einer griechischen Ubersetzung des samaritanischen Pentateuchs. Mit einer Lichtdrucktafel. Aus den Nachrichten der K. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-historische Klasse, 1911, S. 167— 200 und 263—266. * 4 * † Gießen, Univ.-Bibl., P. 19 Rückseite. 1 1 linke Hälfte rechte Hälfte (4. Seite des Doppelblattes)(1. Seite des Doppelblattes) , 2 b 2 linke Hälfte rechte Hälfte Natürliche Größe. Glaue und Rahlfs, Fragmente einer griech. Ubersetzung des samaritan. Pentateuchs. Mitteilungen des Septuaginta-Unternehmens. Band 1, Seite 20— 64. Sießen, Univ.-Bibl., P. 19 Vorderseite. 1 1 linke Hälfte rechte Hälfte (2. Seite des Doppelblattes)(3. Seite des Doppelblattes) Ar 4 4 2 2 rechte Halfte linke Hälfte 8* rre rerrr— e— Fragmente einer griechischen Ubersetzung des b samaritanischen Pentateuchs. Von Paul Glaue und Alfred Rahlfs. Mit einer Lichtdrucktafel. Aus den Nachrichten der K. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-historische Klasse, 1911, S. 167— 200 und 263—266. — 4 8 —— 4— 5—-—————-——————— 8 4 4 ¹ 8 4. 3 3 4 . 1 3 4 8 4 8 8 8 - 4 4 8 8 ** — 3 5 3 Bei der Verlosung aufgekaufter Funde, welche die Kommission des Papyruskartells im Juli 1908 in Berlin vornahm, fielen der Gießener Universitäts-Bibliothek unter anderen Stücken ¹) auch einzelne Fragmente einer auf Pergament geschrie- benen griechischen Bibelhandschrift zu. Sie sind jetzt in der Hauptsache unter der Signatur P. 19, Nr. 1—9 zwischen zwei Glasplatten vereinigt, vgl. die Lichtdrucktafel. Es gehören V dazu aber auch die Stücke P. 13, P. 22 und P. 26. So unbedeu- tend auch diese Reste zu sein scheinen, so verdienen sie doch unser Interesse, da sie eine bisher noch nicht bekannte griechische Uber- setzung einiger Stücke von Deut. 24— 29 enthalten, die sich durch die Lesart Garizim statt Ebal Deut. 274 deutlich als samarita- nisch erweist. Nach den eingegangenen Berichten stammen die Fragmente aus Schékh Abade, einem Dorfe, das sich an der Stätte des alten Antinoupolis erhebt ²). Sie wurden von Händlern aus dem nahe bei Schéekh Abäde gelegenen Melãwi el-Arisch nach Kairo ge- bracht und dort von Dr. Zucker angekauft. 1) Neben vielen koptischen Fragmenten, die noch nicht untersucht sind, befand sich darunter auch das gotisch-lateinische Bibelfragment, das Glaue und Helm in der Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft, 11. Jahrg.(1910), S. 1— 38 veröffentlicht haben; dieser Aufsatz ist auch als Sonderdruck erschienen. 2) Weitere Angaben über die Fundstätte s. in ZntW 11(1910), S. 1f. 3* „—— ſſ11 8 1 3— 3 5— 3“““— 3—— „* 4—„ 5 12 eeof⅛ 2 2 5 öͤͤͤͤſſ“ ſ—— 32 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[168] Von den Fragmenten gehören fünf, P. 191—4 und P. 22, als Überbleibsel eines und desselben Doppelblattes zusammen. Bei P. 19 1. 2 sind die sich entsprechenden Stücke der beiden Hälften des Doppelblattes nebst dem inneren Rand, an welchem sie ur- sprünglich zusammenhingen, erhalten und außt der Gießener Tafel richtig wieder zusammengesetzt. P. 193.4 und P. 22 sind einzelne Fragmente, die zur zweiten Hälfte desselben Doppelblattes gehören. In dem Codex, aus welchem die Fragmente stammen, folgten die beiden Hälften des Doppelblattes nicht unmittelbar aufeinander, sondern es muß, wie sich aus dem erhaltenen Texte leicht berechnen läßt, ein anderos Doppelblatt dazwischen gelegen haben. Also repräsentierte unser Doppelblatt, wenn der Codex aus Quaternionen gebildet war, das 3. und 6. Blatt eines Quaternio. P. 26 ist ein kleines Fragment eines Einzelblattes, das auf die zweite Hälfte des Doppelblattes nicht unmittelbar folgte, sondern durch ein anderes Blatt davon getrennt war. Bei der Annahme von Quaternionen gehörte es zum letzten(achten) Blatte des Quaternio. P. 13 ist ein etwas größeres Fragment eines anderen Ein- zelblattes, das wiederum nicht unmittelbar folgte, sondern durch drei Blätter von dem vorigen Einzelblatte getrennt war. Bei der Annahme von Quaternionen Sehüörto es zum 4. Blatte des folgenden Quaternio. Die Rückseiten von P. 19 3. 4, P. 22 und P. 13 sind unlesbar. Die kleinen und zum Teil unlesbaren Fetzen P. 19 5- konnten nicht oder nicht sicher identifiziert werden. UÜber das ursprüngliche Aussehen des Codex, dem die Fragmente entstammen, läßt sich folgendes ermitteln. Er hatte zwei Kolumnen auf der Seite. Die volle Länge einer Kolumne ist nirgends erhalten, aber aus den Lücken zwischen den auf P. 191.2 erhaltenen Textresten läßt sich leicht berechnen, daß jede Kolumne etwa 40 Zeilen umfaßt haben muß. Da nun die Zeilen genau ½ cm hoch sind, ergibt sich für die Kolumne eine Gesamt- höhe von 20 cm. Die Breite einer Kolumne(zwischen den senk- rechten Linien, die sie abgrenzen, aber oft überschritten werden) beträgt auf P. 191 und P. 26 im Durchschnitt annähernd 5 ½ cm; zwischen den beiden Kolumnen ist ein Zwischenraum von annähernd 1 ½ cm; also haben die beiden Kolumnen mit dem Zwischenraum annähernd 12 ½ cm eingenommen. Hierzu kamen noch die Ränder. Der auf P. 191.2 erhaltene innere Rand ist 1,7 cm, der auf P. 13 erhaltene untere Rand 2,7 cm breit. Der äußere und der obere Rand sind nirgends erhalten, werden aber ungefähr so breit ge- [169] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 33 wesen sein, wie der untere Rand. Somit bekommen wir eine Gesamtgröße des Blattes von etwa 25 ½= 17 cm heraus(fast genau dasselbe Format, das die„Nachrichten“ haben, ehe sie vom Buchbinder beschnitten werden). Wenn die Handschrift den ganzen Pentateuch enthielt, muß sie etwa 320 Blätter= 40 Quaternionen stark gewesen sein. Das Pergament scheint ziemlich fein zu sein, es läßt die Schriftzüge der anderen Seite oft deutlich durchscheinen. Die Linien sind auf der Fleischseite eingeritzt; am besten sind die nur für jede zweite Zeile gezogenen Horizontallinien zu erkennen, z. B. in Deut. 2417 bei den Zeilen τοοm⁵ναννοοο, pAœ obn(hier auch auf der Lichtdrucktafel sehr deutlich),[ipjlattov, aber auch die Vertikallinie am Schluß der Kolumne ist ebenda sichtbar, sie durch- schneidet in xροοσmπνuνοο die linke Hälfte des letzten v. Die Buch- staben stehen teilweise genau auf den Horizontallinien, z. B. x o- Morop, teilweise aber nicht, z. B. das rechts von m νoοꝝτο in der 2. Kolumne stehende co, das von der Linie mitten durchschnitten wird; hieraus erklärt sich, daß die Zeilen der einen Seite gele- gentlich zwischen denen der anderen Seite durchscheinen, z. B. auf P. 192 Vorderseite, linke Hälfte. Die Schrift zeigt große Ahnlichkeit mit der Schrift der griechisch-koptischen Evangelien-Fragmente Borg. copt. 109(„T**⁴), von welchen Franchi de' Cavalieri und Lietzmann, Specimina codi- cum graecorum Vaticanorum(Bonn 1910), Taf. 3 eine Probe geben. Doch unterscheidet sie sich von ihr durch das abnorm große, das uns ähnlich, aber noch ärger übertrieben aus dem Propheten- codex„Q“(Marchalianus, 6. Jahrh.) bekannt ist, und durch das v, das ebenfalls dem des Marchalianus gleicht ¹), allerdings vereinzelt auch im Borg. copt. 109 vorkommt. Der Borg. copt. 109 wird von Franchi de' Cavalieri und Lietzmann schätzungsweise ins 5./6. Jahrh. gesetzt, und ebendieser Zeit werden auch die Gießener Fragmente angehören(Glaue hält das 5., Rahlfs das 6. Jahrh. für wahrscheinlicher). An Einzelheiten ist zu bemerken: Der horizontale Strich als Ersatz für y am Schluß der Zeile findet sich in Deut. 2417 11O, 25 7[ε.] εOb, 27 5 dG1AO(zweimal) und G15αρο. Als Zeichen der Diaeresis wird über und o im Silbenanlaut ein etwas nach oben gerundeter Strich gesetzt; die Beispiele finden 1) Eine Probe des Marchalianus findet man z. B. bei Franchi de' Cavalieri und Lietzmann, Taf. 4. Bei der Vergleichung mit dem March. muß man natürlich von der besonderen Stilisierung absehen, welche die Schrift in diesem Codex erfahren hat. —— 34 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[170] sich zufällig sämtlich in Deut. 24 16: Oxsp(zweimal), ö⁶(der Strich über ist zerstört), öot, 1dο. Gott und Israel werden stets mit den bekannten Kompendien geschrieben: ν Deut. 276.7, 27 5, E 29 22. 28, 75 27 6, 27 5, M 256.7, dagegen werden Vater und Mutter ausgeschrieben: xοπ⁵ροςσα 27 22, xaœepsc und απτεειοον 24 16, lu-n[rok 27 22 ¹); daraus könnte man, wenn das Material nicht gar zu dürftig wäre, den Schluß ziehen, daß der Schreiber absicht- lich nur die für einen Israeliten heiligen Namen mit Kompendium geschrieben habe, was zu Traubes Ansicht von der jüdischen Her- kunft der„nomina sacra“ trefflich passen würde. Als Inter- punktionszeichen kommt nur ein einfacher Punkt auf der Linie oder über der Linie in verschiedener Höhe(besonders hoch in Deut. 27 4) vor. Größere Absätze sind in Deut. 24 19. 21 27 24 durch ausgerückte große Buchstaben markiert; in 24 21 geht außer- dem eine ακρ ρραροα vorher. Die Orthographie ist im ganzen korrekt, nur die aller- gewöhnlichste itazistische Verwechselung von t und et kommt vor, und zwar steht gewöhnlich t statt etr: Deut. 24 16 απααεσα—ν³ι, 257 X2⁴.gty, 27 5. 6 01OOdOIOIC, 71St, s[ ts], 12[soxJlort“, aber ein- oder zweimal wohl ei statt t: 27 12 LSItLOIOOSO.], 29 24[—teX«etxα]. Es folgt nun die Ausgabe der Fragmente. Ganz ergänzte Buchstaben werden in ganze eckige Klammern[] gesetzt. Buch- staben, die noch in Resten erhalten, aber nicht sicher zu identi- fizieren sind, werden in halbe eckige Klammern 1 gesetzt ²). Wo jedoch die Reste eines Buchstaben so beschaffen sind, daß eine andere Lesung ausgeschlossen erscheint, wird der Buchstabe nicht eingeklammert. Ganz unsichere Buchstabenreste werden durch Fragezeichen angedeutet. Für größere Ergänzungen war in erster Linie der hebräische Text maßgebend, da die griechische Über- setzung, wie der Kommentar zeigen wird, sich sehr eng an den Urtext anschließt. Der Text der Fragmente wird in Minuskeln gedruckt, nur die in der Handschrift größer geschriebenen aus- gerückten Buchstaben werden durch Majuskeln wiedergegeben. Die Worte werden in der heutzutage üblichen Weise voneinander getrennt. 1) Bei den Söhnen, die in 24 16 zweimal vorkommen, versteht sich Voll- schreibung von selbst, da der Plural von uios überhaupt nicht verkürzt geschrieben wird, s. L. Traube, Nomina sacra(= Quellen und Untersuchungen zur lateini- schen Philologie des Mittelalters, II. München 1907), S. 116. 2) Buchstaben mit darunter gesetzten Punkten, wie man sie jetzt gewöhnlich zur Bezeichnung unsicherer Buchstaben verwendet, waren in der Druckerei nicht vorhanden. Das Unterschließen von Punkten wäre aber nicht nur schwierig, son- dern auch wegen der Gefahr des Abspringens der Punkte bedenklich gewesen. [171] Fragmente einer griech. UÜbersetzung des sam. Pentateuchs. 35 dün uhe 1. Seite des Doppelblattes. N P. 191. 2 Rückseite, rechte Hälfte. de Deut. Zeile Deut. le b 24 15 ſey dGot u.]P[rl*⁵] 1 24 it 16 09 o dvOſb] t.* rot œα(⁸εα üm drsp d10„ 5 Ger 0dds d0t ds 5 7 er. T.SPGV A. v er[d]LO ObycAt. 5 vwa[a]np 181α ο O0r[av ooονεα 21 9 1 AL A roſy ταεαα νσ ker. 17 dayttat- oDn e. 10 0o[oor eavo.] /Xlye rpo*ιια ιμνον εον ll-. rοοσνλνχeοεοο r[TSOOGNX] nur oppα νο. ⁴³ TG.....„.. 5. Arb ob S b 7 e. vSAOtAS 15 2 7[ilactoy 7 h 1s[at] Luv enSLn. 1[ort SJobXoꝓ TGS.] ei[sv u1oe] 9 20 6 9 elne diebt 2 ln V[Xo[Tov rontov] nie 19 1Oro.[ deονα 25 der. roy 18[SptOHO] den rOO OOO 00] A1 ALA,It SLE IX,] .[S PM.[béO.]..... 29 Di emt. b Kol. 1: Z. 4 Uber dem i von viwy wird, wie in Z. 5, die Diaeresis gestanden haben, aber das Pergament ist hier so zerstört, daß nichts mehr zu sehen ist l 7. 13 v und stehn dicht zusammen, der Punkt zwischen ihnen wird nachträglich foll eingefügt sein Z. 16 ist sehr kurz, aber was man hinter v noch für Buchstaben- eben reste halten könnte, wird Schmutz sein! Von Z. 20. 21 sind auf P. 19 1, von Z. 23 lela auf P. 192 nicht sicher lesbare Reste vorhanden, dazwischen fehlt, wie der Befund tel auf der 2. Seite lehrt, eine Zeile ganz Z. 25 1Orally] ist nach Analogie von Kol. 2, Z. 8 ergänzt; der große Buchstabe könnte aber auch ein E sein. Zur weiteren hult- b Ergänzung vgl. Aquila und die LXX-Ubersetzung von Lev. 23 10. 22. Hriüt Kol. 2: Die Ergänzung ist besonders in Z. 10. 11 sehr unsicher IZ. 12 ent- 1 n. hielt wahrscheinlich nicht mehr Buchstaben, denn auch die 12. Zeile der 1. Kol. 9 r ist durch οσπνμο ganz gefüllt. en. 36 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[172] 2. Seite des Doppelblattes. P. 19 1.2 Vorderseite, linke Hälfte. Deut. Zeile Deut. 25 b 1 138[TILot o oy ſo] 25 G 9,0 wb ron S5 Sdy ds n 7 3 3 y 5 X⁴ßty y 7 1Mn vAtIO, rOd.e. 1b] V ꝓov dbtob 1u o ⁴ vοοεε α] [Seoœ 0b S 7 Tov] roo ³ [vdvrOy LO 10 deX. ob eob 4 notc StE TTy dopay 10 7) Tos Tons vSrone Xt et 5 0 I: Ob SB0b A0⁴ 15 X o e ſas] 110. dspon hoſo ⁴⁵ [laoταm⁶ το] [a]IèsX roſo oOyvos. S"] 20 1hX ob SSo] 1X- r o e ee [Sèepoo Lob at] 8 [4α△‿ϑεOOOt]V L] [coy ot GoJlv stolt!] 25[rh ToX]JSGLSC!. [ron ot] XAMT [onGty] Ae-, 28 ſ[xat Gta.]e eu T T] Kol. 1: Z. 6 Ih ist ein Rest einer Form von aαπmά ά⁹ 720 Z. 13 muß sehr kurz gewesen sein, da das Arhaltone Pergament unbeschrieben ist; hier wird also ein Absatz gewesen sein Z. 14 Hinter o scheint ein Punkt zu stehen. Kol. 2: Z. 15 Am Schluß ist der ein v» vertretende Strich noch erhalten, nur die Buchstaben ze fehlen Z. 21 ist die letzte Zeile von P. 191, Z. 23 die erste von P. 19 2, dazwischen fehlt Z. 22 ganz. Bei der Ergänzung von Z. 20— 22 ist angenommen, daß der Ubersetzer am Schluß des Verses nicht ad, sondern, wie die LXX und das sam. Targ., oa gesprochen und hier ebenso übersetzt hat, wie in Z. 14— 16 Eine 29. Zeile fehlt hier, weil die letzten Zeilen tiefer stehen, als auf Seite 1. [173] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 37 3. Seite des Doppelblattes. P. 19 1.2 Vorderseite, rechte Hälfte; P. 22. 193.4 Vorderseite. Deut. Zeile Deut. 274 9 2 9 1 27 g.At Oty.] Pov sy αρπααο Ei. Xε*p1] Au[ptO] 5 5 Pio Aor Otno 2 dot Sεt 5 d00tAOTStO 2 XG e 1 01,OIptO 10. 2 X4Gy 0d To. psveru 2 x dAnrolς GtS⁴O 1T 6 X*ot OXOXXJ [Ooic oraoſo 15[XMs. 11 [b-nloiς oο[ot[Tolv][obrot] LIT7 12 [AotOv 5[So]vr[dt oXNOTTL9 [ron] dd rO, NGdov el. t [avοοσει sſa Japt1E. Ge] LA. v T.] [roo OXONAO] 20 PSX Lnre O ſ[top] [roα L Savehv OLS]LG„ 8 7[è8 ed e Aα X ISust] b 13 LlS] 1 1S. 1LO.oS] ra At Ho] St 7[2t]........ 1⁴.l 9 25 do L[suripo b 6ey[75 rollo. s d 0ſo kot 1PA.] ohleC. Sxt]..... 29 Kol. 1: Z. 2 Über dem p von opr' kann das Zeichen der Diaeresis gestanden mn b haben Z. 19 ist die letzte Zeile von P. 191; mit Z. 21 beginnt P. 22, aus dem rird b die Schlüsse der Zeilen 21— 27 stammen; zwischen P. 191 und P. 22 muß, wie die Form der Fragmente lehrt, eine Zeile ganz fehlen. Die Anfänge der Zeilen b 23— 29 sind auf P. 192 erhalten] Z. 25 Am Schluß sind Reste von 2 oder 3 Buch- dren, b staben erhalten, der letzte scheint zu sein, man könnte daher an 6bXAOn üb denken, was die LXX hier hat, aber dies entspricht dem Urtext zu wenig; auch =2 b ist das c selbst zweifelhaft, da c gewöhnlich nicht getrennt wird. denrn Kol. 2: Z. 13 gehört noch zu P. 191; mit Z. 15 beginnt P. 194, aus dem dha die Schlüsse der Zeilen 15— 21 stammen; mit Z. 16 beginnt P. 19 3, aus dem die 3 Anfänge der Zeilen 16— 24 stammen; von dem in Z. 24 ist jedoch der erste jefek(senkrechte) Strich auf P. 22, die Fortsetzung auf P. 193 erhalten] Z. 21 Das» 2 ¼— A.„„— 38 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[174] 4. Seite des Doppelblattes. P. 191.2 Rückseite, linke Hälfte. Zeile Deut. 1 ſo XxAloc T Svotro] 2672 [EIxαιαντιινοεαιοεα 22 [o] OHOgSvO [u-leca ai dleNPLJs 5 dOD SA. LPOS xοετεεοσ m⁸ d. 1I Tr O Lb. [rpo]s[a Irod. alt][slplst] [raςαm][o Xαο Tevotto 10[G]Iriανααι α ορσοοσς 2 [o]l TOG L.SvO BLS Ito ey s 1LP.e ArOd o! [spler xa ο XAOS) 18 ULr loberlol El xi ερ[εοσ 24 0 Tſo]l o,[v Toy] [XILO Ov[anroP] 2)........... ........... 25 7 7 25 5 ..... ſspler xoς [o X*οο TSvol to. [ExtXI[oS] 26 29 7 (Seite 3, Kol. 2, Forts.) am Schluß der Zeile ist auffällig, da es ungefähr die Form eines Minuskel-» hat, aber ein anderer Buchstabe kann es nicht sein. Die Zeile endet früh, denn das» steht unter dem v der vorhergehenden Zeile Z. 23 Die Ergänzung ist unsicher, der erste Buchstabe sieht eher wie ein aus. Bei der Ergänzung ist angenommen, daß jeder der 6 Namen, wie das in Listen wohl vor- kommt, in eine Zeile für sich geschrieben und je zwei Namen, wie im hebr. Texte der Samaritaner, durch„undé verbunden waren. Die Schreibung etouda findet sich im sahidischen Texte von Reg. III 193 bei J. Schleifer, Sahidische Bibel- Fragmente aus dem British Museum zu London. II(Wien 1911), S. 31. Seite 4, Kol. 1 ist unlesbar sowohl auf P. 191, als auf P. 19 3. 4. Kol. 2: Z. 18 ist die letzte lesbare Zeile von P. 191, in Z. 19 ist nichts mehr zu sehen. Z. 20— 22 fehlen ganz, die Rückseite von P. 22, die hier ein- setzen würde, ist unlesbar. Mit Z. 23 beginnt P. 19 2. ir. ö“— [175] Fragmente einer griech. UÜbersetzung des sam. Pentateuchs. 39 Fragment eines Einzelblattes. P. 26 Vorderseite. Deut. Zeile Deut. 282o0 erxGty A. 1 rov Le TAS 000] 28 24 3 2 1I OlLv OPr[ov] P. 26 Rückseite. Deut. Zeile Deut. 28)2 v 61νααφeςν 1 600 0PGGty LrA. k 28 32 [ro μ⁄lo].. 3 Fragment eines anderen Einzelblattes. P. 13 Vorderseite. Deut. Zeile 29 22 ſ[csorpa p 80] 1 [Souο] X*ν bο] [9a AS go t e) [BwsIL P,[us vau e [ſorps]ey e] svy olp. 5 [Th 2loron t S- [deée o 23 Tt SIDobGtV TM.y [ra] n t er [erο]un Gey 0b 10 ſroε] Le n n ls ¹0]XA, n In eLrn. 24 ſxot et].ars sreſt] [Sn lateNXetTO,V] 15 P. 26 Vorderseite, Kol. 1: Z. 1 Der ein v ersetzende Strich am Schluß der Zeile ist nicht erhalten, da der obere Teil der Buchstaben fehlt]◻ Kol. 2: Z. 1 roy ist der Schluß von ſbelrov Rückseite, Kol. 1: In Z. 1 ragt links über aus der verloren gegangenen vorhergehenden Zeile der Schaft eines(oder) herein. p. 13 Vorderseite: Ob die hier erhaltenen Bruchstücke zur 1. oder 2. Kol. gehörten, läßt sich nicht ausmachen! Z. 6 Hinter[alurou glaubt man einen Punkt zu sehen, doch kann es Täuschung sein Z. 7 Hinter au(so) scheint deutlich ein Punkt zu stehen] Z. 12 Der Raum ist für[o ¹ο] etwas knapp, doch ist diese Ergänzung, die wir A. Körte verdanken, die einzig mögliche und wird auch durch das sam. Targ. bestätigt, s. den Kommentar Z. 14 Der erste erhaltene Buchstabe sieht wie ein r aus, kann aber auch die zweite Hälfte eines sein;[xοl et]in ars ist nach dem Hebr. ergänzt(s. den Kommentar), freilich ist der Raum etwas knapp. 40 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[176] Auf die Textausgabe folge nunmehr ein Kommentar zu den- jenigen Stücken, in welchen der Text vollständig erhalten oder mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu rekonstruieren ist). Die Hauptaufgabe des Kommentars ist, das Verhältnis der in den Gießener Fragmenten vorliegenden griechischen Ubersetzung zu dem hebräischen Texte der Juden und Samaritaner, zum samari- tanischen Targum und zu den bereits bekannten griechischen Uber- setzungen klarzulegen. Für den hebräischen Text der Sa- maritaner ist die Ausgabe von Blayney ²) benutzt; da er jedoch meistens mit dem hebräischen Texte der Juden übereinstimmt, wird in der Regel einfach der hebräische Wortlaut angeführt; nur wo sie voneinander abweichen, wird der hebräische Text der Samaritaner besonders genannt. Für das samaritanische Targum ist die Ausgabe von Petermann und Vollers ³) benutzt; es ist in der Regel eine ganz wörtliche Wiedergabe des hebräischen Textes und braucht dann gleichfalls nicht besonders genannt zu werden; nur wo es etwas Eigentümliches bietet, wird es zitiert. Für die griechischen Übersetzungen zind die Septuaginta- Ausgaben von Holmes-Parsons ⁴) und Swete, die Photographien des codex Sarravianus„G“ ⁵) und der Freer-Handschrift⁰), Lagardes 1) Ausgeschlossen sind also Stellen wie Deut. 24 19. 21, wo die Rekonstruktion zwar versucht, aber doch gar zu unsicher ist. 2) Pentateuchus Hebraeo-Samaritanus charactere Hebraeo-Chaldaico editus cura et studio Benjamini Blayney. Oxonii 1790. Petermanns Variantensammlung (Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes V 1, S. 319 ff.) bringt nichts Neues. 3) Pentateuchus Samaritanus. Ad fidem librorum manuscriptorum apud Nablusianos repertorum ed. H. Petermann. Fasc. V. Deuteronomium, ex recen- sione Caroli Vollers. Berolini 1891. 4) Bei Aufzählung der Holmes-Parsons'schen Hss. wird 133 als Varianten- sammlung aus unbekannten Hss. übergangen. Es bleiben dann außer den bei Swete neu kollationierten Unzialen ABF und dem in Photographie vorliegenden Sarravianus„G“, der aber leider nur in Deut. 28. 29 erhalten ist, folgende grie- chischen Zeugen: M(= Holmes„X“), N(= Holmes„XI“, in Deut. 29 fehlend) und die Minuskeln 15. 16. 18. 19. 28. 29. 30. 32. 44. 46. 52. 53. 54. 55(nur in Deut. 27. 29 erhalten). 56. 57. 58. 59. 64. 71. 72. 73. 74. 75. 76. 77. 82. 83. 85. 106. 108. 118. 120. 128. 129. 130. 131. 134. 136(nur in Deut. 24 16 vorhanden). Nehmen wir noch die gleich zu erwähnende Freer-Hs. hinzu, so kommen für jede einzelne Stelle im ganzen 6 oder 7 Unzialen und 37 oder 38 Minuskeln in Betracht. Was bei Holmes-Parsons noch außer den griechischen Hss. angeführt wird, ist unberücksichtigt geblieben. 5) Codices Graeci et Latini photographice depicti duce Du Rieu. Tom. I. Lugd. Bat. 1897. 6) Facsimile of the Washington manuscript of Deuteronomy and Joshua in the Freer Collection. With an introduction by Henry A. Sanders. Ann Arbor, Michigan, 1910. Eine Kollation der Freer-Hs. mit Swete ist gegeben in The Old —— [177] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 41 Kollationen der Minuskeln 19 29 64 108 ¹), sowie Fields Origenis Hexaplorum quae supersunt benutzt; von den Übersetzungen außer der LXX ist aber leider nur sehr wenig erhalten. Gelegentlich sind auch noch andere Übersetzungen zum Vergleich heran- gezogen, besonders 1) die arabische Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs nach den Pariser Hss. Bibl. nat., Arab. 5. 6. 8 nach Mitteilungen von W. Reimpell, 2) die jüdischen Targume Pseudo- Jonathan und Onkelos nach den Ausgaben von Ginsburger und Berliner, 3) die arabische Übersetzung des jüdischen Gelehrten Saadja nach der Ausgabe Derenbourgs. Die Anordnung im Kommentar ist folgende. Zuerst werden der hebräische Text der Juden und die LXX angeführt, sodann hinter einem Doppelstrich die Übersetzung der Gießener Frag- mente. Hieran schließen sich die weiteren Bemerkungen an. Auf- geführt werden alle Stellen, an welchen die neue Ubersetzung vom hebräischen Texte der Juden oder Samaritaner, von der LXX. oder einem wichtigen LXX-Typus abweicht. Deut. 2416. d- 10 Téxvoy by: genauere Übersetzung. Für das zweite b* hat auch die LXX vioi; die abweichende Übersetzung des ersten erklärt sich aus einer oft zu beobachtenden Neigung der LXX, in der Wiedergabe eines Wortes zu wechseln, wenn es in dem- selben Zusammenhange mehrmals vorkommt. rüaR-dy ee ee o di odvOSva! brS Tarsον]0588 bio dre arsον ⁶παο odva. Die LXX übersetzt Wort für Wort. Das Fragment gibt N8e...* besser griechisch durch 05‧6 wieder und ändert die Wortstellung so, dabß ein vollständiger Chiasmus herauskommt:„obn àπαεα οοναιο πωυκπα⁸εοες dειν vi6v, 0508 biot drS arsν παονευσα ονοονααοα; vgl. die chiastische Voranstellung von pac in v. 1.— Blayney's hebr.-sam. Text hat 28E, aber der Artikel fehlt auch im sam. Targum(aN8), wird also nicht ursprünglich sein. woR EuOᷓo[A]ihp. Dies kommt in der LXX öfter als sklavische Übersetzung von* vor, vgl. Rahlfs, Sept.-Studien III 179. Auch im Fragm. kann es bloß sklavische Übersetzung sein, doch Testament manuscripts in the Freer Collection. Part I: The Washington manu- script of Deuteronomy and Joshua. By Henry A. Sanders. New York 1910 (= University of Michigan Studies. Humanistic series. Vol. VIII), S. 59 ff. Die Hs. stammt aus dem 5. Jahrhundert. 1) Göttingen, Universitäts-Bibliothek, Codices Lagard. 1(Hs. 29), 2 ²(Hs. 64) und 63(Hss. 19 108). Diese Kollationen lehren, wie unsicher Schlüsse aus dem Stillschweigen von Holmes-Parsons sind. 42 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[178] hat der UÜbersetzer, der sich hier sonst durchaus nicht sklavisch an den Urtext bindet, ayhp vielleicht auch deshalb gewählt, weil er andeuten will, daß das Gesetz nur für Männer gilt. NerI(y) Ih ro ari 1) idiatc. priate: freiere Uber- setzung. TDioc als Wiedergabe des hebräischen Pronomen suffixum kommt auch in der LXX-Ubersetzung des Pentateuchs in Gen. 47 1s vor ²). Iio« vertritt in der Koine oft das possessive Refle- xivpronomen und verliert dabei seine ursprüngliche Bedeutung manchmal ganz, s. Winer-Schmiedel, Gramm. des neutest. Sprach- idioms s§ 2217, Mayser, Gramm. der griech. Papyri aus der Ptolemäerzeit 308 und die dort zitierte Literatur. An unserer Stelle wird es jedoch in intensiverem Sinne gemeint sein:„jeder- mann soll für die eigenen Sünden sterben“, vgl. die von Winer- Schmiedel für die„unabgeschwächte Bedeutung“ von 1010« in erster Linie angeführten neutestamentlichen Beispiele Kor. I 77 Euαοσταοοσ LDο-ν ENer NtOHA, eo und 15 3s 6 εdeς didc... 81⁴% ty GrSpAGy 1810y G6., Wo 1D10Os artikellos neben E xναοετο⁹ steht, wie an unserer Stelle neben dem gleichbedeutenden dwhp. Auch in der LXX-Ubersetzung von Gen. 47 1s hat 1 18t0v 965 B,0 = veFo intensive Bedeutung:„wir haben alles verloren und besitzen nur noch den eigenen Leib[wir könnten sagen„das nackte Leben“] und unser Ackerland“. ord wird in der LXX und im Fragm. durch àrονεαοεſrat wieder- gegeben. Dies entspricht dem hebr. Texte der Samaritaner (or) und dem sam. Targ.(opre oder nor oder 5op). Daraus kann man aber kaum etwas schließen, da auch die Peschita, Hieronymus und Luther den Singular schreiben, und Herstellung desselben nach dem singularischen uo* gar zu nahe lag. 1) 2v ist vorhanden in B 16 b 18 ˙b und ex sil. 15 32 46 53 54 71 72 73 76 77 83 120, fehlt dagegen in AFMN 16* 18* 19 28 29 30 44 52 56 57 58 59 64 74 75 82 85 106 108 118 128 129 130 131 134 136 und der Freer-Hs. 2) Als zweite Stelle wird in der LXX-Konkordanz von Hatch und Redpath Deut. 15 2 doρανσ ν T0 1dioy 3 6ehet 5à 5 AGlov= N 59 2—22 v 71722 P S angeführt. Aber hier weicht die LXX vom hebr. Texte ab, und man muß zuerst fragen, was der griechische Text selbst bedeutet. Hier- über gab J. Partsch folgende Auskunft:„Die Septuaginta-Stelle bedeutet: Du sollst alle Dir persönlich(im Gegensatz zu n(Gιοy zustehende Schuld erlassen, welche der Nächste dir schuldet'. Gemeint ist nach griechischem Sprachgebrauch sicher die Forderung, die der Gläubiger— sei es aus Vertrag, sei es aus Delikt — gegen den Schuldner hat. Nicht erlassen soll der Gläubiger diejenige Forde- rung, die er als 7b4Oα n,6otov oder, wie z. B. die Agypter jener Zeit sagen würden, als Npéo Baoοενᷣ ausübt, 4 h. in seiner Eigenschaft als Beamter.“ Demnach kann man idioc hier nicht einfach mit dem hebräischen Pronomen suffixum gleichsetzen. [179] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 43 Deut. 2417. dnn ro nOO ayo: genaue Uber- setzung. ee n a ae h¹) O SveXOS(oder Sve*³Gsic) Tdtoy Nrpae, aber B* 28 nur Xν mα υꝛmꝑuœ 0b SvSApt- G„ ſip-järtov. Der gewöhnliche LXX-Text hat zο ναμρμρ 2zwei- mal— das erste gehört noch zum vorhergehenden νοοο 1ol αꝙαfm—, daher könnte man eine Dublette annehmen und den Text von B* 28 für ursprünglich halten. Ja man könnte, da auch das Gießener Fragment xr*Qμμςͥ am Anfang hat, auch dieses mit in den Entwicklungsprozeß einreihen und folgende stufen- weise Erweiterung annehmen: 1) B* m ðκ⁵αας 2) Fragm. xXο⁴ Tijpa ob& 2vOAO g4ν, 3) gewöhnlicher LXX-Text x νλν—Hος n0 OD SvS)GGst IHAv pos. Aber so bestechend eine solche Konstruktion auch scheinen mag, einer genaueren Prüfung hält sie nicht stand. Die neugefundene Ubersetzung steht, wie wir sehen werden, der LXX sehr selbständig gegenüber und trägt sonst nirgends den Charakter einer Rezension der LXX, geht vielmehr direkt auf den Urtext zurück. Daher wäre es höchst sonderbar, wenn sie gerade hier, wo die LXX vom Urtext ab- weicht, an sie angeknüpft hätte. Das allerdings merkwürdige Zusammentreffen läßt sich auch sehr gut anders erklären: der Übersetzer hatte im vorigen Verse die Wortstellung des zweiten Satzes so geändert, daß ein vollständiger Chiasmus herauskam; ebenso kann er hier im zweiten Satze o mνmσαᷣα vorangestellt haben, um einen Chiasmus mit ροοπmσʃηoοον dcαναꝙνο am Schluß des ersten Satzes herauszubekommen. Auch in der LXX braucht der kürzere Text keineswegs der ursprüngliche zu sein. Der längere Text ist sicher schon vororigenianisch, denn im hexa- plarischen LXX-Texte ist zat Nrpos obelisiert, aber uat ob ys- ToG 1b⁴αον μαα nicht asterisiert, also beides bereits von Ori- genes vorgefunden ²). Und es läßt sich sehr wohl denken, daß in der LXX zuerst zum Fremdling und der Waise nach Ana- logie von v. ¹9. 20. 21 die Witwe hinzugefügt und dann der zweite Satz, in welchem die Witwe abermals vorkommt, aus irgend einem Grunde ausgefallen ist). 1) Dies zal fehlt in 29 und ex sil. in N und 14 Minuskeln. 2) Wenn Origenes bloß zal„ipa« vorgefunden hätte, so würde er auch wohl al*& O5X Sve), ⁴ειν has geschrieben haben. 3) Zufälliger Ausfall infolge des Homoioteleuton ist bei 28 mit Sicherheit anzunehmen. Schwierig ist aber eine solche Annahme bei B, da hier auch noch ra gnon am Anfang des folgenden Verses fehlt. Doch kann man auch das Fehlen von ον iι nicht für ursprünglich halten. ————% p¼—⅛¼—-”j= †—–.¼44ʃ— ““, o,—. 1 2ee 8 2 —Bͤͤ 2—— ͤ 44 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[180] Bemerkenswert ist obn mit dem Konj. Aor. vOt⸗ statt des Ind. Fut. der LXX. Der Konj. Aor. ist von alters her in seiner Bedeutung mit dem Ind. Fut. verwandt(Kühner, Ausführl. Gramm. ³ II 1§ 3942) und fällt lautlich oft mit ihm zusammen, in der Aussprache der späteren Zeit noch öfter, als früher; auch die LXX-Hss. 19 und 106 schreiben hier evs-οας resp. eve*eοοασς. Infolgedessen ist das Gefühl für den Unter- schied der beiden Formen mehr und mehr geschwunden, und man verwendet den Konj. Aor. auch da statt des Ind. Fut., Wo beide ganz verschieden lauten, wie in unserm Fragment 275 xapevéu statt ανοioενςᷣ(O. Immisch verweist für diese vulgäre Neigung auf K. Dieterich, Untersuchungen zur Gesch. der griech. Sprache 243 ff.). Zu diesen allgemeinen Gründen kommt in un- serm Falle wohl noch ein spezieller. 0bx Sys-6O,„& und 275 05 xapeveru sind Verbote. In alter Zeit konnte man das Verbot durch pif c. conj. aor. ausdrücken, in der Gesetzessprache des A. T. wird dafür gern 0b5x c. ind. fut. gebraucht entsprechend dem hebräischen&e(nicht m) c. imperf., vgl. Blaß, Gramm. des Neutest. Griechisch²§ 643 und in unserm Fragmente selbst obr BuxNvetc= n am Anfang dieses Verses. Da nun das Ge- fühl für den Unterschied zwischen Ind. Fut. und Konj. Aor. überhaupt ins Wanken geraten war, vermischte man die futuri- sche Ausdrucksweise mit der aoristischen und verband obz auch mit dem Konjunktiv des Aorists. Vgl. ferner zu ekwy 257. Das im Neugriechischen durchgedrungene svebpiäãbo ist jünger, als das zysxoεει der LXX, vgl. die Belege in Stephanus' Thesaurus. Auch in Minuskel-Hss. der LXX kommt Sye-*o ⁴εο als Variante zu zweypâε vor: Exod. 22 ²26 in 16 25 52 54 56*⁷ 57 78 120 129 und Brooke-MeLean's„u“, Deut. 24(2⁰) in 16 54 75, an unserer Stelle in 53. Deut. 24 ¹s. ned wird in der LXX, wie im Fragment, durch ον mHvνο˙ 1 wiedergegeben. Dies fehlt nur in B', wo auch der vorhergehende Satz fehlte, vgl. S. 179 Anm. 3. Jar olker-«[dJoöNoc. In der LXX wird Jay am häufigsten durch do05XNOc und xaic wiedergegeben. Aber die LXX-Ubersetzung des Pentateuchs braucht 805Noc nur ausnahmsweise(Lev. 2544 2613 Deut. 32 6) und verwendet statt dessen neben xal« häufig olxérne und ερ᷑αωσν ¹). 1) olzern findet sich sonst besonders in Prov. und Sir., depdncy besonders in tari⸗ auch b ist anus d1c 4 56*1 in 16 nodion ebendé a dorch ong des 5 u 2u „ er g o rlo eSonders 1 [181¹] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 45 rTna y I Airönro im Fragment kann, nach dem Raume zu schließen, nur[sv Alrlönr) gestanden haben: genaue Übersetzung. Origenes hat 71 obelisiert, es fehlt in 18. Deut. 257. pord Bobrar n. NN ay Gοςα p. Beide Übersetzungen sind gleich mög- lich, awpfp hier aber besser, da es sich um das Verhältnis zur Frau handelt. oy veror àyαmραειιε: besser griechisch, da hier der Nachsatz beginnt. ⁴ ist auch in den LXX-Hss. 72 82 ausge- lassen(82 hat aber épNerat statt xat aveecat). 2 V Toyh To ddeXO5 ε τ. In der LXX war eben vorher a-ns, wie im Fragment, durch chy Toyotuoxo rod d.eNX- 9⁰5 dε το wiedergegeben; wenn sie hier bloß 7 10vt sagt, so tut sie das offenbar deshalb, weil Wiederholung der vollständigen Übersetzung schwerfällig wirkt, und schon t owij durchaus deut- lich ist. Im Fragment ist das hebräische Wort auch hier voll- ständig wiedergegeben, und mit ihm stimmen die LXX-Hss. 58 74 76 106 134 überein, aber ihr ro àde⁵λ.ριοο ⁴εαοο ist ein hexa- plarischer Zusatz, den Origenes sub asterisco zum alten LXX- Texte hinzugefügt hat, vgl. unten S. 194f. nyn rl i v l sis riy döay: dies kann nur eine Haustür, nicht das Stadttor bezeichnen. Die UÜbersetzung paßt sich den Verhältnissen der späteren Zeit an, wo die Gerichtsverhandlungen offenbar nicht mehr im Stadttor, sondern in einem Hause oder Hofe innerhalb der Stadt stattfanden. Noch deutlicher wird dies bei Pseudo-Jonathan und Saadja, die mit erklärendem Zu- satze R& n voD„zur Tür des Gerichtshofes“ und ₰ LA=h G. „zur Tür des Richters“ übersetzen¹). Ein solcher erklärender Zusatz war für unsern Griechen durch sein Prinzip, nur das im Urtext Stehende wiederzugeben, ausgeschlossen, aber durch die Wahl des Wortes döpa hat er seine Auffassung deutlich genug zum Ausdruck gebracht. -P- 2n! ny TSOOGi, 1od eoverobe: vgl. v. s. Im sam. Targ. wird.ꝙ☚„Alteste“ regelmäßig durch ſaan„Weise“ Job und Judith. Der Enkel des Jesus Sirach meidet 805Xs so streng, daß die Überschrift zεοl dobXey, die manche Hss. vor Sir. 30 33 haben, schon deshalb se- kundär sein muß(die Hs. 307 korrigiert sie stilgerecht in nept ols). 1) Auch Deut. 21 19 pn y-N übersetzt Pseudo-Jonathan durch vn nn„zur Tür des Gerichtshofes in seinem Orte“, Saadja durch A==b G„zur Tür des Richters seines Ortes“. Mitteilungen des Septuaginta-Unternehmens. Bd. 1. 4 46 Paul Glaue und Alfred Rahlfs, 1182] wiedergegeben; daher hat Field, Origenis Hexaplorum quae su- persunt I, S. LXXXIII und 330 das namenlos überlieferte ꝓi = rpr Lev. 415 91 ¹) dem Yaεtiνον zugeschrieben. Aller- dings findet sich diese Ubersetzung nicht bloß im sam. Targ., sondern auch bei Pseudo-Jonathan, der an unserer Stelle para- phrasierend und das nach der Mischna zuständige„Drei-Männer- Gericht“ hereinbringend übersetzt:&Don PMNN Pen Sw Pnde orn Pene„vor fünf Weise, drei sollen Richter und zwei Zeugen sein“. Die Ubersetzung„Verständige, Weise“ soll wohl betonen, daß es beim Altestenamt nicht auf das physische Alter ankommt, sondern auf den Verstand, die Weisheit. Was dabei unter der„Weisheit“ genauer zu verstehen ist, läßt sich schwer ausmachen. Man kann an Kenntnis der Thora denken, die ja zweifellos für einen Richter unerläßlich ist, dann würden die Weisen„Schriftgelehrte“ sein, wenn auch nicht notwendig Schriftgelehrte von Beruf ²); man kann aber auch an richterliche Weisheit, wie bei Salomo, denken. Die griechische Übersetzung coyerot scheint mehr für letzteres zu sprechen.— Die arabische Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs gibt, wie Saadja, epf wörtlich durch ·er wieder, vgl. zu ApPlaptLi. 274. nR nal Spet ſar etw: vgl. v. s, wo auch die LXX etmy im gleichen Sinne„er möge sagen“ hat. Der Konj. Acr. setzt in beiden Fällen den Ind. Fut. fort, ohne daß in der Bedeutung ein merklicher Unterschied vorhanden wäre: v. 7 ³νπαρσσεαα.. nal etn„sie soll hinaufgehen und sagen“, v. s LXX xX△ρεσοοά . xo* 8O5Gt... M... ekw„sie sollen rufen und sagen, und er soll sagen“; auch braucht das Fragm. selbst in Deut. 2722. 23. 25 Spei in derselben Bedeutung, wie etw. Hier haben wir die Vermischung von Konj. Aor. und Ind. Fut., von der bei obz. 8y)tAO, 2417 die Rede war. Begünstigend wirkte in unserm Falle wohl die Analogie des negativen Befehls, der durch pi etn-h ausgedrückt werden konnte. o 0 eet o 00n. Die LXX übersetzt hier entschieden besser, das Fragm. gibt das hebräische Perfekt zu mechanisch durch griechischen Aorist wieder. e, 6 à4deNdc ro o.OD 5 5[xs]„ εοο οſo]. Ursprünglich 1) Hierzu kommt, wie A. Geiger, Nachgelassene Schriften 4, S. 125 richtig bemerkt hat, als dritte Stelle Lev. 19 32, vgl. Field z. St., Anm. 45. 2) Uber die Bezeichnung der berufsmäßigen Schriftgelehrten als Weisen vgl. Schürer, Geschichte des jüd. Volkes im Zeitalter Jesu Christi 4 II 375:„Die zeit- genössischen Gelehrten heißen in der Mischna immer.ꝓπ☚ντ⁰ν. t in dng ... cdol) ud Na. ir die 1 Ohh aserm ch un 5 richtis eisen. „Die geit arneRürraasluleneene 3 [183] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 47 gab es im Griechischen, wie im Hebräischen, ein besonderes Wort für den Bruder des Ehemannes: da*¹p, aber dieses ist schon früh außer Kurs gekommen, und so mußte man sich mit Um- schreibungen behelfen. Die LXX braucht den nächstliegenden Ausdruck„der Bruder meines Mannes“, das Fragm. sagt künst- licher„der Sohn meines Schwiegervaters“(zur Bezeichnung der Descendenz durch ex vgl. unten die LXX-Übersetzung von 27 22). Noch anders übersetzt Aquila(?) 2xνιιανν ρεοαα bοοι; diese Übersetzung erklärt sich daraus, daß Aquila hier(und in v. 5) das Verbum na*ν c. acc.„die Leviratsehe mit einer Frau eingehen“ durch zxtνεανμ sbew c. acc. wiedergibt(vgl. Matth. 22 24) und das dazu gehörige Substantiv na analog übersetzen will; dabei hat er allerdings nicht berücksichtigt, daß rrιαevihe korrekter- weise nur den bezeichnen kann, der die Leviratsehe eingeht, was der Schwager an unserer Stelle gerade nicht tut, aber Rück- sicht auf den Geist der griechischen Sprache darf man ja von Aquila nicht erwarten. d dPd Ayoει το 50,ℳo0TO A.eXO ν το[v la,ſar rd 3]de pſo 25roſs 3„oOpa]: genauere Übersetzung. Mit dem Fragm. stimmt die LXX-Hs. 82 überein, vgl. unten S. 194 f. Deut. 258. „P h 1POGIA,of o]Ly Ssroli: I: dieselbe Übersetzung, wie im vorigen Verse. Hier kommt im sam. Targ. für w-an„die Weisen“ die Variante and„die Alten“ vor(= Onkelos 120), aber diese ist offenbar sekundär. eg e keee dsiwe Tnh oNEc, roö]: genauere Uber- setzung. Mit dem Fragm. stimmt die LXX-Hs. B und ex sil. N 46 72 83 120 130 überein, während 59 nur* τ Xα bietet. a dl SOOi,[a⁴d] NaGoGw]: genauere Übersetzung, denn nach gewöhnlicher LXX-Praxis wird o durch X†sty, 22* durch XA⁴³e wiedergegeben. Deut. 274. D 01 dpiy: genaue ÜUbersetzung. Mit dem Fragm. stimmen die LXX-Hss. 18 19 30 54 74 75 85u 106 108 118 134 überein, vgl. unten S. 194 f. dey y öer Tiak Ap-apſtlein: vgl. v. 11. Das Fragm. hat hier nicht nur die berühmte samaritanische Lesart Garizim statt Ebal, welche sich natürlich in allen samaritanischen Quellen findet, sondern stimmt mit dem hebr. Texte der Samaritaner und dem sam. Targ. auch darin überein, daß es M zum Eigen- namen hinzuzieht: Sy Apraptttg.= Aen(so beide Texte; die Zusammenziehung ist sicher, da die Samaritaner im Urtext und 4* 48 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[184] Targum die Worte durch Punkte trennen). Dieselbe Verbindung weist Schürer, Geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter Jesu Christi 4 II 21 Anm. 54 aus griechischen und lateinischen Quellen nach: Aprapt(⸗)w in einem von Alexander Polyhistor unter dem Namen des Eupolemus zitierten Stücke(Euseb. praep. ev. IX 17) und bei Josephus(B. J. I 63), Argaris bei Plinius (Nat. hist. V 68), ApPrapitoy bei dem Neuplatoniker Damascius in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts(Photius, Bibl. cod. 242 ed. Bekker p. 345 b:„T%ο öpe... rch Apraiee oNOOS9“). Auch in den aramäischen Texten der samaritanischen Liturgie wird stets u-*†νꝙꝙłfcwls ein Wort geschrieben, s. The Samaritan Liturgy ed. by Cowley II, Oxf. 1909, p. LIV(im„Glossary of the Aramaic texts“):„O*n, Mt. Gerizim, always as one word“. Die Zusammenziehung erklärt sich leicht. Die Sama- ritaner behielten für ihre heilige Stätte auch später, als sie nicht mehr Hebräisch sprachen, die altheilige hebräische Bezeich- nung rG) n bei, und nun wuchs das spezifisch hebräische, den Aramäisch sprechenden Samaritanern nicht mehr verständ- liche on mit dem Eigennamen zusammen.— Die arabische Uber- setzung des sam. Pentateuchs gibt ma durch&„auf dem Berge“ wieder, aber sie folgt bekanntlich sehr oft nicht der originalen samaritanischen Überlieferung, sondern dem Saadja, vgl. zu p 251. a kat Owdε ε od Ovi]ο νmιοα] ετονοςσ*νιmοα pic;: andere Übersetzung desselben Urtextes, denn xpisty kann auch„tünchen“ bedeuten. Das ungewöhnliche Ptochſptiov kommt, freilich in anderer Bedeutung, bei Suidas s. v. pror-pto vdl s. v. biopoa vor; dort erklärt er Nptocryjpia als r. sr“ XAlo *ℳ1OEvO LS' 0d Sypioyco of iepetc, hier als gsd y ol kepete 8*iovto ro axναιν(nach Mitteilung von O. Immisch). Deut. 275. dr n XIy AXiy: genauere Ubersetzung. en- 057 2fa)sre 0b osvye: vgl. zu obr Sve*tO 24117. dp r roe, B und ex sil. 18 44 54 58 72 83 120 128“ 25 6 ¹), Freer-Hs. à αο] emα α ote: so auch die LXX-Hss. 16 32 46 52 57 73 77 131. 5„2a 0l-Ov eidaov. Hierzu bemerkt O. Immisch:„oidapov ist auf- fallend, da Dorismen in der zoO³ selten sind. Vielleicht stammte aber der Ubersetzer aus einer dorischen Gegend. Wir wissen z. B. von Rhodos, daß dort noch zu Tiberius' Zeiten das Dorische 1) Die Hs. 30 müßte nach Holmes-Parsons bloß abré haben. 8—C———ZöZ 5. 5——————— 1*[185] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 49 Uter b sich bemerklich machte(Sueton, Tib. 56). Der Dorismus könnte hen vielleicht einen terminus ante quem abgeben, wenn die Frage gtor nach dem Absterben der alten Dialekte schon genügend geklärt aep wäre. Zuletzt zusammenfassend darüber Paula Wahrmann, Liug Prolegomena zu einer Geschichte der griechischen Dialekte im 1 Zeitalter des Hellenismus Progr. Wien 1906/7.“ 242 Deut. 27. )' e NiJo NOXNIPoOV Ni dots 5XOAXJTjPoOllc. Die LXX gibt 79 den hebräischen Akkusativ des Stoffes mechanisch und ganz un- un griechisch durch griechischen Akkusativ wieder, das Fragm. o übersetzt gut griechisch. Mit dem Fragm. stimmt die LXX-Hs. n. 46 überein.— Statt 6XSOXXhEPODC hat Aquila πmνυιεορεμνννᷣο uh. nare-n wird in der Mehrzahl der LXX-Hss.(AFM und 22 Mi- 3 nuskeln), wie im Fragm., genau durch tο οιανονιιρο wiederge- d geben, aber der Artikel fehlt in B, der Freer-Hs. und ex sil. N ic 15 16 30 44 52 72 77 83 120 131, auch 18 ⁰, während to bα cde orſo in 18* 85 128 ganz fehlt). b ünd ſoR N abi d de io[roö] dso Gop: genauere Über- G ber- setzung. Mit dem Fragm. stimmt die LXX-Hs. 75 überein, die dem jedoch den folgenden Satz ausläßt. t der Deut. 27 17. 3 zächa vrre ee at a dt noe 6dꝓρ⁄GαmQάiν ꝓSSο, das hier fehlende exet war bereits hinter aαl dost= a dagewesen, 1 ArA aber AFM 15 29 53 56 59 64 71 82 129 haben es hinter„νσ, kann die Freer-Hs. und viele Minuskeln haben es hinter dοοεtες) und vommnt, nochmals hinter b.πλmσ*ο 1ulat d] n nn.... do-:. a L nicht sicher zu ergänzen, wahrscheinlich ist es eine genaue Nalch Übersetzung des hebr. Textes gewesen. Origenes hat zal r—- i ispeie 2o' obelisiert, es fehlt in 58. d Wwyt(BN Syavrio-)[Eurlpoodey. Zu kyaytt vgl. J. Wacker- nagel, Hellenistica, Gött. 1907, S. 3 ff. Deut. 27 12. ſe An⸗ oy zy öper Tapts(e)ry l lEE.d AprapriH]: genauere Uber- k setzung. Uber Apptetg. s. Zu V. 4. SS 16 eäyrsc(55 d1⁴ꝓOv sC, 44 74 76 106 134 d1⁴αορ6. ειοο)„ d. [A v xa. oeN,lnrs]. Die LXX hatte in v. 3. 4 55*ν22 und d5 2292 hau. durch ày dtoirs wiedergegeben; an unsrer Stelle braucht sie 5 6 zur Abwechselung das Partizip, während das Fragm. hier wahr- Au scheinlich éy gehabt hat. x.αορςεμρο kommt ungefähr ebenso 4 Texidh 1) Die drei Minuskeln 53 71 106 scheiden hier aus, da sie von du0taοꝓmο ο v. 5 auf dοαιαοω⁹ν v. 6 überspringen. 2) 19 108 haben hier exeidey, aber nachher ezel. 8 Paul Glaue und Alfred Rahlfs, b[186] oft als Ubersetzung von nay vor, wie àνεαεi“e, ist hier aber ganz unangebracht, da ay hier nicht„vorübergehen“, sondern „hinübergehen“ heißt. Acv(e)“*ν A evet]: genauere Übersetzung. Auch A hat zal. Deut. 27 22. eN-D- erd dee dS ben; 15 0 L [u.Jecà dSNS, n.s b de] xαερ˙ο⁸ος oιιεοεο dS wun[rPò]s[a]urolö]: wörtliche Wiedergabe des Urtextes. Auch manche LXX-Hss. stimmen genauer mit dem Urtext überein, am genauesten 74 82 106 134 Lerà à.eA 5 05 ενα πνπι νο⁷ 5 ο e L pdc ſo auch 54 und die Freer-Hs., nur ohne das erste ab ro, und F, nur ohne das zweite ε˙ το5), vgl. unten S. 194 f. Dagegen liest B unter Fortlassung des ν, bloß usrd- 3,dXe rd D 25 05, wodurch ein anderer, gleichfalls verbotener Verwandtschaftsgrad herauskommt: die Tante statt der Schwester, vgl. Lev. 1812f.(†as-nirm und fos-Dirne) und 20 19(8 Tn Pax nirns- oder nach dem hebr. Texte der Samaritaner, dem sam. Targ. und der LXX JTox M PaR MR de eꝓ aSos 60b kAl SeX boc 09). Nicht B, sondern der gewöhnliche LXX-Text hat die ursprüngliche Ubersetzung bewahrt, das be- weisen die ebenso übersetzten Parallelstellen Lev. 189 Mifi S- R FDa n epe en e o uep6 00b und 20 11 R-DR as en de SrO ds 25 o5 npd rob(beide Stellen mit unbedeutenden Vari- anten, die nicht angeführt zu werden brauchen; das erste ꝝ ist an beiden Stellen allgemein überliefert, nur das zweite in ein- zelnen Hss. ausgelassen). Die Anderung der Schwester in die Tante ist im Griechischen, wo nur das x weggelassen zu werden brauchte, auch viel leichter, als im Hebräischen, wo ra Sf eR-Da R in inR ifns id dad ön geändert werden müßte. Dy7d ee a 5 NAbςal[slolet ãä] 1O] XA⁴ο: ebenso bei der refrainartigen Wiederkehr derselben Worte in V. 23.25, W0 das et von êpet, welches wir in v. 22 mit Sicherheit ergänzen können, noch erhalten ist. Mit dem Fragm. stimmen die LXX-Hss. N 18 19 30 46 53 57 73 77 85 108 118 131 über- ein ¹). o*l pet entspricht dem hebräischen eds genau. Aber der hebräische Text der Samaritaner und das sam. Targ. haben das Verbum im Plural, wie die LXX. 1) In v. 28 werden bei Holmes-Parsons die Hss. 46 77 131, in v. 25 auch. 57 73 nicht mehr genannt. — 8 hier aher ' Soudern A bet 2 d. 1hrrj ae tes L derei au 4. dies eObwe ah enK lh da ie verdoteue Aimaie GA dn Aler, d ie dnn. ewöhnlibe t das be- 18 S rrit 1 i vr den Vari- nte à b ite in ei⸗ ter i üt 2u Verdel Fra n nübte. 1 laik: Worte i Sicherbeit . stimel 131 iber Iber der haben dä 7. B aael [187] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 51 Deut. 27 23. edr-hy wird in der Mehrzahl der LXX-Hss.(AFMN und 20 Mi- nuskeln), wie im Fragm., durch Berd sy deας αμν wiederge- geben, und ebenso übersetzen das sam. Targ. on dy, Pseudo- Jonathan Sorrmn dy, Onkelos non dy, Saadja il.=, die Pe- schita Me*⅓, Hieronymus cum SoCr6 Sud. Aber statt der „Schwiegermutter“ haben die LXX-Hss. 74 76 134 die„Schwester des Vaters oder der Mutter“, welche B im vorigen Verse ge- habt hatte¹), Mas 106° nur die„Schwester des Vaters“, die Freer-Hs. und 106* nur die„Schwester der Mutter“. In anderen LXX-Hss. findet sich der ganze Vers verdoppelt oder gar ver- dreifacht mit verschiedenen Verwandtschaftsgraden; nach Hol- mes, dessen Angaben allerdings mit einer guten Dosis Mißtrauen aufzunehmen sind, zumal hier manches nur ex silentio erschlossen werden kann ²), würden folgende Kombinationen vorkommen: Schwiegertochter(vb&... Schwester der Frau B und ex sil. 44 120 Schwiegermutter... Schwester der Frau 30 32 53 56 71. 73, aber„Schwester der Frau“ in allen außer 53 56 nur ex silentio Schwester der Frau... Schwiegermutter 19 108 118 Schwiegertochter... Schwiegermutter 72, aber„Schwieger- tochter“ ex silentio Schwiegermutter... Schwester des Vaters... Schwester der Mutter 54 75. Alle hier vorkommenden Verwandtschaftsgrade sind im Gesetz verboten: die Schwester des Vaters und der Mutter in Lev. 18¹128. 20 ¹9, die Schwiegertochter in Lev. 18 ¹15 20 ¹2, die Schwester der Frau in Lev. 1818.— Was in der LXX ursprünglich ge- standen hat, ist schwer zu sagen. Wellhausen, Die Ehe bei den Arabern(Nachrichten v. d. K. Gesellsch. d. Wiss. zu Gött., 1893), 449 Anm. 1 hält deαρ ᷣi Jvννς für ursprünglich, geht dabei aber von der irrigen Voraussetzung aus, daß die Hss. in 38eX,ꝓ Tyc Joornéc übereinstimmen und sich nur darin unterscheiden, daß sie neben der Schwester der Frau teils die Schwiegertochter, teils die Schwiegermutter haben. Auch nimmt er an, daß„Schwester der Frau“,„Schwiegertochter“ und „Schwiegermutter“ sämtlich verschiedene Übersetzungen desselben 1) Aber nach anderer Angabe bei Holmes-Parsons hätten 74 134 vielmehr die Schwester der Frau. 2) Ex sil. müßte man schließen, daß 19 mit B übereinstimmte, aber nach Lagardes Kollation geht 19 hier, wie gewöhnlich, mit 108 118 zusammen. 32 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[188] hebräischen Wortes dirh seien; aber das ist keineswegs sicher, da die Schwester der Frau und die Schwiegertochter auch aus den Parallelstellen des Lev. hierher gekommen sein können. Ein Anlaß zur Anderung war hier darin gegeben, daß von allen verbotenen Verwandtschaftsgraden neben der Frau des Vaters und der Schwester nur die Schwiegermutter genannt war, die um ihres Alters willen selten gefährlich werden konnte. Deut. 28c. noynie SnNiiay I 5XNvot. In der LXX wird renm fast an jeder Stelle, wo es vorkommt, anders wiedergegeben, s. die LXX- Konkordanzen von Kircher(I 1238 f.) und Trommins(Index Hebraeus 63), die, wo es nicht auf absolute Genauigkeit an- kommt, immer noch gut zu brauchen sind ¹). Eine Ubersetzer- Tradition gab es also bei diesem Worte nicht. Daraus erklärt sich leicht, daß das Fragm. wiederum eine andere, in der LXX nicht vorkomnmende, aber nicht üble Ubersetzung bietet, und daß sich hier auch noch andere, gleichfalls in der LXX nicht vor- kommende Ubersetzungen finden: Mus téxνeμάννν, Aquila Qρασαεέodmνανν, Symm. ⁴.5οt1. Deut. 28 32. FN= Scoy cat(pr. 05 16 32 46 52 57 73), aber B 85s und ex sil. M 44 56 77 83 118 120 131 heepna A E0Ovr]d6ty. De SAxskigovrse LrMA......:: genauere Ubersetzung. Auch die LXX-Hs. 82 hat zal ꝓꝓαόέκ*κεεοvασα. Deut. 29 22(Swete: 29 23). ra a y e o dp-h eeh e S[duul 2505: genauere UÜbersetzung. Auch in der LXX fügen gewisse Hss. hinter eb, andere hinter prf ein ν˙ ταο hinzu, einige wiederholen auch das zv vor εp; alle drei Zusätze inden sich in G, beide ν το hat 82, das erste οroo und sv sind in 74 76 106 134 hinzugefügt, vgl. unten S. 194 f.— 8 wird in der LXX- Ubersetzung des Pentateuchs sowohl durch do.s(19mal), als durch prh(14mal) wiedergegeben, on gewöhnlich durch deos (6mal) und nur hier und in v. 27 durch νh; an beiden Stellen steht Sor neben.= d0,c, aber auch in Gen. 27 44⁄45 und Deut. 9 16 stehen noen und 8 zusammen, und doch wird von der üblichen Wiedergabe von Mor durch dohéc nicht abgewichen, sondern ́ mit d übersetzt. Auch im übrigen A. T. wird 1) Der hebräische Index zu der Konkordanz von Hatch und Redpath ver- weist leider nur auf die Seiten der Konkordanz, sodaß man nur mit großem Zeit- verlust Untersuchungen über die Art, wie ein hebräisches Wort in der LXX wiedergegeben wird, anstellen kann. lS zäcber ch Alg a. Ih d allen Vaters l, die jeder IXI. (Inder eit an-. setzer. erklärt LXX d daß t vor- Dauych), ex Sll. uch die (danl gewisse einige den Sch n 74 75 T IXX. al), b h douic Stellen 4 ull von der ewicher, T. vrid Ipad w oBen leit der IM — e [189] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 53 non gewöhnlich durch dos wiedergegeben(nach Trommius, dessen Angaben hier genügen, 70mal), seltener durch ⁷ (20 mal), während für SX sonst sogar νππ Güberwiegt(88 d 7 gegen 67 d6). Die Übersetzung des Fragm. entspricht also der üblichen LXX-Praxis. Deut. 29 23(Swete: 29 24). dn dn n n ris 5 dde hs 5s 5 L.& 0d ro[G 2οG. 7 7[ih sLT Gn n: diese Übersetzung hat ihre genaueste Parallele am sam. Targ. n an(7)re opd e wie stark ist dieser große Zorn“¹), aber auch die jüdischen Targume und Saadja übersetzen ähnlich: Pseudo-Jonathan& p on Ra„was war die Stärke dieses großen Zorns(oder: diese große Zornesstärke)“, Onkelos †an Ra=- Se n„was(ist) die Stärke dieses großen Zorns(oder: diese große Zornesstärke)“, Saadja s&oο ledſ s 8&. ‿‿ε„was(ist) der Grund dieser Stärke des großen Zorns“, vgl. auch die arab. Ubersetzung des sam. Pentateuchs Iο 2a1 Aee SXr,„warum(ist) die Stärke dieses großen Zorns“ ²).— Am Anfang fügen alle samaritanischen Zeugen(hebr. Text, Targ., arab. Übersetzung) vor nn die Ko- pulah hinzu, aber l kann im Gießener Fragment nicht ge- standen haben, da der Raum schon für die Ergänzung von òc do etwas knapp ist. Deut. 29 24(Swete: 29 25). e) dal 25051„[aoh elr lars: setzt die Aussprache od voraus gegen alle sonstige Überlieferung, auch gegen das sam. Targ., das †νν„und sie werden sagen“ übersetzt. Aber anders kann man kaum ergänzen. Dy öre Sxst-]. 1) Statt des echt aramäischen S'ph haben die Pariser und Londoner Poly- glotte und das von Samuel Kohn, Zur Sprache, Literatur und Dogmatik der Sama- ritaner(1876), 221 mitgeteilte Petersburger Fragment des sam. Targ. SMoh, was wohl nicht Perf. Aftel, sondern nach arabischem Muster gebildete Verwun- derungsform ist(über das Eindringen von Arabismen in das sam. Targ. s. Kohn a. a. O., S. 124 ff.; allerdings behauptet Kohn 8. 126, daß gerade die Petersburger Fragmente von Arabismen frei geblieben seien).— Vollers hat im Texte 732, dagegen die Polyglotten und das Petersburger Fragment 7. 2) Auch an anderen Stellen finden sich dieselben Übersetzungen, z. B. Exod. 118 SR8a sam. Targ. 1a Pa, Ps.-Jonathan und Onkelos 1a10% ᷣνρeᷣa, Saadja as 8.„in Zornesstärke“, Peschita I= IAe„in großem Zorn“; Sam. I 20 34 NR la Jonathan 140 Pa, Pesch. IMe2X I pin starkem Zorn“. 54 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[190] ary aενειαον(AFM 29 75 und die Freer-Hs. εᷣιρ˙ε εμο», aber B xοτεαεαοοeνπ αoéxetray]: ebenso A in Jos. 104⁴⁹, vgl. S-X⁴ εεeελμεεμσασσ A in Deut. 28 20, Mnuorexeixars T in Is. 14. Die Endungen des ersten Aorists werden in der Koine nicht nur oft auf den zweiten übertragen(vgl. hierüber zuletzt Radermacher, Neutest. Grammatik, Tüb. 1911, S. 75 Anm.), sondern zuweilen auch auf das Imperfekt; Thackeray in seiner vorzüglichen Grammar of the O. T. in Greek I(Cambr. 1909)§ 174 führt aus alttestament- lichen Hss. ày-, St- und satvav, SXABovdv, Epspay, Tldy, Syé- 9b,Av, Id'eNXay, 8SiNy, XEAgsy an, Winer-Schmiedel§ 1313 und Blaß ²§ 212 aus neutestamentlichen Hss. eixah’ev, ellare, elxay, eay, vgl. auch Radermacher S. 77. Daher könnte man mit Thackeray a. a. O. auch zareéxerray als Imperfekt auffassen. Aber bei Neiwo liegt ein ganz besonderer Fall vor. Infolge der ita- gzistischen Aussprache sind das Imperf. ENetwov und der Kor. 2oy lautlich und dann bei grammatisch Ungeschulten auch für das Gefühl und in der Orthographie zusammengefallen; wie Thackeray S. 275 uns lehrt, bieten A und andere Hss. durchweg AXetroy statt B's NXucov. Der Sieg des imperfektischen et über das aoristische t erklärt sich daraus, daß das Imperfekt in seiner Orthographie mit der Mehrzahl der übrigen Formen übereinstimmt, während der Aorist mit seinem eine Ausnahme bildet ¹). ars- Xetway kann also auch Aorist mit der Orthographie des Imper- fektums sein.— UÜber Bildungen wie zarexiroοαν s. außer den Grammatiken auch J. Wackernagels Rezension der Helbingschen LXXO-Grammatik in der Theol. Literaturzeitung 1908, Kol. 638. Aus dem Dargelegten ergeben sich folgende Schlüsse: . 1) Die in den Gießener Fragmenten enthaltene griechische Übersetzung ist samaritanisch, denn sie hat in Deut. 274 die berühmte samaritanische Lesart Garizim statt Ebal und stimmt auch in der Zusammenfassung von AplToptbiH. 27 4. 12= aen zu einem einzigen Worte mit dem hebräischen Texte der Samaritaner und dem samaritanischen Targum überein. Außerdem stimmt sie 1) Welche Rolle die Analogie auch in der Orthographie spielt, zeigt sich sehr schön bei eldoy und elrwov. Für eldoy wird bekanntlich sehr oft 150» geschrieben (vgl. Helbing, Grammatik der Septuaginta S. 8 f.), weil nur der Indikativ mit et, die übrigen Formen dagegen mit beginnen. Dagegen wird elnov durchweg richtig mit ei geschrieben, weil hier alle Formen mit ei beginnen, mithin der Anlaß zu einer Entartung der Orthographie fehlte. h G 4,[191] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 55 jarar mit beiden in dem singularischen dτπνεααννααιι statt Deut. 2416 Mgen ae überein, aber das fällt nicht ins Gewicht, da die LXX und andere al a Übersetzungen gleichfalls den Singular haben, und dieser hier Jeuta nach dem singularischen wos leicht spontan entstehen konnte. ndn au Dagegen geht die neue griechische UÜbersetzung in den drei übrigen ur d h Fällen, in welchen der hebr. Text der Samaritaner von dem der tawed. Juden abweicht, mit letzterem zusammen: 2416 xarépcv ohne Ar- jm ag tikel, 27 2z2. 28. 25[E. pet im Singular, 29 23[Gs io wohl sicher Ba u ohne davor. Dies erklärt sich nicht etwa aus Abhängigkeit de 3 von der LXX, denn in allen drei Fällen weicht die Ubersetzung un ui des Fragm. von der LXX ab. Wohl aber lassen sich wenigstens a M die beiden ersten Fälle leicht anders erklären: in 2416 hat auch k i das sam. Targ. as&„Väter“ ohne Artikel, also wird der Artikel im hebr. Texte der Samaritaner erst später hinzugefügt sein; in ui 3 V 27 22 f. kann spet eine durch das singularische Subjekt xãc Ndοε * 4 veranlaßte freiere Ubersetzung sein. Nur das Fehlen von nol in N 29 23 macht Schwierigkeiten: die Kopula ist nicht nur im hebr. trän Texte der Samaritaner, sondern auch im sam. Targ. und der arab. 1 ⁄ ide b Übersetzung überliefert, und ein Grund zu ihrer Fortlassung ist A Eelex nicht ersichtlich; hier scheint als einzig mögliche Erklärung die stmn, Annahme zu bleiben, daß der vom griechischen Übersetzer benutzte ) unt. samaritanische Text noch mit dem jüdischen übereinstimmte, also 8 Inper älter war, als der uns überlieferte hebr. Text der Samaritaner, aher den und auch älter, als der vom Verfasser des Targums benutzte. fünggehen Auf jeden Fall ist aber der Unterschied im Vergleich mit der KI.S. ausgesprochen samaritanischen Lesart Apratε ν 27 4 2u unbedeutend, als daß er gegen samaritanischen Ursprung der Fragmente ins Feld geführt werden könnte. 2) Die griechische Übersetzung der Fragmente stimmt in zwei Punkten auffällig mit dem samaritanischen Targum überein. .. Beide geben in 257. s die„Altesten“ des hebr. Textes durch„Ver- ielind ständige“ oder„Weise“ wieder, und beide übersetzen 29 23 TIais n 5e n durch„wie stark ist dieser große Zorn“. Aller- sinn dings kommt die UÜbersetzung„Weise“ auch im jüdischen Targum n n Pseudo-Jonathan, die Übersetzung„Stärke des Zorns“ in dem- nritune selben und bei Onkelos und Saadja vor, aber nur mit dem sam. immnt d Targ. deckt sich die griechische Übersetzung[ôc io νοã so völlig, h vu daß sich die Annahme eines direkten Zusammenhanges kaum um- erride gehen läßt. Aber wie haben wir uns diesen Zusammenhang zu tir nita denken? Das sam. Targ. kann nicht aus der griech. Ubersetzung er rüdti geflossen sein, denn es stimmt mit dem hebr. Texte auch da über- Arhs RI ein, wo die griech. UÜbersetzung ihn freier wiedergibt,. B. 2416 56 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[192] Targ. aN dy orpde R een= hebr. Da-y eee-e ee gegen griech. 0b8 viol brEp arsαν νο ε αloννra. Auch die griech. UÜbersetzung wird nicht aus dem Targ. geflossen sein. Der Beweis hierfür ist allerdings nicht so sicher zu führen, da das Targ. meistens ganz genau mit dem Urtext übereinstimmt, und [ual etIIrors 29 24, was nur auf unvokalisiertes hebräisches r., nicht auf das Prmh des Targ. zurückgehen kann, leider so ver- stümmelt ist, daß man gegen seine Verwendung Bedenken tragen könnte. Immerhin bleibt aber auch so noch ein Fall, in welchem die griech. UÜbersetzung mehr dem Urtext, als dem Targ. ent- spricht: 258[xat] XXnjſGovety] aörih ist eher= hebr. eR, als= Targ. Soy Poonen„und sie sollen mit ihm reden“; genaue Übertragung des Targums ins Griechische wäre hier keineswegs ausgeschlossen gewesen, da XoXlety gsrâ twoc in der LXX öfters vorkommt, z. B. Gen. 35 138. 14. 15. Wenn aber sowohl das Targ., als die griech. Übersetzung direkt auf den Urtext zurückgehen und sich doch so auffällig berühren, so bleiben nur zwei Erklä- rungen möglich: entweder hat der eine der beiden Ubersetzer neben dem Urtext auch die UÜbersetzung des anderen herangezogen, oder beide folgen einer bei den Samaritanern verbreiteten exege- tischen Tradition. Eine Entscheidung zwischen diesen beiden Möglichkeiten läßt sich vorläufig nicht geben. 3) Der Septuaginta steht die griechische Übersetzung der Samaritaner, wie der Kommentar überall gezeigt hat, sehr frei gegenüber. Man kann sie nicht als eine Rezension der LXX be- zeichnen, sondern muß sie als selbständige Übersetzung neben der LXX anerkennen. Trotzdem läßt sich eine gewisse Abhängigkeit von der LXX nicht verkennen. Wenn der samaritanische Uber- setzer z. B.% durch 6: wiedergibt(27 5. 6 29 22. 23), s80 ist diese UÜbersetzung sicher nicht auf samaritanischem Boden ge- wachsen, sondern von den Juden entlehnt, denn nur die Juden, nicht die Samaritaner ersetzen das Ketib durch das Qeré R. Auch in der Wiedergabe von ſos durch 76O ro 27 22. 23. 25 stimmt der Samaritaner gewiß nicht zufällig mit der LXX überein. Allerdings beweisen 1bto und ſévorro noch nicht literarische Ab- hängigheit von der LXX. Schon durch den bloßen Verkehr mit Griechisch redenden Juden konnte ein Samaritaner diese beiden Ubersetzungen kennen lernen; auch brauchen diese Übersetzungen gar nicht erst von der LXX geschaffen zu sein, sondern können schon vor ihr in den griechischen Judengemeinden üblich gewesen sein. Aber es finden sich doch auch intimere Beziehungen. Der Samaritaner gibt, wie die LXX, 24 nep durch xxktwvet und 276 gann eWWegz äſterg Tarx. dpelen Lrklä. rsetzer ezogen, erege beiden ng der nr frei X he. den der gibei Uber. 9o Bt len ge Juden, s(Prd n.B.1 lberein he Ah hr vit beide zunge Können fewesen . Dek nd Ne [193] Fragmente einer griech. UÜbersetzung des sam. Pentateuchs. 57 dew durch 6X6X Po]s wieder und stimmt auch in dem Kompositum mit zwei Präpositionen xtacäpa toc 27 22. 23. 24 mit der LXX über- ein. Außerdem entspricht die samaritanische Übersetzung in zwei Fällen sogar genauer der üblichen Septuaginta-Praxis, als die Septuaginta selbst: 25 8 Xaxlet= a-l, 29 22 51ITn!= und [dlb= Non. Daraus dürfen wir mindestens schließen, daß der Samaritaner die Septuaginta-Praxis kannte und unter ihrem Ein- flusse stand; ja 6«éxPos macht es sogar sehr wahrscheinlich, daß er die Septuaginta Übersetzung des Pentateuchs direkt für seine Arbeit benutzt hat. 4) Über den Charakter der Übersetzung ist lolgendes zu sagen: Sie ist sehr genau und erlaubt sich keine irgendwie in Betracht kommende Abweichung vom hebräischen Grundtexte(vgl. zu ete chv döpay 25 7). So schließt sie sich denn im ganzen ent- schieden enger, als die LXX, an den Grundtext an: 24 16 wiby, [àvnjp, 17 Oοοιο‚, ⸗ob, 1s[y Alfbrro!, 25 7 Toyh roo AdekX- „ 05 5 05,[&y]d⁷A c A.]dekc roſd SvOo,], s Xο*λμσGοο], 27 4 dgTy, 5 Xiy, 6 α0ioO[roö]'5 GOb, 7 1[XIot Po†]1 Slnt, 12[sllxli, XO[AIeuet], 22 dvLATPIOC] dA5TO5 dde e ISS [oLò rolö], 28 32 112., 29 22 Sv 51PITS roo ol Sy[dc rod. Aber daneben finden sich, unbeschadet der Genauigkeit, auch freiere Übersetzungen: 24 16 0558 bIOI dr ⁴οτεμσν dναπο–⁷11.vOvον, idiats d1Eéloptlatc, 1r At Nœ 0O5 2vSO1AO,[Lp.-Iéroy, 25 7 dvο. AIL] ohne das im Hebräischen den Nachsatz einleitende und in der LXX beibehaltene xο, 27 6 Xid'οιςα εXOXJLpPojic statt des ganz ungriechi- schen Akkusativs, 29 23 ſC 1O,G. Von sklavischer Treue, wie bei Aquila, kann also nicht die Rede sein, vielmehr bemüht sich der Übersetzer sichtlich, ein erträgliches Griechisch zu schreiben. In 257 27 beseitigt er Hebraismen, welche in der LXX beibe- halten sind. In 24 16. 17 schafft er sogar Chiasmen: 24 16 057¼&ꝓο αꝙσο ννmο ατεοεςα τερ b 050 1) piot dp ⁵εον anoèha VO5V. 24 17 05 7¼ SXXNtveEC Eic roοαμοον ꝓρα νοο, IO)O obn Sy)t6O ſip.]drov. Daneben stehen allerdings Fälle, in welchen er gar zu mechanisch übersetzt: 25 7 0O5 2S0XO,e, vgl. auch 24 16 ſo.]wp, oder sich ent- schieden vergreift: 27 12[αloεεμ1LTrel. 5) Die griechische UÜbersetzung der Samaritaner trifft öfters mit Varianten innerhalb der Septuaginta zusammen. Die bedeutendsten Fälle sind ²): 1) Auch dies 0ꝰ?8 ist griechischer, als das zal. 0? der Septuaginta. 2) Hierbei sind die Lesarten 27 6[9ootſao] 1ptov, 23 revdePä.ls, in welchen .——— 1 1 5 —— e EheSkaeRBeeeeke— 58 paul Glaue und Alfred Rahlfs,[194] 257 20 LXX pvi Fragm. 7 Toyh o eo: = 58 74 76 106 134 dr rd d w e 2b o5[Tc dec ad jroſõ 5yop.]:= 82 258 Thc ke Snsiwe ſr xoX⁴]eGLS] lO5]:= B und ex sil. N 46 72 83 120 130 274 Den ot bdpiy:= 18 19 30 54 74 75 85“us 106 108 118 134 27 22 R-D a h et 3SdeA n agDs 7 bpde 25o5ſ[u-Jer deASLnc ro dLA I[O] Taε εες ο⁸- 1rlolö I alrs LenS]S[a]i old]: genau so liest keine LXX-Hs., aber 74 82 106 134 haben doch hetd- 3deNhk Arod n ade 8& Lbd ro und ebenso 54 und die Freer-Hs., nur ohne das erste aντοιν, und F, nur ohne das zweite ν το 29 22 ee en h v 51PIThh lrob oh 8y [do.lch 2dro5: genau so liest keine LXX-Hs., aber G hat doch zy Soh dbro5 at y T r nd ebenso 74 76 106 134, nur ohne das zweite ετo, und 82, nur ohne das zweite v. Am häufigsten berührt sich die samaritanische UÜbersetzung hier mit den untereinander nächstverwandten Minuskeln 74 106 134 (viermal) und mit 82(dreimal). Aber daraus ist nicht etwa zu schließen, daß diese Hss. in irgendwelcher Beziehung zur griechi- schen Übersetzung der Samaritaner stehen, sondern die UÜberein- stimmung erklärt sich ganz anders. Fast alle angeführten LXX- Lesarten gehören dem hexaplarischen LXX-Texte an. Leider ist ja die griechische Hs., welche diesen Text enthält, G, nur in 29 22 erhalten und auch der syrohexaplarische Text des Deuteronomium verloren gegangen. Aber einen gewissen Ersatz besitzen wir 1) in den Angaben des Andreas Masius über seine seitdem verschollene Hs. des syrohexaplarischen Textes, die aus seinem Nachlaß in der Amsterdamer Ausgabe der Critici Sacri(Bd. 1, Teil 2, Amstel. 1698) mitgeteilt sind ¹), 2) in der bei Holmes-Parsons und Field als„Arab. 1“˙ zitierten, bisher nur sehr unvollständig bekannten arabischen iibersetzung des syrohexaplarischen Pentateuchs, welche W. Reimpell demnächst herausgeben wird. Nehmen wir G, Masius und die arabische Ubersetzung zusammen, so ergeben sich folgende Lesarten als hexaplarisch: die sam. UÜbersetzung mit der Mehrzahl der LXX.-Hss. übereinstimmt, außer Be- tracht geblieben. 1) In der syrohexaplarischen Hs. des Masius fehlte Deut. 26 9— 28 29, daher kommt sie nur für 257 und 29 22 in Betracht. Die Angaben des Masius sind von 8134 nndo X ad- lest lsra und nn al 9) tlat 80 74 ohne ier 134 a In jeehi- rein. XX. e it Dr mium l) i Nlene n der stel. Field mnten zelehe asius gendde er be⸗ daher d von ———“ [195] Fragmenté einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 59 25 7 X† 105 d³deo 5 o5: der Asteriskus ist, wie wir schon aus Holmes-Parsons wußten, im Arabischen noch erhalten, die Hs. des Masius hatte fälschlich einen Obelus; der Zusatz selbst findet sich, wie Holmes bemerkt, auch in einem Zitat des Origenes ed. Delarue III 817(comm. in Matth., tom. XVII 32) rc ADeXpc, 2roo oe, Arab. und Masius ¹), aber nicht Ori- genes III 815. 818 27 4 dury Arab. 27 22 der Araber hat die beiden im gewöhnlichen LXX-Texte fehlenden dοτο, drückt aber das zweite nicht aus; dies wird jedoch nur eine Freiheit der Ubersetzung sein, welche den syrohexaplarischen Text nicht so peinlich genau wiedergibt, wie dieser seine griechische Vorlage 29 22 Sy dc hh r end Masius; der Araber drückt auch hier das zweite sy nicht aus. Nur in 25s stimmt der Araber mit dem gewöhnlichen LXX-Texte überein(Al= Sxeiw). Von diesem hexaplarischen LXX-Texte sind nun zweifellos die Gruppe 74 106 134 und die Hs. 82, jede in ihrer Weise, beeinflußt; charakteristisch sind nicht nur die hexaplarischen Lesarten, die sie aufgenommen haben, sondern auch der Umstand, daß sie in 25s sämtlich, wie die arabische Über- setzung, mit dem gewöhnlichen LXX- Toxt übereinstimmen; Ori- genes hatte hier offenbar xsiwhe vorgefunden und unkorrigiert gelassen. Folglich dürfen wir nicht mit den Hss. 74 106 134 und 82, sondern nur mit der hexaplarischen LXX-Rezension rechnen. Auf diese hat aber nach allem, was wir wissen, die griechische ÜUbersetzung der Samaritaner keinerlei Einfluß ausgeübt. Ihre häufige Berührung mit der samaritanischen Übersetzung erklärt sich daraus, daß beide sich eng an den Urtext anschließen ²). 6) Bei der Beurteilung des Sprachniveaus der neuen griechi- schen UÜbersetzung im Vergleich mit der Septuaginta darf man Field(vgl. seine Vorbemerkung zum Deut.) und von Rahlfs in Lagardes Biblio- theca syriaca(Gott. 1892), S. 22— 27 exzerpiert. Rahlfs bietet nach Lagardes Vorschrift nur das, was Masius in syrischer Sprache mitgeteilt hat, aber auch Field gibt nur einen Auszug. Die volle Ausnutzung des wertvollen Materials muß der künftigen Ausgabe des hexaplarischen LXX-Textes vorbehalten bleiben. 1) Masius selbst gibt 6voaανo ípf dd)— abrob an, aber da schließt er sich in der Retroversion offenbar an die Wortstellung des gewöhnlichen LXX-Textes an. 2) Aus demselben Grunde berührt sich auch der nach dem Urtexte korri- gierte griechische Text der complutensischen Polyglotte manchmal mit dem hexa- plarischen LXX-Texte, ohne daß ein innerer Zusammenhang vorhanden wäre, s. Rahlfs, Sept.-Stud. III 22 f. 60 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[196] nicht vergessen, daß die neue Übersetzung keine Rezension der LXX ist, sondern ihr durchaus selbständig gegenübersteht. Wenn z. B. in 25 71 dem êpet der LXX im Fragmente ein stwn entspricht, so darf man das Verhältnis nicht so auffassen, als habe der sama- ritanische Übersetzer spet durch das ihm sympathischere etmh er- setzt; sowohl die LXX, als der Samaritaner brauchen èpet und elwg in demselben Sinne(s. den Kommentar z. St.), und es kann ein bloßer Zufall sein, wenn der Samaritaner hier einmal gegen die LXX den Konj. Aor. setzt, während er an anderen Stellen im Konj. Aor.(25s ekln ul) oder im Ind. Fut.(27 22. 28. 25(2IPst, LXX 20501v) mit der LXX übereinstimmt. Behält man dies im Auge, so wird man zu dem Resultate gelangen, daß die Sprache des sama- ritanischen Übersetzers nur in dem zweimal vorkommenden obx c. conj. aor. als Ausdruck des Verbots(24 11 05X SySNIGO, 275 05 rAeve,s) und in swsxaε statt tye!ãto 24 1 unter dem Niveau der LXX bleibt. Dabei ist aber auf zvexnpt&εον nicht einmal sicherer Verlaß, denn diese im Neugriechischen durchgedrungene Form findet sich, wie im Kommentar gezeigt, auch in gewissen LXX- Hss., könnte also auch in unserer Hs. der samaritanischen Über- setzung für ursprüngliches yey*⁴⁸ eingetreten sein. Somit bleibt eigentlich nur das obz c. conj. aor. Aber auch dieses allein ist schon recht bedeutsam, um so bedeutsamer, als der samaritanische Übersetzer kein ungebildeter Mann ist, sondern sich deutlich be- müht, ein erträgliches Griechisch zu schreiben, und in den Chiasmen 24 16. 17 sogar ein gewisses Maß rhetorischer Schulung beweist(vgl. oben unter Nr. 4). Man wird also sagen dürfen, daß die Sprache hier etwas jünger ist, als in der Septuaginta. 7) Dies führt uns auf die Zeit der samaritanischen Über- setzung. Sie ist zweifellos jünger, als die LXX-Übersetzung des Pentateuchs, von der sie nach Nr. 3 peeinflußt ist. Andrerseits ist sie wahrscheinlich älter, als Origenes, da sie, wie wir im fol- genden sehen werden, mit dem von Origenes zitierten Lo⁵.αρy identisch sein wird. Zu einer genaueren Zeitbestimmung reichen unsere Hülfsmittel nicht aus. Ebenso läßt sich über den Ort ihrer Entstehung nichts Sicheres sagen. Man denkt unwillkürlich an Agypten, die Heimat der LXX, wo neben den Juden auch Sama- ritaner lebten(Schürer, Geschichte des jüd. Volkes im Zeitalter Jesu Christi III 51 f.), und in Agypten sind ja auch unsere Frag- mente gefunden. Aber die ÜUbersetzung könnte auch in einem an- deren Lande, in welchem Griechisch redende Samaritaner lebten, entstanden und dann nach Agypten importiert sein; hierfür ließe sich der Dorismus oidοροοσ 275 ins Feld führen(s. den Kommentar Z. St.). U 1 48[197] Fragmente einer griech. Übersetzung des sam. Pentateuchs. 61 Va b Vor der Auffindung der Gießener Fragmente kannten wir rieht bereits aus der hexaplarischen Uberlieferung gewisse Stellen des a. samaritanischen Pentateuchs in griechischer UÜbersetzung. Field er. handelt über sie in den Prolegomena S. LXXXII—LXXXIV unter d V der Uberschrift„Quid sibi velit co Lasttrxéy“. Er unterscheidet kann zwei Kategorien: 1) Uberschüsse des hebräischen Textes geedn der Samaritaner über den hebräischen Text der Juden; lam sie finden sich in Exod., Num. und Deut., stammen nach ausdrück- II licher Angabe aus dem hebräischen Texte der Samari- ge, d b taner und sind wohl von Origenes selbst ins Griechische über- daa- setzt, vgl. das von Field S. LXXXIII zitierte Scholion der Hss. iae 85 130 zu Num. 13 1, in welchem nach Fields sehr wahrscheinlicher N 9 Vermutung Origenes selbst sagt, er habe„auc„diesen Uberschuß ſire— also ebenso die übrigen— 2½⁄%0ßτοο v Lapetr EB ¹) ſeri übersetzt, 2) Lesarten des Zap.apetciny; sie kommen in allen Pann fünf Büchern des Pentateuchs vor ²) und stammen aus dem sama- IM Pher. 1) Die genaue Bezeichnung L.-ο L.= 1d Ty Tapaperty Eßpaixév findet 117 sich in Num. 13 1 auch in Syrohex., vgl. Leoa, I h= 7 Ty apettv dbüd Eßpaiah scil. àzεςα in der syrohexaplarischen Unterschrift zu Exodus(Lagarde, lein ut Bibliotheca syriaca 99 Rand, Kol. 2, Z. 2— 3). Gewöhnlich sagt Syrohex. nur anische Lea,)= ¹ Ty Napaperrv Scil. Er[001⁵. Sonst vgl. noch ro Lapetttrdy dvri- lich be⸗ JPaoον in einem Scholion Prokops von Gaza zu Deut. 27 26, welches Field aus — der Catena Nicephori anführt. Meae 2) Field stellt auf S. LXXXIII die Stellen seines Werkes zusammen, an Kt G 3 welchen Yapaperctzév-Lesarten vorkommen, aber zu den 43 Stellen, die er aufzählt, Prache b sind noch Exod. 289 388 Lev. 8 13(nach Brooke-MeLean richtiger zu 89 gehörig, V wie schon Scharfenberg vermutet hatte, s. Field z. St.) 158 Deut. 10 22 hinzuzu- Fher fügen(außerdem kommt„Xahrapertrad“ bei Field in Gen. 5 26 Num. 32 33. 35 Deut. B 34 1—3 vor, aber diese Stellen geben zu Bedenken Anlaß oder gehören sicher nicht In is 5 hierher). Eine genauere Durchforschung der Handschriften, besonders der Ka- rerdeits tenen, aus denen schon Nobilius oder vielmehr Morinus(s. Field I, S. III) und im tol⸗ Field einen großen Teil ihres Materials haben, würde gewiß noch eine ansehnliche errnd) Nachlese ergeben; schon jetzt bringt die Septuaginta-Ausgabe von Brooke und 1. MeLean aus einer nur bis Exod. 14 reichenden Baseler Katene(2= Holmes- reiten Parsons 135, vgl. Karo und Lietzmann, Catenarum graecarum catalogus, S. 5) acht t ürer weitere Yapapetruey-Lesarten in Gen. 44 15 46 28 47 22 Exod. 3 22 8 14. 15. 17 9 4. lich an Übrigens ist zu beachten, daß in der handschriftlichen Uberlieferung Fehler vor- kommen, wie Lev. 15 8 M rG αυνρμα εεταοοσ(SO nach Brooke-MeLean) statt o G. d A- din noO-, und daß Lesarten, welche in einer Handschrift als Lesarten des Yapapetttaoy K bezeichnet werden, in anderen Handschriften anonym erscheinen oder einem an- 2II deren Übersetzer zugeschrieben werden; so waren z. B. die aus der Baseler Katene em Al- gewonnenen Naßapertrz6v-Lesarten Gen. 44 15 47 22 Exod. 8 17 an sich schon früher lebtee bekannt, aber Gen. 44 15 als Lesart des Symmachus(infolge einer Verwechselung- 3e gieb von Yap. und Yop.?), Gen. 47 22 Exod. 8 17(vgl. Field und Brooke-MeLean zu .8t) 6 8 16) als anonyme Lesarten. In solchen anonymen Lesarten mag neh sonst noch Mitteilungen des Septuaginta-Unternehmens. Bd. 1. 62 Paul Glaue und Alfred Rahlfs,[198]1 ritanischen Targum, mit dem sie, wie schon Castellus in der Londoner Polyglotte bemerkt hatte, meistens übereinstimmen; über ihren Ubersetzer äußert sich Field nicht. üÜber Castellus und Field hinausgehend hat Samuel Kohn in seinem Aufsatz„Samareitikon und Septuaginta“ in der Monats- schrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums 38(1894), 1— 7. 49— 67 ¹) namentlich mit Hülfe der neuen Ausgabe des sam. Targums von Petermann und Vollers gezeigt, daß das Labsttix⁶y nicht nur an den meisten, sondern an so gut wie allen Stellen mit dem sam. Targum übereinstimmt. Zugleich hat Kohn es sehr wahr- scheinlich gemacht, daß die Lopaeicνν-Lesarten aus einer voll- ständigen griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs (nach Kohns Ansicht genauer: des sam. Targums) stammen. Die Gießener Fragmente zeigen ähnlich enge Beziehungen zum sam. Targum, wie die Laudeitixéy-Lesarten, und sie gehören zweifel- los zu einer vollständigen UÜbersetzung des samaritanischen Penta- teuchs. Daher darf man, obwohl aus den in den Gießener Frag- menten enthaltenen Abschnitten des Deuteronomium keine Laba- Petcuxöy-Lesart überliefert ist, mit gutem Grund annehmen, daß die LAApettohéy-Lesarten der hexaplarischen Uberlieferung und die Gießener Fragmente zu einer und derselben UÜbersetzung gehören. Ob diese Übersetzung aber geradezu aus dem sam. Targum ge- flossen ist, erscheint nach dem oben unter Nr. 2 Ausgeführten sehr zweifelhaft. Gegen Field hat Kohn S. 62 ff. auch die erste Kategorie der in der hexaplarischen Überlieferung erhaltenen samaritanischen Lesarten, die— meistens längeren— Überschüsse des hebräischen Textes der Samaritaner über den hebräischen Text der Juden, aus dem Yapapetttnéy abgeleitet. Nach Kohns Annahme haben„helle- nistische Juden, welche die Septuaginta und das Samareitikon mit einander verglichen, ohne sie auf den Urtext prüfen zu können,“ diese Uberschüsse nebst manchen anderen La.αꝓetttxνy-Lesarten zur Verbesserung und Vervollständigung der LXX am Rande ver- manches stecken, was zum Yapßpetttzéy gehört; schon Field hat einige anonyme Lesarten vermutungsweise dem Napaperttzéy zugesprochen(er selbst nennt auf S. LXXXIII Lev. 4 15 7 35 Num. 5 1s 21 11, dazu kommen aber noch Lev. 91 ſs. Field S. 330; vgl. auch oben S. 182, Anm. 1]) und Lev. 137 ls. Field z. St., Anm. 16]); weitere Vermutungen in dieser Richtung findet man bei Abraham Geiger, Nachgelassene Schriften 4, S. 125 f. und in Samuel Kohns gleich genauer zu zitie- rendem Aufsatz„Samareitikon und Septuaginta“ S8. 53 ff. 1) Kohn gibt in der Anmerkung zu S. 1 auch die wichtigste ältere Literatur über die Nahapetttréy-Frage an. 1[199] Fragmente einer griech. Ubersetzung des sam. Pentateuchs. 63 n der merkt, und von da sind sie dann in den Text der LXX selbst ein- ühe gedrungen(S. 62 f.). Bei dieser Annahme bereitet allerdings, wie hn Kohn selbst gesehen hat, der Umstand Schwierigkeiten, daß die nuu griechische Ubersetzung der Überschüsse gelegentlich in direktem Wats Widerspruch mit der echt samaritanischen Überlieferung steht, rh z. B. übersetzt das Lapapetrhéy in Exod. 817 hebräischer Zählung 1un. an-y nach spezifisch samaritanischer Auffassung(s. Kohn S. 6) durch dnud 6aνd= 2-w, der UÜberschuß hinter 81 dagegen, wie die LXX am in v. 11, durch by6btay= dem a-y des masoretischen Textes. Väbr. Daher greift Kohn zu der Hülfshypothese, die UÜberschüsse seien 2WJ. zurspringlich wortwörtlich aus dem Lap. übernommen“, aber nach- tenclks hor. als man merkte, daß sie eigentlich nichts Neues bringen, sondern nur dasselbe noch einmal wiederholen, was die LXX an n vum anderer Stelle bietet,„mit der LXX.-Übersetzung der betreffenden weikklk. Parallelstellen conform gemacht“(S. 64 Anm. 2). Origenes fand Pt. die UÜberschüsse in der LXX bereits vor, brachte sie aber„in der x. b Hexapla, wo sie ihrer Länge wegen neben den übrigen Versionen Luur nicht Platz finden konnten, unterhalb der Columnen, gleichsam ie cunter dem Striche', aber mit dem Obelos ¹) bezeichnet, an“(S. 64). M The Auch bezeichnete er oder Paul von Tella sie als aus dem sama- höre. ritanischen Texte stammend. Infolgedessen wurden sie dann„in m gr den späteren Hss., mit wenigen Ausnahmen, gänzlich weggelassen“ ührten(8. 65) Diese ganze Theorie Kohns richtet sich schon dadurch, daß „ sie völlig aus der Luft gegriffen ist. Ganz besonders mißlich ist . die Hülfsannahme, daß man die Überschüsse anfangs wörtlich aus iSehen 3 dem Yapapeicrkéy übernommen und nachher, als man ihren Ursprung ühda 4 merkte, nach den Parallelstellen der LXX korrigiert habe. Noch h) And mißlicher ist jedoch eine Ausnahme hiervon, welche Kohn S. 65 nule 5 konstatiert: in dem aus Deut. 11 29 27 2-7 11 s0 stammenden Uber- 9 n schusse, welcher sowohl in Exod. 20 11, als in Deut. 5 21 am Schluß MMen b des Dekalogs hinzugefügt ist, finden sich noch jetzt die spezifisch a M samaritanischen Lesarten y öpet Taptkeih, und ι6,O Too Tep.; e ſel-„die in dem umfangreichen Zusatze gleichsam eingewickelten sam. Fälschungen sind also hier nicht erkannt, und beide Zusätze mit nonfnuc Haut und Haaren, d. h. mit Garizim und mit Sichem, übernommen mt k worden, selbstverständlich aus dem Samareitikon“. Schon Kohn u selbst hätte es auffällig finden sollen, daß gerade ein so langer t,. Zusatz an beiden Stellen unerkannt und unkorrigiert geblieben ist. Gein Ganz hinfällig aber wird seine Theorie durch die Gießener Frag- 1 litie iteratul 1) Statt des Obelos steht aber sehr oft ein Asteriskus, s. Field S. LXXXIII. 1 8 4 n öodödoooöoöoooo—— ſ 4 2 64 P. Glaue u. A. Rahlfs, Fragm. e. gr. Übers. d. sam. Pentateuchs. ſeooh mente, die uns die echt samaritanische Ubersetzung von Deut. 27 4—1 erhalten haben, denn nun zeigt sich, daß die griechische Uber- setzung des Überschusses in der Hlexapla wohl mit dem hebräischen Texte der Samaritaner, aber nicht mit ihrer griechischen Uber- setzung übereinstimmt, z. B. Hexapla, sv öper Taptei, Gieß. Fragm. zy APrapten. Folglich hat Field ganz recht, wenn er die griechische Übersetzung der Uberschisse scharf von den Laapsttixν-esarten scheidet und entsprechend der Überlieferung annimmt, daß sie di- rekt aus dem hebräischen Texte der Samaritaner, wahrscheinlich von Origenes selbst, übersetzt sind. Die UÜbereinstimmungen mit der LXX erklären sich dann ganz von selbst: es ist nur natürlich, daß Origenes sich bei diesen UÜberschüssen in der Art der Wieder- gabe an die ihm vertraute LXX angeschlossen hat, und er sagt dies auch selbst, falls ihm nach Fields sehr wahrscheinlicher Ver- mutung das bereits oben zitierte Scholion der Hss. 85 130 zu Num. 131 angehört; denn hier sagt der Scholiast, nachdem er auf die Parallelstelle Deut. 1 20-2s hingewiesen hat, er habe den samaritani- schen UÜberschuß übersetzt xarakXoc Tf neih df c Aeurονονέmmρεενꝶπ„entsprechend der LXX-Übersetzung des Deu- teronomium“ ¹). 1) Merkwürdigerweise stimmt aber die in dem Scholion selbst folgende Uber- setzung des Uberschusses weit weniger mit dem Deuteronomium überein, als der syrohexaplarische Text des Uberschusses(s. beide bei Field zu Num. 13 1). 1 M 1 4 Dher Kürder Uher. Tragu dhisehe esarten die d. deinlich en nit ürlih, ieder. A SRägt r Ver. 1 Jum. auf die ritani. à s Dec- e Uber. Ids der . Nachtrag. Ein weiteres Fragment der griechischen UÜbersetzung des samaritanischen Pentateuchs. Von Alfred Rahlfs. Nachdem ich dem Aufsatz über die Gießener Fragmente be- reits das Imprimatur erteilt hatte, ist es mir noch gelungen, in dem von Jules Nicole in der Revue de philologie, Nouvelle série, 28(1904), S. 65— 68 herausgegebenen und von Brooke und MeLean unter der Sigel Aa kollationierten Fragment aus Gen. 37 3—4. 9 ein weiteres Stück der griechischen Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs zu entdecken. Das Fragment stammt von dem bekannten Antiquitätenhändler Ali in Giseh. Nicole fand es bei ihm im Dezember 1896 und kaufte es für die Papyrussammlung der Stadt Genf. Es befindet sich jetzt in der Bibliothèéque publique et universitaire zu Genf und trägt die Signatur Collection papyrologique No. 99. Nicole und die Direktion der Bibliothek hatten die Freundlichkeit, mir eine ausgezeichnete Photographie desselben zu besorgen, wofür ich ihnen meinen verbindlichsten Dank ausspreche. Wie die Gießener Fragmente, ist auch das Genfer trotz seiner Zugehörigkeit zu einer„Papyrussammlung“ nicht auf Papyrus, sondern auf Pergament geschrieben. Seine Größe beträgt leider nur etwa 4 4 ½ cm. Es stammt von der unteren äußeren Ecke eines Blattes; der untere und der äußere Rand sind in der Breite von durchschnittlich ½ cm erhalten. Nach dem hebräischen und griechischen Texte läßt sich berechnen, daß zwischen Vorder- und Rückseite etwa 30— 31 Zeilen fehlen. Demnach muß die Kolumne, wie bei den Gießener Fragmenten, etwa 40 Zeilen umfaßt, aber, da die Zeilen niedriger sind(4 ¼ mm, Gießener Fragmente 5 mm), nur 17 cm gemessen haben. Die Breite der Kolumne zwischen den beiden senkrechten Linien muß etwa 6 cm betragen haben, also etwas mehr, als bei den Gießener Fragmenten(5 ½ cm), aber da die Schrift kleiner und bedeutend schmäler ist, enthält die Zeile 1 ½ mal so viel Buchstaben, als bei den Gießener Fragmenten(Genf 16, Gießen 10— 11 Buchstaben). Als Gesamtgröße des Blattes ergibt sich etwa 22* 18 cm, als Gesamtumfang des Codex, falls er den ganzen Pentateuch enthielt, etwa 210 Blätter. — ͤͤͤͤZͤöͤöZöͤſͤſͤſͤſͤſͤſͤͤ —— — — 66 b Alfred Rahlfs.[264] Die Schrift ist sehr schön und fest und gleicht in manchen Punkten der Schrift unserer schönsten alten Unzialen, Zz. B. des Vaticanus(B) und der von mir herausgegebenen Berliner Hs. des sahidischen Psalters. Aber sie weist andrerseits auch jüngere Züge auf, z. B. ein deutliches Auseinanderfallen der beiden Hälften des K. Nicole setzt sie gewiß mit Recht in das 5. oder 6. Jahrhundert. Als Zeichen der Diaeresis steht über ein Doppelpunkt, über o ein etwas dickerer einfacher Punkt; interessant ist die Diaeresis bei evbxwtov und svörιαοπ G(Rücks. Z. 7. 2), da sie die Trennung sy-oxytoy voraussetzt, die auch in der Brechung ſ[ev] urwoy(Rücks. Z. 2/3) zum Ausdruck kommt. IT†r-p.(Vorders. Z. 7) ist voll, nicht mit Kompendium geschrieben, vgl. oben S. 170. Ein Absatz ist auf der Rückseite durch einen ausgerückten großen Buchstaben angezeigt; dieser steht ganz vor der Kolumne und muß vor seiner Verstümmelung die stattliche Größe von mindestens 6= 6 mm gehabt haben; in der vorhergehenden Zeile stehen nur 5 Buch- staben, also waren zwei Drittel dieser Zeile frei geblieben. Der Text lautet, in derselben Weise, wie die Gießener Frag- mente, herausgegeben, folgendermaßen: Vorderseite, Kol. 2. Rückseite, Kol. 1. 8 1 olTo b 9 EyvAH.ν⁴ ²11. ſs stt sv] öTwtoy scspſov οα d⁵ [r At] or⁵οε&d TOaro Ab o Tolꝓ ³f [ro Jir lvdo TotNOv) dXoςαᷣ α,[ob ι st] 4[Xt 1DOy]Irec Ol AISX. SLOt.] Tey 1doD eyTvA“] [durob O]rt o! Io syörvoy SſrPov] [-oey oO] LT. arP] e IO⁴l Dob Oo X1OC Xr I]] [Sr aAy] T y[Tey ö10 GeXSvI t S yOèe..] Gen. 37 3[rooc jtong roo o [t dtoc] S Die Vorderseite(Fleischseite des Pergaments) ist viel weniger gut erhalten, als die Rückseite(Haarseite); daher sind auf der Vorderseite mehrere Buchstaben mitten im Text nicht sicher zu erkennen. Auch von der obersten Zeile, von der auf der Rückseite noch deutliche und sicher deutbare Reste vorhanden sind, läßt sich auf der Vorderseite nichts sicher lesen] Z. 4 Am Schluß scheint ein kleines » zu stehn, doch ist es sehr undeutlich Z. 5 Am Schluß scheint am Rande des Pergaments, also ziemlich weit über die Vertikallinie hinaus, oi klein geschrieben zu sein, doch sind die erhaltenen Reste sehr undeutlich] Z. 7 Am Schluß scheint re kleiner geschrieben zu sein Z. 8 Am Schluß ist mir nicht ganz sicher, da es fast so aussieht, als ob am Rande noch ein v folgte. Rückseite: Z. 1 Hinter laſoltoſo hat wohl sicher nichts mehr gestanden, da sonst hier noch irgendwelche Buchstabenreste zu sehen sein müßten]Z. 6 Von lo] ist nur noch der erste Ansatz vorhanden, daher fehlt auch die Diaeresis Z. 7 Die Richtigkeit der aus der LXX übernommenen Ergänzung eſrepoy] ist mir nicht ganz sicher, da der hebräische Text hier—ꝙ bietet, was krt sein würde; aber eſct] füllt die Zeile gar nicht. [265] Ein weiteres Fragm. d. griech. Ubers. d. sam. Pentateuchs. 67 Daß dies Stück samaxitanisch ist, folgt mit Sicherheit aus [oldc] 5oꝓ in der 2. Zeile der Vorderseite. Im masoretischen Texte von Gen. 37 3 heißt es:„Israel liebte den Joseph mehr als alle seine Söhne, denn ein Alterssohn(e—*†ꝙο☚ a) war er ihm“, und ebenso in der Septuaginta: Iaxos ds TTlärdr 1, L r6yc-œα rODc o, d de e brch. Das Fragment faßt npf nicht als u**Qρ¶r„Alter“, sondern als m⁵νοα„Alte, Alteste“ und gibt dies nach der oben S. 181 f. besprochenen samaritanischen Praxis durch„Weise“ wieder, genau wie das samaritanische Tar- gum, das hier gleichfalls pman Na„ein Sohn von Weisen“ über- setzt¹). Khnlich hat allerdings das jüdische Targum Onkelos a won„ein weiser Sohn“, aber diese Übersetzung läßt nicht auf eine von der masoretischen abweichende Punktation schließen; denn wie Up„Heiligkeitsberg“=„heiliger Berg“ ist, so kann „Altersschn“, wenn man„Alter“ als„Weisheit“ deutet,=„weiser Sohn“ sein. Auf diese sonderbaren Deutungen sind Onkelos und die Samaritaner gewiß durch den Widerspruch gekommen, in welchem die Bezeichnung Josephs als eines Alterssohnes mit den chrono- logischen Angaben in Gen. 29 f. steht; denn da Jakob nach den ersten sieben Dienstjahren Lea und Rahel heiratet, und Joseph schon gegen Ende der zweiten sieben Dienstjahre geboren wird (Gen. 30 2s), ergibt sich zwischen ihm und seinem ältesten Bruder nur ein Altersunterschied von sechs Jahren. Derselbe Grund wird Pseudo-Jonathan bewogen haben, den anstößigen Satz ganz fort- zulassen und Jakobs Liebe zu Joseph anders zu motivieren: 5NaTA PeRo en en e e ee e nd Israel liebte den Joseph mehr als alle seine Söhne, denn die Ge- sichtszüge Josephs glichen seinen eigenen Gesichtszügen“. Der Charakter der UÜbersetzung ist in dem Genfer Fragment derselbe, wie in den Gießener Fragmenten. Vor allem stimmt es mit ihnen in dem engen Anschluß an den hebräischen Urtext überein: 8 wy(oder nach dem hebräischen Texte der Samaritaner w**) LXX zoin*oy de Fragm.[xα³] rοι⁶ουε. 4 M' 186vTs de[Xl id]tss. 1) Das echt aramäische †να*⁄*22 ist in Petermanns Handschrift C über- liefert; die Polyglotten haben statt †ονπαm hebraisierend νο⁷π, Petermanns Text ganz hebräisch B*nerl. Petermanns Handschrift A ersetzt die alte Uber- setzung durch 12 20 vein Sohn des Greisenalters“=, Saadja, vgl. auch die arabische Übersetzung des samaritanischen Pentateuchs(Ausgabe der Genesis von A. Kuenen, Lugd. Bat. 1851)„der Sohn des vor- gerückten Alters“. 68 A. Rahlfs, Ein weiteres Fragm. d. griech. Obers. d. sam. Pentateuchs.[266] es n ee brt rd SNe L[ölre AOrY J ä-sv 6) 1 a] STy]: mechanische Wiedergabe des hebräischen Perfekts durch griechischen Aorist, wie bei obr soednh= e Deut. 25:7 statt des 0⁰b déxet der LXX(s. oben S. 182). Der hexaplarische LXX-Text öri dtby tNet oh r“ ¹) stimmt natürlich wieder annähernd mit dem Fragm. überein (vgl. oben S. 194 f.), behält aber das alte ꝓuet bei. Ahnlich auch die LXX-Hs. A ött ab-by iae 6 oarh 5-0d. „ s en i ee ee de Swoy Sro,]89e Lele Frn &yxvioy Lreplovj. R rc Tarp! r e eoe[ots S'ſos) pole 2A5- 1r[o5]. Im hexaplarischen LXX-Texte ist ri xarpt 25 ν obelisiert. n ree* 1805. Andrerseits stimmt das Genfer Fragment in[Ytrſcvο otxiXov!= dn Dade v. auffällig mit der Septuaginta überein. Allerdings haben auch die arabische UÜbersetzung des samaritanischen Penta- teuchs, Pseudo-Jonathan, das Fragmententargum, Saadja und Hie- ronymus„gestreiftes, gesticktes, buntgewebtes Unterkleid“ o. ä. ¹), aber die Wahl genau desselben Wortes in der Septuaginta und im Fragment kann doch kaum zufällig sein. Also werden wir auch hier, wie bei den Gießener Fragmenten(s. oben S. 192 f.), Abhängigkeit der griechischen UÜbersetzung der Samaritaner von der Septuaginta annehmen dürfen ³). 1) Dies abrv findet sich jedoch nur in den Handschriften acm bei Brooke- MeLean. 2) Arab. Übers. des sam. Pent.= aa5, Ps.-Jon. und Fragmententargum Oxo, Saadja ·—Leao XaA3,, Hieron. tunicam Polymitam. Dagegen Aquila xrtõvr doοtασέαλν„Knöchelkleid, Talar“, Symmachus Ntrövd Neiεεαοντ⁶ννν⁷ xuneròy und Peschita e.S. L-Loo„Unterkleid mit langen Armeln“, während das sam. Targ. und Onkelos das hebräische Wort db unübersetzt herübernehmen. 3) Ein anderes Fragment mit merkwürdigen Abweichungen von der Septua- ginta ist der Straßburger Pap. gr. 748, welchen O. Plasberg im Archiv für Pa- pyrusforschung 2(1903), 224— 227 herausgegeben hat(Gen. 25 19— 22 26 3—4 auf Pergament, vermutlich aus dem 5. Jahrh.;= As bei Brooke-MeLean). Ich dachte daran, daß es vielleicht zu einer der beiden samaritanischen Handschriften ge- hören könnte, aber dies ist durch Zeilenlänge und Schrift ausgeschlossen. Eine sichere Bestimmung der Übersetzung, der das Fragment angehört, ist vorläufig nicht möglich. * e = 27 — ·— jf„ 1——.— 3 4 . 4 — — 8 3 3 1 — 80 — —₰— △ — 2 0 — — — — * — r—◻ L des e und Alfred Rahlfs. ner Lichtdrucktafel. agmente chen Pentateuchs. »oeg 10ʃ00 /‚/56 61