiſſen nuͤzlich iſt, einſchraͤnken. Das Stirnbein. Verſchiedene Namen: Kronbein, Vorderhauptsbein. Lage: am vordern Theil der Hirnſchale, den man die Stirn nennt(Tab. V. fig. 1. 2. 4. 5. 6. A.). Geſtalt: oberwaͤrts halb zirkelrund, unterwaͤrts aber mehr grad und von verſchiedner Dicke. Eintheilung: bei Erwachſenen gewoͤhnlicher weiſe nur ein einziger Knochen; bei Kindern hingegen durch das Blaͤtt⸗ chen(Tab. V. fig. 2. a.), oder die ſogenannte Fontanelle in der Mitte bis faſt herunter auf die Naſe geſpalten, wovon man aber bei Erwachſenen nur ſehr ſelten eine geringe Spuhr warnehmen kann(Tab. V. fig. 2. b.). Gegenden: die aͤuſere ſehr glatte Oberflaͤche iſt erha⸗ ben gewoͤlbt, die innere ausgehoͤlt; den obern Theil, wo bei Kindern die Fontanelle iſt, nennt man bei Erwachſenen den Wirbel; der untere und inwendige Theil hilft die Grund⸗ faͤche *) C. E. H. Knackſtedts Oſteologie, oder Beſchreibung der Knochen des menſchlichen Koͤrpers, zum Gebrauch der ſich in der Zerglie⸗ derungskunſt uͤbenden. Braunſchweig 1781, 8. Alex. Wonros Knochenlehre ꝛc. aus dem engliſchen uͤberſezt durch Carl. Chriſt. Krauſe. Leipz. 1761. 8. Gottfr. Wilh. Muͤller XXIV. Kupfertafeln, welche die Knochen des ganzen menſchlichen Koͤrpers vor⸗ ſtellen. Frankf. am Mayn 1749. 4. Aug. Schaarſchmidis oſteologiſche Tabellen. Frankf. u. Leipz. 1754. 8. Joh. Chriſt. Thedens Unterricht fuͤr die Unterwundaͤrzte bei Armeen. Berlin 1778. 8. 2te Auflage. Joh. Gottl. Walters Abhandlung von troknen Knochen ꝛc. Berlin 1763. 8. mit Kupf. **) Bernh. Siegfr. Albini Tabulae oſſium humanorum. Leidae 1753. fol. max. eiusd. icones offium foetus humani, cet. ibid. 1737. 4⸗ Chriſt. lac. Trevv tabulae oſteologicae, altera columna latine, altera germanice deſcripta. Norimb. 1767. fol. max. cum figg- aen. et colorat. B — — ——————— ———— — AͤA 6 O= 77⸗ ᷓ 777 e=. nii, inferior externa ad orbitas(Tab. V. fig. 4. d. d.), et partes laterales ad tempora formanda(Tab. V. fig. 1. e.) contribuunt. Cpmnexio: cum ofſibus cranii et faciei; in ſummo ver- tice cum duobus ofſibus parietalibus(Tab. V. fig. 1. H.), in parte inferiore exterius cum offibus naſalibus(Tab. V. fig. 4. f.), porro cum maxillaribus ſuperioribus(Tab. V. ſig. 6. g.), verſus fundum orbitae cum oſſibus lacrimalibus (Tab. V. fig. 6. h.), tum cum cribriformi et cuneiformi, tandemque in lateribus externis cum oſſibus iugalibus(Tab. V. fig. 1. i.) Subſtantia: ſicuti generatim in omnibus calvariae offi- bus fere ubivis duplex eſt, ex externa internaque ſic dicta vitrea tabula conſtans, cum interſperſa quadam ſubſtantia ſpongioſa, anatomicis Diploẽ dicta. Eminentiae et excavationes externae: duae protuberantiae modicae ſupra orbitas(Tab. V. fig. 4. d. d.), nunc elatiores nunc depreſſiores, non raro quoque viſu haud percipiendae, ſub quibus finus frontales reconditi ſunt, ĩpſique margines orbitarum, ſive arcus ſuperciliares; ut apophyſes huius oſſis adhuc conſiderantur media ſive naſalis(Tab. V. fig. 4. m.), duae ad orbitac angulum internum(Tab. V. fig. 4. n. n.), duaeque ad angulum externum(Tab. V. fig. 4. O. O.) for- mandum, a Winslovio angulares dictae, quibus ſimul orbi- tae ipſae figurantur(Tab. V. fig. 6. p.); in unaquaque ha- rum verſus canthum externum foveola plana(Tab. V. fig. 6. q.), pro glandulae lacrimalis fitu commodo; pone can- thum internum inciſura ſeu canalicula pro trochlea muſcu- li oculi ſuperioris obliqui, quae tamen, cum non raro car- tilaginea eſſe ſoleat, in oſſium mundatione abradendo dele- tur, ſaepeque diſparet; excavatio inſuper adeſt verſus os temporum poſt apophyſin orbitalem externam(Tab. V. fig. 6. r.) Eminentiae et excavationer internae: apophyſis, ſpina frontalis dicta, mox acuta, mox obtuſa; ſupra quam ſul- cus, ſinum longitudinalem durae matris includens; exciſura magna, quae partem planam multisque foraminulis pertu- ſam ofſis cribriformis amplectitur, foramen coecum, quia eſt impervium, pro inſertione proceſſus durae matris falci- formis; ſinus frontales in hac regione, cranio ſupra orbi- tas ſerra horizontaliter diviſo, apparent; ut plurimum duo, non raro plures, inveniuntur, et membrana narium pituita- ria inveſtiuntur inque nares hiant. Gravedinis ſedes hic eſt, cuius incommoda mediante fomentatione, aqua calida aut lacte tepido parata, in momento ſaepe auferuntur. Pjus: ſine dubio potiſſimum in defenſione loborum an- teriorum cerebri et oculorum conſiſtere videtur. Oſſa parietalia. Nomina varia: oſſa verticis, bregmatis, ſincipitis. Situs: flaͤche des Hirnſchedels, der untere aͤuſere Theil hingegen die Augenhoͤlen(Tab. V. fig. 4. d. d.), und die beiden Seiten⸗ theile die Schlaͤfe bilden(Tab. V. ſig. I. e. zuſammenhang: mit den Schedel⸗ und Geſichtskno⸗ chen; oberwaͤrts mit den beiden Seitenbeinen(Tab. V. fig. 1. H.), unterwaͤrts von auſen mit den Naſenbeinen (Tab. V. fig. 4. f.), ferner mit den Oberkinbakenbeinen(Tab. V. fig. 6. g.), weiterhinein nach der Augenhoͤle mit dem Thraͤnenbein(Tab. V. fig. 6. h.), alsdenn mit dem Siebbein und Keilbein, von der aͤuſern Seite aber noch mit den Jochbeinen(Tab. V. fig. 1. i.). Subſtanz: faſt durchaus gedoppelt, wie uͤberhaupt an allen Knochen des Schedels; nemlich aus einer aͤuſern und einer innern oder ſogenannten Glastafel, zwiſchen welchen ein faͤchrichtes oder lokeres ſchwammichtes Weſen liegt. Aeuſerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: zwei maͤſige Erhabenheiten gleich uͤber den Augenhoͤlen(Tab. V. fig. 4. d. d.), die bisweilen ſtaͤrker oder ſchwaͤcher, oͤfters auch gar nicht zu bemerken ſind, unter welchen die Stirn⸗ hoͤlen liegen, wie nicht weniger die Raͤnde der Augenhoͤlen ſelbſt. Als Fortſaͤze dieſes Knochens kann man noch be⸗ trachten einen Mittlern oder Naſenfortſaz(Tab. V. fig. 4. m.), zwei die zur Bildung des innern(Tab. V. fig. 4. n. n.), und zwei zum aͤuſern Augenwinkel(Tab. V. fig. 4. 0. o.) beitra⸗ gen, wodurch zugleich die Augenhoͤlen(Tab. V. fig. 6. p.) gebildet werden, in deren jeder auswaͤrts eine kleine flache Vertiefung(Tab. V. fig. 6. q.), um die Thraͤnendruͤſe aufzu⸗ nehmen; nahe am inwendigen Augenwinkel ein Ausſchnitt vor den obern ſchiefen Augenmuſkel, die jedoch, da ſie oͤf⸗ ters blos von Knorpel iſt, und alſo bei Reinigung der Kno⸗ chen verloren geht, nicht immer deutlich zu ſehen iſt; noch iſt eine Aushoͤlung nach dem Schlafbein zu hinter dem aͤu⸗ ſern Fortſaz(Tab. V. fig. 6. r.).. Innerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: ein Fortſaz, den man die Stirngraͤte nennt, und der bisweilen ſehr ſcharf, bisweilen auch ſtumpf iſt; uͤber demſelben eine Furche, in welcher der obere lange Blutbehalter des Ge⸗ hirns liegt; der groſe Ausſchnitt der den durchloͤcherten Theil des Siebbeins aufnimmt; das ſogenannte blinde Loch, wor⸗ innen die ſichelfoͤrmige Hirnhaut ſich feſt ſezt; auch ſind in dieſer Gegend die Schleimhoͤlen der Stirne zu ſehen, wenn man den Schedel uͤber den Augenhoͤlen in der Quer zerſaͤgt; es ſind deren zwei, oͤfters auch mehrere, und ſind innwendig mit der Schleimhaut der Naſe ausgekleidet, in die ſie ſich auch oͤßnen. Hier iſt der Siz des Stokſchnupfens, deſſen unangenehme druͤkende Empfindung man durch Baͤhun⸗ gen mit warmen Waſſer oder Milch oft in einem Augenblik vertreiben kann. Muzen: iſt wohl vorzuͤglich die vordern Theile des Ge⸗ hirns und die Augen zu beſchuͤzen. Die Seitenbeine. Verſchiedene Namen: Scheitel⸗ oder Vorderhaupts⸗ beine. Lage: 59 4 da Uenren i nd die beiden .I. e). it elt, wie überhaupt an mans diner aͤuſern und tafel, Iwiſchen welchen chtes Weſen liegt. . Weminge: zwei Augenßolen(Tab. v der ſchwaͤcher, oͤfters e welchen die Stirn⸗ unde der Angenhälen kann man noch be⸗ (Iad.V. Hg. 4. m), VI fg 4 n. n), und 7. fig. 4. 0.0.) bätta⸗ en(d.N. d&.6. †) waͤrts äne kleine ſlache die Thränendruͤſe auffu⸗ enwinkel ein Ausſchnitt die jedoch, da ſee oͤß dei Reinigung der Kno⸗ lich zu ſehen iſt; noch dein z hinter dem aͤu⸗ ind Vertiefungen;: eit unt, und der bisweilen 1; über demſelben eine ſe Blutdehalter des Ge⸗ den dyrählöcherten Thel nannte blinde Loch, war⸗ ſcch feſt ſezt; auch ſind der Stirne zu ſehen/ Augenholen in der Quer auch mehtere, und ſind Naſe ausgekleidet, in Siz des S Stokſchnupfend dung wan durch Bißun⸗ h oft in inem Jugerbli die vordern dheile des Ge⸗ eine. tel⸗ oder Vordethauylb⸗ Lage: A ee h e e 7 Situs: in cranii parte ſuprema et media, ita tamen, ut ad latera verſus aures deorſum et verſus occiput retror- ſum extendantur(Tab. V. fig. 1. 6. 7. H.). Figura: quadrilatera inaequalis, exterius fornicata et polita, interius excavata et ſulcata. Diviſio: duo oſſa ſunt aequalia iuxta ſe poſita. FTacies: ſunt quatuor margines, ut anterior et poſterior, ſuperior et inferior, in quo inciſura temporalis Winslovii. Connexio: in vertice inter ſe per ſuturam ſagittalem (Tab. V. fig. 7. I.), inferius cum oſſe temporum(Tab. V. fig. 1. 6. F.), et cum ala magna ſphoenoidei(Tab. V. fig. 1. K.) mediante ſutura quadam ſquamoſa; anterius cum oſſe frontis(Tab. V. fig. 1. M.) interventu ſuturae coronalis, et poſterius cum oſſe occipitis per ſuturam lambdoideam(T. V. fig. 7. N. N.), in qua ſaepius illa oſſicula triquetra(Tab. V. fig. 7. NB.), ab inventore Wormiana dicta. Subſtantia: ex duabus tabulis cum interiecta exigua ſubſtantia diploëtica. Caævitates internae, utplurimum levis ſulcus ſub ſutura ſagittali, ad ſinum longitudinalem excipiendum, lateraliter ramificationes ab arteriis durae matris impreſſac. Eſus: ſatis magnum volumen cerebri tegit atque de- fendit. Oſa temporum. Nomina varia: oſſa lapidoſa, petroſa. Situs: in partibus capitis lateralibus proxime infra prae- cedentia(Tab. V. fig. I. 6. F.). Figura: aegerrime definienda, quaquaverſum enim val- de irregularis. Diviſio: quodvis horum oſſium dividitur in duas portio- nes, nempe ſuperiorem ſquamoſam, et inferiorem petroſam. Pacies: pars ſquamoſa externe parum convexa, inter- ne concava; in parte vero petroſa, quae certo reſpectu ad formam pyramidalem triangularem accedit, notanda ſunt baſis, apex, et tres ſuperficies, nimirum externa inferior, et duo internae, quarum una ad anteriora, altera ad po- ſteriora ſpectat. Connexio: ſuperius cum oſſe parietali(Tab. V. fig. 1. 6. H.), anterius cum ala oſſis cuneiformis(Tab. V. fig. 1. K.), et cum oſſe iugali(Tab. V. fig. 6. M.), poſterius cum oc- eipitali, inferius cum maxilla inferiori. Suhſtantia: portio ſquamoſa ex duabus conſtans tabu- lis cum interieda Diploë; portio petroſa valde dura, cavi- Lage: am oberſten Theil des g Hienſchedels in deſſen Mitte, doch ſo, daß ſie zu beiden Seiten nach den Ohren und Hinterhauptsbein herabwaͤrts laufen(Tab. V. fig. 1. 6. 7. H.). G Geſtalt: einem ungleichſeitigen Vierek ahnlich, das auswaͤrts gewoͤlbt und glatt, inwendig aber ausgehoͤlt iſt. Eintheilung: es ſind zwei gleichfoͤrmige Küochen die neben einander liegen. Gegenden: ſind vier Raͤnder, der vordere und hinte⸗ re, der obere und untere, an welchem der von Winslow bemerkte Ausſchnitt. Zuſammenhang: oberwaͤrts haͤngen ſie unter ſich zu⸗ ſammen durch die Pfeilnath(Tab. V. fig. 7. I.), unterwaͤrts mit dem Schlafbein(Tab. V. fig. 1. 6. F.), und dem groſen Fluͤgel des Keilbeins(Tab. V. fig. 1. K.) durch eine ſchup⸗ pichte Nath; vorwaͤrts mit dem Stirnbein(Tab. V. fig. 1. M.) durch die Kronnath, und hinterwaͤrts mit dem Hinterhaupts⸗ bein durch die Lambdafoͤrmige Nath(Tab. V. fig. 7. N. N.), in welcher ſehr oft jene kleinen dreieckigten Knochen liegen (Tab. V. ñg. 7. NB.), die von ihrem Erfinder Wormiſche heiſen. Subſtans: aus zwei Tefeln und ſehr wenig dazwiſchen liegenden ſchwammichten Weſen. Innerliche Hoͤlen: bisweilen eine kleine Furche un⸗ ter der Pfeilnath, um den langen Blutbehalter des Ge⸗ hirns aufzunehmen, auch ſeitwaͤrts aͤhnliche Spuhren von den Pulsadern der harten Hirnhaut. Nuzen: einen groſen be des Gehirns zu deken und zu beſchuͤzen. Die Schlafbeine. Verſchiedene Namen: ſteinichte⸗ felſichte Beine. Lage: an den Seitentheilen des Kopfs gleich unter den vorhergehenden(Tab V. fig. 1. 6. F.). Geſtalt: iſt ſehr ſchwer zu beſtimmen, weil es an al⸗ len Seiten ungleich iſt. VEintheilung: jedes wird in zwei Theile, nemlich ei⸗ nen obern ſchuppichten und einen untern felſichten eingetheilt. Gegenden: am ſchuppichten Theil iſt die aͤuſere Flaͤche etwas weniges gewoͤlbt, und die innere ausgehoͤlt; am fel⸗ ſichten Theil aber, der auf gewiſſe Art einer dreiekichten Pyramide gleicht, hat man zu bemerken die Grundflaͤche, die Spize, die drei Oberflaͤchen, nemlich die aͤuſere die un⸗ ten liegt, und die beiden innern, wovon eine vorwaͤrts, die andre hinterwaͤrts ſieht. Zuſammenhang: oberhalb mit dem Seitenbein(Tab. V. fig. 1. 6. H.), vorwaͤrts mit einem Fluͤgel des Keilbeins (Tab. V. fig. 1. X.), und dem Jochbein(Tab. V. fig. 6. M.), hinterwaͤrts mit dem Hinterhauptsbein, unterhalb mit dem untern Kinbaken. Subſtanz: die an dem ſchuppichten Theil beſteht aus zwei Tafeln mit dazwiſchen liegenden ſchwammichten Weſen; die cavitatibusque dive ————— —————— ——— m 8 rſis gaudet, organa auditus includen- tibus. Eminentiae et excavationes externae: apophyſis zygomati- ca(Tab. V. fig. G. N.), ſub qua cavitas glenoidea pro con- dyli maxillae inferioris articulatione; pone illam orificium meatus auditorii externi patulum(Tab. V. fig. 1. P.), ſub quo apophyſis ſtyloidea; verſus os occipitis apophyſis am- pla maſtoidea(Tab. V. fig. 1.6. G.); foramen inter maſtoĩi- deam et ſtyloideam apophyſin aquaeductus Fallopii vocatur; non procul fovea, quae ſinum venae iugularis recondit (Tab. V. fig. 6. Q.); Paululum anterius canalis tortuoſus, caroticus dictus, in quo arteria carotis interna recubat; non procul ab hoc apertura tubae Euſtachianae. Eminentiae et excavationes internae: quarum hae pras- cipue lobos cerebri medios ſuſcipiunt; illae autem durae matri punctum praebent fixum. Vſus: ut organa auditus recte cuſtodiant et non mi- nus articulationi maxillac inferioris fulcro et hypomochlio ſint. Os occipitis. Nomina waria: os baſilare, memoriae, cet. Situs: in poſteriore et inferiore cranii parte(Tab. V. fg. 7. R.) Figura: cum rhombo aliquam quidem, ſed leviſſimam habet ſimilitudinem. Diviſio: in adultis unicum os, in infantibus quatuor ſeparatis componitur fruſtis. Facies: externa convexa, interna concava, anguli ſu- perior et inferior acuti, laterales obtuſi. Connexio: ſuperius cum oſſibus parietalibus(Tab. V. fig. 7. H. H.), ad latera cum oſſibus temporum(Tab. V. fig. 6. F.), anterius intimo nexu cum oſſe cuneiformi, infe- rius cum atlante per ginglimum(Tab. IX. X. XI. K.). Subſtantia: ex tabulis duabus oſſeis cum interveniente ſubſtantia diploëtica, quae apophyfin inferiorem totam quantam replet, valdeque laxa et friabilis eſt. Eminentiae et excavationes externae: in medio huius oſſis protuberantia ut plurimum ſatis notabilis, cui ligamentum nuchae infixum eſt(Tab. V. ſig. 7. S.), infra hanc plures aſperitates; duae apophyſes condyloideae cartilaginibus te- Kae pone margines foraminis magni, quibuscum prima col li vertebra articulatur(Tab. V. fig. 6. T.); apophyſis inſu- per ampla, baſilaris dicta, cum oſſe cuneiformi utplurimum coaleſcit; variae inciſurae, quibus multi muſculi implantan- tur; foramen occipitale magnum(Tab. V. fig. 6. V.), per quod medulla ſpinalis cum ſuis involucris egreditur; duo fora- 2 aA=— 2 * ä 5 1 hͤ 3ew, 3 erlaur ae..“ 5 6) 3* die am felſichten Theil hingegen iſt ſehr hart, und hat in⸗ wendig verſchiedene Aushoͤlungen, worinnen die Werkzeuge des Gehoͤrs enthalten ſind. Aeuſerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: ein Fortſaz der nach dem Jochbein hinlauft Tab. V. fig. 6. N.), unter demſelben eine flache Hoͤle, in welcher die ſtumpfen Fortſaͤze des untern Kinbakens im Gelenk ſtehen; hinter der⸗ ſelben die groſe Oefnung des aͤuſern Gehoͤrgangs(Tab. V. fig. 1. P.), unter welchem der Griffelfoͤrmige Fortſaz; nach dem Hinterhauptsbein zu der dike zizenfoͤrmige Fortſaz(Tab. V. fig. 1. 6. G.); das Loch zwiſchen dem Zizenfoͤrmigen und Griffelfortſaz nennt man den Fallopiſchen Waſſergang; gleich daneben die Hoͤle, worinnen die Droſſelblutader gekruͤmmt liegt(Tab. V. fig. 6. Q); weiter vorwaͤrts ein gleichfals ge⸗ bogner Gang, in welchem die innere Halspulsader liegt; neben demſelben die Oefnung des Euſtachiſchen Gehoͤrgangs. Innerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: lez⸗ tere dienen vorzuͤglich die mittlern Theile des Gehirns auf⸗ zunehmen; erſtere aber der harten Hirnhaut zur Befeſtigung. Nuzen: die Gehoͤrwerkzeuge ſicher aufzubewahren, und näͤchſtdem das Gelenk des untern Kinbakens gleichſam mit einen Ruhepunkt zu unterſtuͤzen. Das Hinterhauptsbein. Verſchiedene Namen: Grundbein, Gedaͤchtnisbein ꝛc. Lage: am hindern und untern Theil des Schedels (Tab. V. fig. 7. R.). Geſtalt: eine geringe Aenlichkeit mit einem laͤnglich⸗ ten Vierek. Eintheilung: bei Erwachſenen ein einziger Knochen, bei Kindern hingegen beſteht er aus vier Stuͤken. Gegenden: eine aͤuſere gewoͤlbte Flaͤche, eine innere ausgehoͤlte, oben und unten zwei ſcharfe Winkel, an beiden Seiten zwei ſtumpfe. Zuſammenhang: oben mit den Seitenbeinen(Tab. V. fig. 7. H. H.), auf beiden Seiten mit den Schlafbeinen (Tab. V. fig. 6. F.), vorwaͤrts mit dem Keilbein durch die genaueſte Vereinigung, unterwaͤrts mit dem erſten Halswir⸗ belbein durch ein Gelenk(Tab. IX. X. XI. K.). Subſtanz: aus zwei Knochentafeln mit dazwiſchen lie⸗ genden ſchwammichten Weſen, welches den untern Fortſaz ganz erfuͤlt und ſehr loker iſt. Aeuſerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: in der Mitte dieſes Beins eine meiſtens ſtarke Hervorragung, woran das Genikband befeſtigt iſt(Tab. V. ſig. 7. 8.), unter derſelben eine rauhe unebene Flaͤche; ſodenn zwei Gelenk⸗ fortſaͤhe an den Seiten des groſen Lochs, mit denen das erſte Halswirbelbein im Gelenk ſteht, daher ſie mit Knorpel uͤberzogen ſind(Tab. V. fig. 6. T.); ein ſtarker Fortſaͤz, den man Grundfortſaz nennt, und der mit dem Keilbein ge⸗ woͤhnlich feſt verwachſen iſt; verſchiedne Vertiefungen, in welchen ſich vielerlei Muſkeln befeſtigen; das groſe Loch (Tab. V. ſütmig Fortſaz; nach nformige Fottſaz(Tab. em Zhenformigen und den Waſſergang; gleich roſelblutader gekruͤumt waͤrts ein gleichfals ge re Halspulsader liegt; achiſchen Gehörgangs. Verriefungen: lé⸗ iile des Gehirns auf⸗ ſaut zur Befeſtigung. er aufzubewahren, und nbakens gleichſam mit Kowh. ddem, Gedaͤchtnisbein de. ern Theil des Schedels eit mit einem laͤnglich⸗ ein einziger Knochen, Bvier Stuͤken. löte Fläche, eine innere zarfe Winkel, an beiden n Seitenbeinen(Tad.V. mit den Schafbeinen dem Kellbein durch die mit dem erſten Halswir⸗ X. X. X) tafeln mit dazwiſchen lie; ſches den untern Fortſa und Vertiefungen: in ins ſtarke Hervorragung/ (Tab.V. ſig.) 3) zu he; ſodenn wei Gelen— en Lochs/ mit denen da bt/ daher ſie mit Knorpe ein ſtarker Fortſi den mit dem Keilbein g9 Vertiefungen/ t (. 45. V. er hiedne feſtigen z ——S e— 9 foraminula condyloidea poſteriora, non raro deſicientia, vaſis venoſis tranſitum, et duo anteriora paulo maiora no- no nervorum pari egreſſum concedentia. 2 Eminentiae et excavationes internae: ſpina cruciata; in duabus foveis ſuperioribus lobi poſteriores cerebri, in fo- veis inferioribus lobi cerebelli, et tandem in foſſa ampla apophyſcos baſilaris medulla oblongata reſident. * Vſus: poſteriorem cerebri partem cum cerebello fo- vent, medullam oblongatam emittunt, et articulationem ca- pitis cum trunco firmant. Os cuneiforme. Nomina varia: os ſphoenoides, multiforme, baſilare, cet. Situs: in medio quaſi baſeos cranii. d Figura: omnino peculiaris, aliquatenus tamen cum ve- ſpertilione, cuius alae expanſae ſunt, comparanda eſt. Diviſeo- in adultis unicum os, in infantibus ex tribus conſtans fruſtis. Facies: externa in inferiori capitis regione, interna in medio fere baſeos cranii. Connexio: cum omnibus cranii et nonnullis faciei ofſi- bus, ſcilicet anterius cum oſſe frontali, cribriformi, maxil- lari ſuperiori et iugali; utrinque cum oſſe temporum et bregmatis; poſterius cum apophyſi baſilari oſſis occipitis; inferius cum oſſe palati et vomere. Subſtantia: levis, ſpongioſa, laminis tenuibus oſſeis in- veſtita, plurimis in locis diploẽ deſtituta. Eminentiae et excavationes externae: duae amplae apo- phyſes temporales, alae maiores dictae(Tab. V. fig. I. K.); harum ſuperficies internae apophyſes orbitales conſtituunt; ſpina acuta ſphoenoidalis,(aliis ſpina azygos dicta), cum vomere per gomphoſin iundta; duae inaequales ſpinoſae apophyſes inter portionem ſquamoſam et petroſam oſſis tem- porum porrectae; duae apophyſes pterygoideae, a corpore oſſis perpendiculariter decurrentes, quarum quaelibet ala ex- terna et interna gaudet, haec inferius hamulo tenui arma- ta eſt; porro foſſa ſeu fovea pterygoidea inter has alas poſita; practereaque diverſa partim propria partim commu- nia huius oſſis foramina. Eminentiae et excavationes internae: duae apophyſes ob- liquae, ſeu alae minores, ſub quibus per foramina optica nervus opticus ad oculum defertur; fovea, ſella turcica ſeu ephippium appellata, in qua glandula pituitaria recon- dita (Tab. V. fig. 6. V.) wodurch das Ruͤkenmark mit ſeinen Be⸗ kleidungen herausgeht; zwei kleine Loͤcher, die zuweilen feh⸗ len, hinter den Gelenkfortſaͤzen, durch welche Blutgefaͤſe gehen; und zwei etwas groͤſre vor den Gelenkfortſaͤzen, durch die das neunte Nervenpaar herauskommt. Innerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: eine kreuzfoͤrmige Erhabenheit, in deren beiden obern Hoͤlen die hintern Theile des groſen Gehirns, in den beiden untern aber das kleine Gehirn, und in der Aushoͤlung des Grund⸗ fortſazes das verlaͤngerte Hirnmark liegt. NMuzen: den hintern Theil des Gehirns, und das klei⸗ ne Gehirn aufzunehmen, das Ruͤkenmark herauszulaſſen, und das Gelenk des Kopfs mit dem Stamm zu befeſtigen. Das Keilbein. Verſchiedene Namen: das vielfoͤrmige„Grundbein ꝛc. Lage: am untern Theil der Hirnſchale, faſt in der Mitte. Geſtalt: iſt wuͤrklich ſeltſam, doch einigermaſen mit einer Fledermaus zu vergleichen, deren Fluͤgel ausgebrei⸗ tet ſind.. Eintheilung: beſteht bei Erwachſenen nur aus einem Knochen, bei Kindern aber aus drei Stuͤken. Gegenden: eine aͤuſere am untern Theil des Kopfs, und eine innere am mittlern Theil des Hirnſchalenbodens. zuſammenhang: mit allen acht Knochen des Schedels und einigen Geſichtsknochen, nemlich vorwaͤrts mit dem Stirnbein, Siebbein, obern Kinbaken⸗ und Jochbein; ſeit⸗ waͤrts mit dem Schlaf⸗ und Seitenbein; hinterwaͤrts mit dem Grundfortſaz des Hinterhauptbeins; unterwaͤrts mit dem Gaumen⸗ und Pflugſcharbein. Subſtanz: es iſt ein leichter ſchwammichter Knochen, der mit duͤnnen Knochenblaͤttchen uͤberzogen iſt, und nur in wenig Orten das eigentlich ſchwammichte Weſen der Kno⸗ chen hat. Aeuſerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: zwei ausgebreitete Schlaffortſaͤze, die man ſonſt auch die groſen Fluͤgel dieſes Beins nennt(Tab. V. fig. 1. K.); deren inn⸗ wendige Flaͤchen die Augenhoͤlenfortſaͤze genennt werden; die ſcharfe Graͤte an der Mitte dieſes Beins, die in das Pflugſcharbein gleichſau eingekeilt iſt; zwei ungleich ſtach⸗ lichte Fortſaͤze, die zwiſchen dem ſchuppichten und felſichten Theil des Schlafbeins hinlaufen; zwei kleine Fluͤgelfortſaͤze, die von dem Koͤrper des Beins ſenkrecht heruntergehen, wo⸗ von jeder einen aͤuſern und einen innern Fluͤgel hat, an welchem leztern unterwaͤrts ein kleines Haͤkchen zu bemerken; ferner eine Hoͤle zwiſchen dieſen beiden Fluͤgeln; und uͤber⸗ dem noch verſchiedne theils eigene Loͤcher dieſes Beins, theils ſolche die durch den Zuſammenhang mit andern gebildet werden. Innerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: die vorzuͤglichſten ſind zwei ſchiefe Fortſaͤe, die man auch die kleinen Fluͤgel nennt, unter welchen der Sehenerve ins Au⸗ ge geht; die Aushoͤlung, die gemeiniglich der tuͤrkiſche Stuhl 1 oder —————— ——— AAe e 10 ,E dita eſt; ſub hoc ephippio„ ſed paulo anterius, duo ſinus in ipſa offis ſubſtantia inveniuntur, ſinuum ſphoenoidalium denominatione noti, ſeptoque oſſeo diſtincti, in cavitates narium hiantes, ipfaque naſi tunica pituitaria intus obducti. Vhus: ad temporum et orbitarum formationem ſym- bolam confert, plurimisque cerebri nervis pro emiſſario in- ſervit, ac per maiorem tunicae pituitariac cxpanſionem odo. ratum reddit exquiſitiorem. Os cribroſum. Nomina varia: ethmoideum, cribriforme, criſtatum, noſtratibus vulgo colum, ſeu vas ad percolandum aptum. Situs: in parte interiori et anteriori baſeos cranii. Figura: peculiaris, ita tamen ut pro cubica eam faci- le aſſumeres. Diviſio: valde tenue et unicum quidem os, ſed com- mode ſecundum Winslovium in partem mediam et duas la- terales ſubdividi poteſt. Facies: quarum, cum figura cubica ſit, ſex ſtatui poſ- ſunt; ut ſuperior, quae caveam cranii reſpicit multisque foraminulis(unde ct nomen) pertuſa; inferior cum vomere cohaerens verſus cavum narium inaequaliter extenſa; ante- rior, quae ſinus frontales tangit; poſterior ſinubus ſphoe- noidalibus agglutinata; et tandem duae laterales, quac ad orbitarum formationem faciunt. Connexio: cum oſſe frontis, naſi, maxillari ſuperiori, lacrimali, cuneiformi, palatino et vomere. Suhſtantia: in infantibus magis cartilaginca, in adultis ſpongioſa, gracilis, tenera, diploë ſicet deſtituta. Eminentiae externae et excavationes internae: notatu di- gniſſima eſt apophyſis ſuperioris faciei, ob aliqualem ſimi- litudinem criſta galli nominata, cui proceſſus durae ma- tris falciformis arctiſſime inhaeret; ante hanc criſtam fora- men ſic dictum coecum patet, cuius mentio in oſſis fron- talis deſcriptione iam ſupra fada eſt; porro apophyſis ſeu ſpina inferior, quae tanquam lamina oſſea perpendiculariter, ſubſtantias cavernoſas dividendo, decurrit, inferius vomeri adunata ad ſeptum narium formandum ſervit; ad latera ſub- ſtantiae celluloſo- cavernoſae poſterius duas apophyſes obtu- ſas efficientes, labyrinthi narium dicti, quae in externa ſu- perficie, ubi orbitas reſpiciunt, lamellis oſſeis planis papyra- ceis teguntur; ultimo annotanda ſunt oſſa ſpongioſa ſuperio- ra, quae utrinque cum labyrinthis cohaerent. Omnes hae excavationes in fuperficie interiori membrana narium pitui- taria inveſtiuntur. Vhus: odoratui potiſſimum inſervit, dum per plures anfra- oder Sattel genennt wird, in der die Schleimdruͤſe liegt; unter dieſem Sattel, doch etwas mehr vorwaͤrts, liegen zwei Hoͤlen in der Subſtanz des Beins, die man die Keilbein⸗ hoͤlen nennt, und die ſich in der Naſenhoͤle oͤfnen, auch mit der nemlichen Schleimhaut der Naſe ausgekleidet ſind. Muzen: zur Bildung der Schlaͤfe und Augenhoͤlen bei⸗ zutragen, naͤchſtdem laͤſt es viele Nerven durch, und ver⸗ groͤſert den Geruch indem ſich die Schleimhaut in ſeinen Hoͤlen ausbreitet. Das Siebbein. Verſchiedene Namen: ſiebfoͤrmige/ Hahnenkambein, hier zu Land der Seiher. Lage: inwendig und vorne am Grund der Hirnſchale. Geſtalt: iſt ganz beſonders, doch koͤnnte man ſie bei⸗ nahe wuͤrflicht nennen. Eintheilung: es iſt nur ein einziges duͤnnes Bein, kann aber nach Winslow fuͤglich in das Mittlere und die beiden Seitenſtuͤke getheilt werden. Gegenden: deren kan man, weils wuͤrflicht iſt, ſechs annehmen; eine obere, die nach der Hoͤlung der Hirnſchale hinſieht, und viel kleine Löcher, deswegen auch den Namen bekommen hat; eine untere, die ſich mit dem Pflugſchar⸗ bein verbindet, und in die Naſenhoͤle geht; eine vordere, die an die Stirnhoͤlen ſtoͤſt; eine hintere, die ſich an die Hoͤlen des Keilbeins ſchlieſt; und endlich zwei Seitentheile, die die beiden Augenhoͤlen mit bilden helfen. zuſammenhang: mit dem Stirnbein, Naſenbeinen, dbern Kinbakenbeinen, Thraͤnenbeinen, Keilbein, Gaumen⸗ beinen und Pflugſcharbein. Subſtanz: bei Kindern iſts mehr knorplicht, bei Er⸗ wachſenen aber ein duͤnner, zarter und ſchwammichter Kno⸗ chen. Aeuſerliche Erhabenheiten und innerliche Vertie⸗ fungen: die merkwuͤrdigſte hiervon iſt der Fortſaz an der obern Flaͤche, der wegen einiger Aehnlichkeit gemeiniglich der Hahnenkamm genannt wird, und an dem ſich die ſichel⸗ foͤrmige Scheidewand der feſten Hirnhaut anſezt; gleich vor demſelben iſt das ſogenannte blinde Loch, deſſen ſchon oben gedacht wurde; ferner der untere Fortſaz, der als eine ſenk⸗ rechte herunterlaufende Knochenplatte anzuſehen iſt, die bei⸗ den hoͤlichten Seitenſtuͤbe von einander theilt, ſich unter⸗ waͤrts mit dem Pflugſcharbein verbindet, und alſo die Schei⸗ dewand der Naſe bilden hilft; zu beiden Seiten faͤcherichte Hoͤlen, die man die Irrgaͤnge der Naſe nennt, und die hin⸗ terwaͤrts zwei ſtumpfe Fortſaͤze machen, dieſe werden an der Seite, wo ſie nach den Augenhoͤlen hinſehen, mit einer ebenen ſehr duͤnnen Knochenplatte uͤberzogen; zulezt bemerkt man noch die obern ſchwammichten Knochen, die mit den Irrgaͤngen der Naſe zuſammenhaͤngen. Alle dieſe Theile ſind an ihrer inwendigen Seite mit der Schleimhaut der Naſe ausgekleidet. Nuzen: es traͤgt viel zum Geruch bei, indem es durch ſeine aeeeAeKlKAeee Feua aareie Sr e 1=2ue Ar WeNweJ eacsAhe, Ede e weee een Aniesa we 3 au daſe ausgekleidet ſind, fe und Augenholen bei⸗ kden durch, und ver⸗ Schleimhaut in ſeinen n. wäge, dahnenkamben, Geund der Hirnſchale. ch koͤnnte man ſie bei⸗ inziges dunnes Bein, das Mitllere und die ils würfiiht iſt, ſehs Holung der Hienſchale egen auch den Namen d wöt don Hfagſchar⸗ dle gehtz eine vordert, intere, die ſich an die hlich zwei Seitentheile, helfen. cirnbein, Naſenbeinen, n, Keilbein, Gaumeg⸗ tehr knerylicht, bai Er⸗ und ſchwammichter Kno⸗ und innerliche Vertie⸗ iſt der Fortſaz an der Achulichket gemäwiglich ad an dem ſch die ſihl rnhaut anſezt; gleich vor „Loch, deſſen ſchon oben Fortſaz/ der als eine ſenk⸗ 2 ¹ 4 i. ge anzuſchen iſt/ die bei under theilt, ſch untt⸗ ndet, und alſo die Sche beiden Seiten ficeitt Naſe nennt/ und die hins chen, dieſe vechan mn er Ae eee Mveu m,—=ͤͤ 11 anfractus tortuoſos et labyrinthos magnam membranae pi- tuitariae, utpote organi olfactus primarii, expanſionem praebet. O/a faciei. Oſſa naſalia. Situs: proxime ſub fronte inter orbitas(Tab. V. fig 4.-). Figura: quadratum oblongum fere referunt. Diviſio: ſunt duo oſſa per harmoniam in medio iuncta. Facies: externa plus minusve concava eſt, dorſum na- appellant; interna, cavitatem naſi reſpiciens, paululum convexa; extremitas ſuperior cum oſſe frontis cohaeret, radix naſi vocatur, et craſſior firmiorque exiſtit; inferior, etſi ſuperiori latior, tamen tenuior, inaequaliter dentata et cui cartilago naſi implantatur; marginibus externis laterali- bus apophyſi naſali ofſis maxillaris agglutinantur(Tab. V. fig. 4. P.), marginibus vero internis ſe invicem amplectuntur, quem locum interne ſeptum naſi fulcit et ſuſtinet. Connexio: ſuperius cum oſſe frontali, lateraliter cum maxillari ſuperiori, poſterius et interne cum cribriformi. Subſtantia: tota quanta compacta et quandoque ſupe- rius pauxillum diploés interiacet. Mus:- organa odoratus tegunt defenduntque. Oſa maxillaria ſuperiora. Situs: in parte facici media(Tab. V. fig. 1. 4. 6. C.). Figura: valde irregularis, omnem reſpuit compara- tionem. Diviſio: ſunt duo oſſa, in quovis latere faciei unum collocatur, infra naſum mutuum habent contactum. Facies: externa ſuperfiches magnam faciei et maximam palati conſtituit partem; interna ad formationem cavi na- rium late expanditur. Connexio: cum oſſibus naſi, frontis, lacrimali, cribri- formi, iugali, cuneiformi, palatino, vomere et ſpongioſo inferiori. Subſtantia: compacta, cava et maxima ex parte diploë deſtituta. Eminentiae et excavationes externae: apophyſis naſalis ſu- perior(Tab. V. fig. 4. p.), apophyſis orbitalis(Tab. V. fig. 4. q.), apophyſis iugalis(Tab. V. fig. 4. r.), apophyſis pa- latina, arcus ſemicircularis pro dentium alveolis, et ſic di- Gta ſpina naſalis ſeu apophyſis naſalis inferior(Tab. V. fig. 4. ſ.); porro canalis naſalis ſeu lacrimalis(Tab. V. fig. 6. h.), fora- ſeine vielen Hoͤlen und Gaͤnge der Schleimhaut, als dem wahren Werkzeug des Geruchs, eine groͤſre Ausbreitung verſtattet. 1 Die Geſichtsbeine. Die Naſenknochen. Lage: gleich unter der Stirn zwiſchen den Augenhs⸗ len(Tab. V. fig. 4. f.). Geſtalt: kommt faſt mit einem laͤnglichten Vierek uͤberein.. Eintheilung: es ſind zwei Beine, die in der Mitte durch gleichfoͤrmige Zuſammenfuͤgung verbunden ſind. Gegenden: eine aͤuſere Oberflaͤche, die bald mehr bald weniger ausgehoͤlt iſt, und Ruken der Naſe genannt wird; eine innere, die nach der Naſenhoͤle zu etwas ge⸗ woͤlbt iſt; der obere Theil, der auf dem Stirnbein befe⸗ ſtigt iſt, und die Naſenwurzel heiſt, iſt dik und feſt; der untere hingegen iſt breiter aber duͤnner, und ungleich aus⸗ gezakt, und verbindet ſich mit dem Naſenknorpel; mit den aͤuſern Raͤndern ſtoſen ſie an den Naſenfortſaz des Oberkin⸗ bakenbeins(Tab. V. fig. 4. p.), mit dem innern Rand ver⸗ einigen ſie ſich unter einander, an welcher Stelle innerhalb die Scheidewand der Naſe befeſtigt iſt. Zuſammenhang: oberwaͤrts mit dem Stirnbein, ſeit⸗ waͤrts mit dem Oberkinbakenbein, hinterwaͤrts und inwen⸗ dig mit dem Siebbein.. Subſtanz: iſt durchaus feſt und nur ſelten oberwaͤrts etwas ſchwammichtes dazwiſchen. Nuzen: die Geruchswerkzeuge zu bedeken und zu ſchuͤzen. Die obern Kinbakenknochen. Lage: in der Mitte des Geſichts(Tab. V. fig. 1. 4. 6. C), Geſtalt: iſt ganz unregelmaͤſig und mit nichts zu ver⸗ gleichen.— 4 Eintheilung: es ſind zwei Knochen, wovon an jeder Seite des Geſichts einer liegt, und die unter der Naſe ſich an einander ſchlieſen. Gegenden: eine aͤuſere Flaͤche, die einen groſen Theil des Geſichts, und den groͤſten des Gaums ausmacht; eine innere, die an der Naſenhoͤle vielen Antheil hat. Fuſammenhang: mit dem Naſenbein, Stirnbein, Thraͤnenbein, Siebbein, Jochbein, Keilbein, Gaumenbein, Pflugſcharbein und untern Schwammbein. Subſtanz: feſt, inwendig hohl, doch groͤſtentheils ohne ſchwammichtes Weſen. Aeuſerliche Erhabenheiten und Vertie fungen: der obere Naſenfortſaz(Tab. V. fig. 4. P.), Augenhoͤlenfortſaz (Tab. V. fig. 4. d.), Jochbeinfortſaz(Tab. V. fig. 4. r.)/ Gaumenfortſaz, der halbmondfoͤrmige Bogen vor die Zahn⸗ hoͤlen, und die ſogenannte Naſengraͤte oder der untere Na⸗ ſenfortſaz(Tab. V. fig. 4. ſ.); ferner der Thraͤnengang (Tab. V. fig. 6.h.), das Loch unter der Augenhoͤle(Tab. V. fig. 4⸗ 4 — —— —— ———— ae A—. 12— Mʒm=n foramen infraorbitale(Tab. V. fig. 4. w.), foramen palati- num anticum prope dentes inciſores medios. Eminentiae et excavationes internae: parva eminentia ob- tuſa transverſalis circa canalis lacrimalis partem inferiorem (Tab. V. fig. 6. a.), cum qua Os ſpongioſum inferius cohaeret; ampla ſpelunca in media huius oſſis parte, quam totam oc- cupat, inque cavum naſi lateraliter hiat, ſinum maxillarem vocant, ſeu antrum Highmori, cuius ſuperficies interna tu- nica pituitaria Schneideriana obducta eſt; quae ſuperius de ſinubus frontalibus dicta fuere, ad ſinus ſphoenoidales et huc apprime quadrant. Vſus: ad formationem faciei, ex parte etiam orbita- rum, narium, palati confert, ad maſticationem et loque- lam abſolute requiritur. Oſa iugalia vel Mgomatica. Situs: in illo faciei latere, quod mala vocatur(Tab. V. fig. 1. 4. 6. B.). Eigura: quatuor angulos habet. Diciſio: ſunt duo oſſa, in quovis latere unum. Facies: externa paululum convexa, interna duobus lo- cis concava. Comexio: arctiſſima cum oſſe maxillari ſuperiori, mul- to minor cum oſſe frontali, cuneiformi ct temporali. Subſtantia: ex duabus tabulis compaciis, parum autem ſubſtantiac diploẽticae interiectum. Eminentiae et excavationes: apophyſis ſuperior orbitalis vel frontalis(Tab. V. fig. 1. i.), apophyſis anterior orbitalis ſeu maxillaris(Tab. V. fig. 1. o.), apophyſis inferior ma- laris aut bafilaris(Tab. V. fig. 1. n.), et apophyſis poſteri- or iugalis, cum apophyſi oſſis temporum zygomatica co- euns(Tab. V. fig. 1. m.). Omnes hae apophyſes in capite ſceleti etiam integro ab anterioribus viſuntur. Poſterius pe- culiaris et notabilis illa cavitas, foſſa zygomatica utplurimum dicta, pinguedine et muſculo temporali repleta, annotanda. Vſus: ad orbitas et arcum zygomaticum formandum concurrunt, atque genas prominentes faciunt, praeſertim in perſonis macilentis. T Oſa ſpongioſa inferiora, ſeu turbinata. Situs: in latere externo cavitatis narium, et quidem illi eminentiae tranſverſali(Tab. V. fig. 6. a.) adhaerent, quae paulo antea in oſſis maxillaris recenſione annotata fuit. Figura: conchyliis aliquo modo ſimiles iudicantur. Diviſio: duo oſſicula, quorum quodlibet latus exter- num cavitatis narium occupat. Facies: externa ſinum maxillarem reſpiciens concava; interna ſepto naſi oppoſita, inaequalis, aſpera et convexa; margo u fig. 4. w.), das vordere Gaumenloch gleich hinter den mit⸗ telſten Schneidezaͤhnen. Innerliche Erhabenheiten und Vertiefungen: eine kleine ſtumpfe Erhabenheit, die am untern Theil des Thraͤ⸗ nengangs quer fortlauft(Tab. V. fig. 6. a.), woran das un⸗ tere Schwammbein der Naſe befeſtigt iſt; eine groſe Hoͤ⸗ lung in dem mittlern Theil des Knochens, den ſie ganz einnimmt, und ſich in die Seitentheile der Naſe oͤfnet, man nennt ſie die Bakenhoͤle oder die Hoͤle des Highmorus; auch dieſe wird mit der Schneiderſchen Schleimhaut ganz ausgekleidet, und es gilt von ihr und von den Keilbein⸗ hoͤlen, was oben von den Stirnhoͤlen erwehnt wurde. Muzen: das Geſicht, einen Theil der Augenhoͤle, der Naſenhoͤle und des Gaums zu bilden, und iſt zum Kauen und zur Sprache unentbehrlich. Die Jochbeine. Lage: an der Seite des Geſichts, die man Baken nennt(Tab. V. fig. 1. 4. 6. B.). Geſtalt: iſt vierekigt. Eintheilung: es ſind zwei Beine, wovon an jeder Seite des Geſichts eins liegt. Gegenden: die aͤuſere Oberflaͤche iſt etwas gewoͤlbt, die innere an zwei Orten ausgehoͤlt. Zuſammenhang: mit dem Oberkinbakenknochen am meiſten, weit weniger mit dem Stirnbein, Keilbein und Schlafbein. Subſtanz: aus zwei feſten Tafeln und wenig ſchwam⸗ michten Weſen in der Mitte. Erhabenheiten und Vertiefungen: der obere Augen⸗ oder Stirnfortſaz(Tab. V. fig. 1. i.), der vordere Augen⸗ oder Kinbakenfortſaz(Tab. V. fig. 1. o.), der untere Bakenfortſaz (Tab. V. fig. 1. n.), und der hintere Jochfortſaz, der ſich mit dem Fortſaz des Schlafbeins verbindet(Tab. V. fig. 1. m.). Alle dieſe Fortſaͤze ſieht man von vorne, auch wenn dieſes Bein noch mit andern verbunden iſt. An der hintern Seite macht es eine merkliche Hoͤlung, die man die Jochhoͤle zu nen⸗ nen pflegt, und durch Fett und den Schlafmuskel ausgefuͤllt wird.— Ruzen: die Augenhoͤlen und den Jochbogen zu bil⸗ den, ſie machen zugleich die Baken erhaben, wie bei ma⸗ gern Perſonen deutlich zu ſehen. Die untern Schwammbeine. Lage: im auſern Seitentheil der Naſenhoͤle, an je⸗ ner Erhabenheit(Tab. V. fig. 6. a.), die bei dem obern Kin⸗ bakenknochen kurz vorher beſchrieben worden. Geſtalt: man haͤlt ſie vor muſchelaͤhnlich. Eintheilung: es ſind zwei Beinchen, wovon in jeder Seite der Naſenhoͤle eins liegt. Gegenden: die aͤuſere Oberflaͤche geht nach der Ba⸗ kenhoͤle hin und iſt ausgehoͤlt; die innere ſieht nach der . Naſen⸗ gleich hinter d ti untern Theil des d f*2.), woran das un⸗ t iſt; eine groſe Ho⸗ ochens, den ſie gan heile der Naſe ofnet 84 des High morus; n Schleimhaut ganz und von den Keilein⸗ en erwehnt wurde, thell der Augenhole, der en, und iſt zum Kauen k. hts, die man Baken eine, wovon an jeder ache Rt ctwas gowͤlot, Oberkinbakenknochen am Stienbein, Keilbein und feln und wenig ſchwam⸗ ngen: det obere Augen⸗ „der vordere Augen⸗oder der untere Bakenfortſaß Jochfortſaz, der ſich mit ndet(Tab. V. fig. I. m.). vorne, auch wenn dieſes An der hintern Seite man die Jochhäle zu nen⸗ n Schlaf fmuskel ausgefüͤll nd den Jochbogen zut bll⸗ fen erhaben/ wie bei ma⸗ nte an je il der Naſenhäl/ — die bei dem obern 19 )) die hen worden. muſchel lähn lich. er Beinchen/ wovon in jed der V⸗ fflache geht nach i der . lie margo inferior libere dependet nec ulli oſſi nectitur; ſu- perior, ut iam dictum eſt, eminentiac oſſis maxillaris tranſ- verſali agglutinatur. Connexio: anterius cum oſſe maxillari, ſuperius cum of. ſiculo lacrimali, poſteriusque non raro cum palatino. Subſtantia: ex tenuibus et ſpongioſis lamellis. Eſus: organa odoratus reddunt perfedtiora, nariumque cavitates ita opplent, ne peregrina corpora, ut inſecta vo- litantia, in fauces et laryngem illabi, et Periculum ſuffoca- tionis inferre poſſint. Oſſa palatina. Situs: in parte poſteriori fornicis palati, inter apophy- ſes pterygoideas cuneiformis et apophyſes palatinas maxil- lae, atque ſurſum ad orbitae fundum usque extenduntur. Figura: quam maxime irregularis. Diviſio: ſunt duo oſſa, quorum quodlibet in portionem ſuperiorem, mediam ct inferiorem, ubi harmonia iuncta, ſubdividi poteſt. Facies: portio ſuperior ſeu orbitalis cuſpide plerumque triangulari os cribriforme, ſinum ſphoenoidalem et partem poſteriorem maxillaris ſuperioris tangit; media ſeu naſalis poſterius ſuper ſinum amplum maxillarem aſſurgit; portio tandem inferior ad formationem palati proprie requiritur anterius et in latere externo cum parte palatina maxillae, poſterius cum extremo apophyſeos pterygoideae adunata, ubi foramen palatinum poſterius et diverſa alia foraminula nervis palatinis tranſitum concedunt; in latere interno in- vicem concurrunt, ubi in inferiori loco coniunctionis for- mant criſtulam quandam, ex qua uvula propendet, in ſu- periori autem rimulam, in quam vomer immittitur. Connexio: ex antecedentibus facile patet, nempe cum maxillari, cuneiformi, cribriformi, ſpongioſo inferiori, vo- mere, et inter ſe coniunguntur. Subſtantia, ex laminis tenuibus cum parca diploẽtica. Wſus: fornicem palati, cavitates naſi et orbitarum po- ſteriores implent, vomeremque ſuſtentant. Oſa lacrimalia. Situs: inferius in angulo oculi interno(Tab. V. fig. 6. h.). Figura: ovalis, ungues digitorum aliquatenus referens, unde et oſſa unguis quibusdam audiunt. Diviſio. 13 Naſenſcheidewand und iſt uneben, rauh und gewoͤlbt; der untere Rand haͤngt frei; der obere ſizt, wie ſchon geſagt, an der querlaufenden Erhabenheit. zuſammenhang: vorwaͤrts mit dem Kinbakenbein, ober⸗ waͤrts mit dem Thraͤnenbein, und bisweilen hinterwaͤrts mit dem Gaumenbein. Subſtanz: aus duͤnnen ſhnvanmichten Knochenbläfttchen. Nuzen: die Geruchwerkzeuge vollkommener zu machen, und die Naſenhoͤlen ſo auszufuͤllen, daß keine fremden Koͤr⸗ per oder Inſekten in die Luftroͤhre fallen und Schaden thun koͤnnen. Die Gaumenbeine. Lage: im hintern und obern Theil des Gaums, zwi⸗ ſchen den kleinen Fluͤgelfortſaͤzen des Keilbeins und dem Gau⸗ menfortſaz des Kinbakenbeins, und erſtreken ſich heraufwaͤrts bis in den Grund der Augenhoͤle. Geſtalt: ſehr unregelmaͤſig. Eintheilung: es ſind zwei Beine, deren jedes in ei⸗ nen obern, mittlern und untern Theil getheilt werden kann, welche leztere ſich durch eine gleichfoͤrmige Zuſammenfuͤgung verbinden. Gegenden: der obere Theil geht in die Augenhoͤle und ſtoͤſt meiſtens mit einer dreiekichten Spize an das Siebbein, die Hoͤlen des Keilbeins und den hintern Theil des Kinba⸗ kens; der mittlere ſteigt hinten an der Naſenhoͤle uͤber die groſe Hoͤle des Kinbakenbeins weg; der untere, der zur Bil⸗ dung des Gaums eigentlich beitraͤgt, verbindet ſich vorwaͤrts und an der aͤuſern Seite mit dem Kinbakenbein, hinterwaͤrts mit dem Ende des Fluͤgelfortſazes; in dieſer Gegend iſt das hintere Gaumenloch, und noch verſchiedene andre, die ins⸗ geſammt Gaumennerven durchlaſſen; an der innern Seite ſtoſen beide Beine zuſammen, und bilden dadurch unterwaͤrts eine kleine Erhabenheit, woran der Zapfen haͤngt, ober⸗ waͤrts aber eine kleine Rinne, in welcher das Pflugſchar⸗ bein ſtekt. zuſammenhang: iſt aus dem vorhergehenden leicht abzunehmen, nemlich mit dem Kinbakenbein, dem Keil⸗ bein, dem Siebbein, dem untern Sihwanmubeln, dem Pflug⸗ ſcharbein, und unter ſich ſelbſt. Subſtanz: aus zarten K Knochenblaͤttchen„ und wenig ſchwammichten Weſen. Muzen: die Woͤlbung des Gaums„den hintern Theil der Naſenhoͤle und die Augenhoͤle vollſtaͤndig zu machen, und das Pflugſcharbein zu tragen. Die Thraͤnenbeine. Lage: an der untern Seite des innern Augenwinkels (Tab. V. fig. 6. h.). Geſtalt: laͤnglichtrund, und wegen einiger Aehnlichkeit mit den Naͤgeln der Finger, nennt man ſolche auch Naͤ⸗ gelbeine. Ein⸗ D . — e Barger dn aen- Peret ncäseer — ꝶ— . 14 Diviſio: ſunt duo oſſicula, in quavis orbita unum. Facies: externa ſuperficies parum concava, polita, or- bitam reſpiciens, cui anterius peculiaris ſulcus inſculptus eſt, qui in coniunctione ofſis maxillaris canalem naſalem ſeu la- crimalem conſtituit; interna pauxillum convexa et aſpera cum cellulis ſinus frontalis et cribroſi communicat, ſinuque maxillari nectitur. Cmnexio: ſuperius cum oſſe frontis, anterius ct infe- rius cum maxillari, poſterius cum cribriformi, et interius cum ſpongioſo inferiori. Subſtantia: ex valde tenuibus lamellis compoſita, ſunt enim minima tenuiſſimaque facici ofſicula. — VWhs: ad orbitae ductusque lacrimalis efformationem conferunt. Os vomeris. Situs: in medio cavitatis narium, quam perpendicula- riter in duas partes dividit. Fgura: cum obliquangulo inaequilatero ſeu rhomboi- de anterius acuto quodammodo convenit, unde cum pala aratri compararunt, vomerisque nomen impoſuerunt. Diviſio: non duplex in duobus capitis lateribus inveni- tur, ſicut hactenus deſcripta facici oſſa, ſed unicum eſt os ſimplex. Facies: duae fuperficies, quarum quaelibet foſſam na- ſalem reſpicit: quatuor margines, quorum poſterior verſus iſthmum faucium ſpectat; anterior in lamellas quaſi diviſus partem cartilaginoſam ſepti naſalis ambit; ſuperior ſulco quodam excavatus, ſpinam ſeu apophyſin inferiorem oflis cribroſi ſuſtinet; et tandem inferior in crena oſſium palati et maxillae poſitus eſt. Comiexio: cum oſſe cuneiformi et cribroſo, nec non cum oſſibus maxillaribus et palatinis. Subſtantia: tenera, pellucida ſine diploë. Vſus: ſepti naſalis partem poſteriorem conſtituit. Maxilla inferior. Süus. in faciei parte inferiori(Tab. v. fig. 1. 3. 4. 6. D.). Figura: arcum repraeſentat, cuius extremitates luul incurvatae ſunt(Tab. V. fig. 3.). Diviſio: in adultis unicum os, ex corpore et extremi- tatibus conſtans, duplex autem in infantibus; circa medium arcus enim interventu cartilaginis perpendicularis dividitur. Facies: duae ſuperficies, interna nempe et externa; duo margines, ſuperior et inferior... Con- Eintheilung: es find zwei Beinchen, von denen in jeder Augenhoͤle eins liegt. Gegenden: eine aͤuſere flach ausgehoͤlte glatte Ober⸗ flaͤhe, die man in der Augenhoͤle ſehen kann, in der ſich vorwaͤrts eine Rinne anfaͤngt, die alsdenn in Verbindung mit dem Kinbakenbein den Thraͤnengang ausmacht; eine in⸗ nere etwas gewoͤlbte und rauhe Flaͤche, die an die Faͤcher der Stirnhoͤle und des Siebbeins ſtoͤſt, auch mit der Kin⸗ bakenhoͤle verbunden iſt. Zuſammenhang: oberwaͤrts mit dem Stirnbein, vor⸗ und unterwaͤrts mit dem Kinbakenbein, hinterwaͤrts mit dem Siebbein, und inwendig mit dem untern Schwammbein. Subſtanz: aus ſehr zarten Knochenblaͤttchen, auch ſind dieſes die kleinſten und duͤnneſten unter allen Geſichtsknochen. Nuzen: die Augenhoͤle volſtaͤndig zu machen, und den Thraͤnengang zu bilden. Das Pflugſcharbein. Lage: in der Mitte der Naſenhoͤle, welche es ſenk⸗ recht in zwei Theile theilt. Geſtalt: hat etwas aͤhnliches von einem verſchobenen Vierek, das vorne ſcharf zugeſpizt iſt, daher man es auch mit der Schaufel des Akerpflugs verglichen, und ihm die⸗ ſen Namen gegeben. Eintheilung: es iſt nicht gedoppelt, wie alle vorher⸗ gehende Geſichtsbeine, ſondern nur ein einziges Bein. Gegenden: zwei Oberflaͤchen, davon jede nach einer Raſenhoͤle hinſieht: vier Raͤnder, wovon der hintere nach dem Schlund gekehrt iſt; der vordere, der gleichſam der Länge nach geſpalten iſt, nimmt den knorplichten Theil der Naſenſcheidewand auf; der obere unterſtuͤzt den untern Fort⸗ ſaz des Siebbeins; und der untere ſezt ſich in der Rinne der Gaumen⸗ und Kinbakenbeine feſt.. uſammenhang: mit dem Keilbein, Siebbein, Kin⸗ baken⸗ und Gaumenbein. Subſtanz: zart, durchſichtig und ohne ſchwammichtes Weſen.* Muzen: den hintern Theil der Naſenſcheidewand aus⸗ zumachen. Der untere Kinbaken. Lage: am untern Theil des Geſichts(Tab. V. fig. 1. 3. 4. 6. D.). 1 Geſtalt: ſtellt einen Bogen vor, deſſen Endigungen aufwaͤrts gebogen ſind(Tab. V. fig. 3.). Eintheilung: bei Erwachſenen iſt er ein einziger Kno⸗ chen, bei Kindern hingegen ſind es zwei beſondre Knochen, die in der Mitte des Bogens durch einen Knorpel ſenkrecht abgetheilt ſind. Gegenden: zwei Oberflaͤchen, eine innere und eine aͤuſere; zwei Raͤnder, einen obern und einen untern. zu⸗ Beinchen, von denen in ausgeholte glatte die ſehen kann, in de 4 ealsdenn in Verbindun gang ausmacht; eine 4 läh, die an die Fächer ſtiſt, auch mit der Kin⸗ mit dem Stürnbein vor⸗ ſin, hinterwaͤrts wit den untern Schwammbein. Krogzendlitthen, auch ſind unter allen Geſchtsknochen. andig zu machen, und den arbein. aſenhoͤle, welche es ſenk⸗ es von einem verſchobenen t iſt, daher man es auch verglichen, und ihm die⸗ gedoppelt, wie alle vorher⸗ rur ein einziges Bein. den, davon jede nach einer e, wovon der hintere nach vordere, det gleichſam der den knorplichten Theil der unterſtüzt den untern Fort⸗ tere ſezt ſich in der Ninne feſt. Keilbein, Siebbein, Kin⸗ ig und ohne ſchwammichtes der Naſenſcheidewand aus- inbaken. s Geſichts(Tab. V. fg. l- en vor, deſſen Erdigungen fig 3) e e u 2 2uA e 3”=E Cbnmexio: cum temporum ofſibus, ut iam ſupra indica- tum eſt, et quidem per articulationem, quam Anatomici plerique ginglimum, Winslovius amphidiarthroſin vocant. Subſtantia:- ex duabus firmis compactisque tabulis oſ- ſeis, inaequaliter tamen craſſis, interiectaque multa ſubſtan- tia diploëtica. Eminentiae et cavitates in- et externae: in anteriori con- vexa parte inferius plana quaſi prominentia mentum voca- tur(Tab. V. fig. I. 3. b.); latera menti aures verſus pro- currunt; margo ſuperior pro dentium alveolis; margo in- ferior ſeu baſilaris in angulos maxiliae deſinens; duo fo- ramina anteriora in lateribus menti externis(Tab. V. fig. 4. V. V.), et duo poſteriora interne ſuper angulis patula, duos canales communicantes efformantia, per quos nervus cum vaſis ſanguiferis tranſit, et ſingulis dentibus ſurculos largitur. In qualibet extremitate poſteriori duae notabiles apophyſes non practereundae, anteriorem puto(Tab. V. fig. 3. E. E.) acutam ſeu coronoideam, et poſteriorem ob- tuſam, cartilagine mobili tectam ſeu condyloideam(Tab. V. fig. 3. O. O.); inciſuram porro ſemilunarem inter has apo- Pphyſes(Tab. V. fig. 3. n. n.); hinc inde quoque parvas ſpi- nas fovcolasque muſculorum inſertioni deſtinatas. Ws: ad maſticandum et articulate loquendum requi- ritur neceſſario. Dentes. Situs: marginibus duarum maxillarum inhaerent, et quidem uniuscuiusque maxillac ordinario ſedecim(Tab. V. fig. 1. 4. 6..). Figura: fere conica. Diviſio: quatuor anteriores aut medii vocantur dentes inciſores, quia mediante ſuperficie acuta cibos diſcindunt; ad horum latera dentes ſic dicti canini, utrinque unus, po- ſiti ſunt, per quos, quum plerumque acuti emineant, cibi disrumpuntur et dilacerantur; ipſi hi dentes maxillae ſupe- rioris ophthalmici ſeu oculares ſalutantur, licet nullatenus cum oculis commercium immediatum alant, ut vulgus falſo ſibi perſuaſum habet, adeoque eorum evulſionem, licet ca- rioſorum, cane peius et angue averſatur; quum tamen, Boer- haavio iam olim ingenioſe monente*), ſola ſaepe evulſio multorum ſymptomatum levamen polliceatur;— poſt hos ſequuntur in quolibet latere maxillarum quinque dentes mo- lares, per latam inaequaliter obtuſam ſuperficiem cibos con- quaſſant et apprime conterunt; horum poſtremi, ob ſero- tinam nimis corum eruptionem, a nonnullis dentes ſapien- tiae nominantur. Facies: *) deſſen Praelectiones academ. de morbis nervorum. Tom, I. pag. 284. — 2 15 Fuſammenhang: mit dem Schlafbein, wie ſchon oben erwehnt worden, durch ein flaches Gelenk, oder eine Art Scharnier(Charniere.). Subſtanz: aus zwei feſten Knochentafeln, die jedoch nicht uͤberall gleichfoͤrmig dik ſind, und viel ſchwammichtes Weſen zwiſchen ſich haben.. Aeuſerliche und innerliche Erhabenheiten und Ver⸗ tiefungen: am vordern gerundeten Theil iſt unterwaͤrts eine “ etwas hervorſtehende Stelle, die man das Kinn nennt(Tab. V. fig. 1. 3. b); die zwei Seitentheile des Kinns, die nach hinten gehen; der obere Rand vor die Zahnhoͤlen; der un⸗ tere, den man auch den Grund nennt, und der ſich hinter⸗ waͤrts in zwei Winkel endigt; zwei Loͤcher an den beiden aͤuſern Seitentheilen(Tab. V. fig. 4. v. v.), und zwei Loͤcher, die ſich inwendig uͤber den Winkeln oͤfnen, und zwei zuſam⸗ menhaͤngende Gaͤnge bilden; durch dieſen Gang geht ein Nerve mit Blutgefaͤſen, und giebt an jedem Zahn einen kleinen Zweig ab. An jedem der beiden hintern Theile hat man noch zwei wichtige Fortſaͤze zu bemerken, nemlich einen vordern ſcharfen(Tab. V. fig. 3. E. E.), den man auch den Kronfortſaz nennt, und einen hintern ſtumpfen, der mit beweglichen Knorpel uͤberzogen, und der halbgerundete Fort⸗ ſaz genennt wird(Tab. V. fig. z..—.). Ein halbmondfoͤrmi⸗ ger Ausſchnitt zwiſchen dieſen Fortſaͤzen(Tab. V. fig. 3. n.n.); hier und da kleine Hoͤhen und Vertiefungen zur Befeſtigung verſchiedener Muskeln. Nuzen: zum Kaͤuen und zur deutlichen Sprache. Die Zaͤhne. Lage: in den Naͤndern beider Kinbaken, und zwar in jedem gewoͤhnlich ſechzehen(Tab. V. fig. 1. 4. 6. T.). 4 Geſtalt: iſt beinahe kegelfoͤrmig. Eincheilung: die vier mittelſten in jedem Kinbaken werden Schneidezaͤhne genennt, weil ſie die Speiſen durch ihre ſcharfe Oberflaͤche zerſchneiden; an dieſe ſchlieſet ſich zu beiden Seiten uͤberall ein ſo genannter Hundszahn, durch welche, weil ſie meiſtens hervorſtehend und ſpizig ſind, die Speiſen abgeriſſen werden; dieſe nemlichen Zaͤhne nennt man im Oberkinbaken die Augenzaͤhne, ohneracht ſie mit den Augen in gar keiner unmittelbaren Verbindung ſtehen, wie der gemeine Mann doch meiſtens glaubt, und ſie des⸗ wegen auch nicht leicht ausziehen laͤſt, wenn ſolche auch noch ſo verdorben waͤren; da doch das Ausziehen ganz al⸗ lein in vielen Faͤllen Nuzen ſchaffen kann, wie ſchon Boer⸗ haave*) angemerkt hat;— hinter dieſen folgen auf jeder Seite fuͤnf Bakenzaͤhne, die mit ihrer breiten ungleichen und ſtumpfen Oberflaͤche die Speiſen zermalmen und zer⸗ quetſchen; die hinterſten von dieſen nennen einige Weisheits⸗ zaͤhne, weil ſolche meiſtens ſehr ſpaͤt, ja zuweilen erſt im Alter hervorkommen. Gegen⸗ “ 16 Facies: quilibet dens in, partem ſuperiorem, quae viſuĩ patet et corona vocatur, et in inferiorem latentem, quae radix ſalutatur, commode dividi poteſt; radix dentis intra lveolum recondita perioſtio obducta, in extremitate fora- minulo pertuſa, ſurculis nerveis ſanguiferisque aditum ad ipſam dentis ſubſtantiam cavam concedente; inciſores, ca- nini, anterioresque molares ſimplici, poſteriores vero dupli- ci, nunc triplici imo quadruplici gaudent radice, et hae multiplices radices non raro externum oſſium maxillarium parietem perfodiunt, ita ut in corum eradicatione triſtes ſaepe effectus ſequantur. Altera caque potior dentis pars extra alveolum gingivamque eminet, perioſtio deſtituta. Cunnexio: in alveolis ambarum maxillarum per gompho- fin probe infixi, inſtar clavorum. Subſtantia: ex omnibus corporis humani oſſibus duriſ- ſima fimiffimaque; quilibet dentium anguſta gaudet cavita- te; ubi ex gingiva prominet, ſubſtantia quadam peculiari alba quaſi vitrea nitet, encauſto operi non abſimilis. Pyoprietates peculiares*): notiſſima res eſt, in recens natis nullos dentes apparere, quia in alveolis ſub gingivis abſconditi latent, et aliam plane formam ac adultorum den- tes habere ſolent, quum corona absque radice ex tenui la- mella oſſea inferius aperta conſtet; circa ſextum aut octa- vum aetatis menſem primo dentes inciſores prorumpunt, re- liqui pedetentim ſequuntur; ſub anterioribus utriusque maxil- jae dentibus altera et nova quaſi ſeries eorum latet, qui den- des, poſtquam primarii, ſeu barbare ita dicti, dentes lactarii circa oGtavum aetatis annum exciſi ſunt, priorum loca occu- pant; qui ultimi ſeu ſecundarii, adhibita convenienti munditie, ad ſenium usque permanent, ubi tandem, foraminulis in ra- dicibus corum coalitis, ex ſucci nutritii defectu vacillant fumuntur, licet cum gingivis in margines duras et quaſi cartilaginoſas maſticando degenerent, et ita certo reſpectu vices dentium ſuppleant. Wus: praecipuus praeter venuſtatem ad maſticationem, deinde ad loquelam articulatam.— Os linguae. Nomina varia: os hyoides, ypſiloides, bicorne. Situs: in anteriori colli parte, intra angulos maxillae inferioris, et inter linguam et cartilaginem ſcutiformem ſeu pomum ita dictum Adami. Figura: exciduntque; alveoli tunc temporis mora atteruntur et con- Gexgenden: jeder Zahn hat einen obern ſichtbaren Theil, der die Krone genennt wird, und einen untern ver⸗ borgenen, den man die Wurzel nennt; dieſe ſtekt innerhalb dem Kinnbaken, iſt mit einem Knochenhaͤutchen uͤberzogen, hat an der Spize ein kleines Loch, durch welches die Nerven⸗ zweige und Blutgefaͤſe in die Subſtanz des Zahns gehenz dieſe Wurzel iſt bey den Schneidezaͤhnen, Beißzaͤhnen und vorderſten Bakenzaͤhnen einfach, bei den hintern Bakenzaͤh⸗ nen aber gedoppelt auch drei⸗ und vierfach, und dieſe viel⸗ fachen Wurzeln durchbohren zuweilen den aͤuſern Rand an beiden Kinnbaken, wodurch bei dem Ausziehen ſolcher Zaͤhne oft ſchlimme Folgen entſtehen. Der obere Theil eines Zahns ragt aus der Zahnhoͤle und dem Zahnfleiſch hervor, und iſt mit keinem Knochenhaͤutchen uͤberzogen. Zuſammenhang: ſie ſind in den Zahnhoͤlen beider Kinnbaken gut befeſtigt, und gleichſam eingekeilt. Subſtanz: ſie ſind die haͤrteſten und feſteſten Knochen am menſchlichen Koͤrper; jeder hat inwendig eine kleine ſchmale Hoͤlung; ſo weit man ſie auſer dem Zahnfleiſch ſe⸗ hen kann, ſind ſie mit einer eigenen glasartigen Subſtanz uͤberzogen, die man den Schmelz oder Glaſur nennt. Beſondere Eigenſchaften*): bei einem neugebornen Kind ſind bekantermaſen keine Zaͤhne zu ſehen, ſondern ſie liegen in den Zahnhoͤlen unter dem Zahnfleiſch verbargen, ſe⸗ hen aber ganz anders aus als die Zaͤhne der Erwachſenen, in⸗ dem nur die Krone ohne Wurzel vorhanden iſt, die aus einer duͤnnen holen Knochenplatte beſteht; ohngefehr gegen den ſech⸗ ſten oder achten Monat treten die Schneidezaͤhne zuerſt hervor, worauf nach und nach die uͤbrigen folgen; unter den vor⸗ derſten Zaͤhnen jeden Kinbakens liegt noch eine Reihe ver⸗ borgen, die, nachdem die erſten oder ſogenannten Milchzaͤhne ohngefehr im achten Jahr ausgefallen ſind, erſt zum Vor⸗ ſchein und an die Stelle der vorigen kommen; dieſe bleiben, wenn man ſie reinlich haͤlt, bis ins Alter, wo alsdenn die kleinen Loͤcher an den Wurzeln verwachſen, und ſie alſo aus Mangel der Nahrung loker werden und ausfallen; in die Zahnhoͤlen, die ſich nach und nach ganz abreiben, legt ſich das Zahnfleiſch, welches durchs Kaͤuen hart und faſt knorp⸗ licht wird, und auf dieſe Art die Zaͤhne gewiſſermaſen erſezt. Muzen: zur Schoͤnheit, vorzuͤglich aber zum Kaͤuen und demnaͤchſt zur deutlichen Sprache. Das Zungenbein. Verſchiedene Namen: Ppſilonfoͤrmige Bein, ꝛc. Lage: an dem vordern Theil des Halſes, zwiſchen den beiden Winkeln des Unterkinbackens, und zwiſchen der Zunge und dem ſchildfoͤrmigen Knorpel oder dem ſogenannten Adamsapfel. Geſtalt: Ꝙ 4 e 2 4 v. 2&. 9.** *) John Hunters natuitliche Geſchichte der Zaͤhne und Beſchreibung ihrer Krankheiten, in zwei Theilen. Leipz. 1780. 8. mit Kupfern. Honor. Gaillard Courtois gruͤndliche und auf Beobachtung geſtuͤzte Unterſuchung der Beſchaffenheit und Krankheiten der Zaͤhne, und der Art ſie zu heilen und ihnen vorzubeugen. Gotha 1778. 8. mit Kupf. arzney von den Zaͤhnen. Wien 1767. 8. Joſ. Georg Paſch Abhandlung aus der Wund⸗ “„ 5 n Ausziehen ſolcher Zihne er obere Theil eines Jrjus Jahnſeſch hervor und iſ zogen. n den Zahnhöͤlen beider hſam eingekeilt. ken und feſteften Knochen at inwendig eine kleine auſer dem Zahnfkeiſch ſe⸗ ten glasartigen Subſtanz oder Glaſur nennt. : bei einem neugebornen nne zu ſchen, ſondern ſie Jahnſleiſch verdegen, ſe⸗ ähne det Erwachſenen, in othanden iſt, die aus einer tz ohngefehr gegen den ſech⸗ Schneidezaͤhne zuerſt hervor⸗ folgen; unter den vor⸗ hegt noch eine Reihe ver⸗ er ſogenaunten Milchzaͤhne ſallen ſind, erſt zum Vor⸗ gen kommen; dieſe bleiben, ins Alter, wo alsdenn die wachſen, und ſie alſo aus en und ausfallen; in die ch ganz abreiben, legt ſich Kaͤuen hart und faſt knorps dähne gewiſſermaſen erſezt. vorzuͤglich aber zum Kaͤuen prache. nbein. ſilonfoͤrmige Bein,. l des Halſes/ wiſchen den ns, und zwiſchen der Zunge em ſogenannten Figura: arculum quaſi repraeſentat. Diviſio: in mediam portionem ſeu baſin, et partes la- terales ſeu cornua; baſis anterius gibba ſeu convexa, po- ſterius autem concava ſimulque excavata; cornua ſunt apo- phyſes eius teretes aliquantulum planae, quarum anteriori- bus et poſterioribus extremitatibus non raro parva cornua triticea adhaerere ſolent. Connexio: cum lingua, larynge, et apophyſibus ſtyloi- deis arcta; cum maxilla inferiori, ſcapulis, claviculis et ſterno remota. Subſtantia: valde ſpongioſa. WMſus: linguae pro adhaeſione, et motu inter degluti- endum et loquendum inſervit. Auris interna. Superius in deſcriptione ſubſtantiae oſſis petroſi de au- ditus organis mentio facta eſt, quae, quatenus oſſea ſunt, attentionem merentur ſpecialem. Hic autem circa notatu tantum digniora ſubſiſtendum nobis eſt, quoniam absque vi- va voce oſſium utut in hunc finem ſtudioſiſſime praepara- torum et fifforum conditio perſpici nequit; attamen hic icones, quas exhibuit Valſalva, Duverneus, Caſſebohmius, Meckeliusque utiliter ſunt adhibendae. Generatim ſequentes quatuor diviſiones ex uſu ſunt: 1.) meatus auditorius externus, qui in adultis canalis eſt tortuoſus, a foramine externo auditorio incipiens, et in re- gione tympani deſinens; in infantibus annulus tantum oſſe- us, ex quo tandem meatus ille formatur, adeſt, ſuper hunc expanditur membrana tympani. 2.) cavitas tympani, quae in partem anteriorem et po- ſteriorem diſtinguitur; in illa orificium tubae Euſtachianae notandum, in hac conſideranda duo foramina, quorum al- terum feneſtra rotunda, alterum feneſtra ovalis appellatur; tuberoſitas quaedam cochleam operiens; canalis Fallopii, portionem duram nervi auditorii tranſmittens; et quatuor ofſſicula auditus; ut primo malleus, cuius caput cum cavi- tate glenoidea incudis per ginglimum articulatur, et ab al- tero latere in apophyſin gracilem, manubrium dictam, de- ſinit; deinde incus, cuius corpus malleo nectitur, duo cru- ra habens, unum brevius et paulo craſſius, alterum lon- gius at tenuius, quod cum tertio oſſiculo orbiculari ſeu len- ticulari, utpote totius corporis minimo, duabusque conve- xis faciebus praedito, cohaeret, una facies incudis crus, oppoſita autem quartum oſſiculum ſtapedem tangit, qui con- ſtat ex capite, duobus lateribus intus ſulcatis, et baſi, fe- neſtrae ovali incumbente. 3.) La- e 5 Geſtalt: wie ein kleiner Bogen. Eintheilung: das mittelſte Stuͤk wird der Grund ge⸗ nennt, und die beiden Seitentheile die Hoͤrner; am Grund iſt die vordere Oberflaͤche gewoͤlbt, die hintere hingegen ausge⸗ hoͤlt; die Hoͤrner ſind laͤnglicht runde doch etwas breite Fort⸗ ſaͤge deſſelben, an deren vordern und hintern Endigungen zuwei⸗ len noch kleine Anhaͤnge, an Geſtalt wie Weizenkoͤrner, ſind. zuſammenhang: mit der Zunge, dem Kopf der Luft⸗ roͤhre und den Griffelfortſaͤen haͤngt es genau zuſammen; mit dem Unterkinbaken, Schulterblatt, Schluͤſſelbein und Bruſtbein auf entfernte Art. Subſtanz: ſehr ſchwammicht. Muzen: der Zunge zur Befeſtigung, und zur Bewe⸗ gung beim Herunterſchluken und Reden zu dienen. Das innere Ohr. Es iſt oben bei der Subſtanz des Schlafbeins von den Gehoͤrwerkzeugen geredet worden, die, in ſo fern ſie aus Knochen beſtehen, hier noch einige Anzeige erfordern. Man muß ſich aber gegenwaͤrtig nur auf das merkwuͤrdigſte ein⸗ ſchraͤnken, indem ohne muͤndliche Erklaͤrung an den mit Fleis dazu praͤparirten Knochen nichts gewiſſes gelernt werden kann; doch kann man ſich auch hierzu der Kupferſtiche ei⸗ nes Valſalva, Duverney, Caſſebohm und Mekels mit Nu⸗ zen bedienen. Ueberhaupt pflegt man folgende vier Abtheilungen an⸗ zunehmen: j.) den aͤuſern Gehoͤrgang; dieſer iſt bei Erwach⸗ ſenen ein gekruͤmmter Kanal, faͤngt von der aͤuſern Oef⸗ nung des Ohrs an, nnd endigt ſich am Trommelfell; bei indern iſt nur der knoͤcherne Ring vorhanden, uͤber den das Trommelfell geſpannt iſt, und aus dem nach und nach jener Kanal gebildet wird. 2.) die Hoͤlung hinter dem Trommelfell; dieſe wird in den vordern und hintern Theil getheilt; in dem erſtern iſt beſonders die Oefnung der Euſtachiſchen Trompete merk⸗ wuͤrdig, in dem andern aber ein paar Oefnungen, wovon eine das runde, die andre das eyrunde Fenſter heiſt; eine Erhabenheit, unter welcher die Schneke liegt; der Fallo⸗ piſche Kanal, durch den der feſte Theil des Gehoͤrnerven geht; und die vier Gehoͤrbeinchen; als erſtlich der Hammer, an dem man den Kopf bemerkt, der mit der flachen Hoͤle des Amboſes in Gelenk ſteht, und den Angriff des Hammers; zweitens der Ambos, an welchem der Haupttheil oder Koͤrper, der mit dem Hammer verbunden iſt, und ſeine beiden Schenkel, ein kur⸗ zer diker, und ein langer duͤnner, zu bemerken ſind; lezte⸗ rer verbindet ſich mit dem dritten, nemlich dem runden oder linſenfoͤrmigen Beinchen, als dem kleinſten am gan⸗ zen menſchlichen Koͤrper, welches zwei erhaben gewoͤlbte Oberfläͤchen hat, mit deren einer es das vorige Bein be⸗ ruͤhrt, mit der andern aber an das vierte, nemlich den Steigbuͤgel, ſtoͤſt, an dem der Kopf, die beiden ausge⸗ hoͤlten Seitentheile und die Grundflaͤche, die auf dem ey⸗ runden Fenſter ſteht, zu betrachten. . 3.) den E 18 3.) Labyrinthus, cuius veſtibulum in tortuoſam flectitur cavitatem, canales tres ſemicirculares cum cochlea hic no- tatu ſunt digna. G 4.) Meatus auditorius internus, in poſteriori oſſis petro- ſi ſuperficie deſinens, partemque mollem et duram nervi auditorii recipiens. Truncus ſceleti. Spina dorſi. Ex vertebris colli, dorſi et lumborum atque oſſe ſa- cro et coccygis conſtans. Quum omnes vertebrae multa inter ſe communia ha- beant, ſuperfluae repetitiones optime evitantur, ſi primo cas generatim, deinde ſingulas ſpeciatim, ubi nempe a re- diquis diſcrepant, conſiderabis.— In vertebris generatim annotanda ſunt: Nomina varia: Spondyli, cet. Situs. put et os ſacrum. in trunci parte poſteriori et media, inter occi- Fura: ſi a latere adſpiciantur, naturalibus adhuc gau- dentes coniundiionibus, tunc ſpina dorſi in regione ſcapula- rum extrorſum, verſus medium dorſi introrſum, et verſus os ſacrum non nihil extrorſum vergit, ſimulque quaſi py- ramidalis, i. c. ſuperius anguſtam, inferius latiorem habet formam. Diviſio: viginti quatuor plerumque oſſa diſtincta ſunt, ſeptem ſuperiora vertebrae colli, duodecim media vertebrac dorſi, et quinque inferiora vertebrae lumborum ſalutantur. Non raro et octo vertebrae adſunt colli, praeſertim in il- lis, quibus collum procerius eſt. w Facies: corpus vertebrae dicitur pars principalis ante- riora ſpectans, fornicata, cuius ſuperficies ſuperior et in- ferior plane excavata, in vertebris colli alia tamen ratione, ac in reliquis, laminaque cartilaginea tecta. Connexio: vertebra ſuperior cum occipite, reliquae in- ter ſe et ex parte cum coſtis, ultima autem inferius cum oſſe ſacro nectuntur. Subſtantia: poſterioribus tamen compactior. in corpore et apophyfſibus ſpongioſa, in ——— 3) den Irrgang; in dieſem merkt man den Vor⸗ hof, als eine ganz ſonderbar gekruͤmmte Hoͤle, die drei halbzirkelfoͤrmigen Kanaͤle und den Schnekengang. 4.) den innern Gehoͤrgang; der ſich an der inwen⸗ digen und hintern Oberflaͤche des Felſenbeins endigt, durch welches Loch der weiche und harte Theil des 6 Oehötnerven ſeinen Eingang nimmt. Der Rumpf oder Stamm des Gerippes. Das Ruüuͤkgrad. Dieſes beſteht aus den Halswirbelbeinen, Ruͤken⸗ und endenwirbelbeinen, dem heiligen Bein, und dem Schwanz⸗ bein. Da alle Wirbelbeine ſehr vieles mit einander gemein haben, ſo kann man ſie, um uͤberfluͤſſige Wiederholungen zu vermeiden, uͤberhaupt betrachten, und nur das beſonders an⸗ zeigen, worinnen einige von den uͤbrigen abweichen. An den Wirbelbeinen uͤberhaupt bemerkt man: Verſchiedene Namen: Gewerbbeine ꝛc. Lage: an dem hintern und mittlern Theil des Rumpfs, vom Hinterhaupt an bis herunter ans heilige Bein. Geſtalt: wenn man ſie von der Seite betrachtet und ſie noch in ihrer natuͤrlichen Verbindung ſind, ſo iſt das Ruͤk⸗ grad in der Gegend der Schulterblaͤtter auswaͤrts, gegen die Mitte des Ruͤkens einwaͤrts, und gegen das heilige Bein wieder etwas auswaͤrts gebogen, es iſt dabei die Geſtalt gleichſam pyramiden⸗ oder kegelfoͤrmig, das iſt, die obern ſind ſchmaͤler, die untern aber breiter. Eintheilung: es ſind gewoͤhnlich vier und zwanzig un⸗ terſchiedene Knochen; die ſieben oberſten werden Halswirbel⸗ beine, die zwoͤlf mittelſten Ruͤkenwirbelbeine, und die fuͤnf unterſten Lendenwirbelbeine genennt. Bisweilen findet man jedoch, zumal an langhalſichen Perſonen, acht Halswirbelbeine. Gegenden: der Koͤrper jeden Wirbelbeins iſt der mit⸗ telſte vorn gerundete und dikſte Theil, ſeine obere und un⸗ tere Flaͤche iſt flach ausgehoͤlt, doch bei den Halswirbelbei⸗ nen anders als bei den uͤbrigen, und wird mit einer Knor⸗ pelplatte ausgefuͤlt. zuſammenhang: das oberſte mit dem Hinterhaupts⸗ bein, die uͤbrigen unter ſich ſelbſt und zum Theil mit den Rippen, das unterſte mit dem heiligen Bein. Subſtanz: am Koͤrper und an den Fortſaͤzen ſehr ſchwammicht, doch am leztern etwas feſter. . Eminentiae externae: in qualibet vertebra ſeptem apo- Aeuſerliche Erhabenheiten: deren ſind an jedem Wir⸗ phyſes; duae inquam oblique ſuperiores et duae oblique belbein ſieben, nemlich zwei ſchief aufwaͤrts, und zwei ſchief herabwaͤrts gehende Fortſaͤze, zwei Querfortſaͤhe zu beiden Seiten, und ein graͤticher hinterwaͤrts, oder die Graͤte. —— inferiores, articulationibus famulantes, duae transverſales la- terales, ct una ſpinoſa poſterius eminens. Excavationes: amplum foramen ovale inter Corpus et apophyſes in qualibet vertebra occurrit; haec foramina coniunctim ſumta canalem formant, in quo medulla ſpina- lis cum ſuis involucris reconditur; ſingulae vertebrae inſu- per Aushoͤlungen: jedes Wirbelbein hat ein groſes laͤng⸗ lich rundes Loch, das zwiſchen dem Koͤrper und den Fortſaͤ⸗ zen durchgeht; von allen Wirbelbeinen zuſammengenommen bildet dieſes einen Kanal, worinnen das Ruͤkenmark mit ſei⸗ nen ———— . 3 SeeenSee⸗ 5 Mr Mer Sres S e te aen, ae dSe iAeee Bec NARMEe Slec ieea Be e e s, A er Rn Ser d tae“““ en Schnekengan) i g; der ſi an de mn des Getiypes grad. wirdelbeinen, Ruͤken, und a Dan, und dem Scjwan vieles mit anander gemein erflliſſige Widderholungen; zu und nur das beſonders an⸗ übrigen abweichen. erhaupt bemerkt man: hewerbbeine te. mittlern Theil des Rumyfs, t ans heilige Vein. en der Seite betrachtet und dindung ſid ſo iſ das Rä⸗ eblätter auswaͤrts, gegen die und gegen das heilige Bein n, es iſt dabei die Geſtalt furmig, das iſt, die ohern reiter. ohnlich vier und zwanzig un⸗ oberſten werden Halswirbel⸗ kenwirbelbeine, und die fuͤnf ennt. Bisweilen findet man erſonen, acht Halswirbelbeine. den Wiebelbeins iſt der mit⸗ Theil, ſeine obere und un⸗ doch bei den Halswirdelbei⸗ , und wird mit einer Knor⸗ herſte mit dem Hinterhaupls⸗ lbſt und zum Theil mit den helligen Bein. und an den Fortſähen ſehr wwas feſter. n: deren ſind an jiden Wr⸗ ef aufwaͤrts/ und zwei ſcie ſef wei Querfortſihe ju beiden dder die Grate. tein groſes laͤng⸗ n Fortſi⸗ enommen erwaͤrts/ belbei bei n 1 en Kürper und de 8 iinen uienens ntſ Ruͤkenmar an das Ni ten A=edA 444=.—0 a e Fe, 19 per quatuor diſtinctis inciſuris, inter corpus et pophyles transverſales, ſuperne et inferne donatae; quae, ſi con- currunt cum adiacentium vertebrarum inciſuris, ad latera ſpinae dorſi foramina conſtituunt, lateralia dicta, nervis ſpinalibus egreſſum praebentia. VFſus: ſpina dorſi, fulcrum corporis praecipuum, flexi- ſitate ſua diverſimode motus facilitat, medullamque ſpina- lem defendit. In vertebris ſeciatim conſiderandum, et quidem primo in vertebris colli, quod earum corpora(Tab. IX. K. Tab. XIII. fig. 3. K. K.) reliquis graciliora, apophyſibus tranſverſis perforatis(Tab. XI. N. N. N.), hisque et ſpinoſis poſterioribus bifurcatis gaudeant(Tab. XIII. fig. 3. m. mem.) X Prima colli vertebra alias, quoniam caput ſuſtentat, At- las dicta, proprie quidem corpore et apophyſi ſpinoſa de- ſtituitur, unde circulo potius quaſi oſſeo haud abſimilis, ſed craſſiſſimas amplasque habet apophyſes obliquas, qua- rum ſuperiores leviter excavatae proceſſus occipitis condy- loideos amplecqtuntur. Locus, quem in aliis vertebris cor- pus occupat, apophyſi dentiformi ſequentis vertebrac ex- pletur, et haec apophyſis ligamento tranſverſali proprio ne- Gitur et firmatur. Secunda colli vertebra craſſiſſimo corpore craſſiſſimaque inter omnes colli vertebras apophyſi ſpinoſa gaudet, apo- phyſique peculiari ex corporis ſui ſuperficie ſuperiori per- pendiculariter exſurgente donata, ob ſimilitudinem cum den- te canino, dentiformis ſeu odontoides appellata, cum ſu- prema vertebra„ mediante ligamento paulo ante tranſverſali dido, cum magno autem occipitis foramine per ligamen- tum cohaeret, caputque in trunco fulcit atque ſuſtentat. Ca- put cum collo vertendo, inter has ſupremas vertebras ro- tatio peragitur, unde, quia rotae inſtar circa axem move- tur, Axis vel Epiſtropheus dicitur. Tertia, quarta, quinta et ſexta colli vertebra, quia a re- liquarum proprietatibus ſupra expoſitis parum recedunt, numeris ſolum diſtinguuntur. Et ſeptima prioribus ſimillima, exceptis apophyſi ſpinoſa paulo longiori, et tranſverſis la- tioribus, unde haec et prominens vertebra audit(Tab. IX. 0. O.) In vertehris dorſi(Tab. I. IX. XI. XIII. P. P.) animadver- tuntur: corpora earum verſus inferiora magis voluminoſa et lata, ſuperficies ambas oſtendunt planiores, ad latera pro coſtarum adhaeſione tenellis exciſuris inſtructae ſunt; apophyſibus transverſis impreſſac foveolae coſtas firmant; ſpinoſae declives(Tab. XIII. fig. 3. v. v. v.) invicem ſibi in- cumbunt, praeter ſuperiores et inferiores, quae magis di- ſtant. In vertebris lumborum(Tab. IX. XI. XIII. Q. Q.) praeter generalia iam indicata, ſequentia adhuc veniunt conſideran- da; nen Bedekungen liegt; naͤchſtdem hat jedes noch vier beſon⸗ dere Aushoͤlungen, nemlich zwiſchen dem Koͤrper und den Querfortſaͤzen oberwaͤrts und unterwaͤrts; ſo lang nun die Wirbelbeine mit einander verbunden ſind, entſtehen hieraus an den Seiten des Ruͤkgrads Loͤcher, wodurch die Ruͤkenmarks⸗ nerven herauslaufen, und die man die Seitenloͤcher nennt. Muzen: das Ruͤkgrad iſt eine vorzuͤgliche Stuͤze des Koͤrpers, hilft zu vielerlei Bewegungen und beſchuͤßt das Ruͤkenmark. An den Wirbelbeinen inſonderheit iſt zu bemer⸗ ken, und zwar erſtlich an den Halswirbelbeinen, daß ihre Koͤrper(Tab. IX. K. Tab. XIII. fig. 3. K. K.) gegen die uͤbri⸗ gen gerechnet, duͤnner, und die Querfortſaͤze durchloͤchert ſind(Tab. Xl. N. N. N.); dieſe Querfortſaͤze, wie auch die hintern graͤtichen haben gedoppelte Spizen(Tab XIII. fig. 3. m. m. m.). Das erſte Halswirbelbein, das ſonſt auch der Atlas genennt wird, hat eigentlich gar keinen Koͤrper, auch keinen graͤtichen Fortſaz, daher es faſt einem knoͤchernen Ring aͤhn⸗ lich iſt, hingegen die dikſten ſchiefen Fortſaͤze, wovon die beiden obern ausgehoͤlt ſind und die Gelenkfortſaͤze des Hin⸗ terhauptbeins aufnehmen. An der Stelle, wo bei andern Wirbelbeinen der Koͤrper iſt, liegt bei dieſem der zahnfoͤr⸗ mige Fortſaz des folgenden Wirbelbeins, um welchen ein eigenes Band queruͤber geht. Das zweite Halswirbelbein hat den ſtaͤrkſten Koͤrper auch den ſtaͤrkſten graͤtichen Fortſaz unter allen Halswirbel⸗ beinen, und noch dieſes beſondere, daß oberwaͤrts aus ſei⸗ nem Koͤrper ein ſtarker Fortſaz hervortritt, der wegen eini⸗ ger Aehnlichkeit der zahnfoͤrmige genannt wird, und mit dem erſten Wirbelbein mittelſt vorbenannten Querbandes, mit dem groſen Loch des Hinterhauptbeins aber auch durch ein eige⸗ nes Band zuſammenhaͤngt, und alſo den Kopf mit dem Rumpf befeſtigen hilft. Beim Herumdrehen des Kopfs ge⸗ ſchieht zwiſchen dieſen beiden Wirbelbeinen die Wendung, daher man lezteres die Axe nennt. Das dritte, vierte, fuͤnfte und ſechſte Halswirbel⸗ bein haben auſer den ſchon beruͤhrten algemeinen Eigenſchaf⸗ ten nichts beſonders an ſich, und werden daher nur durch die Zahl unterſchieden. Auch das ſiebente iſt den vorher⸗ gehenden in allen Stuͤken aͤhnlich, auſer daß deſſen graͤticher Fortſaz etwas laͤnger und die Querfortſaͤze breiter ſind, daher es das hervorſtehende genennt wird(Tab. IX. o. o.). An den Ruͤkenwirbelbeinen(Tab. I. IX. XI. XIII. P. P.) bemerkt man: ihre Koͤrper werden von oben nach unten immer ſtaͤrker und breiter, auch deren beide Oberflaͤchen mehr platt; ſie haben zu beiden Seiten kleine Vertiefungen, um die Rippen aufzunehmen; die Querfortſaͤze haben aͤhnliche Hoͤlungen zur Befeſtigung der Rippen; die graͤtichen Fort⸗ ſäze(Tab. XlII. fig. 3. V. V. V.) liegen gebogen auf einander, ausgenommen bei den obern und untern, wo ſe mehr grad⸗ aus ſtehen. An den Lendenwirbelbeinen(Tab. IX. XI. XIII. Q. Q. Q) kann man noch bemerken: daß ſie in Abſicht ihrer ganzen —y———— — 20 3 d= da; quod corpora earum ratione compagis prioribus ro- buſtiora, apophyſibus ſpinoſis non inclinatis, ſed rectis ſive horizontalibus fimulque craſſis gaudeant. Oos ſacrum. Nomina varia; hypoſpondylon; ſacrum autem ſine du- bio ita dictum, quia veteres omne magnum et grande ſa- crum cognominabant. Annotanda in co ſunt: Situs: in inferiori et poſteriori trunci parte(Tab. IX. Xl. XlII. R. R. R.). Eigura: ad triangulum fere accedens, cuius baſis ſu- periora, apex vero inferiora reſpicit. Diviſio: in infantibus ex quinque vel ſex diverſis con- ſtat vertebris, ſic dictis ſpuris, quae in adultis in unum os continuum coaleſcunt, cuius tamen coalitus in ſenio ad- huc veſtigia remanent, circa anteriorem praeſertim et con- cavam faciem. Notanda hic eſt differentia, ſecundum quam in ſceleto virili os ſacrum magis introrſum incurva- tum eſt, quam in foeminino. Facies: ſuperficies interna concava glabra(Iab. IX. R.), externa gibba, aſpera, inaequalis(Tab. XIII. fig. 3. R. R. K.); baſis ſurſum, apex deorſum vergens, et duae ſuperficies laterales. Connexio: baſis cum ultima lumborum vertebra, latera cum offibus innominatis, et apex cum oſſe coccygis com- binantur. Subſtantia: valde ſpongioſa. Eminentiae et excavationes: ſuperficies interna quatuor ordinarie, rarius quinque paria foraminum(Tab. IX. fig. 1. X. X. X.) monſtrat, e quibus nervi ſic dicti ſacri exeunt, pelvim ingreſſuri: ſuperficies externa totidem pertuſa fora- minibus paulo anguſtioribus, membranis tamen aut potius perioſteo obturatis, et ſolum firmiori muſculorum inſertio- ni, ut videtur, deſtinatis. Per medium oſſis canalis coni- cus a ſummo ad finem decurrens, cum omnibus deſcriptis foraminibus communicationem habens, continuationem ca- nalis ſpinae dorſalis exhibet, et finem medullae ſpinalis, five ſic dictam caudam equinam cuſtodit. Tubercula in partibus poſterioribus et lateralibus(Tab. XIII. fig. 3. R. R.) hinc inde prominentia, nihil aliud ſunt, quam apophyſium ſpinoſarum et transverſalium reliquiae. LEſus: omnibus vertebris fulcimento eſt, fines medullae ſpinalis tuetur, partem pelvis poſteriorem conſtituit, cet. Os caudae vel coccygis. Situs: in inferiori et acuminata oſſis ſacri parte(Tab. IX. fig. 2. Tab. XlII. fig. 3. 8. 8. S.). Iigura: cum triangulo quaſi comparanda. Diviſio: ex pluribus conſtans fruſtulis, in adultis con- ſueto more in unicum os coalitis. In multis quadrupedi- bus eorum loco adeſt ſcries minimarum vertebrarum, cau- dam tunc componentium. Facies: ganzen Struktur weit ſtaͤrker ſind, als die vorhergehenden, und daß die graͤtichen Fortſaͤze nicht abhaͤngig, ſondern grad⸗ aus ſtehen, und dabei ſehr ſtark ſind. Das heilige Bein. Namen: warſcheinlich daher, weil die Alten alles was gros und ſtark war, mit dieſem Beiwort zu belegen pflegten. Man bemerkt daran: Lage: am untern und hintern Theil des Stamms (Tab. IX. XI. XIII. R. R. R.). Geſtalt: beinahe eines Dreieks, deſſen Grundflaͤche nach oben, die Spize aber nach unten gekehrt iſt. Eintheilung: bei Kindern beſteht es aus fuͤnf bis ſechs unterſchiedenen unvolkommenen Wirbelbeinen, die aber bei Erwachſenen unter ſich und in einen feſten Knochen verwach⸗ ſen ſind, wovon man jedoch beſonders an der vordern aus⸗ gehoͤlten Seite auch in dem hoͤchſten Alter noch Spuren ent⸗ deken kann. Auch iſt dieſer Knochen an dem maͤnnlichen Skelet mehr einwaͤrts gebogen, als bei Frauensperſonen. Gegenden: eine inwendige glatte ausgehoͤlte Oberflaͤche (Tab. IX. R.), eine auswendig gewoͤlbte, ungleiche und rauhe (Tab. XIII. fig. 3. R. R. R.); die Grundflaͤche oberwaͤrts, die Spize unterwaͤrts, und zwei Seitenflaͤchen. Fuſammenhang: oberwaͤrts mit dem lezten Wirbel⸗ bein, zu beiden Seiten mit den ungenannten Beinen, und unten mit dem Schwanzbein. Subſtanz: welche ſehr ſchwammicht iſt. Erhabenheiten und Vertiefungen: an der innern Seite vier- ſelten fuͤnf paar Loͤcher(Tab. IX. fig. 1. X. X. X.), durch welche die ſogenannten heiligen Nerven ins Beken tre⸗ ten: an der aͤuſern Seite eben ſo viele, aber etwas kleinere Loͤcher, die durch Haͤute oder vielmehr durchs Beinhaͤutchen verſchloſſen ſind, und blos zur beſſern Befeſtigung der Mus⸗ keln beſtimmt zu ſeyn ſcheinen. Durch die Mitte deſſelben von oben nach unten ein ſpizig zulaufender Kanal, der mit dieſen Loͤchern in Verbindung ſteht, und eine Fortſezung des langen Kanals vom Ruͤkgrad iſt, und das Ende des Ruͤ⸗ kenmarks den ſogenannten Pferdſchweif in ſich haͤlt. Die Erhabenheiten an den hintern⸗ und Seitentheilen(Tab. XIII. fig. z. R. R.) ſind nichts anders als Ueberbleibſel der graͤti⸗ chen⸗ und Querfortſaͤze. Nuzen: den ſaͤmtlichen Wirbelbeinen zur Stuͤze zu dienen, das Ende des Nuͤkenmarks zu beſchuͤzen, den hin⸗ tern Theil des Bekens zu fuͤllen, u. ſ. w. Das Schwanzbein. Lage: am untern und ſpizigen Theil des Pe äen Beins (Tab. IX. fig. 2. Tab. XIII. fig. 3. s. s. 8.). Geſtalt: hat einige Aehnlichkeit mit einem Dreiek. Eintheilung: es beſteht aus mehrern Stuͤken, die aber bei erwachſenen Perſonen gewoͤhnlich in einen Knochen zuſam⸗ mengewachſen ſind. Bei verſchiedenen Thieren beſteht es aus vielen Wirbelbeinchen.„ die ſodenn den Schwanz ausmachen. Gegen⸗ 1111 nd„ als d le vorhe abhängig, ſordenn t, ſind. d⸗ Bein. weil die Alten alle tern Thell des Stamms reieks, deſſen Grundfliche unten gekehrt ſſt. deeh aus fünf bis ſehe Wrrdedenn, die aber ba inen feſten Knochen verwach⸗ onders an der vordern aus, ten Alter noch Spuren ent⸗ ochen an dem minnlichen als bei Frauensperſonen. Zatte ausgehilte Oberflaͤche vildte, ungleiche und ruuhe Grundflaͤche oberwarts de eitenflaͤchen. s wit dem lezten Wirbel⸗ ungenannten Beinen, uid hwamnicht iſt tiefungen: an der innern her(Tab. X fig. I. XXX.), ligen Nerven ins Beken tre⸗ ſo viele, aber etwas kleinere lmehr durchs Veinhäutchen heſſern Befeſtigung der Mus⸗ Durch die Mitte deſſelben zulaufender Kanal, der mit ͤt, und eine Fortſezung des ¹, und das Ende des Nü⸗ ſchweif in ſich hält. Die und Seitentheilen(Tab.Xlll als Ueberbleibſel der gräti⸗ Wiebelbeinen zur Stiie zu arks zu beſchuen, den hin⸗ „ u. ſ. w. anzbein. b gen Theil des helllen ein z. 8.8. 3.) chkeit mit inem Dreiek⸗ mehrern Stuken/ die aber bei h einen Knochen uin denen Thieren beſteht es au . n. Schwanz ausmahe zu belegen pflegten. — e u e. Facies: externa convexa, inaequalis, interna autem concava. 8 G Connexio: proxime cum oſſe ſacro; remote per liga- menta cum oſſe iſchio. Subſtantia: eſt ſpongioſa. Vſus: inteſtino recto eiusque ſphincteri punctum fi- xum praebendo, opitulatur. Coſtae verae et ſpuriae. Situs: inter vertebras dorſi et ſternum, ita quidem, ut transverſim et oblique a poſterioribus verſus anteriora ſimulque inferiora deſcendant(Tab. IX. fig. 1. O. O. O.). Figura: plus minusve incurvata, ſpeciem arcus quaſi repraeſentat. Diviſio: in veras et ſpurias, de quibus ſupra. Regiones et connexio: in quavis coſta notanda: media pars, corpus quaſi conſtituens; extremitas poſterior, in qua duo capitula, quorum maius cum ipſo vertebrarum corpore, minus autem, quod in duabus infimis coſtis deſi- deratur, cum apophyſi transverſali cohaeret; portio intra haec capitula collum vocatur. Extremitas anterior, cui cartilago implantatur(Tab. IX. fig. 1. A. A.) in ſeptem ſu- perioribus coſtis cum ſterno copulata; ſuperficies externa convexa, interna concava; margo ſuperior obtuſus, infe- rior acutus, interiori latere ſulco excavatus, pro vaſis ſan- guiferis et nervis cuſtodiendis. Subſtantia, admodum ſpongioſa, unde levi ex cauſa franguntur. Ehus: pectoris cavum maxima ex parte efformant, re- conditaque viſcera muniunt. Sternum. Situs: anteriorem et mediam thoracis partem occu- pans, ſecundum longitudinem decurrit(Tab. IX. fig. I. M. M.). Figura: pugioni fere, ut ſupra monitum, aequipa- randum. Diviſio-: pars ſuperior brevis et lata, mox tamen fit anguſtior; in facie interna marginis ſuperioris inciſura adeſt, pro aſpera arteria ſuſcipienda, ad latera duo ſinus ampli pro articulatione cum claviculis, ſub quibus immediate car- tilago primae coſtae cum hac ſterni parte coaleſcit. Pars media longior, ſed anguſtior praecedenti, circa latera ex- cavationes quasdam parvas oſtendit, pro cartilaginum in- tercoſtalium receptione. Pars infima(Tab. IX. fig. 1. N.) plerumque cartilaginea, non raro oſſea, nunc introrſum, nunc extrorſum vergens, nunc uno nunc duobus mucroni- bus terminatur. Hanc regionem ſcrobiculum cordis appel- litant, et tanquam medium inter praecordia et abdomen aſſumunt. Ab ictibus in hanc partem impulſis, praeſertim ventriculo cibis repleto, triſtia plerumque proficiſcuntur ſymptomata. Lacies: 21 Gegenden: die aͤuſere Flaͤche iſt uneben und gewoͤlbt, die inwendige hingegen mehr gleich und ausgehoͤlt. Fuſammenhang: zunaͤchſt mit dem heiligen Bein, auf entfernte Art aber durch Baͤnder mit dem Sizbein. Subſtanz: iſt ſchwammicht. Muzen: es dient dem After und deſſen Schliesmuskel zur Befeſtigung. Die wahren und falſchen Rippen. Lage: zwiſchen den Ruͤkenwirbelbeinen und dem Bruſt⸗ bein, doch ſo, daß ſie in die Quere und ſchief von hinten nach vorn und herunterwaͤrts laufen(Tab. IX. fig. 1. o. o. o.) Geſtalt: ſie ſind mehr oder weniger gekruͤmmt, und machen alſo eine Art von Bogen aus. Eintheilung: in wahre und falſche. Gegenden und zuſammenhang: Man kann an je⸗ der bemerken: den mittlern Theil, der gleichſam den Koͤr⸗ per derſelben vorſtelt; die hintere Endigung, woran zwei Er⸗ habenheiten, deren groͤſere mit dem Koͤrper der Wirbelbeine zuſammenhaͤngt, die kleinere aber, ſo jedoch an den beiden unterſten Rippen fehlt, an die Querfortſaͤze ſtoͤſt; der Theil zwiſchen dieſen Erhabenheiten heiſt der Hals der Rippe. Die vordere Endigung, an der ein Knorpel angewachſen iſt(Tab. IX. fig. 1. A. A.), der ſich bei den obern ſieben Rippen mit dem Bruſtbein verbindet: die aͤuſere gewoͤlbte, und die in⸗ nere ausgehoͤlte Flaͤche; einen obern diken, und einen un⸗ tern ſcharfen Rand, an deſſen inwendiger Seite eine Rin⸗ ne, worinnen Blutgefaͤſe und Nerven liegen. Subſtanz: ſehr ſchwammicht, daher ſie leicht zerbrechen. Nuzen: die Bruſthoͤle zu bilden, und die darinnen ge⸗ legenen Eingeweide zu beſchuͤzen. Das Bruſtbein. Lage: am vordern und mittlern Theil der Bruſt(Tab. IX. fig. 1. M. M.). Geſtalt: einem Dolch etwas aͤhnlich, wie ſchon oben erinnert worden. Eintheilung: der obere Theil iſt kurz und breit, wird aber bald ſchmaͤler; an der innern Seite des obern Rands iſt eine Aushoͤlung, worinnen die Luftroͤhre liegt, zu beiden Seiten zwei andere Aushoͤlungen zur Aufnahme der Schluͤſ⸗ ſelbeine; gleich unter dieſen verbindet ſich die erſte Rippe durch ihren Knorpel mit dieſem obern Theil des Bruſtbeins. Der mittlere Theil iſt laͤnger aber ſchmaͤler, und hat an bei⸗ den Seiten verſchiedene kleine Aushoͤlungen um die Knorpel der Rippen aufzunehmen. Der unterſte Theil iſt meiſtens von Knorpel, oͤfters auch verknoͤchert(Tab. IX. fig. 1. N.), bald einwaͤrts bald auswaͤrts gebogen, bald endigt er ſich mit einer⸗- bald mit zwei Spizen. Man nennt dieſe Gegend das Herzgruͤbchen, und haͤlt es vor den Mittelpunkt zwiſchen der Bruſt und dem Unterleib. Stoͤſe auf dieſen Theil, zu⸗ mal bei angefuͤltem Magen, pflegen ſehr gefaͤhrliche Zufaͤlle zu erregen. S Gegen⸗ 4 1 —— ————————————————————— — 2—— A-S — 22 ̃ʒyʒS· M=, e Pacies: externa convexa, interna concava, ambae laeves. Comnexio: in parte ſuprema cum claviculis, et ad late- ra cum cartilaginibus intercoſtalibus. Subſtantia: in totum ſpongioſa, et tenuiſſima tantum lamella oſſea cincta. Vihus: cartilagines intercoſtales recipiendo, contignatio- nem pectoris oſſeam ab anterioribus implet ac perficit, quo partes reconditae magis defendantur. Oſa innominata. Sinus: in parte trunci infima(Tab. IX. XI. XIII. c. f. g.). Figura: aegre definienda, omneni quĩppe reſpuens com- parationem. Diviſio: in adultis, ut fupra iam dictum, duo ingen- tia planaque ſunt oſſa; in infantibus contra quodlibet ho- rum ex tribus diſtindtis cartilagineque ſeparatis fruſtis, in medio fere magni acetabuli(Tab. IX. fig. 2. h.) conſpiran- tibus, conſtat; pars ſuperior, poſterior ſimulque maxima tum demum os ileum(Tab. IX. fig. 1. e.), inferior et me- dia os iſchium(Tab. IX. fig. 1. f.), anterior autem et mini- ma os pubis ſeu pectinis(Tab. IX. fig. 1. S.) ſalutatur: haec tamen fruſtula procedente tempore ita inter ſe confluunt, ut in adultis ne minimum quidem priſtinae diviſionis veſti- gium detegi poſſit. Regiones: ſuperficies externa antrorſum valde irregularis, nonnihil convexa, retrorſum concava; notanda hic prae- cipue profunda illa cavitas, acetabulum vulgo dicta, rece- ptioni capitis femoris(Tab. XIII. fig. I. 2. r. r.) dicata, in cuius fundo parva inſuper foveola, ligamentum ſic dictum teres amplectitur; circumcirca acetabulum adeſt margo cartilaginoſus, ſupercilium vulgo dictus, ad caput femoris arctius firmandum; ante acetabulum foramen adeſt magnum ovale(Tab. IX. XIII. B. B.), muſculis propriis obturatoriis totum fere clauſum. Superficies interna concava, eminen- tia quadam, ab oſſibus pubis incipiente transverſimque ad os ſacrum usque progrediente, diſtincta eſt; lineam trans- verſalem vocant, et ſpatium ſub hac pelvis fundum. Al- ſumuntur praeterea in hoc oſſe quatuor margines, ut I. ſu- perior, criſta ſeu ſpina quoque dicta, cartilagine obducta, retro circa tuberculum ilei poſterius oritur, aſcendendo ar- cum format, et terminatur in tuberculo ſuperiori; 2. an- terior, ab hoc tuberculo usque ad ſymphyſin oſſium pubis extenſus; prope originem ſuam monſtrat planam et pro- fundiorem exciſuram, funiculum ſpermaticum et vaſa cru- ralia tranſmittentem; 3. inferior, a coniunctione oſſium pu- bis usque ad tuberoſitatem amplam, craſſam, inaequalem iſchii, quae proprio ligamento ſatis firmo latoque, iſchia- dico- ſacrum vulgo dicunt, oſſi ſacro neditur; et 4. po- ſtcrior ab hac tuberoſitate ad tuberculum poſterius ilei pro- tractus; Gegenden: die aͤuſere Flaͤche iſt gewoͤlbt, die innere hingegen ausgeholt, und beide ſind glatt. Zuſammenhang: oberwaͤrts mit den Schluͤſſelbeinen und zu beiden Seiten mit den Rippenknorpeln. Subſtanz: durchaus ſchwammicht, und nur mit einer ſehr duͤnnen Knochenhaut umkleidet. Muzen: die Rippenknorpel aufzunehmen, und dadurch die Bruſthoͤle von vorne volkommen zu machen, wodurch die darinnen enthaltenen Theile kraͤftig beſchuͤzt werden. Die ungenannten Beine. Lage: an dem untern Theil des Stamms(Tab. IX. XI. XlII. e. f. g.) Geſtalt: iſt ſchwer zu beſtimmen, denn ſie iſt mit nichts zu vergleichen. Eintheilung: es ſind dieſes bei Erwachſenen, wie ſchon oben erinnert worden, zwei groſe und flache Knochen; bei Kindern hingegen beſteht jeder derſelben aus drei verſchiede⸗ nen und durch Knorpel abgeſonderten Stuͤken, die faſt in der Mitte der groſen Pfanne(Tab. IX. fig. 2. h.) zuſammenſto⸗ ſen, wo ſodann der obere, hintere und groͤſere Theil das Huͤft⸗ oder Darmbein(Tab. IX. fig. 1. e.), der untere und mittlere das Geſaͤsbein(Tab. IX. fig. 1. f.), und der vordere kleinſte das Scham⸗ oder Schosbein(Tab. IX. fig. 1. g.) ge⸗ nennt wird. Dieſe Stuͤke verwachſen ſich jedoch mit der Zeit dergeſtalt unter einander, daß man bei Erwachſenen auch nicht die geringſte Spur des ehemaligen Unterſchieds mehr bemerken kann. Gegenden: die aͤuſere Oberflaͤche iſt vorn etwas ge⸗ woͤlbt, hinten aber ausgehoͤlt; vorzuͤglich bemerkt man daran die tiefe Hoͤle, die man gewoͤhnlich die Pfanne nennt, und die den Kopf des Schenkelbeins(Tab. XIII. fig. 1. 2. r. r.) aufnimmt; in deren Grund noch eine kleinere Vertiefung iſt, worinnen ſich das ſogenannte runde Gelenkband befeſtigt; faſt um die ganze Pfanne herum iſt ein knorplichter Rand, den Kopf des Schenkels feſter zu halten; gleich vor dieſer Hoͤle das groſe laͤnglichrunde Loch(Tab. IX. XIII. B. B.), wel⸗ ches durch eigene Muskeln faſt gaͤnzlich verſchloſſen wird. An der innern Flaͤche, die ausgehoͤlt iſt, bemerkt man haupt⸗ ſächlich eine Erhabenheit, die ſich vorne an den Schambeinen anfaͤngt, und quer durch bis ans heilige Bein geht; man nennt ſolche die Querlinie, und den Raum unterhalb derſelben, den Grund des Bekens. Man nimmt auch uͤberdis an dieſem Bein vier Raͤnder an, nemlich 1. einen obern, der mit Knorpel uͤber⸗ zogen iſt, und den man auch den Kamm nennt, und hinterwaͤrks an einer Erhabenheit des Darmbeins anfaͤngt, und in Geſtalt eines groſen Bogens vorwaͤrts lauft, wo er ſich in einen ſtum⸗ pfen Winkel endigt; 2. einen vordern, der bei der Erhabenheit dieſes Winkels anfaͤngt, und bis an die Zuſammenfuͤgung der Schambeine geht; dieſer hat gleich bei ſeinem Anfang einen flachen und einen etwas tiefern Ausſchnitt, durch wel⸗ chen der Samenſtrang und Blutgefaͤſe zum Schenkel heraus⸗ gehen; 3. einen untern, der an der Zuſammenfuͤgung der Schambeine anfaͤngt, und bis zur groſen, diken und unebe⸗ nen vʒQD⁊ ͤͤͤͤͤͤö—é&ͤöͤZͤͤZͤZöZöͤZͤͤͤͤͤ11111 mit 2 mmicht /und 54„ de. nur mit einer ten Beine. hel des Stamms(Tab. M eeſtimmen denn ſie iſt mi bei Erwachſenen, vie ſchon e und fiache Knochen; bei erſelben aus drei verſchiede⸗ ꝛten Stuͤken, die faſt in der MX. fig. 2. h) zuſammenſto⸗ tere und griſere Theil das fg. 1. e.), der untere und .Sg. 1..), und der vordere Hein(Tad. M.§. 1. 8) ge rwachſen ſich jedoch mit der „daß man bei Exwachſenet des ehemaligen Unterſchieds berfläche iſt vorn etwas ge⸗ orzüglich bemerkt man daran lich die Pfanne nennt, und 5(Tab. XIII. fig. 1. 2. r.r.) och eine kleinere Vertiefung runde Gelenkband befeſtigt; m iſt ein knorplichter Rand, zu halten; gleich vor dieſer ch(Tab. X. Xlll. B. B.), wel⸗ t ganzlich verſchloſſen wird. eholt iſt/ bemerkt man haupt⸗ ch vorne an den Schambeinen heilige Bein geßt; man nennt uum unterzalb derſelben/ den t auch uͤberdis an dieſem BVein obern, der wit Knorpel uber damm nennt, und— eins anfäͤngt, und i la Geſlalt ſch in einen ſtum⸗ er rbinr Ehebanhit 4 ͤ ͤ ARAE tractus; in hac marginis parte occurrit eminentia quaedam acuta, ſpina iſchii(Tab. IX. fig. 3. Tab. XI. D. D.) dicta, ligamentum teres coccygi porrigit, iſchio- coccygeum di- Gtum; pone hanc inciſura magna iſchiatica, nervum ma- gnum eiusdem nominis transmittens. Connexio: ſuperius cum ultima lumborum vertebra, po- ſterius cum oſſe ſacro, anterius mediante cartilagine inter ſe invicem, et inferius cum offibus femoris. Subſtantia:- in totum ſpongioſa, excepto ilei centro, ubi externae oſſis tabulae ſe mutuo fere tangunt, locum- que transparentem reddere ſolent. Eſus: haec oſſa cum oſſe ſacro iuncta pelvim conſtitu- unt, in foeminis ampliorem quam in viris; truncum, quem ſuſtinent, cum extremitatibus coniungunt, viſcera quaedam recipiunt et defendunt. Artem obſtetriciam exerciturus de pelvi ipſa omnibus- que in illa partibus contentis exquiſitam partim anatomico- phyſiologicam, partim pathologico- practicam ſibi parare debet cognitionem. Quatenus haec ex libris eſt haurien- da, praccipue commendanda ſunt ſcripta ſequentia*). Qui autem ſumtibus ferendis par eſt, illi ex aſſe ſatisfacient ope- ra ſplendida mox nominanda**). Extremitates ſuperiores et inſeriores. Claviculae. Situs: in ſuprema thoracis parte, inter ſternum et ſca- pulam(Tab. IX. fig. 1. L. L.). Figura: cum clavibus veterum, unde nomen traxerunt, certo reſpectu conveniunt; cum Latinorum litera(8) ma- gis comparari poſſunt(Tab. VIII. fig. 1. L.). Diviſio: in corpus et extremitates. Facies: pars media ſeu corpus exterius convexum, in- terius autem concavum, ſulco quaſi diviſum, vaſis ſangui- feris nervisque celandis inſerviente; extremitas anterior (Tab. IX. fig. 1. a. a.) ſterno adunata, craſſa et fere trian- ularis — 8 K8—= 23 nen Erhabenheit des Geſaͤsbeins geht, welche mit dem heiligen Bein durch ein eigenes breites Band verbunden iſt; und 4. einen hintern, der da anfaͤngt, wo der vorige aufhoͤrt; man bemerkt an dieſem Theil des Randes eine ſcharfe Her⸗ vorragung, die die Graͤte des Geſaͤsbeins heiſt(Tab. IX. fig. 3. Tab. XI. D. D.), von welcher ein rundes Band nach dem Schwanzbein hinuͤber geht; hinter derſelben ein groſer tiefer Einſchnitt, durch den der groſe Huͤftnerve geht. Zuſammenhang: oberwaͤrts mit dem lezten Lendenwir⸗ belbein, hinterwaͤrts mit dem heiligen Bein, vorwaͤrts mittelſt eines Knorpels unter ſich ſelbſt, und unterwaͤrts mit den Schenkelknochen. Subſtanz: durchaus ſchwammicht, auſer in der Mitte des Darmbeins, wo die zwei aͤuſern Knochentafeln faſt an einander liegen, daher dieſe Stelle durchſichtig zu ſeyn pflegt. Muzen: dieſe Knochen machen in Verbindung mit dem heiligen Bein das Beken aus, das bei Frauensperſonen wei⸗ ter iſt, als bei Maͤnnern; ſie unterſtuͤhen den ganzen Stamm, mit dem ſie die untern Glieder in Verbindung bringen, nebſt dem enthalten und beſchuͤzen ſie verſchiedene Eingeweide. Wer die Hebammenkunſt ausuͤben will, hat noͤthig, von dem Beken ſelbſt, und allen darinnen enthaltenen Theilen, genaue ſowohl anatomiſch⸗phyſiologiſche, als auch patholo⸗ giſch⸗ praktiſche Kenntniſſe ſich zu erwerben. In ſo fern dieſes durch Buͤcher geſchehen kann, dienen folgende dazu*). Wer die Koſten aufwenden kann, wird aus folgenden praͤch⸗ tigen Werken viel Nuhzen ſchoͤpfen koͤnnen**). Die obern und untern Gliedmaſen. Die Schluͤſſelbeine. Lage: am obern Theil der Bruſt, zwiſchen dem Bruſt⸗ bein und dem Schulterblatt(Tab. IX. fig. 1. L. L.). Geſtalt: eine geringe Aehnlichkeit mit den Schluͤſſeln der Alten, daher ſie auch den Namen bekommen haben; mit dem lateiniſchen Buchſtaben(8) koͤnnen ſie beſſer ver⸗ glichen werden(Tab. VIII. fig. 1. L.). G Eintheilung: in den Koͤrper und zwei Endigungen. Gegenden: der Koͤrper oder mittlere Theil iſt auswaͤrts erhaben gewoͤlbt, inwendig aber ausgehoͤlt, und mit einer Rinne verſehen, worinnen Blutgefaͤſe und Nerven liegen; die vordere mit dem Bruſtbein verbundene Endigung(Tab. IX. ») Georg Albr. Fried's Anfangsgruͤnde der Geburtshuͤlfe. Straßburg 1769. 8. mit Kupf. Joh. Chriſt. Starke's Hebammenunter⸗ richt in Geſpraͤchen nebſt Verhalten und Vorſchriften fuͤr Schwangere, Gebaͤhrende, ꝛc. Jena 1782. 8. Joh. Steidele Un⸗ terricht fuͤr die Hebammen. Wien 1774. 8. Georg Wilh. Stein's theoretiſche Anleitung zur Geburtshuͤlfe. Zweite Aufl. Caſſel 1777. 8. mit Kupf. deſſelben practiſche Anleitung zur Geburtshuͤlfe in wiedernatuͤrlichen und ſchweren Faͤllen. Zweite Aufl. Caſſel 1777. 8. mit Kupf. Wilh. Smellie theoretiſche und praktiſche Abhandlung von der Hebammenkunſt. Altenburg 1755. 8. deſſelben Sammlung von Bemerkungen in der Hebammenkunſt. 2. und ter Band. Altenburg 1770. 3. **) Bernh. Siegfr. Albini Tabulae ſeptem uteri mulieris gravidae. Leid. 1748. fol. max. Phil. Adolph. Boebmeri obſervationum anatomicarum rariorum, notabilia circa uterum humanum continent. cum figuris ad vivum expreſſis, faſcicul. I. II. Halae Magdeb. 1756. fol. Wilh. Huxter anatome uteri humani gravidi tabulis illuſtrata. Lond. 1774. fol. max. Guil. Smellie Tabulae anatomicae, cum brevi de arte obstetricia inſtitutione, latine et germanice. Norimberg. 1758. fol. max. e 1 * 8 8 N 6 — 3 4 1 8 1 1 1 4 3 f * 13 4 f 8 3 1 4 . 1 8 S 1 8 3 3 1 3 „ ee 4 4 . 1 if 1 6 p f 11 1 3 EA 1 ¹ T A EA 3 4 4* 1 f 3 ———— 24— ꝗpuoc 3 gularis eſt; poſterior autem(Tab. IX. fig. 1. B. B.) latior, ſed tenuior. Connexio: ma(Tab. IX. fig. 1. No. 1.), et poſterius cum proceſſu ſca- pulae, acromio dicto(Tab. IX. fig. 1. c. c.) Subſtamia: in medio valde ſolida, ut cetera oſſa fiſtu- loſa, in extremis autem diploẽtica. WMus.: ſcapulas firmando totum humerum muniunt, no- tabilioribusque vaſis ſanguiferis praeſidio ſunt. SIcapulae ſeu homoplatae. Situs: in poſteriori et ſuperiori thoracis parte(Tab. XIII. fig. 3. X. Z. I. V. T.). gura: fere triangularis. Diviſio et regiones: notanda hic occurrunt: ſuperficies interna concava, coſtas reſpiciens(Tab. VIII. fig. 6.); ex- terna paululum convexa(Tab. VIII. fig. 5.), in qua emi- nentia illa notabilis transverſim excurrens(Tab. VIII. fig. 3. a.), ſpina ſcapulae vulgo dicta, anterius in acromium ter- minata(Tab. VIII. fig. 3. X.); cavitas minor ſupra hanc emi- nentiam, ſupraſpinata,(fig. z. m.), inferior et maior, infraſpi- nata(fig. 3. n.) nominatur, muſculis ſunt repletae; tres porro margines, ſuperior breviſſimus et acutus(ſig. 3. O.); anterior omnium craffiſſimus(fig. 3. p.); et poſterior longiſſimus, ſcapulam reſpiciens oppoſitam, baſis vocatur(fg. 3. d. d. d.); hi margines duos efficiunt angulos, ut ſuperiorem acutum (fig. 3. z.); et inferiorem obtuſum(fig. 3. I.); ca regio, quae pro tertio plerumque angulo aſſumitur, ſuperficiaria, ovalis, carti- lagine munita eſt excavatio, ſeu cavitas glenoidea, ad humerum recipiendum(Tab. XIII. fig. 3. V.); parva inciſura inter hanc et ſpinam ſcapulae, collum appellant(Tab. VIII. fig. 4. c. c.); inſuper conſiderandae duae apophyſes robuſtae, incurvatae, altera nempe ex ſpina eminens, clavicula copulata, ſummum humeri ſeu acromium conſtituit(Tab. VIII. fig. I. 2. 3. 4. 5. 6. x. Tab. Xl. fig. I. x. Tab. XIII. fig. 3. X. X.); altera ea- que minor ex margine ſuperiori prorumpit, ob aliquam ſi- militudinem coracoidea vocatur(Tab. VIII. fig. 1. b. b. Tab. IX. fig. 1. b. b.); ſuperſunt adhuc in hac regione tres inci- ſurae, maxima inter ſpinam et cavitatem glenoideam(Tab. VIIlI. fig. 4. b. r.), media inter hanc et proceſſum coracoi- deum, et minima pone hunc in margine acuto ſuperiori (Tab.IX. fig. 1. V.). Connexio: cum claviculis et oſſibus humeri. Suͤhſtantia: in toto fere ambitu, in ſpina, inque apo- Phyſibus ſubſtantiam alunt ſongioſam, in medio, ubi la- mellae oſſeae invicem fere immediateque ſibi incumbunt, transparentes faciunt ſcapulas. Vſus: anterius cum ſterno, inferius cum coſta pri- IX. fig. 1. a. a.) iſt dik und beinahe dreiekicht; die hintere (Tab. IX. fig. 1. B. B.) hingegen iſt breiter und duͤnner. Zuſammenhang: vorwaͤrts mit dem Bruſtbein, unter⸗ waͤrts mit der erſten Rippe(Tab. IX. fig. 1. No 1.), und hin⸗ terwaͤrts mit der Hoͤhe des Schulterblatts(Tab. IX. fig. 1. c. c.). Subſtanz: in der Mitte ſehr feſt, und von der Beſchaf⸗ fenheit eines Roͤhrknochens, an beiden Enden aber ſchwammicht. Muzen: die Schulterblaͤtter und mit denſelben den ganzen Arm zu befeſtigen, auch ſehr betraͤchtliche Blutgefaͤſe zu beſchuͤzen. Die Schulterblaͤtter. Lage: am hintern und obern Theil der Bruſt(Tab. MIII. fig. 3. NX.7. I. V. I.). Geſtalt: iſt beinahe dreiekicht. Eintheilung und Gegenden: Man bemerkt dabei: eine innere ausgehoͤlte Flaͤche, die nach den Rippen ſieht (Tab. VIII. fig. 6.); eine aͤuſere etwas gewoͤlbte(Tab. VIII. fig. 5.), an welcher die ſtarke Erhabenheit quer uͤber laͤuft (Tab. VIII. fig. 3. a.), die man gemeiniglich die Schulter⸗ blattsgraͤte nennt, und die ſich vorwaͤrts in die Schulter⸗ blattshöͤhe endigt(Tab. VIII. fig. 3. X.); oberhalb dieſer Graͤte iſt eine kleinere(fig. 3. m.), und unterhalb derſelben eine groͤſere Vertiefung(fig. 3. n.), die mit Muskeln aus⸗ gefuͤlt ſind; ferner drei Raͤnder, der obere, welcher kurz und ſcharf iſt(fig. 3. o.); der vordere, der am ſtaͤrkſten iſt (ig. 3. p.); und der hintere oder laͤngſte, welcher nach dem gegenuͤber ſtehenden Schulterblatt gekehrt iſt, den man auch die Grundflaͤche nennt(fig. 3. d. d. d.); dieſe Raͤnder machen zwei Winkel, nemlich einen obern ſcharfen(fig. 3. z.) und einen untern ſtumpfen(fig. 3. Y.); was man gemeiniglich vor den dritten Winkel annimmt, iſt eine flache, laͤnglichtrunde und mit Knorpel uͤberzogene Hoͤlung, den Armknochen auf⸗ zunehmen Tab. XIII. fig. 3. V.); die kleine Vertiefung zwi⸗ ſchen dieſer Hoͤle und der Schulterblattsgraͤte heiſt man den Hals des Schulterblatts(Tab. VIII. fig. 4. c. c.); uͤberdem bemerkt man noch zwei ſtarke gekruͤmmte Fortſaͤze, nemlich den der aus der Graͤte hervorragt, in Verbindung mit dem Schluͤſſelbein ſteht, und dadurch die Schulterhoͤhe ausmacht (Tab. VIII. fig. 1. 2. 3. 4. 5. 6. X. Tab. XI. fig. I. X. Tab. XIII. fig. 3. X. X.); und einen etwas kleinern, der aus dem obern Rand hervortritt, und wegen einiger Aehnlichkeit der Raben⸗ ſchnabelfoͤrmige genennt wird(Tab. VIII. fig. I. b. b. Tab. IX. fig. I. b. b.); noch befinden ſich drei Ausſchnitte in dieſer Ge⸗ gend, der groͤſte zwiſchen der Graͤte und der Gelenkhoͤle(Tab. VIII. fig. 4. b. r.), der mittlere zwiſchen dieſer und dem Ra⸗ benſchnabelfortſaz, und der kleinſte gleich hinter dieſem, am obern ſcharfen Rand(Tab. IX. fig. 1. V.). uſammenhang: mit dem Schluͤſſelbein und dem Arm⸗ knochen. Subſtanz: faſt im ganzen Umkreis, in der Graͤte, und in beiden Fortſaͤzen ſchwammicht, in der Mitte aber liegen beide Knochenblaͤtter faſt unmittelbar auf einander, daher ſie daſelbſt durchſichtig ſind. X Nuzen: ͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤ Redlaͤtter. odern Whel der Bruſt(Tid. elicht, den: Man bemerkt dabei: die nach den Rppen feht etwas gewoͤlbte(Tab. VllI. Erhabenheit quer üͤber lauft a gemeiniglich die Schulter⸗ vorwaͤrts in die Schulter⸗ fg. 3. X); oberhalb dieſer n.), und unterhalb derſelben „n), die wit Muskeln aus⸗ der, der obere, welcher kurz vordere, der am ſtäͤrkſten iſt der laͤngſte, welcher nach dem att gekehrt iſt, den man auch dd. d.); dieſe Raͤnder machen bern ſcharfen(ig. z. 7.) und );; was man gemeiniglich vor iſt eine flache, laͤnglichtrunde Hölung, den Armknochen auf⸗ ); die kleine Vertiefung zwi⸗ ulterblattsgrate heiſt man den .VIIl. fg. 4. c.c); überdem gekrümmte Fartſize, nemlich ragt, in Verbindung wit dem cch die Schulterhöͤhe ausmacht x. Tab. N. fig. l. X. Tab.XIII. a kleinern, der aus dem obert einiger Aehnlichkeit der Naben⸗ Tab VI fg.I.b.b. Tib H drei Jusſchitte in dieſer Ge⸗ zraͤte und der Gelenkhile( e zwiſchen dieſer 1nd dem No⸗ einſte gleich hinter dieſem, am . fig. 1. V) u Schlſtben ud um Am⸗ en Unkrii/ in 44 Eein itt/ in der Mitte aber liege Hihzen: ʒSS= Vſus: brachiorum motum liberiorem facilioremque red- dunt, multis muſculis adhaeſionem concedunt, et thoracem ex parte poſteriori defendunt. Oſſa humeri. Situs: ex ſcapularum cavitate glenoidea ad latera tho- racis dependent, ad cubitum usque extenſa(Tab. VI. VII. VIII. IX. XI. K. i.). Figura: oſſa ſunt fiſtuloſa, fere teretia. Diviſio: in corpus et extremitates. Pars media ſeu corpus ſuperius teres, verſus inferiora gracileſcit, latior fit, et quaſi triangulariter terminatur. Anterius circa lineam aſperam muſculi inſeruntur. Extremitates: ſuperior capite conſtans craſſo, quod tegmine cartilaginoſo, ut circa omnes offum articulatio- nes animadvertimus, obductum eſt(Tab. VI. fig. 1. Tab. VII. fig. I. Tab. XI. fig. 2. K.), duobus tuberculis gaudet, al- tero latiori, altero anguſtiori(Tab. VII. fig. 1. m. n.), cum interiecto ſulco(Tab. VII. fig. 1. o.) pro longiori tendine muſculi bicipitis brachii. Inferior(Tab. VII. fig. 1. r.) quin- que condylis acuminata, primo externus et inaequalis con- dylus, ſub tuberculo maiori, cui exacte reſpondet, emi- nens; dein internus quoque inaequalis et prominens, ante- cedenti oppoſitus; tres tandem rotundi cartilagine incruſta- ti, cum antibrachii oſſibus articulationem ſubeunt. Duae cavitates huius regionis adhuc annotandae, quarum maior externe ſeu poſterius ſita(Tab. VI. fig. I. a.), proceſſum anconeum cubiti extenſi, minor ſeu anterior proceſſum acutum coronoideum cubiti flexi recipit. 7 Connexio: ſuperius cum cavitate glenoidea ſcapulae, in- ferius cum oſſibus antibrachii. Suhſtantia: media pars compacta intus cava, extremi- tates magis ſpongioſae. Vſus: ad extremitatum ſuperiorum conſtructionem mul- tum conferunt. Oſſa ulnae. Situs: interiorem inferioremque antibrachii locum oc- cupant(Tab. VII. fig. I. I. q.). Figura: triangularis, ſuperius craſſa, inferius gracilis. Diviſio: in partem mediam et duas extremitates. Pri- or obſervanda exhibet ſequentia, nempe angulum acutum externum, cui ligamentum interoſſeum adhaeret, et duos angulos internos obtuſos; ſuperficiem ſuperiorem leviter excavatam. Extremitates: ſuperior ampla duabus apophyſibus in- ſtructa, quarum externa proceſſus anconeus ſeu olecranum (Tab. VI. fig. 1. b.), interna autem proceſſus coronoideus vocatur; inter hos excavatio profunda, eminentia qua- dam diſtincta, ſigmoidea ſeu lunata dicta, cum oſſe humeri arti- Nuszen: ſie erleichtern die Bewegung der Arme, die⸗ nen vielen Muskeln zur Befeſtigung und beſchuͤzen hinter⸗ waͤrts die Bruſt. Die Oberarmknochen. Lage: von der Gelenkhoͤle des Schulterblatts haͤngen ſie an den beiden Seitentheilen der Bruſt herunter, und reichen bis zum Ellenbogen(Tab. VI. Tab. VII. Tab. VIII. Tab. IX. Tab. XI. K. i.). Geſtalt: ein langer faſt runder Roͤhrknochen. Eintheilung: in ein Mittelſtuͤk und zwei Endigungen. Das Mittelſtuͤk oder der Koͤrper iſt oben rund und wird ge⸗ gen unten duͤnner, breit und faſt dreiekicht. An der vor⸗ dern rauhen Erhabenheit befeſtigen ſich Muskeln. Endigungen: die obere beſteht aus einem groſen Kopf, der mit einer Knorpeldeke, wie alle andere Knochen im Ge⸗ lenk, uͤberzogen iſt(Tab. VI. fig. 1. Tab. VII. fig. 1I. Tab. XI. fig. 2. K.), zwei Erhabenheiten, einer groͤſern und einer kleinern(Tab. VII. fig. 1. m. n.), und einer dazwiſchen be⸗ findlichen Vertiefung oder Rinne(Tab. VII. fig. 1. o.), wor⸗ innen die laͤngere Flechſe des zweikoͤpfichten Armmuskels liegt. Die untere(Tab. VII. fig. 1. r.) hat fuͤnf Erhabenheiten, erſtlich den aͤuſern unebenen Knopf, der grad unter der gro⸗ ſen Erhabenheit der obern Endigung ſteht; zweitens den in⸗ wendigen langen, gleichfals unebenen und dem vorigen ge⸗ genuͤber ſtehenden Knopf; ſodenn zwiſchen dieſen beiden drei runde mit Knorpel uͤberzogene Erhoͤhungen, die mit den Vor⸗ derarmknochen in Gelenk ſtehen. Noch hat man zwei Hoͤ⸗ len hier zu bemerken, deren groͤſere auswendig oder hinter⸗ waͤrts(Tab. VI. fig. 1. a.) bei Ausſtrekung des Arms den Hakenfortſaz, die kleinere und vordere aber in der Beugung des Arms den ſpizigen oder Kronfortſaz aufnimmt. zuſammenhang: oben mit der Schulterblattshoͤle, unten mit den beiden Vorder⸗Armsknochen. Subſtanz: in der Mitte ſehr feſt und inwendig hohl, an den Endigungen aber mehr ſchwammicht. Muzen: die obern Gliedmaſen bilden zu helfen. Die Ellenbogenknochen. Lage: an der inwendigen und untern Seite des Vor⸗ der⸗Arms Tab. VII. fig. 1. I. q.). Geſtalt: iſt dreiekicht, oben dik, unten aber duͤnner. Eintheilung: in den mittlern Theil und die beiden Endigungen. An erſtern bemerkt man drei Winkel, nemlich einen aͤuſern, an dem ſich das Knochenband anhaͤngt, wel⸗ cher ſcharf iſt, und zwei innere ſtumpfe. Die obere Flaͤche iſt etwas ausgehoͤlt. Endigungen: die obere groſe hat zwei Fortſaͤze, de⸗ ren aͤuſerer den Ellenbogen ausmacht(Tab. VI. fig. 1. b.), der innere aber Kronfortſaz genennt wird; zwiſchen beiden eine tiefe und durch eine Erhabenheit getheilte Aushoͤlung, die man die halbmondfoͤrmige nennt, und die ſich an den Ober⸗ 6 A2ℳ 26 articulatur; pone hanc alia minor cavitas ſemicircularis cum radii capitulo rotundo nexa. Inferioris capitulum parvum rotundum lateraliter a ſinu radii ſuſcipitur; apo- phyſis adeſt ſtiloidea ad carpum melius firmandum, cum interiecta foveola. Commexio: ſuperius cum oſſe humeri, mlerius cum car- po, et lateraliter cum radio. Subſtantia: Vſus: ad flectendum zatendemäumale antibrachium. cadem quae ofſis hunieri. Oſſa vade Situs: in antibrachii latere externo et bererior(Tab. VII. fig. 1. m.).. gura: antecedentibus breviora, magis teretia, ſupe- ius gracilia, inferius craſſa. Diwiſio: in corpus ct ambas extremitates. pore notetur margo interior acutus, cui modo deſcriptum inſcritur ligamentum interoſſeum, ſuperficies ſuperior paulo concava, inferior non nihil convexa. In cor- 3 Ertremitates: ſuperior capitulo gaudet rotundo(Tab. VII. fig. 1. t.), leviter excavato, cum humero articulante, ſub quo collum et dein tuberoſitas quaedam, inſertioni muſculi bicipitis brachii deſtinata(Tab. VII. fig. 1. w.). In ferior(Tab. VII. fig. I. z.) quaſi quatrilatera, ampla cavi- tate glenoidea ad recipiendum carpum donata(Tab. VII. fig. 1. X.); ab externa eius facie apophyſis prominet non- nihil acuminata, interna contra inciſura quadam ſemilunari excavata, cum ulna articulante. Connexio: ſuperius cum oſſe humeri, ad latus cum ul- na, et inferius cum ofſibus carpi. Subſtantia: ſicut antecedentium oſſium fiſtuloſorum. Vſus: antibrachium firmant, impediunt, ſimulque pronationem et ſupinationem manus iuvant. eius fragilitatem crebram Oſa carpi. Nomina eorum iam ſupra(pag. 4.) indicata ſunt. Situs: inter oſſa antibrachii et etacarh(Tab. VI. 1ab. VII. fig. 3. n. n.). Figura: quamvis generatim et ſpeciatim conſiderata valde irregularis, unicuique tamen, ob quandam cum aliis rebus ſimilitudinem, nomen peculiare impoſuerunt. Diviſio-: octo ſunt oſſa a ſe invicem diſtincta, duabus ſeriebus poſita, per nexum mutuum duas ſuperficies, ex- ternam ͤA M Oberarmknochen anſchlieſt; unterhalb zur Seite derſelben eine andere kleine Aushoͤlung, mit der die obere Endigung des Spindelknochens in Verbindung ſteht. Die untere hat einen kleinen runden Kopf, der ſeitwaͤrts von einer Hoͤlung des Spindelknochens aufgenommen wird, auch einen griffel⸗ foͤrmigen Fortſaz, zu beſſerer Befeſtigung der Handwurzel, und zwiſchen beiden eine kleine Hoͤle. öuſammenhang: oben mit dem Armknochen, unten mit der Handwurzel, und zur Seite mit dem Spindelknochen. Subſtanz: wie die des Oberarms. Nuzen: zur Beugung und Ausſtrekung des Oberarms. b Die Spindelknochen. Lage: an der aͤuſern und obern Seite des Vorderarms (Tab. VII. fig. 1. m.). Geſtalt: kuͤrzer als die vorigen, dabei etwas mehr rund, oben duͤnn und unten dik. Eintheilung: in den mittlern Theil und zwei Endigun⸗ gen. Am Koͤrper bemerkt man einen inwendigen ſcharfen Winkel, woran das vorerwehnte Knochenband befeſtigt iſt, und die obere etwas ausgehoͤlte, und die untere etwas ge⸗ woͤlbte Flaͤche. Endigungen: die obere hat einen runden und flach ausgehoͤlten Kopf(Tab. VII. fig. 1. t.), der mit dem Arm⸗ knochen im Gelenk ſteht, unter demſelben den Hals, und gleich vor denſelben eine hoͤkerichte Erhabenheit zur Befeſti⸗ gung des zweikoͤpfichten Armmuskels(Tab. VII. fig. 1. w.). Die untere(Tab. VII. fig. 1. z.) groſe faſt vierekichte hat eine breite flache Hoͤle zur Aufnahme der Handwurzel(Tab. VII. fig. 1. X.); an der aͤuſern Seite einen etwas erhabenen Fort⸗ ſaz, an der innern hingegen den kleinen Ausſchnitt, der mit der Ellenbogenroͤhre im Gelenk ſteht. Zuſammenhang: oberwaͤrts mit dem Oberarmknochen, ſeitwaͤrts mit dem Ellenbogenknochen, und unterwaͤrts mit der Handwurzel. Subſtanz: wie der vorhergehenden Roͤhrknochen ihre. Nuzen: den Vorderarm ſtaͤrker und weniger zerbrech⸗ lich zu machen, und nebſt dem das Einwaͤrts⸗ und Auswaͤrts⸗ Beugen der Hand zu befoͤrdern. Die Knochen der Handwurzel. Mamen derſelben ſind ſchon oben(Seite 4.) angezeigt worden. Lage: wiſchen den Vorderarmknochen und der Mit⸗ telhand(Tab. VI. Tab. VII. fig. 3. n. n.). Geſtalt: ohnerachtet ſolche im Ganzen und Einzeln betrachtet aͤuſerſt unregelmaͤſig iſt, hat man doch jedem, we⸗ gen einiger Aehnlichkeit mit andern Dingen, einen beſon⸗ dern Namen gegeben. Eintheilung: es ſind acht unterſchiedene Knochen, die in zwei Reihen neben einander liegen, und durch ihren Zu⸗ ſammenhang eine aͤuſere gewoͤlbte und eine innere ausgehoͤlte Flaͤche aendedafAeiKM Fee Aaf erMee-a Ser e Ka e ,Aur AA n. dh u See wrhe ween r Sien vAhesse Sn en ,deen e eiin Seeueeener erenn ite b 9 der die eu n ung ſteht. Die unn r ſeitwärts p iner Hoͤl. men wird, auch 8 inen gri Befeſigung d 6* r e Höle. Wuhe mit dem Armknochen, unten Seite mit dem Spindelkochen Oberarms. und Ausſrckung des Oberartng delknochen. obern Seite des Vorderarms vorigen, dabez etwas mehr k. klern Theil und wwei Endigun⸗ in einen inwendigen ſcharfen ate Knochenband befeſtigt iſt, 6, und die untere etwas ge⸗ ehat einen runden und ſlach fg. 1. t), der mit dem Amm neer demſelben den Hals, und richte Erhabenheit zur Befeſti⸗ nuskels(Tab.VII. fig. 1. w.), groſe faſt vierekichte hat eine me der Handwurzel(Tab. VlI. te einen etwas erhabenen Fort⸗ den kleinen Ausſchnitt, der mit ik ſteht. irts mit dem Oberarmknochen, knochen, und unterwärts mit hergehenden Röhrknochen ihre. n ſtärker und weniget zerbrec das Einwaͤrts⸗ und Auswärts⸗ ern. der Handwurzel. hon oben(Seite 4 angezeig ternam convexam, et internam concavam, formantia; prior dorſum manus, poſterior vola vocatur. Conmexio: inter ſe per robuſta ligamenta, ſuperius cum oſſibus antibrachii, inferius cum oſſibus metacarpi. Sahſtantia: tota quanta ſpongioſa, in illis locis, ubi aut ſe invicem aut alia oſſa contingunt, cartilaginibus in- cruſtata. Vh: ad manuum celerrimam mobilitatem multum tribuunt. Oſſa metacarpi. Nomina: numeris duntaxat diſtinguuntur, quum illud, quod pollici proximum eſt, primum, quod medium digi. tum ſuſtentat, ſecundum, et ſ. p. nominatur. Situs: inter oſſa carpi et digitos(Tab. VI. Tab. VII. fig. 3. O. o. O.). Figura: fere teres, in longum extenſa, ſicut reliquo- rum offium fiſtuloſorum figura, verſus tamen volam ma- nus nonnihil concava. Diviſio: quatuor ſunt oſſa diſtincta, quorum ſingula baſin aliquatenus latam, carpum reſpicientem habent, dein partem mediam, et tandem capitulum cartilagine opertum, digitorum oſfibus nexum(Tab. VII. fig. 3. e. e. e.). Pri- mum eſt maximum, ſequentia breviora gracilioraque. Connexio: ſuperius cum oſſibus Larhi, inferius cum di- gitorum oſſibus cohaerent. Subſtantia: ſicuti reliquorum oſſium fiſtuloſorum. Eſus: ut oſſa carpi cum digitis coniungant. Oſſa digitorum. Nomina digitorum nemini ſunt ignota. Situs: continuationes quaſi ſunt oſſium metacarpi, illis- que terminantur extremitates ſuperiores(Tab. VII. fig. 3. p. p. p.). Figura: externe teres, parum convexa, interne ma- gis plana, ut reliquorum praeterea oſſium fiſtuloſorum. Ex- tremitates eorum, excavationibus et eminentiis ornatae, mediantibus cartilaginibus lubricae fiunt, exceptis apicibus ultimis, quae unguibus defenduntur. Diviſio: quilibet digitus ex tribus componitur oſſicu- lis, phalanges ſeu internodia dictis; prima ſeries(Tab. VI. VII. fig. 3. p. p. p.) longior robuſtiorque altera(q. 4 q), et tertia gracillima(r. r. r.). Connexio: pollicis prima phalanx cum carpi oſſe mul- tangulo maiori; reliquorum digitorum phalanges ſuperius cum oſſibus metacarpi, et dein anterius inter ſe. Suhſtantia: ut in reliquis oſſibus fiſtuloſis. EWſus omnibus notiſſimus. Extre- Flaͤche bilden; erſtere heiſt der Rüten der Hand, und leztere die hohle oder flache Hand. zuſammenhang: unter ſich ſelbſt durch ſtarke Baͤn⸗ der, oberwaͤrts mit den Vorderarmknochen und unterwaͤrts mit den Knochen der Mittelhand. Subſtanz: durchgaͤngig ſchwammicht, und an den Stel⸗ len, wo ſie ſich unter einander ſelbſt beruͤhren, oder auch an andere Knochen ſtoſen, mit einem Knorpel uͤberzogen. Nuzen: die Veweglichkeit der Haͤnde zu befoͤdern. Die Knochen der Mittelhand. Namen: ſie werden nur nach der Zahl unterſchieden, indem der naͤchſte an dem Daumen der erſte, der unter dem Mittelfinger der zweite u. ſ. w. genennt wird. Lage: zwiſchen der Handwurzel und den Fingern 9a VI. Tab. VIl. fig. 3. o. O. O.). Geſtalt: faſt rund und nach der Laͤnge tnezebeßnt,— wie die uͤbrigen Roͤhrknochen, jedoch nach der flachen Hand zu etwas ausgehoͤlt. Eintheilung: es ſind vier Ferſchebene Knochen, wo⸗ von jeder eine etwas breite Grundflaͤche hat, die an die Handwurzelknochen ſtoͤſt, einen mittlern Theil und einen obern geruͤndeten, oder den mit Knorpel uͤberzogenen Kopf, der mit den Knochen der Finger in Verbindung ſteht(Tab. VII. fig. 3. e. e. e.). Der erſte iſt der gröſte die folgenden werden immer kuͤrzer und duͤnner. zuſammenhang:: oberwaͤrts mit der ¹Heuvuze, un⸗ terwaͤrts mit den Fingern. Subſtanz: wie diejenige der Roͤhrknochen. Nuzen: die Handwurzel mit den Fingern zu verbinden. Die Knochen der Finger. Namen der Finger ſind jedem bekannt. Lage: an den Knochen der Mittelhand, und durch ſie endigen ſich die obern Gliedmaſen(Tab. VII. fig. 3. p. p. p.). Geſtalt: auswaͤrts rund und ein wenig gewoͤlbt, in⸗ wendig aber mehr flach, uͤbrigens gleichfals wie die andern Roͤhrknochen. An ihren Endigungen, woran man verſchie⸗ dene Vertiefungen und Erhabenheiten bemerkt, ſind ſie mit Knorpel bedekt, ausgenommen am aͤuſerſten Ende, wo die Naͤgel ſizen. Eintheilung: jeder beſteht aus drei Knochen, die man Reihen oder Gelenke nennt; wovon die erſte(Tab. VI. VII. fig. 3. p. p. p.) laͤnger und ſtaͤrker, als die zweite(q. q. q.), die dritte aber die kleinſte iſt(r. r. r.). zuſammenhang: die erſte Reihe des Daumens mit dem ungleich vierſeitigen Bein der Handwurzel; der uͤbrigen Finger aber oberwaͤrts mit den Knochen der Mittelhand, und ſodenn auch vorwaͤrts unter ſich ſelbſt. Subſtanz: wie bei den uͤbrigen Roͤhrknochen. Muzen iſt jedem bekandt. 1 Die 4— 28 Extremitates inferiores. Oſa femoris. Situs: ſub trunco ſceleti, incipiendo in acetabulis oſ- ſium innominatorum usque ad genua oblique deorſum ita extenduntur, ut ſuperius laxius diſtent, inferius autem ar- ctius ſe contingant,(Tab. I. q. q.). Figura: hoc os totius ſceleti longiſſimum craſſiſſimum- que non differt a reliquis oſſibus fiſtuloſis(Tab. XllI. fig. I. 2. Tab. XVI. fig. 1.) Diviſio: in duas extremitates et partem mediam. Extremitates: ſuperior caput magnum habet, haemi- ſphaerio quaſi ſimile, cartilagine obductum(Tab. Xlll. fig. 2. Tab. XVI. hig. 1. r.), quod in medio plana, ſaepius ovali cavitate(Tab. XIII. fig. 2. a. Tab. XVI. fig. 1. a.), pro liga- menti ſic didi teretis adhaeſione firmiori, gaudet; non procul a capite verſus exteriora tuberoſitas adeſt admodum craſſa, aſpera, inaequalis, trochanterem vocant maiorem (Tab. XIII. fig. 1. 2. f. ſ. Tab. XVI. fig. 1. ſ.), iuxta quam retrorſum minor quaedam tuberoſitas trochanterem conſtituit minorem(Tab. XIII. fig. 1. 2. t. t.); illam autem oſſis par- tem, inter has tuberoſitates et caput ſitam, collum appellant (Tab. XIII. fig. 2. w. Tab. IX. fig. 1. w. w.). In extremitate inferiori duo condyli(Tab. XIII. fig. 2. G. G.), quorum internus maior eſt(Tab. XIII. fig. 2. A.), notentur; inter hos ab anteriori facie cxcavatio(Tab. XVI. fig. 1. R. fig. 2. w.) inſculpta, pro commodiori patellae ſitu; poſterius foſſa quaedam(Tab. XIII. fig. I. X.), Vaſis ſanguiferis nervisque defendendis deſtinata; impreſſiones inſuper adſunt ab oſſibus ſeſamoideis productae(Tab. XIII. fig. 1I. e. e. e.. Pars me- dia(Tab. XIII. fig. 2. q. Tab. XVI. fig. 1. q.) verſus ante- riora paululum convexa, poſterius autem concava, eminen- tia quadam ſecundum longitudinem excurrente donata, li- neam femoris aſperam vocant(Tab. XIII. ſig. 2. n. n. n.), et inſertioni praccipue muſculi tricipitis femoralis inſerviente. Cmnexio: 3 ſuperius cum acetabulo oſſium innominato- rum, inferius cum patella(Tab. 3 u. u.), oſſibusque tibiae (Tab. I. X. X.). Sahſtauia: exterius compacta, firma, interius auten,, 8 ut in reliquis ofſibus fiſtuloſis„ excavata. Eſus: extremitatum inferiorum generalis in eo conſi- ſtit, ut corpus ſuffulciant moveantque. Patellae genuum. Situs: interiectae ſunt ofſibus femoris et tibiis(Tab. XVI. fig. 2. u.). Figura: ſuperius convexa, inferius acuminata, fere ut corda plerumque pingi ſolent. Regio — ͤe — ,„ Die untern Gliedmaſen. Die Schenkelbeine. Lage: unter dem Stamm des Skelets; ihr Anfang iſt nemlich in der Pfanne der ungenannten Beine, ſie erſtre⸗ ken ſich ſchief herunter bis zum Knie, daher ſie oben weit von einander ſtehen, unten aber naͤher zuſammen kommen, (Tab. I. q. q.). Geſtalt: dieſer als der groͤſte Knochen am ganzen Ske⸗ let gleicht durchaus den uͤbrigen Roͤhrknochen(Jab. XIII. fig. 1. 2. Tab. XVI. fig. 1.). Eintheilung: in zwei Endi gungen und einen mittlern Theil. En digungen: ie obere laf einen groſen wie eine Halbkug el geſtalteten Kopf, der mit Knorpel uͤberzogen iſt (Tab. xnn. fig. 2.(Tab. XVI. fig. 1. r.), und in ſeiner Mitte eine flache, oͤfters laͤnglichte Hoͤle hat(Tab. Xlll. fig. 2. a. Tab. XVI. fig. 1. a), in welcher ſich das ſogenannte runde Gelenkband feſtzuſezen pflegt; nicht weit unter dem Kopf nach auswaͤrts iſt eine ſehr ſtarke, rauhe, ungleiche Erha⸗ benheit, die man den groſen Umdreher(Tab. XIII. fig. 1. 2. ſ. ſ. Tab. XVI. fig. 1. ſ.), und nahe dabei, aber mehr hin⸗ terwaͤrts eine ſchwaͤchere, die man den kleinen Umdreher nennt(Tab. XIII. fig. 1. 2. t. t.); was zwiſchen dieſen Erha⸗ benheiten und dem Kopf liegt, wird der Hals genennt(Tab. XIII. fig. 2. w. Tab. IX. fig. I. w. w.). An der untern Endi⸗ gung bemerkt man die beiden ſtarken halbrunden Erhaben⸗ heiten(Tab. XIII. fig. 2.. G.), von denen die inwendige die groͤſere iſt(Tab. XIII. fig. 2. A.); zwiſchen beiden iſt vor⸗ waͤrts ein Ausſchnitt(Tab. XVI. fig.. R. ſig. 2. w.), in wel⸗ chem die Knieſcheibe liegt, ſo wie auch hinterwaͤrts(Tab. XIII. fig. 1. X.), in welchem Blutgefaͤſe und Nerven ver⸗ wahrt ſind; uͤberdem ſieht man auch an kleinen Vertiefun⸗ gen noch Spuren, wo die Seſambeinchen zu ſizen pflegen (Tab. XIII. fig. I. c. e. c.). Der Mitteltheil(Tab. XIII. fig. 2. q. Tab. XVI. fig. 1. q.) iſt vorwaͤrts etwas weniges ge⸗ woͤlbt, hinterwaͤrts aber ausgehoͤlt, wo er eine laͤnglichte Erhabenheit hat, die man die rauhe Linie des Schenkels nennt(Tab. XIII. fig. 2. n. n. n.), und woran ſich vorzuͤglich der dreikoͤpfichte Schenkelmuskel befeſtiget. Fzuſammenhang: oberwaͤrts mit der tiefen Pfanne der ungenannten Beine, unterwaͤrts mit der Knieſcheibe(Tab. I. u. u.), und dem Schienbein(Tab. I. X. X.). Subſtanz: iſt ſehr feſt, inwendig aber hohl, wie bei allen Roͤhrknochen. Muzen der ſaͤmtlichen untern Gliedmaſen, den Koͤrper zu tragen und zu bewegen. Die Knieſcheiben. Lage: an der vordern Seite zwiſchen den Schenkelbei⸗ nen und dem Schienbein(Tab. XVI. fig. 2. u.). Geſtalt: oberwaͤrts rund, unterwaͤrts zugeſpizt ,faſt auf die vt⸗ wie man das Herz gewoͤhnlich zu mahlen pflegt. X Gegen⸗ 7 1 endigungen und einen wittlern hat einen groſen wie dine aeyehn geme 4 er Mitte dle hat(Tab. XIll. fgg. 2. a. e ſich das ſogenannte tunde nicht weit unter dem Kopf arke, rauhe, ungleiche Erha⸗ Umdreher(Tab. XllI. fig, 1.2. nahe dabei, aber mehr hin⸗ man den klennen Undreher d; was zwiſchen dieſen Erha⸗ wirnd der Hals genennt(Tab. . w.). An der untern Endi⸗ ſtarken halbrunden Erhaben⸗ :2), von denen die inwendige X); zwiſchen beiden iſt vor⸗ . 6i8.1. X. fg. 2.V.), in wels wie auch hinterwaͤrts(Tad. Blurgefaͤſe und Nerven ver⸗ in auch an kleinen Vertiefun⸗ eſambeinchen zu ſizen pflegen er Mitteltheil(Tab. NII. fg. vorwärts etwas weniges ge⸗ gehölt, wo er eie läͤnglihe je rauhe bnie des Schenkels 1), und weran ſch votzüglih kel befeſtiget. rs mit der tiefen Pfanne det mit der Kuieſcheibe(adl Tab. I.X.X) inwendig aber hohl, wie bcj ntern Gliedmaſen/ den ſia jſcheiben. ſcheen den Schenkelbei⸗ zeite zwi „XVI. fg. ². Ö.)- een e —A 29 Regiones: ſuperficies anterior ſeu externa convexa, in- terna leviter concava, in medio eminentia quadam in- ſtructa. Connexio: cum tuberoſitate tibiae et cum oſſe femoris per ſatis robuſta ligamenta. Subſtantia: ſpongioſa. Eſus: articulationem femoris cum tibia firmant et de- fendunt, ſimulque trochlearum vices ſubeundo, muſculo- rum extenſorum vires mirifice augent. Oſa tibiae. Situs: inter oſſa femoris et pedes(Tab. XVI. fig. 2. 3. X. X.). Figura: longa, inaequaliter triangularis, ſuperius craſ- ſior quam inferius. Diviſio: in partem mediam et duas extremitates. In corpore feu portione media conſpiciuntur tres anguli, an- terior nempe acutus(Tab. XVI. fig. 2. o. o.), qui criſta ti- biae vocatur, et duo poſteriores obtuſi, quorum externus fibulam reſpicit(Tab. XVI. fig. 2. p. p. p.), cui ligamentum ſic dictum interoſſeum adhaeret; internus autem in malleo- lum interiorem excurrit(Tab. XVI. fig. 3. v. v.); inter hos angulos tres adſunt facies, diverſarum tamen latitudinum. Eutremitates: ſuperior, quae et caput tibiae vocatur (Tab. XVI. fig. 2. 3. A. A.), in latere interno et externo in- inſtructa eſt duobus condylis, ſuperius pro femoris recepti- one leviter excavatis, quorum medio bina tubercula, qui- bus cartilagines ſemicirculares inhaerent; pone haec inciſu- ra poplitea(Tab. XVI. fig. 3. B.); anterius ſupra criſtam tuberoſitas aſpera, ſpina tibiae appellata, et ligamento(Tab. XVI. fig. 2. D.) tedta. Extremitas inferior ſeu baſis tibiae (Tab. XVI. fig. 2. E.) externe ſulco quodam, fibulae tran- ſitum concedente(Tab. XVI. fig. 3. a.), excavata, in medio cavitas profunda ad aſtragalum(Tab. XVI. fig. 2. b.) recipi- endum, interne vero apophyſis firma, quae malleolum in- ternum conſtituit(Tab. XVI. fig. 2. 3. No. 5. 5.). Connexio: ſuperius cum oſſe femoris et patella, infe- rius cum aſtragalo, externe cum fibula. Subſtantia: ut in reliquis oſſibus cylindrum referentibus. Vſus: idem ac femorum. Peronea ſeu oſſu ſibulae. Situs: in latere externo tibiae(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. y. y. y.). 9 gura: tibis longiora gracilioraque, et fere cadem ra- tione triangularia. Diviſio: 8 Gegenden: eine aͤuſere gewoͤlbte Oberflaͤche und eine innere etwas flach ausgehoͤlte, die in der Mitte eine Erha⸗ benheit hat. Zuſammenhang: mit dem obern diken Theil des Schien⸗ beins durch ein ſehr ſtarkes Band, und mit dem Schenkel auf aͤhnliche Art. Subſtanz: iſt ſchwammicht. MNuzen: das Kniegelenk zu befeſtigen und zu beſchuͤ⸗ zen, zugleich auch, indem ſie als Rollen dienen, die Kraͤfte der ausſtreckenden Muskeln merklich zu vermehren. Die Schienbeine. Lage: zwiſchen dem Schenkelbein und Fus(Tab. XVI. 3 fig. 2. 3. X. X.). Geſtalt: lang, ungleich dreiekicht, und oben diker als unten. Eintheilung: in den Mitteltheil und zwei Endigun⸗ gen. An dem Mitteltheil bemerkt man drei Winkel, einen vordern ſcharfen(Tab. XVI. fig. 2. o. o.), und zwei hintere ſtumpfe, davon jener, der nach dem Wadenbein hinſieht, der aͤuſere(Tab. XVI. fig. 2. p. p. p.), woran das ſogenannte Zwiſchenknochenband befeſtigt iſt, der aber nach dem inwen⸗ digen Knoͤchel hinlaͤuft(Tab. XVI. fig. 3. v. v), der innere genennt wird; zwiſchen dieſen Winkeln ſind drei Oberflaͤchen von verſchiedener Groͤſe. Endigungen: die obere am Knie nennt man auch den Kopf des Schienbeins(Tab. XVI. fig. 2. 3. A. A.), ſie hat an der inwendigen und auswendigen Seite ſtarke Erhaben⸗ heiten, welche oberwaͤrts zwei flache Aushoͤlungen haben, das Schenkelbein aufzunehmen; zwiſchen dieſen zwei kleine Erhoͤhungen, woran die halbmondfoͤrmigen Knorpel befeſtigt ſind; hinter dieſen die Aushoͤlung des Kniebugs(Tab. XVl. fig. 3. B.); vorne uͤber dem ſcharfen Winkel eine rauhe Er⸗ habenheit, die man die Graͤte des Schienbeins nennt, und mit dem Band(Tab. XVI. fig. 2. D.) bedekt iſt. Die un⸗ tere Endigung heiſt man auch die Grundflaͤche des Schien⸗ beins(Tab. XVI. fig. 2. E.), woran zu bemerken, auswaͤrts eine laͤnglichte Furche, in der das Wadenbein liegt(Tab. XVI. fig. 3. a.), und in der Mitte eine tiefe Hoͤle um das Sprungbein(Tab. XVI. fig. 2. b.) aufzunehmen, und inwen⸗ dig eine ſtarke Erhabenheit, die man den innern Knoͤchel nennt(Tab. XVI. fig. 2. 3. No. 5. 5.). Zuſammenhang: oben mit dem Schenkelbein und der Knieſcheibe, unten mit dem Sprungbein und auswaͤrts mit dem Wadenbein. Subſtanz: wie bei den uͤbrigen Roͤhrknochen. Nuzen: der nemliche wie bei den Schenkelknochen. Die Wadenbeine. Lage: an der aͤuſern Seite der Schienbeine(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. y. y. y.). Geſtalt: laͤnger und duͤnner, und faſt eben ſo drei⸗ ekicht, als das Schienbein. Ein⸗ — GSAA A-B 30 Diviſio: in duo extrema et partem mediam, cuius an- gulus internus quoad maximam partem acutus, et ligamen- to interoſſeo tibiae nexus; dein poſterior, tandemque ante- rior conſiderantur; ultimi anguli in extremitatibus tantum eminentes, verſus medium evaneſcunt, unde facies illorum non accurate determinari poſſunt. Ertremitates: ſuperior, quae et caput vocari poſſet, mediante cavitate glenoidea condylum tibiae externum ſe- cum coniungit(Tab. XVI. fig. 2. 3. F. F.); inferior, quae ſupra baſin tibiae deſcendit, malleolum pedis conſtituit ex- ternum(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 3. No. 4. 4. 4.), foveolamque in latere interno habet, pro glandula quadam mucilaginoſa abſcondenda.. Comexio: ſuperius cum ſola tibia, inferius cum tibia et aſtragalo. Subſtantia: eadem ac reliquorum oſſium fiſtuloſorum. PFſus: crura cum ofſibus tarſi firmius coniungunt, ſi- mulque luxationem pedis, alias crebriorem, averruncant. Oſa pedis extremi. Nomina, Situs, Figura et Diviſio ſeptem tarſi oſſium: 1. Aſtragalus ſeu talus(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. O. O.) omnium tarſi oſſium ſupremum, tibia et fibu- la nexum, et apophyſi robuſta verſus anteriora excurrente (Tab. XVI. fig. 2. Tab. XVIII. fig. I. a. a.), cum oſſe navi- culari copulata, donatum. 2. Calcaneum(Tab. XVI. fig. z. Tab. XVIII. fig. 1. 3. 7. z.) eſt poſtremum et maximum, in cuius tuberoſitatem poſteriorem ſeu calcem ſtricte ſic dictam(Tab. XVIII. fig. I. m. m.) tendo Achillis inſeritur; apophyſis eius anterior(fig. 3. n.) offi cuboideo necttitur. 3. Naviculare ſeu ſcaphoides(Tab. XVI. fig. 2. C. Tab. XVIII. fig. 1. 3. C. C.) in latere pedis interno poſitum, cum aſtragalo Tab. XVIII. fig. 1. a.) poſterius, anterius au- tem cum tribus, cuneiformibus, et ad latus externum quo- dammodo cum cuboideo cohaeret. 4. Cuboideum ſeu cubiforme(Tab. XVI. fig. 2. B. Tab. XVIII. fig. z. H.) externum pedis latus occupans, poſterius cum calcaneo(Tab. XVIII. fig. 3. n.), anterius cum quarto et quinto metatarſi oſſe(Tab. XVIII. fig. 3. X. X.), interne autem cum naviculari et cuneiformi tertio coniungitur. 5. Cumeiforme primum et maximunn(Tab. XVIII. fig. 1. 3. A. A.) in pedis latere interno collocatum, anterius meta- tarſi oſſa primum et aliquo modo ſecundum attingit. 6. Cuneiforme ſecundum(Tab. XVl. fig. 2. G. V.) inter haec minimum, ſuffulcit metatarſi os ſecundum, et 7. Qumeiforme tertium(Tab. XVI. fig. 2. L. Tab. XVIII. fig. 3. L.) tertio metatarſi oſſi ſuppoſitum. Connexio: Eintheilung: in zwei aͤuſere Enden und einen Mit⸗ teltheil, an welchem der innere meiſt ſcharfe Winkel, der durch das Zwiſchenknochenband mit dem Schienbein verbun⸗ den iſt; ſodenn ein hinterer und ein vorderer; beide leztere ſind nur oben und unten winklicht, in der Mitte aber ver⸗ liehren ſie ſich, daher man hier die Flaͤchen nicht genau be⸗ ſtimmen kann. Endigungen: die obere, die man auch den Kopf nen⸗ nen koͤnnte, hat eine flache Hoͤle, um mit der aͤuſern Erha⸗ benheit des Schienbeins ſich zu verbinden(Tab. XVI. fig- 2. 3. F. F.); die untere, die weiter herabgeht als das Schien⸗ bein, bildet den aͤuſern Knoͤchel am Fus(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 3. No 4. 4. 4.), und hat inwendig eine kleine Hoͤle, worinnen eine Schleimdruͤſe liegt. Zuſammenhang: oberwaͤrts blos mit dem Schienbein, unterwaͤrts mit dem Schien⸗ und Sprungbein. Subſtanz: die nemliche, wie in den uͤbrigen Roͤhrknochen. Muzen: das Bein mit den Fusknochen mehr zu befe⸗ ſtigen, zugleich auch das oͤftere Verrenken zu verhuͤten. Die Knochen des Fuſes. Namen, Lage, Geſtalt, und Eintheilung der ſieben Fuswurzelbeine. 1.) das Sprungbein(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. O. O.), welches das oberſte iſt, und mit dem Schien⸗ und Wadenbein in Verbindung ſteht, auch nach vorwaͤrts einen ſtarken Fortſaz hat(Tab. XVI. fig. 2. Tab. XVIII. fig. 1. a. a.), der an das Schiffbein ſtoͤſt. 2.) das Ferſenbein(Tab. XVI. fig. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. 2.2) iſt das hinterſte und groͤſte, an deſſen hintern Theil oder der eigentlichen Ferſe(Tab. XVIII. fig. 1. m. m.) ſich die ſogenannte Achillesflechſe feſtſezt; der vordere Fortſaz (fig. 3. n.) ſtoͤſt an das Wuͤrfelbein. 3)) das Schiffbein(Tab. XVI. fig. 2. C. Tab. XVIII. fig. 1. 3. C. C.), ſo an der inwendigen Seite des Fuſes liegt, verbindet ſich hinterwaͤrts mit dem Sprungbein(T ab. XVIII. fig. 1. a.), und vorwaͤrts mit den drei keilfoͤrmigen Beinen, auswaͤrts etwas weniges mit dem Wuͤrfelbein. 4.) das Wuͤrfelbein(Tab. XVI. fig. 2.. Tab. XVIII. fig. 3. H.), ſo an der aͤuſern Seite des Fuſes liegt, verbin⸗ det ſich hinterwaͤrts mit dem Ferſenbein(Tab. XVIII. fig. 3. n.), vorwaͤrts mit dem vierten und fuͤnften Knochen des Mittel⸗ fuſes(Tab. XYVIII. fig. 3. x. X.), und inwendig mit dem Schiff⸗ bein und dem dritten Keilbein. 5.) das erſte und groͤſte Keilbein(Tab. XVIII. fig. 1. 3. X. A.) liegt an der inwendigen Seite des Fuſes, und ſtoͤſt vorwaͤrts ans erſte und zweite Mittelfusbein. 6.) das zweite Keilbein(Tab. XVI. fig. 2. G. V.), welches das kleinſte unter dieſen iſt, unterſtuͤzt das zweite Mittelfusbein, und 7) das dritte Keilbein(Tab-XVI. ig.2. L. Tab.XVIII fig. Z. L.) das dritte Mittelfusbein. Zuſam⸗ iuſere Enden unß ere meiſt ſcharfe W d mit dem einn n M. Winkel, dr an ienbein verbun, ni u rer 3 beide leztere de, er Mitte aber ver⸗ ſe Jlͤchen nicht genau be⸗ 84 man auch den Kopf nen⸗ / um mit der aͤuſern 0, u verdinden(Tab. XVI. 8 deiter heraögeht als das S Sijim ien⸗ ſcchel am Fus(Tad. XVI. g. z. .), und hati inwendig eine kline mdruͤſe liegt. varts blos mit dem S Schienbein und Sprungbein wie in den übrigen Röhrknochen. den Fusknochen meht zu befe⸗ ere Verrenken zu verhüten. en des Fuſes. Seſtalt, und Bincheilung der (Tad.WVI. fg.2. 3. Tab⸗XVIl. g oberſte iſt, und mit dem Schien⸗ dung ſteht, auch nach votwäits ab. XVI. fig. 2. Iab. XVIII. ſig. bein ſtöſt. dad. XNI.§8. z. Tad. WIlII. fg. und gtoͤſte, an deſſen hintern Ferſe(Tab. NVIII. fg. 1. m.m) echſe feſtſet; der vordere Fortſaz rfelbein. rab. XVI. ig.2. C. Tè. WVIII der inwendigen Seite des Fuſes aͤrts mit dem Sprungbein(Tab. waͤrts mit den drei keilformigen weniges mit dem Wärfelbein. IabXVIG2.h. TiAll en Seite des Füſes liegt/ verbin⸗ Ferſenbein(TabXVlIl.— fänften Knochen des Nimij äd und inwendig mit dem Schif⸗ an.„ öͤſte Reilbein(⸗ 1b.XI wa nwendigen Seite des des Fuſes/ nd zweite Nirteffubben bein(Tob. X XVI ig. ². G. 7 83 iſt/ untertt t das XIII. b. (Ta WNl.181 1 ffusbein. zuſam⸗ Aee Ae 22 1 b 31 Comnexio: tam inter ſe, quam ſuperius cum tibia et fi- bula, et anterius cum metatarſi offibus per valida ſatis li- gamenta. Subſtantia: omnino ſpongioſa, et practerea ut illa oſ- ſium carpi. Eſus: ut firmius ſtare et incedere queamus. Oſa metatarſi. Nomina: ut oſſa metacarpi ſolis numeris diſtinguuntur; quod pollicem pedis ſuſtentat, primum nominatur, ct ſ. p. Situs: inter tarſum et digitos pedis(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. No. 2. 2.). Fgura: metacarpo proportionate ſimilis. Dioiſio: quinque ſunt oſſa diſtincta, quorum quodque baſin habet latam, tarſum reſpicientem(Tab. XVI. fig. 2. K. K. K.), partem mediam propemodum triangularem infe- riusque nonnihil concavam, et extremitatem anteriorem condylo terminatam, caput quoque dictam, et digitis pe- dum contiguam. Primum horum robuſtiſſimum eſt, alte- rum longiſſimum. Connexio: poſterius partim cum oſſibus tarſi, partim quoque inter ſe, et anterius unumquodque cum prima digi- ti phalange(Tab. XVI. fig. 2. 3. No. 3. 3. 3.). Subſtantia: admodum compacta, de reliquo autem ut in aliis offibus, quae ad cylindri ſimilitudinem accedunt. Fſus: ut firmiter ſtemus, ad quod inprimis apophyſes ſtarken Fortſaͤze an der Grundflaͤche des innern und aͤuſern amplae baſcos interni externique non parum conferunt. Oſſa digitorum pedis. Situs: metatarſi oſſibus anterius adhaerent, et extremi- tatum inferiorum ſunt limites(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. No. 3. 3. 3⸗). Figura- aliquam cum digitis manus oſtendunt ſimilitu⸗ dinem, ſunt tamen robuſtiora brevioraque. Diviſio: primus digitus ſeu pollex ex duobus, reliqui autem ex tribus diſtinctis conſtant oſſibus. Quilibet ordo phalanx ſeu internodium appellatur, quorum primus ordo (Tab. XVI. fig. 2. No. 3. 3.), ſecundus(No. 4. 4 4.), et ter- tius ſeu ultimus unguibus munitus(No. 5. 5. 5:) inſignitus. Connexio: primus ordo cum oſſibus metatarſi, ſequen- tia inter ſe. Subſtantia: reliquorum oſſium fiſtuloſorum proportio- nate fimilis. Wus: extremam pedis partem conſtituendo, inceſſum, ſaltumque etc. facilitant. . Oſſccula zuſammenhang: unter ſich ſelbſt ſowohl, als ober⸗ waͤrts mit dem Schien⸗ und Wadenbein, und vorwaͤrts mit den Knochen des Mittelfuſes durch ſtarke Baͤnder. Subſtanz: durchgaͤngig ſchwammicht, uͤbrigens wie die Knochen der Handwurzel. Nuzen: um ſicher ſtehen und gehen zu koͤnnen. Die Knochen des Mittelfuſes. Namen: ſie werden eben wie die Knochen der Mittel⸗ hand durch die Zahl unterſchieden; das unter dem Dau⸗ men heiſt das erſte, u. ſ. w. Lage: zwiſchen der Fuswurzel und den Fuszehen. (Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. 1. 3. No 2. 2.). Geſtalt: iſt verhaͤltnismaͤſig den Knochen der Mittel⸗ hand aͤhnlich. Eintheilung: es ſind fuͤnf verſchiedene Knochen, de⸗ ren jeder eine breite an die Fuswurzel ſtoſende Grundflaͤche (Tab. XVI. fig. 2. K. K. K.), einen mittlern beinahe dreiekich⸗ ten von unten etwas ausgehoͤlten Theil, und eine vordere gerundete Endigung hat, die man auch den Kopf nennt, und die ſich mit den Fuszehen verbindet. Der erſte iſt der ſtaͤrkſte, der andre der laͤngſte. uſammenhang: hinterwaͤrts theils mit den Knochen der Fuswurzel, theils auch unter ſich ſelbſt, und vorwaͤrts jedes mit dem erſten Glied einer Fuszehe(Tab. XVI. fig. 2. 3. No 3. 3. 3.). Subſtanz: iſt ſehr feſt/ im uͤbrigen aber wie bei den andern Roͤhrknochen. Nuzen: um feſt ſtehen zu koͤnnen, wozu beſonders die viel beitragen. Die Knochen der Fuszehen. Lage: an den Knochen des Mittelfuſes, und mit ih⸗ nen endigen ſich die untern Gliedmaſen(Tab. XVI. fig. 2. 3. Tab. XVIII. fig. I. 3. No 3. 3. 3). Geſtalt: ſie haben einige Aehnlichkeit mit den Fingern der Hand, ſind aber ſtaͤrker und kuͤrzer. Eincheilung: der erſte oder der Daumen beſteht aus zwei verſchiedenen Knochen, jeder von den uͤbrigen aber aus dreien. Jede ſolche Reihe nennt man ein Gelenk, wovon das erſte(Tab. XVI. fig. 2. No 3. 3.), das zweite(No 4.4.4.) und das lezte oder aͤuſerſte, woran die Naͤgel ſizen(No 5. 5. 5.), bezeichnet iſt. zuſammenhang: die erſte Reihe mit den Knochen des Mittelfuſes, die andern unter ſich. Subſtanz: verhaͤltnismaͤſig wie bei den uͤbrigen Roͤhr⸗ knochen.. Nuzen: indem ſie das aͤuſerſte Ende des Fuſes bilden, erleichtern ſie das Gehen, Springen, u. ſ. f. Die =——= 32 N Oſſicula ſoſamoidea. Nomen: a ſimilitudine quadam cum ſemine Seſami. Va- rüs adhaereſcunt iuncturis. Situs: conſueto more in iunctura interna metacarpi cum digitis, ct inferius ſub pede inter metatarſum et digi- tos pedis(Tab. XVI. fig. 3. No. 6. 6. Tab. XVIII. fig. 1. No. 6.), ut et ſub oſſe tarſi cuboideo; non minus quoque in condylis oſſis femoris(Tab. XIII. fig. 1. 2. C. c.). Fiura: maiore ex parte globoſa. Numerus: aegre definiendus, plerumque tamen duode- cim usque ad ſedecim adſunt. Connexio: per ligamenta nominatis iunguntur articulis. Suhſtantia: in adultis adhuc iunioribus cartilaginea, in ſenibus autem oſſea, attamen ſpongioſa. Vjfus: muſculis quibusdam aut potius eorum tendinibus pro parvis quaſi trochleis inſerviunt, adeoque illorum ad- augent vires. Coniunctio oſſium inter ſe. Haec triplici modo, diverſiſſima quidem ratione, fie- ri ſolet: I. Si articulatio aperta manifeſtaque locum habet, Di- artbroſis vocatur, in qua, ſi caput oſſis cuiusdam profun- dae alterius cavitati ineſt, Enar throſis ſalutatur, ut e. g. in- ter os femoris et acetabulum oſſium innominatorum; ſi au- tem caput cum cavitate glenoidea articulatur, nuncupatur Artbrodia, ut humerus cum ſcapula; in motu mutuo, ubi flexio ſola et extenſio locum invenit, fere ut ianua car- dini inhaeret, ſicuti ulna cum humero, tunc Ginglymus an- gularis appellatur; quodſi autem ſimul accedat ſemirotatio ad latera, ut vertebra colli prima circa proceſſum odontoi- dem ſecundae, tunc Ginglymum lateralem denominant; ſi tan- dem oſſa motum vix percipiendum exerunt, ut oſſa carpi aut tarſi, etc. Ampbyartbroſis dicitur, quod a Synarthroſi pa- rum vel nihil recedit. II. Alia coniunctio, ad motum quidem, ſed non ad articulationem apta, conſtituit Sympbyſin mediatam. Cohae- rere autem poſſunt duo vel plura oſſa per muſculos, ut e. gr. os hyoides, tunc Sſſarcoſis vocatur; aut per carti- lagines, ut oſſa pubis, tunc Synchondroſis; aut per ligamen- ta, ut tibia ct fibula, tunc Syndeſinoſis, vel perperam Syn- evr oſi 15 aut per tendines, ut patella, tunc Sntendſus 25 aut tandem per ſolas membranas, uti in plerisque infantum oſ- ſibus imperfectis, tunc Symymenſis vocari poſſet. Die Gelenkbeinchen. Namen: von einiger Aehnlichkeit, die ſie mit dem Leindotterſamen haben. Sie werden in verſchiedenen Gelen⸗ ken angetroffen. Lage: gewoͤhnlich inwendig im Gelenk der Mittel⸗ handknochen und der Finger, und unterwaͤrts im Gelenk zwi⸗ ſchen den Mittelfusknochen und den Fuszehen(Tab. XVI. fig. 3. No 6. 6. Tab. XVIII. fig. I. No 6.), auch unter dem Wuͤrfelbein, wie nicht weniger an den untern halbrunden Erhabenheiten des Schenkelbeins(Tab. XIII. fig. I. 2„c. e.). Geſtalt: mehrentheils rund. Anzahl: kann nicht genau beſtimmt werden, meiſtens aber zwiſchen zwoͤlf und ſechszehen. Zuſammenhang: durch Baͤnder mit den benannten Gelenken. Subſtanz: bei jungen Perſonen knorplicht, bei alten aber knoͤchern, jedoch ſchwammicht. Muzen: ſie dienen einigen Muskeln, oder vielmehr ihren Flechſen gleichſam als kleine Rollen, und vermehren dadurch ihre Kraͤfte. Verbindung der Knochen unter ſich. Dieſe geſchieht auf dreierlei ganz verſchiedene Arten: 1.) Wenn ein Gelenk dabei ſtatt findet, ſo kann dieſe Bewegung deutlich ſeyn, und in die Augen fallen; iſt nun dabei der Kopf eines Knochen in einer tiefen Hoͤle eines an⸗ dern, ſo heiſt man es eine tiefe Verbindung, wie zum Bei⸗ ſpiel zwiſchen dem Schenkelbein und der Pfanne der unge⸗ nannten Beine; iſt er in einer flachen Hoͤle, ſo heiſt es ein flaches Gelenk, wie der Oberarmknochen mit dem Schul⸗ terblatt; iſt die Bewegung wechſelsweis, ſo daß nur Beu⸗ gung und Ausſtrekung ſtatt findet, ohngefehr wie eine Thuͤr im Angel haͤngt, wie z. B. der Ellenbogen mit dem Ober⸗ armknochen, ſo heiſts Scharnier; geſchieht aber die Be⸗ wegung ſeitwaͤrts oder durchs Umdrehen, wie zwiſchen dem erſten und zweiten Halswirbelbein, ſo koͤnnte man es ein Scharnier zur Seite nennen; wenn ſich die Knochen nur ſehr wenig auf einander bewegen, wie z. B. die Knochen der Handwurzel, der Fuswurzel, u. ſ. w. ſo heiſt es eine unmerkbare Bewegung. 2.) Eine andere Art der Knochenverbindung iſt dieſe, wo zwar Bewegung, aber kein eigentliches Gelenk ſtatt fin⸗ det, und dis trift man bei der ſogenannten mittelbaren Zu⸗ ſammenfuͤgung an. Es koͤnnen aber auch zwei oder meh⸗ rere Knochen unter einander zuſammenhaͤngen durch Mus⸗ keln, wie z. B. das Zungenbein, dann heiſt es eine Fleiſch⸗ verbindung; oder durch Knorpel, wie die Schambeine, dann heiſt es Anorpelverbindung; oder durch Baͤnder, wie das Schien⸗ und Wadenbein, dann heiſt es eine Band⸗ verbindung; oder durch Flechſen, wie die Knieſcheibe, dann heiſt es eine Flechſenverbindung; oder endlich auch durch bloſe Haͤute, wie bei den unvolkommenen Knochen der Kin⸗ der zu ſehen iſt, welches man eine haͤutige Verbindung nennen koͤnnte. 3. Wenn halbrunden 8s(Tab. XIII. 1 fg. 1. 2 1 e) und. zehen. ( 8 6 Baͤnder mit den benannten meiſtens erſonen knorplicht, bei alte icht. 4 n Muskeln, oder vielmehr ſeine Rollen, und vermehren tnochen unter ſich erlei ganz verſchiedene Arten: abei ſtatt findet, ſo kann dieſe ein die Augen fallen; iſt mn in einer tiefen Hoͤle eines au⸗ fe Verbindung, wie zum Vei⸗ in und der Pfanne der unge⸗ ſlachen Höle, ſo heiſt es ein erarmknochen wit dem Schul⸗ dechſelsweis, ſo daß nur Beu⸗ andet, ohngefehr wie eine Thuͤr der Elenbogen mit dem Ober⸗ nier; geſchieht aber die Be⸗ Undrehen, wie zwiſchen dem lbein, ſo könnte man es ein a; wenn ſich die Knochen nur begen, wie z. B. die Knochen urjel, u. ſ. w. ſo heiſt es eine . Krochenverbindung iſt dieſe/ in eigentliches Gelenk ſtatt n⸗ ſogenannten mitteldaren zu⸗ men aber auch zwei oder nip⸗ zuſammenhängen durch N⸗ s eine Jleiſch in, dann ii — e Schambeine/ n eine hä AeeͤAAeͤ III. Nexus oſſium plane immobilis et ad motum eden- dum ineptus ſeu Synartbroſis, Symphyſis immediata audit. Si oſſa mediante linea plana ſibi invicem nectuntur, ut pluri- ma faciei oſſa, barmoniam conſtituunt; ſi mediantibus aſperis denticulatisque marginibus ſe mutuo recipiant, ut in fronte et bregmate videndum eſt, ſutura genuina ſeu vera vocatur; quodſi vero eiusmodi marginibus oſſa ſibi invicem, ut tem- porum pars ſuperior oſſibus bregmatis, ſuperincumbunt, tunc ſutura ſpuria ſeu ſquamoſa appellatur; ſi os tandem oſſi ita ut cuneus trunco infixum eſt, ſicut in dentibus anim- advertimus, tunc Gomphoſin vocant. De muſculis generatim. aec artis anatomicae pars, Myologia dicta, docet nos, quae propria quaeque peculiaria ſint muſculis, ſcilicet ſtructuram, formam, ſitum, originem, finem, ut et motum eorum atque uſum. Denominationes muſculorum utpluri- mum ab hiſce proprietatibus ſunt deſumtac. Quidquid communi vita carnem vocamus, anatomicis termino familiari technico muſculus eſt. Definitio: muſculus, ea corporis cuiuscunque animalis pars, ex fibris flexilibus, nervis, arteriis et venis vaſisque lymphaticis conflata, tunica propria induta, corporisque mo- tui ſerviens. Figura: valde diverſa, ac quanquam ab animalculo il- lo notifſimo Latinis muſculo dicto, nomen ſuum traxerint, ipſe tamen aſpectus alia plane docet. Diviſio, Subſtantia et Actio: dividitur muſculus in par- tem mediam duasque extremas. Illa, corporis ventrisve nomine inſignita, rubro gaudet colore, propter plurima va- ſa ſanguifera, ſenſibilis quoque ob nervos, et irritatu facilli- ma. Fines contra tendines audiunt, colore pallido veluti ſplendent, denſi et compacti adeoque ſenſu et irritabilitate carent, oſſibusque firmiter inhaerent. Pars oſſi minus mo- bili annexa, caput; magis mobili, cauda muſculi ſalutatur. Media pars interveniente tela celluloſa, cui pinguedo ineſſe ſolet, cum adiacentibus muſculis laxe tantum cohaeret. Alii in longum gracilemque tendinem, alii in latum abeunt, quem expanſionem aponevroticam dicunt. partes laxa ſtipataque, in ipſam eius ſubſtantiam penetran- te, ſingulasque fibrillas ambiente, celluloſitate cinctae et qua- ſi inductae ſunt; tunicam muſculi propriam vocant, in ten- dine autem vaginam. Corpo- Cunctae hae Mnm Seu=enn. 3 3 3. Wenn keine Bewegung dabei iſt, ſo nennt man es eine unmittelbare zuſammenfuͤgung. Stoſen die Kno⸗ chen durch eine gleiche ebene Linie an einander, wie die mei⸗ ſten Geſichtsknochen, ſo heiſt es eine Harmonie, oder gleich⸗ foͤrmige Verbindung; geſchiehet dieſes durch unebene ausge⸗ zakte Raͤnder, die ſich in einander fuͤgen, wie bei dem Stirn⸗ und Seitenbeinen, ſo heiſt es eine wuͤrkliche oder wahre Nath; liegen aber dergleichen Raͤnder nur auf einander, wie der obere Theil des Schlafbeins auf dem Seitenbein, ſo nennt man es eine falſche oder ſchuppichte Nath; wenn endlich ein Knochen in dem andern wie ein Keil ſtekt, dergleichen an den Zaͤhnen zu ſehen iſt, ſo heiſt es eine Einkeilung. Von den Muskeln uͤberhaupt. Daefer Theil der Zergliederungskunſt, den man die Mus⸗ kellehre nennt, macht uns mit den Eigenſchaften der Muskeln bekannt, und lehrt uns derſelben Struktur, Ge⸗ ſtalt, Lage, Urſprung, Ende, wie auch Bewegung und Nu⸗ zen kennen. Groͤſtentheils ſchreiben ſich die Benennungen der Muskeln von dieſen Eigenſchaften her. Alles, was man im gemeinen Leben unter dem Wort Fleiſch verſteht, nennt der Zergliederer mit dem gewoͤhnli⸗ chen Kunſtwort einen Muskel. Beſchreibung: Man verſtehet unter einem Muskel denjenigen Theil eines thieriſchen Koͤrpers, der aus biegſa⸗ men Faſern, Nerven, Puls⸗ und Blutadern und Waſſer⸗ gefaͤſen beſteht, mit einer eignen Haut umgeben iſt, und zur Bewegung des Koͤrpers dient. Geſtalt: iſt ſehr verſchieden, und ohnerachtet ſie den Namen von einer Maus bekommen haben, ſo kann doch der Augenſchein dieſe Benennung keinesweges rechtfertigen. Eintheilung, Subſtanz und Wuͤrkung: in einen mittlern Theil und zwei Endigungen. Erſterer, den man auch den Koͤrper oder Bauch des Muskels nennt, iſt roth, wegen der vielen Blutgefaͤſe, auch empfindlich und auſerſt reizbar wegen der Nerven. Die Endigungen hingegen wer⸗ den Flechſen genennt, ſind blas von Farbe, ſehr dicht, we⸗ der empfindlich noch reizbar, und werden gemeiniglich an Knochen befeſtigt. Jener Theil, der ſich an dem weniger beweglichen Knochen feſtſezt, heiſt der Kopf; der an dem beweglichern anhaͤngt, der Schwanz des Muskels. Der mittlere Theil nur iſt vermittelſt des Zellgewebes loker mit den nahe gelegenen Muskeln verbunden, und hier iſt der Siz des Fettes. Es endigen ſich einige Muskeln in eine ſchmale lange Flechſe, andere in eine breite ,welches man ſo⸗ denn eine flechſichte Ausbreitung nennt. Alle dieſe Theile zu⸗ ſammen genommen, werden mit einem lokern aber diken Zell⸗ gewebe umſchloſſen und gleichſam eingewikelt, das zugleich in ſeine Subſtanz ſich hineinzieht und jede einzelne Muskelfaſer umgiebt; man nennt dieſes die eigene Haut des Muskels, am flechſichten Theil aber, deren Scheide. 1 Die 3 b. GBAAͤAS 34— MSS= V Corporis animalis motus, ſive ſunt involuntarii, ſi nem- pe ſine animi intentione peraguntur, quales c. gr. actio cor- dis et diaphragmatis, et ſic p. perpetuo usque ad mortem durantes; five voluntarii, ex noſtra voluntate profecti, ii- que ſatis diu ſaepe, inter ſomnum maxime, praepediti qui- eſcunt. Vterque motus a multis perficitur muſculis, quorum numerus vix accurate determinari poteſt, quia tenuiores in- primis in diverſis ſubiectis mirifice inter ſe variant, quae ta- men varietas Anatomico interdum eſt tribuenda. Ali inte- rim numerant quingentos muſculos; alii contra multo mi- norem ſtatuunt numerum. Quoad adtionem iure meritoque funes aut vectes re- ferunt, offa quaquaverſum dirigentes ac motitantes. In aGtionibus ſuis conſpirantes muſculi, ſocii vocantur ſive con- generes; qui ſibi adverſantur, ſunt antagoniſtac. 1 Vſis: vera ac genuina muſculi talis eſt indoles, ut venter cius contrahatur, adeoque extremitates utraeque ſibi invicem propius accedant, quo ſimul pars media intumeſcit, qureſcit et in oculos incurrit diſtindius. Haec muſculorum varietas pictoribus aeque ac ſtatuariis maxime animadver- tenda eſt, ſi operibus artis ſuae ipſiſſimam naturam verita- temque conciliare voluerint. Qua interim ratione muſculus animi nutui reſpondeat, latet. Quaecunque circa hoc na- turae myſterium divinare licet, co redeunt, ut absque du- bio mediante nervorum medulla motum iſtum peragi cen- ſcamus. Plura dabunt Halleri ſcripta phyſiologica et Iſen- flammii*) huc ſpectantia. Cum noſtra tractatio non tam artificibus(vid. praefat.), multo minus in arte anatomica magiſtris, ſed tironibus uni- ce ſit dicata; hi forte aphorismi myologici abunde ſuffici- ent. Ceterum ſubſcribo ſententiae cel. Selle**), nervos ſci- licet et vaſa ſanguifera ut plurimum quoad muſculorum ſr- tum determinari,(quae, nevrologiae puta et angiologiae, ca- pita, tam generatim in praxi medica, quam ſigillatim in chirurgica maximi ſane ſunt momenti); qui ergo ad artem acceſſurus eſt medicam aut chirurgicam, de penitiori muſcu- lorum cognitione debet circumſpicere; ita ut potius directio- nes fibrarum ſitumque univerſum, quam fines et adhaeſio- nes eorum probe calleat; quia in cutis inciſionibus, ut on- cotomia, membrorum amputationibus, fracturis, cet. de fi- brarum Die Bewegungen des thieriſchen Koͤrpers ſind entweder unwillkuͤhrlich, nemlich wenn ſie ohne unſer Bewuſtſeyn ge⸗ ſchehen, wie z. B. die Bewegung des Herzens und Zwerch⸗ fells, u. ſ. f. und dieſe dauern unaufhoͤrlich fort, bis zum Tod; oder ſie ſind willkuͤhrlich, das heiſt, ſie haͤngen von dem Willen ab, und dieſe werden oft lange Zeit, beſonders im Schlaf, unterbrochen.— Beide Arten der Bewegung geſchehen durch eine Men⸗ ge Muskeln, deren Anzahl man nicht ganz genau angeben kann, weil ſolche, wenigſtens was die kleinern anbetrift, in mancherlei Perſonen oft ſehr verſchieden gefunden werden, welche Verſchiedenheit auch nicht ſelten von dem Zerglie⸗ derer ſelbſt abhaͤngt. Doch pflegt man gemeiniglich fuͤnf⸗ hundert Muskeln zu zaͤhlen, wiewohl auch andere eine weit geringere Zahl annehmen. In Abſicht ihrer Wirkung ſind ſie mit Recht als Strike oder Hebel zu betrachten, welche die Knochen nach verſchie⸗ denen Seiten ziehen und bewegen. Diejenigen Muskeln, die einander in einerlei Wuͤrkung unterſtuͤzen, nennt man verſchwiſterte Muskeln; die aber auf eine einander zuwider laufende Art wuͤrken, entgegengeſezte Muskeln. Nuzen: die wahre und eigne Wuͤrkung des Muskels beſteht in der Zuſammenziehung ſeines mittlern Theils, wo⸗ bei nothwendig deſſen beide Enden naͤher an einander kom⸗ men, und zugleich der mittlere Theil anſchwillt, auch haͤrter und ſichtbarer wird. Dieſe Veraͤnderung der Muskeln iſt es hauptſaͤchlich, die der Mahler und Bildhauer vor Augen haben muß, wenn er ſeinen Werken das Gepraͤge der Na⸗ tur und Warheit geben will. Auf welch eine Art es unter⸗ deſſen zugeht, daß ſich der Muskel auf Verlangen des Wil⸗ lens hier oder dorthin bewegt, iſt uns noch unbekannt. Alles, was wir von dieſem Geheimnis der Natur errathen koͤnnen, iſt dieſes, daß es ohnfehlbar durch Einflus des markichten Weſens der Nerven geſchehe. Mehrers hiervon kann man in Hallers phyſiologiſchen Schriften und im Iſenflamm*) nachſehen. Da gegenwaͤrtige Abhandlung nicht ſowohl fuͤr Kuͤnſt⸗ ler(ſiehe Vorrede), noch vielweniger fuͤr Meiſter in der Anatomie, ſondern blos fuͤr Anfaͤnger in derſelben beſtimmt iſt; ſo moͤgen dieſe wenigen Saͤze von der Muskellehre ge⸗ nug ſeyn. Auch bin ich voͤllig der Meinung des Herrn Selle*), nemlich weil die Nerven und Blutgefaͤſe meiſtens nach der Lage der Muskeln beſtimmt werden, welches ſo wie uͤberhaupt in der Heilkunſt, alſo beſonders in der Wundarz⸗ neikunſt zwei Lehren von groſer Wichtigkeit ſind; ſo hat ein Lehrling der Arzneiwiſſenſchaft und Wundarzneikunſt hoͤchſt⸗ nöthig, ſich die Muskeln ſelbſt bekannt zu machen, wobei es aber mehr auf die Kenntnis der Richtung ihrer Fibern und ihrer allgemeinen Lage, als auf die Endigungen derſel⸗ ben ankommt; weil bei Hauteinſchnitten, Eroͤfnung der Ge⸗ ſchwuͤre *) Jac. Friedr. Iſenflamm Verſuch einiger praktiſchen Anmerkungen uͤber die Nerven, ꝛc. Erlang 1774. 8. deſſelben Verſuch prakti⸗ ſcher Anmerkungen uͤber die Muskeln. Erlang 1778. 8. **) C. G. Selle Einleitung in das Studium der Natur⸗ und Arzneywiſſenſchaft. Berlin 1777. 8. degung geſehen durch äͤne Men⸗ 1 de nict gan genau angeben as die kleinern anbetrift, in ihr verſhieden gefunden vr da ſelten von dem rnlt 4 n egt man gemeiniglich fünf u/ wiewohl auch andere eine we ung ſind ſie mit Recht als Strit velche die Knochen nach verſchie⸗ ewegen. Diejenigen Muskeln, ürkung unterſtuüzen, nennt man eaber auf eine einander zuwider egengeſezte Maskeln. nd eigne Wuͤrkung des Muskels hung ſeines mittlern Theils, wo⸗ * Enden näher an änander kom⸗ tilere Theil anſchwillt, auch härter jeſe Veraͤnderung der Muskeln iſt Mahler und Bildhauer vor Augen n Werken das Gepraͤge der Na⸗ 1. Auf welch eine Art es unter⸗ Muskel auf Verlangen des Wil⸗ t, iſt uns noch undekannt. Ales, mnis der Natur errathen können, har durch Einflus des markichten the. Mehrers hiervon kann man Schriften und im Iſenflamm“) zandlung vicht ſowohl fuͤr Küͤnſt⸗ vielweniger für Meiſter in der für Anfänget in derſelben beſtimmt en Saͤze von der Muskellehre ge⸗ 6 völlig der Meinung des Herrn i Nerven und Blutgefaſe meiſtens funmt werden/ welches ſo wie in bef :, alſo beſonders in der Wundakz⸗ groſer Wichtigkeit ſind; ſo bet iin haft und Wundarzneikunſt iih ſalbſt bekannt zu machen/ we er Nichtung ilter Fübern * — ne brarum muſcularium ſitu et progreſſu cognitio ſolida admo- dum neceſſaria eſt. Tironibus rei anatomicae et chirurgicae multum utilita- tis praeſtabunt ſcripta infra nominanda*): cuius autem intereſt, ut ad perfectam abſolutamque myologiae adſpiret notitiam, illi, ſi ſuffecerit ſumtibus, et latinos libros intel- ligat, ſatagent ſequentia opera ſplendida**). De muſculis ſbeciatim. Muſculus frontalis, ſeu Epicranius Albini. (Tab. II. A. A.) Principium: apophyſes orbitales internae ofſis frontis. Progreſſus: ſurſum tendit, ad regionem ſuturae coronalis usque; fibrae illius a ſe invicem verſus exteriora recedunt. Finis: in cute frontis; ſimulque calvam expanſione apo- nevrotica, muſculis occipitalibus demum implantata, ob- ducit. Actio: cutem frontis corrugat. Muſculus temporalis, ſeu Crotaphites. (Tab. II. Tab. III. B.) Principium: ſemicirculare in externa frontis parte, oſſe parietali, parte temporum ſquamoſa, et in ala maiori oſſis cuneiformis. Progreſſus: ſub oſſe zygomatico, cuius totam foſſam implet, deſcendit. Finis: robuſto ſatis tendine apophyſi acutae coronoi- deae maxillae inferioris inſeritur. Attio: maxillam inferiorem ad ſuperiorem adducit, un- de maſticationi inprimis famulatur. Muſculus orbicularis palpebrarum. (Tab. II. C. C.) Principium: apophyſis naſalis ſuperior maxillac ſupe- rioris, ſive canthus oculi internus. Progreſſus: oram ſuperiorem et inferiorem orbitarum circumeundo, duos quaſi arcus repraeſentat. Finis: poſtquam circumcirca cavum oculi oſſeum am- büt, prope cius principium, more ſphincterum, terminatur. Mctio: ſchwuͤre„Abſezen der Glieder, Bruͤchen und dergl. deutliche Begriffe von dem Lauf der Muskelfibern zu einer gluͤklichen Operation allerdings vieles beitragen. Vor Anfaͤnger in der Zergliederungs⸗ und Wundarz⸗ neikunſt ſind folgende Buͤcher zum Nachleſen von guten Nu⸗ zen*): wem es aber um eine volkommene und feine Kennt⸗ nis der Muskellehre zu thun iſt, dem kann man, in ſo fern er der lateiniſchen Sprache maͤchtig iſt, folgende groͤſere und theure Werke empfehlen**). Von den Muskeln insbeſondere. Der Stirn⸗Muskel. (Tab. II. A. A.) Urſprung: an den innern Augenfortſaͤzen des Stirn⸗ beins. Fortgang: gerad aufwaͤrts, bis zur Gegend der Kron⸗ nath, wo er ſich ſpaltet und nach auswaͤrts beugt. Endigung: in der Haut der Stirne, dabei uͤberzieht er den Hirnſchedel durch eine flechſichte Ausſpannung, die ſich endlich in den Hinterhaupts⸗Muskeln verliert. Wuͤrkung: er macht die Haut an der Stirn runzlicht. Der Schlafbein⸗Muskel. (Tab. II. Tab. III. B.) Urſprung: iſt halbzirkelfoͤrmig am aͤuſern Theil des Stirnbeins, am mittlern Theil des Seitenbeins, am ſchup⸗ pichten Theil des Schlafbeins, und an dem groſen Fluͤgel des Keilbeins. Fortgang: herunterwaͤrts unter dem Jochbein, deſſen ganze Hoͤle er ausfuͤllt. Endigung: durch eine ſtarke Flechſe an den ſcharfen Kronfortſaz des untern Kinnbakens. Wuͤrkung: er zieht den untern Kinnbaken herauf an den obern, und dient daher beſonders beim Kaͤuen. Der Schlies⸗Muskel der Augenlieder. CTab. II. C. C.) Urſprung: an dem Naſenfortſaz des obern Kinnba⸗ kens, oder im innern Augenwinkel. Fortgang: am obern und untern Rand der Augen⸗ hoͤle, und macht gleichſam zwei Bogen. Endigung: nachdem er ganz um die Augenhoͤle herum gelaufen iſt, endigt er ſich wieder bei ſeinem Anfang, nach Art aller Schliesmuskeln.. — Wuͤr⸗ *) Gottfr. Wilh. Muͤller XII. Kupfertafeln, welche die meiſten kleinern und zarten Maͤuslein an dem menſchlichen Koͤrper vorſtellen. Frankf. und Leipz. 1755. 4. Aug. Schaarſchmidt myologiſche Tabellen. Frankf. und Leipz. 1754. 8. **½) Bern. Siegfr. Albini hiſtoria maſculorum hominis. Leidae Batav. 1734. 4. c. figg. eiusd. Tabulae ſceleti et muſculorum cor- poris humani. ibid. 1747. fol. max. mit dieſem koſtbaren Werk iſt zu verbinden: Eduard Saudifort Deſcriptio muſculorum hominis. Leidae 1780. 4. Petri Berretini tabulae anatomicae, edit. a Caietano Petrioli, Rom. 1741. fol. Io. Alph. Bo- rellus de motu animalium. Voll. II. Hagae Comit. 1743. 4. lo. Brovvne Myographia nova. Lugd. Bat. 1687. fol. Wil- liam Cowvper Myotomia reformata, etc. Londin. 1724. fol. mai. W'yer. Guil, Muys muſculorum artificioſa fabrica. Lugd. Bat. 1751. 4. mai. 36 Alio: palpebras cutemque adiacentem contrahit, bul- bumque oculi aliquantulum premit. Muſculus triangularis naſi, ſeu Levator labii ſu- perioris alaeque naſi Albini.(Tab. II. D.) Principium: idem ac praecedentis muſculi. Progreſſus: iuxta latus naſi decurrit, ita quidem, ut ſenſim extenuetur. Fmnis: parti inferiori mobili et cartilaginoſae naſi in- ſeritur, ad aliosque faciei muſculos fibrillas emittit. Atio: cutem retrahendo alam naſi dilatat. Muſculus orbicularis naſi, ſeu tranſwerſus Santo- rini, ſeu Conſtrictor Comperi, ſéu compreſſor naris Albini.(Tab. II. E.) Principium: ab exteriore parte radicis alae naſi. Progreſſus: transverſim ſupra apicem naſi. Fiis: cum oppoſito confluit. Actio: pinnas naſi verſus ſeptum premit. Muſeulus labii ſuperioris proprius. (Tab. II. F.) Perperam et male expreſſus, et ſi forte ſecundum de- ſineatam hic diredionem fibrillas quasdam inveneris, pro portione quadam triangularis naſi(Tab. II. D.) habueris. Muſculus conſtrictor, ſeu Syhincter oris, Jeu Orbi- cularis Albini.(Tab. II. H.) Principium: ex nonnullis alis adiacentibus muſculis, inprimis buccinatoribus et zygomaticis maioribus. Progreſſus: ſupra labium ſuperius et inferius. FIinis: in utroque oris angulo. MALtio- os contrahit. Muſculus deprimens communis, ſeu triangularis menti, ſeu Depreſſor anguli oris Albini. (Tab. II. I) Principium: in margine inferiori maxillae inferioris, ex tenuibus latisque fibrillis. Progreſſus: ſurſum, ubi fibrae illius ſibi ſunt propiores, formantque ſpeciem trianguli. Finis: in angulo labiorum. Attio: angulos labiorum detrahit. AMuſculus deprimens proprius, ſeu quadratus menti, Jeu Dopreſſör labii inferioris Albini. (ATab. II. K.) Principium: idem ac praccedentis. Pro 8* Q— 36 8 eu, Wuͤrkung: er zieht die Augenlieder und die um die Augen liegende Haut zuſammen, wobei er zugleich den Aug⸗ apfel etwas druͤkt. Der dreiekichte Naſen⸗Musfkel. (Tab. II. D.) Urſprung: der nemliche, als des vorhergehenden. Fortgang: an der Seite der Naſe herunterwaͤrts, doch ſo, daß er nach und nach duͤnner wird. Endigung: an dem untern beweglichen Naſenknorpel; auch laufen einige Faſern von ihm in andere nahgelegene Geſichtsmuskeln. Wuͤrkung: er erweitert die Oefnung der Naſenloͤcher, indem er die Haut in die Hoͤhe dieht. Der zuſammenziehende Naſen⸗Muskel. (Tab. II. E.) Urſprung: vom aͤuſern Theil der Naſenloͤcher. Fortgang: quer uͤber die Naſenſpize. Endigung: er verbindet ſich mit dem gegenuͤberſtehenden. Wuͤrkung: er druͤkt die Naſenloͤcher zuſammen. Der Ober⸗Lippen⸗Muskel. (Tab. II. F.) Dieſer iſt daſelbſt ganz falſch vorgeſtellt, und iſt, wenn ja einige Faſern in der gezeichneten Richtung gefunden wuͤr⸗ den, blos als ein Theil des dreiekichten Naſenmuskels(Tab. II. D.) anzuſehen. Der zuſammenziehende Lippen⸗Muskel. (Tab. II. HI.) Urſprung: aus verſchiedenen andern nahe gelegenen Muskeln, beſonders dem Trompeter⸗ und groſen Jochbein⸗ Muskeln. Fortgang: uͤber die obere und untere Lippe. Endigung: in den Winkeln des Mundes. Wuͤrkung: er zieht den Mund zuſammen. Der niederdruͤkende Muskel des Winkels am Mund, oder der dreiekichte Muskel des Kinns (Tab. II. I.) Urſprung: am untern Rand des untern Kinnbakens, mit duͤnnen breiten Faſern. Fortgang: aufwaͤrts, wobei die Faſern naͤher an ein⸗ ander kommen, und gleichſam einen Triangel bilden. Endigung: im Winkel der Lippen. Wuͤrkung: er zieht die Winkel der Lippen herunter. Der niederdruͤkende Unter⸗Lippen⸗Muskel, oder der vierekichte Muskel des Kinns. (Tab. II. K.) Urſprung: der nemliche, als des vorhergehenden. Fort⸗ ur n gmlan und 8 wobei er zuglech 5 T dl. u) ich Muske che, als des eorhergehenden eite der Na Naſeh derunterwa dunner wird. tts, doch unnem beweglichen Naſenkudrpa von ihm in andere nahgelegene itert die Defnung der Naſenlöcha, Hoͤhe E zieht. haͤe X Nahn„Muskel. E) n Theil der Naſenlocher. die Raſenſpize. tt ſih mit dem gegenüderſtehenden. die Naſenloͤcher zuſammen. Lippen⸗Muskel. 2d. U. F.) zfalſch vorgeſtellt, und iſt, wem geichneten Richtung gefunden wir⸗ dreiekichten Naſenmuskels(Iab. hende Lippen⸗Muskel. d. M. H.) ſciedenen andern nahe gelegenen Trompeter⸗ und groſen Jochbein⸗ ohere und untere Lppe. Winkeln des Mundes. den Mund zuſammen. be(des W vet mahe .I 1 9 anbakens/ een Nand des untern K n. n einen dinng Faſern naßer an d bilden. ſar „r Kypen. akel der dy . 8 ben heruntet · die Winkel der Lippen t d der Unter Loprn⸗ skl te Mwkel des Sins Tab. I. K. enden nliche/ als des vorher roche 5 dr Aenͤ e 37 W= R—nE N8X Progreſſus: aſcendendo fibrae illius cum oppoſito de- cuſſantur. Limis: in labi inferioris margine. Actio: labium inferius deprimit. Muſculus maſſter 5 Tab. II. L.) Principium: valens craſſusque oritur in oſſis zygomatici margine inferiori, et in apophyſi oſſis temporum zygomatica. Progreſſus: ſupra angulum maxillae inferioris externe decurrit. Finis: in latere externo anguli maxillae inferioris. Atio: adducendo maxillam inferiorem, ſuperiori eam apprimit. Muſculus buccinator(Tab. II. M.). Principium: circa alveolos dentium molarium ſuperio- ris et inferioris maxillae. Progreſſus: transverſim ad anteriora. Finis: in angulo oris ſub conſtrictore eiusdem. Actio: angulum oris retrorſum ducit, ſimulque buc- cas, dum manducamus, movet. Muſculus Zygomaticus magnus. (Tab. II. N.) Principium: in apophyſi poſteriori zygomatis. Progreſſus: oblique antrorſum deſcendit. Finis: in angulo labiorum. Aclio: aurem verſus os flectit, inprimis ridendo. Muſculus Sternohyoideus. (Tab. II. T.) Principium: circa coniunctionem claviculae cum ſterno. Progreſſus: oblique in collo adſcendit, ad interiora in- clinatus. Finis: medio baſeos oſſis hyoidis implantatur. Mtio: os hyoidis deducit. Muſculus ſternocleidomaſtoideus. (Tab. II. U.)— Principium: duplex, partim a manubrio ſterni, partim a claviculae extremo anteriori. Progreſſus: ſuper collum oblique ſurſum, extrorſum- que vergens. Finis: in proceſſu maſtoideo temporum. Actio: caput trahit ad anteriora et ad latus. Muſculus ſcalenus. (Tab. II. V. V.) Principium: tres, aut ut aliqui volunt, quatuor ſunt muſculi, ex margine ſupremo primac ct ſecundae coſtae or- tum Fortgang: aufwaͤrts, doch ſo, daß ſich deſſen Faſern mit dem gegenuͤberſtehenden kreuzweis verbinden. Endigung: am Rand der Unterlippe. Wuͤrkung: er zieht ſolche herunterwaͤrts. Der Kaͤu⸗Muskel.(Tab. II. L.) Urſprung: am untern Rand des Jochbeins, und am Jochfortſaz des Schlafbeins mit ſtarken Fleiſchfaſern. Fortgang: auſerhalb uͤber den Winkel des untern Kinnbakens. Endigung: am aͤuſern Winkel des untern Kinnbakens. Wuͤrkung: er zieht ſolchen feſt an den obern. Der Trompeter⸗Muskel.(Tab. II. M.) Urſprung: bei den Bakenzahnhoͤlen des obern und untern Kinnbakens. Fortgang: quer vorwaͤrts. Endigung: in den Winkel des Mundes unter dem zuſammenziehenden Lippen⸗Muskel. Wuͤrkung: er zieht den Winkel des Mundes hinter⸗ waͤrts, und bewegt die Baken, beſonders beim Kaͤuen. Der groſe Joch⸗Muskel. (Tab. II. N.) Urſprung: am hintern Fortſaz des Jochbeins. Fortgang: ſchief abwaͤrts, von hinten nach vorne. Endigung: am Winkel der Lippen. Wuͤrkung: er zieht den Mund ſeitwaͤrts zuruͤk nach dem Ohr, beſonders beim Lachen. Der Bruſtmuskel des Zungenbeins. (Tab. II. I.). Urſprung: oben am Bruſtbein, wo ſich das Schluͤſ⸗ ſelbein damit verbindet. Fortgang: am Hals ſchief aufwaͤrts nach inwendig zu. Endigung: in der Mitte der Grundflaͤche des Zungen⸗ beins. Wuͤrkung: er zieht das Zungenbein herunter. Der Bruſt⸗ und Schuͤſſelbein⸗Muskel des zizenfoͤrmigen Fortſazes. (Tab. II. U.) Urſprung: theils am obern Theil des Bruſtbeins, theils auch an dem vordern Ende des Schluͤſſelbeins. Fortgang: am Hals, ſchief aufwaͤrts nach auſen. Endigung: am zizenfoͤrmigen Fortſaz des Schlafbeins. Wuͤrkung: er zieht den Kopf vorwaͤrts und auf die Seite. Der ungleich dreiſeitige Muskel. (Tab. II. V. V.) Urſprung: es ſind dieſes eigentlich drei oder vier Muskeln, und entſpringen an dem obern Rand der erſten . und K 38 7 tum ducentes; qui proxime circa ſternum oritur, anterior vocatur, ſequens medius, et ſ. p. Progreſſus: in latere colli oblique ſurſum et retrorſum. Fnis: ad apophyſes transverſas vertebrarum colli. Alio: collum antrorſum et ad latera dirigunt. Muſculus pectoralis minor, ſeu dentatus, ſeu ſer- ratus anticus Albini.(Tab. II. Z. Z.) Principium: anterius circa ſecundam, tertiam et quar- tam coſtam. Progreſſus: oblique ſurſum et ad exteriora. Ehiis: in proceſſu coracoideo ſcapulac. Atio: ſcapulam antrorſum et deorſum movet. Muſculus pectoralis maior- (Tab.II. a. a.) Principium: circa exteriora claviculae et marginem la⸗ teralem ſterni, ubi cartilagines intercoſtales implantantur. progreſſus: transverſim ſupra coſtas. Finis: ſuperius circa ſpinam ſeu lineam aſperam oſſis humeri, quatuor digitorum transverſorum circiter ſpatio ſub eius capitulo. Actio: humerum ad pectus ducit, et nonnihil at- tollit. Muſculus ſerratus maior, ſeu magnus Albini. (Tab. III. c. c. c. c. Tab. XII. c.) Principium: in ſuperioribus octo vel novem coſtis, to⸗ tidem capitulis denticulatis. Progreſſus: transverſim ſupra coſtas. Finis: in ſcapulae angulo inferiore obtuſo. Actio: ſcapulam ad anteriora trahit. Muſculus rectus abdominis.(Tab. II. III. X. XII. d. d.) Principium: circa ſymphyſin oſſium pubis. Progreſſus: furſum arredus; ubi hoc ſingulare attenden- dum, quod pars media tribus aut quatuor transverſis ten- dinibus gaudeat, inſcriptiones tendineae vocantur, et in to- tidem quaſi muſculos minores diverſosque diſtinguuntur. Per longitudinem horum muſculorum, proxime ſibi invicem ad- jacentium, alius tendo decurrit, in cuius fere centro um- bilicus ſitus eſt, et qui propter colorem albicantem, linea alba appellatur(Tab. II. Tab. X. e.). Finis: tribus ultimis coſtis veris terminatur. Aclio: corpus antrorſum incurvat, contenta abdominis defendit, digeſtionem ciborum et excretionem fecum alvina- rum promovet, reſpirationi et vocis intenſioni ſervit, cet. Muſeu- ABAe —, und zweiten Rippe; der, ſo am naͤchſten am Bruſtbein ent⸗ ſpringt, heiſt der vordere, der folgende der mittlere, u. ſ. w. Fortgang: an der Seite des Halſes ſchief aufwaͤrts und hinterwaͤrts. Endigung: an den Seitenfortſaͤzen der Halswirbelbeine. Wuͤrkung: den Hals vorwaͤrts und ſeitwaͤrts zu beugen⸗ Der kleine Bruſt⸗Muskel. (Tab. II. Z. Z.) Urſprung: vorwaͤrts an der zweiten, dritten und vier⸗ ten Rippe.. Fortgang: ſchief aufwaͤrts nach auſen. Endigung: am Rabenſchnabelfortſaz des Schulterblatts. Wuͤrkung: er zieht das Schulterblatt vor⸗ und abwaͤrts. Der groſſe Bruſtmuskel. (Tab. II. a. a.) Urſprung: am aͤufern Theil des Schluͤſſelbeins, und am Seitenrand des Bruſtbeins, wo ſich die Rippenknorpel befeſtigen. Fortgang: quer uͤber die Rippen. Endigung: am obern Theil des Oberarmknochens an der rauhen Erhabenheit, die etwan vier Finger breit unter deſſen Kopf iſt. Wuͤrkung: er zieht den Oberarm nach der Bruſt zu, auch etwas in die Höhe. Der groſſe Saͤge⸗Muskel.(Tab. III. c. c. c. c. Pab. XII. c.) Urſprung: an den acht oder neun oberſten Rippen, durch eben ſo viel zakichte Anfaͤnge. Fortgang: quer uͤber die Rippen. Endigung: am untern ſtumpfen Winkel des Schul⸗ terblatts. Wuͤrkung: er zieht das Schulterblatt vorwaͤrts. Der gerade Bauch⸗Muskel. (Tab. II. III. X. XII. d. d.) Urſprung: an der Zuſammenfuͤgung der Schambeine. Fortgang: gerade aufwaͤrts; wobei dieſes ſonderbare zu bemerken, daß ſein mittlerer Theil durch drei oder vier querlaufende Flechſen gleichſam in eben ſo viel beſondere Muskeln eingetheilt wird. Auch laͤngſt zwiſchen den beiden Bauch⸗Muskeln, die genau an einander liegen, laͤuft eine Flechſe, in deren Mitte der Nabel iſt, die man wegen ih⸗ rer Farbe die weiſe Linie nennt(Tab. II. Tab. X. e.). Endigung: an den drei unterſten wahren Rippen. Wuͤrkung: den Leib vorwaͤrts zu beugen, die Einge⸗ weide des Unterleibes zu beſchuͤzen, die Verdauung der Spei⸗ ſen und ſelbſt den Stuhlgang zu befoͤrdern, auch zum Odem⸗ holen und Schreien zu helfen, u. ſ. w. Der zu beugen. 1. 2. 2 1 an der; der zweiten dritten und wed ufwaͤrts nach auſen. enſchnabelfortſa des Schulterblatts as Schulterblatt vor⸗ und abwaͤrts Bruſtmustil II. a. 4) n Thell des Schlu luͤſſelbeins, und deins, wo ſich die Niyppenknorpel e die Rippen. en Whell des Oberatmknochens an die etwan vier Finger breit unte den Oberarm nach der Bruſt zu ge⸗Muskel.(Tab III. Tad. XlI. c.) acht edet neun oderſten Roppen, e Anfaͤnge. er die Rippen. tern ſtumpfen Winkel des Schul⸗ das Schulterblatt vorwaͤtts. e Bauch⸗Mustkl. z„II..XIl. d.d.) fügung der Schambeine fwarts; wobei dieſes ſonderbatt alerer Theil durch drei oder vier nitlere 7. viel beſondert Zuſammen lahſem in eben 2 e e ] 39 Muſeulus obligue deoſcenaens abdominis, ſeu obli- quus externus Abbini.(Tab. II. III. XII. f. f.) Principium: ab octo coſtis inferioribus. Progreſſus: oblique deorſum, a poſterioribus verſus anteriora, ubi in aponevroſin ſatis robuſtam expanditur, in qua ſupra oſſa pubis hiatus quidam ovalis adeſt, annu- lus abdominalis dictus, in viris funiculum ſpermaticum, in toeminis ligamenta uteri rotunda transmittit. Einis: in margine ſuperiore ſeu criſta oſſis ilei, et in pube. Actio: hic cum proxime praecedenti et omnibus abdo- minis muſculis infimum ventrem premit et comprimit, ad variasque directiones incurvat. Muſculus trapezius, ſeu cuccullaris Albini. (Tab. IV. Tab. XIV. g. g. g.) Principium: in oſſis occipitis medio, et in apophyſibus omnium colli et ſeptem ſuperiorum dorſi vertebrarum. Progreſſus: partim a ſuperioribus deſcendit, partim ab inferioribus aſcendit, partim quoque horizontaliter ex cen- tro ad peripheriam fibrae illius excurrunt. Finis: deſcendentes carnes in claviculam; aſcendentes in ſpinam ſcapulae; et transverſae in acromium immittuntur. Allio: per hunc triplicem fibrarum decurſum ſcapulam vel levare, vel deprimere, vel adducere poteſt. 9 Muſculus rhomboides, ſeu rhomboideus maior Albini.(Tab. III. Tab. IV. h.) Principium: in apophyſibus ſpinoſis ultimae colli ver- tebrae, et quatuor ſuperiorum dorſi vertebrarum. Progreſſus: oblique deorſum. Fuis: in baſi ſcapulas. Ario: ſcapulam retrorſum ducit, ſimulque nonnihil levat. Muſculus levator ſeapulae, ſéu muſtulus patientiae. (Tab. III. Tab. IV. i. i.) Principium: in apophyſibus transverſis quatuor ſuprema- rum colli vertebrarum. Progreſſus: oblique deorſum et extrorſum. Fiis: in angulo ſummo et acuto ſcapulae. Aclio: ſcapulam adducit, ſimulque cervicem ad latus Hecit. Muſculus infraſpinatus.(Tab. III. Tab. IV. Tab. XIV. k. k.) Principium: ſub ſpina ſcapulae circa eius baſin. Progreſſus: transverſim ad exteriora. Finis: Der ſchiefheruntergehende Bauch⸗Muskel. (Tab. II. III. Xll. f. f.) Urſprung: an den acht unterſten Rippen. Fortgang: ſchief herunterwaͤrts von hinten nach vor⸗ ne, wo er ſich in eine ſtarke Flechſenhaut endigt, in wel⸗ cher oberhalb den Schambeinen eine laͤngliche Oefnung iſt, die man den Ring des Unterleibs zu nennen pflegt, und wodurch bei Mannsperſonen der Samenſtrang, bei Frauens⸗ perſonen aber die runden Mutterbaͤnder gehen. Endigung: am obern Rand des Darm⸗ und Schambeins. Wuͤrkung: dieſer und der naͤchſtvorhergehende, nebſt den uͤbrigen Bauchmuskeln druken den Unterleib zuſammen, und beugen ihn auch nach verſchiedenen Richtungen. Der tiſchfoͤrmige⸗ oder Moͤnchskappen⸗Muskel. (Tab. IV. Tab. XIV. g. g. g.) Urſprung: an der Mitte des Hinterhauptbeins, und den graͤtichen Fortſaͤzen aller Halswirbelbeine, und den ſie⸗ ben oberſten Ruͤkenwirbelbeinen. Fortgang: ſowohl von oben herab, als von unten her⸗ auf, und auch von der Mitte nach den aͤuſern Seiten. Endigung: die von oben herab laufenden Faſern am Schluͤſſelbein; die von unten herauf ſteigenden an der Schul⸗ terblattsgraͤte; und die queruͤber laufenden an der Schul⸗ terhoͤhe. Wuͤrkung: vermoͤge dieſer dreifachen Richtung der Fa⸗ ſern kann er das Schulterblatt herauf, herunter und ruͤk⸗ waͤrts ziehen. Der rautenfoͤrmige Muskel. (Tab. III. Tab. IV. h.) Urſprung: an den graͤtichen Fortſaͤzen des unterſten Halswirbelbeins, und der vier oberſten Ruͤkenwirbelbeine. Fortgang: ſchief herunterwaͤrts. Endigung: an der Grundflaͤche des Schulterblatts. Wuͤrkung: er zieht das Schulterblatt ruͤkwaͤrts, auch etwas weniges in die Hoͤhe. Der aufhebende Muskel des S Schulterblatts, oder der achſelzukende Muskel. (Tab. III. Tab. IV. i.i.) Urſprung: an den Querfortſaͤzen der vier oberſten Halswirbelbeine. Fortgang: ſchief herunter und auswaͤrts. Endigung: am obern ſcharfen Winkel des Schulterblatts. Wuͤrkung: er zieht das Schulterblatt in die Hoͤhe, und beugt zugleich den Hals zur Seite. Der Muskel unter der Schulterblatsgraͤte. (Tab. III. Tab. IV. Tab. XIV. k. k.) Urſprung: unter der Quergraͤte am Grund des Schul⸗ terblatts. Fortgang: quer nach auswaͤrts.. Endi⸗ e e AlA 2 40—yͤ Fiis: in ſuprema et poſteriori parte oſſis humeri, mox ſub eius capitulo. Atio: humerum a praccordiis retrahit. Muſculus rotundus maior, ſeu teres maior Albini. (Tab. III. IV. XIV. 1. I.) Principium: ab exteriore parte anguli inferioris obtuſi ſcapulae. Progreſſus: oblique ſurſum aſcendit et extrorſum. Finis: ſub duobus tuberculis proxime ſub capite hu- meri ſitis. Actio: humerum retrorſum movet. Muſculus rotundus minor, ſeu teres minor Albini. (Tab. III. IV. XIV. m. m.) Principium: paulo ſupra praecedentem, usque ad col- lum ſcapulae extenſum. Progreſſus, Finis et Aclio: uti praecedentis. Muſculus longiſſimus dorſi. (Tab. III. V. XlV. n. n.) Principium: a criſtac oſſis ilei ſuperiori et poſteriori parte, ab oſſe ſacro et apophyſibus obliquis vertebrarum lumborum. Progreſſus: ſecundum dorſi longitudinem aſcendit. Finis: in apophyfſibus tranſverſis vertebrarum lumbo- rum dorſique, ſuperius quoque cum tendinibus muſculi cer- vicalis deſcendentis confluit. ACtio: dorſum extendit, crigit, fleqtiitque retrorſum. Muſculus ſucer, ſeu nranſverſo- ſpinoſus lumborum, ſeu transverſarius ſpinoſus lumb. W inslovii. (Tab. IV. XIV. 0.o.) Principium: in ſuprema et poſteriori parte oſſis ſacri et ilei, apophyfibusque transverſis vertebrarum lumborum. Progreſſus: ſurſum et oblique retrorſum. Finis: in vertebrarum lumbalium apophyſibus ſpinoſis. Actio: dorſi lumborumque cxtenſionem promovet. Muſtulus latiſſimus dorſi, ſeu aniſcalptor. (Tab. XIV. p. p.) Principium: ab apophyſibus obliquis ſex inferiorum ver- tsbrarum dorſi, omnium lumborum et ofſis ſacri, porro a criſta ilei, amterius denique a quatuor inferioribus coſtis ſpuriis. Progreſſus: ſurſum et oblique extrorſum. Finis: pone tuberculum minus ſub capite oſſis humeri. Actio: humerum cum ſcapula et clavicula deorſum tra- hit et retrorſum. Muſcu- Endigung: am oberſten und hintern Theil des Ober⸗ armknochens, gleich unter ſeinem Kopf. Wuͤrkung: er zieht den Oberarm von der Bruſt zuruͤk. Der groſe runde Muskel.(Tab. III. IV. XV. 1. 1.)— Urſprung: auſerhalb am untern ſtumpfen Winkel des Schulterblatts. Fortgang: ſchief in die Hoͤhe nach auswaͤrts. Endigung: unter den beiden Erhabenheiten, die gleich unter dem Kopf des Oberarmknochens ſind. Wuͤrkung: er zieht den Oberarm zuruͤk. Der kleine runde Muskel.(Tab. III. IV. XIV. m. m.) Urſprung: etwas uͤber dem vorhergehenden, und er⸗ ſtrekt ſich bis zum Hals des Schulterblatts. Fortgang/ Endigung und Wuͤrkung: wie des vorigen. Der lange Nuͤcken⸗Muskel.(Tab. III. IV. XIV. n. n.) Urſprung: vom obern und hintern Rand des Darm⸗ beins, vom heiligen Bein und von den ſchiefen Fortſaͤzen der Lendenwirbelbeine. Fortgang: nach der Laͤnge des Nuͤkens in die Hoͤhe. Endigung: an den Querfortſaͤzen der Lenden⸗ und Ruͤkenwirbelbeine, auch verbindet er ſich oben mit den Flech⸗ ſen des herabgehenden Genikmuskels. Wuͤrkung: er dehnt den Ruͤken aus, und zieht ihn auch ruͤkwaͤrts. Der heilige Muskel, oder Querſtachel⸗Muskel der Lenden.(Tab. IV. XIV. o. o.) Urſprung: am obern und hintern Theil des heiligen⸗ und Darm⸗Beins, und an den Querfortſaͤzen der Lenden⸗ wirbelbeine. Fortgang: in die Hoͤhe und ſchief hinterwaͤrts. Endigung: an den hintern Graͤtenfortſaͤzen der Len⸗ denwirbelbeine. Wuͤrkung: die Ausdehnung des Ruͤkens und der Len⸗ den mit zu befoͤrdern. Der breite Ruͤken⸗Muskel. (Tab. XIV. p. p.) Urſprung: von den ſchiefen Fortſaͤzen der ſechs unter⸗ ſten Ruͤkenwirbelbeine, der ſaͤmtlichen Lendenwirbelbeine und des heiligen Beins, ferner vom Rand des Darmbeins, und vorwaͤrts von den vier unterſten falſchen Rippen. Fortgang: nach aufwaͤrts und ſchief auswaͤrts. Endigung: unter der kleinen Erhabenheit des Ober⸗ armknochens. Wuͤrkung: er zieht den Arm mit dem Schulterblatt und Schluͤſſelbein herunter und ruͤkwaͤrts. Der am untern ſtunpfen Winkel des ie Höhe nach auswaͤrts. beiden Erhab enheiten, d 1 emknochens ſind,/ Ne geich den Oderarn zuräk. . Muskel.(To.I. . m. m.) r dem vorhergehenhen, und er, Schulterblatts. und Würkung: wie des vorigen. Maskel.(Tab.II. WV. n.n.) und hintern Rand des Darm⸗ und von den ſchiefen Fortſäzen Lunge des Rükens in die Häße. Qaerfortſäzen der Lenden⸗ und rbindet er ſich oben mit den Flech⸗ nikmuskels. t den Riken aus, und zieht ihn oder Querſtachel⸗Muskel (Tab. IV. XI V. o. o.) und hintern Theil des heiligen⸗ n den Querfortſäzen der Lenden⸗ zbe und ſchief hinterwäts. bintern Geätenfortſähen der den⸗ dehnung des Rükens und der Len⸗ Rüken⸗Muskl. IWV. p.p) ſchie efen Fortſähen der ſechs unter mtlichen de endenwirbelbeine und vom Rand des Darmbeins/ und terſten falſchen Riopen. „ Amn mit dem r und tülwärts der ͤ nͤ e 1 —y— 4 Muſculus ſacro- lumbus, ſeu Sacrolumbalis Albini. (Tab. III. IV. XII. XIV. q. q.) Principium et Progreſſus: ſicut longiſſimi dorſi. Fmis: in coſtarum Partbus poſticis, ubi cum verte- bris coniunguntur. Altio: una eademque ac longiſſimi dorſi. Muſculi glutei, maximus, medius et minimus. (Tab. III. IV. XIV. r. ſ. t.) Principium: oriuntur in circumferentia criſtae ilei, et ad latera oſſis ſacri et coccygis. Progreſſus: oblique deorſum et extrorſum. Finis: circa trochanteres, maiorem et minorem, ofſis femoris. MAelio: femur verſus exteriora rotant. Muſculus membrangſus, ſeu faſciae latae, ſeu apo- nevroticus Winslovii, ſeu tenſor vaginae femo- ris Albini.(Tab. II. III. IV. XII. XIV. u. u.) Principium: exterius anteriusque in criſta ilei. Progreſſus: deſcendit recta deorſum, modice tamen retrorſum.. Finis: mox ſub trochantere maiori, ubi expanſionem latam aponevroticam format, omnes femoris muſculos ardte ambientem, et vulgo faſcia lata ſeu vagina femoris dictam; ſuperius cum criſta ilei et tendine amplo obſique deſcen- dentis externi abdominalis muſculi, trochantere maiori, in ipfisque oſſis ſacri imis cohaerentem; amplectitur dein fe- mur ab omni facie, ſupra genu deſcendens, et tandem cir- ca malleolum externum evaneſcens. Attio: vertit quidem femur non nihil introrſum, ſed palmarius faſciae latae uſus in eo potiſſimum conſiſtere vi- detur, ut, cingendo cunctos femoris muſculos, illorum acti- onibus maius robur addat. Muſculus Deltoides.(Tab. II. III. IV. XIV. X. Xx.) Principium: diverſis faſciculis muſcularibus oritur a cla- viculae exterioribus, acromio et ſpina ſcapulae. Progreſſus: oblique deorſum verſus exteriora vergens. Finis: in oſſe humeri extrorſum, quatuor circiter transverſorum digitorum diſtantia a capitulo cius. Mlio- humerum attollit. Muſculus bicops cubiti, ſou coracoradiaeus Winslovii, ſêou biceps brachii Albini.(Lab. II. VII. X. vy. y.) Principium: primum a proceſſu coracoideo, ſecundum, idque longius, a margine cavitatis glenoideae ſcapulae- Pro- Der Muskel des heiligen Beins und der Lenden. (Tab. III. IV. XII. XIV. q. q.) Urſprung und Fortgang: der nemliche als des lan— gen Ruͤken⸗Muskels. Endigung: an den Rippen, nahe an deren Verbin⸗ dung mit den Wirbelbeinen. Wuͤrkung: iſt einerlei mit dem langen Ruͤken⸗Muskel. Der groſe, mittlere und kleine Geſaͤs⸗„Muskel. (Tab. III. IV. XIV. r. L. t.) Urſprung: ſie entſtehen nahe beiſammen am ganzen obern Rand des Darmbeins, an der Seite des heiligen⸗ und Schwanzbeins. Fortgang: ſchief herunter und auswaͤrts. Endigung: um den groſen und kleinen Umdreher des Schenkelknochens. Wuͤrkung: ſie bewegen den Schenkel auswaͤrts. Der Muskel der breiten Binde.(Tab. II. III. V. XII. XV. u. u.) Urſprung: auſen an dem vordern Rand des Darmbeins. Fortgang: am Schenkel grad herunter, doch etwas mehr hinterwaͤrts. Endigung: nahe unter dem groſen Umdreher, wo er ſodann eine breit ausgeſpannte Haut bildet, die alle Mus⸗ keln des Schenkels umgiebt, und gemeiniglich die breite Binde oder die Scheide des Schenkels genennt wird, und ſich oberwaͤrts an dem aͤuſern Rand des Darmbeins und an der breiten Flechſe des ſchief heruntergehenden aͤuſern Bauchmuskels, an dem groſen Herumdreher, und ſelbſt am untern Theil des heiligen Beins befeſtigt; ſodenn geht ſie von allen Seiten ganz um den Schenkel herum, und bis uͤber das Knie herunter, wo ſie ſich endlich unten am aͤu⸗ ſern Knoͤchel verliert. Wuͤrkung: er zieht zwar den Schenkel etwas nach innen, doch ſcheint der vorzuͤglichſte Nuzen der breiten Binde darinnen zu beſtehen, daß ſie ſaͤmtliche Schenkel⸗Muskeln genau umſchlieſe, und dadurch ihre Kraͤfte vermehre. Der dreiekichte Muskel.(Tab. II. III. IV. XIV. X. Xx.)— Urſprung: vom aͤuſern Theil des Schluͤſſelbeins, der Schulterblattshoͤhe und der Graͤte des Schulterblatts, in verſchiedenen Buͤndeln. Fortgang: ſchief herunter nach auſen. Endigung: am Oberarmknochen auswaͤrts etwan vier Finger breit unter dem Kopf deſſelben. Wuͤrkung: er zieht den Oberarm in die Hoͤhe. Der zweikoͤpfichte Arm⸗Muskel. (Tab. II. VII. X. y. y.) Urſprung: der erſte vom Rabenſchnabelfortſaz, der andere und laͤngere aber an dem Rand der flachen Gelenk⸗ hoͤle des Schulterblatts. Fort⸗ L 4— 4² m Progreſſus: primum caput in latere interno humeri de- ſcendit, alterum autem, ligamento capſulari prius perfoſſo, ſulcum tranſit inter tubercula oſſis humeri conſpicuum(Tab. VII. fig. 1. o.); ambo tunc coadunata, per brachii faciem anteriorem decurrunt. Finis: alter tendo cum tuberoſitate radij(Tab. VI. fig. 1. w.) coaleſcit, alter in modum expanſionis aponevro- tcae ſupra antibrachium profectus, ibidem diſparct. Mctio: cubitum flectit. Muſculus brachiaeus internus, ſeu brachialis Al- bini.(Tab. II. II. IVV. VI. VII. XIV. Z. 2.) Principium: in medio humeri, ſub deltoidis inſertione. Progreſſus: recta deorſum verſus cubiti articulum. Finis: in interiore parte capitis ulnae ſuperioris. Actio: quae praecedentis. Muſculus ſupinator longus raaii.(Tab. IIl. IV. VI. VII. No 1.) Principium: ſub medio oſſis humeri. Progreſſus: verſus externam radii ſuperficiem. Finis: in radii extremo inferiori. Alio: manum facit ſupinam, fleditque antibrachium verſus humerum. IMuſeculus triceps brachii.(Tab. III. IV. XII. No.) Principium: primum longiſſimumque oritur inferius in collo ſcapulae; ſecundum brevius circa collum humeri; ter- tium, quod nonnulli muſculum brachialem externum apelli- tant, a latere externo humeri ortum trahit. Progreſſus: Copulati retrorſum, in facie humeri po- Kteriore, deſcendunt. Finis: olecrano mediante forti latoque tendine inſe- runtur. Actio: antibrachium extendit. Muſculus raaiaeus, ſeu bicornis, ſéu radialis ex- ternus longior Albini.(Tab. II. III. IV. VI. XII. No 3.) Principium: inferius ſuper condy lum externum oſſis humeri. Progreſſus: in latere externo radii. Finise externe in baſi oſſis metacarpi primi(Tab. III. No)) b b Actio: ad manum extendendam concurrit. Muſculus radiaeus, ſeu radialis externus brevior Albini.(Tab. III. IV. VI. XlI. No4.) Principium: in ipſo condylo externo oſſis humeri. Progreſſus et Actio: ut praecedentis. Finis: externe in baſi offis metacarpi ſecundi. Muſcu- Fortgang: der erſte geht am inwendigen Theil des Oberarms herunter, der andere aber geht durch das Gelenk⸗ band und in der Furche, die zwiſchen beiden Erhabenheiten am Oberarmknochen befindlich iſt(Tab. VII. fig. 1. O.); beide vereinigen ſich ſodenn, und gehen an der vordern Seite des Arms herunter. Endigung: eine Flechſe endigt ſich an der hoͤkerichten Erhabenheit des Spindelknochens(Tab. VII. fig. 1. w.), die andere laͤuft als eine haͤutige Ausbreitung uͤber den Vor⸗ derarm und verliert ſich daſelbſt. Wuͤrkung: er beugt den Arm. Der innere Arm⸗Muskel.(Tab. II. III. V. VI. VII. XIV. z.2.) Urſprung: an der Mitte des Oberarmknochens, gleich unter der Endigung des dreiekichten Muskels. Fortgang: grad herunter nach dem Ellenbogengelenk. Endigung: am obern und inwendigen Theil des El⸗ lenbogens. Wuͤrkung: wie des vorigen ſeine. Der groſſe zuruͤckbeugende Muskel. (Tab. III. IV. VI. VII. No 1.) Urſprung: etwas unter der Mitte des Oberarmknochens. Fortgang: gegen die aͤuſere Flaͤche des Spindelknochens. Endigung: am untern Theil des Spindelknochens. Wuͤrkung: er beugt die Hand auswaͤrts, zieht zugleich auch den Vorderarm nach der Schulter. Der dreikoͤpfichte Arm⸗Muskel. (Tab. III. IV. XII. No 2.) Urſprung: der erſte und laͤngſte entſpringt unterwaͤrts am Hals des Schulterblatts; der zweite kuͤrzere am Hals des Oberarmknochens; der dritte, den man auch den aͤuſern Arm⸗Muskel nennt, entſpringt am aͤuſern Theil des Ober⸗ armknochens. KHortgang: nachdem ſie ſich mit einander verbunden ha⸗ ben, gehen ſie hinterwaͤrts am Oberarm grad herunter. Endigung: am Ellenbogen mittelſt einer ſtarken brei⸗ ten Flechſe. Wuͤrkung: er ſtrekt den vordern Arm aus. Der aͤuſere lange Spindel⸗Muskel. (Tab. II. III. IV. VI. XII. No.) Urſprung: am aͤuſern und untern Theil des Oberarm⸗ knochens. Fortgang: an der aͤuſern Seite des Spindelknochens. Endigung: an der aͤuſern Grundflaͤche des erſten Mit⸗ telhandbeins(Tab. III. No 9.). Wuͤrkung: er hilft die Hand ausſtreken. Der aͤuſere kurze Spindel⸗Muskel. (Tab. III. IV. VI. XII. No 4.) Urſprung: unten an der aͤuſern Rundung des Ober⸗ armknochens. Fortgang und Wuͤrkung: wie des vorhergehenden. Endigung: an der aͤuſern Grundflaͤche des zweiten Mittelhandbeins. Der unaee aee ö“ igt ſch de(Td. Vu n de hikeita in.Maskel.(Tab.I 1VII. Vv. 1.2) Mitte des Oberarmkno Nrickichten Muskels runter nach dem Elenbogengelen ern und invendſgen Tyeil des C. chens, gai vorigen ſeine. rittaund d Muskal. VIl. No 1.) tter der 8 itte des Oberarmknochens. inſere Fläche des Spindelknochens, tern Thell des Shindelknochens. t die Hand auswarts, jieht zuglaih h der Schulter. icchte din. Murkel. IV. XII. Noz.) und längſte entſpringt unterwärtz uts; der zweite kürzere am Hals e deitte, den man auch den auſen ſpringt am äuſern Theil des Obe⸗ ſee ſch mit einander verbunden ha⸗ e am Oberarm grad herunter lenbogen nütteſſt einer ſtarken brei⸗ tt den vordern Arm aus. ge S Spindel⸗ 1⸗Muskel 1 1 VIXII Noz) ern und untern dheil des Oberarm⸗ zuſern Seite des Spindelknochens auſern Erusſche des erſten M A. Aee h ee 7 ee u ER 3 43 Muſeulus extenſor pollicis longus, ſeu extenſor maior pollicis manus Albini.(Tab. II. III. IV. Nos.) Pyincipium: in medio fere exterioris ulnae partis. Progreſſus: oblique deorſum, ſub medio quaſi armila- ris ligamenti(Tab. II. III. IV. No 13.) tranſit. Finis: in ſecunda et tpertia oſſium pollicis phalange. ACtio: ex eius denominatione facile patet. Muſtulu extenſor communis digitorum manus. (Tab. III. IV. XII. No7.) Principium: inferius in externo ofſis humeri condylo. Progreſſus: mento carpi tranſiens, in quatuor tendines graciles fuiditur externe in antibrachio, ſub annulari liga- (Tab. II. Tab. VI. fig. 4.+**†*.) Einis: quilibet horum tendinum ultimae digitorum pha- langi, non procul ab unguibus, inſeritur. Mitio: a nomine eius indicata. Muſculus extenſor indicis proprius, ſou indicator Albini.(Tab. II. No 8.) Principium: externe in medio circiter ulnae. Progreſſus: ac antecedentis. Fuis: in media indicis phalange. Atio: nomine exprimitur. Muſculus ulnaris externus.(Tab. III. IV. VI. fig. 2. XII. No 10.) Principium: a condylo humeri externo. 4 Progreſſus: deorſum oblique et retrorſum. Finis: in baſi externa quarti ſeu minimi oſſis metacarpi. Mtio: carpum extendit paululumque retrahit. Muſculus anconeus.(Tab. III. IV. VI. fig. 2. XII. No. 11.) Principium: inferius a condylo externo humeri. Der lange Ausſtrecker des Daumens. (Tab. II. III. IV. No 6.) Urſprung: auswendig faſt an der Mitte des Ellen⸗ bogenknochens. Fortgang: ſchief herunter, und mitten unter dem ring⸗ foͤrmigen Armband(Tab. II. III. IV. No 13.) durch. Endigung: an der zweiten und dritten Reihe der Kno⸗ chen des Daumens. Wuͤrkung: iſt aus der Venerunng leicht abzunehmen. Der gemeinſchaftliche Ausſtreker der Finger. (Tab. III. V. Xll. No7.) Urſprung: unten an der aͤuſern Rundung des Ober⸗ armknochens. Fortgang: auswaͤrts am n Vorderarm, wo er unter dem ringfoͤrmigen Armband durchgeht, und ſich in vier ſchmale Flechſen zertheilt(Tab. II. Tab. VI. fig. 4.*.). Endigung: jede dieſer vier Flechſen endigt ſich am aͤu⸗ ſerſten Glied der Finger, ohnweit den Naͤgeln. Wurkung: wird durch ſeinen Namen ſchon angezeigt. Der eigene Ausſtreker des Zeigefingers. (Tab. II. No 8.) Urſprung: auswaͤrts um die Mitte des Ellenbogenknochens. Fortgang: wie des vorhergehenden. Endigung: am mittlern Glied des Zeigefingers. Wuͤrkung: druͤkt ſein Name aus. Der aͤuſere Ellenbogen Muskel.(Tab. II. IV. VI. fig. 2. XII. No 10.) Urſprung: unten an der aͤuſern Rundung des Ober, armknochens. Fortgang: ſchief herunter und hinterwaͤrts. Endigung: an der auswendigen Grundflaͤche des vier⸗ ten oder kleinſten Mittelhandbeins. Würkung: er zieht die Handwurzel etwas ruͤkwaͤrts. Der Hoͤker⸗Muskel des Ellenbogens.(Tab. III. W. VI. fig. 2. KII. No Ii.). Urſprung: unten an der Panlen Rundung(Hoͤker) des Oberarmknochens. Progreſſus: oblique extrorſum. Finis: pone proceſſum externum ulnae olecranum ſeu anconeum vulgo dictum. Mctio: ad extenſionem antibrachii ſuum contribuit. Muſculus ulnaris internus.(Tab. III. IV. VI. fig. 2. XII No 12.) Principium: inferius a condylo interno humeri. Progreſus: in latere ulnae interno. Finis: in oſſe carpi ſubrotundo, orbiculari ſeu piſifor- mi dicto. Mlio: manum flectit introrſum et retrorſum. Ligamentum carpi annulars, ſeu armillare Albini, (Tab. II. III. IV. XII. No 13.) Principium: a carpi oſſibus, orbiculari puta ſeu piſi- formi et triquetro. Pro- Fortgang: ſchief vorwaͤrts. Endigung: nahe unter dem aͤuſern Fortſaz des Ellen⸗ bogenknochens. Wuͤrkung: er hilft den Vorderarm ausſtreken. Der innere Ellenbogen⸗„Muskel.(Tab. III. IV. VI. fig. 2. XII. No. 12.) knochens. Fortgang: an der innern Seite des Ellenbogenknochens. Endigung: am erbſenfoͤrmigen Bein der Handwurzel inwendig. Würkung: er beugt die Hand einwaͤrts. Das ringfoͤrmige Band an der Hand, oder Arm⸗ band.(Tab. II. II. IV. XII. No 13.) Urſprung: am erbſenfoͤrmigen und keilfoͤrmigen Bein der Handwurzel. Fort⸗ Urſprung: an der inwendigen Rundung des Oberarm⸗ “ ᷓA— 44.——— Progreſſus: carpum ambiendo illum circumcingit, ita tamen, ut poſtquam oſſi naviculari arcte adhaeſerat, ſuper internum carpi latus pergat. Binis: prope eius originem. Attio: muſculorum, qui a cubito ad manum proce- dunt, tendines coërcet, ſicque illorum actionem facilitat. Muſculus extenſor proprius minini digiti, ſeu au- ricularis.(Tab. III. V. Xll. No 14.) Principium: una cum extenſore communi digitorum, a condylo externo humeri. Progreſſus: deorſum verſus dorſum manus. Fis: exterius in digiti minimi phalangibus. Aclio: ex nomine patet. Mufculus radiaeus, ſeu radialis internus. (Tab. II. II. VII. fig. 2. Nol5.) Principium: inferius in condylo humeri interno. Progreſſus: oblique interne ſupra ulnam deſcendit. nis: in primo metacarpi oſſe, quod indicem ſdſtentat. MAtio: manum flectere iuvat. Muſculus pronator radii rotundus, ſou teres. (Tab. II. III. VII. fig. 2. No 16.) Principium: quod praecedentis. Progreſſus: interne oblique deorſum. Finis: in medio offis radii fere externo. Actio: antibrachium deorſum et introrſum vertit, quem motum vocant pronationem. Muſculus palmaris longus.(Tab. II. VII. fig. 2. No 17.) Principium: ut praecedentium. Progreſſus: oblique deorſum mediante longo tenuique tendine.. Fmis: ligamento carpi interius accretus, expanſionem aponevroticam volae manus largitur. Actio: carpum fledit introrſum. Muſculus ſublimis, ſeu perforatus.(Tab. VII. fig. 2. fig. 4. No 18.) Principium: ut praecedentium; ſimulque ab ulnae et ra- düi partibus ſuperioribus. Progreſſus: deorſum ad manum. Fiis: interne in phalange media digitorum.(Tab. VII. fig. 4. No 18. 18.) Actio: flectit digitos. Muſculus thenar, ſeu abductor brecis pollicis ma- nus Albini.(Tab. II. III. V. No 19.) Principium: ab oſſe multangulo maiori, et a ligamento annulari carpi interno. Progreſſus: oblique extrorſum. Finis: in ſecunda pollicis phalange. Aclio: Fortgang: rund um die Handwurzel, haͤngt ſich aber feſt am Schiffbein an, und geht ſodenn auch uͤber die in⸗ wendige Seite der Handwurzel. Endigung: an ſeinem Urſprung. Wuͤrkung: es haͤlt die Flechſen der Hand⸗ und Arm⸗ Muskeln zuſammen, und erleichtert dadurch ihre Wuͤrkung. Deer eigene Ausſtreker des kleinen Fingers. (Tab. III. IV. XII. No 14.) Urſprung: zugleich mit dem gemeinſchaftlichen Ausſtreker der Finger unten an der aͤuſern Rundung des Oberarmknochens. Fortgang: herunterwaͤrts nach den Ruͤken der Hand. Endigung: an der aͤuſern Seite der Gelenke des klei⸗ nen Fingers. Wuͤrkung: zeigt der Name an. Der innere Spindel⸗Muskel.(Tab. II. III. VII. fig. 2 No 15.) Urſprung: unten an der innern Rundung des Ober⸗ armknochens. Fortgang: ſchief inwendig uͤber dem Ellenbogenknochen. Endigung: am erſten Knochen der Mittelhand. Wuͤrkung: hilft die Hand beugen. Der runde Vorbeug⸗Muskel.(Tab. II. III. VII. fig. 2. No 16.) Urſprung: wie der vorhergehende. Fortgang: ſchief inwendig herunterwaͤrts. Endigung: auſſerhalb an der Mitte des Spindelknochens. Wuͤrkung: er zieht den Vorderarm unter⸗ und ein⸗ waͤrts, welches man Vorbeugung nennt. Der lange Muskel der flachen Hand. (Tab. II. VII. fig. 2. No 17.). Urſprung: wie die vorhergehenden. Fortgang: ſchief unterwaͤrts vermoͤge einer langen duͤn⸗ nen Flechſe. Endigung: an der inwendigen Seite des ringfoͤrmigen Armbandes, und macht ſodenn eine flechſichte Ausſpannung uͤber die ganze flache Hand. Wuͤrkung: er beugt die Hand einwaͤrts. Der durchbohrte Muskel.(Tab. VII. fig. 2. fig. 4. No 18.) Urſprung: wie die vorhergehenden; zugleich aber auch am obern Theil des Ellenbogen⸗ und Spindelknochens. Fortgang: herunter nach der Hand. Endigung: inwendig an der mittlern Reihe der Fin⸗ gergelenke(Tab. VII. fig. 4. No 18. 18.). Wuͤrkung: er beugt die Finger. Der Klopfer.(Tab. II. III. V. No 19.) Urſprung: vom groſen ungleich vielſeitigen Bein, und vom ringfoͤrmigen Band inwendig. Fortgang: ſchief nach auſen. Endigung: am zweiten Glied des Daumens. X Wuͤr⸗ 6 gemeirſcaftlchen Jusſrker undung des Oberarnknahtns ts nach den Räͤken der dun, ſern Seite der Gelenke des klei Name an. el 4 Muskel.(Tab. II. g. 2 No 15.) r innern Nundung des Oher⸗ i8 üder dem Ellendogenknochen. Knochen der Mittelhand. and beugen. g⸗Muskel.(Tab. II. 3.2. No 16.) thergehende. ndig herunterwärts. in der Mitte des Spindelknochens. en Vorderarm unter⸗ und ein⸗ gung nennt. der flachen Hand. fig. 2. No 17.) thergehenden. waͤrts vermoͤge einer langen din⸗ vendigen Seite des ringfoͤrmigen an eine flechſichte Ausſpannung die Hand eirwarts. Musktl.(Tab.VI- 9.4. No 18.) chergehenden; zugleich aber auch egen⸗ und Soindelknochens. nach der Hand. an der mittlern No 18. 1§.). die Finger. Raihe der din ͤ ͤe. 4 5 Actio: pollicem abducit in interiora, ſimulque aliquan- tulum in poſteriora. Muſculus antithenar, ſeu adauctor pollicis manus. (Tab. II. VII. fig. 4. No 20.) Principium: ab oſſibus, tertio et ſecundo, metacarpi. Progreſſus: oblique verſus pollicem. Finis: in pollicis phialange ſecunda inferius. Actio: pollicem verſus volam manus trahit. Muſculus hypothenar, ſeu opponens pollicis manus Albini.(Tab. II. VII. fig. 4. No 21.) Principium: ab oſſe multangulo maiori et a ligamento carpi interno. Progreſſus: ut antecedentis. Fiis: ad capitulum phalangis primae pollicis. Atio: flectendo pollicem, digitis illum opponit. Muſculus antihypotbenar, ſeu abauctor digiti mi- nimi.(Tab. II. VII. fig. 4. No 22.) Principium: ab oſſe piſiformi et a ligamento annulari carpi interno. Progreſſus: recta deorſum. Finis: in prima digiti minimi phalange. Metio: denominatio eam declarat. Muſculus rectus fomoris, ſou cruris.(Tab. II. III. XV. No 23.) Principium: mediante duplici tendine, partim in ſpina ilei, partim prope marginem acetabuli. Progreſſus: ſecundum longitudinem femoris anterius de- ſcendendo, copulatur ad latera vaſto externo et interno. Fmis: in patella, ſupra quam tamen ad tibiam usque excurrit. Actio: genu flexum extendit. Muſculus vaſlus externus.(Tab. II. III. IV. XV. XVIII. No 24.) Principium: in anteriore femoris parte, inter eius ca- put ſuperius et trochanterem maiorem. Progreſſus: exterius redta ſuper os femoris deſcendit, cui arcte adhaeret. Finis: in margine ſuperiori et exteriori patellae, medi- ante lato brevique tendine. Mtio: ut praecedentis. Muſculus vaſtus internus.(Tab. II. III. XV. No 2s5.) Principium: mox ſub trochantere minori. Pro- Wuͤrkung: er zieht den Daumen einwaͤrts und zugleich etwas zuruͤk. Der Gegenklopfer.(Tab. II. VII. fig. 4. No 20.) Urſprung: am dritten und zweiten Mittelhandbein. Fortgang: ſchief nach dem Daumen zu. Endigung: unten am zweiten Glied des Daumens. Wuͤrkung: zieht den Daumen nach der flachen Hand. Der Unterklopfer.(Tab. II. VII. fig. 4. No z1.) Urſprung: vom groſen ungleichvielſeitigen Bein und vom inwendigen Armband. Fortgang: wie der vorhergehende. Endigung: am erſten Glied des Daumens. Wuͤrkung: er zieht den Daumen gegen die Finger. Der abziehende Muskel des kleinen Fingers. (Tab. II. VII. fig. 4. No 22.)— Urſprung: vom erbſenmaͤſigen Bein und vom Armband inwendig. Fortgang: grad unterwaͤrts. Endigung: am erſten Glied des kleinen Fingers. Wuͤrkung: wird durch ſeinen Namen angedeutet. 3 Der gerade Muskel des Schenkels. (Tab. II. III. x V. No 23.) Urſprung: mit einer doppelten Flechſe, theils am Rand des Darmbeins, theils nahe am Rand der tiefen Pfanne. Fortgang: vorne der Laͤnge nach am Schenkel herunter, und vereinigt ſich zu beiden Seiten mit dem aͤuſern und innern groſen Schenkelmuskel. Endigung: an der Knieſcheibe, uͤber welche er zugleich bis ans Schienbein fortlaͤuft. Wuͤrkung: das gebogene Knie auszuſtreken. Der aͤuſere groſe Schenkel⸗Muskel.(Tab. II. II. V. XV. XVIII. No 24) Urſprung: an der vordern Seite des Schenkelbeins, zwi⸗ ſchen dem obern Kopf deſſelben, und dem groſen Umdreher. Fortgang: auswaͤrts grad am Schenkelbein herunter, mit dem er feſt verwachſen iſt. 4 Endigung: am obern und aͤuſern Rand der Knieſcheibe, mittelſt einer breiten und kurzen Flechſe. Wuͤrkung: wie die des vorhergehenden. Der innere groſſe Schenkel⸗Muskel.(Tab. II. III. XV./ No. 25.) Urſprung: unter dem kleinen Umdreher. Hort⸗ M 4—2 46=ERͤ— Fir Progrelſus: in oöfſis femoris latere interno, cui toti inſeritur. Pinis: in margine patellae interno. Actio: aeque ac duorum praecedentium. Muſculus biceps fomoris ſeu cruris.(Tab. II. IV. XV. XVIII. No 26.) Principium: unum caput, idque longius, oritur a tu- beroſitate iſchii; alterum, breve, poſterius fere in medio jinege femoris ſic dictae aſperae. Progreſſus: per femoris poſteriora decurrit. Finis: in latere externo capitis ſuperioris fibulac. Aetio: genu in partem poſteriorem flectere iuvat. Muſculus ſartorius.(Tab. II. III. IV. XV. Noz7.) Principium: anterius in margine ſuperiori ſeu criſta aut ſpina oſſis ilei. Progreſſus: oblique introrſund anteriores femoris mu- ſculos tranſcendendo, ad internum genu latus pergit. Finis: ſub condylo tibiae interno. Mclio: tibiam ducit ad anteriora et in latus oppoſitum, ſimulque genu curvat, ut ſartores inter nendum ſedere ſo- lent. Muſculus gracilis.(Tab. IIl.V. XV. XVIII. No a8.) Principium: iuxta ſynchondroſin pubis. Dnalu: ſupra latus femoris internum. Fiis: mox ſub praccedenti. Actio: praecedentis ſimillima. Maßeba ſemimembranoſus.(Tab. III. V. XV. XVIII. No 29.) Principium: a tuberoſitate iſchii. Progreſſus: ad poſteriorem et internam femoris faciem. Fuins et Actio: cum praecedenti conveniunt. Muſéulus ſeminerdoſus, ſeu ſemitendinoſus. (Tab. III. XV. XVIII. No 30.) Principium: ut praecedentis„ ſed cum capite longiori bicipitis iungitur. Progreſſus: poſterius in femore. Emis: ſuperius in latere tibiae interno. Mctio: flectit genu, ut antecedentes. Fortgang: inwendig grad am Schenkelbein herunter, mit dem er auch verwachſen iſt. PEndigung: am inwendigen Rand der Knieſcheibe. Wuͤrkung: wie der beiden vorhergehenden. Der zweikoͤpfichte Schenkel⸗Muskel.(Tab. III. IV. XV. XVIII. No. 26.) Urſprung: der eine laͤngere Anfang entſpringt an der breiten Erhabenheit des Geſaͤsbeins; der andere kuͤrzere hin⸗ terwaͤrts faſt an der Mitte der ſogenannten rauhen Linie des Schenkelbeins. Fortgang: hinterwaͤrts am Schenkelbein grad herunter. Endigung: an der aͤuſern Seite des obern Kopfs des Wadenbeins. Wuͤrkung: er hilft zur Kniebeugung. Der Schneider⸗Muskel.(Tab. II. III. IV. XV. No. 27.) Urſprung: vorwaͤrts am obern Rand oder der Graͤte des Darmbeins. Fortgang: ſchief einwaͤrts, uͤber die an der vordern Seite des Schenkels liegende Muskeln herunter, nach der inwendigen Seite des Kniees. Endigung: unter der inwendigen und obern Rundung des Schienbeins. Wuͤrkung: er zieht das Schienbein herauf und ein⸗ waͤrts, und beugt zugleich das Knie, auf die Art, wie die Schneider zu arbeiten pflegen. Der ſchlanke Muskel.(rab. III. IV. XV. XVIII. No 28.) Urſprung: neben der knorplichten Zuſammenfuͤgung der Schambeine.. Fortgang: an der inwendigen Seite des Schenkels. Endigung: gleich unter dem vorhergehenden. Wuͤrkung: wie die des vorigen. Der halbhaͤutige Muskel.(Tab. I I. V. XV. XVIII. No 29.) Urſprung: an der breiten Erhabenheit des Geſaͤsbeins. Fortgang: hinterwaͤrts und inwendig am Schenkelbein. Endigung und Wuͤrkung: wie des vorhergehenden. Der halbflechſichte Muskel.(Tab. III. XV. XVIII. No 30.) Urſprung: wie der vorige, doch verbindet er ſich mit dem langen Anfang des zweikoͤpfichten Muskels. Fortgang: hinterwaͤrts am Schenkelbein. Endigung: oben an der innern Seite des Schienbeins. Wuͤrkung: er beugt das Knie. Der ſſt. gen Rand der Krieſheibe den vothergehenden, nuſe 4nhas rad am Schenk ben herur d, (Tab.III. e 5 re 4 entſpringt an der eins; der andere kürzere hin⸗ e ſogenannten rauhen böne des am Schenkelhein grad heruntt. ſern Seite des odern Kopfs des r Kriebengung. Nuskel.(Tab. N. MI No. 7.) obern Nand oder der Gzte arts, über die an der vordern :Maskeln herunter, nach der uwendigen und obern Nundung as Schienbein herauf und ein⸗ ss Knie, auf die Art, wie die stel.(Tad.M. W. Il. No 28.) norplichten Zuſammenfigung der endigen Seite des Schenkels. dem vorhergehenden. ver rigen. Musfel.(Tb. M.W. IlI. No.) ten Erhabenhe and inwendig am Schenkelbein und de des vorhergehenden ung: wie V. Muskel.(Ti.l II.X 1. No 30.) grige/ doch verbindet er ſch pe eile zpfichte n Maskels⸗ Schenkel bbein. „ des S Schienbeits „n Seite der innern Sei N itt des Geſisbeitns. a, Aõeee ——AEͤn 47 Muſculus triceps, ſeu adductor longus femoris et aaductor Urevis, ot addauctor magnus Albini. (Tab. II. II. XV. No 31.) Principium capitis primi ſeu adduttoris longi: prope commiſſuram oſſium pubis; capitis ſecundi ſeu brevis: paulo infra priorem; capitis tertü ſeu magni: a margine anteriore oſſium pubis et in ipſa tuberoſitate iſchii. Progreſſus: oblique deorſum et extrorſum. e /2 1. ·... Finis: omnes communi gaudent tendine, circa line- am femorid aſperam inſerto, et inferius apud condylum hu- ius ofſis internum terminato. . AMlio: alterum femur alteri adducunt. Muſculus tibiaeus, ſeu tibialis anticus.(Tab. Il. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 1I. No 32.) Principium: ſub condylo externo tibiae. Progreſſus: deorſum in ipſa tibia. Tinis: tendine eius oblique introrſum ſupra oſſa tarſi expanſo, oſſi cuneiformi magno et adiacenti primo meta- tarſi implantatur. Mtio: pedem extremum attollit. Muſculus peroneus anticus minor, ſeu peroneus ter- tius Albini.(Tab. II. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3. No 33.) Hic ut portio extenſoris longi communis digitorum pedis(infra No 40.) conſiderandus eſt. Muſculus peroneus anticus maior, ſeu bréevis Al- bini.(Tab. XVII. fig. 3. Tab. XIX. ig. 3. No 34.*) Principium: a parte fere media et externa fſibulac. Progreſſus: oblique deorſum et extrorſum. Finis: ſuperius in quinto ſeu externo metatarſi oſſc. Actio: flectit pedem extremum ſurſum et extrorſum. Muſculus peroneus poſticus, ſou longus Abini. (Tab. II. III. IV. XIX. fig. 3. No 34.) Principium: a capitulo ſuperiori fibulae exterius. DProgreſſus: deſcendit in latere externo fibulae, pergit oblique ſupra oſſa tarſi, et circa os cuboideum reflectitur. 3 Finis: inferius circa primum et ſecundum metatarſi os, et circa cuneiforme magnum. Aclio: Der dreikopfichte Schenkel Muskel.(Tab. II. III. XV. No 31.) Urſprung des erſten oder langen Kopfs: nahe an der Vereinigung der Schambeine; des zweiten oder kurzen Kopfs: etwas unter dem erſtern; des dritten oder gro⸗ ſen KRopfs: am vordern Rand der Schambeine und an der breiten Erhabenheit des Geſaͤsbeins. Fortgang: ſchief nach unten und auswaͤrts. PEndigung: ſie haben alle drei eine gemeinſchaftliche Flechſe, die ſich laͤngſt der rauhen Linie des Schenkelbeins befeſtigt, und ſich unten an der innern Nundung deſſelben endigt.. Wuͤrkung: ſie ziehen einen Schenkel an den andern. Der vordere Schienbein Muskel. Crar. 1I. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig 1. No 32.) Urſprung: unter der obern aͤuſern Rundung des Schien⸗ beins.— Fortgang: grad am Schienbein herunter. Endigung: nachdem ſeine Flechſe uͤber die Knochen der Fuswurzel ſchief einwaͤrts gelaufen, befeſtigt ſie ſich theils am groſen Keilbein, theils am erſten Bein des Mit⸗ telfuſes. Wuͤrkung: er hebt den Fus in die Hoͤhe. Der vordere kleine Wadenbein⸗Muskel.(Tab. II. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3. No 33.) Dieſer kann als ein Theil des langen gemeinſchaftlich ausſtrekenden Muskels der Fuszehen Gunten No 40.) ange⸗ ſehen werden. Der groͤſere Wadenbein⸗Muskel, oder der kurze Wadenbein⸗Muskel nach Albin.(Tab. XVII. fig. 3. Tab. XIX. fig. 3. No 34.*) Urſprung: faſt an der Mitte der aͤuſern Seite des Wadenbeins. Fortgang: ſchief nach unten und auswaͤrts. Endigung: oben am fuͤnften oder aͤuſern Bein des Mit⸗ telfuſes. Wuͤrkung: er beugt den Fus aufwaͤrts und auswaͤrts. 94 Der hintere Wadenbein⸗Muskel, oder der lange nach Albin.(Tab. II. II. V. XIX. fig.3. No 340 Urſprung: an der obern Endigung des Wadenbeins auswaͤrts. Fortgang: auswendig am Wadenbein herunter, ſodenn ſchief uͤber die Fuswurzel und ſchlaͤgt ſich um das Wuͤrfelbein herum. Endigung: unten am erſten und zweiten Bein des Mittelfuſes und am groſen Keilbein. Wuͤr⸗ A—— 48 · Melio⸗ plantam pedis extrorſum et modice in poſteri- ora movet. Muſculus gemellus, ſeu Sxeann.(Tab. II. III. IV. XVII. fig. 1. XIX. fig. I. 3. No 35. 36.) Principium: poſterius oritur ſupra condylos oſſis femo- „ duobus diſtinctiſſimis capitibus, unde eum nonnalli in erternum et internum dividere ſolent. Progreſſus: recta deorſum. margine inferiori et poſteriori tuberis calca- iis: in tendini muſculi ſolei nei, mediante tendine valde robuſto, copulato, tendinisque Achillis nomine(Tab. II. II. IV. XVII. fig. 1. XIX. fig. 3. No3 8. J.) ſot noto. Actio: dum pedem extremum extendit, plantàm ſimul in poſteriora ducit. Muſtulus ſoleus.(Tab. I.III. V. XIX. fig. I. 3. No 37.) principium: a capitulo ſuperiori fibulae poſterius, et in parte ſuperiori et poſteriori tibiae. Progreſſus: oblique deorſum, verſus tamen interiora- Iinis et Alio: ut praecedentis. Muſculus eeen ſéu flexor Vongus aigitorum be- dis.(Tab. XVII. fig. 1. XIX. fig. 1 No 39.) Principium: a poſteriori ſuperſicie tibiac. Progreſſus: recta deorſum, poſt malleolum internum, verſus plantam pedis decurrit. Finis: quatuor tendinibus diviſus, per rimas tendinum muſculi perforati ſeu flexoris brevis(infra No 46.) tranſit, inſeriturqus ultimis phalangibus quatuor pedis digitorum externorum. Atio: digitos deorſum verſus terram fleciit.— Muſculus extenſor communis longus digitorum pe- dis.(Tab. II. III. V. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3. No 40.) b Principium: a ſuperiori et hntunn latere tibiae, et a margine anteriori fibulae. Progreſſis: recta deſcendendo tranſt ſub igamento pe- dis(Tab. II. III. V. XIX. No⁴E.), ſed falſe hic delineato. Fnis: in quatuor tendines minores diviſus, inſeritur faciei digitorum pedis ſuperiori. Alio: a denominatione vel ſola intelligitur. Muſcu- ö“ Wuͤrkung: er zieht den Fus auswaͤrts und etwas ruͤkwaͤrts. S Der Zwillings⸗Muskel/ oder Waden⸗Muskel.(Tab. II. III. IV. XVII. fig. I. XIX. fig. 1. 3. No 35.36.) Urſprung: hinterwaͤrts gleich uͤber den beiden Run⸗ dungen des Schenkelbeins, und zwar mit zwei verſchiedenen Koͤpfen, daher ihn einige in den aͤuſern und innern einzu⸗ theilen pflegen. Hortgang: gerade abwaͤrts. Endi igung: ganz unten an der hintern Flaͤche des Fer⸗ ſenbeins, durch eine ſehr ſtarke Flechſe, die ſich mit der Flechſe des Fusſohlen⸗ Muskels verbindet, und ſodenn die Achilles⸗ flechſe(Tab. II. III. V. XVII. fig. I. XIX. 58 3 1038. X.) ge⸗ nennt wird. Wuͤrkung: er ſnrekt den Fus aus und zieht ihn zuruͤk. Der Fußſohlen⸗Muskel.(Tab. II. III. IV. XIX. Hg. 1. 3. No 37.) ſerung: hinterwaͤrts am obern Kopf des Wadenbeins, und am hintern Theil des Schienbiens. Hortgang: ſchief herunter und nach inwendig. 1 Endigung und Wuͤrkung: wie des vorhergehenden. Der durchbohrende Muskel des Fuſes.(Tab. XVII. fig. I. XIX. fig. 1. No 39.) Urſprung: von der hintern Flaͤche des Schienbeins. Fortgang: grad herunter, und wendet ſich hinter dem inwendigen Knoͤchel nach der Fusſohle. Endigung: nachdem er ſich in vier Flechſen zertheilt hat, die durch die Spalten des durchbohrten oder kurzen Beug⸗ muskels(unten No 46.) gehen, endigt er ſich unterwaͤrts am lezten Glied der vier aͤuſern Fuszehen. Wuͤrkung: er beugt die Vorzebe herunterwaͤrts nach der Erde. Der lange gemeinſchaftlich ausſtrekende Muskel der Fuszehen.( Tab. II. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3. No 40.) Urſprung: oben an der aͤuſern Seite des Schienbeins, auch an dem vordern Rand des Wadenbeins. Fortgang: grad herunterwaͤrts, und unter dem Quer⸗ band des Fuſes(Tab. II. III. V. XIX. No 47.) durch, das 3 aber hier falſch gezeichnet iſt. Endigung: nachdem er ſich in vier kleinere Flechſen ge⸗ theilt, endigt er ſich oben an den Fuszehen. Wuͤrkung: druͤkt ſchon der Name aus. Der has der Vah „Daden Mus ErXI Hds 36.36.) 2 darts. N an der hintern Fl t Neeihſe he, die inder und ſo Nläche des F Fer⸗ ich nit der Futſe denn die Achiles⸗ FrM g. Noz3.k.) gs den Fus aus und jieht ihn Muskel.(Tad. K.W. „l. 3. No7.) am obern Kopf des Wadenbeins, hiendiens. znter und nach inwendig. kkung: wie des vorhergehenden. kel des Fuſes.(Tab. XVII. fig. 1. No 39.) tern Fläche des Schienbeins unter, und wendet ſich hinter dem r Fusſohle. er ſich in vier Flechſen zertheil s durchbohrten oder kurzen Jaug⸗ en, endigt er ſich unterwits in Fuszehen. die ſich ausſtekende Muukel der l. W. XVII fg. z.XN. „No4⁴0.) zuſern Seite des Schienbeit des Padenbeins. und unter den Dur⸗ nterwaͤrts/ No 4 2) urch/ das l.. V. MX. t. er ſchi in rier le uszehen. nere Flechſen gy in den Fu &ꝙ Name aus. an der Ar mo; tres reliqui copulantur tendinibus muſculi praeceden- tis, quibuscum et finiuntur. Fuszehen herunterwärts nch GABAAAAAA— m——— 49 Muſculus extenſör communis brevis digitorum Der kurze gemeinſchaftlich ausſtrekende Muskel pedis.(Tab. XVII. fig. 3. XIX. der Fuszehen.(Tab. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3.). J-) lg. 3. 2. 20 Principium: a ſuperiori margine apophyſeos anterioris Urſprung: oben am vordern Fortſaz des Ferſenbeins. calcanei. 1. 3 Fortgang: vorwaͤrts und etwas nach der inwendigen pyogreſſus: antrorſum nonnihilque introrſum, ubi ſimul... 2,. grelſi 8 3 Seite zu, wobei er ſich in vier Theile zertheilt, davon jeder uatuor in portiones finditur uarum quaelibet proprio. 5 p. d 4 Prob ſeine beſondere Flechſe hat. gaudet tendins. Endigung: der erſten Flechſe am erſten Glied der gro⸗ ſen Fuszehe; die drei uͤbrigen vereinigen ſich mit den Flechſen des vorhergehenden, mit denen ſie ſich auch endigen. Wuͤrkung: dieſelbe als des vorhergehenden. Fmis: primi tendinis eſt ſuperius in oſſe pollicis pri- Mctio: ut antecedentis. Muſculus abauctor pollicis pedis, ſeu thenar. Der abziehende Muskel der groſen Fuszehe. (Tab. II. III. XVII. fig. 1. XIX.(Tab. II. III. XVII. fig. 1. XIX. fig. T. fig. 1. No 41.) Noa.) Principium: ab interna facie apophyſeos poſterioris cal- Urſprung: am inwendigen und hintern Theil des Fer⸗ canci, ut et a naviculari et cuneiformi maximo. ſenbeins, zugleich auch am Schiffbein und groſen Keilbein Fortgang: grad vorwaͤrts an der innern Seite des Fuſes. Endigung: inwendig am erſten Glied der groſen Fuszehe. Progreſſus: ad anteriora ſuper latus pedis internum. Fmis: interius ad primam pollicis phalangem. Actio: ex nomine colligenda. Wuͤrkung: erhellet aus ſeinem Namen. Muſculus tibiaeus, ſeu tibialis poſticus. Der hintere Schienbein⸗Muskel. Principium: poſterius in tibiae et fibulae partibus ſu- Urſprung: hinterwaͤrts an den obern Theilen des perioribus. Schien⸗ und Wadenbeins. Progreſſus: recta deorſum, tendo eius(Tab. II. III. Fortgang: grad herunter, und mit ſeiner Flechſe(rab. XVII. 73, 4 1. XIX. fig. I. No 42)8 circa malleolum internum II. III. XVII. fig. 1. XIX. fig. I. No 42.) um den innern reflectitur. Knoͤchel herum. Pmis: in oſſe naviculari praecipue, ct in cuneifori Endigung: vorzuͤglich am Schiffbein und groſen magno. Keilbein. KActio: pedem extremum introrſum movet et retrorſum. Wuͤrkung: er zieht den Fus einwaͤrts und ruͤkwaͤrts. Muſculus extenſor proprius pollicis peais.(Tab. II. Der eigene ausſtrekende Muskel der groſen Fus⸗ III. XVII. fig. 2. XIX. fig. 1. 3. zehe.(Tab. II. III. XVII. fig. 2. XIX. fig. 1. 3. No 43.). No43.) Principium: antrorſum circa medium fibulae. Urſprung: vorn an der Mitte des Wadenbeins. Progreſſis: recta deorſum et oblique introrſum. Fortgang: grad herunter und ſchief einwaͤrts. Endigung: am aͤuſerſten Glied der groſen Fuszehe. Wuͤrkung: dieſe ſtrekt er aus und hebt ſie in die Hoͤhe. Finis: in ultima pollicis pedis phalange. Klio- extendit pollicem eumque attollit. Muſeulus abquctor digiti minimi pedis.(Tab. II. Der abziehende Muskel der kleinen Fuszehe. III. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3.(Tab. II. II. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 3. No4.) Noaa.) Principium: a poſteriori et externa facie calcanei. Urſprung: am hintern und aͤuſern Theil des Ferſenbeins. Progreſſus: antrorſum recta ad digitum ſibi reſpon- Fortgang: grad vorwaͤrts nach ſeinen Fuszehen. dentem. Endigung: theils an dem Hoͤker oder Fortſaz des Finis: partim in tuberc ſeu apophyſi ampla oſſis me- aͤuſerſten Mittelfusknochens, theils am erſten Glied der tatarſi externi, partim in prima digiti minimi phalange. kleinen Fuszehe. Actio: ex nomine patet. Wuͤrkung: zeigt deſſen Benennung an. Muſtu-. Der N 50 Muſculus flexor brevis digiti minimi pedis. Der kurze Beugmuskel der kleinen Fuszehe. (Tab. XVII. ſig. 1. No 45.)(Iab. XVII. fig. 1. No 4s.) Principium: a poſteriore et inferiore ofſis metatarſi ex- Urſprung: am hintern und untern Theil des aͤuſer⸗ ſten Mittelfusknochens. terni parte.. Progreſſus: antrorſum, ſecundum longitudinem huius Hortgang: grad vorwaͤrts, nach der Laͤnge dieſes Knochens. Endigung: am erſten Glied der kleinen Fuszehe. Wuͤrkung: beſtimmt ſchon ſein Name. ofſis metatarſici. Fmis: in prima minimi digiti phalange. Actio: ex nomine Coanoſdenähn. AMuſtulus Auns, ſe perſoratus, ſen hure ina Der durchbohrte Muskel„oder der Beugmuskel vis uen peuis.(Tab. XVII. fig.. der Fuszehen.(Tab. XVII. fig. I. NO 6.) No 46.) Principium: ab infima et poſteriori tubere calcanei. Urſprung: am unterſten hintern Theil des Ferſenbeins. DProgrelſus: antrorlum in planta pedis verſus phalanges, Fortgang: grad vorwaͤrts in d Fusſohle„wo er ſich ubi in quatuor tendines finditur. 1 in vier Flechſen theilt. Finis: in Prima et media phalange quatuor minorum Endigung: am erſten und mittlern Glie der vier pedis digitorum. kleinern Fuszehen. Actio: deorſum flectit digitorum phalanges.. Wuͤrkung: er beugt die Fuszehen unterwaͤrts. Ligamentun aelae pedis, ſou trangderſum, ſeu Das ringfoͤrmige⸗ oder Querband am Fus. cruciatum.(Tab. II. III. IV. XVII. fig. 3.(Tab. II. II. IV. XVII. fig. 3. XIX. fig. 1. 3. XIX. fig. 1. 3. No 47.) No 47.) Prrimcipium: in fibulae parte inferiori ſupra malleolum Unſprung: unten vom Wadenbein, gleich uͤber dem externum, non minus quoque a proceſſu anteriori calcanei. aͤuſern Knoͤchel, und vom vordern Fortſaz des Ferſenbeins. Progreſſus: transverſim ſupra pedis dorſum.. 6. Fortgang: quer uͤber den Ruͤken des Fuſes. Fmis: partim circa malleolum internum, partim in oſſe Endigung: theils am innern K noͤchel„ theils am naviculari.. Schiffbein.— 1. Aetio: tendines muſculorum pedis coërcendo, contra- Wuͤrkung: die Flechſen der Fusmuskeln beiſammen zu Gionem eorum adiuvat. erhalten, und dadurch ihre Zuſammenziehung zu erleichtern. 1 Altorf, gedruckt mit Meyers Schriften. 8 e G e R. à RRä 5 2 Se W 88 ₰— 2. D — SD —AQ .—A=—— 2 * 2 S= Z— — = — XS — XS8= 245.) und ntnn Antan Teil es äuſa waͤrt 3, uach der Lange dieſt kel, oder d er Beu id Xvll fig. J. gapin ⁰0 456.) ſien hintem Thell des Ferſenbein. zaärts in der arts in der Jusſohle, wo er ſch n und mürlern Glih ber vier die Fuszehen unterwaͤrts. der Querhand am Fus. 1n. fig. 3. NIX. fg.I. 3. 047.) im Wadenbein, gleich über dem vordern Fortſaz des Ferſenbeins. r den Rüken des Fuſes. im innern Knoͤchel, theils am e der Fusmuskeln beiſammen zu Zuſammenzichung zu erleichtern. 8 aet Aerc ar⸗r e / — 5 A.—— — —— Iportu Dasν Pirnbein 8 / Sochbein. A e, an Sbere-Pebacen. Dentof. leh 8 e. ſia imeon, ene,nbacke f I · Srehler Thuur nengharu Datkenformigefurbed . dScr rbckbain. 1 g. Shur Dic, z. qæwνϋerbeine 9e Ralſes ehee cl⸗bein. Beceeweefdeen, deeie’ Vet Ie Ea, Kehwhüuecee ,. wnte Fehioen 6 der,3 bch e Feuen an Se WMrurbræ lumbi. ard'bkene dcr nen an der h,. S.O⸗ facrune. Ilicebeun AN ſorcoccdgus Grtue-bein. ¹ 3 SNͤͤ A Lnos doc, apulæ. 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