andgrafens zu Heſſen, Fürſtens zu Herßfeld, Grafens zu Wahnewzen Dietz, Ziegenhayn/ Nidda/ Hanau und Schaumburg/ u. ſ. w. eintziger Printz/ mit Ibro Woniglichen Goheit, der uchhenchhhoſten Printzeßin des Plerdurchecheig, Trosmaͤchtigſten Ruͤrſten und Werrn/ Zeorgen Koͤnigs von Groß⸗Britannien, Franckreich und Irland,, Beſchuͤtzers des Glaubens/ wie auch des Heiligen Roͤmiſchen 1 Reichs Ertz⸗Schatzmeiſters und Thurfürſtrhe⸗ Hertzogs zu Braunſchweig und Luͤneburg u. ſ. w. G:ET theureſten Printzeßin Tochter/ 1u⸗ 1 im Monath junio 1740. in der Heßiſchen Meſi identz⸗und Haupt⸗Stadt Caſſel die hohe Vermaͤhlung mit Chriſt⸗Furſtlichen Ceremonien duchſivegluers vollzogen hatten, wolte unter allgemeiner Freude des gantzen Vatterlandes dieſen ſchuldigſten Gluͤck⸗Wunſch beytragen, ein allerunterthanigſter und treugeyorſamſter Knecht und Vorbitter bey GOtt, Johann Georg Jung /⸗ Evangeliſch⸗ ⸗Lutheriſcher Pfarrer zu Treyßbach, Amts Wetter. Pn t— Phüühn Seiun mn Mua, u Uniy. Dug 2————— 8 6— ‿ z Rih 8 2 1 ſ N P 7 3 S X AAA v7c, 9— 81 A 9” I A S— 9 *Q* rich Sonne, brich hervor mit deinem guldnen K Pracht, KX Erfſetz mit Lieblichkeit des kalten Winters 1D) 1 4 Strenge, n Der da die halbe Welt hat ſehr beſtuͤrtzt 3 geemacht, Ach ſtill den Kummer doch mit deiner Strahlen Laͤnge! Was uns zuwider iſt, vertreibe in der Eil, Und mit dem Furſten⸗Feſt bring neues Glück und Heil! Wohlan wir ſpuͤren ſchon des Himmmels Guͦtigkeit, Es iſt das Erden⸗Rund gantz gruͤn und bund gekleidet, Wir ſehn den vollen Schmuck der ſchönen Sommer⸗Zeit, Woran man das Gemuth ſamt denen Augen weidet. An ſtatt der Traurigkeit hort man den Freuden⸗Klang: Dem Geber alles Guts, dem hoͤchſten GOtt ſey Danck! * Gleichwie das Firmament nun guten Einfluß ſchenckt, Und ſtillet mit der Zeit das ſehnliche Verlangnzzz (Ein treflicher Aſpect alſo ſich zu uns lenckt, Daan dem Heſſen⸗Blan zween Sternen aufgegangen, Darvon ein jeglicher ein ſondres Gluͤck bedeut, Daruͤber freuet ſich vorjetzo Land und Leutft. Es ſteigt ein heller Stern dort aut dem Abend⸗Meer An unſrem Horizont dem Worgen⸗Htern entgegen, Und die Begleiter ſind der Mahanaim Heer, Ihr Goheit gläntzet auch auf allen ihren Wegen. Seht da den Rönigs⸗Stern! Maria iſ ſchon hier, Pruintz Rriedrichstheurſte Braut und unſres Lan⸗ es Zier! ——„— Lrk a. 3 A. 4 4 So will ich meines Orts auch nicht der Letzte ſ. Dieweil das Wohe Paar zur Ehe ſich erkiſe8en, Als deſſen Frommgleit und Weißheit iſt hlant/, 1 Dann wo die Herrſchaft geht mit wahrem Ruhm voran, Da wird auch deſto mehr erweckt der Unterthan. Schaut den Printz Friedrichan, des groſſen Milx. t, Infee t u helms Sohn‧, Desgnaͤdigſten Wilhelms derunſres Koͤnigs Brude/ Der Heſſen hat vermehrt mit Hanaus Land und Thron, Der da Statthalter iſt und fuͤhrt das hochſte Ruder 2 Niit Weißheit, Heldenmuth, ſo mehr als tauſend Jgor Von ſeinem Fuͤrſten⸗Stamm auf ihn gepſlantzet war. *** So iſt Printz riederich ein gleiches Ebenbild, Dem Lugend angebohrn und immer eingepraͤget/ Der in der That ſich zeigt fromm, weiſe, tapffer, mild,/ Der ſeiner Tugend Grund hat erſt zu Hauß geleget., Drauf er die Welt beſehn, und hat zu Genff ſtudirt, Und iſt nun uͤberall recht Fuͤrſtlich ausgeziert. geht nicht nur in Gold geſtickt, Leib und Geiſt geſchmuͤckt. 5 8 Zum Ausſpruch Ihres Lobs bin ich umſonſt bemuͤht, Dieweil Ihr Nahm und Geiſt die Sternen uͤberzieht. „„ ††*† *£¶*† 4* Nur dieſes eintzige ſey noch von Ihr gemeldt, Sie kunt mit Newton, Llarck, Lock, Leibnitz aiſcurriren, Warn ſolche ſchon ein Kern von der gelehrten Welt; Dooch kont Sie die zuweiln noch in die Schule fuͤhren; Hochſt zu bewundern war ja Ihr Gelehrſamkeit, Seht die Printzeßin Braut iſt nun Ihr Contreait „*** -** Wis hat ſcc dieſes Paar zuſammen wohl geſchickt? Der holde Himmel hat die Fuͤrſten⸗Eh gefüget, Er wird Sie fernerhin auch machen hochſt⸗begluͤckt, So daß uns nimmermehr die gute Hofnung truget. Deer Landgraf Henrich, der zuerſt aus Braband kam, Vom Hauſe Braunſchweig her auch ſeine Fuͤrſtin nahm. Die alte Freundſchaft wird nunmehr hierdurch erneut, Und werden mehr verknuͤpft die friſche Liebes⸗Banden, Dort von Hranien und Prandenburger Seit, Hannover jauchtzet nun ſamt denen Heſſen⸗Landen, Wie fein und lieblich iſts, wann man dies Kleinod ſind, Saß ſelbſt die Landes⸗Herrn und Nachbarn einig ſind. * 7»* 6* Drum eilt der Fulda⸗St chwi Und fuhrt mit ſeinem Klang der Chriſtall Die frohe Zeitung fort von unſrem Fürſten⸗K Er will recht bruͤderlich zur Werra ſich geſellen. Gleichwie die Weſer nun kommt vom Zuſammenfluſ; Aſſo durch Einigkeit der Segen wachſen muß. 3 Die Weſer ſtellt ſich drauf zum Freuden⸗Botten her, ** dringt. ſcht daher in unſer Freuden⸗Chor? Was hoͤret man anſetzt fuͤr ein Carthaunen⸗Knallen? Ir Schall uach Oſt und Weſ, nach Süd und Norden „ Wil Ziegenhayn/ Nidda/ Hanau und Schaumburg/ u. ſ. w. eintziger Printz/ IJbro Wöniglichen Hoheit, der eehngſim Printzeßin 1 Landgrafens zu Heſſen Fürſtens zu lms Grafens zu * geafens zu el Oieh, 3 Koͤni⸗ s von Groß⸗ Britannien, Franckreich und Irland, Beſchuͤtzers des Glaubens/ wie auch des Heiligen Roͤmiſchen Reichs Ertz⸗Schatzmeiſters und Churfuͤrſtens, Hertzogs zu Braunfclocg. und Luͤneburg u. ſ. w. theureſten Printzeßin Tochter/ Aaaume — QDanath lunio 1240. d ſannmnhin 11l- IITINIAANTIIANANAIJnA- Ixuxxu- 14'— innmnſimnfinnſüin Tnnn ſ ſf 1n” IM ſunnſ PTp! Oem 1 2 3 4 5 6 1 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 6 8 5 9 C 8. e 21 1 1 M 1 M l M 1 lu M M LlLrln LIILII dele LlIe dun l hi deh ſ il u dhr l 11* 1 1999 Evangeliſch⸗Lutheriſcher Pfarrer zu Tryßbach, Amts Werter. 2na lA ge Dähe bey Philipp Cafimir Muller/ Unip. Buch