— —— +— 1 81. — — — b ————*—— ————— Neues Waldeckiſches Geſangbuch 1 * 1 — fuͤr 5 den oͤffentlichen und haͤuslichen Gottesdienſt. V— V Mit Hochfuͤrſtlich gnaͤdigſtem PRIVIELEGIO. 0 E, 4 1 V Der Preis des rohen Exemplars iſt 12. Mgr.„ 60—— ſ 3 . Mengeringhauſen, gedruckt und verlegt von Joh. Jak. Weigel, Hochfuͤrſtl. Waldeck. Hof⸗ und Regierungs⸗Buchdrucker⸗ 1 1790, 1 ——— 8 3 5 Oniv.-Bibl.) 2. Giessen —— K ſwah 3 tnd ra n, u d kn ei duin hö 2⁷ en, 7 11 3wf 1unten dn Onme I ſeR t tüchen 1e pg 1 ach hu diebe def 1) briſch * n eemn! m ſim Bſea; 1 Pi fm m it ber Uunge di ſari 3 mgr din 1 linne E— nſer voriges Geſangbuch bedurfte ſchlech⸗ U lerdengs einer Umaͤnderung. Die Ru⸗ 8 briken, unter welche die Lieder vertheilt waren, hatten keinen natuͤrlichen Zuſammenhang, und waren hoͤchſt mangelhaft. Die Lieder ſelbſſt waren, Wenige ausgenommen, theils wegen ihres myſtiſchen Inhalts, theils wegen der un⸗ bekannten Melodien, und der darinn haͤufig vorkommenden niedrigen, unbeſtimmten, und falſche Nebenideen erweckenden Ausdruͤcke, der oͤffentlichen ſo wohl als auch haͤuslichen Ere bauung hinderlich, und in einer veralteten In 4 ¹ Sprache abgefaßt, die das Ohr beleidigte, und die vernuͤuftige Andacht ſtoͤrte. Das fuͤrſtliche Konſiſtorium faßte daher den Entſchluß, die waldeckiſchen Lande mit ei⸗ ner neuen der Wuͤrde des Gottesdienſtes an- gemeſſenen Sammlung geiſtlicher Lieder n verſehen; und dieſe wird hiemit dem chriſtli- chen Publikum uͤbergeben. Man hat ſich mit ergf ltzaſtes Aufmerk⸗ en neueſten Lieder⸗ ſammlungen die beſten Geſaͤnge auszuwaͤhlen, auch darin, wo es noͤthig war, einzelne Ver⸗ aͤnderungen vorzunehmen, manche alte kern. hafte Lieder umzuarbeiten, und dem Ganzen ſo viel innere Vollkommenheit zu geben, als der Zweck eines neien und verbeſſerten Ge 1 ſamkeit bemuͤhet, aus ——— —= ſang 5 G 1 1 7 „. f 9 1 70 7 77 —— zur erſten Regel geſetzt, keine als nach bekann⸗ ten Melodien abgefaßten Lieder aufzunehmen; und von dieſer Regel iſt man nur in aͤuſſerſt wenigen Faͤllen, wo ſich die Lieder wegen ihrer vorzuͤglichen Vortreflichkeit dem Erbauung ſuchenden Leſer anprieſen, abgegangen. Damit auch der e dieſes Geſangbuchs die Vermoͤgensumſtaͤnde des zahlreichſten Theils derer, welchen es beſtimmt iſt, nicht uͤberſteige: ſo hat man nicht nur ſich der Spar⸗ ſamkeit in Anſehung der Liederzahl befliſſen, ſondern auch die Einrichtung getroffen, daß daſſelbe mit Weglaſſung der ſonſt gewoͤhnlich angebundenen und mit alten nicht immer zweck dienlichen Gebeten, verſehenen Evangelien und Epiſteln, gekauft und eingebunden werde. Wer aber bey der kirchlichen Vorleſung der ſelben gern nachlieſet, der kann ſie ſich beſon ders kanfen und einbinden laſſen. 1 Die zuletzt angefuͤgten Andachten und 1 Gebete ſind,(auſſer der Litaney und den aus dem Liede: Jeſu, der du meine 1 Seele ꝛc. bey der oͤffentlichen Vorbereituna zur Kommunion zu ſingenden Verſen) aus dem Berliner Geſangbuche genommen. 8 Gott wolle ſich die lautere Abſicht, deren man ſich bey Verfertigung dieſes Geſangbuchs bewuſt iſt, wohlgefallen laſſen, und den Gebrauch deſſelben uͤberſchwenglich ſegnen. Arolſen, den 8ien Julii, 1790. — Inhalt. ſangbuchs erforderte. Dabey hat man ſichs 1trbe V ‿ι dert sde 1hm tnts⸗ ³ prec fes. klde s ſe weſi 1 ſoim he hfli 3 4 6 v u A G gonie 1“ Sza 2 M dh ht 1e 6 da af 28 8 mi 1 Rden 159 n w ——=—=— ———— ———O—— —— — — —— —— — — — — — — — —z — * — = — —— — —— —— — dird 9 f dl ahen N. ga d dach 11 U 5 r R Lieder bey beſondern Jahrs⸗ und Tageszeiten. 1) Beym Anfang und Ende des oͤffentlichen Got⸗ 1 tesdienſtes. Nro. 1— 5. 2) Beym Anfange des Kirchenjahrs, oder in der Ad⸗ ventszeit. 3) Weynachtslieder, oder bey der Feyer des Geburts⸗ nhalt. Erſte Abtheilung. 6— II1. feſtes Jeſu. 12— 26. 4) Beym Anfang und Ende des Jahrs. 27— 33: — den und Sterben 5) In der Faſtenzeit, oder vom leide 1 Jeſu. 34— 61. 6) Oſterlieder, oder bey der Feyer des Auferſtehungs⸗ 6 feſtes Jeſu. 62— 75. 2) Himmelfahrtsliedet,„oder bey der Gedäͤchtnißfeyer der Himmelfahrt Jeſu. 76— 81. 8) Dunſlide, oder bey der Feyer des Pfingſtfeſtes. 8²— 90. 9) Beym Anfang und Ende des Tages. Morgenlieder. 91— 101. Abendlieder. 102— 109. Am Schluß der Woche. 110. A 3 1 7 — 1 —— ͤRͤ——— nhalt, 3 2 ad Zweyte Abtheilung. 1 15 1. * Lieder uͤber die Glaubenslehren. J 8 ew 1) Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 111— 132. 4 1 2) Von der Schoͤpfung, Erhaltung und Vorſehung. 1 1 133— 143. di 3) Von den Engeln. 144— 146. 4) Von des Menſchen Natur, Wuͤrde und Beſtim⸗ he 8 mung. 147— 151. 4 b 1) kant 5) Von des Menſchen Fall und Verdorbenheit. 1 n 152 152. 2 e un 6) Von der Gnade Gottes, und Erloͤſung durch Je⸗ ¹ ktrau ſum Chriſtum. 158— 164. de 3 1 2) Von der Heiligung durch den beiligen Geiſt, und teez deſſen Gnadenwirkungen. 165— 168. dilad 4 8) Von den Gnadenwohlthaten.— V 43 Wort Gottes. 169— 179. Taufe. 180— 189.— äen Abendmahl 189— 208. Chriſtliche Kirche. 209— 213. V 8 8 riilih 3 9) Von der Gnadenordnung. ttrij ² ſeden ) Buße oder Bekehrung. 214— 229. Glaube. 4 ſeal 230— 239. 3 18) Von der goͤttlichen Begnadigung, und den be⸗ 3 gluͤckenden Folgen derſelben. 240— 255. 11) Von 6— tund t. cf fkeit Der Tod. 256— 275 Die Auferſtehung. 276— börrärin Die ewige Seligkeit, 287— 292⸗ etee nh se Dritte Abtheilung. u Lieder uͤber die Lebenspflichten. — 8 , Ah 6. 1) Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt. 293— 310, 2) Von den Pflichten gegen Gott. V Erkenntniß Gottes. 311— 315. Furcht Got⸗ dl und de 82 6 tes. 316— 320. Andenken an Gott. 321. V Liebe und Gehorſam gegen Gott. 322— 328, Aeh 24) Vertrauen auf Gott. 329— 338. Zufriedenheit und Geduld im Leiden. 339— 348. Gebet und n ſihr ra Bitte. 349— 355 Lob Gottes, oder Lob⸗ und 1 1. 166- 8 Danklieder. 356— 367. Oeffentliche und ge⸗ u V meinſchaftliche Gottesverehrung. 368— 3724 — Pflichtmaͤßige Geſinnung gegen Jeſum und ſeine Nachfolge. 373— 381. 3) Von den Pflichten gegen uns ſelbſt. — kenntniß und Demuth. 385— 389. Sorge fuͤ 14=, die Seele. 390— 395. Sorge für den leib 96— 308, Selbſtbeherrſchung. 300. Maͤßig 3 eiie 6 keit und Keuſchheit. 400— 403. Arbeitſam 4. 8 keit. 404— 402. Zufriedenheit und Genuͤg V ſamkeit. 408— 411. Wachſamkeit und Vo MAℳ A 4 lcnbezae tnaeh’ 281. Das allgemeine Weltgericht. 282— 286,. I Inyhyar ſaln 11) Von den lezten Veraͤnderungen des Menſchen⸗ —— ſhriſtliche Selbſtliebe. 382— 384. Selbſtert ſich V 4 77 — 1 Indale. ſichtigkeit. 412— 414. Bewahrung eines gu⸗ ten Gewiſſens. 415. 416. Weiſer Gebrauch der Zeit. 417— 421. Von den Pflichten gegen den Naͤchſten. Menſchenliebe. 422— 425. Sorge fuͤr den geiſt⸗ lichen Wohlſtand des Naͤchſten. 426. Sorge fuͤr den leiblichen Wohlſtand des Naͤchſten. 427. Ge⸗ rechtigkeit und Billigkeit. 428— 431. Aufrich⸗ tigkeit und Wahrhaftigkeit. 432— 434. Guͤte und Barmherzigkeit. 435. 436. Dienſtfertigkeit 437. Beſcheidenheit und Demuth. 438. Sanft⸗ muth und Friedfertigkeit. 439. Feindesliebe und Verſoͤhnlichkeit. 440— 443. Dankbarkeit ge⸗ gen Wohlthaͤter. 444. Vierte Abtheilung. Lieder auf beſondere Staͤnde, Umſtaͤnde und Beduͤrfniſſe. e Ehe. 445. 446. Eltern. 447. Kinder. 448. 449. Hausherrſchaften. 450. 451. Dienſtboten. 452. 453. Obrigkeitlicher Stand. 454. 455. Lehrſtand. 456. Lieder vor und nach dem Eſſen. 457— 461. Bey der Ausſaat bis zur Erndte. 462— 477. In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. 478— 487. Schlußgeſang zum Lobe Gottes. 488. — Beym Anfang und Ende des oͤffentlichen Gottesdienſtes. Womm, heiliger H Geiſt, erfuͤlle die Herzen deiner Glaubi⸗ gen, und entzuͤnd in ih⸗ nen das Feuer deiner gottlichen Liebe; der du durch Mannigfaltigkeit I der Sprachen die Volker der ganzen Welt berufen haſt zur Einigkeit des Glaubens an Jeſum Chriſt. Halleluja! 2. iebſter Jeſu, wir ſind hier, um dein goͤttlich Wort zu hoͤren. Gib uns Andacht und Begier nach der Wahrheit ſelgen Leh⸗ ren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. Erſte Abtheilung. 2. Unſer Wiſſen und Verſtand iſt mit Finſter⸗ niß umgeben. Mache du uns das bekannt, was uns dient zum frommen Le⸗ ben. Gutes denken, Gu⸗ tes uͤben, kommt von dei⸗ nes Geiſtes Trieben. 3. Deiner Wahrheit reines Licht, leuchte jetzt auch unſern Seelen, daß wir ihrem Unterricht fol⸗ gen und das Gute wäh⸗ len. Lenke du Gebet und Lehre uns zum Heil und dir zur ehre. Allein Got in der Hoh ſey Ehr, und Dank ſey ſeiner Gnade. Er ſor⸗ get, daß uns nimmermehr A 5 Gefahr —— ——— Erſte Abtheilung. Beym Anfang und Ende Gefahr und Unfall ſcha⸗ ſtand hoffen wir; verlaß 18 ti de. uns wohl zu thun iſt uns nicht, ſo find wirhier w ſſt er bereit; ſein Rath iſt und einſt auch ewig ſelig. unſre Seligkeit. Erhe⸗ 4. Mel. Herzliebſter Jeſu, bet ihn mit Freuden! was haſt. nt hd z. Ja, Vater, wir er⸗ Dis iſt der Tag, zum ilt eic heben dich mit freudigem Segen eingeweihek., unn d Gemuthe. Du herr⸗ Ihn feyert gern, wer dei«(i in ſcheſt unveraͤnderlich mit ner, Gott, ſich freuet. O l Weisheit und mit Guͤte. laß auch mich mit Freu⸗* ün unendlich groß iſt deine den vor dich treten, dich Wul Macht, und ſtets ge⸗ anzubeten. iing 10 ſchieht, was du bedacht; 2. Dich ruͤhmt der Lob. i fiil Wohl uns, daß du regie⸗ geſang der Himmelshee⸗ it puſ reſt! re! auch unſer Tempel Aii ſwe 3. O Jeſu Chriſt, des ſchallt von deiner Ehre! ri t. Höchſten Sohn! dich, Auch unſer Dank und un⸗ ſit ſeinen Eingebohrnen, ſers Geiſtes Flehen ſoll*0 bet dich ſandte Gott vom dich erhöhen. du ſ- Himmelsthron zur Ret, 3. Wie freu ich mich, i tung der Verlohrnen. da, wo geruͤhrt die Dei⸗( t ſchu Du Mittler zwiſchen uns nen anbetend vor dir ſtee⸗ enfden und Gott, hilf uns im Le⸗ hen, zu erſcheinen, und 11 Aeen und im Tod; erbarm wo dein Lob von der Er⸗ 4i 'ich unſer aller! löſten Zungen froh wird 1 4. O heilger Geiſt, du beſungen! 8.m Beiſt von Gott, erleuch, 4. Mit Andacht will ich, ½ Ne, beſfre, tröſte, die Jeſus Höͤchſter, vor dich treten. 8m AChriſt durch ſeinen Tod Ich weiß du liebſt, die en um Dienſt des Herrn er⸗ kindlich zu dir beten. 2 t oſ'te. Auf deinen Bey⸗ Dein heilig Recht, das 8 ſeii deine 8* 4 2 — zubete. tin wrgin donn 87 7 29 ah uſ, delt mxi pen, dacmcdn an ſes bit d 26 ühun S 6. Mel. Nun ſich der Tag freyem Trieb uns ſeiner 6 will ich horen. den, drum ſoll er auch ſtees zu dir bekehren. Regiere Amen! des oͤffentlichen Gottesdienſtes. N deine Boten lehren, das ein Tag des Heils der Er⸗ 4 5. Auch folgen will ich heiliger mir werden! Lob 3 ihm, nicht blos es hören, ſey, Erloͤſer, deinem gro will von der Suͤnde mich ſen Namen auf ewig, mich, daß meine ganze 5. Mel. liebſter Jeſu, wir 1 Seele zum Ziel dich ſind hier. waͤhle. Höchſter Gott! wir 6. Dein Tag ſey mir ein danken dir, daß du Denkmal deiner Gute. uns dein Wort gegeben. Mir bring er Heil, und Hilf uns ferner, daß auch lenke mein Gemuthe auf wir nach demſelben heilig jenen Troſt, den uns dein leben. Gib dem Glauben Sohn erworben, da er ſolche Staͤrke, daß er geſtorben. thaͤtig ſey im Werke. 7. Dich bet ich an, du 2. Unſer Gott und Va- Todesuͤberwinder! der ter! du, du nur lehrſt uns, du zum Troſt und Heil was wir ſollen. Schen erloͤſter Suͤnder, frey von uns deine Kraft dazu; des Todes und des Gra⸗ gib zum Wiſſen auch das bes Banden, heut aufer⸗ Wollen, und zum Wollen ſtanden. das Vollbringen: ſo 8. Dein Siegstag iſt wird alles wohl gelingen. Beym Anfang des Kirchenjahrs oder in der Adventsszeit. geendet. Sohn zum Heilan Alſo hat Gott die Welt giebt. Wie hat uns Got geliebt, daß er aus ſo lieb! 2. Wa ———,— ¹12 Erſte Abth. Beym Anfang des Kirchenjahrs 2. Was ſein erbar⸗ Durch deine Demuth, 8 mungsvoller Rath ſchon Herr, mein Heil, gewinn inderEwigkeitzu unſerm ich Herrlichkeit. Heil beſchloſſen hat, voll⸗ 8. Gelobt ſey Gott! fuͤhrt er in der Zeit. gelobt ſein Sohn! durch 3. Er, unſer Freund und den er Gnad erweiſt. beſtes Gut, der alleſegnen Lobt, Engel, ihn vor ſei⸗ 3kan, des Höchſten Sohn nem Thron! Erheb ihn nimmt Fleiſch und Blut, auch mein Geiſt! doch ohne Suͤnden, an. 4. Ich freue mich, mein Goktt ſey Dank in aller Heil, in dir! du wirſt ein— Welt, der ſein Wort Menſch, wie ich, daß ich beſtaͤndig haͤlt, und der mit Gott ſey, Gott mit Suͤnder Troſt und Rath 3mir. Wie ſehr begluͤckſt zu uns hergeſendet hat. 3du mich! 2. Was der alten Vaͤter . Du, Sohn des Aller⸗ Schaar ſehnſuchtvolles harhſe wirſt auch mir Wuͤnſchen war, und noch durch Rath und Thatein mehr, als ſie erbat, ward 3 Helfer und mein Friede⸗ erfuͤllt nach Gottes Rath. fuürſt auf dieſes Lebens 3. Hier iſt mehr als Da⸗ Pfad. vids Sohn; keines ird⸗ 16. Was mirzum Selig⸗ ſchen Reiches Thron. ſeyn gebricht, ſchafft dei⸗ Licht der Seelen, ewges le Lieb auch mir, Verſöh⸗ Heil, ward durch Jeſum ung, Leben, Troſt und uns zu Theil. licht. Wie viel hab ich 4. Menſchenfreund, wie un dir! dank ichs dir! ſchenke 17. Dein Mangel wird dieſes Heil auch mir, das ein reiches Theil; dein du unter vieler Laſt fur eiden ſtillt mein Leid. die Welt bereitet haſt. 5* Dei⸗ 7. In eigner Melodie. * 5 9, — ſell ſ, en hel 1 ge h 2ied 1* nt 1 ihi n i dre KAm ſein da ſnwi t ſsic g n wu e ſo! 7 Jſtet 1 b tun fer h —n Tug ¹n bwa t ß htie tre firt ſa hen ¹ 1 19 ſtgeg r vor! 9 deiec ſoli ¹ iuge b g tne ena 3 1 oder in der Adventszeit. 5. Deiner Huͤlfe mich zu freun, laß mein Herz dein eigen ſeyn. Mach es, wie du gern es thuſt, rein von ſchnoͤder Suͤnden⸗ luſt. 6. Wie du huldreich, als du kamſt, unſre Rettung üͤbernahmſt, alſo ſey auch deine Treu mir mit jedem Morgen neu. 7. Deine Wahrheit leuchte mir bey dem al⸗ len, was ich hier, zur Be⸗ fordrung meiner Ruh, denke, wuͤnſche, waͤhl und thu! 8, Troſte kräftig meinen Sinn, wenn ich voller Kummer bin! hilf zum treuen Tugendlauf mei⸗ ner Schwachheit maͤch⸗ tig auf; 9. Daß ich, wenn du, Lebensfuͤrſt, herrlich wie⸗ derkommen wirſt, froh dir moͤg'entgegen ſehn, und gerecht vor dir beſtehn. 8. M. Befiehl du deine W. Wie ſoll ich dich em⸗ D pfangen, Heil aller 13 Sterblichen! du Freude, du Verlangen der Troſt beduͤrftigen! Gib ſelbſ mir zu erkennen, wie, dei⸗ ner Guͤte voll, dich meine Seele nennen, dich wuͤr⸗ dig preiſen ſoll. 2. Einſt ſtreute man dir* Palmen, jezt ſoll die Dankbegier, mein Heil! in Freudenpſalmen er⸗ gieſſen ſich vor dir. Dich, dich wil ich erheben, ſo gut ich Schwacher kan, mein Herz will ich dir ge⸗ ben. Ach, nimm es gnaͤ⸗ dig an! 3. Damit du mich be⸗ freyteſt, gabſt du dich ſelbſt fuͤr mich; mich zu erretten freuteſt du, Se⸗ ligmacher, dich. Du ſa- heſt, es ſey Keiner, ver⸗ mogend gnug dazu; da jammerte dich meiner, da kamſt da halfeſt du. 4. Das ſchreibt in eure Herzen, Betruͤbte! klast zagt nicht u nicht mehr! euren Schmerzen, als ol kein Helfer waͤr. O ehe auf 1— 4——— 14 Erſte Abth. Beym Anfang des Kirchenjahrs auf! ihr habet den beſten Freuden, die Gott berei⸗ Helfer nah; der eure tet hat. Seele labet, der treue 8. Er kommt zum Welt⸗ Freund, iſt da. gerichte und bringt, wenn 5. Ihr, die die Suͤnde er erſcheint, Fluch jedem reuet, die ihr die Schuld Böſewichte, und Heil beweint, wißt, daß er euch dem Tugendfreund. verzeihet. Er ſelbſt, der Wohl ewig allen denen, Menſchenfreund, ruft die ſeine Wege gehn, und heilbegiergen Sundern einſt mit Freudenthraͤ⸗ der Gnade Troſtwort zu, nen an ſeiner Rechten macht ſie zu Gottes Kin⸗ ſtehn. dern, ſchafft ihren See⸗ 9. M. Jeſu, meine Freude. len Ruh. Fjottes Sohn iſt kom⸗ 1 6. Er uͤberfiehet Keinen, men! dankt ihm, ſei⸗ und weiß, was jedem ne Frommen dankt ihm, nützt. Hat er nicht ſtets daß er kam; daß er hier die Seinen von Anbegiñ auf Erden, unſer Heil zu geſchutzt? nicht ſie in ih⸗ werden, ſeine Wohnung rem Leide zu tröſten ſtets nahm! Menſch, wie wir, ine Freude und Wohlthun Schopfung ſprach: ent⸗ ſeine Luſt. ſtehe! der einſt ſpricht: 117. Er macht uns von vergehe! den Banden des Todes 2. Laßt uns niederfal⸗ ewig loß; entreiſſet uns len, danken, daß er Allen den Schanden der Sund, Freund und Bruder iſt! und machtuns groß; gibt Gott, auf ſeinem Throne, Weisheit, Muth im Lei⸗ liebt uns in dem Sohne. den, und Kraft zu jeder Bruͤder Jeſu Chriſt, That; verſichert uns die welch ein Heil, am Soh⸗ ne — llgewußt? Erfreun iſt ſeie erſchien er hier, der zur „2₰ ſ 17 3 1ſb *ne o ſcnn; 1 a he Ergän ſitutf 1 4 he a 1 hc in ſa 4 n H füß S in An Go gü wigt ihm 14 19, tiſchen a 1n,J d.. ſgh lmg Mnnam n Küaia, D dfa u. dedm ſaue ga. nün amch an. ſin fic war Stiyimgſtt e äſe. uſ. L met ſen ſut w 2u Frunmd Sc Setaſſönm„3 demecddt 6 (eſof Rnl S— Gott ſelbſt zu haben! Bruͤder haſſen, noch ſie 24 oder in der Adventszeit. 15 ne Theil, Theil durch ſucht, wie wir: uber⸗ ſeiner Zukunft Gaben an ſchwenglich wird er loh⸗ 3. Keine Macht der Lei⸗ den kann von ihm uns ſcheiden; er bleibt ewig treu. Dort wird er vom Böſen gaͤnzlich uns erloͤ⸗ ſen; hier ſteht er uns bey. Unſer Freund mit Gott vereint, kann nicht ſeine 6. Eilet, eilt, ihr Suͤn⸗ der! werdet ſeiner werth! ſeyd, wie er, vollkommen! Preiſet ihn, daß er er⸗ huͤlflos laſſen! 4. Wenn wir einſt er⸗ lich Leben! nen, und der Schwach heit ſchonen. der! werdet Gottes Kin⸗ Eilet, eilt, ihr Frommen! bleibet ſeiner werth! ſchien, daß er ſich fuͤr euch— gegeben, durch ein goͤtt⸗ müden, fuͤhrt er uns im Frieden in des Grabes Nacht. Unſre todten Glieder gibt die Erde wieder ihm, der ſie be⸗ wacht. Jeſus ruft uns aus der Gruft, er, der ſelbſt den Tod ein ſchmekte, den das Gra bedekte. 5. Auf dem Richter⸗ throne werden wir im Sohne unſern Bruder ſchaun. Heil und ewigs Leben wird er Allen ge⸗ ben, die noch dann ihm traun. Er ward hier ver⸗ 10. Mel. Von Gott will b ich nicht. Mit Ernſt, o Menſchene kinder, macht euer Herz bereit! Er kommt, — das Heil der Suͤnder, der Herr der Herrlichkeit! ſt Er kommt von ſeinm b Thron voll Huld zu uns hernieder, wird einer un⸗ ſrer Bruͤder, er, Gottes einger Sohn. 2. Eilt, Suͤnder, voll Verlangen, eilt, euch zu ihm zu nahn! Ihn wuͤr dig zu empfangen, berei⸗ tet ihm die werdet Bahn! Auf! ———.— —yö—J. 15 Erſte Abth. Beym Anfang des Kirchenjahrs Thut Buſſe, flieht die Heil geſandt, iſt dir ein Suͤnden! dann köoͤnnt göttlich ſichers Pfand, ihr Gnade finden, dann wie innig ſeine Vater⸗ ſeyd ihr ſeiner werth. treu, wie werth ihm deine 3. Nur der, der Demuth Wolfarth ſey. übet, iſt des Erlöſers 3. Durch ihn hat er die Freund; wer aber Hoch⸗ ſichre Bahn zur Selig⸗ muth liebet, iſt und bleibt keit dir kund gethan; Gottes Feind. Nur der, durch ihn hat er dir Trieb der redlich iſt, und folget und Kraft auf dieſer Gottes Leiten, der kann Bahn zu gehn, verſchafft. ſich recht bereiten, zu dem 4. Und o durch welche kommt Jeſus Chriſt. bange Reihn von Nie⸗ 4. Doch was vermag ich drigkeit, von Schmach Schwacher, ich Suͤnder und Pein ließ er den ohne dich! Mein Heil, Göttlichen nicht gehn, almein Seligmacher, be⸗ zum ewgen Gluͤck dich zu lreite ſelber mich! Mein erhohn! lich eile dir entgegen, ner Zeit die Groͤſſe ſeiner komm, komm mit deinem Guͤtigkeit, dent oft und 3 Segen, und wohne ſtets ſtets mit Freuden dran, ain mir! und bete Gott in De⸗ 11. M. Vom Himmel hoch muth an. da komm. 6. Aus Gegenlieb und Auf! freue dich mein Dankbarkeit ſey ihm . Geiſt in mir! und dein ganzes Herz geweiht, preiſe deinen Gott, der dein Herz, das ihm ganz ddir ſelbſt ſeinen Sohn zugehort, und ſelig iſt, um Helfer giebt; preiſ' wenn es ihn ehrt. ihn, daß er aſſo dich liebt. 7. Dem, 1 8.8—,—2—,—, ͤ werdet ſeiner werth! 2. Er, den dir Gottzum n,d r Herz ſehnt ſich nach dir; 5. Vergiß, vergiß zu kei⸗ l fant 98G 5 4. or ab 1 1 we d dn. hekke ſder der 6 man ' Me 17., Dem, den er dir zum Helfer gab, dem folge red⸗ Ri i sa lich bis ans Grab; folg ihm, und wende dankvoll an, was er zu deinem . Heil gethan. 3. Erwekke dich damit zum Fleiß der Heiligung. Das iſt der Preis, den 1 oder in der Adventszeit. aͤchte Dankbarkeit ihm gibt, der dich begluͤkt, und den er liebt. 9. In dieſem Preiſe uͤbe dich, mein Geiſt, ſo hilft er ſicherlich dir zu dem Gluͤck, das Gottes Rath durch ihn der Welt be⸗ reitet hat. a „ W A 3 12. Mel. Vom Himmel 2K hoch da komm. T [Dis iſt der Tag, den 1 Gott gemacht, ſein u werd in aller Welt ge⸗ dacht! Ihn dreſt was durch Jeſum Chriſt im h Himmel und auf Erden 1 iſt. 2. Die Voͤlker haben un dein geharrt, bis daß die Zeit erfuͤllet ward, da ſandte Gott von ſeinem 20. Thron dasHeil der Welt, nn dich, ſeinen Sohn. 3. Wenn ich dis Wun⸗ an der faſſen will: So ſteht gi, mein Geiſt vor Ehrfurcht ſtill;z er betet an und er 1 1 1 n 1 — ¹ Weynachtslieder, oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. ermißt, daß Gottes Lieb unendlich iſt. 4. Damit der Suͤnder Gnad erhaͤlt, erniedrigſt du dich, Herr der Welt, nimmſt ſelbſt an unſrer Menſchheit Theil, er⸗ ſcheinſt im Fleiſch, wirſt unſer Heil. 5. Und zu erfuͤllen Got⸗ tes Rath, ſprachſt du ſo wol durch Wort als That: Gott, deinen Wil⸗ len thu ich gern. Lob ſey dir, der da kam vom Herrn! 6. Herr, der du Menſch gebohren wirſt, Imma⸗ den nuel und Friedefuͤrſt, auf 18 den die Vaͤter hoffend ſahn, dich, Gott, Meſ⸗ ſias, bet ich an. 7. Du unſer Heil und hochſtes Gut vereineſt dich mit Fleiſch und Blut, wirſt unſer Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Ma⸗ jeſtat! Du biſt es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit! Du biſt es, der das Herz erfreut. 9. Durch eines Suͤnde ftel die Welt. Ein Mitt⸗ ler iſts, der ſie erhaͤlt. Was zagt der Menſch, wenn der ihn ſchuͤtzt, der in des Vaters Schooſſe ſitzt? 10. Jauchzt Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligen Ge⸗ burt! Und Erde, die ihn heute ſteht, ſing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dis iſt der Tag, den Gott gemacht, ſein werd in aller Welt gedacht! Erſte Abth. Weynachtslieder, „ Ihn preiſe, was durch Jeſum Chriſt im Ppimmel und auf Erden iſt. 3. Mel. Gott ſey Dank in aller. 5 geiland, den uns Gott 2 verhieß, den der Him⸗ meljauchzend pries, als du Sterblichen zum Dienſt huldreich auf der Erd erſchienſt! 2. Wie dein Nam, iſt auch dein Ruhm. Jeſu, wir, dein Eigenthum, ehren dankvoll und er freut deine große Guͤtig keit. 3. Du, deß Hand die Himmel haͤlt, du kamſt willig in die Welt, uns von Suͤnden zu befreyn, unſer Licht und Troſt zu ſeyn. 4. Stark in deines Va⸗ ters Kraft haſt du Leben uns verſchafft. von? blößt, ſind, o Herr, durch dich erloͤſt. 5. Preis ſey dir in Ewigkeit! Auf! die ihr Wir, Rath und Huͤff ent⸗* „ erloͤ⸗ us dher ſ. eun n ſ. f n n 7.*E dichtar dchan d dr fi wis iſff 5„* —— 1— der mit Lehr und That euch vom Tod erloſet hat. 6. Der du liebreich zu uns kamſt, unſre Rettung uͤbernahmſt, dein uns theur erworbnes Heil ſey auf ewig unſer Theil! 7. Unſre Seele trau auf dich; unſer Leben preiſe dich! Und du ſelber, Heil der Welt, hilf uns thun, was dir gefaͤllt! 14. Mel. O Jeſu Chriſt, dein Kriplein. Auf, ſchicke dich, recht feyerlich des Heilands Feſt mit Danken zu bege⸗ hen! Lieb iſt der Dank, der Lobgeſang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb, erhoͤhen. 2. Dankvoll und froh ruf aus: alſo hat Gott die Welt in ſeinem Sohn geliebet! O, wer bin ich, Herr, daß du mich ſo herr⸗ lich hoch in deinem Sohn geliebet. 3. Er, unſer Freund, mit uns vereint zur Zeit, oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. erloſet ſeyd, ruͤhmt den, 19 da wir noch ſeine Feinde waren; und ſeine ieb als Menſch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er iſt das Heil; thu taͤg⸗ lich Buß, und glaub an ſeinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr, Herr, ſpricht, und doch nicht ſucht ſein Beyſpiel nach⸗ zuahmen. 5. Aus Dank will ich i in Huͤrftgen dich, dich, Got⸗ tesſohn, bekleiden, ſpei⸗ ſen, traͤnken; der From⸗ men Herz in ihrem Schmerz mit Troſt er⸗ freun und dein dabey ge⸗ denken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und alles iſt im Himmel und auf Erden! die Chri⸗ ſtenheit preiſt dich erfreut und aller Knie ſoll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern und wer ihn ehrt, den wird do ſein 22 er wird uns gleich, um Gottes Reich , 20 —— Erſte Abth. Weynachtslieder, — 3 der de ſein Name tröſten. Ge⸗ fen haͤtte, naͤhm' er dann* rantn Menſchheit an, daß er aii Kah ſobt ſey Gott! Gelobt ſey Gott! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlöſten. 15. Mel. Warum ſollt ich mich denn. Laßt uns unſerm Gott lobfingen! hoch er⸗ freut, laßt uns heut' ihm Anbetung bringen! In des Himmels hohe Choͤre ſtimmet ein: Gott' al⸗ ſein, unſerm Gott ſey Ehre! 2. Jeder, der ſich fuͤhlt verlohren, freue ſich in⸗ niglich; Chriſtus iſt ge⸗ bohren. Er, der König aller Weſen, ſteigt herab bis ins Grab, Suͤnder zu erloͤſen. 3. Wer kann Gottes Rathſchluß faſſen? Aber dis iſt gewis: Gott kann uns nicht haſſen! Kommt der Sohn aus freyen Trieben zu uns her; wie ſollt' er nicht die Men⸗ ſchen lieben! 4. Wenn er uns verwor⸗ uns errette? Deß ſoll ſich der Erdkreis freuen! Zum Gericht kommt er nicht, ſondern zum Ver⸗ zeihen. 7. Eilt im Geiſt nach Bethleh'ms Huͤtten;⸗ ſeht, was dort euer Hort ſchon fuͤr euch gelitten. Er wird niedrig eurent⸗ wegen! er erwirbt, da er ſtirbt, ſeinen Feinden Segen. 6. Er, er will fuͤr eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod goͤttlichgroß erdulden. Lernt den Menſchen⸗ freund erkennen; gna⸗ denreich will er euch ſeine Bruͤder nennen! 7. Dankt ihm, der das innre Sehnen ſehen kan! betet an!opfert Freuden⸗ thränen! Liebt ihn, der: von Liebe brennet, traut dem Herrn, der euch gern ſeine Brüder nennet! 8. Wenn euch eure Suͤn⸗ den — 2 — ſcenken ihn mit en! 3t ſe pptic eermuicken eüct, te Pla wetzfüh Erlöſter: m an und( flt fü e 1 ht e a thihr 1 alit ſure d der gegen Jſt, 1 JNirthe auch. 2 plne. t Lee 1 fllfe 1 6 en 8 dgi 11 8 * den kränken, eilt herzu, ſuchet Ruh! er will ſie euch ſchenken. Schaut auf ihn mit Glaubens⸗ blicken! Zittert nicht! denn er ſpricht: ich will euch erquicken. 9. Druͤckt euch hier ſo manche Plage: euren Schmerz fuͤhlt ſein Herz; kein Erloͤſter zage. Brin⸗ get ihm an ſeinem Feſte Preis und Ehr! wiſſet, er waͤhlt fuͤr euch das Beſte. 10. Er verlaͤßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr, als ihr, litt er hier, euch begluͤckt zu machen. Dieſe kurze Zeit der Lei⸗ den und der Muͤh, was iſt ſie gegen ew'ge Freu⸗ den? 11. Jeſu, du nahmſt meine Buͤrde gern auf dich, daß auch ich frey und ſelig wurde. deine Lieb' ergruͤnden? Ewig ſoll freudenvoll ſie mein Herz empfinden. Wer kan 12, Dir, mein goͤttlicher oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. 21 Befreyer, folg' ich nach, ob wohl ſchwach, dochum ſo viel treuer. Keine Kreatur, kein Leiden, kei⸗ ne Noth und kein Tod ſoll von dir mich ſcheiden. 13. Du kommſt einſt zumWeltgerichte! Dann werd' ich, Richter, dich ſchaun von Angeſichte. Wenn dann da die Sun⸗ der beben: ſo werd ich deiner mich freun und ewig leben! 1 16. Mel. O Jeſu Chriſt, dein. Sey, Chriſtenheit, ſey hoch erfreut! das Heil der Welt, der Mitt⸗ ler iſt gebohren. Nimm freudig Theil an ſeinem Heil; wer an ihn glaubt, wird nimmermehr ver⸗ lohren. 3 2. Welch große That! Nach Gottes Rath hak ſich ſein Sohn fuͤr uns dahin gegeben. Ganz ohne Suͤnd ein Menſchen kind wird et, und bringt uns allen Heil und Leben. G 3 3 · Er, — — 22 3. Er, er befreyt uns von dem Leid, das durch der Suͤnde Macht auf uns gekommen. Mit uns iſt Gott nun in der Noth. Frohlockt dem Herrn, und hofft auf ihn, ihr Frommen! 4. Auch mein Geſang, Herr, bringt dir Dank. Du wurdeſt Menſch, da⸗ mit wir ſelig wuͤrden; du machſt uns groß, und ewig loß vom Fluch der Suͤnd und ihren ſchwe⸗ ren Buͤrden. 5. Gelobt ſey Gott! Auf unſre Noth ſah er mit Huͤlfe mitleidsvoll hernieder. O Chriſten⸗ heit! preiſ' ihn erfreut! Des Höchſten Sohn bringt das Verlohrne wieder. 17. In eigner Melodie. Gelobet ſeyſt du, Jeſus Chriſt,daß du Menſch geboren biſt! Des freuen wir uns immerdar und ſingen mit der Engel⸗ ſchaar: Gelobt ſey Gott! 8 — ͤ Erſte Abth. We —— ynachtslieder, 2. Des ewgen Vaters eigner Sohn kam herab von ſeinem Thron, nahm an ſich unſer Fleiſch und Blut. O ſeht, was ſeine Liebe thut! Gelabt ſey Gott! 3. Fuür uns erniedrigt, arm und blos, lag er in Marien Schooß; der Herr, durch den die Him⸗ mel ſind, ward, gleich wie wir, ein ſchwaches Kind. Gelobt ſey Gott! 24. Das ewige Licht brach nun herein, unſre Schatten zu zerſtreun; auf uns, die Nacht und Furcht umgab, kam Got⸗ tes Wahrheit nun herab. Gelobt ſey Gott! 5. Der Sohn des Va⸗ ters, Menſch und Gott, fuͤhlt des Pilgerlebens Noth; uns, Gaͤſt' und Pilger dieſer Zeit, fuͤhrt er zu ſeiner Herrlichkeit. Gelobt ſey Gott! 6. Er war auf Erden ſchwach und arm, daß er unſrer ſich erbarm, und uns 8 en h ſel ackirtt 6 alei 9 ds fhat t1 ſbete 1 pund 694 inſt Gſe ſey 4 ſn ſ ds d L Egngeln gleich. oder bey der Feyer des Geburtofeſtes Jeſu. 23 uns in ſeines Vaters Reich'einſt mache ſeinen Gelobt ſey Gott! 7. Das hat er alles uns gethan; betet, Chriſten, betet an! Auf! ruͤhmet ſeine Freundlichkeit jetzt und dereinſt in Ewigkeit. Gelobt ſey Gott! 18. Mel. Ermuntre dich mmein ſchwach. Kott, deine Gnade ſey gepreiſt! ſie ſchuf uns Heil und Leben. Ermuß⸗ tre dich, mein traͤger Geiſt, ihr Wohlthun zu erheben. Denk an die Nacht, da auf der Welt des Höchſten Sohn ſich dargeſtellt, um ſein ſo theures Leben fuͤr Sun⸗ der hinzugeben. 2. O große That! er⸗ wünſchte Nacht! von Engeln ſelbſt beſungen! du haſt den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erſchien der ſtarke Held, an der alles ſchuf und alles haͤlt, der Freund der Menſchenkinder, des Tov des Ueberwinder. 3. Der du zu uns, ge⸗ ſandt vom Herrn, aus deinem Himmel kameſt, und unſer Fleiſch und Blut ſo gern in Demuth an dich nahmeſt! Sohn Gottes! o wie haſt du dich ſo tieferniedrigtauch fuͤr mich! wie arm biſt du erſchienen, um mir zum Heil zu dienen. 4. O lehre mich den großen Werth von deiner Huld recht faſſen! Was reitzte dich, auf dieſer Erd dich ſo herab zu laſſen? Hier warteten dein nichts, als Noth, Ver⸗ achtung, Kummer, Schmerz und Tod; und doch kamſt du auf Erden, ein Menſchen ſohn zu werden. 5. Viel ſtaͤrker, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menſchenliebe. Du ſaheſt unſre Suͤnden⸗ noth mit mitleidsvollem B 4 Triebe⸗ —— Triebe. Du ſtellteſt, un⸗ ſer Heil zu ſeyn, nach dei⸗ nes Vaters Rath dich ein, wardſt Menſch und kamſt, mit Freuden fuͤr uns den Tod zu leiden. 6. Dein, Sohn des Höochſten, freu ich mich; du biſt auch mein Erret⸗ ter. Auch mir zum Troſte ſandte dich der Herr, der Gott der Goͤtter. Was mir ein wahres Wohl verſchafft, Erleuchtung, Friede, Beſſrungskraft, und Freuden, die ſtets wahren, willſt du auch mir gewaͤhren. 7. Was ſoll ich dir, mein groͤſter Freund, für deine Treue geben? Du biſts, der mich mit Gott vereint, du bringſt mir Heil und Leben. Herr, was ich hab und was ich bin, das geb ich dir zum Dienſte hin; ich will dich ohn Aufhoͤren mit Leib und Geiſt verehren. 8. Ich ſehe dich zwar hier noch nicht, doch du Erte Abth. Weynachtslieder, — wirſt wiederkomen; und dann ſchaun dich von An⸗ geſicht, Herr, alle deine Frommen. Dann werd i auch ich, Herr Jeſuu Chriſt, dich ſchaun, ſo herrlich, als du biſt; dan wirſt du mich zum Leben, das bey dir iſt, erheben. 19. Mel. Nun lob', mein Seel', den. Vom Grab', an dem nis —₰ wir wallen, ſoll, Jeſu Chriſt, dein Lobgeſang empor zum Himel ſchal len. Dir opfre jede Seel Dank; und jeder der h Gebohrnen erfreu ſich Menſch zu ſeyn; und je der der Verlornen ruͤhm’? es, erlöͤſt zu ſeyn! Uns iſt das Kind gegeben, ge bohren uns der Sohn; mit ihm erſcheint das Le⸗ ben, mit ihm des Him⸗ mels Lohn! 2. Kommt, laßt uns niederfallen vor unſerm Mittler, Jeſus Chriſt, und danken, daß er Allen Erretter, Freund und Bru⸗ 74 ſce 2ſ iſt wr zrrſ 1 ne an wicht urhs hü ijtn ſhei n e? Bruder iſt. Er, gleich der Morgenſonne mit ih⸗ rem erſten Strahl, ver⸗ breitet Licht und Wonne und Leben uͤberall. Durch ihn komt Heil und Gnade auf unſre Welt herab; er ſegnet unſre Pfade durch's Leben bis ans Grab. 3. Frolockt, ihr Mitge⸗ noſſen der Suͤnde und der Sterblichkeit! Nicht laͤnger iſt verſchloſſen der Eingang zu der Herrlich⸗ keit. Zu unſrer Erd' her⸗ nieder kam Gottes ewger Sohn. Nun hebt er ſeine Bruͤder empor zu Gottes Thron'. Er ward das Heil der Suͤnder und der Verlohrnen Hort; hier ſind ſie Gottes Kinder, und Gottes Erben dort. 4. O du, dem jetzt die Menge der Engel und Verklaͤrten ſingt, ver⸗ nimm die Lobgeſaͤnge, die dir dein Volk im Staube bringt. Auch du warſt einſt auf Erden was deine oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. 25 Bruͤder ſind, ein Dulder der Beſchwerden, ein ſchwaches Menſchenkind. Was du nun biſt, das werden einſt deine Bruͤ⸗ der ſeyn, wenn ſie, ent⸗ ruͤckt der Erden, ſich dei⸗ nes Anſchauns freun. 5. Bald ſind wir zu dem Lohne der Himmelsbuͤr⸗ ger dort erhoͤht. Nah' find wir dañ dem Throne und ſchauen deine Maje⸗ ſtaͤt. Nicht mehr aus dunkler Ferne dringt dañ der Dank zu dir; weit uͤber Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir. Dann ſchallt durch jede Sphaͤre, Herr, unſer Lobgeſang. Dem Ewigen ſey Ehre! Dem Welt⸗ verſohner Dank! 20. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der. Wie groß, wie angebe⸗ tet iſt dein Nam', o Heiland Jeſus Chriſt! wie theuer deinem Volke! Welch Licht gieng in der Finſterniß mit dir der B 5 Welt —————— 26 Welt auf, wie zerriß, wie fioh des Irrthums Wol⸗ ke! Als du kameſt hoͤrten Taube, und der Glaube half den Kranken, Stum⸗ me ſangen, dir zu danken. 2. Nur Schwache wa⸗ rens die dein Licht ver⸗ breiteten, die Weiſen nicht. Wo ſind ſie? wo die Hohen? und wo die Reichen? wo die Macht, vor der des Goͤtzendien⸗ ſtes Nacht und ſeine Schatten flohen? Macht nicht, Liſt nicht; deine Gaben, Mittler, haben dich verklaͤret, uns den Weg zu Gott gelehret. 3. Wir werden deinen Ruhm erhoͤhn, wir wer⸗ den deine Himmel ſehn, den Preis von deinen Lei⸗ den; genießen, was du uns erwarbſt, als du fuͤr uns am Kreutze ſtarbſt, der Engel hohe Freuden. Welche Gnade! daß wir Suͤnder, Gottes Kinder werden ſollen, wenn wir an dich glauben wollen. 8 ———ſĩꝑ—— Erſte Abth. Weynachtslieder. 4. Du haſt dich deiner Herrlichkeit entaͤußert eine kurze Zeit, fuͤr uns von Gott verlaſſen. Und nun, mit Ehr und Ruhm gekrönt, nun machſt du ſelig, die verſoͤhnt, der Suͤnden Graͤuel haſſen. Ihnen willſt du Heil und Leben, gerne geben, und uns Allen helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Vom Aufgang bis zum Niedergang erſchal let dir der Lobgeſang er⸗ retteter Gerechten. Un zaͤhlbar ſind die Schaa⸗ ren ſchon, die gerne dir vor deinem Thron ein wuͤrdig Loblied braͤchten. Ihrer mehr noch, Jeſu, werden ſchon auf Erden dir lobſingen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 6. Wie groß, wie an⸗ gebetet iſt dein Name, Heiland, Jeſus Chriſt! wie herrlich bey den Dei⸗ nen! Fuͤhrſt du uns einſt zu deiner Ruh; o wie weit 7 Krad erlich 6 unna 1n 1 En Eh hun vi ſen ott n ſi ſcpdie Meſc hes 5 ⁵ 1 ſdun d 1 ſtin. inen ſceng 3 de⸗ 3 nputiſet te Pen. d 6 rgl E ſogn W h zerein d ſcene n Sn 1* hin weit herrlicher wirſt du den Frommen dann er⸗ ſcheinen! Ewig muͤſſe, dir zur Ehre, ihrer Choͤre Lob erſchallen, durch die Himmel wiederhallen. 21. M. Sollt ich meinem Gott nicht. Ewig ſey dir Lob geſun⸗ gen, Menſch geword⸗ ner Gottes Sohn! Liebe nur hat dich gedrungen, daß du von der Himmel Thron biſt in dieſe Welt gekommen und uns Sterblichen zu gut, wie die Kinder, Fleiſch und Blut haſt ſo willig an⸗ genommen. O wer iſt an Huld dir gleich? Wer, wie du, ſo gnadenreich? 2. Bis in Ewigkeit ge⸗ horet dir der Menſchen Dank und Ruhm. Denn wie hoch haſt du geehret uns, dein Volk und Ei⸗ genthum! Huldreich haſt du dich vereinet, mit der menſchlichen Natur, und vor aller Kreatur ſie, ſo niedrig ſie auch ſcheinet, oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. 27 dir zum Wohlthun aus⸗ erwaͤhlt, von Erbarmen blos beſeelt. 3. Liebend kamſt du uns entgegen, uns vom Elend zu befreyn; wur⸗ deſt aller Volker Segen, ſuchteſt aller Troſt zu ſeyn. Hat die Suͤnd uns gleich verdorben, o ſo haſt du neue Kraft uns zur Heiligung verſchaft, und das große Gluͤck erwor⸗ ben, einſt von Suͤnden voͤllig rein, ganz dir gleichgeſinnt zu ſeyn. 4. Ja du zeigſt durch deine Lehren uns den ſichern Weg zum Heil; gibſt uns, wenn wir treu dich ehren, an dem gro⸗ ßen Vorzug Theil, in den Himmel einzugehen, und da Gottes Herrlichkeit nach vollbrachter Ue⸗ bungszeit ewig einſt ver⸗ klaͤrt zu ſehen. O zu wel⸗ cher Zuverſicht hebt das meine Seele nicht! 5. Sollte Gott mich denn wohl haſſen, Peiſ 2 28 ich gleich voll Maͤngel bin? Nein, er kann mich nicht verlaſſen, er hat ganz den Vaterſinn, liebt auch mich in ſeinem Sohne. Er, der meine Schwaͤche kennt, und mich ſeinen Bruder neüt, herrſchet auf des Vaters Throne. Und er herrſcht dort als mein Freund, der auch mich mit Gott vereint. 6. Herr, wie groß iſt deine Guͤte! Meine Seele freut ſich dein; und mit dankendem Gemuͤthe will ich ganz dein eigen ſeyn. Nimmer will ich dein vergeſſen; dir will ich mich ganz vertraun, freu⸗ dig folgen, auf dich baun, deine große Huld ermeſ⸗ ſen. Gib, daß ich fuͤr deine Treu ewig dir er⸗ geben ſey! 22. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. Laßt uns mit ehrfurcht⸗ vollem Dank den Gott der Lieb erhöhen, mit ——— Erſte Abth. Weynachtslieder, feyerlichem Lobgeſang a 11 obſta des Heilands Feſt bege rl G. hen! Preis ſey dem Va. ſriint ter, der ihn gab! Preis dru phenſc ſey dem Sohn! er kam Die herab, und ward das Heil der Menſchen. 2. Der iſt kein Chriſt, der dieſes Heil nicht ſchaͤtzt und liebgewinnet. Nimm froh an ſeiner Liebe Theil, und werd ihm gleich geſinnet! Wer nicht, wie er, geſinnet iſt, der ehrt ihn nicht, iſt nicht ein Chriſt. Der Herr erkennt die Seinen. 3. In Quͤrftgen laßt uns ihn erfreun, beklei⸗ den, ſpeiſen, traͤnken; ja laßt uns frohe Geber ſeyn, und ſein dabey ge⸗ denken. Was ihr den Seinen habt gethan, das, ſpricht er, habt ihr mir gethan. Und er, er will's vergelten. 4. Wer ihn mit treuem Herzen ehrt, den wird ſein Name troͤſten. Ver⸗ traut auf ihn, der Flehn er⸗ 4 nel 0 potor 9 1 ſt l dier ſeoc! P Vre un üinem ſen hen ſSn) 56 Dan nn Vuni u d de dia ſen ſei ebalte oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. 20 1 49 Aääed 6 erhoͤrt, lobſingt ihm, ihr ſeiner Wahrheit Macht 449 Erlöſten! Es freut ſich zu Gott uns hinzuziehn; d,ha a deine Chriſtenheit, Herr, vor ſeinem Lichte muß deiner Menſchenfreund⸗ die Nacht des Aberglau⸗ mas lichkeit. Dir, dir ſey bens fliehn agh ewig Ehre! 6. Er lehret uns die n 23. M. Lobt Gott ihr Chr. Sunde ſcheun, er gibt Min ne Lobt Gott, ihr Chriſten, auch Kraft dazu, und täw a freuet euch! von ſeiner ſchaft uns, wenn wir ſie n Himmel Thron beruft er bereun, Begnadigung n uns zu ſeinem Reich, und und Ruh:,: mſicg a ſendet ſeinen Sohn:: 7. Er bringt den Troſt 1, u 2. Der Sohn kommt, der beſſern Welt vom inge, nach des Vaters Rath, Himmel uns herab. Nun 1e G mit Heil uns zu erfreun, ſchreckt, wenn unſre Huͤtte mts a und auf des ewgen Le⸗ fällt, den frommen Geiſt 1 m bens Pfad der Welt ein kein Grab:: E Licht zu ſeyn:, 8. Er öͤffnet uns der⸗ h,hn 9 3. Bey ſeinem Eintritt einſt die Thuͤr zu ſeinem cma zn in die Welt umgibt ihn Himmelreich. Ihr Chri⸗ nt 1 keine Pracht, die glaͤn⸗ ſten, wie begluͤckt ſind 4* 3 R zend in die Augen faͤllt, wir! lobt Gott und . euat 3 und groß vor Menſchen freuet euch!:,: u nßeg an macht:,: 24. Mel. Vom Himmel uhtn t 4. Er wird dem aͤrm⸗ hoch da komm. 9 gehrt kein Erdengluͤck, ſten Gott! erbarmend Nn e verlangt allhier kein Kô⸗ ſah er unſre Noth, und hſen nigreich von einem Au⸗ ſandte Jeſum, ſeinen nt e Lenblick:: Sohn, zu uns von ſeiner auihel”. 5. Er kommt, durch Himmel Thron. urt an ſten Knechte gleich, be⸗ Lob ſey dem allerhoͤche — — 30 2. Ihn ſandt er, unſer Troſt zu ſeyn, vom Suͤn⸗ dendienſt uns zu befreyn, mit Licht und Kraft uns beyzuſtehn, und uns zum Himmel zu erhohn. 3. O welch ein liebes⸗ voller Rath! o unaus⸗ ſprechlich groſſe That! Gott thut ein Werk, dem keines gleicht, das keines Menſchen Lob erreicht. 4. Sein Sohn, durch den er alles ſchuf, nimmt willig auf ſich den Beruf, uns vom Verderben zu befreyn, und ſchaͤmt ſich nicht, uns gleich zu ſeyn. 5. Er kommt zu uns in Knechtsgeſtalt, verlaͤug⸗ net Hoheit und Gewalt, und laͤßt ſelbſt bis zum Tod und Grab, zu unſrer Rettung ſich herab. 6. Was ſind wir, daß uns Gott ſo liebt, und ſeinen Sohn ſelbſt fuͤr uns giebt? Was nutzen wir dem hoͤchſten Gut, daß es ſo groſſes an uns thut? ——O⏑O⏑—:˖—:— *——— — Erſte Abth. Weynachtslieder, 7. Nimm, Seele, nun dein Beſtes wahr, ver⸗ ſchmaͤhe den nicht un⸗ dankbar, den Gott zum Helfer dir beſtimmt, und der ſich liebreich dein annimmt. 8. Bet ihn als deinen Retter an, und ſey ihm willig unterthan. Durch ſeine Lehre zeigt er dir den Weg zum Lebenz folge ihr! 9. Bey dieſer Treue haſt du Theil an dem von ihm erworbnen Heil. Wo nicht, ach! ſo ver ſchlieſt du dir muthwillig ſelbſt des Himels Thuͤr, 10. Sein' erſte Zukunft in die Zeit war voller Huld und Freundlichkeitz die andre wird, zu großer Pein der Suͤnder, maje⸗ ſtatiſch ſeyn. 11. ZuEhren aber nitt er dañ mit Freuden ſeine Frommen an, und wird ſie in des Vaters Reicht verklaͤrt erhoͤhen, En⸗ geln gleich. — — 12. Ge⸗ 2’ tchda mlett 19 ven du pfleſe t byvoh , Rr a pienen 8 obed 1 ſy 6t de ſe der k, Ei dt) vm 2) ßaden ti ſsſein N z ſtn, 1 fict I * Hralh 6rF d 3 O.— oder bey der Feyer des Geburtsfeſtes Jeſu. 31 A 9 3 ehn, 1„ den Menſchenhaß fliehn, W p a 12. neltit iede enen lehrte den Frieden uns 6 u der ihn geſandt: ſen ſieben. 4 dds nk 81 Ruhm erfulle jedesLand! Wol Ithun und Se⸗ A AK A ſus 4. lth„ n gelobt ſey von uns Je gementſproſſen des Gött⸗ n Chriſt, der uns zum ſichen Schritten, Troſt 1417* Heilerſchienen iſt. und Erquickung trug er nn 25. M. Lobe den Hordene in der Weinenden Hut⸗ a Höhe! der Herr it kann vielfältig geweint, b an gebohren, Suͤndern zn ſelber geduldet gelitten. at, Heiland vom Hoͤcht n. 5. Ehre ſey Gottinder h aus Gnaden tohdene Hoͤhe; ein ewiges Leben Laſeet uns ſein dankvoll, hat er durch ihn, ſeinen m Iſt er nicht uns au gegeben. Bis in das dl n. ebohren?„ 7 er vom Him⸗ 7 ban d 4 Dunkel bedeckte den Grab ſtieg e Pum Iſn t 44, Erdkreis, und aͤngſtig 3 Himmel zu heben. h m irrten Volker umher, wi 3 Wohl mir! wenn ich nt die Hirten! geſas er⸗ dann ihn meinen Erret von Hirten. Jeſu ter auch ſehe, und mit nnan ſchien! Naͤchte ver⸗ aren Vollende⸗ aunaa ſchien! Nacht die den Schaaren Vollende iaan ſchwanden durch ihn, ter ewig erhohe. Völlig wim auch den Weiſen ver⸗ begläͤckt fing ich dann wirrten. himmliſch entzuͦckt! Ehre gen 3. Meuſchen berufeu ſey Gott in der Höhe! tig eaſ ſich ineniunden P3 wie. 26. M. Wie ſchoͤn leuch⸗ BI p 3 1. 7 4 54 4 2 d ben, folgten 75 4 tet der Morg.. en tracht und Bitterkeit ſtimm' auch du mit ſchaͤndlichen Trieben. O Dank, mein H, zon! lel rte frohem 1 1ſ6 * Jefus erſchien! leh Seiſ u —*— e1 Geiſt in jenen Lobgeſang, davon der Himmel tönte, als der zur Welt hernie⸗ der kam, und unſre Menſchheit an ſich nahm, der uns mit Gott ver⸗ ſöͤhnte. Freu dich innig! Er, dein Fuͤhrer und Regierer kam auf Erden, Licht und Heil auch dir zu werden. 2. Ja, Preis und Ehre, Gott, ſey dir! Wie gna⸗ denvoll biſt du auch mir in deinem Sohn erſchie⸗ nen! Du ſandteſt aus Erbarmen ihn, die dem Verderben zu entziehn, die ſchnöden Luͤſten die⸗ nen, Preis dir! daß mir neue Pfade zu der Gnade offen ſtehen, mich der Suͤnd entruͤckt zu ſehen. 3. Und wie vergelt ich, Heiland, dir die groſſe Treue, die du mir ſchon, eh ich war, bewieſen? Du bahnteſt unter bit⸗ term Leid auch mir den Weg zur Seligkeit. Sey hoch dafuͤr geprieſen! ——“ ———— 32 Erſte Abt. Weynachtsl. od. bey der Feyer des ꝛc. Durch dich kann ich nun hienieden Gottes Frieden ſchon empfangen, und einſt volles Gluͤck er⸗ langen. 4. O gib, daß ich an dieſem Heil nun auch im wahren Glauben Theil durch deinen Beyſtand nehme; daß ich hinweg vom Eitlen ſeh, die Wege deiner Wahrheit geh, und dein mich immer ſchaͤme; bis ich durch dich, wenn ich ſterbe, zu dem Erbe deiner From⸗ men auch dereinſt werd aufgenommen. 5. Ich bringe dir ein dankbar Herz, bereit, in Freude und im Schmerz, wie dirs gefaͤllt, zu wan⸗ deln. Verleihe du mir ſelbſt die Kraft, nach deinem Wort gewiſſen⸗ haft zu denken und zu handeln. erheben, und einſt droben wonnevoll dich ewig loben. Beym —õ Frolich will ich hier im Leben dich it a ſm An *A Anl 9 tt, dei 16G fahen u vor aIe'der 1 n 3 do Fäben. 1E ant 4 bene en, d 1 ſ bon 27. Mel. Nun laßt uns a Gott, dem. uan et Mit Freuden laßt uns 1 treten vor Gott, ihn i n anzubeten! vor Gott, der †. unſerm Leben bisher hat 6 5* Kraft gegeben. n 2. Wir Erdenpilger 1 wandern von einem Jahr V n zum andern; die ſchnelle 1 Ielhng Flucht der Stunden eſe gwird kaum von uns em⸗ „ 7 pfunden. mg à 3. Und dieſe Wanderta⸗ aeaige ſind nie ganz frey von 8 Plage; auf dornenvollen aned Wegen gehn wir dem 1 e n„Grab entgegen. n 69 4. Doch, eilen treue Ni 5 Muͤtter bey ſchwerem ueie wngewitter und drohen⸗ 1* den Gefahren, die Kin⸗ la der zu bewahren: 44 4 pi 5. So eilet voll Erbar⸗ umen auch Gott, mit Va⸗ ſ terarmen, wenn Truͤb⸗ ſalswetter blitzen, die En„Seinen zu beſchuͤtzen. m. 4, 6. Erhalter unſers Le⸗ dn bens! wir ſorgen nur 2 a bol Hſ M 1 33 Beym Anfang und Ende des Jahrs. vergebens, wenn du uns nicht beſchuͤtzeſt, mit Kraft nicht unterſtutzeſt. 7. Gelobt ſey deine Treue, die alle Morgen neue! Lob ſey den ſtarken Haͤnden, die allen Kum⸗ mer wenden. 8. Hor ferner unſer Fle⸗ hen und eil uns beyzuſte⸗ hen; ſey du in unſern Leiden der Brunnqguell unſrer Freuden. 9. Gib mir, gib allen denen, die ſich nach Huͤlfe ſehnen, zu dir, in Noth und Schmerzen, vertrau⸗ ensvolle Herzen. 10. Herr, wehre du den Kriegen, laß Menſchen⸗ liebe ſiegen, und nach den Thraͤnenguͤſſen, die Freudenſtroͤme flieſſen. 11. Gib deinen milden Segen zu allen guten Wegen. Laß Großen, Herr und Kleinen die Gnadenſonne ſcheinen. 12. Sey der Verlaßnen Vater, der Irrenden Be⸗ 8 rather, 4———— rather, der Unverſorgten Gabe, der Armen Huͤlf und Habe. 13. Hilf gnaͤdig allen Kranken; gib frohliche Gedanken den kummer⸗ vollen Seelen, die ſich mit Schwermuth quaͤlen. 14. Vor allem, Herr, verleihe uns deinen Geiſt aufs neue, der uns mit Tugend ziere, und ſo zum Himmel fuhre. 15. Das wolleſt du uns geben, du Herr von un⸗ ſerm Leben; ſo gehen wir im Segen der Ewigkeit entgegen. 28. Mel. Nun freut euch lieben Chriſt. Gott ruft der Sonn' und ſchafft den Mond, das Jahr darnach zu theilen. Er ſchafft es, daß man ſicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht. Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! Erſte Abth. Beym Anfang ———— 2. Herr, der da iſt, und der da war, von danker⸗ fuͤllten Zungen ſey dir fuͤr das verfloſſ'ne J ein heilig Lied geſungen: fuͤr Leben, Woylthat, Troſt und Rath, fuͤr Fried' und Ruh', für je⸗ de That, die uns durch dich Lelungenr 3. Laß auch dis Jahr geſegnet ſeyn, das du uns neu gegeben. Verleiß uns Kraft, die Kraft iſt dein! in deiner Furcht zu leben. Du ſchuͤtzeſt uns, und du vermehrſt der Menſchen Gluͤck, wenn ſie zuerſt nach deinem Reiche ſtreben. 4. Gib mir, wofern es dir gefaͤllt, des Lebens Ruh' und Freuden; doch ſchadet mir das Gluͤckder Welt: ſo gib mir Kreuz und Leiden. Nur ſtaͤrke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Gluͤcklichen beneiden. 5. Hilf deinem Volke vaͤter⸗ Jahr. M ae chundiſe .G uu frmdic dienle 4 nuu ſider undladi di und d d ande hie das Wais * ſiibäſti h threne, ³ And Juf i irn Hiuſ Hdau ſord A w v dinem Nl Ebiſ uns kowe 4 Hott,- en de 8 R den 1 wieder. Verlaſſ'nen dich, und der bedraͤngten Glieder. Gib und Ende vaͤterl ich in dieſem Jahre Erbarme der Gluͤck zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf alle Staͤnde nieder. 6. Daß Weisheit und Gerechtigkeit in unſerm Lande throne, und Tu⸗ gend und Zufriedenheit in unſern Haͤuſern woh⸗ ne; daß Treu' und Liebe bey uns ſey: dis, lieber Vater, dis verleih in Chriſto, deinem Sohne! 29. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. Du Gott, du biſt der Herr der Zeit und auch der Ewigkeiten. Laß mich auch jetzt mit Freu⸗ digkeit dein hohes Lob verbreiten. Ein Jahr iſt abermal dahin. Wem dank ichs, GOtt, daß ich noch bin? nur deiner Gnad und Güͤte. 2. Dich, Ewiger, dich bet ich an, unwandelba⸗ des Jahrs. 35 res Weſen! dich, den kein Wechſeltreffen kan. Wir werden, ſind geweſen, und bluͤhen und vergehn durch dich; nur du biſt unveraͤnderlich; du warſt, und biſt und blei⸗ beſt. 3. Herr, ewig waͤhret deine Treu, mit Huld uns zu begegnen, und jeden Morgen wird ſie neu, mit Wohlthun uns zu ſegnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von ihr ſtets neues Gluͤck mir zugefloſſen waͤre. 4. Du haſt auch im ver⸗ floſſnen Jahr mich vaͤter · lich geleitet, und, wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Huͤlf und Troſt bereitet. Von ganzer Seele preis ich dich; aufs neue uͤbergeb ich mich, Gott, deiner weiſen Fuͤhrung. 5. Vergib mir alle mei⸗ ne Schuld von den ver⸗ floſſnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in C 2 Chriſto —-——— —— — “————ℳ—— 36 Chriſto ferner tragen. Laß mich in deiner Gna⸗ de ruhn, und lehre le⸗ benslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gib neue Luſt und neue Kraft, vor dir ge⸗ recht zu wandeln. Laß mich, Herr, ſtets gewiſ⸗ ſenhaft mit mir und an⸗ dern handeln. DeinGeiſt belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchſtes Gut, und nicht die Welt zu lieden. 7. Die Welt vergeht; dis reitze mich, die Luſt der Welt zu fliehen. Um beſſre Freuden lerne ſich mein Geiſt ſchon jetzt be⸗ muͤhen. Den Engeln bin ich ja verwandt, im Him⸗ mel iſt mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten. 8. O lehre ſelbſt mich meine Zeit mit wahrer Weisheit kaufen. Laß mich die Bahn zur Ewig⸗ keit mit heilger Vorſicht laufen. Der Tage Laſt Erſte Abth. Beym Anfang —— erleichtre mir, bis meine Ruhe einſt bey dir kein Wechſel weiter ſtoͤhret. 30. Mel. Tag geendet. Schon wieder iſt ein i Jahr dahin von h meiner Lebenszeit! die Tage, Gott, wie ſchnell entfliehn ſie hin zur Ewigkeit! Ach, unaufhaltſam fliehen ſie; und ich be⸗ merk es kaum. Des gan⸗ zen Lebens Freud' und Muͤh iſt nur ein kurzer Traum. 3. Und doch iſt dieſer Traum ein Theil von meiner Pruͤfungszeit, an Elend fruchtbar und an Heil fuͤr Welt und Ewigkeit. 4. O waͤr zum großen Zweck der Zeit, die mir bisher verſchwand, o waͤr zum Gluͤk der Ewig⸗ keit mein Leben ange wandt! 5. Dann koͤnnt ich ohne Scham und Quaal jetzt vor M an dict 1 tet de dur H rem dun ſich der 4 10 ch t— aiit, Gh der 1 Geftse 1itdiever e ghädi *vrvenna „ a vord i nur Kcte th 1 N vire 4 rict me 6, ſänaſter 1 tuawied Nesneunr 1— V ch. Na d hetetc 1 ſhen 1) poll ka 8 el. en hder. 2 ir eden 11 rſch i 9 Vu 1 ich der mi vor dem Richter ſtehn, — und heiter die durchlebte 1t Zahl der Stunden uͤber⸗ 4 ſehn. A 5. Doch ach, wie ſehr a Ngſa iſt dieſe Zeit, die Gott ih u mir gab, vertraͤumt: und u i meines Geiſtes Seligkeit ach, wie iſt die verſaͤumt! 7. Sey gnädig uns! nn Wer, wer vermag, Herr, . 19,. 8 1 8 zu beſtehn vor dir? Ach J au 6 pruͤfteſt du nur einen u Tag, wo, Richter! waͤ⸗ at ch ren wir? imn 8. Längſt waͤren wir ium vor dir nicht mehr, der n u Erde längſt entrückt: du a2 Nie hätten wir die Wie⸗ enmis derkehr des neuen Jahrs nin ſugim erblickt. un lnn. Doch, Dank ſey a deiner Vaterhuld! Noch n e ſind und leben wir! O rig, Gott, voll Langmut 1 4 in und Geduld! Wir leben! nunb Dank ſey dir! Hre h 10. Wir leben! Doch nuh jetzt naͤher ſchon dem Ziel lunlchn der kurzen Bahn: und aal a naͤher täglich ruͤckt der Lohn derEwigkeit heran. und Ende des Jahrs. 37 11. Herr, lehr uns unſer beſtes Theil des Le⸗ bens Zweck verſtehn: Zeig uns den ſichern Weg zum Heil, und ſtaͤrk uns, ihn zu gehn. 12. Yann werden wir uns immerdar, Gott, deiner Guͤte freun, und jedem wird dis neue Jahr zur Ewigkeit gedeihn. 31. M. Vom Himmel doch da k. Wir danken Gott durch Jeſum Chriſt, daß nun das Jahr vergangen iſt, daß in ſo mancherley Gefahr, Er unſer Schutz und Retter war. 2. Er ſey es ferner, und dabey mach' er vom Suͤndendienſt uns frey, und fuͤhr uns durch die Pruͤfungszeit zum feſten h Reich der Ewigkeit. 3. Laß leuchten, Herr von Ort zu Ort das helle Licht, dein heilſam Wort: Bis vom Er⸗ kenntniß Jeſu Chriſt, der Erdenkreis erfuͤllet iſt. C 3 4. H „—— 38 4. Hilf uns, daß wir die Suͤnde fliehn, und from̃ zu leben uns bemuhn. Gedenk der alten Suͤn⸗ den nicht, und geh nicht mit uns ins Gericht. s. Mit dieſem neuen Lauf der Zeit, werd un⸗ ſer alter Sinn verneut; damit, wenn alle Zeit vergeht, unendlichs Le⸗ ben uns erhöoht. 6. O Jeſu Chriſt, der fuͤr uns ſtarb, und dieſes Leben uns erwarb: Nim̃ uns nach uuſrer Jahre Lauf, dahin, wo du biſt, ſelig auf. 32. Mel. Hier legt mein Sinn ſich. Wie ſchnell iſt doch ein Jahr vergangen! Schon wieder eins iſt angefangen. Wie gut wie gnaͤdig biſt du doch, mein Gott! durch dich nur leb ich noch. 2. Dir, der das Da⸗ ſeyn mir gegeben, nur dir gehoͤrt mein ganzes Leben; auch auf den Reſt ——— Erſte Abth. Beym Anfang von meiner Zeit ſey dir mein ganzes Herz ge⸗ weiht. 3. Dein Ruhm ſey t beym Gebrauch der Kraͤf⸗ te der Endzweck nuͤtzlicher Geſchaͤfte, und alles was ich wirken kann, ſey dir zum Preis von mir ge⸗ than. 4. O ſtaͤrke mich in dem Beſtreben, aufs neue meiner Pflicht zu leben; erhalt mich auf der Tu gend Bahn, und nimm dich meiner gnaͤdig an. 5. Wantk ich vielleicht und ſinke nieder: ſo richte du, o Vater, wieder erbarmungsvoll Schwachen auf, und leite taͤglich meinen Lauf. 6. Fuͤhrſt du mich auch durch Angſt und Schmer⸗ zen, ſo folg ich dir mit ſtillem Herzen; durch dich, mein Gott, mein hochſtes Gut, gewinnt mein Glaube Helden⸗ muth. 7. Ich ſetze meine Pil⸗ ger⸗ — mich - m ſe nt H„dir l 1ddurh d b ehc d tie fert. ibvr ol 1 ſſcrete i wt dr dackn eit und t vir auch 1 en. . harmer rreae e 1 hen t 4 — ſmn b 4* Nftzaſt 2 4* 1 dengr f kurd m ſn l t ſer, *„Jral *de 5 bi n hicht 4 h f. 5 ſage, 1 ſnrg und Ende des Jahrs. 39 gerreiſe mit Freuden, 2. Mit dankendem Ge⸗ Vater, dir zum Preiſe, muͤthe freu ich mich dei⸗ geleitet durch dein Gna⸗ ner Guͤte; ich freue mich denwort, bey allen Dun⸗ in dir. O gib mir Kraft kelheiten fort. und Staͤrke, Gedeihn 3. Wovor ſollt ich auch zu meinem Werke, und wohl erſchrecken? Du ſchaff ein reines Herz in kannſt, du willſt auch mir. mich bedecken im Elend, 3. Gott, welche Ruh uUnglück und Gefahr, der Seelen, nach deines und waͤr auch dis mein Worts Befehlen einher Todesjahr. im Leben gehn; auf deine 9. Erbarmer, deiner Guͤte hoffen, im Geiſt Batertreue empfehl ich den Himmel offen, und Leib und Seel aufs neue. dort den Preis des Glau⸗ Du ſchenkeſt mir, ich bens ſehn! zweifle nicht, Licht, Trieb 4. Ich weiß, an wen und Kraft zu jederPflicht ich glaube, und nahemich 10. Die Sonne gehet im Staube zu dir, o Gott auf und nieder, ein Jahr mein Heil! Bin ich der vergeht, ein Jahr kommt Schuld entladen, und wieder: nur du, der all⸗ nur bey dir in Gnaden, genugſam iſt, nur du ſo iſt im Himmel auch bleibſt ewig, der du biſt. mein Theil. 33. M. In allen meinen-. F. O leite mich im Se⸗ Ferr, der du mir das gen dem großen Ziel ent⸗ * Leben bis dieſen Tag gegen, dahin dein Wort gegeben, dich bet ich kind⸗ mich weiſt. Mein Leben lich an! ich bin viel zu und mein Ende iſt dein; geringe der Wohlthat, in deine Hande befehl ich, die ich ſinge, die du bis⸗ Vater, meinen Geiſt! her an mir gethan. C 4 In —————— .—— ———. In der Faſtenzeit oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 34. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Herr ſtärke mich dein — Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu verſenken, die dich bewog, von aller Schuld des Boͤſen uns zu erloͤſen. 2. Vereint mit Gott, ein Menſch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreutz gehorſam werden; an unſrer Statt gemartert und zerſchla⸗ gen, die Suͤnde tragen: „Welch wundervoll hochheiliges Geſchaͤfte! Sinn' ich ihm nach, ſo finken meine Kraͤfte, mein Herz erbebt; ich ſeh und ich empfinde den Fluch der Suͤnde. 4. Gott iſt gerecht, ein Richter alles Böſen. Gott iſt die Lieb und laͤßt die Welt erloͤſen. Dis kann mein Geiſt mit Schrecken und Entzuͤcken am Kreutz erblicken. 5. Es ſchlaͤgt den Stolz und mein Verdienſt dar⸗ nieder. Es ſtuͤrzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Gluͤck, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an den ich herzlich glau⸗ be, ich liege hier vor dir gebuͤckt im Staube; ver⸗ liere mich mit dankendem Gemuͤthe in deiner Guͤte. 7. Sie uͤberſteigt die menſchlichen Gedanken. Allein ſollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Menſch; darf der ſich unterwinden, Gott zu ergruͤnden? 8. Des Höchſten Thun iſt Gnad und Lieb erwei⸗ ſen; uns kommt es zu, ſie demuthsvoll zu prei⸗ ſen, zu ſehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad er⸗ zeiget, die Gnade ſteiget. 9. So ſey denn ewig auch ſr ug Iſn mi d 71 SEttarr ine aa Fricſe 11 8 (eben ſut ien dich wi 1 d ſtebsw een ke Wä 6 u deeſe dlsſte f p dnale Gr duce v iu 1pw l 1 thai 18 twd 12 16 ec. 6 Knn us dafte Glauim mn daen, ngſtſct19, AD f 1 Mlaſhe 10,Hlnugan4. ift it wewm, it utrütde dedn Ni a9 ithadurdde ſdhe l T „ ſubket a8 a ſi Iſts,1adt enngttuh ad 1a utRe dn naln iht din 21 1 auch von mir geprieſen fuͤr das Erbarmen, das 9du mir erwieſen! da du, mein Heiland, auch füͤr mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebteſt mich; ich will dich wieder lie⸗ ben, und ſtets mit Freu⸗ den deinen Willen uͤben; o gib zu dieſem ſeligen Geſchaͤfte ſtets neue Kraͤfte. 35. M. Freu dich ſehr, o meine. Jeſu, deine heilgen —₰ Wunden, deinen martervollen Tod laß mir geben alle Stunden Kraft zur Tugend, Troſt in Noth; faͤllt mir etwas Arges ein, laß mich den⸗ ken deiner Pein, daß ich deine Angſt und Schmer⸗ zen wohl erwaͤg in mei⸗ nem Herzen. 2. Die Erinrung dei⸗ ner Leiden ſtaͤrke mich mit Kraft und Muth, alle böſe Luſt zu meiden, zu bekaͤmpfen Fleiſch und Erſte Abt. In der Faſtenz. oder vom Leiden ꝛc. Blut. Auch wenn meim Seele zagt, wenn mich truͤbe Schwermuth plagt laß, im Glauben mich zu ſtaͤrken, mich auf deine Leiden merken. 3. Will die Welt mich ſeitwaͤrts fuͤhren auf der Laſter breite Bahn; dan laß mich im Herzen ſpuͤ⸗ ren, was dein Leiden wir⸗ ken kann; laß mich den⸗ ken an die Laſt, welche du getragen haſt zur Ver⸗ ſöhnung fuͤr die Suͤn⸗ den, und ſo laß mich uͤberwinden. 4. Laß auf deinen Tod mich trauen, Gott, du meine Zuverſicht! durch ihn ſchreckt des Todes Grauen den, der an ihn glaubet, nicht. Drum halt meinen Glauben feſt, gib, daß er mich nie verlaͤßt; dann wird auch dein Tod mir geben Hoff⸗ nung zu dem beſſern Le⸗ ben. s. Jeſu deine heilgen Wunden, deinen marter⸗ C 5 vollen W NN 8 2 1 n 8 N. I —.* 1 3 6 Il 9 1 a 18₰ 1 4 * ℳ - 2 4 8 4 3 . 8 4 8— l. 8 * 5 h 4 9. 1 1 5* 1 56 1 5 814 1 1 A 8 3 4 ſ 17 1 * 1 I* . 7 AIN 5 3 f 1 n — — 42 4* vollen Tod, laß mir ge ben alle Stunden Kraft zur Tugend, Troſt in Noth. Und wenn dieſes Lebens Pfad ſich nun ſei⸗ nem Ende naht: dann laß, Jeſu, durch dein Sterben mich ein ſelig Leben erben. 36. M. Chriſtus, der uns ſelig macht. Jeſu meiner SeeleLicht, B Urſprung meiner Freuden, wie viel Troſt und Zuverſicht fließt aus deinem Leiden! nimm den Dank in Gnaden an, den ich dir jetzt ſinge; deß, was du an mir ge⸗ than, bin ich zu geringe. 2. Ich erwaͤg es hin und her, was dich ange⸗ trieben eine Suͤnderwelt ſo ſehr, wie du liebſt, zu lieben; uns Verlohrne zu befreyn, haſt du Angſt und Banden, Geiſſeln, Schmach und Todespein willig ausgeſtanden. 3. War es unſre Wuͤr⸗ digkeit? Nein! des Va⸗ —y— Erſte Abth. In der Faſtenzeit — — ters Guͤte, deines Her zens Freundlichkeit und dein treu Gemuͤthe, dis hat dich ans Kreutz ge⸗ bracht, daß kein Menſch verzagte, wenn der Suͤn den Meng und Macht das Gewiſſen nagte. 4. O du wunderbarer Rath, den man nie er gruͤndet! o du wunder bare That, die man nir gend findet! Suͤnden deren, Gott zum Hohn, Menſchen ſich erfrechen, die laͤßt Gottes eigner Sohn an ſich ſtrenge raͤchen. 5. Meine große Suͤn⸗ denſchuld traf den treuen Buͤrgen; er ließ ſich aus großer Huld mir zu gut erwuͤrgen. So hat er uns Heil gebracht; ſollt uns nicht geziemen, ſei⸗ ner Liebe ſtarke Macht ewiglich zu ruͤhmen? 6. Herr, dein Friede ſey mit mir, und auf mein Gewiſſen, wenn es zaget, laß von dir Troſt und Freude — 1 ſcrictit *h, wena u Kaabete h gadeftnd r tfalich 1 ätbaſte 1n Prrſ u Feſt, dr Kwicwe 1u und 1te, we u ich vitt a ſichlär 1ſdſs al en buſci d ſesGew 1 ſSn . Krbinic d m, ſl *) po. N 6 ſun d. 1ſt ſ d ai dls d 6 4 oder vom Leiden und Sterben Jeſu. Freude fließen! Troſt großer Tag, Heil mir! ergießt in jedes Herz ſich iſt vorhanden. aus deinem Herzen, auch 37. den bäͤngſten, herbſten nſchuldger Jeſu, was Schmerz heilen deine haſt du verbrochen, Schmerzen. daß man des Todes Ur⸗ 7. Laß, ſo bald mein theil dir geſprochen? Du, Herz erſchrickt uͤber ſeine Heiligſter, biſt ja kein Sunden, wenn auf dich Uebertreter, kein Miſſe⸗ mein Glaube blickt, Herr, thaͤter. mich Gnade finde! Sieh, 2. Und doch wirſt du gebeugt fall ich von Reu, verworfen und verhönet, mit wahrhafter Buße mit einem Dornenkranz und dem Vorſatz beffrer zur Schmach gekroͤnet, Treu, Jeſu, dir zuFuße. gegeiſſelt; und von 8. Nun ich weiß, wor⸗ Schmerze ſchon entkraͤf⸗ auf ich bau, und bey wem tet, ans Kreutz geheftet. ich bleibe, weſſen Fuͤr⸗ 3. Was iſt die Urſach'“ ſprach ich vertrau, und aller ſolcher Plagen? an wen ich glaͤube. Jeſu, Ach, unſre Suͤnden ha⸗ du, du biſts allein, wel⸗ ben dich geſchlagen. Zu cher mich beſchirmet, weñ ihrer Tilgung haſt du, gleich des Gewiſſens Pein Herr, erduldet, was wir auf die Seele ſturmet. verſchuldet. 9. Hier bin ich dein Ei⸗ 4. Wie wunderbarlich genthum, ſoll dort mit iſt doch dieſe Strafe! dir erben. Drum will ich Du, guter Hirte, leideſt zu deinem Ruhm leben fuͤr die Schaafe; die und auch ſterben; daß Schuld bezahlſt du, Herr, auch ich einſt ruͤhmen fuͤr boͤſe Knechte, du, der mag, aus dem Grab er⸗ Gexechte! ſtanden: meines Jeſu 5. Der —— ———— 44 5. Der Fromme ſtirbt, der recht und richtig wandelt; der Böoͤſe lebt, der wider Gott gehan⸗ delt. Er, der gerechteſte von Gottes Kindern, ſtirbt gleich den Suͤn— dern! 6. Ich bin verderbt, befleckt von tauſend Suͤnden. Wer kann bey Menſchen Einen Reinen finden. Was wuͤrd' ich, ſollt' ich meine Suͤnden buͤßen, nicht leiden muͤſ⸗ ſen. 7. O große Lieb'! o Liebe nicht zu faſſen! Auch mir zum Heil haſt du dich martern laſſen; Damit ich lerne Suͤnden ernſtlich meiden, Herr, willſt du leiden. 8. Ach, großer Mittler, groß zu allen Zeiten, wie kann ich genugſam deine Treu verbreiten? Kann ich ſie dir, Beherrſcher aller Welten, wohl je vergelten? 9. Doch dir gefaͤllts, —— Erſte Abth. In der Faſtenzeit ——— wenn ich mich ſelbſt be⸗ kämpfe, dir folge, und des Fleiſches Luͤſte daͤm⸗ pfe; ſo ſey denn auch forthin mein ganzes Le⸗ ben nur dir ergeben! 10. Gib ſelbſt zu dieſem ſeligen Geſchaͤfte mir Schwachen deines guten Geiſtes Kraͤfte, daß er zu dir mich ziehe, mich re⸗ giere, zum Guten fuͤhre. 11. Dann werd' ich dankvoll deine Huld be⸗ trachten; die Luſt der Welt, dich liebend, gern verachten; mit allem Ei⸗ fer ſuchen deinen Willen treu zu erfuͤllen. 12. Zu deiner Ehre will ich alles wagen, kein Drohen achten, keine Schmach noch Plagen; mich ſollen auch des baͤngſten Todes Leiden nicht von dir ſcheiden. 13. Dis alles, obs fuͤr wenig gleich zu achten, wirſt du doch, mein Er⸗ barmer, nicht verachten; du wirſt dis Opfer gnaͤ⸗ dig * 5 mir erehwe dh ehe nofang ſü dor dei iug iwer. tinder K dd bfe 2 dören, ne di 1 ſreh. ’ dlrifus ſet nact. drGeden n ſtvwirden 1 ſ lagte in dr ſe it,dn n nüd diſt I Rd. n fandqng dn ſch zusee l von wit 1n We p Jun 8 fSG d. ſoun. 1n nufd d ithe 1 ſten R 6 oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 4. dig von mir nehmen, dich 3. Was ſind gegen deine mein nicht ſchaͤmen. Laſt Kerker, Hunger, 14. Einpfang' ich dan Bloße? Kein Verſtand dereinſt vor deinem der Engel faßt deines Lei⸗ Throne aus deiner Hand dens Größe. Doch muß der Ueberwinder Krone: Staͤrkung dir ſogar, ſo ſoll dich beſſer unter Herr, ein Engel geben; Engelchören, mein Lob⸗ dir, der ſelbſt vermoͤgend lied ehren. war jede Noth zu heben. 38. M. Chriſtus, der uns 4. Vor dir liegt(denn ſelig macht. dir kann ja, Herr, ſich Was fur Leiden fuͤr die nichts verheelen;) eine Welt! Was fuͤr Welt voll Suͤnden da; o Angſtbeſchwerden fuͤhlſt wer kann ſie zaͤhlen? Nie⸗ du, Jeſu, liegſt entſtellt, mand, als nur Gott und bebend an der Erden! du, kann ſie all ergruͤn⸗ Troſt iſts, den du jetzt den; alle fallen auf dich verlangſt, Troͤſter unſrer zu, als wie eigne Suͤndẽ. Seelen! Da dich Ban⸗ 5. Ach! da unſreSchul⸗ gigkeit und Angſt unaus⸗ den dich, Heiligſter, er⸗ ſprechlich quaͤlen. greifen; ſollt' in meinem 2. Voll vom Blut⸗ Herzen ſich, nicht auch ſchweiß, mußt du hier Wehmuth haͤufen! Wel⸗ mit dem Tode ringen. che Lieb', o Menſchen⸗ Welchen Jammer ſieht freund! uns gerecht zu man dir Seel' und Herz machen, laͤſſeſt du, der durchdringen! Ach, es Suͤnde Feind, dich zur ſtürzt auf dich daher Suͤnde machen! Gottes ſchwere Buͤrde, 6. Hier fuͤhl' ich der die, ſelbſt Engeln viel zu Suͤnde Graͤul, tief von ſchwer, uns zernichten Angſt erſchuͤttert. Auch wurde. fur —— 46 Erſte Atth. fuͤr mich haſt du, mein Heil, hier vor Gott ge⸗ zittert. Ach! da Fluch und ernſt Gericht! dich ſo niederſchlagen; ſollt ich vor dem Laſter nicht ewig Abſcheu tragen? 7. Heiland, du ver⸗ ſohnteſt mich! mir, auch mir zum Segen ließeſt du allein auf dich Fluch und Strafe legen. Ach laß mich auch demuthsvoll deines Vaters Willen, wenn ich Leiden dulden ſoll, williglich erfuͤllen. 8. Sey du meine Zu⸗ verſicht, Troſt fuͤr meine Seele, daß einſt Furcht und Schrecken nicht mich im Tode quaͤle. Herr, laß deinen blut'gen Schweiß, wenn, von Angſt beklommen, ich dann keine Huͤlfe weiß, mir zu ſtatten kommen. 39. Nach voriger Mel. Mein Erloͤſer, auch fuͤr mich giengſt du hin zum Leiden, und begabſt dich williglich aller dei⸗ In der Irſenzet ner Freuden! Du ſahſt Banden, Schmerz und Hohn; ſahſt den Tod von ferne: doch ertrugſt du, Gottes Sohn, alle Leiden gerne! 2. Du entflohſt nicht der Gefahr, die dem Le⸗ ben drohte, als die Stund erſchienen war, giengſt du gern zum Tode. Mu⸗ thig uͤbergabſt du dich in der Feinde Haͤnde, und bliebſt unveraͤnderlich treu bis an das Ende. 3. Lehre mich, wie du, ſo ſtill und getroſt zu lei⸗ den; und wenn Gottes Rath es will, freudig ab⸗ zuſcheiden. Staͤrke mich, wenn ich einmal ſterbend zu dir flehe, daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jeſu, Dank ſey dir fuͤr dein bittres Leiden. mehr weiß ich, daß im Tod' ich nicht ewig dir be. Denn dadurch u erwarbſt du mir deines 5 HimmelsFreuden. Nun⸗ n enge den X ,M 1 1g e 2h umg i daß t 9 hr 5N 2 n deiſ d n Rnn rtt. M de naade:„u ice it itte? 3in h. oder vom Leiden und Sterken Jeſu. 42 1,5. 1 de. Denn ich bin ver⸗ für mich ein Quell der 8 mu ſohnt mit Gott, bin des Himmels Erbe! Ig 40. Mel. Dir, dir, du Hoͤchſter will ich ſing. Rch ſieh ihn dulden, — bluten, ſterben! O meine Seele ſag ihm frommen Dank! ſieh zGottes eignen Sohn n und Erben, wie maͤchtig ihn die Menſchenliebe drang! Wo iſt ein Freund, der je, was er, gethan? der ſo, wie er, fuͤr Suͤnder ſterben kañ? 2. Wie dunkel waren jene Stunden, o Herr, und welche Laſten druͤck⸗ ten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wun⸗ den! und ach, es floß zum Heil und Troſt fuͤr mich; und ruft noch heute mir erbarmend zu, daß du mich liebſt, du frommer Qulder, du. 3. So ſollt es ſeyn. Du mußteſt leiden; dein Tod macht mir des Va⸗ ters Liebe kund. Er wird Freuden, ein Siegel auf den ew'geFriedensbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer giebt, ſo feſte ſtehts, daß er mich herzlich liebt. 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe; ich ſehe in fein Vaterherz hinein. Wenn ich nun leide, wenn ich ſterbe, kann ich unmoͤglich je verlohren ſeyn. Wenn Sonn und Mond und Erde untergehn, ſo bleibt mir Gottes Gnade ewig ſtehn. 5. Ja, mir zum Troſt und dir zur Ehre gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreutzestod; beſtaͤtigt iſt nun deine Lehre! ich baue feſt darauf in jeder Noth. Unſchuldig litteſt du; doch Preis und Ruhm iſt auch im Kampf der Un⸗ ſchuld Eigenthum. 6. Herr, dis dein Bey⸗ ſpiel ſoll mich lehren, des Lebens Unſchuld ſey mein 18 mein Ehrenkleid. Gern will ich deine Stimme horen, gern will ich thun, was mir dein Wort gebeut. Die Oankbarkeit dringt innigſt mich da⸗ zu; wer hat es mehr um mich verdient, als du? 7. Nie will ich mich am Feinde raͤchen: auch dis lern ich, mein Hei⸗& land, hier von dir; nie Gottes Schickung wi⸗ derſprechen, waͤr gleich ſein Pfad jetzt noch ſo dunkel mir. Auf Dornen giengſt du ſelbſt zumZiele hin; ich folge dir, weil ich dein Juͤnger bin. 8. Was fuͤrcht ich noch des Todes Schrecken? Du ſchliefſt auch einſt im Grab, o Selenfreund. Mag ſie doch meine Aſche decken, die Erde, wenn des Todes Nacht er⸗ ſcheint! Der Gott, der dir dasLeben wieder gab, waͤlzt einſtens auch den Stein von meinem Grab 9. Nimm hin den Dank fuͤr deine Plagen, mein g ſe Abth. In der Faſlenzelt. fuͤr mich ſich hingegeben bw Retter, den die treuſe he n Liebe bringt! Dort will en, ride ich dirs noch beſſer ſagen, 87 dait 6 wenn dich mein Geiſt im bit frwerben Engelchor beſingt. Dan des ben ſtimmen alle Selgen frian tr gi uf mel ſoll dann Zeuge feyn. it 1 k 41. M. Alle Menſchen 98 1 muͤſſen ſterben. Den Du, der Menſchen Heil iſ ſ litteſ meine Seele freut, der an 1 mac nein ſayett 1tWah und Leben, deß ſich ii Stifter meiner Selig⸗ t⸗ keit! du, der lieber wollt 4 erblaſſen, als mich im Verderben laſſen; a 11 nui wie dank, wie dank 33 ſi i. L dir, mein Erloͤſer gnug xe ijg c dafür! rein 2. Menſchenfreund, von Gott geſendet, zu erfuͤl⸗ 8 len ſeinen Rath; laͤngſt haſt du dein Werk vol⸗ 5 lendet, wegzuthun die unn Miſſethat. Doch, in den 8 Gedaͤchtnißtagen deiner in Leiden, Jeſu, ſagen deine 4 Theurerloͤſten dir billig A 9 neuen Dank dafuͤr. 3. Du ½ — —— —— — — — — — — —— —=-— —— — — — oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 49 tet, d 1 lus 2 3. Du betratſt fuͤr uns dis g dn zu ſterben, willig deine nän a“ Leidensbahn; ſtiegſt, uns Lan; der eg 3 ine Seel mich ſch i du der lie faſen, al n geben ef an trugſt, vergeſſend eigne Schmerzen, deine Men⸗ 8 du Bande, litteſt frecher a Läͤſtrer Spott, achteteſt Aethni 5 fie 4* nicht Shmach und dis Schande, mein Verſöh⸗ anl ner und mein Gott! Mich ſid haſt du der Noth entriſ⸗ nderben laſt e ſen, die mich haͤtte tref⸗ dank, wie ür. din fen muͤſſen. Wie ver⸗ „neig Erliſge, pflichtet bin ich dir le⸗ benslang, mein Heil, Mmſchenftane dafuͤr. tgeſendet,; ſinen Rat zum Hohne; deine Stirne du dein Vet et, wegzuth 1.. 5. Frevler kroͤnten dich blutete unter einer Dor⸗ nenkrone, König aller ſtthat doch Konige. Das haſt du fuͤr dächtnißtagen den,Jeſi,ſoge arrerlöſten dir en Daut dafü — mich gelitten, mir die a Ehrenkron erſtritten. Preis, Anbetung, Dank ſey dir, Ehrfurchtwuͤr⸗ — digſter, dafuͤr. 6. Du, der tauſendfache Schmerzen mir zu Liebe gern ertrug, deinem großmuthsvollem Herze war mein Heil Beloh⸗ nung gnug. Troſt in meinen letzten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden. Herr, ich dank, ich danke dir einſt im Tode noch dafuͤr. 7. Ruh im Leben, Troſt am Grabe; unausſprech⸗ licher Gewinn, den ich dir zu danken habe, dir, deß ich nun ewig bin! Jeſu, dir mein Herz zu geben, deiner Tugend nachzuſtreben, dir zu traun, zu ſterben dir: dis, dis ſey mein Dank dafuͤr. 42. M. Die Seele Chriſti heilge mich. Nn deine Leiden denken wir, Herr JeſuChriſt, und danken dir, daß du ſo willig ihre Laſt zu un⸗ ſerm Heil getragen haſt. 2. Im Geiſte folgen wir dir nach, von Schmerz O zu — zu Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir ſchaun zu deinem Kreutz hinan, und beten dich mit Freuden an. 3. Auch uns zu gut, o Herr, betrat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Auch uns ſtromt Beſſ⸗ rungskraft und Ruh aus deinem dittern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, gern Reuenden die Schuld vergiebt; daß ewig un⸗ ſre Seele lebt, und ſich zur beſſern Welt erhebt; 5. Daß deine Lehre feſt beſteht, und daß dein Reich nie untergeht: den großen Troſt von unſerm Gott, bringt uns, Geo⸗ pferter, dein Tod. 6. Und wir, wir glaub⸗ ten an dich nicht? Herr, ohne ſichern Troſt und Licht, mit ungewiſſen Schritten geht des Le⸗ bens Pfad, wer dich ver⸗ ſchmaͤht. 7. Mit Dank und Freu⸗ Sinr Abth. In der Faſtn nzeit derw de folgen wir dir, unſerm e une Heil und Retter, bierz Vch und du wirſt uns, wenn ſir,und wir dich ſehn, zu deiner e l Herrlichkeit erhohn. 41 f d d 43. Mel, O Welt ſiehan b hier dein Leben. t ſömeuke Gott, welche Schmach dn und Plagen muß er, ue ha, win mein Heiland, tragen, iar bhn der nichts verbrochen e ſntine hat! Als einen Uebertre⸗ en prim ter des Glaubens ſeiner ſaned Vaͤter klagt man ihn an ttwr im hohen Rath. Fren. 2. Da ſteht er im Ge⸗ wmf richte! Aus ſeinem An⸗(u Vundd geſichte ſtralt hoher,frey iſß annſi er Muth. Er, groß auch gr 9 in den Banden, veracheyt Naun tet Schmerz und Schan⸗h ir rſ den, und duldet ſtill det u mas FreblerMuth. 63 3. Treu bleibt er ſeiner Lehre; und ſeiner Un⸗ g 5 ſchuld Ehre verſuͤſt 1hm. 8 8 Schmach und Hohn. Et eng⸗ uu ſchweigt bey ſchnöden en Fragen; doch wagt ers, 66 85 faut zu ſagen: ich bin kiß 9 des Hochgelobten Gohn, fi 4. Ihr, Ch 95... 1 Saſt ae folgegune tes ſda n 4. Ihr, eures Hauptes dduumu Gleder, ihrcehriſten fal. S deͤit ſr let nieder, und betet Je⸗ erdii4ſum an. Er iſt, trotz al⸗ MA2 les Spottes, der Sohn ſei ides ewgen Gottes, und t ntg alles iſt ihm unterthan. Pennn 1n 5. Er, dem Gericht air häla 3, entnommen, wird ein⸗ de gictz 1 ſtens wieder kommen, fel gseann 3) des Hochgelobten Sohn! tsGlai dn Er, ſeiner FeindeRaͤcher! Jirrſägtn. Dann ſtehen die Verbre⸗ n aa 2 cher beſtuͤrzt vor ſeinem N ün dar terthron 2 Daſeht dr Nichkerthfon. te du 899· 6. Wie werden ſie mit 1 mane enGrauen und Todesangſt ” 14 tü inge ihn ſchauen in ſeiner Ma⸗ 1 nat e mau zeſtät! Ihn, wird ihr meSuns— 0 Herz dann ſagen, ihn lünazunie haben wir geſchlagen, i un did dn verſpeyet und ans Kreut Ralr Wth erhoͤht. „du bleitt n 7. Jauchzt dann ihr hn und ſeh Frommen; ſchauet, der — — — — eh Eher n Herr, dem ihr vertrauet, MKerach un.(erſcheint, mit ihm ſein engt be n Lohn. Wenn dann die dun ne Sünder zagen, dann ſauſen könnt ihr frolich ſagen: Rtazee — — 2“ Gelobet ſeyſt du, Gottes 1h Sohn! 2— oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 51 44 M. Ach Gott und H. Herr Jeſu Chriſt! du, Heiland, biſt der Til⸗ germeiner Suͤnden! Bey Gott kañ ich allein durch dich Troſt und Erbar⸗ mung finden. 2. Voll Reu und Schmerz dankt dir mein Herz fuͤr alle deine Lei⸗ den. Dein Wort erklaͤrt mir ihren Werth, und ich fuͤhl ihn mit Freuden. 3. O welche Huld! Fuͤr meine Schuld ſeh' ich am Kreutz dich ſterben; du bluteſt hier, fuͤhlſt Pein, um mir den Himmel zu erwerben. 4. Wer liebt wie du ſo meine Ruh, und wer kañ ſo ſie lieben? Du leideſt Quaal aus eigner Wahl, aus goͤttlich edlẽ Trieben. 5. Mich zu erneun, mich zu befreyn von jener ZukunftSchrecken,ſtirbſt du fuͤr mich und laͤſſeſt dich mit Schimpf und Schmach bedrcken. 6. Wie kann ich dir. d 2 voll V b — 52 voll Dankbegier das, was du thatſt, vergelten? Was iſt mein Dank, mein Lobgeſang hier und in kuͤnft'gen Welten? 7. Zu ſchwach bin ich, um wuͤrdig dich, mein Heiland, zu erheben. Mein Oank ſey der, dir, Heiligſter, dir nur allein zu leben. 8. Und doch fehlt mir der Eifer, dir mein gan⸗ zes Herz zu weihen. O ſchenke du mir Kraft da⸗ zu; laß mich kein Opfer E ſcheuen. 9. Geſtaͤrkt durch dich, o Herr, will ich den Reitz der Sunde fliehen. Gib, daß ich treu dir immer ſey, und ſegne mein Bemuͤhen. 5. M. Jeſu, meine Fr. uh und ſichre Freu⸗ den, giebt mir, Herr, dein Leiden, deines To⸗ des Pein. Wenn mein Geiſt bedenket, was dein Tod mir ſchenket, könnt ich troſtlos ſeyn? Jeſu, du bleibſt meine Ruh; 1—— Erſte Abth. In der Faſtenzeit diden Und bey dir find ich Trſ Naſtinn g und Freude, auch im gr n jmdm ſten Leide. m. 2. Meine Angſt zu dän n hui g pfen, haſt du wollen kau munanne⸗ it pfen und verlaſſen ſey mn winſinz d Um mich zu erneue ütu kernie und mich Gott zu weihe wubine Drü m littſt du Schmach u mcktnn. d ſe Pein. Gottes Huld w 4 we f u meine Schuld, wenn i wüwn detſn. ſie bereu, erlaſſen. Mu ig, udſttz kann ich nun faſſen. hn. 3. Ja! was waͤr i bun dnut demner, gaͤbſt du, me 1 9 nun fuͤr mich? Bange Furdh d dah wan und Schrecken, wuͤrde undu jad na mich bedecken, kennt' ich ulin wilic Herr, nicht dich. Ooc 65 Kdenn ubt dein Blut floß mir zi Vnfenze„haſt gut, floß zur Tilgun uim Tüen. meiner Suͤnden, Gnad Raerer efn noch zu finden. n uſcbe; 4. Kraͤnkt mich mein inmn. Suͤnde, eil ich hin und n reizen din finde Troſt auf Golgathal Reſin w Hier haſt du dein Leberſ fin dune fuͤr mich hingegeben/ ſehen hiengſt verlaſſen da, als a ih ein Spott der Welt, da n äla Gott n dui ndgteud, ten Leide de daſene ey dir fnd 5 2.Mainegln 3p vſen aſtn 1ua din un naag g Un mich; 1 undmichGht 1 lit I Sſaat, hein. Gottee dh meine Schu 1E ſeberu, aee kamit un pen 3. Ja vg. a Arma, gitſan Ekbarmer,) ruh iir nich!5agF. and Schkec oi mich bedeten sent herr, nichten ein Blut f zut, fioß zu n il weiner Sünd. G. zech zufinden „ Kränt — Sünde, dd min atedryſtu Hierhaſtu ür mich Fengfe kaehuttte elt Gnaden kroͤnte. 5. Ja du wollteſt ſter⸗ ben, Heil uns zu erwer⸗ ben, unſer Troſt zu ſeyn; ſtiegſt ins Grab hernie⸗ der, um uns, deine Bruͤ⸗ der, ewig zu erfreun. O mögt ich, mein Jeſu, dich doch von Herzen wieder lieben, und ſtets Gutes uͤben! 6. Hier, wo du dein Le⸗ ben fuͤr mich hingegeben, ſchlag ich an die Bruſt. Heiland, ich bereue die verletzte Treue, jede boͤſe Luſt. Dir allein, will ich mich weihn; denn du biſt fuͤr mich geſtorben, haſt mir Gnad erworben. 7. Segne mein Beſtre⸗ ben, dir allein zu leben; gib mir deinen Sinn. O was kañ mir fehlen, Ret⸗ ter meiner Seelen, wenn ich treu dir bin! Du wirſt mich, ich hoff auf dich, einſt gewis von allem Böſen, dir zum Ruhm erloͤſen. oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 8 Gott mit ſich ſelbſt die e Welt verſöhnte, und mit 53 8. So wird mir dein Leiden Quelle wahrer Freuden, und zur Tu⸗ gend Reitz. Ja, ſo oft ich wanke, ſtaͤrkt mich der Gedanke, Heiland, an dein Kreutz. Folg ich dir nur treulich hier; o ſo werd ich ſelig ſterben und dein Reich ererben. 46. M. Die Seele Chriſti heilge mich. Herr Jeſu Chriſt, dein theures Blut iſt mei⸗ ner Seele hoͤchſtes Gut; das troͤſtet, ſtaͤrkt, und macht allein mein Herz von allen Suͤnden rein. 2. Dein Blut, das an dem Kreutze floß, das dei⸗ ner Mörder Hand ver⸗ goß, befriedigt die Ge⸗ rechtigkeit, verſoͤhnet ſie, und Gott verzeiht. 3. Dein Blut vor dei⸗ nes Vaters Thron Gott dargebracht, o Gottes Sohn, gewaͤhre mir, ge⸗ wiſſenhaft und fromm zu leben, Trieb und Kraft. 4. Wenn mir, Herr D 3 Jeſu, — ⏑⏑—⏑— — Erſte Abth. In der Faſtenzeit 54 Jeſu, einſt der Tod mit deiner Zukunft Strafen droht, dann muͤße mich der Troſt erfreun: dein Blut macht mich von Suͤnden rein. 47. M.Nun ruhen alle W. O Welt ſieh hier dein Leben am Stamm des Kreutzes ſchweben, dein Heil ſinkt in den Tod. Der große Herr der Ehren laͤßt willig ſich be⸗ ſchweren mit Banden, Schlaͤgen, Hohn⸗ und 2. Tritt her und ſchau mit Fleiße, mit Blut und Todesſchweiße iſt ganz ſein Leib bedeckt. Und unnennbare Schmerzen fuͤhlt er in ſeinem Her⸗ zen, da er den Kelch der Leiden ſchmeckt. 3. Wer hat dich ſo zer⸗ ſchlagen? Wer iſts der dieſe Plagen auf dich ge⸗ leget hat? Du biſt ja nicht ein Suͤnder, wie andre Menſchenkinder, du biſt ganz rein von Miſſethat. 4 uhd E 8 ſ 1 12.1 4. Wir, wir und unſ t s chelten Suͤnden die ſich ſo zah 1a Enn los finden, als wie 4 4 wenn Sand am Meer, die ht Selde ben dich geſchlagen, d 4 1 5 uüder brachten dieſe Plaa 2. jfine und dieſe Martern att i von dich her. rin 4 Auch ich, ich ſollt dunhe büßen, was du haſt lei nund 13. den müſſen, und gern ge 5 tin nen. litten haſt. Was du von lln Emſ Schmerz erduldet, ach ſtunt dir! das hab' ich verſchuldet? üma deine was du ertrugſt, war un hu wil meine Laſt. ³ aaeie 6. Du ſtellſt dich daß int We zum Buͤrgen, ja laͤſſeſt uſun u dich erwuͤrgen fuͤr micht eit lich fuͤr meine Schuld; fuͤn hn uh R mich wirſt du gekrönett düalh. ſſ. mit Dornen, und gehöh⸗kR alhn, net, und leideſt alles mit f den Geduld. mi 7. Du gehſt auch mei⸗ dü 3 netwegen der Todesnacht.en entgegen mit wahrem a nn 9 Heldenmuth; du ſtirbſt, a n. mir vom Verderben Er⸗ aln L rettung zu ewerben, und and, leideſt alles mir zu gut. 8E— meine Schle vitſ du Jornen,unſe z und leideß nl. nr zu gxeh Lallesntn. 3 ſey zum Opfer n dir, Jeſu, Seel und ſeine Schulden, wie du, nnn ſich ſcheiden, mich Perbrechen an denen oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 5 8. Hoch bin ich dir ver⸗ 12. Nie will ich wieder bunden, mein Heil, zu ſchelten; nie Spott mit allen Stunden zur tief⸗ Spott vergelten, nie, ſten Dankbarkeit. Dir wenn ich leide, draͤun. mein ganzes Leben Selbſt Unrecht will ich hingegeben; dulden, dem Naͤchſten von Herzen gern ver⸗ Leib geweiht. zeihn. 9. Es ſoll dein Tod und Leiden bis Seel und Leib 13. Geruͤhrt von dei⸗ tröſten nen Plagen will ich mit 1Es ſoll von Ernſt entſagen dem, was und erfreun mich dir nicht gefallt; was meinen Pflichten täglich unterrichten, und deine Augen haſſen, das mir zur Tugend Kraft will ich fliehn und laſſen, verleihn. geftel es auch der ganzen 10. Wie ſtrenge Gott Welt. 14. Soll ich denn end⸗ werde rächen, die ſeine lich ſterben: ſo laß dein Huld verſchmaͤhn; wie Reich mich erben, und ſchwer die werden leiden, ſo getroſt, wie du, den die nicht die Suͤnde mei⸗ Geiſt an meinem Ende den: will ich aus deinem in deines Vaters Hände Leiden ſehn. befehlen zu der ewgen 11. Dein Beyſpiel ſoll Ruh'. mich lehren, des Hoͤchſten 48. M. Jeſu meines Le⸗ Rath zu ehren, zu thun, bens Leben. was er gebeut. Nicht T enkt mein Geiſt an meinen eignen Willen, jene Stunden, da nur ſeinen zu erfuͤllen, du, Jeſu,fuͤr mich ſtarbſt, ſey meine Pflicht und und durch deine Todes⸗ Seligkeit. D 4 wun⸗ —:Q:˙„4— — 2 8s—— Ce Abth. In der Faſtenzeit 56 Erſte wunden Heil und Leben nicht; mir wird unte mir erwarbſt; denk' ich, deinem Kreutze leicht un was du noch geſprochen, ſuͤße jede Pflicht. Dein eh' dein liebend Herz ge⸗ Exempel ſoll mich lehren brochen: dann bet' ich Schwachen Hulfe zu ge bewundernd an. Mögt' waͤhren, die Betruͤbten ich thun, wie du gethan! zu erfreun, der Verlaß⸗ 2. Der du unter nen Schutz zu ſeyn. Schmach und Schmerz?. Ach, wer kann dein bateſt fuͤr die Feind' als Leiden faſſen, als du Freund, laß mich mit riefſt: mein Gott, mein verſoͤhntem Herzen auch Gott, warum haſt da verzeihen meinem Feind. mich verlaſſen? Doch Gott die Rache uͤberlaſ⸗ mich tröſtet deine Noth. ſen, denen wohlthun, die Nun eilt Gott mir beyzu⸗ mich haſſen: ſolche Tu⸗ ſtehen, und erhoͤrt mein gend lernt der Chriſt. Se⸗ letztes Flehen, wenn die lig, wer dir aͤhnlich iſl! bange Seele ſpricht: 3. Beſſ'rung laß mich Gott, mein Gott verlaß nicht verſchieben bis zum mich nicht. V letzten Lebenshauch. Laß 6. In des letzten Dur⸗ mich leben, dich zu lieben, ſtes Schmachten, ach, ſterbend liebſt du mich wie ſchwer war deine dann auch. Meiner wirſt Pein! Aber deine Feinde du dann gedenken, Freu⸗ brachten dir zum Labſal digkeit zum Sterben Eßigwein. Einſt wenn ſchenken, und mich mit Durſt und Angſt mich dem Troſt'erfreun, ewig quaͤlen, will ich dir mein dort bey dir zu ſeyn. Leid befehlen. Du erbar⸗ 4. Eitler Siñlichkeiten meſt meiner dich; denn Reitze feſſeln meine Seele du durſteteſt fuͤr mich. 1 7. Do irr 0i 8 ac Ia akd 1h l lb maſobe 61 n hnd E ſt 1— tt 1 Aht anſtige f e k uſ n t wic! t tiin ſe lſau ip, 1 ſch 4 rn 1 — & hn NMeta 1 pn & ſdde de ſin fene d an 1 d. 1, und 3, sFlhen 11₰ 1 Seele g „mein Gt i ſit. In eslegh nn Schmachlt ſchwer. p Aberde De ten dir 4 2' reit. Eit i wd In Fe. „, HilicSi ſſehle,Ian neiter icht n ftetgir dei 7. Doch in deinen To⸗ desſchmerzen ward dir Huͤlfe zugedacht. End⸗ lich ſank dein Haupt zum Herzen, und du riefſt: Es iſt vollbracht! Vater, Vater, ich befehle deinen Haͤnden meine Seele! Sanft und freudig war dein Tod, und du giengeſt hin zu Gott. 8. Einſt naht auch, von Gott geſendet, der Erlöſung Stunde mir. Dann ruf' ich: Es iſt vollendet! meinen Geiſt befehl' ich dir! Und du hörſt mein letztes Stöh⸗ nen, ſtillſt auf ewig meine Thraͤnen, fuͤhrſt mi nach des Lebens Pein, zu des Himmels Freuden ein. 49. M. Herzlich thut mich verlangen. Der du voll Blut und Wunden fuͤr uns am Kreutze ſtarbſt, und un⸗ ſern letzten Stunden den höchſten Troſt erwarbſt! Der du dein theures Le⸗ oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 57 ben noch, eh' ich war, auch mir zur Rettung hingegeben, mein Heil, wie dank ich dir! 2. Wie viel haſt du er⸗ duldet, erhabner Men⸗ ſchenſohn; als du ſo unverſchuldet empfiengſt der Suͤnder Lohn! da folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angſt, die das Herz dir brach. 3. Entblöſt von allem Reitze, der Menſchen wohl gefaͤllt, hiengſt du an deinem Kreutze, ein ch Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freun⸗ de; du warſt der Leute Spott: dich hoͤhnten dei⸗ ne Feinde: wo iſt denn nun ſein Gott? 4. Mein Heil, was du erduldet, war unſer aller Laſt. Ich, ich hab' es verſchuldet, was du ge⸗ tragen haſt. Sieh' gnaͤ⸗ dig auf mich Armen, der O 7 Zorn 5— — 58 Erſte Abth. In der Faſtenzeit 6 Walh und Zorn verdienet hat, und geben, wie wohl geſchaͤh 11 hilf mir aus Erbarmen mir! r smßt 3 von meiner Miſſethat. 8. Ich danke dir von ſuns d 5. Ich will auf dich Herzen, o Jeſu, beſtet tn n ſtets ſehen mit Glaubens Freund, fuͤr deine Todes lh. Zuverſicht. Wohin ſollt' ſchmerzen. Wie gut haftt uutn i ich ſonſt gehen? Verwirf du's gemeint! O gib ſemnſät du mich nur nicht! Wo daß ich mich halte zu din ſiitalln ſoll ich Ruhe finden, wen und deiner Treu, undd in(hun du mich, Herr, nicht wenn ich einſt erkalte iaul liebſt? Wo Reinigung ganz, ganz der Deine ſey. errtep von Suͤnden, wenn du 9. Wenn ich einmal ſoll! ſaie. ſie mir nicht giebſt? ſcheiden, auch dann ver⸗H ſat ch 6. Du haſt mir durch laß mich nicht! In mei⸗n nan hälasd dein Leiden Vergebung, nes Todes Leiden ſey duß angut⸗ Beſſerungskraft, in mein Troſt und Licht. ſetahund Truͤbſal Troſt und Freu⸗ Wenn mir am allerbaͤng⸗ ii n ſg den, die ewig find, ver⸗ ſten wird um mein Herze hi n ſchafft. O gid an dieſer ſeyn, dann laß mich in anſan Gnade auch mir im den Aengſten, mich der dſanzel Glauben Theil; und auf Erlöſung freun. 8 un. des Lebens Pfade mir 10. Erhebe dann mein.i ni Muth, Kraft, Troſt und Hoffen, zur beſſern Welt(ngnn Heil. zu gehn; laß mich den t ſant 6 7. Es dient zu meinen Himmeloffen und dich im 1 hi 18 Freuden, was du am Geiſte ſehn. Dann laß nde Kreutz empfand'ſt, der du mich mit Entzuͤcken und h ſn nach deinem Leiden fuͤr heil'ger Sehnſucht voll, uſtte mich auch auferſtand'ſt. nach dir, Vollender, nchſe Ach, mögt ich einſt mein blicken. Wer ſo ſtirbt, fanund Leben begnadigt, Herr, der ſtirbt wohl. 1 von dir, in deine Haͤnde 50. O * Lam Göottes unſchul⸗ dig am Stamm des cht Kreutzes geſchlachtet, all⸗ , zeit gefunden geduldig, wiewohl du wareſt ver⸗ achtet. Alle Suͤnden haſt du getragen, ſonſt muͤſten wir verzagen, erbarm dich unſer, o Jeſu! 51. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht G. Erniedrigt hatte ſi ch bereits mein Heiland bis zum Tod am Kreutz: auch untef Schmach und Plagen blieb er ſich gleich; ſein Herz und Siñ blieb goͤttlich groß: ſo zeichnet ihn ſein heili⸗ ges Betragen. 2. Erbarme, Vater, ihrer dich! Vergib es; ſie verkennen mich! So bat der Herr fuͤr Feinde. Ach wenn er ſo fuͤr Fein⸗ de ſpricht; wie liebevoll wallt ihm denn nicht ſein Herz fuͤr ſeine Freunde! 3. Dem Todsgefaͤhrten ſchenkt er Ruh; ſpricht: oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 59 warlich heute noch biſt du mit mir im beſſern Le⸗ ben! Du wirſt auch mich, weñ du dereinſt als Rich⸗ er aller Welt erſcheinſt, zur Seligkeit erheben. 4. Er ſah die Mutter; ſah den Freund. Liebt, ſprach der treue Men⸗ ſchenfreund, liebt euch, wir ſehn uns wieder! So ſag ich einſt den Mei⸗ nen auch: liebt euch; dann liebet Gott euch auch! Liebt euch; wir ſehn uns wieder. 5. Da flehte er: mein Gott! mein Gott! Ver⸗ laͤſſeſt du mich in der Noth? Mein Heiland! mich verlaſſen wird Gott, um deinetwillen, nicht; und wenn mir noch ſo viel gebricht, wird Gott mich nie verlaſſen! 6. Mich duͤrſtet! rief er, matt von Schmerz. So lernt in jeder Noth ſein HerzMitleid mit uns zu haben. Wenn keinen Troſt mein Herz mehr fuͤhlt, —— —üyd— —————ͤyö —— 2 5— * E 3 5 — ₰ eſte Abth. In der Faſtenzeit fuͤhlt, wenn nun kein 52. M. Herzlich thut mich Labſal mehr mich kuͤhlt, verl. wird er, wird er mich Du, deſſen Herz voll laben. Kiehe ſch bis zum Es iſt vollbracht! in Tod und Gra aus mit⸗ und uns befreyt. Hilf, Herr, auch mir vollbrin⸗ gen! Zu dir um Bey⸗ ſtand flehe ich: du ſiehſt mich kaͤmpfen; ſtaͤrke mich, das Kleinod zu erringen. 8. Dir, Bater, geb ich meinen Geiſt in deine Hand! o ſey gepreiſt! die Hoffnung jenes Le⸗ bens bewaͤhrteſt du noch ſterbend mir: erfuͤllt wird ſie gewis von dir; ich hoffe nicht vergebens! 9. Wie ruͤhrt dein ho⸗ hes Beyſpiel mich! Ver⸗ geben will ich, ſehn auf dich, nach dir gen Him⸗ mel ſchauen; die Meinen lieben; und in Noth, und noch dereinſt in meinem Tod, wie du, dem Vater trauen! 60 unter welchen Plagen ſchloß, Jeſu, ſich dein Lauf! Mit Zittern und mit Zagen ſtiegſt du zum Oelberg auf. auf Golgatha; ſahſt dich grimmter Haſſer nah; ſahſt deine Grabeshöole Betruͤbt war deine See⸗ Tod. 3. Gott, welche Angſt⸗ gefuͤhle ergriffen da dein wuͤhle von Bangigkeit Gott im Staube, mit Todesſchweiß bedeckt. Wie kaͤmpfte da dein Glaube, von banger Furcht geſchreckt. — — unſrer Rettung gab. Ach, 2. Hier ſahſt du ſchon von weiten dein Kreutz den Grauſamkeiten er⸗ und fuͤhlteſt Todesnoth. le, betruübt bis an den Herz; im nagenden Ge⸗ und Schmerz lagſt du vor o im d eugicd ſhen en dde 9 feiu weagnina an ſGott, 1 d9A en mi Mr. ſctr 7 Gntich g wjſh ſet ts Sthe r ſtimg ſe ſ n ldn de dſin dbegg uſ. „Hier ſhſ Nviiten da dGnauſond a3, nter Hug. f deine Gt dfüſtetd. tür nern 9, bektubt bis ap 1 Get,wäh an. letrgrifen 4 9 3 in nauen n. ſe von Bat e Schmen gſn rin Ctubn k eſſchwe 4. kämpſt d ante, w ſcgſchki 4 81 oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 4. Auf dich, der Men⸗ ſchen Beſter, drangAngſt ega auf Angſt herzu, und W ain doch hieng niemandfeſter eaſt an ſeinem Gott, als du. 4 Seli ich den Kelch — Pater reicht? Dis ließ trinken, den mir mein ſinken, wars gleich ſo tief ge⸗ beugt. s. Nach ſeinem Nath h zu leiden bliebſt du den⸗ t noch bereit; begabſt dich aller Freuden, und giengſt mit Willigkeit der frechen Schaar ent⸗ gegen, die blutbegierig kam, dir Bande anzule⸗ gen, und dich gefangen nahm. 6. Mit was fuͤr Geiſtes⸗ ſtille trugſt du das Unge⸗ ſch mach, das aus der Bos⸗ heit Fuͤlle gehaͤuft nun auf dich brach; du ſcheu⸗ teſt keine Schmerzen, die dir ihr Grimm gedroht; zu ſchwer war deinem Herzen ſelbſt nicht der Kreutzestod. 61 7. Der Menſchen Heil zu foͤrdern, gabſt du mit ſanftem Sinn dich willig deinen Mördern und al⸗ len Martern hin. Um nicht dich war alles truͤbe: doch du bleibſt ruhevoll, ſo ſtark war deine Liebe zu uns und unſerm Wohl! 8. O Freund der Men⸗ ſchenkinder, den nun kein Leid mehr druͤckt! Wie hoch haſt du uns Suͤnder durch deinen Tod be⸗ gluͤckt. Durch ihn iſt uns bewaͤhret des Vaters Gnadenrath, den uns dein Mund erklaͤret und feſt verſichert hat. 9. Wie viel ſind wir dir ſchuldig, daß du die were Laſt des Kreutzes ſo geduldig fuͤr uns ge⸗ tragen haſt. Dich wollen wir erheben, ſo viel die Schwachheit kann, und dir zur Ehre leben. Nimm unſer Opfer an. — Erſte Ab Mel. Wer nur den lieben Gott. Pie heilvoll ſind fuͤr mich die Schmerzen, die einſt, Herr, deine Lieb erfuhr! In Gluͤck und Noth gibt meinem Herzen Geduld und Ruh dein Leiden nur. Nie komm' es mir aus mei⸗ nem Sinn, wie theuer ich erloͤſet bin. 2. Nicht auszuſprechen, unermeßlich war, Jeſu, deine Quaal und Pein. Sie ſoll mir ewig unver⸗ geßlich, mein hoͤchſter mir ewig ſeyn. Nichts frohers denkt die Seele ſich, als dis: du litteſt, ſtarbſt fuͤr mich. 3. Lockt mich die Welt mit ihrem Reitze: o dañ, dann will ich mit Ver⸗ traun und Zittern hin nach deinem Kreutze, auf dich und deine Leiden ſchaun. Der heilige Ge⸗ dank an dich ermuntre, warn' und ſtaͤrke mich. 4. Und in der Angſt, wenn ich nur ſtammlen, .— —-— ——,—— 8* th. In der Faſtenzeit nicht freudig zu dir rufen kann: dann ſchau ich, Staͤrkung mir zu ſamm⸗ len, im Glauben dich, Verlaßner, an. Mir hat dein letztes Angſtgebet* Beruhigung und Muth erfleht. 5. Ich ſchwoͤr' und ewig will ichs halten: nie ſoll, ſo wahr du lebſt, in mir, o Jeſu, deine Lieb erkal⸗ ten; ich lebe dir, ich ſterbe dir. Und werd' ich einſt vollendet ſeyn, dann bin ich ewig, ewig dein. 54. M. Herzliebſter Jeſu. Laß deinen Geiſt mich ſtets, mein Heiland, lehren, dein göttlich 5 Kreutz durch Tugend ſo zu ehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich chriſtlich uͤbe. 2. Nur gutes thun, und jede Suͤnde meiden, Herr, dieſe Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich was Boͤſes mir erlauben, und an dich glauben? 3. Da ——„ —. uoöſe Ui ade ülbenic 6 daceeEn c but r hts wer üllfflr richubes puüddi? hroce hala t ih fe,i hap WMeme tric le ſa.d ſ, deiheg ichenn Und D tverh' nig,, ſewi 1* 1 1n da di 4 mn 93 kih 1r 95 8 8 88' 1 5 8 eiſlich it Tgutsh nd, medes ſicrt ig b0n(ohen 18 lich NaaEs uten, H en den; V ₰4 931 1 oder vom Leiden und 1 3. Da du di ch ſelbſt fuͤr 1 mich dahin gegeben, wie 1n koͤnnt' ich noch nach mei⸗ he 3 nem Willen leben, und I nicht vielmehr, weil ich e dir angehore, zu deiner 1 Ehre? 4. Ich ſollte nicht, wenn ifn 1 Leiden dieſer Erden, weñ un Tlan.* Noth mich trift, gelaß⸗ nan 18 nes Herzens werden, da du ſo viel fuͤr uns, die 3 wirs verſchuldet, lieb⸗ 2n reich erduldet? woäſen F. Fuͤr welche du dein Leben ſelbſt gelaſſen, wie koͤnnt’ ich ſie, ſie meine Bruͤder haſſen? und nicht wie du, wenn ſie mich untertreten, fuͤr ſie noch beten? 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergel⸗ ten; wenn man mich ſchilt, nicht raͤchend wie⸗ der ſchelten. Du, Heili⸗ ger, du Herr und Haupt der Glieder, ſchaltſt auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Her⸗ Sterben Jeſu. 63 zen, dis iſt der Dauk fuͤr deines Kreutzes Schmer⸗ zen. Und Gott gibt uns die Kraft in deinem Na⸗ men, dir nachzuahmen. 8. O hoͤchſtes Gluͤck! du litteſt uns zu gute. Ich bin verſoͤhnt mit dei⸗ nem theuren Blute. Du haſt von Gott, da du fuͤr mich geſtorben, mir Gnad erworben. 9. So bin ich denn ſchon ſelig ahier durch Glauben. So wird mir ſlchts, nichts jene Krone rauben; ſo werd ich dort, von Herrlichkeit umge⸗ ben, einſt ewig leben. 10. Ja, wenn ich ſtets der Tugend Pfad betrete, im Glauben kaͤmpf', im Glauben wach und bete: ſo iſt mein Heil ſchon ſo gewis erſtrebet, als Jeſus lebet! 11. Lockt boͤſe Luſt mein Herz mit ihrem Reitze: ſo ſchrecke mich die Lehre von dem Kreutze! und laß ich nach, zu 3l⸗ —˖V—‧ę—— 64 gute Werke: ſey ſie mir Staͤrke! 12. Seh'ich dein Kreutz den Kluͤglingen der Er⸗ den ein Aergerniß und eine Thorheit werden: ſo ſeys doch mir, trotz al⸗ les frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 13. Ach eile nicht, ſie nach Verdienſt zu ſtrafen! erbarme dich, wenn von den Suͤndenſklaven nur einer, welcher dich, o Herr, geſchmaͤhet, um Gnade fiehet. 14. Wenn endlich, Herꝛ, mich meine Suͤnden kraͤnken: ſo laß dein Kreutz mir wieder Ruhe ſchenken; dein Opfertod ſey, wenn den Tod ich leide, mir Ruh' und Freude! 55. Mel. Wer nur den 9 lieben Gott. Golgatha zu deinen Höhen erhebt ſich g. dankend auch mein Herz. Ich will den Heil'gen Gottes ſehen in ſeines wr. Seele weyhn. will fuͤr ſeine Lieb und Pein ihm meine ganze 3 2. Wie ruͤhrend ſchei⸗ 1 det der Gerechte, im Tod als Gottes Sohn be⸗ waͤhrt! Zwar leidet er den Tod der Knechte, von Frevlern noch am Kreutz entehrt; doch laut zeugt,i⸗ 4 Herr der Herrlichkeit! dein Tod von deiner o Göttlichkeit! 3. Du ſtirbſt, die hohen Himmelslehren von Tu⸗ gend und unſterblichkeit der Welt als gottlich zu 4 ſt 11 6 1 1 d 6 bewaͤhren. Mein Lehra f ſey gebenedeyt! kenn ich meiner Seele Werth, und Gott, den du uns hier verklaͤrt. 4. Nur Segen haſt du hier verbreitet, oft Naͤchte betend durchgewacht, dien die Sterblichen zu Gott d P keleitet, und treu dein d Tagewerk vollbracht. 4 Wie freudenvoll ſtirbt g nun ein Chriſt, dem, Herr, Nun 1h 6 d h 2 e t 58 6 Erſte Abih, In der azengei V Opfertodes Schmerzz ich ſtaut furum Koimuth w ege att, da tmiha e Ffenn finend 1 8 de in him gatetes n Nah. Saade 1p ſ fät 38 ttg tfürn 6 ſenyi ſne lſtin 12 8 V iſe det; och. 8 ett der 1 in Tod von ötlihkeit .Luffütſ inmelslehreg a8. nd und unta a rWält als g 11 14 wißten. Nt gebenedeyt in ich mein etih ℳ geewert vo ge ftudenvo atin Chki Herr, dein Kreutz den mm Tod verſuͤßt. z. Froh feyerſt du die große Stunde, da du zu deinem Vater gehſt, und noch zuvor aus Herzens⸗ grunde fuͤr deinen Feind voll Großmuth flehſt; den ſterbend ſegneſt, der dich ſchalt, dein Wohl⸗ thun dir mit Haß vergalt 6. Den Freunden, die hier weinend ſtehen, theilſt du der Freund⸗ ſchaft Segẽ aus, ſprichſt glaubensvoll vom Wie⸗ derſehen im Himmel, in des Vaters Haus: ſtromſt hohen Muth und Troſt und Ruh den kum⸗ mervollen Seelen zu. 7. Du fiehſt auf die vollbrachten Thaten, als Ausſaat auf die Ewig⸗ keit, dankſt Gott, durch den dein Werk gerathen, der bald dafuͤr den Lohn dir beut; empſtehlſt den Geiſt in ſeine Hand; und gehſt getroſt ins Vater⸗ land. g. Erloͤſer! tauſend oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 65 Frome ſchieden auf dein Verdienſt mit Freudig⸗ keit; emp fanden ſterbend Seelenfrieden, den Troſt den uns dein Tod ver⸗ leiht. O laß mich dir mein Leben weyhn! dir auch noch ſterbend dank⸗ bar ſeyn. 9. Das Wort vom Kreutz bleibt allen Dei⸗ nen Erquickung, obs die Welt auch ſchmaͤht. Es mag dem Spoͤtter Thor⸗ heit ſcheinen; der ohne dich verlohren geht: uns iſt es Ruhm und Gottes Kraft, uns Troſt in un⸗ ſrer Pilgerſchaft. 56. M. Chriſtus, der iſt mein Leben. Die Sonne ſtand ver⸗ finſtert, der Mittag ward zur Nacht; nun hatt' er uͤberwunden, und ſprach: es iſt vollbracht. 2. Dexr Erde furchtbar Beben hob das Gebirg empor, und Todte Gottes giengen aus jhrem Grab hervor. 2 E —— — 8 66 3. Den Todesuͤberwin⸗ der umgab des Grabes Nacht; und Engel Gottes jauchzten: Er hats, er hats vollbracht! 4. Das Opfer fuͤr die Guͤnde, iſt dargebracht vor Gott! Er ſtarb; und Heil undLeben wird aller Welt ſein Tod! 5. Nun wird kein Opfer wieder in Ewigkeit ge⸗ bracht: der, den ſein Volk erwuͤrgte, der hat es ganz vollbracht! 6. O du, der mich ver⸗ ſoͤhnte dem Richter aller Welt; du haſt das Heil der Erde dich opfernd hergeſtellt! 7. Nun wohnt in ew'⸗ gem Frieden das menſch⸗ liche Geſchlecht: und du regierſt die Volker mit Wahrheit und mit Recht 8, Du kommſt und fuͤhrſt die Deinen in dei⸗ nes Vaters Reich; du machſt an Heil und Wuͤr⸗ de ſie deinen Engeln gleich. Erſte Abth. In der Faſtenzeit —— 9. Wie herrlich iſt dein Name! Wie groß iſt dei⸗ ne Macht! Preis dir und Dank und Ehre, daß du dein Werk vollbracht! 10. Laß mich dein Bey⸗ ſpiel ſtaͤrken, daß ich im Glauben treu und ſtand⸗ haft in der Liebe bis an mein Ende ſey! rr. Darf ich den Tod noch fuͤrchten? Herr, meines Lebens Kraft! Auch ich werd uͤberwin⸗ den durch dich, der Sieg verſchafft! 12. Du fuͤhrſt mich hin pf zum Ziele: vollbracht iſt dann mein Lauf! Dann nimmt in ſeine Haͤnde auch mich dein Vater auf. 57. M. Wie fleucht dahin der Menſ. Nun iſt es alles wohl gemacht. Mein Jeſus ruft: es iſt vollbracht! der neigt ſein Haupt, o Menſch, und ſtirbt, der dir erwirbt das Erbe, welches nie verdirbt. a. Der, dem an Hoheit keiner 11 I 4nlüc Wuner, 1tnthn ai ivchülti 8 Wuwdh ſus he e pfadddt; =F — ——— — — — — — — ——= — c— vnn tin de ei; Endeſey .Dyf ich fircte. nes Lebens Hich berd urchdich, haft! Dufüßyf Jiele: volle mein Laufs f in 4 1 nichdeing een „Wie feu a der Mer iſt er al — macht 0. ts iſtwoſes 8 Was Wunder, daß die Erde kracht, uu ſchwarze keiner gleicht, der Herr der Herrlichkeit erbleicht. Nacht verhuͤllt der Son⸗ —o ne Glanz und Pracht. 3. Das Heiligthum ſteht aufgedeckt; die Fel⸗ ſen berſten; alles ſchreckt; der Todten Graͤber öffnen ſich. Wie ſichtbarlich zeigt hier der Gottheit Finger ſich! 4. Weil deñ die Kreatur ſich regt: ſo werd auch du, mein Herz, bewegt! empfinde reuvoll deine Schuld; aus Gottes Huld ſtarb Jeſus auch fuͤr deine Schuld. 5. Sein Tod, onimm es wohl in Acht! hat Troſt und Heil auch dir gebracht. Verahe⸗ den, der bis zum Grab ſich fuͤr dich gab, und ſtirb dem Suͤndenleben ab. 6. Ja, Vater, unter Pein und Hohn erbleicht am Kreutz dein eigner Sohnz nun iſt keinwei⸗ oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 62 fel, deine Huld tilgt mei⸗ ne Schuld, und traͤgt forthin mit mir Geduld. 7. Hin auf ſein Kreii will ich ſtets ſehn und dankvoll ſeine Treu er hoͤhn; Troſt ſoll er mir im Sterben ſeyn, mich dann erfreun; ſo ſchlaf ich ſanſt und ſelig ein. 8. Und dient ich nun der Suͤnde noch? Fern ſey von mir ihr ſchimpf⸗ ſich Joch! Auf, Seele, daß du dich erhebſt, nur Jeſu lebſt, ihm zu gefal⸗ len, dich beſtrebſt. 9. Ertoͤdte ſelbſt in mei⸗ ner Bruſt, mein Heiland, jede boͤſe Luſt; dein Tod, der mir das Leben ſchafft, verleih mir Kraft im Kampf mit jeder Leiden⸗ ſchaft. 10. Durch meine Kraft daͤmpf ich fie nie, durch dich geſtaͤrkt beſieg ich ſie. Ich ſetze, freudig auf dein Wort, den Kampf hier fort, und volle Ruh er⸗ wart ich dort. E 2 11. Wie 5 68 11. Wie dank ich dir, Herr Jeſu Chriſt, daß du fuͤr mich geſtorben biſt! dich preis ich hier ſchon hocherfreut; doch nach der Zeit, noch froher in der Ewigkeit. 58. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleyd. Es iſt vollbracht! ſo ruft mit Macht der Herr vom Kreutz hernie⸗ der. Stimmt in ſeinen Lobgeſang, miterloͤſte Bruͤder. 2. Durch Wort und That hat er den Rath des Vaters treu vollen⸗ det, der ihn, uns zum Troſt und Heik in die Welt geſendet. 3. Fuͤr uns nahm er, wie hart und ſchwer ihn auch ſein Leiden druͤckte, deſſen Laſt doch gern auf ſich, daß er uns begluͤckte. 4. Er trug voll Huld es mit Geduld, durchkaͤmpf⸗ te bange Stunden. Ooch ſein Gott hat ihn erhoͤrt, er hat uͤberwunden. —.———— —— Erſte Abth. In der Faſtenzeit 5. Preis ihm und Oank!! Er, er errang uns Selig⸗ ¹ keit und Leben, da er ſich t in Quaal und Tod fuͤr uns hingegeben. 6. Es iſt vollbracht. V Hell iſt die Racht des Todes und der Graͤber. V Heil uns; nun iſt Jeſus Chriſt ewger Freuden⸗ geber. 59. Mel. Chriſtus der iſt mein Leben. Wie gluͤcklich hat die Stunden der bangen Leidensnacht mein Jeſus uͤberwunden! Er ruft: es iſt vollbracht! 2. In ſeines Vaters ) Haͤnde beftehlt er ſeinen Geiſt. Und nun erfolgt ſein Ende. Erloͤſer ſey gepreiſt! 3. Zum Wohlaefallen Gottes haſt du dein Werk vollbracht, und dein, trotz alles Spottes, iſt nun das Reich, die 4. Du ſchaffteſt Gottes Frieden dem menſch ich. e⸗ —— —4———y ——m —— — — ——— — — SA —— — 8 hſa wAnggie „F ſta iſ d As ſ ſ und d g uns, an dit evan. 1 dlüclih’ e Stunden o a ſrenachtme e2 dwanden! 4 Kvolbradt N ſäinesD. detefegle: 1 Uod nu e. n. El 18 1 zun Wo. shaſten S racht, und? 0 ales Coo S das Fei t · 2 8 enden sh. Geſchlecht: und leiteſt es hienteden mit Wahrheit und mit Recht. 5. Einſt fuͤhreſt du die Deinen in deines Vaters Reich; befreyeſt ſie vom Weinen; und machſt ſie Engeln gleich. 6. Dir, dem ich ange⸗ hore, der mich auch ſelig macht, Preis ſey dir, Dank und Ehre, daß du dein Werk vollbracht! 7. Dein Beyſpiel ſoll mich ſtaͤrken, daß ich im Glauben treu, und treu in guten Werken bis an mein Ende ſey. 8. Darf ich den Tod dann ſcheuen, der mich von hinnen rafft? Mich ſeiner zu erfreuen gibt mir dein Tod die Kraft. 9. Mein Kampf iſt dann zu Ende, vollbracht mein Pilgerlauf. Dann nimt in ſeine Haͤnde mich auch dein Vater auf. 60. M. O Traurigkeit, o. Zur Grabesruh ent⸗ ſchliefeſt du, der du fuͤr uns geſtorben, und oder vom Leiden und Sterben Jeſu. 69 am Kreutz uns ſchmerzen⸗ voll ewges Heil erworbẽ. 2. Du biſt erblaſt, o Herr, und haſt doch in dir ſelbſt das Leben. Gleich den Sterblichen hielt dich einſt das Grab umgeben. 3. Doch Heil ſey mir! du konnteſt hier nicht die Verweſung ſehen. Bald hieß dich des Hoͤchſten Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirſt, mein Lebensfuͤrſt, wie dich, auch mich erwecken. Sollte denn mein glau⸗ bigs Herz vor der Gruft erſchrecken? 5. Hier werd' ich einſt, bis du erſcheinſt, im ſanf⸗ ten Frieden liegen. Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab be⸗ ſiegen. 6. Ihr, die die Welt gefeſſelt haͤlt, zagt nur vor der Verweſung! Ich, ich hoff' in Chriſto einſt aus dem GrabErlöſung. E 3 7. Rein; —V— om Leiden ꝛc. 8—,“— „—— 70 Erſte Abt. In der Faſtenz. oder v 7. Nein; nichts ver⸗ Gerechtigkeit vor Gott dirbt. Selbſt das, was mir haſt erworben, daß ſtirbt, der Leib wird auf⸗ im Gericht ich nun beſte⸗ erſtehen, und, zu Him⸗ hen kann, weil meine melsglanz verklaͤrt, aus Schuld durch dich iſt dem Grabe gehen. abgethan. 8. So ſink ins Grab, 4. Das Wort des Herrn meinLeib, hinabl ich will muß ganz erfüllet werde, mich drum nicht kränken, drum muß dein Leib auch ſondern Jeſu, mir zum ruhen in der Erden; auch Troſt an dein Grab hier ſeh ich die Weiſſa⸗ gedenken. gung erfuͤllt, von Jonas 61. M. Der Tag iſt hin, nun das Vorbild ganz mein Jeſu. enthuͤllt. O du, der meinerSchul⸗ 5. Das Waitzenkorn den Laſt getragen, biſt du, das man ver⸗ und als ein Fluch iſt an ſcharret; doch wenn man das Kreutz geſchlagen: nur des dritten Tages nun nim̃t man noch vor harret, wird man hervor Abend dich herab, und es aus der Erde gehn, traͤgt dich hin in Joſephs und tauſendfach dann neues Grab. Fruͤchte bringen ſehn. 2. O Troſt fuͤr mich! 6. Hier iſt die Ruh nach O gnadenvollesZeichen! deinen Todesleiden, der das aber nur der Glaube Uebergang zu goͤttlich kann erreichen; derFluch hohen Freuden. Bald iſt weg, die Erde iſt nun geheſt du aus dieſem To⸗ rein; zum Zeugniß deß desthor verneut, verklaͤrt muſt du begraben ſeyn. in Herrlichkeit hervor. 3. Nun glaub ich, daß 7. Auch ich darf nun wahrhaftig du geſtorben, nicht vor dem Grab er⸗ ſchre⸗ 18 do. hes onlg 4) kun. 1 veil. eeh die 1* de milct an Li leArden Lie V. ſi vong. Ebib, ¹ aitt ie man a bwem. aden zeante rdeg 480 1e nſt 2es gu as ͤw 18 Ee du ein Grab dich laͤſſeſt decken. Deins macht nun meins zum ſtillen mein Staub Verklaͤrungstag. Oſterlieder, oder bey der Feyer des Aufer⸗ ſtehungsfeſtes Jeſu. 62. M. Sollt ich meinem Gott nicht. Auferſtanden, auferſtan⸗ den iſt, der uns mit Gott verſoͤhnt. O wie hat nach Schmerz und Schanden Gott mit Eh⸗ ren ihn gekroͤnt! Dort zu ſeines Vaters Rechten, uͤber Schmach und Tod erhöht, lebt er nun in Majeſtaͤt. Freut euch ſeiner, ihr Gerechten! Dankt dem Hoöchſten! und erhebt ſeine Gnade! Jeſus lebt. 2. Singt dem Herrn! er iſt erſtanden, er, der ſtarb auf Golgatha! Ruͤhmt es, ruͤhmts in allen Landen: was ſein Wort verhieß, geſchah. Wer, wer kann ihm wi⸗ derſtreben? Maͤchtig dringt der Held empor; im Triumph bricht er hervor, und des Ab⸗ grunds Pforten beben, da ihr Sieger ſich erhebt. Heil uns allen! Jeſus lebt. 3. Uns vom Tode zu befreyen, ſank er in des Grabes Nacht: uns zum Leben einzuweyhen, ſteht er auf durch Gottes Macht. Tod, du biſt in Sieg verſchlungen; dei⸗ ne Schrecken ſind ge⸗ daͤmpft; deine Herrſchaft iſt bekaͤmpft; und das Le⸗ ben uns errungẽ. Jauchzt ihr, die maneinſtbegraͤbt! jauchzt dem Hoͤchſten! Jeſus lebt. 4. Aus dem Grab uns zu erheben, gieng er zu dem Vater hin. Laßt uns E 4 ihm Oſterlieder, oder bey der Feyer des Auferſteh.ꝛc, 211 ſchrecken, da, Heiland, Schlafgemach, da ruht 8 4 bis zum K 2 b Erſte Abth. Oferhjeder, oder bey ewig Ehre, Preis und Verſuchung Stunden, Seele dir! ——“ “ 3 ihm zur Ehre leben, dann 2. Um deinen Thron, iſt Sterben uns Gewinn. Haltet unterLuſt und Lei⸗ den im Gedaͤchtniß Je⸗ ſum Chriſt, der vom Tod erſtanden iſt. Unvergaͤng⸗ lich ſind die Freuden des, der nach dem Himmel ſtrebt; ſind ihm ſicher! Jeſus lebt. s. Freut euch ſeiner, Gottes Kinder! Er ſey euer Lobgeſang! Bringt dem Todesuͤberwinder Wahrheit, Heil und Ma⸗ jeſtaͤt. Ich nahe mich voll Zuverſicht zu dir; denn du verwirfſt ſt mich nicht. Herr, meine Seele 777 iſet dich. Erlöſt auf wahr du ſelbſt vom Him⸗ gabſt und wiedernahmſt. verdammen kann? Ich glaub an dich und fage dann: der Gott, durch den die Himmel ſind, der iſt mein Vater, ich ſein Kind. 5. Nun iſt dis erſte Le⸗ ben mir ein ſegensreicher Weg zu dir. So lang ich hier bin, Gott, mein Dank. Ruͤhmts in der wenn euch Suͤnd und Elend droht; ruͤhmts in eurer Todesnoth: Jeſus Chriſt hat uͤberwunden! Wenn der Suͤnder zagt, erhebt euer Haupt! denn Jeſus lebt! 63. M. Herr Gott dich lo⸗ ben alle wir. Dich bet ich an, erſtand⸗ ner Held, Erretter einer Suͤnderwelt; du, unſre Zuflucht fuͤr und fuͤr, froh ſinget meine Frieden Theil. 6. Holdſelig ſprachſt platz meiner Huld und Treu! Wir ſehen deine Huld und Treu auf dei⸗ ner Erde taͤglich neu. der ewig ſteht, glaͤnzt 1 mel kamſt, dein Leben 4. Wer iſts, der mich Heil, hab ich an deinem du: Erde, ſey der Schau⸗ 7.Zwar G ned pi en VN f anndvit g we ewig haſt du mich; ſo iſe tuch 2 t itane t Vaaat a erla l, d dn ſchiſ ee 9 1 3 1 an dic aai . der 66, die pimme ee3 min Tuin i d. Mn ſtoi n mirein e= uu di. ſmen ierbin,G 3 hab ic4Gn den Thei hobfelg ſa Ende,ſohe ee meine o „Pric amd 1 gdetäglch — der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 7 Zwar trift noch man⸗ cher Schmerz uns hier; u. noch, o Erbarmer, ſter⸗ lben wir: w gierſt; und wir ſind dein, h und ewig werden wir es 6 ſeyn. Doch du re⸗ g8. Ich weiß, daß mein Erloͤfer lebt. O Troſt, der meinen Geiſt erhebt! 4 Ich ſeh, durch dich ge⸗ ſtaͤrkt, aufs Grab, mit unerſchrocknem Aug' hinab. 9. Welch eine Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieſer Zeit! Da fin⸗ det der verklaͤrte Chriſt das Heil, das unaus⸗ ſprechlich iſt. 10. Der du fuͤr unſre Seelen wachſt, ſie zu dir ziehſt und ſelig machſt, laß mich mit freudigem Vertraun im Tod auf dich, Erloͤſer, ſchaun. 64. M. Heut triumphiret Gottes Sohn. Erpebe er lebt! o Chri⸗ ſtenheit! Heil dir in 2 Zeit und Ewigkeit! Das 18 Grab iſt leer, der Sieg 73 iſt ſein, und wir, Erloͤſer, wir ſind dein. Gelobt ſey Gott! 2½ Wpo iſt, o Tod, dein Stachel nun? was kann uns jetzt die Hoͤlle thun? Es ſitzt auf ſeines Vaters Thron, zu unſerm Troſt des Menſchen Sohn. Gelobt ſey Gott! 3. Die bangen Zweifel ſind zerſtreut. Wir ſehn des Siegers Herrlichkeit, der ſeine Feinde uͤber⸗ wand, der ſtarb und wie⸗ der auferſtand. Gelobt ſey Gott! 4. Gelobt, gelobt ſey JeſusChriſt! daß er vom Tod erſtanden iſt. Lob ſey dem Herrn der Herr⸗ lichkeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gelobt ſey Gott. 5.Auf dieſen Felſen will ich baun. Er lebt! dis ſtaͤrket mein Vertraun. Auf ſeinem Thron denkt er an mich, und ſorget fuͤr mich bruͤderlich. Ge⸗ lobt ſey Gott! E 5 5. Bey ——— 6. Bey aller Leiden Ungeſtuͤm ſey dis mein Troſt, ich leb in ihm! Das Haupt laͤßt ſeine Glieder nicht; dis blei⸗ bet meine Zuverſicht! Gelobt ſey Gott! 65. Mel. Herr Gott, dich 7 loben wir. Dich, Heiland, loben wir! WirChriſten danken dir! Jauchzt, Himmel, ruͤhm erlöſte Welt, Den hohen wunderbaren Held! Preiſt Jeſum, welcher auferſtand, Und Suͤnd und Satan uͤberwand! Ihm iſt nun alles unter⸗ than! Fallt nieder! betet Je⸗ ſum an! Heilig iſt Gottes Sohn! Heilig iſt Gottes Sohn! Heilig der Herr, der Chriſt, Der auferſtanden iſt! 1 5———— — —— ͤͤͤͤͤſſ rſte Abth. Oſterlieder, od ——— er bey[e ſin Der Sohn verließ da ie l Vaters Thron;, Er kam und ward ein). tus Menſchenſohn, 11 Erniedrigt fuͤr die Suͤn t derwelt, Die er durch ſeine Huld ſ. erhaͤt; ſ Begab der göͤttlichn Gewalt ſae, Sich ſelbſt, verhuͤllt in tl Knechtsgeſtalt, Und that durch ſeint t Wunder dar,. Daß er von Gott ge⸗ i ſſit ſendet war. 8 Geſalbt zum Mittler,* that den Bund 4 Der Gnade Gottes, Jeſus kund. Sein Volk verwarf ihn, war ſein Feind, f Und er war doch ſein ſ Herr und Freund. Er, Gottes Lamm, er⸗ 8 pif vtrug voll Huld t ſin Der Suͤnde Strafen. mit Geduld. Der uns zu Gottes Kin⸗ dern macht, Empfand ſie in der let, 1n p ten Nacht; ſn — 1140 4 ——— — =— =— — 3— — der, ode 8 der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 75 Enpfand,ber dtenta e and, betruͤbt bis i ani a den Tod, bis in BomGluch ans frey! o nin a Was Gottes Zorn den Wer iſt,”. nianit E Sündern droht; damm der nun ver. ewec fuͤr die Er lebt 35 u 93 ALaze Welt ihn unda in, der an rlat- Gn Sein Blut, das hö dne. N a ,⸗ izfand, ann, Aanhäpenene Guui 2 Und ſtarb mit Thranen Nun Frul. 3d n, a Au Gebet, Mrſdea d⸗ den er ſaral Am Kreutz erwuͤ— tunt renanrget bad aur Selikei ein Ueber⸗ V het de Er lag i gang. ven 3 chitein Grabe, wo er zMein Leih wird in dem A di er weg a Bis ihn ſei rabe Staub ſat rcc Leben ſuin Gatt ins Doh büllt er nicht des ſobt un aeh Tag, der des Iubel odes Raub, thutdn J en würdig iſt! Jübels Und du,» Herr, verklärſt de Gra 8 Der Sohn ſtand auf, der mihn einſt Jſſas k Herr, der Chriſt 1 enn du zum Weltge⸗ gelttene Sey, Tag des Siegs lichi erſcheinſt. vor ſeit Jrn der Chriſtenheit 7 welch ein Heil er⸗ ma va Ein Tag der Wonn' und H warbſt du mir! herr udn J.deateit eich dnis, ewig dan Giteln, Das Grab iſt leer!. 1 uN iſt verſöhnt! Gott Dn haſt das Leben wie⸗ 6 dr Sün Der Heiland iſt mit Unſte racht mncu„ Preis gekroͤnk! erblich haſt du mitb Eri gekroͤnt! gemacht! dr sug 24 r iſt entnommen dem Der V; 6 dern mact unerict e Moreß lithe und ruftnd ſ einer Angſt! der Vertri 71„ (8 Vaeter ſpri ertritt auf deinem V mageti ſpricht Throne mich! —— ——— — 76 Beſchuͤtze dei ſtenheit Und hilf ihr Herr der Herrlichkeit! Mach aller Feinde Macht zu Spott! Erhoͤr uns, unſer Herr und Gott! Amen! 66. M. Wachet auf, ruft uns die St. Gobt den Herrn, ihr * Gottes Kinder: Preiſt Jeſum, preiſt den Ueber⸗ winder! Wie groß, wie heilig iſt ſein Tag! Er entriß des Todes Banden mit Macht ſich, iſt nun auferſtanden, er, der fuͤr uns im Grabe lag. Sein iſt Gewalt und Macht! Preiſt ihn! er hats voll⸗ bracht! Preiſt den Sie⸗ ger! Er hats volldracht, er, der die Macht des To⸗ des und des Lebens hat. 2. Glorreich hat der Held gerungs, hat maͤch⸗ tig unſern Tod bezwun⸗ gen, von allen Strafen uns befreyt. Glaubt, ihr tief gefallnen Suͤnder, ſo —— Erſte Abth. Oſterlieder, ne Chri⸗ ſeyd ihr eures Gotteiis: — oder bey Kinder, und Erden ſeina t Seligkeit. Bald, balt entſchlafen wir, entſchlah h fen, Chriſte, dir, ruhteſ in Friede die kurze Nacht Gl bis deine Macht, eh dt einſt richteſt, ruft: er d 3. Ob uns Graͤbet gleich bedecken, wirſt din ſſ doch unſern Staub erweete cken, der du des Stauben t wacht: Schoͤpfer biſt. Du wirſ ui unvergaͤnglich Leben und in Kraft und Herrlichkeit an ihm geben, dem Staube gt Wi dißs der dir heilig iſt. werden ewig dein, geſlſe recht und ſelig ſeyn. Se ſat geprieſen! denn dein Ge 2n richt erſchreckt uns nicht Ni⸗ weil du, o unſer Mittlen Gn⸗ dits 4. Lob ſey, Vater it lebſt. 5 r. Pred ma iter deinem Namen! Gelob unt u ſey Jeſus! Amen! Amen Het ſc Gelobt ſey Vater, Sohl degn de und Geiſt! Chriſten unn⸗ 1 Lis 3 der, ſo lang ihr Pilge d 4 ſeyd V hallt des Himmels Liete — — — katde, oe ſeod t 74 Kdnn— 8 cits ſehiſchafn 2 16 der Feyer des ſeyd, hier wieder, bis iſihr ihn ſelbſt am Throne 8 wreiſt Frohlocke Gott, fen, Ehrine o Chriſt! Sey heilig! dn unn S peilig iſt, heilig, heilig, Khen 3* 2 Gott, unſer Gott, der efnſe 7 Herr, dein Gott! Die nact in Welt iſt ſeiner Ehre voll! „ me 67. Mel. Allein Gott in 5 968 der Hoͤh ſey Ehr. Brin gt Preis un Ruhm dem Heiland dar, A frohlockt ihm alle From⸗ men! Er, der fuͤr uns ge⸗ ſtodtet war, iſt aller Angſt entnommen. Sey hoch⸗ Mhan gelobt, Herr Jeſu Chriſt, r 1 daß du fur uns geſtorben W lndle 3 und (en, tmit 1 ſtanden! ge 2. Dein Leben in der ntan Majeſtat befeſtigt unſern h Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, ☛, den großen Troſt uns 58 mauben, daß du haſt unſer 8 ewgen Todes Macht 8 uns Suͤnder haſt erloͤſet. 3. Gott ſelbſt, der dich ſa dem Grab' entruckt, hat Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 22 dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufgedruͤckt, und dich, als Sohn geehret, hat deines Todes hohen Werth der Welt aufs herrlichſte be⸗ waͤhrt, da er dich aufer⸗ weckte. 4. Erſtand'ner, ich fro⸗ locke dir! Mein iſt dein Sieg, dein Leben. Du lebſt und herrſcheſt nun, auch mir dein ewigs Heil zu geben, auch meiner Seele Troſt zu ſeyn, zur Tugend Kraft mir zu verleihn, und mich zu Gott zu fuͤhren. 5. Mein Herr, mein Gott,hilf mir dazu; hilf, daß ich frey von Suͤnden, im Frieden Gottes möge Ruh fuͤr meine Seele fin⸗ den. Erwecke deinen Siñ in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Erloſter wandle. 6. Dein iſt das Reich, dein iſt die Macht, Ver⸗ ſtorbne zu erwecken. Du rufſt einſt; und derere⸗ er — 78. Erſte Abth. Oſterlieder, oder bey Kr f ber Nacht wird Todte Heiland ſeyn. Geloht 14 4 nicht mehr decken. Denn, ſey Gott! ſe uin wie du auferſtanden biſt, 2. Chriſtus iſt erſtan. glehr ſo werd' auch ich, Herr den; ruͤhmt's in allen Ckih Jeſu Chriſt, durch dich Landen. Unſre Hoffnung te einſt auferſtehen. ſtehet feſt, die auf Chrigtt 1 7. O laß mich, weil ſtum ſich verlaͤſt. Gelobt EEr h le ich hier noch bin, im ſey Gott! elue Glauben an dich wan⸗ 3. Gott ſey Preis und e8 humme deln, und jederzeit nach Ehre! Nun ſiegt Jeſeſit eund deinem Sinn rechtſchaf⸗ Lehre; ewig, ewig ſind i weh fen ſeyn und handeln; wir ſein, ewig ſeiner unsſ e daß ich, wenn ich nun zu freun! Gelobt ſeyfin tt d. auferſteh', und dich, des Gott! it Fet Todes Sieger, ſeh',nicht 69. Mel. Nun lob', mein ſt witw) kalät da ſoll auch einſt dein Sonne den feſtlich Wü du erſcheinſt, zu deiner mein Herr und mein Vet hi Dm theil ſeyn; ſo werd ich mels mich erhebt! Ge⸗ 18 68. In bekannter Mel. lebt! er ſtaͤrkte deinti den; ſein ſoll alle Welt deine Feinde und ihren de ſe angſtvoll vor dir bebe. Seel', den. Ih Kaun 8. Wo du, Herr, biſt, Froh fuͤhrte Gotten it ie riſan Juͤnger mit dir leben; hohen Tag herauf. Daſft, und du wirſt ihn, wenn ſtand er, meine Wonne, Ar ſiihr, don Freud erheben. Dis ſöhner auf. Gedanke, df. ſim Gluͤck laß auch mein Erb⸗ der zu Freuden des Him nigtiſſ 1 dein mich ewig freun, du danke, der im Leiden ae eb Todesuͤberwinder! mein Herz mit Troſt berhes gi Chriſtus iſt erſtanden Freunde, daß ſie nun nit 14 ſt aus des Todes Ban⸗ mehr flohn; beſchaͤmt aus ffn ſich freun. Er will unſer frechen Hohn. ſir hc 2.Herr der, eiſg 5 o 2. Herr, deine Boten ſſegen, von dir und dei⸗ 2. Chr.— aii nem Geiſt gelehrt. Die rande 10Götzentempel liegen, fſeiin Aahder Erdkreis wird zu rſt aiil Gott bekehrt. Ich weiß, nen Rhan wen ich glaube, bin z en freudevoll ein Chriſt. din t an Ihn bet ich an im Stau⸗ dht. 1n n be, ihn, der mein Retter rrſe aagh iſt. Ich werd ihn ewig drth tas Jeſus,die erloͤſten Suͤn⸗ Eenne zf yhen dgS0 ſie erfreut, dich, du To⸗ anh, hralhl desuͤberwinder, dich, du enpene Herr der Herrlichkeit! ſter a0f 4 du, der todt war, lebeſt rughmaah wieder, mit dir leben nichAt! deine Glieder; uns die aie, d Tod und Grab erſchreckt, rn her hat Gott mit dir aufer⸗ e uweckt. ah, m 2. O mit weſchen Got⸗ ſtu tes Freuden ſtralſt du aus 0 des Grabes Nacht! ewig 2 fern iſt alles Leiden, ganz een? 3 der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 79 dein großes Werk voll⸗ bracht. Liebreich eileſt du den Deinen nun als Sieger zu erſcheinen. Seht mich, Freunde, die ihr bebt! jauchzet! euer Jeſus lebt. 3. Lebend, zu verſchied⸗ nen Stunden, ſahen ſie dich dort und hier. Sie beruͤhrten deine Wun⸗ den, ſprachen, aßen oft mit dir. Deinen Troſt und deine Lehden ließeſt du ſie wieder hoͤren; und ſie, die dich lebend ſahn, beteten dich freudig an. 4. Muthig wurden nun die Schwachen, durch dein Leben neu belebt giengen ſie nun aus und ſprachen: der am Kreutz Erwuͤrgte lebt! Spra⸗ chen ſelbſt bey Schmach und Banden: Jeſus iſt vom Tod erſtanden, iſt der Menſchen Herr und Haupt; ſelig wird, wer an ihn glaubt! 5. Heil und Gnade beut nun allen Gott, in ſeinem Ra⸗ Erſte Abth. Oſterlieder, oder bey 80 Namen, dar, allen Suͤn⸗ dern, die gefallen: und was er verheiſt, iſt wahr. Alles, alles wird geſche⸗ hen! Himmel werden eh vergehen, eh ein Wort von Jeſu Chriſt nicht mehr wahr und göttlich iſt. 6. Preis ſey dir! der du das Leben und die Auf⸗ erſtehung biſt. Laß uns alle ſeyn ergeben dir dem Rekter, Jeſu Chriſt! mach uns frey von Straf und Suͤnden; daß du lebſt, laß uns empfinden. Tief im Staube fingen wir dir dann ewig Dank dafuͤr! 71. M. Wachet auf, ruft uns die. er iſts, der mit Him⸗ melslichte verklaͤrt, mit Sieg im Angeſichte aus jener Todeshoͤhle geht? Er iſts, o ihr Menſchenkinder, er iſts der Todesuͤberwinder, der flegreich auf dem Staube ſteht! Sein off⸗ —öſſͤſöſſ“ nes Grab iſt leer! Dort liegen um ihn her ſeine Feinde! Preis ihm und Dank! Er, er bezwang den Tod, mit ihm des Abgrunds Heer! 2. Du biſts, der fir mich verbuͤrgte, der Furſt i t 8' lt l t 4f des Lebens und Erwurg, li te, der du die Macht dem Tode nahmſt! Du biſts, dem ich glaubend traue, den ich einſt auf den Throne ſchaue, von dem du zu uns Sundern kamſt! Du kaͤmpfteſt nicht fuͤr dich! Du ſieg⸗ teſt, Herr, fuͤr mich! mich Verworfnen! Durch dei⸗ nen Tod verſoͤhnte Gott e⸗ die ganze Suͤnderwelt mit ſich! 3. Sollt ich nicht mit Danken kommen? Dir, du Erretter deiner From⸗ men, dir ſollt ich nicht mein Loblied weihn?! Bis zum Tod haſt du ge⸗ kaͤmpfet, und ſterbend meinen Feind gedaͤm⸗ pfet; dein Sieg, du Sie⸗ ges⸗ non 2. ſenn 1 in ich anae Duur hun il uns 1un tnt, Ne A Riud 1 Ger.üt naan rwerixeſa N Lud dera e gane 1 tſch! Sölt ſ ri anken tonſa! Ertdte wan h, dir o n n i Lobſih Gum uh n mnfet, un. ine Ffit dineits 6 1 gesfuͤrſt, iſt mein! Lob, Preis und Dank ſey dir! Du halfſt vom Tode mir, Ueberwinder! Mein Lob⸗ a geſang, mein heiſſer Dank, erhebt ſich ewig, Gott, zu dir! 4. Betet ihn, den Ue⸗ berwinder des Todes, be⸗ tet ihn, ihr Suͤnder, in glaubensvoller Demuth an! Werft euch mit mir vor ihm nieder, die er errettet, meine Bruͤder, und ruͤhmts, was er an uns gethan! Glaubt alle! Sein Gebot iſt uns Be⸗ fehl von Gott! Mitge⸗ noſſen! Er ſtritt allein! Dringt mit ihm ein ins Allerheiligſte vor Gott. 5. Wenn wir unſern Tod einſt ſchmecken, wo ſind dañ alle ſeine Schre⸗ cken? Wo iſt ſein Sta⸗ chel? Was iſt er? Jeſus lebt! Und unſre Glieder belebt des Siegers All⸗ macht wieder, auch unſre Graͤber werden leer! Sein Eigenthum ſind der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 81 wir! Die Seinen laͤßt er hier nicht im Staube! Er kommt, und ruft: Verlaßt die Gruft, ſteht auf, Entſchlafne, folget mir! 6. Tag des Lebens, Tag der Wonne, an dem uns Todten Gottes Sonne hervorbricht nach der langen Nacht! O, was werden wir empfinden, wann Nacht und Finſter⸗ niß verſchwinden, und ploͤtzlich unſer Aug' er⸗ wacht! Vollender fuͤhre du uns dieſem Tage zu, uns die Deinen! Die To⸗ desbahn giengſt du vor⸗ an, wir folgen dir in deine Ruh! 7. Held, vor dem die Hoͤlle bebet, der ſelbſt den Tod litt, und nun lebet, nun lebt und herrſcht in Ewigkeit! Dir hat dein Gott, Sieg und Leben, dir hat er ſeine Welt ge⸗ geben, und alle ſeine Herrlichkeit! An allem deinem Heil, hat dein Erlo⸗ 82² Erlöſter Theil durch den Glauben! Des Glau⸗ bens Licht verlöſch uns nicht! So ſehn wir ewig⸗ lich dein Heil! 72. M. Erſchienen iſt der berrl. Tag. Erinnre dich, mein Geiſt erfreut des hohen Tags der Herrlichkeit; halt im Gedaͤchtniß Je⸗ ſum Chriſt, der von dem Tod erſtanden iſt, und ewig lebt. 2. Fuͤhl alle Dankbar⸗ keit fuͤr ihn! Als ob er heute dir erſchien, als ſpraͤch er: Friede ſey mit dir! ſo freue dich, mein Geiſt, in mir, und ſing ihm Dank! 3. Schau uͤber dich und bet ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrſcht, mit Gott vereint, und iſt dein Brude und dein Freund. Wohl dir! Preis ihm! 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da iſt, und der da Erſte Abth. Oſterlieder, oder bey —— ͤͤͤͤͤͤͤſͤſſͤſſſſſ war! Sein Name ſey gebenedeyt von nun an bis in Ewigkeit, in aller Welt! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! was iſt der Erde Majeſtaͤt, wenn ſie mein Geiſt mit der ver⸗ gleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht? Lob ſey dem Heren! 6. Vor ſeinem Thron, in ſeinem Reich, unſterb⸗ lich, heilig, Engeln gleich, und ewig, ewig ſelig ſeyn; Herr, welche 1 Herrlichkeit iſt mein! Gelobt ſeyſt du! 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb und Verwundrung kaͤmpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht, fall' ich, Gott, auf mein Angeſicht, und preiſe dich. 8. Du, der du in den ich ne Himmeln thronſt, ſoll da wohnen, wo du wohnſt? Und du erfuͤllf einſt mein Vertraun, dich 19 6 düſh V 4 s. tmaß h, hels, 1n ſich, und 5 I ſg ſon; e ae enſichket i ſanſ 61 2 „Mun. fante in 4e. munmſe 1 wir, und 2 ℳ Ffunct, J„ ſccht, fale mein äh 8 ſſe dih fnt? undtei wicdat ee der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. in der Herrlichkeit zu 4 ſcaun⸗ Geſobt ſeſt du! 9. Ich ſoll, wenn du, d2s Lebens Fuͤrſt, in Wolken goͤttlich kommen wirſt, erweckt aus mei⸗ nem Grabe gehn, und einſt zu deiner Rechten ſtehn? Gelobt ſeyſt du! 10. Mit jener Schaar um deinen Thron, mit allen Engeln, Gottes Sohn, mit allen From⸗ men aller Zeit ſoll ich mich freun in Ewigkeit? Gelobt ſeyſt du! 11. Zu welchem Gluͤck, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Chriſten⸗ thum! Mit dir gekreu⸗ tzigt, Gottes Sohn, ſind wir auch auferſtanden ſchon. Gelobt ſeyſt du! 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir ſchul⸗ dig bin; damit ich mich in Liebe treu, zu deinem Bilde ſtets erneu. Hilf mir dazu. 13. Du biſts, der alles 83 in uns ſchaft; dein iſt das Reich, dein iſt die Kraft. Ich hoff auf dich, Herr Jeſu Chriſt, der du vom Tod erſtanden biſt, und ewig lebſt! 73. In voriger Melodie. Lebt Chriſtus, was bin ich betruͤbt? Ich weiß, wie herzlich er mich liebt; und ſtuͤrb auch alle Welt mir ab, er bleibt mir bis dach Tod und Grab! Lob ſey dem Herrn! 2. Er naͤhrt, er ſchuͤtzt, er tröſtet mich; ſterb ich, ſo nimmt er mich zu ſich. Wo er jetzt lebt, komm ich auch hin, weil ich mit ihm vereinigt bin. Lob ſey dem Herrn! 3. Durch ihn bin ich mitGott verſoͤhnt; durch ihn mit Gnad und Heil gekroͤnt. Mein banges Herz ermuntre ſich, Gott und die Engel lieben mich. Lob ſey dem Herrn. 4. Durch ſeiner Aufer⸗ ſtehung Kraft vollend' ichenane Pigerſchaſt; 84 freu ſeiner mich in ſeinem Reich, und bin dort 88 nen Engeln gleich. Lob ſey dem Herrn! 5. Fuͤr ſolchen Troſt 338 Seligkeit dankt, Perr, dir, deine Chri⸗ ſtenheit. Wenn wir der⸗ einſt dein Antlitz ſehn, wird dich ein wuͤrd'ger Lied erhöhn. Lob ſey dem Herrn! 74. Mel. Jeſus, meine Zuverſicht. Ieſus lebtlmit ihm auch —₰ ich! Tod, wo ſind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Tod⸗ ten auferwecken. Er ver⸗ klaͤrt mich in ſein Licht; dis iſt meine Zuverſicht. 2. Jeſus lebt! ihm iſt das Reich uͤber alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herrſchen, ewig leben, Gott erfuͤllt, was er ver⸗ ſpricht; dis iſt meine Zuverſicht. 3. Jeſus lebt! wer nun — —— Erſte Abth. Oſterlieder, oder bey verzagt, der verkleinert Gottes Ehre. Gnade hat er zugeſagt, daß der Suͤnder ſich bekehre. Gott verſtoͤßt in Chriſto nicht; dis iſt meine Zu⸗ verſicht. 4. Jeſus lebt! ſein Heil! iſt mein! ſein ſey auch mein ganzes Leben. Rei⸗ nes Herzens will ich ſeyn, und den Luͤſten wider⸗ ſtreben. Er verlaͤßt den Schwachen nicht; dis iſt meine Zuverſicht. † 5. Jeſus lebt! ich bin ſ gewis, nichts ſoll mich! von Jeſu ſcheiden; keine Macht der Finſterniß, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieſer Pflicht; dis iſtt meine Zuverſicht. 6. Jeſus lebt! nun iſt 1 der Tod mir der Eingang. in das Leben. Welchen Troſt in Todesnoth wird 1 es meiner Seele geben, 4 wenn ſie glaubig zu ihm w ſpricht: meine Zuverſicht! V 75e Mel. AAed — —— e fdäv be dvieſet, 1lc ſtsde Herr, Herr, i — — —— — — —— — — — — — — — — gð —— tſeget ſſer — —— —;ACC— 3 9 ldoon a ſttſeadoi Füüfih V„Kühn etin 1 1 rttn hence 1 ſain, 9 te 1 6 t phala w,alew 3 wedesdie „ Nfasdet ſt mn. ſan nein anesgt 2 des peree tzenswal h w i rin 4 pebhn. Er vn Svachn nig e 1 tni aue ee „ Jfſſas let. wis, nicts) engein ſhede d facht der gü 8 ie Herſcth dn. Er 3 2 eieat 1 nezuberſch vm lot au dod mirderd att ns Lehen. 4 Iu naſ 5 9 ' 4 4 8.* nügweri 1 5. M. Jeſu, meine Fr. us des Todes Banden iſt der Herr erſtanden; er, des Höchſten Sohn, Jeſus hat gefieget; alles, alles lieget unter ſeinem Thron. Unſer Freund hat jeden Feind unſrer Seligkeit bezwungen. Lob ſey ihm geſungen. 2. Heil uns zu erwer⸗ ben, wollt er fuͤr uns ſterben; und er hats ge⸗ than. Und zum Troſt uns allen ſah mit Wohlgefal⸗ len Gott ſein Opfer an. Er, er rief ihn, der ent⸗ ſchlief, wieder bald zu⸗ ruͤck ins Leben, hoch ihn zu erheben. 3. Ja, wie hoch erhoben lebt nun Jeſus droben in der Herrlichkeit! Seiner Herrſchersehre jauchzen Engelchoͤre, ihm zum Dienſt bereit. Er hat nun, uns wohlzuthun, und ſein Heil uns zuzu⸗ wenden, alle Macht in Händen. 4. Freue des dich, See⸗ der Feyer des Auferſtehungsfeſtes Jeſu. 35 le! Bring ihm Preis, und waͤhle ihn zum Fuͤh⸗ rer dir! Auf die ſichern Pfade zu des Hoͤchſten Gnade bringt er dich ſchon hier. Welche Ruh' ſtroͤmt dann dir zu! Und wie wird zum hoͤhern Le⸗ ben er dich einſt erheben. 5. Deſſen froh zu wer⸗ den, ſollſt du, Herr, auf Erden ſtets mein Fuͤhrer ſeyn; Jeſu, deine Lehren⸗ will ich folgſam ehren, ganz mein Herz dir weihn. Suͤnde fleuch! In Chriſti Reich komen nur der Suͤnden Feinde, nur des Guten Freunde. 6. Eitelkeit der Erde, fleuch auch du! ich werde nie dein Sklav, o Welt. Unter allen Gaben wuͤnſch' ich nur zu haben was ſtets Werth behaͤlt. Mich erquickt, wenn Noth mich druͤckt, nach dem kurzen Pilgerleiden Gott mit ſeinen Freuden. 7. Sterb ich; meine Seele, die ich Gott be⸗ 3 fehle, —=1— 85 Erſte Abth. fehle, ſteigt zu ihm em⸗ por. An des Heilands Throne ſtralt des Sieges Krone, die ich mir erkohr. Jeſus ruft einſt aus der Gruft meinen Leib: und meine Glieder leben herrlich wieder. 8. O der hohen Freude! —— Himmelfahrtslieder, oder bey wenn im Siegeskleidett u 3 der Erloͤſte prangt. Herift ſt 1 W zu deinen Frommen und lnna zu dir zu kommen, iſt on e was mich verlangt. Hilſt du mir, daß ich bey dimt ühſ einſt in ew'ger Wonne hi. lebe, und dich froh er bſh,da hebe. Zimmelfahrtslieder, oder bey der Gedaͤchtniß feyer der Himmelfarth Jeſu. 76. M. Dis iſt der Tag, den Gott. Auf, Chriſten, auf! und freuet euch, der Herr faͤhrt auf zu ſeinem Reich. Lobfinget ihm, er triumphirt, lobfinget ihm, denn er regiert. 2. Sein Werk auf Er⸗ den iſt vollbracht; zer⸗ ſtoͤrt hat er des Todes Macht; er hat die Welt mit Gott verſohnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit uüber alle Him⸗ mel weit, geht ſeine Macht und Herrlichkeit. Seraphim. Lobſingelt ihm, lobſinget ihm! † 4. Sein ſind die Völkerz aller Welt. Er herrſcht mit Macht und Gnad, als Held zer herrſcht, bis d Vuttt.d unter ſeinen Fuß derß üheen Feinde Heer ſich beugen enſwun muß. n lauf 5. Beſchirmer ſeiner e ſautmn Chriſtenheit iſt er in alle uw. Ewigkeit. Er iſt ihr ſfich Haupt. Sein iſt die z imwe Macht. Ihm werde iw Dank und Lob gebracht. gila 6. Ja, Heiland, wir † hne erheben dich; und unſre p. ſi Herzen freuen ſich der di raih d Vstabe hritame Retdo Ihm dienen ſelbſt die Herrlichkeit und Me e⸗ r ſal 61, der Gedaͤchtnißfeyer der Himmelfarth Jeſu. 87 3 ſtaͤt, dazu dich Gott, traun, bis wir dereinſt en dein Gott, erhöht. 2. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bey dir ſteht tmne. Kraft und Macht; und der de da G. meſänd Jnu nnxhin. 9 e m, öſnget. 4 Siin whdi. dler Welt, Er 2n ut Macht und,. Kſpebd erſett a0 Intt hn 8 Ninnr Her ſc ah u. „Beſchimer15“ Fritenheit 1 1 gigkeit. Eß. zupt. Stin N ſicht. 9'm 1 anf undcohgt ta“, wAn, Hälal ten dic⸗ unt an ne ffrun ſ richel ah R, f dein ſind wir. ., da dich unſrer huͤlfreich Nimmſt an, was iſt, das uns ge⸗ brechen kann? g. In deiner Hand iſt unſer Heil. Wer an dich glaubt, dem gi bſt du Theil am Segen, den du uns erwarbſt, da du fuͤr uns am Kreutze ſtarbſt. 9. Wir freuen uns na dieſer Zeit bey dir zu ſeyn in Ewigkeit. Nach treu⸗ vollbrachtem Glaubens⸗ lauf nimſt du uns in den Himmel auf. 10. O zeuch uns immer⸗ mehr zu dir! Hilf uns mit eifrigſter Begier, nach dem nur trachten, was da iſt, wo du, ver⸗ klaͤrter Heiland, biſt! 11. Dein Eingang in die Herrlichkeit ſtaͤrk uns in unſrer Pruͤfungszeit nur dir zu leben, dir zu dein Antlitz ſchaun. 12. Dann werden wir uns ewig dein, du groͤſter Menſchenfreund, er⸗ freun; dann ſingen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heilig⸗ thum. uns die St. Ueber aller Himmel Heere erhebſt du dich zum Thron der Ehre, du Mittler unſrer Selig⸗ ch keit. Hin zu dem, der dich geſendet, gehſt du, da hier dein Werk vol⸗ lendet, mit goͤttlicher Zufriedenheit. Du haſt die Suͤndenwelt mit dei⸗ nem Licht erhellt. Preis und Ehre ſey, Jeſu, dir! froh ſehen wir dir nach in deine Herrlichkeit. 2. Deines Vaters Gna⸗ denwillen auf Erden voͤl⸗ lig zu erfuͤllen, wardſt du gehorſam bis zum Tod. Sitze, Sohn auf meinem Throne!l dir geb ich mei⸗ F 4 ne 7. M. Wachet auf, ruft 88 Erſte Abth. Himmelfahrtslieder, oder bey b ne Welt zum Lohne und zu dir alle deine From⸗ meine Herrlichkeit: men verſammlen in dis? ſprach Gott. Wie herr⸗ Vaterland. Geweiht lich iſt dein Lohn! Er⸗ haſt du uns Gott und dir höhter! Gottes Sohn! durch deinen Tod. Wo Ihr, ihr Frommen, folgt du lebeſt und Gott mit treu ihm nach durch dir, da ſollen wir auch Streit und Schmach! mit dir leben ewiglich. Gott, dem ihr dient, 5. Welch ein Jubel wird belohnt als Gott. es werden, wenn wir dich i 3. Deine traurenden wieder ſehn auf Erden in Erloͤſten, o Herr, zu ſtaͤr⸗ aller Majeſtaͤt des Herrn! ken und zu troͤſten, kam Das wird ſeyn ein Tag V uͤber fie von dir dein des Lebens fuͤr uns, und Geiſt. Er iſts, der auch nicht ein Tag des Be⸗ uns im Leiden mit Troſt bens. Dann ſchaun wir erfuͤllt, und zu den Freu⸗ dich nicht mehr von den der beſſern Welt den fern; dann ſehn wir hoch Weg uns weiſt. Er leitet erfreut, ganz deine Herr⸗ uns die Bahn, auf der lichkeit. Welterloſer! dich wandeln ſahn deine dann fuͤhreſt du der Won' Freunde. Auch wir em⸗ uns zu, die bey dir iſt in pfahn, auf dieſer Bahn, Ewigkeit. dereinſt, wie du, die 78. Mel. Wie ſchoͤn Kron am Ziel. leuchtet der. 4. Uns die Staͤtte zu Kob ſey dir, Jeſu, Got.. bereiten, um die wir Pil, tes Sohn, daß du dich ger hier noch ſtreiten, auf der Gottheit Thron ſ giengſt du voran ins Va⸗ als Mittler nun geſetzet. terland. Herrlich wirſt Nun iſt der Feinde Racht du wieder kommen und beſiegt, vergebens hat ſie dich Fini ſie L ligt abest 1l ſn a he, ie aſeher pen gac „ui * Nn bi Kdi, nn — 3 Phau 14 — SS= — = — — klähme ſien 3 dh an Tug d 1 deig, ticht me dann ſeh zen tr,Ninim 80 1. V. iiniun al diebey dth n m Me. Wiſins buchtet d. ,9 — ohn, usdh de Gottfeitè ma. fr tun g s rrenvh G. nghasſie dich bekriegt, vergebens dich verletzet. Lobet, lo⸗ bet, Glaubenskrieger, unſern Sieger, Tod und Leben iſt ihm völlig übergeben. 2. Der Engel Heere dienen dir, und der Vol⸗ lendeten Gebuͤhr iſt, Je⸗ ſu, dich zu loben, daß du, als du aus Dod und 1 Nacht das Leben haſt her⸗ un vorgebracht, dich auf Himmel erben. den Thron erhoben. Singt ihm, bringt ihm Jubellieder, ihre Bruͤ⸗ der hier auf Erden! bis vir ihnen gleich einſt werden. 3. Du, du biſt unſer Haupt, und wir ſind deine Glieder, nur von dir flieſt auf uns Heil und Leben. Des Glau⸗ bens und der Tugend Kraft, und was uns „Freud und Wohlfarth ſchafft, wird uns von dir gegeben. Ewig, ewig ſoll es waͤhren dir zu Eh⸗ ren dieſes Leben, das du, 8 Herrſcher uns gegeben. der Gedaͤchtnißfeyer der Himmelfahrt Jeſu. 89 4. Nun zieh uns, un⸗ ſer Haupt, nach dir, hilf, daß vor allen Dingen wir nach deinem Reiche trachten. Halt uns von Suͤnden allzeit rein, laß uns erfuͤllt mit Tugend ſeyn, und nie ein Schein⸗ gut achten. Fleiſchesluͤ⸗ ſte laß uns meiden, chriſt⸗ lich leiden, froͤlich ſter⸗ ben, und dann deinen 5. Bleib unſer Schutz, und unſer Heil, und un⸗ ſer Troſt und ew'ger Theil, wenn Welt und Zeit vergehen. Bring uns dahin, wo du nun thronſt, und deiner From⸗ men Treu belohnſt, wo wir dein Antlitz ſehen. Denn hier find wir voll Gefahren, zu bewahren deinen Frieden. Herr, bewahr uns deinen Frie⸗ den! 6. Fuͤr dein erlöſtes Eigenthum biſt du in Gottes Heiligthum, Fuͤrſprecher! F 5. eingegan⸗ gen. ———ʒ— 90 Erſte Abth, gen. Der Hoffnun g An⸗ ker werfen wir feſt dahin⸗ ein, ſo lange wir noch ſi ind von Noth umfan⸗ gen. Selig, ſelig, daß wir krauen! bis wir d ſchauen dich dort oben und dich dann vollkom⸗ men loben. 79: M. Erſchienen iſt der herrl. T. ir freuen, uns Herr Jeſu Chriſt, daß du erhöht gen Himmel biſt. O du, den unſer Loblied preiſt, ſtaͤrk auch im Glauͤben unſern Geiſt, der auf dich hoft. 2. Du ſitzeſt auf der Himmel Thron', als un⸗ ſer Freund, als Men⸗ ſchenſohn. Du ſchaͤmſt auch da dich unſrer nicht; drum biſt du unſre Zuver⸗ ſicht in Ewigkeit. 3. Dein iſt die Macht; dein iſt das Reich. Wer iſt an Mafeſtaͤt dir gleich? Menſch, Engel, jede Kre⸗ atur iſt dein, Beherr⸗ ſcher der Natur! Ge⸗ lobt ſeyſt du! 2——— 1 Himmelfahrtslieder, oder bey b Hht n 4. Umſonſt, umſonſe rau empoͤren ſich, Herr, deine— Haſſer wider dich; dein 3 4 Thron ſteht feſt und wames 40— ket nicht, wenn gleich 49 der Frevler widerſpricht lnra Gelsbt ſeyſt du! mni 5. Du, unſer trium ſiin phirend Haupt, wie ſeligt mn iſt, wer an dich dlaube m du biſt ſein Licht, ſeit Troſt, ſein Theil, ſei daum ſtarker Schutz, ſein ew u ges Heil. Gelobt ſeyſt du er 6. Herr, unſre Herzeit fma 1 traun auf dich; deiſt ſſt dr freuet unſre Seele ſich 8 Du, der du huldreich an uns denkſt, und gern un an deinen Segen ſchenkſt 9 biſt unſer Troſt. 3 duun 7. Was uns begluͤckt ſiu iſt dir bekannt, und allen iſt in deiner Hand. Von Än keinem deiner Freundſt hu fern, bemerkſt du ſie i hren hilfſt ihnen gern, we in Jhnn du ſie liebſt. 1 ſezi 8. Blick' auch auf untt önhe mit Freundlichkeit! Hilht ſenaſa unſerm ſchwachen Giau⸗ ſtanm ben A! un 1en 1 1 i ve es 1 1 d Teß, ſid 1 do ftrke Sc, ſt Kthel Ge u 64 den u 4 n auf d 39 hſ der. 5 11 fi,ud benn Eegn 11 iſ unſer Td 1 Pes urs e 1 6 ſtit tu ſi deihen r ſt, beett 8 ſ Töten 340a hſe lütſ⸗ G Biih aud we wtbeanſch 84 1 inſtu vn ben auf, und kroͤne un⸗ ſern Lebenslauf, mit den Heil. „Gen Himmel faͤhrſt d2 auf als Held. Als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinſt der Erdkreis ſehn. Hilf, nn daß wir dann vor dir beſtehn, und dein uns freun. 10. Dann triumphirt derGlaub' an dich; dann jauchzen wir dir ewig⸗ lich. Hilf uns dazu, Herr Jeſu Chriſt! Dir, der du unſer Heiland biſt, ſey ewig Preis! 80. M. Schmuͤcke dich, o liebe S. Jeſu, Freund der Men⸗ ſchenkinder, Retter der verlohrnen Suünder, den nach uͤberſtandnen Leiden Gott zu ſeines Himmels Freuden und auf ſeinen Thron erho⸗ ben, o wie hoch biſt du zu loben! Welcher Herrſcher hier auf Erden kann mit dir verglichen werden? der Gedaͤchtnißfeyer der Himmelfarth Jeſu. 91 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, aller Krea⸗ turen Heere muͤſſen zu Gebot dir ſtehen; was du willſt, das muß ge⸗ ſchehen. Fluch und Se⸗ gen, Tod und Leben, alles iſt dir uͤbergeben, und vor deines Mundes Schelten, zittern Men⸗ ſchen, beben Welten. 3. Wo ſind deiner Gna⸗ de Gränzen? Herr, wo ſehn wir ſie nicht glaͤn⸗ zen? Wer vermag es, die zu zaͤhlen, welche dich zum Haupt erwaͤhlen, dir nur zu gefallen ſtreben, nur nach deinem Willen leben, alles gern fuͤr dich verlaſſen, und wie du, das Boͤſe haſſen? 4. In dem Reiche dei⸗ ner Ehre jauchzen dir der Engel Chöre; durch fro⸗ lockende Geſaͤnge preiſt dich der Erlöſten Menge, die ſchon frey von Furcht und Grauen, dein ver⸗ klaͤrtes Antlitz ſchauen. Und mit allen dieſen Cho⸗ G — u 5——* ☛——— Chören, wollen wir dich auch verehren. 5. Herr, was iſt in allen Reichen deiner Groͤße zu vergleichen? Was dem Reichthum deiner Schaͤ⸗ tze? Was der Guͤte der Geſetze? Was der Unter⸗ thanen Menge? Was der Herrſchaft Macht und Laͤnge? Was dem Segen deiner Freunde? Was der Ohnmacht dei⸗ ner Feinde? Herrſch' auch, Herr 5 meinem Herzen, herr⸗ ſche uͤber Luſt und Schmerzen! hilf mir je⸗ den Reitz zu Suͤnden durch dich gluͤcklich uͤber⸗ winden; hilf mir, dich von Herzen lieben und mich im Gehorſam uͤben: daß ich muthig kaͤmpf' und ſtreite, und des Kam⸗ pfes Kron erbeute. 81. Jeſu, der du meine S. Heiland, deſſen wir uns troͤſten, der zur Rech⸗ ten Gottes ſitzt, und als Mittler die Erloͤſten ewig ——— 92 Erſte Abth. Himmeifahrtslieder, o oder hey ite nun beherrſcht uns 10 ſchuͤtzt. Jeſu, deinet uaht Herrſchersehre jauchzen Ull aller Engel Chöre, unſ t in ihren Lobgeſang ſtimm wülh, auch deiner Frommen iſti Dank. his 2. Du, du kamſt uns ⸗ uhi erlöſen, und das Opfen ta iſt vollbracht, das vo 5 aller Schuld des Böſetz ſſſtyn, uns befreyt und ſeli öt macht. Seine Frucht unf uſtſin zuzuwenden, ſteht nun, uge lit mehr in deinen Haͤndeng ſfll Ewig unſer Haupt 34 en, ſeyn, giengſt du in den 3 Himmel ein. 1 hu 3. Durch dich ſollenn wir empfangen, was zung hu Heil uns nothig iſt Gnad' erlangen, nenn 8 nun im Himmel biſt. D regierſt du, da vollenden 8 du dein großes Werk, und 6 ſendeſt deinen Geiſt auft die herab, die dir Gott zum Erbe gab. 4. Maͤchtig wirket dei⸗ ne Lehre; denn du iiſ ihr c Küigſ er D nda. fliehen und ſie uͤberwin⸗ „d ukn 3 tlän, 1 zuit tſttuldrc Schwachheit auf. 8½ n inißt em dlerEtuh. S. n t un bffa fuͤr die Deinen, du ver⸗ a nact Eting, dänvenden, fe. 113. Duc di if ni myſanmn 8 Vaters Haus. h Ins nith 1 6. Du entziehſt dich uh dic 67,? auch den Armen, die der jEnch glnga Welt noch dienen, nicht. mnin inm Weil dein Herz dir aus mianttdu, uth. Erbarmen uͤber ihrem dengnſsc Elend bricht, traͤgſt du „hdt denn G* I ſie noch mit Verſchonen; hebert, ie S — der Gedaͤchtnißfeyer der Himmelfarth Jeſu. 93 um nicht nach Verdienſt zu lohnen, willſt du gern ihr Helfer ſeyn, und zur Beßrung Zeit verleihn. 7. So, Verherrlichter, regiereſt du dein Erbe, bis du einſt ganz dein großes Werk vollfuͤhreſt, wenn du zum Gericht er⸗ ſcheinſt. O entſaget allen Luͤſten, kaͤmpfet, kaͤmpft mit Muth, ihr Chriſten, bis ihr ſeinem Thron euch naht, und des Kum⸗ mers Lohn empfaht. 8. Großer Mittler ſey erhoben! weil wir leben, wollen wir dich mit Herz und Munde loben, dir nur folgen, leben dir, ſtets af deine Stimme hören; hilf, daß wir dich treu verehren, bis der ganz verklaͤrte Geiſt dich mit allen Himmeln preiſt. 1 4 7 44 chii wir eg wohne, dan —; —ʒ— 7 au pfrd- 94 V Fan. D Pfingſtlieder, oder bey der Feyer des n Pfingſtfeſtes uen 82. M. Wie ſchoͤn leuch: 3. Verklaͤr' im Derz e Wäktinit tet der Morg. Jeſum Chriſt, daß w fenen, O heilger Geiſt, zeuch ihn kennen, wie er iſt ful ſarna bey uns ein, und laß uns dahin gegeben; dc wria, uns deine Wohnung wir, erloſet, Gott g. hame ſeyn, erleucht das Herz, weiht, vom T Tod erkaut mmechh o Sonne! Laß deines zur Seligkeit, nun ihtn fuas Lichtes Waͤrm und zum Preiſe leben. Frif Tren Schein uns geben Leben lich, ſelig, laͤßt ſichs 64¹ ünr etun und Gedeihn, uns geben ben im Beſtreben demz tann 9 Fried und Wonne; daß dienen, der als Heilanf 5 ut ſich durch dich Glaub'. und Liebe, Tugendtriebe, Gott zu ehren, in uns zeugen und vermehren. 2. O du, der Gottes⸗ menſchen ſchaft! gib dei⸗ nem Worte Licht und Kraft zum Lehren und zum Hoͤren; daß wir, wie uns dis Wort anweiſt, dich, Vater, Sohn und heil'ger Geiſt, als wahren Gott verehren. Wahrheit, Klarheit gib den Lehren, die wir hoͤ⸗ ren, und den Glauben laß uns Menſchenwit nicht rauben. uns erſchienen. a 4. Auch gib uns Weie eaſe heit, gib uns Rath, dal i meh wir des heil'gen Leben en n h Pfad recht kennen, ſtandt n d haft wandeln; ums nif imn Bii verirren, nie abſeit get an un wandt zur Ungerechtig Kithſeiu keit, falſch denken, un recht handeln. Jeſut miner ric Chriſtus ſey dasFuͤrbildt Tprſn an wir ſein Nachbild, daßt egnit wir gehen, wie wir vort iingm uns her ihn ſehen. ienme 5. Zum Kampf erhaltt ſi un uns Muth und Kraft/ ütinae laß uns in unſrer Pil⸗t ſfaſttn grimſchaft nie matt und t lg n zag⸗ zaghaft werden. Verlaß uns nicht, ſonſt weichen g ne wirz wenn du uns ſtaͤrkſt, ben fo ſiegen wir in jedem nennn Aii Kampf auf Erden. End⸗ eai g 3 lich endlich wird esßrie⸗ mi,alſ 34 de, ewger Friede, und , un zaaf die Krone wird den Sie⸗ drgigs e genn einſt zum Lohne. 38 tii 6. Gib, daß in Bru⸗ G,ig, ag, derlieb und Treu der aidn 1 K Fhriſten Herz verbunden mun, Ieich ſey, wie eines Leibes de uaa t Glieder. Auch allen duc 2s Menſchen hold zu ſeyn uu 31 gib den Bekenern Chriſti rd vhi 1 ein; denn wir find alle 3 nttig Bruͤder. Kein Neid, kein tvane 44 2 1 Streit trenne Bruͤder, he 1 38 reiße Glieder voneinan⸗ r 9 de zeitbe zieh ſie zuein⸗ 9 U 5 7. Was uͤbrig noch von äus ith 9 unſrer Zeit ſey ganz der fin aa Ait Heiligkeit geweiht, der ghen, u m h Wandel ſey im Himmel, irunſ der Suͤnderfreundſchaft aun fa 1 t unbewuſt, frey von der hutf al? if, verrſchaft böſerLuſt, voll irl 8. 1 Ruh im Weltgetuͤmmel. tine anu Heilig, ſelig, wen du f' Aeli in — 4 ndel Erſte Abt. Pfingſtl., oder bey der Feyer de s ꝛc. 95 fuͤhreſt und regiereſt bis zum Ziele! Fuͤhrer, leit uns bis zum Ziele! 83. Mel. Werde munter mein Gem. Geiſt vom Vater und vom Sohne!l der du unſer Troſter biſt, und von unſers Gottes Thro⸗ ne huͤlfreich auf uns Schwache ſiehſt; ſtehe du mir maͤchtig bey, daß ich Gott ergeben ſey, daß mein ganzes Herz auf Erden mög' ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem mei⸗ ner Wege deine Weisheit mit mir ſeyn; wenn ich bange Zweifel hege, dei⸗ ne Wahrheit mich er⸗ freun. Lenke kraͤftig mei⸗ nen Sinn auf mein wah⸗ res Wohlſeyn hin. Lehrſt du mich, was wot iſt, waͤhlen, werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich uͤber alles treu meinen Gott und Vater liebe, daß mir nichts ——— ſ 8— — 96 Erſte Abth. nichts ſo wichtig ſey, als in ſeiner Huld zu ſtehn. Seinen Namen zu er⸗ höhn, ſeinen Willen zu vollbringen, muͤſſe mir durch dich gelingen. 4. Staͤrke mich, wenn zu der Suͤnde mein Ge⸗ muͤth verſuchet wird, daß ſie mich nicht uͤberwinde; hab' ich irgend mich ver⸗ irrt, o ſo ſtrafe ſelbſt mein Herz, daß ich, unter Reu und Schmerz, mich vor Gott daruͤber beuge, und den Sinn zur Beſſ'rung neige. 5. Reitze mich mit Flehn und Beten, wenn mir Huͤlfe nöthig iſt, zu dem Gnadenſtuhl zu treten; gib, daß ich auf Jeſum Chriſt, als auf meinen Mittler ſchau, und auf ihn die Hoffnung bau, Gnad um Gnad, auf mein Verlangen, von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden ſtets mit deinem Troſte bey, daß ich auch —— 3 1 Pfingſineder, E m alsdann mit Freudz w eennitg GottesFuͤhrung folgſaßm ſey. Gib mir ein gela lt nt nes Herz; laß mich ſelt ſein, zur im Todesſchmerz, dein weigye nich Troſtes Kraft emofindes nan ich tro alles gluͤcklich überwin ant, a8 den. 84. M. Ich ſinge dir m iaſan Herz und M. h, Nicht um ein fiücht baum„und Gut der Zeit, ich fle 3 imech um deinen Geiſt, Got imuit den, zu meiner Seligkeif 1 dein theures Wort ve 7 twehin heißt. uween 2. Die Weisheit d vom Himmel ſtammt, 8 3 Vater, lehr er mich; di Ven duu Weisheit, die das del denigkeit entflammt zur Liebe 3% änedi gen dich. awe we 3. Dich lieben, Gott W kuth iſt Seligkeit; gern thun oragnit was dir gefaͤllt, wirt ſin dun veſch edlere Zufriedenheit, al An vſte alles Gluͤck der Welt. hi! 4. Alsdann hab ich Flir eet et Vertraun zu dir; dann 138 8 ſchenket ſelbſt dein Geiſ unng das freudige Bewuſtſeyr ſeünthe mir, n mt t pyten 4 n mrr, daß du mir gnaͤdig ſeyſt. 5. Er leite mich zur 130 Wahrheit hin, zur Tu⸗ e gend ſtärk' er mich; be⸗ äle dütidt 3 weiſe wann ich traurig n. 9 bin, auch mir, als Troͤ⸗ 8N. ſter, ſich. Pan 6. Er ſchaff' in mir ein Müttw 1n. reines Herz, das werth Gudrzin iſt deiner Huld, und er be⸗ eunnch 1 wafne mich im Schmerz K unians a h i, Nur und mit Ge⸗ iin then. ijt. n 1 3 85. M. Gott des Himmels 2 Ddie und der Erd. dninai Kom, o komm du Geiſt ar,Sr, B, K2des Lebens! wahrer ietit G Sott von Ewigkeit! Un⸗ R2 ſer Flehn ſey nicht verge⸗ ffamnt n 3 nn bens, um das, was das Dcla a. Herz verneut, was es beſ⸗ Läitetg ſert, und was Kraft uns enzie fnne zur Heiligung verſchaft. Pel 2. Gib in unſer aller niin 1 3 Seelen Weisheit und auunſs 3 Entſchloſſenheit, daß wir 1n anders nichts erwaͤhlen, tdaun d, 1 als was uns dein Wort nüt ſſtt gebeut. Steh mit deinem Keniye 32 Licht uns bey, und mach ’ uns vom Irrthum trey. oder bey der Feyer des Pfingſtfeſtes. 97 3. Zeig uns ſelbſt die richt'gen Stege zu der rechten Wohlfarth an; raͤume alles aus dem Wege, was daran uns hindern kañ; wirke Reue nach der That, wenn der Fuß geſtrauchelt hat. 4. Laß uns ſtets dein Zaagniß haben, daß wir Gottes Kinder ſeyn; ſtaͤrk' uns auch mit dei⸗ nen Gaben, daß in Truͤb⸗ ſal wir uns freun; lehr uns, daß des Vaters Zucht einzig unſer Beſtes ſucht. 5. Treib uns, daß wir zu ihm treten kindlich und mit Freudigkeit, nur nach ſeinem Willen be⸗ ten, und vertritt uns alle⸗ zeit; ſo wird unſer Flehn npa, und die Zuver⸗ ſicht gemehrt. 6. Wird uns auch um Huͤlfe bange, ſeufzt das Herz voll Traurigkeit: ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? o ſo wende unſer Leid; ſprich G der 1 euͤ der Seele troͤſtlich zu, gib ihr Muth, Geduld und Ruh. 7. O du Geiſt der Kraft und Staͤrke! der in uns das Gute ſchaft, foͤrdre in uns deine Werke und im Kampfe gib unsKraft, wenn Verſuchung auf uns dringt, daß uns dañ der Sieg gelingt. 8. Ja, bewahr uns un⸗ ſern Glauben, daß Ver⸗ folgung, Schmach und Spott niemals ihn uns moͤge rauben. Du biſt unſer Schutz, o Gott. Sagt das Herz gleich zweifelnd nein! laß dein Wort gewiſſer ſeyn. 9. Wenn wir endlich ſollen ſterben, o ſo ſteh' mit Troſt uns bey; gib, daß uns als Gottes Er⸗ ben jene Herrlichkeit er⸗ freu, die uns unſer Gott beſtimmt, und die nie ein Ende nimmt. 86. M. Herr Gott dich lo⸗ ben alle wir. Anbetung ſey dir Gott rächt; Du haſt — ————— Pfngſalieder, der Welt den Tag gi Pdin macht, von dem an de Etule ner Gnade Rath ſich it in der Welt verbreitet haß ſuin ii 2, Der Erdkreis lag it Nacht verhuͤllt, mi a Wahn und Göͤtzendien t duun erfuͤllt: da kam von den t ne nem Angeſicht dein Geiſt di mit ihm der Wahrhen Licht. in 3. Auf Jeſu Boten liet tst er ſich herab mit Sege Gtc 4 ſichtbarlich. In fremdet ttm, Sprachen that ih eitdan Mund, Gott, deint ſt in großen Thaten kund. hhs 4. Von ihm geſtaͤrktt iazafte gehn ſie nun gern unk ma ſammlen Juͤnger ihren nftttnwe Herrn. Vom Aufgang a bis zum Niedergand luſit preiſt ihn der Völken mne Lobgeſang. 1 urs 5. Umſonſt beſtuͤrmt ſiet ſtwi Grimm und Spott; ſiet ſiegen, ſtark durch ihn, ar o Gott. Ihr Schutz iſt ſöe Jeſus, und ihr Ruhmu ſ ſein theures Evange⸗ nn lium. 6 ue 6. Und Pat d 2! umſn gung t rm. Dom pfh zun Nied 29 ſt ihn d giſang. unſentt rr hm u 7, katd t. Ir ug , un 8 thauns 1 3' 6. Und dieſer Predigt froher Schall erfuͤllt den Erdkreis uͤberall: und ſelbſt die fernſte Nation kennt dich und Jeſum deinen Sohn. 7. Noch dauret dieſer Segen fort; noch ſiegt, o Ewiger, dein Wort; und daß wir glauben, danken wir dem Glanze AI jenes Lichts von dir. 8. Erhalt uns deiner Wahrheit treu, mach uns von Suͤnd' und Irr⸗ thum frey; dein Geiſt treib uns zum Guten an, n und leit uns auf der Tu⸗ gendbahn. 9. Bis wir dereinſt im hellern Licht von Ange⸗ ſicht zu Angeſicht dich ſchaun, und in des Him⸗ mels Hoͤhn durch dich auch uns verherrlicht ſehn. 87. Mel. Werde munter mein Gem. †)u, der uns als Vater liebet, treuer Gott, und ſeinen Geiſt, denen, oder bey der Feyer des Pfingſtfeſtes. 99 die ihn bitten, giebet, ja uns um ihn bitten heiſt! demuthvoll fleh' ich zu dir, Vater, ſend' ihn auch zu mir, daß er mei⸗ nen Geiſt erneue, und ihn dir zum Tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt mei⸗ nem Wiſſen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir ent⸗ riſſen, ſtets dem Dienſt der Welt geweiht, wenn er nicht durch ſeine Kraft die Geſinnung in mir ſchaft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu dei⸗ ner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jeſu, noch mit aͤchter Treu' meinen Gott und Herrn dich nennen, ſtehet mir dein Geiſt nicht bey. Laß darum ihn kraͤftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre und auf deine Stim̃e hoͤre. 19 44. Ew'ge Quelle wah⸗ G2 rer 8 10 Erſte Abth. Pfingſtlieder, ſe de g rer Guͤter, hochgelobter 7. Lehre mich ſelbſt rechn unltſcenn Gottes Geiſt, der du erkennen die verborgnen menſchliche Gemuͤther Fehler ſehn, ſie voll Dez(runſlt beſſerſt und mit Troſt er muth Gott bekennen un uhdmm. freuſt! nach dir, Herr, ihn um Vergebung flehrz viitt kn verlangt auch mich. Ich Mache täglich Ernſt unf in ſehni ergebe mich an dich; Treu', ſie zu beſſern, ien zattdes Herr mache mich, zu Gottes mir neu; zu dem Heilit iſ rüde Preiſe, heilig und zum gungsgeſchaͤfte gib miß husnichte Himmel weiſe. immer neue Kraͤfte. 3 iſt, ſ geön 5. Fuͤlle mich mit heil’, 8. Wenn der Anblitß phlict unsz gen Trieben, daß ich meiner Suͤnden meiiis Beke Gott, mein hoͤchſtes Gut, Gewiſſen niederſchlaͤgt n wir allen! moͤge uͤber alles lieben wenn ſich in mir Zweifen lidoch heu und dann mit getroſtem finden, die mein Herz mi ear wahre Muth ſeiner Vaterhuld Zittern hegt; wenn meitn waäunsſtſd mich freu', als ſein Kind Aug' in Roͤthen weint Les d die Sunde ſcheu', ſtets und Gott nicht zu hoͤren ſt Angi n vor ſeinen Augen wand⸗ ſcheint: o dann laß ein, Ga le, heilig denke, chriſtlich meiner Seelen nicht ang enhnde handle! Troſt und Staͤrkungz(fuſgtüna 6. Geiſt des Friedens fehlen. u w d go und der Liebe bilde mich 9. Was ſich Gutes in agluteno nach deinem Sinn, daß mir findet, iſt dein Gna⸗ a Wenn ich Lieb' und Sanftmuth denwerk in mir: ſelbſt n h— uͤbe, freundlich und ver⸗ den Trieb haſt du entzuͤn⸗ an th ſoͤhnlich bin. Kann ich det, daß mein Herz ver⸗) hnueue je ein Friedensband knuͤ⸗ langt nach dir. O ſo ſetze utähns. pfen thu' es meine Hand! durch dein Wort deine 3 Wdtshe Zur Erleichtrung der Gnadenwirkung fort, wemd Beſchwerden hilf mir, bis ſie durch ein ſel'ges 6 jedem nuͤtzlich werden. Ende di Lhru ſ üihm trete 4 Vm, rin Sin n Iriſen mh, tan ſch un, a. n iemen a3 tten turn- n' in Kithe n dGottrich 6 m heint: odan n” iny Sal n roft und& en ·n. Pos ſch a fndet, ſta8 u werk in nit) diio faftan daß winen! terachdi. l cG de Tu 7,1 denwitungr zi ew Ende herrlich ſich an mir ant vollende! b 88. Mel. Warum ſollt ich mich denn. 90 Hichſter Tröſter komm hernieder! ſey nicht fern, Geiſt des Herrn, ſegne Jeſu Bruͤder! Gibſt du uns nicht Licht und Staͤrke, ſo gebricht Kraft und Licht uns zum ſchwerſten Werke. 2. Herr, wir fallen dir zu Fuße! leite doch heute noch uns zur wahren Buße lzeig uns ſelbſt den Greul der Suͤnde, daß das Herz Angſt und Schmerz, Reu und Scham empfinde. 3. Lehr auf Jeſum uns vertrauen, in der Noth ſeinen Tod glaubensvoll anſchauen. Wenn das Auge reuvoll thraͤnet, rufe du dann uns zu: ihr ſeyd Gott verſoͤhnet. 4. Geiſt der Weisheit, gib uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen! Lehr uns kindlich zu ihm treten; oder bey der Feyer des Pfingſtfeſtes. 101 Zuverſicht fehl' uns nicht, wenn wir zu ihm beten. 5. Hilf den Kampf des Glaubens kaͤmpfen; gib uns Muth, jede Glnt boͤ⸗ ſer Luſt zu daͤmpfen! Laß uns nie Gefahr, noch Leiden, keine Noth, nicht den Tod je von Jeſu ſcheiden. 6. Hilf uns nach dem Beſten ſtreben; ſchenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben! Gib, daß wir nie ſtille ſtehen; treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 7. Sey in Schwachheit unſre Stuͤtze; ſteh uns bey, mach uns treu in der Pruͤfungshitze! Hilf, wenn Gott nach kurzem Leiden unſern Geiſt kom⸗ men heiſt, hin zu ſeinen Freuden. 89. Mel. Wer nur den lieben Gott. O Gott, du allerreinſtes Weſen, du haſt nur reine — r H Erſte Abth. Pfingſtlieder, reine Herzen dir zu deiner beſtehn, um einft zur Wohnung auserleſen: Himmel einzugehn. ach, ſchaff ein reines Herz 5. Nimm deinen Geiſt in mir, ein Herz, das un⸗ den Geiſt der Liebe, del befleckt und frey von al⸗ Geiſt des Glaubens ni len boſen Luͤſten ſey! von mir, und ſtaͤrke mich 2. Ich falle dir, mein durch ſeine Triebe, durdh Gott, zu Fuße. Mich ſeinen Beyſtand fuͤr un macheChriſti Opfer rein; fuͤr! So leite durch di laß redlich meines Her⸗ Pilgerzeit mich aus der zens Buße, und ernſtlich Welt zur Seligkeit. meinen Glauben ſeyn! 9o. M. Freu dich ſehr So wird auch, iſt das o meine. Herz erſt rein, das Leben O du Geber wahre rein und heilig ſeyn. Freude! du in Fin⸗ 3. Dein guter Geiſt, o ſterniß mein Licht, du Gott, regiere mein gan⸗ zes Herz, und ſtehe mir in meiner Schwachheit bey, und fuͤhre mich von der Eitelkeit zu dir! Gib einen Geiſt, der dir ge⸗ treu und willig zu gehor⸗ chen ſey. 4. Verwirf mich wegen meiner Werke von dei⸗ nem Angeſichte nicht! u guten Thaten gib mir Staͤrke, zur Wahl des ö 102 verſicht; Geiſt des Hoͤch⸗ ſten! deſſen Kraft in uns hoͤre was ich ſinge. habe, dich nur, was ge⸗ Laß in der Gnade mich zum Tempel; komm zu mir, mein Troſter, wenn ich leide, immer meine Zu⸗ alles Gute ſchaft; du Er⸗ halter aller Dinge, hoͤre, 2. Du biſt ja die beſte Gabe, die ein Menſch ſich wuͤnſchen kann; wenn ich, Schwacher, dich nur bricht mir dann? Weihe Beſten Luſt und Licht! meine Seele dir ſelbſt 9 M 1 1 9 i ir ben nxhen 3c 1 und mei rinee ſteue cbiſe gint gnzaſtäliht eut vaͤchſ i ſobad dei mſtyerzdurc⸗ en gkeuß denn init, Geſt heiland mi sz wich deine athringen auch 1 und grucht zu lit weiß und ſſandes; dat meiſtdir kund däßlt den Stau s, ſchauſ bi (Reeres Grund ' bant du auc iner Stalegin dum gib Weis tralln rie d Gutt zu g t viſt, da anſenn.9i atelen a alüde, V din, m, mme ſiͤag a Nangin g. Githag a, ai ugeh e 9 At, undſi g2s dü ſnedig, din Iaſend 1 8 ſ 1 Agenituc 33 g,ſe SdnSa, 3 . N ku D fherne Puu Geteraa Huad, dua niß wein di, 9 diſte, ſae d, inmer men ſcch; Geitdeee Doyſenänaft Gateſchgtes. daltrqug as ich ſnn. du biſt 1 (zieeinan ſchm kaon⸗e tvager ichnu, 18, Andem⸗ſ1a Set i 1 denſ i a, 1 oder bey der Feyer des Pfingſtfeſtes. mir, daß mein Herz ſich the mich vor jeder Suͤnde ganz erneue, Gott ſich meiner freue. 3. Wie die Wuͤſte gruͤnt durch Regen; alſo bluͤht der Tugend Saat, waͤchſt „und reift, ſo bald dein Segen unſer Herz durch⸗ drungen hat. Fleuß denn auch auf mich, o Geiſt, den mein Heiland mir verheiſt! Laß mich deine Kraft durchdringen, auch zu bluͤhn und Frucht zu bringen. 4. Du biſt weiſ' und voll Verſtandes; das Verborgne iſt dir kund; du, du zaͤhlſt den Staub des Sandes, ſchauſt bis auf des Meeres Grund. Nun ſo kennſt du auch gewis meiner Seele Fin⸗ ſterniß. Drum gib Weis⸗ heit, und vor allen Trieb und Kraft, Gott zu ge⸗ fallen. 5. Du biſt heilig, liebſt das Gute; willſt, daß wir auch heilig ſeyn. Hilf mir dann mit edlem Mu⸗ und mein ſcheun! Von der Luͤſte Tyranney mache mich aus Gnaden frey: daß ich, was du liebſt, nur waͤhle, und aus Vorſatz nimmer fehle. 6. Du biſt guͤtig, voll Erbarmen; nimmſt, wo niemand helfen kann, dich der Traurigen und Armen, aller, die be⸗ draͤngt ſind, an. Selbſt auch Feinde haſt du lieb. O, verzeih auch mir und gib, daß ich Freund und Feinde liebe; keinen, den du liebſt, betruͤbe. 7. O wie ſehr bin ich zufrieden, wenn dein Schutz mich nicht ver⸗ laͤſt! Bleib ich von dir ungeſchieden, o, dann ſteht mein Glaube feſt; dann will ich, dein Ei⸗ genthum, deine Huͤlfe, deinen Ruhm, ewig dank⸗ bar froh erheben, und dir ſtets zur Ehre leben. 8. Redlich will ich dem entſagen, was mich hin⸗ G 4 dert, 103 ———— —— ſ Erſte Abtheilung. Na dert, dein zu ſeyn; und und erwachen, Gott, in mäch in meinen Lebenstagen mir alte Neigungen zund 1 1 ernſtlich, was dir mis⸗ Boͤſen; o ſo wollſt du Iſat,den 1 fäͤllt, ſcheun. Jeder mich erlöſen. 1 t und 8 ſchnoden Eitelkeit, die 10. Hilf mir nach dent ltn. Duhn dein Wille mir verbeut, Himmel ſtreben. Wenn wsckül,m jedem Reitz zum Laſter⸗ ich ſtrauchle, ſey meint tegden leben will ich ſtandhaft Stab! Wenn ich ſterbe üttt ſeſt du widerſtreben. ſey mein Leben, und mein talt, gele 9. Nur, daß du den Troſtbeymffinſtern Grab Hfdue Daßi Vorſatz ſtaͤrkeſt! Steh Wenn ich wieder aufer mſuſten Rac mir ſtets, mein Helfer, ſteh', o dann hilf mir, daſ! Nits dages freu bey! Hilf mir maͤchtig, ich geh' hin, wo du mi⸗ i an Sig wo du merkeſt, daß mir ew'gen Freuden wirſt di ut,wich dein Hulfe noͤthig ſey. Lockt Auserwaͤhlten weiden. t aln; und leh mich eine Luſt von dir, lrrthun na ——— ſ Auglgefalen. Beym Anfang und Ende des Cages. ralthehn —— t üuſt, auf die Worgenlieder. t bee⸗ 91. M. Ich dank dir ſchon. Nacht, und Ruhe fuͤr die Riter iefahe Mein erſt Gefuͤhl ſey Muͤden? 4 1 wewni Preis und Dank dem 3. Wer wacht, wenn ich hu 3 Gott, durch den ich lebe! von mir nichts weiß, mein ſeiich ttfül Der Herr hoͤrt meinen Leben zu bewahren? Wer ſwaue eit V Lobgeſang; er iſts, den ſtaͤrkt mein Blut in ſei⸗ ſ 1 das fin ich erhebe. iten nem Fleiß, und ſchüͤtzt tndnll 2. Mich ſelbſtzu ſchuͤtzen mich vor Gefahren? 1 ohne Macht, lag ich und 4. Wer lehrt das Auge ſttbhe ſchlief in Frieden. Wer ſeine Pflicht, ſich ſelber zu i tehe ſchafft die Sicherheit der bedecken? Wer ruft dem 4 Rentrun Tag 4 dem d gunttna hu dutnniin Bnunm 1 Seele zu erwecken? 5. Du biſt es, Herr und Gott der Welt, und dein en 4 iſt unſer Leben. Du biſt es, der es uns erhaͤlt, und n mirs jetzt neu gegeben. * 6. Gelobet ſeyſt du, Gott der Macht, gelobt à ſey deine Treue! Daß ich — nach einer ſanften Nacht m 4 mich dieſes Tages freue. at ſe n 7. Laß deinen Segen ſangnomt auf mir ruhn, mich deine miita. Wege wallen; und lehre de des Lagg — edet, 1' dan gue den. I du mich ſelber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meinesLebens gnaͤdig wahr, auf dich hoft meine Seele. Sey nin mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. Vrractm 9. Gib mir ein Herz fzubewafe 1 muuſ 16 4 ⁵ mit eieb' und Ruhe, ein ;weiſes Herz, das ſeine fu) Hlich erkenn und willig eein in voll Zuverſicht, erfuͤllt lhue. 10. Daß ich als dein ge⸗ horſam Kind nach deinem 1 ₰ Beiche ſtrebe, dir treuer⸗ Morgenlieder. 1 Zag und ſeinem Licht, die geben, gut geſinnt durch deine Gnade lebe. 11. Daß ich, dem Näch⸗ ſten beyzuſtehn, nie Fleiß und Arbeit ſcheue, mich gern an andrer Wohler⸗ gehn und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Gluͤck der Lebenszeit in deiner Furcht genieſſe, und mei⸗ nen Lauf mit Freudig⸗ keit, wenn du gebeutſt, beſchlieſſe. 2. In bekannter Mel. Ges des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geiſt! der es Tag und Nacht laͤßt werden, Mond und Sonne ſcheinen heiſtz deſſen ſtarke Hand die Welt, und, was drinnen iſt, erhaͤlt. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieſer Nacht vor Ge⸗ fahr, Angſt, Noth und Schmerzen haſt behuͤtet und bewacht, und, bey aller meiner Schuld, mich G 5 noch — 4 106 noch traͤgſt mit Vater⸗ huld. 3. Gleich der Nacht, laß meine Suͤnden vor der Gnade Glanz ver⸗ gehn, die durch Chriſtum alle finden, welche glaͤu⸗ big auf ihn ſehn, der fuͤr unſre Miſſethat ſich am Kreutz geopfert hat. 4. Hilf, daß ich an die⸗ ſem Morgen geiſtlich auf⸗ erſtehen mag, und fuͤr meine Seele ſorgen, daß ich, kommt dein großer Tag, meines Richters Antlitz dann ohne Schre⸗ cken ſchauen kann. 5. Auf der Bahn der Tugend leite du mich, Herr! verlaß mich nicht; und verleihe mir auch heute Muth und Kraft zu jeder Pflicht. Dein Ge⸗ ſchenk, die Gnadenzeit, werde nie von mir ent⸗ weiht. 6. Deinem Schutze ſey ergeben alles, was ich hab und bin. Dir ver⸗ trau ich Seel und Leben, —* rſt Abtheitung. werf auf dich die Sorge hin. Herr, mein Heil mein Schild und Ruhm ſegne mich, dein Eigen thum. 7. Huͤlfe wolleſt du mi ſenden, wenn Gefahr un Noth mir droht; alle mir zum Beſten wenden es ſey Leben oder Tok Sterb ich, Herr, ſo nimn mich hin, wo ich niche mehr ſterblich bin. 93. In bekannter Mel. Wach' auf, mein Herzz und ſinge dem Scho eewelhte d uamſeyhre whteis und ram Dant 7 6 Dukann) ehuſcen Ach. henticlen,Herr rens Lallen. abert wollſtde mn dich nimme zetenden, und gen Taget Nerſchonet alen meiner pfer aller Dinge, den nullt du mi Geber aller Guͤter, den treuen Menſchenhuͤter. 2. Mit maͤchtigem Er⸗ barmen bedeckte Gott mich Armen; er ſtaͤrkte mein Vertrauen, derz Sonne Licht zu ſchauen. 3. Und dis, Herr, iſt geſchehen; ich kann das Du machſt, daß ich aufs neue 1 mich meinesLebens freue. 4. Steig auf mein Dank zum Throne! Dem T 1 Licht noch ſehen. te; mich ſtet 1 ſtien zun Fuic bereiten. ſallen weiver 94 geit mich deit in Wott ſe 3 4 ſſenfwanen ſe ſine di mi Mund. pniſ un rwing 8 auchdi due 8 1 Kiaufſ dich 1 na 3 ter und dem Sohne, dem muea 7 Geiſt des Herrn ſey Ehre, greng ſ 41 Anbetung, Preis und ſn Ehre! tüfen. 1,. Hoͤr' meinen Dank, ihn 9 m 8 mein Flehen! Du kannſt dtn ns 1 ins Herz mir ſehen. Ach, r bes 1s*moͤchte dir gefatlen, Herr, meines Herzens Lallen. lin 3. 6. Dein Werk wollſt du 1 8 n vollenden; dich nimmer 1h, w von mir wenden, und ienſoh, 2 mich in meigen Tagen h. N buſt ſtets mit Verſchonen difafnanſtragen. mſnn 2 7 In allen meinen ale An Thaten wollſt du mir dr altr. ſelber rathen; mich ſtets aun Meſthn zum Beſten leiten; zum h nica Himmel mich bereiten. den 2 8. Auf allen meinen nais Wegen begleite mich dein 89 ra Segen; dein Wort ſey welich; u do meine Speiſe auf meiner 4), n Pilgerreiſe! en; i6 04. M. Ich ſinge dir mit 5 ſſet Herz u. Mund. dichn u deinem Preiſ' und reirsete e Ruhm erwacht, bring' Geiwin Aich dir Ruhm und Preis; 1l 5 zdi Gott, der durch die Morgenlieder 107 Ruh' der Nacht uns zu erquicken weis. 2. O Vater, deine Guͤ⸗ tigkeit iſt alle Morgen neu. Du thuſt uns wohl von Zeit zu Zeit; und groß iſt deine Treu. 3. Jetzt ſchenkſt du mir zu meinem Heil von neu⸗ em einen Tag. Gib, daß ich davon jedes Theil mit Weisheit nutzen mag. 4. Die Zeit in deiner Furcht vollbracht, bringt ewigen Gewinn. So fließe vor dir, Gott der Macht, auch dieſer Tag mir hin! 5. Gib, daß ich fern vom Muͤßiggang, in mei⸗ nem Stande treu, und, wenn ich kann, mein Le⸗ benlang bereit zu dienen ſey. 6. In allem, was ich dent und thu', ſey dein Gebot vor mir; und weñ ich von Geſchaͤften ruh': ſo ſey mein Herz bey dir. 7. Was du mir zum Vergnuͤgen gibſt, ver⸗ me hr' “ ———᷑—ÿ—ꝛ—ʒ—·—ꝛQK——Qꝑ—ỹ—ꝛBLñn—ñ—— — — mehr' in mir dieLuſt ganz dein zu ſeyn, der du mich liebſt und ſo viel Guts mir thuſt. 8. Wenn Sorg' und Kummer mich befaͤllt: ſo laß mich auf dich ſchaun, und deiner Vorſicht, Herr der Welt, mit frohem Muthe traun. 9. An deiner Gnade gnuͤge mir! ſie iſt mein beſtes Theil, mein Troſt und meine Zuflucht hier, und dort mein volles Heil. 95. Mel. Wer nur den lieben Gott. Der frohe Morgen weckt mich wieder, und ladet mich zur Arbeit ein. Der Schlaf erquickte meine Glieder; und ich ſoll wieder thaͤtig ſeyn! freudig nun, was meine Pflicht erfordert, thun. 2. Gott! dir ſey Dank “— 4— Erſte Abtheilung. Morge msdineob b Schutz bin ich von Kun nac mer, und allen bange uſic, Sorgen frey. Du weiſ huch ir ntzlich ſſtt es, was mir nuͤtzlich iſt! 3 und gibſt es, weil du guͤt iedeine tig biſt. b Nacht 3. Du unterhaͤltſt mit nſekein meine Kraͤfte, damit ic ſehne ſie gebrauchen ſoll. Verd ehn walt ich redlich mein Gei 1 n ſchaͤfte, o ſo geraͤth e uchen durch dich wohl. Bel nt fi⸗ Treu und Fleiß gibſt diſ nade Gedeihn; drum will ich„in durch treu und fleißig ſeyn. lct. 4. Ich will es ſeyn, ſd whmrauch lang ich lebe, ſo lange dut Witwiſen⸗ mir Kraͤfte ſchenkſt; da. un viden mit ich mir das Gluͤck er ſttgurch ei ſtrebe, daß du mit Bey⸗i in ganze fall an mich denkſt. Mein ſihwe dinen iſt dann hier Zufrieden⸗g h ſtonn heit, und dort vollkomnen ſinn ſan Seligkeit. 1 ethe geger So will ich denn auch 96. M. Aus meines Her⸗ zensgrunde. ¹ ſthun a Des Morgens erſte ſaein Gei Stunde ſoll dir, Tahen, leich fuͤr dieſen Schlummer! Gott, heilig ſeyn. Mein ät wc Nur dir befehl ich mich Herz ſtimmt mit dem ſa dächſt aufs neu. In deinem Munde, dich hchznpee t Kneläc en, 109 Ob ich dein Lob das andern bluͤht, empoͤre e3, hier ſchon mit ſchwachen mich zum Neide; und ſg ſ. „dumeenn, Gnade in dieſer Nacht und Leid; kein Genuß der Freude verderbe mein Gemuͤth. Bewahr an dieſem nigtiß n, bedeckt, mich hat kein eine Plage, ſo gib Gelaſ⸗ Keeinutn ꝗðSchmerz noch Schade ſenheit. nilimce s verletzet und erſchreckt. ter, mir, daß ich ſie nicht unh ffie deine Huld begluͤckt. 4Rc 1 18* michlebe, ſ er. 3. Gib Gnade mir auch heute, daß ich gewiſſen⸗ tgiſe t, haft dem Boͤſen wider⸗ ſihnruen ſtreite, geſtaͤrkt durch dei⸗ G, uen* ne Kraft. Den ganzen den hir 3* „unddetth 3 igkeii. N. Ao— 8 fensgund (Nen 8 ee Tag laß mich vor deinen Augen wandeln, fromm denken und fromm han⸗ deln, aus Liebe gegen 4. Bey Fleiß und Ar⸗ beit ſchleiche kein Geitz Etutoe 6,4! ſich in mein Herz; leicht ie deaie 4 faluen 2ruͤhre, leicht erweiche ſinn u mich Naͤch Schmerz! Kein Gluͤck, meines Naͤchſten wunden, das Leiden die⸗ ſerZeit! Auf wenig bange Stunden folgt Gluͤck der Ewigkeit. Dis ſtaͤrke mich in Noth, daß ich nicht aͤngſtlich zage; am letzten meiner Tage ſey Leben mir der Tod. 97. M. Ermuntert euch, ihr From.— Dir, Vater, der den Morgen uns ſendet nach der Nacht; der, wen wir ohne Sorgen tief ſchlummern, fuͤr uns wacht; der uns im Schlaf erquicket, uns unſre Kraft ver⸗ — Ewigkeit. 3. Dis reitze meine Seele, zum Fleiß im Guten an, daß ich nie denk und waͤhle, was dir misfallen kann. Dann kann ich nicht verderben, ich fuͤrchte nicht den Tod; ich werde ſelig ſterben, denn ich bin dein, o Gott. 4. Sollt ich nach Reich⸗ thum trachten? Nie kom̃ es in mein Herz! Nach ESEhr und Wolluſt ſchmachten? Ihr Lohn iſt Reu und Schmerz. Es ſoll ja ſchon auf Er⸗ den mein Herz, o Vater, rein, ſchon hier dein 84— 110 erne 2 Abtheiung. 4 verneut, und uns ſo gern Tempel werden, ganz! aitültte,n begluͤcket, dir ſey mein geheiligt ſeyn. uun Dank geweiht. 5. Zwar unvermiſch aiit duG 2. Noch ſtaͤrkſt du mir Freuden ſind hier nic⸗ eloläte dis Leben, mein Gott, unſer Loos; doͤch iſt Mhuh len durch den ich bin, du haſt unſern Leiden, Her ⸗ie diedir es mir gegeben, und nimſt dein Erbarmen gro„ibwir es wieder hin. Bald iſt Wir leiden nicht vere a6 dil Gut es ganz verſchwunden, bens, und ſchaun v a ttn,undzud doch haͤngt an ſeiner Zeit ferne ſchon die Won amyſichten und ihren ſchnellen jenes Lebens, der Uebe„u Vätigkei Stunden das Heil der winder Lohn. liumir eit 6. Getroſt, mein Geiſ ineindre mein ermuͤde im Kampf d nulSel mich Tugend nicht. Dich ſtaͤ ultten;ſo gib ket Gottes Friedem eneu Kraft und Zuverſich 9 fäit kun e Ermuntre dich und ſtre winn. tit te! Des Sieges Lohn Wm Eüren und. nah'. Getroſt! vielleich zagit in hen 6 des Kampfe d e 98. Mel. Von Gott wi dſyy licl ich daicht. en huu Zu dieſes Lebens Son an ol Rit gen, der neuen Tagest anang ter pflicht, weckt mich auc i dieſer Morgen; allein ich emg zage nicht. Des gutet d ſat Vaters Treu, die mich inſ iſa⸗ tmic,) Schlaf bedeckte, daß wich ein it. kein ihuſt dutoar di⸗ 1 ünaüde dteüi en. on fersen N, r virhenlehn. 6 Getni,m L mihe m gus duendgicht Ah t Geits Fit daft und n. zmunte diht, de DwSftges e e, Geutehn heute Ns un de da. ſ M. Dn(9 ic ti diiſe 19 2 tn,derran e dt, vect1,b0 uͤber mir auch neu. 2. Preis dir, du Gott der Gnade! O leite mich, Morgenlieder. in kein Unfall weckte, wird lendet habe dieſe meine Pilgerzeit, ruh ich auch alſo im Grabe: Saame fuͤr die Ewigkeit. Auch dein Kind, auch heut auf in dieſer langen Nacht ſolche Pfade, die dir ge⸗ ſchwerſten Pflichten Luſt, Muth und Thaͤtigkeit. 3. Willſt du mir Leiden ſchicken: ſo ſindre meinen Schmerz! Soll mich ein Gut begluͤcken: ſo gib ein dankbar Herz! Soll mei⸗ ne Lebenszeit kurz oder lange waͤhren: ſtets ſey es dir zu Ehren und mir zur Seligkeit. 99. M. Gott des Himmels und der Erd. Dir ſey Preis! ich lebe wieder, Vater, und empfinde mich! Mit mir wachen meine Lieder, und erheben dankbar dich! cyenon unn Denn dein Aug hat in ritt der Nacht uͤber mich, dein wernees Kind, gewacht. ſühtn 8 2. Wenn ich einſt vol⸗ wird mein Staub von dir bewacht! 3. Aber ich erwach auch wieder und mein Lobge⸗ ſang mit mir! Dann erſchallen meine Lieder maͤchtiger und reiner dir? Ewig wird der Morgen ſeyn! Ewig ſchlaf ich nicht mehr ein! 4. Wach auch, uͤber mei⸗ ne Tage, o du, meine Zu⸗ verſicht, daß mich keiner einſt verklage, wenn du kommſt zum Weltgericht; daß ich meiner Pflicht hier treu, und dort uner⸗ ſchrocken ſeyy! 5. Keinen Tag zaͤhlſt du vergebens, Gott, durch den ich bin, mir zu! Je⸗ der iſt ein Theil des Le⸗ bens! Jeden, jeden rich⸗ teſt du! Lehr mich wa⸗ chen, daß mir nie unge⸗ nutzt ein Tag entflieh! 6, Heute — ſ 8 2— — 112 Erſte de Abtbeltung. 6. Heute leb ich; laß auch mich freun! Recht Ku auch heute nicht umſonſt zu handeln, gib mir heuf dn n mein Leben ſeyn! Laß Staͤrke, Luſt, Gelegen) 61 tjſtih mich nach vollbrachtem heit. ſoamt Streite dieſes Tages ¹ ah in h lſilſtcy; un Fuͤr Leidende. pnt, Gott 100. Mel. Wer nur den mein Flehen zu mir deir e mun lieben Gott. freundlich Angeſicht. Gi 9 ni Der Morgen kommt, mir Geduld, und bey den tdac und meine Plage Schmerz ein hoffendes, uen,t wird jetzt mit dieſem zufriednes Herz. 1 3 ben Morgen neu. Wie trau⸗ 4. Noch iſt das Schick. teſi rig eilen meine Tage der ſal mir verborgen, dast ſun we bangen Wanderſchaft dieſen Tag mich treffen dſtun vorbey! Der Sonne neu⸗ ſoll; doch laß ich dich,? littaſhet geſchenktesLicht erheitert mein Vater, ſorgen, dur i nellm meine Seele nicht. kennſt und liebſt mein tbe 2. Noch immer bin ich wahres Wohl; und was. Va auf der Erde, wo mich dein Rath beſchlieſt undt iälen b Gefahr und Noth um⸗ thut, iſt heilig, und ge⸗ ſ ſcnese ringt, und taͤglich meh⸗ recht und gut. e rere Beſchwerde zu Kla⸗ 3. Soll ich die Laſt noch t nrid gen und zu Thraͤnen laͤnger tragen; ich halte ſetung zwingt. Ich hoffe Lin⸗ deiner Fuͤgung ſtill, und hmiſen mei drung meiner Pein: und will hier, wie mein Hei⸗ afenn noch trift nicht mein Hof⸗ land ſagen: wie du, du nir ni fen ein. Gott, willſt, nicht wie N ſſt ſc dan 3. Herr, eile doch mir ich will. Ja, Vater, laß ui 1 beyzuſtehen; verlaß den mich in der Pein, gedul⸗ 1 ſß muͤden Wandrer nicht! dig, ſo wie Jeſus ſeyn. 1 ſoißgen Mein Vater, neige auf 6. Hab 6. Hab ich des Lebens Laſt empfunden, ſo ruͤckt mein Ende einſt herbey: dann hab ich ewig uͤber⸗ wunden, und bin von d, aller Truͤbſal frey; und du gibſt mir, o Gottes mnin am Sohn, den theur erworb⸗ fenichut, nen Gnadenlohn. nGaudn 3 7. Geſtaͤrkt durch die⸗ Säme wmſi ſen hohen Glauben, tret afſenshn ich auf meinen Lebens⸗ ſen 1n pfad. Herr, ſtaͤrke, ſtaͤrke l u e meinen Glauben, wann ſa du 3 einſt der Tod ſich zu mir H'd b naht! Vielleicht erſcheint 8 er heute mir: wohl mir! enft und ℳ” 8 ich leb und ſterbe dir. hoßn's Poh U ub I0I. Mel. Wenn mein wir gat 8 811 Stuͤndlein vorh. deeſtfelg uun Nach einer ſchmerzens⸗ emdai vollen Nacht ſeh ich . eulg ſ mi den Morgen wieder. Dein tr aae h Auge, Gott hat mich be⸗ hne 1 wacht; dich preiſen meine Lieder: in großer Angſt kllhier, wie 536 un: i verliehſt du mir nicht 1 ſun, dir Troſt allein; ich danke Kt n al dir, zein Gott, auch dule Seelenſtärke. tnde 1 2. So trag ich gern der Wſbit 2* ihre Herzen, Morgenlieder. 113 Krankheit Schmerz, und jedes meiner Leiden; zu dir erhebe ſich mein Herz, du Geber wahrer Freu⸗ den! Durch Leiden zogſt du mich zu dir, und nun, mein Vater, biſt du mir ein Fels, auf den ich baue. Ich weiß, daß Gott mich nicht verlaͤſt, wenn auch der Tod erſcheinet; ihn haͤlt mein Glaube dann noch feſt; wenn alles um mich weinet. Ich bin getroſt, wenn, wer mich liebt, mein Sterbelager, tief betruͤbt, mit frommen Thraͤnen netzet. 4. Auch ſie verlaͤſt mein Vater nicht; er ſtaͤrket gibt Troſt und frohe Zuverſicht, und lindert ihre Schmerzen; ja, dir empfehl ich ſie, o Herr! ſey du ihr Schutz, Allguͤtiger: ſo ſind ſie wohl verſorget. 5. Doch ſollten meiner Tage viel auf dieſer Erde H wer⸗ ecErſte Abtheilung. werden, waͤr ich noch fern deine Kraft, die mir aucht von meinem Ziel, dem Muth im Leiden ſchaft Ende der Beſchwerden; und in der Noth micht ſo gib mir, Schoͤpfer, ſtaͤrket. 1 N Abendlieder. 102. M. Nun ruhen alle 4. Ich weiß, an wend Waͤlder. ich glaube, und nahe mich! Hörr, der du mir das im Staube zu dir, o Gott, t Leben bis dieſen Tag mein Heil. Ich bin dert gegeben, dich bet ich kind⸗ Schuld entladen„ich bint lich an! Ich bin viel zu bey dir in Gnaden, und geringe der Treu die ich in dem Himmel iſt meing deſinge, und die du heut Theil. an mir gethan. 5. Bedeckt mit deinemt 2, Mit dankendem Ge⸗ Segen, eil ich der Ruhl muͤthe freu ich mich dei⸗ entgegen; dein Name ſeyt uer Gute, ich freue mich gepreiſt! Mein Leben in dir. Du gibſt mir und mein Ende iſt dein; Kraft und Stärke, Ge, in deine Haͤnde befehl ich, deyn zu meinem Werke, Vater, meinen Geiſt. und ſchafſt ein reines Herz 103. Nach voriger Mel. n in mir. Nun ruhet von Geſchaf⸗ 3. Gott, welche Ruh ten und Noth, zu der Seelen! Nach dei⸗ neuen Kraͤften, nun 4 nes Worts Befehlen ein⸗ ſchlaͤft die muͤde Welt. 9 her im Leben gehn; auf Du aber, mein Gemuͤ⸗ 1 deine Guͤte hoffen, im the, erhebe Gottes Guͤte, Geiſt den Himmel offen, thu, was dem Schoͤpfer und dort den Preis des wohlgefaͤllt. Glaubens ſehn. 2. Lob ſey mit Her und Zun⸗ A tbutt, d üneſes d vaabſt m dgnude, tin Leid letleteſt ern iſ nn in, dr T nenanſe ePluf: ga ſehg Senn ſwweine Woi ſus Sonn 1 lid, das ſareeibesde ſoneinerRi tje'ich end Chrif dn der reit erentled. duwerk iſt atbeitmei hü nit Fr derz ſeudi ſaihr na b neindan, S nen hal. 3 2 Sdudd Küo 5 tonr fub Wa. n ünnſ 1 . „heck mit 1 14 Aah, dl ihds tnegen;d dan 8 8 Maih 8 nuen2 dieihd Mk te,weine G ,9 ta E mruhetvond tn und ℳ9 Kriſte f die wi 3 der, men n phebegattg de Uas. 96 fül V Ainiſa 1 3 Abendlieder. Zungen, o Vater, dir geſungen fuͤr dieſes Ta⸗ ges Gluͤck; du gabſt mir Speiſ' und Freude, du gabſt mir Troſt im Leide, und Ungluͤck hielteſt du zuruͤck. 3. Die Sonn' iſt nun verſchwunden, der Tag iſt weg, gebunden an ſei⸗ nes Kreiſes Lauf: Fahr a hin, der Erden Sonne! denn Jeſus meine Wohe, geht mir als Sonn im Herzen auf. 4. Das Kleid, das ich am Tage zur Leibesdecke trage, Bild meiner Nich⸗ tigkeit! das zieh' ich aus: dagegen wird Chriſtus mir anlegen der reinen Unſchuld Ehrenkleid. 5. Das Tagwerk iſt zu Ende, die Arbeit meiner Haͤnde leg ich mit Freu⸗ den bey: Herz, freu dich, du ſollſt werden vom Elend dieſer Erden, und von des Lebens Buͤrden frey. 6. Nun geht ihr matten 115 Glieder! legt euch zur Ruhe nieder, bis morgen ihr erwacht: Einſt ruht von Muͤh und Plage, zum Auferſtehungstage, ihr auch ins Grabes ſtil⸗ ler Nacht. 7. Der Nachtruh zu genießen will ſich das Auge ſchließen, mein Huͤter, wache du; mit deinem Schutz umgeben, werd' ich auch ſchlafend leben, kein Unfall ſtoͤrt dann meine Ruh. 8. Doch was iſt Ruh der Muͤden, wenn nicht in deinem Frieden ihr Herz, o Jeſu, ruht? Laß denn auch mich Erlöſten, Herr, deinen Frieden troͤſten, der iſt des Lebens beſtes Gut. 9. Sey auch der Schutz der Meinen, und laß ſie ſeyn die Oeinen, die an dir haben Theil. O du, der Welt Gebieter, ſey aller Menſchen Huͤter, ihr höchſtes Gut, ihr ewges Heil. H 2 104. Mel. * mein Gem. Auf, o Seele, ſey noch munter! Gottes Lob iſt deine Pflicht. Seine Sonne geht zwar unter, aber ſeine Guͤte nicht. Heut auch hat ſie mich ernaͤhrt, manche Freude mir gewaͤhrt, vor Gefah⸗ ren mich beſchuͤtzet, meine Schwachheit unterſtuͤtzet 2. Hochgeliebt und hochgeprieſen ſeyſt du, Herr, mein Gott, von mir! Was du Gutes mir erwieſen, danket meine Seele dir. War ichs, Vater, gleich nicht werth: haſt du doch mein Flehn erhoͤrt, das ich heut, als ich erwachte, dir in Jeſu Namen brachte. 3. Ruhe, Munterkeit, und Kraͤfte, Trieb, die Arbeit nicht zu fliehn, Fortgang im Berufsge⸗ ſchaͤfte haſt du heut auch mir verliehn. Und wie viel Gelegenheit gab mir deine Guͤtigkeit, zu des wrſ⸗ Abtheilung. 104. Mel. Werde munker Him mels Seligkeiteng — immer mehr mich zu be⸗z reiten. 4. Doch, da ich vol Abe nukg demi eum hſaig ausi Dank erzaͤhle, wie 5 ¹ groß dein Wohlthung war, ſtellen ſich auch mei⸗n ner Seele die begangnen Fehler dar. Ach! ver⸗ zeih mir meine Schuld, daß in deiner Vaterhuld ich ein ruhiges Gewiſſen imer moͤge hier genießen. 4 5. Gib auch bis zum frohen Morgen meinem Leibe ſanfte Ruh. Durch dich ſchlaf ich ohne Sor⸗ gen; wenn ich ſchlafe, wacheſt du. Seel und Leib befehl ich dir. Walt allguͤtig uͤber mir, bis ich durch ein ſelig Ende mei⸗ ne Tage hier vollende. 105. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. Herr,„es iſt von meinem Leben wiederum ein Tag dahin. Koͤnnt ich mir doch Zeugniß geben, daß ich ihn nach deinem Sinn recht und nüuͤtzlich zuge⸗ nic dit ehſtn, wa 1 Ä, mein 1 deeſchwe ale ſah I ptvergie ttauch hen Ler kant drkanns zi uw. w ſa 1 üLater, al voch! MTheile m 1 piin G 4 fauct 3 dir n 1 wn n weihe G ün nzin b ah j Närgen33 ſbeſertea. d ſclaf ich h en, bewn iche achſt du. G bheigli. E dülig uurmi an hui 2 Lageßier ol, 76 „Mal eu, umneſ r,Giſtvoind Aben wihen u. Mm dc uni 4 fnnſe Abendlieder. zugebracht, und zur Freu⸗ de mirs gemacht, die mir anbefohlnen Pflichten, a treu und emſig auszu⸗ richten! 2. Aber kann ich dir, n dem Zeugen deſſen, was ich denk und thu, meine Fehler wohl verſchwei⸗ gen? O!l ſie alle ſaheſt du! Ja, wie oft vergieng ich mich nicht auch heute wider dich! Wer kanns merken, wer kanns zaͤh⸗ len, Gott, nur du! wie oft wir fehlen. 3. Hab, o Vater, aller Gnaden, habe noch mit mir Geduld! Heile mei⸗ ner Seele Schaden; tilge meiner Suͤnden Schuld! Deineunumgraͤnzte Treu werd auch dieſen Abend neu! daß ich kuͤnftig dei⸗ nen Willen beſſer moͤg, als heut erfuͤllen. 4. Heilige du mein Ge⸗ muͤthe, daß mein Schlaf nicht ſuͤndlich ſey! Steh mit deiner groſſen Guͤte — auch in dieſer Nacht mir 117 bey. Nimm dich meines Hauſes an; wehre dem, was ſchaden kann, daß ich morgen mit den Mei⸗ nen keinen Unfall darf beweinen. 5. Laß mich dir zum Preis erwachen; ewig dir gewidmet ſeyn, daß ich mich in allen Sachen deiner Huͤlſe koͤnn' er⸗ freun. Doch beſtimt dein Rath„o Gott, heute noch fuͤr mich den Tod: nun ſo nimm an meinem Ende Leib und Seel in deine Haͤnde. 106. Mel. Unſre muͤden Augenlieder. Nacht und Stille fuͤh⸗ ren wieder uns den milden Schlaf herzu. Die von Arbeit matten Glie⸗ der ſehnen ſich nach ihrer Ruh. Aber du verſaͤume nicht, meine Seele, deine Pflicht, dich zu Gott noch zu erheben, ſeinem Schutz dich zu ergeben. 2. Pruͤfe dich vor ihm, o Seele! Nuͤtzteſt du H 3 auch 118 auch deine Zeit? Waͤrſt du, wenn er dirs befoͤhle, vors Gericht zu gehn be⸗ reit? O bedenk es! Eins iſt noth. Denk an Gott und an den Tod. Eile, dich ihm zu ergeben; nur bey ihm iſt Heil und Leben. 3. Herr, ich muß es dir geſtehen: oft vergaß ich meine Pflicht. Ach, dein Auge hats geſehen; aber ſchon' und richte nicht! Kein Verlrauen gruͤn⸗ det ſich nur auf deinen Sohn und dich, der du auch die Suͤnder liebeſt; lieber wohlthuſt, als be⸗ truͤbeſt. 4. Herrſcher uͤber Tod und Leben! nimm dich meiner gnaͤdig an. Du allein biſts, der vergeben, und mein Herz noch beſ⸗ ſern kann. Sieh, ich kom und ſuche dich; und mein Mittler ſpricht fuͤr mich. Darum laß mich Gnade finden, und ver⸗ gib mir meine Suͤnden. Erſe Abthei ung. 5. Nur auf dich will ich vertrauen; du biſt meines Wovor ſollte mir denn grauen?“ Du biſts, der mir Huͤlfe ſchaft. Wenn dein Segen e Lebens Kraft. mich bedeckt: ſo iſt nichts, das mich erſchreckt. Mei⸗ 1 ne Seele, und mein Le⸗ ben ſe dir Vater, uͤber⸗ ſey dir⸗ 1 a Hwundh geben. 6. Leb ich morgen: of ſo leite meinen Gang auf deiner Bahn. Nimm dich dann, daß ich nicht gleite, Schwachheit an. Gib zu meiner Pilgrimſchaft deinen Segen, deine Kraft. Froͤlich geb ich dann am Ende meinen Geiſt in deine Haͤnde. 107. M. Werde munter, mein Gemuͤthe. ink ich einſt in jenen Schlummer, aus dem keiner hier erwacht; fall' ich, nach ſo manchem Kummer, Todesruh! in deine Nacht: o dann ſchlaf ich anders ein; weg maͤchtig meiner A im ſ hei onn Hu l em au mn. fic no gi irdas! de hlfn 6 ruchen heiwakei übandt mweiſf hrifung ſmnukete de † ſetiede ſin Val d Pgeb ic 1 Vdu fich aus log, 3 mauh d(hs mit. lurn m 54 ſte, ſu 8 mn. S S Wan S. id edekt 9 N anen 4lli ihua 9 inimn n dinrään. 1 ſchdeu, usſ ſän, niclig a Sövache din 8 Neiter Plct figen Seg t uft. gralict in am Erde dis iſtn dine 0. „N. Vrd n wein Gend auk ic eiin 'Schlnn e feiter fier m ic nachſöt ant nner, ns d egact eihendee 8ʃ 7 4 11 Abendlieder. aus dieſes Lebens Pein eil ich hin zu deren Huͤt⸗ ten, die vordem auch kandhaft litten. 2. Jetzt hoff ich noch aufzuwachen fuͤr das Le⸗ ben dieſer Zeit. Hilf mir doch mich fertig machen, i Vater, zu der Ewigkeit; a daß ich als ein Wandrer ſey wacker, tugendhaft und frey von den Luͤſten 119 dieſer Erde, wenn ich abgerufen werde. 3. Laß mich meine Ta⸗ ge zaͤhlen; wie ein Strom verlaufen ſie; laß das beſte Theil mich waͤhlen, daß ich nach des Lebens Muͤh, Ruhe, Freude, Sicherheit, Wone ew'ge Seligkeit dort vor dei⸗ nem Thron genieſſe: ſo wird ſelbſt der Tod mir ſuͤße. Pruͤfung am Abend. 108. M. Nun danket alle Gott. DerTag iſt wieder hin; und dieſen Theil des Lebens, wie hab ich ihn verbracht? Verſtrich er mir vergebens? Hab ich mit allem Ernſt dem Gu⸗ ten nachgeſtrebt? Hab ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht ge⸗ lebt? 2. Wars in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? Mit Dank und mit Gebet, mit eifri⸗ gem Verlangen, als ein Geſchoͤpf von Gott, der Tugend mich zu weihn, und zuͤchtig und gerecht, und Gottes Freund zu ſeyn? 3. Hab ich in dem Be⸗ ruf, den Gott mir ange⸗ wieſen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, dieſen Gott, geprieſen? Mir und der Welt genuͤtzt, und jeden Dienſt gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Men⸗ ſchen ſahn? 8 4 4. Wie “ 4. Wie hab ich dieſen Tag mein eigen Herz re⸗ gieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott geruͤhret? Erfreut ich mich des Herrn, der unſer Flehn bemerkt? Und hab ich im Vertraun auf ihn mein Herz ge⸗ ſtaͤrkt? 5. Dacht ich bey dem Genuß der Guter dieſer Erden an den Allmaͤchti⸗ gen, durch den ſie ſind und werden? Verehrt ich ihn im Staub? Empfand ich ſeine Huld? Trug ich das Gluͤck mit Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs ſuͤße Stunden? Fuͤhlt ich der Freundſchaft Gluͤck? Sprach ich, was ich em⸗ pfunden? War auch mein Ernſt noch ſanft, mein Herz noch un⸗ ſchuldsvoll? Und redete ich nichts, das ich be⸗ reuen ſoll? 7. Hab ich die Meinigen herzigkeit, und wirſt ͤͤͤͤͤſ Abtheilung. durch Sorgfalt mir ver⸗ V ſan pflichtet, ſie durch meinie 9 mi Beyſpiel ſtill zum Guten d eit unterrichtet? War zu b Ein Gluͤck, das andre? ilcn traf, war das mir ange⸗ i niſgte nehm?— 8. War mir der Fehl⸗ gur! tritt leid, ſo bald ich ihn t. Au ſ begangen? Beſtritt ich ane auch in mir ein unerlaubt ndur(a Verlangen? Und wenn 1 in dieſer Nacht Gott uͤber 4 mich gebeut; bin ich vor t mri und bereit? 1 ſ6/169 ihm zu ſtehn, auch willig i 3 Nr 9. Gott, der du alles d ſhurictt weiſt, was koͤnnt ich dir i ouf, verheelẽ? Ich fuͤhle taͤg⸗ nun lich noch die Schwachheit mmn⸗ meiner Seelen. Vergib ſn diſ durch Chriſti Blut mir t die verletzte Pflicht; ver⸗ wih, gib, und gehe du nicht mit mir ins Gericht! unm 10. Ja, du verzeiheſt t peftng dem, den ſeine Suͤnden ii ſomn⸗ kraͤnken; du liebſt Barm⸗ b — auch Tn— 4 üan, duc En, wüc. ) Saſſig illi nteritte 8 kitl,itng S daanga, Sh U 1 ac Nnena e. Arreng 7n Nalſtegracic chgebeat; it dn zaſketn, uc und bneit; „ Gt, dr dit, hastim trfelb? Ghu dmmcdiScg Aner Seclen. 8 ich Chrit’ 15 verlette pflch t , und geh tmir insGen 8. 1 4 auch mir ſie ſchenken. Auch dieſe Nacht biſt du der Waͤchter uͤber mir; leb ich, ſo leb ich dir, ſterb ich, ſo ſterb ich dir. 11. Doch, Herr von meiner Zeit! ſoll ich noch morgen leben, ſo gib zur Abendlieder. Beſſrung Kraft, ſo ſtaͤrke mein Beſtreben, ſtets recht und guts zu thun. Dann endet meine Zeit, ſich einſt, wenn du mich rufſt in der Vollkommen⸗ heit. Fu r 109. Mel. Nun ſich der Tag geendet. Auch dieſen Tag hab ich vollbracht mit aller ſeiner Noth, nur deiner Vaterlieb und Macht verdank ich es, o Gott. 2. Waͤrſt du nicht mei⸗ nes Lebens Kraft, mein Retter und mein Heil: ſo wuͤrd in meiner Pil⸗ gerſchaft kein Troſt mir je zu Theil. 3. Ja, ohne dich, All⸗ guͤtiger, vergieng ich in der Noth; von Freudig⸗ keit und Hoffnung leer war ohne dich mein Tod. Leidende. 4. Doch welche Freude fuͤhlt mein Herz! Du biſt, du bleibſt mein Gott! Dein Wort ver⸗ ſuͤſt mir jeden Schmerz, und lindert jede Noth. 5. Froh kann ich mich dem Schlaf vertraun; auch ſchlafend bin ich dein. Vor keinem Un⸗ fall ſoll mir graun: du wirſt mein Helfer ſeyn. 6. Und ſollt, o Vater, dieſe Nacht des Leidens letzte ſeyn; wohl mir! dann iſt mein Lauf voll⸗ bracht; vollbracht des Lebens Pein. H 5 ſſſſſ Erſte Abth. Abendlieder. Am Schluß der Woche. 110. Mel. Wer nur den 4. Soll ich noch laͤnger lieben Gott. auf der Erde dein Pil⸗ o wird die Woche grim ſeyn: ſo hilf mir, denn beſchloſſen; Herr, daß meine Seeſe noch immer leb ich, Gott, froͤmmer werde, mein durch dich, und mir iſt Leben taͤglich heiliger; t nicht ein Tag verfloſſen, du ſchuͤtzteſt, du begluͤck⸗ teſt mich, bewahrteſt Seele, Leib und Haus, und halfſt aus mancher Noth mir aus. 2. Was hab ich dir da⸗ fuͤr gegeben ein dankbar Herz? ein freudig Lob? ein fromes tugendvolles Leben, das durch Gehor⸗ ſam dich erhob? Mein Gott, ich ſehe meine Schuld; wie unwerth bin ich deiner Huld! 3. Wie unwerth bin ich deiner Treue! Ich fuͤhl es tiefgebeugt vor dir. Verwirf nicht, Vater, meine Reue! Vergib um Jeſu willen mir; und nimm mich Undankbaren an, den deine Huld nur retten kann. daß ich im Glauben feſt und treu und eifrig im Gehorſam ſey. 5. Laß deinen guten Geiſt mich leiten. Laß, wie du forderſt, ſtets durch ihn mich aller Luͤſte Reitz beſtreiten, mich der Verfuͤhrer Wege fliehn, nicht achten auf den Ruf der Welt, nur willig thun, was dir gefaͤllt. 6. Laß morgen mich dein Lob beſingen, und jeden Tag, den du mir gibſt, nur deinen Willen froh vollbringen mit al⸗ len Frommen, die du liebſt. Einſt fuͤhre mich zum Himmel ein; da wird mein beßrer Sab⸗ bath ſeyn. Zweyte — — — 4 ri hatn we 1 Lach 1 8 JP. 4 ſus det E ſa kann h pyerie. a Vurm ind ſSovner. doße Welt Jahm dde, nit NLhire hott muß ſe ſäiie 1 ſeimen dn Unties d pulen 1n ptterfe Müſied A 4 und Eigenſchaften. 54 Du biſts, GOtt. Deine Werke erzaͤhlen deine Staͤrke, und deine weiſe Guͤte dem achtſa⸗ men Gemuͤthe. 6. Das Wuͤrmchen in dem Staube, die bunte Raup am Laube, das Gras, die ſchlanken Hal⸗ men, ſind deines Ruh⸗ mes Pfalmen. 7. Herr, du biſt hoch erhoben, und ewig hoch zu loben, wenn auch der Thoren Rotten dich laͤugnen und verſpotten. 8. Laß alle, die dich et Waze V n 16 4 bſe:6... üe Zweyte Abtheilung. iiter wande ,1 wrii ſchhan Von Gottes Weſen hinglum zrrr. Mel. Wach' auf, un de ud mein Herz. nin g. ſ GOtt, aus deinen dir e— Werken kann ich 5 3 dein Daſeyn merken; in d idn t allen Kreaturen find ich mwiamdunt der Gottheit Spuren. ſäetn nng 2. Das große Weltge⸗ ühteduit bäude, dein Ruhm und ſtemnaim meine Freude, ruft in dr Ba, m w viel tauſend Choͤren: 5 vahigſih Gott iſt! Gott mußt du 6, Laf wekge un ehren! ndi ſin 3. Wer ſprach es, daß dn dg, dn die Erde, und daß der ſt, undeinUh Himmel werde? Wer bolbrtgnmt ſprach es, daß im Meere n de des Waſſers Sammlung ſe. eint ung& waͤre? üinn lan, jvei Emn S hſen. 2 4. Wer ließ in jenen Hohen das Sternenheer entſtehen? Wer hieß des Donners Bruͤllen die Welt mit Furcht erfuͤllen 3ℳ 8 kennen, und dich mit Ehrfurcht nennen und die dir feſt vertrauen, dein gnaͤdig Antlitz ſchauen. 14— 3—— ,, — 124 Zweyte Abtheilung. 3 112 6; V b 65 iſt in, wie dis moͤglich iſt: ſo n— — ſey mirs gnug, daß du nt abw lhahe er GOtt, was allweiſe bſſ. 9, daß du imnm. Wreich an deineGröße⸗ 5. Einſt wirſt du dich! frgiſt ſie erforſch und edn einf näher offenbaren, iſinn : einſt werd ich: 7 nerdieve Zu ho;. ich meh ſen Inhelhri 5 fuͤr endli⸗ deinem Rath nifahrda t Pureen geln ſelſt witſt d En, wenn nur mein Geiſt ſinin ganz erkannt. u nie dem, was dein Vort maſtu 2. Wie ſolt denn i mich lehrt, von Herzen! eunin ;, n ich, glaubt, u hum dc. ich Staub, mich laubt, und dich hier un —„mich unter⸗ kindlic hier 9. winden, dich und dein 6 ich ehrt. 1 e Due Thun, du Hochſter, zu mit Orum hilf, daß ich i Aett ergruͤnden? Meaz mit Ehrfurcht vor dir i üdennn tief es mei praͤge wandle; in allem Thun! iſſetm meinem Herzen nach dei Thun ſiſe getg, ein: mein Forſchen ſe 2 inem Willen ſfean dazn zu hdg, zu leln bande 8 ſey, k ſitiemd 4 1.*. umi or pogor ef ſe 13, Dn wohnſt im Licht; bis du mich hieerenidf ſudüt kein Menſch kann dazu nem Himmel nſt zu dei⸗ k adeie kommen. Was hahen 7. O net führſt. mſssWe wir von deinem Ruhm heleene gne ich dich in i uddin vernommen? Den klein⸗ frendenvoll eſehen, und ſiar Vi ſten Theil von jener Ma⸗ Lob erhoͤl baee enie ſte jeſtaͤt, die dir gebührt biſt aro deic Hed du ſdun ha⸗ und üͤber alles geht 1„, 2 2 zeigſt es 1 as dei 3 . 4 mit der That 1b„ 1n 4. Dein iſt das Reich. groß an aid, un amaich 4 b Als Schöpfer aller Din⸗ und Rath!„an Macht i ſanale ge, regierſt du auch 4— hr b Große e)das 113. Nun danket alle G. k i Begreif and Geringe. Anbetungswuͤrdger M twinu „ M h 8. an ſtets zu nennen! du biſt Gleiſ e h unendlich mehr, als wir ſehh begreifen koͤnnen. O 35G e flöße meinem Geiſt die ſttiſe e tieffte Demuth ein, und Kintdei 1 laſ ich ſtets vor dir voll a ac, Ehrerbietung ſeyn! dm meh. 8 2. Du ſchufſt, was noch dn, des u nicht war, um Luſt und nich( lhn, u Seligkeiten aufs man⸗ dlatt, u, nigfaͤltigſte um dich her trlc, auszubreiten. Die Liebe 1dun h biſt du ſelbſt. Verſtand nt Efriuch 2) und Rath find dein, und anhe haan du gebrauchſt ſie gern, zu uc de tin ſegnen, zu erfreun. fenke; ui 6. 3. Du ſprichſt, und es 1. viedawichfer0h geſchieht. Auf dein all⸗ dsunt h maͤchtig: Werde! ent⸗ In pinn ſtand dein groſſes Werk, „ „dernd g der Himmel und die Erde. kemlitn d Dein kraͤftger Wille, rmmalJie ha Herr, erhaͤlt die ganze töhe ein Welt, und deine Macht rr un MA voll füͤhrt, was deinem 5 datß aefilt. M uga at 4. Du biſt es, der allein 4 Unſterblichkeit beſitzet, warh. z der L eben gibt und nim̃t, 5 lnd d am E der unſern Odem ſchuͤtzet. Puan Den Geiſt der in uns get mt n ig lebt, den haben wir von Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 125 dir; willſt du, ſo wird er nichts: nur du bleibſt fuͤr und fuͤr. 5. Wer hat dich je ge⸗ ſehn? Ja Herr, wer kann dich ſehen? Kein ſterb⸗ lich Auge reicht bis zu den lichten Hoͤhen, wo du voll Majeſtaͤt, Herr aller Welten, thronſt, und unter frohem Lob der ſelgen Geiſter wohnſt. 6. Was wir, Unendli⸗ cher, von deinem Weſen wiſſen, das haſt du ſelbſt zuvor uns offenbaren muͤſſen. Die Schoͤpfung zeugt von dir; und dei⸗ nes Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deine Hoheit, kund. 7. Doch hier erkennen wir dich nur ſehr unvoll⸗ kommen; wird aber der⸗ maleinſt der Vorhang weggenommen, der dich, Unendlicher, noch un⸗ ſerm Blick verſchließt, dann ſehen wir dich, Gott, ſo herrlich, wie du biſt. 8. In⸗ 126 Zweyte Abtheilung. 1 bi P 8. Indeß ſey auch ſchon zuſammen, und ihrs taa jetzt dein Ruhm von uns Schlaͤuche reißen nicht fulun beſungen, Verſchmaͤhe Er ruft denungewittern güt,n nicht ein Lob von ſchwa⸗ das Meerwird ungeſtuͤm Gäulä cher Kinder Zungen! des Himmels Saulettt n N Dort ſoll, wenn wir der⸗ zittern; die Erde bebt voſt V einſt vor dir verherrlicht ihm. Er will, und Blitzt anflln ſtehn, ein weit vollkom⸗ zuͤnden Gebirg' an; ſi mzudi ners Lied, dich großer vergehn. Er ſpricht undes iumet, Gott, erhohn. ruft den Winden; ſchnell, ſittb⸗ 114. M. Nun lob', mein' wird ſein Himmel ſchoͤn, ¹ ich ſt Seel', den. 3. Wer, wer gebeut dent iduit Konmt, kommt, den Weſten: hieher! nichtt nedt Herrn zu preiſen, der weiter! Legt euch hie! eune groß von Nath iſt, groß er legt in Felſen Quellen, t ſühn i von That; den Guͤtigen, ſie rieſeln und verſiegen Aluc! den Weiſen, der keinen nie. Er fuͤllet Wuͤſte⸗ zaren ſeines Gleichen hat. Der neyen mit ſeinen Wun⸗t htz igdar Herr thut große Werke; dern an, heißt Thiere dan wer hindert ſeine Kraft? ſich freuen, wo Niemand a auch wer ſeines Armes Staͤr⸗ wohnen kann. Wer kann V ke, die alles Gute ſchaft? die Sterne fuͤhren? wer, Ne Er dehnet, gleich Gezel⸗ kann, als er allein, der primand ten, die weiten Himmel Dinge Lauf regieren? 4 h aus; er ſpricht, ſo gehen verderben und erneun? ſann Welten aus ihrem Nichts 4. Herr, dein iſt alle ciſe hen heraus. Starke, und alle Huͤlfe, Amrun das Waſſer, wenn er deiner Kraft allein ſich ſpricht, in Wolken ſich freun. Wir auch erfreun ſuns ihrer; ihr Lob ſey dt unſre Pflicht! o Vater, o Regierer, wen haͤlt, wen un ſchuͤtzt ſie nicht? du lebſt, 1 du wirkſt in allen: dir, — dir vertrauen wir! Er⸗ 4 and, halter, wer kann fallen, en 2 getragen, Herr, von dir? n, 9. 115. Mel. Kommt her, zu ſea n mir, ſpricht G. M ie koͤnnt' ich zwei⸗ 1” feln, daß du biſt! o Tlh 66 Gott! der ganze Weltbau n, 491s, iſt ein Zeuge deines Le⸗ euungee an bens. Zu ſichtbar iſts, fe i an — wam hi zd. 1 eor 2. Wohin auch nur m n mein Auge blickt, da ſeh en 11p ich Ordnung, die ent⸗ unn 5 all zuckt, im Großen und im un kuſin„Kleinen; ich ſeh, und nben ernt ganz erſtaunt bin ich, wie mn 1 ul der Geſchoͤpfe Heere ſich dülte gi zu einem Ziel vereinen. t, 9— a6n 3. Eins muß dem an⸗ inaf an dern nutzbar ſeyn, daß ſie 18 ſich ihres Daſeyns freun, afg die ſich empfinden koͤn⸗ ' Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. nen. Und wie? doch waͤre die Natur und ihre w eiſe Ordnung nur des Zufalls Werk zu nennen? 4. Rein, warlich, nicht von Ohngefehr entſtan⸗ den Himmel, Erd und Meer; ſo konnte nichts entſtehen. Nur du, Gott, ſchufeſt die Natur, und einzig deine Kreatur iſt alles, was wir ſehen. 5. Du biſts, der die ge⸗ ſchaffne Welt in ihrer Ordnung noch erhaͤlt, mit Weisheit ſie regieret. Du biſt es, der nach ſei⸗ nem Rath auch uns auf unſers Lebens Pfad mit weiſer Gnade fuͤhret. ſter, daß du biſt, und nur dein Werk der Weltkreis iſt! Nun iſt gewis mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel: ich darf nach meiner Wuͤnſche Ziel nun nicht vergeblich ſtreben. 7. Mein Sehnen nach Zufriedenheit, mein 127 Durſt ——. —= 3 128 Iweyte eAbtheilang. Durſt nach ewger Selig⸗ keit wird ſicher nun ge⸗ ſtillet, wenn nur zu dir mein Geiſt ſich haͤſt, und nicht die ſchnoͤde Luſt der Welt hier mein Gemuͤth erfullet. g8. Drum ſoll es ſtets mir Freude ſeyn, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weihn, zur Ehre dir zu leben. Du wirſt mir dann in jeder Noth hier reichen Troſt, und einſt im Tod des Himmels Wonne geben. 116. Mel. Ich ſing dir ſchon durch. Groß iſt der Herr! von ſeiner Macht erzaͤh⸗ len Erd und Meere, die Himmel und der Himmel Pracht, und aller Son⸗ nen Heere. eh Vur Felſenkluft der Loͤw un! un ſein Gebruͤlle, der Rab e Pn der um Speife ruft, d ſeufn Wurm in ſeiner Huͤlle.! 66 nch ſe 4. Der Rebenberg, da ta vill Weitzenthal, der Ba 4 ubtm der Auen Bluͤthe, dil ütu eB. euft und jeder Sonnen un ſtral preiſt des Allmachtt gen Guͤte. ſwatt 5. Des Weſtes an ſerum lung ſendet Er, 1nRtüca Sturm in Ungewittemn inm uſ Er ſpricht! und ftill iſ i Erd und Meer; eſt ſiſingah ſpricht; und ſie erzitternn Raht ka 6. Vom Aufgang bitt ſtiſen.9e zum Niedergang, bis zun h nRe der fernſten Sphaͤrel n nnſolle ſchallt der Geſchöpfel 9 Lobgeſang zu unſers fm goül Schoͤpfers Ehre. 1 1 7. Groß iſt der Herr ichen? Zu ihm empor ſoll froh ihſunte — 2. Ihn ruͤhmt die bluͤ, mein Herz ſich ſchwin⸗ iſtſh won hende Natur; und ihres gen; in aller Kreaturen win Segens Menge, die Chor ſoll ihn mein Lob⸗ 1 aig Frucht der Garbenſchwe⸗ lied fingen. 1 ladn.h ren Flur, ſind ſeine Lob⸗ 117. In voriger Melodie. ſenn geſaͤnge. 3. Ihn preiſt in ſeiner siſt doch nur ein ein. ſ ſi ger Gott im Himmel i imic und d diſud fi ee kulyraß denGt. 17 18 Tung ſerd9 r Sturw n hie f dr prict 1 „er und ſndmanen Dun. un Mieder der ſemimn! ſbalt erCne leßgeſan, anſt Schöpfere. „Ghiſ zrihm ent n nin He n; in ale — dit ſolit n Min I Jn rn 9 ſtdoh! 6 du 3 1 und auf Erden. Nur ſein allmaͤchtiges Gebot hieß Erd und Himel werden. 2. Was er erſchuf, das kann allein durch ſeine Kraft beſtehen; will er, die Welt ſoll nicht mehr ſeyn: ſo muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Majeſtaͤt iſt Er nur Welt⸗ regierer; iſt uͤber alles hoch erhöht, und unſers Lebens Fuͤhrer. 4. Groß iſt ſein Nahm; und mit der That kann aer es auch beweiſen. Herr, „ groß an Huld, an Macht und Rath, wer ſollte dich nicht preiſen? 5. Dir nur gebuͤhret Preis und Ehr. Wo iſt je deines gleichen? Nur du biſt Gott, ſonſt keiner mehr; ſollt ich von dir denn weichen? 6. Nein, ewig bleibſt du mir allein der Herr, an dem ich hange; und ewig ſolls kein andrer ſeyn, von dem ich Heil verlange, Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 129 7. Mein ganzes Leben weih ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einſt, noch mehr, als hier, in deiner Große ſchaue. 118. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. Gott, du biſt von Ewig⸗ keit! deine Majeſtaͤt und Größe mehrt und mindert keine Zeit, gib, daß ich das nie vergeſſe, nie auf Kreaturen baue, ſondern dir allein ver⸗ traue. 2. Ewig und unwan⸗ delbar iſt dein graͤnzenlo⸗ ſes Wiſſen. Was dir einmal Wahrheit war, wirds auch ewig bleiben muͤſſen. Nie kanns deiner Weisheit fehlen, nur das Beſte zu erwaͤhlen. 3. Du biſt nicht, wie Menſchen ſind, daß dich etwas reuen ſollte; blei⸗ beſt immer gleichgeſinnt; und was je dein Rath⸗ ſchluß wollte, weis dein maͤchtiges Regieren J herr⸗ 130 herrlich auch hinaus zu fuͤhren. 4. Suͤnden biſt du ewig feind; wehe denen, die ſie lieben! ewig bleibſt du derer Freund, die, was recht und gut iſt, uͤben. Lehre mich in allen Din⸗ gen deinen Willen treu vollbringen. 5. Immer iſt dirs eine Luſt, Menſchenkinder zu begluͤcken. Wohl dem, der ſich auch mit Luſt lernt in deine Ordnung ſchicken. Der, der geht auf ſichern Wegen deinen Segnungen entgegen. 6. Deine Worte truͤgen nicht, du, du biſt der ewig Treue, der das haͤlt, was er verſpricht; gib, daß ich mich deſſen freue, und mich, bis ich einſt erkalte, feſt an deine Wahrheit halte. 7. Mag doch dann die Welt vergehn, mag mich alles doch verlaſſen. Du, du bleibſt mir ewig ſtehn. Deine Huld wird mich —— Zwette Abtheilung. gult umfaſſen, wenn ich einſt n) ſ von hinnen ſcheide; ewigt undas biſt du meine Freude. n 119. Mel. Sey Lob und Ehr dem hoͤchſt. inEs Erhaben uͤber Welt und iſtt, vom Zeit, lebſt du, Gott, ſene ohne Schranken, von len Ewigkeit zu Ewigkeit! inerhe Wie ſtaunt hey dem Ge⸗ g nnenen danken mein ganzer ulewig Geiſt! Er ſint ihm nach, ilbeſeyt er ſinnt und forſcht, und iſt zu ſchwach, dein ewges; ulſte Seyn zu faſſen. t ſlict 2. Noch ward von kei⸗ p eſeder ner Sonne Licht durch ihfit anſre Welt verbreitet; g zict die Himmel jauchzten dir u Gnan noch nicht, durch deine iſſſwe Macht bereitet; noch war ſi hei das Trockne nicht; kein i iſt au Meer ſtrömt' an der agiſf Berge Gruͤnden her; du mn aber warſt ſchon ewig. ſaſtee 3. Laͤngſt ſtehet deine Ver Schoͤpfung da, von dir p tit e bisher erhalten; willſt i 16 dus, ſo iſt ihr Ende nah, ſo eilt ſie zu veralten. Schon jetzt ſind ihrer Jahre ſi di — 1 V Ve feunte es dante nen bſ Erſüſ un tietwwi A. ſtuſcoac, TI em zöfüſe Aic degn wehſs auſt Pat dit 1 dimin 18 h äuict, o☛ d. 16 Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 131 Jahre viel, und ſchnell Areicht ſie dann das Ziel, das ihr dein Wink be⸗ ſtimmte. 4. Nicht eine Stund' iſt es vor dir, vom An⸗ fang bis zu Ende. Nur Augenblicke leben wir, die Werke deiner Haͤnde. Nie nehmen deine Jahre zu; in alle Ewigkeit wirſt du derſelbe ſeyn und bleiben. 1 5. Ja, du biſt ewig, ſtirbeſt nie, bleibſt immer meiner Seele der ſtarke Fels, den ich fuͤr ſie zur ſichern Zuflucht waͤhle. Denn deine Gnad und Wahrheit iſt ſo ewig, als du ſelber biſt. Heil mir, daß ich dir traue. 6. Mein Leib iſt ſterb⸗ lich, nicht mein Geiſt; den will ich dir vertrau⸗ en; dein Wort, das Wahrheit iſt, verheißt: er ſoll dein Antlitz ſchau⸗ en. Auch ruht mein Leib nur kurzeZeit; am Ernd⸗ tetag der Ewigkeit wirſt du ihn auferwecken. 7. O wohl mir, wenn ich nur allhier nach ew⸗ gen Guͤtern ſtrebe, und dir, o Ewiger, nur dir zum Wohlgefallen lebe. Wann hab ich auch an deinem Heil mit allen Fromen ewig Theil und jauchze dir auf immer. 8. O lehre mich hier in der Zeit, die du mir noch wirſt ſchenken, der ſeligen Unſterblichkeit mit allem Ernſt gedenken. Sie ſey mein Troſt, mein hoͤchſtes Gut; ſie ſtaͤrke mich mit Kraft und Muth, gerecht vor dir zu leben. 120. Mel. O Gott, du frommer Gott. HédR, du erforſcheſt mich, dir bin ich un⸗ verborgen; du kenſt mein ganzes Thun und alle meine Sorgen; was mei⸗ ne Seele denkt, war dir bereits bekannt eh der Gedanke noch in meiner Seel entſtand. 2. Nie ſpricht mein Mund ein Wort, das du, 13² o Herr, nicht wiſſeſt. Du ſchaffeſt, was ich thu; du ordneſt, du beſchließeſt, was mir begegnen ſoll. Erſtaunt ſeh ich auf dich; wie groß iſt dein Ver⸗ ſtand! wie wunderbar fuͤr mich! 3. Wohin, wohin ſoll ich vor deinem Geiſte fliehen? Wo koͤnnt' ich jemals wohl mich deinem Aug entziehen? Fuͤhr ich gen Himmel auf, ſo biſt du, Hoͤchſter, da: fuͤhr ich zur Tief hinab; auch hier biſt du mir nah. 4. Naͤhm ich auch, ſchnell zu fliehn, die Fit⸗ tige vom Morgen; ſelbſt an dem fernſten Meer blieb ich dir nicht verbor⸗ gen; auch da umſchlöße mich doch deine All⸗ machtshand; denn du biſt uͤberall, und dein iſt je⸗ des Land. 5. Wollt ich in Finſter⸗ niß mich deinem Aug ent⸗ ziehen, ſo ſucht ich doch umſonſt, auch da dir zu — Zweyte Abtheilung. entfliehen! die dica aatih Finſterniß iſt vor dir heltt les Licht; die Nachſt tteni glaͤnzt, wie der Tag, vont niſt, deinem Angeſicht. 11 6. Du warſt ſchon uͤbert in, mir! in meiner Mutten ſhene. S Leibe; du bildeteſt meint i dlle emi Herz, Gott, deß ich bint und bleibe. Ich danket ſenich zu dir, daß du mich wunder⸗g iſcern bar gemacht, und meiner,« irnch ſ eh ich war, ſchon vaͤter⸗ iiir. lich gedacht. Hoch 7. Du kannteſt meint u fem; Gebein, eh ich ans Licht ula End gekommen, da ich im iehn, 9. Dunkeln erſt die Bildung in iin it angenommen; dein Auge ln d ſah mich ſchon, eh ich be⸗! ſlbund at reitet war, und meiner 8 Re Taat Sauf wan dir ſchon g ſ offenbar. 1 8. Was fuͤr Erkennt⸗ niſſe, fuͤr koͤſtliche Gedan⸗ ken! unzaͤhlbar ſind ſie i ſhutest mir; denn ſie ſind ohne igi Schranken. Mit Ehr⸗ furcht will ich ſtets auf 15 dich, mein Schöpfer, the ſehn, dir folgen, undd dein 75: 1 I 2 elh, hi ſn eonmen,1 an Duteln ait’ Kngenonmen ſahmihſchlta fbet war, uuteaufwee Pun V D' näiit hi 29 kn l „dun ſſ wüfe Vnna 1 ohwil K du nti,ne ur Ra 9 b Nie biſt du, Von Gottes Weſen und Eigenſchaften, 133 dein Lob, ſo gut ich kann, erhoͤhn. 9. Erforſche mich, mein Gott, und pruͤfe, wie ichs meyne; ob ich der wuͤrklich bin, der ich zu ſeyn, mir ſcheine. Sieh, pb mein Fuß vielleicht ſich einem Irrweg naht, und halte mich zuruͤck Gun auf ebnem ſichern Pfad. 121. M. Mir nach, ſpricht Chriſtus. Hoͤchſter, von uns fern; du t wirkſt an allen Enden. Wo ich nur bin, HErr aller Herrn, bin ich in u deinen Haͤnden. Durch dich nur leb und athme ich; denn deine Rechte ſchuͤtzet mich. 2. Was ich gedenke, weißeſt du; du pruͤfeſt meine Seele. Du ſiehſt es, wenn ich Gutes thu; n du ſiehſt es, weñ ich fehle. ſ Nichts, nichts kann dei⸗ nem Aug entfliehn, und nichts mich deiner Hand entziehn. 3. Wenn ich in ſtiller Einſamkeit mein Herz an dich ergebe, und, uͤber deine Huld erfreut, lob⸗ ſingend dich erhebe; ſo hörſt du es und ſtehſt mir bey, daß ich dir immer treuer ſey. 4. Du merkſt es, wenn des Herzens Rath ver⸗ kehrte Wege waͤhlet; und bleibt auch eine boͤſe That vor aller Welt verheelet, ſo weiſt du ſie, und ſtra⸗ feſt mich zu meiner Beſſ⸗ rung vaͤterlich. 5. Du höoͤreſt meinen Seufzern zu, daß Huͤlfe mir erſcheine. Voll Mit⸗ leid, Vater, zaͤhleſt du die Thraͤnen, die ich wei⸗ ne. Du ſiehſt und waͤgeſt meinen Schmerz, und ſtaͤrkſt mit deinem Troſt mein Herz. 6. O druͤck' Allgegen⸗ waͤrtiger, dis tief in mei⸗ ne Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht waͤhle; daß ich dein heilig Auge J 3 ſcheu, ——— 1 Zweyte Abtheilung. des ßted ſcheu, und dir zu dienen, 3. Was du nach ihremb 8— eifrig ſey. Nath erſchufeſt, regierſgt une 7. Laß uͤberall gewiſ⸗ du auch nach ihrem Rath; 9) ſenhaft nach deinem das Kuͤnftge kommt, wen ieu Wort mich handeln; und du es rufeſt, wie es deinz ufu ſtaͤrke mich dann auch mit Schluß geordnet hat.) pfmn Kraft, vor dir getroſt zu Wem Weisheit und Ver⸗ u wandeln. Herr, du biſt ſtand gebricht, verſagſtu ihutge um mich; o verleih, daß du, bittet er, ſie nicht. rüihlde dis mir Troſt und War⸗ 4. Oft iſt uns, Herr, venn nung ſey. dein Weg verborgen; each Ne 122. Mel. Wer nur den dein Rath iſt dennochf ſawis lieben Gott. wunderbar; der Ausgang. zit mich O Schoͤpfer, jedes dei deiner weiſen Sorgen! nhnricht ner Werke macht erhellt, was unbegreiflich: mmir Re deiner Groͤße Ruhm be⸗ war. Was dubeſchließeſt, uilteh kannt, verkündigt deine das beſteht, was dir ent⸗ dinge Macht und Staͤrke, ver⸗ gegen ſtrebt, vergeht. eennt kündigt Weisheit und 5. Der Menſch hat ſei⸗ izitſt Verſtand. Wie herrlich nen freyen Willen, und ſigeinge ordnet deine Wahl der dennoch muß, wie frey er ½ nut Weſen unermeßne Zahl. waͤhlt, er immer deinen hSjeit 2. Dein kleinſtes Werk Rath erfüllen, der ſeines ½ altin iſt, wie das groͤſte, voll Zieles nie verfehlt. Zu u fpuugten Ordnung, Herrlichkeit Schanden machſt du 4 VJn wu und Pracht, iſt,(denn du Tuͤck undeLiſt, und lehrſt, Aike wa wähleſt nur das Beſte) daß du nur weiſe biſt. ſ iund ein Spiegel deiner wei⸗ 6. OWeisheit Gottes, de, die ſen Macht. Wie mannig, meine Seele kennt ohne din, faltig und wie gut, iſt dich, was gut iſt, nicht. n cie das, was deine Weisheit Damit ſie ſtets das Beſte i 3 zer thut! waͤhle, eejer A diin Wn n 2 1 3 thltan 1 uresdut da deſeßt,9 G degn fittt, an F da wan tn ffeen U 1u vanochmas,) Z räßtt,Nimg. A datherfülen, den Aaes nie def t shandended itandoſt,di ddu nur ua 3 Weisſe De une Staleh un ſa desgutſ39 daiſechh an waͤhle, gewaͤhre du ihr ſelbſt dein Licht. Deckſt du, was taͤuſchen kann, mir auf, ſo wandl' ich ſicher meinen Lauf. 7. Noch immer, Vater meines Lebens, hat deine Hand mich gut gefuͤhrt. Wohl mir! ich lebe nicht vergebens, wenn deine Weisheit mich regiert. Sie fuͤhrt gewis durch Welt und Zeit mich hin zu deiner Herrlichkeit. 123. In voriger Melodie. Fdu weiſer Schoͤpfer aller Dinge, der alles weiß, erkennt, ver⸗ ſteht! Nichts iſt ſo groß, nichts ſo geringe, das nicht nach deiner Ord⸗ nung geht! Sie iſts, die deine große Welt in ihrer Daur und Pracht erhaͤlt. 2. Die vielen wunder⸗ vollen Werke, was un⸗ ſern Augen fern und nah, ſteht alles, wie durch deine Staͤrke, ſo auch durch deine Weisheit da. Unendlich, HErr, iſt Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. dein Verſtand: der ganze Weltbau machts bekaut. 3. Mit eben dieſen Mei⸗ ſterhaͤnden, mit welchen du die Welt gemacht, regierſt du auch an allen Enden, was dein Befehl hervor gebracht; du brauchſt, o unerſchaffnes Licht! der Menſchen Rath und Beyſtand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenomen, kront auch, ſo bald du wilſt, die Thatz weñ tauſend Hinderniſſe kommen, ſo triumphirt dein hoher Rath. Den beſten Zweck waͤhlt dein Verſtand; die Mittel ſtehn in deiner Hand. 5. Die Menge ſo ver⸗ ſchiedner Willen, wo je⸗ der ſeinen Weg erwaͤhlt, muß doch den deinen nur erfuͤllen, der ſeines Zieles nie verfehlt, und aller Feinde ſtolzen Wahn als Unvernunft beſchaͤmen kann. 6. O Weisheit! decke meiner Seele den Unver⸗ ſtand, 136 ſtand, die Thorheit auf, damit ſie dich zum Leit⸗ ſtern waͤhle in dieſes Le⸗ bens ganzem Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohl⸗ farth nicht: drum leite mich dein ſichres Licht! 2. Du haſt mich durch mein ganzes Leben bisher aufs weiſeſte gefuͤhrt. Ja, dir muß ich die Ehre geben, daß du aufs beſte mich regiert: O leite mich durch Welt undZeit hinuͤber in die Ewigkeit. 124. Mel. Mir nach, ſpricht Chriſtus. FErr, deine Allmacht — reicht ſo weit, als ſelbſt dein Wollen reichet. Nichts iſt, das deiner Herrlichkeit und deinen Thaten gleichet. iſt zu groß? was iſt zu ſchwer? das dir zu thun nicht moͤglich waͤr? 2. Du ſprichſt: und auf dein maͤchtigs Wort faͤllt alles dir zu Fuͤſſen; du fuͤhreſt deinen Rath⸗ ſchluß fort bey allen Hin⸗ “ er. Zweyte Abtheilung. Was —— ſarbts! derniſſen. So bald dalitign⸗ willſt, ſo ſteht auch dſ ril h du was noch zuvor kei numuiderz Auge ſah. antterlire 3. Du haſt dein große aſt uur ſche Schöpfungswerk al hebrundert maͤchtig ausgefuͤhret.& ayguſf die bleibet ſtets dein Augen Bmlben ſch merk, und wird durt alüute mit dich regieret. Noch im iit, die d merfort beſteht die Welt tunt weil deine Allmacht ſi iie huͤlf erhaͤlt. engoricht, 4. Die Groöße deine ſchnurba⸗ Thatenzeigt, daß, Scho amd deines pfer, dein Vermoͤgen ni die alles weit uͤber alle Kraͤft, üsſhaſt. ſteigt, die die Natur be un dic wegen. Du bleibſt ihn ſetene. Herr, in deiner Hand urdeſen bleibt alles, was durch ſiierur ein dich entſtand. dalzit, w 5. Was fuͤr ein Wun⸗ u yſn 9 der deiner Macht wird deieahr unſer Aug einſt ſehen,) ſſs gan wenn nach der langen ere f Grabes Nacht, die Tod⸗ i gſters ten auferſtehen; wenn iiſah unſern Staub du neu be⸗ lebſt, und zur Unſterb⸗ lichkeit erhebſt. iw chkeit erhebſt G. All⸗ Kinge 14 dN 3 1 Neatazngt, n. fer, deinmu wet üü t 1 d 1n, A 31 Her, i N ren 4 Ils, zat ih entſend 54 fit tim Rvn 4 bü rir Aus Tn 4 1 T benagſ td uim 1 tn Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 137 6. Allmaͤchtiger, er⸗ ſtaunt fall' ich vor dei⸗ nem Throne nieder; mein bloͤder Geiſt verlieret ſich ſund lallt nur ſchwache Lieder; bewundert dich und deine Kraft, die Tod⸗ ten neues Leben ſchafft. 7. O ſchenke mir die Zuverſicht, die deiner Macht vertrauet; der * Macht, die Huͤlf und Troͤſt verſpricht, wenn man auf dich nur bauet; auf dich und deines Ar⸗ mes Kraft, die alles kañ⸗ und alles ſchafft. 125. M. Freu dich ſehr, o meine. Gtt, vor deſſen An⸗ geſichte nur ein rei⸗ ner Wandel gilt, ew'ges Licht aus deſſen Lichte ſtets die reinſte Wahrheit quillt, deines Namens Heiligkeit werde ſtets von uns geſcheu't; laß ſie uns doch kraͤftig drin⸗ gen; nach der Heiligung zu ringen. 2. Heilig iſt dein ganzes Weſen, und kein Boͤſes iſt an dir; ewig biſt du ſo geweſen, und ſo bleibſt du fuͤr und fuͤr. Was dein Wille waͤhlt und thut, iſt unſtraͤflich, recht und gut, und mit deines Armes Staͤrke, wirkſt du ſtets vollkommne Werke. 3. Herr, du willſt, daß deine Kinder deinem Bilde aͤhnlich ſeyn. Nie beſteht vor dir der Suͤn⸗ der; denn du biſt voll⸗ kommen rein. Du biſt nur der Fromen Freund; Uebelthaͤtern biſt du feind; wer beharrt in ſei⸗ nen Suͤnden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O ſo laß uns nicht verſcherzen, was dein Rath uns zugedacht. Schaff' in uns, GOtt, reine Herzen, toͤdt' in uns der Suͤnden Macht! Uun⸗ ſre Schwachheit iſt vor dir; wie ſo leichte fallen wir! Und wer kann ſie alle zaͤhlen, die Gebre⸗ chen unſrer Seelen? J 5 5.Uns 138 5. Uns von Suͤnden zu erloſen, gabſt A deinen Sohn dahin. O, ſo rei⸗ nige vom Böſen durch ihn unſern ganzen Sinn; gib, wie uns dein Sohn verheiſt, gib uns deinen guten Geiſt, daß er un⸗ ſern Geiſt regiere, und zu allem Guten fuͤhre. 6. Von der füͤndlichen Begierde bleibe unſer Herz befreytz unſers Wandels ſey rechtſchaffne Heilig⸗ keit. Mach' uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Hithelreich wirſt du, Herr, nur die erhe⸗ ben, die im Glauben heilig leben. 126. M. Es iſt gewislich an der Zeit. zerechter GOtt, vor dein Gericht muß alle Welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem Angeſicht auch mir mein Urtheil faͤllen. O laß mich jede Suͤnde ſcheun, und hier mit Er ent befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen. —— Zweyte oßherunge s groͤſte Zierde du 2. Du ſiehſt von deiner een hohen Thron auf all lr artuch 1 Menſchenkinder; beſtim üuna meſt jedem ſeinen Lohn deine ütn Ver dem Frommen un d 1 Suͤnder. Nie ſi iſn, Schr die perſonen an; 8 5 95 Geriſſ allein, was wir gethank ſinſinehr ſiehſt du, gerechte tatin Richter! n ſeviel 3. Viel Gutes un ftuizdie Barmherzigkeit gibſt di ſthſt kon ſchon hier denFrommen duchrſc ſchuͤtzeſt ſie vor man i chem Leid, darein die üfälltde Suͤnder kommen. Sei tt, wie zeigeſt du vor aller Welt“ anenen daß dir der Eifer wohl⸗ unghir gefaͤllt, den man der Tu⸗ gend widmet. t drGot 4. Ja, Herr, du liebſt, nu das was recht und gut; du den,9h biſt ein Freund der From⸗ ſant nu men. Wer deinen Willen uben. gerne thut, wird von dirt ſeimen aufgenommen; ſein Siü diten und Thun gefallt dit wdr wohl, iſt er gleich nicht ſo 1 tna wie er ſoll, ganz rein von m Lie allen Fehlern. V eie nie d 5. Doch dem, der dich, uſt o Gott heer ———— hehen ai dh 1 8 nih ti 2 W ſ 2e 17 Germ mu ſän ſnhe 7 end widme 1 4 uuan 96 tectun ap iieimm rn rn. m Wna pl rine nnethar, 71 linnma Ä reckol,ad 3 ageker 1 dan 4. ma 1 tung, Elend, Schmerz 1 Thun 3s. min 6 1 o Gott, nicht ſcheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geſetz und Recht entweiht, biſt du ein ſtrenger Raͤcher. Verach⸗ und Hohn, Gewiſſens⸗ marter ſind ſein Lohn oft ſchon in dieſem Leben. 6. Bleibt hier viel Boͤ⸗ ſes unbeſtraft, viel Gutes unbelohnet, ſo konmt ein Tas der Rechenſchaft, der keines Suͤnders ſcho⸗ net. Da ſtelleſt du ins hellſte Licht, wie recht und billig dein Gericht; dann triumphirt der Fromme. 7. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben; gib ſelber mir die Kraft dazu, es willig auszuuͤben. Regt ſich die Suͤnde noch in mir, ſo ſtaͤrke mich die Furcht vor dir, daß ich ſie uͤberwinde. 127. Mel. Wachet auf, ruft uns die St. Gott, wer iſt dir zu vergleichen? Wer Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 139 zaͤhlt in deinen weiten Reichen die Schaaren, die fich deiner freun? Sonnen uͤber Sonnen geben zahlloſen Welten Glanz und Leben; ſie alle ſchufſt du, du allein! Wer nennt ihr maͤchtig Heer? Iſt nicht der Welten mehr, als des Sandes? Allguͤtiger, Gott, unſer Herr, wie wuͤrdig biſt du unſers Ruhms! 2. Und in dieſem Hei⸗ ligthume darf, Herr, be⸗ ſtimt zu deinem Ruhme, auch ich mich deiner Groͤße freun: darf auch vor dein Antlitz treten, dich, Weltenſchoͤpfer, anzubeten, und deines Namens Herold ſeyn. Wie vieler Himel Pracht verkuͤndigt deine Macht! Doch, o Schöpfer! der du ſie woͤlbſt, dich faſſet ſelbſt der Himmel aller Himmel nicht. 3. Wer bin ich denn? ich von Erde? daß ich von — Q—.—— —— 8 140 von dir gewuͤrdigt werde, dich anzuſchaun und dei⸗ ne Pracht? Dieſen mil⸗ den Glanz des Lichtes, den Schatten deines An⸗ geſichtes,erſchuf fuͤr mich auch deine Macht. Auch mir verherrlicht er, aus tauſend Himeln her deine Groͤße! O wer bin ich, daß du auch mich mit ihrem Anſchaun, Gott, begluͤckſt. 4. Frolich jauchz' ich, ruͤhm und ſinge. Bis uͤber alle Himmel dringe zu Gott mein Jubel, mein Geſang! Hoͤher, als der Sterne Hoͤhen und aller Himmel Himmel gehen, geht ſeine Gnade, geh mein Dank! Barmher⸗ zig ſchauet er auf alle Weſen her, die ihn fuͤrch⸗ ten! Er ſorgt fuͤr ſie, und laͤßt ſie nie zu ihm um⸗ ſonſt nach Huͤlfe flehn. 5. Hab ichs nicht von ihm vernommen? Iſt nicht ein Wort zu mir gekommen, das ſelbſt ſein Muͤnd geredet hat? Weñ —— gweyte Abthei ung. —— —— aas man kann die Himmet unuh meſſen: ſo kann ich eureſ l mn auch vergeſſen; ſo mand än t gelts mir an Macht, ah n irgti Nath. O tröſtlich Wort! eüli wer iſt, der ſeinen Him! 1„Dauum mel mißt? Gottes Sne Alat Amen, de, die uns erfreut, in. hohh ba Ewigkeit iſt hoher, a rufacte die Himmel ſind. Seſtun 128. M. Wunderbarer K. Aller Welten Herrſcher doch Gott, dein ganz Ge⸗ i liner biete iſt ein Schauplatz ſetzur Einne deiner Guͤte. Sie ver⸗ſ itel dd herrlicht taͤglich ſich auch 6 3 unſ an uns allen, die wir nocht ſtüͤcken, a auf Erden wallen. Ja ſien n anogte pflegt, naͤhrt und traͤgtſ ſiinerz ni nicht nur deine Kinder, kuuhn ſelbſt die groͤſten Suͤnder. in engnidigu 2. Dieſer Langmuth i Groͤße laͤßt ſich zwar em⸗ uhhr, 9 pfinden; aber, wer kann 8 eitien ſie ergruͤnden? Sünder deehandie ſo verſchonen, Millionen h ſſ Sietsne Schulden mit ſo vieler 1 ſäam Nachſicht dulden, und daxad d, ſl dabey doch ſo treu war⸗ fum ragyfa nen, die dich haſſen: Herr, Ktüaritne wer kann dis faſſen? d ſö iut* V 3. Doch 1 fänhn.— — — — „Nie nA, tri it depimmſ 113 N V lrautr Got d Pl ſeſterg. ſawer bu mmteinſt Anans alc nſnde 17 — jſtzt,nihe 1 nit ur nu ee ſibdiegriteglns „Hieſer! gttfelcitſc finden; ahr Ritründen. dyrricone, taude hit n Wuſct dd ddo t nweüchſeſ Rtwdiſ Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 141 3. Doch du ſtrafſt nicht gerne, liebſt nur unſer Leben; Zeit zur Beſſrung uns zu geben, dringt dich (deiner Liebe zaͤrtliches 4 7 Erbarmen. Darum haſt du mit uns Armen, ſo voll Huld, noch Geduld daß wir darauf achten, und nach Beſſrung 8 ur 6 4 trachten. 4. O daß doch der Reichthum deiner Va⸗ a terliebe uns zur Sinnes⸗ n aͤndrung triebe! O daß wir voll Reue unſre dir willig folgen mögten! Unſer Schmerz ruͤhrt 1 dein Herz, Schulden, die uns kraͤnken, gnaͤdig uns 21 zu ſchenken. 9 5. Dank ſey dir, o Va⸗ 9 ker, daß du unſer ſchoneſt us und nicht nach Verdienſt m uns lohneſt, Stets noch (iſt uns Schwachen no⸗ thig deine Gnade, ſelber 4 auf dem Tugendpfade. * Leit uns doch damit noch, 1 bis wir dich einſt droben ohne Suͤnde loben. 129. In bekannter Mel. Lob ſey dir, Gott, dem höchſten Gut, dem Va⸗ ter aller Guͤte; dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Ge⸗ muͤthe mit ſeinem reichen Troſt erfuͤllt; dem Gott, der allen Jammer ſtillt. Gebt unſerm GOtt die Ehre! 2. Es danket dir des Himmels Heer, Beherr⸗ ſcher aller Thronen! und die auf Erden, und im Meer in deinem Schatten wohnen; die preiſen deine Schöpfersmacht, die uns und fie hervorgebracht. Gebt unſerm GOtt die Ehre! 3. Was unſer GOtt geſchaffen hat, das will er auch erhalten; daruͤ⸗ ber will er fruͤh und ſpat mit ſeiner Gnade walten. In ſeinem ganzen Konig⸗ reich iſt alles recht und alles gleich. Gebt unſerm GOtt die Ehre! 4. Ich ſ“ Fire. Ar r 8 „ 4—— 2 142 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth: ach Gott vernimm mein Weinen; da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Troſt erſcheinen. Drum dank ich, GOtt, drum dank ich dir! Ach danket, danket GOtt mit mir! Gebt unſerm GOtt die Ehre! 5. GOtt iſt uns nah, und iſt noch nicht von ſeinem Volk geſchieden; er iſt der Frommen Zu⸗ verſicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit ſeiner Allmacht leitet er ſein Volk durchs Feuer und durchs Meer. Gebt un⸗ ſerm GOtt die Ehre! 6. Wenn Huͤlfe nicht mehr nuͤtzen kann, die nur die Welt erzeiget, ſo faͤngt mein GOtt zu helfen an, erbarmet ſich und neiget die Vaters⸗ augen denen zu, die ſon⸗ ſten nirgend finden Ruh. Gebt unſerm GOtt die Ehre! Zweyte Abtheilung. 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o GOtt, dich freudig ehren. Einſt ſollen deinen Lobgeſang auch deine Himmel hoͤ⸗ ren. Mein Geiſt und Leib erhebet dich! mein ganzes Herz erfreuet ſich! Gebt unſerm GOtt die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chriſt Namen nennt, gebt un⸗ ſerm GOtt die Ehre! Ihr, die ihr GOttes Macht erkennt, gebt un⸗ ſerm GOtt die Ehre! Die falſchen Goͤtzen macht zu Spott; der Herr iſt GOtt! der HErr iſt GOtt gebt unſerm Gott die Ehre! 9. Kommt, laßt uns vor ſein Angeſicht mit froher Ehrfurcht drin⸗ gen! Bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns frö⸗ lich ſingen! Der HErr hat alles wohl bedacht, und alles recht und gut GOtt die Ehre! 130. hne deier Ght Glech füt; ſchen iakeit dahſc⸗ dugem Eit kang unsh hufttd Vohl. r Erd Güten dinm Daterg fufoeho n Aerhe ae fflr uns gemacht. Gebt unſerm tſn ſ 7 d Müüh 4 130. M. Nun lob', mein' Kätalin Seel' den. Fragt, O008te du biſt die v 39 Liebe! Nicht zum b Kn ſin en 1 Betruͤben haſt du Luſt; 6 des Wohlthuns ſanfte W an Triebe ſind deinem Her⸗ waneshe zen nur bewuſt. Ganz 1iune 9)ohne ihres Gleichen iſt t e. deine Guͤtigkeit; ſo weit 9.Ih,) 2 die Welten reichen, uͤbſt Tuner unt du Barmherzigkeit. Du, n ſen GOtt 3 Herr, haſt Wohlgefallen SJht, Ree ap an dem, was du gemacht; nuttatmta a und haſt uns Suͤndern im got al en Errettung zuge⸗ de falſe dacht. 4* 6Eh 39h 2. Als du uns hießeſt ſt Gdin„ werden, da ſchufſt du uns Sot n h zum ew'gen Wohl. Nicht Ren nnur auf dieſer Erden iſt ummt alu alles deiner Guͤte voll; n ſan Aauy auch in dem Himmel dro⸗ ithtre un ben hat deine Vaterhand alct 8 al uns Guͤter aufgehoben, e un aziff die noch kein Aug erkant. 700 Dorthin uns zu erheben, d n ſt iſt ſtets dein Wille, Gott! en“ Drum gab fuͤr uns ſein d ann ſe Leben dein Sohn ſelbſt eng in den Tod. N 1 Von Gottes Weſen und Eigenſchaften. 143 3. Wie groß iſt deine Gnade! Wer iſt ſo reich an Huld wie du? Auch auf dem Suͤndenpfade ſiehſt du uns voller Lang⸗ muth zu. Du lockeſt uns zur Buße, und faͤllt, voll Reu und Leid, der Suͤn⸗ der dir zu Fuße, ſo iſt ihm Troſt bereit! Du ſieheſt auf ihn Armen mit vaͤterlicher Huld, und ſchenkſt ihm aus Erbar⸗ men die ganze Suͤnden⸗ ſchuld. 4. Mit jedem neuen Morgen wird über uns dein Wohlthun neu! Du kommſt ſelbſt unſern Sor⸗ gen zuvor mit deiner Va⸗ tertreu. Du Urſprung aller Gaben! du weiſt, was uns gebricht; und was wir noͤthig haben, verſagſt du GOtt, uns nicht. Vom Wohlthun, das du uͤbeſt, find unſre Tage voll; auch wenn du uns betruͤbeſt, geſchiehts zu unſerm Wohl. 5. Wer ſollte dich nieht je⸗ —. 144 lieben? Du haſt uns ja zuerſt geliebt; und biſt uns treu geblieben, wie viel wir wider dich ver⸗ uͤbt. Mit Gnade uns zu ſegnen, iſt ewig deine Luſt. Mit Dank dir zu begegnen, ſey, HErr, auch unſre Luſt. Laß uns, befiehlſt, nie ruhn. Wer ſollte deinen Willen, nicht gern, o Vater, thun? 6. Wer hier auf deinen Wegen ſich willig deinem Dienſte weiht; den ſetzeſt du zum Segen ſchon hier, noch mehr in Ewigkeit. Du kroͤneſt ſeine Leiden mit herrlichem Gewinn, und fuͤhreſt ihn zu Freu⸗ den, die ewig waͤhren, hin. Wie theur iſt deine Guͤte! mich ihrer ſtets zu freun, laß, Gott, auch mein Gemuͤthe voll Liebe zu dir ſeyn. 131. Mel. Gott ſey Dank in aller Welt. Wahrheit iſt dein Ei⸗ Zweyte Abtheilung. 1 Güttb bleibt dir GOtt, derit u Ruhm, daß dein Wort untruͤglich iſt, und dus iirit treu zu erfuͤllen, was du 2. Aller Taͤuſchung biſt du feind; wie dein Herz es mit uns meint, ſo nur offenbarſt du dich uns ſtets unveraͤnderlich. 22 gewis; wenn du gleich in Finſterniß weislich oft fuͤr uns verhuͤllſt, wann und wie du es erfuͤllſt. 4. Sicher bringſt duß auch zur That, was dein Mund gedrohet hat, weñ g der Frevler Heer gleich ſpricht: er, der Höchſte ſtraft uns nicht. 5. Reue hat bey dir nicht Statt; was dein, Rath beſchloſſen hat und dein Wort dafuͤr erklaͤrt, wird durch den Erfolg; bewaͤhrt. 6. Sollt ich dir denn nicht vertraun? nicht auf dein Verſprechen baun? deine Drohungen nicht genthum; ewig ſcheun: nicht auch 1 e Freund groß an Treue biſt. 4 Was du zuſagſt, iſt dno mein got dit, dortvelh eguhm. Glbet ſey rülhrit. and Anbe mn vir,h dt und T dit s der 8t Soolot d döcſt. eMacht lnn, ſeit d däün, d V 8 Aannagſch 6 dus nan lerdin ⸗dufiwe we Mntuwne jfͤdunt dtſ fei Pnreind 1 1 3. Vuug,as 2— ehſezwenng 4 t Fntean uoaz Vr uns verſuſ undvieus ,is 14 Eita d e Fraſt ung ic 7. Naue fa 1 ſict Stutt;n dathbechoſt R h Wettuſh in, nd durh N, d kwäßtt. Seltich nit Knttbertrun ain mdn —eE Freund der Wahrheit ſeyn? 7. Heilig ſey mir dieſe Pflicht; und mein Herz entziehe nicht dir, der ſtets ſein Wort vollfuͤhrt, HErr, den Ruhm, der dir gebuͤhrt. 8. Dich, den Treuen, ehrt nur der, der dir traut, und Falſchheits⸗ ſeer uͤberall die Wahr⸗ heit liebt, ſucht, befolgt, und treulich uͤbt. 9. Und ſo bete jedermañ dich als den Wahrhaften an! dich, der, wenn auch alles faͤllt, ewig Treu' und Glauben haͤlt. 132. M. Gelobet ſeyſt du Jeſu Chriſt. D ank und Anbetung bringen wir, Herr, unſer GOtt und Vater dir; du biſt es der die ganze Welt erſchaffen hat, und noch erhaͤlt. Gelobt ſeyſt du! 2. Dank und Anbetung bringen wir, Herr, unſer Gott und Heiland, dir; du litteſt fuͤr uns Todes⸗ pein, uns vom Verder⸗ ben zu befreyn. Gelobt ſeyſt du! 3. Dank und Anbetung bringen wir, o heilger Gottes Geiſt, auch dir; der du durch deines Wor⸗ tes Macht uns haſt zum Licht und Heil gebracht⸗ Gelobt ſeyſt du! 4. O Vater, Sohn, und heilger Geiſt, ſey, wah⸗ rer GOtt, von uns ge⸗ preiſt. Dir ſey jetzt und in Ewigkeit Anbetung, Lob und Dank geweiht. Gelobt ſey GOtt! Von der Schoͤpfung, Erhaltung und Vorſehung. Mel. Sey Lob und Ehr dem hoͤchſt. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die fuͤr alle wacht, lege: on Gottes Weſen und Eigenſchaften. 145 V anbetend uͤber⸗ ————— enge ee e e eee wewigeee —— 146 Zweyte Abth lege: So weis ich, von Bewundrung voll,nicht, wie ich dich erheben ſoll, mein G Ott, mein HErr und Vater! 2. Mein Auge ſieht, wohin es blickt, die Wun⸗ der deiner Werke. Der Himmel praͤchtig ausge⸗ ſchmuͤckt, preiſt dich, du Gott der Staͤrke! Wer hat die Sonn' an ihm er⸗ hoͤht? Wer kleidet ſie mit Majeſtaͤt? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Win⸗ de ſeinen Lauf? Wer heiſt die Himel regnen? Wer ſchlieſt den Schoos der Erden auf, mit Vorrath uns zu ſegnen? OGOtt der Macht und Herrlich⸗ keit, GOtt, deine Guͤte reicht ſo weit, ſo weit die Wolken reichen! 4. Dich predigt Son⸗ nenſchein und Sturm, dich preiſt der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringſte Wurm, bringt meinem Schoͤpfer —— „ Von der S 1 choͤpfung, V di Ehre! Mich, ruft der 3 Baum in ſeiner Pracht, ian mich, ruft die Saat, hat! ſen 3 GOtt gemacht; bringt ujr unſerm Schöpfer Ehret dn 5. Der Menſch ein Leib, R ſuih E den deine Hand ſo! ltihſ wunderbar bereitet; der ſtudied Menſch, ein Geiſt, den R Lo ſein Verſtand dich zu er⸗ iiſined keñen, leitet; der Menſch, rSeliate der Schoͤpfung Ruhm aulzuthe und Preis, iſt ſich ein ſ taͤglicher Beweis von deiner Guͤt und Groͤße. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geiſt, erhebe ſeinen d Namen! G8tt, unſer Vater, ſey gepreiſt, und 6 alle Welt ſag Amen! Und alle Welt fuͤrcht ihren † Herrn, und hoff auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? 134. Mel. Wachet auf, ruft uns die St. T uf! und laßt uns Gott lobfingen, und Ruhm und Dank dem Schöpfer bringen! Sein, ſein iſt Weisheit, Huld und Macht 6 — ilez und „ds geſch ttallmäͤcht ftand die E ſaner G AUmacht er renaliau iinem Sch vars n. — — — — —— enen gic s ſcy. ich. 4 Mnet ea vöttt d. fundunteri mder.Waf dhe hihe ſe Vir kin lit ſen Stuy ee, Hun) uns, ſa f läalich 34 26 dire Gitm D. L Erhd ſs mr Geſt„A Nnen! Gſ1 2i Vatt ſe 9 t aleWetkgog en ale Baſt fu den hen uht ast mdler n a nalteGottnignan m. N N 29 uftuned Erhaltung und Vorſehung. Macht. Ihm, der alles wehenz es flieht, und de⸗ hieß entſtehen, die Erde cket ſie nicht mehr. So und der Himmel Höhen, bricht er ſeinen Lauf! r ihm werde Lob und Preis Enthuͤllt ſteigt nun her⸗ gebracht! Wer iſt dem auf ſeine Erde, ſein Ei⸗ Hoͤchſten gleich? Er hat genthum, zu ſeinem ſein weites Reich ſich be⸗ Ruhm, einſt auch des nni reitet: er ſchuf die Welt, die er erhaͤlt. Es ruͤhm, es preiſ' ihn ſeine Welt! 2. Seiner Seligkeiten Fuͤlle auch mitzutheilen, war ſein Wille; und was er wollte, das geſchah. Er gebot allmaͤchtig: Werdel da ſtand der Himmel und die Erde zum Preiſe ſeiner Guͤte da. Der Allmacht erſter Sohn, der Engel jauchz⸗ te ſchon ſeinem Schoͤ⸗ pfer; doch wars noch nicht auf Erden Licht. Er ſprach: es ſey! da ward es Licht. 3. Alles ordnet er aufs — Füudlat beſte, und wölbte oben Rbſigen E hn n Dank deu benm Si Wählt, 9½' 2 eine Feſte, und unter ihr der Wolken Heer. Waſſer deckt der Erde Hoͤhen; (er donnert, ſeine Winde Sohnes Eigenthum. 4. Er gebeut: der Erde Felder und Huͤgel, Thaͤ⸗ ler, Berg und Waͤlder bluͤhn fruchtbar durch ſein Wort voll Macht. Seine Sonn' in hoher Ferne regiert den Tag: und Mond und Sterne regieren ſtiller in der Nacht. Er ſpricht: da fuͤllt das Meer ein tau⸗ ſendfaͤltig Heer, ihm zum Preiſe. Auch ſingt und ruft das Volk der Luft zu dem, der es zum Leben ruft. 5. Gruͤnend ſtehn nun die Gefilde. Wie wim⸗ melt es vom Vieh und Wilde in jedem Wald, auf jeder Flur! Wer bevoͤlkerte die Erde mit einer ſo unzaͤhlbarn K 2 Heerde — Q⏑Q⏑—jüü—— — 148 Zweyte Abth. Heerde von Thieren? Er, der Hoͤchſte, nur. Was ſich auf Erden regt, ſich fuͤhlt und ſich bewegt, Quell des Lebens! das kommt von dir. Vom Wurm zum Thier dankt alles, Herr, ſein Leben dir.. 6. Ja auch wir, du Gott der Staͤrke! auch wir ſind deiner Haͤnde Werke; welch hoher Dank gebuͤhrt nun dir? Laßt uns, ſprachſt du, Menſchen ſchaffen, ein Bild von uns, nach uns geſchaffen! Und Adam ward, mit ihm auch wir. Welch ſeliger Beruf, da⸗ zu dein Arm uns ſchuf! Gott derLiebe! wir ſollen dein uns ewig freun, und deinem Bilde aͤhnlich ſeyn. 7. Ewig wollen wir lobſingen; und ewig fro⸗ hen Dank dir bringen, der uns zu ſeinem Bild gemacht. Zum unſterb⸗ lich frohen Leben haſt du — ͤͤͤͤͤ— Von de r Schoͤpfung, das Daſeyn uns gegeben,” änn in Auf ewig ſey dir Preisk V gebracht! Du ſchufeß in deine Welt; die noch deing ſeäht Arm erhaͤlt, uns zun p e! Wonne: Allguͤtger, diſt fanlerr frolocken wir ſchon jetzt) inſtkott und einſt noch mehr altz üüpfewehne hier. unt itt de 135. M. Ich dank dir ſch fscbie ti Mit heilgem Schauen mbeſen: blick ich hin, Herr, ſi fnd, 9 zu des Himmels Höhen ſhur Evig wo Sonn auf Sonnen Welt auf Welt empon iat, Bri gethuͤrmet ſtehen. uic von S 2. Auf mich im Staubh in ſchwing glaͤnzt herab, aus uner⸗ den Vel meßner Ferne, des Mon⸗t hutund des ſanfter Silberglanz,4 iiſwgen. das milde Licht denf ſſn gett, Sterne. tRilevit. 3. Vom Staube wagf im wen B ichs hinzuſchaun, wi iühla pra⸗ deine Sonnen glaͤnzen 4 eihpſn und forſchend ſucht meinz„ufe Auge dort, Herr, deinesn if gteic Reiches Graͤnzen. I luh ettan 4. Umſonſt! den graͤn⸗g zenloſen Raum der fern⸗n inpengim i in ſten Sonnenheere win dat mfaſ —— MM St sddſmn Au twi 1 Lebkach Ann tgit 1 wdiſt ul, a. gſe 4 Jot 3. 3 M feign, 1ſc, 7 des hinm, 1à do Eomn 0, Dit auf Wh n ntrürmet ſo m * ⸗ Aifgiih ſeh 1 gant ferdſ „neiner Gemt e des ſanſtr E ge das milde th Eige. Dan G hios nn ut dite Sond Aoe rnd forſchnt Au „Aucedut, Tn „IichsGti M. nnſettt Nä in unf 6 u erne 8 1 Erhaltung und Vorſehung. kein Erſchafner; zahlen⸗ los ſind ſie, wie Sand jdanſe am Meere. 5. Du zaͤhlſt, o Uner⸗ meßlicher, der Sterne Millionen:und herrſcheſt hier und ſegneſt dort, wo nur Geſchopfe wohnen. 6. Auch dort iſt deines Reichs Gebiet erfuͤllt mit hoͤhern Weſen: und ſie, wie ich, ſind, Herr, durch dich zur Ewigkeit erleſen. 7. Mit euch, o Bruͤder, werd ich mich von Sonn zu Sonnen ſchwingen: mit euch dem Welten⸗ ſchöpfer Dank und Preis und Ehre ſingen. 136. M. Herr Gott, dich loben alle wir. Durchirrt mein Blick der Welten Pracht, und denk ich deſſen Guͤt und Macht, der ſie er⸗ ſchuf: ſo ſteigt mein Geiſt empor und betet an und preiſt. 2. Er, der den Himmel ausgeſpannt, umfaſt ihn mit allmaͤchtger Hand, und nur ſein helles Aug ermißt, wie groß ſein Reich, der Weltkreis, iſt. 3. Ein unzaͤhlbares Weltenheer lauft zir⸗ kelnd um einander her, und ruͤckt aus ſeiner Ord⸗ nung nicht; er haͤlt ſie all' im Gleichgewicht. 4. Und dieſe Erd, im Schöpfungsreich ein Punkt, an wie viel Schoͤnheit reich! und die Bewohner ohne Zahl, wie voll von Wundern uͤberall! 5. Doch fuͤr das Ganze ſorgt nicht nur der gute Vater der Natur: er, der den kleinſten Staub be⸗ ſeelt, hat jedes Haupt⸗ haar auch gezaͤhlt. 6. Und ohne ſeinen Willen faͤllt kein Sper⸗ ling nieder; denn er haͤlt den Wurm, der ſich vom Staube naͤhrt, des Schu⸗ tzes, wie den Seraph, werth. 7. So ſorgt auch, Gott, K 3 dein —yy— ————— ͤͤͤ * 150 Zweyte Abth. hand. Lebensdauer ab. ken mir, oGOtt! was kommt das kommt von dir! was deine Vorſicht an mir thut, iſt herrlich, weiſe, ſelig, gut. 137. M. Sey Lob und E. Lobſinge Gott, und bet' ihn an, mein ganzes Herz! lobſinge dem Gott, der alles weiß und kann, dem Schoͤpfer aller Din⸗ ge. Wie groß, wie ſtark iſt ſeine Kraft! wie herr⸗ lich, wie untadelhaft ſind alle ſeine Werke. 2. Wie ſchoͤn, wie wuͤr⸗ dig ſeiner Macht ſind al⸗ = V dein Vaterſinn fuͤr mich, und was ich hab und bin: Pracht dem, den Geiſt, den Leib, dis zur Ehre! Gluͤck, den Stand ver⸗ ſieht ſich nimmer ſatt;z be dank ich deiner Liebes⸗ ſieht, “ A 1—— on der Schoͤpfung, 8. Du wogſt nach mei⸗ neue Wunder. ner Faͤhigkeit mir meine Il Wohlfart und mein Leid, mein ganzes Schickſal bis ins Grab, und meine 9. Erhalte den Gedan⸗ h fuͤhleſt? Schöopferin der Schön⸗ t ſh ler Himmel Heere! Wie heit und des Lebens, dir 1n tu e mant ſtralen ſie voll Licht und cer 4 der ſie ſchuf/ 6 gür Das Auget jnih was es auch geſe⸗ tnis⸗ hen hat, doch immer! ble 3. Nicht Wunder fuͤr. 130t 0 das Aug' allein; auch! emhand, Wunder fuͤr die Seele:† ying ſhn damit es ihr, ſich zu er⸗ ſtenpßnd freun, an keiner Schon⸗ n womi eit fehle. Wie kunſtvoll! it Vill andert G Ott ſie abz ver⸗ ſh it g ſagt dem, was er andern iilliduni gab: und doch iſt jedes une ſne herrlich. 1 huct wär 4. Wo iſt ein Gras, wo nur ein Blatt, ein um ſuchſt Staͤubchen auf der Erde,* elickin ei wodurch nicht GOttes ſin: Wi weiſer Rath und Huld 4 Etirſung eit verherrlicht werde? O d eriddichG wie iſt ſeine Macht ſo w gnet, reich? Menſch, was iſt ſſit gnn, deiner Traͤgheit gleich, i ſpuun ſei wenn du nicht ſiehſt, nicht i diterker m. 5. Gab dieſe Macht, die ſ ſii etzam dnttdieSer 1 Tergnü deinen nüg putna. deinen Geiſt, ſo manchen Sinn, ſo viel Gefuͤhl vergebens? Fuͤr wen, fuͤr wen als dich erſchaft, 9 erhäͤlt und ſchmuͤcket ſei⸗ un ne Kraft, ſo vieler We⸗ 1eNct a ſen Arten? unA6 6. Dein GOtt hedarf V Bndi nichts. Seine Hand, die n vun 2 ſeine Schoͤpfung ſchmuͤk⸗ unt in ke, gab dir Empfindung ſ ain, und Verſtand, womit er gitſehe Wi dich beglückte. Willſt du, anet Goiſ 39 mein Geiſt, nicht gluͤck⸗ ſatten, wsnn lich ſeyn? willſt du nicht a:und ud e gern dich immer freun, mnc. dich dein nicht wuͤrdig 4 Woſtg freuen? to nr en d 7. O warum ſuchſt du Stiubchnaſ ha denn dein Gluͤck in eiteln nduh ncats Phantaſeyen? Wirf iir Ra n ch auf die Schöpfung einen berict na) Blick; da will dich Gott ü ſie hit erfreuen! Genieß, dein r Maſtſaft Vater ſieht es gern, ge⸗ aar dinent, nieß die Freuden deines atictſlenst Herrn, mit dankbar fro⸗ mtuniciſſ mh hem Herzen. gonich 4 8. Er ſelbſt entflammt euairn w 36. in deiner Bruſt die Sehn⸗ e hwh dee ſucht nach Vergnuͤgen; Erhaltung und Worſehung. 151 er ſchuf auch Quellen, die voll Luſt ſtets rinnen, nie verſiegen. Gib nur auf ſeine Wunder Acht; wohlthaͤtig iſt des Schö⸗ pfers Macht: kann dirs an Freude mangeln? 9. Dir wohlzuthun, das iſt ihr Ziel, laß dich zum Dank erwecken. O! haͤtteſt du nur gnug Ge⸗ fuͤhl, wie gut Gott iſt, zu ſchmecken. Iſt ſeiner Wohnung Vorhof ſchon ſo ſchön; wie wird dich einſt ſein Thron, wie er dich ſelbſt entzuͤcken! 138. In bekannter Mel. Sollt ich meinem Gott nicht ſingen? ſollt ich ihm nicht dankbar ſeyn? hab ich doch in al⸗ len Dingen, ſo viel An⸗ laß mich zu freun. O, es iſt ja nichts, als Liebe, die ſein Vaterherz be⸗ wegt, die mich mit Er⸗ barmen traͤgt, wenn ich ſeinen Willen uͤbe. Alles waͤhret ſeine Zeit; Got⸗ tes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ———— — — 2. Wie ein Adler bey Gefahren treulich ſeine Jungen deckt, ſo haͤlt Gott, mich zu bewahren, ſeine Schutzhand ausge⸗ ſtreckt. Er, der uͤber mich ſchon wachte, als ich kaum zu ſeyn begann, ſah mit Vaterhuld mich an, eh ich war und eh ich dachte. Leib und Seele gabſt du mir; GOtt! o wie verdank ichs dir! 3. Fuͤr mich Armen, mich Verlohrnen, mich, — 152 Zweyte Abth. Von der Schoͤpfung, V deinem Wort; daß ert kuuh meine Seele fuͤlle mit des ſul 4 Glaubens hellem Licht, bricht, und das bangent fci Herz macht ſtille. Er“ Bart iſts, der durch ſeine Kraftit gern, was gut iſt, in mirt ebung ſchafft. 1 5. Meinem beſſernt ittz vor Theil, der Seele, gibſtn„hwolibt.X du Troſt und Staͤrk und ſri GOtt Ruh. Wenn ich, was duß ſüt mich! willſt, erwaͤhle, ſtrömeng ücht eraui mir dein Friede zu. Wasſ i nict aus der ich gefallen bin, gabſt ſo lang ich hier noch walt elhth gene du deinen Eingebohrnen, JEſum Chriſtum ſelber hin. Mir zum Heil kam er auf Erden, lehrte, litt', vergoß ſein Blut, ſtarb am Kreutze mir zu gut, daß ich mogte ſelig werden. O wie groß iſt deine Huld, groͤſſer noch, als unſre Schuld. 4. Du, mein Vater, mein Regierer, hilfſt mir ſelbſt im Guten fort, und gibſt mir zum ſichern Fuͤhrer deinen Geiſt in le, ich bedarf in dieſemn wun bon dir Welt, was den Leib er h iing ich d naͤhrt und haͤlt, daß en iiegacht. nicht in Staub zerfalle. ſein Pater auch das wird von dei t iriemals ner Hand vaͤterlich mint ug atzucht, zugewandt. ¹ hvrefführt 6. Himmel, Erd undit wm den uch ihre Heere ſind auch mi ſit dſtſ zum Nutzen da. Wohin ſehnich ich mein Auge kehre, iſtt attter mir, GOtt, dein Segen ſ 1 nah. Thier und Kraͤuter, n hu ün 21 und Getreide, in denm a nfyet . i urichen; Gruͤnden, auf der Hoh, wnacfel; „auf der 1 n begie ernu t bll 1 mi nirdeingrid n ti lure d 2 ih behar 8 Pat, ws N“2 — d a lict in Etnl as aut nas vitt e Mrer Hand vif n. älge tbandi. 66„Hinme 8 he he tr ſ n un Pubet) 1E” wei u 4 Erhaltung und Vorſehung. in den Buͤſchen, in der See ſind mir Nahrung, ſind mir Freude. Deine Welt iſt, mir zum Wohl, unzaͤhlbarer Guͤter voll. 7. Wenn Betruͤbniß meine Seele, Schwach⸗ heit meinen Leib umgibt; dann, dann bet ich und verheele nichts vor dir, der mich doch liebt. Waͤrſt du nicht mein GOtt ge⸗ weſen; haͤtte mich dein Angeſicht nicht erquickt, ſo waͤr ich nicht aus ſo mancher Noth geneſen. Nur allein von dir be⸗ wacht, gieng ich durch die dunkle Nacht. 8. Wie ein Vater ſei⸗ nem Kinde niemals ganz ſein Herz entzeucht, ob es gleich, verfuͤhrt zur Suͤnde, von dem rechten Wege weicht: alſo ſiehſt du meine Schwaͤchen, Hoͤchſter, mit Erbarmen an, zuͤchtigſt mich, daß ichs gethan, ohn es doch im Zorn zu raͤchen; weil, als ichs verirrt begieng, doch mein Herz noch an dir hieng. 9. Wenn gleich deine Kreutzesſchlaͤge meinem Fleiſch oft bitter ſind: ſinds doch, wenn ichs recht erwaͤge, Zeichen, daß du mich, dein Kind, willſt zu hoͤherm Gluͤck erziehen. Wohl mir, wenn ich folgſam bin! Mir zum reichlichen Ge⸗ winn, erndt ich von des Lebens Muͤhen und der ausgeſtandnen Pein, einſtens ew'ge Freuden ein. 10. Weil denn ohne Ziel und Ende, Vater, deine Gnaden ſind, ſo erheb ich Herz und Haͤnde freudig zu dir als dein Kind; bitte, wollſt mir Gnade geben, dir mein ganzes Herz zu weihn, deiner Liebe mich zu freun, ganz zu deinem Ruhm zu leben, bis ich dich nach dieſer Zeit lieb und lob in Ewigkeit. K 5 1 154 Seate Abth. Von der Schöpf ung, 139. In bekannt. Melod. eobe den HErren, den maͤchtigen Koͤnig der Ehre! ſtimme frolockend mit ein in die himmli⸗ ſchen Choͤre! Seele, dein Dank ſchalle mit frohem Geſang, deinem Erhal⸗ ter zur Ehre! 2. Lobe den Herren, der Ewigkeit! Amen! alles aufs beſte regieret, der dich bis hieher mit Weisheit und Guͤte ge⸗ fuͤhret; der dir gewaͤhrt, was dich erfreuet und naͤhrt. Dank es ihm in⸗ ninf geruͤhret! Lobe den Herren, der daͤnen Le eib kunſtlich be⸗ reitet, der dir Geſundheit verliehen, dich freundlich geleitet! in wie vie Noth hat nicht der gnaͤdige GOtt uͤber dich Fluͤgel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand ſichtbar geſegnet. Stroͤme des Guten hat auf dich ſein Wohlthun geregnet. Denke daran, was der dir huldreich begegnet. Licht! lebend'ger Gott! kind. Wer kann feſte Schlöſſer bauen in die Luft und in den Wind? gehn; Menſchengunſt kann nicht beſtehn. 3. Aber deine Guͤte waͤhret immer und in Ewigkeit. Sie allein iſts, die uns naͤhret durch er⸗ 5. Lobe den Herren, und ſeinen preiswuͤrdigen, ſidd Namen! Lob ihn mit Al⸗, Pwelütt len, die von ihm das Le⸗ ben bekamen. Er iſt dein, in leder Seele, vergißt ſein ja nicht, Iob ihn in wie ein 140. In bekannter Mel. Meine Hoffnung ſtehet feſte auf dich, du du biſt mir der Allerbeſte, deſſen Huͤlfe mich in Noth kan erfreun; du allein ſollſt ſtets meine Zuflucht ſeyn. 2. Auf wen koönnt ich ſonſt auch trauen? auf kein ſchwaches Menſchen⸗ Was wir ſehn, muß ver⸗ ercee Allmaͤchtige kann, wie ern ü dahe dun ta 1 nüuldr ſchlich G iſt u nus. Luf ſmin hesſobe⸗ ha 1 wh dieſo Tht und w ſeßle ſtets Faf 68L dat.Gr ritonha eitafet N.O du! nne liebe. 1 dnGtt, ſenngen,) TM n regi dantwi ſn, drdu. rü d 1 anütn 1 ed(da l f 2 L 4 1- Oüh k 1 UUnigt düge dl thr ſdch ds ſd Labe deh erwuͤnſchte Jahreszeit. 3 Luſt und Ruh ſtroͤmt ſie Anag 1 n. zu. O, wie huldreich, 1 duali 15 1 GöSt, bi du. tt, dis 1 4. Was uns nuͤtzt, da — 8 gibſt du reichlich, und gſht un Anch oft im Ueberfluß. mnrdi Deine Lieb iſt unver⸗ 4 ige 4 gleichlich, wie ein mil⸗ 1 wat 1n 3 der Regenguß. Luft und 4h 3 ſin Erd uns ernahrt, wenn I8 fn dein Rath es ſo begehrt. u.A 9 4 5. Dank ſey, Vater, KKnyargetas deiner Treue, die ſo lieb⸗ nrderler ii. reich ſorgt und wacht. diftnchuge Sey, o Seele, ſtets aufs tftam: 30 neue frah auf GOttes tadun⸗ h z Preis bedacht. Groß von „uf e hm Rath, groß von That, iſt, ſnf rfam zm der dich erſchaffen hat. lirſchrackeng. 4 141. Mel. O du liebe, n. Per ſh t meiner Liebe. ethlſer ktuſß n Sdir, mein GOtt, will iſ und n in'ue ich lobſingen, der du zavir h,eddeine Welt regierſt! 1a: Muſtam Preis und Dank will ich 25 dir bringen, der du mich 4 Aabrdein 9 als Vaker führſt; deſſen at inne Augen nie ermuͤden, zu us 6 zn bewachen, die du liebſt, Bmrbut der du Leben, Freude, Erhaltung u und Vorſehung. 155 Frieden, der du lauter Gutes gibſt. 2. Alle liebſt du; aller Leben iſt dein Werk, und iſt dir werth; allen gibſt du, und wirſt geben, was zum Lebenswohl gehoͤrt. Von dem Menſchen bis zur Made kennſt du alle, ſorgſt fuͤr ſie: und verſa⸗ geſt deine Gnade auch dem allerkleinſten nie. 3. Meines kurzen Le⸗ bens Tage zaͤhleſt und be⸗ wahreſt du, wiegeſt auf gerechter Wage ſelber mir mein Schickſal zu, uͤberſchuͤtteſt mich mit Segen, ſaͤttigſt mich mit milder Hand, leiteſt mich auf ſichern Wegen ins verheißne Vaterland. 4. Nahe biſt du meiner Seele, die dir nichts ver⸗ heelen kann. Was ich denke, was ich waͤhle, ſieheſt du, und merkſt es an; achteſt drauf, ob ich dich liebe, Geber aller Seligkeit! ob ich jede Tugend uͤbe, die mir dein 5. Geſetz gebeut. ſ— — 2 7 156 Zweyte Abth. Won der Schoͤpfung, ut 5. Heil mir, wenn ich das ſich ſelbſt nicht faſſerd⸗n l ernſtlich ſtrebe, deiner kann, als ein Bild vort 77, 1 Liebe werth zu ſeyn: o dir, mich an. ah dann werd ich, weil ich 3. Auf der Menſchheint iibhüden ſebe, deiner Vaterhuld hohe Stufe ſtellte, Herr,! eemn mich freun. Taͤglich mich deine Hand, wo dent üln, wirſt du mir beweiſen, Schall von deinem Rufet vider wie ſo mild und gut du fruͤh ich hoͤrte, fruͤh ver⸗ ſa! Nai biſt! Deine Guͤte werd ſtand. Aus unendlichemf che ich preiſen, daß ſie uner⸗ Erbarmen zogſt du mich! ilſ nich ſchoͤpflich iſt. mit Vaterarmen in dert lktn. 6 142. Mel. JEſu meines Kindheit ſchon zu dir. O laeSch lebens Leben. wie preiſ' ich dich dafuͤr! ſl ninmts Beſter, weiſeſter Regie⸗ 4. Taͤglich wareſt du he rer! Aller Welten mir nahe, deine Weisheit Preis ſey dir! Dir, du lehrte mich; was ich hor⸗ ſauhe ſehl meines Lebens Fuͤhrer, te, was ich ſahe, zeigten hahemit, ſey auch ewig Preis von mir, mein Vater, dich. hniner ge mir!Unter allen Millio⸗ Du, du kamſt mit neuem leb ichſe nen, die dein weites Reich Segen jeden Morgen mir! FUanuch wi⸗ bewohnen, ſiehſt du huld⸗ entgegen; was nur jeß rann; vil reich auch auf mich, ſor⸗ mir heilſam war, reichten uniien geſt fuͤr mich vaͤterlich. deine Hand mir dar. fiinfyge 2. Nie kann ich dich 5. Wie ſo viele frohe ennthn gnug erheben. Du, der Tage,ſchenkte deine Guͤte tun. alles werden heißt, gabſt mir! Schickteſt du auch f mir mit des Leibes Leben eine plage:o ſo kam auch ſtn auch die Seele, die dich Troſt mit ihr. Und wer Nnr hubo. preiſt. Ich, ein Wunder zaͤhlt die Gnaden alle, r ſe vi. deiner Güte, ſeh mit die mir ſeit ich hier ſchon g ſundſt ſtaunendem Gemuͤthe, walle, deine Vaterhuld d ver⸗ z Pfin 33 d hkenig) 1 d Ednnn g 1. nit Vat Aan 2 nur 8' T iit 8 6 4„duic 81 nitgafe,di W. (riemich: 1d, t, bos ih an. M A uinſ i Searionſ m dntgegen, 1 8 rikfeiſengee die Hand ſin „We 1 Pl umiſch deri 1I Scith K” gune anne 7 1 1 tdeon al eſiti h be dme ne MWwyf — Erhaltung u und Vorſehung. 157 verlieh? Herr, zu zaͤhlen ſind ſie nie. 6. Sollt ich dir denn nicht mit Freuden dank⸗ bar und ergeben ſeyn? Sollt ich zagen, wenn mir Leiden widerfahren oder draͤun? Nein, ich z laſſe, Gott, dich walten; du, du wirſt mich auf⸗ recht halten. Sende Freude, ſende Schmerz! Dankvoll nimmts von dir mein Herz. 7. Flohn mich auch die beſten Freunde, fehlt auch andre Freude mir, waͤren viel auch meiner Feinde: dennoch bleib ich ſtets an dir; dennoch will ich nicht verzagen; will aufs Ziel von meinen Tagen in das kuͤnft'ge Leben ſchaun, und mit Freuden dir vertraun. 8. Beſſer noch, als ſelbſt das Leben, iſt, o Vater, deine Huld. Was mir nuͤtzt, wird ſie mir geben, und mich tragen mit Geduld., Laß mich nur, du Allerbeſter, im⸗ mer inniger und feſter hier mit dir vereinigt ſeyn, deiner Gnade mich zu freun. 9. O der ſeligen Ver⸗ bindung, Allerguͤtigſter, mit dir! Deiner Vater⸗ huld Empfindung gib, o Vater, taͤglich mir. Ma⸗ che du mich immer reiner, daß mein Herz dereinſt auch deiner ſich in deinem Reich erfreu, und in dir ganz ſelig ſey. 143. Mel. Nun ſich der Tag geendet. Ich ſinge dir mit Herz und Mund, HErr, meines Herzens Luſt! ich ſing' und mach' auch an⸗ dern kund, was mir von dir bewuſt. 2. Ich weiß, GOtt, groß von Macht und Rath, daß du die Quelle biſt, daraus uns allen fruͤh und ſpat viel Heil und Gutes flieſt. 3. Was ſind wir doch? was haben wir, das uns er ärkun 288 Swenfe e Abth. Von der erreen erfreut und nuͤtzt, das 9. Du traͤgſt uns Suͤn⸗n vin nicht, o Vater, kommt der mit Geduld, und) einundS von dir, nicht deine ſtrafſt nie allzuſehr; jat d und Hand beſchuͤtzt. endlich nimmſt du unſret hvurla 4. Wer hat das ſchoͤne Schuld, und wirfſt ſietß Himmelszelt hoch uͤber in das Meer. ſrti uns geſetzt? Wer iſt es, 10. Das Ungluͤck, das uen Ei der uns unſer Feld mit von ferne droht, kehrſtg 1n ic Tag Thau und Regen netzt? du ſo oft zuruͤck, und diet Nimm! 5. Wer ſchaft uns ſchon gegenwart'ge Nothſ hvwirf ſe Waͤrme bey dem Froſt? verwandelſt du in Gluͤck. dichgem vor Stuͤrmen Sicher⸗ 11. Oft, weñ der Chriſt nr ch! heit? Wer macht, daß verlaſſen ſcheint, haſt du in uuf ber Korn und Oel und Moſt ihn ſchon geſtaͤrkt; und niſtt?: uns naͤhret und erfreut? keine Thraͤne, die er— 6. Wer gibt uns Leben weint, bleibt von dit. hon d und Gedeihn? Wer unbemerkt. de Wachet ſchenkt mit treuer Hand 12. Du fuͤllſt des Le⸗ 4 udiet, den Frieden, deß wir uns bens Mangel aus mit h— 6 erfreun in unſerm Vater⸗ Guͤtern, die beſtehn, dem ich land? wann dieſes Leibes irre g i hti! 7. Allguͤtiger, allein diſch Haus einſt wird zu a deig von dir flieſt alles Heil Truͤmmern gehn. 4 lii ihn uns zu! Geſchoͤpfe deiner 13. Wohl auf, mein fonng. Hand ſind wir; und un⸗ Herz, ſey froh und ſing, 4 ſer Schutz biſt du! und habe guten Muth! 1 8. Du naͤhreſt uns von dein Gott, der Urſprung 1 d Jahr zu Jahr, bleibſt aller Ding' iſt ſelbſt und an immer fromm und treu, bleibt dein Gut. f en in und ſteheſt uns auch in 14. Er iſt dein Schatz, 1 Gefahr und Nothen gnaͤ⸗ dein Erb' und Theil, dein dig bey Glanz Erbaltung u und d Worſehung. u Glanz und Freudenlicht; dein Schirm und Schild, n u dein Troſt und Heil, ge Stt, ma loataat⸗„verlaͤßt dich der 8 wlbch 15. Was kraͤnkſt du dich in deinem Sinn', ux ken h Lund graͤmſt dich Tag und nn ſönn ni Sacht⸗ Nimm deine un ſ nen 9„ Sorg' und wirf ſie hin . mat An Jauf den, der dich gemacht. nim 16. Hat er dich nicht uintm Hoon Jugend auf verſor⸗ in im eden sget und ernaͤhrt? Wie nm ai 3 M 5: manchen ſchweren Un⸗ gluͤckslauf hat er zuruͤck gekehrt! 17. Er hat noch nie et⸗ was verſehn in ſeinem Regiment; nein, was er thut und laͤßt geſchehn, das nimt ein gutes End'. 18. Ey nun ſo laß ihn ferner thun, und red ihm nicht darein; ſo wirſt du hier in Frieden ruhn, und ewig frolich ſeyn. rduut, datt tat 8 Von den umgi 144. Mel. Wachet auf, n N filftN ruft uns die St. de 89(alen Bete GOtt an, Seele! itern, u! he bringe dem Höchſten 3 a esne 3uhm und Preis! lob⸗ yſ haus intu finge GOtt, deinem 1 Vint Schoͤpfer! bet ihn an! 1 auf, Zahllos ſind der Geiſter zt, ſofe mss Schaaren, die eh noch djſche un, Menſchenkinder waren, net au zvor ihm ſchon ſtanden, 4 eri Pundihn ſahn. Ihr Heer, — umſtralt von Licht, be⸗ de hns 4 deckt das Angeſicht vor niyt a ndem Schöpfer. Voll Engeln. Preis und Dank toͤnt ihr Geſang durch alle Him⸗ mel GOttes hin. 2. Tauſend ſind der Millionen, die ſeiner Himel Kreis bewohnen, und ſeiner Groͤße Ruhm erhoͤhn. Herrlich, herr⸗ lich iſt GOtt! rufen ſie tief anbetend an den Stufen des hohẽ Throns, um den ſie ſtehn. So weit er herrſcht, ſo weit geht ſeine Herrlichkeit: jauch⸗ zen alle! Wer iſt, wie er2 — — er? frolockt ihr Heer, wie GOtt, der uns geſchaf⸗ fen hat? 3. Hohe Seligkeit iſts ihnen, dem GOtte, der ſie ſchuf, zu dienen, von allem Eigenwillen fern! Beyſpiel ſind ſie jedem Frommen; ſie alle heilig und vollkom̃en gehorchen wonnevoll dem HErrn. Sie thun, was er gebeut, und ihre Herrlichkeit iſt Gehorſam. Sie zoͤgern nie, er ſende ſie, wohin ſein Wink ſie ſenden will. 4. Winden gleich, und gleich den Blitzen gehn ſie vom Thron aus, ſeg⸗ nen, ſchuͤtzen und ſtrafen, wie es GOtt gebeut; la⸗ gern ſich um Gottes Kin⸗ der, und foͤrdern gern das Heil der Suͤnder, und freun ſich ihrer Seligkeit. Sie dienen, JEſu, dir; frolocken laut, wenn wir uns bekehren; wenn un⸗ ſer Dank den Preisge⸗ ſang der Himmel hier ſchon ſingen lernt. 160 Zweyte Abth. Von der Schoͤpfüng, öhht 5. GOtt, mit allen die, 88 ſen Heeren ſoll, wer hier— heilig wird, dich ehren, o nani einſt ewig ſich mit ihnen hen freun; ſoll, erlöſt durcht anſ dein Erbarmen, zu dir k und gebracht auf ihren Ar⸗t uctfll men, einſt ſelig, wie die tuſe Engel ſeyn. Wer ſich zu n dir bekehrt und dich vonſt hinnen; Herzen ehrt, wird am t ſſiter Throne in deinem Reich, ¹ imende auch Engeln gleich, dein: banſteue gnadenvolles Antlitze veehrer ſchaun.* feat. 6. Werde dann auch, en ſc Seele, heilig wie Engele inhwerden GOttes! Diene treulicht, de dir dem HErrn! Er kommt foinnt: und haͤlt Gericht. Angſt⸗. hngieder voll darfſt du dann nicht x i griͤder beben; du wirſt in einem iiſen wor hoͤhern Leben GOtt ſehn und ſeiner Wonne Licht, ſe uchn ii Heil dir! du beteſt dann wiſg 3*Ai du ſe froh deinen Schöpfer ang ſiiſin, mit den Engeln. Ihrs eepigee ³ Asduſſetr Preisgeſang, und auch un dim dein Dank toͤnt dann Dm durch alle Himmel hin! te lat 145:Mek 1 1454 In allen meinen Th. whnm der zaͤhlt der Engel i 8 Heere, die du zu dei⸗ i ſ ſauſt ner Ehre, HErr aller mn ,i Welten, ſchufft! Sie 3 in nnn u freun ſich, deinen Willen nuct aſih n gehorſam zu erfuͤllen in i m. wüſ gallem, wozu du ſie rufſt. ſt enlien. 3 f 2. Sie eilen,i in Gefah⸗ dn Jndegnt I ren den Frommen zu be⸗ dn hen t, 1 5 wahren in ſeiner Pilger⸗ Arnewum zeit. Sie freun an deinem — i ſban 1 Throne ſich einſt auch ſei⸗ m auhemale 4 ner Krone, wie ihrer eig⸗ T dun nen Seligkeit. 1 6 Bre n 3. Bekehren ſich die Erl belane Suͤnder, und werden dei⸗ „ GoOttesl Rnn ne Kinder, die dir dein uufn mGa Sohn gewinnt: dann terch jauchzen ihre Lieder, daß de ſ I 9 mihre neuen Bruͤder dem en, uvthis Fluch entriſſen worden ttenaängi find. dd ſäherWm 2 4. Sie jauchzen deinem ul mhis Sohne, daß du ſie ihm unet zum Lohne fuͤr ſeine Lei⸗ 4„Nn Sunt den gibſt; daß du ſie traͤgſt — as m,Let und leiteſt, zum Himmel 19 zubereiteſt, und zaͤrtlich, als ein Vater, liebſt. dit Duu t „Nit 1 5. In ſolcher Geiſter ewh Erhaitung; und Sorſehung. Choͤren dich ewig zu ver⸗ ehren, welch eine Selig⸗ keit! Wer wird ſie einſt empfinden? der, der ent⸗ woͤhnt von Suͤnden ſich ihnen gleich zu werden freut. 6. Drum gib, daß ich auf Erden mag ihnen aͤhnlich werden: ſo freu ich hier ſchon mich, daß ich mit deinen Engeln ganz heilig, rein von Maͤngeln, dein Antlitz ſchaue ewiglich. 7. Wenn du, dich auch zu ſehen, zu deines Him⸗ mels Hoͤhen vor deinen Thron mich rufſt: will ich empor mich ſchwin⸗ gen, und Oank und Preis dir ſingen, daß du fuͤr mich auch Engel ſchufſt. 8. Sie, uͤber mich er⸗ hoben, ſie lehren, dich zu loben, mich dann noch hoͤhern Dank. In deinem Heiligthume wird dann zu deinem Ruhme der ganze Himmel ein Ge⸗ ſang. 162 Zweyte Albth. Von des Menſchm 9 Nauu Ame 146. M. Werde munter, lig fuͤr und fuͤr. Aben nf Sih mein Gemuͤthe. auch auf uns zu ſehn, undt„ihn. nich Höchſter/ deſſen ſtarke uns Schwachen beyzu wm wen Rechte Zuflucht, ſtehn, ſind ſie, wenn duſ ühſt lit Schirm und Schatten winkeſt, fertig, und den ſuhhe, d gibt; der das menſchliche Deinen gegenwaͤrtig. ludh Geſchlechte wie ein treuer 3. GOtt der Engel ſüſch Vater liebt; der in dieſer GOtt der Welten! Ach dätküden großen Welt alles, was was ſind wir Menſchen iu velli er ſchuf, erhaͤlt; der, als doch, daß wir ſo viel von nn, HErr uns in Gefahren dir gelten? O wie haͤltſ ſuttung m maͤchtig kann und will du uns ſo hoch! Dein annken bewahren: Engel dienen uns, und hlt O,ſ 2. Viele tauſend Sera⸗ ſind Zeuge unſers Thuns, ſültzuwei phinen jauchzen und lob⸗ Laß uns einſt in ihren üunt ich ſingen dir. Dich zu loben, Choͤren ewig dich im n dir zu dienen, ſind ſie wil⸗ Himmel ehren. ſanſe ſai — t ſetren Von des Wenſchen Natur, Wuͤrde und hn Beſtimmung. ſw ¹ch! 147. Mel. Wer nur den 2. Voll Pracht, voll Nitder, noch lieben Gott. Anmuth zum Entzuͤckenz ſnn dera GOtt werde ſtets von iſt ſeine ganze Koͤrper⸗ hh dhaten dir erhoben, du, dei⸗ welt. Wer zaͤhlt die Rei⸗n i ud die⸗ nes Schoͤpfers Bild, tze, die ſie ſchmuͤcken? diet Nrales sſt mein Geiſt! Sollt ich Guter, die ſie in ſich haͤlte Teietg d nicht meinen Vater lo⸗ und denoch kan ſie nicht, anabg ben, den jedes ſeiner wie ſchön, wie wunderei 8 üsi Werke preiſt? Er ſchuf voll ſie ſey, verſtehn. i fttteg un mich ja, ſein Bild zu ſeyn 3. Fuͤr Geiſter nur, und ſ ſen Lar tne und ſeiner Liebe mich zu nur fuͤr Seelen, die Gott Mba nn freun. 10 4) — Th t.un— . Maita d,laſr w. untein zu ihrer Wuͤrd' erhob, nn ms en find ſie ſo herrlich! Sie gi, t ofſ erzaͤhlen nur ihnen mei⸗ te dit m nes Schoͤpfers Lob. O lice Deg K4 8 Seele, jauchze, daß der ien„got Ruf der Allmacht dich IA dothag 5 zum Geiſte ſchuf. 1„ u win n 4. Auch ich kañ denken; 1nh,un ich gewinne, weil ich zu tn Iraſ, 7, einem Geiſte ward, durch n dis die Empfindung meiner 1Aanſe 3 Siune, Gedanken tau⸗ . Wn ſan aen ſendfacher Art. O, ſtrebt Amguſuſec ich, alle Gott zu weihn: ie un anf rz wie ſelig koͤnnt ich hier Mhina wiſ ſchon ſeyn! Han Gne. Ich kann ſie ſamlen, — fie verbinden, ſie trennen, Na liſm wie es mir gefaͤllt; die mmn Welt, und auch mich 2 Vul Nhre ſelbſt empfinden, noch un⸗ Annuth zuunm terſchieden von der Welt. ſin auf’ Zu tauſend Thaten hab at Vrzitg ich Kraft, und die gibt enifeſtn G Ott, der alles ſchaff. däterieſein. 6. Wie feurig duͤrſtet mvicth ape meine Seele nach Ruhe, ſtin, u0 Luſt und Seligkeit! Nur, heen uih daß ich oft betrogen waͤh⸗ uräiiſ an le, was, wenns errungen aieng tnn iſt, mich reut! Doch das Wuͤrde und Beſtimmung. 163 iſt, Vater, meine Schuld; du ſchufeſt, was du ſchufſt, aus Huld. 7. Begabt mit wunder⸗ vollen Sinnen, mit Frey⸗ heit, mit Vernunft von dir, ſollt ich nur dich, GOtt, lieb gewinnen, dich nur; und was ge⸗ braͤche mir? O, moͤgte meine Seele dein mit al⸗ len ihren Kraͤften ſeyn! 8. GOtt, meine Luſt ſey, dich zu kennen, dich, Quelle der Vollkommen⸗ heit! von deiner Liebe ganz zu brennen, mein Ruhm und meine Selig⸗ keit. Wenn ich nur dein mich freuen kann, mein HErr und GOtt! was fehlt mir dann? 9. Gott werde ſtets von dir erhoben, du, deines Schoͤpfers Bild, mein Geiſt! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes ſeiner Werke preiſt? Er ſchuf mich ja, ſein Bild zu ſeyn und ſeiner Liebe mich zu freun. L 2 148. — 148. M. Was mein Gott will, das. O welch ein Gluͤck, ein Menſch zu ſeyn! Wie kann ich Gott gnug prei⸗ ſen! Wie des Berufs, mich Gott zu weihn, mich wuͤrdig hier erweiſen! Ich bin ein Wunder ſei⸗ ner Macht und Weisheit Lieb uñn Guͤte! OMenſch, nimm deinen Werth in Acht! Erkenn es, mein Gemuͤthe! 2. Du bildeteſt mir mein Gebein, du hauchteſt mir die Seele allmaͤchtig, o mein Schoͤpfer, ein, durch die ich denk und waͤhle! Vor tauſenden, durch dich ernaͤhrt, vor kauſend deiner Werke gabſt du mir einen ho⸗ hern Werth, mir Weis⸗ heit, Kunſt und Staͤrke. 3. Vernunft und Frey⸗ heit dank ich dir! Welch Gluͤck, ſie zu beſitzen! Ach dir zum Ruhm, zum Heile mir, lehr du mich, Gott, ſie nuͤtzen! Der Menſch 3 n——— 164 Zweyte Abth. Von des Menſchen Natur, 2 nd iſts nur, der reden kann, ttst ſonſt kein Geſchöpf auf ifiſt du Erden; der Menſch nur t ut gtro ruft dich, Schöpfer, an; 1 hn. Heit dann andrer Lehrer wer⸗g en.. 1 4. Du ſchufſt mich zur Geſelligkeit, gabſt mir ein Herz voll Triebe zum Mitgefuͤhl, zur Menſch⸗ lichkeit, zur Freundſchaftt und zur Liebe. Der Menſchlichkeit Gefuͤhle verſchafft mir unzaͤhlbare Freuden; gibt mir zur Tugend Muth und Kraft, und Ruh und Troſt in Leiden. 5. Auch dich erkenn ich, meinen GOtt, erkennen deine Werke, dein goͤtten lich Wort und dein Ge⸗ bot, und deine Groͤſſ' und Staͤrke. Fuͤr deine vaͤter⸗ liche Huld dankt freudig meine Seele; und um Erbarmung und Geduld fleh ich dich, wenn icht fehle. 6. Ich bin ein Menſch, und darf vor dich mit Freu- eaverſh gwſchhier aur Ew ſſ vich n pörabe Sohn irnyerr m Fledsvoll nd ward ſnchenſc Fhenſchen 1 ſw Ernahe in Geſch n ſeine. actuns g in gecht djelben wie it nmal ha Sohn ſierkom t peblteru ſn d Nie . dmitſin feihr ſfe duneui da. 9d N Vij 29 iin naaſs 4 Sreudigfeit ſtets treten; in Ena ig 4 Ich darf dich, du hörſt, de wimne Vater, mich, getroſt und d ian froh anbeten! Heil mir! ts, d V o Heil der Zuverſicht, die uih Du antr W ich als Menſch hier habe! i ſlint,9 8 Du rufſt zur Ewigkeit ſ anaud ans Licht mich wieder i guci anet aus dem Grabe. ſ 15 8 7. Dein Sohn, der † hu 1 Schöpfung Herr mit dir, Iamüihir ⁸ kam Mitleidsvoll auf müufnen Erden, und ward ein na dun Menſch, ein Menſch wie d en wir, der Menſchen Heil F i dunnau pi zu werden. Er nahm uns uh Aih uhs auf in dein Geſchlecht; bhm. wir wurden ſeine Bruͤ⸗ 1 S Aac mas u der; er bracht uns Fröm⸗ R im got t 4 migkeit und Recht, und Nin Va,mn Gnad und Leben wieder. unua 8. Noch einmal ſehn bänta ſf wir deinen Sohn vom eüteFirne Himmel wieder kommen: oehuh unt an und dann ſtellt er um ſei⸗ in Snt hnen Thron als Richter tannung 1 di alle Frommen. Und aller hu n Himmel heer iſt ſein; ihr th Erbtheil gibt er ihnen; gbhinnis ſie werden ihres Heils Auf u& ſich freun, und ewig dann 8 ihm dienen. ——— Beſtimmung. 165 9. O welch ein Gluͤck, ein Menſch zu ſeyn! Wie kann ich Gott gnug prei⸗ „ſen! Wie des Berufs, mich ihm zu weihn, mich wuͤrdig hier erweiſen! Ich bin ein Wunder ſei⸗ ner Macht und Weisheit, Lieb und Guͤte! O Menſch, nimm deinen Werth in Acht! Erkenn es, mein Gemuͤthe! 149. Mel. Wer nur den lieben Gott. Dein bin ich 6Ott, dein iſt mein Leben; wie troͤſtlich iſt mein Ur⸗ ſprung mir! Du haſt den Othem mir gegeben; mein ganzes Weſen komt von dir; du, Vater, riefſt mich aus dem Nichts, zum frohen Anſchaun deines Lichts. 2. Wie viel hab ich dir zu verdanken, Herr, der du mich bereitet haſt! noch eh ich war, noch eh die Schranken des Er⸗ denlebens mich umfaßt: war ſchon dein Auge uͤber L 3 mir,— 166 Zweyte Abth. Von mir, da lebt ich, Hoͤch⸗ ſter, ſchon in dir. 3. Du gabſt mir die vernuͤnft'ge Seele, die nur ſo lang im Fleiſche lebt, bis ſie, daß ihr kein Wohlſeyn fehle, dein Ruf zum höhern Geiſt erhebt; du haſt mir Sin⸗ nen und Verſtand, Be⸗ gierd und Willen zuge⸗ wandt. 4. Wenn ich des Leibes Bau anſehe, den du ſo kunſtvoll aufgefuͤhrt: wie wird dann, Vater in der Hoͤhe, mein ſtaunend Herz ſo tief geruͤhrt! Ein jedes Glied, ein jeder Sinn reißt mich zu dei⸗ nem Lobe hin. 5. Durch deiner Vor⸗ ſicht treues Walten von meiner erſten Kindheit an bin ich bis hieher noch. erhalten, noch wall' ich auf des Lebens Bahn. Ich danke dir, ich preiſe dich: denn deine Rechte ſchüte mich. 6. Ich bin nicht werth — as— 3 5— des Menſchen Muuur, der großen Guͤte, die du t mein GOtt, an mir ge than; beſchaͤmt empfinden mein Gemuͤthe dil Schuld, die ich nicht laͤugnen kann: ich habe. was mich ſehr erſchreckt” 6 vielfaͤltig Seel und Leilt ti befleckt. ldf, 7. Ja, Herr, ich habe aatben. meine Glieder zu Suͤn⸗ aihh et dengliedern oft gemacht;t ſeuich zu vor dir fall ich in Demutht ſlia, r nieder; vergib, was ich iſt das nicht recht bedacht! ver⸗g iehedbeſc wirf mich, Vater, nicht t ſiih hier von dir! und ſchaff ein reines Herz in mir. ſ iher iſ 8. Hilf, daß ich dir zur uſß allei Ehre lebe, und redlich 8 ſ proben thu, was dich erfreut, ht, wo und Geiſt und Leib und ſe folättun Glieder gebe zu Waffen ſis ne der Gerechtigkeit; daß ii in ich bis in den Tod dir ſ ſpi nu treu, und ſtets ein Freund ſß un der Tugend ſey. 1b ja. 9. Faͤllt dieſes Leibes 6 danue Butte nieder; vollend(durh ich dieſes Lebens Lauf:? 1 dnn GOtt, ſo richte du mich De dih ut wie, s it, d ſan meine 4 Wenn de ct Sün, ſ 6 eet 8 zi f ei tefect en 8. h,ans dd, uene Glotg Nnace eend. 2 ſe inrüln e 1' jnarer rmni K nictr noi A mannt, 9e emw 1ncte ir wnts heh d u 9. Hi, 1 G Shrr ſtw, fhuh, vie dn nn Giſt 4 gleder gen th g nud 1 Wg Naitn 5 R. die thane ſci 1 Gem 6 Würde und Beſtimmung. wieder verherrlicht aus dem Staube auf: dein ew'ges Leben ſey mein Theil, ſo preis ich ewig dich mein Heil! 150. Mel. Allein Gott in der Hoͤh ſey Ehr. Wie wichtig, Gott, iſt mein Beruf, den du mir haſt gegeben! Als deine Liebe mich erſchuf, erſchuf ſie mich zum Le⸗ ben; zum Leben, welches ewig waͤhrt, das keine Noth, keinLeid beſchwert, willſt du mich hier erzie⸗ hen. 2. Nicht hier iſt unſer Vaterland; allein bey dir, GOtt, droben. Da iſt der Ort, wo deine Hand dasGluͤck uns auf⸗ gehoben, das nie ein traurigs Ende nimmt. Hier ſind wir nur von dir beſtimmt, uns dazu anzuſchicken. 3. O laß mir doch dis große Ziel durch nichts verrüͦcket werden! Was hilſts, hab ich auch noch ſo viel von Guͤtern dieſer Erden, und weide mich im Weltgenuß; wenn ich dann bey des Lebens Schluß den Himel nicht kann erben? 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier. Laß mich dis nie vergeſſen! Nur wenig Tage haſt du mir zur Walfarth zugemeſſen. Schnell, wie ein Traum, ſind ſie vollbracht; und dann wird dieſer Erde Pracht auf ewig mir ver⸗ gehen. 5. Drum laß des Him⸗ mels Herrlichkeit mich ſtets vor Augen haben; und laß in der Erzie⸗ hungszeit mich um die beſſern Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am erſten, und mit Ernſt bemuͤhn, damit ich nicht einſt darbe, 6. Ein Herz, das dich, o Vater, liebt, und dei⸗ nes Sohns ſich freuet; das durch den Glauben Tugend uͤbt und ſich vor L 4 S uͤn⸗ — Ss Se eewee e ee er, wes 168 Zweyte Abth. Von Suͤnden ſcheuet: ein ſol⸗ ches Herz, das wird allein und durch ſie Schmer ſich ewig deiner Guͤte und Luſt gebiehrt, zu freun, und wird dein faßen, zu erwegen. Antlitz ſchauen. 3. GOtt, dieſen Vor 7. Und ſolch ein Herz, zug gabſt du mir vor ſe das wollſt du mir, Gott, viel Millionen, die auch aus Erbarmen geben, beſeelt, genäͤhrt von dir damit ich moͤge auch auf deiner Erde wohnen ſchon hier nach dem Ge⸗ Was jenen fehlt, ver ſetze leben, das mich zum Himmel bilden kann, bis ich am Ende meine Bahn in deine Freud' eingehe. 15I. Allein Gott in der H. Laß mich des Menſchen wahren Werth, mein Gott, zu Herzen nehmen, und deſſen, was mich ſelbſt entehrt, mich allzeit innigſt ſchaͤmen. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was alles ich ver⸗ Vater biſt, zu freun, und mag und bin, durch deine dich zu lieben. weiſe Guͤte: 5. In ſtiller Andacht 2. Du ſchufſt mich nicht k blos Fleiſch und Bein; du hauchteſt mit dem Le⸗ ben mir auch zugleich die Seele ein, und haſt es ihr gegeben, noch mehr, als was die Sinne ruͤhrt und Freyheit, und mi ihr Gefuͤhl von Rech und Unrecht. 4. Du ſchufſt mich zu Geſelligkeit und fuͤr der Freundſchaft Freuden gabſt mir ein Herz voll Fuͤhlbarkeit fuͤr andrer Gluͤck und Leiden; noch mehr, ein Herz, das faͤhig iſt, ſich dein, der du mein zu dir erheben, und dir, den jeder Himmel preiſt, auch Preis und Ehre geben. Auch ich kann deinen Willen thun, in des Menſchen Natur, liehſt du mir, Vernunf ſ euferwe n himmal n dir, dauns aufEr h und ward ih wie wit, iyilzuwe 1 1 ann mein Geiſt ſich bis V dind wir wie ern I 1 dinſebſt be⸗ euſtift, 1 Fandeln iner umn deiner ſ fea har W Ac aihn, 6 dls das des d und öm dut de und d L a, re T ſazen, Neer 3 b0t,n4, n- 2282 x eze 7 ſn if Grüßl † 1 4- ten 4 1 asud un e 1Fundſchſt ilrs wont wi 1 34 Pi l 9 Gltmäh: de einen hs füöma 2 gate ter icezuft N eic zu liten. „In filer an lan mingiſ en n eteön, S wſaeryinn um 1 1. 4uh ngun lent 1 Wuͤrde und Beſtimmung. deiner Vorſicht Rath be⸗ ruhn, und froͤlich auf dich hoffen. 6. Nicht blos fuͤr dieſe kurze Zeit riefſt du mich in dis Leben, zu Freuden einer Ewigkeit ſoll ſich mein Geiſt erheben. Und wird auch gleich der Leib zu Staub, bleibt er doch nicht des Grabes Raub; du wirſt ihn auferwecken. 7. Vom Himmel kam, geſandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden, er kam und ward ein Menſch, wie wir, der Menſchen Heil zu werden Wie hoch ſind wir durch ihn geehrt! wie ernſtlich durch ihn ſelbſt belehrt, der Menſchheit Werth zu ſchaͤtzen! 8. Und ich, ich ſollte ihn entweihn, und gleich den Thieren handeln? der Fleiſchesluſt ergeben ſeyn, und nicht vor dir, GOtt, wandeln? Fern ſey ein ſolcher Sinn von mir! bewahre mich, mein GOtt, dafuͤr, daß ich mich ſo nicht ſchaͤnde. 9. Vielmehr gib, daß ich allezeit auf mein Ge⸗ wiſſen achte, nach Weis⸗ heit und Gerechtigkeit mit allem Eifer trachte, dich liebe, und mich dei⸗ ner freu, und ſo des Vor⸗ zugs wuͤrdig ſey, den du mir haſt verliehen. Von des Menſchen Fall und Verdorbenheit. 152. Mel. Auf meinen lieben GOtt. Gott, der kein Boͤſes thut! du ſchufſt den Menſchen gut; du gabſt ihm Licht und Kraͤfte zum ſeligen Geſchaͤfte, in Hei⸗ ligkeit zu wandeln, ſtets recht vor dir zu handeln. 2. Wo iſt der Unſchuld Ruhm? Ach! wir, dein Eigenthum, wie tief ſind wir gefallen! wo iſt jetzt unter allen ein Menſch ganz rein von Suͤnden vor dir, o GOtt, zu finden? L 5 3. Hier “ 170 Zweyte Abth. Wo 3. Hier iſt kein Unter⸗ Licht, daß wir, was uns NE e— all ſchied; dein helles Auge gebricht, beſchaͤmt vor ſieht auf alle Menſchen⸗ kinder, ſieht alle ſie als Suͤnder. Da iſt, Herr, vor dir keiner unſchuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt iſt unſer Sinn, die Weisheit iſt dahin, die uns regieren ſollte, nur was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu waͤhlen und 5. Der Sinne Luſt und Schmerz ruͤhrt leider! unſer Herz mehr, als die hoͤhern Freuden, mehr, als die groͤßern Leiden, die wir, auf Ewigkeiten, ſelbſt unſerm Geiſt be⸗ reiten. 6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang. Des Her⸗ zens böſer Hang reißt uns mit ſtarkem Triebe zu ſchnoder Suͤndenliebe; und wer vermags zu zaͤh⸗ len, wie oft wir vor dir fehlen. 7. O Herr, gib uns dein dir erkennen, und von dem Ernſt entbrennen, der Suͤnde zu entſagen, der Beßrung nachzu⸗ jagen. 8. Wohl dem, der ſie gewinnt! Gott, ſo ver⸗ derbt wir ſind, ſo willſt du uns doch heilen und neue Kraft ertheilen, durch Chriſtum ſchon auf Erden von Suͤnden frey zu werden. 9. Ach laß durch unſre Schuld uns dieſe deine Huld nicht freventlich verſcherzen; erwecke un⸗ ſre Herzen, dir nicht zu widerſtreben, damit wir ewig leben. 153. Mel. Ich dank dir ſchon durch. Ach, wie viel Böſes wohnt in mir! Wer zaͤhlt's, wie oft ich fehle? Ich fuͤhl' es, HErr, und klag es dir. O beßre meine Seele! 2. Ich wandle nach der Suͤnder —* e. 5 4 n des Menſchen F ü 1 1 n hräͤge: ines ſt au 1 dn u héin 1 ndüſe weige 1 ſal iſten. ttde 4neg dt E ir 1 d, d t hlen. 8 65dtt 1uſke n t erg ſt hh an n g da ügent ſ eine i nicht ſe ich is hißke . Err, elt m2o eneſ * ſ; m dnwi ſtn, dit d ms u n i Nwede. t 9 do ls ut, N Ehad me d 7 Hud nict. vaſſchener; n. n ſt herin, wch e vidrſeber, dh n tiſg leben. eg A Tln r. ſſot dur Jſ, vi u *voßttnni ülbs viert, ih'G, 6.4 A☛ lu d N. 8 Sa 1ntwn — 5 5 f 9 1 SA daw 4 Suͤnder Bahn und bin zum Guten traͤge; Herr, nim dich meines Elends an! Hilf mir auf deine Wege! 3. Verkehrt und thoͤ⸗ ericht iſt mein Sinn, be⸗ zherrſcht von boſen Luͤ⸗ ſten. O neige meine Seele hin zur Freude wahrer Chriſten. 4. Mich reitzt der Eitel⸗ keiten Tand mehr, als das Heil der Seelen; HErr, gib mir Weisheit und Verſtand, das beſte Theil zu waͤhlen. s. Mein GOtt, mein GOtt, gedenke nicht der Suͤnden meiner Jugend! Erinnre mich an meine Pflicht, und gib mir Kraft zur Tugend. 6. Hilf, o mein Heiland, hilf, daß ich nicht unbe⸗ gnadigt ſterbe; daß ich geheiliget durch dich, einſt deinen Himel erbe! 154. Mel. HErr, ich habe 4 misgehandelt. Herr, du kenneſt mein * Verderben; ach! es und Verdorbenheit. regt in meiner Bruſt, wie bey allen Adamserben, ſich noch immer boͤſe Luſt, die mein Herz ganz von dir neiget, und viel böſe Thaten zeuget. 2. Wie verderbt ſind meine Wege! wie ver⸗ kehrt mein eigner Sinn! Ich empfind' es, GOtt, wie traͤge ich, dir zu ge⸗ horchen, bin. Ach! wer wird vom Hang zum Böſen mich doch endlich ganz erloͤſen! 3. Hilf mir durch den Geiſt der Gnaden von der angeerbten Noth. Heile meiner Seele Schaden durch des Mitt⸗ lers Kreutzestod. Tilge alle meine Suͤnden, laß mich vor dir Gnade finden. 4. Deinen Willen hier auf Erden zu vollbrin⸗ gen, wird mir ſchwer. Soll ich dazu tuͤchtig werden, muß dein guter Geiſt, o Herr, mie dazu die Kraft verleihen und mein ]ͤͤͤͤſſſſ — 172 Zweyte Ahth. Von des Menſchen Fall 5. Schaffe denn ein rei⸗ den möge gut und ſelig nes Herze, einen neuen enden. Geiſt in mir, daß ich 155. M. IFſu, der du nicht mein Heil verſcher⸗ meine Seele. 6 ze; laß der ſuͤndlichen Nch, wann werd ich von Begier mich mit Nach⸗ der Suͤnde, GOtt, 1 druck widerſtehen, und mein Vater, voͤllig frey, auf deine Huͤlfe ſehen. daß ich ganz ſie uͤberwin⸗! 44 6. Unter Wachen, Be⸗ de, ganz dir wohlgefaͤlig! ten, Ringen hilf mir ſey? Noch nicht, ich gee. 5 ſelbſt mein Fleiſch und ſteh's mit Thraͤnen, kann Blut unter deinen Wil⸗ ich mich von ihr entwöh⸗ len zwingen; denn dein nen; noch, zu oft noch, Wille, GOtt, iſt gut. regt ſie ſich und verſucht Was nicht kann dein zum Böſen mich. Reich ererben, laß ſchon 2. In der Andacht ſel'⸗ hier, an mir, erſterben. gen Stunden, wo mein 7. Reitze mich durch Geiſt die Wahrheit hoͤrt, jene Krone, die du mir hab' ich gnug das Gluͤck haſt beygelegt, daß ich empfunden, das die meiner niemals ſchone, Frömmigkeit gewaͤhrt, wenn die Suͤnd in mir habe nichts ſo ſehr hie⸗ ſich regt. Hilf mir ſelber nieden mir gewuͤnſcht, muthig kaͤmpfen, alle als innern Frieden, als böſe Luͤſte daͤmpfen. ein Herz, dir ganz ge⸗ ſt 8. Sollt' ich etwa un⸗ weiht, als der Tugend terliegen: o ſo hilf mir Seligkeit. wie der auf! Laß in deiner 3. Voll von heiligen Kraft mich ſiegen, daß Entſchluͤſſen ſchwur ich dann, 1 1 mein ſündhaft Herz er⸗ ich meinen Lebenslauf neuen. unter deinen treuen Haͤn⸗ grtzeiten, der Eit en Scht eumringt toam Fal ſegeme, filus, d wich ar ſ vunde ctlöſen; ner 4 ſmes daic 3 d1 h? go s 1 iempehn 3 ſtmoron 18, di tn, wc, 1 pe kwrfe ſchun. - ki Liſem 2Ag 41 Len wh 1 GeſtdieWaß e— 'ic guSi tunofunden, iumtit ann ſcde nichs b ucen mit 95 11 4 inm 1 4 „gnei 1 1 dann, dir treu zu ſeyn, und mit wachſamem Ge⸗ wiſſen meiner Unſchuld mich zu freun; willig wollt' ich da mein Leben dir, mein GOtt, zum Dienſt ergeben, aller Suͤnde widerſtehn, ſtand⸗ haft deine Wege gehn. 4. Aber ach, zu ſchnell empöoret ſich der Leiden⸗ ſchaften Macht; die ver⸗ dunkelt, ſchwaͤcht und ſtöret, was ich ſonſt ſo gut bedacht. Plötzliche Verſuchungszeiten, Bey⸗ ſpiel, Reitz der Eitelkei⸗ ten, deren Schwarm mich ſtets umringt: das iſts, was zum Fall mich bringt. 5. O ich Armer, dem zur Treue feſte Seelen⸗ ſtaͤrke fehlt, den ſo oft aufricht'ge Reue, und ſo oft doch fruchtlos, quaͤlt! Ach wer wird mich ganz vom Boͤſen, von des To⸗ des Leib, erloͤſen? Ich Elender! wer befreyt ganz mich von der Suͤnd⸗ lichkeit? und Werdorbenheit. b 6. Du verzeihſt, Gott, die Gebrechen meiner ſuͤndigen Natur. Nicht die Schwachheit wirſt du raͤchen; böſen Vorſatz ſtrafſt du nur. Haͤtt' ich nicht den Troſt: ich wuͤr⸗ de unter meiner Fehler Buͤrde ganz balig und mich dein, hoͤchſtes Gut, nie koͤnnen freun. 7. Stellet mir denn hier auf Erden lebenslang die Suͤnde nach; kann ich nicht vollkomen werden, bin und bleib ich immer ſchwach: o ſo ſegne mein Beſtreben, ſo gerecht ich kann zu leben, das ich doch von Heucheley und von Bosheit ferne ſey. 8. Wenn ich falle, laß michs merken; laß mich ſtreben aufzuſtehn; eile, mich, dein Kind, zu ſtaͤr⸗ ken, lehre ſelbſt mich fe⸗ ſter gehn; warne mich; ſey mein Begleiter; taͤg⸗ lich fuͤhre, GOtt, mich weiter, bis ich in der Ewigkeit dringe zur Vollkommenheit. ſſſ“— — — 174 Zweyte Abth. Von des Menſchen Fall ſegnender Begier, Men⸗ ſich taͤglich boͤſe Luſt. ſchen ſich zum Dienſt er⸗ und, was ich bin, uͤber⸗ HErr, mir zugewandt! lege: o, wie niedrig und ſelber auf dem Suͤnden⸗ wie klein muß ich dann pfade traͤgt mich ſchonend mir ſelber ſeyn? deine Gnade. Naͤhmeſt 2. Nichts von Wahr⸗ du zuruͤck, was dein, heit, nichts von Guͤte HErr, was wuͤrde uͤbrig wohnet in mir von Na⸗ ſeyn? tur. Wo iſt jetzt in dem 5. Doch die Menge dei⸗ Gemuͤthe jener erſten ner Gaben klagt nur mei⸗ Schoͤnheit Spur? Ach, nen Undank an: weil ich dein Bild iſt ganz ver⸗ ſie oft ganz vergraben, blichen, und der Tugend oft damit nur groß ge⸗ Kraft entwichen; auch than, oft voll Leichtſinn mein Leben faͤllt dahin ſie verſchwendet, und zu wie die Blumen, die Suͤnden angewendet; O verbluͤhn. wie haͤuft ſich meine 3. Maͤchtig herrſcht der Schuld durch Verach⸗ Trieb zur Suͤnde, maͤch⸗ tung deiner Huld! tig herrſcht er im Ge⸗ 6. Sieh, hier lieg ich muͤth, und macht mich in dem Staube, tief vor 156. In voriger Melod. Schrecken ſo viel Fehler, K U) Schopfer, Vater aller ſo viel Flecken! und in Weſen! der, voll der verderbten Bruſt regt „ 4. Was ich Gutes an 1 lefen! Ach! was iſt der mir habe, iſt von deiner ¹ Menſch vor dir? Wenn Vaterhand: o, wie man⸗ ich deine Groͤß erwaͤge, che gute Gabe haſt du, 3 1 A 1 1 zu einem Kinde, das vor dir, mein Gott, gebuͤckt; ſeinem Vater flieht. Ach, doch mein demuthsvoller ich ſeh mit Schaam und Glaube, der auf meinen K Hei⸗ w, laß d glen weit ſeſalen. Bi deigenthur dnis Name hfte, me h zu dein dne Herr, ſeneder vol at. Deir dannd leide Dele weit 1 let 48 i diſtcoth dafger e dgrie n Styt dl Rrveheg lel a u'deine Vaterguͤte, und e ſh ütdg. A mein tief beſchamt Ge⸗ a muͤthe, das die Zuver⸗ eb 4 d aien ſicht verlohr, hebt ſich 4 un 1 jetzt zu dir empor. 18 ae, c 7. Ja die Wunder dei⸗ 3 ſr nei ſg ner Liebe ziehen ganz n hei, i mein Herz zu dir. Ach, knuim* erhalte ſelbſt die Triebe 7 mänd 4 treuer Dankbarkeit in ,s mir. Vater, laß das * ng ſchwache Lallen meines 3 h aönd. Lobes dir gefallen. Bilde * Dohſee ganz zu deines Namens in naGen aauen Ruhm. rah a 3s 8. Meine Kraͤfte, meine ſe an imn Glieder ſind zu deinem niſt untm e Dienſt bereit. Herr, ich zer, ulen falle vor dir nieder voller I ſihbentma Ehrerbietigkeit. Deinen f irden anavene Willen thun und leiden, ge fäuſt ſ 2 ſey die Quelle meiner 9 ean uh*ꝗũFreuden! Gott und Herr adeieeul der ganzen Welt, thu mit 1e, gir„ mir, was dir gefaͤllt. méud, 1 157. M. Herzliebſter Jeſu, 4„w wKneet, 20 was haſt. önun nun 4 G Lhn iſt NRoth und 4 8 nij: Elend auf der Erde, und Verdorbenheit. dt ſo d 895 5 Heiland blickt, hoft auf mich, dein Eigenthum, 175 das von der Suͤnde nicht gebohren werde? Wie enden ſich nicht jeder Thorheit Freuden in bittern Leiden! 2. Owaͤren wir, vom Juͤngling bis zum Grei⸗ ſe, gehorſam deinem Willen, gut und weiſe: was wuͤrden wir mit freudigem Gewiſſen, fuͤr Gluͤck genießen! 3. Schoͤn, heilſam, zahllos, Vater, ſind die Gaben, die wir von dir zu wahren Freuden ha⸗ Wo ſtroͤmet nicht ben. der Tugend Heil und Se⸗ gen von dir entgegen? 4. Wie wuͤrde jede wahre Luſt auf Erden er⸗ höͤht, und jede Laſt er⸗ leichtert werden, wenn unſer Herz den Taͤuſchun⸗ gen der Suͤnde ſtets wi⸗ derſtuͤnde! 5. Doch ach ſie herrſcht, um alles zu zerruͤtten, er⸗ ſchuͤttert Thronen, und verwuͤſtet Huͤtten, truͤbt jeden Segensquell, droht allen 8 “*— 176 Zweyte Abth. Von der Gnade GOttes, allen Tagen mit neuen ren willſt den Weg zum Plagen. 6. Wie konnen Suͤnder froh zum Himel ſchauen, uͤberwinden. an dich, GOtt, denken 9. Heil uns, daß uns ohne Furcht und Grauen? dein Sohn mit dir ver⸗ an Tod und Grab, und ſöhnte, uns Licht gab, maan ein ewig Leben, und uns des Suͤndenzochs nicht erbeben? entwohnte, und Luſt und 27. Die Luſt zum Boͤſen Trieb, auf deiner Bahn feſſelt ſie und wuͤtet; ſie zu wandeln und recht zu leiden ſelbſt durch das, handeln. was ſie gebietet; und 10. Laß uns denn im⸗ bahnen ſich den Weg mer mehr geheiligt wer⸗ durch ihre Freuden zu den, und, dir ſtets folg⸗ Gram und Leiden. ſam, dir getreu auf Er⸗ 8. Wie koͤnnen wir den, thun, was du willſt, denn, Gott, dich gnug bis wir, zu dir erhoben, erheben, daß du uns fuͤhe dich ewig loben. Von der Gnade GOttes, und Erloͤſung durch JLEſum Chriſtum. 158. M. Nun freut euch Wie werth ſind wir von lieben Chriſten. ihm geſchaͤtzt! wie groß Heil uns! aus unſrer iſt ſein Erbarmen! Suͤndennoth iſt Ret⸗ 2. Selbſt ſeinen einge⸗ tung uns erworben. Der bornen Sohn ſandt er zu Herr will nicht des Suͤn⸗ uns auf Erden, von dem ders Tod. Das, was an uns verdorben, hat er verdienten Suͤndenlohn ein Retter uns zu werden. aus Gnaden uns erſetzt! Er kam, und mit ihm b V er⸗ 3 — F Leben, uns heiligen und K ülnt ſtaͤrken, alle Suͤnden zu i hl dööſon rn an 7 Frdod, 1 3 e Woiſt 1 pie reinder. dahh genu 9 - ce, das ige Kr. ew, der — ſ 9 1 t 1 5 1 U 6 4 ſei r u 7 dein— verfen. t ſey G. dn Sohn, fich in Go wir uns ſayveihn, uns verord 1 zum L iſt,das „ſein iſ jAitnt m a in N uf 21 ſt zu vunhag d, hanvel — —— — — 1 ————— pl de than des, un Eht nheiſum, taufEn 8, aüinte Sſ 18 Awdeterune: 80. emuhni 8 gen Leben Theil uns wie⸗ der zu erwerben. 3. Wo iſt, o Tod, dein Stachel nun? Hier iſt dein Ueberwinder. Fuͤr unſre Schuld genug zu thun, ſtarb er, das Heil der Suͤnder. Wo iſt nun, Suͤnde! deine Kraft! Hier iſt der, der uns Kraͤfte ſchafft, dein Joch von uns zu werfen. 4. Gelobt ſey GOtt! gelobt ſein Sohn, der Retter unſrer Seelen! Nun kann uns auch auf Erden ſchon das wahre Gluck nicht fehlen, ge⸗ troſt und froh in Gott zu ſeyn, wenn wir uns nur dem Heiland weihn, den Gott fuͤr uns verordnet. 5. Was er zum Leben uns verſchafft, das iſt in ſeinen Haͤnden; ſein iſt das Reich, ſein iſt die Kraft, das Heil uns zu⸗ zuwenden, das er ſo lieb⸗ reich uns erwarb, als er fuͤr uns am Kreutze ſtarb. und Erloͤſung durch JEſum Chriſtum. 17. V 4. ſer peil; er kam, am ew'⸗ Wohl allen, die ihm trauen! 6. O, laßt uns ihm uns anvertraun; und nie⸗ mals ſein uns ſchaͤmen, auf ſeine Mittlershuͤlfe baun, ſein Joch auch auf uns nehmen: das iſt der Weg zum ew'gen Wohl, der Weg, auf dem man friedenvoll auch ſchon auf Erden wandelt. 7. HErr, laß uns dieſe Seligkeit doch uͤber alles ſchaͤtzen. Nie koͤnnen Guͤter dieſer Zeit den Mangel uns erſetzen, wenn uns das groͤſte Gut gebricht, ein reines Herz voll. Zuverſicht zu dir, GOtt unſerm Vater! 8. O lenk auf dis er⸗ habne Gluͤck der Seele ſtaͤrkſte Triebe! Zeuch maͤchtig unſer Herz zu⸗ ruͤck von ſchnoͤder Suͤn⸗ denliebe! an dem uns theur erworbnen Heil laß uns im wahren Glauben Theil zu haben ernſtlich ſtreben. M *— ſtaͤt, und ſtilleſt mein Gewiſſen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ih⸗ ren Bau ergruͤnden, und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Waͤrm empfinden. 4. So kann ich auch nicht GOttes Rath von JEſu Tod ergruͤnden; allein das Gottliche der That, das kann mein Herz empfinden. 5. Nim̃ mir den Troſt, daß IEſus Chriſt nicht meine Schuld getragen, nicht GOtt und mein Erloͤſer iſt, ſo werd ich angſtvoll zagen. ——— 5 178 Zweyte Abth. Von der Gnade GOttes, 2. Hoch uͤber die Ver⸗ nunft erhoͤht, umringt fuͤhle ſeine Goͤttlichkeit, mit Finſterniſſen, fuͤllſt und halte du mein Herz mit Maje⸗ —“ nicht GOttes Sinn: ſon 1 ſoll, nicht wiſſen. 1 Nein, dieſen Troſt der Chriſtenheit ſoll mir RNas kein Zweifel rauben; ich feſt am Glauben. 8. Ich bin dein ew'ges Eigenthum, durch dich des Himmels Erbe; dis, Sohn des Höchſten, iſt a mein Ruhm leb und ſterbe. 3 9. Du gibſt mir deinen 3 Geiſt, das Pfand, im 1 Glauben mich zu ſtaͤrken, und bildeſt mich durch i deine Hand zu allen gu⸗ 3 ten Werken. V 10. So lang ich deinen Willen gern mit reinem Herzen thue, ſo fuͤhl ich 24 eine Kraft des HErrn, 4 und ſchmecke Fried und Ruhe. 11. Und wenn mich meine † * 1 —4 Fitſong Wn is e rnnſteLiet der für d lin Di ni 1 hen, zud „nauf den ih dehn Her lic dni gien he de lmdichzal dmh ke d A an 71 di 6. Ri 80 zes cGo Imeine Sünde kraͤnkt, dn ney tnund, HErr, ich zu dir Rih hnre trete, weis ich, daß mein ſ dsieſg dein Herz gedenkt, und 9 ſl tgs thut, warum ich bete. aht a, g 12. Ich weiß, daß du, „Renin 3mein Heiland, lebſt, und N azit za mich einſt aus der Erde dnt fiteing zerweckſt, und zu dem flt uny gele 5 Reich erhebſt, da ich dich d glut.*ſchauen werde. g göin 4 13. Kann unſre Lieb im Etät,e Glauben hier fuͤr dich 6 Kedints jemals erkalten? Dis iſt Gerne 3 5 die Lieb, vHErr, zu dir: 1nKen dein Wort von Herzen u mnduhn, f halten. ſampine 14. Erfuͤll mein Herz 9 duntit mit Dankbarkeit, ſo oft Gil, R ſien, ich dich nur nenne; und clatamoſ, hilf, daß ich dich allezeit 1n bht, treu vor der Welt bekene. ne Hw 1§. Soll ich dereinſt u Wern. noch wuͤrdig ſeyn, Herr, Sr lasen Schmach um dich zu lei⸗ dlen gmüng! den; ſo laß mich keine na hun Schmach und Pein von Fuſns deiner Liebe ſcheiden. w nceg 16. Und ſoll ich, Gott, Glaubens Freud empfin⸗ 1 1 4 4 1 und Erloͤſung durch JEſum Chriſtum. 179 den, ſo wirk er Tugend nur in mir, und reinge mich von Suͤnden. 17. Hat G Ott uns ſei⸗ nen Sohn geſchenkt,(laß mich noch ſterbend den⸗ ken,) wie ſoll uns der, der ihn geſchenkt, mit ihm nicht alles ſchenken! 160. M. Schmuͤcke dich, o liebe Seele. Vorbild wahrer Men⸗ ſchenliebe! JEſu, deines Mitleids Triebe zogen dich herab auf Er⸗ den, der Verlohrnen Heil zu werden, und fuͤr ſie ſo⸗ gar deinLeben in den Tod dahin zu geben. Wo iſt jemand, der die Gröſſe deiner Lieb und Huld er⸗ meſſe. 2. Ohne Vortheil zu begehren, ſich in andrer Dienſt verzehren, jedem gerne Guts erzeigen, zu Beleidigungen ſchwei⸗ gen, auch an Feinden Wohlthun uͤben: das heißt Menſchen goͤttlich lieben. Und wie voll von 2— ee T rir eene—— 180 Zweyte Abth. Von der Gnade GOttes, ſolcher Guͤte war, Erlo⸗ zen litteſt mit gelaßnem ſer, dein Gemuͤthe! Herzen, als ein Mi 3. O du Zuflucht der thaͤter ſtarbeſt, und uns Elenden! wer hat nicht ew'ges Heil erwarbeſt! ſein redliches Verlangen getrieben, Sanftmut Huͤlfe, Ruh und Troſt und Geduld zu uͤben, empfangen? O wie pfleg⸗ Haß mit Haß nicht zu teſt du zu eilen, das Er⸗ vergelten, deine Schmä⸗ betne zu ertheilen! Freu⸗ her nicht zu ſchelten, allen de war dirs, Seligkei⸗ freundlich zu begegnen, ten, ſchon auf Erden die dich laͤſterten, zu ſeg⸗ auszubreiten⸗ nen, deine Moͤrder zu 4. Menſchenſeelen zu vertreten, und fuͤr ſie zu 6 begluͤcken, Reuerfuͤllte zu GOtt zu beten. V erquicken, Unverſtaͤndge 7. Demuth war bey zu belehren, Abgewichne Spott und Hohne deiner zu bekehren, Suͤnder, Tugend Schmuck und die ſich ſelbſt verſtocken, Krone; nie haſt du nach liebreich zu dir hinzulo⸗ Ruhm getrachtet, noch 1 cken: war dein taͤgliches auf Menſchenlob geach⸗ Geſchaͤfte, ſelbſt mit tet. Deines Vaters heil⸗ Schwaͤchung deiner gen Willen mit Gehor⸗ Kraͤfte. ſam zu erfuͤllen, uns zum 5. Und wie hoch ſtieg Himmel zu erheben, war dein Erbarmen, da du, der Zweck von deinem Mittler, von uns Armen Leben. GOttes Strafen abzu, 8. Laß mich, HErr, wenden, unter frecher zu meinem Segen deinen Moͤrder Haͤnden Angſt Wandel oft erwaͤgen! und unerhoͤrte Schmer⸗ Laͤß mich in der Angſt der t 7 — — ——— ſſe⸗ von deinen Haͤnden auf 6. Deine Huld hat dich h 1 1 hlur duf T uünine diefner 1 gaimic lr uf E ſaihe il bkannt. N rich ra drgenſter lglanzge um! Wer fahten? 6 nr die9 tlda brine auln Licht Vahr! n Dein I Uüvele Klar erWahrheit dn. Per dun eheben. dfſe, mein⸗ dt wein Lo ſgots und ß 81) 4 1u Gedac 1 amnttr, u ·u GOttzu bi u Nenat Srxttundyt „Auutnd Ec Pyunr, ne Tuhm girat 53 ale Nenchen 8 t Aur 1 en Wlleng. m gerület un. dnndineh 29 ſr Jvec 11 eeh. dif mch anärmes, ee, N, fWn if 1 21 2 6 8 f der Suͤnden Troſt und Huͤlfe bey dir finden! Heilige auch meine Trie⸗ be zu rechtſchaffner Men⸗ ſchenliebe. Laß mich im⸗ mer mehr auf Erden deinem Bilde ahnlich werden. 161. In bekannt. Melod. Wie herrlich ſtrahlt der Morgenſtern! o welch ein Glanz geht auf vom HErrn! Wer ſollte ſein nicht achten? Glanz GOttes, der die Nacht durchbricht! du bringſt in finſtre Seelen Licht, die nach der Wahrheit ſchmachten. Dein Wort, IEſu, iſt voll Klarheit, fuͤhrt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben! 2. Du hier, mein Troſt und dort mein Lohn! Sohn GOttes und des Menſchen Sohnl des Himmels großer König! von ganzem Herzen preis ich dich! hab ich dein Heil, ſo ruͤhret mich das und Erloͤſung durch IEſum Chriſtum, 4 Gluͤck der Erden wenig. 181 Zu dir komm ichz warlich keiner troͤſtet deiner ſich vergebens, der dich ſu⸗ chet, HErr des Lebens! 3. Durch dich nur kann ich ſelig ſeyn. O druͤcke tief ins Herz mir ein Em⸗ pfindung deiner Liebe; damit ich ganz dein eigen ſey, aus Weltſinn deinen Dienſt nicht ſcheu und dein Gebot gern uͤbe. Nach dir, nach dir, den ich faſſe und nicht laſſe, ewig waͤhle, duͤrſtet mei⸗ ne ganze Seele! 4. Von GOtt ſtrahlt mir ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein An⸗ geſicht ich einſtens ſoll erblicken. Du kaüſt indeß durch deine Kraft, die Ruh in muͤden Seelen ſchafft, mich ſtaͤrken, mich erquicken. Troͤſte du mich, Seligmacher, daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfreuden innen werde. z. Und wie, GOtt Va⸗ M 3 ter, — der — 182 Zweyte Abth. Von ter, preis ich dich? Von Ewigkeit her haſt du mich in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich mit dir vereint, er iſt mein Bruder und mein Freund, was iſts, das mich betruͤbet? Seele, waͤhle ihn, den Beſten, ihn, den Groͤſten, dir um Freunde! und dann fuͤrchte keine Feinde. 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm muͤſſe froher Lobgeſang mit jedem Tag erſchallen! dem Lamme, das erwuͤr⸗ get iſt, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefal⸗ len. Tönet, tönet, Ju⸗ bellieder! ſchallet wieder! daß die Erde voll von ſeinem Lobe werde. 7. Wie freu ich mich, o JEſu Chriſt, daß du mir Troſt und Huͤlfe biſt in dieſes Lebens Leiden! Du ſchließeſt ſelig meinen Lauf; du weck ſt mich auch vom Tode auf, hilfſt rücket. 2. Hohe Lobgeſaͤnge HErr, durch aller Him⸗ Erbarmen gegen uns ge⸗ leitet, uns ein ew'ges Heil bereitet. Sollten wir, IEſu, dir nicht vor allen Dingen Dank und Ehre bringen? 3. Sing ihm, meine Seele! ſinge ſeine Liebe dankvoll mit erfreutem Triebe! Er iſt auch dein mir zu ew'gen Freudent Ewig werd ich, HErr t. dort oben hoch dich lobent dem ich traue, wenn icht nun dein Antlitz ſchaue. 162. M. Wunderbarer Kh fmm JEſu, Sohn des Hocht eehr ſten, Heiland vonh 1 uns allen! laß dir unſern Lob gefallen. Deinesl Vaters Liebe haſt du unsu i erklaͤret, und auch mit der That bewaͤhret. V HErr, du haſt uns der b Laſt, welche Suͤnder drucket, gnadenvoll ent⸗ ſchallen dir zum Preiſe, mel Kreiſe: daß du, von Ret⸗„ Söſong ihn 14 atkgebe dſ eh 1 Mlt t nihn ohnd 1 ſa(hriſtus ſüt macht. * ſehimmels „Thr ka ſenen, J. 1 n pl zu wer phdeinRe f ui wir 4 lbernah ſeſoweren r Uinhe aſenſche V ie ehachpoll N u Fnn, salalſ 1, Nr 1p 27] Al dhſale Run Nh 0 e Her, Ne n laf, telce 3 Tuct,ug a9 v nt. 't 88 i ſcalcr e Hen, Nuc 9 6 Anenmm. ht, 5. 5 hal bereirt. , JOeſe, mrdun 9 dhee eingn;, 4& „Lins in a. Ga ſrgeg 44 dattelk wt C 2m an ei 1 1— ' 1 4 Retter: hat ſein theures Leben willig auchfuͤr dich gegeben. Preiſ ihn gern, deinen HErrn! Preiſ' 1 ihn durch ein Leben, gaͤnzlich ihm ergeben. 4. Bringt ihm Preis, d ihr alle, die ihr Chriſtum kennet und ihn euren Heiland nennet! Sein erfreu ſich jeder, der ſich ihm ergiebet, ihn von ganzem Herzen liebet. Ewigs Heil iſt dein Theil, und einſt wirſt du droben ihn ohn Ende loben. 163. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. Von des Himmels ew'⸗ gen Thron kam zu uns auf Erden, JEſus Chriſtus, Gottes Sohn, unſer Heil zu werden. Er, er ward ein Menſch, wie wir; daß wir ſelig wuͤrden, uͤbernahm er willig hier ſchwerer Lei⸗ den Buͤrden. 2. Nun herrſcht er voll Majeſtat, nach vollbrach⸗ und Erloͤſung durch IEſum Chriſtum. ten Leiden, als der Held, von GOtt erhoöͤht, und regiert mit Freuden weisheitsvoll das große Reich, das ihm GOtt gegeben; Fromme ſollen, Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 3. Ehrfurcht und Ge⸗ horſam ſoll ihm der Menſch bezeigen; aller Knie ſoll demuthsvoll einſt ſich vor ihm beugen. Selig ſind, die jetzo ſchon es mit Dank bekennen: es ſey GOttes hoͤchſter Sohn unſer HErr zu nennen. 4. Wer den Sohn ehrt, ehrt zugleich Gott, durch den wir leben. Iſt des Vaters Macht und Reich ihm nicht uͤbergeben? Wer, HErr, HErr, zu IEſu ſpricht, und doch Boͤſes uͤbet, kennt ihn und den Vater nicht, der nur Fromme liebet. 5. Ewig liebe dich mein Herz, goͤttlicher Erbar⸗ mer! denn durch deinen M 4 Todes⸗ n ——— keAͤ 5 8— —— 6 Von der Gnade GOttes, Stöſhn Todesſchmerz leb und wie weicht da alles Leid, n⸗ 4 3 ſieg ich Armer. Du, du wo du gnaͤdig wohneſt,? ütes kenſt, o Menſchenfreund, und mit Muth und Freu⸗ un unſre Leidensſtunden; digkeit Glaubige beloh⸗ und wie ein Verlaßner neſt. n, dt, d weint, haſt du ſelbſt em⸗ 9. JEſu, weiche nicht 1 pfunden. von mir, reiche mir die ndurder 6. Du, den in der Nie⸗ Haͤnde; daß auch ich den! Tlit war drigkeit Noth und Angſt Weg zu dir einſt begluͤckt ſenidſeſe umgaben, kannſt nun in vollende! Laß, weil ich Muiſuns) der Herrlichkeit Mitleid auf Erden bin und mit uhtdui mit uns haben. Jene Noth umgeben, deinen! rwedtder Seelenangſt, die du fuͤr liebesvollen Sinn mei⸗ F ſims der, uns haſt ertragen, iſt die nen Geiſt beleben. Unzudir ur Quelle unſrer Ruh, lin⸗ 10. Lehre in der Todes⸗ dntziehſt dert unſre Plagen. nachk, wenn die Augen R ihwsbbbnn 7. Wenn Gebet und brechen, mich dein Wort: ſ u hinmel Angſtgeſchrey zu dem es iſt vollbracht! auch i Natſt da Himmel dringen, ſtehſt mit Freuden ſprechen. t, du ſ du mitleidsvoll uns bey, Hilf, daß ich mein Ba⸗ 1, nur hilfſt den Sieg erringen; terland dann im Geiſt„ ötllbevol ſchenkeſt unſern Seelen erblicke; daß mich in des dcſ, nicht Licht, unſern Herzen Le⸗ Vaters Hand ewge w fifſt da. ben, daß wir, kommt nun Wonn' erquicke. ſevir von das Gericht, nicht als 164. Mel. Wachet auf, i giaen ger Suͤnder beben. etuft uns die St. u ftelend a 8. Du kaüſt zur Zufrie⸗ Hetr, wir ſingen deiner sdes denheit uns im Stanb Ehre. Erbarm' dich erhoͤhen; und ſo bald unſer, und erhoͤre, nimm dein Wink gebeut, muß gnaͤdig unſer Loblied an! V die Nacht vergehen. O HErr, wir danken voll Ent⸗ ſ“—— 184 Zweyte Abth. ufen dn 17' M 4 dech ungan 1 ttatee 1 m nyſu kid 3 2 — —— —— =— — B if, u ias. 1 Frand dunn) n dtſic, Rm g e. laters Han k, N Um tnutt Ml 1A h, niſtunsdo „her wie nc u6 1 dhre En n) Hvir uhelit int rhuwinal a D vkwtn. 7 . Entzuͤcken; wo iſt ein GOtt, der ſo begluͤcken, ſo lieben und ſo ſegnen kann? Der GOtt, den wir erhoͤhn, er, deſſen Heil wir ſehn, iſt die Liebe; ſchon vor der Zeit, in Ewigkeit war GOtt die Liebe, wird ſie ſeyn. 2. Um zu dir uns zu er⸗ heben, hauchſt du in un⸗ fre Bruſt das Leben, und ſchenkeſt uns der Erde Gluͤck. Um zu dir uns zu erheben, entziehſt du un⸗ ſrer Bruſt das Leben, und rufſt zum Himmel uns zuruͤck. Du gibſt das Le⸗ ben, GOtt, du ſendeſt uns den Tod, nur zum Segen; biſt liebevoll, nur unſer Wohl, nicht unſer Elend ſchaffeſt du. 3. Als wir von der Suͤnde Plagen gequaͤlt in unſerm Elend lagen, und Nacht des Todes uns und erlöſung durch Jeſum Chriſtum. umfieng; fern von deiner WahrheitPfade: da war es, GOtt, als deine Gnade erbarmend vor uns uͤbergieng. Da rief der Liebe Blick uns zu des Lebens Gluͤck; von der Suͤnde, von ihrer Nacht ſind wir erwacht, er⸗ wacht, um GOttes Licht zu ſehn. 4. Preiſet ihn, ihr Ju⸗ bellieder! Zur Erde ſtieg ſein Sohn hernieder, ward Menſch und ſtarb der Suͤnder Tod. Chri⸗ ſtus hat den Tod bezwun⸗ gen; ein neues Lied werd ihm geſungen! uns ſeg⸗ net und begnadigt Gott. Wir ſind mit ihm ver⸗ ſohnt; ihr Lobgeſaͤnge toͤnt, toͤnt zum Himmel! erſchallt ſchon hier! einſt knien wir an ſeinem Thron', und beten an, rin ne 1 n m. Lunr ſlbe eſchl a zuteust 4 mn hnn 4 n latenicruß a 4 ſbroce Kee ar dn und tee, deſen th, hfnk. hr KGch ſchedd 1e dndgeiterauſe 4 gikfurchäbardg e. anun ſen ſ ich ſet kein Un an (Gt nichDN a2 p Nyn Soßt, 4o „Uahmiegenatt e. a n ataucdsen K J ah ner o kn 1 thanilun 8. ſucht denkt? Mein iſt er u hier bereits im Glauben, und wird mir einſt von dir geſchenkt. Da werd ich vollig ſuͤndenrein, auf imer froh und ſelig ſeyn. 8. Oreiche mir nur deine Haͤnde, mein Va⸗ ter, daß ich dir getreu und bis an meines Lebens Ende geſchaͤftig in der Beßrung ſey: ſo ſchließ ich ſelig meinen Lauf, und du gimmſt in dein Reich mich auf. 166. Mel. Werde munter mein Gem. G82T, mein Vater, mein Gemuͤthe ſchaut mit ehrfurchtsvol⸗ lem Blick in den Abgrund deiner Guͤte, in das uns beſtimmte Gluͤck; o wie groß iſt deine Huld! Un⸗ ſre ganze Suͤndenſchuld willſt du uns ſo gern ver⸗ geben; denn du haſt nur Luſt am Leben. 2. Ich verehre, GOtt voll Liebe, deiner Gnade heiligen Geiſt und deſſen Gnadenwin kungen. 187 an mein Herz voll Sehn⸗ weiſen Rath, die aus eignem freyem Triebe unſrer ſich erbarmet hat. Uns Verlohrnen dachteſt du Rettung vom Verder⸗ ben zu, und, dis Gluͤck uns zu erwerben, ſollte dein Geliebter ſterben. 3. Weiſer Nathſchluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der uns, uns verlaßnen ArmenGnad und reichen Troſt verleiht! O wie haſt du uns geliebt, daß dein Sohn ſich fuͤr uns giebt, die verſcherzten Seligkeiten uns aufs neue zu bereiten! 4. Ja, du zeigſt aus weiſer Liebe uns zur Gnade ſelbſt die Bahn; fuͤhrſt durch deines Gei⸗ ſtes Triebe uns zur Buß und Glauben an. Wer nicht in der Suͤnde bleibt, ſtandhaft an den Mittler glaͤubt, ſoll, befreyt von dem Verderben, Himels⸗ freuden einſt ererben. 5. Du beſtimmeſt zum Ver⸗ 188 Zweyte Abt. Von Verderben auch nicht Ei⸗ ſichre Zeugniß geben:g nen; deine Huld hilft daß ich geh den Weg zum auch Suͤndern; wenn ſie Leben. 1 ſterben, ſterben ſie aus 3. Ueberzeugt von dei⸗ eigner Schuld. Wer ner Gnade, und gewis, nicht glaubt an deinen dich einſt zu ſehn, will Sohn, den trift ſeines ich ſelbſt des Todes Pfade 4 ceichtſinns Lohn; beharrlich Widerſtreben gehn. Hab ich deine ruaubt ihm Gnade, Heil Gnade nur, ſo wird keine 1 und Leben. Kreatur mich von deiner 6. Ewig ſey mit Dank Liebe trennen, dir mich deſungen, was dein Rath nicht entreiſſen können. beſchloſſen hat. Mit uns 1657. M. Freu dich ſehr, Ppreiſen Engelzungen die⸗ o meine.. ſen weiſen heilgen Rath, Sorglos lebt in ſeinen den der Glaub in De⸗ Sunden, wer dich, muth ehrt, die Vernunft Geiſt des HErrn, nicht 3 erſtaunend hoͤrt, wo der hoͤrt; unvermoͤgend, zu Engel Tiefen findet, die empfinden, wie das La- er niemals ganz ergruͤn⸗ ſter ihn entehrt. Immer det.⸗ küͤhner ſuͤndigt der, das 7. Vater, hilf mir dar⸗ Gewiſſen dämpfet er, nach ſtreben, meines ſtuͤrzt aus Suͤnden zu 1 — 2* Heils gewis zu ſeyn. Verbrechen, traͤumt und Richte du mein ganzes ſpricht: GOtt wirds Leben nur nach deinem nicht raͤchen. 2 Willen ein! Laß des 2. Drum, wie heilſam Glaubens Frucht und ſind dem Herzen, das der in uns ſchafft, mir das deine Schrecken, ihre —, 3 4— ſein ohne Graun und muthig Kraft, die dein Geiſt nur Suͤnde Reitz bethört, Schmer⸗ E ſau der Heiligung durch en pl 4c. Duk 4] rusGOtt. menngmur änet ih icht Er eericht n ſafze, aiefe,nich aunve e Ate ſch en dAGegier möettung ſhfand Tr Ver —— „ct hhg iſt de un . ich 9 1feo gls d. tenag det negy, n TH AATLAX.“ nes ſt ſedeu ſeh dh⸗ V 1 Ehen 1 * 1 1 ne eir hi in N Grrr ſre „Kuh nom 9 4 Uns N hare fäwditd 5. Dtteite. t Strgos tn an d eünde, 36 nt Getds hern in bi; uvvernog Newyfinken, weh 27 biritmeir. m „wiſen dwoft lütt aus Eine Atetchen,Räuf in httt G09 1 Küüttächer. 4 icyden He „Hrun, bo 1 Dan Ry teenn, a Kif Nct entriſtn ih N ga M. f heiligen Geiſt und deſ Schmerzen; ach! w ie ſehr des Dankes werth! Von des Laſters Taͤuſche⸗ rey, wird durch ſie die Seele frey, daß ſie die Gefahr der Suͤnde, da Gnmug an. es Zeit noch iſt, empfinde. 3. Du entdeckſt ihr, ſie zu beugen, ihrer Suͤnden Groͤß und Schuld, und, das Herz zu GOtt zu nei⸗ gen, ſeine Langmuth und Geduld; zeigeſt ihr, da⸗ mit ſie nicht Suͤnden haͤufe, ſein Gericht, daß ſie traure, ſeufze, klage, und doch hoffe, nicht ver⸗ zage;— 4. Daß ſie dem verdien⸗ ten Fluche ſich entreiß und voll Begier Huͤlfe noch und Rettung ſuche, ſuche Rath und Troſt bey dir; daß ſie flehe: fuͤhre nicht, mich, o GOtt, in dein Gericht! Wer kann, HErr, vor dir beſtehen? Gnade laß fuͤr Recht er⸗ gehen! 5. Dis Gebet, dis heiße Sehnen nach Vergebung — und nach Ruh, dieſe Sorge, dieſe Thraͤnen, ſind dein Werk, das ſchaf⸗ feſt du, um den Trieb zur Heiligung, denEntſchluß der Beſſerung, und den Abſcheu an den Suͤnden, ſtark zu machen, tief zu gruͤnden. 6. Ach, den Suͤnder zu bewegen, daß er reuig ſeine Schuld GOtt be⸗ kenne: welch ein Segen! welche Liebe! welche Huld! Selig, wenn er es nun faßt, was GOtt ihm verbeut und haßt, und es meidet, voll Ver⸗ langen, Heil und Gnade zu empfangen. 7. Dank ſey dir und Preis und Ehre, daß du Suͤnder beugſt und ſchreckſt, daß du ſie durch JEſu Lehre aus dem Suͤndenſchlafe weckſt; daß durch dich die Blin⸗ den ſehn, ihrer Pflichten Werth verſtehn, vondem Laſter ſich entfernen, und es ernſtlich haſſen lernen. 16 8. en Gnadenwirkungen. 189 —* —— 4 90 Zweyte Abt. B mein GOtt, mich umſonſt empfieng. 2. Du leiteteſt mich ſtets mit deinen Vater⸗ armen, ich fuhr im Leicht⸗ ſinn fort, du aber im Er⸗ barmen; ich widerſtrebte dir, und ſchob die Beß⸗ rung auf: und die ver⸗ diente Straf erfolgte doch nicht drauf. 3. Daß ich bekehrt nun bin, haſt du allein ver⸗ richtet; du haſt der Suͤn⸗ de Macht in mir, o Herr, Wvernichtet; nur deine Gut und Treu, die an die Wolken reicht, hat auch mein ſteinern Herz zerbrochen und erweicht. 4. Selbſt konnt ich frei⸗ lich wohl mich wider dich eemporen; doch nicht von Weelbſt zu dir, mein GOtt, —ͤ— on der Heilig. durch den heil. ꝛc. 168. Nun danket alle G. zuruͤcke kehren Nie kann ich Dank ge⸗ nug fuͤr deine Treue ſagen. Du haſt ſo lang, —— len konnt ich wohl, und ins Verderben gehn; doch ſelbſt nicht wiederum von 1 mit meinem Geduld getragen, als ich, entfernt von dir, verkehr⸗ te Wege gieng, und dei⸗ nen Gnadenruf ſo oft wandeln Fall aufſtehn. 5. Dein Geiſt hat mich bekehrt, und mir den Weg gewieſen, den ich nun dafuͤr geprieſen! Was ſonſt mir wohlgefiel, die Suͤnde haß' ich nun, und ſtrebe nur darnach, was dir gefaͤllt, zu thun. 6. Doch, daß ich nicht, mein GOtt, aufs neue wieder falle, ſo laß mir deinen Geiſt, ſo lang ich hier noch walle; hilf daß ich, ſtark durch ihn, im Guten weiter geh, und ſiegreich jedem Reitz zum Falle widerſteh. 7. Dein Geiſt nun fuͤhre mich, ſo lang ich leb auf Erden, auf ihn nur will ich ſehn, von ihm geleitet werden. Folg ich nicht kindlich ihm, ſo werd ich bald verfuͤhrt, doch leitet er mich ſtets, thu ich, was mir gebuͤhrt. —— zſelbſt fal. ſoll. Sey hoch — 1066 C. hom l ahGott u d ſ min. 4 dnf ſein 2 a(Selle t * Ke bier, rin 5 im Schat „ AMnttiſt n ar mich * tneckn. 1 vott, 99. t hnichvon ſ ſäkecken. 8 fütt ic 8 üch vicht 1 Auhrhei t K chneſ d hie wieic 3h Ptt 6 Lerte ſ Terth, d ſt uwd. 8 ſt iſt 40 1 nit en dl. gd the 3 oep — une, eunnge, ir utpul G, fattw 1un lurnut 1n nihſ 3 le widerſ Vom Worte Ottes. 14 169. M. Ach Gott und H. ich nicht, waͤr mir dis 4 GOtt iſt mein Hort, und auf ſein Wort e a3 ſoll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein ½ GOtt, vor dir im Glau⸗ 81 B wAne di 1 10 ai, ſſangich mn, aufih ſe fi ten e mm gb dhſſcihm, tt aeflhe nüh it sn ghür Ns R 94 7 9 1' 4 9 1 ben nicht im Schauen. 2. Dein Wort iſt wahr; laß immerdar mich ſeine Kraͤfte ſchmecken. Laß keinen Spott, o HErr, mein Gott, mich von dem Glauben ſchrecken. 3. Wo haͤtt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehr⸗ te? GOtt, ohne ſie ver⸗ ſtuͤnd ich nie, wie ich dich wuͤrdig ehrte. 4. Dein Wort erklaͤrt der Seele Werth, Un⸗ ſterblichkeit und Leben. Zur Swigkeit iſt dieſe Zeit von dir mir uͤber⸗ geben. 5. GOtt, deinen Rath, de Miſſethat der Sunder zu verſuͤhnen, den kennt Licht nicht durch dein Wort erſchienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Suͤnden nicht verzagen; nein du verzeihſt, lehrſt meinen Geiſt im Glau⸗ ben, Vater! ſagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, iſt meines Heils Geſchaͤfte. Durch meine Muͤh vermag ichs nie; dein Wort gibt mir die Kraͤfte. 8. HErr, unſer Hort, laß uns dis Wort, denn du haſts uns gegeben. Es ſey mein Theil, es ſey mir Heil und Kraft zum ewgen Leben. 170. M. Dir, dir Jehovah will ich ſing. on dir, mein GOtt, kommt Licht und Leben, der du des Lichts und Lebens Quelle biſt. Mich hat noch Finſterniß um⸗ “ ·192 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. umgeben, das Leben fehlt HErr, dich recht erken⸗ mir noch, das aus dir iſt. nen, und dann ſeh ich in! Ach ſenk in mich den deinem Licht das Licht; Strahl der Wahrheit dann kann ich dich erſt i ein; belebe mich, ſo leb Vater nennen, wenn mir i 7 dud Ji dguth. grilich deceßten, „ont mi ich dir allein. dein Geiſt der Kindſchaft! 2. Dein Wort zog aus Recht zuſpricht; dann te gie wi lſkinn h den Finſterniſſen mit wird mir erſt die hohe it dere Gotteskraft der Sonnen Weisheit klar, die vor 4½ ſt Ete Licht hervor. Du der Welt im Sohn ver⸗ ael! ſprachſt: Da wards dem ordnet war. 1 ſ vand Nichts entriſſen, und 5. So leite mich in deie eiien ſchwung ſich ſchnell aus ner Wahrheit den Le⸗ tiefer Nacht empor. bensweg durch Irrthum d heroeeM HErr, laß dis Wort in und durch Nacht; begleite ½ ot, d mir auch maͤchtig ſeyn, ſtets dein Wort mit Klar⸗ en iftbahet durchdringe mich mit heit, bewafne es mit dei⸗ ſhe zu deinem hellen Schein. nes Donners Macht, da, itt; 3. Dich hat noch Nie⸗ mit erſchreckt der Suͤnder nz mand je geſehen, dein um ſich ſeh, und zu dir icnin Sohn allein hat dich bey flieh, und dich um Gnad in 9 uns verklaͤrt. Doch wie anfleh. 4 bh re kann ich ihn recht verſte, 6. Und wenn er mit er⸗ uxe hen, wenn nicht dein ſchrocknem Herzen, um dn de Geiſt mich durch das Gnade fleht, daß er von aen Wort belehrt? Drum dir abwich: So ſtille des kom, o Geiſt! mit Wahr⸗ Gewiſſens Schmerzen” heit und mit Licht, er⸗ durchs gnaͤdge Wort: der 1 1 3 ſeuchte mich und offne Mittler ſtard fuͤr dich. ſi mein Geſicht. Entdecke ihm ſein Heil 9 4. Dann kann ich, in JEſus Blut, dis rei. ni En, dic 1 3 en, und dann inem dict ang kann ic Jatergennen ein Geiſt derg zecht zuſorit, itd mir erſt Leisheit klar er VWält m dnet war. 5. Soleiten * Waßthet noweg durch ddurchach ts dein Wort it, bewafnee — iterſchrecktde n ſich ſeh, u 12 eh, und dich! fleh. „Und wenn focknem Het jade fleht,Ren abwich: Et wiſſens G nchs gnaͤdaes tttler ſtarb tthecke ihn Ieſus Blut 90 4 1 * 12 — — 4 1 81 nigt ihn, und gibt ihm Troſt und Muth. 7. Stets will ich dank⸗ bar dich verehren, daß du dein Wort mir haſt geoffenbart, nie will ich es mit Kaltfinn hoͤren; denn ſelig iſt, der es ge⸗ treu bewahrt. Stets ſey es mir die Regel meiner Pflicht: ſo wandl' ich fromm vor deinem An⸗ geſicht. 171. In voriger Melodie. ein GOtt, du haſt uns offenbaret dein Wokt, dis Licht, zu leuch⸗ ten in der Nacht; haſts rein bisher uns aufbe⸗ wahret, und ewig bleibts durch deiner Vorſicht Macht. Lob, Preis und Dank ſey deiner Guͤtig⸗ keit, die von der Nacht des Irrthums mich be⸗ freyt. 2. Ich ſehe dich in dei⸗ nem Werke, in Sonn und Mond und aller Sternen Heer; der Wel⸗ ten Bau ruͤhmt deine Vom Worte Gottes.— Staͤrke; der HErr iſt Gott, ruft Himmel, Erd und Meer: Doch deut⸗ licher ſeh ich in deinem Wort, und troͤſtlicher dich, meines Lebens Hort. 3. Dein Weſen und Vollkommenheiten; der Dinge Grund und An⸗ fang aller Zeit; der Suͤn⸗ den Quell und Heßlich⸗ keiten; der Gnadenrath von meiner Seligkeit; des Glaubens Werth, des Lebens ganze Pflicht: entdeckt ſich mir in deines Wortes Licht. 4. O Vater, aller guten Gaben, der aus der Nacht dasLicht erſcheinen hieß; von dem wir nichts als Gutes haben der nie ab⸗ weicht vom Licht zur Fin⸗ ſterniß; der helle macht, was Nacht und Irrthum heißt: erleucht auch mich im Wort durch deinen Geiſt. 5. Zerſtreu die Dunkel⸗ heit der Erden durch die⸗ ſes Lichts frey ausge⸗ N broch⸗ 194 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. brochnen Strahl, und laß das Heil der Voͤlker werden groß und verehrt bey Voͤlkern ohne Zahl. Brich, ſtarker GOtt! todtes Wiſſen ver rwech! und Geiſt; die zwar, zu hoͤren, ſind befliſſen, docht brich deinem Wort die nicht zu thun, was dein, Bahn, mach alles dir Geſetz uns heiſt. Zeig und JEſu unterthan. ihnen, daß im Dienſte JEſu C hriſt Nechtſchaf⸗ fenheit und wahre Tu⸗ end iſt. 6. Sprich, doch nicht in der Rache Wetter, nein durch dein Wort, g das ruͤhret und bekehrt, ſprich maͤchtig mit dem Volk der Spoͤtter, das Luͤſten dient, dich haßt, undLuͤgen lehrt; es beuge ſich, erſchuͤttert durch in Drohn, vor ſeinem HErrn und Richter, dei⸗ nem Sohn. 7. Durchdringe die mit deiner Klarheit, die nur bisher auf Menſchenwerk geſchaut, und auf den Grund von Chriſti Wahrheit, ſtatt Gold bringt in Geduld! der und Stein, nur Stop⸗ Suͤnder Gluͤck wird peln aufgebaut; verbren ſchnell zerſtoͤret: doch un⸗ ihr Werk, ſie aber fuͤhre bewegt ſteht er durch dei⸗ du ins Reich des Lichts ne Huld. Wer mein dem Hirten Chriſto zu. Wort haͤlt, verſichert JEſus Selbſtbetrug und ecklem Ueberdruß; ſtets ſey das groͤſte deiner Guter, dein ſchmackhaft im Genuß; heit einzuſehn; es treibe mich, den Lebensweg zu gehn. 10. Wie ſelig iſt, der dein Wort hoͤret, und feſt bewahrt, und Frucht — 8. Beſchaͤme, die ein ſeln mit des Wortes Kraf 9. Bewahre mich, 0 HErr, mein Huͤter vor Wort, mir neu und es lehre mich, die Weis⸗ pun ennt, der dhucht ſe tlelſtus hün w 1de 6ſ,GOtt ae,Gott tand erm. mnalkr Hi nun henſchen auahiet 1 Vr ihr4 1 ftmm. in mhellunde 1 ſinſte ſablckiſt iſt 6 mochluͤße 4 wmapar d feun der 1 t, wa d ſt ei — ſiülar 1 ſf ſing. '' dulbar n eaneW en ſcht ſtit w 1 dühe pne Gnaden 1 8. Beſchine Wign, voles Viſeg eln mitesm nd Gei ſt; d dn ſind 1 khi thun,, 2 * * Odtes 1 uns he 1 jſt. . Bewahre err, mein 4— 5 nheit Und w ½ bſtbetrug un erdruß; ſtet edeinere 1 C hu, der du mn, daß in e Eſ G Chriſt ,9 8 Vom Worte GoOttes. IEſus mich, der wird den Tod nicht ſehen ewiglich. 172. Mel. Chriſtus„der uns ſe lig macht. die Wahr⸗ heit! biſt t,GOtt, zu dem ich ſinge; GS Itt, den kein Verſtand ermißt; Urſprung aller Dinge! alle Wei⸗ sheit kommt von dir zu den Menſchenkin⸗ dern; ſie erleuchtet uns, wenn wir nur ihr Licht nicht hindern. tt, nt 2. Vorurtheil und Fin⸗ achaſt im 57 ſterniß fuͤllen unſre See⸗ hre mc ,1E len; unſer Blick iſt unge⸗ inzuſetn⸗. wis, unſre Schlüſſe feh⸗ 1 6 len; aber dein Verſtand uus we icht nicht von der lau⸗ Wie ſala 1 tern Wahrheit; was du Vort höet in rt, und? in Gedl der Glut erſtöret: 4 V denkeſt, das iſt Licht, Riichtigkei t uñ Klarheit. 3. Wirf dich, ſterbliches „Geſchlecht, dankbar ihm zu Fuͤßen! Seine Wahr⸗ heit und ſein Recht laͤßt dein GOtt dich wiſſen, Weit erſchallt das Wort des HErrn, das die Welt 1957 bekehret. a bt es freud dig; fo hm gern, Menſchen,d ie ihrs es h bret. 4. Gtt, was uns dein Wort verſpricht, wird und muß geſchehen; dei⸗ ne Drohung kann auch nicht leer voruͤber gehen. Haben Tauſende nicht ſchon, welche vor uns waren, deine Strafen, deinen Lohn dir zum Ruhm erfahren? 5. Seele, wollteſt du nicht G Ott zuverſichtlich glauben? Soll derLeicht⸗ ſinn, ſoll der Spott dei⸗ nen Troſt dir rauben? Der die Himmel aufge⸗ baut, kann der jemals luͤgen? kann er dem, der ihm vertraut, wie ein Menſch betruͤgen? 6. Wehre alle dem, was ſich wider GOtt em⸗ poͤret; wider ſeinen Geiſt, der dich ſeine Wege leh⸗ ret. Weh dem Spötter, der ſich blaͤht, mehr, als GOtt, zu wiſſen! Er wird einſt, vielleicht zu N 2 ee.„— V 196 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. ſpaͤt, doch G Ott glauben muͤſſen. 7. Erd und Himmel wird vergehn! GOtt, dein Wort wird bleiben. Laſterhafte, die es ſchmaͤhn, werdens nicht vertreiben. Koͤnige ſind vor dir Staub, wenn fie ſich empoͤren; ſind des ſchnellen Todes Raub, ſie mit ihren Heeren. 8. Du biſt Wahrheit! ewig ſoll mich von dir nichts trennen; nicht die Welt, von Argliſt voll, mich erſchuͤttern koͤnnen. Sollt ich hier auch um dein Wort Schmach und Truͤbſal leiden: ſo be⸗ lohnſt du mirs doch dort, GOTT, mit Ehr und Freuden. 173. Mel. iebſter IEſu, wir ſind her Herr, mein Licht, er⸗ leuchte mich, daß ich mich und dich erkenne, daß ich voll Vertrauen dich meinen GOtt und Vater nenne; daß ich da⸗ ſͤſͤſ —— durch auf der Erde fuͤr den Himmel urif werde. 2. Zuverlaͤßig iſ Wort; lehre michs nur recht verſtehen. Wenn ichs forſche, hilf mir fort, ſicher daraus einzuſehen, was zu deinem Heil mich fuͤhret, was zu meiden mir gebuͤhret. allein richtig ſeinen Sin verſtehen; laß mich auch befliſſen ſeyn, den erkann⸗ ten Weg zu gehen. Denn ſonſt wuͤrd ich bey dem Wiſſen doppelt Strafe leiden muͤſſen. 4. Folg' ich ſeinem Un⸗ terricht: o ſo werd ichs auch erfahren, was es denen Guts verſpricht, die es hoͤren und bewah⸗ ren. Dann wird es auch mir im Leiden eine Quelle wahrer Freuden. 5. Hilf auch, daß von Zeit zu Zeit meine Kennt⸗ niſſe ſich mehren. Find ich dann noch Ounkelheit bey des Glaubens hohen Leh⸗ 4 t dein 1 4 4 4 Po 116 ſ e lanan, 4 öluch daſich u eckenne ſt Gel vann nur ſage, wa . fu ihrt 3. Aber laß mich nicht a enna atiume 2. IAberſ Norf. Tant; ſehre ds zu deinen.. 1 jheit, was nr gebüͤhret 5. Iber laß lin tichig ſia rtehen; laß ni urch auf 5 hei fig 9 zul en I iſſet ſenn,den 18 Wagzu gehen(. t würd ich ſſen doppelt en muͤſſen. 9 12 Folg'ichſein n icht: o ſo w erfahren, * 24, n Guts ver bi S hören und! aa: Dann wid ſu, 61 i8 meeideneing„Lehre; gib, daß ich ſie er Freuden. zilf auch, Nn u Zeitmeine ſch mehren. 3 I un nochDun 6 Glaubensſ Vom Worte GOttes. Lehren: o ſo laß mich Demuth lernen, mich von Zweifelſucht ent⸗ fernen. 6. Gib, daß ich in dei⸗ ſi nem Licht immer mehr geruͤhrt erkenne jener Herrlichkeit Gewicht, und mich dann nur gluͤck⸗ lich nenne, wann ich weislich nach ihr trachte, und die Suͤndenluſt ver⸗ achte. 7. Gib mir immer neue Kraft, deinem Wort ge⸗ maͤß zu handeln, und vor dir gewiſſenhaft auf der Tugend Pfad zu wan⸗ deln: ſo wird einſt in je⸗ nem Leben mich ein hell'⸗ res Licht umgeben. 174. Mel. O Gott, du frommer Gott. Gelobet ſeyſt du, Gott, — fuͤr deines Sohnes auch gern mit Fleiß und 2 Andacht hoͤre. Ja, mache ſelbſt mein Herz von Vor⸗ urtheilen rein, und laß dein Wortmein Licht auf 2. meinen Wegen ſeyn. muͤth ſtatt Wahrheit Irrthum waͤhlen, und 4 deiner Lehren Siũ leicht innig ſich verheelen. Leit', Allerhoͤchſter, ſelbſt den forſchenden Ver⸗ ſtand: ſo wird, was du mich lehrſt, auch recht von mir erkannt. 3. Dein Wort bleibt ewig wahr. von Herzen glauben, und mir nicht ſeinen Troſt durch Ungehorſam rau⸗ ben. Wer hier nach dei⸗ nem Wort gewiſſenhaft ſich haͤlt„ der kommt zum wahren Gluͤck hier und in jener Welt. 175. In voriger Melod. Soll dein verderbtes — Herz zur Heiligung geneſen, Chriſt! ſo ver⸗ ſäume nicht, das Wort des HErrn zu leſen; be denke, daß dis Wort das Heil der ganzen Welt, den Rath der Seligkeit, den Geiſt aus GOtt enthaͤlt. Merk' auf, als ob N 3 dir 2. Nie muͤſſe mein Ge⸗ d 9 Laß michs 2108 Jre hte Aoth. Von den Gnadenmitteln. dir GOtt, dein GOtt ſchaͤften, und ſammle dei⸗ runc gerufen haͤtte; merk' auf, nen Geiſt mit allen ſeineng iſcdit 3 als ob er ſelbſt zu dir vom Kraͤften. Des Tages be⸗t Phebe Himmel redte! So lies! ſter Theil, des Morgens din 3 mit Ehrfurcht lies, mit Heiterkeit, und dann derh Luſt und mit Vertraun, Tag des HErrn, der ſey ſitts und mit dem frommen der Schrift geweiht. lo Ernſt, in GOtt dich zu 6. Ruͤhrt dich ein ſtar⸗ iit ſchim erbaun. ker Spruch: ſo ruf' ihn, gnddie . Sprich fromm: O dir zum Gluͤcke, des Daas 4 p gfange G8tt, vor dem im Stil⸗ oft in dein Herz, im Stil⸗ kmöot 1 len ich hier bete: gib, daß len oft zurucke; empfinde tderGe ich nie dein Wort ver⸗ ſeinen Geiſt, und ſtaͤrke wund we acht und übertrete; und dich durch ihn zum wah⸗ ſt deg laß mich deinen Rath em⸗ ren Edelmuth, das Gute dt ſpri pfindungsvoll verſtehn, zu vollziehn. b pum ſa die Wunder am Geſetz, 7. Um tugendhaft zu Chrit, am Wort vom Kreutze ſeyn, dazu ſind wir auf ſrifll ſehn. Erden. Thu was die 1(adn Kin 4. Er, aller Wahrheit Schrift gebeut; dann 10 60 GOtt, kann dich nicht wirſt du inne werden: 4 aſte irren laſſen. Lies, Chriſt, die Lehre ſey von GOtt, rrdan ſein heilig Buch, lies die dir verkuͤndigt iſt, 1 3 s oft; du wirſt es faſſen, und dann da⸗ r b 1 6 3 kehn, dem du gehorſam b he m wirſt es fo Wort ver⸗ ſo viel dein Heil verlangt. GOtt iſts, der Weisheit biſt. Ir ſas zit gibt, wenn man ſie red⸗ S;„W ſtn lich ſucht, gewiſſenhaft nißvoll: ſo laß dich dis imim ſie uͤbt. nicht ſchrecken. Ein end hm Lies frey von Leiden⸗ licher Verſtand kañ Gott fam ſchaft und ledig von Ge⸗ nie ganz entdecken; Gott b bleibt Gtt ₰ — Q e 7 1 3. 8. Spricht ſie geheim⸗ 14 4 1 1 ungeßen 1 dog X, 6!c . E trift get 6 Wn,. 6. Rühr dich d Spruch. 1 2* t am Gll,. l 1 deinhen, Noft zuxuck ** Um tugen „dazu find a en. Thu h s rift gebeut⸗ a A aneg ſu f hle ſey von *⸗ 7 3 — V 4 E.A⸗ † Joeg vertund AA 1 U5 4 dem du geh Sh. recken. E erſtand ka entdeckeh Wom Worte GOttes. bleibt unendlich hoch. forſchender Verſtand, der Wenn er ſich dir erklaͤrt: ſo glaube was er ſpricht, nicht was dein Witz be⸗ gehrt. 9. Sich ſeines ſchwa⸗ chen Lichts bey GOttes Licht nicht ſchaͤmen, iſt Nuhm; und die Vernunft alsdann gefangen neh⸗ men, wenn GOtt ſich of⸗ fenbart, iſt der Geſchoͤpfe Pflicht; und weiſe De⸗ muth iſts, das glauben, was GOtt ſpricht. 10. Drum laß dich, frommer Chriſt, durch keine Zweifel kraͤnken. Hier biſt du Kind, doch dort wird GOtt mehr Licht dir ſchenken. Dort waͤchſt mit deinem Gluͤck dein Licht in Ewigkeit; dort iſt die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit. 1I. Verehre ſtets die Schrift; und ſiehſt du Dunkelheiten: ſo laß den weiſen Freund, der wei⸗ ter ſieht, dich leiten. Ein ſich der Schrift geweiht, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 12. Halt feſt an Gottes Wort; es iſt dein Gluͤck auf Erden, und wird, ſo wahr Gott iſt, dein Gluͤck im Himmel werden. Ver⸗ achte, chriſtlich groß, des Bibelfeindes Spott; die Lehre, die er ſchmaͤht, bleibt doch das Wort von GOtt. 176. M. Was mein Gott will, das. „u haſt auch mir zur Seligkeit, mein GOtt, dein Wort gege⸗ ben. Hilf, daß ich darauf allezeit moͤg achten, dar⸗ nach leben. Sein Unter⸗ richt gibt mir das Licht, die Bahn des Heils zu ſehen; es zeiget mir den Weg zu dir. Laß mich ihn freudig gehen. 2. Eröffne du zu mei⸗ nem Heil die Augen mei⸗ ner Seele, daß ich mein erkenn N 4 und “— 4 200 Zweyte Abth. Von den Gna und auch erwaͤhle. Laß GOtt, ich mich hier, mein Gott, deine Wahrheit ehret, von dir, und deinem und durch dein Wort, Wort regieren, ſo wirſt gelehrt von dir, die rechte du mich auch ſicherlich Weisheit hoͤret. Ein zur wahren Wohlfarth frommer Sinn iſt ſein fuͤhren. Gewinn; dein Segen, 3⸗ Dein Wort lehrt dein Verſchonen, bringt mich, daß dieſe Zeit mir hier ihm Ruh, und dort ſey von dir gegeben, im wirſt du mit ewgem Fleiße wahrer Heiligkeit Gluͤck ihm lohnen. nach ewgem Gluͤck zu 6. Wenn alles faͤllt, ſo ſtreben. Ja es verſchafft bleibt dein Wort, o Gott, mir dazu Kraft, wenn doch ewig ſtehen. Drum ichs zu Herzen faſſe. laß mich darauf immer⸗ Drum hilf du mir, daß fort in meinem Wandel ich es hier nicht aus dem ſehen. Es macht uns Herzen laſſe. frey, zum Guten treu, 4. Nichts gibt uns ſol⸗ lehrt jede Noth beſiegen. chen frohen Muth, als Drum ſeys auch mir be⸗ deines Wortes Lehren; ſtaͤndig hier das ſeligſte kein Gluͤck der Welt, kein Vergnuͤgen. irrdiſch Gut kann ſo viel 177. Mel. Wer nur den Troſt gewaͤhren. Dein ieben Gott. Wort allein gibt Ruh in her du das Daſeyn mir Pein, iſt unſer Sieg in gegeben, wie preiſ' Schmerzen; in jeder ich dich, o GOtt, dafuͤr! Noth, auch ſelbſt im Tod Nie kann mein Dank dich iſts Troſt fuͤr fromme gnug erhebenz durch Herzen. Chriſtum ſchenkteſt du es 5. Wie gluͤcklich iſt, o mir. Kein Licht, kein Troſt denmitteln. b ſchon hier, wer f 9o uatemi 1 Ni ungevi nenwünd 6 gert Sünder beledem gichters icfande Noth äͤndlich d dahatmit rihafen? Erden itd eu ———O—2 —.— 8——— —'—— 7 n — —— = — — — — — — —,— nen II A oth ee adſ ue n. dſzi A 2 mnd G“ NMrau Troſt erfreute mich, keüt ich nicht, IEſu Chriſte, dich. 2. Auf ungewiſſen fin⸗ ſtern Pfaden wuͤrd ich ein Raub des Irrthums ſeyn; mit Suͤndenſchuld und Fluch beladen, muͤßt ich des Richters Rache ſcheun; ich faͤnde keinen Troſt in Noth, mich ſchreckte ſtuͤndlich Grab und Tod. 3. Wozu hat mich mein GOtt erſchaffen? Was iſt auf Erden meine Pflicht? Wird auch mein Geiſt im Tod entſchla⸗ fen? und haͤlt GOtt kuͤnftig ein Gericht? Wie werd ich im Gericht be⸗ ſtehn? Wie der verdien⸗ ten Straf entgehn? 4. Entſcheidet die Ver⸗ nunft die Fragen durch ihrer Einſicht ſchwaches Licht? Hebt ſie die Zwei⸗ fel die mich plagen? Und bleibt der Troſt, den ſie verſpricht? Ach! ohne Chriſti Licht und Heil Vom Worte GOttes. waͤr Finſterniß und Tod mein Theil. 5. Ja, du haſt mich den V Finſterniſſen des Irr⸗ thums und der Suͤnde Macht durch deine Lehre, Herr, entriſſen; ihr Licht zerſtreut des Zweifels Nacht. Du zeigeſt mir des Hoͤchſten Raäth, und fuͤhrſt mich auf der Wahrheit Pfad. 1 6. Ich weiß, wozu mich Gott erſchaffen; ich keüe meine ganze Pflicht; mein Geiſt wird nicht im Tod entſchlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl beſtehn, und dann verklaͤrt dich ſelber ſehn. 7. O JEſu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit ſtets groͤßrer Luſt; und keines Spötters Wahnzerſtoͤre dein Hei⸗ ligthum in meiner Bruſt:; mein ganzes Leben preiſe dich; dein Heil erfreu im Tode mich! 202 Zweyt 178. Mel. So wahr ich lebe, ſpricht dein. ein Lehrer iſt dir, IEſu, gleich. An Weisheit und an Liebe reich biſt du, ſowohl durch Wort als That, der ſchwachen Menſchen ſichrer Rath. Es freut mmmein Geiſt im Glauben a ſich, HErr JEſu, dein, nund lobet dich. 2. Du kamſt zu uns, von G Ott geſandt; Uund machteſt uns den Weg bekannt, wie wir, befreyt von Suͤndenſchuld, theil⸗ haftig werden ſeiner Huld. Auf ewig ſey dir Dank und Ruhm, Herr, fuͤr dein Evangelium. 3. Du ſaheſt in der Gottheit Licht mit auf⸗ geklaͤrtem Angeſicht, was, nach des Hoͤchſten weiſem Rath, die Welt noch zu erwarten hat; auch mach⸗ teſt du durch deinen zukunft ſelbſt — e Abth. Von “ den Gnadenmitteln. deiner Hand ſind uns ein f goͤttlich Unterpfand, daß das, was man von dir gehoͤrt, ſey Wahrheit, die uns GOtt gelehrt. Nie ſchwaͤche mir der Frevler Spott den Glau⸗ ben an dis Wort von GOtt! 5. Du lehrteſt uns durch Wort und That, den Weg zu GOtt, der AonRſa? Tugend Pfad. voran; gib, HErr, daß ich auf gleicher Bahn, geſtaͤrkt von dir; mit ſte⸗ ter Treu dir nachzufolgen eifrig ſey. 6. Ou biſt es, HErr, von dem das Amt, das die Verſoͤhnung,predigt, ſtammt. Du machſt durch treuer Lehrer Mund noch jetzt dein Heil den Men⸗ ſchen kund. Begleite ſtets mit deiner Kraft ihr Amt, damit es Nutzen ſchafft! 7. Noch immer hilfſt du deinem Wort in ſeinen Sie⸗ Du biſt das Haupt, du giengſt Ta grittiſt ne dein joch dehn Gei raahrhe ſeam wesräſte, dehellen hn wit, d W em Eigen ey, da deſen ſer dawſtiaE dnct M Wer ſaen Got bett, du rineich chaug d ſtn t ſcte dei ferke d ſasn, p, e fgbſc he ſühderr ſt, ddung t fii dennit and ſid an Üntaryſi 1 s man2r ſ Gdtt 30 waͤche 41 Syoktd e dis W. e8, 44. Ung ut Vom Worte GOttes. Siegen maͤchtig fort. Du ſendeſt, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geiſt, der dem, der Wahrheit ſucht und liebt, zum Glauben Licht und Kraͤfte giebt. 8. Mein Heiland, ſend ihn auch zu mir, daß er mich zu der Wahrheit fuͤhr, vom Eigenduͤnkel mich befrey, damit ich dir gehorſam ſey: bis mich dereinſt in Ewigkeit ein hellres Licht bey dir erfreut. 179. Mel. Wer nur den lieben Gott. Mein Gott, du wohneſt Mt zwar imeichte, dahin kein ſterblich Augedringt, doch gibſt du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Aller⸗ höchſter, biſt, was mit uns deine Abſicht iſt. 2. So gib denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernſtlich es betrachte, ſo hilf ſelbſt meinem Forſchen fort. Fuͤr deiner Wahrheit hellen Schein laß Aug und Herz ſtets offen ſeyn. 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, das mich zur wahren Weisheit fuͤhrt, damit kein falſcher Wahn mir raube, was mir ein ewges Heil ge⸗ biert. Kein Spoͤttergeiſt verfuͤhre mich; kein Zweifel ſey mir hin⸗ derlich. 4. Das iſt der Weg zum ewgen Leben, daß wir, o Vater, dich und den, den du zum Heil uns haſt gegeben, erkennen, lieben und erhoͤhn. O fuͤhre du auf dieſer Bahn mich ſelbſt durch deine Wahr⸗ heit an! 5. Vor Allem gib, daß ſtets lebendig bey mir, GOtt, dein Erkenntniß ſey, und daß ich dir dar⸗ nach beſtaͤndig Lieb, Ehr⸗ furcht und Gehorſam weih. Gib, daß ich thu mit ap ſ —ͤ mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weis⸗ 6. Was hilft das rich⸗ tigſteErkenntnißwenn's nicht zu deiner Liebe treibt? Was nuͤtzt ein aufgeklaͤrt Verſtaͤndniß, wenn doch das Herz noch öoͤſe bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit — ——— 204 Zweyte Abth. Von den Onneuf kreu, und daß me Glaube thaͤtig ſey. 7. Laß dei n Erke enntniß m ir im Leiden die Quelle wahres Troſtes ſeyn; um mich, wenn Leib und Seele ſcheiden, des beß⸗ ren Lebens zu erfreun. Da irr und wank ich wei⸗ ter nicht, und ſehe dich in hellerm Licht. 180. In voriger Melodie. Ich bin getauft nach JEſu Lehren, dich, Vater, deinen Sohn und Geiſt ſo zu bekennen und zu ehren, daß Herz und Mund und That dich preiſt; und dann des Gluͤcks, ein Chriſt zu ſeyn, mich hier und ewig zu erfreun. 2.Durch dieſe Stiftung deiner Gnade ward jedes Recht der Chriſten mein; du weihteſt mich in die⸗ ſem Bade zu deinem Kind und Erben ein, und tha⸗ teſt in der Folgezeit an Von der Taufe. mir noch mehr Barmher⸗ zigkeit. 3. Du öffneteſt mir das Verſtaͤndniß durch dei⸗ nes Sohnes Lehr und Geiſt; durch ſie gelangt ich zur Erkenntniß, wie man dich wuͤrdig ehrt und preiſt, und welches Heil dein gnaͤdger Rath dem, der dich ehrt, berei⸗ tet hat. 4. Daß nicht vonLeicht⸗ ſinn hingeriſſen undank⸗ bar dich mein Herz ver⸗ gaß, erinnerteſt du mein Gewiſſen an ſeine Pflicht ohn Unterlaß, und weck⸗ teſt — K 1 gebe,d † pdich 1 In väte h der ſoy u elndt. * ſſat d und fü 4 Poal 9 1 folti a ſtent hitz w * Kͤcht ae 3 ſumeht 8 ſit 9 4 ſsdch * ſanwit t ſaue fn 4 und want a ht, un 3. ſerm Licht ufe⸗ V öffetett a dniß dan hnes L9 urch ſt rkenntni ) würd t, und 21 gnaͤdoch R. teſt mich zum Tugend⸗ lauf durch deine Wahr⸗ heit maͤchtig auf. 5. Gelobt, mein GOtt, ſey deine Liebe, die mir, noch eh ich dich gekannt, aus freyem vaͤterlichem Triebe ſchon ſo viel Gu⸗ tes zugewandt. Wie huldreich haſt du mein gedacht, und fuͤr mein wahres Wohl gewacht! 6. Wie ſollt ich dich denn nicht verehren, und dir ein Herz voll Liebe weihn? nicht gern auf deine Stimme hoͤren, und kindlich dir gehorſam ſeyn? Was dich entehrt, ſey fern von mir! Gehei⸗ ligt ſey mein Leben dir! 7. O ſtehe nur mit dei⸗ nem Geiſte, wie du ver⸗ heiſſen haſt, mir bey; daß ich, was ich verſprach, auch leiſte und treulich dir ergeben ſey; und fehl ich, ſo verwirf mich nicht, mein GOtt, von deinem Angeſicht. 2. Erwecke mich durch Von der Taufe. 205 deine Gnade zum ſteten Ernſt der Beſſerung, und leite mich auf ſicherm Pfade des Glaubens und der Heiligung. GOtt meines Heils, ſey ewig mein, und laß mich ſtets dein eigen ſeyn. 181. Mel. Lebſter Jeſu, wir ſind hier. N ein Erloͤſer, der du mich, dir zum Ei⸗ genthum erkaufet, als dein Juͤnger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. Staͤrke mich, wie du zu handeln, als ein wahrer Chriſt zu wandeln. 2. Laß mich, JEſu, dir geweiht, ſtets auf meinen Taufbund achten, und dis in der Pruͤfungszeit als mein groͤſtes Gluͤck betrachten, daß ich deinen heilgen Willen treulich ſuche zu erfuͤllen. 3. Dieſer Erde Gut und Ruhm kann uns nicht im Tode troͤſten. Nur ein waßres Ehriſen hun fuhrt 206 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. fuͤhrt zur Wonne der Er⸗ löſten, läßt, wenn wir im Glauben ſterben, uns des Himmels Freuden erben. 4. Allem, Hti⸗ was dir gefaͤllt, will ich denn mich ganz ergeben, und, entfernt vom Sinn der We elt, als dein treuer Juͤnger leben, daß auch ich, wenn ich einſt ſterbe, das verheißneLeben erbe. 182. M. Nun lob', mein Seel' den. Keweiht zum Chriſten⸗ thume, ſind wir auch dir, o GOtt, geweiht, nur dir zum Preis und Nuhme zu fuͤhren unſre Lebenszeit; uns deiner Vaterliebe in Chriſto zu erfreun; und deines Gei⸗ ſtes Triebe gehorſam ſtets zu ſeyn; damit wir ſhen auf Erden, Noch mehr in jener Welt, des Gluͤcks theilhaftig werden„ das nur der Chriſt erhaͤlt. 2. Wie viel hat deine Gnade an uns von jeher, GOtt, gethan! Auf die⸗ ſn Pilgerpfade fteng kaum ſich unſre Wall⸗ fahrt an! ſo gabſt du ſchon uns Armen am Reiche Chriſti Theil; und ſchenkteſt aus Erbarmen uns ſein erworbnes Heil. Du ſchafteſt unſern See⸗ len fruͤh ſchon Gelegen⸗ heit, zu kennen und zu waͤhlen den Weg der Seligkeit. 3. HErr, auch fuͤr dieſe Guͤte gebuͤhrt dir unſer Lobgeſang. Mit freudi⸗ gem Hemhäthen bringt un⸗ ſer Herz dir Preis und Dank; daß du uns durch die⸗ Taufe zu uChriſten haſt geweiht, und uns zum Tugendlaufe mit deinem Licht erfreut. Gib, daß wir oft ermeſſen, was uns dein Wort verſpricht, und ſtrafbar nie vergeſſen die dir eſoſt⸗ Pflicht. 24, Ja hilf du ſelbſt uns Allen in deinem Willen ſtets beruhn, und, dir zum Wohlgefallen, nach dei⸗ 3 eius!— Gbie in nedubis baswit ieVerle dvuon di he N, d nchi mne dehab( dwlch ſt d' Num dgeendet dindeiner ſimeine ie, dr ſdin get dlcher G ratd ic ſchon n däonnt, de Hinhed Red lante ſ dla, ke 1 ah a deines Sohnes Lehre thun. Du wirſt in dieſem ſ Leben, wie du bisher ge⸗ .ſon than, uns, was wir brau⸗ chen, geben. Verleih uns Chriſid g nur auch dann die beſten deiner Gaben, daß wir durch Jeſum C hriſtThei an dem Erbe haben, das unvergaͤnglich iſt. Mel. Nun ſich der Tag geendet. Daß ich in deiner Chri⸗ — ſtenheit, mein GOtt, 9.,. gebohren bin, dir durch die Taufe bin geweiht, welch herrlicher Gewin! 2. Nun ward ich in der Kindheit ſchon mit dir „und dem bekannt, den du von deiner Hime[Thron zum Heil der Welt ge⸗ dundt gſtetunſ h ſchon 1 ennen 4. 183. 8 1 und 1 ufe mit 8 85* 3. Ich lernte fruͤh be⸗ 1 1 reits Derſtehi, was dein ede allweiſer Rath auch mir edeng s zum ewgen Wohlergehn 2 voll Huld geordnet hat. — 4. Erl euchtet durch dein heilig Wort, ſah ich die üichre Bahn, aufn velcher Von der Taufe. 207 wir un us fort t und fort dem wahren Leben nahn. 5. Ich kannte noch das Laſter nicht; du w Aintoſß mi ch dafuͤr; und zogſt nich durch der Wahrheit Licht zur Tugend und zu diie 6. Wie dank ich dir, Allliebender, fuͤr dieſe Vatertren? Gib, daß dir immer inniger mein Herz ergeben ſey. 7. A uch ich bin dir zum Eigenthum durch deinen Sohn erkauft; auch ich bin dir zum Dienſt und Ruhm auf ſein Gebot getauft. 8. Dir will ich denn, o ſtaͤrke mich! mein gan⸗ zes Leben weihn: ſo freut mein Herz ſich ewiglich des Gluͤcks, ein Chriſt zu ſeyn. Mel. Wer nur den lieben Gott. ich bin getauft auf dei⸗ nen Namen, GOtt Vater, Soh n und heilger Geiſt. Ich bin gezaͤhlt 04 184: ——— — ñU-Oℳ-—,— *—— — 3 — Volk, das dir geheiligt heiſt. Bet an, mein Geiſt, mit Dank und Lob, den GOtt, der dich ſo hoch erhob. 2. Du haſt zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich er⸗ klaͤrt. Du haſt die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewaͤhrt. Du willſt, mich Gottes Dienſt zu weihn, o heilger Geiſt, mein Bey) ſtand ſeyn. 3. Doch ſagt ich dir auch Furcht und Liebe, Vertrauen und Gehor⸗ ſam zu. Ich ſprach: das Ziel geſamter Triebe und meines Lebens, GOtt! biſt du. Hin⸗ gegen ſagt' ich bis ins Grab der Weltlieb und den Laſtern ab. 4. Das war der Bund. 208 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. zu deinem Saamen, zum Auf deiner Seite, mein 5' Vater, bleibt er ewig hein ſtehn; wenn aber ich ihn 6,R, uͤberſchreite, ſo laß mich 4 4, nicht verlohren gehn; Itkachte vom Irrweg rufe mich iönde zurüͤck zu meiner Pflicht da und meinem Gluͤck. 1 Wh uf ſe 5. Ich folge dann; und ſracſt d jetzt aufs neue geb ich trundw mich dir zum Opfer hin.* ſi ſt Erwecke mich zu neuer(nau guſohlen Treue, und bilde nich ſaeſten nach deinem Sinn; daß iuf de ich nur deinen Willen thu, nur darin ſuche meine Ruh. 6. Laß, GOtt, von dir mich nimmer wanken, on und halte mich durch h deinen Geiſt in deines R äne Bundes ſichern Schran⸗ uitd ken, bis mich dein Wille dügme ſterben heiſt: O dann iſt üme Sterben mein Gewinn, ſa fuͤhrt mich zum beſſern l Leben hin. V dac 8 Nun ſo örnden a ;eine Sn t, bleibt zvenn i a dnit ſeſs verlohre V 1 Irrweg n 3d weinet, 6 ſelnem G0 h olgedaen 2 gufs nehe den ir zum dl fe mich „und bih inen Siſ s t deinen nur darſt Ruh. V ,Gott, nimmer 3 lte nic 4. Geiſt in ae fum 8 michdel eiſt: On — 3 ich zun n. 4 † V V ———,—— Von der Taufe. 209 Bey der Taufe eines Kindes. 185. In voriger Melodie. Du wieſeſt, Jeſu, nicht die Kleinen, die dir die Eltern brachten, ab; nahmſt Kinder auch an fuͤr die Deinen, und ſahſt voll Huld auf ſie herab. Laßt, ſprachſt du, laſſet ſie zu mir, und wißt, das Himmelreich iſt ihr. 2. Dir ſey auch dieſes Kind empfohlen! Du nimſt es auf; dein Wort iſt wahr. Wir bringen's, wie du ſelbſt befohlen, dir in der heilgen Taufe dar. Ach ſegn' es, Vater, Sohn und Geiſt, wie uns dein theures Wort verheißt. 3. Durch dieſes Siegel deiner Gnade wird jedes Recht der Chriſten ſein. Weih' du es in dem Waſſerbade zu deinem Kind und Erben ein. O ſelig, kennt es einſt den Werth des Gluͤcks, daß es dir angehoͤrt! Nach der Taufe eines Kindes. 186. M. Nun lob', mein Seel', den. Geweiht zum Chriſten⸗ thume, iſt dieſes Kind nun GOtt geweiht! Er⸗ zieh es dir zum Ruhme, du Vater der Barmher⸗ zigkeit! Verlaͤngert dei⸗ ne Liebe ſein Leben: ſo verleih durch deines Gei⸗ ſtes Triebe, daß es, dir immer treu, den hohen Werth der Tugend ſchon fruͤh empfinden lern. Es ziere ſeine Jugend die ſel'ge Luſt am HErrn! 2. Auch wir ſind GOtt Geweihte durch unſre Taufe. Der Gedank er⸗ muntre uns noch heute zu einem neuen Lobgeſang; erweck uns zum Vertrau⸗ en, mit kindlich frohem Sinn gen Himmel auf⸗ zuſchauen zu unſerm Va⸗ ter AFir erweck uns zu ——y— 210 Zweyte A ermeſſen, was uns ſein Wort verſpricht; und nimmer zu vergeſſen die hohe Chriſtenpflicht. 3. Du Vater von uns allen! O lehre du uns ſelber thun nach deinem Wohlgefallen; laß dei⸗ nen Segen auf uns ruhn. —2ſ 4 bth. Von den Gnadenmitteln. —— Du wirſt zu dieſem Le⸗ ben, wie du bisher ge⸗ than, was wir beduͤrfen, geben. Verleih uns nur alsdann die beſte deiner Gaben, daß wir durch JEſum Chriſt, Theil an dem Erbe haben, das un⸗ vergaͤnglich iſt. Bey der Taufe eines Erwachſenen. 187. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. un, mein Schöpfer, kann ich dich meinen Vater nennen; denn du willſt ſo gnaͤdig mich fuͤr dein Kind erkennen. In der Taufe heilgem Bund haſt du mirs verheiſſen: Drum erheb ich Herz und Mund, deine Huld zu preiſen. 2. Ich, ein Suͤnder von Natur, war zum Tod erkohren; doch zur neuen Kreatur haſt du mich ge⸗ bohren. Wohl mir! denn ich bin nun rein, wenn ich vor dich trete, und darf nicht dein Antlitz ſcheun, wenn ich zu dir bete. 3. Welt! auch deine groͤſte Pracht reitzt mich nicht zum Neide. Ich bin herrlicher bedacht mit der Unſchuld Kleide. Ich hab in der Taufe hier Chriſtum angezogen. Sollt in dieſem Schmu⸗ cke mir GOtt nicht ſeyn gewogen? 4. Ja du liebſt mich, hoͤchſtes Gut! wie ein Vater liebet, tilgeſt durch des Mittlers Blut, was ich je veruͤbet. Schoͤpfer! Vater! ich bin dein, bey dir werd ich leben; da⸗ rum ſoll mein Herz ſich freun, und den HErrn erheben! Er⸗ * 1 1 du Waſ ntz denn ſadie Que duſech de Brun d find v baut, un dd leer. d kehre ieeru ſtrnia und A laer,An ſalf und raſtausd Geſttun —ſtuft. ſeſeigw nadenni 3 vitt 1N 18 wie duh 4 vas vir 12 . Nali 8 in die 1 , daß nChriſt, the haben 4 nglich i rwachſene Zeltl al pracht n un Neida zer bedach d Kleid der 29 9 tum an ſs i dieſem zar GOtt 7? 7 du lich Gut! an ebet,tilg a ſers B A ibet. E a6, ch bin dt ich leh e mein 4 2 nd dn 1 1 28 Von der Taufe. 211 Erneurung des Taufbundes. 188. Mel. O GOtt, du frommer GOtt. uruͤck, o ſichrer Geiſt! von den unſichern Wegen! zuruͤck, beſinne dich, du gehſt dem Tod entgegen. Zu lange haſt du ſchon dem Ruf der Welt gehoͤrt, durch ihre Luſt berauſcht, durch ih⸗ ren Reitz bethoͤrt. 2. Qu ſuchſt fuͤr deinen Durſt das Waſſer hier vergebens; denn du ver⸗ lieſſeſt ja die Quelle alles Lebens. Du ſieheſt: Hie und da die Brunnen um dich her, ſind vom Be⸗ trug gebaut, und loche⸗ richt und leer. 3. So kehre eilends denn zu jener Quelle wie⸗ der, ſonſt wirft dich Mat⸗ tigkeit und Todesohn⸗ macht nieder. Auf! matte Seele, auf! und ſchoͤpfe neue Kraft aus dem, der Odem, Geiſt und neues Leben ſchafft. 4. Wie ſelig wareſt du, noch fern von dieſem Rande in jenem erſten Bund, im neugebohrnen Standel als dich der treue Arm des Vaters in ſich ſchloß, und in dich ſanfte Ruh und ſtillen Frieden goß. 5. Sein Bund ver⸗ ſchaffte dir ein ruhiges Gewiſſen. O, daß du ihn ſo ſtolz und freventlich zerriſſen! ſein Geiſt be⸗ wohnte dich, und durch ihn warſt du frey; jetzt druͤckt dich Laſt und Schimpf der Suͤnden⸗ ſelaverey. 6. In deine Taufe war des Mittlers Blut gefloſ⸗ ſen, und ward zur Reini⸗ gung mild auf dein Haupt gegoſſen; dis nahm die Flecken weg: Du wareſt ſchoͤn und rein, GOtt liebte dich, und GOtt und Ewigkeit war dein. 7. Mit IEſu wareſt du in ſeinen Tod begraben, O 2 um — 212 Zweyte Abt. Von den Gnad. Von der Taufe. um durch der Suͤnden Tod am Leben Theil zu haben. Drauf ſtiegeſt du mit ihm, als neuer Menſch empor, und himmliſch leuchtete an dir ſein Bild hervor. 8. Ooch ach! wie ſcheus⸗ lich iſt dein Wohlſtand umgekehret! die Suͤnde hat in dir dis hohe Bild zerſtoͤret. Dein Herz wich ab vom Bund, und GOttes Huld von dir. Doch höoör', er ruft dir nach: komm' wieder, komm zu mir. 9. Wohlan! ſo komm ich denn, und falle vor dir nieder, mein Vater! ſchenke mir die Kraft des Bundes wieder. Du liebſt ja ein gebeugt und —=—. **——— S——— ſprach, gebrochen, doch dich hat nie gereut, was du je haſt verſprochen. Du, ſtets unwandelbar, in deinen Worten treu, zeigſt, daß du nicht ein! Menſch, daß dein Wort Wahrheit ſey. 11. So laß mich, Va⸗! ter, nun, dich ſuchend, Gnade finden. Ich will mich jetzt aufs neu zu deie i nem Dienſt verbinden, dis Wollen kommt von † dir: Ach! gib die Kraft! dazu, daß unabweichlich! ich, GOtt! deinen Wil⸗ len thu. 12. Wirſt du dis groſſe 1 Werk in mir einſt ganz vollbringen, ſo kann ich, † HErr, dein Lob in hohen Doch 1 Liedern ſingen. he etmüͦ lcbe Seel 4, 3 2 eentin aum He tun des⸗ e en Tde tih fabg 1 Ain Ert 4 Digerüt hüte, pre ſmein Gen in,du ha 3 the Phlmich Wegde „Dueſt (der S Geßtun nuth, nutrage jetzo ruͤhm ich auch ſchon u deine Freundlichkeit, die i Suͤnden gern vergibt, g in. Schmerz. und mich mit Gnade 10. Ich hab im Leicht⸗ erfreut. 1 ſinn zwar, was ich ver⸗ t .— 9 hdre 1 ein zerſchlagen Herz; dis unsbe Opfer bring ich dir in Demuth, Reu und Vom hat nieg d Haßt 1n tets unn ee inen Voſan daß 3 ch, daßd 1 fetſe So las ti3 nun, dicſon de finden.aa⸗ ettut Dienſt we Vollen 3 6 Ach! gib8 daß unab ne Ott! deie u. Wirſt dut in mir. ingen, ſoſ en deineoh t hm icha c reundlich n. n gem 2 8 d. Vord 9 h, n 36 na 213 Vom Abendmahl. 189. M. Schmuͤcke dich, o liebe Seele. JESu, Freund der Menſchenkinder, der du dich zum Heil der Suͤnder von des Himels hohen Freuden zu den baͤngſten Todesleiden willig haſt herabgelaſſen, wer kann dein Erbarmen faſſen? Tief geruͤhrt von n ſolcher Guͤte, preiſt dich dankvoll mein Gemuͤthe. 2. HErr, du haſt auch mir bereitet, was zum wahren Wohl mich leitet; Licht, den Weg des Heils zu finden; Troſt bey dem Gefuͤhl der Suͤnden; Kraft, der Beßrung nach⸗ zujagen; Muth, des Le⸗ bens Laſt zu tragen; und die Hoffnung beßrer Zei⸗ ten in dem Reich der Ewigkeiten. 3. Ja, du willſt mit deiner Gnade ſelbſt mich auf des Lebens Pfade, zum Genuß der Seligkei⸗ ten, die du mir erwor⸗ ben, leiten. Du, du willſt mich beſſern, troͤſten und zum Erbtheil der Erlö⸗ ſten, zu des Himmels Herrlichkeiten, gruͤnden, ſtaͤrken, vollbereiten. 4. Nun ſo ſey der Bund erneuet; ganz ſey dir mein Herz geweihet; taͤg⸗ lich will ich mich beſtre⸗ ben, nur nach deinem Wort zu leben; was du liebſt, will ich auch lie⸗ ben, ernſtlich mich im Guten uͤben; was du haſſeſt, will ich haſſen, ſtets von dir mich leiten laſſen. 5. Doch ich fuͤhle meine Schwaͤche; JIEſu, was ich dir verſpreche, ach, wie leicht iſt das gebro⸗ chen! ſchneller oft, als ichs geſprochen. Darum ſtaͤrk in mir die Triebe dankbefliſſner Gegenlie⸗ be, daß ich, bis ich einſt erkalte, treu dir ſey und Glauben halte. 6. ilf mim wider alles 1——— Von ſtreiten, was von dir mich will verleiten. Auch den ſtaͤrkſten Reitz der Suͤnden hilf mir gluͤck⸗ lich ͤberwinden, daß ich hier ſtets im Gewiſſen, deinen Frieden kann ge⸗ nießen, und dereinſt auch uͤberm Grabe Theil an deinem Segen habe. 7. O wie will ich dich erheben, wenn du mich im hoͤhern Leben, zu den 214 Zweyte Abth. (HErr ich hoff es) laͤſſeſt kommen. Da, da wird mich nichts mehr ſtoͤren, dich aufs innigſte zu eh⸗ ren; da, da werd ich, frey von Suͤnden, deinen Frieden ganz empfinden. 190. In voriger Melodie. ſchick' dich an, erlöſte S Seele, glaubig nach des HErrn Befehle, ſei⸗ nen Mittlerstod zu fey⸗ ren, deinen Dank ihm zu erneuren! dich hat er ſein Leben in den baͤngſten Tod gege⸗ ben, dir auf Zeit und Freuden deiner Fromen Auch fuͤr — den Gnadenmitteln. Ewigkeiten Heil und d Wohlfarth zu bereiten. n 2. Zum Genuſſe ſeiner Gnaden wirſt du von ihm eingeladen. Eil ihm demuthsvoll entgegen, und nimm Theil an ſei⸗ nem Segen. Komm ge⸗ troſt, es iſt ſein Wille; komm, und ſchoͤpf aus ſeiner Fuͤlle neuen Muth und neue Triebe zur Ver⸗ ehrung ſeiner Liebe. 3. HErr ich komme mit Verlangen, Glaubens⸗ ſtaͤrkung zu empfangen; der du huldreich deinen Frieden ſterbend mir auch i haſt beſchieden. Hier fall ich zu deinen Fuͤßen: laß mich wuͤrdig doch genie⸗ ßen deines Mahls, der e Seelenſpeiſe, mir zumz Heil und dir zum Preiſe! 4. O wie ſehnt ſich mein Gemuͤthe, Men⸗ ſchenfreund, nach deiner ii Guͤte! Ewig waͤhret deine Treue, und du ſiehſt iif mein Herz voll Reue. i Ach ſo wollſt du meinen duldent far Kre dniier. fune Wa rasſerbe ſot cht tenrub en,wie anc gede diner wit ſtuen, g ienſte at deiner Bnadenn 3 keite 1 ſfariſ;uſ ge dun Gel dn niſ 45 ingeladel de tul 131 imm Th. Segen. 1, Und 7 Füllen eue Trioas! ſeiner e Err ich ggen, ig zu ef iph huldre Kſterbel ra ſchiedet. einen, irdig H nes N ſxeiſe/ r dir ai wie ſſng emütſ a3 und, † e0e Ewn aue,ut s erz 1 olſtſ d GG 1 Vom Abendmahl. Zaͤhren deine Troͤſtung auch gewaͤhren; meiner Suͤnden nicht gedenken, und mir deinen Frieden ſchenken. 5. Ja, ich hoff' auf dei⸗ ne Gnade, daß ſie mich der Schuld entlade, und mit neuer Kraft zum Werke meiner Heiligung mich ſtaͤrke. Was du, da du fuͤr uns ſtarbeſt, jedem, der GOtt ſucht, erwar⸗ beſt, Seelenruh und ew⸗ ges Leben, wirſt du mir gewis auch geben. 6. Deiner will ich ſtets mich freuen, ganz mich deinem Dienſte weihen, nur nach deinem Willen leben, und dich dankbar froh erheben. Deine Huld iſt unermeßlich. HErr, ſie ſey mir unvergeßlich, daß ich dich auf alle Weiſe herzlich lieb und thaͤtig preiſe. 7. Du, dem die ver⸗ klaͤrten Schaaren, die, wie ich, auch Schwache waren, ewig Dank und Jubel ſingen, daß ſie hier ———— 215 dein Heil empfiengen: laß auch mich einſt dahin komen, daß ich mich mit allen Frommen ewig dei⸗ ner Huld erfreue, und dir meine Jubel weihe. 191. M. Herzlich lieb hab ich dich. Gelobt ſeyſt du, HErr unſer GOtt! Gelobt fuͤr unſers Mittlers Tod, der uns das Heil erwor⸗ ben. Wie haſt du, GOtt, auch mich geliebt! Er, der uns ewges Leben giebt, iſt auch fuͤr mich geſtorben. Mein ganzes Herz frolockt in mir; o Vater, ich lobſinge dir. Gib, daß ich jeden Tag aufs neu mich deiner Va⸗ terhuld erfreu! meines Heils, ſey ewig mein, ſey ewig mein, und laß mich dir ſtets dankbar ſeyn. 2. Voll froher Ehr⸗ furcht beug' ich mich vor dir, Sohn GOttes, der du dich fuͤr mich dahin gegeben. Es komme nie 84 mir GOtt — — 216 Zweyte Abth. Von mir aus dem Sinn, wie viel ich, HErr, dir ſchul⸗ dig bin; dein Tod bringt mir das Leben. Durch deines Opfers ewgeKraft haſt du, mein Mittler, mir verſchafft, was mich vor dem Verderben ſchuͤtzt,„ was meinen Geiſt auf ewig nuͤtzt. HErr IEſu Chriſt, wie liebſt du mich, wie liebſt du mich! Gib, daß ich ewig liebe dich. 3. Mit Innbrunſt fleh ich, HErr, zu dir, o wirk ein glaubigs Herz in mir; ein kindliches Gemuͤthe! Mich duͤrſtet, gleich dem duͤrren Land, bey deiner Liebe Unterpfand, nach deiner Gnad' und Guͤte. Ich fuͤhle, HErr, was mir gebricht; o ſtaͤrke meine Zuverſicht, daß du auch mein Verſoͤhner ſeyſt, und mich vom ew⸗ gen Tod befreyſt. HErr, dieſer Troſt ſey feſt in mir, ſey feſt in mir! ſo dien ich voller Freudẽ dir. 4. Zur Weisheit und — Hn— — 8 — ² den Gnadenmitteln. Gerechtigkeit, zur Heili⸗ gung und Seligkeit biſt du mir auserſehen: Auch mir zum herrlichſten Ge⸗ winn gabſt du dein Leben willig hin; drum hör auch jetzt mein Flehen. Mein Heiland, zeuch mich ganz zu dir, ja durch den Glauben wohn' in mir! ſo nimmt in mir die Seelenruh', und meines Herzens Beßrung zu. Mein HErr und GOtt, verlaß mich nicht! verlaß mich nicht! ſo komm' ich einſt nicht in's Gericht. 5. Zu deinem Himmel hilf du mir. Der Freu⸗ den Fuͤlle iſt bey dir; laß mich ſie einſt genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, ſo meine ganze Pilgerſchaft zu fuͤhren, zu beſchlieſſen, daß mir dein Wort ſtets heilig ſey, daß ich, bis in den Tod, dir treu, mit Freu⸗ den thu', was dir gefaͤllt, und dich auch ehre vor der Welt. O HErr, mein Heil 1 ſictt eninir. ſwti Wer 6 ulit lric,J lin, wa dewenae dn anade ar ryf ſewir 1 ſmve grtlebu i mi riſt un terde beiſende ſih unten ſein dech inc p amme aüln dan 1 dediebe heil fſnd Kriebe ans g dob Gnad mmt in tigkeit, 1 und S n irauseſi rrſege 1” „ Heil, ſey ſtets mit mir! ſey ſtets mit mir! ſo kom̃ an enit 16, einſt gewis zu dir. 1 1192. Mel. Wer nur den * un 5 hebeß Gohe ier bin ich, IEſu, zu 3 vunf H erfuͤllen, was du in 9(ilan andeiner Leidensnacht, nach u ndeinem gnadenvollen d aen uſt Willen zur Pflicht und ninmun Wohlthat mir gemacht. uruh', n Werleih zur Uebung die⸗ ens Beinn ſer Pflicht mir deines HEn ug 8 Geiſtes Kraft und Licht. nichniht N 2. Es werde mir fuͤr ſich!ſe on a mein Gewiſſen dein Mahl ſch insee ein troͤſtlich Unterpfand, Ndeinen Hi daß ich der Suͤndenſchuld wir. Ner 1 a entriſſen, durch dich bey deehen 8 GOtt Vergebung fand: eint amt a ſo freuet meine Seele ſich ni nig in deinem Heil und lobet ft ſo meia dich. haft umit 3. Bewundernd denk ſieſſen, ubſas ich an die Liebe, womit ort ſo du unſer Heil bedacht. i, bons Wie ſtark ſind deines fteu, migt e Mitleids Triebe, die dich vas dirg e ſür mich ans Kreutz ge⸗ auch ehne bracht! O gib von dei⸗ Oper, s nem Todesſchmerz jetzt „ V 1 Vom Abendmahl. 217 neuen Eindruck in mein Sutz Laß mich mit Ernſt dit Suͤnde ſcheuen, fuͤr welche du, dich opfernd, ſtarbſt; mit ſchnoͤdem Misbrauch nie entwei⸗ hen, was du ſo theuer mir erwarbſt. Nie fuͤhre mich zur Sicherheit der Troſt, den mir dein Tod verleiht. 5. Ich uͤbergebe mich aufs neue, o du mein Herr und Gott, an dich; ich ſchwoͤre dir beſtaͤndge Treue vor deinem Tiſche feierlich. Dein eigen will ich ewig ſeyn. Du ſtarbſt fuͤr mich; drum din ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spottern ſchaͤmen des Dienſtes, den man dir erweiſt; nie mich zu ei⸗ nem Schritt bequemen, den mein Gewiſſen ſuͤnd⸗ lich heiſt. O floͤße mir den Eifer ein, wie du, d HErr, geſinnt zu ſeyn! 2. Laß mich mit Ernſt O 5 den — 218 Aweyfe Abth. Von den Naͤchſten lieben, und wenn er ſtrauchelnd ſich verſieht, Verſoͤhnlichkeit und Sanftmuth uͤben. Nie komm es mir aus dem Gemüth, welch eine ſchwere Suͤndenlaſt du mir aus Huld erlaſſen haſt. 8. Es ſtaͤrke ſich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einſt aus des Grabes Staube mich dein all⸗ maͤchtger Ruf erhebt; wenn du dich, großer Le⸗ bensfuͤrſt, den Voͤlkern ſichtbar zeigen wirſt. 9. Gebeugt lieg ich zu deinen Fuͤßen, mit Dank und Lob, Gebet und Flehn. Laß auf mich neue Gnade fließen; mein Heiland, laß es doch ge⸗ ſchehn, daß mir zur Staͤr⸗ kung meiner Treu dein Abendmahl geſegnet ſey. 193. M. Schruͤcke dich, lo liobe Seele. Heiland, groß an Huld und Treue! Sieh, ich widme dir aufs neue, — —„⏑— —— — * den Gnadenmitteln. bey dem Denkmal deiner Liebe, dis mein Herz voll heiſſer Triebe, dir in meinem Lauf auf Erden immer dankbarer zu wer⸗ den, und an deines Se⸗ gens Gaben auch auf im⸗ mer Theil zu haben. 2. Laß dis Opfer dir gefallen. Du verſprichſt ja ſelbſt es Allen, die nach deinem Heil verlangen, daß ſie Gnad um Gnad empfangen, und, wenn ſie dir treu ſeyn wollen, Kraft dazu gewinnen ſol⸗ len. O wie koͤnnteſt du das Flehen meines Her⸗ zens denn verſchmaͤhen? 2 3. Nein, ich trau auf dein Verſprechen. HErr, du kannſt es mir nicht brechen; denn du ſieheſt mein Beſtreben nur nach deinem Wort zu leben. Staͤrke mich denn zum Genuſſe deines Heils, in dem Entſchluſſe, dich und deine heilgen Lehren mit Gehorſam ſtets zu ehren. —— 6” b ſ(Fni b — ſegeſer, Pnmiege dahend digdir t,it me delange uur meir 3 richt ege wi ſönade Glauben ſiſer ſrzun h. 5 thin Gnaden 1 dem Daag g de, dis mi 8 ſer Tri, 2 ſem Lufſ der dankha a und an an. Gaben al a Wl autn daß disa len. Duſa. bſtes ala In Heil gn. je Gnadm ngen, u e treu ſeyſ en dazu gett an O wie 1 11 ſehen meſ as enn verſt en. dein, ich. 3 nſt es ; denn eſtreben en. Wort ſ mich Nurn deines.s Entſchll a eheila 18. hotſam V 4 f Vom Abendmahl. 4. Dieſen Dank fuͤr deine Liebe, wenn ich den 8 dir ſchuldig bliebe: wie verwerflich wuͤrd ich handeln! wie der Huld zuwider wandeln, die dich trieb, auch mir zum Leben in den Tod dich hinzugeben! Welche OQuaalen im Gewiſſen wuͤrd ich einmal fuͤhlen muͤſſen! 5. Nein, ſo ſtrafbar, ſo vermeſſen will ich nie der Pflicht vergeſſen, die dir, HErr, von mir gebuͤhret, die zum wahrenHeil mich fuͤhret. Ewig dir nur an⸗ zuhangen, iſt mein ſehn⸗ lichſtes Verlangen. Hilf du ſelbſt nur meiner See⸗ le, daß ſie nicht dis Ziel verfehle. 6. Bringe mich durch deine Gnade auf des wahren Glaubens Pfade immer naͤher zu dem Zie⸗ le, wo ich ganz mich ſelig fuͤhle. Laß indeſſen mich hienieden deinen mir er⸗ worbnen Frieden immer 219 reichlicher genießen, bis ſich meine Tage ſchließen. 7. O wie wird mein Herz ſich freuen! Welche Jubel wird dirs weihen, wenn du mich dorthin er⸗ hebeſt, wo du ewig herr⸗ ſchend lebeſt! Nichts wird dann mich weiter ſtören, dankvoll, Hei⸗ land, dich zu ehren; und du wirſt mich mit den Freuden deines Himmels ewig weiden. 194. M. Es iſt gewislich an der Zeit. Ich will den Bund mit meinem HErrn bey ſeinem Mahl erneuen; ich will, von Weltge⸗ ſchaͤften fern, mich ſeines Todes freuen. O Tag, wie heilig biſt du mir! Es ſoll mein dankbar Herz zu dir, Erloͤſer, ſich erheben. 2. Gewohnheit fuͤhre mich nicht hin, noch der Betrug der Suͤnde, daß auch ein laſterhafter Siũ dadurch ſchon Gnade in⸗ de. — —— mein Heiland, frey vom Selbſtbetrug, von Heu⸗ cheley, von aller Luſt zur Sunde. 3. Bekennen will ichs oͤffentlich, dein Sterben ſey mein Leben. Dir, mein Erloſer, will ich mich zum Eigenthum er⸗ geben. So lang ich lebe, will ich dein und deiner Liebe mich erfreun, und ſie noch ſterbend preiſen. 4. Hilf, daß ich reuvoll meine Schuld gern mei⸗ nem GOtt geſtehe, und ihn um ſeine Vaterhuld und un Vergebung flehe. Laß mich mit glaubigem Vertraun auf dich, mein treuer Mittler ſchaun; gib meiner Seele Ruhe. 5. Dein Liebesmahl verſichre mich von deines Vaters Gnade; daß ich getroͤſtet, HErr, durch dich geh auf der Tugend Pfade, mich taͤglich mei⸗ nes GOttes freu, und voll der frohen Hoffnung = 220 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. de. Nein, mache mich, ſey, den Himmel einſt zu —ͤͤöͤnͤöoöoͤoͤöonnn — erben. 6. Hilf, daß ich, jeder Suͤnde feind, Gott uͤber alles liebe, und ernſtlich mich, mit dir vereint, in guten Werken uͤbe. Dis iſt dir wohlgefaͤllger Dank: den auͤ ſſe dir meinLebelang mein Herz, o JEſu, bringen! 195. Mel. O GOtt, du frommer GOtt. Ich will, mein JEſu, dich und deinen Tod bekennen. O laß mein ganzes Herz vonLieb und Dank entbrennen! Ich kome glaubensvoll mich deinem Mahl zu nahn, aufs neue Troſt und Kraft zuꝛ Beßrung zu empfahn. 2. HErr, dieſe Guͤter ſind mein inniges Ver⸗ langen. O moͤgt ich ſie doch ſtets im groſſern Maas empfangen! O naͤhme doch der Trieb mich immer ſtaͤrker ein, fuͤr deine Lieb und Treu dein eigen ganz zu ſeyn! 3 Er⸗ —— — —„ 2.—— —— —— —— 1 8 b gornen 1 ich aben ſe am in. H. ſtmmi feGut, den Le haichde ſkichd (ct wier ,und. dir; d’dir, rin di dt, doß een m onrgieb „ſirwil m m hund al un O d Nim nich; fdi hin ſrzun t fauftt dahre en g. ſd, vie flötme Gnademi 1 vif, ui ndefeind, g jlitde, u nt „mit dirven rattit woßlge, : den aih 4 Lebelangng G. eſa, beinen, M. d 68„ rommer 60. vwill, min 8 ch und dein 2 den. Olch an Herz vondh u entbrennen glaubenevell in Mahl u 1 19 ue Troſtund an (kungzuend 19 Err, dieſeé in inniges 93 Omigti f ets in ge. empfanget—. doch dr 1 2 mer ſtätker e Lieb und 28 mgrnz n n 36* Vom Abendmahl. 3. Erbarmend kamſt du, HErr, dich und dein theures Leben fuͤr meine Seligkeit zum Opfer i hinzugeben. Du ſtarbſt, i und ſchaffteſt mir dis un⸗ ſchaͤtzbare Gut, gabſt fuͤr mich deinen Leib, und gabſt fuͤr mich dein Blut. 4. Sollt ich dich denn dafuͤr nicht wieder herz⸗ lich lieben, und mich un⸗ ausgeſetzt, dir zu gefal⸗ len, uͤben? dir, und dem Vater, der in dir ſo ſehr mich liebt, daß er durch dich ſo gern mir meine Schuld vergiebt? 5. Ja, dir will ich fort⸗ hin mich und mein gan⸗ zes Leben und alles, was ich bin, zum Opfer wie⸗ der geben. Nimm, mein Erloͤſer, mich zum Ei⸗ genthum dir hin, mich, der ich dir zum Dienſt ſo theur erkaufet bin. 6. Laß wahreLiebe mich an meinem N aͤchſten uͤben, und, wie du mich geliebt, ſelbſt meine Fein⸗ 221 de lieben. Wir alle ſind ja, HErr, zu Einem Leib getauft, und alle durch dein Blut zu Einem Sin erkauft. 7. Hilf, daß ich als ein Chriſt nur dir zur Ehre lebe, und hier in allem ſtets nach deinem Himmel ſtrebe! Gib durch dein Abendmahl mir dazu Trieb und Kraft, ſo fuͤhr ich dir zum Preis hier meine Pilgrimſchaft. 196. Mel. Nun laßt uns GOtt den. O IEſu, Heil der Suͤn⸗ der! Du Freund der Menſchenkinder! Mit Dank erfuͤlltem Triebe denk ich an deine Liebe. 2. Ich preiſe dich von Herzen fuͤr alle deine Schmerzen, fuͤr deine Todesleiden, du Stifter ewger Freuden. 3. Dein Leib ward fuͤr mein Leben zum Opfer dargegeben; dein Blut, am Kreutz vergoſſen, iſt auch fuͤr mich gefloſſen. 4.Dis —————— 4.Dis troͤſtet mein Ge⸗ ſ wiſſen, wenn ich mit Ernſt befliſſen auf Beß⸗ rung, meine Suͤnde ge⸗ beugt vor Gott empfinde. 5. Dis gibt mir Muth und Starke, daß ich durch gute Werke auch meinen Glauben uͤbe, und ewig treu dich liebe. 6. Mit dankbarem Ge⸗ müthe laß deine große Guͤte, laß allen deinen Segen mich oft mitErnſt erwegen, 7. Daß dis nur meine Seele zu ihrem Ziel er⸗ waͤhle, mit innigen Ver⸗ langen allein an dir zu hangen. 8. Hilf, daß ich jede Sünde bekaͤmpf und uͤberwinde, und, bis vom Streit ich ruhe, gern deinen Willen thue. 9. Gib, wo ich bin und wandle, daß ich recht⸗ ſchaffen handle, ſtets an dein Vorbild denke, mein ganzes Herz dir ſchenke. 10. Du ſchenkſt mir 22 2 Zweyte Abth. Von den Gnadenwitteln. 8— ſchon hienieden, o JEſu, deinen Frieden erquickſt mich auch im Leiden mit deinem Geiſt der Freude. 11. Kan ich denn ſchon ago auf Erden durch dich ſo gluͤcklich werden: was 1 wird nach dieſem Leben 1 be mir deine Huld nicht a geben?— 12. Dann bin ich, wenn ſinn ich ſterbe, gewis des Him. ne mels Erbe; froh werd ich 8 auferſtehen, froh dich, mein Heiland, ſehen. 197. Mel. Es iſt das Heil uns kommen. H Halt im Sedäthtmiß ſ n IEſum Chriſt, ok Seele, der auf Erben* vom Himmelsthron ge⸗ t kommen iſt, ein Heiland dir zu werden! Vergiß us ſſ da. ſein nicht, denn dir zu gut verband er ſich mit Fleiſch und Blut. Danf' ihm fuͤr dieſe Liebe! t 2. Halt im Gedaͤchtniß JIEſum Chriſt! Er hat fuͤr dich gelitten, und dir, t ſ da er geſtorben iſt, am iiſ Kreutz 1Gnadenni 9 on hieniehen;1 ſinnda Kreutz das Heil erſtritten. kah Errettung von der Sun⸗ hn imh s dennoth erwarb er dir inGeſtdn gg durch ſeinen Tod. Dank“ 1. Kau a ihm fuͤr dieſe Liebe! ene an, 3. Halt im Gedächtniß ki venhe 9 IEſum Chriſt! der von d nach uag dem Tod erſtanden, und deine 1 i nun zur Rechten GOttes n- iſt. Er hat von Todes⸗ Damtinitet banden und aus der dun⸗ erbe,g uaf 4 keln Grabesnacht Be⸗ Erb nuß is freyung an das Licht ge⸗ ſtehen, ſog bracht. Dank' ihm fuͤr hellan, a dieſe Liebe. Mel. Eri s 4. Halt im Gedaͤchtniß uns eaun. IEſum Chriſt! Er wird t hic einſt wieder kommen, zu Eſun ChſeN richten, was auf Erden „ der auf as iſt, die Sünder und die dinmeaft Frommen. Drum ſorge, nit, ar daß du dann beſtehſt, und verden! s mit ihm in den Himmel Et, amn as gehſt, ihm ewiglich zu — band danken. undBltſ. Ja, HErr, mein dieſege 2. Heiland, dich will ich tim Ged tact nicht aus dem Herzen Grik laſſen; mit Gegenliebe rlttn al will ich dich, ſo lang ich yrben ilt eb,„umfaſſen. Dein Vom Abendmahl. Abendmahl vermehr' in mir des Glaubenskraft, auf daß ich dir mit ſteter Treue diene. 198. Mel. JEſus meine Zuverſicht. Die ihr Chriſti Juͤnger ſeyd, theure, miter⸗ loͤſte Bruͤder, alle ſeinem Dienſt geweiht, alle ſei⸗ nes Leibes Glieder! Kommt, Verſoͤhnte, kommt, erneut euren Bund der Seligkeit. 2. Nehmt und eßt: das iſt ſein Leib, in den Tod fuͤr euch gegeben. Nehmt und trinkt; das iſt ſein Blut, er vergoß es euch zum Leben. Schmeckt und ſehet hocherfreut eures Mittlers Freundlichkeit, 3. Die mit voller Zu⸗ verſicht, IEſu, deines Heils ſich freuen, laß ſie ſtets in dieſem Licht wan⸗ deln, ewig dir ſich wei⸗ hen. Laß ihr Herz, vom Stolze rein, voll von deiner Demuth ſeyn. 4. Troͤſte, die in Trau⸗ . —“ ö“ 8 224 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. rigkeit uͤber ihre Seelen verſicht, daß ſie frey find? Dum wachen. Hilf du, HErr vom Gericht. i: der Herrlichkeit; HErr, 8. Nehmt und eßt: das? ll he ſie glauben, hilf den iſt ſein Leib, in den Tod pumidö Schwachen! Die ge⸗ fuͤr euch gegeben. Nehmti fn nd beugt von ferne ſtehn, und trinkt: das iſt ſein weicen onnen unerhöort nicht Blut, er vergoß es euch; cted ſfehn. zum Leben. Schmeckt und! An 9 5. Nehmt und eßt: das ſehet hocherfreut eures ſeu dir iſt ſein Leib, in den Tod Mittlers Freundlichkeit.*8 Fhiglat fuͤr euch gegeben. Nehmt 199. M. HErr JEſu Chriſt i ſlii und trinkt: das iſt ſein mein's Lebens. Blut, er vergoß es euch O Jeſu Chriſte, Gottes ſob,da zumLeben. Schmeckt und Lamm, der du aus uhu, ſehet hocherfreut eures Lieb am Kreutzesſtamm uintté Mittlers Freundlichkeit. zur Tilgung meiner üflngit 6. Hoherprieſter JEſus Suͤndenlaſt den ſchwer⸗ nd we Chriſt, du biſt einmal ſten Tod erduldet haſt.„ ſſung. eingegangen in das Hei⸗ 2. Ich komme jetzt zum ialeg ligthum; du haſt, als Abendmahl, gebeugt h ein Fluch, am Kreutz ge⸗ durch manchen Suͤnden⸗ ſun t hangen; doch giengſt du fall; doch meines Her⸗ Mun durch Schmach und Tod zens Zuverſicht ſteht, ſ uch hin, mit Preis gekroͤnt, HErr, zu dir. Verwirf let zu GOtt! mich nicht! Fünd 7. Hoherprieſter, ja du 3. Du biſt der Arzt, der 4 biſt auch fuͤr dieſe einge⸗ Seelen heilt, der Reuer⸗ dia gangen; ſtaͤrk in ihnen, fuͤllten Troſt ertheilt, und fanin JEſus Chriſt, wann ſie zur rechtſchaffnen Heilig⸗ P ſinen nun dein Mahl empfan⸗ keit den Schwachẽ Muth p ntd gen, ihres Glaubens Zu⸗ und Kraft verleiht. ſirm 4. Da⸗ Piß 1 1 1 Giadm 1a ſict,as n Gencht Nmtu 6 ſn Lei, euch geg. trinkt: ut, er ver Leben. S fhocherft tlers gel. NM.hEn mein's AAre, geſaChri Lamn, am Kre Tilgut e denlaſt yh n dod erdu 9. 1 1 Ich kom dmahl, manchet— doch m n zuverſ „zu dit richt! u biſtd lheilt, Doſte tichaf Sch. 2 1 1 —= 20. Vom Abendmahl. 4. Darum, Herr Jeſu, Gutes ſchafft. Ach ſtaͤrte bitt ich dich: von meinen mich dazu mit Kraft zu Suͤnden heile mich. Mach in mir das Gewiſ⸗ ſen rein, und laß mich ganz dein eigen ſeyn. 5. Erleuchte durch dein Wort mein Herz, und richt es zu dir himmel⸗ waͤrts, daß glaubensvoll und dankbar ich jetzt dei⸗ ner Lieb erinnre mich. 6. Ach gib, daß ichs mit Andacht thu, zur För⸗ drung meiner Seelenruh, zur Staͤrkung in der Hei⸗ ligung und wahrer Le⸗ bensbeſſerung. 7. Tilg alle Laſter aus in mir; zieh meine Nei⸗ gung ganz zu dir, und laß, mit deinem Sinn erfuͤllt, mich ſeyn dein ehrenvolles Bild. 8. Gib mir, was meiner Seele nuͤtzt, und mich vor dem Verderben ſchuͤtzt. Du biſt mein Heil; laß mich mit dir vereinigt bleiben fuͤr und fuͤr. faſt de 1 9. Du biſts, der in uns 11 4 4 ſiegen uͤber Suͤnd und Welt, ſo oft ſie meine Seel anfaͤllt. 10. Dein freue meine Seele ſich! Mein ganzes Leben preiſe dich! den guten Vorſatz, den ich hier erneure, mache feſt in mir. 11. Gib, daß ich mei⸗ nen Pflichten treu, dir, HErr, ſtets wohlgefaͤllig ſey; ſo bring ich chriſt⸗ lich und in Ruh auf Er⸗ den meine Tage zu. 12. Bis du mich, o du Lebensfuͤrſt, in deinen Himmel nehmen wirſt, daß ich da bey dir ewig⸗ lich an deiner Guͤte freue mich. 200. M. Freu dich ſehr, do meine. Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden, komm ich, HErr, auf dein Gebot, zu dem Denk⸗ mal deiner Leiden, und gedenk an deinen Tod. Mitt⸗ 1— — 226 Zweyte Abth. Mittler, der du fuͤr mich ſtarbſt, mir ein ewig Heil erwarbſt, dir zur Ehre ſtets zu leben, ſey mein eifrigſtes Beſtreben. 2. Ich empfind es itzt aufs neue, was ich, Herr, dir ſchuldig bin. Du, du gabſt mit großer Treue ganz dich mir zum Dien⸗ ſte hin; wieſeſt mir den Weg zu GOtt, und er⸗ trugſt den ſchwerſten Tod, mir im Leben und im Sterben ſichre Trö⸗ ſtung zu erwerben. 3. Durch dich iſt zu Gottes Gnade freyer Zu⸗ tritt und die Kraft, auf der Tugend ſelgem Pfade feſt einher zu gehn, ver⸗ ſchafft. Und du rufſt aufs neue mir durch dein Nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem Segen nehme, und mich deiner niemals ſchaͤme. 4. Sollt ich, IEſu, denn vergebens dieſe dei⸗ ne Huld empfahn? nicht zur Beßrung meines Le⸗ —— Von den Gnadenimttein. bens mich zu deinem Ti⸗h ſchenahn? Ja, mit. neuem Ernſt will ich micht vor Suͤnden ſcheun, und dich durch ein dir gehei⸗n ligt Leben mit vermehr⸗g tem Fleiß erheben. 5. Dieſen Vorſatz, den ich habe, thaͤtig dankbarg dir zu ſeyn, praͤg ihn, IEſu, bis zum Graben tief in meine Seele ein. Gib mir Kraft, ihn zun vollziehn, lehre mich mit Vorſicht fliehn, was ihn koͤnte bey mir ſchwaͤchen, V was mich reitzt, ihn garg zu brechen. B 6. Laß mich uͤber alles ſchaͤtzen dein mir theur erworbnes Heil, und nie aus den Augen ſetzen, wie z ſ nur der daran hat Theil, der auf deine Stimme hoͤrt, mit Gehorſam dich verehrt, und in deinem Dienſt auf Erden immer u beſſer ſucht zu werden. of⸗ 7. Geh mir, wo ich bin. und wandle, immerfort mit Huͤlfe nach, daß ich als ds. netitſ m dbid dſthach trichau be rahe, gie ralke m 9' dewile dußdut r Sc dine? He indundf hauch ni nvi unh leite ü 4 ds michaſn a enahn? a demErnſpwi tSündeſt durch äe tLeben 1 1 Fleiß ehen. 1 dnae d wthäa u ſeyn, n ſu, bis; n in meine e mir Kraß, jehn, lehren biſin 1,h bey mirſche nich reitt, ꝛechen. aß mich ün n dein mi nes. Heil l WAugenſthit ia daran iel h tGen wund in — ht zu we mir„bbl dle, ſnn enach,h 1 j 1 Gnahant Nals ein Chriſt ſtets hand⸗ le; und wird ja mein n Glaube ſchwach, o ſo hilf mir liebreich auf, daß ich din dem Tugendlauf nim⸗ Amer wanke, nie ermuͤde. So erquicke mich dein Friede! § 8. Ewig will ich dir es danken, daß du ſo barm⸗ nherzig biſt, daß auch, wenn wir Schwache wanken, deine Treu be⸗ käͤndig iſt. HErr, ich ſhoff es froh und feſt, daß hſie mich auch nicht ver⸗ 4 Zu des Himmels Seligkeiten wird ſie mich gewis auch leiten. 201. M. Nun freut euch 1 lieben Chriſt. 1 Ich preiſe dich, o Herr, mein Heil! fuͤr deine n Todesleiden. Hab ich an j ihren Fruͤchten Theil, was fehlt dann meinen uf Erdmi 9 Freuden? Du wardſt ein Opfer auch fuͤr mich. O i gib, daß meine Seele ſich — deß ewig freuen möge. 2, Was kañ mein Geiſt n Vom Abendmahl. 2 durch deinen Tod nicht noch fuͤr Segen finden! Erlöſung aus der Todes noth, Vergebung aller Suͤnden, Gewiſſensruh, zur Beßrung Kraft: das haſt du, HErr, auch mir verſchafft, da du am Kreutze ſtarbeſt. 3. Dein Abendmahl iſt V mir ein Pfand von dieſer V großen Guͤte. Wie vie b haſt du an mich gewandt! O ſtaͤrke mein Gemuͤthe zum glaubigen Vertraun auf dich, daß ich, ſolang ich lebe, mich an deine Gnade halte. 4. Ich fuͤhle, HErr, voll Reu und Sanedn, die Laſt von meinen Suͤ⸗ den. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den gro⸗ ßen Troſt empfinden, daß du aus mitleidvollen Huld auch mir Verge⸗ b bung meiner Schuld auf b Buße haſt erworben. V 5. Der Troſt, den mir b dein Tod verſchafft, werd ewig mir zum Segern. + 2 2* —— Er ſtaͤrke mich mit neuer Kraft, auf allen meinen Wegen nur das zu thun, was dir gefaͤllt, und alle Furcht und Luſt der Welt ſtandhaft zu uͤberwinden. 6. Die Liebe, die du mir erzeigt, iſt gar nicht zu ermeſſen. O mache ſelbſt mein Herz geneigt, ſie nimmer zu vergeſſen; daß ich aus aͤchter Gegentreu dir bis zum Tod ergeben ſey, und dir zur Ehre lebe. 7. Laß deines Leidens Zweck und Frucht mir ſtets vor Augen ſtehen. Nimm weg, was mich zu hindern ſucht, die ebne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weiſt, und die einſt den erloͤſten Geiſt zu deiner Freude fuͤhret. 8. Zum ewgen Leben haſt du dich fuͤr mich da⸗ hin gegeben. Dein Abendmahl erwecke mich mitErnſt darnach zu ſtre⸗ ben. HErr, mache mich —— 228 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. — dazu geſchickt! Und werd ich einſt der Erd entruͤckt, ſo ſey dein Tod mein Leben! 202. M. Aus tiefer Noth 8 ſchrey ich. Heiland, deſſen ho⸗ hen Werth des Suͤn⸗ ders Herz empfindet, der reuvoll ſich zu GOtt be⸗ kehrt, ſich deinem Dienſt verbindet. Auch ich, Ge⸗ beugter, ſuche dich; er⸗ barme dich auch uͤber mich; und laß mich Gnade finden. 2. Ich nehm an deinem Mahle Theil. Daß ich nicht troſtlos bliebe, reichſt du auch mir zu meinem Heil die Pfaͤnder deiner Liebe. Ich nehme ſie und denke dran, wie viel du auch fuͤr mich ge⸗ than, wie viel, mich zu begluͤcken! 3. O gib, daß deines Mahles Kraft, ſtets mei⸗ nen Glauben ſtaͤrke. Die Hoffnung, die es mir verſchafft, wirk in mir gute 2n herke,d d iligung oöbeſfen t hfungbe zie? ſoll * roch cide dien 8. Voch ih 1ich ko 2 hen, den fnich au znade, 1 warb, du verlaͤug. „ ein, gottt * tein, ic us ehaſſen, der Lüſte * puth zum * Dir will n ir ſeyn, u t i heilig M 1 Giid do ³ fingen. -N. Schmu libe Se⸗ H◻ ich falle 1 der, danke 13 ider dir, * Sänden t ſeine gieb, b Gnnenn hen Wearth s Hetz enpf 3 dl ſch u ſich dein 2 ndet. Auc er, ſuche b dich a und Vom Abendmahl. gute Werke, den Eifer in der Heiligung, die wahre Herzensbeſſerung, die Daͤmpfung boͤſer Luͤſte. 4. Wie? ſollt ich dieſen Luͤſten noch zu meiner Schande dienen? Ich truͤge noch ihr ſelaviſch Joch? ich koͤnnte mich erkuͤhnen, den Heiland, der fuͤr mich auch ſtarb, mir Gnade, Troſt und Heil erwarb, durch Suͤn⸗ den zu verlaͤugnen? 5. Nein, goͤttlicher Er⸗ retter, nein, ich will die Suͤnde haſſen, will jeden Reitz der Luͤſte ſcheun, und Muth zum Kampfe faſſen. Dir will ich leben, treu dir ſeyn, und nicht dein heilig Mahl ent⸗ weihn. Gib du mir das Vollbringen. 203. M. Schnuͤcke dich, o liebe Seele. Hörr, ich falle vor dir nieder, danke dir und ſinge Lieder dir, o Tilger meiner Suͤnden! Wer kann deine Lieb ergruͤn⸗ den? Meine Schulden willſt du decken, willſt mich Todten auferwe⸗ cken, willſt ein ewigs ſeligs Leben mir, wenn ich dir glaube, geben. 2. Nun ſo ſey der Bund erneuet! Ganz ſey dir meinHerz geweihet! Wie du hier gelebt, zu leben, will ich taͤglich mich be⸗ ſtreben. Dir gelob' ich, deine Glieder, alle Men⸗ ſchen, meine Bruͤder, immer mit den reinſten Trieben, immer, wie mich ſelbſt, zu lieben. 3. Ich gelobe dir von Herzen, meiner Bruͤder Noth und Schmerzen taͤglich bruͤderlich zu lin⸗ dern, Elend, wo ich kan, zu mindern. Ich gelobe dir mit Freuden, auch das Unrecht ſtill zu lei den, ungeduldig nie zu klagen, an dir niemals zu verzagen. 4. Was du haſſeſt, will ich haſſen; ganz von dir mich leiten laſſen; nie P 3 mit ——— ———ÿ— 2—— — — 1-— 230 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. mit Vorſatz dich betruͤ⸗ ben; alles, was du lie⸗ beſt, lieben. Zwar ich kenne meine Schwaͤche, Heiland, da ich dis ver⸗ ſpreche: morgen hab' ich oft gebrochen, was ich heute dir verſprochen. 5. Darum hilf du mir, und ſtaͤrke mich zu jedem guten Werke! Komm, und eile, mich vom Boͤ⸗ ſen, das ich thun will, zu erlöſen! Hilf, den erſten Reitz der Suͤnden, den, ach! den mir uͤberwin— den! Laß mich ihre Fol⸗ gen ſchrecken, und der Unſchuld Freuden ſchmecken. 6. Laß mich deine Treu ermeſſen, deiner Liebe nie “ vergeſſen; laß mich, weich' ich ab vom Guten, HErr, dich ſehn am Kreutze bluten! Liebe ſchlug dir deine Wun⸗ den; das ſoll mich in dunkeln Stunden, wenn mich Angſt und Zweifel druͤcken, mit erhabnem Troſt erquicken. 7. Gib, daß ich und alle Chriſten uns auf deine Zukunft ruͤſten; daß, weñ heut dein Tag ſchon kaͤme, keiner, HErr, vor dir ſich ſchaͤme. Großes Abendmahl der From̃en! Tag des Heils! wann wirſt du kommen, daß wir mit der Engel Choͤ⸗ ren, HErr, dich ſehn, und ewig ehren! Lied eines kranken Kommunikanten vor dem Abendmahl. 204. Mel. Wer nur den lieben Gott. Ach, koͤnnt' ich doch mit deinen Gliedern im Tempel, JEſu, dich er⸗ hoͤhn, und freudenvoll mit meinen Bruͤdern das Denkmahl deines Tods begehn! doch weil mich Noth und Krankheit plagt, iſt dieſe Freude mir verſagt. 2. Sieh 8 ſh hie ankel Aben ſoch, „ an ſet G perhe „Woſe ſ ßt und 27gro ſ und. 7 elleicht nich * ſal dei 1 1 Ddu, d freute iht A HEn hſeyn hich! ßdas 7 eide! ſ Troſt * ſihn; 21tein 882„ 6 ⁸ 4ʃ . In vori h Dan pin E. F Lrläſe Gnaden ne ihän 38. 2rr, dc 4 use butn g dir Nian j das ſoll ea tinEnn Aagſ ut zg ken, mi t erauicem Gib,dafichas ſen Äns 4= uft rüͤfen eut dnß* keiner,s h ſchime e mahldees es heiſst du komm it der Eng En, d ig ehren — anten 4 ₰ en Briſ m hl deine“ doch 1 F ind K 3 dieſe n, Vom Abendmahl. 2. Sieh hier, auf mei⸗ nem Krankenbette feyr ich dein Abendmahl al⸗ lein. Doch, HErr, ich weiß, an jeder Staͤtte haſt du verheiſſen, nah' zu ſeyn. Wo je ein From⸗ mer ſeufzt und weint, da biſt du, großer Men⸗ ſchenfreund! 3. Vielleicht, o HErr, erquickt mich heute zum letztenmal dein Leib und Blut. O du, der oft mein Herz erfreute, gib ihm auch jetzt Geduld und Muth! Dem Grabe nah', HErr, bitt' ich dich, ach ſey mir gnaͤdig, ſegne mich! 4. Laß das Gedaͤchtniß deiner Leid?è mir Schwa⸗ chem Troſt und Kraft verleihn; laß es die Ouelle reiner Freuden und deines Himmels Vorſchmack ſeyn. Dein Leiden, dein Verſoͤh⸗ nungstod, erquicke mich in meiner Noth! 5. Ich ſeh', ich ſeh den Himmel offen; ich fuͤhle meine Seligkeit. Nun kann ich alles, alles hof⸗ fen von dem, der mir die Schuld verzeiht. Es dro⸗ he mir die groͤſte Noth; mein Retter und mein Schutz iſt GOtt. 6. Und naht der Tod mit ſeinen Schrecken: ich bin getroſt und zage nicht. Vom Tode wirſt du mich erwecken; ich komme nicht in dein Ge⸗ richt. Ich bin getroſt; dein Leib und Blut gibt mir im Tode Troſt und Muth. Nach dem Abendmahl. 205. In voriger Melodie. Chriſt, du, der du einſt Dank, Dank ſey dir fuͤr auch fuͤr mich Armen den dein Erbarmen, o mein Erlöſer, IEſus Tod am Kreutz geſtorben biſt! Nur deine Leiden 4 troͤ⸗ ———,— ———. — ‧———— ———— „.„ — troͤſten mich; was waͤr' ich, Mittler, ohne dich? 2. Du haſt mir deinen Leib geſchenket; nun weis ich, ich bin ewig dein. Ich ward mit dei⸗ nem Blut getraͤnket; dis Blut macht meine Seele rein, befreyte mich von Fluch und Schuld, er⸗ warb mir GOttes Va⸗ terhuld. 3. Nun laß mich ſter⸗ ben, oder leben: HErr, wie du willſt, ich folge gern; von Schmerz ge⸗ quaͤlt, mit Angſt umge⸗ ben, freut meine Seele ſich des HErrn. Durch dich verſoͤhnt, erſchreckt mich nicht des Grabes Dankſagung na 206. In eigner Melodie, Sey, JEſus Chriſt, gelobet und geprei⸗ ſet, daß du ſelbſt uns haſt geſpeiſet mit deinem Leibe und mit deinem Blute; das komm' uns, o HErr, zu Gute! GOtt ſey uns gnaͤdig! ———— — 232 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. *— Graun, nicht das Ge⸗ richt. 4. Im Glauben will ich dich umfaſſen, gewis, daß du mein Retter biſt. Du wirſt mich Schwa⸗ chen nicht verlaſſen, mir geben, was mir nuͤtzlich iſt. Ein Wink von dir, ſo endet ſich mein Jam⸗ mer, und ich preiſe dich! 5. Und kommt ſie denn, die ernſte Stunde, die mich dem Irrdiſchen ent⸗ reißt: wohl mir auch dan! aus deinem Munde erwartet mein erloͤſter Geiſt ein frohes Urtheil; ewigs Heil iſt deiner Auserwaͤhlten Theil! dem Abendmahl. 207. Mel. Wer nur den lieben Gott. Dir ſey gedankt fuͤr deine Liebe, du großer Mittler, IEſus Chriſt! Gib, daß ich dich nicht mehr betruͤbe, der du fuͤr mich geſtorlen iſt. 85 d d Und 4 vor e gie ke ſerheb uch un ſich ſo indern ih ſelb nt. O —— e wie p wie pre eil wir des Le ich dein Das ſuwirn und ich uzu ſe inmaſ nd daß Pnir! ſs ſtets pen, ffür mi ud deine in, die ſ ſich f Glauo ind mir sft or 2 Vh ön 6 7 Graa 1 6 e 4d a Sbiſt. Laß deines Leidens Lngſt und Pein mir im⸗ un d u, 2 Amerdar vor Augen ſeyn. in Wn 2. Wie kann ich dich d 11 genug erheben? Ich, der mich Fluch und Tod ver⸗ dient, ich ſoll nicht ſter⸗ An 1 verſuͤhnt. Du, GOttes — 11 Sohn, du ſtarbſt fuͤr eln tmich; wie preis ich, en iHerr, wie preis ich dich! Him an 3. Heil mir! ich aß das Mn.. Brodt des Lebens, auch K li ut atrank ich deines Bundes md aatt”Wein. Das, HErr, Giſeuſe ggabſt du mir nicht verge⸗ s pbens, und ich verſprach, n luerwiſ sdir treu zu ſeyn. Jetzt „ ſNnoch einmal gelob' ichs — dir; und daß ichs halte, nim Abn erhilf du mir! 1 ar E 74. Laß ſtets mich dank⸗ eSbar, HErr, ermeſſen, n 1 was du fuͤr mich gelitten Lun haſt, und deine Liebe nie r h z ergeſſen, die ſo viel Se⸗ 4 di 9. igen in ſich faßt. Laß 4 lutt ammeinen Glauben thaͤtig N nvütm? ſeyn, und mir zum Gu⸗ ten Kraft verleihn. ſte e en, nt. Vom Abendmahl. 233 5. Im Streite hilf mir uͤberwinden, und ſtaͤrke mich zu meiner Pflicht; bewahre mich vor neuen Suͤnden; verlaß mich in Verſuchung nicht; und dein fuͤr mich vergoßnes is ben, ſondern leben, weil Blut geb' in der Todes⸗ 1 du mich ſelbſt mit GOtt noth mir Muth! 6. Und euch, ihr feines Leibes Glieder, die IEſu Heil, wie mich, erfreut, euch lieb ich ſtets als ſeine Bruͤder, als Erben ſei⸗ ner Herrlichkeit. Wir haben einen HErrn und GOtt; uns ſpeiſt und traͤnkt ein Wein, ein Brodt. 7. Wie jetzt, als ſeines Leibes Glieder, ſein Volk vor ihm verſamlet war: ſo ſammlet er auch einſt uns wieder vor ihm mit aller Heilgen Schaar. Dann preiſen, als ſein Eigenthum, wir ewig ſeines Namens Ruhm. 8. Hier will ich mich mit euch vereinen, die ihr ihn ewiglich erhoͤht; und 5 wenn —— wenn wir einſt vor ihm erſcheinen im Glanze ſei⸗ ner Majeſtaͤt: dann geh' ich im Triumph mit euch, ihr Auserwaͤhlten, in ſein Reich. 9. So ſoll denn weder Spott noch Leiden, noch Ehre, Freud und Luſt der Welt, mich, HErr, von deiner Liebe ſcheiden, die ſelbſt im Tode mich er⸗ haͤlt. Du biſt und bleibeſt ewig mein; o laß mich deiner wuͤrdig ſeyn! 208. Mel. Freu dich ſehr, o meine Seele. effentlich in der Ge⸗ meine hab ich, Mitt⸗ 3ler, dich bekannt. Ich empfieng im Brodt und Weine deiner Liebe theu⸗ res Pfand. Feyerlich war da mein Eid ewiger Be⸗ ſtaͤndigkeit. Du, mit mdem ich mich vereinte, HErr, du weiſt es, wie ichs meinte. 2. O, wie ward da deine Guͤte, Menſchenfreund, von mir verehrt! Mit WReenn — 234 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. “ dem dankbarſten Gemuͤ⸗ the fuͤhlt ich ihren ganzen Werth, als im Geiſt auf Golgatha ich dein bittres Leiden ſah und dich an dem Kreutz erblickte, wo dein Tod auch mich be⸗ gluͤckte. 3. Laut rief in mir mein Gewiſſen: biſt du wuͤr⸗ dig dieſer Huld? ſieh! das Blut, das du ſiehſt flieſſen, flieſſet auch fuͤr deine Schuld! Schaam und Reu erfuͤllten mich, glaubensvoll blickt ich auf dich; ſah durch dich mir Heil und Leben, Troſt und Zuverſicht gegeben. 4. Und nun weis ichs: ich ſoll leben, ſoll des Himmels Erbe ſeyn; alle Schuld iſt mir vergeben, denn dein Blut, HErr, macht mich rein. Du vertrittſt mich im Ge— richt; GOtt verurtheilt mich nun nicht, wenn ich ſtandhaft dich bekenne, und von dir mich nimmer trenne. 5. HErr, —— Nuft, 1* flaſ e Heg * ill 4e4 Lü. Meit z dtät ſazt iit dich e dh ni e. „* Nnirs agen „ aft in ſwer d 2und de ſeyn. k an, ſw t ethan deinen hnöden hon d Hen lie was ha Wort! d und t vene 8 ict ds 8E d tefüh 4 5. HErr, ich will dich h Ver nicht verlaſſen, nie des it Gllatt kaſters Wege gehn; jede 1 1¶ unde will ich haſſen, wein Amd den Luͤſten wider⸗ n b tehn. Mein Erretter, 4 öin 1 gib duStaͤrk und Freu⸗ 1M higkeit dazu, daß ich n zut zſtandhaft dich bekenne, din Gerſtn eund mich nimmer von de dio d ir trenne. " de S 316. Laß mirs mein Ge⸗ dit iſſg, pwiſſen ſagen, wie ſo ic n Ech Ichmerzhaft innre Pein, mdeigvie ſo ſchwer der Suͤnde ty bulmet Pplagen und der Zukunft ufdch AStrafen ſeyn. Es erinnre 3 mtwin Anich daran, wie viel du t un zuedn mir gethan, und wie 3 4 lt nwerth deiner Liebe ich M olb s urch ſchnoͤden Undank hantb liebe. Vom Abendmahl. 235 7. Auch zur Liebe mei⸗ ner Bruͤder treibe mich die Dankbarkeit! Sie ſind alle deine Glieder, Erben Einer Seligkeit. Auch der mich jetzt haſſet, iſt, dein Erloͤſter, Jeſus Chriſt; dort wird er mich nicht betruͤben, nein, er wird mich wieder lieben. 8. HErr, zu dem ich kindlich trete, blicke gna⸗ denvoll auf mich. Hoͤre huldreich, was ich be tet ganz verlaß ich mich auf dich. Volle Frucht der Beſſerung, Wachsthum in der Heiligung, Hoff⸗ nung auf das ewge Le⸗ ben, laß dein Abendmahl mir geben. imkhlk nt a imn Rſ was haſt. „ unttittt taile. „ktitiſt Fwig, o IEſu, wird Ättt 64,† ntrun. vel eichhc, Von der chriſtlichen Kirche.. 09. M. Herzliebſter Jeſu, das du errichtet, jemals vernichtet. 2. Immer noch ſamm⸗ dein Wort beſtehen, leſt du dir auf der Erden ud Erd und Himmel Menſchen, die willig dir „werden eh vergehen, eh gehorſam werden, und „mumn nine Macht das Reich, deinen Frieden hier ſchon jt um. im 9 2 4* * 4¹ 3 *. 3 1* 4 8 1 3 — —— im Gewiſſen froͤlich ge⸗ nießen. 3. Reitzt blendende Ver⸗ ſuchung ſie zu Suͤnden, biſt du ihr Beyſtand und hilfſt uͤberwinden. Nichts wird ſie jemals deiner Hut entreißen. Du haſts verheißen. 4. Wohl allen denen, die dir, JEſu, trauen! Was ſie dir glauben, wird ihr Aug einſt ſchau⸗ en, dich und die Freuden, womit du belohneſt da, wo du throneſt. 5. Dann ſchallen froͤ⸗ lich von der Deinen Menge dir, unſerm Haupte himmliſche Ge⸗ ſaͤnge, wenn einſt dein Volk, das hier dein Geiſt regieret, dort trium⸗ phiret. 210. Mel. Allein Gott in der Hoͤh ſey Ehr. ie Feinde deines Kreutzes drohn, dein Reich, HErr, zu verwuͤ⸗ ſten; du aber Mittler, Gottes Sohn, beſchuͤtzeſt 236 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. ———— deine Chriſten. Dein Thron ſteht feſt und ewiglich; vergeblich wird ſich wider dich die ganze Hölle waffnen. 2. Dein Reich iſt nicht von dieſer Welt, kein Werk von Menſchenkin⸗ dern. Drum konnt' auch keine Macht der Welt, HErr, deſſen Fortgang hindern. Dir koͤnnen deine Haſſer nie die Ehre rauben; ſelbſt durch ſie wird es vergröſſert werden. 3. Weit woll'ſt du deine Herrſchaft noch in dieſer Welt verbreiten, und unter dein ſo ſanftes Joch die Voͤlker alle lei⸗ ten! Vom Aufgang bis zum Niedergang bring' alle Welt dir Preis und Dank, und glaub an deinen Namen! 4. Auch deine Feinde, die dich ſchmaͤhn, die fre⸗ velnd ſich empoͤren, laß deiner Gnade Wunder ſehn, daß ſie ſich zuch be⸗ ( 4 w. L n hin ei unerſ un at 1 warte us, de 1 ſt du zheit gr iech fe. 21 uß für den! hens 3 hor de mai vir leben din reit in uns, nach de und leh pilliger 1 t erfülle deiner und dar önadeſre heil auf d en vin i ſaterthan te Sünde t ſteſt es Irzu dei d Wwen. d f 2 4 11 — EI — n Guſ an da d. eMiſt, à, ſch ner ind Hile lad 1 i nn 1 bekehren. Lehr' ſie, mit uns gen Himmel ſchaun und unerſchuͤttert im Vertraun auf deine Zu⸗ akunft warten. 1 5. Uns, deine Chriſten iiß z 1 olleſt du feſt in der md„Wahrheit, gruͤnden, daß mn, kin aa vir durch ſie Heil, Troſt her, und Ruh' fuͤr unſre See⸗ hin n en fen finden! Mach unſers Glaubens uns gewis, u mug t9 zund vor des Irrthums Finſterniß bewahr uns, 1 1n 1 weil wir leben. 6. Ein reines Herz, f ſchaff in uns, HErr, ein 1 9 dHerz nach deinem Wil⸗ 1 uun m ulen; und lehr' uns taͤg⸗ erlich williger dein heilig 4un mg Wort erfuͤllen. Gehor⸗ 3 n Unſenſam deiner Vorſchrift wm Wtenſeyn, und dann uns dei⸗ ich ner Gnade freun, ſey un⸗ ſer Heil auf Erden. tun 5 7. So wird dein Volk d 4 dir unterthan, und lernt whin t die Suͤnde meiden; du ns füͤhreſt es auf ebner ts Bahn zu deines Reiches g 9 Freuden. Und herrlich Von der chriſtlichen Kirche. 237 wird in dieſer Zeit, noch herrlicher in Ewigkeit, dein großer Name werdẽ. 8. Voll Zuverſicht er⸗ warten dich, o JEſu, deine Frommen. Es komt der Tag, deß freun ſie ſich, da du wirſt wieder kommen. Den Suͤndern kommſt du zum Gericht; uns ſegnet dann dein An⸗ geficht mit Wonne der Gerechten! 211. M. Ein'’ feſte Burg iſt unſer GOtt. Wenn Chriſtus ſeine Kirche ſchuͤtzt: ſo mag die Hoͤlle wuͤten. Er, der zur Rechten GOttes ſitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er iſt mit Huͤlfe nah; wenn er gebeut, ſtehts da. und haͤlt das Chriſten⸗ thum; mag doch die Holle wuͤten. 2. GOtt ſieht die Fuͤr⸗— ſten auf dem Thron ſich wider ihn empoͤren; den den Geſalbten, ſeinen Er ſchuͤtzet ſeinen Ruhm, G 3— 238 Zweyte Abth. Von den Gnadenmitteln. Sohn,(den wollen ſie 212. M. Herzliebſter Jeſu, nicht ehren. Sie ſchaͤmen was haſt. ſich des Worts, des Hei⸗ Sochutze die Deinen, lands, unſers Horts; die nach dir ſich nen⸗ ſein Kreutz iſt ſelbſt ihr nen, und dich, o IEſu, Spott; doch ihrer lachet vor der Welt bekennen. GOtt. Sie moͤgen ſich Laß deinen Haͤnden, wie emporen. du ſelbſt verheiſſen, 3. Der Frevler mag nichts ſie entreiſſen. die Wahrheit ſchmaͤhn; 2. Laß deine Wahrheit uns kann er ſie nicht rau⸗ rein verkuͤndigt werden. ben. Der unchriſt mag Mach ihre Siege herrli⸗ ihr widerſtehn; wir hal⸗ cher auf Erden. Gih ten feſt am Glauben. Muth und Weisheit de⸗ Gelobt ſey Jeſus Chriſt! nen, die ſie lehren, dein Wer hier ſein Juͤnger Reich zu mehren. iſt, ſein Wort von Her⸗ 3. Du haſt noch nie⸗ zen haͤlt, dem kann die mals, HErr, dein Wort ganze Welt die Seligkeit gebrochen; fuͤhre die nicht rauben. Deinen, wie du ſelbſt 4. Auf Chriſten, die ihr verſprochen, fuͤhre ſie ihm vertraut, laßt euch endlich aus dem Kampf kein Drohn erſchrecken! und Leide zur Ruh und Der GOtt, der von dem Freude. Himmel ſchaut, wird 4. Ewig, o Heiland! uns gewis bedecken. Der ſey dein Nam erhoben! HErr, der ſtarke GOtt ewig frolockend muͤſſe haͤlt uͤber ſein Gebot, dich einſt loben, o GOtt, gibt uns Geduld in Beſchirmer deiner Noth, und Kraft und ſchwachen Heerde, Him⸗ Muth im Tod; was will mel und Erde! uns dann erſchrecken? 213, ———— b dich , tp hei 2 hem, f leben kennt ien. gei „, und ſeine! glaubt 1iſ2 na ht und 8 ſtarken mtht, iſt 1 auf ih mit un muͤnte t u. * ſſittia Aſit vonn f ſkeit.— 1n ffromme 11 ſdeines *r Ng. 11 heilig 2 nd re⸗ 1s henſchli * Hict fnken ka 440— 6 1 Von der AM dn 3 1213. M. HErr IEſu Chriſt d S dich zu. CGO2T, unſer Gott, 1 unan wie heilig iſt dein 3 Mame dem, der JEſum Thriſt lebendig fuͤr ſein i huſe cdeil erkennt, durch ihn 3 ſet ich ſeinen Vater nennt! 4 5 2. Im Geiſte betet er 4h wich an, und geht un⸗ a m nei ttraͤflich ſeine Bahn: deñ nas Aucſch Soas er glaubt, und was ful trufſcr thut, iſt Wahrheit, dn duth nt Iſt gerecht und gut. n m,eeT3. Ein ſtarker Fels, der d däatrwig ſteht, iſt ihm dein 9e„Ah Mam'; auf ihn erhöht, 1n, ieht er mit unverletzter igtue Ruh dem Untergang der Dun, zerden zu. enunt 4. Du ſaͤttigſt ihn mit wlh gSeligkeit von nun anbis alh un Ewigkeit. Und ewig , ſt ſein frommer Dank, „oErr, deines Namens kobgeſang. 1 5. Ach heilig ſey dein ſtam' und recht dem ſirfrs anzen menſchlichen Ge⸗ 168 auchlecht! Dich bete, wer man! ich denken kann, im an— 64 eri 9 Nehhdin gs ʒdeſrig fh 1 Nit 1 chriſtlichen Kirche. 239 Geiſt und in der Wahr⸗ heit an. 6. Verbreite deines Wortes Schall, wie dei⸗ ne Wohlthat, uͤberall: daß alle lernen, wer du ſeyſt, GOtt, Vater, Sohn und heilger Geiſt. 7. Dein Rath, des, der da iſt und war, werd' allen Voͤlkern offenbar: daß dein Geſandter, Je⸗ ſus Chriſt, die Wahrheit und das Leben iſt; 8. Daß, wer an ihn glaubt, ſein Gebot auch halten muß bis an den Tod; daß er in ſeinem r Lauf nicht irrts und durch den Glaubet ſelig wird. 9. Lehr uns, die deinen Rath verſtehn, gehorſam deine Wege gehn; durch deines Wortes Licht und Kraft, mach' glaubig uns und tugendhaft. 10. DQurch Wahrheit daͤmpfe eden Wahn; erleucht' uns Allen unſre Bahn; das Laſter tilg 7³ʃʃ9 . 8 —“ 240 Zweyte Abth. Von der Gnadenordnung. aus unſrer Bruſt, und Werke ſind dein 17 r tödt in uns die boͤſe Ruhm. ot, Luſt. 12. Dort ſtellſt du ſie Ge 11. So heiligt deine um deinen Thron, und 11 in Chriſtenheit, Herr, dei⸗ unausſprechlich iſt ihr ofnd nen Namen in der Zeit, Lohn. Geheiligt wird, ei uhn und iſt und bleibt dein wie in der Zeit, durch ſie: r Eigenthum, und ihre dein Nam' in Ewigkeit. 88 ... Sel ds keit ins ti Von der Buße oder Bekehrung. dddeine 214. M. Sollt ich meinem ſich nicht von dir gekehrt.*dunng GOtt nicht. Dennoch willſt du das de One G Ott, aus deſſen Gna⸗ Verderben ſuͤndenvoller ſinek denfuͤlle lauter Se⸗ Menſchen nicht; rufeſt* ſſchwer gen auf uns flieſt! Was ſie zu ihrer Pflicht liebe dein heilger Rath und reich: warum wollt ihr ſi Er Wille fodert, ordnet und ſterben? Suͤnder, kehrt tei att all beſchlieſt, iſt der wahre zu eurem Gluͤck, kehrt zu mn wetkla BWeg zum Leben. Wahre meinem Dienſt zuruck. ſf onſt Sinnesbeſſerung, ſteter 3. Gib HErr, daß dis ſwein 6 Fleiß der Heiligung ſol⸗ Wort mich dringe, daß e fen zagt len uns dahin erheben, ich in wahrhafter Reu ſin Her daß wir, ganz von Suͤn⸗ dir mein Herz zum Opfer dumch den rein, deines Heils bringe, ohne Trug und i ſt, un uns ewig freun. Heucheley. Komm ich ſ itt, 2. Von denSterblichen muͤhvoll und beladen mit in auszu iſt Keiner dieſer groſſen der Suͤndenlaſt zu dir: o ort der, Gnade werth; unter Al⸗ ſo nahe dich zu mir mit 5 gnadite len auch nicht Einer, der dem Reichthum diner 8 ng⸗ b Voh VDon der Gnadenordnung. = — den feer .— Von der Buße oder Bekehrung. Gnaden. VollErbarmen ſten Trieben deinem hht Ga 3, We. Fuhn V 1 19 gehe nicht, Vater, mit Wink gehorſam ſeyn; dan u Umir ins Gericht. Liebe auch am Naͤchſten d u2 4. Laß im Glauben uͤben, und mich ſeines At ui ämich empfinden daß du Wohlſeyns freun; froß̃ it, an g ani IMfunden, da rom 4 umir barmherzig ſeyſt, und bey allen meinen Pflich⸗ 1ih 4 tvon aller Laſt der Suͤn⸗ ten, Gott, auf deinen Wrgu uden mein gebeugtes Herz Willen ſehn; deine Wege befreyſt. Senke, um des folgſam gehn, redlich, —peilands Leiden, meine was du willſt, ausrich⸗ r ig Schuld ins tiefſte Meer; ten, Sündenwege ernſt⸗ . In In nund wird deine Hand mir lich fliehn: dis ſey taͤg⸗ n ſonih ſchwer: dann gib mir den lich mein Bemuͤhn. nc eiſt der Freuden, daß 215. M. Aus tiefer Noth Wehn ich deiner Vatertreu ſchrey ich. en zuſte unein beſchwerter Geiſt Ich will von meiner Adſein grfreu. Miſſethat mich, Herr, A1nc. 1.F§. Dein Erbarmen zu dir bekehren. Du wol⸗ tn itin’ K niberwieget alle Schuld, leſt ſelbſt, nach deinem n am'ie mich verklagt; deines Rath, mich wahre Beß⸗ woimg aeiſtes Beyſtand ſieget, rung lehren, und deines „„6nvenn mein Geiſt voll guten Geiſtes Kraft, die u tü Schrecken zagt. O wie uns zu neuen Menſchen mtun Foll mein Herz dich lie⸗ ſchaff, aus Gnaden mir uad pen, der du mich in Chri⸗ gewaͤhren. wan,. zko liebſt, und mir neue 2. Der Menſch kann 66 Fraͤfte giebſt, gern die ohne dich ja nicht ſein a Pflichten auszuuben, die Elend recht empfinden; rai Pas Wort der Seligkeit bleibt ohne deines Geiſtes r den Begnadigten gebeut. Licht blind, fuͤhllos, todt 1 5 6. Mit den freudenvoll⸗ in Sunden; verkehrt iſt tuh d 8 Will, — 241 ———ſſ8ſſſſ Will, Entſchluß und Thun. Dis Elend, Va⸗ ter, wuͤnſch ich nun durch dich zu uͤberwinden. 3. Gib, Selbſterkennt⸗ niß, zeige mir die Bloße meiner Seele. Gib, daß ich keine Schuld vor dir, noch vor mir ſelbſt ver⸗ heele. Laß jede mich mit Ernſt bereun, daß ich des Ziels, gerecht zu ſeyn, durch Heucheln nicht ver⸗ fehle! 4. O wie viel Gutes haſt du mir an Leib und Seel erwieſen! Was ich nur hab, hab ich von dir. Wie hab ich dich geprie⸗ ſen? Ach! ſchnoͤde gnug hab ich, dein Kind, mich gegen dich, nicht treu geſinnt, mich undankbar bewieſen. 5. Du haſt mirs nicht an Unterricht und War⸗ nung mangeln laſſen. Wie oft erweckteſt du mich nicht, den Laſterweg zu haſſen? Du fuͤhrteſt mich zur Tugend an; doch ſchaͤndlich hab ich — ihre Bahn, die Bahn zum Gluͤck verlaſſen. 6. Wie draͤngen nun die Suͤnden ſich, o Gott, vor mir zuſammen! Wie drohn ſie mir, wie muß ich mich jetzt ſelber nun verdammen! Hart klagt mich mein Gewiſſen an, dem ich nicht widerſtehen kann, ich fuͤhle ſeine Quaalen. 7. Ich ſprach, weil mich ſo lange Zeit nicht deine Schrecken trafen, im Wahne meiner Si⸗ cherheit: Gott wird ſo bald nicht ſtrafen. So uͤbertrat ich immer mehr, ob deine Pfeile gleich umher ſo viele Frevler trafen. 8. O haͤtteſt du nicht Vaterſinn, nicht muͤtter⸗ lich Erbarmen, wo floh in meiner Noth ich hin? Wer huͤlfe jetzt mir Ar⸗ men? Ich wende, Gott, zu dir mich hin; deñ du haſt mehr als Vaterſinn, als muͤtterlich Erbarmen. 9. Nimm- 6 —— 19 ſimn 82„an. 4 inde aer für 1 fünd W; Wer a„ fnſtb foſt l „der pier; 1 ¼ k Gun Snn ſr get hr du n. L. a ney, ſ9 K 0 ged ſſaft uͤt Mel. aig— Vate nnged doſer! ſolches dir g 1 gar. Pem ſo tes zu: und H ur fid und Nr Ghn 3 du zum 8„9. Nimm meiner dich, 6,N. o Jeſu, an und heile mei⸗ nen 6 ne Wunden. Denn was nt un 4 kein Sünder dulden kan, la NS n haſt du fuͤr mich empfun⸗ Ae anſ a den. Wer ſeine Schuld das ich 1 3 nt mit Ernſt bereut, der fin⸗ 8 nun det Troſt und Seligkeit wn, uhneg d An n bey dir, der WeltErloͤſer! 4 mmihic I 10. Hier iſt mein Herz, it im, ½o mach es rein von allen ſen Aun ſeinen Sunden; und laß tm hſanes, dir getreu zu ſeyn, uſ wie ſehr du liebſt, em⸗ u ſin Sct N pfinden. Laß aller Luͤſte 1 Vanm Tyranney, daß ich nur t baet:o dir ergeben ſey, mich Ah khyrctſ g ſtandhaft uͤberwinden. oh iinnuh n 216. Mel. Nun ſich der n d deing 7 Tag geendet. n Mein Vater, ſieh, ich bringe dir mein Herz ſ zum Opfer dar. Du fo⸗ nig derſt ſolches ſelbſt von has mir; dir geb ichs ganz rſtéttat ao Nneine und gar. 4 g huſ 4 2. Wem ſonſt, als dir, iſt nihh z gehoͤrt es zu? dir meinem Gott und Herrn. Bey dir nur findets wahre Ruh: und du erquickſt es gern. Von der Buße oder Bekehrung. 243 3. So ſey es denn dein Eigenthum; auf ewig ſey es dein. Schaff aber, Vater, ſchaff es um, und mach es gut und rein. 4. Gebeugt vor dir, fuͤhlts ſeine Schuld, und ſeine Sundlichkeit; es fleht zu dir um Gnad und Huld, um Kraft zur Heiligkeit. 5. Verwirf, verwirf dis Flehen nicht! ſey mir mit Gnade nah! Auf dich ſteht meine Zuver⸗ ſicht; mein Vater biſt du ja. 6. O ſtaͤrke mir nur ſelbſt den Muth, mit freudigem Vertraun, auf dich und meines Jeſu Blut mein ganzes Heil zu baun. 7. Steh mir zur wah⸗ ren Beſſerung mit deinem Geiſte bey: damit mir meine Heiligung durch ſeine Kraft gedeih. 8. Hilf daß ich dir, mein Herr und Gott, im Glauben ſtets getreu, 9 2 und C—“‧ͤͤͤͤſͤſͤſſſſſſbſſ— 2——— 244 Zweyte Abth. Von der Gnadenordnung. und bey der Welt Liſt, 14. Dir geb ichs ganz Macht und Spott im zu eigen hin; gebrauchs, Guten ſtandhaft ſey. wie dirs gefaͤllt; wohl 9. Hilf, daß ich ſey im mir, wenn ich der Deine Leiden feſt durch Hoff⸗ bin, der Oeine, nicht der nung und Geduld; mein Welt! Troſt, wenn alles mich 15. Sie draͤue mir, ſie verlaͤßt, ſey deine Va⸗ locke mich: ich bleibe dir terhuld. getreu, und fliehe, un⸗ 10. Hilf, daß ich gegen terſtuͤtzt durch dich, der Jedermann, vom Stolz Suͤnde Taͤuſcherey. und Neide frey, aufrich⸗ 16. Weg Welt und tig und, ſo viel ich kann, Suͤnd! euch dien ich zu dienen fertig ſey. nicht. Nur Gott kann 1I. Hilf, daß ich wohl⸗ mich allein,(dis, dis iſt zuthun mich freu, und, meine Zuverſicht!) auch rein von Rachbegier, nach dem Tod erfreun. ſelbſt meinem Feinde 217. Mel. Liebſter Jeſu, ggern verzeih; denn du wir ſind hier. vergibſt auch mir. ater, der ſo gern ver⸗ 12. Dich, Gott, zu eh⸗ zeiht, gern uns ſeine ren, ſey mein Ruhm, Liebe ſchenket, und, wenn doch fern von Heucheley, uns die Suͤnde reut, mit damit mein ganzes Chri⸗ Erbarmen an uns den⸗ ſtenthum dir wohlgefaͤl⸗ ket: laß auch mich im lig ſey. Schmerz der Suͤnden 13. Nimm denn mein bey dir Troſt und Gnade Herz zum Tempel ein, o finden. Gott, hier in der Zeit, 2. Tiefgebeugt und und laß es deine Woh⸗ voller Schaam, beym nung ſeyn auch in der Bewuſtſeyn meiner Ewigkeit. Bloͤße, —— 85 1 92 ͤ=„. G 4„ f „Anc ich m hes ſ in Ge haßſte Oft een ſeanzu jüte mi ſtteifer verhroſ ſträge, verke Oſt der Spiel, ich n. tte, ir lläbte, ſolle, 6 PGeriſf t dung hit NVNAnnoft 1 Herz ſſchns It der ſmetz, ſichem G ls ſich nien, 96 iterwi b Ar 1 ☛ 2 2 Von der Buße oder Bekehrung. 4 1 * 1 Bloͤße, fuͤhl ich Weh⸗ 6. So, ſo fiel ich imm d n muth, Angſt und Gram, mer mehr, gieng einher mn A fühl ich meiner Sunden verkehrte Pfade, liebte ad Große; ſeh im ſchreck⸗ eitle Luſt zu ſehr, ſuchte, 13 a lichſten Gedraͤnge ihre Gott, nicht deine Gnadez h ungezaͤhlte Menge. ſcheute jegliches Bemuͤ⸗ „ W etin 1 3. Oft verſaͤumt ich hen, mich der Sunde zu lan. dm eine Pflicht; oft fieng entziehen. n auem„ ich ſie an zu lieben, und 7. Oerbarme, Vater, din tfütwt Kermaüte mich doch nicht, dich; ich bin auch eins 8 Sinuſ Nfie mit Eifer auszuüben; deiner Kinder. Troͤſte, Az war verdroſſen, ſchwach meinErloſer, mich, mich, mein—het und träge, und gieng den tiefgebeugten Suͤn⸗ a dann verkehrte Wege. der; daß mein Herz by rjann, 3 4. Oft der Leidenſchaf⸗ meiner Reue ſich de eglnſ Zten Spiel, that ich das, Gnade Gottes freue. un wmechwas ich nicht wollte, 8. Du, du ſiehſt mich h aT, 2 zwankte, ſtrauchelte und den Entſchluß einer wah⸗ G In mſ fiel, liebte, was ich haſ⸗ ren Beßrung faſſen; jaj 1Tu ſen ſollte, und befleckte ich will nun, wie ich dan mein Gewiſſen, von Ver⸗ muß, jede Suͤnde fliehn nbſbent u blendung hingeriſſen. und haſſen, will meiimn lamen„ 5. Allzuoft nur ward ganzes Herz dir geben, gann g n mein Herz der Verfüh⸗ und nach deiner Vor⸗ F Ch 1 Ntung ſichre Beute; fuͤhlte ſchrift leben.. Szwar der Nachreu 9. Gib mir Weisheit, (Schmerz, doch, nach gib mir Kraft, meinen ſchwachem Gegenſtreite, Vorſatz auszufuͤhren; Vrefen ließ es ſich zu neuen laß im Kampf der Leiden⸗ 2 de Suͤnden, gar zu leicht ſchaft mich doch nicht den Benne, nur, uͤberwinden. Sieg verlieren; zlaß mich nur das Gute lieben; ſtaͤrke mich, es auszu⸗ uͤben. 218. M. Freu dich ſehr, 1 o meine Seele. Söchſter, denk ich an die Guͤte, die du mir bis⸗ her erzeigt: o ſo wird mein ganz Gemuͤthe tief zur Wehmuth hinge⸗ beugt. Dich hab' ich ge⸗ ring geſchaͤtzt, dein Gebot hintangeſetzt, dich, der du mich ſo geliebet, doch ſo oft und ſehr betruͤbet! 2. Alle meine Seelen⸗ kraͤfte, meine Glieder ſind ja dein, und ſie ſoll⸗ ten zum Geſchaͤfte deines Dienſtes fertig ſeyn; doch hab' ich der Eitelkeit un⸗ bedachtſam ſie geweiht: ja, zum ſchnoͤden Dienſt der Suͤnden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war je⸗ den Morgen uͤber mir, mein Vater, neu. Von wie manchen ſchweren Sorgen machteſt du das Herz mir frey. Was mir 246 Zweyte Abth. Von der Gnadenordnung. nuͤtzte, gabſt du mir; aber ach, wie dankt' ich dir! wie hab ich doch ſo ver⸗ neſſen deines Wohlthuns Zweck vergeſſen. 4. Bey dem hellenLicht der Gnaden ſollt ich ja die Suͤnde fliehn, und von meiner Seele Scha⸗ den frey zu werden mich bemuͤhn. Deine Guͤte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor ihrem ſanften Locken, ſuchte ſelbſt mich zu verſtocken. 5. Ich erkenne meine Suͤnden, beuge mich, mein Gott, vor dir. Laß mich bey dir Gnade fin⸗ den, neige, Herr, dein Ohr zu mir; ach, vergib, was ich gethan! nimm mich aus Erbarmen an; fuͤhre mich vom Suͤnden⸗ pfade auf den ſel'gen Weg der Gnade. 6. Dir ergeb ich mich aufs neue. Gib, daß mein gebeugter Geiſt deiner Vaterhuld ſich freue, die dein troͤſtend Wort ver⸗ heiſt. ſde im Stärke Feeled ſdirzun nie di fe, fol t a ſey wachen Wmach n en kreu; d d zu leber 2 ſiches 1 N. St in deine 8 ſ(crer 9 * ſites; * ſvom frdie E 2 punde 8 bſorich i ſeinen 1s And dich 1 6 4* 141 d* — Noch t S dnne; edäadt rü zaun t diehu wiehe d. R ſ Ehhäceg 1 zV d 14 dee 4. 6 dn 4 ni u X de Sindan, ſol wen Gett, 2 Gaxde 4 ſsmic lnnrg, 3 deenm, wn, 9 8 I dWrume,d 7 „Dr d 1 aegla 66 6 Nau ehl W u 3 n 6 in — nheiſt. Was dein Sohn auch mir erwarb, als er fuͤr uns Suͤnder ſtarb, Nach, das laß auch mich genießen, Fried' und 1 Freude im Gewiffen. 7. Staͤrke ſelbſt in mei⸗ nner Seele den Entſchluß, zunmich dir zu weihn. Gib, Adaß nie die Kraft mir afehle, folgſam deinem Wort zu ſeyn. Steh mir Schwachen maͤchtig bey, und mach mich auf im⸗ 9 mer treu; dich zu lieben, dir zu leben, ſey mein herzliches Beſtreben! 219. M. Straf mich nicht in deinem Zorn. Sichrer Menſch, noch iſt es Zeit, aufzu⸗ ſtehn vom Schlafe. Nah iſt dir die Ewigkeit, nahe Lohn und Strafe. Hoͤr', Gott ſpricht; ſaͤume nicht, ſeinen Ruf zu hö⸗ ren, und dich zu bekehren. 1s 2. Noch toͤnt nicht zum Weltgericht der Poſaune Stimme; noch ſinkt die⸗ ſer Erdball nicht vor des Von der Buße oder Bekehrung. Richters Stimme. Aber Held„bald erſchallt Got⸗ tes Ruf: Zur Erden ſollſt du wieder werden! 3. Kommt nun, eh du es gedacht, in der Suͤnde Freuden deines Lebens letzte Nacht: was wirſt du dañ leiden? wañ dein Herz; von dem Schmerz deiner Schuld zerriſſen, wird verzagen muͤſſen! 4. Wann vor deinem Antlitz ſich jede Suͤnd enthuͤllet, wann dann jede, jede dich ganz mit Graun erfuͤllet; dich nichts dann ſtaͤrken kann, keine deiner Freuden: was wirſt du dañ leiden! 5. Nah' demuntergang wirſt du an des Grabes Stufen, bang um Troſt dann und Seelenruh', vergebens rufen: Rette, Gott, mich vom Tod: Rette noch im Sterben mich von dem Verderben! 6. Noch, wandelſt du, o Chriſt, auf des Lebens Pfade; nahe zur Erret⸗ 9 4 tung 2E — tung iſt dir noch Jeſu Gnade. Eil' ihr zu: du wirſt Ruh' fuͤr dein Herz empfinden, und Verge⸗ bung finden. 220. In bekannt. Melod. Iſch Gott und Herrlwie groß und ſchwer und viel ſind meiner Sunden! Wen ruf ich an, der hel⸗ fen kann? Ach ich kann Niemand finden. 2. Wo flieh ich hin? Denn wo ich bin, auch an der Erden Enden, fuͤhlt doch mein Herz der Suͤnden Schmerz; wer kañ mein Elend wenden? 3.Du Gott allein, hoͤr den mein Schreyn, wend ab, was ich verdienet; geh mit mir nicht, Herr, in's Gericht, dein Sohn hat mich verſuͤhnet. 4. Solls ja ſo ſeyn, daß Straf und Pein muß folgen auf die Sunden: ſo fahr hier fort und ſchone dort, nur hier laß michs empfinden. 5. Vergib die Schuld, öͤͤͤͤͤ“ — 248 Zweyte Abth. Von der Gnadenordnung. und gib Geduld und Folgſamkeit dem Herzen; laß meinen Theil an Gnad uñ Heil mich mur⸗ rend nicht verſcherzen. 5. Thu was du willſt, wenn du nur ſtillſt der Seelen Angſt und Leiden; wenn nur die Noth, wenn nur der Tod von dir mich nicht kann ſcheiden. 7. Wie in der Kluft beym Sturm der Luft der Wandrer ſich verſtecket, und dann nicht mehr, ſtürmts noch ſo ſehr, im ſichern Fels erſchrecket: 8. So flieh auch ich zu dir, der ſich zur Zuflucht mir erbietet: Herr Jeſu Chriſt, dein Sterben iſt, was mich vorm Tod be⸗ huͤtet. 9. Ich glaub an dich, dey dir bleib ich, wenn Leib und Seele ſcheiden. Dann werd ich dort bey dir, mein Hort! genießen ewge Freuden. 10. Das Heil iſt mir. Gott! Preis ſey dir, Ruhm — 9 6 m d men. veil ¼ plaubt 1112 ½ M Humm. dbaht ſbricht ſt nich ders Tom vrnſch duger deg till, Pyahenze lo in Et 0s We üez an idi Su ſon, nin dedhell, ſcen und luttvery i. 9 füit diö hüt dteit, d pvöit in (lich mi an, ſimüde 8 22 +—+—6ͤ 18 5 3— 5, 2 Nrenſ3 1 ud ae Und gäg, 4 8 2—, B 4 du Jaltſe 15 Ruhm deinem großen Gott, bekehr ich mich zu etz lah un Namen. Ich zweifle dir, auch dann biſt du ——— Von der Butze oder Bekehrung. 249 dge rdi nicht, weil Jeſus ſpricht: noch gnaͤdig mir. wu Wer glaubt, wird ſelig. 4. Wahr iſt es„Gott a lc, 6 Amen. iſt ſtets bereit zum Wohl⸗ Wnie da 1 221. M. Vater unſer im thun, zur Barmherzig⸗ ruh Säane 3 Himmelreich. keit; doch fuͤndigſt du auf— nden u 2 0 wahr ich lebe, Gnade hin, beharrſt in Ah nhes ſpricht mein Gott; deinem boͤſen Sinn, und tan Knneh Tmir iſt nicht lieb des denkſt an deine Beßrung Suͤnders Tod; ſein Le⸗ nicht: ſo zittre vor dem* eaeen ben wunſch ich, und ich Strafgericht. uznem mwill, daß er ſteh auf dem z. Gott hat dir Gnade de Ani Irrweg ſiill, ſich beßre in zugeſagt, die hat dir 1at SHer Gnadenzeit, und mit Chriſti Tod gebracht; Rin amſtah anir leb in Ewigkeit. doch hat er nicht geſagt Rſan †f 2. Dis Wort bedenk dabey, welch Lebenstag nn gſ zund nim es an,„Menſch! dein letzter ſey. Daß du utnſch Perkaß die Sundenbahn, einſt ſtirbſt, iſt dir be⸗ mnichen deehr um, nimm an der kannt: die Todesſtund de nſ n Snade Theil, nimm an iſt nicht genannt. wmchépas Leben und das Heil, 6. Heut lebſt du, heuttft Sa. as Gott verheiſt mit ei⸗ bekehre dich: Eh Mor⸗ 1aſem Eid. O ſelig, dem gen kommt, kanns aͤn⸗ nnelh ie Sund iſt ſeid! dern ſich. Wer heut iſt f, 1des 3. Doch hüte dich vor ſtark, geſund und roth, itt — rinnc KSicherheit, denk nicht: morgen krank, vielleicht daugt pur Buß iſt immer Zeit, ſchon tod; ſtirbſt du nun au rſt will ich mich des Le⸗ ohne Beßrung hin, wie dsdens freun, und werd' willſt du dem Gericht 69 a o deſſen mude ſeyn, dañ, entfliehn? d 9 5 7. Hilf, 250 Zweyte Abth. Von 7. Hilf, o Herr Jeſu! hilf du mir, daß ich komm heute noch zu dir, noch heut entflieh der Suͤnd und Welt, eh mich der Tod ſchnell uͤberfaͤllt; auf daß ich heut und jederzeit zu meinem Ab⸗ ſchied ſey bereit. 222. Mel. Herzliebſter JEſu, was 9 llein vor dir, mein Gott, hab ich geſuͤn⸗ digt! O laß die Gnade, die dein Wort verkuͤn⸗ digt, wenn Suͤnden uns von ganzem Herzen reu⸗ en, auch mich erfreuen. 2. Schaff in mir, Hoͤch⸗ ſter, eine reine Seele, ein neues Herz, das deine Wege waͤhle. Befoͤrdere und ſtaͤrke mein Beſtre⸗ ben, nur dir zu leben. 3. Verwirf mich nicht von deinem Angeſichte! gib deinen Geiſt, daß er mich unterrichte! gib ihn, daß er auf deiner Wahrheit Wege mich leiten moͤge. 222 der Gnadenordnung. 4. Erquicke mich in meiner Seele Leiden mit deiner Huͤlfe; gib den Geiſt der Freuden, damit er, weil ich keine Kraft beſitze, mich unterſtuͤtze. 5. Mit neuer Treue will ich dich verehren; ich will die Suͤnder deine Wege lehren; mein Beyſpiel ſoll ſie reitzen, deinen Willen gern zu erfuͤllen. 6. O höre, Gott, erbar⸗ mend auf mein Flehen! Wie ſollteſt du ein reu⸗ end Herz verſchmaͤhen? ein Herz, das dich im Glauben ſucht und faſſet, die Suͤnde haſſet. 7. Ein reuvoll Herz, Erbarmer, willſt du ha⸗ ben; ein ſolches Herz willſt du mit Troſte la⸗ ben. Du willſt die See⸗ len, die nach Gnade ſchmachten, Gott, nicht verachten. 223. In bekannter Mel. Allein zu dir, Herr Jeſu Chriſt, ſteht mein Vertraun auf Erden. Ich D en ſeis, r biſ een ſenſt tkein fein? 2J, ver Ie p Nö 9a Dich 1, de 6 8 warm 1 Froß; 8 on her ¹ p uud ſech de Et erzen. inerh. dexm inn?. rrin ie iit ein. Ir perzji „ M 761 . 4 En um mäine noch dain Aund Geide de e u falt dect 1h, h ¹ I Mt s n iinir ReEin gaüße Korn fal ſ ner Vilen, dſiy 6 dc. nah, nnh auf tc, Weeſo ent dnd hen n dn de eun Glaha Hi NeEh a„ En dn tinn Fthm ber; ein gt ilh u 4 h. Du h b, R ft thoche Ke acten Lug P ennlenn Aiſ„ 1 1N 6' mmſch 4' getnnn — Von der Buße Ich weis, daß du mein VLTröſter biſt; kein Troſt ann ſonſt mir werden. „s iſt kein Retter auſſer ea ir, kein Menſch, kein EEngel, welcher mir aus neinen Nothen helfen Fann. Dich ruf ich an; hu biſts, der helfen will kand kann. 3 2. Zwar meine Schuld iſt uͤbergroß; doch reut ſie nich von Herzen. Erbar⸗ zme dich und ſprich mich os durch deines Todes Schmerzen. Nimmſt du (ich meiner huͤlfreich an, dver iſt, der mich verdam⸗ nien kann? Dann werd uch los der Sundenlaſt. Nein Glaube faßt, Herr, Poas du mir verſprochen paſt. 13. Dein guter Geiſt er⸗ dleure mich, zu deines Mamens Preiſe, daß je⸗ erzeit mein Glaube ſich urch wahreLieb erweiſe. Sey mir in meiner Pru⸗ ungszeit ein Helfer voll Barmherzigkeit; und oder Bekehrung. naht die letzte Stunde ſich, ſo ſtaͤrke mich mit Troſt, daß ich ſoll ſchauen dich. 4. Preis ſey Gott auf der Himmel Thron, dem Vater aller Guͤte! Preis dir, o Jeſu Gottes Sohn! dein guter Geiſt behuͤte und fuͤhr uns auf der rechten Bahn des wah⸗ ren Glaubens himmelan: So preiſen wir dich hoch⸗ erfreut hier in der Zeit, und mehr noch in der Ewigkeit. 224. In bekannter Mel. Aus tiefer Noth ruf ich zu dir, der du ins Herz kannſt ſehen. Ent⸗ zeuch nicht dein Erbar⸗ men mir! Gott laß mich Gnad erflehen! Ach, ſie⸗ heſt du, als Richter, an, was wir nicht recht vor dir gethan, wer kann vor dir beſtehen? 2. Vor dir gilt nichts, denn Gnad allein, dem Suͤnder zu vergeben: nie iſt der Menſch von Feh⸗ 251 4 5 1 * 4 ¹ * 1 4 6 b I 1 lern rein, auch in dem beſten Leben. Und, Herr, was iſt er ohne dich? wie darf der Staub, der Suͤn⸗ der, ſich des Ruhms von dir erkuͤhnen! 3. Drum will ich nur allein auf dich, auf mein Verdienſt nicht, bauen; auf dich verlaſſen will ich mich und deiner Guͤte trauen. Sie ſagt mir zu dein theures Wort; ſie iſt mein Troſt, und im⸗ merfort will ich mich ih⸗ rer ruͤhmen. 4. Sind gleich bey uns der Suͤnden viel, bey Gott iſt doch mehr Gna⸗ de; ſein Arm zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch ſey der Schade. Er iſt allein der gute Hirt, der wieder bringt, was ſich verirrt; er hilft aus allen Noͤthen. 225. Mel. HErr, ich habe misgehandelt. Herr, an dir hab ich * geſuͤndigt; dein ge⸗ rechter Urtheilsſpruch, 252 Zweyte„Abth. Von der Goadenorynung. Go Allerheiligſter, verkuͤn⸗ ſich digt jedem Uebelthaͤter 4 Fluch. Und was kann tune vor deinen Schrecken, mein⸗ Richter aller Welt, mich finhie decken? d) Muh. t dets A 3 2. Kañ ich deinem Arm entfliehen? du biſt allent⸗ ½ ſier,! halben nah. Floh ich, h, me dir mich zu entziehen, † Ebarm himmelan, ſo biſt du da; urooßt ſtuͤrzt ich in die Tiefe k ſindoh nieder, deine Rechte faßt ſ, heile mich wieder. 3 nis M. 3. HErr, ich flieh in 8 iint iſs deine Haͤnde; auſſer dir 8 venn iſt keine Ruh. Dein Er⸗ 2 thüätag, barmen hat kein Ende;. ſitmie wer iſt gnaͤdiger, als du? t Finan, Du biſt Gott und kannſt ie z han it vergeben; ach vergib,& ſir wich und laß mich leben! n ſiieh m 4. Groß ſind meine ſes a. Sundenſchulden, ihrel’ nich Laſt iſt mir zu ſchwer. e erlöſe Ja, wenn, laͤnger mich zu dalden, deine Lang⸗„ p muth muͤde waͤr: muͤßt ſ 34 wuͤrdeſt du nur win⸗ 1e lanme ken, in des Todes Nacht ſi an verſinken. 1 3 Mich 4 — 4 V Von der Buße oder Bekehrung. 25, m duaß 1 4 5. Mich fuͤr ſtraflos zu mir, den Frieden zu em⸗ 1 hA Trelaren, reichet nicht pfangen. Die Suͤnden⸗ wie dad„reichet 34 9 Die Sut Sün, de eSedaurung zu. Und zer⸗ laſt iſt mir zu ſchwer; o Aoß mein Herz in Zaͤh⸗ laß mein Herz von Troſt ſe Sen faͤnd ich darum doch nicht leer, la hes zur Ruh dm ag icht Ruh. Koͤnnen eines gelangen 1 Sieh an den 19 af WSunders Thraͤnen, dich, tiefgebeugten Geiſt, der Putn men 1 Heiliger, verſoͤhnen? auch dich, Welterloͤſer, unſt 6. Herr, mein Heiland, preiſt. Wer troͤſtet mich 4 ein Erbarmen, dein fuͤr als du allein? wer macht Jln maw aich vergoßnes Blut, mein Herz von Suͤnden fntg ft und dein Tod erlöſt mich rein? Herr, Jeſu Chriſt! ſt; un,ſirmen, heilet mich und mein Troſt, mein Licht! nd u no wi ibt mir Muth; dein mein Troſt, mein Licht! ic, hen z erdienſt iſts, was mich verwirf mein ſehnlich nthin ecket, wenn mich dein Flehen nicht. ene ſmd Berichtstag ſchrecket. 2. Anbetend ſteh ich, „r bmn 37. Rette mich von mei⸗ Herr, vor dir; dein Antlitz dee rrügi gen Sünden„ſchaff ein neige du zu mir, und ſey ta Ahee’ines Herz in mir, laß mir Suͤnder gnaͤdig! hmin dey dir mich Ruhe fin⸗ Wenn mein Vergehn um Kdwlhn en, zieh mich immer Nache ſchreyt, ſo mache oen ſiehr zu dir. Dankbar aus Barmhezzigkeit, mich weunm Pill ich mich beſtreben, aller Strafe ledig. Der „altitn iein Erlöſer, dir zu du am Kreutz gelitten ü 1 ben. haſt! du trugſt auch mei⸗ dur 126. M. Herzlich lieb hab ner Suͤnden Laſt, als du hſ 4 niig. ich dich. zum Heil der Suͤnder lus Fch komme, Friedens⸗ ſtarbſt, und ihnen Gottes 1ug,a9 fürſt, zu dir; erbar, Huld erwarbſt. HErr nn iend rufſt du ja auch Jeſu Chriſt, mein Herr c. n fů V und — — 1 1 1 *☛ 8 „ 8* 8 1. wreS Zweyte Ab 254 2 und Gott! mein Herr und Gott! hilf mir aus mei⸗ ner Sundennoth! 3. DQu, du biſt meine Zuverſicht! durch dich entflieh ich dem Gericht, dem ſchweren Lohn der Suͤnden; durch dich kan ich dem Fluch entgehn, und mich mit Gott verei⸗ nigt ſehn, durch dich das Leben finden. Dein Tod iſt der Verlohrnen Heil, gib mir an ſeinem Segen Theil; er ſey auch mir Beruhigung, erwecke mich zur Beſſerung. Herr Jeſu Chriſt, ich hoff auf dich! ich hoff auf dich! in dieſer Hoffnung ſtaͤrke mich. 4. Mein ganzes Leben preiſe dich! Erloͤſt mein Mittler haſt du mich, dein Eigenthum zu wer⸗ den. Bin ich nur dein, ſo fehlt mir nichts; nichts einſt am Tage des Ge⸗ richts, nichts hier auf dieſer Erden. Auf dieſer Bahn zum Vaterland entzeuch mir niemals th. Von 2 der Gnadenordnung. ine Hand; zu allem Guken ſtaͤrke mich, und laß mich ſiegen einſt durch dich. Herr Jeſu Chriſt! mein HErr und GOtt! mein HErr und GOtt! hilf mir zum Leben durch den Tod. 227. M. Freu dich ſehr, o meine Seele. Schafft, ſchaffet, Men⸗ do de 1 G ſchenkinder, ſchaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie ſichre Suͤnder, auf die ungewiſſe Zeit. Unverweilt bekehret euch, ringet nach dem Himmel⸗ reich, und bemuͤht euch, hier auf Erden heilig, ſelig dort zu werden. 2. Doch ſoll dieſes recht geſchehen, o ſo muͤßt ihr Fleiſch und Blut, Welt und Suͤnde widerſtehen. Nur, was GOtt, das hoͤchſte Gut, von euch fo⸗ dert, muß allein eures Lebens Richtſchnur ſeyn; es mag eurem irrdſchen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 3. Selig, 8 . flig, a upfe äupf keiſch 1 und 24 perſch 1’ K man wer . kneben 8. Sünd berde t ſſaſtrin Andlaſſ Png zu 1 ſeuch n 1 ſn. O. 1 ſt und. 8 piumoh ſin Si ſehnejſ dund K. . ic wol † eſteuen t und 1 undd lie ſcer aitte ynhabe ſauf d 1 Sah dc an nict, n N N hſar ſciti wx ll ⸗ hehh. . N Ah Ah- nE—,93 m iie uc Re 1 c Jſhs p d El „ Tar, J thg W, u s 4 re eNNdh 1,88 An Mn Von der Buße 433. Selig, wer im Glau⸗ dben kaͤmpfet! Selig, wer im Kampf beſteht, wer Des Fleiſches Luͤſte daͤm⸗ hfet, und den Reitz der Welt verſchmaͤht! Unter Chriſti Kreutzesſchmach aget man dem Frieden Memach; wer den Himmel vill ererben, muß erſt ſeiner Suͤnd abſterben. 14. Werdet ihr nicht tandhaft ringen, ſondern draͤg und laͤſſig ſeyn, eure RNeigung zu bezwingen, zwird euch nie der Sieg rfreun. Ohne tapfern aStreit und Krieg folget zlie Triumph und Sieg: nur dem Sieger wird Jum Lohne jenes Himhels Meich und Krone. 25. Sich voll Leichtſinn P tets zerſtreuen, thun was Fleiſch und Welt uns Heißt, und den Kampf er Luͤſte ſcheuen, iſt der „Welt, nicht ChriſtiGeiſt. Wer ihn haben will, der a 1 rnet. a un auf der Tugend grauhen Bahn nicht in oder Bekehrung. ſicherm Stolze leben, und den Luͤſten ſich ergeb ben. 6. Bruͤnſti ig beten, all⸗ zeit wachen, die Verſu⸗ chung weislich fliehn, ſich die Pflicht zur Frendh machen, und mit Sorg⸗ falt ſich bemuͤhn, ſelbſt beym Spott und Hohn der Welt das zu thun, was Gott gefaͤllt: Dieſes Wollen und Vollbrin⸗ gen, heiſſet nach dem Himmel ringen. 7. Drum entreiſſet euch den Luͤſten, die ihr noch gefeſſelt ſeyd! Und bewei⸗ ſet euch als Chriſten, mu⸗ thig, ſtandhaft in dem Streit. Schont der lieb⸗ ſten Neigung nicht, waͤr es auch die ſchwerſte Pflicht; und denkt oft an Chriſti Worte: Dringet durch die enge Pforte. 8. Zittern will ich vor der Suͤnde, und dabey auf Jeſum ſehn, daß ich ſeinen Beyſtand finde, in der Gnade zu beſtehn. Ja, 25» Ja, mein Heiland! ach, geh nicht mit mir Armen in's Gericht. Gib mir Geiſtes Waffen, meine Seligkeit zu ſchaffen. n. 9. Gi Wollen das Vol Ubringe en, 9 Muth und zuul in dem Streit! Lehre mich, mich ſelbſt bezwingen, und verleih Beſtaͤndigkeit. Zeige mir von deinem: Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, rin⸗ ge, und alſo zum Himmel dringe. 228. Mel. O GOtt, du frommer GOtt. Entſchließe dich beherzt, dich ſelber zu beſiegen, der Sieg, ſo ſchwer er iſt, bringt goͤttliches Ver⸗ gnuͤgen. Was zagſt du? geht es gleich im Anfang langſam fort; ſey mu⸗ thig! Gott iſt nah, und ſtaͤrkt dich durch ſein Wort. 2. Ruf ihn in Demuth jan; er tilget deine Suͤn⸗ SA 5 deines zum 3 256 Zweyte Abth. Von der eeen empfinden; ſo widerſtreb ihm nicht: denn dieſe 1 den; und laͤßt dich ſein 8 Geſetz erſt ihren Fluch 8 B t gen. un ſe ſeyn Traurigkeit wirkt eine; die niemals Reu in dir, dich gereut. 3. So ſuß ein Laſter iſt, ſo gibts doch keinen Frie⸗ Der Tugend nur den. zülein hat Gott dis Gluͤck beſchieden. Der Menſch, der Gott gehorcht, er⸗ waͤhlt das beſte Theil: ein Menſch, der Gott verlaͤßt, verlaͤßt ſein eig⸗ nes Heil. 4. Die Buße fuͤhrt dich nicht in eine Welt voll Leiden; Gott kennt und liebt dein Gluͤck; ſie fuͤhrt zu deinen Freuden, macht deine Seele rein, fuͤllt dich mit Zuverſicht, gibt Weisheit und Verſtand, und Muth zu deiner Pflicht. 5. Sprich ſelbſt: Iſt dis kein Gluͤck, mit ru⸗ higem Gewiſſen die Guͤ⸗ ter dieſer Welt, des Lebens Gluͤck dli 4 lauben 4 ſite der ſ an aner 1 kuth Kat hit hrrfkeut N. ſin 3 ſue rial Phnt inn 8 pe iſti e irr o * 58 vandle (Bahy 3 R 8 an 8ſ den G — Von der Buße 6n G Bluͤck genieſſen? und A eapfen maͤfig und gerecht in dem ſ. h d 1 H' f Wahas Genuſſe ſeyn; und ſich der Seligkeit ſchon hier m Glauben freun? 6. Entſchließ dich dann duh zei ageherzt, dich ſelber zu be⸗ aſah dlhehe Rnr bſiige 1N w Gen Jloh, daßlt dh K, Werſ inaſ müät hel tt, 4De t. nichi ehen Chen,G plet dtttdei eni unand p A iegen; der Sieg, ſo „chwer er iſt, bringt goͤtt⸗ ziches Vergnuͤgen; und † „Bott iſts, der ſich dir zum Feyſtand anerbeut, und lich nach Kampf und sieg mit Ruh und Bonn; erfreut. 29. Mel. Ich dank dir 8 ſchon durch. lch wie viel Böſes It wohnt in mir! wer nihlt, wie oft ich fehle? 4 icch fuͤhl' es, Herr, und b ſag es dir: o beßre neine Seele! 72. Ich wandle auf der Suͤnder Bahn, und bin duns Guten traͤge. Herr oder Bekehrung. 257 nim̃ dich meines Elends an, und ſehr mich deine Wege. 3. Verkehrt und eitel iſt mein Sinn, geneigt zu boͤſen Luͤſten; v neige meine Seele hin zur Freude wahrer Chriſten. 4. Mich reitzt der Eitel⸗ eiten Tand mehr, als das Heil der Seelen; Herr, gib mir Weisheit und Verſtand, das beſte Theil zu waͤhlen. 5. Mein GOtt, mein Gott, gedenke nicht der Suͤnden meiner Jugend! Erinnre mich an meine Pflicht, und lehre mich die Tugend. 6. Mein JEſu, ach er⸗ arme dich, vergib mir meine Suͤnden! Laß mich geheiliget durch dich, einſt deinen Himmel finden. ——— Vom 230. M. Ach GOtt, vom Himmel ſieh O Gottes Sohn, Herr IEſu Chriſt! des Glaubens Licht und Le⸗ ben, und daß man ſtand⸗ haft glaubig iſt, wird nur von dir gegeben. Drum wend ich betend mich zu dir; Herr, gib, ach gib den Glauben mir, mit ſeinen Tugend⸗ fruͤchten. 2. Erleucht und unter⸗ weiſe mich, daß ich den Vater kenne; und daß ich zuverſichtlich dich den Sohn des Hoͤchſten nen⸗ ne zauch daß ich, wie dein Wort anweiſt, des Va⸗ ters und des Sohnes Geiſt als Gott anbetend ehre. 3. Laß mich das große Gaadenheilrecht kennen, fuͤr mich finden, und laß mich daran haben Theil durch Tilgung meiner Suͤnden. Hilf, daß ichs ſuche, wie ich ſoll, du biſt 258 Zweyte Aöth. Von der Gnadenordnung. Glauben. ———— S ———— der Weg, du führeſt. wohl, biſt Wahrheit und das Leben. 4. Gib, daß ich traue auf dein Wort, es in mein Herz auffaſſe; daß ich mich feſt und immer⸗ fort auf dein Verdienſt verlaſſe; und wenn gleich das Gewiſſen ſchreckt, ich dennoch mich durch dich bedeckt, durch dich begna⸗ digt glaube. 5. Ja, HErr, mein Glaube troͤſtet ſich des Bluts, das du vergoſſen. Doch halt durch deine Kraft auch mich zu dei⸗ nem Dienſt entſchloſſen: daß ich die Guͤter dieſer Welt, auch was fuͤrs hoͤchſte Gut ſie haͤlt, zu klein fuͤr mich, verachte. 6. Sinkt auch mein Glaube, wird er ſchwach, daß ich ihn kaum kann merken: ſo richt' ihn auf, ſo hilf ihm nach, laß dei⸗ ne Gnad ihn ſtaͤrken, die nie das ſchwache Rohr zere„ a ſicht, eit nod G usliſ * htet. ſilf, d 82 lüig ſe ß e buGef en ſamkei tss hen Gle 83 h daß a heitrei Anttöſt ti ſ Glal eerr dun dun nir, nich m 1 Sinn ſod reich * n. Nii d ſarke † Worta d main d h thtuun 2 mmſchſt ath ue. — kang iſt, da 8 ulende. ſen 6 al 761and vom der dabl,n .Ns 1 1T af me fard din ad mc geten fer ah deten detafe 7It, NsGh — dech, mgeh da g um Fnal ſedi nen NM , WGufag. 1.7. Hilf, daß ich ſtets ſorgfaͤltig ſey, umringt Inoch von Gefahren, durch Wachſamkeit, Gebet und Ireu den Gſauben zu be⸗ vahren, daß, im Gewiſ⸗ „ ich im Sinn ſey aͤhnlich Vom Glauben. zerbricht, nie ein im .Tocht noch glimmend de haslt Licht auslöſcht und ganz vernichtet. hen allzeit rein, im Wan⸗ Anf dmubſ aen allz im W del unanſtoͤſſig ſeyn, von 259 ich durch den Tod zur Seligkeit gelange. 10. Zuͤnd in mir an des Glaubens Licht, und glimts nur in mir Schwachen: ſo weiſt du ja, was mir gebricht, und kannſt michſſtaͤrker ma⸗ chen. Vollend dein Werk, du fiengſt es an, bis nach zuruͤtckgelegter Bahn der Glaube geht ins Schauen. b 231. M. Mir nach„ſpricht Kraft mich merken, daß Chriſtus. er Gottes Wort nicht haͤlt, und ſpricht: ich keñe Gott, der truͤget; in ſolchem iſt die Wahr⸗ heit nicht, die durch den Glauben ſieget. Wer aber ſein Wort glaubt und haͤlt, der iſt von Gott, nicht von der Welt. 6ei Fpilgrimſchaft nach dei⸗ 2. Der Glaube, den ſein an Bat iem Rath zuEnde, dann, Wort erzeugt, muß auch b die Liebe zeugen. Je hoͤ⸗ her dein Erkentniß ſteigt; je mehr wird dieſe ſtei⸗ gen. Der Glaub' erleuch⸗ tet nicht allein; er ſtaͤrkt R 2 das de ifi awohl vollende. In mei⸗ Wn 4 ner letzten Stund und ſ hwi ——— 260 Zweyte Abth. Von das Herz und macht es rein. 3. Durch Jeſum rein von Miſſethat, ſind wir nun Gottes Kinder. Wer ſolche Hoffnung zu ihm hat, der flieht den Rath der Suͤnder; folgtChriſti Beyſpiel al ls ein Chriſt, und deinigt ſich, wie er rein iſt. 4. Alsdenn bin ich Gott angenehm, wenn ich Ge⸗ horſam uͤbe. Wer die Gebote haͤlt, in dem iſt warlich GottesLiebe. Ein taͤglich thaͤtig Chriſten⸗ thum, das iſt des Glau⸗ bens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott und Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb iſts, die die Cheru⸗ bim Gott zu gehorchen treibet. Gott iſt die Lieb, an ſeinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. 232-e Mel. O Gott, du frommer Gott. Hen, allerhoͤchſter GOtt, von dem wir —— 8 ——— — 8 2* der Gnadenordnung. gute Gaben auf ernſtli⸗ ches Gebet getroſt zu hof⸗ fen haben; o ſieh erbar⸗ mend mich in meiner Schwachheit an, weil ich nicht, wie ich will, dir recht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, doch nur mit ſchwa⸗ chem Glauben; oft will die Zweifelſucht mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewis, als du, o Herr, allein? Laß deine Huͤlfe docht von mir nicht ferne ſeyn! 3. O reiche du mir ſelbſt aus Gnaden deine Haͤn⸗ del Hilf meiner Schwach⸗ heit auf, daß nichts mich von dir wende. Iſt ſchon, dem Senfkorn gleich, mein Glaube noch ſehr klein: ſo kann er doch durch dich in ſtetem Wachsthum ſeyn. 4. Gib, daß die Zuver⸗ ſicht in meinem Geiſt ſich mehre, daß du mein Va⸗ ter ſeyſt und ich dir ange⸗ hoͤre, daß alle meine Schuld ——— G. dvot mit! rn alsn 1 ach' d mir, Riß ſ eung in r geſch ſerr, i biuje en Perſue 1 undBe in he 1z tfürde 1ſund enſn, da a ſſe vey üt auc dhe hes G ſe Gl 8s ſrunſe deiner * ſt pai H.Hen, d uf ale 9 ſe tin die Wweines er E. 1 — etaf, a —. V Vom Glauben. 3 Schuld von dir vergeben 233. Mel. Es iſt das Heit Aſey; damit mein Herz ſich uns kommen. dein, als meines Gottes Mein treuer Gott, dein freu⸗ gutes Werk, das in 5. Mach' dieſe Zuver⸗ mir angefangen, laß auch Fſccht in mir,v Gott, ſtets durch deines Geiſtes hkraͤftig; ſo bleib ich le⸗ Staͤrk in mir zum Ziel aenslang in deinem gelangen; daß ich bis in Dienſt geſchaͤftig. Durch den Tod getreu in deinem nie, Herr, ſtaͤrke mich, ganzen Dienſte ſey, und ndind gib zu jederzeit mir, glaubig uͤberwinde. . eana anriedari droht, 2. Den Glauben, den 1 doxuth und Beſtaͤndigkeit du mir geſchenkt, muft du 16. Mein Heiland! der in mir auch ſtaͤrken. Die pu einſt fuͤr deine Juͤnger Kraft, die du in mich ſateſt, und, wenn ſie geſenkt zu wahren guten wankten, dann bheym Werken, die Hoffnung, „Later ſ ſie veytrateſt; ach die du mir verliehn, daß Interſtuͤtz auch jetzt mein ich des Himmels Erbe eehnliches Gebet, und bin, wollſt du in mir ſchenke Glaubenskraft erhalten. V ſem, d der um ſie dich fleht. 3. Hier hat mein Glau⸗ 7. In deiner Mittlers⸗ be Kampf und Streit; dand iſt Heil und aller laß deinen Geiſt mich Segen. Herr, unterſtuͤtze ſchuͤtzen, zum Beten und Anich auf allen meinen zur Wachſamkeit mich Wegen; ſo geh ich freu⸗ maͤchtig unterſtuͤtzen. nig fort in dieſer Pilger⸗ Fall' ich, dein armes, reit zu meines Glaubens ſchwaches Kind: ſo eil' er, 6 zziel, der Seelen Se⸗ um mich noch geſchwind gigkeit. vom Falle aufzurichten! R 3 4. So 2—— — 262 Zweyte Abth. Von 4. So bleib ich dir, mein Gott, getreu, daß keine Luſt, kein Leiden, ſo groß auch die Verſu⸗ chung ſey, von dir mich könne ſcheiden. Wohl mir! mein glaubiges Vertraun wirſt du einſt in ein himmliſch Schaun der Herrlichkeit verwan⸗ deln! 234. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. F hyeines GOttes freue dich, dank ihm, meine Seele! Sorget er nicht vaͤterlich, daß kein Gut dir fehle? Schuͤtzt dich ſeine Vorſicht nicht, wenn Gefahren draͤuen? Iſts nicht Seligkeit und Pflicht, ſeiner dich zu freuen? 2. Ja, mein Gott ich k hab in dir, was mein Herz begehret; einen Va⸗ ter, welcher mir, was mir nützt, gewaͤhret; der mich durch ſein goͤttlich Wort hier zum Guten lenket, und mit Himmels Wonne dort meine Seele traͤnket. —— — —— der Gnadenordnung. 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich ſcheuend liebe; wenn ich redlich dein Gebot und mit Freuden uͤbe; o wie iſt mir dañ ſo wohl! Wie iſt mein Gemuthe ſeliger Empfindung voll, voll von deiner Guͤte! 4. Dann darf ich mit Zuverſicht nach dem Himmel blicken. Meine Leiden fuͤhl ich nicht, wie ſie mich auch druͤcken. Hoffnung und ufrieden⸗ heit wohnen mir im Her⸗ zen, troͤſten und erhoͤhn mich weit uͤber alle Schmerzen. b 5. Du biſt mein, ſo jauchz' ich dann! Wer iſt, der mir ſchade? Heil mir, daß ichs ruͤhmen añ; mein iſt deine Gna⸗ de! Dir iſt meine Wohl⸗ farth werth! der du mir das Leben ſchenkteſt, wirſt auch, was mich naͤhrt und erfreut, mir geben! 6. JEſus iſt nach dei⸗ nem Rath in die Welt gekom⸗ — umen ſthat ta hren.g t her ch en kine: d traul t ſcichts ei ſen! * dic, blichke tin Lebe „ Pollken e ſicht v wein. 1 ſt, und *s ſLeiden i fer, I n u ſein ainegt 2 Gott, ſee währen *n kbar ſeh n ſin e ig wad⸗ 1in de 1 herr A lald. ſte feues Le⸗ K hi mr ſc hiera 4 Ns 2 Llu zu ſi dr hin A d. Ukſähl I n fach a äfun 1 n dsſtdin dn EN ſn k 1l 66 2 nſ we dt Schen 11„An itd ſuncy'c V d N'mi jf, R Gettaui; we. s uG DNſt ae ah en e elbeſc T h atoefte 98ſ am ad ℳ 1 gekommen; alle meine S yiſſethat hat er wegge⸗ nommen. Ihm vertrau', ihn bet' ich an, glaub' lan ſeine Leiden; folg' 1 hm treulich; und ſo 4 kann nichts von dir mich Iſcheiden! 118 7. Dich, du Troſt der ISterblichkeit, Heil des toeſſern Lebens, himmli⸗ iſche Vollkomenheit, ſuch⸗ uch nicht vergebens! Wenn mein Lauf vollen⸗ det iſt, und vollbracht unein Leiden: ruft mein Mittler, Jeſus Chriſt, inich zu ſeinen Freuden. 8. Meine Freud' in dir, anein Gott, wird dann wewig waͤhren. Noch ſo gurchtbar ſey der Tod; der kann ſie nicht ſtoͤren! „·ʒWillig werd' ich mein Bebein der Verweſung eben; Herr, dein Tag pricht bald herein, mit uhm neues Leben! 9. Gib mir, Gott, ſo ang ich hier auf der Erde gvalle, das Bewuſtſeyn, Bom Glauben. 263 daß ich dir als dein Kind gefalle! Dieſe ſanfte Freudigkeit, die ich zu dir habe, ſey mein Heil zu dieſer Zeik, und mein Troſt am Grabe! 10. Laß die Luſt der Suͤnde nie dieſes Heil mir rauben! Ruͤſte ſelbſt mich wider ſie mit ent⸗ ſchloßnem Glauben! Gib mir deinen Geiſt, der mich und mein Thun re⸗ giere, daß ich mein Ver⸗ traun auf dich ewig nicht verliere! 235. Mel. Seelen Braͤut. Wer iſt wohl, wie du, Stifter wahrer Ruh? Jeſu, Freund der Menſchenkinder, Retter der verlohrnen Suͤnder! Licht und Seelenruh flieſt von dir uns zu. 2. Herr der Herrlichkeit! zur beſtimmtenZeit kamſt du uns zum Heil auf Er⸗ den, warſt zur Duldung der Beſchwerden unſrer Niedrigkeit großmuths⸗ voll bereit. R 4 3. Tiefe 2 64 Zweyte Von der Gnadenordnung. 3. Tiefe Schmach und Schmerz mich an deine Noth, ſelbſt den Kreu⸗ Treue denken, und wenn tzestod, haſt zur Tilgung Noth und Furcht mich unſrer Schulden, du als Mittler wollen dulden; haſt durch deinen Tod uns verſöhnt mit Gott. 4. Keine Furcht der Welt ſchreckte dich, o Held! Todesnacht haſt du bezwungen, und ein ewges Heil errungen fuͤr die ſuͤnd'ge Welt durch dein Löſegeld. 5. Deine Majeſtaͤt, Koͤ⸗ nig und Prophet! will ich demuthsvoll verehren und auf deine Stimme Ziel verfehle! Lenke mei⸗ hoͤren; denn dein Reich nen Sinn auf das Ewge 3 beſteht, wenn die Welt hin. veergeht. 10. Wecke ſtets mich 6. Laß mich dir zum auf, daß in meinem Lauf Ruhm, als dein Eigen⸗ nichts von dir zuruͤck thum, recht und nach Ge⸗ mich halte, und mein wiſſen handeln, und mit Eifer nicht erkalte; in Freuden dir nachwan⸗ dem Tugendlauf hilf mir deln. Wahres Chriſten⸗ Schwachen auf! thum ſey mein beſter 11. In Verſuchungs⸗ Ruhm! zeit fuͤhre mich zum 7. Zeuch zu dir mein Streit! laß mich wachen Herz; laß in Freud' und und mit Beten voll Ver⸗ trauen 2 Schmerz Muth und Troſt ins Herz! 8. Bilde mich nach dir, daß ich eifrig hier mich in wahrer Sanftmuth uͤbe und, wie du, die Oe⸗ muth liebe; Stolz und Rachbegier herrſche nie in mir. 9. Neiget ſich mein Sinn zu dem Eiteln hin: o dann warne meine Seele, daß ſie nicht ihr kraͤnken, o ſo gib im ich ind ſia mein uns( II awei* Vom Glauben, Rae krauen vor Gott treten, ich mich zu dir mit de⸗ dang g bis nach Kampf und muthsvollem Flehen: O ih tinn a Streit mich der Sieg zunde ſelbſt in mir den den St erfreut.. vahren Glauben an, weil d di, 12. Will der Truͤbfal ich durch meine Kraft ihn 6n 18 18 Nacht und der Menſchen mir nicht geben kann. 4 2. Dein Daſeyn laß dIN, Macht meine bange 1,1h u Seele ſchrecken, muſſe mich, Gott, mit Ueber⸗ not ah mich dein Schild bede⸗ zeugung glauben, nichts nd ut cken, hab in ſolcher Nacht muͤſſe mir das Wort aus anſt ga huldreich auf mich acht, meinem Herzen rauben, d 5 daß du dem, der dich dc an. 13. Einen edlen Muth, . daß ich irrdiſch Gut wil⸗ ſucht, ſtets ein Vergelter ig, j ſeyſt, und hier und ewig lig, ja mein eigen Leben, mag ums Gute willig ihn mit deinem Heil erfreuſt. An Une hgeben: ſolchen weiſen Muth gih mir, höchſtes 3. Wahrhaftig iſt dein inn ü„ Gut! Wort: laß mich ihm voͤl⸗ dis mmen a 14. Solls zum Sterben lig trauen. Nie wanket dſü gehn, laß mich auf dich deine Treu; laß feſt dar⸗ 9, gſehn! Bleib mir huͤlf auf mich bauen. Gib, uuuh greich dann zur Seiten, daß ich dir im Gluͤck und ann n e mich durchs Todesthal Ungluͤck ſtets getreu, und cent ſal zu leiten, bis ich einſt dem, was du gebeutſt, du iſt litn dich ſeh, dir zur Rechten von Herzen folgſam ſey. n meng Tſteh. 4. Laß mich, mein Jeſu, iitet 3a36. Mel. O GOtt, du dich im Glauben recht N Ne frommer GOtt. erkennen, dich meinen dn HéErr, ohne Glauben Herrn und Gott im Geiſt ell m. kann kein Menſch vor und Wahrheit nennen. mach udir beſtehen. Drum wend 2a, mich im Glauben thun, — 47 “———“ 266 Zweyke Abth. Von der Gunadenordnung. thun, was mich dein dis, bis an mein End Wort gelehrt, daß dich empfinde! Herz, Mund und That 2. In dieſer laſterhaf⸗ als meinen Heiland ehrt. ten Zeit des Leichtſinns 5. Dein goͤttliches Ver⸗ und der Sicherheit wach' dienſt ſey, Herr, mir ewig uͤber meinen Glauben! theuer; es fuͤlle mich mit Du Menſchenhuͤter, wa⸗ Troſt; es mache mich che du, daß keine Zweifel ſtets freyer vom eitlen meine Ruh und meinen Laſterdienſt. Es ſtaͤrke Troſt mir rauben. mich mit Kraft zu deines 3. DenSpott der Frev⸗ Namens Ruhm in mei⸗ ler uͤber dich und deinen ner Pilgrimſchaft. Tod am Kreutz laß mich, 6. Wie ſelig leb ich dan wie ers verdient, verach⸗ im Glauben ſchon auf ten! Mit deſto ſtarkerer Erden! Wie herrlich Begier laß meine Seele, wird mein Theil dereinſt Gott, nach dir und dei⸗ im Himel werden! Dann nem Reiche trachten. ſchau ich, was ich hier 4. Wenn mir die Welt geglaubt, in ewger Ruh. Gelegenheit zur Sunde Oſtaͤrk im Glauben mich, gibt, zur Eitelkeit, und Gott meines Heils, dazu! zu verbotner Freude: ſo 237. Mel. Kommt her, zu daͤmpfe du in meiner mir, ſpricht G. Bruſt die angebohrne Ich weis und bins ge⸗ boͤſe Luſt, daß ich ſie wis, daß ich erloͤſt ſtandhaft meide! bin, Gottes Sohn, durch 5. Ich mögte ſonſt, dich von aller meiner durch ſie verfuͤhrt, die Suͤnde! Gelobt ſey Suͤnde, die den Tod ge⸗ Gott! ich bins gewis! biert, mich uͤbereilen laſ⸗ Hilf, o Erretter, daß ich ſen; mich dann aus Suͤn⸗ den⸗ n ſſt be Is bena 17 ſo t ſaſſen. ¾8 Wenn ast fit zu 1 ſb And tn tir, bvütd ſmich! Pet peivlich deine T Nach 1 ſd’ ich 11dud d ſtmitE n ich un inten ſi i huch gel e Kod herr * Nehül 8 ſen mich * Wmainer Gott, em fenzſch e ſAnaſtu ir farch i ft Ner e jäufen. ** Hr du — 4— 4 1 7 d 1 dich emufae Dhat 2* * U dhnt. nz. Wen unhe rewig lin a c n Aanf dic te, Keittt ne g ſtett An dhenes„de um lrabe dhan, ic di derwe on ai n. Mi dertit dierſ da ma M an gtki — Kanluc 10 Goh 49* * 2 4 E—— 4 AA 0' 8 6 2 dcibbei 19, 8 n h auit,! 3 Vom Glauben. denluſt bemuͤhn, vom Sunden ſtarbſt, und Glauben abzugehn, und Hoffnung mir, und Troſt lihn, ſo wie die Welt, erwarbſt, laß mich ſo tief zu haſſen. nicht fallen! Erhalte mir 6. Wenn meine Freu des Glaubens Ruh, und digkeit zu dir, mein meinen Wandel lenke du Glaub' und meine Hoff⸗ nach deinem Wohlge⸗ nung mir, o Gott, ent⸗ fallen! ei kriſſen wuͤrde: ſo wuͤrde 238. Mel. JEſu meines onichts mich mehꝛerfreun, lebens Leben. dein Wohlthun ſelbſt Staͤrke, denn oft will mir peinlich ſeyn, mein er wanken, meinen Leben eine Buͤrde. Glauben, Gott an dich! 1 7. Nach deinem Himel O wie wird mein Herz ſwuͤrd' ich nicht, mit dir danken! Wie frolo⸗ Greud und Troſt im An⸗ cken! hoͤre mich! laß mich zzeſicht, mit Seelenwolluſt nicht an dir verzagen, ſſehen? ich wurde den immer kuͤhn're Blicke „Gedanken fliehn, daß ich wagen. Sinkt mein zeinſt auch gehoft, fuͤr ihn ſchwacher Glaube hin, woom Tod hervorzugehen. richt ihn auf, und ſtaͤrke 3 8. Der Hoͤlle Schrecken ihn! vürden mich, wenn ich 2. Wollen Zweifel ſich on meinem Glauben erheben, blendet mich des vich, Gott, fuͤrchterlich Irrthums Schein: o ſo irgreifen; ſchwer auf mir laß mein Herz nicht be⸗ iegen Angſt uñ Schmerz, ben, den Verſtand nicht gind Furcht in mein ver⸗ dunkel ſeyn! Zeige du vundet Herz mit jedem dein Licht mir wieder! N Mage haͤufen. Stroͤme Glauben auf 19. Der du fuͤr meine mich nieder! Deiner Wahr⸗ 8 ehshhöb 4 3— 3— 1—. 268 Zweyte Abth. Von der Gnadenordnung. — der entwoͤlke ſich mir Ach, waͤr nur mein ganz! Glaube feſter! Staͤrk 3. Nur auf dein Wort, und mehr ihn, Allerbe⸗ nicht auf Lehren ſchwa⸗ ſter! Glaubenskraft cher Menſchen, laß mich kom̃t nur von dir; Herr, ſehn! Deine Stimme ich flehe, gib ſie mir! laß mich hoͤren, deine 239. In voriger Melod. Stimme recht verſtehn!(Kins iſt noth! O Herr, Mehr, als Zeugniß aller dis Eine lehre meine Welten, laß mir, Gott, Seele doch! Alles andre, dein Zeugniß gelten! wies auch ſcheine, iſt nur richte meinen ganzen ein beſchwerend Joch, Sinn nur auf deine unter dem das Herz ſich Wahrheit hin! quaͤlet, und der Ruhe 4. Glauben, als wenn doch verfehlet. Nur dis ich dich ſaͤhe, floͤſſe mir, Einzige gibt mir wahren mein Heiland, ein; im Frieden dort und hier. Gefuͤhl von deiner Naͤhe 2. Seele, willſt du die⸗ laß mein Herz ſich taͤglich ſes finden, ſuchs bey kei⸗ freun! und belebe meine ner Kreatur; laß nichts Triebe, daß ich dich mit Irrdiſches dich binden, Inbrunſt liebe, daß ich, Erdenguͤter taͤuſchen meiner Pflicht getreu, nur. Nur bey dem auf werth auch deiner Liebe Gottes Throne hocher⸗ ſey. hoͤhten. Menſchenſohne 5. Unausſprechlich findeſt du dein wahres ſchwach und fluͤchtig iſt Heil, und das allerbeſte mein tief verdorbnes Theil. Herz; heut iſt mir die 3. Dir iſt auch das Tugend wichtig, morgen Gluͤck beſchieden, was Ma⸗ Wahrheit heller Glanz, mir die Suͤnd ein Scherz. V n äſch n 1 er 2 ſad , kaunt e Haus 81ſu 24 dies eundſ ſſotit * ugen, 2 Ar nac 4. ſheit, n e die 8 Wan er ht oh 1 ſteuſ nih 1 3 ſm ſcyr dir ſeit g el all L 36 t Wile ung ſc 42 hwaß uum ſtiſel te berte A A 4 ℳ Gnn wide wi 4 4 Maria ſich erlas, als ſie, Sian vhne zu ermuͤden, from dnt, mag 3u Jeſu Fuͤßen ſaß. O wae ſe 3 3 wie brannt' ihr Herz, die nic tim 4 Lehren aus der Weisheit tnn ci Mund zu hoͤren! Sie dee 38 vergaß die Welt und ſich, rhn g .* italr- de hoͤrt' und ſah nur, Jeſu, 1 Ehi, En ſSgag„Werlangen, mein Erlöͤ⸗ gelter piaut ſt” V Y Iſer, nur nach dir; deiner Wahrheit anzuhangen, dſchenke Trieb und Kraͤfte mir. Wenn auch andre ſſie nicht achten, will ich iſte mit Luſt betrachten, zund, mich deines Heils hu freun, ihren Lehren ufolgſam ſeyn. mmnes. In dir liegt der ichn wſts Weisheit Fuͤlle. Was f initésdie Seel allein begluͤckt, au. Mezeigſt du mir; und wenn nemein Wille ſich in deine en ſenOrdnung ſchickt, dann Aeht zwerd ich wahrhaftig wei⸗ 1m aiſe mir zum Heil und dir 1le zum Preiſe; ſerne Gottes ath verſtehn, und den Weg des Lebens gehn. 6. Mit Vergebung 4. Alfo richt' auch mein deit un did dich ganzt ſi lech 1 3na o vr ſem en 1 än;s Fdd rTA 2, E3 tägſ ſswye ———— Vom Glauben. aller Suͤnden, Herr, begnadigſt du mich dann, laͤffeſt mich dann Ruhe finden, daß ich froͤlich ruͤhmen kann; ich bin auch bey Gott in Gna⸗ den; und was koͤnnte mir nun ſchaden? Mei⸗ nes Mittlers Guͤtigkeit dank ich dieſe Sicherheit. 7. Aber du biſt meiner Seele auch zur Heili⸗ gung gemacht, daß ſie nicht mit Vorſatz fehle, ftiehe vor der Suͤnde Macht. Muth und Kraft zum heilgen Leben, kauſt und willſt du Allen ge⸗ ben, die mit Ernſt ſich nur bemuͤhn, ſchnoͤde Suͤndenluſt zu fliehn. 8. Darum ſollſt du mir das Eine, Jeſu, und mein Alles ſeyn. Pruͤf und forſche, wie ichs meine, tilge allen Heu⸗ chelſchein, das ich hier ſchon auf der Erde durch dich gut und ſelig werde, und dir treu ſey bis zum Tod: nur dis Eine iſt mir noth. Von 5 — 270 Abt. Von d der er gattlichen Bedadegung Von der goͤttlichen Begnadigung und den begluͤckenden Folgen derſelben. 240. M. Nun freut euch lieben Chriſt. Aw, waͤre nicht, o Herr, bey dir, Ver⸗ gebung unſrer Suͤnden: wir Fehlende, wo wuͤr⸗ den wir Gewiſſensruhe finden? Wie oft vergeſ⸗ fen wir nicht, Gott, dich und dein vaterlich Ge⸗ bot, und folgen ſchnoͤden Trieben! 2. Wer kennt ſein Herz, und ſchaͤmt fich nicht vor deinem Angeſichte? Wer fuͤhlt, daß Unſchuld ihm gebricht, nicht in der Wahrheit Lichte? Solls uns, wie wirs verdienen, gehn, wer kañ denn wohl vor dir beſtehn? Auf Erden warlich Keiner. 3. Und dennoch, Vater, ſchoneſt du, du willſt nur unſer Leben; ſchauſt uns mit groſſer Langmuth zu, biſt willig zum Vergeben, und tilgſt erbarmend un⸗ ſre Schuld, wenn ſie uns reut, und deine Huld uns auch zur Beßrung leitet. 4. Erbarmen iſts, und nicht Verdienſt, daß du uns, Gott, ſo liebeſt, daß du in Jeſu uns er⸗ ſchienſt, durch ihn ſo gern vergiebeſt, ſo gern ein reuerfuͤlltes Herz zur Beßrung ſtaͤrkſt, und ſeinen Schmerz mit dei⸗ nem Troſte heileſt. 5. Wohl uns, daß du mit ſo viel Huld Ver⸗ ſchuldeten begegneſt, und mit Verzeihung aller Schuld vor dir Gebeugte ſegneſt. Auf ewig, Va⸗ ter, ſey dir Dank! und deiner Gnade Lobgeſang ſey ein dir heilig Leben! 6. Wer ſollte ſich auch dir nicht gern, Allguͤti⸗ ger, ergeben? Wer nicht, von Suͤndenliebe fern, dir zu gefallen ſtreben? Wen deine Gnade dazu ruͤhrt, wen ſie zum Fleiß der Beßrung fuͤhrt, den fuͤhrt ſie auch zum Friedẽ, 1 P ſt un 8 au Ffül d kſauſ 1 8 5 1 ti her d bh er 4 uod d fensd tr E grbi 1n, G. 11 Nh Sie 21 hun 8 an . ſiter u 22 ile, w un nterſe 8* h erting 4 ſe N 1 nuich 8 ſund 62 Selie 8 ſat nad, Klgef 4 ſdach uns aa 1,1 4 S Nr. dce nden: u, 6. 4 ½ ſ' 4 ſ tände tng atgie dage ki l t dc mnüt d et inn in N Schhen Sül ſont I diena t 9 9' „ M 1 „u -! 1 9 Tla. 5 6 h M N u4 RWallite T 80 241* 13 Seele ſanfte Stille, und drur näug en ich erringe, wenn ich — und den begluͤckenden Folgen derſelben. 224 Mel. Wachet auf, 3. Beugt auch mancher ruft uns die St. Fehl mich nieder, ſo rich⸗ 1HErr, aus deiner Gna⸗ teſt du mein Herz doch denfuͤlle fließt meiner wieder mit Troſt an deie ner Gnade auf. Du ver⸗ mehrſt zu dem Geſchaͤfte der Heiſigung mir Trieb und Kraͤfte, und foͤrderſt mich im Tugendlauf. Wie freut ſich dann mein Geiſt, daß du ſo gern ver⸗ zeihſt! Reger Sifer wird in mir neu, daß ich dir treu und wachſamer in Zukunft ſey. nLuſt und Kraft zur Tu⸗ gend zu. Seit ich dir Mmein Herz ergeben, ſo kenn ich erſt das rechte ſeeben, und ſchmecke des Bewiſſens Ruh. Erbar⸗ inend gabſt du mir den Frieden, Gott, mit dir. Hochgelobet ſey deine adreu! Sie ſchuf mich 99 Leuz vom Suͤndendienſt 4. Und wie ſollt ich nin ich nun frey. aͤngſtlich zagen, wenn 412. Heiter fühlt ſich mei⸗ auch in meinen Pilger⸗ ge Seele, weil ich, was tagen mein Fuß auf rau⸗ zor dir recht iſt, waͤhle, he Wege ſtoͤſt? Selber end, unterſtuͤtzt von dir, auf dem rauhſten Pfade luch thu. Jeder Sieg, bleibſt du mein Troſt und deine Gnade, die keinen Fromen je verlaͤßt. Des Lebens groͤſte Pein muß mir zum Heil gedeihn; denn dich liebet mein kindlich Herz.Auch unter Schmerz ſeh ich getroſt nun Himmelwaͤrts. 5. Ja, ich ſeh im Geiſt ihn zer Luſte Reitz bezwinge, uͤllt mich mit neuer Bonn und Ruh. Gott! elche Seligkeit! vom aſterdienſt befreyt, dei⸗ ſen Willen von Herzen dhun, und frolich nun an deinem Beyſtand ganz keruhn! — S ihn offen, und bin ſchon froh im ſichern Hoffen, daß ich auch einſt ſein Buͤrger bin. Unter won⸗ nevoller Stille flieſt dan, (ſo iſts dein gnaͤdger Willel) mir meine Ewig⸗ keit dahin. Dann fuͤhl ich hocherfreut, die volle Seligkeit deiner Gnade; und preiſe dich, Heir, daß du mich damit be⸗ gluͤckt haſt, ewiglich. 242. Mel. O wie ſelig ſeyd ihr doch. Gtt, ich preiſe dich mit allen Frommen. Gnaͤdig haſt du mich auch angenommen, haſt mir vergeben; froͤl ich bens leben. Suͤnde Plagen. 27² Zmahte Abt. Don der ergöttlicen Begnadigung kann ich meines Glau⸗ 2. Furcht und Angſt mag ſichre Suͤnder ſchre⸗ cken! Wohl mir! daß mich Jeſu Fluͤgel decken! Wie duͤrft ich zagen? Er befreyt mich von der —— ſich graͤmen, die die Erde lieben; die kurzen Leiden, die ich noch empfinde, werden Freuden. 4. Noth und Truͤbſaͤl koͤnnen mir nicht ſchaden; du, mein Gott, gedenkſt an mich in Gnaden, du willſt mich üͤben, dich, wie Jeſus liebte, treu zu lieben. 5. Elend ſind, die keine pofnung haben; aber ich erwarte ewge Gaben; ich hoff' im Sterben, das, was Jeſus mir erwarb, zu erben. 6. O ſo kann mich ſelbſt der Tod nicht ſchrecken; Gott, du wirſt ja meinen Leib erwecken. Mir darf nicht grauen, in die offne Gruft hinab zu ſchauen. 7. Du) du ſprichſt dann: und d d ſers R ee ſt! w 1 huthe r ſer Re ben nit mi bten. Preisu rdann mein n befin e Wum ſund S ſm. M. J egettoſ derr,m mach 1ſ! dar — . geh' in deine Kammer; ruhe aus von allem deie= nem Jammer; mich ſollſt e du ſehen; auch dein Staub ſoll herrlich aufe 1 3. Laß die Welt ſich erſtehen. ohne Gott betruͤben; las 83. Wird nun einſt e* 1* Riche n ichpn, fen, diehe dn 8 ſi we dete weahag idai⸗ 4 1t e hu bohien 88 1 1 4 brt zu 9 egh M „H ſeh. m, 5 i glic. fi die ſig tthte. — ſ i ae,— u 1 7 un bNane Je, 9' 3 —— der Muth entfallen? Zu Aleiner Rechten ſteh ich Adann mit allen ſeinen nechten. W 3 9. Preis und Ehre will Jich dir dann bringen, und Kuch meines Mittlers Ruhm beſingen. Durch eine Wunden hab ich Meil und Seligkeit ge⸗ hunden. 43. M. Jeſu, meine Fr. ie getroſt und heiter, Herr, meinLicht und leiter, machſt du meinen Beiſt! der du, die dir rauen, fuͤhrſt zu gruͤnen ezluen, und ſo gern er⸗ reuſt! Niemals wird gey dir, mein Hirt, Freund und Tröſter mei⸗ ger Seelen, mir Erqui⸗ zkung fehlen. 2. Deinem Rath erge⸗ wen,„freu ich mich zu le⸗ Den; was du willſt, iſt put. Nichts vermag ich Schwacher; du, mein Seligmacher, ruſteſt mich —— und den begluͤckenden Folgen derſelben. 273 Michters Ruf erſchallen: kommt! wie ſollte mir mit Muth. Wenn die Welt erbebt und faͤllt, wenn Gericht und Hoͤlle ſchrecken: willſt du mich bedecken. 3. Ich kañ ohne Grauen Graͤber vor mir ſchauen; mein Erloͤſer lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Stau⸗ be mich ſein Arm erhebt. Todestag, dein Schre⸗ mag eines Frevlers Herz erſchuͤttern: was brauch' ich zu zittern? 4. Auch in mir iſt Suͤn⸗ de; doch ich uͤberwinde ſie, geſtaͤrkt durch dich. Sink' ich oft noch nie⸗ der: du erhebſt mich wie⸗ der, du begnadigſt mich. Deine Huld tilgt meine Schuld, und auf dieſes Lebens Pfade fuhrt mich deine Gnade. 5. Daß ich Gott erken⸗ ne, froh ihn Vater nen⸗ ne, und mich ewig ſein; daß ich hier am Grabe Troſt und Hoffnung ha⸗ be, dank' ich dir allein. S Daß e —— — Daß dein Geiſt mich un⸗ terweiſt, und mich fuͤhrt auf deinem Pfade, dank ich deiner Gnade. 6. Der du Blut und Leben fuͤr mich hingege⸗ ben, daß in meiner Noth ich nicht huͤlflos bliebe, groß iſt deine Liebe, ſtaͤr⸗ ker als der Tod. Herr, und ich, ich ſollte mich deiner Huld nicht dank⸗ bar freuen, dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, dis ſey mein Beſtreben, meine Luſt und Pflicht! Was die Welt vergnuͤ⸗ get, o mein Gott, das truͤget, das befriedigt nicht. Hab ich dich: wie gern will ich das, wor⸗ nach die Eiteln trachten, reich in dir, verachten. 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich gluͤcklich werde, durch Zufrieden⸗ heit? Sind nicht Glanz und Ehren, die die Welt bethoͤren, Traum und Eitelkeit? Du erfreuſt öͤſͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤͤ— 274 Zweyte Abt. Von der goͤttlichen Begnadigung des Menſchen Geiſt, und willſt denen, die dich eh⸗ ren, bleibend Gluͤck ge⸗ waͤhren. 9. Deinen hohen Frie⸗ den ſchmeck' ich ſchon hie⸗ nieden; und was hoff' ich dort? UnbegrenzteZeiten voller Seligkeiten hoff' ich auf dein Wort. Sie ſind mein durch dich al⸗ lein. Bleib ich dir getreu im Glauben, wer kann ſie mir rauben? 10. Voll von deiner Guͤte danket mein Ge⸗ muͤthe, Gott, mein Hei⸗ land, dir. Dieſer Geiſt der Freuden ſtaͤrke mich im Leiden! weiche nicht von mir! Laß mich ſo beherzt und froh einſt durchs Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu ſingen. 244. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. Ich hoff', o Gott, mit frohem Muth auf deine Gnad und Chriſti Blut; ich hoff ein twiß e⸗ und L 19.9 8* dei n das 1 it in 9e Peben. 1 I, 2 e umel 4 ſdurch 11 dich d ſchert 1 eiſtes Hein 1 ſtt der te ſt goötte * ſat, v * Pr bewa Me öß. 6 ſ perſii den Ec uns 1 Erhalte pen., 1 Nru Wuntita a d5 dena,*. dtt niinn e Leben. Du biſt mein Va⸗ dant neg, 3 Whin 6 mir das Recht zur Se⸗ md aae ligkeit in deinem Sohn d 9N 1' gegeben. Ae Neſc 9 2. nif mtet 4 2. Herr, welch ein un⸗ d Kteu dausſprechlich Heil, an Me, nedne Hdir, an deiner Gnade — eſ NTheit, Theil an dem ſe dn, itei Himmel haben! im Her⸗ dewic fftd nen zen durch den Glauben frein, dich lieben, und verſichert ſeyn von dei⸗ ines Geiſtes Gaben! 73. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, „virkt goͤttliche Zufrie⸗ penheit, wenn wir es Freu bewahren. Der finenhr„Freude öffnet es das .m nHerz, verſuͤſſet uns der tm feeiden Schmerz, und „N 6 ntärkt uns in Gefahren. 1d, med 4. Erhalte mir, o Herr, am mun⸗ nein Hort, den Glauben uIſe an dein göttlich Wort, um Mu 4 16 neines Namens Willen; fün 2 Nas ihn mein Licht au G 11n(Erden ſeyn, ihn taͤglich at iin mehr mein Herz erneun, m ſtbu 1 Fent decu füllen. — ter, der verzeiht, haſt und mich mit Troſt er⸗ kommt 245. M. HErr Jeſu Chriſt dich zu. Welch eine hohe Selig⸗ keit, von deiner Strafen Furcht befreyt, im Herzen durch den Glauben rein, und vor dir, Gott, gerecht z eyn.— 2. Dich nicht zum Rich⸗ ter, nicht zum Feind, All⸗ maͤchtiger, dich nur zum Freund, an deines Soh⸗ nes Liebe Theil, o Gott, zu haben: welch ein Heil! 3. Du ſagſts, daß der, der fuͤr uns ſtarb, durch ſeinen Tod dis Heil er⸗ warb; du ſchenkeſt es, (dein Wort iſt feſt!) dem, der ſich auf dein Wort verlaͤſt. 4. Er ſieht voll Freude dann auf dich, und ſein Gewiſſen ſtillet ſich. Er wird voll Muth und Zu⸗ verſicht, denn du, o Gott f verdammſt ihn nicht. 5. Nun hat er Friede, Herr, mit dir; die Ruhe zuruͤck; mit ih⸗ S 2 6 — und den begluͤckenden Folgen derſelben. 225 4 8 * . 1ſ 2 1*⁸ 1 —— —— 8 “ —— 276 Zweyte Abt. Von der gttlichen Begnadigung die Hoffnung jener Selig⸗ keit, der er ſich ſchon im Glauben freut. 6. Was wirſt du, Herr, fuͤr ihn nicht thun? kein banger Kummer quaͤlt ihn nun, er ſieht, wohin ſein Auge blickt, was ihn vergnuͤgt, was ihn begluͤckt. 7. Weil du der Suͤnden nicht gedenkſt, geneuſt er alles, was du ſchenkſt, als Gaben, die ein Vater giebt, der zaͤrtlich ſeine Kinder liebt. 8. Nun traͤgt er mit Zu⸗ friedenheit ſelbſt jede Widerwaͤrtigkeit; wird er doch einſt dafuͤr ge⸗ kroͤnt. Er iſt gerecht; du biſt verſoͤhnt. 9. Ruhm, Preis und Dank ſey dir gebracht, daß, Vater, deiner Gnade Macht den, der von Her⸗ zen ſich bekehrt, fuͤr ſchuldfrey, fuͤr gerecht erklaͤrt. 246. In allen meinen Th. Ein ruhiges Gewiſſen laß, Herr! mich ſtets genieſſen. Denn hab ich dieſes nur: ſo iſt fuͤr mich in Tagen, wo andre aͤngſtlich klagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, und mir dein Geiſt bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Troſt erquicket, ſo oft mich Truͤbſal druͤ⸗ cket: dann iſt unſchaͤtzbar mein Gewinn! 3. Sollt ich ſolch ruhig Leben fuͤr Luſt der Suͤnde geben? und dann die iüre Pein, mich ſelber zu ver⸗ klagen, in meinem Bu⸗ ſen tragen? Gott! laß dis ferne von mir ſeyn. 4. Sein eignes Herz bekaͤmpfen, und ſeine Neigung daͤmpfen, iſt freilich ſchwere Pflicht: doch, wenn wir uns be⸗ ſiegen, welch himmliſches Vergnuͤgen gewaͤhrt die Ueberwindung nicht? 5. Nichts kan im Wohl⸗ ergehen ſo unſer Gluͤck erhö⸗ — E☛☛ [AA. ——* tauche nen Tr hmetz. Die ten, wo ſchmach dazu ſtet Go n Sp inoer?9 beſte G l dir, ſuen,oG ftrauen in deir den Erf ſet Huld ſoGlüc ngtiſer Kannij wiſen ſt genie ſdon n ſich dan en auf kl, ſchaue 1 ſ d b 7 wniſ. n däſes d s Rn, angiſt dan Sora 2 dat Na. vohin 2Dan m. ds mobaant Men iatcſ und den begluͤckenden Folgen derſelben. 277 ¹ erhoͤhen, als ein geruhig 9. O laß zu allen Zeiten Herz. Das ſchafft uns mich deine Weisheit lei⸗ innre Freuden, und mil⸗ ten, und mache ſelbſt mich dert auch imLeiden, durch treu! Zum Fleiß in gu⸗ ſeinen Troſt, den groͤſten ten Werken laß mich die Schmerz. Hoffnung ſtaͤrken, daß 6. Die Guͤter zu ver⸗ groß der Lohn im Him⸗ dt achten, wornach die Tho⸗ mel ſey 14 ren ſchmachten, was gibt 247. Mel. Wer nur den dmagſ uns dazu Muth? Was i Lindn moynne F tröſtet Gottes Kinder S degit ſinn beym Spotte frecher pentt, teuan Sunder ein ruhig Herz, (Dett vien das beſte Gut. ſeyn, das iſt die groͤſte hſea e h 7. Zu dir, gen Himmel deiner Gaben, die je des iinfüll i ſchauen, o Gott! und mit Menſchen Herz erfreun; nic ütäw„Vertrauen ſich ruͤhmen: das bleibt auch in der i hänt Nich bin dein; ich darf, Swigkeit die Quelle der . uan,” dmit den Erloſten, mich Zufriedenheit. 3 de tan deiner Huld getröſten: 2. Wofuͤr darf meiner füt 4 4 Welch Glück, mein Gott, Seele grauen, wenn du erd 35 akann groͤſſer ſeyn? mir, Gott, nicht ſchreck⸗ „ en 3 8. Kann ich einſt im lich biſt? Kan ſch Rr⸗ diß ohuſn„Gewiſſen nur dieſen troſt auf dich nur ſchau⸗ itrut mun„Troſt genieſſen, V zalles von mir weicht; fen iſt: ſo ſeh ich auch mit eh'v kann ich dann voll Ver⸗ heiterm Sinn auf alles eWan trauen, auf dich noch, Andre ruhig hin. 1 Vater, ſchauen: ſo wird 3. Beſchaͤmt mich mei⸗ — . — 8 — T as in Gte, 1 lieben Gott. it dir, o Hoͤchſter, Friede haben, und deiner Huld verſichert ver 1 1 ma tmir ſelbſt das Sterben ner Fehler Menge? du, au dth leicht. Vater, du verzeihſt ſie griu hs N S 3 ſſ 100 1 T ——, wann en, dem alles unterwor⸗ 278 Sweyte Abt. Von der goͤttlichen Begnadigung mir. Bringt eine Noth zum ewgen Wohlergehn mich ins Gedraͤnge, ſo unfehlbar deine Lieb hab ich doch den Troſt an erhoͤhn. dir, daß du die Leiden 7. So hilf denn, daß und ri um nnern —g. a tzen. dieſer Zeit ſtets lenkſt zu ich, weil ich lebe, um Droht meiner Seligkeit. deiner Gnade mich zu 4. Froh ſeh ich deinem freun, nach einem reinen hoͤhern Segen, den deine Herzen ſtrebe, und praͤg Hand in jener Welt den es mir aufs tiefſte ein: Deinen aufbewahrt, ent⸗ kein groͤßres Gluͤck ſey gegen; und wenn mein auf der Welt, als wenn Leib in Staub zerfaͤllt, man dir, Gott, wohl⸗ ſo zagt mein Herz doch gefaͤllt. darum nicht; denn du 248. In bekannter Mel. biſt meine Zuverſicht. JEſu ,meine Freude! 5. Dis iſt das Gluͤck der ⁸₰ beſter Troſt im Leide! reinen Seelen, die ſich meines Herzens Theil! mit Ernſt vor Suͤnden deine Mittlerstreue ſcheun, nur dich zu ihrem macht, daß ich mich freue Troſt erwaͤhlen, und, deiner, Herr, mein Heil. vor dir recht zu thun, ſich Hab' ich dich, wie reich freun. Wer dich mit ſol⸗ bin ich! Ohne dich kann chem Sinn verehrt, der ich auf Erden nie recht iſt dein Freund, der iſt gluͤcklich werden. dir werth. 2. Unter deinem Schir⸗ 6. Der hat dich auch in me koͤnnen keine Stuͤrme allen Faͤllen gewis zum mir erſchrecklich ſeyn. Troſt und kann ſein Herz Laßt auch Felſen ſplit⸗ in dir, o Gott, zufrieden tern! laßt den Erdkreis ſtellen bey jeder Sorg, in zittern und den Einſturz jedem Schmerz; den wird draͤun! Was iſts mehr? rings me 8* me: i NMag *n, m ra uhen: tn Prie. nit das 1 ſig 1 8 Pölick 617 4 Peri 1e ſbenme tin, ihn 11 Ben „& fiimn 7 dhan, WMch! ttlers i allege d ſeile hct knur 8 fe! e 1 e u 3 niht w 7, ſe wnftoes 2 1 amtie es donnern, krachen, bli⸗ Leden- 4 ) dinmn ſtw nat Stimme: Jeſus ſtillet dein hna Dütdn Grt un d Rn ane dndeine h ann wu eſe. Frfält un ,, erz di hil. den n p rſcht luͤcn“na deſt nns he Süun da Rit witn nutW , u dhhr, kie ntſsic d r vüafch Vitiit attnftrna — cft 3 Latebt ut fe di 3titn urdu. * Nu2 144— b 4„ tit itt pba e 3 d R 8 Meminahen, mich das Grab — rings um mich her mag mich treu erhaͤlt. Elend, Noth, Kreutz, Schmach und Tod ſoll mich, ob ich viel muß ſeiden, nicht von Jeſu ſcheiden. 6. Weich, des Eitlen Liebe! weicht, des Flei⸗ ſches Triebe! Thoren taͤuſchet ihr. Mich ſollt ihr, ihr Suͤnden, nie mehr willig finden; flie⸗ het fern von mir! Uep⸗ pigkeit, Stolz, Schmaͤh⸗ ſucht, Neid, ihr beſchwe⸗ ret das Gewiſſen; euch bin ich entriſſen! 7. Weichet Sorg' und Zagen! ſchweiget bange Klagen! Jeſus iſt ja mein. Jeden, der ihn liebet, muß, was erſt be⸗ truͤbet, noch zuletzt er⸗ freun. Hab' ich hie viel Angſt und Muͤh; Jeſus, auch im baͤngſten Leide bleibſt du meine Freude. 249. M. Ich weis, mein GOtt, daß. tzen! JEſus will mich ſchuͤtzen. 3. Droht mir auch im Grimme des Geſetzes fie. Mag der Tod ſich Jumfahen: JIEſus laͤßt mich nie. Mich ſchreckt unicht das Weltgericht; reudig, daß ich Jeſum mehe, blick' ich auf zur Höhe. 4. Wer iſt, der den lauben meinem Herzen nauben, ihn erſchuͤttern nann? Bey der Feinde nkoben ſtimm' ich, Gott u loben, Freudenlieder un. Mich bewacht des Nittlers Macht; die zann aller Feinde Wuͤten nuch in Eil' gebieten. 7. Lockt nur, Gold und „Schaͤtze! Ehre ſey der Botze der betrognen „Belt! Mich ſollt ihr ITch freue mich, mein icht blenden, mich von— Gott, in dir! Du biſt gem nicht wenden, der mein Troſt, und was S 4 kann und den begluͤckenden Folgen derſelben. 229 2———— 280 AwWeyte Abt. Von der goͤttlichen aras kann mir bey deinerLiebe fehlen? Du, Herr, biſt mein, und ich bin dein; was mangelt meiner Seelen? 2. Du haſt mich vor der Welt erwaͤhlt, und dei⸗ nen Kindern zugezaͤhlt. Nie wirſt du mein ver⸗ geſſen! du liebſt mein Wohl, haſt gnadenvoll mein Gluck mir zuge⸗ meſſen. 3. Du traͤgſt mich lieb⸗ reich mit Geduld, ver⸗ gibſt durch Chriſtum mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibſt mir Theil an ſeinem Heil; dis troͤſtet meine Seele. 4. Du biſt mir der be⸗ waͤhrte Freund, der es aufs beſte mit mir meint. Wo find ich deines Glei⸗ chen? Du ſtehſt mir bey und bleibſt getreu, wenn Berg' und Huͤgel weichen. 5. Du ſegneſt mich, wenn man mir flucht; — und wer mir auch zu ſchaden ſucht, dem wirds doch nicht gelingen. Selbſt was mich kraͤnkt, das muß, gelenkt von dir, umt Segen bringen. 6. Du biſt mein Leben, Troſt und Licht, mein Fels, mein Heil; drum frag ich nicht nach Him⸗ mel und nach Erde. Herr, ohne dich iſt nichts fuͤr mich, das mit erfreulich werde. 7. Du laͤſſeſt mirs ſtets wohlergehn; einſt werd ich dich noch naher ſehn, du Urſprung wahrer Freuden! Wie leicht ver⸗ gißt, wer ſelig iſt, des Lebens kurze Leiden! 8. Noch hats kein menſchlich Ohr gehoͤrt, was uns dein Himmel einſt gewaͤhrt; doch ſeh ichs ſchon im Glauben. Vollkommnes Heil iſt da mein Theil; das wird mir Niemand rauben! 250. F fen: bi 8ü Ieh in! n feelbſt ten fden, dn ſichd dein te wie de werde Ir ſich fen e ben, w z ſeiden. t Geſch 2 . Gren kn. B. 1 ſaterlan 1 deinerſ ſacht'ger nVen 2 niſing einn e E überwin 8 du dec S den enzu, p daſenn d A Waaldh 3 1 7ed u n ſaüt ſtot 3 dan, Naſa 1 Anet Eſtiet, dn 3 dttde en 3. ndd ig. Rdaht Am dd de, Ne, R. dt 16 R Meit ſtue d * „NsAWA EAJ näendal aſht, g — — 250. M. Wie ſchoͤn leucht uns der. Mie groß iſt unſre Se⸗ — ligkeit, o GOtt, ſchon in der Pruͤfungs⸗ zeit, ſelbſt unter viel Be⸗ ſchwerden, wenn unſer Herz ſich dir ergibt, und treu in deinem Dienſt ſich uͤbt! wie groß wird ſie einſt werden! wann ſich t R herrlich jenes Leben wird 10, nih 1, pye LiAn 1d, w„A atum v tlene mniche thh öl. IRWO anheben, wo man Freu⸗ den erndtet von der Saat der Leiden. 1 2. Schon ſind wir goͤtt⸗ eliches Geſchlechts, und ufreuen uns des hohen nſin i 5 Rechts, als Vater dich zu at 1, Apreiſen! Bey dir iſt un⸗ 1onNn? ut de! Tu 8 wennſti atnn dg 1,44 hRge d ausſte den älku Ngh 11 h w „G 17 8 1 · * 7 ſſer Vaterland; und wer will deiner ſtarken Hand, Allmaͤcht'ger, uns ent⸗ reiſſen? Wenn wir gleich hier muͤſſen ſtreiten, und zu Zeiten Schmach em⸗ pfinden: hilfſt du uns doch uͤberwinden. (3. Du deckeſt unſere Schulden zu, ſchenkſt un⸗ ſern Seelen wahre Ruh, — 2 g und den begluͤckend 281 und ſtaͤrkeſt uns mit Freude. Dein Sohn iſt unſer Haupt und Ruhm; wir ſind ſein Volk und Eigenthum, und Schaafe ſeiner Weide. Gutes Muthes ſind auf Erden in Beſchwerden unfre Seelen; Herr, was kann bey dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns wiederfaͤhrt, ver⸗ borgen hier auf Erden; doch wenn der Herr vor aller Welt in Majeſtaͤt Gericht einſt haͤlt, dann wird er ſichtbar werden. Alsdañ ſieht man ihn mit Kronen uns belohnen, und die Seinen ewiglich mit ſich vereinen. 5. Wie gluͤcklich, Gott, ſind wir alsdann! wie viel haſt du an uns ge⸗ than! O laß uns unſre Wuͤrde vor Augen haben jederzeit; ſo tragen wir mitWilligkeit der kurzen Leiden Buͤrde. Herr, gieb den Trieb in die S 5 See⸗ ——— W en Folgen derſelben. — 8 ſe Seelen, dich zu waͤhlen und im Leben uns dir herzlich zu ergeben. 251. Mel. Es iſt das Heil uns kom. O welch ein unſchaͤtzba⸗ res Gut iſt doch ein gut Gewiſſen! hab ich nur das, ſo hab ich Muth, wenn Andre zagen muͤſ⸗ ſen. Dann zittert meine Seele nicht; mich ſchreckt kein Tod und kein Ge⸗ richt; ich habe Gott zum Freunde. 2. Bin ich mir deiner Huld bewuſt und, Gott, bey dir in Gnaden, ſo wohnet Ruh in meiner Bruſt, und wer will dann mir ſchaden? Ich ſeh auf dich in aller Noth, wo⸗ mit die Zukunft mich be⸗ droht; mich troͤſtet deine Liebe. 3. Trift mich auch hier zuweilen noch das Gift der Läſterungen; wird meines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz sezwungen. Weiß ich nur —— 282 Zweyte Abt. Von der goͤttlichen Begnadigung und mein Gewiſſen rein, und flieh ich auch den boͤſen Schein, wirſt du mich ſchon beſchuͤtzen. 4. Ich ſehe mit Zufrie⸗ denheit der kuͤnftgen Welt entgegen; ſie gibt mir Muth und Freudig⸗ keit auf allen meinen Wegen. Den dort macht ſelbſt,o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menſchen kund; da wird der Fromme ſiegen. 5. So hilf denn, daß ich, mir zum Heil, ein unverletzt Gewiſſen, des Lebens allerbeſtes Theil, zu haben, ſey befliſſen. Mit dir, Gott, ausge⸗ ſoͤhnt zu ſeyn, dein heilig Recht nicht zu entweihn: das ſey mein gröſter Eifer. 6. Gib, daß ich des Ge⸗ wiſſens Spruch, als dei⸗ ne Stimme ehre, und imer aufmerkſam genug auf ſeine Warnung hoͤre. Erinnerts mich an meine Schuld, ſo laß mich, Va⸗ ter, s ſeine. en Glauk *Mit „ſtem „pn he Se⸗ 8 Pen 1n zus T t werme t ſſ, hat ſoeſom ir pder,zu P. Sel Gott 6 ſtt, du ale Din i fen an ſric, ei bletem 4 ſolaas -h ſen oben poll Litb a den di 8 ſdgn ſe fathohn † hicen e fand nen «E finnt in 1 ſüüßlen ui ſa ißlr * fetttun „ uhn, 18 Deha. 12 Vhüttit t in winen Mͤir fi ge n. Seti asha ſoni dädd da duß haf: an niſ Dan. in min ſt ſſcnttt hn pahn ken e Knihn Gottan weahue „erdü it deu, nr u ,Gt mte dden,) Ldtsube r mir zu ſeb rillur Ghthr, 9 t ſtze trraſe ,p cknüt uit V ſh eetdi bi 4 gih utſerien ugiSima, „ mirauin Adüns man bnnu 1- . ut ihr Lohn, ihr Schild ———— und den begluͤckenden Folgen derſelben. 283 ter, deine Huld, voll Reu und Licht. Wenn wir und Glauben, ſuchen. mit den Eitelkeiten, mit 7. Mit deiner Gnade Verſuchungen der Luſt, ktroſte mich und ſtaͤrke mit dem Feind in unſrer neine Seele, daß ſie fuͤr Bruſt, wenn wir mit Suͤnden huͤte ſich, und dem Tode ſtreiten: dann znie aus Vorſatz fehle; hilft er der Schwachheit henn wer nur reines Her⸗ auf und erleichtert Jens iſt, hat immer dich, Kampf und Lauf. Purch Jeſum Chriſt, All⸗ 3. Wenn uns Welt und poiſſender, zum Troſte. Freunde meiden, weil 252. M. Sollt ich meinem wir ihre Freuden fliehn, 1 GOtt nicht. dann gibt er uns ſeine 29) Ott, durch welchen Freuden; unſer Herz em⸗ u alle Dinge ſind und pfindet ihn. Kann ich wirken und vergehn, großres Gluͤck begehren? Raͤrke mich, daß ich dir Ewiger, hat dich mein unge; lehre mich dein Lob Herz: o ſo wird es ohne irhohn! Laß mich dich im Schmerz den Beſitz der Stillen loben, mich, den Welt entbehren. Alles tu, voll Lieb und Huld andre wird mir klein ge⸗ nus den Tiefen ſeiner gen deine Gnade ſeyn. Schuld zu des Chriſten 4. Wenn mich Leiden zluͤck erhoben! Dich er⸗ niederdruͤcken, nehm ich teb ich imerdar, der mich ſie als Wohlthat an von huff und neu gebahr. der Hand, die nur begluͤ⸗ r2. Könnt ihr die Ge⸗ cken, aber niemals ſcha⸗ zirne zaͤhlen; Gottes den kann. Du belohnſt naden zaͤhlt ihr nicht. mir meine Schmerzen der errettet unſre Seelen, mit der Seele Heiterkeit, und verfuͤſſeſt alles Leid durch — — 5 durch die ſichre Ruh im Herzen, die mich ſtets mit Muth belebt, uͤber allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, geh ich uͤber dieſen Pfad, der ſo rauh iſt, in dein Leben, das Gefahr und Noth nicht hat. Sollten mich der Erde Freuden, ſollte mich der Suͤnder Spott, und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe ſcheiden? raubt ich meine Krone mir? nein, ich leb, ich ſterbe dir! 253. Mel. Wer nur den lieben Gott. O ‚welch ein Troſt fuͤr meine Seele, daß, Gott, bey dir Vergebung, iſt, und daß du, wenn ich Schwacher fehle, mir nicht ein ſtrenger Richter biſt. Wie koͤnnt ich ſonſt vor dir beſtehn, und der verdienten Straf ent⸗ gehn? 2. Ja, deine Gnad iſt fuͤr mich Leben; aus ihr ——— — 284 Zweyte Abt. Von der goͤttlichen Begnadigung flieſt Heil und Troſt mir zu. Wer iſt zum Schonen und Vergeben, o Vater, williger als du? Du, den nur unſer Wohl erfreut, erzeigſt uns gern Barm⸗ herzigkeit. 3. Mit Zuverſicht dar⸗ auf zu hoffen, heiſt uns, geſandt von dir, dein Sohn. Durch ihn ſteht uns der Zutrditt offen zu deinem ewgen Gnaden⸗ thron: wenn wir uns redlich nur bemuͤhn, der Suͤnde ſchnöden Dienſt zu fliehn. 4. Wohl mir! wenn deine Gnad und Treue mein Herz zu deiner Liebe ruͤhrt, mich uͤber mein Vergehn zur Reue, zur Sorgfalt in der Beßrung fuͤhrt; dann find ich auch in deiner Huld gewis Verzeihung meiner Schuld. 5. Und o wie wohl iſt g meiner Seele, wenn ihr dein Friede nicht ge⸗ bricht! Ob dann auch 9u auff⸗⸗ —— „nd 8 5 Gl ltm bn Hicht ln als An ſonſt di f erkl 2 dann 1 zates 1 ſgurch dann uter Heitu hiniele h hier, e, Got 1 dib, R n faſe fleiß de * deieg +₰ ſo feßlt tng m ben, 1ich t 3 ſann ten A A9 1 Raln mnd . Vn At did mri 8 4 don w h dit aube Ke,Gt nt eazen bh nat entt „Gsler Äw 3 ſ„ 9 en N- ThA, te„ . in ſa Rant u Raae —.„— aͤuffres Gluͤck mir fehle, ſo fehlt mir wahre Ruh Hoch nicht; und die iſt nehr als alles werth, vas ſonſt die Welt fuͤr igluͤck erklaͤrt. 6. Dann bin ich froh And gutes Muthes bey der Furcht, in jedem leid; dann hoff ich von kir lauter Gutes fuͤr neine Zeit und Ewigkeit. des Himels Vorſchmack ab ich hier, hab ich nur mriede, Gott, mit dir. 17. Gib, daß ich dis zu verzen faſſe, und mich im Fleiß der Heiligung aurch deine Gnade leiten ſſe, ſo fehlt mir nie Be⸗ ühigung, und troͤſteſt du ſein Herz, o Gott, ſo alt ich treulich dein hebot. . Dann komm ich auch om innern Frieden, den e ein Fehltritt unter⸗ wicht; und freue mehr wych als hienieden mich u des hoͤhern Lebens⸗ ucht des großen Gluͤcks, und den begluͤckenden Folgen derſelben. ——— 285 im Herzen rein und dir, Gott, angenehm zu ſeyn. 254. M. Ich ſinge dir mit Herz u. Mund. Schon hier lebt ſelig — unb vergnuͤgt, wer Gottes Wege geht, die ſchnoͤde Luſt der Welt beſtegt, feſt in Verſu⸗ chung ſteht. n 2. Sein Theil iſt hier Zufriedenheit, die im Gewiſſen wohnt, wenn ſichs des hohen Beyfalls freut, womit es Gott belohnt. 3. Noch groͤßrer Lohn erwartet ihn in jener Ewigkeit, wenn er mit Gott ergebnem Sinn ge⸗ than, was Gott gebeut. 4. Herr, laß mit allem Eifer mich den Weg der Wahrheit gehn, ſo werd ich einſt im Himmel dich zu meiner Wonne ſehn. 255. Mel. Sey kob und Ehr dem hoͤchſt. Ich weiß, wen feſt mein — Glaube haͤlt, keim Feind ——— *“ Feind ſoll mir ihn rau⸗ ben. Als Buͤrger einer beſſern Welt leb ich hier nur im Glauben. Dort ſchau ich, was ich hier geglaubt; wer iſt, der mir mein Erbtheil raubt? es ruht in Jeſu Haͤnden. 2. Mein Leben iſt ein kurzer Streit, und herr⸗ lich iſt die Krone. Das Glück der ganzen Ewig⸗ keit wird mir zum frohen Lohne. Der du fuͤr mich den Tod geſchmeckt, durch deinen Schild werd ich bedeckt; was kann mir denn nun ſchaden? 3. Herr, lenke meines Geiſtes Blick von dieſer fluͤchtgen Erde, auf dich, du meiner Seele Gluͤck. In deinem Himel werde ich, wenn der Erde Herr⸗ lichkeit vergeht, durch alle Ewigkeit dich, gleich den Engeln, ſchauen. 4. Jetzt, da mich dieſer Leib beſchwert, iſt mir noch nicht erſchienen, was jene beßre Welt ge⸗ ſͤſ—— — 286 3 weyte Abt. Von de der göttlichen Begnadigung 1 waͤhrt, wo wir Gott hei⸗ lig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, und mein Erloͤ⸗ ſungstag erſcheint, dann werd ichsfroh empfinden. 5. Im Ounkeln ſeh ich hier mein Heil; dort ſeh ichs klar und heiter. Hier iſt die Schwachheit noch mein Theil; dort hebt mein Geiſt ſich weiter. Hier iſt mein Werth mir noch verhuͤllt; dort wird er ſichtbar, wenn dein Bild mich einſt vollkom̃⸗ ner ſchmuͤcket. 6. Zu dieſem Gluͤck bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft, wer will mich von dir ſchei⸗ den? Nichts reiſſet mich aus deiner Hand; ich bin dir, Herr, du mir bekaũt. Mein ſind des Himmels Freuden. 7. Wie groß iſt meine Herrlichkeit! empfinde ſie, o Seele! Vom Tand der Erde unentweiht, er⸗ hebe 12 fegen, 1 ſmir. et ſich du tr ſleit — den. bktt, we 1 tunden e fun de ds undau N befan und den begluͤckenden Folgen derſelben. 297 „. 1 ghe 2 hebe Gott, o Seele! Der ten Gluͤck beſteht durch dhie ran Erde glaͤnzend Nichts alle Ewigkeiten. dn dn a vergeht, nur des Gerech⸗ d he ſchregsn n— dent dehe Von den letzten Veraͤnderungen des Wenſchen, 3 de A 82 d“ wi ner lg —ꝓPrↄ— V ae 1a9 ad. Praig III udhe aies en. de wu d adEdi nt G3 afetza hirin fit nuc wi att dt rſcthe nerd ddn ſun ut ſtei da! h ens ieku ran pe whei wauih Whänc eit Gh N nich n 1 ü gr thie a wndm. L fv) dun p 3a 2 1 Vom 256. Mel. Wer nur den lieben Gott. Ich will dich noch im — Tod erheben, am (Grabe noch, Gott, dank“ Ich dir. Zum Segen gabſt du mir mein Leben, um Segen auch nimmſt wu es mir. Mein Leben ucht' ich dir zu weihn; nrum bleib ich auch im Kode dein. 2. Gott, welche feyerli⸗ we Stunden, wann du mich nun der Erd' ent⸗ zjehſt, und auf mich, den un treu befunden, voll nhonender Erbarmung zehſt! Allmaͤchtiger, in ein Gericht gehſt du mit Hlir Verſoͤhnten nicht. 3. Der Leib wird „Fhwach, die irrd'ſche utte, in der mein Geiſt Tode. hier wohnt, zerfaͤllt; ſchon gehen meine muͤden Schritte den Weg zu Gott aus dieſer Welt. Ich bin getroſt und zage nicht; denn Gott iſt ſelbſt mein Heil und Licht. 4. Wie ſollt ich vor dem Tode beben, da du, Er⸗ löͤſer, fuͤr mich ſtarbſt? Er iſt durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreutze mir erwarbſt. Wie du ihn giengſt, will ich ihn gehn; wie du, werd' ich auch aufeꝛſtehn. 5. Laß ſelbſt das Grab in ſeiner Naͤhe mir noch die letzten Schrecken draͤun: du, Herr, auf den ich hoffend ſehe, wirſt auch noch dann mein Beyſtand ſeyn. So nah' dem Lohn, den Gott ver⸗ ſpricht, „—-—— ſpricht, ſo nah am Ziele ſink ich nicht! 6. Ich will dich noch im Tod erheben, am Grabe noch, Gott, preiſ' ich dich; denn ewig werd' ich bey dir leben. Wie ſeg⸗ neſt du, mein Vater, mich! Fur mich iſt ſelbſt der Tod Gewinn. Wohl mir, daß ich erlöſet bin. 2527. M. HErr IEſu Chriſt mein's Lebens. Mie ſicher lebt der Menſch, der Staub! Sein Leben iſt ein fallend Laub; und dennoch ſchmeichelt er ſich gern, der Tag des Todes ſey noch fern. 2. Der Juͤngling hofft des Greiſes Ziel, der Mann noch ſeiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch Ein Jahr; und kei⸗ ner nimmt den Irrthum wahr. 3. Sprich nicht: Ich denk in Gluͤck und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod 288 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. nicht weiſer macht, hat nie mit Ernſt an ihn gedacht. 4. Wir leben hier, zur Ewigkeit zu thun, was uns der Herr gebeut, und unſers Lebens kleinſter Theil iſt eine Friſt zu unſerm Heil. 5. Der Tod fuͤhrt uns vor das Gericht; da bringt Gott alles an das Licht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen, of⸗ fenbar. 6. Drum, da dein Tod dir taͤglich draͤut, ſo ſey doch wacker und bereit; pruf deinen Glauben, als ein Chriſt, ob er durch Liebe thaͤtig iſt. 7. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunſch, durch des Erloͤſers Tod vor Gottes Thron gerecht zu ſeyn: dis macht noch nicht von Suͤnden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hoͤrt, ihr folgt und Grich! r ein 1 b da zor de * hie he dn Füh', CGo e ſer rit r als N 4 ea 38 O da nit A6 Vom nen dund ſich vom Boͤſen din au kehrt; ein glauhig Herz, da n„von Lieb erfüllt: dis iſts, ſic Ey L was vor dem Richter gilt. n un 8 5. Die Heiligung erfor⸗ unge dart Müͤh'; du wirkſt ſie nicht; Gott wirket ſie. Du aber ringe ſtets nach 1 han 4br, als waͤre ſie ein Werk von dir. 10. Ihr alle ſeine Tage n. vdor Re 2 gru ht Mag. ſab dt. 4 peihn, heiſt eingedenk tt m ges Todes ſeyn; und kSt ni zachſam in der Heili⸗ faleyſt. Jung, iſt wahre Tods⸗ „ 2 8 merung. t 2† TIr. Wie oft vergeß ich g ſm li eeſ Pflicht! Gedenk, dde pe herr, meiner Suͤnde rri 1 gech icht, und mache mich üis ufßta pon Traͤgheit frey, daß 1 5 bereit zum Sterben Fuh 12. Daß ich mein Herz nWod Rit jedem Tag vor dir, aente bett Gott, erforſchen mag, 8”e ſehn. t eiebe, Demuth,Fried' anc And Treu', und Keuſch⸗ u eit in mir herrſchend 2 ig dey. und 1 113. Daß ich zu dir um bnade fleh', der Sunde Tode. Reitz ſtets widerſteh', und einſtens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: Es iſt vollbracht! 258. Mel. JEſus, meine Zuverſicht. Meine Lebenszeit ver⸗ — ſtreicht; ſtuͤndlich eil⸗ ich hin zum Grabe. Und, wie wenig iſts vielleicht, was ich noch zu leben habe? Denk, o Seele, an den Tod; ſaͤume nicht; denn Eins iſt Noth! 2. Lebe, wie du, wann du ſtirbſt, wuͤnſchenwirſt, elebt zu haben. Guͤter, de du hier erwirbſt, Wuͤrden, die dir Men⸗ ſchen gaben, nichts kann dich im Tod' erfreun; dieſe Guͤter ſind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ru⸗ higes Gewiſſen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod ver⸗ ſuͤßen: dieſes Herz, von Gott erneut, gibt zum Tode Freudigkeit. T 4. Wenn 289 —— 4. Wenn in deiner letz⸗ ten Noth Freunde huͤlf⸗ los um dich beben; dann wird uͤber Welt und Tod dich dis reine Herz erhe⸗ ben; dann erſchreckt dich kein Gericht: Gott iſt deine Zuverſicht. 5. Daß du dieſes Herz erwirbſt, fuͤrchte Gott, und bet', und wache; ſor⸗ ge nicht, wie fruͤh du ſtirbſt, deine Zeit iſt Got⸗ tes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht ſcheun; lern' auch, ſeiner dich erfreun. 6. Ueberwind ihn durch Vertraun. Sprich: Ich weis, an wen ich glaͤube; und ich weis, ich werd ihn ſchaun einſt in dieſem meinem Leibe. Er, der rief: Es iſt vollbracht! nahm dem Todte ſeine Macht. 7. Tritt im Geiſt zum Grab oft hin; ſiehe dein Gebein verſenken. Sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich 290 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. ſelbſt bedenken; lehre du michs jeden Tag, daß ich weiſer werden mag! 259. M. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu C. us Erde ward mein Leib erbaut, und wird auch wieder Erde. Doch weiß mein Geiſt, der Gott vertraut, daß er nicht ſterben werde. Er, mehr alsStaub, er, Got⸗ tes Hauch, wird nach dem Tod auch leben; ſich erheben wird er zu Gott, und auch ihm dann noch Ehre geben. 2. Mein Koͤrper nicht, mein Geiſt allein kann denken, kann begehren, kann ſich des Unſichtba⸗ ren freun, Gott kennen und verehren; in dem, was er durch Sinn em⸗ pfand, dich, o mein Schoͤpfer finden, dich empfinden, und durch der Liebe Band ſich ſelbſt mit dir verbinden. 3. Du bauteſt eine Huͤtte mir, Gedanken da zu ſamm⸗ hanm ein iner. nd in ſich i hen, rineme ſniger 4. Und vig m ößer! vig de ſeun, olt, he ir! we ſeil g dtaub jſ ſeten ſhere un nich 1 Ed ſ ein Herr ſern 8 irkeine d Spor hert ttdic 5 1e ait ſt Uhe dihrian ds den des n Gott, Gt dan ez ſer viceimde füih u nifrabes Gdh pauc, ae nict m dhdeu nictebervi „ſeiar wubii dſeben in darz 2 Ni ch:3s nit bt N Jlaateuür, 1 ¹ ¹ 4ℳ en 6☛ Vom ſammlen, und da zuerſt, mein Gott, von dir und deiner Huld zu ſtammlen; und imer mehr veredelt, mich in deinem Lob zu uͤben, und getrieben von deinem Geiſte, dich ſtets inniger zu lieben. 4. Und dieſes Gluͤck iſt ewig mein. Auf immer höhern Stufen mich ewig deiner Huld zu freun, haſt du mich, Gott, berufen. O wohl mir! welch ein großes Heil! Mag doch, was Staub iſt, ſterben und verderben! Mein beſſers höhers Theil, die Seele, kann nicht ſterben. F. So ſoll denn auch, mein Herr und Gott, des beſſern Lebens Glauben mir keines Laͤſtrers Wahn und Spott aus meinem Herzen rauben. Ich werde ſterben: aber dann wirſt du mich zu dir fuͤh⸗ ren. Triumphiren wird meine Seel, und kann im Tode nichts verlieren. —— Tode. 6. Ja, noch weit mehr werd ich dereinſt, als ich mit allen Sinnen hier faſſe, wenn du, Gott, er⸗ ſcheinſt, durch meinen Tod gewinnen. J jauchze, daß ich ewig bin; denn nur mein Leib wird ſterben! Gottes Er⸗ ben iſt ſelbſt der Tod Ge⸗ winn; die Seele kann nicht ſterben. 260. Mel. Herzlich thut mich verl. Das Ziel von meinen Tagen iſt mir viel⸗ leicht bald nah; doch ſoll mein Geiſt nicht zagen, waͤrs auch ſchon heute da. Des Todes Bitter⸗ keiten, wie bald verflie⸗ gen die! Ewigkeiten voll Wonne, was ſind ſie? 2. Ja, guten frommen Seelen gewaͤhrt der Tod nur Gluͤck! Was kann ſie weiter quaͤlen? Sie ſchaun befreyt zuruͤck. Der Erden Kuͤmmerniſſe kennt jene Heimath nicht, T und 25 — 2 Und gegen 6 1— I „ ————— 3hund alle Finſterniſſe ver⸗ wandeln ſich in Licht. 3. Zwar Menſchenweis⸗ heit lehret uns Hi umels⸗ wonne nie; kein Ohr hat 1ſie gehoͤret, kein Aug er⸗ blickte ſie. Wie kommen zu dem Freunde, der un⸗ ſerGluͤck erwarb; zu ihm, der ſelbſt fuͤr Feinde noch flehte, da er ſtarb. 4. Zu dem uns zu erhe⸗ ben, iſt dis nicht wahres Gluͤck? Drum wart ich Wohne Beben, Tod, dei⸗ nen Augenblick. Wenn Freunde troſtlos weinen, dann troͤſte dis ihr Herz: Gott wird uns einſt ver⸗ ſeinen, und gibt uns Gluͤck fuͤr Schmerz. 261. Mel. Wer nur den lieben Gott. och leb ich. Ob ich morgen lebe, ob die⸗ ſen Abend, weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebe! Dann thu ich redlich meine Pflicht, und bin durch ſeines Geiſtes Kraft bereit zu meiner Rechenſchaft. 292 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd des Miſ. “ — 1— 2. Am Morgen bluͤht und glaͤnzt die Blume, und faͤllt oft ſchon am Abend ab. So ſinkt mit ſeinem Gluͤck und Ruhme der Menſch, eh' ers be⸗ ſorgt, ins Grab. Und, Seele, du misbrauchſt ſo leicht, ein Leben, das ſo ſchnell entfleucht! 3. Entziehe dich dem Weltgetuͤmmel. Hier iſt der Kampf, dort iſt die Ruh. Auf, ſtreb' und ringe nach dem Himmel; eil deiner beſſern Heimath zu. Wie bald verflieſt der Pruͤfung Zeit! Und dann, dann kommt die Ewigkeit. 4. Verſchiebe niemals deine Pflichten. Was du zu thun jetzt ſchuldig biſt, das eile, heute zu verrich⸗ ten; wer weiß, obs mor⸗ gen moͤglich iſt? Nur die⸗ ſer Augenblick iſt dein: der naͤchſte wirds viel⸗ leicht nicht ſeyn. 5. So ſey denn, Vater meines Lebens, die War⸗ nung: . pg: l a ts ht be lnicht ann t veiß nhich b verden 8 n Eiun A ſtw. *1 Pat! 2 pt, t rir * ſesg 4 heii 3 ſſtand pabe. ☛ 1 4 ℳ 2kei 1 in ſe Uuurch t ſäiland f 2 A4 dend ſonlne ern 1ete WMtrtönr beſ dr a ant ic an We d, die muänc Be dtorteſ riner, 9. A ren:Nrpuiw. tver h, M — 2— — 9 ung: wachet! ſeyd be⸗ reit! an meiner Seele nicht vergebens, verloh⸗ ren nicht der Gnade eit. Dann fuͤhrt mich ſelbſt ein ſchneller Tod zu dei⸗ ner Seligkeit, mein Gott! 262. Mel. Wenn mein Stuͤndlein vorh. 9) Herr, mein Gott, — ich weiß es wohl: ich muß, ich werde ſterben; nur weiß ich das nicht, wann ich ſoll, noch wie ich werde ſterben. Mein Ende ſteht allein bey dir; die Stunde, Herr, ver⸗ birgſt du mir, wann ich die Welt verlaſſe. 2. Ich, meines Glau⸗ bens mir bewuſt durch deines Geiſtes Gabe, weiß, daß ich meine hoͤch⸗ ſte Luſt an dir, mein Va⸗ ter, habe; weiß, daß du meiner Suͤnden Laſt von mir hinweggenommen haſt, durch Jeſum, mei⸗ nen Heiland. 3. Erhalte mir zu aller Vom Tode. 1 — Zeit den troͤſtlichen Ge⸗ danken, und laß mich nie aus Schuͤchternheit in meinem Glauben wan⸗ Bewahre meine ken. Seel, o Gott, in deiner Gnade, bis der Tod mich hin zum Himmel fuͤhret. 4. Dann geb ich meine Seele dir in deine Va⸗ terhaͤnde. Erhalt die Kraft zu denken mir, wenns ſeyn kann, bis ans Ende; daß voll Gedan⸗ ken, Gott, an dich die bald erlöſte Seele ſich von ihrem Leibe trenne. 5. Soll ich gewaltſam, o mein Gott, ſchnell oder angſtvoll ſterben: ſo fuͤh⸗ re mich nur jeder Tod zu deines Himmels Erben. 8 8 n 1 Drum hilf mir, daß ich allezeit zur Rechenſchaft vor dir bereit, und heilig ſterben moͤge! 6. Empfind' ich keine Freudigkeit; entweicht in großen Schmerzen die Stille der Gelaſſenheit aus meinem bangen Her⸗ zen; A △ e. —— 294 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. zen; ſo rechne mir dann, Gott, nicht zu, was ich unrechtes red' und thu; verzeih der Schwachheit Fehler. 7. Nim̃ auch verborgne Seufzer an; laß, wenn mein Herz nicht beten, weñ mein Verſtand nicht denken kann, mich deinen Sohn vertreten. Geh' ich zu deinem Reich nur ein: ſo wird mein Ende mich erfreun, es komm auch wie es wolle. 8. Damit ichs koͤnne, laß mich, Herr, ſtets hei⸗ liger auf Erden, in guten Werken fertiger, dir im⸗ mer treuer werden. Ge⸗ widmet laß mich dir nur ſeyn; dann bin ich, Gott, mein Vater, dein, im Leben und im Tode. 263. In bekannter Mel. NMlle Menſchen muͤſſen ſterben, ihre Herrlich⸗ keit verbluͤht; keiner kañ den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht ſieht. Staub wird dieſer Leib von Erde; doch damit er himmliſch werde, wird er einſt von Gott erneut und zieht an Unſterblichkeit. 2. Gerne will ich dieſes Leben, wenn es deinem Rath gefaͤllt, dir, mein Vater, wieder geben, gern verlaſſen dieſe Welt. Deñ ich bin durch Jeſu Leiden dort ein Erbe ſeiner Freu⸗ den; bin erloͤſt und fuͤrch⸗ te nicht Suͤnde, Tod und Weltgericht. 3. Und wer kann mich ihm entreiſſen? Mein iſt er, und ich bin ſein. Er erfuͤllt, was er verheiſſen; ſein ſoll ich mich ewig freun. Ja, mir ſolls durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu ſchwingen, freu⸗ denvoll vor ihm zu ſtehn, ſeine Herrlichkeit zu ſehn. 4. Dort bey ihm iſt wah⸗ res Leben. Millionen ſte⸗ hen ſchon, ihren Retter zu erheben, ſelig da vor ſeinem Thron; hohe Him⸗ melsgeiſter ringen, mit⸗ anbetend ihm zu ſingen, der ens Du ſcht un andelt, des Lei ſenever ſre Ar im Her ſank ihr in lang. „Pater rommen drolichke as kei krnomm wäßreſt udten ſch n, wel it Thran ſatrockre lend ſn fIc ſerlan dub' im herone Nror ſtehn. iru Ete 6 eten, N dethn, Bännchh 6) 9—t esT Waſte wican D denen 146” Ddanen ſhhadmi V 66 dnttne dic rur wrebngſ NSrde Knckemn „komn Inct w konde, bawſſh iets bern möl auter Gfülkue riw fir dic e. G' fu aa dir na Füdelnam Gt etſch der des Ruhms ſo wuͤrdig iſt, dem Erbarmer, Je⸗ ſus Chriſt. 5. Alle, die ihm nachge⸗ wandelt, ſehn des Glau⸗ bens Dunkelheit dort in Licht und Schaun ver⸗ wandelt, und in Wonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Kronen nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Le⸗ ben lang. 6. Vaterland verklaͤrter Frommen! Heil, Un⸗ ſterblichkeit und Ruh', was kein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewaͤhreſt du! Freuden⸗ erndten ſchenkt Gott de⸗ nen, welche hier geſaͤ't mit Thraͤnen; alle Thraͤ⸗ nen trocknet er; Suͤnd uñ Elend ſind nicht mehr. 7. Ich entbrenne von Verlangen, was ich glaub' im Licht zu ſehn, jene Krone zu empfangen und vor Gottes Thron zu ſtehn. Werde, Huͤtte, nur zu Staube! denn ich — Vom Tode. weis, an wen ich glaube, mir iſt Sterben ein Ge⸗ winn; denn zum Vater geh' ich hin. 8. Welche Troͤſtung, das zu wiſſen! Dieſer großen Hoffnung voll, zag' ich nicht in Kuͤmmerniſſen, die ich hier noch dulden ſoll. Leicht und kurz ſind dieſe Leiden; ſie verwan⸗ deln ſich in Freuden, wenn ich chriſtlich ſie ertrug, bis Gott ſprach: Es iſt genug! 264. Mel. Ich hab mein Sach' Gott. Dein ſind wir, Gott, in Ewigkeit. I deiner Hand ſteht unrſre Zeit, du haſt der ganzen Menſchenſchaar ihr To desjahr beſtimmt, als keine Zeit noch war. 2. Naht nun auch unſer Ende ſich, dann, Vater, dann erbarme dich; dann hilf uns in der Todes⸗ noth, Herr, unſer Gott! ein ſanfter Schlaf werd unſer Tod! 24 3. Nimm — 296 3. Nimm nach voll⸗ brachtem Lebenslauf, in deine ewge Ruh uns auf. Verwirf, wenn unſer uns nicht, o Herr, von deinem Angeſicht! 4. Druͤckt uns dann noch der Krankheit Schmerz, ſo ſtaͤrke das beklemmte Herz, daß es auch in der Schmerzen Wuth mit ſtarkem Muth in deiner weiſen Fuͤh⸗ rung ruht. 5. Gib Hoffnung zu der ewgen Ruh. In unſern Herzen wirke du, Geiſt Gottes, daß wir glau⸗ bend traun, und ohne Graun hin in die Nacht des Todes ſchaun. 6. Hilf unſrer Schwach⸗ heit, Geiſt des Herrn! zeig uns den Himmel dann von fern, laß uns, wenn wir zum Vater flehn, getroͤſtet ſehn, wie Er uns liebt, zu dem wir gehn. 7. Ach, Gnad ergehe ———— Zweyte Abt. Von den! Herz uns bricht, verwirf etzt. Veraͤnd. des Menſ. dann fuͤr Recht! denn von dem menſchlichen Geſchlecht iſt auch der Heiligſte nicht rein. Wer kann je dein, Gott, ohne deine Gnade ſeyn? 8. O ſey uns dann nicht fuͤrchterlich! erbarme, Vater! unſrer dich. Weñ unſer Auge ſterbend bricht, leit uns deinLicht! ſo fehlt uns Troſt im Tode nicht. 265. M. Ermuntre dich, mein ſchwach. Nie ungewis iſt, Herr, das Ziel der Wall⸗ farth auf der Erde! ob ich noch wenig oder viel an Tagen zaͤhlen werde, das weiß ich nicht; du weiſts allein. Ich kann vielleicht der naͤchſte ſeyn, vom abgekuͤrzten Leben ein Beyſpiel abzugeben. 2. Bin ich erbaut aus beſſerm Zeug als andre, die an Jahren und Mun⸗ terkeit mir völlig gleich, des Todes Beute waren? Wie manchem ſtarrte ſchnell 1 ſdeſen eineme 4 wasb e hachſt 4 ſtichts 1 d ich 1 ſwein Ätn hecken. ² ſete le 6 4 t h vo f ſden . * ſt, bey 8. herden, ſ, dr n von ſe dgt, un s lr ſein. 28 ien. d ſ ee hahe: t koen ſtt 1 rich i don den f. Geſohlt t Ralighe arf tunſhn den da Gnd dſeah dnn ſütinac elt Lanmi ds dnſe gus ts bnchſet ee ſ faler duth Dnch. fih, g wein Ide Peuae ſern 4 d 1 ei dth ufd lau G rec ehn noxn) 4* N allat at ullictden m Gügtth * yhb az’ ' ent V 4s s „ Wdh p u ttbj 1 elim Jul 2 RK Wa „ Vom ¹ ſchnell das Herz, eh we⸗ n der Krankheit oder Schmerz ihm, als des Todes Boten, ſein nahes Ende drohten! 3. Wenn ich die Got⸗ tesaͤcker ſeh, und alles könnte leſen, was der, auf deſſen Grab ich geh, in ſeinem Sinn geweſen, und was bey ihm die To⸗ desnacht fuͤr Hoffnungen zu nichts gemacht: ſo a wuͤrd ich oft mit Schre⸗ acken mein eigen Herz entdecken. 1 4. Mein Gott, befreye ) mich vom Dunſt der „Freuden dieſer Erden, zund lehre mich die große Kunſt, bey Graͤbern klug 2 zu werden. Nur der iſt mweiſe, der bedenkt, wie z viel von ſeinem Tod ab⸗ 3 haͤngt, und der dazu in Zeiten ſein Herz ſucht zu bereiten. GASA,ͤaAsn 21 7. Laß ſtets mich ſehn aj aufs hohe Ziel, dem ich 121„. 2 entgegen ſchreite, damit 9 mich nicht der Weltluſt ¹ heimgeſtellt, wie, wo, 7 2 und 12 Tode. 297 Spiel vom Wege ſeit⸗ warts leite. Und ſieht dein Auge, daß mein Schritt, noch nicht den rechten Weg betritt, ſo wollſt du, Herr, in Zeiten auf ſolchen Weg mich leiten. 6. Damit ich einſt mich vor der Hand des Todes nicht entfaͤrbe: ſo mache mich mit ihm bekannt vorher noch, eh ich ſterbe. Laß mir ſein Bild vor Augen ſeyn, damit ich lerne Suͤnden ſcheun, die das Gewiſſen ſchrecken, und Todesfurcht erweckt. 7. Gib, daß ich dich mit frohem Muth, als meinen Gott betrachte, hingegen Freunde, Gluͤck und Gut, nicht als mein eigen achte: ſo wird, rufſt du mich einſt zu dir, keins von den Guͤtern, die du hier mir hatteſt nur geliehen, mein Herz zuruͤcke ziehen. 8. Dir ſey es gaͤnzlich T5 — und wann ich ſcheide. Wer unter deinem Schu⸗ tze faͤllt, wird frey von allem Leide. Doch bitt' ich, daß ich wohlgeſchickt von hinnen werde weg⸗ geruͤckt, daß ich in To⸗ desleiden empfind' des Himmels Freuden. 9. Laß mich auf Jeſu Herrlichkeit mit froher Hoffnung blicken, und mitten in der Dunkelheit mich ſein Verdienſt er⸗ quicken. Dann nimm, Herr, nach vollbrachtem Lauf den Geiſt aus dieſer Huͤtte auf, die einſt im Reich der Deinen wird neu gebaut erſcheinen. 266. Mel. Herr, wie du willſt, ſo. It nun auch meine Stunde da, von die⸗ ſer Welt zu ſcheiden: ſo ſey mit deiner Huͤlfe nah', du beſter Troſt im Leiden! Nimm du dich meiner Seelen an; dir uͤbergeb' ich ſie alsdañ, du wirſt ſie wohl bewahren. —“— 298 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. 2. Sind meine Suͤnden dann vor mir, druͤckt ihre Laſt mich nieder: ſo ſey mein Seufzen auch vor dir; erhebe du mich wie⸗ der. Mich ſtaͤrk' in mei⸗ ner tiefen Noth, Herr, deine Liebe bis zum Tod', und jenes Lebens Hoff⸗ 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib', und freue mich von Herzen, daß ich mit dir vereinigt bleib', auch nach des Todes Schmerzen. Wenn ich gleich ſterbe, ſterb' ich dir; ein ewig Leben haſt du mir durch deinen Tod erworben. 4. Du, Herr, erſtandeſt, drum darf ich nicht vor dem Tode beben. Du lebſt und herrſcheſt ewig⸗ lich; ich werd' einſt mit dir leben. Wo du biſt, da werd ich auch ſeyn, mich ewig deiner Liebe freun; drum geh' ich hin mit Freuden. z. Dein bin ich, dein in Swig⸗ 2 pkei is ſvich 2, zeit en ftwec kr ſir, en Nenſe 8 fem? 2 ſewig k ſindet, 1eſſtund *eerentj N wanr i knich mihe , und * iinen: 2 Dann, 8 auf, 7s digzun * 8 bar d. 111, dß * ſſehet, 3 etrübt 2 ſren un pußrn 1pn 40 en Lut itn ſik war e ſct dh ded de git dde b demii dec doE NaGs ds dxge 1 ſ wentiie bei mn, at zuch e ote ednehm. ſezcirten ſtkun cmi en wnr duh ger. ſthrke. rin eDh9n ewndufcch dinw de 4np 7 1 8 Vom Ewigkeit; das Grab ſoll mich nicht ſchrecken. Ich weiß, nach kurzer Zwi⸗ uſchenzeit wirſt du mich Imauferwecken. Dann will Nich dir, o Gottes Sohn, du Menſchenfreund, vor i deinem Thron mit Freu⸗ ê denden ewig danken. 267. Mel. Wenn mein 8 Stuͤndl. vorh. z1*3. 3 1 1 ter⸗ 1 Wenn einſt mein ſter 15 bend Auge bricht, hmein letzter Hauch ver⸗ ſchwindet, mein Leib er⸗ nſtarrt und ſelbſt es nicht, daß er entſchlaͤft, empfin⸗ det; wann meine Lieben um mich ſtehn, und trau⸗ rig, mich entſchlummern hſehn, und meinen Tod beweinen: 4. 2. Dann, Vater, nimm ſihn auf, den Geiſt, der freudig zu dir fliehet, der t dankbar deine Guͤte preiſt, daß er den Tod nicht ſiehet! dann troͤſte, die betruͤbt um mich mit Thraͤnen klagen; laß ſie ſich mehr meiner Wonne freuen. 3. Mein hingefallner Leib bleibt hier; ihn wird das Grab verſchließen. Heil mir! das Grab wird dennoch dir ihn wieder⸗ geben muͤſſen. Du kofmſt, Erwecker! deine Macht, die ihn aus Nichts her⸗ vorgebracht, kann ihn aus Staub erneuern. 4. Wie koͤnnt ich trau⸗ ren, daß im Tod mein Leib zu Staub vermo⸗ dert? wie köͤnnt ich kla⸗ gen, da ihn Gott vom Tode wieder fodert? O Hoffnung, daß nach kur⸗ zer Ruh' mein Leib er⸗ wacht, wie groß biſt du! und welch ein Troſt im Tode! 5. Des Todes Schmer⸗ zen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, verachten, und mit getroſtem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Ziele freudig nahn, mein himmliſch Kleinod zu empfahn, das Jeſus mir erworben. 268. M. Herzl ich lieb hab ich di ch. Wein Heiland, wenn M mein Geiſt, erfreut im Glauben auf die Herr⸗. lichkeit des ewgen Erb⸗ cheils, blicket, das du fuͤr mich ereitzt haſt: wie leicht duͤnkt mir dann jede Laſt, die mich hienie⸗ den druͤcket! Dann wird der Eitelkeiten Tand in ſeinem Unwerth mir be⸗ kannt; der Erde Pracht iſt mir wie Nichts beym Anblick jenes ewgen Lichts. Herr Jeſu Chriſt, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! dis Heit verdank ich deinem Tod. 2. Wenn einſt auf dei⸗ nen Wink mein Geiſt des Koͤrpers Banden ſich ent⸗ reißt, dann ſtaͤrk' ihn aus der Hoͤhe, daß mir nicht ſchrecklich ſey das Grab, daß ich ins Todesthal hinab getroſt und freudig gehe. Die Klarheit jener 300 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. —— mich Dunke lheit befaͤllt, in meinem finſtern Herzen Licht Angeſicht. Dann, Jeſu Chriſt, mein Herr dund Gott! mein Herr und Gott! dann wird ein Schlummer mir der Tod. 3. Auf kurze Zeit ſchlieſt ſich zur Ruh mein thraͤ⸗ nenvolles Auge zu, und ſchlummert in dem Stau⸗ be; doch der, der mich zum Staube ruft, der ruft mich einſt auch aus der Gruft; ich weiß, an wen ich glaube. Er lebet und ich werd durch ihn der Grabesnacht gewiß ent⸗ fliehn; mein Geiſt und mein verklaͤrt Gebein wird ſich des Herrn, des Mittlers, freun. Herr Jeſu Chriſt, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! du ſchaffſt das Le⸗ ben aus dem Tod. 4. Du bleibeſt meine Zuverſicht, mein Troſt, wenn einſt das Weltge⸗ beſſern Welt ſchafft, wenn richt die Engel auspo⸗ ſaunen. und Heiterkeit im . rt na dich 3 rr, e phe an henk a il de z6: n fund 1 atcdan 3 Vom w nichut.. nuim Anſaunen. Vor deinem n Lttw Thron werd ich dann nat Aavih„tehn, dich, Richter aller Ana d2 ſdat, Chnirn Völker, ſehn, dich ſehn S Get 1 iind froh erſtaunen. Auch fit e 1 Inir ſchenkſt du dann je⸗ u e U- n tumnn nſc cnme 1 wcwn. 1 ract Ente nſ deor ni ent a wan Gntic ebni t unbe. bi ü v d e uls d 1„l— wMgtite me 1 S —— aues Heil der Auserwaͤhl⸗ l nen ſelges Theil; ich ſoll, p'ein Mund ſchwur es mir nu, ich ſoll verherrlicht keyn, wie du. Herr Jeſu ſehriſt, mein Herr und Zott! mein Herr und Zott! ſtaͤrk' dieſen Glau⸗ ſen einſt im Tod. 169. Mel. Wer nur den lieben Gott. Du, Herr und Vater 1 meiner Tagel du Heiſt, daß ich, dehn ihwaches Kind, des T Ves Keim in Gliedern grage, die irrdiſch und erbrechlich ſind; drum Uib, daß ich zu jeder Zeit fa meinem Tode ſey gereit. 2. Daß du hier meinem erſten Leben ein mir ver⸗ orgnes Ziel beſtimmt, Und daß die Zeit, die mir Tode. 301 gegeben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das floͤße mir die Weis⸗ heit ein, ſtets auf 4 ein Heil bedacht zuj 3. Hier hab ich dha,ns, ang zu lernen, mein Herz von Suͤnden aßzuziehn, mich von der Weltluſt zu entfernen und um den Himmel zu bemuͤhn, o mache mich dazu geſchikt, eh mich der Tod der Welt entruͤckt. 4. Nicht auf der Erde, nein nur droben bey dir, Gott, Theil, iſt mir das Beſte aufgehoben; dort iſt fuͤr mich vollkommnes Heil. „Da, wo mein Schatz iſt, ſey mein Herz! Herr, lenke ſelbſt es himmel⸗ waͤrts. 5. Hier allen Suͤnden abzuſterben, zu leben der Gerechtigkeit, um einſt des Himmels Gluͤck zu erben, dazu laß meine Sterblichkeit mir imer⸗ dar vor Augen ſeyn, ſo wird meiner Seele —— wird mich ſelbſt der Tod erfreun. 6. Willſt du mich laͤn⸗ ger leben laſſen, ſo laß es mir zum Heil geſchehn! Doch ſoll ich heute noch erblaſſen, ſo hoͤre, Vater, auf mein Flehn! Sey, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Troſt und meine Zuverſicht. 7. Dir will ich gaͤnzlich mich ergeben, dir, deſſen Eigenthum ich bin; biſt du, mein Heiland, nur meinLeben, ſo bleibt ſelbſt Sterben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich ſterbe dir, ſey nur mein Troſt, ſo gnuͤget mir. 270. Mel. Wenn mein Stuͤndl. vorh. Ein Pilgrimm bin ich —— 302 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. 2. Jetzt, da die Suͤnde mich noch druͤckt, ſeufzt meine bange Seele. Wie bald iſt nicht mein Herz beruͤckt! wer merkt, wie oft er fehle? Ooch einſt werd ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz ſelig ſeyn: dis trö⸗ ſtet meine Seele. 3. Vor meinen Augen wandeln die, die dich, o Jeſu, ſchmaͤhen; ihr eit⸗ les Herz bethoͤret ſie, daß ſie dein Heil nicht ſehen. Einſt bebt der Spoͤtter Heer vor dir, wañ du als Richter kommſt, und wir frolockend dich erheben. 4. In ſtiller Nacht wein' ich oft, Herr, hin⸗ auf zu deiner Hoͤhe; mein ſchwaches Herz ſeufzt in der Welt, und kurz freudenleer, wenn ich den ſind meine Tage; ſo man⸗ Morgen ſehe. Ein Blick che Noth, die mich befaͤllt, gen Himmel troͤſtet mich, reitzt mich hier noch zur und meine Thraͤnen ſtil⸗ Klage. Doch, Vater, len ſich einſt ganz in je⸗ jene Ewigkeit verſuͤßt nem Leben. mir meine Pilgrimms⸗ zeit und ſtaͤrket mich im kunft Schickſal ſchreu. e Leiden. 5. Wenn mich der Zu⸗ a poth 2 penn es ſerw d ertra Jandie Elen not! 1 — — = — — Wa 2⁷ Vom Tode. nn“ zdie Noth der fernen Ta⸗ 271. Mel. Wachet auf, dn un dge; wenn ſie in mir die ruft uns die St. 1 uhetehSorg erweckt, ob ich ſie(Sterben ſuͤhret uns da uesauch ertrage: ſo mildert zum Leben. Seyd 1 1enn Amir die Ewigkeit das frölich, die ihr Gott er⸗ diſte urze Elend dieſer Zeit, geben! des Todes Macht 2naß nicht mein Herz ver⸗ iſt laͤngſt dahin. Nur der en, mage. Leib wird einſt verweſen, 1e hanſuſet 4 der Geiſt lebt fort, und iu ine 6. Wenn einſt, der jetzt wird geneſen; den From⸗ „Aneon ferne dräut, der Tod, men iſt der Tod Gewinn. Knit nalſ, tair naͤher winket; wenn Was iſts, das an uns din züſtnig chach der Arbeit dieſer ſtirbt? die Suͤnde nur eitaznn peit mein Haupt zum verdirbt. O welch ein „wiſapät Schlummer ſinket: ſo Troſt! Gelobt ſey Gott, eſcatſün gerb' ich froh; die Ewig⸗ in Todesnoth! Er hilft 1 —Vʒ·:ʒ⏑X—ꝛ—˖—-H:—:————— * an zamuf kit zeigt mir des Him⸗ den Seinen durch en i denm Hels Herrlichkeit, die al⸗ Tod. dn ec us uͤberwieget. 2. Dann iſt alles uͤber6. u M wunden. Die Seel iſtdaa n7. Herr, dieſen Troſt, der Laſt entbunden, und ana Fer mich erfreut, ver⸗ ewig alles Jammers los, e ehr' in meinem Herzen. Ihre Freuden find un⸗ —„ Kich ſtaͤrke jene Herrlich⸗ endlich, ihr Gott wird nnanſ git bey meiner Wall⸗ ihr als Gott recht kennt⸗ pnkeuſ urth Schmerzen; ſie ſey lich, und ſeine Majeſtaͤt hnan.— iſt z 1ne nir ſterbend Troſt und recht groß. Gott iſt ihr 3gNTeJs 3en eil, und einſt mein Lobgeſang. Ganz Freude mheengſt gewuͤnſchtes und ganz Dank, jauchzt in e heil, wenn ich vom fie entzuͤckt vor ſeinem 1n g od erwache. Thron im höͤhern Ton: 6 1 AhO „ 4ʃ 1 fr 1i —— 1wkr gelobt ſey Gott, gelobt ſein Sohn! 3. Sollt uns noch das Grab anfechten, da Jeſus ſitzt zu Gottes Rechken, der von dein Tod erſtan⸗ den iſt? Er, das Haupt kann nicht mehr ſterben, wie koͤnnte denn ſein Glied verderben? Ich bin ſein Glied, ein wah⸗ rer Chriſt. Drum ſchreckt mich nicht die Gruft, daraus er einſt mich ruft. So wahr er iebt! er nimt auch mich dereinſt zu ſich. Erloͤſte Seele, freue dich! 4. Ja, du wirſt vor Gott noch treten, mit fro⸗ hem Dank den anzube⸗ ten, den aller Himmel Loblied preiſt. Dann wird er dich mit den Freu⸗ den der Auserwaͤhlten ewig weiden, und du wirſt ſchaun, was er ver⸗ heiſt. O Tod, was biſt du mir? des rechten Le⸗ bens Thuͤr; Gott oͤffnet ſie. O Herrlichket! in GOtt erfreut, ſing ich ihm Dank in Swigkeit. —— 304 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. — 272. M. Wie fleucht da⸗ hin der Menſ. Mein Leben ſteht in 2 Gottes Hand. Er thu, was er mir heilſam fand! Er zaͤhlte ja, ſo wie mein Haar, mir, eh ich war, auch meine Le⸗ bensſtunden dar. 2. Zwar nuͤtz ich mit Zufriedenheit die Tage meiner Sterblichkeit; denn du verſuͤßeſt ſie, o Gott! doch Muͤh und Noth ſind ihr Gefolg, und dann der Tod. 3. Die Blume pranget und faͤllt ab; ſo bluͤht der Menſch und ſinkt ins Grab. Nicht Jugend ſchuͤtzt, nicht Stand noch Geld; nichts in der Welt iſt, was ihn dafuͤr ſicher ſtellt.* 4. Wer ruͤſtet mich mit Muth und Kraft aufs Ende meiner Pilger⸗ ſchaft? und wer beruhiget mich hier? Allein von dir, o Herr, komt Muth und Ruhe mir. 5.Du 1 N t, dal . N, 5. Du bringſt mich, bin hen ich nur bereit, zum fichern 3 Nanhe Gluͤck der Ewigkeit, wo ian män des kurzen Grams un vergißt, wohin, Herr 50 Chriſt, du ſelbſt voran hm gegangen biſt. t uh n 6. Froh werd auch ich, wenn's dir gefaͤllt, ein he Buͤrger deiner beſſern Welt; dann ſag ich dem, 1 Tode. —— der um mich weint: Gott iſt der Freund, der uns einſt wieder froh vereint. 7. Den Troſt, o Jeſu, dank ich dir; du brachteſt ihn vom Himmel mir. Du haſt verſichert: ihr ſeyd mein, auch ihr ſollt ſeyn, wo ich bin, und euch ewig freun. 2 u e „5 R b uℳ 273. Mel. Nun laßt uns 44 den Leib begr. Bexgrabt den Leib in ſeine Gruft, bis ihn des Richters Stimme ut ruft! wir ſaͤen ihn; einſt bluͤht er auf und ſteigt Sa R 4 9 verklaͤrt zu Gott hinauf. ut 2, Aus Staube ſchuf 7 ea ihn einſt der Herr; er war weiniſtt ſchon Staub und wirds T nur mehr. Er liegt, er 4 ari9 ſchlaͤft; doch er erwacht at uin dereinſt aus dieſer To⸗ anenhes desnacht. ? 3. Des Frommen Seele 17 lebt bey Gott, der ſte aus k1n 6 f aller ihrer Hoth, von Bey Begraäaͤbniſſen. aller ihrer Miſſethat, durch ſeinen Sohn erloͤ⸗ ſet hat. 4. Hier hat ihn Truͤb⸗ ſal oft gedruͤckt; nun wird er, Gott, von dir erquickt. Hier wandelt' er im finſtern Thal; nun iſt er frey von Schmer und Quaal. 5. Gott blieb er treu bis an ſein Grab; nun wiſcht Gott ſeine Thraͤnen ab. Was ſind die Leiden die⸗ ſer Zeit, Gott, gegen jene Herrlichkeit? 6. Nun, du Erloͤſter, Wir zehm 12 24 ſchlaf in Ruh'! Uu — ſ“ ——j— — 1 306 Zweyte Abt. Von den letzt. Veraͤnd. des Menſ. gehn nach unſern Huͤtten ausgeleertz er weint nicht zu, und machen zu der mehr, er ſchlaͤft, und Ewigkeit mit Freud' und hoͤrt des WeinensStim̃e Zittern uns bereit. aaͤnger nicht, freut ſich 7. Ach Jeſu Chriſt, dein vor Gottes Angeſicht. bittrer Tod ſtaͤrk' uns in 5. Im Frieden ſchlum⸗ unſrer letzten Noth! Laß re! Himmelsruh ſtroͤmt uunſre ganze Seele dein, dir vom Throne Gottes und freudig unſer Ende zu. Bald legen unſern ſeyn! Pilgerſtab auch wir bey 274. In voriger Melodie, unſern Graͤbern ab. Wir bringen weinend 275. In voriger Melod. unſern Dank, wir ſtammeln dir den Lobge⸗ ſang, dir, der den Retter aus der Noth geſendet hat, den ſanften Tod. 2. Des Todes Kampf war ſchwer und heiß; die Stirne deckte kalter Schweiß; hoch hob und zitternd ſich das Herz: da kam der Tod, weg war der Schmerz. 3. Nun liegt er da, den wir geliebt, er liegt und ſchlaͤft; kein Kummer truͤbt die Seele! Ewig wird ſie nun von dieſes Lebens Jammer ruhn. 4. Der Leiden Kelch iſt ir tragen dieſen Leib zur Gruft zur Ruhe, bis der Herr ihn ruft: bis einſt durch Jeſu Chriſti Macht, er aus dem To⸗ desſchlaf erwacht. 2. Nichts, als den Leib, zerſtöͤrt der Tod; die Seele geht hinauf zu Gott; ſie erndtet dort vor ſeinem Thron, des Glau⸗ bens und der Tugend Lohn. 3. Deß immer einge⸗ denk, will ich zum Tode ſo bereiten mich, daß ich, voll Muth und Heiter⸗ keit, ihn zu erwarten, ſey bereit, 4 Auch 3 kleit N e 7 ACde 8 i m, Bey Begraͤbniſſen. 307 tnn, 4. Auch zag in dieſer im tiefen Schmerz ver⸗ id ſinn z Zuverſicht ich bey der ſenket, weint, dem noch ſena Meinen Tode nicht. Sie kein Licht und Troſt eerr ſin md git u ſterben Gott! Nach ſei⸗ ſcheint. 3 nem Wort, vereint er 6. Heil jedes Herz uud uns auf ewig dort. binde du die Wunde, die 5. Gott, wiſch du ſelbſt noch blutet, zu! die Hoffſf. die Thraͤnen ab dem, der nung der Unſterblichkeit bey dieſes Todten Grab, beſiege dieſes LebensLeid. Von der Auferſtehung. Mel. Wenn mein verweſt, ich dennoch ewrig mimn 3 a dr: 276. ni yeſtlo“eA :N 2.Mo 4 alte erfört N erk gen .A'— Glaut an dich, an dich, den Auferſtandnen. Stuͤndlein vorh. Wenn der Gedanke mich erſchreckt, daß dieſer Leib aus Erde ent⸗ ſeelt, mit Erd und Staub bedeckt, auch ſelbſt zum Staube werde: dann, mein Erloͤſer, ſtaͤrke mich zum frohen Muth der 2. Der Tod zerſtoͤre mein Gebein: du haſt ihn doch bezwungen, haſt mir durch deines Todes Pein Unſterblichkeit errungen. Wohl mir! nun ſteht die Hoffnung feſt: daß, wenn mein Leib auch gleich * — lebe. 3. Hab ich oft auf der Erde nichts als Arbeit,, Muͤh und Leiden: ge⸗ troſt! ein Schimmer dei⸗ nes Lichts entdeckt mie ewge Freuden; zerſtreut des Grabes Finſternis und macht mein banges Herz gewis, einſt voͤllig froh zu leben... 4. Ich lebe! Friede ſey mit euch! ich leb und ihr ſollt leben! mir iſt die Macht, mir iſt das Reich vom Pater uͤbergeben. Welch herrlich Wort! mein Herr und Gott! Munfürcht ich nicht Gehr — — ——— dann deine Hoffnung. Grab und Tod, nicht dieſes Lebens Leiden. 5. Ich weiß, daß du, mein Heiland, lebſt. Auch mich wirſt du erwe⸗ cken, daß du mich ganz zu dir erhebſt. Mag Staub den Leib doch de⸗ cken! Er geht, wenn deine Stimme ruft, viel herrlicher aus ſeiner Gruft, wird deinemLeibe aͤhnlich. 6. Zu deinem Himmel wirſt du mich dann gna⸗ denvoll erhoͤhen; und meine Augen werden dich in deiner Wonne ſehen. Ja, mir zur Freude ſchau ich dann dich, den ich hier nicht ſchauen kann, und doch von Herzen liebe. 7. Wie werd ich deiner da mich freun, in deinem Lichte glaͤnzen! dann wirſt du mein Vollender ſeyn, und mich mit Wonn umkraͤnzen. Sey heilig, Seele! folg ihm nach! Der dir die Bahn zum Himmel brach, erfuͤllt Zweyte Abtheilung. 277. M. Was Gott thut, das iſt. ich freue mich der fro⸗ ₰ hen Zeit, da ich werd auferſtehen. Dann werd ich in der Herrlichkeit dich, Gott, mein Hei⸗ land, ſehen; dann werd auch ich, o Herr, durch dich, vereint mit allen Frommen, zur ewgen Ruhe kommen. 2. Ja, HErr, du fuͤhrſt ſie einſt heran, die Stun⸗ de der Erloͤſung; die Stunde da ich hoffen kann Troſt, Freiheit und Geneſung; da, Engeln gleich, im Himmelreich mich Ruhe, Luſt und Le⸗ ben in Ewigkeit umgeben 3. Der du die Auferſte⸗ hung biſt! Du biſts, an den ich glaube; durch dich leb ich, o Jeſu Chriſt, einſt wieder aus dem Staube. Auch werd ich nicht vor dein Gericht, wie die, die dich ver⸗ ſchmaͤhten, mit Angſt und Schrecken treten. 4.Ich 41 L kn vet *1 ten ſtan 1 hi riſn * pölie 9 6 2 NAsh a0 dlſenen G 30 n 6 * l an ich g n Tho)n E oa Sune do.. ad hm dh.*† tber Gehiſt „u wüeria 8.„Däd dets es 1 ntlud 8 im, 1 u bih an aue A Am 8 ant 1 8 ana FiehKſera 4 1 Il penö dt, h — . 1 Von der Auferſtehung. 309 4. Ich hoffe dann mit 3. Mich ſchuf ja meines Freudigkeit vor dir, mein Gottes Liebe zum höhern Haupt zu ſtehen, und mit Gluͤck, zu groͤßrer Luſt, dir in die Herrlichkeit und pflanzte ſelbſt dauuu frohlockend einzugehen. die Triebe ſo ſtark undt O, hilf mir doch aus tief in meine Bruſt. Er, Gnaden noch, zum Gluͤck der den Geiſt mit Hunger der Ewigkeiten mich fuͤllt, laͤßt ihn fuͤrwahr wuͤrdig zu bereiten. nicht ungeſtillt. 278. Mel. Wer nur den 4. Der Wunſch, ihn b lieben Gott. ewig treu zu lieben, iu Ich bin zur Ewigkeit groͤßrer Klarheit ihn z gebohren, fuͤr eine fehn, der hier noch unere beßre Welt beſtimmt; fuͤllt geblieben, muß einſt mein Leben geht nicht noch in Erfuͤllung gehn.¼. ganz verlohren, wenn So wahr Gott meim gleich das Grab den Verlangen kennt, wir Leichnam nimmt. Zu bleiben ewig ungetrennt.³. groß bin ich fuͤr dieſe 5. Er iſt gerecht, der Zeit; mein Schickſal iſt hoͤchſte Richter! Die Unſterblichkeit. Tugend wird noch einnt 2. Was iſt der Erde gekroͤnt: wenn gleich in Gluͤck und Ehre? Und Haufe Boͤſewichter ſie waͤre das auch alles hier verwirft, verfolgt, mein: ſo blieb es, wenn verhoͤhnt. Der Heuchler, kein Himmel waͤre, fuͤr der hier triumphirt, wird meinen Wunſch doch viel dort vor ſein Gericht gee zu klein. Mein Geiſt fuͤhrt. findt nicht im Staube 6. Iſts möglich, kann Ruh; er eilt erhabnern Gott anders handeln? Guͤtern zu. Gilt denn kein Recht in 37 töin— 5 1 u 3 ſei⸗ ————— ſeinem Reich? DieFrom⸗ men, die hier vor ihm wandeln„ ſind die den frechen Spoͤttern gleich? Niein, Tugend ſiegt. Ich ſterbe drauf: Gott weckt mich zur Vergeltung auf. 7. Er weckt mich auf aus meinem Grabe! Dis hoft mein Herz; dis ſagt ſein Wort; und daich dis hier vor mir habe: ſo fliehen alle Zweifel fort. Wie froh erhebt ſich nun mein Geiſt, da Gott ihn ſelbſt unſterblich heiſt. 8. Mein Jeſus lebt! Wer will mich toͤdten? Er ſichert mir Unſterb⸗ lichkeit. Sein Arm reißt mich aus Todesnöthen und fuͤhrt mich hin zur Seligkeit. Auch dieſer Leib muß auferſtehn, und ſchoͤn verklaͤrt zum Him⸗ mel gehn. 9. Ihr Thaͤler ſinkt! Fallt Berge nieder! Mein feſter Glaube fuͤrchtet nichts. Ich ſehe einſt den Morgen wieder, de —— Awehte Abtheilung. — v“ den Morgen jenes ewgen Lichts. Dann faͤngt mein neues Leben an. Und, Gott, wie ſelig bin ich dann! 279. In bekannter Mel. Jeſus, meine Zuverſicht und mein Heiland, iſt im Leben! Dieſes weis ich; ſollte nicht ſich mein Herz zufrieden geben? was die lange Todes⸗ nacht mir auch fuͤr Ge⸗ danken macht. 2. Jeſus, mein Erlöſer lebt! Ich werd auch das Leben ſchauen; ſeyn, wo meinErloͤſer lebt:warum ſollte mir denn grauen? Läßt auch dieſes Haupt ein Glied, das es einſt nicht nach ſich zieht? 3. Ich bin durch des Glaubens Band zu ge⸗ nau mit ihm verbunden. Er, der auch den Tod em⸗ pfand, hat fuͤr mich ihn uͤberwunden. Er erſtand: und einſt erwacht auch mein Leib durch ſeine Macht. 4. Staub 8 den, kriicht 8 Hall Die 8 aabg tt wic 8 ttt wir ut do * leben t ſſh 8 ) enſten vnu 1 ih dſt „ iudaed M 1 4. Staub bin ich, und muß daher einmal auch zu Staube werden. Die⸗ ſes weis ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit bey ihm ſeyn moͤg allezeit. 5. Dieſer Leib, aus Staub gebaut, wird ver⸗ klaͤrt mich einſt umgeben; Gott wird von mir ange⸗ ſchaut dort in einem beſ⸗ ſernLeben; und in dieſem Fleiſch ſeh ich meinen (Jeſum ewiglich. 6. Dann werd ich im z hellen Licht ſeine große 4 wöütre Lieb erkennen; und mit Wean z voller Zuverſicht ihn dañ 1 1600, meinen Retter nennen: „ultt5 va urtit 4 in fauc. „a thft. G an iit 1 asleit d 1 51 „ wird er unſterblich ſeyn. —— wenn er von der Sterb⸗ z lichkeit nun auf ewig mich befreyt. 7. Mich der hier noch ſeufzt und fleht, wird er herrlich dort erhöhen; irrdiſch wird mein Leib geſaͤ't, himmliſch wird er auferſtehen; zum Ver⸗ weſen faͤllt er ein, dort ———— Von der Auferſtehung. ——— 8. Seyd getroſt und hoch erfreut! Jeſus kennt 8 N 31r euch, ſeine lieder. Chri⸗ ſten, wehrt der Traurig⸗ keit! Sterbt ihr, Jeſus ruft euch wieder, wann einſt die Poſaun' er⸗ klingt, die durch alle Graͤber dringt. 9. Scheuet nicht des Grabes Kluft! Blickt hinauf in's beßre Leben! Dorthin wird euch aus der Gruft eures Jeſu Macht erheben. Dann liegt Schwachheit und Verdruß ewig unter eu⸗ rem Fuß. 10. Nur, daß ihr den Geiſt erhebt von den Luͤ⸗ ſten dieſer Erden, und ſchon hier dem Heiland lebt, dem ihr dort ſollt ahnlch werden. Schickt das Herz jetzt da hinein, wo ihr ewis wuͤnſcht zu ſeyn! 280. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. Noch wallen wir im Thraͤnenthal, u 4 druͤut —.ij—õ— ge⸗ — —— 31² druͤckt von Kumer, Muͤh und Quaal, doch nur noch wenig Tage! dann flie⸗ hen wir aus dieſer Zeit hinuͤber in die Ewigkeit, weit weg von jeder Plage 2. Dann ſinkt der Leib ins kuͤhle Grab, der Staub zu allem Staub herab, nicht ſterblich mehr zu leben:mit freyem Flug und frohem Blick kehrt der entbundne Geiſt zuruͤck zu dem, der ihn gegeben. 3. O wohl ihm, war er fromm und gut, wenn er von ſeiner Arbeit ruht, wenn Thaten ihn beglei⸗ ten! wenn er, vereint mit Jeſus Chriſt, unſträflich, rein, und faͤhig iſt zum Gluͤck der Ewigkeiten. 4. O hohes Gluͤck, vor Gott zu ſtehn! o Freude, Jeſus, dich zu ſehn, und mit dir deine Glieder! zu ſehen dich in deinem Licht, von Angeſicht, zu Angeſicht, dich, Erſter aller Bruͤder! Zweyte Abt —— heilung. 5. Doch erſt der Tag des Auferſtehns, der Tag des frohen Wiederſehns, der umgeſchaffnen Erde; der Tag, wenn Gottes Wunderkraft mich ganz verklaͤrt und neu er⸗ ſchafft, zeigt, was ich einſt ſeyn werde! 6. Wie wird mir dann zu Muthe ſeyn, wenn alle Todten groß und klein, Weltrichter, vor dir ſte⸗ hen; wenn du mich dann beym Namen nennſt, vor Gott und Engeln mich bekennſt, ich ewig dich ſoll ſehen. 7. Ich, ich, der jetzt noch Thraͤnen weint, ich werde, wenn der Herr erſcheint, dann leuchten, wie die Sonnel ich Suͤn⸗ der, werde gaͤnzlich rein, ich, Sterblicher, unſterb⸗ lich ſeyn! ich, Gottes Bild und Wonne. 8. Befreyt und ewig fern von Quaal, getraͤnkt mit Freuden ohne Zahl, Gott immer, immer naͤ⸗ her! Alda 6 t 8 4 ½ ‿ A EE 71 4 U 1XREN=IGMNE S [Aue uiſ her. tnd 8 enh 39 nar , un ſu, Unde . de t, w hht 1, h. tnen. iakeit en di ſtsſid 1. Sen vollm Got heit. tt de dh 9 44 4iſ 3ltg, 14§. Däö4 8 ic Rslie 158 5 ee desſehag er ihr it veme en Nam derr Sett ond. emetv, i n ſol ſchen h„t, nn uc dhe iſit nt, Ne aiſcteut,d fer rehieEen „b kee „ tEtr , Jfeyn. „10dun! 2 „eSefte wetenol N 4 eptlde- A' ume 1 1j Nit d 4 Rit der unaſtt, te n noch 11 11 Munde Lieder. 10. Der Seligkeiten unausſprechlich G hoͤher. 9. Und aller Seraphi⸗ nen Schaar, und wer auf ſind Schrecken Erden heilig war, alle meine Bruͤder; alle nur Ein Geiſt mit mi mir, und ſingen ewig, mich zum Grabe ruft. einem 3. Und rief mich, abzu⸗ ſcheiden, auch heute ſchon „mein Gott: ſo folg ich Gott, wie viel! o Freu⸗ ihm mit Freuden, und Jeſu, dir aus —z luͤck ſind oͤden Von der Auferſtehung. g her! dann ſteigt mit dem Augenblick der Seele 313 je⸗ 281. Chriſt. der iſt mein Leb. Einſt geh ich ohne Be⸗ ben zu meinem Tode unausſprechlich hin; denn Chriſtus iſt mein Leben und Sterben mein Gewinn.. 2. Ich ſcheue nicht die der finſtern Gruft; der wird ch auferwecken, der den, ohne Maaß und ſterb auf ſein Gebot. Ziel, Ewigkeit! was iſt Leiden dieſer Zeit! nichts ſind alle Thraͤnen! 1I. Sey ſtark, ſey freu⸗ verheiſt! Gott der Frommen! nichts, glaub es, iſt dich zu groß, fuͤr dich dem aus Gottes Schoos rend 4 der eigne Sohn gekom⸗ men. hoch über alles 4. Sehnen! o Ewigkeit! das wie „zu gegen Heils 1 15 Des Lebens friſche o Bluͤte vermodre nur im Staub; die Wange, die ſonſt gluͤhte, ſey der Ver⸗ weſung Raub. 5. Ich hoff' ein beſſ'res denvoll, mein Geiſt, Gott Leben, das nie von mir lebt, Gott haͤlt, was er entflieht; ein Leib wird Gott iſt der mich umgeben, der nim⸗ mermehr verbluͤht. fuͤr 6. Dann eil ich dir ent⸗ „mein triumphi⸗ Haupt, und ſeh ent⸗ zuüͤckt den Segen des „das ich geglaubt. 5 Voem ³ ———= weßfe Abtheilung. —————— 8 Vom allgemeinen Weltgericht. 282. Mel. Wachet auf, ruft uns die St. Wachet auf vom Schlaf ihr Suͤnder! Er⸗ wacht! denn euch, ihr Menſchenkinder, erwar⸗ ten Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben hat Gott in eure Hand gegeben; er⸗ wacht! noch iſt zur Beß⸗ rung Zeit. Gerecht, ge⸗ recht iſt Gott! Er hört der Frevler Spott! Frev⸗ ler zittert! wißt, was er ſpricht, gereut ihn nicht; er kommt gewis und haͤlt Gericht. 2. Plötzlich wird ſein Zorn entbrennen! Dann wird der Spoͤtter ihn er⸗ kennen, des Vaters ein⸗ gebohrnen Sohn. Jauch⸗ zet, jaucht, ihr ſeine Frommen! er wird zu eurem Heile kommen; bald kommt er, und mit ihm ſein Lohn! Euch richtet Chriſtus nicht; er ſelbſt gieng ins Gericht fuͤr die Suͤnder. Wir ſind verſoͤhnt, mit Gott verſoͤhnt! wer uͤberwin⸗ det, wird gekroͤnt. 3. Seyd bereit, ihn mit Verlangen, mit reinem Herzen zu empfangen, denn plöoͤtzlich bricht ſein Tag herein; und der Richter wird vom Dain ſein Volk, die Frommen, ganz erloͤſen, von Suͤnde und Tode ſie befreyn. Dann iſt vollkommnes Heil in Ewigkeit ihr Theil. Jauchzt, ihr Frommen! ſeyd ſtets be⸗ reit auf dieſe Zeit, und ſingt Gott Dank in Ewigkeit. 283. Mel. Mache dich, mein Geiſt. FIErr ich bin dein Ei⸗ genthum; dein iſt auch mein Leben. Mir zum Heil und dir zum Ruhm, haſt du mirs ge⸗ geben. Vaͤterlich fuͤhrſt du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel ent⸗ gegen. 2, Einſt V a Lin eu rK f kdde 1 Rech * t wel dn ſchon *ller fillt Weh r zke eit ii, ſcp wn 2. Einſt kommſt du mit acen großerKraft zum Gericht auf Erden; dann ſoll ich zur Rechenſchaft darge⸗ t Pu 4 ſtellet werden. Oein Ge⸗ ru Pen 3 richt ſchonet nicht, Rich⸗ dit wngi i ter aller Welten! denn 9 u du willſt vergelten. aeeh,s S Weh dann mir in 1 Aan& Ewigkeit, wenn ich deine a ſädn Gabe, meine Kraͤfte, 1Sh uhn meine Zeit hier gemis⸗ n Abraucht habe! Weh dann Ain um i hmir! hab ich hier dein n 1 Pen Geſchenk verſchwendet, rer dhh uund nicht angewendet. ene umn* 4. Laß mir taͤglich dein r ntw Gericht, Gott, vor Au⸗ fan bh dgen ſchweben, und mich d eruttſ eifrig, meiner Pflicht Dag. A0 treu zu ſeyn, beſtreben! en mf endaß ich nie thoͤrigt ſie un ſerih nauſſer Augen ſetze, noch an an zmit Fleiß verletze. 2t, S. Lehre mich gewiſſen⸗ 1 yn ghaft meine Zeit anwen⸗ Wun, uden, eingedenk der Re⸗ e g ſchenſchaft jeden Tag vol⸗ duW lenden! d, bds e. 3,8p 3 ir N. Vom allgemeinen Weltgericht. 315 6. Zeigt ſich erſt die Ewigkeit furchtbar in der Naͤhe, o dann iſt es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad erflehe. Wenn der Tod mir ſchon droht, kann ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfuͤllen. 7. MeinGewiſſen ſtrafe mich gleich fuͤr jede Suͤn⸗ de, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade ſuch und finde! Rufe du dann mir zu: Alles iſt verge⸗ ben! Suͤnder, du ſollſt leben! 8. Dann werd ich auch im Gericht Herr, vor dir, beſtehen, und vor dei⸗ nem Angeſicht Freud' und Wonne ſehen. Ewig dein werd ich ſeyn, und mich, dich zu lieben, ewig, ewig uͤben. 284. Mel. Herzlich thut mich verl. Ich denk an dein Ge⸗ richte, du Richter aller Welt! Dem Thor ſeys ein Gedichte, das Schwachen nur gefaͤllt; mich — 8 mich ſoll ſein Wahn nicht ſtoͤren, weil mich dein goͤttlich Licht, und mein Gewiſſen lehren: du hal⸗ teſt einſt Gericht. 2. Ich hore die Poſau⸗ nen, o Herr, im Geiſte ſchon: ich ſehe mit Er⸗ ſtaunen dich auf dem Richterthron, um den die heilge Menge von deinen Engeln ſteht. Welch herrliches Gepraͤnge von deiner Majeſtaͤt! 3. Umſonſt ftieht dann der Suͤnder vor deines Armes Kraft. Herr, alle Menſchenkinder ziehſt du zur Rechenſchaft. Du rufſt, und ſie erſcheinen vor deinem Richterthron; den Suͤndern und den Deinen gibſt du gerech⸗ ten Lohn. 4. Frolockend ſehn die Frommen dein goͤttlich Angeſicht; ſchon hier dem Fluch entnommen, zagt ihre Seele nicht. Nun ——= Zweyte Abtheilung. — fen, und du, Herr, ſeg⸗ neſt ſie. 5. Wie angſtvoll aber beben, die hier dein Wort verhoͤhnt, und durch ein ſinnlich Leben das eitle Herz verwöhnt. Du gibſt den Suͤndenknechten ihr Theil in jener Pein, und fuͤhreſt die Gerechten zu deinen Freuden ein. 6. Drum laß, Herr, dein Gerichte mir ſtets vor Augen ſeyn, und druͤcke ſein Gewichte tief ins Gewiſſen ein! Vor dir laß recht mich han⸗ deln und hier zu aller Zeit, ſo wie ein Weiſer, wandeln, der ſeinen Rich⸗ ter ſcheut. 7. Iſt dann dein Tag vorhanden, wird dieſe Welt vergehn; ſo hoff ich nicht mit Schanden vor deinem Thron zu ſtehn. Du ſtellſt mich dann zur Rechten von aller Schuld befreyt, triumphirt ihr Hoffen; fuͤhrſt mich mit deinen erloͤſt von aller Muͤh, Knechten in deine Herr⸗ ſehn ſie den Himmel of⸗ lichkeit. 285*. 170 9 iger nn ſetz an. Etir ſcht! „ vir. f hen. ſe herr, fͤt 3 d 1tich di dr ſt, i di uſch 1* 4 hi t nach 3 fenbat ſſeine * ha wer t hett uen 4 3 perſre enm 2¹ ngel ve 1Adau i ſdieho d ‿ ¹ Kaa7aing , 2. Vom allgemeinen Weltgericht. 3¹17 n uaſ. 285. Mel. Sey Lob und 4. Da werden, Herr, nen me Ebr dem hoͤchſt. auf dein Geheiß die Tod⸗ hal Vünng Er kommt, er kommt ten wieder leben; dein in a. zum Weltgericht, der Feind mit Furcht; dein die znt) Heiland, den wir ehren. Freund mit Preis ſich Seſt dan 6 O weigert euch, Erlöſte, aus dem Grab erheben; nei nicht, jetzt auf ſein Wort und wer wird da, Herr m Vln a zu hören. Wer hier nicht Jeſu Chriſt, daß du der ane et ſeine Stimme hoͤrt, und Herr desLebens biſt, noch dan dur n ſie nicht mit Gehorſam ferner leugnen können? 3t 5 7 eehrt, wird nicht vor ihm 5. Wer ſpottet dann nn uug beſtehen. Weiner Kraſt⸗ n 2. Herr, laß mich deiner du, die hier dich fliehen, 1 1e* Mafeſtaͤt mit wahrer fuͤr ihre Schuld zur Re⸗ m ſt: Freude dienen! Wie chenſchaft mit Majeſtaͤt numon Fherrlich dich dein Gott wirſt ziehen? wie wird, nanh. derhoöͤht, iſt zwar noch wenn dich ihr Aug er⸗ en n nicht erſchienen; doch, blickt, und ſie dein Straf⸗ 3,h †was uns hier verborgen gerichte druͤckt, der Spoͤt⸗ de umit war, macht jener Tag ter Heer verſtummen. mtſhä uns offenbar, an welchem 6. Und wenn du dann n du erſcheineſt. die Deinen nun mit Preis 2 nhf 3. Da, wenn vor dir die und Ehre ziereſt, ſie, Ittn Erde bebt, und unter dei⸗ ewig ihnen wohlzuthun, ybnch nen Fuͤßen ſich alles, was in deinen Himmel fuͤh⸗ dl ndir widerſtrebt, wird voͤl⸗ reſt: wie voͤllig wirds an. ullig beugen muͤſſen; wenn dann offenbar, daß es in um alle Engel vor dir ſtehn: deinen Haͤnden war, die uda wird auch jedes Auge Deinen zu begluͤcken. ſſehn, wie hoch dich Gott 7. Gib, daß ich dann, Anam lerhoben. Herr Jeſu Chriſt, mit noch deiner Kraft, wenn —— 4 ͤſ Freuden vor dir ſtehe, und dir, der du ſo herr⸗ lich biſt, getroſt entgegen ſehe. Wenn deiner Fein⸗ de Rotte zagt, von Reu und Angſt und Furcht geplagt: dann jauchze meine Seele! g. Daß ich dis Gluͤck erlangen mag, ſo laß in dieſem Leben, o Heiland, deinen großen Tag mir ſtets vor Augen ſchwe⸗ ben. Er reitze mich, dir mich zu weihn, in deinem Dienſte treu zu ſeyn, und ſo mein Heil zu hoffen! 286. M. Es iſt gewislich an der Zeit. Gerechter Gott, vor dein Gericht muß alle Welt ſich ſtellen; du wirſt in ihrem Angeſicht auch mir mein Urtheil faͤllen. O laß mich jede Suͤnde ſcheun, und hier mit Ernſt befliſſen ſeyn, vor dir einſt zu beſtehen. 2. Du fiehſt von deinem hohen Thron auf alle Menſchenkinder; beſtim⸗ * ——— Zweyte Abtheilung. meſt jedem ſeinen Lohn, dem Frommen und dem Suͤnder. Nie ſiehſt du die Perſonen an; auf das allein, was wir gethan, ſiehſt du, gerechter Richter! 3. Viel Gutes und Barmherzigkeit gibſt du ſchon hier den Frommen; du ſchuͤtzeſt ſie vor man⸗ chem Leid, darein die Suͤnder kommen. So zeigeſt du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlge⸗ faͤllt, den man der Tu⸗ gend widmet. 4. Ja, Herr, du liebſt, was recht und gut; du 1 iht, 1 ſerR „Ele ten Hoßa er ſin jet ſin di 1 hndb ngeſt ſtelol biſt ein Freund derFrom⸗ 1 men. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dier aufgenommenz ſein Werk und Dienſt gefaͤllt dir wohl, iſt er gleich nicht, ſo wie er ſoll, ganz hei⸗ lig, ganz vollkommen. F. Doch dem, der dich, de o Gott, nicht ſcheut, dem 5 frevelnden Verbrecher, der dein Geſetz und Recht ent⸗ Bäus Vom allgemeinen Weltgericht. maſen aentweiht, biſt du ein mn dah nſtrenger Rächer. Verach⸗ an Sin utung, Elend, Schmerz in. Ngtan aund Hohn, Gewiſſens⸗ dau na aemarter ſind ſein Lohn oft nat ſitagſchon in dieſem Leben. dut Ton 6. Und bleibt auch hier „gviel ungeſtraft, viel Gu⸗ it Na Nes unbelohnet, ſo kommt dun tmn Fin Tag der Rechenſchaft, en uſtht ger keines Suͤnders ſcho⸗ un tn 4 et. Da ſtelleſt du ins ſte eihr wellſte Licht, wie recht n and billig dein Gericht; ſann triumphirt der romme. 16. 5— 7. Gerechter Gott, laß 3 4 00 319 mich, wie du, das Gute eifrig lieben; gib ſelber mir die Kraft dazu, es willig auszuuben. Regt ſich die Suͤnde noch in mir, ſo ſtaͤrke mich die Furcht vor dir, daß ich ſie uͤberwinde. 8. Und weil vor dir, gerechter Gott, nur die allein beſtehen, die glau⸗ big auf des Mittlers Tod bey ihrer Reue ſehen; ſo laß mich die Gerechtig⸗ keit, die von der Strafe mich befreyt, im Glauben eifrig ſuchen. Von der ewigen Seligkeit. 37. Mel. Wer nur den Fromme ſchmeckt auf Er⸗ lieben Gott. den ſchon manchen ſelgen aeiem r MNach einer Pruͤfung Augenblick; doch alle unmte Ne karzer Tage erwar⸗ Freuden, die ihm wer⸗ daant, It uns die Ewigkeit; den, ſind ihm ein unvoll⸗ n f Prt, dort verwandelt ſich komnes Gluͤck. Er bleibt w ſe Klage in goͤttliche ein Menſch, und ſeine ema ufriedenheit. Hier übt Ruh nimmt in der Ceele hu le Tugend ihren Fleiß; ab und zu. d und jene Welt reicht ihr 3. Bald ſtoͤren ihn des 0 In Preis. Koͤrpers Schmerzenz; hha2e. Wahr iſts, der bald das Geraͤuſche dieſer är 11 Welt; 66 9 1 ſkensn. 6 ———— 320 Welt; bald kaͤmpft in ſei⸗ nem eignen Herzen ein Feino, der oͤfter ſiegt als faͤllt; bald ſinkt er durch des Naͤchſten Schuld in Kummer und in Unge⸗ duld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laſter oͤfters gluͤcklich iſt, wo man den Gluͤcklichen be⸗ neidet, und des Bekuͤm⸗ merten vergißt: hier kan der Menſch nie frey von Pein, nie frey von eig⸗ ner Schwachheit ſeyn. 5. Hier ſuch ichs nur; dort werd ichs finden. Dort werd ich, heilig und verklaͤrt, der Tugend ganzen Werth empfin⸗ den, den unausſprechlich großen Werth; den Gott der Liebe werd ich ſehn, ihn lieben, ewig ihn er⸗ hoͤhn. 6. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel ſah; das wunderbar und hei⸗ lig nennen, was uner⸗ Zweyte Abtheilung. — forſchlich hier geſchah. Da denkt mein Geiſt mit Preis und Oank die Schickung im Zuſam⸗ menhang. 7. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, ſich of⸗ fenbart, ein Heilig, Hei⸗ lig, Heilig ſingen dem, der fuͤr mich getoͤdtet ward; und aller Himmel ſelges Heer jauchzt ihm einſtimmig Preis uͤnd Ehr. 8. Da werd ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig ſehn, das nie geſtoͤrte Gluͤck erfahren, mit Frommen ſtets fromm umzugehn. ihr Heil mein Heil, mein Gluͤck ihr Gluͤck. 9. Da werd ich dankvoll dem begegnen, der Gottes⸗ Weg mich gehen hieß, ihn mit entzuͤckter Ruͤh⸗ rung ſegnen, daß er mir ihn ſo treulich wies; da ihn ſo treulich wie Ind, d m Da wird durch jeden Augenblick 11 . s ſich ddo uf 1 D * its. uI ſuit ſes ſſe 1r Ll die hetet 1ir ſma 11 z, es ſeſe Vo t ſeeſer ſnitd 7 ffeub 2 ſend t2 gkeit ir gat ch Mii NMl tuſt ligſe Erb 2i h hei dan 11 Na 3. ſoblic 6 nmer 1 diſcht 1 ran dameirn dils hre drc Sdiemn IIN ähan Adi Weden unge d, „ S 4 u, 4 n ſa halac 29 den e N ſir an Kun drh. 0 rieti las a fmm ujmnt ns e. tin Ad 4 1e dne St i Uon dl 1 ——— e Jnnn. jert. uni V da lebalm b 44 jül Ve * — z find ich in des Höchſten Hand den Freund, den 6 ich auf Erden fand. 10. Da ruft, omoͤgte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Selger zu: WHeil ſey dir! denn du haſt mein Leben, die Seele Amir gerettet, du! O Gott, kwie muß dis Gluͤck er⸗ freun, der Retter einer Seele ſeyn! 11. Was ſeyd ihr, Lei⸗ den dieſer Erden, vergli⸗ hen mit der Herrlichkeit, die offenbart an uns ſoll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, hvie gar nichts gegen ſie iſt doch ein Augenblick h voll Muͤh! 288. Mel. Wachet auf, eruft uns die St. Selig ſind des Himmels . Erben, die Todten, adie im Herren ſterben ſie ngehen ein zur Herrlich⸗ gkeit. Nach den letzten Augenblicken des Todes⸗ ſſchlummers folgt Entzuͤ⸗ Vcken und Wonne der Un⸗ Von der ewigen Seligkeit. Gott! 5—— ſterblichkeit. Im Frieden ruhen ſie von aller Sorg und Muͤh. Gelobt ſey Vor ſeinem Thron, zu ſeinem Sohn, begleiten ihre Werke ſie. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre werd ihm durch aller Himmel Choͤre gebracht, dem Heiland, unſerm Herrn. Nun, nun ſind ſie einge⸗ gangen zum Heil, nach dem ſie weinend rangen, nun ſehn ſie es nicht mehr von fern. Nun weinen ſie nicht mehr; der Tod iſt nun nicht mehr! Ge⸗ lobt ſey Gott! Er ſank hinab, wie wir ins Grab; er gieng zu Gott, wir folgen ihm! 289. In voriger Melodie. Jeſus kommt, von allem — Boͤſen, uns, ſeine Chriſten, zu erloͤſen; er kommt mit Macht und Herrlichkeit. Dann, an ſeinem groſſen Tage ver⸗ wandelt ſich der Fromen Klage in ewige Zufrie⸗ 1 8 den⸗ 4 ——— — ☛ 6 —— eAree 322 denheit. Sey froͤlich, Volk des Herrn! Er kommt, er iſt nicht fern, dein Erretter. Dein Schmerz iſt kaum ein Morgentraum, auf ihn folgt ewig ſichres Heil. 2. Augenblicke dieſer Leiden! was ſeyd ihr ge⸗ gen jene Freuden der unbegraͤnzten Ewigkeit? Seht die Kron am Ziele prangen, und kaͤmpft und ringt, ſie zu erlangen, wie ihr dazu berufen ſeyd; euch haͤlt in eurem cauf kein Schmerz des Lebens auf. Ueberwin⸗ der! das Ziel iſt nah. Bald ſeyd ihr da, und eure Leiden ſind nicht mehr. 1 3. Der ſich euch zum Volk erwaͤhlet, der eure Thraͤnen alle zaͤhlet, ſtritt auch mit unerſchoͤpftem Muth. Wie hat Jeſus nicht gerungen! wie tief war er von Angſt durch⸗ drungen! wie ſeufzt' er laut! wie floß ſein Blut! weyte A btheilung. Doch ſahn die Feinde nicht auf ſeinem Ange⸗ ſicht bange Schrecken. Geſtaͤrkt durch Gott, daͤmpft er den Tod; da jauchzten alle Himmel ihm. 4. Wohl uns, wenn wir mit ihm leiden! dann erndten wir davon auch Freuden mit ihm, dem Ueberwinder ein. Laßt uns kaͤmpfen, laßt uns ringen, mit unſerm Haupt hindurch zu drin⸗ gen, und ſeines Himmels werth zu ſeyn. Der Huͤlf uns ſchafft, iſt er; ſein großer Nam iſt, Herr, unſre Staͤrke! Die ihm vertraun, die werden ſchaun, welch eine feſte Burg er iſt. 5. Ja, du kommſt, von allem Boöſen uns, deine Chriſten, zu erloͤſen; deß ſind wir froh, und danken dir. Auch in noch ſo truͤ⸗ ben Tagen ſoll unſer Herz doch nicht verzagen, auf deine Zukunft hoffen wir. Wir ——— AS n» ☛ W ——— wnſ* — — — — —) — — ‿— B——— dAe — ☛☚ — ηCù:— — — — — L = — = 6. ma e eha e Weerwſde ktuj we mi aes, ägen, R d gauttieäon Ara w udſe 3 Kutuſeh. erdis m ſhft, LT , WſtSb nit etuun, N zan, dc —F= —2——— Von de Wir wiſſen, wer du biſt; wir traun dir, Jeſu Chriſt, und ſind ſtille. Wenn gleich die Welt in Truͤmmern faͤllt, biſt du's, der uns allmaͤchtig haͤlt. 290. M. Freu dich ſehr, o meine Seele. Treue dich, o meine See⸗ ſe! Ewig ſollſt du ſelig ſeyn; Gotte ich dich befehle, ſollſt du dich auf immer freun. Aus der Truͤbſal dieſer Zeit fuͤhrt er dich zur Herrlichkeit, zu dem Throne ſeines Sohnes, zum Genuſſe ſeines Lohnes. 2. Dank ihm fuͤr dein Pilgerleben. Wie viel Gutes hat er ſchon dir in dieſer Welt gegeben; und wie groß iſt dort dein Lohn! O wie herrlich! wenn du Gott auch im Kummer, auch in Noth feſt vertrauſt, getreu ihm bleibeſt, und ſein Werk nie laͤſſig treibeſt. u 2 5 „dem r ewigen Seligkeit. 3. Reine, ganz voll⸗ kommne Freuden ſchme⸗ cken hier die Frommen nicht; dennoch ſind ſie auch imLeiden ruhig und voll Zuverſicht. Ihres Glaubens Laͤuterung iſt die Frucht der Zuͤchti⸗ gung. Alle Dinge muͤſſen ihnen endlich doch zum Beſten dienen. 4. Sey bey allen deinen Sorgen Gottes Willen unterthan. Bricht doch auch ein heitrer Morgen auf die laͤngſte Nacht einſt an. Endlich ruht der Wandrer aus, und ſein vaͤterliches Haus troͤſtet nach den Pilgerleiden ihn mit tauſend ſuͤßen Freuden. 5. Ringe, dich von allen Suͤnden loszureißen, und die Welt, und dich ſelbſt zu uͤberwinden; liebe nur, was Gott gefaͤllt. Schmuͤcke dich mit Tu⸗ gend; ſey Gott bis in den Tod getreu, um, er⸗ ſcheint die Zeit zu * 2 ſterben, ——— 324 erben. 6. Jeſu, den ich hier bekenne, gib, daß weder Luſt noch Schmerz mich von deiner Liebe trenne. Wo mein Schatz iſt, ſey mein Herz! Mache du mich ſelbſt bereit zu dem Gluͤck der Ewigkeit. Ich, von dir erloͤſt zum Leben, will mich ewig dir erge⸗ ben. 7. In des Todes bittern (Stnnden ſollſt du meine Zuflucht ſeyn; liebevoll mit dir verbunden will ſich deiner Huld mich Vfreun. Ja, du wirſt mit treuer Hand in mein himmliſch Vaterland dann auch meine Seele (fuühren, um mit dir zu rriumphiren. 8. Sie, zu deiner Wonn erhoben, wird mit neuen Kraͤften ſich ewig uben, dich zu loben, ewig, Gott ſein Heiland, dich; icher, daß ihr Leib der⸗ einſt, wenn du zum Ge⸗ Zweyte Abtheilung. ſeines Sohnes Reich zu „»—— richt erſcheinſt, auferwe⸗ cket aus der Erde, auch, wie ſie, verherrlicht werde. 9. Darum freue dich, o Seele! Himmelsfreuden ſind einſt dein. Gott, dem ich dich anbefehle, wird ſie dir gewis ver⸗ leihn. Kurz ſind Leiden dieſer Zeit; ewig waͤhrt die Herrlichkeit, dazu dich in jenem Leben dein Ver⸗ gelter wird erheben. 291. M. Was mein Gott will, das. ein Gott, erſchaffen haſt du mich zum ewgen Freudenleben. O mögte doch mit Inn⸗ brunſt ſich mein Herz da⸗ hin erheben! wo volles Heil dem wird zu Theil, der hier dich treu vereh⸗ ret; wo alles Leid der Pruͤfungszeit in Wonne ſich verkehret. 2. Wenn dieſes Lebens Laſt mich druͤckt, weß ſoll ich dann mich troͤſten? Die Hoffnung iſts, die mich 5 it M iiner In, wiſe ſ rii t iff 5Gl ſeebe n nun kämy 6. Eo alle auf Gli allen dam lben bte br 15 He fde tinge dwi detd zu ſeyn und, frey von Von der ewigen Seligkeit. ———— ——— ꝛM ſc 8 4 t„. 0 †. 1„ 2 3 1 dä us. mich erquickt, einſt auch ſchon mein! o ſchmeckt ich iſ, aß mit den Erlöſten bey dir ſchon die Freuden, daran ſich droben, frey von Pein, bewaͤhrte Fromme weiden! Zeit, mein Geiſt, erfreut, doch mit Geduld, entge⸗ gen! Herr, ſteh mir bey, im Guten treu, den Lauf zuruͤck zu legen. Mel. Die Zeit iſt nunmehr nah. uſt naht ſich mir die telkeit auf ewig nun ent⸗ nommen, mit allen dei⸗ nen Frommen, Herr Jeſu, von der Erde zu dir mich ſchwingen werde. 2. Ja, Herr, ich traue dir. Dein Wort haͤltſt uu Du wirſt mich dem Gluͤck der Ewigkeit allem Jammer, und ſelbſt vor allen Dingen trach⸗ der Grabeskammer, du aſt es 3. Wie wohl wirds dañ u« mir gehn! wenn in des Himmels Höͤhn, entla⸗ „ Nas. Pein, in Ewigkeit zu le⸗ „Ee,g ben. Sollt ich denn hier ſt sh nicht mit Begier nach da h ſolcher Hoffnung ſtreben? mriſeN a 3. Was ſtaͤrkt mein Herz d,lin zn mit Muth und Kraft in ſaaen deiner Furcht zu wan⸗ unh h deln, und auch alsdann 292, mm n gewiſſenhaft,wenn Welt⸗ enn kuſt reitzt, zu handeln? Ei n 1„ Ein oͤftrer Blick auf je⸗ 1 a a nes Gluͤck des wonnevol⸗ rl gudh len Lebens; richt ich da⸗ un ln hin nur meinen Sinn, a ſo kaͤmpf ich nicht verge⸗ iaanaht, N bens. n 4. So gib denn, daß miſh’ u ich allezeit vorzuͤglich nat darauf achte, und nach auch mir. dm G 0 gier do h te; damit ich treu im h gfimaeh Glauben ſey, der Tugend⸗ mit ig, fruchte bringet. Denn reißen. Bm ewges Heil wird nur zu Theil dem, der nach T in 8 gend ringet. 5. O waͤre dieſes Heil fe ſtet von Beſchwerde X 2 84 Sieh dieſer⸗ Zeit, da ich, der Ei⸗ mir verheißen, maͤchtger Hand ente ich dich ———— — 3 „ 4 7„ A — ₰ 326 dich dann ſehen werde, dich, der du mir zum Le⸗ ben dich in den Tod ge⸗ geben. 4. Dann werd ich hoch⸗ erfreut, Herr, deine Herr⸗ lichkeit mit eignen Augen ſchauen; und du wirſt mein Vertrauen zu dir dann ganz erfuͤllen, ganz meine Thraͤnen ſtillen. 5. Wie ſtrahlt im hei⸗ tern Licht mir dann dein Angeſicht! Wie wird ſich mit Entzuͤcken an deinen Gnadenblicken in unnen⸗ baren Freuden mein gan⸗ zes Herz dann weiden! 6. Und welche hohe Luſt erfuͤllet meine Bruſt, wenn ich nun, mir zur Ehre, aus deinem Munde hoͤre: nimm, nach ſo manchem Leide, nun Theil an meiner Freude. 7. O Herr, mein beſtes Gut! zu welchem frohem Muth, zu welchem ſelgen Leben wirſt du mich einſt erheben! Hier iſt nicht ſeines gleichen; kein Siñ kanns hier erreichen. Zweyte Abtheilung. —— 8. Was iſt, betrogne Welt, was iſt dein Gut und Geld doch gegen jene Guͤter, womit mein Hirt und Huͤter mich, ewig zu erquicken, im Himmel wird begluͤcken. 9. Dort iſt der Wonne Land; dort oͤffnet Gottes Hand mir ſeiner Freuden Fülle; dort wohnen Ruh und Stille; dort iſt kein Kreutz und Leiden, kein Tod, kein bittres Scheiden. 10. Doch wer vermag es hier, die Wonne, die bey dir einſt deine Freun⸗ de finden, o Heiland, zu ergruͤnden? Hier laͤßt fichs nicht begreiffen, wie ſie ſich dort wird haͤufen. 11. O waͤre ſie ſchon mein! Wie wuüͤrd ich, Herr, mich freun! Wie froh mich mit den Schaa⸗ ren, die ſchon dis Gluͤck erfahren, nach ganz ge⸗ ſtilltem Weinen, zu dei⸗ nem Preis vereinen. 12. Doch du weiſt deine Zeit. und Nacht es lernt! iſt der Suͤnder, der ſein Bach ein Baum von ſei⸗ Wind zerſtreut., ——— ——— — — Von der ewigen Seligkeit. 327 Zeit. Mir ziemts nur, verleih, daß deine Lieb l ſtets bereit vor dir, o und Treu mich taͤglich Herr, zu ſtehen, und ſo dazu wecke; daß mich der auf dich zu ſehen, daß ich Tag nicht ſchrecke, da du in deiner Liebe je mehr zum Troſt der Deinen ſo und mehr mich uübe. herrlich wirſt erſcheinen. 13. Dis gib mir und Dritte Abtheilung. — 5 Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt. 293. Mel. Nun ſich der nem Segen ſchwillt, ſich Tag geendet. hebt und einen weitern Jophl, wohl dem Men⸗ Raum mit ſeinen Wi⸗ ſchen, der dem Rath pfeln fuͤllt. der Frevler ſich entzieht; 4. Er traͤgt, wenn ſeine dem Menſchen, der den Zeit kommt, Frucht, und krummen Pfad der Ue⸗ bleibet immer grun; er⸗ bertreter flieht. quicket den, der Schatten 2. Der, wo der Gott⸗ ſucht: der Wandrer ſege heit Spoͤtter lacht, die net ihn! fromme Seel entfernt; 5. Das iſt derßFromme! ſtch Gottes Recht zur Was er macht, geraͤth Freude macht, und Tag ihm, und gedeiht: Staub 3. Er gruͤnet, wie am lacht, Spreu, die der X 4 6.7 — 3²8 6. Der, der ſich gegen Gott empoͤrt, beſteht nicht im Gericht; in der Gemeine die Gott ehrt, bleibt der Verbrecher nicht. 7. Dir, Hoͤchſter, dir gefaͤllt die Bahn, die der Gerechte geht: du ſchauſt im Zorn den Suͤnder an, des Suͤnders Weg ver⸗ geht. 294. Mel. Wer nur den lieben Gott. zib, daß ich deines — Sohnes Lehre, mein Gott, von Herzen folg⸗ ſam ſey, und kindlich dich nach ihr verehre, entfernt von aller Heucheley. Zu meinem Heil, und deinem Ruhm, hilf mir zum wahren Chriſtenthum. 2. Entreiß mein Herz der Luſt der Erde, daß ich, der ich unſterblich bin, zu deinem Bild er⸗ neuert werde, und gibmir meines JeſuSinn. Denn wer davon entfernt noch iſt, der iſt nicht ſein, der iſt kein Chriſt. —— 4 Dritte Abth eilung. 3. Drum lenk, o Vater, meine Seele zur tiefen Ehrfurcht vor dir hin, daß ich, was du willſt, nur erwaͤhle, und mir es rechne zum Gewinn, wenn ich das flieh, was dir misfaͤllt, gefiel es auch der ganzen Welt. 4. Gib mir zum Kam⸗ pfe Muth und Kraͤfte, daß ich den Luͤſten wider⸗ ſteh, und in dem Heili⸗ gungsgeſchaͤfte beſtaͤndig immer weiter geh; daß ich, ſtets mehr von Feh⸗ lern frey, im Herzen im⸗ mer reiner ſey. 5. Mach in mir Glau⸗ hen, Hoffnung, Liebe recht feſt, damit ich, dir getreu, in dem, was chriſtlich iſt, mich uͤbe, und reich an guten Wer⸗ ken ſey; an Werken, die dein Beyfall ehrt, und der Belohnung Werth erklaͤrt. 6. So hab ich ſchon auf dieſer Erde, was mich beruhigt und erfreut; ſo komm — * ☛— -ͤ 32 —. 1„ 6„ 7 k 9* 6X 1 v. — 2 9 1 1 1 1 4 1 had n n— Feinden gern auch ihre Schuld erlaſſe, und gleich komm ich, wenn ich ſter⸗ ben werde, zu deines Himmels Herrlichkeit, und erndte da, voll deines — 4 geſtunt dir, meinem Herrn, ſie nie verfolg und haſſe. „Glauben ſich, mein Gott, Ruhms, die reife Frucht durch deines WortesLeh⸗ des Chriſtenthums. ren ſtets vermehren, auch 295. In bekannter Mel. in Gefahr und Spott Cech ruf zu dir, Herr Jeſu dich freudig zu verehren. — Chriſt! Der du der 4. Laß weder Furcht Deinen Klagen vernimſt, noch Luſt von dir mich, und gern ihr Helfer biſt; weil ich lebe, ſcheiden. laß mich nie muthlos za⸗ gen. Gib, daß, im wah⸗ ren Glauben treu, ich dir mich ganz ergebe, dich erhebe, dem Naͤchſten nützlich ſey, nach deinem Worte lebe. 2. Vor eitler Selbſtge⸗ faͤlligkeit bewahre meine Seele, damit ich nicht aus Sicherheit mein wahres Heil verfehle. Gib, daß ich meine Zu⸗ verſicht auf dich nur möge bauen, dir ver⸗ trauen, auf meine Kraͤfte nicht; um ewig dich zu ſchauen. 3. Hilf, daß ich meinen mir im Gluͤck und auch im Leiden! Werken reich, werd ich ben, ſelig ſterben, ob ſie gleich nichts fuͤr mich verdienen noch erwerben. 5. Ich ſtreit und will dein Juͤnger ſeyn; hilf, o Herr Chriſt, mir Schwachen! Auf dich verlaß ich mich allein; du kannſt mich ſtaͤrker machen. Wenn Sunde mich verſucht, will ich doch nimmer dich verlaſ⸗ ſen, will ſie haſſen. Du wirſt, du kannſt auch nicht verlaſen. 296. —— ——— ——— Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt.. Laß meinen Beſtaͤndigkeit verleihe An guten. dann deinen Himmel et⸗ mich, mein Heiland 6 330 4 —— Dritte Abtheilung. 206. Mel. So wahr ich ſchwach, vergroͤſſert ſeine lebe, ſpricht dein. Kraͤfte ſich, und traut auf n r Der Hang zum Böſen ſich mehr als auf dich; hann wohnt in mir! Auch verſchmaͤht die Feinde, ſeiſèi 4 da ich ſchon, mein Gott, die ihm draͤun, wird traͤg—. 3 mvon dir geheiligt bin, und laß und ſchlummert, n verſucht er mich zu Suͤn⸗ ein. 14 bal den noch, und ſtaͤrket ſich 5. Und o wie nah iſt au ſin durch Leidenſchaft und dann ſein Fall, wenn er a itot Sii8nnlichkeit, zu thun, verſuchet uͤberall, von 8 ſand lwas dein Geſetz verbeut. auſſenher und durch ſein ie We 2, Ich ſehs, die Tugend, Herz, mit Luſt, Gewinn, ni ri GSpott, iſt ſchoͤn; ich will und Furcht und Schmerz 2iund auch ihre Bahn nur nun kampfen ſoll; wie a at 4 gehn, betrete ſie voll Luſt leicht, wie leicht verliert 3 und Muth; gewis, daß, er alle Kraft, und weicht! bitt ver nicht Sunde thut, 6. Ich fühle meine ſant mund ſeine Pflichten nicht Schwachheit, Gott, anſſ, Wvergißt, hier ruhig und Mich ſchrecken leicht Ge⸗- u ſl Weinſt ſelig iſt. fahr und Spott; Zer⸗ e ſlgi 3. Doch oft erwacht in ſtreuung und Vermeſſen⸗ un abt mmeiner Bruft die unter⸗ heit; des Beyſpiels Reit, iin druͤckte boͤſe Luſt, und lo⸗ die Weichlichkeit, ein ßewe ccet mich zur Sicherheit ſtark Gefuͤhl fuͤr Luſt und. ß musrd eiteln Selbſtgefällig⸗ Schmerz, wie leicht ver⸗„n ſeeit; gelingt es ihr, ſo derben die das Herz! e. glaub ich dan auch leicht, 7. Wer kaun mir bey⸗ 8 lin Wdaß ich nicht fallen kann. ſtehn? Du allein ſollſt 4. Dann bin ich bald meine Hülf und Staͤrke p verfuͤhrt; denn ach! wer ſeyn! Laß meine ſtolz und ſicher wird, iſt Schwachheit immer mir vor Krſtit daſen ſich wen duch varſönas Gett Mſda 1di, aw luu 8 SA eth„ 11as lit Nrfbe deas alſengang U ndg Gn w'arc. 1 um üinhſ rederi bäe ke s, Ri rabeguf dete d 99 n ne Strah it u gii ſnt dör m aadtedturt 1” n ttes — 4 Vch ewifGü nasönen, 4 zdi „Vei 33 . h e ſng 4 7 . 15 1 1 Hl 1 4 2 1sat N Vom chriſtlichen vor Augen ſtehn, daß ich b von dir nie weiche, daß ich ſtandhaft ſey, dir bis zum Tode ſelbſt getreu. 8. Dann kommt die * Zeit, wo, Herr, von dir der Hang zum Boͤſen Iganz in mir vertilgt und Hausgerottet wird, wo nie Verſtand und Herz mehr irrt! Wie heilig werd ich dann, wie rein! wie herr⸗ (lich, und wie ſelig ſeyn! 297. In bekannt. Melod. t Gott, du frommer Gott du Geber aller Gaben! der alles ſchafft, was iſt, von dem wir alles haben: des Leibes „Wohl gib mir, doch Tu⸗ dgend gib dabey; daß un⸗ befleckt mein Herz; rein das Gewiſſen ſey. u1. 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebuhret, wozu mich dein Befehl in meinem Stan⸗ de führet; gib, daß ichs — Leben uͤberhaupt. 331 3. Hilf, daß ich rede ſtets, womit ich kann be⸗ ſtehen, laß kein unnutzes Wort aus meinem Munde gehen; und wenu die Pflicht geheut zu re⸗ den, ſo verleih, daß, frey von Menſchenfurcht, mein Wort die Wahrheit ſey. 4. Wenn mirGefahren drohn, ſo laß mich nicht verzagen, gib einen fe ſten Muth, und Troſt im Leidenstagen. ODurchh Sanftmuth lehre mich beſiegen meinen Feind. Und wenn ich Rath be⸗ darf, gib einen weiſen Freund. 5. Laß mich mit Jeder. mann in Fried und Freundſchaft leben, ſo weit es chriſtlich iſt; willſt du mir etwas geben zu dieſes Lebens Gluͤck, ſo gib, daß dennoch frey vom Hang zu dieſer Welt des Herzens Neigung ſey. 6. Soll ich mein Leben hier zu hohen Jahren brin⸗ thue recht, und auch zur rechten Zeit: dann hoff' ich, daß durch dich mir all mein Thun gedeiht. — ——ü — 332 bringen, und unter Laſt und Muͤh hindurch ins Alter dringen: ſo gib Ge⸗ duld, und Kraft der Welt noch nuͤtz zu ſeyn, und auch im Alter noch des Lebens mich zu freun; 7. Doch mehr der Ewig⸗ keit! Und wenn ich nun abſcheide, ſo ſeys auf Chriſti Tod, ein Gang zu deiner Freude fuͤr den erloͤſten Geiſt. Hilf in der Sterbensnoth, und gib dem Glauben Kraft zum letzten Sieg im Tod. 8. Im Grabe ruh der Leib zum Auferſtehungs⸗ kage; dann laß unſterb⸗ lich ihn, entnommen aller Plage, mit Himmels⸗ glanz umſtrahlt, erwa⸗ chen, auferſtehn, und, mmit dem Geiſt vereint, zur Herrlichkeit eingehn. 298. Mel. Ich dank dir ſchon durch. O Heiligſter, wen neüſt du dein, und wen willſt du belohnen? Wer wird ſich ewig deiner Dritte Abtheilung. ꝑ freun, und ewig bey dir wohnen? 2. Der heilig vor dir lebt und thut, was dein Geſetz ihn lehret; der, deſſen Herz iſt rein und gut, und ſich vom Unrecht kehret; 3. Der treu die Wahr⸗ heit liebt, und nicht mit ſeiner Zunge luget; der nie von Andern lieblos ſpricht, nie laͤſtert und betruͤget; 4. Der den Geringern nicht verſchmaͤht, mit Fleiß ihn nie betruͤbet; den graden Weg in allem geht, und alle Menſchen liebet.. 5. Der Laſter haßt und ihnen flucht, flieht, die Gott widerſtreben; die ſchaͤtzt und ihre Freund⸗ ſchaft ſucht, die vor ihm heilig leben; 6. Der, was er ſchwur, ſtets heilig haͤlt, und nie unredlich ſchwoͤret; der alles, was er zuſagt, haͤlt, auch dann, wenn er nicht ſchwoͤret;. 1A o Miſch —— Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt. 333 v. Der nie mit Wucher Herr, meine Pflicht mit Geld verleiht, ders leihet Vorſatz je verletzen; der „eguit Erbarmen; der dem Seele Heil, mein beſtes enVerlaßnen Hulfe beut, Theil, laß mich nach en gind niemals draͤngt den Wurden ſchaͤtzen. 2 3.Mein Gott, ich bitte üuürmen. a 8. Wer das thut, den, dich, verleih mir einen en nent Gott ſein, den, feſten Glauben, der ſtand⸗ haft, treu und thaͤtig gen will er belohnen; der ſey, und laß mir den ftin P'ird ſich ewig ſeiner a Feun, und ewig bey ihm nichts rauben. Gib, daß V wohnen. ich mich allzeit auf dich und auf dein Wort ver⸗ Da , 190. Mel. Durch Adams 3 laſſe, und in der Noth, ja ſelbſt im Tod dein Heil n. Fall iſt. gekroſt umfaſſe. 4 2* wrn.) Herr, mein Gott, 4. Hilf mir, der ich er⸗ löſet bin, daß ich den verleihe mir, daß ich dich begehre, mein anzes Gluͤck nur ſuch in ar, und dich allein ver⸗ Heiland liebe, und bilde Kan g, Tyre; daß ich in Noth mich nach ſeinem Sinn; 7 ch meinen Gott und gib, daß ich ſtets mich uͤbe; auf ihn zu ſehn, ihm nachzugehn, mich ſeiner nicht zu ſchaͤmen, und Vater glaubig nenne; gern wie er, ſeys noch ſo bhrſc 14411ur nh thh N. N nan an Niß nicht die Zeit, nicht t rde treud und Leid mich je⸗ tm als von dir trenne. iw 2. Erfulle mich mit ſchwer, mein Kreutz auf en ahrer Reu, wenn ich mich zu nehmen. r, ſich, Gott, betruͤbe; gib, 5. Laß niemals Stolz aß ich alles Böſe ſcheu, 1 und ſtets das Gute liebe. 60Naß mich doch nicht, 1 und Eitelkeit mein ſchwaches Herz regieren; nie Haß und Zorn und Bit⸗ — ——J— 2 —— — — — — 334 Bitterkeit zur Rache mich verfuͤhren. Dein Wort gebeut Verſoͤhn⸗ lichkeit, verdammt der Rachſucht Triebe; gib, daß den Feind, ſo wie den Freund, mein Herz auf⸗ richtig liebe. 6. Nach vielem Reich⸗ thum, Gut und Geld, Herr, laß mich ja nicht trachten; laß mich die Ehren dieſer Welt fuͤr eitle Schatten achten; und nie, auf Pracht und Ruhm bedacht, nach bei⸗ den aͤngſtlich ſtreben; laß mich vielmehr zu deiner Ehr in wahrer Demuth leben. v. Gib, daß ich Trug und Heucheley mit aller Sorgfalt fliehe, und nim⸗ mer mich durch Gleisne⸗ rey um Menſchengunſt bemuͤhe. Laß Ja und Nein mir heilig ſeyn; laß mich nie lieblos richten; und Zank und Streit mit Freundlichkeit, mit Lieb und Sanftmuth ſchlichten. Dritte Abtheilung. — 8. Zur unbefleckten Rei⸗ nigkeit, Herr, lenke mein Gemuͤthe, daß ich in die⸗ ſer Pruͤfungszeit vor boͤ⸗ ſer Luſt mich huͤte. Der Luͤgen Feind, der Wahr⸗ heit Freund, laß mich aufrichtig wandeln, und jederzeit nach Billigkeit mit meinem Naͤchſten handeln. 9. Gib, daß ich ſtets den † Muͤßiggang ſamt aller Traͤgheit fliehe; daß ich der Welt mein Lebenlang zu nuͤtzen, mich bemuͤhe. Laß meinen Fleiß zu dei⸗ nem Preis, o Gott, mir wohlgelingen; und ſeg⸗ neſt du das, was ich thu: ſo laß mich dir lobſingen. 10. Ach gib mir deinen guten Geiſt, daß er mich ſtets regiere, und mich, wie es deih Wort ver⸗ heiſt, auf deinen Wegen fuͤhre: ſo wird mein Herz in Freud und Schmerz dir zu gefallen ſtreben, und du wirſt mir, Gott, einſt bey dir den Lohn der Treue geben. 300. an per Ftel A 1uc N 300. Mel. JEſus, meine Zuverſicht. und ihren Witz vergöt⸗ tern. Was vermag der Laͤſtrer Spott wider Je⸗ ſum, wider Gott? 5. Was vermag er, tobt er gleich, wider dich und deinen Glauben? Hottes Beyfall, Gottes Reich kann doch keine Macht dir rauben. Halte dich an dem nur ſeſt, der die Seinen nie verlaͤßt. 6. Welchen Kampf hat nicht dein Herr fuͤr dein ewges Heil geſtritten? Jene Schaar der Maͤrty⸗ rer, was hat die fuͤr ihn gelitten! Schmach und Martern, ſelbſt den Tod litten ſie getroſt fuͤr Gott. 7. Und der Spötter Witz und Hohn koͤnnte je dein Herz verfuͤhren? deinen Antheil an dem Lohn deines Glaubens zu verlieren? Nein, o Chriſt! nein, wanke nie; fleh um Rettung auch fuͤr ſie! 8. Sey getreu bis in ſich den Tod; denn du glau⸗ beſt b Sanft,o Chriſt, iſt Jeſu „nh= Joch; und was kann g bey ihm uns fehlen? O (wie ſelig ſind wir doch durch den Retter unſrer „Seelen! Welche Wonn und Herrlichkeit wartet unſrer nach der Zeit! 2. Freue deines Glau⸗ hhbens dich, deines Gottes, ha gſeines Sohnes! deine dn„Seele ruhme ſich ihrer dn Hoffnung, ſeines Lohnes, euu, dooller Muth und unver⸗ inag htellt, freudig vor der dadn lanzen Welt. u 3 Hat gleich ſein Be⸗ unh enntniß hier ſeineLeiden n and Beſchwerden: den⸗ 1 1 zoch ſey ihm treu; denn 19 H'ir ſollen ewge Freuden au verden. Was iſt gegen ah golch ein Gluͤck dieſes ut n'ebens Augenblick? „7.4-· Schaͤme ſeines „Worts dich nie vor den Frevlern, vor den Spöt⸗ Wgern; wenn ſie ihn ver⸗ 5 chmäͤhn, wenn ſie 11 —— Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt ——— 3——— — 336 beſt nicht vergebens. Nach dem Tode fuͤhrt dich Gott zu der Wonne jenes Lebens. Und nach einem kurzen Streit kroͤnt dich ſeine Herr⸗ lichkeit. 301. M. Freu dich ſehr, o meine Seele. ommt und laßt den eur euch lehren! Kommt und lernet allzu⸗ mal, welche die ſind, die gehoͤren zu der rechten Chriſten Zahl! Die im Glauben feſt beſtehn, freudig Gottes Wege gehn, und den Heiland frey bekennen: duͤrfen ſich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in De⸗ muth lebet, Schwachheit nie ver⸗ gißt, nie ſich ſelbſt mit Stolz erhebet, wenn er groß und gluͤcklich iſt. Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Him⸗ melreich iſt ſein; wird dort zu Ehren ſe⸗ tzen, die ſich hier geringe Ruhm vermehrt. Gott — wird ſchaͤtzen. Dritte Abtheilung. ſeine Gott Hers ——„ 2 ———.— 24 Selig iſt, wer ſeine Suͤnde wehmuthsvoll vor Gott bereut, und, damit er Gnade finde, ſich vor neuen Suͤnden ſcheut. Gott will ihm die Schuld verzeihn, Kraft zum Guten ihm verleihn, und er ſoll ſchon hier auf Erden, und auch dort getroͤſtet werden. 4. Selig iſt, wer Sanft⸗ muth uͤbet, ſeinem Feinde niemals flucht, ſeine Feh⸗ ler ihm vergiebet, nie ſich ſelbſt zu raͤchen fucht, ru⸗ hig ſeine Pflicht voll⸗ bringt, und ſein eigen Herz bezwingt. Gott wird ſelbſt ſich ſein an⸗ nehmen, daß ſich ſeine Feinde ſchaͤmen. 5. Selig, die mit Ernſt verlangen, rechtgeſinnt und fromm zu ſeyn; die feſt an dem Guten han⸗ gen, und ſich ganz der Tugend weihn; deren nichts mehr be⸗ gehrt, als was Gottes ſe ſih ₰ und E hphſch Sel †½ Nem (li en ihan: eeeia; b in der. „ a. 9 dSin wird ihr Verlangen ſtil⸗ 4 —————— Antlitz ſehen. Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt.„ Gluͤck zerſtoͤhrt, ſie die len und den frommen Pflicht der Eintracht * Wunſch erfuͤllen. lehrt. Die des Friedens 6. Selig, wer der Noth ſich befleißen, werden des Armen niemals fuͤhl⸗ Gottes Kinder heißen. Ilos ſich entzieht, ihm aus 9. Selig, die ums Gu⸗ zaͤrtlichem Erbarmen ten willen leiden und ſich Swohlzuthun ſich froh be⸗ deſſen freun; ſtandhaft muͤht, und, wenn er um ihre Pflicht erfuͤllen, und „Hülfe weint, ihm mit der Tugend Muh nicht Huͤlf und Troſt erſcheint, ſcheun: Gott ſteht ihnen Dieſer wird auch Huͤlf maͤchtig bey, und will ſie tempfangen, und Barm⸗ fuͤr ihre Treu einſt mit therzigkeit erlangen. Wonn und Siegeskro⸗ 7. Selig ſind, die ſich nen auf das herrlichſte emühen zuͤchtig, keuſch belohnen. und rein zu ſeyn; die der 19. HErr, du wolleſt Wolluſt Netze fliehen, ſelbſt mich leiten auf ge⸗ gund der Heiligkeit ſich rader Tugendbahn, daß 16 weihn. Die der Lockung ich wahrer Seligkeiten ſdieſer Welt, und dem, hier und dort mich freuen uwas dem Fleiſch gefaͤllt, kann. Gib, daß ich de⸗ treu und ſtandhaft wider⸗ muͤthig ſey, meine iſtehen, werden Gottes Schuld vor dir bereu, die Gerechtigkeit ſtets ) 3G. Selig, wer in Frie⸗ liebe, auch an Feinden oden lebet; wer die Ruh Sanftmuth uͤbe. AundEinigkeit zuerhalten 11. Daß ich Armen ſich beſtrebet, und, wenn helf und diene, immer „Feindſchaft, Haß und hab ein reines Herz, die „Streit ſeiney Bruͤder in Feindſchaft ſtehn, ver⸗ „ 2 fuͤhne, I 8 3 & 338 ſuͤhne, dir anhang in Freud und Schmerz. Vater, hilf von deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn, und durch deines Geiſtes Staͤrke mich befleiße guter Werke. Mel. O Gott, du frommer Gott. Mein Gott, ich heiß ein Chriſt. Ach moͤgte doch mein Leben dem, was der Name ſagt, Beweiß und Zeugniß ge⸗ ben! Wie Chriſtus ſeyn geſinnt, nur das iſt Chri⸗ ſtenthum; zu thun, wie Chriſtus that, das iſt des Chriſten Ruhm. 2* Drum gib du mir die Kraft, mich ernſtlich zu befleißen, ein wahrer Chriſt zu ſeyn, und nicht nur ſo zu heißen. Denn wer den Namen hat, und nicht die That zugleich, kommt warlich nimmer⸗ mehr zu dir ins Himmel⸗ reich. 302. ——— Dritte Abtpeitung, 303. Mel. Durch Adams Fall iſt. Oft klagt dein Herz, wie ſchwer es ſey, den Weg des Herrn zu wandeln, und taͤglich ſei⸗ nem Worte treu, zu denken und zu handeln. Wahr iſts, die Tugend koſtet Muͤh, ſie iſt der Sieg der Luͤſte; doch richte ſelbſt, was waͤre ſie, wenn ſie nicht kaͤm⸗ pfen muͤſte? 2. Die, welche ſich der Laſter freun, trift die kein Schmerz hienieden? Sie find die Selaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Luͤſte daͤmpft, hat oft auch ſeine Leiden: al⸗ lein der Schmerz, mit dem er kaͤmpft, verwan⸗ delt ſich in Freuden. 3. Des Laſters Bahn iſt anfangs zwar ein brei⸗ ter Weg durch Auen; al⸗ lein ſein Fortgang wird Gefahr, ſein Ende Nacht und Grauen. Der Tu⸗ gend 118g 8 P 6 dene zuft i le fkev den rürt t hote . bhott ti ſich 2 6, d dem A., a n T8 g NKſ Irh Ha Fr Ach de Wa 8 1 6 är s, fatie vaa u' dlter pen.e! änt un Jer Nel G Vd W W, do ſe pew ebar in wüe dtan, NMe,W w gteſte tſo Stneh te fh neE Abh nd R E. 4 blicken; doch weiter 1 fuͤhrt er endlich zum Entzuͤcken. 4. Nimm an, Gott haͤtt' wes uns vergönnt, nach unſers Fleiſches Willen, wenn Wolluſt, Neid und Zorn entbrennt, die Luͤſte ifrey zu ſtillen; nimm an„ Gott ließ den Undank zu, iden Frevel dich zu kraͤn⸗ ken, den Menſchenhaß: was wuͤrdeſt du von die⸗ ſſem Gotte denken? 1 F. Gott will, wir ſollen gluͤcklich ſeyn, drum gab ur uns Geſetze. Sie ſind ds, die das Heꝛz erfreun, ſie mind des Lebens Schaͤtze. er ſpricht zu uns durch wen Verſtand, er ſpricht urch das Gewiſſen, was avir Geſchöpfe ſei ner Hand fliehn, oder waͤh⸗ nen muſſen. 1 6. Ihn fuͤrchten, das iſt „Weisheit nur, und Frei⸗ neit iſts, ſie waͤhlen. Ein Thier folgt Feſſeln der Vom chriſtlichen 5317 97 3 g z gend Pfad iſt anfangs teil,laͤßt nichts als Muͤhe fort zum Heil, und Leben uͤberhaupt. Natur, ein Menſch dem Licht der Seelen. Was iſt des Geiſtes Eigen⸗ thum? Was ſein Beruf auf Erden? Die Tugend! Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig aͤhn⸗ lich werden. 7. Lern nur Geſchmack am Wort des Herrn und ſeiner Gnade finden, und uͤbe dich getreu und gern, dein Herz zu uͤberwinden. Wer Kraͤfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekom⸗ men; wer ſie nicht brau⸗ chet, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Du ſtreiteſt nicht durch eigne Kraft, drum muß es dir gelingen; Gott iſt es, welcher bey⸗ des ſchafft, das Wollen und Vollbringen. Wann gab ein Vater einen Stein dem Sohn, der Brodt begehrte? Bet oft, Gott muͤſte Gott nicht ſeyn, wenn er dich nicht erhoͤrte. 2 —* 340 9. Dich ſtaͤrket auf der Tugend Pfad das Bey⸗ ſpiel ſelger Geiſter; ihn zeigte dir, und ihn betrat dein Gott und Herr und Meiſter. Dich muͤſſe nie des Frechen Spott auf dieſem Pfade hindern; der wahre Ruhm iſt Ruhm bey Gott, und nicht bey Menſchenkin⸗ dern. 10. Sey ſtark, ſey maͤnnlich allezeit, tritt oft an deine Bahre; ver⸗ gleiche mit der Ewigkeit den Kampf ſo kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube haͤlt, wird neuen Muth dir geben; und Kraͤfte der zukuͤnftgen Welt, die werden ihn beleben. 11. Und endlich, Chriſt, Gott ſieht nicht auf die der Trieb zum Guten nie 16 That allein, er ſieht auch erkalte; hilf, daß ich im⸗ in int ——— Dritte Abtheilung. auf den Willen. Ein gottliches Verdienſt iſt dein! Dis muß dein Herze ſtillen. 304. Mel. O GOtt, du frommer GOtt. Mein Vater und mein Gott, du Herr von meinem Leben! der du dein heilſam Wort zur Richtſchnur mir gege⸗ ben: regiere doch mein Herz durch deinen guten Geiſt, daß ich dem folg⸗ ſam ſey, was es mich lehrt und heißt. 2. Verleih, daß ich zu⸗ erſt nach wahrer Weis⸗ heit trachte, und kein ver⸗ gaͤnglich Guk mehr, als⸗ es werth iſt, achte. Wer nach dem Ewigen mit weiſem Eifer ſtrebt, er⸗ 5 faͤhrt, daß er, zum Lohn, auch hier ſchon gluͤcklich lebt. mer 2 ftes nei — —xÿ — 3— en uͤberhaupt. 5³ Vom chriſtlichen Leb ta mer wach, im Kampf des 7. Will deine Hand ia m 3 Slaubens treu, und in mich hier aufrauheBege dn bn s der Hoffnung ſtark und leiten, ſo unterſtutze mich, 4 nudn feſt gegrundet ſey. wenn meine Tritte glei⸗ Iſen 3. 4. Gib, daß ich als ein ten; laß mich in aller ſerthes 3 1 2 Chriſt wie Chriſtus denk' Noth auf deine Huͤlfe u und handle, nach ſeiner baun, und auch, wenn 1 Lehre Sinn und ſeinem ſie verzeucht, dir doch ge⸗ n ſmmh 1 Vorbild wandle. Sein troſt vertraun. , un n ie T Geiſt regiere mich und§. Bereit' durch Tu⸗ tain Neſtnſen nicht der Geiſt der Welt, gend mich zu reinen En⸗ at ſo wandl' ich, Herr, vor gelfreuden; und wenn , wunthiem dir den Weg, der dir ich, gnug geuͤbt, von die⸗ „naitwis gefällt. ſer Welt ſoll ſcheiden: d, 5⸗ Hilf, daß ich dich, dann hilf mir Sterben⸗ eetme Amein Gott, von ganzer den, und deine ſichre tr 1 Nl Seele liebe, und Lieb und Hand fuͤhr aus der Pila Lein tuhn„Gutigkeit auch an dem gerſchaft mich in mein 1 ua Raͤchſten üͤbe. Laß ohne Vaterland. u wehloth„Uebermuth mich bey des 305. M. Was mein Gott mn rerhi Gluͤckes Schein, und will geſ. AmAohne Ungeduld in truͤben Hilf mir, mein Gott, ne„Tagen ſeyn. hilf daß nach dir von den unnh a 6. Nie muͤſſe ſich mein Herzen mich verlange: Wenu Herz des Fleiſches Luſt daß ich dich ſuche mit maieut n Fergeben, und nie dem Begier, und ſtandhaft n,„ſchnöden Geitz. Mein dir dir anhange. Verleih, 166, geweihtes Leben ſey von daß ich mit Freuden dich ulttni Betrug und Neid, von zu allen Zeiten finde; „i4te W Aunbarmherzigkeit, von drum gib forthin mire 12 16 ungerechtem Gut und auch den Sinn, zu mei⸗ ſſtoſzem Sinn befreyt. den alle Sunde. 2. 4. dt auf Na N NYer 26 6 „aufNAN L 16pt” 917Rc he TLIn ₰ ——ÿ—õÿ—— —— —— 2. Verleih, daß ich mit wahrer Reu mich deiner Gnad ergebe, und, als von Suͤndenſchulden frey, im Glauben Chriſto lebe. Gedenke nicht, Herr, im Gericht der alten Miſſethaten. Be⸗ wahre mich, ich bitte dich, in neue zu gerathen. 3. Drum daͤmpf in mir des Fleiſches Luſt, zur Tugend gib mir Kraͤfte; laß anders nichts mir ſeyn bewuſt, als meines Heils Geſchaͤfte. Dich und dein Wort laß im⸗ merfort mich lieben und bekennen, und keine Noth, auch nicht den Tod, mich von der Wahr⸗ heit trennen. 4. O Gott der Liebe, gib daß ich den Naͤchſten herzlich liebe; vor Stolz und Zorn bewahre mich, und vor der Rachſucht Triebe. Nach Chriſtus Sinn laß mich forthin ſanft⸗ und demuͤthig wandeln, gerecht und Dritte Abtheilung. ——— treu, aufrichtig frey mit allen Menſchen handeln. 5. Nie muͤſſ' in meinem Herzen ich von Andern Arges denken, nie muͤſſ' auch meine Zunge ſich zur bitter nSchmäͤhſucht len⸗ ken. Ein lieblos Herz, boshafter Scherz, betruͤbe nie die Bruͤder. Unrei⸗ nigkeit und Unkeuſchheit entweih nie meine Glieder. 6. Gib, daß ich treu und fleißig ſey, zu thun, was mir gebuͤhret, doch daß ich nie von Geitz da⸗ bey noch Ehrſucht ſey re⸗ gieret. Auch Misgunſt, Neid, und Haß und Streit, laß ernſtlich mich vermeiden; Vergnuͤg⸗ ſamkeit bey Froͤmmigkeit gibt Ruh und wahre Freuden. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rath, von falſcher Meinung trete, den Ar⸗ men helfe mit der That, fuͤr Freund und Feinde bete, und Federmann ſe viel 24 & lic n allr Ie dir rs hlza 45’ e ra in C. 82 pſtun A und a kthun 8 debl nu hzan * fndh, 1 tach 21 1 82 kn. 2 M. lie ſein Vom ch l viel ich kann, zum Wohl⸗ ,1s gefallen lebe; und doch uhen dem nur dir, in allem hier, lenia* wohlzugefallen ſtrebe. rict rürnr ¹ 8. Herr, gib, daß ich mein Chriſtenthum mit 1es Ernſt und Weisheit trei⸗ ns enl A be, und dein erloſtes Ei⸗ Nnteng genthum bis an mein a Ende bleibe. Vollend in it mtn mir, zum Preiſe dir, mein mnt ztugendhaft Beſtreben, Kin bh daß nach der Zeit ich ſey 5n, bereit zu gehn ins ewge mas miliht„Leben. Densr 05. Mel. Wer nur den Kuſnet lieben Gott. aianeſ SMein Gott! ach lehre A Wwuntt u f mich erkennen den evn, n Selbſtbetrug und fal⸗ maw enlt Iſchen Schein, daß viele, ui Aie ſich Chriſten nennen, wtif umit nichten Chriſti Glie⸗ e der ſeyn. Wirk in mir wet ſelbſt zu deinem Ruhm, e mein Gott, das wahre nn Aa„Chriſtenthum. uan 2. Hilf, daß ich, dir en Zallein ergeben, den Suͤn⸗ an aden abgeſtorben ſey; um nafromm, wie dirs gefäͤllt, n kkea n Ae AA8 SInn 1 Gl R dln 2 riſtlichen Leben uͤberhaupt — zu leben, ſteh mir mit deiner Gnade bey, und wirke ſelbſt zu deinem Ruhm in mir das wahre Chriſtenthum. 3. Gib, daß, da ich fuͤr dieſe Erde nicht blos von dir geſchaffen bin, ich himmliſch hier geſinnet werde, und gib mir mei⸗ nes Heilands Sinn. Gott wirke ſelbſt zu dei⸗ nem Ruhm in mir das wahre Chriſtenthum. 4. Regiere du ſelbſt meine Seele, damit ich Chriſto folge nach, und ſtandhaft ſeine Wege waͤhle, wenn mich auch traͤfe Spott und Schmach. Denn bey dem wahren Chriſtenthum hier leiden, bringt dort Freud und Ruhm. 5. Gib mir zum Streite Muth und Kraͤfte, damit ich, Chriſto ewig treu, in meiner Heiligung Ge⸗ ſchaͤfte nie traͤge und ver⸗ droſſen ſey. Gott, wirke ſelbſt zu deinem Ruhm in N 4 mir 124 343 —e 8— —— 344 mir das wahre Chriſten⸗ thum. 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe leben⸗ dig, thaͤtig, ſtandhaft ſeyn, daß ich mich bis ans Ende ube, als Chriſt zu leben ohne Schein. Gott, wirke ſelbſt zu dei⸗ nem Ruhm in mir das wahre Chriſtenthum. 7. So hab ich ſchon auf dieſer Erde, was mich beruhigt und erfreut; ſo ſieg ich einſt im Tod, und werde dich ſchaun in jener Herrlichkeit; ſo kroͤnt mich einſt mit Preis und Ruhm mein hier gefuͤhr⸗ tes Chriſtenthum. 307. In bekannter Mel. Hrr Jeſu, Gnaden⸗ ſonne! des wahren Lebens Licht! laß Leben, Licht und Wonne, die d allen Kummer bricht, mein ganzes Herz erfreu⸗ en, und meinen Geiſt er⸗ neuen. Dis Gluͤck ver⸗ ſag mir nicht. 2. Vergib mir meine —— Dritte Abtheilung. — 4— Suͤnden, und laß mich, Herr, durch dich der Gnade Troſt empfinden. Verleihe gnäaͤdiglich, daß deines Friedens Gabe mein Herz erquick und labe. Erbarmer, hoͤre mich! 3. Bewahre meine Seele vor jedem boͤſen Rath, daß ich, was recht iſt, waͤhle, und daß ich in der That mich dir zum Dienſt ergebe, und dir zur Ehre lebe, der mich erloͤſet hat. 4. Befoͤrdre dein Er⸗ kenntniß in mir, mein Seelenhort, und oͤffne mein Verſtaͤndniß durch dein heilſames Wort; da⸗ mit ich an dich glaube, nichts Boͤſes mir erlau⸗ be, ſey ſelig hier und ort. 5. Ach, zuͤnde deineLiebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann; und, dir zum Wohlge⸗ fallen, beſtaͤndig moͤge wal⸗ di len n dbal Du E ch mi p gh Ge bs in ei fi hnes diel 80 8) de; 2 kteu 1 knde 3ſemi 1 fene m V ei ſnie: 1 Ne 1 mr . unt nd ich 19 bla * glal 5 ebeu — 9 ———— Vom chriſtlichen Leben uͤberhaupt. wallen auf richtger Tu⸗ Segen. Er liebt uns ua— gendbahn. Menſchen vaͤterlich, dna 4 6. Du gibſt den Schwa⸗ fuͤhrt auf der Bahn der dns, chen Staͤrke. Verleih Tugend dich dem höch⸗ 4 n 4 auch mir die Kraft zu je⸗ ſten Heil entgegen. b a dem guten Werke, die 3. Gott theilet ſelbſt die uun e dein Geiſt in uns ſchafft. Kraft dir mit; drum gehe Mein eigenes Beſtreben ſtets mit feſtem Schritt d Pdir 3 iſt ohne Kraft und Leben; fort auf der Tugend Pfa⸗ ¹rmal iſt viel zu mangelhaft. de. Die Luſt verfuͤhrt, 9 hen 7. Ich hoff' auf deine die Tugend nie; und 1NI, Mah Gnade; ich hoff' auf dei⸗ Gott, dein Gott, beloh⸗ u mne Treu. Leit auf der net ſie mit ſegensreicher m Tugend Pfade mich, der Gnade. mninl gich dir mich weih'! damit 4. Lenkt ſich dein Herz ttut ich deinen Willen auf⸗ zur Suͤnde hin, ſo denke: 4düt zrichtig moͤg erfuͤllen, ſo kurz iſt ihr Gewinn und nlan uſteh mir kräftig bey! taͤuſchend ihre Freuden. Snnbe 308. Mel. Kommt her zu Bald, bald verwandelt rir I0 t mir, ſpricht. ihr Genuß in Unruh ſich uv eil„Ermuntre, Seele, dich, und Ueberdruß, und en⸗ ut de und ſey dem Gott, digt ſich in Leiden. 1ſ der dich erſchuf, getreu, 5. Gott kennt der Lu⸗ ſ und folge dem Gewiſſen; gend hohen Werth, und nnie, glaub es, wird es den hat Jeſus dich ge⸗ ed dich gereun, haſt du, un⸗ lehrt; den wollteſt du wi gſtraͤftich fromm zu ſeyn, verachten? und nicht mit Dc(naufrichtig dich befliſſen. aller deiner Kraft die a 4, 2. Des Laſters Ruf ge⸗ Seligkeiten, die ſie shorche nicht! gehorche ſchaff, fruͤh zu beſitzen 4 Gott! er taͤuſcht dich trachten? Fnicht; was er gebeut, iſt P S 6. Nein, 4 ——— 6. Nein, uͤbe ſie mit allem Fleiß, zu deinem Gluͤck und Gottes Preis; er ſiehet dein Beſtreben, und wird dir einſt gewis dafuͤr, nach treuem Tu⸗ gendlaufe hier, der Freu⸗ den Fuͤlle geben. 309. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Ich habe, Gott, mir ernſtlich vorgenom⸗ men, des Laſters Bahn zu fliehn, und mit den Frommen vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben, treu zu er⸗ geben. 2. Du ſiehſt, o Gott, ob ichs auch redlich mei⸗ ne; gib, daß ich nicht blos, was ich ſeyn ſoll, ſcheine; mit allen Kraͤf⸗ ten ſtrebe, deinen Willen froh zu erfuͤllen. 3. Wenn deine Furcht mich uͤberall begleitet, und meinen Gang, wenn mich kein Menſch ſieht, leitet, wie ſicher werd ich “—— Dritte Abtheilung. —— deine Wege wandeln! wie richtig handeln! 4. Laß auch im Hunkeln mich dein Auge ſcheuen, nicht achten auf der Suͤn⸗ de Schmeicheleyen, auf⸗ merkſam des Gewiſſens Stimme hoͤren, und folgſam ehren. 5. Gib Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten: ſo mag die Welt, wie ihrs gefaͤllt, mich richten; ehrt mich dein Beyfall, ſo kann ich mit Freuden Verachtung leiden. 6. Du achteſt nicht das Anſehn der Perſonen, wirſt alles billig richten und belohnen: mit Herr⸗ lichkeit und Ehre deine Kinder, mit Schmach die Suͤnder. 7. Vollend ich einſtens meine Pruͤfungsſtunden, und werd ich bis zum Tode treu erfunden: wie ſchoͤn verwandeln ſich dann meine Leiden in ewge Freuden! 310. 1o. b en ne drzem ben nſt ve kSie z. Nu r,abg ſic kiſch i fande f pen 1 dſty . Det 1 kerge 1 ſit Sün. 1† tt m. — Vom chriſtlichen n. 3 N we 11 310. In voriger Melod. L 3,¹— 4 5— .10 Wen wird, o Gott, die Wonne der Erloͤ⸗ ¹ua ſten nach dieſes Lebens 1u a Purzem Kampfe troͤſten? Wen ſchmuͤckt im Himel n einſt vor deinem Throne niſt der Sieger Krone? ſiaſ n 2. Nur den, o Herr, I ſ fder, abgewandt vom Boͤ⸗ mhes ſen, ſich von der Sunde it Herrſchaft läͤßt erloſen; n Wnder an den Sohn glaubt, Smnh feinen Herrn ihn nennet, nhänt und frey bekennet; in 3. Der deine Wahrheit hhe üunter AdamsKinder ver⸗ 1dd ſbreitet, ſie erleuchtet, und t die Sunder durch Thaten s Vreitzt, mit einem beſſern „ouln ZLeben dich zu erheben; us 4. Der, was er glaubt, gewiſſenhaft auch uͤbet, die Menſchen all', als „PVol ſeine Bruder liebet, nicht Wen alaͤſtert, ſie nicht kraͤnkt, n Kaicht ſtolz ſich blaͤhet, und V keinen ſchmaͤhet; 6, Pi a 6 MM 2 e W l ie dlet eicher, ——— Leben uͤberhaupt. (△. 5. Der und doch mit den Sun⸗ dern Mitleid empfindet, und an deinen Kindern die Gottesfurcht und ihre Gaben ehret, haͤlt, was er ſchwoͤret; 6. Der nicht der Bruͤ⸗ der Ruhm und Gluͤck beneidet, ſelbſt reich, die Armen ſpeiſt, die Nack⸗ ten kleidet, froh, ohne Wucher, auch mit milden Gaben genutzt zu haben; 7. Der, zuͤchtig in Ge⸗ danken, keuſch auch le⸗ bet; der ſeines Vorzugs nie ſich uͤberhebet; im Glücke maͤſſig, guͤtig und beſcheiden, getroſt im Leiden; 8. Den, den wird, Gott! die Wonne der Erlöoͤſten nach dieſes Lebens kur⸗ zem Kampfe tröͤſten; den ſchmuͤckt im Himmel einſt vor deinem Throne der Sieger Krone. 342 Suͤnden haſſet —— — 348 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. Von den Pflichten gegen OOtt. — Erkenntniß GOttes. 311. Mel. Es woll uns GOtt genaͤdig. O Gott, der du mein Schöpfer biſt, dem ich ſtets angehoͤre! dich richtig zu erkennen, iſt mir ewig Pflicht und Ehre. Stets heiliger durch dich zu ſeyn, dich immer mehr zu lieben, mich deiner immer mehr zu freun, laß mich mich taͤglich uͤben, von dir ſtets mehr zu kernen. 2. Ich kann ja, Ewiger, ſchon hier durch eifriges Beſtreben, wie ſchwach ich auch bin, mich zu dir mit meinem Geiſt erhe⸗ ben. Nur laß mich auf den Unterricht von dir in deinen Werken, und auch auf deines Wortes Licht getreu und forſchend merken, damit ich weiſer werde. 3. Dann wird mir nicht aus eigener Schuld ent⸗ gehn, was du uns lehreſt, wie du voll Weisheit, Macht und Huld uns je⸗ den Tag ernaͤhreſt; wie alles, ſchön geordnet, ſich zum allgemeinen Segen vereinigt, wie ſo vaͤter⸗ lich du uns auf tauſend Wegen mit Luſt und Heil begegneſt. 4. Ich ſehe dann, und ſeh' erfreut, ſtets immer mehr Beweiſe von deiner Größ und Herrlichkeit, zu deinem Ruhm und Preiſe. Zum Licht wird mir die Finſterniß, die deiner Vorſicht Pfade mir oft verbirgt; ich bin gewis, daß Herrlichkeit und Gnade ſtets ihren Ausgang kroͤnen. 5. Und welchen Auf⸗ ſchluß gibt mir nicht vom Ziele meines Lebens dein Wort, das ewges Heil verſpricht. Nie merk ich drauf vergebens. Ich lerne —2z . Rts uw. „ ſco Al Rägem jerne dich und deinen Sohn, und ſeiner Liebe Thaten, der Sele Werth, der Tugend Lohn, die Erndten ihrer Saaten daraus ſtets beſſer kennen 6. So werd ich ſtets erleuchteter, von Vorur⸗ theilen freyerz zum Guten immer williger, ſtand⸗ hafter und getreuer. Mehr Weisheit, mehr Erkenntniß gibt mehr Willigkeit zum Leiden dein Wort, das meine Seele liebt, erhoͤhet mei⸗ ne Freuden, und troſtet mich im Kummer. 7. Gewaͤhrt der Mor⸗ a genroͤthe Licht mir dann j ſchon ſo viel Wonne: wie viel verſchafft mir „ kunftig nicht des vollen Tages Sonne! Dann wirſt du dich, mein Va⸗ ter, mir noch naͤher offen⸗ baren; dann werd ich noch weit mehr von dir und deinem Rath erfah⸗ ren, und ewig froh dich preiſen. Erkenntniß GOttes. 2— 8. O laß von heiliger Begier mich immer mehr entbrennen, dich, Gott, und deinen Sohn ſchon hier ſtets beſſer zu erken⸗ nen, daß ich, von jedem Wahne frey, dich immer treuer liebe; dir immer mehr gehorſam ſey, und taͤglich mehr mich uͤbe, dich wuͤrdig zu verehren. 312. Mel. Wer nur den lieben Gott. O Gott des Himmels und der Erden, der du allgegenwaͤrtig biſt, von Niemand kannſt be⸗ griffen werden, vor dem kein Ding verborgen iſt! ach ziehe mein Gemuͤth zu dir und offenbare dich auch mir. 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Andacht uͤberdenke dein Werk, die praͤchtige Natur, ſo ruft ſie nah und fern mir zu: wie groß iſt Gytt, wie klein biſt du! 350 3. Uns zeigen alle Ele⸗ mente Macht, Guͤt und Weisheit uͤberall. O wenn das Stumme reden köͤnnte, wie groß waͤr ſtets der Jubelſchall: Ruͤhmt, Menſchen, Gottes Guͤhund Macht, die uns und euch hervor⸗ gebracht! 4. Herr, Gott, wie groß iſt deine Liebe! die Erd iſt deiner Gute voll. Verleih mir deines Gei⸗ ſtes Triebe, dich zu er⸗ kennen, wie ich ſoll. Nim, was ich kann und hab und bin, zu deinem Dienſt auf ewig hin. 5. Hilf, daß die Guͤter dieſer Erden mich zu dir locken, hoͤchſtes Gut! daß ſie mir nicht zum Fall⸗ ſtrick werden, und ihr Genuß mir Schaden thut. Laß allen Miß⸗ brauch ferne ſeyn; mein letztes Ziel ſey du allein! 6. Hier iſt mein Leben eine Reiſe, hier geht mein Weg zur andern Dritte Abth. Von den —,— ——— 5 Pflichten gegen GOtt. Welt; drum mache du mich fromm und weiſe, daß ich hier thu, was dir gefaͤllt: ſo end ich dieſen kurzen Lauf, ſo nimm zu deiner Ruh mich auf. 313. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Naas iſt, o Gott, im Himmel und auf Erden, das ſo, wie du, verdient erkannt zu wer⸗ den? HQu Quell des Lichts, Quell der Voll⸗ kommenheiten und Se⸗ ligkeiten! 2. Dich ſuchen, iſt die edelſte der Sorgen. Zwar biſt du unerforſchlich und verborgen; doch willſt du, wenn wir nur dein Licht nicht haſſen, dich finden laſſen. 3. Mit lauter Stimme lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Guͤt und Staͤrke. Auch haſt du ſelbſt, ſey hoch dafuͤr grprieſen! uns unterwieſen. 4. Und immer mehr willſt — ——— —*— 4——— ——— — — N—— * 1 1 Erkenntniß GOttes. 35t man 2n willſt du dich offenbaren, und wenn er ihn erkenntt Dn wenn wir getreu, was du und preiſt, der Engel n ihne“, uns lehrſt, bewahren; Werk vollbringt. n eid hwenn wir, was deine 2. Wer iſt Gott gleich? 1.WſinLehren wirken ſollen, Wer ſo geſchmuͤckt mit d cht guns beſſern wollen. Herrlichkeit und Licht 8 S. Ach moͤgt; ich, Gott, Er iſt der Schönſte! wen 1ens Zaus allen meinen Kräͤf⸗ entzückt des Schönſten in ehehacten ſelbſt bey des Lebens Anblick nicht? inſenSorgen und Geſchaͤften 3. Wer ihn erkennt und mſmſtets mein Gemuth, um preiſt, dem quillt ein vol⸗ Rae zmich zu dir zu ſchwingen, ler Strom vonLuſt; vom Rn Aße ur Stille bringen! Seligen fuͤhlt er erfuͤllt 3h tn 6. Das gib mir Gott! mit Seligkeit die Bruſt. e mi zund leite meine Seele, 4. Er ſpricht: ſie werdà Nü n. daß ſie den Weg zur und preiſe mich! Schnell badoi Wahrheit nie verfehle! geht die Welt hervorz 1 neſeDie Wahrheit gibt, ſuch was lebt, freut ſeines aſiwwnigch ſie ohn Ermuden„Daſeyns ſich, und jauchzt nir ſuͤßen Frieden. zu ihm empor. tun 7. Dann werd ich immer 5. Er ſpricht: es werd' encawyeller dich erkennen, und und ihn umringt der Rla aͤglich mehr von deiner Geiſter zahllos Heer, das Nniul lieb entbrennen, dir gern ihn erkennt; und im yralehorchen, froͤlich dich lobſingt, und ſelig iit vrheben, dir, Gott, nur wie Er. Sezeben. 6. Auch ich ward, weil 1 14. Mel. Nun ſich der er mich erſchuf, um ewig se Tag geendet. froh zu ſeyn. Heil, Seele, Wie ſelig bin ich, wenn dir! denn dein Beruf iſt 9 n 27. mein Geiſt hinauf Gottes dich zu freun. 1 ꝛ8 Gott ſich ſchwingt, 7. Schon 14 —— —— — 7. Schon ſiehſt du durch ein daͤmmernd Licht den Unausſprechlichen! dort wirſt du ihn von Ange⸗ ſicht in groͤßrer Klarheit ſehn. 315. Mel. Wer nur den lieben Gott. Wo find ich Gott, den — meine Seele weit uͤber alles ſchaͤtzt und liebt? Gott, den ich mir zum Freunde waͤhle, und der allein nur Freude giebt? Wann kommt die Zeit, da Gott, mein Freund, ſich voͤlliger mit mir vereint? 2. Wie wollt ich mei⸗ nen Gott nicht preiſen, wenn ich ihn ſaͤhe, wie er iſt? Zwar deine Wun⸗ der, Herr, beweiſen, wie unausſprechlich groß du Wie glaͤnzen ſie! doch zeigt ihr Glanz mir deine Herrlichkeit nicht biſt. ganz. S Abth. Tont den Pflichten gegen GoOtt. A— —— ach haͤtte meine Seele Fluͤgel, ſich dir, mein Schöpfer, mehr zu nahn: wie wuͤrde ſie ſich deiner freun! wie ſelig, wie ver⸗ herrlicht ſeyn! 4. Duͤrft' ich am Fuße deines Thrones mit dei⸗ nen Engeln dich erhoͤhn; koͤnnt' ich im Antlitz dei⸗ nes Sohnes, wie deine Seligen dich ſehn: ich,“ der ich hier kaum ſtam̃eln kann, welch hohes Lob⸗ lied ſtimmt' ich an! 5. Mir macht zwar je⸗ des deiner Werke, mehr, als ich ruͤhmen kann, bekannt; es zeigt mir deiner Allmacht Staͤrke, und deinen weiſeſten Verſtand, und Gnade, die ſelbſt Davids Lob, zu ſchwach, nie wuͤrdig gnug erhob. 6. Noch heller ſcheint von allen Seiten, in dei⸗ nem Worte, Gott, dein 3. Ich ſehe dich hier Licht; doch Blendwerk nur im Spiegel und bete ſchnoͤder Eitelkeiten ver⸗ dich in Schwachheit an; dunkelt mir da mein Ge⸗ ſich, V we en ſt ſel en krwe *+. da n idinf ne inblöt ei Plern fRK te fh ſit t Shan A wic deh a 3 iij a Fügl,13 0 5 ſicht. Was kann ich wiſ⸗ ſen, wenn dein Geiſt Knicht ſelbſt von dir mich unterweiſt? 17. Doch wenn in mei⸗ nen Finſterniſſen er auch dmein bloͤdes Aug erhellt; was lern ich, Gott, von — adir? mein Wiſſen bleibt immer Stuͤckwerk in der Welt. Ich ſuche dich, und forſche nach, und loleibe, dich zu ſehn, zu ſchwach. 1 8. Und hoͤrt ich nur auf ddeine Stimme in deinem Worte; hoͤrt ich nur, wie tou verdieneſt, auf die Stimme der dir lobfin⸗ agenden Natur: ſo lernte zſchon ich hier allein, Gott, deiner Herrlichkeit amich freun. 90. Wie bruͤnſtig wuͤrd' ich dann dich lieben! mit ewelchem Eifer wuͤrd ich Vom Erkenntniß G — Ottes. mich dir, Vater, zu gefal⸗ len uͤben! wie ſelig wuͤrd ich blos durch dich! Nun aber taͤuſcht oft meinen Geiſt, gleich Kindern, Tand, wen er nur gleißt,. 10. Welch Elend! Va⸗ ter, ich empfinde mein Elend; zeuch mich mehr zu dir! entkraͤfte ſelbſt die Macht der Suͤnde; dein Geiſt der Weisheit wohn in mir, damit ich vor der Taͤuſcherey der Sinn⸗ lichkeit geſichert ſey. 11. Gib, daß der Strahl von deiner Wahrheit mein Leben leite, bis ich dort dich naͤher ſeh, und mit mehr Klarheit, als hier an dieſem Pruͤ⸗ fungsort. Ich, der ich hier kaum ſtammeln kann, erhebe wuͤrdiger dich dann. Von der Furcht GOttes, 616. In voriger Melodie. iſt die Furcht vor Gott 4 1 ahe 1 T we 0 illſt du der Weisheit Quelle kennen? es dem Herrn. Nur der iſt weiſ' und klug zu neñen, . der ———y—— —— — ——— —— —᷑— 354 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. der alle ſeine Pflichten gern, weil Gott ſie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Menſch ihn zwingt. 2. Lern Gottes Groͤſſe recht empfinden, und fuͤhle deine Nichtigkeit: ſo wirſt du nie dich unter⸗ winden, mit thöoͤrichter Verwegenheit zu tadeln, was ſein Rath beſchließt, der wunderbar, doch hei⸗ lig iſt. 3. Wirſt du den Hoͤch⸗ ſten kindlich ſcheuen, ſo wird dir keine Pflicht zur Laſt; nur das wirſt du vor ihm bereuen, daß du ſie oft verſaͤumet haſt. Wer Gott alsZeugen fuͤr ſich hat, der freut ſich je⸗ der guten That. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleihn, wird dich die Furcht des Herrn erwe⸗ cken, auch dann, was Unrecht iſt, zu ſcheun. Denk nur: vor ſeinem Angeſicht iſt Finſterniß, wie Mittagslicht. 5. Den Hoͤchſten vor der Welt verehren ſo⸗ wohl als in der Einſam⸗ keit, auf des Gewiſſens Stimme hoͤren und wil⸗ lig thun, was er gebeut: auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Laͤßt dich die Welt Verachtung merken, weñ du dich fromm von ihr entfernſt; die Furcht des Herrn wird dich ſchon ſtaͤrken, daß du die Welt verachten lernſt. Wer Gott, dem Höchſten, wohlgefaͤllt, iſt gluͤcklich, ſelbſt beym Spott der Welt. 7. Sich ſtets vor dem Allmaͤchtgen ſcheuen, gibt Kraft und Muth und Freudigkeit, wenn uns der Menſchen ſtolzes Draͤuen, was Gott mis⸗ faͤllt, zu thun gebeut. Iſt Gott mein Schutz, mein Heil —— —— —,——— nſi 1 Heil und Licht: ſo beb ich (nh vor den Menſchen nicht. 85 2 8. Laß deine Furcht, riſt n Gott, mich regieren, mich ee ſtets auf dich, den Hoͤch⸗ 31N) ſten ſehn; laß ſie mich zu dn der Weisheit füͤhren: ſo 7 1at werd ich niemals irre rade gehn. Wohl dem, der dich eß ſtets kindlich ſcheut! dich 9ſ fuͤrchten, Gott, iſt Se⸗ Km. ligkeit. d 1317. M. Dir, dir Jehovah agn n will ich ſing. döb piit ſd* Dich ehrerbietig, kind⸗ t) jeft,s lich ſcheuen, iſt Hoͤch⸗ Krum t ſter, unfer Gluͤck und un⸗ rn, ſre Pflicht. Kein Menſch mamſnckann deiner Huld ſich et, freuen, ſcheut er, Allſe⸗ aluil Phender, dein Auge nicht. ot Drum floͤße mir, um dei⸗ 1* ner mich zu freun, den 5it„Kindesſinn, die Lieb und 1a Ehrfurcht, ein. 2. Sie leite mich auf 1 i meinen Wegen, ſie ſey un mir Weisheit, ſie ſey mir s Verſtand, und treibe en Aanich, das abzulegen, was 2 1 3/ch als boͤs und unrecht 4 Von der Furcht GOttes. hab erkannt. Denn wer noch Luſt zu einer Sunde hat, liebt nicht, wie er doch ſoll, dich in der That. 3. Gib, daß ich ſtets zu Herzen nehme, daß du, mein Gott, allgegenwaͤr⸗ tig biſt, und das vor dir zu thun, mich ſchaͤme, was meiner unwerth, dir zuwider iſt. Was hilft der Beyfall einer ganzen Welt, o Herr und Rich⸗ ter, dem, der dir mis⸗ faͤllt? 4. Nie laß mich dein Gericht vergeſſen, nie laß mich ſuͤndlich mit den Suͤndern freun, nie muthlos, doch auch nie vermeſſen, nie froͤmmelnd ſtolz in deinem Dienſte ſeyn; nie fuͤhre mich zur traͤgen Sicherheit der Reichthum deiner Gnad' und Guͤtigkeit, F. Laß mich mit weiſer Vorſicht fliehen, was mich zu neuen Suͤnden reitzen kann, mich um ein 2 2 35 3 2* rer 4 — reines Herz bemuͤhen; und nimm dich meiner Schwachheit an: ſo kom̃ ich naͤher der Vollkom⸗ menheit, und immer naͤ⸗ her meiner Seligkeit. 6. Erhalk in mir ein gut Gewiſſen, das nicht den Spott der Welt, nicht Truͤbſal ſcheu, und mache von den Hinder⸗ niſſen der wahren Tu⸗ gend immer mehr mich frey. Nie ſtoͤre mich die Furcht und Luſt der Welt, zu thun, was, weil es recht iſt, dir gefaͤllt. 7. Mit Ehrfurcht laß mich vor dir wandeln, 356 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. und jederzeit, ich ſey auch wo ich ſey, nach deiner Vorſchrift redlich han⸗ deln, entfernt vom Selbſtbetrug und Heu⸗ cheley. Wer dich, o Gott, von Herzen fuͤrchtend ehrt, nur der iſt dir, und der Belohnung, werth. 8. In deiner Gnade laß mich ſterben, ſo ſchreckt mich ſterbend weder Tod noch Grab; ſo werd ich jenes Leben erben; dazu mein Mittler ſelbſt ſich fuͤr mich gab. Da werd ich dein, o Gott, mich ewig freun, und da in dir vollkommen ſelig ſeyn. Mel. Ich dank dir ſchon durch. F Ju, Herr und Richter — aller Welt, des Auge alles ſiehet, dem nur der Redliche gefaͤllt, der Trug und Luͤgen fliehet. 2. Laß mir den Eid ſtets heilig ſeyn, auch dadurch dich zu ehren; mich nie 318. Furcht GOttes beym Eide. aus Leichtſinn ihn enk⸗ weihn, nie aus Gewohn⸗ heit ſchwoͤren. 3. Ehrwuͤrdig ſey dein Name mir! So oft ich ihn nur nenne: ſo ſeys mit Ehrfurcht auch vor dir, des Hoheit ich er⸗ kenne. 4. Erfordern es Geſetz und ndſedas 1wah a à Wurc 1 Ä 6 11 dt wiaſte ( Metl mn 5 — ha dern 1 a7 dic h,e 6 Ween 940 1„NWin. „uem Mur A 1 efr 2e ehäe m bezeugen, was Wahrheit ſey: ſo laß mich nicht um alles ſie verſchweigen. 5. Die deines Namens Heiligkeit durch falſchen Schwur entweihen, die trift in ihrer Sicherheit mit Schrecken einſt dein Draͤuen. 6. Drum ſey ſtets mei⸗ nes Herzens Grund voll Ernſt, dich, Gott, zu eh⸗ ren; und ferne ſey von meinem Mund entheili⸗ gendes Schwoͤren! 7. Er ſey beſtaͤndig Luͤ⸗ genrein! Nur Wahrheit heiß ihn ſprechen! Sein Ja ſey ja, ſein Nein ſey nein! Denn Luͤgen wirſt du raͤchen. 319. Mel. Wer nur den lieben Gott. Wer, Gott, bey deinem Namen ſchwoͤret, und was er zugeſagt hat, bricht, der iſt ein Frev⸗ ler; denn er ehret dich, fa. c der die Wahrheit ſelbſt 1u a. iſt, nicht. Er kann nicht Von der Fu und Pflicht, bey dir es zu froh, nicht mit Vertraun — — rcht b GOttes. b zu dir, o Gott, gen Him⸗ mel ſchaun. 2. Wir ſollen ja nach deinem Wiuen, wie du, der Wahrheit Freunde ſeyn, und was ſie fordert, gern erfuͤllen, und keine Laſten dabey ſcheun. Wer ſie verletzt, verwirft ſein Heil, ihm wird des Mein⸗ eids Quaal zu Theil. 3. Wie darf der hoffen, dich zu ſehen, der, Gott, die Wahrheit frech ent⸗ ehrt, den Naͤchſten ſucht zu hintergehen, und falſch bey deinem Namen ſchwoͤrt? Vor deinem heiligen Gericht beſteht ein ſolcher Frevler nicht. 4. Und floͤh er zu dem fernſten Meere; du fin⸗ deſt allenthalben ihn, wenn er auch noch ſo maͤchtig waͤre; wer kann ſich deiner Macht ent⸗ Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Beyfall, Gunſt ziehn? und Schutz der Welt. 3 3 — — 357 5. Drum — —= 358 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. §. Drum laß mich eher nichts betheuren, bis ich bedenke, was ich thu, und den Gedanken oft erneu⸗ ren: des Eides Richter, Gott, biſt du! ſchauſt meines Herzens Inner⸗ ſtes, bringſt es ans Licht, und richteſt es. 6. Ja, hilf mir, daß ich ſtets mit Treue, nur was ich denke, ſchwoͤr und halt, und dich mit heil⸗ ger Ehrfurcht ſcheue, und deine richtende Gewalt. Wer faͤlſchlich ſchwoͤrt, kommt ins Gericht; der Redliche, der Fromme nicht. 320. Mel. JEſus, meine Zuverſicht. Heiſig, heilig ſey der Eid euch, ihr Chriſten, weñ ihr ſchwoͤret; furcht⸗ bar iſt die Heiligkeit eu⸗ res Richters, der euch hoͤret; furchtbar, aller Luͤgner Feind, wenn er zum Gericht erſcheint. 2. Er, der Wahrheit Gott, begehrt, wenn wir ihm gefallen wollen, daß — —— wir ihren hohen Werth fuͤhlen und auch ehren ſollen; denken, wie wir reden: ſie nie verſtellen, leugnen nie. 3. Wenn ihr eure Hand erhebt, dann ergreif ein heilig Schrecken euch vor ihm, dann denkt: er lebt! er wird alles doch entde⸗ cken, was Betrug und Liſt verſtellt; er, der Richter aller Welt! 4. Denkt, daß keine Finſterniß euch verhuͤl⸗ let, wenn ihr luͤget. Glaubt, er ahndet es gewis, wenn ihr falſch ſchwoͤrt und betruͤget. Er iſt Richter, frevelt nicht, fuͤrchtet ihn ueid ſein Gericht. 5. Frevelt ihr, ſo folgt euch nach uͤberall bey Nacht und Tage, bey dem Gluͤck und Unge⸗ mach, des Gewiſſens Angſt und Klage. Und wie peinigend iſt nicht des Gewiſſens Selbſtge⸗ richt. 2 6. Fluch gice a d on g ſähſa dſöleren ihe „F ſa tt ſhl „visgeict u 1Fru teu bch Mauifu A 1 mein Herz. Glad „at N „rhtd 1n Liebe, wie werd ich dann 1uſt? erfreut; dann fuͤhl ich 1 1 4 1 1 — Andenken an GOtt. 359 6. Fluch und Elend wird euch dann alles um euch her aufErdenz alles, was erfreuen kann, wird euch Pein und Rache werden; und wenn die Verzweiflungeuchſchnell ergreift, wer rettet euch? 7. Drum ſagt: fuͤr der Welt Gewinn geb ich nicht des Herzens Ruhe, nicht die Ueberzeugung hin, daß gerecht iſt, was ich thue; daß mir, was mein Gott befiehlt, mehr als meine Neigung gilt. 8. Dann darf ich zu Gott empor voll Ver⸗ traun und Hoffnung ſe⸗ hen; gnaͤdig neigt er dañ ſein Ohr allezeit zu mei⸗ nem Flehen. Er der Herr, der Luͤgner Feind, iſt mein Vater, iſt mein Freund! Andenken 321. Mel. Von GOtt will ich nicht. An dich, mein Gott, zu denken, iſt Pflicht und Troſt fuͤr mich. Weñ Sorg und Gram mich kraͤnken, ſo ſieht mein Aug auf dich. Dañ min⸗ dert ſich mein Schmerz; dann wird der Gram ver⸗ ſcheuchet, und jede Sorge weichet, und Ruh erfuͤllt an GGOtt. neue Triebe, mein Herz aus Dankbarkeit dir, Guͤtiger, zu weihn, dich freudig zu erheben, zur Ehre dir zu leben, vor Suͤnden mich zu ſcheun. 3. Du gabſt mir aus Erbarmen den Sohn, der fuͤr mich ſtarb, und groß⸗ muthsvoll mir Armen die Seligkeit erwarb. Mit ihm iſt alles mein! Du willſt mir alles ſchen⸗ ken, willſt liebreich an mich denken, und ſtets mir Vater ſeyn. 3 4 2. Denk ich an deine 4. Mit —— — —— .—— — 4. Mit hoffendem Ge⸗ muͤthe denk ich an deine Treu; denn, Vater, deine Guͤte iſt alle Morgen neu. Du unterſtuͤtzeſt mich; auch wenn ich Schweis vergieſſe, wird mir die Arbeit ſuͤſſe, denk ich dabey an dich. 5.Wie gut iſts, an dich denken! die Welt mag immerhin ihr Herz aufs Irrdſche lenken; wie ſchlecht iſt ihr Gewinn! Ich halte mich zu Gott, ———— —— — Dritte Abth. Von den Pflichten gegen Gott. dis bringt mir wahre Freude, dis ſtaͤrkt mich, wenn ich leide, und iſt mein Troſt im Tod. 6. Drum will ich an Gott denken, ſo lang ich denken kann; wird man ins Grab mich ſenken, ſo geh ich zwar die Bahn, da mich die Welt ver⸗ gißt; doch du, Herr, denkſt noch meiner, wenn auch auf Erden Keiner mein eingedenk mehr iſt. Von der Liebe und dem Gehorſam gegen Gott. 322. Mel. Wachet auf, ruft uns die St. Di ch, Allguͤtiger, zu lieben, wie fuͤhlt ſich nicht mein Herz getrie⸗ ben, wenn es an deine Liebe denkt! Jede Luſt, die wir genießen, ſoll un⸗ ſre Wallfarth uns ver⸗ ſuͤßen, und wird uns, Herr, von dir geſchenkt. Doch ein weit groͤſſer Heil wird kuͤnftig uns zu Theil, dort im Him⸗ mel; da leben wir, o Herr, bey dir in voller Wonne fuͤr uns lire, 2. Deiner Huld mie⸗ erfreuen, und dir w Leben ganz zu weihen, ſey mir ſtets angenehme Pflicht. Wie belohneſt du mit Segen die From⸗ men, die auf deinen We⸗ gen einhergehn in der Wahrheit Licht! Wie viel gewinnen ſie fuͤr ih⸗ res Kampfes Muͤh, ſie, die 2=n— dh bthäſen 4 ta rhſL8 d. per, n t , Venneit a le Dänt d aec ffeuen, 4 er h den 3 AMuni t 9 usick †0 Srlutéh L K,Net 3 2c. 1a tat K ¹ Kub'ih. ae Gth A Streiter, wenn nach der Zeit in Ewigkeit der Lohn der Treue ſie erfreut! 3. Laß mit eifrigem Beſtreben mich deiner Liebe wuͤrdig leben, und dir, Herr, thaͤtig dank⸗ bar ſeyn. Hilf mir alle Erdenfreuden, die ſuͤnd⸗ lich ſind, mit Ernſt ver⸗ meiden; und, was dein Wort verbietet, ſcheun. Nie muͤß ich Ehr und Ruhm, nie zeitlich Ei⸗ genthum dir vorziehen. Was nur der Welt, nicht dir gefaͤllt, ſey fern von mir, Herr aller Welt! 4. Hilf mir auch in Lei⸗ denstagen, was du mir auflegſt, gern ertragen, und Ungeduld und Un⸗ muth ſcheun. Hilf, wenn Freunde mich verlaſſen, und wenn mich Wider⸗ ſacher haſſen, aus Liebe, Gott, zu dir verzeihn. Iſt gleich das Opfer ſchwer, das du verlangſt, o Herr, ſo wirds dennoch, wie ſchwers auch deucht, Von der Liebe und dem Gehor am gegen 60 tt. 3ö0 durch dich mir leicht, weil deine Hand die Kraft mir reicht. 323. M. Herzlich lieb hab ich dich. Gott, der du mich als —y4 x Vater liebſt, mit Wohlthun uͤberall um giebſt, du Schoͤpfer wahe rer Freuden! Biſt du V— mein Freund! wie wohl iſt mir! Ich bleibe da⸗ rum ſtets an dir; nichts ſoll mich von dir ſchei⸗ den. Du faſſeſt mich bey meiner Hand, machſt mir den Weg des Heils be- kannt, machſt meinen Gang darauf gewis; und ſchaffft mir Licht in Fin⸗ ſterniß. Ja, Herr, mein Gott! du biſt mein Licht, du biſt mein Licht, folg ich dir nur, ſo irr ich nicht. 5. 2. Du leiteſt mich nach deinem Rath, der nur fuͤr mich beſchloſſen hat, was auf mein Beſtes ge⸗ het. ——— — macht es doch der Aus⸗ gang klar, daß ſtets dein Rath beſtehet. Folg ich dir auch auf rauher Bahn, ſo nimmſt du mich mit Ehren an; und dann verkehrt ſich alles Leid in Wonn und in Zufrieden⸗ heit. Mein Herr und Gott! Welch ein Ge⸗ winn, welch ein Gewinn iſt mirs, wenn ich dein Erbe bin! 3. Dich lieben iſt mir Gluͤck und Pflicht. Hab ich nur dich: ſo frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Waͤr ich im Himmel ohne dich, ſo koͤnnte ſeine Pracht fuͤr mich nie recht erquickend werden. Koͤnnt ich dein nicht ſchon hier mich freun, ſo moͤgt' ich nicht auf Erden ſeyn. Denn auſſer dir iſt doch kein Gut, das meinem Wunſch Genuͤge thut. Mein Herr und Gott, .—— 352 Dritte Abth. Von de — 3— ——4 n Pflichten gegen GOtt. 4. Auch in der allergroͤ⸗ ſten Noth erquickſt du mich, und wenn im Tod auch Seel und Leib ver⸗ ſchmachten, wie koͤnnte das mir ſchrecklich ſeyn? Mein Glaube lernt auch Todespein in deiner Huld verachten. Denn du, du bleibſt auch dann mein Heil, mein Troſt und meines Herzens Theil, und fuͤhrſt mich uͤber Welt und Zeit zum Schauen deiner Herr⸗ lichkeit. So wahr du biſt! Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, du ſegneſt mich ſelbſt durch den Tod. 5. Nur, wer von dir weicht, und die Welt mehr liebt, als dich, nicht Glauben hält, der ſtuͤrzt ſich ins Verderben. Weil er der Erde Luſt und Pracht zu ſeinem Him⸗ melreiche macht, kann er dein Reich nicht erben. nur du allein, nur du Denn, werdich hier nicht WWallein kannſt mich aufs voͤlligſte erfreun. lieben lernt, und nicht ſein — A—— 7 — — — — „ 4 Jußt a. Rein gt 1 d wic, m et auc Sn 1 ich ſch ſn c nn dafſc di n zad 1 den. Ucoin 3 und Hähentt. Ge d uübi vira Nr N den ur) ewe M u 1* n nn Dit 8 bu dun d — Cn un R. 1l Hnoltt ni Ristt, Ru4 eiſtkurh ta Tr, 9 wrth, u) marblett“h 9 . 4 abe fäl 6 da uieVedf aeeh en att n ateah ib 4, N h 1 a und Huld ſind dein. Wer ſollte denn, Allgutiger, Kallem Leide. (meine uverſicht auf dich, bricht, bis endlich in der zfeyn. ————— Von der Liebe und dem Geborfas gegen GoOtt. 864 ſein Herz von dem ent⸗ nicht gern dir folgſam a fernt, was dir, du Hei⸗ ſeyn? ligſter, misfaͤllt, kommt 2. Was du gebeutſt, iſt nicht zu jener beſſern recht und gut, iſt fuͤr uns „Welt. Wer aber hier ſein Seligkeit. Wohl dem, erz dir giebt, ſein Herz der deinen Willen thut, dir giebt, wird ewig auch und gut zu ſeyn ſich freut. von dir geliebt. 3. Wer aber ſeine 6. Und dieſes Gluͤck Pflicht vergißt, der entzoͤg ich mir? Nein, bringt ſich ſelbſt in Noth; Gott, ich halte mich zu denn nur, was boͤs und dir; und das iſt meine ſchaͤdlich iſt, verbeutſt du Freude. Dein Wort, o uns, o Gott! Vater, ſoll allein die 4. Du biſt, wenn du Richtſchnur meines Le⸗ Geſetze gibſt, nur Vater, nbens ſeyn, mein Troſt in nicht Tyrann; und treibſt Ich ſetze uns blos, weil du uns liebſt, dir zu gehorchen, an. 5. Nehm ich auf mich dein ſanftes Joch, ſo ſetz ich meinen Lauf mit Freuden fort; und fall' ich noch, ſo hilfſt du ſelbſt mir auf. 6. Dein Wort legt Heil und Tod mir vor, warnt, drohet und verheißt; wer koͤnnt' undankbar Herz und Ohr verſchließen deinem Geiſt? mein Fels, der nicht zer⸗ Ewigkeit mein Herz ſich deiner Liebe freut. Gott meines Heils! Ich bleibe dein, ich bleibe dein, laß deine Huld ſtets mit mir 324. M. Nun ſich der Tag geendet. Thu, Gott, biſt uͤber alles Herr; Verſtand 7. Wie —— ——— —— 364 —2J 7. Wie koͤnnte der, der dich nicht hort, dein Kind, o Vater, ſeyn? Nur die find dieſer Wuͤrde werth, die deinem Dienſt ſich weihn. 8. So ſey dir denn mein Herz geweiht! Ich bin dein Eigenthum. Gib dieſem Willen Fe⸗ ſtigkeit! Dir folgen, ſey mein Ruhm. 325. M. Jäſu, der du meine Seele. Quelle der Vollkom⸗ menheiten, Gott, mein Gott, wie lieb ich dich, und mit welchen Seligkeiten ſaͤttigt deine Liebe mich! Seel und Leib mag mir ver⸗ ſchmachten; hab ich dich, werd ichs nicht achten; mir wird deine Lieb al⸗ lein mehr als Erd und Himmel ſeyn. 2. Denk ich deiner, wie erhebet meine Seele ſich in mir! wie getröſtet, wie belebet fuͤhl ich mich, o Gott, von dir! Jeder —— Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. .—— —-—— Blick auf deine Werke, beine Guͤte, deine Staͤrke, wie befreyet er mein Herz von Bekuͤmmerniß und Schmerz. 3. Floß aus deiner Se⸗ gensfuͤlle mir nicht imer Wohlthat zu? Daß ich ward, das war dein Wille; daß ich noch bin, das willſt du. Daß ich denke, daß ich waͤhle, dafuͤr dankt dir meine Seele; dankt dir, daß ſie dich erkennt, und dich ih⸗ ren Vater nennt! 4. Du erkaufteſt vom Verderben mich durch deinen Sohn, o Gott; lieſſeſt den Gerechten ſterben; mir zum Leben ward ſein Tod. Ewig dort mit ihm zu leven, haſt du mir durch ihn gegeben; ewig deiner mich zu freun, und von dir geliebt zu ſeyn. 5. Sollt ich dich nicht wieder lieben, der du mich zuerſt geliebt? dich, der, ewig mich zu lieben, mir G ſderl 1nAſ we ſan ſdieſe der d Heil t finde, nn ih du ſen h Ha e ſt. d en ſch ach r lnt b bode 8 Noch d llken ſes,: tin! *i hmen, e omme N 8 Ri, 4 tag 141 Sld ri K 7 6 hn 0, ne M=S 44 n— d webefne 3⸗ d Ji e — d T d ſan ſch Eänn. 3, „ au n derh 5 b . It It 2 Agm — 4 euri. a Alen arka 4 Ger maueng. k dn A ria, p eUedetn e tt er eine Etpr, 4 mitſet In19 in: v”n n 3haw ſi d Keni inſn Gdu n. 1 aic tſe9 aua fuen L 7Lſ 4 ** —— mir die frohe Hoffnung giebt? Koͤnnt ich ruhig hier auf Erden ohne deine Liebe werden, ohne ſie, nach dieſer Zeit, wuͤrdig ſeyn der Seligkeit? 6. Heil mir, daß ich es empfinde, wie ſo liebens⸗ werth du biſt, daß vom mds Weiſh gedlen Haß der Suͤnde, den,ſc he gui Herz, weil es dich liebt, ſich in Menſchenliebe uͤbt. 7. Noch lieb ich dich unvollkommen; ach! ich fuͤhl' es, noch nicht rein. Dort im Vaterland der Frommen, wird auch dis vollkommner ſeyn. Ganz dort werd ich deinen Willen kennen, ehren und empfahn an deinem Thron der vollkommnen „ldt Liebe Lohn. Meellitc 2a lehn 6 1 atal d wnc it. 326. M. Sollt ich meinem GOtt nicht. Gut und heilig iſt dein Wille, wie du ſelbſt m gegen G es biſt, o Gott. Du ge⸗ beutſt! in tiefer Stille hoͤrt die Schöͤpfung dein Gebot. Die im Himmel dir lobſingen ſtehn um deinen Thron bereit, freuen ſich der Seligkeit, deinen Willen zu voll⸗ bringen; nur der Menſch erkennts oft nicht fuͤr ſein Gluͤck und ſeine Von der Liebe und dem Gehorſa Ott. 365 2. Dir gehorcht mit ſanfter Wonne ſelger Geiſter zahllos Heer. Deine Feſte, deine Son⸗ ne, Sturm und Oonner, Erd und Meer, alles die⸗ net deinem Willen; alles, Hoͤchſter, was du ſchufſt, eilt und draͤngt ſich, wenn du rufſt, dein Gebot ſtets zu erfuͤllen: nur der Menſch erkeñts oft nicht für ſein Gluͤck und ſeine 3. Stolz empoͤrt ſfich meine Seele, Herr und Schoͤpfer, wider dich; deine goͤttlichen Befehle wirft ſie thoͤricht hinter ſic. — —— 4 .—— — —— 366 ſich, laͤßt ſich nicht von dir regieren; kluͤglicher, nach ihrem Wahn, waͤhlt ſie eine andre Bahn, die ſie ſoll zum Heile fuͤhren, und geht mit verblend⸗ tem Sinn auf verkehrten Wegen hin. 4. Gott, laß es uns doch empfinden, daß uns unſer Herz verfuͤhrt, daß die eitle Luſt der Suͤnden uns zuletzt den Tod ge⸗ biert. Mach uns deinen Willen wichtig, fuͤhr auf deine Bahn uns hin, lehr uns jeden Irrweg fliehn; denn dein Weg allein iſt richtig. Mach uns unſern Pflichten treu, daß der Wandel heilig ſey. 5. So wird auch bey uns auf Erden, wie im Himmel, dein Gebot dankbar ausgerichtet werden, heiliger und groſſer Gott! Alle Werke deiner Haͤnde werden un⸗ terthan dir ſeyn, Alle deiner Huld ſich freun, bis an deiner Schoͤpfung “ wer ſelig machen? allein. heiligen und ſchmuͤcken, und ewig durch ſich ſelbſt —. E ———— Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. Ende. Denn, der deinen Willen thut, hat allein es ewig gut. 327* Mel. Wer nur den lieben Gott. Mie ſollt ich meinen — Gott nicht lieben, der ſeinen eignen Sohn mir gibt? Sollt ich nicht innig mich betruͤben, daß ihn mein Herz nicht ſtaͤr⸗ ker liebt? Was bringt mehr Wonn, als dieſe Pflicht? Wie groß iſt Gottes Guͤte nicht! 2. Er hat von Ewigkeit beſchloſſen, mein Vater und mein Heil zu ſeyn; und noch iſt mir kein Tag verfloſſen, der mirs nicht ſagte: Gott iſt dein, barmherzig gegen dich geſinnt; gib iym dein Herz und ſey ſein Kind! 3. Gib ihm dein Herz! wer kann's begluͤcken? Er Nur er kanns erfreun. Er kanns weit uͤber V b an herd 81 llene en drum 7 . Biy i 1i ie gü anut ſir ſei lei ſſo gn un hlich ott! din helchen 1 9! ſd,⸗ ir ende. a 7, Wile 6 65 ſt a r bln 1 iteudlſe, n e ish varh Aerſes hechtme 7 flſer et Gei at Krehl 96 weuu 40 3euhd ſe „ Gbih wa elt vuc 22,A M 1e ah ac 1 * Nh AI. P' N 1 82 4 zuͤber allen Schmerz erhe⸗ ben: drum gib ihm dein Herz. 4. Bey ihm iſt Selig⸗ keit die Fuͤlle; und die, Ih mdie er nur geben kann, wbeut dir ſein vaͤterlicher Wille ſo gnadenvoll, ſo Freundlich an. O welch tein Gott! wie vaͤterlich, enit welchem Eifer liebt Ler dich! 85. Ja, ja ich ſeh es; ich nmpfinde die Groͤße dei⸗ ier Huld, o Gott! denn wu erretteſt von der Suͤn⸗ Be mich ſelbſt durch dei⸗ nes Sohnes Tod. Ich war vor deinem Ange⸗ zicht ein Graͤul, und du »erwarfſt mich nicht. 16. Du riefſt: ich gieng wir nicht entgegen; du iber nahteſt dich zu mir nit deiner Huld, mit Peinem Segen, und zogſt znich vaͤterlich zu dir. BVer gleicht anLiebe dir? awer iſt ſo gut, als du, mein Vater, biſt? 7. Ja, d·ch will ich von ganzem Herzen, mein. Vater, lieben; dich al⸗ lein. Ich will im Gluͤck und auch in Schmerzen mich einzig deiner Liebe freun. Und daß ichs koͤnne, ſchenke du mir Schwachen ſelbſt die Kraft dazu. 8. Gib, daß ich mich im Guten uͤbe, und heiligg ſey, weil du es biſt! Gib, daß ich auſſer dir nichts liebe, als was auch dir gefaͤllig iſt! Verhaßt ſey jede Suͤnde mir; denn ſie iſt ſtets ein Graͤuel dir. 9. Bewahre mich auf deinem Wege. Gib, daß ich, bruͤderlich geſtunt, ſtets alle Menſchen lieben moͤge; denn jeder iſt, wie ich, dein Kind. Mein Herz verſchließe ſich doch nie vor ihnen; denn du liebſt auch ſie. 10. Nie muͤſſe mich der Schmerz der Leiden, nie, war es auch der baͤngſte Tod, von dir und deiner Liebe ſcheiden; nie einen — * ¶on der Liebe und dem Gehorſam gegen GOtt.. X₰ zss — —ᷓ— Freude Reitz, o Gott. Ich will dich lieben; und nur dein im Leben und im Tode ſeyn. 328. In voriger Melod. Ott, deinen heiligen — Befehlen will ich mit Ernſt gehorſam ſeyn, ſie nur zu meiner Richt⸗ ſchnur waͤhlen, und dir mein ganzes Leben weihn Dein Wille iſt gerecht und gut. Wohl dem, der ihn mit Freuden thut! 2. Gehorſam forderſt du von allen, die dich zu kennen faͤhig ſind. Auch ich kann dir nur wohlge⸗ fallen, wenn ich, dir folgſam, als dein Kind thu, was du willſt aus Lieb und Dank, und nicht als Selavendienſt aus Zwang. 3. Dein Sohn gehorchte dir ſo gerne; o hilf mir, daß ich immerdar dir, Vater, ſo gehorchen ler⸗ ge, als Jeſus dir gehor⸗ ſam war. Er wars auch — Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. unter Schmach und Noth, er wars ſelbſt bis zum Kreutzestod. 4. Laß deine heiligen Geſetze mir immer ge⸗ genwaͤrtig ſeyn; laß mich, daß ich ſie nie ver⸗ letze, dich, den Allwiſ⸗ ſenden, ſtets ſcheun. Dein Joch iſt ſanft, leicht iſt die Laſt, die du uns aufgeleget haſt. 5. So bald ich deine Stimme hoͤre: ſo mache du mich auch bereit, daß ich mit Folgſamkeit ſie ehre, und thue, was ſie mir gebeut. Ich ſoll ihr Hoͤrer nicht allein, ich ſoll und will auch Thaͤ⸗ ter ſeyn. 6. Beut mir die Welt auch tauſend Freuden auf ihren Laſterwegen an: ſo laß mich fliehn, und ſie vermeiden; was iſts, das ſie mir geben kann? Im Anfang Luſt,— am Ende Pein, und die wird groß und ſchrecklich ſeyn. 7. Doch ☛1 .. W' den 8 ahal V Doch 1s Guten * Villet d bleib ic In keibe, 72 ———— = 3. 2 — —— — — i lück we ——— 2 —— — — — —₰ — ſeinen g ac 1 Fſchwer t ſt wen ſiſtam e ti ſſißt auf t. üin wit aim? — —— 2— 1 ſite a Vom Vertrauen auf GOtt. 6 mt e e ardeh Lataeſes de in Nu 6 7. Doch wenn ich mich Gewiſſens Ruh den Him⸗ u u 7 im Guten übe, und dei⸗ mel hier ſchon in der eit, dn n nen Willen treulich thu: und mehr noch in der „ ſt ſo bleib ich, Gott, in dei⸗ Ewigkeit. Heſoss ee.. I.. 8* 9, N a ner Liebe, und hab in des ſod, gemine— oen noW 55 Vom Vertrauen auf GOtt. Runt ,6, 1½ 1329. Mel. Wo ſoll ich 4. Mein Heiland, Jeſus n fe ſca ſt S fliehen hin. Chriſt, der du aus Liebee dit Dutt zn Muf meinen lieben Gott biſt für mich am Kreutz adde Gi3* trau ich in aller Noth. geſtorben, du haſt mir deit wilehdt Die ihn um Rettung Heil erworben; du ſchafft un E Zflehten, verließ er nie in auf kurze Leiden den deie h n,enm ſRoͤthen. Er wird mein nen ewge Freuden. bul unzan*Ungluck wenden, es ſteht 5. Ich harr und traue ene dnt min ſeinen Haͤnden. dir, einſt ſchenkſt du ſie 6 deri M 2⸗ Auch beym Gewiſ⸗ auch mir. Ich habe dein Mahipenen ſensſchmerz verzaget Verſprechen; das kannſt umtin Fnicht mein Herz. Auf du nimmer brechen. Aucch ai mu Chriſtum will ich bauen, ich bin, wann ich ſterbe, üm und feſt auf ihn vertrau⸗ des ewgen Lebens Erbe. Isetſhl gen, ihm will ich mich er⸗ 330. Mel. Befiehl du lin Sa geben im Tode, wie im deine Wege. oraut u Leben. Chriſt, alles was dich 1 00 n 3. Und nimmt der Tod kraͤnket, befiehl ge. Khg mich hin, iſts dennoch troſt dem Herrn! Er, der Set Ceun mein Gewinn. Ich weiß, die Himmel lenket, iſt 1e h uein an wen ich glaube, er auch von dir nicht fern. „nDſt laͤßt mich nicht im Stau⸗ Erwach aus deinem uth be. Es mag der Leib er⸗ Schlummer, zu Gott er⸗ 5 1 axi 2* kalten; den Geiſt wird hebe dich: er ſiehet dei⸗ 1 4 d Gott erhalten, Aa nen ſIII ₰ 1 1 — 370 —= — nen Kummer, und liebt dich vaͤterlich. 2. Sinds Suͤnden, die dich ſchmerzen, ſo fuͤhle deine Schuld; doch trau mit ganzen Herzen au deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe fuͤhret die Reu, die Gott gefaͤllt; allein den Tod gebieret die Traurigkeit der Welt. 3. Trau Gott, nicht deinen Schluͤſſen, die Wahl des Beſten zu. Sprich: wer wirds beſ⸗ ſer wiſſen, dein Schoͤpfer, oder du? Er weiß ja, was dir fehlet, in jedem Augenblick; was er, dein Vater, waͤhlet, das dient zu deinem Gluͤck. 4. Der Gott, auf deſſen Segen dein ganzes Wohl beruht, iſt ſtets in ſeinen Wegen gerecht und weiſ' und gut. Und was er ſei⸗ nen Kindern zu ihrem Heil erſah, kann kein Erſchaffner hindern; wenn Er gebeut, ſtehts da. ritte Abth. Von d f gleicht ihm? ———— —— en Pflichten gegen GOtt. 5. Vergeblich toben Feinde auch noch ſo fuͤrchterlich; haſt du nur ihn zum Freunde, iſt er, dein Gott, fuͤr dich. Wer Seinen Winken gehorchen Erd und Meer; laß deinen Muth nicht ſinken, dein Schirm und Schild iſt er. Zaͤhren, und wird, was gut iſt, gern auch deinem Wunſch gewaͤhren. Harr Wohlfahrt bluͤhn. 7. Ergib dich ihm mit Freuden, ſey ſtark in ſei⸗ ner Kraft; ſey auch zur Zeit der Leiden ein Chriſt und tugendhaft. Und dann ergreif im Glauben den Troſt der Ewigkeit; wer kann dir dieſen rau⸗ ben, der allen Gram zerſtreut? 8. Sey ten ſderba ur berfü j 24 etwar. z oſt au ſt er tn t du d ken. *) ſerſori 4 4 Wie 6. Gott zaͤhlet deine ſt denk eiit und t un in Geduld des Herrn, j ders niemals boͤſe mei⸗ net, hoff' unverzagt auf ihn; wenn ſeine Zeit er- ſcheinet, wird deine Rs Pwöo. dite n eduhe deit i W lin g ſch 1,M“ er, 10 denn . f 9 45 ſne, eſaht s 2ndn l 9 n, rI den a niſ,gnt e 1 9 ——— — 8. Sey froh! dein Gott regieret, ſein Rath iſt wunderbar; einſt wirſt du uͤberfuͤhret, daß er der beſte war. Will auch dein Herz oft wanken, als daͤcht er deiner nicht, wirſt du ihm doch einſt danken. Er haͤlt, was er verſpricht. 9. Wie ſollt er dein nicht denken? er, der dich kennt und liebt; nicht Troſt und Gluͤck dir ſchenken? er der ſo gerne giebt; ſo gern mit ſeinem Segen der Menſchen Herz erfreut. rauhſten Wegen fuͤhrt er zur Seligkeit. 10. Mit ruhigem Ge⸗ muͤthe verlaß auf ihn dich feſt, gewis, daß ſeine Guͤte dich ewig nicht ver⸗ laͤßt. Er will nach einer Weile dich deſto mehr er⸗ freun; zu deinem groͤſten Heile verzeucht er; harre ſein! 11. Wohl dir alsdann, du Treuer! wie groß iſt Vom Vertrauen auf Gott. Auch auf den einſt dein Lohn! Dein Richter, dein Befreyer reicht dir die Siegeskron. Auf kurze Pruͤfungstage folgt ewger Preis und Dank; dann ſchweiget jede Klage, und wird ei Lobgeſang. 331. In bekannt. Melod. In allen meinen Thaten laß ich dich, Höchſter, rathen, der alles kann und hat. Du mußt im allen Dingen, ſoll etwas mir gelingen, mein Hel⸗ fer ſeyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein banges Sorgen vom Abend bis zum Morgen, nichts meine Ungeduld; drum magſt du meine Sachen nach deinem Willen machen; ich traue deiner Vatershuld. 3. Es kann mir nichts geſchehen, als was dein Nath erſehen, und fuͤr wich nuͤtzlich haͤſt. Was deine Hand mir giebet nehm ich; was dir belie Aa 2 e —— — — u— 8 —VVOͦ—ÿ—ͦ——ęL:———— 372 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOott. bet, das hab ich willig je zu ſchwer mir fallen; Skärke auch erwaͤhlt. mit dir werd ich ihn laich. 4. Ich traue deiner uͤberſtehn. frne, l Guade, die mich auf 8. Dir hab ich mich err Stem⸗ deinem Pfade vor allem geben, zu ſterben und zu—*ich. Uebel ſchuͤtzt. Leb ich nach leben, wie es dein Wink purr, go deinen Saͤtzen, ſo wird gebeut; ſollt um mein Wiis mich nichts verletzen, End' ich ſorgen? komm ur nichts fehlen, was mir es heut oder morgen, du ade? wuͤrklich nuͤtzt. weißt dazu die beſte Zeit. 3. Oue 5. Laß alle meine Suͤn, 9. So ſey nun, Seele, anlinſ den vor dir Vergebung ſeine, und traue dem al⸗ n, wenr finden, und tilge meine leine, der dich geſchaffen jut, Schuld; zum Heili⸗ hat; es gehe, wie es ge⸗ menme gungsgeſchaͤfte verleih he: dein Vater in der man vit mir Muth und Kraͤfte, Hoͤhe weiß doch zu allen ſer A und habe, Gott, mit mir Sachen Rath. tägli Geduld. 332. M. Jeſu, meine Fr. heben,! 6. Leg ich zum Schlaf Nuf dich, Gott voll Gü⸗ elem⸗ mich nieder, weckt mich“ te, hoffet mein Ge⸗. Gott der Morgen wieder zu muͤthe; ich bin gutes i ſi; d meines Lebens Pflicht; Muths: ohne Fuecht und vichſit irr ich auf finſtern We⸗ Grauen will ich dir ver⸗ ſil. dut gen, geh ich demLeid ent⸗ trauen, denn du thuſt mir ſ ga u Wgegen: ſo ſey dein Wort Guts. Gruͤnde mich, 1 mmir Troſt und Licht. mein Fels, auf dich! halt& ſi Va 7. An das, was du be⸗ mich feſt, daß kein Ge⸗ i ſeguſt. ſchloſſen, will ich ganz danke, an dir zweifelnd, ſtinlch unverdroſſen, im Glau⸗ wanke. 1 ben an dich, gehn. Kein 2. Groß ſind deine unfau unter allen wird Werke; Niemand iſt an&. a Staͤrke le . Veom Vertrauen auf GOtt. Nfemſtma nt N Staͤrke dir, du Hoͤchſter, biſt. Der lebt dir zur Eh⸗ tt idettt gleich. Du biſt nah und re, traut auf deine Lehre, au A ferne, lenkeſt Sonn und wer nicht zaghaft iſt. lin ain ai Sterne, macheſt arm und Wer ſich feſt auf dich ver⸗ 4 nad lt n 3 reich. Du biſt groß, laͤßt, wird doch, ſollt ihn 1s, 3 Herr, göttlich groß, groß alles haſſen, nie von dirr ¹ öicn 2 un zantn an Weisheit, groß an verlaſſen. 8 eu bt Gnade: wer iſt, der mir 6. Gott, dir ſey meim In sſaenh ſchade? Leben und mein Herz er⸗ † 3. Quelle aller Freu⸗ geben; du biſt fromm und gerhus den! in ſo manchen Lei⸗ gut. Gib, wenn ich hier fdu, m d den, wenn mich Noth ge⸗ leide, durch den Geiſt der un mmpſich ſchreckt, haſt du voll Er⸗ Freude mir des Chriſte d gae n barmen mich mit Liebes⸗ Muth. Sey mein Schild, natein armen vaͤterlich bedeckt. laß Jeſu Bild, wenn meiin rih e cDeine Treu iſt taͤglich Auge bricht, mich ſehen, itu eitadate neu; taͤglich will ich dich froh einſt vor dir ſtehen. un derheben, und dir dank⸗ 333. M. Ermuntre dich, aſofdchehn à bar leben. mein ſchwach. eh,, t. 4. Gott, dein Weg iſt Du biſt ein Menſch,und „uer t heilig; doch du ſorgeſt Gott hat dir mit r treulich fuͤr mein wahres Weisheit das verborgen, I dun* Heil. Auch auf rauhen was kuͤnftig iſt. Er ſorg umn Wegen wird ſo mancher dafuͤr: was nuͤtzen deine Segen mir von dir zu Sorgen? Und doch irrſt e Theil. Was du thuſt, iſt du mit bangem Sin mmeine Luſt: dir, dir halt durch tauſend eitle Sor⸗ ſich kindlich ſtille; dein gen hin, und denkſt: wie Will' iſt mein Wille. wills auf Erden, wie Gu 4.5. Du, du liebſt die wirds mit mir noch . ſſt wah, M 6' △. ⸗... 1 1 6 STreuen, die ſich kindlich werden? 9gfreuen, daß du gnaͤdig Aa 3 2. Was 4ℳ — A,— 2. Was quaͤlſt du dich und willſt in Schmerz und Kummer dich verlie⸗ ren? Iſt Gott nicht wei⸗ ſer, als dein Herz? Laß ihn allein regieren! Be⸗ fiehl dein Leben, deinen Stand, und was du thuſt, in ſeine Hand. Er wird, was gut iſt, ſchi⸗ cken; wird dich gewis begluͤcken. 3. Haſt du mit ihm ſein Hochgezelt, den Himmel ausgebreitet? Haſt du mit ihm den Kreis der Welt und Licht und Luft bereitet? Gabſt du mit ihm der Sonne Macht zu leuchten, und den Mond der Nacht? Schufſt du mit ihm die Meere, mit ihm der Thiere Heere? 4. Eh deine Mutter dich gebahr, dein Leben ihr verborgen, verborgen V dir dein Anfang war, wo waren deine Sorgen? Wer hat ſchon da dein Wohl bedacht? Wer hat dich an das Licht ge⸗ —— ——— 374 Dritte Abtb. Women den Pfüchten gegen GOtt. bracht? wer deiner Seel ihr Leben und ihren Leib gegeben? 5. Wer gab dem Herzen ſeine Macht zu immer gleichen Schlaͤgen? Wer allen deinen Gliedern Pracht und Kraft ſich zu bewegen? Wer jeden Sinn? Wer Aug und Ohr? Wer richtete dein Haupt empor, vom Him⸗ mel und auf Erden mit Luſt umſtroͤmt zu werden? 6. Wer gab dir Speiſe, Huͤll' und Dach? Wer trug dich voll Erbarmen, als dirs an allem noch gebrach, auf vaͤterlichen Armen? Wer gab dir deiner Mutter Bruſt, dir, daß du laͤcheln konnteſt, Luſt? Wer ſorgte, vor Gefahren dich ſicher zu bewahren? 7. Und doch willſt du nicht ruhig ſeyn, nicht Gott nur walten laſſen, als liebt er Andrer Gluͤck allein, deins aber koͤnnt' er ¹ 1 It anert 1 1 4 haſ htſich h führ m nich lüͤck 1 nen? Vo h helfe it irdae . hn du 1 nſt, we 3 hha n Aue nwer 2 üc, de ie keeſt, we 3 vwollte 4 Durcdh 3 itt du V n Geſahre hien, Vore 8 1 8 traten tnn aee gegöon Kn z. daß ſän I Sitnet Aned dle ea du dt he M uns de den jaurawa iu ſer uIm a duun li unin dai n wü. p dis h S Veea dac l 1At ut, 9” ri mn 1 n, rurcut dee Ww üch vrni’ Whi 4 ewnth 2 eblt r AN au. 9 Ak! ln 4ʃ be ! 94,ſs. 4 b 1 ficha, 9 u0 † dich fuͤhrt: ſo willſt du M 4 er haſſen? Wenn du* * nicht ſiehſt, wie er regiert; lenket unſern Gang zu-«g. wenn er nicht deinen Weg ihm nicht trauen, dein Gluͤck auf ihn nicht I bauen? 8. Wo du ihn nicht 1 zum Helfer nahmſt, was g iſt dir da gelungen? Und dwenn du auch zum Ziele u kamſt, was haſt du dann Nerrungen? Nur Luſt auf nes Lebens ganze Ruh neinen Augenblick, und Kummer fuͤr ein wahres Gluͤck, das du gewinnen ſollteſt, wenn du nur fol⸗ a gen wollteſt. 9. Durch Eigenwillen kamſt du oft in ſchreckli⸗ uche Gefahren; doch Gott werſchien, oft unverhoft, ndich Thoren zu bewah⸗ pren. Er, der nicht, was ͤdu wollteſt, that, er fuͤhrte dich durch ſeinen 12 Rath zuruͤck von deinen Wegen, vom Fluche weg zum Segen. 10. Er ſorgt fuͤr unſer wahresGluͤck, macht gut, Vom Vertrauen a ———y uf Gott. 325 was wir verwirren, und ruͤck zum Guten, wenn wir irren; gibt immer das nur, was uns nuͤtzt, errettet uns, und hilft und ſchuͤtzt, eh wir Ge fahren ſehen, eh wir um Huͤlfe flehen. 8 11. Und dieſem Vater wollteſt du dein Heil nicht anvertrauen? nicht dei⸗ auf dieſen Felſen bauen: Vertrau ihm und verzaa ge nicht! Ein Herz 3u ihm voll Zuverſicht darf auch inUngewittern nicht ohne Hoffnung zitter. 12. Wirf, als ein Kind, voll Zutraun, dich in deis nes Vaters Arme; halt ihm ſein Wort vor, das er ſich auch uͤber dich er⸗ barme. So Vieler ſchon erbarmt' er ſich. Ozweifle nicht; er wird auch dich, er hat es ja verheißen, aus allem Kummer reißen. Aa 4 334. 376 Dritte Abth. 334. Mel. Ach was ſoll ich Suͤnder. Spollt ich dir, mein 8 Gott, nicht trauen? Du, duliebſt mich vaͤter⸗ lich, ſorgſt mit Weisheit auch fuͤr mich. Sicher kann ich darauf bauen, was dein theures Wort verſpricht: Gott verlaͤßt die Seinen nicht. 2. Ja, du ſieheſt, was mich druͤcket; was mir nutzt, iſt dir bekannt; weißt und haſt in deiner Hand alles, was mein Herz erquicket, Deine Lieb und Vatertreu wird mir jeden Morgen neu. 3. Der du alle Vögel naͤhreſt, aller Felder Blumen ſchmuͤckſt, jedes duͤrre Land erquickſt, Speiſe allem Vieh ge⸗ Wgvahreſt: du verlaͤſſeſt mniich auch nie; ich bin ja weit mehr als ſie. 4. Wenn nach deinem Reich ich trachte, und mnur meine Seligkeit ſo, ſvie mir dein Wort ge⸗ — Von den Pflichten gegen GOtt. ————. — beut, über alles ſuch und achte: hab ich des Ge⸗ wiſſens Ruh, und das Andre faͤllt mir zu. 5. Heiter ſey der andre Morgen, oder nichtz was küͤnftig iſt, quaͤlt mich nicht; ich bin ein Chriſt. Dich, mein Vater, laß ich ſorgen; froh bey al⸗ lem, was dein Rath jeden Tag beſchloſſen hat. 6. Wohlzuthun iſt deine Freude. Das erhebt und troͤſtet mich; darum hoff' ich ſtets auf dich, ruhig auch im tiefſten Leide. Was mir nüͤtzet gibſt du mir. Vater, ewig Dank ſey dir. 335. In voriger Melodie. Mch, wie iſt der Men⸗ ſchen Liebe ſo veraͤn⸗ derlich, ſo kalt! Wie erſtirbt ſie nicht ſo bald! Setze nie auf dieſe Liebe, die nicht haͤlt, was ſie verſpricht, Seele, deine Zuverſicht. 2. Aber deiner Liebe trauen, Höochſter, das ge⸗ — Get d ker g un dieſen „t hyen! 1 hruhi gehn. Tägli Seelc ! S. n ſiedem 1, den i ſauch en Feint . * Ktdich tihlen, 1n dir al du Vert t eineme Gl 2feu da * hltc 8 wjeder i iyglic 1, irr 71 ſann ſi 6 11n da dad 8*½„ 4 , ds Aurtſth 11 laeds 6 dr d Peßla 1ep„NM(Ss 1l N Ma. M N S39 4ℳ6, dane tehetwec 4Ra ſh ts u Dau ud m t Ärs Bamen N Aner u Dunn Dus ſg i Tldepz Srwm po, prſe rut ſcer 1 llch, ſe runicittt ſeh A nen Bterlea9 — ſcct t0 un kunct,6 ¹jich 4 1bN 6.„ . 4 dll * I gereuet nie; denn ein an 9 ſtarker Fels iſt ſie! Die im Staube dieſes Leibes n auf dieſen Felſen bauen, ſehn ruhig ſelbſt die Welt nanner Seele: Menſchen Ruh: und ————— —— auf GOtt. 6. Ach, vergib mir, der Vom Vertrauen dich noch nicht, Gott, eerkennt von Angeſicht! Ach, vergib mir, daß mein Glaube hier noch wankt, ſich nicht ſo feſt, Gott liebt als er ſollt', auf dich ver⸗ Newig! Seine Treu wird läͤßt. mit jedem Morgen neu. 7. Taͤglich laß es mich Ihn, den Ewigen, er⸗ empfinden, wenn mein waͤhle dir zum Freund, Herz auf ſie ſich ſtuͤtzt, ſrund jauchze dann, daß daß nicht Menſchenhuͤlfe nkein Feind dir ſchaden nutzt. Allen Troft laß ukann. mir verſchwinden, bis ich 4. Und ich will auch dich flieh allein zu dir: und herwaͤhlen, Vater, ich dann, Vater, hilf du zwill dir allein, ganz dir mir! n amein Vertrauen weihn. 8. Der du deiner Kin⸗ Aber ach, die Kraͤfte feh⸗ der Flehen, Gott, mein llen meinem Vorſatz; bald Gott, ſo gern erhöoͤrſt, vergißtFleiſch und Blut, und ſie ſelbſt auch flehen zwie treu du biſt. lehrſt: laß mich feſt im 5. Plötzlich uͤberfaͤllt Glauben ſtehen, und er⸗ onich wieder Sorge der fahren, wie ſo treu deine Vergaͤnglichkeit, irrdiſch Vaterliebe ſey! woffen, irrdiſch Leid. 336, M. Nun ruhen alle zund dann ſink ich muth⸗ Waͤlder. os nieder, ſuche nur bey Was ſollt ich aͤngſtlich klagen, und in der nnein Helfer biſt doch du. Noch verzagen? Der 4 5 wohnen unverletzt, und 4 vergehn! 1 3. Taͤglich ſag ichs mei⸗ Hoͤchſte u — Höochſte ſorgt fuͤr mich. Er ſorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohl⸗ ſeyn fehle: genug zum Troſt, mein Herz, fuͤr dich! 2. Was nuͤtzt es, aͤngſt⸗ lich ſorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer ſehn? Du, Vater meiner Tage, kennſt, eh ich dirs noch ſage, mein Leiden und mein Wohlergehn. 3. Auf deine Weisheit ſchauen, und deiner Gna⸗ de trauen, das, Herr, iſt meinepflicht: ich will ſie treulich uͤben, und ohne Falſch dich lieben; denn du verſaͤumſt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen kleideſt, und alle Thiere weideſt, du Schöpfer der Natur, gibſt alles, was mir fehlet. Drum, See⸗ le, was dich quaͤlet, be⸗ ſiehl dem Herrn, und glaube nur. 5. Ja, Vater, meiner ee . — —— — Sorgen iſt keine dir ver⸗ borgen; den Kummer, der mich nagt, werf ich auf dich, und freue mich ewig deiner Treue; du haͤltſt, was du mir zuge⸗ ſagt. 6. Wenn meine Augen thraͤnen, und ſich nach Huͤlfe ſehnen, ſo klag ich dirs, dem Herrn. Mein Vater, ich befehle dir je⸗ den Wunſch der Seele: du hoͤrſt, du hilfſt, du ſegneſt gern. 7. Du fuͤhreſt hier die Deinen nicht ſo, wie ſte es meinen; doch ſtets nach weiſem Rath. Iſt mir die Ausſicht truͤbe, ſo leuchtet deine Liebe mir auf des Lebens dunkelm Pfad. 8. Wenn ich hier Tie⸗ fen ſehe, und es nicht ganz verſtehe, was du mit mir gethan; kann ich doch deß mich troͤſten: einſt nimſt du mich Erloͤ⸗ ſten nach kurzer Schmach zu Ehren an. 9. Dort 328 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt.. es dort 22(Sc er ſich du 4 i h ibe t ſbring Fkeud n wig! 1ir nu Got hofet n den ah 1 11 ſund Gott n ken,, f iinen 3 Wrgpät d. Sprnn Aäner donaa, Laßſ de ug iun ufft,n 5 , füt ewe det diti ne dngt ſa didn dn. kut Jur, 9 dn n h Wa — giiete lorign aee Aüh dan' dernn 8 1 9. Dort, bey der From⸗ d men Schaaren, dort werd ich es erfahren, wie aut du mich gefuüͤhrt. 1 Nach uberſtandnen Lei⸗ ¹ den bring ich dir dann mit Freuden den Dank, ij der ewig dir gebuhrt. er nur den lieben 1 [derbar erhalten in aller Noth und Traurigkeit. (Wer Gott, dem Aller⸗ höchſten, traut, der hat Vom Vertrauen —— auf GOtt. 379 Wohlergehn v erfuͤgt. Gott, der uns ihm hat auserwaͤhlt, weiß auch am beſten, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freudenſtunden, weiß, wann ein Gluͤck uns nul⸗ Wenn er uns an rr Lauf keinen Sand gebaut. Schooße ſitze, den alle D e üim d ſ Juii Der wott 2. Was helfen uns die ſchweren Sorgen? was hilft uns unſer Weh und 7eg„Ach? was hilft es, daß 2ſ wir alle Morgen beſeuf⸗ dm nzen unſer Ungemach? ! Da Wir machen unſer Kreutz † 49 und Leid nur groͤſſer a u durch die Traurigkeit. 96 rnrg 3. Zu Gott ſey deine Seele ſtille, mit ſeinem Ranü mweiſen Rath vergnuͤgt, 1ath Dund warte, was ſein gu⸗ 4 I „NV ter Wille zu deinem Welt fur gluͤcklich preiſt; und arm zu machen, den aber groß und reich. Er iſts allein, der Jedermann bald ſtuͤrzen„ bald erheben kann. 7. Sing, 380 Dritte Abth. Won den Pflichten gegen GOtt. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, ver⸗ Gnade, ſieht immer un⸗ richte deine Pflicht ge⸗ geſchwͤcht, was gut ſey treu! trau ihm und ſei⸗ oder ſchade dem menſch⸗ nem reichen Segen; ſo lichen Geſchlecht. Und 1- wird er bey dir werden was du dann erleſen, dein aeu. Denn wer nur ſeine Rath fuͤrs Beſte haͤlt, Zuverſicht auf Gott ſetzt, bringſt du zum Stand den verlaͤßt er nicht. und Weſen, wie es dir 338. Mel. Herzlich thut wohlgefäͤllt. mich verl. 4. An wunderbaren efiehl du deine Wege Wegen fehlt dirs, All⸗ und alles, was dich weiſer, nicht; dein Thun kraͤnkt, der treuen Vater⸗ iſt Gnad und Segen, Ppflege deß, der den Welt⸗ dein Gang iſt Recht und kreis lenkt. Oer Wolken, Licht; und wenn du dei⸗ Fiuth und Winden be⸗ ſtimmte Ziel und Bahn; der wird auch Wege fin⸗ den, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dirs ſoll wohlergehn; auf ihn nur mußt du ſchauen, ſoll einſt dein Wert beſtehn. Gott laͤßt durch Sorg und Graͤmen, und ſelbſt⸗ gemachte Pein ſich keine Wohlthat nehmen; ſie muß erbeten ſeyn. haſt auserſehn, wer kann dich daran hindern? du willſt! es muß Feſchehm 3 5. Drum, Seele, laß ihn walten; er will dein Wohlergehn, und wird dich aufrecht halten; be⸗ wundernd wirſt du ſehn, wie wunderbar ſein Rath das Werk hinausgefuͤh⸗ ret, das dich bekuͤmmert hat. 6, Verzieht der Troſt auch 9 3. Dein Auge, Gott der V nen Kindern ein Gluͤck wie gut er dich regieret, 5. Mtd 19 3 d Nuuch lange, den du von m Gre,” d deſtae, d k haten bui 4hh- Dr Va 4 ſſ ,h i hu 1 woGw e” Amn J „ hä hu enn a i uu rü nm „D darah hlea aan abeknd eaute — andn bet — 1— — 2 1d— 4 9 4ℳ A Mauhm begehrt, und wird dir oftt mal Is bange, daß ar dich nicht erhoͤrt: doch doird ere 8 pulfe ſenden, ds ſey auch wann es ſey, And wird dein Ungluͤck penden, bleibſt du ihm mur getreu. 7. Wohl dir, wohl dei⸗ der Treue! ſie traͤgt den Hieg davon. Daß ſie zich niemals rene, denk ren großen Lohn! nach Vom Vertrauen auf GOtt, ————— noch ſo vielem Leide, das dir begegnen kann, bricht einſt der Tag der Freude und ewger Ruhe an. 8. Mach, Herr, ein froͤlich Ende mit aller unſrer Noth, und reich uns deine Haͤnde im Le⸗ ben und im Tod. Stets laß uns deiner Pflege und. Treu empfohlen ſeyn: ſo gehen unſre Wege gewis zum Him⸗ mel ein. hon der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. M. In allen meinen Thaten. Dir hab ich mich erge⸗ ben, mein Gott, im anzen Leben, im Un⸗ fug, wie im Gluͤck. Dir unk ich meine Freuden, ach preis ich auch im eiden bis an den letzten ſugenblick. „Du biſts, der fuͤr ſich wachte, noch eh ich „ar und dachte; du haſt it treuer Hand mich zuldvoll ſtets geleitet, luch da mir Gluͤck berei⸗ 639: tet, wo ich nur Schmerz und Leiden fand. 3. Was helfen meine Sorgen? Iſt mir mein Gluͤck verborgen, ſo iſts, Herr, dir doch nicht. Dir will ich mich befehlen: du weißt, was meiner Seelen und meinem Leibe hier ge bricht. 8 4. Warum ich heute flehe, das mögte, wenns geſchaͤhe, ſchon morgen mich gereun. Nux einen Wunſch von alſen laß dir, — 2————— zu ſeyn. Huld gibt dir Troſt und 15 5. Wenn ich verlaſſen auch Geduld. L mein banges Herz? O Leiden hier noch wallen; gen;und was es wuͤnſcht, Glaube feſt nur: was er ſelig iſt. Ich will, dir deine Bitten. Dulde! 12 ganz ergeben, getroſt und Jeſus hat vielmehr, als Gottes Willen. Bald den Streit. Kämpfe nur ie viird er und daͤterlich ale mit feſtem Glauben! i Keine † 382 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. 48 dir,o Herr, gefallen, den len deinen Kumer ſtilen.*— eLit Wunſch, zufrieden ſtets Er vermags, und ſeine 8 ſen G 1 hder? en. S rein: ſcheine, im Leiden zag 2. Heißt er dich die 4 ½⁶ Enhe und weine: was wuͤnſcht rauhe Bahn ſchwerer de N. hilf es mir beſtegen! Es ſey gelaſſen, denke dann: ſol wuͤnſchet ſich Vergnuͤ⸗ alſo hat es Gott gefallen. 92 H ſorg Int wir wird oft ſein Schmerz. thut, iſt dir heilſam, i ſoch 6. Drum will ich kind⸗ recht und gut. ſurhs ſce lich ſchweigen, zufrieden 3. Halt an Gott dich, di ſegehe mich bezeigen mit allem, ſey getreu! leiden Gottes ſterft was du giebſt. Du kannſt Kinder Schmerzen: oſo ſin he uns nicht verlaſſen, die haben ſie dabey Ruh und* lingſ dir vertraun, nicht haſ⸗ Freude doch im Herzen.* hin, ſen, weil du dieFrommen Endlich ſiegt, wer Gott 1hnel w ewig liebſt. gefaͤllt, uͤber alle Noth un ſen gei 7. Nicht das, warum der Welt. ³ei ſete du ich flehe, dein Wille nur 4. Gott verzeucht wohl; 1 uxene geſchehe, und was mir aber er hoͤrt doch endlich ſſem irken ruhig leben, bis einſt der du leiden kannſt,gelitten. ts ena Tod mein Auge ſchließt. Faſſe dich, und habe en ſale⸗ 340. M. Jeſus, meine Zuv. Muth; denr er litt auch&ſheit 1 Auf mein Herz, ermanne dir zu gut. 8l ſkunnt Idich, überlaß dich 5. Kronen folgen auf ir ſeng en; un dielle à durii 2 la em dets Er imn . Dud ſeſen aut ah 4h hein OSas „ 1 Kenu dga rünſtt, Ganſt un. tfat,ſ ſd end ttuw . fzgh„ Men 3, Pad 45 8 Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. 38 „ Keine Leiden dieſer Zeit ſun koͤnnen Gottes Huld dir Frauben. Dulde, bet und lebe rein: Selig wird dein Ende ſeyn. 341. M. In allen meinen Thaten. ſoll ich troſtlos ſorgen? GOtt jſcheint mir zwar verbor⸗ gen: doch ſeine Huͤlf iſt nah; ſchafft, daß ich Wege gehe, ob ichs gleich zmicht verſtehe, die er zu ei ſine umeinem Heil erſah. 2. Laͤngſt wog er bie „Gefahren, eh Erd und Himmel waren, nach meinen Kraͤften ab. Er linderte durch Freuden udie Tage meiner Leiden, geh er ſie mir zu tragen gab. 3. 3. Mir konnt ein Gluͤck 1 der Erden zum Strick und Falle werden; die Weisheit nahm es mir. Mich konnt auf Selig⸗ gkeiten ein Kummer vor⸗ bereiten; und Gottes Gnade ſchenkt ihn mir. 1. ed 1 hn 264h 4. Vielleicht, wenn — Pracht und Ehre mein Theil auf Erden waͤre, wuͤrd ich mich ſuͤndlich freun; und Unterdruͤckte wuͤrden dann unter ihren Buͤrden umſonſt zu mir nach Huͤlfe ſchreyn. 5. Mich könten Schaͤtze reitzen, mehr Schaͤtze zu ergeitzen, und ſtolz mich aufzublaͤhn; dann wuͤrd ich Arme haſſen, und menſchenfeindlich laſſen vor meiner Thuͤre hun⸗ grig ſtehn. 6. Bald koͤnnt in guten Tagen mein Herz verwee gen fragen: iſt uͤber mir ein Gott? Dann wuͤrd in Schwelgereyen das Laſter mich entweihen, und Tugend waͤre mir ein Spott. 7. Gott nahm mir Ruhm und Schaͤtze; er zog mich aus dem Netze, das oft den Klugen faͤllt; daß ich, treu in der Liebe, ſein Auserwaͤhlter bliebe, entfernt er die Gefahr der Welt. 8. Oft 8 4 — — — g8. Oft will in boͤſen Tagen mein Herz zwar furchtſam klagen: wo iſt der Herr, mein Licht! warum verzeucht mein Retter? es lachen mein die Spoͤtter; ich ruf' und er erhoͤrt mich nicht. 0. Doch Gott, an dem ich hange, nimmt, iſt um Troſt mir bange, ſich meiner herzlich an; und fuͤhrt, den Gram zu ſtil⸗ len, um ſeines Namens Willen, den Irrenden auf ebner Bahn. 10. Preis ſey dem Herrn geſungen! auch in den Zuͤchtigungen liebt er mich vaͤterlich. Mein Gluͤck iſt Gottes Wille; ſein harr ich und bin ſtil⸗ le, und ruͤhme meiner Truͤbſal mich. 342. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreutz ge⸗ duldig, das bin ich dir und meinem Heile ſchul⸗ dig. Laß dieſe Pflicht, ——— 384 D Dritte Adth. Von den Püchten g gegen Gote — wie ſichs gebuͤhrt, mich achten, taͤglich betrachten 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Vaͤter? Bin ich nicht, Herr, vor dir ein Uebertreter? Thu ich zu viel, wenn ich die ſchweren Tage ſtandhaft ertrage? 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Boͤſe dul⸗ den, erdulden wir nur unſrer den wir verdient bekome— men, Truͤbſal der From⸗ men. durch Strafen unſrer Suͤnden uns, Gott, den Weg, um unſer Heil zu finden, wenn wir ſie uns, die Miſſethat zu haſſen, zuͤchtigen laſſen. 5. Streb ich nur nach dem Frieden im Gewiſ⸗ ſen, wird alles mir zum Beſten dienen muͤſſen. Du, Herr, regierſt, und ſtets gewaͤhrt dein Wille Gutes die Fuͤlle, 4. Doch bahnſt du, ſelbſt V 1. 82 mder Ichb ger at t hier ganz 1 und e„ ihret kr Jeit Thorheit Schul⸗ n, den, und nennen Lohn, dein e dwige 2 wac ſt Alw si hrſtta — 11 1. ua 6. Ich bin ein Gaſt und 1.„ 9 1 dot Ram nicht hier, erſt dort ſoll Dn d äd t 1 ai hn 1 den; und was ſind gegen 1 6 euch, ihr ewgen Freuden; . hn adieſer Zeit Leiden? 7. Wenn ich nur nicht iim az mein Elend ſelbſt ver⸗ 1un, z ſchulde, wenn ich als 1un„Menſch, als Chriſt, hier zleid und dulde: ſo kann Se 1 ich mich der Huͤlfe der uneErlöoͤſten ſicher getröſten. den 3 1 8. Ich bin ein Menſch, .m lund Leiden muͤſſen kraͤn⸗ aham ken. Doch in der Noth 460 Nan ſeinen Schoͤpfer den⸗ Rnnäi ken und ihm vertraun, menaſ adis ſtaͤrket unſre Herzen n fmitten in Schmerzen. nn O. Schau uͤber dich, „nſ wer traͤgt der Himmel an FHeere? Merk auf! wer en Pfpricht, bis hieher! zu andem Meere? iſt er nicht „nh Nauch dein Helfer und Be⸗ n asrather, ewig dein Vater? ahaen 10. Willſt du ſo viel zals der Allweiſe wiſſen? us Jetzt weiſt du nicht, wa⸗ T 1 R rum du leiden muſſen; allein du wirſt, was ſeine Wege waren, kuͤnftig erfahren. 11. Er zuͤchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geiſtes zu empfahen, und mit dem Troſt der Huͤlfe, die wir merken, Andre zu ſtaͤrken. 12. Das Kreutz vom Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung, Erfah⸗ rung gibt dem Glauben Muth und Nahrung. So ſtehe denn in deinem Glauben feſte, hoffe das Beſte! 343. M. In allen meinen T. Sech hab in guten Stun⸗ den des Lebens Gluͤck empfunden, und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelaſſen mich auch im Leiden faſſen. Welch Leben hat nicht ſeine Quaal? 2. Ja, Herr, ich bin ein Suͤnder, und ſtets ſtrafſt du gelinder, als es Bb M ⁴ —— D— Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. 385 ——— —— Menſch verdient. Sollt ich, beſchwert von Schul⸗ den, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Beſten dient? 3. Dir will ich mich er⸗ geben; nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menſchen bauen; du hilfſt und du erretteſt gern. 4. Laß mich nur Gnade finden, mich alle meine Suͤnden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geiſt noch Kraͤfte; ſein Heil laß mein Geſchaͤfte, dein Wort mir Troſt und Leben ſeyn. 5. Wenn ich in Chriſto ſterbe, bin ich des Him⸗ mels Erbe; was ſchreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, biſt bey mir in der Noth. 6. Ich will dem Kumer wehren, dich durch Ge⸗ uld verehren, im Glau⸗ ——— — Rag Dritte Abth. Von den Pflichten gegen n Gott. ben auf dich ſehn; ich will den Tod bedenken; du, Herr, wirſt alles len⸗ ken, und was mir gut iſt, wird geſchehn. 344. M. Warum ſollt ich mich denn. Sey zufrieden, mein Gemuͤthe! Gott iſt gut, was er thut, iſt voll Lieb und Guͤte. Er nur weiß in allen Sachen, groß von Rath, wie von That, alles wohl zu machen. 2. Beydes Erd und Himmel preiſen ſeine Macht, Tag und Nacht muͤſſen ſie beweiſen. Son und Mond, das Heer der Sterne, was ſich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die Werke ſeiner Haͤnde! Menſch und Thier, melden dir ſeinen Ruhm ohn Ende. Was wir non) ſo kleines nennen, Gras und Laub, ſelbſt der Staub gibt ihn zu erkennen. 4. Was V „ —— Eh der 48 en zruͤnd es ſer Se 17 en, n. e ſeinen frn, Surn, 8& le. Sollt i prhebe 1s derbat an ſleben ſiin G heiſt, en hem ich 8 Wien 8;Eor diſt vim eigt j u fein A ten det ei meing 6verzir —— 3 danth 32 Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden, rlen u d3. ad 4.Was auf Bergen und 8. Nun, mein Herz, d⸗ u küu in Gruͤnden, in der Hoͤh, hat ſchon lange Gott ge⸗ aud eueha 1 ſu der See, oder ſonſt zu than; denke dran; wird „ ug a finden, ruͤhmt die Weis⸗ dir jemals bange, als i une heit ſeiner Werke; jeder wollt er dich ganz verlaſ da ua Wurm, Wind und ſen: es Leſthicheuwnich doh, A Sturm, preiſen ſeine nicht; er kann dich nich 8 Starke. dor duſon.. 5. Sollt ich denn nicht o. Drumnenil dich e⸗ 6 um e ihn erheben? wie ſo gar nem Willen, heiße Aut anza euſ wunderbar gab er mir was er thut,) inn de mnnt N meinbeben! Was ich hab auch erfüllen. Denn er aſ P iſt ſein Geſchenke; auch iſt in allen Sachen, groß en lih, der Geiſt, der ihn preiſt, nei hais pon hat V nu un. mit dem ich⸗ihn denke. erer wirdswohlmachen. 6 Ana ie mich ſein ge⸗ 345. In bekannter Mel. 1 d0 ⁸8 6. Wie mich ſein ge⸗ Tas Gott thut, das iſt Ranhm ſi treues Sorgen, Tag und Wanoattzhr⸗ae ſ 3” 3. r Nacht nimmt in Acht, in Will N; rinn ndas zeigt jeder Morgen. bleibt zeheht ſein Wille ſdin nüſesſe 1 3i faͤngt meine Sa⸗ ſci dlick ver⸗ Wie er fangt mein utia manſ Ja, kein Augenbſi— arr ich ſein und ue tede Gott mein Licht, dir zum a der in der Noth in Dank verbindet. Gott, i; 7 e 7. Setzten mir des mich wohl weiß zu J hu een reuses Plagen heſtis ens drum laß ſih ih f o mein nu* 1,1hs zuen Haiſt de war 2. Was Gott thut, das be nll mich mehr Geduld vor⸗ iſt wohlgethan, er laͤſſet nbri hadenne deine Kraft hat mich nich ſuln zae fuh. 1am G t, daß ichs uͤber⸗ ret mich auf di bhre PMandef aaseih Bahn, lehrt ſeinen Weg IW 82 4 21 V 4 1 V — 3 3—— 388 ₰ mich wallen. Troſt und Geduld, gibt ſeine Huld; er wird mein Ungluͤck wenden; es ſteht in ſei⸗ nen Haͤnden. 3. Was Gott thut, das iſt wohlgethan; nur Er weiß, was uns nuͤtzet. Wie irrt und ſtrauchelt Jedermann, der ſich auf ihn nicht ſtuͤtzet? Ja ſeine Treu iſt imer neu; drum will ich auf ihn bauen, und ſeiner Gute trauen. 4. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. Er iſt mein Licht und Leben, der mir nicht Boͤſes goͤn⸗ nen kann; ihm will ich mich ergeben, in Freud und Leid; es kommt die Zeit, da offentlich erſchei⸗ net, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohlgethan. Muß ich den Kelch gleich ſchme⸗ cken, der bitter iſt nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht ſchrecken, weil er zuletzt mich doch —— Dritte Abth. Von den Pfüchten gegen GOtt. —,—— ergoͤtzt mit ſuͤſſem Troſt im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das iſt wohlgethan; dabey will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, ſo wird Gott mich doch vaͤterlich in ſeinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. 346. M. Jeſu, meine Fr. Thrit aus deinem Her⸗ zen banne Sorg und Schmerzen! ſchoͤpfe neu⸗ en Muth! Laß das Kreutz dich druͤcken, Gott wird dich erquicken; was er ſchickt, iſt gut. Wenn dich Noth ringsum be⸗ droht, Sorgen ſtets mit dir erwachen: wohl wirds Gott doch machen. 2. Iſt der Himmel truͤ⸗ be, wankt der Freunde Liebe, wird die Laſt dir ſchwer; ſtuͤrzt mit jedem Tage eine neue Plage uͤber dich daher; weicht das —— dn ſnen, : wol Kt 6 Mmache 5. dDu 2en; 6 * Wat 88 Von der d gs. das Gluck ſtets mehr zu⸗ verſchuldet, und dann rück, ſcheints dich nicht froh erduldet, was dein 2.... Zufriedenheit und Geduld im Leiden. 33 mehr anzulachen: V * 4 wirds Gott doch machen. da,.3.Bürden abzunehme 1uns72 hilft nicht Angſt noch W Graͤmen, ſchafft auch 5 keine Raſt. Ungeduld eangſ macht Burden, die dir iuſg leicht ſeyn wuͤrden, erſt Aoimgnzur Felſenlaſt. Zagend Rb Herz, zaͤhm deinen Schmerzl druckt die 1es Buͤrde ſchon dich Schwa⸗ en ſiah anchen: wohl wirds Gott et awasdoch machen. hetmnn 4. Du fuͤhrſt Chriſti Rtsn ant„Namen; Chriſtum nach⸗ elaſthuh uahmen, das iſt deine △ n h 9, 110' d m Pflicht. Werde nicht a erſchuͤttert, wenn die Erd an drzittert, und der Himmel en cyricht. Der ſteht feſt, der aca Sott nicht laßt. Laß acn Fingsum die Wetter kra⸗ nnben! wohl wirds Gott nntt Poch machen. 5. Herrlich iſt die Kro⸗ win hie, die der Chriſt zum ohne ſeiner Treu em⸗ 1e pfaͤngt. Nur nichts ſelbſt wohl Gott verhaͤngt. Sieg, als Held! mag doch die Welt deiner Hoffnung ſpöttiſch lachen! wohl wirds Gott doch machen. 6. Dabey ſolls denn bleiben! ich will nie mich ſtraͤuben, folgſam Gott zu ſeyn. Stets im Tod und Leben bleib ich Gott ergeben; ich bin ſein, er mein. Was er will, ſey ſtets mein Ziel; ihm em⸗ pfehl ich meine Sachen: wohl wird er ſie machen. 347. Mel. Ach was ſoll ich Suͤnder. Wohl dem, der mit ſtil⸗ lem Herzen, Gott, der uns als Vater liebt, ganz ſein Schickſal uͤber⸗ giebt; und auch in der Leiden Schmerzen ſeinem Unmuth weislich wehrt, nicht durch Gram ihn noch vermehrt. 2. Menſch! kein Schick⸗ fal deines Lebens, ſorg⸗ teſt du von Jugend auf, Bb 2 nimmt ——— 390 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. 6. Wenn er nicht ſo reichen Segen, als dem Naͤchſten, dir verlieh: muͤſſe doch ſein Wohl⸗ ſtand nie Reid in deiner rAwree. nimmt drum einen an⸗ dern Lauf. Sorge quaͤlt, und quaͤlt vergebens; deine Kraͤfte zehrt ſie ab; ſtuͤrzt dich zeitiger ins Grab. 3. Laͤngſt, eh du die Welt betrateſt, wog, der dir dein Leben gab, was dir nun begegnet, ab; gab dir Gluͤck, eh du noch bateſt; eh noch deine Thraͤne rann, ſah er dich ſchon gnaͤdig an. 4. Dankbar nimm des Lebens Freuden aus des Höchſten milder Hand; hat er Kreutz dir zuer⸗ kannt, nun ſo faſſe Muth, zu leiden. Gut iſt alles, was Gott will: dulde willig, dulde ſtill. 5. Will dein Anſchlag nicht gedeihen, und mis⸗ lingt dir dein Bemuͤhn: o! was Gluͤck dem Men⸗ ſchen ſchien, muß er oft hernach bereuen. Wohl⸗ that iſts fuͤr dich gewis, daß es Gott mislingen ließ. 3 ——— — Bruſt erregen. Lerne fremden Gluͤcks dich freun; fremdes Gluͤck wird dadurch dein. 7. Wenn dir Frevler Angſt erwecken, dich ihr Haß verfolgt und kraͤnkt: haͤlt ſie Gottes Macht umſchraͤnkt. Droht der Tod mit ſeinen Schre⸗ cken: der vom Tod erret⸗ ten kann, iſt dein Gott, nimmt dein ſich an. 8. Drum ſey unbeſorgt und heiter. Im Ver⸗ trauen auf ſein Wort, ſetze deine Wallfart fort; der bisher half, hilft dir weiter. Gott haͤlt feſt, was er verſpricht: er, dein Gott verlaͤßt dich nicht. 348. M. In allen meinen Thaten. Du fuͤhlſt, o Chriſt, das Leiden, das nun der Geiſt EN — RaSAaw 1— r iiht:b ftautre 4 freudi 2 r — — — — = = — — — Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. 39—* 5 Geiſt der Freuden von winden, und ich beſtritt 8 aanseh dir gewichen iſt. Du ſie gern. Die Suͤnd iſt de Rinſn rufſt: Herr, wie ſo lange! jetzt geſchaͤftig, und ihre dn uuſtt m Gott ſchweigt; und dir Reitzung heftig;ich fuͤhle ſ ann, wird bange, daß du von keine Kraft vom Herrn.. Ant a Gott verlaſſen biſt. 5. Chriſt, faſe Muth! 1 g zi 2. Iſt mir die Schuld die Schmerzen ſind Zeu⸗ fu f, 8. vergeben,(klagſt du) und gen beßrer Herzen, als d nun l Heil und Leben durch dir das deine ſcheint. ꝛ Chriſtum mir verſchafft: Verlangſt du Gott zu. eg warum fuͤhl ich die Liebe lieben; wie kannſt du dich men und ſeines Geiſtes Trie⸗ betruͤben? Du biſt gewis 4 ih be, und Hoffnung nicht mit ihm vereint. a mich † in voller Kraft! 7. Vermagſt du Gott ahhnn 3. Muͤhſelig und bela⸗ zu kennen, und Jeſum ns den hör ich das Wort der Herr zu nennen, als nur amn b Gnaden, und ich empfind durch Gottes Geiſt? Den um es nicht: bin ſcheu, vor haſt du ja empfangen; 1d Gott zu treten, und kann er iſts, der mit Verlan⸗ G in nicht freudig beten, und gen dich Gottes Gnade ana ffuͤhle keine Zuverſicht. ſuchen heißt. ul 3. 4. Mir, der ich ſeinen 8. TrauGottler wohnt 1 l. 4 y- 9 ael Willen treu ſuche zu er⸗ füullen, war Wort gewis. richs nicht recht faſſen; ſein Licht will mich ver⸗ alaſſen; mich decket Nacht Grimme, aund Finſterniß. 5 5. Ich konnte ſonſt die Sunden weit beſſer üͤber⸗ bey denen, die ſich nach ſonſt ſein Huͤlfe ſehnen; er kommt Jetzt kann und will dein Gluͤck. Er hoͤret deine Stimme, und ſchweigt, doch nie im nur einen klei⸗ nen Augenblick. 9. Gott ließ ſchon man⸗ chen Frommen in dis Ge⸗ 3b 4 draͤnge — ee Dritte Abth. draͤnge komen, und ſtand ihm dennoch bey. Du ſollſt dich kennen lernen, vom Hochmuth dich ent⸗ fernen, und ſehn, was Gottes Gnade ſey. 10. Die Sicherheit zu hindern, ſchickt Gott oft ſeinen Kindern, auch dir jetzt, dieſe Laſt. Er reinigt dich im Feuer, macht dir dein Heil jetzt theuer, damit du halteſt, was du haſt. 1I. Zwar iſt dir jetzo bange; denn Zuͤchtigung, *— 2 — ſo lange ſie da iſt, ſcheint uns hart; doch nachmals wird ſie geben heilſame —— Won den Pflichten g gegen GoOtt. Frucht und Leben dem, der durch ſie geuͤbet ward. 12. Fahr betend fort zu wachen! Stark iſt Gott in den Schwachen und guͤtig fuͤr und fuͤr. Sein Wort kann nimmer truͤ⸗ gen: laß, ſpricht er, laß dir gnuͤgen an meiner Gnad, ich helfe dir. 13. Drum hoff' in dei⸗ nen Noͤthen, will dich der Herr auch toͤdten, auf ihn, und harre ſein! Er wird mit den Erlöoſten dich einſt noch voͤllig tro⸗ ſten, und du wirſt ſeiner ſtets dich freun. Vom Gebet und der Bitte. 349. Mel. Wer nur den lieben Gott. Dein Heil, o Chriſt, — nicht zu verſcherzen, ſey wach und nuͤchtern zum Gebet. Ein Flehn aus reinem guten Herzen hat Gott, dein Bater, nie verſchmaͤht. Er iſt die Liebe ſelbſt und hoͤrt, was ſeiner Kinder Herz begehrt. 2. Erhebe dich zu ſeinen Hoͤhen mit Dank und Flehen oft und gern: Er laͤſſet, was dir nuͤtzt, ge⸗⸗ ſchehen, iſt dir zu helfen niemals fern; und thut, wenn du nur zu ihm flehſt, mehr, als du bit⸗ keſt und verſtehſt. 3. Wel — hrtz 2 bet e He 1 n dder i eine hnie 2 ſigkei 84 —— ———— d der Bitte. uns liebt, im Fleis zu allen guten Werken; iſt dieſe Pflicht fuͤr dich be⸗ truͤbt: ſo triffſt du nichts auf Erden an, das deinen Geiſt erfreuen kann. 7. Gott, laß mich nicht mein Heil verſcherzen, gib Luſt und Kraft mir zum Gebet; und wenn mein Mund aus gutem Herzen zu dir um Huͤlf und Gnade fleht; ſo hoͤre mich von deinem Thron durch Jeſum Chriſtum, à G Victee, 1 1 Vönuttm a de An ANrda 1 12, Fäht 1 e hachan8 achſu,eſ 18 d Vom Gebet un 3. Welch Gluͤck, ſo hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu ſtehn! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menſchen Flehn? er will blos deine Seligkeit, wenn er zu beten dir gebeut. 4. Sagt Gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? niſt des Gebetes Frucht Wehmae nicht dein? Wer ſich der m Pflicht zu beten ſchaͤmet, dr em nt der ſchaͤmt ſich, Gottes 1 „ —— —— —— 6 AIIHth ium ſtewtth Freund zu ſeyn; und o, deinen Sohn. ſterin mhe hwie wuͤrd es um dich 350. Mel. Mache dich, ta itthit ſtehn, wenn er dich dei⸗ mein Geiſt. nen Weg ließ gehn! Alles, Höchſter, was 5. Dein Gluͤck von dei⸗ uns nutzt, haſt du dedan da e nem Gott begehren, iſt nur in Haͤnden, du, der w h Nwarlich keine ſchwere gern die unterſtüͤtzt, die eilt Pflicht; und deine Wun⸗ zu dir ſich wenden. Soll⸗ „ ehſ aſche Gott erklaͤren, gereut ten wir denn zu dir nicht ten idin Ewigkeit dich nicht. in allen Dingen unſer urtie 3Es gibt dir Muth und Flehen bringen? el uſtaͤrkt die Kraft zur Daͤm⸗ 2. Wer ſich weigert 4 f apfung jeder Leidenſchaft. oder ſcheut, dich, Gott, ch 6. Dich in der Furcht anzuſprechen, wenn ihm u des Hochſten ſtaͤrken, in zur Zufriedenheit Guͤter vi gdem Vertraun, daß Gott 1u KhWe — ◻* en p phl 2— 7 gißt, 4 hier gebrechen, der ver⸗ * 8— Hee, — 394 Ditte Abth. Von den Pflchten g gegen Gott. gißt, was du biſt, Geber aller Gaben, die wir no⸗ thig haben. 3. Nie vergeß es unſer Herz, betend dich zu eh⸗ ren, wenn uns Mangel oder Schmerz unſre Schwaͤche lehren! Hilf uns, gern dir, dem Herrn, die dir ſchuldgen Pflich⸗ ten uͤberall entrichten. 4. Hilf uns aber auch, wenn wir Gutes uns er⸗ bitten, daß wir demuths⸗ voll vor dir unſer Herz ausſchuͤtten. Zu dir ſey ſtets dabey unſre Seele ſtille, fern der Eigen⸗ wille! 5. Was uns gut iſt, weiſſeſt du beſſer als wirs wiſſen; unſer Heil und unſre Ruh in Bekuͤm⸗ merniſſen iſt dir lieb. Darum gieb, daß das Herz nur flehe: was du willſt, geſchehe. 6. O mit was fuͤr Freu⸗ digkeit koͤnnen wir dann beten, wenn wir voll Entſchloſſenheit vor dein — Antlitz treten, uns allein des zu freun, was zum Wohlergehen uns dein Rath erſehen. 351. M. Vater unſer im Himmelreich. GOtt, der du unſer Vater biſt! wie troſt⸗ voll, wie ermunternd iſt, was er, dein Sohn, zu Menſchen ſpricht: ſucht, bittet, glaubt und zwei⸗ felt nicht; Gott, euer Vater, Gott verſchmaͤht gewis kein kindliches Gebet. 2. Wie ſollt ich auf dis Wort denn nicht, Gott, zu dir flehn voll Zuver⸗ ſicht? Ein Vater, den ſein Kind anfleht, gibt gern ihm Guts auf ſein Gebet: wie wirſt denn du uns gern erfreun! wie mild in deinen Gaben ſeyn! 3. So gut iſt keiner; keiner iſt ſo mild und maͤchtig, wie du biſt. Was keiner thut, und keiner kann, kannſt du; du 1 V 8 time dru arm! 14 mne 8 kun. We ftDu in E 14 ht:w dn hurbe „i ſan, an pſten⸗ 4 ſt.Er 1)eine? ² Wenn h Fumw ies kein E rel holich 5„.u minde E me feſt me 1ſt um LH E ———— ——————— 4 Vom Gebet und der Bitte. 395 37n du nimmſt dich meiner du gewaͤhrſt von Zeit zu Be an: drum will ich flehn: Zeit mir Kraͤfte zur Ge⸗ tnſn Iaan erbarm dich mein! Nie laſſenheit. hth, de a wird mein Flehen mich 7. Wenn ich nicht hel⸗ agAs gereun. fen kann dem Freund, der in, 4· Wenn mir der Zu⸗ mit Vertrauen zu mir 43 4 kunft Ounkelheit von weint, nicht Armen, die ud allen Seiten furchtbar verlaſſen ſtehn, nicht n n dräut: wo find ich Troſt, Kranken, die um Labſal 16n,t 8 gls nur bey dir? Ruf ich flehn: ſo ruf ich doch fuͤr Autng dich an, ſo gibſt du mir ſie dich an, und du, Herr, d,, ah u getroſten Muth in meine thuſt, was ich nicht kann. Rin Bruſt. Erbarmen, Herr, 3. Steh ich am Ziele an ent Kiſt deine Luſt. meiner Kraft, wo mir dn zs ki 5. Wenn mich ſo man⸗ kein Menſch mehr Huͤlfe drſe S cher Kummer druͤckt, und ſchafft: wer hört dann nen Ml Hmirkein Strahl der Hoff, des Verlaßnen Ruf? Du dan Vrme nung blickt: ſo ſeh ich biſts, der Erd und Him⸗ wit Dglaubensvoll auf dich; mel ſchuf. Du hoͤrſt mich Leit e dwie mindert da mein und verkehrſt mein Leid weutwa Kummer ſich! denn du in ewige Zufriedenheit. Kumint Verhöreſt mein Gebet, das 9. So will ich denn ſtets e teren Pu dir um Erleichtrung mit Vertraun auf dich, n m fleht. mein Gott und Vater, ine 6. Wenn mich der ſchaun, und, deinen Se⸗ 1n Krankheit Schmerz be⸗ gen zu empfahn, zu dir 99 lemmt, und meines Gei⸗ mich im Gebete nahn. antes Denkkraft hemmt: Du höͤrſt, o Gott, ein fin 44 ann ruf ich dich um Lin⸗ frommes Flehn; und atw n wrung an, dich, der die was mir gut iſt, wird u en aSeele ſtaͤrken kann; und geſchehn. un aw 352· 396 Dritte Abth. Vo 352. Mel. Wer nur den lieben Gott. omm betend oft und mit Vergnuͤgen, o Chriſt, vor Gottes Ange⸗ ſicht. Laß keine Traͤgheit dich beſiegen in der Er⸗ fuͤllung dieſer Pflicht. O üͤbe ſie zu Gottes Preis und deinem Heil, mit treuem Fleiß. 2. Bet oft in Einfalt deiner Seelen; Gott ſieht aufs Herz, Gott iſt ein Geiſt. Wie koͤnnen dir die Worte fehlen, wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub an Gott und ſeinen Sohn ruͤhrt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Bet oft zu Gott, 1 und ſchmeck in Freuden, - wie freundlich er, dein Vater, iſt; bet oft zu (Gott, und fuͤhl im Lei⸗ den, wie treulich er das Keid verſuͤßt. Gott hoͤrts, Gott iſts, der Huͤlfe ſchafft; er gibt den Muͤ⸗ mden Troſt und Kraft. —— 4 —“ —— n den Pflichten gegen GOtt. 4. Bet oft, und, heiter im Gemuͤthe, ſchau dich an ſeinen Wundern fatt; ſchau auf den Ernſt, ſchau auf die Guͤte, womit er dich geleitet hat. Oft irr⸗ teſt du, er trug Geduld; erkenn und preiſe ſeine Huld. 5. Bet oft, durchſchau mit frohem Muthe die herzliche Barmherzigkeit des, der mit ſeinem theu⸗ ren Blute uns vom Ver⸗ derben hat befreyt; und eigne dir zu deiner Ruh und Heiligung ſein Opfer zu. 6. Bet oft, Gott wohnt an jeder Staͤtte; in kei⸗ ner minder oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit Vielen bete, ſo ſind ich eh bey Gott Gehoͤr. Iſt, was du wuͤnſcheſt, recht und gut, ſo ſey gewis, daß Gott es thut. 7. Doch ſaͤgme nicht, in den Gemeinen auch oͤf⸗ fentlich Gott anzuflehn, und ſeinen Namen mit den 0 Glied Fein dasa Gott, he iſt. Bet 8) luben fen, l nn, an richt e an gt Ktzicae . 4 NG 4.* N NN in Gaa. 1nd heten ell dulthel ſ 6 3.4 ℳ Setfit wiru tt u mälahw erne d ſün har , d aa dt u de dwnd deil glu rdDfe a En:t trwjoren un „Gr derniGten „eu lüntc „ u Gutt6 emura Nenct. R upöbtkte Re sGe 7 1 gGer N 7 A 1 N —*—— ☛‿—— 2—— Vom Gebet und der Bitte. den Seinen mit deinen uͤberſehn, weil mich, der Bruͤdern zu erhöhn. dir zur Rechten ſitzt, n Fuͤhl der vereinten An⸗ durch ſeine Fuͤrſprach in dacht Werth, die deine unterſtuͤtzt. K eigne ſtaͤrkt und naͤhrt. 353. In voriger Melod. 2 8. Ber oft zu Gott fuür Ju dir, o Gott, das deine Bruͤder, fuͤr alle— Herz erheben, zu dir Menſchen, als ihr mit frommer Andacht Freund; denn wir ſind flehn; dir Dank und Eines Leibes Glieder; Ehre geben, und meine vein Glied davon iſt auch Schwaͤche dir geſtehn, iſt dein Feind. Solch Bit⸗ dein Befehl, iſt meine zten, das aus Liebe fließt, Pflicht, und ſtaͤrket dehrt Gott, der ſelbſt die meine Zuverſicht. „Liebe iſt. 2. Wie koͤnnt ich dieſe 3 9. Bet oft, ſo wirſt du Pflicht vergeſſen? Nein, „Glauben halten, dich taͤglich bleib es, Gott, pruͤfen, und das Boͤſe mir werth, mit frohem ſcheun, an Lieb und Ei⸗ Danke zu ermeſſen, welch cfer nicht erkalten, und Heil von dir mir wider⸗ kreich an guten Werken faͤhrt, der du auch mich gſeyn; denn Muth und als Vater liebſt, und Kraft und Seelenruh gern mir, was mir nuͤ⸗ gſagſt du, Gott, dem, der tzet, giebſt. bittet, ä. 3. Wenn ich zu deinem „10. Dis reitze mich, vor Throne trete, von dir zdich zu treten mit Lob mir Gutes zu erflehn; and Dank, mit Wunſch wenn ich im Kummer zu hund Flehn; doch meine dir bete, and wuͤnſche, „Fehler bey dem Beten mich erhört zu ſehn: ſo wollſt du, mein Vater, gib, daß ich von Heuche⸗ ley, 5 — e 8— — ley, und frey vom Eigen⸗ dunkel ſey. 4. Nie muß' ich das von dir begehren, was deine Weisheit nicht erlaubt; nie bitten, das mir zu ge⸗ waͤhren, was Andern ihre Wohlfarth raubt. Denn du erhoͤreſt kein Gebet, das Rache, Neid und Stolz verraͤth. 5. Wünſch ich mir Guͦ⸗ ter dieſer Erden, ſo laß zugleich mich darum flehn, daß ſie mir wirk⸗ lich Mittel werden, des Nachſten Wohlfarth zu erhoͤhn; daß ich, von Geitz und Kargheit fern, mit Weisheit ſie gebrau⸗ chen lern. 6. Wuͤnſch ich bey kum⸗ mervollen Leiden von ihrer Laſt mich frey zu ſehn; wuͤnſch ich des Le⸗ bens ſtille Freuden, ſo laß nur ſo mich darum flehn: wenns deiner Weisheit Rath beſchließt, und Pfmn mir beydes nuͤtzlich Iſt. 3 — 398 Dritte Abth. Von den Pflichten gegen GOtt. — 7. Dann wird dir mein Gebet gefallen, ich werde nie mich troſtlos ſehn. Du, Herr und Bater von uns allen, erhoͤrſt dann auch gewis mein Flehn; gibſt nur im Gluͤck Zu⸗ friedenheit, in Truͤbſal Ruh und Heiterkeit. 354. In doide Maß din SGein beſter Troſt in M dieſem Leben iſt ein Gebet zu meinem Gott. Dis kann mir Kraft in Schwachheit geben, Ge⸗ duld und Muth in jeder Noth; bey jedem Gram, bey jedem Schmerz ein ruhiges zufriednes Herz. 2. Wie kann ich Troſt und Ruhe finden, wenn mir mein Herz den Troſt verſagt? wenn, bey der Menge meiner Suͤnden, es muthlos vor dem Richter zagt? Nichts 2 1lind 4 1 1 Wer berſ rwir eh er ff h ich 4un riüft * 3 ½☛ 7 3 551 U(s * troͤſtet mehr, als ein Ge⸗ bet, das, Gott, bey dir um Schonung fleht. 3. Und wenn ein Kum⸗ mer mich verzehret, d 1 zeyſt gib Äd ſetun zenn 1 gyſen Nuth A Whjita a .dan ich der Welt nicht klagen n nheh Aann: dann ruf ich Gott, un Ner mich erhöret, um aes unet kroſt in dieſem Kummer „ un. Wer ihm ſein Leid daait nrit Zuverſicht entdecket, mn um Ren verwirft er nicht. a4. Ruf ich ihn an bey ſtem Geſchaͤfte des Stan⸗ u hes, den er mir verlieh: en5 fleh ich nie umſonſt 81*m Kraͤfte; er, Gott, enun pein Beyſtand, gibt mir imt ne. Er gibt aus vaͤter⸗ etrit nu cher Huld mir Segen, dr. RwJwc- plugheit und Geduld. nen 5. Wenn, eine böſe Luſt a 4 daͤmpfen, mir Schwa⸗ aest den Muth und Kraft 40 1e ebricht: dann bitt ich Pott; er hilft mir kaͤm⸗ ffen, und gibt mir Muth a ang at jeder Pflicht. Und, Vom Gebet und der Bitte. ſtark durch meines Gottes Kraft, bezwing ich jede Leidenſchaft. 6. Nie will ich mich zu raͤchen ſuchen, wenn mich ein Feind zu kraͤnken ſucht; nie den verſpotten, nie dem fluchen, der mich geſpottet, mir geflucht. Nein, meine Rach iſt ein Gebet, das Gott um Gnade fuͤr ihn fleht. 7. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bey Niemand Huͤlfe finden kann: ſo ruf ich Gott, und nicht vergebens, um ſeinen Troſt und Bey⸗ ſtand an, der, wann die Sprache mir vergeht, doch meine Seufzer noch verſteht. inrtun Das Gebet 55. Mel. Lebt Chriſtus, 1 a was bin ich. misin Dup, des ſich alle Him̃el 2ℳ 6-— freun, auch unſre u Seele freut ſich dein, daß Li 9 gu, des Macht unendlich des SErrn. iſt, daß du, Gott, unſer Vater biſt. Gelobt ſeyſt du! 2. Weit, uͤber unſre Einſicht weit, geht dei⸗ nes Namens Herrlichkeit. Ihn ——— 4 5 3 — —— Ihn ehre, ſtets von Lieb entbrennt, wer deinen groſſen Namen nennt, Unendlicher! 3. Verbreite deiner Gnade Ruhm durch Jeſu Evangelium; mach un⸗ ſer Herz ihm unterthan, ſo beten wir dich freudig an, Allguͤtiger! 4. Der du in deiner Wahl nie irrſt, und wohlzuthun nie muͤde wirſt, dein Wille, Wei⸗ ſeſter, geſcheh auf Erden, ſo wie in der Höh, mit Freudigkeit. 5. Was unſer Leben hier erhaͤlt, gib uns, ſo lang es dir gefaͤllt; doch gib uns auch ein Herz dabey, das dankvoll und genuͤgſam ſey, und dir vertraut. 6. Vergib, vergib uns unſre Schuld, trag unſre Schwachheit mit Ge⸗ ——u— n — 400 Drit. Abt. Von den Pfl. ꝛc. Vom Gebet und ꝛc. duld; wir wollen auch, von Rachſucht rein, des Bruders Fehler gern verzeihn. Wir wollens, Herr! 7. Zu ſchwer ſey die Verſuchung nicht! uns leucht, Erbarmender, dein Licht; ſteh uns zum Siege maͤchtig bey; mach uns im Guten feſt und treu, Erbarmender! 8. Erlos, erloͤs uns, unſer Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! Nimm nach vollbrachtem Pruͤfungslauf uns zu dem beſſern Leben auf, Gott, dem wir traun! 9. In deines Himmels Heiligthum, auf deiner Erd erſchallt dein Ruhm. Dein iſt die Macht, die Herrlichkeit von Ewig⸗ keit zu Ewigkeit. Gelobt ſeyſt du! 88 knden erleib. tan! A it un * 4 — ſ4 fr ewi te ſos be Unh im en und ſ (⁸,₰ V z und ſad ſerha 18 1 1 8 à7 1a 8 len 131 n 14 6 4 1— du elſe t, d uhne Gei ium dan vie c— ihn b 1a O9 · ) ‧ N A. Vo Gaha ' 5 duld; wir nn. n von Jachlcen „Bruders gah derzeihn. Vewe t Her. 356. In bekannter Melodie. de helh un danket alle Gott ſcen— mit Herzen, Mund i, Vaſüchang it und Haͤnden, der große , leucht, Einn Dinge thut an uns und ig deinict, ſhmallen Enden; der uns von Siege nitn Mutterleib' und Kindes⸗ der mach unsin enbeinen an bis dieſen Au⸗ d und tra, Enm genblick unzaͤhlig Guts de 8§. Ellös, ah gethan. tie unſer Gott,t 2. Der ewig reiche Gott en, Fath aus urlwoll uns bey unſerm Le⸗ nit Annmoelben ein immer frölich hriſngsla Herz und ſteten Frieden en dan beſten e geben; und uns in ſeiner e Gott, vmen Gnad erhalten fort und h a. In dineh fort, und uns aus aller an heilattun, Noth erlöſen hier und ud Enderſalt vrt. de, Chr und preis ir Ni ſfnig ſey Gott dem Vatel und unücän dem Sohne, und ſeinem in fetuEucſpeilgen Geiſt. Er, der — iſe faſtdu 6, vom Himmelsthrone er⸗ barmend auf uns ſieht, bleibt, wie er ewig war, unendlich groß und gut. Lob ſey ihm immerdar! .— — Vom Lobe GOttes, oder Lob⸗ und Danklieder. 4⁰ 357. M. Nun lob', mein Seel', den. uf, meine Seele, ſinge; es ſinge Gott, was in mir iſt. Der Herr thut große Dinge an dem, der ſeiner nicht vergißt! Gern hat er mir vergeben all' meine Miſſethat, ge⸗ rettet mir das Leben nach gnadenvollem Rath, ge⸗ kroͤnt mit ſeinem Heile, vom Elend mich befreyt; und einſt wird mir zu Theile die Ruh der Ewigkeit. 2. Er hat uns wiſſen laſſen ſein heilges Recht und ſein Gericht; Erbar⸗ mung ohne Maaſſen dem Frommen, der den Bund nicht bricht. Schnell eilt ſein Zorn voruͤber, ſtraft nicht nach unſrer Schuld. Der Herr begnadigt lie⸗ ber, nimmt lieber auf zur Huld. Beweinen wir die Suͤnden mit wahrer Buße Schmerz: ſo laͤßt Ke 254 er —— 40² er Troſt uns finden, gibt Frieden uns ins Herz. 3. Wie Vaͤter mit Er⸗ barmen auf ihre jungen Kinder ſchaun: ſo thut der Herr uns Armen, wenn wir nur kindlich ihm vertraun. Er weis es, wir ſind Kinder, ſchwach, elend, Erd' und Staub, zum Tode reife Suͤnder, ein niederfal⸗ lend Laub. Kaum, daß die Winde wehen, ſo iſt es nicht mehr da: wir welken, wir vergehen; ſtets iſt der Tod uns nah.§ 4. Gott, deine Gnad' alleine, ſteht feſt und bleibt in Ewigkeit. Sie bleibt bey der Gemeine, die ganz ſich deinem Dienſte weiht. Mit ihr ſoll auch mein Leben dir ſtets geheiligt ſeyn. Weñ Engel dich erheben, ſich deines Dienſtes freun; wenn ſie mit Preis dich ehren, vollziehn dein heilig Wort: ſo will auch ich vermehren dein Lob an jedem Ort. Herr Ze Dritte Abth. Vom Lobe GOttes, 5. Anbetung, Preis und Ehre ſey dir, Gott, Vater, Sohn und Geiſt! wir ſingens in die Choͤre der Schaar, die dich voll⸗ kommner preiſt. Anbe⸗ tung, Preis und Ehre dir, der du warſt und biſt! Wir ſtammlens nur; doch hoͤre, hoͤr uns, der ewig iſt. Dein Lob, das wir hier lallen, du, Gott, auf den wir traun, ſoll wuͤrdiger erſchallen, wañ wir dich naͤher ſchaun. 358. In bekannt. Melod. Hir Gott, dich loben wir. Herr Gott, wir danken dir. Dein, Va⸗ ter, iſt in Ewigkeit das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit. Die Welt, dein Werk und Eigen⸗ thum, verkuͤndigt deines Namens Ruhm. Der Engel Heer, die Sera⸗ phim, die Himmel alle ſingen ihm: Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt unſer Gott! Heilig iſt unſer Gott, der Herr, baoth! 2. — 6 V b ⸗ Weit 32 wei ucht u 82 heil t hHahl, ean ken a 7t ſrheit 1) lobſt *m E an gan mt dich 8 dich Himm 5 127 4 8 d klobe Gote s. Anbetng, 3 Ehre teſeydie Jater, Einn dir Ilaas ing er Schagk, ded unnuj ee preſt. n, Priem. * warſtm d Wirſan amſe heban hr höruns, t din h let küule. den wir 4 idiner eeſchele vir dich näßerſe 58. Masse 9 Hentii⸗ wir. Hen 4 dit. 29 2 tee, it in Euih danken Riich, deK dein Werk un An verkünt M Mamens Nuahh gnael Heer, me hi, die in ſtgen in. giſet Gott9 n unſer Gott! un gn Horr tun oder Lob⸗ 2. Weit, uͤber alle Him⸗ mel weit, geht deine Macht und Herrlichkeit. Der heiligen zwölf Bo⸗ ten Zahl, und die Pro⸗ pheten allzumal, der Wahrheit Maͤrtrer über⸗ all, lobſingen dir mit frohem Schall. Auch deine ganze Chriſtenheit preiſt dich auf Erden al⸗ lezeit; dich, Vater, auf der Himmel Thron, und Jeſum, deinen eingen Sohn, ſamt deinem Geiſte, deſſen Kraft ein neues Leben in uns ſchaff 3. Du Herr der Ehren, Jeſu Chriſt, der du der Suͤhder Heiland biſt, du 1 4 wardſt, um unſer Troſt „an zu ſeyn, ein Menſch, wie Herrlich n. wir, doch ſuͤndenrein. Du haſt den Weg zu Gott gelehrt, des Todes Macht haſt du zerſtoͤrt. Nun herrſcheſt du ins Vaters Reich an Majfeſtaͤt und Gnad ihm gleich. Im Grabe laͤſſeſt du uns nicht; du kommſt der⸗ einſt, und haͤltſt Gericht. und Danklieder. — ¾ 4. So hilf uns denn dir dankbar ſeyn, dir folgen und uns deiner freun. Einſt ſey im Himmel ewges Heil, mit allen Frommen, unſer Theil. Hilf deinem Volk, Herr Jeſu Chriſt, und ſegne, was dein Erbtheil iſt. Leit uns durch unſre Pruͤfungszeit, bis zu der frohen Ewigkeit. 5. Herr Gott, wir lo⸗ ben taͤglich dich. Dir heiligt unſre Seele ſich. Vor aller Ungerchtigkeit behuͤt uns jetzt und alle⸗ zeit. Sey gnaͤdig uns, v treuer Gott, ſey gnaͤdig uns in aller Noth. Wenn wir zu dir um Huͤlfe ſchreyn, laß dein Erbar⸗ men uns erfreun. dich ſteht unſre Zuver⸗ ſicht; verlaß uns auch im Tode nicht! Amen. 359. M. Wie ſchoͤn leucht uns der. obſinget Gott! Dank, Preis und Ehr ſey unſerm Gott je mehr und Ce 2 2ℳ4 „„„]õſſſſſſſſſſſͤͤͤſͤͤͤͤͤ 3. ,. Auf mehr, 7 — ——— ———— goa Dritte Abth. Vom Lobe GOttes, mehr, fuͤr alle ſeine Wer⸗ ſern Luͤſten. Leit uns, auut as ke! Von Ewigkeit zu ſtaͤrk uns, in der Freude, lüt ü! Ewigkeit lebt er und wie im Leide, Gott erge⸗ he. herrſchet weit und breit ben und der Tugend treu fei ke mit Weisheit, Guͤt und zu leben. 4 Staͤrke. Singet, bringet 360. Mel. Ich ſinge dir 9— frohe Lieder! Fallet nie⸗ mit Herz u. 9 rn der! Gott iſt herrlich, Von allen Himmeln ſen ich unausſprechlich groß— tönt dir, Herr, ein fci Fin und ſelig. froher Lobgeſang. Zu du it 2. Lobſinget Gott! dir, Anbetungswuͤrdiger, 5 ſn Dank, Preis und Ruhm ſteig auch der Menſchen 77 ſey von uns, deinem Ei⸗ Dank. 9 n genthum, Herr Jeſu, dir 2. Du brauchſt zwar ghh geſungen. Du, Mittler unſers Preiſes nicht, biſt jab 5 zwiſchen uns und Gott, ſelig ohne ihn; doch derß he haſt durch Gehorſam bis bleibt dein Lob ſtets un⸗ re zum Tod das Leben uns ſre Pflicht. Wer darf ſich m bei errungen. Heilig, ſelig, der entziehn? 1 ſeyn iſt die Freundſchaft und 3. Dich preiſen, iſt uns ha ne Gemeinſchaft aller Seligkeit; dir danken, ſei dhe Frommen, die durch dich hohe Luſt; ſchon hier f zum Vater kommen. fuͤhlt, wer ſich deiner 99 3. Lobſinget Gott! du freut, den Himmel in der 1 Geiſt des Herrn ſey nie Bruſt. ü von unſerm Geiſte fern, 4. Und du, der uns Em⸗ Je mit Kraft ihn auszuruͤ⸗ pfindung gab fuͤr deine gſt ſten! du machſt uns glau⸗ Herrlichkeit, ſiehſt huld⸗ brg gir big, weiſ' und rein, hilfſt reich auf das Lob herab, uns getroſt und ſiegreich das unſer Herz dir weiht. Kdt ſeyn im Streit mit un⸗ 5.Wir ſtammlens zwar m. ich! in löbe GOn, n Lüͤſten.. Rn tk uns,indan ſe imLeide,g d und 3 dun Iläm 60. Mäl. Jhit 3 ni den Von allen hm töntdir, hn roher Lobgſen, it, Anbet ttunaere ceig auch dr Thi ‚ank. 2. Du brautt inſers Preſſsn ſelig ohne in dleibt d dinlc re pflictWeie der entziehe! . Dichrreſn Slakat; dew hohe Lutt; ſt in Schwachheit nur, ſo warm das Herz auch gluͤht; deñ deinen Ruhm, Herr der Natur, erreicht kein ſterblich Lied. 6. Doch du verſchmaͤhſt das Opfer nicht, das dir die Andacht bringt, die ſich mit Kindeszuverſicht zu deinem Throne ſchwingt. 7. Es ſey auch noch ſo ſchwach und klein: es iſt doch ihre Pflicht; und iſt dabey das Herz nur rein: verſchmaͤheſt du es nicht. 8. So ſoll dein Lob denn allezeit in unſerm Munde ſeyn, und dank⸗ voll deiner Gutigkeit ſtets unſer Herz ſich freun. 9. Einſt ſingen wir im hoͤhern Ton dir unſrer dſſt, wr ſtt Seele Dank; und dann feut, der Hiune Bkuſt „Und du d dam ni dung gcl f nmittet ſt rich uf uehe dsunſery etzydt „An Kſiannſe V erſchallt an deinem Thron ein beſſrer Lob⸗ geſang. 361. M. Mir nach, ſpricht Chriſtus. enn Andre ſich auch um mich her, Gott, oder Lob⸗ und Danklieder. deines Lobes ſchaͤmen; wenn ſie von dir, Allguͤ⸗ tiger, wie Raub die Ga⸗ ben nehmen: ſo gib mir Muth, damit ich nie undankbar ſey, verfuͤhrt durch ſie. 2. Und weñ der Frevler Hohn mich ſchmaͤht, daß ich dich lieb und ehre; wenn meine Demuth, mein Gebet ſelbſt Weiſen Thorheit waͤre: will ichs nicht achten, chriſtlich groß. Spott war oft ho⸗ her Tugend Loos. 3. Wie klein bin ich, o Gott, wie ſchwach, wenn ich mich deiner ſchaͤme, ich, der ich einen jeden Tag viel Gutes von dir nehme. Dir meinen Dank, mein Lob zu weihn, ſoll Ehre mir und Wonne ſeyn. 362. In eigner Melodie. Allerhoͤchſter Konig! Herrſcher von uns Allen! Laß dir unſer Lob gefallen. Deine milde Guͤte, deine Macht und Ke z Staͤrke ————— X* — —— 406 Staͤrke, preiſen alle deine Werke. Sollten wir nicht auch dir Dank und Ehre bringen, deinen Ruhm beſingen? 2. Lobt denn ihn, ihr Himmel und ihr Him̃els⸗ heere! Lobet ihn, ihr Engelchöre! Großes Licht der Sonne, breit aus deine Strahlen, ſeine Groͤß' uns vorzumalen! Lobt den Herrn, Mond und Stern! Aller Welten Heere bringt ihm Preis und Ehre! 3. Und du, meine Seele, ſtimme ein, und ſinge! Singe deines Glaubens Lieder. Er gab ewigs Leben dir, ihn zu erheben; ſing' ihm deines Dankes Lieder. Er iſt Gott Ze⸗ baoth. Er nur iſt zu loben, hier und ewig droben. 4. Preis und Ehre bringe, wer den Herrn erkennet, und wer Jeſum CEhriſtum liebet! Preis und Ehre bringe, wer ihn Heiland nennet, und Dritte Abth. Vor Ottes„ 3 ſich ihm zum Dienſt er⸗ giebet! O wohl mir! Lobend hier werd ich endlich droben ohne Suͤnd ihn loben. 363. Mel. Ich ſinge dir mit Herz u. „u biſts, dem Ehr und Ruhm gebuͤhrt; und das, Herr, bring ich dir. Mein Schickſal haſt du ſtets regiert, und ſtets warſt du mit mir. 2. Wenn Angſt und Noth ſich mir genaht: ſo hörteſt du mein Flehn, und lieſſeſt mich nach ——— —— deinem Rath Huͤlf und Errettung ſehn. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit ſank, und rief: Herr rette mich! So halfſt du mir; mit welchem Dank, mein Gott, erheb ich dich! 4. Betruͤbte mich des Feindes Haß, ſo klagt ich dir den Schmerz; du halſt mir, daß ich ihn vergaß, und gabſt Ge⸗ duld ins Herz. 5. Wenn „Wenni e Pfedd m hderſch w dir, e por, und a Pnah⸗ Herr, ki ſich dir en h geübt; 3 luden, we aa der Seg Dir da 4 Paturme 8 E 84 (efeut. der Kre⸗ eFkeund 3 Sh d 20 kn Soh en Sünde deine 2* nuni 11 dan 1h Aa Gow. ſch ihm am Lobend fie d endſich drate Sündihn egn 363. M. hi , 7 14 Dutits,at —Rohm gau das Her,ne Mein Schicſo ſtets magiekt, varſt du mityi 2, Wenn Ant Woth ſch minn hüötteſt du nan. und lieſſeſtni deigem Jatſi Ernettang ſe „Wemibiee gnd Kranihetie tief: Heer un So halſt dun welchem Dan Gett, eheti0 4 Betkübtn Fändes puh dr dn Ehr faſft mir, W degat, unh. dldins Dent 1- 1 4 5. Wenn ich den richt⸗ gen Pfad verlohr, und mich verſchuldet ſah: rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Gnade war mir nah. 6. Herr, fuͤr die Leiden dank ich dir, dadurch du mich geuͤbt; und fuͤr die Freuden, welche mir dein milder Segen giebt. 7. Dir dank ich es, daß die Natur mich naͤhrt und mich erfreut. Ich ſchmeck in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 8. Ich danke dir fuͤr deinen Sohn, der fuͤr mich Suͤnder ſtarb, und der zu deinem Gnaden⸗ thron den Zutritt mir erwarb. 9. Wie ſehr liebt Gott der Menſchen Wohl! Er⸗ heb ihn, Volk des Herrn! Die Erd iſt ſeiner Guͤte voll; er hilft und rettet gern. 10. Er hilft und laͤßt die Traurigkeit bald vor uns uͤbergehn; will uns, oder Lob⸗ und Danklieder. nach kurzer Pruͤfungs⸗ — .— zeit, zu ewgem Gluͤck erhoͤhn. 11. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott; nicht, was er dir gethan. Verehr und halte ſein Gebot, und bet ihn ewig an. 364. Mel. Wach' auf, mein Herz. Qaßt unſerm Gott uns ſingen, ihm Dank und Ehre bringen, daß wir ſo viele Gaben aus ſeiner Fuͤlle haben. 2. Nur er hat uns das Leben und Seel und Leib gegeben. Er iſt es, der ſie ſchuͤtzet, das ſchenkt, was beyden nuͤtzet. 3. Dem Leibe gibt er Speiſe; die Seele macht er weiſe, in Reinigung von Suͤnden ihr wahres Gluͤck zu finden. 4. Fuͤr uns dahin gege⸗ ben ward Chriſtus unſer Leben; er, der fuͤr uns geſtorben, hat uns das Heil erworben. 5. Sein Wort wird, uns Ce 4 — 4372 zum — —— 4⁰8 zum Segen, ein Licht auf unſern Wegen; zu allen guten Werken ſoll ſelbſt ſein Geiſt uns ſtaͤrken. 6. Er laͤßt uns Gnade finden, vergibt uns unſre Suͤnden, wenn ſie uns herzlich reuen, und wir forthin ſie ſcheuen. 7. Das Herz ſchmeckt fromme Freuden, hat Troſt in allen Leiden, wagt es zu Gott zu tre⸗ ten, und frey vor ihm zu beten. 8. So hoch begnadigt werden, o Gott, wir ſchon auf Erden! Was wird nicht erſt fuͤr Gaben dein Himmel fuͤr uns haben! 9. Hilf ferner nur uns allen die ebne Bahn ſtets wallen, die, wenn wir ſie vollendet, in ewgem Heil ſich endet. 10. Leit uns durch deine Waͤhrheit, bis wir in voller Klarheit dich, dem wir hier vertrauen, noch heller werden ſchauen. ——— —— Dritte Abth. Vom Lobe GOttes, V Mel. Ich ſinge die 365. mit Herz u. Ich ſinge, meiner Seele Luſt, von dir, Herr, hocherfreut; ich ſing aus dankerfuͤllter Bruſt von deiner Guͤtigkeit. 2. Was iſt der Menſch, der Staub, vor dir, daß ſeiner du gedenkſt? Herr aller Welt, was haben wir, wenn du es uns nicht ſchenkſt! 3.Wer hat den Himmel ausgeſpannt, der unſer Aug entzuͤckt? Wer hat mit goͤttlich milder Hand den Erdkreis ausge⸗ ſchmuͤckt? 4. Wer kleidet Huͤgel, Thal und Au, und ziert mit Pracht den Hain? traͤnkt ſie mit Regen und mit Thau? und gibt der Saat Gedeihn? 5. Wer fuͤhrt die Sonn in ihrer Pracht mit je⸗ dem Tag uns zu? Wer ſpricht zum Mond in dunkler Nacht: dem Menſchen leuchte du? 6. Wer Per! ſedes Hetzſi i ſetuns! 1 h vann u Per ſi es Gtfatr edroht ſeo wund pirtger err, ſf, nur heilu — f, dein wir, un „ du. Wiegr dmd K ktunſe i allgege glicher Unsé 5 ℳ A v — 6. Wer kroͤnt mit Se⸗ 1 gen jedes Jahr, des un⸗ 2u, a ſer Herz ſich freut? Wer decgſ en t liebet uns unwandelbar, — auch wann ſein Donner draͤut? 2 dene 7. Wer ſichert uns vor 1 der Gefahr, die uns von 9 ferne droht? Wer rettet bruen oft ſo wunderbar aus ge⸗ di, Kennn nſgenwaͤrtger Noth? lfünt 8. Herr, unſer Herr⸗ ict ſchnti. ſſcher, nur von dir fließt „Verhatzn alles Heil uns zu. Dein ausgeſpannt, Balk, dein Eigenthum Aug etzücht dſind wir, und unſer Gott nitgittichnigbiſt du. den Erdkreih 9. Wie groß iſt deine ſchmükt! Huld und Treu! Du 4. Wer kledt zaͤhlteſt unſer Haar, ſtehſt Dhal und Auvuns allgegenwaͤrtig bey nit Pracht ſin jeglicher Gefahr. tͤnkt ſje witce oder Lob⸗ und Danklieder. Raab, Erbarmer, ſchreyt zu dir; du naͤhreſt ihn. 12. Und ruͤhrte dich, o Menſchenfreund, nicht eines Chriſten Schmerz? Die ſtillſte Zaͤhre, die er weint, bemerkt dein Va⸗ terherz. 13. Weh dem, der an dem Herrn verzagt, und ſeine Zuverſicht auf Men⸗ ſchen ſetzt, und heidniſch ſagt: Gott achtet unſer nicht! 14. Er liebt dich mehr, als du verſtehſt; iſt, See⸗ le, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh du flehſt. Vertraue gern dem Herrn! 15. Er ſchaut herab von ſeiner Hoͤh auf den, der 10. Uns Suͤnder traͤgſt niedrig iſt. Erhebe dich, wiheu wdu mit Geduld, lehrſt Unſterbliche, zu ihm, von Saat Gedeih uns durch deinen Geiſt; dem du biſt. „Per fühn wund reut uns unſre Suͤn⸗ 16. Lobſing ihm, bet 1 Färn put nc’denſchuld, du ſiehſt es ihn ewig an mit frommer dn Tag mne und verzeihf. ſpticht zun Zuverſicht. 11. Ja, deine Güͤte hat er an dir gethan! Wie viel e Snrrichtfo weit, ſo weit die Vergiß es, Seele, nicht! Mſten la ua Bolten ziehn; der junge Ce 5 366. — — 410 Dritte Abth. Vom Lobe GO 366. Mel. Ich dank dir ſchon durch. Ris hieher warſt du — ſtets mit mir in je⸗ dem Lebens Alter; von ganzer Seele dank ich dir, mein Vater, mein Erhalter. 2. Mein Gluͤck haſt du von Ewigkeit allgutig abgewogen, und mich ins Leben dieſer Zeit aus meitem Nichts gezogen. 3. Du bildeteſt, zu naͤhrteſt mich; eh ich dir ſtammlend dankte; du leiteteſt mich vaͤterlich; als Fuß und Arm noch wankte. 4. Auf meiner Jugend glattem Pfad warſt du ſtets mein Gefaͤhrte, der, wenn ich etwas boͤſes that, mich fromm zu wandeln lehrte. 5. Dutch dich konnt ich Gefahr und Noth ſo gluͤcklich uͤberwinden, und wider Krankheit, Fall und Tod erwuͤnſchte Rettung finden. 6. Und noch nimmſt du — ttes, dich meiner an auf allen— meinen Wegen, und fuͤhrſt mich auf der Tu— gend Bahn dem hoͤchſten Gluͤck entgegen. 7. Du ſchauſt noch im⸗ mer gnadenvoll auf mich, dein Kind, hernieder; und ſorgſt fuͤr meines Lebens Wohl, fuͤr Sin⸗ nen, Geiſt und Glieder. 8. Du wirſt, nich trau auf dich, mein Gott, auch in den kuͤnftgen Jahren ſtets mit mir ſeyn, ja bis zum Tod mich ſegnen und bewahren. V 367. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der. GSTT, deſſen ſtarke Hand die Welt er⸗ ſchaffen hat und noch er⸗ haͤlt! ich ſehe deine Guͤte; ich ſehe ſie, und werd entzuͤckt, wohin auch nur V mein Auge blickt. So bald ich mein Gemuͤthe auf dich, Schoͤpfer, acht⸗ ſam lenke, und dich den⸗ ke, find ich Armer dich als Vater und Erbarmer. 2. Schau chau ie Auge ⁸ 17 die E 14 D. ep r Lauf en ſternen en pt, el 6s ithe, 1* dich z inge ke, gre wnſe Wer 4 23 1* I n l. in und 7 t Thre entde Da z jaſſer große ne püliche E 14 ri c tit und Wert Palh. X — 2 der Wn ——— tiſtg thihr Au obe Go dich maineen meinen Pn tführt ui 9 gend Babhne e 2. Schau ich, ſo weit mein Auge reicht, gen hHimmel, ſo entdeck ich I Glita Maleicht die Spuren deiner ohn Guͤte. Der Himmels⸗ „ duſcuhlichter Lauf und Pracht, 1 naue nl das Sternenheer, das du dein Kind ngemacht, erwecket mein Ä und fent Gemuͤthe, großer Schoͤ⸗ g Lebens Wohl,ipfer, dich zu ſingen, dir h nen, Geit uhizu bringen Ehr und 4 9, Duwi Staͤrke, groß ſind deiner . auf dich weyo. Haͤnde Werke. inden fünſ 3. In Ungewittern, rſets mitwiin Stturm und Wind, die auhh deines Thrones Diener Hbewohren. ſind, entdeck' ich deine 3t. nns Gi ite. Das Feuer wie luhn der Waſſer Grund macht Goei ſdeine große Liebe kund. Mit froͤlichem Gemuͤthe Sean wil ich taͤglich darauf machten, und betrachten üätlitſ deine Werke, ruͤhmen 5 ſihe ſe, 2 Luhe oder Lob⸗ und Danklieder. —— — 44 4. Dein Erdreich, Gott, das Jedermañ gibt Brodt und Freuden, ſeh ich an, und ſchmecke deine Guͤte. Ich rieche, fuͤhl und hoͤre ſie in Feld und Wald, ich ſehe ſie in aller Fluren Bluͤthe. Von dir zeugen alle Dinge, ſo geringe ſie mir ſcheinen, Gott, im Großen und im Kleinen. 5. O zeuch mich uͤber Welt und Zeit zu dir, o Herr der Herrlichkeit! durch deine große Liebe. Auf dich laß mich in al⸗ lem ſehn, fuͤr jedes Gute dich erhöhn. Belebe meine Triebe, o mein Vater! dir in allen gefallen, dir zu leben ſey mein einziges Beſtreben! fd ückt, weti deine Huld und Staͤrke. uu!/ nein Auge e n dich wenc aufd nh ein 368. M. Wunderbarer K. fuſ f. zOtt iſt gegenwaͤrtig. e fhdi föeuwoe 4 1 Froh ihn anzubeten, herrlich. Von der ffentlichen und gemeinſchaftlichen Gottesverehrung. laßt uns vor ſein Antlitz treten. Er iſt groß und Alles. U 1— lᷣ̊ᷓ 1 8 1 n— 412 Dritte Abth. beuge ſich vor ſeinem Thron und ſchweige, an⸗ dachtsvoll, uns zum Wohl auf die ſelgen Leh⸗ ren ſeines Worts zu hoͤren. 2. Gott iſt gegenwaͤr⸗ tig. Ihm, dem Sera⸗ phinen mit der tiefſten Ehrfurcht dienen; ihm, dem Herrn und Schoͤpfer aller Engelchoͤre, ihm ſey ewig Preis und Ehre! Unſre Stimm', Herr, vernimm, da auch wir Geringen Preis und Dank dir bringen. 3. Hoͤchſter! wir entſa⸗ gen allen Eitelkeiten, die die Seele von dir leiten. Alle unſre Kraͤfte, Seele, Leib und Leben wollen wir dir uͤbergeben. Du allein ſollſt es ſeyn, den wir kindlich ſcheuen, deſ⸗ ſen wir uns freuen. 4. Moͤgten wir doch wuͤrdig deinen Namen preiſen, und dir wuͤrdig Dank erweiſen! Moͤgten wir, gleich Engeln, einſt O. 5 5—— Von der öoͤffentlichen En R dein Lob erhöhen, und, ſot hen wie ſie, dein Antlitz ſehen! Lttela Hilf, daß wir, dir ſchon uun an hier, großer Gott in allen 4 3ſ ſuchen zu gefallen. 44* 6. 5. Gib, daß unſre Keüt⸗ fſei ſ 7 niß ſich von dir vermeh⸗ Brrn re, uns zum Heil, und 9 m dir zur Ehre. unſre ume 7 ganze Seele muͤſſe ſchon 4 auf Erden, großer Gott, 9 5 7 t W dein Tempel werden. ach 5 Wo wir ſtehn, wo wir 4 41 mi gehn, hilf uns, dir nur 8 J leben, und dich ſtets er⸗ kenn äh 5 uft 369. Mel. Wer nur den Hin 9 lieben Gott. bn h Noch ſing ich hier aus iſt 9h dunkler Ferne, Gott i 3 Rn meines Lebens, dir mein 6 1“ Lied. Wenn einſt weit nſt fn uͤber alle Sterne dich une An mein verklaͤrtes Auge dunn 11 ſieht: dann ſchallet dir 1 84 8 im Jubelklang der Ue⸗ i berwinder mein Geſang. niet 16 2. Wohl mir indeß! his 1 Du ſchauſt hernieder, V ſang ſteigt mein Gebet zu dir kans d N hinan; du hoͤrſt den Dank V d der 3 In det Pfenlce dein etaſ wieſedeiguer ſchwachen Lieder mit Hiſf, Rt Baterhuld und Gnade hie,gwzaenpn. Und meine Beſſerung ſuchen u gilund Ruh nimmt durch „6ib uitzin 5 Win n ſ bin 1 3⸗ Froh wall ich hin wihmihne meinen Bruͤdern zu dir zn Eht beines Tempels Heilig⸗ genzeSeltnehum. Da ſchallt in dir auftde anzeweihten Liedern des dein dan Dankes Stimme dir zum Yo wi it Ruhm; und dann durch⸗ 1 npringet meine Bruſt ein gehn,ſiſu romm Gefühl der rein⸗ (ähen, ud iiſten Luft. hon. 5. Die Kraft von deinen 369 NeHimmelslehren durch⸗ feha idringt und hebet meinen Nac ing Geiſt, wenn er, vereint duniininmit heilgen Choͤren, neites ealet Gott, deinen großen Na⸗ did. Vafmen preiſt, Anbetung dir jber ale Enund Ehre bringt, und wein verklint Fülle der Empfindung ſeht: dum ſſſingt. in Jabeltn F. Zwar hab ich auch in berticdenülſtillen Stunden, wenn „ Wohlenich dir meine Freuden du ſteukejfang, der Andacht Selig⸗ aenein Gilkeit empfunden, die durch feictn weſ d. 8 hinnanindie frohe Seele drang. —— und gemeinſchaftlichen Gottesverehrung. 413 ——— — Mein Herz, wenn dir mein Lied erſcholl, ward ſeliger Empfindung voll. 6. Doch ward, dich in⸗ niger zu loben, oft, wenn es kalt und traͤge war, die Seele mehr zu dir er⸗ hoben, wenn meiner Miterloſten Schaar ſich bis zu deinem Throne ſchwang, und dir aus vollen Choͤren ſang. 7. Drum will ich mit der Frommen Schaaren auch gern zu deinem Tempel gehn, wo einſt auch die verſammlet wa⸗ ren, die nun vor deinem Throne ſtehn. Sie ſchau⸗ ten auch im dunkeln Wortz von Angeſicht ſchaun ſie dich dort. 370. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind hier. Heörrr, vor deinem An⸗ geſicht ſind wir hier, dich anzubeten. Laß uns doch ohn Andacht nicht, nicht ohn Ernſt dein Haus betreten; gib uns Herzen, die dich ehren, red⸗ —— — eee— redlich flehn, aufmerk⸗ ſam hoͤren. 2. Laß das Wort, das hier erſchallt, viele gute Fruͤchte bringen, und mit göttlicher Gewalt tief in unſre Seele drin⸗ gen; laß es unſern Sinn erneuen und des Irr⸗ thums Nacht zerſtreuen. 3. Mach uns ſo dein Wort bekannt, daß wir ſeine Vorſchrift uͤben, dich und den, den du ge⸗ ſandt, Jeſum Chriſtum herzlich lieben; daß kein Leid und keine Freude uns von dieſer Liebe ſcheide. 371. Mel. Wer nur den lieben Gott. Den Hoͤchſten oͤffentlich verehren, mit ſeinem Volk ihn gern erhoͤhn; und, um ſein goͤttlich Wort zu hoͤren, mit Luſt in ſeinen Tempel gehn: auch das, o Chriſt, ver⸗ giß es nicht! auch das iſt deine große Pflicht. 2. Wenn du nur heim⸗ — 414 Dritte Abth. Von der oͤffentlichen —— — 11 lich ihn verehreſt, zwar Cl Jeſum deinen Heiland ſfte nennſt; doch nicht auch V kentsn ſun oͤffentlich ihn ehreſt, er te Mi nicht auch ihn vor der§n Nin Welt bekennſt: wird er zunta ſud dann dich bekennen einſt, 6,5 ½ mo wenn du vor dem Gericht halet yf erſcheinſt? ih 2 Pol 3. Auch, deinen Naͤch⸗ giht wie ſten zu erbauen, mußt du ihrenine zum Hauſe Gottes gehn. mar ichs Wie Viele ſind, die auf veren dich ſchauen, die ſehr Eg aufs Beyſpiel Andrer ech: ſehn! wenn traͤg auch atz. Einer durch dich wird, 7 ½ biſt du es nicht, der ihn lintn verfuͤhrt? dast 4. Und auch uns ſelbſt Heß in unſern Pflichten, bey ſtil Schwaͤche und Unwiſſen⸗ im heit, noch immer mehr unr zu unterrichten, und fromm er n zu ſeyn in Freud und Fire ſü Leid: wie noͤthig iſt dis ga nicht, o Chriſt, der duin † geneigt zu fehlen, biſt? 5. Der Gottesdienſt iſt ein Geſchaͤfte, wozu aus Lieb uns Gott verband. Er 2 3 3 — —— lich! beenge di nute ſtaͤrket unſre ſchwa⸗ een Kraͤfte, er ſtaͤrkt Er⸗ eofentlictenntniß und Verſtand; d nicht auch ſa iſt ein Mittel, das uns t Walebeenraft zum Glauben und 1 h. b 5. Wie manchen Troſt 3 unraab ich empfunden, wenn 1.. ug 4 das Wort des Herrn 8 fan lunehört. wie lieb ich euch, ſn watglnyr frohen Stunden, da tr jun Hauſe Guan durch Danken Gott „Wi Jieleſherehrt, und ſich, ums dich ſcaun, wige bemuͤht, den n aufs BeſpſSorgen fuͤr die Welt g ſchn! wem ntzieht. ſe Einer durht7. Nichts gleicht dem ebiſt du es vifimmliſchen Entzuͤcken, berfüht as hier des Frommen r 4 Und aherz belebt, wenn er in in unſenpfttillen Augenblicken ſich ſSchvwächemim Gebet zu Gott erhebt, t ait, noch mand, voll des Gluͤcks, das „uunterichmer genießt, von Dank und hu ſeyn un Freuden uͤberfließt; ed: went 8. Wenn er dann auch üict, enn der Gemeinde, vereint ecgeüt aufie † 5 Der Gut thbeſchit „ Lh usGn —————— — — mit Andern, Gott ver⸗ ehrt, und Alle ſie, als Gottes Freunde, empfin⸗ den, daß ſie Gott belehrt: welch Gluͤck, in der Ge⸗ ſellſchaft ſeyn, und lie⸗ bend ſich in Gott erfreun! 9. Wie nichtig ſind der Erde Freuden dem, wel⸗ cher dieſe Freuden ſchmeckt! wie ſuͤß der Troſt, wenn man im Leiden dem beſten Freund ſein Herz entdeckt! wie nichts iſt alles Gluͤck der Welt dem, der mit Gott ſich unterhaͤlt! 10. Kommt dann, o Chriſten, theure Bruͤder, vereint im Geiſt vor Gott zu ſtehn, und alle, eines Leibes Glieder, den gro⸗ ſen Schoͤpfer zu erhoͤhn. Frolockend preiſet Jeſum Chriſt, der unſer Herr und Heiland iſt! — Noth⸗ 1 und gemeinſchaftlichen Gottesverehrung. 415 * ——— 8—— BII 8‿ — 2 2 416 Dritte Abth ——— „Nothwendige Einmuͤthigkeit Nothwendige Einmuͤthigkeit beym gemein⸗ ſchaftlichen Gebet. 372. M. Nun lob', mein' Seel' den. Laßt uns mit Danken treten vor unſern Gott mit Preis und Ruhm! Mit freudigen Gebeten lobt ihn in ſeinem Hei⸗ ligthum! Ihn, der mit ewger Treue, was er er⸗ ſchuf, erhaͤlt; daß alle Welt ſich freue, begna⸗ digt alle Welt; traͤgt mit Geduld die Suͤnder, hilft ſeinem Volke gern: lobt ihn, ihr ſeine Kinder, ihr Chriſten, dankt dem Herrn! 2. Ihr unſers Hauptes Glieder, vereinigt lieb⸗ reich Herz und Mund; als Erben und als Bruͤ⸗ der macht eures Vaters Gnade kund! Durch Sanftmuth uͤberwindet euch ſelbſt und Haß und Neidz verſoͤhnt euch, und empfindet der Liebe Suͤßigkeit! Zu Einem Heil berufen habt Alle gleichen Sinn; ſo tretet zu den Stufen des Throns anbetend hin. 3. Ihn, der die Lieb euch lehret, durch die ihr ſeine Kinder ſeyd, Gott, euren Gott, entehret das Lob, das ihm die Zwie⸗ tracht weiht. Die Suͤn⸗ der, die ſich haſſen, ſtehn hoffnungslos von fern, von ſeiner Huld verlaſ⸗ ſen, ein Greuel vor dem Herrn! Sie hoͤrt in ih⸗ ren Noͤthen Gott, der die Lieb iſt, nicht; verbirget, wenn ſie beten, im Zorn ſein Angeſicht! 4. Wir aber, deine Frommen, wir wollen, Gott, in Einem Geiſt zu deinem Throne kommen, wenn unſer dankbar Lied dich preißt. In Einem lauten Tone ſingt durch dein ganzes Reich dir, Vater und dem Sohne, die Chriſtenheit zugleich. Die Eintracht ihrer bi er — inat z, ſc i hel i i erGe 1 3 jſ üiſe m. a pelslu 8 V ihre 81, in 8 9 ſe Dei tn kbensl rſir er 8(Gebet t ſeigt pen d ie eempe der pfl M. W wie erget geſu, i ſu meit in d geben. 4 10 m 8 deiner. uthnavige Ein Wʒ gemi beym gemeinſchaftlichen Gebet. nithigkeit e hen öede der dringt auf mit hohem tracht Lied zu hoͤren, p glei iihmen Klang, ſchallt durch die neig, Herr, zu uns dein zu de Vimmen wieder: ein en⸗ Ohr! en Thran ugliſcher Geſang! 6. Wenn wir dann vor anbel(5. O pflanze ſelbſt die dir flehen, erhoͤre gnaͤdig n' arih.) Liebe mit aller ihrer dis Gebet! Laß uns zum n ficenm eteHimmelsluſt, pflanz Heil geſchehen, was un⸗ i tinifeden ihrer Trllbe 3 ſre ganze Seele fleht! n etgGet Gott, in unſer Aller Wenn wir aus heißem it Li,de ſu Bruſt! Hilf, daß wir, Herzen fuͤr Rettung aus 3 1 tuütre. jals die Deinen, uns lie⸗ der Noth, fuͤr Linderung le der,di fſtiiben kebenslang, und ſo der Schmerzen dir dan⸗ ae hoffungslitwor dir erſcheinen mit ken, unſer Gott, fuͤr ſo it von ſeine hLob, Gebet und Dank! viel Huld uns Alle dir ſt ſn, enen Dann ſteigt aus unſern weihen lebenslang: o öt Herm E’Chören der Eintracht Vater, ſo gefalle dir dei⸗ f, ren Nütheng’Lied empor: der Ein⸗ ner Kinder Dank! im Lieb itriche wenn ſelein Von der pflichtmaͤſigen Geſinnung gegen Jeſum, E ſein aae. und ſeiner NMachfolge. Tairuner 73. M. Wer iſt wohl, die dein Tod erklaͤrt, laßs dne wie du. mich tief zu Herzen neh⸗ 1- d' im Dir ergeb ich mich, men, und mich deiner t daiem Jeſu, der du dich niemals ſchaͤmen. Sie, hunn mſh mauch zu meinem Heil und ſie dringe mich, ſtets t dch preißt Leben in den Tod haſt lieben dich. n uun anzhingegeben! Ewig will 3. Groß iſt deine Huld. ), dein läee ich dein, mein Erloͤſer, Aller meiner Schuld V d u 3 ſeyn. wollſt du ewig nicht ge⸗ en deLhriftne, b N 2. Deiner Liebe Werth, denken, und auch mir eintuo Dd den 418 Dritte Ab den Frieden ſchenken, den du mir erwarbſt, als du fuͤr mich ſtarbſt. 4. Hilf mir, fuͤndenrein auch ſchon hier zu ſeyn. Was die Luſt zur Tugend mehret, und der Luͤſte Macht zerſtoͤret, das er⸗ bitt ich mir, Heiligſter, von dir. 5. Wecke mich ſtets auf, meinen Pilgerlauf nur nach deinem Wort zu en⸗ den; leite mich mit treuen Haͤnden auf der Tugend Bahnz leit mich Himmel an. 6. Dein Geiſt treibe mich, daß fuͤrs Gute ich allzeit wache und mit Beten taͤglich vor dich moͤge treten: ſo verloͤſcht das Licht meines Glau⸗ bens nicht. 7. Ohne Pruͤfung iſt hier kein wahrer Chriſt. Willſt du mich ins Lei⸗ den fuͤhren, laß mich nur dich nicht verlieren. In der Truͤbſals Nacht nim mich, Herr, in Acht. —— th. Von der pflichtm. 8. Deine Freundlich⸗ V keit, wenn ſie mich er⸗ alles hier, was mich von — —;ꝙ; Geſinnung freut, treibe Herz und Mund zum Oanken, und bewahr mich in den Schranken einer heilgen Freud', ohne Sicher⸗ heit. 9. Einen Heldenmuth, der auch Gut und Blut gern um deinetwillen laſſe, und des Fleiſches Luͤſte haſſe, gib zu deiner Ehr mir je mehr und mehr. 10. Jeſu, hilf, daß ich dir locket, uͤberwinde, und durch deine Kraft empfinde, daß ein wah⸗ rer Chriſt treu und ſtande haft iſt. 11. Wirds zum Ster⸗ ben gehn, wollſt du mir V beyſtehn, mich durchs Todesthal begleiten, und zu deinem Himmel leiten; daß ich da mich dein ewig moͤge freun. 374 gt bin ſate ſena kura pilg vn bmn dase ſen 8 ſots het ſchon m alt mt ſgroſ dere ufte A 1 ms n we ur lese ſet ſtter t kan bee ſal a; —— N Mr bflichw §. Deineh keit, um 324. Mel. Herzlich thut fteut, taben mich verl. Nandumd Du den ich innig ſchaͤ⸗ bewahr me tze, mein Heiland, Schkantn wenn ich mich an deiner Freuy, ahr Lieb ergötze: o wie be⸗ het. gluͤckt bin ich! Dann ſchwinden alle Leiden der 9. Eihhkurzen Pilgerzeit vor den Nt zuch Gnvollkommnen Freuden gern un under nahen Ewigkeit. laſe, unddeh 2. Nichts, nichts ſey Liſte haſt aneinem Herzen ſo werth, Ehr mir ſenals du, ſchon hier. Denn meßr. mit wie großen Schmer⸗ 1o gfi Gaen erkaufteſt du es dir? ales ir n Dir muͤß es angehoͤren Aid hh⸗ mit allem was es iſt; dich 3 uber alles ehren, der du empftnde, niſein Bureune ven Herz 2. 5* reChrittan beglucken, als deine Huld haſtit. allein? wer ſelbſt im Tod n. Vibwerquicken? wer da mein bn gehl n0 Troͤſter ſeyn? Dir bleib baſttr, ut ich ſtets ergeben; bey dir Addeethalt iſt Sicherheit vor jeder 8 ur uin Noth, iſt Leben, iſt Troſt län; 1 tn und Seligkeit. ebig ni„ct. Was ſollt ich troſtlos dan wig ſt klagen? Hab ich auch, Jeſu, hier noch manche gegen Jeſum, und ſeiner Nachfolge. — 4*„ Laſt zu tragen: ich hange doch an dir. Ich will geduldig leiden. Von dir, mein Herr und Gott, von dir ſoll nichts mich ſcheiden, kein Gluͤck, kein Schmerz, kein Spott. 5. O Herrlichkeit der Erde, vergebens lockſt du mich, Wenn ich nur ſelig werde: wie gern entbehr ich dich! Wo Jeſus Huͤtten bauet, da, da iſts gut zu ſeyn. Wenn ihn mein Aug einſt ſchauet, wie will ich dann mich freun. 6. Sey denn in jedem Leide, im Tode ſey mit mir! Und fuͤhr, o meine Freude, mich naͤher dann zu dir. Wenn mich kein Leid mehr ruͤhren, kein Tod mehr toͤdten kann: wie werd ich triumphi⸗ ren! wie ſelig bin ich dañ! 375. M. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu C. Herr Jeſu Chriſt, mein Troſt und Licht, der du mein Heil und Leben Od 2 — „ſo — —— 8 8 —= 420 Dritte Abth. Von der pflichtm. Geſinnung ſo innig liebſt, daß ich es nicht kann wuͤrdig gnug erheben! O moͤgt ich als dein Eigenthum dich herzlich wieder lieben, und getrieben von dir, zu deinem Ruhm dir treu zu ſeyn, mich uͤben! 2. Gib, daß kein ſtaͤr⸗ krer Trieb in mir, als dich zu lieben, lebe; daß ich mit herrſchender Be⸗ gier dir zu gefallen ſtrebe. Nimm alles, alles von mir hin, was dich und mich kann ſcheiden; eitle Freuden, die dir mein Herz entziehn; laß mich mit Ernſt vermeiden. 3. Du haſt mich je und je geliebt, und mich zu dir gezogen; eh ich noch et⸗ was Guts geuͤbt, warſt du mir ſchon gewogen. O laß, Freund meiner Seligkeit, ſtets deine Huld mich leiten, und begleiten; laß ſie zu jeder Zeit mir huͤlfreich ſtehn zur Seiten. 4. Laß jeden Stand, darinn ich ſteh, Herr, =—— — deine Liebe zieren; und wenn ich etwa irre geh, zu dir zuruͤck mich fuͤh⸗ ren; laß ſie mich ſtets des Chriſten Pflicht und jede Tugend lehren, und ver⸗ 11 wehten, daß Welt und Suͤnde nicht mich blen- den und bethoͤren. V 5. Laß ſie mir Freudig⸗ keit im Leid, in Schwach⸗ heit Staͤrke geben: und rufſt du nach vollbrachter Zeit mich einſt aus dieſem Leben: o dann laß deine Lieb und Treu, Herr Jeſu, mir beyſtehen, mich erhoͤ⸗ hen, daß ich, von Leiden frey, kann in dein Reich eingehen.„¼½ 376. Mel. Mir nach, ſpricht Chriſtus. 1 † zu, deines Vaters — Ebenbild, ihm gleich 8 an Menſchenliebe; du* warſt, o Jeſu, ganz er⸗- fuͤllt mit Gott geweihtem 5 Triebe. Er war dein 8 Ziel, dein hoͤchſtes Gut;* ihm folgteſt du mit Hel⸗* denmuth. 8 2. Du — — 4 e 2 f — Stille allerra ſt du er an. Du ſ ſein G zuerfu arſſt d ganz d len. d ſt war lender Geyn. Zung hig hi verben ſich arn Hail d en,war Schnnac ſderſ Laſt. hert, Eigent d Tuge geichg r pflichtn, 66 di Lieein 2. Du warſt mit ihm enn ich imhein Sinn, ein Herz; ſein zu dir uritn Wille war dein Wille; kan zlahſenc du ehrteſt auch im tiefſten Chriſen yfictSchmerz ihn mit zufried⸗ dugen n ner Stille. Selbſt auf weßten, dazader allerrauhſten Bahn Sünde nictneſahſt du ihn noch als de und bethin Vater an. „Lußſentg 3. Du ſuchteſt nichts keitinbed inez als ſein Gebot vollkom⸗ heit Etirtegin men zu erfuͤllen; und un⸗ ruftdonahth terwarfft dich bis zum attmihenn Tod ganz deines Vaters läen: Lunt Willen. Dein Hauptge⸗ lamodrag ſchaͤft war das allein, ſe egſ,pe n Wollender ſeines Raths mit beyſtehen me der,ukic,w zu ſeyn.. ftey, kamuw 4. Zum Kreutze giengſt ſm ghen du ruhig hin, uns Gnade „ zu erwerben; bereit mit 16. Nüs goͤttlich großem Sinn ſrii zum Heil der Welt zu Du, n ſterben, warſt du zur tief⸗ — Etbenbi 3 ſten Schmach gefaßt, und u Muſmi trugſt der ſchwerſten Lei⸗ waſt, oRnt den Laſt. fltwieig⸗ 5. Herr, lehre mich, dioe Gn dein Eigenthum, nach an. dinitt deiner Tugend ſtreben. ha folght Dir gleichgeſinnt ſeyn, denmuth. gegen Jeſum, und ſeiner Nachfolge. — 42 Iſß ſey mein Ruhm, und Wonne, ſo zu leben. O hilf, daß ich ſo gern wie du, den Willen deines Vaters thu! 377. In bekannter Mel. Mir nach, ſpricht Chri⸗ ſtus, unſer Held! folgt meinem Vorbild, Chriſten! verleugnet euch, beſiegt die Welt mit ihren ſchnoͤden Luͦ ſten; gebt ihren Reitzune gen nicht nach, erduldet lieber Ungemach. 2. Ja, Herr, dein Vor⸗ bild leuchtet mir zu einem heilgen Leben. Wem ſoll ich auch wohl ſonſt, als dir, zu folgen, mich be⸗ ſtreben? Du zeigſt den Weg zum wahren Wohl, und wie ich richtig wan⸗ deln ſoll. V 3. Dein Herz voll Gott⸗ ergebenheit war auch voll Menſchenliebe, voll Demuth, Sanftmuth, Freundlichkeit, und vol⸗ ler Mitleidstriebe; ſelbſt deinen Feinden wandteſ Dd 3 du —— — — ——— Von der pflichtm. Geſinnung 2 ſ 422 Dritte Abth. du großmuͤthig Huͤlf und Wohlthat zu. 4. Dein Beyſpiel lehrt, was ſchaͤdlich iſt, mit weiſer Vorſchrift fliehen; es lehret mich, mein Herz der Liſt und Heucheley entziehen. O wohl mir, wenn ich deinem Sinn ſtets und in Wahrheit aͤhnlich bin. 5. Du giengſt, als Fuh⸗ rer, einſt voran, ſtehſt mir auch noch zur Seite; du kaͤmpfteſt ſelbſt und brachſt die Bahn, ſtaͤrkſt nun auch mich im Strei⸗ te. Wie koͤnnt ich denn noch zaghaft ſeyn, und mich, dir nachzufolgen, ſcheun? 6. Wer hier ſein Gluͤck zu finden meint, wirds ohne dich verlieren; wers bey dir zu verlieren ſcheint, den wirſt du dazu fuͤhren. Wer dich als ſeinen Herrn verehrt und dir nicht folgt, iſt dein nicht werth. 7. So will ich denn, dir, meinem Herrn, froh und getreu nachwandeln, und in dem Kampf der Tugend gern, wie du, auch ſtandhaft handeln; denn wer nicht kaͤmpft, traͤgt auch den Lohn des ewgen Lebens nicht da⸗ von. 378. Mel. Chriſtus, der uns ſelig macht. Soltt ich jetzt noch, da mir ſchon deine Guͤt erſchienen, dich verlaſſen, Gottes Sohn, und der Suͤnde dienen? mit den Luͤſten dieſer Zeit wieder mich beflecken, und nicht mehr die Suͤßigkeit dei⸗ ner Liebe ſchmecken? 2. Hab ich doch allein bey dir meine Ruh gefun⸗ den; Mittler, heilteſt du doch mir alle meine Wunden; und ich ſollte dein ke nem) dun Fielt nſe ich nſd drise n ſſie Detu a dochte ſen 4,8 ſie wie F bri den“ der dratn dro Sült 6 deny ſöt Zuhn da dema, d keins ht hah 5 8tſen vors fin. ſtehaa ſdas den En ſi; ſchan pn nud. ſpät dein Gebot wie die Sun⸗ der Recht an deinem Tod wieder fahren laſſen? 3. Nein, ich bin und 3 bleib ein Ehriſt, halt auf iin phr deine haſſen, und mein Sir vach S1 kac 12 U, da Not pdtchn d gegen Jeſum, , meinmn undgetrang deine Lehren, laſſe mir Pn in dn nicht Macht noch Liſt mei⸗ Ugen auch na Fielen tauſend ab, nicht denn wer nich; mags die Welt ver⸗ trägt auh R ndrießen! ſie wird mein evgen behne Vertraun auf dich mir ben. do ch goͤnnen muͤſſen. 3. NA 4 Zeigt ſie mir ein Heil, 3 un fn iwie du? bringt ſie Kraft Sältihinden Muͤden, den Be⸗ miſte draͤngten Troſt und Ruh, ricine Sündern Gottes Frie⸗ eate en iden? Gibt ſie mir die Sünde) 1 Zuverſicht, daß ich, trotz büna ifrz dem Grabe, deiner Ewig⸗ ſen deſrgkeiten Licht zu erwarten mich be Fſe tnhabe? nehr deEin 5. Rettet ſie mich, wenn nir Liche chan mvor Gott einſt die Völker 2 Hib ih ſtehen, und dasLeben und 8 ſeweig nug den Tod ihm zur Seiten de; Müttke,tſehen? wenn der Sichre k wit alnun zu ſpaͤt aus dem Wänden;ohh Schlaf erwachet, und der egam Spötter⸗ der hier r haſten u ſchmaͤht, glaubt und nicht Nect unu mehr lachet? wicher ihe Mein, t ran hließe, Jeſu, da ich ſchon nem Glauben wehren. 42³3— durch dich Gottes Huld genieße! da ich weis, auf weſſen Wort ich die Hoff⸗ nung gruͤnde, daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Truͤbſal nicht, noch Freuden, ſol⸗ len mich, mein Herr und Gott, jemals von dir ſcheiden. Welt und Suͤnd und Eitelkeit und des Fleiſches Triebe, alles uͤberwind ich weit, Herr, durch deine Liebe. 379. Mel. Wie ſchoͤn leuchtet der. O Jeſu, Gottes ewger Sohn, der du noch, eh ich war, mich ſchon geliebt aus reinem Trie⸗ be! Vor dir iſt alles fon⸗ nenklar; mein Herz iſt dir auch offenbar, du weiſt, daß ich dich liebe. Herzlich ſuch ich dir vor allen zu gefallen; nichts al 6. O wie thoͤricht, wenn auf Erden kann und ſoll ghhich mich doch verfuͤhren mir theurer werden. 2. Dis eine nur bekuͤm⸗ Od 4 mert —— — N und ſeiner Nachfolge. — 424 Dritte Abth. —— ſolcher Innbrunſt dich erquickt in ſeinen Kuͤm⸗ nicht liebe, wie ich wollte. merniſſen. Endlich wird Ich ſelbſt empfind' es nur ſich nach dem Leide volle zu ſehr, daß ich dich mit Freude fuͤr ihn finden; der That noch mehr, da wird all ſein Trauren mein Heiland, lieben ſchwinden. ſollte. Laß mich glaubig 5. Noch hat kein Aug deine Guͤte in's Gemuͤ⸗ es je geſehn, es kanns the ſtaͤrker faſſen, dir mich auch hier kein Menſch ganz zu uberlaſſen. verſtehn, und wuͤrdig 3. Stehſt du mit deiner gnug beſchreiben, was Kraft mir bey: ſo werd denen dort fuͤr Herrlich⸗ ich ſtets mit feſtrer Treu keit bey dir und von dir und einzig dir anhangen. iſt bereit, die dir ergeben Nichts, was ſonſt Men⸗ bleiben. Was hier von en itk, Von der pflichtm. Geſinnung mert mich, daß ich mit ſo wird er doch durch dich 4 V V ſchen wohlgefaͤllt; nicht dir wird gegeben, unſer b Luſt der Sinne, Ehr und Leben zu ergoͤtzen, iſt da⸗ Geld befriedigt mein gegen nichts zu ſchaͤtzen. Verlangen. Ohn dich 6. Orum laß ich billig kann mich nichts von dis allein, o Jeſu, meine kannſt mein Herz erqui⸗ in dem, was dir gefäͤllt, cken. 4. Den, der dich liebt, dieſer Welt nach deinem den liebeſt du, dem ſchaffſt Worte uͤbe; bis ſich fuͤr je mehr und mehr in du fuͤr die Seele Ruh, mich jenes Leben wird und Troſt fuͤr ſein Ge⸗ anheben, wo die From⸗ wiſſen. Ob ihn auch men aller Truͤbſal ſind manche Noth hier druͤckt: entnommen. 7. Da a Da igkeit * ſo ſeh 1e len ll z ſe an ken Lich ſolles A er ſer frey 1 Vohl dermi 2) hben eww 1 ks, He 2 dir ſche [N. J laß michw 1 kagen! e ſentſeß u hor des! md Schaͤtzen recht ergoͤtzen Freude ſeyn; daß ich dich noch begluͤcken. Du nur herzlich liebe, und mich ene Fradd ſti de vwitdalle ſchwinden. F. Jochſut 8s ſegeſchn, auch hier i derſthn, um onug beitni Nnen dort fin käit bey dir m ſttbereit, deie bleiben. Be dir wied geyee Leben zwergize gegen ni N 6, Drun dah dialein, 9 Fkeude ſeyn;e ttzlich lich licbe,u in dem, washi ſe mehr und! ieſe Wa(lt uub Porte übe: nich ſenes ln heben, bolne nit aler di etnommen⸗ —— 7. Da werd ich deine Guͤtigkeit, die mich ſchon hier ſo ſehr erfreut, im vollen Umfang ſchme⸗ cken; da ſeh ich in dem hellſten Licht dein gna⸗ denvolles Angeſicht, auf immer frey von Schre⸗ cken. Wohl mir! Preis dir! der mir droben auf⸗ gehoben ewge Freuden; nichts, Herr, ſoll mich von dir ſcheiden. 380. M. 4 Jeſum ich. Stärte, Jeſu, ſtaͤrke mich willig alle Laſt zu tragen! Ach, mein Herz entſetzet ſich muth⸗ los vor des Lebens Pla⸗ gen. Und doch ſoll ich auch in Pein deinem Beyſpiel aͤhnlich ſeyn. 2. Wer dir nachzufol⸗ gen ſtrebt, muß ſich dei⸗ ner Schmach nicht ſchaͤ⸗ men, und, wenn ſich das Fleiſch erhebt, ſich zum ernſten Kampf bequemen. Wer ſein Kreutz nicht auf ſich nimmt, iſt zum „Himmel nicht beſtimmt. — ——— 3. O wie ſanft wird mir die Laſt, wenn ichs zuver⸗ ſichtlich wage, und, wie du gelitten haſt, muthig alle Noth ertrage. Dann wird, was mir ſchrecklich deucht, ſuͤß und ange⸗ nehm und leicht. 4. Ach! viel mehr, un⸗ endlich mehr, als ich je von Noth empfinde, lit⸗ teſt du, o Heiligſter, fuͤr die Welt, fuͤr meine Suͤnde. Ohne Zahl war deine Noth, unausſprech⸗ lich ſchwer dein Tod. 5. Durch dein Kreutz erwarbſt du mir Kraft und Muth in meinen Leiden. Und nun, Jeſu, kann von dir keine Pein, kein Tod mich ſcheiden. Werd ich muthlos, dann ſtaͤrkt ſich mein erſchrock⸗ nes Herz durch dich. 6. Endlich wirſt du mich der Noth dieſes Lebens ganz entruͤcken; endlich wird ein ſanfter Tod den zerſchlagnen Geiſt erqui⸗ cken; und in der Verwe⸗ Dd 7 .— gegen Jeſum, und ſeiner Nachfolge. 8 ſung„ 2 — ſung Haus, ruh ich von der Arbeit aus. 7. Dork, wohin du nach dem Streit triumphi⸗ rend dich geſchwungen, gibſt du mir die Herrlich⸗ keit, die du durch dein Kreutz errungen; und bey dir wird jede Pein mir ein neuer Segen ſeyn. 8. Nun, ich fliehe nicht dein Kreutz; ſieh ich nehms aus deinen Haͤn⸗ den. Nie ſoll mich der Luͤſte Reitz, nie Verſu⸗ chung von dir wenden. Gern trag ich, wiewohl noch ſchwach, dir dein Kreutz, mein Jeſu, nach. 381. Mel. Nun danket alle GOtt. ag doch der Spoͤtter Heer ſich deines Na⸗ mens ſchaͤmen; ich freue mich dein Heil, Herr Jeſu, anzunehmen. Dein Kreutz iſt Thorheit nur dem, der es nicht ver⸗ ſteht, und keiner ſpottet ſein, der Gottes Wege geht. — — —— 426 Dritte Abth. Von der pflichtm. Geſinnung 2. Du kamſt des Hoͤch⸗ ſten Sohn, im Leben und im Sterben uns Weis⸗ heit, Kraft und Troſt und Gnade zu erwerben. Du wardſt der Welt ein Licht; und folg ich ſeinem Schein, wie weiſe bin ich dann! wie ſelig werd ich ſeyn! 3. Ich kann hier freilich nicht das groſſe Wunder faſſen geſandt vom Ewi⸗ gen, der Himmel Thron verlaſſen, die Thaten Gottes thun als einge⸗ bohrner Sohn; und dann am Kreutz empfahn der Miſſethaͤter Lohn. 4. Doch kann mein Herz gar wohl der Wahr⸗ heit Kraft empfinden, die meinen Geiſt belebt, mich reiniget von Suͤnden; doch hab ich, Herr, in dir Gerechtigkeit und Heil, und an der Selig⸗ keit der Gottverſohnten Theil. 5. Dis muͤſſe meine Luſt an dir, o Herr, erwecken. Zu gegen wach, Je der( den ken n ſta heil 1 freuder ſe z ſir getre „ a dbahn 1 41 dti ſert, V pend 3A vori vilſt fein Go ſber li dieſen 6 dan Perſc u eſdenſe en tier s e 4 fitn ahren den da aͤt pfüchm 2. Du känt ſten Seſg n im Sterhen, heit, Fnſtu und Gtadenn Da renſeig Lichtzundfe gegen Jeſum, und ſeiner Nachfolge. (Zu ſchwach, den ganzen in Rath der Gottheit zu nuſentdecken, nehm ich dein groſſes Heil mit Dank n und Freuden an, und folge dir getreu auf ebner Tugendbahn. Schein,wiem 6. Herr, jene beſſre dann! wie ſ eiun ſenn. z. chkann. 1 nn das groſt⸗ faſen geſanin gen, der Himme relaſe den Gottes thun 1 bohrnerSöhen am Kreut Miſethäͤteret 4. Doch kam! Herzgar woßſde deitKraſt ewyſe uun efit liniget von e ic hab 2 t Gerechtt 1 zeil, und dn de ſt der Gotte Thal jmenn T P, fr. 422 Welt wird mir mehr Licht gewaͤhren, und deine groſſe Lieb im Schauen mir erklaͤren. Unendlich iſt mein Heil. O Glaube, der erfreut! Gelobt ſey Jeſus Chriſt! gelobt in Ewigkeit! — Von den Pfiichren gegen uns ſelbſt. Chriſtliche Selbſtliebe. 1382. In voriger Melodie. Du willſt es, Herr, mein Gott, daß ich mich ſelber liebe. Gib, daß ich dieſe Pflicht nach deiner Vorſchrift uͤbe; und laß den ſelgen Trieb, mich wahren Gluͤcks zu freun, den du mir einge⸗ pflanzt, nie mein Ver⸗ eirden ſeyn. 2. Gib, daß mein gan⸗ zes Herz ſich deiner Liebe weihe, und daß in allem ich dein Auge kindlich ſcheue. Wer als einChriſt ſich liebt, der flieht auch, als ein Chriſt, was dei⸗ nem heilgen Rath, o Gott, zuwider iſt. 3. Kein ſchnoͤder Ei⸗ 4 gennutz beherrſche meine Seele; und wenn zu mei nem Gluͤck ich Weg und Mittel waͤhle: ſo laß mich ſtets dabey auf Recht und Wahrheit ſchaun, und nie mein Wohlergehn auf Andrer Elend baun. 4. Kein Segen iſt beym Gluͤck, dabey die Tugend leidet, dabey der, der es ſucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt deinen Himmel nicht; nie treffe mich, o Gott, dis ſchreck⸗ liche Gericht! 5. Nio⸗ — S. 8 ——————— 228 Dritte Abt. Wont den Pflicht. gegen uns ſelbſt. 5. Nie blende mein Ge⸗ muͤth der Eitelkeiten Schimmer! die Welt mit ihrer Luſt vergeht doch einſt auf immer. Was hilft uns kurze Luſt? was hilft uns eitle Pracht? nicht ein vergaͤnglich Gut iſts, was uns gluͤck⸗ lich macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverletzt Ge⸗ wiſſen, nur das kann uns allein des Lebens Laſt verſuͤßen; das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit zum groſſen Segen nach, bis in die Ewigkeit. 7. O ſelig, wer darnach mit heilgem Eifer trach⸗ tet, und fuͤr ſein groͤſtes Gluͤck, Gott, deine Gnade achtet! der liebt allein ſich recht, der hat ſchon in der Zeit die wahre Ruh, und einſt voll⸗ kommne Seligkeit. 8. Das ſey mein Zweck, mein Fleis; o ſegne mein Bemuͤhen! ſo wird das wahre Wohl nicht mei⸗ nem Wunſch entfliehen. Und dann lieb ich mich ſo, wie es dir wohlge⸗ faͤllt, und uͤber alles dich, mein Gott, und nicht die Welt. 1 — 383. Mel. Kommt her zu mir, ſpricht. Du förderſt gern mein wahres Wohl; drum hilf mir, Gott, auch wie ich ſoll, mit Weisheit darnach ſtreben. Von tin ee ff 61 . drum! au Fheine dir ſelbſt kommt die ſtarle Luſt, der rege Trieb im meiner Bruſt, begluͤckt und froh zu leben. 2. Stets heilig ſey mir dieſer Trieb! doch auch dein Wille mir ſo lieb, daß ich mein Wohlerge⸗ hen nur ſuch auf jenem ſichern Pfad, den mir dazu dein weiſer Rath von Ewigkeit erſehen! 3. Untruͤglich iſt nur dein Verſtand; nur dir iſt ganz genau bekannt, was Noth, was Heil ge⸗ bieret. Mich aber taͤuſcht oft 1 as mi Git. t., um hu. „erwe hn ſtet 4 ſein te ſ bes emſg 1 5 m liſer 1 . hilſtd 8 heit m d finem d nich * emüͤßn nre in de 18 —— in-ſit gn. wahre V L' nem Vunſt, oft falſcher Wahn; ich Und dan ſeh noch oft als nuͤtzlich ſo, vit anan, was mich zum Elend fall mine führet.. mein Gitm. 4. Drum laß mich nie Val, dem Scheine traun, und ,S. N. niemals, um mein Gluͤck 38. 1* zu baun, was mir gut 1 fedmn 3 duͤnkt, erwaͤhlen. Auch Drultad hier ſey ſtets dein Wort Fjifmi en mein Licht; folg ich nur ic ſal, nl dem: ſo werd ich nicht vu n eſendhres Wohl ver⸗ b uftfide 3. Hilf mir den unter⸗ ’ ng! ſchiednen Werth der Guͤ⸗ meiner In ter, die der Menſch be⸗ und froſ uſt gehrt, recht einſehn und 2. Etttſ bedenken; und meine diſſe dihn groͤſte Emſigkeit auf das, din Bllen was ewig mich erfreut, daf ich mnd mit weiſer Sorgfalt hen nur ſugn Lenken. ſchem yc 6. Hilfſt du zu dieſer dazu den e Weisheit mir: ſo werd von Ewihtit ich auch vorzuͤglich hie z untih nach deinem Beyfall ſtre⸗ dein Vefehlt ben, mich um ein reines iit aanz gauſ Herz bemühn, die ſchnoͤde asguth, u Luſt der Suͤnde fliehn, dien Mihtt und nur der Tugend b leben. Chriſtliche Selbſtliebe. — — 4²9 7. Dann wird mich wahres Gluͤck erfreun; froh, ruhig wird mein Geiſt dann ſeyn in mei⸗ nen Pilgertagen; und was ſonſt meinem Wohl gebricht, das wird mir deine Liebe nicht, Allguͤä tiger, verſagen. 5 8. Ich gehe dann den ebnen Pfad, auf welchem mich dein weiſer Rath zum hoͤhern Leben fuͤh⸗ ret, wo mich vollkomm⸗ nes Gluͤck erfreut, und wo mich nun in Ewigkeit kein Unfall mehr be⸗ ruͤhret. 384. M. Freu dich ſehr, o meine Seele. Daß ich mich, mein Gott, ſelbſt liebe, kann dir nicht misfaͤllig ſeyn; du, du pflanzteſt ja die Triebe tief dazu den Menſchen ein. Lenke du nur meinen Sinn auf die wahre Weisheit hin, daß ich nicht mein Gluͤck verfehle, und ſelbſt das Verderben waͤhle. 3 2„Hilf 24 V “—— “——— 430 Dr. Abt. Von d den Pf. ꝛc. Chriſtl Selbftnebe. gar ſelten trachten wir, V 2. Hilf mir alle meine Pflichten recht verſtehn, und mit Bedacht auf das mein Beſtreben richten, was wahrhaftig gluͤcklich macht. Wer dir, o du Hoͤchſter, lebt, und dir zu gefallen ſtrebt, der nur kennt der Seele Adel, der nur liebt ſich ohne Tadel. 3. Doch wie oft und leicht verfuͤhret Eigen⸗ liebe unſer Herz! durch den aͤußern Schein ge⸗ ruͤhret, wuͤnſcht es Freud und waͤhlt den Schmerz, ſucht und findet niemals Ruh, hoft ſie und kommt nie dazu, weil es ſich ver⸗ liert in Dingen, die kein wahres Gluͤck uns brin⸗ gen. 4. Wir verſaͤumen un⸗ ſre Pflichten von Ge⸗ maͤchlichkeit regiert; werden, wenn wir Guts verrichten, oft von Ei⸗ gennutz verfuͤhrt. Nur nach dem wahren Ruhm 3 al — er. nich; bey dir; und wie oft fehlts uns am Wollen, wenn wir Andern dienen ſollen! 5. Mache du, mein Gott in Gnaden mich von ſolcher Unart frey, daß ich nicht zu meinem Schaden gegen mich ver⸗⸗ 4 J iks verher fede Tha ſath der nich blendet ſey. Pflanze ſelbſt den Trieb mir ein, mich vor allem dein zu freun, auch nach Andrer Wohl zu trachten und ſie, als mich ſelbſt, zu achten. 6. Gib mir dann auch das Vollbringen mich zu lieben, wie ich ſoll; laß mich eifrig darnach rin⸗ gen, was mir dient zum wahren Wohl. Auch dem Naͤchſten beyzuſtehn, auf ihn, als mich ſelbſt z 1 ſehn; uͤber alles dich zu lieben: das, das hilf mir treulich uͤben. — 8 in De eecke mir peit, ſ a ſich. 4 h bin a hſt, mein n Namen Kyäic 7 8 11 18 g Selbſt⸗ b (s hans, 1 4 — 1 hritu eeke, d e(Glauben 1 8 er nur abichd à bt, und (s ebe dentge dir gan, hg dei gebeſer var ic gar ſeltenten dau den ng5 Mel. Nun danket 3 dr, A alle GOtt. Alhua a.i*ł Err, du erforſcheſt enut Ame mich; dir kann ich 3 nichts verheelen; du ſie⸗ Naten lheſt jede That, du kennſt on in G den Rath der Seelen. Ich edan ſelhe anahe mich zu dir, und daß ich nict bitt' in Demuth dich: Schhengann entdecke mir mein Herz, lindein yndu weiſt, leicht taͤuſcht den Tribmees mich vor allen un 2. Ich bin ein Chriſt, auch nach hgetauft, mein Gott, auf zu teacte wideinen Namen. Erfullt nich ftt auich jede Pflicht des Chri⸗ 5,Gönuftenthums, und kamen das Polbine die Werke, die ich that, ſäben, viezi aus Glauben und aus nit afigwe Pflicht? Bin ich ein gen, was niſe Heuchler nur: ſo kennt ragenWiſt mich Chriſtus nicht. u 3⸗ Hab ich dich, Gott, uen geliebt, und durch ein in di un frommes Leben mich dei⸗ ſwe üiar nem Dienſt geweiht, mein ſetenꝛue Herz dir ganz gegeben? tuli üln hat mich dein heiligs Wort gebeſſert und er⸗ freut? war ich, was es — Selbſterkenntniß und Demuth. befiehlt, auch ſtets zu thun, bereit? 4. Vertraut ich ſtand⸗ haft dir in Kummer, Gram und Leiden? ver⸗ dankt ich dir mein Gluͤck? blieb ich bey meinen Freuden der Tugend treu? war ich aufs Ewige bedacht? und hab ich jeden Tag zu meinem Heil vollbracht? 35. Gebraucht ich mei⸗ nen Geiſt mit allen ſeinen Kraͤften, den Willen und Verſtand zu nuüuͤtzlichen Geſchaͤften? hab ich fuͤr meinen Leib mit Weis⸗ heit ſtets gewacht? und keine boͤſe Luſt genaͤhrt und angefacht? 6. Hab ich die, die du mir zur Aufſicht anver⸗ trauet, durch eignes Bey⸗ ſpiel gern gebeſſert und erbauet? ſorgt ich ſtets fuͤr ihr Wohl, fuͤr ihre Seligkeit? und ſtraft ich ihr Vergehn mit Lieb und Freundlichkeit? 7. Blieb * r — 7. Blieb ich der Wahr⸗ heit treu? war ich voll Menſchenliebe? und reg⸗ ten ſich in mir des Mit⸗ leids edle Triebe bey mei⸗ ner Bruͤder Noth? floh ich des Stolzes Reitz? verſchloß ich Aug und Herz der Habſucht und dem Geitz? 8. Hab ich, wie Jeſus that, geſegnet, die mir fluchten? hab ich auch die geliebt, die mir zu ſcha⸗ den ſuchten? bezwang ich meinen Zorn? zeigt ich Verſoͤhnlichkeit? er⸗ regte Andrer Gluͤck nie⸗ mals in mir den Neid? 9. War ich derunſchuld Frucht der Suͤnden! Troſt, und hab ich ſie vertheidigt? hab ich durch Haͤrte nie den Duͤrftigen beleidigt? wiegt in tiefen Schlumer den brach ich den Hungrigen einer traͤgen V mein Brodt? und that was fuͤr ichs gern? war Ueber⸗ muth und Trotz und Herrſchſucht von mir fern? 10. Allwiſſender, wer Menſchen haſſen, ——— —— kann, wie oft er fehlet, merken? Sey gnaͤdig, handlenicht mit mir nach meinen Werken? Ver⸗ gebung iſt bey dir. Laß ihren Troſt auch mein, 432 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. ) Se an des laſe T 5 d0 und mich dadurch geſtaͤrkt zum Fleis der Beßrung ſeyn? 386. Mel. HErr, ich habe misgehandelt. Sollt ich meinem Her⸗ zen heucheln, Suͤnde thun und ſicher ſeyn? mir mit falſcher Tugend ſchmeicheln, und dann ſagen: ich bin rein? Selbſt ſein Elend nicht nihhtn ziit ſchonteelg, V verbynn, Mentet ſtra⸗ 4. f h d urd lr hdar Kntna Ft des Ae ten egroſſt ſsd um nnt! Hes um micht unr finde 5. icht ticht wen der e nng empfinden, welche bittre ne fe nh, er! 2. Schlief ich ſo ganz vaſe mall ohne Kummer um der Ghte inde Seele Seligkeit, einge⸗ zißl ih Sicherheit: 6., d fuͤrchterliche witn Schrecken wuͤrden end⸗ mie ge lich mich erwecken! 3. Bin ich, wenn ich den das nur haſſe, was auch p, rein? peg 4 wenn dana n er. 1 at mit en. ſmi ſie, 6 — —— dn Tücht. an, kann, vi Imerken,„ wenn ich das nur unter⸗ jhandle nünn laſf e, was auch Heiden menaath mnicht verzeihn? Iſts jebmng fi nſ ſchon gnug, nur nichts ihun anf u werbrechen, was ſchon undnihun Menſchen ſtrafen: raͤchen? d un glisär 4. Bin ich darum from dſan mund beſſer, darum Gottes ſ Kind und Freund, weil 885 Meſades Naͤchſten Schuld viel nügim gröͤſſer, als die meinige, 4 39 Manir ſehein 1? weil an ei⸗ ren fatanes And ern Sunde ich b — eim und ſnich rein und ſchuldlos k g ni nit ägtände? t ſchmeicheln,§. Sollt ich darum thö⸗ ſans aritricht waͤhnen: ich bedarf „ Sälhſt ſeinäolder Beßrung nicht; kei⸗ Z uin na nner Reue, keiner Thraͤ⸗ hu ennen, keiner beſſern Zu⸗ e 2. Shliftverſicht? ſollt ich mich zu i ihne Kum Gottes Kindern darum SaleStllitzählen, nicht zu Suͤn⸗ „ wiegt fntie edern? tungim 2ge“ 6. Nein, dis Blend⸗ jt wwerk eitler Luͤgen taͤuſche eanln zmeine; Seele nie; muͤſſe 82 mbmie mein Herz betruͤgen! „Birit denn du, Vater, haſſeſt uuu it ſnſie, ſie, die mir den wah⸗ nſtaſ althren Glauben, ſie, die Nuſgeſdeine Huld mir rauben, Selbſterkenntniß — —— und Demuth. 433 7. Keine Suͤnde muͤß ich Lieben, auch den Wunſch der Suͤnde nicht; bein in allen mei⸗ nen Triehen, frey von falſcher Zuverſicht; lieber bittre Thraͤnen weinen, als nur blos unſchuldig ſcheinen. 8. Herr, du ſiehſt, wie oft ich fehle auf der Bahn der Heiligung. Wann edarf hier je die Seele einer groͤſſern Reini⸗ gung? Warum ſollt ich mich verblenden, und mir ſelbſt mein Heil ent⸗ wenden? 9. Hilf mir ſtreiten mit den Luͤſten, fliehen Stolz und Sicherheit, muthig mich zum Kampfe ruͤſten, aber rein von Eitelkeit; daß ich nicht vergeblich ringe, und gewis zum Zie e! le dringe 387. M. Der Tag iſt hin, mein JEſu. Wie leicht verkenn ich meines Herzens Schwaͤche, wenn ich zu Ee viel — k — .— * * 434 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen u 3—-—— — 8— ns ſelbſt. viel mir von mir ſelbſt der Wahrheit Weg ver⸗ verſpreche, und dann aus fehlet, gern gut ſeyn will, Wahn, aus Stolz und und doch das Boͤſe waͤh⸗ Eigenſinn, nicht ſehen let, leichtſinnig iſt, und will, wie klein, wie nicht den Irrthum ſchwach ich bin? ſieht: ſo gib ihm Licht, 2. Gib, Gott, daß ich daß es den Irrthum mir keine Nachſicht göne, flieht. daß ich mich ſelbſt und 6. Verhehl ich mir beym meine Fehler kenne, und Heiligungsgeſchaͤfte aus jeden Trieb, der ſich in Vorurtheil den Mangel mir emport, zum Boͤſen meiner Kraͤfte, ſo lehre 1 reitzt und meine Ruhe mich, ihn redlich mir ge⸗ ſtort. ſtehn, und voll Pertraun 3. Entdecke mir der zu dir um Huͤlfe flehn. Tugend wahre Groͤſſe, 7. Wenn ich ſo oft mich und zeige mir des Laſters meiner Thaten freue, und wahre Bloße, daß nie doch nicht ganz mich deie* ſein Reitz mich blendet nem Dienſte weihe: ſo 4 und verfuͤhrt, daß immer gib, daß ich, vom Eigen⸗ nur der Tugend Werth duͤnkel fern, den kleinen i mich ruͤhrt. Werth, den ſie beſitzen, 4. O laß mich nie der lern. Uebereilung Suͤnden 8. Wie manche That entſchuldigen und uner⸗ entſpringt aus niederm heblich finden. Gib, daß Triebe, aus Eigennutz, ich ſie voll tiefer Schaam und nicht aus Menſchen⸗ bereu, und ernſtlich auch liebe! wie manche That den kleinſten Fehler gewinnt den Ruhm der ſcheu. Welt, die doch nicht dir, 5. Wenn mein Gemuͤth Allſehender, gefällt! Se 6 ulich ſen neinen ut aſtem; ſren unter fir ein G hd rets m ae Hch th ra was 1 lhr — —— I Nlicht, kder Wahr h ſehlet anan 9. Du ließeſt mich von dund da dug jeder meiner Pflichten, nlet t, laittm und ihrem Werth ſchon nict da- fruͤhe unterrichten; ſie ſeet: babh find mein Gluͤck, beför⸗ h daß es anh dern ſtets mein Wohl: e, fuſt. und doch thu ich nicht d 5Perſ immer, was ich ſoll. d Hallangnt T0. 9 lehre mich, wie u vrnnin oft, wie ſchnell ich fehle, n meine Fü wie gern ich noch mich nih,jun vor mir ſelbſt verhehle; fte,nntl und fuͤhre du zu meinem d en wahren Gluͤck mich in t udrmn mich ſelbſt und in mein —„Vanch Herz zuruͤck. zmanndſeui 388. M. In allen meinen e dochichgan Thaten. jn Dinne Giib, Gott, wenn ich 35 dßichm dir diene, daß ich dünkelim,h mich nicht erkuͤhne, dar⸗ ert, wnſ uͤber ſtolz zu ſeyn: Wer t lern. kann bey ſeinen Werken, 6. Wien wie oft er fehlet, merken? „ totſoringtu wer iſt von Maͤngeln 7F Tie, uc völlig rein? n und duchu Goch 2. Such ich ſtets deinen h leie wim Willen ſo eifrig zu er⸗ t gewinnt h un fuͤllen, als es dein Wort Wlt dent gebeut? trag ich der Tu⸗ 2 Aüienn gend Burde, aus Kennt⸗ Selbſterkenntniß und Demuth. —— niß ihrer Wuͤrde, auch imer mit Zufriedenheit? 3. Entzieh ich mich den Suͤnden auch ſtets aus rechten Gruͤnden? aus wahrer Froͤmmigkeit? Oft ſind die guten Triebe nicht Fruͤchte deiner Liebe, nur Fruͤchte der Natur und Zeit. 4. Der Suͤnden meiner Jugend, der Maͤngel meiner Tugend, o Herr, gedenke nicht! Willſt du nach ſtrengem Rechte uns richten, deine Knechte, ſo trift uns alle dein Gericht. 5. Doch wenn auch dir zur Ehre rein meine Tu⸗ gend waͤre, wes iſt dis Eigenthum? wer ließ mich unterrichten? wer ließ in meinen Pflichten mein Gluͤck mich ſehn und meinen Ruhm? 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Gebot zu uͤben, die Luſt und Freudigkeit? wer ſtaͤrkte meine Kraͤfte im Heili⸗ Ee 2 435 7 gungs⸗ V — 436 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. gungsgeſchaͤfte? Wer gab mir Muth und Sieg im Streit. 7. Du ſchaffſt, daß ich dich waͤhle; du rufſt mich, wenn ich fehle, auf rech⸗ ten Weg zuruͤck; du ziehſt mich ab von Suͤnden, ſagſt: ich ſoll Gnade fin⸗ den, und gibſt zu meiner Beßrung Gluͤck. 8. Sollt ich mich deß erheben, was du mir, Herr, gegeben? hab ich zum Lohn ein Recht? Koͤnnt ich auch alles uͤben, was du mir vorge⸗ ſchrieben: wer bin ich? ein unnuͤtzer Knecht! 389. In voriger Melodie. Was ich nur Gutes ha⸗ be, iſt deine milde Gabe, du Vater alles Lichts! Mein Oaſeyn und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich nichts. 2. Verſtand und Luſt und Kraͤfte zum nuͤtzli⸗ chen Geſchaͤfte hab' ich aus deiner Huld. Dein iſts, wenn gute Thaten dem Vorſatz wohl gera⸗ then; an Fehlern bin ich ſelber Schuld. 3. Das Gluͤck, deß ich mich freue, wer ſchafft mirs? Oeine Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordneſt unſre Tage, ihr Gluͤck, und ihre Pla⸗ ge, wie es dir, Vater, wohlgefaͤllt. 4. Sollt ich mich denn erheben, wenn mir in dieſem Leben viel Gutes wiederfaͤhrt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß du mich vorgezogen? Bin ich auch jemals deſ⸗ ſen werth? 5. Ich bin viel zu ge⸗ ringe der Huld, die ich beſinge, und werd es ewig ſeyn; das laß mich nie vergeſſen, ſo werd ich nie vermeſſen vor dir mich meines Vorzugs freun. 6. Das nuͤtzlich anzu⸗ wenden, was du mit Va⸗ ter⸗ As, la En edent detgeft ſon nüde den ſten † ie ho 1noond S berei tie vie 8419. mün ſ, et —— An licht, gen. aus deinene iſts, wm a terhaͤnden mir guͤtig zu⸗ dem Voſ nun gewandt: dis ſey in mei⸗ then; anh nemLeben mein eifrigſtes ſedeetan 3. de Sorge fuͤr 8 ci 390. M. Kommt her zu 1 fnar, n mir, ſpricht. riß dime KERR, meiner Seele b un i un ne großen Werth, den 9 vrärn mir dein theures Wort jndüte Kn erklaͤrt, laß mich mit e,riteen Ernſt bedenken, und auf Kigi ffäll. die Sorge fuͤr ihr Wohl 4 Goltihn ſo unermuͤdet, als ich ſoll, etheben, we den groͤſten Eifer lenken. dieſen Leben 2. Wie hoch iſt ſie ge⸗ wiede ſunie ſchaͤtzt von dir! Welch dich, par,h Gluͤck bereitet haſt du daßduwichm ihr! wie viel an fie ge⸗ binich uhln wendet! Du ſchufft ſie, ſn weth! Gott, dein Bild zu ſeyn, och bint und haſt, es in ihr zu ringe de pun beſtnge, lnhs 1 4 betgeſſen/ en,ſe vermeſtt 3 1 weinat Sohn geſendet. 3. Zu groß fuͤr dieſe kurze Zeit, beſtimmt zum „Gluͤck der Ewigkeit, lebt p ſie im Fleiſch auf Erden, durch Glauben und Gott⸗ 3e ſeligkeit zu gröſſerer an Kane Vollkommenheit im 0 eh, Selbſterkenntniß und Demuth. Beſtreben; dazu gib De⸗ erneun, ſelbſt deinen Himmel reif zu werden. muth und Verſtand. die Seele. 445 Mit großer Treue illſt du ſie, ſelbſt durch di Lebens kurze Muͤh, zu dieſem Ziele fuͤhren. O laß nuch nicht durch eigne Schuld das Heil, das deine Vaterhuld ihr auserſehn, verlieren. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu ſeyn, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zumGluͤck zu waͤhlen: dis ſey mein Ziel, dis mein Bemuͤhn! Laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtſiũ nie verfehlen. 6. Wer boͤſe iſt, bleibt Drum ſchaffe ſelbſt, oGott, in nicht vor dir. mir ein Herz, das Suͤn⸗ 437 den haſſet, das ſeine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Guͤ⸗ tigkeit durch Chriſtum Hoffnung faſſet. Ee 3 — ——2“— A☛ 438 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. V 7. In meiner ganzen Pilgrimſchaft laß mich, geſtärkt durch deine Kraft, nach jenem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augen ſtellt, und alle Guͤter dieſer Welt wie nichts dagegen achten. 8. Wie ſelig werd ich dann nicht ſeyn! ſchon hier werd ich mich deiner freun und in dir ruhig leben; und du wirſt nach vollbrachter Zeit, auch mich gewis zur Herrlich⸗ keit in deinem Reich er⸗ heben. 391. M. Freu dich ſehr, o meine Seele. Lehre„Herr, mich recht bedenken, was wahr⸗ hafte Weisheit ſey; mei⸗ nen Fleiß darauf zu len⸗ ken, ſtehe mir aus Gna⸗ den bey. Denn die Klug⸗ heit, die die Welt ohne Grund fuͤr Weisheit haͤlt, foͤrdert nicht mein Wohlergehen, und wird nie vor dir beſtehen. 2. Weisheit iſts, wenn —— —— unſre Seelen, Herr, ſich deines Wortes Licht nur V allein zum Leitſtern waͤh⸗ len, und mit feſter Zu⸗ verſicht dieſem Licht ſich anvertraun; denn die folgſam darauf ſchaun, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit iſt es, dar⸗ nach trachten, recht mit ſich bekannt zu ſeyn, ſich nicht ſchon vollkommen achten, und den Eigen⸗ duͤnkel ſcheun; gern auf ſeine Fehler ſehn; reuig ſie vor Gott geſtehn; ei⸗ frig ſtets nach Beßrung ſtreben, und doch nie ſich ſtolz erheben. 4. Weisheit iſt es, Chri⸗ ſtum ehren; ſeiner Mitt⸗ lershuld vertraun; ſo auf ſeine Stimme hoͤren, ſo auf ſeinen Wandel ſchaun, daß man falſche Wege flieht und mit Ei⸗ fer ſich bemuͤht, ſeinem Bilde hier auf Erden im⸗ mer aͤhnlicher zu werden. 9* Weis⸗ 1 V . beis tan, n e herz b ct üten rn die d m gewä ann, de 1* Luſt hchon hre⸗ an vein 11 tra lithe — dade ſ e fſehn, ¹ſahrhe luͤch 1 ſgern lsln thu di Fih d venn ſſeren, 11 ſdihn . „ 9 19 na 1e land “ ‿ wan glit.gn en un , mie 4 5. Weisheit iſt es, alles 3 allein neiden, was mit Reu od len iuntidag Herz beſchwert, und in dangein niäch huͤten vor den Freu⸗ t, ander ſaden, die der Suͤnden⸗ er mnren denſ gewaͤhrt; eiteln 9 gſan danRuhm, der bald ver⸗ ihre hefn mboluht, Luſt, die im Ge⸗ ründen, nuß ſchon flieht, nicht ich und daben mfuͤrwahre Wohlfart ach⸗ in 3. Pei einſin nein nach beſſern et nach krahin Gütern trachten. ſig ſichbekantn G. Weisheit iſt es, Got⸗ ſih nicht ſchen! ktes Gnade ſich zu ſeinem ih achten, unnZiel erſehn, und auf ſei⸗ h, dunkel ſchun ner Wahrheit Pfade die⸗ e ſeine Gehle üſem Gluͤck entgegen ſe vorGongehn; gern nach Gottes t, 4 kete uc Willen thun; froh in keben, uh ſeiner Fuͤhrung ruhn, Sorge fuͤr ht ſtoßz erhe eh„ und, wenn Leiden uns „Weisfet beſchweren, hoffend mit funnege, Geduld ihn ehren. 3 zhuld van 7 Weisheit iſt es, ſtets w alſſineein bedenken, daß wir hier d uf ſin nur Pilger ſind, Wunſch R ſtaun vn und Hoffnung dahin len⸗ tBrfütr ken, wo die Seele Ruhe ſch enie findt; ſeine Augen unver⸗ dhen wandt nach dem ewgen dien Vaterland richten, und 6 die Seele. s ſich hier beſtreben, wie man droben lebt, zu leben. 8. Dieſe Weisheit iſt auf Erden, Hoͤchſter, un⸗ ſer beſtes Theil; die von ihr geleitet werden, de⸗ ren Weg iſt Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir; Gott verleihe ſie auch mir! laß ſie mich zu allen Zeiten auf den Weg des Frie⸗ dens leiten. 392. Mel. Sey kob und Ehr dem hoͤchſt. Nach meiner Seelen Seligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbrin⸗ gen? Wie wuͤrd ich einſt vor dir beſtehn? Wer in dein Reich wuͤnſcht einzugehn, muß reines Herzens werden. 2. Erſt an dem Schluß der Lebensbahn auf ſeine Suͤnden ſehen, und wenn man nicht mehr ſuͤndgen kann, Gott um Erbar⸗ Ee 4 mung 74 „ — —*— ———*.—. — 440 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. mung flehen: das iſt der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du rufſt uns hier zur Heiligung. Drum laß auch hier auf Erden des Geiſtes wahre Beſſe⸗ rung mein Hauptge⸗ ſchaͤfte werden. Herr, ſtaͤrke mir dazu den Trieb; nichts ſey mir je ſo groß, ſo lieb, mich da⸗ von abzuwenden! 4. Gewoͤnn ich auch die ganze Welt mit allen ih⸗ ren Freuden, und ſollte das, was dir gefaͤllt, o Gott, daruͤber meiden: was huͤlfe mirs? Nie kann die Welt mit Allem, was ſie in ſich haͤlt, mir deine Gnad erſetzen. 5. Was fuͤhrt mich zur Zufriedenheit ſchon hier in dieſem Leben? was kann mir Troſt und Freu⸗ digkeit in Noth, im Tode geben? Nicht Menſchen⸗ aunſt, nicht irrdiſch Gluͤck, nur Friede Got⸗ — tes, und ein Blick auf jenes Lebens Freuden. 6. Nach dieſem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und, was mir daran hinder⸗ lich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht dereinſt be⸗ ſteh, ſey meine gröſte Sorge. 7. Doch was vermag ich, wenn du nicht vor Traͤgheit mich beſchuͤ⸗ tzeſt, und mich zur Treu in dieſer Pflicht mit Kraͤften unterſtuͤtzeſt. O ſtaͤrke mich, mein Gott, dazu: ſo find ich hier ſchon wahre Ruh, und dort das ewge Leben. 393. M. Warum ſollt ich mich denn. Vater, laß mich eifrig ſtreben, daß ich treu ſtets dir ſey durch mein ganzes Leben. Gib mir Ruhe im Gewiſſen; dan werd ich froh durch dich, keinen Troſt vermiſſen. 2. 2 4 1 hf des h egen nn zuverſi ann Eeg lt aufder dm„Gott er ganz u tiy der Ah Jaicht. Geye † tes und „jene ds t 2. Auf des Lebens rau⸗ 1 aan en Wegen fehlt mir n gen be nicht Zuverſicht, und der Tugend Segen. Ruhig net ich auf der Erde, weiß, daß ich, Gott, durch dich 1 Im dun 1 da ſ. ganz gluͤcklich deinen Wege 3. Frey vom Vorwurf in Gnit win dem Herzen, fuͤhl ich „fe ſch mn micht das Gewicht qua⸗ e lenvoller Schmerzen. * Dach meund ſoll ich die Welt ver⸗ em. wem ulaſſen, ſchreckt mich nicht Uaͤgheit nidein Gericht; froh kann E eſt, und nhiich erblaſſen. —— win dieſer h 1504. Mel. Von Gott will fKräſtenuntatt ich nicht. ſtätke mic,Noem Weisheit fehlt, :dazu: ſo fh der bitte von Gott, ſchon a hregder Weisheit hat; er lei⸗ „dortdas evetet unſre Se hritte durch Uwſeines Geiſtes Nath. nihe Wer ruft mit Ernſt zum L ſcuHerrn, dem das nicht hteb 109;, M. uwird gewaͤhret, was er fusdirſywvon ihm begehret? Er ganzes Lebe, hort und giebet gern. NubeimGſt. 2. Gib, Vater meiner ſoferäten mir einen weiſen ü 4 din„Sinn; du gibſt die Ue⸗ Sorge fuͤr die Seele. — 441 bertreter in lhren Sinn dahin. Ich aber wuͤnſche mir ein Herz, das dich nur liebet, gern, was du forderſt, üͤbet: das wuͤnſch ich mir von dir. 3. Der Leib beſchwert die Seele; wie leicht ver⸗ irr ich mich, wenn ich mein Gluͤck mir waͤhle, nicht unterſtuͤtzt durch dich! Durch jeden Schein verfuͤhrt, waͤhl ich mir falſche Guͤter, wenn, meines Lebens Huͤter, mich nicht dein Rath regiert. 4. Kaum treff ich, was auf Erden mir gut und heilſam iſt; wie kann ich ſelig werden, wenn du mein Licht nicht biſt? re⸗ gierſt du nicht dein Kind, ſo wirds ein Uebertreter, da meines Heils Verrä⸗ ther ſelbſt meine Sinne ſn 5. Du, Herr, regierſt und lenkeſt ſolich eine große Welt. Geſchieht nicht, was du denkeſt? Ee 7 — mnicht, —=— 442 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. nicht, was dir wohlge⸗ faͤllt? Wann uͤberſchritt ihr Gleis die Sonne, die du ſchufeſt? was ehrt nicht, wenn du rufeſt, ſogleich auch dein Geheiß? 6. Wenn deine Meere toben, und du gebeutſt nur: ruht! haſt kaum die Hand erhoben: ſo legt ſich ihre Wuth. Wie leicht, wenn boͤſer Luſt Empoͤrung in mir wuͤ⸗ tet, ruht, wenn dein Wink gebietet, der Auf⸗ ruhr meiner Bruſt! 7. Ach leite du mein Leben! dir ſey es ganz geweiht. Mein einziges Beſtreben ſey, was dein Rath gebeut! Dann bin ich weiſ' und klug; dann thu ich recht auf Erden; dann werd ich ſelig wer⸗ den; dann, Gott, hab ich genug. 395. Mel. Wer nur den lieben Gott. Lockt der Verſuchung Zauberſtimme mich ſchmeichelnd ins Verder⸗ ben hin; und will vor deiner ſanften Stimme mein Herz, o Gott, voll Leichtſinn fliehn: ſo tref⸗ fe, wie ein Blitz von dir, mich der Gedanke: Gott iſt hier! 2. Laß, Herr, bey jedes Laſters Reitze mich ſchnell und ernſtlich zu dir flehn; dich, Jeſus, ſchmachtend V ſehn am Kreutze, dich duldend, blutend, ſterben V ſehn. Wie bald entflieht aus meiner Bruſt, ſeh ich dich an, des Laſters Luſt. 3. O Jeſus, maͤchtiget Befreyer, mach mich leis durch deine Wahrheit frey; ſchenk mir dein Ahß Licht; daß taͤglich treuer der Wahrheit ich und ſi reiner ſey; mit jedem ſit Tage mehr dir gleich, und naͤher dir und dei⸗ nem Reich. V Sorg n „ h do Fs üibes 2ii inäh hibrf „ 1d Gla ihn; s kwir t Ot Wis it be⸗ Henr mit 2 lt i gen iſe ſch de a and t4e I ſen wl 3 urletze ales ſüpfer ba beßi e i ſdein itis Zerſ u ) ſunde ns Fräft ngite khnh h 1 t ben hir Nn; uhh ee deinet tſafn Vinin 1 Sorge fuͤr 96. In voriger Melod. Des Leibes warten und beitfmi 8 ihn naͤhren, das iſt, 1 few ſa Schoͤpfer, meine ſenchpflicht. Durch eigne 4 nihderG ahuid ihn zu zerſtoͤren, ſt ſer zerbietet mir dein Unter⸗ icht. O ſtehe mir mit ſe 2, 89,—n Weisheit bey, daß dieſe 1 räierät zepflicht mir heilig ſey! 3 nd ernilctu 2. Sollt ich, o Herr, ſt dic,Jeittgeringe ſchaͤtzen, was i, ſchn an adeine Hand mir anver⸗ in duldend Utraut? den wundervollen fe ſehn. Ve Bau verletzen, den du, aus minn als Schöpfer, ſelbſt er⸗ i ichdih n,zbaut? Weß iſt meinLeib? m autt. er iſt ja dein: wie duͤrft 6 ich ſein Zerſtoͤrer ſeyn. u 399, 3. Ihn zu erhalten zu in Sefrti⸗ beſchutzen, gibſt du mit in dut den milder Vaterhand die 7; fhwy; ta Mittel, die dazu uns nuͤ⸗ jin; ui dait tzen, und zum Gebrauch 1 drunn gibſt du Verſtand. Dir hon ſnen iſt die Sorge nicht zu nina en klein: wie ſollte ſie denn dir wan mir es ſeyn. wä 4. Geſunde Glieder, e muntre Kraͤfte, o Gott, 1 den Leib. wie viel ſind die nicht werth! Wer taugt zu des Berufs Geſchaͤfte, wenn Krankheit ſeinen Leib beſchwert? Iſt nicht der Erde groͤſtes Gut Ge⸗ ſundheit und ein heitrer Muth? 5. Drum gib, daß ich mit Sorgfalt meide, was meines Koͤrpers Wohl⸗ ſeyn ſtoͤrt; daß nicht, wenn ich ja Schmerzen leide, mein Geiſt den in⸗ nern Vorwurf hoͤrt: du ſelbſt biſt Stoͤrer deiner Ruh, du zogſt dir ſelbſt dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder mich zu be⸗ wahren achtſam ſeyn; und druͤckt mich eine Krankheit nieder, ſo floͤße ſelbſt Geduld mir ein. Gib frohen Muth, und dann verleih, daß auch des Arztes Rath gedeih. 7. Doch gib, daß ich nicht das nur pflege, was nich⸗ — . — nichtig, ſchwach und ſterblich iſt; daß ich der Thor nicht ſey, der, träͤ⸗ ge, des beſſern Theiles Werth vergißt. Des Koͤrpers Wohl laß nie allein das Ziel von mei⸗ nen Sorgen ſeyn. 8. Den groͤßten Fleiß auf dieſer Erde laß mich, Gott, meinem Geiſte weihn, daß er zum Him⸗ mel tuͤchtig werde, an Wahrheit reich, an Tu⸗ gend rein. Dann iſt die Seele deiner werth; dann wird mein Leib auch einſt verklaͤrt. 397 M. Herzliebſter Jeſu„ was haſt. Du haſt mir, Gott, den —+ Leib, du haſt ſein Leben zum Dienſte mei⸗ ner Seele mir gegeben. Auch ihn ſoll ich erhal⸗ ten, vor Gefahren auch aͤhn bewahren. 2. Ich ſoll ihn pflegen; ſoll zu edlen Werken durch Nahrung ihn, und auch durch Freude ſtaͤr⸗ “ —.— A ken; ſoll ihn durch keine Weichlichkeit entehren, a nicht ſelbſt zerſtoͤren. 444 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. 8 nite 3. Du gabſt ihn zum m Genuſſe vieler Frenden, und auch zur Duldung ehrenvoller Leiden; da⸗ mit ich unter ihrer edlen Buͤrde einſt ſelger wuͤrde. 4. Ich ſoll ihn haͤrten, daß er Kraft gewinne, beherrſchen maͤklich jede Luſt der Sinne; damit ich nicht der Tugend Fleiß und Muͤhe verzaͤr⸗ telt fliehe. 5. Drum laß mich ihn mit Maͤßigkeit erquicken, und jeden Hang zur Traͤgheit unterdruͤcken; er ſey im Alter, wie in fruͤher Jugend, geweiht der Tugend. 6. Schleicht ſich der Krankheit Gift in ſeine Glieder: ſo hilf, o Gott, mir zur Geneſung wie⸗ der; wenn ich noch hier durch ſein erneuert Leben dich kann erheben. 7.Gi o t pelaſſen a för ih ſn ht, 0” einss chwied teſt in nr * ſinn nie Nergehe (aut mſen. 91 hllzum fenf pnen beſte zelthe anl Wor emmf en, ſ ſenge n, de Ge ☛ 9 u Aeuſ ne 2 fen,d geben ſch s G V gm h denn gin wern wet ds⸗ Plüch 2is ſwin 1 1 n Püicht gen. ken; ſelſggen. Gib mir Geduld in Väcſtze tt den ſeinen Schmerzen; jwicht ſihß aß ich voll Zuverſicht in z. d anein ꝛem Herzen auf deine Genuſt ngepülfe harr, und ſeine e und auch uplage gelaſſen trage. dhrevvolle e8. Zerſtoͤr ich ihn nur mit ich untzrelb inichi⸗ o ſo werde er z Brde eninſt auch wieder, was er , würde. rſt war, Erde. Er wird 4 Jh ſelle Grabe ſchlummern, daß er Knit icht vergehen, wird g beherrſch nnufer, ſttehen. 1 Luſt der EinO. Er ſoll zu um Anſchaun e ic richt dener ſchoͤnen Sonne der — dles unoge eeſſern Welt hervorgehn, g tet fuhe nd voll Wonne ſoll er v Dun ln upfinden, frey von al⸗ wimuit hen Leiden, des Himmels dund in grreu uden. 1 pjehi 1n’98. M. In allen meinen e ſcy im An⸗ Thaten. Jas iſt mein zeitlich 1 thezua Leben, das du mir, Mahe zott, gegeben? ein un⸗ Sch 8 haͤtzbares Gut. Du untheitG abſt mirs, hier auf Er⸗ Gleer: ſeſ en zum Himmel reif zu 4 zur Gant kerden, worauf mein n da; wenn ch ahres Gluͦck beruht. d nhſa. Hier wird die Saat „it un ah Sorge fuͤr den Leib. 445 geſtreuet, dork, wenn ſie wohl gedeihet, wird reich die Erndte ſ yn; je laͤn⸗ ger hier ich lebe, und gut zu hand z ſtrebe: je gluͤcklicher werd dort ich ſeyn. 3. Sollt ich dis Gluͤck mir rauben? o Herr laß meinem Glauben an eine beßreWelt dis Leben hier auf Erden ſo werth und wichtig werden, daß er nicht deſſen Zweck ver⸗ fehlt. 4. Mir ſelbſt es zu ver⸗ kuͤrzen, mich in das Grab zu ſtuͤrzen, iſt wider meine Pflicht. Mir gab es deine Guͤte; ein redliches Ge⸗ muͤthe verſchmaͤht des Schopfers Wohlthat nicht. 5. Was leicht in Krank⸗ heit ſtuͤrzet, das Leben leicht verkuͤrzet, laß mich mitSorgfalt fliehn; doch auch nicht aͤngſtlich za⸗ gen, fuͤr meine Pflicht zu wagen dis Leben, das du mir verliehn. 6. In — 446 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns fbſ 6. In deine Vaterhaͤnde —— 7. Was nuͤtzt ein langes Sh! befehl ich, Herr, mein. Leben, wenn man nicht, ne n b Ende, und meiner Tage Lauf. Es ſey mein gan⸗ zes Leben dir hier zum Dienſt ergeben; hilf du nur ſelbſt der Schwach⸗ heit auf. Gott ergeben, nach wah⸗ rer Tugend ſtrebt? Wer Gott und Menſchen lie⸗ bet, und ſich im Guten uͤbet: nur der hat lang und wohl gelebt. Selbſtbeherrſchung. . Mel. Von GOtt 390 will ich nicht. Mich ſelbſt muß ich be⸗ zwingen, um dir, Gott, treu zu ſeyn, das Gute zu vollbringen, die Suͤndenluſt zu ſcheun, muß ich mit edlem Muth mich auf den Kampfplatz wagen, mir manchen Wunſch verſagen, und jedes falſche Gut. 2. Ich ſoll kein Uebel fliehen, wenn mirs die Pflicht gebeut, mich ihm zu unterziehen; ſoll mit Entſchloſſenheit auch, wo Gefahren ſind, ſelbſt die Gefahr nicht ſcheuen, um mich desLohns zu freuen, den Treu im Kampf gewinnt. —.—ÿ— 3. Wie ſchwer iſt 10 Geſchaͤfte der Selbſtbe⸗ herrſchung mir! Wie ſchwach ſind meine Kraͤf⸗ te! Wer unterſtuͤtzt mich hier? du, Vater, kannſt allein zum eifrigen Be⸗ ſtreben mir Muth und Kraͤfte geben; und mir den Sieg verleihn. 4. Hilf mir die Welt verachten, wenn ihre Luſt mich ruͤhrt, und nicht nach Guͤtern ſchmachten, die man ſo leicht verliertz⸗ hilf jede Leidenſchaft in ihrem Anfang daͤmpfen und ſie als Chriſt bekaͤm⸗ pfen, geſtaͤrkt durch dein Kraft. 1n 5. Beyn hu ſen eyn Eigün be Loprn hſ Whn u g0 melt padh rüte bh. dr en be Rd. 7 4 T 1 fn Sen ſaft 111 fteumn keu in t uſch E weir mitte ifrel Fn ſers ſege ſ us dider uſſt n ün uſtn 4 1eI ſic de, uſtge pdlic ngis asun 1 leber 18 5 n Pfücht 1 Ea F. Beym ſtärkſten mei⸗ tGen ,hmaer Triebe laß mich be⸗ tagteutſam ſeyn, und vor der 1 mndun wEigenliebe und ihrem düm Dhe kobſpruch ſcheun. Will bet, uſt ſhWolluſt, Zorn und Geitz 21 ühe: ungnein ſchwaches Herz be⸗ und wohl geuͤcken: ſo hilf ſie unter⸗ — hruͤcken, beſiegen ihren lertſaaReit. z benegen ih — Selbſtbeherrſchung. ———4 —— 447 6. Auf dich will ich ſtets ſehen; laß nur in dieſem Streit mich ſelbſt nicht hintergehen; gib mir Entſchloſſenheit und un⸗ terſtuͤtze mich, daß ich mein Herz bekaͤmpfe; die Macht der Luͤſte daͤmpfe: ſo ſieg ich, Gott, durch dich. 3. Ve ein günn herrſchung 1oo. M. Werde munter wſorahſna mein Gem. z tel Wa an Stmann ſey, o Gott, ehierk du mein Wille, zuͤchtig „allein zun, tets und keuſch zu ſeyn; Pfrtben ni! fun der Unſchuld heitern Friſt ahnStille deiner Gnade mden Eigt mmich zu freun. Keine Freude dieſer Welt, wenn f njſie noch ſo ſehr gefaͤllt, 44 laß mich wider mein Ge⸗ tabthne wiſſen, wuͤnſchen, ſuchen nit rün, und genießen. uuc Gütn 2. Weiß ich doch, daß diemanſßſ 1 deine Guͤte, die ſo mild diſ ſde hſrund freundlich iſt, nie⸗ ißram i nmals etwas uns verbiete, uban bcwas das Leben uns ver⸗ 4 3 ünfüßt. Uns zum Beſten Kraft Maͤßigkeit und Keuſchheit. nur gebeut dein Geſetz Beſcheidenheit, Zucht und Ordnung im Ge⸗ nuſſe, Maͤßigung im Ue⸗ berfluſſe. 3. Unſre Kindheit, un⸗ ſre Jugend, unſer Alter darf ſich freun. Auch die Freude, Gott, iſt Tu⸗ gend: aber heilig muß ſte ſeyn; heilig, daß ſie nicht bethoͤrt, und des Lebens Kraft zerſtoͤrt; daß ſie wilde Luͤſte ſcheuet, und die Sole nicht entweihet. 4. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keu⸗ ſchen Bruſt toben nicht der Reue Schmerzen, woh⸗ —— 1 8 denheit; ſie vergiftet alle — 448 Dritte Abt. Von de wohnen wahre Ruh und 4 Luſt. Unbeherrſchte Siñ⸗ * lichkeit tödtet die Zufrie⸗ Freuden, und verwandelt ſie in Leiden. 5. Sittſamkeit und Un⸗ ſchutd ſchmuͤcket mehr als Schoͤnheit, ſie vermehrt jede Luſt, die uns entzuͤ⸗ cket, jedes Wohlſtands Reitz und Werth. Reinen Herzen flieſt der Quell jeder Wonne rein und helt; und ſie koͤnnen ſicher trauen, einſt dein Antlitz, Gott, zu ſchauen. 6.O ſo hilf mir darnach ſtreben, reines Herzens ſtets zu ſeyn, daß ich 1 zuͤchtig moͤge leben, jede ſchnoͤde Wolluſt ſcheun. Schutze vor Verfuͤhrung mich, und mein Herz er⸗ gebe ſich keiner ſchaͤndli⸗ 1 chen Begierde! Heilig⸗ keit ſey meine Zierde. 7. Dann umfaͤht mich M Heil und Segen; goͤttli⸗ che Zufriedenheit leitet mich auf meinen Wegen ——— n Pflicht. gegen uns ſelbſt. noch zu groͤßrer Selig⸗ keit. Weih ich, Gott, mein Herz nur dir: o dañ werd ich auch von hier einſt zu deinem Thron mich ſchwingen, und mit Freuden Preis die ſingen. 401. Mel. Wer nur den lieben Gott. „Der Wolluſt Reitz zu widerſtreben, o Chriſt, laß deine Weis⸗ heit ſeyn! bewahre, liebſt du Gluͤck und Leben, dein Herz vor ihrem Greuel rein. Vor ihrer ſchnoͤden Lockung fliehn, heißt dem Verderben ſich ent⸗ ziehn. 2. Die Wolluſt kuͤrzet unſre Tage, ſie raubt dem Korper ſeine Kraft, und Armuth, Seuchen, Schmerz und Plagen ſind Fruͤchte ihrer Leiden⸗ ſchaft. Der haßt ſich ſel⸗ in ihre Feſſeln giebt. 3. Sie raubt dem Geiſte Muth und Staͤrke, 1 lece d fer 9 tnſt fel u flicht Renund ſchrn inda ge ſetz. 48 M un ahrer Nst keit henA er ſ ensn die? ihnn d ſweiſ gar fgißt dant uſtt, mier üſten Fss ſci derg ſluf Sete prde ſeNu hott; denen Unlgen dirn Ete nict; deine ber, der ſie liebt, und ſich 6ſi iſen weit bit! tß forde ct. ube en ſder hieges wei 4 ſchwaͤcht den Verſtand, wente der eine ſdni nnel Maͤßigkeit und Keuſchheit. 449 A glücht dan teit der Seele Licht; ſie raubt ſich unreiner Luſte freut. nein ven Eifer edler Werke, Drum feh ich demuths⸗ wed and Ernſt und Luſt zu voll zu dir: o ſchaff ein erd ic unſeder Pflicht, Sie fuͤhrt reines Herz in mir! ”t aNnReu und Gewiſſens⸗ 7. Gib, daß ich allen nichſchringchmerz in das ihr hinge⸗ boͤſen Luͤſten mit Muth fdrandenpngebne Herz. und Nachdruck widerſteh; 1 ol. M0, A 4. Der Menſch ſinkt und ſtets, dawider mich t linnter ihrer Buͤrde zur zu ruͤſten, auf dich, All⸗ D Vuliſeiedrigkeit des Thiers gegenwaͤrtger, ſeh. Denn .Jviheriyerab; er ſchaͤndet und wer dich, Gott, vor Au⸗ Chiſt,hntehrt die Wuͤrde, die gen hat, flieht auch ver⸗ heitſeynebnchm ſein weiſer Schöpfer borgne Miſſethat. duGlicwhab; vergißt den Zweck, 402. M. Nun danket alle Hetz vor ihn azu er lebt, weil er nach GOtt. rin. Vorinliedern Luſten ſtrebt. Du, der ſo gern be⸗ Lockung 15. So ſchimpflich ſind gluͤckt, gern Freuden den Vrdner Wolluſt Bande. uns bereitet, wie ſelig, jih. Schon vor der Welt ſind wer, von dir an Vater⸗ 2 Ne Alle ein Spott; ſie ſind vor hand geleitet, nur dann unſ Taaeſem Gewiſſen Schande, ſich gluͤcklich fuͤhlt, wenn un Füneſund noch weit mehr vor er zu dir ſich hält, und lus unteir, o Gott! Der Laſter jede Luſt verſchmaͤht, die nnmah Sklav entflieht dir ſeinem Gott misfaͤllt. Schmets nlicht; du forderſt ihn vor 2. Wie ſelig, wenn ſein inptähuein Gericht. Geiſt zu dir, durch den er ſtzaſt. dE. Du übergibſt den lebet, durch den er denkt ſnefcnhem Verderben ſchon und waͤhlt, ſich oft und in hre Sſtier, der ſeinen Leib ent⸗ gern erhebet; wenn er die zSieuikveiht; und nie wird dei⸗ Freude kennt, mit dir gut nzen Himmel erben, wer allein zu ſeyn, erſtaunt ſtaüht ne Ff ſich .— — 450 — ſich deiner Macht und deiner Huld zu freun. 3. Wie ſelig, wenn er ſelbſt der Erde kleinre Freuden mit Maaß und Weisheit waͤhlt! Ihr Uebermaaß wird Leiden. Nach arbeitvoller Muͤh iſt ſchuldlos ihr Genuß; wer nur der Freude lebt, fuͤhlt Eckel und Ver— druß. 4. O gib, Allguͤtiger, gib, daß auch meine Seele, wenn ſie nach Freude ſtrebt, nie jene Freuden waͤhle, die end⸗ lich doch gereun; es ſchla⸗ ge meine Bruſt, vom Ei⸗ teln unverfuͤhrt, nur fuͤr die reine Luſt. 5. Laß meine Tage mich durch eitles Spiel nicht toͤdten, mich vor der Tu⸗ gend nie bey meinem Scherz errothen; nach treu vollbrachter Pflicht darf ich der Ruh mich freun, doch keinen Au⸗ genblick des Laſters Freuden weihn. — 6. Vernunft und Tu⸗ gend ſey Gefaͤhrtin mei⸗ ner Freuden! Dem Schwelger laß mich nie ſein kurzes Gluͤck benei⸗ den; was mir an Reich⸗ thum fehlt, erſetzt Zufrie⸗ denheit. Der frohſte Sinn wohnt ſtets bey ſtiller Haͤuslichkeit. 7. Der Tag der Froͤ⸗ lichkeit ſey niemals mik verlohren; ich ward zum Dienſt der Welt, zum Spielwerk nicht geboh⸗ ren. Erholung ſey er mir; es ſtaͤrke ſich mein Muth, des Guten mehr zu thun, ſo oft ich aus⸗ geruht. 1 8. Nie laß durch meins Luſt den aͤrmern Bruder leiden. Der Tag, der mich begluͤckt, ſey ihm auch Tag der Freuden. Iſt er verlebt: wohl mir, wenn er mich nie gereut; nie ſcheid' er ohne Dank fuͤr den, der mich er⸗ freut. 403. ritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns elbſt. — — — Mel. uns in Lei 31 n ſeine 4 1 inſte! i auch 42 6ib, ri an en Herr mſin ſte ler ſtel . ſib ein 6* nir, manmeeib e deinen ſer de 689 * 3 — vn Tlicht. Kege 3.——— 6. Dnn Maͤßigkeit und Keuſchheit. 451 . Wenuſt. gend ſeygizd03. Mel. Es iſt das Heil 3. Auch meine Lippen ner Freuna uns kom. ſchaͤnde nie, was ſchaͤnd⸗ SchweleSMein Leib ſoll, Gott, lich iſt zu hoͤren; nie la ſein ſerM dir heilig ſeyn, mit der Unſchuld Rechte 6 dan Nen allen ſeinen Gliedern; durch frechen Scherz ent⸗ than ittihn ſoll ich dir zum ehren! Beſtimmt zum ˖ dubet„Dienſte weihn; zum Opfer des Gebets und Sm nir Dienſt auch meinen Bru⸗ deines Lobes, rede ſtets filr untdern. Gib, daß ich dis mein Mund, was nuͤtzt „ 9t udein Eigenthum fuͤr ſie, und beſſert. ſictit ſötaund, Herr, für deinen— 4 unanuo hem ffets unbefleckt 4. Mein Ohr laß dir drns n ewahes 1. nur offen ſeyn, taub bey Snünen 2. Gib eine keuſche der Wolluſt Bitten; mein Seele mir, daß ich mit Leben und mein Wandel m. tinmeinem Leibe nie frevle; rein, und unbefleckt die nit, g ſündaß er imer dir, o Gott, Sitten. O daß der Wol⸗ b M dolgeheiligt bleibe; daß rein luſt Schmeicheley mir nie au than, ſtſund keuſch mein Auge durch ihre Zauberey ma* 9 ſittſam daß 3 der dad ſchuld Wuͤrde 3. Nielozwimmer frey zu dir erhe⸗ raube! auſt de Vmden koͤnne! 7¹— n n Arbeitſamkeit. unh da 404. Mel. Sey Lob und lich werden. Gib mir gierette Ehr dem hoͤchſt. Verſtand und Luſt und ung emit Nach deinem Rath, o Kraft, geſchickt, treu und 1 neſbei Gott, ſind wir be⸗ gewiſſenhaft zu thun, I V ——— —ſſſ— — 8 ſr i, wiſtimmt zumFleis auf Er⸗ was mir gebuͤhret. den; du willſt es, daß wir 2. Hilf, daß vor traͤger fa alle hier einander nuͤtz⸗ Weichlichkeit ich ſtand⸗ Ff 2 haft 5 7. ——— haft mich bewahre; und wo die Pflicht mir Muͤh gebeut, nie meine Kraͤfte ſpare. Erholen darf ich mich nur dann, wenn ich, von Kraft erſchoͤpft, mich kann zu meiner Arbeit ſtaͤrken. 3. Mit wahrer Vorſicht laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen, die weit entfernt von meiner Pflicht, verſchwenderiſch verbringen. Das muͤſſe mein Vergnuͤgen ſeyn, mich den Geſchaͤften ganz zu weihn, die du mir auferleget. 4. Ein heilger Trieb belebe mich, o Hoͤchſter, meinepflichten,in deiner Furcht geſtaͤrkt durch dich, mit Freuden zu ver⸗ richten. Ein Herz, das ſich des Guten freut, gibt zu der Arbeit Munterkeit, verſuͤßt uns ihre Laſten. 5. Laß mich vor dir, Herr, unverruͤckt mit einem Herzen wandeln, das Geitz und Ehrſucht —— 45² Dritte eAbt. Von den en Pfüccht.c gegen un ſelbſt. nie verſtrickt, gewiſſenlos zu handeln. Mein Leben deinem Dienſt zu weihn, ſo nuͤtzlich als ich kann, zu ſeyn: das ſey mir Ehr und Reichthum. 6. Dir zu gefallen, ſey mein Ziel bey allem, was ich thue! ſo hat, es gehe wie es will, doch mein Gewiſſen Ruhe; denn, Heiligſter, wer dir mis⸗ faͤllt, was nuͤtzet dem die ganze Welt mit allen ih⸗ ren Schaͤtzen? 7. Gib, daß mein Fleiß in dem Beruf, dazu mich auf der Erde dein weiſer Rath, mein Gott, er⸗ ſchuf, mir eine Stuffe werde, worauf ich nach vollbrachter Zeit zur hoͤ⸗ heren Geſchaͤftigkeit des beſſern Lebens ſteige. 2 ſnitl 88 der? n Wefte Auch 8. ken mi len G ſſenheit aitsslieb ſie Tri n e Va aß me ehtenm ihty, eſta 405. M. In allen meinen Thaten. err, nicht— gehen, hieß mich dein Nath entſtehen: ich ſoll hier thaͤtig ſeyn; ſoll mich mit meinen Kraͤften nur et it riche u heitnie porin *hm ſ 7 icht, gun, nie vetftncha zu handen genur nuͤtzlichen Geſchaͤf⸗ Arbeitſamkeit. 6. O mach auch mich ſo deinen Außg ten, der Welt und mir weiſe! ſo werd ich, dir ſo nitzich aen zum Beſten, weihn. zum Preiſe, im Guten zuſeynehagt. 2. Auch dieſen deinen fleißig ſeyn, die Arbeit undgächken Willen mit Freuden zu mir verſuͤßen, und einſt 6. Dirzug erfuͤllen gib mir Ent⸗ das Gluͤck genießen, mich neinzilbau ſchloſſenheit; und bey der höhrer Thäͤtigkeit zu icthue ſoßa, Arbeitsliebe vermehr in freun. ie svil,wmir die Triebe gewiſſen⸗ 406. Mel. O GOtt, du Grriſa au hafter Thaͤtigkeit. Näligi, Pflichten mit Treue mich fällt, vas vie 3 Jnſverrichten, und keine dane Wein Muͤhe ſcheun; Gemaͤch⸗ mn Scizn, ichkeit nicht lieben, aus „ Eih un Traͤgheit nichts verſchie⸗ inden Binſiben, worinn ich jetzt ſoll aufderenenwirkſam ſeyn. Nath, nne 4. Wenn ich Erholung ſchuf, mir cſuche, ſo ſey ſie frey vom wede, won Fluche, den Sundenluſt volttrachtlggebiert. Gib, daß ich die dere Geſchiilnur waͤhle, die Staͤrkung gſien gbuſfür die Seele und deinen Ia N. Beyfall mit ſich fuͤhrt. K5. M 5. Aus unſchuldsvollen he gehen mFreuden entſpringt fuͤr lnden kein Leiden, der maͤ⸗ dch aen fig ſie genießt;'mit ruhi⸗ ſi thätugem Gewiſſen darf ſie lntnüſein Herz genießen, ob du m dabey gleich Zeuge biſt. 3. Laß meines Standes — frommer GOtt. ZurUrbeit haſt du, Gott, die Pflicht uns aufge⸗ leget, und Sorgfalt im Beruf uns ernſtlich ein⸗ gepraͤget. Dir iſt, o Hei⸗ ligſter, der Muͤßiggang verhaßt, fuͤr uns der La⸗ ſter Quell, fuͤr unſern Naͤchſten Laſt. 2. Erinnre du mich ſtets an des Berufes Pflichten; hilf ſie mir ohne Zwang und immer treu verrichten: und ko⸗ ſten ſie mir Muͤh, fehlt mir Entſchloſſenheit: ſo gib mir Eifer, Kraft, und Muth und Freudigkeit. 3. Bewahre mein Ge⸗ muͤth vor bangen Nah⸗ rungsſorgen; gib mir Ff 3 mein 453 „— —— 4. 5 —,„— 8.— 5— 4** — ur — 3 — 454 Dritte Abt. Von den Pflcht. gegen uns fipſ mein taͤglich Brodt, gib mir es jeden Morgen. Fehlt mirs nur nicht an Fleiß, und thu ich meine Pflicht: ſo ſchenkt dein Segen auch, was kuͤnftig mir gebricht. 4. Befoͤrdre, Herr, mein Gott, die Werke meiner Haͤnde. Den Anfang ſegne du, und kroͤne dann das Ende. Laß mich bey ihrer Laſt auf jenes Leben ſehn, wo wir nach treuem Fleiß, zu deiner Ruhe gehn. 407. M. HErr IEſu Chriſt mein's Lebens. Gott, deſſen Hand die Welt ernaͤhrt, und Jedermann ſein Theil gewaͤhrt, laß deinen Se⸗ gen auf mir ruhn, und mich mein Werk mit Freuden thun. 2. Du ſorgſt fuͤr mich, doch ſo, daß ich auch ſor⸗ gen ſoll zu thun, was mich dein offenbarter Wille heißt. Dazu ver⸗ leih mir deinen Geiſt. 3. Hilf, daß ich ſtets in dieſer Welt, ſo lebe, wie es dir gefaͤllt; mich von der Suͤnde zu befreyn, laß meine erſte Sorge ſeyn. M 4. Stehts erſt mit mei⸗ ner Seele wohl, dann lehre mich auch, wie ich ſoll auf meines Leibes Wohlergehn mit wahrer Chriſtenweisheit ſehn. 5. Dich ruf ich an, ver⸗ laß mich nicht! du weiſt ja wohl, was mir ge⸗ bricht. Was du willſt geben, gib du mir, und dann Zufriedenheit mit dir. 6. Mit Beten geh ich an mein Werk, gib du dem Leibe Kraft und Staͤrk; mit dir fang ich die Arbeit an, durch den ich ſie vollenden kann. 7. Erleichtre mir der Arbeit Laſt; laß mich, wie du befohlen haſt, das thun, was meines Stan⸗ des iſt; erfreut, daß du mein Helfer biſt. 8. Zu icge Zufriedenheit und Genügſamkeit. 455 mea 8. Zu dir hoff ich voll 10. Verſtünd ich nur 8 di gftn Zuverſicht, du werdeſt nach deinem Sinn, ſo der Sune meinem Fleiße nicht dein lang ich noch auf Erden laß nenen ſegnendes Gedeihn ent⸗ bin, mit deinen Gaben ſeyn ne ziehn; vergebens iſt ſonſt umzugehn: wie wohl . mein Bemuͤhn. wuͤrd es dann um mich Ettt 9. Du machft die duͤrren ſtehn! ner Seele Berge naß, du kleideſt 11. O mache mich dazu ſee nſtan Blumen, Laub und recht treu, daß ich dir ſal uf um Gras, fuͤr deine Sorg thätig dankbar ſey! hilf, Peßlenein, mwiſt nichts zu klein; du daß ich ſorge, wie ich Cſſkanet wirſt auch mein Verſor⸗ ſoll; ja ſorge du, ſo geht „Dichnfo ger ſeyn. mirs wohl. ämnn— ſa wohl, we Zufriedenheit und Genuͤgſamkeit. bnict. 1 408. Mel. O GOtt, du ſtets wird's dem zu Theil, geden, gib d frommer GOtt. der aͤngſtlich darnach dann zafree Qaß mich doch nicht, o ringt; und ſchnell ver⸗ dir. Gott, den Schaͤtzen lierts oft der, dem ſein 5. Mö uh dieſer Erden ſo ſehr erge, Bemuͤhn gelingt. an mein Bn ben ſeyn, daß ſie mein 3. Ein Gut, das unſern dm Leibe 8” Abgott werden! Oft Geiſt wahrhaftig ſoll be- Süitt nt fehlt beymueberfluß doch gluͤcken, muß nicht ver⸗ Rutaiaf die Zufriedenheit; und gaͤnglich ſeyn; muß fuͤr dramn was iſt ohne ſie des Le⸗ den Geiſt ſich ſchicken. 3 enean bens Herrlichkeit? Der Thor hat Geld und Wbit eate 2. Kann ein vergaͤng⸗Gut, er hat's und wieuubeft lich Gut auch unſre Wuͤn⸗ wuͤnſcht noch mehr, noch 1 ſche ſtillen? Es ſteht ja immer bleibt ſein Herz üz akn ſein Beſitz nicht blos in von wahrer Ruhe leer. unſerm Willen; nicht 4. O Gott, ſo wehre — y=— — — Ff 4 doch, . / 7 6 3 N 5. 456 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. doch der Habſucht niedern Trieben, und heilige mein Herz, nie Geld und Gut zu lieben, das man mit Muͤh gewinnt, bald ſchwelgeriſch verzehrt, bald unruhvoll bewacht, und bald mit Fluch ver⸗ mehrt. 5. Ein weiſes, frommes Herz, das ſey mein Schatz auf Erden! Sonſt alles, nur nicht dis, kann mir entriſſen werden; es bleibt im Tod auch mein, und folgt mir aus der Zeit zum ſeligſten Gewin bis in die Ewigkeit. 6. Wenn dis mir fehlt, was iſt das herrlichſte Vergnuͤgen? Nur ſuͤße Traͤume ſinds, die unſern Geiſt betruͤgen. Drum lenke, Gott, den Wunſch vom irrdiſchen Gewinn durch deines Geiſtes Kraft zu ewgen Guͤtern hin. 409. M. Mir nach, ſpricht Chriſtus. Wohl dem, der beſſre Schaͤtze liebt, als — 4 — Schaͤtze dieſer Erden! Wohl dem, der ſich mit Eifer uͤbt, an Tugend reich zu werden; und in dem Glauben, deß er lebt, ſich uͤber dieſe Welt erhebt. 2. Wahr iſt es, Gott verwehrt uns nicht, hier Guͤter zu beſitzen. Er gab ſie uns, doch auch die Pflicht, mit Weisheit ſie zu nuͤtzen; ſie duͤrfen un⸗ ſer Herz erfreun, und un⸗ ſers Fleißes Antrieb ſeyn. 3. Doch nach den Guͤ⸗ tern dieſer Zeit mit gan⸗ zer Seele ſchmachten, nicht erſt nach der Gerech⸗ tigkeit und Gottes Reiche trachten: iſt dieſes eines Menſchen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erſchuf? 4. Der Geitz erniedrigt unſer Herz, erſtickt die edlern Triebe; die Liebe fuͤr ein ſchimmernd Erz verdraͤngt der Tugend Liebe, und macht, ſelbſt der Vernunft zum Spott, ein elend Gold zu deinem Gott. 5. Der A 2 Ge nb n reiß ſen z zut g ururcht 1re h ſh un Gu w un ſches elnd AG 3 id zu deg: 6 G1 Vwen hhie ſchor Nand ſot 1v p tr we men berat her: des wen Wrh Thre . 3 ftoͤn vhe ite —— vönct,n Ghad Schäͤtzee Wohl d n 5. Der Geitz, ſo viel er eßn i, an ſich reißt, laͤßt dich rech ura kein Gut genießen; er den Glatn ſaquält durch Habſucht dei⸗ let fhn nen Geiſt, und tödtet dein Rhet ihunſſGewiſſen, und reißt durch ſchmeichelnden Gewinn 2.Väht ndich blind zu jedem Fre⸗ untmnve hin. Günn u bin 6. Um wenig Vortheil dafeins niwird er ſchon aus dir mit Pflict,nichMeineid ſprechen, dich zu nüten, ſeizwingen, treuer Arbeit 5 kirfte ohn unmenſchlich abzu⸗ ſeti mrechen, er wird in dir z3. Dach naſder Wittwen Flehn, der tn di deſerWaiſen Thraͤnen wider⸗ zer Seel bſch leſtſtehn. nict atnahhn 7. Wie koͤnnt ein Herz, ſigituwouevon Geitze hart, des racten: thWohlthuns Freuden Ruſtengu ſſchmecken, und in des Rengie gtzanaluckachegenwartden DrG eRuf zur Huͤlf entdecken? vnſe he, zund wo iſt eines Standes elerrène Pfli cht, die nicht der 6n ſimn Seit entehrt und bricht? 5 dad. S. Erhalte mich, mein dn 8* Gott, dabey, daß ich mir hben nuniwe aanugen laſſe, Geitz ewig 8 ea als Abgoͤtterey von mir in hott. 1 Zufridenhen und Genügſanſkeft — 457 entfern und haſſe. Ein frommes Herz, ein guter Muth ſey hier mein Theil, mein beſtes Gut. 410. M. In allen meinen Thaten. Auf deine Weisheit ſchauen, Gott, deiner Guͤte trauen, das ſchafft Zufriedenheit. Wer kann mein Wohl entſcheiden? wer ſchenkt mir beſfre Freuden, als du, Herr aller Seligkeit? 2. Vor dir iſt nichts verborgen; wie ſollt ich aͤngſtlich forgen, da du mein Vater biſt? Du, Herr, gabſt mir mein Le⸗ ben, und wirſt mir alles geben, was mir zur Wohlfarth noͤthig iſt. 3. Wir ſtreben oft nach Dingen, die, wenn ſie uns gelingen, des Un⸗ gluͤcks Quellen ſind. Ein Schein, der uns bethoͤret; und unſern Stolz ver⸗ mehret, macht uns fuͤr wahre Guͤter blind. 4. Der Hang zu Eitel⸗ Ff 5 keiten ’ 5 * 2 — 8 ————— keiten ſtört doch zu allen Zeiten die wahre Seelen⸗ ruh. Wenn wir dir unſer Leben, o Vater, uͤberge⸗ ben, dann flieſt dem Her⸗ zen Friede zu. 5. Dein Rathſchluß ſey mein Wille. Ich will in heilger Stille mich dei⸗ ner Vorſicht freun. Dein ewiges Erbarmen, dein Beyſtand ſoll mir Armen Zufriedenheit und Muth verleihn. 6. Laß mich nicht zwei⸗ felnd wanken, wenn trau⸗ rige Gedanken mir deinen Troſt entziehn. Ich wer⸗ de nie vergebens zu dir, Herr meines Lebens, mit kindlichem Vertrauen fliehn. 7. Erleichtre meine Lei⸗ den durch deines Geiſtes Freuden, durch Muth und Hoffnung mir. Druͤckt mich die Laſt der Schmerzen, dann ſprich zu meinem Herzen: ich, dein Erretter, helfe dir. 8. Was ſollt ich mich —— 458 Dritte Abt. Von den Püücht. gegen uns glbſ. betruͤben? den Menſchen, die dich lieben, muß alles Segen ſeyn. Ich bin ja dein Erloͤſter. Sonſt weiß ich keinen Troͤſter, ſonſt keinen Schutz als dich allein. 411. — lieben Gott. Der du die Himmel ausgebreitet, der Menſchen Wohnung auf⸗ gefuͤhrt, und alles weis⸗ lich zubereitet, was uns zum Unterhalt gebuͤhrt: o Gott, mein Vater und mein Hort! gib, daß ich traue deinem Wort. 2. Laß mich nicht ſuchen Glanz und Wuͤrden, und irrdſcher Guͤter Ueber⸗ fluß; ſie ſind der Seelen ſchwere Buͤrden, und Todesſchlingen unſerm Fuß. Gib meiner Seele ewges Heil, dem Leibe ſein beſcheiden Theil. 3. Wenn du es gibſt, laß mich zufrieden mit dem gemeßnen Theile ſeyn; was deine Vorſicht mir Mel. Wer nur den 1 8 ſis! ———ä— 1 c der 4 un tn git 11 HGen 38 denn Br 11 fm hern dur Ge M* 11 12 3 4is fl a au dk t ſr 1 u 6 ſhe ist. ſer ee Zei umg odt wah d 65 teg uft d dor. iebes gang fd wa Ste deinen dich, eit! 7l dag n Zei ktete. ther in fücht,9 betruͤben ynn Mntmir beſchieden, iſt ſtets Sunfengenug, und nie zu klein: e den An drum gib du mir mein vn Eiihſg taͤglich Brodt, und tritt 1 it enherzu in meiner Noth. ſont kanne 4. Laß mich nicht fuͤr h dich allin den andern Morgen, da all. Ml ldu mein Gott und Vater lhen gbiſt, mistrauiſch uner⸗ n Per du nſaͤttlich ſorgen: ich, ein n ausgenNiterbe Jeſu Chriſt, bin n Menſchenhhlreich in Zeit und Ewig⸗ h geſüßtt, wkeit; drum gib mein taͤg⸗ ſch zubereütlich Brodt mir heut. « zum Untetha F. Bewahre vor ver⸗ Gutt näkehrten Stegen den Fuß, n mein hatſwenn er die Nahrung „ traue dinnſucht, vor Liſt, Betrug „2 eaßnihmnd Diebeswegen, vor t GlanzuwdMüßiggang undArbeits⸗ rierdſche giflucht; auf daß ich bis in —— Zufriedenheit und Genuͤgſamkeit. 459 meinen Tod ſtets eſſen mag mein eigen Brodt. 6. Laß, Vater, deine Menſchenliebe mir ein erhabnes Muſter ſeyn, nach dem ich mich im Wohlthun uͤbe, das Herz des Armen zu erfreun. Geruͤhrt durch meiner Bruͤder Noth, werd ih⸗ nen auch ihr taͤglich Brodt. 7. Lehr auch, mein Va⸗ ter und Gebieter, mich Maͤßigkeit beym Ueber⸗ fluß; und laß, weil du der Herr der Guͤter, mich dankbar ſeyn bey dem Genuß; gib mir Geduld in Pauͤfungszeit, und nach dem Tod die Seligkeit. fub; ſe ſnh ſchwete Bi „Ahwſchin in deinem Zorn. V 8 ons ache dich, mein Geiſt, tſein beſcheinund wachſamkeit und Vorſichtigkeit. 412. M. Straf mich nicht Verſuchungsſtunden b ploͤtzlich uͤberwunden. 2. Auf dann, und er⸗ bereit! wache, fleh muntre dich aus dem bete! daß dein Herz ſichern Schlafe! immer, „ Wan zur boͤſen Zeit nicht von glaub es, zeiget ſich bald „lo nich Gott abtrete. Ach, ſchon darauf die Strafe. Der den zemegtiſt mancher Chriſt von fällt leicht, dem es deucht, fanzwo daß — 2 — ————· 5— “ 4 — 422. — f ... —“—— 2 3. —··——— 460 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. — daß er ſicher ſtehe auf der ſam machen. Gott ver⸗ Tugend Höhe. leiht Munterkeit auf dem 3. Wache, denn hier rechten Pfade durch er⸗ hat der Chriſt noch von betne Gnade. allen Seiten, was der 7. Nahe dich denn mit Seele ſchaͤdlich iſt, mu⸗ Gebet oft zu ſeinem thig zu beſtreiten. Gott Throne; wenn dein Herz laͤßt zu, daß auch du, nur glaubig fleht, hoͤrt wenn du ſorglos walleſt, er in dem Sohne. Er in Verſuchung falleſt. verheiſt ſeinen Geiſt, mit 4. Wache, daß dich nicht ihm Kraft und Leben, auf die Welt durch Gewalt dein Flehn zu geben. bezwinge, oder, wenn ſie 8. Nun ſo will ich im⸗ ſich verſtellt, liſtig an ſich merdar wachen, flehn und bringe. Wach und ſieh! beten, und, vermehrt ſich daß dich nie die Verfuͤh⸗ die Gefahr, bruͤnſtger rer faͤllen, die dir Netze vor Gott treten. In der ſtellen. Noth, in dem Tod werd §. Wach und hab auf ich froh beſtehen; Gott dich wohl acht; trau nicht wird mich erhoͤhen. deinem Herzen! Leicht 413. Mel. Wer nur den kann, wer es nicht be⸗ lieben GOtt. wacht, Gottes Huld ver⸗ Nicht daß ichs ſchon ſcherzen. Ach es iſt voller ergriffen haͤtte; die Liſt, weiß ſich ſelbſt zu beſte Tugend bleibt noch heucheln, und mag gern ſchwach; noch, daß ich ſich ſchmeicheln. meine Seele rette, jag 6. Aber bet auch ſtets ich dem Kleinod eifrig dabey, bete bey dem Wa⸗ nach: denn Tugend ohne chen: das wird dich von Wachſamkeit verliert ſich Traͤgheit frey und behut⸗ bald in Sicherheit. 6 2. So g 2 lan de s ſall 4* dar †ge. Der 1 ſis ucht ſt 8 git falle chfte zc htſe itte end, dat ni* mi 6 Nen fillas Kr glc 8 dien d 2 Da Rer dies fihe die Oe r 2 4 ' s kkd ſber it d keit nde iſtd eele be ,w. 4„ Wachſamkeit und Wotſichtigkeſt. 402 1un 12. So lang ich hier im Der Trieb des Neids, der ſöh Aeibe walle, bin ich ein Schmähſucht Triebe dm Iind, das ſtrauchelnd erwecken ſo dir manchen ween eht. Der ſehe zu, daß Feind; du wirſt behut⸗ - Ke nicht falle, der, wenn ſam, ſchraͤnkſt dich ein, di ein Naͤchſter faͤllt, noch fliehſt nicht die Schmaͤh⸗ ene,Keht. Auch die bekaͤmpfte ſucht, nur den Schein. u eun Hoſe Luſt ſtirbt niemals 6. Du denkſt, weil 55 anz in unſrer Bruſt. Dinge dich nicht ruͤhren, dethä ngutz aſt Tugend, oft iſt ſie nur Tugend faͤllt: ſo werde ſehas Werk der Zeit. Die nichts dein Herz verfuͤh⸗ voilde Hitze roher Jugend ren; doch jedes Herz hat ſnnct zoird mit den Jahren ſeine Welt. Den, welchen an Sittſamkeit; und was Stand und Gold nicht ———— atur und Zeit gethan, ruͤhrt, hat oft ein Blick, geht unſer Stols fuͤr Tu⸗ ein Wort verfuͤhrt. mend an. 7. Oft ſchlaͤgt der Trieb faa 54. Oft iſt die Aendrung in deinem Herzen. Du n nae ſeiner Seelen ein Tauſch ſcheinſt von Rachſucht dir er Triebe der Natur. befreyt; jetzt ſollſt du eine ch. N Du fuͤhlſt, wie Stolz und Schmach verſchmerzen, han Ruhmſucht quaͤlen, und und ſieh, dein Herz wallt 8 aͤmpfſt ſie; doch du auf und draͤut, und ſchillt techſe nur: dein Herz ſo lieblos und ſo hart, als V Faͤhlt einen andern Reitz, es zuerſt geſcholten ward. V ein Stolz wird Wolluſt 8. Oft denkt, wenn wir der Geitz. der Stille pflegen, das gtw 8 45. Oft iſt es Kunſt und Herz im Stillen tugend⸗ — — — — — — —— — — 1 „Gh d 3. Nicht jede Beſſerung durch die der Andern wnhdend äigenliebe, was Andern haft. Kaum lachet uns öüm Itreuge Tugend ſcheint. die Welt entgegen: ſo 22 regt —* 3 — .———-„ --··. — Su. 7 — ☛ — ſchaft. Wir werden im Geraͤuſche ſchwach, und geben endlich ſtrafbar nach. 9. Du opferſt Gott die leichtern Triebe durch ei⸗ nen ſtrengen Lebenslauf; doch opferſt du, wills ſeine Liebe, ihm auch die liebſte NReigung auf? Dis iſt das Auge, dis der Fuß, die ſich der Chriſt ent⸗ reißen muß. 10. Du fliehſt, geneigt zur Ruh und Stille, die Welt, und liebſt die Ein⸗ ſamkeit; doch biſt du, for⸗ derts Gottes Wille, auch dieſer zu entfliehn bereit? Dein Herz haßt Hab⸗ ſucht, Neid und Zank; fliehts Unmuth auch und Muͤßiggang? 1I1. Du biſt gerecht; dann auch beſcheiden? Liebſt Mäßigkeit; dann auch Geduld? Du dieneſt gern, wenn Andre leiden; vergibſt du Feinden auch die Schuld? Von allen 8 45———— Dritte Abt. Von den Pfücht.⸗ gegen uns ſelbſt. regt ſich unſre Leiden⸗ Laſtern ſollſt du rein, zu aller Tugend willig ſeyn. 12. Sey nicht vermeſ⸗ fil ſen! Wach und ſtreite; denk nicht, daß du ſchon gnug gethan. Dein Herz hat ſeine ſchwache Seite, ln die greift der Feind der Wohlfarth an. Die Si⸗ cherheit droht dir den Ff Fall; drum wache ſtets, wach uͤberall! 414. Mel. Herzlich thut mich verl. Wie ſchwach iſt meine Tugend; wie leicht verirr ich mich! Seit meiner fruͤhen Jugend, wie oftmals ſtrauchelt' ich! zum Guten oft ſo traͤge, und ſinnlich bis ins Grab, fuͤhrt mich vom rechten Wege gar leicht Verblendung ab. 2. Oft fehlt es mir an Muthe, zu thun nach meiner Pflicht; ich kenne wohl das Gute, und thu b es dennoch nicht: leicht laß ich mich verleiten, das Boͤſe zu vollziehn; ſcheu mich, 8₰ tt A V ns„ zl V f .1 16 u lstenee Nu Wachſamkeit und Vorſichtigkeit. nnch, es zu beſtreiten, ahr ſaͤum es, klug zu Ahn. Gott, laß mich eifrig nstben, der Tugend treu nſeyn, zur Ehre dir zu an, des Guten mich zu uinn, laß mich es nie zgeſſen, daß auch der vmme faͤllt, der ſich, ez und vermeſſen, vorm lle ſicher haͤlt. um auch die kleinſten enden vorſichtig ſtets ſiiehn, laß lebhaft mich zofinden, daß ſie zu ſſern ziehn; laß uͤber aine Triebe mich immer ichſam ſeyn, erhalt von uͤndenliebe, Herr, dugine Seele rein. p Hilf mir bey den ufahren der Welt und telkeit mein ſchwaches arz bewahren, daß es 4 kluͤglich ſcheut; auch Verfuͤhrer hoͤren, die 6n ihr Netz mich ziehn, lund, wenn ſie mich be⸗ oͤren, als falſche 1 eunde fliehn. 1 1 verzagen, 463 6. Mein Herz kann bald bald wieder trotzig ſeyn; hier, was es nicht ſoll, wagen, dort, was es nicht darf, ſcheun; kann leicht mich hinter⸗ gehen durch ſeiner Luͤſte Spiel; will, was es taͤuſcht, nicht ſehen, und trauet ſich zu viel. 7. Gib, Gott, auch hier mir Schwachen Muth und Entſchloſſenheit, zu beten und zu wachen, daß mich kein Schritt gereut; gib, daß ich ſtets bemerke, wenn ſich mein Herz ver⸗ irrt, und, ſtolz auf ſeine Staͤrke, ſelbſt ſein Ver⸗ raͤther wird. 8. Dann werd ich nicht erliegen; bey ſteter Wach⸗ ſamkeit hilfſt du, mein Gott, mir ſiegen in je⸗ dem ſchweren Streit. Von dir werd ich nicht weichen, ſo ſehr Gefah⸗ ren drohn; des Glaubens Ziel erreichen, mit ihm des Kampfes Lohn. Bewah⸗ — 464 Drime Abt. Von den Pflich Bewahrung eines — 415. Jn eigner Melodie. Beſitz ich nur ein ruhi⸗ ges Gewiſſen: ſo iſt fuͤr mich, wenn Andre zagen muͤſſen, nichts ſchreckliches in der Natur. 2. Dis ſey mein Theil! dis ſoll mir Niemand rauben. Ein reines Herz von ungefaͤrbtem Glau⸗ ben, der Friede Gottes nur iſt Heil. 3. Welch ein Gewinn, wenn meine Suͤnde ſchweiget; wenn Gottes Geiſt in meinem Geiſte zeuget, daß ich ſein Kind und Erbe bin! 4. Und dieſe Ruh, den Troſt in unſerm Leben ſollt' ich fuͤr Luſt, fuͤr Luſt der Sinne geben? Dis laſſe Gottes Geiſt nicht zu. 5. In jene Pein, mich ſelber zu verklagen, der Suͤnde Fluch mit mir zu tragen: in dieſe ſtuͤrzt ich mich hinein? 6. Laß auch die Pflicht, — 4 guten Gewiſſens. ſich ſelber zu beſiegen, die ſchwerſte ſeyn: ſie iſts; doch welch Vergnuͤgen wird ſie nach der Voll⸗ bringung nicht! 7. Welch Gluͤck, zu ſich mit Wahrheit ſagen koͤn⸗ nen ich fuͤhlt in mir des boͤſen Luſt entbrennen; doch, Dank ſey Gott, ich ſchuͤtzte mich! 8. Und welch Gericht, ſelbſt zu ſich ſagen muͤſ⸗ ſen: ich konnte mir den Weg zum Fall verſchlie⸗ ſen; und doch verſchloß ich mir ihn nicht! 9. Was kann im Gluͤck den Werth des Gluͤcks erhoͤhen: Augenblick? 10. Was kann im Schmerz den Schmerz der Leiden ſtillen? im ſchwerſten Kreutz mit Freuden dich erfuͤllen? Ein in dem Herrn zu⸗ friednes Herz. 11. Was t. gegen uns ſelbſt. Ein ruhig Herz verſuͤßt im Wohler⸗ gehen dir jeden frohen Delve gsgi dien ter z wamh m rira See te SEin dee 161 ie— n in e Bewahrung eines hſean NI 1. Was gibt dir Muth, hvan ie Guͤter zu verachten, oh pornach mit Angſt die ind ſen iedern Seelen ſchmach⸗ nranan? Ein ruhig Herz, „Thhgis gröſte Gut. ſitn r2· Was iſt der Spott, eiſit un ein Gerechter leidet? iſtt Pein wahrer Ruhm; ann wer das Boͤſe mei⸗ it, das Gute thut, hat H.twha uhm bey Gott. di uſh 9,3. Im Herzen rein, arit nauf gen Himel ſchau⸗ Lag 4 und ſagen: Gott, du a. wn dott, biſt mein Ver⸗ zMte Jauen; welch Glück, o W denſch, kann groͤſſer — — —— — — — nyn? 1r4. Siehlalles weicht; uld wirſt du ſterben Luͤſſen. Was wird als⸗ ann dir deinen Tod ver⸗ daumte ißen? Ein gut Gewiſ⸗ 1o. Bt9 in macht ihn leicht. 815. Heil dir, o Chriſt, dn er dieſe Ruh empfindet, ehen dn nn has Bewuſtſeyn gruͤndet, Enuſ vaß nichts verdammlichs vanen ihm iſt! — ———— —— — guten Gewiſſens. 465 16, Laß Erd und Welt, (ſo kann der Fromme ſprechen) laß unter mie den Bau der Erde bre⸗ chen: Gott iſt es, deſſen Hand mich haͤlt. 416. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Wenn ich ein gut Ge⸗ wiſſen habe, ſo hab ich große Seligkeit. Es iſt des Himmels beſte Gabe, das hoͤchſte Gluͤck in dieſer Zeit; in Freud und Leiden gibt es hier die wahre Ruh der Seele mir. 2. Ich bebe nicht, wenn Suͤnder beben, daß Gott gerecht und heilig iſt; mein Herz gibt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als einChriſt, des goͤttlichen Berufes werth, der mich zum Himmel wandeln lehrt. 3. Getroſt wag ichs, ſgund der ſein Gluͤck auf vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubensfreu⸗ digkeit als meinen Vater anzubeten, der, was ich 69„ habe 4 B W ——y— 466 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. habe, mir verleiht, und Jedem Heil und Segen giebt, der ihn von Grund des Herzens liebt. 4. Mit Muͤh trag ich des Lebens Leiden, ſie dauren einen Augenblick; und des Gewiſſens innre Freuden ſind ſuͤßer als der Suͤnder Gluͤck; und was kann hoͤhern Troſt verleihn, als leiden und unſchuldig ſeyn? F. Ich eile mit geſetztem Schritte des Lebens letz⸗ u ter Stunde zu. Es falle ollé dieſes Leibes Huͤtte, ſo ſuſten, geh ich ein zur wahren 121 31 Ruh; indem mein Geiſt, ran finen der Gott gelebt, zu ſeinem zafn, Urſprung ſich erhebt.[A Er 6. O Seele, darum ſey ncherdo befliſſen, daß unbefleckte(in zum Heiligkeit dir immerdar ze fweſt ein gut Gewiſſen und erle Glaubenszuverſicht ver⸗ dan nade leiht. Und du, mein nen furch Gott, regiere mich; denn da ſoend was vermag ich ohne Je hha dich? we ſaſt u Weiſer Gebrauch der 5eit. 417. In voriger Melodie. MNem Tode kan ich nicht entfliehen, ich, der ich ſchwach und ſterblich bin; mein Leben, das mir Gott verliehen, eilt, wie im ſchnellen Flug dahin; und meiner kurzen Le⸗ benszeit folgt eine lange Ewigkeit. 2. Mit jedem Jahr, mit jedem Tage nah ich mich immer mehr zu ihf. Wenn ich dis zu vergeſ⸗ ſen wage, und mich vom Tugendpfad verlier, wo find ich Rettung im Ge⸗ richt? wo Troſt, wenn iis mir mein Auge bricht? nen 1 3. Gib, Gott, daß ich itt Ban m K iinedi 8 ſan wi 5 des En fürdie dann n,un nei — mein ganzes Leben der u ſergen Todesvorbereitungweih, as pum und durch das eifrigſte ara hin, Beſtreben zum Gluͤck des ſ. a Himmels tuͤchtig ſey: ſo üſe zittr' ich vor dem Tode 2 lo nicht, und bin getroſt c ſie, noch im Gericht. tet an 4. Vo — 4. Voll Eifer, alle meine zflichten, die mir des 3 ebens Zweck gebeut, ach deinem Willen aus⸗ t zirichten, nah ich mich 2 voh der Ewigkeit, wenn Aich der Tod zur finſtern Uruft, zum Staub und 1 ur Verweſung ruft. in a Fr. Verleihe mir nur Glaubenn ine Gnade, und fuͤhre lät aich durch deine Kraft aa a de Tugend ebne, ſichre . Wm gfade, erhalte mich ge⸗ 1e ſſenhaft und imer treu — dem Beruf, zu dem uch de ach deine Liebe ſchuf. n⸗Dann wird mir jeder enheil des Lebens ein 1 ſti zegen fuͤr die Ewigkeit; zf lebe dann hier nicht zegebens, und nuͤtze red⸗ 1 0 8 ſar gih meine Zeit, und ſeh, — 6 at dir ergebnem Sinn, uni uf Tod und Grab und nhe akunft hin. us 88. Mefa erRenſchen er er ginſaſ Hir zu leben, dir zu Mn u) ſterben, ewig, Va⸗ utt un, r, dein zu ſeyn; mich johi- 1 Weiſer Gebrauch der Zeit. 467 mit deines Himmels Er⸗ ben deiner Wonne einſt zu freun; und mit ruhi⸗ gem Gewiſſen meine Au⸗ gen einſt zu ſchließen: dieſe Gnade wuͤnſch ich mir, und erbitte ſie von dir. 2. Daß ichs koͤnne, laß mich ſtreben, frey von Suͤnd und glaubensvoll und gerecht vor dir zu leben, auszurichten„was ich ſoll. Gib mir dazu Licht und Staͤrke, daß im Fleiße guter Werke, ich beſtaͤndig dir getreu, dankbar und ergeben ſey. 3. Welch ein theurer hoher Segen,(o wie ſehnlich wuͤnſch ich den!) auf der Tugend ebnen Wegen ſeinem Tod ent⸗ gegen gehn; auch durchs Beyſpiel Andern dienen, ein Beweis und Denk⸗ mal ihnen von der Selig⸗ keit zu ſeyn: Gott ſein ganzes Leben weihn. 4. Laß mich, Vater, ſtets auf Erden 1darhah Gg 2 ſ .— ——:————— —— — 1— 7—.. 4 2 9 1. —. 7— 4 K. 2* —— — a6s Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen uns ſelbſt. ſtreben, gut zu ſeyn; ſolch ein Denkmal ein ſt zu werden, des ſich alle S Frommen freun, das den Suͤnder reitz und locke, daß er ſich nicht ſelbſt verſtocke, und ſich ſehne auch dahin, wo ich ewig ſelig bin. 5. Daß auch das, was ich verlaſſe, nie errege Zwiſt und Streit; nie verleit zum Bruderhaſſe, noch zurungerechtigkeit: dafuͤr laß mich fruͤhe ſor⸗ gen; denn mein Tod iſt mir verborgen. Hab ich ſo mein Haus beſtellt, ſcheid ich freudig von der Welt. 6. In den letzten Au⸗ genblicken, wo ich kaum noch reden kann, hoffen duͤrfen voll Entzuͤcken: Gott, mein Vater, nimt mich an, er, dem ich nun 4—— 2 2 419. Mel. Wer nur den lieben Gott. Schau hin in die ver⸗ gangnen Zeiten, o Chriſt, und ſamle Weis⸗ heit ein, fern von dem Dienſt der Eitelkeiten, der Tugend ganz dein Herz zu weihn. Nur ſie ſchafft dir zu aller Zeit das wahre Gluͤck, Zu⸗ 9 friedenheit. 2. Dank ihm, dem Herrn, fuͤr alle Freuden, womit er dich ſo oft er⸗ 9 rir 612 pft J hebe 64 ſieit vt vun Iast das de itt ſren dne Se wit quickt; doch dank ihm auch fuͤr jedes Leiden, das er dir liebreich zuge⸗ ſchickt. In allem, was ſein Rath doch weiſ' und gut. dir gab, was deiner Seele 8 nuͤtzte, ſo oft dein Herz 9 meine Seele und die Mei⸗ ihn darum bat; und wie nigen befehle: welch ein er dir noch mehr ge⸗ ruhigs Ende! Gott, gib waͤhrt, als je von ihm mir einen ſolchen Tod. dein Herz begehrt. 4:.Et er an dir thut, bleibt ſtets V 9 le 3. Vergiß nicht, wie et 1 dich beſchuͤtzte, wenn ſich d Gefahr zu dir genaht; d 4 4. Erinnre dich der aGnadenſtunden, die der Allliebende dir gab⸗ Sind ſie in ſeinem Dienſt werſchwunden: ſo fuͤrchte negricht das nahe Grab; ſaft u das lehn eudenn 2 Nant Hern ſhn vomiteſ dditten dach’ 1 n zir bleibt von der ver⸗ chwundnen Zeit dann och Gewiũ in Ewigkeit. „5. Doch ſieh auch voller Schaam und Reue auf Fehler vorger Zeit zu⸗ uͤck, und lerne daraus ſeffre Treue und groͤßre (Sorge fuͤr dein Gluͤck: ſo werdenFehler, die dich geun, dir ſelber auch zum deil gedeihn. 6. Ermanne dich, dis lurze Leben dem weiſeſten 1. Hebrauch zu weihn; vom Schoͤpfer ward es dir gegeben, hier guten Saa⸗ detnen auszuſtreun, der fuͤr die Ewigkeiten reift, und vir der Freuden Erndte haͤuft. 4 7. Dann ſiehſt du einſt zum Ziel der Zeiten voll LunTroſt in das Vergangne hin, und ſchwingſt dich hu den Ewigkeiten, wo Weiſer Gebrauch der Zeik. nicht, wie hier, die Freu⸗ den fliehn; wo ewge Wonne den umgibt, der hier ſich treu im Guten uͤbt. 420. M. Jeſus, meine Zuv. ERR der Zeit und Ewigkeit, gib doch, daß ich bis an's Ende ſo⸗ wie mir dein Wort ge⸗ beut, kluͤglich meine Zeit verwende, die mir noch dein weiſer Rath auf der Welt beſchieden hat. 2. Wie ein Traum, ſo ſchnell entfliehn unſre Jahre, Tag und Stun⸗ den. Doch, mein Werk und mein Bemuͤhn iſt mit ihnen nicht verſchwun⸗ den. Der Vergeltung „Ewigkeit folgt auf dieſe Arbeitszeit. 3. Gott, wie ungenuͤtzt ſind ſchon hier ſo manche meiner Zeiten mir auf 1 vollbracht, die mich jetzt immerhin entflohn unter ſchnoͤden Eitelkeiten! Thoͤricht ward die Zeit bekuͤmmert macht. Gg 3 1765 — A 1 4 4 N —— Gunnn——— 4. Doch —— — 8. rn—— . e 5 1 u 5— — 9 64 E— 4 1ℳ 2 —.“ S 4. Doch erbarmend ſchenkſt du mir jetzt noch Zeit und Raum zur Buße Herr, ich komm und falle dir voller Schmerz be⸗ ſchaͤmt zu Fuße: ſey mir gnaͤdig! ach mich reut meine hier verlohrne Zeit. 5. Wiederbringen kann ich nicht, was auf ewig mir verſchwunden. Doch ich bin der Zuverſicht, nuͤtz ich nur getreu die Stunden, die du mir noch ferner ſchenkſt, daß du gnaͤdig mein gedenkſt. 6. Lehre mich die kurze Friſt, die du mir hier zu⸗ gemeſſen, wie es dir ge⸗ faͤllig iſt, brauchen, und es nie vergeſſen: hier nur ſey die Uebungszeit zu dem Gluͤck der Ewigkeit. 7. Saͤen muß ich hier mit Fleiß zu der Erndte jenes Lebens. O wie gluͤcklich, daß ich weiß, dis geſchehe nicht verge⸗ bens. Ewig freut ſich ſeiner Saat, wer hier treulich Gutes that! *—— 3 970 D Driue Abr. Von den Pfiicht. gegen uns ſelbſ. 8. Gott, laß deinen gu⸗ ten Geiſt mich zu dieſer Weisheit fuͤhren, und wie es dein Wort ver⸗ heiſt, meinen Wandel ſo regieren, daß ich Gutes hier ausſtreu', und mich deſſen ewig freu. 421. Mel. Ich hab mein’ Sach GOtt. Wie fleucht dahin der Menſchen Zeit! wie eilen wir zur Ewigkeit! wie mancher ſinkt, eh ers i gedacht, ins Todes Nacht! O Seele, nimm dis wohl in Acht! 2. Dis Leben iſt gleich einem Traum; gleich einem leichten Waſfſer⸗ ſchaum iſt alle ſeine Herr⸗ lichkeit. Der Strom der Zeit reißt ſchnell uns fort zur Ewigkeit. 3. Nur du, mein Gott, du bleibeſt mir das, was du biſt; ich traue dir. Es falle Berg und Huͤgel hin! mir bleibts Gewinn, wenn ich dein todt und lebend bin. 4. So a ſo la Gn w * 6½ orgen hoZ ſch da üütt Adſet kez ga GA ſdie w—8 u 1 ſt 790 mizcte 8. G ten Ge Wäishe wie t tegien, t hitr an deſen a 4l. M. M 92 Vi hNg eilen we. ſe wiewr. ſr gedaci 6 Oen 1. in Ach d 2. N eiren ee einen di ſchaum l ſchki A. 1itöt N Swigh A 6—. 14. So lang ich noch auf ſrden wohn, erwecke ich, o Gottes Sohn! AA/A 466 c berborgen iſt mein To⸗ „ hait, a . 1* daß j stag; gib, baß ich ach, und, wann er ummt, bereit ſeyn mag. „Was hilft die Welt Todesnoth, was Ehr d Reichthum nach dem bd? Bedenks, o ſenſch, was eileſt du n Schatten zu? kein diſch Gluͤck gibt wahre 4 nuh. Weiſer Gebrauch — Je. der 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Luſt! mir iſt ein beßres Gut bewußt; nur darnach geht mein Stre⸗ ben hier, das bleibet mir. Herr Jeſu, mich verlangt nach dir. 7. Wie wird mir ſeyn, wenn ich dich ſeh, und froh zu deiner Rechten ſteh? O mein Erlöſer, ſtaͤrke mich, daß eifrig ich bis an mein Ende liebe dich. Vvon den Pflichten gegen den Naͤchſten. Menſchenliebe. 2. Mel. Mir nach, ſpricht Chriſtus. Ho Jemand ſpricht: ich liebe Gott; und ßt doch ſeine Bruͤder, treibt mit Gottes ahrheit Spott, und ſezßt ſie ganz darnieder. zott iſt die Lieb, und all, daß ich den Naͤch⸗ un liebe, gleich als mich. z. Wer dieſer Erden Guͤter hat, und ſieht die Bruͤder leiden, und macht den Hungrigen nicht ſatt, laͤßt Nackende nicht kleiden: der iſt ein Feind der erſten Pflicht, und hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer ſeines Naͤchſten Ehre ſchmaͤht, und gern ſie ſchmaͤhen hoͤret, ſich freut, wenn ſich ſein Gg 4 Feind 4———— ———— —n Dritte Abt. Von den Pflcht. gegen den Nachſt. Feind vergeht, und nichts zum Beſten kehret; nicht dem Verlaͤumder widerſpricht: auch der liebt feinen Bruder nicht. 4. Wer zwar mit Rath, mit Troſt und Schutz den Naͤchſten unterſtuͤtzet; doch nur aus Stolz, aus Eigennutz, aus Weich⸗ lichkeit ihm nuͤtzet; nicht aus Gehorſam, nicht aus Pflicht: auch der liebt ſeinen Naͤchſten nicht. 5. Wer harret, bis ihn anzuflehn, ein Duͤrftger erſt erſcheinet, nicht eilt dem Fromen beyzuſtehn, der im Verborgnen wei⸗ net; nicht guͤtig forſcht, obs ihm gebricht: auch der liebt ſeinen Naͤchſten nicht. 6. Wer Andre, wenn er ſie beſchirmt, mit Haͤrt und Vorwurf quaͤlet, und ohne Nachſicht ſtraft und ſtuͤrmt, ſo bald ſein Naͤch⸗ ſter fehlet: wie bleibt bey ſeinem Ungeſtuͤm die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer fuͤr der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet; dem Uebel nicht zu weh⸗ ren ſucht, das oft ſie duͤrftig machet; nur ſorg⸗ los ihnen Gaben giebt: der hat ſie wenig nac geliebt. 8. Wahr iſt es, du ver⸗ n magſt es nicht, ſtets durch die That zu lieben. Doch biſt du nur geneigt, die V Pflicht getreulich auszu⸗ uͤben, und wuͤnſcheſt dit dieKraft dazu, und ſorgſt dafuͤr: ſo liebeſt du. 9. Ermattet dieſer Trieb in dir: ſo ſuch ihn zu beleben. Sprich oft: Gott iſt die Lieb, und mir hat er ſein Bild ge⸗ geben. Denk oft: Gott, was ich bin, iſt dein; ſollt ich, gleich dir, nicht guͤtig ſeyn? 10. Wir haben Einen Gott und Herrn, ſi drum diene deinem Naͤch⸗ ſten gern: denn wir ſind alle Wiar — C, a ſind V ids 5 Eines Leibes Glieder; ichs ſel⸗ — 18 hrüͤd eilt ez m 11 find tetſſo d r vo 9? zcha GAld rh upe ſerze b aſt, ſir dey basi i ner Ktfna ſe ſe 1s tet; a halle Bruͤder. Gott ſchuf der 4 u die Welt nicht blos fuͤr dit al mich; mein Naͤchſter iſt 1 ſein Kind, wie ich. 4 Ir. Ein Heil iſt unſer an aller Gut. Ich ſollte t Bruͤder haſſen, die Gott durch ſeines Sohnes 9 Blut ſo hoch erkaufen dec 1 3 laſſen? Daß Gott mich nict mit ſchuf und mich verſuͤhnt, 4 hab ich dis mehr, als ſie, verdient? 1 12. Du ſchenkſt mir 9 altäglich ſo viel Schuld, du Herr von meinen Ta⸗ migen! Ich aber ſollte nicht Geduld mit meinen d Bruͤdern tragen? Dem (pnicht verzeihn, dem du wergiebſt, und den nicht lieben, den du liebſt? 1 3 13. Was ich den g From⸗ i men hier gethan, den t Kleinſten auch von die⸗ ſen, das ſieht er, mein Erlöoſer, an, als häͤtt' ztt nuchs ihm erwieſen. Und Nic⸗ icch, ich ſollt ein Menſch I och ſeyn, und Gott in 1 rrudern nicht erfreun? flu in: — —— — — — S— — 14. Ein unbarmherzi⸗ Menſchenliebe. 473 ges Gericht wird uͤber den ergehen, der nicht barmherzig iſt, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geiſt ein Herz, das dich durch Liebe preiſt. 423; Mel. O GOtt, du frommer GOtt. Gib mir, o Gott, ein Herz, das alle Men⸗ ſchen liebet, bey ihrem Wohl ſich freut, bey ih⸗ rer Noth betruͤbet; ein Herz, das Eigennutz und Neid und Haͤrte flieht, und ſich um Andrer Gluͤck wie um ſein Gluͤck bemuͤht. 2. Seh ich den Duͤrfti⸗ gen, ſo laß mich liebreich eilen, von dem, was du mir gibſt, ihm willig mitzutheilen. Laß mich nicht Gutes thun, groß vor der Welt zu ſeyn, und mich verehrt zu ſehn; nein, Menſchen zu erfreun. 3. Dis ſey mein Got⸗ Gg 5 tes⸗ — —— .—— 2 1 “ 8 3 1 — — —— 1 8 2 “ r————— Datte Abt. Von den Pflicht. gegen den Naͤchſt. tesdienſt! auch unbemerkt von ihnen, dem Neben⸗ menſchen gern mit Rath und That zu dienen. Mich treibe nicht erſt Dank zu milder Wohl⸗ that an; nein, was ich Bruͤdern thu, das ſey, Gott, dir gethan! 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienſt dem Ourſti⸗ gen begegnet; ein Blick voll Troſt, mit dem mein Herz Bedraͤngte ſegnet; ein Rath mit dem mein Mund im Kummer Andre ſtaͤrkt; nichts bleibt, ſo klein es iſt, von dir, Herr, unbemerkt. F. Sucht wo ein bos⸗ haft Herz die Einigkeit zu ſtoͤren, ſo laß mich thaͤtig ſeyn die Bosheit abzuwehren. Aus Schmaͤhſucht ſtoͤre nie mein Mund des Naͤchſten Ruh; er ruͤhme ſein Ver⸗ dienſt, deck' ihm die Feh⸗ ler zu. 6. Die Rach iſt dein, o Gott! du ſprichſt: ich will vergelten. Drum den Hſt laß mich ſtille ſeyn, wenn n 1asg Menſchen auf mich ſchel⸗ 1,3 ten. Gib, daß ich dem Gbti verzeih, der mir zu ſcha⸗ genn den ſucht, den liebe, der 4 ½ mich haßt, den ſegne, der Lar mir flucht. M d 7. Doch laß mich nicht ar allein auf zeitlich Wohl. Ntis 6 ergehen mit eingeſchraͤnk, mit † nen tem Blick bey meinem er E z. Naͤchſten ſehen. Noch auh nſu ſtaͤrker muͤſſe mich ſein 241 ewigGluͤck erfreun; noch heilg, 4 ch mehr ſein Seelenheilmir Augi er angelegen ſeyn. auch n er 8. Den, der im Glauben genne ſ wankt, im Glauben zu ſciten beſtaͤrken; den, der noch 361 fi ſicher iſt bey ſeinen boͤſen ſtent ſü Werken, von der verkehr⸗ gufſtz un ten Bahn des Laſters Anhrar ſi abzuziehn: dazu verleih zurſezenſe mir Kraft, und ſegne 4/) mein Bemuͤhn. in p 9. O heilige du ſelbſt, negan Herr, meiner Seele Trie⸗ weln be, durch deine Lieb und it ig Furcht, zu wahrer Men⸗ ds Wer nicht b 71 ſchenliebe. den A gt a tzmnt w 1 Menſchenliebe.— ſet ensgne liebt, geht meinem Feind des M nedah 3 aht t zum Himmel ein. leids Thraͤne weihen; dienen, ten, ſn dieſe Wahrheit, wenn er in ſeinem Un⸗ 1 erſt veneh 1 tt, mir ſtets vor Au⸗ gluͤck weint, ihn gern „Paßl Reſ pun ſeyn. mit Huͤlf erfreuen. was ich nan. Mel. Ich dank dir 6. Gott, welch ein ſeli⸗ Kütn ſchon durch. ger Gewill iſt dann ſchon lliebender, du ſchufſt mid.do mein Herz, bey meines dunn allin ufgchſten Freuden mich dif taaindnn zu freun, und fuͤhlt Büſck tem aiSchmerz, mit ihm dem min Nächten in ſihh mit zu leiden. eſſenet; firter miß O laß mich dieſe em mein zieü alge Pflicht nie aus den er Anhe uehr ſeinengen ſetzen, und waͤrs leiht, ſ angeleg oon di, gJud ſing ſein Wohlſeyn t. puankt, mnien, ein bos hefänken, w. Nie reitze mich ein n ket 8 innndes Gluͤck zur Mis⸗ nih Wrkenvennſt und zum Neide, nie dua tm Baßr drer widriges Geſchich Jar thanehn: ſchadenfrohen Freude In ne ut Friſ. O Hilf mir vielmehr, nicin mubem Andrer Wohl, o Gott, 4 98 f ein eignes finden, und, eindn rneine nn ich kann, auch wie diegh b o ſoll, gern ihre Wohl⸗ mn n 4 gruͤnden. ie h buig 5 Laß mich auch ſelber uſich der Geringſte, nicht mein auf Erden, wenn ich im liebevollen Sinn dir lerne aͤhnlich werden! 7. Dein Beyfall iſt mir dann gewis, und unter deinem Segen geh ich (dein Wort verſpricht mir dis) froh jener Welt entgegen. 8. Da wirſt du dann, mein Vater, mir das Gluͤck des Himmels ge⸗ ben; ich werd erfreut, belohnt von dir, im Reich der Deinen leben. 425. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Hilf⸗ Jeſu, daß ich mei⸗ nen Naͤchſten liebe, durch lieblos Richten ihn ja nicht betruͤbe, ihn nicht verlaͤumde, nicht durch falſche Raͤnke, ſein Wohlſeyn kraͤnke. 2 Gib„ „ —Hñ—.2—— —— 8 8 4 ——— — —— — 3 — V dec Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen den Naͤchſt. er 4 2. Gib, daß ich nach⸗ nie mein Herz des Naͤch⸗wune 1 ſichtsvoll des Naͤchſten ſten Freuden und Gluͤck eaih Flecken, wenns meine beneiden! uae tbre 5 Pflicht erlaubt, mag 5. Gib, daß ich nie zum en wwel gern bedecken, und, wenn er faͤllt, auf mich, der ich noch ſtehe, mit Vor⸗ ſicht ſehe. 1 3. Hilf, daß ich kluͤg⸗ lich ihn zu beſſern trach⸗ te, und ſeiner Seele Wohlfarth theuer achte. Wie viel haſt du fuͤr ſie 8 in Todesbanden ſelbſt 4 ausgeſtanden! 4. Laß mich aufrichtig ſchaͤtzen Andrer Gaben, dee ſie doch auch von dei⸗ ner Guͤte haben; es muͤſſe Zorne leicht entbrenne, nie auch dem Feinde et⸗ was uͤbels goͤnne; und, Allen zu beweiſen Guͤt und Treue, mich herzlich freue. 6. Laß mich, mein Hei⸗ kand, immer mehr auf Erden an Lieb und Gu⸗ tigkeit dir aͤhnlich wer⸗ den. Gib Kraft dazu; ſo ſchmeck' ich ſchon hie⸗ nieden, Herr, deinen Frieden. Sorge fuͤr den uns kom. G beſtes Theil laß mich Heil mit Lieb und Sorg⸗ ſtets theuer achten; und Verſchlimmerung, zu auch nach ſeiner Seele Suͤnd und Eitelkeiten durch Liſt, durch Zwang geiſtlichen Wohlſtand des Maͤchſten. 426. Mel. Es iſt das Heil und haſt ſie ſelbſt zut Seligkeit durch deinen Ott, meines Naͤchſten Sohn erlöſet. 2. Zum Irrthum, zur falt trachten. Du ſchufſt und Anreitz ung den beten 4 nnich Lecag it uſdes ſten de h O dur aſtee tie eihn Ner ulut gent a fn chen Ppt 4. 2 ſch lege Je ſut ten niſſt: miege R Cee nſe rate uch ude T. AW ſeu ſi ts. ſie zur Unſterblichkeit, Schwachen je Hetleſtand ur 1 — —— f1. renng nßorge für d den geiſtlchen Wohlſtand des Näch 5 ichſten ften Fra durch That und boͤſes wird dis mir anvertraule neine bevedan zeyſpiel ihn in Laſter Pfand von mir einſt wie⸗ „mag Fhud Verbrechen ziehn: der fordern. „wenn Zorn ſi Gott, welch ein Ver⸗ 6. Kann ich kein zeitlich h, der wi tagge rechen! Gluͤck und Gut den Mei⸗ tn, nes des Laß mich nach ſeiner nigen erwerben: ſo laß Aln uibeſſerung im Glauben ſie doch das groͤßte Gut, lit, un und im Leben durch That die Tugend, von mir er⸗ bie fua ind d durch Erinnerung, ben. Hilf, daß ich dir ſie, dzmarch! lehrreich Beyſpiel 1 Gott, erzieh, ſelbſt Suͤnd Ear 15 uteben; ‚ihm Achtung fuͤr undLaſter eifrig flieh, und rfürfte nateligion und Liebe ge⸗ ſtets behutſam wandle. fett 5 en ſen deinen Sohn feſt ſu- 7. Gott, hab ich eine rihen einzupraͤgen. Seele je geaͤrgert und dn. G 4. Je mehr du mir Ge⸗ verblendet, durch Leicht⸗ frich etgraenhei und Faͤhigkei⸗ ſinn oder Bosheit ſie von Gaber, vider, hen giebeſt: je mehr laß dir, Gott, abgewendet; von dee Grcch. nich mit Redlichkeit die ward irgendwo durch ank Seele, die du liebeſt, zu meine Schuld ein Menſch — etten auch befliſſen ſeyn, verluſtig deiner Huld: ſo den eiitn ni nd nicht Verdruß, nicht aib, daß ichs bereue. hſen. Arbeit ſcheun, dir, Gott, 8. Erbarmer, Vater, ja b vund m ſi je zuzufuͤhren. verzeih mir dieſe große Sliuktt 5. Gibſt du mir Kinder, Suͤnden. Laß mich laß ni Vinioer mein Gott, gibſt du u ihn auf wahre Reu Ver⸗ ſa„aungnir Hausgenoſſen: laß gebung vor dir finden. Viitlim mnich dein Recht und dein Fuͤhr in zuruͤck zur Hei⸗ 2i un Bebot ſie lehren unver⸗ ligung, laß mich durch V 2 nse droſſen. Du gabſt ſie eigne Beſſerung ihn ſtaͤr⸗ an Aanmir; und deine Pand ken und erbauen. —— e—. 2— 1— — Sorge 4 —— = 1 ———„ — Sorge fuͤr den leiblichen Wohlſtand des Naͤchſten. 427. M. GOtt des Him⸗ mels und. Theuer, wie mein eig⸗ nes Leben, guter Nam und Eigenthum, ſey mir meines Naͤchſten Leben, ſeine Haabe und ſein Ruhm, alles, was ihm, Gott, dein Rath gab und noch beſchieden hat. 2. Hilf mir, daß ich frey vom Neide und vom Eigennutzen rein, ſeines Segens, ſeiner Freude, ſeines Ruhms mich moͤge freun; froh, daß du ihn Gott, auch liebſt, ihm ſo mild und reichlich giebſt. 3. Hilf mir alle Men⸗ ſchen lieben, Jedermann gern gluͤcklich ſehn, kei⸗ nen kraͤnken und betruͤ⸗ ben, keinen druͤcken, kei⸗ nen ſchmaͤhn; fliehen, wies dein Wort gebeut, ſelbſt den allerkleinſten Streit. 4. Sollt ich irgend Ei⸗ nen haſſen, der mir Un⸗ 9☛ Dritte Abt. Von den Pflicht, gegen den Naͤchſt. B it dete, recht je gethan? irgend eszen ele Einen huͤlflos laſſen, dem Aſii 10, ich nuͤtzlich werden kann? wite Gott, ſo waͤr ich nicht dein Kind, nicht, wie Jeſus war, geſinnt! 5. Hilf mir, willig Je⸗ dem dienen, wie ichs kan mit Rath und That; den Verlaßnen beyſtehn, ih⸗ nen auf des Lebens rau⸗ hem Pfad Troͤſter, Fuͤh⸗ rer, Helfer ſeyn, und ihr leidend Herz erfreun. 6. Laß mich halten Treu und Glauben, fliehn, was Andern ſchaͤdlich iſt; keinem je das Seine rau⸗ ben, weder mit Gewalt noch Liſt; von Betrug und Tuͤcken rein, lieber arm, als treulos ſeyn. 7. Fern von mir ſeyn alle Luͤgen, alle Schmaͤh⸗ ſucht, und ich ſey offen⸗ herzig und verſchwiegen, in der Freundſchaft feſt und treu; und mein Herz nehm, wo es kann, der Verlaͤumdeten ſich an. ſhi mit 2 Voſcs duh 4ℳ herr Ii ery II —— fücht gnn en Wehſin. Laß mich Gutes gern di ah belohnen, ubiedus ‚orte es gern belohnſt; gern de innſ ſieli Naͤchſten Fehler ſchonen, tlih nem wie du, Herr, auch unſrer ott, n inſchonſt. Ja du ſchonſt in ni hmit großer Huld, Gott, ſlis ee ginvoll Langmuth und Ge⸗ . Hil fmit,n wduld! mding, viech— tgath mdde trlasnen eſtta4ag. M. HErr JEſu Chriſt n auf des Le mein's Leb. rai ri Fern ſey mein Leben je⸗ e, Helfer en O derzeit von aller Un⸗ dend petzaingerechtigkeit. Wie koͤnnt .Lasmihhfunich ſonſt der Deine ſeyn, d Glauben, fund deiner Gnade, Gott, s Andernſhitmich freun? nem jedasen 2. Wer ſeines Naͤchſten 7, weder mit Rechte kraͤnkt, auf ſeinen p eit;,uu Schaden boshaft denkt, wTücm n verletzet des Gewiſſens 7,als tulet Pflicht, und ehrt, gerech⸗ h con nter Gott, dich nicht, Lüger,alé 3. Du ſchriebfe in jedes ht, und Per, 14. ett, tief ein ig undyaſce das illige Gebot: was a du nicht willſt, das dir onn geſchicht, das thu auch m du an Andern nicht. — — —— — — — — — — Gerechtigkit und 35 gigkeit. ☛ 9. Wenn ich, Gott,, aus lauterm Triebe ſo den Nächſten gern und treu, wie du es befohlen, liebe, ohne Trug und Heuche⸗ ley: welche Seligkeit faͤngt dann hier auf ewig fuͤr mich an! Gerechtigkeit und Billig keit. 4. Verletz ich nun, o heilger Gott, durch Un⸗ rechthandeln dis Gebot: ſo ſprech ich ſelber uͤber mich das Urtheil: Gott iſt wider dich. 5. Darum, mein Gott, bewahre mich vor allem Unrecht vaͤterlich. Be⸗ gieng ichs je, ſo ſey mirs leid, und zum Erſatz mein Herz bereit. 6. Wer Andern Scha⸗ den hat gethan, und ir⸗ gend ihn erſtatten kann, doch deß ſich weigert: findet nicht vor dir Er⸗ barmen im Gericht. 7. Auf Buße, die er meint zu thun, umanis ein a Abt. Von den anPflict. gegen den n Naͤchſt dein Wohlgefallen ruhn, wenn er nicht willig das erſetzt, womit er Andrer Recht verletzt. g. Drum laß mich fern ſeyn jederzeit von aller Ungerechtigkeit; dann werd ich auch der Deine ſeyn, und deiner Gnade, Gott, mich freun. 429. M. In allen meinen Thaten. Mein Gott, nach deinen Lehren, darf ich nicht ſtets begehren, was wohl vor Menſchen gilt; nicht immer darauf dringen, den mit Gewalt zu zwin⸗ gen, der meine Fordrung nicht erfuͤllt. 2. Der Mangel ſeiner Kraͤfte, ſein Stillſtand der Geſchaͤfte befiehlt mir Billigkeit. Bey allem guten Willen, kann er oft nicht erfuͤllen, was ihm Geſetz und Pllicht gebeut. 3. Und ich, Herr, ſollt es wagen, ihm Nachſicht zu verſagen, und immer ſtrenge ſeyn? Sein Elend zu vermehren, ſollt ich ſein Gluͤck zerſtoͤren, und Noth und untergang ihm draͤun? 4. Nein, ihn nicht um⸗ zuſtuͤrzen, will gern ich mir abkuͤrzen, was mir das Recht zuſpricht; ich will bey ſeinen Klagen mein Mitleid nicht ver⸗ ſagen; hier iſt die Billig⸗ keit mir Pflicht. 5. Beym Recht, das mir gebuͤhret, wird das, was er verlieret, viel⸗ leicht nie wieder ſein. Ich kann, wirds mir ent⸗ riſſen, es oft ſehr leicht vermiſſen, und doch mich noch des Wohlſtands freun. 6. Streng auf ſein Recht zu dringen, und, um es zu erzwingen, den haͤrtſten Schritt nicht ſcheun: das heiſt nicht, ſich des Armen in ſeiner Noth erbarmen, und als ein Chriſt geſinnet ſeyn. 7. Um Ruhe zu genie⸗ ſen, ſ 1 b 6 ſa une 1 ott, daß ei N 2 ie fibe, h ſich A bhihr 1r Harte 4. Kal 484 ſee 1 1r. nil, ſori ebſt, o hirtät h derſe ſfachſten D biſts d inen Lo 9 nag 984 rechtere 4 b hſehnde einen 2 dan Peiſtzu ſ I 1 M de 1 — i9 1 7 die G 1 8 ind bill ine Se⸗ nun es m. un, aus. ar zum ichien . ſlanz ge eru, ts mitwa epſläht , 49 Rnkt,n — lſa Nücdt ggan. Gercchtigkeit und Billi gfeit..DW tunzeſnne dh ſen, erinnre mein Gewiſ⸗ den ſucht und And e 2 iu vernann, ſen, Gott, daß ich billig kraͤnkt, wie kann das ſein n Gluta in ſey, mein Recht nicht Bruͤder lieben? Änd uͤbertreibe, barmherzig 4. Nie ſeufze Jemand ihm dräun⸗ ſey und bleibe, und jede wider mich! mein ganzes 4. Niin,iſnz Art der Haͤrte ſcheu. Herz beſtrebe ſich den zuſtünen, M 430. M. Konmmt her zu Naͤchſten gern zu geben, nit dſkira mir, ſpricht. was er mit Recht verlan⸗ 4 das Jach zuge Oulliebſt⸗„Gott, Ge⸗ gen kann, und immer. vill bey ſinne re chti gkeit, und haſ⸗ fort mit Jedermann i nein Mitlehn ſeſt den, der ſie entweiht, Einigkeit zu leben. J g am Rächſten Unrecht 5. Laß mich beſtaͤndig 3 gen;hierithe 7. veltahot dit mir pih, ubet. Du biſts, der Je⸗ dahin ſehn, mit Jeglix F5 eyn ge dem ſeinen Loßn, ön chem ſo umzugehn, wie ni gebütrt,n alles Anſehn der Perſon, ichs von ihm begehre; as er ve iit 1 nach ſeinen Werken damit ich keines Men⸗ ſicht ne vi giebet. ſchen Herz durch meine ch kann,id 2. Gerechter Gott, laß Haͤrte je mit Schmerz aryhme deinen Geiſt zu dem, was und Kuͤmerniß beſchwere. ſen, eseit recht und billig heißt, 6. Herr, mit dem Maaß, rniſin, 4 ſtets meine Seele lenken. damit ich hier dem Naͤch.. ich des Vi Nie komm es mir doch in ſten meſſe, wirſt du mir eun, den Sinn, aus Habſucht, dereinſt auch wieder meſ⸗ „Strengt mir nur zum Gewinn, ſen. Dis reitze mich zur arnn des Naͤchſten Recht zu Billigkeit, und laſſe mich jes zu enwi Franken. zu keiner Zeit, der Liebe nſten S 3. Pflanz Redlichkeit Pflicht vergeſſen. eun: duehi, in meine Bruſt, und laß 431. Mel. O GOtt, da des Amm) G mich ſtets mit wahrer Luſt frommer GOtt. dth erbarnct der Liebe Pflichten uͤben. Suchſt du des Naͤchſten Chriſt H Ein Herz, das nur auf Ehr und Achtung „un N,9 Unrecht denkt, nur Scha⸗ Hh ihm —— ritte Abt. Von —— du ſo oft und gern von deines Naͤchſten Fehlern; verkleinerſt du aus Stolz, aus Misgunſt ſeinen Ruhm, deekſt ſeine Schwachheit auf: wo bleibt dein Chriſten⸗ thum? 2. Wenn du aus Arg⸗ wohn blos von ihm nur Boͤſes denkeſt, und durch ein falſch Geruͤcht ihm ſchadeſt und ihn kraͤnkeſt; wenn ihn dein Neid, dein Haß, dein Stolz, dein Spott entehrt: biſt du noch dann ein Chriſt, und dieſes Namens werth? 3. Wer, wenn er Laͤſtrer hoͤrt, und unter Spoͤt⸗ tern ſitzet, aus ſcheuer Menſchenfurcht nicht Andrerunſchuld ſchuͤtzet; wer aus Gefälligkeit ſelbſt ein Verläumder iſt, und nichts zum Beſten kehrt: bleibt der auch noch ein Chriſt? 4. O Menſch, bedenke doch: Gott hoͤrt an jedem — den Pflicht. gegen den Naͤchſt. V — biſt, ein Jedes deiner Worte. Und er, der alles ſieht, er ſollte dich nicht ſehn, wenn du dich frech erkuͤhnſt, die Unſchuld ſelbſt zu ſchmaͤhn? 5. Wenn du der From⸗ men lachſt, wenn du die Tugend ſchaͤndeſt, dem Wuͤrdigen das Lob, das er verdient, entwendeſt, Verlaͤumder! ſiehts nicht Gott, wie zuͤgellos dann du ihn in den Seinen ſchmaͤhſt? Dein Richter hoͤrt dir zu. 6. Die Thraͤnen zäͤhlt der Herr, die von ge⸗ kraͤnkten Frommen, die du entehret haſt, wehkla⸗ gend vor ihn kommen. Es kommt, es kommt ein Tag, wo Gott einſt vor Gericht, im Angeſicht der Welt, auch dir dein Ur⸗ theil ſpricht. 7. Und du, du wollteſt noch des Naͤchſten Ehre ſchaden? und, wenn du ſie verletzt, dich nicht der Schuld E ihm zu ſchmaͤlernzſprichſt Orte, wo du nur immer Scur ey in ki wertle fi Bſdh un) ſtetzon ulhe 9,8 1 hoc ungE? eng unſterrg gen etich 433· 2. na p tte Ghb ,8 An ſeit. redſie J ſim ſey enn hdet ſtelun i, d Aug)n tawe 1 t ſe 4⅓ 1 Schud ſey, ter Ih unſye a ſdene nicht an ſ,w Zunge d. 3 f vir d Bthen Sch Vuißf wehn, Wwit e, de Falſn 59 n Ten ſo d 21 eficht,99 en a— 8—— Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Orte, wo M biſt, ein zu Schuld entladen? Sie Worte, unn ſey in Zukunft dir ſo iht afinn werth als eigner Ruhm. ſehn, nſin Deſchätz und rette ſte rkühn n d 1 ſtets als ein Heiligthum. elbt un ſonic S. Wie hoch verbeut ani enn d 1 uns Gott den Misbrauch nan lahſt, umd unſrer Zeugen! Drum huͤte dich, o Chriſt, vor allen Laͤſterungen. Wer in dem Menſchen Gott und ſeine Gaben ehrt: den ehrt auch Gott, und der iſt ſeines Beyfalls werth. Lugend ſchäye Bürdign a daslh Mel. Vor deinen 4 dhthe Thron tret ich. Küinn de 6 Gio, Gott, daß ich der t vieji Wahrheit treu, und 44 in d 16r dlis ſtets im Umgang hnäͤhſt? Dd ſey, entfernt von der Ver⸗ in diu. ſtellung Liſt, die deinem . Die ſun Aug ein Gräuel iſt. Jcdnern 2. Verhaßt ſey mir die ankten Pumn Schmeicheley, und glat⸗ entehretzatn ter Worte Taͤuſcherey, nd vo ſ in und was ich denke, ſtreite kommt, slm nicht mit dem, was meine ra, woGit Zunge ſpricht.. un in aſt 3. Hilf mir auch des elt, auchdrn Betruges Schein mit le Vorſicht fliehn, und klug 1a n zwar ſeyn, doch ohne ds Näcin Falſch, nach Jeſu Rath, 4 Knd, in Worten, ſo wie mit erlet, ſ der That. —— Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. 4. Vereint mit Offen⸗ herzigkeit ſey auch bey mir Verſchwiegenheit, daß ich zu meines Naͤch⸗ ſten Wohl da ſchweige, wo ich ſchweigen ſoll. 5. Doch laß mich auch freimuͤthig ſeyn, und kei⸗ nes Menſchen Anſehn ſcheun, wenn irgendwo Gerechtigkeit der Un⸗ ſchuld Rettung mir ge⸗ beut. 6. Wer Wahrheit uͤber alles ſchaͤtzt, und nicht muthwillig ſie verletzt, iſt, Gott, dein Freund, und wird beſtehn, wenn alle Falſchen untergehn. 7. Du biſt ſein Schirm und Schild, o Gott. Hh 2 —— —— —*— Traͤf 2, 484 4 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen den Naͤchſt. V Traͤf ihn auch andrer 2. Wohl dem, der Lu⸗ 2 Menſchen Spott, traͤf ihn auch Haß der ganzen Welt: was achtets der, der dir gefaͤllt? 8. Er wird vor deinem Angeſicht einſt ſtralen, wie der Sonne Licht, die fruͤh in voller Herrlich⸗ keit hervorglaͤnzt, und die Nacht zerſtreut. 9. Daß ich mich dieſes Gluͤcks erfreu, ſo ſteh auch mir, mein Vater, bey! Laß mich, von aller Falſcht jeit rein, wie du, ein Freund, der Wahr⸗ heit ſeyn. 433. Mel. Herzlich thut mich verl. Wohl dem, der redlich wandelt, der als ein Wahrhei ts⸗Freund in Wort und Werken han⸗ delt, und das iſt, was er ſcheint; der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falſchheit uͤbet, ſich unbefleckt er⸗ haͤlt. gen haſſet, und der, ſo oft er ſpricht, ſo ſeine e Reden faſſet, daß er die Wahrheit nicht mit Vor⸗ bedacht verletzet, und der an jedem Ort ſich dis vor Augen ſetzet: Gott merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, wenn ſein Gemuͤthe, Gott, ſo die Wahrheit uͤbt; ihn leitet deine Guͤte, er wird von dir geliebt. Du wirſt ihn einſt erhoͤhen, wenn, in der Wahrheit Licht, beſchaͤmt die Falſchen ſtehen, geſchreckt durch dein Gericht. 4. Herr, praͤge du im Leben, dis tief ins Herz mir ein, und hilf mir, mich beſtreben, der Luͤgen Feind zu ſeyn. Erinnre mein Gewiſſen, du haſſeſt Heucheley; damit ich ſtets befliſſen der Treu und Wahrheit ſey. 5. Laß mich niemals verſprechen, was ich nicht halten kann, auch nie Zu⸗ ſagen V ln Affäcch recen, r ſthanzui 2 verkeiten 2 eyſviels9 a hett albi ih doch och laß auch deit ſcht, Hel leiten; Pficht! ſb und wi Andrer? ich reden ih ſcht iin Herz glauben,) ſch haͤl ſemand ka =é 6 42 39 e — A u nit der ich wer Kind dich ſmenſehen lic fid. E Mel. Jeſ 2 duh a fic hit gſtrͤn, An gficht.g Nen erdin mfagen brechen, die ich ein⸗ dſ wmal gethan; nie mich den 8 ſpt Stolz verleiten, und nie aue en faſet, wes Beyſpiels Macht, als üheye etng Wahrheit auszubreiten, dexh tverlatwas ich doch ſelbſt er⸗ an jodem Hr. iſdacht. dekn 6. Doch laß zu allen merkt auf ſongZeiten auch deiner Wahꝛ⸗ z. Wohl aheit Licht, Herr, meine ſin Genthe Seele leiten; damit ich die Waßtee aneine Pflicht mit Klug⸗ memege heit uͤb und wiſſe, wann von dir gelic ſikegich fuͤr Andrer Wohl und ihn eintterfoſe„fuͤr mich reden muͤſſe, und in der Wahthe wan ich ſchweigen beſchämt die g 53 deſ⸗.Sin Herz voll Treu dein an nus Glauben, das, Gott, 4 Henr, R n 3u dir ſich haͤlt, das ſoll dhen, de hn mir niemand rauben, ſo lf ii an kann ich aus der Welt n einſt mit der Hoffnung ſchhe dutu 4 gehen, ich werde, als Feind zj ſen. dein Kind dich mit den nin geniſan Frommen ſehen, die vor eucheenzdanit dir redlich ſind. fiſſn de dn 434. Mel. JEſu, meines aſieiſ ſ Lebens leb. „Laß mihn Haß mich, Höchſter, dar⸗ noreceh nach ſtreben, ſtets ein f nntam e Wahrheits⸗Freund zu ſeyn. Zu des Himmels frohem Leben geht kein frecher Luͤgner ein, und vor deinem Angeſichte, werden ſie beſchaͤmt zu⸗ nichte; denn vor dir ſind immerdar aller Herzen offenbar. 2. Andern zu gefallen luͤgen, leeren Schwaͤ⸗ tzern gleich zu ſeyn, heu⸗ chelnd Bruͤder zu betru⸗ gen, Herr, das falle mir nicht ein! Wahrheit leit an allen Orten mich in Werken und in Worten; redlich ſey des Herzens⸗ grund, redlich ſprech auch ſtets der Mund. 3. Die der Falſchheit ſich ergeben, ſind vor dir, o Gott, ein Greul; und ein ungluͤckſelig Leben iſt gewis ihr kuͤnftges Theil. Hier ſchon trift verdiente Schande ſie bey Redli⸗ chen im Lande; denn ein jeder Menſchenfreund iſt der Falſchheit Raͤnken Schmaͤht eind. Hh 3 Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit.— — ute Abt. Bon den Pfiicht. gegen den Naͤchſ. 7 4. Schmaͤht mich ohne mein Verſchulden der VerlaͤumderLaͤſtermund: o ſo laß michs ſtill erdul⸗ den! einſt wird doch die Darf iſt: dis erwecke mein Ge⸗ Wahrheit kund. ich ja nicht laͤnger ſchwei⸗ gen, meine Unſchuld zu bezeugen, ſo verleihe, daß dabey Herz un Mund voll Sanftmuth ſey. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels biſt, daß kein einzigs meiner Worte deinem Ohr verborgen muͤthe, daß ich mich vor Luͤgen huͤte; den du liebſt den Wahrheits⸗ Freund, und biſt allen Falſchen feind. Guͤte und Barmherzigkeit. 435. M. J In allen meinen Thaten. Du, aller Menſchen Vater, du guͤtigſter Berather in allem, was uns druͤckt! die Freuden, die wir haben, ſind einzig deine Gaben; du biſts, der unſer Herz erquickt. 2. Wie groß iſt deine Milde! Barmherzger Vater, bilde mein Herz nach deinem Sinn. Daß ich der Noth der Armen mich willig mög erbar⸗ 4 men, nimm alle Harte von mir hin. 3. Gib, daß ich willig gebe, mich wohlzuthun V beſtrebe, ſo, wie mein Heiland that, der zaͤrtli⸗ che Erbarmer, den kein bedraͤngter Armer verge⸗ bens je um Huͤlfe bat. 4. Erhalt in mir die Triebe der mitleidsvol⸗ len Liebe. Vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, iſt, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlge⸗ faͤllt. 36. Mel. HErr, ich habe misgehandelt. Wohlzuthun und mit⸗ zutheilen, Khriſten as 9 rgeſſet 1e ſoll und 1 lrwen b H licht;) 8 ſelbſt 18 je Gott, ihket. heſan en, und d 1 8₰ biun 9a hden die, M Echt zu ferſtutzer den ſuu beſc icht nur ben,od flehn;? ptt getri ²gen he des h, die i ihnt Freuden doſe die ſel. O ſmmer Wlli * enſc,) dera fen tin Müit. gegmn . Daß) du, 9 n Inzan dels Fiſt, ni ds min; einen Oht r chi; Jeſus ſelbſt uns lehret, eimmun ebem nüͤthe daß tigen hüͤte; 3 adane 1un dhiſt alln 3 — nherzigkeit 1 das vergeſſet nicht! Mit⸗ te, mich uee firee, ſo, m eiland that,R e Erdarmer, h dräͤngter Armn ns je un Hüli- . Ekhalt in jebe der miee Liebe. Vori ern der Welhd ber liebet, n willig zith fer, das dine 3. „Mel Hen misgedand uic gthun u —— Güͤte und Barmherzigkeit. D Buͤrde, keine Laſt, be⸗ leidsvoll und freudig ei⸗ len Armen beyzuſtehn, iſt Pflicht; Pflicht, die und die Gott, den Hoͤch⸗ ſten, ehret. 2. Speiſet die, die Hun⸗ ger leiden, und die durſtig M ſind, die traͤnkt; eilt, die Nackenden zu kleiden, troͤſtet die, die Kummer kraͤnkt; Schwache ſucht zu unterſtuͤtzen, Unter⸗ druͤckte zu beſchuͤtzen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, oder euch um Huͤlfe flehn; Allen eilt, von Gott getrieben, nach Vermögen beyzuſtehn; die auch, die im Stillen leiden, fuͤhrt zu unver⸗ hofften Freuden. 4. Und dis ſey dir keine gluͤckter Chriſt! Hoheit iſt es, Ruhm und Wuͤrde, wenn du mild und huͤlf⸗ reich biſt. Welch ein Ruhm fuͤr dich Erloͤſten, arme Bruͤder Jeſu troͤſten! 5. Und was ſchaffts fuͤr ſanfte Freuden, der Ver⸗ laßnen Helfer ſeyn, ſehn, wie ſie in ihrem Leiden ſich, durch uns geſtaͤrkt, erfreun! Ein betruͤbtes Herz erquicken, bringet himmliſches Entzuͤcken. 6. Laßt uns eilen, unſre Gaben, weil es Zeit iſt, auszuſtreun, was wir hier geſaͤet haben, ernd⸗ ten wir einſt reichlich ein. Sey barmherzig, gib den Armen, Gott will ſich auch dein erbarmen. Dienſtfertigkeit. 437. frommer GOtt. Wie ſelig lebt der Menſch, der Dienſt⸗ auihe ifen, begierde kennet, und dieſe Mel. O GOtt, du Pflicht zu thun aus Men⸗ ſchenliebe brennet! Der⸗ wenn ihm auch kein Eid der Menſchen Dienſt be⸗ fiehlt, Beruf und Eid Hh 4 und — ,⏑⏑—⏑— —— und Amt ſchon in ſich ſel⸗ ber fuͤhlt. 2. Dir, Hoͤchſter, ahmt er nach, dir als dein Bild zu gleichen; durch Dienſtbefliſſenheit ſucht er dis zu erreichen; er haͤlt fuͤr eignes Wohl ſich nicht allein gemacht; er haͤlt ſich fuͤr die Welt von dir hervorgebracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienſt und Kraͤfte; ihr nutzen, iſt fuͤr mich ein ſeliges Geſchaͤfte. Als Glieder ſchuf uns Gott, als Buͤrger einer Welt, in der des einen Hand die Hand des Andern haͤlt. 4. So denkt der Men⸗ ſchenfreund; und das iſt ſein Beſtreben, ſtets, ſei⸗ ner Pflicht getreu, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Naͤchſten Heil ſein eignes Himmel⸗ reich; er fuͤhlet fremde Noth, als traͤf ihn ſelbſt der Streich. —— a88 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen den Naͤchſ. 5. Er eilt, dem, ders bedarf, mit Huͤlfe beyzu⸗ ſtehen, ſein Anſehn und ſein Freund, ſein Stand, ſein Wohlergehen find Mittel, die er braucht, behuͤlflich gern zu ſeyn, und einen Leidenden mit Troſte zu erfreun. 6. Was Andrer Noth⸗ durft heiſcht, das reitzet ſeine Triebe, auch ohne Ruhm und Lohn, zu wahrer Menſchenliebe. Kein Stolz, kein Eige⸗ nutz wirkt ſeine Guͤtig⸗ keit. Er ſieht auf ſeinen Gott, der Liebe ihm ge⸗ beut. 7. So laß mich auch ge⸗ ſinnt, mein Gott, durch Chriſtum werden! Voll regen Eifers ſey mein Le⸗ ben hier auf Erden, ſo nuͤtzlich, als ich kann, dem Naͤchſten ſtets zu ſeyn; dann geh ich einſt, o Gott, ins Reich der Liebe ein. Beſchei⸗ Beſc ſel. W 20 Pi ben G Mtnit auf De ffenſſe e Men en un ufen, pfeg auſ2 der ſie ein ſkonnn Sile chenſt Gela, an Sit und al 2 9 ſtgede Anen zben; i fondu die fem beran[do, Alft ſſt. 4 ſoh n üclich Enſch de frern 3 lücken hns ſteed erta, ſ- AR pan, dars frden⸗ au rach V delge mehr. mes itſtan neh ch, ſar Aficht gg 5. Er 9 k, dor ed arf, nixin ehen jfein A 438. duhen, eäud, Von dir eufditſe deit dnn den u gerufen,ſtehn, Scho⸗ jae dn ipfer, alle Menſchen hier vhit lich gn nuf hohern und auf nie⸗ nd veieh dern Stufen, und was ei ez eften ſie haben, kommt von dir. krdu aun Sie gleichen ſich nicht an 1 heiſtt, Geſtalt, an Neigung, ine Tiiebe, ut Stand und an Gewalt. iußm und g. 2. Nicht Jeder hat, was aßrer Me znit Andre haben; und das iſt ein Stolz,i e Guͤte; denn du gibſt dem iz witft ſen dieſe, Jenem andre Ga⸗ tt. e 1 ben, weil du, als Vater, ött, Ir gicei Alle liebſt. Denn Alle jt. ſollen gluͤcklich ſeyn, und „Solaßmihn Einer ſich des Andern Beſcheidenheit Mel. Wer nur den lieben Gott. it neinGit freun. riſtun wedn 3: Beglüͤcken, und auch enEifers ſhn gluͤcklich werden, iſt Al⸗ hier auf Eh ler Ruf, iſt Aller Loos. lich, ab it! Nur darum, Gott, iſt Nachten kt der auf Erden gering und unngfü arm, der reich und groß; at, ins d der hat mehr Kraft, der e dn mehr Verſtand; und je⸗ ner braucht, was der er⸗ fand. — und Demuth. „. Verſchieden ſind auch unſſe Freuden, verſchie⸗ den unſre Laſt und Muͤh; verſchieden deiner Kinder Leiden; mit Weisheit, Gott, vertheilſt du ſie. Verſchieden iſt hier deine Zucht, verſchieden auch Gewinn und Frucht. 5. Wer hat mich An⸗ dern vorgezogen? Wer wieder andre Menſchen mir? Du, Herr, durch freye Huld bewogen; deñ alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin alles, was ich bin, durch dich. 6. Und ich, ich ſollte nicht beſcheiden, ich ſtolz und uͤbermuͤthig ſeyn? ich den nicht achten, den beneiden? weil er mehr empfieng, nicht freun? als waͤr ich, haͤtt' ich mehr als er, auch beſſer dann, auch ſeliger? 7. Laß, Gott, in mei⸗ nem ganzen Leben mich meines Gluͤcks und Vor⸗ Hh 5 zugs — 0 Dritte Abt. zugs nicht zu Andrer Kraͤnkung uͤberheben, verkennen nicht der De⸗ muth Pflicht, nicht blos auf meinen Vorzug ſehn, und Andrer Gaben ſtolz verſchmaͤhn. 8. Ja, meine Bruͤder will ich ehren, wie arm, wie niedrig ſie auch ſeyn. Sie koͤnnen meiner nicht entbehren, ich kann mich ohne ſie nicht freun. Nimt Keiner meines Gluͤcks ſich an, wie arm, wie niedrig bin ich dann! 9. Wer eitler Ehre gern entbehret, und Tugend an Geringen gern erkeüt und ſchaͤtzet, der verehret der Niedrigkeit und Hoheit Herrn; und De⸗ —— Von den Paicch, — muth und Beſcheidenheit V belohnt ihn mit Zufrie,* denheit. V 10. Sie ſchmuͤckt das Alter, gibt der Jugend Reitz,Liebenswuͤrdigkeit und Werth; gibt wahre Hoheit jeder Tugend, die eitlen Schimmer gern entbehrt; bewahrt vor Misgunſt und vor Neid; iſt des Verdienſtes ſchön⸗ ſtes Kleid. deinen Gaben auch dieſe: laß, vom Stolze rein, uns alles brauchen was wir haben, uns durchein⸗ ander zu erfreun! dann ſind wir All' in deinem Reich an Seligkeit ein⸗ ander gleich. Sanftmuth und Friedfertigkeit. 430. M. Sollt ich meinem Geſchlecht! laß mich dei⸗ t GOtt nicht. nen Geiſt beleben, daß Gtt, der du die Men⸗ ich, Vater, als dein Kind, ſchen liebeſt, der du liebreich ſey, wie du, ge⸗ nicht ein ſtrenges Recht, ſinnt. Herr, du wollſt den ſondern lauter Gnade Sinn mir geben, der bey uͤbeſt an dem ſuͤndlichen Fehlern Nachſicht zeigt, und gegen den Naͤchſt. Sanft Ir mit Sab tt undſſht 2 Laß nich ſſin ſchon a ſeige L ig ich hier hleibe Zan t Auch 6, dein I intracht! ilf auch iin herzm ſe und de 11. Gib, Herr, zu allen—und lüt 2 eSanftm wiewitd — mperet dure a ſedenſchat 2 Jotn un uach und 1 sgraſt; A benunſer de tum Hit F ct. hen * Shwach * du wale en, daß *(Aaſer ws Mäſ V V V 171 ſicht Roenw 3 ade ohnt denheit. 10. Sſe Alter, diih Neiß,giegens dtragen ſeine taan Laß mich meines Rächſten ſchynen, willig Laſt; und, ſo lang ich hier ſoll woh⸗ un ünen, bleibe Zankſucht mir hoheit ederde eiflen E Schinan, verhaßt! Auch das iſt, o Gott, dein Wille, und entbehet; he e die Eintracht liebeſt du; Misgunſ funt Dde ſtdes Vetdi tes Kleid. II. Gib„Henn g o ſo hilf auch mir dazu. die Gib ein Herz mir, das die Stille und den Frieden ſucht und liebt, das ſtatt inen Gabenau Nache Sanftmuth uͤbt. 6, vom Au is alle kran ir haben,unse der zu duni d wir All u eich an Stlu der gleich iedfertigteit 68 1 Geiſt belten, Vater,alsdyit reich ſey,neh t.Hert,urui mnmir geben,w kern Nacſch 3. O wie wird das Herz beſchweret durch des Zor⸗ nes Leidenſchaft! Zank⸗ ſucht, Zorn und Haß ver⸗ zehret nach und nach des Lebens Kraft; hemmt den Lauf von unſern Jahren, macht zum Himmel un⸗ will ich ſegnen, ſo wie mein Erloͤſer that, und dem nachſichtsvoll begeg⸗ nen, der zum Zanken Nei⸗ gung hat; fuͤr die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedensfuͤrſt, wenn du Menſchen rich⸗ ten wirſt, ausgeſoͤhnt mit ihnen, treten. Gott, des Friedens, ſtaͤrke du mich mit deiner Kraft dazu! 5. Ewig Heil iſt dem beſchieden, der nach from⸗ mer Eintracht ſtrebt. Höchſter, gib mir deinen Frieden, der zur Sanft⸗ muth uns erhebt. Er re⸗ giere Herz und Sinnen; denn, wenn er das Herz regiert, wird, was zu der geſchickt. Herr, der auf Zwietracht fuͤhrt, nie⸗ mich Schwachen blickt, ach! du wolleſt mich be⸗ wahren, daß des Jaͤh⸗ zorns Raſerey nie des Herzens Meiſter ſey. mals Uebermacht gewin⸗ nen, bis einſt in der Herr⸗ lichkeit ewger Friede uns erfreut. Feindes⸗ Sanftmuth und Friedfertigket. W. 6 und mit Sanftmuth 4. Wer mir flucht, den mi ſpriche und ſchweigt. ——— — E— 2——2 e . Mel. Herzlich thut mich verl. Nie will ich wieder flu⸗ chen, wenn mir mein Haſſer flucht; nie dem zu ſchaden ſuchen, der mir 440. zu ſchaden ſucht. Ich will ihm ſanft begegnen, nicht drohen, wenn er droht: ſchillt er, ſo will ich ſeg⸗ nen. Dis iſt des Herrn Gebot. 2. Mein Jeſus, der Gerechte, vergalt die Schmach mit Huld; die Wuth ergrimter Knechte ertrug er mit Geduld. Sollt ich denn wieder ſchelten, da er nicht wie⸗ der ſchallt? mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind vergalt? 3. Verlaͤumdung dul⸗ den muͤſſen, iſt ſchwer; doch dieſe Pflicht wird leicht, wenn das Gewiſ⸗ ſen fuͤr meine Unſchuld ſpricht. Dis will ich treu bewahren; ſo beſſert mich — Dritte Abt. Von den Pfücht. g gegen en den Naͤch. V Feindesliebe und Verſoͤhnlichkeit. mich klug verfahren, in⸗ dem ers boͤſe meint. 4. Ich will die Fehler ſcheuen, die er von mir erſann; auch die will ich bereuen, die er nicht wiſ⸗ ſen kann. Durch Huld will ich mich raͤchen, an ihm das Gute ſehn, und Gutes von ihm ſpre⸗ chen: wie koͤnnt er laͤnger ſchmaͤhn? 5. Ich will niemals er⸗ muͤden, ihm thaͤtig zu verzeihn, und, als ein Chriſt, zum Frieden, zu Dienſten willig ſeyn. Wenn mich zu untertre⸗ ten, ihn Guͤte mehr er⸗ hitzt; ſo will ich fuͤr ihn beten und Gott vertraun. Gott ſchuͤtzt! 441. M. Mir nach, ſpricht Chriſtus. Verbittre dir dein eben nicht, o Chriſt, durch eigne Rache; vergeben iſt des Menſchen Pflicht, vergelten Gottes Sache. mein Feind, und lehrt Die Sanftmuth, die ſein Wort gitde ta ha eöt,n gnet und 4 riſts, are 1 en Unr. a ind denno⸗ 3 nderz d ſachſuch tſein ei pyn, ſel geen verz zo wid zl hdir ſ 1s ſu ſie de ſts hiſt da ſs Freo de ſgeſchtie 1 ſurhe it 1 1 ſt n Verſhnih nich klngie —— w 1 em etstin de, ſegnet und verzeiht. — 4. Ich wil 2. Wahr iſts, empfind⸗ ſcheunn, ien lich iſt der Schmerz, von et ſann; auch „Menſchen Unrecht lei⸗ bereuen, denn den: und dennoch ſoll des ſen kann. 9 will ich mi fj — hrit Chriſten Herz Haß, Zorn und Rachſucht meiden; dhm das Gunſe ſoll nicht ſein eigner Raͤ⸗ — Gutes ven 7 hen:wi könnt chmähn? §. Jch willna nüͤden„ ihm erzeihn, und, hrit, zum giſ dienſten viln genn mich zume n, ihn Guken t; ſo willicſt fen und Gottye oit ſchütt! 1M Miemg Ehriſug, getitneninee nicht, Ehiih jeNaches rn Muſchen h elken Gottte⸗ Onnſtmut ſcher ſeyn, ſoll alles Un⸗ recht gern verzeihn. 3. So widrig dieſe Pflicht dir ſcheint, ſo muſt du ſie doch uͤben; ſonſt biſt du nicht des Heilands Freund, der ſie dir vorgeſchrieben. Em⸗ poͤrt dein Herz dawider — ſich, ſo ſieh auf ihn; be⸗ ſiege dich. 4. Wer hat wohl groͤſ⸗ ſern Widerſpruch von Suͤndern hier erduldet, als er, der Herr, der Schmach und Fluch von andern nie verſchuldet? und dennoch will er lang⸗ muthsvoll, daß Jeder gluͤcklich werden ſoll. 5. Ihm folgen, iſt dein wahrer Ruhm. Beleidi⸗ Feindesliebe und Verſoͤhnlichkeit. dWort gebeut, liebt Fein⸗ gern verzeihen, iſt Ehre fuͤr dein Chriſtenthum; ſich ihres Falls nicht freuen, nicht den, der dich ſchmaͤht wieder ſchmaͤhn, gereicht dir ſelbſt zum Wohlergehn. 6. Die Rachgier reißt Gerechtigkeit, reißt Glauben aus dem Her⸗ zen, ſtoͤrt des Gemuͤths Zufriedenheit und ſtraft mit bittern Schmerzen. Sie hindert Oank, Ge⸗ bet, Vertraun, und raubt den Muth, auf Gott zu baun. 7. Durch Sanftmuth (uͤbe nur die Pflicht!) wirſt du den Feind beſie⸗ gen. O raube deiner Seele nicht dis goͤttliche Vergnuͤgen. Dann wird der Herr auch dir ver⸗ zeihn, dein Vater und Vergelter ſeyn. 8. Laß mich aus Liebe, Gott, zu dir nicht ſelbſt das Unrecht raͤchen. Dn wirſt, verzeih ich gern, auch mir ein gnaͤdig Ur⸗ — — 493 1 theil ſ 9 4 —————— —— —494 Dritte Abt. Von den Pflicht, gegen den Naͤchſt. theil ſprechen. Von dir kommt auch der Sanft⸗ muth Sinn. Nach deiner Gnade gib mir ihn. 442. In voriger Melod. Derd du, dem Tode nah, fuͤr die, die dich er⸗ wuͤrgten, bateſt; der du bey deinem Vater ſie, mein Heiland, ſelbſt ver⸗ trateſt: o moͤcht ich doch dir aͤhnlich ſeyn, und meinem Feinde gern ver⸗ zeihn! 2. Wie koͤnnt ich hoffen, Troſt im Tod, Huld im Gericht zu finden? zu dir noch flehen: richte, Gott, mich nicht nach meinen Suͤnden? höoͤrt ich nicht deine Stimm in mir: wie du vergibſt, vergibt Gott dir! 3. Du Stimme Gottes, ſchalle mir durch meine ganze Seele! daß ich mit Ernſt, o Gott, vor dir drauf achte und dann waͤhle! Der waͤhlt den Segen, wer vergibt; und der den Fluch, wer Rache liebt. —— 4. Sey, Seele, werth der Seligkeit, dich ſelbſt zu uͤberwinden. Duld und vergib; denn Gott verzeiht, und ſtraft nicht deine Suͤnden. Nicht Rache, Segen rufe du, Begnadigte, dem Feinde zu. 5. Auch mein Beleidi⸗ ger hat Theil am Heiland aller Suͤnder; mit Blut erkauft auch ihn zum Heil der Todesuͤberwinder. An mich und ihn ergeht der Ruf des Gottes, der uns Beyde ſchuf. 6. O koͤnnt ihn meine Sanftmuth noch zur Se⸗ ligkeit bekehren, und ihn der Liebe ſanftes Joch mit Freuden tragen lehren! Wie goͤttlich wuͤrd es mich erfreun, der Retter meines Feinds zu ſeyn. 7. Wie wird er mich im Weltgericht, dan Freund und Bruder nennen! mir danken und ſich ewig nicht von meiner Seite trennen, und Gott erho⸗ hen, gein 1 Pnd deres gkeit e G pe ufdei 1en kſolg Man her mit fkt v ſlte dr ure Hia 3Ita dan NAe ken! n. t, ſ N z fines 1 9 1en Chr 10,dGo jütm„d dedn kräͤt 1n hruüͤc 5 V an Wüücht, gege get wan dSihe„Snhen, deſſen Hand uns fur unnii dlei, die Ewigkeit verband. 9 wüman 8. Wie gern will ich, en ekgi; Gott, auf dein Wort Haß eiih t,undſ zand Verfolgung leiden! deine Sünda, Wie gern verzeihn, da du Nache,&e gemirs dort vergiltſt mit Seanadigte ſolchen Freuden: wenn u. nir im Himmel nur ein 5 Auch mengFeind dankbare Freu⸗ Kant eilnppenthraͤnen weint. ler Sünde 6,ngs. Mel. Kommt her zu kanſtuging mir, ſpricht. er TodesübnsMMich deiner Gnade zu nm ic ni 760 erfreun, in Thaten erRuf des Gehauch ein Chriſt zu ſeyn, as Beyde ſhhj and dir, o Gott, zu leben: §O kümnt hilf mir, dem Feinde, anfimuhhnotper mich kraͤnkt, und mich keithekeßtn,Bu unterdruͤcken denkt, ſoite ſanſegv duden tragn vergeben. ſe göttlich u ——— Feindesliebe und Verſoͤhnlichkeit. 3. Du, Gott, voll Nach⸗ ſicht und Geduld, erzeigſt uns allen gleiche Huld im Sonnenſchein und Regen. Der Fromme fuͤhlt ſie nicht allein; auch Boͤſe ſuchſt du zu erfreun; auch ſie begluͤckt dein Segen. 4. Und ich, ich ſollte nicht, wie du, voll Huld zu meiner eignen Ruh, auch meinen Feind noch ſegnen? nicht dem Belei⸗ diger verzeihn? aus Rachſucht unverſoͤhnlich ſeyn? ihm nicht als Chriſt begegnen? 5. Unwuͤrdig waͤr ich deiner Huld, unwuͤrdig, voll Sanftmuth gern Vater, der Geduld, mit der du mich verſchoneſt; 2. Wenn er auch gleich unwuͤrdig, daß du mir mein Gluͤck zerſtoͤrt: ſo verzeihſt, mit ſo viel Se⸗ üfmn adleid er doch als Menſch gen mich erfreuſt, und ne mir werth; ſollt ich ihn einſt bey dir belohneſt. Wie witd idrum betruͤben? Sein 6. O laß mich Haß und farnc ni paß berechtigt mich ja Nachgier ſcheun, durch Lnine⸗ unnicht zur Uebertretung Wohlthun auch den nken und meiner Pflicht; auch Feind erfreun, und zu b tvon meintFeinde ſoll ich lieben. inn ind ee 1 gewinnen ſuchen; laß mich —— — X. 495 ———— — 406 Dritte Abt. Von den Pflicht. gegen den Naͤchſt. 5 mich aus Unverſoͤhnlich⸗ ſicht durch Jeſum Gnade und keit, die mehr erbittert, hoffen; und nach voll⸗ 8 nd ſt nichts verzeiht, nie mei⸗ brachtem Pilgerlauf, m nem Haſſer fluchen. nimmſt du mich als den b 7. Dann furcht ich nicht Deinen auf; mir ſteht im kdarme dein ſtreng Gericht; ich dein Himmel offen. al hes Ent kann mit froher Zuver⸗ nn Dankbarkeit gegen Wohlthaͤter. V 80 444. Mel. Wer nur den Gluͤcks mich herzlich lieben Gott. freu; voll Kummer uͤber I eu Menſchen ſtreben, ihre Leiden, gern, wie i ſer auf dir an Guͤte und ich kann, ihr Troͤſter ſey; Wohlthun, Vater, gleich ſie unterſtuͤtz in ihrer— zu ſeyn, und mich mit Noth, und es mit Freux 3 willigem Gemuͤthe durch den thu, mein Gott. B ihren Rath und Troſt er⸗ 4. Und kann ichs nicht, freun: mit reichem Segen o Gott, ſo dringe mein V N. ſegne dann, die ich nicht eifriges Gebet zu dir: wieder ſegnen kann. und was ſie wuͤnſchen, 5 r Stan 2. Es zeuge meiner das gelinge! denn, Herr, Freude aͤhre von meines ſie thaten wohl an mir. aſſch! Herzens Dankbarkeit; Auf Jeden komme Freud hiche mit was fuͤr Eifer ich be⸗ herab, der Gutes that anſll uf gehre, was ihre Herzen, und Freude gab! t sdein Gott, erfreut; mit wel⸗ 5. Umfahe ſie mit dei⸗ ii ſeine chem Ernſte mein Gebet nerGuͤte, und deine Huld en ſib, fuͤr ſie zu dir, mein Va⸗ verlaß ſie nie! Sey ſtets ig ktund ter, fleht. ihr Helfer, und behuͤte.s fttme 3. Gib, daß ich aller vor Widerwaͤrtigkeiten miſedurg ihrer Freuden und ihres ſie; und trift ſie doch Ge⸗ s ſäſt fahr ſſad⸗ ſn Vhngflict Rom sba———y M G n un Feindesliebe und Verſoͤhnlichkeit. 497 Ail NM poffen; 9 fahr und Schmerz: ſo haben, weil ſie lebten, bradj hen gi gtroͤſt und ſtaͤrke ſelbſt ihr Armen mit deinen Ga⸗ ninnſ unt perz. ben wohlgethan; und t Deinen ai 6. Im Tode nimm ſie dieſe flehn an deinem mit Erbarmen zu deines Thron: groß, herrlich, Nicen Erben an ſie ewig dſen ihr Lohn. dun himit —— gen Wohlchan S Si 5=— glite n Vierte Adtheitung. 3 dollome üre d, i Lieder auf beſondere Staͤnde, Umſtaͤnde und thian n 1 Beduͤrfniſſe. ſie unterſtuß Noth, und en Baus ſt and. den thu, weye. 5 4. Und kannie Die Phe. 5 *Gott, ſ 445. Mel. Herzlich thut ſetz mir weiſt. Laß mich Kftigs G t mich verl. nach ſeinen Lehren bey und was ſn àn& Jer Stand, in den ich allem, was ich thu, dich das gelingedde trete, wie viel hat und die Tugend ehren, zu fe thaten icht er auf ſich! Mein Gott, meiner Seelenruh. zufgedekmn zu dem ich bete, ſieh gna, 3. Pilf, daß ich meinem at, der b denvoll auf mich. Hilf Gatten treu bis ans dgtaadeg mir aus deiner Hoͤhe, daß Ende ſey, und nie durch Unfaßeſſen mir mein Wunſch gedeih, Laſterthaten den heilgen unfaſeſtt und gib, daß meine Ehe Bund entweih. Gewaͤhr mgit 4 beglüͤckt und friedlich ſey. uns edlen Frieden, der nlaßſſen à 2. Leit mich nach deiner reinen Liebe Frucht; und N Helfet, 3 Gnade durch deinen gu⸗ alles ſey vermieden, was n Vodnritt ten Geiſt beſtaͤndig auf ihn zu ſtoͤren ſacht. zuntſſn dem Pfade, den dein Ge⸗ 91 4 3u —— —— 498 4. Zur Arbeit gib uns Kraͤfte, Geſundheit, Luſt, Verſtand; zu jeglichem Geſchaͤfte Gedeihn von deiner Hand. Uns redlich zu ernaͤhren, iſt unſre Sorg, o Gott! gib, ban⸗ ger Noth zu wehren, uns unſer taͤglich Brodt. 5. Eilt dann dein mil⸗ der Segen, uns jeden Tag aufs neu zu unſerm Troſt entgegen: ſo laß uns froh dabey das Herz zu dir er⸗ heben, und deiner Huld und Macht Dank, Ruhm und Ehre geben, ſobald der Tag erwacht. 6. Doch ſendeſt du auch Plagen im Eheſtand uns zu: ſo ſchenk auch, ſie zu tragen, der Seele Muth und Ruh. In drohenden Gefahren ſey deine ſtarke Hand, uns maͤchtig zu bewahren, nie von uns abgewandt. 7. Gewaͤhrſt du uns die Freude, die Kinderſegen ſchenkt: ſo ſchaffe, daß uns Beyde dein Geiſt zur Sorge lenkt, ſie fromm Vierte Abth. —— Hausſtand. dir zu erziehen, und dei⸗ nem Dienſt zu weihn; und laß denn dis Bemuͤ⸗ hen durch ihn geſegnet ſeyn. g8. Herr, der du ohne Ende die höchſte Liebe biſt. Erbarm dich unſer, wende von uns, was ſchaͤdlich iſt. Wir trauen deiner Guͤte, die keine Graͤnzen hat. Uns ſegne, uns behuͤte dein ewig weiſer Rath! — 1I 2 14 H bas h Sadetba p ige „ uſanm des ahöh asIedem gebeut, 3 nit heiter ingunsu rſerm D 446. M. Herr JeſuCh. dich. Wir ſchloſſen unſern Ehebund vor dir, o Herr, mit Herz und Mund, und ſagten uns, das weiſſeſt du, auf imer Lieb und Treue zu. „† 7 mn priit Erſährt e oenschäh pih der a 2. Schau gnadenvoll auf uns herab, daß wir zuſammen bis ins Grab, uns deiner Huͤlfe zu er⸗ freun, dich ehren, dir gehorſam ſeyn. 3. Laß uns einander in⸗ niglich ſtets lieben, doch nie mehr, als dich; von Untreu fern, im Herzen rein, Jeder te gers de doh Unm Wilſtdd ſenns ef Rter eir's inder —-— Die Ehe. diein, keuſch auch in Wort Du haſt durch Kinder und lißdan und Thaten ſeyn. E uns erfreut: hn un 1) 4. Zuſammen laß uns ſo gib zu ihrer Zucht ſeyn. Mir vertraun, zuſammen 1 Gedeihn; S, unſre Seel erbaun, zu⸗ gib, daß auch ihre Zucht Snde de ſfammen deine Huͤlf er⸗ gedeiht; öſk. er ſaflehn, zuſammen auch hilf, daß wir ernſtlich ben ennſdein Lob erhoͤhn. uns bemuͤhn, ſie gut und ſcͤl 5. Was Jedem ſein Be⸗ chriſtlich zu erziehn. de icit Mruf gebeut, geſcheh von 8. Wenn Kreutz, nach eine Gun, ſuns mit Heiterkeit; und deinem Rath uns druͤckt: Gkänzentuin ſo geling uns unſer Fleiß ſo laß uns dann nicht un⸗ uns befüt ſ zu unſerm Wohl und erquickt; gib heitre Tage weiſergatßt deinem Preis. nach dem Leid, und Se⸗ 466. N hei 6. Erfährt ein Theil gen fuͤr die Ewigkeit. Wir ſhleſin des Lebens Muͤh: ſo mur⸗ 9. Und trennt der Tod Eſebmwere doch der andre nie. einſt unſer Band: ſo ſeys Hert, mh Ein Jeder trage viel⸗ uns Troſt, daß deine Nund, unin mehr gern des andern Hand die, welche ſich hier das weiſetwe Laſt, von Unmuth fern. treu geliebt, einander deh und Sa,(7-Willſt du durch Kin⸗ ewig wiedergiebt. 2, Schau g der uns erfreun: uf uns he— dſamwertent eren 4 Lat e ren. ns deinr p 447. M. HErr beſ Chriſt 2. Hilf, daß wir ernſt⸗ h memns e lich uns bemuhn⸗ ſiedir therſam ſen Die Kinder, deren wir zum Preiſe aufzuziehn; Laß unsenn 2 uns freun, ſind, aller⸗ und daß uns unſer Fleiß 1c fets hä hoͤchſter Vater, dein; ſind gedeih, ſo ſtehe uns mit n dgſ deine beſte Gab, oHerr. Weisheit bey. euhe Bewahre ſie, Allguͤ 3. Gib unſern Kindern treu fern iger! 32 2 dfmn — —— 900 Lehrbegier, zum Guten Trieb, und Luſt zu dir. Trotz, Eigenſinn und Muͤßiggang ſey fern von ihnen lebenslang! 4. Geſegnet ſey ihr Un⸗ terricht! Laß ſie durch deines Wortes Licht dich recht erkennen; laß ſie nie gefaͤhrlich irren; leite ſie. s. Im Glauben mache ſie gewis, bewahre ſie vor Aergerniß, vor der Ver⸗ fuͤhrung Trug und Liſt, vor allem, was ihr Schade iſt. 6. Hilf, daß ſie dich an Vierte Abth, Hausſtand. jedem Ort vor Augen 2 haben, und dein Wort; der Tugend, Zucht und Ri un h Frömmigkeit ſey uͤberall a ſn. ihr Herz geweiht. 7. Daß wir in ihnen Chriſten ſehn, die freu⸗ dig deine Wege gehn; und Buͤrger einſt, voll Luſt und Muth zu thun, was edel iſt und gut. 8. O goͤnne du uns die⸗ ſes Gluͤck; und halte, was es hemmt, zuruͤck: n 1 1 5 ſo danken, hoͤchſter Va⸗ ter, wir mit allen unſern Kindern dir. R i 448. M. Jeſus meine Zuv. GOtt, dir ſey mein Dank geweiht, hei⸗ lig dir mein ganzes Le— ben; denn aus freyer Kildigkeit haſt du ſelbſt es mir gegeben; es durch Eltern mir verliehn, die zur Tugend mich erziehn. 2. Hilf, daß gegen ſie mein Herz kindlich ſey, und nicht blos ſcheine; daß ich, trift ſie wo ein n d e r. Schmerz, fromme Thraͤ⸗ nen zu dir weine, fuͤr ihr Gluͤck dir dankbar ſey, und mich ihrer Freuden freu. 3. Laß auf ihre Winke mich kindlich und mit Sorgfalt achten, ja ſelbſt ihren Wuͤnſchen mich noch zuvor zu kommen trachten; gern, was ſie vergnuͤgt, vollziehn; ſtets, henne Euhald 41E, ſ he von dir, ii enm dardenſeine man ſäie tben. radeſeyn hür vach febilig wie Gett,dn ſich dazu (nit dand ſauch wein eSegen NN. J ſent ehe hotda, ſnGevin an Dttonge ſtuc — i wsie ſanegi 3 n en wi emi aaasim.—ixx é ☛ Kinder. ſtets, was ihnen misfaͤllt, „Afliehn. Ftönmigkatn. 4. Mir zum Muſter ihr herzge dien auch hier Jeſus 7. Du wir Chriſt, das Heil der Sun⸗ hriken ſe, der. Er, ſo hoch ge⸗ dog dene Bnehrt von dir, war ein und Bürg n Beyſpiel frommer Kin⸗ Luſt undgus der, war von ſeiner Kind⸗ was aeli heit an ſeinen Eltern 3. Au unterthan. ſs Gläc: b 5. Frende ſey mirs, ihm ve s ſena auch hier nachzuahmen. dete O wie billig, wie gefäͤllig ken, ſiſt iſts, Gott, dir! Mache te, wir mitalal du mich dazu willig. Kidem di. Wohl mir dann! Es wird auch mein dein ver⸗ — Herz geſchrieben: den Eltern ſollſt du bis zum Tod gehorchen, und ſie lieben. O dieſer theuren ſuͤßen Pflicht vergeſſe meine Seele nicht! 2. Von Kindheit an hat ihre Huld mich unver⸗ dient gepfleget, mit un⸗ ermuͤdeter Geduld der Wohlfart Grund gele⸗ get; und noch ſind ſie fuͤr mich, ihr Kind, ſo zaͤrt⸗ lich und ſo gut geſinnt. 3. Hilf, weil ich lebe, daß ich ſie auch wieder zaͤrtlich liebe, gern ihnen folgen, und ſie nie erzuͤrn und nie betruͤbe: ſo werd ich ihre Freude ſeyn, und ſelbſt dich, omein Gott, erfreun. Hausherrſchaften. habe. Erſparung man⸗ cher eignen Muͤh ſchafft d e t e heißner Segen ſeyn. 3iaß ſne 449. Nel, Mir nac enzu dirwen,* ſpricht Chriſtus. lück dir dante ief haſt du, Hoͤchſter, n nich ihnr dein Gebot mir in das du.—— . Laß aufiſe ich kindlih m 450. In voriger Melodie. ükgfalt achtn Durch dich, Gott, bin ren Wünſch ich was ich bin, und — h uvor uin es iſt deine Gabe, daß ich cien; gen, als Herr, mir zum Ge⸗ anügt, voll winn, die mich bedienen, deine Vorſicht mir durch ſie. 2. Gib, daß ich ihnen jederzeit mit Freundlich⸗ Ji 3 keit 1 — 502 keit begegne; nie hart ſey, ihre Thaͤtigkeit mit meinem Beyfall ſegne, und unter leerem Vor⸗ wand nie ihr den ver⸗ dienten Lohn entzieh. 3. Erfuͤllen ſie mit Red⸗ lichkeit, mit Aufwand ihrer Kraͤfte, was ihnen ihre Pflicht gebeut, in meinem Hausgeſchaͤffte; ſo gib, daß ich fuͤr ihre Treu, nicht fuͤhllos, nein, erkenntlich ſey. 4. Hilf, daß ich Jedem ſeine Pflicht aufs mög⸗ lichſte verſuͤße; daß er, wenn Huͤlfe ihm gebricht, ſie auch von mir genieße; daß ich ihm, fehlt er, gern verzeih, und wird er krank, ſein Pfleger ſey. 5. Auch der geringſte Diener iſt beſtimmt zum hoͤhern Leben; fuͤr ihn und mich hat JeſusChriſt ſich in den Tod gegeben; vor deinem Richtſtuhl hat mein Knecht mit mir dereinſt ein gleiches Recht. Vierte Abth. — Hausſtand. 6. O präg aufs tiefſte dis mir ein! Nie muͤſſ' ich mich erkuͤhnen, tyran⸗ niſch gegen ſie zu ſeyn, die meinem Hauſe dienen. Auch wer mir dient, iſt Menſch, wie ich; hilf, daß ich ihn ſo lieb', als mich. 451. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Mie wird, o Gott, ein Menſch, wenn er regieret, zum Misbrauch ſeines Amts ſo leicht ver⸗ fuͤhret, von Eitelkeit, vom Hange zum Gewinhe, vom Eigenſinne! 2. Drum laß mich ſtets auf deinen Willen ſehen, um meinem Hauſe kluͤg⸗ lich vorzuſtehen, und al⸗ len, die in meinem Dien⸗ ſte leben, was recht iſt, geben. 3. Gib, daß ich nimmer⸗ ——— mehr mich moͤg erkuͤh⸗ nen, mitaͤrte zu beherr⸗ ſchen, die mir dienen; tyranniſch ihnen etwas zu gebieten, laß ſtets mich huͤten. 4. Ver⸗ tügen deönne, kand, da wGeiſte 1 .Ml.S ſchon d in he veinGet eeſtzuleh ſorch meit Itin die 1” „Ji ſl ſenEtand iften nit vilſt mi 3 daben. 5 ſi 5, O i nige 4. Verheißnen Lohn ic micheii müſſ' ich nie ihnen ſchmaͤ⸗ ſalern, nicht lieblos ſtrenge — deenenani ſeyn bey ihren Fehlern, aſ und, wie ſo leicht ich ſel⸗ „Nuſt unniber köͤnne fehlen, mit nie d 4 O,iiht verheelen. niſch geg uch wer ic ihn ſei Pl. MN henſi ... as i Vi nn Menſt, regieket, uamge ſeins Anssſ führet, den g vom Hange und vom Eigenſnne 2. Drum(afn auf deinen Wil um meitem h lich vorzuſtefen, ſen, die in main ſe leben, wasſt geben. z. Gib daßich nehr mich mit en, mitättat hen, die mie ranviſch ihmn⸗ gebieten, ch futen. 4 Dienſtboten. 6. Daß ich mit Freuden mich dazu bequeme, ſo gib, daß iches recht zu Herzen nehme, wie ich einſt Rechenſchaft von meinem Leben dir, Herr, muß geben. 7. Vor dir ailt nicht das Anſehn der Perſonen; nach jedes Werken wirſt du Jedem lohnen. Drum hilf, daß ich, als Haus⸗ herr, deinen Willen treu mog erfuͤllen. 5. Gib, daß ich dankbar ihre Treu erkenne, gern ihnen einen beſſern Zu⸗ ſtand goͤnne, und, wenn ich kann, dazu mit fro⸗ hem Geiſte ſelbſt Huͤlfe leiſte. —— Dienſtboten. Mel. Ich dank dir Dienſt mich nie dis aus ſchon durch. den Augen ſetzen; und, Berufen haſt du mich koſtet mirs auch Kampf mein Gott, in Andrer und Muͤh, nie meine Dienſt zu leben, um mir Pflicht verletzen. dadurch mein täglich 4. Gib, daß ich, deinem Brodt in dieſer Welt zu Rufe treu, ſtets meiner geben. Herrſchaft Willen, daß 2. Ich ſoll der Welt in ſie ſich meines Dienſtes dieſem Stand mit meinen freu, mit Eifer moͤg er⸗ Kraͤften nuͤtzen; und du, fuͤllen. du willſt mit Vaterhand 5. Hilf, daß ich als mich dabey leiten, ſchuͤ⸗ mein eignes Gut das ih⸗ tzen. 452. .314 traut, 5093= rige betrachte, auf alles, 3. O laß in meinem was ſie meiner Hut ver⸗ * 4 1 4 traut, mit Sorgfalt achte. WDierte Abth. Hausſtand. 453. M. In allen meinen Thaten. te re hiche 18 f. 6. Nie komme mir es in GOtt, deinen weiſen* an ninn den Siñ mit raubbegier⸗ Willen ſoll Jeder u dhe ſets gen Haͤnden, aus ſchnö⸗ hier erfuͤllen. Laß ihn tedm, ſer der Liebe zum Gewinn, mir heilig ſeyn; und alle uyfict. ihr etwas zu entwenden. meine Kraͤfte von Herzen ww ih ban 7. Die Freude, die ihr dem Geſchaͤfte, zu dem H wesich widerfaͤhrt, ihr Wohl⸗ du mich beriefeſt, weihn. der dan ſtand, ihre Ehre, das al, 2. Ich ſoll hier Andern ti. les ſey auch mir ſo werth, dienen; und dien ich treu⸗ A lſt als obs das meine waͤre. lich ihnen, ſo dien ich uchte, Nr. g8. Erkennt ſie meine dir, mein Gott. Drum nndFna Treu auch toͤcht: ſo ſeys hilf der Herrſchaft Willen 1. mein Troſt auf Erden, ſo gern und treu erfuͤllen, daral daß ſie, Gott, deinem An⸗ als deinen Willen, dein WMl keſt geſicht nicht kann entzo⸗ Gebot. ins kon gen werden. 3. Lehr ohne bittre Kla⸗ ttun, 9. Mit Wohlaefallen gen des Lebens Laſt mich* KMiagtet, ſiehſt du ſie; und wirſt tragen, und immer auf er auf Et ſchon hier im Leben mir dich ſehn. Im Reden ſinh und unter aller meiner Muͤh, und im Schweigen laßs(tdurchſe Gott, deinen Frieden mich ſtets ſo bezeigen, wie a⸗ 81 geben. es mit Ehrfurcht kann het, Tr 10. Kommt meines beſtehn. 1 hvosda Lebens Abend dann, ſo 4. Der Herrſchaft Wohl⸗ n Lunde ſ nimmſt du, Herr, mich ergehen zu foͤrdern, zu ts alt Muͤden mit Ehren in erhoͤhen, ſey meinem Her⸗ en. dem Himmel an, und zen Luſt; vor ſchadenfro“ 8 iſ, ſchenkſt mir ewgen her Freude, vor Arg⸗ V rieden. ' wohn, Stolz und Nend⸗ t ſa ⸗ —— ———— e ewahre, poͤchſer meine din Bruſt. d n 5. In meinem Dienſt 6 hier eefülln auf Erden ſtets tuͤchtiger mie eilg gſänlu werden, ſey Freude mnesan nir und Pflicht. Ich bin dem Geſhiſt a, wo ich wandle, bey da mich hen mallem, was ich handle, o .2. q uDerr, vor deinem An⸗ deenenzun 9 meſicht. nur. Du biſt ſtets der an Gerechte, der HErr der u Herrn und Knechte, und Dſenſiboten. Aller Troſt und Heil; der Niedrigſte auf Erden kañ groß im Himmel werden, hat, Fuͤrſten gleich, an dir, Gott, Theil. 7. Laß mich dis recht er⸗ meſſen; nie meine Pflicht vergeſſen und recht zu thun, mich freun: ſo wirſt du, Herr der Welten, es reichlich mir vergelten, und ich werd ewig gluͤck⸗ lich ſeyn. 3 genn und tan als deinen Pi Gebot. nasa. 3.Eehrehnlh Frhalt uns, Herr, die gen des gebeneg 6E Obrigkeit, die du uns tragen, unhm gabſt, auf Erden mit ich ſchr. n Wohlſtand und mit Si⸗ ind im Ths cherheit durch ſie begluͤckt ſich ſets ſoen zu werden. Verleih ihr mit Ehrſit Weisheit, Trieb und feehn. Kraft, was wahres Wohl „Her errſct dem Lande ſchafft, mit geuin in Sorgfalt wahrzu⸗ hen,ſeymun nehmen. luſt; vrſte 2. Gib, daß ſie, gleich⸗ Fraude, i” gefinnet dir, uns vaͤter⸗ hn, Stol nn lich regiere; daß jeder Mel. Es iſt das Heil uns kom. Der obrigkeitliche Stand. Buͤrger unter ihr ein ru⸗ hig Leben fuͤhre; daß ſie der Schirm der Unſchuld ſey, den Redlichen im Land erfreu, dem Unrecht kraͤftig ſteure. 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Frie⸗ dens Gluͤck genießen, und ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen. Hilf, daß wir in Gottſe⸗ ligkeit dir dienen, und ſchon in der Zeit die Frucht davon empfin⸗ den. J 9 4. Be⸗ ——— — — Vierte Abth. 4. Beſchirme ſie durch deinen Schutz, daß, die ihr Uebels goͤnnen, mit ihrerLiſt und ihrem Trutz ihr niemals ſchaden kön⸗ nen. Nie fehle jeder guten That, die ſie ſich vorge⸗ nommen hat, dein ſeg⸗ nendes Gedeihen! 5. Gib denen Eifer, Fleis und Treu, die ihr ſind untergeben, daß Je⸗ dermann befliſſen ſey, nach ſeiner Pflicht zu le⸗ ben. Erleichtre ihr des Lebens Muͤh, mit deinem Segen kroͤne ſie, und ſey ihr Lohn auf ewig. 6. Laß ſie mit uns be⸗ fliſſen ſeyn, in deiner Furcht zu leben; mit uns ſich deiner Herrſchaft freun, mit uns dein Lob erheben; daß ſo vor dei⸗ ner Majeſtaͤt, die uͤber alle Hoheit geht, Regent und Volk ſich beuge. 455. M. Nun freut euch lieben Chriſt. 6 Gott, der Thron der Herrſcher iſt ein 506 — Obrigkeit und Schemel deinen Fuͤßen! Sie ſind nur Fleiſch; du aber biſt Gott, dem ſie dienen muͤſſen! Das Reich iſt dein, und dein die Welt! Qu, der ſie ſchuf und ſie erhaͤlt, du biſt allein ihr Herrſcher! 2. Zu Fuͤrſten ſprachſt du: fuͤrchtet mich, den Herrn, der Erde Götter! Regiert mit weiſer Huld, wie ich, und ſeyd der Un⸗ ſchuld Retter! Schafft Recht den Armen, laſſet nicht die Wittwe ſeufzen im Gericht; laßt nicht den Frevel ſiegen! 3. Ihr ſeyd wohl Goͤt⸗ ter; aber bald ſollt ihr, wie Menſchen, ſterben! Weh dann euch, habt ihr die Gewalt gemisbraucht zu verderben! Ich ſelbſt will euer Richter ſeyn! Ein jedes Volk der Erd iſt mein; von euch will ich es fordern! 4. Unendlicher, regiere ſie, daß ſie getreu dir die⸗ nen! Verlaß mit deiner Huld den ſee tie n ae lect uch 16 Furot ue unfenulet, e hättundGe 1ſy is. if. 12 jediencch ¹ ſöbeher ten; fürSe * t uchbewahr ) nicht der ſſt iht eig ſtauv und de ſtſch ſben voriger ſi das lus eel 1das Ans dächei ineWa orts or unsr t ſand; ſ 8 ſuns al 1 hdu 8 1—— ᷣ — 8 m Rüäh Lehrſtand. Scheme ding eian eul ſie nie, noch ihr aber ſ een Geſchlecht nach ihnen! dienen ni Die Furcht vor dir, Reic ſ bin Barmherzigkeit, und deal N Meishritund Benaci cu keit ſey ihres Hauptes ſunund ſe Krone. ſtalen uh 5. O Weltbeherrſcher, 3 2u Günt laß ſie nie die rechte Bahn u: fürcten verlieren; fuͤrSchmeich⸗ Henn dueh lern auch bewahre ſie, daß Regietnin die ſie nicht verfuͤhren. wieich,udn Lehr ſie ihr eigen Herz ſchuhh Gatn durchſchaun, und nur mit Necht den au Furcht ſich ſelber traun, nicht die Win und dich um Weisheit im Gericht,h bitten. den Ftevel ſie 3. hr ſerou ter; aber bahi wie Menſche, Veh dann et die Gewaltze zu verderben! will euer gü Ein jedes eh ſt mein; den h s forden 4 Unendii ſe, das ſe gen gen! Perlatn 6. Herr, laß dein Wort 599 0 auch auf dem Thro Ehrfurcht Glauben den. Laß Fuͤrſten auch auf deinen Sohn feſt ihre Hoffnung gruͤnden. Gott, ſie ſind Suͤnder, ſo wie wirz laß ſie doch nicht ihr Theil blos hier in dieſem Leben haben. 7. So weit dein Reich auf Erden geht, flehn da⸗ rum deine Chriſten: Er⸗ hoͤre gnaͤdig dis Gebet, du Vater deiner Chriſten! So weit dein Reich, die Erde, geht, wird Jeder deine Majeſtaͤt in ſeinem Fuͤrſten ehren! Der Lehrſtand. 456. In voriger Melodie. Dein iſt das Licht, das uns erhellt, dein, Gott, das Amt der Leh⸗ rer. Welch ein Geſchenk fuͤr deine Welt, fuͤr dei⸗ nes Worts Verehrer! Dis lehr uns deiner Bo⸗ ten Mund: ſo wird dein Reich uns allen kund, uns kund der Weg zum Leben. 2. O welch ein Amt, Betrug und Wahn und Laſter zu beſtreiten, und Seelen auf der Wahrheit Bahn zu dir, o Gott, zu leiten! Wie edel, aber auch wie ſchwer! Laß jee den Lehrer taͤglich mehr den hohen Ruf empfin⸗ den. 3. Gib — 1 2 —— - * 1 3 1ö 5 *— 8 8 [ 1 „ 8 0 a9 . ₰ 5 . 115 ———— 508 Weisheit Licht; mehr' ihnen alle Gaben, die ſie zu unſerm Unterricht von dir empfangen haben. Laß ihre Lehren wahr und rein, feſt ihren ei⸗ gnen Glauben ſeyn, ihr Leben fromm und heilig! 4. Gib, daß mit ſanfter Nachſicht ſie der Schwa⸗ chenEinfalt tragen; und, keimt nicht gleich der Saame, nie an ſeiner Frucht verzagen. Ja, gib, daß ſie ohn Unterlaß und ohne Bitterkeit und Haß des Laſters Schand entbloͤßen. 5. Gib, daß mit Ruͤh⸗ rung und mit Luſt, wenn ſie uns unterweiſen, ſie, ihres Segens ſich bewuſt, der Tugend Werth uns preiſen; daß nicht allein ihr Unterricht, daß uns ſelbſt ihres Beyſpiels Licht auf deine Wege ſeite! Vierte Abthellung. V 3. Gib ihnen deiner 6. Laß ſie den Irrenden. — zuruͤck zu deinem Lichte fuͤhren; ihn, eifrig fuͤr ſein wahresGluͤck beſchaͤ, men, innigſt ruͤhren! Laß ſie geduldig ſeyn, gelind, nicht ſtolz, noch hart; ſtets ſo geſinnt, wie Die⸗ nern Chriſti ziemet. 7. Belohne ſie, und auch ſchon hier; dein Segen ſey mit ihnen! Doch laß ſie ohne Lohnſucht dir und ihren Bruͤdern diei nen. Laß ſie mit Vorſatz nie betruͤbt, von allen Redlichen geliebt, geehrt von allen werden. 8. Und wenn ſie, deinem Ruf getreu, durch deines Geiſtes Gaben viel See⸗ len, von der Suͤnde frey, zu dir gefuͤhret haben: ſo laß am Tage desGerichts im Glanze deines Ange⸗ ſichts, ſie deines Lohns ſich freuen. Lieder zntune 1 ſt ſa Ran tätt n witd une dd awit 8 deine in abitwito hin von den Gen odirdaf nen ſſen. Wer then Gott 8t dond p hate 1 deehes dn ütteſt 4 3 nthalun et 6 kaßſen r zuruͤck z ſieef führn 3 Wecey eeſubeiſ t n ſänran ſDuſchenfſtuns, Got. 4 d un nn n— ſo vaͤterlich jetzt * ſegeäubiſgSpeis und Trank; wir 1 ict fu fot, wreiſen dich; denn alles, t ſets ſogeſin was uns ſtaͤrkt und 1. nernhrſſiznaͤhrt, wird uns durch 1 1S niyeine Huld gewaͤhrt. on hie. 2. Sieh, deine Gaben „1nn tinn nehmen wir mitFreuden, ſe ohne air Vater, hin von dir: o r und ihren uilaß uns den Genuß ge⸗ hen. Laß fadeihn, und dir dafuͤr auch nie Kmi dankbar ſeyn. Redlichen gale 4,8, Mel. Wer nur den von allen vehe lieben Gott. Gott, von dem wir §Und wenſ O Auf gettu, alles haben, wir geiſts Gain preiſen, wir erheben dich; kn, von deei du uͤberſchuͤtteſt uns mit Gaben„ und ſorgſt fuͤr 9, eene(uns ſo vaͤterlich. Dein inGlatze die Segen macht uns alle ſchis, ſe de reich: Herr, was iſt dei⸗ 4 ner Guͤte gleich? ih ſteun. 2. Die Menſchen, Gott, ſind nicht zu zaͤhlen, die deine milde Hand er⸗ — naͤhrt. Die Gaben, die uns noth ſind, fehlen Tiſchlieder. Lieder vor und nach dem Eſſen. dem nie, der kindlich ſie begehrt. Der Acker gibt auf dein Gebot uns Allen unſer taͤglich Brodt. 3. Du ſorgſt fuͤr alle deine Kinder, und fuͤr die Frommen nicht allein; du, Vater, ſegneſt ſelbſt die Suͤnder durch Regen und durch Sonnenſchein. Verkennen wir gleich deine Huld: ſo ſchonſt du doch und haſt Geduld. 4 Laß uns denn deiner nie vergeſſen, wenn wir uns deiner Gaben freun. Laß, wenn wir trinken, wenn wir eſſen, uns deine Guͤte theuer ſeyn. Dir ſey fuͤr Speiſe und fuͤr Trank, fuͤr alles Gute, Preis und Dank! 459. Mel. Vor deinen Thron tret. O Vater, kindlich beten wir um unſer taͤglich Brodt zu dir: gibs dei⸗ nen Kindern, die du liebſt, und ſegne, was du huldreich giebſt. 2 4 Thu 510 Vierte Abtheilung. p beh d 2. Thu auf, Herr, deine kennen; von wahrer n hre, milde Hand! Auf dich iſt Dankbarkeit laß unſer t enlt Aller Blick gewandt, der Herz entbrennen. Mach Ii nnn du von Allem, was da iſt, uns gehorſam dir; mach rEt der Schoͤpfer und Ver⸗ im Beruf uns treu, daß 8 1 gihſt ſorger biſt. alles unſer Thun dir ſo 3. Du haſt auch uns wohlgefaͤllig ſey. uchmi bisher genaͤhrt, was wir 3. Wenn deine Huld e fatdei bedurften, uns gewaͤhrt, uns ſchon auf Erden ſo et. T und wirſt es kuͤnftig nicht begluͤcket: was wird es lr der nit entziehn, wenn wir voll ſeyn, wenn uns dein in ich pei Glaubens zu dir fliehn. Himmel einſt entzuͤcket? ilktzdu 4. Laß uns zwar ſatt, Fuͤhr uns dahin, um dort e s thut, doch maͤßig ſeyn, uns dich mehr noch zu er⸗ unrime deiner Gaben dankbar hoͤhn, von deiner Vater⸗ ſt d freun, und nie vergeſſen huld mehr Proben noch im Genuß, daß auch der zu ſehn. r herdar Arme leben muß. 461. Mel. Singen wir lderG 460. Mel. Nun danket aus Herzeng. in üitttſch alle GOtt. Was den Leib erhält asm Wir danken freudig dir und naͤhrt, hat uns ſijn, fur alle deine Gaben, unſer Gott gewaͤhrt, der— die wir, o Vater, jetzt uns alle Gaben reicht, 5 her be von dir empfangen ha⸗ dem an Wohlthun Keiner ſ zu⸗ ben. Geſundheit gibſt du gleicht; der die ganze ¹ ſoiſt uns, und Nahrung, die weite Welt, wie es ſeinem* Kt,d erfreut; hier einen fro⸗ Rath gefällt, durch ſein es ſlugſh hen Muth, und dort die Allmachtswort erhaͤlt. Ente Seligkeit. 2. Alles, alles, was ich ſnit 2. Laß nie gefuͤhllos ſeh, in den Gruͤnden, in wi uns, wie gut du biſt, ver⸗ der Hoͤh, was hoch in den cau b Luͤf⸗ 4 ——— inkathalung ine kennen; b iſt dunknüfken ſchwebt, was im der Herz en efen Meere lebt, hoft, üf, uns ghenaerſorger, nur auf dich, er, im Aenfun euet deiner Gaben ſich, alls uit ind du gibſt ſie mil⸗ n Lüglich. rit 3, J., ach mic uu t neſtma ich erfreut deiner Guͤte pt balütt Nildigkeit. Du biſts, enr, ngater, der mir ſchenkt, . hung lan vas mich ſpeiſet, was j en mich traͤnkt; du biſts, der 1 funsdno gern es thut, und im 1 uiht nWohlthun nimmer ruht. ühn, vonnO wie biſt du doch ſo n hulh mehr gngut! tau ſehn. 4. Froher Dank ſey dir 461. Ma. Eidafuͤr, milder Geber, daß t au handu mir vaͤterlich auch jetzt Naas du hbeſchert, was mir Unter⸗ D andnin halt gewährt; daß auch — Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. 511 ich mit frohem Sinn, was du gnaͤdig mir verliehn, zu genießen faͤhig bin. 5. Hilf, daß ich beym Ueberfluß deiner Gaben im Genuß niemals uͤber⸗ hebe mich, allzeit, Hoͤch⸗ ſter, fuͤrchte dich, und wenn ich mich ihrer freu, auch aus Menſchenhuld dabey eingedenk des Ar⸗ men ſey. 6. So werd ich zu dei⸗ ner Ehr, wie du mir be⸗ fiehlſt, o Herr, froh ge⸗ nießen, was du mir gnaͤ⸗ dig haſt verliehen hier; und mich hoffnungsvoll erfreun, daß auch kuͤnftig du allein, werdeſt mein Verſorger ſeyn. unſer Gottan uns degh 5, iidie Hen geeen b„ehte 462. Mel. Allein Gott in dnna der Hoͤh ſey Ehr. weite”,t Lobt Gott, der uns den dath gefühn Fruͤhling ſchafft, Gott, Alnachksnn der den Erdkreis ſchmuͤ⸗ Ales,M cket, der mit allmaͤchtig⸗ „ reicher Kraft, das, was in der Gei ſieihnus er ſchuf, erquicket. Der Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte, Herr erſchafft; der Herr erhaͤlt; er liebt und ſeg⸗ net ſeine Welt. Lobſin⸗ get ihm, Geſchopfe! 2. Das Land, das erſt erſtorben lag, erwacht und lebt nun wieder; es ſtrͤmt mit jedem neuen .—— ——— I . A * Tag 2——„—— — 2r — — — 51² Tag der Segen neu her⸗ nieder. Der Wurm, der in dem Staube webt, der Vogel, der in Luͤften ſchwebt, erfreut ſich ſei⸗ nes Lebens. 3. Der Erde Antlitz iſt verjuͤngt, und heiter glaͤnzt der Himmel. Ge⸗ birg und Thal und Wald erklingt von freudigem Getuͤmmel. Und gnaͤdig ſchauet Gott herab, der Allen Seyn und Leben gab, auf ſeiner Haͤnde Werke. 4. Lobſinget ihm! er iſt uns nah. Singt, alle ſeine Heere! Der Herr iſt allenthalben da, im Himmel, Erd und Meere! Ich lobe, Gott, ich preiſe dich! Wo ich nur bin, biſt du um mich mit All⸗ macht, Lieb und Gnade. 5. Du rufſt die Wolken b Vierte Abtheilun g. ner Allmacht Diener ſind, erzaͤhlen deine Guͤte. 6. Es ſtroͤmen, wenn dein Donner draͤut, wenn Berg und Thal erzittern, Geſundheit, Staͤrkung, Fruchtbarkeit ſelbſt aus den Ungewittern. Dann der dihd Höfäun amen a wwvicht ſo iſt r s. N py Güt ten ktfaltde 4 unſte6 eyn gid bricht die Sonne neu e hervor; und aller Krea⸗ d Pdiie turen Chor jauchzt und l t erfreut ſich wieder. 7. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du ſ ewahte Brunquell aller Gaben! Dort wirſt du uns mit Seligkeit in reichen Stroͤmen laben. Dein freuen deine Engel ſich; auch wir, o Gott, wir loben dich, ſind einſt, wie ſie, unſterblich. 463. M. Ich weis, mein GOtt, daß. iebreicher Gott, dein Segenswort erzeiget uͤbers Land, und traͤnkeſt ſich noch immerfort in dieſe Erde, daß mit den ſeiner Kraft auf Erden, Gaben deiner Hand der daß unſer Feld mit Nutz Menſch geſaͤttigt werde. beſtellt, und angebaut i Thau, Regen, Sonnen⸗ kann werden, ſchein und Wind, die dei⸗ WWthan gnsſpät! otg un deam dah vor 3 befahr purat Fheut in Kun n Alhellung 2 n er nanuag 2. In Hoffnung ſtreun es n mwir Saamen aus; dach dn nn unſegneſt du nicht Feld und Benzun Haus, ſo iſt die Muͤh mMdh Uwergebens. Nur deine ſ miiKraft und Guͤte ſchaff zuci an ſſunsunterhalt desLe bens. en ungevitn 3. Laß unf ſre Saa et ge⸗ düit Ne ffegnet ſeyn; gib Regen, krvor; unhWind und Sonenſchein, turen Cheré ludaß Wachsthum und Ge⸗ gerfteut ſcn deihen uns ſpaͤt und fr üh, r 7.Vondirmnach Sorg und Muͤh, uns hier käeunſe weederam erfreuen. Brunquellah 4. Bewahre ſie das Dort wuß eganze Jahr vor ſo viel⸗ Seligkeit faͤltiger Gefahr, die ſie Strömen ln Ieicht kann verletzen, und fteuen dineh den, den heut ſein Feld u wir, g; erfreut, in Kummer bald ſoben dich,fi ſwae verſetzen. fe, unſtatle.S-Bey ſolcher Saat ſeh Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. 513 um neue Frucht zu brin⸗ gen: ſo werd, o Gott, ich durch den Tod ins beffre Leben dringen. 7. Auf dieſen ſeligen Gewinn freut ſich bereits mein Herz und Sinn; muß ich bey truͤben Faͤl⸗ len die Thraͤnenſaat nach deinem Rath gleich oͤf⸗ ters hier beſtellen. 8. Nur mache mich, o Gott, bereit im Glauben und Gottſeligkeit viel gute Frucht zu bringen: ſo will ich dir, dereinſt dafuͤr in Ewigkeit lob⸗ fingen. 464. M. In allen meinen Thaten. ¶Jen Saamen kann ich ſtreuen; wer aber — ——x 463. M. Ir GOtt, ſ jebreicher G Segeuzan ſch noch inne einer Kraft das kuitrbi gſtellt, un kann werden, ich allhier zugleich manch gibt Gedeihen, wer als, troͤſtlich Bild von mir. mein Gott, nur du? Soll Denn unter Sturm und er in Halmen ſchießen, Winden erhebt ſie ſich: ſo ſo muß ihn Gott begieſ⸗ muß auch ich durch Kreutz ſen, da reichet Menſchen⸗ den Himmel finden. kraft nicht zu. 6. Und wie das Körn⸗ 2. Zu deinen Himmels⸗ lein erſt verdirbt, und in höhen erhebt ſich, Gott, der Erde gleichſam ſtirbt, ein u giehea: mit Segen ſieh ———ę—ↄ—ę—ę—ꝭO(C(CꝭC—— 3 514 ſieh herab auf Ackerwerk und Weide! fuͤll unſer Herz mitFreude, das dei⸗ nem Schutz es uͤbergab. 3. Begluͤckt mich Ernd⸗ teſegen, weil Waͤrm, und Wind und Regen du ſchenkteſt gnaͤdiglich: ſo will ich mich des Armen, der nicht gewann, erbar⸗ men; ſo ſegneſt du einſt wieder mich. 465. Mel. Wer nur den lieben GOtt. Wir ſingen, Herr, von deinen Segen, wie⸗ wohl ſie nicht zu zaͤhlen ſind. Du gibſt uns Son⸗ nenſchein und Regen, Froſt, Hitze, Donner, Thau und Wind. So bluͤht und reifet Frucht und Saat, nach deinem wundervollen Rath. 2. Dein Himmel traͤu⸗ felt lauter Guͤte, die Erd' iſt deiner Schaͤtze voll; damit ein achtſames Ge⸗ muͤthe dich finden, dich bewundern ſoll; dich, der —— Bierte Abtheilung. durch ſeine weiſe Macht das alles hat hervorge⸗ bracht. 3. So ſey die Liebe denn geprieſen, geprieſen ſey die Wunderkraft, die auf den Feldern, auf den Wieſen ſo Vieh als Men⸗ ſchen Nahrung ſchafft. Du naͤhrſt uns, und wir werden ſatt; du gibſt, daß man noch uͤbrig hat. 4. Du ſchuͤtteſt deines Segens Fuͤlle herab, die wir doch nicht verdient; es iſt allein dein guter Wille, daß Wieſe, Feld und Garten gruͤnt; daß uns, ſind wir es gleich nicht werth, die Frucht der Erde reichlich naͤhrt. 5. O Herr, wie groß iſt deine Liebe! Die Erd' iſt deiner Guͤte voll. Belebe meines Geiſtes Triebe, daß ich dich preiſe, wie ich ſoll. Hilf, daß mein Herz dich freu⸗ dig liebt, dich, der mir ſo viel Gutes giebt. nwn ge 8 me 49 8. nugi n dnat d in hi donetit un n atter Wa n wreitet mitd t ſie Mau ſr Fähkes r dan ſr ſereiten w ſendet im ſihn lnd m e ſech. s ſaume n üfth 7 Wnd s fraue fen 1n 4 1K ——— ſer Nheil ung. kt durch ſein g. „ er das alles eS6 Mel. Ich dank dir bracht. ſchon durch. * 3. Erſ Du Herr und Schoͤpfer e geprieſn, n der Natur, der du an d die undannllen Enden regiereſt, du u der Feldenn aſt einzig nur den Wit⸗ Veſaſpguungslauf in Haͤnden. „ſchen hnn 2. Du ordneſt ihn„wie venerſgeeiner Erde, was ihr die „ Fruchtbarkeit erhaͤlt, da⸗ noch ünzſurch verbreitet werde. 4. Du ſhunt 3. Dein iſt der Tag; Scgensgültpein iſt die Nacht; dein uſt och nictſind des Jahres Zeiten; es itt allin oein, was das Land voll Will, doß Fruͤchte macht, uns Nah⸗ und Gente gurung zu bereiten. uns, ſind w 4. Du ſendeſt aus des nicht weth, NHimmels Hoͤh uns Son⸗ der Erde riihmenſchein und Regen, „O hett,viund Thau und Nebel, eine Liebe! OHReif und Schnee; und tdeiner bialles uns zum Segen. Seſebe meine! 5. Du rufſt den Doüer, triebe, uhrufſt den Wind, die Ouͤn⸗ riſſ, wieichſl ſte zu zerſtreuen, die den mein erſt Geſchöpfen Hindrung glibt, dicn find, hienieden zu ge⸗ ielGutet deihen. — Lieder bey der Ausſaat b is zur Ern 6. Oft brauchſt du zwar als Diener ſie, die Fluren zu verheeren: Jedoch auch dann laͤßt du uns nie, Gott, deiner Huͤlf entbehren. 7. Auch irrdiſchen Ver⸗ luſt weißt du zum hoͤhern Gluͤck zu lenken, und uns nach Kummer wieder Ruh, nach Thraͤnen Luſt zu ſchenken. 8. O du, der mit all⸗ guͤtger Hand den Wit⸗ trungslauf regieret! dir bringe jedes Volk und Land den Preis, der dir gebuͤhret. 9. Es ehre mit Zufrie⸗ denheit auch hier dein weiſes Fuͤgen, und laſſe nie von Aengſtlichkeit und Unmuth ſich beſie⸗ gen. 10. Was immer auch fuͤr Wittrung iſt, ſo halt es daran feſte: was des Allweiſen Rath be⸗ ſchließt, iſt allezeit das Beſte. ——— 5— ——— — dte. 515 — 516 Vierte Abtheilung. Gebet um Regen. 467. M. GOtt des Him⸗ mels und. GO„ von großer Macht und Guͤte! deinen Segen ſuchen wir; mit geaͤngſtetem Gemuͤ⸗ the ſchauen wir empor zu dir. Du, du weißt, was uns gebricht; unſer Troſt, verlaß uns nicht. 2. Laͤngſt ſchon lechzt am Sonnenlichte unſer Erdreich, duͤrr wie Sand, und es ſchmachten alle Fruͤchte in dem ſaͤftelee⸗ ren Land. Schrecklich droht uns ihr Verluſt, Sorge nagt an unſrer Bruſt. 3. O erhalt uns deinen Segen, treuer, liebevol⸗ ler Gott! Gib uns einen milden Regen, ſteure gnaͤdig unſrer Noth. Doch wir trauen dir es zu: was uns gut iſt, ſuͤ geſt du. 4. Staͤrk in uns, Goft, dis Vertrauen; unſer Wohlverſaͤumſt du nicht. Auf dich, Gnadenvoller, bauen wir die beſte Zu⸗ verſicht: du, der helfen will und kann, nimmſt dich unſrer gnaͤdig an. Danklied nach dem Regen. 468. M. Nun lob', mein' Seel', den. in milder Regen ſinket erquickend auf die duͤrre Flur; wie labet ſich, wie trinket ihn die verſchmachtende Natur! Die ſanften Stroͤme kuͤh⸗ len derLuͤfte weites Meer, und die Geſchopfe fuͤhlen ſich nicht mehr traͤg und ſchwer. Gott ſpricht: das Seufzen ſchweiget, und Hitz' und Duͤrre fliehn. Der Frommen Oanklied ſteiget hinauf, und prei⸗ ſet ihn. 2. Mit Muth im Ange⸗ ſichte beſchaut des Ackers Herr ſein Feld. Erquickt hat der bch d diegic fſorget Hick ſ die Acht foͤndev 1 Paſchen! 1 Frewenſc n hottesR Naen ReodeGe e uld erau haͤlter u ſott, dem Smn m wat Gott die Fruͤchte, er, Bruf. her Verſorger ſeiner 3. OathataWelt. Dick ſteht die Segen, Luan S Saat, die Aehren vom Hler Gott t GhaNark der Erde voll, das milden R mneine Menſchen naͤhren, gnäͤdig u und ſie erfreuen ſoll. Auf! Doch wir zaoreiſet Gottes Milde! Er zu: was ung nſts, der Regen ſchickt, geſt du. und lechzende Gefilde voll 4. StittnnBaterhuld erquickt. dis Varttun 3⸗ 3. Erhalter unſers Le⸗ Weßlreſſunbens, Gott, dem wir uns k Athlung Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. ———— 517 jetzt dankbar nahn! o laß uns nicht vergebens die Gaben deiner Huld em⸗ pfahn! Du ſendeſt Thau und Regen, gibſt milden Sonnenſchein; du eilſt mit deinem Segen uns alle zu erfreun. Ach! laß uns nicht vergebens ſo manche Gab empfahn, und nimm, o Quell des Lebens, dich unſrer fer⸗ ner an! Auf ich, Gahe hauen wir den 8 vnſtt. N9. M. iindis vei will und kann, V kannſt den dicuuſtrg nirgi O(tanan unf mit den den Negn Wolken uͤberziehen; doch müſſen vor der Sonne dh nicht na Glanz, ſie, wenn du willſt, hwe ſeetſt entfliehen. Laß doch, du eunzen ſoun ſiebſt ja unſer Gluͤck, laß ſit' und 4 doch der Sonne frohen er Fromm nl Blhe uns wiederum er⸗ igetſinufen freuen. —ul. 2. Die Felder trauren Mit Mui weit und breit; die Fruͤch⸗ e lniluun te leiden Schaden; ſie ſind erſan dehs von vieler Feuchtigkeit Gebet um Sonnenſchein. ertraͤnkt und uͤberladen. Dein Segen, den du uns gezeigt, der ſich betruͤbt zur Erde neigt, ſcheint dem Verderben nahe. 3. Wer hilft uns hier? O Gott, wir ſehn auf dich bey dieſen Plagen. Du thuſt weit mehr, als wir verſtehn, und dich zu bitten wagen. Du, ders mit uns aufs beſte meint, kannſt leicht, was uns Verderben ſcheint, in Wohlthat uns ver⸗ kehren. Kk 3 — 3 ——— 4. Herr, thue was dir wohlgefaͤllt. Erguick' auch, uns zur Wonne, das ſchon ſo lang durch⸗ naͤßte Feld durch heitern Vierte Abtheilung. Schein der Sonne. Dochſß ſſnenant —— godr e d findeſt du es uns nichti füht wann gut: ſo ſtark, Allweiſer,& peſhlnt uns den Muth, auch dieſe: den Sünde Noth zu tragen! ſchnichtkenn Danklied nach erlangtem Sonnenſchein. 470. M. GOtt des Him⸗ mels und der. Lieblich ſcheint die Soñe wieder an dem heitern Firmament. Sanft er⸗ quickend ſtrahlt ſie nieder auf die Frucht, die Gott uns goͤnnt. Sehet, wie ſie, neu belebt, wieder ſich ſo ſchoͤn erhebt. 2. Mit erkenntlichem Gemuͤthe laßt uns dank⸗ bar froͤlich ſeyn, ihm, dem Vater, reich an Guͤ⸗ n ſr füncterſih onnenſchein. †(durdichbatt uns ernaͤhrt, iſt ja dieſes fd asas Opfers werth..tiitſi ihn ehren, und befolgen gangatt ſein Gebot; voll Vertraunſ iſin ms Rie zu ihm uns kehren, wenn haneeles uns eine Truͤbſal droht; ha miig werth, daß ohne Heuche. pignelt 5 unſer Herz ſein eigen üßltde ey. 1 1 6 4. Ja, dir, Leben aller perut. Leben, aller Kraͤfte ewge riſätat Kraft! dir ſey unſer Herz, deh ergeben: du biſts, der uns d 4 Segen ſchafft; ewig muͤſe⸗ un 1 ſeſt du allein unſer Ruhm fand te, ewig unſre Liebe n weihn. Er, der liebreich und Troͤſter ſeyn! ese Gewirrer. E hdei! 471. M. Nun ſich der Tag nicht; ich freue mich, 4 ſteh geendet. Gott, deiner Herrlichkeit.- Uuſtn Der hohe Himmel dun⸗ 2. Du zuͤrneſt, wenn du ſin We kelt ſich; ein Wetter donnerſt, nicht; du biſt 3 ſage Gottes draͤut: ich bebe der Menſchen Freund. ddein Froh i ſeai —— Scheinde findeſt inen Froh ſey denn auch mein gut: ſoffi Angeſicht, wann uns dein uns den qu Blitz erſcheint. Nathu tg 3. Dem Suͤnder nur, u der dich nicht kennt, dem igtem Semen biſt du fuͤrchterlich; dem unsernihtt ſaber, der dich Vater neüt, Oyfets wt zeigſt du, als Vater, dich. 3.Vrhiia 4. Gut iſt fuͤr uns der ihn thten, un Sonne Licht, gut fuͤr uns ſinGebetzu Tag und Nacht; auch gut zuihmunsit iſt für uns dein Gericht, uns eindit und deiner BlitzePracht. weh,aee„5. Du reinigſt durch l ünſe pnſ den Blitz die Luft; dein ſn nnſt egen kühlt die Saat; 4 dr.) und deines Donners 4., den Stimme ruft: ſeyd rein Ethen alaci von Miſſethat! Kuaftedikſpu 6. Doch wir ſind Men⸗ egeben:dul ſchen, und du weißt wie Segenſcaftzn ſchwach wir, Vater, ſind. eſt duallim Stäͤrk im Vertraun den und Triſtrſeu ſchwachen Geiſt, trag mit — Geduld dein Kind. t* 7. Laß frey das Herz ict; ic in von Aengſten ſeyn, wenn zet,dinnon uns dein Wetter droht. 2. Duzümen Weg bange Furcht; wir ongerſt, niht ſind ja dein, du biſt die r Maſchn Lieb, o Gott! ſ 2—j——— Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. 472. M. Herzliebſter Jeſu, was haſt. Kommt, laßt uns Gott und ſeine Groͤß' erhe⸗ ben, ihm Preis und Ruhm, auch wenn er donnert, geben; wenn ſeine Blitze auch die Erd' erſchuͤttern, nicht muth⸗ los zittern; 2. Nicht waͤhnen, daß wir dann erbeben ſollen, wann Donner unter ſei⸗ nem Throne rollen, und daß, wenn Blitze flam⸗ men, dann zur Rache ſein Zorn erwache. 3. Sie zeugen, Gott, wie alle deine Werke, von deiner Weisheit, deiner Huld undStaͤrke. Gleich herrlich iſt in Sturm und in der Stille dein Rath und Wille. 4. Von tiefer Ehrfurcht, Herr, vor dir durchdrun⸗ gen, ſehn wir in der Na⸗ tur Erſchuͤtterungen auch Gute, die ſie ſchmuͤcket und belebet, ſelbſt, wenn ſie bebet. Kk 4 —-—— 519 8 5. Fr 6 —— Abtheilung. ——ö— deder b 520 Vierte 5. Fruchtbarer wird ſie wittern, als ſchmuͤckte ſieiſ. Alndh dann; wie deine From⸗ nun eine neue Sonne mit m den dic men, gepreiſt zu werden, neuer Wonne. 8r w; A ſ oft in Truͤbſal kommen. 8. Verderbenvolle Duͤnſt' ſt, d b Sie leiden, durch Ge⸗ duld zu edlen Werken ſich mehr zu ſtaͤrken. 6. Dann reifen herrli⸗ de Paelwehte 2 Phkihn e d unmoglich Darich entfliehn, und Seuchen, die uns und unſern Heer⸗ den drohn, entweichen; auch athmen wir, von cher der Tugend Saaten leichtrer Luft umgeben, er den, und zu mannigfaltigen und mehr Kraft, mehr Leben. ſſch a ſchöͤnen Thaten. Sie 9. Wie ſollten wir,& aumſeſt werden, wenn die Truͤb wenn deine Donner to⸗ n. hat, ſal ſie bewaͤhret, nur ben, Allmaͤchtiger, nicht ſond, te mehr verklaͤret. deine Guͤte loben! Dir † u und R 7. So ſtrahlt, wenn bringen wir fuͤr alle dei⸗ K Wannite Donner die Natur er⸗ ne Werke, Herr, Preis ſeniden ſchuͤttern, in größ'rer und Staͤrke. ſoßhüt u Schoͤnheit ſie nach Unge⸗ b Bey der Theurung. M. 473. Mel. Von Gott will 2. Erbarmender, ach uthe ich nicht. wende der Zeiten ſchwe⸗) dtſſemt Du beſter Troſt der Ar⸗ men, Beherrſcher aller Welt! du Vater voll Erbarmen, der ewig Glauben haͤlt! du unſre Zuverſicht, zu dem wir alle flehen, auf den wir kindlich ſehen, verlaß, verlaß uns nicht! ren Lauf; thu deine mil⸗ ſiigiiha den Haͤnde, uns zu ver⸗ ſſien ſi ſorgen, auf. Was irgend ⁵ Aſge Leben hat, naͤhrſt du mit i dargng Wohlgefallen. Naͤhr uns ie pud de auch! ſchaff uns Allen bey Pan h unſerm Mangel Rath. † llein 3. Herr, der du uns auch in ſt ſei ſchufeſt, ſteh unsnnit ül 8 Phtzime V —— eilung. ditteen alsſth un atef bey. Allmächtiger, du euer Vonne rufeſt dem Nichts, damit Venerzenu es ſey; zu helfen iſt dir etſücn,uwe leicht, du kannſt dem ieunsun un Mangel wehren in Ue⸗ en deß 9 berfluß ihn kehren, weñs uic at„Kntuns unmöglich deucht. Gagn. 4. Die Fruͤchte laß ge⸗ unen ui rathen, und deine Huͤlf Eiruſtmt uns ſehn; erqujcke du die . ie ſihn Saaten, ſo oft ſie traurig enn deine du ſtehn. Herr, baue ſelbſt en, Almächn das Land, traͤnk es mit eineGütet Thau und Regen und tingen wirfün fuͤll es an mit Segen aus e Werte hnſ deiner milden Hand. nd Stirke.§5. Erhoͤr uns, Vater, —.— Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. ſich deiner freun, ſtets Zu⸗ ———— 521 kroͤne das Jahr mit dei⸗ nem Gut; daß ſich das Herz gewoͤhne zu wohl⸗ gefaßtem Muth. Lehr es traun zu dir haben, und deine Segensgaben durch Misbrauch nie entweihn. 6. Allguͤtiger, wir hofe fen auf dich und deie Treu. Oft hat uns Noth betroffen, und da ſtandſt du uns bey. Sprich nur dein maͤchtig Wort! das wird den Mangel heben; 1 wir werden froher leben, dich preiſen hier und dort Bey der Mel. Ich ſinge dir N a mit Herz u.. ende der Bain GOtt ſorgt fuͤr uns. O zn Lauf; thue ſingt ihm Dank, ihr in pinde, un Chriſten ſingt ihm gern! tgan, al W4 Vom Aufgang bis zum ben hat,nin Niedergang trägt uns gahlgefall die Huld des Herrn. iceſchafml 2. Vom Menſchen bis nſam Mangch zum kleinſten Wurm z.Herndervn reicht ſeine Gnad und guiiſe un Macht; im Sonenſchein, heurung 474. Erndete. V ſo wie im Sturm iſt er 1 auf Heil bedacht. 3. Mit froh geruͤhrter Seele bringt ein Herz voll Dank ihm dar! die Aehre, die vom Segen b ſinkt, iſt ſein, Gott kroͤnt das Jaar. 4. Ja, Höchſter, wir verehren dich mit kind lich frohem Dank; du naͤhrſt uns und gibſt mil⸗ Kk 5 die 5 ——. 8 55 522 r. Vierte Abtheilung. 0 2 2 4 diglich auch mehr als und ein erkenntliches Ge. Speis und Trank. 5. Fried und Geſund⸗ heit, Kraft, Gedeihn zu unſrer Haͤnde Fleiß, auch das gibſt du und dir allein gebuͤhrt dafuͤr der Preis. 6. Laß deines Segens Ueberfluß uns nun auch nuͤtzlich ſeyn, und hilf uns, daß wir beym Genuß uns deſſen maͤßig freun. 7. Vermehr in uns die Zuverſicht, dir ewig zu vertraun, bis wir dereinſt in deinem Licht des Glau⸗ bens Erndte ſchaun. 475. Mel. Wer nur den lieben GOtt. 4 O daß doch bey der rei⸗ chen Erndte, womit du, Hoͤchſter, uns erfreuſt, ein Jeder froh empfinden lernte, wie reich du uns zu ſegnen ſeyſt; wie gern du unſern Mangel ſtillſt, und uns mit Speis und Freud erfuͤllſt. 2. Du ſiehſt es gern, wenn deiner Guͤte, o Va⸗ ter, unſer Herz ſich freut; muͤthe auch das, was du fuͤr dieſe Zeit uns zur Er⸗ quickung haſt beſtimmt, mit Dank aus deinen Haͤnden nimmt. 3. So kommt denn, Gottes Huld zu feyren; kommtChriſten, laßt uns ſeiner freun! und bey den angefuͤllten Scheuren dem Herrn der Erndte dankbar ſeyn. Ihm, der uns ſtets Verſorger war, bringt neuen Dank zum 4 Opfer dar! 4. Nimm gnaͤdig an das Lob der Liebe, das unſer Herz dir, Vater, weiht. Dein Segen mehr inuns die Triebe zum thaͤtgen Dank, zur Folgſamkeit; daß Preis fuͤr deine Va⸗ tertreu auch unſer ganzes Leben ſey. 5. Du naͤhreſt uns blos aus Erbarmen, dis treib auch uns zum Wohlthun an. Nun ſey auch gern ein Troſt der Armen, wer ihren Mangel ſtillen kan. Herr, in auch auſt une effteu. —— — Lieder bey der Ausſaat bis zur Erndte. 523 Herr, der du Aller Vater iſt zum Leben, will er uns übiſt, gib Jedem, was ihm alles geben. 4 Anuͤtzlich iſt. 2. Er iſt der Herr; in theilung. muͤthe aug fuͤrdieſegn und ein erka Auickung he mit d 16. Thu deine milden ſeiner Hand iſt, was die Duu unt aSegenshaͤnde, uns zu er⸗ Erde bringet. So ſehr dden winn guicken, ferner auf. Ver⸗ auch Menſchenfleiß das .Eo kamſorg uns bis an unſer En⸗ Land baut, pfleget und Gottes Huh de, und mach in unſerm beduͤnget, kommt doch fanmtcinin gebenslauf uns dir im allein von ihm Gedeihn. ſinn feunin Kleinſten auch getreu; Nur er, er laͤßt die Saaag angefüllm eedaß einſt uns größres ten bluͤhn, reifen und gex den Hern Glück erfreu. rathen. daitar ſhn. 7. Bewahr uns den ge⸗ 3. Oft ſehn wir froh i unsſtetsVaft ſchenkten Segen; gib, Hoffnung ſchon der reicha beingt neun daß uns ſein Genuß ge⸗ ſten Erndt entgegen, und Opſer dall deih, und unſer Herz auch plötzlich iſt er uns ent⸗ „Nunan ſeinetwegen dir dankbar flohn, der uns gezeigte ob dergitt, und ergeben ſey. Du, der Segen. Gott nimmt und Hetzdi,e uns täglich nahrt und giebt, was ihm beliebt, Dein Stgenn ſpeiſt, erquick' auch ewig daß er als Herr der Erde —— de Tihtm unſern Geiſt! von uns verehret werde. Dank, zurgtt 476. M. Was Gott thut, 4 Zeigt auch gleich das iſt. nicht ſo ſichtbar ſich der Ppeis fde-e., Wmana Preiſt, Chriſten, mit Reichthum ſeiner Ga⸗ kien ſen Zufriedenheit, preiſt ben: ſo gibt er uns doch h Durit Gott, den Herrn der ſicherlich, ſo viel wir unnn Erndte, daß ſich nicht nöthig haben; iſt ſtets dis un ganz die Fruchtbarkeit bedacht voll Gnad und uch un ſn von Au und eld entfern⸗Macht, die Seinen zu . d) 1 te. Noch ſtets erhaͤlt er erhalten, die ihn nur in Tyoſtder ſeine Welt; was noͤthig laſſen walten. Feanhangate Ha. —— — ÿꝑ— * 524 Vierte Abtheilung. 5. Und o, was iſts fuͤr und Dank ihm bringen, ein Gewinn! an dem ſich fuͤr ſeiner Erndte Gaben, gnuͤgen laſſen, was da die wir geſammlet haben. iſt, und mit heiterm Sinn 2. Der Herr hat uns das feſte Zutraun faſſen, gegeben, was nöthig iſt daß, der die Welt regiert zum Leben, zum freudigen und haͤlt, auch uns, ſo Genuſſe, aus ſeinem Ue⸗ lang wir leben, was noͤ⸗ berfluſſe. thig iſt, wird geben. 3. Die Scheuren ſind 6. Ja, Hoͤchſter, wir voll Segen; denn er gab vereßten dich in allen dei⸗ Thau und Regen, der nen Wegen, und trauen Frucht, der wir uns freu⸗ unveraͤnderlich auf dei⸗ en, Schutz, Wachsthum nen milden Segen. Auch und Gedeihen. unſer Brodt wirſt du 4. Lobſinget ſeiner Mil⸗ uns, Gott, von Zeit zu de, daß Auen und Geftilde, Zeit gewaͤhren, wenn wir was wir geſäet haben, ſo dich kindlich ehren. reichlich wiedergaben. 7. Wir beten demuths⸗ 5. Lobſingt ihm, dem voll dich an, der alles Erretter! Oft drohten weislich fuͤget; des Vor⸗ Stuͤrm' und Wetter den ſicht niemals irren kann, Untergang der Saaten, des Wohlthun niemals und doch ſind ſie gera⸗ truͤget. Froh danken wir, then. Erhalter, dir, und prei⸗ 6. Preiſt dankbar ſeine ſen deine Guͤte mit gnuͤg⸗ Gnade, und wandelt ſei⸗ ſamen Gemuͤthe. ne Pfade, daß ſeine Mild 472. Mel. Nun laßt uns und Treue, uns auch fort⸗ Ott den. hin erfreue. Kommt, laßt uns Gott 7. Wir pflugen, ſaͤen, kobfingen, und Preis erndten: ol daß iſ dank⸗ n Früctee 1 ualj ſet dier 1 und de in piguetd dhe it aus rl muc ei und Man Pettwitde 1 NAKiiegszei 8Nh Jeſa, we unſer E ſicht zu6 die unke d Hüthen den, mitf ruf deir rp, und 39 . ſach ale ſen, die ſe ſch v ſNact e kade doch 8 ſErdarm *ſwen. hun uüſfe t ſttduein 1n ſiie bal pichg, — — —— eilung. ad Dant inHankvoll lernten, ihm ir einn Enähnlich, uns der Armen tewirgeſennmitleidig zu erbarmen. 2. Di hn 8. Theilt aus, thut ſgeben, we nw ohl, erquicket, wen Umeeben, unNoth und Mangel druͤ⸗ — In Kriegszeiten und andern —— Landesnoͤthen. 525 ſern Leben uns reichlich wiedergeben. 9. Komt, laßt uns ihm lobſingen, und Preis und Dank ihm bringen, fuͤr ſeiner Erndte Gaben, die genuſt, ausſieket: Gott wirds im beſ⸗ wir geſammlet haben. rſuſe 3. Die Schm.— ollSegen; un4?8. haur und R MNel. Herzliebſter IEſu, was. rucht, drnen K) Err unſer Gott, laß dr nicht zu Schanden td Gedelbe werden, die unterm Oruck „ Lobfgtinovn Noͤthen und Be⸗ „daßaun meſchwerden, mit frommem AFlehn auf deine Huͤlfe as wir geſättg 1 nſchauen, un ver⸗ chlich ieuſch en, und dir ver F Lobſigt 2. Mach alle die zu nrete RSchanden, die dich haſ⸗ bturm undVifen, die ſich voll Stolz ntergang drauf ihre Macht verlaſſen. d doch ſih Ach wende doch mit hel⸗ en. fendem Erbarmen dich zu „ Preiſt wnbuns Armen. nade, undnn 3Z. Sey unſer Beyſtand yſade, daſiſwider unſre Feinde. dTreue, un Sprichſt du ein Wort, ſo erſteue werden ſie bald Freunde. .Wrpfün, Ach, ſprichs, daß ſie die Idtes: e In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. Waffen, uns zum Segen, ſchnell niederlegen. 4. Lehr uns, mit gan⸗ zem Herzen dir vertrauen! Vergebens iſts, auf Men⸗ ſchenhuͤlfe bauen. Mit dir nur kann man Tha⸗ ten thun und kaͤmpfen, die Feinde daͤmpfen. 5. Du biſt der Held! nur du kannſt ſie bezwin⸗ gen, und uns des Frie⸗ dens Kleinod wieder brin⸗ gen. Wir traun auf dich, laß uns Errettung ſehen, hor unſer Flehen! 479. Mel. Wo ſoll ich fliehen hin. Es zuͤchtigt deine Hand, o Hoͤchſter, jetzt das Land. Zu deinem Vater⸗ herzen exhebt in bittern Schme — 4 X J- B —/—jy— 8 526 Schmerzen ſich das Ge⸗ ſchrey der Armen; erhoͤr es mit Erbarmen. 2. Du ſiehſt des Landes Noth, ſie kam auf dein Gebot. Du kannſt mit maͤchtgen Haͤnden ſie lin⸗ dern und auch enden. Ein Wort aus deinem Munde veraͤndert Zeit und Stunde. 3. OHerr, wir murren nicht; gerecht iſt dein Ge⸗ richt bey allem, was wir. dulden; denn groß ſind unſre Schulden, und du beſtrafſt uns minder, als wir verdient, wir Suͤnder. 4. Doch, Vater, deine Huld iſt groͤſſer, als die Schuld. Gedenke an die Deinen, die reuend vor dir weinen; gedenke mit Erbarmen an die gebeug⸗ ten Armen! 5. Verkuͤrze, gnaͤd'ger Gott, die Dauer unſrer Noth! laß, die voll Angſt dir flehen, Troſt und Er⸗ leichtrung ſehen; ver⸗ Vierte Abtheilung. —— wandle alles Leiden in neue Lebensfreuden. 6. Doch wenn, Herr aller Welt, es dir noch nicht gefaͤllt, die Truͤbſal zu entfernen, ſo ſtaͤrk uns daß wir lernen, mit ehr⸗ furchtsvollem Schwei⸗ gen vor dir uns kindlich beugen. 7. Ja, deine Zuͤchtigung leit uns zur Beſſerung! laß ſie die Sichern ſchre⸗ cken, die Schlaͤfrigen er⸗ wecken, auf dein Gebot zu merken; und Redlich⸗ fromme ſtaͤrken. 8. Wenn dich das Herz nur liebt, ſo wird, was uns betruͤbt, uns doch zum Heil gedeihen. Wer deiner ſich kann freuen, dem wird auch deine Gnade zum Licht auf dunklem Pfade. 9. So ſtaͤrke denn das Herz, daß auch im groͤſten Schmerz es nie am Muth uns fehle; o ſprich zu unſrer Seele: ge⸗ troſt! dichſoll kein Leiden von „. Ner gauf;d rn ſitheit Gen ſnuge 1*R 3 Aber dten llhſch ' 11 A. Wer en Ge 1 peswet in ſehaup ſe duunſ 9se p, ſo V s l n ſu, is oa, a ſ s ſoche te wi 1 li 1 — enndle alltJon meiner Liebe ſchei⸗ ceue ebeneßten. ur du dm o. Am Schluß von der Wet, ünnſerm Lauf, klaͤrt ſich ich geüll ann alles auf; dañ wird uenffernn giie Ausſicht heiter, dann aawirernn hränt kein Auge weiter; unchevolen énd dieſes Lebens Leiden den dor dir unerwandeln ſich in Freu⸗ deugen. en. 7. Ja,dingio. Mel. Wer nur den ſeit uns zu i. lieben Gott. aß ſediteit,Fs zieht, o Gott, ein ken, discin Kriegeswetter jetzt necen, aufwüber unſer Haupt einher. i merken; eDoch biſt du unſer Schutz frumme fttka nd Retter, ſo fuͤrchten 3. Wandöoir uns nicht ſo ſehr, wie leh, oreftig auch Gefahr und un enſenſoth den Voͤlkern und jns betrutt, oth den rn un um pellgaeteen Ländern droht. einerſch m2. Gib, Vater, in ſo en vid atruͤben Tagen uns nur gnahe zun en Sinn, auf dich zu unkken pu ehn, und da, wo Andre 9,E! fünroſtlos zagen, mit Zu⸗ h 1 werſicht zu dir zu flehn; dnzaiadrweil nie doch Menſchen⸗ Sthutt ieeulfe nuͤtzt, wenn deine NuſtuneſthiRechte uns nicht ſchutzt. —— In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. 5²7 herrſcht auf Erden; du biſt es, der die Welt re⸗ giert. Laß auch jetzt alle inne werden, daß dir al⸗ lein die Macht gebuͤhrt. Seyd boͤſe, Voͤlker, ruͤ⸗ ſtet euch! iſt Gott fuͤr uns, ſo fehlt der Streich. 4. Jeweniger ſich oft auch zeiget, woher uns Huͤlfe noch entſpringt; jemehr Gefahr und Plage ſteiget, und alles in Zer⸗ ruͤttung bringt: um ſo vielmehr laß voll Ver⸗ traun uns, Gott, auf deine Vorſicht baun. 5. Was hilft der Strei⸗ ter große Menge? was hilft Gewaltgen ihre Macht? der Roß und Wa⸗ gen dicht Gedraͤnge hat doch nicht immer Sieg gebracht; der wird allein von deiner Hand, wem du ihn goͤnneſt, zuge⸗ wandt. 6. Drum fallen wir in deine Arme, o Vater der Barmherzigkeit, und fle⸗ dunſke 6ℳ13. Kein blinder Zufall hen demuthsvoll: erbar⸗ rnſldchibhe n 7 —— me dich uͤber uns zur boͤ⸗ ſen Zeit! laß Gnade nur fuͤr Recht ergehn, ſo blei⸗ ben wir noch aufrecht ſtehn. 7. Und findet, Herr, dein weiſer Wille noch ferner Zuͤchtigungen gut: ſo faſſen wir in frommer Stille dennoch zu dir den frohen Muth, daß du ge⸗ wis zur rechten Zeit uns zu errekten ſeyſt bereit. 8. Du zuͤchtigeſt doch ſtets mit Maaßen und meinſt es icher vaͤterlich; auch uns wirſt du nicht ganz verlaſſen: auch un⸗ ſrer Noth erbarmſt du dich. Wir ſollen nur durch Angſt und Pein gelaͤutert und gereinigt ſeyn. 9. Froh werden wir auch ruͤhmen muͤſſen, weñ du uns wieder wohl⸗ gethan: Gott brach, nach uns verborgnen Schluͤſ⸗ —Vierte Abtheilung. ri ſicht! Barmherziger, aufd m 9f de verlaß uns nicht! 1 d 481. Mel. Herzlich lieb di I hab ich dich⸗ o⸗ 92 Kchlng Du, Gott, der unſte ade Zuflucht iſt! Gott,—anre unſer Mitt ler, Jeſus 150 ei Chriſt! Gott, heu'ger i⸗ Goad Geiſt der Gnaden! Un⸗ ti endlicher, verwirf uns anadud nicht; wir kommen vor zatn dein Angeſſcht mit Suͤn⸗ kaut den ſchwer beladen! Nim 4 kſche von uns unſre Sünden⸗ ſ,n ſchuld, du Gott der Lang. gneman muth und Geduld, und ins Lebe merk auf unſer heißes i hann zu Flehn; laß uns dein Heil, ei ſte Erbarmer, ſehn! Herr Wd pte unſer Gott, verbirg uns rVerttit nicht dein Angeſicht, und häbey geh mik uns nicht ins i den Gericht. ia(unsin 2. Wir haben unſern u ſauf an Bund entweiht, gebro⸗ ſeln,h chen unſern theuren Eid, unſet und deinen Weg verlaſ⸗*(din ſen; doch ſieh, wir kehren 8 ſſicht in ſen, zum Heil uns auch voller Reu' zuruͤck zu dir? N in T durch Noth die Bahn. Du bleibeſt unſre Zuver⸗ o laß aufs neu uns deine ſcut Rechte faſſen; laß ſie uns ie iund leiten* deinen mau rela 14 3 teiten auf den Pfad, den 481. 2 Mehdein Befehl geheiligt hab ic ühat, daß Irrthum und 4 u Got, Verſuchung nie uns auf Auflacht die Bahn desLaſters zieh! unſer Mi tle Herr unſer Gott, groß Chrſt’ Gavon Geduld, vor aller Geſſt it Gn Schuld bewahr uns dei⸗ endlicher, unne Vaterhuld! nit wir in 3-Sohn Gottes, der du Kn nuftt uns kamſt, und unſre daſchwerne Menſchheit an dich 1 dn uns onſe nahmſt, um Gott uns zu ſculd, ugnverſöͤhnen; und durch den Gnuth undGe Tod ins Leben drangſt, nc uf di ich dann zur Rechten Fl thn: ſne„Go ottes ſchwangſt, wo Etbaran, Ehr und Preis dich kroͤ⸗ unſer bu bunen: Vertritt', o Mitt⸗ na Vih ler, uns bey Gott, durch fni m deinebeiden, deinen Tod! eh mt m Stärk uns in unſrer Pruͤ⸗ Gelict fung Lauf, und wenn wir 9 di ſtraucheln, hilf uns auf! un Herr unſer Gott, dein 9 maunſint Troſt, dein Licht verlaß Bi uns nicht im Tod, im jſen;d wc ir Grab, im Weltgericht! woleroe 4. Schutz uns vor Irr⸗ dlaj auſ 3 thum und Gefahr! Er⸗ T ſhalte deiner Frommen ſicht! In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. 529 Schaar der Glaubens⸗ eintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geiſt; und was dein Wort verſpricht und heiſt, ſey Licht auf unſern Wegen! Laß auch in Lehr' und Wandel rein die Diener deines Wortes ſeyn, und bringe zu der Wahrheit Gluͤck, zu dir die Irrenden zuruͤck! Herr unſer Gott, breit' aus dein Wort an jedem Ort! gib Geiſt und Kraft zu deinem Wort. 5. Dein Antlitz leucht auf unſer Land; ringsum bedeckt von deiner Hand laß es der Ruh genießen; wend ab von uns mit Vaterhut der Waſſer und der Flammen Wuth, des Krieges Blutkvergießen! Sey rettend mit uns, wenn die Noth des Man⸗ gels und der Seuchen droht, und ſchuͤtz uns, nicht ihr Raub zu ſeyn! Laß Sicherheit das Land erfreun! Herr unſer Gott, L1 das — 6. .—¹ ,7 ————— eeeeee—. —-“— — 2—. 2— — 530 das Land iſt dein, o laß Gedeihn und Wohlſtand unſer Land erfreun. 6. Vernimm der Lei⸗ denden Gebet! Wer in Gefahr und Noth dir fleht, dem hilf aus ſeinen Nöthen; gib Kranken Linderung und Ruh; die Sterbenden erloͤſe du, erhoͤr ihr letztes Beten! Sey aller Unterdruͤckten Heil, der Wittwen und der Waiſen Theil! Ver⸗ eitle der Verfolger Rath, und fuͤhr uns ſtets den rechten Pfad! Herr unſer Gott! durch allesLeid der Pruͤfungszeit fuͤhr uns zu deiner Herrlichkeit! 7. Du thuſt weit mehr) als wir verſtehn; kannſt mehr gewaͤhren, als wir flehn: laß uns Erhoͤrung finden! O neig auf unſer Flehn dein Ohr; heb unſer Herz zu dir empor, und mach uns rein von Suͤnden! Laß uns nun ganz dein eigen ſeyn, im Leben und im Sterben Vierte Abtheil ☛ ung. a priege dein! Wir ſind durch s. fuln Chriſti Blut erlöſt: odu, G. der Suͤnder nicht ver⸗ ut tl⸗ ſtößt, Herr unſer Gott, uuſe erbarme dich, erbarme ur ltt dich! Vergib uns! Leit V imſte uns vaͤterlich! de terar 482. Mel. Wenn wir in ſſe herlal hoͤchſten Noͤth. K. Sehn wir nur Truͤbſal um uns her, und 6 tt wiſſen keigen Ausgang i Scl mehr, und finden weder i ül; Schutz noch Rath, ob wir n ll auch ſorgen fruͤh und ſk eft ſpat: on d 2. Dann bleibt das un⸗ uri wi ſer Troſt allein, du, Herr, ſein. du koͤnneſt uns befreyn. n de Wir fliehn zu dir, du ſsnſ,h treuer Gott, du einz'ger iie ſür Helfer in der Noth. f 3. Wir heben unſer h Aug' und Herz hinauf zu„u ßatt dir in unſerm Schmerz, ſſr und flehn dich um Be⸗ lur uns gnadigung und aller ſt pach Strafen Linderung. e ſune 4. Verſöhnt den Suͤn⸗ 8 ſetn dern, ſageſt du ſie allen, ſer ſtii die dir trauen, zu. Ver⸗ fe oͤhnt ———— eilung. Vn ſöhnt biſt du durch Jeſum der Sümd ſChriſt, der unſer Heil ſüßt,h und Mittler iſt. ½ ert un S5. Dir, unſerm Vater, arme dic, unſerm Gott, dir klagen dich Yergb vir all' unſre Noth. Ach, uns vitnſih, Heine Vateraugen ſehn, 492. Mel. Unwie ſo verlaſſen wir da dochſtenſtehn! Sehn wirnn 56. Nur du biſt unſre un uns Zuverſicht! Vergilt nach wiſſen kein unſrer Schuld uns nicht. mehr, und fi 8 Chriſti Willen ſteh Schut nochöluns bey, und mach uns auch ſorgen laller Plage frey. ſdat 7. Dann danken und 2, Dant blobſingen wir mit freu⸗ ſer Troſttallenydenvollem Herzen dir; du könnet ungehorſam deinem theu— Wit fiithn 1 Uren Wort, Herr, preiſen treuer Goit hwir dich hier und dort. Hllfer in di 3 483. Mel. In dich hab . Brſü Du, ica ebfbiſ unſre du und h- dir in unſene Huͤlf und Macht! und feh di⸗ Wenn uns dein Auge un f nicht bewacht, wer wacht, Mgadhiuung, mwer hilft unsArmen? Zu enain dir, Erretter, flehen wir: 1 ui du wolleſt dich erbarmen. ern men 2. Der Seuchen Gift 1 verbreitet ſich weit um uns her. Erbarme dich! Laß uns nicht plötzlich ſterben. Entreiß dem Tod uns, der uns droht; ent⸗ reiß uns dem Verderben. 3. Kein Reichthum ſchuͤtzt, kein Stand, kein Ort: hier weinen Witt⸗ wen, Eltern dort, und da verwaiſte Kinder. Die Seuch' erreicht auch den, der fleucht, den Fromen, wie den Suͤnder. 4. Arzt, Kunſt und Vor⸗ ſicht retten nicht. Wir haben keine Zuverſicht, als nur zu deiner Guͤte. Gebeut, o Herr, dem Tod, daß er nicht unaufhalt⸗ ſam wuͤte. 5. Wir uͤbergeben Volk und Land in deine treue Vaterhand; entfern' der Seuchen Plage. Erquick' uns, Herr, Allguͤtiger, gibewieder frohe Tage. 6. Laß unſer glaubiges Gebet, das zu dir um Er⸗ rettung fleht, dir, Vater, wohlgefallen: und froher Ll 2 — In a Kriegszeiten und andern 4 Landesathen. 531 Dank 532 Vierte Abtheilung. Dank und Lobgeſang ſoll ewig dir erſchallen. 484. M. Aus tiefer Noth ſchrey ich. Herrr, deine Langmuth iſt ſehr groß; wer kann ſie gnug ermeſſen? Lebt gleich ſo mancher zu⸗ gellos und ſeiner Pflicht vergeſſen: du ſchonſt doch ſeiner lange Zeit, und trägſt ihn mit Barmher⸗ zigkeit, und willſt nicht ſein Verderben. 2. Der Leichtſinn herr⸗ ſchet imerfort in der Ver⸗ kehrten Herzen, die, Hei⸗ ligſter, mit deinem Wort, wie mit der Suͤnde ſcher⸗ zen; und wilde Sittenlo⸗ ſigkeit, geſtaͤrkt durch fal⸗ ſche Sicherheit, kennt oftmals keine Graͤnzen. 3. Wir flehn, Allmaͤch⸗ tiger, zu dir, du wollſt dem Uebel wehren! Noch mancher kann, das hoffen wir, zu dir ſein Herz be⸗ kehren; nur Beyſpiel, Schein und Luſt der Welt iſt, was ihn in Verblen⸗ ẽ dung haͤlt, daß er dem Boͤſen folget. 4. Erbarme dich, ge⸗ treuer Gott, der tief ge⸗ fallnen Seelen; die jetzt, verfuͤhrt, in Suͤnden todt, ihr wahres Wohl verfehlen. Der Wahr⸗ heit Licht erleuchte ſie, und Furcht der Strafe ſchrecke die, die nicht die Liebe beſſert. 5. Die aber thun, was dir gefaͤllt, erhalt in dei⸗ nem Segen; gib ihnen Kraft, trotz aller Welt, zu gehn auf rechten We⸗ gen. Und deine treue Va⸗ terhand ſey deinen Kin⸗ dern wohlbekannt, daß ſie dir treu verbleiben. 6. Ein Vater und ein Hirte meint es treulich mit den Seinen: mehr biſt du, groͤſter Menſchen⸗ freund, du kannſts nicht Drum böſe meinen. traun wir dir und bitten dich: erhalt uns ferner vaͤterlich in deiner Furcht und Liebe. 7. Dir Friche A r t rn ſchm San) keben; dea kens gro euügebli Dankl hert loben i 1„Unen 1 Algi füll; Ftiede ktlſt enpo * P 1 1 3 mf irger * ſtk, d bgeſa 2 8 her heilung. e eän„7. Dir treu zu ſeyn iſt üg reylich ſchon Gewiñ fuͤr 4. Exbarme eren 1 leſe⸗ Leben; doch wirſt ——— ben. Dann wandeln wir in deinem Licht; dann 5 ſdicht e und Gurct a85. M. Herr Gott, dich iee dien loben wir. uin 34 dir, Unendlicher! zu tih d dir, Allguͤtiger! der wir gefäll tait Völkern ſtill zu ſeyn ge⸗ m Segen; pot, und Frieden ſandte; Kraſt, ttoz allzu dir, Gott! ſteigt unſer Gachn uf Jubelton empor: zu un⸗ en. Unddeinnfrer höhern Bruͤder Chor ethand ſy dirſingt unſer Herz entflamt ern wehbeunvon Dank, den lauten edir trn uthohen Lobgeſang. Ge⸗ zEin Vueclobt, gelobt ſey Gott! inte meintg der Weltbeherrſcher, it den Stinn Gott! der Weltbegluͤcker, tdu grſeh„Gott! derFriedensgeber, ſhenae⸗ Wer iſt an Majeſtaͤt umrxu dir gleich? an Guͤte und etabte an Macht ſo reich! du zſprichſt ein Wort: der Inchune vn immel ſchweigt. Bu mai 5 chwente 9 Danklieder nach der Errettung. ſprichſt ein Wort: der Erdkreis neigt ſich tief⸗ anbetend vor dir, Gott, und ehrt ſchweigend dein Gebot! Du ſiehſt, wenn Voͤlker ſich entzweyn, mit Schwerdt und Waf⸗ fen ſich bedraͤun. Die Waffen ſinken, und der Streit wird ſtill, wird Ruh und Einigkeit, ſo bald, Herr, deine Rechte draͤut, und Voͤlkern ſtill zu ſeyn gebeut. Wie ſchreckend wie verheerend war empoͤrter Voͤlker Zwiſt! Gefahr und Angſt und Noth und Tod umgab uns dro⸗ hend; offen ſtand das Grab, und unſre Bruͤder ſanken hin, bey Schaa⸗ Ll 3 rev —— In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. 53⸗ — 534 Vierte Abtheiluug. b ren in das Grab dahin; und Schmerz der Mut⸗ terherzen brach, und Thraͤnen flloſſen ihnen nach. Gott furchtbar war der Vöolker Zwiſt! Dank dir, Allguͤtiger, er iſt durch dich, der Erd und Him̃el traͤgt, geſchlichtet und nun beygelegt. Das Schwerdt, das Bruder⸗ blut vergoß, iſt wegge⸗ legt. Aus deinem Schooß ſtroͤmt uns des Friedens ſanfte Ruh und Ueber⸗ fluß und Segen zu. Hier liegen wir und beten an, dich, Gott, der dis an uns gethan. Laß ihn, laß ihn beſtaͤndig ſeyn den Frieden, des wir uns jetzt freun; in ſei⸗ nem Schooße laß uns ruhn, und ſpät noch un⸗ ſre Nachwelt ruhn! Aus deiner milden Fuͤlle geuß Gedeyn her⸗ ab auf unſern Fleiß. So lang dein Will' uns wal⸗ len heiſt im Pilgerthal, 1 ur laß deinen Geiſt, den 8 truen Fuͤhrer, mit uns i hin, ſeyn! dann fuͤhr zur ew⸗.nhrft gen Ruh uns ein. Amen. ik hſ ft ihet 486, M. Ich ſinge dir mit Gte 3 dgi Fai me Herz u. Mund.( Ulld Bringt Gott ihr Chri⸗ ti geit ſten Preis und ſe ſesbar Dank! ihm, der den Frie⸗ un hig u den ſchaft. Erhebt mit vn wihne frohem Lobgeſang die it ſedem Wunder ſeiner Kraft! e muthin 2. Wer iſt ihm gleich! N 4 — wer iſt wie er? der ſo zur oranpots rechten Zeit dem Strei⸗ Jenſttder tenden und ihrem Heer) mit Macht, ſeyd ſtill! ge⸗ ſten ütie beut. 11 fließt 3. Er ſieht der Volker en ſenn Angſt und Muͤh, und wſew hilft ſie uͤberſtehn; er ſe iſüſt hoͤrt ihr Flehn und laͤſſet ee ſ ſie Huͤlf und Errettung iien ſehn. ue Da 4. Auch wir ſehn ſie, a ſdun erfreut von ihm, der al⸗ uiſ len Jammer heilt, wie eerf wenn des Ungewitters& ſn Grimm ſein Sonnen⸗ g ſen ſtral zertheilt. m km 9* Die ——— heiluug, aß deinen g truey Führ fer ſeyn! dann genah uns 5. Die Feinde toben mn nicht mehr, drohn inünicht mehr fuͤrchterlich; wo eenſchenbin⸗ ſonſt loß, daher ergießt ſein 3 Auſß Se en ſich. G 5. San Feld gibt nun Beiret Gottzu ſe iner Zeit die Frucht fen 1 pttdem, der es baut; er ſam⸗ du klühnamelt ruhig und erfreut, di ſchit, Ewas er ihm anvertraut. ſn⸗ en uu 7. In jedem Stand lebt Amne ſinneuer Muth zu Fleiß und 2. WrithArbeit auf; und keine wer iſtwin Furcht vors Feindes recht in Eiſßnusß ſtoͤrt der Geſchaͤfte tenden undLauf. mitghach, 8. Allguͤtiger, allein da von dir fließt dieſes Heil 3, Er ſilthuns zu; dein waren, ſind 85 t un lund bleiben wir, und un⸗ hilſt ſe ünſer Gott biſt du! hütt hrgl. 9. Erweck' uns ſelbſt fe pilf ui ſidurch deinen Geiſt zur ſihn wahren Danckbarkeit, 4 Auc u die dich durch frommes 9 atrmn Leben preiſt, und ſtets ln Jaun ſich deiner freut. wern deslht 10⸗ Lehr uns des Frie⸗ „Griau ſ at dens großen Werth mit tlin rhut weiſem Ernſt verſtehn, = —— und allem, was das Herz beſchwert, in deiner Furcht entgehn. 11. Daß Guͤte und Ge⸗ rechtigkeit und aller La⸗ ſter Scheu, vereinigt mit Zufriedenheit, im Lande herrſchend ſey. 12. Durch unſre gan⸗ ze Lebenszeit leit uns nach deinem Rath, und froh ſey dir von uns ge⸗ weiht Gedanke, Wort und That. 13. Getroſt ſehn wir auf deine Hand und war⸗ ten deiner Guͤt', und hoffen auf das Vater⸗ land, wo ewger Friede bluͤht. 487. M. Ein laͤmlein geht und traͤgt. Wir kommen, Helfer, dir Geſang und Ruhm und Preis zu bringen. Des ganzen Volkes lauter Dank ſoll, Retter, dir lobſingen. Du warſt mit uns! in welcher Noth! wir ſahen Ll 4 uͤber⸗ —— — In Kriegszeiten und andern Landesnoͤthen. 535 5. 7 8 3 2 nͤ— 536 uͤberall den Tod, den Un⸗ tergang uns drohen. Nun wuͤthet ſeiner Seu⸗ chen Heer durch unſer Vaterland nicht mehr, ſie ſind vor dir entflo⸗ hen. 2. Wir ſahen dort und ſahen hier ſo viele Bruͤ⸗ der ſterben; und allent⸗ halben waren wir um⸗ pfangen vom Verderben. Da war kein Schonen; ſtuͤndlich war furchtba⸗ rer, naͤher die Gefahr, und alle Kunſt verge⸗ bens. Nichts trieb des Wuͤrgers Macht zuruͤck; und uns ſchien jeder Au⸗ genblick der letzte dieſes Lebens. 3. Zu dir, du Men⸗ ſaaſkan ſchrien der Deinen bange Herzen. Duhoͤrteſt uns; die Seu⸗ Vierte Abth. In Kriegszeiten ꝛc. chen fliehn; du heileſt unſre Schmerzen. Odu Erbarmer voll Geduld, nach unſrer Uebertretung Schuld haſt du uns nicht 3 gelohnet! Gezuͤchtigt, o wir preiſen dich! ge⸗ zuͤchtigt haſt du vaͤter⸗ lich, und vaͤterlich ge⸗ ſchonet. 4. Wir wollen, der du uns befreiſt, dich ewig loben. Sey ewig, Vater, Sohn und Geiſt, von deinem Volk erhoben! Es bete dich, Erretter, an, und jauch⸗ ze, wer nur danken kan, und preiſe deinen Na⸗ men, und ruͤhme: Gott! iſt unſer Gott! lobſingt; er hilft uns in der Noth! lobſingt ihm ewig! Amen. Schluß⸗ o Gott! Scug 4 n Wa ſ7 tuns die 9* e deinen 4 si N 1. und V m auhen r t Dank 9 tund yhn eaufde dich fül dein Geſc n der Berl ſt pdichſcht 11 ſttſ r im ga is 1 noerol e bſehn. 2 1 in. ſenen ſuchtewo ſe petküͤndi 11 kii ſelt. J 54 ngt 1 6G„du wa nicht, m preis en faaſi tſuha n V à' ſeckenn V — hen fiiehn: „d unſre Schmege nach unſter urde 1 Schul attun gelohnet! Gnl Keiegszeitn. Schlußgeſang zum Lobe GOttes. Erbarmer dolo;88. Mel. Wachet auf, ruft uns die St. ringe deinem Gott, dem Groͤſten, dem vwir preiſn Weiſeſten und Allerbe⸗ lich, und bäte ſchonet. 4. Wir wolle uns befteſt,, dich ewig ſie ewig, Vater,C. Geiſt, von denn (thoben! Es Erretter, an,w ze, wer nur dante und preiſe dir men, undruͤhwe iſt unſer Gott⸗ er hilft uns uwe fobfingt ihh Aweß. zichtigt hat uſten mit Freuden, Seele, Preis und Dank! Seine M Majeſtaͤt und Gnade, womit er auf des Lebens Pfade dich fuͤhrt, ſey taͤglich dein Geſang! So forderts der Beruf, dazu ſein Arm dich ſchuf! Sei⸗ ner Aufſicht ſollſt du dich freun; ihm ganz dich weihn, und Herold ſeines Ruhmes ſeyn. 2. Was im Himmel und auf Erden nur je ſein Allmachtswort hieß werden, verkuͤndigt ſeine Herrlichkeit. Ihm, ihm jauchzen Engelchoͤre; und du, du waͤreſt ihm zur Ehre, nicht auch zu ſeinem Preis bereit? Auch dir gab ſeine Hand Empfindung und Ver⸗ ſtand, zu erkennen, wie groß Er iſt, er, des du biſt, und der voll Huld dein nie vergißt. 3. Schaͤtze dieſe deine Wuͤrde, und acht es nie fuͤr eine Buͤrde, lobſin⸗ gend Gottes dich zu freun. Seligkeit iſts, ihn zu loben. Wie wird der Geiſt dadurch erho⸗ ben! und welch ein Gluͤck iſt dabey ſein! Im vor⸗ aus ſchmeckt er ſchon der Frommen kuͤnftgen Lohn, Himmelsfreuden. Erheitert ſieht ſich ſein Gemuͤth, und Kummer der ihn nagte, flieht! 4. Immer inniger und feſter wird er mit dir, du Allerbeſter, durch dei⸗ nes Namens Preis ver⸗ eint; fuͤhlt ſich immer mehr getrieben, aus allen Kraͤften dich zu lieben als ſeinen Vater, ſeinen Freund. Wie waͤchſt ihm da der Muth, von dir, du hoͤchſtes Gut! froh zu LI5 hof⸗ hoffen, was fuͤr die Zeit und Ewigkeit ihm nuͤtzt und ſichern Troſt ver⸗ leiht. 5. Sollt ich denn nicht gern dich preiſen, und dir, mein Gott, den Dank erweiſen, der deiner Va⸗ tertreu gebuͤhrt? Taͤg⸗ lich will ich dir lobſin⸗ 538 Vierte Abt. Schlußgeſang zum Lobe Gottes. gen, und mich im Geiſte zu dir ſchwingen, bis mich dein Arm zum Him⸗ mel fuͤhrt. Da liegen dann vor mir mehr Quel⸗ len noch, als hier, im⸗ mer offen, auf ewig dein mich zu erfreun, und deines Preiſes voll zu ſeyn. ſ ner offen, aufa nich zu erfta eines Preiſt eyn. Andachten und Gebet Inhalt der Gebete. 4) D ie Litaney. 2) Morgenandacht. 3) a) Kuͤrzeres Morgengebet. b) an Sonn⸗ und Feſttagen. 4) Vorſaͤtze am Morgen. 5) Abendandacht. 6) Kuͤrzeres Abendgebet. 7) Pruͤfung am Abend. 8) Allgemeines Gebet. 9) Gebet um nuͤtzliche Abwartung des oͤffentlichen Gottesdienſtes. 10) Demuͤthigung vor Gott bey dem Andenken an Verſuͤndigungen. 11) Kurzes Suͤndenbekenntniß. 12) Erweckungen vor der Kommunion. 13) Bey der oͤffentlichen Vorbereitung zur Komunion. 14) Dankbare Empfindungen nach der Kommunion. 15) Erweckung zur Dankbarkeit gegen Gott. 16)—— zur Zufriedenheit. 17)—— zum Vertrauen auf Gott. 18) Gebet um rechte Todesbereitung. 19) Demuͤthigung in Krankheiten. 20) Gebet bey Sterbenden. 21) Erweckungen und Lebensregeln aus der heiligen Schrift. Andach⸗ D es fenlichen Jdur d kt ſc uns wherr, ſef hch üb hs gnaͤdie on uns li is gnͤd is lieber * Alen Süͤn *) lem Irn 1r Alen Uebe t ſiſem ſch 1te häſt und te ieg und ete ſafnnher bete — et. tagen, vartung des ife t bey dem Ayni niß. ommunion. ereitungzur uin nach der Konne keit gegen Gon⸗ beit. en auf Got⸗ ereitung. eiten. ngeln tus de —— — 5 Andachten und Gebete. Die Liraney zum oͤffentlichen Gebet an den Bus⸗ und Bettagen zu gebrauchen. Herr ſey uns gnaͤdig. Chriſte ſey uns gnaͤdig. Herr, ſey uns gnaͤdig. Chriſte, erhoͤre uns. Herr Gott Vater im Himmel, Erbarm dich uͤber uns! Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, Erbarm dich uͤber uns! Herr Gott heiliger Geiſt, Erbarm dich uͤber uns! Sey uns gnaͤdig, Verſchon uns lieber Herr Gott! Sey uns gnaͤdig, Hilf uns lieber Herr Gott! Vor allen Suͤnden, Vor allem Irrthum, Vor allem Uebel Vor des Teufels Trug und Liſt Vor boͤſem ſchnellem Tod Vor Peſt und theurer Zeit, Vor Krieg und Blutvergieſſen, Vor Aufruhr und Zwietracht, — * ——— —— — 542 Die Litaney. 1 1, ſe Mo Unſerm Kayſer ſteten Sieg wider deine Feinde Vor Hagel und Ungewitter, A deei Re Vor Feuer⸗ und Waſſers⸗Noth, V eiſceinen, Vor dem ewigen Tod, 1 Schwange Behuͤt uns lieber Herr Gott! n Gedei Durch deine heilige Geburt, n Finder und Durch deinen Todeskampf, und blutigen Schweiß, 11 unſchldig Durch deinen Tod am Kreutz 1* Wittwen Durch deine Auferſtehung und Himmelfahrt, detſergen, In unſer letzten Noth, d Merſchen Am juͤngſten Gericht, ſen in Feinden, Hilf uns lieber Herr Gott. geben und Wir arme Suͤnder bitten ia Früchte auf Du wolleſt uns erhoͤren, lieber Herr Gott! d uns grdig Und deine heilige chriſtliche Kirche regieren und iiſ uns libe fuͤhren, ia Chriſte Alle chriſtliche Lehrer und Kirchendiener im heil⸗ be t us liebe ſamen Wort und heiligen Leben erhalten,—ünn Gbt Allen Rotten und Aergerniſſen wehren, dmn dich ü Alle Irrige und verfuͤhrte wieder bringen, anm Got Deines Reichs Widerſacher daͤmpfen, a pnu dich üb Treue Arbeiter in deine Erndte ſenden,— lamm Get Deines Geiſtes Kraft zum Worte geben, s i uns ſe Allen Betruͤbten und Bloͤden helfen und ſie troͤſten, eſ, ahine Allen Königen und Fuͤrſten Fried und Eintracht d u⸗ geben, V V ——* aneh. Die Litaney. 543 1 4 Nah, Allen, die in Noth und Gefahr ſind, mit Huͤlf erſcheinen, Gatz Allen Schwangern und Säugern froͤliche Frucht und Gedeihen geben, huntunn Aller Kinder und Kranken pflegen und warten, Fen uianeAlle unſchuldig Gefangene los und ledig machen, it 9 z9 3 mrund Fung l Antähene und Wayſen vertheidigen und Aller Menſchen dich erbarmen, Unſern Feinden, Verfolgern und Laͤſterern ver⸗ ott. geben und ſie bekehren, n Die Fruͤchte auf dem Lande geben und bewahren, lieder Hen eund uns gnaͤdiglich erhoͤren, ich Kirche ne merhör uns lieber Herr Gott! O Jeſu Chriſte, Gottes Sohn, nd Kirchendiene ſan Erhör uns lieber Herr Gott! heiligen be O du Lamm Gottes, das der Welt Suͤnde traͤgt, erniſſen wehrn, Erbarm dich uͤber uns! tte wieder hiun O du Lamm Gottes, das der Welt Suͤnde traͤgt, icher dinſn, Erbarm dich uͤber uns! Erndte ſen, O du Lamm Gottes, das der Welt Suͤnde traͤgt, um nirne„Verleih uns ſteten Frieden! deahelfenuw Chriſte, erhöre uns.. rien Ftied wt Herr, ſey uns gnaͤdig, Chriſte ſey uns gnaͤdig. Herr, ſey uns gnaͤdig. Amen. Sicg wider de Morgena 4 dacht. Pſ. 5 1 it allen ſe einen 1 HErr, fruͤhe wolleſt du wumn5 Ceniame hoͤren: fruͤhe will ich mich zu dir ſchicken, und darauf merken. 8) Genine Gütiger Gott und Vater! durch deine Gnade habe ich wieder dieſen Tag erlebt, und mit dank⸗ ———— 2 — — ‧8 ——ÿ—— ——— — 444 Morgenandacht. dankbarem Herzen erkenne ich auch darin, wie ies u 6 ———ÿ—— viel ich dir ſchuldig bin. Daß ich mich durch den Schlaf erquickt, an meinen Kraͤften jetzo von neuem geſtaͤrkt, und durch den Anblick des Tages⸗ lichts und der ſichtbaren Natur erfreuet finde, das iſt dein Werk, du Urſprung alles Segens; ſo wie mir uͤberhaupt jedes Gute und Angenehme, was ich genieße, aus deinen liebreichen Haͤnden kommt. O gib, daß ich das mit Aufmerkſamkeit und ge⸗ ruͤhrter Empfindung bedenke, und ja deiner nie vergeſſe, dem allein ich mein Leben und deſſen Erhaltung zu danken habe. Dein allmaͤchtiger vaͤterlicher Schutz war uͤber mir, da ich, meiner ſelbſt nicht bewuſt, in tiefer unbeſorgter Ruhe lag; und nun ſtelleſt du mich gleichſam als einen Neugeſchaffenen in deine Welt hin, daß ich dich in deinen Werken ſehen und bewundern, und mit wiederhergeſtellter Munterkeit meiner Geſchaͤfte wahrnehmen kann. So laͤſſeſt du mich, auch an meinem eigenen Theile, erfahren, daß deine Guͤte alle Morgen neu, und deine Treue groß iſt. Nimm dafuͤr, o mein Gott, das demuͤthige freu⸗ dige Lob meiner Seele an, die du faͤhig gemacht haſt, dich zu erkennen und ſich deiner zu freuen. Erhalte mich auch heute bey dem Einigen, daß ich dich ſtets auf die rechte Art vor Augen habe, daß ich der chriſtlichen Froͤmmigkeit und Tugend unverruͤckt treu bleibe, da ich doch auf ſi keinem andern Wege ein wirklich zufriedenes Herz und wahres dauerhaftes Gluͤck finden kann. Hilf e mir immer mehr zu einer richtigen lebendigen Er⸗ ¹ ſtige in e ſt und di 8 ſnes, di he dura 21 P, gutun ſe Vorſe e fte Zeit t ſtteuem e kung ein d a wacte 7w u ge n ale geſit 6 GBeruf, andern, 1 lüthart m t ſſce e ſoſteße n t mtertue 7 furch der t ſdeier T ars eraühe, * berußigur 1n Aundeges G * — tn deine ſaridt ſe ſb dein 8 den Vun nade 1 iht an —— ndacht. Morgenandacht. 545 ae ich auch hi Dß ſhn Erkenntniß deſſen, was zu meinem Beſten dienet. weinent un Befeſtige in mir den Glauben an die goͤttliche hdens niin Lehre und die Verſoͤhnung Jeſu Chriſti, deines àn Ailein Sohnes, die ſo zuverlaͤßig menſchliche Seelen, Ratun etut welche darauf achten und ſie treu anwenden, ng alesSetnz weiſe, gut und ſelig macht. Staͤrke und belebe fe nd Angammeinen Vorſatz, auch dieſe mir aufs neue ge⸗ eetaichen hinnſchenkte Zeit meines Lebens mit aufmerkſamem Aufmertſanitund treuem Ernſt dir zu heiligen, und die Be⸗ dente, mdſnwahrung eines reinen, unverletzten Gewiſſens hwein Leen whoͤher zu achten, als alles, was ich ſonſt im Irr⸗ abe. Dei ihdiſchen zu gewinnen vermoͤgte. Entferne von über nit, aihmir alle gefaͤhrliche Verſuchungen, zu welchen tiefer unbeſnmmein Beruf, mein Umgang, meine Verbindung nichglicinmmit andern, auch ſelbſt meine eigene natuͤrliche n Wält hin, Gemuͤthsart mir Gelegenheit geben koͤnnten; und und bewundm wenn ſolche Verſuchungen mir nahe kommen ſoll⸗ nietket minſten, ſo ſtehe mir bey, du Gott meines Heils, ze läſeſt du nih änd unterſtuͤtze meine dann vielleicht wankende etfahrn,uenSeele durch den großen Gedanken deiner Gegen⸗ d dein Du wart, deiner Wohlthaten und deiner Vergeltung, gatt, dos derithamit ich nicht von dir abweiche, und ins Ver⸗ an, die du ſiſtberben gerathe; damit ich mich nicht der troͤſtli⸗ dſc dintuchen Beruhigung beraube, an dieſem Abend mit ane de unkinem undefleckten Herzen, und mit der Gewis⸗ haut t Airheit von deinem Beyfall, auf den durchlebten di ncj rinn Tag zuruͤck ſehen zu koͤnnen. ſügn Fun Gib dein Gedeyen zu einem jeden dir wohl⸗ du blei higefälligen Vorhaben, womit ich heute zu thun nvitich e haben werde, und verleihe mir Muth und Kraͤfte, sGlück n has recht auszurichten, was in meinem Stand einn iüla Mm und —* — — 5 Morgenandacht. 346 und Berufe mir obliegt. Bewahre meine Ge⸗ ſundheit, mein Vermoͤgen, meinen guten Namen vor Schaden und Kraͤnkungen. Walte mit dei⸗ ner gnaͤdigen Beſchirmung uͤber meine Angehoͤ⸗ rigen, daß uns der heitere Genuß deiner wohl⸗ thaͤtigen Gute durch keinen Ungluͤcksfall und durch kein Herzeleid geſtoͤret werde. Soll ich aber auch nach deinem Rath heute mein Antheil an den Bitterkeiten des Lebens empfinden, und von Wi⸗ derwaͤrtigkeit und Bekuͤmmerniß befallen werden, ſo waffne mein Gemuͤth mit der chriſtlichen Standhaftigkeit und Ergebung in deinem Willen, mit dem kindlichen Vertrauen auf dich, und mit der getroſten Hoffnung einer beſſeren Zukunft, mildert, und ihre Laſt um ſo vieles ertraͤglicher gemacht wird. gut iſt, als ich ſelber. Zu dir, liebreicher Vater aller Menſchen, der du allein guͤtig biſt, und dich aller deiner Werkenerbarmeſt, zu dir bete ich auch mit dem Geiſte der allgemeinen herzlichen Liebe, welchen inſonderheit das Evangelium Jeſu Chriſti mir einflößet, fuͤr alle diejenigen, die neben mir von deiner Gute leben. Erfuͤlle die Welt mit deinem Segen, der alles erfreuet. Segne unſern Lan⸗ desherrn, ſein Haus und ſeine Regierung, zur Sicherheit und zum Wohlergehen ſo vieler Tau⸗ ſenden. Breite uber alle Staͤnde und Ordnun⸗ gen meiner Nebenmenſchen deine Wohlthaͤtigkeit twird. Fuͤhre du mich, Herr, wie es dir wohlgefaͤllt; denn du weißt beſſer, was mir ⸗ A—2—— — ] 45 witken es a ni e ſebläben, t Hes hmdir na r a Arheibu Gr l ggeben Klagl. Whenlelt der a Kreu,e Gott, aun Geie durch welche das Gefuͤhl der Leiden ſo ſehr ge⸗ Kürzer V Aum ich err hrin Gott haias fe und erft nnch auch d die Nacht ſenuct; u unteteit, lbrigung! t ſnen kann. E Kund w iinne komm feillich: —————— ac Morgenandacht. 5444 maweſenaus, und wirke dabey die Geſinnung in ihnen, ngen. Va daß ſie darin deine Vaterhand erkennen, und deſto g ü ne mmehr deiner Gnadenerweiſungen froh werden. 4 nen Und ſo gehe ich, mein Gott und Vater, an te Genuß dint die heutigen Pflichten meines Lebens, mit einem runglücgulmdir geweihten Herzen. Sey du mit mir, ſo werde de. Solli aich ſicher bleiben, und kein Uebel fuͤrchten. Dies emein Antheil hoffe ich von dir nach deiner Barmherzigkeit, und mpfirden, unnach der Verheißung, die du mir durch Jeſum mernißbefällnChriſtum gegeben haſt. Amen. V th mit der git Klagl. Jerem. 3, 23. 24. 3 ſedungin dinemädie Barmherzigkeit des Herrn iſt alle Morgen neu, und dauen auf dich, deine Treue, o Gott, iſt groß Der Herr iſt mein Theil, einer beſren ſpricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. l der Leiden ſo b meirule Kuͤrzeres Worgengebet. l Pſ. 63, 7. 1 d” weſß ſ Wenn ich erwache, ſo rede ich von dir. 1 Vater al SErr, mein Gott, du Erhalter und Wohlthaͤter meines Lebens; dir danke ich jetzo wieder mit t, und dich ull. 4 85 ſ bic ah geruͤhrtem und erfreutem Herzen fuͤr die Gnade, d lcen a daß du mich auch dieſen Tag erleben laſeen. Du fen dan Chhaſt mich die Nacht uͤber beſchuͤtzt, und durch den ütam mnSchlaf erquickt; und von dir habe ich die erneux mge egerte Munterkeit, mit welcher ich nun abermal füle de die Vollbringung der mir obliegenden Pflichtn uet. Segge nübernehmen kann. Gib mir dies ſo lebendig a u acd ſein Raſerkennen und zu empfinden, daß es mir nie aus geßlerchen ſ dem Sinne komme, wie ganz ich dir angehoͤre, alle Sünenund wie viel ich dir ſchuldig bin. ſchen deine 6 Mm 2 Leite — ö— 8————— Morgenandacht. 548 mit deiner Gnade auf lauter guten Wegen. Be⸗ wahre mich vor aller Ungerechtigkeit und Suͤnde, die doch am Ende nichts anders, als das aͤuſſerſte Elend nach ſich ziehet. Mache mich wachſam und ſtark gegen die Verſuchungen, die mir heute vorkommen köoͤnnten; damit ich nicht am Abend Vergehungen gegen dich, und Untreue gegen mein Gewiſſen, mit bitterm Schmerze zu be⸗ reuen habe. Gib meinen rechtmaͤßigen Geſchaͤften und Unternehmungen einen guten Fortgang, da ohne dein Gedeyen doch alle unſere Arbeit vergebens iſt. Wende Gefahr und Ungluͤck ab von mir und von denen, die mir angehoͤren. Erbarme dich auch in deiner vaͤterlichen Guͤte aller Men⸗ ſchen, die mit mir deine Kinder ſind, und laß die Welt deines Segens voll werden.. Dir, mein Gott, uͤbergebe ich alſo auch fuͤr heute mein Herz, mein Leben und meine Schick⸗ ſale. Erhalte mich in deinem Wohlgefallen und in deiner Liebe, und laß dann alles, was mir begegnen ſoll, zu meinem Beſten dienen. Du wirſt mich gnaͤdig Chriſtum mir verheiſſen haſt. Amen. Pſ. 73, 23 ·24. Ich bleibe ſtets an dir; denn du haͤlteſt mich bey meiner rechten Hand, du leiteſt mich nach deinem Rath, und nimmſt mich endlich mit Ehren an. erhoͤren, wie du durch Jeſum N Leite mich nun auch an dieſem heutigen Tage f tey de N trleihe mira * ſ(Gnade, da an Aüſcht un 2 1zu Ruzen! pe umt ſind, an e die Sorge ſt ne ſeherlicht ern e4 Lindruck dat e’ ſo lebendig, dZetſtreuung 1 ibſe he rin wichtigen r Unterricht an n. Kthöre und, d. Plubetung, 2 p viel lo t in weinen actungin e ts ſlund au te ſii uf oſc n Fege afuh ie ſoihum wen 1n PnainerGo 1 s Detnu 3 f figen n ſenichgan 1 6 gläcti 5 fett; Amer —— dach. Morgenandacht. dieſen heuite An Sonn⸗ und Feſttagen. eet guten Vemn bey dem Morgengebete hinzuzufuͤgen. mncistitme herleihe mir auch inſonderheit, o Gott, die ers, dſswi Gnade, daß ich mir den heutigen Tag nach Mache nich u deiner Abſicht und zu meinem eigenen Beſten uchungen, dem recht zu Nutzen mache. Es iſt Wohlthat fuͤr mit ich nichten meine Seele, daß eigene Zeiten verordnet und h, und untu beſtimmt ſind, an welchen das Andenken an dich tterm Schnenſ und die Sorge fuͤr mein geiſtliches Wohl ſtaͤrker und feyerlicher erwecket werden ſoll. Mache alſo V äßigen Geſciſt den Eindruck davon in meinem Gemuͤthe auch b zuten Fortganz,“ heute ſo lebendig, daß ich mich von allen irrdi⸗ unſere Arbetw ſchen Zerſtreuungen mehr, als ſonſt, losreiſſe; d unglück an mit ernſthafter Ueberlegung meine Gedanken zu t angehören. dieſem wichtigen Geſchaͤfte ſammle; den oͤffentliax. llichen Güteah chen Unterricht aus deinem Worte mit Aufmerk⸗ ee Kinder ſw,’ ſamkeit hoͤre und annehme; bey der gemeinſchaft⸗ voll wetden. Iichen Anbetung mit meinen Nebenchriſten mein bergebe ich ſtu Herz, ſo viel lebhafter geruͤhrt, zu dir erhebe; ben und mant und in meinen eigenen Andachtsuͤbungen und inen Behelt Betrachtungen ein ernſtliches Nachdenken auf dnn alts mich ſelbſt und auf meine weitere Beſſerung richte. en Beſten dimn Laß mich auf ſolche Weiſe von dieſem Tage wah⸗ u wie dr u ren Segen erfahren, deſſen ich mich in dem 3 Ana Wachsthum meiner Erkenntniß, in der Ermun⸗ hiſ terung meiner Gottſeligkeit und in der Staͤrkung 33,49 meines Vertrauens und meiner Hoffnung noch mn du hleſ ut auf meine folgende Lebenszeit erfreuen koͤnne. uch uch dun Heilige mich ganz dir und deiner Verehrung, ſo dra an werde ich gluͤcklich ſeyn und dir dafuͤr danken in Ewigkeit; Amen! Mm 3 Vor⸗ 550—— Vorſaäaͤtze am Morgen. Pſ. 25 7 4. 5* Herr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich; denn du biſt der Gott der mir hilſt. Ich habe alles, und alſo auch dieſen neuen Tag meines Lebens, von Gott; darum iſt es fuͤr mich höchſt angelegentlich, denſelben nach ſeinem Willen und zu den Abſichten zu gebrauchen, zu welchen er ihn mir gegeben hat. Vor allen Dingen will ich mir deswegen fetzo wieder den Gedanken tief und lebendig ins Ge⸗ muͤth praͤgen, daß Rechtthun und Gott gefallen der Hauptzweck meines Lebens iſt, weil ich dabey allein ein ruhiges Herz und eine freudige Hoff⸗ nung haben kann. Ich will mich hieran dieſen Tag uͤber, ſo oft ich kann, auch waͤhrend meiner Geſchaͤfte und unter den Umſtaͤnden, worinn ich mich etwa be⸗ finden mag, wenigſtens mit einem kurzen ernſt⸗ lichen Gedanken, zu erinnern ſuchen, damit es mir ja nie aus dem Sinne komme, wozu ich in der Welt lebe. Ich will zum voraus mit Aufmerkſamkeit be⸗ denken, was fuͤr Gelegenheiten zu Verſuͤndi⸗ gungen in meinem Berufe und in demfenigen, was ich mit andern Menſchen zu thun habe, mir heute aufſtoßen moͤgten; und ich will auf meiner Hut ſeyn, daß ich mich nicht zu etwas Boͤſen hinreißen laſſe. Beſon⸗ V dur de eander ſes, ſtfs wachen a iſen in ſa übereilt hril, ſo ſe ſcnſten,T e pmeiden, w Rp u ſ zu licht a bicht auf; earlenden, a u nͤen od 1 Reue kaſe den Veri SCleiß und ſeigenen J an ſlich aus de en g und A inmeinen und nitlic der Betru ſung meines ſds zaitlic ſo ſhr uc 14 fit meines 18, zu nät n ſehet mic, geben. th allem genſchen ſ ” 2 71 - 2* dn ſchw Vorſaͤtze am Morgen. — W Argen 4. 3. Gemuͤths wachen, von welcher ich weiß, daß ſie and chre uih dat am meiſten in mir herrſchet und am leichteſten tund ehe t, mich ubereilet. Ich will, ſo viel es ſich thun laͤßt, ſolche dauch dieſen den Geſellſchaften, Verbindungen und Unternehmun⸗ Gott; dumi gen vermeiden, wo entweder ein aͤußerliches Ver⸗ h, denſelben nchi gnügen zu leicht mein Gewiſſen betaͤuben, oder ſihten zu gaͤtaht eine Abſicht auf zeitlichen Gewinn zu leicht mein eden hett. Herz verblenden, und mich verleiten koͤnnte, et⸗ dil ch nirdenn was zu reden oder zu thun, was mir hernach iefun leeni bittere Reue koſten wuͤrde. hamian t In den Verrichtungen meines Berufes will ens ſt, wlt ich mit Fleiß und Treue arbeiten; nicht allein um dan tun meines eigenen Vortheils willen, ſondern auch vornemlich aus der Betrachtung, daß es Gottes Ordnung und Wille iſt, der mich zu dem Ende nddiſſn Ag i in dieſen meinen Stand geſetzt hat, daß ich darin ad meine Gcj thätig und nutzlich ſeyn ſoll. vorinn i n ht. Jeder Betrug in meinen Geſchaͤften, jede ns wit einen n Beruͤckung meines Naͤchſten, jedes unrechtmaͤßige Lennern ſuche“ Mittel des zeitlichen Erwerbes, oder irgend einer inne komme, ihandern zeitlichen Abſicht, ſoll mir ein Abſcheu ſeyn, ſo ſehr auch etwa das Urtheil und die Ge⸗ uit Aufuaſe ſe wohnheit meines Gleichen ſolches, als etwas er⸗ 1, nhätn ai laubtes, zu rechtfertigen ſcheinen mag. Denn — den hu Gott ſiehet mich, und ihm muß ich Rechenſchaft Seuft und, davon geben dach dchn 1i. Bey allem meinem Verfahren gegen meine en; und tu„ Nebenmenſchen ſoll mir die große, heilige Regel nic nih vor Augen ſchweben: ihnen das zu thun, was ich Beſonders will ich uͤber die Neigung meines 55² Vorſaͤtze am Morgen. ich mit Billigkeit will, daß ſie mir thun moͤgten. Wenn mir heute ein Huͤlfsbeduͤrftiger bekannt oder in Erinnerung gebracht wird, ſo will ich mit herzlicher Willigkeit nach meinen Umſtaͤnden und nach dem Maaße meines Vermoͤgens, durch eigene Mildthaͤtigkeit, oder durch Fuͤrſprache Rath und Troſt die Liebe an ihm beweiſen, die e⸗ als Menſch und als Chriſt, ihm ſchuldig in. Ich will mich ſorgfaͤltig huͤten, daß ich mei⸗ nen Angehörigen, Hausgenoſſen, Freunden oder anderen, mit welchen ich ſonſt umgehe, durch Worte oder Thaten keinen Anſtoß gebe, damit ich nicht die ſchwere Verantwortung auf mich lade, ihnen eine Urſach zur Suͤnde und zum Verderben geworden zu ſeyn. Vielmehr ſoll es mir mit Ernſt am Herzen liegen, wo ich kann, und wo irgend ein guter Erfolg davon zu hoffen iſt, durch meine Reden, Ermahnungen und Vor⸗ ſtellungen, wenigſtens durch mein eigenes gleich⸗ foͤrmiges, gewiſſenhaftes Verhalten, meinem Naͤchſten zu ſeiner Beſſerung, oder zu ſeiner Befeſtigung im Guten befoͤrderlich zu ſeyn. Vielleicht ſoll mich heute auch noch eine Noth und Plage befallen; und dann will ich mein Gemuͤth in Geduld und Gottergebenheit faſſen, mit der feſten Ueberzeugung, daß mein Vater im Himmel das, woran ich nicht durch eigene Thor⸗ heit und Suͤnde Schuld bin, gewiß auch fuͤr mich zu etwas Gutem lenken werde. Bey b V b Dai geh älen d n üches wiede ſet w tialictn mährung, an k, der Gene u ten V e jehr zur Gen e irdung an a denken, hd weil zug tn natürlich ader wird. kbergaupt w en ptr beſtndige euu halten, Pahe zu he ſezeitbaldi d Frith in G e ſte, dat e 1 daer dir E 1 ich alſo, n tg, den gat a ſeher wande h dis Heu 8 dann, wa ſe ſich und auf 1 Aund grich in ſendet habe— 1 ader zun —— Nürga Vorſaͤtze am Morgen. daß ſe me Bey allem aber, was mir erfreuliches und iſebwini gluͤckliches wiederfaͤhret, auch bey den gewoͤhn⸗ fci aa lichſten, taͤglichen Wohlthaten der Geſundheit, did, ſn der Ernaͤhrung, des Genuſſes von Speiſe und nach minnn li Trank, der Gemaͤchlichkeiten des Lebens, die ich nes Vemig,etwa genieße, bey dem allen will ich es mir im⸗ der durh düf mer mehr zur Gewohnheit machen, mit lebhafter dan ihm denet Empfindung an Gott, den guͤtigen Geber deſſel⸗ Lhrſt, ihn tben, zu denken, weil das an ſich ſelbſt ſo billig iſt, und weil zugleich dadurch meine Freude an lig hätn, ut ſolchen naturlichen Gaben ſo viel reiner und genoſſen, Frun rührender wird. ic ſenſt ungte, Ueberhaupt will ich den ſeligen Gedanken nen Antteß gi von der beſtaͤndigen Gegenwart meines Gottes deutrauchwrund iſt dann, was ſeine Dauer betrift, unwi⸗ dan nliderruflich und auf ewig verſchwunden. Nur die 1 tergäha Folgen und Fruchte davon, wie ich dieſen Tag 3 mnbangewendet habe, die bleiben; es ſey nun zum an tdurharGuten oder zum Boͤſen; zu meinem Gluͤck oder nic miczu meinem Elende. Ich will mit Gottes Huͤlſe 3 dafuͤr ſorgen, daß es kein verlorner Tag, kein Klenken wende Ana 5, und Empfindung zu danken, deren ich heute in 554 Abendandacht. Tag des kuͤnftigen Vorwurfs und eines ſchre⸗ ckenden Andenkens fuͤr mich ſeyn möge. Und du, allwiſſender und heiliger Gott, biſt Zeuce dieſer meiner Vorſäͤtze; ſey du aber auch mein Beyſtand, ſie zu erfuͤllen. Lehre mich 9 en Genuſt da 2 ſindung mit en geworden bin a Fülfs, Kune Wohlthe thun nach deinem Wohlgefallen; denn du biſt in mich durch mein Gott; dein guter Geiſt fuͤhre mich auf ebe⸗ ner Bahn. Amen! Pſ. 119, 5. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernſt hielte! Abendandacht. 1 Sam. 7, 12. Bis hieher hat uns der HErr geholfen. Barmherziger Gott, du Herr und Vater meines Lebens! Ich komme jetzt am Ende dieſes Tages wieder mit Dank und mit Gebet vor dich, der du mir bis hieher geholfen, und auch heute deine wohlthaͤtige Guͤte ſo mannigfaltig bewieſen haſt. Dein Auge hat uͤber mich gewacht und deine Hand hat mich geleitet, daß ich vor Un⸗ gluͤck bewahret geblieben, welches mich eben ſo leicht, als andere meiner Nebenmenſchen, haͤtte treffen können. Von dir iſt mir Gedeyen und Fortgang in meinen Verrichtungen gekommen, indem du meine Geſundheit und meine Kraͤfte erhalten, mir Muth und Freudigkeit zu meinen Berufspflichten gegeben, und auch die aͤußerli⸗ chen Umſtaͤnde zu meinem Nutzen gelenket haſt. Dir allein habe ich auch jede angenehme Stunde dem 1 1 ächen. Set e ſch morgen 12 lich 66 nur! u Fütſorge; u dantbarer S An mir thuſ An und deine ii if. bun doch nun t ddon mir an⸗ t ünem ganz r en er dir dar t iſt mich, und t ſaer Regun e ſt bey mein d ſtt in meie ſe finer unvig in ut dder biſe d fen Lichte au piſäater,d * podurg ic, d ſe, desvoh s ſernindett) 1 prett, de r. dehiaveg 1 —— — Abendandacht. 555 dem Genuſſe der Gaben der Natur und in der ich ſannmg. Verbindung mit der menſchlichen Geſellſchaft Kund heilge ge froh geworden bin. Selbſt die erquickende Ruhe lſate; ſc uc des Schlafes, der ich mich jetzo uüberlaſſen will„ erfüllen. An iſt deine Wohlthat und deine weiſe Einrichtung, gefalen; Inſum mich durch erneuerte Kraͤfte zu demjenigen, Geiſtfüͤhte nitn was ich morgen zu thun habe, ſo viel geſchickter zu machen. So ſichtbar wird mir in dem Allen, 19 15. wenn ich es nur recht bedenken will, deine lieb⸗ ſdie mit genm enſreiche Fuͤrſorge; und ſo viel Urſache habe ich, mit dankbarer Seele mich deſſen zu freuen, was b andacht du an mir thuſt. Ja, mein Gott, dir will ich 6 7, 11. danken und deinem Namen lobſingen, der du ſo der Hen geein gnaͤdig biſt. 3 du Herr undan Waͤre doch nur auch dieſer Tag in allen Stu⸗ we ſetzt an Eh cken ſo von mir angewendet, daß ich mich deshalb und mit Gehen mit einem ganz reinen und zuverſichtlichen Her⸗ geholfen, unu zen vor dir darſtellen duͤrfte! Du, o Herr, ſo mannift kenneſt mich, und alle meine Wege. Du haſt über mic gut heute jeder Regung in meinem Gemuͤthe, jeder littt, das i Abſicht bey meinen Unternehmungen, jedem weices n Schritte in meinem Verhalten zugeſehen, und deceewo auf deiner untruͤglichen Wage gewogen, was da⸗ d ſt mir bin rinn gut oder böſe iſt; und alſo ſind dir in dem dnſt 1g helleſten Lichte auch alle die Vergehungen und 4 unicn No Fehler offenbar, deren ich mich ſchuldig gemacht, poheit afen und wodurch ich, in groͤßerem oder geringeren nd Frevdic 9 Maaße, das wahre Gluͤck meines Lebens zerſtͤret 7 und auh 6 oder vermindert habe. Gib nicht zu, guter und em Kübzn 4 heiliger Gott, daß ich unwiſſend und gleichguͤltig hiade angene daruͤber hinweg gehe. Stelle mir vielmehr mein ufen, dia un⸗ endacht. rwurfs und ene —— — 556 Abendandacht. Unrecht ſo klar vor Augen, daß es einen tiefen, daurenden Eindruck in meine Seele mache, und daß ich mit Reue und Schaam das betrachte, wodurch ich dir misfaͤllig und meiner eigenen Wohlfart ſchaͤdlich geworden bin. Vergib mir dann, nach deiner vaͤterlichen Erbarmung, die von mir begangenen Fehltritte, und laß den ſeli⸗ gen Troſt des Glaubens an Jeſum und an die Verheißungen ſeines Evangeliums in mir leben⸗ dig werden, daß redliche Bereuung und thaͤtige Umkehrung zu dir, fuͤr niemand vergeblich ſeyn ſoll. Aber laß dann auch dieſe ernſtliche Em⸗ pfindung meiner Schuld und deiner Gnade bey mir zu einem kraͤftigen Antriebe werden, immer treuern Eifer in meiner Beſſerung und Gottſe⸗ ligkeit zu beweiſen; damit ich mich ja nicht zu meinem eigenen Schaden, in unfruchtbaren Ab⸗ bitten beruhige, ſondern vielmehr in den folgen⸗ den Tagen meines Lebens wirkliche Fruͤchte mei⸗ ner Reue und meines beſſren Vorſatzes zeige. Mache mich aufmerkſam, auch auf die Maͤngel, die mir geringer ſcheinen moͤgten; und lehre mich ſo uͤber mich ſelbſt wachen, daß ich aus eigener gluͤckſeliger Erfahrung inne werde, wie ſehr jeder Wachsthum in der Lauterkeit und Unſchuld des Herzens auch meine Zufriedenheit und Freude vergroͤßert. Wer weiß, wie viel Zeit mir noch zu dieſem iſ Wachsthum im Guten uͤbrig ſeyn mag? Ein Theil derſelben iſt auch ſchon mit dem heutigen Tage wieder vorbey; und ſo komme ich mit jedem 11. ruͤck⸗ reke bet Si ſche wd n neßen wegenwärt kiſe Sgt; wo Er hht TI rfolgt.4 hau beden Stunde! does kauche me un Fölgen de ſelr ich daran nie atlette ſey dt ir dem g fre ſe Seel, Jor ſleſung di lun l 3 609 1 ſiſer Geſß Barmhe . Du, W ſbr wit! 1I ſis lichts w his verme ſſee pände, N u ſcinseet Shlaf da gereie ——— ——= S vndacht. Abendandacht. 557 na aruͤckgelegten Schritte meiner irrdiſchen Wander⸗ 8 dleuſchaft dem großen und entſcheidenden Ziele naͤher, d hean de gwo die gegenwaͤrtige Zeit aufhört, und die Ewig⸗ elig und meirzeit anfaͤngt; wo die Saat vollendet iſt, und die worden din. NErndte erfolgt. O Gott, verleihe mir die Weis⸗ terlichen thumheit, das zu bedenken, und alſo auf die mir ver⸗ htrite, mgporgene Stunde bereit zu ſeyn, da ich dir von us an Jiſun oem Gebrauche meiner Tage Rechenſchaft geben, kvangeliuns i mand die Folgen deſſelben erfahren ſoll. Erinnere ce Bereuung wſelbſt mich daran, wie leicht ein jeder Tag fuͤr N niemand dezämich der letzte ſeyn kann; und bewahre mich da⸗ auch dieſe entdurch vor dem gefaͤhrlichen Aufſchub der Sorge lid und deine oifuͤr meine Seele, und vor aller unbedachtſamen Autrite wenn Verwahrloſung dieſer meiner wichtigſten Ange⸗ er Beſſerung u legenheit. danit ich nichn In dieſer Gefinnung und in dem Vertrauen den, in urfruhtauf deine Barmherzigkeit ſuche ich nun die leib⸗ en vielmeht inwliche Ruhe. Du, Allmaͤchtiger und Allguͤtiger, ers wittlihe hüwacheſt uͤber mir waͤhrend der Zeit, da ich von beſten Vrmir ſelbſt nichts weiß, und zu meiner Beſchuͤtzung in, auch auf ncfelbſt nichts vermag. Ich gebe mich alſo getroſt näaten; wlän deine Haͤnde, mein Schöpfer und mein Gott, 4 68 uder du mich ins Leben gerufen, mich bisher erhal⸗ in⸗ de,niſken, und mit ſo unzaͤhligen Wohlthaten geſegnet inei hichaſt. Nimm mich auch dieſe Nacht uͤber in deine unrii un nvaͤterliche Aufſicht und Beſchirmung. Wende zutteh Gefahr, Schrecken und Ungluͤcksfaͤlle ab von 7„ mamir und von den Meinigen, von dieſem Orte dlZdit ni ſeund von allen Menſchen. Laß einen ſanften, üng fanna geſunden Schlaf mir zu meiner Erholung und Knit den iun Erquickung gereichen; und laß mich morgen mit komme ic w neuem 558 Abendandacht. neuem Danke gegen dich, mit neuen Vorſaͤtzen zur chriſtlichen Rechtſchaffenheit, und mit neuer Thaͤtigkeit zu meinen Geſchäften froͤlich wieder erwachen. Deine Gnade ſey mit mir jetzt und immerdar; Amen! ee iitn 310 ſis Allcſ. 4, 9. Ich liege und ſchlafe ganz mit Frieden; denn du, HErr, hilfent mir, daß ich ſicher wohne. — BAKuͤrzeres Abendgebet. Pß 63, 7. Wenn ich mich zu Bette lege, ſo denk ich an dich. znaͤdiger Gott! Unter deiner Beſchuͤtzung und —₰ Leitung iſt nun auch dieſer Tag wieder von mir zuruͤck gelegt; und ich beſchließe ihn mit dem innigſten Danke gegen dich, fuͤr alles das Gute welches du mir an demſelben haſt wiederfahren laſſen; fuͤr die mir erhaltene Geſundheit, fuͤr die Abwendung ſo manches ſonſt moͤglichen Ungluͤcks, 1 fuͤr den geſegneten Fortgang meiner Geſchaͤfte, mund auch fuͤr die Wohlthat, daß ich mich nun Weiner erquickenden Ruhe uͤberlaſſen kann. Das erkenne ich mit geruͤhrtem Herzen, und freue mich deiner Guͤte.⸗ Siehe du aber auch mit Langmuth auf die Fehler, mit welchen ich an dem heutigen Tage mein Herz und mein Leben befleckt habe; und mache ſie in meinen eigenen Augen ſo offenbar, daß ich ſie mit ernſtlicher Empfindung bereue, und mit treuer Gewiſſenhaftigkeit fuͤrs kuͤnftige dwe e ben a d 1e Wonadigung Cen, durch dI AFſchent hat e nir, da e het neuen dil Slucht mei * hen Teeild ne(vor den! d n Iund uwo aret ken darf⸗ ² Kuf lcge i ur ſe, und übe Is hſchen dei e Pachen ſet kein Verde n ſen erwach de deines pr 1ſott und Anen, 4 ſe üte u V Prüfun t ſn. 6 G ſi wied A vermeide. Laß mich dann mit Freudigkeit An⸗ ſlän — theil e M Abendandacht. 559 eai mahheil haben an deiner barmherzigen Vergebung eſciſt 5 nind Begnadigung, die mir dein Sohn, Jeſus tn ſnſhriſtus, durch ſein Evangelium und ſeinen eſey mt nnTod verſichert hat. Gib mir, da wieder ein Tag dahin iſt, hie⸗ 1,9. urch einen neuen lebendigen Eindruck von der Uinan um uchnellen Flucht meiner Lebenszeit, und hilf mir, hn inen jeden Theil derſelben ſo anzuwenden, daß bendgeben ch auch vor dem letzten meiner Tage, der viel⸗ Oehogehtt eicht bald und unvermuͤthet kommen mag, nicht .rſchrecken darf. im: ſanſ zntin Darauf lege ich mich nun auch jetzt getroſt deiner Biſcünur Ruhe, und uͤbergebe mich, die Meinigen und dieſer Lag ualle Menſchen deinem allmaͤchtigen vaͤterlicen Hbeſchliee inSchutze. Wache du uͤber mir mit deſner Liebe, ich, fir gleeho wird kein Verderben mich treffen; und wenn ſeben hat dech morgen erwache, ſoll mein Herz wieder mitt tene Geſordhet Freuden deines Preiſes voll ſeyn. Segne mich, V enſtmäglchnmnein Gott und Vater, nach deiner ewigen gang meneGSute; Amen. G 19 6 4 hat, d ithm 4 Pſ. 40, 21. 10dn überlaſen km⸗ Laß deine Guͤte und Treue mich allewege behuten. in Herzen, u Pruͤfung am Abend. 6). G ſw Hfenn Pſ. 119, 59. 4* wit Langnabtch betrachte meine Wege und kehre meine Fuͤße zu delnen an dem ſeuig Zeugnißen. eee eee Saen ben befec Ein Tag iſt wieder hin, und dieſen Theil s nen Auoen Lebens, wie hab ich ihn verbracht? verſtrich e Enofidun.Dee e jafäaket*) Ein bekanntes Gellertſches Lied, welches auch b t tai nach der Melodie: o Gott du frommer Gott un m kann geſungen werden. dacht, — ñ——x ——— 5⁵⁰ Pruͤfung am Abend. b A er mir vergebens? hab ich mit allem Ernſt dem ie antetrich Guten nachgeſtrebt? hab ich vielleicht nur mir, h nich: nicht meiner Pflicht gelebt: Mif, vor di Wars in der Furcht des Herrn, daß ich ihn ar nir der angefangen? mit Dank und mit Gebet, mit a gen? beſtit eifrigem Verlangen, als ein Geſchoͤpf von Gott ſugen? und der Tugend mich zu weihn, und zuͤchtig, und bi gbet, din gerecht, und Gottes Freund zu ſeyn? u ind beret Hab ich in dem Beruf, den Gott mir ange⸗ ſot, dr d wieſen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, dieſen len’ und ſü Gott, geprieſen; mir und der Welt genuͤtzt, nain Eell und jeden Dienſt gethan, weil ihn der Herr ge⸗ zi verleht bot, nicht weil mich Menſchen ſahn? nit mir is Wie hab ich dieſen Tag mein eigen Herz re⸗, du vetz gieret? hat mich im Stillen oft ein Blick auf a un. du lieh Gott geruͤhret? Erfreut ich mich des Herrn, d ſinir ſhen der unſer Flehn bemerkt? und hab ich im Ver⸗ ittr iher traun auf ihn mein Herz geſtaͤrkt? dh ſ, ſo ſenb Dacht ich bey dem Genuß der Guͤter dieſer— Erden an den Allmachtigen, durch den ſie find a an und werden? verehrt ich ihn im Staub? em⸗ ee pfand ich ſeine Huld? trug ich das Gluͤck mit i ſunleinih⸗ Dank, den unfall mit Geduld? b und wie genoß mein Herz, des Umgangs Ala⸗ ſuͤße Stunden? fuͤhlt ich der Freundſchaft Gluͤck? Ehehung) ſprach ich, was ich empfunden? war auch mein Ernſt noch ſanft, mein Scherz noch unſchulds⸗ vun und hab ich nichts geredt, das ich bereuen iſ nmz oll? 17 Hab ich die Meinigen durch Sorgfalt mir ui verpflichtet, ſie durch mein Beyſpiel ſtill zum Kfandde 99 Guten e xe. —— ——— am Abend,— 46 Allgemeines Gebet. ich mit alln M dr d ich vilag Buten unterrichtet? war zu des Mitleids Pflicht lebt? nein Herz nicht zu bequem? ein Gluͤck das An⸗ t des pamn, uhre traf„war dies mir angenehm? und nit War mir der Fehltritt leid, ſo bald ich ihn gein Giſtuinegangen 2 beſtrite ich auch in mir ein unerlaubt Ain,a utn gdent, dn ich, vor ihm zu ſehn auch V 3 7 7 miennen villi und bereit? ¹ ddunc geß Gott, der du alles weißt, was konnt ich dir und d Anerhelen? und fuͤhle taͤglich noch die Schwach⸗ , walj ihn g heit meiner Seelen. Vergib durch Chriſti Blut eitn uh uir die verletzte Pflicht; vergib, und gehe du dasnn umpiche mit mir ins Henichte dn 6 2 a Ja, du verzeiheſt dem, den ſeine Suͤnden Stilen oſt en deränken: du liebſt Barmherzigkeit, und wirſt ut ichnic ſauch ſie mir ſchenken. Auch dieſe Nacht biſt du 1 und ſab t der Waͤchter uͤber mir; leb ich, ſo leb ich dir, gettart? ſerb ich, ſo ſterb ich dir! eeee e ade-ahreras.„ iigen, Erforſche mich Gott, und erfahre mein Herz: pruͤfe mich und ch ihn im S erfahre, wie ichs meine, und ſtehe ob ich auf böſem Wege trug ic das bin, und leite mich auf ewigem Wege. Geduld!. n Herz, des! Allgemeines Gebet, der Freunſt oder Erhebung des Herzens zu Gott fuͤr unbe⸗ funden? ir ſtimmte Zeiten. Scherz noch BW. 73, 4. getedt, d h Das iſt meine Feende, daß ich mich zu Gott halte. Ietzt habe ich wieder einige Augenblicke, wo en durch 6nt ich meine Gedanken zuſammen nehmen, mei⸗ nen Zuſtand betrachten, meinem wahren Glucke RNn. nach⸗ nen Bog Allgemeines Gebet. 562 nachforſchen, und uͤberlegen kann, auf Wegen ich es ſuchen muß. Und wohin anders mein Gemuͤth richten, als zu dir, mein Schö⸗ Wohlthaͤter und mein Gott, von iſih arecht vit Petſab; aber ſ pfer, mein dem ich alles empfangen und noch alles zu er⸗ Alawäns welcheng t ih dh u 1 weiwen detn konnte ich denn zuerſt. panden, du d edan du wich g warten habe, was mir gut und nuͤtzlich iſt? ich. wanke der fe bin dein Eigenthum, das Werk deiner Hand, die mir ſo wohl, als allem, was im Himmel und auf Erden iſt, Daſeyn und Leben gegeben hat. Ich ſtehe beſtaͤndig unter deiner Aufſicht und Leikung; vermag nichts ohne dich, und wuͤr⸗ de, bey der Schwaͤche meiner Einſicht und Kraͤf⸗ te, in der Welt, wie in einer unſicheren Wuͤ⸗ ſte, wandeln, wenn ich mich nicht dir, Allwei⸗ ſer und Allguͤtiger, der du auch mein Leben und meine Schickſale regiereſt, mit vöͤlliger Zuver⸗ ſicht anvertrauen koͤnnte. O bewahre mein Herz, daß ich deiner nicht ver⸗ geſſe, da mir meine gaͤnzliche Abhaͤngigkeit von dir ſo augenſcheinlich iſt, und da ich fuͤr meiner Wohlfart keine andre zuverlaͤßige Stuͤtze haben kann, als deine vaͤterliche Liebe und Fuͤrſorge. Ueberall biſt du mir ſo nahe; uͤberall bin ich mit den Wirkungen deiner Macht, Weisheit, und Guͤte umgeben; und voll von deinen gnaͤdigen rungen. Darum will ich ziger Vater, und mit freudiger dein Angeſicht kommen, was ich an dir erkenne dir danken, barmher⸗ Anbetung vor wegen alles des Guten, und von dir genieße. Moͤgte mein eigenes Leben iſt Wohlthaten und Fuͤhe e wich das g wien Gewiße u mm wit ie ſu das fthere whhns bor Ase oehenden Din e Vanſch zichen cch deiven 6 i hein Chrit bi t um Jeſu C en Ellüſere, ſe Ic, zun NMenmenſche 1 NAugend ber Allgemeines Gebet. 6 6. Moͤgte ich doch auch nur dir wohlgefallen könnte ich unind in meinem Herzen und Leben ſo vor dir er⸗ als zu di, aunden werden, daß deine liebreichen Abſichten, † und mein oau welchen du mich erſchaffen haſt, an mir und en und nech uyurch mich erreicht wuͤrden! Dies iſt mein ernſt⸗ aut und nüſticher Vorſatz; aber ſtaͤrke du ihn in mir, daß das Verk din r nicht wanke oder fruchtlos bleibe. allem, Was a Lehre mich das große Gluͤck eines unverletz⸗ A nſeyr und ünen ruhigen Gewiſſens mit wahrer Weisheit h. di vnter di chaͤtzen und mit treuem Eifer ſuchen. Stelle 4 chs thnedi nir ſtets das hoͤhere Ziel eines zukuͤnftigen ewi⸗ V 1 reine einftt gen Lebens vor Augen, damit nicht die ſo bald nenerEinſthnoorübergehenden Dinge der Eitelkeit meine Seele in einet inſͤnu fehr an ſich ziehen und verderben. Erinnere nichnich i mich durch deinen Geiſt oft und lebhaft daran, du auch mniaß ich ein Chriſt bin, daß ich durch das theure it, nit völlEvangelium Jeſu Chriſti, deines Sohnes und „. meines Erlöſers, ſo viel dringender zur Liebe „daß ich dineigegen dich, zum herzlichen Wohlwollen gegen nzliche Abhäntmeine Nebenmenſchen und uͤberhaupt zu jeder t, und da ijiwahren Tugend berufen bin, und ſetze mich da⸗ uwetläßige Edurch in die Verfaſſung meines Gemuͤths, daß he Libbe un innerliche Ruhe und freudige Hoffnung mir nicht ſenahe; ün fehlen duͤrfe. 4 ainer Mact, Du, Herr, kenneſt meine Maͤngel; gib ſie ad mein eigue mir auch zu erkennen, daß ich ſie ablege und ime en Vohſthamnmer beſſer werde. Verzeihe mir nach deiner Ere ſch dir danta, barmung, was unrecht gethan iſt, und habe Ge- ftadiaer Aut duld mit den Schwachheiten, die mir noch ankleben. egen alss’ Wenn auch, bey der Ungewisheit aller irr⸗ und ben ic diſchen Dinge, bisweilen furchtſame Beſorgnis 5 Nn 2 mein. ————— — 4 — — — 564 Allgemeines Gebet. gerathe, ſo hebe du meine Seele aus dieſer Un⸗ und meinem ſichern Fuͤhrer, der du es doch gewis am Ende alles wohl macheſt. Erhalte in mir die rechtmaͤßige, ſelige Gefin⸗ nung, daß ich oft dich ſuche, oft und gerne meine Gedanken zu dir richte; ſo werde ich aus meiner eigenen Erfahrung immer voͤlliger inne werden, daß dieß die Quelle der reinſten und beſten Freude iſt. Amen! ℳ Pſ. 86, 11. Weiſe mir, HErr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit Erhalte mein Herz bey dem Einigen, daß ich deinen Namen fuͤrchte! Beſonderes Gebet um nuͤtzliche Abwartung des oͤffentlichen Gottesdienſtes. Pred. Sal. 4, 17. Bewahre deinen Juß, wenn du zum Hauſe GOttes geheſt und kamme, daß du hoͤreſt.— „a ich jetzt wieder, mein Gott, in die chriſt⸗ — liche Verſammlungen gehen will, wo man dich oͤffentlich anbetet und deine Wabhrheit der kuͤndigt wird; ſo gib, daß ich init lauterm Neef zen an ſolchen Handlungen der Andacht The nehmen moͤge! Es wuͤrde dir gewiß nicht zum Wohlgefallen, und mir nicht zum Vortheil de reichen, wenn ich aus Gewohnheit, oder Ln „ 15215 64. 6 uhe empor durch die Staͤrkung des getroſten kind⸗ lichen Vertrauens zu dir, meinem gutigen Vater o tens und ohr e z ermantert 1zu deiher würde denn z Kunaen und mai Doſ! ed wich d ſatt in mein 1 daß du im i anaebettt i *n deinem alleth 2 Ffichtigkeit u hn it. De häur wahre Glück anle htzeiten de ten lehrbeg de, ſie aber pper Fördr. herohe wi 3 Ding, zl 8 Uunſte eini * Güte ldſt 1 ſn, daß ic auch mit te in einſtim. d zen derde „ ſobuact ————— — A,: ——— —— — 8 4 Gedct. im nützl. Abwart. des öffentl Gottesdienſtes. 565 d dile demegierde vor andern fromm zu ſcheinen, oder ummniſe geus andern ſtraͤflichen Abſichten mich da einfin⸗ ine Seele aupen, und nur aͤußerlich ohne wirkliche Andacht arkungdes genpes Herzens und ohne Ernſt mich zu deiner Ver⸗ „ meinem günhrung zu ermuntern, nur das abwarten wollte, det, der uaguwas da zu deiner Anbetung geſchieht. Mein acht. Zemuͤh wuͤrde denn doch bey dem allen von den echtmäßige, Empfindungen und Geſinnungen leer bleiben, 8 ihe, oſt uwaparauf mein Troſt und mein ganzes Gluͤck beruht. 5 ſo wetde icha Behuͤte du mich vor ſolchen Leichtſinn, und er⸗ t völlige in vecke ſelbſt in meiner Seele die lebhafte Empfina ainten und bindung, daß du im Geiſt und in der Wahrheit willſt angebetet ſeyn, daß ich auch in der Kirche 3, II. unter deinem allſehenden Auge bin, und daß dir ag, dß ih nal nur Aufrichtigkeit in dem Ernſt dich zu ehren, e dy du binangenehm iſt. Dein Wort iſt die rechte Lehre, die mich zur wahren Froͤmmigkeit und zu meinem wahren Gluͤck anleitet. Gib denn, daß ich auf üsliche Werrdie Wahrheiten deſſelben, die ich da hoͤren werde, otesdienſts mit einem lehrbegierigen und folgſamen Herzen 4 Ds acht habe, ſie aber auch mit einem ſolchen Herzen 14,. zu meiner Foͤrdrung in der Gottſeligkeit und uu um Haſße Gemuͤthsruhe mir zu Nutze mache. Es iſt ein t Gct, u koͤſtlich Ding, zu dir ſein Herz erheben, dich, W in m der du unſre einige Zuflucht biſt, anrufen, und gehen ul deiner Guͤte lobſingen, du Allerhoͤchſter! Hilf ) dein Ai mir denn, daß ich nicht blos mit dem Munde, j dh niiur ſondern auch mit meiner ganzen Seele in die An⸗ gen der Ui betungen einſtimmen möge, die dir in deinem e dir ger Hauſe von der verſammleten Menge deiner Chri⸗ nicht un g ſten dargebracht werden, damit es mir immer gewohohet, Nin 3 ein⸗ 586 Um nuͤtzl. Abwart. des öͤffentl. Gottesdienſtes. eindruͤcklicher werde, daß du es biſt, alle Huͤlfe kommt, und der ſo gern wohlthut und 1 von dem ſegnet: und ich dadurch gewohnt werde, in allen i Faͤllen meines Lebens vor dir mein Anliegen gern zu bringen und auf deine Guͤte zu hoffen. Be⸗ wahre mich aber auch bey dem allen vor dem ſchaͤdlichen Wahn, als beſtehe die wahre Gottſe⸗ ligkeit nur in guten Ruͤhrungen, oder als ſey eine fleißige und andaͤchtige Abwartung des oͤf⸗ fentlichen Gottesdienſtes die ganze Verehrung, g Die ganze Welt iſt V die dir von uns gebuͤhret. dein Tempel; wo ich bin, da biſt du um mich und ſieheſt, was ich denke und thue, und du willſt hauptſaͤchlich durch ein frommes Leben von uns geprieſen werden. So gib denn, daß ich dich uͤberall vor Augen habe, überall gewiſſen⸗ haft handle, und in allem meinen Verhalten deinen Willen gerne thue. Eben hiezu laß mir aus der Abwartung der oͤffentlichen Andacht neue Erweckung zufließen. Segne dazu alles mein Beten und Singen und jede Wahrheit deines Worts, die mir da ins Andenken gebracht wird, damit ich dich in meinem ganzen noch uͤbrigen Leben durch treuen Gehorſam gegen deine vaͤter⸗ lichen Befehle und durch zufriedene Unterwerfung unter deine Fuͤgungen immer thaͤtiger ehre, und ſo hier ſchon das Gluͤck deiner Anbeter in einer wahren Zufriedenheit des Geiſtes immer ſtaͤrker genieße, bis du es mich voͤlliger und unaufhoͤr⸗ lich in jenem hoͤhern Leben erfahren laͤſeeſt. Gewaͤhre mir das nach deiner großen Guͤte durch Chriſtum. Amen. „*— m uh ggrott 1 5 chigung vor — tnn in n dne d ve Spr ane Miſthat! 5* 1 ſ ſe abet dekenne ngen. ſehlen meine ſcc veraleich t jiſen, daß ich wie könnte ie hetbergen, de t, alle wein rweich in de fixli n das „und ſo ſafen, was za weinem dniger Biſt 6s, und w i irdung füt d duine berm he heilig ſede 4 dunch geſ T' and nene 1 TTater, 9 füt drü g iffntl Ge— ß du es biß. ſt, er ſo gern m Pſ. 5, 8. gewuhnt er Ich will in dein Haus gehen auf deine große Guͤte, und M, deinem heiligen Tempel in deiner Furcht. dir nein aue anbeten in deinem heilig 9 weäü zu hif Demuͤthigung vor GOtt bey dem Andenken an ey dem alln Verſuͤndigungen. eſtehe die wahne Spr. Sal. 28, 15. üßrungen, nn Wer ſeine Miſſethat laͤugnet, dem wirds nicht gelingen; tige Abwatn wer ſie aber dekennet und laͤßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. 4 dennn Wenn ich, o Gott, mit deinen liebreichen Be⸗ n, da biß 9 fehlen meine Geſinnung und mein Verhalten nke und tu, ernſtlich vergleiche, ſo ſagt es mir wein eitnes ein ftannsn Gewiſſen, daß ich vor dir nicht unſchuldig bin. So aibd und wie koͤnnte ich vor dir meine Verſuͤndigun⸗ 1 uaugen verbergen, der du das Innerſte meiner Seele len me kenneſt, alle meine Wege weißt und mich ſo ſie⸗ in meinn heſt, wie ich in der Wahrheit beſchaffen bin. Ich ſ. Ehin in habe freylich noch ſo manchesmal mein Gott, fentlichn u mir das erlaubt, was dir doch nicht gefallen ſeane dau Äh kann, und ſo häufig gerade das verſaͤumt und ſede Vaht unterlaſſen, was ich nach deinem guten Willen, indenken ging ſelbſt zu meinem eignen Beſten, haͤtte thun ſollen. ganzen uuhi Mit inniger Beſchämung meiner Seele empfinde ſam gegn dn ich dies, und wie niederſchlagend wuͤrde dieſe ufriedeneunmn Empfindung fuͤr mich ſeyn, mein Gott, wenn ner thätiget nicht deine barmherzige Gnade, die du ſo ſtark deiner Aneirt und ſo heilig jedem aufrichtig ſeine Schuld bereu⸗ Geites iun enden durch Jeſum verſichert haſt, noch mein bällige whn Troſt und meine Hoffnung waͤre. Du verzeiheſt, zben efehn mein Vater, gern jedem ſeine Fehler, der mit ſine grene’ ſich ſelbſt daruͤber von Väszen unzufrieden 9 1n 4 wahre Demuͤth. vor Gott bey dem Andenk. an Verſund. 57 5* 4 1 4 1 ——— 568 Kurzes Suͤndenbekenntniß. wahre Beſſrung bedacht iſt, und die durch Chri⸗ 1 ſtum geſtiftete Verſoͤhnung mit busfertigem Glau-⸗ ben annimmt. Ver zeihe mir denn auch die mei⸗ nigen; denn es iſt mein ganzer Ernſt, beſſer zu Willen entgegen iſt. Du hilfſt gern denen, die ſich beſſern wolle n, daß ſie es koͤnnen. auch mir mit deinem guten Geiſte, daß es mir mit dem Vorſatz wahrer und ſtets zunehmender Beſſrung gelingen moͤge, damit die Abſichten deiner Gnade an mir erreicht werden, und ich mich allezeit als den guten Menſchen beweiſen moͤge, dem es Freude iſt, ſo zu denken und zu handeln, wie es dir gefaͤllt, der getroſt auf deinen Beyfall rechnen kann, und der dann auch in deiner Liebe ruhig und ſelig iſt. Erhoͤre mich, ſo wie du gerne jeden hoͤrſt, der nach deinem Willen bittet. Amen. Pſ. 130, 4. Bey dir, Hérr, iſt die Vergebung, daß man dich fuͤrchte. Kurzes Suͤndenbekenntniß. Duffi ſieheſt, o Gott, mein Innerſtes, und weißt, wie manches Unrechts, wie mancher Ueber⸗ tretung deiner heiligen Gebote ich mich ſchuldig gemacht habe. Qu ſieheſt aber auch meine herz⸗ liche Beſchaͤmung und Reue daruͤber, daß ich da⸗ mit deinem, meines himmliſchen Wohlthaͤters und Vaters, gutem Willen zuwider gehandelt, und mir ſelbſt an meinem wahren und ewigen Gluͤck ſo ſehr geſchadet habe. Vergib mir, uh der Hilf denn V V V V nn geſt n. 5 Ades T 36 zauube ftzigte 1 hh Sohhe, V g:; und g0 anild werden und alles an mir abzulegen, was deinen rgewiſen dho e g Krweckunge Menſch prüfe rſt ate und winke 1iun, nein G. jaf, gib, d azu gerührt m Leibe und 4 m geſtiſtete es nich n 4 ode d inen vereite a F geſchehe. r ſt auf dein ts pen Seligt d ſlieden Sol r weiſet, be d nich w n f Gatkes d ſ erwe „dor Got Peßſthe —— .——— —————.=—— ——— Erweckungen vor der Kommunion. 569 uider Barmherzigkeit, die du in Jeſu Chriſto, ii dnn us deine oim Soh ne, geoffenba aret haſt, alle meine aanzer Er un Suͤnden; und hilf we zur Vollfuͤhrung des ge⸗ bann faßten ernſtlichen Vorſatzes, beſſer zu werden und 3 mmalss ein gewiſſenhafter, frommer Chriſt zu leben; bekenntnſ „ und d d 6d mit busferin fiſſt en men. s fudn n M” Ame unGeiſe d Erweckungen vor der Kommunion. und ſtets 5 3une' I Cor. 11, 2 28. dumit die h Der Menſch pruͤfe ſich ſelbſt, und alſo eſſe er von dieſem eicht werden,. Brodte und trinke von dieſem Keſche. en untn Err, mein Gott, der du Aufrichtigkeit lieb ſo zu deke haſt, gib, daß mein Herz auch beſonders Furucntt ett dazu geruͤhrt werde, da ich wieder einmal nd der daman dem Leibe und Blute Jeſu Chriſti bey dem ig iſt. Erfön von ihm geſtifteten Denkmal ſeines Leidens und ölſt, dr nhf ſeines Todes Theil nehmen will. Bewahre mich, daß es nicht aus bloßer Gewohnheit, in 4 Zerſtreuung, oder voͤlliger Gedankenlofigkeit, V u diß um mit einem vereitelten, unfreundlichen, unreinem 4 Herzen geſchehe. Richte meine ganze Aufmerk. bekenntni ſamkeit auf deinen liebevollen Rath von der Innetfes,m z Menſchen Seligkeit, den du in der Sendung wie ma deines lieben Sohnes verherrlichet haft, daß ich zt iht immer weiſer, beſſer, dir gefaͤlliger werden mo⸗ nt ich nic dber auchug ge, und mich unter allen Umſtaͤnden deiner, als enr 4 meines Gottes und Vaters, troͤſten und freuen kner u Und ſo erwaͤge es denn mit Ernſt, meine — u me Seele, vor Gott deinem Heilande, was du ihm w fuͤr alle Wohlthaten ſeiner Erloͤſung ſchuldig biſt. „ Pergön Nn g De —, ——óYSD———. 2* 2 ———ͤxäüj — u. ö))“õöſſſ— ——, 2 4— 2— 6— 3. 570 Erweckungen vor der Kummunion. So viel hat er an dir gethan, daß du fuͤr deine Begnadigung nicht aͤngſtlich ſorgen duͤrfteſt, und in froher Gewisheit derſelben dein ganzes Be⸗ freudig! Ehre ihn aber auch durch aufrichtigen liche Luſt der Welt; beweiſe dich treu und fleißig in deinem Stande und Berufe, zufrieden mit deinen Umſtaͤnden, maͤßig im Genuß des Irrdi⸗ ſchen, gewiſſenhaft in allem deinem Fuͤrnehmen; vergib deinen Beleidigern, trage die Fehlenden und Irrenden mit Geduld und Nachſicht; erbarme dich, ſo gut du kannſt, der Nothleidenden; hoffe 1 tun dann ſtets das Beſte zu Gott, der auch dein Gott iſt, und troͤſte dich aller ſeiner Segnungen in Zeit und Ewigkeit. Siehe zu dieſer Sinnes⸗ aͤhnlichkeit mit ſich, als dem Haupte ſeiner Ge⸗ meine, ladet dich Jeſus bey dieſer Gedaͤchtniß⸗ feyer ſeiner bis in den Tod treuen Liebe ein! Hoͤre ſeine Stimme und folge ihm! Biſt du dir noch in dieſem Augenblick einer laſterhaften Nei⸗ gung und Gewohnheit, irgend einiger Haͤrte, Ungerechtigkeit, Treuloſigkeit, oder bittern Rach⸗ ſucht bewußt, ſo faſſe doch ja den herzhaften Entſchluß, andres Sinnes zu werden, und fuͤhre ihn redlich aus. Spricht dich aber auch dein Gewiſſen von herrſchenden Unordnungen frey, ſo werde darum nicht ſicher. Suche vielmehr mit deinen Maͤngeln und Schwachheiten inner be annter d roecungen ra vwende er dir richt dl 6 znſt anaeſegen ſtreben auf die Reinigung deines Herzens und! Lebens richten moͤchteſt. Dank es ihm innig und ner Biſſetung uee, und be jem allen ſollt Gehorſam, daß du in allem geſinnet ſeyſt, wie ranfüchte C aͤng⸗ f Jeſus Chriſtus auch war. Meide die vergäng⸗ ir Stcſurg du dich auch s aiſcee d ger Seügkeit dige Vehlehe und den Ern ktes. Das ſet iit halte. Me 2 6 1 1 1 ni auſſehen au 1de Glaubens! du hatt urch dein Seligke ſagen haſt — Erweckungen vor der Kommunion. 571 an degikannter zu werden, und halte auch die kleinſten lber dnnif Fehler dir nicht zu Gute. Laß dir ihre Ablegung dein aumit Ernſt angelegen ſeyn, und nimm taͤglich zu g deins ein deiner Beſſerung. Ermahne dich ſelbſt dazu Danks iin nalle Tage, und beweiſe darinn ſtandhafte Treue. auch durg afZu dem allen ſollſt und willſt du dich jetzt aufs lem geſnnt ſeneue verpflichten. Thue das mit Freuden, ſo „Neide henwirſt du dich auch mit Zuverſicht aller Wohltha⸗ ſe dih tam ten der Erloſung getroſten können. Berufe, una Es geſchehe alſo, Herr Jeſu, du Stifter im Genutheemeiner Seligkeit! Wie ſoll ich dir vergelten m deinem guin alle deine Bohlthaten! Ich uͤbergebe mich ganz , trage deh dir und den Erweckungen deines Geiſtes und ind Nachſih Wortes. Das ſey meine Freude, daß ich mich Tuthledenn zu dir halte. Mache mich heilig, mache mich tt, der auhw ſelig! Amen. ſeiner Stmn Ebr. 12, 2. the zu diſe Laſſet uns aufſehen auf JEſum, den Anfaͤnger und Vollen⸗ ſu blſſtd der des Glaubens? dem Haupte ſ ey dieſer Ghü dod truen Bey der oͤffentlichen Vorbereitung zur Kom⸗ a munion zu ſingen. kxend eindn Vor derſelbe n: ſdit, oder it IEſu, du haſt weggenommen meine Schulden c in— durch dein Blut: laß es, oErloͤſer, kommen zu werde, meiner Seligkeit zu gut. Und da du fuͤr mich dich abtru zerſchlagen haſt die Suͤnd am Kreutz getragen, er Kummun gneronunt ach! ſo ſprich mich davon frey, daß ich ganz dein eigen ſey. Süche hi wachſein 1 Na⸗⸗ — N —— ———. ——— C Nach der ſelben: AERR, ich weis, du wirſt mir ſtillen mein Gewiſſen, das mich nagt. Deine Treue auf dieſer weiten Erden Keiner ſoll verlohren werden, ſondern ewig leben ſoll, wenn er nur iſt glaubensvoll. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen zur Vollbringung meiner Pflicht. Du, du wirſt mich ſtaͤrker machen, du biſt meine Zuverſicht. Deiner Guͤte will ich trauen: bis ich dich einſt werde ſchauen, nach vollbrachtem Kampf und Streit, in der frohen Ewigkeit. Dankbare Empfindungen nach der Kommunion. Tit. 2, 14. Chriſtus hat ſich ſelbſt fuͤr uns gegeben, auf daß er uns erloͤſete von aller Ungerechtigkeit und reinigte ihm ſelbſt ein Volk des Eigenthums, das fleißig waͤre zu guten Werken. Ich danke dir von Herzen, Herr Jeſu, fuͤr allen Troſt und fuͤr alle Staͤrkung, die du mir jetzt in dem Genuß deines Abendmahls haſt dar⸗ reichen wollen. Hilf mir nun auch, daß ich die Frucht davon an mir zeige, mich vor jeder Art der Verſuͤndigung huͤte, und in allen rechtſchaff⸗ nen Geſinnungen dir aͤhnlich zu werden trachte. Das iſt nun wohl auch jetzt mein ganzer Ernſt; und wie ſollt er es nicht ſeyn, bey dem ſo lebhaft erneuerten Andenken deiner Liebe und Treue gegen ein ſuͤndiges Geſchlecht! Aber dieſes Andenken wir 1 572 Dankbare Empfindungen nach der Kommunion. de baiEn tn in den Z0 wird erfuͤllen, was du ſelber haſt geſagt: daß in 1 finder Kebers wie e eindrucd meine vorheh tzu ffellen, det haſ, um den des 6 Pewiſens, Och villi nern; dem w htigen Antrie bewahren.. wahl wird w „den kein ir in jeder gute rohig wind dal zu dem L dedie Fülle ſeiſchienen, And mein tricht der gat adet ſcy! ſſcheinen wi ſcen kam zu ſeyn, fu. So wa ead mit get b hitte, mi dae 1 ſchig ſache dni geden, e dergelten m ——————— — — en nach der f 4 n dontkbar Emr findungen nach der Kommunion. 573 wirſt mi wvird in den Zerſtreuungen und Verwirrungen nagt. Nndes Lebens wieder ſchwaͤcher werden, und der elber Guß ai elige Eindruck davon kann verlöſchen. Es ſoll Keinen ſl alſo meine vornehmſte Sorge ſeyn, mir oft vors ten ſall, Auge zu ſtellen, was du, groͤſter Menſchenfreund, nmerduldet haſt, um Seelen zu erretten, und allen if wir ehn reunden des Guten Freudigkeit zu Gott, Troſt iih nn des Gewiſens, Hoffnung der Seligkeit zu erwer⸗ b di R ſben. Deß will ich mich ſtets mit dankbarer Liebe diſt mene erinnern; dem will ich nachdenken; es mir einen ſien⸗ dijmächtigen Antrieb ſeyn laſſen, ein gutes Gewiſſen lldrachten fuzu bewahren. Wie ſelig werd ich dann ſeyn! Wwigkit. wie wehl wird mir ſeyn in dem Frieden des Her⸗ zens, den kein irrdiſches Gluͤck gewaͤhren kann, nach dergwund in jeder guten Erwartung des Zukuͤnftigen! 11. wie ruhig wird dann mein Hoffen ſeyn, auch s gegeben, areinmal zu dem Leben bey dir zu gelangen, wo gkeit und nne Freude die Fuͤlle ewiglich iſt. Noch iſt es nicht das ſttßg en alles erſchienen, was auch ich ſeyn und werden ſoll, und mein Glaube ſagt es mir, daß hier n, Hergi noch nicht der ganze Rath meines Gottes an mir Stätkung, vollendet ſey! Aber das weis ich, daß, wenn Aendmit es erſcheinen wird, es denen nicht anders als Nrun auc,“o wohlgehen kann, die dir, Herr Jeſu, gleichge⸗ ge, michmi ſinnet zu ſeyn, mit weiſem Ernſt ſich beſtrebt und in alnn haben. So wandle ich denn auf der Bahn der glich; Ävehe Tugend mit geſtärktem Eifer fort. Der Herr iſt ezt weit gan mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er wird mir Weisheit und Kraft verleihen, wenn ich ſie ehn, bey den Wer euesrwwr aufrichtig ſuche; er wird mir Troſt und Freude abe uſn ins Herz geben, ſo viel ich nöthig habe; er wird mir vergelten nach ſeiner Guͤte. Pbhiſ. ——-——— — E ——, 574 Erweckung zur Dankbarkeit gegen GOtt. Phil. 2, 5. Ein jeglicher ſey geſinnet, wie IEſus Chriſtus auch war. Erweckung zur Dankbarkeit gegen GOtt. 1 B. Moſ. 32, 10. HErr, ich bin zu geriag aller Barmherzigkeit und allet Treue, die du an mir gethan haſt on dir allein, mein Gott und Vater! kommt alles Gute, das je deinen Menſchen zu Theil wird; denn du biſt die Quelle alles Lebens und Segens in der ganzen Natur. Auch auf mich haft du deine Segnungen ſo reichlich herabfließen laſſen, daß ich ſie nicht zu zaͤhlen vermag. Du riefſt mich ins Leben, um mich deiner Wohlthaͤ⸗ tigkeit auf immer genießen zu laſſen: und wie mannigfaltig habe ich ſie nicht erfahren, ſeit ich unter den Lebendigen bin! Gleich bey meinem Eintritt in die Welt fand ich durch deine Vor⸗ ſorge die Huͤlfe und Pflege fuͤr mich bereitet, die ich zu meinem weitern Beſtehen ſo nothig hatte; und auch in der Folge bahnteſt du mir die Wege zu meinem Fortkommen in der Welt ſo liebreich, daß ich ſie nur betreten durfte, um daſſelbe wirk⸗ lich zu finden. Und daß ich noch lebe und mich deiner Guͤte freuen kann; daß ſo manche Gefahr vor mir voruͤbergegangen iſt, die meinem Wohl⸗ ſeyn haͤtte nachtheilig werden koͤnnen; daß ich noch immer ſo manche Erleichterung erfahren, wenn Kummer und Verlegenheit mich druͤckten; daß mir bis hieher noch immer mehr erfreuliches un mwekung l en angenehnes: zund bitter an tdes Unange hoch güitlich! „ it in W das alls 6 dith mit dm in w, wenn üc erühmen io mait gethan, r angenommen t ntedie Frauden gen eſtimmt ha b find, als 1 Finbe, dieie u Vuu weiem KPelt, und n pn Dheil n 1 ſie Walt beg h ſn theure aahat t ferſchaft, Hils zu gen Ueber zuͤſühr —————— — atkeit gegen e Erweckung zur Dankbarkeit gegen GOtt. 75 7 5. ind angenehmes in meinen Schickſalen als wi⸗ IEis emsriges und bitteres zu Theil worden iſt; und daß ſelbſt das Unangenehme in meinen Erfahrungen mir doch nuͤtzlich werden muͤſſen: das alles, mein t gegen GdGott, iſt ein Werk deiner barmherzigen Vorſe⸗ 32,. hung; das alles wuͤrde allein ſchon mein ganzes er armhen Gemuͤth mit dem innigſten Dank zu dir hinziehen haſ muͤſſen, wenn ich auch nichts weiter von deiner pott und Jan Gute ruͤhmen koͤnnte. Aber du haſt noch mehr einen Mmſhnan mir gethan, und dich auch meiner Seele herz⸗ Duelle alle qikich angenommen, daß ſie in deiner Erkenntniß Natur. auhrund Liebe die Zufriedenheit und die unvergaͤngli⸗ d riichli ſachen Freuden genießen moͤgte, dazu du den Men⸗ zählen vmaſchen beſtimmt haſt, und die doch unendlich mehr nich dingwerth ſind, als die kurze und mangelhafte Luſt en zu laſtg nder Sinne, die ich mit den Thieren gemein habe. nicht gfaßte, Auch zu meinem Heil ſandteſt du deinen Sohn 1 glech ter in die Welt, und damit ich auch an den geiſtlichen dich duch un Guͤtern Theil nehmen koͤnnte, womit du durch efür nih n ihn die Welt begnadigt haſt, ſo haſt du auch auf ſeten ſo nüh mich ſein theures Evangelium kommen laſſen. nie du mneh Wie viel Anleitung haſt du mir nicht von Jugend 4 Wäkt auf verſchafft, um daraus dich und den Weg Tdet a5 meines Heils zu erkennen! Mit wie mancher fſe im uht kraͤftigen Ueberzeugung biſt du nicht an mein it wch Gewiſſen gedrungen, um mich zu der guten Ge⸗ das ſ nint finnung zu fuͤhren, die mich zur Ruhe der See⸗ it, demn jen und zu meinem wahren Gluͤcke leitet! Wie nden konna barmherzig haſt du nicht meine Veritrungen uͤber⸗ rnachtemmſt ſehen! Wie langmuthig mich bey meinen Feh⸗ ſgenhtt n lern getragen! Und wie liebreich ſuchſt du nicht nmer megtan e noch cung 4 — A — 576 Erweckung zur Dankbarkeit gegen GOtt. noch durch deine Wahrheit und Gnade mich ge⸗ ſchickt zu machen, der hoͤheren Wohlthaten theil⸗ haftig zu werden, welche du in einem beſſern Le⸗ ben deinen Freunden aufbehalten haſt. Gott! wie ſind deiner Wohlthaten ſo viel! Wie ſoll ich ſie dir vergelten, mein Vater, mein hoͤchſter Wohlthaͤter! Ich bin zu gering aller Barm⸗ herzigkeit und aller der Treue, die du an mir bewieſen haſt, und noch bis in Ewigkeit und auf eine noch hoͤhere Art an mir beweiſen willſt, wenn ich dir kindlich folge. Erhalte du ſelhſt dies dankvolle Gefuͤhl deiner Guͤte in meiner Seele, und laß es mir einen maͤchtigen Trieb ſeyn, dich von ganzem Herzen wieder zu lieben, in dir den beſten Freund und Befoͤrdrer meiner Gluͤckſeligkeit hochzuſchaͤtzen und in ſoſcher Ge⸗ ſinnung dir gern und mit Freuden gehorſam zu ſeyn. Denn wenn ich bey dem Reichthum von Guͤte, womit du mich uͤberhaͤufſt, mir noch ir⸗ gend einen Kaltſinn oder einiges Widerſtreben gegen dich verſtatten wollte; wie koͤnnte ich das vor meinem eigenen Gewiſſen verantworten? Unendlich ſchwer wuͤrde mich dann unfehlbar die Empfindung der Menge deiner Wohlthaten druͤ⸗ cken, wenn zugleich die Empfindung meines Un⸗ 8 8 1 1. 1s 4 danks gegen dich in meiner Seele rege werden ſollte; und das wuͤrde uͤber kurz oder lang unaus⸗ bleiblich geſchehen, wenn ich leichtſinnig genug waͤre, dein und deiner Liebe zu vergeſſen. Aber nein, mein Vater, ich will mir dieſen Leichtſinn Deine Guͤte ſoll nicht zu Schulden kommen laſſen. 4 p bem, un ſuues galg zwecong b ir immer d wollChiun ſes a 4 dir oonſt 9e6 Dinges; Ult ande keine ſol dit meit Opfer 1. Alles w ach ſede dei eAwſccht mi fe ſeyn laſen⸗ , Hach deine dar ledi 1 ſwwiglich ——-x— —— g— — ſh 3 kkeit gegen Erweck ung zur D Dankbarkeit, gegen 6Ott. 577 nhtugel mir immer vor Augen ſeyn, und mein ganzes ud i wers voll Ehrfurcht, Liebe, Vertrauen und Ge⸗ nüehaln ihorſam ſoll dir gewidmet ſeyn. Verſchmaͤhe 4, len ſu dies mein Opfer nicht! denn was kann ich Ar⸗ den ſ viel mer dir ſonſt geben? Du Allſeliger bedarfſt kei⸗ in Win, manes Dinges; und ich kann dir im eigentlichen Bunnu Verſtande keine einzige deiner Wohlthaten ver⸗ Trene, dugelten. Alles was ich noch thun kann, iſt, daß bis urErgitich auch jede deiner Wohthaten ſo anwende, wie in mir beweſnes die Abſicht mit ſich bringt, um welcher willen olge. Erakdu ſie mir erzeigeſt, und das will ich mir ange⸗ I 8 deiter e hulegen ſeyn laſſen. Denn das Gute, was du uns einen maͤcign gibſt, nach deiner Vorſchrift brauchen, das iſt Herin wiin ſthaͤtiger Dank deiner Guͤte; Dank, der dir dund Biü mwohlgefällt, und durch den uns eigentlich das ten und in it Wohlthat wird, was du uns Gutes erzeigeſt. 4 Iteuden Zu ſolchen Erweiſungen thaͤtiger Dankbarkeit dey dem A hu hilf denn auch mir, damit ich mich deiner wohlhle berhäuſt, 1n th aͤtigen Liebe unaufhörlich freuen, ihre milden er einigs Wr Ausfluͤſſe auch in jener Welt noch in einem ſtaͤr⸗ lte; viekun keren Maaße empfinden, zu meiner völligen eviſen vnn Glückſeligkeit empfinden moͤge. Dir, der du nic daun uſ immerdar lebeſt und wohlthuſt ſey Anbetung und daner Woſlle Preis ewiglich. Amen. Empfindung 3 N” Pf. 103, 2⸗ ie Süh n Lobe den HErrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er 3 er utzodet 1 dir Gutes gethan hat. nich lichim et zu vergſt vill wir de in gen laſſ 7n. 1 5783— — Ermunterung zur Zufriedenheit mit EOttes Schickungen. Pred. Sal. 7, 15. Am guten Tage ſey guter Dinge und den noͤſen nimm auch fuͤr gut, denn dieſen ſchaffer GOrt neben jenem. Hey und Vater meines Lebens! Es iſt wahrer und ewiger Gewinn fuͤr mich, daß ich unter deiner Obhut und Leitung ſtehe, und mit allen meinen Veraͤnderungen von derſelben abhange. Du willſt nach deiner unendlichen Guͤte nur mein Beſtes; in dem Lichte deiner Allwiſſenheit ſieheſt du untruͤglich, was dazu irgend etwas beytra⸗ gen kann, und biſt vermögend genug das alles in die Reihe meiner Schickſale einzubringen, was mir das heilſamſte und nuͤtzlichſte iſt. Wie ſollte ich mir denn nicht gern alle deine Schickungen gefallen laſſen? Allweiſer und guͤtigſter Vater! ſicher kann ich es dir zutrauen, daß du den Lauf meines Lebens mit allem, was mir darinn be⸗ gegnet, gerade ſo geordnet haſt, wie er fuͤr mich gehört und wie er ſeyn mußte, daß ich der gute und gluͤckliche Menſch wuͤrde, dazu deine Liebe mich erziehen will. Gib du mir nur, daß dieſer Gedanke mir bey allem, was mir in meinem Leben aufſtößt und mich etwa zum Misvergnuͤ⸗ gen reitzen will, ſo gleich gegenwaͤrtig und leb⸗ haft werde, daß dadurch aller Unmuth, der ſich bey mir regt, uͤberwunden wird. Meine Wuͤn⸗ ſche ſtimmen freylich nicht immer mit dem ein, was du mich erfahren laͤſſeſt. Aber es waͤre Thor⸗ heit und kindiſcher Unverſtand, wenn ich dch es⸗ orn terong lut ſen lb wäſtenn, V e ſelic fhden e wie es m u nich füͤß e, als dieſen arnen Guthüt m hen und wi t wich hie und bu ſe weis u, wenn ic raude end r ulezeit we 1, ale Din .(Etärkem e en an die e ds alls iih gut ge n maner äuß 1 fung ſett, n wehr nur d ſitt deinem E ſlen üͤber 2n htender, 2) ſches gebu de ſaffn dir ſiſelcen n de mene 1n ſach in 1 ſn lewen 1 P nuß: .X ſt und 3 unn Ermunterung zur Zufriedenh. mit Gottes ꝛc. 579 eru ng 3ℳ4% 2. Otts d zündeshalb meiſtern, wider dich murren und mich . tungluͤcklich finden wollte, daß du mich nicht ſo B. leiteſt, wie es mein Herz begehret. Deine Wege ddn d tandie du mich fuͤhrſt, ſind doch immer unendlich Rbübe eunbeſſer, als diejenigen, welche ich vielleicht nach rhuntie⸗ ümeinem Gutduͤnken zu meinem Wohlergehen ur mich, utwunſchen und waͤhlen wuͤrde; und wenn ſie auh g ſehe, un nfuͤr mich hie und da rauh und ſchmerzhaft ſenn ven derſäben follten, ſo weis ich doch gewis, daß ſie ſich un- endiichenGihnfehlbar, wenn ich dir nur treulich folge, in Gluͤkk ner Allviſenund Freude enden werden. Denn du macheſt b Nirgend eiweſalles allezeit wohl, und laͤſſeſt denen, die dich nögend genug ulieben, alle Dinge in der Welt zum Beſten die kſale einzubrnanen. Staͤrke mich denn, mein Vater, in dieſem ißlichſte it. AGlauben an dich, daß ich dadurch gewoͤhk alle deine Shiwerde, das alles gut zu finden, was dein Rathh er und aütiſtiifur mich gut gefunden hat; daß ich mit jeder rauen, daß ohLage meiner aͤußern Umſtaͤnde, darinn mich deine n, was nir n Vorſehung ſetzt, von Herzen zufrieden ſey, und et hat, vienſimmer mehr nur das wuͤnſchen und wollen lerne, nufte, d ſtlkwas mit deinem heiligen und unverbeſſerlich gugY rüͤrde, dazl wken Willen uͤbereinſtimmt. Mache es mir immer du mir ur,einleuchtender, daß das wahre Gluͤck an nichts as nirt äͤußerliches gebunden, ſondern allein in einem etwa zum N rechtſchaffen dir ergebenen Herzen zu finden ſey. aagenwiridt Und mit ſolchem Herzen gib daß ich dich in jedem V alr unnat Zuſtande meines Lebens ehre, ſo werde ichh es 1 nd. Aw gewis auch in der Folge aus eigener Erfahrung tperkennen lernen, was ich dir jetzt noch zum Theil ber u glauben muß: daß alle deine Wege mit mir lau⸗ ſi ter Guͤte und zu meinem wahren Wohl noͤthig drkan, nä ſind. Amen. 9° 2 Phil. —— ———— — 2. 8—— ———.,* 580 Erweckung zum Vertrauen auf GOtt. Phil. 4, I1. 35 ſabs gelernet, bey welchen ich bin, mir genuͤgen zu aſſen. 1— Erweckung zum Vertrauen auf GOtt. Pſ. 37, 5. Befiehl dem HErrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wirds wohl machen. Mein Auge iſt zu kurzſichtig, als daß ich das erforſchen und vorherſehen könnte, was mir liche Nacht deckt mein noch kuͤnftiges hieſiges Schickſal. Aber auch hier biſt du, o Gott, mit deiner vaͤterlichen Vorſehung mein Licht und meine Hoffnung. Meine ganze Zukunft iſt ja auch in deinen Haͤnden: und koͤnnte ſie wohl in beſſern Haͤnden ſeyn, als in den Deinigen? Wer weiß ſo gut, was mir nuͤtzlich iſt, als du? Und wer ſiebt mich treuer und weiſer, als du, Herr aller Zeiten und Dinge? Und ich ſollte von dir nicht immer das Beſte erwarten? Ja, wenn ich dich nur liebe und dem Guten nach deinem Willen nachſtrebe, ſo wirſt du alles in meinen kuͤnftigen Begegniſſen auch ſo erfolgen laſſen, wie es mein wahres Beſte erfordert. So viel ich vom irrdiſchen Gut bedarf, wirſt du mir zu⸗ 1 zuwenden wiſſen; wo mir Demuͤthigung und Pruͤfung, wo mir Widerwaͤrtigkeit und Erleich⸗ terung derſelben, wo mir Freude und Erquickung, Huͤlfe und Beyſtand noͤthig iſt, da wirſt du ge⸗ 3 wis noch in der Folgezeit bevorſteht. Undurchdring⸗ 1 41 zrwekord rich ft nd in dein am zuträͤg wein Va e Wiish wingülich ſ nit weiner tigen? uf dch, mit dewi dten wil Ende weit ze Grune Beſtes.. Kelung al nd wie er yn, wen. derzen ge hauf dic bin bis ller Zufre ir zur e in zaEchar ſa en Henn r Gut, — nic ſn 12. und geunſt 1 in mein 9 N au d „tsn, Ri etrauen auf 1 II. en ich din, nin ck u ng n auf Gdi „5. und hoffe cuf in ſichlig, als di rſehen könnte,n orſteht. Unden noch küͤnftiges er biſt du, v khung mein de te ganze Zakun und könnte fer in den einige glich it, abs d weiſer, aſb Und ich ſole twarten! A en Guten nut ft du olek ic ſo ufbe ——— — — Bertrauen auf GOtt. Erweckung zum wis ſie mich finden laſſen, und g Art und in dem Maaß finden laſſen, wie es fuͤr mich am zutraͤglichſten iſt. Denn deine Vorſe⸗ hung, mein Vater, regieret alles mit unverbeſ⸗ ſerlicher Weisheit und Gute. Was ſollte ich denn aͤngſtlich ſorgen, und mich wegen der Unge⸗ wisheit meiner kuͤnftigen Erfahrungen muthlos beunruhigen? Alle meine Sorgen werfe ich ge⸗ troſt auf dich, mein Gott, denn du ſorgeſt fuͤr mich mit der weiſeſten Liebe. Ja, wenn du mich auch todten willſt, ſo will ich doch auf dich hoffen. Das Ende meines hieſigen Lebens iſt doch nicht die letzte Graͤnze deiner vaͤterlichen Fuͤrſorge fuͤr mein Beſtes. Da hebt ſich vielmehr die voͤllige Entwickelung aller meiner zeitlichen Schickſale an: und wie erwuͤnſcht und freudig wird ſie fuͤr mich ſeyn, wenn ich hier vor dir mit rechtſchaff⸗ nem Herzen gewandelt, dich kindlich geliebt, kindlich auf dich gehoft habe, und dir treu ge⸗ blieben bin bis in den Tod. Dann wirſt du mich mit voller Zufriedenheit ſaͤttigen; und ich werde es, mir zur ewigen Freude, empfinden, daß keiner zu Schanden wird, der auf dich mit recht⸗ ſchafnem Herzen harret. Mache du mich denn, mein Gott, dieſer Gluͤckſeligkeit theilhaftig. Lehre mich in allen Faͤllen meines Lebens dir folgen, und dann auch bey allen Finſterniſſen der Zukunft auf deine Guͤte warten. Erfuͤlle immer mein Herz mit dem Frieden und der Freu⸗ de, die aus dem Glauben an deine Vaterhuld kommt, daß ich völlige Hoffnung zu dir haben Oo 3 möge, —-—— 581 ‧ erade auf die — V Göot un 582 Gebet um rechte Todesbereitung. V moͤge, durch die Kraft des heiligen Geiſtes. in dandi Amen. de zeten galete Pſ. 62, 2. 3. Fälln n 4 Meine Seele iſt ſtille zu GOtt, der mir hift. Denn er was dul⸗ iſt mein Hort, meine Huͤlfe, mein Schutz, daß mich kein diſte Aübereitun Fall ſtuͤrzen wird, wie groß er iſt. iner etfreulie b n lict unte Gebet um rechte Todesbereitung. ts ſe hiffung 8 Pſ. 39, 5. en ger, do di Herr lehre doch mich, daß es ein Ende mit mir haben 1 NAn fann. 6 muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß.. Ende melt Ieder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick, s un aid, de den ich zuruͤcklege, bringt mich meinem Tode gen aufſche immer naͤher; und was iſts, das ich hier noch aun mir g. zu leben habe? Herr, lehre mich meine Hinfaͤl⸗ nTode alles ligkeit mit Ernſt bedenken, damit ich weislich Wwahre mich die Zeit anwende, welch deine Guͤte mir hier noch(hder⸗ häng zu meinem Beſten gönnet! Dn haſt mich nicht ei ſus der fuͤr die wenigen Tage beſtimmt, die ich hier zu⸗ i geße ſo brat bringe; ein andres und nicht aufhörendes Leben h nricliſ ſteht mir nach deiner Anordnung bevor; und wie ſiüct meh viel hat das nicht auf ſich, da ich eben in dem⸗ e e, E ainm ſelben empfangen ſoll, nachdem ich gehandelt a dmn diſe 1 habe, es ſey gut oder böſe! Preis, Ehre und i ſir kein T unvergaͤngliches Weſen wirſt du da nur denen n ſaen gang geben, die dich hier lieben und Gutes thun ler⸗ u Gäſte ſ, nen; Truͤbſal und Angſt aber uͤber alle Seelen u untwiß und kommen laſſen, die den Suͤnden ergeben ſind und in heſcerty Boͤſes thun. Laß mich dieſen genauen und wich⸗ ſehinüben tigen Zuſammenhang des jetzigen Lebens mit dem und in we zukunftigen ſtets vor Augen haben, und erwecs 8 ſauch de mi b — Whanm Gebet um rechte Todesbereitung. 783 des hillgn mich dadurch zur ernſtlichen Sorgfalt in einer dir 123 ergebenen guten Geſinnung gewiſſenhaft das in ,, der allen Fällen meines hieſigen Lebens zu beobach⸗ hi Eu ten, was vor dir recht iſt. Dies iſt die einzige Fer iſ. würechte Zubereitung zu einem ſeligen Tode, und zu einer erfreulichen Ewigkeit; und die laß mich Tihecber, doch nicht unbedachtſam, oder verfuͤhrt durch esbaeim falſche Hoffnungen, verſaͤumen, und das um ſo 9,—* weniger, da dieſe Verſäumniß durch nichts erſetzt zen bwenrwerden kann. Schneller, als ich es denke, kann eudihudas Ende meines zeitlichen Lebens kommen. nde, ſede AuDarum gib, daß ich das nie auf den ungewiſſen ringt mich uin Morgen aufſchiebe, was nach deinem Willen noch iſte, das ihtheute von mir geſchehen kann und ſoll. Und da ehre mich minſ ich im Tode alles Irrdiſche gewis verlaſſen muß, in, danit itſo bewahre mich, daß ich an nichts Zeitliches deine Gütenetemein Herz haͤnge, und mir dadurch meinen Ab⸗ t! Da hakn ſchied aus der Welt ſchwer mache. Lehre es mich fimnt, deitt vielmehr ſo brauchen, daß ich es mit gutem Ge⸗ nicht aufhämng wiſſen zuruͤcklaſſen, und auch dann noch, wenn ronung beretr ich es nicht mehr haben kann, mich ewig freuen H, da ich hai könne, es einmal gehabt zu haben. Hilf mir nachdem ich nach denen beſſern Guͤtern der Seele trachten, ſel Pris, die mir kein Tod rauben kann, und regiere mich vift du un in meinem ganzen noch uͤbrigen Leben mit deinem nund Gutsn guten Geiſte ſo, daß ich eine Seele voll deiner aber über i Erkenntniß und Liebe, gereinigt von Suͤnden, ünden trgti und verſichert von deiner Gnade, aus dieſer Welt jeſen enauna in jene hinuͤbernehmen koͤnne. Zu was fuͤr einer ſtigeninen Zeit und in welchen aͤußerlichen Umſtaͤnden mich erſhe,u dann auch der Tod treffen moͤge, ſo wird er in Oo 4 ſolcher —— —— — 584 Demuͤthigung vor GOtt in Krankheit. ſolcher Verfaſſung allemal Gewinn fuͤr mich ſeyn. Und dazu hilf mir nach deiner Barmherzigkeit durch Chriſtum. Amen. Pſ. 90, 12. daß wir klug werden. Demuͤthigung vor GOtt in Krankheit. Hiob 2, 10. Haben wir Gutes empfangen von GOtt, und ſollten das Boͤſe nicht auch annehmen? Nun erfahre auch ich es in der That, mein Gott, was der Menſch iſt, wie hinfaͤllig und wie leicht ſeine Geſundheit und Kraft dahin iſt! Aber Dauk ſey dir, daß ich weis: du koͤnneſt nie deinen ſchwachen Geſchoͤpfen zu viel auflegen, du habeſt auch jede Laſt der Krankheit gemaͤßi⸗ get, daß ſie ertraͤglich ſey, und du werdeſt auch dieſe Veraͤnderung mir zum Beſten dienen laſſen. Was ſollt ich alſo unruhig klagen oder aͤngſtlich ſorgen? Was kann ich beſſeres thun, als zu dir aufſehen, dem Gott, der da hilft, und der es nie boͤſe meinen kann. Du haſt mich bisher ſo väͤterlich geleitet, mir ſo manche Freude geſchen⸗ ket, und mehr Gutes an mir gethan, als ich bitten und verſtehen konnte. Auch mit alle dem, was mir jemals Leid, Unruhe oder Schmerz ver⸗ urſachet hat, haſt du es immer weislich gewendet. Gott, das alles erkennet meine Seele wohl! Ich bin zu gering aller deiner Barmherzigkeit, und meine Seele iſt ſtille zu dir, ohne deſſen Willen und dewüüſth G ſeituns m s duſtdu w an Fantbaten, 1e, Füge . lusgang! HErr, lehre uns bedenken, daß wir ſterben muͤßen, auf„ 4 iiche Wil 5 1 für mich! 2n ſeyn mögt en her, dus! ei lich! Auf n irrer diele ſen e Ecligkeit dſieſe Zeit b u hen mir ve 1n P zum Gute d wäne Rebe dn ich mein He 82 15 33 dn ken geſucht! 3 dn, und n t u(bung get *4 Plegung, d t ſich ſe wed 1 fne Kei te pgdliums tn f. Auch 5 dann e ſerfahren l ————————— — tti Keß Demuͤthigung vor Gott in Krankheit. 585 miiminnund Leitung mir nichts begegnen kann! Auch Bandas wirſt du wohl machen. Staͤrke mich in die⸗ ſem dankbaren, dir ergebenen und vertrauenden Sinn. Fuͤge ſonſt es mit der Dauer und mit aß vir fee izdem Ausgang meiner Krankheit, wie es dein vaͤterlicher Wille iſt. Ich weis nicht, welches or in Vwi beſſer fuͤr mich und meine Verbindungen in der Welt ſeyn mögte, ein langes oder kurzes Kran⸗ . fenlager, das Leben oder der Tod. Waͤhle du en Eott, mtfur mich! Auf dich trau ich! Nur lehre mich V in meiner vielleicht noch ganz kurzen Lebenszeit, b* 12. gin de e meine Seligkeit mit ganzem Ernſt ſchaffen. Wie ſch it, neſich dieſe Zeit bisher angewendet habe; wie ich dheit und autmit den mir verliehenen Kraͤften und Gelegen⸗ 1 ich weis: heiten zum Guten umgegangen bin; wie ich gegen opfen zu vilnt alle meine Nebenmenſchen geſinnt geweſen bin; der Kranthetn wie ich mein Herz und mein Leben rein von la⸗ und du wat ſterhaften Neigungen und Gewohnheiten zu be⸗ Beſten ian wahren geſucht habe; wie werth mir die Religion gklagen ori geweſen, und wie treu ich in ihrer Erkenntniß 1 ſeres thun h und Uebung geweſen bin: das iſt die ernſthafte da hilft, wh Ueberlegung, die ich jetzt anzuſtellen habe. Gib, du hat mont daß ich ſie weder ſcheuen noch leichtſinnig damit nanche Froln zu Ende eilen, und mir die Tröſtungen des mir gethen!“ Evangeliums Jeſu Chriſti faͤlſchlich zueignen „Auch nih moͤge. Auch fuͤr mich iſt freylich bey dir viel uhe oder Shh Vergebung; auch mir willſt du Barmherzigkeit ner weislchee wiederfahren laſſen. Es iſt doch aber auch gar eite Stcleent zu gewis, daß ich mit den Geſinnungen, die ich Bauugerich mit mir aus dieſer Welt nehme, in der zukuͤnf⸗ 7, onegit tigen fortleben werde, und wie meine Ausſaat Oo 5 iſt, — — ———— 586 Demuͤthigung vor GOtt in Krankheit. iſt, ſo auch die Erndte fuͤr mich ſeyn wird. Stets⸗ ſey mir alſo der Zuruf Jeſu Chriſti erinnerlich:: Selig ſind, die reines Herzens ſind, die Fried⸗ fertigen, die Sanftmuͤthigen, die ein aufrichti⸗ ges Verlangen haben, gut zu ſeyn, und ſo nach der Gerechtigkeit hungern und duͤrſten! Das erwecke mich, mein Herz von allem dem loszu⸗ reiſſen, was es noch an das Irrdiſche feſſelt, noch ſo viel Gutes zu thun, als ich kann, und allen um mich her durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch frohe Erwartung des Zu⸗ kuͤnftigen erwecklich zu werden. Dann troͤſte mich, o Gott, deine Liebe; dann ſey mir die Nacht des Grabes nicht fuͤrchterlich; dann laß mich in der ruhigen freudigen Geſinnung behar⸗ ren: Herr, ich warte auf dein Heil! Amen. 2 Cor. 4, 17. Unſre Träbſal, die zeitlich und leicht iſt, ſchaffet eine ewige und uͤher alle Maaße wichtige Herrlichkeit. Gebet bey Sterbenden. Pſ. 30, 7. Wie gar nichts ſind doch alle Menſchen! Vater und Herr unſers Lebens! wir danken dir von Herzen fuͤr alle Barmherzigkeit, die du dieſem Sterbenden vom Anfang ſeines Lebens bis auf dieſen Augenblick erwieſen haſt; und faſſen die Zuverſicht, nach dem herrlichen Evangelium Jeſu Chriſti unſers Herrn, du habeſt ihn nicht blos fuͤr dieſes kurze Leben geſchaffen, ſondern werdeſt auch an ihm deine barmherzige Abſichten in Got bed Evictit ale tzen und a daſener Ea in gedderes d üſt von heſeren Let and ſch al Je vnterwaf dem ſteis ds uns dond clicher Hiff ds und fir eit und Ern bewahren. wit uns a uden dies ine Gnade nd Zuver ünem ma dn ſn leben * ät kom 1 ff Enan, 2r gen und 4. 3 wird 8 ſfen zu ſe s pnn dwig ——— Gebet bey Sterbenden. retanemm der Ewigkeit vollenden. Erleichtere ihm die erzns neSchmerzen und Bangigkeiten des Todes, und wigen, d belebe in ſeiner Seele die Ruhe des Geiſtes, der u u ſeinauf dein groͤßeres Heil in der Ewigkeit wartet. 3 uſ Erloͤſe ihn ſo von allem Uebel, und hilf ihm aus dizu dem beſſeren Leben, wo kein Wechſel mehr in alenmſeyn, und ſich alles Leid in Freude verkehren asInniſceſſwird. is ich kan, Wir unterwerfen uns in der Trennung von nd, darh emihm deinem ſtets guten Rath und Willen, und he Ervutnerheben uns von dieſem niederſchlagenden Anblick W 4 Bott n gu⸗ wetden. Humenſchlicher Hinfaͤlligkeit zu dir, der du alles te dam ſzmit uns und fuͤr uns wohl macheſt. Gib uns fürchterlih;Weisheit und Ernſt einen heilſamen Eindruck da⸗ igen Geſtnm von zu bewahren. Lehre uns wohl bedenken, dein Heil hdaß es mit uns allen auch einmal, fruͤher oder „,n. ſpaͤter, dahin kommen wird, wo uns alle Güter eich ſt,tenn und Freuden dieſer Welt nichts helfen, ſonder e henicht nur deine Gnade und ein gutes Gewiſſen uns 1 Troſt und Zuverſicht geben kͤnnen. Mache uns 4 gerbenden dies zu einem maͤchtigen Antrieb, ſtets in deiner ,7 Furcht zu leben, damit wir, wenn nun auch aä ale Wit unſre Zeit kommt, dieſes uns allen beſtimmte V eebens! wi Ziel auf Erden, mit wahrhaftig chriſtlichen Ge⸗ zarnhenuit ſinnungen und Hoffnungen erreichen mögen. Anfang fin Amen. kirſitn S Eo ura Winn em en 4 twieſen„DOer Hérr wird mich erloͤſen von allem Uebel, und mir V herrlichn ein aushelfen zu ſeinem himmliſchen Reiche; Welchem ſey du hohett Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Erwe⸗ — ÿꝑ—— V 2 588 1 Erweckungen und Lebensregeln aus Ernecun e 44 der heiligen Schrift. re it aubeteg. 1) Betrachtung GOttes. Jerem. 9. v. 24. Wer ſich ruͤhmen will, der ruͤhme ſich deß, daß er mich wiſſe und kenne. Roͤm. 1. v. 20. Gottes unſichtbares Weſen, das iſt ſeine ewige Kraft und Gottheit wird erſe⸗ hen, ſo man das wahrnimmt an den Werken, naͤmlich an der Schoͤpfung der Welt. Pf. 147. v. 5. unſer Herr iſt groß und von großer Kraft, und iſt unbegreiflich, wie er regieret. Pſ. 104. v. 24. Herr, wie find deine Werke ſo groß und viel! Ou haft ſie alle weislich ge⸗ ordnet, und die Erde iſt voll deiner Guͤter. Jer. 10. v. 6. 7. Dir, Herr, iſt niemand gleich. Du biſt groß und dein Name iſt groß, und kannſts mit der That beweiſen. Wer ſollte dich nicht fuͤrchten du Koͤnig der Voͤlker? Dir ſollte man ja gehorchen. Jeſ. 63. v. 16. Du, Herr, biſt unſer Vater und unſer Erloͤſer; von Alters her iſt das dein Name. Joh. 17.v. 3. Das iſt das ewige Leben, daß ſie dich, Vater, der du allein wahrer Gott biſt, und den du geſandt haſt, Jeſum Chriſtum,“ erkennen. 2) Verehrung GOttes uͤberhaupt. B. M. 17.v. 1. Der Herr ſprach zu Abra⸗ ham: Ich bin der allmaͤchtige Gott; wandele vor mir und ſey fromm. Joh. ln 1Gn an üthis ſeht 61 Sal. 21. amn lebete 8.15.0.8. 2n dob iht d 1 I. 12, d. G do dl dſey, vil tn 1 1.10,9.) uithut, ſo 1 11 th dich, bllte. 49... 4 Hund was ao dr 1 6„vas 2 1ab. v. in e ich ih hieh — —— Erweckungen und Lebensregeln. 589 Cebenitg Joh. 4. v. 24. Gott iſt ein Geiſt, und die en Suſt.)u anbeten, die muͤſſen ihn im Geiſt und in der ur Bahrheit anbeteen. gGons Micha 6. v. 8. Es iſt dir geſagt, Menſch, er ſch kühnapas gut iſt, und was der Herr von dir fordert: er mich wſewaͤmlich Gottes Wort halten, und Liebe uͤben, tes unſihhatnd demuͤthig ſeyn vor deinem Gott. tund Gottzett Spr. Sal. 21. v. 3. Wohl und recht thun iſt nimmt an bem Herrn lieber, denn Opfer. V ngde A Joh. 15. v. 8. Darinn wird mein Vater gcx. er Hetr iſ gehret, daß ihr viel Frucht bringet. geſlic,rin. Röm. 12. v. 1. Begebet eure Leiber zum 3 Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohl⸗ r, wie fid dn= A, d G V haf dangefälli ſey, welches ſey euer vernuͤnftiger Gott vole dimikesdienſt. 0. hen, irime 1 Cor. 10. v. 31. Ihr eſſet oder trinket, oder un⸗ ſ uwas ihr thut, ſo thut es alles zu Gottes Ehre. Mr ſlt) Jälker? Dr 3) Lob GOttes. Herk, bitn Pſ. 63. v. 6. Das waͤre meines Herzens Freude,— Alers hrihwenn ich dich, o Gott, mit froͤlichem Munde loben ſollte. ſt das ewileh Pſ. 103. v. 1. 2. Lobe den Herrn, meine alein nate’ Seele, und was in mir iſt, ſeinen heiligen Na⸗ at, giiw men. Lobe den Herrn, meine Seele, und ver⸗ giß nicht, was er dir Gutes gethan hat. „le Pſ. 146. v. 2. Ich will den Herrn loben, Ones itehn ſo lange ich lebe, und meinem Gott lobſingen, er hert eut weil ich hie bin. jchtige Ge rachtige Gen g Pan⸗ — —— Erwecle 590 Erweckungen und Lebensregeln. b 4) Dankbarkeit und Liebe gegen GOtt. unin nig 5 Pſ. 92. v. 1. Es iſt ein köſtlich Ding, dem e Da fu Herrn danken und lobſingen deinem Namen, du itt r Hoͤchſter. M ſelden. Pſ. 116. v. 12. Wie ſoll ich dem Herrn ver⸗ gelten alle ſeine Wohlthat, die er an mir thut? 6) v Pſ. 106. v. 1. Danket dem Herrn, denn er iſt freundlich, und ſeine Guͤte waͤhret ewiglich. 1.v. Eph. 5. v. 20. Saget Dank allezeit fuͤr alles uneiſt affih Gott und dem Vater in dem Namen unſers Herrn z,v. 2. Jeſu Chriſti. it hau Go Matth. 22. v. 37.38. Du ſollt lieben Gott, fet den her deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer d ſun Seele und von ganzem Gemuͤthe. Das iſt das 3..6. vornehmſte und groͤſte Gebot. 1 Joh. 4. v. 9. 19. Darinn iſt erſchienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott ſeinen einge⸗ bohrnen Sohn geſandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben ſollen. Laſſet uns ihn lieben, denn er hat uns erſt geliebet. 1 Joh. 5. v. 3. Das iſt die Liebe zu Gott, daß wir ſeine Gebote halten, und ſeine Gebote find nicht ſchwer. 5) Unterwerfung und zufriedenheit. 1 Sam. 3. v. 18. Er iſt der Herr; er thue, was ihm wohlgefaͤllt. Luc. 22. v. 42. Vater, nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe. Phil. 4. v. 11. 12. Ich habe gelernet, bey welchen ich bin, mir genugen zu laſſen. Ich kann den diſt; me d nffſt. J et 1 hl anr ten Sal. 3. „hen ſr ganze t ſe Verf 108 fen Weg h.*.7. n den h afr ſt it⸗ ... 4e heie 121 6§ed. nner —————a —— 3 —— dauut Erweckungen und Lebensregeln. 591 den Rgn bzann niedrig ſeyn und kann hoch ſeyn. Ich bin 13 ſflih un allen Dingen und bey allen geſchickt, beyde en deinn guſatt ſeyn und hungern, beyde uͤbrig haben und b Mangel leiden. ollic dm on 1” t, die er an me et dem Hen, 6) Vertrauen auf GOtt. iu pſ. 32. v. 5. Beſiehl dem Herrn deine Ggge ngan iund hoffe auf ihn; er wirds wohl machen. dn unſ Pſ. 73. v. 28. Das iſt meine Freude, daß Dr llttnich mich zu Gokt halte, und meine Zuverſicht n pein, m ſete af den Herrn Herrn, und verkündige alle 1an Adein Thun. genith N8. Pſ. 13. v. 6. Ich hoffe darauf, daß du ſo ſtat. gnaͤdig biſt; mein Herz freuet ſich, daß du f arnn it uſta gerne hilfeſt. Ich will dem Herrn ſingen, dga tin deWh Spr. Sal. 3. v. 5. 6. Verlaß dich auf den ee Herrn von ganzem Herzen, und verlaß dich nicht et. auf deinen Verſtand; ſondern gedenke an ihn auf tdie Licen allen deinen Wegen, ſo wird er dich recht fuͤhren. tn, undfr? Jer. 17. v. 7. Geſegnet iſt der Mann, der ſich auf den Herrn verlaͤßt und der Herr ſeine rſicht iſt. d zuſtiedenhe Weerfuht i 24. Der Herr iſt mein Theil, ſtder he;! ſpricht meine Seele; darum will ich auf ihn V hoffen. „rict nin 1 Pet. 5. v. 7. Alle eure Sorge werfet auf 1 Gott, denn er ſorget fuͤr euch. c habe gel uin uw lft ——— —— 59²2 Erweckungen und Lebensregeln. 7) Beruhigung im Leiden. Pſ. 43. v. 5§. Was betruͤbſt du dich, meine Seele, und biſt ſo unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angeſichts Huͤlfe und mein Gott iſt. Pſ. 57. v. 2. Sey mir gnaͤdig, Gott, ſey mir gnaͤdig; denn auf dich trauet meine Seele, und unter dem Schatten deiner Fluͤgel habe ich Zuflucht, bis das Ungluͤck voruͤber gehe. Hoſ. 6. v. 1. Kommt, wir wollen wieder zum Herrn; denn er hat uns zerriſſen, er wird uns auch heilen; er hat uns geſchlagen, er wird uns auch verbinden. 1 Pet. 4. v. 19. Welche da leiden nach Got⸗ tes Willen, die ſollen ihm ihre Seelen befehlen, als dem treuen Schoͤpfer, in guten Werken. 8) Pflicht und Troſt des Gebets. Pſ. 27. v. 8. Mein Herz haͤlt dir vor dein Wort: ihr ſollt mein Antlitz ſuchen; darum ſuche ich auch, Herr, dein Antlitz. Pſ. 6§. v. 2. Gott du erhoͤreſt Gebet; darum kommt alles Fleiſch zu dir. Pſ. 62. v. o. Hoffet auf Gott allezeit, lieben Leute; ſchuͤttet euer Herz vor ihm aus. Gott iſt unſere Zuverſicht. Eph. 5. v. 18. Betet ſtets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geiſt, und wachet dazu mit allem Analten und Flehen. Phil. 4. v. 6. In allen Dingen laſſet eure Bitte im Gebet und Flehen mit Dankſagung vor Gott kund werden, Jae⸗ Eweck b 5 5 91 3 33 ) 42 797. v. I. 4 4 Erdreic F 331. d.§. 1 bülch über H.100. v. I. kommt vot 1 hil.4.d.4 2 und aber Töstigkei ſhaffenen ſtth..h.2 ſ gen: Her an ſſondern d n Himme hins ung voch e he, der d ſet 1. d. ts(und raich 8 ————— Erweckungen und Lebensregeln. 593 —* —— d lebenara 4 ng im Leide 71 Jac. 5. v. 13. Leidet jemand unt Leiitmde Jae 5. v. 13 idet j er euch, der Rg in mr ae““ hm vog dank. 9) Freude an GOtt. 8 nne Pſ. 97. v. 1. Der Herr iſt Koͤnig; deß freue c nu ſn bſich das Erdreich. Kiunien Pſ. 31. v. 8. Ich freue mich, Herr, und* N Jünſibin froͤlich uͤber deiner Gute. ic vorüber h. Pſ. 100. v. 1. Dienet dem Herrn mit Freux- jwit wolenneden; kommt vor ſein Angeſicht mit Frolocken. V jzerriſſen, ee Phil. 4. v. 4. Freuet euch in dem Herrn alle⸗ geſchlagn, guwege, und abermal ſage ich: freuet euch. che da laddn n d m ihr Salnt 10) Thaͤtigkeit der Religion in einem recht⸗ e, in guten W ſchaffenen Leben und Verhalten. 3 444 2 2 geoſt ds Ghn Matth. 7. v. 21. Es werden nicht alle, die zu b detz hät inmir ſagen: Herr, Herr, ins Himmelreich kom⸗ 1 Antlitz ſuhn men; ſondern die den Willen thun meines Va⸗ in Antiz,. ters im Himmel. rerhöreſtb’h Gal. 5. v. 6. In Chriſto Jeſu gilt weder Bef dir. ſchneidung noch Vorhaut etwas, ſondern der auf Gott ale Glaube, der durch die Liebe thaͤtig iſt. z vor ihn n. 2 Pet. 1. v. 5. So wendet nun allen Fleis dran, und reichet dar in eurem Glauben Tugend. ſiis in aln 1 Joh. 3. v. 7. Kindlein, lafſet euch niemand in Geit, n verfuͤhren. Wer recht thut, der iſt gerecht. vond Fſeka. Eph. 5. v. 9. Wandelt wie die Kinder des len Dinan“ Lichts. Die Frucht des Geiſtes iſt allerley Guͤ⸗ en mit Donih tigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. Pp. Ige. —— Erwec 594 Erweckungen und Lebensregeln. Jac. 2. v. 18. 26. Zeige mir deinen Glauben 94 ree.d3 mit deinen Werken. Denn gleichwie der Leible und mmeti ohne Geiſt todt iſt, alſo auch der Glaube ohne ſin Hand, un Werke iſt todt. Jeu t und T ve 11) Liebe des Naͤchſten uͤberhaupt. ,3,b 1e it fter Mal. 2. v. 10. Haben wir nicht alle Einen ſi 1 6 Vater? Hat uns nicht Ein Gott erſchaffen?.7 d. 2¹ Röoͤm. 12. v. 10. Die bruͤderliche Liebe un⸗ e ſondern! tereinander ſey herzlich. t atth.*d. Phil. 2. v. 1. 2. Iſt bey euch Ermahnung in ie Leute Chriſto, iſt Troſt der Liebe, iſt Gemeinſchaft des Geiſtes, iſt herzliche Liebe und Barmherzigkeit, ſo erfullet meine Freude, daß ihr Eines Sinnes ſeyd, gleiche Liebe habt, einmuͤthig und einhel⸗ 1 lig ſeyd! ſtin. z0 3 Jac. 2. v. 8. So ihr das koͤnigliche Geſetz 1das. 3 vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Naͤch uunchm. 1 ſten, als dich ſelbſt, ſo thut ihr wohl.(e. s.b. 1 1 Cor. 13. v. 13. Nun bleibet Glaube, Hoff⸗ e ſer hit nung, Liebe, dieſe drey; aber die Liebe iſt die i dirg groͤßeſte unter ihnen. pdutt 1 Joh. 3. v. 18. Laſſet uns nicht lieben mit e⸗ wet Worten und mit der Zunge, ſondern mit der d Winen N 1 That und mit der Wahrheit. o ien nic * s r.. D r. Stl 12) Serechtigkeit und Billigkeit. 5 enn 1 is ſange. Spr. Sal. 21. v. 15. Es iſt dem Gerechten 8e eine Freude, zu thun, was pecht iſt. i A△ d 7 ded Jer. V Lbensteg ge mir deineng enn glaichre auch der Glan chſten ubethnun b wir nicht alee in Gatt keſchafe bruüͤderliche h ey euch Ermnſer e, iſt Gemauſte eund Barnien daß ihr Einge einmüͤthig un „das köviglch t: Liebe deine put ih vol bleibet Glaut aber die lt t uns ritſ inge, ſonden! ——x— —— Erweckungen und Lebensregeln. Jer. 22. v. 3. Haltet Recht und Gerechtig⸗ keit, und errettet den Beraubten von des Fre⸗ vlers Hand, und ſchindet nicht die Fremdlinge, Waiſen und Wittwen, und thut niemand Ge⸗ Hab. 3. v. 6. Wehe dem, der ſein Gut mehret mit fremdem Gut! Wie lange wirds waͤhren? 3 Joh. 7. v. 24. Richtet nicht nach dem Anſe⸗ hen, ſondern richtet ein recht Gerichte. Y Matth. 7. v. 12. Alles, was ihr wollet, daß b — euch die Leute thun ſollen, das thut ihr ihnen. 13) Aufrichtigkeit. 1 Chron. 30. v. 17. Ich weis, mein Gott, daß du das Herz pruͤfeſt, und Aufrichtigkeit iſt dir angenehm. Pſ. 15. v. 1.2. 3. Herr, wer wird wohnen 4 in deiner Huͤtte? wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge? Wer ohne Wandel einher ge⸗ I het und recht thut und redet die Wahrheit von Herzen, wer mit ſeiner Zunge nicht verlaͤumdet, und ſeinem Naͤchſten kein Arges thut und ſeinem Kaͤchſten nicht ſchmaͤhet. Spr. Sal. 12. v. 19. Wahrhaftiger Mund beſtehet ewiglich; aber die falſche Zunge beſtehet nicht lange. Sachar. 8. v. 16.17. Das iſts, das ihr thun ſollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit Pp 2 und ͤhöööö—eee 596 Erweckungen und Lebensregeln. und richtet recht, und denke keiner kein Arges in ſeinem Herzen wider ſeinen Nächſten, und liebet nicht falſche Eide; denn ſolches alles haſſe ich, ſpricht der Herr. Eph. 4. v. 25. det die Wahrheit, ein jeglicher mit ſeinem Naͤch⸗ ſten, ſintemal wir untereinander Glieder ſind. Jac. 4. v. 11. Afterredet nicht untereinander, lieben Bruͤder. 14) Theilnehmung an anderer Schickſal. Roͤm. 12. v. 15. Freuet euch mit den Froͤli⸗ chen und weinet mit den Weinenden. Phil. 2. v. 4. Ein jeglicher ſehe nicht auf das Seine(allein,) ſondern(auch) auf das, was des andern iſt. 15) Mitleiden und Wohlthaͤtigkeit. Luc. 6. v. 36. Seyd barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig iſt. Col. 3. v. 12. Ziehet an, als die Auser⸗ waͤhlten Gottes, herzliches Erbarmen. Spr. Sal. 3. v. 27. Wegere dich nicht, dem Duͤrftigen Gutes zu thun, ſo deine Hand von Gott hat ſolches zu thun.. Gal. 6. v. 10. Als wir denn nun Zeit haben, ſo laſſet uns Gutes thun an jedermann, 8 V Leget die Luͤgen ab, und re⸗ erwe — 58. v. 15 d, und d 91 18; ſ du 4 zuch dich n latth. 25. at0 habt E 1 l. 6.v. 1. rn don iner wieder zut fat... dn reach irr nd bekehre nn Süͤnder b 2n Ddges, d 1w, und wi 4 1 bensregen un ſolches a Lügen ab, n her mit ſineng ander Glidn nicht unterane anderer Schiait euch wit d Weinenden. her ſehe richte G)) auf das, n wohltharigii armhetzig, h tzig it. an, als R Exbarmen. egete dich ſo deiteo dnn vunzi an ſederman ———— — M——— Erweckungen und Lebensregeln. 592 Eſ. 58. v. 7. Brich dem Hungrigen dein Brodt, und die, ſo im Elend find; fuͤhre ins Haus; ſo du einen nackend ſieheſt, ſo kleide ihn, entzeuch dich nicht von deinem Fleiſch. Matth. 25. v. 30. Jeſus ſpricht: Was ihr gethan habt Einem unter dieſen meinen gering⸗ ſten Bruͤdern, das habt ihr mir gethan. Gal. 6. v. 1. Lieben Bruͤder, ſo ein Menſch etwa von einem Fehl uͤbereilet wuͤrde, ſo helfet ihm wieder zurecht mit ſanftmuͤthigem Geiſt. Jac. 5. v. 19.20. Lieben Bruͤder, ſo jemand unter euch irren wuͤrde von der Wahrheit und jemand bekehrete ihn, der ſoll wiſſen, daß, wer den Suͤnder bekehret hat von dem Irrthum ſei⸗ nes Weges, der hat einer Seele vom Tode ge⸗ holfen, und wird bedecken die Menge der Suͤnden. 16) Sanftmuth und Verſoͤhnlichkeit. Spr. Sal. 19. v. 11. Wer geduldig iſt, der iſt ein kluger Menſch und iſt ihm ehrlich(ruͤhm⸗ lich) daß er Untugend uͤberhoͤren kann. Matth. 5. v. 24. Gehe zuvor hin und verſoͤhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Röm. 12. v. 21. Laß dich nicht das Boͤſe uͤberwinden, ſondern uͤberwinde das Boͤſe mit Gutem. Matth. 6. v. 14. So ihr den Menſchen ihre Fehle vergebet, ſo wird euch euer himmliſcher Vater auch vergeben. —=— Pp 3 Lut. 22 —, 598 Erweckungen und Lebensregeln. Lue. 23. v. 34. Jeſus ſprach: Vater, vergib ihnen, denn ſie wiſſen nicht, was ſie thun. lich, herzlich; und vergebet einer dem andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Chriſto. 17) Gelindigkeit in der Beurtheilung anderer. Luc. 6. v. 37. Richtet nicht, ſo werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, ſo wer⸗ det ihr auch nicht verdammet. Röm. 14. v. 4. Wer biſt du, daß du einen fremden Knecht richteſt? Er ſtehet oder faͤllet ſeinem Herrn. Phil. 4. v. 5. Eure Lindigkeit laſſet kund ſeyn allen Menſchen. 18) Friedfertigkeit. 1 B. Moſ. 13. v. 8. Abraham ſprach zu Lot: Lieber laß nicht Zank ſeyn zwiſchen mir und dir, denn wir ſind Gebruͤder. Pſ. 34.v. 15. Suche Frieden und jage ihm nach. Spr. Sal. 12. v. 20. Die zum Frieden ra⸗ then, machen Freude. Matth. 5. v. 9. Selig ſind die Friedfertigen, denn ſie werden Gottes Kinder heißen. Röm. 12. v. 18. Iſts möglich, ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Friede. 1' ſn Aelltern 1 kern in omic 19 oſ.24. d. Hatn di Eph. 4. v. 32. Seyd untereinander freund⸗ 86 D zpr.Sal. em mah fe 8 s voll Ge im. 5. 2e Praet, der 8 irger, den 1rh..d. 2, als fi Nann. Spr. Sal. as bhntt, ſe 1 wiird. Spr. Sal. 2) vidd er die di ſt thun. fohe6 d. t zum Z0 2 ht und I 9h. 6.d. te Mättr. 1 en hat. . ,d. 3 mm gfall 1 Fpr. Sal 8 ks Vater 8 fenet edensregal⸗ rach: Vate G” 1 was ſiethe intereinande f et einer dem a n hatin gfi der Beurtheiun nicht, ſo we dammet nich, met. Lindigkeit lſt rrtigkeit. rahan ſorab zwiſchen wi Frieden undö Die zun din ſind die Ftei inder heiben wöglich, n Menſche 1 1 ' ——— Erweckungen und Lebensregeln. 19) Baͤusliche Tugenden. Joſ. 24. v. 15. Ich und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Spr. Sal. 17. v. 1. Es iſt ein trocken Biſſen, daran man ſich genuͤgen laͤſſet, beſſer, denn ein Haus voll Geſchlachtetes mit Hader. I Tim. 5.v. 8. So jemand die Seinen nicht verſorget, der hat den Glauben verlaͤugnet, und iſt aͤrger, denn ein Heyde. Eph. 5. v. 33. Ein jeglicher habe lieb ſein Weib, als ſich ſelbſt. Das Weib aber fuͤrchte den Mann. Spr. Sal. 22. v. 6. Wie man einen Knaben gewoͤhnet, ſo laͤſſet er nicht davon, wenn er alt wird. Spr. Sal. 29. v. 17. Zuͤchtige deinen Sohn, ſo wird er dich ergoͤtzen und wird deiner Seele ſanſt thun. Eph. 6. v. 4. Ihr Vaͤter, reitzet eure Kinder nicht zum Zorn, ſonders ziehet ſie auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn. Eph. 6. v. 1.2. Ihr Kindir, ſeyd gehorſam euren Aeltern, denn das iſt billis. Ehre Vater und Mutter: das iſt das erſte Gedat, das Ver⸗ heiſſung hat. Col. 3. v. 20. Ihr Kinder ſeyd gehorgam den Aeltern in allen Dingen, denn das iſt dem Herrn gefaͤllig. Spr. Sal. 10. v. 1. Ein weiſer Sohn iſt ſeines Vaters Freude, aber ein thoͤrichter Sohn iſt ſeiner Mutter Graͤmen. p 4 ſ———— ——— R öööõéõmõ— 600 Erweckungen und Lebensregeln. Col. 3. v. 22. Ihr Knechte, ſeyd gehorſan Eweckl b bm. 135 d. in allen Dingen euren leiblichen Herrn; nicht 1e ſeria, i: mit Dienſt vor Augen, als den Menſchen zu ge⸗ fallen, ſondern mit Einfaͤltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht. Alles, was ihr thut, das thut von Herzen, als dem Herrn, und nicht den Menſchen. Tit. v. 9. 10. Den Knechten ſage, daß ſie ihren Herren unterthaͤnig ſeyn, in allen Dingen zu Gefallen thun, nicht widerbellen, nicht ver⸗ untreuen, ſondern alle gute Treue erzeigen, auf Daß ſie die Lehre Gottes, unſers Heilandes, zie⸗ ren in allen Stuͤcken. 3 B. Moſ. 25. v. 43. Du ſollt nicht mit der Strenge uͤber deine Knechte herrſchen, ſondern dich fuͤrchten vor deinem Gott. Col. 4. v. 1. Ihr Herren, was recht und gleich iſt, das beweiſet den Knechten, und wiſſet, daß ihr auch einen Herrn im Himmel habt. 20) Gegenſeitige Pflichten der Obrigkeiten und Unterthanen. 1 Koͤn. 3. v. o. Salomo betete: Du wolleſt deinem Kneche geben ein gehorſam Herz, daß er dein Volk richten möge und verſtehen, was gut und boͤſe iſt. .2. v. 10. Laſſet euch weiſen, ihr Koͤnige, upd laſſet euch belehren, ihr Richter auf Erden. Spr. Sal. 20. v. 28. Fromm und wahrhaftig ſeyn behuͤten den Koͤnig, und ſein Thron beſte⸗ het durch Froͤmmigkeit. Roͤm˖ 8 nt. 20,d.25, 2r nrs it. ſöm. 3.de *. dorigkeit, 1 hrun ſeder 1s tß, den der ebühtet; 4 t, den die dit. 3.d.J. dr Obtig ☛ — 21 ſ.26.,9. 2. nich; läute . Nr. z. a en unſer 2 Cor. I.. d. Ah dan ſen wir n 3 m Hlauben t ſt iht a ſal,6..z * bwes, ſ 1 Ein — —— ——— bbenaug Erweckungen und Lebensregeln. dit hant Röm. 13. v. 4. Die Obrigkeit iſt Goktes d ahnn Dienerin, dir zu Gute. lnat nſqn Luc. 20. v. 25. Gebet dem Kaiſer, was des Ales is Kaiſers iſt. zuh nas. Röm. 13. v. 1.7. Jedermann ſey unterthan dem han, der Obrigkeit, die Gewalt uͤber ihn hat. So Pna gebet nun jedermann, was ihr ſchuldig ſevd, necten ſun, Schoß, dem der Schoß gebuͤhret, Zoll, dem der ſeyn, in alnh Zoll gebuͤhret; Furcht, dem die Furcht gebuͤhrete; widetelln, i Ehre, dem die Ehre gebühret. V te Traue erugn, Tit. 3. v. 1. Erinnere ſie, daß ſie den Fuͤrſten* unſers Halan und der Obrigkeit unterthan und gehorſam ſeyn. Du ſollt nich 21) Selbſterkenntniß. R hte herrſchn, Pſ. 26. v. 2. Pruͤfe mich, Herr, und verſuu Gott. che mich; laͤutere meine Nieren und mein Herz. , wes rchtuh. Kl. Jer. 3. v. 40. Laſſet uns forſchen und chtm, und wſh ſuchen unſer Weſen. Himmel habt. 1 Cor. 11. v. 28. 31. Der Menſch pruͤfe ſich ſelbſt, denn ſo wir uns ſelber richteten, ſo ten der Obinmn wuͤrden wir nicht gerichtet. thanen. 2 Cor. 13. v. 5. Verſuchet euch ſelbſt, ob ihh betete: An im Glauben ſeyd; pruͤfet euch ſelbſt; oder er⸗ ehorſan hi) kennet ihr euch ſelbſt nicht. 1 d verftehen,n Gal. 6. v. 3. 4. So jemand ſich laͤſſet duͤnken, er ſey etwas, ſo er doch nichts iſt, der betruͤget ſich weſſe, inn ſelbſt. Ein jeglicher aber pruͤfe ſein ſelbſt Werk. kuitnan 2²) Selbſtbeherrſchung. nd ſein Am 5 B. M. 4.v. 9. Huͤte dich nur und bewahre deine Seele. 1 Pp 5 Spr. 2 ————-—— ————— 602 Spr. Sal. 4. v. 23. Behuͤte dein Herz mit allem Fleis, denn daraus gehet das Leben. Spr. Sal. 16. v. 32. iſt, iſt beſſer, denn der Staͤdte gewinnet. Gal. 6. v. 1. Siehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſuchet werdeſt. 23) Begierung des ſinnlichen Vergnuͤgens. Pred. Sal. 11. v. 9. Freue dich, Juͤngling, in deiner Jugend, und laß dein Herz guter Dinge ſeyn und wiſſe, daß dich Gott um dies alles wird vor Gericht fuͤhren. Röm. 8. v. 13. Wo ihr nach dem Fleiſche lebet, ſo werdet ihr ſterben muͤſſen; wo ihr aber durch den Geiſt des Fleiſches Geſchaͤfte toͤdtet, ſo werdet ihr leben. 1 Pet. 2. v. 11. Lieben Bruͤder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrimme, ent⸗ haltet euch von fieiſchlichen Luͤſten, welche wider die Seele ſtreiten. Luc. 21. v. 34. Huͤtet euch, daß eure Herzen nicht beſchweret werden mit Freſſen und Saufen. Gal. 5. v. 22. Die Frucht des Geiſtes iſt Keuſchheit. Phil. 4. v. 8. tig iſt, was ehrbar, was gerecht, was keuſch, was lieblich, was wohl lautet, iſt etwa eine Tugend, iſt etwa ein Lob, dem denket nach. 24) Erweckungen und Lebensregeln.— Der ſeines Muths Herr ful 4 2 Lieben Bruͤder, was wahrhaf⸗ — Erwect 9) PM 3 31.5. Ae und e bf ad. ſaes Sal. Gn hzabet 81 th. 23. Ner d ch mtt 174b. d zich beſe Ui Krech — n huldig I.12.9. ir ſgegebe mn dweite en ſalten; 4 ein jeg 8[2. (en ſandern tt a häner ——— Erweckungen und Lebensregeln. 603 24) Beſcheidenheit und Demuth. Pſ. 131. v. 1. Herr, mein Herz iſt nicht hof⸗ fartig, und meine Augen ſind nicht ſtolz; und ich wandele nicht in großen Dingen, die mir zu hoch ſind. Spr. Sal. 11. v. 2. Wo Stolz iſt, da iſt auch Schmach; aber Weisheit iſt bey den Demuͤthigen. Matth. 23. v. 12. Wer ſich ſelbſt erniedriget, der wird erhoͤhet werden. Lur. 17. v. 10. Wenn ihr alles gethan habt, das euch befohlen iſt, ſo ſprecht: Wir ſind unnutze Knechte; wir haben gethan, das wir zu thun ſchuldig waren. Roͤm. 12. v. 3. Ich ſage durch die Gnade, die mir gegeben iſt, jedermann unter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn ſichs gebuͤh⸗ ret zu halten; ſondern daß er von ihm maͤßiglich halte, ein jeglicher, nachdem Gott ausgetheilet hat das Maaß des Glaubens. Phil. 2. v. 3. Nichts thut durch Zank oder eitele Ehre; ſondern durch Demuth achtet euch unter⸗ einander einer den andern hoͤher, denn ſich ſelbſt. Röm. 12. v. 12. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Matth. 18. v. 10. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von dieſen Kleinen verachtet. Spr. Sal. 26. v. 12. Wenn du einen ſieheſt der ſich weiſe duͤnkt, da iſt an einem Narren mehr Hoffnung, denn an ihm. 2 Cor. 10. v. 18. Darum iſt einer nicht tuͤch⸗ tig, daß er ſich ſelbſt lobet, ſondern daß ihn 3 Herr lobet.. 2 ————— ÿ— 604 Erweckungen und Lebensregeln. 25) Vaerſichtigkeit. Spr. Sal. 14.v. 8. 15. Das iſt des Klugen Weisheit, daß er auf ſeinen Weg merket. Spr. Sal. 14.v. 15. Ein Alberer glaubet alles, aber ein Witziger merket auf ſeinen Gang. Luc. 16. v. 8. Die Kinder dieſer Welt ſind kluͤger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geſchlechte. Eph. 5. v. 15. So ſehet nun zu, wie ihr vorſichtiglich wandelt, nicht als die Unweiſen,* ſondern als die Weiſen. V 1 Theſſ. 5. v. 21. Pruͤfet alles und das Gute behaltet. 26) Arbeitſamkeit. Spr. Sal. 10. v. 4. Laͤſſige Hand macht arm, aber der Fleißigen Hand macht reich. Pred. Sal. 9. v. 10. Alles, was dir vorhan⸗ den kommt zu thun, das thue friſch. Matth. 20. v. 6. Was ſtehet ihr hie den ganzen Tag muͤßig? 2 Theſſ. 3.v. 11. 12. Wir hoͤren, daß etliche unter euch wandeln unordentlich und arbeiten nichts, ſondern treiben Vorwitz. Solchen aber gebieten wir und ermahnen ſie durch unſern Herrn Jeſum Chriſt, daß ſie mit ſtillem Weſen arbeiten und ihr eigen Brodt eſſen. 27) Genuͤgſamkeit. Spr. Sal. 13. v. 7. Mancher iſt arm bey großem Gut; und mancher iſt reich bey ſeiner Armuth. Luc. ——— Lbensregel, Erweckungen und Lebensregeln. 605 hrigkeit Lut. 12. v. 17. Sehet zu und huͤtet euch vor Das if det dem Geitz; denn niemand lebet davon, daß er nen Weg merte viel Guͤter hat. nAlberer glauht’ 1 Tim. 6. v. 6. Es iſt ein großer Gewinn, auf ſeinen Gu wer gottſelig iſt und laͤſſet ihm genuͤgen. Denn inder dieſr W Geitz iſt eine Wurzel alles Uebels. des Lictz g Ebr. 13. v. 5. Der Wandel ſey ohne Geitz, und laſſet euch begnuͤgen an dem, das da iſt. icht als die nre ehet nun zu,. 28) Froͤmmigkeit und Tugend uͤberhaupt. Hiob 28. v. 28. Siehe, die Furcht des Herrn ſt alls unddut das iſt Weisheit, und meiden das Boͤſe, das iſt Verſtand. amkeit. Pred. Sal. 12. v. 13. Laſſet uns die Haupt⸗ ſge handnahe ſumme aller Lehre hoͤren; Fuͤrchte Gott und halte ſein Gebot, denn das gehöret allen Menſchen zu. acht reich. 3 les, wos d„Pſ. 119. v. 106. Ich ſchwoͤre, Herr, und zdle feiſc. wills halten, daß ich die Rechte deiner Gerech⸗ as ſtehet ir tigkeit halten will. Pſ. 37. v. 37. Bleibe fromm und halte dich zi hören, dtt recht, denn ſolchen wirds zuletzt wohl gehen. entlich und ae Jeſ. 30. v. 21. Dies iſt der Weg, denſelbigen rwitz. Selht gehet, ſonſt weder zur Rechten noch zur Linken. mi., Roͤm. 2. v. 14.15. So die Heiden, die das 4 fe dun g Geſetz nicht haben, und doch von Natur thun des ſe mit filln Geſetzes Werk; dieſelbigen, dieweil ſie das Ge⸗ dteſen. ſetz nicht haben, ſind ſie ihnen ſelbſt ein Geſetz, damit, daß ſie beweiſen, des Geſetzes Werk ſey amkeit. 9 beſchrieben in ihrem Herzen, ſintemal ihr Gewiſ⸗ Nancher it I ſen ſie bezeuget; dazu auch die Gedanken, die rit nich e ſich untereinander verklagen oder entſchuldigen. Ape 9 — V -- 606 Erweckungen und Lebensregeln. ——— Ap. Geſch. 24. v. 16. In demſelbigen(Glau⸗ ben) uͤbe ich mich zu haben ein gut Gewiſſen, beyde gegen Gott und den Menſchen. 1 Tim. 6. v. 11. Du Gottesmenſch, jage nach der Gerechtigkeit, der Gottſeligkeit, dem Glauben,(der Ehrlichkeit) der Liebe, der Sanftmuth. 29) Das Gluͤck des Frommen in der Gemuͤths⸗ ruhe und innerlichen Freudigkeit. Pſ. 119. v. 165. die dein Geſetz lieben. Spr. Sal. 3. v. 17. Ihre(der Weisheit und Gottſeligkeit) Wege ſind liebliche Wege, und alle ihre Steige ſind Friede. Pred. Sal. 9. v. 7. JIß dein Brodt mit Freu⸗ den, trink deinen Wein mit gutem Muth, denn dein Werk gefaͤllt Gott. Jeſ. 32. v. 7. Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede ſeyn, und der Gerechtigkeit Nutz wird ewige Stille und Sicherheit ſeyn. 2 Cor. 1. v. 12. Unſer Ruhm iſt der, naͤm⸗ lich das Zeugniß unſers Gewiſſens, daß wir in Einfaͤltigkeit und göottlicher Lauterkeit auf der Welt gewandelt haben. Hebr. 13. v. 18. Unſer Troſt iſt der, daß wir ein gut Gewiſſen haben, und fleiſſigen uns guten Wandel zu fuͤhren bey allen. 1 Joh. 3. v. 21. Großen Frieden haben, 4— Erwe 3 ß Sli s Sal. rrnn wind 4 nno wir 89 15, v. ren erndt 5.v.I 1 ſes gut ite Werke 12„10. v. e in Him T. 2. b. (hes We eten tra e ſr.4.v. b tare, ſet 8) ſchtbar ie 1a r it, d (8 T6. 1n werden; erndten H il. 3 d m ſil. 2 3. v. 7I ſande, 8iſt. A 8 hach der Ihr Lieben, ſo uns unſer Kdin.. Herz nicht verdammet, ſo haben wir eine Freu⸗ ta ſſ geiim digkeit zu Gott. 3⁰) — —pypꝑj; abe Glg 1 Seensregeln in demſalbigen g. en eun gut Geni Menſchen. ———— Erweckungen und Lebensregeln. 30) Das Gluͤck des Frommen in der Boffnung der Zukunft. Spr. Sal. 10. v. 28. Das Warten der Ge⸗ — 607 G Guttesnenih, rechten wird Freude werden; aber der Gottloſen er Gottſeigtat, Hoffnung wird verloren ſeyn. keit) der Liebe, men in der Gind en Freudigkelt rozen Frieden la hre(der Waisza liebliche Wege, ede. dein Brodt mih git gutem Mut, Gerechtigket in er Gerechtigltt vicherheit ſehn Nuhm iſt de u zewiſſens, de er Lauterkät u e Tyfſ ſt n en, und fleiſfhat eh allen. Lieben, ſö uin haben wir enn Gal. 6. v. 7. Was der Menſch ſaͤet, das wird er erndten. Jeſ. 3. v. 10. daß ſie es gut haben; ihrer Werke eſſen. Luc. 10. v. 20. Freuet euch, daß eure Na⸗ men im Himmel geſchrieben ſind. Röm. 2. v. 7. Preis und Ehre und unver⸗ gaͤngliches Weſen denen, die mit Geduld in gu⸗ ten Werken trachten nach dem ewigen Leben. 2 Cor. 4. v. 18. Wir ſehen nicht auf das Sichtbare, ſondern auf das Unſichtbare. Denn was ſichtbar iſt, das iſt zeitlich; was aber un⸗ ſichtbar iſt, das iſt ewig. Gal. 6. v. 9. Laſſet uns Gutes thun und nicht muͤde werden; denn zu ſeiner Zeit werden wir auch erndten ohne Aufhoͤren. Phil. 3. v. 20. Unſer Wandel iſt im Himmel. Col. 3. v. 12. Seyd ihr nun mit Chriſto auferſtanden, ſo ſuchet was droben iſt, da Chri⸗ ſtus iſt. Trachtet nach dem, das droben iſt; nicht nach dem, das auf Erden iſt. 2 Tim. 4. v. 7. 8. Ich habe einen guten Kampf gekaͤmpfet; ich habe den Lauf vollendet; ich habe Glauben gehalten. Hinfort iſt mir bey⸗ Prediget von den Gerechten, denn ſie werden die Frucht —— 1 8 1 Erweckungen und Lebensregeln. beygelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr an jenem Tage, der gerechte Rich⸗ 608 ter, geben wird, nicht mir aber allein, ſondern auch allen, die ſeine Erſcheinung lieb haben. 1 Joh. 2. v. 17. Die Welt vergehet mit ihrer Luſt; wer aber den Willen Gottes thut, der blei⸗ bet in Ewigkeit. 1 Joh. 3. v. 2. 3. Meine Lieben, wir ſind nun Gottes Kinder, und iſt noch nicht erſchie⸗ nen, was wir ſeyn werden. Wir wiſſen aber, wenn es erſcheinen wird, daß wir ihm gleich ſeyn werden, denn wir werden ihn ſehen, wie er iſt. Und ein jeglicher, der ſolche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget ſich, gleichwie er auch rein iſt. Tct n werd Ahr nict, Acen ſt de i ie Be le Kin 4 ller dir, ſey d wuͤrd leiden mein n Ta ſen, Wei 68 dentn recilit, 3 5 „der aer 1 9. ader alein, ung lib ſa t vergegetat bttes thu,, a 1 9 6 eLieben, NR ace e⸗ noch nict a V M N Virvfin! a A do vr in lch Gott und Herr, wie 1 8. 1., en ir ein. Ach koͤnnt ich doch mit deinen à Ach ſieh ihn dulden, bluten der ſolce h, n Ach wann werd ich von der Suͤnde, „) Reichg d Ach waͤre nicht, o Herr, bey Ach wie iſt der Menſchen Liebe Ach wie vie Boͤſes wohnt in mir Allein Goct in der Hoͤh ſey Ehr Allein vor dir, mein Gott, Mein zu dir, Herr Jeſu Chriſt 9 Alle Menſchen muͤſſen ſterben 5 Allerhoͤchſter Koͤnig 74 Aller Welten Herrſcher Alles, Hoͤchſter, was uns nuͤtzt, — Allliebender, du ſchufſt mein Herz, Alſo hat Gott die Welt geliebt, Anbetung ſey dir Gott Anbetungswuͤrdger Gott An deine Leiden denken wir An dich, mein Gott, zu denken, Auch dieſen Tag hab ich vollbracht Auf, Chriſten, auf! und freuet euch, Auf deine Weisheit ſchauen, Auf dich, GOtt voll Guͤte, 8. 6 —— — Regiſter uͤber die Geſaͤnge nach dem Alphabeth. Nro. 220 204 40 155⁵ 240 335 153 3 222 23 263 362 —— Regiſter. V Nro Auferſtanden, auferſtanden iſt, 4 Auf, freue Wanurf Sni 7 ſ 48 9 in der Auf meinen lieben Gott 20 kkwih nih, 6 Auf, meine Seele, ſinge; 329 tn ih, Auf, mein Herz, ermanne dich, 355 1s Gtts Auf, o Seele, ſey noch munter! 34 e Hil, o. Auf, ſchicke dich recht feyerlich 24 ſt ds Aufs innigſte ſey dein Erbarmen, 465 anl Und wir Auf, und laßt uns Gott lobſingen, 19 5 fF kan Aus des Todes Banden 34 adchſten 3 Tae Erde wand mein Leib 245 e nen 6 3 us tiefer Noth ruf ich zu di r Sumen 4 t wmi ich zu dir⸗ 224 J ſu des D Befiehl du deine Wege 338 u de hi 8 Begrabt den Leib in ſeine Gruft, 273 1 uul? 3 Berufen haſt du mich mein Gott, 45 32. ahe No Beſitz ich nur ein ruhiges Gewiſſen: 415 fAl zn 4 Beſter weiſeſter Regierer! 142 e hin Bete Gott an, Seele, 443 Aletaen Bis hieher warſt du ſtets mit 366 fan: A Briage deinem Gott, dem 488 Gſ iſr Bringt Gott, ihr Chriſten, 485 Pollſſt Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar, 64 3 1 1 ſorgens Chriſt, alles was dich kraͤnket, 330 H tih 4 Chriſt⸗ aus deinem Herzen 346 b ii t ‿ ah hriſtus iſt erſtanden 68 d ende 6 t Chri Dank, Dank ſey dir fuͤr 205 8 uder, Dank und Anbetung bringen 132 ³ kam Das Ziel von meinen Tagen 260 ⁵fg c 1 Daß 2Fib ic , 5 Regiſter, Daß ich in deiner Chriſtenheit Daß ich mich, mein Gott, Dein bin ich, Gott, dein Deines Gottes freue dich Dein Heil, o Chriſt, nicht zu Dein iſt das Licht, das uns Dein ſind wir Gott in Ewigkeit Dem Tode kann ich nicht entfliehen Den Hoͤchſten oͤffentlich verehren Denkt mein Geiſt an jene Den Saamen kann ich ſtreuen Der du das Daſeyn mir gegeben Der du dem Tode nah, fuͤr Der du die Himmel ausgebreitet Der du voll Blut und Wunden Der frohe Morgen weckt mich wieder Der Hang zum Boͤſen wohnt in mir Der hohe Himmel dunkelt ſich Der Morgen kommt, und Der Stand, in den ich trete Der Tag iſt wieder hin Der Wolluſt Reitz zu widerſtehn Des Leibes warten und ihn pflegen Des Morgens erſte Stunde Dich, Allguͤtiger, zu lieben Dich bet ich an, erſtandner Dich ehrerbietig kindlich ſcheuen Dich, Heiland, loben wir Die Feinde deines Kreutzes Die ihr Chriſti Juͤnger ſeyd Die Kinder, deren wir uns Die Sonne ſtand verfinſtert Dir ergeb ich mich Dir hab ich mich ergeben Q½ 2 —..— 61² Regiſter. Dir, mein Gott, will ich lobſingen! Dir ſey gedankt fuͤr deine Liebe Dir ſey Preis, ich lebe wieder, Dir, Vater, der den Morgen Dir zu leben, dir zu ſterben Dis iſt der Tag, den GOtt gemacht, Dis iſt der Tag zum Segen Du, aller Menſchen Vater Du beſter Troſt der Armen Du biſt ein Menſch, und Gott Du biſts, dem Ehr und Ruhm Du deines Vaters Ebenbild Du, den ich innigſt ſchaͤtze, Du, der du die Wahrheit biſt, Du der Menſchen Heil und Leben, Du, der ſo gern begluͤckt Du, der uns als Vater liebet Du, des ſich alle Himmel freun, Du, deſſen Herz voll Liebe Du foͤrderſt gern mein wahres Wohl; Du fuͤhlſt, o Chriſt, das Leiden Du, Gott, biſt uͤber alles; Du, Gott, biſt unſre Huͤlf und Macht! Du, Gott, der unſre Zuflucht iſt! Du, Gott, du biſt der Herr Du haſt auch mir zur Seligkeit, Du haſt mir, Gott, den leib, Du, Herr und Richter aller Welt, Du, Herr und Schoͤpfer der Natur, Du, Herr und Vater meiner Tage! Du liebſt, 9 Gott, Gerechtigkeit, Du ſchenkſt uns, Gott, ſo vaͤterlich Du, weiſer Schoͤpfer aller Dinge, Du wieſeſt, Jeſu, nicht die Kleinen, d ns, 24 9,G 99 men iert wein 97 418 14 1p Cott 435 1 etz,G. 473 iddt Reg 333 ilgrim bi 353 iiges Ge 3 ii Noth 324 Wiho 172 m phtt ſch 41 ſkee dich 402 b ile T 87 er Cott, 355 e uns He 52 d dich,, 383 mt, er 348 1„er leb 324 tre, Se 483 rigt hatt 481 1 doch nu 29 i ollrna 1756 ⁸ ſt, G 397 hiit d 318 N 466 ſiy dir —,,, ——— Regiſter. Du willſt es, Herr mein Gott, Durch dich, Gott, bin ich was ich bin, Durchirrt mein Blick der Welten Pracht, E. Ehre ſey Gott in der Hoͤhe! Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreutz Ein milder Regen ſinket Ein Hilgrim bin ich in der Welt, Ein rihiges Gewiſſen laß Eins iſ Noth! O, Herr, dis Eine Einſt jeh ich ohne Beben Einſt mht ſich mir die Zeit, Entſchlieze dich beherzt, Erhaben iber Welt und Zeit, Erhabner Gou, was reicht an deine Groͤße? Erhalt uns Hey die Obrigkeit Erinnre dich, men Geiſt, Er kommt, er konmt zum Weltgericht, Er lebt, er lebt, o Fhriſtenheit! Ermuntre, Seele, die und Erniedrigt hatte ſich berots Es iſt doch nur ein einger Gott Es iſt vollbracht! Es zieht, o Gott, ein Kriegervetter Es zuͤchtigt deine Hand, Ewig, o Jeſu, wird dein Wort vſtehen, Ewig ſey dir lobgeſungen, F. Fern ſey mein Leben jederzeit Freue dich, o meine Seele Froh fuͤhrte Gottes Sonne 923 2 8 2 8 614 Regiſter. ——,———— Gedanke, der uns Leben gibt! Geiſt vom Vater und vom Sohne Gelobet ſeyſt du, Gott, fuͤr deines Sohnes Lehre 174 17 Gelobet ſeyſt du, Jeſus Chriſt Gelobt ſeyſt du, Herr unſer Gott Gerechter Gott, vor dein Gericht Geweiht zum Chriſtenthume, iſt Geweiht zum Chriſtenthume, Gib, Gott, daß ich der Wahrheit treu, Gib mir, o Gott ein Herz, Gib, Gott, wenn ich dir diene Gib, daß ich deines Sohnes lehre, Gott, aus deſſen Gnadenfuͤlle Gott, deine Enade ſey gepreiſt! Gott, deinen heiligen Befehlen Gott deinen weiſen Willen Gott, der du die Menſchen liebeſt Gott, der du mich als Vater lieſſt, Gott, der du unſer Vater biſt Gott, der kein Boͤſes thut Gott des Himmels und der Erden Gott, deſſen Hand die Pelt ernaͤhrt, Gott, deſſen ſtarke Ha's die Welt Gott, dir ſey mein Funk geweiht, Gott, du biſt von cvigkeit Gott, durch welgen alle Dinge Gottes Sohn iſ kommen! Gott, ich preie dich mit allen Frommen. Gott iſt geg⸗waͤrtig. 4 Gott iſt rein Hort und auf ſein Wort Gott, veines Naͤchſten beſtes Theil Gott aein Vater, mein Gemuͤthe Got ruft der Sonn' und ſchaft den M. 191 (26 286 186 182 432 423 388] 294 Goͤdc k ſel A⸗ telia 2 ſe 9 0 it ſe dut it: ſortt füͤr lita unſer Go tee bon geoße bor deſe tn welche tn berde ſtet an wer iſti tn wo iſt den it der H nnd heili „den ., vſſer d, gi höch 1r an dit t aus dei e diige tn deine! 88 8 1 mn her Ja 1s du af ten ſdu er ten du kel ſien ſes iſ 1s Goſt 12 ich bi „eſihf ———— Regiſter. 1. Nro. Gott ſey Dank in aller Welt, 7 dn Gott ſorgt fuͤr uns. O ſingt ihm Dank 4274 nes Eis. Gott unſer Gott, wie heilig 213 Gott von großer Macht und Guͤte! 467 ot Gott, vor deſſen Angeſichte 125 äöt Gott, welche Schmach und Plagen 43 n Gott werde ſtets von dir erhoben, 147 ſt Sott, wer iſt dir zuvergleichen? 127 Cott, wo iſt Noth und Elend 15 7 dhrdeit m Goß iſt der Herr! von ſeiner Macht 116 CEi und heilig iſt dein Wille 326 behte, H. M le Balt in Gedaͤchtniß Jeſum Chriſt, 197 dſi Heilan, den uns Gott verhieß, 13 Heiland, wſſen wir uns troͤſten 81 Heiland, aroz an Huld und Treue! 193 at Heil uns! Au, unſrer Suͤndennotb, 15 er, Heeilig, heilig ſa der Eid euch, 320 ſ Herr allerhoͤchſter Vott 232 Herr, an dir hab ie geſuͤndigt; 25 eden Herr, aus deiner Gn nfuͤlle 241 temäͤhftt, Herr, deine Allmacht reut ſo weit, 124 Vet Heerr, deine Langmuth iſt ar groß; 48 4 maſ, Herr, der du mir das Leben 3 dieſen 8133 ding Herr der Zeit und Ewigkeit, gied 20 dt Herr, du erforſcheſt mich, och, 420 In Fanm Herr, du erforſcheſt mich, dir 3858 ¹ Heerr, du kenneſt mein Verderben; 154 UhG Herr, es iſt von meinem Leben 105 ſſn Herr, Gott, dich loben wir 358 2 Herr, ich bin dein Eigenthum 88 hnud⸗ Herr, ich falle vor dir nieder, danke dir 28, ſhn n g, 94 4 Herr 616 Regiſter. Herr Jeſu Chriſt, dein theures B Nro. V 1 Herr Jeſu Chriſt! du, Ibende Diuſ 46 E 83 3 Herr Jeſu Chriſt, mein Troſt und licht 44 he m 3 Herr Jeſu Gnadenſonne! 4 375 k, w Herr, meiner Seele großen 307* ldn? Herr mein ſicht, erleuchte mich 390 6 9 dih Herr, nicht zum Muͤßiggehen 173 2L nen Herr, ohne Glauben kann kein 405 IT[ un! Herr, ſtärke mich, dein Leiden zu 337 un feue her Herr unſer Gott, laß nicht 43 teund 5 Herr, vor deinem Angeſicht ſind 468 13 brand. 24 Herr, wir ſingen deiner Ehre. 35 1 d heine F Hier bin ich, Jeſu, zu erfuͤllen, 19 4 8 3 Hilf, Jeſu, daß ich meinen 92 EA Sohn d Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 4 e al 4 Hoͤchſter, denk ich an die Guͤte 30 unt Hoͤchſter, deſſen ſtarke Nechte 18 brun vubbſe Golt wir danken dir 115. in⸗ 4 er Troͤſter, komm herni e weines ſter, komm hernieder! 38 n ſah Ich bin getauft auf dei„ eamen 1 Ich din zeundft aut denoe 1 184 ſea ſſ A Ich bin zur Ewigkeit gedren 180 feind 1 Ich denk an dein Gerꝰte 278 A haihger 3 Ich freue mich der f den Zeit 284 vkomm 1 39) fere mich, m. Gott, 27, 5 bna abe, Gott ir ernſtlich vor 326 249 n litt V Ich hab in Got Stunden ch vorgenommen, 309 n lst! Ich hoff', ott, mit fohem 343 und ſ Ich kom⸗⸗ Friedensfuͤrſt, 2443 Ich ypft dich, o Herr mein Heil? 226 Jc n zu dir 2 Herr Jeſu Chriſt 7 201 1s en 9 o ge dir mit Herz und 295 8i des R 8* —— Regiſter. l 5 Nro. D Ih ſinge, meiner Seele Luſt 365 4 Ich weis, und bino gewis, 237 an cch Ich weis, wen feſt mein Glaube haͤlt, 25 8 Ich mill den Bund mu meinem 194 b— Ich will dich noch im Tod erheben, 256 R Ich will, mein Jeſu, dich 195 Ich will von meiner Niſſethat 215 * Jeſu, deine heilgen Winden 35 4 1 Jeſu, Freund der Menchenkinder, der 189 Jeſu, Freund der Menchenkinder, 80 Jeſu, meine Freude 248 Jeſu, meiner Seelen Lcht 36 ,, Jeſu, Sohn des Hoͤchſten 462 4 Jeſus, die erloͤſten Suͤnder 70 1 2* Jeſus kommt von alem Boͤſem 289 Jeſus lebt, mit ilm auch ich 7 Jeſus, meine Zueerſicht 27 In allen meinen Thaten 331 dr Iſt nun auch mäaͤne Stunde da 266 . 2 un, Kein Lehrer iſt dir, Jeſu, 17 Komm betend oft, und mit 352 Komm, heiliger Geiſt 1 Komm, o komm du Geiſt des Lebens? 85 6 Kommt, kommt din Herrn zu preiſen, 114 Kommt, laßt uns Gott lobſingen, 77 1— 1 Kommt, laßt uns Gott und ſeine G. 472 vorgetenne 5 Kommt und laßt den Herrn 301 b 2 L. , aß deinen Geſt mich ſtets, 54 hal n Loß KMich des Nenſchen wahren Werth⸗ 151 dn. zaß mich doch nicht, o Gott, 408 1 8 94 5 Laß 4 4 618 Regiſter. Laß mich, Hoͤchſter, darnach ſtreben, Laßt unſerm Gott uns ſing3en Laßt uns mit ehrfurchtvollem Dank Laßt uns mit Danken treten Laßt uns unſerm Gott lobſingen! Lebt Chriſtus, was bin ich betruͤbt? Lehre, Herr, mich recht bedenken, Lieblich ſcheint die Sonne Liebreicher Gokt, dein Segenswort Liebſter Jeſu, wir ſind hier Lobe den Herren, den maͤchügen Lob ſey dem allerhoͤchſten Gytt Lob ſey dir, Gott, dem boͤchſten Guth, Lob ſey dir, Jeſu, Gottes Lobſinge Gott, und bet ihn an Lobſinget Gott! Dank, Preis Lobt den Herrn, ihr Gotteskinder! Lobt Gott, der uns den Fruͤhling Lobt Gott, ihr Chriſten, Lockt der Verſuchung Zauberſtimme M. Mache dich, mein Geiſt, bereit! Mag doch der Spoͤtter Heer Mein beſter Troſt in dieſem leben Mein Erloͤſer, auch fuͤr mich 8 Mein Erloͤſer, der du mich Meine Hoffnung ſtehet feſte Meine Lebenszeit verſtreicht Mein erſt Gefuͤhl ſey Preis und Dank Mein Gott, ach lehre mich erkemer Mein Sott, du haſt uns offenbaret Mein Gott, du wohneſt zwar im liche, Mein Gott, erſchaffen haſt du mich „„ ſſſ“ 914 2Ar. Go tt, euen Heilan tba leben ſt dez Peb ſoll ae treuer 6 ue Pattt f 9te Water 12 heinet ſelbſt m d ch, ſt tſit, o9 Ernſt, 51 Freuden eilgem a dtem rine gr einerſhn meinet und Ete dß ihe um ein ſt du, nn ich illich m 1 ſing cht dallen e nket au h dle ſnein E en iihet h efiht 6 —— —— — 3 —*—— Regiſter. Mein Gott, ich heiß ein Chriſt Mein Gott, nach deinen Lehren Mein Heiland, wenn mein Geiſt, Mein Leben ſteht in Gottes Hand. Mein Leib ſoll, Gott, dir heilig ſeyn, Mein treuer Gott, dein gutes Werk, Mein Vater ſieh, ich bringe dir Mein Vater und mein Gott Meich deiner Gnade zuerfreun Mich ſelbſt muß ich bezwingen Mir nach, ſpricht Chriſtus, Mit dir, o Hoͤchſter, Friede Mit Ernſt, o Menſchenkinder Weit Freuden laßt uns treten Mit heilgem Schauer blick ich ihn, N. Nach deinem Rath, o Gott Nach einer Pruͤfung kurzer Tage Nach einer ſchmerzensvollen Nach meiner Seelen Seligkeit Nacht und Stille fuͤhren wieder Nicht, daß ichs ſchon ergriffen Nicht um ein fluͤchtig Gut der Zeit, Nie biſt du, Hoͤchſter von uns Nie kann ich Dank genug fuͤr Nie will ich wieder ſiuchen, wenn Roch leb ich. Ob ich morgen Noch ſing ich hier aus dunkler Noch wallen wir im Thraͤnenthal, Nun danket alle Gott Nun iſt es alles wohlgemacht Nun, mein Schoͤpfer, kann Nun ruhet von Geſchaͤften 620 Regiſter. O daß doch bey der reichen Erndte, O du, der meiner Schulden laſt O du Geber wahrer Freude Oeffentlich in der Gemeine Oft klagt dein Herz, wie ſchwer O Golgatha, zu deinen Hoͤhen O Gott aus deinen Werken O Gott, der du mein Schoͤpfer biſt, O Gott, der Thron der Herrſcher O Gott des Himmels und der O Sott, du allerreinſtes Weſen, O Gott, du biſt die Liebe O Gott, du frommer Gott O Gott du kannſt den Himmel O Gott, von dem wir alles haben, O Gottes Sohn, Herr Jeſu Chriſt! O Heiland, deſſen hohen Werth O heilger Geiſt, zeuch bey uns ein, O Heiligſter, wen nennſt du dein, O Herr, mein Gott, ich weis es wohl: O Herr, mein Gott, verleihe O Jeſu Chriſte, Gottes Lamm O Jeſu, Gottes ewger Sohn O Jeſu, Heil der Suͤnder O Lamm Gottes, unſchuldig O Schoͤpfer, jedes deiner Werke O ſtimm auch du mit frohem Dank, O Vater, kindlich beten wir O welch ein Gluͤck, ein Menſch O welch ein Troſt fuͤr meine Seele, O welch ein unſchaͤtzbares Gut Welt, ſieh hier dein Leben P. “ (A 8 V V s 0' der Volle 8 ſchre aa t, hriß 6 6 fet, ſcaff ein in di i dich anet fer, Vate un hier lebt/ a ſoiidder iſ 4 di Dein ten bir nur T an ſird des h kieitenhen d Feiis Chr rinden, Naſch, ³e hanſii 1n Kid ſoric 1 iin verder di hdir, m 1 h jeht no h weire * meiner ie uobt in 8 dieN — Regiſter. 62 P. dt, Preiſt, Chriſten, mit Zufriedenheit, 9. Quelle der Vollkommenheiten R. Ruh und ſichre Freuden, gibt mir, S. Sanft, o Chriſt, iſt Jeſu Joch Schaffet, ſchaffet, Menſchenkinder, Schau hin in die vergangnen Zeiten, Schick dich an erloͤſte Seele Schoͤpfer, Vater aller Weſen der, Schon hier lebt ſeelig und vergnuͤgt, Pan: Schon wieder iſt ein Jahr dabin t Schuͤtze die Deinen, die nach s enn, Sehn wir nur Truͤbſal um uns din, Selig ſind des Himmelserben es mu Sey, Chriſtenheit, ſey hocherfreut! Sey, Jeſus Chriſt gelobet und „Sey zufrieden, mein Gemuͤthe „Sichrer Menſch, noch iſt es Zeit, Sink ich einſt in jenen Schlummer, So jemand ſpricht: ich liebe Gott; eke Soll dein verderbtes Herz zur Dank,*Sollt ich dir, mein Gott, Sollt ich jetzt noch, da mir 3Fn 6 Sollt ich meinem Gott nicht Seile Sollt ich meinem Herzen heucheln, Sorgles lebt in ſeinen Suͤnden So wahr ich lebe, ſpricht mein Gott; So wird die Woche denn beſchloſſen; 110 Stand⸗ ,—,— 622 Regiſter. Standhaft ſey, o Gott, mein Wille, Staͤrke, denn oft will er wanken, Staͤrke, Jeſu, ſtaͤrke mich Sterben fuͤhret uns zum Leben Suchſt du des Naͤchſten Ehr T. Theuer, wie mein eignes Leben Tief haſt du, Hoͤchſter, dein Gebot U. Ueber aller Himmel Heere erhebſt Unſchuldger Jeſu, was haſt du verbrochen, V. Vater, der ſo gern verzeiht, gern uns Bater, laß mich eifrig ſtreben Verbittre dir dein Leben nicht Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden, Vom Grab, an dem wir wallen Von allen Himmeln toͤnt dir, Von des Himmels ewgen Thron Von dir auf dieſe Welt gerufen Von dir, mein Gott, kommt Vorbild wahrer Menſchenliebe W. Wach auf, mein Herz, und ſinge Wachet auf vom Schlaf, ihr Suͤnder! Wahrheit iſt dein Eigenthum Was den eeib erhaͤlt und naͤhrt Was fuͤr Leiden fuͤr die Welt Was Gott thut, das iſt wohlgethan; Le fine hohe eisheit Aan Andre ſi 427 ſara Phriſus 449 ar der Geͤc gtes ſeinſt wei Poma ichein 77 E ich,o 37 s enſchen d ſwird, o Gott, be 217* ſottes W 1 ivohl wi 39 12 fs, derm 200 1 pt den liel 19 n üit dr 360 8 fuhtdahie 163*ſto und 438 icklih ha oeß it unſ i, wie 8 lvol ſid s rlich ſt . int ic * icht ver nell it urhi 3 2* elig bin 345 8 füd Was V — —, zern uns 4915 Fteden, len on 8 Regiſter. Nro. Was ich nur Gutes habe 389 Was iſt mein zeitlich Leben 398 Was iſt, o Gott, im Himmel 313 Wmas ſoll ich troſtlos ſorgen 341 Was ſollt ich aͤngſtlich klagen 336 Welch eine hohe Seligkeit it 4. 5 Wem Weisheit fehlt, der bitte 394 Wenn Andre ſich auch um mich her, 361 Wenn Chriſtus ſeine Kirche 211 Wenn der Gedanke mich erſchreckt, 276 Wenn einſt mein ſterbend Auge 267 Wenn ich ein gut Gewiſſen 416 Wenn ich, o Schoͤpfer, deine 133 Wenn Menſchen ſtreben, dir 444 Wenn wird, o Gott, die Wonne 310 Wer, Gott, bey deinem Namen 319 Wer Gottes Wort nicht haͤlt, 231 Wer iſt wohl wie du 235 Wer iſts, der mit Himmelslichte 71 Wer nur den lieben Gott laͤßt 337 Wer zaͤhlt der Engel Heere 145 Wie fleucht dahin der Menſchen 421 Wie getroſt und heiter, Herr, 243 Wie gluͤcklich hat die Stunden 59 Wie groß iſt unſre Seligkeit 250 Wie groß, wie angebetet iſt 20 Wie heilvoll ſind fuͤr mich die Schmerzen, 53 Wie herrlich ſtrahlt der Morgenſtern! 161 Wie koͤnnt' ich zweifeln, daß du hiſt! 115 Wie leicht verkenn ich meines 387 Wie ſchnell iſt doch ein Jahr 32 Wie ſchwach iſt meine Tugend 4 4 Wie ſeelig bin ich wenn mein 314 Wie ſeelig lebt der Menſch, der 437 ☛ 624 Regiſter. Wie ſicher lebt der Menſch, Wie ſoll ich dich empfangen Wie ſollt ich meinen Gott Wie ungewis iſt, Herr, das Wie wichtig, Gott, iſt mein Wie wird, o Gott, ein Menſch Willſt du der Weisheit Quelle Wir bringen weinend unſern Dank Wir danken freudig dir fuͤr alle Wir danken Gott durch Jeſum Chriſt, Wir freuen uns, Herr Jeſu Wir kommen, Helfer, dir Wir ſchloſſen unſern Ehebund Wir ſingen, Herr, von deinem Wir tragen dieſen Leib zur Gruft Wo find ich Gott, den meine Wohl dem der beſſre Schaͤtze Wohl dem, der mit ſtillem Herzen, Wohl dem, der redlich wandelt Wohl, wohl dem Menſchen, der Wohlzuthun und mitzutheilen 3. Zu deinem Preis und Ruhm Zu dieſes Lebens Sorgen Zu dir, o Gott, das Herz erheben, Zu dir, Unendlicher Zur Arbeit haſt du, Gott, die Zur Grabesruh entſchlieffeſt du, Zuruͤck, o ſichrer Geiſt, 8— 3 hi tmüb 436 twanns df⸗und Chrſt, dheben, die d, — Auf alle Sonn⸗Feſt⸗und Apoſtel⸗Tage durchs gantze Jahr, Nebſt Der Paſſions⸗Hiſtorie JEſu Chriſti, Gebetern uͤber die Evangelia und Epiſteln, Habermanns Morgen⸗ und Abend⸗wie auch Buß⸗ und Communion⸗Gebetern, und Symbolo Athanaſii, Auf Verordnung Eines Hoch⸗Fuͤrſtlichen Conſiſtori b In dieſer bequemen Form und Ordnung heraus gegeben. —VV—V—ꝛ———— Mengeringbauſen/ Gedruckt und zu finden bey Chriſtian Konerts ſel. Wittwe, In Fuͤrſtl. Waldeck. Hof⸗und Regier. Buchdruckerey, 1761. 2z Evang elium am 1. Sonntage des Advents. Evangelium am I. Sonntage des Advents. Matth. 21. b. 1 79. = A ſie nun nahe bey Jeruſalem kamen, gen A& Bethphage an den Oelberg, ſandte JEſus ſei A„ ner Junger zween, und ſprach zu ihnen: Ge⸗ her hm in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdesr ihr eine Eſelin finden angebunden, und ein Fuü lenbey ihr, loſet ſie auf, und fuͤhret ſie zumir. Und an ſo euch jemand etwas wird ſagen, ſo ſprecht: Der e HErr bedarfihr, ſo bald wirder ſie euch laſſen. Das geſchah aber alles, auf daß erfuͤllet wuͤrde, das geſagt iſt durch den Propheten der da ſpricht: Saget der Tochter Zion, ſiehe, dein Koͤnig kommt zu dir ſanſr muͤthig, und reitet auf einem Eſel, und auf ki⸗ nem Füullen der laſtbaren Eſelin. Die Juͤnger gingen hin, und thaͤten, wie ihnen JE⸗ ſus befohlen hatte: Und brachten die Eſelin und das Fuͤllen, und legten ihre Kleider darauf, und ſatzten ihn darauf. Aber viel Volcks breiteten die Kleider auf den Weg: Die andern hieben Zweige von den Baͤumen, und ſtraͤueten ſie auf den Weg. Das Volck aber, das vor ging und nachſolgete, ſchrye und ſprach: Hoſian⸗ na dem Sohne David; gelobet ſey, der da kommt in dem Namen des HErrn! Hoſianna in der Hoͤhe. Gebet. Heorr GOtt himnliſcher Vater, wir dancken dir je billig, und 2) loben und preiſen dich in Ewigkeit, daß du uns armen Men⸗ ſchen, ſo wir der Suͤnden halber unter des Tods und Satans Ty⸗ ranney haben muͤſſen ſeyn, deinen Sohn zu einem Koͤnige geſetzet haſt, der ein gerechter Koͤnig und Heyland ſeyn, das iſt, uns von un⸗ ſern Suͤnden durch ſeinen Tod ledig machen, und wider den Tod reiten und helfen ſolle. Wir bitten dich auch, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns erleuchten, regieren und fuͤhren, daß wir an dieſen gerechten Koͤnig und Heyland uns allein halten, und an ſeiner armen Geſtalt und verachtetem Wort uns nicht, wie die Weit, argern, und alſo durch ein feſtes Vertrauen auf ihn kuin e ** n 4 3 10 1 7 eni ta thernund ernzieh a ſtdesker ] ſichtiger en dirvor t Flich der Fyelligen t lleſtuns t ſrohden da keren, ii ucch de horbarlic 8 3. edden, Lvynge 5 4 4 Uoſpra hengeſc fen Und ſerdenza werden nachter 14‿ N⁸ A⁴ Am ſelit. dthätn tei chtendeCet erderuſed ſtetendegedt weigebondeng . Doodich rheund prac; Uſ gaart uld 7 aatem Wel, Rts Patu 1 ss ———— Evongelium am⸗ Sonnt des Advents. 3 ſelig werden, durch denſelben ITſum Chrifum, deinen Sohn unſern HErrn, Amen. Epiſtel/ an die Röm am 13. v. 11⸗14. Iieben Bruͤder: Weil wir ſolches wiſſen, nemlich die Zeit, daß die Stunde da iſt, aufßzuſtehen vom Schlaf;(ſintemal unſer Heyl jetzt naͤher iſt, denn da wirs glaͤubten;) die Nacht iſt vergan⸗ gen, der Tag aber herbey kommen: So laſſet uns ablegen die Wercke der Finſterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Laſſet uns ehrbarlich wandeln, als am Tage; nicht in Freſſen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hadder und Neid: ½ Sondern ziehet an den HErrn IEſum Chriſt; und wartet des Leibes, doch alſo, daß er nicht geil werde. nem GA Gebet. Aumaͤchtiger, ewiger GOtt und Vater, wir dan⸗ cken dir von Hertzen, daß du uns ſo gnaͤdiglich aus 1 dem Reich der Finſterniß erlediget, und zum Licht deines heiligen Evangeliiberufen haſt, und bitten dich, du wolleſt uns ja ſolches nicht verſchlafen laſſen ,ſon⸗ dern durch deinen heiligen Geiſt erleuchten, heiligen a und regieren, damit wir vom Schlaf unſerer Sun⸗ den aufſtehen, die Wercke der Finſterniß ablegen, und mit rechtem Glauben und heiligem Leben, im bttſey,ed oſanonde Licht ehrbarlich wandeln, bis wir endlich durch dei⸗ nen Sohn JEſum Chriſtum unſern HErrn ewig g ſelig werden, Amen. Pvangel. am II. Sonnt. des Advents⸗ V Luca am 21. v. 25⸗36. 1 8 Eſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Es werden Zei⸗ 83 chen geſchehen an der Sonnen, und Mond, und Sternen: Und auf Erden wird den Leutenbange ſeyn, 1 und werden zagen: Und das Meer, und die Waſſer⸗ wogen werden brauſen. Und die Menſchenwerden 1 verſchmachten vor Furcht und vor warten der Dinge, A 2 die 8* —— X 4 4 3 5 . 5 8 3 4 Evangel. am 2. Sonntage des Advents. ie kommen ſollen auf Erden: Denn auch der Him⸗ hebet eure Haͤupter auf, darum, daß ſich eure Er⸗“ loſung nahet.— Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum, und alle Baͤume. Wenn ſiejetzt aus⸗ ſchlagen: So ſehet ihrs an ihnen, und mercket, daß jzetzt der Sommer nahe iſt. Alſo auch ihr, wann ihr diß alles ſehet angehen: So wiſſet, daß das Reich GOttes nahe iſt. Wahrlich, ich ſage euch: Diß Ge⸗ ſchlechte wird nicht vergehen, bis daß es allesgeſchehe. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Hertzen nicht beſchweret werden nut Freſſen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieſer Tag ſchnelluͤber euch: Deun wie ein Fallſtrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So ſeyd nun wacker allezeit, und betet: Daß ihr wuͤr⸗ dig werden moͤget; zu entfliehen dieſem allen, das ge⸗ ſchehen ſol, und zu ſtehen vor des Menſchen Sohn. ⸗ Gebet. Err GOtthimmliſcher Vater, der du durch deinen Sohn uns H haſt offenbaret, wie Himmel und Erdenzergehen, unſer Leib wieder auferſtehen, und wir alle vor Gericht ſollen geſtellet wer⸗ den, wir bilten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns in deinem Wort und rechtem Glauben erhalten, fuͤr Suͤnden gnaͤ⸗ dig behuͤten, und in aller Anfechtung erhalten, daß wir unſere Hertzen mit Freſſen und Saufen, und Sorgen der Nahrung nicht beſchweren, ſondern allezeit wacker ſeyn, und beten, und in⸗ gewiſſer Zuverſicht deiner Gnad, der Zukunft deines Sohns mit Freuden erwarten, und durch ihn ewig ſelig werden, durch denſel⸗ ben Isſum Chriſtum deinen lieben Sohn unſern HErrn, Amen. Epiſtel, an die Roͤm. am 15. v. 4213. 4 Mieben Brüder: Was aber zuvor geſchriebeniſt, das kviſt unszur 1it und A aber Ke ſr einer (hriſt uſe lobet 8 Chriſtt i gleichw. * kslobe. 1 Diene⸗ 22 bheit wi 1er ſng, deu 84 G0tt! 2n ichiee n Hedde a al ſpric n Polck. 2n, und di prict in der aufe 1 aufden 1 hoßton Glaube ſde Kro 1 lumaͤch — ſterldul in ſem Eper das, w de ſenomm e bachen 13 Diew e lunſer, * Keufeld s(raizet — —— — Epiſtel am 2. Sonntage de — R⸗ 0 Advents. 5 4 e n das iſt uns zur Lehre geſchrieben: Auf daßwir durch erhn imn a Gedult und Troſt der Schrift Hoffnung haben. 1 Sott aber der Gedult und des Troſtes gebe euch, daß ihr einerley geſinnet ſeyd unter einander, nach . JEſu Chriſt, auf. daß ihr einmuͤthiglich mit einem Munde lobet GOtt und den Vater unſers HErrn cns JEſu Chriſti. Darum nehmet euch unter einander 8 e. Lanſ auf, gleichwie euch Chriſtus hat aufgenommen, zu 4 nen, udna a GOttes Lobe. Ich ſage aber, daß IEſus Chriſtus Alſauhit, a ſey ein Diener geweſen der Beſchneidung, um der ſt. di Wahrheit willen GOttes: Zu beſtaͤtigen die Ver⸗ viſſet, d 2 we heiſſung, den Vaͤtern geſchehen. Daß die Heiden sdaseis aber GOtt loben um der Barmhertzigkeit willen, tera, d A wik geſchrieben ſtehet: Darum wit ich dich loben un⸗ rlütt at, a ter den Heiden, und deinem Namen ſingen. Und rden nt n d abermal ſpricht er: Freuet euch ihr Heiden mit ſei⸗ ren w de nem Volck. Und abermal: Lobet den HErrn, alle Nammgu Herden, und preiſet ihn, alle Volcker. Und aber⸗ Hamlpe malſpricht Jeſaias: Es wird ſeyn die Wurtzel Jeſſe, Muiehe und der auferſtehen wird zu herrſchen uͤber die Hei⸗ udiet ds den, auf den werdendie Heidenhoffen. GOtt aber denlindln der Hoflnung erfülle euch mit aller Freude und Fri« denntas i de im Glauben: Daß ihr völlige Hoffnung habt., , durch die Kraft des heiligen Geiſtes. er du ducd din 1 Gebet nd Edenenat, c.„ cDer. ar Gench an Allmäͤchtiger, Barmhertziger GOtt und Va⸗ nh dandan n ter ldu haſt uns deinen Sohn JEſum Chriſtum anzaln, d zueinem Exempel der Gedult fuͤrgeſtellet, und befoh⸗ matet len, daß, wie er unſere Suͤnde und Schwachheit auf a Sn s ſich genommen und getragen hat, alſo auch wir der b d tun t. Schwachen Gebrechlichkeit mit Gedult tragen ſols iüsama N. len. Dieweil du aber weiſſeſt, wie untuͤchtig zu ſol⸗ auimgen u chem unſer Fleiſch und Blut ſey, und daß uns auch der Teufel ohn Unterlaß zur Ungedult, Zorn und du wolleſt deinen Hei⸗ 9 A 3 l⸗ u.an1) 5,4 us a 5. Zanck reitzet, bitten wir dich, auf daß wir mit einem Munde dich loben, hie zeitlich, und dort ewiglich, durch IEſum Chriſtum deinen lieben Sohn unſern HErrn, Amen. Ervangelium am III. Sonntage des Advents Matth. am 11. v. 2⸗ 10. Sa aber Johannes im Gefangniß die Wercke Chri⸗ 8 ſtihorete, ſandte er ſeiner Junger zween, und ließ Ihm ſagen: Biſt du der da kommen ſol, oder ſollen wir eines andern warten? JEſus ant⸗ wortete und ſprach zu ihnen: Gehet hin, und ſaget Johanni wieder, was ihr ſehet und horet; die Blinden ſehen, und die Lahmen gehen, die Auſſaͤtzi⸗ gen werden rein, und die Tauben hoͤren, die Todten ſtehen auf, und den Armen wird das Evangelium ge⸗ prediget. Und ſelig iſt, der ſich nicht an mir aͤrgert. Da die hin gingen, fing JEſus an zu reden zu dem Volck von Johanne: Was ſeyd ihr hinaus gegangen in die Wuſte zu ſehen? Woltet ihr ein hen, das der Wind hin und her wehet? Oder, was ſeyd ihr hinaus gegangen zu ſehen 2 Woltet ihr ei⸗ nen Menſchen in weichen Kleidern ſehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, ſind in der Koͤnige Haͤuſer. Oder, was ſeyd ihr hmaus gegangen zu ſehen? Wol⸗ 4 Evange Ee li nahhen n Genſua — nicht denn fere Ven mein möͤgen 2⁶ Jeſt, 1 2 fir halte * Oeener, de liß. N unn, den d ſtseinge 4 dder von 1i ſwſebſtt ei ſorinnbi d ſts dern A ſt, bisd en ct brin⸗ en enRathd Rohr ſe⸗ a fegichen E herii 22“ hertend tet ihr einen Propheten ſehen? Ja, ich ſage euch, der auch mehr iſt, denn ein Prophet. Denn dieſer iſts⸗ von dem geſchrieben ſtehet: Siehe, ich ſende mei⸗ nen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir be⸗ reiten ſol. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, der du deinen Sohn unſern HErrn IFſum Chriſtum, Menſch werden, und darum in dieſe Welt haſt kommen laſſen, daß er des Teufels Tyranney weh⸗ ren, uns armen Menſchen wider Suͤnd und Tod helfen, und e⸗ wig uöhalter 8 t. D ds Fefaſen ſe ks hohe nn tirdich 1 nGeit rbeyde h, und * hofen derige e einenẽ 8 kngi er Jungrſu dor det da tem „3 9 O varten! 8 engeden, d IddasEbeng ſichnictenm Sſuscnzurede eodihpnens zoltet ir en erwehet Od ſhen! Pet dernſehen di der Kunge zangerzoſhen Ja,ſhſehe net. dem dauen ote a anders nicht denn auf 4. 5 8... 4 Chriſto JEſu, nicht argern, ſondern durch ihn ewig ſelig werden, 44— ⅞” Diener, und Haushalter uͤber GOttes Ge⸗ .——— ☛—2 a2 4—— Evangel. am 4. Sonnt. des Advents. 7 wig ſelig machen ſolle. Wir bitten dich, du wolleſt mit deinem heiligen Geiſt unſere Hertzen alſo fuͤhren und leiten, daß wir auf (ſein Wort ſehen, und alſo allem Aergeruiz, da unſere Vernunſt uns aufweiſet, emfliehen, und unter dem Haäͤuflein moͤgen gefunden werden, welche ſich an deinem Sohne, — ⸗ Amen. Wpiſtel, Corinth. 4. b. 1⸗5. Dafür halte uns jedermann, nemlich für Chriſti heimniß. Nun ſuchet man nicht mehr an den Haus⸗ haltern, denn daß ſie treu erfunden werden. Mir aber iſts ein geringes, daß ich von euch gerichtet wer⸗ de, oder von einem menſchlichen Tage: Auch richte ich mich ſelbſt nicht. Ich bin mir wol nichts bewuſt, aber darinn bin ich nicht gerechtſertiget: Der HErr aber iſts, der mich richtet. Darumrichtet nicht vor der Zeit, bis der HErr komme: Welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finſtern verborgen iſt, und den Rath der Hertzen offenbaren; alsdenn wird einem jeglichen von Glt Lob wiederfahren. ebet. Barmherbiger⸗ ewiger GOtt, wir dancken dir von G Hertzen, daß du uns arme gebrechliche Menſchen zu Haushaltern uͤber deine goͤttliche Geheimniß ge⸗ 4 ſetzet haſt. Dieweil wir aber ſolchen Schatz in irdi⸗ ſchen Gefaͤſſen tragen, und ohne deine gnaͤdige Huͤl⸗ fe dieſes hohe Amt nicht recht verrichten koͤnnen, ſo bitten wir dich demuͤthiglich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt uns Lehrer und Zuhorer regieren, auf daß wir beyderſeits in deinem Dienſt treu erfunden as werden, und an jenem Tag, wenn du den Rath aller Hertzen offenbaren wirſt, von dir die Krone der Eh⸗ ren und ewiges Lob empfangen, durch IEſum Chri⸗ ſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen.. Evangelium am IV. Sonntage des Advents/ 1 b Joh. am 1. v. 17⸗28. A4 8 Evangel. am 4. Sonnt. des Advents. 1 pnd diß iſt das Zeugniß Johannis, da die Juden 8 at ſandten von Jeruſalem Prieſter und Leviten, end daß ſie ihn frageten: Wer biſt du? Und er bekannte, Ff und leugnete nicht; und er bekannte: Ichbin nicht Er kan Chriſtus. Und ſie fragten ihn: Was denn? Biſt du. 3 ſtna Elias? Er ſprach: Ich bins nicht. Biſt du ein Pro⸗ ſeteun phet? Under antwortete: Nein. Da ſprachenſſe ia Plor zuihm: Was biſt du denn? Daßwir Antwortgehen kein denen, die uns geſandt haben. Was ſagſt du vondir a keure. ſelbſt: Er ſprach: Ich bin eine Stimme eines Pre⸗ digers in der Wüͤſten; richtet den Weg des HErru, e nher wie der Prophet Eſatas geſaget hat. Und die gr⸗* dubu ſandt waren, die waren von den Phariſaͤern; und 8— cſagu fragten ihn, und ſprachenzu ihm: Warum taufeſtdu di dance denn, ſo du nicht Chriſtus biſt, noch Elias, nochein im hät Prophet? Johannes antwortete ihnen, und ſprach: n ns gen Ich taufe mit Waſſer; aber er iſt mitten unter euch d4 oleſt getreten, den ihr nicht kennet. Der iſts, der nach ia durc mir kommen wird, welcher vor mir geweſeniſt: Deß i aund ich nicht werth bin, daß ich ſeine Schuͤhriemen aufloſe. le zotite Diß geſchah zu Bethabara, jenſeit des Jordans, G in Hülj da Johannes taufete. as den,! Gebet. en Pſelg HereSctthimmſſher wanen wir dancken dir je billig, daß du ex 9 die ſelige gnadenreiche Taufe durch den heiligen Taͤufer v Johannem haſt erſtlich angerichtet, und uns auch darzu kommen ſaſſen, in weicher du uns um deines Sohnes Chriſti IEſu willen, ¾ dͤbega zuſageſt Vergebung der Suͤnden, den heiligen Geiſt, und das ewige* Kal Leden, wir bitten dich, erhalte uns in ſolchem Vertrauen auf dei⸗ †. A) ne Gnade und Barmhertzigkeit, daß wir an ſolcher Zuſagung nim⸗ ibetwi mermehr zweifeln, ſondern derſelben in allerley Anfechtung uns*: u troͤſten, und gieb durch deinen heiligen Geiſt, daß wir fuͤr Suͤn⸗ inEh den uns huͤten, und in ſolcher Unſchuld, dazu wir durch die Tau⸗ f äßenli fekommen ſind, bleiben moͤgen, oder ja wo wir fallen und menſch⸗ ſſich licher Schwachheit halben nicht koͤnnen beſtehen, daß wir in Suͤn⸗ ad den nicht liegen bleiben, ſondern durch rechtſchaffene Buſſe uns be⸗ zarett kehren, und deiner Gnade und Zuſagung uns wieder troͤſten, und edaher alſo durch deine Gnade ewig ſeligwerden, um JEſu Chriſti deines glſſey lieben Sohns, unſers HErrn willen, Amen Epi ut.wn dhenne d n Jreier w ſidu We dekann 3t Dn: Weödan⸗ uct. ide Nen. Dair Dauwi n 1. Wesſegfd tine Etmwwe tetden Vade aget hat. Un n den phrrſet hm: Werunt ſt, wchele, xteteibren reriſttmeten tt. Deit vor wirgeneſe neScurmm ra, jnittde 1 erdmtntti fe darch f „undun uch Schres Gr ahelcn e zzimſochen da ajritarſice ſan dan 1S 2=22 Lindigkeit laſſet kund ſeyn allen Menſchen. HErr iſt nahe, ſorget nichts, gen laſſet eure Bitte im Gebet und Flehen mu Danck⸗ ſagung vor GOTT kund werden. GOttes, welcher hoͤher iſt, dennalle Vernunft, be⸗ wahre eure Hertzen und Sinnt in Chriſto JEſu. 3 Tage. ——⏑—ꝛ—ꝛ—ꝛ——— Wieben Brüͤder: Freuet euch in dem HErrn alle⸗ X et. Barmherbziger GOtt und Vater, du wilt haben, daß unſere Bitte im Gebet und Flehen mit Danckſagung vor dir kund werden ſol, demſelben nach dancken wir dir von Hertzen, daß du bisher mit deinem vaͤterlichen Schutz und Segen allezeit ſo nahe bey uns geweſen biſt, und bitten dich demüthiglich, du wolleſt dergleichen auch hinfort ob uns halten, und durch deinen heiligen Geiſt unſere Hertzen regie⸗ ren, auf daß wir in IEſu Chriſto deinem Sohn uns allezeit freuen, und in gewiſſer Zuverſicht deiner gna⸗ digen Huͤlfe, alles Widerwaͤrtige mit Gedult über⸗ winden, und alſo in Frieden bis ans Ende bewahret, ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am heiligen Chriſt⸗Tage/ Luc. am 2. v. 1⸗14. DBs begab ſich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom 7 Kaͤyſer Auguſto ausging, daß alle Welt ge⸗ ſchaͤtzet wuͤrde. Und dieſe Schatzung war die aller⸗ erſte: Und geſchahzur Zeit, da Cyrenius Landpfle⸗ ger in Syrien war. Und jedermann ging, daßer ſi ſchäͤtzen lieſſe: Ein jeglicher in ſeine Stadt. Da mach⸗ te ſich auch auf Joſeph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das Juͤdiſche Land, zur Stadt David⸗ die da heiſſet Bethlehem; darum, daß er von dem Hauſe und Geſchlechte Davidwar: Auf daß er ſich A 5 ſchaͤtzen ———— 10 Evangel. am Heil. Chriſt⸗Tage. ſchaͤtzen lieſſe, mit Maria ſeinem vertrauten Weibe, die war ſchwanger. Und als ſie daſelbſt waren, kam die Zeit, daß ſie gebaͤhren ſolte. Und ſie gebahr ih⸗ renerſten Sohn, und wickelte ihn in Windeln: Und legte ihn in eine Krippe, denn ſie hatten ſonſt keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in der ſelbigen Gegend auf dem Felde, bey den Huͤrden, die huͤteten des Nachts ihrer Heerde. Und ſiehe des HErrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HErrn leuchtete um ſie:Und furchten ſich ſehr. Und der Engelſprach zu ihnen: Furchtet euch nicht; ſiehe, ich verkuͤndige euch groſſe Freude, die allem Volck wiederfahren wird; denn euch iſt heute der Hey⸗ landgebohren, welcher iſt Chriſtus der HErr in der Stadt David; und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt, und in einer Krippen liegen. Und alsbald war da bey dem Engel die Menge der himmliſchen Heerſchaaren, die lobeten GOtt und ſprachen: Ehre ſey GOtt in der Hoͤhe, und Friede auf Erden, und den Menſchen ein Wohlgefallen. S4 ebet. Hrr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken deiner groſſen — Gnad und Barmhertzigkeit, daß du deinen eingebohrnen Sohn in unſer Fleiſch kommen, und durch ihn uns von Suͤnden und dem ewigen Tod, gnaͤdiglich haſt helfen laſſen, und bitten dich, erleuchte unſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir vor ſolche deine Gnade dir danckbar ſeyn, und derſelben uns in allerley Noth und Anfechtung troͤſten, und alſo durch denſelben deinen Sohn, unſern HErrn JEſum Chriſtum, ewig ſelig werden, Amen, Amen.— Epiſtel/ an Tit. am 2. v. 11⸗14. s iſt erſchienen die heylſame Gnade GOttes allen Menſchen: Und zuͤchtiget uns, daß wir ſollen verleugnen das ungoͤttliche Weſen, und die weltliche Lüͤſte; und zuͤchtig, gerecht und gottſelig leben in dieſer Welt; und warten auf die ſelige Hoſ⸗ nun enund 1 kenſch hund pylſame dn yen . nluch da 5 Hert unag 2h licht 1n ſe wel bl g, ge e ende 82 Fohne, pbens, pen, r pgeluu 2 fephan * toe — geleh 6 ſdezue „M kten: f is beubir ts dchule ſtzud 1s krechte t Plute Kra, — 2. Chriſt⸗Tage. — d. in Evangeliumam 11 as nad R—— Kdididen Inung und Erſcheinung der Herrlichkeit des groſſen wn GOttes, und unſers Heylandes IEſu Chriſtt; der ſich ſelbſt fuͤr uns gegeben hat, auf daßer uns erlo⸗ ſete vonaller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm ſelbſt ein Volck zum Eigenthum, das fleiſſig waͤre zu gu⸗ ten Wercken. Gebet. 5 Barmherkiger GOtt, gnädiger Vater, wir lo⸗ undde e, 8 ben und preiſen dich in Ewigkeit, daß du uns ar⸗ ettnie men Menſchen, die wir, der Sunden halben, imm Fin⸗ deeteuhnde ſterniß und Schatten des Todes ſaſſen, das Licht dei⸗ de, Run ner heylſamen Gnade, in Chriſto IEſu/ dem neu⸗ hit hern gebohrnen Kindlein, ſo gnadiglichhaſt erſcheinen und niusnee bisher leuchten laſſen, und bitten dich von Grund tun gitn. unſers Hertzens, du wolleſt durch deinen heiligen mdengeritt Geiſt uns gnadiglich regieren und fuͤhren, auf daß alääah ee Wi im Licht wandeln, und das ungoͤttliche Weſen dud m und die weltlichen Luſte verleugnen, hingegen aber M Nhyeſ f e.. 2 4. litnin zuchtig, gerecht und gottſelig in dieſer Welt leben, d hh dis wir endlich an jenem Tag, in der Erſcheiung dei⸗ Glaubens, nemlich die ewige Freud und Seligkeit erlangen, Amen. Exvangelium amzweyten Chriſt⸗Tage/ oder St. V Stephani/ des erſten Märtyrers N. Teſtam. er Matth. 23. v. 34⸗39. en, Thu 2 2 I †.& en,unddat nes Sohns, die ſelige Hoffnung, und das End unſers Ser HErr ſprach zu den Phariſaͤern und Schrift⸗ gelehrten, und Oberſten der Jüden: Stehe, ich ſende zu euch Propheten und Weiſen, und Schrift⸗ gelehrten: Und derſelbigen werdet ihr etliche todten und creutzigen, und etliche werdet ihr geiſſeln in eu⸗ ren Schulen, und werdet ſie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme alle das gerechte Blut, das vergoſſen iſt auf Erden, von dem Blute an des gerechten Abels, bis auf das Blut Zacharias, Barachia Sohn, welchen ihr getodtet 9 ſtum amis ſann 1, b,II74 ane Grdee ctictt uns,3 te Wein,n aerecht ud 6 nauſdeſte 1 babt zwiſchen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich ſage euch, daß ſolches alles wird über diß Geſchlecht kommen. Jeruſalem, Jeruſalem, die du toͤdteſt die Propheten, und ſteinggeſt die zu dir geſandt ſind! Wie— oft habe ich deine Kinder verſammlen wollen, wie eine Henne verſammlet ihre Kuͤchlein unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewolt. Siehe, euer Haus ſol euch wuͤſte gelaſſen werden. Denn ich ſage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht ſehen, bis ihr ſprechet: Gelobet ſey, der dafomm im Namen des HErrn. ebet. Haut GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir hertzlich, daß du du durch dein liebes Wort uns unter deine Fluͤgel ſo gnaͤdiglich verſammlet, und bisher vor allen Wiederwartigen beſchuͤtzet haſt und bitten dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſol⸗ che Gnad nicht wie die Juden verachten, ſondern ei kennen und mit Danck annehmen, auch hinfort dein liebes Wort fleiſſig hoͤren und lernen, und uns alſo darnach richten, auf daß wir hiezeitlich an dir einen gnaͤdigen GOtt und Vater haben, und an jenem Ta⸗ ge, wann dein lieber Sohn wieder kommen wird, mit iym einge⸗ hen in die ewige Seligkeit, Amen. EEpiſtel/ Apoſt. Geſch. 6. v. 8⸗I15. und am 7. v. 55⸗59. teyhanus aber, voll Glaubens und Kräfte, thaͤt 8 Wunder und groſſe Zeichen unter dem Volck. Da ſtundenetliche auf von der Schule, die da heiſſet der Libertiner, und der Cyrener, und der Alexande⸗ rer, und derer die aus Cilicia und Aſia waren: Und befragten ſich mit Stephano. Und ſie vermochten nicht widerzuſtehen der Weisheit und dem Geiſt, der da redete. Da richteten ſie zu etliche Maͤnner, die ſprachen: Wir haben ihn gehoͤret Laͤſterworte reden wider Moſen und wider GOtt. Und bewegten das Volck, und die Aelteſten, und die Schriftgelehrten: Undtraten herzu, und riſſen ihn hin, und fuͤhreten ihn vor den Rath. Undſtelleten falſche Zeugen dar, die ſprachen: Dieſer Menſch horet nicht auf zu re⸗ den Laͤſterworte wider dieſe heilige Staͤtte, und des e⸗ 2 Evangeliumam. Heil. Chriſt⸗Tage. 17 e da an eth wi s h, die men; ne Wteniht At n Pdengü ſteinigt rJEſa 85 irdenich 8 u Got * Cteyha ſlgen ai 8 huchtb Kigchore 1 ſtsund 1 ere e feſtbeſte en Güt * Amen * ſIſmgeliu ſohann deun WſbeyG. 8 gewar B ahin 1 M 1 Alta⸗ [rJe,Led ldüeie A 1 p Npyf Ä —— 1 dlem dede l dir Kürzerg ldgetea umbenwela den unde iag Sſe„lln he Ann ſtſaxae kden, deſin Marnene he Namardedgn —— T ter dene Tlaaht ſde ln heuigenGda den, ſonden eita deinlubes Ve ſcten aufdaüdeze nct dadm, Wa f r 19 tommen bicd, uthr 1 mndeeg dhensundgi icen unterdm rSchlk, ded nner, unddelle und Alabeen. . Und ſeben deit uddbct wetlicheeee zorttluſtenm t. Und imn ddeStriua Kihn hin, wh dtenfeſchege ortt ut galg Sit Evangel amz. Heil. Chriſt⸗Tage. Feſetze: Denn wir haben ihn hoͤren ſagen: JEſus von Nazareth wird dieſe Staͤtte zerſtoren;und andern die Sitten, die uns Moſes gegeben hat. Und ſie ſahen aufihn alle, die im Nath ſaſſen: Und ſahen ſein An⸗ geſicht, wie eines Engels Angeſicht. Als er aber Jvoll heiliges Geiſtes war, ſahe er auf gen Himmel, und ſahe die Herrlichkeit GOttes, und JEſum ſte⸗ hen zur Rechten Gottes, undſprach: Siehe, ich ſe⸗ he den Himmeloffen, und des Menſchen Sohn zur Rechten Gottes ſtehen. Sie ſchryen aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und ſtuͤrmeten einmuͤthiglich zu ihm ein; ſtieſſen ihn zur Stadt hinaus, und ſteinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Klei⸗ der zu den Fuͤſſen eines Junglings, der hieß Saulus. uUnd ſteinigten Stephanum, der rief und ſprach: HErr JEſu, nimm meinen Geiſt auf! Er knietea⸗ ber nieder, und ſchrye laut: HErr, behalte ihnen die⸗ ſe Suͤndenicht! Und deer das geſaget, entſchliefer. ebet. HErr GOtt himmliſcher Vater, der du den heiligen Stephanum, ſeines Glaubens halber, leiden und ſteinigen haſt laſſen, uns damit anzuzeigen, daß dein Reich nicht von dieſer Welt ſey, ſondern in ein ander Leben gehöre. Wir bitten dich, ſo wir um deines Worts und Namens willen auch muͤſſen leiden, ſtaͤr⸗ cke unſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir feſt beſtehen, und uns mit deiner Gnade undden ewigen Gutern, anſtatt der zeitlichen, troͤſten mo⸗ gen, Amen. Evangelium am dritten Chriſt⸗Tage/ oder St. Johannio des Apoſtels und Evangeliſten. 4 Joh. 1. v. 1⸗14. Srm Anfang war das Wort, und das Wort war 83 bey GOtt, und GOtt war das Wort. Daſ⸗ 4⁴* ſelbige war im Anfang bey GOtt. Alle Dinge ſa urch 8 3 — — 14 Evangel. ainz. Heil. Chriſt⸗Tage. durch daſſelbige gemacht: Und ohne daſſelbige iſt nichts gemacht, was gemacht iſt. In ihm war das Le⸗ ben, und das Leben war das Licht der Menſchen. Und das Licht ſcheinet in der Finſterniß und die Finſterniß hat es nicht begriffen. Es ward ein Menſch von Gott geſandt, der hieß Johannes. Derſelbe kam zum Zeugniß, daß er von dem Licht zeugete: Auf daß ſie al⸗ ſe durch ihn glaͤubeten. Er war nicht das Licht, ſondern daß er zeugele von dem Lichte. Das war das wahr⸗ haftige Licht, welches alle Menſchen erleuchtet, die in dieſe Welt kommen. Eswar in der Welt, und die Welt iſt durch daſſelbige gemacht: Und die Welt kan⸗ tees nicht. Er kam in ſein Eigenthum, und die ſeinen nahmen ihn nicht auf. Wie viel ihn aber aufnahmen: Denen gab er Macht, GOttes Kinder zu werden, die an ſeinen Namen gläuben: Welche nicht von dem Ge⸗ bluͤte, noch von dem Willen des Fleiſches, noch von dem Willen eines Mannes: Sondern von GOttge⸗ bohren ſind. Und das Wort ward Fleiſch, und wohnete unter uns: Und wir ſahen ſeine Herrlich⸗ keit, eine Herrlichkeit als des eingebohrnen Sohns vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Lection/ Sirach am 15. b. 1⸗8. Jolches thut niemand, denn der den HErrnfuͤrch⸗ 8 tet; und wer ſich an GOttes Wort haͤlt, der findet ſie. Und ſie wird ihm begegnen, wie eine Mut⸗ ter: Und wird ihn empfangen, wie eine junge Braut. Sie wird ihn ſpeiſen mit Brod des Verſtandes, und wird ihn traͤncken mit Waſſer der Weisheit. Da⸗ durch wird er ſtarck werden, daß er feſt ſtehen kan: Und wird ſich an ſie halten, daß er nicht zu Schan⸗ den wird. Sie wird ihn erhoͤhen uͤber ſeinen Naͤch⸗ ſten, und wird ihm ſeinen Mund aufthun in der Ge⸗ meine. Sie wird ihn kroͤnen mit Freud und Won⸗ ne, und mit ewigem Namen begaben. Aber die Nar⸗ ren angelea pen ſene pſchen. und die. 5 Gott «Kbllig, d ean zottegeon e n iß deines te haſt, un es dei en dWort on Rei rnen, 1 Je Söuüſih Aumen. ppel. am den ſſena has bon ſeſer wit n elerins “h bchenw de Feeledr fenbar ThH he. 1Mdralhee 1HI 4 Kinderzon No ehSA5 Dematded „ 4 21 Ko Fe 1, „opn t Ndelnangh. 84 Ae Tla ward phſc. qhen emh HALAhPHSRH; Ingepohreen, M MWahrhet Waheher. .hh rdenern ee Wertſi znen akehe Leineenxe Verfchd Wecter jer fftt teuchus jher äre pfthunue Fttodw A 1 5 7. Pe, . ——— Evangel. am Sonnt. nach Chriſt⸗Tage. 15 ren ſinden ſie nicht, und die Gottioſen koͤnnen ſie nicht erſehen. Denn ſie iſt ferne von den Hofaͤrti⸗ gen; und die Heuchler wiſſen nichts von ihr. Gebet.— Hrr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir 2 je bullig, daß du deine goͤttliche Weisheit in dei⸗ nem Worte geoffenbaret, und uns dadurch zum Er⸗ kenntniß deines goͤttlichen Weſens und Willens ge⸗ bracht haſt, und bitten dich demuͤthiglich, erleuchte uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir mit deinem Wort gern umgehen, daſſelbige fleiſſig ho⸗ ren, von Hertzen betrachten, und grundlich verſte⸗ hen lernen, und alſo in rechtem Glauben unter dei⸗ nem Schutz ſicher wohnen, hie zeitlich und dort ewig⸗ lich, Amen. Evangel. am Sonntage nach dem Chriſt⸗Tage/ Luc. 2. v. 33⸗40. hnd ſein Vater und Mutter verwunderten ſich des, das von JEſu geredet ward. Und Simeon ſegnete ſie, und ſprach zu Maria ſeiner Mutter: Sie⸗ he, dieſer wird geſetzetzu einem Fall, und Auferſte⸗ hen vieler in Iſrael; undzu einem Zeichen, dem wi⸗ derſprochen wird, und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen, auf daß vieler Hertzen Gedan⸗ cken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Geſchlecht A⸗ ſer: Die war wohlbetaget, und hatte gelebet ſieben Jahr mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauſchaft. Und war eine Wittwe bey vier und achtzig Jah⸗ ren: Die kam nimmer vom Tempel, dienete GOTT mit Faſten und Beten Tag und Nacht. Dieſelbe trat auch hinzu, zu derſelbigen Stunde, und preiſete den HErrn: Und redete von ihmzuallen, die da auf die Erlöſung zu Jeruſalem warteten. Und da ſie es al⸗ les vollendet hatten, nach dem Geſetz des Herin. Keh⸗ 16 Evangel. am Sonnt. nach dem Ehriſt⸗T. es al Kehreten ſie wieder in Galllaͤam, zu ihrer Stadt u Nazareth. Aber das Kind wuchs: Und ward ſtarck ſe ſch, im Geiſt, voller Weisheit; und GOttes Gnade war ſa. phen bey ihm. er Gebet. lſs b Err GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen heiligen 94 1 2, ſ — Simeon geweiſſaget, wie Chriſtus dein Sohn zum Fall und 38 iben Auferſtehen vieler in Iſrael geſetzt ſey, wir bitten dich, erleuchte Chr unſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir deinen Sohnd pang Chriſtum IEſum, recht erkennen; und uns in allerley Noth und Gefahr an ihn halten, und an ihm aufftehen, und nicht mit der ſe(e daa chern und blinden Welt uns an ihin ſtoſſen, auch in allerley Leiden(Ahnf und Anfechtung, ſo deines Worts und Bekenntniß halben uns be⸗ 1 nitt gegnet, getroſt und muthig ſeyn, ſintemal gewiß iſt, daß die, ſo w dein Wort verfolgen, zu deinem Reich nicht gehoͤren, die aber din fin daran glauben, und dabey bleiben, ewig ſelig werden, Amen. Epiſtel/ an die Gal. 4. v. 1⸗7. pot Sch ſage aber, ſo lange der Erbe ein Kind iſt, ſoiſt ne fu unter ihm und einem Knechte kein Unterſcheid, ob a ſeun er wol ein Herr iſt aller Guͤter. Sondern er iſt un⸗ in möshh ter den Vormuͤndern und Pflegern, bis auf die be⸗ in fügn ſtimmte Zeit vom Vater. Alſo auch wir, da wir& blin Kinder waren, waren wir gefangen unter den aͤuſ⸗ and ſerlichen Satzungen. Da aber die Zeit erfuͤlletward, andte GOtt ſeinen Sohn, gebohren von emem Wei⸗ f be, und unter das Geſetz gethan: Auf daßer die, ſo 3 unter dem Geſetz waren, erloſete, daß wir die Kind ⸗ 4 ſchaft empfingen. Weil ihr dann Kinder ſeyd, hat ſ GOtt geſandt den Geiſt ſeines Sohns, in eure Her⸗ 8 4 b tzen, der ſchreyet: Abba lieber Vater! Alſo iſt 1 nun hie kein Knecht mehr, ſondern eitel Kinder. du Sinds aber Kinder, ſo ſinds auch Erben GOttes un durch Chriſtum. Gebet. 4 nehr HErr GOtt himmliſcher Vater! wir dancken(e 26 dir von Hertzen, daß du deinen Sohn, unſern u. HErrn IEſum Chriſtum, unter das Geſetz darum ri gethan haſt, auf daß er uns vom Fluch des Geſehes 1 8 erl⸗ ma. 4 1 8 Ervpangel. u. Ep. am Neuen⸗Jahrs⸗Tage. 17 la n erlöſen, und zur ewigen Kindſchaft bringen ſolle, und bitten dich, gib deſſelben demes Sohnes Geiſt in un⸗ ſere Hertzen, auf daß wir uns zu dir, als unſerm lie⸗ ben Vater, alles gutes verſehen, und nicht mehr Knechte, ſondern deine liebe gehor ſame Kinder ſeyn und bleiben in Ewigkeit, durch denſelben deinen Sohn IEſum Chriſtum unſern HErrn, Amen. Evangelium am Neuen⸗Jahrs⸗Tage/ 1 Luc. 2. v. 21. 1 ghnd da acht Tage um waren, daß das Kind be⸗ 31 ſchnitten wuͤrde; da ward ſein Name genennet IJEſus, welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er in Mutter⸗ Leibeempfangen ward. ebet. In Err GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir vor deine vaͤter⸗ uSoh h. 2 liche Gnade, daß du der armen Suͤnder dich angenommen, und deinen Sohn, uns zu gut, unter das Geſetz haſt gethan, auf daß Tuu er durch ſeinen vollkommenen Gehorſam deinen Zorn ſtillete, und Snnah t unſern Ungehorſam heilete. Wir bitten dich, du wolleſt durch i, uſ t deinen heiligen Geiſt unſere Hertzen alſo erleuchten, daß wir ſol⸗ hn,N ches Gehorſams, uns wider unſere Suͤnde und boͤſes Gewiſſen uer wm troͤſten, und durch Huͤlf deines heiligen Geiſtes, auch anfangen 1ne gehorſame Kinder zu ſeyn, und endlich durch Chriſtum JEſum ücin ewig ſelig werden, Amen. mdmmn Epiſtel/ an die Galater am 3. v. 23⸗29. audien ſe Wbe denn aber der Glaube kam, wurden wir un⸗ 1 3 dörne ter dem Geſetz verwahret und verſchloſſen auf Snae den Glauben, der da ſolte offenbaret werden. Al⸗ 1,mn ſi ſo iſt das Geſetz unſer Zuchtmeiſter geweſen auf Vun Chriſtum, daß wir durch den Glauben gerecht wuͤr⸗ dncae ſ den. Nun aber der Glaube kommen iſt, ſind wir jcacs nicht mehr unter dem Zuchtmeiſter. Dann ihr 1 ſeydalle GOttes Kinder, durch den Glauben anChri⸗ ter win ſd ſto JEſu. Denn wie viel euer getauft ſind, die ha⸗ e,1 ben Chriſtum angezogen. Hee iſt kein Jude noch dugen Grieche, hie iſt kein Knecht noch Freyer, hie iſt juse 1 kein Mann noch Weib, deiir ſeyd allzumal einer in N Sonnt. nachdem N. Jahr. 1 8 9 in Chriſto JEſu. Seyd ihr aber Chriſti, ſo ſeyd 1 ihr ja Abrahams Saamen, und nach der Verheiſe †f et⸗ ſung Erben. Gebet. 8½[6 armhertziger GOtt und Vater, wir dancken dir Mt bil von Hertzen, daß du uns Heidenzum Erkennt⸗ uf ſer niß deines Sohns JEſu Chriſti, und alſo zur Erb⸗* untn d ſchaft des ewigen Lebens, berufen haſt, und bitten tnan des dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß ſata ber wir im Glauben taͤglich zunehmen, und bis ans Ende ſee ſlat verharren, auch in deinen Geboten heilig und un- ſtraͤflich wandeln, und endlich mit dem glaͤubigen As Hen p, b braham das ewige Erbebeſiten, durch IEſum Chri⸗ 3 ſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen. 4 grs Evangelium am Sonnt. nach dem Neuen Jahr/ 4 Matth. 2. b. 1315. ken ſe 3 Da die Weiſen aus Morgenland hinweg gezogen ſer ſen 8 waren, ſiehe, da erſchien der Engel des äur ſen HErrn dem Joſeph im Traum, und ſprach: Ste⸗ Un ſan 1 he auf, und nimm das Kindlein und ſeine Mutter zu e mn 2 t dir, und fleuch in Egyptenland, und bleib allda, bis un de 1 V ich dir ſage; denn es iſt vorhanden, daß Herodes u 4 das Kindlein ſuche, daſſelbe umzubringen. Und er 1 ſtund auf, und nahm das Kindlein und ſeine Mutter 1 zu ſich bey der Nacht, und entwich in Sgyptenland: Und blieb allda, bis nach dem Tod Herodis. Auf daß An 1 erfüllet wuͤrde, das der HErr durch den Propheten. gelagt hat, der da ſpricht: Aus Egypten hab ich mei⸗ ſ⸗ A ¹ nen Sohn gerufen. ka Gebet. le ſalt Bamnherkiae⸗ GOtt himmliſcher Vater, der du dein heiliges r n Kind IEſum, mit deiner Allmachts⸗Hand bedecket gegen 3p Ker alle Antaͤufe ſeiner Feinde, und ihre blutduͤrſtige Anſchlaͤge gegen ie, ihn zernichtet, und damit troͤſtlich geoffenbaret, wie du vaͤterlih ge ſorgeteſt fuͤr alle, die deine Kinder ſind in Chriſto IEſu. Wir bit⸗ r der ten dich demuͤthiglich beſchuͤtze uns gnaͤdiglich gegen? ller Feinde e da Gewaſt. Ihr Anſchlaͤg, HErr, zu nichte mach, laß ſie treffen die. 1 böſe Sach, und ſtuͤrtz ſie in die Grub hinein, die ſie machen den 4 3 Chriften dein, durch IEſum Chriſtum, Amen. Epi⸗ — aaf a 1 GCbang am Feſt Eviph⸗ oder Erſch. Chr. 19 GIff Giſ——— ¶ʒ——Q—— rues, Epiſtel/ an Titum 3. v. 4⸗7. na g Da aber erſchien die Freundt ichkeit und Leutſelig⸗ keit GOttes unſers Hey landes: Nicht um der 8 Wercke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hat⸗ ſaa ten, ſondern nach ſeiner Barmhertzigkeit macher er me* uns ſel ig, durch das Bad der Wiedergeburt und Er⸗ en n neurung desheiligen Geiſtes. Welchen er ausgegoſ⸗ ſunge ſen hat uͤber uns reichlich durch IEſum Chriſtum un⸗ ſern Heyland, auf daß wir durch deſſelbig gen Gnade 1 gerecht und Erben ſeyn des ewigen Lebens, nach der 2 Holffnung, das iſt gewißlich wahr. 4 Gebet. „Ana Barmhertziger, guͤtiger GOtt und Vater, wir dan⸗ mgan A cken dir von Hertzen, daß du deine Freundlich⸗ ſ keit und Leutſeligkeit in der Taufe ſo gnaͤdiglich uns dim un haſterſcheinen laſſen: Erſtlich in dem, daß du uns unch zumewigen Leben wiedergebohren, und darnach auch i den heiligen Geiſt reichlich uͤber uns ausgegoſſen haſt, nſam und bitten dich, du wolleſt uns in rechtem Glauben nich a und heiligem Leben bis ans Ende erhalten, auf daß a, d: wir durch deine Gnade gerecht und Erbenſe ind des e⸗ rmgn d wigen Lebens, durch eeſuu Chriſtum deinen Sohn aundſnte unſern HErrn und Heyland, Amen. bueg Evangel. am Seſt Epiphania/ oder Erſch. Chriſti/ den Matth. 2. b. 1⸗12 rt u 1 Ba IEſus gebohren war zu Bethlehem im Jüdi⸗ ſchen Lande, zur Zeit des Koͤniges Herodis, ſiehe, da kamen die Weiſen vom Morgenlande gen Jeruſalem, und ſß rechen- Wo iſt der neugebohrne „König der Juͤden? Wir haben ſeinen Stern geſehen au et im Morgenlande, und ſind kommen ihn anzubeten. neg Da das der König Herhlerhirete erſchracker, und 15 2 ü ihindeshene derien, und ließ berſammlen aalle Hoheprieſter und Schriſtgelehrten unter dem Volck; und erforſchete von ihnen, wo Chriſtus ſolte B 2 geboh⸗ r.! ₰ 5 1 5 im Jüdiſchen Lande. Denn alſo ſtehet geſ durch den Propheten: Und du Bethlehem im Il⸗ diſchen Lande, biſt mit nichten die Kleineſte, unter den Fuͤrſten Juda; denn aus dir ſol mir kommen der Hertzog, der uͤber mein Volck Iſraelein HErr ſey. Daberief Herodes die Weiſen heimlich, und erler⸗ nete mit Fleiß von ihnen, wenn der Stern erſchienen waͤre. Und weiſete ſie gen Bethlehem, und ſprach: Ziehethin, und forſchet ſleiſſig nach dem Kindlein; und wann ihrs findet, ſo ſaget mirs wieder; daß ich auch komme, undes anbete. Da ſie nun den Koͤnig gehoret hatten, zogen ſie hin. Und ſiehe, der Stern, den ſie im Morgenlande geſe⸗ hen hatten, ging vor ihnenher, bis daß er kam und ſtund obenuͤber, da das Kindlein war. Da ſie den Stern ſahen, wurden ſie hoch erfreuet. Und gingen in das Haus, und funden das Kindlein mit Maria ſeiner Mutter, und fielen nieder, und beteten es an⸗ und thaͤten ihre Schaͤtze auf, und ſchencketen ihm Gold, Weyhrauch und Myrrhen. Und GOtt be⸗ fahl ihnenim Traum, daß ſie ſich nicht ſolten wieder zu Herodes lencken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Gebet ebe Hon GOtt himmliſcher Vater, rechten Stern, der das Kindlein IEſus zeiget, uns laſſen leuch⸗ ten, wir bitten dich gib deinen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, daß wir ja ſolches Licht annehmen, und ſeliglich brauchen, daß wir, wie die Weiſen, ſolchem Stern nachziehen, keine Muͤhe noch Gefahr uns laſſen ſchrecken, ſondern mit gantzem Hertzen uns an deinen Sohn, Chriſtum JEſum, als den einigen Heyland halten; unſer Zeitliches auch darzu wenden, daß deine arme Chriſtenheit dadurch gebeſſert, und deinem Sohn Ehriſto JEſu gedienet werde, Amen. ection/ Jeſaia am 60. v. 1⸗6. Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf üher Ir. der du dein liebes Wort, den 1 4 i 2 une ( X˖. Denn 21 Duude 1* drr, d die Hei 1„ 23 ſorigelr * Auger en plet kor 2½ ſkomme te perden. dan ſpechen u ſreiten. Hi kt„ U endiech 1 henn dit le kon 1 hag — —x ning a lioſ Wrea kFeniia ſllwrim Ikeelenze kbeint Ä hlehe a oc wi rremar. freut U Krdenmt :,Vheun und iöntn a Ude Prictd ducehn dheuläed a eanung ſiuuinf druhe enrha anae, Haue me orin dieutte 19,16 —= —- 4 1— ——— dwe ran 1 F Evang. am. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 21 dir. Denn ſiehe, Finſterniß bedecket das Erdreich, und Dunckel die Voͤlcker: Aber uͤber dir gehet auf der HErr, und ſeine Herrlichkeit erſcheinet uͤber dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Koͤnige im Glantz, der uͤber dir aufgehet. Hebe deine Augen auf, und ſiehe umher: Dieſe alle ver⸗ ſammlet kommen zu dir. Deine Soͤhne werden von ferne kommen, und deine Toͤchter zur Seiten erzo⸗ gen werden. Dann wirſt du deine Luſt ſehen und ausbrechen, und dein Hertz wird ſich wundern und ausbreiten, wenn ſich die Menge am Meer zu dir be⸗ kehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Cameele wird dich bedecken, die Laufer aus Midian nnd Epha. Sie werden aus Sa⸗ ba alle kommen, Gold und Weyhrauch bringen, und des HErrn Lob verkuͤndigen. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du uns blinden Heiden das Licht deines heiligen Evangelit aufgehen, und bisher haſt leuchten laſſen, und hitten dich demuͤthiglich, erhalte ſolches auch hinfort, und gib uns deinen heiligen Geiſt⸗ auf daß wir ſolche Gnade erkennen, und unſer Zeit⸗ liches gern dahin wenden, damit ſolches dein herrli⸗ ches Licht auch unſern Nachkommen leuchte, und wir alſo von Hertzen zu dir bekehret, alle in deinem Licht wandeln, hiezeitlich und dort ewiglich, Amen. Evangelium am I. Sonnt. nach der Erſcheinung Chriſti/ Luc. 2. b. 42⸗52⸗ Ba IEſus zwoͤlf Jahr alt war, gingen ſie hinauf gen Jeruſalem, nach Gewohnheit des Feſtes. Und da die Tage vollendet waren, und ſie wieder zu Hauſe gingen, blieb das Kind IEſus zu Jeruſalem, und ſeine Eltern wuſtens nicht. Sie meyneten aber, er waͤre unter den Gefaͤhrten, und kamen eine Tag⸗ B 3 reiſe, —y— rſch. Chr. reiſe, und ſuchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da ſie ihn nicht funden, gingen ſie wiederum gen Jeruſalem, und ſuchten ihn. Undes begab ſich nach dreyen Tagen, funden ſie ihn im Tem⸗ pel ſitzen, mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zu⸗ horete und ſie fragete. Und alle, die ihm zuhöreten verwunderten ſich ſeines Verſtandes und ſeiner Antwort. Und da ſie ihn ſahen, entſatzten ſie ſich. Und ſeine Mutter ſprach zu ihm: Mein Sohn, warum haſt du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmertzen geſuchet. Und er ſprach zu ih⸗ nen: Was iſts, daß ihr mich geſuchet habt? Wiſſet ihr nicht, daß ich ſeyn muß in dem, das meines Vaters iſt? Und ſie verſtunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Under ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und ſei⸗ ne Mutter behielt alle dieſe Worte in ihrem Hertzen. Und IEſus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bey GOtt und den Menſchen. ebet. Herr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir vor deine Gna⸗ 2 de, daß du zur ſeligen Taufe und zum rechten Erkenntniß dei⸗ nes goͤttlichen Worts und Willens uns haſt laſſen kommen, und bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, daß wir uns deines Worts befleiſſigen, es nicht verſaͤnmen noch verachten, ſondern wohlmercken, und es in uns die rechte Frucht ſchaffe, daß wir in deinem Willen leben, im Glauben und Furcht GOttes zu⸗ nehmen und wachſen, und endlich ſeliglich in deinem Wort ſter⸗ ben, und ſelig werden, Amen. Epiſtel/ an die Roͤm. am 12. h. 1⸗6. 8 ermahne euch, lieben Brüder, durch die Barm⸗ I hertzigkeit GOttes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, daß da lebendig, heilig, und GOtt wohl⸗ gefäͤllig ſey, welches ſey euer vernuͤnftiger GOttes⸗ dienſt. Und ſtellet euch nicht dieſer Welt gleich, ſon⸗ dern veraͤndert euch durch Verneurung eures 4 12 22 Evang am 1. Sonnt. nach der E ang auft , dern 8₰ Will a beniſt a ſonihn 4 20, daß an ſdem E 2 De d Glide 8 bfte. ber! i hheben 4es ſgegeber 8 Er G. * ſarrch eber Algen 2 imenen 2 ttesdier e deine E 2 8i pelade — Mutte 8 ſasſo — ————-———— ————õ— 2 EvVvang am. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 23 an ii nes, auf daß ihr pruͤfen moͤget, welches da ſey der 91 a gute, der wohlgefallige, und der vollkommene Got⸗ an tes Wille. Denn ich ſage durch die Gnade die mir dni gegeben iſt, jeder mann unter euch, daß niemand wei⸗ ,n ter vonihm halte, denn ſichs gebuͤhret zu halten, ſon⸗ 1 a dern, daß er von ihm maͤſſiglich halte, ein jeglicher, aen nach dem Gott ausgetheilet hat das Maaß des Glau⸗ 4 bens. Denn gleicher Weiſe, als wir in einem Leibe ſiit!n viel Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerley Dn, neu Geſchaͤfte haben: Alſo ſind wir viel ein Leib in Chri⸗ 1 Lam ah ſto, aber unter einander iſt einer des andern Glied. datn Undhaben mancherley Gaben, nach der Gnade, die tien? unsgegeben iſt. Gebet. dm HErr GOtt himmliſcher Vater, dubeſiehleſt uns intn durch denheiligen Apoſtel Paulum, daß wir un⸗ dia ε ſere Leiber zum lebendigen, heiligen, und dir wohl⸗ enn gefälligen Opfer begeben, das iſt, deinen guten voll⸗ enie kommenen Willen erkennen, und in vernuͤnſtigem Arem Gottesdienſt dir dienen ſollen. Dieweil wir aber ohne deine gnaͤdige Huͤlfe ſolches alles nicht vermoͤ⸗ gen, bitten wir dich von Hertzen, duwolleſt uns durch — deinen heiligen Geiſt erleuchten und regieren, auf daß 15 wir dieſem Befehl treulich nachkommen, und dennoch am nicht weiter, denn ſichs gebuͤhret, von uns halten, ſon⸗ anaa n dern in Chriſtlicher Demuth und rechtſchaffener ee. Buſee ſtets vor dir wandeln, biswir endlich durch dei⸗ 4 ut nen Sohn JEſum Chriſtum ewig ſelig werden, Am. rimne Eyvangelium am II. Sonnt. nach der Erſcheinung 3 Chriſti/ Joh. 2. b. 1⸗11. nei ac hnd am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana eis a⸗ in Galilaͤg, und die Mutter IEſu war da. JE⸗ udd ſus aber und ſeine Juͤnger wurden auch auf die Hoch⸗ un g zeit geladen. Und da es am Wein gebrach, ſpricht nau die Mutter JEſu zu ihm: Sie haben nicht Wein. nnh IsFſus ſpricht zu ihr: Weid, was habe ich mit dir zu B 4 ſchaf⸗ ———,— ————— 24 Evang. am 2. Sonnt. nach der Erſch. Chr. ug ſchaffen? Meine Stunde iſt noch nicht kommen. ſan ſteet Seine Mutter ſprach zu den Dienern; Was er euch ſis üln ſaget, das thut. Es waren aber allda ſechs ſteinerne* be Waſſerkruͤge geſetzt, nach der Weiſe der Jüͤdiſchen. Dä Reinigung, und gingen je in einen zwey oder drey en kdem Maaß. IEſus ſpricht zu ihnen: Fuͤllet die Waſſer⸗“ es ſerſe kruͤge mit Waſſer. Und ſie füͤlleten ſie bis vben an. au ieun Under ſpricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringets 1 l dem Speiſemeiſter, und ſie brachtens. Als aber 1* Een der Speiſemeiſter koſtete den Wein„der Waſſer g⸗⸗ Hll weſen war, und wuſte nicht, von wannener kam, die an üith Diener aber wuſtens, die das Waſſer geſchoͤpſet hat, n erſo ten, rufet der Speiſemeiſter dem Bräutigam„und eninFr ſpricht zu ihm: Jedermann gibt zum erſten guten a einer Wein, und wann ſie truncken worden find, aͤlsdenn ii ohen den geringern; du haſt den guten Wein bisher behal⸗ in fedri ten. Das iſt das erſte Zeichen, das IEſus thaͤt, ge⸗ rG ſchehen zu Cana in Galilaͤa, und oͤffenbarete ſeine fanl Herrlichkeit, und ſeine Junder glaͤubten an ihn. 20umit e ſuun et. Hon SOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir daß du uns dei⸗ aan alſf ne Gnad gegeben, und in den heiligen Cheſtand kommen, hj tet haſt, und bitten dich, b gib deinen heiligen Geiſt, der uns alſo drinnen leite und füͤhre,— ber daß wir mit unſerm Eh⸗Gemahl einig ſeyn, kein Urſach zu Wider⸗ de h wil willen und Zorn geben, ſondern ein freundliches, gottſeliges Le⸗ a ſt g ben fuͤhren muͤgen, auf daß, ob gleich Anfechtung nicht auſeen geſſ bleiben, wir dennoch immerdar deine gnaͤdige Huͤlf und Segen ſa ſerſe ſpuͤren, unſere Kindlein nach deinem Willen erziehen, und in al⸗ jer Gottſeligkeit unter einander leben, und endlich durch deigen n, Sohn Chriſtum JEſum, ewig ſelig werden, Amen. 2 nres Epiſtel/ Roͤm. 12. v. 7⸗16.* ſdde Wieben Bruͤder: Wir haben mancherley Gaben, di ſen nach der Gnade die uns gegeben iſt. Hat jemand es ſgal jemand ein Amt, ſo warte er des Amts. Lehret je⸗ mand„ſo warte er der Lehre. Ermahnet ſemand,* A 4 Weiſſagung, ſo ſey ſie dem Glauben aͤhnlich. Hat ——— Evang. am 3. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 25 ſo warte er des Ermahnens. Gieber jemand, ſo gebe dut er einfaͤltiglich. Regieret jemand, ſo ſey er ſorgfaͤl⸗ Did. 3 tig. Uebet jemand Barmhertzigkeit, ſo thueers mit ng Luſt. Die Liebe ſey nicht falſch. Haſſet das Arge, rfen hanget dem Guten an. Die bruͤderliche Liebe unter kei. einander ſey hertzlich. Einer komme dem andern mit * Ehrerbietung zuvor. Send nicht traͤge, was ihr thun un u ſollt. Seyd bruͤnſtig im Geiſt. Schicket euch in die nn Zeit. Seyd froͤlich in Hoffnung, geduldig in Truͤb⸗ ſa,nd ſal, Haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heili⸗ want a gen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die 299 euch verfolgen, ſegnet und fluchet nicht. Freuet euch nung. mit den Froͤlichen, und weinet mit den Weinenden. itmch a Habt einerley Sinn unter einander. Trachter nicht uchaih, nach hohen Dingen, ſondern haltet euch herunter zu eei den Niedrigen. Gebet. dreeu Horr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir und feich hertzlich, daß du uns bisher ſo mancherley gute unaat. Gaben mitgetheilet haſt: Nun wir aber je leider! die⸗ b ſelben zum gemeinen Nutz und bruͤderlicher Liebe uten: nicht alſo fleiſſig, wie es wol ſeyn ſolte, gebrauchet uin hi haben, bitten wir dich demuͤthiglich, duwolleſt uns 42 ſoches vergeben, und deine Gaben um unſers Un⸗ na* dancks willen nicht von uns nehmen, ſondern auch s 3 hinfort gnaͤdiglich verleihen, und durch deinen hei⸗ Hiet ligen Geiſt regieren, auf daß wir in deinem Dienſt ms fleiſſiger ſeyn, das Arge haſſen, uyd dem Guten an⸗ benan hangen, und doch uns deß alles nicht uͤberheben, ſon⸗ Ra dern in rechter Demuth vor dir allezeit wandeln, bis /m. 1 wir endlich ewig ſelig werden, durch JEſum Chri⸗ — ſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen. an Evangel, am lIlI. Sonntage nach der Erſcheinuug dani Chriſti, Matth. am 8. v. 1⸗ 13. n Da JEſus vom Berge herab ging, folgete ihm un u A viel Volcks nach. 2d ſiehe, ein Auſſäßiger 5 am, — —————— —— 26 Evang. am 3. Sonnt nach der Erſch. Chr. kam, und betete ihn an, und ſprach: HErr, ſo du wilt, kanſt du mich wohl reinigen. Und IEſus ſtre⸗ ckete ſeine Hand aus, ruͤhrete ihn an, und ſprach: Ich wils thun, ſey gereiniget. Und alsbald ward ſi ff . Aſran n ſoen Geſti drn bu ſee er von ſeinem Auſſatz rein. Und IEſus ſprach zu ihm: Siehe zu, ſags niemand; ſondern gehe hin, und zeige dich dem Prieſter, und opfere die Gabe, die Moſes befohlen hat, zu einem Zeugniß über ſie. Da aber IEſus einging zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und ſprach: HErr, mein Knecht liegt zu Hauſe, und iſt gichtbrüchig, und hat groſſe Quaal. JEſus ſprach zu ihm: Ich wil kommen und ihn geſund machen. Der Hauptmann antwortete und ſprach: HErr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach geheſt; ſondern ſprich nur ein Wort, ſo wird mein Knecht geſund. Denn ich bin ein Menſch, darzu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Krieges⸗Knechte, noch wann ich ſa⸗ ge zu einem: Gehe hin, ſo gehet er; und zum an⸗ dern: Komm her, ſo kommt er; und zu meinem Knechte: Thue das, ſo thut ers. Da das IEſus hörete, verwunderte er ſich, und ſprach zu denen, die ihm nachfolgeten: Wahrlich, ich ſage euch, ſol⸗ chen Glauben habe ich in Iſrael nicht funden. Aber ich ſage euch: Viele werden kommen von Morgen und vom Abend, und mit Abraham, und Iſaac, und Jacob im Himmelreich ſitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgeſtoſſen in die äuſſerſte Fin. ſterniß binaus, da wird ſeyn Heulen und Zaͤhnklap⸗ pen. Und IEſus ſprachzu dem Hauptmann: Ge⸗ be hin, dir geſchehe, wie du geglaͤubet haſt. Und ſein Knecht ward geſund zu derſelbigen Stunde. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, der du aus ſonderlicher Lieb —) und Barmhertzigkeit, uns deinen Sohn gegeben, und füͤr uns Menſch werden, und am Creutz haſt ſterben laſſen, gib dei⸗ ner ben, Ame piſtel iteteuch 4 und B e arkeit ge⸗ ir heuchiſt e kteuchſel aum den 2 hen: D in der h It ſeihn,d 681 hirſ ta len. an überwind 1*üütiger, aaxen d 1ℳ ſahge an ſangen, nmhriſ en e berder * ſzurech n ichtund t Pöſem undpnc r ſſtgchbu Gäuih. Däcl ichno „ſendeng tgeic d 7 Feſlad Kketu ; u 8. Dan nd ſa ichſaxe victfon. wwen in. rjar, u) Ahrde udeuſt lenwwiat Haubtran läubern bigenen uausſ äͤroin ſcalia A 1 — — ————. ——— —— Epiſt. am. 3. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 22 nen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, daß wir all unſer Vertrau⸗ en auf ihn ſetzen, und durch ihn Vergebung unſerer Suͤnde, und ewiges Leben ja ſo feſt glauben, als der Hauptmann hie glaubet, er werde ſeinem krancken Knecht mit einem Worthelfen. Wir ha⸗ ben je ſein Wort: Wer an mich glaubet, ſol den Dod nicht ſehen ewiglich. Gib nun lieder Vater im Himmel, daß wir mit un zweiflichem Hertzen glauben, und an unſerm letzten Ende feſt da⸗ bey bleiben„Amen. Epiſtel/ an die Rom. am 12. v. 17⸗21. FFaltet euch nicht ſelbſt für klug. Vergeltet nie⸗ mand Boͤſes mit Boͤſem. Fleiſſiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Iſt es möglich, ſo viel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Friede. Raͤchet euch ſelber nicht, meine Liebſten, ſondern ge⸗ bet Raum dem Zorn GOttes. Denn es ſtehet ge⸗ ſchrieben: Die Rache iſt mein, ich wil vergelten, ſpricht der HErr. So nun deinen Feind hungert, ſo ſpeiſe ihn, duͤrſtet ihn, ſo traͤnckeihn. Wenn du das thuſt, ſo wirſt du feurige Kohlen auf ſein Haupt fammlen. Laß dich nicht das Boͤſe uͤberwinden, ſon⸗ dern uͤberwinde das Boͤſe mit Gutem. Gebet. O guͤtiger, barmhertziger GOtt und Vater l wir klagen dirs von Hertzen, daß wir von Natur zur Rachgierigkeit und allen andern Suͤnden ge⸗ neigt ſind, und ſolchen boͤſen Neigungen leider! oft nachhaͤngen, bitten dich auch demuͤthiglich, du wol⸗ leſt um Chriſti willen uns alle Suͤnden vergeben, und unſere verderbte Natur durch deinen heiligen Geiſt wieder zurecht bringen, unduns alſo regieren, daß wir nicht uns ſelbſt für klug halten, auch nicht Boͤſes mit Boͤſem vergelten, ſondern uns der Ehrbar⸗ keit gegen jedermann befleiſſigen, und, ſo viel an uns iſt, mit allen Menſchen Friede haben, auch uns nicht ſelber raͤchen, ſondern deinem Zorn Raum geben, unſern Feinden aber gern alles guts thun und ewei⸗ —X — 28 Evang. am 4. Sonnt nach der Erſch. Chr.. beweiſen, bis ſie Buſſe thun, von Hertzen ſich zu dir bekehren, und mit uns ewig ſeligwerden, durch JE⸗ fum Chriſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen. Evangelium am nung Chriſti/ Matth. am Eſus trat in das Schiff, und ſeine Juͤnger fol⸗ geten ihm. Und ſiehe, da erhub ſich ein groß Ungeſtuͤm im Meer, alſo, daß auch das Schifflein mit Wellen bedecketward; underſſchlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und ſprachen: HErr, bilf uns, wir verderben. Da ſagte er zuihnen: Ihr Kleinglaͤubigen, warum ſeyd ihr ſo furchtſam? Und ſtund auf, den Wind und das Meer, da ward es gantz ſtille. Die Menſchen aber verwunderten ſich, und ſpra⸗ chen: Was iſt das fuͤr ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorſam iſt⸗ 6 e Hen GOtt himmliſcher Vater am 8. v. 23⸗ 27. et. „der du aus vaͤterlichem und gu⸗ tem Rath uns deine Kinder hie auf Erden unter das Creutz ſtelleſt, und allerley Ungewitter laͤſſeſt uͤber uns kommen, der Suͤnde damit zu wehren, und uns im Glauben, Hoffnung und Gebet zu uͤben, wir bitten dich, du wolleſt dich unſer erbarmen, und unſer Gebet in aller Anfechtung und 1 ge Huͤlfe ſchaffen, auf daß wir deine Gnade und vaͤterlichen Bey⸗ ſtand erkennen, und dich mit all deinen Heiligen in Ewigkeit lo⸗ ben und preiſen, der du mit deinem Sohn und heiligen Geiſt, allein der Ewige, Allmaͤchtige GOtt biſt, Amen. Epiſtel/ Roͤmer am 13. v. 8 7 10.. Seyd niemand nichts ſchuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet: Denn wer den andern liebet, der hat das Geſetzerfuͤllet. Denn das da ge⸗ ſagt iſt: Du ſolt nicht ehebrechen; du ſolt nicht todten; du ſolt nicht ſtehlen; du ſolt nicht falſch Zeugniß geben; dich ſol nichts geluͤſten; und ſo em ander Gebot mehr iſt, das wird in dieſem Wort verfaſſet: Du ſolt deinen IV. Sonntage nach der Erſchei⸗ — und bedraͤuete. Noth hoͤren, und gnaͤdi ⸗ Naͤchſten lieben als dich chſ ſelbſt. n an.S Selehe rnundede rGotthin Heſezgegee rundunfers in ſeinem Ler lollen. Die e prhaben 1 plkkommenz e ſduuollſt n üirwderdie de durchdeinen an Kage zu Ta dn durch deine 8* ſtun, wi a Wgalium an Chriſ 7 Fſaslegete 8 ſorach: De d vder guten den diebeuteſch el tzwſſcen! e das Kraut dei uch das u 1 h 7 1 8— 8 2 18 hi ASSrn nſa a. dagoſg, a bautnet a erſtw a ttana T Uiga un. z u, wh a nohes n tn ſö, 4 49 3 m,Väi deweneriän, 4 fEm ue de uiten Nawba hff Keidi ua E audewdtn helumac Stha ud ſ Aren õy=A=— thun ſollen. von Tage — Evang. am 5. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 29 ſelbſt. Die Liebe thut dem Nächſten nichts Boͤſes. So iſt nun die Liebe des Wlehes Erfuͤllung. ebet · Herr GOtthimmliſcher Vater, du haſt uns dein Geſetz gegeben, und darinnen befohlen, daß wir von Grund unſers Hertzens den Naͤchſten lieben, und ihm an ſeinem Leib, Ehr und Guth keinen Schaden Dieweil wir aber, unſerer verderbten Natur halben, nicht vermoͤgen, ſolchen deinen Be⸗ fehl vollkommen zu halten, bitten wir dich von Her⸗ tzen, du wolleſt uns gnaͤdiglich verzeihen alles, da⸗ mit wir wider die Liebe des Naͤchſten gehandelt haben, und durch deinen heiligen Geiſt regieren, auf daß wir zu Tage in der Liebe voͤlliger, und endlich auch durch deinen Sohn, unſern HErrn JEſum Chriſtum, ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am V. Sonnt. nach der Erſcheinung Chriſti/ Matth. 13. v. 24⸗30. Eſus legete ihnen ein ander Gleichniß vor, und ſprach: Das Himmelreich iſt gleich einem Men⸗ ſchen, der guten Saamen auf ſeinen Acker ſaͤete. Da aber die Leute ſchliefen kam der Feind, und ſaͤete Un⸗ kraut zwiſchen den Weitzen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand ſich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Haus⸗Vater, und ſprachen: Herr, haſt du nicht guten Saamen auf deinen Acker geſaͤet? Woher hat er denn das Unkraut? Er ſprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Da ſprachen die Knechte; Wilt du denn, daß wir hingehen, und es ausgaͤten? Er ſprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich dein Wei⸗ teen mit ausraufet, ſo ihr das Unkraut ausgaͤtet. Laſ⸗ ſet beydes mit einander wachſen, bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit wil ich zu den Schnittern ſagen: Sammlet zuvor das Unkraut, und bindet e⸗ 1 ——— 30 Ev. u. Ep. am 5. Soñt. nach der Erſch. Chr. in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Wei⸗ tzen ſammlet mir in meine Scheuren. Gebet. H erSerhindeine Ve. wir dancken dir, daß du den gu⸗ —) ten Saamen deines heiligen Worts in unſere Hertzen haſt ausgeſaet, und bitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt ſolchen Saamen in uns laſſen lebendig werden, und Frucht brin⸗ gen, und fuͤr dem boͤſen Feind uns behuͤten, daß der nicht Unkraut mit einſaͤe. Behuͤte uns fuͤr Sicherheit, und erhalte uns in deiner Furcht, und hilf in aller Anfechtung, daß wir ewig ſelig wer⸗ den, Amen. Epiſtel, an die Coloſſer am 3. v. 12⸗17. o ziehet nun an als die Auserwaͤhlten GOttes, Heiligen und Geliebten, hertzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Gedult: Und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, ſo jemand Klage hat wider den an⸗ dern; gleichwie Chriſtus euch vergeben hat, alſo auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da iſt das Band der Vollkommenheit. Und der Friede GOt⸗ tes regiere in euren Hertzen, zu welchem ihr auch be⸗ rufen ſeyd in einem Leibe, und ſeyd danckbar. Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit: Lehret und vermahnet euch ſelbſt mit Pſal⸗ men und Lobgeſaͤngen, und geiſtlichen lieblichen Lie⸗ dern, und ſinget dem HErrn in eurem Hertzen. Und alles was ihr thut mit Worten oder mit Wercken, das thut alles im Namen des HErrn IEſu, und dan⸗ cket GOtt und dem Vater durch ihn. Gebet. Barmberßziger ‚ewiger GOtt und Vater, wir dan⸗ cken dir von Hertzen, daß du uns arme verlohr⸗ ne Sünder durch das Blut deines Sohns gereiniget, zu neuen Menſchen und Erben des ewigen Lebens ge⸗ macht haſt, undbitten dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir die Wercke des alten ver⸗ derbten Menſchen, als da ſind allerley Sünde und nrei⸗ an Wg aatt. n nckeahlehe dernachdan Wacknan n cenleben, dborddir ban . Fhriſtumewi 1n gelumam r e nachfhr⸗ etat The lcsnach, da genma 4 nen Berg, wen. Cött SDa hub eVoldsz okauſen erihazuv e mnate) 2 kt fennig daß ein eg 1 dtuime d er Simon i ibrin t uunter ſo a ſchdast IOft. Joſc V ¹ . 1 4 ſen elagert ſt den wi iun ſe aber n Sanm 2 We. D + it Bue Evaug. amé. Sonnt. nach der Erſch. Chr. 32 mn Unreinigkeit ablegen, hingegen aber den neuen Men⸗ 8 1l ſchen, der nach deinem Bildeerſchaffen iſt, mit ſeinen guten Wercken anziehen, und alſo im heiligen un⸗ ſtraͤflichen Leben, mit gutem froͤlichen Gewiſſen, hie zeitlich vor dir wandeln, und endlich auch durch JE⸗ ſſum Chriſtumewig ſelig werden, Amen. Evangelium am VI. Sonnt. nach der Erſcheinung Chriſti/ Joh. 6. v. 1215. arnach fuhr IEſus weg uͤber das Meer an der mung Stadt Tiberias in Galilaa. Und es zog ihm rnäta viel Volcks nach, darum, daß ſie die Zeichen ſahen, die erſckehn er an den Krancken thaͤt. JEſus aber ging hinauf arfadh,te auf einen Berg, und atzte ſich daſelbſt mit ſeinen uhra Jüngern. Es war aber nahe die Oſtern, der Juͤden ritenn Feſt. Da hub JEſus ſeine Augen auf, und ſiehet, rane daß viel Volckszuihmkommt, und ſpricht zu Philip⸗ ehtenni po: Wo kaufen wir Brod, daß dieſe eſſen?(das ſag⸗ nrg teeraber ihn zu ver ſuchen: Dann er wuſte wohl, was netmide er thun wolte.) Philippus antwortete ihm: Zwey ddata hundert Pfennig werth Brods iſt nicht genug unter dadnmn lie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. dübitin Spricht zu ihm einer ſeiner Juͤnger, Andreas, der aer Bruder Simonis Petri: Es iſt ein Knabe hie, der . hat funf Gerſten⸗Brodund zween Fiſche; aber was naden iſt das unter ſo viele? IEſus aber ſprach: Schaf⸗ da mh fet, daß ſich das Volck lagere. Es war aber viel Gras rrht an dem Ort. Da lagerten ſich bey fünf tauſend hn. Mann. JEſus aber nahm die Brode, danckete, und gab ſie den Juͤngern; die Juͤnger aber denen, daaa die ſich gelagert hatten: Deſſelbigen gleichen auch von ruem den Fiſchen, wie viel er wolte. Süllänne Da ſie aber ſatt waren, ſprach er zu ſeinen Juͤn⸗ zengie gern: Sammlet die übrigen Brocken, daß nichts eunedetet umkomme. Da ſammleten ſie, und fuͤlleten zwoͤlf tewan! Koͤrbe mit Brocken, von den fünf Gerſten Broden, breg der 4 die 1 —— ——— 32 Epiſt. am 6. Sonnt. nach der Erſch. Chr. l angläun die uͤberblieben denen, die geſpeiſet worden. Da m Geſtät nun die Menſchen das Zeichen ſahen, das IEſus thaͤt, was ſyricl ſprachen ſie: Das iſt wahrlich der Prophet, der in ut irem O die Welt kommen ſol. Da nun JEſus merckete, rhen mitden daß ſie kommen wuͤrden; undihnhaſchen, daß ſie ivn ſeben Bride zum Konige machten: Entwich er abermal auf den anen. Berg, er ſelbſt alleine. da nüant Gebet. Jrr G Ott himmliſcher Vater, der du durch deinen Sohn in„Füte und H der Wuͤſten fuͤnf kauſend Mann, Weib 85 Kind Sahun Pitun gerechnet, nur mit fuͤnf Brod und zween Fiſchen reichlich geſpei⸗ 4 tder 36 ſet haſt, wir bitten dich, ſey mit deinem Segen auch gnadig bey oddenes 6 uns, behuͤte uns fuͤr dem Geitz und Sorgen der Nahrung, das digenkebene wir dein Reich und deine Gerechtigkeit am erſten ſuchen, und dei⸗ jertzen reg ne milde varerlihe Guͤte in allem, was wir zu Leib und Seel bee twie nicht duͤrfen, gnaͤdig ſo ren, durch JEſum Chriſtum unſern HErrn,Amen. ud des god Epiſtei/ an die Gal. am 4.b. 21⸗31. tedre Waget mir, dieihr unter dem Geſetz ſeyn wolt, habt iun, uud ihr das Geſetz nicht gehoͤret? Dann es ſtehet ge⸗ monrſtn ſchrieben: Daß Abraham zween Soͤhne hatte, einen. land,) von der Magd, den andern von der Freyen. Aber der Ghäand, von der Magd war iſt nach dem Fleiſch gebohren⸗ Der i nhäumar aber von der Freyen, iſt durch die Verheiſſung geboh ren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das ſind ſoſprac die zwey Teſtamente, eines von dem Berge Sina, äſigle das zur Knechtſchaft gebieret, welches iſt die Igar. Källgat Denn Agar heiſſt in Arabia der Berg Sina, und en aeentt langet bis gen Jeruſalem, das zudieſer Zeit iſt, und an henume? iſt dienſtbar mit ſeinen Kindern. Aber das Jeruſa⸗ be Undgn lem, das droben iſt, das iſt die Freye, die iſt unſer aller iis neande Mutter. Denn es ſtehet geſchrieben: Sey froͤlich e Gch du unfruchtbare, die du nicht gebiereſt; und brich 46 ßen as herfuͤr, und rufe, die du nicht ſchwanger biſt; denn ee fausu die Einſame hat biel mehr Kinder denn die den Mann i ſachalſ hat. Wir aber, lieben Bruͤder, ſind, Iſaac nach, der e ſuͤſan Verheiſſung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit,der e Wazt nach dem Fleiſch gebohren war, verfolgete den, der arha nach ⁴ ————— euaa. Evangelium am Sonnt. Septuageſima. 33 ſcherde 8 nach dem Geiſt gebohren war; alſo gehet es jetzt auch. ieſn* Aber was ſpricht die Schrift? Stoß die Magdhin⸗ u s aus mir ihrem Soön: Denn der Magd Sohn ſol a 7s nicht erben mit dem Sohn der Freyen So ſind wir da 2 nun, lieben Bruͤder, nicht der Magd Kinder, ſondern Ai der Freyen. Gebet. armhertziger GOtt und Vater, wir ſagen dir von un 2— Hertzen Lob und Danck für deine unausſprech⸗ Vin s liche Guͤte und Gnade, daß du uns vonder Dienſt⸗ m h barkeit der Sünden und vom Fluch des Geſetzes durch nen den Tod deines Sohns frey gemacht, und zu Erben ni des ewigen Lebens angenommen haſt, undbitten dich n von Hertzen, regiere uns durch deinenheiligen Geiſt⸗ aes es damit wir nicht wiederum unter das Joch der Suͤn⸗ nn den und des Todes gefangen werden, ſondern in der Gigin a3 Chriſtlichen Freyheit und deiner Gnade bis ans Ende ndm i verharren, und alſo auch ewig ſelig werden, durch rSun et JIEſum Chriſtum deinen Sohn, unſern HERRN ans und Heyland, Amen. d Pvangelium am Sonnt. Septuageſima genannt/ eVe,u2 Matth. 20. v. 1⸗16. 7 R; Eſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Das Himmel⸗ a 80 reich iſt gleicheinem Haus⸗Vater, der am Mor⸗ ute is gen ausging, Arbeiter zu miethen in ſeinen Weinberg. Aun Und da er mit den Arbeitern eins ward, umeinen 1 3 Groſchen zum Tagelohn, ſandteer ſie in ſeinen Wein⸗ berg. Und ging aus um dieddritte Stunde, und ſa⸗ - 65 heanderean dem Marckte muͤſſig ſtehen. Und ſprach ſn 3 zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich wil euch geben was recht iſt, und ſie gingen hin. Abermal uua ging er aus um die ſechſte und neunte Stunde, und mi ds thaͤt gleich alſo. Um die eilfte Stunde aber ginger Ft aus, und fand andere muͤſſig ſtehen, und ſprach zu ih⸗ h f nen: Was ſtehet ihr hie den gantzen Tag müſſig? 4 l Sie ſprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. ahh 3 C Er ———ꝓ.— 34 Epiſtelam Sonnt Septuageſimna. Sorggelin Er ſprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Wein⸗ alo dahſe verg; und was recht ſeyn wird, ſol euchwerden. tet eieu Daes nun Abend ward, ſprach der Herr des Wein⸗ e als aljs l berges zu ſeinem Schafuer: Rufe den Arbeitern, und 1 adieduſt ire gib ihnen den Lohn; und hebe an an den Legtenbiszu urdzähneit den Erſten. Da kamen, die um die eilfte Stunde⸗ rerwan gedinget waren, und empfing ein jeglicher ſeinen Gro⸗ 3 hwileuch al ſchen. Daaber die Erſten kamen, meyneten ſie, ſie ii ſerr Vie wuͤrden mehr empfahen: Und ſie empfingen auch aunfindal ein jeglicher ſeinen Groſchen. Und da ſie den em⸗ terMoſen pfingen, murreten ſie wider den Haus⸗Vater, und Mer. Uni ſprachen: Dieſe Letzten haben nur eine Stunde gear⸗n, undhab beitet, und du haſt ſie uns gleich gemacht, die wir des ae ſetr Tages Laſt und Hitze getragen haben. Er antwor⸗ Kuttfolgete, tete aber, und ſagte zu einem unter ibnen: Mein ee lte Freund, ich thue dir nicht unrecht. Biſt du nicht mit driedergeſ mir eins worden um einen Groſchen? Nimm, was dein iſt, und gehe hin. Ichaber wil dieſen Letzten ge diler G ben gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu d Haten,d thun, was ich wil, mit dem Meinen? Sieheſt du dar⸗ uffatare um ſcheel, daß ich ſo gütig bin? Alſo werden die Letz⸗ 1 Gjauber ten die Erſten und die Erſten die Letzten ſeyn. Denn 1r ded viele ſind berufen, aber menig ſind auserwaͤhlet. nien ebet.— Hen GOtt himmliſcher Vater, der du durch dein liebes Work n tuname uns in den Wein⸗Garten berufen haſt wir bitten dich, gib dei⸗ t Plch dun nen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, daß wir in ſolchem Wein⸗ 1 KPrechten⸗ Garten treulich arbeiten, fuͤr Suͤnden und allem Aergerniß uns in ſebe Enge huͤten, und deines Worts und Willens uns befleiſſigen, und alle iz— Hoffnung allein auf deine Gnade, ſo du uns durch deinen Sohn Chriſtum JEſum reichlich erzeiget haſt, ſetzen, und alſo ewig ſe⸗ 1 b lig werden, Amen. Kpiſtel/ 1Cor. am 9. und 10. Capitel. in bir das Miſfet ihr nicht, daß die, o in den Schrancken lau⸗& ſdren Wy fen die laufen alle, aber einer erlanget das Klei⸗ t emnen Et nod? Laufet nun alſo, daß ihrsergreifet. Ein jegli⸗ us pelium 2 cher aber der da kaͤmpfet, enthaͤlt ſich alles Dinges: Jene⸗ — Evangeliuin am Sonnt. Serageſima. 35 Jene alſo, daß ſie eine vergaͤngliche Krone empfahen; wir aber eine unvergaͤngliche. Ich laufe aber alſo, nicht als aufs ungewiſſe: Ich fechte alſo, nicht als der in die Luft ſtreichet. Sondern ich betaͤube meinen Leib, und zaͤhme ihn, daß ich nicht andern predige, und ſelbſt verwerflich werde. Ich wil euch aber, lieben Bruͤder, nicht verhalten, daß unſere Vaͤter ſind alle unter der Wolcken gewe⸗ ſen, und ſind alle durchs Meer gegangen: Und ſind alle unter Moſen getauſet, mit der Wolcken und mit dem Meer. Und habenalle einerley geiſtliche Speiſe geſſen, und haben alee einerley geiſtlichen Tranck ge⸗ truncken; ſie truncken aber von dem geiſtlichen Fels, der mit folgete, welcher war Chriſtus. Aber anih⸗ rer vielen hatte GOtt keinen Wohlgefallen: Denn ſie ſind niedergeſchlagen in der Wuͤſten. Gebet. Guaͤdiger GOtt und Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du uns in deinem Wort ſo gnadig⸗ lich geoffenbaret haſt das Ziel, darauf wir all unſer Thun, Glauben und Wandel richten ſollen: Und die⸗ weil der leidige Teufel uns daſſelbe gern verruͤcken wolte, und ohne das die Welt und unſere verderbte Natur uns im Lauf vielmals hindern, bitten wir de⸗ muthiglich, du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt auf den rechten Weeg leiten und erhalten, auch durch deine liebe Engel für dem Teufel und der Welt gnä⸗ diglich bewahren, damit wir nicht, wie die Kinder Iſ⸗ rael, auf dem Wege niedergeſchlagen werden, ſon⸗ dern unſern Lauf ſeliglich vollenden, und endlich auch, wenn wir das Ziel erreichet haben, an jenem Tage die 1 4m Krone der Ehren empfangen, durch IEſum Chri⸗ ſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen. Evangelium am Sonnt. Sexageſima genannt/ Lucd am 8. v. 4⸗15. C 2 Da ———C—’—L—’—ꝛ—ꝛ—ꝛ—˖—˖——— —— 36 Evangelium am Sonnt. Sexageſuna. Eyiſtlc Ba nun viel Volcks bey einander war, und aus den I F nner he Staͤdten zu JEſu eileten, ſprach er durch ein ii nihen hnd Gleichniß: Es ging ein Saͤemann aus zu ſaen ſeinen Geutzah . E„— ffed Saamen: Und indem er ſaͤete, fiel etliches an den guadn he Wnde 2 Fels: Und da es aufging⸗verdorrete es, darum, daßes tens./ Undetliches fiel auf ein gut Land: Undes ging 3 nhääsne auf und trug hundertfältige Frucht. Da er das hen 1 ſagte, riefer: Wer Ohren hat zu hoͤren, der hoͤre.*1 aduduin Es fragten ihn aber ſeine Junger, undſprachen, dnehre,4 was dieſe Gleichniß waͤre? Er aber ſprach: Euch Jemandküh iſts gegeben, zu wiſſen das Geheimniß des Reichs 1 ihauhtih GOttes; den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie Iraelten, es nicht ſehen, ob ſiees ſchon ſehen, und nicht verſte⸗ köchau hen, ob ſie es ſchon hoͤren. ei eich) Jchbi Das iſt aber die Gleichniß: Der Saame iſt das en ichhademe Wort GOttes. Die aber an dem Wege ſind: Das ei gen,oſtn ſind, die es hoͤren; darnach kommt der Teufel, und: hüit in nimmt das Wort von ihrem Hertzen, auf daß ſienicht tr en.— glauben und ſelig werden./ Die aber auf dem Fels: m niget drey Freuden an; und d Zeitlang glauben ſie Paſtr,in d ſrelchkeitu Hedden, elichkeiti N kr, m gü Nühe und Gedult. Gebet. t hadſichſo Hen GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir, daß du dein G ſtgelaufe ) Uebes Wort, durch deinen Sohn Chriſtum IEſum, unter riſtſche uns haſt ausgeſaͤet, und bitten dich, du wolleſt durch deinen heili⸗ 8 doaed b gen Kerge deat n nanzahgä de, ftat⸗ „unx jadenzen mgenxruxu auttadin e gfutt d tzuheren R. Junxe m Erdeat Gehemman n Glachſar ſeger, udac .. De emn ndemgyſt kommehea derzen aude Decheruid (öwen ſadol en nct V ur td rde dera birrrede e r Ehaien. dun all(daah 11 Gutolcheae 1 ——— ———:::Uj—— Epiſtel am Sonnt. Sexageſima. 37 gen Geiſt unſere Hertzen dermaſſen zubereiten, daß wu ſoiches Wort mit Fleiß hoͤren, und in einem ſeinen gulen Hertzen behalten, und in Gedult Frucht bringen, daß wir der Suͤnde nicht nachhaͤngen, ſie durch deine Huͤlfe daͤmpfen, und in allerley Verfolgung deiner Gnade, und ewigen Huͤlfe uns gewiß troͤſten, hoffen und felig werden, Amen. EœEpiſtel/ 2 Cor. am 11. und 12. Capitel. Wieben Bruͤder: Ihr vertraget gern die Narren, dieweil ihr klug ſeyd. Ihr vertraget, ſo euch jemand zu Knechten machet, ſo euch jemand ſchindet, ſo euch jemand nimmet, ſo euch jemand trotzet, ſo euch jemand in das Angeſicht ſtreichet. Das ſage ich nach der Unehre, als waren wir ſchwach worden. Worauf nunzemand kuͤhne iſt,(ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch kuͤhne. Sie ſind Ebraͤer, ich auch. Sie ſind Iſraeliten, ich auch. Sie ſind Abrahams Saa⸗ men, ich auch. Sie ſind Diener Chriſti;(ich rede thoͤrlich) Ich binwol mehr. Ich habe mehr gearbei⸗ tet, ich habe mehr Schlaͤge erlitten, ich binoͤfter ge⸗ fangen, oft in Todes⸗Nothen geweſt. Von den Juͤ⸗ den hab ich fuͤnfmal empfangen vierzig Streiche we⸗ niger eins. Ich bin dreymal geſtaͤupet, einmal ge⸗ ſteiniget, dreymal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe des Meers. Ich habe oft gereiſet: Ich bin in Faͤhrlichkeit geweſen zu Waſſer, in Faͤhrlichkeit unter den Moͤrdern, in aͤhrlichkeit unter den Jüden, in Fahrlichkeit unter en Heiden, in Fährlichkeit in den Staͤdten, in Faͤhrlichkeit in der Wuͤſten, in Faͤhrlichkeit auf dem Meer, in Faͤhrlichkeit unter den falſchen Bruͤdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durſt, in viel Faſten, in Froſt und Bloͤſſe; oh⸗ ne was ſich ſonſt zutraͤgt, nemlich, daß ich taͤglich wer⸗ de angelaufen und trage Sorge fuͤr alle Gemeinen. Wer iſt ſchwach, undich werde nicht ſchwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je C 3 ruͤh⸗ ————— —ͦ ͦ——— “—'————— 38 Epiſtelam Sonnt. Sexageſima.. ruͤhmen ſol, wil ich mich meiner Schwachheit ruͤh⸗ men. GOtt und der Bater unſers HErrn JEſu Chriſti, welcher ſey gelobet in Ewigkeit, weis, daß ich nicht luͤge. Zu Damaſeo der Landpfleger des Ko⸗ niges Areta verwahrete die Stadt der Damaſcer, und wolte mich greifen. Und ich ward in einem Kor⸗ be zum Fenſter aus durch die Mauer niedergelaſſen, und entrann aus ſeinen Haͤnden. Es iſt mir ja das Rühmen nichts nuͤtze; doch wilich kommen auf die Geſichte und Offenbarungen des HErrn. Ich kenne einen Menſchen in Chriſto vor vierzehen Jahren,(iſt er in dem Leibe geweſen⸗ ſo weis ichs nicht; oder iſt er auſſer dem Leibe geweſen, ſo weis ichs auch nicht, GOtt weis es.) Derſelbige wardent⸗ zucket bis in den dritten Himmel. Und ich kenne den⸗ ſelbigen Menſchen,(ob er in dem Leibe oder auſſer dem Leibe geweſen iſt, weis ich nicht; GOtt weis es.) Er war entzuͤcket in das Paradies, und hoͤrete unaus⸗ ſprechliche Worte, welche kein Menſch ſagen kan. Da⸗ von wil ich mich ruͤhmen, von mir ſelbſt aber wil ich mich nichts ruͤhmen, ohne meiner Schwachheit. Und ſo ich mich ruͤhmen wolte, thaͤt ich darum nicht thoͤr⸗ lich: Denn ich wolte die Wahrheit ſagen. Ich ent⸗ halte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich hoͤher achte, denn er an mir ſiehet, oder von mir hoͤret. und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung überhebe, iſt mir gegeben ein Pfahl ins Fleiſch, nem⸗ lich des Satans Engel, der mich mit Faͤuſten ſchlage, auf daß ich mich nicht uͤberhebe. Dafuͤr ich dreymal den HErrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir geſagt: Laß dir an meiner Gnade ge⸗ nügen, denn meine Kraft iſt in den Schwachen maͤchtig. Darum wil ich mich amallerliebſten ruͤh⸗ men meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chri⸗ ſti bey mir wohne. 6 e⸗ Foangelunt 5 arGOtthi 1 kegeitlicen 6 zus vndwid 1„dch lobent a it denen ſol 1ehcen wir „ oſtmnals,9 dar unralü ſti wilen be Geſtregiere wusdugb men und ds d wahreunsfl u ſdasheilge 1 iiſticher De n Kettele Ha d da, under nn andeinen So 3 wngllium Mihig Ader Jet * nzu 3 d. Aber 26 krf wol, d 2i weſtzumi 3 3 laß 8 echgken Wius get — ſſer; und . Und Kine Taub 1 dſiehe, e 8 ſitmen iin hahe. —.= ſctsue dofuee kenſcang reehn neehenc Dehhe Kl. ludict der eheld puict get de Vhſre rnG ax onmrſbſch mecuube dtitdeewn Jxbercem Grwwvid erenr. deßrinofe ichlusse zontzlutt t. Diitt exukent 1 reax. 3 - 1 41 lich aus, undwilt, daß wir dabey deine Guͤte erken⸗ Nn nen, dich loben undpreiſen, und dem Naͤchſten gern un damit dienen ſollen. Evangelium am Faſtnach ——— ——— Geber. Herr GOtthimmliſcher Vater, du theileſt ja dei⸗ ) ne geiſtliche und leibliche Gaben unter unsreich⸗ Deiner Gaben ruͤhmen und 8 übernehmen wir uns, wie dort die falſchen Apoſtel 1 d 1 1 1' 1 — zwar oftmals, aber dir und dem Naͤchſten dienen wir leider! untreulich damit, das wolleſt du uns um Chriſti willen vergeben, und uns durch deinen heili⸗ gen Geiſt regieren, auf daß wir uns beſſern, und al⸗ jes, was du gibſt, mit Danck annehmen, zu deinen Ehren und des Naͤchſten Nutzen recht gebrauchen. Bewahre uns für Hofart, und gib Gnade, daß wir uns das heilige Creutz jederzeit zu deiner Furcht und Chriſtlicher Oemuth dienen laſſen, und alſo an jenem Tage treue Haushalter deiner Güter und Gaben er⸗ funden, undewig ſelig werden, durch JEſum Chri⸗ ſtum deinen Sohn unſern HErrn, Amen. Exvangelium am Faſtnachts⸗ Sonntage/ Eſto Mihi genannt/ Matth. 3. v. 13⸗17. Iu der Zeit kam JEſus aus Galilaͤg an den Jor⸗ dan zu Johanne, daß er ſich von ihm taufen lieſſe. Aber Johannes wehrete ihm, und ſprach: Ich bedarf wol, daß ich von dir getauft werde; und du kommeſt zu mir? JEſus aber antwortete, und ſprach zu ihm: Laß jetzt alſo ſeyn; alſo gebuͤhret es uns alle Gerechtigkeit zuerfuͤllen. Daließ ers ihmzu. Und da JEſus getauft war, ſtieg er bald herauf aus dem Waſſer; und ſiehe, da thaͤt ſich der Himmel auf uͤber ihm. Und Johannes ſahe den Geiſt GOttes, gleich als eine Taube, herab fahren, und uͤber ihn kommen. Und ſiehe, eine Stimme vom Himmel herab ſprach: Diß iſt mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlge⸗ fallen habe. age. 39 — 40 Epiſtel am Faſtnachts⸗Sonntage. urnjie Gebet. 11 dar tlugm Err GOtt himmliſcher Vater, der du dich mit dem heiligen iun ge: Dal — Seiſt, in allen Gnaden bey der Taufe deines lieben Sohnes, findiſch war unſers Heylandes, der unſer aller Suͤnde auf ſich geladen, geof⸗ neinem dune fenbahret haſt. Haſt uns auch mit deiner Stimme vom Himmel an Angeſte zu ihm gewieſen, daß wir durch ihn Vergebung der Suͤndenund d de alle Gnade haben ſollen. Wir bitten dich hertzlich, gib uns die⸗) aber wer ſen deinen Rath ſcliglich zu erkennen, und weil wir nach dem E⸗ in n. Nunc rempel und Befehl deines Sohnes auch getauſt ſind ſo ſtaͤrcke und drey:Aber verſiegele dadurch den Glauben in unſern Hertzen, und erhalte uns durch den Geiſt, der uns durch die heilige Taufe wieder ge- ſae bohren hat, zum ewigen Leben, Amen. 8 aungertig undiſtauch denn ich mit Menſchen und mit Engel⸗Zungenre⸗ ſ, j dete, und haͤtte der Liebe nicht, ſo waͤre ichein 1 dine thoͤnend Ertz, oder eine klingende Schelle. Undwen 34 d ich weiſſagen koͤnte, und wuſte alle Geheimniß, und dee alle Erkenntniß; und haͤtte allen Glauben, alſo, daß t1 38 n ich Berge verſetzte; und haͤtte der Liebe nicht, ſowa⸗ igno 3 re ich nichts. Und wann ich alle meine Haabe den Ar⸗ nt, 5 men gaͤbe, und lieſſe meinen Leib brennen, und haͤtte t lrſnde der Liebe nicht, ſo waͤre mirs nicht nuͤtze. Die Lie⸗ bnnerh be iſt langmuͤthig und freundlich, die Liebe eifert anagen, nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, ſie bläahet ten Gabe ſich nicht, ſie ſtellet ſich nicht ungebaͤrdig, ſie ſuchet Wohlg nicht das Ihre, ſie laͤſſet ſich nicht erbittern, ſee d ſonnc trachtet nicht nach Schaden: Sie freuet ſich nicht i lil de alles, ſie duldet alles. Die Liebe hoͤret nimmer auf, ſo doch die Weiſſagungen aufhoͤren werden, und die Weiſſagen iſt Stuͤckwerck. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, ſo wird das Stuͤckwerck aufhö⸗. ren. Da ich ein Kind war, daredete ich wie ein Kind⸗ a ſeſe E und war klug wieein Kind 4 was kindiſch war. — Evangel. am 1. Sonnt. inder Faſten. 41 . nd, und hatte kindiſche An⸗ ſchlaͤge: Da ich aber ein Mann ward, thaͤt ich ab⸗ Wir ſehenjetzt durch einen Spie⸗ nn geliin einem dunckeln Worte, dann aber von Ange⸗ deSce. eale Gehen er Gauha, drütenc lemenn dau irenmn, nictuag. dic, ded kuthwi, pngebätde, hucteii She teut tſch ved Jlahetal ſebehoretn rennedn und doe duäweet ——— 1 „ — endhertee GStictu zdenwon —— denn aber werde ichs erkennen, „WGeiſt gnadiglich regieren, Jetzt erkenne ichs ſtückweiſe, gleich wie ich erken⸗ Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung Liebe, Aber die Liebe iſt die groͤſſeſte unter ihnen. Gebet. ſicht zu Angeſicht. net bin. dieſe drey Barmhertziger GOtt und Vater, du wilt ja haben, und iſt auch billig, daß, wie du uns in Chriſto ge⸗ liebet haſt, alſo wir auch dich und unſern Naͤchſten hertzlich lieben ſollen. Dieweil aber der leidige Teu⸗ fel ſolche Liebe auf mancherley Weiſe hindert, und un⸗ ſere Hertzen ohne das kalt dazu ſind, bitten wir dich demuͤthiglich, du wolleſt uns durch deinen heiligen damit wir uns nicht mit Hofart, Neid, Rachgierigkeit, Geitz oder anderm Uebel verfündigen, und wider die Liebe handeln, ſon⸗ dern von Hertzen langmuͤthig und freundlich ſeyn, al⸗ les vertragen, vertrauen, hoffen und gedulden, und in deinen Gaben nicht unſere Ehr oder Nutz, ſondern deinen Wohlgefallen und des Naͤchſten Liebe ſuchen, und alſo in rechter Liebe und ungefaͤrbtem Glauben von Tag zu Tage wachſen, auch bis ans Ende darinnen verharren, auch endlich durch Chriſtum ewig ſelig werden, Amen. Exvangelium am I. Sonnt. in der Faſten/ Invo⸗ cavit genannt/ Matth. 4. v. 1⸗II. Ba ward JEſus vom Geiſt in die Wuͤſte gefüh⸗ ret, auf daß er von dem Teufel verſucht wuͤrde. Und da er viertzig Tage und viertzig Nachte gefaſtet hatte, hungerte ihn. Und der Verſucher trat zu ihm, und ſprach: Biſt du GOttes Sohn, ſo ſprich, daß dieſe Steine Brod werden. Und er antnporte, 5 6 —— ——2—— 42 Evangel. am 1. Sonnt. in der Faſten. te, und ſprach: Es ſtehet geſchrieben: Der Menſch lebet nicht vom Brod allein; ſondern von einem jeg⸗ lichen Wort, das durch den Mund GOttes gehet. Da fuͤhrete ihn der Teufel mit ſich in die heilige Stadt, und ſtellete ihn auf die Zinne des Tempels, und ſprachzu ihm: Biſt du GOttes Sohn, ſo laß dich hinab; denn es ſtehet geſchrieben: Er wird ſeinen Engeln über dir Befehl thun, und ſie werden dich auf den Haͤnden tragen, auf daß du deien Fuß nicht aneinen Stein ſtoſſeſt. Da ſprach IEſus zu ihm: Wiederum ſtehet auch geſchrieben: Du ſolt GOtt deinen HErrn nicht verſuchen. Wiederum fuͤhrete ihn der Teufel mit ſich auf ei⸗ nen ſehr hohen Berg, und zeigete ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit, und ſprach zu ihm: Diß auees wil ich dir geben, ſo du niederfälleſt, und mich anbeteſt. Daſprach JEſuszuihm: Heb dich weg von mir, Satan; denn es ſtehet geſchrieben: Du ſoltanbeten GOtt deinen HErrn, und ihm allein die⸗ nen. Da verließ ihn der Teufel, und ſiehe, da tra⸗ ten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. ebet Herthimanſhensenach wir bitten dich, weil der arge ꝛ) Feind fuͤr und fuͤr uns nachſchleichet, und wie ein bruͤllender LFwe umher gehet, und ſuchet, ob er uns koͤnte freſſen, du wol⸗ leſt um deines Sohns Chriſti IEſu willen, mit deinem heiligen Geiſt uns zuſetzen, und durch dein Wort unſere Hertzen ſtaͤrcken, auf daß der Feind uns nicht beſiege, und wir in deiner Guade fuͤr und fuͤrbleiben, und endlich ewig ſelig werden, Amen. Epiſtel/ 2 Cor. 6. v. 1⸗10.. Wieben Bruͤder: Wir ermahnen euch, als Mithel⸗ fer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade GOttes empfahet. Denner ſpricht: Ich habe dich in der an⸗ nehmen Zeit erhoͤret, und habe dir am Tage des eyls geholfen. Sehet, jetzt iſt die angenehme Zeit, zt iſt der Tag des Heyls. Laſſet uns aber niemand gend ein Aergerniß geben, auf daß unſer Amt nicht Edangel.9 ſin ſtende 1 iſen al dn anzribſ 1 inGefangt⸗ di ben, ndn . ugruth,n i zunwefärtt e KraſtGe „zur Rech ande, dur de Vrfüh el xkannten, —aundſiehe,, Inict rt ic; alsd Falsdien — err Gott bon Hertze itkeryun⸗ dr angenen Algebolfe euns dure ſe Giade Dingen thelund ſten We n —— wArwenmr niſcer dSEſ deGe U' 11 u d ſonde UA dd 1 Aſ undgone ſt ſc 9. ſcan k Ieſe HOttes Gh 8 elhe Tneden groir „und ſn aßdudehe Ap f prad öl LA, ANM b, ten. Di Tauidwtit Rtemeua „ud ut dunndeiie ſbezuh, dhetzitr rn, undönch , Vdſeh⸗ tten in⸗ littm dö N 4 g dea Ans Pabftſeg cedem. Tdearee ſtunede N N ——— Evangel. am 2. Sonnt. in der Faſten. verlaͤſtert werde. Sondern m allen Dingen laſſet uns beweiſen, als die Diener GOttes, in groſſer Ge⸗ dult, in Truͤbſalen, in Noͤthen, in Aengſten; in Schlaͤ⸗ gen, in Gefaͤngniſſen, in Aufruhren, in Arbeiten, in Wachen, in Faſten; in Keuſchheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Gei⸗ ſte, in ungefarbter Liebe in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft GOttes, durch Waffen der Gerechtig⸗ keit, zur Rechten und zur Lincken; durch Ehre und Schande, durch boͤſe Geruͤchte und gute Geruͤchte; als die Verführer, und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterben⸗ den, und ſiehe, wir leben; als die Gezuüͤchtigten, und doch nicht ertoͤdtet; als die Traurigen, aber allezeit froͤlich; als die Armen, aber die doch biel reich ma⸗ chen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. 2 Gebet. Horr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir * von Hertzen, daß du uns, die wir in Finſterniß⸗ Abgoͤtterey und andern groſſen Suͤnden geſteckt ſind, in der angenehmen Zeit erhoͤret, und am Tage des Heyls geholfen haſt, undbitten dich demuͤthiglich, re⸗ giere uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir ſolche Gnade nicht vergeblich empfahen, ſondern in allen Dingen uns als deine treue Diener beweiſen, fuͤr Uebel und Aergerniß fleiſſig huͤten, in der Gedult, in Faſten, Wachen, in Keuſchheit, Langmuth, Freund⸗ lichkeit, ungefaͤrbter Liebe und allen andern guten Wercken taͤglich zunehmen, und endlich auch durch wahren Glauben an deinen Sohn, unſern HErrn JEſum Chriſtum, ewig ſeligwerden, Amen. Exvangelium am ll. Sonnt. in der Faſten/ Remi⸗ niſcere genannt/ Matth. 15. v. 21⸗28. hnd IEſus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend Tyri und Sidon. Und ſiehe, ein Cana⸗ 1 lum 44 Evangel. am:. Sonnt. in der Faſten.. unn Cananaiſch Weib gingaus derſelbigen Grentze„umnd e natg ſchrye ihm nach, und ſprach: Ach*ENR, du Sohn t diud, d David, erbarme dich mein; meine Tochter wird von 2 wire Teufel uͤbel geylaget. Und er antwortete ihr keim gott ge Wort. Datraten zu ihm ſeine Juͤnger, baten ihn n ar He und ſprachen: Laß ſie doch von dir, dann ſie ſchreyet 7Ei ſen ilt uns nach. Er antwortete aber, und ſprach: Ichbin rGoOtt uns ngefendt, dann nur zudenverloyrnen Schaafen, ßum von dem Hauſe Ifrael. Sie kam aber, und ſielvor dö dun ihm nieder, und ſprach: HErr, hilfmir. Aberer ut 9 antwortete, und ſprach: Es iſt nicht fein, daß man den 1 üüten Kindernihr Brod nehme, und werfe es für die Hun- auſd de. Sie ſprach: Ja HERR; aber doch eſſen dee. llgetn Huͤndlein von den Broſamlein die von ihrer HErren und unger Tiſche fallen. Daantwortete JEſus, und ſprachzu tund helc ihr: O Weib, dein Glaube iſt groß! dir geſchehe, ungund wie du wilſt. Und ihre Tochter ward geſund zu der⸗ i kommenen ſelbigen Stunde. Gebet. brig, Herr GOtt himmliſcher Vater, wirbitten dich, du wollet vurch e lunchſ 2) deinen heiligen Geiſt, den Glauben und Hoffnung, auf dei⸗ angalium ne Gnad und Barmhertzigkeit, in unſern Hertzen fen und gewiß machen, auf daß, ob wir gleich unſers Gewiſſens, Suͤnde und Un⸗ s wuͤrdigkeit halben, Urſach haben uns zu fuͤrchten, wir dennoch an Eſustrie deiner Guade, wie das Cananaiſche Weihlein, feſt hangenbleiben, 3 esgeſcha und durch Chriſtum Huͤlfe und Rettung, in allerley Anfechtungund e unme. Noͤthen, bey dir finden, Amen. un herunte Epiſtel, 1 Theſſ. 4. v. 17. un hurh Weiter lieben Bruͤder, bitten wir euch, und ermah⸗ uche nen in dem HErrn IEſu, nachdem ihr von uns u bovüin empfangen habt, wie ihr ſollet wandeln und GOtt 8e ancim gefallen, daß ihr immer voͤlliger werdet. Denn ihr uitihr wiſſet, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch t hausſi den HErrn IEſum. Denn das iſt der Wille Got⸗ dapch tes eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerey; und en? ein jeglicher unter euch wiſſe ſein Faß zu behalten, in dutch Heiligung und Ehren; nicht in der duſtſeuche, wiede(bub ei⸗ 211.— ldeenn. adr im d,Udiut derlohenn kance, n, jifme mctin drerfeszi R cene detanier eJEuh ſt grj terwndgel 1 rlitendo u de und heſfuse renn Hecza f Gewſſe e ülten 1 dedeen fäta Vclaa 4!, 17 wirtubhl AAd dne nta dr one neJüngn, —=on a ECvangelium am;. 2 — — gegonſd ds ſädad detdebut Ngaäube Trhlie Sonnt. in der Faſten. 45 Helden, die von GOtt nichts wiſſen: Und daß nie⸗ mand zu weit greife, noch vervortheile ſeinen Bruder im Handel; denn der HErr iſt der Raͤcher uͤber das alles, wie wir euch zuvor geſagt und bezeuget haben. Denn G Ott hat uns nicht berufenzur Unreinigkeit, ſondern zur Heiligung. Gebet. Ewiger GOtt und Vater, wir dancken dir hertzlich, daß du uns durch dein heiliges Wort gelehret haſt, wie wir wandeln und dir wohlgefallen ſollen, und bitten dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir im Glauben und in der Liebe im⸗ mer voͤlliger werden, die Hurerey, allerley Luſt⸗Seu⸗ che und Ungerechtigkeit meiden, hingegen aber ge⸗ recht und heilig vor dir wandeln, und unſer Faß in Heiligung und Ehren behalten, bis wir endlich der Mlkommenen Heiligung, dazu wir berufen ſind, theilhaftig, und durch deinen Sohn, unſern HErrn IEſum Chriſtum, ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am Ill. Sonnt in der Faſten/ Oculi genannt/ Luc. 11. v. 14⸗28. Eſus trieb einen Teufel aus, der war ſtumm. Und mes geſchah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volck verwunderte ſich. Etli⸗ che aber unter ihnen ſprachen: Er treibet die Teufel aus durch Beelzebub, den Oberſten der Teufel. Die andern aber verſuchten ihn, und begehrten ein Zei⸗ chen von ihm vom Himmel. Eraber vernahm ihre Gedancken, und ſprachzu ihnen: Einjeglich Reich, ſo es mit ihm ſelbſt uneinſt wird, das wird wuͤſte, und ein Haus faͤllet uͤber das andere. Iſt denn der Sa⸗ tanas auch mit ihm ſelbſt uneins, wie wil ſein Reich beſtehen? Dieweil ihr ſaget: Ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. Soich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben ſie eure Lin⸗ er 46 Evangelinmam 3. Sonut. in der Faſten. So ich aber durch GOttes Finger die Teufel aus⸗ treibe, ſo kommt je das Reich GOttes zu euch. Wenn ein ſtarcker Gewapneter ſeinen Pallaſt bewahret, ſo bleibet das Seine mit Frieden. Wennaber ein ſtaͤr⸗ ckerer uͤber ihn kommt, und uͤberwindet ihn, ſo nimmt er ihm ſeinen Harniſch, darauf er ſich verließ; und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir iſt, der iſt wider mich; undwer nicht mit mir ſammlet, derzer⸗ ſtreuet. Wenn der unſaubere Geiſt von dem Men⸗ ſchen ausfaͤhret, ſo durchwandert er durre Staͤdte, ſuchet Ruhe, und findet ihrer nicht; ſo ſpricht er: Ich wil wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt/ſo findet ers mit Beſemen gekehret und geſchmuͤcket. Denn geheter hin, und nimmt ſieben Geiſter zu ſich, die aͤrger ſind denn er ſelbſt: Undwenn ſie hinein kommen, wohra ſie da; und wird hernach mit demſelbigen Menſchen aͤrger, denn vorhin. Undes begab ſich, da er ſolches redete, erhub ein Weib im Volck die Stimme, und ſprach zu ihm⸗ Selig iſt der Leib, der dich getragen hat, und die Bruͤſte, die du geſogen haſt. Er aber ſprach: Ja⸗ ſelig ſind, die GOttes Wort hoͤren und bewahren. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, der du deinen Sohn, unſern HErrn Chriſtum IEſum, darum haſt laſſen Menſch wer⸗ den, daß er des Teufels Tyranney wehren, und uns Menſchen wider den argen Feind ſchuͤtzen ſol. Wir dancken dir erſtlich fuͤr ſolche gnaͤdige Huͤlfe, und bikten darnach, du wolleſtin allen An⸗ fechtungen gnaͤdig zu uns ſetzen, fuͤr Sicherheit uns behuͤten, und in deinem Wort und deiner Furcht, durch deinen heiligen Geiſt gnaͤdiglich erhalten, auf daß wir bis ans Ende fuͤr dem boͤſen Feind ſicher bleiben, und durch deinen Sohn, ewig ſelig wer⸗ den, Amen. Epiſtel/ an die Epheſ. am 5. v. 1⸗9. Do ſeyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben ic⸗ er: wangelinn der aus? Darum werden ſie eure Richter ſeyn. 1 Andvuden be udOyſe evethit u trerehaberun ttoneuchg 1 ducſchn d eSchertz, r Oandhſag AHurer, Od an Gütende dGottes. dgahlcen“ rZorn GO —. arunſeydn teylandgi 6 HErrn. 1 e Frucht d 3 wWtigkelt 2 Ulnichtiger Wetzen, urszaliebe di, regie e wiedein re geſagtwe te lerleyG Armm. 1 p ſ Iww mRtſanvi 1ſ 1! re Gehan dt 1 IKflaae 4rh pſeen 1INNNA- [44S 6 ſcchs nden un) vrcu n — ' —õiim 2 —— Evangelium am 4. Sonnt. in der Faſten. 47 der: Und wandelt in der Liebe, gleich wie Chriſtus uns geliebet hat, und ſich ſelbſt dargegeben für uns, zur Gabe und Opfer, GOLTzu einem ſüſſen Geruch. Hurerey aber und alle Unreinigkeit, oder Geitz, laſſet nicht von euch geſagt werden, wie den Heiligen zuſte⸗ het: Auch ſchandbare Worte und Narrentheidinge, oder Schertz; welche euch nicht ziemen, ſondern viel⸗ mehr Danckſagung. Denn das ſollt ihr wiſſen, daß kein Hurer, oder Unreiner, oder Geitziger(welcher iſt ein Goͤtzendiener) Erbe hat an dem Reich Chrtſti und GOttes. Laſſet euch niemand verfuͤhren mit vergeblichen Worten: Denn um dieſer willen kommt der Zorn GOttes uͤber die Kinder des Unglaubens. Darum ſeyd nicht ihre Mitgenoſſen. Denn ihr wa⸗ ret weyland Finſterniß, nun aber ſeyd ihr ein Licht in dem HErrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geiſtes iſt allerley Gütigkeit, und Gerechtigkeit und Wahrheit. Gebet. Almaͤchtiger„ewiger GOtt, wir dancken dir von Hertzen, daß du um deines geliebten Sohnes wil⸗ len uns zu lieben Kindern angenommen haſt, und bit⸗ ten dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß, wie dein Sohn unsgeliebet, und ſich fuͤr uns zum Opfer und ſuͤſſem Geruch dargegeben hat, alſo auch wir dich und den Naͤchſten lieben, Hurerey aber und alle Unreinigkeit, auch den Geitz nicht laſſen von uns geſagt werden, ſondern, wie die Kinder des Lichts, in allerley Guͤtigkeit, Keuſchheit, Gerechtigkeit und Wahrheit wandeln, und endlich auch ewig ſelig wer⸗ den, Amen. Evangelium am lV. Sonnt. in der Faſten/ Kaͤta⸗ re genannt, Matth. 17. b. 1⸗9. ghnd nach ſechs Tagen nahm JEſus zu ſich Petrum 9 und Jacobum, und Johannem ſeinen Bruder, un n———- 48 Evangelium am 4. Sonnt in der Faſten. und fuͤhrete ſie beyſeits auf einen hohen Berg. Und ward verkläret vor ihnen, und ſein Angeſicht leuch⸗ tete wie die Sonne; und ſeine Kleider wurden weiß, als ein Licht. Undſtehe, daerſchienen ihnen Moſes und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber ant⸗ wortete, und ſprachzu JEfu: HErr, hie3iſt gut ſeyn; wilt du, ſo wollen wir hie drey Huͤtten machen, dir eine, Moſi eine, und Eliaseine. Daer noch alſo re⸗ dete, ſiehe, da uͤberſchattete ſie eine lichte Wolcke. Und ſiehe, eine Stimme aus der Wolcken ſprach: Diß iſt mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlge⸗ fallen habe, den ſollt ihr hoͤren. Da das die Juͤnger hoͤreten, ſielen ſie auf ihr Angeſicht, und erſchracken ſehr. ISſus aber trat zu ihnen, ruͤhrete ſie an und ſprach: Stehet auf, und fürchtet euch nicht. Da ſie aber ihre Augen aufhuben ſahen ſie niemand denn IEſum alleine. Und da ſie vom Berge herab g gen, gebot ihnen IEſus„und ſprach: Ihr ſollt diß Geſicht niemand ſagen, bis des Menſchen Sohn von den Todten auferſtanden iſt. 4 2 et. Almächtiger GOttund Vater, wir dancken dir je billig, daß du deinen Sohn mit eigener Stimme vom Hummel herab ver⸗ klaͤret, und uns zu erkennen gegeben haſt, daß wir in ihm allein dir wohlgefaͤllig ſeyn koͤnnen, und bitten dich von Hertzen, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir denſelben deinen Sohn fleiſſig hoͤren, ſein Wortund Stimm im Glauben annehmen, und alſo hernach mit Moſe, Elia und allen Heiligen, bey ihm in ewi⸗ ger Freude und Seligleit leben moͤgen, Amen. Epiſtel/ 2 Petr. am l. v. 16221. Mir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, dawir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft unſers HErrn JEſu Chriſti; ſondern wir haben ſeine Herrlichkeit ſelber geſehen, da er empfing von GOtt dem Vater Ehre und Preis, durch eine Stim⸗ me, die zu ihm geſchah von der groſſen Herrlichket dermaſſen: Diß iſt mein lieber Sohn, an dn 33 ohl⸗ oangeden — a Nlgefälen .non, b aufgeheit aa erſtewiſen hjct aud dkene Wen an tradt, a engeredet ſiger G0 rnd! ſortund Et JTwoſtelr dabende t dittende n n Nanen 8 HFalten, u fen, auch 1i, dabwi aß hören hten Ert in ihm) ſellg w —*1 6 eſſe tmich der Pad wecen 4. Jh geſche ud nen, dihre dotteuhn ſchenſeme tom Tag dütad. sNeuſcen „saek,n Neſt dancdedd anevon Flac Hat, Riokn M un Gaddeneng nhalbon „Amar M.b. 1¹ Fcheb deKraftu. „ſonden a, Ruch as dube drgrüſtt⸗ drSch8, bt at Evangelium am. Sount. in der Faſten. 49 — Wohlgefallen habe. Lind dieſe Stimme haben wir d gehoret vom Himmel bracht, da wir mit ihm waren an. auf dem heiligen Berge. Wir haben ein feſtes Pro⸗ aiſ ig phetiſch Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als aufein Licht, das da ſcheinet in einem dun⸗ (2 ckeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgen⸗ 2I ſtern aufgehe in euren Hertzen. Und das ſollt ihr fuͤr daserſte wiſſen, daß keine Weiſſagungin der Schrift 2 geſchicht aus eigener Auslegung. Denn es iſt noch nie keine Weiſſagung aus menſchlichem Willen her⸗ voor bracht, ſondern die heiligen Menſchen GOttes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geiſte. 4* Gebet. 1 Ewiger GOtt und Vater, wir dancken dir von 2 Grund unſers Hertzens, daß du dein heiliges Wort und Evangelium durchdie heiligen Propheten d Apoſteln geoffenbaret, undwider alles Wuͤten und Toben des leidigen Teufels bisher erhalten haſt, uund bitten dich, du wolleſt um deiner Ehre und heili⸗ gen Namens willen ſolches auch hinfort gnaͤdiglich erhalten, und auf unſere Nachkommen gelangen aaſſen, auch uns und ihnen deinen heiligen Geiſt ge⸗ un ben, daß wir ſolch heiliges und heylſames Wort mit IFleiß horen und annehmen, auch dadurch zu einem reccten Erkenntniß deines Sohns IEſu Chriſti⸗ a und in ihmzur Erbſchaft desewigen Lebens kommen⸗ und ſelig werden, Amen. PEvangelium am V. Sonnt in der Laſten/ Judlca genannt/ Joh, 8. v. 46⸗59. Eſus ſprach zu den Juͤden: Welcher unter euch 4 kan mich einer Suͤnde zeihen? So ich euch aber 1 die Wahrheit ſage, warum gläubet ihr mir nicht? Wer von GOtt iſt, der horet GOttes Wort: Dar⸗ um horet ihr nicht, denn ihr ſeyd nicht von GOtt. Da antworteten die Jüden, und ſprachen zu ihm: D Sagen =o CSvangel. am 5. Sonnt. in der Faſten. . Erauxei ein Samariter biſt, priſulaher Sagen wir nicht recht und haſt den Teu Ich habe IEſus antwortete: ehre meinen Vat ³ Sſierderzu er, und a dyolkkomme eine Ehre; es iſt nacttiſt, d ſondern ich . Ich ſuche nicht n ſie ſuchet und richtet. keinen Teufel; ihr unehret mi aber einer, der Wahrlich,wahr⸗ jrdurchder Vort wird hal⸗ durcein e o jemand mein? den Tod nicht ſehen ewiglich. Daſ Nun erkennen wir, zorben, und die Pro⸗ So jemand men W dnicht ſchmecken lich, ich ſag ten, der wird chen die Jüdenz den Teuſel haſt. pheten, und du ſpr der wird den To Abraham iſt ge angen, un anſoder O eubonderK Rrlebbliche zewiglich. Biſt At Chrſſt welcher geſtor⸗ ſtorben. Was ortete: Soich denn unſer Vater Abraham, nd die Propheten ſind ge lbſt? JEſus antw meine Ehre nichts. en ihr ſprechet, er ben iſt? U machſt du aus dir ſe mich ſelber ehre, ſo iſt mein Vate ch ehret, welch dheiligenG Jreingenvo endigen G Muende chehen iſt ich aber kenne ibs⸗ aunterdem ſey euer Gott, und kennet ihn nicht⸗ Und ſo ich wuͤrde ſagen, ich ein Luͤgner, gleich wi und halte ſein Wort froh, dat er meine und freuete ſich. Dubiſt noch nich ham geſehen. JE wahrlich, ich ſagee ich. Da huben ſie Aber JEſus pel hinaus, mitten 2 Err GOtt himmliſcher Vater ein nicht, ſo wuͤrde Aber ich kenne ihn, uer Vater, ward der ſahe ihn, die Juͤden zu ihm: lt, und haſt Abra⸗ Abraham, e Tag ſehen ſol Da ſprachen t funſzig Jahr alt ſus ſprach zu ihnen: W ch: Ehe denn —— ham ward,bin daß ſie auf ihn wuͤr⸗ ſch, und gingzum Tem⸗ durch ſie hinſtreichend. G et. dein lieber Sohn —— und unſer Er⸗ ind, dasb 1 Lrr. e in Put un bon Süͤ undbite ſſt, daßt a uben, di 6[, undar 2 fähen, d einiger, — haͤlt, wird den a. ſereſt i deinen heiligen angalun Wer mein Wort Wir bitten di eil du zu deines zren laſſen, daß verlaſſen, un d in Ewigkeit nich rloͤſers Chriſti ISſu willen, loͤſer Chriſtus IEſus ſa Tod nicht ſehen ewiglich. Geiſt in unſere Hertzen, men und daſſelbe haſt h gantzem Hertzen uns darauf ben uns troͤſten, und d liehen Sohns, Sohns Wort uns kom⸗ es auch halten, von d mitten im Tod deſſel⸗ tſehen, um deines pgenann Epiſt Ame 1 d 9,ſ m ehri— 3 a egſe ſtel, an die Hebraͤer am 9. v. 11⸗15. lant nͤey dut en e a —- 1 anana. i un demn ur 7 n A Toh N314. arat 1 n errenneh. „ Kgeſuczenmſ, Eh fewan d dk 1 ſcreta a rohem. d6 3 ſadain foh ſeh 2 Lſls ant n 1 8 in ence 1 „W eich rade 4 nch te— enneſennct,. R end. Aaſht 5 han zuerDn a 1 au me den de 5 89 prät, u 1 du 1 n 4 meeie 1 it, wonu 4 mniro. 1 brimn d un Vr N0, 19 4 letutt d 1 — ———*——— 4 Evangelium am 6. Sonnt. in der Faſten. 51 64 hriſtus aber iſt kommen, daß er ſey ein Hoherprie⸗ ſter der zukuͤnftigen Guter, durch eine groͤſſere und vollkommenere Huͤtten, die nicht mit der Hand gemacht iſt, das iſt, die nicht alſo gebauet iſt: Auch nicht durch der Boͤcke oder Kaͤlber Blut, ſondern er iſt durch ſein eigen Blut einmal in das Heilige ein⸗ gegangen, und hat eine ewige Erloͤſung erfunden. Denn ſo der Ochſen und der Boͤcke Blut, und die A⸗ ſchen von der Kuhe geſprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit: Wie bielmehr wird das Blut Chriſti, der ſich ſelbſt ohn allen Wandel durch den heiligen Geiſt GOtte geopfert hat, unſer Gewiſ⸗ ſen reinigen von den todten Wercken, zu dienen dem lebendigen GOtt; und darum iſt er auch ein Mittler des Neuen Teſtaments ,auf daß durch den Tod, ſo geſchehen iſt zur Erloͤſung von den Uebertretungen, ee unter dem erſten Teſtament waren,)die, ſo beru⸗ fen ſind, das verheiſſene ewige Erbeempfahen. Gebet. O HErr IEſu Chriſte, du Sohn des ewigen Got⸗ tes, wir dancken dir von Hertzen, daß du durch dein Blut und Tod am Creutz uns eine ewige Erlö⸗ ſung von Suͤnde, Tod, Teufel und Holle erworben haſt, und bitten dich, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolches bis an unſer Ende feſtiglich glaͤuben, dir auch in reinem Gewiſſen hiezeitlich die⸗ nen, und an jenem Tage das berheiſſene ewige Erbe empfahen, der du mit dem Vater und heiligen Geiſte ein einiger, ewiger, allmaͤchtiger GOtt lebeſt und regiereſt in Ewigkeit, Amen. Evangelium am VI. Sonnt. in der Faſten/ Palma⸗ rum genannt/ ſuche am erſten Sonnt. des Advents, Matth. 21. v. 1⸗9. pag. 2. Epiſtel/ an die Philipper am 2. v. F⸗II. .Sn jeglicher ſey geſinnet,wir IEſus Chriſtus auch war. 52 Evangelium amg 2 E ruͤnen Donnerſtage. war: Welcher, ober wolin Gottlicher Geſtalt war, bielt ers nicht fur einen Raub, GOtt gleich ſeyn; ſon⸗ dern auſſerte ſich ſelbſt, und nahm Knechts Geſtaltan, . zvangel ur„hatte al Mn Ottkom da Abendmat ward gleich wie ein ander Menſch, und an Gebaͤrden in Echlh⸗ als ein Menſch erfunden. Er niedrigte ſich ſelbſt, maſerinelt und ward gehorſam bis zum Tode, ja zum Tode am un uſchen, Creutz. Darum hat ihn auch GOtterhöhet, und in umgürte hat ihm einen Namen gegeben, der uͤber alle Namen ia erſelbigen iſt: Daß in dem Namen IEſu ſich beugen ſollen alee in öüſewe derer Knie, die im Himmel und auf Erden, und unter aunt Was der Erden ſind, und alle Zungen bekennen ſollen, ſi zaberher daß IEſus Chriſtus der HErr ſey., zur Chre GOt⸗ Ninm tes des Vaters. Gebee. antwor ObErr IEſu Chriſte, du Sohn des allmaͤchtigen ſdukei GOttes, wir dancken dir je billig, daß du un a ſetrus: unſertwillen dich deiner goͤttlichen Geſtalt geaͤuſſert, ee Hind und Knechts Geſtalt angenommenhaſt, undbiten⸗ Neigen dich demuͤthiglich, regiere uns durch deinen heiligen a, ſnd Geiſt, daß wir uns an deiner armen Geſtalt nicht aͤr, un ndt hl gern, ſondern von Grund unſers Hertzens gläͤuben, Darun du habeſt uns durch deinen Gehorſam bis zum Tode m uchet des Creutzes, vom ewigen Tode und Zorn GOttes er⸗ iüdſezie löͤſet, und in ſolchem Glauben und Chriſtlicher De⸗ m:W. muth taͤglichzunehmen, bis wir auch endlich in dir er⸗ nica hoͤhet und ewig ſelig werden, der du mit dem Va⸗ i hinse ter und heiligen Geiſt, wahrer GOtt, lebeſt undre⸗ n ſodeß giereſt in Ewigkeit, Amen. inande Evangel. am gruͤnen Donnerſtage/ Joh. 13.b. 1⸗I5.*0 hgegeh Hor dem Feſt aber der Oſtern, da JEſus erkenne⸗ te, daß ſeine Stunde kommen war, daßer aus nn dieſer Welt ginge zum Vater,wie er hatte geliebet die 3 19 d ſeinen, die in der Welt waren, ſo liebete er ſie bis ans 82* Ende. Und nach dem Abend⸗Eſſen, da ſchon der Teufel 8 hatte dem Juda Simonis Iſcharioth ins Hertz gege⸗ unii ben, daß er Ihn verriethe, wuſte JEſus, das ihm der e imut Vater“ 2 ich eh. ——, SCoangeliuma Vater hatte alles in ſein —— a nmit d diſch, uh 9 1 1 8 den einen Schurtz, und umgürtete ſich. Darnach goß dad um a er Waſeer in ein Becken, hub an den Jüngern die Fuſ⸗ adGong ſe zu waſchen, und trocknete ſie mit dem Schurtz, da⸗ n dba miter umguͤrtet war. Da kam er zu Simon Petro; Suſtzknt N und derſelbige ſprachzu ihm: HERR„ſolteſt du mir dahrö meine Fuͤſſe waſchen? IEſus antwortete, und ſpra zu ihm: Was ich thue, das weiſſeſt d ſo haſt du kein Theil mit mir. — err wirſtsaber hernach erfahren. Da ſprach Petrus zu ak)h ibm: Nimmermehr ſolt du mir die Fuͤſſe waſchen. dlinde IEſus antwortete ihm? Werde ich dich nicht waſchen, mir. Spricht zu iöm Si⸗ mon Petrus: HERR, nicht die Fuͤſſe allein, ſondern ihm: Wer gewaſchen iſt, der darf nicht, denn die Fuͤſſe waſchen, ſonderner iſt ganß rein; und ihr ſeyd rein, 4 auch die Häͤnde und das Haupt. Spricht IEſus zu Denn er wuſte ſeinen Verraͤther ranantt aber nicht alle. dunſes ane h wol: Darum ſprach er: Ihr ſeyd nicht alle rein. Da 7Gaie er nun ihre Füͤſſe gewaſchen hatte. nahm er ſeine Klei⸗ Adeuudzne.*I der, und ſatzte ſich wieder nieder; und ſprach abermal zu ihnen: Wiſſet ihr, was ich euch ge — = — — — — — — — — n,Rrurth denn ich bins auch. Sonun ich, euer düreror 3 9 rn. unter einander die Füſſe wa Diern Nsei Rtoerrur 1 eraterdrte n a plrat 1 deſerdaibnt tuud eudh. Liebetreulich beweiſen und durch dein Ver t den, Amen. d 3 ſchen. E und gelaſſen haſt: Und bitten dich hertzlich, than habe? Ihr heiſſet mich Meiſter und HErr, und ſaget recht daran, HErr und Mei⸗ ſter, euch die Fuͤßſe gewaſchen habe ſo ſolt ihr euch auch in Beyſpielhabe ich euch gegeben daß ihr thut wieicheuch gethan habe. eb et. Wi dancken dir HErr IEſu Chriſte, du Heyland aller Men⸗ ſchen, daß du dich ſelbſt fuͤr uns in den Tod gegeben, und fuͤr unſere Suͤnde mit deinem Blut und Tod bezahlet, und uns ein fein Exempel, wie wir uns einander lieben und dienen ſollen, gegeden regiere und fuͤhre un⸗ ſere Hertzen alſo, daß wir uns in wahrem Glauben an dich, als un⸗ ſern Seligmacher feſt halten, unſerm Naͤchſten die Wercke der dienſt ewig ſelig wer⸗ Epi⸗ 54 Eviſtel am gruͤnen Donnerſtage. Epiſtel am gruͤnen Donnerſtage/ 1Cor. 11. b. 23⸗32. S habe es von dem HErrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der HErr JEſus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, danckete, und brachs, und ſprach: Nehmeteſſet das iſt mein Leib, der fur euch gebrochen wird; ſolches thut zu meinem Gedaͤchtniß. Deſſelbigen gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und ſprach⸗Dieſer Kelch iſt das neue Teſtament in meinem Blut; ſolches thut, ſooft ihrs trincket, zu meinem Gedaͤchtniß. Denn ſo oft ihr von dieſem Brod eſſet, und von dieſem Kelch trincket, ſollt ihr des HErrn Tod verküͤndigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwuͤrdig von dieſem Brod⸗ iſſet, oder von dem Kelch des HErrn trincket, der iſt ſchuldig an dem Leib und Blut des HERRN. Der Menſch aber pruͤfe ſich ſelbſt, und alſo eſſe er von die⸗⸗ ſem Brod, und trincke von dieſem Kelche. Denn wel⸗ cher unwürdig iſſet und trincket, der iſſet und trincket ihm ſelber das Gericht, damit, daß er nicht unter⸗ ſcheidet den Leib des HErrn. Darum ſind auch ſo viel Schwache und Krancke unter euch, undein gut Theil ſchlafen. Denn ſo wir uns ſelber richteten, ſo wuͤr⸗ den wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, ſo werden wir von dem HErrngezuͤchtiget, auf daß wir nicht ſamt der Welt verdammet werden. Gebet. Dugetreuer Heyland, IEſu Chriſte, wir dancken dir demuͤthiglich, daß du Fleiſch und Blut an⸗ genommen, und daſſelbe aus reiner und bruͤnſtiger Liebe fuͤr uns in den ſchmaͤhlichen Creutzes⸗Tod dahin gegeben haſt. Ja gelobet ſeyſt du in deiner groſſen Freundlichkeit, daß du dieſes dein Fleiſch und dein Blut deinen Lieben und Freundenzu einer Speiſe und zu einem Tranck verordnet, und damit bezeuget haſt⸗ wie es deine Luſt ſey, zu wohnen bey den Menſchen m⸗ A — Ebang et n u JEſu, 1 dowel rmitd nundge a und da anes hot uſinda Ende z ſey, de zchten, iben r allem rricht nd Bau GHeylau —= —-——-G—--'yy=—2ꝗ— . er 2— — ————— ——5.. tua gelium 5 uptſtuͦ etionan 7 e mein. wühet, ſt er dir Inn ſt, den ie auſchen 18 Prenge ſin Pazah la ttiſt ns dabon, 1u rwer am des rihm is uErd ue ür ſh i Folen ———— Evangelium am Char⸗Freytage. 53 Keaun Dleth ne piue i Kindern, und dich mit ihnen zu vereinigen. Ach! der HErr JEſu, gib uns recht zu erkennen dieſelbe deine uan 1 Lebe, aus welcher du das alles thuſt. Lehre uns auch⸗ Aawnin daß wir mit dem Heiligthum dieſes von dir ſelbſt ein⸗ n3 geſetzten und geſtifteten Abendmahls, heiliglich um⸗ 1ia gehen, und daſſelbige niemals anders handeln moͤgen, Aaegalcye- 3 225 7 4 1 aa als wie es vor deinen heiligen und reinen Augen, die nMene da heller ſind als die Sonne, recht und dir gefaͤllig iſt. rn Zu dem Ende gib uns durch deinen Geiſt zu erkennen, „ mh was esſſey, deinen Tod verkuͤndigen, ſich ſelbſt pruͤfen deede und richten, aber auch Kraft, ſolches alles in der mnm That zu üben und zu beweiſen. Hingegen bewahre min uns fuͤr allem Misbrauch dieſes deines Tiſches, da⸗ Ennt f muit wir nicht in dein Gerichtfallen, und an deinem 1e h Leibe und Blut ſchuldig werden. Dafuͤr behuͤte uns adähene g lieber Heyland um deiner Treu und Liebe willen, te In h Amen. deſſtuh Evangelium am Char⸗Freytage iſt das fünfte „el Hauptſtuͤck der Paſſion Chriſti, pag. 187. un TFection am Char⸗Freytage/ Eſa. 53. Capitel. grran Dihe, mein Knecht wird weislichthun;und wirder eemn hohet, und ſehr hoch erhaben ſeyn. Daß ſich umng viel über dir aͤrgern werden, weil ſeine Geſtalt haͤß⸗ nhenen licher iſt, denn anderer Leute, und ſein Anſehen, denn treunmn 1 der Menſchen⸗Kinder. Aber alſo wird er viel Hei⸗ dean beſprengen, daß auch Könige werden ihren Mund chei,n? gegen ihnzuhalten. Denn welchen nichts davon ver⸗ Fatn* kundiget iſt, dieſelben werdens mit Luſt ſehen; und die mamn nichts davon gehorethaben, diewerdens mercken. Mrassh Aber wer glaͤubet unſerer Predigt? Und wem wird unan der Arm des HErrn offenbaret? Denn er ſcheuſſt dndtt auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurtzel aus uan duͤrrem Erdreich. Er batte keine Geſtalt noch Scho⸗ unte ne; wir ſahen ihn, aber da war keine Geſtalt, die wabaieſ⸗ uns gefallen haͤtte. Er war der Alerverachteſte aan D 4 und ————ÿü ————— 55 Epiſtel am Char⸗Freytage. und Unwertheſte, voller Schmertzen und Kranck⸗ heit: Er war ſo verachtet, daß man das Angeſicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn nichts geachtet. Fürwahr er trug unſere Kranckheit, und lud auf ſich unſere Schmertzen. Wir aber hielten ihn fuͤr den, der geplaget, und von GOtt geſchlagen und gemar⸗ tert ware. Aber er iſt um unſerer Miſſethat willen verwundet, und um unſerer Sünde willen zerſchla⸗ gen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Friede haͤtten, und durch ſeine Wunden ſind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schaafe, ein jegli⸗ cher ſahe auf ſeinen Weg: Aber der HErr warf un⸗ ſer aller Suͤnde auf ihn. Daer geſtraft und gemar⸗ tert ward, thaͤt er ſeinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbanck geführet wird; und wie ein Schaaf, das verſtummet vor ſeinem Scha⸗⸗ rer, und ſeinen Mund nicht aufthut. Er iſt aber aus der Angſt und Gerichte genommen, wer wil ſeines Lebens Laͤnge ausreden? Denner iſt aus dem Lande der Lebendigen weggeriſſen, da er um die Miſſethat meines Volcks geplaget war. Und er iſt begraben wie die Gottloſen, und geſtorben wie ein Reicher; wiewol er memand Unrecht gethan hat, noch Betrug in ſeinem Munde geweſt iſt. Aber der HERR wolte ihn alſo zerſchlagen mit Kranckheit. Wenn er ſein Leben zum Schuld⸗Opfer gegeben hat, ſo wird er Saamen haben, und in die Lange leben, und des HErrn Vornehmen wird durch ſeine Hand fortgehen. Darum, daß ſeine Seele gearbeitet hat, wird er ſeine Luſt ſehen und die Fuͤlle haben; und durch ſein Erkenntniß wird er, mein Knecht, der Ge⸗ rechte, viel gerecht machen: Denn er traͤget ihre Sünden. Darum wil ich ihm groſſe Menge zur Beu⸗ te geben, und er ſol die Starcken zum Raube haben; darum, daß er ſein Leben in den Tod gegeben hat/ und — Evange n cbetht 1 ¹ 4 3 1 6 egetrag 4 1 — 6trId 1 1 and, w mſere Sc ean cheitan en unsgen na liſchen? di gich, en Geiſ n argern, d hte, d undin. tkennt eddebet dn ſge.gr 1 dadei ria Mo yecere ſee ta ae kühe, an unter, 8& Gr ꝛu mgew en bſehre Gr henen in einlar da eeſor 6. SKſ d ferſta 1 7, a üinen dc widd d ſag d 4 Fetrte — Terzen uy ſſſf dandashe Vrane 5 1 m. et hetet eſtama ar lſe lndemau dlhdxör de ſidde eSdai dr pen rgeſdat dnct ur gfüaw ntttor ſme ftu Gendhg ſrrda 0 eggenſe, tagetve. undgeſe Uurttg gevettt. aaen mig vopferg dudebn riddurtſ Stakgau e llega ren uch, dem a riſecha ahetta ——-ãñõʒ—— —— Evangelium am Heil. Oſter⸗Tage. 38 den Uebelthaͤtern gleich gerechnet iſt, und er viele. Sunde getragen hat, und fuͤr die Uebelthaͤter gebeten. Gebet. O HErr IEſu Chriſte, du hochgebenedeyeter Hey⸗ land, wir dancken dir von gantzem Hertzen, daß du unſere Schmertzen auf dich geladen, und unſere Kranckheit am Creutze getragen, und alſo die Stra⸗ fe von uns genommen, und Friede mit GOtt deinem himmliſchen Vater geſtiftet haſt: Wir bitten dich de⸗ muͤthiglich, erleuchte und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir uns an deiner armen Geſtalt nicht aͤrgern, ſondern feſtiglich glauben, daß du der Gerechte, uns allein gerecht und ſelig machen koͤn⸗ neſt, und in deiner Kraft laß uns in ſolchem Glauben und Erkenntniß taͤglich zunehmen, und darinn bis ans Ende beharren, und ſelig werden, Amen. Evangel. am Heil. Oſter⸗ Tage/ Marc. 16.v. 1⸗8. und da der Sabbat vergangen war, kauften Ma⸗ Ghd ria Magdalena, und Maria Jacobi und Salo⸗ me Specerey, auf daß ſie kaͤmen und ſalbeten Ihn. Und ſie kamen zum Grabe an einem Sabbather ſehr fruͤhe, da die Sonne aufging. Und ſie ſpra⸗ chen unter einander: Wer wäͤltzet uns den Stein von des Grabes Thür? Und ſie ſahen dahin, und wurden gewahr, daß deꝛ Stein abgewaͤltzet war: Denn er war ſehr groß. Und ſie gingen hinein in das Grab, und ſahen einen Juͤngling zur rechten Hand ſitzen, der hatte ein lang weiß Kleid an, und ſie entſatzten ſich. Er aber ſprach zu ihnen: Entſetzet euch nicht: Ihr ſuchet IEſum von Nazareth, den Gecreutzigten; er iſt auferſtanden, und iſt nicht hie. Siehe da, die Staͤtte, da ſie ihn hinlegten. Gehet aber hin, und ſa⸗ gets ſeinen Juͤngern, und Petro, daß er vor euch hin⸗ gehen wird in Galilaͤa; da werdet ihr ihn ſehen, wie er euch geſagt hat. Und ſie uingen ſchnell heraus, und O 5 —— —— 58 Epiſtel am Heil. Oſter⸗Tage. flohen von dem Grabe; denn es war ſie Zittern und Entſetzen ankommen, und ſagten niemand nichts, denn ſie furchten ſich. S ebet. lmaͤchtiger GOtt, der du durch den Tod deines Sohns die Suͤnde und Tod zunichte gemacht, und durch ſeine Auferſte⸗ hung, Unſchuld und ewiges Leben wieder bracht haſt, auf daß wir von der Gewalt des Teufels erloͤſet, in deinem Reich leben. Ver⸗ leihe uns, daß wir ſolches von gantzem Hertzen glauben, und in ſol⸗ chem Glauben beſtaͤndig, dich allezeit loben und dir dancken, auch in einem heiligen Leben bis ans Ende verharren, und ewig ſelig werden, durch denſelbigen deinen Sohn JEſum Chriſtum, unſern HErrn. Amen. Epiſtel/ 1 Cor. am 5. b. 6⸗8. Wuer Ruhm iſt nicht fein. Wiſſet ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den gantzen Teig verſaͤuert? Darum feger den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig ſeyd, gleichwie ihr ungeſaͤuert ſeyd. Denn wir haben auch ein Oſter⸗Lamm, das iſt Chri⸗ ſtus, fuͤr uns geopfert. Darum aaſſet uns Oſtern halten, nicht in dem alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalckheit; ſondern in dem Süßteige der Lautepfoirund der Wahrheit. ebet. O barmhertziger GOtt, himmliſcher Vater! wir dancken dir heut von Grund unſers Hertzens, daß du deinen lieben Sohn, unſern HErrn JEſum Chriſtum, um unſrer Suͤnden willen hingegeben, und um unſerer Gerechtigkeit willen wiederum auf⸗ erwecket haſt, und bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, auf daß, wie wir durch dei⸗ nes Sohnes Tod und Auferſtehung von allen Suͤnden gereiniget ſind, alſo auch je laͤnger je mehr den Sauer⸗ teig der Suͤnden aus unſerm Fleiſch ausfegen, und ein neuer Teig in der Wahrheit und Lauterkeit wer⸗ den, bis wir endlich an jenem Tage die vollkommene Gerechtigkeit und ewiges Leben erlangen, dur hen⸗ n deinxn 2 ngel am 8 dſiehe,z enan den zn zeruſale tEmabl 13 eſen Geſ a undbefre ren, und ngehal à zuthven euch ha — utwort 2 h uih a uſalen 1al Wwengeſ a9 1Sieg 3 areth, 1n tenund hn un „ ar kthabe nn biget. 81 Undt le Psghſt a0 Paber 1n ſei,h tegan n TI rkenn, K runuaſt Uerte ad Gachet or WNAhe rNor Rhh L R Wayr umlſchedn rund wries9 mien den denvibn twibenwen 4, 99den di tevec dertencbe errerchrde ritawien geudurs du 4 b ruen 7' 1 J 3 1 ¹ 1 1 1 1 1 — C ———;—— HERRN, Amen. Evangel am andern Oſter⸗Tage/ Luc. 24. v. 13,35. Thnd ſiehe, zween aus den Juͤngern des HErrn, gin⸗ C gen an demſelbigen Tage in einen Flecken, der war von Jeruſalem ſechzig Feldweges weit, des Namen heiſſet Emahus, und ſie redeten mit einander von al⸗ len dieſen Geſchichten. Undes geſchah, da ſie ſo rede⸗ ten, und befragten ſich mit einander, nahete JEſus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten daß ſie ihn nicht kannten. Er ſprach aber zu ihnen: Was ſind das fuͤr Reden, die ihr zwi⸗ ſchen euch handelt unterwegen, und ſeyd traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleophas, und ſprach zu ihm: Biſt du allein unter den Fremdligen zu Jeruſalem, der nicht wiſſe, was in dieſen Tagen darinnen geſchehen iſt? Under ſprach zu ihnen: Wel⸗ ches? Sie aber ſprachen zu ihm: Das von IEſu von Nazareth, welcher war ein Prophet, maͤchtig vont Thaten und Worten; vor GOTS und allen Volck. Wie ihn unſere Hohenprieſter und Oberſten überant⸗ wortet haben zum Verdammniß des Todes, und ge⸗ creutziget. Wir aber hoffeten, er ſolte Iſrael erlo⸗ ſen. Und uͤber das alles iſt heute der dritte Tag, daß ſolches geſchehen iſt. Auch haben uns erſchreckt etli⸗ che Weiber der unſern, die ſind früh bey dem Grabe geweſen, haben ſeinen Leib nicht funden, kommen und ſagen: Sie haben ein Geſichte der Engel geſehen, wel⸗ che ſagen: Er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fundens alſo, wie die Weiber ſag⸗ ten, aber ihn funden ſie nicht. Under ſprachzuih⸗ nen: Oihr Thoren und traͤges Hertzens, zu glaͤuben alle dem, das die Propheten geredet haben. Muſte nicht Chriſtus ſolches leiden, und zu ſeiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Moſe und allen Proy ugééUéEé+SSSS—— —— ——— 50 Epiſtel am andern Oſter⸗Tage. ten, und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm geſagt waren. Und ſie kamen nahe zum Flecken, da ſie hingingen, und er ſtellete ſich, als wolte er fuͤrder gehen. Und ſie noͤthigten ihn, und ſprachen: Bleibe bey uns, denn es wil Abend werden, und der Tag hat ſich geneiget. Under ging hinein, bey ihnen zu bleiben. Undes ge⸗ ſchah, da er mit ihnen zu Tiſche ſaß, nahm er das Brod, danckete, brachs, und gabs ihnen. Da wur⸗ den ihre Augen geoͤffnet, und erkenneten ihn. Und er verſchwand vor ihnen. Und ſie ſprachen unter ein⸗ ander: Brannte nicht unſer Hertz in uns, daer mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift oͤff⸗ nete? Und ſie ſtunden auf zu derſelbigen Stunde, kehreten wider gen Jeruſalem; und funden die eilfe verſammlet, und die bey ihnen waren, welche ſpra⸗ chen: Der HErr iſt wahrhaftig auferſtanden, und Simoni erſchienen. Und ſie erzaͤhleten ihnen, was auf dem Wege geſchehen war, und wie er von ihnen erkannt waͤre, an dem„daer das Brodbrach. ebet. Hrr Gotthimmliſcher Vater, der du deinen Sohn, Chriſtum FEſum, den zweyen Juͤngern zu Emahus haſt offenbaret, wir bitten dich, du wolleſt durch dein Wort und heiligen Geiſt un⸗ ſere Hertzen auch erleuchten, daß wir im Glauben ſtarck und feſt werden, an deinem Worttreulich halten, davon gern reden, und fleiſſig mit umgehen, auf daß, ob wir gleich dem Exempel Chriſti nach, allerley hie auf Erden muͤſſen leiden, dennoch durch dein Wort den rechten Troſt haben und behalten, bis wir durch deinen Sohn nach dieſem Leben zum ewigen Leben auferwecket werden, Amen, Amen. Epiſtel/ am andern Oſter⸗Tage/ Ap. Geſ. 10. v. 34⸗41 Wetrus aber thaͤt ſeinen Mund auf, und ſprach: 8 Nunerfahre ich mit der Wahrheit, daß GOtt die Perſon nicht anſiehet; ſondern in allerley Volck, wer ihn fuͤrchtet und recht thut, der iſt ihm angenehm. Ihr wiſſet wol von der Predigt, die GOtt zu den dn⸗ er 24 Ebang Sſraulg jen, d riber⸗ theniſt edeg 1 r lmvon. 85 — geund an pnundg 11 21 121 12 4.‿ 81 iget wa geugen b„und anen tewecke den: R Jlten ge n ſcetrun auaher *3 „ r hWw wral Orh 3 3 den Tod hertzd ne Sün gern I ſt undb ligen G , aufd gezweif gglchg wir m „und. du mi ſſt, we t, Ame vangal. gaſie mit miteu rierrm ſſeſpecteunn erhlnums, N runsdeete derſebegn en Mund fewhae waren uche gaufertwin, zchleterzen ondmeecde 4, dwazmea. dich dr bne aan, dert rn htrevrt bhe affratt. Ar Ghiu dauf, u ahhet, 1 enmalegec wrütiar köoan —— ——-r-— Edangelium am dritten Oſter⸗Tage. 61 dern Iſrael geſandt hat, und verkuͤndigen laſſen den Frieden, durch IEſum Chriſtum,(welcher iſt ein HErr über alles;) die durchs gantze Juͤdiſche Land geſchehen iſt, und angangen in Galilaa, nach der Taufe die Johannes predigte: Wie GOtt venſelben JEſum von Nazareth geſalbet hat mit dem heiligen Geiſte und Kraft; der umher gezogen iſt, und hat wohl gethan und geſund gemacht alle, die vom Teufel uͤber⸗ wäͤltiget waren, denn GOtt war mit ihm. Undwir ſind Zeugen alles deß, das er gethan hat im Juͤdiſchen Lande, und zu Jeruſalem. Den haben ſie getoͤdtet, und anein Holtz gehangen. Denſelbigen hat GOtt auferwecket am dritten Tage, und ihn laſſen offenbar werden: Nicht allem Volck, ſondern uns, den vorer⸗ waͤhlten Zeugen von GOtt, die wir mit ihm geſſen und getruncken haben, nachdem er auferſtanden iſt von den Todten. Geber. Farmhertziger GOtt und Vater, wir dancken dir hertzlich, daß du ohn anſehen der Perſonen alle arme Sunder um deines Sohns, unſers lieben HErrn JEſu Chriſtiwillen, zu Gnaden annehmen wilſt, und bitten demuͤthiglich, du wolle tdurch deinen heiligen Geiſt unſere Hertzen erleuchten und regie⸗ ren, auf daß wir an ſolcher deiner Gnade nimmer⸗ mehr zweifeln, ſondern dem Zeugniß aller Propheten feſtiglich glaͤuben, und die Zuverſicht gewiß haben, daß wir in Chriſto Vergebung der Suͤnden empfa⸗ hen, und nach dieſem das ewige Leben haben ſollen, der du mit demſelben deinem Sohn und heiligen Geiſt, wahrer GOtt lebeſt und regiereſt in Ewig⸗ keit, Amen. Evangel. am dritten Oſter⸗Tage/ Luc. 24. b. 36⸗47. Ba ſie aber davon redeten, trat er ſelbſt, IEſus, mitten unter ſie, und ſprachzu ihnen: Friede ſey mit euch. Sie erſchracken aber/ und fürchtetenſich⸗ . Ney⸗ 62 Evangelium an dritten Oſter⸗Tage. Meyneten, ſie ſaͤhen einen Geiſt. Und er ſprach zu ihnen: Was ſeyd ihr ſo erſchrocken? Und warum kom⸗ men ſolche Gedancken in eure Hertzen? Sehet meine Haͤnde und meine Fuͤſſe, ich bins ſelber; fuͤhlet mich, und ſehet: Denn ein Geiſt hat nicht Fleiſch und Bein, wie ihr ſehet, daß ich habe. Und daer das ſagte, zei⸗ gete er ihnen Haͤnde und Fuͤſſe. Da ſie aber noch nicht glaubten vor Freuden, und ſich verwunderten, ſprach er zu ihnen: Habet ihr hie etwas zu eſſen? Und ſie legten ihm vor ein Stuͤck von gebratenem Fiſch und Honigſeims. Under nahms, und aß vor ihnen. Er aber ſprach zu ihnen: Das ſind die Reden, die ich zu euch ſagte, da ich noch bey euch war; denn es mußalles erfuͤllet werden, was von mir geſchrieben iſt im Ge⸗ ſetz Moſis, in den Propheten, und in den Pſalmen. Da oͤffnete er ihnen das Verſtandniß, daß ſie die Schrift verſtunden. Und ſprach zu ihnen: Alſo iſts geſchrieben, und alſo muſte Chriſtus leiden, und auf⸗ erſtehen von den Todten am dritten Tage; und pre⸗ digen laſſen in ſeinem Namen, Buſſe und Vergebung der Sunden unter allen Volckern, und anheben zu Jeruſalem. Gebet. O Serr IEſu Ehriſte, der du nach deiner Auferſtehung, deinen lieben Nungern lebendig erſchienen, und ihnen den lieben Frieden angeboten, auch verkuͤndiget haſt, daß, nach Weiſſagung der Propheten und Pſalmen in deinem Namen Buſſe und Verge⸗ bung der Suͤnden unter allen Voͤlckern ſolle geprediget werden. Wir dancken dir, daß du ſolche ſelige Lehr auch uns geoffenbaret haſt, und bitten dich, eroͤffne unſer Verſtandniß, durch deinen heiligen Geiſt, daß wir alles, ſo in Moſe und den Propheten von dir geſchrieben ſtehet, mit rechtem Glauben annehmen, und da⸗ durch auch Friede und Freude in unſerm Gewiſſen bekommen, und ewig ſelig werden, Amen. Epiſtel/ in der Apoſtel Geſchicht am 13. v. 26⸗33. Sbr Maͤnner, lieben Bruͤder, ihr Kinder des Ge⸗ ſchlechts Abrahams, und die unter euch GOtt fuͤrchten, euch iſt das Wort dieſes Heyls geſand en M. Nalck 4 1 trhelſung gdieſelbig dem, daf lnict Vält, wenblind m Sehn ſt, undl n Geiſt, ddenbera nProphe n, dich lichauch vangelit mode kon?) dr Rmä ſchexzaſi undwwä condrß, iſ 4 c uürn.. ſſeusleden a tten dax u. 4 PBuſewrdden. a ern, ueht ahe enacma 4. 7 Rwiſcsdähme 4 dtaw1,h3 iür Kinden 5 deantraus d nis het. 111 Evangelium am 1. Sonnt. nach Oſtern. 63 ſalem gegangen 1 Aumaͤchtiger ,barmhertziger Denn die zu Jeruſalem wohnen und ihre Oberſten, dieweil ſie dieſen nicht kenneten, noch die Stimme der Propheten,(welche auf alle Sabbater geleſen werden,) haben ſie dieſelben mit ihren Urtheilen erfüllet. Und wiewol ſie keine Urſach des Todes an ihm funden, baten ſie doch Pilatum, ihnzutoͤdten. Und als ſie alles vollendet hatten, was von ihm ge⸗ ſchrieben iſt: Nahmen ſie ihn von dem Holtz, und leg⸗ ten ihn in ein Grab. Aber GOtt hat ihn auferwe⸗ cket von den Todten. Und er iſt erſchienen viel Ta⸗ ge denen, die mit ihm hinauf von Galilaa gen Jeru⸗ waren: Welche ſind ſeme Zeugen an das Volck. Und wir auch verkuͤndigen euch die Verheiſſung, die zu unſern Vatern geſchehen iſt; daß dieſelbige GOtt uns, ihren Kindern erfuͤllet hat in dem, daß er IEſum auferwecket hat. Gebet. GOtt, himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du uns armen blinden Heiden das Wort des Heyls von dei⸗ nem Sohn IEſu Chriſto ſo gnädiglich geoffenbaret haſt, und bitten dich, regiere uns durch deinen heili⸗ gen Geiſt, daß wir ſolches nicht wie die verſtockten Iudenverachten, ſondern die Stimme deiner heili⸗ gen Propheten und Apoſteln fleiſſig hoͤren und anneh⸗ men, dich und deinen Sohn darauserkennen, und endlich auch ewig ſelig werden, Amen. Exvangelium am l. Sonnt. nach Oſtern/ Quaſi⸗ modogeniti genannt/ Joh. 20. v. 19⸗23. m Abendaber deſſelbigen Sabbats, da die Jün⸗ * ger verſammlet, und die Thuͤren verſchloſſen waren, aus Furcht vor den Juͤden, kam JEſus, und trat mitten ein, und ſpricht zu ihnen: Friede ſey mit euch. Undalser das ſagete, zeigete er ihnen die Haͤn⸗ de, und ſeine Seite: Da wurden die Jüͤnger ſro, aß — ——— 64 Epiſtelam. Sonnt. nach Oſtern. daß ſie den HErrn ſahen. Da ſprach JEſus aber⸗* mal zu ihnen: Friede ſey mit euch. Gleichwie mich der Vater geſandt hat, ſo ſende icheuch. Und da er das ſagete, bließ er ſie an, und ſpricht zu ihnen: Neh⸗ met hin den heiligen Geiſt; welchen ihr die Suͤnden erlaſſet, denen ſind ſieerlaſſen; und welchen ihr ſie ½ 1☛ n inSa e kkeinet dn FGlat nuches wn augen, z 5Er. gal an behaltet, denen ſind ſie behalten. hebet. Err GOtthimmliſcher Vater, wir dancken dir vor deine groſſe — unausſprechliche Gnade, daß du durch deigen Sohn, unſern lieben HErrn Chriſtum, das heilige Evangelium, und die heilige Sacramenta geordnet haſt, uns zum Troſt, daß wir Vergebung der Suͤnden da ſollen finden. Wir bitten dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, auf daß wir deinem Wort von Hertzen glauben, und durch die heiligen Sacramenta, von Tage zu Tage den Glauben ſtaͤrcken, bis wir ewig ſelig werden, durch JZESuM Chriſtum deinen Sohn, unſern Hrrn, Amen. Epiſtel/ 1 Joh. 5. v. 4⸗ 10. olles, was von GOtt gebohren iſt, uberwindet die Welt: Und unſer Glaubeiſt der Sieg, der die Welt uͤberwunden hat. Weri iſt aber, der die Welt uͤberwindet: Ohne der da glaͤubet, daß JEſus GOt⸗ tes Sohn iſt? Dieſer iſts, der da kommt mit Waſſer und Blut, IEſus Chriſtus: Nicht mit Waſſer al⸗ lein, ſondern mit Waſſer und Blut. Und der Geiſt iſts, der da zeuget, daß Geiſt Wahrheit iſt. Denn drey ſind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort, und der heilige Geiſt; und dieſe drey ſind eins. Und drey ſind die da zeugen auf Erden: Der Geiſt, und das Waſſer, und das Blut; und die drey ſind beyſammen. So wir der Menſchen Zeugniß annehmen, ſo iſt GOttes Zeugniß groͤſſer: Denn GOttes Zeugniß iſt das, daß er gezeuget hat von ſei⸗ nem Sohn. Wer da glaͤubet an den Sohn GOttes, der hat ſolches Zeugniß bey ihm. Geber. O Aullmaͤchtiger ewiger GOTT und Vater; 3 wi ha — A bt Hir 1 den W 2n eucht: chaafe Me ea ireing 1 ekannt dat, unn Seffürd s ſaſe, d hen mu onun it über bhwer „ el/ b feiven. „und as Do binein ſeben umehü den. tr GOt 3 —« Evangelium am 3. Sonnt. nach Oſtern. —ͤ—— erkennen, und an ihm halten, Huͤlfe und Troſt bey ihm ſuchenund gewarten, und ſeiner Stimme von Hertzen folgen, und alſo durch ihn ewoig ſelig werden, Amen. V Epiſtel/ 1 Petr. 2. v. 21⸗25. I WDenn dazu ſeyd ihr berufen. Sintemal auch Chri⸗ v0 ſtus gelitten hat fuͤr uns: Und uns ein Vorbild gelaſſen, daß ihr ſollt nachfolgen ſeinen Fußſtapfen. trug in ſeinem Munde erfunden. Welcher nicht wieder ſchalt, da er geſcholten ward; nicht draͤuete, da er litte: Er ſtellete es aber dem heim, der da recht richtet. Welcher unſere Sünden ſelbſt geopfert hat an ſeinem Leibe auf dem Holtz, auf daß wir der Suͤn⸗ den abgeſtorben, der Gerechtigkeitleben: Durch wel⸗ ches Wunden ihr ſeyd heil worden. Denn ihr waret wie die irrende Schaafe: Aber ihr ſeyd nun bekehret zu dem Hirten und Biſchofeurer Seelen. Gebet. HErr GOtt himmliſcher Vater, du haſt uns in dei⸗ nem Sohn unſerm HErrn JIEſu Chriſto, ein Exempel der rechten wahren Gedult vorgeſtellet, und wilt, daß wir ſeinen Fußſtapfen nachfolgen ſol⸗ len. Solches wolten wir je gerne thun, aber unſer Fleiſch iſt zu ſchwach, ſo reitzet uns der Teufel und die Welt oftmals zur Ungedult und allem Argen. Dar⸗ um bitten wir dich von Hertzen, du wolleſt uns durch dein Wort und heiligen Geiſt gnaͤdiglich regieren, auf daß wir alles, ſo du uns zu leiden zuſchickeſt, mit Ge⸗ dulr uͤberwinden, und alſo deinem Sohn nicht allein hie im Leiden und in der Gedult, ſondern auch her⸗ nach in der Herrlichkeit aͤhnlich, und aus Gnaden ewig ſelig werden, Amen Evangel am II. Sonntage nach Oſtern/ Jubilate genanns/ Joh 16. v. 16⸗23. Abeber ein tieies, ſo werdet ihr mich nicht ſehen; und H aber uͤber ei rlemnes, ſo werdet ihr mich kben 3 De f O Welcher keine Suͤnde gethan hat, iſt auch kein Be⸗ f 5 zange — — — —— —— — —— —— —‿õ — — — — = 2 2ł—— 1 —— 4 17 == — Jen went 2 unde te uha Ihr werdet weinen und heule freuen; ihr aber werdet traurig ſeyn, doch eure Traurigkeit ſol in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn ſie gebieret, ſo hat ſie Traurigkeit, denn ihre Stunde iſt kommen: Wenn ſie aber das Kind gebohren hat, deucket ſie nicht mehr an die Angſt um der Freude willen, daß der Menſch zur Welt geboh⸗ ren iſt. Und ihr habt auch nun Traurigkeit: Aber ich wil euch wieder ſehen, und euer Hertz ſol ſich freu⸗ en, und eure Freude ſol niemand von euch nehmen. Und an demſelbigen Tage werdet ihr mich nichts fra⸗ gen. Gebet. Herr GOtt himmliſcher Vater, der du aus vaͤterlichem Wohl⸗ 2 meynen, uns deine Kinder hie auf Erden unter der Ruthen wilthalten, auf daß wir deinem eingebohrnen Sohn, heydet im Leiden und hernach in der Herrlichkeit ſollen gleich ſeyn. Wir bitten dich, troͤſte uns in der Anfechtung und Creutz mit dem hei⸗ ligen Geiſte, daß wir nicht verzagen, ſondern nach der Zuſagung deines Sohnes feſt an dieſem Troſt halten, es ſolle das Leiden nur ein Kleines ſeyn, und darnach die ewige Freude ſolgen, auf daß wir alſo durch die Hoffnung alles Ungluͤck in Gedult uͤberwinden, und durch Chriſtum ſelig werden, Amen. Epiſtel/ 1 Petr. 2. v. 11220. Sieben Bruͤder: Ich ermahne euch, als die Fremd⸗ 82 lingen und Pügrim: Enthaltet euch von den E 2 ſleiſch⸗ 1 ——;—— Epiſtel am 3, Sonnt. nach Oſtern. fleiſchlichen Luͤſten, welche wider die Seele ſtreiten. Und fuͤhret einen guten Wandel unter den Heiden: Auf daß die, ſo von euch afterreden, als von Uebel⸗ 4 t thaͤtern, eure gute Wercke ſehen: Und GOtt preiſen,*e in wenns nun an den Tag kommen wird. Seyd un⸗ ff terthan aller menſchlichen Ordnung, um des HErrne 5 willen: Es ſey dem Koͤnige als dem Oberſten; oder den Hauptleuten, als den Geſandten von ihm, zur Rache über die Uebelthaͤter, und zu Lobe den From⸗ men. Denn das iſt der Wille GOttes, daß ihr mitt Wohlthun verſtopfet die Unwiſſenheit der thörich⸗; ten Menſchen: Als die Freyen, und nicht als hat⸗ † tet ihr die Freyheit zum Oeckel der Bosheit; ſondern 1 als die Knechte GOttes. Thut Ehre jedermann. 1 1 Habr die Brüder lieb. Fuͤrchtet GOtt. Ehret den nig. Ihr Knechte, ſeyd unterthan mit aller Furcht den Herrn: Nicht allein den guͤrigen und gelinden, ſon⸗ 7 dern auch den wunderlichen. Denn das iſt Gnade: So jemand um des Gewiſſens willen zu GOtt das Uebel vertraͤgt, und leidet das Unrecht. Denn was iſt das fuͤr ein Ruhm, ſo ihr um Miſſethat willen 13 Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erduldet, das iſt Gnade bey GOtt.* Gebet. 1 Hürr GOtt himmliſcher Vater, du wilt ja von e uns haben, daß wir uns der fleiſchlichen Luͤſte ent⸗— halten, und einen heiligen Wandel fuͤhren ſollen: Dieweil du aber weiſſeſt, daß wir ohne deine gnaäͤdi⸗ ge Huͤlfe ſolches alles nicht vermoͤgen, bitten wir dich von Hertzen, du wolleſt uns durch dein Wort und 1 beiligen Geiſt erleuchten und regieren, auf daß wir der Sunden von Tagezu Tage, ſe laͤnger je mehr ab⸗ 1 ſterben, und in deinem Willen alſo leben, daß du von uns und andern, die unſere gute Wercke ſehen, geprei⸗ ⸗* dang Sen eritel chigke 4 uüſt bei it aber a ichtſe rWett u, gbe jener wiede tboni , das chber : De verkü n.: D inenn rr Ge 82 heilig Genec che ue terrede ſehen:Undgn mr— 8 R m men urd. 9 Heſande⸗ onſ Cſandtenvon „Uundzuecheden le(GOtton d 9 3, Ahe inwiſſenhett d ehen, dund nicht 3 r 1 h9 o teamitalrgRte ggen undgelnden : Daun daoſe ens wilerzu Gor as Unrecht. Dann de um Mſeteraen füöt un Vahttherme⸗ Gradebey Got⸗ t. Vter, dubun derfeiſchlchmelne Tandel führenict oßwirohuedemmnn rwögen, ditenret, durch der Alnu dregiecen, udan e, ſelängetſem gepreiſet werdeſt, „ nen Sohn unſern HErrn, — Evangel. am 4. Sonnt. nach Oſtern. 69 und viele Menſchen durch unſere gute Exempel zur Buſſe und Beſſerung des Lebens gereitzet, und wir auch endlich aus Gnaden mitih⸗ nen ewig ſelig werden, durch JEſum Chriſtum dei⸗ Amen. Evangel amV. Sonntage nach Oſtern/ Canta⸗ te genannt/ Joh. 16. v. 5⸗15. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich geſandt hat: K Und niemand unter euch fraget mich, wo geheſt duhin? Sondern, dieweilich ſolches zu euch geredet habe, iſt euer Hertz voll Traurens worden. Aber ich ſage euch die Wahrheit: Es iſt euch gut, daß ich hingehe. Denn ſo ich nicht hingehe, ſo kommt der Troͤſter nicht zu euch. So ich aber hingehe, wil ich ihn zu euch ſenden. Und wenn derſelbige kommt: Der wird die Welt ſtrafen, um die Sunde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gerichte. Um die Suͤn⸗ de, daß ſie nicht glaͤuben anmich. Um die Gerech⸗ tigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht ſehet. Um das Gerichte, daß der Fuͤrſt dieſer Welt gerichtet iſt. Ich habe euch noch viel zu ſagen, aber ihr koͤnnets jetzt nicht tragen. Wenn aber jener der Geiſt der Wahrheit kommen wird: Der wirdeuch in alle Wahrheit leiten. Denner wird nicht von ihm ſelber reden: Sondern was er hoͤren wird, das wird er reden; und was zukuͤnftig iſt, wird er euch verkuͤndigen. Derſelbige wird mich verklaͤ⸗ ren: Denn von dem Meinen wird ers nehmen, und euch verkuͤndigen. Alles, was der Vater hat, das iſt nein: Darum habe ich geſagt, er wirds von dem Meinen nehmen, und euch verkuͤndigen. Gebet. Hon GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen Sohn den ꝛ heiligen Geiſt verheiſſen haſt, daß er die Welt um die Suͤn⸗ de, Gerechtigkeit und um das Gericht ſtrafen ſol, wir bitten d erleuchte unſere Hertzen, daß 5 unſere Suͤnde erkennen/ z d vangel. am 3. Sonnt. nach Oſtern. 70 E men, und in allerley unſerer Noth und Anfechtung dieſen rechten Troſt faſſen, daß Chriſtus ein HErr uͤber Teufel, Tod und alles ſey, und uns mit Gnaden von allem Uagluͤck helfen, und ewig wolle ſelig machen, Amen. Epiſtel/ Jac, am 1. v. 16⸗21. r met von oben herab, von dem Vater des Lichts: Bey welchem iſt keine Veraͤnderung noch Wechſel des Lichts und Finſterniß. Er hat uns gezeuget nach ſei⸗ nem Willen, durch das Wort der Wahrheit: Auf daß wir waͤren Erſtlinge ſeiner Creaturen. Darum, lieben Bruͤder, ein jeglicher Menſch ſey ſchnell zu hoͤ⸗ ren: Langſam aber zu reden, und langſam zum Zorn. Denn des Menſchen Zorn thut nicht, was vor GOtt recht iſt. Darum ſo leget ab alle Unſauberkeit, und alle Bosheit: Und nehmet das Wort an mit Sanſt⸗ muth, das in euch gepflantzet iſt, welches kan eure Seelen ſelig machen. Gebet. Ewiger„allmaͤchtiger GOtt, himmliſcher Vater, von dem allein alle gute Gaben herkommen: Wir dancken dir hertzlich, daß du, nach deinem guten Wil⸗ len, durchs Wort der Wahrheit uns gezeuget haſt, daß wir Erſtlinge deiner Creaturen ſeyn ſollen, und bitten dich demuͤthiglich von gantzem Hertzen, regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß, wie du uns zum Erkenntniß deines Sohns, und zur Gemein⸗ ſchaft des rechten wahren Lichts, in dem keine Veraͤn⸗ derung noch Wechſel der Finſterniß iſt, berufen haſt, wir alſo uns keine Gefahr noch Truͤbſal davon ab⸗ 4 8 Pr ſchrecken laſſen, ſondern dabey bis ans Ende verhar⸗ ren, und ewig ſelig werden, Amen. Evangelrum am V. Sonnt. nach Oſtern/ Rogate genannt/ Joh. 16. v. 23⸗30. Mahrllich, wahr lich ich ſage euch⸗Soihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, ſo* dang, geben. 2 ſes kalter 7 2 keude bol drch Spric 1n daü ich — durch den Glauben an Chriſtum, zur ewigen Gerechtigkeit kom⸗-⸗ 1 8 2 e Wwerde, Holle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kom-— n feinem Da a kten 1 3 ‿ daßich del ſder Va und gäube 2 gch bin be 1a hdie Welt: um Vater a bhwort. a ſt: Und „d Unglaͤuben 7 ſſ. „ rGOttdinm ſehheiſenhat in unsgeben. T AK helligen Ge⸗ 12 bhllefüt d Gotecdienft haläck. G’ uan ſbendeine gnid es eet, als vnſe ben, Koiß adaberdh lein, dar ndittein Deriſtzle htim Epie auet hat: iſet wieer L 4 A GOGNIAN LN A⁴ unt Kll-V Ar latoh zur exign gn d und dhfehenr En lin danf din üahlthi dn anr.. 1b⸗1 eboltuonnenge enden ger Inderung mcs datunsgezeut Lortder Vatet ner Creanum Ne er Menſchſeyſän „und ongſenzme⸗ dutnicht, vaste dballeUnſaubet das Wortannte het iſt, welhes an oet. Ott, hinwiſtee Gaben ertonme ¹ vachdenemaun gtheit und ghug jſ katuren erdſaln gantem Herzen,na eſt,aufdah, veexu oous, und ur Ger⸗ hts,ndemtenee ſtermüiſt beuindi rnoch drübſat der hey bis ans Sethl Amen. nech Oſtem 3i 6,b. 2 730. raateEolrdage renen maßn— 9 Evangel amz. Sennt nach Oſtern. 21 —— 4+ A ers euch geben. Bisher habt ihr nichts gebetenin mei⸗ nem Namen. Bittet: So werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen ſey. Solches hab ich zu euch durch Sprichwort geredet; es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, ſondern euch frey heraus verkuͤndigen von meinem Vater. An demſelbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich ſage euch nicht, daß ich den Vater fuͤx euch bitten wil. Denn er ſelbſt, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet und glaͤubet, daß ich von GOtt ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen, und kom⸗ men in die Welt: Wiederum verlaſſe ich die Welt, und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm ſeine Juͤnger: Siehe, nun redeſt du frey heraus, und ſageſt kein Sprichwort. Nun wiſſen wir, daß du alle Dinge weiſſeſt: Und bedarfſt nicht, daß dich jemand frage. Darum glaͤuben wir, daß du von GOtt ausgegan⸗ gen biſt. Gebet. H GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen Sohn uns verheiſſen haſt, was wir in ſeinem Namen bitten, das wol⸗ leſt du uns geben. Wir bilten dich, erhalte uns in deinem Wort, gib den heiligen Geiſt, der uns regiere und fuͤhre nach deinem Willen, behuͤte fuͤr des Teufels Reich, fuͤr falſcher Lehr, und un⸗ rechtem Gottesdienſt. Bewahre auch unſer Leib und Leben, fuͤr al⸗ lem Ungluͤck. Gid deinen Segen und Frjeden, auf daß wir al⸗ lenthalben deine gnaͤdige Huͤlfe erfahren, und dich hie und dort in Ewigkeit, als unſern gnaͤdigen Bater, durch Chriſtum preiſen und loben, Amen. Epiſtel, Jac. am 1.b. 2227. Weyd aber Thaͤter des Worts: Und nicht Horer al⸗ lein, damit ihr euch ſelbſt betrieget. Denn ſo jemand iſt ein Hoͤrer des Worts, und nicht ein Tha⸗ ter: Der iſt gleich einem Manne, der ſein leiblich An⸗ geſicht im Spiegel beſchauet. Denn nachdem er ſich beſchauet hat: Gehet er von Stund an davon, und vergiſſet, wie er zetaltet wur Wer aber darchſchauet 2 4 in 72 Evangelium am Feſt der Himmelfahrt. in das vollkommene Geſetz der Freyheit, und darin⸗ nen beharret; und iſt nicht ein vergeßlicher Horer, ſondern ein Thaͤter, derſelbige wird ſelig ſeyn in ſei⸗ ner That. So aber ſich jemand unter euch laͤſſet duͤn⸗ cken, er diene GOtt; und haͤlt ſeine Zunge nicht im Zaum, ſondern verführet ſein Hertz; Des Gottes⸗ dienſt iſt eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottes⸗ dienſt vor GOtt dem Vater, iſt der: Die Waͤyſen und Wittwen in ihrem Truͤbſal beſuchen, und ſich von der Welt unbefleckt behalten. Gebet. ewiger GOtt und Vater! wir dancken dir, daß du uns den geiſtlichen Spiegel deines Worts vor die Augen geſtellet, und darinnen unſere Suͤnde und Ungerechtigkeit, hingegen aber dein goͤttlich We⸗ ſen und gnaͤdigen guten Willen geoffenbaret haſt. Nun wir aber bisher uns deſſen wenig gebeſſert haben, bitten wir dich hertzlich, du wolleſt uns ſolchen Un⸗ fleiß und alle andere Suͤnde gnaͤdiglich bergeben, und durch deien heiligen Geiſt regieren, auf daß wir hin⸗ fort nicht Veraͤchter oder vergeßliche Hoͤrer, ſondern — —2 fleiſſige Hörer und Thaͤter deines Worts jederzeit erfunden, und alſo auch endlich durch den Glauben an deinen Sohn IEſum Chriſtum ewig ſelig wer⸗ den, Amen. Evangelium am Feſt der Himmelfahrt Chriſti/ Marctam 16. v. 14⸗20. uleßt, da die Eilfe zu Tiſche ſaſſen, offenbarete ſich der HErr: Und ſchalt ihren Unglauben, und ih⸗ res Hertzens Haͤrtigkeit, daß ſie nicht geglaͤubet hat⸗ ten denen, die ihn geſehen hatten auferſtanden. Und ſprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und predi⸗ get das Evangelium aller Creatur: Wer da glaͤu⸗ bet und getauft wird, der wird ſelig werden, wer aber nicht glaͤubet, der wird verdammt werden. Die Zei⸗ ——4—— Kdelegen,or 4 bötr gacd 3 gfgehaben ge⸗ d GOttes. alen Orten. htetraftited Ieſe chriſe, fortmnuünmer eines Vatat, pollft deinen eit then ob deinen eawebten, und deige Feindezade inde Ldundale piſtel„T Lieerſe Red phile,bone un, undzu ley in ward: Na kewahlet) dur tte. Welche eigethatte, Fſichſegenun te wit ihnen rſammlethat eruſalem wi iſungdes donwir. uſet: Jhrch erden, maht Diegherſo dolge wih ſdihg manduntereg ndhälteiezun tſende d bet. ter! wirderttn en Spiegedenet Iddarmrewſaa: tgenaberdengt Wllen gefenn eſen vengetbſett. du woleſt uns ſc. egnädglchtexan regieren, afdeöen dergegliche Höre ſie er deunes Vortzſin andlchdurc nbe, Chriſtuw ewgſen r Himnelſcht Chi 6,b. 14720, ſſceſaſenoferiert Tcbren Ungauhm W. deſeenchkgeglane, ttenauſerſtaren wale Weit, uhw Ereatur: Wedl rurd ſels wern,n vadarmwene w Epiſtel am Feſt der Himmelfahrt. 73 Zeichen aber, die da folgen werden denen, die daglaͤu⸗ ben, ſind die: In meinem Namen werden ſie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben; und ſo ſie etwas toͤdtliches trincken wirds ihnen nicht ſchaden; auf die Krancken werden ſie die Haͤnde legen, ſo wirds beſſer mit ihnen werden. Und der HErr, nachdem er mit ihnengeredet hatte: Ward er aufgehaben gen Himmel, und ſitzet zur rechten Hand GOttes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten. Und der HErr wirckete mit ihnen, und bekraͤftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen⸗ eb ebet.. O eh Chriſte, du Sohn des allmaͤchtigen GOttes, der du fortan nimmer auf Erden arm und elend, ſondern zur Rech⸗ ten deines Vaters, und ein HErr uͤber alles biſt. Wir bitten dich, du wolleſt deinen heiligen Geiſt uns ſenden, fromme Kirchen⸗Die⸗ ner geben, ob deinem Wort zu halten, dem Satan und allen Ty⸗ rannen wehren, und dein Reich auf Erden gewaltig erhalten, bis alle deine Feinde zu deinen Fuͤſſen liegen, und wir durch dich uͤber Suͤnde, Tod und alles ſiegen, Amen. Epiſtel, in der Ap. Geſchicht am 1. v. 1⸗II. DBie erſte Rede habe ich zwar gethan, lieber Theo⸗ phile, von alle dem, das IEſus anfing, beyde zu thun, und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenom⸗ men ward: Nachdemer den Apoſteln(welche er hat⸗ te erwaͤhlet) durch den heiligen Geiſt Befehl gethan hatte. Welchen er ſich nach ſeinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancherley Erweiſungen: Und ließ ſich ſehen unter ihnen vierzig Tage lang, und re⸗ dete mit ihnen vom Reich GOttes. Und als er ſie verſammlet hatte: Befahler ihnen, daß ſie nicht von Jeruſalem wichen, ſondern warteten auf die Ver⸗ heiſſung des Vaters; welche ihr habt gehoͤret,(ſprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer ge⸗ taufet: Ihr aber ſollt mit dem heiligen Geiſt getaufet werden, nicht lange nach dieſen Tagen. Die aber,ſo zuſammen anmnen waren, fragten 8 gE 5 un 74 Evangel. am 6. Sonnt. nach Oſtern. und ſprachen: HErr, wirſt du auf dieſe Zeit wieder aufrichten das Reich Iſrael? Er ſprach aber zu ih⸗ nen: Es gebuͤhret euch nicht zu wiſſen Zeit oder Stun⸗ de, welche der Vater ſeiner Macht vorbehalten hat; ſondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geiſtes empfahen, welcher auf euch kommen wird; und wer⸗ det meine Zeugen ſeyn zu Jeruſalem, und in gantz Judaa und Samaria, und bis ans Ende der Erden. Und daer ſolches geſagt hatte: Warder aufgehaben zuſehens, und eine Wolcke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Undals ſie ihm nachſahen gen Himmel fahren, ſiehe, da ſtunden bey ihnen zween Maͤnner in weiſſen Kleidern; welche auch ſagten: Ihr Maͤnner von Galilaͤa, was ſtehet ihr, und ſehet gen Himmel? Dieſer JEſus, welcher von euch iſt aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn geſehen habet gen Himmel fahren. Gebet. HKErr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir —₰ hertzlich, daß du durch den Tod, Auferſtehung und Himmelfahrt deines lieben Sohns uns von Suͤnde, Tod und Teufelerloͤſet, und den Eingang zum ewigen Leben gnaͤdig eroͤffnet haſt, und bitten dich demuthiglich, erleuchte und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolches alles feſtiglich glaͤu⸗ ben, und in ſolchem Glauben alles, was uns mag an⸗ fechten, uͤberwinden, auch hiezeitlich alſo leben, da⸗ mit die Thuͤr der Gnaden uns nicht wieder verſchloſ⸗ ſen werde, ſondern in deinem Sohn fuͤr und fuͤr of⸗ fen ſtehe, bis er endlich an jenem Tage wieder kom⸗ me, und uns zu ſich nehme in die ewige Freud und Seligkeit, Amen. Evangelium am VI. Sonnt. nach ſtern/ Exandi genannt/ Joh. 15. und 16. Cap. Menn aber der Troͤſter kommen wird, welchen ich euch ſenden werde vom Vater, der Geiſt der Wahr⸗ n, er thle brerden ie a in Vaterno ueuchzere pitd, dit ſabe: Sol Beſagt, de 1 rEott hinm uch deinen ei 8 HernChriſig a feuunönicſe ³ 12 * pſeydnunn 1 Mah und 2 prdemdcg A Haufengſo 1n ſbis wir erdiic [Schn mier kp ² alln Din 2 ſſtigekihe: 8 Menge. E &☛ kmeln. Ur 8 Pabe, dieer er der mal dredet, d te Ind ein Am dr ken, dasGe * Gottgeyt e hſey Chre * Amen, Epiſtel am 6. Sonnt. nach Oſtern. 25 Wahrheit, der vom Vater ausgehet: Der wirdzeu⸗ gen von mir. Undihr werdet auch zeugen: Denn ihr ſeyd von Anfang bey mir geweſen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun: Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tdtet, wird meynen, er thue GOtt einen Dienſt daran. Und ſolches werden ſie euch darum thun, daß ſie weder meinen Vater noch micherkennen. Aber ſolches ha⸗ be ich zu euch geredet: Auf daß, wenn die Zeit kom⸗ nenwird, daß ihr daran gedencket, daß ichs euch ge⸗ ſagt habe: Solches aber habe ich euch von Anfang nicht geſagt, denn ich war bey euch. Geb et. IErr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir, daß du uns ₰) durch deinen heiligen Geiſt zu Zeugen deines Sohns, unſers lieben HErrn Chriſti geſetzet haſt. Und bitten dich, weil die Welt ſolch Zeugniß nicht kan erdulden, und uns daruͤber zuſetzet, du wol⸗ leſt uns Muth und Troſt verleihen, daß wir am Creutz uns nicht aͤrgern, ſondern bey deinem Zeugniß feſt bleiben, und fuͤr und fuͤr bey dem Haufen gefunden werden, der dich und deinen Sohn ken⸗ net, bis wir endlich gar ſelig werden, durch IEſum Chriſtum deinen Sohn, unſern HErrn, Amen. Epiſtel/ 1 Petr. 4. b. 8⸗II. Wo ſeyd nun maͤſſig und nuͤchtern zum Gebet. Vor M allen Dingen aber habt unter einander eine bruͤnſtige Liebe: Denn die Liebe decket auch der Suͤn⸗ den Menge. Seyd gaſtfrey unter einander ohne Murmeln. Und dienet einander, einjeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haus⸗ halter der mancherley Gnade GOktes. So je⸗ mand redet, daß ers rede als GOttes Wort. So jemand ein Amt hat, daß ers thue als aus dem Ver⸗ möoögen, das GOtt darreichet: Auf daß in allen Din⸗ gen GOtt gepreiſet werde durch JEſum Chriſt, wel⸗ chem ſey Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewig⸗ keit, Amen. 76 Evangelium am Heil. Pfingſt⸗Tage. Gebet. Höerr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du uns zu Haushaltern dei⸗ ner mancherley Gnaden geſetzet, und zu unſerm Amt dein Vermoͤgen bisher gnaͤdiglich dargereichet haſt, und bitten dich, verzeihe uns alles, womit wir wider die Liebe des Naͤchſten geſuͤndiget und dich erzuͤrnet haben, undregiere unſere Hertzen durch deinen heili⸗ gen Geiſt, auf daß die Liebe in uns inbruͤnſtig ſey, und einer dem andern mit der Gabe, die er empfan⸗ genhat, treulich diene, wir auch in einem nuͤchtern maͤſſigen und gottſeligen Leben je laͤnger je mehr zu⸗ nehmen, und alſo in allen Dingen gepreiſet, und wir auch durch IEſum Chriſtum deinen Sohn ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am heiligen Pfingſt⸗Tage/ Joh. am 14. v. 23 231. Mer mich liebet, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen, und Wohnung bey ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der haͤlt mein Wort nicht: Und das Wort, das ihr hoͤret, iſt nicht mein; ſondern des Vaters, der mich geſandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bey euch geweſen bin. Aber der Troͤſter, der heilige Geiſt, welchen mein Vater ſenden wird in meinem Namen, derſelbige wirds euch alles lehren: Und euch erinnern alles des, das ich euch geſaget habe. Den Frieden laſſe ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Hertz erſchrecke nicht, und fuͤrchte ſich nicht. Ihr habt gehoͤret, daß ich euch geſaget ha⸗ be: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Haͤttet ihr mich lieb: So wurdet ihr euch freuen, daß ich geſa⸗ get habe, ich gehe zum Vater; denn der Vater iſt groͤſſer dennich. ünd nun habe ic euch geſaget ehe X m sl 8 ſern L 4 n 8 1 187' und hal- kenne, d „ o a ponhli kJeſu ej litendch deiſtin unſe ſaach dein ns täſte, afdaße mn Weatte nde ſoda en, der d Evigkett piſtal gloder? alleeina ein Vrau ndes:! Undme d ſis i pen ſiefe / n 9 r ſ d 92 1 E1 12 84 1 gterihner eiſtes:! m nachd enaher ttesfürch dem Hin kamde Denne cheredet erten ich ichtdie wir denr 4* P fexle ater, nen dözu Sube t, undzauſe glic der les, unn get ud an rben durcͤe in uns täan Gabe, N 1 auchintixan neelängein dingen gart. tum demaenr npfngae 33131. ein Wartſele den, undwenenn heyihmmate u⸗ alt mein Wanm ſt nicht men an. t hat. Colte uchgewecahne „welchenwebe „derſebbgenade talesdes,dt laſe icheut n gebeicheut,n. ecenict,wis aßich euca derzurut i dſeuen d zdenn de 8 Keuchgeuhk- eichseuchih Epiſtel am Heil. Pfingſt⸗Tage. 77 denn es geſchicht: Auf daß, wann es nun geſchehen wird, daß ihr gläubet. Ich werde fort mehr nicht viel mit euch reden: Denn es kommt der Fuͤrſt dieſer Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich alſo thue, wie mir der Bater geboten hat: Stehet auf, und laſſet uns von hinnen gehen. Gebet. 3 HErr IEſu Chriſte, du Sohn des allmaͤchtigen GOttes, wir bitten dich, du wolleſt durch dein liebes Wort, deinen hecigen Geiſt in unſere Hertzen geben, daß derſelbe uns regiere und fuͤhre nach deinem Willen, und in allerley Anfechtung und Ungluͤck uns tooͤſte, und in deiner Wahrheit wider allen Irrthum uns leite, auf daß wir im Glauben feſt beſtehen, in der Lrebe und allen guten Wercken zunehmen, und durch die gewiſſe Hoffnung deiner Gnade, ſo du uns mit deinem Sterben erworben haſt, ewig ſelig werden, der du regiereſt mit dem Vater und dem heiligen Geiſt, in Ewigkeit, Amen. Epiſtel/ in der Ap. Geſch. am 2. b. 1⸗13. hnd als der Tag der Pfingſten erfuͤllet war, waren ſie alle einmuͤthig beyeinander. Und es geſchah ſchnell ein Brauſen vom Himmel, als eines gewalti⸗ gen Windes: Und erfuͤllete das gantze Haus, da ſie ſaſſen. Und man ſahe an ihnen die Zungen zertheilet, als waͤren ſie feurig: Under ſatzte ſich auf einen jegli⸗ chen unter ihnen: Und ſie wurden alle voll des heili⸗ gen Geiſtes: Und ſingen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geiſt ihnen gab auszuſprechen. Eswarenaber Juͤdenzu Jeruſalem wohnend: Die wa⸗ ren gottesfuͤrchtige Maͤnner, aus allerley Volck, das unter dem Himmel iſt. Da nun dieſe Stimme ge⸗ ſchah, kam die Mengezuſammen, und wurden ver⸗ ſtuͤrtzt: Denn es hoͤrete ein jeglicher, daß ſie mit ſeiner Sprache redeten. Sie entfatzten ſich aber alle, ver⸗ wunderten ſich und ſprachen unter einander: Siehe, ſind nicht dieſe alle, die da reden aus Galilaͤa? Wie horen wir denn ein jeglicher ſeine Sprache, darinnen wir 28 Ebangelium am andern Pfingſt⸗Tage. wir gebohren ſind? Parther und Meder, und Elami⸗ ter, und die wir wohnen in Meſopotamia, und in Iu⸗ dag, und Cappadocia, Ponto und Aſia, Pbrygia und Pamphilia, Egypten, und an den Enden der Lybien, bey Eyrenen und Auslaͤnder von Rom, Juͤ⸗ den und Juͤdengenoſſen, Creter und Araber: Wir hoͤren ſie mit unſern Zungen die groſſen Thaten GOt⸗ tes reden. Sie entſatzten ſich aber alle, und wurden irre, und ſprachen einer zu dem andern: Was wil das werden? Die andern aber hattens ihren Spott, und ſprachen: Sie ſind voll ſuͤſſes Weins. GBebet. Hörr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir * von Grund unſers Hertzens, daß du durch den heiligen Geiſt uns zum ewigen Leben wiedergebohren und verſiegelt, auch bisher in allerley Widerwartig⸗ keit getroͤſtet haſt, und bitten dich demuͤthiglich, nimm denſelben um unſerer Sünde willen nicht von uns, ſondernlehre, regiere, troͤſte und ſtaͤrcke uns durch ihn gnaͤdiglich bis an unſer Ende, und gib Gnade, daß wir ihn mit unbußfertigem Weſen nimmermehr betruͤben oder austreiben, ſondern im Glauben und gutem Gewiſſen vor dir leben, zunehmen und wach⸗ ſen, und alſo Glieder und Tempel des heiligen Gei⸗ ſtes hie zeitlich bleiben, und endlich auch ewig ſelig werden, durch IEſum Chriſtum deinen Sohn, Am. Evangel. am andern Pſingſt⸗Tage/ Joh. 3, b. 16⸗2 1. IEſus ſprach zu Nicodemo: Alſo hat GOtt die —r Welt geliebet, daßzer ſeinen eingebohrnen Sohn gab: Auf daß alle, die an ihnglaͤuben, nicht verloh⸗ ren werden, ſondern das ewige Leben haben. Denn GOtt hat ſeinen Sohn nicht geſandt in die Welt, daß er die Welt richte: Sondern daß die Welt durch ihn ſeligwerde. Wer an ihn glaͤubet, der wird nicht ge⸗ richtet: Wer aber nicht glaͤubet/ der iſt ſchon erichter. Vgelaac niei fabet nih ſerrhatu 8 pwyeuge eieel terdere ſoee beralehr gt. lanthgh 1ed ſolle. 7 petrudno Ut) ſſtaufale iana ſes p waren, 1 1 d je horete irc hochyren Amanddac 1 e werden, ſe leich we Namen 6 feuherzi 9 Gru M. d, uhh wuman udäſ. dan ma Fdertenän tundarn toſſensher er alle,w dern:Wen dihren en elns, — — — — — — — 1 1 1 — erleyWdeam demüthigicham Uen nacrtan dſtärcemmeden e, und gh Ghw eldesbelceno lcc aucegſe denen Sch, ge Johatlle lio herond ngehenaeln hen, uihteu enhaben, d tindieth deWetdunin der wintte ſſchosgenbit ſtſchong 3 —,” 5— denn er glaͤubet nicht an den Namen des eingebohr⸗ daß wir Epiſtel am andern Pfingſt Tage. 79 nen Sohnes GOttes. Das iſt aber das Gerichte, daß das Licht in die Welt kommeniſt; und die Men⸗ ſchen liebeten die Finſterniß mehr, denn dasLicht: Deñ ihre Werckewarenboͤſe. Wer Arges thut, der haſ⸗ Und kommt nicht an das Licht, auf daß ſet das Licht: U umt ſeine Wercke nicht geſtrafet werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß ſeine Werckeoffenbar werden Deun ſie ſind in Gott gethan bebet. 5 Err GOtt himmliſcher Vater, der du aus vaͤterlicher liebe gegen uns arme Suͤnder, deinen Sohn uns geſchencket haſt, daß wir an ihn glaͤuben, und durch den Glauben ſollen ſelig wer⸗ den, bitten wir dich, gib deinen heiligen Geiſt in unſere Hertzen, in ſolchem Glauben bis ans Ende verharren, und ſelig werden, durch JEſum Chriſtum unſern lieben HErrn, Amen. Epiſlel/ in der Ap. Geſch. am 10. v. 42 ⸗48. Wer HErr hat uns geboten zu predigen dem Volck: Und zuzeugen, daß er iſt verordnet von GOtt⸗ ein Richter der Lebendigen und der Todten. Von die⸗ ſem zeugen alle Propheten, daß durch ſeinen Namen. alle, die an ihn glaͤuben, Vergebung der Suͤnden em⸗ pfahen ſollen. Da Petrus noch dieſe Worteredete: Fiel der bei⸗ n lige Geiſt auf alle, die dem Worte zuhöreten. die Glaͤubigen aus der Beſchneidung, die mit Petro kommen waren, entſatzten ſich, daß auch auf die Hei⸗ den die Gabe des heiligen Geiſtes ausgego ſen ward⸗ Denn ſie höͤreten, daß ſie mit Zungen redeten, und GOtt hoch preiſeten. Da antwortete Petrus: Mag „auch jemand das Waſſer wehren, daß dieſe nicht ge⸗ „taufet werden, die den heiligen Geiſt empfangen ha⸗ ben, gleich wie auch wir 2 Und befahl ſie zu taufen in dem Namen des HErrn. Gebet... barmhertziger GOtt und Vater! wir dancken dir von Grund unſers Hertzens, daß du nach dei⸗ — d 8, d so Evangelium am dritten Pfingſt⸗Tage. 2 ftiun ner groſſen Barmherhigkeir, uns unwurdigen Sum Fü uͤn 5 dern in deinem Sohn Vergebung der Suͤnden ange, dir mnghin boten und zugeſaget haſt, und bitten dich, erleuchte, unka f. Füben ſtaͤrcke und regiere unſere Hertzen durch deinen heili⸗ boh ig gen Geiſt, daß wir feſtiglich glauben, dein lieberf thyviſh Sohn habe durch ſeinen Tod fur unſere Sünde be⸗ Cies Phunast zahlet, und in ſolchem Glauben bis ans Ende verhar⸗ hapwli ren, auf daß wir an jenem Tage, wenn er wieder ane poſtruſ kommen wird zu richten die Lebendigen und die Tod⸗ letst den hlt ten, nicht zu Schanden werden, ſondern mit ihm und ana ealain allen Auserwaͤhlten eingehen in die ewige Freude und uta ſe zſg Seligkeit, der du mit demſelben deinem Sohn und in uchen; heiligem Geiſt, wahrer GOtt, lebeſt und regiereſt! neuin li in Ewigkeit, Amen. nn Amen. Evangel. amdrieten pfingſt⸗Tage/ Coh. 10 b.1ert* it Eſus ſprach zu den Juͤden: Wahrlich, wahrlich, ich V 2 i ſage euch: Wer nicht zur Thuͤr hinein gehet in den Schaaf⸗Stall, ſondern ſteiget anders wo hinein, der iſt ein Dieb und ein Morder. Der aber zur Thuͤr hinein gehet, der iſt ein Hirte der Schaafe. Dem⸗ ſelbigen thut der Thuͤr⸗Huͤter auf, und die Schaafe hoͤren ſeine Stimme: Under rufet ſeinen Schaafen mit Namen, und führet ſie aus. Und wenn er ſeine Schaafe hat ausgelaſſen, gehet er vor ihnen hin: Und die Schaafe folgen ihm nach, denn ſie kennen ſeine her⸗ d Stimme. Einem Fremden aber folgen ſie nicht nach,— bormalsg ſondern fliehen von ihm Denn ſie kennen der Fremden es heilgen Ge Stimme nicht. Dieſen Spruch ſagete IEſuszu ih⸗ im fylnen, u nen: Sie vernahmen aber nicht, was es war, das er.e ggehorſen. zu ihnen ſagete. Da ſprach JEſus wieder zu ihnen: ☚„lencke Wahrlich, wahrlich, ich ſage euch: Ich bin die Thuͤr zu ſtn ſdaß ſolche den Schaafen: Alle, die vor mir kommen ſind, die Saamen ſind Diebe und Moͤrder geweſen: Aber die Schaafe es ſes hellie haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Thuͤr: So je⸗ t Gaauhen, mand durch mich eingehet, der wird ſelig werden nnd 8& ganunſer wird 45 dg 6 den, dn für unſeegin altasdet Lar, unen bendinund 1, ſöndernmt ndeevge bendenenel g Tneh ann Wghrlchucra rDiehmn ghn.. egetanderswh r. De berug deScaf d duf, uddeche rufet ſinen eten ³. Undwennere erborihnengin denn ſe kman rfolgenſemnte ſekengendergeni cſcgetegue * eJchhindechln norkownaſa 1: Aberdes bindiedhune eoſoredna d märd ein⸗ und ausg Dieb komme t umbringe. volle Gnuͤge H ewigen Leben ſo gnaͤd mnoch fuͤr leſt durch dein ꝗ f r e it, bbetudu k ſunonm Thuͤr zum ewigen Leben, 2 1 5 Epiſtel amdritten Pfingſt⸗Tage. 81 ehen, und Weide finden. Ein tnicht, denn daßr ſtehle, würge und Ich bin kommen, daß ſie das Leben und haben ſollen. Geb e er Vater, wir dancken dir hertzlich, daß riſtum, uns die Thuͤr zum „und uns durch dein Wort ſolcher fuͤhren! und bitten dich, du wol⸗ ligen Geiſt unſere Hertzen und Ohren oͤffnen, die uns ſolche Thuͤr weiſen, hoͤ⸗ aber, die nicht zur rechken Thuͤr damit wir alſo fuͤr und endlich auch die einige treffen, und ſelig Err GOtt himmliſch du durch deinen S iglich geoͤffnet uͤr und ſuͤr zu en hei ller derer Stimme, fuͤr den andern fleiſſig fuͤrſehen und huͤten, a Wege bleiben, und welche iſt Chriſtus, Geſch. am 8.v. 14⸗17. Jeruſalem, daß enommenhat⸗ uf daß wir a en und folgen ingehen, uns üͤr auf dem rechte Amen. el/ in der Ap. die Apoſtel höreten zu Samaria das Wort GOttes ang te: Sandten ſie zu ihnen Petrum und Johannem. Welche, da ſie hinab kamen, beteten ſie üͤber ſie, daß ſie den heiligen Geiſt empfingen. Denn er war noch auf keinen gefallen; fondern waren allein getau⸗ fet in dem Namen Chriſti JEſu. Dalegten ſie die Haͤnde auf ſie, und ſie empfingen den heiligen Geiſt. Geber. O HErr, du ewiger und treuer GOtt! Der du vormals ge Samaria ſchaͤftig wareſt, denen zu den heiligen Geiſt mitzutheilen, als ſie dein Wort annahmen, und ihm mit gantzem Hertzen und Sin⸗ uen gehorſam wurden: Wir bitten dich durch Chri⸗ m, len cke auch unſere Hertzen auf dein Wort, f daß ſolches als werden, Epiſt Da aber ein lebendiger und unvergaͤngli⸗ auf daß wir auch der uns ben halte durch deine Barmhertzigkeit, Am. F e vangelunn am Feſt Trinitatis. Evang am geſt oder Sonnt Trinitatis/ das iſt; e inen der heiligen Oreyeinigkeit/ Joh am 3. b. 1⸗ 15. 98 hhet Es war aber ein Menſch unter den Phariſäͤern, mit 69 ibetwen Namen Nicodemus, ein Oberſter unter den( ieelerlohre 1 rühtber Juͤden; der kam zu IEſu bey der Nacht, und ſprach V zu ihm: Meiſter, wir wiſſen, daß du biſt ein Leh⸗ 1r ben. rer von GOtt kommen; denn niemand kan die Zei⸗ Ct hinmlt chen thun, diedu thuſt, es ſey denn GOtt mit ihm. nts as JEſus antwortete, und ſprach zu ihm: Wahrlich, iud migad wahrlich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand von V viid 1i R nenem gebohren werde, kan er das Reich GOttes n ſch wins nicht ſehen. Nicodemus ſpricht zu ihm: Wie kan 1 E nt ein Menſch gebohren werden, wanner altiſt? Kan hwadut er auch wiederum in ſeiner Mutter Leib gehen, und iunben udi gebohren werden? JEſus antwortete: Wahrlich, a faeülchet wahrlich, ich ſage dir: Es ſey denn, daß jemand ge⸗ n ſihſelhnahe bohren werde aus dem Waſſer und Geiſte, ſo kan er cpiſtl nicht in das Reich GOttes kommen. Was vom V bach eine Fleiſch gebohren wird, das iſt Fleiſch: Und was vom 8 Weisheit Geiſt gebohren wird, das iſt Geiſt. Laß dichs nicht ggrefch ſid wundern, daß ich dir geſaget habe: Ihr muͤſſet von Wege! neuem gebohren werden. Der Wind hlaͤſet wo er wil, it Oder, und du hoͤreſt ſein Sauſen wohl: Aber du weiſſeſt werhatin nicht, von wannen er kommt, und wohin er faͤhret. ſder dergol Alſo iſt ein jeglicher, der aus dem Geiſt gebohren iſt. ² nüͤn, ſid Nicodemus antwortete und ſprach zu ihm: Wie Nneu. mag ſolches zugehen? JEſus antwortete, und ſprach zuihm: Biſt du ein Meiſter in Iſrael, und weiſſeſt ſeuir dasnicht? Wahrlich, wahrlich, ich ſage dir: Wir 8 itaht reden, das wir wiſſen, und zeugen, das wir geſehen ha⸗ heſhlihene ben; und ihr nehmet unſer Zeugniß nicht an. Glaͤu⸗- ⸗Cticen bet ihr nicht, wenn ich euch von irdiſchen Dingen ligeda ſage: Wie wuͤrdet ihr glaͤuben, wenn ich euchvon=iindert, bimmliſchen Dingen ſagen wuͤrde? Und niemand uugau faͤhret gen Himmel, denn der vom Himmel hernie⸗ k penwidch er Cbaigel. a ger am r. Sonn unt. nach Trinitatis. lam! beiligen Geiſ gen Geiſte duß wir im Kiereuchten Fregieren und uͤhren, an Wnlne taͤglich zun iß deines goͤttliche fäbren, aih ſah Giauten his ane Eehenere auchhin en Weſenzum ſſ an. kn Amen. verharren, und Guſenen d h. angelium elna bral en ſe⸗ z. Sonntage nach. 3 nen n ſowir Ws war ein Huginnwand e Trinitatis, in fäſn Purpur und er Mann: Der 1 wet zuchnie alle Tage herrlich koſtlichem Leinw leidete ſich mit t fünde Ahardane lndn eden evertga Haten Thuͤr voller Sch n Lazarus: D var aber ei 2 tigen von d hwaͤren. Und er lag vor ſei n Aiteac girdeii fielen; lden rd ſamen, die begehrete ſich iner Bus an 4„ladeg ed v oi zu ſaͤ wrdes kendade ne de kauue die Hunde pun den Reichen uſi ne 3 un und ward getra egab ſich aber, d dleckten mſeime liets huthe Ber eiecheteneen behne raben. Alse heaber ſtarb brahams 1 ſgen war, huber ſ er nun in der Hoͤll auch, und wardbe⸗ in de Pidad ferne, und? eine Augen auf e und in der QAu e. e heni Vater Ab azarum in ſeine„und ſahe Abrah aal Gis del raham mSchooß, ri ham von—tinG zarum, daß erbarme dich mei ‚rief und ſprach: nes bl— ſer tauche er das aͤuſſerſt dmein, und ſe: Uegs üllgber 9; und kuͤhl eſeines Fi nde La⸗ de 8 in dieſer Flamme emeine Zunge; ingers ins Waſe aged cke, Soh amme. Abra ge; denn ich leid Baſe„ ſtmt n, daß du dei ham aber ſpr ide Pein- nem Leben, u ein Gutes prach: G den ſed nd La empfan zeden⸗ u find gen; nun aber 6 zarus dagegen gen haſt in dei⸗ I r ſe niget. Undi wirder getroͤſt hat Boͤſes empfan⸗ te ſeiſn Rieezeasnetee ſie areathder, innen hinab fahren: et: Daß di und euch Wida nicht von dann renzu euch, koͤnne ie da wolten von in ignn. nchk oneneh uns behuber fah nicht, und auch a Sug meinet Aunäͤherüber fahren. a 1.Aam einen uhe edich,, Batrrchadwihe arach ſan Eeoenn reareraſienee n rt der Auaal. ie nicht auch k 13 kha al. Ab om⸗ te da raham ſprach zu ele ihm: i ſüdm, du — Derledaſ ranua, und k. Eöuda Drrlagzen tegeöree ſc udes Racen. ——* Epiſtel am 1. Sonnt. nach Trinitatis. 35 um: Sie haben Moſen und die Propheten; laß ſie n dieſelbigen höͤren. Er aber ſprach: Nein, Vater A⸗ braham; ſondern wenn einer von den Todtenzu ih⸗ nen ginge, ſo wuͤrden ſie Buſſe thun. Er ſprach zu n ihm: Hoͤren ſie Moſen und die Propheten nicht, ſo werden ſie auch nicht glaͤuben,ob jemand von den Tod⸗ ten auferſtuͤnde. Gebet. K Eer GOtthimmliſcher Vater, wir bitten dich, du wolleſt un⸗ 9 ſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt alſo fuͤhren und re⸗ gieren, daß wir dein liebes Wort, nicht wie der reiche Mann, ohne Frucht hoͤren, und mit dem zeitlichen Guth nicht alſo umgehen, daß wir des Ewigen darbey vergeſſen, ſondern armen Leuten gern und mildiglich nach unſerm Vermoͤgen heifen, und mit Hofart und e and cketa Ueberfluß uns nicht verfuͤndigen, auch, wo wir mit dem Creutz und daßderAuwer ngeln in Ahae Jauch, undnen e und inderad O leibet in GOtt, und GOtt inihm. Daran iſt dſcheälbrazar pooß rjefundſe Ungluͤck bedraͤnget werden, nicht verzagen, ſondern alle Hoffnung an deiner ewigen Huͤlfe und Gaade haben, und in Gedult alles d⸗ berwinden, und ewig ſeligwerden, Amen. b Epiſtel/ 1 Joh. am 4. b. 16,21. Gdttiſt die Liebe: Und wer in der Liebe bleibet, der die Liebe völlig bey uns, auf daß wir eine Freudigkeit wein,udi haben am Tage des Gerichts: Denn, gleich wieer iſt, öigezmc dd ſind auch wir in dieſer Welt. Furcht iſt nicht in dennichedegts der Liebe, ſondern die vollige Liebe treibet die Furcht er rach Gnus: Denn die Furcht hat Pein. Wer ſich aber pfangenzaun Trchtet, der iſt nicht völlig in der Liebe. Laſſet uns ihn dat Vöbezew eben, denn er hat uns erſt geliebet. So jemand undduwirſtgn criccht, ich liebe GOtt, und haſſet ſeinen Bruder, der ſchen uuwh ein Luͤgner. Denn wer ſeinen Bruder nicht liebet, die da woltet a ier ſiehet: Wie kan er GOtt lieben, den er nicht ſie⸗ 2 Und diß Gebot haben wir von ihm: Daß wer Gebet.. barmhertziger GOtt und Vater! du haſt ja 3 Itt liebet, daß der auch ſeinen Bruder liebe⸗ . ſenicktugtw deine Liebe gegen uns herrlich gepreiſet und be⸗ trahan geezu n, indem, daß du deinen Sohn fuͤr uns eben da⸗ tI ⸗, da wir noch dehn Feinde waren, in den Tod 3 gegehen —— nidun B T llchesene Epiſtelam 2. Sonnt. nach Trinitatis. 87 d lte che mana ſage euch aber, daß der Maͤnner keiner, die geladen tderkdge ſind, mein Abendmahl ſchmecken wird. egein nsge Sebet. danzuſegn, Heörr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir, daß du uns zu urchdemaze 2 deiner Mahlzeit, dem ewigen Leben durch dein liebes Wort hr in Glade haſt laſſen laden, und vitten dich, du wolleſt durch deinen heiligen daue de e Geiſt unſere Hertzen erwecken, daß wir dein Wort nicht vergeblich dudt nhen höͤr en, ſondern uns zu ſolcher Mahlzeit recht ſchicken, und das tzudirguin, Zeitliche nicht daran hindern laſſen, Amen, Amen. uChrſtim Ppiſtel, 1 Joh. 3.9. 13 8 ennulst a Merwundert euchnicht, meine Brüder, ob euch die ſenach Crunn Welt haſſet. Wir wiſſen, daß wir aus dem To 94. e in das Leben kommen ſind: Denn wir lieben die Bruͤ⸗ ctetugrsn der. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Mjud ſene Tode. Wer ſeinen Bruder haſſet, der iſt ein Tod⸗ ſchläger: Und ihr wiſſet, daß ein Todſchlaͤger nicht dimin hat das ewige Leben bey ihmbleibend. Daran haben ndeichummt wir erkannt die Liebe, daß er ſein Leben füͤr uns ge⸗ jw: gltke laſſen hat: Und wir ſollen auch das Leben fuͤr die m: Ihſſten Bruͤder laſſen. Wenn aber jemand dieſer Welt Gü⸗ ter hat, und ſiehet ſeinen Bruder darben, und ſchleuſſt ſein Hertz vor ihm zu; Wie bleibet die Liebe GOtte bey ihm? Meine Kindlein, laſſet uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge: Sondern mit der That, und mut der Wahrheit. Geber· ndſaduzinmn Aumachtiger, ewiger GOtt und Vater /wir dancken G*l dir von Hertzen, daß du uns durch deinen Sohn .wüünw aus dem Tod in das Leben haſt kommen laſſen, und zud bitten dich demuthiglich„erwecke in uns durch deinen den, eigte heiligen Geiſt wahre inbruͤnſtige Liebe, auf daß wir dert dir in allen Geboten geborſam ſeyn, und unſerm Naͤchſten um deinet willen mit der That und mit der ſ Wahrheit gern Liebe und Dienſt beweiſen, auchaller⸗ t Ge⸗ — — e— 88 Evangel. am 3. Sonnt nach Trinitatis. bleibend haben, bis wir endlich durch deinen Sohn, JIEſum Chriſtum hernach ewig ſelig werden, Amen. Evangel. am Ill. Sonnt. nach Trinitatis/ Luc. am 15. v. I⸗10. s naheten aber zu JEſu allerley Zoͤllner und ³ Suͤnder, daß ſie ihn hoͤreten. Und die Phari⸗ ſaͤer und Schriftgelehrten murreten, und ſprachen: Dieſer nimmt die Sunder an, und iſſet mit ihnen. Er aber ſaget zu ihnen diß Gleichniß, und ſprach: Welcher Menſch iſt unter euch, der hundert Schagfe hat, und ſo er der eins verleuret; der nicht laſſe die neun und neunzig in der Wuͤſten, und hingehe nach( dem verlohrnen, bis daß ers ſinde? Und wenn ers funden hat, ſo leget ers auf ſeine Achſeln mit Freu⸗ den. Und wenn er heim kommt, rufet er ſeinen Freun⸗ den und Nachbarn, und ſpricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaaf funden, das verlohren war. Ich ſage euch: Alſo wird auch Freu⸗ de im Himmel ſeyn, uber einen Sunder, der Buſſe dlegen thut, bor neun und neunzig Gerechten, die der Buſſe m cojer nicht beduͤrfen fus Sorge Oder, welch Weibiſt, die zehen Groſchen hat, ſo di pen u V ſie der einen verleuret: Die nicht ein Licht anzünde, ſes ales u und kehre das Haus, und ſuche mit Fleiß, bis daß ſie undreg ihn finde? Und wenn ſie ihn funden hat, rufet ſie ih⸗ e deine ren Freundinnen und Nachbarinnen, und ſpricht: ii henath Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groſchen i alc funden, den ich verlohren hatte. Alſo auch, ſage ich feunſer euch, wud Freude ſeyn vor den Engeln GOttes über oiß ſarin einen Suͤnder, der Buſſe thut. ut ſich bis Gebet.. 16„Aret Herr GOtt himmliſcher Vater, wir ſind leider! wie die Schaafe gelu 2) in der Irre, und haben uns durch den Satan, und unſer ſuͤnd⸗ 4 haftes Fleiſch vom rechten Wegelaſſen abfuͤhren. Wir bitten dich aber, ſey gnaͤdig, und vergib alle unſere Suͤnde, um deines Sohns 6 m ſeyd Ehriſti willen, und erwecke unſere Hertzen durch deinen helaf Auyher M7 ——— rcdn urc eaah dig weie,d chinta 10, lerley din en. Und d ten,und ſt und iſet e dn, un erhunder t; denttt 1, undhn de? Undwan dAchſeum iſetereneng twwihnen: p. Schraffme llſo wirdauch Sünder, de cten, deden en Groſcede ͤt einichane dtleiß bide Alſoauch ſint ngeln Gottäit dledder! wie ue Satan unduſ, hſhren. Vritach undeitöEthe den belge denduchdem d ünde E Evangel. am 4. Sonnt. nach Trinitatis. 99 Geiſt, daß wir an deinem Wort feſt halten, und im Schaaf⸗Stall deiner Chriſtlichen Kirchen, in rechter Buſſe und wahrem Glauben bis ans Ende verharren, und ſelig werden, Amen. Epiſtel/ 1 Petr. 5. v. 6⸗11. Dodemüthiget euch nun unter die gewaltige Hand GLttes, daß er euch erhoͤhe zu ſeiner Zeit. Al⸗ le eure Sorge werfet auf ihn, denner ſorget für euch. Seydnuͤchtern und wachet: Denn euer Widerſacher, der Teufel, gehet umher wie ein bruͤllender Lowe, und ſuchet, welchen er verſchlinge. Dem widerſtehet feſte im Glauben: Und wiſſet, daß eben dieſelbigen Leiden üͤber eure Bruder in der Welt ergehen. Der GOtt aber aller Gnade, der uns berufen hat zu ſei⸗ ner ewigen Herrlichkeit in Chriſto JEſu: Derſelbi⸗ ge wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollberei⸗ ten, ſtarcken, kraͤftigen, gruͤnden. Demſelbigen ſey Ehre und Macht von Erwiabelt zu Ewigkeit, Amen. L et. O HErr GOtthimmliſcher Vater, wir bekennen und klagen dir von Hertzen, daß wir leider! bis⸗ her mit Hofart, Unglauben, übrigem Freſſen, Sau⸗ fen und Sorgen der Nahrung uns vielmehr verſuͤn⸗ diget haben, und bitten dich demuthiglich, vergib uns ſolches alles um IEſu Chriſti deines lieben Sohns willen, und regiere, kraͤftige und gruͤnde unſere Her⸗ tzen durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir in Chriſt⸗ licher Demuth, im Glauben, Gedult undnuͤchterm Leben taͤglich zunehmen und wachſen, auch durch dei⸗ ne Huͤlfe unſerm Widerſacher, dem Teufel, im Glau⸗ ben Widerſtand thun können, und alſo unbeſleckt und unſtraͤflich bis ans Ende erfunden, und ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am IV. Sonntage nach Trinitatis/ 3— Luc. am 6. v. 36⸗42. SSarum ſeyd barmhertzig, wie auch euer Vater harmhertzig iſt. Rihter nicht, ſo werdet ihr 8 aud 4 ——— 90 Evangel. am 4. Sonnt. nach Trinitatis. auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, ſo werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, ſo wird euch vergeben. Gebet, ſo wird euch gegeben. Ein voll, gedruͤckt, geruͤttelt und uͤberfluͤſg Maaß wirdman in euren Schooß geben: Denn eben mit dem Maaß⸗ da ihr mit meſſet, wird man euch wieder meſſen. Und er ſagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blünder einem Blinden den Wegweiſen? Werden ſie nicht veyde in die Grube fallen? Der Junger iſt nicht uͤber ſeinen Meiſter: Wenn der Juͤnger iſt wie ſein Meiſter, ſo iſt er vollkommen. Was ſieheſt du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balcken in deinem Auge wirſt du nicht gewahr? Oder wie kanſt du ſagen zu deinem Bruder: Halt ſtille, Bruder, ich wil den Splitter aus deinem Auge ziehen: Und du ſieheſt ſelbſt nicht den Balcken in dei⸗ nem Auge? Du Heuchler, zeuchzuvor den Balcken aus deinem Auge: Und beſiehe denn, daß du den Splitter aus deines Brnders Auge zieheſt. ebet. F Err GOtt himmliſcher Vater, der du barmhertzig biſt, und 9 uns durch Chriſtum zuſageſt, du wolleſt nicht richten noch ver⸗ dammen, ſondern gnaͤdiglich alle Suͤnden vergeben, und was wir beduͤrfen, reichlich geben. Wi bitten dich, mache ſolches Ver⸗ trauen auf deine Barmheitzigkeit, durch deinen heiligen Geiſt, in unſern Hertzen gewiß und feſt, und lehre uns dergleichen gegen unſern Naͤchſten auch thun, daß wir niemand richten noch verdam⸗ men, jedermann gern vergeben, und geben, und aber uns ſelbſt richten, und in deiner Furcht ſelig leben, Amen. Epiſtel/ an die Roͤmer am 8. b. 18⸗23. Wenn ich halte es dafuͤr, daß dieſer Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth ſey, die an uns ſol of⸗ fenbaret werden. Denn das aͤngſtliche Harren der Creatur wartet auf die Offenbarung der Kinder GOttes. Sintemal die Creatur unterworfen iſt der Eitelkeit, ohn ihren Willen: Sondern um deß Willen, der ſie unterworfen hat/ auf Hoffnung. Deui oh mde ſdeeg ? Der ään der Jünge . Vüi ſ ruders A ſt dunitoe em Vruder er ausöenaae den Valcav hzuvorden daw deun, Rödn kuge zehe du hunena i u ſler chaten he nvergeben vtese ſch, müeſce 3e euen halnngch n k uns danlte gh und chranedm⸗ ber, Indcdemitt men. 8.,˙9 ſeſergetkedade ,deanunzllc gſlice heren er atung de Knder p vrtervofen — 42 2— Evangel. am5. Sonnt. nach Trinitatis. 91 auch die Creatur frey werden wird von dem Dienſte des vergaͤnglichen Weſens, zu der herrlichen Frey⸗ heit der Kinder GOttes. Denn wir wiſſen, daß alle Creatur ſehnet ſich mit uns, und angſtet ſich noch im⸗ merdar. Nicht allein aber ſie, ſondern auch wir ſelbſt, die wir haben des Geiſtes Erſtlinge, ſehnen uns auch bey uns ſelbſt nach der Kindſchaft, und warten auf unſers Leibes Erloͤſung. Gebet. Hörr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du, nach deiner unausſprech⸗ lichen Guͤte und Barmhertzigkeit, durch den Tod dei⸗ nes eingebohrnen Sohns, unſers HEren JESu Chriſti, uns zu Kindern und Erben des ewigen Le⸗ bens angenommen haſt, undbitten dich, troͤſte, ſtaͤr⸗ cke und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir durch derſelbigen Hoffnung der kuͤnftigen e⸗ igen Herrlichkeit, alles dieſer Zeit Leiden uͤberwin⸗ den, und in rechtem wahren Glauben unſers Leibes Erloͤſung erwarten, durch denſelben deinen Sohn JIEſum Chriſtum unſern HErrn, Amen. Evangelium am V. Sonntage nach Trinitatis/ Luc. am 5. v. 1⸗11. Ess begab ſich aber, daß ſich das Volck zu JESul drang, zu hoͤren das Wort GOttes; und er ſtund am See Genezareth, und ſahe zwey Schiffe am See ſtehen; die Fiſcher aber waren ausgetreten, und wu⸗ ſchen ihre Netze: Trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war; und bat ihn, daß ers ein wenig vom Lande fuͤhrete. Und er ſatzte ſich und lehrete das Volck aus dem Schiff. Undals er hatte aufgehoͤret zu reden, ſprach er zu Simon: Fahre auf die Hoͤhe, und werfet euer Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete, und ſprachzu ihm: Meiſter, Sondenundeß vir haben die gantze Nacht gearbeitet, und nichts ge⸗ im 3 uidefimgd fangen; — — ꝑꝑ-˖— 5. Sonnt. nach Trinitatis. 92 Expiſtel am fangen; aber auf dein Wort wil ich das Netz aus⸗ V werſen. Und da ſie das thaͤten, beſchloſſen ſie eine groſſe Menge Fiſche, und ihr Netz zerriß. Und ſie wincketen ihren Geſellen, die im andern Schiffe wa⸗ ren: Daß ſie kämen, undhuͤlfen ihnenziehen. Und ſie kamen, und fülleten beyde Schiffe voll, alſo, daß ſie ſuncken. Da das Simon Petrus ſahe, fiel er JEſu zu den Knien, und ſprach; Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein ſündiger Menſch. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen, und alle, die mit ihm waren, ubber dieſem Fiſchzuge, den ſie mit einander gethan hatten; deſſelbigen gleichen auch Jacobum und Jo⸗ bannem, die Sohne Zebedaͤt, Simonis Geſellen. Und IEſus ſprachzu Simon: Fuͤrchte dich nicht; denn von nun an wirſt du Menſchen fahen. Und ſie fuͤh⸗ reten die Schiffe zu Lande, und verlieſſen alles, und folgeten ihm nach. Gebet. O IEſu Chriſte, du Sohn des lebendigen GOttes, der du uns dein liebes Wort gegeben, und mit allerley leiblichen Se⸗ gen begnadet haſt, wir erkennen und bekennen, daß wir zu ſolchem allen unwuͤrdig, und wol argers verdienet haͤtten, und bitten aber dich, du wolleſt uns, wie Petro, unſere Suͤnde vergeben, und Glück und Heyl zu unſerm Beruf geben, auf daß wir durch dich zeitlich und ewiglich erhalten und beſchuͤtzet, dich in Ewigkeit lo⸗ ben und preiſen, Amen. Epiſtel/ 1 Petr. 3. v. 8⸗15. Wndlich aber ſeyd alleſamt gleich geſinnet, mitlei⸗ dig,bruͤderlich, barmbertzig, freundlich. Ver⸗ geltet nicht Boͤſes mit Boͤſem, oder Scheltwortmit Scheltwort: Sondern dagegen ſegnet, und wiſſet, daß ihr dazu berufen ſeyd, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben wil⸗ und gute Tage ſehen: Der ſchwei⸗ ge ſeine Zunge, daß ſie nichts Boͤſes rede; und ſeine Lippen, daß ſie nicht truͤgen. Er wende ſich vom Boſen, und thue Guts: Er ſuche Friede, und jage ihm nach. Denn die Augen des HErrn ſehen auf. . e arubet⸗ diſtune 18 ſwit Vo dn ſellebe, a eranck a ch nagier aiim — ſla dn Schrift e ür hinfor a blich, ba 2 Böſe mit 2 lichdar — 4 aiin das 5 Ndaßzud wer abe 8 Jghal 18 Prnet, d a lem Vrd din; w e geuer dema e hein Be 8 ſem Al * yne de Gm, und Ama c d Ngg aſtlſeie zerriß, Ua ndern Ech engzehen Uai oll, alo,d ahe falen hebvonna un es war i ie mitihmder teinander Jacohumu nis Geſelen dich nct n en. Undſtſ rlieſſn ales, —— en GOttes dede alletey lablihad ten, daj wiruit⸗ zdtten, und bätn Siinde bernde auf daß wrden. t dich in bnhe 84115. hgeſtanet,wih freurdich. d er Schtnotne donet, uduſ den Segenteate eſehen Daſbu ſesrede; uin Er wende ſch — —— e Friede„nn 5 Ermn ſche ſes thun. dem Guten na der Gerech tet euch aber! nicht. Heiliget a Hertzen. O SEvangel. am 6. Sonnt. na die Gerechten, und Angeſicht aber des H Und wer iſt, ☚ Schriftgelehr nicht in das Hi hoͤret, daß zu den ten; wer aber to ſeyn. Ich aber der zuͤrnet, der zu ſeinem Bruder ſaget: Racha, — ch Trinitatis. 9— tigkeit willen, vor ihrem Trotzennicht, ber G tt den HErrn in euren e Barmhertziger, ewige und iſt uns hertzlichleid, Boͤſes mit Boͤſem ve derliche Liebe, Fried gen aber Zanck und Zorn ten dich, regiere uns daß wir hinſort alleſ bruͤderlich, alles Boͤſe wir endlich daraus er Exvangelium am Matth. am 5. E&s ſey denn eure Gerechtigkeit beſſer, denn der ten und Phariſaͤer, ſo werdet ihr lreich kommen. Ihr habt ge⸗ Alten geſagt iſt: Du ſolt nicht toͤd⸗ dtet, der ſol des Gerichts ſchuldig ſage euch: Wer mit ſeinem Bru⸗ iſt des Gerichts ſchuldig; wer aber der iſt des Raths rgolten, und da und Einigkeit gehindert, hinge⸗ verurſachet haben, und bit⸗ ch deinen heiligen Geiſt, auf amt gleich geſinnet, mitleidig, zig, und freundlich ſind, auch mit Gedult tragen unduͤberwinden, bis loͤſet und ewig ſeligwerden, A. VI. Sonntage nach Trinitatis/ v. 20⸗ 26. dur barmher mme ſeine Ohren auf ihr Gebet: Das Errn ſiehet auf die, die da Bö⸗ der euch ſchaden koͤnte: So ihr chkommet? Undob ihr auch leidet um ſo ſeyd ihr doch ſelig. Fuͤrch⸗ ſchuldig; wer aber ſagt; Du Narr, liſchen Feuers ſchuldig. be auf dem Altar opferſt; und wir daß dein Bruder etwas wider dich habe vor dem Altar deine Gabe, veerſſoͤhne dich mit deine komm, undopfere deine Gabe. m Bruder; und Sey wilfaͤrtig deis und erſchrecket et. ewiger GOtt! wir bekennen ja, daß wir bisher oftmals durch die bruͤ⸗ der iſt des hoͤl⸗ Darum wenn du deine Ga⸗ ſt allda eindencken, Solaß allda und gehe zuvor hin, und alsdenn Rer 8 —;————— nem Widerſacher bald, dieweil du noch bey ihm auf dem Wege biſt: Auf daß dich der Widerſacher nicht dermaleins uͤberantworte dem Richter, und der Rich⸗ ter uͤberantworte dich dem Diener, und werdeſt in den Kercker geworfen. Ich ſage dir wahrlich: Du wirſt nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Heller bezahleſt. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, wir bekennen, daß wir leider ar⸗ me elende Suͤnder ſind, da gar nichts guts an iſt, denn unſer Hertz Fleiſch und Blut iſt durch die Suͤnde dermaſſen vergiftet, daß wir boͤſer kuͤſten nimmer koͤnnen leer ſeyn. Darum, lieber Va⸗ ter, bitten wir dich, vergib ſolche Suͤnde, und regiere unſere Her⸗ tzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir zu deinem Wort Luſt und Liebe haben, und uns darnach halten, und durch Chriſtum in dei⸗ ner Gnade ewig bleiben moͤgen, Amen. Epiſtel/ an die Roͤm. am 6. v. 3⸗11. Wiſſet ihr nicht, daß alle, die wir in JEſum Chriſt getaufet ſind, die ſind in ſeinen Tod getauft? So ſind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod: Auf daß, gleich wie Chriſtus iſt auferwecket von den Todten, durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo ſollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber ſamt ihm gepflantzet werdenzu gleichem Tode, ſo werden wir auch der Auferſtehung gleich ſeyn: Dieweil wir wiſſen, daß unſer alter Menſch ſamt ihm gecreutziget iſt, auf daß der ſuͤndliche Leib aufhore, daß wir hinfort der Suͤnde nicht dienen⸗ Denn wer geſtorben iſt, der iſt gerechtfertiget von der Suͤnde. Sind wir aber mit Chriſto geſtorben: So glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden; und wiſſen, daß Chriſtus, von den Todten erwecket, hinfort nicht ſtirbet; der Tod wird hinfort uͤber ihn nicht herrſchen. Denn, daßer geſtorbeniſt, das iſt er der Suͤnde geſtorben, zu einem mal: Daser aber lebet, das lebet er GOtte. Alſo auch ihr, haltet euch dafuͤr, daß ihr der Suͤnde geſtorben ſeyd, und lebet Gotte in Chriſto IEſu, unſerm HErrn. Ge⸗ u Prſtewe V 1 Güman e Zeit, iatsueſ es ſrach wih da jehaben u Rle uichtszue „an ein lieſſeg (cten. D Aunger, brod hie u a er fragte r hen. Sie kKiuf die Er 1e. dundda — 8. pern, daß ie2 ſem Volck us edancket S ſenaber 8 drin * Khheͤhan Vde S tem Umaͤchtiger, barmhertziger GOtt und Vater! 4 2 wir dancken dir von Hertzen, daß du in der heili⸗ uingen Tauſe um deines lieben Sohns JEſu Chriſttwil⸗ nen, len uns alle Sunde vergeben, Gerechtigkeit, heili⸗ hnngen Geiſt und ewiges Leben geſchencket haſt. Und bitten dich, duwolleſtuns durchdenſelben deinen hei⸗ an aün ligen Geiſt gnaͤdiglich un dian deine vaterliche Gnade an uns nicht laſſen verlohren gutzanſg Wm— G unten ſeyn, ſondern wie wir in der Taufe haben zugeſagt, — —= —— ducchgiri ent dunhenian durch den Tod von der Suͤnde gar gerechtfertig und in Chriſto ewig ſelig werden, Amen, .3en. ingeeſunch Evangelium an VII. Sonntage nach Trinitatis/ ſm iel Volcks dawar, und hatten urcdee Du der Zeit, da vie war, usiſtauſeret nichts zu eſen; rief IEſus ſeine Juͤnger zu ſich, ſeerdeegen und ſprach zu ihnen: Mich jammert des Volcks⸗ rleben neia denn ſie haben nun drey Tage bey mir verharret, und ederzugktn haben nichts zu eſſen; und wenn feſichunget Wir er ltr aat ſchmachten. Dennetliche warenvon ſerne kommen. er ſitdlchce Seine Juͤnger antworteten ihm: Woher e de iict dem wir⸗ Brod hie in der Wüſten, daß wir ſie ſäͤttigen? kfertttone Und er fragte ſie: Wie viel habet ihr Brod? Sie ogeſioreE. ſprachen: Sieben. Und er gebot dem Volck, daß ſie Kleben verde ſich auf die Erde lagerten. Und er nahm die ſieben dtenert Brod, und danckete, und brach ſie; und gab ſie ſeinen ditlortben vorlegeten: Und ſie leg⸗ rͤenit, Wi ten dem Volck vor. Undhatten ein wenig Fiſchlein: l Deeüe Under danckete, und hieß dieſelbige üeaktuc Sie aſſen aber, und wurden ſatt: U ad, andlebe gen Brocken auf, ſieben Körbe. Und ihrer waren m. u bey ben, in Chriſtv JEſu, unſerm HErrn. ———— 96 Epiſtel am 7. Sonnt. nach Trinitatis. V bey vier tauſend, die da geſſen hatten: Und er lie ſie von ſich. Gebet. ln in Her GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen Sohn, in 6* d henbe gerechnet, nur mit ſieben Broden und wenig Fiſchen reichlich ge⸗ ew peiſet haft. Wir bitten dich, ſey mit deinem Segen auch gnaͤdig k* der Wuͤſten, vier kauſend Mann, Weib und Kind nicht mit⸗ bey uns, hehuͤte uns fuͤr dem Geitz und Sorgen der Nahrung„ daß wir dein Reich und deine Gerechtigkeit am erſten ſuchen, und deine alc ng and. — ager e me * zein ete gtet,un — —y liumac Mat Cas euchbor, 2 ☛ milde vaterliche Guͤte in allem, daß wir zu Leib und Seel bedüt⸗ K. daaſs l ſen, gaͤdiglich ſpuͤren, durch IEſum Chriſtum, unſern HErrn,Amen. 1bc— ſeereiſſen Epiſtel/ an die Roͤm. am. v. 19⸗23. ir a kennen. S muß menſchlich davon reden, um der Schwach⸗ d— pren dde heit willen eures Fleiſches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zu Dienſte der Unreinigkeit, und von einer Ungerechtigkeit zu der andern: Alſo begebet nun auch eure Glieder zu Dienſte der Gerech⸗ tigkeit, daß ſie heilig werden. Denn da ihr der Suͤn⸗ den Knechte waret, da waret ihr frey von der Ge⸗ rechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit fuͤr Ende derſelbigen iſt der Tod. Nun ihr aber ſeyd von der Sünde frey, und GOttes Knechte worden: Habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet; das En⸗ de aber das ewige Leben. Denn der Tod iſt der Suͤn⸗⸗ V Frucht? Welcher ihr euch jetzt ſchaͤmet: Denn das 6 * den Sold: Aber die Gabe GOttes iſt das ewige Le⸗ Gebee. ja in der Taufe Dienſt und Gehorſamzugeſagt, aber leider! bisher untreulich geleiſtet, und damit deinen Zorn, ewigen Tod und Verdammniß wohl— ℳ verdienet. Wir bitten dich aber, du wolleſt um JE⸗ ſu Chriſti willen uns gnaͤdig ſeyn, alle Suͤnde und Miſſethat vergeben, und durch deinen heiligen Geiſt V regieren, auf daß wir hinfort unsbeſſern, und unſe⸗ re Glieder zum Dienſt demer Gerechtigkeit begeben, auch+ enaes chergater ents ſer Baum Ba kannicht les um kannic he zaum der 1 hunduns e emſollt hrf a ſawirſage ress ſunmen: Dan bim Himn 1t Tage: H, ren geweiſa e gewe deufel 3en Namend ian beiengen: O HErr GOtt himmliſcher Vater, wir haben dir V mn ſtalevonr 1 4ℳ GStt him .I du ueszo Ken p. Pi bt ep, un ſe mne hrede e pi und Vn dandern 8 als ſtom 452di vule —— 98 Evang. am 9. Sonnt. nach Trinitatis. wehren, und deine arme Chriſtenheit gnaͤdig fuͤr ihnen behuͤlen durch Chriſtum JEſum deinen Sohn, unſein HErrn, Amen. Epiſtel, an die Roͤm. am 8. v. 12⸗17. dem Fleiſche, daß wir nach dem Fleiſche leben. Denn wo ihr nach dem Fleiſche lebet, ſo werdet ihr 4 ſterben muͤſſen: Wo ihr aber durch den Geiſt des Flei⸗ ſches Geſchäͤfte toͤdret, ſo werdet ihr leben. Denn haſter welche der Geiſt GOttes treibet, die ſind GOttes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtlichen Geiſt empfangen, daß ihr euch abermal fuͤrchten muͤſtet: Sondern ihr habt einen kindlichen Geiſt empfangen, durch welchen wir rufen, Abba, lieber Vater. Der⸗ ſelbige Geiſt gibt Zeugniß unſerm Geiſte, daß wir Gottes Kinder ſind. Sind wir denn Kinder, ſo ſind wir auch Erben, nemlich, GOttes Erben, und Mit⸗ Erben Chriſti: So wir anders mit leiden,auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, wir erkennen ja, daß wir um deiner vielfaltigen an uns gewandten Gutthaten willen dir zu dienen ſchuldig ſind. Nun An anrac o r; der Go ſind wir nun, lieben Bruͤder, Schuldener:Nicht di Richten bon de hutſom it met Mae nhen. neger und teſelnn kechte haitte undie di Kesn des wir aber je in ſolchem Dienſt oftmals laͤſſig und faul erfunden werden, bitten wir dich von Hertzen, du wolleſt um JEſu Chriſti deines Sohns und unſers Heylands willen uns alle unſere Sunde und Schuld ſietuna⸗ vergeben, und durch deinen heiligen Geiſt ſtärcken und regieren, auf daß wir des Fleiſches Geſchaͤfte toͤdten, im Glauben und allen andern guten Wercken täglich zunehmen, und alſo hie zeitlich deine Kinder, ſazelch ich: rete 8 em V 2e ide S deillteg ſt,w tengera mie und hernach in jenem Leben Mit⸗Erben Chriſti, und 85 1 9. mſt insh in En tungagz ſert, kpiſ D feri .ct peiſſt ha 4 ewig ſelig werden, der du mit demſelben deinem Sohn und heiligen Geiſt ein einiger, ewiger GOtt biſt, und lebeſt immer und ewiglich, Amen. Evangelium am IX. Sonntage nach Trinitatis/ Luc, am 16. b, 1⸗9.— dit.— A Evang. am 9. Sonnt. nach Trinitatis. 99 em a. rs war ein reicher Mann, der hatte einen Haus⸗ dum. Ses halter; der ward vor ihm beruͤchtiget, als haͤtte Scudnt er ihm ſeine Guͤter umbracht. Und er forderte ihn, enaſte’ und ſprach zu ihm: Wie hore ich das von dir? Thue de, pude Rechnung von deinem Haushalten; denn du kanſt dGeſäe pinſort nicht mehr Haushalter ſeyn. Der Haus⸗ dra d halter ſprachbey ſich ſelbſt: Was ſol ichthun? Mein „deſnge Herr nimmt das Amt von mir; graben magich nicht, dretätat ſo ſchaͤme ich mich zu betteln, ich weis wol was ich dat thun wil, wenn ich nun von dem Amt geſetzet werde, Geſſtemfſe daß ſie mich in ihre Haͤuſer nehmen. Under rief zu ter Vtt. J ſich alle Schuldner ſeines Herrn, und ſprach zu dem Geſſe,w. erſten: Wie viel biſt du meinem Herrn ſchuldig? Er enn ande, ſprach: Hundert Tonnen Oels. Und er ſprach zu Gthe ut ihm: Nimm deinen Brief, ſetze dich, und ſchreibe ſlugs tledena funfzig. Darnach ſprach er zu dem andern: Dua⸗ wen ber, wie viel biſt du ſchuldig? Er ſprach: Hundert Malter Weitzen. Under ſprachzu ihm: Nimm dei⸗ uteim nen Brief, und ſchreib achtzig. Undder Herr lobe⸗ anuagen te den ungerechten Haushalter, daß er kluͤglich gethan dubdgind batte: Denn die Kinder dieſer Welt ſind kluͤger, denn maslüſgeſt Die Kinder des Lichtsin ihrem Geſchlechte. Und ich hror hat ſage euch auch: Machet euch Freunde mit dem unge⸗ Wg rechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, Sünewhet ſie euch aufnehmen in dieewige Huͤtten. 44 6p ebet. ligen onſ ü Her GOtt himmliſcher Vater, der du und reichen Segen, und Fleſchs Gitt- das tägliche Brod üͤberfuͤſig gegeben haſt, wir bitten dich, vrrautarlet behüte fuͤr Geitz, und erwecke unſere Hertzen, daß wie armen keu⸗ etlicdew h ken gern und mildiglich von ſolchem Segen mittheten, auf daß Ahi wir treue Haushalter uͤber deine Guͤter erſunden werden, und Etben Cie nnicht muͤſſen in Ewigkeit darben, wenn wir ven ſolcher Haushal⸗ demſebe 1 tung abgefordert, und vor dein Gericht kommen werden, Amen. ſiger, 1 Epiſtel/ 1Cor. am 10. v 6⸗13. J,Am Bas iſt aber uns zum Vorbilde geſchehen: Daß wir g nach ininee uns nicht geluͤſten laſſen des Böſen, gleich wie ,9, jene geluͤſtet hat. Werdet auch nicht äbaött ſche⸗ 2 gleich 9 —— —— 100 Evang. am 10. Sonnt. nach Trinitatts. pe gleich wie jener etliche wurden, als geſchrieben ſtehet: ſ te edeh Das Volck ſatzte ſich nieder, zu eſſen und zu deſeche 1 Stadta und ſtund auf zu ſpielen. Auch laſſet uns nicht Hu, gien ucäulſ rerey treiben, wie etliche unter jenen Hurereytrie⸗ untd deiner; ben: Und ſielen auf einen Tag drev und zwanzig tau⸗ a ſaiſtestt ſend. Laſſet uns aber auch Chriſtum nicht verſuchen, e de8 diztti wie etliche von jenen ihn verſuchten: Und wurden von wes un ich den Schlangen umbracht. Murxret auch nicht, gleich gea hiäͤlggen wie jener etliche murreten: Und wurden umbracht ſc undwe durch den Verderber. Solches alles wiederfuhr ih⸗ a vatdern! — nen zum Vorbilde: Es iſt aber geſchrieben uns zur ſ a ſgeit d Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen a ſden den iſt. Darum, wer ſich laͤſſet duncken, er ſtehe: Mag de ſarerkan wohl zuſehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch? aßsſehet keine, denn menſchliche Verſuchung betreten: Aber an hrube GOtt iſt getreu, der euch nicht laͤſſet berſuchenuͤber iund er euer Vermoͤgen; ſondern machet, daß die Verſu⸗ r ſorieſter chung ſo ein Ende ewinne, daß ihrs könnet ertragen.„ jemY Herr GOtt himmliſcher Vater, es lehret uns nich 3 Denn allein dein Wort, ſondern auch die taͤgliche Er⸗ fahrung, daß, die heute ſtehen, oft morgen in greulis a htixr e che Suͤnde, und alſo auch in deinen Zorn und Stra⸗ ie Jeſa gerathen. Nun iſt aber dennoch Fleiſch und Blut e ulian ſo blind, daß es ſolches nicht betrachten, viel weniger beunn zur Gottesfurcht ſich wil bewegen laſſen. Darum hiee bitten wir dich, lieber Vater, von Hertzen, duwol⸗ kien i leſt uns durch deinen heiligen Geiſt erleuchten und a fiſans regieren, auf daß, wenn wir im Wort ſolcher Ge⸗ 5 fahr erinnert werden, uns auch laſſen zu Hertzen ge⸗* hen, und zur Buſſe und Beſſerung Urſach geben, und alſo nicht wie die Juͤden in der Wuͤſten niedergeſchla⸗ gen, ſondernbisans Ende erhalten, und ewig ſelis n eſhd werden, Amen. 8 otzen, Exvang. am X. Sonnt. nach Trinit Luc. 19.. 41⸗48. Und mn undman lleswedei chrabenw. derWetier ten, erſge Eo hat uhe ngbetree ſetteruca. t, dided tskönmetene zeslegetmee zuchdeetäg ſtmorgennge eenornude: leichwd ſchten, beänen j Urſa Fehen ſennicent en, udeal necte 1 —.— — —— X Evang. am 10. Sonnt. nach Trinitatis. 101 Fndals der HErr IEſusnahehinzukam, ſahe er 10 die Stadt an, und weinete uüͤber ſie, und ſprach: Haus; ihr aber habts gemacht zur Mörder⸗Gru⸗ Und er ihn. Almächfigere ewiger GOtt, der du dein Wort von deinem Sohn Chriſto JEſu, durch deinen heiligen Geiſt uns offenbaret, und kund haſt gethan, wir bitten dich, erwecke unſere Hertzen, daß wir es mit Ernſt annehmen, und ja nicht in Wind ſchlagen, oder unfleiſſighoͤren, wie dein Volck, die unglaubige Juden, auf daß wir in deiner Furcht und rechtem Vertrauen auf deine Barmher⸗ tzigkeit leben, und taͤglich zunehmen, und endlich durch deinen dial Sohn Chriſtum JEſum ewig ſelig werden, Amen. Epiſtel/ 1 Cor. am 12. v. 1⸗II. Mon den geiſtlichen Gaben aber wil ich euch, lieben Bruͤder, niht verhalten. Ihr wiſſet, daß ihr Heiden ſeyd geweſen: Und hingegangen zu den ſtum⸗ men Gotzen, wie ihr gefuͤhret wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand JEſum verfluchet, der durch den Geiſt GOueg redet: Und niemand d2 3 JE⸗ 102 Evang. am rr. Sonnt. nach Trinitatis. IEſum einen HErrn heiſſen, ohne durch den heiligen Geiſt. Es ſind mancherley Gaben, aber es iſt ein Geiſt. Und es ſind mancherley Aemter, aber es iſt ein HErr. Und es ſind mancherley Kraͤfte: Aber es iſt ein GOtt, der da wircket alles in allen. In einem jeglichen erzeigen ſich die Gaben des Geiſtes zum gemeinen Nutz. Einem wird gegeben durch den Geiſt zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demſelbi⸗ gen Geiſt; einem andern der Glaube, in demſelbigen Geiſt; einem andern die Gabe geſund zu machen, in demſelbigen Geiſt; einem andern Wunder zuthun, einem andern Weiſſagung, einem andern Geiſter zu unterſcheiden, einem andern mancherſey Sprachen, einem andern die Sprachen auszulegen. Diß alles aber wircket der ſelbige einige Geiſt: Undtheiletei⸗ nem jeglichen ſeines zu, nachdem er wil. Gebet. Herr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, daß du uns zu mancherley Aemtern berufen, und in denſelben viel herrliche Gaben durch deinen heiligen Geiſt mitgetheilet haſt, und bitten dich demuͤthiglich, du wolleſt um unſers Undancks und Misbrauchs willen ſolche Gaben nicht von uns nehmen, ſondern auch hinfort gnaͤdiglich mittheilen, und durch dein Wort und Geiſt lehren leiten und re⸗ gieren, auf daß wir ſolche Gaben zu deinen Ehren, gemeinen Nutz, und unſer ſelbſten zeitlicher und ewi⸗ ger Wohlfahrt recht gebrauchen, und alſo treue Haushalter hie zeitlich erfunden, und hernach dort ewig ſelig werden, Amen. Evangelium am XI. Sonntage nach Trinitatis/ Lucâ am 18. v. 9⸗14. er Hrr ſagte zu etlichen, die ſich ſelbſt vermaſ⸗ = ſen, daß ſie fromm waͤren, und berachtetendie an⸗ c. nman enſi * rauf n ſer ander a ktebeyſie achtbin „ -- 4 gebreche 2 ſer i der —— ſodt fi 1 ech deinen r ich unſerer as joſteterde fen dihd phalle Sün kpit 4 erinnere lü, das d pugenom r weches d euchvert ire denn * ſich hat 12 empfang — 4. ſen ſeSünd ſta ky, und aachder fephas, a ſehen w . 8an aufeinn Evang. am 11. Sonnt nach Trinitatis. 103 en, dan andern, ein ſolch Gleichniß: Es gingen zween Men⸗ dem b5 ſchen hinauf in den Tempel zu beten: Einer ein Phari⸗ ie dun ſaer, der ander ein Zoͤllner. Der Phariſaͤer ſtund Alezi g und betete bey ſich ſelbſt alſo: Ich dancke dir, GOtt⸗ a daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerech⸗ e te, Ehebrecher, oder auch wie dieſer Zoͤllner; ich dnc faſte zwier in der Wochen, und gebe den Zehnden don n uin lllem, das ich habe. Und der Zollner ſtund von fer⸗ utm ne, wolte auch ſeine Augen nicht aufheben gen Him⸗ ⸗ Puie mel; ſondern ſchlug an ſeine Bruſt⸗ und ſprach: ſaunn Git ſey mir Sünder gnadig. Ich ſage euch: Die⸗ „ n un ſer ging hinab gerechtfertiget in ſein Haus vor jenem: — Mabe Denn wer ſich ſelbſt erhöhet, der wird erniedriget ncecgen werden: Und wer ſich ſelbſt erniedriget, der wird uleen N erhöhet werden. Gebet. eſt: Wn Hon GOtt himmliſcher Vater, wir bitten dich, du wolleſt er wi 9 durch deinen heiligen Geiſt uns alſo leiten und fuͤhren, daß wir erſtlich unſerer Suͤnden nicht vergeſſen, noch ſicher werden, „ h ſondern in ſteter Buſſe ſtehen, und uns von Tage zu Lage beſſern, und er, wir duth uns troͤſten, daß du um deines Sohns Chriſti ISſu willen uns gnaͤ⸗ ranchechͤn dig ſeyn, alle Sünden vergeben, und ſelig wolleſt machen, Amen. rrlcce Gthe Epiſtel/ 1 Cor. am 15.v. 1⸗10. taſt,wn Scherinnere euch aber, lieben Bruͤder, des Ebau⸗ muneslle S geli, das ich euch verküͤndigethabe; Welches ihr öennan auch angenommen habt, in welchem ihr auch ſtehet, ddulchune durch welches ihr auch ſelig werdet; welcher geſtalt Cjrexinnch ich es euch verkündiget habe, ſo ihrs behalten habet; enzudamh es waͤre denn, daß ihrs umſonit geglaubet hattet. enzactlchrche Denn ich habe euch zuvorderſt gegeben, welches ich n, und iin auch empfangen habe: DaßChriſtus geſtorben ſey füͤr „und enſ unſere Suͤnden, nach der Schrift; und daßer begra⸗ ben ſey, und daß er auferſtanden ſey am dritten Ta⸗ enach Tnu. ge, nach der Schrift; und daß er geſehen worden iſt 114. von Kephas, darnach von den Zwoͤlfen. Darnach iſt eſch ihſtben er geſeben worden von mehr denn fuͤnf hundert Bruͤ⸗ andrenten dern auf einmal: Derer noch viele leben, etliche aber G 4 ſind — 104 Evang. am 12. Sonnt. nach Trinitatis. ſind enrſchlafen. Darnach iſt er geſehen worden von Jacobv darnach von allen Apoſteln. Am letzten nach de allen iſt er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, geſehen worden. Denn ich bin der geringſte unter den Apoſteln: Als der ich nicht werth bin, daß ich ein A⸗ poſtel heiſſe, darum, daß ich die Gemeine GOttes verfolget habe. Aber von GOttes Gnaden bin ich, das ich bin: Und ſeine Gnade an mir iſt nicht vergeb⸗ lich geweſen, ſondern ich habe vielmehr gearbeitet, denn ſie alle; nicht aber ich, ſondern GOttes Gnade, die mit mir iſt. Gebet. Aulmachtiger, gnaͤdiger GOtt und Vater, wir dan⸗ cken dir, daß du uns auch das heilige Evangeliun von dem Tode und von der Auferſtehung deines Soh⸗ nes geoffenbaret, und in demſelben uns zugeſaget haſt, daß du auch unſere Leiber am zuͤngſten Tage zum ewi⸗ gen Leben auferwecken wolleſt, und bitten dich, ſtar⸗ cke und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolches feſtiglich glauben, und mit der Hoffnung des ewigen Lebens alle Widerwaͤrtigkeit uͤberwinden, auch durch dieſes zeitliche Leben alſo wandeln, daß wir hernach das ewige nicht verlieren, ſondern gewiß be⸗ kommen, durch IEſum Chriſtum deinen Sohn, un⸗ ſern HErrn und Heyland, der mit dir lebet und re⸗ gieret, wahrer GOtt in Ewigkeit, Amen. Evangelium am XII. Sonntage nach Trinitatis. Marc. am 7. b. 31⸗37. Thrd da der HErr JEſus wieder ausging von den 2 Grentzen Tyri und Sidon: Kamer an das Ga⸗ lilaiſche Meer, mitten unter die Grentze der zehen Staͤdte. Und ſie brachten zu ihm einen Tauben, der ſtumm war: Und ſie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legete. Und er nahm ihn von dem Volck beſon⸗ ders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und ſpuͤtzete, und ruͤhrete ſeine Zunge. Und ſahe ai gen 2 2 28 3 A H ſtumzu en s ſelber udaßw gstüͤcht Teſtame ſſtes. machet! üchſtabe eit hat anſehe „ i ülenſe t icht e 4 d 11 ſeit hab pniß pre nn das d & flarher e Genenee ttesGnn mirſtntte niemeͤr e ern GOo. undP n heilgecha ſtehungane unezuetge gſten Tagewr ndbitendch heiligen Geß, ndmtdergit ktigkeitibere lſo wandende , ſondernone m deineneche mitdrel it, Awen genach Ciite 1137 der aueginie Kamerande meinen Tauba im dem LVac in de Uhann 1⸗h'öſokai un dißerdein Epiſtel am 12. Sonnt. nach Trinitatis. 10, . 185 Himmel, ſeufzete, und ſprach zu ihm: Hephatha, das iſt, thue dich auf. Und alsbald thaten ſich ſei⸗ ne Ohrenauf, und das Band ſeiner Zungen ward in los, und redeterecht. Und er verbot ihnen, ſie ſol⸗ tens niemand ſagen. Je mehr er aber verbot, je mehr ſie es ausbreiteten. Und verwunderten ſich uͤber die Maaſſe, und ſprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben machet er hoͤrend, und die Sprachloſen redend. Gebet. lmaͤchtiger, ewiger GOtt, du gnaͤdiger Schoͤpfer aller Din⸗ ge, wir dancken dir, daß du uns geſunden Leib gegeben, unſe⸗ re Zungen, Ohren und andere Gliedmaſſen gnaͤdiglich ur dem böͤ⸗ ſen Feind behüͤtet haſt, und bitten dich, gib uns deine Gnade, daß wir unſere Ohren und Zungen recht gebrauchen, mit unſern Oh⸗ ren dein Wort fleiſſig hoͤren und wohl mercken, und mit unſerer Zungen deine Gnade preiſen und ruͤhmen moͤgen, auf daß niemand durch unſere Zunge geaͤrgert, ſondern jedermann dadurch gebeſſert werde, Amen.— Epiſtel/ 2 Cor. am 3. v. 4⸗1I. GWin ſolch Vertrauen aber haben wir durch Chri⸗ ſtum zu GOtt. Nicht, daß wir tuͤchtig ſind von uns ſelber, etwas zu dencken als von uns ſelber; ſondern daß wir tuchtig ſind, iſt von GOtt: Welcher auch uns tuchtig gemacht hat, das Amt zu fuͤhren des neuen Teſtaments; nicht des Buchſtabens, ſondern des Geiſtes. Denn der Buchſtabe toͤdtet, aber der Geiſt machet lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchſtaben toͤdtet und in die Steine iſt gebildet, Klarheit hatte; alſo, daß die Kinder Iſrael nicht konten anſehen das Angeſicht Moſe, um der Klar⸗ heit willen ſeines Angeſichts, die doch aufhoͤret: Wie ſolte nicht vielmehr das Amt, das den Geiſt gibt⸗ Klarheit haben? Denn ſo das Amt, das die Ver⸗ dammniß prediget, Klarbeit hat: Vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, uͤberſchweng⸗ liche Klarheit. G 5 — Gebet. ——— I 1 106 Evang. am 13. Sonnt. nach Trinitatis. habens nicht gehoͤret. b h cht gehoͤret H 66 ng. Gebet. a en ae ſsund Allmächtiger, ewiger GOtt und Vater! wir vorſet K O ſind ja von Natur arme inb ud uihe anobe uſaſem lem Guten untuͤchtig, ſagendir derohalben Lob und krr iein ⸗ d Danck, daß du uns zu deinem Dienſt und allerley undgl’ 3 dvon guten Wercken durch deinen heiligen Geiſt tuͤchtig⸗ begahſe 6 erohng gemacht haſt. Und bitten dich von Hertzen, behl⸗ Stig b og: te uns fuͤr Sicherheit, Unfleiß und Vermeſſenheit, übe. felbigen und gib Gnade, daß wir alle in unſerm Beruftreu anie e te, und und ſleiſſig ſeyn, auch alles in deiner Furcht anfahen, Eeme abern und vollenden, ſey auch mit deinem goͤttlichen Se⸗ ionſa dumer gen allezeit bey uns, auf daß wir unſern Beruf, und ihmſe 2 zunden was uns darinn gebuͤhret, zu deinem Wohlgefallen, unhh. eſaufſent des Naͤchſten Dienſt und unſer ſelbſten Wohlfahrt betze a ſſäget recht verrichten, und alſo deine treue Diener erſun⸗ undit falb it den, und ndlich ewig ſelig werden, Amen. Wir. aſhöͤſpta Exvangelium am XIII. Sonntage nach Trinitatis/ wesnee hirſtd Lucd am 10.v. 23⸗37. ichure komme⸗ Eſus wandte ſich zu ſeinen Juͤnge Ae Kdünck zu ſeinen Juͤngern, und ſprach mn ene ☛ inſonderheit: Selig ſind die Augen, die da ſe⸗ hen, das ihr ſehet. Denn ich ſage* Viel 35 fale n? Er pheten und Konige wolten ſehen, das ihr ſehet, und ait dt. D babens nicht geſehen; undhoren, das ihr hoͤret, und ien hle Und ſiehe, da ſtund ein Schriftgelehrter auf, ver⸗ a in ſuchte ihn, und ſprach: Meiſter, was mußich thun, 1 benh daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber ſprach zu Men ſauze ihm: Wie ſtehet im Geſetz geſchrieben? Wie lieſeſt mien fnſin du? Er antwortete, und ſprach: Du ſolt GOtt, dei⸗ Hat aan du voll nen HErrn, lieben von gantzem Hertzen, von gantzer. r mu Seele, von allen Kraͤften, und von gantzem Gemuͤ⸗ n 34 the; und deinen Naͤchſten, als dich ſelbſt. Er aber inm un ſprach zu ihm: Du haſt recht geantwortet; the u iſt das, ſo wirſt du leben. H 4 Er aber wolte ſich ſeibſt rechtfertigen, und ſprach a zu 4“ ö 8 S— ʒ—— Evang. am 13. Sennt. nach Trinitatis. 10⸗ nachd wlen dt mdg zu JEſu: Wer iſt denn mein Naͤchſter? Da ant⸗ haſtal wortete JSſus und ſprach: Eswar ein Menſch, der tdannn Ling von Jeruſatem dinab gen Jericho, und ſiel un⸗ Dini ter die Moͤrder; diezogenihn aus, und ſchlugenihn, eege n und gingen davon, und lieſſen ihn halb tod liegen. Es dor hent begab ſich aber ohngefehr, daßem Prieſter dieſelbige unen Straſſe hinab zog: Und da er ihn ſahe, ging er vor⸗ fu Dani uͤber. Deſſelbigen gleichen auchein Levit, daer kam — rſema an die Staͤtte, und ſahe ihn, ginger vorüͤber. Ein inerdute Samariter aber reiſete, und kam dahin: Und da er inen antt ihn ſahe, jammerte ihn ſein; gingzu ihm, verband runenze ihm ſeine Wunden, und groß drein Oelund Wein; enn it, und hub ihn auf ſein Thier und fͤhrete ihn in die Her⸗ ſebidt berge, und pflegete ſein. Des andern Tages reiſete er, einedm und zog heraus zween Groſchen, und gab ſie dem en,Aun Wirthe, und ſprachzuihm: Pflege ſein; und ſo du agenchlim was mehr wirſt darthun, wilich dirs bezahlen, wenn 3,7. ich wieder komme.— üngern, on Welcher düncket dich, der unter dieſen dreyen der ſedurn Nächſte ſey geweſen dem, der unter die Moͤrder ge⸗ ape:g fallen war.2 Er ſprach: Der die Barmhertzigkeit Asirit! an ihm thät. Da ſprach JEſus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen. b „dasiht ern ebet „ 66 Her GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Grund un⸗ ftgelegrtra ſers Hertzens, daß du uns die ſelige Zeit haſt erleben laſſen, e, wasmüitth daß wir die ſelige Lehr dein heiliges Evangelium hoͤren, deinen „Er aber ont Willen und vaͤterliches Hertz dadurch erkennen, und deinen Sohn rieben Kelt Chriſtum JEſum ſehen koͤnnen Wir bitten deine grundloſe Barm⸗ Niehen:; 1 hertzigkeit, du wolleſt ſolches ſeliges Licht deines Worts uns gnaͤ⸗ Duſotoo dig erhalten, und durch deinen heiligen Geiſt unſere Hertzen alſo Ferten, bagn leiten und fuͤhren, daß wir nimmermehr davon abweichen, ſondern von garzendh feſt daran halten, ehe alles verlaſſen, und endlich dadurch ſelig wer⸗ dicſäbſ. ach den, Amen. geantuentt Epiſtel/ an die Galater am 3. v. 15⸗22. Wieben Brüder: Ich wil nach menſchlicher Weiſe Ktien,uiſ reden: Verachtet man doch eines Menſchen Te⸗ ſtamen ——————— —— 108 ——x — Epiſtel am 3. Sonnt. nach Trinitatis. ſtament nicht, wenn es beſtaͤtiget iſt; und thut auch nichts dazu. Nun iſt je die Verheiſſung Abraha und u ſeinem Saamen zugeſagt. Er ſpricht nicht, durch die Saamen, als durch viele: Sondernals durch ei⸗ nen, durch deinen Saamen, welcher iſt Chriſtus. Ich ſage aber dabon: Das Teſtament, das von Gott zuvor beſtaͤtiget iſt auf Chriſtum, wird nicht aufgeha⸗ ben, daß die Verheiſſung ſolte durchs Geſetz aufho⸗ ren, welches gegeben iſt uͤber vier hundert und dreyſ⸗ ſig Jahr hernach. Denn ſo das Erbe durch das Ge⸗ ſetzerworben wuͤrde, ſo wuͤrde es nicht durch Verheiſe ſung gegeben. GOT aber hats Abraham durch Verheiſſung frey geſchencket. Was ſol denn das Ge⸗ ſetz? Esiſt dazu kommen um der Suͤnde willen, bis der Saame kaͤme, dem die Verheiſſung geſchehen iſt: Und iſt geſtellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber iſt nicht eines einigen Mittler: GOtt aber iſt einig. Wie? Iſt denn das Geſetz wider GOttes Verheiſſungen? Das ſey fer⸗ ne! Wenn aber ein Geſetz gegeben waͤre, das da koͤnte lebendig machen: So kaͤme die Gerechtigkeit wahr⸗ haftig aus dem Geſetze. Aber die Schrift hates alles beſchloſſen unter die Suͤnde: Auf daß die Verheiſ⸗— ſung kaͤme durch den Glauben an JEſum Chriſtum, gegeben deuen, die da glaͤuben. Gebet. Barmhertziger„gnaͤdiger GOtt und Vater, wir dancken dir hertzlich, daß du uns arme Suͤnder von dem Fluch des Geſetzes durch deinen Sohn erlo⸗ ſet, und zur Erbſchaft des ewigen Lebens in deinem Teſtament angenommen und eingeſetzet haſt, und bit⸗ ten dich demuͤthiglich, ſtaͤrcke unſern Glauben durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir an ſolcher Gnade nimmermehr zweifeln, ſondern bis ans Ende feſt hangen bleiben, und doch dabey nicht ſicher uerden on⸗ za and 4. „ malengute 18 1r ts 9 81 8 * 1 A 1 8 E 4. 5 12 K * 1 4 Hundgleich a ſerebucke der[Ehriſumu 1 Pgſelgwend *† gelium amn⸗ Lucc es kohegabſh, germttend zerinanen ſäzige Man nihte Stim er, erbarme erzuihuen ern. Unde rein. Eine indworden emitlauter enFuſſen, ariter. I ihrer nicht une? Hati hrete, und 1e ſdlnger Un mdein Glaube *GOt hinmi efritam Isſom der Shnde d kn udbeveſe drfen wiebit Geſſt, daßn in deiner F erzigken fru⸗ ardancken, u piſte kben Brüͤde Evang. am 14. Sonnt. nach Trinitatis. 109 fondern in allen guten Wercken taͤglich zunehmen und wachſen, und gleichwol das Vertrauennicht auf uns oder unſere Wercke, ſondern allein auf deinen Sohn JEſum Chriſtum und auf ſein Verdienſt ſtellen, und aalſo ewig ſelig werden, Amen. . Evangelium am XIV. Sonnt. nach Trinitatis/ Lucã am 17. b. 11219. Spond es begab ſich, da IEſus reiſete gen Jeruſalem, ( zoger mitten durch Samariam und Galiläͤam. Und ais er in einen Marckt kam, begegneten ihm ze⸗ hen auſſaͤtzige Maͤnner, die ſtunden von ferne, und erhuben ihre Stimme, und ſprachen: JEſu, lieber Meiſter, erbarme dich unſer. Und da er ſie ſahe, ſprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiger euch den Prieſtern. Undes geſchah, da ſie hingingen, wur⸗ den ſierein. Einer aber unter ihnen, daer ſahe, daß er geſund worden war: Kehrete er um, undpreſſete GOtt mit lauter Stimmezund ſiel auf ſein Angeſicht zu ſeinen Fuͤſſen, und danckete ihm, und das war ein Samariter. JEſus aber antwortete, und ſprach: Sind ihrer nicht zehen rein worden? Wo ſindaber die neune? Hat ſich ſonſt keiner funden, der wieder umkehrete, und gebe Gott die Ehre, denn dieſer Fremdlinger? Under ſprachzuihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholſen. Gebet. Err GOtt himmliſcher Vater, du haſt durch deinen Sohn Chriſtum IEſum, uns Glaubigen allen, von dem greulichen Auſſatz der Suͤnde durch dein Wort und heilige Taufe gnaͤdiglich geholfen, und beweiſeſt noch taͤglich gnäͤdige Huͤlfe, in allem, was wir beduͤrfen, wir bitten dich, erwecke unſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolcher Wohlthat nimmermehr vergeſſen, ſondern in deiner Furcht und hertzlichem Vertrauen auf deine Barmhertzigkeit fuͤr und fuͤr leben, und mit froͤlichem Hertzen dir jmmerdar dancken, und dich loben, Amen. Epiſtel/ an die Galater am5. v. 16224. Wieben Bruͤder: Wandelt im Geiſt, ſo werdet ie 19 ———„ — 110 Ebang. —— —— die Luſte des Fleiſches nicht vollbringen. Denn das Fleiſch geluͤſtet wider den Geiſt, und den Geiſt wider das Fleiſch. Dieſelbige ſind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch a⸗ ber der Geiſt, ſo ſeyd ihr noch unter dem Geſetz. Of⸗ fenbar ſind aber die Wercke des Fleiſches als da ſind: Ehebruch, Hurerey, Unreinigkeit, Unzucht; Ab⸗ götterey, Zauberey; Feindſchaft, Hadder, Neid, Zorn, Zanck, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord; Saufen, Freſſen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor geſagt, und ſage noch zuvor, daß, die ſolches thun, werden das Reich GOttes nicht ererben. Die Frucht aber des Geiſtes iſt, Liebe, Freude, Friede, Gedult, Freundlichkeit, Guͤtigkeit, Glaube, Sanft⸗ muth, Keuſchheit. Wider ſolche iſt das Geſetz nicht. Welche aber Chriſto angehoͤren, die ereutzigen ihr Fleiſch, ſamt den Luſten und Begierden. — Gebet. Herr GOtt himmliſcher Vater, du haſt deinen heiligen Geiſt darum in unſere Hertzen gegeben, daß wir im Geiſte wandeln, und die Luſte des Flei⸗ ſches nicht vollbringen ſollen. Dieweil du aberje ſie⸗ heſt, wie heftig das Fleiſch wider den Geiſt geluͤſtet, und daß wir deßzhalben ohne deine gnadige Huͤlfe dem⸗ ſelben nicht Widerſtand thun koͤnnen, bitten wir dich von Hertzen, du wolleſt uns deine goͤttliche Kraſt und Gnade mittheilen, auf daß wir unſer Fleiſch ſamt ſeinen Luͤſten und Begierden ereutzigen, und alſo le⸗ ben, daß allerley Fruͤchte des Geiſtes an uns geſe⸗ hen werden, und wir auch endlich vom Fluch des Ge⸗ ſetzes erlediget, in deinem Reich ewig leben, durch IEſum Chriſtum deinen Sohn unſern HErrn, Am. Evangelium am XV. Sonntage nach Trinitatis/ Matth am 6.v 24 34. Miemand kan zween Herren dienen: Entweder er wir am 15. Sonnt. nach Trinitatis. 6 Nun6 S , un iin bhaſſen, 3 2 anhange ern tndhtd dese g? Echet an; S fenen eh G ns ſot Ee ſe it unter e auſe ge, ber, Jrur tibrfürdie auf e ede, weſß aucke aſeſtenict. om z ller ſeiner- ſen. daelig Graen dem Feddeg het ta gorgeninde dee hielwehren ſeuuſolttihrni den iſen? Was wteres ſtr uns kled ten ⸗iden: Den dal a Pallsbed den hGOtesn wirge ſolchesale urge udern Mor wire dasSeine eg e dagſemee — ddm Evang am 13. Sonnt. nach Trinitatis. 111 brum i vird einen haſſen, und den andern lieben; oder , moni vird emem anhangen, und den andern verachten. duina Ibr konnet nicht GOtt dienen und dem Mammon. Naa Darum ſage ich euch: Sorget nicht fuͤr euer Leben, dengi was ihr eſſen oder trincken werdet; auch nicht fuͤr eu⸗ dſcheren Leib, was ihr anziehen werdet. Iſt nicht das t, Uuut Leben mehr denn die Speiſe? Und der Leib mehr denn adero die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel Madenan: Sie ſaͤen nicht, ſie ernten nicht, ſie ſar mnlen tanatnicht in die Scheuren; und euer himmliſcher Bater di,enähret ſie doch. Seyd ihr denn nicht vielmehr denn ſhtauin ſie? Wer iſt unter euch, der ſeiner Lange eine Ellen Sne auſetzenmoͤge, ob er gleich darum ſorget? Und wa⸗ „Gad rum ſorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien ſidogennauf dem Felde, wie ſie wachſen: Sie arbeiten nicht, de aug auch ſpinnen ſie nicht. Ich ſage euch: Daß auch Sa⸗ ade lomo in aller ſeiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewe⸗ ſen iſt, als derſelbigeneines. So denn GOtt das a Gras auf dem Felde alſo kleidet, das doch heute ſte⸗ „uſtehet, und morgenin den Ofen geworfen wird: Solteer töazun das nicht vielmehr euch thun? Oihr Kleinglaͤubigen. delüſteh Darum ſollt ihr nicht ſorgen und ſagen: Was wer⸗ eveldlcs den wir eſſen? Was werden wir trincken? Womit deGeſzltverden wir uns kleiden? Nach ſolchem allen trach⸗ nidgehüfin-en die Heiden: Denn euer himmliſcher Vater weis⸗ en,hummehaßihr des alles beduͤrfet. Trachtet am erſten nach neggilttthem Reich⸗G Ottes, und nach ſeiner Gerechtigkeit; ſo unſergebinvird euch ſolches alleszufallen. Darum ſorget nicht gen, witipuͤr den andern Morgen, denn der morgende Tag lſes ungeird fuͤr das Seine ſorgen. Es iſt genug, daß ein onuhteeglicher Tag ſeine eigene Plage habe. wig en, 3 Gebet. ern Hen, nJen GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir vor alle deine nach intatd„ Wohlthat, daß du Leid und Leben gegeben, und bisher uns aͤdig erhalken haſt, und bitten dich, nimm deinen Segen nicht 34. net nuns, ſondern behuͤte fuͤr den Geitz, auf daß wir dir allein die⸗ een: 6 nen, v — 112 Epiſtel am 15. Sonnt. nach Trinitatis. l un nen, dich lieben„und dir anhangen, und uns nicht mir Abgi dnb=n unn terey, und dem ſchaͤndlichen Mammons⸗ Dienſt verſündigen, 1 g9 2 nicht bermoe dern alle Hoffnung, Troſt und Zuverſicht allein auf deine Guͤte unae ſefwe / Gnade ſetzen, durch JEſum Chriſtum deinen Sohn unſern ver ſn den wir ſolchen Amen. V ueeunene Epiſtel/ an die Galat. am. v. 25. bis Cap. 6. b. 10 Md 2 duſd Chr o wir im Geiſte leben, ſo laſſet uns auch im Gei ſame*. 4* 1 A ſte wandeln. Laſſet uns nicht eiteler Ehre ge kec 2 ng. u tzig ſeyn, unter einander(uns) zuentruͤſten undzu Retenn, 4 ab haſſen. Lieben Bruͤder, ſo ein Menſch etwa von karan hall un 1 einem Fehluͤbereilet würde: So helſet ihm wieder zu⸗ hen, r mwigſelig recht mit ſanftmuthigem Geiſt, die ihr geiſtlich Eva am XIl. ſeyd. Und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch dd verſuchet werdeſt. Ciner trage des andern Laſt, ſe 9 ſgnd ſchd werdet ihr das Geſetz Chriſti erfuͤllen. So aber ſich don u e nd jemand laͤſſet duncken, er ſey etwas, ſo er doch nichts en Lit im un iſt: Der betreuget ſich ſelbſt. Ein jeglicher aber pru⸗ ane adt hork fe ſein ſelbſt Werck: Und alsdenn wirder an ihm ſel unye deremnein ber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn und iſr ene Wi ein jeglicher wird ſeine Laſt tragen. Der aber un⸗ Si g wit ihr. terrichtet wird mit dem Wort, der theile mit aller⸗ ſan. iu derſel ley Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nich Aud taath nicht, GOttlaͤſſet ſich nicht ſpptten. Denn was der un a dger ſund Menſch ſaͤet, das wird er ernten. Wer auf ſein ſcſe a ſteheauf Fleiſch ſäͤet, der wird von dem Fleiſch das Verder⸗ uns unden en ernten. Wer aber auf den Geiſt ſaͤet, der wird Unt anſe leen — von dem Geiſt das ewige Leben ernten. Laſſet uns unde Coſ aber Gutes thun, und nicht muͤde werden: Denn zu auſo den undG ſeiner Zeit werden wir auch ernten ohne aufhören. Unes Reevonih Als wir denn nun Zeit haben: So laſſet uns Gutes lan dirgleur thun an jedermann, allermeiſt aber an den Glaubens⸗ Genoſſen. Gebet b Ha.— Herr GOtt himmliſcher Vater, es beſiehlet uns Eis⸗ 24 nicht allein der heilige Apoſtel Paulus, ſondern bite eirkeu dein lieber Sohn, unſer HErr Chriſtus, ſelbſt, daß ſdeten in weuſr einer des andern Laſt mit ſanftmuͤthigem Geiſte tra ins induun ger eſch uferuac ſ— 3 8 Evang. am 16. Sonnt nach Trinitatis. 173 daneſigen ſolle. Nun wir aber je ſoſches ohne deine gnade⸗ tunmage Hulfe nicht vermogen, bitten wir dich von Her⸗ danenunzen, du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt regie⸗ n zen, damit wir ſolchem Befehltreulich nachkommen, „S.lüonand denen, die von einem Fehl uͤbereilet ſind, mit heil⸗ aſetunazramer Lehre und Chriſtlichem Unterricht wieder zu⸗ ichtenalrechte helfen, gib auch ihnen Gnade, daß ſie ihre Suͤn⸗ Daueniinoe erkennen, und ihnen gerne helfen laſſen, und alſo en Meſten keinem Fall liegenbleiben, ſondern wieder aufſte⸗ ohelſethnmpen, und ewig ſeligwerden, Amen. ſt, de rEvangel. am XVI. Sonntage nach Trinitatis/ t, daß dum Luc am 7. b. 11⸗17. gedes mm PPnd es begab ſich darnach, daß JEſus in eine Stadt fülen. Eleh mit Namen Nain, ging, und ſeiner Junger gin⸗ was, banigen vielmit ihm, und viel Volcks. Als er aber nahe Eirjeglchr an das Stadt Thor kam, ſihe, da trug man einen Tod⸗ ennwadanen heraus, der ein einiger Sohn war ſeiner Mutter, einem ge und ſie war eine Wittwe, und viel Volcks aus der agen. De Stadt ging mit ihr. Und da ſie der HERRſahe, t, derthalnammerte ihn derſelbigen, und ſprachzu ihr: Weine rrictet, micht. Und trat hinzu, und ruͤhrete den Sargan, otten. Danund die Träger ſtunden. Under ſprach: Jungling, enten. Vaich ſage dir, ſtehe auf. Und der Todte richtete ſich auf⸗ Fleſc bend fing an zu reden, under gab ihn ſeiner Mutter. Gaſit,Känd es kam ſie alle eine Furcht an, und preiſeten Gott ernte and ſprachen: Es iſt ein groſſer Prophet unter uns idevedn Kufgeſtanden, und GOtt hat ſein Volck heimgeſucht. rrten oieu And dieſe Rede von ihm erſchallin das gantze Juͤdiſche So laſttutkand, und in alle umliegende Laͤnder. ebet. Gerandec Eer GOtt himmliſcher Vater, der du deinen Sohn haſt laſſen Menſch werden, daß er erſtlich mit ſeinem Tod fuͤr unſere nter, GleiilSnd bezahlen, und darnach uns vomn ewigen Tod helfen ſolle, wir 1 lqpauuu hitten dich, erhalte uns in ſolcher Hoffnung, auf daß wir ja nicht ſtel e dhiaran zweifeln, wie unſer lieber HErr Chriſtus der Wittwen Sohn, Chriſts, urch ſein Wort hat auferwecket, daß er desgleichen uns am Juͤng⸗ mmüͤtguenGeen Tage auch auferwecken, und 5 werde ſelig machen. Auen Spiſte 114 Epiſtel am 16. Sonnt. nach Trinitatis. nn ates Epiſtel, an die Epheſer am 3. v. 13⸗21.„ ben. Naieel Dieben Bruͤder, darum bitte äc, daß ir nicht mi⸗ 8.e kjin nätin de werdet um meiner Truͤbſalen willen, die ich aandeünn fuͤr euch leide, welche euch eine Ehre ſind. Derhalbel piſtel n beuge ich meine Knie gegendem Vater unſers HErn ſge ftinwlit IEſu Chriſti, der der rechte Vater iſtüͤber alles, was randin da Kinder heiſſet im Himmel und auf Erden, daßer De ielewand 3 euch Kraft gebe nach dem Reichthum ſeiner Herrlich ir Z Pnaberſagen keit, ſtarck zu werden durch ſeinen Geiſt an demin⸗ deT ktezehrſt wendigen Menſchen, und Chriſtum zu wohnen durchn Unnd den Glauben ineuren Hertzen, und durch die Liebe ein ne uide, gewurtzelt und gegruͤndet zu werden, auf daß hr be n andlcder greiffen moget mit allen Heiligen, welches da ſeydin a dundes de Breite, und die Laͤnge, und die Tieſe, und die Hoͤhe; dkunſer nich auch erkennen, daß Chriſtum lieb haben, viel beſſer 1 1e werdeſenen denn alles wiſſen, auf daß ihr erfüllet werdet mit al 13 amiterkan lerley GOttes Fülle. Dem aber, der üͤberſchweng gothun lich thun kan uͤber alles, das wir bitten oder verſtehen,„ Gotthinm nach der Kraft, die da in uns wircket, dem ſey Ehre d ſSohn, un in der Gemeine, die in Chriſto JEſu iſt, zualler den ſe E und diſebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Pa pzumür G ſrn krempel ime ebet. b Err GOtt himmliſcher Vater, der du der rechte Cr uucfulmn 9 Vater biſt uber alles, was da Kinder ee nn gibrſind de Himmel und auf Erden: Wir haben ja bisher deinſ ſterführn liebes Wort lang gehabt und gehoͤret, zaer hii nac 9. undiualet demſelben leider! wenig gebeſſert. Bitten dich dery⸗ d hich ugje halben demuͤthiglich, du wolleſt uns ſolchen Unßlelß 1eGeſt, gnaͤdiglich verzeihen, und durch deinen Heiligen Geiſt ſe dwr hege Kraft geben, an dem inwendigen Menſchen ſtarckzu ſete ſage diee werden, auf daß wir im Erkaͤntniß, im Glaubenund ur ige Seelgh in der Liebe taͤglichzunehmen, und mit allerley Got d Sohn un tes⸗Fülle erfuͤllet, auch endlich ewig ſelig werden La ſeliumam. durch IEſum Chriſtum deinen Sohn unſern HErr der mit dir und dem heiligen Geiſte, wahrer GOtt! ð 1 bet und regieret in Ewigkeit, Amen. Eva daiſ uid Ebang⸗ am a4. Sonnt nach Trinitatis. 12„ 1 339 ai a Strafen geben. Regiere und fuͤhre unſere Obrigkeit alſo, daß ſie dään deinen Gehorſam nicht hindere, ſondern foͤrdere, und wir deſto in wllen, mehr Segens und Gluͤck unter ihrem Regiment haben moͤgen, Am⸗ ſarn à Epiſtel, an die Philipp. am 3. v. 17,21. Vrte 1 Folget mir, lieben Bruͤder, und ſehet auf die, die al⸗ nrriſtn s ſo wandeln, wie ihr uns habet zum Vorbilde. daufda, Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft geſagt thun anez habe, nun aber ſage ichs auch mit Weinen, die Feinde anen Giſin des Creutzes Chriſti, welcher Ende iſt das Verdamm⸗ tumzunhn niß, welchen der Bauch ihr GOttiſt, und ihre Ehre mun dn zu Schanden wird, derer, die irrdiſch geſinnet ſind. ain un Unſer Wandelaber iſt im Himmel⸗ von dannen 8 nüere ie 1 damit er kan din an Wre ihm uhderini ebet. 9 uin u dn 9 Gott himmliſcher Vater! du haſt uns ja dei⸗ vrckt,dun nen Sohn, unſern HErrn JEſum Chriſtum, FEiuiijau ſelbſt, und deſſelben treuen Diener, den Apoſtel 13 n Paulum, zum Fuͤrbild fuͤrgeſtellet, und wilt, daß wir Iihrem Exempel im Glauben, in der Liebe und in der kr, ddeb Gedult nachfolgen ſollen. Dieweil aber der andern tt,1 ein n noch mehr ſind, die mit ihren boͤſen Exempeln uns aͤr⸗ 3da nde gern und verfuͤhren, und wir auch ohne das irrdiſch rh Fnnjte geſinnet und zu allem Boͤſen geneigt ſind, bitten wir Vnt, in dich hertzlich, regiere, leite und fuͤhre uns durch deinen t Vinad 1 Heiligen Geiſt, auf daß unſer Wandel im Himmel ſtunzſͤch ſey, und wir hie zeitlich alſo leben, daß wir hernach an deinen lie jenem Tage die Verklaͤrung unſerer nichtigen Leiber en Nelih hi und ewige Seeligkeit erlangen, in Chriſto JESui niß, in deinem Sohn unſern HErrn, Amen. undmtalatt Evangelium am XXIV. Sonnt. nach Trinitatis, h ewiſ hn n Matth am 9. v. 18⸗26. 3 haunem D IEſus ſolches mit ihnen redete, ſiehe, da kam ſtewoh inage der Oberſten einer, und ſiel vor ihm nieder, und men. V prach: 0 — ——— 128 Evang. am 24. Sonnt. nach Trinitatis ſprach: HErr, meme Tochter iſt jetzt geſtorben, abe⸗ komm, und lege deine Hand auf ſie, ſo wird ſie leben ket dig. Und JEſus ſtund auf, und folgete ihm nach, und ſeine Junger.. Und ſiehe, ein Weib das zwoͤlf Jahr den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rüͤhrete ſeines Kleides Saum an. Denn ſie ſprach beyihr ſelbſt, Möchte ich nur ſein Kleid anruͤhren, ſo wuͤrde ichge⸗ ſund. Da wendete ſich IEſus um, und ſahe ſie, und ſprach: Sey getroſt meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward geſund zu der⸗ ſelbigen Stunde. V Undals er in des Oberſten Haus kam, und ſahe die Pfeiffer, und das Getuͤmmel des Volcks, ſprach er zu ihnen: Weichet, denn das Maͤgdlein iſt nicht todt, ſondern es ſchlaͤft. Und ſie verlachten ihn. Als aber das Volck ausgetrieben war, ging er hinein, unden, grif ſie bey der Hand. Da ſtund das Maͤgdlein auß⸗ Und diß Geruͤcht erſchall in daſſelbige gantze Land. ebet. Almaͤchtiger ewiger GOtt, der du durch deinen Sohn Verge⸗ Ets 1ner S peer 2 Macht, M tn afe 9 adie2 belcherunn derF 1 undhe ſeslla Pohles, fung ea ſen Bu Sun.n b 9„barmhe ndirherte geliu n geoffenban Diente ſben haſt, ſcärch A ſregiere u dami 2 liebes Wo wir it Iiutniß dein liebe u ller Gedul Ende a pren, auc würd s' wandeln, gen dis ſe Hoffnun lect1. langen,) berſe, nundewigſ ſtn un e gemachth bung der Suͤnden, und Rettung wider den ewigen Dod uns haſt zugeſagt. Wir bitten dich, ſtaͤrcke uns durch deinen Heiligen Geiſt, daß wir in ſolchem Vertrauen auf deine Gnade durch Chii⸗ ſtum, taͤglich zunehmen, und die Hoffnung feſt und gewiß behalten, daß wir nicht ſterben, ſondern ſanft einſchlafen, und durch deinen Sohn Chriſtum JIEſum am Juͤngſten Tag zum ewigen Leben wie⸗ der ſollen auferwecket werden, Amen. Epiſtel 2 Coloſſ. I. v. 9 2 14.. Derhalben auch wir, von dem Tage an, da wirsge⸗ Eval a imn an X. e Matth. Mar un ſe en p davon Danſch ſerſſteheg leeſet 84 wercke d Vergt pin Jid dem i ſt derſt boret haben, hoͤren wir nicht auf fuͤr euch zu be⸗ ſen e ſſe gahl ten, und zu bitten, daß ihr erfuͤllet werdet mit Er⸗ der n an jct un kaͤntniß ſeines Willens, in allerley geiſtlicher Weis⸗ aber a ſwange heit und Verſtand, daß ihr wandelt wuͤrdiglich den muamg HErrn zu allem Gefallen, und fruchtbar ſeyd in allen guten Wercken:/ Und wachſet in der Erkaͤntniß Go tes, und geſtaͤrcket werdet mit aller Kraft nach ſein errli Bittc, daßen ter, ge w Sih groſſegenſlſeyn, nochn Evang. am ⸗25. Sonnt. nach Trinitatis. 129 iſtetgitherrlichen Macht, in aller Gedult und Langmuͤthig⸗ zufſje onkeit mit Freuden; und danckſaget dem Vater, der und ſalguns tüchtig gemacht hat zu dem Erbtheil der Heiligen eo,em Lichte; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit iſj uhrnader Finſterniß, und hat uns verſetzet in das Reich ſei⸗ in, und iimnes lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erloͤ⸗ ſe ſorachſung durch ſein Blut, nemlich die Vergebung der ühren, onSunden. Gebet. sum undizgh ewiger, barmhertziger GOtt und Vater! wir ochterdng dancken dir hertzlich, daß du dein heiliges Evan⸗ ward gegelium uns geoffenbaret, und deſſelben bisher treue Diener gegeben haſt, und bitten dich demuͤthiglich“, Hauskanaſtaͤrcke und regiere uns durch deinen heiligen Geiſt, des Volchidamit dein liebes Wort in uns viel Frucht ſchaffe, und Mägdlenſnwir in Erkaͤntniß deines Willens, im Glauben, in der erlachen iebe und aller Gedult taͤglich zunehmen, und bis ans ginger nnSnde verharren, auch zu deinem Gefallen hie eitlich und das wowuͤrdiglich wandeln, bis wir endlich mit allen Heili⸗ aſelbgegugzen die ſelige Hoffnung, die uns im Himmel beyge⸗ egt iſt, erlangen, und in das Reich deines Sohns udarch deneherſetzet, und ewig ſelig werden, Amen. gender damEvangelium am XXV. Sonnt. nach Trinitatis/ rcke nns durhien 1 Matth. am 24. v. 15⸗28. 1 uie Nenn ihr nun ſehen werdet den Graͤuel der Ver⸗ uniie 3o wuͤſtung, davon geſagt iſt durch den Propheten ag une Daniel, daß er ſtehe an der heiligen Staͤtte,(wer das fleſet, der mercke drauf!) Alsdenn fliehe auf die 1.b. 9,t Berge, wer im Jüdiſchen Lande iſt. Und wer auf im Tagegiem Dache iſt, der ſteige nicht hernieder, etwas aus nicht aufſtaeinem Hauſe zu holen. Und wer auf dem Felde iſt, rfület naner kehre nicht um, ſeine Kleider zu holen. Wehe lerleygellteber den Schwangern und Saͤugern zu der Zeit. ndetwin’Bittet aber, daß eure Flucht nicht geſcheheim Win⸗ dſru terer, oder am Sabbath. Denn es wird alsdenn eine iuderetinoſſe Truͤbſal ſeyn, als nich geweſen iſt, von Anſant ale uim — —— —= 8 — 130 Epſtel am 25. Sonnt. nach Trinitatis. A am 16,E der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und e a dden nedſeh Sugenih eirdenerturte addens Ere kwun 4 n1g95 23 mder user 4. u’ 1/ e eneiher nesznrce henanens ee een wird ſagen: Siehe, hie iſt Chriſtus, oder da; ſoſon oſt 3g dih iörs nicht glauben. Denn es werden falſche Chriſi undee ſunnch und falſche Propheten aufſtehen, und groſſe Zeichen Dac 1 3 1 und Wunder thun, daß verfuͤhret werden in den Irr⸗ zuge eſt de f thum,(wo es moͤglich waͤre) auch die Auserwahh Walas pem 1 ten. Sibe, ich habs euch zuvor geſagt. Darum den d) ſm wenn ſie zu euch ſagen werden: Siehe, er iſt in der euch an ſtdeſen Wuͤſten; ſo gehet nicht hinaus. Siehe, er iſt inder fliriſger, ewi Kammer; ſo glaubets nicht. Denn gleich wie der Am ger, ewi Blitz ausgehet vom Aufgang, und ſcheinet bis zum 14 1 cendir bo Retznttanzu danaedtnmidnie zeaie ohns. Wo aber ein Aasi d lda die Mler, ber diena iſt, da ſammlen ſch in a diu Err SOtt himmliſcher Bater, wi aufi 8 ſricht te H du uns aus dem hidi hen Jathum des Aeiherdihd keine a unghaben dein Wort gefuͤhret, und zum rechten Licht deiner Gnaden brac wielen zohngeſt haſt, und bitten dich, du wolleſt in ſolchem Licht uns gnaͤdig erhah auch d m Jingie , r aten Jrrthun und Kegercybewahren, undzadaſgete udſe hen duͤten, daß wir nicht, wie die Juden, dir undanckbar werden dein euigeh Wort verachten oder verfolgen, ſondern daß wirs mit ganzem 90 icn3 fuung a tzen annehmen, unſer Leben darnach beſſern, und alles Vertrauen auch 2 ſtlich unſe gen And der Viade undemief deines lieben Sohns Ehrſtſ el, ralſene 1 n m jli„. Neu g E gkeitmn Lwiket, Helligen Geiſt lehet und uah hüis den, d Epiſtel, 1Theſſ. 4. v. 13,18. S un. ir wollen euch aber, lieben Bruͤder, nicht ber⸗ vr pmam X. 20 halten von denen, die daſchlafen, aufd aßihr Adm Nat nicht traurig ſeyd wie die andern, die keine Hoffnumg Na 1 de- haben. Denn, ſo wir glauben, daß JEſus geſtorben ihn ac 8 und auferſtanden iſt, alſo wird auch GOtt, dieda lichh. entſchlafen ſind durch JEſummit um fuͤhren. dem 5 nowane das ſagen wir euch, als ein Wort des HErrn, daß wir, Jlecs Unde die wir leben und uͤberbleiben in der Zukunft des ſcee dn 5 Herm u ich Trii, dem Evang. am 26. Sonnt. nach Trinitatis. 132 thet, mmn HErrn, werden denen nicht vorkommen, die da ſchla⸗ wählenan fen. Denner ſelbſt, der HErr wird mit einem Feld⸗ dennenad Geſchrey und Stimme des Ertz⸗Engels, und mit der us, ded Poſaunen GOttes hernieder kommen vom Himmel, eddeniniten und die Todten in Chriſto werden auferſtehen zuerſt. jund anſg Darnach wir, die wir leben und uͤberbleiben, werden tuadaſe zugleich mit denſelbigen hingerücket werden in den uödenn Wolcken, dem HErrnentgegen in der Luft, undwer⸗ reun nden alſo bey dem HErrn ſeyn allezeit. Sotroͤſtet gnagt. Neuch nun mit dieſen Worten unter einander. Slrſ, un Gebet. Siihea Aumächtiger, ewiger GOtt, himmliſcher Vater! Dem gliti 2 wir dancken dir von Hertzen, daß du uns den Troſt und ſtenat von der Auferſtehung des Fleiſches und ewigem Leben dieamt in deinem Wort geoffenbaret haſt, und bitten dich, ſdiſ dim ſtaͤrcke unſern Glauben durch deinen heiligen Geiſt⸗ „auf daß wir nicht traurig ſeyn, wie die andern, die dtante keine Hoffnung haben, ſondern feſtiglich glaͤuben, daß⸗ eei wie dein Sohn geſtorben und auferſtanden iſt, alſo ſeneibtuiauch wir am Juͤngſten Tage wiederum auferſtehen, deuchen, nd hernach ewig leben werden, und mit ſolcher troͤſt⸗ aruducnmlichen Hoffnung alles Widerwaͤrtige uͤberwinden, deßuinmimauch hie zeitlich unſer Leben alſo fuͤhren und beſchlieſ⸗ 6 ſen mabſen„daß wir an jenem Tage der ewigen Freude theil⸗ dis aftig werden, durch JEſum Chriſtum unſern lun biſta HErrn, Amen. .B Evangelium am XXVI. Sonnt. nach Trinitatis/ „Brüder, i Matth. am 25. v. 31⸗46. ſchloin, wenn aber des Menſchen Sohn kommen wird in 1, debewece ſeiner Herrlichkeit, und alle heilige Engel mit wö eiegihm, denn wirder ſitzen auf dem Stuhl ſeiner Herr⸗ daucöot ichkeit, und werden vor ihm alle Voͤlcker verſamm⸗ tün hmet werden. Und er wird ſie von einander ſcheiden, ndecemableich als ein Hirte die Schaafe von den Boͤcken Kn e ziiucheidet. Und wird die Schaafe zu ſeiner Rechten Men J2 ſtellen, e— 132 Evang. am 26. Sonnt. nach T 3 rinitatis. ſtellen, und die Bocke zur Licken. Da wird denn der Koͤnig ſagen zu denen zu ſeiner Rechten: Kommet her ihr geſegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet iſt von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig geweſen, undihr habt mich geſpeiſet. d Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich getraͤn⸗ cket. Ich bin ei Gaſt geweſen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nacket geweſen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin kranck geweſen, und ihr habt mich beſuchet. Ich bin gefangen geweſen, und iyr ſeyd zu mir kommen. Denn werden ihm die Gerechten antworten und ſagen: HErr, wenn haben wir dich hungerig geſehen, und haben dich geſpeiſet? Oder durſtig, und haben dich getraͤncket? Wenn haben wir dich einen Gaſt geſehen, und beherberget? Oder nacket, und haben dich bekleidet? Wenn haben wir dich kranck oder ge⸗ fangen geſehen, und ſind zu dir kommen? Undder Koͤnig wird antworten, und ſagen zu ihnen: War⸗ lich ich ſage euch: Was ihr gethan habt einem unter dieſen meinen geringſten Bruͤdern, das habt ihr mir ethan. V 4 Wenn wird er auch ſagen zu denen zur Lincken: Ge⸗ het hin von mir ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und ſeinen Engeln. Ich bin hungerig geweſen, und ihr habt mich nicht ge⸗ ſpeiſet. Ich bin durſtig geweſen, und ihr habt mich nicht getraͤncket. Ich bin ein Gaſt geweſen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nacket geweſen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin kranck und gefangen geweſen, und ihr habt mich nicht beſuchet. Da werden ſie ihm auch antworten und ſagen: HErr, wenn haben wir dich geſehen hungerig, oder durſtig, oder einen Gaſt, oder nacket, oder kranck, oder gefangen, und haben dir nichegedienet Deun b wi — a — — — — d2 1 1 0 dmn 9☛☛ — 2 2¹ (3 9* 82 ◻ 7 dilauh5S — Tpnenantwo 5 7 .Was ihr Ferigſten, dnd ewerd echten inda ir Gtt hiwnnn ihn, unſerhhen m u, den Durfic n beſachen, und iſen. Duwet faul, lder!u dvie heftg aue itten dich dem eben alles, dam lwider gehande auf daß wir i Sans Endever dein Nichdasiſ piſt, Th ſolen GOt Brüder, wi t ſehr, und. immtzu geg hmenunter d(dult und dund Trübe t, daß Ge 1* hwweddetzun iee phledet. N en Trüͤbſal tr, dieihr⸗ rHErr a el, ſamtd ammen, inen 1 oangelo I b ſ“ — lg ff 9 b 1 — Exiſtelam 26 Sonnt. nach Trinitatis. 133 Nehnn wird er ihnen antworten, und ſagen: Warlich, ich vereltet ſage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter mre dieſen Geringſten, das habt ihr mir auch nicht ge⸗ hadr t than. Und ſie werden in die ewige Peingehen, aber rhattmchg die Gerechten in das ewige Leben. êr habtmon Geper. 1 undirſt Herr GOtt himmliſcher Vater! es beſiehlet uns dein lieber neee, un Sohn, unſer HErr JEſus Chriſtus, wir ſollen den Hungeri⸗ — d aann, gen ſpeiſen, den Durſtigen traͤncken, den nackenden kleiden, den en geweſen, Krancken befuchen, und alſo alle Liebe und Treu an unſern Naͤch⸗ ſten beweiſen. Du weiſt aber ja auch, lieber Vater, wie kalt, traͤg und faul, leider! unſere Hertzen von Natur zu ſolchem allen hten antton ſind: und wie heftig auch der leidige Teufel die Liebe in uns hin⸗ dichhunen dere. Bitten dich demnach von Hertzen, du woleſt uns verzeihen rdurſigz, u und vergeben alles, damit wir bisher dieſem guten und heilſamen wie dich ti Beſehl zuwider gehandelt haben„und durch deinen Heiligen Geiſt regieren, auf daß wir in bruͤderlicher riebe taͤglich zunehmen, und ernackt,n darinn bis ans Ende verharren, auch endlich mit allen Heiligen ein⸗ drdich kumnth gehen in dein Reich das iſt, in die ewige Freude und Seligkeit/ Am. tkonmaſh Epiſtel, 2Theſſalonicher am 1. v. 3⸗10. zgenzurhlen! Mir ſollen GOtt dancken allezeit um euch lieben hanhabteun Bruͤder, wie es billig iſt, denn euer Glaube ern,dabyt wächſet ſehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen einander; alſo, daß wir uns tnenzurän euer rühmen unker den Gemeinen GOttes, voneu⸗ „in dazennt rer Gedult und Glauben, in allen euren Verfol⸗ ſaen ennn, gungen und Trübſalen, die ihr duldet. Welches ehabt mou anzeiget, daß GOtt recht richten wird, und ihr n, und iehh wuͤrdig werdet zum Reich GOttes, uber welchem Zaſtgewecne ihr auch leidet. Nachdem esrecht iſt bey GOtt, zu ſchbmnaitn vergelten Trubſal denen, die euch Trübſal anlegen; goöndnt euch aber, die ihr Trübſal leidet, ruhe mit uns, wenn nichnibtht nun der HErr JEſus wird offenbaret werden vom tvorte udt Dimmel, ſamt den Engeln ſeiner Kraft, und mit ſhenbana, Feuerflammen, Rache zu geben uͤber die, ſy GOtt att nt nicht erkennen, und uͤber die, ſo nicht gehorſam ſind mgtginaiſ dem Evangelio unſers HErrn IEſu Chriſti: iei, 3 3 134 Evang. am 27. Sonnt. nach Trinitatis. —— — che werden Pein leiden, das ewige Verderben bon dem Angeſichte des HErrn, und von ſeiner herrli⸗ chen Macht; wenn er kommen wird, daß er herr⸗ lich erſcheine mit ſeinen Heiligen, und wunderbar mit allen Glaͤubigen. Denn unſer Zeugniß an euch von demſelbigen Tage habt ihr geglaubet. Gebet. V Hörr Gott himmliſcher Vater, dieweil dein Wort ſaget, daß in den letzten Tagen greuliche Spot⸗ ter und Veraͤchter deines Zorns und Gerichts kom⸗ men werden, bitten wir dich, regiere uns durch dein Wort und Geiſt alſo, daß wir uns an ihrem Geſpoͤtt nicht aͤrgern, ſondern, wie wir mit dem Munde be⸗ kennen, alſo auch im Hertzen feſtiglich glauben, daß dein Sohn, unſer HErr JEſus Chriſtus, werde am Juͤngſten Tage als ein Richter der Lebendigen und der Todten wieder kommen, und deßhalben uns auch mit heiligem Wandel und gottſeligem Weſen auf ſeine Zukunft und zum Tage des Gerichts fleiß ſig ſchicken, und denn mit allen heiligen Engeln ein⸗ gehen in die ewige Freude und Seligkeit, durch den⸗ Felben deinen Sohn JEſum Chriſtum unſern HErrn Evangel am XXVII. Sonnt. nach Trinitatis. Matth. am 25. v. 1⸗13. Wenn wird das Himelreich gleich ſeyn zehen Jung⸗ frauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Braͤutigam entgegen. Aber fuͤnf unter ihnen waren klug, und fuͤnf waren thoͤricht. Die Thorichten nahmen ihre Lampen, aber ſie nahmen nicht Oel mit ſich. Die Klugen aber nahmen Oel in ihre Gefaͤſſe, ſamt ihren Lampen. Da nun der Braͤutigam verzog, wurden ſie alle ſchlaͤferig, und entſchliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Ge⸗ ſchrey, ſiehe, der Braͤutigam koͤmmt, gehet aus, tn en Ci ltne mie Dd ſu und ſärne in 8 entacke nden Klht 8 an relamge die undſora ns12 hgebrce undk' für euch kauſet nderBr ren,g27 riitihmh — A ſoſen. Jung n undſo auf. a tvorte ſagee d hkennee ir u ſeder Ta Mei Gohn o 6 ers himmlſche ds Wortund ſcen zc hei diies regictte Herzen d Del irtn lampenhe dewch ſch bisanse wendt Mlſche Be ¹Jüng ſe wieder gen ete 2n pehen, und „piſte Wim hruͤder, en ſaen kor ihrnge ſen lüſt dieeie ſſung ſe Ditie ſchlafen fagen ſreatur wolet ücht wiſ wer e ide gr ſten a ſrch Ge Zeſt 2 belt dur vedee Aſo 6——.— nüd Epiſtel am 27. Sonnt nach Trinitatis. 135 umngut entgegen. Da ſtunden dieſe Jungfrauen alle auf, udd,nie und ſchmückten ihre Lampen. Die Thorichten aber n, ud ſprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Oe⸗ ſergagin le, denn unſere Lampen verloͤſchen. Da autworteten Jlaude die Klugen, und ſprachen: Nicht alſo, auf daß nicht unns und euch gebreche, gehet aber hin zu den Kramern, „deralte uud kaufet für euch ſelbſt. Und da ſie hingingen zu rrngruütt kaufen, kam der Braͤutigam, undwelche bereit wa⸗ und Gett ren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thuͤr egtreue ward verſchloſſen. Zuletzt kamen auch die andern mhanin Jungfrauen, und ſprachen: HErr, HErr, thue uns medans Auf. Er antwortete aber und ſprach: Warlich ich raic 4* ſage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet, denn 4 lun zhr wiſſet weder Tag noch Stunde, in welcher des teehiter Menſchen Sohn kommen wird. ebet. , unddechab. Hon GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir hertzlich, daß du dgottſelgrt durch dein Wort und Svangelium, noch fuͤr und fuͤr alle Men⸗ g de Gert⸗ ſchen zur Hochieit deines Sohns berufen laͤſſeſt, und bitten dich, Ie e regiere unſere Hertzen durch deinen Heiligen Geiſt, daß wir allezeit hi in Oel in unſern Lampen halten, das iſt, Glauben und gut Gewiſſen — bewahren, auch bis ans Ende wachſen und munter ſeyn. Auf daß, itumunſ ni wenn der himmliſche Braͤutigam, unſer lieber Hörr Chriſtus, am Juͤngſten Taze wieder kommt, wir mit ihm zur Hochzeit des ewis 2 gen Lebens eingehen, und aus Gnaden ſelig werden, Amen. t. nachTint Epiſtel/ 2 Petr. 3. v. 3⸗13. 1,13. Mieben Bruͤder, wiſſet das aufserſte, daß in den letz⸗ lichemne ten Tagen kommen werden Spöotter, die nach maonen,uhg ihren eigenen Luſten wandeln; und ſagen: Wo iſt n. Aai die Verheiſſung ſeiner Zukunft? Denn nachdem die aten thort, Vaͤter entſchlafen ſind, bleibet es alles, wie es von An⸗ en, abt ſeu fang der Creatur geweſen iſt. Aber Muthwillens en aber nans wollen ſie nicht wiſſen, daß der Himmel vorzeiten auch npen. An war, dazu die Erde aus Waſſer und im Waſſer be⸗ raleſchiirh ſtanden durch GOttes Wort, dennoch wardzu der aber rade Zeit die Welt durch dieſelbigen mit der Suͤndfluth umt,gea verderbet. Alſo auch der Himmel jetzund und die 1 J 4 Erde, —* I Erde, werden durch ſein Wort geſparet, daß ſſe zun Feuer behalten werden am Tage des Gerichts, un Verdammniß der gortloſen Menſchen. ſey euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor den HErrn iſt, wie tauſend Jahr, und tauſend Jahr, wie ein Tag. Der HErr verzeucht nicht die Verheiſſung wie es etliche fuͤr einen Verzug achten, ſonderner hat Eines abet Lva — d Fewhadie Ah am Laget mEſes. erzween s, un wurfah Neeins Gedult mit uns, und wil nicht, daß jemand verloh⸗ Unde hzime ren werde, ſondern daß ſich jedermannzur Buſſe keyſ zue n⸗gſche Dieb in der Nacht, in welchem die Himmel zergehen werden mit groſſem Krachen, die Elemente aber wer⸗ den vor Hitze zerſchmeltzen und die Erde, und die Wer⸗ cke, die drinnen ſind, werden verbrennen. Sonundas alles ſol zergehen, wie ſollt ihr denn geſchickt ſeyn mit heiligem Wandel, und gottſeligem Weſen? Daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des HErrn, in welchem die Himmel vom Feuer zerge⸗ hen, und die Elemente vor Hitze zerſchmeltzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels, und einet neuen Erden, nach ſeiner Verheiſſung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Gebet. O barmhertziger, gnaͤdiger GOtt und Vater! wit dancken dir von Grund unſers Hertzens, daß du uns arme unwuͤrdige Suͤnder um JEſu Chriſti der⸗ nes lieben Sohns willen zu Gnaden angenommen, die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Le⸗ ben geſchencket haſt, und bitten dich, ſtaͤrcke und re⸗ giere unſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, auf Daß wir ſolches bis an unſer Ende feſtiglich glauben, auch in wahrer Buſſe hie zeitlich vor dir leben, und endlich ſelig werden, Amen. Folgen re. Es wird aber des HErrn Tag kommen, als ein ihre undfolget nenf i ging,ſahe jum a ohn Jebeß de, maff,m ihren licten un ſed dif udi 3 nach iehriſe u di von he deineſ i he Kärche anze 3 häſttrediae hinfofthbisansEn deineg in utnisvnde da hn Dortunz! ¹ demſe we Nalen Di Port. gern ales verha aundewigſel ucg iel/ and S won dert on omanme man e, Denn glaite irdvict k kein en ſcedu allenen einer V Denlen den Nan ſelignt 1. V nicht ſu en? L ſienet zport uchdi A—. d ͤſ mes——2 faunſ I(0) 197 ees Folgen die Feſt⸗und Apoſtel⸗Tage. 1 enſcen Cn vangel. am Tage Se. Andreaͤ/ Matt. 4. b. 18⸗22. dazenaun Is nun IEſus an dem Galilaͤtſchen Meer ging, Idtauſedie G ſahe er zween Bruͤder, Simon, der da heiſſet nctde S Petrus, und Andream ſeinen Bruder, die ten,ohen wurfen ihre Netze ins Meer, denn ſie waren Fiſcher. „daüſena Und er ſprach zu ihnen: Folget mir nach, ich wil euch rmannarg zu Menſchen⸗Fiſchern machen. Bald verlieſſen ſie Lagkonma, ihre Netze, und folgeten ihm nach. Und da er von dan⸗ de Himm nen fuͤrbaß ging, ſahe er zween andere Bruͤder, Jaco⸗ ſe Clewenn bum den Sohn Zebedai, und Johannem ſeinen Bru⸗ deErde un der, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedao, daß ſie brennen. Enn ihre Netze flickten, under riefihnen. Bald verlieſſen denngeſchhn ſir das Schiff und ihren utal⸗ und folgeten ihm ligem Weenach. ebet. len 9 HErr JEſu Chriſte, du Sohn des lebendigen GOttes! wir rel boc zu dancken dir von Hertzen daß du durch deine heilige Apoſtel deine Chriſtliche Kirche beſtellet, und das liebe Evangelium in der zerſchmettnn gantzen Welt haſt predigen laſſen, und bitten dich, gib uns auch Himmels, hinfort, und bis ans Ende getreue Prediger, ſtaͤrcke uns auch in theiſung undeinem Erkenntniß und Glauben, durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wir dein Wort uns nicht vergebens predigen laſſen, ſondern demſelbigen in allen Dingen folgen, auch um dein und deines Worts willen gern alles verlaſſen, und alſo bey dir bis ans Ende SOttun duverharren, und ewig ſelig werden, Amen. ſers⸗beßeℳq Epiſtel/ an die Roͤmer am 10. b. 10213. um gll 9o man von Hertzen glaubet, ſo wird man gerecht, znaden agme und ſo man mit dem Munde bekennet, ſo wird taketueman ſelig. Denn die Schrift ſpricht: Wer an ihn ndic ſintglaubet, wird nicht zu Schanden werden. Esiſt hie lanGikein Unterſcheid unter Jüͤden und Griechen, es iſt engeils lolaller zumalein Herr, reich üͤber alle die ihn anrufen. ndefſt an Denn wer den Namen des HErrn wirdanrufen, ſol itlchtoriſſeligwerden. Wie ſollen ſie aber anrufen, an den ſie werden, nicht glauben? Wie ſollen ſie aber glauben, von dem ſie nichts gehoͤret haben? Wie ſollen ſie aber hoͤren J/ vhne — 13 vangelium am Tage St. Thomaͤ. rine ohne Prediger? Wie ſollen ſie aber predigenwo ſi i n: Ahr nicht geſandtwerden? Wie dann geſchrieben ſtehet men indee Wie lieblich ſind die Fuſſe derer, die den Frieden ber ſein ineSie kuͤndigen, die das Gute verkuͤndigen. Aber ſie ſind glae dme nicht alle dem Evangelio gehorſam. Denn Jeſala ê Enmon ſpricht: HErr, wer glaubet unſerm predigen? Soſſhn ewell ſwd kommt denn der Glaube aus der Predigt, das Predi leſ. 2 Eeligſ gen aber durch das Wort GOttes. Ich ſage aber, dt hrrnüſh haben ſie es nicht gehoret? Zwar es iſt je in alle Lande) dnemnast ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Wor⸗ f ir gnädig und te. Gebet. n a nd mi ganzen Barmherbiger ewiger GOtt und Vater! wir ſa x n ahec gen dir Lob und Danck, daß du dein heiliges Eb⸗ n 5 Ludenne angeltum der gantzen Welt geoffenbaret, und bisger l ubdemn Kdenimmermeh deſſelben treue Diener gegeben, auch deinen Frieden i unnenrin durch ſie uns haſt verkuͤndigen laſſen, und bitten dch folitl/ an demuͤthiglich, du wolleſt durch deinen heiligen Geiſt g a ſeiſe G0t unſere Hertzen erleuchten, damit wir ſolche Predigt&(Fiachriſ, nicht wie die Juden verachten, ſondern mit Danck ge u em Seaen annehmen, und alſo im rechten Glauben und Be⸗ Guz m. Weet kenntniß deines lieben Sohns JEſu Chriſti taͤglich ſe eheder wachſen, auch darinn bis ans Ende verharren, und ſo pyrheligun ewig ſelig werden, Amen. U atuns teror Evangel. am Tage St. Thomã/ Joh. 20. v. 24,29, ſe ij ſurchJEſum Sbomas aber, der zwoͤlfen einer, der da heiſſet ſe a Pllens. 30 Zwilling, war nicht bey ihnen, da JEſus kam. di ſacheir un Da ſagten die andern Junger zu ihm: Wir haben den G ſen. HErrn geſehen. Er aber ſprach zu ihnen: Es ſey ſe otthinn denn, daß ich in ſeinen Haͤnden ſehe die Naͤgel⸗Maal, ³ bund Duc und lege meinen Finger in die Naͤgel⸗Maal, und lege oen, uhin meine Hand in ſeine Seite, wil ichs nicht glauben.(in undenené Und über acht Tage waren abermal ſeine Juͤnger bss ſchbon h⸗ drinnen, und Thomas mit ihnen: Kommt JEſus, da us ſien Geſſt die Thüren verſchloſſenwaren, und trit mitten ein as ſurzueahe und ſpricht: Friede ſey mit euch. Darnachſpricht ſt banig, und 49 ——————— Epiſtel am Tage St. Thomaͤ. 130 Si Th. dgn Uaglaubig. Thomas antwortete, und ſprach zuihm: un. Dn Mein HErr und mein GOtt. Spricht JEſus zu memngmmihm: Dieweil du mich geſehen haſt, Thoma⸗ ſo glau⸗ haügbeſt du. Selig ſind die nicht ſehen, und doch glauben. ſwe Gebet. cres ſtena Err GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen lieben n aleVitt. Sodn mir armen Suͤnder, Rath und Huͤlfe daſt ſchaffen wol⸗ ſen, ſey mir gnaͤdig, und hilf, daß ich des Unglaubens mich er⸗ wehren, und mit gantzem Vertrauen auf dein Wort begeben moͤ⸗ t und Vun ge Und, odu Sohn GOttes! der du den unglaubigen Thomas aßdudentehn ſolcher Suͤnde nicht ſtecken laſſen, ſondern ihm gnaͤdiglich ge⸗ ffenbartt ub olſen haſt, gib deinen heiligen Geiſt auch in mein ei„daß ich an 1, aucde deiner Gnade nimmermehr zweifele, ſondern durch feſten Glauben 1, Al ei auf deine Barmhertzigkeit ewig ſelig werde, Amen. laſen, whe Epiſtel/ an die Epheſer am 1. v. 36. ddenae Welobet ſey GOtt und der Vater unſers HErrn mit wirſec zuihm r Heliebten. Geber. rucuen Err GOtt himmliſcher Vater, wir ſagen dir ewig nſehededu Lob und Danck, daß du uns mit allerley geiſtli⸗ 1 9 N u'chen Segen, in himmliſchen Gütern, durch IEſum wil chnoi anſitten di wenanahnd beiligen Geiſt uns regieren, leiten und fuͤhren, een: Komn uf daß wir zu Lobe deiner herrlichen Gnade, allezeit e d unmär dir heilig, und unſtraͤflich in der Liebe wandeln, dach. dli, wohlgefaͤllig ſeyn, hie zeitlich und dort ewiglich, An Fa ſage euch; Ein Reicher wird ſchwerlich ins Him ſes Sßfünde,R melreich kommen. Und weiter ſage ich euch: Esij dent itegen Jeruſ leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe ger n undnahe be denn daß ein Reicher ins Reich GOttes komme. Oa tns ſch einlich das ſeine Junger hoͤreten, entſatzten ſie ſich ſehr, un die anundhoretee ſprachen: Je, wer kan denn ſelig werden? JEſu St. Rhulſwasber aber ſahe ſie an, und ſprachzu ihnen: Bey den Men, H a ſerbſſtdu⸗s ſchen iſts unmoͤglich, aber bey GOtt ſind alle Ding ſutes Aduberfolge nStachelles en: Herr, Ird un Haber ſpt ſprachzu ihnen: Warlich, ich ſage euch, daß ihr, die ihrmr E adwirdman hanneraber Wenl Herr⸗ de s ſwarenerſtar lichkeit, werdet ihr auch ſitzen auf zwoͤlf Stuͤhlen, me d ſahen tien und richten die zwoͤlf Geſchlechte Iſrael. Und wer anen ſder Erde; verlaͤſſet Haͤuſer, oder Bruͤder, oder Schweſtern, ſa„(niewand. oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, ruſdführeten: oder Aecker, um meines Namens willen, der wirds d penictſehen hundertfältig nehmen, und das ewige Lebenererben, Ee ſler eindü Aber viel, die da ſind die erſten, werden die Letzten, und A zudemſor die Letzten werden die Erſten ſeyn. mer ſrrach eee ieeFeſheae Sebet.„., lik dasau Vihm: Stet Err GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir hertzlich, daß ds des dſttoeR uns durch dein heiliges Wort, zum Erkenntniß deines Sohns, o unſers HErrn Jsſu Chriſti ſo gnaͤdig berufen haſt, und bitten dich achSaulo,, erhalte uns in ſolchem bis an unſer Ende, und ſtaͤrcke unſere Hei es ſtet Und at, tzen, durch deinen heiligen Geiſt, daß wir uns davon keine Truͤh gmen Anania ſal laſſen abwenden, ſondern um deines Namens willen, Vatel, 4e gfihnlegen Mutter, Bruͤder, Schweſter, Kinder, Haͤuſer, Aecker und alles ns ſcher ant was wir haben, gern verlaſſen, dort aber hundertfaͤltiges dafuͤr en⸗. ntiwor pfangen, und das ewige Leben ererben, durch JEſum Chriſtum de tondieſen nen Sohn, unſern HErrn, Amen, Amen. Epiſta — Pauli Bekehrung. 141 6 Epiſtel am Tage St. P , direna v. I52I. inderolnoſe SſchichrainZ b dee e Epiſtel, in der Apoſt mit Draͤuen u Anddrenze Epiſte aber Weuadbete auch, des HErrn, und ee enennwear ehee dwineſnennene b. 33,b.: Hohenprieſt if daß ſo er et! 5 ee Panaeenee— Fn Lun ſdeed, 353 bur⸗ ardſtaſtres Weges fünde, Mä Und da er au Weß alem. leuchtete kt ageahen fuͤhrete gen Jeruſ Damaſcon kam, umlen f rch en Ra und nahe bey immel. Und er ſiel auf ha dß uich einn iche van Humn je ſprachzu ihm: jGotnimhn plotlich ein Lichtb timme die ſprachzutl. ſaeteniyſtach rete eine Stimme?Eraber ſprach: tſaztenſeſtedie Erde, und Meprefidec dumich? Eral bin JE⸗ nſiignann Saul, Saul,was 2 Der Hrr ſprach: Ich bin I — 12 Der HErn zer werden, Künen BHErr, ner biſt dn eſt. Es wird dir ſchwer d Attdes.. tZittern donſiſus, den du verfaefen. Under ſyrach vrhun ſoll? ru undinwider den Shupe Swilt du, das ich thun ſoll d Niiſf ſ ird man dir ſa⸗ hrten waren, ſtun⸗ dapann Dfe dndnr erſtarret, denn ſie hürben richtete ſich ſem Stuleden und ddhen niemand. Saulus abe thät ſr Augen auft 7 gen aufmſäne, und ſahe de; und als er ſeine bey der ecte gſegl ar er Erde; und hmen ihn aber bey atteJiu auf von niemand. Sie nahm ſcon. Und er war Hand, und fuͤhr daß nicht, undtr derWeherHand icht ſehend, und a ro, mit Namen Se aer enen arde deenens nräh dasenigegäeEs war dem ſprach der H rr. Der Herr Ananias, zu: Hie bin ich, Herr. D werdendecelr Und er ſprach: H ehin in die Gaſſe, 7 a. 3. eauf, und geh 1 Hauſe i rachzuihm: Steheg e, und frage in dem Hauſ 1b iſſet die Richtige, von Tarſen: denn ſi⸗ dutaniezzie da he Saulo, mit Namen von te einen Mann, Ln adedah eaneenitpaſeetun en, unddte daninzi nhe er betet. Un nias, zu ihm hinein komm L A Ende/ un ſ nit Namen Ana d ßer wieder ſehend w. dißwirwöhunbe ihn legen, daß abe von vielen us inas dandauſch aufiwortete g der, uh habeg er deiten 1 er, Häcſet Aoh 2 3 enasehöret von dieſem M Hei — ducerd Ann — ie an 142 Epiſtel am Tage St. Pauli Bekehrung. Plagin Heiligen gethan hat zu Jeruſalem. Under hatal n gaude aane hie Macht von den Hohenprieſtern, zu binden alle d! deinen Namen anrufen. Der HErr dudenaiede N Gehe hin, denn dieſer iſt nur ein auserwaͤhlter Nuſ enn Zeug, daß er meinen Namen trage vor den Heyden te und vor den Koͤnigen, und vor den Kindern von q ner 5 60d, Teufel u andenenhe Jaul bisc Amen. V — gelium an rael. Ich wil ihm zeigen, wie viel er leiden muß in* Kene meines Namens willen. Und Ananias ging hin. und kam in das Haus, und legete die Dandenaſhn A und ſprach: Lieber Bruder Saul, der HErr hat mih geſandt,(JEſus, der dir erſchienen iſt auf dem We⸗ In ge, da du herkameſt,) daß du wieder ſehend undmit(A. dem heiligen Geiſt erfuͤllet werdeſt. Und alsbald ſial de es von ſeinen Augen, wie Schuppen, und er ward wie N der ſehend, und ſtund auf, ließ ſich taufen, und nahm ll Speiſe zu ſich, und ſtarckete ſich. Saulus aber war 6 etliche Tage bey den Juüngern zu Damaſco. Und als⸗ i bald predigte er Chriſtum in den Schulen, daß der⸗ u ſelbige GOttes Sohn ſey. Sieentaatzten ſich aber na⸗ alle, die es hoͤreten, und ſpr: Iſt das mi dr. ite h d ſprachen: Iſt das nicht, der drr pereäutwor err ſen Todrich zu Jeruſalem verſtoͤrete alle, die dieſen Namenan⸗ ruſen; und darum herkommen, daß er ſie gebunden fuͤhrete zu den Hohenprieſtern? Saulus aber ward. je nehr kröftiger, und Trieh de Zuͤden ein, diezu Da, de maſco wohneten, und bewaͤhrete es, daß dieſer iſt der Chriſt. Gebet. 3 ſeſ t dieTage 3 e ſe kamen/ 4 aufdaß eun geſchie „N:Alerley Me brickt, ſoll „ ſiegabenda 4 11 B 2 auben.— mundgotte raeh undder es HErrng esin den? deeEltern nußſiefür Barmhertziger GOtt, gnaͤdiger Vater! es ſage deſ ede,dnat der heilige Apoſtel Paulus ſelber, ihm ſey darum keis ſtt undſſ Barmhertzigkeit wiederfahren, auf daß dein lieber Dan ſärieſt Sohn, unſer HErr JEſus Chriſtus, an ihm erzeige u (e ugenhaben te alle Gedult, zum Exempel denen, die an ihn glaus duts betiſtt ben ſolten zum ewigen Leben. Daß du nun ſolche dei la de hende d Ott himmiſ 12 andhereiteth denes ſalſchn. S ne uͤberreiche Gnade uns in deinem Wortoffenbareſt und anbieteſt, dafuͤr dancken wir dir hertzlich, und bitten demuͤthiglich, erleuchte und regiere unſete her en 4 — Evangel. am Tage Mariaͤ Reinigung. 1 dern unlzen durch deinen beiligen Geiſt, daß wir ſolche Gna⸗ uinade mit Glauben annehmen, unduns der, wieder Mirſynt Sund, Tod, Teufel und Hoͤlle troͤſten, das Leben beſ⸗ mnauzentſern, und in deinem heilſamen Erkaͤntniß, und in der Evangelium am Tage Maria Reinigung/ id Anmihe Luc. am 2. v. 22⸗32. ſerde i nd da die Tage ihrer Reinigung nach dem Geſetz aulder Heꝓε‿᷑☛ Moſe kamen, brachten ſie das Kind JEſu gen hjeneniſtan Jeruſalem, auf daß ſie ihn darſtelleten dem HErrn. wwieder cſagC Wie denn geſchrieben ſtehet in dem Geſetz des ddeßt UdHdERRN: Allerley Maͤnnlein, das zumerſten die ppen unden Mutter bricht, ſoll dem HErrn geheiliget heiſſen.) e, dioier ſolte den Todnicht ſehen, er haͤtte denn zuvor den ) Saule Chriſt des HErrn geſehen. Und kam aus Anregen eaidenenudes Geiſtes in den Tempel.. ee, direUnd da die Eltern das Kind IEſum in den Tempel ſele s, mrachten, daß ſie fuͤr ihn thaͤten, wie man pfleget nach Jier Vuem Geſetze, da nahm er ihn auf ſeine Arme, und lo⸗ d putbete GOtt, und ſprach: HErr, nun laͤſſeſt du deinen öſe 1 Diener in Friede fahren/ wie du geſagt haſt. Denn 1, rmeine Augen haben deinen Heyland geſehen, welchen eſtus mnhu bereitet haſt vor allen Volckern, ein Licht zuer⸗ Hndu uchten die Heyden, und zum Preis deines Volcks Iſrael. ebet. reWarni Err GOtt himmliſcher Bater, der du deinen Sohn uns zum wir drrerzo Heyland bereitet haſt, daß er der Heyden Licht, und der Ju⸗ noreger nſhen Preis ſoll ſyn. Wir bitten dich, erleuchte unſere Hertzen, is cti. der Gin Lection, Malachia am 3. v. 1⸗4. der E undhaſ Ja, zu ſeinem Tempel der HErr, den ihr ſuchet, und da dr. a 8 s Bund e Poo und daſer un iiemandt Engel des Bundes, des ihr begehret. Siehe, e n nennd kommt, ſpricht der HErr Zebaoth. Wer wird abe den Tag ſeiner Zukunft erleiden moͤgen? Und ei H wie das Feuer eines Goldſchmiedes, und wie die Se fe der Waͤſcher. Er wird ſitzen und ſchmeltzen, und die Kinder Levi reinigen und laͤutern, wie Gold und de Süber, denn werden ſie dem HErrn Speisopie nCh bringen in Gerechtigkeit, und wird dem HENRN 3 undle wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jeruſalem, J ⁶ wie vorhin und vor langen Jahren. atad. Geber. wir den Hörr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken ditſe nieſ billig von Grund unſers Hertzens, daß du deinen naf Sohn JEſum Chriſtum uns zu gut in die Weltge⸗ agten n ſchicket, und einen ewigen Gnaden⸗Bund in ihmmit ſſan uns aufgerichtet haſt, und bitten dich demüthiglich, lͤcte uwemesd aeiiralle, d wird beſtehen, wenn er wi inen? i Werh ſtehen, we vird erſcheinen? Denner iſt ſhwie erpücen mwon wir,d Gun mein; Sldtt himmüſe eſum ehri alteuns be⸗ 31 und Verſ 1 ſondern in a Derts zwie ee hritum nuchzudein auch hied z ſten wolle du wolleſt uns durch deinen heiligen Geiſt erleuchtn Er ndetal und regieren, damit wir ihn nicht, wie die gottloſen hne n Tagen Juden, läſternoder verachten, ſondern füͤr unſain e du orlc Heyland erkennen, und mit Freuden annehmen, und Nantea daufehe uns durch ſein Wort der Sunden halben gern ſtrafen Mimu dBrid laſſen, und des heiligen Creutzes ja nicht beſchweren, werden ahe zu ſondern in Chriſtlicher Gedult und Glauben bis and durchen Nund Ende verharren, undendlich auch, wenn das ſelige gangeme derer, Stuͤndlein kommt, in Fried und Freud dahin fahren⸗ ni 1ian hlet, kom V und ewig ſelig werden, Amen. Evang am Tage St. Matthia, Matth. 11. b.5730 3) komn Diefer ungennet, ohn, ento iga orſten lürgn Evangelium am Tage St. Matthaͤi. 145 de Sinde SDu der ſelbigen Zeit antwortete JEſus, und ſprach: ucinſänn Ich preiſe dich Vater, und HErr, Himmels und anz,dug der Erden, daß du ſolches den Weiſen und Klugen ver⸗ 1 enda iborgen haſt, und haſt es den unmuͤndigen offenbaret. Undbad Ja, Vater, denn es iſt alſo wohlgefaͤllig geweſen vor den priaht dir. Alle Dinge ſind mir uͤbergeben von meinem Va⸗ begegte ater. Und niemand kennet den Sohn, denn nur der boot). BerVater, und niemand kennet den Vater, denn nur der den woa Sohn, und wem es der Sohn wiloffenbaren. Kom⸗ erſcena dmet her zu mir alle, die ihr muͤhſelig und beladen ſeyd, niedes uhnich wil euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch, den und ſhnund lernet von mir, dennich bin ſanftmuthig, und von läutern,urHertzen demuͤthig, ſo werdet ihr Ruhe finden fur eu⸗ autern, ueg 8 en Hemere Seele, denn mein Joch iſrſannt, und meine kaſt iſt mann ERR GOtt himmliſcher Vater, der du durch deinen lieben Nee Sohn, Isſum Chriſtum, dich uns haſt offenbaret. Wir ahren. bitten dich, erhalte uns bey deinem ſeligen Wort bis ans Ende, daß — wir der Weiſen und Verſtaͤndigen in der Welt aͤrgerlichen Exempel Vater,inwnicht ſolgen, ſondern in allerley Creutz und Leiden, ſo uns von Herzen Pwegen deines Worts zuſtehet, uns feſt an den Troſt halten, daß Mehenb,Ohidu uns IEſum Chriſtum deinen Sohn geſchencket, und zu eigen s zu gutiniigegeben, uns auch zu deinen Kindern angenommen haſt, und ewig naden⸗Buhifelig machen, auch hie durch den heiligen Geiſt und liebes Wort, itten dchdm ſtärcken und troͤſten wolleſt, Amen. HeiligenGete Epiſtel, in der Apoſtel Geſchicht am 1. v. 15-26. nich, unech. nd in den Tagen trat auf Petrus unter die Jun⸗ ten, onent Kkr⸗ und ſprach:(Es war aber die Schaar der rraudeen Namen zu Haufe bey hundert und zwantzig) Ihr 4 Kaakar Männer und Bruͤder, es muſte die Schriſt erfuͤllet ndannnwerden, welche zuvor geſagt hat der heilige Geiſt, tzes u durch den Mund Davids, von Juda, der ein Vor⸗ zaͤnger war derer, die IEſum fingen. Denn er war hauch, dunit uns gezahlet, und hatte diß Amt mit uns uͤber⸗ undöracieommen. Dieſer hat erworben den Acker um den en. ungerechten Lohn, und ſich erhencket, und iſt mitten hunathuhentzwey geborſten, und ale ſein Eingeweide areege uͤctet — —½ — — == — —=—= —— ¼¾ den Evang. am Tage der Verkuͤnd. Mariaͤ. 147 den alen,do— age l Tlnd im ſechſten Mond ward der Engel Gabriel ge⸗ no, duta ſandt von GOtt, in eine Stadt in Galilaͤ, die deben mgin eiſſet Nazareth, zu einer Jungfrauen, die vertrauet de verden, wwar einem Manne, mit Namen Joſeph, vom Hauſe undſugſ Davids, und die Jungſrau hieß Maria. Und der nun anem Engel kam zu ihr hinein, und ſprach: Gegruͤſſet ſeyſt ſenſin, nadu Holdſelige, der HErr iſt mit dir, du Gebenedey⸗ eununſcte unter den Weibern. Da ſie aber ihn ſahe, erſchrack hammm,ulie üͤber ſeine Rede, und gedachte, welch ein Gruß iſt renſt andas? und der Engel ſprach zu ihr: Fuͤrchte dich nicht, Xn. A Maria, duhaſt Gnade bey GOtt funden. Siehe, rins a duwirſt ſchwanger werden im Leibe, und einen Sohn Vermnu gebähren, deß Namen ſolt du JEſusheiſſen. Der veratfwird groß, und ein Sohn des Hochſten genennet wer⸗ Knomnden. Und GOtt der HErr wird ihm den Stuhl ſei⸗ ſen dwaanes Vaters Davids geben. Und er wird ein Konig m damnäſeyn uber das Haus Jacob ewiglich, und ſeines Ko⸗ anſennon nigreichs wird kein Ende ſeyn. Da ſprach Maria zu dasteeſt dem Engel, wie ſol das zugehen? Sintemal ich von netzu daeſkeinem Manne weiß. Der Engelantwortete, und prach zu ihr: Der heilige Geiſt wird uͤber dich kom⸗ Vane, uhenen, und die Kraft des Hoͤchſten wird dich uͤberſchat⸗ anheligeiren, darum auch das Heilige, das von dir gebohren jganzenvird, wird GOttes Sohn genennet werden. Und eufelunennſehe, Eliſabeth deine Gefreundin iſt auch ſchwanger ndbitent nit einem Sohn in ihrem Alter, und gehet itzt im geher, mſechſten Mond, die im Geſchrey iſt, daßz ſie unfrucht⸗ udheilgenbhar ſey. Denn bey GOtt iſt kein Ding unmoͤglich. chdurchdenearta aber ſprach: Siehe, ich bin des HErrn Magd, ederzetdybnir geſchehe, wie du geſagt haſt. Und der Engel ſchied uegmen moon ihrt. Gebet. lich ewi aErr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir vor deine un⸗ n ſanhe ausſprechliche Gnade, daß du uns arme Suͤnder bedacht, und „Sohnuu keinen Sohn in unſer Fleiſch geſchickt, und um unſernt willen haſt ſſen Menſch werden, und bitten dich, du wolleſt durch deinen erkändigungeiligen Geiſt unſere Hertzen alſo erleuchten, daß wir uns ſeiner 6⸗ 39, K 2 Menſch⸗ g.am Tage St. Philippiu. Jacobi. 0ui Ä — — — G, — — — — — — 18 An — * 2 & A ⏑ 8 — —½ — winden, und endlich ewig ſelig werden, Amen. Evangel. am Tage St. H Kleinern/ Joh. am 14. v. 1⸗ 14. Eſus ſprach zu ſeinen Jüngern: Euer ſchrecke nicht. Glaubet ihr an GOtt, ſo bet ihr auch an mich. In meines Vaters Hau hilippi und Jacobides 889 a2ſ 1 Chrg ſs Herßzer uh 4 glau ur = —= — — —— — n M 6 —— de itdwh e au deß ir 1 dwiſeti u 4 —.— ———— —— — — — 1 11 1 = X 6 — — Wat, undwie — — — im udde Vat der ac rd, de Dauc ittber, drin. derl 4. Glabetm den imrit, we Äne n egwlen 4 7¹ Wagr ſtetwaden 1„( ktpenichag Ulamnie dnge ſe ſind) 93 litim 1n Ag dn, = — — —= — S dünan Evang. am Tage St. Philippi u. Jacobi. 149 ſe a nic dennehnar ahviel Wohnungen. Wenns nicht ſo waͤre, ſo wolt ich ſnnadn m zu euch ſagen: Ich gehe hin, euch die Stättezu be⸗ 17b,w reiten. Und ob ich hingehe, euch die Stäͤtte zu be⸗ nalzuahesa reiten, wil ich doch wieder kommen, und euch zu mir tom Heynh nehmen, auf daß ihr ſeyd, wo ich bin. Undwo ich öll, dad hingehe, das wiſſet ihr, und den Weg wiſſet ihr auch. Ic wluntt Spricht zu ihm Thomas: HErr, wir wiſſen nicht, erſuce dn wo du hingeheſt, und wie koͤnnen wir den Weg wiſ⸗ aufe Dchden ſen? IEſus ſpricht zu ihm: Ichbin der Weg, die ſedinrn Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Darum onn Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich kennetet, Sri e ſo kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an enSän a kennet ihr ihn, und habet ihn geſehen. Spricht zu Bun 5 ihm Philippus: HErr, zeige uns den Vater, ſo ge⸗ nem nuͤgetuns. IEſus ſpricht zuthm: Solange bin ich dderveſm bey euch, und du kenneſt mich nicht? Philippe, wer Rnahe lam mich ſiehet, der ſiehet den Vater: Wie ſprichſt du n,widdelt denn, zeige uns den Vater? Glaubeſt du nicht, daß ich ſeinenman im Vater, und der Vater in mir iſt? Die Worte, t. die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir ſelbſt. rGOt mn Der Vater aber, der in mir wohnet, derſelbige thut nd Dant di die Wercke. Glaubet mir, daß ich im Vater, und nJEſumht der Vater in mir iſt; wo nicht, ſo glaubet mir doch „und unen um der Wercke willen. Warlich, warlich, ich ſage runs hatin euch: Wer an mich glaubet, der wird die Wercke auch heilige i thun, die ich thue, und wirdgroͤſſere denn dieſe thun: deinen Sohn Denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten wer⸗ del und doo det in meinem Namen, daß wil ich thun, auf daß der lich zuneemnn Vater geehret werde in dem Sohne. Was ihr bitten däilevi werdet in meinem Namen, das wil ich thun. N, N Gebet. umnwi⸗ Err GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir, daß du deinen 1l. e gnaͤdigen Willen und liebhabendes Hertz uns in deinem Sohn am 14. Chriſto IEſu ſo klaͤrlich angezeiget haſt, und bitten dich, du wolleſt üngern n uns in ſolchem Erkäntniß von Tagezu Tage laſſen wachſen, auf daß ttihranbol wir in allerley Anfechtung uns damit troͤſten, und durch ſolche ies Vhund Hoffnung alles uͤberwinden, und endlich ſelig werden, Amen. h K 3 Epiſtel, ————— ͤͤͤöͤö—öͤ— — 15—m nn. 9 qoß 150 Ev. am Tage St. Johannis des Taͤufers. 2 mdn. . Epiſtei, an die Epheſ. am 2. v. 19⸗22. 4 ſalkd Wieben Bruͤder, ſo ſeyd ihr nun nicht mehr Gaͤt atueh uyu — und Fremdlinge, ſondern Buͤrger mit den Heiſ anftg. ig⸗ ligen, und GOttes Hausgenoſſen, erbauet auf den du ndinu Grund der Apoſtel und Propheten, da IEſus Chr⸗ a eennadn. ſtus der Eckſtein iſt, auf welchen der gantze Baui iür Ad einander gefuͤget, waͤchſet zu einem heiligen Tempel i öſbeulne in dem HErrn. Auf welchen auch ihr mit erbauet eihdhen, werdet, zu einer Behauſung GOttes im Geiſt. ttudelſt . Gebet. 2 tten ornd Achlieber himmliſcher Vater! lehre uns durch dei ednde nen Geiſt erkennen, welches derjenige Dienſt ſey, wUuͤſanr elgen der dir gefaͤllig iſt, daß wir ihn in nichts vergangli⸗ uunintelde chem, nach Menſchen Lehre und Geboten ſuchen, ſon⸗ irſezunded dern bey deinem Worte und Geboten ſtets bleiben,da ſim uni durch dir zu einer wohlgefaͤlligen Behauſung erbauet ſuen dna werden, und dir im Geiſt und in der Wahrheit recht⸗ unm, unzu ſchaffen dienen moͤgen, um JEſu Chriſti willen, Am. binzu Evangelium am Tage St. Johannis des Taͤufers, luwinceli Lucä am 1. v. 57⸗80. e ſt. Undd,8 gehnd Eliſabeth kam ihre Zeit, daß ſie gebaͤhren ſolte; a ſtianteiſe d uw und ſie gebahr einen Sohn. Und ihre Nach⸗ ufertt barn und Gefreundten hoͤreten, daß der HErr groſe geetem Barmhertzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten fud. da ſich mit ihr. Und es begab ſich am achten Tage ka⸗ eeben men ſie, zu beſchneiden das Kindlein, und hieſſen ihn u aunüh nach ſeinem Vater Zacharias. Aber ſeine Mutter in ſinnyitr antwortete, und ſprach: Mit nichten, ſondern er ſoll n iimieglſer Johannes heiſſen. Und ſie ſprachen zu ihr: Iſt doch daslannu niemand in deiner Freundſchaft, der alſo heiſſe. Und Rerindewbi ſie wincketen ſeinem Vater, wie er ihn wolte heiſſen wwuöd laſſen. Und er forderte ein Jaͤfelein, ſchrieb und ſprach: Er heiſſet Johannes. Und ſie verwunder⸗ 9) Pdtiwen ten ſich alle. Und alsbald ward ſein Nund und ſeine imſennn Zunge auſgethan, und redete/ undlohete GOtt. lin i inn 1 es„m nieſaa —— jannied 1 8— u Ev. am Tage St. Johannis des Taͤufers. 151 zenunt es kam eine Furcht uͤber aue Nachbarn; und diß Ge⸗ inPlrgan ſchichte ward alles ruchtbar auf dem gantzen Jüdi⸗ enoſen, ei ſchen Gebirge. Undalle, die es höreten, nahmens yheten dn zu Hertzen, und ſprachen: Was meineſt du, wil aus dganu dem Kindlein werden? Denn die Hand des HErrn nd Geboteri Reboten ſit igen Behauie 6. Aberint die da ſitzen in Finſterniß und Schatten des Todes, tnicken eir und richte unſere Fuͤſſe auf den Weg des Friedens. drachenzulhe d 5 drabin ſte, und war in der Wuͤſten, bis daß er ſolte hervor wieerint treten, vor das Volck Iſrael. diftin, t 3 err GOtt himmlt Sebes iFeffoſr amn Hers nnd ſeten rr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir von Hertzen, vor . undſ—₰) deine groſſe Gnade, daß du es bey der Geſetz⸗Medigt nicht atdſen unepaſ laſſen bleiben, ſondern den heiligen Johannem geſchickt, daß rundlohebeler auf Ehriſtam mit ſeinem Finger weiſen, und Vebebung der 4 Suͤnde, — 15 — Evang. am Tage St. Petri und Pauli. 2. wmard Suͤnde, Heiligkeit und Gerechtigkeit durch ihn, unsverheiſſenc,, an En te. Wir bitten dich aber auch, du wolleſt durch deinen Heiligen Geiſt unſere Hertzen erleuchten, daß wir ſolche Gnaden⸗Predigtdes heiligen Johannis mit rechtem Glauben annehmen, und dir ohne Furcht in Heiligkeit und Gerechtigkeit, dienen unſer Lebenlang, An. Lection, Jeſaia am 40. v. 1⸗5. 1 roͤſtet, troͤſtet mein Volck, ſpricht euer GOtt. = Redet mit Jeruſalem freundlich, undprediget ihr, daß ihre Ritterſchaft ein Ende hat. Denn ihre Miſſethat iſt vergeben: Denn ſie hat zwiefaͤltiges em⸗ pfangen von der Hand des HErrn umalle ihre Suͤn⸗ de. Es iſt eine Stimme eines Predigers in der Wi⸗ ſten, bereitet dem HErrn den Weg, machet auf den Gefilde eine ebene Bahn unſerm GOtt. Alle Thal ſollen erhoͤhet werden, und alle Berge und Huͤgel ſol len erniedriget werden, und was ungleich iſt,ſoll eben, und was hockericht iſt, ſoll ſchlecht werden. Denn die Herrlichkeit des HErrn ſoll offenbaret werden, und alles Fleiſch mit einander wird ſehen, daß des HErrn Mund redet. Gebet. — f pbüu uͤie 1 3 de ene achen llche Denden. zereriasderd n: Wrrſauet kmorget hes lchendigen te und ſe manasSoh, Ataferdere. ldic wye ſenſenwli tten der Hol wi dr ds. — ursduaui E Kaeuderſe d, ſlauch Hörr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken de inn aa von Hertzen, daß du uns in deinem Sohne, un⸗uramlns ſerm HErrn JEſu Chriſto, Vergebung der Suͤnden Auzi en zugeſagt, und ſolche troͤſtliche Predigt durch Johan⸗ meinin nem den Jaͤufer geoffenbaret haſt, und bitten dichde⸗ im oijn muͤthiglich, regiere und erleuchte unſere Herzgen 3— durch deinen heiligen Geiſt, daß wir ſolche Predigt eunmi annehmen, und durch wahre Buſſe deinem Sohnden pitg ne Weg bereiten, auf daß er mit allen Gnaden bey uns t deihiezi einziehen, und bis ans Ende wohnen koͤnne, und wir Knde anec alſo zwiefaͤltiges, das iſt, Gnade und Wahrheit von. ita deiner Hand empfangen, und endlich auch ewig ſelils ſn l werden, durch denſelben deinen Sohn, unſern HErrn an ſiiram IEſum Chriſtum, Amen. reanden Evangelium am Tage St. Petri und Pauli/ egern Matth. am 16.v. 13,19. 73 Pünten 3. tt 4 6 m Evang. am Tage St. Petriund Pauli. 153 uvelſf uin Sa kam IEſusin die Gegend der Stadt Caͤſarea aeſieäna Philippi, und fragte ſeine Junger, und ſprach: mutnunmn Wer ſagen die Leute, daß des Menſchen Sohn ſey? 3 naumi Sie ſprachen: Etliche ſagen, du ſeyeſt Johannes der olt 40,d. Taͤufer: Die andern, du ſeyeſt Elias: Etliche, du jhpritterſeyeſt Jeremias oder der Propheten einer. Er ſprach teundlic, wzu ihnen: Wer ſaget denn ihr, daß ich ſey? Da ant⸗ ein Erdehar wortete Simon Petrus, und ſprach: Dubiſt Chri⸗ unſiehat weſtus, des lebendigen GOttes Sohn. Und JEſus HErrnumakantwortete, und ſprach zu ihm: Selig biſt du Si⸗ nesprediernmon, Jonas Sohn, denn Fleiſch und Blut hat dir den Weg wtedas nicht offenbaret, ſondern mein Vater im Him⸗ nſerm Got. mel. Und ich ſage dir auch: Dubiſt Petrus, und all Bereu auf dieſen Felſen wil ich bauen meine Gemeine, und wasungecht die Pforten der Hoͤllen ſollen ſie nicht uͤberwaͤltigen. lſchlecht nehe Und ich wil dir des Himmelreichs Schluͤſſel geben. nſolloferzr Alles, was du auf Erden binden wirſt, ſoll auch im nerniͤſn Himmel gebunden ſeyn, und alles, was du auf Erden Gebet. loͤſen wirſt, ſoll auch im Hiwunelloß ſeyn. * 65 ebet. Vat, nn limaͤchtiger, ewiger GOtt, wir dancken dir, daß du uns zum Er⸗ ns indeinené l kaͤntniß deines lieben Sohns haſt kommen laſſen, und bitten Vergehungin dich, weil doch der Satan auf allen Seiten wider uns ſichtet und che Predigtdut von ſolchem Erkäntniß uns begehrt zu bringen, du wolleſt durch an mſ aenangeranahttzeteidenſgaenme s rhahten Chriſtum JEſum deinen lieben Sohn, unſern HErrn, Amen. Befeunn Epiſtel, in der Ap. Geſch. am 12. v. 1⸗II. vlſenees hm dieſelbige Zeit legete der Koͤnig Herodes die nit alln dun E Haͤnde an ekliche von der Gemeine zu peinigen. rnchnan Er tödtete aber Jacobum, Johannis Bruder, mit Hnadeun dem Schwert. Und da er ſahe, daß es den Juͤden id endlihult gefiel, fuhr er fort, und fing Petrum auch. Es wa⸗ rn Sohnuſg ren aber eben die Tage der ſuͤſſen Brode. Da erihn nungriff, legete er ihn ins Gefaͤngniß, und uͤberant⸗ tpetnuy wortete thn vier viertheilen Krieges⸗Knechten, ihn zu „, 1309, bewahren, und gedachte, ihn nach den Oſtern dem K f Volcke ———y———— ———— 154 Epiſtel am Tage St. Petri und Pauli. 2 eumde Volcke vorzuſtellen. Und Petrus ward zwar im emunen Gefängniß gebalten; aber die Gemeine beiete ohne i maͤ Aufhoͤren fuͤr ihnzu GOtt. Und da ihn Herodes wol⸗ 8 uuten udg te vorſtellen, in derſelbigen Nacht ſchlief Petrus zwi⸗ Fen ſchen zween Krieges⸗Knechten, gebunden mit zwo Den Ketten, und die Hüter vor der Thuͤr huteten des Ge⸗ ing faͤngniſſes. Und ſiehe, der Engel des HErrn kam da ae her, und ein Licht ſchien in dem Gemach; und ſchlug ueie Petrum an die Seite, und weckte ihn auf und ſprach: obchägen Stehe behends auf. Und die Ketten fielen ihm bon isnlit ſeinen Haͤnden. Und der Engel ſprach zu ihm: Gür⸗ en ſtabſch, te dich, und thue deine Schuh an. Und er thaͤt alſo. en ſhipiteda Und er ſprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich, laddeheln und folge mir nach. Under ging hinaus, und folge⸗ ut:Gebend te ihm, und wuſſte nicht, daß ihm wahrhaftig ſolches haadeneſt geſchahe durch den Engel; ſondern es dauchte ihn, er unt mu ſaͤhe ein Geſichte. Sie gingen aber durch die erſte ſumetewm und andere Hut, und kamen zu der eiſern Thuͤr, wel Grlſesgerae che zur Stadt fuͤhret, die thaͤt ſich ihnen von ihr ſel⸗ un ſenlele d ber auf, und ſie traten hinaus, und gingen hin eine dmneowi Gaſſe lang; und alſobald ſchied der Engel von ihm. ſendem H Und da Petrus zu ihm ſelber kam, ſpracher: Nun ⸗ ketſcerde weiß ich wahrhaftig, daß der HErr ſeinen Engel ge⸗( dtts, nenes ſandt hat, und mich errettet aus der Hand Herodis, ³ geetſeme und von allem Warten des Juͤdiſchen Volcks. en ſamoheügr Gedbet. t pſedaxan gnaͤdiger GOtt und Vater, wir dancken dir von ½ ntan — Hertzen, daß du den Apoſtel Petrum ſo gnaͤdig⸗ uü perürudſi lich aus der Hand des Tyrannen Herodis, und von al⸗(Gevatmt lem Warten des Judiſchen Volcks errettet, und dei⸗„in pindirir ner Kirchen zu gut, laͤnger im Leben erhalten haſt, und rontune dieweil der leidige Teufel noch heutiges Tages gleich⸗ nergnſü fals wider deine Kirche, und derſelben treue Lehrer, di ſler. Gh wutet und tobet, bitten wir dich hertzlich, du wolleſt l fon die mit deinem vaterlichen Schutz gnaͤdig ob uns hulten, n otern,) allen—e — V 3 E 1 4 obooo J reuhh Evang. am Tage Mariaͤ Heimſuchung. 155 decgenn dallen Ketzern und Tyrannen ſteuren und wehren, uns Unddoſ auch Gnade geben, daß wir dein Wort fleiſſig hoͤren, Aaitinim Glauben und guten Werckenzunehmen, und end⸗ ten, g alich auch ewig ſelig werden, durch IEſum Chriſtum dene Keuna unſern HErrn, Amen. der ſtot. 4„ in en Evangelium am Tage Mariaͤ Heimſuchung. man. Luc. am 1. v. 39⸗56. ecteijng MWaria aber ſtund auf in den Tagen, und ging auf enaſnſEee das Gebirge endelich zu der Stadt Juda. Und ſ 3. winin kam in das Haus Zacharias, und gruͤſſete Eliſabeth. ohreden Und es begab ſich, als Eliſabeih den Gruß Maric ſn detyorete, huͤpfete das Kind in ihrem Leibe. Und Eli⸗ deinen mfabeth ward des heiligen Geiſtes voll, und rief laut, gnghinan,und ſprach: Gebenedeyet biſt du unter den Weibern, ſihn wayren und gebenedeyet iſt die Frucht deines Leibes. Und onderneht woher kommt mir das, daß die Mutter meines gen aherut HErrnzu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme zu dereſenn deines Gruſſes horete, huͤpfete mit Freuden das Kind dätſch hmn in meinem Leibe. Und o ſelig biſt du, die du geglau⸗ dus, undgnnbet haſt, denn es wird vollendet werden, was dir ge⸗ hied dereunſagt iſt von dem HErrn. Und Maria ſprach: Mei⸗ rkan, onte ne Seele erhebet den HErrn, und mein Geiſt freuet rHErrſnat ſich GOttes, meines Heylandes. Denn er hat die aus der Hn Niedrigkeit ſeiner Magd angeſehen. Siehe, von nun düdiſcherlb an werden mich ſelig preiſen alle Kindes⸗Kind. Denn 3 er hat groſſe Ding an mir gethan, der da maͤchtig iſt, u. ter,wirdut deß Name heilig iſt. Und ſeine Barmhertzigkeit waͤh⸗ oſtelpetunret immer für und für, bey denen, die ihn fuͤrchten. nen Herohon Er ubet Gewalt mit ſeinem Arm, undzerſtreuet, die zalct eumhoffartig ſind in ihres Hertzens Sinn. Er ſtoͤſſet die ehen rſetn Gewaltigen vom Stuhl, und erhebet die Elenden. heutige zu Die Hungerigen fuͤllet er mit Guͤtern, und laͤſſet die relat Reichen leer. Erdencket der Barmhertzigkeit, und dh lert ailft ſeinem Diener Iſrgel auf. Wie er geredet hat zauideowefunſern Vaͤtern, Abraham und ſeinem Saamen jgindgiſejewiglich. Und — ——— —— —— nach kehrete ſie wiederum heim. Wohlthaten, leiblich und geiſtlich, die du ſo reichlich uns haſt wiederfahren laſſen, und bitten dich, behuͤte fuͤr Hofart und Se⸗ cherheit, daß wir nicht in Undanck und Suͤnde gerathen, und der ne Huͤlfe verlieren, wie die liebe Jungfrau Maria drohet, daß weder Weisheit, Gewalt, noch Geld, die helfen ſolle, die dich nicht fuͤrchten, gib aber uns ein ſolches Hertz, daß fuͤr und fuͤran deinem Wort hange, auf daß dein Segen bey unsbleibe, und wit durch deine Gnade ewig ſelig werden, Amen. Lection, Jeſaia am 11. v. 1⸗. Thrd es wird eine Ruthe aufgehen aus dem Stamm Iſai, und ein Zweig aus ſeiner Wurtzel Frucht bringen; Auf welchem wird ruhen der Geiſt des HErrn, der Geiſt der Weisheit und des Verſtandes, der Geiſt des Raths und der Staͤrrcke, der Geiſt der Erkaͤntniß und der Furcht des HErrn. Und ſein Riechen wird ſeyn in der Furcht des HErrn. Er wird nicht richten nach dem ſeine Augen ſehen, noch ſtrafen, nach dem ſeine Ohren horen, ſondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen, und mit Ge⸗ richt ſtrafen die Elenden im Lande, und wird mit dem Stabe ſeines Mundes die Erde ſchlagen, und mit dem Odem ſeiner Lippen den Gottloſen toͤdten. Gerech⸗ tigkeit wird die Gurt ſeiner Lenden ſeyn, und der Glaube die Gurt ſeiner Mieren. Gebet. Hrr JEſu Chriſte! dich rufen wir nochmals de⸗ muͤthiglich an, gib Gnade, daß das Wort, wel⸗ ches durch deinen Geiſt vor ſo viel hundert Jahren zum Troſt deines Volckes vorher bezeuget worden iſt, nicht vergeblich unſern Seelen vorgehalten werde, ſondern ſegne es auch bey uns dazu, daß wir dich nach deiner heiligen Perſon und Amt daraus recht lernen erkennen, und durch ſolche Erkaͤntniß im Gunben S6 Epiſtel am Tage Maria Verkuͤndigung. Und Maria blieb bey ihr bey drey Monden, dar A waeS en Jmenga an pmäyn. „ Geber. ds udurſene Hor G Ott himmliſcher Vater, wir dancken dir, vor alle deine tn um 3m 0 3 Muh. a1 tuL ea raEtin ean(hthn Unde en utm. en ſen gich, Riren itzudener t a düörbs Fean hrden Fecc de kuotaufn Uin ſwerde!St r ſau iten: cir drit drde ſcuen tauſt werd Nao pudäntenn de t enssterei (2s dthmnich 2hevakenſin des ſphen ey En ſeda gſer den ppin dleſic jm Daum ete ſeduchde lüürn uohmd Äſnd ſa den Ueen Acen „dde hi 1 — 2 meſä da drtrana Ev. am Tage St. Jacobi des Groͤſſern. 157 heim. un deinen Namen gegruͤndet, geheiliget und befeſti⸗ d. rt werden moͤgen. Gib und verleihe es uns zu dei⸗ ntntan ler Ehre und unſerm ewigen Heyl, Amen. 1, deuinEvangelium am Tage St. Jacobi des Groͤſſern/ 41 9 k 3 Matth. am 20. v. 20⸗23. mfe Wa trat zu JEſu die Mutter der Kinder Zebedaäͤi, e,deen mit ihren Söhnen, ſiel vor ihm nieder, und bat aihedeg nietwas von ihm. Under ſprachzu ihr: Was wilt du? Smennun Sie ſprach zu ihm: Laß dieſe meine zween Söhne ſi⸗ e Ana tzen in deinem Reich, einen zu deiner Rechten, und am 11.kunden andern zu deiner Lincken. Aber IEſus antwor⸗ digegenawſetete, und ſprach: Ihr wiſſet nicht, was ihr bittet. zusſeue wn Könnet ihr den Kelch trincken, den ich trincken wer⸗ ird rühen de, und euch taufen laſſen mit der Taufe, da ich mit hettundden getaufet werde? Sie ſprachenzu ihm: Ja wohl. Und rStüte er ſprach zu ihnen: Meinen Kelch ſolt ihr zwar trin⸗ des Hem cken, und mit der Taufe, dach mit getaufet werde, zurct dee ſolt ihr getauft werden. Aber das Sitzenzu meiner ſeineurn Rechten und Lincken zu geben, ſtehet mir nicht zu, ſon⸗ renörn, dern denen es bereitet tſtuun meinem Vater. ebet. ie Armen, Exr GOtt himmliſcher Vater, es thut uns das Creutz ſehr we⸗ Lande, unn N he, und wolten ſein gern uͤberhoben ſeyn, aber du haſt erſtlich rde ſchageah deines eingebohrnen Sohns ſelbſt nicht verſchonet, der hat durch ttloſentodin. Creutz und Leiden zu ſeiner Herrlichkeit muͤſſen kommen, und wilt, r Lenden in daß wir Chriſten alle ſolchem Hertzog nachgehen und ihm ſollen er Lenden e gleich werden. Darum bitten wir deine grundloſe Barmhertzig⸗ jeren. keit, verleihe durch deinen he ligen Geiſt, daß wir im Leiden nicht t. kleinmuͤthig, noch ungeduldig werden, ſ ondern durch die Hoffnung Hrufen tiun der kuͤnſtigen Herrlichkeit, alles Ungluͤck mit ſtarckem Glauben dde, dden uͤberwinden, Amen.. rüluh Epiſtel, an die Roͤm. am 8. b. 28⸗39. onun Mirwiſſen aber, daß denen, die GOtt lieben, alle uher tis D Dinge zum Beſten dienen, die nach dem Vor⸗ ein wenan ſatz berufen ſind. Denn welche er zuvor verſehenhat, dau wn die hat er auch verordnet, daß ſie gleich ſeyn ſollen Amt darad dem Ebenbilde ſeines Sohnes, auf daß derſelbige der eErkäntnöime Erſt⸗ —= — —————— 8 158 Ep. ain Tage St. Jacobi de sGroͤſſern. N end Erſtgebohrne ſey unter vielen Bruͤdern. Welchit ſudtt er aber verordnet hat, die hat er auch berufen, welchw iüwnde er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht ſutg welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auchett ndhrit berrlich gemacht. Äns ſddchinſen Was wollen wir denn hierzu ſagen? Iſt GOtt fur i l, ud. uns, wer mag wider uns ſeyn? Welcher auch ſeinen er imes eigenen Sohnes nicht hat verſchonet, ſondernhat inge ſſhat fuͤr uns alle dahin gegeben, wie ſolte er uns mit ihmn ſprunnt nicht alles ſchencken? Wer wil die Auserwaͤhlten e ſim Er GOttes beſchuldigen? GOtt iſt hie, der da gerecht e liehei machet. Wer wil verdammen? Chriſtus iſt hie, der nie iehen. geſtorben iſt, ja vielmehr, der auch auferwecket iſt, di ſiiruntee welcher iſt zur Rechten GOttes, und bertritt uns. Ne ſäwie, w Wer wil uns ſcheiden von der Liebe GOttes? Truͤb⸗ da ſiiedeu ſal, oder Angſt? oder Verfolgung? oder Hunger? e tali hißt oder Bloͤſſe? oder Faͤhrlichkeit? oder Schwert? in h end wie geſchrieben ſtehet⸗ Um deinet willen werden wir ker ſtem getoͤdtet den gantzen Tag, wir ſind geachtet wie ti hisdec Schlacht⸗Schaafe, aber in dem allen uͤberwinden ten ahrda wir weit, um deß willen, der uns geliebet hat. Denn mae ſionmen ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder En⸗ us ſactade gel noch Fuͤrſtenthum, noch Gewalt, weder Gegenn waͤrtiges noch Zukuͤnftiges, weder Hohes noch Tie⸗ ſ. diimiſ⸗ fes, noch keine andere Creatur, mag uns ſcheiden von u eihgt der Liebe GOttes, die in Chriſto JEſu iſt unſerm uni HErrn. Gebet. lils urtin O barmhertziger GOtt und Vater, es ſaget ja der iin ſa nſi — heilige Apoſtel Paulus, daß du aus ſonderlicher ſeen Liebe, und ums Beſten willen uns das heilige Creutz, un ſanld und allerley Truͤbſalzuſchickeſt. Dieweil aber Fleith nſiin und Blut ſolchen Troſt nicht faſſen kan, und dem⸗ 9 ſne nach im Leiden oft ungeduldig wird, und murret, bit, ſ ſ ann ten wir dich, du wolleſt uns durch dein Wort rechten Eim wyn Verſtandgeben, und durch denbeüigen Geiſt ſir, ſins 1 en/ ——— — det Evang. am Tage St. Barthololnaͤt. 159 h 3 ken, troͤſten und regieren, auf daß wir auch mitten rzuſagen oge eichförm M 1 4 7 2 5 on? Wäch gleichföͤrmig, und ſelig werden, Amen — rſchont ſi jweeſolteer er ul de lwyalten werden. Er aber ſprachzu ihnen: Die welt⸗ dt ſthe, nichen Könige herrſchen, und die Gewaltigen heiſſet nen. Erſeman gnäͤdige Herrn. Ihr aber nicht alſo: Sondern de auchuinder Groͤſſeſte unter euch ſoll ſeyn wie der Juͤngſte, und Dttes, udinder Vornehmſte, wie ein Diener. Denn welcher iſt er iebe Gonder Gröſſeſte, der zu Tiſche ſitzet, oder, der da dienet? folgung? Iſts nicht alſo, daß der zu Tiſche ſitzet? Ich aber bin hkeitt etunter euch wie ein Diener. Ihr aber ſeyds, die ihr welcher unter ihnen ſolte fuͤr den Groͤſſeſten ge⸗ weder aate Er GOtt himmliſcher Vater, du haſt deine Kirche mit treuen Dienern beſetzet, daß ſie dein Wort fuͤhren, und jederman lr, maguiſidurch ihren Dienſt dahin ſollen bringen, daß ſie dich erkennen, in epriſto lldeiner Furcht wandeln, und durch Chriſtum ſelig werden. Wir zitten dich, du wolleſt mit deinem heiligen Geiſt alle ſolche Kirchen⸗ t.„Diener regieren, daß ſie ihres Dienſtes treulich warten, und durch DPater, GiSeitz, Hofart oder anders, vom Satan nicht bethoͤret„noch in ih⸗ daßdualeſeem Dienſt laß und faul werden, auf daß dein Reich gemehret, und unsdwiſelldes Satans zerſtoͤret werde, Amen. ſ. Derelit9, Epiſtel, 2 Corinth. am 4. v. 7⸗10. tiaſerin MWir haben aber ſolchen Schatz in irrdiſchen Ge⸗ wird uin faͤſſen, auf daß die uͤberſchwengliche Kraft ſey urodnänOttes, und nicht von uns. Wir haben allenthal⸗ Anzeibnbyen Trübſal, aber wir aͤngſten uns nicht. Uns iſt bange, “—— — ☚ᷣ 2 Kirchen⸗Dienern, und in uns, wider die feurigen eͤen dü 160 Evangelium am Tage St. Matthaͤt. b 1 vange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfoſ an til gung, aber wir werden nicht verlaſſen. Wir werden Iieo amiſza untergedruckt, aber wir kommen nicht um. um c Krunmaac tragen um allezeit das Sterben des HErrn JEſu an iſap m amg unſerm Leibe, auf daß auch das Leben unſers HErrn ſ 4 Th JEſu an unſerm Leibe Vffendan werde. 8 diehun Herr GOtt himmliſcher Vater, wir danckendie enin end e gna von Hertzen, daß du denedlen Schatz des heiligen Lun 11 Evangelu uns vertrauet haſt, und dieweil wir ſe 1 din Kge der ſchwache irrdiſche Gefaͤſſe ſind, bitten wir dich de ¹ jedes indmon muthiglich, du wolleſt dieſen Schatz in allen treun Uäſhnn diglich ſdt, drdam feile des Teufels gnaͤdiglich bewahren, ihnen Geſt e nid nrene vien daß ſie durch deine Kraft bil Manln ſc Dal di) 2 Nub. Ener Frucht ſchaffen, und uns gnaͤdiglich erleuchten un e direh Keden ton er iemandennd Ewigkeit genieſſen, durch IEſum Chriſtum deinen 82 biuter 21 Weſſanug, enxm ad Pf nd da JEſus von dannenging, ſahe er einen Men penen G ſchen am Zoll ſitzen, der hieß Matthaͤus, ·un r kewerſbie ſaß Sipfenag, 8 — — — —₰½ — —. ꝙ ᷣ 3 8 7 2. — ₰ — Sr⸗ — 2 8 8 — — — Juͤngern: Waru nern und Suͤnder 2 ſ Ta 8 4— Ed. E Epſſtel am Tage St. Matthät. dsr tureue Suͤnder zur Buſſe zu rufen, und nicht die From⸗ — werlſen Amen. Gebet. ndan Her GOtt himmliſcher Vater, du haſt uns durch dein liebes ten des e Wort zu deinem Reiche berufen, da Vergebung der Suͤnden Gdaskcbenn ind ade Gnad und Barmhertigkeit inne iſt, wir bitten dich, du fenbar were, volleſt durch deinen heiligen Geſſt unſere Hertzen erwecken und er⸗ bet.* euchten, daß wir, wie Matthaus der Zoͤllner, ſolchen Beruf an⸗ 48— iehmen, von Suͤnden ablaſſen, und uns beſſern, und aller Gnade er Vater, iſburch deinen Sohn Chriſtum JEſum uns zu dir verſehen, und alſo enedlen Sdzſewig ſelig werden, Amen. aſt, und deee Epiſtel/ 1Cor. am 12. b. 4- 1II. iſeſtd imns ſind mannigerley Gaben, aber es iſt ein Geiſt. ſeſen Schazun Und es ſind mannigerley Aemter, aber es iſt ein Luns, worHErr. Undes ſind mannigerley Kraͤfte, aber es iſt lcc bewahun ſein GOtt, der da wircket alles in allen. Ineinem ſie durh dmzeglichen erzeigen ſich die Gaben des Geiſtes zum ge⸗ gnädigichatmeinen Nutz. Einem wird gegeben durch den Geiſt Wortausiau reden von der Weisheit; dem andern wird gege⸗ n, auchdeineben zu reden von der Erkaͤntniß, nach demſelbigen gren, uddi Geiſtzeinem andern der Glaube in demſelbigen Geiſt. JE ſungheSinem andern die Gabe geſund zu machen, in demſel⸗ men. higen Geiſt; einem andern Wunder zu thun, einem s dern Weiſſagung, einem andern Geiſter zu unter⸗ narthä niſcheiden„einem andern mannigerley Sprachen, ei⸗ engingſthattem andern die Sprachen auszulegen. Diß aber al⸗ dr hegnaes wircket derſelbige einige Geiſt, und iheileteinem dnnreglichen ſeines zu, nachdem er wil. 1/ Gebet. 1 äa HErr Eſu Chriſte, du Sohn des ewigen Va⸗ ſu uen ters! wir dancken dir von Grund unſers Her⸗ en, grataſtens, daß du zu allen Zeiten, deiner Chriſtlichen Kir⸗ uer Miſtenhen treue Diener gegeben, und durch ſie deine Heer⸗ dasgEſtsſine geweidet und erbauet haſt, und bitten dich demu⸗ dedürfendethiglich, du wolleſt auch hinfort treue Arbeiter in dei⸗ cetaberſ, en Weinberg ſchicken, und zu ihrem Worte Geiſt ſgilgeialnnnd Kraft verleihen, damit wir alle in deinem Er⸗ ee.) Ich i 8 kaͤnt⸗ — 162 e käͤntniß und wahren Glauben täͤglichzunehmen, und nn I ein vollkommener Mann werden, und auch durch fal ſant, d ſche Lehr und Teuſcherey der Menſchen nicht betrie⸗ e 4 jcchet gen oder verfuͤhren laſſen, ſondern in reiner Lehr und D enſn beiligem Wandel, bis an unſer Ende verharren, und endlich auch durch dich ewig ſelig werden, Amen. Ci ufwäſhe, ei d ln m Evangelium am Tage St. Michaelis des Ertz⸗ zei(öu mid Engels/ Matth. am 18. v. 1⸗11. im Himmelreich? IEſus rief ein Kind zu ſich und ſtel⸗ lete es mitten unter ſie, und ſprach: Warlich, ich ſage euch, es ſey denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, ſo werdet ihr nicht in das Himmel⸗ reich kommen. Wer ſich nunſelbſt erniedriget, wie diß Kind, der iſt der Groͤſſeſte im Himmelreich. Und wer ein ſolches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber aͤrgert dieſer Ge⸗ ringſten einen, die an mich glauben, dem waͤrebeſſer, daß ein Muͤhlſtein an ſeinen Hals gehaͤnget wuͤrde, und erſaͤufet wuͤrde im Meer, daes am tiefeſten iſt. Wehe der Welt der Aergerniß halben. Es mußja Aergerniß kommen, doch wehe dem Menſchen durch welchen Aergerniß kommt. So aber deine Hand oder dein Fuß dich aͤrgert, ſo haue ihn abe, und wirf ihn von dir, es iſt dir beſſer, daß du zum Leben lahm oder ein Kruͤppel eingeheſt, denn daß du zwo Haͤnde oder zween Fuͤſſe habeſt, und werdeſt in das ewige Feuer geworfen. Und ſo dich dein Auge argert, reiß ſe es aus, und wirf es von dir, es iſt dir beſſer, daß du einaͤugig zum Leben eingeheſt, denn daß duzwey Augen habeſt, und werdeſt in das Hoͤlliſche Feuer ge⸗ worfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von dieſen Kleinen verachtet, denn ich ſage euch: Ihre Engelim Tnanast den, Himmel ſehen allezeit das Angeſicht meines Wnra⸗ Am 8 ndhn tew le Su derſelbigen Stunde traten die Juͤnger zu JE⸗ e ſu, und ſprachen: Wer iſt doch der Groſſeſte ie ay ufale eni tleherglur 11 aaun waczer en i wet waTibben Soh daächigle 1 Euu beh yohe nchlteaun Uubſche nege den ſtit eehitke Et desnwned chnge talt dkegnn bede deErde dae fen. 1 4 63 eh rdd Cie oth,, delne tfen ſ vocn gGot ug tamme. Jedr udha dn imfe 1 R Eulalam TageSk chaelse u 1 im Himmel. Denn des Menſchen Sohn iſt kommen, klsdesg entäglch erden, un der Nenccer — — — — 8 gelig zu machen, das berlohren iſt. ebet. 1(rr GOtt himmliſcher Vater, wir dancken dir fuͤr deine vaͤter⸗ elün nee liche Barmhertzigkeit, daß du deine Engel darzu verordnet derda, chaſt, daß ſie auf uns ſehen, und wider des leidigen Satans Fuͤrneh⸗ t. tnlichaaſeinen uns ſchuͤtzen ſollen, und bitten dich, regiere und fuͤhre unſere :an 8,d Hertzen und Sinn durch deinen heiligen Geiſt dermaſſen, daß wir traten deon in deiner Furcht uns halten, und wider deinen Wilen rich tun de thg und d 8 nanſene enſe neu ndntegmnsſohhaden een efeuraingit ſtarcken feſten Zaun machen, daß weder der Satan, noch die arge ſirac Vet Welt einbrechen, und Schaden moͤgen thun, auf daß, gleichwie wchumkeſr durch deinen lieben Sohn Chriſtum JEſum, uns unſere Suͤnde lrugit vereeenendngenetsdetneunanteao mi uf Sne nunſebſſtan haben, moͤge erhalten und befriediget werden, Amen. ſe in Hinmet Epiſtel, Off. Joh. am 12. b. 7⸗12. mmt unee Ketndes erhub ſich ein Streit im Himmel, Michael eraher agn e und ſeine Engelſtritten mit dem Drachen, und auber,dun der Drache ſtritt und ſeine Engel, und ſiegeten nicht, en Halsgien auch ward ihre Staͤtte nicht mehr funden im Him⸗ eer, daan mel. Undes ward ausgeworfen der groſſe Drache, enbhate die alte Schlange, die da heiſſet der Teufel und Sa⸗ aejedenge tanas, der die gantze Welt verfuͤhret, und ward ge⸗ rchan worfen auf die Erden, und ſeine Engel wurden auch ohauegtt dahin geworfen. Und ich hoͤrete eine Stimme, die „d dumt ſorach im Himmel: Nun iſt das Heyl, und die Kraft, dmdazus und das Reich, und die Macht unſers GOttes, ſeines ud eint Chriſtus worden, weil der Verklaͤger unſerer Bruͤ⸗ cden lue der verworfen iſt, der ſie verklaget Tag und Nacht vor unſerm GOtt. Und ſie haben ihnuͤberwunden 9 durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer ki us Zeugniß, und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den rrict inn dnd Waram ſrenet ench iihr Huͤnmel, und die dar⸗ ſaarat n Barmhertiger GOttund Vater! wir danckendir Angeſchtwn ⸗— hertzlich, daß du durch den einigen wahren Mei * 2 ae ——— in ihrem Geſetze geſchrieben: Sie haſſen mich obne mheen ſetze g c h 64 Ev. am Tage St. Simonis und Iudaͤ. chel deinem lieben Sohn, unſerm HErrn JEſum Chriſtum, den leidigen Teufel, unſern aͤrgſten Wo⸗ derſacher und Verkläͤger, uͤberwunden, und ausge⸗ worfen haſt, und bitten dich, ſtaͤrcke und regiere un⸗ ſere Hertzen durch deinen heiligen Geiſt, auf daß wit uns ſolches herrlichen Sieges, wider die Anklageder Suͤnden, des Todes und der Hollen troͤſten, und durch das theure Blut des unſchuldigen Lammes den 6 18m. 1Ä 1Tag Ge üthirmlüche un bam pelbi in udte,h uuee, wdut ſteeen c. und eeane tlite ſo Vt annie Gechet dadei nche groſſen Drachen, die alte Schlange allezeit uͤberwi⸗ den, bis wir endlich in deinem Reich vollkommenes Heyl, und ewige Seligkeit erlangen, Amen. Evangelium am Tage St. Simonis und Juhaͤ/ Joh. am 15. v. 17⸗25. SEſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Das gebiete ich euch, daß ihr euch unter einander liebet. So euch die Welt haſſet, ſo wiſſet, daß ſie mich voreuch gehaſſet hat. Waͤret ihr von der Welt, ſo haͤtte die Welt das ihre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt ſeyd, ſondern ich habe euch von der Welter⸗ waͤhlet, darum haſſet euch die Welt. Gedencket an mein Wort, das ich euchgeſaget habe: Der Knecht iſt nicht groͤſſer, denn ſein Herr. Haben ſie mich ver⸗ folget, ſie werden euch auch verfolgen; haben ſie mein Wort gehalten, ſo werden ſie eures auch halten. Aber das alles werden ſie euch thun um meines Namens willen: Denn ſie kennen den nicht, der mich geſandt hat (Wenn ich nicht kommen waͤre, und haͤtte es ihnen geſagt, ſo haͤtten ſie keine Suͤnde; nun aber koͤnnen ſie nichts vorwenden, ihre Suͤnde zu entſchuldigen. Wer mich haſſet, der haſſet auch meinen Vater. Haͤt⸗ te ich nicht die Wercke gethan unter ihnen, die kein an⸗ der gethan hat, ſo haͤtten ſie keine Suͤnde: Nun aber haben ſie es geſehen, und haſſen doch beyde mich und meinen Vater. Doch daß erfuͤllet werde der Spruch Ge⸗ kpſn⸗— G1 iG0tt 85 hergt i Wlherge Hoſpen prchden den nenentem ten iet temeck Hiu. a uhdeüh Gle a phrt heret daſieon wele a uſreu Ras a Pnül) ſechten aufde dſel g i gr afond Goge ducs lrein he, Cgrt ſcenir undre ſeqlnt nere ſac ſe hert en delheu un gr(wie 4. Om däiwer enen kh Peiase gdu dt en ſena⸗ ſu hg 3 durſ 1 ſer Ep am Tage St. Simonis und Iudaͤ. 165 ufel, nneage Gebet. übermune 1 Err GOtt himmliſcher Vater, der du dich durch deinen Sohn, keun Chrinum Jeſum haſt offenbaret, wir bitten dich, gib deinen eilgen Geſ eiligen Geiſt in unſere Hertzen, daß er die rechte Chriſtliche Liebe Vn Geſt uyn uns anzuͤnde, und vor allem dem behuͤte und bewahre, das der gs, wdͤe delneiebe entgegen iſt. Und daneben uns auch troͤſte und ſtaͤrcke in al⸗ der Hälen diler Widerwa tigkeit, ſo deines Worts balben uns begegnet, daß unſcudggniawir uns an deine Gnade und Wort feſt halten, und der Welt und Schſange dlendes Teuſels Zorn verachten moͤgen, Amen. nem Yagn 3 Epiſtel, 1 Petr. am 1. b. 3⸗9. terlanm Welobet ſey G Ott und der Vater unſers HErrn n ae2JEſu Chriſti,der uns nach ſeiner groſſen Barm⸗ t. Sinonan pertzigkeit wiedergebohren hat zu einer lebendigen .Ei. Hoffnung durch die Auferſtehung JEſu Chriſti von Lüngern Dzeden Todten, zu einem unvergaͤnglichen und unbeſleck⸗ ter enande inten und unverwelcklichen Erbe, das behalten wird im ſſet, daiſen immel, euch die ihr aus GOttes Macht durch den onderet,(Glauben bewahret werdetzur Seligkeit, welche zu⸗ el ir dentbereitet iſt, daß ſie offenbar werde zur letzten Zeit, in be euc tnawelcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine die Welt gaZeit(wo es ſeyn ſoll) traurig ſeyd in mancherley An⸗ eſagethahe dechtungen, auf daß euer Glaube rechtſchaffen und derr. Hnibiel koſtlicher erfunden werde denn das vergaͤngliche terfolgenin Gold, das durchs Feuer bewaͤhret wird, zu Lobe, deurezanſe Preis und Ehre, wenn nunoffenbaret wird JEſus pun unnan Chriſtus, welchen ihr nicht geſehen, und doch lieb habt, ncht Nrmänund nun anihn glaubet, wiewolihr ihn nicht ſehet, ſo vite uylnwerdet ihr euch freuen mit unausſprechlicher und Sünde, aubberrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens da⸗ Sündeuatbonbringen, nemlich, derSeelen Seligkeit. nerdr DOebet.. ujr uO barmhertziger, gnaͤdiger GOtt und Vater! wir 3nee loben, ehren und preiſen dich von Grund unſers enerſen Hertzens, daß du, nach deiner groſſen Barmbertzig⸗ ſende ackeit, unszu einer lebendigen Hoffnung eines unver⸗ füllt e angänglichen, unbeſleckten und unverwelcklichen Erbes, n Eeeſiſan durch die Auferſtehung JEſu Chriſti, wiedergeboh⸗ 3 ren —— — 166 Evang. am Tage der Kirchweyhung. ren und angenommen haſt, und bitten dich demuͤth lich, troͤſte, ſtaͤrcke und regiere uns durch deinen he ligen Geiſt, auf daß wir uns keine Truͤbſal noch A⸗ fechtung abwendig machen laſſen, ſondern durchd Hoffnung des ewigen Lebens, alles mit Gedult uͤbe⸗ winden, und zuletzt auch das Ende unſers Glauben die ewige Seligkeit, davon bringen, durch denſelha deinen Sohn JEſum Chriſtum unſern HErrn, An d Klcnd 1e fäln B 15 8 ni ralh 18 ercthanen 7 u0 danen But 7u Käſh e hüt nnn uns wohra, 1 nienm iogzeldene 1 df — — Exvangelium am Tage der Kirchweyhung/ Lucd am 19. v. 1⸗10. Thnd IEſus zog hinein, und ging durch Jeriche Eu Und ſihe, da war ein Mann, genannt Zachaͤ der war ein Oberſter der Zoͤllner, und war reich, un begehrete JEſum zu ſehen, wer er waͤre, und kon nicht vor dem Volck, denn er war klein von Perſon⸗ 4 Und er lief vorhin, und ſtieg auf einen Maulbeer.⸗ Baum, auf daßer ihn ſaͤhe, denn allda ſolte er durh kommen. Und als JEſus kam an dieſelbige Staͤtte, ſahe er auf, und ward ſein gewahr, und ſprach ihm: Zachaͤe, ſteig eilend hernieder, denn ich mu heute zu deinem Hauſe einkehren. Und er ſtiege⸗ lend hernieder, und nahm ihn auf mit Freuden. Du ſie das ſahen, murreten ſie alle, daß er bey einen Suͤnder einkehrete. Zachaͤus aber trat dar, und ſprach zu dem HErrn: Siehe, HErr, die haͤlfte meiner Guͤter gebe ich den Armen, und ſo ich jemand betrogen habe, das gebeich vierfaͤltig wieder. JEſus aber ſprach zu ihm: Heute iſt dieſem Hauſe Heyl wiederfahren, ſintemal er auch Abrahams Sohn iſt. Denn des Menſchen Sohn. iſt kommen, zu ſuchen und ſelig zu machen, das ber⸗ lohren iſt. Gebet. ir hoͤren heut, himmliſcher Vater, wie troͤſtlich dein lieber Sohn IEſus Chriſtus, von ſeinem Gnaden⸗Amt gepredi⸗ get, und daß er auch ſolches ſo bald an dem armen Suͤnder Zachär vollzogen habe. Bilten dich derohalben, regiere unfere Hauig dur V tte Johanne⸗ d pälaen t ſta puberane Unͤ är w(e heevuagt te ſſcen unde ſenconihr 129 9, nochte e ſo, lae en tiwed d an deſ aler 3 n mna egerensdat unskeinexii nliſ fn us, alesn — — —=— 119” ——— Epiſtel am Tage der Kirchweyhung. 16 durch deinen Heiligen Geiſt, daß wir feſtiglich glauben, dein lie⸗ ber Sohn ſey darum in die Welt kommen, daß er ſuchen und ſelig machen ſolle, was verlohren iſt, und an ſolchem Glauben bis an unſer Ende verharren. Wir dancken dir auch heut von Hertzen, daß du mir deinem Worte bey uns eingekehret, und dieſem Gottes⸗ Hauſe groſſes Heyl haſt wiederfahren laſſen, du wolleſt auch hin⸗ fort unter uns wohnen, reine Lehre erhalten und Gedeyen darzu geben, damit viel arme Suͤnder, wie hie Zachaͤus, zu dir bekehret, ſtum unſen und in ehriſto Isſu deinem lieben Sohne ewigſelig werden, Amen. S S5 Epiſtel, Offenb. Joh am 21. v. 2⸗F. 9. b.1,lo hnd ich Johannes ſahe die heilige Stadt, das neue „AUnd gigdes Mann, gur Jöllner,undten „ wer er tir mer wer ene ſtieg aufahen e dennaldaieh kaman deic in gewahr, viſ dherneder h inkehren. Ui ibn aufwit en ſie all, diel undſorachw meiner Gltr betrogen(ube dber prachuit erfahten ſtemt enn des Mait feltzuwune et. Vuter vitt on ſeinem Grän h da den annnbl haben, igun a lieben, ehren und gern boͤren, ſich 4 Jeruſalem, von GOtt aus dem Himmel herab fahren, zubereitet, als eine geſchmuͤckte Braut ihrem Manne. Und horete eine groſſe Stimme von dem Stuhl, die ſprach: Siehe da, eine Huͤtte GOttes bey den Menſchen, under wird bey ihnen wohnen, und ſie werden ſein Volck ſeyn, und er ſelbſt GOtt mit ihnen, wird ihr GOtt ſeyn. Und GOtt wird abwiſchen al⸗ le Thraͤnen von ihren Augen, und der Todwirdnicht mehr ſeyn, noch Leid, noch Geſchrey, noch Schmer⸗ tzen wird mehr ſeyn. Denn das Erſte iſt vergangen. Und der auf dem Stuhl ſaß, ſprach: Siehe, ich ma⸗ che alles nauu. Gebet. ir dancken dir, HErr GOtt himmliſcher Vater, * daß du durch dein liebes Wort und Heiligen Geiſt dir unter uns eine Kirche, und heilige Gemeine verſammlet, auch bis anher reine Lehr und rechtſchaf⸗ fenen Gottesdienſt, wider den Teufel und alle hölli⸗ ſche Pforten, hie an dieſem Ort erhalten haſt, und bitten dich, lieber himmliſcher Vater, von Hertzen, du wolleſt uns dieſen theuren werthen Schatz laͤnger laſſen, und deſſelben auch unſere lieben Nachkommen theilhaftig machen. Gib dieſem Orte und im gantzen Fuͤrſtenthum, jederzeit gottſelige treue Lehrer, die deine Heerde recht weiden, und regiere durch deine Gnade aller Zuhorer Hertzen, daß ſie dein Wort auch fleiſſig darnach richten, — — richten, damit du alſo in dieſem Tempel und Gottes Haus, deine Huͤtten und Wohnung unter uns ſo lan⸗ ge haben moͤgeſt, bis wir dermaleins dieſe irrdiſche ablegen, und in deines Sohns Reich eine ewige Woh⸗ nung bekommen, und ſelig werden, Amen. 3 Die Paſſion, Oder Weiden und Sterben Se⸗ ſu Phriſti, In fuͤnf Haupt⸗Stuͤcke abgetheilet. Das erſte Haupt⸗Stuͤck handelt von der Zuberei⸗ tung des Oſter⸗Lamms. s war nahe das Feſt der ſuͤſſen Brod, das da „ Oſtern heiſſt, und JEſus ſprach zu ſeinen Juͤngern: Ihr wiſſet, daß nachzween Ta⸗ gen Oſtern wird, und des Menſchen Sohn wirduͤber⸗ antwortet werden, daß er gecreutziget werde. Da verſammleten ſich die Hohenprieſter und Schriftgelehrten, und die Aelteſten im Volck, in dem Pallaſt des Hohenprieſters, der da heiſſt Caiphas, And pielten Rath, wie ſie JEſum mit Liſt griffen und oͤdteten. ſprachen aber: Ja nicht auf das Feſt, auf daß nicht ſeſelt ein Aufruhr werde im Volck. Und da nun IEſus war zu Bethanien im Hauſe Simonis des Auſſatzigen, trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit ungefaͤlſchtem und kRüchem Denn ſie furchten ſich fuͤr dem Volck, ſie rndn frhet dalr ſweebgeg ſnn fnlechnem nute picich ag eot 4 wdinale ſanee ſeneüich de hadeEr enee ſchrrath,, onrs ſrdergin ſtirn mider nen ſac: (hn en räthene poterihe erſe ſ ude —— eun Die Paſſion IEſu Chriſti. 169 Kahnunene Farden⸗Waſſer, und ſiezubrach das Glas, und goßß — demati auf ſein Haupt, da er zu Tiſche ſaß. Da das ſeine unsgethan Fuͤnger ſahen, wurden ſie unwillig, und ſprachen: gverde uGas ſoll doch dieſer Unrath? Man koͤnte das Waſ⸗ mer mehr denn um drey hundert Groſchen verkauft — Iaben, und daſſelbe den Armen geben und murreten Aſfiat. ber ſie. Da das IEſus merckte, ſpracher zu ihnen: dſſon, aſſet ſie zu frieden, was bekuͤmmert ihr das Weib? dr Sie hat ein gut Werck an mir gethan, ihr habtallezeit Irmen bey euch, und wenn ihr wollt, koͤnnet ihr ih⸗ G kerle en gutes thun, mich aber habt ihr nicht allezeit; Sie tgethan, was ſie konte, deun daß ſie das Waſſer hrit at auf meinen Leib gegoſſen, damit iſt ſie zubor kom⸗ nen, meinen Leichnam zu ſalben, zu meinem Begraͤb⸗ 9 niß. Warlich ich ſage euch: Wo das Evangelium Stuck dntteprediget wird maller Welt, da wird man auch das agen, zu ihrem Gedaͤchtniß, was ſiejetzt gethan hat. handel venh Es war aber der Satanasgefahren in den Judas ier⸗Lanns enannt Iſcharioth, der da war aus der Zahl der zwoͤlfen, under ginghin, und redete mit den Hohen⸗ der iſengh'rieſtern und mit den Hauptleuten, daßer ihn ver⸗ d Eſus intieth, und ſprach: Was wollt ihr mir geben, ich wil iſet, dümtebn euch verrathen? Da ſie das hoͤreten, wurden ſie denſcherceexob, und ſie boten ihm dreiſſig Silberling, und er ver⸗ getteungetrawrach ſich. Und von dem an ſuchte er Gelegenheit, dſe Alhenraß er ihn uͤberantwortete ohne Rumor. jeteſene Aber gmerſten Tag der ſuͤſſen Brod, auf welchen derdeieitnan muſte opfern das Oſter⸗Lamm, traten die Juͤn⸗ gunnttigier zu JEſu, und ſprachen zuihm: Wo wilt du, daß rſchür uzoir hingehen, und dir bereiten das Oſter⸗ Lamm zu fdasdet aiſſen? Und er ſandte Petrum und Johannem, und prach: Gehet hin in die Stadt, ſehet/ wenn ihr hinein Bchunnommt, wird euch ein Menſch begegnen, der traͤgt ei⸗ u Wmnien Waſſer⸗Krug, folget ihm nach in das Haus, da r hinein gehet, und ſagt udem Haus⸗Wirth: Ser 7 ei⸗ „o Die Paſſion JEſn Chriſtt. Meiſter laͤſt dir ſagen, meine Zeit iſt herbey kommen iin ſeerſeh ich wil bey dir die Oſtern halten; Wo iſt das Gaſt ien dſten Haus, darinnen ich das Oſter⸗Lamm eſſen moge, mi nen i vlh meinen Juͤngern? Und er wird euch einen groſſen ge⸗ tet i6, pflaſterten Saal zeigen, daſelbſt bereitet es. Sie ſini gelte gingen hin, und funden, wie er ihnen geſagt hatte, v en 160 und bereiteten das Oſter⸗Lamm. Fi a eg Und am Abend kam Er, und ſatzte ſich zu Tiſchmit undaiittiſt denzwolf Apoſteln, und er ſprach zu ihnen: Michhat Beſ whada bertzlich verlanget, diß Oſter⸗Lamm mit euch zu eſſen, udea tſütit ehe denn ich leide. tetn aſutwwer Denn ich ſage euch, daß ich hinfort nicht mehr des gſſe n 9, von eſſen werde, bis daß erfuͤllet werde im Reich Got⸗ ſta oan tes. Und er nahm den Kelch, danckete, und ſprach: ih aißttiid Nehmet denſelben, und theilet ihn unter euch denn ich nach p. d lage euch, ich werde nicht trincken von dem Gewaͤchs me itumir des Weinſtocks, bis das Reich GOttes komme, in wene Ueth dem Tage, da ichs neu trincken werde mit euch, in keil ſnt. meines Vaters Reich. Horn Keüſe Und in dem ſie aſſen, in der Nacht, da er verrathen une iut. E ward, nahm der HErr IEſus das Brod, danckete, maiſt deda brachs, und gabs den Juͤngern, und ſprach: Neh⸗ ſune ouß met, eſſet, das iſt mein Leib, der fuͤr euch gegeben wird, l n puſt ſolches thut zu meinem Gedaͤchtniß.-'r Pyxſed Deſſelbigen gleichen nahm er auch den Kelch, nah dem Abendmahl, danckete, gab ihnen den, und ſprach: ne Und ſie truncken alle daraus. ihen Vor dem Feſt aber der Oſtern, das iſt, auf denſee Baſ c men war, daß er aus dieſer Welt ginge zum Vater, der h⸗ ſt i fer,d r mzet Die Paſſion JEſu Chriſtt. haite giſcen, ſo liebete er ſie bi deült een dend spe Lerſtebizanenſeaneden en. auten monis Iſcharioth ins Hertz gegebe daeehſähe rieth, wuſte JE n, daß erihn ver⸗ eehtteneine, JEſus, daß ihm der Vater hatt „wie eriwn ſeine Haͤnde gegeben, und daß allesin eann war, und zu GOtt gi er von GOtt kommen 1 ging, ſtund er vom Abend e,undſän t auf legete ſeine Kleider ab, und nah mahl rinnd unt und umgürteie ſich Dar meinen Schurt⸗ V ſich. Darnach goß er Waſſer in ein ſer eman Becken, hub an den Juͤngern die Fuͤ 1 und trucknete ſie mit dem Schur uͤſſe zuwaſchen, tz, damit e an ge vrna dtumerſin un Petrd unederſendi⸗ fuletwerdem:HErr, ſolteſt du mir die Fu 1e ſl Ritnenndurr un prach uns ſu thnwaa nach erf⸗ jetzt nicht, du wirſt es aber her⸗ ttrinkentee erfahren. Da ſprach Petrus zu ihm: Ni ates werachraedumede ſeneſben heeuam⸗ trincenveen kein deie iin derde o ichnchtwäum ſo haſt du t Die Ty m Sim:. nder Ragt n Htr⸗ nicht die Füſſe allein, ſondern and Sunde Jeſusduidn as Haupt. Spricht JEſus zu ihm: Wer ge⸗ pnger, win eädhen eſ derid ariiicht⸗ denn die Fuͤſſe waſchen, der ürehen alle, denn er wu 17 ihr ſeyd rein, aber nicht mii te Verraͤ aucd Daer nun ihre Füͦ „gabihnna ne Kleider, dih fdiſ Lerwaſhenhahre nahm er ſei⸗ ſretdn gbermal zu ihnen: Wiſſet ihr, was 5 und ſprach sfüͤreucut habe? Ihr heiſſet mich Meiſter! d euch gethan zungder Ecn recht dran, denn ich bins Cu. Sn u9n ſaget 3 und Meiſter und peiih die Fuͤſſe gewaſchen babe plt au.. inter einander die Fuͤſſe waſchen. Ei Oſtern, diſ Beyſpiel hab ich euch gegeben daßihrt n. in ennet dit euch gethan habe. Warlich emnid h wjeib erWekgen der Knecht iſt nicht groͤſſer denn ſein„hſandench duen, dens Apoſtel groͤſſer, denn der ihn fen de⸗ üych der — 771 172 Die Paſſion JEſu Chriſti. So ihr ſolches wiſſet, ſelig ſeyd ihr, ſo ibrs thut Nicht ſage ich von euch allen, ich weis, welche ich er waͤhlet hab, ſondern daß die Schrift erfuͤllet wuͤrde Der mein Brod iſſet, der tritt mich mit Fuſſen, jeßt ſag ichs euch, ehe denn es geſchiehet, auf daß, wennes geſchehen iſt, daß ihr glaubet, daß ichs bin. War⸗ lich, warlich, ich ſageeuch: Wer euch aufnimmt, ich jemand ſenden werde, der nimmt mich auf, wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich geſandt hat. Da ſolches JEſus geſagt hatte, ward er betruͤbt im Geiſt, und ſprach: Warlich, warlich, ich ſage euch: Einer unter euch, der mit mir iſſet, der wird mich verrathen, ſiehe, die Hand meines Verraͤthers ſſt mit mir uͤber Tiſche. Und die Juͤnger wurden ſehr traurig, ſahen ſich unter einander an, und wardih⸗ nen bange, von welchem er redete, und ſie fingen ai zu fragen unter ſich ſelbſt, welcher es doch ware un⸗ ter ihnen, der das thun wuüͤrde, und ſagten zu ihmer⸗ ner nach dem andern: HErr, bin ichs? Undder an⸗ dere, bin ichs: Er antwortete, und ſprach: Einer gus den Zwoͤlfen, der mit mir in die Schuͤſſel tauchet, der wird mich verrathen. 1nn Des Menſchen Sohn gehet zwar dahin, wie bon ihm beſchloſſen und geſchrieben iſt, doch wehe dem Menſchen, durch welchen des Menſchen Sohn verra⸗ then wird, es ware ihmbeſſer, daß derſelbige Menſch noch nie gebohren waͤre. Da antwortete Judas der ihn verrieth, und ſprach: Bin ichs, Rabbi? Er ſprach ge zu ihm: Du ſageſt es. Es war aber einer unter ſeinen Juͤngern, der zu Tiſche ſaß an der Bruſt JEſu, welchen JEſus lieh hatte, dem winckete Simon Petrus, daß er forſchen V ſolte, wer es waͤre, von dem er ſagte, denn derſelbige lag an der Bruſt IEſu, und ſprach zu ihm: Hrr, aan3 roen deen. Ha²2¹ d ttit in Rgehr — Gen ikuteudge 1al Pſeniärde ie wabiuu digeaberwa imſante e ſanr, I aufdasd Daern ralcbad 1 Adashin kter ien, der 4 pen ghalten ie ewetticens Vorap ſeiſtt mang dſr ſndeGri Ju ſddegürn deſ an derGriſ drs pet I. ſetns binaber w hr s ſd deü lent f ſaungen jn — „ene prowena nte gnſabe Ner diſenau Dere Kaud — Die Paſſion JEſu Chriſti. 773 ſäshp per iſts? JEſus antwortete: Der iſt es, dem ich den jde 5 e,aZiſſen eintauche und gebe. Und er tauchte den Biſ⸗ emetdn ein, und gab ihn Juda Simonis Iſcharioth, und gec nichmach den Biſſen fuhr der Satau in ihn. 1 deher a Da ſprach IEſus zu ihm: Was du thuſt, das thue üet, dßſald, daſſelbige aber wuſte niemand uüͤber dem Tiſche, „Mreucaozu ers ihm ſagte, etliche meyneten, dieweil Judas „der ninmtnen Beutel hatte, JEſus ſpraͤchezu ihm: Kaufe, nmut deapas noth iſt, auf das Feſt, oder, daß er den Armen twas gaͤbe. Da er nun den Biſſen genommen hat⸗ gthatte wanege, ging er alsbald hinaus, undes war Nacht. rich wſttz. Da aber Judas hinaus gegangen war, erhub ſich it miriſttwin Zanck unter ihnen, welcher unter ihnen ſolte fuͤr and wenegeen Groͤſſten gehalten werden. Er aber ſprach zu nd die gintnonen: Die weltlichen Koͤnige herrſchen, und die Ge⸗ einander a nbaltigen heiſſet man gnaͤdige Herren, ihr aber nicht rredeke, ugtilſo, ſondern der Groͤſſeſte unter euch ſol ſeyn wie der welcheeeJüngſte, und der Fürnehmſte wie ein Diener. Denn irde,undanbelcher iſt der Groͤſſeſte? Der zu Tiſche ſitzet, oder ert,biſlher da dienet? Iſts nicht alſo, daß der zu Tiſche ſi⸗ eir udſiutzet? Ich bin aber mitten unter euch wie ein Diener, muagächr aber ſeyds, die ihr beharret habt bey mir, in mei⸗ ſen Anfechtungen, und ich wil euch das Reich beſchei⸗ Cittwrunlen, wie mirs mein Vater beſchieden hat, daß ihr eſ⸗ ¹ 4 ien undtrincken ſolletüber meinem Tiſche, in meinem esMe nüns Keiche, und ſien auf Stuͤhlen, und richten die zwoͤlf ſer daden Beſchlechte Iſracl. ernn Da ſpricht aber JEſus: Nun iſt des Menſchen dantein Sohn verkläͤret, und GOtt iſt verklaͤret inihm; iſt lnic Ott verklaͤret in im, ſo wird GOtt auch verkla⸗ ncen en in ihm ſelbſt, und wird ihn bald verklaͤren. ſenen un Lieben Kindiein, ich bin noch eine kleine Weile bey Su, wataguch, ihr werdet mich ſuchen, und weil ich zu den Ju⸗ petrus utten ſagte: Wo ich hingehe, da konnet ihr nicht hin⸗ er aut unymmen. Und ſage euch nun: Ein neu Gebot ge dppracuhn, ich „7 Die Paſſion JEſu Chriſtt. Agl ———, ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wieſ e al, uhh euch geliebet habe, auf daß ihr auch einander lieb habt haan ma d Dabey wird jederman erkennen, daß ihr meine Juͤnſgern 334 nae ger ſeyd, ſo ihr Liebe unter einander habt. en ſat rend Spricht Simon Petruszu ihm: HErr, wo geheſt ſen gechreben du hin? IEſus antwortete ihm: Da ich hingehe,„ Etuie kanſt du mir auf dißmal nicht folgen, aber du wirſ n daiſchauft mir hernachmals folgen. Petrus ſpricht zu ihm Gul. Jantch HERR, warum kan ich dir auf dißmal nicht folgen! um ritſeauh Ich wil mein Leben bey dir laſſen. JEſus antwor miit ſiuneeme tete ihm: Solteſt du dein Leben bey mir laſſen? S um ei ſchchſag mon, Simon, ſiehe, der Satan hat euer begehret, ieme in weyn daß er euch moͤchte ſichten, wie den Weitzen, ich aber nal inmn: Er habe fuͤr dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhoͤre, ven zcnt und wenn du dich dermaleins bekehreſt, ſo ſtaͤrcke des ich gun, d ne Bruͤder. Er ſprach aber zu ihm: HErr, ichbin Jdü bereit, mit dir ins Gefaͤngniß und in den Tod zu gehen. D. ſlilzwi Er aber ſprach: Warlich, warlich, ich ſage dir,Pe, Getn„Uuar tre, der Hahn wird heute nicht krehen, ehe denn du und’ une. dreymal verleugnet haſt, daß du mich kenneſt. wuſs dauch Under ſprach zu ihnen: So oft ich euch geſandtha⸗ daſe ſin⸗ be, ohne Beutel, ohne Taſchen, und ohne Schuh, ümm kalhe habt ihr auch je Mangelgehabt? Sie ſprachen: Nie i aw u keinen. Da ſprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Ioß ſewe Beutel hat, der nehme ihn, deſſelbigen gleichen auch iun undhu die Taſche, wer aber nicht hat, der verkaufe ſein Kleid, uiſt iuet und kaufe ein Schwert. Dennich ſage euch, es muß ſetſte atn noch das auch vollendet werden an mir, das geſchrie⸗ Anſ f ben ſtehet: Er iſt unter die Uebelthaͤter gerechnet, Uin ſichn denn was von mir geſchrieben iſt, das hat ein Ende. indie iile Sie ſprachen aber: HERR, ſiehe, hier ſind zwe ki bti Schwerter: Er aber ſprachzu ihnen: Es iſt genug ginſſe, mag Das andere Hauptſtuͤck der Paſſion handelt von 1nt rhen geiſtlichen Leiden Chriſti am Oel⸗Herg. Wun ſanr hndda ſie den Lobgeſanggeſprochen hatten, 30 AAin, ife SEſ yyJJJJJJ8J en Die Paſſion IEſu Chriſti. 175 braugenn Sſus hinaus, nach ſeiner Gewohnheit, uͤber den kemn wß Zach Kidron an den Oei⸗Berg. Es folgeten ihm cerenanden der ſeie Jünger nach. Da ſprach er zu ihnen: un dieſer Nacht werdet ihr euch alle aͤrgern an mir, anenn es iſt geſchrieben: Ich werde den Hirten ſchla⸗ nicht olge den,und die Schaafe der Heerde werden ſich zerſtreu⸗ 1. Petrus n, wenn ich aber aufſtehe, wil ich fuͤr euch hingehen in drauie Haliläam. Petrus aber antwortete, und ſprach zu rliſe üom⸗ Wenn ſie auch ſich alle an dir aͤrgern, ſo wilich Kecbeban gich doch nimmermehr aͤrgern. Irſus ſprach zu — Söunun bm: War lich, ich ſage dir, heint in dieſer Nacht, ehe danumhenn der Hahn zweymal krehet, wirſt du mich drey⸗ ukedwinal verleugnen: Er aber redete noch weiter: Ja, deirgaumzvenn ich auch mit dir ſterben müſte, wollte ich dich deannn Achr verleugnen; Deſſelbigen gleichen ſagten alle nrbundud Da kam JEſus mit ihnen zu einem Hof, der hieß c,warlchttGethſemane, da war ein Garte, darein ging JEſus, ericht in ſund ſeine Juͤnger. Judas aber, der ihn verrieth, daßdumoinwuſte den Ort auch, denn IEſus verſammlete ſich oft Sonſtihatzdaſelbſt mit ſeinen Juͤngern. Da ſprach IEſus zu Taſchen, withihnen:Setzet euch hie, bis daß ich dort hingehe undbete ehabt? Sen Und er nahm zu ſich Petrum und Jacobum und dten Ahem Johannem, die zween Soͤhne Zebedaͤt, und fing an dn, deſehntzu trauren, und zu zittern, und zu zagen, und ſprach hat derteiutzu ihnen: Meine Seele iſt betruͤbt bis in den Tod blei⸗ Dennicſarmbet hie und wachet mit mir, betet, auf daß ihr nicht in eden anun⸗Anfechtung fallet. a Under riß ſich von ihnen bey einem Steinwurf, und bben ſt, vir kniete nieder, ſiel anf ſein Angeſicht auf die Erde, und Mö, ſect ſeſbetete, daß, ſo es müglich waͤre, die Stunde fuͤruͤber aczulben ginge, und ſprach: Abba, mein Vater, es iſt dir alles omöglich, uͤberhebe mich dieſes Kelchs, doch nicht was dapiſtgzich wil, ſondern was du wilt. Under kam zu ſeinen tannie üngern, und fand ſie ſchlafen, und ſprach zu Petro: G j⸗ 176 Die Paſſion JIEſu Chriſtt. 1 deg Simon, ſchlaͤfeſt du? Vermöchteſt du nicht ein i Al Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet, daiſtten Jeiln ihr nicht in Anfechtung fallet, der Geiſt iſt willnn h. ſh 4 aber das Fleiſch iſt ſchwach. er der Zum andernmal ging er aber hin betete, und ſprach Ait lui Mein Vater, iſts nicht muglich, daß dieſer Kelchbon ari filan mir gehe, ich trincke ihn denn, ſo geſchehe dein Wlll nle ſan Und er kam, und fand ſie abermal ſchlafend, und ihte Na Nil Augen waren voll Schlafs, und wuſten nicht, was ſie ſagt ihm antworteten, under ließ ſie, ging aber hin, und ege idide hetete zum dritten mal dieſelbigen Worte, und ſprach ir ſat h gabe Vater, wilt du, ſo nimm dieſen Kelch von mir, doch gegel Joh. nicht mein, ſondern dein Wille geſchehe. e urahet Eserſchien ihm aber ein Engel vom Himmel, und alshe iaul ſtaͤrckete ihn, und es kam, daß er mit dem Tode rang, u, nnit und betete heftiger. Es war aber ſein Schweißwie uim iſtand, Bluts⸗Tropfen, die ſielen auf die Erde. err ire Und er ſtund auf von dem Gebet, und kam zu ſeinen Dali hynun Jüngern, und fand ſie ſchlafend fuͤr Traurigkeit, und und ein. ſprach zu ihnen: Ach! wolt ihr nun ſchlafen undru⸗ Dim iſh, hen? Was ſchlaft ihr? Es iſt genug. Sehet, die volln ſeſt Stunde iſt kommen, und des Menſchen Sohn wird ech iſt uͤberantwortet in der Sunder Haͤnde, ſtehet auf aſſt ang un uns gehen, ſiehe, der mich verraͤth, iſt nahe, betet aber, ſenne anct auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet., ſun Kect Und alsbald, da er noch redete, ſiehe, da kam Ju, Iu iann das der Zwoͤlfen einer, da er nun zu ſich hatte genom⸗ ſoſentn n l men die Schaar, und Diener der Hohenprieſter und Schin des Phariſaͤer, der Aelteſten und Schriftgelehrten, ging umte äldu er zuvor der Schaar, und kam dahin mit Fackeln, neyſta ij Lampen, mit Schwerten und Stangen. daßtun ſcht Der Verraͤther aber hatte ihnen ein Zeichengege⸗ Sillin iit ben, und geſagt: Welchen ich kuſſen werde, der iſts, egen W den greiſet, und fuͤhret ihn gewiß. Als nun JEſus Einle ſih wuſte alles, was ihm begegnen ſolte, ging er hinaug und ſän TgehGh enant-. müchet Die en, Jantitänd ſp Paſſi and tu dnd ſprach zu Paſton IEſu Chriſti „drgh eten ihm: JE: Wen ſuchet ihr 177 f Jlun von Nauareihe Sceanduor JEſus ſprach nü ch d me gicungeeAllsnun JEſuszu ihnenſprach: Ich b ins, wichen ſi e hermaſ zamal: Wen unne NRazareth. ſuchet ihr? Sie ſprach deiſe ent ege daß chaſey, fant ortete⸗ Ich ahe amn von LenRe 3 u 4 ie⸗ Gersr wiindg a Pohe erletn lerbohren, diedu mne ngelton zral udas nahete ſi die du mir „Daßermtenn sbald trate eſich zu JEſu, i var enut Rabbi, nuhereenn deſih he küſſen, und nofſ blhm Mein ren nd, buruzſſede ſus zanriſn ſt thet ue du des M ukom zu uenieuna gſ daleze urneendeln vuneedhudg, oltienuite Dariffe ihn. egtendie andean3 Kuße 8 ſtamn i Kaberſäßene die um ihn war JEſum, 2. nſi. en, Berrenenentdn trithſtnhenprieſt„undzogs aus e Simon P tungſält, 4 rieſters Knecht, u Lun arug mcnee d 4 2 d d 2 1 nd nach de. aeaan Sesaen adesoh iieſo ferne ma ete, und ſprach: nerdr gier Schwert jchenr sſrihacee Ge ſie doch ndStnnts immt, der ſoll erheide„denn wer d Stecke dein d tim uieneyneſt du, daß ichm chufi mer das Schwert undStun ea er mir zuſchi hn t koͤnte mennadaken oder anrihmnan Sollich den Kelch ni ehr dennzwoͤlf ater bitten, mchküſeunhegeben hat? ihwiprtwineen de egion Engel? nEsmuß alſo geſ ie wuͤrde aber di nmir mein Vater V chehen. Und er ie Schrift erfuͤllet? rüͤhrete ſein Ohr an, rgewß. Vneddden uend heilete ihn. Zu glenſalte 18 Die Paſſion IEſu Chriſtt. b 1I Za der Stund ſprach Jſus zu den ahenpse uuas ſtern und Hauptleuten des Tempels, und den Aelte ut el 1n ſten die uͤber ihn kommen waren: Ihr ſeyd als zuene tmin nem Möoͤrder, mit Schwertern und Stangen auwir ſ. uir gegangen, michzu faben, bin ich doch taͤglich geſeſen n u 1 deyeuch, und habe gelehret in Tempel, und ihrhaht de lalsoh keine Handan mich geleget. Aber diß ſt eure Stun an uſad de und die Macht der Finſterniſſe, auf daß die Schriſt erfuͤllet wuͤrde. Das iſt aber alles geſchehen, auf daß adſ wetauihlandſt itdd ünenilla erfüllet wuͤrde die Schrift der Propheten. Da ver⸗“ Alunerenn lieſſen ihn alle Juͤnger, und flohen. glen rac. Wed, Undes war ein Jungling, der folgete ihm nach, der enr hreßzud war mit Leinwand bekleidet auf der bloſſen Haut, und dr egerftagte die Jünglinge griffen ihn, er aber ließ den Leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen. Das dritte Haupt⸗Stuͤck berichtet, was in Cau⸗ phas Hof vor dem Concilio der geiſtlichen Praͤla⸗ ten, mit dem HErrn Chriſto fuͤrgangen. Bie Schaar aber, und der Ober⸗Hauptmann, und die Diener der Juden, nahmen IEſum an, und bunden ihn, fuͤhreten ihn aufs erſte zu Hannas, der war Caphas Schwaͤher, welcher des Jahrs Hoher⸗ prieſter war. Es war aber Caiphas, der den Juden riety, es waͤre gut, daß ein Menſch wuͤrde umgebracht fuͤr das Volck. Und ſie fuͤhreten ihn zu dem Hohen⸗ prieſter Caiphas, das iſt zum Fürſten der Prieſter, dahin alle Hoheprieſter und Schriftgelehrten und de Aelteſten ſich verſammlet hatten. Simon Petrus aber folgete JEſu von ferne, und ein ander Juͤnger⸗ bis an den Pallaſt des Hohenprieſters. Derſelbige de Jünger war dem Hohenprieſter bekant, und ging mit IEſu hinein in des Hohenprieſters Pallaſt. Ne⸗ trus aber ſtund drauſſen vor der Thür. Da ging der andere Juͤnger, der dem Hohenprieſter bekant war, hinaus, und redete nnt der Thuͤr⸗Huͤterin, 9 umſt zen. JEl⸗ pfen ndt ſirde ſehre. Sculeundi denzt zentomen, gerel bööſtageſt darue 3geärehe pobet ſſebiewſſ rahſt sredae,g danth eſteiwenge dd wayreſer norte fieiglöe Unn Hteich ſeſtten dmma⸗ — den g rie G tunins imenſch nach pe rceler „ Nein dr f, Keher Maee i, wig Rdg uar Na. dan finen ren auchän h euamn Die Paſſion IEſu Chriſtt. 179 dnde Aüßrete Petrumhinein. Es ſtunden aber die Knech⸗ Kaeane ber Veimunn häue batten ein Kohlfeuer gemacht, weren cmieden mitten im Pallaſt, dennes war kalt, und d bin neinarmeten ſich. Petrus aber ſtund bey ihnen, und rt hlitärmete ſich, auf daß er ſaͤhe, woes hinaus wollte. 1 1 me ihie Magdaber des Hohenprieſters, die Thuͤr Hute⸗ i niaͤiännn ſahe Petrum bey dem Lichte, da er ſich waͤrmete, uenſtadnd ſahe eben auf ihn, und ſprach: Und du wareſt auch herallzgſtzagit dem IEſu von Galilaͤa. Biſt du auch nicht die⸗ ſtde puxen s Menſchen Juͤnger einer? Er leugnete aber fuͤr undſuen Uen, und ſprach: Weib, ich bins nicht. Ich kenne any drſopeſrein nicht, ich weiß auch nicht, was du ſageſt. Aber ſeufdaſſzer Hohepr.eſter fragte JEſum um ſeine Jünger und 1, ercherlcigam ſeine Lehre. IEſus antwortete: Ich habe frey on pua. ffentlich geredet fuͤr der Welt: Ich habe allezeit ge⸗ ickbnche nehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Ju⸗ aliddageütgenzuſammen kommen, und habe nichts im Wincke mChritcfügngereder. Was frageſt du mich darum? Fragedie dats zarum dienegehhrenheden waaachenthrne s eedue beeichedie de gab der Diener einer, die dabey welcher dsgtſtunden, JEſu einen Backenſtreich, und ſprach: Solt er Caphe dndu dem Hohenprieſter alſo antworten? JEſus ant⸗ Nenſchnüewortete: Habe ichuͤbel geredet, ſo beweiſe es, daß es ühreten brunnrecht ſey: Habe ich aber recht geredet, was ſchlaͤ⸗ — zürian geſt dumich? Hannas hatte ihn gebunden geſandt zu 1n c fadem Hohenprieſter Caiphas. Simon Petrus aber 19 waſtund und waͤrmete ſich. Und uüͤber eine kleine Weile, vutie nach dem erſten Verleugnen, als er hinaus ging nach 4 udent dem Vorhof, krehete der Hahn. Undeine andere tanrrie eMagd ſabe ihn, und hubabermal an zu ſagen denen, reſter n die dabey ſtunden: Dieſer war auch mit IEſu von anreſeit Nazareth. Da ſprachen ſie zu ihm: Biſt du nicht uenng ſeiner Junger einer? Und ein ander ſprach: Du biſt dem Hobennne leäie iner. eugnete abermal, und ſchwur mderahiram auch der einer Under! Igne 4 Andſhwue 180 Die Paſſion IEſu Chriſtt. Diplſön. darzu, und ſprach: Menſch, ich bins nicht, und kenne i daſant an auch des Menſchen nicht. Und uͤber eine kleine Weiſ rmuul werdetiht le, bey einer Stunde, bekaͤftigets ein ander mut de⸗eran hncn d nen, die da ſtunden, und ſprach: Warlich, dubſſt 1r rdamie auch der einer, denn du biſt ein Galllaer, denn dene run uh Sprache verraͤth dich. Spricht des Hohenprieſters ſin ttretergugn Knecht, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr erun ſäſerunggere abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bey hius anmtnä al ihm? Da finger an, ſich zu verfluchen und verſchwa⸗ n lde DeM ren: Ich kenne des Menſchen nicht, von dem ihr ſaget, anſnn drernihn, mnd Und alsbald, da er noch redete, krehete der Hahn zum ſte ſſluzn hnn andernmal. Und der HErr wandte ſich, und ſahe kateünudſchug Petrum an. Da gedachte Petrus an das Wort ſer iſettemndſie JEſu, als er zu ihm geſagt hatte: Ehe der Hahn Foͤrdbhſch zweymalkrehet, wirſt du mich dreymal verleugnen, zu uihtn ſender und ging hinaus, und weinete bitterlich. Die Ho⸗ henprieſter aber, und die Aelteſten, und der gantze Rath, ſuchten falſche Zeugniß wider JEſum, auf daß ſie ihm zum Tode huͤlfen, und funden keins wiewol heel falſche Zeugen herzu traten, denn thre Zeugniſſe ſtim⸗ meten nicht überein Zuletzt ſtunden auf, und traten herzu zween falſche Zeugen, und gaben falſche Zeug⸗ niß wider ihn, und ſprachen: Wir haben gehoret, daß er ſagte: Ich kan und wil abbrechen den Tempel Got⸗ tes, der mit Haͤnden gemacht iſt und in dreyen Tagen einen andern bauen, der nicht mit Haͤnden gemacht iſt. Und ihre Zeugniſſe ſtimmeten noch nicht uͤberem. Und der Hoheprieſter ſtund auf unter ſie, und fragte IEſum, und ſprach: Antworteft du nichtszu dem, daß dieſe wider dich zeugen? JEſus aber ſchwieg ſtille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der& Hoheprieſter abermals, und ſprachzu ihm: Biſt du Chriſtus, der Sohn des Hochgelobten? Ich beſchwö⸗ re dich bey dem lebendigen GOtt daß du uns ſageſt, ob du ſeyeſt Chriſtus, der Sohn GOttes? veh prach: ſc aleohe keſendsVe daner hathc doſt z ſudführee dne iſen: Bſde ddere häuchhen. S ns weichherſe Nſte daoch ic nae ſerſcen Sc Tri trs. Daſh Ge fune Lr dng ſß. Ceche ſweſg pn W ſeſeg ſe „Daa thmpne in damripie oii m 6 ganzehar „t führam „SMss h lüeu unt une 3 ndtn —8.. no hfn Die Paſſion IEſu Chriſti. 81 „Undibe azgrach: Du ſageſt es, ich bins: Doch ſage ich euch, detäſtgesenon nun an werdet ihr ſehen des Menſchen Sohn ſi⸗ ndſprag aüen zur rechten Hand der Kraft, und kommen in den KbiteinGal Volcken des Himmels. Dazerriß der Hoheprieſter Sprictde mulne Kleider, und ſprach: Er hat GOtt geläͤſtert, was rrdi, amn urfen wir weiter Zeugniß? Siehe, jetzt habt ihr ſei⸗ eihdihnchnſe Gotteslaͤſterung gehoret, was düncket euch? Sie dutenan ber verdammtenihn alle, und ſprachen: Eriſt des ſcennctn nzodes ſchuldig. Die Maͤnner aber, die JEſum hiel⸗ redete rengden, verſpotteten ihn, und ſpeyeten aus in ſein Ange⸗ Horr vanniſcht, und ſchlugen ihn mit Faͤuſten. Etliche aber ncte ge eerdeckten ihn, und ſchlugen ihn ins Angeſicht, beſon⸗ dint niabern die Knechte, und ſprachen: Weiſſage uns, Chri⸗ dumaenehie, wer iſts, der dich ſchlug? Und iel andere käſter⸗ mich taumungen ſagten ſie wider ihn. Des Morgens aber weinetebtnnſt ammleten ſich alle Hoheprieſter, Schriftgelehrten und undeumod hülfen, und fuͤhreten ihn hinauf für ihren Rath, ten, den ngand ſprachen: Biſt du Chriſtus? Sags uns. Er lettſturdnaſaber ſprach zu ihnen: Sage ichs euch, ſo glaubet ihr den, undgcniaicht. Frage ich aber, ſo antwortet ihr mi nicht, und den: Wryeagaſſet mich dannoch nicht loß. Darum von nun an aöbrechendanewird des Menſchen Sohn ſitzen zur rechten Hand der nct iſtudeKraft GOttes. Da ſprachen ſie alle: Biſt du denn ruchtmt ünG Ottes Sohn? Er ſprach zu ibnen: Ihr ſagets, immetenmhnhenn ichbins. Sie aber ſprachen: Was duͤrfen wir rſtund aufmnveiter Zeugniß: Wir habens ſelbſt gehoͤret aus ſei⸗ G. Antrorhnnem Munde. eugen⸗Linas vierte Haupt⸗Stuͤck meldet an/ was vor dem nichts DitnRichter Pontio Pilato/ als vor der weltlichen O⸗ und prachu brigkeit, mit Chriſto fuͤrgangen. dochgeotken e nd der gantze Haufe ſtund auf, und bunden JE⸗ dwon diurt ſum, führeten ihn von Caipha fuͤr das Richt⸗ Sch GotsSaus, und überantworteten ihn dem Landpfleger M 3 Pon⸗ —— ——yii 182 Die Paſſion JEſu Chriſt 1 p —, Pontio Pilato, und es war noch fruͤh. Da das Berddzaſe das ſahe, der ihn verrathen hatte, daß er verdammt eu ungenan deh war zum Tode gereuete es ihn, und brachte herwieder eiune die dreiſſig Silberlinge den Hohenprieſtern und Aal⸗ i heA ter teſten, und ſprach: Ich habe uͤbel gethan, daß ich un⸗ niſeugten ſchuldig Blut verrathen habe. Sie ſprachen: Was gehets uns an? Da ſiehe du zu. Und er warf di Silberlinge in den Tempel, hub ſich darvon, under⸗ hencket ſich ſelbſt, und iſt mitten entzwey geborſten und ſein Eingeweid ausgeſchuͤttet. Aber die Hohen⸗ prieſter nahmen die Silberlinge, und ſprachen: Es taugt nicht, daß wir ſie in den Gottes⸗Kaſten geben, denn es iſt Blut⸗Geld. Sie hielten aber einen Rat, und kauften um die Silberlinge, um das Lohn der Un⸗ gerechtigkeit, einen Toͤpfers⸗Acker, zum Begraͤbniß der Pilger. Undes iſt kund worden allen, diezuJe⸗ ruſalem wohnen, alſo, daß derſelbige Acker genennet wird auf ihre Sprache Hakeldama, das iſt, ein Blut Acker, bis auf den heutigen Tag. Da iſt erfuͤllet, das da geſagt iſt durch den Propheten Jeremiam, daer ſpricht: Sie haben genommen dreyſſig Silberling, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen ſie kauf⸗ ten von den Kindern Iſrael, und haben ſie gegeben um einen Toͤpfers⸗Acker, als mir der HErr beſohlen hat. Die Juden aber gingen nicht in das Nich⸗ Haus, auf daß ſie nicht unrein würden, ſondern die Oſtern eſſen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen beraus, und ſprach: Was bringet ihr für eine Klage wider dieſen Menſchen? Sie antworteten, und ſpta⸗ chen zu ihm: Waͤre dieſer nicht ein Ubelthaͤter, wir. baͤtten ihn dir nicht uberantwortet. Da ſprach y⸗ latus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richte ihn nach eurem Geſetz. Da ſprachen die Juden zu ihm: Wir duͤrfen niemand toͤdten, auf daß erfüllet wuͤrde das Wort JEſu, welches er ſagte, da er denn 1 1ng. Dag 1 a Huus, ud (1as Bi dde 1 uundantwor I Aeberdrand r uſ Buicen d aſte haben! r Nägehen? I Il digdpier ber 4 6 Dem d uennchtüd 11e Techuct ItSobſtdud r Däſageſ zetru, ude Auſtitzeugen d ſttwemet AenWüter un ſcusgde fls ſesduhe 8 r Slbege enn t. Mete d Altare e plaxe. Pne ſchae — —— Ie ſudſtrg 1ſ ten ets iethurtn n pating 1 ſausg —ꝓYͥ— — Npyſt Galllaäa wäre? Und als er vernahm, daß erunn ſſ i unn Derodis Obrigkeit war, überſandte er ihn zu Her⸗ ſi iiet des, welcher in denſelbigen Tagen auch zu Jeruſalem war. Da aber Herodes IEſum ſahe, warder ſehr froh, denn er haͤtte ihn langſt gerngeſehen, denn er hatte viel von im gehöret, under hoffet, er wurde ein Zeichen von ihm ſehen, und er fraget ihn mancher⸗ ley: Er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenprie⸗ ſter aber und Schriftgelehrten ſtunden und verklag⸗ tenihn hart. Aber Herodes mit ſeinem Hof⸗Geſind, verachtete und verſpottete ihn, legte ihm ein weiſſes Kleid an, und ſandte ihn wieder zu Pilato. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit ein⸗ ander, denn zuvor waren ſie einander Feind. Plla⸗ tus aber rief die Hohenprieſter und die Oberſten,und das Volck zuſammen, und ſprachzu ihnen: Ihr habt dieſen Menſchenzu mirbracht, als der das Volckab⸗ wende, und ſehet, ich habe ihn fuͤr euch verhoͤret, und finde an dem Menſchen der Sachen keine, deren ihr ihn beſchuldiget, Herodes auch nicht. Denn ich ha⸗ be euch zu ihm geſandt, und ſiehe, man hat nichts auf ihn bracht, das des Todes werth ſey; darum wil ich ihn zuͤchtigen, und los la ſte der Landpfleger nach Gewohnheit dem Volck einen Gefangenen los geben, welchen ſie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, der war faſt rüchtig,, nemlich einen Ubelthaͤter und Möorder, der hieß Barrabas, der mit den Aufruͤhriſchen war ins Gefaͤngniß geworfen, welcher im Aufruhr, der in der Stadt geſchah, einen Mordbegangen hatte. Und das Volck ging hinauf, und bat, daß er thate, wie er pflegte. Und da ſie verſammlet waren, antwortete ihnen Pilatus: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich einen los gebe auf Oſtern,, welchen wolt ihr, daß ich euch los gebe? Barrabam, oder JEſum, den Küng en. Auf das Feſt aber mu⸗ Pea. Unddacca 1en Eeb wün,) teie lſcefenmtd 1e tten!n Lraum eeheigriergodel r at zaßſeum dl untxichr. Pe undſbrach 1n maxe, d ſen rgyuße haufe ſe e dgbunsBar r ute und ſtra Wab li. Cia Prenne Gie ee n ön. Ercher n n ſchheerdem! Te ſdilhesm tnen ſlölgſen. und gte Geu ſen wäberhend ſtat ſiegeinn 1. T eet ſaanrſe JEſag a Miſi pi 4— der nne Ddiie Paſſion JEſu Chriſti. 185 jüberſndt äder Juden, den man nennet Chriſtus? Denn er wu⸗ ſenagetneſte, daß ihn die Hohenprieſter aus Neid uͤberantwor⸗ e Jlunſae get hatten. Und daer auf dem Richtſtuhl ſaß, ſchick⸗ längſtengee te ſein Weib zu ihm, und ließ ihm ſagen: Habe du tet, unhggmtichts zu ſchaffen mit dieſen Gerechten, ich habe heute 1 underſeeneviel erlitten im Traum von ſeinetwegen. Aber die ahernchsd Hohenprieſter und Aelteſten uͤberredeten und reitzten lährta iuhe das Volck, daß ſie um Barrabam bitten ſolten, und des utſan Sſum umbraͤchten. Da antwortete nun der Land⸗ tejin, em pfleger, und ſprach zu ihnen: Welchen wollt ihr un⸗ wiewrugie ker dieſen zweyen, den ich euch ſoll los geben? Da d Herudesn ſchrye der gantze Haufe, und ſprach: Hinweg mit die⸗ lſtenanen ſem, und gib uns Barrabamlos. Da rief Pilatus ajrnde igbermal zuthnen, und wollte JEſum los laſſen, und dſcrachzug iſprach: Was ſoll ich mit JEſu machen, den man racht, qi Chriſtus nennet? Sie ſchryen abermal: Creutige, ehn ire ancreutzige ihn. Er aber ſprach zum drittenmal zu ih⸗ heſttannen: Was hater denn libels gethan? Ich finde keine de Sachnien dirſache des Todes an ihm, darum wil ichihn zuͤch⸗ auchuic latigen und loslaſſen. Aber ſie ſchryen noch vielmehr, id ſieſemſeund ſprachen: Creutzige ihn. Und ſie lagenihm an werthſen mamit groſſem Geſchrey, und forderten, daßer gecreu⸗ en. Aufdagicziget wuͤrde: Und ihr und der Hohenprieſter Ge⸗ eewohnhetdeſchreynahm uͤberhand. Da nahm Pilatus JEſum, velchen ſetamund geiſſelte ion: Die Kriegs⸗Knechte aber des Land⸗ Gejanuna gwflegers fuͤhreten ihn hinein in das Richt⸗Haus, und gelthater umwiefen zuſammen die gantze Rotte, und zogen ihn aus, den Aufeüinſteund legten ihm ein Purpur⸗Mantelan, und ſlochten her in Auuſeine Cron von Dornen, und ſetzten ſie auf ſein Haupt, grdheganenmnund gaben ihm ein Robr inſeine rechte Hand, und Dhat⸗dascnbeugten die Knie für ihm, und ſpotteten ihn, und fin⸗ umeet waemangen an ihnzu gruͤſſen, und ſprachen: Gegruͤſſet ſeyſt Kane Gewohif du Koͤnig der Juden. Und ſchlugen ihn ins Ange⸗ „keſchenwanzſicht, und ſpeyeten ihn an, und nahmen das Rohr⸗ und Feiu nſchlugen damit ſein Haupt, und ſielen auf die Knie, Noder FEſouao teu ne 1 — 336 Die Paſſion JEſu Chriſt. Ali und heteten ihn an. Da ging Pilatus wieder heraus, Fe wüh und ſprach zu ihnen: Sehet, ich fuͤhre ihn herauszu ſiiln iter 9 euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm nn tuaue, finde. Alſo ging JEſus heraus, und trug eine Dor⸗ ſte uchaſe nen Crone, und Purpur⸗Kleid. Und er ſprichtzu N. dmuhea ihnen: Sehet! welch ein Menſch? Da ihn die Ho⸗ dierthln— henprieſter und die Diener ſahen, ſchryen ſie, und gn iſc,a ſprachen: Creutzige, creutzige ihn. Pilatus ſpricht Ineaſein zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin, und creußiget ihn dem de n aunh ich ſinde keine Schuld an ihm. Die Juden antwor⸗ Ge Kterfa teten ihm: Wir haben ein Geſetz, und nach dem Geſetz allta itunter ſoll er ſterben, denn er hat ſich ſelbſt zu G Ottes Sohn len i rgnahg gemacht. Da Pilatus das Wort hoͤrete, furchtert deri undlat lich noch vielmehr, und ging wieder hinein in das toda⸗ Richt⸗Haus, und ſpricht zu JEſu: Von wannen bſt Au du? Aber IEſus gab ihm keine Antwort. Da ſprach 8 rande ger Pilatus zuihm: Redeſt du nicht mit mir? Weiſt du& lantla icht daß ich Macht habe dich zu creutzigen, und Macht an umihr abe dich los zu geben? JEſus antwortete: Duhaͤt, er 1Eulz teſt keine Macht uͤber mich, wenn ſie dir nicht waͤre fun elrechen von oben herab gegeben, der mich dir uͤberantwortet ren umnen hat, der bats groͤſſere Suͤnde. Von dem an trachte. Wuu untiund te Pilatus, wie er ihn loß lieſſe. Die Juden aber er nltent ſchryen, und ſprachen: Laͤſſeſt du dieſen loß, ſo biſtdu ihſ zgeiln des Kaͤyſers Freund nicht, denn wer ſich zum Koͤmge na iſehaf macht, der iſt wider den Kaͤyſer. Da Pilatus das eiſet wneni Wort hoͤrete, fuͤhrete er JEſum heraus, und ſatzte zu udſig ſich auf den Richtſtuhl, an der Staͤtte, die da heiſet vin t ihen Hochpflaſter, auf Hebraſch aber Gabbatha. Es ſeln hünn war aber der Ruͤſttag in den Oſtern um die ſechſte ZIiun a une Stunde, under ſpricht zu den Juden: Sehet, das dinn üra, iſt euer Koͤnig. Sie ſchryen aber: Weg mit dem, it Uih creutzige inn. Spricht Pilataus zu ihnen: Sollich Dem imſen euren Koͤnig creutzigen? Die Hohenprieſter antwor⸗ m un. teteh: Wirbabenkeinen Ronig⸗ennden Kͤhler. e am auug Pllate— A daß ich kenn 4 eu. 1 —- Deg andach aber gegeiſſelt und verſpottet, uͤbergab er ihrem Wil⸗ dunichtmtm 4 nde. Vunden glieſſe. Dig eſt dudeſach dennwerſch qiyſer. Dan Eſum hera der Stätte ſch aber G den Oſternmn Aden Juden 6 cyen aber: Val llataus zucne diehohenytein ünig dennzachr aber Pilatus ſabe daß er nichts ſchaffete, ſondern das Bie cfü 3 viel ein groͤſſer Getummel ward, gedachte er dem Das fuͤnfte und letzte Haupt⸗ on JEſu Chriſti. — Die Paſſi 187 Stuͤck der Paſſion handelt von der Ausfuͤhrung und Creutzi⸗ denn ſo man das thut am gruͤnen Holtz, was wil am duͤrren —. 3—Dir Paſlon IEſu Chuim. A dürren werden. Es wurden aber auch hingefühneg(n zween andere Ubelthaͤter, daß ſie mit ihm efühn finen nehan wuͤrden. Und ſie brachten ihn andie Staͤtte, dieda Volen,1. 4 beiſſer auf Hebraiſch Golgatha das iſt verdolmetſcht die i in V Schädelſtätt, und ſie gaben ihm Eſſig oder vermyr⸗ et. Nul⸗ rheten Wein zu trincken, mit Gallenvermiſchet, und u. dun da ers ſchmeckte, wolt ers nicht trincken. Und ſie und rgrdbo creutzigten ihn an der Staͤtte Golgatha, und zween int ikelhl Ubelthater mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Eor wo rht Lucken Hand, JEſum aber mitten inne. Und die ſ iln uu Schrift iſt erfuͤllet, die da ſaget: Eriſt unter die Ubel; Juen t. Die thater gerechnet. Undes war die dritte Stunde, da un. tund ſie ihncreutzigten. IEſus aber ſprach: Vater, ver⸗ di eitch gib ihnen, denn ſie wiſſen nicht was ſie thun. Piülatus id w tn lfd aber ſchrieb eine Uberſchrift, geſchrieben, was man vt uner ihm Schuld gab, die Urſach ſeines Todes, und ſetzte hen i keryotae ſie auf das Creutz, oben zu ſeinem Haupte. Es war. 6ch ftmun aber geſchrieben: JEſus von Nazareth, der Juden(ſori mäetand Konig. Dieſe Uberſchrift laſen viel Juden, denn die heret ſi. Rt Statte war nahe bey der Stadt, da JEſus gecreu⸗ ANerſien ähtecd tiiget iſt, und es war geſchrieben auf Hebraͤiſch, Grie gelnn(re, ſchiſch und Lateiniſche Sprache. Da ſprachen die in udt Hohenprieſter der Juden zu Pilato: Schreibe micht„liſt. n, dme der Juden Koͤnig, ſondern daß ergeſagt habe: Ich El ſiüi bin der Juden Konig. PMilatus antwortete: Was deuſe uger ich geſchrieben habe, das habe ich geſchrieben. in à hſetee Die Kriegs⸗Knechte, da ſie JEſum gecreutziget traſu Aunin hatten, nahmen ſie ſeine Kleider, und machten vier Vſſn zaenge Theil, einemzeglichen Kriegs⸗Knecht ein Theil, daru Uiien i auch den Rock. Der Nockaber war ungenehet, von„ulſit Pide oben an gewircket, durch und durch. Da ſprachen ſie unſn gtnene unter emander: Laſſet uns den nichttheiten, ſondern ſoul uſt darum loſen, weß er ſeyn ſol, auf daß erfüllet wuͤrde delſn irgac die Schrift, die da ſaget: Sie haben meine Kleider witſi Jdrine unter ſichgetheilet, und haben üͤber meinen Nact das te dm feriji 3 00 7 -— 88 —i iſti. 189 Weli cha ie Paſſion JEſu Chriſti. Tden derad⸗ Dii Paſ ſie ſaſſen allda, und huͤteten „Riſenn Soos geworfen. ten die Kriegs Knechte, und das änennagicem. Solches thaten zu. Es ſtund aber bey dem ait ae Polck ſtund, un Mutter, und ſeiner Mutter * ne Ereutz IEſus ſeine 8 eophas Weib, und Maria hndint Schweſter Maraa, JEſus ſeine Mutter ſahe, uem Magdalena Da nun J rſehr liebhatte, t uct Aroler dabey ſtehen, dene — üun undden Jänger dahenſte Weib, ſiehe, ds ſtdem n ſpricht er zu— 3 Juͤnger: Siehe, da zur dhte 6 Euon. darnach Prichterzudem hünof nahm ſie der ne mtam iſt deie Mutter, un ber fürüber gingen, laͤtterten aat Erſian Junger zu ſich. Die Kopfe, und ſprachen: Pfuy nardednmen ihn, und ſchüttelten du den Tempel, und baueſt ihn zaber otahehn dich, wie fein zerbrichſt lber, biſt du Gottes Sohn, ſctwasſetza in dreyen Tagen, hu vif Deßgleichen auch die Ho⸗ d liſnin ſb Ueinerab vom Feien ihn unter einander mit den tſene Aint henprieſter verſpo dAelteſten, ſamt dem Volck, und ſenem dun Schriftgelehrten undeeen geholfen, und kan ihm ſel⸗ on Razarth ſ ſprachen: Er hat and Chriſt, der Koͤnig von Iſrael, taenecget ber nicht helfen. Iſt er Chriſt, der ber, und ſtei⸗ aſen elhat ber nicht helf G Ottes,er helſe ihm ſelber, Stadt, dagon der Auserwaͤhlte auf daß wirs ſehen und glauben tcenalſdait ge nun vom Creutz, vertrauet, der erloͤſe ihn nun, rache. da i 8— Sr bat Lereie ae d din ſte uJlat ei lüſtet e Daſſelbige ruͤckten ihm auch au te 85 u afins Eohn. ihm gecreutziget waren, und ſchmaͤ uyre lotus onnuem der, dimit erſpotteten ihn auch de Krios⸗Aiweeh. heichgeſtbta ihn. Es dbrachten ihm Eſſig, und ſprachen: ſe gsſunan traten zu ihm, und brach ilf dir ſelber. Aber der die Jeinm Biſt du der Juden König, ſo bilfde Aiſterte dn⸗ ſedeemn Ubelthaͤter einer, die da gehenckt waren, lä d 1 20 7 lf dir ſelbſt, un Knechtenden und ſprach: Biſt du Chriſtus, ſo hi afete ihn, und ſzernarumt uns. Da antwortete der ander, ſtre tfuͤr GOtt, durd. Ant ſprach: Und du fuͤrchteſt dehauchnitf undzwar dnncan der du doch in gleicher Verda was unſe⸗ dlaundaln wir ſind billig drinnen, denn wir empfahen, w 1 aſer ichts Unge⸗ dtemure Thaten werth ſind, dieſer aber hat nich ſchicktes anüber unmäe — 190 Die Paſſion IEſu Chriſti. ſchicktes gehandelt, und ſprach zu JEſu: HErr, ge⸗ dencke an mich, wenn du in dein Reich kommeſt. Und JEſus ſprach zu ihm: Warlich, ich ſage dir, heut wirſt du bey mir im Paradies ſeyn. Und da es an die ſech⸗ ſte Stunde kam, ward eine Finſterniß üͤber das gan⸗ tze Land, bis in die neunte Stunde, und die Sonne ver⸗ lohr ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief JEſus laut, und ſprach: Eli, Eli, Lama, Aſabthani? Das iſt verdolmetſchet: Mein GOtt, mein GOtt, warum haſt du mich verlaſſen? Etliche aber, die da ſtunden, da ſie das hoͤreten, ſprachen ſie: Der rufet dem Eliaͤ. Darnach, als JEſus wuſte, daß ſchon al⸗ les vollbracht war, daß die Schrift erfuͤllet wuͤrde, ſpricht er: Mich duͤrſtet. Da ſtund ein Gefaͤß voll Eſſig. und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und füllete ihn mit Eſſig und Iſopen, und ſteckte ihn auf ein Rohr, und hielts ihm dar zum Munde, undtraͤnckte ihn, und ſprach mit den andern: Halt, laſſet ſehen, ob Elias komme, und ihn herab neh⸗ me. Da nun IEſus den Eſſig genommen hatte, ſprach er: Es iſt vollbracht, und abermal rief er laut: und ſprach: Vater, ich befehle meinen Geiſt in deine Haͤnde, und als er das geſagt, neigte er das Haupt, und gab ſeinen Geiſt auf. Und ſiehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwey Stuͤck von oben an, bis un⸗ ten aus, und die Erde erbebet, und die Felſen zerriſ⸗ ſen, und die Graͤber thaͤten ſich auf, und ſtunden auf viel Leiber der Heiligen, die da ſchliefen, und gingen aus den Graͤbern, nach ſeiner Auferſtehung, und ka⸗ men in die heilige Stadt, und erſchienen vielen. „Aber der Hauptmann, der darbey ſtund gegenihm üͤber, und die bey ihmwaren, undbewahreten JE⸗ ſum, da ſie ſaben, daßer mit ſolchem Geſchrey ver⸗ ſchiede, und ſahen das Erdbeben, und was dageſchah, erſchracken ſie ſehr, und preiſeten Gott, und rachen Agfin meneerſtenrm ieedaenſtnſem △ hin Slhn— ſdi nu t eiu daſtſc 1 nrüſ und wmn NRlb ſin Vern l.u de hm us Ge meh däales unte ſa u n Mari Re Mer d Salored jirn tein nacgf la wdgedenen, ne n Jeruſclen daei elesder üſ u. a em Crauzblet ſell a bdetheagr dae n Fenegehroche Dienideriegs⸗K ſele R. ane,unddem hora Aöſtcher date ugetwndeam men dernde dr Sran eien Spes r aus. Und de n udſäner tes ſer cchr e daia Pſtgece wl Prſüt thelnr ſrctenen hem ſcha ſ⸗ „Wa ſebelesde Vian h ng dasn hean gam 3 N Die Paſſion IEſu Chriſti. ror at-7 une Parlich, dieſer iſt einfrommer Menſch geweſen, und Urca Ottes Sohn. Und alles Volck, das dabeywar, ber l ind zuſahe, da ſie ſahen, was da geſchah, ſchlugen ſie dage ihre Bruſt, und wandten wieder um. Es ſtun⸗ tens inaber alle ſeine Verwandtenvon fernen, und viel nane eiber, die ihm aus Galilaͤa waren nachgeſolget, p 9 and ſahen das alles, unter welchen war Maria Mag⸗ nan alena, und Maria des kleinern Jacobi und Joſes 4 autter, und Salome die Mutter der Kinder Zebe⸗ e ch dt, welche ihm nachgefolget waren, da er in Ga⸗ 99 ſaa war, und gedienet, und viel andere, die mit ihm eun znauf gen Jeruſalem gangen waren. Die Juden 1 epft ſper, dieweil es der Ruͤſttag war, daß nicht die Leich⸗ At bum auf dem Creutz blieben am Sabbath,(denn deſ⸗ nten ulbigen Sabbaths Tag war groß) baten ſie Pilatum, Autéſ guß ibre Beine gebrochen und abgenommen wuͤrden. „uhſt aa kamen die Kriegs⸗Knechte, und brachen dem er⸗ udirch nen die Beine, und dem andern, der mit ihm gecreu⸗ hnag piget war. Als ſie aber zu JEſu kamen da ſie ſahen, rehe aaßer ſchon geſtorben war, brachen ſie ihm die Beine unce icht, ſondern der Kriegs⸗Knechte einer oͤffnete ſeine fäkra Heite mit einem Speer, und alsbaldging Blut und wm Vaſſer heraus. Undder das geſehen hat, der hat es wie gezeuget, und ſein Zeugniß iſt wahr, undderſelbige awt weiß, daß er wahr ſagt, auf daß auchihr glaubet, „ml zenn ſolches iſt geſchehen, daß die Schrift erfuͤllet ta, oürde: Ihr ſolt ihm kein Bein zerbrechen. Und tn bermal ſpricht eine andere Schrift: Sie werden ſe⸗ uun Men, in welchen ſie geſtochen haben. Darnach am inta übend, dieweiles der Ruͤſttagwar, welcher iſt der 1 Vorſabbath, kam Joſephvon Arimathia der Stadt nen her Juden, ein reicher Mann, ein Naths⸗Herr, ein 1 uter frommer Mann, der hatte nicht gewilliget in kue Soren Rath und Handel,/welcher auf das Reich GOt⸗ an fes wartete, denn er war ein Juͤnger IEſu, doch t a heim⸗ 192 Die Paſſion JEſu Chriſti dehu peimlich, aus Furcht ſur den Juden, der wagets und i ufhe ging binein zu Pilato, und bat, daß er mochte abneh, i iriane 99 men den Leichnam JEſu. Pilatus aber verwunder⸗ e tuane te ſich, daß er ſchon todt war, und rief dem Hauptman, a de itir und fragte ihn: Ob er laͤngſt geſtorben ware? Und ween the he whſe als ers erkundet von dem Hauptmann, gab er Joſeph wen dGrahm den Leichnam JEſu, und befahl, man ſolte ihn ihmge e zin. ben, und Joſeph kaufte ein Leinwand. Es kam aber aa ſaung irde auch Nicodemus, der vormals bey der Nacht zu Jo⸗ 86 Kede derr. ſu kommen war, und brachte Myrrhen und Alven un Grun enſc, daß ter einander, bey hundert Pfunden. Da nahmen ſit ierm 2n Nanſcen den Leichnam JEſu, der abgenommen war, und wi iie 1 ündyiet, ckelten ihn in ein rein Leinwand, und bunden ihn mi mn„ peagſen leinen Tuͤchern, und mit den Specereyen, wie die gtejſegujſtden Juden pflegen zu begraben. Es war aber an der Wra rnifſd Staͤtte, da er gecreutziget ward, ein Garte, und in uneg rzlch ſtde dem Garten ein neu Grab, das war Joſephs, welches ſt eniſete, damt er hatte laſſen hauen in einen Fels, in welches niemand i a riörettaſ je geleget ward, daſelbſt hin legten ſie JEſum, um des Siean jirgrſer Ruſtags willen der Juden, daß der Sabbath an⸗ a wfen ude brach, und das Grab nahe war, und waͤltzten einen to n enngng groſſen Stein fuͤr die Thuͤr des Grabes, und gingen ſhee adeudg davon. Es war aber allda Maria Magdalena, und miga ſer, wck Maria Joſes, die ſatzten ſich gegen das Grab,auch an⸗ dane enen mge dere Weiber, die da JEſu waren nachgefolget von uin zg gell Galilaa, beſchaueten, wohin, und wie ſein Leib geleget den ſeantel ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten Spe⸗ nian mnauidu cerey und Salben, und den Sabbath uͤber warenſſie iiſm ſſie nin ſtille, nach dem Geſetze. Des andern Tages, der da unS avl folget nach dem Ruͤſttage, kamen die Hohenprieſtet Dis ttm, und Phariſaͤer ſaͤmtlich zu Pilato, und ſprachen: enm Warn,) Herr, wir haben gedacht, daß dieſer Verfuͤhreꝛ ſprach, inm damu da er noch lebet: Ich wil nach dreyen Tagen aufer, linde ſetl ſtehen. Darum beſiehle, daß man das Grab ver⸗ dale eniee wahre bis an den dritten Tag auf daß nicht ſeine Smn anß e, uch — R k.—— 40, Die Paſſion IEſu Chriſti. 5 Tkommen, und ſtehlen ihn, und ſagenzum ““ . Nan. erſte. Pilatu een Aate Betruz rherdam deenſe unn undrer rlangigſt ae, wie ihr wiſſet. Sie gingen hin m zum ayrets, wie i tt Hu verſiegelten ee u Bh mt Beet,nddane tanemmn in Stein. as Leiden JEſu Chriſti. Vrin 1 auchſesund faer IEſu Chriſte, wahrer GOtt acſengrn s. dade ir daß du mich armen Sunder und nededeſardunlenenedec di⸗ ercögenent a uͤrdigkeit, durch dein Leiden, ſenſt und Wüͤrdigkeit, dure HErr JEſu eaaed, u and Blutvergieſſen, erlöſet haſt. O HEt e liſt deiner atdén whriſte, wie groß iſt dein Leiden? Wie viel ſ bitter din G Farter? Wie tief ſind deine Wunden? 3 bitte ennd t And ſchmertzlich iſt dein Tod? Meſeunan 399 lühhen n davr or deine Liebe, damit du mich veinemubi ehen mnndäm ater verſohnet haſt, da du am reerdr3 daß die dnegnſt„5chweiß fuͤr groſſer Sohed.Nngſtgeſch unddaſelbſt a u 5luts⸗Tropfen auf die Erdengefauen Haͤnde der tſern, u nonallen deinen Juͤngern Hrlaſedei dich willig füͤr uheon ſchnoden Juden undgottloſen t und grauſam gebun⸗ emud gaich gegeben, welche dich hart u dern ten Richter zu dem andel ſcnda Ten, von einem ungerech daſelbſt biſt du falſchlich eüumt inbarmhertzig gefuͤhre nd verſpeyet, verhohnet, Und auyn erklaget, verurtheilet eſichr geſchlagen worden. Du aun, u anit Fauſten in das Angeſich det, und um Settt dhi that willen verwundet, mEchut diſt um unſer Miſetyatn lagen, gegeiſſelt, und wit Des ud inſer Sünden n und aͤmmerüich zugerichtet, wie „kfaued Dornen gekroͤnet, der nicht einem Menſchen aͤhnlich ,tameeſ e Wurm, der nicht eine urpumn ein anner Denn du wareſt der Allerverachteſte und aßgeerg Jzeweſen. rtzen und Kranckheit, alſo, ar ehanchenzenanſc vetierzuenerhat ude ſmof ade 4 Luun pagt: Sehet, weichein Menichiſt da wegen — ſe ſj — —— 194 G wegen meiner Mißhandlung mitten unter die Ube, d. ſes ind etennn. thaͤter gerechnet, und als ein Fluch aufgehaͤncket, an uilſen berrgon Haͤnden und Fuͤſſen mit Naͤgeln durchgraben, darzu wis hudhäne in deinem hoͤchſten Durſt mit Eſſig und Gallen geene t n in, traͤncket, und mit groſſem Schmertzen haſt du deinen dere pgena 1 Geiſt aufgeben, auf daß du unſere Schuldbbezahlee uündt itene teſt, und wir durch deine Wunden geheilet wuͤrden. ha ednd O HErr JEſu Chriſte, dor dieſe und andere deine uuen, ſtjteme Marter und Pein, ſage ich dir Lob und Danck, undee u ſenunzma bitte dich, laß dein beilig bitter Leiden und Sterden iſie hin 1 an mir armen Suͤnder nicht verlohren ſeyn, ſondern An- daß ich mich deſſelben zu jederzeit von Hertzen troͤſte M den⸗Sege und ruͤhme, auch daſſelbe alſo hegehe und betrachte, ſe nniich: daß alle boͤſe Luͤſte in mir ausgeloͤſchet und gedaͤmpfet, 6 9 d dargegen aber alle Tugenden eingepflantzet und gee tiyde mehret werden, auf daß ich der Sundenabgeſtoreile, g ben, der Gerechtigkeit lebe, und deinem mir gelaſſe diee hatltit nem Fuͤrbilde nachfolge, in deine Fußſtapfentrete, Wein ſo Tae das Ubel mit Gedult vertrage, und das Unrecht mit ſihrin huam gutem Gewiſſen leide, Amen. dnternt Schtter = uhett ſchlafn Feinnen 9. ſi Mabermanns Tüͤde pihnt u Morgen⸗und Abend⸗Gebeter. anſg unlte Wenn du wilſt zur Kirchen gehen, ſo ſprich: hernſhe a „Tumächtiger GOtt, himmliſcher Vater, aufdeis ſen an g ala ne groſſe Gute wil ich in dein Haus gehen, und ſen Siite anbeten gegen deinen heiligen Tempel, in deint en n nſ Furcht. Hrr, leite mich in deiner Gerechtigkeit gaen hu richte deinen Weg vor mir her. Fuͤhre mich auf den en perien Steg deiner Gebote, denn du biſt mein GOttund geen ſoned HErr, meines Heyls. Luſt habe ich zu deiner Woh⸗ lab 15 gfile nung, und bin gern in der Gemeine der Heiligen, 3 nem ns e n b — .— 2222 8 7 Mrdeneeenen ene anuchen deat dan n. loben und berennen th, meine Seele verlanget hnuneen erdaehn Vorhöfen. umun, laſſt in pſehne knien, und niederfallen fuͤr en g p. ten und knien, ſer GOtt, en m, anbete uns gemacht hat, denn er iſtun ſeiner tie Berru, sVolck ſeiner Weide, und Schaafe 3 nan wir da t den HErrn unſern GOtt, Beenendaßſene einariideiſge Shbe, c ue ur angenehmen Zeit, G üͤlfe b 1nd Gute, erhoͤre mich mit deiner treuen Huͤlfe, mien. tage Dnan am Sonntage. 16 Notden Eegenan Sor GᷣOtt d⸗ 3 Yn brnſen bene goͤttliche Kraft und All⸗ ung alh benedeyet ſe bet ſey deine grundloſe Guͤte ien uchtigkeit, gelobe epreiſet ſey deine ewige aal nd Barmhertzigkeit leſbaß du mich in dieſer ge⸗ belähet arh dr da Hand bedecket 6 üid aa u rlichen No 1 f aſt ſicher iank, dter den Seheniea einenelinat 3 boͤſen = hen und ſchlafen laß heimlichen Liſten und ind und allen ſeinen iterlich beſchir⸗ „ ſe eihet u9 chundenn Süͤteſand t— aſchen⸗ Kin⸗ Mn r.. der/ die duan Menſchen⸗Kĩ i⸗ adeine Wunder, d emeine prei⸗ tag rn thuſt/ und wil dich bey der G m Munde 2 21) dein Lob ſoll allwege in meine 1 Hre 5 it dich mein„ 11 uyn/ meine Seele ſoll euleirdichf deinen heili⸗ nd an rühmen/ und w dwil nimmermehr ver⸗ aa Jen Namen preiſen/ un uts gethan haſt. So .pſſen alles/ was du dur Slns„Opfer aus mei⸗ au uß nun dir gefallen da 5 N s fruͤh ii em Munde/ welches hdin des lorgen 1 un 196 * fedEt in Einfaͤltigkeit meines Hertzens bringe. Je ſenniſeten un rufe zu dir von gantzem Gemuͤthe, du wolſe* Zkſon mich heut dieſen Tag auch behuͤten fuͤr aller Ge A'd'Scge fahr Leibes und der Seelen/ und deinen liebeſ datr Engeln uͤber mir Befehl thun, daß ſie michbe Ceen V huten auf allen meinen Wegen. Umgib mi Ker hine zuringſt mit deinem Schild, und fuͤhre mich aoyſcraſ dem Steg deiner Gebote, daß ich unſtraͤftit Daul wandele, in deinem Dienſt, wie die Kinder dageltt ſen Tages, zu deinem Wohlgefallen. Wehre den uutte lhden boͤſen Feind und allen Aergerniſſen dieſer Welh iſeitei gaäd darzu ſteure meinem Fleiſch und Blut, daßich iter ſ vrle nicht von ihnen üͤberwaͤltiget/ etwan groͤblich Sin lhuunte wider dich handele, und dich mit meinen Suͤn ſeinlen actſen den erzuͤrne. Regiere du mich mit deinem hei lng aſ dt ligen Geiſt, daß ich nichts fuͤrnehme, thue, rede ſentn en War oder gedencke, denn allein das, was dir gefaͤllig ufae tüſ und zu Ehren deiner goͤttlichen Majeſtaͤt gerei⸗ ſeliſän tet chet. Sihe, mein GOtt, ich uͤbergebe und opfee gelcie ſinerc re dir mich heut gantz und gar eigen in deinen ſihlt Ech Willen mit Leib und Seel/ mit allem Vermoy iate inſem gen und Kraͤften innerlich und aͤuſſerlich. Mar ſessen ſarzun che du mich dir zu einem Opfer/ das da lebendig/ ce ile ſt ud heilig und dir wohlgefaͤllig ſey, damit ich dir ei und pn Stac nen vernuͤnftigen und angenehmen Gottes⸗ G0. mnde Morgen⸗Segen am Sonntage. 3 dienſt leiſte. Darum duheiliger Vater/ Al⸗ doyer Ehe maͤchtiger GOtt, laß mich dein Eigenthum chenſ Kneh ſeyn/ regiere mein Hertz Seel und Gemuͤth/ daß biſt lſerg ich nichts, denn dich wiſſe, und verſtehe. HEir, Dan ſrihi fruͤh wolleſt du meine Stimme hoͤren/ fruͤhwil fan ſ ich mich zu dir ſchicken/ und daraufmercken ſtiih ⸗ Kth d 1 5M Dii „ 8 ndhh Veüga logexm näicha ewilt Dnodwh pruvi ihtei ſdedwe Käitiche Dhich Wahgr PSal mt ſtuwi g wopſeee filige h awyn rataih T ſwiſ H ſenu es ſhuwh. 82 d. Erhalte mich, daß ich geruhiglich lie⸗ Ghe aa5 R. 3 ge/ 1 1 eun Nened ef au/ und ein daß ich des 1 Abend⸗Segen am Sonntage. 197 n/ ſo ſind wir dein/ wir leben od — Ich beu alle meine be, und mich —, 198 Morgen⸗Segenam Montage. 2 —— ſa mGe ge/ ſanft einſchlafe/ und geſund wieder erwachi dini Decke mich in deiner Huͦtten zur boͤſen Zeit/ ven ſnie i birge mich eimlich in deinem Gezelt, und ethi lenta he mich auf einen Felſen/ ſo werde ich mir nich 6 grauen laſſen. Und ob ich ſchon wandere in Oo finſtern Thal, werde ich kein Ungluͤck fuͤrchtm vrisn denn du biſt bey mir, dein Stecken und Stah deinr a troͤſten mich. Soverleihe mir nundeine Gua daſe de/ daß mein Leib ſchlafe/ die Seele aber allezzn Leite abtti zu dir wache, und daß ich dich ſtets in meina inſt eſaliſn Hertzen habe, und du nimmermehr aus meinen in Dunt Gemuͤthe kommeſt/ auf daß mich die Nacht da Bet nidſtg Suͤnden nicht uͤberfalle. Bewahre mich ſit ſähl. 18 boͤſen ſchaͤndlichen Traͤumen/ fuͤr unruhigen dätte maſſt Wachen und unnuͤtzen Sorgen/ fuͤr argen ſchwe jebi tteneg ren Gedancken/ und fuͤr aller QOuaal. Men ſeri adt GOtt und HErr/ in deinen gnaͤdigen Schuh undien Gädt befehle ich dir mein Leib und Seel/ meine lie ſuhen ch md ben Geſchwiſter, und alle die mir mit Buut, leut zuſtgu Freundſchaft oder ſonſt verwand ſeyn. Laßdi kenn ſrllſt gefallen/ HErr/ daß duuns erretteſt: Wene Ein mhẽc deine Barmhertzigkeit nicht von uns, laß deine memzlbori Güuͤte und Treue allewege uns behuͤten. Dar Glia ſſune um bedecke uns in dieſer Nacht mit deiner Göe vndf ſdchich te, umfahe uns mit deiner Gnade auf alln W udin Seiten/ unterlege uns mit deiner Barimhertzig' vune alſüh keit, daß wir an Seel und Leib behuͤtet werden. Nin, ſun⸗ Amen. wal fene Morgen⸗Segen am Montage.( n u Morgen⸗Segen am Montage. 192 danzen nnem Volck im Geſetz geboten: Dir alle Mor⸗ ſlrocde in ein Brand⸗Opfer zu thun, dich damit zu ſo⸗ u In/ und dir zu dancken fuͤr deinen gnaͤdigen Äd, ſchutz. So bringe ich dir jetzt auch das Lob⸗ nofer/ das iſt die Frucht meiner Lippen, und dalt ieiſe deinen heiligen Namene daß du mich durch Ertnee une groſſe Gnade und Barmhertzigkeit/ heint dena irſe Nacht/ fuͤr allem Ubel und Schaden/ an aihe nib und Seel behütet/ und wider meinen Wi⸗ am 1 rſacher/ den boͤſen Feind/ gantz vaͤterlich erhal⸗ nh un er haſt. Denn wo du nicht mein Schild und t geyſtand waͤreſt geweſen/ ſo haͤtten mich un⸗ üei ie wlige Ungluͤck verderbet, daß ich nicht geſund adim zttemoͤgen aufſtehen. Darum dancke ich dir litrsent willig fuͤr deine gnaͤdige Beſchuͤtzung. Weiter md Areye ich zu dir aus Grund meines Hertzens/ anag d mein Gebet kommt fruͤh fuͤr dich. Fruͤh gine ſche ich dich, und bitte, du wolleſt mich mit al⸗ wöht an, was mirzuſtaͤndig iſt heute ferner behͤ⸗ eimwt n/ fuͤr der Liſt und Gewalt des Teufels/ fuͤr u Puͤnden und Schanden/und allem Ubel. Kom⸗ tattte’ e du mir zuvor in dieſer Fruͤhſtunde mit deiner uun bnade/ ſintemal ich ohne dich nichts vermag/ eg dnd hilf/ daß ich an dieſem Tage/ alle meine ung Vercke/ in deinem Namen Chriſtlich anfahe/ manunn and ſelig vollfuͤhre/ zu Ehren deiner Goͤttlichen amatt Rajeſtaͤt/ und zu Nutz meines Naͤchſten. Be⸗ Rma oahre meine Seele/ Verſtand/ Vernunft/ Sinn und Gedancken/ allmein Thun und Laſ⸗ zum den/ daß der leidige Teufel mir nicht koͤnne ſcha⸗ 30“pen. Beſchütze mich fuͤr der Seuche/ die im N4 Mittag — 1 1 —— —— 7 ———— 6 ——. 200 Abend⸗Segen am Montage. 2 ſ Mittag verderbet. Behuͤte mich fur allen ma in dn nen Feinden, ſichtbaren und unſichtbaren/ daſuch tte ſie mich mit ihren Liſten und Tuͤcken, mit Paſſr b zaubern und Vergiftungen, mit all ihrer Ge Sch N. d walt und Botheit/ heimlich undoͤffentlich nict uchltn da and koͤnnen verletzen noch beſchaͤdigen. HER haler“ chm GOtt, Vater und HCrr meines Lebens/ behu uiſchan wchic te mich auch fuͤr unzuͤchtigem Geſichte/ un) auche ituih wende von mir alle boͤſe Luͤſte. Laß mich nicht undn diſch u Schlemmen und Unteuſchheit gerathen/ und der 2telltt behuͤte mich fuͤr unverſchaͤmten Hertzen. Hil daßit ionm daß ich durch deine Gnade, das Augeſſo michan be ſni gern wil/ ausreiſſe/ und von mir werfe, ducch Bur iltt Ableguna boͤſer und unreiner Begierde des Her' alerin D tzens. Nimm von mir hinweg alles/ wasdi bitee gnn mißfaͤllt/ und mir ſchaͤdlich iſt: Gib mir was meue in di dir wohlgefaͤllt und mir nuͤtzlich iſt/ auf daß ich und ta ſtale dir in wahrem Glauben diene. Siehe mich zuge bent an, du Heyland der Welt/ mit den Augen dei Zetten ſllben ner Barinhertzigkeit/ und erleuchte mein Herh fure a gſim und Augen/ daß ich wandele in dem Glantz dei, fls d G ner Gnaden/ ſo uͤber mir aufgehet, aufdaßich Taus ſuct dich, das ewige Licht, nimmermehr verliere/ hätes⸗ ein Amen. in ſie pſc Abend⸗Segen am Montage. wuns fi du ſtarcker, lebendiger GOtt/ Vater un, uſs mmn ſers HErrn JEſu Chriſti, ich danckedir, ſäͤnn zih daß du mich heut dieſen Tag/ durch deinen Goͤtt; tan in aln lichen Schutz/ fuͤr allem Schaden und Gefahr⸗ Dae ſüi gnaͤdiglich behuͤtet haſt/ daß ich nicht bin kom⸗ und 9 men — — 1 82 t r ttten 3 kegjier— dt tut chaͤrfe des Schwerts/ daß mich die Feinde nugi 3 Aht ermordet, und boͤſe Leute nicht verwundet uce ben/ daß ich von Dieben und Raͤubern nicht aachlagen noch beſchaͤdiget bin worden/ darzu 1 dch/ daß ich mich nicht habe zu tode gefallen/ dlh. ad ſonſt unvorſichtiglich zerſtoſſen/ oder in an⸗ maſtin de Wege verletzt bin worden. In ſumma, tercn 4 itz ich nicht kommen bin in Gefaͤhrlichkeit Lei⸗ ſi w ez und Lebens, das alles habe ich allein deiner 3 luanſ farmhertzigkeit zu dancken/ der du mich auf ainan zen meinen Wegen und Stegen behuͤteſt. Ich nattn ſte nun ferner/ du wolleſt mir vergeben alle ttöiltſ gine Suͤnde/ die ich wider dich gethan habe, dutnigti ſd mich ſamt allen, ſo mir verwandt ſeyn und dabe in azehören/ heint dieſe Nacht/ und die gantze rDhmn ait unſers Lebens auch gnaͤdiglich bewahren tt wdeatte v aller Angſt und Beſchwerniß/ fuͤr des Teu⸗ manderiends Liſt und Geſchwindigkeit, damit er uns nnat ſag und Nacht gedencket zu beſtricken. Be⸗ tr nirm ate uns auch fuͤr der ſchaͤdlichen Peſtilentz/ die Finſtern ſchleichet/ und bewahre uns fuͤr r- m Strick des Feindes. Errette uns, daß Mm n Jir nicht kommen in das Netz des Jaͤgers, ſo riang ſer Seelen nachſtehet. Beſchuͤtze uns fuͤr FuChienweren Sichtungen und Schrecken des Sa⸗ Tuupmans/ für allem Ubel Leibes und der Seelen. ta’ beenn du biſt unſere feſte Burg, unſere Wehr Mttnand Waffen, in dir ltehet alle unſere Hoffnung 4 7 un 4—— —. 202 Morgen⸗Segen am Dienſtage. und Zuverſicht. Darum, du getreuer GOth laß deine Augen uͤber uns offen ſeyn, und be⸗ wahre uns in dieſer Nacht fuͤr aller Gewalt und Anfechtung des boͤſen Feindes, ſey unſer Waͤch⸗ ter und Huͤter/ umgib uns mit deinem Schutz auf daß der Teufel uns nicht koͤnne beſchaͤdigen ſcgre zirſran cm ttatnn graitt ſitond denn bey dir ſtehet unſer Heyl, zu dir allein hebe ſer Nen gü ſ ich meine Augen auf, daher mir Huͤlfe kommet meine Huͤlfe kommet vom HErrn, der Himmel und Erden gemacht hat. Sihe, wie die Au gen der Knechte auf die Haͤnde ihrer Herrenſe⸗ hen, wie die Augen der Maͤgde auf die Haͤnde ihrer Frauen ſehen, alſo ſehen unſere Augen auf den HErrn unſern GOtt bis er uns gnaͤdig werde. Sey uns gnaͤdig, HErr/ ſey uns gna⸗ dig, denn wir ſind arm und elend. Erhebe i ber mich das Licht deines Antlitzes, daß ich nicht im Tod entſchlafe, der du lebeſt und regiereſt in Ewigkeit/ Amen. Morgen⸗Segen am Dienſtage. Delobet ſey GOtt, der Schoͤpfer Himmele und der Erden/ gelobet ſey der HERR der allein Wunder thut, und gelobet ſey ſein herrlicher Name ewiglich. Der den Tag und die Nacht durch ſeine Goͤttliche Weisheit ge⸗ ſchaffen und unterſchieden hat/ darzu verordnet daß, ſo lange die Erde ſtehet/ ſie nicht ſollen aufhoͤren/ auf daß der Menſch des Nachts mo⸗ ge ſeine Ruhe haben/ und am Tage wieder an ſeine Arbeit gehen. HERR, wie ſnd deie er auche mun ftt darg ſede bäta ſcirme leſt hen Hiekei neiné bua tehalN nnnnd wi dentten a meine Stit Hin pehi meife i wi Hüſtearda de t iſt Sü a ſdal unſeren ſett dergn 9 din d b undee dhe „eba G gde ſengs uſer nicte dae nhe in mih 2 3 b 3 Morgen⸗Segen am Dienſtage. 203 Fercke ſo groß und viel/ du haſt ſie alle weis⸗ ra Abgeordnet, und ie Erde iſt voll deiner Guͤte. R 1 Jüͤr ſolche deine Wohlthaten ſollen wir dir dan⸗ nen en/ ehe die Sonne aufgehet, und vor dich ſaant meten, wenn das Licht herfuͤr bricht. Darum 5 Meiſe ich dich jetzunder auch/ daß du mich in die⸗ u dre 5 Nacht haſt ſicher ruhen und ſchlafen laſſen, nt atz ich wiederum froͤlich und geſund erwachen in h nrzufür alle des Feindes Gewalt und Bosheit enat literlich beſchirmet. Ich bitte dich, du wol⸗ . dal iſt meine Seele in deine Haͤnde einſchlieſſen/ 1 r ſeinen Leib nach deinem Wohlgefallen geſund ariſin ahalten/ und mich fuͤr allem Ubel und Scha⸗ ſeneoet n behüten. Sey du mein gewaltiger Schutz/ ann Gi Peine groſſe Staͤrcke/ mein Schirm wider die dammi hitze, meine Huͤtte wider den heiſſen Mittag, eusare meine Huth wider das Straucheln, meine wus Huͤlfe wider den Fall/ auf daß mich kein Un⸗ 1 ucktreffe. Oguͤtiger GOtt! weildie Stun⸗ 1d f auch da iſt/ aufzuſtehen vom Schlaf der IM Nuͤnden und aller Ungerechtigkeit, ſintemal wein anſer Heyljetzt gar nahe iſt, denn die Nacht iſt en ergangen/ aber der Tag herbey kommen, ſo du, un Vilf, daß wir ablegen die Wercke der Finſterniß/ 1ch I ind anlegen die Waffen des Lichts/ auf daß wir gitſht urbarlich wandeln als am Tage nicht in Freſe anterynen und Saufen, nicht in Geilheit und Ulnzucht/ eſctt Micht in Hader und Neid, ſondern daß wir an⸗ oin diehen IEſum Chriſtum in wahrem Glauben uhed umd Chriſtlichem Wandel. Derohalben wecke henne inich alle Morgen/ wecke mir das Ohr/ daß ii 204 Abend„„Geaema am Dienſtage. mit glaubigem Hertzen dein heiliges Wort hoͤn daſſelbige in meinem Gedaͤchtniß behalte. Auſe daß ich meine Ohren neige zu dem Schreye und Flehen der Armen/ dieſelben in ihrer N nicht verlaſſe. Angſt zu dir rufe, ſo erhoͤre du auch die Stimul me meines Flehens/ und verachte nicht däſ Seuſtzen in meiner letzten Noth. Laß meilil Gebet fruͤh fuͤr dich kommen. Neige deine Oh ren zu meinem Schreyen. Erfuͤlle uns früt ſll mit deiner Guade/ ſo wollen wir ruͤhmen un— froͤlich ſeyn in dir unſer Lebenlang, durch IE ſum Chriſtum, Amen. Abend⸗Segen am Dienſtage. ͤent Und wenn ich wieder in meinn 3 dcd 1 Daß 2n igil fir 6 kro mich te flch Err guͤtiger GOtt/ heiliger Vater, des mern ſlefn Tages ſchreye ich zu dir mit meiner Stim⸗ me/ wenn mir Angſt iſt, rufe ich zu dir, unddes Abends gedencke ich an deine Guͤte und Tei die du mir erzeiget haſt. Und ſonderlich preiſ ich dich jetzund auch, daß du mich aus lauten Guade und Barinhertzigkeit ohn all mein Ver dienſt und Würdigkeit/ heut dieſen Tag fuͤr um zaͤhlichem Schaden und Gefahr/ die mich haͤh i ten koͤnnen treffen/ ſo gantz vaͤterlich behuͤttt haſt daß mich der Satan nicht mit einem bo⸗ ſen jaͤhen Tod umgebracht hat. Daß ich von Ungewitter/ Hagel/ und Blitz nicht bin verſeh⸗ ret worden: Daß mich groſſe Sturm⸗Winde nicht beſchaͤdiget haben: Und daß mich der boͤ ſe Feind un Eſſen und Trincken/ mit Gift/ unn. an ndS ſtdeir mich i udwa nesg. d. haftnge ht ceehhet ſunen undne ba drnng, M zumiſte ind feuch 4 dieſere 3 00) ſ — 1— 7 Ln 1 Abend⸗Segen am Dienſtage. 205 jen dern ſeinen tauſend⸗kuͤnſtigen Liſten nicht arderbet hat: Daß ich auch keinen Arm oder ein entzwey gefallen habe: Dafuͤr ſage ich a. jetzt und allezeit Lob und Danck, und bitte * nhum das bittere Leiden JEſu Chriſti willen, Knwolleſt mir verzeihen alle Mißhandlung, ſo ue ugez heut wider dich gethan habe, und mich die eta Peünftige Nacht fuͤrbaß gnaͤdiglich bewahren, dhann rmeinem Widerſacher, den leidigen Teufel, Shna Schrecken und entſetzen des Nachts, daß de taag ach kein Ungeſtuͤm und Phantaſey bethoͤre, mſeliea ach beſchaͤdige. Behuͤte mich auch mit allem/ Aum s ich habe/ fuͤr Waſſer und Feuers⸗Noͤthen, rnnar allem Ubel Leibes und der Seelen. Laß Aanl ſch geruhiglich ohne alle Sorge und Bekuͤm⸗ on n kernißeinſchlafen/ auf daß ich auch im Finſter⸗ cuhan das Licht deines Goͤttlichen Glantzes uͤber iii,mth uch ſcheinend moͤge ſehen mit den Augen mei⸗ d abast s Hertzens. Denn du biſt ein helles und war⸗ a he ftiges Licht, welches da erleuchtet alle Dun⸗ t uun lheit/ die uns umfangen hat. Du HERR ſezannOtt biſt bey mir/ du biſt mein Fels/ meine er atepurg, mein Erretter, mein Hort, auf den Lug d traue, mein Schild und Horn meines Heyls/ aund mein Schutz. HErr mein GOtt, zu dir euu nreite ich des Nachts meine Haͤnde aus, komme ctie ſt mir wie ein Spat⸗Regen, der das Land be⸗ une uchtet. Bleibe bey uns HErr, denn der Tag anſe dat ſich geneiget, und iſt niemand, der uns in wehde Reſer Finſterniß ſchuͤtze, denn du allein unſer Adr. u5Ott. Eile mirzuhelfen, und ſchuͤtze mich in 1 dieſer — 206 Morgen⸗Segenam Mittwochen. ne dieſer Nacht, daß mein Geiſt in Sunden nicht in. di entſchlafe, und meinem Leibe kein Ubel wie⸗ dande nin derfahre. Wecke michzu rechter Zeit, undlaß ich, 1 ½ 1 mich hoͤren Freud und Wonne, denn ich habe Knitn 3 Luſt zu deinem Wort und Zeugniſſen/ die ſimd ſeut waldn V meines Hertzens Troſt. Gib/ daß fuͤr mein Gebo 1 b Ohren nicht komme eine traurige Botſchaft zagt N in 1 und wende die Angſt meiner Seelen, dennd Re Ae ſ und kanſt allein mein Leben friſten/ und mich mit der 1 yneſ allerley Segen erfuͤllen, in Chriſto JEſumn bhnn Alo ſerm HErrn/ Amen. 3 5 3 Morgen⸗Segen am Mittwochen. ha. ſamm Sllmaͤchtiger/ barmhertziger GOtt/ nach daß in ni dem alle deine Creaturen dich ohn unter nchſſ laß loben und preiſen ſollen/ welches auch thul dirgenſ Re die Vögel unter dem Himmel/ die fruͤh gegen widat pnie dem Tage mit ihren Zuͤngelein und Stimme detete ſſ lein, aufs lieblichſte dich, ewigen GOtt, als deeſ itn ihren HErrnund Schoͤpfer ruͤhmen. So dam, gefthedm cke ich dir jetzt auch von Hertzen/ daß du mich di falſchre ſderh vergangene Nacht/ und alle vorige Zeiten man Nme ſu⸗ nes Lebens/ unter deinem Schutz und Schiru wen p tnebe bis auf dieſe gegenwaͤrtige Stunde erhalten mein 8 haſt/ und mich aus dem Schlaf und finſterni urtz u dieſer Nacht erwecket froͤlich und geſund halt ddet e. laſſen aufſtehen. Ich bitte dich durch diehei mnnſc n waͤrtige Auferſtehung JEſu Chriſti von da men g i Todten, du wolleſt mich furbaß auch behüten Falim n fuͤr allem Ungluͤck und Ubel, ſamt allen/ die derbeſ i mir mit Blut⸗Freundſchaft und ſonſt verwanunnſs 1 b — —— 1 Morgen⸗Segen am Mittwochen. 202 n. O HErr/ hilf deinem Volck/ und ſegne Erbe/ und weide ſie, und erhoͤhe ſie ewig⸗ da 5. Du wolleſt mich auch in dieſer Fruͤhſtun⸗ dn Nit deiner Barmherhigkeit erfuͤllen/ daß ich nſ mit Freuden dieſen gantzen Tag in deinen mnewoten/ ohn alle Todſuͤnde zubringe. Er⸗ nal he mmir deine Gnade wie eine Thau⸗ Wolcke rähnt Morgens/ und wie ein fruchtbarer Thau lan nrüh Morgens ſich ausbreitet/ unddas Land mün zuchtet: Alſo wolleſt du deine Guͤte über ian h ausſtrecken/ mein traͤges Gemuͤth erfri⸗ anan gut daß ich warker und froͤlich deinen Willen . Regiere mich mit deinem heiligen Geiſt, ſentt Kich dir mit reinem Hertzen moͤge dienen in an ttſchaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit/ die ſaiat pefällig iſt: Behuͤte mich, daßich heute nicht meim ſer dich ſuͤndige/ und etwa mein Gewiſſen azenm kecke mit fleiſchlichen Luͤſten, welche wider it Seele ſtreiten. Bewahre auch meine Zun⸗ saen guͤr Boͤſem, und meine Lippen/ daß ſie nicht ſeaenſch reden oder triegen, ſchandbare Worte und müm drrentheidung, die den Chriſten nicht gezie⸗ eet un/ laß ferne von mir ſeyn. Hilf daß ich mit mes nen Lippen niemand aͤrgere noch afterrede, e theile oder verdamme/ auch niemand laͤſtere ur ſchmaͤhe. O daß ich koͤnte ein Schloß an ainen Mund legen/ und ein feſt Siegel auf Vi ſin Maul druͤcken, daß ich dadurch nicht zu i alle kaͤme/ und meine Zunge mich nicht ver⸗ uu ubete. Gib Gnade, daß ich mich ſeß in inen Gebrechen erkenne und ſtrafe, dam tich ni ſnd* Morgen⸗Segenam Donnerſtage. 209 nie kern. Die Gnade des Vaters regiere mich. rin Weisheit des Sohns erquicke mich. Die „eft des heiligen Geiſtes erleuchte mich. And un Schoͤpfer ſtehe mir bey. Mein Erloͤſer Dain a mir. Mein Troͤſter beywohne mir. Der aa n urr ſegne und behuͤte mich. Der HERR 1nn uchte ſein Angeſicht uͤber mich, und ſey mir w Pig. Der HErr erhebe ſein Angeſicht auf Äuse und gebe mir Friede. Dieſer Schutz und eenn zen der einigen und ewigen Gottheit ſey in En atund allezeit zwiſchen mir und allen meinen wmm den/ ſichtbaren und unſichtbaren/ daß ſie nan au mir nicht koͤnnen nahen, noch mich be⸗ mnn pigen. Gleich wie die Wolckenſaule in der afu ſten ſich machte zwiſchen das Heer der Egy⸗ dun ¹, und das Heer Iſrael, daß dieſe und je⸗ aimin dicht konten zuſammen kommen/ damit den räl dzern Iſrael kein Leid widerfuͤhre: Alſo n ſeſt du zwiſchen mir und allen meinen Fein⸗ Kteatet Feine Feuer⸗Mauer und Unterſcheid ſeyn/ achh Nie mich uicht beruͤhren. Erhalte mich auch Siah neinem letzten Stündlein/ wenn meine hettt Nen nicht mehr ſehen/ meine Ohren nicht mehr ddandn an/ und wenn meine Zunge nicht mehr redet, neu in meine Haͤnde nicht mehr greifen/ und die ae dat ſe nicht mehr gehen möͤgen ſo ſtehe mir bey/ aat hochgelobte Dreyfaltigkeit/ daß der boͤſe b nug 5 keine Macht an mir finde/ Amen. n Morgen⸗Segen am Donnerſtage. äiti SErr JEſu Chriſte, der du biſt das ewige 1 r— O wahre 8e. —— wahre Licht, welches da vertreibet die Finſter⸗ ſcir oi kee niß des Nachts, und Schatten des Todes zica tnn 3 j Lob ſingen und dancken/ daß du mich in dieſer ſl. len dgnad Nacht ſo gnaͤdiglich behuͤtet/ und aus der Fin ſart Aifll ſterniß an das Licht gebracht haſt, mich haſtdu ur vache bewahret fuͤr dem Grauen des Nachts/ fuͤr dei nen ten ihe de Teufels Schrecken und Geſpenſten, fuͤr da Nibh ſſciem ſchaͤdlichen Peſtilentz, die im Finſtern ſchleu aß men bes chet, fuͤr mancherley Seuchen und Kranckhei ſczer he d ten, die mir haͤtten koͤnnen wiederfahren. Auch Giſſſ tdum haſt du meine Seele mit deinem Schild umrim ſa z mirwid get/ und bewachet, wie ein Hirte ſeine Heer ſemie dihan de bewachet. Darzu alles/ was ich habe, iſt lict une D. durch deine groſſe Barmhertzigkeit unverſehret asr nſer behuͤtet worden. Fuͤr ſolchen gnaͤdigen Schutz mſer vulet und alle deine Wohlthaten, ſey dir Lob und me ſtn ſaut Preiß geſagt. Von deiner Macht wil ich rey dine edaßw den, und des Morgens deine Guͤte ruͤhmen, digen? ſcht denn du biſt meine hoͤchſte Zuverſicht/ meine ſetie ilat feſte Burg, meine ſtarcke Huͤlfe/ mein treuer Ewig, Ama. GOtt/ auf den ich traue du erfreueſt mein N ertz/ und macheſt mir froͤlich das Angeſiche Ben ch bitte dich durch deine heilige Geburt und 2 nGd Menſchwerdung, du wolleſt an dieſem Tag de u ümi deine Barmhertzigkeit uͤber mich laſſen aufge ighe tſd hen/ und herfuͤr brechen/ wie die ſchoͤne Mal ſaane ſem gen⸗Roͤthe/ und zu mir kommen wie der Frih aun iſa Regen. Erleuchte meine blinde Natur um wutei verdunckelt Hertz mit deinem Glantz, auf daß g 5 dif du in meinem Hertzen aufgeheſt/ der dubiſtde ne da [ ke Abend⸗Segen am Donnerſtage. 21r 3 u nte Morgenſtern/ und das wahrhaftige Licht, di uches da erleuchtet die Menſchen zum ewigen daen nen. Behute mich auch heut fuͤr allem U⸗ an Sey mir gnaͤdig, HErr, denn auf dich itra de ich, meine Ses waitetauſ dich won 3 ensh„Morgenwache bis zur andern. Sey du da0 In Armfrube, darzu mein Heyl zur Zeit der im bſal. Beſchirme mich an Leib und Seele/ umir kein Ubels begegne, und keine Plage ndng gzu mir nahe. Treibe fern von mir alle boͤſe niann iſter/ ſtehe du mir bey wider die Boshafti⸗ ttuim 8, trit zu mir wider die Ubelthaͤter/ und ſchuͤ⸗ 4 nen nich/ daß die Hand der Widerwaͤrtigen mich Aua it beruͤhre. O HErr unſer GOtt! foͤrdere dent Werck unſerer Haͤnde bey uns/ ja das Werck ſitt er Haͤnde wolleſt du foͤrdern, und unſere Ar⸗ deten ſtaͤrcken, auch unſere Finger lehren halten dum die Gebote/ daß wir heute nicht wider dich ſuͤn⸗ aasm ſen. Solches verleihe uns um deiner Barm⸗ fh zigkeit willen/ welche fuͤr und fuͤr waͤhret in eiahl’ pigkeit, Amen. tiAbend⸗Segen am Donnerſtage. fmtit Felobet ſey GOtt der Vater, durch IEſum u 7 Chriſtum im heiligen Geiſt/ ein einiger au iger GOtt/ der durch ſeine mannigfaltige ſeüna Nate/ mich armen Suͤnder und elenden ei⸗ tm n en heute dieſen Tag gnaͤdiglich bewahret hat/ artm ar allen feurigen Pfeilen des Satans/ die des muh ages fliegen/ fur der Seuche, die im Mitta⸗ nunt u verderbet/ darzu fuͤr dem jaͤhen ſchnellen Tod, O 2 und Tasi 212 Albend⸗Segenam Donnerſtage. le und fuͤr allem Schaden. HErr, deine Sand e irr me reichet ſo hoch der Himmel iſt/ und deine Wahre itigw a tt, be heit ſo weit die Wolcken gehen. Dubiſt gnannennéte Stün dig und barmhertzig/ alle deine Wercke ſindlͤb oybne febige lich. Ich bitte dich/ mildreicher GOtt, dnwßich'au deines wolleſt mir aus Gnaden verzeihen alles/ was en gere uldu ich heut wider dich gethan habe, es ſey mit Wen wwigen 2 eutſ cken, Worten und Gedancken/ wolleſt aug iidatn lezeit deine Barmhertzigkeit zu mir richten, und mih ibe u 9 Cheit die zukuͤnftige Nacht laſſen einſchlafen und ue berdeſtin mal hen/ datz ich dich/ der du biſt die ewige Ruhe her Sbn da nun und nimmermehr verlaſſe, ſondern in dir ud nir hin bleibe durch den Glauben, unter deinemn Schirm vürdige e ezut ſicher wohue/ auf daß ſich der boͤſe Feind nicht udnil z ha duͤrfe zu mir nahen, und mir keinen Schaden ermi netu koͤnne zufuͤgen. HErr, du biſt mein Licht und Ma en⸗ mein Heyl/ fur wemn ſolt ich mich fuͤrchten? Ddu x biſt meines Lebens Kraft/ fuͤr wem ſolt mi d pet grauen? Aufdich verlaͤſſet ſich mein Hertzſ und dt tit mir iſt geholfen. Du biſt mein Troſt und gewal⸗ enedet b G tiger Schutz. Deine rechte Handſtaͤrcket mich wir 9 und Deine Rechte troͤſtet mich/ und unter demn nein Ets un Schirm deiner Arme habe ich Zuflucht. Sihe 38 Ga ach mein GOtt/ des Tages rufe ich/ ſo antwoh M Danet teſt du mir/ und des Nachts ſchweige ich auh d hn nicht/ und du erhoͤreſt mich. Wenn ich michu ug aa Bette lege/ ſo gedencke ich an dich/ wenn icher⸗ Tunden ſe wache ſo rede ich von dir/ denn dubiſt mein Hi dua de fer/ und unter dem Schatten deiner Fluͤgel ruhe die ldelt ich, meine Seele hanget dir an, deine Rechte uen 49 a. erhaͤlt mich. Wennich im Finſtern ſitze/ di nan ſic Snn— Ecaa ſh Morgen⸗Segen am Freytage. 213 n dimmaiech der HErr mein Licht und mein Heyl. O eVaca tiger GOtt, verleihemir Gnade daß wenn Rrhig, ale anin Sterb⸗Stuͤndlein herzu nahet/ und ich ins te dih nn dbette zur ewigen Ruhe mich ſol niederlegen, us Gnada uß ich durch deine Huͤlfe im rechten veſten Glau⸗ digata getroſt und unverzagt/ moͤge ſeliglich zum en und Gant igen Leben entſchlafen. Indeß enthalte mich azuttuunn daß ich allezeit wache/ nuͤchtern und maͤſſig KNattiifnrde, und in Chriſtlicher Bereitſchaft erfunden at ulierde ſintemal ich nicht wiſſen kan/ zu wel⸗ manerr r Stunde, du unſer GOtt/ kommen wirſt, nGlu⸗ ain d mich von hinnen abfordern/ auf daß ich AGſaldaammardig werde zu ſtehen fuͤr des Menſchen Sohn/ af aſnid nicht zu Schanden werde in ſeinem Gericht/ dhn ntos mit dir lebet und regieret in Ewigkeit, Am. ant Morgen⸗Segen am Freytage. dürns Krit henedevet ſey GOtt mein Schoͤpfer/ ge⸗ düdaiſtſte= benedeyet ſey GOtt mein Heiland/ ge⸗ m Hobſiuendedeyet ſey GOtt mein hoͤchſter Troſt/ der Diurntegur gibt Geſundheit, Leben und Segen. Der eriit ut rein Schutz und Huͤlfe iſt/ und mich an Leib 4 ſtetzid Seele nach ſeiner groſſen und hochberuͤhm⸗ 1 un Barmhertzigkeit, in dieſer vergangenen de Wun acht fuͤr mancherley des Satans Beſchaͤdi⸗ mn ec ang behuͤtet/ und geſund an dieſen Tag hat hiru Aminen laſſen. Ich bitte dich/ Himmliſcher daänteihudezater/ durch den blutigen Schweiß JIEſu Chri⸗ thwerdd dmar deines lieben Sohns, du wolleſt mich heut danScumieſen Tag auch in deinen Goͤttlichen Schutz ſeleagtnhmen/ mich beſchirmen und handhaben, in⸗ Paaihin e O3 ner⸗ — 2 r— 3 8— ‚————— hoffe auf dich: Leite meinen Fuß auf rechtt nen Strab W . en'5 214 Morgen Segen am Freytage. 1 a nerlich und aͤuſſerlich, daß mir kein Arges wi⸗ 5— 1 derfahre. Denn in deine Haͤnde befehle ich heut 660 ſ, und alle Tage, meine arme Seele, meinen Per elenden Leib, mein duͤrftiges Leben, meine Sin⸗ del e. ne, Vernunft/ Verſtand und Anſchlaͤge/ ale dar nne. meine Gedancken/ Worte und Wercke, mein i iolde Thun und Laſſen/ meinen Eingangund Aus Harn ſe A . ſaneb 3ʃ1* gang, mein Gehen und Stehen, mein Sitzn ſld Ee und Liegen/ meinen Willen und Rathſchlag, r mein Dichten und Trachten, meinen Glauben 9f und Bekaͤnntniß, und was ich auswendig und„i⸗ ich onde inwendig bin und vermag, das Ende meines aenn. Lebens, den Tag und die Stunde meines To, g. un nt des, mein Sterben und Auferſtehen. O PErn mrbirwf GOtt ſchaffe du mit mir/ wie du wilt und weiſt/ pabe Wrrich, d was zu deiner Ehre und zu meiner Seligkeit denun das beſte iſt. Erhalte mich in deiner Furqt ni fren und wahreu Erkaͤnntniß. Behuͤte mich für den de ioi Wercken der Ungerechtigkeit/ und ſo ich etwan a iann wider dich aus Gebrechlichkeit wuͤrde ſuͤndigen,. anang ſo bitte ich dich, du wolleſt deine Barmhertzig⸗ 4 der iin keit nicht von mir nehmen/ deine Gnade nicht un ſoridn von mir wenden, deine Huͤlfe mir nicht entzie⸗ bn ν hen/ denn es iſt ſonſt kein ander GOtt noch Hel⸗ un hu, fer, vordir iſt kein ander gemacht ſo wird auch Bee i nach dir keiner ſeyn, du biſt der Erſte und der Letz on iſin te/ und auſſer dir iſt kein GOtt. Darum rufe en Kinm ich zu dir allein/ laß deine Guͤte uͤber mich wal ten, laß mich fruͤh hoͤren deine Gnade, dennich ſu uee „ Nr ſey der. AHN un. Arn qh 3——x fi dad Abend⸗Segen am Freytage. 215 — grraſſen, daß ich nicht wandele im Rath der min deinetg — nereaſottloſen, noch trete auf den Weg der Suͤn⸗ mmdüffnr noch ſitze auf demn Stuhl der Spoͤtter, ſon⸗ In kaern daß ich all meines Hertzens Luſt und Liebe ken We utabe zu deinem Wort und Geboten/ und in den⸗ ſen auwlibigen mich uͤbe Tag und Nacht/ durchunſern ſ nangErrn JEſum Chriſtum, Amen. Sehenund nan en Abend⸗Segen am Freytage. un datm DSelobet ſey der HErr, der allein Wunder uß und wace thut, und gelobet ſey ſein herrlicher Na⸗ und vrnag nhe ewiglich/ und alle Lande muͤſſen ſeiner Eh⸗ Taudakeman voll werden. Ich wil taͤglich ruͤhmen von rbenan guiit Ott/ und des Abends ſol ihm mein Mund dumiwirweneuucken fuͤr und fuͤr. Denn wenn ich ſchreye, rEhr uy 9 erhoͤret er mich, und wenn ich flebe, ſo neiget Edit m nh ſeine Ohren zu mir/ wenn ich bete, mercket n ir auf meine Stimme. Der HErr iſt meine Fu⸗ —— 1 3 rſicht und Staͤrcke, eine Huͤlfe in den groſſen unaan V gdothen/ die mich troffen haben. Darum ſa⸗ Glnchittt ich dir, ewiger GOtt, Lob und Preiß/ daß Vvelctdmd mich heut dieſen Tag vaterlich behütet haſt nir ahumn vngr allem Unfall und Schaden/ ſo mir haͤtten dn, di hinnnen begegnen. Mein Hertz iſt froͤlich/ und jſauſtkuaheghheine Seele preiſet dich um alle deine Gute und kenandegewat zarmhertzigkeit/ meine Zunge ſol ihr Geſpraͤch ſrazubideein dir haben/ und immer ſagen: Hochgelobet rdir ſäengot. y GOtt/ geſegnet ſey ſein heiliger Name. Ich ldewegirhekte dich, du wolleſt mir aus Gnaden nachlaſ⸗ ſttumanechen alles, was ich heut wider dich geſuͤndiget . bn namdjabe/ und mich dieſe zuküuftige Nacht eumt 3 i⸗ 216 Morgen⸗Segenam Sonnabend. allem/ was mir zuſtehet/ auch ſchuͤtzen. Sey du mein Schild und mein Schatten uͤber mei⸗ ner rechten Hand. O HErr, behuͤte mich fuͤr allem Ubel, behuͤte meine Seele/ ſey mir gnaͤ dig/ denn auf dich allein traue ich. Ich hoffe Herl c. auf den HErrn, und rufe zuGOtt dem Allere 4 ir vond Tru hoͤchſten, zu GOtt/ der meines Jammers ein”en Ende machet. Sihe, der Huͤter Iſrael ſchlaͤfet noch ſchlummert nicht, er wird meinen Gang erhalten auf rechter Bahn, daß ich nicht ſtrau⸗ chele, und meine Tritte nicht wancken/ er wird meinen Fuß nicht gleiten laſſen/ denn ſein Wort ii iſt ein Licht auf meinen Wegen. Darum/ wenn ich mich lege/ ſo werde ich mich nicht fuͤrchten/ ſondern ſuͤſſe ſchlafen, und werde mich nicht fuͤrchten fuͤr ploͤtzlichen Schrecken, noch fuͤr dem Sturm der Gottloſen, wenn er kommt. Denn du behuͤteſt meinen Fuß, daß er nicht gefangen werde/ und erretteſt mich von den Stricken des Todes. O HErre GOtt! erhebe uͤber mich das Licht deines Antlitzes, auf daß ich mich lege und ſchlafe gantz mit Frieden, und ſicher wohne un⸗ ter deinem Schirm, denn du/ HErr/ allein hilfeſt mir. Auf deinen Namen wil ich mich nun zur Ruhe niederlegen/ und meine Augen⸗ lieder laſſen ſchlummern. Du HErr GOtt⸗ wirſt mich froͤlich wieder erwecken/ zu Lob und Ehre deiner goͤttlichen Majeſtaͤt/ durch IEſum Chri⸗ ſtum unſern HErrn, Amen. Morgen⸗Segen am Sonnabend. . eaen ann gen e 44 1 ſghe kun f 1 sHen 93 eic 4ſ8 Gemüd m 4 grarttuke 27 un näne dale 2 i re huld 1e as n 4 Dia 1 Rd godig an ſcag apd dn Dal dn he Nant nal Schm— 6 Ba aſduam I du we di ftühhe eicht a fſ 4do s: Duck we mr m A tnſ zudean(ebudmene dam ad 1 uis liin twidea — den Stxena 1—————— nrxffr e Morgen⸗Segen am Sonnabend 217 ld und 1nN du wahrer unſterblicher GOtt/ Vater annd. Oh 2 unſers HErrn IEſu Chriſti, zuddir erhe⸗ dun nne ich mein Gemüth mit ſchuldiger Danckbar⸗ i mit deine Gerechtigkeit wil ich nicht verbergen , unmrin meinem Hertzen, von deiner Wahrheitund t,d dahn deinem Heyl wil ich reden, ich wil nicht ver⸗ a eunelen deine Guͤte und Treue fur der groſſen Ge⸗ mn ngt eine/ und alles/ was du mir Gutes gethan rc etühnſt, wil ich nicht verſchweigen dennes iſt ein — rBoi wiſtlich Ding, dem HErrn dancken/ und lob⸗ lſedittnänegen deinem Namen, du Höchſter) des Mor⸗ nchtgamlaſeuns deine Gnade/und des Abends deine Wahr⸗ Gfweinen Don dit verkuͤndigen. Darum preiſet dich meine ſ beritmieele, daß du mich in dieſer Nacht durch deine ſhlſm wnerſchwengliche Barmhertzigkeit beſchuͤtzet lßlccen Stniheſt. Geſegnet biſt du HErr GOtt Zebaoth/ ortloſen, bamate du dich guäͤdig erzeigeſt allen, die nach dir geinen Flß wenagen! und dein Heyl lieben. Geſegnet iſt rrttteſwictendnein groſſer Name in allen Landen/ der unſer Err Gttafhichutz und Huͤlfe iſt. Geſegnet ſind alle deine ſatite ardict Zercke/ die du an den Menſchen⸗Kindern thuſt. nitFiiten w d bitte dich/ du wolleſt inich heut dieſen Tag chum, Wmu) ſich behuͤten/ datz mir der boͤſe Feind keinen Aufdeinen Vunochaden zufuge/ und die Hand der Gottloſen ematmn wrich nicht berühre. HErr GOtt mein Heyland, unrndep wache ich zu dir/ fruͤh rufe ich zu dir hilf/ nider cvetn zuiß ich die Wercke meines Berufs, und was dameirtusgir befohlen iſt, fleiſſig undtreulich ausrichte! eeuſi deinem Lob und meines Naͤchſten Beſſerung/ Hemn Iun mit ich das Licht dieſes Tagesund deiner Cre⸗ Stnmenuren nicht mißbrauche zur Sünde, oder zur 5 44 — — 218 Abend⸗Segen am Sonnabend. Eitelkeit dich nicht beleidige mit meinem Thun und laſſen/ und den Bund meiner heiligen Tau⸗ fe nicht uͤbertrete. Verleihe mir auch Gnade daß ich mich huͤte fuͤr den ſechs Stuͤcken/ die du haſſeſt/ und fuͤr dem ſiebenden, daran dueinen Greuel haſt, als da ſind: Hohe Augen: Fal⸗ ſche Zungen: Haͤnde/ die unſchuldig Blut ver⸗ gieſſen: Ein Hertz, das mit boͤſen Tuͤcken um gehet. Fuſſe/ die behende ſind Schaden zu thun: Falſcher Zeuge/ der frech Luͤgen redet: Und der Hadder zwiſchen Bruͤdern anrichtet. Fuͤr ſolchen und dergleichen Laſtern bewahre mich/ mein GOtt, daß ich nimmermehr darein ge⸗ rathe, noch bewillige, ſondern lehre mich thun deinen Willen/ denn du biſt mein GOtt und HErr. Dein guter Geiſt fuͤhre mich aufebe⸗ ner Bahn/ daß ich dir diene in unſtraflichem Wandel, darzu all mein Thun und Leben dir gefalle/ in Chriſto J Eſu, Amen. Abend⸗Segen am Sonnabend. Wob ſey dir/ du hoͤchſter und unſtraͤflicher 3 GOtt, Lob ſey deiner milden Guͤte und Barinhertzigkeit/ Lob ſey deiner ewigen Weis⸗ heit und Wahrheit, der du mich dieſen Tag fuͤr allem Schaden und Ubel behuͤtet haſt. Ich bitte dich, du wolleſt deine Guͤte, ſo du an mir. angefangen haſt/ gnaͤdiglich vollenden, und mich heint dieſe Nacht auch laſſen ruhen unter deinem hoͤchſten Schirm, und mich mit deinen Fittichen bedecken. Laß meine Zuverſicht bn unter 1007, V fin n G0 Ln m 9 n Etzeen Scattn d jd Fcht.. 1 Ir 1 39 n ureSange u nun Gune men! Hern tndama⸗ 5 deihent di ni micta t and la nics fll dicht mic fen trKöce— dnt nunman; NSt ié wsgeſric: — — ᷣ „ℳ =Dch terich ſoihewec NA dßa 4 Gin Dawt Rke dalt ade V were Hechi Ae⸗ men Haland demn autn Dadaden derhe den det Te 4 4 , 46 ir I befrhhe hin. ſo UAhlleen Nae ic ſtene. *⁴ da d. tit drgedm d ſaut z dauit i here. ſer did aatdar een z fine Sttkeum “ 8 Btmnaz— nict belcn Abend⸗Segenam Sonnabend. ge te 2¹9 an Banteer dem Schatten deiner Arme/ daß ich dat. Vathenin Unglück fuͤrchte. Behüte mich, mein itefirdteg Ott/ wie ein Aug⸗Apfel. Beſchirme mich ſirdmſchann ater dem Schatten deiner Fluͤgel. HErr/ alsdeſndehen biſt mein Gut und mein Erbtheil/ mein Hände d ut eyl ſtehet in deinen Haͤnden. Hilf mir durch Hert dnenitzeine Guͤte, daß nicht Furcht und Zittern uͤber dehtnnfutezich komme/ und mich Grauen des Nachts ge derftt lcht uͤberfalle. Sey mir gnaͤdig, denn auf nicen Berich trauet meine Seele! und unter dem Schat⸗ alit gndn deiner Fluͤgel habe ich Zuflucht. Ich ſuche di h unten HErrn in meiner Noth, meine Hand iſt wwil mmnneg Rachts ausgeſtreckt, und laͤſſet nicht ab ne bhmtenn meine Seele hat ſonſt keinen Troſt: So dan ampeis ich auch von keinem Helfer im Himmel ngutn Giſttnnd auf Erden/ denn von dir allein. Zu Mit⸗ dßicdi imnarnacht/ ſo ich erwache gedencke ich an deinen rzual mannaſtamen/ daß er ſo lieblich iſt/ und an deine nſw Jei Am Züte und Treue, die du mir erzeiget haſt, und Segenm Srancke dir fuͤr die Rechte deiner Gerechtigkeit. (dtitſ Wenn ich betruͤbt bin, ſo gedencke ich an GOtt/ Aacin nvenn mein Hertzin Aengſteniſt, ſorede ich von dobſoumaneinem Heyland/ denn er fuͤhret meine Seele at Lüſenmus dem Verderben, und errettet mich von chet arunt’hen Banden des Todes. HErr GOTTmein an udll tiHeyland/ ich ſchreye Tag und Nacht fuͤr dir/ welktdeneGn haß du mir vergeben wolleſt alle meine Miß⸗ — ———B—̃ ———— i mhdlchulhandlung/ damit ich dieſe Woche und eMactahlſtheut wider dich gethan habe. O HERR! uScn Wuterrette meine Seele um deiner Barmhertzigeeit 9 fm. Lhceas. 220 Gebet um wahre Buſſe. willen. Du biſt gnaͤdig und gerecht/ und un⸗ ſer GOtt iſt barmhertzig. Der HErr behuͤtet die Einfaͤltigen. Wenn ich nieder liege/ ſo hilft er mir auf. Darum wil ich froͤlich ſeyn, und dich preiſen und ruͤhmen auf meinemn Las n ger! denn die Zeit meines Lebens wird mir aufgehen, wie der Mittag/ und das Finſter wird mir ein lichter Morgen ſeyn, und werde mich deß troͤſten, daß du, GOtt/ meine Hoff⸗ nung und Ruhe biſt im Leben und im Tod. Ich werde mich legen und niemand wird mich auf⸗ wecken. So befehle ich nun meinen Leib und Seel in deine Haͤnde/ du treuer GOtt, du haſt mich erloͤſet, durch IEſum Chriſtum un⸗ ſern HErrn, Amen. Gebet um wahre Buſſe. o du lieber GOtt und gnaͤdiger Vater, du ſie⸗ beſt und weiſſt, welch ein elend und jämmer⸗ lich Ding iſt es, um aller Menſchen Leben nach dem Fall Adams und Eva worden, alſo daß des Men⸗ ſchen Zeit gantz ungewiß und unbeſtaͤndig mit aller ſeiner Herrlichkeit, wie ein Schatten dahin faͤhret, und nicht weis, ob er jung oder alt ſterben werde, kan ſich auch weder mit Geld oder Gut noch mit an⸗ dern Kunſten und Geſchicklichkeiten wider den Tod ſchuͤtzen und aufhalten, ſondern, ſo bald die Stun⸗ de vorhanden, muß er darvon. Weil denn kein Menſch weis, wie lange er allhie zu leben habe, ſo hilf, du getreuer GOtt und Vater, daß ich meine Buſſe ja nicht ſpare bis an meinletztes Todes⸗Stuͤnd⸗ lein, und etwa mit einem unverſehenen boͤſen ſchnel⸗ len Toduͤberfallen, und alſo in meinen Suͤnden pl S eunde td ſenen ze 11 d Lagänd ate ſe Tagem ub* hel elgen. 1, 5— des aub Secd den ur Pſtet ſehee Mſt tund me Ant iſeic tharta hesdutt un er eibeſtvem adermen Pnevsſote instn imt me Kedene ſerccht. urete Hen,! auf de ſimde ten,den palalemm tin tdee F ut. nahar(Glte,! ner ſir Bunie men ſehn, Sü m dn mit e„, helke „mhag ddgt Aae ſatet, Wim priat ddern zuc d dihis ſwln — 1 um die— 2—— vbiſ midg. Gebet un Vergebung der Suͤnden. 221 delnherti 4 deinen Zorn moge hingerafft werden, ſon⸗ gen d à 8 urchd Tag und Nacht an mein Ende gedencke, uf. Dn uut und alle Tage michzu dir bekehre, und alle Au⸗ diinblicke einen ſeligen Abſchied aus dieſem Leben neh⸗ maülicern Solches verleihe mir, ewiger GOtt, die der M. Gebet um Vergebung der Suͤnden. lttn Jen uwarmhertziger GOit, emger Vater, groß ſind mn, daf mane meine Suͤnden, viel und maͤchtig iſt meine Miſ⸗ 6 dde Rrhat, meine Ubertretungen ſind unzahlich, denn Kbitin cemu mein Dichten und Trachten von Jugend auf iſt (gen und uiemane oͤſen geneigt. Ach HErr, wer kanmer⸗ . Utar zum Boͤſen g jr,ern le lMfche ih unmen, wie oft er fehlet? Siehe, ich er erni n e Hände umeiſſethat, und meine Suünde iſ vnr füi dr. duch Feinen d tr axen, 80 Kaareüpaen in deinen Worten, 7 8.. Ann Wrein bleibeſt wenn drderzihtetmirß. 2ch bütte det un dehkegyer deine unausſprechliche Mildigkeit, 8 be nen (s Gericht mit deinem Knecht, denn fuͤr dir iſt i Gon undorhinpbendiger erecht. Wenn du, HErr, wilt Suͤnde neſſt,wchen aarechnen, HErr, wer wirdbe tehen? Dennſiehe, ,um alerqncatuf tauſend kan der Menſch dir nicht undanfmur⸗ d Ehe warden, gſen, ſintemal alle unſere Gerechtigkeit fuͤr diiſt mſ ungevun uieiin beflecktes Tuch. Derhalben erbarme di dei ket, veen Shunach deiner Guͤte, und tilge meine Dünde nach den „he un nratter groſſen Barmhertzigkeit, dvaſche tih hon tder mt gedeheeneiner Miſſethat, und reinige michedr Herr, ſey and GecchicheinnSunde, um deines Mamnen uiten. ich habeleiden fhalten, ondern, ſürir gnaͤdig. heile meine Sc e HERR an deine nuß tr drten. An dir geſündiget. Gedeneke Rerr, die von der neſanec dheut Zarmhertzigkeit, un Gedencke nicht der Sünden aonrdäun nel be zänweſe ſſnecſe Ubertretung, gedencke wein lahsber mein nach deiner groſſen Barmhertzigkeit, um jemuterehean d 463— ir Flei iabuneiner Güte willen. Gedencke auch, daß wir F eich — ———— yy-— 222 Buß⸗Beicht⸗und Communion Gebetet. 6 ⁴—— ſind, ein Wind, der dabi faͤ ret un 5—— ab kommt, und laß ab von miih dun nicd ede 92 Gbue uͤber uns. Oguͤtiger GOtt! ich bekenne ja, daß mch 4 he fen meine Wercke noch Verdienſt moͤgen austilgen mei h K gerſten ne Suͤnde oder deine Gnade erwerben, ſondern. 4 4 At de lein das heilige Leiden und Sterben JEſu Chriſti des 5 nerdeh unbefleckten Lämmleins, iſt eine keiche Bezablun fel nd60 fuͤr unſere Mißhandlung, und ſein Blut, denu tte f6 Se zur Vergebung unſerer Sünden, iſt eine Abwo N eudiu ſchung und Reinigung unſerer Seelen. Auf ſolch L na Vertrauen und Hoffnung rufe ich zu dir, du wollef au ann die Ubertretung deinem Volck aus Gnaden verge⸗ t, Rdan ben, die Sündebedecken, unſere Miſſethat uns nicht m tena 5 zurechnen. Verzethe mir auch die verborgene Feh⸗ 3 V ehp le, auf daß meine betruͤbte Seele, und die Gebe⸗ 8 uan ne, welche ſehr erſchrocken ſind: wiederum erfreuct tu 8 werden, denn dein iſt die Barmhertzigkeit und Ver⸗ nnn tann pa gebung, bey dir iſt Gnade und viel Erlöſung 0 ge 4 icht das Heulen mei C, M e wacia de ſu Ehriſt willen, Amen. ines Herhens, um Je⸗ G 5Nn Grn ebet/ ehe man zur Beicht gehet. kh mn T mächtiger GOtt, himmllſcher thr. diewell e s ſnne ich itzt auf Erkaͤntniß meiner Sunden zu Star⸗ undi m n: d ckung meines ſchwachen Glaubens hingehen wil zu n ſde ut Beicht, allda die ſonderbare Abſolution und Ven⸗ di en m gebung der Sünden zu empfaben: So bitteich d bet ſehinn von Hertzen, gib mir deinen Geiſt, daß ich dieſesho⸗ An SBur be Gnaden⸗Werck mit rechtem Glauben und Chriſſe ſaui lichem Verſtand anſehen und bedencken, und dar⸗ Pe⸗ dter le nach nicht zweifeln, ſondern feſt und gewiß glauben 8 4 ln E⁵ᷣ— moge, was der Diener deines Worts allda in der 4 Beicht und Abſolution nach deinem Befehl mit mir 95 Pgen ah,„ redet und handelt, daß dem allem eigentlich und ge⸗ ſi 18, nun wiß alſo ſeye, und daß du ſelbſt in der Stimme denne deß je⸗ u Pf rdic 2² Pn Inn, Te 3 S— — 1 Meihr Communion Gebeter. 223 un 7 Go d ſeners nnich üida hen peide Sunden abſolvireſt ereſdung und dienaun dus hen kenu dheeca, zu gewiſſer Verſicherung dei Kende dundnzanigen Lebens, durch dei Ideiner Cuade und des Aae- einen lieben d,estrn und deniandachriſum bee enn) ämene ung, WiagDanckſagung zu SOtt/ nach empf 3 ea eii du gnaͤbi Abſolwfſoh Pfansener dg unſerr ea äͤdiger und barmhertzige dungni igh ter! ich ſage dir von Grand Preſht un ge⸗ 3 hund Dauce 3 ds be mir humen Suͤnder itzo aber⸗ den, unfenit ner alle meine Suͤnden verge⸗ emt aucienn⸗ und wieder aufs neue das ewi 3 tribte Si, t, 55 zu Gnaden Aenranenheteenzwhfſe ruckn aachneneh gib mir deinen heiligen Geiſt, und tdedernß mir ſom rein Hertz, daß ich feſtiglich glaube Gnade und te alle meine Sunden durch Chriſtum vergeben nme nn den, weſſe 83 echeß gewiſſen Unterpfand ſoll ich lenmereines Sohnes abren dei un des wadde Sun dei⸗ men. dd tri— Brod und Weineſſen nanzu Bitluch ktyitſen inemeiden eeegirh. Verleihe mir tqanſtkir vor Sunden hüte: de 7 duß ich mich forthin beſ⸗ etnöweneréind mein Leben uu deenfn ndeſtd feinder werde, engac aß ich frommer werde m 1 illen anſtellen moͤge, deierhitdarzu wolleſt du mir helſen umnen eben beſſere. wſchen beiſt, um JEſu EPriſtideines lie änem heiligen dangh nmen. ieben Sohns willen, trehten Glit Vater Unſer, ꝛc dn ud karizas geſchehe alles auf meine Bi 1 bhe ſine nemuſhihen z nneiner Su iereedhe huche ger deine Vw zigen Lob, Preiß und on rac Punna mreich, mäͤchtig, en weren,apnurpſt gh den ale je geweſen biſt von Anbeginn, und blei⸗ uitiawirſt zu ewigen Zeiten, Amen. Ge⸗ 224 Buß⸗Beicht und Communion Gebeter., 35 Bebet um guten Vorſasz. allerliebſter HErr IEſu Chriſte! ich bitte dich ☚ um deiner vollkommenen Liebe willen, durch 9. welche du unſer Heyl ſo treulich geſuchet haſt, gih Bim mir eine rechte reine einfaͤltige Meinung und Fuͤrſat erg n in allem meinem Thun und Laſſen, daß ich nichts an⸗ nirten u⸗ ders in meinem gantzen Leben ſuche, gedencke oder heint begehre, denn das meiner armen Seelen heylſam und zebri⸗ nuͤtzlich, deiner goͤttlichen Majeſtaͤt gefaͤllig, und kn. meinen Mit⸗Chriſten fruchtbar ſey, der du lebeſt und zaß 2. regiereſt mit GOtt dem Vater und heiligem Geiſt, lebelt ein wahrer GOtt in Ewigkeit, Amen. 03 Zwey Gebetlein vor dem Hochwuͤrdigen Abendmahl feidet Das Erſte. je, t FErr IEſu Chriſte, du Laͤmmlein GOttes, mein nicht ewiger Troſt, Hoffnung und Leben, ich groß dElt ſer Suͤnder komme abermal berufen zu deinen himm⸗ nicht liſchen Abendmahl, in welchem du mir deinem wah⸗ uf de ren Leib und Blut zu eſſen und zutrincken vortragen reiſt laͤſſeſt, dadurch ich mich erinnern ſol deines Leidens deypeſe und Sterbens, und meiner von der Hoͤllen Erlöo. ſung. Ich bitte dich demuͤthiglich, du wolleſt mein a Hertz durch deinen heiligen Geiſt anzuͤnden mit ei⸗ nem hertzlichen Verlangen, Hunger und Durſt, eeben nach derſelbigen Speiſe, und mir einen ſtarcken und ui feſten Glauben geben, daß ich in wahrer Erkaͤntnſß dase meiner Suͤnden und ſtarcker Zuverſicht zu dir, dein 0⁸ hochwuͤrdig Sacrament oft und vielmals möge ge m brauchen, damit ich ohn Unterlaß meine Seele und tennt Gewiſſen moͤgeſtaͤrcken, und verſichern, bis ich der⸗ Bey ae maleinſt meine Reiſe vollende, das rechte ewige, himmliſche Vaterland erlange, und zu dir komme, Sear ril dich von Angeſicht ſehe, und ewiglich bey dir bleibe. M. Darzu hilfmir, oJEſu Chriſtel um deines Bluts Nun⸗ und Todes willen, Amen. Das . nidtone 4 d d et Ahiſße 7 wem t, dike lc Nn g 1 9 t. thung de danem 4 Unne⸗ It dm da duma 1 An 226 Buß⸗ Beicht⸗und Communion Gebeter. etemdCe du es am Creuß fur mich vergoſſen haſt zur Verge⸗ 1 mah te bung der Suͤnden: Das laſſe mir gedeyen zum ewi*, 0fh gen Leben, Amen.. cr ſcut unihe, K Err IEſu Chriſte dein heiliges Blut ſtaͤrcke und eie denn. bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen t ſ nants Re Leben, Amen. gern fuhrbſun Hierauf bete ferner/ und bedencke dieſe Wortein das⸗ deinem Hertzen: U. Fud üie HErr! vereinige mich mit dir durch deine Zuſe⸗ 2eno urg ☛ ge, und wuͤrcke in mir alle gute Wercke, und nlbe dDursgae bleibe in ſolcher Weiſe mit mir, auf daß ich ewiglich acmſande un! bleibe in dir, Amen. tt d udEc — Darauf: iſten ſEüu Chrſſe. D du mein lieber HErr JEſu Chriſte! ich ſage n eta hume dir bertzlich Lob und Danck, daß du mich ttzo un aigtemade abermal ſo vaͤterlich an deinem Tiſch mit deinem ſelbſt nds undr ſenexalc eigenen Leib und Blut geſpeiſet undgetraͤncket haſt, Gchet In nan und bitte dich von Hertzen, laß mir ſolches gedeyen r u den, zu ſicherer Geleitung aus dieſem Jammerthal in das n und ewige Leben, Amen. lrt Zwey Gebetlein nach Empfahung des hochwuͤt⸗ boj digen Abendmahls. ufe — Das Erſte. lle. rch du frommer HErr IEſu Chriſte! ich kan ir e⸗ * und vermag deine groſſe Liebe gegenmich, die ert du mir itzo haſt laſſen wiederfahren, weder mit Wor⸗ ürd ten oder Gedancken gnugſam loben, daß du michar⸗ u 2 men Suͤnder wiederum zu Gnaden angenommen, ein a und mit deinem wahren Leib und Blut zum ewigen(Pun hene⸗ Leben geſpeiſet und getraͤncket haſt; laß dir aber ge⸗ n dom Dnde fallen das Danck⸗Opffer meines Hertzes und Mun⸗ ſeins, lerr nd des, ſo viel ich itzund in dieſem armen Fleiſch und u n n eritheen Blut kan und mag, dich zu loben, bis ichgar zu dir latde ynann komme, und dich vollkommlich in alle Ewigkeit mö⸗ Vein ſ, udden ge ehren und preiſen. Gib mir indeß deinen Sei ſches ſindni a g* Thrh Fſul en uß⸗Beicht⸗und Commt Da gſen mion Gebeter. 227 Geiſt, der mich lehre erkennen, was du au mfr han haſt, auf daß ich im Glauben, Liebe, Hoff⸗ ledenſenaug und Gedult anfahe, ein neues Leben zu fuͤhren, macin a zu Lob und Ehren, zu Beſſerung meines Lebens, d zu Nutz meines Naͤchſten, um deines theuren nd bäezerdienſtes und Erloͤſung willen, Amen. nn hehn.C.E G Das ander: enann JErr JEſu Chriſte, dir ſey Lob, Ehr und Danck, enurae adaß du mich zur heylſamen Speiſe deines wah⸗ jemmm un Leibs und Bluts haſt berufen, und mir gute An⸗ ſenna niht darzu gegeben und berliehen, auch mich mit dauß elbſt an Leib und Seele geſpeiſet und ernaͤhret dſ. O JSſu Cbriſiel du haſt mich recht mitde⸗ Pua g.. himmliſchen Gutern erfuͤllet. Bleibe bey mir, un dit iin ich ergebe mich dir, ich verlaſſe mich auf dich, andeneneſrd wil bey dir ſeyn ewiglich, Amen. utgeſänh Gebet um neuen Gehorſam. daze, n Fo wahr du, HErr, der Allaͤchtiger GOtt, dalsdriam lebeſt, und ſo wahr auch ich ewig bey dir leben So verſpreche ich in dieſer Stunde, nach deinem heEwfcuzort, ſo viel du ſelber mir wirſt Gnade geben, dir n benomhe fuͤhro in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen. das eit. ein, HErr, der du mir itzo das Wollen gibſt, gib Hon zercr auch das Vollbringen, um IEſu Chriſti deines den giſtttetzliebſten Sohns, meines einigen Erloͤſers und Autdwitmurſprechers willen, Amen, mein GOtt und Va⸗ quxemom ⸗ Amen... run u Glugte. Ein anders:— Prn kehwomm, o HErr GOtt Heiliger Geiſt! und laſ⸗ nucaiee ſe mir vom Himmel herab erſcheinen den Glantz r mnines Lichts, lehre und regiere mich, und gib mir annmmmein Gemuͤthe ein, was ich thun und laſſen ſol. hnuiga te mich n deiner Wahrheit, und eröffne in mir das düi rgerſtändniß, und vermehre in mir ein rechtes gott⸗ . ahes Verſtaͤndniß. Laß in mir zunehmen den Glau⸗ n Ghn P 2 ben, brf tunwat 228 Gebet um neuen Gehorſam. 8 T ben, Anrufung, Liebe und andere GOtt wohlge⸗Fden deene faͤllige Tugenden, und mehre in meinem Hertzen das ner ernne Erkaͤntniß des groſſen und unerforſchlichen Ge⸗jille Unfaneauae beimniſſes von unſerm lieben HErrn Chriſto, ſchrebb in ddbenaheem daſſelbige in mein Hertz mit lebendigen Buchſtaben: tn), un nen Was ich nicht weis, das lehre mich, was ich nichtnde uit, du habe, das gib mir, was ich nicht ſehe, das weſſezeittüne — 12„— mir, was ich habe, das bermehre und erhalte mir, 8 haunwehr O du GOtt der Wahrheit! erhalte mich in deiner Ferne banerdiger Wahrheit, nimm weg allen Irrthum, und bebune iklazeundd mich, daß ich an deiner Gnade gar nicht zweifele. Ozufr drs derzere 141 du Brunn der Weisheit! ſey du meine Weisheit, ein nabeirnnen Rath, Licht und Auge. Verleihe mir gluͤcklichen Fort⸗ nten gang und Segen in alle meinem Thun und Vorha⸗ and das ich rene ben, und hilf, daß ich weislich und gottesfuͤrchtig nhi nrncntt O du GOtt des Troſtes! troͤſte mich in allen mei⸗ nen Noͤthen und Truͤbſal, gib meinem Geiſt das Zeug⸗ niß, daß ich ein Kind GOttes ſey. Dieweil ſch. mn ee aber nicht weis, was ich bitten ſol, ſo bitte du fuͤr mich ii n inle mit unausſprechlichen Seufzen, troſte mich in allem i wihinn meinem Creutz und Elend, richte mich auf, erhal⸗eſ ian en te, und verlaß mich ja nicht, ſtehe mir bey im Leben uit,„seh und Tode, erquicke mich, ehe ich von hinnen fahre, e i dgon, rede mich auch in meinem letzten Stuͤndlein an, und ſ ereeddlt ſprich zu meiner Seelen: Ich bin dein Heyl. Erfüle 3ie amſahet, le mein Hertz mit Freuden, und mache mich zude endi Aunitn de wandele, wie einem frommen Chriſten gebuhret. ſ. n, aud Heilige meine Seele, und ſchaffe in mir ein reines ti ctalrzatre Hertz. Entzünde in mir alle Tugenden, die deinem, Gr er ſid wehren Willen gleichfoͤrmig ſeyn, und behuͤte mich für der rh p,Dndaanze Liſt des Teufels, auf daß ich nicht in ſeine Stricke n e Ahnen falle, nicht in Suͤnde gerathe, und aus der Sunde ieee ſen in die Strafe falle, und grimmigen Zorn auf mich tt, ehen⸗ lade. Behüte mich füͤr allem Ubel und Gefahr Lei⸗ iſt eund bes und der Seelen, und für allen meinen Feinden. Wort ſolche Sich ſeel entigr 9' 6 —: 2 Gebet um wahre Gottesfurcht. 229 Tem Gebe undueamm Tempel in dieſem Leben und in alle Ewigkelt. roſenanzine Barmhertigkeit, die da Himmelund Erden ſenlica nrüllet, dieumfange auch mich armen Suͤnder, die⸗ Remitiahe ſchütze und bewahre mich fuͤr allem Ubel, dieſel⸗ ,wilhanſegne mich, und mache mich ſelig⸗ hie zeitlich t, nas iend dort ewiglich, durch unſern lieben Erloſer und e, deten'ligmacher JEſum Chriſtum, Amen. Vehrhetſga Beber um wahre Gottesfurcht. Jeiliger„barmhertziger, gnaͤdiger und lieber Vater, ich klage und bekenne dir mit Reue und Lebhett ieufzen meines Hertzens, daß ich durch die gifftige nu Vetm uche der angebohrnen Erb⸗Suünde alſo verderbet male n e, daß von Natur keine Gottesfurcht fuͤr meinen nittwac gen iſt, und daß ich wegen meiner tieff⸗verderb⸗ nan fonege böſen Natur dich nicht kindlich fuͤrchten, lieben llich ehren kan, auch wich leider, nicht habe deine imt ege, undſäf itliche Furcht allezeit regieren laſſen, ſondern mei⸗ enmraldn Gedancken ſind mehrentheils ohne alle Gottes⸗ anenn, wienchtgeweſen, und gantzeeitel, wie auch meine Wor⸗ difdaß tntnund Wercke: Ach wie oft habe ich dein Wort und ndegeae,mebot vergeſſen, und hindan geſetzet, und mich ſ, undgewnacht für demſelben gefürchtet, wie oft habe ich den ichitralm leſten der Welt und meines Fleiſches mehr gefolget, n unüreunn deinem Wort und Befehl: Achvergibmir, lie⸗ duits tiine Vater, ſolche Sicherheit und Verachtung dei⸗ dlſalgömemnr Gebot und Draͤuungen, und wende die ſchwere Fnd Gonstrafe von mir ab, die du draͤueſt allen denen, die azchbemnihſiſch nicht fuͤrchten, daß du dieſelben verwerffen wol⸗ cherSenjen, uſt, weil ſie dein Wort verwerffen. Dieweil aber dad,nttee Furcht Gottes ie allerſchoͤnſte Weisheit iſt, da⸗ nhunt iirch ein Menſch GOtt gefaͤllt, ſo bitte ich dich von nih, ceünertzen, du wolleſt erſtlich die angebohrne Sicher⸗ neitenlatnetit und Vermeſſenheit, auch Verachtung deiner zerlen zohaithebote und goͤttlichen Draͤuungen in meinem Her⸗ dan Mahazm daͤmpfen und austilgen, und dagegen durchdei⸗ Frada, P 3 nen ““ 8— E 5 A— — 0 Gebet um wahre Gottesfurcht. nen Heiligen Geiſt, weil erein Geiſt der Furchtdezſl 3 HErrn, in mir deine kindliche, goͤttliche Furchter⸗ etint wecken, daß ich mich ſtets an allen Orten, inallen n. meinen Gedancken, Worten und Wercken fuͤrchten Cohl lerne fuͤr deinem Zorn und Ungnade. Daß ich auch uͤber alle und jede Sunden ſtetige wahre Reue undh Leid in meinem Hertzen habe, und daß mir vielmeyr leyd ſey, und ſchmertzlich weh thue, daß ich dichtes derhe leidiget habe, denn das ich geſtrafet werde. O men ſeßt GOtt und HErr, laß mich erkennen, daß ſch dch der ſe unbillig beleidiget habe, ich aber billig geſtrafet wer⸗ weiln de, darum verleihe mir deine Gnade, daßich alle laſen Suͤnden von Hertzen feind werde, als den Wercken ven des Teufels, daß ich mich auch in allen Schwachheiseinen ten und Gebrechlichkeiten, in Creutz und Anfechtun⸗Welt gen troſten moͤge deiner vaͤterlichen Gnade und lihhe Barmhertzigkeit, und dich nicht als meinen Feind, dem n ſondern als meinen Vater fuͤrchte und liebe. Be⸗ Ehrit wahre auch meine Seele und innerlichen Menſchen geben durch deine goͤttliche Furcht, daß ich nichts wider deine deinen heiligen Willen gedencke, rede noch thue, ſon⸗ zuche dern daß ich alles gedencke, rede und thue, als für Hei deinen heiligen Augen und Angeſicht, daß auch men Behn innerliches Auge allein auf dich gerichtet und gewandt en ſey, alſo, daß ich alle meine Worte und Werckein Eifene deiner Furcht zuvor wohl bedencke, und in alln alse Dingen deine gottliche Weisheit, Allmacht und ehell⸗ Huͤlfe zuvor demuͤthig anrufe, daß ich mich auch deinen kein zeitlich ding, Ehre, Reichthum, weltliche gbene Freude, Luſt oder Menſchen⸗Furcht von deiner ſindin Göttlichen Furcht laſſe abwenden, ſondern, daßich mahn⸗ ſtets ingedenck ſey der gnaͤdigen Verheiſſung, dadu gedhn denen Gottesfürchtigen zugeſaget haſt Errettung, Lahon Erbarmung, Segen, Gnade, Huͤlfe, Weisheit, Erhaltung, Heyl und Troſt: Und daß mich din Hr Frrf, 4 1Ann Gedet ants giger ewiget lu⸗ „ es menſclſch 232 Gebet einer Haus⸗Mutter. — g0 desine dem aller Troſt und Segen berkommt, ſiehe mi ine mn gnädigen Augen auf mich arme, ſchwache Creatur, u KIn, welche du in den Stand der heiligen Ehe berufen, und zur Haus⸗Mutter gemacht haſt. Gib mir deiner geire iit Dienerin, deine Gnade, daß ich dich uͤber alles lie⸗ Alerin kuſ,n be, dich ſuche, und zu deinem Dienſt gefliſſen ſey, gerte r. nach dir aber meinen Hauswirth ehre, furchte und in an 5 7 Ww dß in liebe, auch in alle Billigkeit, mit Gedult und ſuſ⸗ A ſem Gemüͤth, in keuſchem zuͤchtigen Wandel, in e Be telde Furcht und Demuth gehorche, und daß(wie mich file? Meſen der Apoſtel Petrus gelehret,) der verborgene döſchanhe Fam Menſch meines Hertzens unverruckt, mit ſanftem chr a ttumie ſtillen Geiſt, und mit allen Tugenden geſchmuͤcket mitmin unüc ſey, wie vor Zeiten die heiligen Weiber geweſen, die om nan! ihre Hoffnung auf GOtt geſetzt, und ihren Maͤnnern gehorſam geweſen. Darzu meine Kinder und Ge⸗ ſinde mit Sanftmuth, zu Lob und Ehre deines hei⸗ ligen Namens auferziehe. Gib Gnade, daß ſie mir im Guten folgen, und verleihe, daß ich ſamt mei⸗ nem Manne und Kindern in Geſundheit, nach der⸗ nem gottlichen Willen unſere Nahrung haben, fuͤr Schaden und Feinden unbeſchaͤdiget bleiben, undal⸗ ſo der Welt gebrauchen, daß wir nicht an unſerer Seligkeit verhindert werden, ſondern dich HErr in allem ſuchen/ und dir zu gefallen uns befleiſſigen, das Creutz nicht von uns werfen/ ſondern in Ge⸗ dult tragen, und bis an unſer Ende in deinem Dienſt verharren, als Gottes Diener haben unſere Frucht, daß wir hie heilig werden, und das Ende, dasewi⸗ ge Leben, einnehmen, Amen. Gebet eines Juͤnglings und Jungfrauen.— „Err, allmaͤchtiger GOtt, der du biſt ein rei⸗ nes, keuſches, unbeflecktes und ewiges We⸗ ſen, du haſt gefallen an zuͤchtigen Hertzen und gott⸗ ſeligem Wandel: Ich bitte dich, ſchaffe in mir eſ 7 dr u gerat andercls: daß rebrmrſe undn töme ¹ Sch. a zelce m zuta ſrhrir und t, als Berze piih der St an plrſach Uurg aſt geden Ehr ſuren G ſch a pemes in ure Glaube Joſt& Eppren nackee u gutt den an nEheir den we ndener und m prudt dete uraw dadc an ell lichger gepree ſrolar ud ge helignce krig Dazu mw. „awtebmde h Güch derlehe,d enn gibi dnerrJah riechdd dü vrn den, ind 1 däiem dtner 1 T 2 14 gebet eines Juͤnglings und Jungfrauen. 233 uch nicht in unzuͤchtige, 3 uſnes Hertz, und gib mir einen neuen gewiſſen Geiſt, daß ich dir in rechtſchaffenem Glauben und wahrer Aurcht diene von gantzem Hertzen, und aus allen einen Kräften dich liebe: Bewahre mich auch vor ter boſen Luſt, vor Hurerey, und aller unreiner ſermiſchung. Hilf, daß ich mich nicht laſſe geluü⸗ b an fremder Geſtalt, und mich nicht ergebe der Volluſt des Fleiſches, Schand und Laſter zu trei⸗ u1, mit unkeuſchen Leuten, oder ſonſt in Unzucht le. Daͤmpſe die boͤſen Luͤſte in meinem Hertzen. uſche aus die Flaammen ſleiſchlicher Begierde, daß mich nicht umſehe nach ſchonen Menſchen. Laß leichtfertige Geſellſchaft ummen, oder in Schwelgerey und Trunckenheit rathen, daraus em unordentliches Weſen folget. uß ferne von mir ſeyn, faul und unnuͤtze Geſchwätze ud ſchandbare Worte, Narrentheidung oder ſchertz, welche uns Chriſten nicht geziemen. Be⸗ dite mich fuͤr hofaͤrtigem Pracht, vor Muͤſſiggang iid Faulheit, als Stricken und Netzen des Teufels. ewahre mich vor aller Anreitzung, Orten und stellen, ſo Urſach und Anleitung zur Unzucht und nreinigkeit geben, daß ich nicht aus den Gliedern hriſti, Huren⸗Glieder mache, ſondernhilf, daß Jo dir mit reiner Seele und unbeflecktem Leibe diene ar wahrem Glauben, wie der fromme undzuͤchtige noſeph in Egypten. Undwenn du mich dermaleinſt zach deinem goͤttlichen Willen und Wohlgefallen in den heiligen Eheſtandberufenwirſt, ſo hilf, daß ich enſelben in deiner Furcht anfahe, nicht aus Fuͤrwitz and um Urzucht willen, ſondern um deiner goͤttli⸗ en Ordnung willen, und aus Begierde der Frucht, nadurch dein heiliger Name hie zeitlich und dortewig⸗ lich möͤge geprieſen werden. Beſchere du mir ein frommes und getreues Ehegernahl⸗ mit welchem nich 5 d⸗ 4 3. 294 234 Gebet einer Wittwen. di keinesJ ein Hertzen⸗Kündiger, weiſt aller Menſchen Ge, liat dadm muͤth und Eigenſchaft. Haus und Guter erbende zeielte Fühnn⸗ Eltern, aber ein vernuͤnftiger Mann oder Weib gber n kommt vom HErrn, denn es iſt eine Gabe und Ges gich« ſchenck des Allerhoͤchſten, und wird dem gegeben, de derrà in GOttes Furcht lebet. Derhalben ſchreye ich ut Verlt: tzigkeit, mich vor den Feindſeligen und Grimmugm erö dn? behüten, um IEſu Chriſti deines lieben Sohnsml Kuduen biſame len, Amen. der in nic Gebet einer Wittwen. ſeyn raute— ich du getreuer, huͤlffreicher freundlicher und dß 1 he un. gnadiger GOtt, der du dich ſelbſt einen Vatet Wit Büſ moͤge ſeliglich in Fried und Einigkeit leben, dunſſ ſfann aurr Sen der Waͤiſen, und Richter der Wutwen genennet haſt dasll 5 Einen Vater der Waͤiſen, dieweil ſie keinen Vater hüte d lldd auf Erden haben, der ſie ſo hertzlich liebet, als ſenn fir ſe unm. leibliche Kinder, der ſo fieiſſig und emſig für ſie ſor ſhnn pen get als ein leiblicher Vater, der ihnen ihre Nothdurſt dih eßze m. ſchaffet als ein Vater, der ſie erzeucht, ſie troſtet, mim Pluun ſich uͤber ſie in Kranckheit und Elend erbarmet, als ſe. i Piauth ſich ein Vater uͤber ſeine Kinder erbarmet, diß freund ncti liche, holdſelige Vater⸗Amt haſt du dich erbotten nyta auf dich zu nehmen, darum wirſt du es auch an mir, manle an meinen und allen armen Waiſen, gantz baͤterlich troce und treulich verrichten, meine und alle arme Waͤs nach s ſen, vaterlichlieben, verſorgen, ernaͤhren, erzi Kelm ir hen, ſie troͤſten, und dich uͤber ſie als ein hertzlicer God dumd Vater, erbarmen. Einen Richter der Wittwen ret ſatenn haſt du dich genennet, weil dieſelbigen viel von der. dni n at, ungerechten Welt leiden muͤſſen, und keinen Schuß durch undhr noch Troſt haben, und als Elende, Troſtloſe, Ver⸗ Hn Inan laſſene, alle Wetter muͤſſen laſſen uͤber ſich gehen: tt ünts Darum bitte ich dich demüthiglich, weil dugeſagt m rrie haſt: Der HErr, der dich gemacht hat,— den ar diüg ann, 1 — 2* —-— — 5 — — 1— errünag 1 te vͤen T euheäg FDaaſetg Grideas tin d pufrate t druid RKeder Wewe in, da kſeio enzt ſeigwme dtte deen deſtagt det unyehnd — köerbercht ruumftl rmer Vühe awah rrürxn, n Pöhereda Eiun Iier rldrhie axüſa, 1Ghd,) Jſn hſer wrtzlt gwrc 7 Wwiger barmhertziger GOtt, allweiſer Vater, ich — 8 Gebet eines Handwercks⸗Mannes. 235 Mann, der aller Welt GOtt genennet wird, duwol⸗ uiſt auch mich als eine Troſtloͤſe und Verlaſſene, in Aieinen allmaͤchtigen Schutz nehmen, und nicht zu⸗ neben, daß mir Gewalt und Leid von dieſer Welt leſchehe„ſondern mich und mein betrübtes Haus terwahren, und umſchraͤncken mit deiner heiligen ¹ zerheiſſung: Du ſolt die Wittwen nicht beleidigen, ne werden zu mir ſchreyen, und ich werde ihr Gebet kehören, und dein Weib zur Wittwen, und deine minder zu Waͤſen machen. Laß dein Wort eine ſtar⸗ ee Mauer um mich und meine arme Waͤlſen her yyn, erwecke fromme Hertzen, die da bedencken, aß ein reiner und unbeſleckter Gottesdienſt ſey, Wittwen und Waͤiſen in ihrem Trübſal beſuchen, gasiſt mit Rath, Hülff und Troſt beſuchen. Be⸗ gute mich, lieber Vater, für den Luͤgen⸗Maͤulern, zür falſchen Zungen. Gib mir deine Gnade, daß ſch in dieſer meiner Einſamkeit meine Hoffnung auf wich allein ſetze, an dir all meinen Troſt habe, dich nit wahren Glauben und ſtarcker Zuverſicht ergreif⸗ ze. Du wolleſt auch mein Mehl⸗Kaſtlein ſegnen, und ziicht laſſen leer werden, wie der Wittwen zu Sa⸗ repta, die den Propheten Eliam aufnahm, und anei Oel⸗Kruͤglein nicht laſſen zurinnen und ver⸗ grocknen, wie der armen Wittwen geſchah, welche nach des Propheten Eliſai Segen aus ihrem Oel⸗ Krugelein alle ihre Gefäͤſſe fuͤllete, und allein durch GOttes Wort und Segen mit ihren Kindern ernaͤh⸗ aret und erhalten wurde, auf daß ich erkenne, daß du mein Vater, Erhalter, Troſt und Schutzbiſt, durch IEſum Chriſtum deinen lieben Sohn, unſern HErrn, Amen. Gebet eines Handwercks⸗Mannes. weiß, daß alle gute Gaben, und alle Kraft und Wiſſen⸗ — 236 Gebet eines Tageloͤhners. Wiſſenſchaft zu arbeiten, allein von dir herkomme, und daß ich auch ohne deinen Segen mit meiner Ar⸗ beit nichts ausrichten werde, wenn ich gleich fruͤh aufſtehe, ſpat niederlege, und mein Brod mit Sorgeneſſen wuͤrde. An deinem Segen iſt alles ge⸗ legen, der machet reich ohne Muͤhe. Darum bitte ich dich mein GOtt, ſegne auch meine Arbeit: Ver⸗ leihe mir Geſundheit, und ein genuͤgliches Hertz, daß ich vorlieb nehme mit meinem beſcheidenen Theil, E und wiſſe, daß das Wenige, daß ein Gerechter hat, beſſer ſey, denn das groſſe Guth vieler Gottloſen, und daß es dir leicht ſey, auch einen Armen, ſo du wilt, reich zu machen: Erleuchte und regiere mein) Hertz, daß ich des Glaubens und der wahren Gott⸗ ſeligkeit mich befleiſſe, den Reichen ihr Guth nicht mißgoͤnne, mich demuͤthig halte, und befleiſſe mich, reich zu werden an guten Wercken. Behute mich fuͤr Geitz und Ungerechtigkeit, daß ich nicht unbilli⸗ gen Lohn fordere, ſondern recht handele, und dei⸗ nes Segens mich troͤſte. Nun HErr, gern wil ich mich naͤhren meiner Haͤnde Arbeit, und in deiner Furcht wandeln. Segne du mich, mein GOtt, wie du in deinem Wort verheiſſen haſt, und gib, daß ich nach der ſchweren Arbeit dieſes kuͤmmerlichen ke⸗ bens, eingehen möge zu deiner himmliſchen Ruhe, durch JEſum Chriſtum deinen Sohn, Amen. Gebet eines Tageloͤhners. J duallweiſer und gerechter GOtt, dieweil ich er⸗ ¹ kenne, daß du mich in dieſen Stand geſetzet, daß ich ein Tagloͤhner und Arbeiter ſeyn, andern mit meiner Arbeit dienen, und damit meine Nahrung ſuchen ſoll, ſo bin ich wohl damit zu frieden, und dencke nicht an einen hoͤhern Stand. Allein ich bitte dich demuͤthiglich, weil dir der Glaube und Gedult wohl gefallen, du wolleſt die Gedult in mein dir pflan⸗ zu en pren, und al 11 ſen pmalwerde! act k ſchöne luſne 9er ſween c u n ickenden Pfu⸗ u Wiſthet dei 44 Sbom Jmme Um ie Herzen wi Amn iber unz ned L 1 1 deh egraun 1 dit wereng 3 t 6 ten Vaca. dnntet,dii dan rattſen fndegn, geͤ u, zeheſſeret Fetdetstut nebenlang: Ja, Tyher he NyenEth, Teglübhe ttrGot 4 dideineh Jitberrir 8 ud dmtal A ſ dwta N mEm 1n ehGaa nn — — ) anckſ u. Gebet fuͤr die Fruͤchte des Landes. 237 K, Nhr 1 ſe X 4 Nunokt 4 me Mland a nummer, und Elend, meine aer, Nid mich deines gnäd Ach HErr, ae Am Hertzen, daß bey dir kein †), ſondern ausallerley Voͤlckern, und recht thue, dir angenehm ſey, daß du auch if die Armen ein gnaͤdiges A ea h chutz ſeyeſt in der Noth. aa it, Kraft und Stärcke, gewinnen, s ich einmal werde dahin kommen, 3 urbeit, Sorge und Angſt, ſondern ewige Ruhe nam uid Sicherheit, und der Auserwaͤhlten Lohn groß yn wird, um des theuren Verdienſtes JEſu Chri⸗ Gebet fuͤr die Fruͤchte des e. en, daß ich bey aller Muͤhe und Beſchwerung, Seele in Gedult faſſe, igen Beyſtandes jederzeit ge⸗ verſiegele dieſen Troſt in mei⸗ Anſehen der Perſon wer dich fürch⸗ ufſehen habeſt, und ihr Gib mir auch Geſund⸗ meine Nahrung ehrlich und alle Beſchwerden zu uͤberwinden, . Ri willen, Amen. i Danckſagung und 1 Landes. da keine Mühe, chreicher, milder, guͤtiger und gnaͤdiger Gott, wir erkennen und bekennen, daß leider unſere eſte Eltern mit ihrem Ungehorſam verdienet haben, jaß du den Erdboden und den Acker verfluchet haſt, jaß er uns muß Diſteln und Dornen tragen unſer daß wir noch taͤglich mit unſern Sünden den Fluch haͤufen und vermehren, alſo, naß auch ein fruchtbar Land nichts traͤget um der Sunde willen derer, die darauf wohnen; dadurch m uch die ſchoͤne luſtige Gegend Sodoma, die da iſt eweſen wie ein Luſt⸗Garte, verderbet, undzu ei⸗ ſtinckenden Pful worden iſt. Ach lieber GOtt, ſere Miſſethat druͤcket uns hart, du wolleſt uns ſere Suͤnde vergeben, und dem Fluch wehren. Gib uns vom Himmel fruchtbare Zeiten, und erfuͤl⸗ e unſere Hertzen mit Speiſe und Freude: Laß den nge Himmel uüͤber uns nicht Eifern, und die Erde r ——— 238 Danckſ u. Gebetfuͤr die Früchte des Landes. Ertz werden, ſondern gedencke an den Segen Noô, wie du nach der Sundfluth den Erdboden wieder ſeg⸗ neteſt, daß ſo lange die Erde ſtehet, nicht aufhoͤren ſol Saamen und Erndte, Froſt und Hitze, Som⸗ mer und Winter, Tag und Nacht. Darum du milder und freygebiger lieber Vater, ſchleuß den Himmel auf und ſchuͤtte Segen herab die Fuͤlle, weh⸗ re den Maͤuſen, Raupen, Keſern⸗ Mehlthau, und Brand⸗Korn, rufe ja nicht der Duͤrre über Berg und Thal, ſondern dem Segen und der Fruchtbar⸗) keit: Schleuß auf deine Schatz⸗Kammer, den Himmel, die Luft, die Erde, und das Waſſer, in welchem dein Reichthum verborgen, ja in welchem mehr Segeniſt, denn alle Creaturen bedurfen: Gib uns zu rechter Zeit Fruͤhregen und Spatregen, und behute unſere Erndte fuͤr Hagel und Ungewitter, ſchaͤdlichem Gewaͤſſer, groſſer Duͤrre und reiſſenden tobenden Winden. Laß die Erde gruͤnen und bluͤhen durch deines Wortes Kraft, denn in unſer Gewalt iſt es nicht ein gruͤnes Gräͤslein aus der Erden zu bringen. Gedencke an deine Verheiſſung:(Hoſ. 2⸗ 21. 22.) ich wil den Himmelerhoͤren, und der Him⸗ mel ſol die Erde erhoͤren, und die Erde ſol Korn, Moſt und Oele erhoͤren, und dieſelben ſollen Iſrael erhoren. Ach lieber barmhertziger Vater, theile un⸗ ter uns aus Segen, und wie durch deine Mildigkeit das Manna oder Himmel Brod in der Wuͤſten ei⸗ nem jedweden zugemeſſen ward, daß ein jeder ſeinen Theil und Maͤßlein empfing: Alſo gib uns auch ei⸗ nem jeden aus deiner milden Hand ſeinen beſcheide⸗ nen Theil, daß wir alle ein gnaͤdiges Auskommen ha⸗ ben, und daß wir deines Segens recht und Chriſt⸗ lich brauchen moͤgen in deiner Furcht, und dir kind⸗ lich dafuͤr dancken.(Pſ 65,3, 9. ſeq.) Duerhoͤre ja Gehet, darum kommt alles Fleiſch zu dir, du macheſt ipe duiſtefen ſopß 11 W d ungen mn Rt We NaA A ten Daßdie Dup * nr -9. Scdanfe ſcmn §*daß manſauch Ar n hercken und We pp duch JEſum us HEN, A * bit ents detnd . 61 RJsa 8 1 n 8 ſeyland r bn nnb n 4 1 ſemelender,! ſc an bi gott Mr du bſſt gertc d ſtn Ä ſSrec u bic ſund ſate henn ſchade 4 ens id achherr — 7*——— 18 A EGebet eines betruͤbten Hertzens. 239 een duna ccheſt froͤlich was da lebet und webet, beyde des eeni Norgens und Abends, du ſucheſt das Land heim, d kia dd waͤſſerſt es, und macheſt es ſehr reich: GOttes ku Nrunnlein hat Waſſer die Fuͤlle, darum laß unſer gltan Ketraͤide wohl gerathen, und baue alſo ſelbſt das teen zud; traͤncke ſeine Furchen, und feuchte ſein ge⸗ a ne Fügtes, mache es weich mit Regen, und ſegne ſein Ina Newächs. Kroͤne das Jahr mit deinem Gut, und WMli aj deine Fußſtapfen triefen von Fett: Daß die aEnm Fohnungen in der Wuͤſten auch fett ſeyn, daß ſie ee Wefen. Daß die Huͤgel umher luſtig ſeyn, die An⸗ 2, ua ir voll Schaafe ſeyn, die Auen dicke ſtehen mit unam Hrn, daß man jauchtzet und ſinget, und wir dich in kemmnt gen Wercken und Wohlthaten loben, ehren und geiſen, durch IEſum Chriſtum deinen lieben Sohn nſern HERRN, Amen. 4. Gebet eines betrubten und angefochtenen 1 Hertzens.. HERR Jeſu Chriſte, mein HErr undmein 1712 Heyland, du biſt das wahrhaftige Guth, ich deni Her bin einelender, boſer Menſch, du biſt fromm, in aber bin gottlos, du biſt heilig, ich aber bin un⸗ e,uſch Kilig, du biſt gerecht, ich aber bin ungerecht, du unde aſt das Leben, ich aber muß ſterben, du biſt die renr Prtzney, ich bin voller Kranckheit, du biſt die Freu⸗ ututhe ſe, ich bin voller Traurigkeit, du biſt die hoͤchſte Lahrheit, ich bin gantz eitel und nichts, gleichwie alle lebendige Menſchen. Achwas ſol ich ſagen, mein deyland? Hore doch, HErr, mein Schöopffer, ich ain deine Creatur, und jetzt iſt es aus mit mir: Ich zund nin dein Knecht, und jetzt ſterbe ich: Dein Geſchöpff un a zin ich, und jetzt werde ich zu nichte: Deine Haͤnde e aben mich ja bereitet, ja dieſelben deine Haͤnde ha⸗ gagiſtuchen mich gemacht, die um meinet willen mit Naͤgeln sl zans Creutz geheftet ſind: Ach HERR, das Werck j iſ deiner 240 Gebet eines betruͤbten Hertzens. 0A unEcau * Ruu AH ne Hand l deiner Haͤnde wolleſt du nicht verlaſſen, und die Fu heh Amecl. Wunden in deinen Haͤnden wolleſt du anſehen. Sie⸗ hiſ 7 he doch, HErr, mein GOtt, in deine Haͤnde haſt„e un Gedult du michgeſchrieben, ſo lieſe nun die ſelbige Schrift, 4„ und hilf mir. Sihe, zu dir ſeufze ich, du biſt mein ſtonme, Heyland, erquicke mich: Siehe, zu dir rufe ch, 9 ee i duledee dubiſt ja das Leben, mache michlebendig, und brin⸗ altan lund den. ge mich wieder zu rechte. Schone meiner, HErxr, anden koh Jeſ denn meine Tage ſind wie nichts, was iſt der Menſch, wis dalun d daß er GOTS ſeinen Schoͤpffer anſprechen darff? ſchor ſoerrime Schone meiner HErr, daß ichmich unterwindemit ligt ehgei dir zu reden: Noth hat kein Geſetz, die Angſt drin⸗ wit fn, NRaun get mich zu reden, die Noth, die ich leide, zwinget kaie and nen mich zu ſchreyen. Ichbin ſchwach und kranck, dar⸗ mac ſe Und dan um rufe ich den Artzt an: Ich bin blind, darumei⸗ Ragrenuts ande le ich zum Lichte: Ich bin tod, darum ſeufze ich re et ſer Naſte nach dem Leben: Du aber biſt der Artzt, du biſt das es den ſu Brumn Licht, du biſt das Leben. O IEſu, mein Heyland angemn udac und Erloͤſer, erbarme dich mein! O du Sohn Da⸗ geutai vid, nimm dich meiner in Gnaden an! O du Brunn⸗ dait chadrit quell aller Barmhertzigkeit, hilf mir! Erhore den Rämn erncte nothleidenden Krancken, der dich anſchreyet, und e ſiu⸗ ſey die heylſame Artzeney fuͤr allen Schaden, HErr, ul du wahres Licht, der du fuͤruͤber geheſt, erwarte nide des armen Blinden, der dich anrufet, reiche mir dei⸗ ſchdan ne Hand, daß ich zu dir komme, und in deinem Licht ſeli das ewige Licht ſehen moͤge, Amen. dune Wiebſter HErr JEſu Chriſte, meine Begierdeiſt wilnn groß, daß ich es mit Worten nicht ſagen kan: ella⸗ Ich weiß nicht zu bitten, mein Hertz ſieheſt du, was mät ſol ich mehr ſagen: Groͤſſer iſt mein Leid, denn mein ſenn Klagen ſeyn kan. Ich kan mir auch nicht rathen Fant mit meiner Vernunft, noch mich troſten mit mei⸗ ſatee . ——— — 2. 8— — ᷓ——— ————— — 87 ——=zz †— ———— — ½ — — 2 1 I ſehg nem Hertzen, das iſt nun gar dahin. Ohne Troſt, ſiſes m Fargf ohne Huͤlfe, ohne Rath bin ich nun, denn den di er und derge orn, mort tt een ddxrt metnin d, ditu de ge — —— — tiö 1 g irr r, Nͤwo Ndöerut Khrro r W i n. rteun 1 I Gebet um Gedult im Creutz u. Truͤbſal. vyrn, deine Hand und Pfeile ſind uͤber mich. Ach u Af mir, Amen. Gebet um Gedult im Creutz und Truͤbſal. rt a ch du frommer, gnaͤdiger und barmhertziger —— 241 GOtt, du liebreicher Vater und Schutz HErr ner die in kindlicher Zuver ſicht an dir hangen, und hdeinen Sohn JEſum Chriſtum hertzlich glauben, is du in deinem heiligen und gerechten Rath be⸗ bloſſen und verordnet haſt, daß alles laſſen wir bil⸗ malle uns wohlgefallen, weil du es macheſt wie du ilt mit allen, die auf Erden wohnen, und niemand in deiner Hand wehren, noch zu dir ſagen, was acheſt du? Und daneben mit deiner wunderlichen kegierung nichts anders, als deines Namens Eh⸗ n, und aller Menſchen Seligkeit ſucheſt. Weil du denn, du Brunngquell aller Weisheit, fuͤr gut ugeſehen, und nach deinem vaͤterlichen Willen alſo Vrdnet haſt, daß der Gerechte ſol viel leiden, und iß wir durch viel Truͤbſal, Creutz und Leiden in dein rich und Herrlichkeit, welches dein lieber Sohn esſus Chriſtus auch durch ſein Creutz und Leiden altſauer erworben hat, ſollen eingehen, ſo regiere aͤdiglich mein Hertz mit deinem heiligen Geiſt, daß deinen gnaͤdigen und gerechten Willen, der alle⸗ t der beſte iſt, kluͤglich erkenne, alles Creutz, ſo mir aufzulegen gnaͤdig bey dir beſchloſſen, gut⸗ allig annehme, geduldig trage, freudig ſpreche: ſe iſt der HERR, er thue, was ilm wohlgefaͤllt, zeines Muths HErr ſeye, durch Gedult laufe in Im Kampf, der mir verordnetiſt, einen guten zampf des Glaubens kaͤmpffe, und auch Glaulen nſtandenem Kampf der Truͤbſalen auch die Kone 1 4 r Ehren und der Herrlichkeit von meinem Errn lte bis an mein ſeliges Ende, damit ich nach aus⸗ Q JEſu 242 Gebet wenn man kranck wird. IEſu mit allen denen, die ſeine Erſcheinung lieb ha⸗ den, aus Gnaden erlangen moͤge, Amen, Amen. OG du allerheiligſter, allergerechteſter Richter, auch in Chriſto IEſu allergnaͤdigſter Vater! Ich armer Suͤnder komme zu dir, gezwungen durch Schmertzen und Kranckheit, erkenne dieſelbe fuͤr ei⸗ ne vaͤterliche Zuͤchtigung, nehme ſie an als ein Pfand deiner Liebe, betrachte ſie als einen Stachel zum Gebet, und als eine Anmahnung zur Beſſerung. Cſ O HERR wie biſt du ſo gnaͤdig und guͤtig, daß du mich nicht urplötzlich hinweg raffeſt, ſondern Zeit zur Beſſerungverleiheſt, und in deinem Zorn auch der Barmherkzigkeit gedenckeſt! Und weil ich weis, daß du lieber Guͤte und Barmhertzigkeit beweiſeſt, als auf Verdienſt der Suͤnden ſieheſt, ſo bitte ich dich lieber himmliſcher Vater, um des theuren Ver⸗ dienſtes JEſu Chriſti willen, ſey mir gnaͤdig nach dei⸗ ner groſſen Barmherxtigkeit! O HErr IEſul weil du aus inbruͤnſtiger Liebe dein Leben zu meiner Erlo⸗ ſung dahin gegeben, da ich noch dein Feind war, ſo ſey jetzt mein Fuͤrſprecher bey deinem himmliſchen Vater, nachdem ich nun durch dich verſohnet bin. Iſt es, o HErr dein gnaͤdiger Wille, ſo wende von mir dieſe Kranckheit, und laß mich noch laͤnger le⸗ ben, zu deines Namens Ehre, zu Nutz meines Naͤch⸗ ſten, und meiner Seelen zeitlicher und ewiger Wohl⸗ fahrt, ſo wilich dir hertzlich dancken, und die übrige Zeit meines Lebens durch Beyſtand des beiligen Gei⸗ ſtes beſſer anlegm. Achlege mir nicht mehr auf, als rh ertragen kan, und pflantze in meinem Herhen Griſtliche Gedut, denn du weiſſeſt meine Bloͤdig⸗ ken, und kenneſt nich beſſer, als ich ſelber. Haſt du cher beſchloſſen nach deinem unwandelbaren, ge⸗ rechen Willen, mih aus dieſem irrdiſchen, elenden ₰ 1 rr 1 d dein! ttn Mittlers JEſu 1 betumChriſt I 2— — = = — = — ds war L* daß duumm gcha i: Wee geo⸗ d v dult, da du d hateſt du den Ln ſdas zur S N RIEſa hire ſen, das we ſteen Daum Cchr Pigelegt da ſdten ſche Kranch mere ſo wilſch! Ueer and kommem were ſFeiſchſch iſtat ſtreichd 1I mgr ſordernd denn ndeiveme bitn dich umd dum iſeſter helan bandan mur pilich, d mItn fler e. h Borg h teuini Purr we Ekſonrn 9 didl edeuchan Rdnohw 5 mn amnti Ficͤwre döaiwh 1 —— . Gebet un Gedultin ſhwerer ranclhett,; 243 84 Fammer⸗Leben durch dieſe Kranckheit hinweg zu neh⸗ anen, ſo geſchehe dein heiliger Wille, im Leben und im Sterben, ich befehle meine Seele in deine Haͤn⸗ ze, mache mich bereit und geſchickt, ſuͤr deinem hei⸗ igen Angeſicht zu erſcheinen, um der vollkommenen Snugthuung„ und vielguͤltigen Fuͤrbitte meines ge⸗ areuen Mittlers JEſu Chriſti willen, Amen. 1 ta 5 Gebet um Chriſtliche Gedult in ſchwerer Kranckheit. du alertreuſter Heyland JEſu Chriſte! Wie ² groß war deine Marter! Wie ſchwer war dein ſeiden, daß du um meiner Suͤnden willen haſt aus⸗ eſtanden: Wie groß und unerhoͤrt aber war auch heine Gedult, da du geſtrafet und gemartert wur⸗ jeſt, thateſt du deinen Mund nicht auf, wie ein ſamm, das zur Schlacht⸗Banck gefuhret wird. eun HERRI LEſu, hiemit haſt du uns ein Fuͤrbild kinterlaſſen, daß wir ſollen nachfolgen deinen Fuß⸗ lapfen: Darum weil du mir auch ein ſchweres Nreutz aufgelegt, daß mich dieſe meine(angwierige) uhmertzliche Kranckheit gantz ſchwach und kraftlos nachet, ſo wil ich dieſes Creutz, weil es von deiner ſeben Hand kommet, dir gern nachtragen; Allein, tyeil mein Fleiſch ſchwach, ob gleich der Geiſt willig ſt, ſo bitte ich dich, du unſchuldiger HErr JEſu, nu wolleſt die Gedult, auch in mein Hertz pflantzen, und durch deinen heiligen Geiſt darin erhalten, daß ich dir nicht in deine Wercke rede, oder wider dich mnurre, ſondern durch Gedult laufe in dem Kampf, her mir in deinem goͤttlichen Rath verordnet iſt, das witte ich dich um deiner hoben Gedult willen. Ach upu allerſüſſeſter HErr JEſu! zeige mir ſtets deine weilige Wunden und eroͤffnete Seiten, und verfeihe anir gnaͤdiglich, daß dein bitter Leiden und Sterben 1 inir ein heller Spiegel 6 Chriſtlicher Gedut und Sanft⸗ 244 Gebet um ein ſeliges Ende. ————— Sanftmuth, indieſer meiner ſchmertzlichen Kranck⸗ heit, daß ich dieſelbe deinem Exempel nach, mit de⸗ muͤthigem, ſtillem Geiſt trage, auf daß, wenn ich hie deinem Bild aͤhnlich werde, ich auch dorten dei⸗ ner Herrlichkeit genieſſen moͤge, Amen! umddeiner hohen Gedult willen, o HErr JEſu! Amen. Gebet um ein ſeliges Ende. O guͤtiger GOtt, du haſt dem Menſchen ein Ziel △‿2 geſetzt zu leben, welches er nicht kan uͤbergehen. Denn er hat ſeine beſtimmte Zeit, die Zahl ſeiner Nonden ſtehet bey dir, alle unſere Tage haſt du ge⸗ zaͤhlet, welche doch ſchnell dahin fahren wie ein Strom, nicht anders als floͤgen wir davon. Alle unſere Jahre ſind wie ein Rauchoder Schatten, wel⸗ cher ploͤtzlich vergehet, der Menſch iſt doch wie Gras, welches bald verdorret, und wie eine Blume auf dem Felde verwelcket. So lehre mich nun, o guͤtiger GOtt! erkennen, und zu Gemuͤth fͤhren, daß es ein Ende mit mir haben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Siehe meine Tage ſind ei⸗ ner Hand breit bey dir, und mein Leben iſt wie nichts vor dir. Wie gar nichts ſind doch alle Menſchen, die doch ſo ſicher dahin leben. HErr lehre mich beden⸗ 1 cken, daß ich ſterben muß, und allhie in dieſer Pil⸗ gerſchaft keine bleibende Statt habe. Thue mir kund mein kurtzes und vergaͤngliches Weſen, daßich oft und viel gedencke an mein Ende, auf daß ich in dieſer Welt nicht mir ſelbſt, ſondern dir lebe und ſterbe, damit ich im Glauben wacker und froͤlich er⸗ warte den Tag meiner Heimfahrt und der Erſchei⸗ nung deines lieben Sohnes JEſu Chriſti, und ge⸗ ſchickt zu derſelbigen mit heiligem Wandel und Gott⸗ ſeligem Weſen eile. Begnade mich mein GOT, — mit einem ſeligen Abſchied, wenn mein Stuͤndlein berzu nahet, daß ich ſeliglich ſterbe, ein vernünſte ge5* hun 2 ich mche wo* I ht e — 8 ſSeufzen, d bet eines Ba SOtt. Schin 1 ir f, di laſh Anem, M 8 1. Gebet eines Bauers⸗oder Ackersmgñes. 245 azes Ende nehme in wahrem Bekäntniß, daß mein ‧ͤZ“SOͤͤZoͤZöͤb Verſtand und Sinne nicht verruͤcket werden, und dag ſch nicht aberwitzige Reden oder Laͤſter⸗Worte wider ſare pich meinen HERRN, und wider meine Seligkeit Äe mühre. Behuͤte mich für einem boͤſen ſchnellen Tod, naag ind fuͤr der ewigen Verdammniß. Laß mich nicht ahae plözlich und unverſehens mit meinem letzten Stuͤnd⸗ cen ein überfallen werden, ſondern daß ich mich zuvor en mnit wahrer Buß und rechtem Glaubenbereite, und „unn oenn daſſelbige kommt, ſo mache mich freudig und ennnt Anverzagt zu dem zeitlichen Tode, der mir nur die nt rhur aufthut zum ewigen Leben, und laß mich dei⸗ nan men Diener alsdenn in Friede fahren, denn meine Minu ulugen haben deinen Heyland geſehen, welchen du knntt lereitet haſt fur allen Voͤlckern, ein Licht zu erleuch⸗ dnu den die Heyden, und zum Preiß deines Volcks Iſ⸗ eimt gael. Gieb, daß mein letztes Wort ſey, welches daſi pein lieber Sohn am Creutz geſprochen hat: Vater, nern un deine Hände befehl ich dir meinen Geiſt. Und 1Ehr apenn ich nicht mehr reden kan, ſo erhoͤre doch mein rth ſetztes Seufzen, durch JEſum Chriſtum, Amen. inhtu n. Sebet eines Bauers⸗oder Ackers⸗Mannes. a Ferti GOtt, Schoͤpffer Himmels und der Erden, du a1, 1= wilt, daß wir das Land bauen, und uns un⸗ NEnr driitk VII hi whe aberner aarun a l lürd waad. tibn 1un zund hilf, daß ich mich nach deinem Befehl ehrlich Q 3 zerer Haͤnde Arbeit naͤhren ſollen, auf daß wir durch heinen Segen unſer Brod und Nahrung davon ha⸗ hen, ſo lange wir leben. Mache du unſer Land frucht⸗ var und wachſend, daß es Saamen zur Saat, und Brod zu eſſen gebe. Gibein gut Jahr, nothduͤrf⸗ rigen Behelf, und thue uns fuͤr Ungedeyen bewah⸗ een. Gib gut Wetter, ſtrafe uns nicht mit Feuer, Brand, Hagel, Duͤrre, Naͤſſe, Unrath und Un⸗ hfruchtbarkeit. Behuͤte mich, mein Weib, Kinder, Geſinde, Haus, Hof,(und gantze Vieh⸗Zucht,) naͤhre, —— 246 Symbolum Athanaſtii. nähre, ohne Vortheil und Betrug handele, und meine Sache ſo verrichte, daß ich niemand Unrecht thue, damit ich mit alle dem Meinigen deinen mild⸗ reichen Segen erlange, zu eſſen habe, und keinen Mangel ſpuͤre, durch JEſum Chriſtum, Amen. Symbolum Athanaſii. Mher da wil ſelig werden, der muß fuͤr allen Din⸗ gen den rechten Chriſtlichen Glauben haben. Wer denſelbigen nicht gantz und rein haͤlt, der wird ohne Zweifel ewiglich verlohren ſeyn. Das iſt aber der rechte Chriſtliche Glaube, daß wir einen einigen GOtt in drey Perſonen, und drey Perſonen in einiger Gottheit ehren. Und nicht die Perſonen in einander mengen, noch das Gottliche Weſen zertrennen. Eine andere Perſon iſt der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der heilige Geiſſt. Aber der Vater und Sohn und heilige Geiſt, iſt ein einiger GOtt, gleich in der Herrlichkeit, gleich in der ewigen Mgjeſtaͤt. Welcherley der Vater iſt, ſolcherley iſt der Sohn, ſolcherley iſt auch der heilige Geiſt. Der Vater iſt nicht geſchaffen, der Sohn iſt nicht geſchaffen, der heilige Geiſt iſt nicht geſchaffen. Der Vater iſt unermeßlich, der Sohn iſt uner⸗ meßlich, der heilige Geiſt iſt unermeßlich, Der Vater iſt ewig, der Sohn iſtewig, der hei⸗ lige Geiſt iſt ewig, und ſind doch nicht drey Ewige, ſondern es iſt ein Ewiger. Gleich wie auch nicht drey Unerſchaffene, noch drey Unermeßliche, ſondern es iſt ein Unerſchaffe⸗ ner und ein Unermeßlicher. 1 Alſo auch der Vater iſt Allmaͤchtig, der Sohn iſt Allmaͤchtig, der heilige Geiſt iſt Allmaͤchtig. Und ſcn 64 c. in che u dant d' Tce hg! I erlooe 7 1„ 9 de Ghic tade Achert damenudg rrennn riteg, *„ uu ¹ daſange A M Eegnanſe duhr n T xGei ſtefre he atlknttnt rüich hel Fiſtuxrrit kehvir E — y luro 4 11, 1 duAaS Th diäa 4 Symbolum Athanaſti. Urd ſind doch nicht drey Allmaͤchtige, ſondern es ſt ein Allmaͤchtiger. 1 Gual 8 ſ 247 8 Alſo der Vater iſt GOtt, der Sohn iſt GOtt, er heilige Geiſt iſt GOtt, und ſind doch nicht drey A Hotter, ſondern es iſt ein GOtt. Alſo der Vater iſt der HErr, der Sohn iſt der 5Err, der heilige Geiſt iſt der HErr. a Und ſind doch nicht drey HErren, ſondern es iſt bin HERRN. Denn gleich wie wir muͤſſen nach Chriſtlicher Vahrheit eine jegliche Perſon vor ſich GOtt und 0 ERRN bekennen. Alſo koönnen wir im Chriſtlichen Glauben nicht rey Goͤtter oder drey HErren nennen. 1 Der Vater iſt von niemand weder gemacht noch rſchaffen noch gebohren. Der Sohn iſt allein vom Vater, nicht gemacht och erſchaffen ſondern gebohren. 2 Der heilige Geiſt iſt vom Vater und Sohn nicht emacht, nicht erſchaffen, nicht gebohren, ſondern zusgehend. „ So iſts nun ein Vater, nicht drey Vaͤter, ein Sohn, nicht drey Sohne, ein heiliger Geiſt, nicht yrey heilige Geiſter. Und unter dieſen dreyen Perſonen iſt keine die er⸗ te, keine die letzte, keine die groͤſſeſte, keine die klei⸗ neſte, ſondern alle drey Perſonen ſind mit einander gleich ewig, gleich groß. Auf daß alſo wie geſagt iſt, drey Perſonen in ei⸗ ner Gottheit und ein GOtt in drey Perſonen geeh⸗ — — — gret werden. Wer nun wil ſelig werden, der muß alſo von drey Perſonen in GOtt halten. Es iſt aber auch Nothzur dulgen Seligkeit, daß man treulich glaube, daß Jeſus Chriſtus unſer HErr ſey wahrhaftiger Menſch. 984 So 248 Symbolum Athanaſit. So iſt nun diß der rechte Glaube, ſo wir glauben und bekennen, daß unſer HERR JEſus Chriſtus GOttes Sohn, GOtt und Menſchiſt. GOtt iſt er aus des Vaters Natur, vor der Welt gebobren, Menſch iſt er aus der Mutter Natur in der Welt gebohren. Ein vollkommener GOTT, ein vollkommener Menſch, mit vernuͤnftiger Seelen, und Menſchli⸗ chem deibe. Gleich iſt er dem Vater, nach der Gottheit, kleiner iſt er denn der Vater, nach der Menſchheit. Und wiewoler GOtt und Menſchiſt, ſo iſt er doch nicht zween, ſondern ein Chriſtus. Einer, nicht daß die Gottheit in die Menſchheit verwandelt ſey, ſondern daß die Gottheit die Menſch⸗ heit an ſich genommen. Ja, einer iſt er, nicht daß die zwo Naturen ver⸗ menget ſind, ſondern daß er eine einige Perſon iſt. Denn gleich wie Leib und Seel ein Menſchiſt, ſo iſt G Ott und Menſch ein Chriſtus. Welcher gelit⸗ ten hat um unſerer Seligkeit willen, zur Hollen ge⸗ fahren, am dritten Tage auferſtanden von den Tod⸗ ten, aufgefahren gen Himmel, ſitzet zur Rechten GOttes des Allmaͤchtigen Vaters. Von dannen er kommen wird zu richten die Leben⸗ digen und die Todten, und zu ſeiner Zukunft müſ⸗ ſen alle Menſchen auferſtehen, mit ihren eigenen kei⸗ bern, und muͤſſen Rechenſchaft geben, was ſie ge⸗ than haben, und welche Guts gethan haben, wer⸗ den ins ewige Leben gehen, welche aber Boͤſes ge⸗ than, ins ewige Feuer. Dasiſt der rechte Chriſtliche Glaube, wer den⸗ ſelben nicht feſt und treulich glaubet, der kan nicht ſelig werden. Zu glr a - rn kalicher ſed Ma kameines 1 balte ſch re ſer Vater has falſcer Tur ſtung tiug unſett D un ſere Lehre 4 55 9 1 feure de 8 B e ee sv e tte Paee .—— 4 —¹ 4 o(0) e 249 an(Zu Erfuͤllung des uͤbrigen Raums ſind dieſe 9t len Gebete noch hinzu gefuͤget.) ff Tnde 1. ſina 3 Fuͤrbitte ngog, Fuͤr alle Menſchen. ſ 2 unngre, Phil. z. v. 4. aia Ein jeglicher ſehe nicht auf das Seine/ ſon⸗ arn aufdas/ wasdesandern iſt. nnen, 1 Moſ. 13. v. 27. ann Ach ſiehe/ ich habe mich unterwunden, zu mi den mit dem HERRN, wiewol ich Erde in he und Aſche bin. dn. 1te a ᷣ Ott/ der du biſt vormahls gnaͤdig mhiran 1 8 geweſen deinem Lande/ ninm je⸗ famhch 8 tzund an die Bitte meines Mundes/ echi dd laß auch andere fromme Chriſten und alle Setettne, Ä 8 Peenn Kenſchen meines Gebets genieſſen. mh 2. Erhalte/ ſchuͤtze/ regiere/ fuͤhre und meh⸗ nan/ lieber Vater/ den kleinen Hauffen deiner rznag Ahriſtlichen Kirche, und bewahre unſere Can⸗ muigegel vor falſcher Lehre, unſere Schulen fuͤr waumzzerwüſtung, unſere Gemeine vor Spal⸗ natnmmg/ unſere Verſammlung vor Aergerniß/ Fanaſeund unſere Lehre vor Verfolgung. 1t 9 3. Steure den Feinden unſers Glaubens, „„ehre den Tuͤrcken, daͤmpffe alle Ketzereyen, tnae und laß die Ehre deines heiligen Namens in ter Welt immer je mehr und mehr ausgebreitet nn oerden. Q5 4. Er⸗ 250 Fürbitte fuͤr — 25c alle Menſchen. 4. Erleuchte die Irrenden, bekehre die Gott⸗ loſen, ſchone der Suͤnder, vergieb den Buß⸗ fertigen, und bringe um die loſen Veraͤchter. 5. Hilf/ mein GOtt, daß unſere Lehrer und Prediger allezeit ſeyn moͤgen geſchickt im Pre⸗⸗ digen, rein im Lehren, deutlich im Erklaͤren, eiferig im Vermahnen/ muthig im Strafen, geiſtreich im Troͤſten, nuͤtzlich im Erbauen, treu im Amt/ heilig im Wandel, richtig im Le⸗ ben/ vertraͤglich in allem. 6. Segne auch ihre Arbeit/ und hilf, daß ſie ihr Amt nicht mit Seufzen fuͤhrenduͤrffen, ſon⸗ dern gieb mir und allen andern ihren Kirch⸗ Kindern und Zuhoͤrern andaͤchtige Ohren, er⸗ leuchtete Augen, gehorſame Sinnen, bußfer⸗ tige Hertzen, wohlthaͤtige Haͤnde/ damit alſo üͤberall und auch bey uns/ dein Name geheili⸗ get/ deine Kirche gebeſſert, und dein Reich ver⸗ mehret werde. 7. Hernach ſo beſchuͤtze auch, du ſtarcker all⸗ maͤchtiger GOtt, unſer Regiment und gemei⸗ nes Weſen, und gieb allen Kaͤyſern, Koͤnigen, Fuͤrſten/ Herren, Regenten und Rath⸗Man⸗ nen von Davids Gottſeligkeit, von Salomons Weisheit, von Simſons Hertzhaftigkeit. 8. Laſſe ſie ſeyn treu geſinnet fuͤr die gemeine Wohlfahrt/ bekuͤmmert um deine Kirche/ gnaͤ⸗ dig gegen ihre Unterthanen, vertraͤglich mit ihren Nachbarn, ſiegreich wider deine undih⸗ re Feinde. 9 5 1 6 1 4 teuer „pes*4 ſtetdte! ſchnn dem es n t ſiſt, G auſſw pöͤgen 1 cedalt gul t med neat e hel ſte erhc h Ackerb terſtm gledzug 17 dogegen! ſtn ot Peſt char t Unein St amnider ſon ſes er tt babe nichee inder N halm zinderg run ſſchüte teh Tafen luh Aeden. 9. Pflan⸗= –„0 . IFiürbitte fuͤr alle Menſchen. 251 nen ſ. Pflantze in die Hertzen aller Gewaltigen rnx tedancken des Friedens/ hilf, daß die Edlen dngo anch nach GOtt fragen, gib allen Raͤthen heil⸗ ttinn une Anſchlaͤge/ verleihe allen Richtern die Ween rrechtigtelt und allen Beamten die Barm⸗ uahe ärtzigkeit; * 0 Auf daß bey uns und uͤberall das Boͤſe ge⸗ eilgag lafet/ das Gute belohnet/ dem Ubel geſteu⸗ ducn was loͤblich iſt, erhalten, und ein jedwe⸗ Gtaae in ſeinem Amt treu erfunden werde. denn rr. O treuer GOtt, regiere alle Untertha⸗ ur unn, daß ſie ihre Obrigkeit lieben, ihre Herr⸗ u a ſaft ehren/ den Geſetzen folgen/ und wenn wemat anothig iſt, Guth und Blut fuͤr dein Wort Kmä ifſetzen moͤgen. deftiten 2. Ja, erhalte unſer gantzes Vaterland im boaſmaten Flor, mehre ſeine Einwohner, ſegne ſei⸗ degen Handel/ foͤrdere ſeine Handthierungen/ alte den Ackerbau, beſchehre dienlich Wet⸗ nehn, und gieb zu allen Dingendein Gedeyen. „unn 113. Hingegen ſo behute deine gantze Chri⸗ gtaamnheit vor Peſtilentz und anſteckenden Seu⸗ garulnen/ vor Uneinigkeit/ Unruhe, Krieg und genitcitreit, oder ſo wir ja mit unſern Suͤnden die⸗ Saeten S verdienet haben, ſo laß doch deine Gerechten nnenicht gar in der Noth umkommen; ſondern er⸗ Vurraef achlte uns in der Peſt, ſaͤttige uns in der Theu⸗ lurm ung/ beſchuͤtze uns im Kriege, ſegne die ge⸗ manmſchten Waffen, und gieb uns bald wieder den 6— ſweneben Frieden. 4 15. Be⸗ 252 Fürbitte für alle Menſchen. 14. Benedeye endlich auch den Hausſtand d und verleihe allen Haus⸗Vaͤtern und Haus⸗ Muͤttern Friede in der Ehe, Gluͤck in ihrer Nahrung, und Freude an ihren Kindern. 15. Den Kindern ſelber gieb guten Gehor⸗ ſam, willige Folge, kindliche Furcht/ recht⸗ ſchaffene Demuth, ſchuldige Ehrerbietigkeit, hertzliche Danckbarkeit/ und laß allen Segen ih⸗ rer Eltern an ihnen reichlich erfuͤllet werden. 16. Beſchere allen Herren und Frauen gute Dienſtboten, allem Geſinde aber verleihe ge⸗. ſunde Gliedmaſſen, wachſame Augen/ gehor⸗ ſame Ohren, willfaͤhrige Hertzen/ verſchwie⸗ gene Lippen, treue Haͤnde, und eine Seele, die ſich vergnuͤgen laͤſſet. 17. In Summa: Laß dir alle Menſchen be⸗ fohlen ſeyn, und gieb einem jedweden/ was er bedarf, erhoͤre die Betende/ ernaͤhre die Ar⸗ men/ ſpeiſe die Hungerigen)/ traͤncke die Durſti⸗ gen/ kleide die Nackenden begſeite die Reiſenden, ſchuͤtze die Verjagten/ erloͤſe die Gefangenenſtroͤ⸗ ſte die Betruͤbten, warte die Krancken/ heile die Preßhaften/ behuͤte die Geſunden/ bewahre die Schwangern, entbinde die Gebaͤhrenden naͤhre die Saͤugenden, pflege der Kinder fuͤhre die Jugend/ trage die Alten, hilfden Unmuͤn⸗⸗ digen/ verſorge die Waͤiſen/ vertheidige die Wittwen, heilige die Ehloſen/ ſtaͤrcke die Schwachen, errette die Angefochtenen/ wache fuͤr die Schlafenden/ erbarme dich der Ster⸗ beud Olhe ab. ſondet mäg — ᷣS —= ſerſel regit 1 meuc vergt fo- „ benden ⸗ n Kurtzes Morgen⸗Gebet. 253 hs ſiden jund beweiſe deine Wunder an allen ug arten. gat als. Zuletzt aber laſſe dir, lieber GOtt, ab⸗ aue aunderlich befohlen ſeyn meine Angehorigen, ſie dg a thögen ſeyn/ wer und wo ſie wollen, behuͤte aad evor allem Ubel, gieb ihnen alles Gute/ und n Digiere ſie mit deinem heiligen Geiſte. Segne dattäw Meine Wohlthaͤter, behuͤte meine Freunde, ungge vergieb meinen Feinden/ verzeihe meinen Ver⸗ Un gem aolgern, bekehre meine Laͤſterer, erleuchte mei⸗ ſagn de Mißgoͤnner/ und bringe uns endlich alle a dcſi miteinander zuſammen in das ewi⸗ itnxh a ge Leben/ Amen! en pw,n alſt Kurtzes Morgen⸗Gebet. hn em Name GOttes des Vaters, Sohnes und ſaam 93) des beiligen Geiſtes, Amen. Die Nachtiſt ean2 vergangen, der Tag aber herbey kommen. mmg 1So wache nun auf, meine Seele, lobe unſern ae SOtt, und dencke hernach an alles, was du dieſen mae Tag uͤber zu thun haſt. dah h Siehe mein GOtt! Ich habe abermals einen Tag ratit Prlebet, und du weiſt, daß ein jeglicher Tag ſeine fänugt meigene Plage habe. Du weiſt, daß ich noch ſündlich alneh hund gebrechlich. Du weiſt, daß ich noch muͤhſelig N tianl. und br uden„ und daß mein Elend alle Morgen maneu wird. Klla Darum nimm weg von mir alles, was du haſſeſt. Dim Hindere alles, was mir ſchadet. Und ſo ja dieſer e WTag der letzte ſeyn ſolte, ſo behuͤte mich doch fuͤr ei⸗ wanc menem unſeligen Ende. zan s. GOtt, deſſen Güte und Treue alle Morgen nmn 8 wird! — — — —— —4 4 254 Kur tzes Abend⸗Gebet. wird! erboͤre jetzund mein Gebet, und gib mir nach deinem gnaͤdigen Willen, alles, was ich dieſen Tag d uͤber in meinem Chriſtenthum haben ſol, und in meinem zeitlichen Leben bedarr. Die Allmacht des Vaters beſchuͤtze mich, die Weisheit des Sohnes regiere mich, die Kraft des heiligen Geiſtes erhalte mich. Der HERR ſegne mich und behuͤte mich. Der 1 HErr erleuchte ſein Angeſicht uͤber mich, und ſey mir gnaͤdig! Der HErr erhebe ſein Angeſicht auf mich, und gebe mir Friede. Guaͤdiger GOtt, liebreicher Vater, du haſt dei⸗ ne Sonne wieder aufgehen laſſen uͤber Boͤſe und Gu⸗. te. So erbarme dich nun auch aller beyder, und laß heute keinen Menſchen weder zeitlich noch ewig verlohren werden, Amen. —— Kurtzes Abend⸗Gebet. (DBein GOtt! Du haſt mir heute viel Gutes er⸗ X— wieſen. Und wenn mich gleich auchetwas 2⸗ Böſes betroffen haͤtte; oder nicht alles nach Wunſch waͤre ergangen, ſo habe ich es doch noch viel aͤrger verdienet, und wuͤrde noch viel ungluͤckſeliger worden ſeyn, wann deine Barmhertzigkeit mir es nicht haͤtte gelindert. So ſey nun, lieber Vater geehret, gelobet und gepreiſet, fuͤr dieſes und alles andere, was du heute bey mir, den Meinigen, und allen Menſchen, Gu⸗ tes gegeben und Boͤſes verhuͤtet. Seygelobet mein GOtt, ewiglich. Barmhertziger GOtt gnaͤdiger Vater, verzeihe mir, um JEſu Chriſti, deines lieben Sohnes wil⸗ len, alles, was ich dieſen heutigen Tag, wiſſentlich oder unwiſſentlich, oͤffentlich oder heimlich, Gutes 7 flſc uA4 . Augugn — en kwennmaꝛ 1. henſegenan d dſegenam 7f penſegenan G ſoſegen am as genſegena 8 Kdſegenam an penſegeng 3 dſagenan genſegeng 3 nſgenan unter⸗— Dictwric dnd wmucc gfeaztkke zen, piſhei n S Regiſt I ſſ er derer Gebete. 255 unterlaſſen, oder Boſes gedacht, verlanget, gere⸗ net und gethan, wider dich, meinen Naͤchſten, und Aacch ſelbſt. 8 Hrr GOtt Vater, Sohn und heiliger Geiſt, in deinem Namen gehe ich ſchlafen, ſo laß nun auch wein armes Geſchoͤpffe meinen Leib, meine Seele, nein Haab und Guth deiner Guͤte befohlen ſeyn. Menn dir lebe ich. Dir ſterbe ich. Dein bin ich todt and lebendig. 4 HErr du Hüter Iſrael, der du weder ſchlaͤfeſt ſoch ſchlummerſt, ſorge auch in dieſer Nacht für die nieben Meinigen ꝛc. und fuͤr alle Menſchen. Dein Auge wache fuͤr ſie, deine Hand bedecke ſie, dein En⸗ zſel beſchirme ſie. e n Erhalte einem jedweden das Seine in Ruhe und Friede. Bis wir endlich aus dieſer Finſterniß wer⸗ hen kommenzu dem ewigen Licht, Amen. Regiſter derer Gebete. „Danckſagung fuͤr das Leiden IEſu Chr. 193 Gebet wenn man zur Kirchen gehen wil 194 ee Morgenſegenam Sonntage 195 mda Abendſegen am Sonntage 197 ntr„Morgenſegen am Montage 198 man Abendſegen am Montage 200 a„Morgenſegenam Dienſtage 202 rin n Abendſegen am Dienſtage 204 Morgenſegen am Mittwochen 2,06 roür Abendſegen am Mittwochen 208 ir Morgenſegen am Donnerſtage 209 aans d Abendſegen am Donnerſtage 211 — Se Regiſter derer Gebete. Morgenſegen am Freytage Abendſegen am Freytage Morgenſegen am Sonnabend Abendſegen am Sonnabend Gebet um wahre Buſſe Gebet um Vergebung der Suͤnden Gebet vor der Beichte Danckſagung nach empfangener Abſolut. Gebet um guten Vorfſatz Vor, in und nach Empfahung des hoch⸗ wuͤrdigen Abendmahls Gebet um neuen Gehorſam Gebet um wahre Gottesfurcht Gebet eines Ehe⸗Mannes Gebet einer Haus⸗Mutter Gebet eines Juͤnglings und Jungfrauen Gebet einer Wittwen Gebet eines Handwercks⸗Mannes Tagelohners Danckſagung u. Gebet fuͤr die Fruͤchte des Land. Gebet eines betruͤbten und angefochtenen Hertz. Gebet eines Gebet um Gedult in Creutz und Truͤbſal Gebet wenn man kranck wird Gebet um Chriſtliche Gedult in ſchwerer Kranckheit Gebet um ein ſeliges Ende Gebet eines Bauers⸗oder Acker⸗Manns Symbolum Athanaſii Fuͤrbitte für alle Menſchen Kurtzes Morgen⸗Gebet, Kurtzes Abend⸗Gebet. 2⁸ & ND E⸗5 e —* 213 215 216 218⁸ 220 221 22² 2²³ 224 224 227 229 231 231 232 234 235 236 237 239 241 242 243 244 245 246 249 273 254 *, Saatinithe NeS 11 ——-————— —————J——— ——ᷣ ——————— ————— — —,——— OQ⏑—O—— ——— —————— — ———— ———— * 1 ſſſIfHſiſſt I 1 dn!