Dnun frühen Tod . einer elibten und hofnmngsvoleen Tochter, — 8 4 3 . 1 . 1 den 2. April 1775. von einem hizigen Fieber befallen, den 20. darauf in einem Alter von 8. Jahren, 6. Monaten und 15. Tagen ſelig aufgeloͤſet, und den 22. im Hoſpital⸗Kreuzgang zu Ihrer Rußeſtaͤtte gebracht wurde, beweinen die tiefgebeugte Eltern. W 8 Stuttgard, gedruckt bey Johann Philipp Erhard. 1))) 24 „ ſum Himmel reif, holdſelige. minette, Eiſt Du aus unſerm Arm hinweg, Der, Herzenskind, Dich feſt gehalten haͤtte, Waͤr unſer Wunſch des hoͤchſten Zwek. Ach dieſer Wunſch ſoll nicht geſchehen, Es muß nach GOttes Willen gehen. Wa man im Lenz an bluͤthevollen Baͤumen Schon in der Knoſpe Fruͤchte ſiht, So ſahn wir Dich vor unſern Augen keimen, Zu jeder ſchoͤnen Tugend Bluth. Was wird uns einſt Ihr kuͤnftig Leben, So dachten wir, fuͤr Fruͤchte geben! Ac. weg iſt ſie, die Hofnung dieſer Wonne, Die unſer Herz vergeblich ſucht. Minerte, ach! an welcher beſſern Sonne Reift Deine Büͤthe zu der Frucht? Fuͤr uns nicht, nicht fuͤr dieſe Sphaͤre, Du reifeſt zu des Himmels Ehre. 1 =ch Gol in Die, Du Kind von ſeltnen Gaben, Nur Triebe fuͤr die kuͤnftge Welt, b Und wollt er Dich zum fruͤhen Engel haben; Den Erdenluſt nicht fuͤllt noch haͤlt; Warum damn fͤhlen ſo viel Herzen, Die Dich vermiſen, Gram und Schmerzen? Etwas, das Deine Ruhe ſtört, Ein Misgeſchik ſich wider Dich erheben, Das gegen Tugend ſich empoͤrt? Sah ers— Er gaͤbe Dir mit Hulden Verſtand und Muth, es zu erdulden. So ſinnreich iſt die Liebe, die Dich klaget, Die nichts als nur Dein Scheiden ſiht, Weil eine Nacht, in der es noch nicht taget, Sich uͤber unſre Blike zieht. Drum lehre, HErr! uns deinen Willen, Damit wir unſre Herzen ſüllen. b De Menſch beſchließt, und GOttes Wink entſcheidet, Die beſte Rechnung rruͤget oft, Zu unſerm Gluͤk kommt, was man gern vermeidet, Und bleibet aus, was man gehoft. Krumm ſcheinen oft des Hoͤchſten Pfade, Und ſind am Ende doch gerade. / De ſchwere Kunſt, diß wahr und gut zu inden, Iſt hohes Gluͤk dem, der ſie lernt. Wie will der Menſch des Schoͤpfers Thun ergruͤnden, Das er von unſerm Blik entfernt. Erſt nach der That laßt er uns wiſſen, 8* Warum wir oͤfters leiden muͤſſen.— 5 . So trinken wir, HErr! dieſe volle Schale, 3— Die du uns eingeſchenket, aus 25 4 8 Nur ſeys genug, und izt zum lezten male, 1 b Dann troͤſte wieder unſer Hauß. So wollen wir auch unter Zaͤhren Den noch verborgnen Rathſchluß ehren. U holdes Rind! fuͤhlſt Du der Liebe Sehnen Vom Nekar und vom Leineſtrand, Und ſieheſt Du die zarte Liebesthraͤnen, So nimm ſie hin zum Unterpfand, Bis jene Stunde wird erſcheinen. Die uns aufs neue ſoll vereinen. ren Den fruͤhen Tod einer 1 den 2. April 1775. von einem hig en Fieber befallen, den 20. darauf. in einem Alter von 8. Jahrm, 6. Monaten und den 22. — aeAe=e Stuttgard,„ — Eerertreerereegrhncheheh— ſül nn NIITINTMATNHHAHMI L iſenindnidinſmd MIINnnnnſdunn. ſIiinnmnſnnnan ſ iiſl. dll ſſmni ſ Oem 1 2 3 4 5 6 1 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 6 8 L 9 8 v L 6 ÄL I M 1 eh 1 elank dul 1! 1 D