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Corne⸗ lüi Munſter, Echternach, Corbey, und Hervorden: Die Aebtiſſin von Eſſen: Die Graffen und Her⸗ ren von Oſt⸗Frießland/oder Embden, Salm, Dil⸗ lenberg, Virnenberg, Manderſcheid, Widt und Runckel, Moͤrß, Brunkorſt, Steinfurt, Bentheim Tecklenburg; Oldenburg, Hoia, Diepholt, Schau⸗ enburg, Arenberg, Lippa, Spiegelberg, Sommer⸗ auff, Winnenberg, Rietberg, ꝛc. Die Staͤtte, Coͤlln, Aach, Unterweſel, Dortmund, Soͤſt, Duyßburg, Hervord, Brackel, Warberg, Lemgow, Werden, Deuren und Camerach. Was nun die Herren Biſchoͤffe zu Pader⸗ born/ Luͤttich, Muͤnſter, Oßnabruͤck, Minden und Verden anbelanget; So wird von ihnen unten, in Beſchreibung ſolcher Stiffter Hauptſtaͤtte; Von Utrecht aber, und Camerach, ſo jetzt in frembden Haͤnden, im Anhang: Von den Guͤlchiſchen Lan⸗ den, bey der Statt Guͤlich: Von Werden, Hervor⸗ den und Eſſen, in ſelbiger Staͤtte Beſchreibung: Von Stablon, Echternach, und Corbey im An⸗ hange: Von S. Cornelii Muͤnſter,bey Aach. Und von Oſt⸗Frießland, bey Embden, geſagt werden. Von Sanyn iſt in dem Theil unſers vorhabenden Wercks, ſo vom Unter⸗Rheiniſchen Craͤiſe han⸗ delt; Item, in dem Theil von den Heſſen, bey Wit⸗ genſtein etwas gemeldet worden. Der Herr Chur⸗ Fuͤrſt zu Trier, hat dieſer Graffen von Sayn, und Witgenſtein, Herrſchafft Vallendar, vor dieſem angefochten, Die Graffſchafft Dillenberg iſt in dem Theil von Heſſen einkommen. Von Virnen⸗ berg, oder Virnenburg,(darvon ſich auch Theils Graffen von Solms: Item die Graffen zu Loͤwen⸗ ſtein, ſchreiben) berichtet D. Philippus Knipſchild, im rechtlichen Bedencken uͤber den Praͤcedentz⸗ Streit, zwiſchen der freyen Reichs⸗Ritterſchafft in Schwaben, und den Reichs⸗Staͤtten, quæſt. 4. p. 197. ſed. Daß ſolche Graffſchafft Virneberg, wie auch obgedachte Abtey Echternach, und die Herr⸗ ſchafft Summerauff(ſo umb das Jahr 1602. ein Herr von Hochſtraten inngehabt haben ſolle) von Burgund/ oder Spanien, eximiret werden. Es hat gleichwol Frau Magdalena, Graͤffin von Man⸗ derſcheid, umbs beſagte 1602. Jahr, etwas weni⸗ ges am Anſchlag der Graffſchafft Virnenberg er⸗ legt. Und iſt vor dieſem einkommen, ob haͤtte der Herr Ertzbiſchoff von Trier, die mehrerntheils Guͤ⸗ ter der Graffſchafft Virnenberg, in der Neuen Pa⸗ lentz ſamt dem Hauß Monreal(an der Eltz, nahend der Statt Meyen gelegen) eingezogen; davon wir aber keine Gewißheit haben; noch, wie es damit der Zeit bewandt, berichten koͤnnen. Belangende Man⸗ derſcheid, ſo iſt davon unten der Anhang zu ſehen. Von den Graffen von Widt, Herrn zu Runckel, und Reichenſtein, haben wir anders keine Nach⸗ richt, als daß ſie umbs Jahr 1602. Monatlich ein⸗ fachen Roͤmerzug 9 ⁶. Guͤlden erlegt haben. Von Moͤrß, ſiehe unten den Anhang. Der von Brunck⸗ horſt, Freyherr zu Battenberg, Anhold und Stein, hat zwar Reichslehen, und iſt, wie geſagt, im Weſt⸗ phaͤliſchen Craͤiß⸗Regiſter; benebens aber auch im Burgundiſchen Vertrag, begriffen; daher es mit ſeiner Contribution angeſtanden iſt. Was aber den Herrn Graffen von Gronsfeld anbelanget, der ſich Graffen von Brunckhorſt, zu Gronsfeld, und Eberſtein, Freyherr zu Battenberg, ſchreibet, und Anno 1641. auff dem Reichstag zu Regenſpurg Seſſion gehabt; So hat ſolchen neuen Stand/ der Graff von der Lipp, als Obriſter des Weſtphaͤli⸗ A iz ſchen 4 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze ſchen Craͤiſes, mit einem zu Roß, Monatlich,zum Abſchied des 1641. Jahres, wird Herr Emerich,⸗ Reich gebracht; der aber im Jahr 1602. noch nicht Freyherr zu Metternich, Herr zu Koͤnigswart immatriculiret geweſen. Steinfurt, und Bent⸗ und Koͤnigsberg, des hohen Ertz⸗Stiffts Kſes heim, gehoͤren jetzt zuſammen, und haben eigene Thumb⸗Scholaſter, Keyſerlicher General⸗Wacht⸗ Graffen. Davon unten bey Steinfurt. Ihnen ge⸗ meiſter, und Obriſter, deswegen geſetzt; weiln er hoͤrt auch das Stammhauß Tecklenburg. Dann Herr zu Winnenberg und Beylſtein damahls ge⸗ ſelbige Graffen abgeſtorben. Siehe, im Anhang weſen iſt. Von Rietberg, iſt unten bey ſelbiger unten. Von Oldenburg ſolget auch unten, in ſelbi⸗ Statt Beſchreibung zu leſen: Daſelbſten auch die ger Statt Beſchreibung. Die Graffen von Hoja, hie oben im Eingang ernannte Stäͤtte zu beßtnden⸗ und Bruchhauſen; wie auch die Graffen von Die⸗ welche in dieſen Craͤiſe gezogen werden; auſſer der phold, ſeyn ausgeſtorben; Und haben die Hertzogen Statt Coͤlln Beſchreibung, welche allbereit in dem von Braunſchweig und Luͤneburg, das meiſte an Theil von dem oberwehnten Nieder⸗Rheiniſchen Hoija, und, wie man berichtet, an Diffolt alles be⸗ Craͤiß einkommen. kommen, die auch den Reichs⸗Anſchlag erlegen ſol; Aus dieſer kurtzen Erzehlung iſt zu erſehen, daß len. Siehe, von Hoja unten im Anhang Nien⸗ dieſes ein weitſchweiffiger Craiß iſt, und deſſelben burg, und von Schauenburg unten Buͤckenburg. Staͤnde nicht alle in Weſtphalen/ eygentlich alſo ge⸗ Von gedachter Graffſchafft Diephold, ſchreibet nannt, gelegen ſeyn: Welches Landes Graͤnten Chytræus lib. 8. Saxon. alſo: Graff Friederich von ſonſten ſeyn: Von Morgen die Weſer; Von Mit⸗ Diephold, als er des Jahrs 1525. ohne maͤnnliche ternacht Friesland, und das Land von Utrecht; Leibs⸗Erben geſtorben, hat Hertzog Willhelmen zu Vom Abend der Rhein; Und vom Mittag, das Luneburg, dem Lehenherrn, das Land hinterlaſſen. Heſſiſche Gebuͤrge. Und haben eygentlich an Weſt⸗ Die G fuͤrſte Graffen von Arenberg, Herrn zu Eß⸗ phalen Theil, die Biſchoͤffe Munſter, Paderborn, dem, Rutſchfurt, Virnenberg/ Reckum, und Ligne, Oßnabruͤck und Minden, neben dem Ertzbiſchoff werden von Theils nicht zu dieſem Weſtphaͤliſchen, von Coͤlln, der ſeither des in die Acht erklaͤrten Her⸗ ſondern zum Nider⸗oder Churfuͤrſtlich Rheiniſchen tzog Heinrichs des Loͤwen von Sachſen, ſo von der Craſe referiert: Ihr Monatlicher Anſchlag iſt, Elbe biß an den Rhein, regiert gehabt, aus Zulaſ⸗ zween zu Roͤß und ſechs zu Fuß. Von den Graffen ſung Keyſers Friderici I. ſich einen Hertzogen zu von der Lippe wird unten bey Dethmold geſagt Engern und Weſtphalen ſchreibet, und unterſchied⸗ werden. Wer Spiegelberg(ſo, nach Abgang des liche Orte in Weſtphalen beſitzet. Item, ſo haben letzten Graffen von Spiegelberg, und Pirmont, fol⸗ eygentlich Theil an Weſtphalen, die Beſitzer des gends die Graffen von Gleichen in Thuͤringen, als Hertzogthumbs Bergen, der Graffſchafften Ra⸗ naͤchſte Befreundte, geerbet, und den Anſchlag er⸗ venſpurg, Limpurg,(ſo beyde Cleviſch) Blote(ſo ſtattet) jetzund, weiln die Graffen von Gleichen jetzt unter Ravenſpurg gerechnet wird) Lippe, nunmehr auch abgeſtorben, habe; koͤnnen wir noch Bentheim, Rietberg, Tecklenburg, Olden⸗ zur Zeit nicht erfragen. Zwar hat ſich, nach Abſter⸗ burg, Pirmont, Diephold, Hoja. Matth. Qua- ben des letzken Graffen von Spiegelberg, und Pir⸗ de, in Teutſcher Nation Herrligkeit ſaget: Daß mont, in Anno 1783. wegen Pirmont, das Stifft in Weſtphalen ſeyen die Graffſchafften, Bent⸗ Paderborn; Und wegen Spiegelberg, und des heim, Tecklenburg, Marck, Waldeck, Spiegel⸗ Fleckens Copenburck, Braunſchweig, angenom⸗ berg, Dienſtladen, Oldenburg, Diephold, Ra⸗ men; Aber, die von Gleichen, behielten, wie geſagt, venſpurg, Limburg, Arnſperg, Rietberg, Lppe, bamaln alles; Als die von Frauen Walpurgen, Buren, Recklinghuſen, Lunighauſen,(oder Lu⸗ Graͤffin zu Spiegelberg, und Pirmont, gebohren ningshauſen, ſo Chytreus dem Stifft Munſter gi⸗ waren. Wegen Pirmont zwar wird es nunmehr bet,) Steinvorde, Horſtmar, Gemen, Cappenberg, ſonder Zweifel, ſeine Richtigkeit haben, weiln, Delmenhorſt, Lingen, und Sternenberg. Es ſeyen . horſt, Lingen, und S g. Es ſey wegen ſoicher Graffſchafft, auff dem Reichstag zu in dieſem Lande die Voͤlcker,welche man die Saur⸗ Regenſpurg, im Jahr 1641. der Herr Churfurſtzu laͤnder nennet: Item, die Schlachterlaͤnder nahe Coͤlln als Biſchoff zu Paderborn„durch Geſand⸗ bey Coppenborch„und die Delbrucker, im Pader⸗ ten; und wegen Herrn Caſparn zu Eltz, und Pir⸗ bormſchen Gebieth. Der Verfaſſer der Limpur⸗ monten auch jemands erſchienen iſt. So wird es giſchen Chronie ſagtp. 14. ſeg alſo: In derſelbigen ingleichem auch, wegen des Schloſſes, und Marckt⸗ Zeit und Jahr(1355.) da waren die groſſen Herr⸗ flecken Copenbruck, als des Haupt⸗Orts der Graff⸗ ſchafften in dem Land zu Weſtphalen, die kurtz na ſchafft Spiegelberg, und was darzu gehoͤret, rich⸗ dieſern Jahr vernbe afeh rechte Kruetnai tig ſeyn, und Braunſchweig beſitzen. Von Sum⸗ Die eine was die Graffſchafft zu Lahne/ die iſt kom⸗ merauff iſt hieoben allbereit geſagt worden. Von men an den Graffen von dem Bergk der darnach Dinnenberg und Beylſtein, welcher Herrſchafft ein Hertzog worden iſt. Die andere Graffſchafft iſt Monatlicher Anſchlag iſt, Einer zu Roß, haben genannt von Ravenſpurg: Die dritte,hieſſe die wir anders keinen Bericht, als daß umbs Jahr Graffſchafft Arnſpurg, die Sonte. Dieſelbige letz⸗ 141 der Freyherrn Wilhelmen, und Philipſen, te, gab er mit Willen an das Stifft zu Coͤlln. Von von Winnenderg, gedacht wird, di damaln an der dem Nahmen aber des Landes,/ſchreibet Weygand Moſel ihre Guͤter gehabt haben. In dem Reichs⸗ V Gerſtenberger, in ſeiner Franckenbergiſchen Chro⸗ nic⸗ Fäiſer 121 ſ 4 9 [Nor— 37 mim den klder Mlſt d er Dout uberein, 1 MEp n F r on Weſtp. dutee Albinus, 8ℳ Fragic. pag. 5. 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Blat, mit folgenden Worten: Ob nun miranda Sacra& Civili magnitudine Coloniæ, jemand gerne wiſſen wolte: Warumb Alt⸗Saſſen⸗ lib. 1. p. 73. feq. daß des Kaͤiſers Priderici I. Guͤl⸗ Land zu dieſer Zeit genennet wird Weſtphalen, der dene Bull, uͤber die Hertzogthuͤmer Weſtphalen und ſoll glaublich wiſſen, daß daſſelbige Land von erſten Engern dem Ertzbiſchoff Philippo zu Coͤlln Anno geheiſſen hat Saſſen⸗Land, darnach Alt⸗Saſſen, 1180. gegeben worden. oder Weſt⸗Saſſen, darumb, daß das Land nach Aufgang der Sonnen, genannt wird Oſt⸗Saſ⸗ ſen. Nun fuͤhrete der Hertzog von Alt⸗Saſſen in ſeinem Schilde/ ein Weiß Pferd,oder einen weiſſen Pfolen, darumb ſprach man: Der Hertzog von Weiſſen pfolen, oder Weſtpholen. Hiervon findet man im Spiegel der Hiſtorien, im 24. Buch, am 177. Capit. Auch in der Hiſtorien genannt Curlus Mund. Und in dem Faſciculo, da geſchrieben ſte⸗ het/ Weſtphalia, id eſt, antiqua Saxconia, Biß hie⸗ her der beſagte Auhtor. Und damit ſtimmet auch Johannes Angelius à Werdenhagen, de Rebusp. Hanſ. part. 3. c. 1, p. 2 05. und part. 4. c. 7. uͤberein, an welchem letzten Ort er ſonderlich viel von Weſtphalen ſchreibet. Alſo mel⸗ det auch Petrus Albinus, in ſeiner Meißniſchen Chronie, part. 1. pag. 5. daß die Sachſen durch die Weſer, in Oſtphalen, und Weſtphalen, ſeyen getheilet worden. Und dieſer Meynung ſeynd auch andere, die da wollen: Daß Weſtpha⸗ Unter dem Weſtphaͤli⸗ ſchen Adel, ſeynd die von Buren ſehr alt wie Caſpar Scioppius in Stemmate Burano meldet. Von de⸗ nen Furſten zu Arnberg ſchreibet beſagter Gelenius lib. 2. p. 196. alſo: Sunt Arbergici Principes hære- ditarii Officiati, ac ſcutati Pocillatores, vel Pincer- næ Electoratus Colonienſis, armorumq;& ſtem- matis vetuſtas omnem hominum antecedit recor- dationem. Von den Graffen von der Lippe aber p. 164. ſeq. mit folgenden Worten: Lippienſes à quibusdam ad Manliorum, ab aliis ad Utſinorum Stirpem, ad Romanam vero Originem à plerisq; refer. Ego Altenanam Familiam ex armorum cognatione Puto propagatam eodem cum Lip- pienſibus ſanguine, ex Advocatis Tuitienſibus, ſeu UÜbienſibus Comitibus ortam. Itaq; dum ve- terum Fabulæ derivantur ex hiſtoriis rudi ſeculo ignoratione veri corruptis, puto ad Romanos co- lonos,& Ubio-Romanam nobilitatem revocan- len das rechte alte Sachſenland ſeye, in wel⸗ chem fuͤrnehmlich wieder die Sachſen Kaͤiſer Carl der Groſſe, Krieg gefuͤhret habe, und folgends die Sachſen, wegen des Lagers ihres Landes, ſonder⸗ lich unter drey Hauptnamen verſtanden worden, in deme man theils ſo gegen Morgen, umb den Hartz⸗ wald, und an der Elbe, gewohnet, Oſt⸗Sachſen, Oſtvalos, Oſtphalos. Oſterlingos, die uͤbrigen, Veſtvalos, NX eſtphalos, Weſt⸗Sachſen, und Angarios, oder Angrivarios, die Engerer, genannt habe. Johan. Micrælius, im andern Buch vom Pommerland ſagt am 176. Blat, als die Sachſen Anno 779. von gemeldtem Kaͤiſer Carl dem Groſ⸗ ſen, bey Oßnabruck, geſchlagen worden, und ſich zu der Chriſtlichen Religion nicht verſtehen wol⸗ ten, haͤtten ſie ſich zu den Wenden, die damaln an der Havel, oder Elbe, und daherumb, in ziem⸗ licher Ruhe geſeſſen, begeben, und ſeyen forthin Oſtphalen genennet worden; Und haͤtten ſich etliche gar an das Balthiſche Meer geſetzt, mit ge⸗ ſampter Hand ihren Aberglauben, mit den Wen⸗ den, wider die hereinbrechenden Francken, zuverthey⸗ digen. Iſt alſo ohne Noth, daß man den Namen Weſtphalen, das iſt, von dem Wort veſta, und dem Wort Wallen, das iſt, wandern, herfuͤhre, wie etwan Theils ihnen eingebildet haben. Es iſt Weſtphalen ein ziemlich rauhes Land, da kein Wein waͤchſt, auch das Bier an vielen Orten nicht zum beſten iſtzwiewol auch eine herrliche Wey⸗ de fuͤr das Vieh allda zu finden, und die Weſtpha⸗ liſche Schuͤncken weit und breit bekannt ſeyn. Es ſchreibet gidius Gelenius in ſeinem Buch de ad- dos Ubienſes, ſive Altenanos,& Lippiacos Comi- tes(quos alii ad 2. fratres Urſinos referunt) Ur- ſos,& Urſinos, apellant frequentiſſime trans Rhenani, qui parta tuentur,& ca omninò non, vel ægrè ſibi eripi patiuntur, exemplo Urſi,&c. Eſt ad Viſurgim nobilis domus Salderorum, co- gnata Lippienſibus noſtris,& Roſenbergiis in Bohemia Proceribus, Roſam ſcutariam geſtans. Siehe aber hievon: Item, von der Innwohner Sitten, dem Adel und dem heimlichen Gericht all⸗ da, ſo vor Zeiten gar beruͤhmt, und grauſam, gewe⸗ ſen, den gedachten Werdenhagen, an angezogenem Ort: Item„part. 1. c. 5. wie auch das ltinerarium Germaniæ, oder Teutſche Reiſebuch, cap. 5.& 28. und deſſelhen Continuation, d. cap. 5. p. 32. Und die Autores, ſo daſelbſt angezogen worden: allda auch des Weſtphaͤliſchen Brods,am 469. Blat,in Beſchreibung Oßnabruck, gedacht wird. Item, Hermannum Stangeſolium in den Jahr⸗ Buͤchern des Weſtphaͤliſchen Craͤiſes, Teſchenmecherum in der Cleviſchen Chronic, ꝛc. Was fuͤr Klage die Staͤnde des Niederlaͤndiſch⸗Weſtphaͤliſchen Craͤi⸗ ſes, bey deme Anno 1641. zu Regenſpurg gehalte⸗ nen Reichstage, wider die Brabandiſche Regie⸗ rung zu Bruſſel, eingewendet, daſſelbe iſt in deſſen Abſchied§ Nachdeme auch die Staͤnde des Nider⸗ laͤndiſch⸗Weſtphaͤliſchen Craͤiſes, ꝛc. zu leſen. Auff dieſen hieoben geſetzten Eingang, folgen nun die fuͤrnehmſte, und bekanteſte Staͤtte dieſes hochloͤblichen Craͤiſes; deren gleich wohl etliche, wei⸗ len ſie in frembden Haͤnden, und auch aus andern Urſachen, verſparet worden. A iij Aach/ 6 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Aach/ Ach/ Aquisgranum. On denen Frantzoſen Aix, oder Aix la Chapelle, und von den Niderlaͤn⸗ dern Aken von Luirprando Grani Pa- latium, und Reginone Thermæ Grani, genant, ſo von denen Zeiten Kaͤiſer Caroli N. dieſen Nahmen, und zwar vom Grano, Kaiſers Neronis Brudern, haben ſolle; deſ⸗ ſen aber bey den alten Roͤmiſchen Geſchicht⸗ ſchreidern nicht gedacht wind. Es ſey aber dieſer Gra- nus geweſen, wer er wolle, ſo hat er die Baͤder allhje, ſo noch heutiges Tages beruhmbt ſeyn, am erſten er⸗ funden; Hoͤchſtgedachter Kaͤiſer Carolus aber wie⸗ der herfur gebracht. Es ligt dieſe Statt zwiſchen den Hertzogthuͤmern Brabant, und Limpurg: Item, dem„He tzogthum Gulich, und dem Biſch⸗ thumb Luͤttig, in der Menapiorum Grentzen zwi⸗ ſchen dem Rhein, und der Maaß, an einem nider⸗ traͤchtigen, und ſchier mit lauter Huͤgeln umbgebe⸗ nen Ort, viere von Guͤlich, zehen oder zehendhalbe Niderlaͤndiſche Meilen, von einer Stunde Gehens, vier von Maſtrich, und ſo vielauch von Duͤren, ſechs von Luͤttich, und drey Meilen von Limpurg. Jerenius Granus, der Roͤmiſche Landpfleger, unter Kaͤiſer Hadriano, ſoll ſie erbauet, und dieſelbe von ihm, und dem warmen Bade, ſo daſelbſten iſt, den Namen bekommen haben: Wiewol Nic. Reuſne- rus, de Urbibus Imperialibus, ſchreibet, daß Theils vermeynen, ſolcher Name von Apolline Granno, den die Teutſchen und Rhaͤtier verehret haben, ent⸗ V ſprungen ſey: Wie dieſer Meynung auch Con⸗ radus Celtes in ſeinen Verſen iſt, die er von dieſer Statt gemacht hat, und ſich alſo anfahen: Fumat aquis calidis Granno Urbs ab Apolli- ne dicta Corpora quæ morbis tincta liquore le- 4 vant,&.. Attila der Hunnen Koͤnig, ſoll ſie hernach zerſtoͤ⸗ ret haben: Wiewol andere es noch in einen Zweif⸗ fel ziehen. Jetzt iſt ſie mit zween Graͤben, und zwo Mauren umgeben, und alſo eine runde„doppelte Statt, deren die Mittlere vom Kaiſer CaroloNM. und die aͤuſſerſte von E. E. Rath und Gemeind, erbauet worden. Die mittlere Statt kan einer kaum in drey Vierthel, und die auſſerſte in anderthalb Stunden umgehen. Die Mittlere hat zehen Pfor⸗ ten, die aͤufferſte eilff, werden aber nur zehen ge⸗ oͤffnet, darunter vier Hauptthor: Item, viel ſchoͤne hohe Thuͤrne und Wachthaͤuſer ſeyn. Beyderley zwo Stiffts⸗Kirchen, als unſer Lieben Frauen⸗ Muͤnſter, und S. Adalbrecht, vier Pfarr⸗Kirchen, neun Manns Kloͤſter, darunter auch die Jeſuiter, und Capuciner gerechnet werden, ſechs Frauen Kloͤ⸗ nenhoͤff, und eine gemeine Tauff. So ſeyn ferners allhie ſechs Badhauſer, ein und zwantzig gemeine V Brunnen drey Baͤch, ſo durch die Statt flieſſen, die Paw, Pawnel/ und Suyliſpach, ſo folgends in den Worm zufammen kommen, und darauff in die Ruhr fallen. Treiben ſieben Mahl⸗und Kelmiß⸗ und ein Oelmuͤhl. Es hat die Statt ungefehr drey tauſend Haͤuſer, und iſt Platz wol noch vor ſo viel. Das Rathhauß iſt uͤber die maſſen ſchoͤn, groß, und koſtbarlich erbauet, und ſtehet auff dem Marckt ein gar ſchoͤner Brunn. Die warme Baͤder allhie ſeyn zu mehrerley Kranckheiten, ſonderlich fuͤr Heci- cam, Engbruͤſtigkeit, und zu der Unmannheit, wie im Guicciardino ſtehet„nutzlich. Man machet da gute Piſtolen, Bomboſin, und gute Tuchfarben, und beſtehet daſelbſt der groͤſte Handel in Kupffer und Wolb, und gibt zum Kupfferhandel Urſach der Kelmisberg bey der Statt: Daſelbſten wird zwi⸗ ſchen einer Meilen von der Statt/gegen der Sonnen Winter Nidergang, die Gattung der Erden gegra⸗ ben, ſo man ins gemein Kalmißſtein nennet, damit das rothe Kupffer zu Goldgelber Farbe gebracht wird. So hat es auch nit weit von der Statt Eiſen⸗ und Bleybergwerck. Der Boden herumb iſt frucht⸗ V bar, und Waſſerreich, daher man auch in der Statt neben der geſunden Lufft/ gutes Waſſer hat. Obge⸗ dachter Kaͤiſer Carl hat ſonderlich gern allhier ge⸗ wohnet, deſſen Urſache Petrarcha lib. 1. epiſt. 3. und aus ihm Eſtienne Paſquier, lib. 5. des Recherches de la France, cap. 3 1. ſetzet. Darwider zwar Maremundus ab Erenberg, de fœderib. lib. I. c 2:. 159. P. 241. iſt: Limnæus aber hierinn lib. 7. de Jure publico c. 2. num. z. kein Urtheil faͤllen will. Seinen Pallaſt haben hernach die Nordmannen verbrannt. Er hat durch eine ſonderbare Conſti⸗ tution dieſen Ortzum Haupt und Sitz des Teut⸗ ſchen Reichs beſtaͤtiget, oder, wie gemeldter Cuicci- ardinus, in Beſchreibung Niederlandes, ſagt, be⸗ fohlen, daß diſſeit der Alpen, Aach vor die fuͤrnehmb⸗ V ſte Reſidentz· Statt des heiligen Reichs, und des Koͤnigreichs Franckreich ſolte gehalten werden: Daher auch der Hymnus, den man unter der Meß, V auff den Tag Caroli M. zu ſingen pfleget, ſich alſo anfaͤhet: Urbs Aquenſis, Urbs Regalis. w Regni ſedes Principalis. Prima Regum Curia&c. lSo wird auch der Titul des Koͤniali Graͤben haben mehrentheils Waſſer. Es ſeyn da Koͤniglichen Stuls, und des heiligen Roͤmiſchen Reichs Statt„gege⸗ den; allda gemeiniglich vor dieſem die Roͤmiſchen Koͤnige, und Kaiſer, ſeynd gecroͤnet worden, deren der letzte Kaͤiſer Carl der Funffte, geweſen iſt. Und wann die Croͤnung anderswo angeſtellet wird, ſtet /zwey Hoſpithaler, vier Capellen,zween Begi⸗ ſo pflegen die Churfurſten, von hier das Capitel der Köoͤnig⸗ vwor nanlte Cmor dnne Ee eppit 6 e wut duch vnſ A dbud ſſchen God, Ia mdmtn biftt ſe lemter ſeet, K aRt W.I. G gile Malh an mng s 2. ſben rill.. dackt 1 du 2 du ſdin, Rden, 1ng, d liſt ſahen. bend 1. 3 8 6 deſ ſp eth e Adene ſeh D2 I Römit In Kapitel kcrönt n an⸗und das Kle rers B C hiſche K uun heilige dd und † ſeiner nel Beeck thac, ſch Crönung 7. Capit fevon Aa 1. s Caroli- nicht ung ngewohnle Schlan angenhau anſehnlich ſt welchem man Equi 1- 2. hue: Wie p. ſ8. erim. e, entwede ,ſo etwas lches zu ver bangelienb. ben, ſo ſtei⸗ mit einem nden haben un 3.§. in guldenel len, uͤberzog der Kaiſerl dneldte Stat Beſchrerdun gedachter, her, darinn t, der hoͤche in Jahr ⸗ aben deſſen eiſchiedlich, —, de Od 6.p 9 mrz. Capit KeIO de Ap, he, und Pr 18 De bou AA dr. M Kranckhern, eaun 3 3 1 8 gf ¹ 4 tiu eil HYmA „undatelunn A41 d,gen. 9 d dum Kupfeywot Der Statt. Dtän m len von derStggnd e Dang die Gartmae an zgemein Kamffinun Nr ſu Godgebe ga u Sauchmi wetenda r derck. dr Bodadem ai ereich daher mmach 9r den Lufft gutes Piſe e 4 Larl hat ſorderich gn a .1 F rh Derrarrha bh e 41 ſac-'ecrarchal, he 1e Dafquier, lb.Es 2f cap. 31. ſchet drn 1 ib Erenbery, defcud dil 1. iſt: Linewsche et nam.. kennlrhe d haben hernach deu en hat durchene ſordatt D rrzum HauptudEh 2t it get, oderwie gmah. hradung Nedrde e der Aben,Aahwrde n ratt des hellgn Kett u anckkecc ſolkegd 0 vmnus, den honuntg wül uſingenpfgl 2 f) MT b aic vr demi. moh b 1 d aru 20 „ſor ephh 7 niſer/ rzuthg 8 ſ p 11;„¹) ſel Canle„andell 3 aAr 1 ℳ A4 11444 J mung andete s . 5' oid. 1 rfurſten,vonih im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 7 Koͤniglichen Kirchen/ von welchem hernach, zu be⸗ ruffen, damit die jenigen Cleinodien, oder Symbola, ſo daſſelbe, wegen des Reichs, zu verwahren, zur Stell gebracht werden. Wie denn Anno 1762. zur Croͤnung Keyſers Maximiliani II. die Abge⸗ ſandten von Aach, vier Stuͤck mit ſich gen Franck⸗ furt gefuͤhret, nemlich, des beſagten Caroli, des Er⸗ ſten, oder Groſſen, Schwerdt, das Ceremomen⸗ Buch, und ein anders, innhaltend den Eyd, ſo ein neugecroͤnter Roͤmiſcher Koͤnig, dem Herrn De⸗ chanten und Capitel gedachter Kirchen zu Aach, ꝛc. ſchwoͤren muß, alsbald er nach, oder unter der Meß, darunter er gecroͤnt worden, vom Capitel zum Mit⸗ Canonichen an⸗und auffgenommen wird: Und dann endlich das Kleinod, darinn s. Stephani, des Grab haben eroͤffnen laſſen. Beſagter Keyſer Ot⸗ co, ligt auch allhie, und zu des Caroli Fuͤſſen, der Longobarden Koͤnig, Delderius, ſampt Weib und Kindern, und ſonſten niemands. Die Cron„ſo in dieſer Kirchen hanget, iſt aus Silber, und verguͤlde⸗ tem Kupffer; haͤlt in ſeinem Umbkraͤiſe acht groſſe. und acht kleine Thuͤrlein, und acht und viertzig Wachskertzen. Die Otgel hat vier und zwantzig Regiſter. Der Glocken ſeyn zehen, deren die groͤſte ſechszehen, des Caroli Magvi Glock acht, und die Predigt⸗Glock vier tauſend Pfund halten thut. Es ſeyn da zwey und dreyſſig Canonici, darunter, wie obengemelt, der Kaͤiſer ſelbſten einer iſt: Hat einen Probſt und Dechant. Man weiſet da der Jung⸗ ſrauen Marie Kleid, ſo ſie angehabt, als ſie Chri⸗ erſten Maͤrtyrers Blut, und Gebein, verfaſſet, da⸗ V ſtum der Welt Heyland gebohren, das von Baum⸗ rauff die Roͤmiſche Koͤnige gleichſam in Zeit ihrer Croͤnung, dem heiligen Roͤmiſchen Reich, ihre ge⸗ woͤhnliche Eyd und Pflichten, leiſten; wie ſohan. Noppius, in ſeiner neun Aacher Chronic, darinn er des Petri von Beeck Beſchreibung teuſch gemacht, und vermehret hat, ſchreibet. Mateneuus im dritten Buch von der Croͤnung Kaͤiſer Ferdinands des An⸗ dern ſagt im 87. Capitel/ daß damaln, nemlich, im Jahr 1619. die von Aach, mit ſich,gen Franckfurth gebracht haben. 1. Kaiſers Caroli M. Schwerd, ſo einem Per⸗ ſiſchen Saͤbel nicht ungleich, und welches Hefft von woll gewebet/ und ohngefehr ſechſthalb Schuch lang iſt: Item, die Windeln Chriſti: Das Tuch, von der Enthauptung S. Johannis des Tauffers: Das Tuch, welches Chriſtus am Stamme des Creutzes um ſich gehabt/ſo gar grob, jedoch leinen; Den Guͤrtel Chriſti, aus Leder geſchnitten: Ein Theil des Stricks, damit Chriſtus gebunden: Ein Stuͤck des groben Nagels, damit Er ans Creutz gehefftet worden: Item, Stuͤck vom Schwamm und Rohr: Den gantzen Guͤrtel der Jungfrauen Marie: Das Haupt des heiligen Gold, mit ungewoͤhnlichen Edelgeſteinen verſetzt, und mit einem Schlangenbalg, oder einer abge⸗ ſtreifften Schlangenhaut uͤberzogen, die Scheide a⸗ Anaſtaſii, Item, den Arm des alten gimeonis, auff welchen er Chriſtum genommen: Das obge⸗ dachte Blut, und Gebein, des Erſten Maͤrtyrers Stephani: Ein Glied aus einer Kekten, damit S. ber mit einem anſehnlichen Stuck von Einhorn ge⸗ V Peter gebunden geweſen: Etwas von dem Oel der zieret, und mit welchem der Kaiſer ordinaridé etli⸗ che Ritter, ſo man Equites Auratos zu nennen pfle⸗ get, ſchlagen thue: Wiewol beſagter D. Noppius, lib. 1. cap. 2. p. 58. erinnert, daß es in des Kaiſers Willkuͤhr ſtehe, entweder mit dem Schwerd deren von Nuͤrnberg, ſo etwas ſchwerer, oder mit dieſem von Aach, ſolches zu verrichten. 2. Ein Evangelienbuch mit guͤldenen Buch⸗ ſtaben geſchrieben, ſo ſie in ſeinem, deß Kaiſers Ca- roli M. Grab, mit einem ſilbern verguͤldeten Blat bedeckt, gefunden haben. Und dann z. S. Stephani Protomartyris Blut, in einem guldenen Kiſtlein, ſo mit klarem Gold und Perlen, uberzogen ſey. Die andere Klei⸗ heiligen Jungfrauen Catharine: Von den Haa⸗ ren S. Johannis des Taͤuffers, und§. Bartholomæi: V Von dem Manna des alten Teſtaments: Von der Ruthen Aaronis, und die drey Stuͤckſo dem ge⸗ melten Kaiſer Carolo M.(der Anno 777. den alten verfallenen Pallaſt, ſampt der Statt, zu bauen an⸗ gefangen/ und allhie Anno 814. geſtorben iſt) an ſei⸗ nen Hals gehenckt worden: Von den Haaren der heiligen Jungfrauen Mariæ; die Contrafeytung derſelben ſo Lucas gemacht, und in einem Liechtgruͤ⸗ nen Steinlein, etwa zween Finger breit ausgeſto⸗ chen: Und ein Stuͤck vom heiligen Creutz, ſo alle drey in einem kleinen verguͤldeten Kiſtlein jetzt li⸗ gen. Und dieſe Reliquien hat er, der Kaͤiſer Caro- nodien, ſo bey der Kaiſerlichen Croͤnung gebraucht werden, hat gemeldte Statt Nurnberg, in Verwah⸗ lus vom Patriarchen zu Jeruſalem: Item, vom Koͤnig Aaron in Perſien, und von Conſtantinopel, rung, wie in Beſchreibung des Franckenlandes ge⸗ bekommen. Und dann, ſo weiſet man auch den ſagt iſt. In obgedachter Kirche, oder unſer lieben Frauen Munſter, darinn beſagte Sachen, verwah⸗ ret werden) liget, der hoͤchſtgemelte Kaͤiſer Carl, als der dieſelbe vom Jahr 796. biß auff 804. auffge⸗ richtet hat, begraben, deſſen Grabſchrifft von Unter⸗ ſchiedenen unterſchiedlich geſetzt wird, wie darvon beym Dracone, de Origine,& jure Patricio- rum, lib. 2. cap, 6. p. 177. zu leſen. Marquardus Freherus lobet im 1 3. Capitelp. 157. b. ſeiner Anmer⸗ ckungen zum Petro de Andlo nicht, daß die Kaͤiſer, Otto der Dritte, und Fridericus der Erſte, ſein V„O Coͤrper§. Leopardi. Es iſt dieſe Kirch ſtattlich ge⸗ zieret, und reichlich begabet. Was die Infantin Iſabella Clara Eugenia, Anno 1629. und 30. hieher verehret, und uͤber eine Tonne Schatz werth gewe⸗ ſen das findet man bey ernantem Noppio. cap. 9. p. 41. feq. Der auch cap. 10. d. lib. r. von den Kaͤiſern, ſo in dieſer Kirchen gecroͤnet, und cap. 13. von den Concilien, ſo allhie gehalten worden, zu leſen. Und haben dieſem Tempel, wegen der engen Zu⸗ ſammenfuͤgung der Stein, die Nordmannen nichts thun koͤnnen. A iiiſ In ———— 0 3— 2 3 c 8 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze In der andern, nemlich S. Aldalberti Collegiat⸗ endl ch Kaͤiſer Kudolphus II. Anno 1598. den Ev⸗ Stiffts⸗Kirch,iſt ſein Haupt: Item, das Haupt angeliſchen Magiſtrat in die Acht erklarte, und die S. Hermetis, ſo unter dem Kaͤiſer Aureliano ge⸗ martert worden: Item ein Arm von§. Chriſto- phoro: Ein Arm des Heiligen Scbaſtiani: Ein Gebein der H. Mariæ Magdaſenæ: terblat S. Laurentii, und anders Heiligthumb mehr zu ſehen. So viel das Regiment dieſer Statt Aach belan⸗ get, ſo beſtehet der groſſe Rath von 129. Perſonen. Neben dieſem, und zu forderſt, iſt der kleine Rath: Item, ein hochweltlich Schoͤpffen⸗Gericht, von de⸗ me man ans Cammer⸗Gericht nach Speyer appel⸗ lieret: Item, ein hochprivilegiert Geiſtlich Send⸗ gericht, ein Churgericht. recke Reich, und Gebieth Aach mehrentheils ein Bann⸗ Meil Wegs rings umb von der Statt, daruͤber ſie inquiriert worden iſt. Execution dem Churfuͤrſten von Coͤlln befahle, und darauff der Catholiſche Rath im ſelbigen Jahr wie⸗ der eingeſetzt wurde. Bey Veraͤnderung des Re⸗ Das Schul⸗ giments in den Guͤlchiſchen Landen, ſeyn die Bur⸗ ger wieder aus der Satt an andere Ort Predigten zu hoͤren, gelauffen, darauff Unruhe erfolget, und der Jeſuiter Collegium geſturmet worden, Und haben ſonderlich die Evangeliſchen, nach Kaͤiſers Rudolphi Tod wieder predigen laſſen, und den Rath reformiret, biß Anno 1614. auff des Kaiſers Matthiæ Befehl, die Statt vom Ambroſiospinola uͤberzogen, und der Catholiſche Rath reſtituirt, auch Und erſtrecket ſich das folgends Anno 10. die Execution wider etliche vor⸗ genommen, und wider die Proteſtirende hernach Und vom Ende des Augu⸗ Jurisdictionem; und ihr Gebieth auffs wenigſte ſti Anno 1614. an biß auff den 19. Junii Anno 32. 21. Dorffer hat. Wie dann ihr Monatlicher ein⸗ facher Reichs⸗Anſchlag/ zum Roͤmerzug, iſt ſieben zu Pferd, und dreyſſig zu Fuß. Und die in dieſem Aacher Reichwohnende Edelleut ſeyn alle unter des Raths Jurisdiction, darunter die von Merod ſich befinden: Wie hievon auch Geiſt⸗und Weltlichen der Stadt Privilegien, Statuten, Concordaten mit Burgund, Guͤlich, ꝛc. beſagter Noppius unter⸗ ſchiedlich, onderlich, durch das gantze dritte Buch, zu leſen. Es hat auch Limnæus lib. 7. de jur. pub. cap. 2.num. 10.& 11.etwas von der Aacher Privile- güs, und darunter auch dieſes, daß die Buͤrger all⸗ hie im gamzen Roͤmiſchen Reich des Zolls befreyet ſeyn. Es reſpectiret die Statt das Hauß Bur⸗ gund) wegen Braband, der Obervogkey halber: J⸗ tem Chur⸗Coͤlln, und das Stifft Luttich; fuͤrnem⸗ lich aber den Kaͤiſer, und das Roͤmiſche Reich, wie auch Gulich, welcher Hertzog ihr Schutzherr iſt, ſei⸗ nen Vogt, und Major, da hat. Es iſt zwar Anno 1608. ein groſſer Streit mit Guͤlich entſtanden. Bertzog Wolffgang Wilhelm zu Guͤlich, geborner Pfaltzgraff bey Rhein, ꝛc. hat im Jahr 1629. an ſtatt der Juden, ſo von Anno 1769. in dieſer Statt gewohnet) den Berg von Varmhertzigkeit, oder das Borghauß, Montem bietatis, da angerichtet. Was ſich vom Jahr 814. biß 1630. allhie zugetragen, das hat vielgemeldter Noppius im a. Buch gemeldter ſeiner Chronie beſchrieben. Wir wollen zum Be⸗ ſchluß allein etlicher Sachen, aus ihme, und an⸗ dern, gedencken, als, daß im Jahr 1277. Graff Wilhelm von Guͤlich, mit ſeinem ehelichen Sohne Wilhelmo zween unehelichen Soͤhnen, und 468. V Reutern, allhie erſchlagen worden iſt; deßwegen die Statt fuͤnffzehen tauſend Marck Pfenning ge⸗ ben, und vier Altaͤre, zu Troſt der abgeſtorbenen Seelen, ſtifften muſte, wie gemeldter Noppius lib. z. tol. 16 5. ſchreibet. Anno 1574. wurden etliche Ev⸗ angeliſche in den Rath genommen; daher es her⸗ nach viel Streitigkeit geben, ſonderlich, dieweil die Catholiſche den Evangeliſchen keine Kirch einrau⸗ men, oder ſie in den Haͤuſern predigen laſſen wolten, biß Anno 1721. ein groſſer Auffſtand erfolget, und hat die Stadt Spaniſche Guarniſon gehabt, da ſie dann deren erlediget, und die Statt⸗Schluͤſſel zu Handen E. Erſ. Raths reſtituirt worden ſeyn, als eben die Staaden von Holland die Statt Maſtrich hart belagerten. Anno 16 36. hat ſie wiederumb, wie man geſchrieben, Kaiſeriſche Beſatzung eingenom⸗ men. Und ward ſie Anno 32. von dem Marcheſe di grana gleichſam belaͤgert, daß ſie wieder den Key⸗ ſeriſchen Quartier geben muͤſſen: Und wurde da⸗ mahln der lange Thurn ruiniret. Anno 1642. hatte die Statt allerley Ungemach von den Unir⸗ ten als Frantzoſen, Weymariſchen, und Heſſiſchen, daruͤber ſie ziemlich fortificiret, auch 500. Mann„ aus denen herumb liegenden Spaniſchen Guarni⸗ ſonen,zur Defenſion, eingenommen worden; wie davon weitlaͤufftiger in domo 4. Theatri Europæi, P. 848. ſfeq. Von andern Sachen aber, dieſe Statt angehend, auch Andreas Brunnerus part. 3. Annal. Boicor. lib. 1 3. p. 597. feq. Nicol. Serarius lib. F. Rer. Mogunt. p. 843.(daer ſagt: Aquisgranum eſt in Archiep. Colonienſis ditione, Ideoq; Impe- ratoris coronatio ipſi tribui ſolet) Hanß Reck⸗ mann in der Luͤbeckiſchen Chronic, p. 9 5. P. Bertius lib. 3. Rer. German. p. 459. ſeqq.(da er das Obere von angedeuteten Heiligthuͤmern, und Reliquien, nicht glauben will, ſonſten aber, daß dieſe Statt vom obgedachten Serenio Grano erbauet wor⸗ den ſeye, erachten thut) G. Braun im Erſten Theil ſeines Staͤttbuchs, Capſ. Ens in deliciis A- podemicis per Germaniam, p. 124 ſeqq.(da er auch von den warmen Baͤdern inn⸗und auſſerhalb de Statt redet) und viel andere mehr, zu leſen eyn. Auff einen Buͤchſenſchuß von der Statt,ligt die Herrlichkeit und Dorff, Bortſcheid/ Bor⸗ chet„‚Borzet, porcetanum Monaſterium, allda Bernhardiner Jungfrauen,(Aubertus Mi- ræus in Faltis Belgicis& Burgundicis pag. 6.& 650. nennet ſie Ciſterrienſer Ordens) vier Kirchen, und viel Badhaͤuſer, von kalt und warmen Waſ⸗ ſern/ ſeyn. Und hat die Aebbtiſſin des Kloſters die Grund⸗ 2 7 vieſb yll nje U= ſegsvon 6e Stand dnorn chorig.. 2 1 641. auf 1 en ré f fates zul Eohlrei ricus Pius iſeue net: Itel V fuhalen ones Ber Eniſ von Cöl nrSt= ſnd Jagen wben a rhinevane irdrm ſrletzte, Na nlo Im ſonis inter (worr a neldet,ſam⸗ tedre ltlaß folgen 4w ſder Appe, Yohas dem Moer duén„Hüllinckho i, Meſchede Odat 3 Fredeborg⸗ dtoel a n Stifft Co dſela Abbertum ld6, r 5. G.Braur aho, apl. Ens in dher hedet,daß i Uaae bey dem St Reſe ſen Ausgan rſ. 1= ht. Statt? dN S3 ſhal. As 1 F eecrnum anih gßfſchafft Ar dllnſen ſirhen gebr ſſfebee p 8 pete W Dürde, Amp kmip p r lättey N . Vte 1 1 2 3 6 4½ dn) d 84 . 1 nde del 2 deiſc l 4 dur. 48. 5 1 „ 1.I TOüulchi, 84 9¹ 4 MRh 1 de Ser àr — A 1 N Wfren, dan n L — 4 A 10 die Eoma 8 ch dieden e 1 2¹ nenſa 1 3 Am 918 8 K N, die Sh b 20 der The 1 4 dO, eOAdolſchg.l 4* d „- 1 6. die Sac 4 Dd wida d 1 4 A Ae Gt en ſt. ld IInNAA K. 6 Allotoc e 0 3 5— d 7 Dit M an, Pauffdar 9 a, Spanſche Gxnſe 3 4 Te I Dei,undRen] Nar ApIA »Achs keſdtont u Anno 1636 tſeh MC alſerſcheJin ag. Iſle Anno 33. den im belagert doßſeg a9 er geden muſſa:1 K G ge Dhurn munn an alenley Ungmatſ 4 n en, Wawanſcheng a ca lic fordffciret auh on nb liegenden Son rae nſͤon, engenonme de ftiger in wmo4 I ifne nandem Sccech Andreas Brunnes I 1 197.ſog. Nic. Blh 342(dadh ſ Pr 1. lonienſi Glole) Gollw o ipſi tibui olr 5 FThronie,n dl eckſſchen Chront, 7. p. 419. fecc. V 44. 13 1 n Heiliathumern/ 5 C 2 2 ,, S d al, ſonſtencber Iie⸗ 1 AllUuu Jüchſenſustt Te Dderf Voll 4 aunſn 1 Porcetann 5 1* Al „„, 7 3 rungfraben, 1, N*, Prounc 2 1& N , ſ ferrienſer« —————ÿ——ÿ— im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 9 Grund Obrigkeit, und iſt ein frey Keyſerlich privi⸗ legierte Abtey, wiewol ſie das Schwerd, und hohe Obrigkeit, der Statt Aach cediret, und die appel⸗ laciones dahin an die hohe weltliche Schoͤpffenge⸗ richte gehen. Item,ſo ligt das Keyſerliche Stifft, oder Klo⸗ ſter 8. Cornelii Muͤnſter, ins gemein S. Corne⸗ lis M uͤnſter auf der Juden, oder ad Indam, ſampt dem Flecken, an dem Fluß Dente, ein wolgemeſſe⸗ ne Meil Wegs von der Statt Aach; welches Klo⸗ ſters Abt ein Stand des Reichs, und Mona lich auff zwoͤlff zu Fuß angeleget, und zum Weſtphaͤli⸗ ſchen Eraiß gehoͤrig. Und iſt deſſen Abt Herman- nus, Anno 1641. auff dem Reichstage zu Regen⸗ ſpurg, durch Botſchafft, erſchienen. Keyſer Carl von Arimathia. Item, das Schweißtuch, ſo nach Chriſti Aufferſtehung beſonders im Grab gelegen: Item, das Haupt S. Corneli des Papſts, und Martyrers, unter dem Kaiſer Decio, und anders mehr, aufbehalten werden ſolle; wie Johan- nes Noppius in ſeiner Aacher Chronic lib. 1. cap. 40. berichtet. Der Abt herrſchet uͤber ein gantzes Land, rings umb die Abtey, und Flecken gelegen, das Land von Muͤnſter genannt, welches ſehr mit Buſchen umgeben, und gleich als befeſtiget iſt. Hat Phfen„Bley, Kelmiß⸗Kol⸗und andere Berg⸗ werck. So ligt die Abtey Kloſterrath ſo einen Praͤlaten und Canonicos hat, etwan zwo Stun⸗ 179, Lin den weit von Aach, gar nahend dem Stattlein der Groſſe, hat es zu bauen angefangen, und ſein un in Sohn Lucovicus bius vollnbracht; darinn das Hertogen Rayd/ Hertzogen⸗Rath, oder Schurtztuch, damit Chriſtus ſeinen Juͤngern die Fuͤſſe getrucknet: Item, die reine Leinwat Joſephi KRolduc. Arnsberg. und ſchoͤnes Bergſchloß, auff welchem die Ertzbiſchoͤffe von Coͤlln, wegen des Luſts, mit Fiſchen und Jagen, ſich offtmals auffgehalten haben. Hat vorhin eygne und maͤchtige Graffen ge⸗ habt, deren der letzte, Namens Gottfried, ſolchẽ Ort, tirulo donationis inter vivos, wie das Coͤllniſche Chronicum meldet, ſampt der Graffſchafft(in wel⸗ Weſtphalen, an der Ruhr, Statt 1 che der neue Atlaß folgende Staͤttlein rechnet, als P Hoveſtatt an der Lippe, Heſeke, Ervete, Aenruchte, Molheim an dem Moen, Nienhuß an gedachtem Fluß, Neien, Huͤllinckhoven, Olinckhuſen, Herſt⸗ berg, Brilon, Meſchede an der Ruhr!, Sunderen Oldendolp, Fredeborg, Medebach, ꝛc.) noch bey Lebszeiten dem Stifft Coͤlln uͤbergeben haben ſolle. Beſiehe aber Albertum Crantzium in Metropoli lib. 6. cap. 46. G. Braun im 4. Theil ſeines Statt⸗ buchs, und Capſ. Ens in delic. apodem. p. 207. be⸗ ſagter Atlas meldet, daß in dieſer Graffſchafft, gegen idergang, bey dem Staͤttlein Balve, eine groſſe V Hoͤle ſey, deſſen Ausgang, oder Ende, man nicht wiſſe. Gedachte Statt Arnsberg wird in die Alte, und Neue getheilet. Als Anno 1368. wie oben ge⸗ meld, des Ertzbiſchthumbs Coͤlln Adminiſtrator, Cuno die Graffſchafft Arnsberg durch Kauff, zur Coͤllniſchen Kirchen gebracht, ſo iſt auch zugleich an dieſelbe, die Wuͤrde, Ampt, oder Vorgang des juris Primipilariatus, oder Amtebellatoris, zwiſchen der lib. I. de Coloniæ Agrippinenſis magnitudine, Syntagm. 7. pan. 76. ſagt alſo: Cuno de Falcken⸗ ſtein, Colonienſis Archiepiſcopatus Adminiſtra- tor, datà pecuniã, Anno 1368 die 2 5. Auguſti, ad- jecit Arnsbergenſi, Comitatus oppida, diſteictus &c.& quicquid Godefridus Arnsbergi Comes, atque Anna Clivica, conjuges improles, Eccleſiæ potius, quam remotioribus hæredibus transſcri- tum cupiebant. Und von ſolcher Zeit an, ha⸗ ben die Ertzbiſchoͤffe zu Coͤlln einen Einkoͤpffigen Adler in ihrem Wappen zufuͤhren angefangen; Und ſtehet ihnen das Recht eines Archiſtrategi. und Kriegs⸗Generalats, zwiſchen dem Rhein und der Weſer, mit dem Geleit daſelbſt, zu, das ſie zu ge⸗ bieten auch haben damit ohne ihren Willen, in de⸗ roſelben Lands Gelegenheit, niemand Schloͤſſer, o⸗ der Veſtungen darduch ein Kriegsvolck ſolcher Orten zu fuhren, oder andere Geleits⸗Freyheit, moͤchte verhindert werden, erbauen doͤrffe. Graff Salentin von Iſenburg, Ertzbiſchoff zu Coͤlln, hat dieſe Statt mit ſchoͤnen Gebaͤuen gezieret, auch Bribon und Nehem, ſo andern verſetzt geweſen, wie der bekommen; und iſt ſein Nachfolger ohne einen, Ertzbiſchoff Ernſt gebohrner⸗Hertzog in Bayern, An⸗ no 16 12. allhie geſtorben. Es ligen neben Arn⸗ ſperg das Kloſter Wedinghauſen,(ins gemein Winckhuſen,) und laufft der Fluß Moen, nicht weit davon vor⸗ Weſer und dem Rhein, gelangt. gidius Gelenius uüber. Arnswiller. 6ST ein Dorff in dem Hertzogthumb 9) Guͤlich gelegen, allda S. Arnoldus Keyſers & Ort den Namen, dann man ihn Arneswiller, zu La⸗ tein Arnoldi Villare nennet. Aubertus Miræus in (roli Magni Cithariſt, ruhet, daher der Falt. Belg. pag. 433. Aurich. 10 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Aurich. gemein das Oſt⸗Frießland nennet, an ei⸗ nem rauhenwaldechten, unfruchtbaren, aber zum Jagen bequemen luſtigen Ort, und bey acht tauſend Schritt von Embden, auch mitten in des Graffen von Embden, oder Oſt⸗Frießland/ Gebieth, ſo ſich mehrentheils von den ſieden Vieh⸗ marckten ernehret. Iſt mit einem kleſnen Wall und Graben umgeben, gleichwol wider einen groſſen Gewalt nicht gnugſam: Aber des Graffen Schloß⸗ G im Emddiſchen Lande, ſo man ins und Reſidentz allda, auff der einen Seiten, iſt veſter und wer das bekompt,hat auch die Statt. Es iſt all hie das Obergericht. Hat faſt keine Freyheit mehr, und iſt daher mit Norden, weniger mit Embden nicht zu vergleichen, wiewol ſie auch mit ihnen bey den Landtaͤgen ſitzet. Siehe Ubbonem Emmium lib. 2. rer. Friſicar, fol. 26. item, de Friſia Orien- tali pag. 24. feq.& in Friſiæ Orienta- lis Chorogr. deſeript. fol. 58. Berchem. S. St eine Statt im Hertzogthum Guͤlich, 649 an der Erp, oder Erpe, zwiſchen Bed⸗ bur, und Kerpen gelegen, allda An. 1642. die untrten Frantzoſen, Weymariſch⸗ und Heſſiſche, ihren Auffenthalt hatten, und auch im 43. daſelbſten verharreten. Von dieſem Guͤlchiſchen Staͤttlein, ligt ein Dorff gleiches Nahmens, in deſ⸗ ſen Kirchen der heilige Egilhardus, geweſener achte Abt des Kloſters 8. Corneli, an dem Waſſer Inda, den die Nordmannen umbs Jahr 831. umgebracht haben, verehret wird. Ein mehrers finden wir zur Zeit nicht von dieſem Ort. Von Bedbur aber, ſo auch an der Erp gele⸗ gen, wird geleſen, daß ſolche Statt von Natur veſt, aber ſampt dem Schloß, im Coͤllniſchen Krieg, An⸗ no 1783. von den Bayeriſchen erobert worden ſey. Hat eine Herrligkeit, oder Herrſchafft darzu gehoͤ⸗ rig, welche die Graͤfin von Moͤrß, des enthaupten Graffen von Horn, und hernach des Graffen von Newenar, Wittib, ſo Anno 1600. geſtorben, dem Graffen von Bentheim vermacht hat; wie Mete⸗ xanus in ſeinen Niderlaͤndiſchen Hiſtorien, lib. 21. ſchreibet. 3 Im vierten Theil aber des Theatri Europæi, p. 846. ſtehet, daß Anno 1642. der Herr Graff von Salm, den Weymariſchen General Leutenant Dupadel, gutwillig auff ſein Hauß Beber, oder Bedbur, genommen, daranff zweyhundert Bau⸗ ren lagen, welche Zeit ſeines Einzugs, ihm ſein Pferd unterm Leibe, und etliche andere der Seini⸗ gen im Salve geben, darnieder, und zugleich dero Ge⸗ mahlin, dreymahl durch die Kutſchen geſchoſſen, deſ⸗ ſen ſich Herr General Leutenant hoch beſchweret, und auff Abſtraffung der Thaͤter,getrungen; man aber vorgeben habe, daß keiner zu erfragen, und die That, als waͤren ſie meiſtens voll geweſen, deren Grobheit etwas entſchuldigen muſte. Der. Herr Ge⸗ neral haͤtte darauff ſein Hauptquartier zu Bedbur gehalten. Und ſtehet am 848. Blat, daßin ſolcher Zeit, in einem von undencklichen Jahren hero un⸗ geoͤffnetem Gewoͤlbe, einer dem Herrn Graffen von Salm unbewuſter Schatz gefunden worden, den man auff zween Waͤgen aus Bedbur/nach Nie⸗ der⸗Weſel, weggefuͤhret habe. Die Kaͤiſeriſchen hatten hernach einen Anſchlag von oben herab, auff Bedbur, wurden aber mit ihrem Schaden empfan⸗ gen, unangeſehen, ſie in den Vorhoff kommen wa⸗ ren, und einen Leutenant mit ſechszehen Soldaten niedergemacht hatten. Gleichwol ſo kam dieſer Ort endlich im Octobri in Kaͤiſeriſch⸗ und Bayriſchen Gewalt. Wie aber vorher dieſes Staͤttlein und Schloß, an die Herren Graffen von Salm kom⸗ men, das iſt uns noch zur Zeit unwiſſend. Und iſt darbey dieſes zu erinnern, daß Theils eines Staͤttlein allhie gar nicht ſondern nur des Caſtells, oder Schloß, gedencken. Bielfeld/ Bilefeld. .8)]) zwo von Hervord, zwiſchen der Graff⸗ der Graffſchafft Ravenſperg, gelegen. Der Nam ſoll ihr von Biel, oder Beil herkommen, damit man erſt die Baͤume umbhacken, und ein = St eine Weſtphaͤliſche Hanſee⸗Statt, weites Feld, neben dem naͤchſtgelegenen Berg, zu ſieben Meilen von Oßnabruck, und Erbauung der Statt hat raͤumen muͤſſen. Und gibt es noch viel Holtz herumb; und ligt auſſer der ſchafft Rietberg, und Engern, in Statkt auff einem Berge und Felſen, das veſte Schloß Sparenberg. Man macht da ſchoͤne kleine Leinwat. Nicht weit davon entſpringet der Bach Lutter, der bald wieder in einen andern faͤllet. S. Jo⸗ han⸗ 5 — b 4 5 — 8 S MNN Mᷓ N NXͥᷓ́Ó N— MWW M M N NHúòͤòͤO‧Eò òù A NWN N M 8 M' WW WW N M — —— ““ — loſere 1 A A, ˙, 7 Oh 4 49ʃ 16,1 4 7 4 — m leibe, dehä geber ed n, darnida rndau mrahl dn wakdurchdegrſig Honor eneral Laur Neral Leurmna 1 * Ng der Ttr 8 Bu darg. 1h dde/d aß ken er muif drſereſeen 1 n 48 Zentſch üdinean rauf ſein Ha Gprxen 1 T' hor 3 lehel amdi9 dr nvon undenck t Hen dolbe, r nbe wuſter 9, 7 ween Vimnu 5 ₰ w 0 1' f dret hbe— d ne en. nſch aab 13 An d — nebermiune n,ſ m den Au nlar mot 9 4 dein Gechneſt Kiſerſh⸗ 1 h 5 wediſ Re die Hen G nffan ie up Uns noch urg⸗ tur 1 ds zu enmenn, d 1 Alhi egrncſe C. ſtale odeS gdenkm 21l 1X 9 berg. Mu⸗ „t A 2 tweitdal⸗ 4 1 rieder inennse 4 —-——ͤ ͤ—— — 3 1 e nn A T llg üAe Ft 6 1 B 1 Le 8 4 gN i ————. 2 1 1 ☛ roenhage A4rg Inno 1621 9.7P— chen/ abe badn 4„Annoz. 1id*n V ‿ 8 6* ergen/ d d amens/ Fium ebronnen p.ſ. da hi nnia ſen ſolchem alte Fluß De tcdr 3 hlſ ’ ſ. dhalb Sc edmſr eBertius! If den Fteinwurf yf ilen von N dor Demer/ dingdr ine anſehn Ranſen N Igenant/ i * Brffſ da ſa Hetmar ſeda undg 8 1146. 67Sſ( eiue e an freywill li ns A den 1. A diftg)begraben tEglen ielenius oin 2 in derRe (*(Naichs, C 8 v zuRoß, ² hddaber vo diſci om eimt idr wnvomR. da 2 unne die R im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 1 han. Angel. Weroenhagen de reb. Hanſeat. part. 4 chen die Heſſiſche. Folgends die Schwediſch⸗Koͤ⸗ cap. 7. p. 38. Anno 1625. nahmen dieſen Ort die nigsmarckiſche. Und den 6. Octobr. Anno 1639. Brandenburgiſchen/ aber bald hernach die Ligiſti⸗ Herꝛ Alexander/ Freyherꝛ von Vehlen/ mit Accord. ſchen wieder ein. Anno 37. im Junio/ bekamen ſol⸗ Und hat folgends ſollen Neutral ſeyn. Bienburg. thumb Bergen/ darbey nahend das Kloſter dieſes Namens/ ſo ſonſten auch das ſteiner⸗ ne Hauß geheiſſen wird/ Anno 1298. von Graff Adolphen von Bergen/ erbauet. Und iſt ſolches das erſte Kloſter deß heiligen Creutzes Orden/ oder der E⁵ Caſtell/ oder Schloß/ im Hertzog⸗ Crucigerorum, in Teutſchland geweſen. In der freyen Herꝛſchafft Wickrode/ iſt auch ein ſolcher Conventus Cruciferorum, ſampt einer Pfarꝛkir⸗ chen; wiewol die uͤbrigenzwo Kirchen dieſer Herꝛſchafft/ der Reformirten Religion zugethan ſeyn. Bilſen/ Beliſa, in Hasbania. St ein Staͤttlein im Stifft Luttich/ zwo Meilen von Maſtricht/ und 4. vonuͤt⸗ Ltich gelegen; welches im Jahr 1636. biß auff vier Haͤuſer abgebronnen/ wie Caſpar Ens/ in ſei⸗ nem Poſtreuter/ p. 5. damaln auffgezeichnet hat. Es ligt nahend bey ſolchem Staͤtttlein/ und Die⸗ penbeeck/ an dem Fluß Demer/ das Adelich Frauen⸗ Kloſter Muͤnſterbilſen/ darinn ein gantzes Ein⸗ horn/ ſo ſiebendhalb Schuh lang/ auffgehalten werden ſolle; wie Bertius berichtet. Auff einen Steinwurff von dieſem Staͤttlein/ und faſt zwo Meilen von Maſtricht/ iſt ein fuͤrneh⸗ mes Dorff an der Demer/ unter das Stifft Lüttich gehoͤrig/ darinn eine anſehnliche Abtey/ ins gemein — Muͤnſterbilſen genant/ in welcher adeliche Jung⸗ frauen leben/ die ſich aber/ wann ſie wollen/ verhen⸗ rathen moͤgen/ und deren Aebtiſſin ein weites Ge⸗ biet/ und jaͤhrlich groſſes Einkommen hat. Iſt ein groſſes/ ſchoͤnes und praͤchtiges Kloſter/ mit ei⸗ nem herꝛlichen Tempel/ und andern Gebaͤuen/ ge⸗ zieret. Sie weiſen allda ein gantzes Einhorn/ ſo mehr/ als 6. Schuh/ lang iſt. Vid. Ludov. Guic- ciard. in Beſchreibung deß Stiffts Luͤttich/ der letz⸗ ten/ und durch Regnerum Vitellium Anno 1613. Lateiniſch herauß gegebenen Edition/ fol.08. S. A- mor der Confeſſor, ruhet allhie: Die Stiffterin aber dieſes Kloſters/ die heilige Jung⸗ frau Landrada, ligt zu Gent. Bivern. da/ allda Hermannus V. geborner Graff von Weda/ und geweſener/ aber der Reli⸗ gion halber/ Anno 1§46. den 16. April/ abgeſetzter Ertz⸗Biſchoff zu Coͤlln(ſo im folgenden 47. Jahr/ Ir der Graffſchafft Wied/ oder We⸗ den 25. Hornung/ freywillig abgetretten/ und fol⸗ gends Anno /2. den 15. Auguſti/ in dieſer Grafſ⸗ ſchafft geſtorben) begraben worden iſt. Von ihme ſetzet gidius Gelenius, inſeinem Anno 1645. von der Statt Coͤlln außgegangenem Buch/ lib. 1. p. yr. dieſe reſpectivè übel gemachte Verß: Nobilis,& dives, paciſq́; Hermannus amator, Deceptusperiit fraude, Luthere, tuã: Der ſonſten/ von der Herꝛen Graffen von Wied Wappen auch folgends/ lib. 2. p. 200. ſagt: Inter cæteros Germaniæ Proceres, Comites de Wie- da in aureo rubeis tæniis obliquè lemniſcato ſcu- to oſtentant pavonem. Brakel. St in der Reichs⸗Matricul/ als eine Reichs⸗Statt/ Monatlich auff zwey zu Roß/ und 6. zu Fuß/ belegt/ Wird aber von dem Biſchoff zu Pa⸗ derborn eximirt. Mag vielleicht ein Pfandſchilling ſeyn vom Reich. Hat noch ihre Frey⸗ heiten/ und wird unter die Reichs⸗Staͤtt deß Weſt⸗ phaͤliſchen Craͤiſes geſetzt. Micralius, in Beſchrei⸗ bung deß Pommerlands/ ſagt lib. 3. p. 347. Daß Brackel/ umbs Jahr 1260. denen von Aſchenburg⸗ (oder eigentlich Aſſeburg) gehoͤrethabe. Welches auch die Braunſchweigiſche Chronic/ am 215. Blat/ audentet. Und am 263. Blat/ ſagt ſie Daß Anno 1411. im Stifft Paderborn groſſe Unruhe geweſen. Dann das Thumb⸗Capitel/ undetliche Staͤtte/ Paderborn/ Warberg/ Brackel/ und Bor⸗ gen⸗ 12 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze gentricke/ legten ſich wider Biſchoff Wilhelm/ gebohrnen Hertzogen von Berg. Aigt an der Neete, nahend Vorden/ Nien/ und Dringen⸗ borg. Breyſich/ Briſich. F Reherus part. 2. Orig. Palat. pag. 33. nennet dieſes Gülchiſche Staͤttlein/ beym Rhein/ nicht weit von Sintzig gelegen/ Vicum Briſacenſem, und ſagt: Daß Guͤlich dieſen Ort von der Pfaltz zu Le⸗ V hen trage; und daſelbſt viel altes Roͤmiſches Ge⸗ maͤuer/ und dergleichen/ außgegraben werde: De⸗ ren einen groſſen Theil Graf Hermann von Man⸗ derſcheid/ in ſein Schloß Blanckenheim/ habe brin⸗ gen laſſen. Anno 1737. hat dieſer Ort viel außge⸗ ſtanden von den Guͤlchiſchen. Broeck/ Bruch. 8 3On dieſem Ort ſchreibet Emanuel A Meteranus, im 19. Buch ſeiner Niderlaͤn⸗ Ddiſchen Hiſtorien/ daß Anno 1§98. Don Franciſco de Mendoza, Admirant von Arragon/ der Spaniſche Feldobriſte in den Niederlanden/ ſehr uͤbel in dem Hertzogthum Cleve und Weſtphalen/ gehauſet/ das Hauß Bruch/ und andere mehr Ort/ einbekommen/ und Herꝛn Wirichen von Dhaun/ Grafen zu Falckenſtein/ Herꝛn zu Oberſtein und Bruch/ einen Reichs⸗Grafen/ und Evangeliſchen lenta habebat, ab Hiſpanorum populationibus muniret 60. milirum præſidium, quos à Duce Clivenſi, in cujus clientela erat, acceperat, Caſtel- lo ſuo Brocenſi impoſuit, quorum ope injuriam defendebat. Mendoza cognito ſuis pabulatum egreſſis vulnera impoſita, ereptos equos, injuriæ Auctores à Comite ad ſuppliciũ depoſcit,& de- ditionem imperat. Comes factum purgat,& ar- cem Clivenſi Duci acceptam ferre ſe reſpondit, alteri ſine flagitio ſe dedere non poſſe teſtatus. Herꝛn/ ermorden/ und die Cleviſche Soldaten wel⸗ Kepulſæ injurià Hiſpanus incenfus, tribus machi- che dieſem/ als unter dem Hertzogen von Guͤlich/ mit Lehen geſeſſenem Herꝛn/ gedienet/ wider gegebene Zuſage/ habe erſchlagen laſſen. Juiius Cæſar Bulingerus, ein Frantzos ſchreibet lib. 10. Hiſtor. ſui temporis, fol. 313 hievon alſo Viricus Dunius, Comes Falcoſteinius& Brocen- ſis, Clivenſis Ducis beneficiarius, vir animi in gens, ut prædia ſua, quæ in eo tractu multa& opu nis arcem verberat, ruinam facit, Comite ad de- ditionem accedente, præſidiarii contra fas gen- cium jugulantur; Comes omnia tuta ratus alterà die ad piſcinam, clavà in caput impactà, concidit, ubi cadaver ejus biduum jacuit, ac tandem in horreum unco tractum, ſubito igne, arſit. * * Buͤckeburg/ Buckenburg/ oder Boͤckenborg. dieſen Ort Philippus Cluve- rius lib. 9. antiq. Germ. c 19 und Chy — træus Arcem Bructerorum lib, 23. p. 642. nennet. Iigt ein Meil von der Biſchofflichen Weſtphaͤliſchen Statt Minden/ in der Graffſchafft Schaumburg/ zwo Meilen von Statthagen/ dar⸗ zwiſchen etwas Holtziſt/ deſſen Tacitus gedencket/ zugeſtellt/ mit dem Gedinge/ daß ſie ihm daſſelbiae nicht wieder einraͤumen ſolten/ er haͤtte ſich dann zu⸗ vorn mit dem Evangeliſchen Bund/ aller ſeiner Mißhandlungwegen genugſam vertragen wie in der Braunſchweigiſchen Chronick/ 1 ſtehet. Es wird aber ſolcher Ort/ in der Biſchofflich⸗Mindi⸗ ſchen Ableinung/ fuͤr ein Mindiſch Lehen gehalten/ darinn die Heydniſche Teutſchen/ dem Herculi vor und angeſprochen. Und ſtehet p. 38. davon unter Zeiten geopffert haben/ und etliche Teutſche Voͤl⸗ cker da zuſammen kommen ſeyn/ als ſie deß Germa nici Lager uͤber der Weſer angreiffen wolten/ wie gedachter Clu ecius meldet. Es gibt auch zwiſchen beſagten beyden Orten viel Steinkohlen/ die an ſtatt anderm alſo: Daß aber das Caſtrum Arnheim (welches ſchon fuͤr hundert und mehr Jahren/ nicht mehr in rerum natura geweſen) ſein Terri- torium, Land und Leut gehabt/ davon die Helffte das Stifft(Minden) behalten/ die andere Helffte der andern/ zum brennen/ anß der Erden gegraben aber/ worinn jetziger Zeit das Ampt Buͤckeburg be⸗ werden. 3 ſtehet/ Graff Gerharden/ und Johann zu Schauen⸗ Im Braunſchweigiſchen Krieg hat Landgraff burg/ in feudum verliehen/ ſolches erſcheinet auß Philips auß Heſſen/ Anno 1§545. Graf Johann der Beylage Num. 2. und ſind deſſen vorige Beſitzer von Schauenburg/ oder Schowenburg/ ſeinen Le⸗ Graffen von Arnheim genannt worden/ davon ei⸗ hauna weil er Hertzog Henrichen von Braun⸗ ner zu Petteſen/(in errat. Patteſen) nechſt bey hwaig Hülfe Zethan/ geſtrafft/ und ihn ſeines Buͤckeburg/ in der Kirchen abgemahlet ſtehet/ ꝛc. Gloſſes Buckenburg entſetzet/ und daſſelbige ſei. Und ligt der Ort nahe bey Buͤckeburg/ und Pette⸗ ꝛen Bruͤdern/ mn nen Bruͤdern/ und andern von der Ritterſchafft/ ſen/ da ſolch Caſtrum gelegen/ und wird noch die heu⸗ erderat, runam a m kccedente, præiduit in antur; Comesomnil 2 nam, clarain caputiog ver eſus bidvum ut 12 4 1 orreum unco tractun, 2uG Na 5* „ 7 4. egen Külne C Lesnie ¹ elatſchenehrenc I „ der ſc 8) 1 AU Mp 1 4 „ yrrdich. 4 MDſ den, Un. 1 6 Iſß aber das L 1 3 „, aundert undt 7 1. 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Januarii, ohne Leibs⸗Erben, abgangen, anſehnlich verbeſſern, auch mit einer kuͤnſtlichen, ſchoͤnen Hoff⸗Capellen, und Furſtlichen Luſtgarten zieren, und den vorhin bey dem Schloß geweſten kothigten, offenen Flecken zu einer Statt machen, pflaſtern, mit einem Wall umbgeben, und mit einer ſchoͤnen neuen Pfarrkir⸗ chen, auch andern nothwendigen Gebaͤuen, und ei⸗ ner Apothecken, die im Jahr 1612. vom Herrn Chriſtoph Weiſſick beſteltem Hof⸗Apothecker, ver⸗ ſehen worden,(ſo noch Anno 4/. daſelbſt gelebet hat) anſehnlicher erbauen laſſen. Und hat hochge⸗ dachter Fuͤrſt Ernſt, in dem beſagten Schloß ſtatt⸗ lich Hoff⸗des Tages aber nur einmahl Taffel ge⸗ halten: Sonſten auch ſeine Hoffleute und Diener anſehnlich beſoldet, und gekleidet. Anno 1640. legten ſich theils Kaͤiſeriſche Voͤlcker bey Buͤcken⸗ burg, denen aber von der Gegenpart daſelbſt einge⸗ fallen, und ſie mit Verluſt drey Standarden, und des Plunders, ruiniret, und gefangen hinweg ge⸗ fuͤhret worden ſeyn. Vorhero, im Jahr 1633. iſt dieſer Ort auch in der Kaͤiſeriſchen Gewalt kom⸗ men: Aber nach der Eroberung Hildesheim, hat Hertzog Georg von Lunenburg erſtlich das Staͤtt⸗ lein, und hernach, durch Abgrabung des Waſſers, auch das Schloß Anno 34. im Julio, mit Accord einnehmen laſſen. Es ligt aber die Graffſchafft Schauenburg in Alt Nieder⸗Sachſen, beyderſeits der Weſer zwi⸗ ſchen den Staͤtten Hammeln und Minden, auch zwiſchen den Graffſchafften Lippe, Hoya, Wunß⸗ dorff, Hallermond und Spiegelberg, und erſtreckt ſich biß an das Ampt und Statt Neuenſtatt, zum Roveberg oder Rubeberge. Solte daher mehr zum Nider⸗Saͤchſiſchen, als dem Weſtphaͤliſchen Craiß gezogen werden. Iſt meiſtentheils mit gewaltigen, und veſten Landwehren rings umbgeben. Es ſeyn darinn das Schloß Schauenburg, Schloß Ro⸗ denberg,(darbey ein Flecke, oder, wie Spangen⸗ berg will, ein Staͤttlein iſt) die Statt Statthagen, obgemeldte Haupt⸗Reſidentz Buͤckeburg: Item, Sachſenhagen, Hagenburg, Bockloh, Egeſtorff, obgedachte Statt Rinteln, da die hohe Schul iſt: Oberkirch, Kloſter und Fleck, Lawenau, Schloß und Ampt, Oldendorff, Stattlein und Kloſter, Anrs⸗ burg, Meßmerode, Steinhude, die Kloͤſter Vißbeck, Moͤllenbeck, ꝛc. Hat feinen Ackerbau, gute Wey⸗ de, Waſſer, darunter die Hammel, die Awe, oder Caſpau, die Weſer, die Exter, ſeyn. Aus dieſen Waſſern, und dem Steinhuder See, welcher mehr als eine groſſe Meile lang, und eine halbe breit, hat man allerhand Fiſche, ſonderlich groſſe Barſe, in groſſer Anzahl. Es iſt da ein gewaltig ſchoͤner und beruͤhmbter Steinbruch, darauß die Steine nach V Silber Ertz, au chen Jahren erfunden. 13 Holland, Seeland, Braband, Antorff, Bremen, Hamburg/ Luͤbeck mit groſſer Menge gefuͤhret wer⸗ den: Item, ſeyn da zween Saltzbrunnen. So iſt daſelbſt gnug Holtz, und in den Waͤldern viel Wildpret. Gibt auch viel Steinkohlen: Ein Alaun⸗Bergwerck, ſo aber vor dieſem nicht getrie⸗ ben worden: Item Kalckſtein und Gips. Und hat man in obbenantem Ampt Egeſtorff/ Gold und ch Kaßſferaidi Eifntif„vor etli⸗ Man brauet a und weiß Bier im Lande. uih t Siehe hievon, auch dem alten Graͤfflichen Ge⸗ ſchlecht deren von Schauenburg,(daraus viel Graffen in Holſtein, auch etliche Hertzogen zu Schleßwick geweſen) neben des Piermanni de Ler- beke Chronic, inſonderheit des Cyriaci Spangen⸗ bergs Schauenburgiſche Chronic, und was aus derſelben in die Continuation des Teutſchen Raͤiß⸗ buchs am ſ. Capitel, gebracht worden iſt. Hochge⸗ meldtem Furſt Ernſten, hat Anno 1622. ſuccediret Jobſt Herman, welcher des Fuͤrſtlichen Tituls ſich nicht gebraucht hat: Und Anno 1635. den 5. No⸗ vembris, ohne Maͤnnliche Leibs Erben geſtorben iſt. Seines Herrn Vattern Henrici Bruder, Graff Georg Hermann, der vor dieſem im Schaumbur⸗ giſchen Hoff zu Minden ſeine Wohnung gehabt, hat mit Frau Eliſabetha, Graff Simons zur Lppe, Tochter erzeugt Graff Otten,zu Hollſtein, Schau⸗ enberg und Steinberg, Herrn zuGehmen und Ber⸗ gen, ꝛc. den letzten dieſes Geſchlechts, welcher ſich nicht verheurathet hat, und alſo ohne eheliche Kin⸗ der, und zwar ohn alles Vermuthen Morgens, den 15. Novembris, Anno 1640. im 24. Jahr ſei⸗ nes Alters, geſtorben iſft. Nach welches Tod ſich der Koͤnig in Daͤnnemarck, neben dem regierenden Hertzog in Holſtein, der Schauenburgiſchen Graf⸗ ſchafft Pinnenberg, bey Hamburg, bemaͤchtiget, dieweil ſie groß Recht zu derſelben zu haben ver⸗ meinten, gleichwol auch des verſtorbenen Herrn Graffen hochwolgedachter Frauen Mutter, als ge⸗ ſchrieben worden, etliche Tonnen Golds darfuͤr hin⸗ aus gegeben, und hat der Koͤnig darvon zwey, der Hertzog aber das dritte Ampt bekommen. Von hochwolgedachtem Herrn Graffen Jobſt, oder Juſt Herman, ſchreibet Goldaſtus in ſeinem Buch vom Koͤnigreich Böheim, lib. 6. cap. 20. p. 740. daß die Schauenburgiſche Staͤnde, als die ſich auff ihre Freyheiten gehalten, nach Abſterben des auch hochgedachten Fuͤrſt Ernſten(von welchem eben dieſer Goldaſtus lib. 1. cap. 2. p. 24. alſo ſaget: Cu- jus feliciſſimam memoriam nulla unquam oblitera- ret ætas, aut deleret invidia, ſi tam didiciſſet pruden- tiam regnativam, quàm calluit Oeconomicam) Ihn, den Graffen Juſt Hermann von Schauenburg, Herrn zu Gehmen, und Bergen in Holland, zu ei⸗ nem Regenten erwehlet haben. In dem vierten Theil des Theatri Europæi ſte⸗ het, f. 179. daß hochwolgedachter letzte Graff Ot⸗ to(ein vernuͤnfftiger, maͤſſiger junger Herr) zu Buͤ⸗ ckenburg, beſagten Jahrs, Tods fuͤrworden, nicht B von „ 2 4 E e 2 14 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤte von Gifft, wie insgemein dafuͤr gehalten worden, hinweg genommen ſeyen: Und umb die uͤbrigen ſondern von uͤbernommenem Trunck, ſo bey Herrn vier, darunter die Aempter Schauenburg, und General Bannern(zu Hildesheim) gehalten wor⸗ Sachſenhagen, hochwohlgedachte Frau Wittib⸗ den, geſtorben; welches der Verfaſſer am 2 58. Blat als Erbin ihres Herrn Sohns, des letzten Graf⸗ widerholet: Und dann am 716. alſo ſchreibet: Un⸗ fens von Schauenburg, mit dem Stifft Minden, ter andern hat denen von Schaumburg, auch der als Lehen⸗Herrn ſtreitig iſt: Welehe Aempter auch Zoll zu Altenau bey Hamburg zugeſtanden, umb wol die fuͤrnehmſte Stuck dieſer Graß ſchafft ſeyn; welchen ſich ihre Koͤnigliche Wurden angenom⸗ als in welche die Reſidentz Buckenburg ſelbſten(ſo men, ꝛc. die Frau Wirtib damalen noch ume gehabt;) wie Es hat ſich aber uͤber dieſem Zoll im Martio, ein auch die Statt Rintein, da die Univerſitat iſt: J⸗ unverhoffter Streit erhoben, und koͤnnen wir nicht tem, die Statte, Statthagen, Oldendorff, Obern⸗ ſehen, ob ſolcher ad inſtantiam alicujus partis i⸗ Kirchen, Sachſenhagen: Die Kloͤſter Moͤlllenbeck, ſtanden? Oder, ob Kaͤiſerliche Majeſtaͤt ſich pro- Visbecke, Obernkirchen: Die Hoͤfe und Vorwer⸗ Prio motu deſſen angenommen; Allezeit hat der cker, Coverden und Oelberg; Anſehnliche Schloͤſ⸗ Kaͤiſerliche Geſandte zu Hamburg ſich der Poſſeſ⸗ ſer, und das Stammhauß Schauenburg ſelbſten: ſion des Zolls angemaſſet, und iſt ein Kaͤiſerlicher Stattliche Holtzungen, Stein⸗ und Kohlberge. ſ. Currier, mit einem Mandat, von Regenſpurg, zu Vogteyen, eine groſſe Anzahl Doͤrffer, bey zweytau⸗ Gluͤckſtatt ankommen geweſen, datz Dannemarck ſend Bauern, Zoll auff der Wefer, und dergleichen: ſich dieſes Zolls enthalten ſolle, welches Mandat Anſehnliche Landereyen, Wieſenwachs, Muhlen, der Daͤniſche Gubernator daſelbſten, Herr Graff und was deren mehr ſeyn mag, gezogen werden. Pentz, ihrer Koͤmglichen Wuͤrden zugeordnet hatte. Und hat der jetzige Biſchoff zu Minden, bey Kaͤi⸗ Es wurde auch ſolches zu Hamburg publiciert, und ſerlicher Majeſtat, nach rechtlich apprehendirter an das Rathhauß, nicht weniger in der Graffſchafft Poſſeſſion/ der Schauenburgiſchen Lehenſtuͤcke und Binnenburg angeſchlagen, daſelbſten es aber der Guter, umb Decretum Manutenentiæ, auch noͤthi⸗ Koͤnig durch Notarios und Teſtes abreiſſen laſſen. ge Mandata angehalten, und ſolche auch den 11. Biß hieher der Autor, aus deſſen uͤbrigen Relation Octobris, Anno 1641. zu Regenſpurg auff dem daſelbſten zu verſpuͤren, daß er faſt in denen Gedan⸗ Reichstag, erlanget. Anno 1647. den 4. Janug⸗ cken geſtanden, als ob auch die andere Schaumbur⸗ ru, ward aus Holſtein alſo berichtet: Was aber die giſche Guͤter an Holſtein kommen: Inmaſſen man Graffſchafft Schaumburg betrifft, ſo hat der Koͤ⸗ dann auch von Franckfurt und andern Orten be⸗ nig(zu Dannemarck) mit ſelbigem Lande gar nichts richtet hat, daß auch die Graffſchafft Schaumburg zu ſchaffen, und ſind die meiſten Oerter dieſer Graf⸗ an der Weſer, jetzt Daͤnnemarckiſch ſey. Aber die ſchafft faſt lauter Lehenguͤter, welche die Hertzoge Biſchoͤfflich⸗Mindiſche, Anno 1644. zu Bremen von Sachſen⸗Lauenburg, die von Braunſchweig, gedruckte Ablehn⸗ und Hintertreibung deren von das Stifft Minden, Landgraff von Heſſen, und an⸗ der Gräflich⸗Schauenburgiſchen Frau Wittibe dere, wieder zu ſich nehmen: Was erblich iſt, be⸗ ausgelaſſenen Poſſeſſorii& Petitorii Manifeſto- halt die Frau Mutter, und wann die verſtorben, rum, gibt ein anders, und das zu erkennen, daß von koͤmmt es an die Graffen von der Lippe, den zehen Aemptern der Graffſchafft Schaum⸗ aus welchem Hauſe ſie ge⸗ burg, allbereit ſechs von Braunſchweig, und Heſſen, V bohren, ꝛc. Buillon. E Nsgemein Bullion, ſechszehen Meilen von melte auff einem hohen Berge gelegenes, und der 129 Luttich, an dem Fluß Semoy, nicht ſonders Zeit mit wunderſamer Kunſt erbauetes, auch mit „weit von Han, und Herbemont, gelegen. Mauren, Bollwercken und dergleichen, wol verſe⸗ Zwiſchen Sedan und Buillon, iſt viel Holtzes, henes Schloß, ſampt denen darzu gehorigen Or⸗ welche beyde Ort bey vier Meilen ohngefehr von ten, verkaufft; bey welchem Biſchthumb es auch einander ligen. Und ſo viel rechnet man auch von biß dahin verblieben; wiewol die Graffen von der Buillon nach Tvois. Es hat bey dieſer Statt,oder Marck, und Herren zu Sedan an der Maß, ſo von Staͤttlein ein gewaltig veſtes Caſtell, welches bey vielen Edain, oder Eldan, unrecht genant, und ge⸗ Regierung Koͤnig Frantzen des Erſten in Franck⸗ ſchrieben wird/ daſſelbe wieder an ſich zu bringen/ ſich reich, Kobertus, Fuͤrſt zu Sedan mit Accord einbe⸗ offt unterſtanden„auch den Titul eines Hertzogen kommen, deswegen der Caſtellan, ein Baſtart vom von Buillon gefuhret; den auch die naͤchſten des Hauß Gaurion/ hernach zu Luͤttich, daßer es ſchaͤnd⸗ Juͤrſtenthumbs Sedan, und Jamets, Innhabere, lich auffgeben, gekoͤpfft worden iſt. Hertzog Gott⸗ behalten haben: Ob ſchon die von der Marck, ſo von frid von Buillon, hat dieſe Gegend herumb, vor des beſagten Heutzog Gottfrieds von Buillon, und Zeiten mit ſeinen Bruͤdern beſeſſen. Als er aber mit Koͤnig Balduins zu Jeruſalem Brudern, dem Eu⸗ denſelben im Jahr 1096. ins gelobte Land ziehen ſtatio, oder Euſtachio, ihr Geſchlecht hergefuͤhret, wollen/ ſo hat er dem Biſchoff von Luͤttich, das ge⸗ zu Sedan, mit Hertzog Frantzen, von Bulllon ge⸗ nant⸗ e 56——e 8. 5 er f18— 7 ſ A i: 1 ¹ 1 1 6 85 8. KJd a 1 8 8 4½ 2 Ah 86 Ar MI 4 3 ae 39 8 3 b N. 1 1)„.—— Ae— „ 1 N A 7p 4 g,! 9 fö. nſee EI. 4 ded Slt 8 en, Danae 4 0 V 1 Tdu Ae Rutaln An 1' 20 , dde u 8 Olaccho 5n 100 M ng 9 7 ₰ 2 1. nt f dA D B, au Gſer 3 WM 6 ercpen, Waſann 8 trſon an, W en u, 9 80. Nchoß. M D P4Adj 1 „nach ngat gre. Ruenborgſtng r. Aten, und och dn 4 1641. ge 3 an alſobencnt ae andurg berft ac )mtſebgeng a 3 demeſten Ocf ase hengütu, ich 47 dung, dewn u. Landgaftcn 18 chmen: Vaſu r, undwamnh Grafented. em Halſeſch ohren,a 3 3 — — —— 2=—y— ———————— ñᷣMaů———— S——— ʒ— — S——— ͦ-⸗-— 5 2 A——— ⁰ ͦ— 1 5— ff K N 51.— 7 8—. G K 3 5 N N N , 5— 3 N— N 6 ** 4— d 4ꝙ 8 N 3 557,— 5. 3 2—. d 8 1 N— 6 22— 3 2— K 1.. 5. 1 — 2. 4 8——. 22 S— 88S Bergeglet Kunſtebuh 7 rund drguch enan daug e chen Vitt n. jewoldi 12 - danadd d „unce 1 dderu 2, — ul * den DuW den — b 8 1 3 1 M 1—AO 4 .8 882 unwemn man. tnden Rhein wdnmn chen, manan enacht Mahts ſchthu uheo: Al omb Ar Ftäͤtten deir= kiskan inzen Dit die ſhihr e id zum u. e gen a 3nCl jne gre wr Ke ſicher, nt, ſo Lbauet eyn ——2„424,·— —————üBYYä im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 15 nant, den 1 1. Januarii/ Anno 1587. abgangen wa⸗ ren. Obgedachter Robertus Fuͤrſt zu Sedan, hat Kaiſer Carln dem Funfften, bald zu Anfang ſei⸗ ner Regierung, Krieg angebotten, weiln derſelbe ihm das Laͤndlein Buillon, von welchem er ſich ei⸗ nen Hertzog geſchrieben, nicht zuſprechen, und dem Biſchoff von Luͤttich, daß er den Kauffſchilling wieder zuruͤck nehmen ſolte, aufferlegen wolte. Und damit er Huͤlff wider den Kaͤiſer haben moͤchte, ſo hat er ſich von dem Teutſchen Reich, dahin vorhin Franckreich Schutz begeben. Daher der Anfang des Kriegs, zwiſchen ſelbigen zweyen Potentaten gemacht, und ſolcher hernach viel Jahr lang fortge⸗ fuͤhret, auch, wie obgemeldt, die Veſtung Buillon daruͤber eingenommen; Aber Anno 1559. auff ge⸗ troffenen Frieden, dem Biſchoff von Luttich,(doch mit Vorbehalt des Rechts und Anſpruchs, ſo der von Sedan darzu hat) wieder zugeſtellet worden iſt; bey welchem Stifft auch ſolches Landlein fer⸗ ners, biß auff heutigen Tag, Sedan gehort hat, unter des Koͤnigs Franciſci 1. in Calca Jeſe Statt iſt erſtlich von den Graffen zu Cle⸗ Jve, in der Inſul des Rheins, und Belgia Batavia, zu erbauen angefangen worden, daß ſie ein Schutz, und ſichere Zuflucht waͤre, wider die Uberfaͤlle der Stifftiſch⸗Coͤllniſchen, und benach⸗ barten Geldriſchen, mit welchen die Cleviſchen viel Kriege zu fuͤhren hatten. Den Namen aber hat ſie bekommen, von dem ſehr alten Dorff Calcar, von welchem man uͤber dieſe Inſul, an das auſſere Geſtad des Rheins gefahren iſt. Sie hat durch das Tuchmachen, und Bierbrauen, ſo von dan⸗ nen an die benachbarte Ort gebracht wurde, an Macht, Reichthumb und Vermehrung folgends zugenommen: Alſo, daß ſie jetzt eine aus den fuͤr⸗ nehmbſten Staͤtten des Hertzogthumbs Cleven, und eine Speiskammer gleichſam iſt, faſt aller an⸗ graͤntzender Ort, dieweil die Bauerſchafft, wochent⸗ lich ihr Getraid zum Verkauff gar offtermalen fuͤh⸗ ren; Deßwegen auch Hertzog Adolph der Erſte von Cleve, eine groſſe und anſehnliche Scheuer, oder Kornſpeicher, allda auffgerichtet und erbauet! verblieben. r. hat. Dann ſiie ſehr wol gelegen, und macht ihr der Rhein gute Gelegenheit. Es wird auch hieher, als zum Obergericht, von vielen Staͤtten und Doͤrffern in Rechts⸗Sachen, appelliert. Iſt der Romiſch⸗Catholiſchen Religion vorhin allezeit zugethan geweſen. S. Niclas Kirche iſt dazu ſehen, ſo gar groß, und vonvierzehen Gei ſt⸗ lichen Perſonen verwaltet wird. Hat zwey Kloͤter, ein Jungfrauen, und ein Dominicaner oder Pre⸗ diger, in deren letztem ein fuͤrtrefflich Bibliother iſt. Gat auch ein Spital daſelbſt. Und gibt das mit⸗ ten auff dem groſſen Maeckt, gantz frey ſtehende, und ſchoͤn gebauete Rathhauß/ der Statt eine ſchoͤ⸗ ne Zierde. Anno 1614. nahmen die Hollander die⸗ ſen Ort ein: Und Anno 40. im September, die Heſſiſchen, welche dem umbliegenden Coͤllniſchen Land, wie auch dem Gulchiſchen, Cleviſchen, und Bergiſchen, folgends bang gnug gemacht haben. ** 83 Cappenberg. S In Kloſter, ſo der heilige Gottfried, weyland ein maͤchtiger Graff zu Cappenberg, aus ſol⸗ chem ſeinem Schloß erbauet hat, ohnange⸗ ſehen ihme der Biſchoff von Muͤnſter andere Gu⸗ ter darfuͤr geben wolte. Ehe er ein Monch wor⸗ den, hat er ſeine Soldaten ernſtlich im Zaum ge⸗ halten, und ihnen das Rauben nicht geſtat⸗ tet, gnarus, militum Prædam Ducis eſſe fur- tum, wie gidius Gelenius lib. 4. de magnit. Co⸗ loniæ p. 661. redet. Er hat auch ſonſten zwey Kloͤ⸗ ſter, als das Varlarienſiſche in Weſtphalen, und das Elffſtadiſche, oder Ilmſtadiſche in der Wetter⸗ au, nicht weit von Franckfurt, geſtifftet. Iſt ent⸗ weder im Jahr 1120. oder 1136. oder, wie Auber⸗ tus Miræus in Feſtis Belgicis pag. 700. will 1126. geſtorben. Cleve. Jeſer Haupt⸗Statt des Hertzogthums Cle⸗ & ve Name, ſoll von den Huͤgeln herkommen. Cluverius haͤlt dafuͤr, daß aus der alten Statt Colonia Ulpia Trajana, die er auff tauſend Schritt unter Cleve, an dem Ort, wo das Dorff Kellen ligt, ſetzet, mit der Zeit dieſe Statt Clivium, oder Cleve, erbauet worden ſey. Pighius aber iſt einer andern Meynung, darvon unten bey San⸗ ten. Iſt ein feiner Ort, und wol gebauet, ſo ziem⸗ lich hoch, ſonderlich das Schloß auff dem Rucken des Berges liget, und ein altes, wiewol ſchoͤnes Ge⸗ baͤu iſt, und daher Theils der Meynung ſeyn, daß es von C. Julio Cæſare ſeinen Anfang bekommen. Ligt gar wol, und iſt davon ein luſtiges Ausſehen, ſon⸗ derlich aus dem gar hohen Thurn, ſo von dem dar⸗ auff ſtehenden und beweglichen Schwanen, und B ij Win⸗ 1 16 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze Windeszeiger/ Schwanenburg genant wird. E V ſtanden. Sie iſt auch Anno 39. umb ein merckliche MM‿̊úò NNN N I I N V NIhyyn yyyyſſſſſſſegh) iſt in des Schloſſes Saal ein Bildniß, daruͤber ge⸗ ſtanden Eumenius Rhetor, und davon viel Diſpu⸗ tierens geweſens: Und hat obgedachker Srephanus Summa Gelds von den Kaiſeriſchen unter dem General Feld⸗Zeugmeiſter, Marcheſe di Grana, oder Caretto, geſchaͤtzet worden. Anno 1641. im Vinandus Pighius in Hercule prodicio, dafuͤr ge⸗ Novembri, wurden die Heſſiſchen allhie, von den halten, daß derſelbe Eumenius, auff Anordnung Kaͤiſeriſchen und Chur⸗Coliniſchen, Morgens umb Kaiſers Conſtanti, allhie Schul gehalten habe: vier Uhr, uͤberfallen, und gute Beuten gemacht,aber Darwider aber Lipſius iſt; welcher in Commentar. dem Schloß kunten ſie nichts anhaben. Und ha⸗ ad lib. 3. Annal. Taciti fol. 71. feq. will, daß er zu ben ſich die Heſſiſchen in September des 1640. Autun in Franckreich gelehret habe. Beſagter Jahrs, dieſes Orts bemaͤchtiget. Siehe von dem⸗ Pighius hat diel von dieſem Ort. Es hat in der Skatt vorhin em reiches Thumbherrn Stifft gehabt. Der Rhein theilet ſich bald unter derſelben,(darvon ſie ſonſt nicht weit, und von Nieumegen drey, von Arn⸗ heim aber zwo ſtarcke Meilen ligt,in zween Haupt⸗ fluſſe. Und iſt nicht fern von hinnen, die beruͤhmbte Schencken⸗Schantz. Es iſt Cleve Anfangs von den Spaniern Anno 1624. hernach von Hollaͤndern eingenommen worden, und hat in den Jahren 1635 und 36. von beyden Partheyen wieder viel ausge⸗ felben G. Braun im Andern Theil ſeines Staͤtt⸗ buchs, und Pet. Bertium lib. 3. Commemar. Rer. Germ. p. 499. da inſonderheit von der Strittigkeit zwiſchen Pighio und Lipſio, wegen der Schul und des Eumenii Bildniß allhie, und ſein Urtheil davon, zu leſen. Was das Hertzogthumb anbelanget, ſo von dieſer Statt den Namen fuͤhret, ſo wird unten bey Guͤlich deſſen ge⸗ dacht werden. Cosfeld/ Koesfeld/ Cosfeldia. —= St eine Hanſee⸗Statt in Weſtphalen, O ſechs Meilen von Muͤnſter, und in einer 4)) Ebne gelegen, daſelbſten etliche Baͤchlein, und Waͤſſerlein zuſammen flieſſen, dar⸗ aus allda ſeinen rechten Urſprung und ſtarcken Lauff, der Fluß Berckel bekommet, und von dan⸗ nen nach der Muͤnſteriſchen Statt, Stattloo, in den Tafeln Stadtloon, und vom Werdenhagen ein weil Statlohia, ein weil Starlohnum, genant, rinnet, daſelbſt Anno 1623. Joh. Tzersclaes, Graf von Tilly, Hertzog Chriſtian von Braunſchweig alſo geſchlagen, daß er ſich hernach niemals mehr recht hat erholen koͤnnen. Aber wider auff Coßfeld oder Coesfeld zu kommen, ſo hat folgends ſol⸗ che Statt Landgraff Wilhelm aus Heſſen, An⸗ no 1633. mit Accord, und hernach auch dieſelbe Hertzog Georg von Luͤneburg eingenommen. An⸗ no 1641. kamen fuͤnff Heſſiſche Compagnien her⸗ ein, die viel Kriegs Præparatoria machten, und die Buͤrger zu Muͤnſter, Reenen, und Waren⸗ dorff, durch Trompeten und Trommelſchlag, fuͤr Feinde, und preiß erklaͤreten. Und thaͤte fol⸗ gend im Jahr 1642. ſolche Heſſiſche Beſatzung in Coesfeld, ohngefehr 400. zu Roß, und Fuß ſtarck, einen Streiff unterhalb Muͤnſter, und fuͤh⸗ rete viel Schwein, und Viehe, auch in fuͤnffhun⸗ dert Schaaff davon. Es wird ſonſten Coßfeld zum Stifft Munſter, wie wir finden, gerechnet, und fuͤr deſſelben fuͤrnehmbſten Ort, nach der Statt Muͤnſter, gehalten. Covinum. X Ggt im Hennegaͤw, achtzehen Meilen vn Luͤttich, und iſt dieſem Biſchthumb zu⸗ gehoͤrig. Iſt ein feines, verſchloſſenes Staͤtt⸗ lein. Croneburg. St ein Staͤttlein, im Hertzogthumb Ber⸗ Sch gen gelegen, allda die Ewaldi, zween Bruͤder und heilige Maͤrtyrer, auß Britannien buͤrtig, gar andaͤchtig verehret werden. Delmenhorſt. MN dem Waſſer Delmen, nicht weit bon der Weſer, und eine ſtarcke Meile von Bre⸗ men, in Weſtphalen gelegen, und den Herrn Loge zu Holſtein, ſchreiben. Matchæus Dreſſe- Grafen von Oldenburg gehoͤrig; ſo ſich davon, wie auch der Koͤnig aus Daͤnnemaͤrck, und die Her⸗ Lus — 1 WM M fhſ jſſſſiſſhlöſſioh ur G nbd ) 1 ₰ 4 De menborſt. unff„ſſſc, Tor——— N op————. — far 1 Neh 1 S* 48 * ra Nen Und Lonn) 4 9 n 44 ſſch Mſſc gefehr 400 ſc efelt † . ₰½ I f nterhh) 1f tiLri und Wiche,auc Fg rd ſahſter nn 44„ t, wie wir frda niümäͤrtit et Stakt Munſte, fe M—— 4 Del blo 7 — moloͤen. —.. 5„ 3 8.——*⸗ „ul 2.. 7. 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Ma, ſiet U —————— im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 17 rus ſagt, part. 4. lag. Hiſtor. daß Graff Otto von denburg gefuͤhret, durch Hunger und Accord ein⸗ Aldenburg, mit ſeinem Bruder Chriſtiano, die bekommen und behalten, biß Anno 1547. Graff Graffſchafft Aldenburg oder Oldenburg getheilet, Anchonius von Oldenburg dieſelbe mit ſonderba⸗ und auf ſeinem Theil ein Schloß, am Waſſer Del⸗ rer Behendigkeit und ſtuͤrmender Hand ihnen, den ma, im Jahr 1247. erbauet, und Delmenhorſt ge⸗ Muͤnſteriſchen, wieder abgenommen hat. Von wel⸗ nant habe. Iſt hernach beveſtiget worden. In der Luͤbeckiſchen Chronic Hanſen Reckmanns, ſtehet am 78. Blat alſo: Anno 1471. entſegede Heinri- cher Zeit an ſie beym Hauß Oldenburg verblieben; wie davon inſonderheit bey dem Hermann Hamel⸗ mann, in der Oldenburgiſchen Chronic zu leſen. cus von Schwartzenburg, Biſchoff zu Bremen, Hat vor dieſem einen hohen Wall und Waſſergra⸗ und Adminiſtrator zu Münſter, Graff Gert von ben gehabt; wird aber ſeithero, ſonder Zweiffel, Oldenburg, umb das Schloß Delmenhorſt. Dann noch mehrers ſeyn beveſtiget worden. Graff Otio der Graff thaͤte groſſe Rauberey von dem Schloß. von Oldenburg hat allda Anno 126. ein Colle- Der Biſchoff rieff zu Huͤlffe die von Luͤbeck und gium Canonicorum geſtifftet, ſo Anno 1575. zu Hamburg, ſo mit aller Macht dem Biſchoff Bey⸗ Kirchen, Schulen und armer Leut Unterhaltung, ſtand thaten. Aber da ſie vor dem Schloß lagen, ward das Hauß geſpeiſet ohne ihren Danck. Dar⸗ umb des Biſchoffs Vatter die Sache auffnahm, und ward gepfleget, daß Graff Gert ſolte eine freye Straſſen halten von dem Hauß. Aber es ward nichts darauß, er konte nichts guts thun. Biß hieher gedachter Reckmann. Es haben aber gleichwol hernach die Muͤnſteri⸗ ſchen ſolche Veſtung Anno 1482. in dem Kriege, mit dieſem Gerhardo Bellicoſo, Graffen von Ol⸗ iſt verwendet worden. Er hat auch dem Flecken Delmenhorſt Anno 1270. Stattfreyheit geben, wie beſagter Hamelmann im Andern Theil ſeiner Chronic, am 7. Capitel, ſchreibet. Und aus die⸗ ſer Urſach wird Delmenhorſt allhier unter Staͤtte geſetzt; wiewol ſolcher Ort, auſſer des Schloſſes, noch vor etlichen Jahren nur vor ein ſchoͤnes Dorff hat gehalten werden wollen. Dethmold/ Diethmolden/ Dietmello. Jeſes Orts wird allbereit ums Jahr 736. ge⸗ 25) dacht, als in welchem, bey ſolchem die Sach⸗ ſen von den Francken, in einem Scharmu⸗ tzel niedergelegt worden ſeyn. Pontanus lib. 4. rer. Danic. p. 91. referiert dieſe Geſchicht ins 784. Jahr, und ſagt alſo: Carolus M. ſextum in Saxo- nes properavit, ipſorumque exercitum in Campo Thiremello(hodic eſt Dethmolde aulæ Lippieniis ſedes) non procul à monte Oſego, ut vocat Egin- hardus, magna vi diſſipat, ac dejicit. Kaͤiſer Lotharius der Andere, hat hernach Graff Bern⸗ harden zu der Lippe, bey dem Biſchoffe zu Pader⸗ born alſo befoͤrdert, daß er ihm die Graffſchafft Ha⸗ holti, darinn Lemgow, Lage, Dietmold, und zugefuͤhret, in Weſtphalen gezogen, hat Graff Bernharden von der Lippe den Blomberg ausge⸗ brandt, die Statt Lemgow weggenommen, Uffe⸗ len und Dethmolden mit Feuer verdorben. An⸗ no 1642. umb den 25. Octobris, machten die Heſ⸗ ſiſchen von vierhundert ſtarck, einen Anſchlag auff Lemgow, thaͤt ihnen aber ſo ſchlecht gelingen, daß man ſie auff Waͤgen nach Brack und Dethmol⸗ den wegfuͤhren muſte, daruber ſie auch ihre milita⸗ riſche Inltrumenta dahinden lieſſen, wie im vierd⸗ ten Theil des Theatri Europæi p. 399 zu leſen. Von theils wird dieſes Staͤttlein und Schloß Dietmelle genannt. Und will Cluverius in ſeinem Werck von Alt⸗Teutſchland, daß der Roͤmer Niderlag Sulbeke gelegen, zu Lehen gegeben; wie in der unter Quinctilio Varo, den z. Auguſti, Anno Braunſchweigiſchen Chronic, und daſebſt auch Chriſti 10. zwiſchen dem Stäͤttlein Dietmelle, ſo dieſes ſtehet: Daß im Jahr 1404. Graff Bernhard er Teuroburgium nennet, und Falckenberg, ge⸗ von der Appe, Hertzog Heinrichen zu Lunenburg, in ſchehen ſeye. Siehe unten Duyßburg und Lipp⸗ einer Schlacht gefangen, der ſich aber deſſen, als er loß worden, beym Kaͤiſer Kuperto beklagt, welcher den Graffen und ſeinen Vatter, Graff Simon, wie auch Graff Hermann zu Eberſtein, in die Acht erklaͤret; daruͤber von beſagtem Hertzog Heinri⸗ chen, das Hauß Polle, dem Graffen zu Eberſtein zuſtaͤndig, gewonnen; und das Staͤttlein Horn in der Graffſchafft Lippe eingenommen, und beveſti⸗ get; und damals, auch das Schloß Falckenberg, darauff gedachter Hertzog uͤbers Jahr gefangen ge⸗ ſeſſen, verwuͤſtet, und das Hofflager hieher gen Dethmold geleget worden. An. 1447. iſt das Voͤh⸗ ſpring. Es ſeyn die Graffen von der Lippe ſehr alt, war aber im Jahr 1585. nur allein noch Graff Si⸗ mon, Weſtphaͤliſcher Craͤiß⸗Obriſter, von dieſem Geſchlecht ubrig, als er die Fraͤulein, und Graͤffin Eliſabethen von Schauenburg und Holſtein, hie⸗ her gen Dethmold ehelichen heimgefuͤhret, mit wel⸗ cher er hernach etliche Soͤhne und Toͤchter erzeu⸗ get/ und alſo den Stammen fruchtbarlich fortgeſetzt hat. Siehe die Continuation des Teutſchen Raiße buchs, am 294. Blat. Anno 1641. hat Frau Ca⸗ tharina, gebohrne Gräͤffin zu Waldeck, Gräffin und edle Frau zur Lippe⸗Wittib und Vormunderin miſche Kriegsvolck, ſo Hertzog Wilhelm zu Sach⸗ ihrer minderjahrigen Soͤhne, Simon Philippen, ſen, dem Hertzog Wilhelmen von Braunſchweig Hartmann Ottens, und Ludwig Chriſtians, ſampt⸗ li licher 18 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze licher Graffen und Herren zur Lippa(von welchem Ort unten geſagt wird)auff dem Reichstag zu Re⸗ genſpurg eine Bottſchafft gehabt. Chytræus lib. 6. Saxon. p. 170. ſagt: Daß die beruͤhmbtere Staͤtt⸗ V lein, in der Graffſchafft Lippe, ſeyen, Lemgow, Lip⸗ pa, Blomberg, Horn, Ufflen, Dethmolde, und Varenholtum, *†* * Deuren/ Duͤren/ Dura, Marcodorum. Ine Statt am Fluß Noer, oder Ruhr, len, hat das Roſiſch⸗Weymariſche Volck mit Ge⸗ § ſo von Marco Vipſanio Agrippa, mit ſer Ruperto, in Anno 1407. eine Reichs⸗Statt ge⸗ nannt wird. Wie ſie dann in der Reichs⸗Matri⸗ cul Monatlich auff drey zu Pferd, und zwantzig zu Fuß beleget, zu finden: Auch in dem Weſt⸗ phaͤliſchen Craͤiß⸗Regiſter unter die Reichs⸗Staͤt⸗ te geſetzt wird; welche der Hertzog von Guͤlich, als in ſeinem Land gelegen, vor dieſem hat eximieren wollen. Allhie weiſet man das Haupt der heiligen Annaͤ, der Mutter der heiligen Jungfrauen Ma⸗ riaͤ, mit groſſer Ehrerbietung. Miræus in Faſt. Belg. pag. 447. Carolus V. der Kaͤiſer, hat dieſe Statt Anno 1743. den 24. Auguſti, mit Sturm erobert, gepluͤndert und angezuͤndet, die Beſa⸗ bung und eine groſſe Anzahl Burger darnider ge⸗ macht.—— Anno 1642. war Duͤren dem General Major Roſen zum Quartier aſſigniert. Als es nun zum Gewalt und Accord kommen, ein Officierer ſich deßwegen hinein, und Einer herauß ſtellen ſol⸗ * Cölln, erbauet wörden, und vom Kaͤi⸗ G 4 zwiſchen Guͤlich, und Nideck, gelegen, walt zur Pforten hinein getrungen, und ſich der Statt, ungefehr umb den 27. Februarii, bemaͤchti⸗ get, und das Volck darinn uͤber die maſſen uͤbel tra⸗ ctiret, auch einen ſehr groſſen Vorrath an Fruͤch⸗ ten gefunden. Es haben ſich folgends die zu Duͤ⸗ ren, oder Deuren, zum hoͤchſten beklagt, nach dem ſie an allem, was ihre Hauß⸗ und Feld⸗Nothturfft geweſen, ausgepluͤndert, und die Vorſtatt mit Feuer hart beſchaͤdiget worden, daß nunmehr auch Buͤrger, Weiber, Kinder und Geſinde, nie⸗ mand ausgenommen, rantzioniret, und die Bau⸗ ren, ſo nichts zu geben, nidergeſchoſſen worden; wie im vierdten Theil des Theatri Europæi fol. 846. ſeq. ſtehet. Es haben gleich noch in dieſem Jahr, den 14. und 24. Octobris, die Kaiſeriſch⸗und Baye⸗ riſchen, unter Herrn Feld⸗Marſchall Melchior Graffen von Gleichen, und Hatzfeld; und Herrn Feld⸗Marſchalln, Joachim Chriſtian Graf⸗ fen von der Wahl, dieſe Statt Deu⸗ ren wieder erobert. „„ * Verzeichniß/ Der fuͤrnehmbſten Gebaͤnde und Oerter in der Statt Du⸗ ren/ nach Anweiſung der Ziffer. 2 Die Haireirch zu S. Martin, S. Anna ge⸗ nannt. 2 Franciſcaner Obſervanten in Bethania. 3 Statt⸗Rathhauß zum Schwerd genannt. 4 Reſidentz der Jeſuiter Paſtorat. 5 Annunciata, ein Jungfrauen Kloſter. & Malteſer Ordens Reſidentz. 7 Alexianæ& Gertrudis. 8 Statt Armen im H. Geiſthauß. 9 Capell zur H. Dreyfaltigkeit. 10S. Agathæ Hoſpital. 12 Fuͤrſtliche Rentmeiſterey. 12 Statt⸗Schul. 13 Hoſpital der Fremblingen. 14 Willhelmiterhauß, jetzig Paſtorat. 15 Die Roßmuͤhl, Wagenhauß, mit nebenlie⸗ gender Lombardey. 16 Jetzige Fleiſchhall. 17 Schlachthauß und Statthoͤff. 18 Hauptmarckt, genant der Kornmarckt, 19 Viehemarckt. 20 Holtzmarckt, der alte Diech genant. 21 Huͤnermarckt. 22 Judenſchul(vor Zeiten.) 23 Cöllniſch Pfort. 24 Ober⸗ Pfort. 25 Holtz Pfort. 26 Philips Pfort. 27 Weiler Pfort. 28 Coͤllner Vorſtatt, ſo in juͤngſter Belaͤgerung abgebrochen worden. 29 Ober Vorſtatt, auch abgebrochen. 30 Klein Coͤlln. 31 Der dicke Thurn. 31 Juden Kirchhoff(vor Ziiten.) Dinant. — an Ah Ar 3 in— N, R ALAh Ueen men ſchr Cd 14 W 6p 84 W 1 Kd haber D“ah 3 Ufagen T, IhohAn. 66, e WWded en Dhre Hheuh ye „ Wa 34 dewug ½ Reeiulſeſt, Ddot Non. ran an 2 KI/ Tndt, a 41 get 4Kee gätt 11 Theil des ThengA a. VRUN10 Ll ti 5 Daden glacc nüon 1' Ocrobrs degaiit 11 Hanm Fed⸗Mro leich Kn,und Sß m daln,: Jorhmnt. 3 5 el W Ähl drſeEn a. HNop pAkh 11 wiedel(koden rindeen? ſſer⸗ S und Et Sttti⸗ p+ t, genant de an — 6 9 Haag 1 der al tDoh. * vor t Jeiten⸗ Irf 21 ——— —— = —-—— b⁴y orſten. e 1 ee u /,— alnninmirſſce 6 nirire Vi)nxiin,hndnJ mnhunnn I S EEAI A XXKXNN h — 8 4——j 9 7. 8.——— 1 4 2 hr. 11. —— — 1Nh kB en eNS, k. 3hNh u1 Beae ——O—— „—, cpꝛtiif,RMifY, RWWE Wi ze S * 14 1 18 3 —— — ——— — w ————— ſſſſſſſſſſt ſſſfffffffg N 2 3. la — —— — — ————— e Mä Rn an hnm V GA T1.„l ,:2 S 1” n S 4 1 s KK S 4 E 8 M 4 Z 2 130 25— — — — — — — — —— — — — — — —— — — — —— — f — — 2 pffhn F. A F — — 7 19* la — —— ——— — 8. ee 7 Vh G. TIacque 3. . 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Ein wolbekanter Ort, ſo gleichwol vor Zei⸗ ten fuͤrnehmer geweſen, ehe dieſe ſehr reiche und veſte Statt, im Jahr 1466. von Hertzog Carlen aus Burgund, belaͤgert, erobert, und gantzlich zerſtoͤret wordeniſt; da ſein alter Herr Vatter, Hertzog Phi⸗ lipp, noch gelebet und zugeſehen hat. Es ſeyn da⸗ maln uͤber die achthundert Gefangene in der Maaß, oder Moſa, erſaͤufft worden; wie deſſen Urſache bey dem Cominæo lib. 2. p. 85. ſeq. cap. 1. zu leſen. Hernach hat ſich dieſes Dinandium, oder Dinan- tum, wieder etwas erholet/ daß es der Zeit ein feines Dinßlaken/ In Staͤttlein im Hertzogthumb Cleve, am 3 Waͤſſerlein Manne, nicht weit vom Rhein, und dem Stattlein Holt,(ſo auch Cleviſch iſt) zwiſchen Niderweſel und Duysburg, gele⸗ gen, ſo Arnoldus Weſalienſis, Martis locum in Latein gibet. Dann dies Martis der Dinßdach, oder Dienſtag genannt wird, und Dingen heiſſet Stattlein, ſampt einem hohen Berg⸗Schloß, und zwoͤlff Meilen von der Statt Lurrch Dehaß 5 Es gibt viel ſchwartze Marmolſteine, Eiſen⸗Berg⸗ werck und Steinbruͤch allda. Iſt auch ſonſten das Land herumb gut: Davon Guicciardinus, in Be⸗ ſchreibung des Niderlands und Johan. Angelus à Werdenhagen„Part. 4. Rerump. Hanſcat. cap. 17. p. 9 3. feq. zuu beſichtigen. Der heilige herpetuus, ſo dem Anno 617. verſtorbenen Biſchoff Gondulpho zu Maſtrich, oder Luͤttich, ſuccediret hat, ligt allhie begraben, und iſt dieſer Statt Patronus. Miræus in Faſt. Belg. pag. 650. Man vermeynt, daß ſol⸗ ches Staͤttlein, vor Zeiten„von der Di⸗ ana, ſeinen Namen bekommen habe. Dinxrlaken. Rechten, Streiten, ſo eygentlich dem Marti zuſte⸗ het. Siehe Georgen Braun im Erſten Theil ſei⸗ nes Staͤttbuchs. Der vereinigten Staaden, in Ni⸗ derland Volck, hat dieſes Stattlein Anno 1627. im Mayen, zu Nachts uͤberfal⸗ len und erobert. 85 Dorſten. Jeſes Staͤttlein an der Lippe gelegen, wird Izur Weſtphaͤliſchen, und dem Ertzſtifft Coͤlln gehoͤrigen Herrſchafft Recklinghuſen, ſo an das Stifft Muͤnſter ſtoͤſſet, referiert. Die Heſ⸗ ſiſch⸗Caſſeliſche haben ſich dieſes Orts bemaͤchti⸗ get, und Anno 1639. ziemlich denſelben befeſtigen laſſen. Aber Anno 1641. ward er, im Julio, vom Herrn General von Hatzfeld, von weitem zu belaͤgern angefangen; und ſolche Belaͤgerung her⸗ nach mit Ernſt fortgetrieben; alſo, daß endlich die Heſſiſchen ſich zu einem Accord verſtunden, auch den 19. Septembris Neuen Calenders, all⸗ da, mit Sack und Pack, fliegenden Fahnen, O⸗ Dortmund/ Jeſe Reichs⸗ und Weſtphaͤliſche Craͤiß⸗ Statt, nahend Heerdeke, Horde und A Lunen, bey den Grentzen der Herrſchafft — Recklinghuſen gelegen, iſt Anno 1641. auff dem Reichstag zu Regenſpurg erſchienen, de⸗ ren Monatlich einfacher Anſchlag zum Roͤmer⸗ zug, iſt ſieben zu Pferde, und dreyſſig zu Fuß. ber⸗ und Untergewehr, Kugeln im Munde, und zwey Stuͤcken Geſchuͤtzes, ausgezogen ſeyn. Die Aufforderung beſchahe im Nahmen Ihrer Chur⸗ fuͤrſtlichen Durchleucht zu Coͤlln, iſt aber des Herrn General Hatzfelds Regiment hinein gezogen. Sie⸗ he hievon Tom. 4. Theatri Europæi„p. 591. ſeꝗqq. In der Fruͤhlings Relation des 1642. Jahrs, ſte⸗ het: Daß in fuͤnffzehen tauſend gewiſſe Schuſſe auff die Belaͤgerte Heſſiſche geſchehen, und neun⸗ hundert Granaten von 120. auch: 80. Pfund ſchwer, eingeworffen wor, den ſeyen. † † Tremonia. Entſchuldigte ſich aber allbereyt vor dieſem mir dem Niderlaͤndiſchen Kriegsweſen, und haben Ihre Kaiſerliche Majeſtaͤt, Anno 1602. ihre Aus⸗ ſtaͤnde derſelben, biß auff 500. Guͤlden, nach⸗ gelaſſen. Es gehoͤret eine beſondere Graffſchafft darzu, die auch den Roͤmiſchen Kaͤiſer ohnmittel⸗ bar fuͤr ihren Herrn erkennet, und auff Ci Sei⸗ 20 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Staͤtte und Plaͤtze Seiten an die Graffſchafft Marck, ſtoſſen thut, in welcher die Statt Unna, zwo Meilen von Dort⸗ mund, dieſe aber mitten in der Dortmundiſchen Graffſchafft, und gar wol zwiſchen den Waſſern Ruhr und Lippe, ligen thut. Iſt auch eine Hanſee⸗ Statt, ſo vor Zeiten eigene Graffen gehabt hat. Witikindus nennets Trormanniam, und Rhegi- no, Droomanniam. Caſpar Ens, in ſeinen deli- ciis apodemicis per Germaniam, ſagt p. 194. daß ſie vor Zeiten von den Trotmannis, wie er ſie nen⸗ net, und zu Schwaben machet, Trotmania, und folgender Zeit Tremonia, ins gemein aber Dort⸗ mund ſeye genannt worden. Und melde man, daß an dem Ort, da hernach die Statt Dortmund er⸗ bauet worden, zwey Doͤrffer vor Jahren geſtanden, welche dem uhralten Trottmanniſchen Schloß ge⸗ hoͤret haben; welchen hernach Kaͤiſer Carl der Groſſe, als er dieſe Saͤchſiſche Laͤnder unter ſich gebracht, das Buͤrgerrecht ertheilet, nach welchem ſie allgemach zuſammen in eine Statt gekommen. Und weiln gedachter Kaiſer des Bodens Frucht⸗ barkeit, und des Lagers gute Gelegenheit geſehen, ſo hab er Innwohner hieher gefuͤhret, und eine Zeit⸗ lang allda Hoff gehalten. Beſiehe aber hievon, und V von vielem anderm mehr, was Georgius Braun im vierten Theil ſeines Staͤttbuchs, und daſelbſt im Regiſter, weitlaͤufftig ſchreibet. Es hat da etliche ſchoͤne Kirchen, ſonderlich zu S. Martin: Item, ein Franciſcaner, und ein Dominicaner Kloſter, wie auch ſehr ſtattliche Spitaͤle. Es werden allhie des heiligen Moͤnchs und Martyrers Reinoldi, Auguſtiner Ordens, Reliquien in groſſen Ehren ge⸗ halten. Siehe Gelenium lib. 3. Syntagm. 66. der pag. 576. dieſe Worte aus einem unzeitigen Eyfer hinzuſetzet: Ubi Magiſtratus, Etſi Luthera- ni Pſeudo-Evangelii erroribus deceptus, ſacrum verticem argenteâ hermãâ incluſum honorificè con- ſervat. Das Regiment allhie belangend, ſo war dieſe Statt unter den Nachkommen, des beſagten Kaͤi⸗ ſers Caroli, biß auff Kaͤiſer Arnolphen: Nach wel⸗ chem ſie an Hertzog Otten in Sachſen, und deſſen Sohn, Kaiſer Heinrichen den Erſten, kommen, zu welches Zeiten die Hunen, hierumb uͤbel gehauſet haben, denen aber, nach Vermoͤgen, gedachter Kaͤl⸗ ſer, widerſtanden: Und da ſie zum andern mahl wi⸗ der kommen, er dieſelbe bey dieſer Stattmauren ge⸗ ſchlagen, und vertilget hat. Und iſt noch ein Waſ⸗ ſer auſſer der Statt, ſo die Hunnentraͤnck genannt wird: Wie auch vor ſelbigem Thor, etwas weiters davon, die Streitheyde,ein weiter oͤder Platz/ da die Schlacht geſchehen ſeyn ſolle. Kaiſer.Heinrich der Ander,hat folgends allhie einen ſtattlichen Reichstag gehalten, auff welchem der Biſchoff Meimwercus von Paderborn ſeine Mutter angeklaget, daß ſie ihren Sohn, ſeinen Brudern, umbgebracht habe. Sie iſt gleichwol, wi⸗ der des Biſchoffs Willen/ beym Leben gelaſſen wor⸗ den. Kaͤiſer Friederich der Erſte, hat auch eine Zeit⸗ lang allhie ſich aufgehalten. An. 1297. iſt die Statt — faſt gantzausgebronnen, daher die Kaͤiſer den Buͤr⸗ gern, zur Ergoͤtzung, hernach alhier ein Kaͤiſerlich Hoffgericht und Fahrmeſſen angerichtet, auch ſelb⸗ ſten unterſchiedliche Haͤuſer allda erbauet haben. Anno 1381. hat die ſchwere dieſer Statt Belaͤge⸗ rung angefangen, die der Ertzbiſchoff von Coͤlln, ſambt den Biſchoͤffen und Graffen hierumb, zwey und zwantzig gantzer Monat, aber vergebens, getrie⸗ ben hat. Als die Statt erlediget worden, ſo iſt dar⸗ auf der Buͤrger Auffruhr wider den Rath erfolget/ die man aber durch Geometriſche Austheilung der Anlagen, zu Abzahlung der Schulden, und dieweil man auch etliche aus der Gemeind in den Rath ge⸗ nommen, der vorhin aus lauter Edelleuten beſtun⸗ de, Anno 1400. wieder geſtillet. Hernach hat die Statt mit den benachbarten Graffen zu der Marck⸗ und Hertzogen von Cleve, Friede und Buͤndnuͤß, gehalten; gleichwol jederzeit die Kaiſer fuͤr ihre O⸗ berherren erkannt; von welchen ſie auch ſtattliche Privilegien, und daß ſie im gantzen Reich, von allen Zollen befreyet ſeyn ſolten, erhalten. Und da vor⸗ hin die Kaiſer ihre Statthalter, oder Graffen, in der Koͤniglichen Burgk hatten, die in ihrem Namen die Statt, und das Land herumb regierten, und die Einkommen von dem Coningshoffs⸗Land, und den Reichshoͤfen, wie ſolche Koͤnigliche Cammerguͤter, genannt werden, auch dieſelbe mit der Zeit gar erb⸗ lich, und von den Kaͤiſern zu Lehen empfangen wor⸗ den, weiln die folgende Kaͤiſer ſich wenig mehr in Weſtphalen auffgehalten: So hat die Statt her⸗ nach Theils durch Geſchenck, Theils durch Kauff, alles von den Graffen und ihren Erben, zuſambt dem Blutbann, an ſich gebracht; welches Kaͤiſer Maximilianus I. beſtaͤtiget; auch Kaͤiſer Carolus V. und die folgende Kaͤiſer, die beſagte Graffſchafft ihr der Statt uͤbergeben haben. Daß alſo der Rath allhie nicht allein in der Statt, ſondern auch in der gantzen Graffſchafft, voͤlligen Gewalt hat; und ei⸗ nen Statt⸗Amptmann, der taͤglichen fuͤrfallenden Strittigkeiten abzuhelffen, ſelbſten verordnet, und auch das uͤbrige verrichtet, was die freyen Staͤtte, mit gutem Recht zu verhandlen pflegen. Und hat die Statt Anno 1543. ein Gymnaſium da einge⸗ fuͤhret, und demſelben erſtlichen Johannem Lamba- chium, beyder Rechten Doctorem, fuͤrgeſetzet; de⸗ me faſt nach viertzig Jahren Fridericus Beurhuſius ſuccediret hat. Und ſeyn auß demſelbigen unter⸗ ſchiedliche gelehrte Leute, und unter denen auch Ca⸗- ſpar Pfaffradius, hernach Profeſſor zu Heliſtatt, ein fuͤrnehmer Ramiſt, kommen. Siehe Johan An- gel. Werdenhagen de Rebuspubl. Hanſeat. part. 4. cap. 7. p. 41. feq. Pet. Bertium lib. 3. Rer. Ger- man. p. 689. und Chytræum lib. 16. Saxoniæ p. 404. feq. Es iſt auch dieſe Statt Anno 1616. von den Ligiſtiſchen eingenommen worden, und hat Anno 1633. im Decembri Heſfe und Anno 1636. im Septembri, Koͤ⸗ arniſon, bekom⸗ men; Und o mehrers erlit⸗ ten. Wie meum 12. unt unde in onibt unhabl ken L. , er hie get ace F ſther zen ſcher uuſte unter g.( abero umld im, i dtume fum AC o. 15 umb Inhat ir Gü uit; E ſt Ann 9b z dier ſichs tten, G ” maf⸗ Wel 1 ſlwot biß 90hd ſen akec den ſe wwl un da ei d die f an, u „ lns, in 1u und mu— ſttinge daFi han he dah F ch lar augdr li d cet deutſch dt 29 höner 2n ſein. lal im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. . Wie dann Anno 1643. im Mayen, eine Heſſi⸗ ſche Parthey die Statt uͤberrumpeln wollen, auch Duisburg/ 21 V Theils bereyt hinein kommen, aber wieder darauß mit Schaden getrieben worden. Duysburg. Duisburgum. 8☛ Jeſe Statt ligt an den Grentzen der bey⸗ ☛ den Hertzogthuͤmer Cleve und Berg, ‿ zwiſchen der Ruhr, und Anger, nahend ⁴‿ dem Rhein, und wird von Theils Teuto- burgum genannt, und dafuͤr gehalten, daß ſie von den Tuiſconibus, oder Teutonibus, den Nah⸗ men habe, deren Lager allda wider die Roͤmer ge⸗ weſen, auch die gewaltige Schlacht mit denſelben in deme daſelbſt herumb gelegenen Wald geſchehen ſeye, mit welcher Q. Varus geblieben, und die Teutſchen, unter dem Arminio, obgeſieget ha⸗ ben. Siehe aber oben Detmolden: Item, Ade- larium Erichium, in der Guͤlchiſchen Chronic, und Sethum Calviſium in Opere Chronologico, zum Jahr Chriſti ro. Es wird dieſe Statt der Zeit ins Hertzogthumb Cleve referiret, und von den Innhabern der Guͤlchiſchen Landen ſine onere exi- mirt; und hat Anno 1602. die Sach noch in Ca- mera beruhet; dieweiln ſie vor dieſem unter den Reichs⸗Staͤtten, und auff zwey zu Roß, und achtzehen zu Fuß, Monatlich angelegt geweſen; wie ſie dann noch in dem Regiſter der Weſtphaͤli⸗ ſchen Reichs⸗Staͤtte geſetzet wird. Der Rhein ſoll vor Zeiten biß an die Stattmauer gelauffen, auch die Meſſen, ſo jetzt zu Franckfurt, allhie gehalten worden ſeyn. Unter den Kaͤiſern Hen- rico I. ward da ein Synodus, und unter Ot- Duͤſſeldorff/ ß iſt die Hauptſtatt des Hertzogthumbs 2 Bergen, und Reſidentz Herrn Pfaͤltzgraff Wilhelms, von Neuburg am Rhein, zwi⸗ ſchen Nuyß und Kaͤiſerswert, nahend Gerris⸗ heim und Raktingen, gelegen: So von der Duſ⸗ ſel den Namen hat, welcher ſchoͤne rauſchende Bach dadurch laufft, und nach Anfuͤllung der Burggraben in den Rhein faͤllet; wie Matthias Quade, in Teutſcher Nation Herrlichkeit, ſchrei⸗ bet. Die ſchoͤne und luſtige Fuͤrſtliche Burg ligt hart am Rhein. In der Collegiat⸗Kirchen all⸗ hie ligt Hertzog Wilhelm von Guͤlich, ꝛc. begraben, deſſen ſchoͤnes Epithaphium Fr. Sw«weertius in vario- rum in Europa Itinerum deliciis, p. 4 56. ſeq. ſetzet. Es hat auch allda ein Creutzbruder Kloſter, aus welchem Johann. Chriſtianus Hopſius getretten: Und Anno 1643. den 25. Januariiz, zu Neuß, in V und im Caſtell geſchehen ſin die hundert Menſchen tone J. ein Reichstag angeſtellet. Die fuͤrnehmb⸗ ſte Pfarrkirch allhier zum Salvator iſt wol zu ſehen. Es iſt auch eine andere Pfarrkirch allda zu unſer Frauen: Ikem, ein groſſes Minoriten Kloſter, und andere Manns⸗ und Frauen⸗Kloͤſter, von welchen, und einer Bruͤck bey der Stattpforten, die vergebene, und unnuͤtze Koſt genannt, G. Braun im Andern Theil ſeines Staͤttbuchs, ſo wol in dem Text, als Regiſter, und neben ihme von dieſer Statt guten Lager und Bequemlichkeit der Waſſer und des beſagten Walds, auch Caſp. Ens in deliciis apo⸗ demicis per German. p. 166. ſeqq. zu leſen. Anno 1614. hat Don Luis de Velaſco, dieſes Duisburg eine Spaniſche Beſatzung einzunehmen gezwungen. Siehe Johann. Angel. 4 Werden⸗ hagen de KReb. Hanſeat. part. 5. cap. 2. p. 4. feq. daſelbſten er auch von dem Staͤttlein Doesburg, oder Druſoburgo, ſo theils auch Duisburgum nen⸗-— nen, in Geldern gelegen, handelt. Es ligen umb Duysburg, und an der Ruhr, fuͤrnehme Staͤtte, Abteyen und Ort,als Stirum, Broeck,(ſo Graff⸗ ſchafften) Ketwyck gegen Angermond uͤber, Wer⸗ den, Hattingen, Blanckenſtein, ꝛc. Seyn auch 2 nicht weit davon Angerort und Ordin⸗ gen. Und ligt gegen uͤber die Statt Moers. 85 4*† Duſſeldorp. der Haupt⸗oder des frey Adelich weltlichen Stiffts⸗ Kirchen, genannt, bey S. Quirin, revociert; als da⸗ maln die Heſſiſchen dieſes Nuyß innen hatten. J⸗ tem, ſo ſeyn allhie ein Jeſuiter Collegium, und ein Capuciner Cloſter. In der Limpurgiſchen Chro⸗ nic ſtehet von Duͤſſeldorff, am 53. Blat alſo: Anno 1394.gieng der Ablaß und Roͤmerfahrt an zu Duͤſ⸗ ſeldorff, das da ligt im Niderland, und iſt des Her⸗ tzogen von dem Berg. Und was das von Gnaden [Bonifacius IX. P. P. zu Rom. Und ward in der⸗ ſelbigen Zeit da geſtifftet ein Canonicat von neuem, und das was von dem groſſen Zulauff, der da war. Biß hieher die Chronic. Den 31. Julii, Anno 1634. hat das Wetter in einen Pulver⸗Thurn allhie geſchlagen, dardurch groſſer Schade an Haͤuſern, der groſſen Kirchen umb⸗ ——ůꝑ — — 2 buna der fuͤrnehn af⸗ 2/ dwDeſchtelbun der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze ub/ de eſchadiget worden ſeyn; N jeſe at doreFi eeere nane Redema en veen ehedehien,ebhemeu — 34. Pag. 85. Und bey andern zu leſen. Ken herioheiim. * Embden. Onieſer weitberuͤhmten Statt, v 1 S von wel⸗ nant. Es gibt ſtattliche Haͤuſer allhie, undi N der dee 3 d herumb, das Embderland, ſagte deo eſna Häuer allhie und iſt das be⸗ — den alee⸗ Prafſichaſß Embden, insge⸗ und gar ſchoͤn,mit er o luſt r groſſem Unkoſten/ Hat Ubbo Emmius i⸗ ei land gependetmid. erbauet. An der Embs, gen ununhenhun Sne us Friſicis lib. 14..„ Doa Ldsn e 1 er Statt⸗ deden cenn libro de Statu Reipublicæ& Ec- widdeeiſde) afen Schloß; wiewol die Beve⸗ grſchrſegen: 1eOrien fol. 7. ſeqq. weitlaͤufftig der Graben hin ennl nunmehr hinweg ſeyn, gendes den darzuircRünt halber, allein fol⸗ dera, ſo vorhin der Grafer ehinr din Vene erme. en geweſen, jetzt auch unter verſer Laiſ deſe Stau„ſo Emmius d. fol.7. Uni- des Rarſthihhülhe und mit der Statt vereiniget, genant word cellum tituliret, vor Zeiten Emetha geriſſen und eſawehin darzwiſchen war, gantz ein⸗ venund. ur en, die allbereyt umb das Jahr 1277. fen Ge 5 wiſ on adengleic gemacht, des Gra⸗ nes Erereene gehabt, wiewol es ein klei⸗ heit, wie ſie nd nein dun ehmnh Sralt iey iloſſn⸗ geweſen. gema nen neen hr Narh die Vorſtaͤtt fir dtdeehante ineeden Jahr 1247. in der gantzen N— bs woln der Graf von Embden oder⸗ I. P⸗ d achbarſchafft des E⸗ der Graf von Embden oder Oſt⸗Frießland,i metheniſchen Gewichts und Mu E⸗ dem Schloß einen Vogt od eßland, in Es ligt Embden gar ſchoͤn, un unte gebraucht. ſtreckt ſich doch ſine G er Droſten hat, ſo er⸗ L hoͤn, und hat einen luſtige hdoch ſeine Gewalt nicht uͤber die Buͤr fruchtbaren Boden herum hat einen luſtigen ſondern uͤber die Bauren, ſo ie Burger, mb, und auff einer Sei G er die Bauren, ſo unter ſolcher VB ten die Embs, ſo langs an di einer Sei⸗ begriffen. Und iſt Am cher Vogtey . 1 le Mauren ſtoſſet d 4 1 Anno 1616. die Statt 8 mit dem Sinu Dullarto oder Dollert, ei„und noch mehrers beveſtiget, auch tatt vom Rath Proſpect uͤber das Waſſer mach rt, einen weiten tert worden. Damit auch umb ein gutes erwei⸗ Ir Weſ Shoe Damit aber von V chen beyden aber, der achet, zwiſchen wel⸗ Regiments allhi eranderung des G ber, der Embs und dem Dollert, die wi allhie man etwas mehrers habe, ſoi Inſul Neſſa iſt, ſo ungefehr dr rt, die wiſſen, daß an dieſe 1Ee n abe, ſo iſt zu wieh eytauſend Schritt denii an dieſem Ort ſich mit der Zeit die im Umkraͤiß hat, und einen gar be ritt deni umb die Herrſchafft eit die Ab- Schifſſtellung veru gar bequemen Port und V der Er 3 hafft angenommen, aus denen rſachet, dergleichen in Te V rſte Wiardus ſich einen Droſten, di land ſchwerlich zu find- hen in Teutſch⸗ aber Hautli L roſten, die folgende en. Und koͤmmt ind autling, ſo hoͤher3iſt, gene ten t, dn De den gedach⸗ haben di hoͤheriſt,genannt. Den letzt danfnen O Bülchon d der des Merres Ge⸗ ebenie uinhi der dheriehel und Fennzeht Aha, oder Ba, ſe urſachet haben) die Grafe en. Wie dann die erſten oder Ea, ſo ſich vor Zeiten in die E Brafen von Oſt⸗Frießland, die I ſis goſſen. Es vermiſcht zwar die El ie Embs er⸗ und Nathsherru zu Embde ie Wurqepineiſier nun ihre Waſſer nii 3 var die Embs unter Bor⸗ ſchreiben geheiſſe zu Embden, ihre Freunde im Zu⸗ nae h. ieſem Dollert; aber ſchreiben geheiſſen/biß es dahin kommen, daß ſie ſie man ihren Gang anſiehet, ſo wend;z aber wenn der Grafen Diener gen 3 men, daß ſie ſich „ 1 4 2 3 3 2 4 nnt. Dah„ 9 und koͤmmt nach Embder wendet ſie ſich ſchnell, Unruhen 4 aher Anno 1595. d othfn en an die Stattmauer hen entſtanden, und wurde ſelbiger alte R und von dannen auff zwantzig tar mauer, von den Buͤrgern abgeſe eſelbiger alte Rath den Oceanum. D 4 nen taſen Schritt in Buͤrgermei 3 ia geſetzt, und ein Neuer von vier .Der Umbkraͤiß der Statt iſt ei Buͤrgermeiſtern, deren einer ein Vie der wenig kleiner als der Statt Groͤni Statt iſt ein gieret, und acht Rathsher ein Vierthel Jahr re⸗ iſt ſelr Volckreich, mit ei roͤningen; aber ſie nach viertzi dathsherrn erwehlet; zu denen her⸗ it einem groſſen Wall, mi ertzig ſeyn geſetzt, und die S vlfffil. und mehrenthe 4 en Wall, mit gr LA⸗ e Sache zu Aaa eenchas enud enen Gaaze, wneteeraehi dr Stentwane di beſagte Embs har, Ahie hitheayähen 1 d ſie worden; varauff die Sratr Anme 22 danfrihert en; Und welches das fuͤrn rumbge⸗ Ennoni gehuldi et. W no 92. dem Grafen bene delcheadfünehbſer, iölemnſeedi an e gagi ger. Weiln aber ſein Cantzler, Tho- ten, und Lredrechehradeneeee„ hunas ley⸗ aeree hahamac ageiige ſtes zu und ohne Muhe den Fei aſſer uberſchwemmen, derbet worden. Und h ich das Land ubel ver⸗ Statt g naiic Feind, entweder von der Niderla n. Und haben ſich die Confoͤderie 8 oder doch in die 94 lderlaͤnder interpo erierten Aus dieſen Canal b ie Enge treiben, 16 niret, und die Sache A kanalen, auff welchen die mitelmaͤſſi⸗ 03. noch mit groͤſſerm der e Anno ge beladene Schiffe, und die ie mitelmaͤſſie gelegt. Undal er Statt Vortheil bey⸗ P lelahe eihiſe ndeiiner trohe altendir an„Undals befagter Eandlerwieder Unruhen gebracht werden koͤnnen, wird der, e anfieng, ſo haben ſie An vieder Unruhen gro enu e&„ wird der, ſo den kei 4„ no 161 1. alles zur? 2. e 3 hüneften Theil der Statt durchgehet, iegebrche⸗ Hergegen aber da einen F einng⸗ ey dem Rathhauß eine Bruͤck. /und ſonderlich Annd 1623. al en Fuß geſetzt icken hat, Delff ge⸗ derEnden ank 162 3. als der Graf von Ti lff ge⸗ der Enden ankommen/ in die 16ο. Mann⸗ Tilly 0. Mann Anfangs dahin 1 — N. 4 1* danzt zogen,d 1 1 drien 5 ttunt. mif fe 5 Em 3 d T PoA M dur od 9 ne Gewattn vch 8 aun mnſiun ds „9?* ud . int,ah 1Ä nnt aoerb t 7 nanetrrhn ſi Otiichu 1ſc haft angend sſich ennd ad heherſt,gann rqer unterduct heit ge ana W Frie tßlend d7d 41 Lmb u Emddan h 371 bi ißt dahmion 1 gen enant. Da en Dunpund' tgſttedn Dren e mnn the thernane ſerurne eta dren 8 oho ll 2 3 Sttäe 1 1 5 30 ſt m 1* irn nn 8 4 t 2 82 14 5 u 9 ℳ 1 1 d. un 58 + —————— V—— A* de Oꝛroetłe Keeck. M B. des Ge. Caslal X m GC. Het Raath luus. TX nnſiinmnmmmmmang D. Gaſt ſuus.——+. FL. A 10a*‿9. /1⸗/ X F. õZXTͤraen XN K/7 . 7 2&&/S G. Ae oe, prr PTM h HI. Fiſchmazekt. p V Mſ-/, 0) . 44, 7ℳG 1. e Blau toora, en tol-Hus W 9 1—.— 7 K het Nuew‿e Kerck boff W W Deoſiaden hauen- M. d Wau bolten pooet. N d Micuioe N noort. 7 O. de Nuaoe Nõοedee poot. P. de Heeen pooat. 9- de Voozs dez pooet R. Nauu, poort- F. de Bolten Poodk. T. d'˙ Valdeꝛ moud. 1= wa hd 24. „ 7 , — MI e . NW W M V ſ DE 4 G A 1672 1 ſhcMÜh, 4 S — ☛ ——- —— ᷣί-—— 3 N 9 e, ———— N ₰ 1 ain W uu 1rttil1.1 1111 G e kienen d ₰ 7 1 1 4 dnl o ſut 1 r Zeit ein n intzun ld e) irene 1.. rießland z mag ſm iin voif,m ün. d, ſo ſen ütilhn nden gan. biß auff ig,un 4 SB zigen ab nmdn Syndicun 64. Johannes unn eccetario⸗ 1 2. und 40 „dr Wachten rir F. aee zunr udee ttgir wud, un 31 nten ſeyn. Nafels a difeuund haber, ſod wene n beſtellen. ryadc ſter dem zug ſes Oſt⸗ Aweat und hat ihr mis n Graffen riſe iees aber de mdan n Bericht; rhic. Zunfft ode mach Vorſteher m.m ig, als die uiewen t, aber doch ſhn agr al die Ronn daH. zachtmeiſter moga Ien Solde lle ſf uch ein Unt ſchm rfuͤnffzig nt N. zrigkeit wic 1h. a uͤber dleſ aß a ſe Oberhal Urrem nervon vier dmd ur um Geld: d an mehr, ſo⸗ aa 1. Umbs J tke adun Tarſ ſnüb be Uedgim ng 4 ber zleind „aet nmahl adm n d„ſoallinzu Sen mores, o Agh m Sachen Fdienr anunddesn ſn Ca viniſch u t. Manhaltgl 87 be de S deyerta im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. dahin gelegt, ſo ſie hernach verſtaͤrcket. Wie ſie dann nach der Zeit eine ſtarcke Beſatzung allda hal⸗ ken, und die Statt zu ihrem Willen, unter dem Fuͤr⸗ wand, ſie bey ihren Freyheiten wider den Graffen von Oſt⸗Frießland zu ſchuͤtzen, haben. Die obbe⸗ agte viertzig zwar, erwehlen Jaͤhrlich den gedachten Rath von zwoͤlff, welches ſo dann dem Graffen ge⸗ ſchrieben wird, ſo jemands ſchicket, der die Wahl beſtaͤtiget, und den Eyd annimmt. Thut er es vom 1. Januarij, biß auff den 7. diß nicht, ſo iſt doch die Wahlkraͤfftig, und legen die Rathsherrn den Eyd bey den viertzigen ab, welche zwoͤlff Rathsherrn all⸗ wegen einen Syndicum bey ſich ſitzen haben, ſo An⸗ no 1615. D. Johannes Althuſius geweſen: Halten auch zween Secretarios. Neben dieſen zweyen Raͤ⸗ then, den 12. und 40. iſt auch ein Collegium von 25. deme die Wachten und Waffen befohlen, dar⸗ unter 21. Vorgeſetzte der 21. Rotten ſeyn, in welche die Statt auſſer den Vorſtaͤdten, nehmlich, die Alte Statt in 13. und die Neue, oder obgedachte valde- ra, ſo vorhin, wie gemelt, eine Vorſtatt geweſen, in acht getheilet wird, und vier Regionum Magiſtri, als Praͤſidenten ſeyn. Jeder vorgeſetzter, oder Præfectus, hat ſeinen Lieutenant, Fendrich und ni⸗ dere Befehlshaber, ſo die Buͤrger⸗Wachten neben den Soldaten beſtellen. Anno 1603. iſt die Beſa⸗ ung auch unter dem Rath geweſen, und von den taͤnden dieſes Oſt⸗Frießlands insgemein erhal⸗ ken worden, und hat ihr Obriſter denſelben, zuvor⸗ derſt aber dem Graffen und der Statt, ſchwoͤren muͤſſen. Wie es aber der Zeit damit bewandt, ha⸗ ben wir keinen Bericht zu geben. Uber dieſe ſeyn noch in jeder Zunfft oder Gilde,(deren zwantzig ſeyn, und ihre Vorſteher Oldermaͤnner genant wer⸗ den,) zwantzig, als die fuͤrnehmſte, ſo der Nacht⸗ wacht befreyet, aber doch ihrer alle Nacht/zehen und zehen zweymal die Ronde halten. Und iſt noch darzu ein Wachtmeiſter aus der Buͤrgerſchafft, und einer von den Soldaten. Neben dieſen dreyen Collegiis iſt auch ein Untergericht allhie, ſo geringe Sachen unter fuͤnffzig Guͤlden werth, tractieret, damit die Obrigkeit wichtigern Sachen abwarten moͤge. Aber uͤber dleſe alle hat der Rath von Zwoͤlffen, die Oberhand. Es iſt auch da eine Rent⸗Cammer von vier Perſonen: Item, zween Einnehmer zum Geld: ein Bauherr, und viel an⸗ dere Aempter mehr, ſo auff der Statt Wolfarth zu ſehen haben. Umbs Jahr 1616. hat dieſe Statt fuͤnff Teutſche, und einen Frantzoͤſiſchen Prediger gehalten, deren die Teutſche in zwo Kirchen die Wo⸗ chen uͤber acht Predigten verrichtet: In der groͤſ⸗ ſern Kirchen aber allein das Abendmahl, und zwar alle Monat einmahl adminiſtriert. Neben ihnen waren etliche, ſo allein zu den Krancken verordnet: Item„zehen Seniores, oder Conſiſtoriales, zu den Geiſtlichen Sachen, und dann etliche Diaconi, auff die Armen und das Allmoſen beſtellet. Die Re⸗ ligion allhie iſt Calviniſch, oder wie mans nennet, Reformiert. Man haͤlt gleichwol auſſer des Sonn⸗ tags, auch die Feyertage allda, nehmlich, den 23 Chriſttag, die Oſtern, Pfingſten, jedes Feſt zween Tag: Item, den Drey⸗Koͤnig⸗und Neuen⸗Jahrs⸗ Tag. Und dieſes aus dem Emmio, Matth. Cvade, in Teutſcher Nation Herrlichkeit ſagt, daß zu Emb⸗ den ein jeder ſein Gewiſſen frey haben wolle/ verthai⸗ digen ihre Freyheit, ſeyn von Natur freundlich, und zur Andacht geneigt, geben gute Kriegsleute, haſſen diejenigen, ſo nach hohen Aemptern ſtehen, begehren uͤber einander nicht zu herrſchen; verſor⸗ gen ihre Armen ffeiſſig. Siehe dieſer Statt Be⸗ ſchreibung auch beym Pet. Bert. lib. 3. Rer. German. P. 525. da er in etlichen Sachen mit dem Emmio nicht uͤberein trifft, welchem Emmio aber dieſer Statt Sachen am beſten bekant geweſen ſeyn. Caſp. Ens, in ſeinen deliciis apodem. p. 213. be⸗ ſchreibet ſie gar kurtz: Johan. Angelus à Werden⸗ hagen aber de Rebuspubl. Hanſcat. p. 4. cap.. 3 3. feq. gar weitlaͤufftig, da er unter andern dieſe Statt, wegen ihrer groſſen Gewerb⸗ und Kauff⸗ mannſchafft, ruͤhmet, und ſagt: Das vor Zeiten die Chauci Minores, ein Teutſches Volck, da gewoh⸗ net: Item, daß der Graff gleichſamb abgeſondert, nunmehr von der Statt bleibe; und die Staaden in Niderland nicht zugeben, daß einiger Vertrag ohne ihre Einwilligung, vorgenommen werde. Und dann, ſo findet ſich bey andern, daß Anno 1574. die ſtattliche Schul allhie erſtlich angerichtet worden; und daß in der Hauptkirchen des Graffen Ennonis von Oſt⸗Frießland Begraͤbniß zu ſehen: Und Her⸗ tzog Albrechts aus Sachſen(deſſen Eingeweyde all⸗ 5 begraben worden) ſchoͤnes Epithaphium zu leſen ey. W— Was nun das Emdderland, ſo man insgemein das Oſt⸗Frießland/ aber nach Theils Ge⸗ lehrten Meynung unrecht nennet, anbelanget, ſo fangt ſich ſolches Land an/ von dem gedachten Meer⸗ buſem Dullarto, oder Dollert, und dem Ausgang der Embs,(darvon die Inſul Borckum, oder Borchan, gelegen, ſo die meiſten fur deß Pliniĩ Burchana halten)und erſtrecket ſich nach dem Meer⸗ geſtad biß zur Weſer, und hat gegen Mittag das Stifft Muͤnſter, und die Graffſchafft Oldenburg. bgedachter Quade ſagt: Die Graffſchafft Emb⸗ den hab ins Norden die Teutſche See, ins Oſten das Stifft Bremen, ins Suid⸗Oſten die Graff⸗ ſchafft Oldenburg, ins Suiden Weſtphalen, ins Suid⸗Weſten die Drent, und ins Weſten, Frieß⸗ land: Zwiſchen Frießland aber und Embden, lige die Graffſchafft Groͤningen. Es ſeyn im Embderlande eilff Voͤlcker, die vor⸗ hin alle frey geweſen, und ihre Zuſammenkunfften bey Aurich gehalten haben, und begreifft daſſelbe in die Laͤnge bey fuͤnffzig tauſend Schritt; iſt aber ſchmal, und ziehet ſich nach dem Geſtad des Meeres: Und ſeyn darinn die Staͤtte, Embden, Norden, Aurich, Jevern, Eſens und Wittmund, ſo gute Schloͤſſer haben, aber Wittmund gleichſam ein of⸗ fene Statt iſt. So ſeyn auch da ſchoͤne Maͤrckt/ als Wenera, Jemgum(an der Embs, in Reideria, anderthalbe Meil von Embden, ſo ſchoͤn, wie eine C ij Statt d —— 24. Beſchreibung der fuͤrnehmdſten Staͤtte und Plaͤtze Statt erbauet iſt, und einen guten Port hat) Lera, Gldersbeim, Mariaͤhafen: Item, viel Schloͤſſer, und ſonderlich das ſehr veſte Schloß Orten: Item, Stickhuſen, Frieburg, Gret und andere Schlöͤſſer mehr, ſo zum Theil den Graffen von Oſt⸗Frieß⸗ land, zum Theil denen von Adel ſo unter ihnen ge⸗ horig, ſeyn. So zehlet man auff die dreyſſig Kloͤ⸗ ſter in dieſem Lande, davon das Veldenſiſche nicht weit von Jevern gelegen iſt. Der Doͤrffer ſeyn ſehr viel. Und wo der obgemelte Meerbuſen Dollert jetzt iſt, da ſeyn vor Zeiten die ſchoͤnſte Felder, Kir⸗ chen, Doͤrffer, und Meyerhoͤff, und nicht weniger, als zwey und dreyſſig Doͤrffer, und auch die Statt Torumum, wie ingleichem der reiche ſtattliche Fleck Reiderwolda, darinn zwo Kirchen, geweſen. Man hat gleichwol vor wenig Jahren, durch neue Daͤmme, ihme wieder etlich Land benommen, und erobert; wie man dann mit den Daͤmmen, weil das Land viel Waſſer, da viel zu thun hat. Die Religion belangende, ſo wird an des Graf⸗ fen Hoff die Augſpurgiſche Confeſſion, und auch auff dem Lande zum Theil, getrieben: Die uͤbrige Ort ſeyn der Calviniſchen zugethan,(wiewol auch etliche der Roͤmiſch⸗Catholiſchen, und anderer Re⸗ ligionen im Lande ſeyn moͤgen. Wie es dann zu Emoden viel Wiedertaͤuffer gibt: Und im Hoff⸗ gericht der Zeit, nur noch ein Lutheraner ſitzen ſolle.) Die Staͤnde dieſes fruchtbaren und gluckſeligen rießlandes, ſeyn der Zeit, nach Abſchaffung der Praͤlaten, der Adel, die Staͤtte und das Bauers⸗ Volck. Zu Aurich, mitten im Lande, iſt das gedach⸗ te Hoffgericht, in welchemn, aus des Landes Adel, Drey/ und Sechs Juriſten, ſo von den Staͤnden be⸗ ſoldet werden, ſitzen, deren Praſident Einer von Adel, und deſſen Statthalter,(ſo ſonder Zweiffel der Eantzler, wie er von andern genannt, ſeyn wird) ein Juriſt iſt. zweyen andern, ſtets dem Hoſtgericht abwarten, auſſer der Zeit, wenn man nicht Gericht haͤlt: Die uͤbrige kommen jaͤhrlich vier mahl dahin. Es gelan⸗ gen hieher alle Burgerliche Sachen, durch Appella⸗ tion, welche uͤber funffzig Guͤlden ſich belauffen. Und hat dieſes Hoffgericht auch die Bottmaͤſſig⸗ keit nicht allein uͤber des Graffen Diener, ſondern auch uͤber den Graffen ſelbſten. Sie erkennen auch in peinlichen Sachen, wann etwan die Innwohner dieſes Lands ihnen hierinnen unguͤtlich geſchehen zu ſeyn, vermeynen. Es iſt aber verbotten, daß in dem erſten, andern und dritten Grad, Befreundte, oder Verſchwaͤgerte, in dieſem Gericht ſeyn moͤgen. Und wer auch ſolches fuͤr argwoͤhniſch haͤlt, deme iſt zugelaſſen, daß, nach vollfuͤhrter Handlung, er alle die Acta auff eine hohe Schul ſchicken kan. Und wann er mit dem,/was daſelbſt von den Juriſten ge⸗ ſchloſſen wird, nicht zu frieden, ſo mag er an das Cammer gericht zu Speyer, oder den Kaͤiſerlichen Hoffrath, appellieren. Es uͤbet aber dieſes Gericht ſeine Bottmaͤſſigkeit im Namen des Graffen, der ihme auch hierzu die Vollmacht gibet: Und weiln er in ſolchem Klaͤger/und Beklagter wird/ſo haͤlt er Und muß beſagter Praͤſident mit ſtets darbey einen Procuratorem generalem. Und wann er dem Ausſpruch dieſer Hoffrichter nicht nachgelebet, noch von ihrem Urtheil an den Kaiſer, oder das Cammergericht, appelliert: Sobringen ſie, wenn der Graff dreymal ermahnet worden, es an die ſaͤmptliche Staͤnde, nemlich den Adel, die drey Staͤtte, Embden, Norden und Aurich(dann die andere drey, als Eſens, Jevern und Wirmund, nicht unter die Staͤnde gerechnet werden,) und die Bauerſchafſt, ſo in ſieben Vogteyen eingetheilet iſt, und darunter auch die obernante ſchoͤne Marck⸗ flecke verſtanden werden, und begehren von ihnen Huͤlffe. Die Landlaͤge ſetzet auch beſagter Graff an, und was der Adel, die drey Staͤtte und die Bauerſchafft einmuthig beſchlieſſen, darauff muß er ſein Decret formieren, darff auch nichts aͤndern. Und haben dieſe drey Staͤnde ihren Rentkaſten, oder Einneh⸗ mer⸗Ampt zu Embden, und ſechs Vorgeſetzte, einen Rentmeiſter und Schreiber darzu. Wann man keinen vollkommenen Landtag halten will, ſo kom⸗ men bißweilen allein dieſelben Sechs, mit den De⸗ putierten der drey Staͤnde zu Embden zuſammen. Wie dieſes obgedachter Ubbo Emmius, in dieſem Lande gebohren, und der hohen Schul zu Groͤnin⸗ gen in Frießland erſter Rector, ſo Anno 1625. den 9. Decembris, geſtorben, de Statu Reipubl.& Ec- cleſiæ in Friſia Orientali, ſchreibet: Bey welchem auch von dem Herkommen der Graffen von Oſt⸗ Frießland und Rietberg, Herren zu Eſens, Ste⸗ V desdorp und Witmunde, in ſeinen Buͤchern, ſo er von Frießland und Frießlaͤndiſchen Sachen ge⸗ macht, und beyſammen in Folio gedruckt ſeyn: Item, Hermann Hamelmann in der Oldenbur⸗ giſchen Chronic, zu leſen. Der jetztregierende Graff, Herr Ulrich, hat et⸗ liche junge Herren, deren der aͤlteſte Enno Ludwig ins Graffen⸗Haag, in Holland aufferzogen wird, als deme des Printz Heinrich⸗Friedrichen von Ora⸗ nien Fraͤulein Tochter, Henrica-Catharina, den 28. Decembris, Anno 1641. als Er neun, und Sie ſieben Jahr alt geweſen, zur Ehe verſprochen iſt. Und ſo viel von der vielernanten ſchoͤnſten und gluͤckſeligſten Statt unter allen Frieſiſchen, wie ſie genannt wird, nemlich Embden, und auch dem Embderland, oder dem, ſo genannten Oſt⸗Frieß⸗ land ſelbſten, welches in des Biſchoffs von Muͤn⸗ ſter Geiſtlicher Jurisdiction gelegen: Und zu ſol⸗ chem der Koͤnig in Hiſpanien, wie aus dem Anno 1598. zwiſchen Franckreich und Spanien zu Ver⸗ vins auffgerichtem Vertrag/ und deſſelben 34. Ar⸗ ticul zu ſehen, ein Recht ſuchet: Wie dann Graff Edtardus von Oſt⸗Frießland, als er vom Kaͤiſer Maximiliano I. in die Acht gethan, von dem Her⸗ tog Georgen zu Sachſen, und andern Confoͤde⸗ rierten Fuͤrſten und Graffen, uͤberzogen, und faſt umb ſein gantzes Land gebracht worden, ſei⸗ nem des Kaiſers, Enick⸗Sohn, Carolo Koͤnig in Spanien, als einem Graffen von Holland, ſeine Graffſchafft zu Lehen auffgetragen, und durch ſolches —,— 2*— Asſg 4 88 69p A ende n A„ 1 4 3 A aocd 0 eſee f 4 dt de 97 drcg St „V, eſſerhf. 90 K, Do.. f 1 4 eh 4 Ulil IANIA I 1. N- rL 7* Clch.„ . ₰ n UhN IAn Gien 1 .8 Arhe T Ladlett nd Mne⸗ v hc 5 1 nſte keär 3 tnte 1 u vemt Ä, ſtake n 1 atommmn 1m jetberg, a 8 munde, nſen 17 und Griß 5 8 ammenuge 1 Hamärm n zuleſe maeGr 3 N dendett 9/m. 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Gollaten hauser. „ G⸗ ₰½ hen 26 160 Nos zeleg 8„ Laci fir da Lun ndr Stat wdad ggter „T Aſpt ſcheT uten itb27 5, g 53]„ 761Im pha Ret rlſ ſt en eatlr eſem ſen te ſen vi teeff kirch ron Ir aben lhan. r nta mTbr von! Nboroc zten ehaz à Schl ſin,(Ar welch gifinme Bader chie Knal mddese n ihre ſmbore iig we zwon ct ſſenn ſotetan erent mK it geſ dte tnttſa Efr und L E togthu K5ee n Sc mue in, al ma 641. 1 791 Marig 4* Päͤltlic im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. ſolches Mittel, wieder aus der Acht kommen, und Anno 1718. alles Land, auſſer der Tranſiadaner, Embrick E thumb Cleve am Rhein, und gar luſtig, wol gelegen; ſo Theils, aber unrecht, vor des Taciti Aſciburgium halten. In der Hiſtori des Suniberti, umbs Jahr Chriſti G9. wird dieſer Statt am erſten gedacht; wie hievon, und das beſagtes Aſciburgium, heutiges Tages das Dorff Aſpurg, in der Graffſchafft Moͤrs, zwiſchen Tanten und Gelb, oder Gelduba, un⸗ terhalb Neuß, gelegen, ſey: Beym Det. Bertio lib. z. Rer. Germ. p. 523. und Joh. Ang. à Wer⸗ denhagen de Reb. Hanſeat. part. 4. cap. 2. p. 16. zu leſen. Iſt eine wolgebauete und Volckreiche Statt vor dieſem geweſen, ehe ſie in den Niderlaͤn⸗ diſchen Kriegen viel außgeſtanden Hat eine herr⸗ liche Stifftskirchen, ſo der H. Willibrordus da angerichtet haben ſolle; auch eine feine Schule. Johan. Iſac. Pontanus ſchreibet in den Omiſſis zu ſei⸗ nem Werck von den Daͤniſchen Sachen, daß in der vorgedachten Kirch noch geſehen werde, Hertzog Gerhards zu Schleßwick, und Graffens zu Hol⸗ ſtein, Grab, welchem ſeine Gemahlin, eine Marg⸗ graͤffin von Baden, im ſiebenden Monat nach der Hochzeit ein Knaͤblein und Maͤgdlein gebohren, und deswegen ihrem Schwagern, Hertzog Adol⸗ phen verdaͤchtig worden, daß beſagter ſein Bruder, ſie von ſich laſſen muͤſſen, und daher ſie hieher be⸗ gleytet, allda er entweder aus Bekuͤmmerniß, oder von Kranckheit geſtorben; deſſen Grabſchrifft alſo utet: n Reeß und Cleve, in dem Hertzog⸗ 25 und Stadlander welche er den Luͤneburgiſchen und Oldenburgiſchen laſſen muſte, erlanget hat. 7 Emmerich. mbrica. Int Jaer ons Heeren 1433. op ſunte Jacobes Avent, ſo ſtaerff Hertoge Geert von Sleſwig, Gre⸗ ve to Holſtein, Stormaern, und to Schouven⸗ burgh. Bidt voor de Zile. Nachdem die Niderlandiſche vereinigte Staa⸗ den Anno 1600. dieſen Ort, als den Spaniern, die ihn zuvor eingenommen, von ihnen entzogen, innen hatten, ſo hat Kaiſer Rudolph begehrt, daß ſie den⸗ ſelben dem Roͤm. Reich und ihrem Herrn, dem Her⸗ tzog von Guͤlich wieder zuſtellen ſolten. Welches dergeſtalt verwilliget worden, daß die Hiſpanier dem Churfuͤrſten von Coͤlln Rheinbergen, ſo ſie ih⸗ me entzogen, auch reſtituiren ſolten. Als man nun ſich deswegen beyderſeits verglichen, ſo haben zwar die Staaden Embrick, mit Abfuͤhrung ihrer Beſa⸗ tzung, hergeben; aber Berg wolten gleichwol die Spaniſchen nicht verlaſſen. Deswegen, da ſie die Staaden eine neue Gelegenheit bekamen, in deme die Spanier Niderweſel, ſo auch zum Hertzog⸗ thumb Cleve gehoͤrig, einnahmen, ſo haben ſie ſich im Jahr 1614. nicht allein an Embrick, ſondern auch an Reeß gemacht, und beyde Staͤtte in ihren Gewalt gebracht; und folgends auch dieſelbe ge⸗ waltig beveſtigen laſſen, und biß daher behalten. Wie dieſe Statt vor der Beveſtigung anzuſehen geweſen, das iſt drunten bey dem Abriß der Statt Weſel zu finden. †* † Eſſen/ Eſſendia. Jeſe Statt ſammt ihrem Kloſter, Canonich, Kaͤiſer Carolo V. confirmiert worden.§. Alefridus Stifft und Laͤndlein, ligt in Weſtphalen, der Biſchoff von Hildesheim, ſo Anno 277.(al⸗ im Hertzogthumb Bergen, und unter ſelbi⸗ ger Hertzogen Schutz, ſonſten aber gehoͤret die Frau Aebtiſſin, als ein Stand, zum Reich, wie denn Anno 1641. auff dem Reichstag zu Regen⸗ ſpurg, Frau Maria Clara, Aebtiſſin der Kaͤſerli⸗ chen Frey⸗Weltlichen Stiffter, Eſſen und Me⸗ teln, durch Geſandte erſchienen. Und iſt ihr, ſampt der Statt, Reichs⸗Anſchlag, Monatlich zwey zu Roß, dreyzehen zu Fuß; wiewol ſie ſich vor die⸗ ſem allbereyt, wegen der Durchzuͤge, eine Zeitlang entſchuldigte. Daher auch Wehnerus dieſem Stifft nur vier und zwantzig Guͤlden zuſchreiben thut. An⸗ no 1523. ſeyn der Statt Eſſen ihre Privilegia vom 877.) geſtorben, hat beſagtes Kloſter oder Abtey, von ſeinen Vaͤtterlichen Guͤtern geſtifftet. Siehe Caſp. Bruſchium cap. 10. de Epiſcopat. German. p. 198. b. Man pffeget nur Fuͤrſtin, Graͤffin und Freyinnen in ſolches Kloſter auffzunehmen, die ſich verheurathen moͤgen. Anfanglich ſollen zwey und fuͤnffzig geweyhete Jungfrauen, unter einer Aebtiſſin Inſpection all⸗ da unterhalten worden ſeyn, die ihre zwantzig Cano⸗ nicos oder Stifftsherrn gehabt haben. Dieſes an⸗ ſehnliche Kloſter, nach dem es in etwas Ringerung und Abnehmen gerathen, hat die heilige Theopha- nia, eine Tochter Pfaltzgraff Ehrenfrieds zu Bra⸗ C iij wiler —y 26 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Pläͤtze wiler und Aebtiſſin/ wieder erhebt und vermehrt. Es werden allda auch der vierdten Aebtiſſin/ nemlich, der heiligen Pinnoſæ, Reliquien in hohen Ehren gehal⸗ ten und verwahret. Und iſt in der Abtey eine Peynn, und ſonderlich an dem Ort darinn, die orht genant. Die Kirch oder das Muͤnſter, iſt gar ſchoͤn, in welcher eine Tafel zu ſehen, ſo der be⸗ ruͤhmte Bruinius von Coͤlln gemacht hat. C auch andere Kirchen allda, als zu S. Quintin, S. Johann, S. Geerth und im Spital. Und ſchreibet der Irrlaͤnder Thomas Carve, Ober⸗Caplan, in des Walteri Devoroux Regiment, cap. 3 2. P. 275. Trinerari, daß es allhie allerhand Glauben, als den Catholiſchen, Lutheriſchen, Calviniſchen, Zwingli⸗ ſchen, Wiedertaͤufferiſchen, Huſſitiſchen, auch Ju⸗ den und Heyden ſo ſich dahin geſetzt habe. Wel⸗ ches wir aber ihn verantworten laſſen. Sonſten finden wir, daß Anno 1793. ein groſſer Religions⸗ ſtreit in dieſer Statt ſich zwiſchen den Lutheranern Es ſind und Calviniſten erhoben hat. G. Braun im dritten Eſens/ SIgt in Oſt⸗Frießland, an einem flieſſenden Waſſer, ſo nicht weit darvon ins Meer faͤl⸗ let. Iſtveſt, und iſt das Schloß allda noch veſter. Es hat zwiſchen dem Herrn dieſer Statt und dem Graffen von Oſt⸗IFrießland, vor dieſem viel Strittigkeit, wegen der hohen Obrigkeit geben. Dann die von Oſt⸗Frießland berufften ſich auff die ihnen daruͤber von den Kaiſern Friderico IV. und Carolo V. verliehene Lehen: Die von Eſens aber woſten freye Herren, und denen vorgenannten nicht unterworffen ſeyn. Anno 1740. ſtarb der letzte Herr von Eſens, vnd kamen die Herrſchafften Eſens, Wittmund und Stedesdorp, ſammt gantz Harlingen, an ſeine Schweſter Onna, des Graff Otten von Rettberg in Weſtphalen Gemahlin; und folgends an die Grafen von Oſt⸗Frieß⸗ land. Dann ihr beyder Sohn, Graff Johannes von Rett oder Rittberg, ſo Anno 1564. geſtorben, nur zwo Toͤchter hinderlaſſen, deren die eine, nehmlich, Fraͤulein Walpurg, Graff Enno klII. zu Oſt⸗Frießland Anno 1781. geheurathet hat, dar⸗ durch dann aller ſo lang gewahrter Streit ein Ende genommen, und dieſe obernannte Herrſchafften, an Theil ſeines Staͤttbuchs, nennet dieſelbe Imperiale Oppidum Collegiato virginum& Canonicorum Sodalitio præſtans, in welchem die Innwohner Handlung an frembde Ort treiben Theils mit dem Weberwerck, oder Geſpunſt: Andere mit Schmid⸗ werck umbgehen. Wie dann nicht bald ein Ort zu finden ſeyn ſolle, da man mehr allerley Buchſen machte, dann eben allhie. Sie haben Brunnen ge⸗ nug, und gibt das Land herumb allenthalben die ſchwartzen Steinkohlen, ſonderlich aber, wo Steek oder Stiel, Steltium oppidum, vom gedachten Braun genant bey der Ruhr ligen thut. So traͤgt auch der umbliegende Boden koͤſtlich gut Getreyd und Weitzen, daher dann das ſchoͤne weiſſe Brod koͤmmt, das man ſo hoch haͤlt. Siehe von obge⸗ dachtem Fuͤrſtlichen Jungfrauen⸗Kloſter die Braunſchweigiſche Chronic am 600. Blat. *† * Eſena. die Graffen von Embden, oder Oſt⸗Frießland, ka⸗ men. Siehe Hermann Hamelmann in der Ol⸗ denburgiſchen Chronic, part. 3. cap. 14. fol. 364. und inſonderheit Ubbonem Emmium, in ſeinen Frieſiſchen Hiſtorien. David Chytræus lib. 1 5. Sa- xon. p. 392. ſchreibet: Daß die von Bremen dieſe Statt mit unauffhoͤrlichem Stuͤrmen den 8. Octo⸗ bris, Anno 1740. durch feurige Pfeile und Ku⸗ geln, ſo ſie hinein in die Haͤuſer geſchoſſen, ange⸗ zuͤndet, und ſie in die Aſche gelegt haben. Wel⸗ ches den Herrn dieſes Orts, Herrn Balthaſar, der an Verſtand und Leibe ſchon kranck, und von jeder⸗ mann verlaſſen war, alſo gekraͤncket hat, daß er nach wenig Tagen, von Schmertzen, Sorgen, Arbeit und Kranckheit abgezehret, geſtorben. Es haben aber nichts deſto weniger diejenige, ſo in denen Be⸗ ſatzungen zu Eſens und Witmund waren, ſelbige Schloͤſſer noch beſchutzet. Es iſt auch Anno 1414. und ingleichem vorhero, dieſe Statt von den Bremern einge⸗ nommen worden. † „* Eußkirchen. ( St ein Stattlein im Hertzogthumb Guͤlich, Ihzwiſchen Zulpich und Cochenheim, ein wenig auff der Seiten, auff Muͤnſter⸗Eyfel, und dem Land Eyfel zu, gelegen; ſo ſich An⸗ no 1642. den Weymariſchen ergeben. Es haben zwar zu Eingang des Mertzen, die Kaͤiſeriſchen einen Anſchlag auff dieſen Ort gemacht, aber der gienge vergebens ab, und verlohren ſie noch darzu daruͤber bey fuͤnffzig Mann. Siehe Thea⸗ tri Europæi vierdten Theil p. 847. ſeq. Als ſie her⸗ nach im Mayen von dannen abgezogen, ha⸗ ben ſie die Statt⸗Pforten verbrandt. Flori- — L 10 Idden e 7 1 mam Hmt dat, n; Ubdooen krj m. DrnC ct. Dad Gelchmen . duch ſco inde Huui. 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Allda ein Stifft oder Collegium Canonicorum, ſo vorhin ein Schotten⸗Kloſter geweſen, in wel⸗ chem ein Theil von des heiligen Ultani, geweſe⸗ nen Abts zu Peron und Foſſe, auffgehalten wird⸗ So ruhet auch daſelbſt S. Foillnus, der Bi⸗ ſchoff und Maͤrtyrer. d. Miræus p. 2 23.& 639. 1.217 253⸗ * Franchimont, Francimontium, Franckmont. Der Franckenberg, und in Luͤttichiſcher Spraach, Francieimont, ligt zwiſchen Spay und Frupont; an einem unbenamten Waſ⸗ ſer, ſo in die Weſa kommt. Gehoͤret zum Biſch⸗ thumb Luͤttich, und alſo in den Weſtphaͤliſchen Craͤiß; und iſt das Haupt der Marggraffſchafft dieſes Namens, und vor Zeiten eine fuͤrnehme Statt geweſen, aber folgends ihrer Mauren be⸗ raubt worden, daß ſie wie ein groſſes Dorff, zu ach⸗ ten. Hat aber gleichwol eine gute wehrhaffte Ve⸗ ſtung ſampt Land und Leuten. Ligt vier Meilen von Luͤttich, und wegen der Berg und Waͤlde, an einem rauhen Ort. Als Hertzog Carl von Burgund die Statt Luttich zerſtoͤret, ſo iſt er hernach auch vor dieſe damals noch geweſene Statt gezogen, und hat in dieſer Gegend gar uͤbel und Tyranniſch gehauſet, wie Cominæus lib. 2. cap. 14. hiervon, und der un⸗ gewoͤhnlichen groſſen Kaͤlte, ſo damals geweſen, und in welcher einem von Adel ein Fuß, und einem Edelknaben zween Finger, abgefroren; auch eine Kindbetterin, mit ihrem neugebohrnen Kindlein, von der Kaͤlte ertoͤdtet; der Wein in den Tonnen, oder Gefaͤſſen alſo gefroren, daß man ihn drey Tag lang mit Beiheln in Stuͤcke zerſchlagen, und hauen muſſen, zu leſen iſt. Es gibt in der Nachbar⸗ ſchafft, bey dem Dorff Thou nemlich, ein gutes Bley⸗Bergwerck, und in den naͤchſten Ber⸗ gen ein Uberfluß von ſchwartzen Marmolſtein. *† 4* Frieſoite, Friſoit. .*ꝙRieſſoyt, oder Oitha Friſica, und von theils Frießheid genannt, ligt im Stifft Muͤnſter, zwiſchen Stichhuſen, ſo noch Oſt⸗Frieß⸗ laͤndiſch und Kloppenburg, ſo auch Munſte⸗ riſch, an einem Waſſer, das in den Landtafeln So⸗ ſte genant wird. Iſt eine alte, aber geringe Statt, V wie Emmius lib. 34. Rer. Friſicarum fol. 53 1. ſchreibet. Gennep/ Gennapium. Bl Staͤttlein und Schloß ligt an der Ner⸗ a, bey den Geldriſchen Graͤntzen, noch im Hertzogthum Cleve, ſo, ſamt der gantzen Graffſchafft dieſes Namens, an daſſelbe, von den Herrn von Bredenrade, durch Kauffs⸗Titul, kommen iſt; wie Georgius Braun im andern Theil ſeines Staͤttbuchs ſchreibet. Das beſagte voruͤber⸗ 1 flieſſende Waſſer Neers, ſo nicht weit davon in die wol/ zwiſchen den Staͤtten Nieumegen und Venlo, Maaß oder Moſa, kommt, fuͤhret herrliche und ſehr wohl geſchmacke Aal. Anno 1599. nahm der Graf von der Lipp, Weſtphaͤliſcher Craiß⸗Obriſter, im Namen des Reichs, Gennep, Statt und Schloß, ein; wiewol ſeine Commiſſion dahin nicht gieng, und Anno 1602. und 14. der Staaden General, V Printz Moritz von Uranien. Dann dieſer Ort gar und — 6 28 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze und von jeder drey Meilen, gelegen. Die Thor all⸗ da werden alſo genant, Nierspoort(vom Waſſer) Niewepoort, Maespdort, und Sandpoort. Die Veſtung oder das Hauß von Gennep, ſo ſie Gen⸗ nepperhuyß nennen, ligt abſonderlich, aber nicht weit davon an der Neers und Maaſe, ein uͦͤberaus veſtes Hauß, ſo die vereinigte Niderlaͤnder den 19. und 29. Julii/ Anno 1641. den Spaniſchen mit Ac⸗ cord entzogen haben: Davon weitlaͤufftig in dem vierdten Theil des Theatri Europæi fol: 598. ſeqq. zuleſen. Und bey dieſer Belaͤgerung iſt das nicht gar weit darvon an der Maaß gelegene Schloß Middelaer, ſtarck von den Hollaͤndern beveſtiget worden. *†* * Gladbach. Or Zeiten Mukgau genannt, iſt ein Staͤtt⸗ IWlein, ſo man zum Guͤlchiſchen Land refe⸗ riert, darinn ein Kloſter gleiches Namens, welches Gero, Ertzbiſchoff zu Cölln, 5. Vito, Goch/ Sgt auch am Fluß Neers, und im Hertzog⸗ Do thumb Cleve, nicht weit von der Statt Cle⸗ woe, und oberhalb des vorgedachten Staͤtt⸗ ſeins Gennep. Anno 1799. haben dieſen Ort die Spanier beſetzt; folgends ihn die Hollander Anno 1614. eingenommen: Und da er wie⸗ der in andere Hande kommen, ſo iſt das Staͤttlein Griet/ Grit: Item/ 2Uch ein Staͤttlein in beſagtem Hertzogthumb 4 Cleve, zwiſchen Embrick, oder Emmerich und Reeß, am Rhein gelegen. Was Geor⸗ gius Braun, im andern Theil ſeines Staͤtt⸗ duchs, von dieſes Orts, auch des Staͤttleins Grit⸗ huſen beſſer hinnab am Rhein unterhalb Emme⸗ rich, und nahend Cleve, gelegen, Urſprung, aus des Weſalii Germaniæ partitione ſchreibet, das kan man bey ihme leſen; daſelbſt er auch auß der (deſſen Gebein und andere Reliquien, allda auffbe⸗ halten, und verehret werden) zu Ehren erbauet, und demſelben den erſten Abt Sandradum, fuͤrgeſetzet hat. Gocha. von ihnen, oder den Staadiſchen, Anno 162 5. den 18. Januarii, fruͤh Morgens erſtiegen, und fol⸗ gends den 21. diß, das Caſtell, von ihnen durch Ac⸗ cord, quch erobert worden. Wie wir finden, b ſo iſt dieſer Ort noch Anno 1640 in ih⸗ V rem, der Hollander, Gewalt geweſen. Grithuſen/ Griethauſen. Cleviſchen Chronie, berichtet, daß gedachtes Grit⸗ huſen, oder Grithuiſen, von johanne 28. Graffen zu Cleve, erbauet worden ſeye. Ward Anno 1636. von den Hollandern eingenommen. Die Heſſi⸗ ſchen, ſo in Calcar, Anno 1640. lagen, behielten auch dieſes Griethauſen, wie ingleichem obgemel⸗ tes Staͤttlein Griet, und das Zollhauß hey der Schenckenſchantz, zu ihren Quartieren. Guͤlch/ Juliacum. oder Ruhr, gelegene Statt, iſt das Haupt des Hertzogthumbs Guͤlch, ſo von julio Calare, als Erſtem Anrichter, den Namen ha⸗ ben ſolle: Wiewol andere dafuͤr halten, daß julia Agrippina, Kaͤiſers Claudii Gemahlin, ſie er⸗ bauet habe. Hat ein ſehr veſtes, weites und ſtar⸗ ckes Schloß, oder Caſtell, mit ſehr dicken Mau⸗ ren und gewaltigen Graͤben, daß ſolches zu be⸗ ſchieſſen faſt unmoͤglich ſcheinet, daran nicht min⸗ der, als dreyſſig Jahr, wie in dem Tomo I. Thea- tri Europæi pag. 661. ſtehet, gebauet worden iſt. ein Steinwurff weit von dem Fluß Roer, Sollauff Pfaͤhlen ruhen, und mit Minieren auch da wenig auszurichten ſeyn. Ward gleichwol An⸗ no 1610, von Printz Moritzen von Uranien, im Namender ſtreitigen Guͤlchiſchen Erben, und An⸗ no 1622. durch die Spanier, unter Graff Heinri⸗ chen vom Berg, erobert. Darauß zu ſehen, daß kein V Ott zu feſt, der nicht endlich zu uͤberwaͤltigen waͤre. Und haben die beſagte Spanier, ſolchen noch in ih⸗ rer Gewalt. Als Anno 1642. die Confoderierte Frantzoſen, Weymariſche und Heſſiſche, hierumb lagen, ſo war in Guͤlch Don Gabriel de la Torre Gubernator, mit deme die Unüirten Anfangs die Neutralitaͤt nicht annehmen wolten: Daher nach⸗ mals, als der Heſſiſche General, Graff von Eber⸗ I ſtein, darumb ſchriebe, es dem beſagten Guberna⸗ torn, nach dem in dem Hertzogthumb Guͤlch zuge⸗ fuͤgtem Schaden, auch nicht mehr angenehm war, V welcher viel tauſend Pfaͤl zurichten, wie quch an der Statt, NALIBL Mn N 6 41 8 prh 3 10 .4 D7AS Lſd dc e RTlch t de 1 Der ANA G A ſenGrch nt LrAAr Ler. a dronn, dencdter d 71 richuſſch,ewn Dhd as *„ 3 nuetwordnſa e endern enceron Lew alcar, Anwo 1 K iethauſenRud ten Gr, Mdt W SchacaGat, n Quarenmn. 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G. . 8. 9 1o. 6 ema ſcen we wen) Jtatt un E: Aa. u Inale funS Nowennde Tadr ub an dter in baſſchge gichu er Uätug npae As r eunkld rfſtz tand Ddene iftem dtba zn. mum Veſtun m be ffahrne n Ausſ den B uſſer d ones änkom denun tatt der n Hane in den. * Chytra So ſag actis.p. 46 utiges? iorum, ſchen de Haupl enem J Uram, E 4/ welch echtend euſchenb ey auch? jrveſtes zemn Dal mbach/ lekircher neſtehen fel/ Euß Slaba⸗ Yertzogtt graͤntze 5p. 237. den/ S und auff dEmbr. nobeck/ ogthumb Jeſtphale utphenſe um Aben S ſt Lüttic und das Waſſen es Rhein gthumb darüͤbe I7 on der N udd anten de tdenr ſſchafft Din aufft mi alepe Neuſtat Aad lersfeld, ſs un tſtatt. im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. Statt und Veſtung, noch mehrers fortificieren laſſen, worzu ihm Don di Melo, Gelt und Kriegs⸗ Baukunſt Erfahrne ſchickte. Er hatte auch meh⸗ rer Volck zum Ausſtreyffen hinein bekommen, und konte damit den Bundsverwandten Feindſchafft erweiſen. Auſſer der Statt haben die Fuͤrſten von Guͤlich, ein ſchoͤnes Carthafuſer⸗Kloſter gebauet/ und mit reichem Einkommen begabet. e„ Belangende nun die Guͤlchiſche Landen, ſo von dieſer Statt den Namen haben, und von wel⸗ chen und ihren Herren, Adelarius Erichius, eine ey⸗ gene Chronic in den Druck geben hat, auch von ſol⸗ chen Landen Chytræus lib. 3. Saxon. p. 83. ſeq. zu leſen iſt. So ſagt Pet. Bertius in tabulis Geo- graph. Contractis. p. 167. Daß das Hertzogthumb Guͤlich heutiges Tags einen Theil begreiffe der alten Menapiorum, Bructerorum und Eburo- num, und zwiſchen der Maaß und dem Rhein gele⸗ gen ſey. Der Hauptſtatt deſſelben/ nemlich Juliaci, gedencke in ſeinem ltinerario Antoninus. Habe die Waſſer Kuram, Erffat, Nirſi, Vormium. Gar viel Schloͤſſer/ welche den Adelichen und Ritter⸗ ſtands Geſchlechten den Namen geben/ als Palant/ Meroden/ Reuſchenberg/ Neſſelroden/ Wachten⸗ dunck. Es ſey auch da die freye Herrſchafft Wick⸗ rade/ ſo ein ſehr veſtes Schloß habe. Die Staͤtte ſeyen auſſer Guͤlich/ Deuren/ Muͤnſter⸗Eyffel Euß⸗ kirchen/ Berchem/ Caſter. Es lige auch in dieſer Gegend die Statt Aach. Andere thun darzu Rhin⸗ moͤgen am Rhein/ Dalen/ Gladbeck/ Grevenbroeck/ Dulcken/ Hambach/ Zuͤlpich/ Nideck/ Sintzig/ Bruggen/ Gelekirchen/ Neuſtatt. Im Atlante ſtehen die Staͤtte/ Guͤlich/ Duͤren/ Muͤnſter⸗Eyffel/ Eußkirchen/ Bercheim/ Caſtor/ Gravenbroeck/ Slabach/ Dalen und Waſſenberg. Was das Hertzogthumb Cleve/ mit dem Hertzog⸗ thumb Guͤlich graͤntzende/ anbelanget/ ſo zehlet ge⸗ dachter Berrius p. 237. dieſe ſeine Staͤtte; als/ auff Galliſchen Boden/ Santen/ Cleve/ Calcar/ Griet/ Griethuſen; und auff Germanier Boden/ Weſel/ Duißburg/ und Embrick. Darzu man thut/ Reeß/ Gennep/ Soensbeck/ Alpen/ ꝛc. Es hat von Mor⸗ gen das Hertzogthumb Bergen/ die Graffſchafft Marck und Weſtphalen: Von Mitternacht/ die Graffſchafft Zutphen/ ein Theil von Ober⸗Iſſel und Holland: Vom Abend/ Geldern/(al. Braband) und das Stifft Luttich: Und von Mittag/ das Stifft Coͤlln/ und das Land von Aach. Iſt ziemlich fruchtbar und Waſſerreich/ und ſtrecket ſich nach beyden Ufern des Rheins aus. Das Hertzogthumb Bergen hat gegen Weſten den Rhein/ und daruͤber Gulich/ gegen Norden die Graffſchafft von der Marck/ gegen Oſten Wald⸗ eck/ und die Graͤntzen des Heſſenlandes/ ins Suiden aber die Graffſchafft Naſſau. Hat viel Berge. Die Wipper laufft mitten dadurch. Man rechnet hieher/ Lennep/ Neuſtatt/ Schwelchheim/ Macheim/ Mandau/ Ellersfeld/ Burg/ ꝛc. Und iſt Duͤſſel⸗ dogff die Hauptſtatt. In dem Arlance ſtehet alſo: 29 Das Hertzogthum Berg nimmt ſeinen Nahmen von der Statt Berg. Von Unter Weſel nimmt es einen Anfang, und nach des Rheins auffſteigen⸗ dem Ufer, weit und breit genug ſich ausſtreckend. Hie findet man das Staͤttlein Eſſen, ꝛc. Diß Land hat viel Steinkohlen, wo die Statt Stelten hin ligt⸗ bey der Ruhr. Sie hat viel Vogteyen, als Blan⸗ ckenborg, Lowenberg, Huickswage, Bornfeld, So⸗ ling, Landsberg, Duſſeldorff, Steinbach, Beyen⸗ bach, Meyſenlohe, Medman, Windeck, Siburg, Nuenborg, Portz, Lulsdorff, Monheim, Anger⸗ mont, Erverfeld, Borck. Aus dieſem Lande ſchreitet man uͤber die Roer⸗ in die Graffſchafft Marck, welche zwiſchen der Lipp und der Roer ligt, und eine bergichte, und mit vielen Bergen uberzogene Landſchafft iſt. Siehe unten die Statt Unna. Indie Graffſchafft Ravenſperg werden gerechnet, die Statte Hervorden und Blle⸗ feld, in Weſtphalen gelegen. Siehe unten den An⸗ hang, und daſelbſt Ravenſperg. Die Herrſchaft Ravenſtein/ oder Ra⸗ veſtein/ ſo Cleviſch, ligt allbereit in Braband, auff der lincken Seiten an der Maaß, zwiſchen Grave und Meghen, von jedem Ort zwo Meilen. Der Hauptfleck und gutes Schloß, hat gleichen Namen. In dem Anno 1644. ausgegangenem Atlante ſtehet, Raveſtein lige zwiſchen Braband, und Geldern, gegen Mitternacht, ſtoſſe dieſe Herr⸗ ſchafft an die Graͤntzen von Nimmegen; gegen Mit⸗ tag,an Luttich, gegen Auffgang und Niedergang, an MAerdebſch ach Abſterben des letzten Hertzogen zu Guͤlich Cleve und Berg, Graffens zu der Mardh und Na⸗ venſpurg, Herrens zu Ravenſtein, Johann Wil⸗ helms, ſo den 25. May, Anno 1609. beſch hen, hat Kaiſer Rudolphus II. im Jahr 1610. das Hauß Sachſen mit dieſen Laͤndern, doch gegen Reverſa⸗ lien, belehnet, daß nemlich ſolche Belehnung allein zu ſeiner Churfuͤrſtlichen Gnaden, und dero Hau⸗ ſes Sachſen, Salvo Jure aliorum Intereſſenrium, und Manniglich, inſonderheit der Roͤmiſchen Kaͤi⸗ ſerlichen Majeſtaͤt und dem heiligen Reich, an der⸗ ſelben zuſtehenden directo dominio, Lehensdien⸗ ſten und Reichs⸗Pfandſchafften, zu keinem Nach⸗ theil, oder Praͤjuditz,von der Kaͤiſerlichen Majeſtaͤt geſchehen waͤre. Dieweil aber Hertzog Wuͤhelm von Guͤlich, beym Kaͤyſer Carolo v. ausgebracht, daß, wenn er ohne Mannliche Erben verſterbe, die⸗ ſe Lander auff ſeine Toͤchter fallen ſolten: Inmaſ⸗ ſen der Kaiſer ihme deſſen zu Regenſpurg, Anno 1546. Brieff und Siegel geben: Derowegen ſo haben ſich Chur Brandenburg und Pfaltz Neuburg als die, der beſagten Toͤchter halben, da Zuſpruch zu haben vermeynten, dem Hauß Sachſen wider⸗ ſetzet. Es iſt gleichwol Anno 26 11. den 21. Marti, zu Jutterbock, zwiſchen jetztgemeltem Hauß Sach⸗ ſen, und Chur Brandenburg, mitgewiſſen Conditio⸗ D nen, 30 nen/ die Sache verglichen/ und Sachſen in die Poſſeſſion der Gulchiſchen Laͤnder/ jedoch mit Vor⸗ behalt/ eines jeden Gerechtigkeit darzu/(deswegen dann noch der Streit iſt) zugleich genommen wor⸗ den/ wie hievon die ausgangene Bedencken/ Infor- mationes und Relationes wie auch Johannes Li- mnæus lib.. de Jure publ. Imperii Romano Ger- manici, cap. 11. nu. 14. zu leſen/ allda er auch nu. 16. die Guͤlchiſche Privilegia ſetzet/ und cap. 10. num. 5. ſeq. von allen andern Praͤtenſionen zu ſolchen Laͤndern/ handelt. Anno 1623. iſt in den Güͤlch⸗ und Bergiſchen Landen die Religions⸗aͤnderung vorgenommen worden. Siehe von der obgedachten Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Strittigkeit/ wegen der Succeſſion/ auch das ltine· rarium Germaniæ p. 4 50.& continuat. P. 257. Obgedachter Adelarius Erichius, ſchreibet in ſei⸗ ner Guͤlchiſchen Chronic/ daß oberzehlte Guͤlchiſche Lander/ Nordenwerts haben das Fuͤrſtenthumb Geldern/ die Graffſcha t Zutphen und Weſtpha⸗ len: Gegen Oſten das O er. Furſtenthumb Heſſen: Nach Suden/ oder Mittag das Ertz⸗Stifft Coͤlln/ welches benebens auch in einem langen doch aber engen Tract/ den Rhein hinab/ die beyde Fuͤrſtenthu⸗ mer/ Gulich und Berg/ theilet) und gegen Weſten die Graffſchafft Falckenburg/ und das Fuͤr⸗ ſtenthumb Geldern. Haſſelt. N der Denmer/ un Stifft Luͤttich/ vier Meilen von Maſtrich/ und ſechs von Luͤttich gelegen/ eine ziemlich feine/ volckreiche/ wol gebauete Statt. Die Landtafel nennet die Gegend herumb/ das Land von Loen/ andere Comitatum Loſſuſſenſem. Zu nechſt bey Haſſelt/ an der gedachten Demer/ ligt das ſchone Dorff Curin⸗ gen/ allda ein herrlich ſchoͤner Palſt iſt/ in wel⸗ chem ſich die Biſchoͤffe von Luttich bißweilen zu er⸗ luſtigen gepflegt haben. Ingleichem ugt nicht weit von hinnen Herqvenrode/ eine Abtey und Nonnen⸗Kloſter/ Ciſtercienſer Ordens. Von Haſ⸗ ſelt ſeynd Joannes Leonhardus Haſſelius und Fr. Titelmannus, buͤrtig geweſen/ deren Aub. Mi⸗ ræus in Elogiis Belg. oder llluſtrium Balgü Scriptorum Vitis pag. 29. ge⸗ dencket. Haſelunen. San kleines Staͤttlein in Weſtphalen/ vier Meilen von Kloppenburg/ auff Lingen zu/ und an dem Waſſer Haſe gelegen ſo mit gedachter Statt Kloppenburg von der Graffſchafft Tecklenburg/ an das Stifft Muͤnſter kommen iſt. Anno 1639. hat der Kaiſerliche General Feldmar⸗ ſchall Leutenant/ Freyherr von Luttersheim/ einen Rittmeiſter mit ſiebentzig Pferden abgefertiget/ der den Schwediſch⸗Koͤnigsmarckiſchen nachgegan⸗ gen/ welche in hundert Pferden ſtarck/ auff dieſes Staͤttlein Haſelunen zu gewolt/ ſelbiges rund umb zuverſichern/ daß niemands heraus kommen moͤch⸗ te. Da denn die Schwediſchen vor dem Staͤttlein (darinnen nur fuͤnffzig Soldaten/ aus den Beſa⸗ ungen der nechſtgelegenen Orten/ Meppen/ und oͤrſtenaue/ lagen/ welche ſchon im Accord ſtunden/ und ſich nicht anders/ denn gefangen zu geben/ zu ſalvieren wuſten) von den Kaiſeriſchen angegrif⸗ fen/ geſchlagen/ zertrennet/ der Rittmeiſter/ Leute⸗ kommen/ und hierdurch auch die beſagte fuͤnfftzig Soldaten/ die im Staͤttlein gelegen/ errettet/ die ge⸗ meldte Gefangene aber/ ſammt den Pferden/ und der Beute/ in die Statt Vechte eingebracht worden ſeyn. Siehe Tom. 4. Theatri Europæi p. 109. Es ſtehet in einem Bericht/ daß Haſeln/ im Embsland/ eine wolgelegene Statt/ Anno 1635. von den Kaͤiſeriſchen ſey eingenommen worden. Gleiches wird auch in der Franckfurtiſchen Lateini⸗ ſchen Fruͤhlings⸗Relation/ de Anno 1636. vermel⸗ det: Daß ſolche Statt von den Kaͤiſeriſchen den 25. Octobris eingenommen worden/ nach deme damals die Schwediſchen von des Obriſten Kniphauſen Re⸗ giment darinn gelegen geweſen. Nun will ſich kein Haſeln finden laſſen/ daher zuvermuthen/ weiln Haſelunen nahend der Embs gelegen/ es werde eben ſolcher Ort unter Haſeln verſtanden werden/ ſo die im Lande/ wie mit andern Worten mehr geſchicht/ alſo kurtz qus⸗ 1 3 gele anubſaget undiſtlben ea rut geiken des.05 wwind 1' tor gelte 940 ndeu Heiligen 2 3 Ihend Bilefelt Nwenſpad, ſim Theatro 1 aus des. „Wiphalen, und neheng, fogad „ſtige Statt ehn ranem reichen Non⸗ um Bergeligt, hat; ihttiizund den Dertze uar zaten ſtes auche d/ auch noch zur 30 wnal daſelbſt Graff N neren ließ jog er zu enin Sachſen,und C dund erlangt von ihm en göchte zur Anrichtu bewiligte Nitrkkindu rufdem Berge vor ſteuunſer lieben Frau fthleinwercus der zel d tie Crantzius ſagt diſes aus dem gedacht in, daß dieſes Hervo: dheilsgenannt iſt, H mde Rachs⸗Statte in rid; denn, ob i juntatt der Graffſchaf iſe den Hertzog von mhenn erwehlet; ſe ain Hanſee⸗Statt, unſern wollen. Und iſtt tagennerzu Roß, und eſemauch erlegt: He non der Frau Aebtiſ aahtennichen Kloſter ſnſclagabſonderlich,ſe aſen, darfuͤr MWehne Mler ſezet jermire ihuno 1602. in Cam „Auffdem Reichstag 3 ne ſtwwegen Hervodt,! nant und Faͤndrich/ ſammt fuͤnfftzig gefangen be⸗ ſprechen. da, nncieus, neben d daden, erſchienen u d 2— edie Reichs⸗ 8 4 n Helmwershuſen/ Helmwardeshuſen. nRäts ABfane,d f dſtgroß, und gemichw Hn Benedictiner Kloſter ſo man/ wie und welches im Stifft Paberborn/ und an deſſen ihe Waſſ uſe Aub. Miræus in Faſtis Belgicis p. 494. mel⸗ Graͤntzen/ gegen Morgen/ nicht weit vom Weſer⸗ dußel die Ioan N b 3 82 det/ unter des Reichs Abteyen gezehlet hat; Strom/ und dem Braunſchweiger Land/ 5 er aber⸗ 211* ſotfen egemmeng al Mhäht nm erob rend (ehtode A d rCiſteraiehn a. dürdg gna h A ANEen S Dele. DMLakcla er . * nc . 7 6 hierdurch wödet in mStärtn glen m 164ʃ 4A.— mader ſentilf —, N As M Stot Dtrent om. 4, Thernlle L. nenem Snt d . m newolgeegeeSi n iſchen ſc eroeun n erſchch 111. 9— uch i dePrii 3 44ʃ 9 „ Relator CeA 5 ½ 5 U Aus. 2 =entrrordeda nommen wedel 12 1 8 Thrſ 0 envon dewa ateacy ein u A 4 nlaſſen dherwr enlaſſelſ r, ddeErbe Fale8 11 ded in „ uſen n 8 1 of nitodde 9 1 44 4 4* Porb zicht Alokns C 4, prchn 4 7 „ 1' deshlhhne 4 V ' 2 f Vor 2 4 M Aℳ 14 479: 26“ aal Ice, LA„ 190 im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 31 abermals ſaget, gelegen, und ſeiner Zeit, im Jahr 1622. in deſſelben Landes Gewalt geweſen. Hieher ſeyn vor Zeiten des H. Autoris, Biſchoffen zu Trier, und anderer Heiligen Reliquien, von Thietma- ro. dem Abt allhie zu Helmwardeshuſen, gebracht worden; wie Chriſtophorus Brouuerus, in ſeinen Scholiis zu dem Leben des H. Meinwerci, Bi⸗ ſchoffs zu Paderbon, ſchreibet. Herwerden/ Hervorden. Ahend Bilefeld, in der Graffſchafft 9 Ravenſperg, davon Abraham Saur, im Theatro Urbium, p. 247.& ſeq. aus des Hamelmannes Beſchrei⸗ bung Weſtphalen, und dieſer aus der Min⸗ diſchen Chronic, folgendes berichtet: Hervordt, eine luſtige Statt in Weſtphalen gelegen,“ ſampt einem reichen Nonnen⸗Kloſter, ſo darbey auff dem Berge ligt, hat zuvor an das Reich gehoͤ⸗ ret, ſtehet jetzund den Hertzogen von Guͤlich und Cle⸗ ve zu, vor Zeiten iſt es auch eineHerrſchafft geweſt, a⸗ ber bald, auch noch zur Zeit Caroli M. abgangen. Dann als daſelbſt Graff Wolderus keinen Maͤnn⸗ lichen Erben ließ/zog er zu Wittikindo, ſo zum Her⸗ togen in Sachſen, und Chriſten, neulich gemacht ward, und erlangt von ihm, daß er ſein Hauß und Guͤter moͤchte zur Anrichtung eines Kloſters geben, das bewilligte Wittikindus. Da wurde das Klo⸗ ſter auff dem Berge vor Hervord geſtifftet. Die Kirche zu Unſer lieben Frauen zu Hervord, hat ge⸗ ſtifftet Mein wercus der zehende Biſchoff zu Pader⸗ born; wie Crantzius ſagt, lib. 4. Metrop. cap. 4. und dieſes aus dem gedachten Saurio. Darbey zu mercken, daß dieſes Hervordia, oder wie die Statt von Theils genannt iſt, Herfurtum, Herfort, noch unter die Reichs⸗Staͤtte im Weſtphaͤliſchen Craͤiß geſetzt wird; denn, ob man ſie ſonſten wol zur Hauptſtatt der Graffſchafft Ravenſpurg machet; und ſie den Hertzog von Guͤlich ihr zu einem Schirmherrn erwehlet; ſo hat ſie doch fuͤr ſich ſel⸗ ſten ein Hanſee⸗Statt, und auch eine Reichs⸗ Statt ſeyn wollen. Und iſt ihr Monatlicher Reichs⸗ Anſchlag,einer zu Roß, und fuͤnffzehen zu Fuß;ſo ſie vor dieſem auch erlegt: Hernach aber wolte ſie, die Statt, von der Frau Aebtiſſin daſelbſt, nemlich, des obgedachten reichen Kloſters, auff dem Berg, deſ⸗ ſen Anſchlag abſonderlich, ſechs zu Fuß Monatlich geweſen, darfuür Wehnerus in pract. obſervat. ſechzig flor. ſetzet) eximiret werden: Daher die Snh Anno 1602. in Camera noch haͤngig gewe⸗ en. Auff dem Reichstag zu Regenſpurg in Anno 1641. iſt wegen Hervodt, Doctor Bernhard Fuͤr⸗ ſtenau, Syndicus, neben dem Secretario Heinrich von Raden, erſchienen. Und wird ſie, die Statt, unter die Reichs⸗Staͤtte, der Rheiniſchen Banck, in dem Reichs⸗Abſchiede ausdruͤcklich noch geſetzet. Sie iſt groß/und ziemlich wol gebauet. Es kommen da etliche Waſſer zuſammen, deren eines in der Landtafel die Aa, von Bilefeld,(ſo nur zwo Meilen von hinnen gelegen) herab flieſſend: Das ander a⸗ ber die Wehra vom N erdenhagio genennet wird; welches Waſſer aus der Graffſchafft Lippe, und von derſelben Graͤfflichen Hoffſtatt Diethmold hieher/ und ferners, mit dem Fluß Aa, unweit unter der Statt vermehret, bey dem Dorff Remen, eine Meil uͤber Minden in die Weſer rinnet. Dieſe beyde Waſſer ſlieſſen durch die Statt, und theilen ſich in drey Theil/ deren eines die Neuſtatt genennet wird, ſo ihr eigenes Rathhauß und Gericht hat: Das an⸗ dere wird genannt die Alte Statt: Und das dritte Theil die Radewich, welche beyde Theil einen ge⸗ meinen Rath, auch ein gemein Rathhauß und Ge⸗ richt, jedoch jegliche ihre eygene Kirche haben. Es gibt zu Herfurt ſinnreiche Leute, die an benachtbarte, und auch ferne Orte ihre Wahren bringen. Und iſt das Land herumb fruchtbar und gut; wie beſag⸗ ter Werdenhagen ferners meldet. In der Braunſchweigiſchen Chronic ſtehet am 33. Blat, daß Hertzog Walbert zu Sachſen(Gele⸗ nius nennet ihn einen Graffen dieſes Orts) das ob⸗ gedachte Kloſter, umbs Jahr 232 geſtifftet habe, in welches nur Fuͤrſten, Graffen und Freyherrn Toͤch⸗ ter angenommen werden: Kaͤiſer Ludovicus der Erſte, habe dieſe Fundation beſtaͤktiget, und das Stifft in ſein/ des Reichs Schutz, genommen, auch mildiglich beguͤtert. Es ſagt gleichwol der Author darbey/ daß eine alte beſchriebene Mindiſche Chro⸗ nica, den Fundatorem des Stiffts Hervord Wol⸗ derum nenne. Gemelte Chronic berichtet auch am 415. Blat, daß Hertzog Albrecht zu Sachſen und Luneburg, ſich unterſtanden, dieſes freye weltliche Stifft Hervorde in Weſtphalen, als ſein Eygen⸗ thumb, anzuſprechen. Aber Kaͤiſer Carl der Vier⸗ te, ſey Anno 1377. gen Hervord kommen, und habe beyde Partheyen gehoͤret, und ein Urtheil geſpro⸗ chen, daß Hertzog Albrecht an genanntem Stifft, keinen Rechtlichen Anſpruch oder Gerechtigkeit haͤtte, ſolte ſich deswegen ſolches Moleſtirens ent⸗ halten. Hab auch zu Erhaltung des Stiffts Ge⸗ rechtigkeit und Privilegien, den Abt zu Corbey am Weſerſtrom,zum Inſpectorn verordnet, und Frau⸗ en Heiligund zur Aebtiſſin, in ſeiner Gegenwart, einſetzen und beſtaͤttigen laſſen. Anno 1447. ha⸗ ben Hertzog Wilhelmens zu Sachſen Boͤhmen, die dem Ertzbiſchoff zu Coͤlln, wider die Statt Soͤſt,zu Huͤlffe gezogen, Herforde gebrandſchaͤtzet. Anno 1617. ward dieſe Statt von den vereinigten Niderlaͤndern, Anno 162 5. von den Brandenbur⸗ giſchen, und hernach von den Ligiſtiſchen eingenom⸗ D ij men. nss 32 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze men. Anno 1639. im Augſtmonat, erlitte ſie eine groſſe Feuersbrunſt. Das folgende Jahr lagen Kaͤiſeriſch⸗und Schwediſche hierumb; und bliebe auch ſonſten die Statt nicht unangefochten. Wie⸗ wol ſie ſich damahls durchgebracht, und ſich nach⸗ mals mit ihrem eygenen Volck erhalten. Beſie⸗ he unten ein mehrers im Anhange von Engern, und Dderin von daſelbſt anhero transferierten Canoni- ealey. Vom Stifft Hervord. Das Stifft Hervord iſt ein Kaͤiſerlich frey weltlich Stifft, in der Reichs⸗Statt Her⸗ vord gelegen, von hohen Stands⸗Perſonen, Graͤff⸗ lichen, auch unterweilen Fuͤrſtlichen Fraulein, gleichfalls vier Hebdomadarien, geringern Stan⸗ des, und andern Beneſiciaten beſtellet. Von Paͤb⸗ ſten und Kaͤſern mit ſondern Privilegien verſehen. Darvon die Aebtiſſinne das Haupt, und ein lmme- diat· Stand des Reichs iſt. Welches Stiffts An⸗ gehoͤrige ſich uͤber hundert Jahr zur Augſpurgi⸗ ſchen Confeſſion mit bekannt. Primus ejus fundator putatur fuiſſe Waltge- tus. Habitavitis, prout Latina verba ſonant, in monte Dorenberg, ex patre Dedda,& matre Ee- wi, Chriſtianis natus, poſſeſſionibus& facultati- bus ditiſſimus. Habuit avum Adolphum, genti- lem,& aviam paganam. Adolphus ille fuit Secre- tarius Wetekindi Regis Saxonum, qyvi cum ad Carolum Magnum piſcationis& venationis dona miſiſſet, ab eo fuit accerſitus,& ſacris ſermonibus ita imbutus& converſus, ut lavacro ſalutis fuerit ablutus& baptizatus, eo tempore, qvo Winfri- dus, qui& Bonifacius natione Brito, in Gallia, Suevia, Francia, Haſſia& Thuringia verbum Do- mini prædicavit. Waldgerus claruit tempore Ludovici Pii, Caroli Magni filii, qvi Patri in lIm- perio ſucceſſit. Is poſtqvam à Parentibus ſolici- ce educatus eſt, virtutum operibus& pietate in puerita florere cæpit,& hujus mundi voluptates vilipendere: indeqve conſtituit patre& matre mortuis, omne ſuum patrimonium in honorem Dei conferre. Ideoque Anno 832. erexit ædem Ec- cleſiæ, Hervordiæ, eo loco, qvo Capella Walt- geri conſpicitur, ubi in ſuperficie reperiuntur hæc verba: Princeps hujus terræ Waltgerus, primus fundator Eccleſiæ Hervordenſis. In ingreſſu ſive veſtibulo ejusdem Capellæ hæc leguntur. Nobi- lis Lirchardis de Bickenen Abba: hanc ba- ſilicam Anno Domini 1376. reparavit. ** ℳ Vom Stifft auff dem Berge/ vor Hervord. As Stifft auff dem Berge, iſt ein Ade⸗ D lich Stifft, von Adelichen Jungfrauen, ſo von Adelichen Geſchlechten vollnkommen gebohren, be⸗ ſtellet. Unter welchen etliche mit Aemptern belegt/ als Decaninne, Probſtinne, Cuſiterinne, ꝛc. Ob nun wol ſolches in der Statt Hervord Botkmaͤſſig⸗ keit gelegen, ſo hat gleichwol die Aebtiſſinne des Stiffts Hervord, daruͤber, ſo viel die geiſtliche Guͤ⸗ ter und Perſonen, oder Beneficiaten betrifft, die Collation und Coercition. In der Kirchen, dar⸗ ein nicht allein genante Stiffts⸗Jungfrauen, ge⸗ hoͤren, ſondern auch etliche Unterthanen aus dem Stifft Minden, Herrſchafft Vlothe, und der Statt Hervord Gebieth, iſt nach Abſchaffung des Pabſt⸗ thumbs von vielen Jahren hero, die Lehr der Aug⸗ ſpurgiſchen Confeſſion geprediget und getrieben, auch werden darinn die Ceremonien nach der Statt Hervord Kirchenordnung angeſtellet und gehalten. Von der Fundation werden derſelben Kirchen, uͤber das Gemaͤlde, da abgemahlet, eine Taube erſchienen einem Hirten, und demſelben befohlen, der Aebtiſſin anzuſagen: Daß alldar ſolte eine Kir⸗ che und Stifft gebauet werden, dieſe Lateiniſche Woͤrter gefunden. Hanc viſionem glorioſa virgo Maria, per qven- dam pauperculum devotiſſimæ memoriæ paſto- rem, Abbatiſſæ Hervordienſi relevare,& manife- ſto viſu oſtendere dignata eſt, ſub Anno IIII. (vel potius 10II. nam eo tempore præclarus ille Epiſcopus Meinwercus vixit) die Sanctorum Martyrum Gervaſii& Protaſii, tempore Sancti Mein ertii Epiſcopi Paderbornenſis, qvi& hane viſionem per varias probationes examinavit,& approbavit,& hunc lIocum ad honorem ejusdem ſanctæ Dei genitricis Mariæ conſecravit, acce- dente ad hoc approbatione& confirmatione ſanctiſſimi in Chriſto patris& Domini, Domini — Gregorii Papæ Qvinti. Es wird auch alldar in der Kirchen an dem Altar, im Heiligthumbhauſe gezeiget, mit der eiſern gegit⸗ terten Thuͤre beſchloſſen, ein Stuͤcke vom Stamm des Baums, darauff die Taube ſoll geſeſſen ſeyn, welche dem Hirten offenbahret die Erbauung der Kirchen und des Stiffts. Auff Gervaſi Tag, den 13. Junii und Vortag, wird alldar Jaͤhrlich auff, und um den Berg, ein beruͤhmbter Jahr⸗ Marckt, der Viſions⸗Marckt ge⸗ nant, gehalten. *†*† —c iſt eine 9 F„Statt 5 deſer ge hagen 5 8leg. dn gra g dieſer denoder n, Ea di ſch hurrd Wen b mamt het 2bo uE weiffel, mlm des llan Karu pol genol 8dA Hamelm ſate fund Ben u)od en beyden 2uw: ſes letztern n melmann mglct ddaherod ſderm inder ſolte * then Fehle ſine= Kis apode ſtezes ſerſagt: 1l h fluminu rdmte ſder Zwe⸗ luſe a ſund We ii atn ſen komme nlche pmbte Flu iſſn faus zu ſe Kaen lger bekol Vmen Min und Kg s bitekind, ntes Plauben, fn Bet allhie, d dan bller Kaiſ id ſeinem S ae einen C 1dus pſigt ha 1: Dahe en 4 ſoga ätad. 8 unhe aiſtn eObge ſgu erdeſ mte fere gute G braue auch —, 4 E— kät d ff 5 e. er- e; ueNg. im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 33 1ü 2. Sel Minden/ Minda. Tta n— na 10— Jß iſt eine Biſchöfflice, und Han⸗ kes Schloß/wird bey den Scribenten Wedekindes⸗ Mim K 3, ſee⸗Statt, in Weſtphalen, an der burgk genannt; und ſoll geſtanden ſeyn, wo jetzt der ndSer. Weſer gelegen. Joan. Angel. 3 Wer⸗ Dom ſtehet. Die Braunſchweigiſche Chronit ſa⸗ Aerng m denhagen de Rebuspubl. Hanſcat. part. get: Man ſehe noch auff den heutigen Tag die e nid M 4. c. 7. P. 38. feq. verweiſet dem Pet. Bercio Mauren, die umb die Burg hergegangen ſind; und „on N h M. gar hefftig, daß er l. z3. Rer. German. in ſeye gedachter Koͤnig Wedekind, wie daſelbſt wei⸗ Lenne dä im Beſchreibung dieſer Statt, dieſelbe mit der ter am 30. Blat zu leſen, Anno 7236. getaufft wor⸗ lli Juſ I Statt Muͤnden oder Mynda, im Braunſchweiger⸗ den. Es hat die Statt auff zwey tauſend Schritt, ueend au land, ſo uber die ſechszehen Meilen von dieſer, an gegen Mittag und Morgen, fruchtbare Aecker, auch enwelcelted a der Fulda und Werra, daraus die Weſer wird, ge⸗ uberfluͤſſige Wieſen und Weyden, und einen eyge⸗ enſſefeta legen, vermiſchet. Aber ſolchen Irrthumb hat Ber- nen Wald gegen Mitternacht. Was die Geſchich⸗ d'trcen 3 rius ſonder Zweiffel, auß des Georg Braunens ten dieſer Statt anbelanget, ſo koͤnnen ſolche in der n jähram aa ac vierdten Theil ſeines Stattbuchs geholet, der vor Mindifchen Chronie geleſen werden. Wir wollen fchen a dieſem ſolches geirret hat. Zwar/er Braun, wie er allein der letzten etliche gedencken. Anno 1519. in mn dCacgha de meldet, aus des Hamelmanni Urbium VWeſtpha- der ſtillen Wochen, fiele unverwarneter Sachen, erdnunaxiien 1 licarum Synopſi,genommen. So ferne dann nun Biſchoff Johann von Hildesheim in das Stifft don dada wit 2 jetzgedachter Hamelmann(den wir auff fleiſſiges Minden, raubete und brandte greulich: Er ge⸗ e,N An 4 Nachfragen, und Bemuͤhen, nicht bekommen koͤn⸗I wann auch in kurtzer Zeit die Statt Minden, die hiren weſ 3 nen) vor jenen beyden hierinn geirret haben ſolte: muſte ſich ergeben, und ihm huldigen und ſchwoͤren; 1 So waͤre dieſes letztern Irrthumb der groͤſſeſtedie⸗ wie hiervon in gedachter Braunſchweigiſchen Chro⸗ 1 Delhe 9. weilen er Hamelmann zu Oldenburg in Weſtpha⸗ nic p. 302. und bey dem Henrico Petrei de Mona- L len gelebt/ und dahero des Landes Gelegenheit beſſer, ſteriis p. 24. zu leſen. 1 als die Auslaͤnder ſolte gewuſt haben. Anno 1533. ward dieſe Statt, weiln ſie die Re⸗ AVUnd ſolchen Fehler ſcheinet auch Caſp. Ens, ligions⸗Reformation vorgenommen, und dahero in ſeinen deliciis apodemicis p. 218. begangen zu Haͤndel mit den Catholiſchen Geiſtlichen bekom⸗ I hd Rℳ haben, in dem er ſagt: Minda commendatur ob fa- men, von dem Cammergericht in die Acht erklaͤret; 90 moſiſſimorum fluminum concurſum. Dardurch deren ſich ihre Bundsgenoſſen, der Churfuͤrſt zu * er dann, ſonder Zweiffel, die obgedachte beyde Sachſen, und Landgraff zu Heſſen, angenommen wercus i G. Fluͤſſe, Fulda und Werra, ſo zu Muͤnden, wie ge, haben. Dahero die Execution biß ins Jahr 1547. 1 Clhel ſagt zuſammen kommen verſtehen wird Dann kei⸗ anſtehen blieben, in welchem ſie von Jodoco Grun- ne ſolche berüͤhmbte Fluͤß bey Minden in die Weſer ningo oder von Croningen, aus Befelch Kaͤiſer — fluß an unterſchiedlichen Kauffmanſchafften. Ha⸗ be drey Collegia, unter welchen die Biſchoͤffliche 4at e flieſſen. Daraus zu ſehen, wenn einer fehlet, wie Carls des Funfften, uͤberzogen worden; davon Slei⸗ ot 5 viel er Nachfolger bekommet. Es ſolle Minden den danus, in ſelbigen Jahren, und andere mehr, zu ſe⸗ 1n a Namen von Min und Din haben. Dann als hen ſey. Chytræus ſagt: Sie habe ſich damaln 10 M der groſſe Witekind, Koͤnig der Sachſen, den gleich ergeben. Anno 1626. hat Minden der LDn s Chriſtlichen Glauben angenommen, und vom Er⸗ General Graff von Tilly eingenommen. Anno ui Fu ſten Biſchoff allhie, dem Herimberro, getauffet 1631. ward allhie erſtlich, die Reformation vor⸗ Dur. n, worden, ſo ſoll er Kaiſer Carln dem Groſſen erlau⸗ genommen, und die der Augſpurgiſchen Con⸗ dm bet haben, in ſeinem Schloß, an der Weſer, ihme, feſſion zugethane Kirchen, durch Kaͤiſerliche Com⸗ auſeaenen, dem Biſchoff, einen Ort einzugeben; auch ſelber miſſarien eingezogen; wie Theils berichtet haben. ſchoſe v* zum Biſchoff geſagt haben, diß Schloß ſoll Min In dem andern Theil des Theatri Europæi ſtehet: rauffdi duce, 4 und Din ſeyn: Daher das Wort Minden, ent⸗ Daß allhie, in beſagtem;1. Jahr, zu Anfang des ten ofemet Se ſprungen. Und folgends auch die Kirche ſampt Julii, durch den Biſchoff von Oßnabruͤck ſo auch Stiff V 10: der Statt aufftkommen, welche Statt aber Theils Biſchoff zu Minden) ein ſchneller Reformations⸗ Darw ndce 3c, fuͤr aͤlter gehalten. Obgedachter Braun nennets eine Proceß zu Unſer lieben Frauen vorgenommen, und an,d ede gar luſtige und ſehr veſte Statt; welche Luſtbarkeit, durch ſemne Subdelegierke den Jungfrauen ange⸗ Rfabchet Se Fiſch und andere gute Gelegenheit, die Weſer dar⸗ zeiget worden, daß ſie alſobald das Stifft oder Ab⸗ ant, Kdtn reiche. Sie braue auch ein gutes Bier, ſo vielen tey, mit aller Zugehoͤr, raumen, und den Jeſuitern uu f. Benachtbarten angenehm; Und ſeye da ein Uber⸗ einhaͤndigen ſolten: Dawider der Rath allda nichts vermocht habe. Bald aber darauff kam Landgraff Wilhelm zu Heſſen daher, und eroberte ſolche Statt Kirche, oder der Dom. Cs iſt aber darbey zuerin⸗ durch Aecord. Folgends bekam ſie wieder eine Kaͤi⸗ nern, daß der beſagte Dom gar finſter, auch ſonſten ſeriſche Beſatzung: Ward aber Anno 34. den 10. nicht viel Dener wurdiges da zu ſehen iſt. Obgedach⸗ Novembris von Hertzog Georgen von Luͤneburg D iij. mit 34 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze mit Accord erobert. Als folgends, daß Ihre Fuͤrſt⸗ liche Gnaden auch den Prageriſchen Frieden an⸗ nehmen ſolten, die Schwediſahen vermerckten, ſo haben ſie dieſe nunmehr gar veſt gemachte Statt, durch eine Kriegs⸗Liſt, im Fruͤhling des 1636. Jahrs, in ihren Gewalt gebracht, und ferners alle⸗ weil behalten. Anno 1644. den 18. und 28. No⸗ vembris, als man allhier einen Proviantmeiſter zu Erden beſtatten ſollen, ſeynd durch einen Don⸗ nerſchlag und Blitz/des General Majors, jetzt Ge⸗ ſerm Ernſt, als bißher geſchehen/zu ſtraffen: Beſtel⸗ lete derowegen heimliche Judices und Richter, wel⸗ che auff die Verbrecher und Anfuͤhrer ſolten Ach⸗ tung geben und anbringen, und ließ dieſelbige un⸗ verhoͤret, und wider alle Verantwortung, aus dem Lande verjagen und ſtraffen. Durch welchen Ernſt er denn die uͤbrige im Gehorſam behielte, nach dem ſie, nemlich viel aus den ihrigen, ſonderlich aus den Fuͤrnemſten/ in den Waͤldern hin und wieder an den Baͤumen funden hangen, und doch zuvor von kei⸗ neral Lieutenants, Hauß Chriſtophen von Koͤ⸗ ner Anklage je gehoͤret hatten. Und ſagt ſonderlich nigsmarck, drey Knaben in S. Marien⸗Kirchen, Kneas Sylvius, auff der Aebtiſſin Stul beſchaͤdiget worden, in deme der groͤſte unterm Angeſicht etwas verbrandt, der Mittelſte an der rechten Seiten und Arm, wie auch der Juͤngſte am rechten Arm Schaden ge⸗ nommen: deroſelben Diener aber, nebenſt einem Maͤgdlein, alsbald Todes verfahren, und hinge⸗ gen die kleineſte Tochter, nebenſt der alten Jung⸗ frau, ſo umb und bey gedachten Knaben, behuͤtet worden. In der drauff folgenden Nacht hat ſich der Himmel Creutzweiß eroͤffnet, daß das Feuer uͤber gedachter Statt geſtanden, und die Schild⸗ wacht voͤr des Herrn General Majors Hoff hell umbleuchtet;wie in der Franckfurtiſchen Fruͤhlings⸗ Relation des 45. Jahrs, am 62. Blat,ſtehet. Der jetzige Biſchoff allhier, Herr Frantz Wilhelm, iſt auch Biſchoff zu Oßnabruͤck, und der Roͤmiſch⸗ Catholiſchen Religion zugethan. Der vorige, Her⸗ tzog Chriſtian von Braunſchweig und Luͤneburg, war der Auſpurgiſchen Confeſſion. Die Biſchöff⸗ liche Reſidentz ſt Petershagen. Cs gehoͤret auch hieher Berge an der Weſer) oder Hauß zum Ber⸗ ge, ſo ein Paß/ und eine Meil Wegs von der Statt Minden gelegen. Von Carolo Magno, der Francken Koͤnig/ Pipmi Sohn/ und Caroli Martelli Enckeln, welcher Werekindum, der Sachſen Koͤnig, bekrieget, und zum Chriſtlichen Glauben gebracht. (Arolus Magnus hat viel Jahr mit den Sachſen, und deren Koͤnig Witekind gekrie⸗ get, und denſelbigen etliche mahlen uberwunden: Alſo, wann Koͤnig Witekind nach Abzug Caroli, wider abfaͤllig worden, er zu unterſchiedenen malen mit groſſer Krigsmacht wieder kommen, denſelben getrieben und genoͤthiget, biß er ihn und ſeine Un⸗ terthanen, die Sachſen und Weſtphalen zum Chriſtlichen Glauben gebracht. Hierzu werden nicht unfuͤglich geſetzet nachfolgende Worte, ſo in Atlante majore de Weſtphalia, gefunden werden: Der eintzige Carolus Magnus hat alle dieſe Voͤl⸗ cker, die Weſtphalen/ zum Chriſtlichen Glauben ge⸗ bracht. Als ſie aber offt und vielmal von ihm abge⸗ fallen, rebelliſch worden, und ſich ſeinen Gebotten widerſetzet, ſahe er fuͤr gut an, ſolche ihre Halßſtar⸗ rigkeit, und offt geuͤbten Meineyd, mit einem groͤſ⸗ welcher den Namen bu II. Anno 1458.als er Pabſt worden, bekommen) es habe ſol⸗ ches Gericht biß auff ſeine Zeit gewaͤhret, die Wei⸗ ſe, die Schuldige zu verurtheilen, allezeit heimlich gehalten, und die Übelthaͤter, ohne ihr Vorwiſſen, unverſehens, und wo man ſie erwiſcht, angegriſſen/ und zu der Straaff gezogen worden: Und ſolche Richter, welche dieſe Gewalt von Carolo Magno empfangen, wurden, ſagt er, Eneas ferner/ Scabini, oder Schoͤpffen genennet. Hucusq́; Atlas. Hieruͤber aber iſt darnach eine Reformation, nicht allein durch, weyland, Ertzbiſchoff Dietrich zu Coͤlln loͤblicher Gedaͤchtniß, als ihm durch Kaͤiſer Siegmund befohlen, was zu Arnsberg in Beywe⸗ ſen vieler Graffen, Freyherrn, Ritterſchafft, Stol⸗ herrn, Freygraffen und Freyſchaffen gemacht, ge⸗ ordnet, geſetzet und verkuͤndiget worden, ſondern auch nachgehend vom Kaͤiſer Friederich dem Drit⸗ ten des Nahmens, nach ſeiner Koͤniglichen Croͤ⸗ nung, mit Rath des Reichs Churfuͤrſten, Fuͤrſten und Staͤnden,zu Franckfurt Reformation, Ord⸗ nung und Conſtitution gemacht, welche Kaͤiſer Maximilianus I. Anno 1497. zu Wormbs confir⸗ miert, erneuert und bekraͤfftiget: Wie ſolches al⸗ les zu erſehen aus der Reformation, oder heimli⸗ chen Gerichten, ſo durch den Hochwuͤrdigſten Fuͤr⸗ ſten und Herrn, Herrn Hermann Ertzbiſchoffen zu Coͤlln, und Churfuͤrſten, Hertzogen zu Weſtphalen und Engern, Anno 1537. auff gerichtet und publi⸗ ciret worden. Solch Frey⸗Schoͤpffen⸗Gericht wird auch in der Graffſchafft Lippe, auff Confirmation des Ertzbiſchoffs von Coͤlln, und deſſen Praͤſiden⸗ ten zu Arnsberg, durch beſondere abgetheilte Sedes und Stuͤle, als zu Wilbaſen, Schöttmahe, und Falckenburg, biß auff heutigen Tag lolenniter ge⸗ halten und dergleichen in andern Landen und Reihie Stan, auch in der Statt Hervord be⸗ unden. Als Carolus Magnus die Sachſen alſo zum Chriſtlichen Glauben gehrache ſtißter) er mnlhſs dene Biſchthumbe, als zu Oßnabruck, Verden, Lunſter, Bremen, Minden, Paderborn, Ham⸗ burg ꝛc. Theilete auch das Hertzogthum Engern und Weſtphalen, zwiſchen dem Rhein und Weſer, in unterſchiedene Herrſchafften, damit die Sach⸗ ſen alſo getheilet, dem Reich, wie zu vor ungetheilet, geſchehn, keinen Widerſtand weiter thun moͤchten. Und zog im Jahr 801. gen Rom, und war daſelbſt vom Pabſt Leone, des Namens dem Dritten, zu einem — 4 1 1 A ndwomſ A— rufgenie““ 8— ntag h.. 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Weſerf du vanderns Aſot umb woh cheit ſerliche Er ſals die ve He † und and ndaſff useinem dut ſer Nachb 14 mücher 1 ¹Coc die Statt pen 11n, drey Pf are Rrn/ ſo vi l 1342.142 Ho ⁸ 19 beg 5 8 nmuthig uſcun 4 —-—— im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. einem Roͤmiſchen Kaͤiſer gecroͤnet/ und iſt alſo Er/ der Erſte Kaiſer in Occident worden. Er hat eine Schweſter gehabt/ genannt Bertha, welche zur Ehe gehabt Milo Anglerius, ein Hertzog von Engern/ ſo im Anfang des Kriegs in Sachſen/ ihm/ Carolo Magno, gedienet/ und in einem harten Treffen in Hiſpania, gegen die Saracenen/ Anno 778. umb⸗ kommen/ darvon gebohren ein Sohn/ mit Nahmen Rolandus: Welcher/ als er 42. Jahr alt worden/ geſtorben/ von Durſt/ und nicht vom Schwerd⸗ chlag/ als Carolus Magnus qus Hiſpanien in has eſc ziehen wolte/ auff dem Pyreneiſchen zʒebirg/ ſo Spanien und Franckreich von einander Sad, Anno Chriſti 796. Es hatte aber Rolan- dus denſelben Tag/ als ein kuhner und ſtreitbarer Hoͤxter/ n der Weſer/ zwiſchen dem Braun⸗ ſchweigiſchen Muͤnden/ und dem Biſchoffli⸗ chen Minden/ im Stifft Corbey gelegen/ und ſel⸗ bigem Abt gehoͤrig/ der ein Stand des Reichs/ und Monatlich/ ſampt beſagter Statt Huͤxer⸗oder Hoͤx⸗ ter/ auff drey zu Roß, und 9. zu Fuß/ angelegt iſt/ darvon ihme allein acht und viertzig Gulden zu er⸗ ſtatten gebuͤhren. Iſt eine wol gelegene und vor dem jetzigen Teutſchen Krieg eine wohnſame/ luſtige Statt geweſen/ von deren/ und ihres Nahmens Ur⸗ ſprung/ Johannes Lerznerus in der Corbeyiſchen Chronie/ am 16. Capitel/ inſonderheit zu leſen iſt. Sie hat wie andere Staͤtte/ ihre ſonderliche Statu⸗ ta, Gerechtigkeit/ Freyheit/ Policey und Privilegia, und wegen des Weſerſtroms viel Handthierunge/ Ein⸗und Auswanderns. So haben auch viel von Adel/ ſo da herumb wohnen/ ihre Handlung/ auch! etliche ihre ſonderliche Hoͤffe und Wohnhaͤuſer in dieſer Statt/ als die von Stockhauſen/ Amelun⸗ xen/ Helveſſen/ und andere mehr. Das Bier/ ſo man daſelbſt aus einem Bach/ die Grobe genannt/ brauet/ iſt in der Nachbarſchafft beruffen/ und ma⸗ chet/ doch ziemlicher maſſen getruncken/ froͤliche Leut. Es hat die Statt fuͤnff Thor/ und zwo Fiſch⸗ pforten: Item/ drey Pfarrkirchen/ S. Petri, Kiliani, und zun Bruͤdern/ ſo vorhin ein Kloſter geweſen. Anno 1264. 1342.1424. und 1772. hat die We⸗ — 35⁵ Held/ Manſurium, einen fuͤrnehmen Sararenen/ getoͤdtet/ und groſſe Thaten gethan. Dieſen Ro⸗ land hat Carolus Magnus, wegen ſeiner Tugend und Mannheit/ gar ſehr geliebet/ und nach ſeinem Tod in den Sachſiſchen Staͤtten und Orten/ zum Gedachtnis/ ihme Bilder auffgerichtet/ groſſe Frey⸗ heit darbey gegeben/ die noch jetzo Rolandi Bilder genannt werden. Anno 814. iſt Kaͤiſer Carolus Magnus am 22. Nununi im zwey und ſiebentzigſten Jahr ſeines lters zu Aachen geſtorben und begraben. Ihm iſt im Regiment und Kaͤiſerthumb ge⸗ folget/ ſein Sohn Ludo- vicus Pius. ** Huͤxer. ſer allhie groſſen Schaden gethan. Anno 162 5.hat ſie der General Graff von Tilly eingenommen. An⸗ no 1634.ward ſie von den Ligiſtiſchen/ den 10. Apri⸗ lis/ mit ſtuͤrmender Hand erobert/ die Schwediſche ſaͤmptliche Beſatzung/ und mehrentheils Burger/ biß etwan auff dreyſſig/ auch Kinder von zwoͤlff Jahren niedergehauen; hernach die Todten/ deren in fuͤnffzehen hundert geweſen/ in die Wefer ge⸗ worffen/ und die Statt gepluͤndert/ wie in der Franckfurtiſchen Herbſt⸗Relation/ ſelbigen 43. Jahrs/ am 32. Blat/ berichtet wird. Anno 1640. ward dieſe Statt mit Luͤneburgiſchem Volck/ unter dem General Major Eduarden Pithan beſetzet/ an der Statt reparieret/ und ſie mehrers beveſtiget. Gleichwol/ ſo eroberten hernach/ noch in dieſem Jahr/ und zwar im Septembri/ die Kaͤſeriſchen dieſe Statt/ im dritten Sturm/ ſo weit/ daß die darinnen gelegene neun hundert Luneburgiſche ac⸗ cordierten; weil der Entſatz zu ſpat ankommen war; wie hiervon mit mehrerm in Tomo 4. Thea- tri Europæi p. 39. zu leſen. Anno 1646. den 2 5. Aprilis/ iſt dieſer Ort von dem Schwediſchen General/ Herrn Carl Guſtay Wrangel durch Accord wieder eingenommen worden: Franckfurtiſchen Relation ſelbigen Jahrs/ pag. 21. ſedq. Hoy/ Hoey/ Huy/ Hojum, Huyum, oder Huijum. Ine Statt/ im Biſchthumb Luͤttich/ an der Maaß/ fuͤnff Meilen von der Statt Luttich/ und zwiſchen Luͤttich und Namur ge⸗ legen/ ſo den Namen hat von einem boͤſen Waͤſ⸗ ſerlein/ welches ſich allhie mit Ungeſtuͤmm in die Maaß ergeuſt. Iſt eine alte/ fuͤrnehme und ſchoͤne Statt/ ſo gar anmuthig und praͤchtig/ in einem lu⸗ ſtigen Thal/ zwiſchen den Bergen ligt. Unten bey der Statt/ iſt eine herrliche ſteinerne Bruͤcke/ mit vie⸗ len Schwiebboͤgen und ſtarcken Pfeilern/ uͤber die Maaß/ auff welcher man einen friſchen Lufft holen/ und ſehr weit ſehen kan. Man machet allhie gutes Tuch/ gibt auch herumbEiſenbergwerck/ einen groſ⸗ ſen Wemwachs/ und gutes Getrayd. Die Kirchen zu Unſer Frauen iſt allda wohl zu ſehen. Oben auff einem hohen Berg/ ligt ein anſehnliches Schloß/ au ff 36 auff welchem der Herr Biſchoff von Luͤttich/ wann er in dem Lande iſt/ Hoff zu halten pfleget; welches ſehr veſt und wol gebauet/ und darinn ein wunder⸗ licher und ſehr tieffer Brunn: Item/ ein Ballen⸗ hauß zu finden iſt. Dieſen Ort hat Anno 159. Carolus Heraugier/ Gubernator von Breda/ mit Liſt eingenommen/ als er bey der Nacht das Schloß J mit Laitern erſteigen ließ. Dieweil aber das Waſſfer in allen Landen/ der Zeit mercklichen Scha⸗ den thaͤte/ und man gedachtes HUY/ nicht wol verſehen konte: So wurde es/ auff Anruffen Herrn Ertzbiſchoffs Erneſti von Coͤlln/ als Bi⸗ ſchoffs zu Luͤttich/ von den Spaniſchen/ unter Petro Henriquez de Guſman, Graffen zu Fuentes, wie⸗ der belaͤgert und eingenommen. Beſiehe Geor- gium Braun/ im andern Theil ſeines Staͤttbuchs: Jaun⸗ Emanuel von Metern im 17. Buch ſeiner lderlaͤndiſchen Hiſtorien/ den Naſſauiſchen Lor⸗ beer⸗Crantz/ pag. 113. ſeq. Joann. Bochium, in hi- ſtor. narrat. profectionis& inaugurat. Alberti& Iſabellæ, Archud. Auſtr. p. 7. und Abrahamum Or- telium, in Itiner. Gallo-Brabantino, p. 209. feq. Die Maaß ſcheidet dieſe Statt in zwey Theil. Und iſt gar eine luſtige Gelegenheit/ zwiſchen hier und Namur. Von dieſer Statt handelt auch Miræus in d. Faſtis, pag. 88. ſeqq. alldꝗ er auch meldet: Daß Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Joan. Goropius Becanus, und Stephanus Pighius des Taciti Civitatem Juhonum, fuͤr Hujum aus⸗ legen. Es ruhe/ ſagt er/ allhie/ in der Stiffts⸗Kir⸗ chen/ der heilige Maͤrtyrer Maingoldus, oder Mengoldus, Dux& Patronus Hujenſis, ſo an dieſem Ort von den Gottloſen umbgebracht worden: Item S. Domitianus, Biſchoff zu Maſtrich/ auch dieſer Statt Patron; wie er p. 237. ſeq. ſchreibet. Und am 378. und folgenden Blaͤttern/ ſagt: Daß an der Stattmauer allhie/ das fuͤrnehme der Cano⸗- nicorum Regularium Kloſter/ Neu⸗Moſtier/ o⸗ der Novum Monaſterium, ins gemein genannt/ lige: In der Statt aber ſeye ein anders fuͤrneh⸗ mes Kloſter/ das Haupt des Creutz⸗Ordens/ ſo umbs Jahr 1216. fuͤnff ſehr fromme Maͤnner/ un⸗ ter der Regel S. Auguſtins angefangen; welches Johannes Apianus, der Biſchoff zu Luͤttich/ bega⸗ bet/ oder mit Guͤtern verſehen habe. Das erſte Kirchlein zu Huy/ ſeye von 5. Materno, des heiligen Apoſtels Petri Diſcipeln/ der Mutter GOttes zu Ehren erbauet/ hernach unterſchiedlich vermehret/ und von Theoduino, dem Biſchoff zu Luͤttich/ von Grund auff wieder erbauet/ und Anno 1066. eingeweyhet worden/ ſo jetzt die Haupt⸗ kirch/ und zu Unſer Frauen ge⸗ nant werde. Horn. St eine alte Statt in der Graffſchafft Lipp/ und ein Paderborniſch Lehen. Ligt am Teutenburger Wald/ ſo jetzt der Lippiſche und Horniſche genannt wird/ und nicht weit vom Windfeld/ allda der Roͤmiſche Obriſter Quintilius Varus, zun Zeiten Kaͤiſers Auguſti von den Teut⸗ ſchen geſchlagen worden. So ligt nicht weit von der Statt der Egerſterſtein/ ſo groſſe/ hohe/ unge⸗ heuere Steinfelſen: Item/ das alte Graͤffliche Hauß Falckenberg/ ſo jetzt verfallen/ ſovor Jahren wegen des Frey⸗Schoͤpffen⸗Gericht⸗Stuls beruͤh⸗ met war/ welches Gericht noch in der Graffſchafft Lipp gehalten wird. Graff Bernhard der Vier⸗ te zur Lipp/ hat umbs Jahr 1343. das Hauß/ oder Schloß allhie/ auffs zierlichſt gebauet/ die Statt er⸗ weitert und den Buͤrgern mehrere Freyheiten ge⸗ geben. Anno 1407. hat Hertzog Henrich von Luͤne⸗ burg dieſe Statt mit Gewalt eingenommen. Im Soiſtiſchen Krieg iſt ſie Neutral blieben/ und hat ſich mit Geld abgekaufft. 4ꝙ Hugarde/ Hugardia. Hn beruͤhmbter Marcktfleck un Stifft und Gebieth Luͤttich/ allda ein altes Dom⸗ ſtifft zu S. Gorgonio, welches die Alpais, Ca- roli Martelli, des Frantzoͤſiſchen Fuͤrſtens und Hanß Meyers/ Kebsweib/ gebauet und geſtifftet/ die man hernach zu Orp/ ſo man Orple grand, und Orpliam majus, nennet/ begraben hat; welches Derff/ zwo Meilen von Hugard/ und der Statt Thienen/ in Braband gelegen und beruͤhmbt iſt. Die Domherrn zu obgedachtem Hugarde/ verwah⸗ ren den Coͤrper des heiligen Oduini, des Prieſters/ welcher von einem Gottloſen Menſchen umb⸗ gebracht worden iſt. Miraus in Fa- ſtis, p. 346. Jever/ Jevern. Ine Statt/ ſammt einem veſten Schloß/ und Herrſchafft/ zu aͤuſſerſt des Oſt⸗Frießlands/ in Oſtringen/ auff einem ma⸗ gern Boden/ zehen tauſend Schritt von Eſens/ ein wenig mehr/ als vier kauſend von Witmund/ und drey Teutſche Meilen von Aurich gelegen. Hat gegen Morgen/ den Fluß Jade/ der in die Weſer faͤllet/ und das Statt/ und Butiadinger Land; nach Mittag/ * 8 03 d Non) X b 2. Domi d Dhat Drra. dn 1 V 1 3 1 undf 4 3 ½. Kh Okar, 1 — D 0 Kel dhe K 1 Re. W m AT I. 8 1 12 16, fl Fgeer N 1△☛ Kſccc 9 . Ncgel S. Jucufprä Aph n* Pinus, N N, AL u Af 17 8 unt a T boh —. 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Es begreifft die Herrſchafft Jever drey Lander, nem⸗ lich Wangerland, Oſtringen und Ruſtringen; und erſtreckt ſich die Laänge und Breite auff drey gute Meil Weges, darinn viel ſlattliche Schloͤſſer, Kloͤ⸗ ſter, Kirchen, Edelleut⸗Haͤuſer, und herrliche Vor⸗ ſampt andern feinen, den Unterthanen zu⸗ wercke gehoͤrigen Gebauen; ſonderlich Kniphauſen, Ri⸗ ckelhauſen, Middoch, Schlagen, ꝛc. und in die acht⸗ zehen Carſpelkirchen, oder Pfarrkirchen, ſeyn. Die Innwohner ſeynd vorhin frey geweſen, und allein von ihren Richtern und Advocaten regieret wor⸗ den: Aber Anno 1359. haben ſie ihren eigenen Herrn und Regenten, nemlich, Edo Wimeken Papinga den altern, gehabt, den ſie ihnen zu einem Hauptmann erſtlich erwehlet, von welchem die nachfolgende Jeveriſchen Herren und Hauptleute entſproſſen, unter welchen Edo Wimeken, der Juͤn⸗ ger, Hauptling zu Jever, Ruſtringen, Oſtringen und Wangeriand geweſen, der Anno 1511. und ſein Sohn Chriſtoph/ Anno 1517. geſtorben, deme ſeine Schweſtern ſuccediert unter welchen Frau⸗ lein Maria am laͤngſten gelebet, nnd Anno 1575. geſtorben iſt: Nachdem ſie zuvor ihren Herrn Vet⸗ tern, Graff Johann zu Oldenburg(dann ihre Frau Mutter, eine Graͤffin von Oldenburg geweſen) zu V 37 ihrem Erben eingeſetzet, und ihme die Landſchafft hat huldigen laſſen: Darwider ſich aber die Graf⸗ fen von Oſt⸗Frießland gelegt, und iſt die Sache zu Bruͤſſel anhaͤngig gemacht worden,(dann dieſe Fraͤulein von Jever, als ihnen die beſagte Graf⸗ fen, weiln ſie, wegen ihrer ausgebrachten Kaͤiſerli⸗ chen Belehnung, Herren uͤber gantz Oſt⸗Frießland ſeyn wolten, ſo ſtarck zugeſetzet hatten, die beſagte Herrſchafft, im Jahr 1532. Kaͤiſer Carln dem Fuͤnfften, als Hertzogen zu Braband, und Graffen zu Holland, auff ſondere Maaß und Weiſe, unter worffen und zu Lehen gemacht haben, Ddaſelbſt An⸗ V no 88. durch Urtheil, dem Graffen Johann von Oldenburg, beſagte Herrſchafft Jever, zuerkannt, und ſolches hernach, in der Reviſion, Anno 1 591. confirmiert worden, nach dem er, der Herr Graff, zuvor, von Jever aus, biß auff den Hoeck, und vollends biß in die geſaltzene See, durch das Jever⸗ land, ein Schiffreiches Tieff graben laſſen, dar⸗ durch mit ziemlichen groſſen Schiffen, biß an die Statt Jever, alley Wahr und Nothdurfft, zu Waſſer gebracht werden moͤge; wie hievon bey dem Herman„Hamelmann, in der Oldenburgi⸗ ſchen Chronic, an unterſchiedlichen Orten, ſonder⸗ lich part. 3 fol. 452. ſcqq.& fol. 467. zu leſen. Beſiehe auch Ubbonem Emmium, in ſeinen Frieſiſchen Hi⸗ ſtorien. † * Kloppenburg. „Igt in Weſiphalen, nahend dem Ur⸗ ſprung der Soſte/zwiſchen Wildeshuſen, o⸗ der Wilshuſen und Haſelunen, zwo Mei⸗ len von Friſoite, und gehoͤret dem Stifft Muͤnſter, an welches es von der Graffſchafft Tecklenburg kommen iſt. Es haben die Schwediſchen, Staͤtt⸗ lein und Schloß beveſtiget, und gleichwol Anno 1635. den 28. Octobris, den Kaͤiſeriſchen bald auff⸗ geben. Und haben die Kaͤiſeriſch⸗Hatzfeldi⸗ ſchen im Novembri, des 38. Jahrs, dieſen Ort wieder einge⸗ nommen. Lemgow/ und zwar eine Meile davon, in der Graffſchafft Lippe gelegen. Es findet chs⸗Staͤnde, tere, zu Braun⸗ Stifft Paderborn Paderborniſch 9738 eine feine Weſtphaͤliſche, und 69 Hanſee⸗Statt, nahend Dethmolden, ſich in einem Regiſter der Rei daß Hertzog Heinrich der Ael ſchweig, dieſe Statt dem geſchenckt, die nachmahls der ur Lippe Lehnsweiſe verliehen. Es ſey Anſpig, ſie des Reichs Matricul V Bi⸗ Statt auch ihren Nahmen ſchoff/ ſo ein Graff von Lippe geweſen, dem Graffen leimichten Boden, Leimich ihr zwar, in nannt wird. Die Burger einverleibet, embſig in der Nahrung und Gewerb. Im Jahr Angelius à Werdenhagen ſchreibet ge Rebuspubl. Hanſeat. part. 4. c. 7. P. 39. Es lige Lemgow an dem Waſſer bega ſo folgends in die Wehra faͤllet, nicht uber zwo Meilen von Hervord, und erkenne, doch mit Vorbehalt ihrer Freyheiten, den Graffen zur Lippe fuͤr ihren Herrn, habe fruchtbare Aecker, und luſtige Weyden umb ſich herumb; davon die hat, und von ſolchem Aue, oder Lemgau ge⸗ ſeyen arbeitſam, und gar Zahlung aufferleget, und darauff etliche Ziel,zu Un⸗ 1530. haben ſie auch damals wider ihres Graffen terhaltung des Cammergerichts, bezahlet worden; ſey aber kein weiterer Behelff da geweſen, und ſie al⸗ ſo vom Graffen zur Lipp eximiert worden. johan. Simonis willen, ſich zur Evangeliſchen Religion begeben, und mit Rath der Statt Braunſchweig ihre Kicheigtnhen nach dem ſie neue Kirchendie⸗ nex 38 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze nerberuffen, angeſtellet: Alſo habe auch der Rath Daß allbereit zu des Kaiſers Lotharii Zeiten, die allhie Wufän 1798. die Adeliche Bruͤder von Sal⸗ Graffen zur Lipp dieſe Statt beſeſſen, nemlich dern, welche Hertzog Heinrich Julius von Braun⸗ Bernhardus I. Graff Simon der Erſte, hat zur al⸗ ſchweig, auff das hefftigſte verfolgte/ weiln ſie auff ten auch die neue Statt gebauet. Dahin Anno dem Landtag der Statt Braunſchweig, das Wort 1306. auch ein Nonnen⸗Kloſter kommen. Graff gered, und ſie in etwas vertheydiget, auffgenommen, Simon der dritte hat Anno 1369. bewilliget, das und in ihrer Statt verſorget, damit ſie keine Gewalt die zwey unterſchiedliche Regimenter beyder Staͤt⸗ zu leyden haͤtten; daher die Statt nicht eine ge⸗ te, forthin ein Corpus ſeyn, und beyde Staͤtte fuͤr ei⸗ ringe Ungunſt, und Widerwillen des Hertzogen ne gehalten werden ſolten. Anno 1342. hat das auff ſich geladen habe; weiln daher die erſte Urſach Waſſer in der neuen Statt groſſen Schaden ge⸗ der ſo ſchaͤdlichen Zwytracht und Kriegs mit den than, viel Leute erſaͤuffet, und etliche verſtorbene Lei⸗ Braunſchweigern entſtanden ſey. Melchior ber aus den Graͤbern hinweg gefuͤhret. Anno 1447. Goldaſtus, in ſeinem Buch von dem Königreich ward die Statt in dem Soiſtiſchen Krieg von den Boͤheim, meldet lib. 6. cap. 20. p. 741. Daß in der Boͤhmen, ſo Hertzog Wilhelm zu Sachſen dem Slaven oder Wenden, und ihrer Koͤnige Wappen, Staͤnde der Graffſchafft Lippe Freyheiten verſehen ſeye, daß auch der Graffen Soͤhne zur Nachfolge, nicht zugelaſſen werden, ausgenommen der jenige„ welchen ſie, die Stande) als einen Wuͤrdigern, und zum Regiment tauglichern, erwehlen, oder welchen die Staͤtte Horn und Lemgow, durch ihre Stimmen ernennen. Iſt eine anſehnliche, ſchoͤne und wol erbaute Statt; alda es auch eine gute Schule und Buchdruckerey vor dieſem gehabt, welche aber,we⸗ gen jetziger Kriegslaͤuffte in Abgang kommen. Und iſt das Bier allhie geſotten, gar angenehmen Ge⸗ ſchmacks. Allhie iſt zu ſehen, die Slaves⸗Pfort, ſo viel als der Wenden, ſo vor Jahren da gewohnet, Pfort. Die alten Thuͤrn an der Stattmauren daſelbſt, darauff eine Crone, und darinn der Lindwurm der ſeyn auch zu betrachten. Der Juterbock, ein groß hoch Gebau, ſo daſelbſt gezeiget wird, iſt ſo viel, als G Ott, die Sonne, wiewol es andere von dem Wort Jupiter, her zichen; wie in der Lippiſchen Chronic P. 301. ſtehet, daſelbſt auch p. 409. ſcq. geſagt wird: Ertzbiſchoff von Coͤlln zu Huͤlffe geſchickt, ausge⸗ plundert. Anno 1609. und folgende, gab es Unruhen allhie, darvon in der beſagten Lippiſchen Chronic fol. 5 59. ſeq. zu leſen. Anno 1612. war ein groß Erdbeben, daſelbſt. Anno 1637. ward ſie von den Kaiſerlichen verlaſſen, und gab darauff den Heſſi⸗ ſchen eine Brandſteuer. Aber, als die Kaͤiſeri⸗ ſchen wieder darfur kamen, geſchahe groſſer Scha⸗ de mit Feuer, und ward ihnen die Statt im Novem⸗ bri auffgeben die ſolche innen gehabt, biß ſie Anno 164. von dem Schwediſchen Herrn General Lieu⸗ tenant Koͤnigsmarck wieder erobert worden. Gar nahend dieſer Statt ligt ein ſchoͤn, wol ge⸗ bauet Graͤfflich Schloß, Namens Brake, welches vor dieſem das Reſidentz⸗Hauß, Herrn Grafſen Simon des altern geweſen. Nach deſſen toͤdlichen Abgang aber in Zertheilung der Graffſchafft, deſ⸗ ſen Sohn, Herrn Graff Otten zur Lippe, ꝛc. zu Theil worden, welcher daſelbſt annoch beſi tzet. *† Lippſpringk/ Lippſpring. GOn Theils Leibſpring genannt, hat den Namen, weil in dieſem Staͤttlein der Urſprung des fuͤrnehmen Waſſers, der Lippe, im Stifft Paderborn, und alſo in Weſtpha⸗ len gelegen. Dieſes Staͤfttlein ligt eine Meil von Paderborn, ſtoͤſſet an die Graͤntze der Graffſchafft Lippe, und ſonderlich, an die namhaffte Heyde, die V Senne genennet, welche Heyde dem raͤiſenden b Mann ſehr gefaͤhrlich, weiln dieſelb uber zwo Mei⸗ len gantz unbewohnlich, und derohalben von den 10. Blat: Daß der Roͤmer Niderlag unker Ovin⸗ tilio Varo in der Graffſchafft Lippe, nicht weit von dem alten, nunmehr verwuſteten Schloß Falcken⸗ berg, am Teutenberger Wald, da heut zu Tag noch ein eben Feld, das Windfeld, von der Teukſchen U⸗ berwindung alſo genennet, vorhanden„und ein Bach furuͤber läufft, die Rode Becke, ſo von dem vergoſſenen Roͤmiſchen Blut den Namen gekriegt, geſchehen ſeye. Dieſer Ort ligt zwiſchen Lipſpring, da die Lippe, und dem Stapelager Berge, da die Straſſenraͤubern gemeiniglich unſicher gemacht Emſe ihren Urſprung haben, faſt mitten inn. Sie⸗ worden. Es gehoͤret dieſes Staͤttlein eygentlich dem Thumb⸗Capitel/ welche daſelbſt ein Schloß haben, neben welchem obgebachter Fluß, die Lippe, aus ei⸗ nem unergruͤndlichen Springbrunnen, ohngefehr ſechs, oder acht Schritt in die Weite, entſpringet, und alsbald etliche Muhlraͤder treibet. In der Braunſchweigiſchen Chronie ſtehet, am he oben Dethmold und Duisburg. Alſo 1640. den 16. Ockobris, hat es ein ſtarckes Fechten bey dieſem Stattlein Lippſpring, zwiſchen den Kaͤiſeriſchen und Schwediſchen, abgeben; daruͤber die Schwediſchen ziemlich einge⸗ buſſet haben. * Lipp⸗ 4 E ——— ſſiſſptſſſi 9) MRHMRWKWAWMWUAwKMWU d NMN X pjht n- ☛—N enw ſ ne 8 81 L N⁸N. 8 N. Nſſſfiſyſſe ſaaftd Adad —DEi G V h 1 1 E 2 i 1 ALILLILLI IT 90 182AAn — . dA T ſo Nn X lk 8 8 munn 25Al 4 . ACoan A A M mno(& 14 5 3 in d-eg ſ nmdg Meme † zu leſen. 1. Ae 4 ALon. hl6 . 31 I. '“„ KI? U 3 ₰ d, g N r Lleſſelhr. 4 1 4 er darfur kinn, 1 Mrkama A AnmN— d wad 81 N. D ſAAA Kdſe ſcichemma 1 g eiſe 1 CAſſce mem p e Ae Gealc wede 5 Adn TCta I. M., nd 0 CP,N. .2 1I NI PäTNH 849 NAhden⸗f 1 erre allen eſc 2 h in Ar A ii Rlieub. 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Pald, 1 biß m Käͤj Jadert ihme 8 Hat ſo jetzt Statt! aiſers, er Ann⸗ wieder ach vol Aeve, l/ fuͤr ndet: echſte ſt zum von erbund und S d tLipp r der erumb nd and ilhelmt ekomm mer ſie ni nder! füͤrne Stifft T 1— egroſſe der Gr 7 Deattle — 44 im hochloblichen Weſtphaͤliſchen Kraͤiß. 39 Pippſtatt/ Lippia, I ipſtadium. Jeſe Statt hat von dem Fluß Lip⸗ ) pe/ daran ſie/ und zwar drey Meilen a von Paderborn gelegen; oder auch — von den Graffen zur Lipp ſelbſten/ den Namen/ weiln ſolche/ ſampt dem Land herumb/ ihnen vor der Zeit gantz gehoͤret hatte. Und ſolle ums Jahr Chriſti 1150. Graf Bernhard von Lippe dieſe Statt erbauet haben. Sie ligt gar wol/ und zur Handthierung bequem/ und treibet allerley Ge⸗ werb/ ſonderlich mit Holtz/ zu Machung derSchiff/ dienlich. Die Buͤrger ſeyn anſchlaͤgig/ auch dapf⸗ fer/ und gehoͤren in den Hanſeatiſchen Bund/ und haben gute Nahrung vom Ackerbau/ auch nicht ge⸗ ringen Luſt und Nutzen/ von dem gedachten Fluß Lippia. Dieweil Graff Bernhard der lI. diß Na⸗ mens zur Lipp/ beſtandig bey dem in die Acht erklaͤr⸗ ten Hertzog Heinrichen/ dem Loͤwen zu Sachſen, ge⸗ halten/ ſo ſeyn deßwegen ſeine ſchoͤne Laͤnder an der Lipp/ ſo ſich von dem Lippeſpurg/ unter dem Teu⸗ tenburger Wald/ biß in das Stifft Münſter/ und auff jenſeit/ biß an die Graffſchafft Arnſpurg er⸗ ſtreckten/ vom Kaͤiſer Priderico l. den Biſchoffen zu Coͤlln und Paderborn/ Anno 1182. geben worden/ und blüeben ihme daſelbſt allein uͤbrig/ die Statt Lipp/ und das Hauß/ oder Schloß Lipperoda/ oder Lipperade/ ſo jetzt fuͤr eine Feſtung gehalten wird. Und ſolche Statt Lipp hat er zuvor/ auff Einwilli⸗ gung des Kaiſers/ und deß Reichs/ erſt erbauet ge⸗ habt; die aber Anno 1310. gantz außgebronnen/ und von neuem wieder hat gebauet werden muſſen. Sie wurde hernach von den Graffen zur Lipp dem Her⸗ tzogen von Cleve/ und der Graffſchafft Marck zum halben Theil/ fuͤr acht tauſend Marck loͤthiges Sil⸗ bers verpfaͤndet: Und als hernach Graff Bern⸗ hard der Sechſte und Streitbare zur Lipp/ der Statt Soiſt zum beſten/ ſich wider den Ertzbiſchoff Dieterichen von Coͤlln/ mit dem Hertzog Johan von Cleve verbunden/ ſo haben die beyde Bruͤder/ Bernhard und Simon/ Graffen zur Lipp/ beſagte halbe Statt Lipp/ ſampt Zugehoͤrde, erblich uͤberlaſ⸗ ſen. Daher der Ertzbiſchoff auff ſolche zugezogen/ und alles herumb verderbt hat. Und als er die Boͤhmen/ und andere Voͤlcker/ deren Feld⸗Obriſter Hertzog Wilhelm von Sachſen war/ An. 1447. zum Beyſtand bekommen/ haben ſie die Statt Lipp hart belaͤgert/ aber ſie nicht gewonnen: Daher die alten Verß in der Oldenburgiſchen Chronic Johannis Schiffhoveri: Lippenſes Cives, ſimul cum paupere dives, Sunt digni laude, tota VNeſtphalia gaude, Quod ſic ſteterunt Lippenſes, nec perierunt. Als die Voͤhmen abgedanckt wurden/ hat beſagter Ertzbiſchoff/ dieſe Statt/ mit ſeinen Voͤlckern/ An⸗ no 1443. wieder/ aber/ abermals vergebens belagert. Zun Zeiten Lurheri, hat die Statt ſich auch bald zu ſeiner Lehr begeben/ wurde aber von ihren Herren/ als dem Hertzoge von Cleve/ und Graff Simone V. zur Lippe/ der hernach Anno 1736. geſtorben/ belaͤ⸗ gert/ und muſte die Statt damals die Evangeliſche Prediger wieder abſchaffen. Aber da folgends deß Graffen hinderlaſſene Kinder ſelbſten zur Augſpur⸗ giſchen Confeſſion tratten/ ſo hatte deſſen auch die Statt Lipp zu genieſſen. Gegen uͤber dieſer Statt ligt Lipperaden ein Flecken/ ſampt einẽ Schloß/ deſſen bereits oben erwehnt wordẽ/ uͤber welches die Grafẽ zur Lipp voͤllig herrſchẽ/ welches Schloß mit groſſem Unkoſten erbauet/ aber neulich zerſtoͤret worden/ wie Werdenhagen/ part. 4.c. 7. p. 41. berichtet. Anno 1615. ward ſie von den Brandenburgiſchen/ wegen Zuſpruch an den Cleviſchen Landen: Anno 16. von den Spaniſch⸗und Neuburgiſchen: Anno 22. vom Hertzog Chriſtian von Braunſchweig(wider wel⸗ chen ſie/ die Statt/ Huͤlff bey den Hanſee⸗Staͤtten geſucht) und Anno 23. abermal von den Spaniſch⸗ und Neuburgiſchen/ mit Accord eingenommen. Nachgehends hat ſie wollen Neutral ſeyn; gleich⸗ wol Anno 163 3. im Decembri/ Heſſiſche Beſatzung eingenommen/ und iſt folgends dieſer Ort von den Heſſiſchen gar feſt gemacht worden/ welche es mit ihrer Guarniſon beſetzt/ und annoch innen haben. Ei⸗ ne Meil Wegs von dieſer Statt/ ligt das Bene⸗ dictiner Kloſter Lißborn/ allda deß lieben alten Si⸗ meonis, der den HErrn JEſum auff ſeine Arm ge⸗ nommen/ Arm/ mit groſſer Ehrerbietung auffbehal⸗ ten wird/ deſſen halber Theil von dem Abt allhie/ Anno 1621. dem Ertzhertzogen Alberto zu Oeſter⸗ reich und ſeiner Gemahlin/ Frauen Iſabellæ Claræ Eugeniæ, Infantin in Hiſpanien/ verehret worden. Der uͤbrige Coͤrper ligt in der Hauptkirch der Statt Jadra, oder Zara, in Liburnia, die den Venedigern gehoͤrig iſt: Wie zwar Miræus in Faſtis pag. 179. berichtet. Luͤnen. Hst an der Lippe/ nahend Werne/ und 9 iſt ein fuͤrnehmer Paß uber den Lippſtrom ins Stifft Muͤnſter. Man rechnet von hin⸗ nen nur eine groſſe Meil nach Dortmund/ wird un⸗ ter die Ort der Graffſchafft Marck gerechnet. Iſt ein kleines Staͤttlein/ ſo in dieſem Krieg von beyden V Partheyen viel außgeſtanden/ und haben ſolches ein weil die Kaͤiſeriſche und Ligiſtiſche; eine weil die Schwediſch⸗und Luͤneburgiſche Unierte/ er⸗ obert. Aber Anno 1637. haben die Heſſiſchen es vergebens an⸗ gegriffen. E ij Luͤttich. — 23 6 40 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Fuͤttich. St die Haupt⸗Statt deß Biſch⸗ 2 thumbs/ gleichen Namens/ ſo auch zu )) dem Weſtphaͤliſchen Cräiß gehoͤrig; wiewol es dem Land/ eygentlich Weſt⸗ phalen genannt/ ziemlich entlegen iſt. Es wird dieſe weitberuͤhmte/ auff Teutſch genannte Sktatt Luttich/ von den Lateinern Leodium, von den Frantzoſen/ und den Innwohnern Liege, und von den Niederlaͤndern Luͤck/ oder Luyck/ geheiſſen/ welcher Name ihr von dem Waͤſſerlein Legie, oder Liege, Legione, ſo allda uͤber den Marckt laufft/ herkommen: Solches Waͤſſerleins Benamſung aber ſeinen Urſprung von einer Roͤmiſchen Legion haben ſolle. Dann die Eburones, ſo vor Zeiten da gewohnet/ auß Anſtifftung ihres Haupts/ deß Ambiorigen/ deß Cæſaris Legatos, Cottam, und Sabinum, ſampt einer Legion/ und fuͤnff Cohorten/ Roͤmiſcher Kriegsknecht/ erſchlagen haben. Es will aber dem Ortelio ſolche Herfuͤhrung des Namens nicht gefallen; und ſeyn die wenigſten/ ſo da wiſſen ſolten/ daß beſagtes Waͤſſerlein/ einen Namen habe. Daher er deß Urſprungs halber dieſes Namens der Statt/ nichts gewiſſes ſchlieſſen will. Es iſt Luttich/ vor deß heiligen Lamberti Zeiken/ nur ein Dorff geweſen/ und waren/ unter den bipi⸗ nis, das Herſtallum, und Jupilla, ſo nicht weit von hier an der Maaß gelegen/ und jetzt Doͤrffer ſeyn/ viel mehrers beruͤhmbt: Wie dann Luͤttich biß auff dieſe Zeit/ Kaͤiſer Carls des Groſſen/ ein Dorff blie⸗ ben ſeyn ſolle. Biſchoff Notgerus, der im Jahr 1007. geſtorben/ hat die Statt mit einer Mauer umbgeben/ und innerhalb 36. Jahren viel ſtattliche Gebaͤu allhie gefuͤhret/ daß er gleichſam fuͤr den Erbauer der Statt/ zu halten iſt. Es iſt die⸗ ſes ein groſſe und ſchoͤne Statt/ der Statt Rouen in Franckreich in der Groͤſſe gleich/ auch uͤber die maſſen Volckreich. Die Maaß fleuſt mit zweyen Armen hinein/ und macht etliche bewohnte Inſuln. A Hat auch etliche bewohnte Thaler in ihrem Begriff. Item /8etliche Berg mit Weinreben gepflantzt/ und viel herrliche Brunne/ alſo/ das in manchem Hauß auff die 2. oder 3. gefunden werden. Iſt ziemlich feſt/ und mit mit hohen Mauren umbgeben;hatauch ſchoͤne weite Gaſſen/ da man hin und wieder luſtige/ lautere Baͤchlein finden thut. Ihr Umbkraͤiß wird von vier Welſchen Meilen gehalten. Ligt ſechs Meilen von Maſtrich/ dreyzehen von Loͤven/ ſieben⸗ zehen von Bruͤſſel/ ein und zwantzig von Antorff/ neun und dreyſſig und ein halbe Meil von Franck⸗ furt/ wie Scotus in ſeinem Raͤßbuch erinnert. Gegen Mittag ligt der Ardenner Wald/ und auff der andern Seiten iſt das Land Hasbania, oder Hetzbain/ ſo ſehr fruchtbar iſt. Der Statt gantzes Lager iſt ſehr anmuthig und bequem. Dann hat einer Luſt auff die Berge zu ſteigen/ ſo kan er ſolche allda nach Wunſch haben/ und ſich wol ermuͤden: Er findet auch darauff Steinkohlen zu graben. Iſt er lieber in derEbene/ und will auff den Wieſen ſpa⸗ tzieren gehen; ſo gibet ihme die Statt in ihrer Mit⸗ te ſolches auch uͤberfluͤſſig dar. Traͤgt einer Verlan⸗ gen/ auff einem Schiff zu fahren/ ſo hat er ein anders Venedig allda vor ihme; allein das/ an ſtatt der ſtin⸗ ckenden Meerpfuͤtzen/ er zu Luttich lebendiges und friſches Waſſer haben kan. Treibet einen ſeine Andacht in die Kirchen/ ſo hat er deren inn⸗ und auſ⸗ ſer der Statt(dann es groſſe und Volckreiche Vor⸗ ſtaͤtte da gibet) uͤber die hundert; darunter allein in der Statt zwey und dreyſſig Pfarrkirchen/ und zwar alle uber die maſſen ſtattlich« bauet/ anſehen⸗ lich begabet/ und ſchoͤn gezieret; Item/ neben dem Haupt⸗Stifft noch andere ſieben Stiffter; in wel⸗ chen allen ſehr reiche Thumbherren ſich auffhalten: Und dann vier ſehr reiche Abteyen/ mit herrlichen Bibliothecken verſehen/ neben vielen andern Kloͤ⸗ ſtern und Spitaͤlen/ ꝛc. ſeyn. Will einer allda ſtu⸗ dieren/ ſo findet er viel unterſchidliche Schulen/ und ſehr viel gelehrte Leut. Und iſt dieſe Statt/ we⸗ gen Kche wolbeſtellten Schulen/ jederzeit beruͤhmt geweſen.. Und lieſet man/ daß einsmals an dieſem Ort/ zu⸗ gleich neun Koͤnigs Soͤhne/ vier und zwantzig Her⸗ togs Soͤhne/ und neun und zwantzig Graffen, auſ⸗ ſer der Freyherrn/ von Adel/ und anderer fuͤrneh⸗ men Leute Kinder/ geſtudieret haben: Wie Guic- ciardinus, auß Huberto Thoma Leodio; Geor- gius Braun/ Pet. Bertius, und der Autor deß Tex⸗ tes uͤber den Atlantem Mercatoris, ſolches bezeu⸗ gen: Wiewohl Abraham Sauer/ und Adrianus Romanus, in ihren Staͤttbuͤchern es anders erzeh⸗ len; auch Meibomius in ſeinen notis ad Levoldi Northovi Origines Marchanas, auß der groſſen Niderlaͤndiſchen Chronit/ ſagt: Daß Annor131. bey der Kirchen zu Luͤttich/ ein und zwantzig Koͤni⸗ ge/ vierzehen Hertzoge/ oder Fuͤrſten/ neun und zwantzig Graffen/ ſieben Ritter/ und Freyherrn Soͤhne/ und unter denſelben auch unterſchiedlicher Nationen Doctores, und offentliche Magiſtri ge⸗ weſen/ ſo daſelbſten/ als Domherrn/ reſidiert haben. Siehe auch die durch ihn Meibomium vermehrete Braunſchweigiſche Chronic/ am 129. Blat. Die Innwohner ſeyn hoͤflich/ Gaſtfrey/ Sinnreich/ ei⸗ nes ſubtilen Verſtands/ und zu allen Sachen ge, ſchickt; auch in den Kriegen ſtreitbar: Wiewol man die meiſten unter ihnen beſchuldigen will/ daß ſie ge⸗ meinlich mehr zum Muͤſſigang und Zwytrach⸗ ten/ dann zur Arbeit und Einigkeit/ geneigt; und wegen ihrer Staͤrcke/ kuͤhn und frech/ auch gute Saͤuffer ſeyn. Ihre Sprach haͤlt man lur. grod Roma⸗ —— a39 Dr d nde rden ſoſed „ʃ 44 3 l f 811 utg nſ M ¹ 4 d Weſſeh. N 4,1 1 iftne„ 1 S Mhl Mda m 1 i reſch The m m dier aſeh noche ha A ken veſſchen nhati a0 , N. ſar ſr ₰ Kalch, Uh AA 21 andet er d er rlb* e A. 4 — Rle l. wo. de deſteltcwScula daßenewitade 1l. ee we 1¹ An A Ke 3 1 mgs Sehur d' 1 und p un und A alenn l Ff Ddn herm, ven AN m n drf hober 81 amndc geſtudet ſi d anten Mecausi 3 e ℳ voßl Abrahen Sa 1 ſBr- nStätdid 1 mnE 10 une 1 11. 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Abe 1 1n ich Lüttich B ricul; ſonn 3 5 uiden 85 ttlich aufff tat entzig zu Ft m Stiffe hen/ o all r lich. dgenn chvon Ki 4 diſchoͤffliche 77 5Schatz)hat ir ZAauttanie „ darein nic 0- or, und dc im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. Romaniſch; wiewol dieſelbige ſich mehr auff die Frantzoͤſiſche lencket. Die Waſſer allda/ als die beſagte Maaß/ oder Moſa, und Legie: Item/ die Utes/ Veſes und Ambluar/ ſo durch die Statt rin⸗ nen/ und daruͤber Marmolſteinerne Bruͤcken ge⸗ hen/ ſeyn Fiſchreich: Die Buͤrgers⸗ und andere Haͤuſer/ ſtatt⸗ und anſehnlich erbauet/ darinnen man gar ſaͤuberlich Hauß haͤlt. Es gibt auch aller⸗ ley Handwerck in groſſer Anzahl allda;welche/ wegen V der Fruchtbarkeit daſelbſt/ fich gar wol nehren koͤn⸗ nen. Soſ iſt auch die Lufft allhie gut/ und gelind. Dann obwolnein ziemlicher Theil der Statt gegen Mittag lieget; ſo thut doch ſelbigen Mittagswind der Ardenner Wald/ ſo hoͤher ligt/ brechen/ und be⸗ quem machen. Die Morgenwinde haben ihren freyen Zugang; und thun die ſtaͤtige Feuer von de⸗ nen ſelbſt gewachſenen Kohlen/ den groͤbern Lufft reinigen/ und ſubtiler machen. Es iſt Luͤttich vor Zeiten ein Koͤnigliche/ ſehr maͤchtige/ und freye Statt geweſen/ ehe ſie vom Hertzog Carlen zu Bur⸗ gund/ wie hieunten geſagt wird/ bekrieget/ und in ihres Biſchoffs Gewalt ganzlich gebracht worden iſt/ wie Kyriander in der Trieriſchen Chronic/ part. 17. fol. 22 5. redet. Es will gleichwol Lud. Guic- ciardinus, in Beſchreibung deß Niderlands/ daß ſie noch ein Reichs⸗Statt ſeye/ die zum Tuͤrcken⸗ Krieg Volck/ oder Gelt hergeben muͤſſe. Der Bi⸗ ſchoff ſeye zwar ihr Herr nnd Fuͤrſt: Sie hab aber ſolche Privilegia, daß ſie gleichſam fuͤr eine freye Statt zu achten. In Apellation Sachen/ ſey ſie in Geiſtlichen nach Coͤlln/ und von dannen gen Rom: Und in Weltlichen/ biß auff ein beſtimbte Sum⸗ ma Gelts an das Cammer⸗Gericht gen Speyer pflichtig. Es ſeyen da zwey und dreyſſig Hand- werck/ welche im Namen der gantzen Gemeind/ ei⸗ nen ſolchen groſſen Gewalt und Anſehen haben/ daß man in Sachen/ die Landſchafft und Statt⸗; Regiment betreffend/ ohn ihre Bewilligung nichts V fuͤrnehmen/ ordnen/ und eroͤrtern koͤnne: Und un⸗ ter denen/ ſey das Goldſchmid⸗Handwerck das Fur⸗ nembſte/ und das aͤlteſt der Hueffſchmide. Dieſes ſagt der Guicciardin. Und zwar/ was die Apellation nach Speyer anbelangent/ ſo wird ſolches noch heutiges Tages in Acht genommen. Aber der Reichs⸗Anlagen hal⸗ ber/ findet ſich Luͤttich nicht abſonderlich in der Reichs⸗Matricul; ſondern ihr Herr/ der Biſchoff/ iſt/ ſampt den Staͤtten Luͤttich/ Bullion und Ma⸗ ſtrich/ Monatlich auff fuͤnfftzig zu Roß/ und hun⸗ dert und ſiebentzig zu Fuß/ in derſelben angelegt; wenn dieſem Stifft offt alles nachgelaſſen wor⸗ den iſt. Von Sachen/ ſo allhie ſonderlich zu ſehen/ und darunter erſtlich von Kirchen/ ꝛc. iſt oben allbereit was geſagt worden. Den Thumb/ zu 8. Lamber- to, oder die Biſchoͤffliche Haupt⸗Kirch(darinn ein gewaltiger Schatz) hat 8. Hubertus, deß Hertzogen Bertrandi auß Aquitanien Sohn/ der Biſchoff all⸗ hie/ geſtifftet/ darein niemands/ ſo nicht von Adel/ oder ein Doctor, und Licentiat/ kommen kan. Den 41 Ritter S. Georgen von reinem Gold hat obgedach⸗ ter Hertzog Carlvon Burgund dahin geſtifftet. Die Thumbherren/ ſo deß Biſchoffs Raͤthe ſind/ moͤgen ſich/ wann ſie noch nicht Prieſter worden/ verheura⸗ ten/ und ihren Stand wieder aͤndern. Es ſoll Luͤt⸗ tich ihres gleichen/ an anſehnlichen Kirchen⸗Ge⸗ baͤuen/ weder in Teutſchland noch Franckreich ha⸗ ben. Daher auch nicht allein die Statt/ ſondern das gantze Stifft/ der Pfaffen/ oder der Prieſter Paradiß genannt wird: Und Franciſcus Petrar- cha geſagt hat: Er habe Luͤttich/ einen herrlichen Ort fuͤr die Geiſtlichen/ geſehen. Johannes Man- daville, oder de Mandeville, ein Engellaͤnder/ wel⸗ cher ſo viel ſeltzame Raͤiſen in der Welt vollbracht/ wie auß ſeinem im Jahr 1507. Lateiniſch/ Fran⸗ tzoͤſiſch und Teuſch/ außgangenem Raͤiß⸗Buch zu erſehen/ hat geſprochen: Daß er kein Land gefunden/ das ihme beſſer/ als dieſes/ gefallen haͤtte; daher er ſich allhie zur Ruhe geſetzt/ und in S. Wilhelm Con⸗ vent/ auſſerhalo der Pforten Aurei, Anno 1591. be⸗ graben worden iſt; wie ſein Grab/ und die Schrifft/ Abraham Orrtelius in Itinerar. Gallo-Brabantino p. 212. und Fr. Svveertius in deliciis varior. Itine- rum pag. 519. ſetzen. Bey ſeinem Bildnuͤß ſtehen/ in Luͤtticher Sprach/ dieſe Wort: Vos ki paſeis ſor mi pour Lamour Deix Proies por mi. Man weiſet daſelbſt ſeine Meſſer/ Sattel und Sporen/ deren er ſich im Raiſen gebraucht haben ſolle. Un⸗ ter denen vielen und ſehr ſchoͤnen zu oberſt auff den Berglein gelegenen Kloͤſtern/ iſt/ auſſer der Statt/ auch das praͤchtig und anſehnliche zu S. Loren⸗ ten/ ſo Biſchoff Raginardus umbs Jahr 1025. er⸗ bauet hat. Und in der Statt iſt/ unter andern/ auch ſonderlich S. Johannis, des Evangeliſten⸗Kir⸗ che/ in einer Inſul/ zu ſehen/ in welcher obgedachter Biſchoff Notgerus, ſo die Statt mit einer Mauer umgeben/ und die Biſchoffliche Kirch/ ſo vom Al⸗ ter Schaden gelitten/ von Grund auff erneuert hat/ begraben ligt; Deſſen Lebens⸗Beſchreibung und herrliche Thaten daſelbſt/ und in dem obgemelten Itinerario Ortelii p. 21 8. ſeqq. weitlaͤufftig zu leſen ſeyn. Und hat beſagte Stifftskirche/ ſo gantz rund/ und der zu Aach/ auſſer der Capellen/ ſo folgends auf den Seiten darzu kommen ſeyn/ gar gleich iſt/ er auff ſeinen Koſten auch die andere/ und ingleichem ſehr ſchoͤne in dieſer Inſul/ ſo die groͤſte in Luͤttich von der Maaß/ oder Moſa gemacht iſt/ gelegene S. Ja⸗ cobs⸗Kirch(ſo Theils ein Abtey nennen) aber Bi⸗ ſchoff Balduin Anno 1014. erbauet. Deß Biſchoffs Hoff/ gegen der Hauptkirchen 8. Lamberii uͤber/ iſt ſonderlich auch zu ſehen; welchen/ weiln vorhin die Biſchoͤffe allhie kein gewiſſe Wohnung hatten/ Bi⸗ ſchoff Erardus von der Marck/ ſehr anſehnlich/ und doch in einer kurtzen Zeit/ damit er Kaͤiſer Carln den Fuͤnfften/ darinn beherhergen konte/ auffgefuͤhret hat. Es ſeyn darinn/ neben andern/ auch ſehr ſtatt⸗ liche Gaͤrten/ und kuͤnſtliches Waſſerwerck/ ange⸗ ordnet. Wie es dann in dieſer Statt auch ſonſten viel ſchoͤner Gaͤrten/ Gemaͤlde/ Bilder/ und derglei⸗ chen hat. Und ſeyn ſonderlich in daß Levini Tor- E iij rentii, —ͤ—öö 4²2 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze. remi, mit ſonderbarer Kunſt erbauetem ſehr ſchoͤ⸗ nen Hauß/ viel denckwuͤrdige Sachen/ von gedruck⸗ ten und geſchriebenen Buͤchern/ alten Bildern/ Ge⸗ ſchirren und Muͤntzen; wie auch in deß Arnoldi Wachtendonck Hauß/ allerhand Antiquitaͤten/ o⸗ der alte Sachen/ zubeſichtigen. Es haben ſich in dieſer Statt/ ſonder Zweifels/ viel denckwuͤrdige Geſchichten jederzeit begeben. Wir wollen deren/ zum Beſchluß/ nur etlicher gedencken. Im Jahr 1407. war allhie ein groſſe Auffruhr/ in welcher die Burgermeiſter/ und andere fuͤrneh⸗ me Leut/ umbgebracht/ und der Biſchoff/ ſampt den Geiſtlichen/ zur Statt hinaus gejagt worden. Es hat aber der Biſchoff/ mit Hilff der Benachbarten/ folgendes Jahr die Statt bekrieget/ und in einer Schlacht der Luͤtticher auff die drey undzwantzig tauſend erlegt/ die Statt erobert/ derſelben die Pri⸗ vilegia genommen/ die Statt⸗Fahnen verbrandt/ hundert und ſieben und viertzig am Leben/ und die uͤ⸗ brigen um̃ zwey hundert und zwantzig tauſend Cro⸗ nen geſtrafft. Aber bald hernach/ nemlich/ Anno 1416. iſt Kaͤiſer Sigilmundus nach Luttich kom⸗ men/ und hat der Statt alle Privilegia wieder zuge⸗ ſtellet. Anno 1476. haben die Luͤtticher ſich aber⸗ mals wider den Biſchoff auffgelainet/ ſeine Statt Hu/ eingenommen/ und viel daſelbſt umbge⸗ bracht; deßwegen er den Hertzog Carlen von Bur⸗ gund umb Huͤlff erſucht/ welcher in einer Schlacht der Luͤtticher auff die drey tauſend erlegt: Darauff ſie Frieden begehret/ ihme Carolo, ihre Freyheiten/ Wehr und Waffen zugeſtellet, die Mauren ſelb⸗ ſten abgeworffen/ und eine groſſe Gelt⸗Straff er⸗ legt haben. Als ſie aber folgendes Jahr wieder auff⸗ ruͤhriſch wurden/ und ihren Biſchoff gefangen ge⸗ nommen/ ſo hat gedachter Carolus, neben Koͤnig Ludwigen dem Eilfften auß Franckreich/ die Statt belaͤgert/ erobert/ außgepluͤndert/ angezundet/ und allein die Kirchen ſtehen laſſen. Man hat damals jederman in der Statt/ ſo nicht bey Zeiten entrun⸗ nen war/ erwuͤrget/ Frauen und Mann/ Jung und Alt: Ja/ man erſtach die Pfaffen und Muͤnch in den Kirchen/ unter den heiligen Aemptern, wie Münſterus in ſeiner Coſmographia ſchreibet: Sie bunden die Weiber am Rucken zuſamen/ nnd wurf⸗ fen fie in die Maaß. Man ſchaͤtzet es auff viertzig tauſend Mann/ die in der Statt umbkamen/ und zwoͤlff tauſend Weiber/ die ertraͤnckt wurden; wie beſagter Münſterus meldet. Es iſt aber von dem Krieg/ den die Burgunder mit denLutticherngefuͤh⸗ ret/ inſonderheit Philip. Cominæus, in dem zwey⸗ ten Buch ſeiner Hiſtorien/ am 1.2. 3. 4. 5.9. 10. 11. 12. und wie die Statt in dem gedachten 1468. Jahr Bl endlich erobert/ und/ ſampt den Kirchen/(auſſer der Biſchofflichen/ oder deß Thumbsz meiſtentheils/ außgeplundert; hernach die Statt angezundet/ und biß auff die Kirchen/ und mehr als drey hundert Hauſer/ ſo man den Prieſtern/ zu ihrer Wohnung/ gelaſſen/ verbrandt; auch mit Hinricht⸗Toͤdt⸗ und Ertraͤnckung der Leut/ inn⸗ und auſſer der Statt/ (darunter viel in die Flucht/ durchs Schwerdt/ Kal⸗ te/ Hunger und Wachen/ umbkommen ſeyn) ge⸗ hauſet worden/ im 13. und 14. Capitein/ zu leſen. Es haben aber die den Geiſtlichen gelaſſene Hauſer ver⸗ urſachet/ daß ſie das Volck bald wieder/ von unter⸗ ſchiedlichen Orten/ hieher begeben/ und die uͤberblie⸗ bene Buͤrger dahin verſamlet; die ſich/ ſonderlich nach ſeinem/ deß Caroli, Tod/ wieder erholet/ ihre Freyheiten erlanget/ und eigene Obrigkeiten/ und darunter Burgermeiſter und Schoͤffen/ erkieſt/ und angeordnet haben. Es gab gleich hernach deß Jahrs 1482. wieder Unruhen allhie; daher Ertzher⸗ tzog Maximilian der Erſte von Oeſterreich/ deß ob⸗ gedachten Caroli Tochtermann/ Luͤttich belagern lieſſe/ da dann die Lutticher herauß fielen/ und deß Siegs wider die Brabander ſich ſo gewiß verſahen/ daß ſie auch Strick mit ſich brachten/ damit ſie die jenigen/ welche lebendig in ihren Gewalt kommen wuͤrden/ damit auffhenckten; wie Gerardus de Roo, im neundten Buch ſeiner Oeſterreichiſchen Hiſtorien/ am 3 50. Blat meldet. Aber ſie wurden geſchlagen/ und ſollen ihrer bey drey tauſend blieben ſeyn. Darauff ſie Verzeihung beym Ertzhertzog Mayimilian begehrten/ befohlen ſich ſeiner Treu/ verordneten ihme dreiſſig tauſend Guͤlden zu einer jaͤhrlichen Steuer/ und nahmen von etlichen Jah⸗ ren/ ſo nach deß Caroli Tod verlauffen/ darinnen ſie nicht bezahlet haͤtten/ Kaiſer Friderichen/ die Chur⸗ fuͤrſten von Mayntz und Coͤlln, zu Schiedleuten. Als hoͤchſtgedachter Maximilianus, Anno 148- hernach zu Bruͤſſel war/ kam ihm eine Bottſchafft von neuen Empoͤrungen der Luͤtticher; als aber ſie ihre Geſandten zu ihm ſchickten/ den Krieg abbit⸗ tende/ und ihre vier Stattvoͤgte in einer Auffruhr umbgebracht wurden/ ſo ſeyn hernach alle Ding gluͤcklichen genug/ da fortgangen/ wie beſagter von Roo/ am 376. Blat/ deß 10. Buchs/ ſchreibet. Was Zeitwaͤhrender Niederlaͤndiſchen Krieg da vorgangen/ darvon koͤnnen derſelben Geſchichten Scribenten: Item/ von Blocquirung dieſer Statt in Anno 16 36. und was vorhero/ und folgends all⸗ hie/ ſonderlich die nechſte Jahr/ vorgangen/ das Theatrum Europæum Merian. und zwar in To- mo 4. das 78. und 227. Blat/ wie auch die Rela⸗ tionen/ geleſen werden. Dann alles allhie einzu⸗ bringen zu lang ſeyn wuͤrde. Anno 1643. im Januario/ hat die Maaß allhie alle/ auch die groſſe ſteinerne Bruͤcken/ und in drey biß in vier hundert Haͤuſer eingeriſſen. Es ſeyn neben etlich hundert Menſchen/ viel tauſend Stuck Viehes hin und wieder erſoffen; wie in der Franck⸗ er rühngs Relation dieſes Jahrs/ am 33. Was das Biſchth umb allhie anbelangt/ ſo ſolle deſſelben erſter Vorſteher S. Maternus, zwar nicht allhie/ ſondern zu Tongren/ geweſen; Und ſol⸗ ches/ nach Zerſtoͤrung der Statt Tongren/ von dem Aerila beſchehen/ von§. Fervatio, nach Maſtrich gelegt worden ſeyn; von dannen es§. Hubertus, mit deß heiligen Lamberti(der umbs Jahr 622. in dem tn konger fichen endlic tt A. z ſo ſa buT. 163. 16 iane ſewiſſes uw Cn thabe, en, Fn jedwed nelr Er And den ahron Chriſte adl T cherlum ſenn lgriſchen ritn dem Leb Bſſeft ausgang 4, rmuthlie Kirdan urch Kat Freic erzukon Nnee choffnen wieatct er Statt Ar„, gegebe zätee Kirchen und an T, wit bobt Zelche da berd. 1.81 ernus. nlu Navitu elu Severint insge Haſpeng z. V inus, glle gatſte hoffzu T ſen ſ Ind dieſes Ait t aiſers Co ri a dann ein ſgau dabſond, dn. 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JAe N die groſſe ſtam un⸗ ie 8 azuſg enaarst Kunderr⸗Hauit Ne 11 dundell Tu 11 imrf— 1 im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 43 dem Ilecken Luͤttich, weiln er der Hoffleute Leben Ebregiſus, oder Evergislus(welchen etliche auslaß⸗ ſtraffete, von etlichen boͤſen Buben umgebracht ſen.) 25. B. Joannes, Agnus zugenannt. worden,) Reliquien, hieher auff Luttich verlegt. Es mandus. hat aber gleichwol der hieſige Biſchoff noch einen Theil an der Satt Maſtrich. Was die Ordnung der Biſchoffe anbelangt, ſo erſtlich zu Tongern oder Tungren, hernach zu Ma⸗ ſtrich, und endlich allhie zu Luttich, ihren Sitz ge⸗ habt haben; ſo ſagt Aubertus Miræus in Fatt. Bel. & Burg. p. 163. feq. ugri⸗ ſchen, Trieriſchen und Coͤllniſchen erſten Biſchoͤf⸗ fen nichts gewiſſes haben koͤnne. Daher er ſich offt verwundert habe, daß die neuen Scribenten ſo keck ſeyn, und jedweder dieſer Biſchoffe Herkommen anzeigen, und den Anfang und Ende, auff gewiſſe Jahr nach Chriſti Geburt ſetzen doͤrffen. Siehe£- gidium Bucherium, in diſputat. hiſtorica, von den erſten Tungriſchen Biſchoffen zu Luͤttich, Anno 1612. mit dem Leben und Thaten der Luttichiſchen Biſchoͤffe, ausgangen. Und am 248. Blat ſchreibet er, daß vermuthlich erſt Anno 312. nach dem der Kirchen, durch Kaiſer Conſtantin den Groſſen, der Friede wider zu kommen, der Statt Tungren ein ey⸗ gener Biſchoff, nemlich der heilige Servatius, gleich wie auch der Statt Coͤln, Maternus, dieſes Namens der Ander, gegeben worden. Dann in den erſten Zeiten der Kirchen haͤtten die Tungrer, Coͤllner, und Trierer, mit einander nur einen Biſchoff ge⸗ habt. Welche dann in dieſer Ordnung gezehlet werden. 1. Maternus, des heiligen Apoſtels Detri diſci- pulus. 2. Navitus. z. Marcellus. 4. Metro- pelus. 5. Severinus. G6. Florentius. 7x. Mar- tinus, der Haſpengaͤuer Apoſtel. 8. Maximinus. 2. Valentinus, alle heilige Leut, deren ein jeder zu⸗ gleich Biſchoff zu Trier, Tungren, und Coͤlln gewe⸗ ſen iſt. Und dieſes hat wie gemeldt, biß auff die Zeit des Kaͤiſers Conſtantini Magni gewahret, zu welcher, ſo dann einer jeden derſelben Kirchen ein eygener und abſonderlicher Biſchoff fuͤrgeſetzt wor⸗ den. Und zwar der Tungriſchen der heilige Ser- vatius, ſo ſonſten ins gemein fuͤr den 10. Biſchoff zu Tungren gerechnet, und daß er dreyhundert Jahr gelebt habe/ zwar ungewiß, geſagt wird. Er iſt dem Tungriſchen Biſchthumb faſt in die ſiebentzig Jahr vorgeſtanden, Anno 3 88 geſtorben, und zu Ma⸗ ſtrich an der Maaß, dahin er den Biſchöͤfflichen Sitz von Tungren gelegt hatte, begraben worden. Nach ſeinem Tod iſt wegen der Ungariſchen Ver⸗ wuſt⸗und Zerſtoͤrung, in die vr 4. Jahr lang, kein Daß man von den Tungri⸗ 26. S. A- 27. S. Remaclus, der hernach Abt zu Stablo geweſen. 28. Theodardus Matryr. 29. S. Lambertus, der Luͤtticher Patronus, ſo Anno 696. umgebracht worden. 30. S. Hubertus, der Jaͤger Patron, welcher ſeines Vorfahren, des heiligen Lamberti Coͤrper, und zugleich auch damit den Bi⸗ ſchofflichen Sitz, Anno 709. von Maſtrich nach Luttich verlegt, dieſen Ort hernach mit Mauren umgeben und daſelbſten die Biſchoffliche Kirch, zu Ehren der heiligen Jungfrauen Marie und Lam- berti, und das Thumbſtifft 8. Petri, erbauet. Iſt Anno 727 geſtorben, und ligt zu S. Hubert, in dem fuͤrnehmen Benedictiner Kloſter, mitten im Ar⸗ denner Wald, begraben. Ihme hat der 31. Bi⸗ ſchoff S. Floribertus ſuccedieret, welchen Johannes Roberti, in notis ad hiſtoriam S. Huberti, Anno 1621. zu Luxenburg gedruckt, fuͤr ſein, des heiligen Hauberti leiblichen Sohn geweſen zu ſeyn, beſtreitet. Wie dann der S. Hubert eine eheliche Gemahlin, ſo Theils Ploribanam nennen, gehabt hat. Beſagter §. Floribertus iſt Anno 746. geſtorben. 32. Eul- carius, 3 3. Agilfridus. 34. Gerbaldus. 3 5. Val- candus. 36. Pirardus. 3 7. Hircarius. 38. Pran- co. 39. Stephanus, ein beruͤhmter Seribent, ſo Anno 9 20. geſtorben. 40. B. Richarius. 41. Hu- 80. 42. Farabertus. 43. Ratherus. 44. Bal- dricus I. 45. Eraclius, oder Eraclus. 46. Not- gerus ſo Luttich mit Mauren verwahret. 47. Bal⸗- dricus II. ſo Anno 1017. verſchieden. 48. B. Wol- bodo. 49. B. Durandus, der Anno 102 z. geſtor⸗ ben.[0. Keginardus, der eine Bruͤcken uber die Maaß geſchlagen, und Anno 1038. Tods fuͤrwor⸗ den. F1. KRichardus. 5z. B. Mazo. 53. Theod- vinus, deſſen oben bey Huy gedacht worden, und von welchem Aub. Miræœus, in Faſtis Belgicis, in Jul. p. 380 alſo ſchreibet: Huic Theodvino Stephanus IX. Papa ſuperhumerale gemmis& unionibus ornatum, in humeris deferendum transmilit; ut Joannes Placentius, rerum Leodicenſium ſcri- pror eommemorat. Illud ipſum ſuperhumerale Leodici, inter ſacras reliqvias,& Cimelia Baſili- cæ S. Lamberti magndâ curâ adſervatur. Eſt inſtar balthei militaris, qvo humeri tegi ſolent, compo- ſitum. 54. Henricus I. ſo Anno 1019. geſtorben. 5ſ. Orbertus, der Bullon, und Convin, erkaufft. 76. Fridericus, ſo von Gifft umbkommen, im Jahr 1121. 57. Albero I. 53. Alexander I. 59. Albero II. 60. Henricus II. G6I. Alexan- Biſchoff/ biß auffs 497. geweſen, in welchem B. A- Her II. welcher Anno 1169. in Italia geſtorben. ricolaus, Biſchoff zu Maſtrich worden, deme die olgenden ſuccediret haben, als der 12. vom heiligen V 62. Radulphus, deme Anno 1191. durch Gifft das Leben genommen worden. 63. S. Albertus, ſo An⸗ Materno, dem Erſten Tungriſchen Biſchoff an, no 1192. umbkommen. 64. Albertus Cuqvenſis. nemlich, B. Urſicinus, ſo Anno /oſ. geſtorben ſeyn 65. Hugo Petrapontius. 66. Joannes Apianus, ſolle, wie man will. 13. B. Deſignarus. 14. B. Re-67. Guiliemas Valemtinus. 68. Robertus Lin- ſignatus. 1 5. B. Sulpitius. 16. B. eithe 17. B. gonenſis. 69. Henricus Geldrenſis. 70. Joan- Eucherius, oder Eucherus. 1 8. B. Falco. 19. B. Eu- nes Angianus, ſo mörderiſcher Weiſe umbkommen charius, 20. S. Domitianus. 21. S. Monulphus] 1281. 71. Joannes Guido. 72. Hugo Cabilo- 22. S. Gondulphus. 23. S. Perpetuus. 24. S. nenſis. 73. Adolphus Waldegius. 74. Theo- baldus 44 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze baldus Barrenſis, 75. Adolphus Marcanus, ſo des Luffts, der Waſſerfluͤß/ Waͤlder, Berg, Thaͤler Anno 1344. geſtorben. 76 Engelbertus Marca- Weingaͤrten, und Fruͤchten; auch des Gejagts, der nus, ſo hernach Ertzbiſchoff zu Coͤlln worden.⸗7. Jo- V Fiſch und Vogelfangs halber, daherumb eine herr⸗ hannes Arkelenſis. 78. Arnoldus Hornanus. liche Landſchafft iſt; wiewol von den gemelten Pal⸗ 79. Johannes Bavarus, von welchem Jacobus laſten, geringe Anzeigungen mehr vorhanden ſeyn. Meyer lib. 15. rer. Flandricar. p. 26 5. alſo ſchreibet: Vorgemeldter Guicciardinus ſchreibet: Es habe Anno 1408. Leodicenſes Johannem Bavarum, dieſes Biſchthumb Jahrlich, ob dreyſſig tauſend Epiſcopum ſuum, per totos 4. menſes obſede- Ducaten, ohne das Extraordinari, Gefaͤll und runt, in Trajecto, ſed victis illis reſtitutus eſt in lo- Einkommen: Der Hertzog von Braband ſeye cum ſuum, Epiſcopus ille ſine pietate, qvi poſt an- Schirmfuͤrſt und Advocat des Stiffts, und haͤtten nos aliqvot, poſtqvam tot millia ſuarum Ovium dieſe beyde Laͤnder ewige Buͤndnuͤß mit einander; Orco miſerat, rejecto omni ordine ſacro, ac ſpre- Man mache guten Salpeter in dieſem Lande: Der to Pontificatu, duxit uxorem. 80. Joannes Wa- Wein ſey gering, habe aber koͤſtlich Fleiſch, Fiſch und lenrodius. 81. Joannes Heinsbergius, 82. Lu- Vogelwerck: Und daß allein aus der Statt Luͤt⸗ dovicus Borbonius, der Anno 1482. umgebracht tich Gebieth, eine Meil Wegs darumb ligend, doch worden. 83. Joannes Hornanus, der Anno 1505. die Statt, welche eine machtige Summ verbrauche, geſtorben. 84. Erardus Marcanus, Cardinal, ſo wol verſehen/ der Steinkohlen, ob hundert tauſend Anno 1738. dieſe Welt geſegnet. 2 5. Cornelius Ducaten werth, Jahrlichen verfuͤhret werden. In Bergius. 96. Georgius Aultriacus. 37. Rober- Summa, es ſeye dieſes, ſagt er, ein Wunder gut tus Bergius. 88. Gerardus Grosbequius, Cardi⸗ Land. Beſiehe auſſer denen obangezogenen Scri⸗ nal, der Anno 1580. 89. Erneſtus Bavarus, der benten, und der Niderlaͤndiſchen Chronic, C. Jul. Anno 1612. geſtorben. 90. Ferdinandus Bavarus, Cæſarem. lib. 5.Commentar. ſuorum, de Bello ſo noch lebet, und zugleich auch Ertbiſchoff zu Coͤlln, Gallico, p. 99. ledq. P. Bertium, in deſcript. Leo- und Biſchoff zu Muͤnſter, und Paderborn iſt. dienſis Diqceſis, lib. 2. Tabular. Geograph. p. Es hat dieſes Biſchthumb von Mitternacht und 169. ſeqq. Georg Braun, in tom. 1. Theatri Ur- Abend, Braband; vom Morgen einen Theil der bium, Joan. Hocſemium von den Biſchoͤffen zu Maaß/wmit dem Hertzogthumb Limburg; und vom Luttich, des Merſæi Catalogum Epiſcopor. Leo- Mittag das Hertzogthumb Luͤtzenburg, und die dienſium, Joannis Chapeavillii, Canonici& Vi- Graffſchafft Namur,oder Nauen. Es gehoͤrt aber carü Generalis Leodienſis, Tomos rerum Leo- auch hieher das Hertzogthumb Buillon, die Marg⸗ dienſ. Bartholom. Fiſen, Hiſtoriographum Leo- graffſchafft Franemont, und die Graffſchafften Lo⸗ dienl. und Gelenium in Catalogo Epiſcoporum ten oder Loots, Hasbau. Obgedachter Ludwig Colon. der da ſagt: Licet Bucherius in ſuis Leo- Guicciardin ſagt: Es habe dieſes Stifft zwey und dienſibus Epiſcopis,& alii multi opinentur, eos- fuͤnffzig fuͤrnehme, und trefflich reiche Abteyen: dem Tungror. Terviror.& Ubiorum, Epiſcopos Den halben Theil von der Statt Maſtrich,(dann fuiſſe; ſed nihil pro ea aſſertione argumenti affe- den andern Braband, und jetzo die vereinigte Nider⸗ runt; und das ltinerarium Germaniæ Martini laͤnder beſitzen) und in allem vier und zwantzig Zeilleri; daſelbſten im erſten Theil, am 460. Blat, umbgemauerte Staͤtte, als nemlich, Luͤttich, Bou⸗ aus andern geſagt wird, daß im Stifft viel Frey⸗ lion, Franchimont, Loots, Borckworm, Tongren, Herrſchafften, und ſiebenzehen hundert Dorffer, ſo Huy, Haſſelt, Dinant, Maſeyck, Stockem, Bilſen, V Kirchenthuͤrn haben, und daß die Lufft des Landes S. Truden, Tuin, Viſſet, Varem, Beringe, Herck, b rein und geſund ſeye: Es auch das Eiſen⸗Bley⸗und Bree, Per, Hamont, Sinei, Foſſe, und Covine. Goldgruben, ſampt ſchoͤnem weiſſen und allerley Neben dieſen Stäͤtten ſeyn auch folgende Ort im anderm Marmor, und Alabaſter, habe. Item daß Stifft Luͤttich fuürnehm: Als 1. Florene/ fuͤnff Mei⸗ oberwehnte Steinkohlen, ſo von dem Lande den len von Beaumont und Namur gelegen, ſo vor dem Namen, ſich bald erhitzen, und maͤchtige Waͤrme Frantzoͤſiſchen Kriege ein feines Staͤttlein geweſen. von ſich geben. Daher auch die Lutticher ſich dreyer 2. Cerey eine feine Veſtung, drey Meilen von Luͤt⸗ Stuͤcke, vor andern Laͤndern ruͤhmen, daß ſie nem⸗ tich. 3. Ebura, ein Dorff, eine groſſe Meile von lich das beſte Brod, ſo beſſer als ander Brod; das Lüͤttich gelegen, ſo noch der Eburonum, als weyland haͤrteſte Eiſen, und das ſtarckſte Feuer, ſo heiſſer Innwohner dieſes Landes/ Namen behaͤlt. 4. Her⸗ als ander Feuer, haben. Und werden ſolche Koh⸗ ſtall, bey einer Meilen von Luͤttich: Und. Jupi⸗ len vom Waſſer noch mehr erhitzet, und koͤnnen al⸗ lia, darvn hieoben: Und welche beyde Ort deswe⸗ lein mit Oelgedaͤmpffet werden; wie hievon gen beruhmt, weilen die Pipini, weyland, Großhoff⸗ quch obernanter Bertius zu meiſter und Regenten in Franckreich, ſich gern allda leſen iſt. in ihren Pallaſten auffgehalten haben; wie dann 4 * Ver⸗ lda D. rti Th 60 ri. 4* 1* Mim n. §.(& 7 Ne 184 nl Al d Su. 1 FE. ie 1 Klan S&(us 1FF. mil 4 un ta 7. M rtini gl oder 5 b lomæi. I om aux ſuiten. durgis. arum dit nes. i. a5. Magdale inæ. urs Conv- Daptiſtæ M „haͤttlein unter dem 2)/nahend ¹ jetzund da eiche dener Weſtpha dbs/ und in und ſteh albgraffens / ſampt d ◻ V — 1 —— 4 8 4 — —— „— — 5—* 8 16. liſchen Kräͤſß ſtphaͤli chlöblichen We u5/ ich. 2. 1 O 1 nuß 1 7 Stin, inh Verzeich Statt Luͤtt he,de auen der ebaͤ. rtm* ſten G orgii. d Wuü K, hm S. Georg denüdge r Furne’ 36 8 Thomæ. dſürt da 8 De 37 8. 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Siehe unten Vecht. Die Haſe kompt da in die Embs. Die Beſchreibung dieſes Orts/ findet man in deß Latomi Herbſt⸗Relation deß 3 8. Jahrs/ p. 34. ſeq. daſelbſten ſtehet/ daß der Pfaltzgraff Meppen/ (ſo/ neben Knipphauſen/ auch der Schwediſche Herr Guſtavus Guſtavi Sohn/ fortificiert) umb ſechtzig tauſend Reichsthaler/ von der Cron Schwe⸗ den bekommen haͤtte. Ein anderer hat vor die⸗ ſem berichtet: Es ſey Meppen von Knipphauſen fortificiert/ und ein Zeitlang beſeſſen worden: Von deſſen Wittib folgends der altiſte Pfäͤltziſche Printz/ ſolche feſte Statt erkaufft haͤtte. Anno 1633. iſt ſolche im Mayen/ von dem Obriſten Kettler/ Frey⸗ herrn/ und ſeinen untergebenen Keyſeriſch⸗ und Chur⸗Coͤllniſchen/ durch ein Kriegs⸗Liſt/ wieder erobert worden. So viel wir finden/ ſo hat ſolche Jeſe weitberuͤhmte/ ſchoͤn⸗ und wolerbaute/ auch von Natur/ und der Hand ſehr feſte/ und in einer fruchtba⸗ ren Ebene gelegene Biſchoͤffliche/ und Hanſee⸗Statt/ ſo fuͤr das Haupt in gantz Weſtphalen gehalten wird/ ſolle Anfangs von den jenigen Sachſen/ die man Tencteros ge⸗ nannt/ und die mit den Longobarden in Italien ge⸗ zogen/ aber folgends mit groſſer Beut/ wieder in ihr alte Heimat/ nemlich/ in Weſtphalen zuruck kom⸗ men/ mitten zwiſchen dem Rhein/ und der Weſer/ und in mitten ihres Lands/ umbs Jahr 584. nach Chriſti Geburt/ ſeyn erbauet/ und Mayland ge⸗ nannt worden/ welcher Name ihr biß auffs Jahr 696. ungefaͤhr geblieben/ umb welches ſie Mimin⸗ garvorde/ nicht wiſſend/ auß was Urſachen/ geheiſ⸗ ſen zu werden angefangen worden/ nemlich/ zu der Zeit 7 als der heilige Swibertus den Chriſtlichen Glauben erſtlich allhie geprediget/ und ein reiche Frau/ ſo daß Gicht hatte/ geſund gemacht/ die fol⸗ gend/ hart bey ihrer Behauſung/ eine Kirch/ in die! Ehr S. Pauli(weiln ſie eben an S. Pauli Bekeh⸗ lnas Tag bekehret/ und geſund worden) erbauen Bernach/ umbs Jahr 772. hat Keyſer Carolus Magnus Mimingarvorden bekrieget/ und ſie ihm unterthaͤnig gemacht/ und mit neuer Beſtellung der Kirchendiener/ die Chriſtliche Religion mehrers allda außgebreitet. Und dieweiln die Leut dieſer Orten/ ſo ohne Leibeserben verſtorben/ ihre Haͤuſer/ Hoͤff/ Land und Sand/ G Ott und ſeinen Dienern williglich gegeben/ oder dieſelbe ſonſten den Geiſtli⸗ chen/ umb einen billigen Kauff uͤberlaſſen; auch be⸗ ſagte Statt Mimingarvorde/ oder wie ſie Theils nennen/ Mimingerode/ oder Mimingardefurde/ Statt vorhero/ im Jahr 1622. der Graff Ernſt von Mannsſeld eingenommen; und die Seinen An. 23. nach deß Biſchoffs von Halberſtatt Niderlag/ wie⸗ der verlaſſen. Wie aber dieſelbe an beſagten Obri⸗ ſten von Knipphauſen kommen ſeyn mag/ findet ſich nit. Sie iſt gleichſam der Schluͤſſel zum Oſt⸗Frieß⸗ land/ den Anno 1587. die vereinigte Niederlaͤnder/ unter ihrem Obriſten Adolphen von Moͤrß/ einge⸗ nommen haben. In deß Latomi, oder Franckfurti⸗ ſchen Fruͤhlings⸗Relation/ deß 1643. Jahrs/ ſtehet; Daß in ſolchem Jahr/ den 3. Hornungstag/ allhie zu Meppen Feuer vom ⸗Himmel gefallen/ welches den Kirchthurn allda angezuͤndet/ und beneben der gantzen Kirchen/ und y. Glocken/ gantz in die Aſchen ge⸗ legt habe. Fuͤnſter 1 Monaſterium. men: So hat er auch ein Biſchthumb/ Anno 785. allda auffgerichtet/ und einen prachtigen Tempel zuſampt einem Kloſter/ fuͤr die Geiſtlichkeit/ ſo man das Muͤnſter genannt, erbauet; nach welchem auch die Statt ſelbſten forthin Muͤnſter an ſtatt Mi⸗ mingrode oder Mimingarvorde/ geheiſſen zuwer⸗ den angefangen hat: Wiewol Theils wollen/ daß ſie den heutigen Namen allererſt bekommen/ als der vierzehende Biſchoff Hermannus I. zu Ehren der heiligen Jungfrauen Marien/ das Kloſter/ oder Monaſterium, uber Waſſer/ oder trans aquas, er⸗ bauet hat; dieweil ſich erſtlich der eylffte Biſchoff in der Ordnung/ einen Biſchoff von Muͤnſter geſchrie⸗ ben hat. Es hatte aber dazumal die Statt nur vier Pforten/ und zwo Kirchen/ als ſie der achtzehende Biſchoff Theodoricus, oder Dietrich/ von Win⸗ tzenberg/ ſo von hinnen vertrieben worden/ mit Huͤlff Hertzog Luders zu Sachſen/ und deß Graf⸗ fen von Wintzenberg/ belaͤgert/ und Anno 1121. den 3. May(S. Ludgers Capellen/ bey Uberwaſſer außgenommen) biß in den Grund verbrandt/ und ſich alſo hiedurch an den Thumbherrn/ und den Buͤrgern/ gerochen hat; wie in einer alten ge⸗ ſchriebenen Chronic ſtehet; wiewol die Braun⸗ ſchweigiſche den Schaden ſo groß nicht macht. Es hat aber der folgende 19. Biſchoff Burckhardus. die Statt wiederum auffgebauet; und der 25. Bi⸗ ſchoff Hermann/ Graff von Catzenelenbogen/ ſie mit Mauren und Pforten verwahret; der 27. Bi⸗ ſchoff aber/ Theodericus, Graff zu Iſenburg/ den erſten Stein an dem jetzigen/ nahend mitten in der Statt/ ſampt dem Dombhoff/ gelegenen Thumb/ gelegt/ den/ nach 36. Jahren/ der 31. Biſchoff/ Ger⸗ hardus von der Marck, zu Ehren S. Pauli des A⸗ poſtels/ geweyhet/ und zwo groſſe Glocken darzu ge⸗ oder Mimigardevord/ an Innwohnern zu genom⸗ ben. Und hat folgends dieſe Statt je laͤnger/ je mehr/ — d” r.⸗ jucmn* lſorteò Reſe laufs uffc ii 22 kifft/ nale unb burn— 8 ndn S fhi( iſt.. imnew der auf ſco Uberw 7 n /§. Eg we zu Lam nitut rStat Gerſd r Kirch dn; d rige H wi omn Int/ geb neim Wacht rSlr. neyene bchenn Brand dsbr egeſchla gcckſCn yie Stu mem um Tod dn2 nuariji undfc r Luͤgen⸗ dhetne eiſſen 3 Mar ſr meein uff nn Schlaif udim: em eiſer! umpi s⸗Thurr un zan ween Füͤ nd anf hard Kne Madr ngerichte ndenn Thurn unt m. König/ a deſt jernach a mitr alhier v um S. Joha dhen n⸗ode d 5 dsr ſoddm 1s, u eam 18,) zu N B d fring, und nlllte ſer/oderd üdge wie auche mt f Hermat ſerne neanethat mnn, ronnen/ dem. dufgebzu ime ſtreckt ſich i kl Haußla ſin groſſe C e 6 err A.; im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤß. 47 1 mehr zugenommen/ alſo/ daß Theils ihren Umb⸗) ſpel/ inn⸗und auswendig der Statt/ ſo ihr von den kraͤiß von 4002 1. Theils gar von 5031 5. Schrit⸗ Roͤmiſchen Kaͤiſern geben worden. Es hat dieſes ten/ halten wollen. Sie iſt beynahe gantz rund. Hat Kloſter auch eine Freyung/ daß/ wann nemlich einer acht Pforten/ oder Thor/ nemlich das Horſter/ S. durchUngluck einen tod ſchlaͤget/ und hierein laufft/ Moritz/§. Servatii, S. Ludger/ 8. gidii Unſer lie⸗ ben Frauen/ das Judenfeld/(ſo von den Juden/ de⸗ ren es vor Zeiten/ ehe ſie von hinnen vertrieben wor⸗ den/ allhie viel gehabt/ den Namen hat) und das Neuenbruͤcker⸗Thor. Vor Jahren ſeyn noch drey Pforten geweſen/ die aber zugemauert worden. Es ſeyn allhie funff Collegia, oder Stiffter/ als das be⸗ ſagte hohe Stifft/ oder der Thumb/ das zu S. Paul/ im alten Thumb/ das zu S. Ludger/ dabey auch eine Pfarrkirch. Das zu S. Morit/ auſſer der Statt und das zu S. Martin/ in deſſen Bezirck ein Mino⸗ riten Kloſter iſt. Der Kerſpel/ oder Pfarrkirchen/ ſeyn/ auſſer der auff dem Thumbhoff/ zu S. Jacob⸗/ ſechs/ als zu Uberwaſſer/ S. Lambert/ S. Ludger/ S. Merten/ 8. Egidio, oder Ilgen/ und§. Servatio, darunter die zu Lampert/ oder Lamprecht/ bey nahe mitten in der Statt gelegen. Der erſte Stein des Chors dieſer Kirchen/ iſt Anno 1375. gelegt wor⸗ den; die uͤbrige Hoͤhe hat ein Todtengraber/ Cor- nelius genannt/ gebauet. Auff dem Thurn wird allezeit eine Wacht gehalten/ auch alle Stund mit der Schallmeyen ein Lied geſpielet; und hanget in ſolchem die Brandglocken/ ſo in Feuer⸗ und Fein⸗ des⸗Gefahr geſchlagen wird: Wie auch die Nacht⸗ glock/ und die Sturmglock/ ſo man leutet/ wann man einen zum Tode verurtheilen thut. Anno r536. den 22. Januarii/ iſt der Widertaͤufferiſche Koͤnig/ und falſcher Luͤgen⸗Prophet/ Johann von Leyden/ allhie mit heiſſen Zangen zerriſſen/ und nach langer Marter/ ihme ein Meſſer in die Bruſt geſtoſſen/ Er auff einer Schlaiffen durch die Statt geſchlaiffet und in einem eiſernen Korbe/ hoch an dieſem S. Lamprechts⸗Thurn gehencket worden. Hernach hat man ſeine zween Fuͤrſten/ Bernharden Krechting/ und Bernhard Knipperdoͤlling/ auch mit gleicher Marter hingerichtet/ und in zween eiſernen Koͤrben/ an beſagten Thurn/ ohngefehr eines Mannes hoch/ unter den Koͤnig/ auffgehefft/ deren Gebeine man viel Jahr hernach an dieſem Orte geſehen hat. Fer⸗ ner hat es allhier vier Manns⸗Kloͤſter/ als zu S. Georgen/ S. Johannes/ das PraterHauß/ und zu den Minoriten/ oder Bruͤdern. Der Jungfrauen⸗ Klöſter ſeyn 7. als zu Uberwaſſer/ S. Egidii,(bey der Pfarrkirchen/ ſo einen ſchoͤnen Thurn hat/ die⸗ ſes Namens/ zu Niſinck, zum Roſenthal/ zu Rin⸗ ge/ zu Hoffring, und zu Rheine. Aus welchen das zuUberwaſſer/ oder das trans aqvas; ſehr beruͤhmbt iſt/ welches/ wie auch oben gedacht/ Anno 1041. der 14. Biſchoff Hermannus J. geſtifftet/ und es Ma⸗ rienthal genennet hat. Seine Schweſſer iſt die er⸗ ſte wuͤrdige Frau daſelbſten geweſen. Iſt Anno 1071. verbronnen/ aber innerhalb vierzehen Jah⸗ ren wieder auffgebauet worden. Sein Pfarr/ oder Kerſpel erſtreckt ſich weit und breit/ auſſer der Statt und hat viel Haußleut daraus wohnen. Und hat die Aebtiſſin groſſe Gerechtigkeit im ſelbigen Ker⸗ — 1 man ihn ein Jahr darinn auffhalten darff: Aber oͤffentliche Moͤrder werden von E. E. Rath allda nicht geſtattet. Hat ſonſten ſein eigen Gericht/ ſo alle Wochen zwey mal/ als Montags/ und Frey⸗ tags/ in denen Sachen gehalten wird/ ſo dieſer Pfarr/ oder Kerſpels Leute betreffen. Und obwoln dieſen Gerichtſtuhl der Statt Muͤnſter Richter be⸗ ſetzet/ ſo kan doch niemand/ der in dieſem Kerſpel wohnet/ in das Niedergericht fuͤr das Rathhauß gezogen/ oder beſprochen werden. Wann einer aus ihnen das Leben verwircket/ ſo wird er entweder auff unſer lieben Frauen⸗oder der Judenfeld⸗Pforten/ geſetzt/ und daſelbſten peinlich gefraget/ folgends entweder auff der Trucksburg/ vor dem beſagten Frauen⸗Thor/ mit dem Schwerd gerichtet/ oder a⸗ ber/ auſſer der Judenfeld⸗Pforten/ entweder ge⸗ henckt/ oder auff ein Rad geleget/ oder verbrandt. Es ſeyn in dieſem Kerſpel zulberwaſſer drey Mañs⸗ Kloͤſter/ ſo nicht gar alt ſind/ und deren hieoben ge⸗ dacht worden: Ass erſtlich/ das zu S. Georgen/ ſo das fuͤrnehmbſte in der Statt/ darinn lauter Adelich und Rittermaſſige Leut/ des Teutſchen Ordens ſich befinden. Es liegt bey ſolchem Kloſter eine Freyheit/ der Binſpinckhoff genannt/ und ſeyn die ſo auff ſol⸗ cher Freyheit wohnen/ des Stattdienſtes frey/ auch E. E. Rath nicht unterworffen. 2. Das Frater⸗ Hauß ebenmaͤſſig an der Freyheit des Binſpinck⸗ hoffs gelegen/ allda jetzo Canonici Regulares ſeyn; welche/ wann ſie nicht zur Kirche gehen/ arbeiten muͤſſen/ und auch ein jeder ſeine eygne Arbeit hat/ darzu er von dem Oberſten verordnet wird. Seind gemeiniglich Schreiber/ Pergamentmacher/ Buch⸗ binder und dergleichen. 3. Das dritte Kloſter im Kerſpel/ oder Pfarr/ zu Uberwaſſer/ iſt der Johan⸗ niter/ an dem Waſſer gelegen/ ſo einen weiten Be⸗ griff/ und luſtigen Baanhoff hat. Im Kloſter zu Niſinck ſeyn Jungfrauen/ S. Auguſtini Ordens/ vom Adel/ und anderer fuͤrnehmen Leute Toͤchter. Iſt gar ein ſauberes Kloſter/ dergleichen man kaum in Muͤnſter findet. Die obgedachte Probſtey und Collegium zu S. Moritz/ ſo ſampt einer Pfarrkirch/ auſſer der Statt gelegen/ hat luſtige Gaͤrten/ ſchoͤne Wohnungen und Fiſchereyen. Es hat zu Munſter auch viel feine Haͤuſer fuͤr die Armen/ preſthaffte/ inficierte und dergleichen Perſonen; darunter das Hoſpital iſt/ zwiſchen den Bruͤcken zu Uberwaſſer/ fuͤr arme/ krancke Buͤrger und Buͤrgerin. Iſt von aller Scha⸗ tzung und Dienſte befreyet/ und doͤrffen die/ ſo in ſol⸗ chem ſterben/ kein Teſtament machen ſondern es bleibet alles dem Spital. Gehoͤret jetzt E. E. Rath zu/ welcher zween Verweſer/ aus ſeinem Mittel/ da⸗ hin ſetzet. Es hat auch zu S. Ludger und S. Mer⸗ ten/ Schulen/ in welchen die Kinder/ die erſte Funda- menta lernen; hernach kommen ſie in die Thumb⸗ Schule/ in welcher/ ehe d Jeſuiten/ ſo dieſe Schul 1 jetzt jetzt beruͤhmt machen/ allhie angenommen worden/ ſechs Præceptores, ſampt einem Rectore, und un⸗ ter ſolchen/ umbs Jahr 1500. Joh. Murmelius, ge⸗ weſen. Von weltlichen Gebaͤuen und Sachen/ ſeyn allhie zu ſehen/ die vier Maͤrckte/ und auff dem Er⸗ ſten/ das Rathhauß/ ſo unter allen Hauſern das hoͤheſte iſt/ und auff rundten Pfeilern ſtehet/ auch mit ſchoͤnen Bildern gezieret/ und erſt neulich wie⸗ der ſtattlich ausgebutzet worden iſt. Alle Non⸗ und Freytag/ wird in ſolchem Rath gehalten/ und iſt des Raths Weinkeller darunter. Auff dem Fiſchmarck iſt das ſchoͤnſte Hauß/ in welchem die Olderleut/ und Gildenmeiſter zuſammen kommen. Es ſeyn uͤber das auch ſechs Fruͤhmaͤrckt/ deren drey auſſer der Statt/ und drey in derſelben gehalten werden/ ſo von Kaͤiſern groſſe Freyheit haben. Wer auch einen Blutruͤſtig auff denſelben ſchlaͤgt/ der hat den Halß verwircket. Die Buͤrgershaͤuſer ſeyn zum Theil auch ſchoͤn von Bamberger Stein(ſo ein Ort/ zwo Meilen von Muͤnſter) gebauet. Nicht weniger zie⸗ ren die Statt die Bogen/ ſo auff dem Thumbhoff nach Oſten liegen/ und faſt den halben Theil deſſel⸗ ben begreiffen. Und ſeynd die Haͤuſer fornen alle auff Pfeiler geſetzet/ darunter man hingehet/ und darinnen meiſtentheils Kraͤmer wohnen/ deren Frauen und Toͤchter/ man Bogenfrauen und Jungfrauen nennet/ welche/ weil ſie hoͤfflicher Sit⸗ ten/ und gleichſam mitten im Hertzen der Statt wohnen/ andern gemeiniglich vorgezogen werden. Durch die Statt fleuſt das Waſſer Aa/ von Theils Aada genannt/ nach dem Norden/ und an der Neu⸗ en⸗oder Nienbruͤcker Pforten wieder hinaus in die Embs. Das Fiſchwerck darinn verleyhet der Bi⸗ ſchoff/ welches von S. Georgen Muͤhl angehet und biß an die Steinmuhle am Kirchhoffe zu Uber⸗ waſſer/ waͤhret. Es hat allhie zu Muͤnſter zweyerley Gerichte/ das Geiſt⸗nd weltliche. Das Geiſtliche gehoͤret dem Biſchoff zu/ vor welchem nicht allein Geiſtliche/ ſon⸗ dern auch Weltliche Sachen tractiert/ und die Schuldner von dem Official/ mit geiſtlichen Brief⸗ fen/ vorgefordert werden/ daß ſie bezahlen muͤſſen. Ein Buͤrger aber muß einen andern Buͤrger/ nach laut der Policey⸗Ordnung der Statt Muͤnſter/ vor dem Buͤrgermeiſter und Rath/ oder dem Niedern⸗ Gericht/ fuͤrdem Rathhauß/ beſprechen. Es ſeyn in beſagtem Geiſtlichen Gericht viel Diener/ nem⸗ lich/ der Richter/ oder Official/ zween Beyſitzer/ ein Siegler/(der des Officials Brieff oder Mandata, in der Siegel⸗Cammer/ die Jaͤhrlich dem Bi⸗ ſchoff eine groſſe Sum̃a Gelds ertragt/ verſiegelt:) It. fuͤnff Notarii, ſo ihre Schreiber haben: Item/ der Fiſcus oder Fiſcal: Acht Procuratores oder Für⸗ ſprechen: Etliche Bankalen/ ſo dem gemeinen Mann die kleine Mandata ſchreiben: Item/ viel Sollicitatores: Sechs Latores, oder Briefftraͤger. Item/ etliche Expeditores oder Pfaͤndter. Wann einer von dieſem Gericht appellieret/ ſo fallen die ap⸗ Pellariones an das Geiſtlich⸗Churfuͤrſtliche Gericht 48 Befſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze des Gerichts/ oder der Gerichtsplatz/ wird des Para⸗ deiß genannt. Wenn einer zur Zeit des Gerichts da fuͤruͤber gehet/ ſo hoͤret er/ wegen Menge Volcks/ ein groſſes Gzemuͤrmel und Getoͤß. Das Weltlich/ oder Niedergericht/ wird von demm Rathhauß/ zwi⸗ ſchen zweyen Baͤumen/ unter den Bogen/ ſo wol in Buͤrgerlichen als Halßſachen/ gehalten. Der Bi⸗ ſchoff/ oder Fuͤrſt des Landes/ praͤſentiert E. E. Rath den Richter/ nimpt auch einen Eyd von ihme/ wann er ihn darſetzet und das Ampt befiehlet. Wohlge⸗ dachter Rath muß denſelben/ ſo fern er keine erhebli⸗ cheUrſach wider ihn hat/ zulaſſen/ und verordnet ihm aus ſeinem Mittel zween Beyſitzer. Es hat ſolches nicht mehr/ als einen Notarium, oder Gerichtſchrei⸗ ber. Die Fuͤrſprechen ſeyn die ſechs Bottmeiſter. Das Siegelgeld hat der Richter allein fur ſich; die andere Einkommen aber des Gerichts/ halb der Bi⸗ ſchoff und halb der Rath; an welchen auch die ap⸗ pellationes von dieſem Gericht; vom Rath aber/ wann es die Partheyen begehren/ fernernach Speyer gehen. Es wird aber die Buͤrgerſchafft in Erbmaͤn⸗ ner/ oderGeſchlechter/ und gemeine Buͤrger/ gethei⸗ let. Und obwoln auch Theils von der Ritterſchafft und dem Adel ſchoͤne Haͤuſer und Hoͤffe in der Statt haben; ſo wollen ſie doch/ als die einen beſondern Stand des Biſchthumbs machen/ keine Buͤrger⸗ noch der Policey und andern Buͤrgerlichen Sa⸗ chen unterworffen ſeyn: Wird auch der Rath da⸗ her nicht aus ihnen/ ſondern den beſagten Erbmaͤn⸗ nern und andern Buͤrgern/ durch zehen Perſonen aus der Gemeinde/ ſo man Karnoten/ oder Kohrge⸗ noſſen nennet/ Jaͤhrlich/ auff Dienſtag vor Antonit gekohren; welcher auch einen Stand des Stiffts machet. Er beſtehet aber von vier und zwantzig Per⸗ ſonen/ darunter zween Buͤrgermeiſter ſeyn/ und un⸗ ter welche die fuͤrnehmſte Aempter der Statt aus⸗ getheilet werden. Er/ der Rath allhie/ hat gewiſſe Macht und Authoritaͤt/ zu gebieten/ und verbieten/ die Policey zu mehren/ zu mindern/ die Schuldigen zu ſtraffen/ und nachzugeben/ und kuͤpfferne Muͤn⸗ tzen ſchlagen zu laſſen. Sie haben auch etliche Col⸗ lationes uͤber Geiſtliche Paſtoreyen/ und Vicari⸗ en die ſie/ ihres Gefallens/ den Buͤrgers⸗Kindern/ oder denen/ ſo es umb gemeine Statt verdienet ha⸗ ben/ wann ſie erlediget werden, conferieren moͤgen. Sie haben einen Syndicum, oder Worthalter/ auch einen Secretarium: Sechs Bottmeiſter/ ſo die Schuldigen fangen und ſpennen muͤſſen und ande⸗ re Diener mehr. So einer allhie verſtirbt/ und kein Buͤrger oder Eygenhoͤriger/ oder einer vom Adel iſt/ oder keinen Schutzherrn/ als den Thumbprobſt/ Thumbceuſtor/ oder Werckmeiſter/ dem er unter⸗ worffen/ hat/ ſo erbet denſelben der Fuͤrſt/ oder Bi⸗ ſchoff und nimpt ſeine Verlaſſenſchafft/ als verſtri⸗ chen/ unangeſehen/ er etwan Weib und Kinder/ und andere Erben/ im Leben hat. Die Handwer⸗ cker haben ihre Gilden/ und Gildenmeiſter: Theils/ als Zimmerleut/ Kleinſchmid/ Tuchſcherer/ ꝛc. Bruͤ⸗ derſchafften/ Theils aber/ weder Gilden oder Zuͤnff⸗ au Coͤlln/ und von dannen auf Rom. Der Ort te/ noch Bruͤderſchafften: aber andere Ubungen/ damit meirtf dwer mAwe Ndſdr ffcgercen un Thn funnk g. 4 C unCh Inizm delet n gſezt uer. ig.. Efir rGeite atl Cce n dagl Kigeige handeß S ſſechs So 37. Joang veljne von Pote theu wf Kage dtlus e ONo 4 8 pi 2 a9 eKoſte dng zan zatbiere zuchfüh 2, 2¼ 1 Bler 39 d dieſe n. E en ſich) lir halber z Igroſſet ren Gil d er, ohn n verma dlich dae bon jſt oben . Carolus Und iſ von ſein s Leben 3 zu Mah (no 30). a olgende „ſtl idus. 4 (.N en ie E Lumoldu odo. 11 lim ſcus. 13. 18. 16. Fr 8. po, der wiederh 88. Theoc 1121. D 9½ rmelt/ ge an rdus, vo us. 21.— hronicſtel ſer Wein fdie Hiſt 1/ ſtehet 1 gehen fuͤ mge trage II. von Ludovicu alcus. 2 lenbogen. oder Erſt da zudor 27. TI udolphus ipp. 30. 8 Graff 7. OtroI! 18. 35. Lud irck/ welc Scdn — 6 4 aer Cd. 8 1 4 1 5 aaberl. lsdd d. un Sr ggrtwi 30. 1 4 F 4 ſtol ſcbedt 11 4 Mip 3 hat ſocn Velſtrl 2f nupt ſellala—9 11 1 m l twan 2 8/* „ N 4 4 7” maxſchen, igſr. 2 . T IS 6 T 1 4 Crer nd NNL † TT 4(he 7 19 1„ernſculh” 1 verſeut HNee en 11 Al abel i 30 2 „ FpAlburn, 1 en Vefm: e 8 rDAſ’ A im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. damit ſie die Koſt gewinnen; als da ſeyn die Schul⸗ meiſter/ Barbierer/ Faͤrber/ Dräͤher/ Muͤller/ Brauer/ Buchfuͤhrer/ Leinenweber/ Apothecker/ Wein⸗und Bierzapffer/ Ochſenhaͤndler und der⸗ gleichen. Und dieſe ſeyn vor ſich ſelber/ und nirgends zu verbunden. Es haben die Gilden⸗oder Zunfft⸗ meiſter/ neben ſich zween/ die ihres Alters/ und Er⸗ fahrenheit halber/ Olderleut genannt werden. Und dieſe ſeyn in groſſem Anſehen/ und koͤnnen/ neben beſagten ihren Gildenmeiſtern/ den Rath dahin halten/ daß er/ ohn ihr Wiſſen und Willen/ wenig außzurichten vermag. Was endlich das Biſchth umb allhie anbe⸗ langet/ ſo iſt oben allbereit geſagt worden/ daß ſol⸗ ches Keyſer Carolus Magnus im Jahr 785. auffge⸗ richtet hat. Und iſt der Erſte Biſchoff 5. Ludge- rus,(deſſen von ſeinem Lehr⸗Juͤnger/ Ochelgrino, beſchriebenes Leben/ Chriſtophorus Prouverus, Anno 16 16.zu Mayntz herfuͤr gegeben) allda gewe⸗ ſen/ der Anno 809. den 26. Martii geſtorben; de⸗ me die nachfolgende ſuccediert haben/ als z. Gerfri- dus. 3. Alfridus. 4 Lubbertus, oder Hupertus. 5. Berchtoldus. 6. Wilhelmus. 7. Richardus, bey deſſen Zeiten die Statt Muͤnſter eingenommen worden. 8.Rumoldus, oder Rainoldus. 9. Hildebal- dus. 10. Dodo. I1. SWederus. 12. Theodorus, oder Dietericus. 13. Sigefridus. 14. Hermannus. I. 15. Robertus. 16. 1 cidericus, Marckgraf von Meiſ⸗ ſen. 17. Erpo, der ins gelobte Land gezogen und/ nachdem er wieder heim kommen/ Anno 1099. ge⸗ ſtorben iſt. 18. Theodoricus von Wintzenberg/ unter dem Auno 1121. die Statt ſo groſſen Schaden/ wie oben vermelt/ gelitten hat. Starb Anno 1127. 19. Burckardus, von Theils Henricus genannt. 20. Egberdus. 21. Wernerus, welcher/ wie in ei⸗ ner alten Chronie ſtehet/ den Bruͤdern Jaͤhrlich ge⸗ ben ein Fuder Wein/ und ein ſilbernen Nap verguͤl⸗ det/ darauff die Hiſtori von S. Paul/ mit erhobe⸗ nen Bildern/ ſtehet/ ſo S. Paulus⸗Nap genennet wird/ darein gehen fuͤnff Vierthel Weins/ ſo Abends pfleget herum getragen zu werden. 22. Henricus I. von Theils II. von Theils auch gar Fridericusge⸗ nannt. 23. Ludovicus, ein Graff von Tecklenburg. 24. Godeſcalcus. 2. Hermannus II. ein Graff von Catzenelenbogen. 26. Otto, ein Graff von Bentheim/ ſo der Erſte geweſen/ den das Capitel er⸗ wehlet hat; da zuvor die Kaiſer die Biſchoͤffe allhie geſetzt haben. 27. Theodoricus, Graff von Iſen⸗ burg. 28. Ludolphus von Holte. 29. Otto II. ein Graff von Lipp. 30. Guilielmus II. von Holte. 31. Gerardus, Graff von der Marck. 32. Ever- hardus. 2 33. Otro 1II. ein Graff von Retberg. 49 nant. 40. Henricus Wulf, oder VWolf. 4 1. Otto IV. ein Graff von Hoja. 42. Henricus, ein Graff von Moͤrß/ unter welches Regierung das Waſſer/ ob⸗ woln die Statt alſo gelegen/ daß ſolches ihr nicht bald ſchaden kan/ im Jahr 1416. ſo groß worden/ daß es nicht allein bey Nacht/ da die Leute geſchlaffen/ die Statt⸗Thor allhier von den Mauren abgeſondert/ und/ mit Uberſchwem̃en/ alles verwuͤſtet; ſondern uͤber zwey hundert Menſchen/ und drey tauſend Stuͤck Viehs erſaͤufft; und man die todten Coͤrper faſt auff zwo Meilen von der Statt/ hin und wie⸗ der zerſtreuet/ gefunden hat. 43. Walrabo, oder Walramus, ein Graff von Moͤrß/ deß vorigen Bru⸗ der. 44. Johan/ Hertzog in Bayern. 45. Henricus ſo Anno 1470. im 96. Jahr ſeines Alters geſtorben. 46. Conradus, Graff von Ritberg. 47. Ericus, ein Hertzog von Sachſen⸗Lauenburg/ ſo Anno 1722. geſtorben. 48. Fridericus, ein Graff von Wedga/ der das Stifft auffgeben/ und hernach zu Weda/ Anno 155 1. geſtorben iſt. 49. Ericus, Hertzog zu Braun⸗ ſchweig Grubenhagen. z0. Franciſcus, Graff von Waldeck/ Anno 1532. erwehlet; unter welchem die Widertauffer ſo uͤbel allhie gehauſet/ die Statt belaͤgert/ und den 24. Junij/ Anno 3. erobert wor⸗ den. Er/ der Biſchoff/ iſt Anno 1573. geſtorben. 71. Wilhelmus Kettler. 52. Bernhardus, von Raß⸗ feld. 53. Johan/ Graff von Hoja/ ſo Anno 1547. verſchieden. 54. Johann Wilhelm/ Hertzog zu Cle⸗ ve/ als ein Adminiſtrator, ſo hernach reſigniert hat. 75. Erneſtus, Hertzog in Bayern/ Anno 1612. ge⸗ ſtorben. 56. und der jetzige/ Herr Ferdinand/ Hertzog in Bayern/ Anno 1577. gebohren. Bey deſſen Re⸗ gierung/ im Eingang deß Mayen/ Anno 1643. die Heſſiſchen den feſten Ort Burgſteinfort/ bey Muͤn⸗ ſter, eingenommen haben, und hernach ſich der an⸗ ſehnliche und beruͤhmte Convent/ und Friedens⸗ Tractaten/ allhie zu Muͤnſter angefangen. Johannes Angelius à Werdenhagen ſchreibt von den Biſchoͤffen zu Muͤnſter nachfolgende Wort: Epiſcopi ur plurimum addicti paci vixerunt, unde eriam in hoc diuturno bello Batavico ſemper ſta- duerunt medias fovere partes, ne nimium impli- carentur difficultatibus, velut& pro majori damno evitando Ordin. Belgic. quotannis adhuc 12000. ſolvit Imperiales, ut ſubditi eò tutius labori& vi- ctui, Commerciique addicti vivere queant. Es muͤſſen die Thumbherren des Hohen Stiffts/ alle vom Adel/ von acht Ahnen/ nicht allein Vatter/ ſon⸗ dern auch Mutter halb/ ſeyn/ und ſolches mit einem End/ vor dem gantzen Capitul/ bezeugen. Uber das muß auch ein ſolcher mit Brieff und Siegel bewei⸗ ſen/ daß er erſtlich ein gantzes Jahr und Tag/ uͤber dem Gebuͤrge/ in Italien oder Franckreich/ auff ei⸗ 34. Conradus. 3 5. Ludovicus. 36. Adolphus, Graff ner Hohen Schul ſtudiert habe. Und dieſe Thumb⸗ von der Marck/ welcher das Biſchthumb hernach herren haben allein Macht/ einen neuen Biſchoff zu auffgeben; ſich an deß Cleviſchen Furſtens Tochter verheurathet/ ſechs Soͤhn und neun Toͤchter/ mit ihr erzeuget hat. 37. Joannes von Virneburg. 38. Flo- rentius von Wevelinckhoffe. ffe. Der 39. wird von! Theils Poro von Potenſtein/ von Theils anders ge⸗ erwehlen; und biß ſolches geſchicht/ ſo ſtehet das Re⸗ giment bey ihnen; wie dann/ ohne das/ ihnen das gantze Stifft/ die Ritterſchafft/ ja auch der Furſt/ oder Biſchoff ſelbſten/ vereydet ſeyn alſo/ daß er in denen Sachen/ ſo das Stifft angehen/ ohne der Thumb⸗ 8 iij herren 50 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze. herrn Wiſſen und Willen nichts thut. Sie haben ihre eygene Aempter und Praͤlaten/ ſo ſie unter ſich austheilen. Dannes iſt da ein Probſt/ Dechant/ Scholaſter/ Thumb⸗Cuſtor/ Vitzthumb/ Thumb⸗ Kellner/ Seckelmeiſter/ Canror, Ubermeiſter/ Re⸗ gent der Krancken/ welcher vor Zeiten durch das gantze Jahr/ Schweinen⸗Koͤpff in der Sultze liegen laſſen muſte/ auff daß/ wann ein Thumbherr lage/ und alſo ſeine Kirchenrechte empfangen hatte/ man ihme ſolcher Koͤpffe einen/ neben Weißbrod/ Bier und einer Wachskertzen/ drey Tagelang/ praͤſentie⸗ ren konte; ſo fern er anders ſo lang lebte; aber wei⸗ ters nicht. Welcher Gewohnheit man dann unter⸗ ſchiedliche Urſachen giebet. Wann ſie aus ihren Hoͤffen gehen/ haben ſie viel Diener hinter ſich. Tra⸗ gen gemeiniglich ſammete Baretlein/ daß man ſie leichtlich vor andern kennen kan. Gehen auff Pan⸗ toffeln/ ſo mit Tuch gefuͤttert ſeyn. Auſſer der Statt gebrauchen ſie ſich der Waͤgen/ oder der Pferde: Wie ſie dann dem Waidwerck obligen/ auch in Zeit der Noth/ gute Kriegsleute geben. Sie tragen guͤldene Ketten am Halſe/ und ſind ihre Fin⸗ ger mit vielen Ringen gezieret/ darinn allerhand Edelgeſteine/ und ihre Wappen geſchnitten/ damit ſie die Brieff verpetſchieren. Sie haben aber auch gute Auffficht auff die Schuͤler in der Thumbſchul/ und auff die Armen; und halten deßwegen ihren Allmoſen⸗Pfleger. So iſt die S. Jacobs⸗Kirche/ mitten auff dem Thumbhoff gelegen/ mehrentheils Muͤnſter⸗Eyffel Hgt in der Eyffel/ nahend Aldenger/ und Cochenheim/ und gehoͤret ins Hertzog⸗ thumb Guͤlch/ und daher auch zum Weſt⸗ phaͤliſchen Craiß. Iſt die aͤuſſerſte Graͤntz des Guͤl⸗ cherlandes/ gegen Suden/ da die Eyffel ihren An⸗ fang. Hat den Namen von der ſchoͤnen und herr⸗ lichen Kirchen/ oder Muͤnſter/ ſo darinnen ſtehet/ all⸗ da Canonici ſeyn. Und ligt die Statt zwiſchen den Bergen/ im Grund/ und hat am Berg ein ſtar⸗ ckes Schloß ligen. Die Erfft laufft mitten dar⸗ durch/ und hat ein wenig daruͤber ihren Urſprung/ vor ihre Knechte und Maͤgde/ und die jenige er⸗ bauet/ ſo auff dem Thumbhoff wohnen; die auch auff dem einen Kirchhoff/ gleich wie auff dem an⸗ dern dieſer Kirchen/ die Thumb⸗Chorales begra⸗ ben werden. Es ſollen dieſem Stifft/ auſſer der Hauptſtatt/ nachfolgende Staͤttlein gehoͤren: Hal⸗ tern/ Dulmen/ Werne/ Vreden/ Ahauß/ oder A⸗ huyß/ Dorſten an der Lippe/ Aſchendorp/ Bocholt/ an der Aa/ Borken/ Lohe/ oder Loͤn/ Melin/ Neu⸗ Kirchen/ Reda/ Warendorff an der Embs/ Luͤnen/ Fuͤrſtenau/ Camen/ Brocken/ Rhene/ Vechte/ Kloppenburg/ Meppen/ Haſelune/ Loiningen/ Frieß⸗Oyte/ ꝛc. Das Caſtell Raßfeld/ und andere Ort mehr. Daher auch das Stifft auff dreyſſig zu Roß/ und hundert und achtzehen zuFutz/ Monat⸗ lichen einfachen Roͤmerzug/ angeleget iſt/ wiewol ſolches allbereit umbs Jahr 1592. wegen der Nider⸗ laͤndiſchen Kriege/ Moderation geſucht hat. Und dieſe obſtehende Beſchreibung iſt aus b. Bertũ lib. 3. rer. German. p. 623. dem ltinerario Germaniæ, fol. 939. ſeq. deſſelben Continuation, fol. 10. 19 3. & 419. Werdenhagen part 4. de Rebuspubl. Han- ſeat. cap. 7. fol. 37. a. der letzten Edition in fol. Slei- dan. lib. 10. der Braunſchweigiſchen Chronic/ fol. 124-& 311. Caſp. Ens, deliciis apodemicis p. 218. den Relationen und Berichten genommen worden. 1 / Munſtereifel. wie Matthias Qvaden in Teutſcher Nation Herr⸗ ligkeit ſchreiber. Anno 1611. wolte man allhie das Exercitium Religionis, nach der Augſpurgiſchen Confeſſion anſtellen/ daruͤber ein groſſer Aufflauff entſtanden iſt. Anno 1642. eroberten die Wey⸗ mariſchen Muͤnſter⸗Eyffel: Und ſchreibet Gile⸗ nius daß dieſes dem Ertzſtifft Coͤlln zuſtehe: Wie es aber dahin gelanget/ haben wir bißhero nicht in Erfahrung brin⸗ gen koͤnnen. „* Noorden. Hg zwo groſſe Meilen/ oder zwoͤlff ſtern/ und der ſchoͤnen Stattkirch zu S. Andrè(die tauſend Schritt von Embden/ und gehoͤret dem Graffen von Oſt⸗Frießland. Iſt groß/ Volckreich/ aber ohne Mauer und Thor/ der Marckt nicht gepflaſtert/ daran ſehr ſchoͤne Haͤuſer/ und das Rathhauß ſtehen. Ein luſtiger Ort/ da die Augſpurgiſche Confeſſion getrieben wird: Gibt gleichwol auch Calviniſten da. Helt zween groſſe Jahrmaͤrckt; aber der Port iſt jetzt ſchlecht. Die Graffen von Oſt⸗Frießland haben vorhin ihr Be⸗ 271 grabniß da gehabt: Als aber Balthaſar/ Herr von Eſens/ Anno 15 31. dieſe Statt/ ſampt zweyen Kloͤ⸗ rey anſehnliche und ſehr hohe Thuͤrne gehabt) ab⸗ gebrandt/ ſo iſt Graff Enno, Ah 1 veeeha Enb⸗ den begraben/ und ſeiner Voraͤltern Gebein/ von Norden/ durch ſeine Wittib/ in das ſtattliche Graͤff⸗ liche Begraͤbniß gebracht worden. Siehe Ubbo- nem Emmium der dieſe Statt(ſo bey den Landtaͤ⸗ gen/ als ein Stand/ nach Embden/ ihren Sitz hat) in ſeinem Buch de Friſia Orientali, p. 22. feqq. und obgedachter Kirch zu S. Andregs/ lib. 12. Rer. Fri- ſicar. p. 179. beſchreibet. Adamus Bremenlis meldet/ cap. 33. daß die Nor⸗ man⸗ 1 —— A — 8* N .△☛☚+ — — —— A na KS te aa⸗ teStateſ — 1—ÿ—ÿ—yõÿõ — 9 1 d 8 A ene 3* 3 2 4.. 8 4 8 6 P.) Co A den NAonr As ven Namonau 5 T 4, 1 ar vmnaarh e d Wi 48 A4 ℳ N 3. 3 L 1,e Nor p n ſtelle Darbder en 8 6 8 henn 14 7 Arno 161. G0 12.l. N t r A f mſtr⸗Chfa 2 114 d ſprt ſ I ſes den Chhn . mnAt adder dahmaawanoe d ronictnSihnt dn „n ongpef 90 kon 604 † 11 1 ſche ' G 1 Aadorfſcnaronn ₰ E ¹ 5 „nd ärtrheh 20 85 eun ofnh 4 Gefkero, A 2 ¹ r Pitbnt P, 3 2 1 Fechkwor 9 1 A Gele 6NOo 5 rN. 4 8 A7. * d7N.. E 4 “ 7 0 16‿ 8 16 1 4 wduſeSal t 5 Mur ent Ec. 3 dNac. dM 1 2 1l 5 &9 u 8 K uS.Ah K DL 8 bof„ h S 3 len 1—. I au rnede 78 e S 4 „e 8 Pulffer L 418. Der marchct. Jo- Die Dam PEßorte. 11. Die obriſzen Z. Pi‿ Haran pfortt. 15. EH- Geiſt Pfort. 14. Die Sous pfortt. 1. 5. Wrm Balcs. 5 5 7 46. Palfer Mall. „5 40 1 / j 1 Co fars. 9 9 292 4 2 3 696 18 FA A I X.J..N. . 3 8 D.8 8 d . 1„. B 8 . S A S J M S. AA 8 14 8 5 E N8 M.; 8 4 A 8 8 „ 8 5 A 2 3 b 5 5 8 H. S a 3 4 1l e e ———=—õ———— elius met t.6 † 1w verde zu2 82 ine; ti, d ſem ainige ur C unten enbul avon beko 1ZIIIS ſchaff træus- nen! Grag Helm 1s Abi offter cht all Gebli Weſt hat d er das⸗ tag di und d dOſü iittern niſt eunbe Fruch 25 ſte und er AWet penun en dam zin de 3 eSt — im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 51 mannen/ bey dem Dorff Nordwiede in Frießland geleſen werde/ welches Dorff(wie es nemlich da⸗ angelaͤndet/ daſelbſten in Gegenwart des heiligen maln noch geweſen) auch vor Zeiten unter der Bre⸗ Remberti, Biſchoffs zu Hamburg und Bremen/ miſchen Kirchen Bottmaͤſſigkeit gehoͤret habe/ wie des heiligen Ansgarii Nachfolgers/ der Feinde in den alten Bemerckungen uͤber den beſagten A⸗ 1377. von den Frießlaͤndern erſchlagen worden dam zu finden; auch das Norden vor Jahren einen ſeyen. Marcus Zuerius Boxhornius hat fuͤr Nord- wide geſetzt Nordwicum, damit er ſeinen Hollaͤn⸗ dern die Ehre zuſchreiben moͤchte: Der aber deswe⸗ gen von Hermanno Conringio in Exercitat. de Urbibus Germanicis, th. 89. angefochten wird; welcher ſagt/ daß unter dem gedachten Wort Nord⸗ wide/ der Oſt Frieſen heutiges Oppidum Norda(ſo Johan. Angelius à Werdenhagen de Rebuspubl. Hanſeat. part. 6 p. 19⸗ Urbem Nordanam nennet) verſtanden werde/ wie ſolches aus der Hiſtori der Ertzbiſchöffe zu Bremen/ eines unbenahmſten Ver⸗ faſſers erſcheine; daſelbſten in dem Leben des heili⸗ gen Remperri, das Wort Norden/ ausdrucklich! Oldenburg/ Görton Waldbert/ Koͤnig Wedekinds in Sachſen Enickel/ ſo umbs Jahr Chriſti 8 50. gelebet/ hat des Graffen von Leßmona/ jetzt Leßhem/ ein Dorff im Stifft Bremen an der Wimmer/ einige Tochter/ Altburg/ oder Oltburg/ genannt/ zur Gemahlin gehabt/ und deroſelben zu Ehren/ unter der Statt Wildeshauſen/ das Schloß Altenburg/ oder Ottenburg im Ammerland gebauet/ davon die Statt und gantze Graffſchafft den Namen bekommen haben ſolle. Daher ſagt Al⸗ bertus Crantzius in Metropoli lib. 3. c. 25. Daß dieſe Graffſchafft aus den alleraͤlteſten ſeye: Und David Chytræus in proœmio continuat. Chroni- ci Saxoniæ, nennet die Graffen von Oldenburg/ Saͤchſiſche Graffen des alleraͤlteſten Geſchlechts/ deren auch Helmoldus, ſo umbs Jahr Chriſti 1170. nnd Albertus Abbas Stadenſis, ſo umbs Fahr 12 56. gelebt/ zum offtermal gantz herrlich gedencken. Es ſeyn aber nicht allein die Graffen Saͤchſiſchen/ und Teutſchen Gebluͤts/ ſondern auch die Innwohner/ welche der Weſtphaͤliſchen Saͤchſiſchen Landes⸗Art ſeyn. Es hat dieſe Graffſchafft vom Auffgang zu Graͤntzen/ das Ertzſtifft Bremen und die Weſer: Vom Mittag die Graffſchafft Hoya/ das Stifft herrlichen Port oder Meerhafen gehabt habe/ wiſ⸗ ſend ſeye; welcher aber dem obgedachten Hollandi⸗ ſchen Flecken Norwick ermangele. So ſchreibet hievon auch Joh. Ifaac. Pontanus lib. 4. rer. Dani- carum p. 108. alſo: Alberti Stadenſis Chronicon Nordwidam, five Nordwigam appellat. Unde perperam Hollandici Annales recentiores ad pa- gum mari vicinum, non procul Leda collo- catum, qvem Nordvicum Indigenæ vocant, potius referendum exiſtimant. ** * Oldenborg. borg Beckeren/ Wivelſtede/ Wardenborg/ Del⸗ menhorſt mit der Graffſchaffr Ovelgunne/ ꝛc. und jenſeit der Weſer/ Dorsdorp. In dem Kloſter Raſtede/ Benedictiner Ordens/ ſo jetzt reformiert iſt/ ligen viel der Graffen von Oldenburg begraben. Und kommen von Graff Dietrichs des Gluͤckſee⸗ ligen/ aͤlteſten Sohn/ Chriſtiano, die letztere Koͤni⸗ ge in Dennemarck/ und alle jetzt noch lebende Her⸗ tzoge von Holſtein: Von dem Dritten/ oder Juͤng⸗ ſten Sohn aber/ nemlich Graff Gerharden/ die je⸗ tzige Graffen von Oldenburg her. Und haben An⸗ no 1566. Koͤnig Friederich der Ander/ in Daͤnne⸗ marck/ und Hertzog Adolph von Holſtein/ die An⸗ wart bey Oldenburg/ wann ſolche Gräͤffliche Lini abgehen moͤchte/ durch ein Kaͤiſerlich Decret erlan⸗ get; wie hievon/ der Graffſchafft/ und den Herren Graffen von Oldenburg/ inſonderheit Hermannus Hamelmannus, S8. Theologiæ Licentiatus und Superintendens zu Oldenburg der Anno 1595. geſtorben) in ſeiner Oldenburgiſchen Chronic/ und derſelben Continuation(welche von den Herrn An- ronio, und Antonio Günthero, Graffen zu Ol⸗ denburg/ ferners handelt)zu leſen. Auff dem Reichs⸗ tag zu Regenſpurg/ ſeynd in Anno 164r. durch Ge⸗ Muͤnſter/ und daſelbſt viel Sumpff und Moraſt. ſandten erſchienen Herr Antonius Gunther/ und Vom Abend Oſt⸗Frießland/ und den Fluß Jade: Herr Chriſtian/ Gevettern/ Graffen zu Oldenburg Und von Mitternacht das Teutſche Meer. Anet⸗ lichen Orten iſt fie bey eilff Meilen Weges lang/ und uͤber neun breit. Iſt voll breiter Heyden/ dar⸗ auff wenig Frucht waͤchſet/ und da ſchlechtes/ gerin⸗ ges Vieh/ und kleine Haͤuslein von Leimen und Erden erbauet/ anzutreffen. Es gehoͤren dieſem Graffen die Veſtungen Oldenburg/ Delmenhorſt/ Jevern/ Apen und Ovelgunne. In dem An. 1644. zu Amſterdam ausgegangenem Atlante wird ge⸗ ſetzt: Daß in der Graffſchafft Oldenburg noch an zen Delmenhorſt/ Herren zu Jevern und Knip⸗ auſen. Was aber unſere vorhabende Statt Oldenburg anbelanget/ von dannen Theils acht/ Theils zehen Meilen nacher Embden rechnen: So iſt dieſelbe mit Waͤllen und Waſſergraͤben wol verwahret/ und eſt; und laufft dadurch das Schiffreiche Waſſeer/ die Hunte. Es ſeyn dazu ſehen die Kir⸗ chen zu S. Lamberro, zum heiligen Geiſt/ und S. Ni- colao: Item/ das Schloß/ darinn der Herr Graff dere kleinere Staͤtte ſeyn/ als Weſterſtede/ Nie U⸗ Tul „eau 9 Pien. ordinari Hoff häͤlt/ das Rathhauß/ das neue Hauß/ 1 die 52 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze die Cantzeley/ das Zeughauß/ der Marſtall/ das Ca⸗ pitelhauß/ und in demſelben die Bibliothee/ ꝛec. Es hat auch ein huͤbſche Bruͤck uͤber die Hunde/ die biß gen Oldenburg groſſe Schiff bringet)und ligt an je⸗ dem Ende derſelbigen/ ein feines Luſthauß. Umbs ahr 1164. iſt Hertzog Heinrich/ der Loͤw/ zu Sach⸗ hu mit hellem Hauffen ſuͤr Oldenburg gezogen/ und hat da Graff Chriſtian/ ſeinen Feind/ mit groſ⸗ ſer Gewalt belaͤgert; in welcher Belaͤgerung auch beſagter Graff geſtorben/ und auff ſeinem Totbette begehret hat/ daß man ſeinen toͤdlichen Abgang/ ſo viel immer muͤglich/ verhelen/ und heimlich halten ſolte. Darum trugen ſeine Cammerdiener das Eſſen hinein/ gleich/ als ob er noch lebet/ daß auch ſein eygen Volck auff dem„Hauſe nicht anders den⸗ cken konte/ als daß der Graff noch im Leben ware. Nicht lang darnach/ brach Hertzog Heinrich mit ſei⸗ nem Hauffen auff/ und zog hinweg/ kam aber bald wieder; und nach dem die Frieſen auff dem Hauſe einen Lermen anrichten/ daß ſie auch dem Prieſter in der Meſſe/ vor dem Altar/ den Kelch umſtieſſen/ und den Wein außgoſſen/ iſt die Statt Oldenburg daruͤber in deß Hertzogen Gewalt kommen/ die er auch ſo lange behalten/ biß er vom Kaͤiſer gedemuͤh⸗ tiget/ und erniedriget worden; wie in der Braun⸗ ſchweigiſchen Chronic/ an dem 147. Blat ſte⸗ het. Es iſt auch en Oldenborg/ oder Altenburg in Weſtphalen/ zwiſchen Vorden und Sualenberg/ nahend Stenheim/ Niem/ und Brakel/ ſo vorhin den Graffen von Stoppelberg zuſtaͤndig geweſen/ und durch Heurath an die Graffſchafft Lippe ge⸗ bracht worden: Davon gedachter Hamelmann/ in dem Eingang der Oldenburgiſchen Chro⸗ nie/ zu leſen. Paderborn ſoll gleich⸗ wol auch Theil daran haben. Oldendorff/ Oldendorp/ Om Cyriaco Spangenberg/ in der den; daſelbſten auch darauff/ den 2 3. Junij/ das ge⸗ 32 Schauenburgiſchen Chronic/ und auff waltige Treffen fuͤrgangen/ in welchem die Schwe⸗ Saͤchſiſch; von Theils auch Aldendorff ge⸗ diſchen das Feld erhalten haben. Aber Anno 1639. nannt/ ligt an der Weſer/ zwiſchen Hameln und Rentelen/ in der Graffſchafft Schauenburg/ allda ein Zoll iſt: Und welches Staͤttlein/ Anno 1633. im Junio/ wider die Kaͤiſeriſche/ beſchuͤtzet wor⸗ Gſnabruck/ Sſenbrucke ☛ Jeſer in Weſtphalen/ an dem 2 Fluß Haſe/ acht Meilen von Muͤn⸗ ſter, und fuͤnff von Hervorden/ gelege⸗ nen Biſchofflichen und Hanſee Statt Namen/ wollen Theils von den Voͤl⸗ ckern Bructeris, Theils von Ochſenhaͤuten herfuh⸗ ren/ mit welchen die Statt erſtlich ſolle ſeyn umbzo⸗ gen geweſen; wie Franciſcus Irenicus in exegeſ. German. meldet. Kleinſorgius in Chronicis ſagt: Daß ſie Anfangs Hochſiegburg/ oder Hochſenburg/ oder Hoedſeburg/ geheiſſen. Sie ligt gar ſchoͤn in einem Thal/ und wird auß beſagtem Waſſer Haſa (ſo vor Zeiten die Oſe geheiſſen haben ſolle/ und daher der Statt Name von dem Waſſer/ und der Bruͤcke daruͤber/ oder/ wie andere wollen/ von der Ochſen Bruͤcke/ weiln daſelbſt auß Frießland kom⸗ mende Ochſen/ uber getrieben worden/ kommen ſeyn mag) ein gutes/ dickes Bier/ ſo man Buſe nennet/ geſotten. Kaͤiſer Carolus Magnus, hat da eine Griechiſch⸗und Lateiniſche Schul angerichtet; wie folgends zu ſehen: Und hat es allhie zwey ſtattliche Stiffter: Iſt auch die Statt/ vor wenig Jahren/ be⸗ veſtiget worden; dann ſie vorhin leicht zugewinnen gew eſen. Sie iſt groß/ und backet man da ein herr⸗ im Octobri/iſt ſolches Stattlein Oldendorff/ von den Kaͤiſeriſchen außgepluͤn⸗ dert worden. † * ⁵ lich ſchoͤnes/ und leichtes/ weiſſes Brod/ da ſonſten in Weſtphalen ſolches gemeiniglich grob/ ſchwartz/ dick/ teigig/ unaußgebacken iſt. Wer ſie erbauet haben mag/ das iſt ungewiß. Dann/ was vom Ja- lio Cæſare fuͤrgeben wird/ das will ſich nicht wol be⸗ glaubt machen: Daher andere den Graffen von Engern/ ſonderlich/ einem Hermanno, die Verfer⸗ tigung zuſchreiben. Es iſt eines deß gewaltigen Sachſen⸗Koͤnigs/ deß Wedekinds/ oder Witekinqi, Schloͤſſer/ Na⸗ mens Widekesburg/ in der Nachbarſchafft dieſer Statt/ geſtanden/ wie noch neben dem Kloſter Rul⸗ la/ bey dem wunderſamen See/ deſſen Boden mcht zuergruͤnden iſt/ hievon Anzeigungen vorhanden ſeyn. Und dieſes Schloß hat er/ der Koͤnig/ wie⸗ der bekommen/ als er den Heydniſchen Gottesdienſt verlaſſen/ und vom hoͤchgedachten Kaͤiſer Carlen zu Gnaden auffgenommen worden; da er dann⸗ nach wieder erlangtem dieſem ſeinem Schloß einen Tempel zu erbauen befohlen/ ſo er Bethleem ge⸗ nannt. Und wollen daher Theils/ daß er in ſol⸗ cher Kirchen/ als/ wie Chriſtus zu Bethleem von der Jungfrauen Maria/ alſo er/ durch die heilige Tauff neu gebohren/ und alſo nicht zu Minden getaufft wor⸗ N AN — N— NMNNNNN N N M f 9 A 1, 15 dabe Ai 1 ö ſ d Wrch 54. a07E N u fe ke 2114 N 5 Im 8 fäſ 4—— A Bäüſe — — er A 3 1 4 1- 1 1 5 2* 2 „ 4½ * 1à2 * e iſelbige mion 4 uchi hr Iita han ziie ſchen. 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V Anno 1026. hat Philippus Imperator, teſte Laurentio Fauſto in Chronicis lib. 4. cap. 2. in fin. in der Statt Oßnabruͤck einen Reichstag nicht allein gehalten, ſondern befinden ſich annoch auf den heutigen Tag unterſchiedliche Kaͤiſerliche Citatio- nes, daß ſelbige Statt auff Reichstaͤge citiert wor⸗ den, und dieſelbige, Krafft ſolcher Kaͤiſerlichen Ci- rationum, auch ihre Leute dahin deputiert undable⸗ girt/ zumal dann ferner dieſe Statt mit unterſchied⸗ lichen Kaͤiſerl. Privilegiis, und ſonderlich unter an⸗ dern, ab Imperatore Friderico I. mit dieſes For⸗ mal Inhalts Privilegio de non evocando; Quod nullus Judex, Civem ſuper aliqua cauſa evocare præſumat, niſi prius querimoniam ſuam coram Rectoribus Civitatis exequatur; welch Privilegi- um dann nicht allein ab Imperatoribus Rudolpho I. Ludovico, welcher dann darneben dieſe Statt be⸗ ſtermaſſen, nach Belieben, dem Rath zu beveſtigen erlaubt, Sigiſmundo, Friderico III.& Carolo V. allergnaͤdigſt confirmiret, ſondern auch ferner ſol⸗ che Privilegia ab Imperatoribus, Matthia& Fer- dinando II. glorioſiſſimis renovirt, und ſonder⸗ lich angezogenes Privilegium, de non evocando ad qvoscunqve judises,& omnes cauſas Civiles & Criminales, allergnadigſt ſub pœna Banni Con- travenientibus dictata, extendirt, und darneben von allerhoͤchſt gedachter Kaͤiſerlicher Majeſtaͤt, Ferdinando II. glorwuͤrdigſten Andenckens, Privi- legium libertatis Religioms cum annexa Cæſarea manutenemtia,allergnaͤdigſt ertheilet. So hat auch dieſe Statt im Leinentuchhandel in modum Privi- V legii immemorialis und ſonſt poſſeſſoriẽ das Jus ſtapulæ herbracht, daß nemlich alle und jede im Stifft Oßnabruͤck gemachte leinen Tuͤcher, auff des Raths und der Statt Lege gebracht, daſelbſt durch des Raths darzu ſonderlich beaͤidete Meſſere emeſſen, mit dem Siegel beſiegelt und allda nach Marcktgangem Kauff, verkauffet werden muͤſſen. Ferner hat dieſe Statt, ſo weit ihr terriroria- liſcher diſtrict ſich erſtrecket, merum& mixtum Imperium omnimodum, jurisdictionem& ſu- perioritatem territorialem. Anno 1397. iſt dieſer Statt Landwehr geſtifftet: Von Anno 1348. die Ehur und Wahl E. E. Raths absqve ullo con- Ienſu& confirmatione Epiſcopi, bey dieſer Statt beſtanden, geſchicht auff Handgebende Tag, welcher iſt der erſte Tag nach dem Neuen Jahr. In Anno 1644. ſeynd in dieſer Statt und zu Muͤnſter die allgemeine Friedens⸗Tractaten Teut⸗ ſcher Nation, zwiſchen der Roͤmiſchen Kaͤiſerlichen Majeſtat, und den hochloͤblichen Cronen, Schwe⸗ e⸗ 67 eſtphaͤliſchen Craͤiß. 53 den und Franckreich, auch den Evangeliſchen Stafn⸗ den abzuhandeln angefangen worden. Betreffende die letztere Geſchichte, der Statt Oßnabruͤck, ſo meldet Chytræus lib. 11. Sax. Daß im Jahr 1525. die Buͤrger wider den Rath, und Thumbherrn allhie auffgeſtanden, aus Urſachen die er daſelbſten beybringet: Auch im vierzehenden Buch p. 355. ſeq. ſagt: Daß umbs Jahr 1535. der Biſchoff allhie, Graff Frantz von Waͤldeck, die Oß⸗ nabrucker in vielen Schreiben, von dem Wieder⸗ taͤufferiſchen Schwarm und den Teutſchen Liedern, ſonderlich in der Haupt⸗Kirchen, und bey S. Jo⸗ hann zu ſingen, abgemahnet: In den uͤbrigen zwo Kirchen aber, daruͤber der Rath zu gebieten, ha⸗ be er etlicher maſſen die reinere Lehr zugelaſſen; wo⸗ fern nichts in den Kirchengepraͤngen, eygenes Ge⸗ walts geändert werde. Dann er ihme gantzlich vorgenommen, eine gottſeelige, gleichfoͤrmige Kir⸗ chenordnung in dem gantzen Stifft anzurichten: ſo er erſt acht Jahr hernach vollbracht habe. In der beſagten Braunſchweigiſchen Chronic ſtehet am 310. Blat, daß Montags nach Invocavit, im Jahr 1531. allhie, Meiſter Johann, der Muͤntzmeiſter zu Bremen und Oſenbruck, in heiſſem Oel tod ge⸗ geſotten worden; und hange der Keſſel noch heut zu Tage am Rathhauſe zu Oſenbruck. Das folgende Jahr hat der Rath durch Hermwannum Bonnum, ſo von Lubeck hieher beruffen worden, auff Verguͤn⸗ ſtigung des Biſchoffs Franciſci, gebohrnen Graf⸗ fens von Waldeck, die Augſpurgiſche Confeſſion da einfuͤhren laſſen: Deswegen es aber vor wenig Jahren Aenderung, wie man berichtet hat, abgeben wollen. Anno 1613. iſt ſie ſchier gantz abgebron⸗ nen, wie Sethus Claviſius bezeuget. Anno 1626 haben die Statt die Daniſchen eingenommen; und iſt der neue Biſchoff, Graff von Wartenberg, von dem Beſitz des Viſchthumbs, durch ſie ausgeſchloſ⸗ ſen worden; den aber der Graff von Anhalt wieder eingeſetzet hatte. Anno 1613. iſt Oßnabruck zu An⸗ fang des Septembris, von den Schwed⸗und Heſ⸗ ſiſchen, mit Accod erobert worden: Darauff ſich den 4. Octobris, auch des Biſchoffs Schloß bey der Statt Petersburg genannt, ergeben hat. Und wurde hierauff des Koͤnigs aus Schweden Guſta⸗ vi Adolphi. unehelicher Sohn, Guſtavus, Guſtaps Sohn, zu einem Landherrn dieſes Stiffts, Anno 1634. den 29. Januarii, feyerlich eingeſetzt, und den 30. diß, in der Jeſuiter Kirchen, zum erſtenmal Ev⸗ angeliſch geprediget. Was das Biſchth umb anbelanget, ſo hat vor hoͤchſtermeldter Kaͤiſer Carl der Groſſe, ſolches allhie An. 730. angerichtet, und die Kirch 8. Petro, S. Criſpino, und S. Criſpiniano zu Ehren erbauet. bet. Bertius in Beſchreibung dieſer Statt, nenner den Erſten Biſchoff, o er, der Kaiſer, hieher geſetzt, und der An. 204. geſtorben, NWiſonem, und bewei⸗ ſet ſolches mit ſeinem, des Kaͤiſers Caroli Inſtru- mento donationis, welches er am 6z5. Blat ſetzet. Aber Joh. Angel. 4 Werdenhagen parr. 4. de Reb- G pubbL. 4 6 8 4 v&,„ 2 54 Beſchreibung der fuͤrneh mbſten Staͤtt und Plaͤtze publ. Hanſeat. cap. 7. p. 37. ſagt: Daß er, Berti- Henricus, ein Hertzog von Sachſen⸗Lauenburg. us, es uͤbel damit getroffen. Dann er, der erſte Leh Dieſem Wilhelmus Schencking(deme Bertius ei⸗ rer, oder Vorſteher dieſer Kirchen, Wiho geheiſ⸗ nen andern, und unrechtem Namen gibet.) Dieſem, ſen habe: Welcher entweder ein Frießlaͤnder oder ein Engellaͤnder ſoll geweſen ſeyn. Wie hoch die⸗ ſe Kirch von ihme, dem Kaiſer, befreyet worden, das mag man aus dem obgedachten Inſtrumento erſe⸗ en. Es ſchreibet Gotſchalcus, des Auguſtiner Or⸗ dens, ſerm. 3. habit. Dom. 4. poſt Paſcha, bey dem Nicolao Serario lib. 4. rer. Mogunt. in Hiſtoria Hattonis II. des Ertzbiſchoffs zu Mayntz: Man le⸗ 8 den Chronicken der Biſchoffe von Oßnabruͤck. Daß derſelbigen Kirchen ein Biſchoff, Namens Benno vorgeſtanden, welcher geordnet daß man ein gewiſſes Allmoſen durch das Biſchthumb ſolte aus⸗ geben/ wegen der Rellen oder Ratzen. So lang nun folches geſchahe, ſo haben ſich keine Ratten in ſelbi⸗ gem Biſchthumb ſehen laſſen. Als aber Biſchoff Gottfried von Arnsburgloder Arnsberg, ſo dem ge⸗ dachten Bertio, der fuͤnff und dreyſſigſte Biſchoff allhie iſt) folch Allmoſen lieſſe abgehen, ſo kam die Menge der Ratzen im Jahr 1343. gleich wieder. Und hat ſelbiger Biſchoff ſeinLeben elendiglich geen⸗ det. Und dieſes ſagt gedachter Autor. Wer des Ert- wini Ertmanni Hiſtori der Biſchoͤffe diß Orts, oder die Oßnabruͤckiſche Chronic hat, die wir zu ſehen nicht bekommen, auch nicht eygentlich, ob ſie ge⸗ druckt ſey, wiſſen koͤnnen, der wird weiter daſelbſt den Sachen nachſchlagen. Chytræus lib. 5. Saxon. p. 241. ſagt: Daß gedach⸗ ker Erdwin Erdmann, ein weiſer und beredter Mann, der Biſchöffe Muͤnſter und Oßnabruͤck, und etlicher benachtbarten Graffen Rath und Buͤr⸗ germeiſter zu Oßnabruͤck, ſo die Oßnabruͤckiſche Chronic, von Anfang des Biſchthums, biß auff ſeine Zeit gemacht/ den 30. Maji, Anno 1505. geſtor⸗ ben, und in der Franciſcaner Kirche allhie begraben worden ſeye. Unter dem neun und viertzigſten Bi⸗ ſchoff, Hertzog Erichen von Braunſchweig, ſtunde die Buͤrgerſchafft zu Oßnabruͤck mit dem Rathe und den Thumbherren, nicht zum beſten, und wolte der Biſchoff bey ſolcher Gelegenheit ihme die Statt voͤllig unterwurffig machem und ſie deswegen belaͤ⸗ gern. Es iſt aber die Sach durch Unterhandlung der Hertzogen zu Braunſchweig und des Graffen von Waldeck, bey geleget worden, und muſte die Statt dem Biſchoffe ſechs tauſend Rheiniſcher Guͤlden geben. Ihme, Biſchoffen Erico, ſucce⸗ dierte obgedachter Biſchoff Frantz, Graff von Waldeck, Anno 1532. dieſem johannes, Graff von Hoya Anno 73. der Anno 1574. geſtorben. Dieſem Bernhard, Graff von Waldeck. Und dieſem Her⸗ tzog Philipp Sigismund von Braunſchweig, der fuͤnff und fuͤnfftzigſte Biſchoff in der Ordnnng; welcher ob er wol einer andern Religion geweſen, doch die Catholiſchen bey ihren alten Freyheiten er⸗ halten und geſchuͤtzet hat; wie Auguſtinus Prun- nius in libello ſynoptico&c. p. 132. ſchreibet. Er iſt Anno 1591. erwehlet worden. Beſoldus in The- ſauro practico, voc. Biſchoff,p. 122. ſagt; Daß Anno 1629. Hertzog Philips von Braunſchweig und Luͤneburg, allhie Biſchoff geweſen. Muͤſten alſo zween Biſchoͤffe, ein Catholiſcher und Lutheri⸗ ſcher, mit einander regiert haben. Dann der jetzi⸗ ge Biſchoff, Herr Frantz Wilhelm, Graff von Wartenberg,iſt gegen dem Ende des 1625. Jahrs, nach Abſterben des vorigen Biſchoffs allhie, des Cardinals, und Graffens zu Hohen⸗Zollern, wie ſel⸗ bigen Jahrs Relation es geben, erwehlet worden⸗ der aber noch zur Zeit, wegen der Schwediſchen Re⸗ gierung, ſich im Stifft nicht ſicherlich auffhalten kan. Iſt ſonſten auch Biſchoff zu Verden, und Minden, und Coajutor zu Regenſpurg. Obge⸗ dachter Biſchoff Philipp Siegmund hat Anno 1620. noch gelebet, damals man das neun und zwantzigſte Jahr ſeiner Regierung geſetzet hat. Es gehoͤret ein feines Landlein in dieſes Stifft, in wel⸗ chem auch das Stattlein Forſtenowe,(allda Anno 1639. Schwediſche gelegen.) Item, die Haͤuſer, Vorde, Groͤnenberg, oder Groneburg, bey Melle, Hunteborg, und das Biſchoffliche Reſidentz⸗Hauß Iburg/ oder Iborg/ neben andern mehrern gelegen ſeyn. In dem Anno 1644. wieder zu Amb⸗ ſterdam ausgegangenem Atlante wird geſagt: daß im Stifft Oßnabruck auch kleinere Staͤttlein ge⸗ funden werden, als Fuͤrſtenau, Vorde, Witlage, Melle, Iburg und Hundeburgan der See Dam⸗ mer. Obgedachtes Iburg hat Anno 1553. Her⸗ bog Philippus Magnus. Hertzog Heinrichs des Jungern zu Braunſchweig Sohn, eingenommen, und ein groſſes Guth allda bekom men, wie Chy⸗ træus lib. 18. Savoniæ meldet. Siehe unten im Anhang Petershagen. Siehe von der Statt Oß⸗ nabruͤck, auſſer den obangezogenen Authorn auch Georgium Braun, Tom. 1.& 4. Thea- tri Urbium, und Caſparum Ens, in, deliciis apodemic. per Ger⸗ man. p. 2 125 „ * Soeſt. Umntd! Gaſſern de 83. Biſc mlle hie begra ſn zuyi defud iſte und diteze 2. Meiee 3ee Solme dwenen) und na dsln ine Sto igenten hret wor glidmm Zuſat,od tiltodt legene 2 dmſr gelehrt — 35 un anſne chen Bu dener as füͤrfäͤll fchnnt en Staͤt Etcdn Volfarth ſmeaC hinderun richthp einen kot nain apypſ dogn erſchafft Kn m dorf Pa Sotn eStatt nlede ich dieſes ſhaac ttten, nich dme des enach dmegn and Wil ſehcn güdere O iw diſt E lus ampt den u gar nahe Mein nie ſe E m von welch wns gwichn: dds erzogthu hil o⸗ beinnn z meh 1n Je M 46 ldus, 4 △ St Atthe d , . 1 N, Ah 1. n. d. N u Uhdhp d 3 Metdd a 111 Teff doe h 1 1 äA X. DP Siaene 1* funff, Ah . 1 81 e r M TWol enr 3 . 2 deeg 1 Adolſſe 1bAx. 1 8 d„ Ds 1 1 geſch 5] dan G Op. „„ 1— AA 0 4 3 u 8 7l. Eeee. tico, wc. Rigte in . OM 27.( AA 1 n e. W ſ g, MeN 4 a- In 6 LM M„ DAſffe ng ¹ „„ 1d, g 111 and fr 9 1 60 =——RMR hhh J. 2. ff, re W Nna 9 an 2 1SM- 18ſt gegen d d Rum 40' 94 tden des, ä Sll Ues do Nn 5 o ſf.) J erel dae 3n SV D 8 Nelahon d edc,„ , Re h i aur 11,. 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Hauptthuͤrn, ſo hoch, ſtarck, und an der innern Mauer,zum Schutz der Satt ſtehend, rings herumb und wol verſehen, auch 10. Pforten, oder Stattthor: Und«. gemeine Buͤrgermuͤhlen, denen man das Waſſer nicht nehmen kan. Gelen. ſchreibet, ſie gehoͤre dem Ertzbiſchthumb Coͤlln. Es gibt da viel Kirchen, unter welchen die gar groſſe zu S. Patroclo, dem Martyrer, gar beruͤhmt, und eine Probſtey iſt, auch einen ſehr hohen Thurn hat. Und wird ſelbi⸗ er Heilige fuͤr der Statt Patron gehalten. Wich- ldus, der 6 3. Biſchoff zu Coͤlln, ſo An. 13 06. geſtor⸗ den, ligt allhie begraben. Sonſten iſt die Statt in 10 Pfarren ausgetheilet, und wird nach Muͤnſter, fuͤr die fuͤrnehmſte und groͤſte Statt in Weſtphalen ge⸗ halten, die 2. Meilen von der Lippſtatt gelegen, und vor dem jetzigen Krieg gar Volckreich geweſen iſt. Soll vordieſem allda nur ein Schloß geſtandẽ ſeyn, dabey nach und nach, wegen der guten Gelegenheit des Orts, eine Statt auffkommen, und dieſelbe ſtaͤ⸗ tigs vermehret worden; daher ihr auch der Name, gleichſam Zuſat, oder Zſuatz, kommen ſeyn ſolle Hat viel umbgelegene Doͤrffer unter ihr. Und ſeyn von dannen viel gelehrte und Kriegstapffere Leule ent⸗ ſprungen; und wird daher noch heutiges Tags vom Hanſeatiſchen Bund, in welchen ſie iſt/ geehret; Und wenn etwas fuͤrfaͤllt, ſo des Bundes halber den be⸗ nachtbarten Staͤtten anzuzeigen, ſo zu gemeiner der Staͤtte Wolfarth dienet: Befabe aber, wegen aller⸗ „hand Verhinderungen, bey den Bundstaͤgen ſelber nicht erſcheinen koͤñen, ſo wird ſolches entweder die⸗ ſer, oder der Lippſtatt zugeſchrieben. Es gibt unter der Büngerſchafft auch Geſchlechter, die Saltz⸗Jun⸗ ckern im Dorff Paſſendorff, da ein Saltzweſen, ſeyn. So hat die Statt unterſchiedliche Privilegia, unter welchen auch dieſes, daß ſie vor andern Weſtphaͤli⸗ ſchen Staͤtten, nicht allein auff ihrem eygenen, ſon⸗ dern auch des benachtbarten Fuͤrſten Grund und Bo⸗ den, allerhand Wild jagen und faͤllen darff; und die hohe und niedere Obrigkeit hat. Kaͤiſer Fridrich der Erſte,hat dieſe Statt dem Ertzbiſchoff Reinoldo zu Coͤlln, zuſampt dem gantzen Hertzogthumb Weſt⸗ phalen, biß gar nahend an den Rhein, wegen ſeiner 1 und erblich, zuwegen gebracht hat. Es haben aber die von Soeſt ſich beklaget, daß von einem der folgenden Ertzbiſchöffe zuCoͤlln, ihnen in ihren Freyheiten Ein⸗ trag geſchehe; daher ſie auch von ſeibigem Ertzſtifft gewichen ſeyn, und in des Hertzogen von Cleve und Berg, und Graffen zu der Marckt, Schutz ſich bege⸗ ben haben; unter welchen ſie ſeithero des 1440. Jahrs/ lebet; wiewol ſie, nach des letzten Hertzogs Tod viel ausgeſtanden, und benebenſt der obgedach⸗ ten Lippſtatt, eine weil des Herrn Churfurſten von Brandeburg, Hertzogen zuGulch, Cleve und Berg, ꝛc. ein weil der vereinigten Niderlaͤnder, ein weil an⸗ dere Beſatzung einnehmen, und ſonſten des Kriegs Ungemach erfahren muſſen; deſſen ſie auch vor der Zeit nicht geubriget geweſen. Dann vorangedeuter Ertzbiſchoff zu Colln, Namens Dietrich, von de⸗ me die Statt Soeſt,zum Hertzogen Adolpho von Cleve, gefallen, war, hat Hertzog Wilhelm zu Sachſen umb Hulffe angeruffen, welcher bald mit einem Boͤhmiſchen Kriegsheer kommen, und ſampt andern des Extzbiſchoffen Helffern, die eine groſſe Menge Volcks darfuͤr gebracht, die Statt ſehr hart belaͤgert/ ihr groſſen Schaden zugefuͤget, und ſie ge⸗ ſturmet/aber gleichwol nicht erobert. Es hat hierauff beſagter Hertzog von Cleve, der ihr durch ſeinen Sohn Joannem, und den Graffen von der Lippe, in beſagter Belaͤgerung ſtarcke Huͤlff gethan, ſie bey ih⸗ ren Freyheiten gelaſſen; wie denn die Statt in den alten Reichs⸗Regiſtern Monatlich auff 20. zu Roß und 120. zu Fuß, angelegter, ſich befindet, die aber folgends die Hertzogen von Guͤlch und Cleve, ſine onere, eximiret haben, gleichwol die Sache noch An. 1602. in Camera beruhet hat. Und wird ſie noch un⸗ ter die Reichs⸗Staͤtte des Weſtphaͤliſchen Craͤiſes geſetzet. Es gehen auch die Appellationen von hinnen nach Speyer. Siehe Thom. Mich. de Jurisd. th. 54. lit. G. 3. p. Ez. Daß dieſe Statt die vergangene Jahr viel ausgeſtanden, deſſen iſt hieoben gedacht worden. Und ſeyn davon die Geſchichten der Jahren 1616.(in welchem die Spanier den 8. Aprilis) 1622 (darinn Hertzog Chriſtian von Braunſchweig, Vi⸗ V ſchoff zu Halberſtatt,„im Januario)und 162 5.(in welchem den 12. Februarii/ die Brandenburgiſche, gantz unverſehens ſie eingenomen haben, zu leſen A. 163 3.im Decemb. bekam ſie Heſſiſche Beſatzung. An. 16 36. ward ſie im Septemb. von den Kaiſerl. erobert und durch Feuer uͤbel verderbt. Anno 1638. im Ja⸗ treuen Dienſte, ſo er ihm/ in Belagerung der Statt nuario nahmen ſie die Heſſiſchen durch eine Kriegs⸗ Meyland von welcher Hertzog Heinrich der Loͤw,zu Liſt ein, verlieſſens aber wieder. Anno 40. im Se⸗ Sachſen, gewichen war, treulich geleiſtet, gegeben; ptember ward ſie wieder von den Heſſiſchen aus der welches Hertzogthumb ſein Nachfolger, Ertzbiſchoff Lippſtatt, uͤberfallen. Ohne was ſie ſonſten erlitten Philippus, mit mehrern perſoͤnlichen Dienſten, und hat, und uns unwiſſend iſt. Es liegt nicht weit davon Liefferung(0. Marck loͤtiges Silbers, ihme und ſei⸗ der fuͤrnehme Flecken Loen, auch in der Marck, und nen Succeſſoribus, von gemeltem Kaiſer, kaufflich, bey den Graͤntzen des Hertzogthumbs Weſtphalen. G ij Pader⸗ —— 56 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Paderborn/ Padelborn. Iß iſt die Hauptſtatt im Weſtphaͤli⸗ ſchen Biſchthumb dieſes Namens, ſo nahend dem Fluß Lippe gelegen, und auch eine aus den Hanſee⸗Sat⸗ ten, und fein erbauet iſt. Fr. lrenicus in exeg. Germ. lib. 12. ſagt: Daß ſie vom Fluß Pada oder Pader, ſo unter dem Chor⸗Altar daſelbſt im Thum entſpringe, den Namen: Kaͤiſer Otto der Anderhabe ein Creutz, ſechzig Pfund ſchwer/ hie her gegeben, ſo man auff ſechzig tauſend Guͤlden werth geſchaͤtzet habe. Johannes Pomarius; in der Magdenburgiſchen Chronic ſagt: Daß Paderborn den Namen daher haben ſolle, weiln da die Saͤchſi⸗ ſchen Herren, ſampt dem mehrerntheil der Sachſen und Weſtphalen, ſich umbs Jahr 776. und 77. ha⸗ ben tauffen laſſen. Der Boden herumb iſt frucht⸗ bar und geſchlacht. Anno 999. iſt dieſe Statt, im Sommer, mit des Kaͤiſer CarlsKloſter und der Bibliotheck, gantz und gar verbronnen; deren Privilegia aber, ſampt den Jahrmarckten ihr/ vom Kaiſer Otten dem Dritten, zu Eingang des folgenden tauſenden Jahrs, erneu⸗ ert worden ſeyn. Daher man ſie vor dieſem fuͤr ei⸗ ne Reichs⸗Statt gehalten hat, die aber heutiges Tags nicht mehr in der Reichs⸗Matricul begriffen iſt, ſondern von ihrem Biſchoff eximiret wird. H. Petri ſchreibet de Monaſteriis p. 8. daß Mede- kindus der Groſſe, zu Engern eine Kirche erbauet habe/ſo Kaiſer Heinrich der Erſte hernach, mit ſei⸗ nem, des Nedekindi Sarg und Coͤrper, hieher auff Paderborn gebracht habe. Die Braunſchwei⸗ giſche Chronic ſagt am 54. Blat hievon alſo: Deß⸗ gleichen hat auch Kaiſer Heinrich den Thumb, wel⸗ chen Koͤnig Wedekind zu Engern gebauet hatte, gen Vallersleben gelegt, und einen Biſchoff dahin ge⸗ ſetzt, der hieß Marcus, ein gottsfuͤrchtiger Mann, und ligt zu Vallersleben begraben. Zu derſelbigen Zeit, als der Thumb zu Engern zubrochen, und gen Vallersleben gelegt war, da ſind die Gebeine Koͤnig Wedekinds wieder ausgegraben und von Engern gen Padelborn gefuͤhret, und daſelbſt zur Erden be⸗ ſtattet worden. Auff die zwo Meilen von der Statt Paderborn, bey dem Staͤttlein Driborg, hat es zween Sauer⸗ bronnen: Item, auff die dreyſſig Schritt herab⸗ werts, von denſelben noch einen andern heylſamen, und guten; von welchen allen Johan. Th. Taber- næmontanus, in ſeinem neuen Waſſerſchatz, cap. 19. feq. zu leſen. L. Thurneiſer ſchreibet lib. 1. cap. 1.p.9. von den Waſſern: Daß in dieſem Stifft ein Brunn ſeye, der alle vier und zwantzig Stund ſich zwey mal verliere, unangeſehen, daß er ſo viel Waſſer fuͤhre, daß er drey Muͤhlenraͤder treibe, nicht ſonders weit von ſeinemUrſprung, aber doch, und ſo offt, nach Verſcheinung ſechs Stunden, mit erſchroͤcklichem Boldern und Getoͤß herwider kom⸗ me, den auch die Innwohner derhalben den Bolder⸗ born heiſſen. Des D. Joan. Gigantiga Medici und Mathematici, Einwerffung des Stiffts Paderborn nach, ligt gemelter Brunn, den er den Bullernborn nennet, nahend den beſagten Saurbronnen, und dem gedachten Stattlein Driborg. Was das Biſe cht h umb zu Paderborn an⸗ belanget,ſo iſt ſolches umbs Jahr 794. vom Kaͤiſer Carolo Magno geſtifftet worden; davon und den Biſchoͤffen allhie, neben andern auch Ga. Bruſchius cap. 1 2. de Epiſcop. German. kan geleſen werden. Welcher den Namen dieſer Statt, auch vom Fluß Pada(und dem Woͤrtlein Born, oder Brunn) herfuhret, und daß das obangedeute Creutz, von beſten Ungariſchen Gold geweſen ſeye, ſa⸗ get. Er will auch, daß Paderborn, zu des gedachten KaiſersZeiten ein groß Dorff, und das Biſchthumb anfangs in dem veſten Heeriſtell, fuͤnff Meilen von hier an der Weſer gelegen, angerichtet worden. Er, der Kaͤiſer, habe zu Paderborn eine Kirche angefan⸗ gen, ſo die Sachſen wieder zerſtoͤret, daher der erſte Biſchoff Harimarus,(oder S. Hadumarius) allhie zu Paderborn die Kirche wieder gebauet, und ſolche Anno 799. Pabſt Leo III. den 6. Decembris,ſelber geweyhet habe. Und ſeye dieſer erſte Biſchoff Anno 8⁰4. geſtorben. Unter dem neunten Biſchoff Rhe- tario, ſey Anno 1000.(andere haben 559.) obbe⸗ ſagte von Carolo Magno angefangene Kirche, ſampt den Buͤchern, Privilegien und allen andern Zierden, und dem groͤſten Theil der Statt(andere ſagen gantz) verbronnen. Dieſes Biſchoffs Nach⸗ folger Meynwercus, habe Paderborn mit einer Mauer umgeben. Unter dem fuͤnffzehenden Bi⸗ ſchoff Bernhardo, ſo Anno 1159. geſtorben, ſey der Thumb, und ein groſſer Theil der Statt, wieder ab⸗ gebronnen: Wie es dann vor und hernach, unter⸗ ſchiedliche groſſe Bruͤnſten allhie geben hat. Und dieſes ſchreibet Bruſchius. Es hat dieſes Biſchthumb mit der Zeit an Reich⸗ thum gewaltig zugenommen; alſo, daß es in ſei⸗ nem Umkraͤis vier und zwantzig Stattlein und Marcktflecken zwantzig Schloͤſſer und Aempter, ſechszehen Kloͤſter, und vier und fuͤnfftzig Pfarren⸗ begriffen: Daher auch ſolches Stifft, Herzogen, Graffen und andere maͤchtige Leute, zu Biſchoffen gehabt hat. Und gehoͤret in daſſelbe, und zugleich auch in die Graffſchafft Lippe, das Hauß Schwa⸗ lenburg, welche Graffſchafft, ſo mit Graff Guͤn⸗ thern erbloß worden, zwiſchen dieſem Stifft, und beſagter Graffſchafft gelegen iſt. In dem neuen, Anno 1644. wieder ausgegangenem Atlante ſihe 7 q W 4 ung⸗ 1 12 —] —— 4— 5 Iiiphi 1 —, — — — — — ii 1 1 14 —— 3 = 8 ——ͤſ—— — AN 4— ſcen Neg 5 n. LAh 1 82 uch N.AX hr,„ 1 U 1. M A A 4 2 1 a 1 1— 8 Saana 1 4b 47—— 7 cn. 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Es ſeyen in dieſem Stifft etliche Brunnen, ſehr wunderlicher Art, als der Buider⸗ born, nicht weit von dem Dorff Aldenbecken, der ab⸗ und zu flieſſe, wie das Meer: auch noch unterſchied⸗ liche Fluſſe, als einer umb Lechtenau, welche von der Erden verſchlungen werden, und halt man dafuͤr, daß ſie zu Paderborn, oder an andern Plaͤtzen, wie⸗ derum herfuͤr kommen. Auſſerhalb der Haupt⸗ ſtatt Paderborn, ſeyn noch uͤber die zwantzig Staͤtte, unter welchen die fuͤrnehmbſten diſſeit des Gebuͤrges ſeyen, Soltkoten, von wegen des Saltzes, Lipp⸗ ſpring, von wegen des Urſprungs der Lippe, und Buͤren, von wegen des uhralten Geſchlechtes be⸗ ruͤhmbt. Jenſeit des Gebuͤrges, halte man War⸗ burg fuͤr die Trefflichſte, welche fuͤr Zeiten eine Graffſchafft geweſen. Denen folgen Borrentryck, Pekelsheim, Borcholt, Beverungen, Brakel und Steinheim. Lugd, nicht die geringſte, ſey gelegen in einem ſehr luſtigen Thal, zwiſchen den Wieſen und Weyden, am Ufer der Emmer; von welcher nicht weit ein beruͤhmbter Sauerbrunnen, zu vielen Kranckheiten nuͤtzlich,gefunden werde. Swalen⸗ borg und Oldenborg, ſeyen fuͤr alten Zeiten ſonder⸗ liche Graffſchafften geweſen, nunmehr ſeyen ſie dem Biſchoff von Paderborn, und dem Graffen von der Lipp zuſammen unterworffen, David Chytræus, lib. 3. Saxon. p. 8 3. ſagt: Daß dem Biſchoff zu Pa⸗ derborn vor Zeiten Gehorſam geleyſtet haben, vier und zwantzig Staͤtte, zwantzig Schloͤſſer und Vogt⸗ teyen, ſechszehen Kloͤſter, vier und fuͤnffzig Pfar⸗ ren. Und heiſſen die Staͤtte und Staͤttlein, Pa⸗ deborn, Lipſpring, Soltkatten, Bueren, Wunnen⸗ borg, Sualenburg, Henſe, Klenenberg, Warburg, Kalenberg, Pokelſen, Borcholte, Borgenthrica, Beveringen, Dringenborg, Wilbaeſſen, Gerden, Brakel, Driborch, Nihem, Bremeren, Voerden, Lichtenou, Line und Stenheim, ꝛc. ſo 25. ma⸗ chen; daher, ſonder zweiffels er die Haupt⸗Statt Paderborn unter der Zahl vier und zwantzig nicht verſtanden haben wird. Der auch weiter ſagt, daß die meiſten Schloͤſſer dem Adel, und andern vor Zeiten verſetzet geweſen, und daher dem Bi⸗ haftader dem Stifft, nicht viel Nutzen getragen aben. Anno 1411. war in dieſem Stifft groſſe Unru⸗ he. Denn das Thumb⸗Capitel und etliche Stat⸗ te, Paderborn, Warberg, Brakel und Borchentry⸗ cke, legten ſich wieder Biſchoff Wilhelm, gebornen Hertzogen von Berg. Zu dieſem ſchlug ſich Graff Bernhard zur Lippe. Dieſe Mißhelligkeit hat Her⸗ tzog Bernhard zu Braunſchweig in der Statt Lui⸗ de,(oder Lude, zwiſchen obgedachtem Swalenberg, und Pyrmont, gelegen) auffgehoben, und die Par⸗ ten unter einander vertragen. Als aber Biſchoff Wilhelm, von etlichen Thumbherren zu Coͤlln, zu Paderborn, Hertzog Bernharden zu Braunſchwii zu regieren anbefohlen, der zum Dringenberge Hof gehalten: Den andern Theil des Stiffts⸗hatte in⸗ nen Bernhard von Hoͤrde, Knape, deſſen Hoffla⸗ ger war zum Neuen⸗Hauſe. Es iſt aber dieſe Un⸗ einigkeit endlich zum Friedeſtand gediegen; ſtehet in der Braunſchweigiſchen Chronic am 269. Blat. Anno 1530. war allhie Biſchoff, Hertzog Erich von Braunſchweig, zu welcher Zeit die Buͤrger den Geiſtlichen anſiengen auffſetzig zu werden, und thaͤ⸗ ten ihnen Schmach an. Daher der Biſchoff die Statt umb zwey tauſend Guͤlden geſtrafft, derſel⸗ ben etliche Freyheiten entzogen, und ſie dahin ge⸗ bracht, daß ſie verſprochen, nimmermehr der Luthe⸗ riſchen Religion in der Statt Platz zu geben. Als ſie aber gleichwol etliche Prediger zu ſich beruffen, ſo iſt nach Abſterben des gedachten ſieben und dreyſſig⸗ ſten Biſchoffs allhie, des Erici, in Anno 1532. der Ertzbiſchoff zu Coͤlln, Hermann, Graff von Weda, zum Biſchoff erwoͤhlet worden, welcher alſobalden die gedachte Prediger, deren drey geweſen ſeyn ſol⸗ len, gefangen nehmen, und nach Arnſperg hat fuͤh⸗ ren laſſen: Die aber, als der Fuhrmann bey neb⸗ lichtem Wetter irr gefahren, und in ein Dorff, der Statt Soeſt gehoͤrig, kommen, von den Buͤrgern zu Soeſt erkannt, und in ihr Statt gebracht, und al⸗ ſo erlediget worden ſeyn. Daher der Biſchoff ſechs⸗ zehen Buͤrger zu Paderborn, die er dem Evangelio geneigt zu ſeyn gewuſt, hinzurichten befohlen; wel⸗ ches auch geſchehen waͤre, wann nicht der Scharff⸗ richter ſich dieſes zu thun, und ſeine Hand an Un⸗ ſchuldige zu legen, verweiget haͤtte. Und dieweil auch das Heulen der Weiber darzukommen, ſo hat der Biſchoff beſagte Sechszehen in die Gefaͤngniß wieder fuhren, und folgends ſie in ihren eygenen Hauſern, uͤber das Jahr eingeſperret behalten laſ⸗ ſen; wie hievon Chytræus lib. 13. Sax. p. 337. ſeq. und aus ihme Sethus Calviſius in Chronolog. und Werdenhagen de Reb. Hanſcat. part. 4. c. 7. p. 40. zu leſen. Ihme Hermanno, hat ſuccediert Rember- tus von Kerſenbruch, ſo Anno 1758. geſtorben. Dieſem Graff Johann von Hoya. Dieſem Graff Salentin von Iſenburg. Dieſem Hertzog Heinrich von Sachſen Lauenburg. Und dieſem Dietrich, oder Theodoricus von Fuͤrſtenberg; bey deſſen Re⸗ gierung es zu Paderborn in Anno 1604. wunder⸗ lich hergangen iſtz wie beym Mererano im 25. Buch ſeiner Niderlaͤndiſchen Hiſtorien zu ſehen. Und V hat er, der Biſchoff, im folgenden 1605. Jahr, die V Statt eingenommen, und den Burgermeiſter Li- borium Vichardum, lebendig zu viertheilen befoh⸗ len. Calviſius d. l. Anno 1616. ſeyn allhie fuͤnff⸗ zig Haͤuſer abgebronnen, ſampt dem Capuciner Kloſter, ſo durch das Wetter geſchehen. Anno 1617 hat der Biſchoff/ bey Straff der Verweiſung auß dem Lande, die Roͤmiſch Catholiſche Religion anzu⸗ nehmen, ſeinen Unterthanen aufferlegt: Daher der Adel und andere, ihre Zuflucht zu den Hollaͤn⸗ G ij dern —— ———————— 58 ue... i 1.5 8. 2 58 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und plaͤtze dern genommen, und ſie umb Vorbitt und Huͤlffe ſtiano, ſich widerſetzet; ihme etliche Ort wieder ab⸗ Eſucht. Anno 1622. hat Hertzog Chriſtian von genommen, und fernern Fortgang ſeiner Waffen, Braunſchweig, Biſchd d deng Van ena. Lenandaſfan Muͤnſter, verhindert. Anno gantzen Biſchthumbs, etlich wenig Ort ausgenom⸗ 1633. im Fruͤhling, iſt die Statt Paderborn von men, bemaͤchtiget; und ſonderlich in der Statt Pa⸗ Landgraff Wilhelmen aus Heſſen; und Anno 36. derborn/ reiche Beuten gemacht: Fuͤrnemlich aber, im Auguſto von den Kaͤlſeriſchen, und zwar jedes⸗ des heiligen Libori Bildnuß, von purem lauterem mal mit Accord: Nachgehends aber den 5. May Gold, auff achtzig Pfund ſchwer,bekommen; von 1646. von den Schwediſchen, unter Herrn Gene⸗ welchem Gelenias lib. 4. alſo ſchreibet. Anno 1622. ral Carl Guſtav Wrangeln, auff Diſcretion, er⸗ Chriltianus Brunſwigius S. Liborii Epiſcopi Ca- V obert worden. Relation ſelben Jahrs, pag. 32. nomannenſis corpus Paderbornæ diripuit, non Nicht weit von Paderborn, ligt das Kloſter zum impunè. Es hat gleichwol der damglige, und noch] Nien Herſe/ oder Novæ Herilia, allda die hei⸗ lebende jetzige Biſchoff allhie, Herr Ferdinand, Ertz⸗ lige Helentrudis;, eine Nonn, ver⸗ biſchoff und Churfuͤrſt zu Coͤlln, Hertzog in Bay⸗ V ehret wird rm ac. durch den Graffen von Anhalt, ihme Chri-** * Reckling⸗oder Relinghauſen. Eſtes Schloß und Staͤttlein, ſampt Schaden war. Das hab ich geſehen mit meinen zugehoͤriger Herrſchafft, dem Ertzſtifft Coͤln Augen, und meines Vatters Hauß brante in den gehoͤrig, dahin auch Dorſten und Hornen⸗ Grund mit den Guͤtern, was darinnen war, und borgk/ gezogen und im Veſt genannt werden. Es meiner Mutter brandten die Kleider am Leibe, und ſchreibet Thonmas Carve in ſeinem ltinerario, An⸗ mein Vatter kriegte ſo viel, daß er alle ſein Lebtage no 1639. zu Mayntz n 12. Lateiniſch gedruckt,cap. krancke Augen hatte. Und da verbrandte ein Bur⸗ 32. P. 274: ied. Daß zu Relinghuſen ein Adelich germeiſter, mit Namen Johan Ulenburg, die Schul Jungfrauen⸗Kloſter ſey, deren Proͤbſtin auch den fiel ihm auff den Leib„ die Glocken zerſchmoltzen Weltlichen Recht ſpreche, und das jus gladi habe. im Thurn, und alles in der Kirchen verbrandte, Und dieſe allein gelobe ewige Keuſchheit: Die an⸗ ohne die Geerkammer, nach anderm allen. David dern Jungfrauen aber nur eine Zeitlang. Dann Chytræus lib. 24. Saxon. p. 6 /2. ſagt: Man nenne ſie ſich verheurathen moͤgen. In des Hanſen Reck⸗ dieſes Gebieth Veſtam Kelinghuſen, welches das manns Lubeck ſcher Chronic ſtehet am 22. Blat, Waſſer Lippe von dem SiſfeUfinffe abſondere, von dieſem Ort alſo: Anno 1343, gewonne Peter und daß Theodoricus von Moͤrß, geweſener Ertz⸗ Lynge, Recklingshauſen den Marckiſchen ab, mit biſchoff zuCoͤlln, als er mit dem Hertzog zuCleve, we⸗ groſſem Streit/ zu dem Stifft von Coͤln, und dar⸗ gen Soeſt, Krieg fuhren wolte, Annd 1442. für zu viel gefangen, und baueten mit derſelben Schuld 17550. Guͤlden, den Graffen von Schauenburg der Gefangenen, ihre Thuͤrne und Mauern, umb verſetzt, aber daß ſelbe Ertzbiſchoff Salentinus zu dieſelbe Statt. Peter Lynck ſind die Coͤllniſchen ge⸗ Coͤlln, nach hundert und dreyſſig Jahren, als er den heiſſen in Weſtphalen. Denn S. Peter der Kirchen Graffen das Geld bezahlt; wie auch die Statt Kaͤi⸗ von Coͤlln Patron iſt. Und am 93. Blat ſchrei⸗ ſerswerd; Vogteyen Urdingen, Erprode, nahend bet dieſer Autor alſo: Anno 1500. auff Ambroſſi Nuyß Nerten nahend Andernach, und an⸗ Tag brandte Recklinghauſen, ligt in Weſtphalen, dere damals verpfaͤndte, wieder ge⸗ — halb aus, von ihrem eygenen Feuer, ſampt der Kir⸗ loͤſet habe. chen und drey Pforten) der Lauffpforten, Martins⸗ 5. und Koͤnigsberger Pforten und etliche Thuͤrne auff 2 den Mauren, daß ein groß Feuer, und groſſer Reeß/ Reſa, Reeſia. Wiſchen Weſel und Emmerich, am Rhein, beveſtiget haben. Anno 1 28. zubor, bemaͤch⸗ M und im Hertzogthumb Cleve gelegen; ſo tigten ſich derſelben die Spanier. Allhier ruhet 8. aber der Zeit in der vereinigten Niderlaͤn⸗ Dentlinus, der heiligen, Vincentii und Wal⸗ diſchen Staͤnde Haͤnden iſt, nach dem ſie ſolche detrudis, Sohn, und iſt dieſer Stact Statt Anno 16 14. eingenommen, und foͤlgends Patronus. R W hſſſt Jhan de h, ſl. H 1 161 A N uln Ales inde Fi erenme 445 üullll ne, Taod 4. — Naod 1 5,87 4 wit mh Nalb 4 uh M dr ig gfuhra dait, N. n CGr fa ! 9 A 69 5.4 daß ſide Suit b * t d N aſc. V ut Lin 9* 11 LAb Beld dezcdlenlan n 5p, dgt wenlldarr er dekt ennchend rden amalsbaſädi dſerhad ELII Frr 1b3 1 ꝙ m 1 bcs ur.7 vmaumn der el eio⸗ ench Bn mnt d 17 uue ohn, rDr.ſt ⸗Otte undet: ie Co⸗ IC s Hei bn 99t nder nn en, 9. Gnffiwe t Sch 444 un gelaſſe edene fflich⸗ dade lainun uofewe den Bl m wer an dur if jiẽ hoff Fr 1 6 ſennt,ke Intha e rſtanden doron viel E bngſtipee liert gen 4. 0 Olt,ſo icht mi len, ſont vanor gute N Ur.& die Stas ddent ker vond ung. m, vom ddim hoffin; tdſſi Manha neſorch abgebro giinnm vegen ſo oaer sgenann dnLm n gehabt bypton eder Or ſennn tien(vor Atem tionis, uar itlen gen auch gle mic ſoweren dn tte Statt nn dem St im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 59 Rimmagen/ Rimaͤgen. Nterhalb Zinſich, oder Sintzig, am Rhein, und im Hertzogthum Guͤlich, auff ei⸗ nem Huͤgel gelegen. Marqvardus Fre- herus ſagt, part. 2. Origin. Palatin. c. 8. p. 32. Daß Rymaͤgen, oder Rigomagum, mit der Zeit, verderb⸗ ter weiſe, Regiomagum, und Regiomagium ſeye genannt worden: So in dem innerlichen Krieg mit Andernach, Bonn, und andern benachtbarten Or⸗ ten, Anno 1198. von Walramo, des Hertzogen von Limburg Sohn, Kaͤiſer Philippi Bundsgenoſſen, wider Kaͤiſer Otten den Vierdten, ausgebrandt worden; wie Godefridus Pantaleonis Monachus, un Cæſarius Heiſterbacenſis, auff gezeichnet ha⸗ en. Aij. Es werden bey dieſem Staͤttlein noch alte Roͤ⸗ miſche Sachen von Haͤuſern, Thron und E⸗ mit unterſchiedlichen Figuren gezieret, hin Und wieder geſehen; auch von den Innwohnern guͤlde⸗ ne und eherne Muͤntzen allda gefunden, gewieſen. Und dieſes ſagt Freherus von ſeiner Zeit. Dann Anno 1633. die Schwediſchen dieſes Staͤttlein mehrerntheils in die Aſchen gelegt haben. Was all⸗ hie in dem Coͤllniſchen Krieg, Anno 147 z. vorgan⸗ den, davon iſt Gerardus de Roo, im achten Buch der Oeſterreichiſchen Hiſtorien, am 329. Blat, zu leſen. Theils nennen dieſes Staͤtt⸗ lein Rheinmoͤgen. * Rintlen/ Rinteln/ Rentlen/ Renteln. Gagt an der Weſer, zwiſchen Hameln und Minden, gerad in der Mitte, und in der Graffſchafft Schauenburg; davon in dem Anno 1644. ausgelaſſenen Mindiſchen Bericht, wi⸗ der die Graͤfflich⸗Schauenburgiſche Frau Wittib, oder der Ablainung derſelben Manifeſten, am 39. und folgenden Blat, unter anderm, alſo ſtehet: E⸗ ben wenig kan durch die Statt Rintlen im Lehen⸗ brieff Biſchoff Frantzen(von Minden, de Anno 1527.) benennt, keine andere Statt, als das jetzige Rintlen verſtanden werden, weiln das alte Rintien, davon man viel Schwaͤtzens machet, ſchon vor laͤngſt deſoliert geweſen. 2. Der Ort,ſo das alte Rintlen genannt wird, nicht Rintlen, ſondern Bleckenſtede geheiſſen, wie man davon gute Nachrichtung hat. Und z. die Statt Rintlen, nach der Ringelkluß, ſo dem Ritter von Eckerſtein/ wegen guter Verrich⸗ tung zu Rom, vom Stifft verehret worden, und jetzt der Terminhoff in Rintlen heiſſet, Rintlen genannt worden iſt. Man hat aber den Ort/ worauff die Haͤu⸗ ſer, ſo allda abgebrochen, und nach Rintlen verſetzt, geſtanden, wegen ſolcher Translation, das alte Rint⸗ ten offtmals Aehai ſaainnachn aber, daß es jemals den Namen gehabt haben ſolle; wie dann auch Bi⸗ ſchopperode, der Ort fuͤr Statthagen, da das Klo⸗ ſter in Rintlen(vor dieſem) belegen geweſen, reſpe⸗ tu translationis, von Hermanno de Lerbecke, das alte Rintlen genannt wird. Wann auch gleich 4. deme alſo, wie ausgege⸗ ben wird, ſo weren dannoch die Leute, ædificia und das directum Dominium der Statt und Leute, nicht entzogen, weiln allhie nicht qveſtio de loco civitatis ‚ ſondern von Statt und Leuten iſt. Wiewol J. noch nicht erwieſen, daß das ver⸗ meynte alte Rintlen eine Statt geweſen. Und am 41. Blat: Das Kloſter zu Rinteln iſt alt, und hat etliche hundert Jahr fuͤr Satthagen, ſo damals Greven⸗Alvelshagen geheiſſen, gelegen. Iſt von einem B ſchoff zu Minden gewidmet, und darnach wie Hermann de Lerbeke, und Spangenberg, ſchreiben, Biſchopperode genannt, von Graffen Adolphen dem ſechsten aber, in Anno 1248. nach Rintlen transferiret worden ꝛc. Woraus zu ſehen ſe Statt, als ein heim⸗ 35 dn Fuf Weinden die 4 gefallen Lehen; weiln der Graͤffliche Schauenbur⸗ giſche Manns⸗Stamm nunmehr gantz haneuhe„ anſpricht: Hochwolerwehnte Graͤffliche rau Wit⸗ tib aber vermeynet, daß in den Mindiſchen Lehen⸗ brieffen die Statt Neuen Rinteln, ſampt der Uni⸗ verſitaͤt allda, nicht ſteher Welche Hohe Schul al⸗ lererſt der Gefuͤrſte Graff Ernſt von Holſfein und Schauenburg, ꝛc. da angerichtet, und ſie den 27. Julii, Anno 1612. feyerlich eingefuͤhret hat, und damaln die von dem Kaͤiſer Ferdinando II. daruͤber ertheilte Privilegia publiciret worden ſeyn. Und hat hochgedachter Furſt ſie mit ſtattlichem Einkommen verſehen. Es iſt Rinteln ein feiner wol erbauter Ort/ allda eine Bruͤcke uͤber die Weſer gehet. Der Schwediſche Feld⸗Marſchall von Knipphauſen, hat dieſe Statt den 26. Februarij alten Ca⸗ lenders, Anno 1033, einge⸗ transferierte Statt, in ihrer Feudalitaͤt verblieben, und waͤre dem Stifft, durch ſolche Translation, nommen. Rit⸗ 60 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Ritberg/ Rietberg/ Retberg. St ein Staͤttlein und Schloß an der ₰9 Embs, nahend Widenbrucke und Bilefeld, nicht weit von dem Urſprung der Embs und Lippe, ſampt zugehoͤriger Graffſchafft, welche mit der Graffſchafft Ravenſpurg grantzet, gelegen; ſo vorhin eygene Graffen gehabt, welche mit Graff Johanſen(der Unruhen in Weſtphalen und Frieß⸗ land angerichtet, und deswegen von den Weſtphali⸗ ſchen Staͤnden uͤberzogen worden, und Anno 1562. zu Coͤlln in der Verwahrung geſtorben iſt) abgan⸗ gen ſeyn. D. Chytræus lib. 18. p. 48. feq. ſchrei⸗ ber: Daß gemeldtes Schloß von dem Staͤttlein faſt eine Stund Weges, an einem ſumpfigten und ſtaudigten Ort gelegemdarzu man nur einen Weg, der mit Holtz, Aeſten und Erden zuſammen gemacht, habe. Die Staͤnde des Weſtphaͤliſchen Craͤiſes ha⸗ ben ſolches Schloß Anno 1576. zubelaͤgern ange⸗ w fangen, und erſt im Junio des folgenden Jahrs er⸗ obert. Beſagter letzte Graff Johannes hat des Hanſen von Wendt, eines Adelichen Lehenmanns des Graffen von Lippe, Schloß, Lipperade, einge⸗ nommen, und ſeinen unehelichen Bruder, ſo ſein Rentmeiſter geweſen, weiln er ſeiner Gemahnin et⸗ was an Geld geben, hencken laſſen. Das gedachte Staͤttlein Ritberg haben die Staͤnde noch in ge⸗ meltem 56. Jahr erobert; aber das Schloß ſolle ſich bey neun Monaten gehalten haben, biß ſich ſolches, wegen Mangel an Pulver und Proviant endlich ergeben. Es ſagt Chytræus weiter: Daß des ge⸗ dachten Graff Hanſen, mit der Graffin Agnes von Bentheim erzeugte und hinterlaſſene zwo Toͤchter die Irmengard, nach des Vatters Tod, erſtlich Graff Erichen von Hoya, und nach deſſen Ab⸗ leiben, Graff Simon, Graff Bernhards, Graffen zur Lippe, Sohn geheurathet/ der wegen ſolcher Ehe, den Beſitz der Graffſchafft Ritberg(dann das ob⸗ gedachte Schloß, der Wittib und den Toͤchtern wie⸗ der reſtituiret worden) bekommen. Seine andere Tochter, Walpurg,habe Graff Enno in Frießland, des Ezarden Sohn genommen, damit die Gebiethe Eſens, Stedesdorff und Wittmund an die Graf⸗ fen von Oſt⸗Frießland kommen, ſo vorhin, auch durch Heurath, an die von Rietberg gelanget ſeyn. WiñF aber folg nds von den Graffen zur Lippe, die Graffſchafft Rietberg, auch an die Graffen von Oſt⸗ Frießland gediegen, davon hat Chytræus an dieſem Ort nichts. Es hat aber die Fraulein Walpurg Anno 1531. gedachten Graff Ennonem III. von Oſt⸗Frießland geheurathet; von deſſen Brudern Johanne; die jetzige Graffen von Ritberg oder Ret⸗ berg herſtammen ſollen. Wie ſie dann eines Ge⸗ ſchlechts, mit denen von Oſt⸗Frieß⸗land ſeyn. Es wird das gemeldte Schloß, unter die veſteſte Ort in Weſtphalen gerechnet; welches Anno 1547. in des Kaͤiſers Nahmen, dem Jodoco von Croͤningen, und im Jahr 1616. von dem Graffen von Rietberg, wie damals berichtet worden, freywillig den Spaniſchen uͤbergeben worden. Sie ſeyn der Roͤmiſch⸗Ca⸗ tholiſchen Religion zugethan, und der Landgraffen auß Heſſen Vaſallen oder Lehenleut; leyſten aber gleichwol die Perſonal⸗Huldigung dem Kaiſer, und dem Reich; wie Limnæus lib. 5. de Jure publico cap. 4. n. 93. ſchreibet. Wie ſie dann auff ſechs zu Roß Monatlich in der Reichs⸗Matricul zum Roͤ⸗ merzug angelegt; auch ein Stand des Weſtphaͤli⸗ ſchen Craͤiſes ſeyn. In dem dritten Buch des Hans Reckmanns Luͤ⸗ beckiſcher Chronie, ſtehet am 23 3. Blat alſo: Im ſelben Herbſt Anno 1545.)ward die Ritberg auff⸗ gegeben dem Landgraffen zu Heſſen. Der Landgraff lag ſtarck vor dem Ritberg. Der Graff von Rit⸗ berg hatte Hertzog Heinrichen(von Braunſchweig) beygepflichtet, und war des Landgraffen vereydet Mann, und der Graff war damals im Hoff zu Bur⸗ gundien, und ſuchte da Rath. Die Braunſchwei⸗ giſche Chronic ſagt von dieſem Handel, am 321. Blat ſo viel: Dieweil Graff Otto von Rietberg, des Landgraffen von HeſſenLehen⸗Mann/ dem Her⸗ tzogen von Braunſchweig Huͤlffe gethan,ſſo ſeye ih⸗ me, und zugleich dem Graffen von der Lippe, als naͤchſten Verwandten, das Hauß Ritberg von den Einhabern deſſelbigen eingeraͤumet worden. Obge⸗ dachter Chytreus ſagt: Der Biſchoff zu Pader⸗ born ſeye uͤber das Schloß RitbergLehenherr. Die, ſo dieſer Sache mehrere Wiſſenſchafft haben, als wir bißher finden koͤnnen, die werden alhie den Aus⸗ ſchlag geben koͤnnen. Graff Johann von Ritberg, deſſen in unſerm Text gedacht worden, ligt zu Coͤlln in 8. Martini des Groͤſſern, Abtey, Benedictiner Ordens mit dieſer Grabſchrifft: D. O. M. S. Illuſtri& Generoſo Domino, D. Joanni ex Comitibus de Rutberg, Domino Efentii Stedestorpii& Witmundiæ, ultimo ejus Familiæ, qvi variis multisq; hujus ſeculi ærumnis & calamitatibus defatigatus 5. Decembris An- no 1562. hic Coloniæ animam Creatori ſuo red- didit, Illuſtris& generoſa Domina Agnes, ex Co- mitibus de Bentheim prognata, conjux mo- ſtiſima, Conjugi ad perpetuam me- moriam Chariſſimo p. 3 DX N E= — hlih Ln dl 8 NrbA Adl — DerOrd rn if ſant SA N 1 T Niu A L ſal u, „„ l: Dedel cri ſy Däanmo , 4A F. Fen pon ſ lae Lnaahn. 21.* AIN H4 XAINM 1 7 leich(r t n. 9 Ln 1 N zerwa ,Nhe Pflt Oihienen g 4 p hen aurcume 1AKDIGch Mherebc. „ „ M 4 CAHoAdo N.T ee mebrr Dſcch Au t ſe 5 nden kuͤnnen,Reberdc UAIINNNRARWASVr 4 VH I et,) 1 A p An Nf*⁴ ODal e 8 reaGdldt aAr, 1 ee Vſ hſ 7) 777777 )115 1 85 4 or 55 tiſte g gehör 2p zuptſ alpar glege* 1 38 25 4. ſch 1 ie qi off z itn rben/ 1334 b un. fiung iſin rneun 1eh a ſe Sta nitmes Hraben udd C rſtatt gſio e Unddi ſa ſatzung Scli bſtena dsEdc 3/ nac — Ir Rhein, 8e Weſtp tim Sdes alt! 6 an wiſchen 9 1 21 Schench aſit jenomn oeſ 24)aben ſo „Dirn ris, zw Cinfns ten S rffos ſgang Tynct zufgerie ſoil d ben die On Trojam 100 cus, N diht d en, daß, mer um rdem J eween des Hec ſlnnsr t komme dnendn n dieſes dder on welch mſm en. E dhish Ortvom 3 ddc hderſeb im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 61 Rotenberg/ Rotenburg/ Rodenborg. M Stiſſt Verden, ſo zum Weſtphaͤliſchen 9)Craͤziß gehoͤrig, und nicht gar fern von deſſel⸗ ben Hauptſtatt Verden, an einem Waſſer gelegen. Caſpar Bruſchius, de Epiſcopat. Ger- man. cap. 14. ſchreibet: Daß der ſechs und dreyſ⸗ ſigſte Biſchoff zu Verden, Nicolaus, ſo Anno 1334. geſtorben, das Schloß zu Rotenberg, ſo die ſicherſte Veſtung dieſes Biſchthumbs, fortificieren laſſen. Der neun und viertzigſte Biſchoff Berthol- dus habe die Statt Rotenberg, oder Rotenburg mit tieffen Graͤben, und veſtern Mauren verſehen, und die Vorſtatt mit eingeſchloſſen. Iſt An. 1503. geſtorben. Und dieſes ſagt Bruſchius. Anno 1547. hat die Beſatzung allhie, das Staͤttlein bey dem Schloß, ſelbſten angezuͤndet, und verbrandt; und das Schloß, nach vierzehen taͤgiger Belaͤgerung, Graff Albrechten von Mannsfeld, und den Evan⸗ geliſchen Bundsverwandten, auffgeben. Anno 1626. hat dieſe Statt der General Tilly eingenom⸗ men. Anno 1644. lagen allhie die Schwedi⸗ ſchen. Anno 164. eroberten ſolchen Ort dieſel⸗ bigen mit Gewalt. In den vorigen Jahren, nem⸗ lich, umbs Jahr 141. hat Hertzog Heinrich von Luͤneburg, dieſes Stiffts Berden Haupt⸗Schloß gewonnen, und daſſelbige eine gute Zeit innen gehabt, zu Verdrieß Graffen Heinrichs von der Hoya, der damals zu einem Biſchoff deſſelbigen Stiffts Verden erwehlet war; wie in der Braunſchweigiſchen Chronic, am 42²7. Blat ſtehet. ** * Rhuerort/ Roerort. Igt zwiſchen Duysburg und Dynylacken, am Rhein, allda die Ruhr, oder Roer, aus Weſtphalen kommende, darein faͤllt. Iſt eine aus des Hertzogthums Cleve Staͤtten, die Martinus Schenck, und die Hollaͤnder, Anno 1587. eingenommen, auch ſolches hernach etwas beveſtiget haben ſollen. In dem Anno 1634. den 5. Decembris, zwiſchen der Cron Schweden und Confoͤderierten Staͤnden,, an einem, und Pfaltz⸗ graf Wolffgang Wilhelmen, am andern Theil, zu Wormds aufgerichtetem Verſchonungs Vergleich iſt verſehen worden, daß, unter andern Orten, auch aus der Statt Ruͤhrort, alles Schwediſch Volck abgefuhret werden ſolte. Darauß abzunehmen, daß entzwiſchen die Hollaͤnder dieſen Ort wieder verlaſſen haben. lohan⸗ Angel. à Werdenhagen ſagt, part. 4. de Reb. Hanſeat. cap. 2. p. 15. Rura ubi Rheno ſe adſociat, in angulo ultimo, poſt ter- gum qvaſi Duysburgii, abluit oppidum, dictum Rurortium, qvaſi ipſum angulum acu- tum ad Rhenum conſti- tueret. Santen/ Xanthum. S haben die Alten dieſe Statt Trojanam, und Trojam Francorum geheiſſen, weiln Doracus, Waſtaldus und Hunibaldus, ge⸗ dichtet haben, daß, nach Zerſtoͤrung Trojæ, die Tro⸗ janer, unter dem Juͤngern Priamo, oder, wie ande⸗ re wollen, des Hectoris Sohn, dem Franco, in die⸗ ſe Landsart kommen, und vier Staͤtte, und unter denenſelben dieſes Santen, oder Trojam erbauet haben, von welchen folgends die Francken her⸗ kommen ſeyen. Es haben auch die Alten gedicht, daß dieſer Ort vom Fluß Xantho den Namen ha⸗ be, da doch derſelbe nirgends zu finden. Beſiehe Pighium in Hercule prodicio, p. 39. welcher dar⸗ fuͤr haͤlt, daß Santen an dem Ort ſtehe, wo vorhin Ulpia Caſtra, und Colonia Trajana geſtanden, und daß ſolcher Ort von den heiligen Maͤrtyrern, aus der Theb. Legion, ſo daſelbſt auff Befehl des Kaͤi⸗ ſers Maximiniani umbbracht worden, den Namen habe, deren Gebein S. Helena bald hernach allda, in der von ihr erbaueten Kirchen, begraben hat. Clu- verius lib. a. antiqv. Germ. cap. 18. haͤlt dafuͤr, daß V langt, ſo iſt davon, unter Aederdynu Joſias Simle- des Taciti vetera, oder vetera Caſtra, eben dieſes Santen ſeye; darwider gleichwohl Theils andere ſeyn. Siehe Gerardum Noviomagum, in hiſtor. German. Infer. Es ſagt aber H. Nuenarus, in Commentariolo de Gallia Belgica, daß unter den veteribus Caſtris, die Colonia Trajana, nach des Corn. Taciti Zeiten erbauet geweſen, wie die ltine⸗ raria zu vernehmen geben, die alſo vertilget ſey, daß man jetzt nicht einige Fußſtapffen darvon ſehe. Was aber ihr Lager anbelange, ſo ſey zu muthmaſ⸗ ſen, daß ſolche Colonia Trajana, zwiſchen vetera Caſtra, oder Santen, und dem Schloß Cleve gele⸗ gen geweſen, darzwiſchen die zwey Staͤttlein, Gryt, und Grythauſen ſeyn. Es iſt Santen(allda eino Probſtey) heutiges Tages ein geringe Statt, zwi⸗ ſchen Burick und Griet, im Hertzogthumb Cleve, und nahend dem Rhein, gelegen. Die Gugerni ha⸗ ben vor Zeiten hierumb gewohnet. Und was die ob⸗ gedachte Hiſtori, von der Thebaiſchen Chriſtlichen Legion, deren Obriſter S. Mauritius geweſen, anbe⸗ tus — — 62 ABeſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze rus, in Commentar. de Alpibus, und Schopperus part. 3. Chorogr. Germaniæ, cap. 2². p. 3 34. zu leſen. Von welchem Regiment, ſo im Walliſer Land, ob dem Staͤttlein S. Moritz, getoͤdtet worden etliche entkommen, welche hernach zu Solothurn, Coölln, und an andern Orten, die Cron der Marter em⸗ pfangen haben. Anno 1753. und 1614. nahmen die Spanier Santen ein. Anno 1640. im Martio, hat der General Lam boy ver⸗ gebens allhier Qoartier geſucht. **½ Sinzig/ Zinſich. „n Stattlein an der Aar, welches Waſſer Xuͤber einen guten Buͤchſenſchuß davon, in den Rhein faͤllet. Ligt zwiſchen Rimmaͤgen und Briſich, gegen Lintzuͤber, faſt auff halbem Weg, zwiſchen Bonn und Andernach. Hat ein gutes Schloß. Auff der Galliſchen Seiten, oder Bo⸗ den, auff welchem dieſes Staͤttlein Sinzig zu ſe⸗ hen, ligt die Herrſchafft, und das ſtarcke Schloß Landseron, auff einem hohen und gaͤhen Ber⸗ ge/ den Freyherren von Quaden zuſtaͤndig. Und Stattbergen/ N der Braunſchweigiſchen Chronie ſtehet *ham 27. Blat alſo: Die erſte Schlacht(mit Koͤnig Wedekinden) geſchah nicht weit von Oſenbruck, am Buchholtz, daſelbſt ſchlug Kaͤiſer Carl die Sachſen aus dem Felde, und zog gen Ere⸗ ſperg, jetzund Stadtberg im Saurland, erobert dieſelbe Veſtung mit Gewalt, und verſtoͤret da der Sachſen Abgott Armenſaͤul. Diß geſchahe im Jahr nach Chriſti Geburt 772. Auf demſelben Zug thaͤt GOtt ein groß Wunderzeichen an Käiſer Carlen. Dann, als ſein Kriegs⸗Volck in etli⸗ chen Tagen nicht konte zu trincken bekommen, weil von wegen des duͤrren Sommers, alle Baͤchlein ausgetrucknet waren: Da rieff Koͤnig Carl, ſampt ſeinem Kriegsvolck GOtt umb Huͤlff an, alſobald thaͤt ſich in einem ausgetrucknetem Bach, das dur⸗ dieſes Sintzig, oder Zinſich, gibt Narthias Qvaden, in Teutſcher Nation Herrlichkeit, dem Herrn Ertz⸗ biſchoff von Trier. Aber Marqvardus Freherus ſagt, part. 2. Origin. Palat- cap. 8. Daß das Staͤtt⸗ lein Sintzig beym Rhein gelegen, Gulchiſch ſeye. Wie dann auch, in den Landtaffeln ſolcher Ort zum Hertzogthumb Guͤlch re⸗ feriert, und geſetzet wird. Stadtberg. Scribenten wollen, ſie ſeye in Weſtphalen auff ei⸗ nem Berg, in einem ſonderlich darzu gebaueten Tempel, nemlich in Monte Martis, oder Mars⸗ berg, jetzund Stattberge genannt, geweſen. Und dieſer Meynung iſt auch Johan. Angelius à Wer⸗ denhagen, welcher hiervon in Antegreſſu part. 4. de Rebuspubl. Hanſeat. p. 461. weitlaͤufftig ſchrei⸗ bet. Wird auch deren unten bey Corbey, im An⸗ hange wieder gedacht. Es hatte hieher jedermann ſeine Zuflucht, und da ſeine Freyung; daher ſie auch Irmenſaͤul, das iſt, Jedermanns⸗Saͤul, ge⸗ nannt worden iſt. Johan. Iſacius Pontanus lib. 4. Ker. Danicar. p. 39. beſchreibt auch die Bildniß ei⸗ nes gewaffneten, grauſamen Mannes, ſo in dem praͤchtigen Tempel geſtanden, und ſagt unter an⸗ derm: Daß nach Eroberung Haͤreburg, ſo Käiſer re Erdreich auf, und entſprang ein lieblich, ſuͤß Carl geſchleiffet, er ſich darauf nach dem beſagten Spruͤngbruͤnnlein, damit ſich das Kriegsvolck Tempel Irmenſaͤul begeben habe, und ſpricht: wieder labete, und erquickete. Koͤnig Wedekind Templum ipſum Irmenſul, ſive Jedermannsſaͤul, aber faſſet ein Hertz, dann er war ein kuͤhner Held, qvæ omnia ſuſtineat, dictam credidit Adamus und erobert Ereſperg wiederumb, ꝛc. Und am Brem. Alii qvaſi Hermionis Salam, id eſt aulam, ſi- folgenden Blat wird gemeldet: Daß Kaͤiſer Carl V es Anno 777. wieder erobert; und ſeye in dem nechſtfolgenden Jahr gedachter Koͤnig Wedekind V mit ſeinen Sachſen fuͤr Ereſperg(al. Erespurg, Hæreburgum ad Lippiæ fluentum) gezogen, und die Mauren mit einem Sturm angangen, haͤtte auch die Veſtung gewonnen, wann GOTT vom Him⸗ mel nicht gewehret, und die Sachſen mit zweyen blutigen Schilden, die man in der Lufft ſahe, nicht haͤtte abgeſchrecket. Was obgedachte Irmenſaͤul anbelanget, ſo ver⸗ meynen Dithmarus lib. 2. Chron. p. 15. und Cran- zius, in Saxonia, lib. 2. cap.). Daß dieſe Saͤul zu Merſeburg ſoll geſtanden haben: Aber obgedachke; wie auch die Corbeiſche Chronicken, und andere ve baſilicam Arminii, qvi Varum,&c. potius nun- cupatam autumant, qvamvis Aventinus Hermioni, Tuiſconis nepoti, Manni filio, Tacito etiam nomi- nati, malit tribuendum. Es ligt aber dieſes be⸗ ſagte Staͤttlein, Stattberge, oder Marsberg, gar hoch, bey der Dymel(ſo obgedachte Braunſchwei⸗ giſche Chronic die Ruhr nennet) zwiſchen Brilon und Roden, nicht gar weit von Korbach, zwiſchen den Paderborniſch⸗ und Waldeckiſchen Graͤntzen; und dem Coͤllniſchen Hertzogthumb Weſtphalen, ſo Anno 1634. von den Heſſiſchen belaͤgert worden. Weiters finden wir noch zur Zeit von dieſem Ort nichts ſchrifftwuͤrdiges: Man wolte dann des Kaͤi⸗ ſers Otronis M. Bruders, des Danckwerts, Hi⸗ ſtori, hieher ziehen, davon gedachte enasiheee giſche A. u d. A R* 1 4„ Nu da ſet e, ſEdnd deah t hns dda, 119 NM 4 1 ſch. .7 Em 1 Lde Jazan fenen elt, uge 1 d adthe 8 4 nten dollm, ſeſner di 6 78,1 444 emem ddenuc 0 T' 7 miſch u. 3 und dSturtaum. mrungſt ahlie 1 n, we chah— M N 4 pobl. Hlanſea. 4h ä Und auchdamunr un 1 . a gdadt Simi M „udnine 4 1 undu„o 1Ad. 29 M Aden iſt. bau Lacd A al. p. I; 5 n u. Merxem, K fnet ten, grull me e e 1 Tempage fd, W nl aß nache Frobaru. I 1 0 40 neh⸗ f bleiffet rſtäaun Irnaſcul 80. is, Arm 1 t 9 A- a Iplu re — K ee 8 ⁸₰ ☛ᷣ S ret GEoMETNI, SciER Grundtriß der Statt Itattbergen in Weſtphalen gelegen, vnd wie ſolche von Ihr EXxIL.L. Heri Feldt Marſchaln CaRor, GusTArE WRANGELN beſchoſjen vnnd erobert worden. Anno 16 ½⁶. G G⁴— ☛ ☛‿☛ r4 T T Bü. 2 3 s u, do r, S J. I » — 1 ſch,.———— 5„„ 1e eäöne Alle 2/ VI.7)eni9 3 — S, F N f4 f 1 3 —— õõÿüÿü ÿÿ3 Rn Lu EEEEN 1 WEI K . 4—i NK— G— . S— N— N— — N 1 Far BIRGEN. MV A N X ” 8 M — — 7 ₰ 7 . f. 3 217 — 3 QE — S N 8 5 4 “ V KANN V 5 S ¹ N 623.—” 8+ 3. „e 5 Ai4 „p f AédiTu — D— W V V WW’ ſ ‿¶ 3 5 W 3 5 W— W W W 5 W 7 Hh 8 S W*— z D / W 4 W 3 b „ W W . ſ, ‿ ö V 5 W ——————— 5 5 5 v diß. 14,20 malt, ur,a lndas Und da die E (Crecnto u5 ab Juhm zreven Emn u Schau pi M. rum„ Ich Burg Purn leſter gnen Es Jlrd ſer ln rin0 nitis 4 ſm 3 deßr au bé auenbt St 1 er Aa, Je if von agoglu aungich et, deſ undzo⸗.Profe. Briract vius,] Yn... zu An⸗ Arlſer tehet vo undane nfurt al ſigne auf der ſreche hgegen: Steer züuͤnſter, ſcag ngen unñ Ooſc eloder T liner en Meike Sed katteſeyr dim) Schurt dö Schloſſe me ere fuͤrnehm arat ftiſt meh orger erumb der Naut ſen. D. lgtge en Nord. Bann mm, wiſch ſernn einem klei ln e handerte 6 e. er- im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 63 giſcheChronic/ am 76. Blat/zu leſen. In der Sranck⸗ und Steineinwerffen, unerachtet der hefftigen Ge⸗ furthiſchen Fruͤhlings Relation de Anno 1644. ſte⸗ genwehr erobert, und Statt und Schloß het: Daß bey Stattbergen ein abſonderliche Fe⸗ rein außgepluͤndert, und verbrandt ſtung ſey. Dieſer Ort iſt den vv. und 25. May deß worden. 1646. Jahrs, nach lang beſchehenem Canoniren, Statthagen. Tatt, Schloß und Ampt, in der Grafſchafft Schauenburg, zwiſchen Sachſenhagen und Frauen Hedwigen, gebornen Landgraͤfin zu Heſſen, Fuͤrſtin deß Reichs, Graͤfin zu Holſtein, Schauenburg und Sternberg, Frauen zu Geh⸗ Buͤckenburg, und zwar von dieſem letztern Ort, zwo Meilen gelegen; von welchem Ort in der men, Leibzucht, oder Witwenthumbs⸗Hauſe: So Biſchofflich⸗Mindiſchen Ablainung im Jahr auch Ihr Juͤrſtlichen Gnaden von dem Heirn Bi⸗ 1644. gedruckt, p. 26. 40. und 87. ſtehet: Daß er ſchoffe zu Minden, als Lehenherrn, confirmiert wor⸗ vor Zeiten Indago Greven⸗Alveshagen geheiſſen. den. Iſt ein feine Statt, mit einem Wall umb⸗ Und habe die Statt biß Anno 1601. in ihren den geben; daherumb luſtiges Holtz iſt; und man von Creditoribus abgegebenen Obligationibus, den dannen drey Meilen nach Hannover rechnen thut. Namen Greven⸗Alveshagen gefuͤhret: Und Fuͤrſt Hochgedachter Fuͤrſt Ernſt hat allhie, ehe er die Ernſt zu Schauenburg, in ſeiner Confirmarione Fuͤrſtliche Wuͤrden erlangt, ein Gymnaſium ange⸗ privilegiorum, ſub daro den 17. Julij ſelbigen richtet, welches Anno 1612. ſonderlich im Auffneh⸗ Jahrs, Burgermeiſtern und Rath allhie, die men geweſen. Als aber derſelbe hernach zu Rint⸗ Burgermeiſter und Rath zu Greven⸗Alveshagen len an der Weſer eine Hohe Schul eingefuͤhret, ſo genennet. Es habe auch die Statt ein alt Sie⸗ ſoll die beſagte Schul allhie wieder in Abnehmen gel mit dieſer Inſcription: Sigillum Civitatis Inda- kommen ſeyn; Und iſt ſolche in dem Franciſcaner inis Comitis Adolphi Schawenburgenſis: Und dye ſie deß vor hochermelten Juͤrſt Ernſten zu Schauenburg hinterlaſſenen Wittiben, Kloſter allda angeſtellt worden. Anno 1632. V erobert dieſe Sratt Landgraf Wilhelm auß Heſſen mit Accord. Steinfurt/ Steenfort/ Borch⸗Steenvorde/ oder Borchſtenfort. ²N der Aa, in Weſtphalen, allda der Herr 9 Graf von Bentheim ein Gymnalium, oder Pædagogium, ſo Arnoldinum zugenant wird, angerichtet, deſſen Rector, oder Pædagogiarcha, und Log. Profeſſor, Anno 1616. M. Georgius Brinckhovius, Tremonianus geweſen In dem An. 1644. zu Amſterdam wieder außgegangenem Atlante ſtehet von den Graffſchafften Bentheim und Steinfurt alſo: Die Graffſchafft Bentheim iſt gelegen auf den Graͤntzen von Weſtphalen, und ſtrecket ſich gegen Mitternacht, und Orient mit dem Stifft Muͤnſter, gegen Occident, mit der Graff⸗ ſchafft Lingen und Drenthe, gegen Mittag hat es Ober⸗Yſel oder Twente, iſt ohngefehr groß, in die Laͤnge zehen Meilen, und in die Breite drey Meilen. Seine Staͤtte ſeynd Neuhauſen, Northorn, Bent⸗ heim und Schuttorff: Daruͤber hat es noch viel Doͤrffer, Schloͤſſer und Flecken. Die Waſſerſtroͤ⸗ me ſeynd fuͤrnehmlich die Aa, und die Dinckel. Die Landſchafft iſt mehrentheils gleich und eben, außge⸗ nom̃en herumb der Statt Bentheim, und der Statt Neuhauſen. Die Graffſchaff Steinfurt/ ligt gegen Nord⸗Oſten, von der Graffſchafft Bentheim, zwiſchen beyden ligt das Stifft Muͤn⸗ ſter, mit einem kleinen Arm,iſt ohngefehr 4. Meilen bang/ und anderthalb breit. Hat eine Statt, genant Burchſteinfort, und drey Doͤrffer, als Laer, Holtz⸗ hauſen, Burchhorſt, und etliche Flecken. Die Aa fleuſt allda mitten durch, und hat auch ſeinen Ur⸗ ſprung in dieſelbe Graffſchafft. Gegenwaͤrtig ſind Herren von dieſer Graffſchafft, Arnoldus Juſtus, und Wilhelmus Henricus, auch Grafen von Ecklen⸗ burg(vielleicht Tecklenburg) Limburg, ꝛc. Und die⸗ ſes ſagt gedachter Atlas. Es ſchreibet Cyriacus Spangenberg, part. I1. Adelſpiegels, lib. 10. cap. 15. Daß der letzte Graf von Bentheim drey Toͤchtern verlaſſen habe, mit deren Einer der Graf von Steenford die Graff⸗ ſchafft Bentheim bekommen habe. Es hat Graf Arnold von Bentheim, Anno 1564. allhie, und in der Graffſchafft Bentheim, die Religion geaͤndert. Seine Frau Mutter, Frau Anna, war die einige Erb⸗Tochter Graf Conrads von Tecklenburg; daher ein guter Theil ſolcher Graffſchafft, mit dem Stammhauß, an die von Bentheim kommen iſt. Siehe von ihr Herman Hamelmann, in der Ol⸗ denburgiſchen Chronic, part. 3. cap. 13. p. 358. David Chytræus meldet lib. 2 1. Saxon. Daß ge⸗ dachter Graf Arnold, zu Bentheim und Stenfur⸗ den, Graf Eberwins, und Anne der einigen Toch⸗ ter, und Erbin Graf Conrads deß letzten zu Tecklen⸗ burg, Sohn, als er, wie gemelt, die Päͤbſtiſche Re⸗ ligion in ſeinem Gebiet geaͤndert, deß Biſchoffs zu % ij Muͤn⸗ 10l 64 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze Muͤnſter geiſtlichen Zwang, oder Bottmaͤſſigkeit, forthin nicht mehr erkennen wollen. Er habe zur Gemahlin gehabt Frau Magdalena, Graf Hum⸗ perts von Newenar Tochter, Graf Adolffs Schwe⸗ ſter; von welcher die Grafen Wirichus und Adol- phus zu Bentheim, und andere zu ſeiner Zeit leben⸗ de, herkommen ſeyn. Beſagte ſeine Mutter, Frau Anna/ die letzte Graͤffin von Tecklenburgſehe Anno 1582. geſtorben. Die Heſſiſchen haben ſich der gedachten Statt Burg„Steinfurt, oder Borch⸗Steenvorde, im Eingang des Mayen, Anno 1643. bemachtiget. Soll gleich⸗ wohl ziemlich veſt ſeyn. Tongren/ Tongeren/ Tungren. Je Eburones, ſo einen Theil an der Graff⸗ ten, und uͤber des Tempels Thuͤr des Herculis Bild⸗ Tſchafft Namur: Item, an Braband, Luͤt⸗ niß u ſehen. Unſer Frauenkirch ſey ſchoͤn, und mit tich, Limburg, die Eyffel, das Land umb vielen Heiligthuͤmern gezieret. Aach, und faſt das gantze Hertzogthumb Guͤlch innen gehabt, ſeyn mit den Condruſis, Segnis, Ceæræſis und Pæmanis, aus alt Teutſchland, uͤbern Rhein gezogen, und am allererſten, unter allen Teutſchen, Germani genannt worden. Und weiln ſolcher Name hernach auch andern Teutſchen gege⸗ ben ward,ſo wurden ſie forthin mit einem Namen Tungri geheiſſen, deren Hauptſtatt Anfangs Aru- aca Eburonum, nachmals Atuaca Tungrorum end⸗ lich Tungeren oder Tungren genannt worden: Alſo, daß die fuͤnff Voͤlcker hernach beyſammen in einem Theil des Stiffts Coͤlln: Item, des Her⸗ tzogthums Guͤlch, Limpurg und Lutzelburg: Item, im Stifft Luͤttich, umb Spaa, und in etlichen Or⸗ ten der Graffſchafft Namur, und zwar die Condruſi am Rhein, gewohnet, an welche gegen Abend die segni geſtoſſen, zwiſchen denen und der Moſa, die Cæræſi und Pæmani geſeſſen ſeyn; wie Philippus Cluverius in ſeinem herrlichen Wercke von Alt⸗ Teutſchland ſchreibet. Obgedachte ihre Haupt⸗ ſtatt Tongren, oder Tungeren,(ſo jetzt zum Biſch⸗ thumb Luͤttich, und deswegen auch zum Weſtpha⸗ liſchen Craͤiß gehoͤrig) ſoll die aͤlteſte Statt hierumb und in Braband/ ſeyn/ und zweyhundert Welſcher, oder viertzig Teutſcher Meilen, von Pariß ligen, welche viertzig Meilen vorhin gantz gepflaſtert wa⸗ ren, wie man noch an etlichen Orten ſehen ſolle. Und ſollen vor Zeiten, ehe ſie, die Statt entweder vom Attila, der Hunnen Koͤnig, oder aber von den Heydniſchen Teutſchen Voͤlckern, und folgends von den Nordmannen zun Zeiten Kaͤiſers Caroli Calvi zerſtoͤret worden ſeyn. Und ſagt Guicciar- dinus am 213. Blat, der Beſchreibung des Nider⸗ lands, daß dieſes Tongren die allererſte Statt des gantzen Franckreichs und Teutſchlandes geweſen, welche im Jahr Chriſti 101. durch die Predigten S. Materni zum Chriſtlichen Glauben kommen: Daher er auch fuͤr den erſten Biſchoff dieſes Orts gerechnet werde, der Anno 138. geſtorben. Der letzte und neunte Biſchoff allhie, ſeye Valentinus geiweſen, und hernach der Biſchoͤffliche Stul durch S. Servalium gen Maſtrich, und letzlich durch S. Hubertum gen Luͤttich(welche beyde Staͤtte, jede drey Meilen von Tongren gelegen)verſetzt worden. Seye jetzt ein klein, ſchwaches und ſchlechtes Staͤtt⸗ lein; da noch inn, und auſſerhalb etliche Antigvitaͤ⸗ Und dieſes ſagt Guicciardinus. Aubertus Miræus ſagt in ſeinen Faſtis Belgicis & Burgundicis, pag. 397. Daß in dem anſehnlichen Tempel dieſes Staͤttlein Tongeren, zu unſer Frau⸗ en genannt, auffbehalten und verwahret werden, ein Arm des heiligen Materni, zuſampt ſeinem Bi⸗ ſchoffsſtab; S. Lauremii Arm, mit einem Theil von ſeinem Haupt und Schulterblat: Milch, und ein Theil von der heiligen Jungfrauen Schleyer: Ein Finger von S. Johann dem Tauffer: Etliche Reli⸗ qvien von S. Urſula, ſampt den Hauptern der heili⸗ gen Spinoſæ und Olivæ, ihrer Gefaͤhrtin oder Ge⸗ ſellin: Etliche Beiner von S. Sebaſtian: Ein Schleyer und Guͤrtel der heiligen Eliſabethen, Landgraͤfin in Heſſen; Ein Arm von S. Chriſtoff, und etliche Gebeiner des heiligen Qvirini: Unter⸗ ſchiedliche Reliqvien der H. Apoſtel Perri, Pauli, An- dreæ, Bartholomæi und Matthiæ: Ein Stuͤck vom Creutz Chriſti,ein Dorn von ſeiner Cron, und ande⸗ re unterſchiedliche Religvien. Abraham Orrelius in ſeinem Itinerario Gallo- Brabantino, p. 244. feqd. ſchreibet von dieſem an dem Fluͤßlein Jecker, oder Jecora(das neben be⸗ ſagter Statt Maſtrich, in die Maaß faͤllet) hoch, und thalhaͤngig, gemachſam allenthalben gelege⸗ nem Stattlein, ſo unten Pfuͤtzen, und tieffe Thaͤler hat: Daß man noch aus dem Gemauer, und den alten Sachen, ſo taͤglich ausgegraben werden, ſehe, wie groß dieſe Statt vor Zeiten geweſen. In dem Staͤttlein ſelbſten, ſey in einer kleinen runden Ca⸗ pellen, neben der Hauptkirchen, eine Antigvitaͤt zu ſehen, die er am 247. Blat beſchreibet, und ſagt: Daß es vielleicht der Minervæ Bildniß ſeyn moͤge; wiewohl die Innwohner es fuͤr des Herculis halten, deſſen Haupt ſie auch in einem andern Stein, der⸗ ſelbigen Mauer zu ſeyn vermeynen, da es doch des Gorgonis Angeſicht ſey: Gleich wie ſie auch den Brunnen, welcher nicht weit von der alten Mauer iſt, fuͤr des Pplini achten, deſſen er im 31. Buch gedencket. Beſiehe, was er, Ortelius, ferner allhie p. 249. fegq. von den Tungris, des Antonii Aduaca Tungrorum, und des Cæſaris Atuaca, meldet, und auf dieſes Tongren(ſo vor Zeiten das Haupt in Germania Secunda geweſen) ziehen thut: Wie auch von den Tungris und Eburoni- bus, und andern Voͤlckern des Niderlandes, des Huber= dth 6 nn auch ur. mürat daß d Cem W Kga. in e vordd⸗ ſer dr M terichn rrice, allhie mi Eslch Nulrn munto vonenia und. dc ter AchelGg uch im Tongr Lüttich tron/ „ deren 1. D. gow, at Ann ſbe sheuti §. Bene Hut, b bauet u einem cch inb der hei auf He à dem S ſozien ilen na⸗ nach Lü und Co „ligen attichiſe obbe, w i Weſ 0r Huntebe 2 Wildes pell holt, un helchesd dvor Zei r ſe Sum 8a 7. von 14 unſter,d ehorenit een, der t ein und din min Me enea 0g. 1 K1 cap. —— —y 2— 41, A 4 ere u malg(1.en A 92 * . e hy —— Huberti Thomæ Leodii Commentarium, der in Tomo 1. Hiſtorici operis Simonis Schardii, zu fin⸗ im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. citus und Julius Capitolinus, der Tungrer geden⸗ cken: und daß ihres Nahmens Gedaͤchtniß noch an den. Per. Bertius, in Beſchreibung des Stiffts etlichen Orten in Teutſchland, als Tougrenheim Luͤttich, will auch, daß des Herculis Bildniß vor dem Thor, und ſein Tempel in der Statt ſeye: der quch am 137. Blat ſagt: Daß Plinius, Strabo, Ta- bey Coͤlln; Tongerloo in Braband: und Ton⸗ grin in der Landſchafft von Namur, vorhanden ſeye. S. Truden/ b S. Trudonis urbs. Igt auch im Stifft Luͤttich, zwiſchen Tienen und Tongren, undvon jedem Ort drey, und Wird ſonſten von Luͤktich ſechs Meilen. auch Saintron, und Centron genannt, weil man dafuͤr haͤlt, daß dieſe ſchoͤne Statt, vor Zeiten der Cemronum, deren Julius Cæſar offt gedencket, Si⸗ tze geweſen. Der heilige Trudo, ſo Anno 628. im Haſpengow, oder Agro Hasbanienſi, geboren worden, hat Anno 647. das Sarcinienſiſche Klo⸗ ſter, welches heutiges Tages in dieſer Statt, unter der Regul S. Benedicti floriert, auf ſeinem Altvaͤ⸗ terlichen Gut, von ſeinem eygenen Vermoͤgen praͤchtig erbauet und begabet, deſſen Coͤrper auch allhie, in einem anſehnlichen Monument ruhet. Es ligt auch in beſagtem Kloſter etwas von ſeiner Mutter, der heiligen Adela; wie ingleichem die Coͤrper§. Libers, des Maͤrkyrers, und des heiligen Eucharii, geweſenen Biſchoffs zu Orleans in Franckreich, welcher, als er vom Carolo Martello ins Elend geſchickt worden, in ſolchem Kloſter ge⸗ ſtorben, An. 743. Neben dieſer Statt S. Truden ligt das beruͤhmte, des Teutſchen Ordens Kloſter Lernſemium. An. 1482. nahm dieſe Statt der Her⸗ tzog von Cleve, im Namen Ertzhertzogs Maximilia- ni von Oeſterreich, ſo die von Luttich bekriegen wol⸗ te, ein wie Ger. de Roo im 5. Buch der Oeſterrei⸗ chiſchen Hiſtorien, am 349. Blat ſchreibet. Man redet allhie Brabanzoniſch, das iſt, eine grobe Fran⸗ tzoͤſiſche Sprache heutiges Tags. Und gehoͤret die Statt halb der herrlichen Abbtey allda; das uͤbrige aber dem Biſchoff von Luttich. Tuinum. 8Ine auf Hennegauiſchen Boden gelegenes, bienſe Monaſterium, auch insgemein Mouſtier aber dem Stifft Luttich zugehoͤriges Staͤtt⸗ en Faigne, oder Monaſterium in Fania, genennet lein, ſo ziemlich beruͤhmbt, von dannen man fuͤnff Meilen nach Bergen in Hennegaw, und neunzehen nach Luͤttich rechnen thut. Nicht weit von Tuin und Covin, zwiſchen den Waſſern Sabi und Moſa, ligen zwey ſchoͤne, reiche, und auch un⸗ ter die Luͤktichiſche Obrigkeit gehoͤrige Klöͤſter, Aſne und Lobbe, deren das letztere, oder das Lau- wird; allda vor Zeiten 5. Theodulfus Abt gewe⸗ ſen, der aber zu Binß in Hennegaw, ruhet. Nicht weit von dieſer Statt Tuin, oder Tudin ligt, wſe einer berichtet, der Flecken Nechlinia, oder Nalia, ſo ingleichem Luttichiſchen Gebiets. * Vecht/ Vechta. Ogt in Weſtphalen, zwiſchen Kloppenburg und Hunteborg, nicht weit vom Dummer⸗ See und Wildeshuſen, auch nicht ſonders fern von Diepholt, und iſt dem Stifft Muͤnſter gehoͤ⸗ rig, an welches dieſes Staͤttlein ſampt der Graf⸗ ſchafft, ſo vor Zeiken eygene Grafen gehabt, umb eine gewiſſe Summa Geldes, umbs Jahr 1235. oder 1247. von Graf Otten zur Lippe, Biſchof⸗ fen zu Muͤnſter, der An. 1249. geſtorben, kommen iſt. Es gehoͤren in die Herrſchafft Vecht fuͤnffze⸗ hen Pfarren, deren jede zehen oder zwoͤlff Doͤrffer hat, und ein und dreyſſig Adeliche Sitze. Siehe Crantzium in Metropol. lib. 8. cap. 21. H. Hen- nig. in Genealog. fol. 411. Hamelmann. de fami- liis emortuis part. r. pag. 76.& in Chron. Olden- burg. part. 1. Cap. 13. P. 45. Anno 163;3. iſt dieſes Staͤttlein und Schloß, von den Luneburgiſchen den Kaͤiſeriſchen mit Ac⸗ cord abgenommen worden. Ward aber folgends von ihnen, den Kaͤiſeriſchen wieder, und Anno 37. im Junio, von den Heſſiſchen auch mit Accord, und ferner Anno 38. im Novembri abermals von den Kaiſeriſchen eingenommen; ſo Anno 39. 42. und 44. noch allhie gelegen ſeyn. In der Braunſchweigiſchen Chronic, wird von dieſer Statt nachfolgende Geſchicht am 421. Blat, erzehlet: Umbs Jahr 1394. ſind Hertzog Bern⸗ hard zu Luͤneburg, und Graf Otto zu der Hoya, mit einem wolgeruſten Kriegsvolck, auf den Bi⸗ ſchoff von Oſenbruͤck gezogen, damit ſie in groſſer Widerwaͤrtigkeit und Unwillen ſtunden. Dem⸗ ſelvigen haben ſie ſein Land, mit Schwerd und % iij Feuer 66 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze Feuer, verheeret, verdorben, und den armen Leut⸗ lein auf den Doͤrffern groſſen Schaden zugefuͤget. Undals ſie nun eine gute Beuts geholet hatten, und wiederumb zu Hauß zogen, und das Kriegsvolck fuͤr der Statt Vechta, im Stifft Muͤnſter, uͤberfuͤhre⸗ ren, da hat man in der Statt die Glocken zu ſtuͤrmen geſchlagen, und derowegen ſind die Buͤrger eylend zuſammen kommen, und mit Hauffen aus der Statt, dem Feind entgegen gezogen, und denſelben ſo freudig angegriffen, und ſo ſehr beaͤngſtiget, daß er die Flucht nehmen, das Haſenpanier auffwerf⸗ fen, erſchrocken aus dem Felde entfliehen, und allen Raub und Beute, ſo er bekommen hatte, den Buͤr⸗ gern zu Vechta verlaſſen muͤſſen. Alſo iſt das gantze Stifft Oſenbruͤck, durch der einigen Statt trotzige und freudige That, uͤberfluͤſſig genug an den Fein⸗ den gerochen worden. Biß hieher die Chronic. Welches, und andere mehr Exempel der Saͤchſi⸗ ſchen Staͤtte, man gegen denen, die zu unſern Zei⸗ ten vorgangen ſeyn, und noch vorgehen, halten kan. David Chytræus meldet lib. 15. Saxon. p. 382. Daß Chriſtoph und Anthonius, Grafen von Aldenburg, im Jahr 1538. das Schloß Delmhorſt vergebens einzunehmen verſucht; das Staͤttlein aber gepluͤn⸗ dert und angezuͤndet; hernach Vecht, Kloppen⸗ burg, Haſelunda und Meppe eingenommen; und das Staͤttlein Vecht, mit dem Schloß verbrandt. Aber Biſchoff Frantz von Muͤnſter habe die⸗ ſe Orte gar leichtlich wieder ein⸗ genommen. ** K Verden. 6 Theils mit einem F. ſchreiben, iſt die Hauptſtatt in dem Biſchthumb dieſes Namens, ſo auch zum Weſtphaͤliſchen ᷣ Craiß gezogen wird, obwoln es uͤber der Weſer gelegen, mit dem Ertzbiſchthumb Bre⸗ men, dem Hertzogthumb Luͤn vurg, und der Graffſchafft Hoya, graͤnzen thut. Zun Zeiten Kaiſer Carls des Groſſen, iſt dieſe Statt noch mit keiner Mauer umbgeben, und gleichwol aus den fuͤrnehmbſten Orten hierumb Einer geweſen. Siehe Herman. Conringium, in exercitat. de Ur- bibus Germanicis. th. 2 8. welchen die jenige inſon⸗ derheit leſen ſolten, die gar uͤbel leyden moͤgen, wenn man ihre eingebildete alte Staͤtt in Teuſch⸗ land anfechten thut. Es ligt die Statt an der Ar⸗ le, Allera, oder Aller, die da nahend darbey in die Weſer kompt, an welchem Ort hoͤchſtgedachter! Kaiſer Carl,fuͤnffthalb tauſend Sachſen die Koͤpf⸗ fe hat abhauen laſſen, wie die Braunſchweigiſche Chronic, am 29. Blat, berichtet. Es findet ſich dieſe Statt in der Reichs⸗Matricul mit fuͤnffze⸗ hen zu Fuß, Monatlich angeleget; die aber von ih⸗ rem Biſchoff eximiert werden wolte, und hieng die Sach Anno 1602. noch in Camera. Und wird ſie in den Weſtphaͤliſchen Craͤiß⸗Verzeichniſſen, die zwar uns fuͤrkommen ſeyn, unter den Reichs⸗ Staͤtten nicht gefunden. Bey Regierung Bi⸗ ſchoff Conrads zu Verden, gebohrnen Hertzogen zu Braunſchweig und Luͤneburg, der Anno 130;3. den 15. Octobris geſtorben, brandte die Thumb⸗Kir⸗ che allhie in Grund ab, die bauete er wiederumb, und ward darinn begraben. Umbs Jahr 1427. war Krieg zwiſchen Bremen und Luͤneburg. Die Hertzogen Bernhard und Wilhelm, zu Braunſchweig und Luͤneburg, le⸗ geten ſich in die Statt Verden. Der Ertzbiſchoff Nicolaus zu Bremen kam davor, und ſtuͤrmete mit! groſſer Gewalt, konte doch gleichwol nichts aus⸗ richten. Anno 1 536. war Uneinigkeit zwiſchen dem Biſchoff, den Thumbherren, und den Buͤrgern allhie; davon Chytræus lib. 14. Saxon. p. 363. feq. zu leſen. Anno 1547. hat dieſe Statt Graf Al⸗ brecht von Mannsfeld, vergebens, und mit ſeinem Schaden, zu erobern verſucht. Aber im Jahr 1751. hat Herr Johann, Freyherr von Heideck, mit ſeinen Evangeliſchen Bundsgenoſſen, ſolche durch Uber⸗ gab eingenommen und beſetzt. Gegen dem Ende des 1631. Jahrs iſt ſie von den Kaͤiſeriſchen mit Accord erobert, auch vorhero, An⸗ no 1626. vom General Tillp eingenommen wor⸗ den. Anno 1644. im Februario, lagen die Schwe⸗ diſchen allda. Was das Biſchthumb allhie anbelanget, davon oben allbereit etwas geſaget worden, ſo ſchreibet Caſpar Bruſchius de Epiſcop. German. c. 14. Daß ſolches vom Kaͤiſer Carolo Magno, un⸗ gefehr umbs Jahr Chriſti 776.(al. 786.) in Öſt⸗ Sachſen, uͤber der Weſer, zu Konende, oder wie andere wollen, zu Bardewick angefangen, aber bald, wegen beſſerer Gelegenheit, nach Verden, ſo ſelbiger Zeit eine beruͤhmbtere und edlere Statt, als jetzund(wie zwar von den Leuken vor⸗ geben, aber nicht erwieſen wird) transferiert wor⸗ den. Der erſte Biſchoff ſey Suibertus, ein En⸗ gellaͤnder geweſen, der Anno 807. geſtorben, deme S. Patto, ein Schott, ſuccediert habe. Und die⸗ ſes hat vorhin auch Cramzius, geſchrieben. Aber Ubbo Emmius lib. 4. KRer. Friſic. Hiſt. p. 66. ſagt: Daß ſich Crantzius, wegen Gleichheit der Na⸗ men, betrogen hierinn irre. Dann beſagter Bi⸗ ſchoff Suidbertus zu Verden, ein geborner Frieß⸗ laͤnder, und ein anderer, als Suidbertus, der mit Villibrordo aus Britannia kommen, geweſt ſeye. Der dritte Biſchoff allhie war. Tanco, ein Schott. Der zehende Erlulphus, von welchem gedachter Bruſchius, und andexe ſchreiben, daß er in der Schlacht 4 8 ſicha amlet rh riſtopt weme een B Iiktert dus vo Ädude ubrüch Iruch deig u Inel Or. voc. 2 tenaun bruͤck. Di aunſch gulir unnius tdeic ſchoffa de N 1600.1 dun we zogs J' nbar ohn. pu Smn lus(da dordu nd dafü Rolegsg dben,(d nens zu dem Fü ſlegnn den laſt ſhn. e n er, A wſn. yard er, Dahn kberhard Iſez Verd unn of T ten(of 16 zu ſibſtan ſtert, meg dachte T 18. M„glſo:2 Dact Kurchen⸗ Serige von Holl nſer m zu Verd be ts eleinlt meige brwürdi ndtr Nitterſch öge eg ehl.Harz Krnſg ſchof de 8 n Nus weig und ſu Predige tſg tffe 6 8GS S: im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤtß. 67 Schlacht zuEppeckſtorp, Anno 876. mit den Nord⸗ mannen gehalken, umbkommen ſeye. Darwider aber die Braunſchweigiſche Chronic iſt, welche aus der Fuldiſchen Chronic, und Biſchoff Dihmaro zu Mersburg, beweiſet, daß mit Hertzog Brau⸗ nen von Braunſchweig nur zween Biſchoͤffe, nem⸗ lich, Dietrich zu Minden, und Margvard zu Hil⸗ desheim, und eilff Grafen, ſo mit Namen genannt werden, ſampt achtzehen Hauptleuten uͤber das Kriegsvolck geblieben. Und ſagt: Daß dieſe Schlachtung geſchehen im Lande zu Luͤneburg, an dem Ort, da jetzund das Jungfraͤuliche Kloſter Eb⸗ beckſtorp gelegen, gerade am 4. Tag Februarii An⸗ no 880. Der vierzehende Biſchoff iſt S. Adelward geweſen. Der ſechszehende Bruno, des Fuͤrſtlichen Saͤchſiſchen Geſchlechts, der hernach Pabſt zu Rom, und Gregorius der Funffte genannt wor⸗ den. Der vier und viertzigſte Theodoricus von Niem. Der neun und viertzigſte(al. 48.) Berthol- dus, ſo eine anſehnliche Bibliothec in S. Moritzen Kirchen geſamlet hat. Ihme haben ſuccediert, Hertzog Chriſtoph und Hertzog Georg, zu Braun⸗ ſchweig, zween Bruͤder, nach einander, und denſel⸗ ben Eberhardus von Holle. Anno 1629. war allhie und zu Oßnabruͤck Biſchoff, Hertzog Philips von Braunſchweig und Luͤneburg, wie Beſoldus in Theſ. pract. voc. Biſchoff, p. 122. ſchreibet. Siehe oben Oßnabruͤck.. Die Braunſchweigiſche Chronic, wie auch Au⸗- zuſtinus Brunnius, tit. 2. libelli Synoptici,&c. nen⸗ net den Biſchoff allhie und zu Oßnabruͤck, der umb das Jahr 1600. regiert hat Philippum Sigiſmun- dum, Hertzogs Julü von Braunſchweig und Lu⸗ neburg, Sohn. So fern er mun eben der philip- pus Secundus(darinn vielleicht im Setzen geirret worden, und dafuͤr Sigismundus, ſtehen ſoll) deß Beſoldi hieoben,(dann ſich ſonſten keiner dieſes Na⸗ mens, aus dem Fuͤrſtlich Braunſchweigiſchen Ge⸗ ſchlecht finden laſſen will) ſo muſte er alt worden ſeyn. Dann er, Anno 1568. geboren worden. An⸗ no 1586. ward er, auf Abſterben des Biſchoffs zu Verden, Eberharden von Halle, oder Holle, zum Biſchoff zu Verden: Und Anno 1591. auf Ab⸗ gang Biſchoff Bernharden zu Oſenbruck, gebor⸗ nen Grafens zu Waldeck, auch zum Biſchoff da⸗ ſelbſten poſtliert, und erwehlet. Es ſchreibet von ihme die gedachte Braunſchweigiſche Chronic, am 3 78. Blat, alſo: Anno 1604. iſt die Biſchoͤffliche Verdiſche Kirchen⸗Ordnung, ſo dabevor von Herrn Eberhard von Holle, Biſchoffen zu Luͤbeck, Admi⸗ niſtratorn zu Verden, Abt und Herrn vom Hauß ſa S. Michaelis in Luͤneburg, mit Conſens und Wil⸗ en eines Ehrwuͤrdigen Thumb⸗Capitels, und der Land⸗und Ritterſchafft angeſtellet worden, auf gnaͤ⸗ digen Befehl Hertzog Philipp⸗Sigiſmundi, poſtu⸗ lierten Biſchoff dero Stifft Oßnabruͤck und Ver⸗ den, Thumb⸗Probſten zu Halberſtatt, Hertzogen zu Braunſchweig und Luͤneburg, durch etliche darzu deputierte Prediger, revidiert, und auf Gelegen⸗ heit ſelbigen Stiffts gerichtet worden; nach welcher Chriſtlichen, und in GOttes Wort wol gegruͤnde⸗ ten Kirchen⸗Ordnung, ſich alle Paſtorn und Kir⸗ chendiener des Stiffts Verden, in Lehr, Verrich⸗ tung der heiligen und hochwuͤrdigen Sacramen⸗ ten, Ceremonien und andern Kirchengeſchaͤfften, als Vertrauung neuer Eheleute, Beſtaͤtegung der ſelig abgeſtorbenen Todten, und dergleichen, ſich durchaus gleichfoͤrmig verhalten ſolten. Dieſe Kirchen⸗Ordnung iſt im folgenden ahr, im Mo⸗ nat Januario publiciert, und Anno 1606. gedruckt worden. Hiemit hat der theure Fuͤrſt, ſich als ein rechtſchaffen Chriſtlicher Biſchoff bezeiget, wird es auch in dieſem und jenem Leben ergetzlich zu genieſ⸗ ſen haben. Biß hieher die neue, Anno 1620. ge⸗ druckte, und bitz auf daſſelbige Jahr ausgeführte Braunſchweigiſche Chronic. Der Zeit hat dieſes Stifft wider zween Biſchoͤf⸗ fe, einen Evangeliſchen, nemlich Hertzog Friederi⸗ chen von Holſtein, Ertzbiſchoffen zu Bremen, und Coadjutorn zu Halberſtatt, Koͤnigs Chriſtiani IV. in Dennemarck, Herrn Sohn: Und einen Catho⸗ liſchen, nemlich, Herrn Frantz Wilhelmen, Graf⸗ fen von Wartenberg, Biſchoffen zu Oßnabruͤck und Minden. Deſſen Hof⸗Marſchall, Rath und Droſte dero Aempter, Reckenberg, Widelagen, Hunteberg, und Groneburg, Jobſt von Hullen, zu Dratheim, Anno 1644. geweſen, aber im ſelbi⸗ gen Jahr den 17. Decembris, zu Muͤnſter geſtor⸗ ben iſt. Sein Herr, hochgedachter Frantz Wil⸗ helm, hat allbereit den Titul eines Biſchoffs zu Verden und Minden, neben dem Ößnabruͤcki⸗ ſchen, Anno 1630. auf dem Tag zu Regenſpurg⸗ gehabt. Und wird im zweyten Theil des Theatri Europæi geſagt: Daß die Statt Verden, Anno 1631. von des Ertzbiſchoffs(Johann Friedrichs, Hertzogen zu Holſtein) zu Bremen, und Evange⸗ liſchen Biſchoffen allhie, Volck eingenommen, Muͤnche und Pfaffen allda ausgejaget worden, ſo aber bald hernach die Kaͤiſeriſchen wieder erobert haͤtten. In dem Schwediſchen wider Daͤnnemarck An. 1644. ausgegangenem Manifeſt wird geſagt: Daß Koͤnig Guſtaphus Adolphus aus Schweden, die beyden Stiffter, Brehmen und Verden, nicht ohne groſſe Muͤhe und Unkoſten, durch die Waf⸗ fen, bezwungen, und die Kaͤiſeriſchen heraus geja⸗ get: Und folgends die Cron Schweden bewilliget habe, daß hochgedachter Hertzog Friedrich zu Hol⸗ ſtein, das Stifft Verden behalten, und uͤber das die Neutralitaͤt, und Freyheit von Eingvartierung und Contribution, fuͤr das Schwediſche Kriegs⸗ volck in beyden Stifftern, Bremen und Verden genieſſen moͤchte. Darauf aber von den Daniſchen geantwortet wird: Siehe im uͤbrigen von dieſem Stifft, und ſeinen Biſchoͤffen, neben gedach⸗ tem Bruſchio, auch Schopper. part. 3. Chrorogr. Germ. cap. 6. p. 787 und Dreſſer. parr. 4. Iſag. Hiſt. *œ 3 Ufflen, 68 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze Ufflen/ Uffla, Ulenia, Saltz⸗Ufflen/ Salis Ufflenia. St eins von den Staͤttlein der Graffſchafft 4₰9 Sternberg, ſo Pfandsweiſe von der Graff⸗ ſchafft Schauenburg, an die Graffſchafft Lippe kommen, davon weiter bey der Statt Barn⸗ torff zu leſen. Liget zwiſchen Lemgo und Hervor⸗ ren uͤberzogen, gepluͤndert, und die Einwohner ver⸗ jagt worden; ſondern auch groſſe Feuersbrunſt er⸗ litten. Man brauet daſelbſten, neben andern, auch ein gut weiß Bier, Bruͤhan genannt, am Ge⸗ ſchmack ſuͤß und lieblich, dem Hannoveriſchen nicht den, hat ihren Namen und Urſprung vom Saltz⸗ unaͤhnlich. Es ligt an einem fruchtbaren Ort, daß dne hatrürah ſpringende. Dann vor Erbauung es an Aeckern, Wieſen, Waͤldern und Maſtungen ſelbigen Orts, anfaͤnglich daſelbſten Bauer⸗oder keinen Mangel, dannenhero ſich auch dahin aus an⸗ Meyerhoͤffe ſollen geweſen ſeyn, deren Bewohner ſich mit Ackerbau und Viehezucht ernehret, wel⸗ ches Vieh gemeiniglich gelauffen an den Ort, da die Saltzavelle, und daſſelbige qvellende Waſſer außge⸗ lecket, dadurch dann durch weitere Nachforſchung, eine reiche Saltzqvelle gefunden, welche Anlaß ge⸗ ben, daß daſelbſt folgends ein Staͤttlein gebauet worden, ſo von ſolchem Ufflecken den Namen Uff⸗ len, oder Saltz⸗Ufflen, uberkommen. Dieſes Staͤttlein iſt ein nahrhafft Staͤttlein, nicht allein wegen gemeldten Saltzes, ſo dem Luͤneburgiſchen an Guͤte nichts, oder wenig nachgehet, ſo daſelbſt reichlich geſotten, und in umbliegende Oerter gefuͤh⸗ ret wird, ſondern auch wegen des leinen und wuͤllen Tuchmachens, deſſen daſelbſt vor dieſem viel ge⸗ macht, bereytet und verkaufft worden, welches aber durch jetzige Kriegslauffte ſehr abgenommen, dann es nicht allein zum offtermalen von den Kriegshee⸗ dern Orten viel niederlaſſen. Von dieſem Staͤttlein findet man, daß es Anno 1447. von Hertzog Wil⸗ helm von Braunſchweig, ſo ſich an dem Graffen, wegen der Gefaͤngniß raͤchen wollen, neben andern auch eingenommen und verbrandt, auch An. 1547. von Jodoco von Croͤningen in Kaͤiſers Caroli V. Namen eingenommen worden. Unweit von dieſem Staͤttlein, gegen Lemgow, liget ein ſchoͤner Marcktflecken, Schottmar genant, gleichfals dem Grafen von der Lippe gehoͤrig, wel⸗ che daſelbſten ihren Ampts⸗Vogt halten, und iſt der Hauptflecken vom Ampt Schottmar, in wel⸗ chem Ampt vor jetzigen verderblichen Kriegen es viel reiche Meyer gehabt, ſo Adeliche Guͤter eygenthuͤmlich beſitzen. *† 1, Viſe/ Viſet/ Viſetum. Udovicus Gvicciardinus ſchreibet, daß Viſe- tum zwo, Varemium vier, und Beringa ſechs Meilen von Luͤttich ligen, alles beruͤhmbte, und wolgelegene Orte im Stifft Luͤttich,, Herca, Brea, Pera, Hamontum,; ſagt er, ligen in gleicher Weite, nemlich ſieben Meilen von Luttich; ſo nicht ſonderlich bekannt, und in welchen faſt nichts denck⸗ wuͤrdiges zu ſehen ſeye. Aus denen Orten, ſo nicht mit Mauren, wie die vorgehende, umbgeben, waͤre Cereia, ſo vorhin zerſtoͤret, vom Cardinal Erardo von der Marck, Biſchoffen zu Luͤttich, wieder ge⸗ bauet worden; und bey dem Dorff Ebura werden viel Adern des allerbeſten Schwefels gefunden. Obgedachtes Viſerum, insgemein Viſe genannt, iſt ein Luttichiſches Staͤttlein, an der Maaß, zwi⸗ ſchen Luͤttich, und Maſtrich gelegen, allda 5. Hade- linus Confeſſor, wie Miræus in Faſtis Belgicis p. 71. berichtet, ruhet: Und hat es allhie eine weltliche Ab⸗ tey, wie wir finden; wie dann Levoldus von Nort⸗ hoff, ein Marckiſcher von Adel, aus Weſtphalen, Ritterſtands, der die Origenes Marcanas geſchrieben, ein Thumbherr zu Luͤktich, und weltlicher Abt zu Viſet ge⸗ nannt wird. Inna. drey Meilen von Hamm, nicht weit von 2—— Frondenberg, und zwiſchen den Waſ⸗ ſern Ruhr und Lippe, doch naͤher bey der Ruhr — Jeſe Hanſee⸗Statt ligt in der Graff⸗ ſchafft Marck, in Weſtphalen, und (daran die naͤchſte Statt Menden ligt) und in einem weiten Feld; welche, vor deß letzten Her⸗ togen von Guͤlch und Cleve Hintritt, eine vermoͤgliche Buͤrgerſchafft gehabt, die ſich gar ſtarck auff Kauffmannſchafft geleget, undhei ein — 2 2———— 8 1 2 1 an nen endan 1 artn ¹ ndet bon d 1 ſ 7 9g tcnſcener Matiitgs 5 ae 1 asd dn Aha n hſn een e dgd p! m enan d deese— em men N rsewn ir a nlnche hrnt. (rarte Viſetum, V denn des I- dir e i dachtes liem cil N kürnchſtas Sttman dorrch udertan 2. Confcſſot, Lulhe 6u ect, nhe phnd r ne ſm mn* di rrſtands, ddc 5 bi geonda⸗ 1 die und dellicht Kan nar A — — ——r— WARBUR — X — AN rITHRL u. A Sado 4 1 d 4 hedl woa edeheneesdahhn he ei ner 4 i tid 4 6 v M du 8 R 8 1 4 KRrESrern ——— —— — 8 ₰ 1 ¹ — 8K— ſ d de 2 W i 1' JO e 2 9 8 5 — „ . 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An⸗ no 1624. haben die Chur⸗Brandenburgiſche dieſe Statt wieder eingenommen; damit die Pfaltz Neu⸗ burgiſche nicht allerdings zu frieden geweſen. Was ſonſten in jetzigem Teutſchen Krieg da vorgangen/ finden wir noch zur Zeit nichts. Was obgedachte Graffſchafft Marck anbelanget/ ſo iſt bben bey Gulch ihrer gedacht wor⸗ den. Es haben vor Zeiten in dieſem Theil von Weſt⸗ phalen gewohnet/ und da ihre Herrſchafften gehabt/ die Caſtorpii, Crangii, Ruenthalii, Vitinckhovii, und Wolmunſtenii, deren aller Geſchlechte gantz abgeſtorben. Jetzt wird ſolche Graffſchafft in funff⸗ zehen Vogteyen/ und ſo viel Statt und Stattlein/ getheilet. Die alſo mit Namen in dem neuen Ar- lante ſtehen/ als Iſernlohe/ Huerde/ Altena/ Boe⸗ ckhum/ Schwartzenberg/ Wetter/ Ham̃/ Schwer⸗ ten/ Lunen/ Unna/ Neuſtatt/ Blanckenſtein/ Rade/ 69 Werden und Camen. Daſelbſt auch geſagt wird: Daß dieſe Graffſchafft die groͤſte in gantz Weſtpha⸗ len ſeye/ von dem Bach Lipp gegen Nidergang anzufangen/ auff welcher Seiten ſie die Slaͤtte Hamm/ Unna/ Dortmund/ Werden/ und andere/ ligen habe. Es ſeye auch in dieſer Graffſchafft die Statt Soeſt. Der Boden iſt fruchtbar an Ge⸗ traid und Fruͤchten/ und geben die Fluͤſſe/ Lipp/ Rur/ und andere/ viel Fiſche. Es hat da ſchoͤne lautere Brunnen/ luſtige Waͤlder/ Viehweyde und Wie⸗ ſen/ alſo, daß man ſolch Land wol vor das beſte in Weſtphalen halten/ und daß der Nahme von dem Marck entſprungen/ glauben kan. Beſiehe Hen- ricum Meibomium, in Notis ad Levoldi à Northof Origines Marcanas. Es iſt von der uhralten Ge⸗ ſchlecht der Graffen von der Marck und Altena/ ſo weyland Herren dieſes Landes waren/ vor wenig Jahren nur noch der Graff von der Marck/ und Maulevrier/ in Franckreich/ ubrig geweſen. Die Brandenburgeſche daben Anno 16 5. das beſagts alte Stammhauß Alteng einx genommen. Hamm/ Bammona. St eine Hanſee⸗Statt/ in der ₰ Weſtphaͤliſchen/ und zu den obbeſchrie⸗ 2) benen Gulchiſchen Laͤndern gehoͤrigen 1 Graffſchafft Marck/ zwiſchen Werne/ und Marck/ an der Lippe/ drey Meilen von Soeſt/ und an den Muͤnſteriſchen Grantzen gelegen. Iſt ein fuͤrnehmer Paß uͤber den Lipp⸗ ſtrom/ ins beſagte Stifft Muͤnſter; und koͤmmt da der Bach Duͤncker in die Lippe. Das Land her⸗ umb iſt ſehr fruchtbar. Hat nach ihres Herrn/ des letzten Hertzogen zu Guͤlch und Cleve/ Johann Wilhelms Tod/ viel ausſtehen/ und von ſolcher Zeit an eine Beſatzung unterhalten muͤſſen. Sie⸗ he Werdenhagen de Rebuspubl. Hanſcat. part. 4. cap. 7. p. 41. a. Anno 1622. ward dieſe Statt von den Ligiſtiſchen erobert. Anno 1633. im Decem⸗ bri/ hat ſie Heſſiſche Beſatzung eingenommen. Fol⸗ gends haben ſie die Kaiſeriſchen in ihren Gewalt gebracht. Daher im Mayen des 34. Jahrs/ die Luͤneburg⸗ und Heſſiſche wieder darvor kommen/ und die Statt in der Nacht/ mit ſtuͤrmender Hand/ erſtiegen. Anno 1636. bekam ſolche der Kaͤiſeriſch Feld⸗Marſchall Goͤtz in ſeinen Gewalt. An⸗ no 41. litten die Heſſiſchen vor Hamm Schaden/ als ſie ſolchen Ort im Octobri zu erobern ver⸗ ſuchten. **† 8 Warberg/ Warburg/ War⸗ borg/ Wartberg. 3 ((00Igt an der Dymel/ im Weſt⸗ 1 phaͤliſchen Stifft Paderborn/ bey der 5) freyen Herrſchafft und Berg⸗Schloß Deſenberg, nicht gar weit von den auch Paderborniſchen zweyen Staͤt⸗ ten Peckelsheim und Borrentrick/ auff einem gar fruchtbaren Boden/ da es auch herumb etwas eine ebene und luſtige Weyde hat. Und brauet die Statt ein herrlich gutes Bier. Es gibt auch in der Nachbarſchafft herumb Bergwerck/ aus welchem Eiſen, und Bley inſonderheit gebracht wird/ damit dann die Warborger einen Handel treiben. Es hat aber die Statt ihren Namen von dem nahe gelege⸗ nen Berglein/ und oͤfftern Ergieſſen des gedachten Fluſſes/ als wolte man ſagen/ daß allda/ gleich⸗ ſam von einer Warte/ ds gedachte K eee 34 t 70 Acht genommen/ und der Waſſer Ungeſtümmig⸗ keit von den Feldern abgewendet werden ſolle Wie dergleichen Warburg/ im Daͤniſchen Seeland/ und im Braunſchweigiſchen auch ſeyn/ davon Werden⸗ hagen de Rebuspubl. Hanſeat. part. 4. c. 7. p. 40. zu leſen. Es hat dieſes Weſtphaͤliſche Warberg vor Zeiten den Graffen Titul gefuͤhret. Und wird in dem Weſtphaͤliſchen Craͤiß⸗Verzeichnis unter den Reichs⸗Statten/ und in der Reichs Matricul Monatlich auff drey zu Roß/ und dreyzehen zuFuß/ angeleget gefunden: Die aber der Biſchoff zu Paderborn eximiert; wiewol ſie noch ihre Frey⸗ heiten hat/ auch eine Hanſee⸗Statt iſt. Abraham Sauer in ſeinem Theatro Urbium ſchreibet/ auß des Cramzii Metropoli, daß der zehende Biſchoff zu Paderborn/ Meinwercus, ſie vom Kaͤiſer Hen- rico II. ſolle bekommen haben/ als Dedicon, der letz⸗ te Graff(von Warberg)geſtorben war. Aber/ wann dem alſo waͤre/ was haͤtte es des abſonderlichen An⸗ ſchlags in der Reichs⸗Matricul/ und ſonderbaren Seſſion unter den Reichs⸗Statten folgends/ nach ſo langer Zeit/ bedaͤ fft? Glaublicher iſt anderer Meynung/ daß dieſe Statt vielleicht ein Pfand⸗ Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Schilling vom Reich ſeyn moͤge. Siehe oben Bra⸗ ckel. Sie iſt ziemlich ſchoͤn erbauet; aber eines un⸗ gleichen Lagers: Allda zu ſehen/ die Neuſtaͤtter und Altſtatter Kirch: Item/ die zu den ſchwartzen Bruͤ⸗ dern/ S. Peters Kirch, S. Johanns Kirche/ und andere. Hat auch eine Kirch in der Burg/ und vier Thor. Ihre Beſchreibung findet man auch bey dei Georg Braunen/ im dritten Theil ſeines Stattbuchs/ und bey dem Caſp. Ens, in deliciis a- podemicis p. 216. Was die von Warthurg/ An⸗ no 1377. füͤr einen Schaden gelitten/ davon iſt die Limpurgiſche Chronic p. 16. zu leſen. Anno 632. hat Landgraff Wilhelm aus Heſſen dieſen Ort mit ſtuͤrmender Hand erobert. Anno 1639 haben die Heſſ ſchen dieſes Warburg erſtiegen/ aus welchem die darinnen gelegene Guarniſon ſie offendiert ha⸗ ben mag; wiewol ſie dieſelbe nicht ausgetrieben/ ſondern ſich neben ſolcher im Quartier verpflegen laſſen; wie in Tomo4. Theatri Europæi fol. 8 5. ſtehet. ** * Werden/ Werdena. 5Igt zu Eingang des Landes Weſt⸗ — phalen/ an den Graͤntzen der Graffſchafft Marck/ des Hertzogthumbs Bergen/ und des Ertzſtiffts Coͤlln/ an dem Waſſer Ruhr/ von wel⸗ chem ſie jeweilen Kura genannt worden: Miræus in Faſtis, pap. 159. Iſt wegen des von§. Lutgero allhie angerichten Kloſters/ entſtanden; wie dann deſſelben 42. Abt/ Wilhelmus von Hartenberg/ Anno 1317. dieſe Statt erbauet/ und dieſelbe Graff Engelbrecht von der Marck/ mit Buͤrgerlichen Freyheiten/ deren ſie noch genieſſet/ begabet hat. Die anſehnliche und ſehr beruͤhmte Abtey allhier/ iſt zu 1 Ehren der Welt Heylandes/ wie auch der H. Jung⸗ frauen Mariæ, S. Petri und bauli, und anderer Heili⸗ gen/ geweyhet/ und mit vielen der Koͤnig und Kaͤi⸗ ſer Privilegiis und Freyheiten/ verſehen und ver⸗ mehret worden. Wie dann der Abt allhie ein Stand des Reichs/ und Monatlich auff zwey zu Roß/ und ſechs zu Fuß/ in der Reichs⸗Matricul be⸗ legt iſt: Wiewol er ſeine Schaͤden und Unvermoͤ⸗ genheit praͤtendierte/ und daher umbs Jahr 1602. nichts geben haben ſolle. Beym nachſten Reichs⸗ Tag zu Regenſpurg/ in Anno 1641. iſt Abt Hugo zu Werden und Helmſtatt/ durch Bottſchafft erſchie⸗ nen. Obgedachter erſter dieſes Kloſters Stiffter und Vorſteher/ S. Lutgerus, ein Frießlaͤnder, iſt der erſte Biſchoff zu Muͤnſter geweſen/ ſo zu Zeiten der heiligen Bonifacii und Willibrordi gelebt hat; Anno 300. geſtorben/ und allhie/ wie auch ſein leibli⸗ cher Bruder/ der heilige Hildegrinus, der erſte Bi⸗ ſchoff zu Halberſtatt/ ſo Anno 217. ſein Leben geen⸗ det/ begraben worden iſt; nach deme er zuvor auch beſagtem Benedictiner⸗Kloſter/ die Statt Helm⸗ ſtatt im Braunſchweigerland/ ſo ihme gegeben wor⸗ den/ uberlaſſen hatte: Welche Statt aber ſolgends/ wieder vom Kloſter kommen/ gleichwol den Aebten der Titul derſelben blieben iſt. Die Buͤrger zu Werden ziehen viel Viehes/ daher auch ihre meiſte Nahrung; wie auch aus den fruchtbaren Aeckern/ und Feldern/ ſehr hohen und waldichten Bergen/ auff welchen bißweilen unglaubliche Heerden Schweine zu ſehen: daher dann die Weſtphaͤliſche Schuͤncken/ und geraucherte Hammen/ in der Men⸗ gekommen. Die Baͤchlein/ ſo von den Bergen herunter fallen/ geben ein gar lieblich angenehmes Geraͤuſch. So haben ſie, wegen der vorbey flieſ⸗ ſenden Ruhr/ oder Roer/ gute Gelegenheiten zu ih⸗ ren Sachen/ und bekommen darauß gute Fiſch/ und ſonderlich faiſte und wol ſchmaͤckende Ael. Beyde Geſtad der Ruhr ſeynd allda mit einen ſteinern Bruͦ⸗ cken vereiniget; und hat der Landsfurſt daſelbſt auch ein Schloß. Siehe hievon inſonderheit G. B raun/ im dritten Theil ſeines Staͤrthuchs/ und die Be⸗ ſchreibung Helmſtatt im Theil unſers vorhaben⸗ den Werckes/ vom Nider⸗Saͤchſiſchen Craͤiß. Es ligt nicht weit von Eſſen und Werden,/ Ketwyck/ an den Bergiſchen Graͤntzen/ umb deren Bruͤcken alldar uͤber die Ruhr/ in dem letzigen Teutſchen Krieg/ man ſich ſonderlich angenom⸗ men hat. 4.* Werle/ um Bened chnr rfir 87 1 „M 8 1 Dral anſch d. W Mhe * 06 TrHI LA d 6 4 Inüla An U(Da 1 (N 11 1 hen bne N AIAe Ne M 1 57 44 4 Wi auche Asde enn 8 11 1 dr he Dandp„) en g ul M Mo 46l M aul N dn zuſche e en:N Wher 9 A mll. rſalln garapi 14 S. 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Wird zur Graffſchafft Arensberg gerech⸗ net. Ligt zwiſchen den Waſſern Lppe/ und der Ruhr/ jedoch naͤher bey der Ruer. Von dieſem Ort dahin ſich Kaiſer Heinrich der Erſte/ bey der Hunnen Einfall/ wegen mehrer Sicherheit/ bege⸗ ben/ iſt inſonderheit Johan. Angelius à Werdenha⸗ gen de Rebuspubl. Hanſcat. part. 3. cap. 5. p. 224. zu leſen. Anno 1586. hat Marrinus Schenck das beſagte veſte Schloß/ vergebens belaͤgert/ wiewol er das Stattlein erobert hat: Aber Anno 1633. den 17. Octo bris/ hat Landgraff Wuhelm aus Heſten/ erft⸗ lich das Staͤttlein/ und darauff den 1. Novembris/ auch das Schloß mit Accord erobert. In dem An⸗ no 1644. wieder zu Ambſterdam ausgegangenem Atlante ſtehet; Daß Werla ſeye des Hertzogthumbs Weſtphalen Hauptſtatt: Lige auff einem fetten/ und fruchtbaren Boden/ habe viel Saltzpfannen und ein ſchoͤnes Rathhauß. Das beſagte Hertzog⸗ thum Weſtphalen/ habe gegen Auffgang dieGraff⸗ ſchafft Waldeck/ von Mittag das Heſſiſche Gebuͤr⸗ ge; gegen Nidergang das Marckiſche Land/ von Mitternacht die Biſchthumer Muͤnſter und Pa⸗ derborn. Diß Hertzogthumb begreiffe heutiges Tags die Graffſchafft Arensberg/ und das uͤbrige Theil von dem Hertzogthumb Angern/ deſſen Graͤn⸗ tzen ſchwerlich zubeſchreiben ſeyen; ſintemal von demſelbigen nichts mehr/ dann das eintzige Dorff Engern in der Graffſchafft Ravensberg/ uͤbrig/ ꝛc. Und dann/ ſo wird wieder von den Nachbarn dieſes Lands daſelbſten/ geſagt: Daß ſelbige ſeyen/ die Marck/ Munſter/ Lippe/ Paderborn/ Waldeck/ Heſ⸗ ſen/ und die Graffen vom Weſterwald. Ober⸗ wehnte Graffſchafft Arenberg habe/ auſſer der Hauptſtatt/ noch etliche andere Staͤttlein/ als Ho⸗ heſtatt au der Lippe/ Geſecke/ Ervete/ Aenruchte/ Molheim an dem Mon/ Nienhuß an gedachtem Fluß Neim/ Huͤllinckhoven/ Olinckhuſen/ Herſt⸗ berg/ Brilon/ Meſchede an der Ruhr/ Sunderen/ Oldendolp/ Fredeborg/ Medebach/ ꝛc. Uber diß befinden ſich etliche fuͤrnehme Ort/ als Wedinck⸗ huſen/ und andere/ ſo alte Gebaͤue/ und des Witi- kindi Schloͤſſer und Wohnungen geweſen/ ꝛc. Ge⸗ gen Nidergang/ bey dem Staͤttlein Balve/ ſey eine groſſe Hoͤhle/ deren Ausgang oder Ende/ man nicht wiſſe. Siehe unten im Anhang/ Bri⸗ lon. *†*† † Weſel j Veſalia inferior. = Jeſe/ im Hertzogthumb Cleve/ an &)] der Lippe/ ſo darbey in den Rhein fallet/ 8/59 gelegene Statt/ wird zum Unterſcheid des Obern⸗Weſel/ ſo dem Ertzſtifft Trier gehoͤrig/ Unter⸗oder Nider⸗We⸗ ſelgenannt. Ligt unter Berck/ oder Rheinbergen/ bey Burick uͤber: und iſt eine ſchoͤne/ veſte Statt/ auch vor den naͤchſten Kriegen gar Volckreich ge⸗ weſen/ da man ziemlichen Handel getrieben. In der Reichs⸗Matricul iſt ſie Monatlich auff fuͤnff zu Roß/ und fuͤnfftzig zu Fuß/ angelegt. Iſt aber von den Hertzogen zu Guͤlch/ Cleve und Bergen ſine o⸗ nece eximirt worden; und beruhete Anno 1602. die Rache noch in Camera. In des Weſtphaͤliſchen Craͤiſes Verzeichniß wird ſig noch unter die Reichs⸗ Staͤtte geſetzt: Und iſt eine Hanſee⸗Statt: Gehen auch die Appellationen voff dannen nach Speyer/ wiewol/ was jetzt/ da ſie Hollandiſch iſt/ geſchicht/ wir ſo eygentlich nicht wiſſen koͤnnen. Graff Eberhard von Cleve/ und Teiſterband/ hat das Stifft allhie/ Anno 112. angerichtet. Kaiſer Rudolph derErſte; ſolle dem 24. Graffen V von Cleve/ dem Theodorico VIII. welcher ihme/ r *ℳ dem Kaͤiſer/ treuen Beyſtand wider ſeine Feinde gethan/ die Statt Weſel(aber/ ſonder Zweiffels mit gewiſſem Vorbehalt) geben haben. Es ſeyn aus dieſer Statt kommen/ Arnoldus Weſalienſis, ein gelehrter Mann/ und Tilemannus Heshuſius, ein fuͤrnehmer Theologus, ſo zu Helmſtatt begra⸗ ben ligt. Es ſeyn da S. Willibrods und S. Antonii Kirchen/ zu ſehen. So hat es allhie ein ſonderliches Hauß/ darinn alte erlebte Leut verſorget werden. Bey den Niederlaͤndiſchen Kriegen haben ſich An⸗ fangs gar viel auß · Holland/ Seeland/ Artois Flan⸗ dern/ Braband/ hieher begeben/ daher die Statt an Kauffmannſchafft/ Macht und Reichthumb zuge⸗ nommen; allda es allerhand Religionen geben; biß Franciſcus Mendoza, der Groß Admiral von Arragonien/ Anno 1593. ein groſſe SummaGelds von der Statt erzwungen/ und den Raht dahin ge⸗ bracht hat/ daß er das folgende Jahr den Roͤmiſch⸗ Catholiſchen alle Kuchen hat eingeben muͤſſen. Und hat dieſe Statt auch vorhero von den ſtreyf⸗ fenden Partheyen allerhand Ungemach erlitten. Man ſagt: Daß ſie damaln/ nemlich in Anno 1598. dem gedachten Admiranten/ hundert und funſitzig J ij tau⸗ 7² Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze kauſend Guͤlden/ und tauſend Malter Korns/ habe geben/ und ſich damit abkauffen muſſen. Sie hat ſich hernach der Neutralitaͤt beflieſſen: Aber da ihr Herr/ der letzte Hertzog von Cleve/ Anno 1609. ge⸗ ſtorben/ und die Herret Erben/ derLander halber/ ſich nicht recht vergleichen konten; da iſt Ambrolius Spinola, mit ſeinen Spaniern/ Anno rér4 den 7. Septembris kommen/ deme ſich die Statt auch/ mit hinein bekommen hat. Welches aber zu wuͤnſchen ware/ daß ſie wieder in den alten Freyheitsſtand ge⸗ langen moͤchten. Siehe hievon G. Braun/ im er⸗ ſten und vierten Theil ſeines Staͤttbuchs/ G. Ens. in deliciis p. 168. Bertium lib. 3. Rer. German. p. 7or. Joh. Angel. a Werdenhagen de Rebuspubl. Hanſeat. part. 4. cap. 2. fol. 15. ſeq. Tom. Mi- chaẽl de Jurisdict. th. 54. lit. G. 3. p. 53. Emanuel gewiſſem Beding ergeben/ weil ſie ihme zu widerſte⸗ von Metern/ in den gedachten Jahren 1598.1614. ben zu ſchwach zu ſeyn vermeynte/ und die Staadi⸗ und 29. ſeinen/ und deren/ ſo ihn continuirt haben/ ſche/ oder Niderlaͤndiſche Huͤlff zu lang verzoge; Niderlaͤndiſchen Hiſtorien/ und von der letzten Ero⸗ wiewol man damaln die Burger auff ſechs tauſend ſchaͤtzte/ und achtzig Stuͤck Geſchuͤtzes auff den Waͤl⸗ len ſtunden/ damit ſie ſich/ anderer Meynung nach/ noch eine Weile/ biß der beſagte Hollaͤndiſche Suc⸗ curs/ der nicht weit mehr von dannen war/ angelan⸗ get were/ haͤtte wehren koͤnnen. Es ſeynd folgends von den Buͤrgern viel Klagen uͤber die Spaniſche Beſatzung gehoͤret worden: Gab auch Empoͤrun⸗ gen allhie. Dardurch dann verurſacht ward/ daß die Statt noch zwey tauſend Soldalten einnehmen: Und alſo die von Weſelr 5. Jahr/ biß auff das 1629. in groſſen Truͤbſalen und Aengſten/ leben muſten; biß in ſelbigem Jahr/ durch ein ſonderlichen Kriegs⸗ liſt/ die Statt der Spanier befreyet worden/ und an ährer ſtatt/ ſie der vereinigten Niderlaͤnder Volck berung das Theatrum Europæum, in deſſen 4. Theil/ am 364. Blat/ auch folgends ſtehet; Umb den 12. Julii, Anno 1642. hat ſich ein ſeltzam ngluͤck mit angezuͤndetem Pulver/ in der Statt Weſel zu⸗ getragen: Ein Karrenmann hat Pulver gefuͤhret/ deſſen ein Faßlein nicht dem beſten zugeſchlagen/ o⸗ der verwahret geweſen: Des Pferds Huffeiſen ei⸗ nes hat im Ziehen Feuer geſchlagen/ davon dieſes Faͤßlein angezundet worden: Welches nicht allein an den Haͤuſern und Fenſtern trefflichen Schaden gethan/ ſondern auch uber viertzig bekante Per⸗ ſonen getoͤdtet hat. Der Karrenmann/ Pferd und Karrr/ ſeyn auch dar⸗ auff gangen. 5* Widleshuſen/ Wilshuſen. M der Hunte/ bey zwo Meilen von Del⸗ mendorff/ und drey Meilen von Bremen/ ge⸗ legen. Es ſchreibet Hamelmann in der Ol⸗ denburgiſchen Chronic part. 1.6. 2 1. Daß die Statt Hauß und gantze Herrligkeit Wildeshauſen/ durch eine Summa Gelds/ von Oldenburg/ an das Stifft Bremen kommen: Und habe hernach Erzbiſchoff Nicolaus von Bremen/ dem Biſchthumb Muͤn⸗ ſter/ ſolches Wildeshauſen/ Anno 1429. fuͤr 4200. Rheiniſche Guͤlden/ mit ausdruͤcklichen Vorbehalt Jaͤhrlicher Widerloͤſung/ verſetzt und verpfaͤndet. Und haben hernach die Graffen von Oldenburg/ von den Muͤnſteriſchen/ viel Ubertrangs aus die⸗ ſem Ort gehabt. In der BraunſchweigiſchenChro⸗ nic ſtehet am 33. Blat/ daß Hertzog Wigbert zu En⸗ gern/ die Kirche zu Wildeshuſen(daer eine Zeitlang Hoff gehalten) in die Ehr S. Alexandri geſtifftet/ daſelbſt er auch im Jahr 916. oder 32 5. begraben worden. Sein Sohn/ Hertzog Walbert zu Sachſen und Engern/ hab den angefangenen Bau der Kir⸗ chen S. Alexandri zu Wildeshauſen vollend ausge⸗ fuͤhret/ ſey darauf gen Rom gezogen/ und von dañen S. Alexandri Heiligthumb mit ſich hinweg gebracht. Er ſeye Anno9 76. geſtorben/ und zu Wildeshuſen begraben worden. Und am 103. Blat/ ſagt gemelte Chronit/ daß Kaſſer Otto der Dritte/ wann er zu Land waꝛ/ gemeinlich zu Wildeshauſen/ im Stifft Muͤnſter/ oder Altenburg/ nicht weit von Delmen⸗ horſt gelegen/ gewohnet/ und aldda ſeinen Kaiſer⸗ lichen Sitz und Hoff gehalten habe; Und ſeye daſ⸗ ſelbige Wildeshauſen anfanglich von Hertzog Wig⸗ berten/ Koͤnig Wedekindes Sohn/ gebauet worden. Chytræus lib. 12. Saxon. ſchreibet; Daß Biſchoff Friedrich zu Muͤnſter/ wegen einer ihme/ dem Chy- rreo, unbewuſten Widerſetzligkeit/ dem Burger⸗ meiſter allhie/ Anno 1529. den KSopff abſchlagen; alle Mauern und Wehren der Statt einwerffen/ und ſolche zu einem Dorff habe machen laſſen. Wer dieſen Ort hernach wieder zur Statt gemacht/ und gebauet/ ſagt er daſelbſten nicht. Anno 16 3 5* ward ſolche Statt von den Kaͤ⸗-⸗ ſeriſchen eingenom⸗ men. ρ* * Vyyyyſyſyy N ☛‿ᷓ́ W MN W A ſ NM NN MN Fpeſmg AGGjſGFFjj' WpPN ——— ———qx— (= 5 — 5 K Vilshau ſen. A „äAr Ae e O. s Nalſc. 1 KMllel ——— —— Werle 4 2 A A , Kror 3 N. 1 N LMWA enn Mg dIALLLIHLALILII — ———;ʒ—VL—’—X—P—-’ geleen den Lae hhalchse enne ä 3 P ſer Rn te ds, g dr a. Ampr Kaiſch wan zer ſanhe lgke ner durcze i zvor dieſe r eeigen Morl Weiln /beym U velches au affeln wol etzt werden chafft. ein St rWerſe, die Heſſiſe zu bleiben bediſchen 1o. den 12 en Obriſt ſterten od berſtieger der Hand Waſſer, den rdas Ste mt dem U a tier gange 0l. 246. ſ Abewre vorrede de aber nicht ffliche nn deſen. 5 5,. Maihen. gerort dgeſagt: Naͤttlein an unten ackt und, iie felfeine en oblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 73 ₰— . 9 A ₰ NA 8 2 X e 6 N 1 5 4 eAn 88 88 24 A S 49 — 5 3—. Q◻ ☚— 5 8 4 9. Se 85 A 80 Ber die hievor beſchriebene Staͤtt/ finden ſich auch viel 0 ½ Staͤtt und Staͤttlein/ und andere beruffene Ort/ ſo zum Theil in frembden Haͤnden/ und geringe Hoffnung da m iſt/ ſolche wieder zum Reich zu bringen: Zum Theil auch we⸗ nig von ihnen auffgezeichnet anzutreffen: Zum Theil auch dieſelbe weme ſie eigentlich gehoͤrig/ zweiffelhafftig: Theils aber keine Staͤtte ſeyn. Weiln ſie aber in dem hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Lraͤiß gele⸗ gen/ oder doch darzu gerechnet werden: So haben wir/ unſerer Ge⸗ wonheit nach/ derſelben zum Beſchluß auch gedencken wollen/ Als: ohus/ Aahus/ nahend Stadloon/ und ſen geweſen; deſſen Orts Anno 1642. die mit den .. Sor,„eet,, e un⸗ Frantzoſen und Weymariſchen vereinigte Heſſen Nienborg/ ein Staͤttlein/ im Stifft Muͤn⸗ ef⸗. wa eh elenborg, AnS 26 Waͤſſerleins Aa ſich bemachtiget/ aber mehr nicht/ denn dreyſſig ſter/ beym Urſprung des Waͤſſerleins Aa Mann/ darinn gelaſſen. Daher/ wie ferners gelegen/ welches auff Goer zu ſlieſper. Daun in e z 1 dn o eipensran d Lan deiſſe nenwo dieyer yea— Kuifein B5 ſolches ziemlich feſtes Hauß Angerath/ eine ſtarcke ph len Kſe werden. Es ge 3 Meil Wegs unterhalb Kaͤiſerswerth gelegen/ und eine Herrſchaft. ins Cleviſche gehorig/ umbs Ende des Junii/ einge⸗ Alen/ ein Stattlein/ auch in Stifft Muͤn⸗ nommen/ und es mit etlich hundert Mann be⸗ ſter/ an der Werſe/ bey Beckem und Hamm gele⸗ ſetzt; und verſuchte hierauff die Gegenpart verge⸗ gen/ allda die Heſſiſchen/ Zeit wehrenden Stillſtan⸗ bens/ ſo ches wieder zu erobern. In unterſchie dli⸗ des, ruhig zu bleiben gehabt. Aber/ da man mit chen Landſchafften wird dieſer under Kaiſerswerth der Schwediſchen Conjunction umbgangen/ iſt gelegener Ort/ darbey die Anger in den Rhein faͤllt/ Anno 1640. den 12. May/ dieſes Stattlein/ vom Angerort/ und ein Staͤttlein beſſer darob auch an Kaͤiſeriſchen Obriſten Garaſco, unter dem Fur⸗ dieſem Waſſer/ Angermond/ oder Angermont/ ge⸗ wand/ caſſierten/ oder wenigſt geſchwaͤchten Still⸗ nannt; und noch ins Hertzogthumb Bergen/ wel⸗ ſtandes/ uberſtiegen/ doch die Heſſiſchen mit Hoͤff⸗ ches hochgedachte Ihre Furſtliche Durchleucht. in⸗ ligkeit bey der Hand hinaus gefuhret worden/ die nen haben/ aber gleich an den Cleviſchen Grantzen/ durch das Waſſer/ biß unter die Armen ſitzen muͤſ⸗ geſetzt. ehewegengea zagaint. Barntorff, Vardendorſſ, San, ed ae regan iſt wie i TLomo 4. Thearri Schloß und Ampt in der Weſtphal ſchen Graff⸗ des deliht S gen iſt; ſchafft Sternberg/ dem Herrn Graffen zur Lpp ge⸗ uropæi fol. 246. ſtehet. rig/ bey dem Waſſer Homm gelege OttolI 2., Muͤnſter/ hor 19/ Ey deilh affen JDmft 3 9 egen. 2110 Le Auelbewren/ ligt im Stifft Muͤnſten Graffzu Schauenburg/ hat die Graffſchafft Stern⸗ wie die Vorrede der Braunſchweigiſchen Chronic! berg/ nahend der Weſer/ wiſchen den Graffſchafften bezeuget/ aber nicht/ was es ſeye/ ſagt; von dannen Lippe und Schauenburg gelegen/(darinn Ufflen der fuͤrtreffliche Hſtoricus Johannes Loͤwenklau/ Alverdiſſen/ diß Barndorff/ Boſingkfelde/ und an⸗ urtig geweſen. Nahend der Statt Munſter ligt dere Ort ſeyn/)erkaufft/ und nach Abſterben der ein Dorff/ Namens Ameibure. Graffen von Sternberg/ Henrici und Johannis, Angerort/ In dem Thearro Europæo fol. Vatter und Sohn/ das Lehen darüber vom Bi⸗ 245. widd geſagt: Daß der Herr Pfaltzgraff von ſchoff zu Paderborn empfangen /und die zween Neuburg vor dieſem/ dem General Melander/ das! Stern ins Wappen geſetzt; folgends etlichen vom Hauß/ Staͤttlein/ und gantzes Ampt/ Angerait uber Adel/ und dann dem Graffen zun Lippe Pfandswei⸗ dem Rhein unterhalb Kaiſerswerth gelegen/erb⸗ ſeverſchrieben; derentwegen dann hernach viel lich geſchenckt und eingeraͤumbt gehabt/ darauff oh⸗ Srelis geweſen/ biß Annorr 187. Graff Sunon ne Zweiffel/ eine ergebliche Summa Gelds geſchoſ⸗ V zur Appe/ Keſepaiſthe d is⸗ürſſe Frau Ei 871. Blat ltehet/ die Kaiſeriſchen und Bayeriſchen 74 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze. Eliſabethen zu Holſtein Schauenburg geheurathet/ da eingedingt worden/ daß/ ſo lang er/ Graff Si⸗ mon und ſeine Soͤhne/ ſo er mit dieſer von Schau⸗ enburg erzeuen werde/ und einer derſelben Soͤhn/ regierender Herr zur Lippe ſeyn werden/ die Abloͤ⸗ ſung nicht geſchehen ſoll: Aber/ nach dieſer dreyer⸗ ley Perſonen Hingang/ es denen von Schauen⸗ burg frey ſtehen ſoll/ die Abloͤſungs Sachen in dem Stand/ darinn ſie vor der Heurath geweſen/ wieder⸗ umban die Hand zu nehmen. Dieſes Barn⸗ dorff iſt zuvor fuͤr eine Hauptſtatt der Graffſchafft Sternberg geachtet/ aber durch die blutigen und ſchweren Kriege/ ſo Anno 1399. nach Abſterben der Graffen von Sternberg/ zwiſchen den Graffen zur Lippe und Schauenburg/ erfolgt ſind/ offt ausge⸗ brannt und verwuͤſtet/ und umb ihre Freyheit und Stattgerechtigkeit folgends kommen und gebracht worden.. Beckum/ Bockum/ in Statlein in der Gegend Hattingen und Grimberge/ nicht weit von der Ruhr und dem Bergiſchen/ auch Reckling⸗ huſiſchen Graͤntzen gelegen/ ſo in die Graffſchafft Marck gehoͤrig/ wie in dem neuen Atlante ſtehet; wiewol es eine Tafel dem Stifft Munſter gibet. Iſt von den Ligiſtiſchen Anno 1634. eingenommen worden.. Beelick/ an dem Moͤn/ bey Herſtberg/ Mol⸗ heim/ Ruden/ Waſte und Kaldehart/ gelegen. An⸗ no 538. zogen Kaͤiſer Otten des Groſſen Bruder/ Danckwert/ Pfaltzgraff Eberhard zu Francken/ und Hertzog Giſelbrecht von Lottringen/ wider den be⸗ an der Sieg/ im Hertzogthumb Bergen gelegen/ ſo Anno 16; 5 der Schwediſche General Baudiſſin/ erobert. Und haben erſt Anno 1635. im Octobri/ die Schwediſche Beſatzung/ dieſen Ort/ ſampt dem V Hauß Landſperg/ dem Staͤttlein und Kloſter Si⸗ burg/ und dem Stattlein Windeck/ auch an der Sieg gelegen/ Herrn Pfaltzgraff Wolffgang Wil⸗ helmen zu Neuburg als Hertzogen zu Bergen/ Ver⸗ moͤg des zu Wormbs auffgerichten Vertrags/ üͤbergeben. 1 Blanckenheim/ ein Schloß der Graffen von Manderſcheid. Blumberg. Es ligt dieſe Herrſchafft und Ampthaußz/ wie auch Brake/ zwiſchen den Waſſern Werden/ Bega/ Eſſeck und Emmer/ im Emmer⸗ land/ allda die Graffen zur Lipp lang Hoff gehalten/ ehe ſie ſich nach Diethmold geſetzt. Haben gleich⸗ wol allhie im Kloſter ihre Begrabniß. Dieſe Heur⸗ ſchafft hat an allen Orten herrliche luſtige Brunn, und Waſſerlauffe/ die zur Herrlichkeit und Geſund⸗ heit dienen/ dieweil dieſelbige allerhand un flaͤti⸗ ge/ ungeſunde/ anſtoſſende, dampffige QWinde/ und Duͤnſte/ wegnehmen. Die Statt Blumberg ſelb⸗ ſten/ ob ſie wol kein weitlaufftiges und anſehnliches Gebieth hat/ dieweil ſie mit vielen Bergen/ Holtzun⸗ gen und Thalern umbzingelt/ iſt ſie doch eine luſtige/ geſunde Statt: Und iſt der Berg, darauff die Statt erbauet/ zuvor/ wegen des Blumengewaͤch⸗ ſes/ beruͤhmbt und bekant geweſen/ da die Benach⸗ barte in Flecken und Dorffern/ das gantze Jahr liebliche Blumen geſamlet/ darumb ſie ihn den ſagten Kaͤiſer und kamen fuͤr dieſes Beelick/ darinn Blumenberg genannt. Graff Simon der Erſte ſich Hertzog Heinrich/ des Kaͤiſers juͤngſter Bru⸗ der enchielt/ gewonnen die Statt/ und fuͤhrete Her⸗ tzog Eberhard, der Pfaltzgraff/ den jungen Hertzog Heinrich mit ſich gefangen hinweg/ beneben einem groſſen Gut/ das er bey ihm fand. Es gehoͤret Bee⸗ 35 dem ErtzſtifftCoͤlln/ zum Hertzogthumb Weſt⸗ phalen. Beringen/ ligt nahend Lummen/ an dem Fluß Laeck/ im Stifft Luͦttich/ und an den Braban⸗ diſchen Graͤntzen/ beym Kempenland/ ſo Guicciar- dinus in Veſchreibung Niderlandes/ unter die Luͤt⸗ tichiſche Staͤtte ſetzet/ welche in den Weſtphaͤliſchen Craͤiß gehoͤrig ſeyn. Werdenhagen ſagt parr. 4. de Reb. Hanſeat. cap. 19. f. 93. Elt etiam ad Moſæ ripam Beringia oppidum. Beverungen/ ins gemein Beveren/ und Bever/ genannt/ igt am Wuſſerlein Be⸗ ver/ ſo allhie in die Weſer faͤllet/ bey Blanckenowe/ und Harſtell /auch nicht weit von Borcholte; allda Anno 1640. Theils der neugeworbenen Voͤlcker Hertzogs Auguſti von Braunſchweig/ von den Kaͤi⸗ ſeriſchen/ ruiniert worden ſeyn. Der Schwediſche General Banner kam darauff auch hieher. Ligt im Stifft Paderborn. Blanckenburg/ ine Statt und Schloß/ zur Lippe hat den Flecken groͤſſer erbauet/ und den⸗ ſelben mit Statt⸗Freyheit begnadet; und gibt be⸗ ſagter Berg/ darauff die Statt ſtehet/ an allen Sei⸗ ten Waſſer heraus. Graff Simonis III. Gemah⸗ lin hat eine Kirche auff ihrem eigenem Acker/ auſſer der Statt/ Wilbaſen genant/ erbauet. Nicht fern von Blumberg/ ligt der Reichenberg/ darauff ein ebener Platz/ darvon man nicht allein faſt das gan⸗ tze Land Steinberg, und die gantze Graffſchafft Lip⸗ pe/ ſondern auch biß ins Stifft Paderborn/ Heſſen/ Ravenſpergiſche, Blotiſche/ Mindiſcheund Schau⸗ enburgiſche Landſchafft/ ſehen kan. Wie in der Lippiſchen Chronic Pideriti, pag.„ο. ſtehet. An⸗ no 1447. ward die Stattt Blumberg von Hertzog Wilhelmen zu Sachſen/ als er dem Ertzbiſchoft zu Coͤlln/ wider die Statt Soiſt zu. Hulffe zog/ geſtur⸗ met/ und mit Gewalt erobert/ hernach gepluͤndert angezuͤndet und zu Aſchen verbrannt/ daß gantz und gar nichts ſtehen blieben: Hernach muſte auch das Schloß herhalten/ wie in der Braunſchweigi⸗ ſchen Chronic am 494. Blat ſtehet. Es wurde aber dieſer Ort folgends wieder erbauet/ alda die Pfarr⸗ kirchezu S. Martin iſt; darauß Anno 1460. ein Weib etliche conſecrierte Hoſtien geſtohlen/ damit ſie moͤchte reich werden; welches verurſachet/ daß hernach ein Kloſter an dem Ort/ da ſie die Hoſtien in einen Brunnen geworffen/ erbauet/ in deſſen Kir⸗ 5. X K MN n, F N — òꝗƷ — ˖ͥ˖ͥ˖˖˖˖˖˖˖N N N 22. WM IIIIIII 8 8 n l luttalan ANAA 88 ., 4* 3 2 fit 5* K 11 5 11 . 8.S 5 6 . 1 * IA 2 1 3 4 1 Tppnnp A 4 n M 3.— n „ 1 D 14, de h „ AUA . A . A W eee Le e H 4 3 2*. 2 N 4 4 KAA 447 7. A Is 4 N u 4 Aen . N KK N eep N 1 8— . * AOReo, P i 1 LAN n 7 3 6 4 1 A 1 AAſ. 1 . ſ 1* 8 6 4 4.* 1e 8 4 4. 3 . r 1 h A 1 f 11 6 15 „ 4 ͤ aAnach 1 6 n AAAA 4 Ale 211“ 7 *. „ — 1* · 1 8 2 — — — — —“ 4 4N NA Fleckc ud Ni 4 N 7 VNWRe AAI, Den e. 9 Arq dh AG G 4 8 ye e e Je E — ‿ ee Frer e . 4 I 5 r 7 lſſes 4 1 3„ Aſd”— dcraus. 21 A 3- de Girche aofat An 1 A „ 6 Wlldaſcn aue. „A 164. 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Dilichius ſchreibet im zweyten Theil der Heſſiſchen Chronic am 239. Blat alſo: Anno 1449. ward Landgraff Ludwig der Erſte zu Heſſen/ zum Lehenherrn von Gracf Bernhard zur Lippe/ uͤ⸗ ber Schloß und Statt Blomberg. Anno 1569. ward vorerwehntes Kloſter vollends reformiert/ weiln noch etliche Muͤnche darinnen geblieben; und wurde darauff eine feine Bibliorheca allhie ange⸗ ordnet. Anno 1600. iſt ein groſſes Wetter allhie geweſen und hat das Waſſer ein Stuͤck von der Statt⸗Mauer/ hinter dem Kloſter/ in die ſechszig Schuh lang/ aus dem Fundament getrieben. An⸗ no 1604. ward ein Frey⸗Schieſſen allda gehal⸗ Borcholte/ und Borrentrick/ zwey ten. Staͤttlein/ nahend beyſammen/ im Stifft Pader⸗ born; deren das letzte(ſo eine Herrſchafft hat) in der Braunſchweigiſchen Chronic Borgentricke ge⸗ nant wird. Borchworm/ iſt das Hauptſtaͤttlein der Graffſchafft Hasbain, Hasban/ oder im Haſpen⸗ goͤw/ vier Meilen von Luͤttich/ am Waͤſſerlein Je⸗ ker/ oder Jekel/ im Biſchthumb Luͤttich gelegen/ ſo ziemlich Volckreich. Die fuͤrnehmbſte Ort herumb ſo fuͤr etwas ſonderbares in der Landtaffel gezeich⸗ net ſtehen/ ſeyn Aelſt/ Zeeff/ Gelmyn und Borch⸗ loen. Borcken/ an der Aa/ oberhalb Bockolt/ im Stifft Muͤnſter gelegen/ ſo in dieſem Teutſchen Kriege einsmals/ von denLuneburgiſchen eingenom⸗ men worden. Es ligt bey dieſer Statt Borcken/ Gehmen/ und ſtehet in der Schauenburgiſchen Chronie/ daß Graff Johann der Neunte und Steif⸗ fe genant/ ſo Anno 1527. geſtorben/ von Corda/ oder Cordula/ des letzten Herrn Heinrichen von Gehmen Tochter(da ihme die Herrſchafft Gehmen im Stifft Muͤnſter/ bey der Statt Borcken gele⸗ gen/ zu/ und an Schauenburg gebracht) in ihrem fuͤnfftzig Jaͤhrigen Alter/ ſeinen Sohn juſtum be⸗ kommen habe. Und von ſolcher Herrſchafft haben ſich folgends die Graffen von Schauenburg ge⸗ ſchrieben. Und hat beſagten Graff Juſten/ oder Job⸗ ſten/ achter Sohn/ nemlich Jobſt der Ander/ auff dem Hauß Gehmen Hoff gehalten/ deſſen ander Sohn/ Hermann der Ander/ eine Hertzogin von Braunſchweig und Luͤneburg Anno 1609. geheu⸗ ratet/ und auff dem Schloß Crudenberg/ ſo ein Meil Wegs von der Statt Nider⸗Weſel gelegen/ zu gedachtem Gehmen gehoͤrig/ und ein Cleviſch Le⸗ hen iſt/ ſeine Hoffhaltung angeſtellet. Bree/ oder Brexy/ ſetzet Cuicciardinus unter die Luͤttichiſche Staͤtte. Ligt in dem Land von Loen nahend Tangerloo. Brilon/ am urſprung des Moens/ in dem Hertzogthumb Weſtphaͤlen gelegẽ/ welche/ und an⸗ dere Staͤtte mehr daſelbſten/ als Attendorn an dem V 75 biſchoͤfflich Coͤllniſch ſeyn. Wie dann das Hertzog⸗ thumb Weſtphalen/ nach Abſetzung Hertzog Hein⸗ richs des Loͤwen/ an ſelbiges Ertzſtifft kommen/ wie anderswo geſagt worden; obſchon ſich noch die Her⸗ togen von Sachſen⸗Lauenburg auch davon ſchrei⸗ ben. In dem Neuen Atlante ſtehet/ daß nicht fern von obgedachtem Brilon/ nahe bey Broͤkhuſen/ ein ſchoͤn und klarer Brunn/ zu oberſt auff einem Steinfelſen entſpringe. In einer aus Coͤlln An⸗ no 1644. uͤberſchickter Verzeichniß ſtehet/ daß in dem obgedachten Hertzogthumb Weſtphalen/ En⸗ geren/ und der Graffſchafft Arensberg/ folgende Staͤtte ſeyen, Werle/ Arnsberg/ Geſecke/ Atten⸗ dorn/ Nehem/ Greveſtein/ Ruden/ Eversberg⸗ Stattbergen/ mit Hoorhueſen olim Mons Martis, cum Hariſia Caroli Magni, Balve/ Menden/ Affe⸗ len/ Meſchede/ Anlagen/ Alendorff/ Belicke/ War⸗ ſteem/ Kallenhard/ Anruchte/ Brilon/ Volckmar⸗ ſem/ Medebach/ Hallenberg/ Winterberg/ Frede⸗ borg/ Schmalenberg/ Wenden/ Drolshagen/ Ole⸗ pe/ Aldendorff/ Hirtzberg/ Huſten. Siehe oben Werle. Und dann/ ſo zehlet David Chytræus lib. 26. Saxon. p. 73 4.·dieſe des Ertz StifftsCoͤlln Statte in Weſtphalen/ Geſeca/ Ruden/ Werla/ Attendorn/ Oepe/ Drolshagen/ Mersberg/ Volckmarſen/ Medebach/ Wintersberg/ Hellenberg/ Smalen⸗ berg/ Friedburg/ Warſtein/ Kallenhard/ Belike, Menden: Und in der Graffſchafft Arnsberg dieſe/ Arnsberg/ Balve/ Nehem/ Hertzberg/ Greven⸗ ſtein/ Eversberg. Burick/ ein Staͤttlein am Rhein/ im Her⸗ tzogthumb Cleve/ und gegen Nider⸗Weſel uͤber/ ge⸗ legen/ beruͤhmt/ wegen des Sieges/ ſo ein geringer Hauff von des Kaͤiſer Otten des Groſſen Volck/ wider die Lothringer/ bey dieſem Ort/ erhalten hats davon die Hiſtorici, wie auch die Braunſchweigi⸗ ſche Chronie/ p. 59. ſeq. umſtandlich zu leſen. Camerach/ Camerick/ Camera- cum, Cambray. Daß wir dieſe Reichs⸗ und Weſtphaͤliſche Craͤiß⸗Statt hieher in den An⸗ hang ſetzen/ geſchicht daher/ weiln ſie in Spaniſcher Gewalt/ und ſchlechte Hoffnung iſt/ daß ſolche noch ſo bald dem Reich reſtituirt werden moͤchte. So hat ſie auch ſchon laͤngſten ihren Reichs⸗Anſchlag/ der Monatlich ſeyn ſolte/ zween zu Roß und acht⸗ zehen zu Fuß/ nicht erlegt/ ſondern wolte unter ihres Biſchoffs Anſchlag begriffen ſeyn. Sie ligt zum Theil in einer Ebene/ Theils auch an einem Huͤgel/ und hat breyte Gaſſen. Die Innwohner reden Frantzöſiſch/ aber gar uͤbel. Es ſeynd da fuͤnff Thor. Das Caſtell ligt naͤchſt an der Statt/ doch etwas hoch; iſt gegen der Statt mitErdenberg der⸗ maſſen ausgearbeitet/ und vergleichet/ daß nie⸗ mands hinauff/ oder an der Statt hingehen kan/ daß man ihn auff den Waͤllen/ oder auß dem bedeckten Weg/ nicht ſolte ſehen koͤnnen. Gegen der Statt 3 ſeynd zwey Bollwerck/ und gegen das Feld auch Waſſer Biech/ oder Bich; und dergleichen/ alle Ertz⸗ V zwey. Doch iſt zwiſchen denſeſben beyden/ uber den Gra —x — ℳ6 76 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Graben/ ſo trucken/ ein ſtarcker Ravelin/ der ver⸗ wahret das Thor daſelbſt/ welches dahin gemacht/ daß man Proviant und anders ins Caſtell bringen kan. Die Bollwercke ſeynd aus den Streichen gezogen. Carolus V. der Kaͤiſer/ hat ſolches erſt⸗ lich da angeben. Die Ertzbiſchoffliche alte und koͤſtliche Hauptkirch zu Unſer Frauen/ hat der Bi⸗ ſchoͤffe/ ſo allhie in langer Ordnung nach einander gefolgt ſeyn/ Graͤber; auch ein feines Uhrwerck/ und eine fuͤrtreffliche Tafel/ ſo S. Lucas ſoll gemah⸗ let haben. Der Thurn an dieſer Kirchen iſt ſpitzig oben hinaus/ wie ein Pyramis, von Qvaderſteinen/ durchſichtig gebauet/ und ein ſchoͤnes Werck. Ne⸗ ben dieſer Kirch/ hat es allhie auch neun Pfarrkir⸗ chen/ drey Abteyen/ drey Manns⸗und drey Frauen⸗ Kloͤſter/ ein Jeſuiter Collegium, viel Spitaͤl/ und dergleichen Haͤuſer So ſeyn da zu ſehen des Ertz⸗ biſchoffs Pallaſt/ und das Rathhauß auff dem Marckt; ſo ein alter hoher Thurn/ auff beyden Sei⸗ ten/ mit zweyen ſchoͤnen neuen Gebaͤuen/ nach der Baukunſt. Hat unten ein groß Thor/ uͤber dem⸗ ſelben ſtehet ein Reichs⸗Adler in Stein gehaucn: Oben auff dem Thurn hangen viel kleine und groſ⸗ ſe Glocken: Wann die Uhr ſchlagen will/ ſo muſi⸗ cieren ſie zuvor ein Lied; Die Stunden ſchlagen zween groſſe Maͤnner mit Haͤmmern. Vor ſol⸗ chem iſt allezeit eine Wacht von fuͤnfftzig Spaniern. Die Herren des Raths tragen lange/ ſchwartze Roͤck/ vornen herab mit Sammet gefuͤttert/ auff dem Haupt aber ein ſchwartz Sammet Paretlein; der⸗ gleichen man ſonſt in andern Staͤtten nicht ſiehet. Die Schelde/ oder Scaldis. laufft mitten durch die Statt/ welche ſieben Meilen von Valenſin/ oder NValencenis, gelegen. Obgedachtes Caſtell/ ſo ſchoͤn und ſtarck/ hat Kaͤiſer Carl obgedacht/ auff des Berges Spitzen zu erbauen angeben/ wo§. Me- dardi Kirchen von S. Gaurico, dem Biſchoff allhie/ geſtifftet/ geſtanden. Dahero die Thumbherren zu S. Gaugerico, als ſie dieſe ihre Kirche verlaſſen muſten/ ſich in die Pfarrkirchen 8. Vedaſti begeben/ allda ſie in dem praͤchtigen Chor/ den ſie erbauet/ des gedachten heiligen Gaugerici Coͤrper beygeſetzt haben; daß ſie alſo jetzt des heiligen Vedaſti, auch§. Gaugerici Kirch genant wird. Es iſt eine reiche Statt/ darinn groſſer Handel und Gewerb getrie⸗ ben wird. Die Hauſer ſeyn ſchoͤn; und gehoͤret der Statt ein gantzes Laͤndlein herum/ ſo Cambre- ſium, Cambrelis, genannt wird/ in welchem viel Doͤrffer/ und andere fuͤrnehme Ort/ und unter den⸗ ſelben das Schloß Cambreſii, oder Cambref„ſechs Frantzoͤſiſcher Meilen von der Statt gelegen/ da⸗ ſelbſten auch vor Zeiten/ als an einem ſonderbaren/ zu den Berathſchlagungen/ von Buͤndniſſen/ An⸗ ſtaͤnden/ Krieg/ Frieden/ und dergleichen hochwich⸗ tigen Sachen man unterweilen zuſammen kom⸗ men/ welche Schluß auch daher den Namen bekom⸗ men; als Anno 150s. 1529. und zu andern eiken/ geſchehen. Es iſt die Statt vor Jahren zum Hen⸗ negau gerechnet worden. Hernach aber haben die Teutſchen Kaͤiſer ſie von ſelbiger Herrſchafft un⸗ — derſchieden/ und aus ihr eine freye und Kaͤiſerliche Statt gemacht. Aber es war deßwegen/ ſonder⸗ lich zwiſchen den Teutſchen und Frantzoſen/ ſtatiger Zanck. Und waren die Graffen in Flandern der Camerachiſchen Kirchen Voͤgte und Beſchutzer. Der Hertzog von Alentzon/ der Koͤnige/ Caroli des Neundten/ und Henrici des Dritten/ in Franck⸗ reich Bruder/ hat Anno 1521. ſolche einbekommen/ und als er geſtorben/ ſie ſeiner Mutter Catharinæ hinderlaſſen. Aber Anno 1595. iſt ſie von dem Graffen von Fuentes/ und den Spaniern/ den Frantzoſen entzogen worden. Dann/ nachdeme ein Unwillen zwiſchen den Buͤrgen und Frantzoſen/ oder der Frantzoͤſiſchen Beſatzung ſich ereygnete⸗ und die Buͤrger die Schweitzer auff ihre Seite brachten/ ſo gaben ſie die Statt bemeldtem Graffen/ der ſie belaͤgerte/ auff. Die Frantzoſen wehreten ſich zwar noch eine Weil imCaſtell/ aber endlich ergaben ſie ſich auch/ und wurde der Biſchoff meiſtentheils allein zur geiſtlichen Inſpection wieder eingeſetzet; im uͤbrigen und Weltlichem aber/ bliebe die Statt/ ſampt dem beſagten Laͤndlein herum/ doch mit ſei⸗ ner Maaß/ dem Koͤnig in Hiſpanien; und wird heu⸗ tiges Tags von den meiſten zu Artois/ oder Arteſia, gerechnet. Siehe hiervon und auch dem obigen/ J. A. Thuanum, Joan. Serreum, Eman. Metera- num, in ihren Hiſtorien/ Adrianum Romanum, in Theatro Urbium, Caſp. Ens. in deliciis apodemi- cis, Johan. Wilh. Neumeyer/ in der Saͤchſiſchen Raiſe/ p. 246. G. Braun im vierdten und fuͤnfften Theil ſeines Staͤttbuchs(bey welchem auch ein weitlaͤufftige Beſchreibung von dieſer Statt Zu⸗ ſtaͤnden/ Gluͤck und Ungluͤck/ ſo wol/ als beym ge⸗ dachten KRomano, zu finden) und andere mehr. Ob⸗ gedachtes Schloß Cambreſi, haben Anno 1639. die Frantzoſen wieder erobert. Die ſchoͤne/ zarte Lein⸗ wat/ ſo man Cammerleinwat nennet/ wird allhie ge⸗ macht. Und halt beſagter Thuanus lib. 89. Hi- ſtor. dafüͤr/ daß Jahrlich derſelben fuͤr vier und zwantzig hundert tauſend Niderlaͤndiſcher Guͤlden/ zu ſeiner Zeit in dieſer Statt bereytet worden ſeye. In des Abrahami Golnitzii Itinerario Belgico- Gallico,(daſelbſten p. 148. ſeqq. auch dieſer Statt Beſchreibung zu finden) wird aus des obbeſagten Meterani funffzehenden Buch gemeldet/ daß/ nach etlicher Obſervation, Jaͤhrlich allhie auffs wenigſte ſechszig tauſend Stucklein der zarten Leinwat ge⸗ macht werden/ deren eines faſt auff viertzig Nider⸗ laͤndiſche Gulden geſchaͤtzet werde/ alſo/ daß die Summa des Geldes ſich auff die vier und zwantzig hundert tauſend Guͤlden belauffe. Bißweilen ma⸗ che man auch Stuͤcklein ſolcher zarten Leinwat von zwey und zwantzig Elen in der Laͤnge/ und in der Schwaͤre/ von ſechs/ ſieben/ oder auffs meiſte acht Untzen/ oder ſechszehen Loth/ deren eines gleich⸗ wen mauſf drey hundert Niederlaͤndiſche Gulden n Was das obgedachte Biſchthumb alhie anbelanget/ ſo wird vor deſſolben erſten Do ſirher er AAeAs 1 5 fenn e —— hrSr n) IGNL 3 A rAAN 3 allUne e amen Fareynde 36 hrſ 4 . 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La porte de malde. 19 —-—— *—— — —— —½ — 1 4 Maj ſb olgern welch 1 her ge zer ful tenn en ſoll „dm Wet,u 22, ſier det 31 untſr i h ſeinag Gun⸗ doſes Sc⸗ 4 3 4f 3 9 1 Ua Vhe d Era dnn n bekehl⸗ 2y wol Heſtert hie den laſſen 7 ir mer,At kerſch jel asr ſch off u eim Für realle 6 1 5) da Anſchla iß geben. hstags; lihn ſter a Erpe,r 6 rein ſich Weymari wh Namel ul rbey/ tifft, ſſt! 31ſ. in der e Sollinge we dem hohe an DDdas rott fangen: a r Wildn erſten Klo ſa Farinus, d der erſt in is. Ez h um Brem i iſchen 1. d en! dem . baderborn Imb auch ei H. Meibe 1 bagt engehaltn n em. Reichs rnol⸗ nold US k durg Bot⸗ 5 lütede chen Pomn der 1Ä dieſem Klo at etliche M er andem V Rugna abe im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. der heiligen Maͤrtyrer Diogenes gehalten. Aus deſ⸗ ſen Nachfolgern geweſen, S. Vedaſtus, und S. Ve- dulphus, welcher den Biſchoͤfflichen Sitz von A⸗ trecht hieher gelegt. Ferner, obgedachter Gau- gericus, der fuͤr den vierten oder fuͤnfften Biſchoff allhie gehalten wird. Und der umbs Jahr 525. ge⸗ gelebt haben ſolle. S. Autbertus, ſo die Kirch zu A⸗ trecht erbauet/ und das Hennegoͤw zum Chriſtlichen Glauben bekehret hat. Undiſt ſeine Abtey allhie zu Cambray wol zu ſehen/ darinn Ertzhertzog Alber⸗ tus von Oeſterreich, und die Infantin, als ſie Anno 1600. allhie den Eyd geleyſtet, und ihnen hergegen huldigen laſſen, eingekehret haben. Heutiges Tags iſt allhie ein Ertzbiſchthumb, unter deme ſeyn die Biſchthuͤmer, Atrecht/ Tornick, S. Omer und Na⸗ mur. Es erſchiene vorhin auch der Biſchoff„als ein Ertzbiſchoff und Hertzog, bey unſern Reichstaͤ⸗ gen, hatte im Fuͤrſtenrath ſeine Seſſion und Votum, und erfuhre alle Geheimniſſe; wiewol er nichts mehr contribuirte; da er vorhin, dem in Anno 1521. ge⸗ machten Anſchlag nach, Monatlich 22. zu Roß/ und 32. zu Fuß geben. In dem Abſchied aber des naͤch⸗ ſten Reichstags zu Regenſpurg, in Anno 1641. fin⸗ det er ſich gleichwol nicht: Die Urſach deſſen iſt uns unbewuſt. Caſter/ oder Caſtor/ ein kleines Stätt⸗ lein an der Erpe, nahend Betbur, im Hertzogthumb⸗ Guͤlch, darein ſich Anno 1642. die vereinigten Fran⸗ tzoſen, Weymariſche und Heſſiſche gelegt haben. Solle den Namen vom Schloß haben. Corbey /Corbeia, Dieſes Kaͤſerliche, Frey⸗Stifft, iſt vom Kaͤiſer Ludovico Pio, Anno Chriſti 815. in des Rugraffen zu Daſſel Gebieth, auff dem Sollinger Wald, an der Hollſchminda, zwiſchen dem hohen Moßberg und der Langenbach, die jetzund das rothe Waſſer genant wird, zu erbau⸗ en angefangen: aber nach wenig Jahren, von ihme aus dieſer Wildniß/ an die Weſer verſetzet worden. In demerſten Kloſter war Adelbertus, und in dem neuen Warinus, der erſte Abt, Benedictiner Or⸗ dens, und der erſte Rector der Schulen daſelbſt, Anſcharius. Es hat dieſes Kloſter vor Zeiten dem Biſchthum Bremen. dem zu Hildesheim 2. dem Muͤnſteriſchen 1. dem Pragiſchen 1. dem Oßna⸗ bruͤckiſchen 1. dem Speieriſchen 1. dem Mindiſchen 1. dem Paderborniſchen 1. und dem Verdiſchen Biſchthumb auch einen Vorſteher oder Biſchoff ge⸗ ben; wie H. Meibomius in Chron. Riddagshul. Pag. 11. bezeuget. So fuͤrtrefflich iſt dieſes Kloſter vor Jahren gehalten worden. Auff dem Reichstage zu Regenſpurg in Anno 164 1 iſt Arnoldus Abt dieſes Kaͤiſerlichen freyen Stiffts,durch Bottſchafft erſchienen. Johannes Micrælius ſchreibet im zweyten Buch, vom alten Wendiſchen Pommerland, p. 165. ſeq. unter an⸗ dern von dieſem Kloſter alſo: Kaͤiſer Ludwig der Erſte, hat etliche Muͤnche aus dem Kloſter zu Cor⸗ vey/ das er an dem Weſerſtrom geſtifftet hatte, biß in die Inſul Ruͤgen abgeſertiget, die alda einen guten 77 Anfang des Chriſtlichen Glaubens gemacht und ei⸗ ne Kirche zu Ehren S. Viri,(welchen Heiligen das Corveiſche Kloſter zum Patronen hat, weil er da begraben liget) erbauet haben. Als dieſen Fort⸗ gang des Evangelii Kaiſer Ludwig vernahm, hat er den Rugianern den zuvor aufferlegten Tribut erlaſſen, mit dem Beding, daß ſie denſelben S. Vito, und dem Kloſter zu Corvey liefern ſolten. Aber, daß die Rugianer ſich wenig daran gekehret, ſiehet man aus einer Verſchreibung, ſo zu Aach im Jahr 844. den 20. Merti auffgerichtet iſt, darinn Kaͤi⸗ ſer Lotharius, Ludovici Sohn, die Inſul Ruͤgen dem Kloſter zu Corvey/zu GOttes und unſers Er⸗ loͤſers, und S. Stepham Ehren, verehret. In ſol⸗ chem Brieff iſt zu finden, daß/ als er in einem harten Streit wider die Rugianer und ihren Fuͤrſten Ge⸗ ſtimulum, ſich befunden, und ſehr bedraͤngt geweſen, er s. Vito eine Geluͤbte gethan habe,ſo er ſiegen wuͤr⸗ de, daß er alles, was er damit erſtreiten wuͤrde, ihme geben und zu eygnen wolte. Weil er dero⸗ wegen in dem harten Treffen Geſtimulum, mit yje⸗ len andern fuͤrnehmen Officierern erſchlagen, und alle veſte Oerter der Inſul Ruͤgen einbekommen hatte/ als hat er dieſelbe dem Abt und ſeinen Suc⸗ ceſſoren in dem Kloſter zu Corvey geſchencket, und verehret. Biß hieher Micrælius. Es gehoͤret dieſem Kloſter die nahend darbey ge⸗ legene Statt Huͤxer oder Noxaria. So ſeyn auch„ als Stande des Stiffts/ die von Falckenberg, Ame⸗ lunxen, Stockhauſen und Kahnen. Die andere Ade⸗ liche Geſchlecht ſeyn vergangener Jahren mehren⸗ theils abgeſtoben. Siehe Johan. Lerznerum, im r6. Eapitel ſeiner Corbeiſchen Chronie, der auch im 5. Capitel von den gelchrten Leuten, ſo es allhie ge⸗ habt, darunter der Hiſtorienſchreiber WVedekindus geweſen: Und im 19. Capitel, von der Armen⸗oder Irmenſaͤul, das iſt, Jedermans⸗Saͤul, oder der Ar⸗ men Troſt, darauff der Sachſen Abgott geſtanden, handelt: welche Saͤul bey Corbey gefunden, und hernach gen Hildesheim gefuͤhret worden, da ſie in dem Thumb/ fuͤr dem hohen Chor, vor einen Leuch⸗ ker,Liechter darauff zu ſtecken, ſtehet. Wenn man mit einem Meſſer daran ſchlaͤgt, ſo gibt ſie einen gantz hellen Schall: In groſſer Hitze des Som⸗ mers, iſt ſie faſt kalt, und ſchwitzet gleichwol, Siehe oben Stattbergen. Dethmoldt/ Diethmaldt/ Teur⸗ mellum, die Graͤflich Lippiſche Reſidentz, oder Hofflager, Veſte und Statt, auff diſſet des Walds,(allda Kaͤiſer Carolus Magnus, die erſte Haupt⸗Schlacht mit den Sachſen Anno 772. ge⸗ halten und obgeſiege)hat den Nahmen, wie Johan⸗ nes bideritiaszin ſeiner zu Rinteln an der Weſer, Anno 1637. in fol. gedruckten Lippiſchen Chronic, wil, von dem Twiscone, oder Teutone, Teut, Tidt, oder Dith, ſo von den Teutſchen endlich vor Gott ge⸗ ehret worden; und heiſſet ſo viel, als ein heiliger Ort und Zeichen, da der Teutſchen Gott gewohnet. Zun Zeiten Kaͤiſer Henriei II. ſtarb der Graff Hal. K 80 3 — 78 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze co, odrr Haholdus, zu Lage, deme Lemgo, Dethmold, Horn, Lage Silbeck, Schotmar und Orlinghau⸗ ſen, zugehoͤrt haben. Der Kaͤiſer, deme dieſe Graff⸗ ſchafft Haholtz, Anno 1010⸗ heimgefallen, hat ſelbige dem Kiſchoff Meinvverco zu Paderborn geben; der Biſchoff aber, hats zur Danckbarkeit, wegen erzeigter Dienſte, den Graffen zur Lipp, zum Erb⸗ mannlehen geſchencketwiewol erſt zun Zeiten Kaͤi⸗ ſers Lotharii die Vollziehung geſchehen, und wird jetzt ſolche Graffſchafft das Ampt Dithmaldt ge⸗ nannt. Anno 1600. hielte Graff Simon zur Lipp, Weſt⸗ phaͤliſcher Craiß⸗Obriſter,ein Freyſchieſſen, zu wel⸗ chem auch Churfurſt Erneſtus zu Coͤlln, geborner Hertzog in Bayern, erſchienen, allhie auff dem Bruche/ vor dem Hauß, oder Schloß uñ der Statt, im Julio. Anno 1612. war ein groß Erdbebung allda. Siehe obgedachte Chronic an unterſchied⸗ lichen Orten; daſelbſten auch p. 23 5. geſagt wird, daß der Zeit die Herren Grafen, und Edle Herren zur Lypp(von denen ſelbige Chronic inſonderheit zu le⸗ ſen noch ſchoͤne und fruchtbare Ampthauſer, und Vorwercke haben, als obbeſchriebenes Dithmaldt, (dahin auch Lemgow gehoͤrig( Brack, Bullinghau⸗ ſen, Hierſe, Papenhauſen, Briede, Vornholtz, He⸗ linghauſen, Sternberg, Alverdieſſen, Bardendorp, Blumberg, Schier, Schwalenberg, Falckenhagen, Aldenburg, Horn, Oiſterholtz, Lipperade, Enlen⸗ burg und andere. So haben ſie auch die groſſe Ga⸗ be G Ottes und reichen Segen, an Saltzbrunnen, zu Saltz Ufflen. Ihren erſten Sitz hatten ſie am Teutenburger⸗Wald, an dem Waſſer Lipp, in dem Uberwalder⸗Land, daher ſie auch Waldes geheiſſen worden ſeyn; wie am 278. Blat ſtehet. Dieffolt/ Diepholt/ bey dem Dum⸗ mer See und der Hunte, gegen Hunteborg uͤber, in Weſtphalen gelegen, iſt das Hauptſtaͤttlein, oder Marcktflecken und Schloß, der Graffſchafft dieſes Namens, ſo jetzt Luͤneburgiſch; nach dem der Mannsſtammen ſelbiger alten Graffen, in Anno 1785. mit Graf Friderichen abgangen, als ein heim⸗ gefallen Lehen, an Luneburg kommen iſt. In der Braunſchweigiſchen Chronie ſtehet folgends, am 28. Blat, auffgezeichneter: Im Jahr 774. traffen beyde Helden, Koͤnig Carl von Franckreich, und Koͤnig Wedekind zu Sachſen, an S. Huͤlffenberge, zuſammen, und geſchahe da eine groſſe Schlacht. Koͤnig Carl rieff den HERRN JEſum Chriſtum umb Huͤlffe an, und alſo wurden die Sachſen, durch Gtes gnaͤdige Hulffe, in die Flucht getrieben, da⸗ her der Verg den Namen bekommen hat, daß er S. Huͤlffenberg iſt genant worden, und zu ewiger Ge⸗ dachtnuͤß, iſt ein Creutz und Capelle darauff ge⸗ bauet. Dieſer Ortiſt gelegen in der Graffſchafft Dieffholtz,ſo nunmehr loß geſtorben, und den Her⸗ 3: ₰ togen zu Luneburg heimgefallen: Das Dorff dar⸗ irmeert,von den Ertzbiſchoffen zu Trier aon dundfe criert worden. Der 69. Abt war Joannes Berte- lius, ſo die Luxenburgiſche Hiſtori geſchrieben, und [geſtorben, Anno 1607. deme Petrus Richardotus ſucce⸗ bey heiſſet auch zuS. Huͤlffe Weſtphaliſch S. Hul⸗ pe in der Taffel.) Die Capell war ſchoͤn erbauet, darbey ward Jaͤhrlich gehalten, ein Frey⸗Jahr⸗ marckt, oder Kirchmeſſe, da ſich dann viel Leute, An⸗ dacht halben, und Ablaß zu erwerben, hin funden. Iſt aber nunmehr beydes⸗Capell und Ablaß, in ab⸗ gang kommen. Das Dorff zu S. Huͤlffe, gehoͤrt in die Pfarrkirch Groſſen Drebben, da ein Colle- gium Canonicorum geweſen, und die Graffen von Dieffholtz Weſtphaͤliſch Dieffolt)ihre Begraͤbnuß gehabt; inmaſſen der letzte des Geſchlechts, Graff Friderich, daſelbſt, Anno 15. mit Helm, und Schild, begraben worden. Und am 466. Blat ſagt erwehnte Chronic alſo: Im Jahr 1585. den 21. Septembris, ſtarb Graff Friederich zu Dieff⸗ holtz, Edler Herrzu Brunckhorſt, Graff Rudolffs Sohn, und Graff Friederich deß aͤltern Enckel, ſei⸗ nes Geſchlechts, der letzte. Hertzog Wilhelm zu Luͤneburg, als Lehenherr, hat die erledigte Graff⸗ ſchafft Dieffholtz zu ſeinen Haͤnden genommen, und alſo, durch Gottes Segen, ſein Fuͤrſtenthumb er⸗ weitert. Dulmen/ in Weſtphalen, und dem Stifft Muͤnſter, allda Hermanns Buſchius gewohnet hat, und geſtorben iſt. David Chytræus in orat. de Neſtphalia, vermeynet, daß dieſe Statt von den Dulgumniss uͤberblieben ſey: Es gehoͤret darzu eine Herrſchafft, ſo Dulman genannt wird. Echternach/ an dem Fluß Saur, Svur⸗ oder Sura, auff der Seiten, und faſt gegen der Statt Trier uͤber, und bey vier Meilen davon im Gebuͤrg und an den Trieriſch⸗ und Luͤtzenburgiſchen Graͤn⸗ tzen/ aber allbereit im Hertzogthumb Luͤtzenburg gele⸗ gen ein anſehenliches Kloſter, Benedictiner Or⸗ V dens/ unter die Trieriſche Inſpertion gehoͤrig, ſo von Theils mit einem alten Namen Andethanna, oder Andethannia, geheiſſen wird. Iſt in dem Weſt⸗ phaliſchen Craiß⸗Regiſter, als ein Stand deß Reichs, geſetzt; Solle auch noch auff die Reichstaͤge beſchrieben werden: Wudaber von Spaniern, unter dem Titul Burgund eximiert. Siehe oben den Eingang dieſes Tractats. Es fallen in obbe⸗ ſagtes Waſſer Sur, nicht weit von dem K loſter, an⸗ dere zwey, nemlich die Pruim, oder Pronæa, und die Nyms,oder Nemelia. Es iſt ſonſten gedach⸗ tes anſehenlich, und reiches Kloſter zu s. Willibror- do genannt, ein freyes Stifft, deme auch das dar⸗ bey gelegenes feſtes Staͤttlein/ zuſampt dem Schloß Bollendorff, und dem Dorff Dreytzgehoͤrig, Muͤntz zu ſchlagen Macht hat. Es ſolle da, neben andern ſchoͤnen Sachen, auch ein Evangeli⸗Buch von kla⸗ rem Gold geſchrieben; Wie auch ein anders von Gold und Silber, in welchem das Leben des obge⸗ dachten heiligen Willibrordi, zu ſehen ſeyn; wel⸗ cher der erſte Abt allhie geweſen, und auch da begra⸗ ben worden. Es hat der Abt dieſes Kloſters, vor dieſem von den Teutſchen Kaiſern das Lehen em⸗ pfangen, ſo auch von ihnen, und den Paͤbſten con⸗ 64 —— 8— N ——— 5—— ˙ r 3———..———————⸗O—˖:—Qn:DAy y y..———————— 8 . ſten 1 en Stt, „ AlHh) Act. 8 d TA, 2 tt/ 24 n. 2 8 3 MNAA, i. Ahn Il 8 2Lnh 8 4 N ch 1. 4 I e X R EhLn- 1) K AAAAA 1„ da alddarcr m eimitl d n n A,s Hn. d. 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Beſagter Bertelius iſt Anno 1595. vom Koͤnig Philippo II. als Hertzogen zu Luͤtzelburg, denominiert, vom Pabſt Clemente VIIlI. confir⸗ miert, und vom Lochario, Ertzbiſchoffen zu Trier, im Nahmen und an ſtatt des Kaͤiſers, mit den Re- galibus inveſtieret worden; wie er ſelbſten in Hiſto- ria Luxemburgenſi, pag. 187. ſchreibet. Und hat die Kirche des Kloſters vier Thuͤrn, in deren auch Carolomannus, des Kaͤiſers Caroli Calvi Sohn, ruhen ſoll. So iſt in dem Staͤttlein auch ein Kloſter zu S. Clara, deſſen Stifftung dem Koͤnig Johan- ni aus Boͤheim zugeeygnet wird. UÜber den be⸗ ſagten Fluß Sura, gehet allhie eine ſchoͤne ſteiner⸗ ne Bruͤcke. Eggeſtorff/ oder Eggersdorff/ in der Graffſchafft Schauenburg, iſt vor dieſem ein Frauen⸗Kloſter geweſen: Itzt ein Ampt, in welchem man vor nicht gar langer Zeit Gold⸗ und Silber⸗Ertz, auch Kupffer und Eiſenkieß, er⸗ funden. Und dieſes Ampt will man faſt nur al⸗ lein, auß allen andern, dieſer Graffſchafft, nach Ab⸗ gang der Graͤfflichen Schauenburgiſchen Manns⸗ Eſehardes, fuͤr eygen und erblich heutiges Tages alten. Engeren/ Engern/ Angrivaria, Angern, von den Angrivariis, der Bructerorum Feinden; den Nahmen fuͤhrende, iſt vor Zeiten ei⸗ ne Statt geweſen, aber nach ihrer Zerſtoͤrung, vergleichet ſie ſich anjetzo mehrers einem Dorff. Witekind, weyland der Sachſen Koͤnig, ſo viel Jahr mit Kaͤiſer Carl dem Groſſen, Kriez gefuͤhret, hat allhie Hoff gehalten,iſt auch allda begraben wor⸗ den, wie dann ſeine Grabſchrifft noch daſelbſt, wie David Chytræus in Orat. de Weſtphalia ſetzet, ge⸗ leſen werden ſolle; wiewol Elias Reuſnerus, in Stemmate Vittichindeo, p. 13. und die Braun⸗ ſchweigiſche Chronic, am 74. Blat berichten, daß er hernach vom Kaͤiſer Heinrichen dem Erſten, nach Paderborn verſetzt worden ſeye. Andere ſagen daß die nahend gelegene Hervorder(ſo den halben Theil von dem Stifft zu Engern, und den andern die Magdeburger bekommen) des gedachten Wite⸗ kinds Gebeine, mit andern dergleichen Sachen, (als Stab und Taſchen) ſo ſie von Engern hinweg gefuͤhret haben, weiſen ſollen. Obgemelte Braun⸗ ſchweigiſche Chronie berichtet am 55. Blat, daß die Kaͤiſerin Mechtild, nach dem ihr Herr, Kaiſer Hen- ricus I. obgedacht, den Thumb allhie zuEngern weg⸗ genommen/ daſelbſt wieder ein Stifft in die Ehre n⸗ ſer lieben Frauen, und 8. Dionyſii, gemacht habe. Siehe von dieſem Ort, ein mehrers beym Keine- ro Reineccio, in Commentatiuncula de Angri- varüs. Es fuͤhren von ſolchem, den Hertzogs⸗Titul, ſo wol der Herr Churfuͤrſt zu Coͤlln,(als welchem Ertzſtifft, Kaͤiſer Friedrich der Erſte, nach dem Her⸗ tzog Heinrich der Loͤw zu Bayern und Sachſen, in die Acht erklaͤret worden, denſelben gegeben, obſchon einer vermeynet, daß Engern allbereit vorhero bey Coͤlln geweſen ſeye;) als auch die Herrn Hertzoge 1 8“ 79 in Nider⸗Sachſen oder zu Lauenburg: Aber es ge⸗ hoͤrt der Ort Engern der Zeit zur Graffſchafft Ra⸗ venſperg, nachdem derſelbe, vor dieſem ſelbigen Graffen verſetzt worden, und auff deren Abgang,zu den Guͤlchiſchen Laͤndern kommen iſt; wie Joh. An- gel. à Werdenhagen, de Rebusp. Hanſeat. p. 3. c. 1. fol. 206. aus beſagtem Reineccio, und des An- geli Braunſchweigiſcher Chronic hievon zu leſen. Es ſetzen auch nicht allein die Landtafeln; ſondern ingleichem der neue Atlas dieſes Engern in die ge⸗ melte Guͤlchiſch⸗oder Bergiſche Graffſchafft Ra⸗ venſperg austruͤcklich. Von dieſem Ort ſtehet in der Lippiſchen Chro⸗ nie, an unterſchiedlichen Orten folgends: Engern die Statt und veſte Burg, nicht weit von der Statt Herfurt gelegen, hat den Nahmen von Angern, à campeſtri planitie, von einem Ort, der ein guter Anger iſt. Das Land graͤntzet mit den Stifftern Minden und Oßnabruͤck, und den Graffſchafften Lipp, Tecklenburg und Ravenſpurg. und obwol Statt und Burg jetzt verwuͤſtet ligt, ſo iſt doch der Ort wegen der alten Saͤchſiſchen Koͤnige,ſonderlich des groſſen Xitekindi, der allhie gewohnt, und be⸗ graben worden, beruüͤhmt: Wie dann noch ſein Grab allhie gewieſen wird, mit dieſer Schrifft: Oſſa viri fortis, cujus ſors neſcia mortis, Iſte locus claudit: Euge bone Spiritus audit. Omnis mundatur, hunc Regem qyvi veneratur, Egros his morbis, Cœli Rex ſanat& Orbis. Iſt geſtorben An. 807. ſeine Gebeine aber hat Kaͤi⸗ ſer Henricus I. gen Paderborn verſetzt; wiewol Theils wollen, daß ſie gen Bethlem das iſt, Bratle⸗ hem, da er auch ſoll getaufft ſeyn, gefuͤhret worden. Das Stifft/ ſo allhie angeordnet, darvon noch jetzt die Kirch, und darinn das gedachte Grab vorhanden, hat man nach Herfurt in die Neuſtatt transferiert. Mit der Zeit kam Engern an Hertzog Heinrichen den Loͤwen zu Sachſen/ der ſolche Herrlichkeit Graff Bernharden zur Lipp/wegen ſeiner getreuen Dien⸗ ſte, gegeben. Dieweil aber zur ſelbigen Zeit der Bi⸗ ſchoff von Oßnabruͤck die Pfarren oder Kirchſpiel, Mell, Reimslag, Hagel und andere, davon mit Ge⸗ walt genommen, ſo wolte aus des beſagten Graffen Nachkommen, Graff Simon I zur Lipp, ſolche wie⸗ der haben, ward aber im Krieg gefangen, und ins 6. Jahr angehalten. Wolte er nun loß werden, ſo mu⸗ ſte er Verſicherung thun, daß vorgenantes Hauß und Statt Engern, ruiniret und nieder geriſſen, und am Hauß nicht ein Stein auff dem andern bleiben, auch nimmermehr wieder erbauet werden/ die Hoch⸗ heit aber der Fuͤrſtlichen Herrſchafft Engern, beym Biſchoff zu Oßnabruͤck Ludovieo, und ſeinem Bru⸗ der Simone, Graffen von Ravenſpurg, eine Zeit⸗ lang vor ein Pfand bleiben ſolte. Iſt alſo das Hauß mit der Statt, welche ſo viel hundert Jahr den Furſt⸗und Koͤniglichen Stamm erhalten, und das Hauß eine wol erbaute und veſte Burg war, ge⸗ ſchlaifft, und der Erden gleich gemacht worden; und hat forthin der Graff ſeine Hoffhaltung zu Blum⸗ berg angeſtellet. K ij Auß —— — 80 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Auß einer geſchriebenen Chronica iſt uns fol⸗ gendes vertraulich communiciert worden. Nach den Uhralten Engeriſchen und Saͤchſiſchen Furſten, hat Sachſenland Witekindus, vor und nach Ca- rolo Magno einbekommen, und nach ſeinen Anteceſ⸗ ſoren das Hauß, Veſt und Burg Engern bewoh⸗ net, biß Carolus Magnus ſeiner, des Witekindi maͤchtig worden iſt/hat er ſothanes Haupt⸗Schloß Engern, im Jahr 776. eingenommen, und Wire⸗ kindo entwendet. Aber da Witekindus den Chriſt⸗ lichen Glauben angenommen, hat der Koͤnig Caro⸗ us ihm nicht allein das Hauß, ſondern auch das gantze Fuͤrſtenthumb von Engern und Sachſen zumErbe wieder auffgetragen, welches er bewohnet, und nachdem er allda eine Kirche, und darbey eine herrliche Canonicaſey ſelbſt fundiert und erbauet/ daſelbſten begraben worden. Nach deſſen Abſterben iſt ſolches bey ſeinen Suc⸗ ceſſoren, den Hertzogen von Sachſen verblieben, und haben dieſelben ſothanes bewohnet, biß Ludolphus, Seſſen aͤlter Vatter Koͤnig Wedekind geweſen)den Furſtlichen Sitz uͤber die Weſer, i Oſtphaliam transferiert, und haben endlich die Oſtphalen ihren alten Titul fallen laſſen/ und allein den Sachſen⸗Ti⸗ tul behalten, und dargegen die Weſtphalen den Sachſen⸗Titul fallen laſſen, und allein Weſtphalen behalten. Von den Engeriſchen Fuͤrſten ſeyn viel andere Furſtliche und Graͤffliche Geſchlecht in die Welt getheilet. „Hertzog Heinrich der Loͤwe/ welcher war des hei⸗ ligen Romiſchen Reichs Erbmarſchalck und Chur⸗ fuͤrſt, Hertzog zu Sachſen und Bayern, Graff zu Braunſchweig und Luneburg und Northeim„ein Herr von der Elbe, biß an den Rhein, hat auch diß Hauß untergehabt, biß ſeine Feinde daſſelbe gleich⸗ falls, wie mit andern ſeinen Laͤndern geſchehen, ihm abzunehmen ſich unterſtanden. Dann, als der⸗ ſelbe im Jahr 1180. vom Kaiſer Friderico Barba- olla in Gegenwart des Reichs verdampt, in die Acht erkläͤret, daß er aller ſeiner Landen beraubet werden ſolte, und dann einer hie, der ander dort, ſeine Laͤnder angefallen. So hat Ertzbiſchoff Philip- Pus von Coͤlln, ſo geweſen ein gebohrner Graff von Hingsberg, im Gulcherland am Rhein gelegen, und Keinoldo ſuccediert in Weſtphalen, auch an ſich viel zu bringen ſich unterſtanden, und angefangen ſich zu ſchreiben Hertzog in Weſtphalen( welchen Titul die Hertzogen aus Unter⸗Sachſen, aus dem Geſchlecht der Graffen von Anholt eben behalten.) Dem dann Hertzog Heinrich der Loͤw entgegen ge⸗ zogen, und mit ſeinen beyſtehenden Herren, darun⸗ ter auch geweſen Bernhard des Namens, Graff zur Lippe, denſelben in die Flucht getrieben. Und weiln Hertzog Heinrich die getreuen Dienſte Graff Bernhards zur Lippe, geſpuͤret,ob er wol ſelber ſei⸗ ner beſtenLaͤnder beraubet war, und nicht wieder ge⸗ winnen koͤnnen, hat er doch, durch ſeine Maͤnnliche und Ritterliche Thaten, das Koͤnigliche Hauß En⸗ gern, in der Gegend Herford gelegen, mit Huͤlffe Graff Bernhards und andern Goidanen„ wieder V eingenommen, und da ers erhalten, hat er es zur Danckbarkeit/ dem von der Lipp auffgetragen, und alle Furſtliche Gefaͤlle, Ankuͤnfft und Rente darbey gelaſſen. Der Graff aber hat ſolche Gabe mit Danckbarkeit angenommen. Es waͤre der Bi⸗ ſchoff zu Oßnabruͤck, dem gantzen Engeriſchen Ge⸗ bieth, da hohe Leut den Namen von gefuͤhret, und ſich Hertzoge von Engern genannt, gern(wie man ſpricht)in die Wolle geweſen/ und das gantze Hauß, was darzu gehoͤrig, zu ſich geriſſen, aber dieweil es dem Graffen zur Lippe auffgetragen, hat ſich auch der zur Lipp des Hauſes, dann es eine ſchoͤne wol⸗ verwahrete und veſte Burg war, alſo angenom⸗ men, daßz ihn der Biſchoff von Oßnabruͤck hat laſſen paſſieren. Das hat den Biſchoff von Oß⸗ nabruck ſehr verdroſſen, hat dannoch dargegen nichts vorgenommen, harrete aber, biß auff andere Gelegenheiten, fuhr demnach fort, da er ihm das gantze Hauß nicht vermoͤgen zu nehmen, hat er das Furſtliche Gebieth ſpoliiret. Und die Kirchſpiel, Mell, Reimslag, Heuwel, und andere davon niit Gewalt abgenommen wie auch andere Herren mehr in demſelben 1182. Jahr gethan. Der Graff von Ravenſperg hat weggenommen, was Engern umb Herford gehabt/ der Graff von Tecklenburg hat ge⸗ nommen die Statt Lubbecke vom Hauß Enger, und was darumb gelegen, hat angerichtet und gebauet den Reinneberg. Aber ſolches hat er nicht lang ge⸗ brauchet, dann der Biſchoff von Minden, geborner Graff von Diepholt hat es ihm genommen, und in des Stiffts Nutzen gewendet. Daß dazumahl alſo der Biſchoff von Oßnabruͤck dem Engeriſchen Gebieth und Furſtlichen Hauß an Land und Leuten groſſen Abruch gethan, hat den nachfolgenden Herrn verdroſſen, und weiln Graff Bernhard zur Lipp, des Nahmens der Dritte, ſich unterſtanden, das abgenommene wieder beyzubrin⸗ gen. So hat es ihm doch gefehlet. Deſſen Sohn aber Graff Simon/ des Nahmens der Erſte, hat ſich endlich imt Heereskrafft, als ein ſtreitbarer Held, darzu geruſt und gefaſt gemacht, dem Biſchoff von Oßnabruck die Landguter und Kerſpiel, Rimſchla⸗ ge/ Mell, Heyel und andere Engeriſche Guͤter, wel⸗ che ſeinem aͤlter Vatter abgenommen, wieder zu re⸗ cuperieren. Eshatte Graff Simon zum Schutz und Zuflucht die beyde Haͤuſer und Staͤtte Engern und Rheden, darvon khaͤte er dem Biſchoff und deſ⸗ ſen Unterthanen mercklichen Schaden. Alſo, daß ſie jederzeit die Wacht gegen dem Graffen zur Lip⸗ pe halten muſten, und einer umb den andern zu⸗ ſehen, ob der Graff zur Lippe vorhanden waͤre. Ob dann wol der Biſchoff von Oßnabruͤck durch ſeine Abgeordnete, Mundlich und Schrifftlich, bey dem Graffen umb Enderung des feindlichen Gemuͤths, und daß er ſich nachbarlich verhalten moͤchte, ange⸗ halten. So iſt doch ſolches beym Graffen zur Lp⸗ pe alles unfruchtbar abgangen. Derhalben dann der Biſchoff Anno 1299. ſich auch feindiich gegen ihm verhalten, und zur Wehr ſtellen muͤſſen. Und als der Graff im ſelbigen Jahr, mit einem anſe⸗ henli⸗ her N dardnn ewwol geſin und Vicuh n det 4 mon die un. otſtat teru er G ſhan Jahr Gruf, deſß va zde Ihertz 8 dlich! Sch narin ſhim 2Oßn meime ft gehe dim Nungd 3C Ferſtlic Ekn hernha dec bewilli un att Eng Gin und N ſhun die W gen rfüͤllet, ncis 1 Stein nnne reparier ol dun udern da ſhhn ingern, günn en vond Suner j,regieren Helne zvorein? me dritten d nans edigunge Naa bgebroch Päm ütund defu gebauet n ue vierdten Ahn olte habe Nait mmen ein tude(szuvorg Stien iom,oder E lnn Waſſer, Ache ſten. de fünfften, rfir ug gnugſa dns ifft Ofnat ſäns uder ein ſa En enachſile gah und weiln 98 den anweſ 7. angenen G zn zunehmena him ie doch aller dn mit der gef en ns und aue 1 bey iſt endl dn get, daß der 12 tift moleſtie Ann maſſen vorf ——22b—— B — — 2bne EBGSBOXRSUSARe Nrel und e = AA * „ 1 7 erdanent erclced REE - 8 , 3— —— im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤß. henlichen Raub, das er dem Stifft abgenommen, darvon gewolt, iſt der Biſchoff mit ſeinen Solda⸗ ten ihm auff den Halß kommen, ihnen feindlich an⸗ geſetzet, und die Victoriam erhalten. Auff ſolche Victoriam des Biſchoffs, iſt der Graff zur Lppe, Herr Simon erhaſchet, und als ein gefangener, in die Hauptſtatt Oßnabruͤck gefuͤhret, und in ſchwe⸗ rer, harter Gefaͤngniß,genannt der Buck, in das ſechſte, Jahr gehalten worden. Welches dem Graffen, deſſen Gemahlin, Kindern und Ver⸗ wandten hertzlich wehe gethan. Endlich iſt Anno 1305. am Tage Kiliani, zu Schottmar in der Graffſchafft Lipp, von den Lippi⸗ ſchen und Oßnabruͤckiſchen Standen, eine Zuſam⸗ menkunfft gehalten, da ein Vertrag ertheidiget und die Handlung dahin gerichtet worden. Daß erſtlich Graff Simon fuͤr ſich und deſſen Sohn Bernharde, Probſten zu Paderborn, in Ey⸗ des ſtatt bewilligen ſolten, daß vorgenantes Hauß und Statt Enger ruinirt und niedergeriſſen, das Gebau und Mauren, beſonders das Hauß ge⸗ ſchlaiffet, die Waſſergraͤben, und ſonſten, was un⸗ gleich, erfuͤllet, gleich gemachet, und an dem Hauſe nicht ein Stein auff dem andern bleiben, auch dummhi reparieret, und wieder erbauet werden olte. Zum andern, daß die Hohheit der Fuͤrſtlichen Herr⸗ ſchafft Engern, bey dem Biſchoff, Herrn Ludwigen, gebohrnen von Ravensberg, und ſeinem Bruder Simoni, regierenden Herrn in der Graffſchafft, eine Zeitlang vor ein Pfand bleiben ſolte. Zum dritten daß innerhalb fuͤnffzehen Tagen, nach Erledigung aus der Gefangnitz/ das Stattlein Rhede abgebrochen, und nimmer von jemand der Poſteritaͤt und Nachkommen reædificirt und wie⸗ der auffgebauet werden ſolte. 1 Zum vierdten, daß der Graff hinfuͤrter nicht Macht ſolte haben, vor ſich ſelber, noch vor ihre Nachkommen eine Veſte anzulegen, oder mehr zu bauen, als zuvor geweſen, und der Behuff auch kein Stagnation,oder Stowing, Aufftreiben, Auffwal⸗ len der Waſſer, und Uberſchwemmen des Lands anzurichten.. Zum fuͤnfften/ daß er auch, neben Eydlicher Ver⸗ pflichtung, gnugſame Caurion und Burgſchafft, da das Stifft Oßnabruͤck, der Biſchoff Ludwig und ſein Bruder, ein ſattſames Begnugen an haͤtten/ der Gebuͤhr nach ſtellen ſolte. Dieſes iſt in Bedencken geſtellet/ und weiln ernante Articul und Vertrags⸗ Puncta den anweſenden Herren Freunden, Behuff des gefangenen Graffen und Herrn zu bewilligen und anzunehmen allzuſchwer dauchten zu ſeyn, ſo haben ſie doch alle und jede Puncta annehmen muſ⸗ ſen, damit der gefangene Herr endlich ex(qvalo- re carceris und aus der beſchwerlichen Hafft erloͤſet wurde. Hierbey iſt endlich angehaͤngt, und zum ſechſten bewilliget, daß der Graff hinfuͤro nicht ſoll und will das Stifft moleſtieren, oder demſelben Schaden in einiger maſſen vor ſich ſelber, oder vor ihre Poſteri⸗ ————— 8————— -— —— ——— 81 taͤt thun, oder thun laſſen; vor den erlittenen Scha⸗ den aber dem Stifft, Biſchoff und Statt erlegen 4000. denariorum Olnabrugenſis valoris. Auff dieſe guͤtliche Verhandlung, iſt der Graff zur Lipp, Herr Simon, loß gegeben worden. Und haben die Gemahlin, Kinder, Schweſtern, Schwaͤger, Rit⸗ ter, Land und Statte ihn mit groſſer Freude em⸗ pfangen. Das Hauß aber zu Engern, mit der Statt daſelbſt/ welche ſo viel hundert Jahr, den Furſtlichen und Koͤniglichen Stamm und Geſchlecht erhalten, daraus viel Laͤnder, Koͤnigreiche, Fuͤrſtenthumer, Graff und Herrſchafften in der Welt beſetzet wur⸗ den, die auch wohl und weislich regieret und mit ih⸗ rer Poſteritaͤt Ruhm und Preiß eingelegt, die Burg auch vor ſich ſelbſt wol erbauet, und eine wolver⸗ wahrte Veſtung war, darvor ſich die benachtbarten Herren gefoͤrchtet, iſt geſchlaifft und der Erden gleich gemacht worden. Aſſo iſt auch geſchehen bey dem Stattlein Rhede, und alles vollfuhret, wie es zuvor beſchloſſen war, welches alſo alles weit⸗ laͤufftiger in Chronico Lippiaco durch Herrn Jo- hannem bideritium beſchrieben. Was aber die Kirche und Canonica ſey zu En⸗ gern, welche Koͤnig Witekind fundirt, belanget. So haben zu Engern Decanus& Capitulares Ecclelſiæ S. Dionyſii Angarienſis, Oſnabrugenſis Diœce- lis, an den Pabſt zu Rom, Latiné ſuppliciert. Cum bona ejus Eccleliæ per crebras armigerorum aC raptorum& prædiorum hoſtiles& violentos in- ſultus abducerentur& diſtraherentur, cultusqve divinus perturbaretur,& tam rerum qvàm perſo- narnm pericula adeſſent: Ut Collegium ipſius Eccleſic ad oppidum Hervordienſium Padæbor- nenſis Diœceſis, qvod IIperiale& mura- tum eſſet,& à dicta Eccleſia per unum dunta- xat leucam vel qvaſi diſtaret, inibi in Eccleſiam Parochialem s. Joannis transferretur. Wor⸗ auff der Pabſt Joannes ejus nominis XXIII. Got- fridum Lenolduin Decanum Eccleſiæ beate Ma- riæ Bilefeldienſis, pro Commiſſario& Executore conſtiruirt, und ſolches, wie ſuppliciert, per literas transmiſſas, Romæ datas apud S. Petrum, Idibus Decembr. Ponrificatus ejus Annò tertio, ihme zu verrichten anbefohlen. Der dann Anno 1414. am 16. Januarii, zu Hervord, in der Neuſtaͤtter Kirchen ſothane Pabſtliche Commiſſion abzulegen ſich angelegen ſeyn laſſen. Dieſer Johannes aber iſt unter den Pabſten geweſen, damals, als die Ro⸗ miſche Kirche drey Koͤpffe hatte,weiln drey Paͤbſte auff einmahl geweſen, nemlich, Perrus de Luna, der ſich Benedictum XII. Angelus Cornarius, der ſich Gregorium XII. und Balthaſar Coſſa, der ſich jo⸗ annem XXIII. nennet. Von welchen dreyen fuͤr⸗ terſt jene beyde abgeſetzt/ und darnach dieſer auf dem Concilio zu Coſtantz, un Jahr 1411. von den De⸗ putierten der fuͤnff Nationen, Teutſchland, Franck⸗ reich, Italien, Spanien, Engelland, auff Decret und Befehl des gantzen Concilii verdammet, deß K iij Paͤbſt⸗ ——.—— 6 82 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Pabſtthumbs entſetzet, und ihm die ewige Gefaͤng⸗ nuͤß zu erkant, wie ſolches auch weitlaͤufftiger zule⸗ ſen im s. Theil Hiſtoriſcher Chronicken, durch Joannem Ludwig Gottfrieden beſchrieben. Allſo und dermaſſen wie gemeldet, ſeyn die En⸗ geriſche Dionyſianer in die Pfarr⸗und Buͤrgerkir⸗ chen der Neuſtatt Hervordt, S. Joannis genannt, kommen, und hiß hiehin darinn geduldet, nach dem dieſelbe, als das Licht des Evangelii auch da angan⸗ gen, und nach Abſchaffung der Paͤbſtiſchen Meſſe, die Teutſche Meſſe, Anno 1530. fuͤrs erſte dar⸗ inn celebriert, kein Modus gemacht, ſondern ſich gut⸗ willig und gern ſubmittiert, die Augſpurgiſche Con⸗ feſſion mit angenommen, gegen dem Rath, und die Kirchendiener, ſo allein von dem Rath allda und der Gememe angenommen worden, ſich annoch ge⸗ buͤrſam bezeigen, und unterweilen ihre Horas can- tando ex Plalterio Pſalmos, Hymnos& Cantica, 8 der Augſpurgiſchen Confeſſion nicht zu wieder, alten auch die Ceremonien, ſo auff Annehmung der Augſpurgiſchen Confeſſion, in allen Kirchen zu Hervordt, fuͤr hundert und mehr Jahren, angeord⸗ net, gutwillig mit obſervieren, und deren Kirchen⸗ Ordnung ſich accommodieren. Dann, als Anno 1530. fuͤrs erſte in der Neuſtaͤtter Kirchen, wie ge⸗ ſagt, die Teutſche Meſſe gehalten, iſt darauff Anno 1532. gefolget.- Nachdem alle Geiſtliche in der Statt von einem Ehrenveſten Rath der Statt⸗Hervord, dazumal auff das Rathhauß gefordert, und was ſie von der Lehre D. Dreyern, ſo ein Auguſtiner Moͤnch geweſen, und was D Luther gelehret/auch getrieben, hielten, ge⸗ fraget, die ſich,wie ſothane Lehre GOttes Wort ge⸗ maͤß waͤre, erklaͤret: Daß darauf die Kirchen⸗ Ordnung, ſo auff Ehrengemeldtes Raths Befehl auffgeſetzet, nach Wittenberg geſchickt, von D. Bu⸗ enhagen revidiert, und allda in Teutſcher, Saͤchſi⸗ ſben Weſtphaͤliſcher Sprach gedruckt, Dominica Oalſimodogeniti, genantes Jahr offentlich in der Alkſtaͤtter Kirchen verleſen, und daß derſelben nach⸗ geſetzet werden ſolte, verordnet, wie die jetziger Zeit auch alſo noch, an den Sonn⸗Feyer⸗ und andern Tagen, in allen Kirchen allda obſerviret und gehal⸗ ten wird. Sonſtpflegen gemeldte Dionyſianer, wenn zu Hervordt hohe Standes⸗Perſonen oder andere fuͤrnehme Herren ankommen, und des Wi. tekindi, davon ſie gehoͤret, Reliqvias, oder Monu- menta zu ſehen begehren, vorzeigen. 1. Ein alt Buch in Folio, darinn der vier Evan⸗ geliſten Evangelia auff rein Pergament geſchrieben, auswendig iſt der Band uͤberzogen mit Silber, 5 verguͤldet, darinn etliche Figuren und Bilder von Helffenbein eingemacht, daherumb geſetzet Onichel, und dergleichen Edelgeſteine mehr: Auch iſt darauff zu finden, ein Bildniß, ſo Caroli Magni ſeyn ſoll: J⸗ tem,s. Johannis und§. Dionyſii. 2. Ein ſilbern Kaͤſtlein, ſo verguͤldet, welches nicht auffgemacht wird/ darauff ein groſſer Cryſtall, neben etlichen kleinen, zu ſehen. Unter dem groſſen auff der einen Seiten, ſtehet geſchrieben: Reliqvia S. Dionyfii, S. Mauritii, Exyperii: Auff der andern„ Laurentii, Vincentii& aliorum. 3. Ein ſilbern Crucifix, ſo verguͤldet, darauff ein groſſer Rubin, ſampt andern mehr, und ein groſ⸗ ſer Cryſtall, unter welchen zu leſen dieſe Wort: De ligno Domini: Darunter auch zu ſehen, ein Bild⸗ niß/ſo Caroli Magni ſeyn ſoll. 4. Ein Evangelien⸗Buch in Warto, darinn die Evangelia Dominicalia Lateiniſch, durch das gantze Jahr, auff ein Pergament geſchrieben, auch der Capitularen Juramenta. ;. Eine ſilberne Taſche, ſo verguͤldet, welche auch nicht auffzumachen. 6. Ein Trinckgeſchirr, daraus der Koͤnig ſoll getruncken haben, gegen Vergifft, von Silber, ſo ver⸗ guͤldet, darinn ein groſſer Jalpis, ſo ausgehoͤlet, einer Hand breit, darauff geſchrieben: Munere tam cla- ro, ditat nos Africa raro. 7. Eine groſſe Lade, darinn zu ſehen etliche Ol⸗ ſa, als eine Hirnſchal, vier groſſe Arme und Bein⸗ knochen, neben andern kleinen Knochen. Von dem groſſen Wedekind/ der Sachſen Koͤnig, und ſeinem Herkom⸗ mmen. Nach dem Tod Harminii, der Teutſchen be⸗ t ruͤhmbten Fuͤrſtens, welcher dem Sachſen⸗ Land wol und getreulich vorgeſtanden, ſeyn unter den Herren, die die Laͤnder regierten, die Angarii, und Engerfurſten, die fuͤrnehmſten worden. Sie hatten ihr Hofflager in dieſen Laͤndern, auff ihrem Fuͤrſt⸗ lichen Hauß Engern. Budo regierte nach den Cheruſcern gantz Sach⸗ ſenland, derowegen ward er ein Koͤnig der Sach⸗ ſen genant. Zeugete Vechtam, oder Wichten: Der zeugete Xittigislum, der ſich nennet einen Hertzog der Sachſen. Zeugete.— Hengiſtum einen Koͤnig in Britannia. Dieſer zeugete in Engern Hatugaſtum. Hengiſtus, ein maͤchtiger Fuͤrſt und Herr, war in Sachſen und Teutſchland der loͤblichen Thaten be⸗ ruhmt und bekant, alſo, daß es in Groß⸗Britannia erſchal, uno derowegen im 449. Jahr von Vertige⸗ rio, Koͤnig in Britannia, dieweil er von den Scoten und Piccarden ſehr hart betrangt war/zum Capitain mit ſeinen Sachſen und Angariis, vociert und be⸗ ruffen worden, ihm mit Huͤlff zu erſcheinen. Dar⸗ auff hat ſich vorgemeldter Hengiſtus beſtellen laſſen, und dero Behuff aus ſeinem Fuͤrſtenthumb En⸗ gern, dieſer Oerter, an der Weſer und Elbe, und ſonſt in welchen Orten in Sachſen, Rittermaͤſſige Leut befunden worden, und die Luſt hatten, mit in Britanniam zu raͤiſen, darzu zu conſcribiren und zu⸗ vergaddern: Mit dieſen Soldaten, Sachſen und Engeriſchen Landſaſſen, ſo Anglo⸗Saxones genant worden,hat ſich der Fuͤrſt von Engern, neben ſeinem Bruder Horla, auffgemacht, und iſt mit dreyen lan⸗ gen ur ch der Aun hater! 1 einen ſen Aug un der F Hren es innen! aus dei)ſen und uch genheiter angn t, daß e encm der genan hhit. da der 3⸗ hw m ich der C kit ein geſtander beram zöchte, he nEe ind getöl anV alliam re dre ſchwindic dens ugreich B. enkm Nacht und ludde t Herfurt veſtae vermuth in e and, dah me zer Ktus blieb Endſe hen Laͤnden Ocher zete. en ich oder F ob 9. Nacht don dus, Hert 1n ntzog, ſod A. Demf dn wundus,ode woim umb das 9 8 dhatend ue oricus(D Sm. lgeweſen, Cer Seburt 723 Ai deyerin Fr nene nich,hat mi gim er Hertzogt ine nemlich, en irnekind. nn g Edelhard äm iich, groſſe dohr delhardin eihardin ten icesgeſh At Koͤnig Ed im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. gen Schiffen in Britannien, jetzt Engelland ge⸗ nannt, geſchiffet und ankommen, dem Koͤnige Huͤlff zu erzeigen gegen ſeine Feinde. Dieweil aber der Koͤnig durch der Feinde tyranniſch Weſen aus⸗ gemattet, hat er dem Hertzogen von Engern und Sachſen, ſeinen, mit Gefahr Leibes und Lebens wol⸗ verdienten Kriegsſold, der Gebuͤhr nach nicht geben koͤnnen, auch die Engerer, ohne gebuͤhrliche Abfin⸗ dung und Bezahlung, nicht aus Brirannia weichen wollen. Hat der Koͤnig Vertigerius, dem Fuͤrſten Hengiſto, einen Ort Landes in ſeinem Koͤnigreich, Caurhia genannt, darinn Cantuaria(Candelburg) die Hauptſtatt iſt, neben ſeiner Tochter, zum Ge⸗ whd anweiſen, unterthun und vertrauen muͤſ⸗ en. Wie nun der Furſt Hengiſtus von Engern, den Ort Landes innen hatte, hat er ſeiner Unterthanen aus Sachſen und Teutſchland, in Britannien, nach Gelegenheit, wann, und wie er konte, gar viel eingefuhret, daß er der Britannier, die folgends Engellaͤnder genannt, maͤchtig wurde, wie auch ge⸗ ſchehen. Da der Fuͤrſt ſehr reich und maͤchtig ward, hat er nach der Cron und gantzem Regiment in Britannia geſtanden, und damit er ſolches an ſich bringen moͤchte, hat er den gantzen vornehmen Adel in Engelland getoͤdtet, und den Koͤnig in Engel⸗ land in Walliam relegiert und verwieſen. Alſo iſt durch Geſchwindigkeit der Fuͤrſten von Engern, das Koͤnigreich Britannie, in der Sachſen und Engern Macht und Gewalt kommen. Und wenn zu der Zeit Herfurt bey Engern, eine Herrſchafft ge⸗ weſen, hat vermuthlich, die Graffſchafft Herfordia in Engelland, dahero auch ihren Namen bekom men. 4 s 83 zeugete mit ſeiner Gemahlin Frau Kuͤnigunden, ge⸗ bohrner Koͤnigin aus Ruͤgen, zween Soͤhne, nem⸗ I lich den groſſen Koͤnig Wedekinden, und Hertzog Brunen. Nach dem toͤdlichen Abgang Hertzog Warne⸗ kinds, iſt ſein Sohn. Hertzog Wedekind, wiederumb regierender Hertzog zu Engern, Weſtphalen und Sachſen, Anno Chriſti 7 78. und wegen ſeiner herr⸗ lichen Thaten, Magnus genant worden. Konig Carolus des Nahmens der Erſte, Koͤ⸗ nig in Franckreich, hat viel Jahr Krieg gefuͤhret wi⸗ der die Sachſen, die er zum Chriſtlichen Glauben zwingen wolte. Nun hatten die Sachſen zwoͤlff Hertzogen, die regierten einer umb den andern ein Jahr, und zu welches Hertzogen Zeiten die Sachſen mit Krieg wurden angegriffen von ihren Feinden, derſelbe Hertzog ward von ihnen zum Koͤnig erweh⸗ let, ſo lange der Krieg waͤhret. Da nun aber die Sachſen von Koͤnig Carln ſchwerlich uͤberzogen wurden, da erwehlten ſie zu einem Koͤnig Hertzog Wedekinden, der zu Engern und Weſtphalen Her⸗ tzog war. Der that Koͤnig Carln groſſen Wider⸗ ſtand, von ſeinen Schloͤſſern und Veſtungen in En⸗ gern, Sieburg, Ereſperg, und von der Wedekinds⸗ Burg, die an dem Ort lag, da jetzt Minden gelegen iſt. Die erſte Feldſchlacht geſchah nicht weit von Oſenbruͤck am Buchholtz, daſelbſt ſchlug Koͤnig Carl die Sachſen aus dem Feld, und zog gen Ere⸗ ſperg, erobert die Veſtung mit Gewalt, und ver⸗ ſtoͤret da der Sachſen Abgott Irmenſäul,(Her⸗ manſaͤul, oder Armenſaͤul) diß geſchahe im Jahr nach Chriſti Geburt 772. Nach der Zeit ſeyn mehr Schlachten geſchehen: Dann, wann Koͤnig Witekind wieder abfaͤllig wor⸗ ·, WBun meſac Hatugaltus blieb Gubernator der Sachſen und den, iſt Koͤnig Carl zu unterſchiedenen Zeiten aus 107 SAluehanl hane Engeriſchen Laͤnder und vermehret das Geſchlecht. Italia, oder Franckreich wiederkommen, und hat die „ Dem folgete. Sachſen mit Kriegs⸗Macht uͤberzogen, doch nicht A Gilderich oder Hulderich, ein Hertzog zu Engern. ſo viel durch Kriegszwang und Widerwertigkeit ulum, Nſtea Ferner. im Streit, als endlich mit Holdſeeligkeit und Lin⸗ Jeugete. Bodico. Nach dieſem digkeit uberwunden/ und ſo vielmehr und eher er⸗ tum, enen Kecgtd 4 Bertoldus, Hertzog zu Engern, Anno 748. Iſt weichet, daß Er, Koͤnig Wedekind ſich ihm und dem Snaenn erſter Hertzog, ſo dieſe Lander gegen die Francken HE RN N Chriſto ergeben, den Chriſtlichen f beſchuͤtzet. Dem folgete Glauben angenommen, und von Bonifacio, Ertz⸗ mnmäteriut Sigilinundus, oder Sieghard, welcher anfieng zu⸗ biſchoff zu Mayntz und Abten zuFulda getaufft wor⸗ d Tarſhrdelh regieren umb das Jahr Chriſti z0. Dieſer Koͤnig den, im Ihr 735. Da Koͤnig Carl Gevatter wor⸗ 1ee r Sieghard hat einen Sohn gelaſſen, der hieß den, und ſelbſt mit an der Tauffe geſtanden. Es iſt 1 auadh h Theodoricus(Dietrich) der iſt auch Koͤnig der aber Koͤnig Wedekind, der nur allein in Sachſen, ddenne Sachſen geweſen, der war umb das Jahr nach zu Engern und Weſtphalen war, endlich umbkom⸗ nm e Chriſti Geburt 723. von Carolo Martello, in dem men im Krieg, dann er gegen Hertzog Gerolden in dmſchrdenn g i Hauß Meyer in Franckreich, gefangen. Dieſer Koͤ⸗ Schwaben fuͤhret, nach Chriſti Geburt 807. und Sochſne e nig Dietrich/ hat mit ſeiner Gemahlin, Frau Debra, in dem Thumb zu Engenn, dener ſelbſt geſtifftek vorden da e gebohrner Hertzogin der Wenden, zween Soͤhn hatte, begraben worden, da er in Engern und Sach⸗ vergemen e gezeuget, nemlich, Koͤnig Edelharten und Hertzo⸗ ſen neun und viertzig Jahr regieret, und die Chriſtli⸗ Beduf uee, gen Warnekind. che Religion mit Ileiß befoͤrdert hatte 22. Jahr. „Hata 14 p Koͤnig Edelhard hat gegen Pipin Koͤnig in Aber Kaͤiſer Heinrich der Erſte MAueeps genannt/ dr Ot1on Franckreich, groſſe Kriege gefuͤhret. Endlich iſt Hertzog zu Sachſen,(welcher Anno 920 Kaͤiſer Iweds O e Koͤnig Edelhard in der letzten Schlacht tod geblie⸗· worden, und im 236. Jahr geſtorben) hat den ir anr ben, welches geſchehen Anno Chriſti?756. Thumb/ welchen Koͤnig Wedekind zu Engern ge⸗ NMsSthh e Nach Koͤnig Edelhards Tod, iſt ſein Bruder bauet hatte, gen Vallersleben gelegt, und einen in e i 4 Warnekind, ein Hertzog der Sachſen worden, der Biſchoff dahin geſetzt, der hieß Marcus, ein Ger⸗ „ 71 1 „berſchde Lug C forchtiger Mann, undligt zu Vallersleben begra⸗ de Zu derſelben Zeit, als der Thumb zu Engern zubrochen/ undgen Vallersleben gelegt war, da ſind die Gebeine Koͤnig Wedekinds wieder auffge⸗ 85 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Fuͤrſtenberg. In der Franckfurtiſchen Herbſt Relation des 1637. Jahrs ſtehet: Daß der uͤberaus groſſe Fleck Fuͤrſtenberg, in dem Stifft Paderborn, ſelbigen Jahrs vom Wetter einged⸗ ſchert worden ſeye. Vom Nicolao Janſſonio Fi⸗ graben, und von Engern gen Padelborn, laut der Braunſchweigiſchen Chronicken, gefuͤhret, und daſelbſt zur Erden beſtatket worden. Koͤnig Wedekind hat noch eine andere zur Eh⸗ gemahlin gehabt. Die erſte hieß Frau Gena, ge⸗ borne Koͤnigin aus Dennemarck, die ihm Hertzog Wigberten gebohren hat. Wigbert Hertzog zu ſchern, in nova totius Neſtphaliæ deſcriptione, wird ein Forſtenberg, in der Gegend der Statt Wevelſporg in gedachtem Stifft, bey Corvei, aber uͤber der Weſer, und auſſer des gemeldten Stiffts, fuͤr etwas ſonderbahres gezeichnet, allda Anno 1640. Theils des Hertzogen Auguſti von Engern und Weſtphalen, regiert nach ſeinem Vat⸗ ker. Und hat zu Wildeshauſen eine ſchoͤne Kirchen gebauet. Sein Ehelich Gemahl Frau Sindacilda, eines Hertzogen aus Friesland Tochter, die gebahr ihm zween Soͤhne, Brunen und Waldherter. Bruno regierte nach ſeinem Vater, und hat die Luͤneburg neugeworbenes Volck, von den Kaiſeri⸗ ſchen auffgeſchlagen worden. D. Joan. Gigas, in Beſchreibung des Stiffts Paderborn, zeichnet erſt⸗ gedachtes Forſtenberg nahend der Statt, und frey⸗ en Herrſchafft Buren, in beſagtem Stifft gelegen, fuͤr einem furnehmen Marcktffecken. Kirche zu Wildeshauſen fertig gebauet, die ſein Vatter Hertzog Wigbert angefangen hatte, daſelbſt iſt er auch bey ſeinem Herrn Vatter begraben. Sem Ehelich Gemahl Suſanna, eines Edlen Herrn Tochter, von der Rothen Fahnen aus Schwaben, die gebahr ihm Hertzog Ludolphen. Ludolph Her⸗ tzog zu Engern, iſt im Jahr 353. von Kaiſer Lo- thario zu einem Hertzogen in Sachſen gemacht worden. Die andere Koͤnig Wedkinds Ehegemahl, hieß Frau Suatana gebohrne Hertzogin zu Behmen, die ihm Hertzog Wedekinden den Juͤngern, Herrn der Wenden und Sorben, Graffen zu Wettin, und Burggraffen zu Zorbeck gezeuget hat, von welchem Hugo Magnus, und die jetzigen Koͤnige in Franck⸗ reich: Item, die Landgraffen in Thuͤringen, Marg⸗ graffen zu Meiſſen, und die jetzigen Churfuͤrſten und Hertzogen zu Sachſen ihren Urſprung haben. Biß hieher die geſchriebene Chronic. Exverfeld im Hertzogthumb Berg/ ſo ſchoͤne Seidegezwirn, die man zu den Tapeterey⸗ en, und andern ſeidenen Sachen gebraucht, welcher nicht wenig nach Antorff und andern Orten gefuͤh⸗ ret werden, machen thut. Foſſe/ ſetzet Ludov. Gvicciardinus, in Be⸗ ſchreibung Niderlandes, auch unter die Luttichi⸗ ſche Statt. Es findet ſich aber ſolches Foſſe, vom Bertio, Feſſa genannt, nicht im Luttichiſchen, ſon⸗ dern in der Graffſchafft Namur; ſo gleichwol nach Lüttich gehoͤrig ſeyn mag. Friburg/ ein fuͤrnehmes Schloß, in der Graffſchafft Emden, oder Oſt⸗Frießland, und an den Oldenburgiſchen Graͤntzen, ſo ein anders, als Friburg in Tranſiadanis, gegen Bremen, ſo Gelekirchen/ an dem Fluß Worm in dem Hertzogthumb Gulch, auff Maſtrich zu gelegen,wel⸗ ches Staͤttlein Anno 1603. Printz Moritzvon O⸗ ranien, eingenommen, und Anno 1638. die Frantzo⸗ ſen von Maſtrich ausgepluͤndert haben: wie in ei⸗ ner Relation; in einer andern aber geſtanden, daß ſolches Stattlein, in jetztgedachtem Jahr, von den Staadiſchen auffgeben worden ſeye. Anno 1642. hat der Weymariſche General Major Roſa dieſes Staͤttlein eingenommen und beſetzt. Gerpin/ im euttichſchen Gebieth/allda die heilige Jungfrau Rolendis geehret wird. Gerrisheim/in Staͤttlein nicht weit von Duͤſſeldorff, im Hertzogthumb Bergen gelegen, ſo etlich Brandenburg⸗und Hollaͤndiſches Volck, bald nach dem Anfang des 1625. Jahrs unverſehens feindlich uͤberfallen und ausgepluͤndert. Geſeke/ m Hertzogthumb Weſiphalen nicht weit von dem Fluß Lippe, und obgedachter Pader⸗ borniſchen Statt Buren gelegen, und dem Ertz⸗ ſtifft Coͤlln gehoͤrig, wird Lateiniſch Gelecena, und Gieleca genannt. Iſt Anno 1501. im Namen des abgeſetzten Ertzbiſchoffs Gebhardi zu Coͤlln, einge⸗ nommen worden. Chytraus aber ſagt lib. 29. Ja⸗ on. es haͤtten etliche vereinigte Niderlaͤnder Anno 1590. Geſecam eingenommen; alldg Anno 84. zu vor/ von dem neuen Extzbiſchoff zu Coͤlln, eine Zu⸗ ſammenkunfft ſeye gehalten worden, wie er im 26. Buch meldet. Allhie wird des heiligen Cyriaci Haupt koͤſtlich eingemacht, verwahret. Den guͤlde⸗ nen Sarck aͤber/ darinn ſein Coͤrper gelegen/ ſoll wie Gelenius pag. 715. berichtet, der Graff von Ober⸗ ſtein hinweg genommen haben. Es waren damaln Theils mit einander in ihren Hiſtoriis vermen⸗ gen. Frondenberg/ eine Statt in der Graff⸗ ſchafft Marck, bey der Ruhr, zwiſchen den Staͤtten Unna, und Hullinckhoven, nahend Menden gele⸗ gen. „Unterſchiedliche Religionen allhie. Anno 1639. im Januario, nahmen die Heſſiſche die Statt mit Gewalt ein. Gibt zu Friedenszeiten viel Getraid und Vieh herumb. Gret/ Griet Grethana, ein ſtattli⸗ ches Schloß, ſampt einem Dorff und Pfort, oder Merrhafen in Oſt⸗rießland, und ſelbigen Graffen gehoͤ⸗ M NyyYyypjjſſyyy G j eagagg . ehhſſſſſſh) ! we ana ep ſfſecgſenenffſ lla Vſyiſſſſſſſht pppp- △——₰—* 4 ö* =öͤͤ HDalteren. —— Tr LII 11 Tfd. 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ASA AA u m a roera 444 1 1 alf. 7.). 5 A D 1 Gret E r „* 4 lot 1 9 ari barc Ce— dachh— 8 1 —— 1 —y 11 Und wird ſeng irden be un wenbt n Hertzogkt 4 uch und un Anne It d 1mn: 1 e n Johm zu d Heſſen, 6e Pcellentz 5 u/ mi ſech drd arck bevef a evelb Etan von Coll fa n Volmei tn zallbereit d llenber dn 7 rOrck’/ ul ſde nckenben, di Nüder tuch m Stalt ſzra Ligtmi nenn und M. Chℳ luiſch/in nlhn ſeyn. we lteren uide sfeld/ ir Mnt iſch Stät n. mont/ uhe/ an der lg uj kbſtett dn iſſer Del dree ſſchafft⸗ unne zten/ ſor barm ch Graff ſonme zebracht! n ttinge drg giſchen( Rim dche St⸗ inaen Wmen hab 16 ußber bornn ifflichene ben(Stifftd dein ſſſchaff, Ufim unterihr ſage Fruder deithe llen der er Nindeni imbac th iſterbe alde Kooſter/ t. gehoͤrig. Und wird ſolcher Hafen/ nach dem Emb⸗ diſchen/ fuͤr den beſten im Land gehalten. Grevenbroeck/ an der Erpe/ nahend El⸗ ben im Hertzogthumb Guͤlch gelegen, ſo Theils öraͤvenbruch/ und Graͤvenbruck/ nennen/ welches Staͤttlein in Anno 1642. bey Ankunfft deß Gene⸗ rals Herrn Johann de Werth/ der unirten Fran⸗ tzoſen/ und Heſſen/ Volck verlaſſen: Hergegen ſol⸗ ches ihr Excellentz/ der von Werth/ unterm Obriſten Sparren/ mit ſechshundert Mann beſetzt; der es darauff ſtarck beveſtigen laſſen. Grevelsberg/ ein Marcktfleck Aauff der Straſſen von Coͤlln/ gen Dortmund/ bey Volmen⸗ ſteen/ oder Volmenſtein/ an den Bergiſchen Graͤn⸗ nen⸗ und allbereit in der Graffſchafft Marck ge⸗ egen. Hallenberg/ im Hertzogthumb Weſtpha⸗ len/ an der Orck/ und den Waldeckiſchen Graͤntzen/ ſo die Franckenbergiſche Chronie/ am 45. Blat/ dem Ertzſtifft Coͤlln/ und zwar recht/ gibet: Und am 57. Blat/ die Niederlag der Heſſen von Franckenberg/ von dieſem Staͤttlein/ Anno 146. erlitten/ be⸗ ſchreibet. Ligt nicht weit von Saſſenberg/ Win⸗ terberg/ und Medebach/ welche beyde letzte auch Chur⸗Coͤllniſch/ in dem Hertzogthum Weſtphalen gelegen/ ſeyn. Halteren/ an der Lippe/ nahend Dulmen/ und Koesfeld/ in der Herrſchafft Dulman/ ein zuͤnſteriſch Staͤttlein. Hamont/ ein Staͤttlein/ im Stifft Luͤttich/ im hochloblichen Weſtphaͤliſchen Kraͤiß. 85 Herck/ an dem Fluß Herck/ im Stifft Lut⸗ tich/ nahend Lummen/ und Halen/ an den Braban⸗ diſchen Graͤ‚ntzen/ ſetzet Guicciardinus unter die kuͤt⸗ tichiſche Staͤtte. Herſtberg/ nahend dem Moen/ gegen Mol⸗ heim/ und Beelick uͤber/ im Hertzogthumb Weſt⸗ phalen/ welchen Titul Chur Coͤlln fuͤhret; auch ſol⸗ ches Stattlein/ und Schloß/ dahin gehorig iſt. Horn in der Graffſchafft Lippe/ bey Falcke⸗ burg. Es iſt dieſes Stattlein Horn allbereyt oben bey Dethmolden/ und Lemgaͤu/ gedacht/ und an⸗ derswo geſagt worden wie Theils der Meinung/ daß in dieſer Gegend der Roͤmer Niederlag/ unter dem Q. Varo, zun Zeiten Kaͤyſers Auguſti, geſche⸗ hen ſeye. Es iſt auch vor Zeiten ein Horn in Bra⸗ band/ ſo Graffſchafft Titul hat/ hieher gerechnet worden/ aber ſelbige hat Spanien eingezogen/ und ſelbige Graffſchafft ſeithero deß 1 567. Jahrs nichts mehr zum Reich contribuirt/ in welchem Jahr der Graff von Horn noch vierzehen hundert Guͤlden hat erlegen laſſen. Kaldehart/ ein Staͤttlein/ nahend dem Fluß Moen/ bey Beelick/ und Ruden/ im Hertzog⸗ thumb Weſiphalen gelegen/ und Chur Coͤlln gehoͤ⸗ rig. Wird auch Kallenhart genant.. Knipens/ Knip/ Kniphauſen/ Cni⸗ pens j/ im Wangerland/ oder Wangria, ſo zu der Herrſchafſt Jever gehoͤrig iſt/ ein ſehr ſchoͤnes Schloß/ deren von Cnip/ oder Kniphuſen/ ſo vor et⸗ lichen Jahren/ vom Kaiſer zu Freyherren gemacht zu euſſerſt/ an den Brabandiſchen Graͤntzen/ ge⸗ worden/ weyland/ Reſidentz; da herumb ein ſchoͤne⸗ legen. Harbſtett/ oder Harpſtede/ an dem Waſſer Delmen/ nahend Deimenhorſt/ in der Graffſchafft Oldenburg gelegen/ ein Schloß/ und Vogtey/ ſo vom Stifft Munſter an Olden⸗ burg/ durch Graff Antonium, der Anno 1573. ge⸗ ſtorben/ gebracht worden. Hattingen/ in der Graffſchafft Marck an den Bergiſchen Graͤntzen/ und an der Roer/ oder Ruhr/ welche Statt die Kaiſeriſchen/ Anno 1636. eingenommen haben. Haußberge/ Graff Simon iſt der lette vom Graͤfflichen Stamm zum Berge/ oder Hauß⸗ berge/ im Stifft Minden geweſen; nach deſſen To die Grafſſchafft/ ſo ſich weit erſtreckte/ und viel Pfarren unter ihrer Hochheit/ und Gebieth hatte/ ſeinem Bruder Ottomi, Biſchoffen zu Minden/ heimgefallen/ der das gantze Land vom Berge/ dem Stifft Minden im Teſtament legiert hat. Heimbach/ nahend Nideck/ im Guͤlcher⸗ land. Heiſterbach/ im Hertzogthum Bergen/ allda ein Kloſter/ wird von Theils Jugum Ketico- nis genant. Tod V V und fruchtbare Landſchafft iſt. Graff ſohannes der Sechszehende dieſes Namens/ von Oldenburg/ ein Erb der Fraͤulein Mariæ zu Jevern/ Ruſtrin⸗ gen/ Oſtringen/ und Wangerland/ hat Anno 1592. an dem Cammergericht zu Speyer erhalten/ daß die Herrn von Inhauſen/ ihme das beſagte Hauß/ und Herrligkeit Knipens/ oder Kniphauſen/ abtretten ſolten/ nach dem ſolche Rechtfertigung/ von gedach⸗ ter Freyen Maria zu Jever/ mit Tiden von Inhau⸗ ſen/ Anno 1549. angefangen worden/ ſo hernach/ Anno 99. zur Reviſion kommen. Auff dem naͤch⸗ ſten Reichstag zu Regenſpurg deß Jahrs 1641. haben die Herrn Graffen von Oldenburg und Del⸗ menhorſt/ Herren zu Jevern/ und Kniphauſen/ den Landrichter/ zu Kniphauſen/ D. Iliconem Um- mium, zu ihrem Abgeſandten gehabt. Warumb aber noch/ Anno 1644. in dem Atlante, ſo neu ſeyn ſolle; aber einen gantzen Hauffen alte vergangene Sachen hat/ dieſes Knipen/ oder Cnipen/ allda drey Pfarrkirchen/ wie daſelbſt ſtehet/ ſeyn ſollen/ deß Ba⸗ rons Kniphauſen Sitz genennet wird/ laͤßt man dahin geſtellet ſeyn. Lennep/ ein Staͤttlein im Bergiſchen/ zwi⸗ ſchen Sollingen/ und Raed vom Wald/ welches die Heſſiſchen/ Anno 1640. den 13. Julii/ gegen Tag/ erſtiegen/ in deren der Plunder vor drey Compa⸗ L gnyen/ 89 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze gnyen Pferd gelegen/ deſſen ſie ſich/ ohne Verluſt einigen Manns/ ſampt Pferden/ und Geſchirr be⸗ maͤchtigten/ und mit guter Beut wieder nach Dor⸗ ſten kehreten. Lera/ in Oſt⸗Frießland/ ein ſchoͤner/ groſſer Marckt/ am Fluß Leda/ allda er in die Embs kompt. Iſt vielen Staͤtten gleich/ gehet auch Theils an Volck und Gebaͤuen vor/ da groſſes Gewerb getrie⸗ ben wird. Ligt zwo Meilen von Embden/ und wird dieſer Theil deß Lands Mormaria genant. Theils nennen dieſen Ort/ der alle andere/ zwiſchen der Embs/ und Weſer/ auſſer Embden/ und Norden, uͤbertreffen ſolle/ Lier. Beſiehe von ihme Ubbonem Emmium lib. 2. rer. Friſicar. p. 26& in Chorogr. deſcript. Friſiæ Orientalis. Anno 1637. den 21. Septembris/ Alten Calenders/ iſt allhie Landgraff Wühelm zu Heſſen geſtorben. Lewenfort/ Lemvorde/ Lemforth/ Leuvoerden/ Lewenforde/ wird von Theils fuͤr ein Schloß/ und fuͤrnehmen Paß von Oßnabruͤck nacher Minden geſetzt. Andere berichten es ſeye die Statt Lemvord/ Anno 16 39. vom Schwe⸗ diſchen General Major King erobert worden. Im vierdten Theil deß Theatri Europ. ſtehet am 339. Blat alſo: Anno 1642. haben ſich im Octobr. die Kaiſeriſche Reuter in der Vechte eins mals herfuͤr gethan/ und die in Lemforth ligende Schwediſche Beſatzung/ von ſiebentzig Mann ſtarck/ als ſie zu Oßnabruͤck eine Convoy von 30. Pferden abgeho⸗ let/ und ſich in einem Dorff niedergelaſſen gehabt/ uͤberfallen. Ob nun wol die Schwediſchen/ die Kaͤiſeriſchen zwey mal zuruͤck geſchlagen/ ſo iſt doch den Schwediſchen endlich ihr Hauß/ ſo ſie zum Vortheil gehabt/ in Brand geſteckt/ und ſie dar⸗ durch alſo uͤbermeiſtert worden/ daß ſich ihrer eins⸗ theils gefangen geben muͤſſen/ unter denen Capio⸗ taͤin Leßle ſo die Convoy/ als Commendant in Lem⸗ 8 gefuͤhret/ geweſen; ein Rittmeiſter aber/ der lein Quartier annehmen wollen/ mit dreyſſig Per⸗ ſonen auff dem Platz geblieben. Weiter wiſſen wir den. Auguſti/ zu Straßburg/ ſeine Lehr revocirt/ noch zur Zeit von dieſem Ort nichts zu berichten/ als daß die Landtafeln ſolchen Ort/ beym Dummerſee gelegen/ in die Graffſchafft Dieffolt ſetzen. Limburg/ Lymburg/ ſo etwan eine Graffſchafft ſolle geweſen ſeyn/ jetzt aber zur Graff⸗ ſchafft Ravenſperg/ und den Guͤlchiſchen Landen gerechnet wird. Ligt nahend Melle/ Lubbecke/ und Renneberg/ und nicht gar weit von Engern. Lingen/ zwiſchen Rhene/ und Meppen/ ſo beyde Munſteriſch/ von jedem Ort vier Meilen/ und ungefaͤhrlich ein Viertheil Meil von dem Fluß⸗ Ems/ in Weſtphalen/ gelegen; ſo etwan die Reſi⸗ dentz/ und Hoffhaltung/ der Weſtphaliſchen Graf⸗ fen von Tecklenburg geweſen/ Staͤttlein und Schloß/ und jetzt ein anſehnliche Veſtung/ darzu eine Herrſchafft/ gehoͤrig iſt. Iſt von Tecklenburg/ als ein Geldriſch Lehen/ an Kaſer Carlen den Fünften kommen. Solle der Zeit Staadiſch/ oder lederlaͤndiſch ſeyn/ als an welche Herren Staaden ſolche Veſtung und Herrligkeit/ durch einen Tauſch/ von Spanien/ kommen ſeyn ſolle. Und weilen/ in Beſchreibung des Niederlands hievon wider zu reden ſeyn wird; ſo kan man/ ohne Maßge⸗ bung/ unter deſſen/ von dieſem Ort die Continuatſon deß Teutſchen Raͤißbuchs Zeilleri, cap. 2 1. P. 267. ſeq. Item/ den Naſſauiſchen Lorbeerkrantz/ am 232. Blat/ leſen: Und darzu thun/ was Chytræus lib. 7. Saxon. pag. 200. wie ſolcher Ort Anno 1119. vom Biſchoff Erichen zu Muͤnſter eingenommen/ gepluͤndert/ und mehrers beveſtiget worden; der Graff Niclas von Tecklenburg/ ſich unter Hertzog Carls in Geldern Schutz begeben/ auff deſſen Be⸗ trohung, die Muͤnſteriſchen dem Graffen ſolch Ge⸗ bieth wieder geben; welchen Graffen aber daſſelbe Kaͤiſer Carl der Fuͤnffte/ deß beſagten Hertzogs in Geldern Succeſſor, wieder entzogen/ dieweil Graff Conrad/ deß obgedachten Nicolai Bruders Sohn/ die Waffen wider ihn/ den Kaͤiſer/ als Lehenherrn/ in dem Teutſchen Krieg/ getragen hatte. Linnich/ ein Staͤttlein im Guͤlcherland/ all⸗ da ein ſtattlicher Altar/ auß gantzem ſchwartzem Marmor/ zuſehen/ dergleichen/ auſſer dem Altar in dem Chor deß Thumbs zu Coͤlln/ in dieſer Lands⸗ Art nicht ſolche zufinden ſeyn. Loots/ auff Niederlaͤndiſch Borcloen/ oder Borchloen genannt/ allda die Stifftskir⸗ ches. Odulpho Presbytero geweyhet iſt/ ligt andert⸗ halb Meilen von S. Truden, und vier von Luͤttich/ im Biſchthumb Luttich: Und iſt ein ziemlich fein Staͤttlein/ mit viel Lands/ und ſchoͤnen Doͤrf⸗ fern. Wie es dann eine Graffſchafft iſt/ ſo vor Zei⸗ ten eygene Graffen/ ſo die Graffen von Dioſtien ge⸗ nant worden/ gehabt hat. Es wird dieſes Loots/ ſon⸗ der Zweifels/ das Loos ſeyn/ ſo Los(aſtrum, und Primaria Comitatus Loſſenſis IIrbs, genannt wird/ allda Gerhard Schoben Commiſſarius, ein fuͤrneh⸗ mes Glied deß Dominicaner Ordens/ Anno 1643. und ſich zur Augſpurgiſchen Confeſſion begeben hat. Pontanus lib. 4. rer. Danicar. p. 95. ſchreibet folgendes: Conſtat ex Actis Leodienfium Prin- cipum„ 4 Carolo Magno Loſſæ Comitatum O- riginem accepiſſe, in agro Leodienſium, qui cum Ogerio Dano Franciæ Pari, ob virtutem dono dederit. A quo exinde Ogerio Originem ſuam repetendam habent Loſſenſes, five, ut ho- die ſcribunt, Lonenſes Comites. Wer dieſer Sa⸗ chen mehrers erfahren/ wird ſich in dieſes bald fin⸗ den koͤnnen. Lubbeke, ein Staͤttlein bey Renneberg/ und nicht gar weit von Heerwerden/ oder Herfort/ ſo jetzt Mindiſch iſt. 9 zodet Her orräſo Luͤgde/ Lugde/ von Theils Lohe/ und Lude genannt, nahend dem Fluß Emmer/ und dem ‿ N MN Dung, de 4* d war 4 * eth wiedan 4 1 Ade dſer C Cald 3 J AIdern Soces onrad de 8 4 n Des ddgededea nn 1 da de u d 9 1„— 5 C Kca d 4 1 4 mär nez Nr 5— 1 M 444 mCher 2 un be A 1 octſo dexinee Loots afnes g . Vorchon nr 4 0 4 Fieidſe N pan 2 — Men nt. Biſcche h ſ 4 1 4 Arn ee e IHeE Aee n NA „ M 9 4 mm 1— E 7 3c. me taffcn eͤe 1 acdab R E. 444 worder „ 6 4 e. TAnt 1 de l dae dbesſ A 1 A Lole 1 1* b BadadS Stea „ Nep 8 7 Ar. Aue 2 4 2 —„ 8.4.„ cl 4 aNU; e L1 71 M. Pum, ¹ 71 4 . 1 2 un —* F 2. n Oecco Uo u* a. 4 du — 1 7 p „eun hD! — 19A ‿ 10„(on e AI 6 4* 7 cht a- n 1dii. dd,ode n = △△ .,— R— — 3 Qn —— MN 8 de 99 a e - SR 8 3 ————— d 1 Erlſeeas t Rllll L L Ll 24 DlLL 11LILLL- 9 —— 2 W 1e 8 1 12 t. 1 M W WM W W y —xx zun Elt ve de lom nim. 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Von welchem Ort oder Statt/(ſo die Schwediſchen Anno 1639. auß⸗ gepluͤndert haben) in der Braunſchweigiſchen Chronic/ unter anderm pag. 53 2. ſeqq. alſo ſtehet; Anno 1556. gegen den Fruͤhling/ brach ein Geſchrey auß/ von dem heiligen Brunn/ in der Graffſchafft Pyrmont/ etwan einen Buͤchſenſchuß von der Statt Luͤgde/ dem Stifft Paderborn zuſtaͤndig; daß nicht allein auß angraͤntzenden Provincien Teut⸗ ſches Lands; ſondern faſt auß der gantzen Chriſten⸗ heit/ Leute Hauffenweiß dahin kommen/ ihrer Kranckheit/ durch Krafft dieſes heiligen Brunnen ſich zu entledigen. In Summa/ es war gleich ei⸗ nem groſſen Feld⸗Laͤger. Es wurden auch deß Waſ⸗ ſers groſſe Faſſer/ Tonnen und Lecheln gefuͤllet/ auff Karren und Waͤgen geladen/ und uͤber zehen/ zwan⸗ tzig/ dreiſſig/ und mehr Meilen/ denen/ ſo nicht ſelbſt erſcheinen konten/ zum beſten/ mit groſſem Koſten abgeholet/ und verbracht. Dieſer groſſe Zulauff hat gewaͤhret/ biß ins ander Jahr/ umb die Zeit/ als Graff Philipp zu Spiegelberg/ und Pyrmont/ fuͤr S. Quintin/ Anno 15 57. den 10. Auguſti erſchoſ⸗ ſen ward. Damals hat der gemeine Hauff ſich ge⸗ gen GOT T undanckbarlich erzeiget/ offentliche Schande/ Suͤnde/ Hurerey nnd Buberey/ daſelbſt getrieben/ daher G Ott der Allmaͤchtige dem Brun⸗ nen ſeine Macht genommen. Sonſt hat das Waſ⸗ ſer vielen/ ſo mit Raͤudigkeit/ Kraͤtze/ Grind/ boͤſen Fluͤſſen/ offnen Schaͤden/ Gicht/ Podagra/ beladen geweſen/ wol geholffen; zuforderiſt/ wañ ſie dengeib zuvor purgieret/ und alsdann darvon getruncken. Etliche alse Weiber lieſſen ſich auch dahin bringen/ vermeynten villeicht Jung/ oder alter Schaͤden loß zu werden; ſind aber entweder in der Cur/ oder nicht lang hernach/ geſtorben. Es wurden auch Beſeſſene dahin gebracht. Dann es war daſelbſt ein blinder Teuffelsbanner/ Simon genannt/ der ſich unterſtund die Teuffel außzutreiben/ und trieb alſo der boͤſe Geiſt viel Geſpenſtes/ ſtellet ſich auch offt/ als ob er außfuͤhre/ und redet Leibhafftig auß den Beſeſſenen/ kraͤet/ als ein Hane/ und ſchreyet und bruͤllet greulich/ ꝛc. Es ward zu ſolchem Teuf⸗ fels banner/ bey dem heiligen Brunnen/ ein ſchoͤne Dirne gebracht/ die auch mit dem Teuffel beſeſſen war/ denſelben Teuffel trieb der Blindel wieſichs an⸗ ſehen ließ) von ihr auß/ und ob er wol blind war/ und ihre Schoͤnheit nicht ſehen konte/ dannoch nam er ſie zu der Ehe/ und zog mit ihr gen Oßnabruͤck. Und als ſie daſelbſt wohneten/ fuͤhret ihn das Weib eins⸗ mals auff den Balcken. Da erſchienen ihr zween weiſſe Muͤnch/ das ſonder Zweiffel/ Teuffel geweſen ſind/ die halffen ihr/ ſchuͤreten auch zu/ daß ſie ihren blinden Mann durch die Lucken herunter ſtuͤrtzet. Stieg darnach herab/ und als die zween weiſſen Muͤnch ihr wiederum erſchienen/ ihr halffen und zu⸗ ſchuͤreten/ toͤdtet ſie ihn fortan/ hieb ihm den Kopff/ Haͤnde und Fuͤſſe ab/ und ſtieß ihn in einen Ofen/ macht ein Feuer umb ihn her/ der Meynung/ ihn auffzubrennen: Aber der Geruch von dem Bra⸗ ten trang zum Hauſe/ das rings umbher verſperret war/ hinaus/ daß man alſo das braten uͤber etli Haͤuſer riechen koͤnnen. Derowegen Vhrdetlich Nachbaren wach/ brachen das Hauß auff/ und funden das Weib auff friſcher That/ die ihre Ubel⸗ that frey bekennet/ iſt auch vom Erbarn Rath zum Tod verurtheilet/ und gebuͤhrlicher Weiſe hinge⸗ richt worden. Biß hieher gedachte Chronic. Manderſcheid/ das Schloß von etlichen Mangerichſcheid/ Mangerici Limes, oder Man⸗ 4 fridsſcheid/ Limes Manfridi, genannt/ an dem Fluß Leſer/ oberhalb Witlich/ in dem Trieriſchen legen. In der Trieriſchen Chronic 8 zuſende net/ daß Ertz⸗Biſchoff Adelbero zu Trier/ der Anno 1152. geſtorben/ Manderſcheid/ das von Natur feſtz wie auch Epternach/ und andere/ deß Graffen von Namur, ſo ſich der Munchzu S. Maxinmin bey Trier/ wider ihn/ denErtzbiſchoff/ angenommen/ ein⸗ bekommenferobert und nidergeriſſen; deſſen Nach⸗ fahr Hillinus den Thurn im Schloß allhie gebauet; hergegen dem Graffen von Namur Machern uberlaſſen habe. Es ſeynd aber gleichwol fuͤrnehme Graffen lange Zeit hernach geweſen, ſo ſich von Manderſcheid geſchrieben/ und in drey unterſchied⸗ liche Linien/ als 1. Manderſchied/ Blanckenheim/ und Gerharkſtein/ 2. Manderſchied Keyl/ und 3. Manderſchied Schleiden/(welche letztere in ei⸗ nem Himmelblauen mit Lilien beſaͤeten Feld/ ei gen Loͤwen fuhren, außgetheilet haben; darvon in der Reichs⸗Matricul/ ſo vornen bey der Continuatio deß ltinerarii Germaniæ Mart. Zeilleri. zunnden⸗ p. 26. Bericht gethan wird. Und haben die der lezten Lini im Staͤttlein Schleyden/ in der Eyffel/ ordinarj Hoff gehalten/ welches Anno 1610. die Ertzhertzog Leopoldiſchen Soldaten/ im Guͤlchiſchen Krie 3 eingenommen/ und gepluͤndert; ſo aber von de Graff Friderichs vom Solins/ Gubernators der benachbarten Guͤlchiſchen Statt Deuren /Volck/ entſetzt worden iſt. Es ligt dieſes Schleiden/ oder Sleiden/ an dem Fluß Orffe/ oder Orfft/ zwiſchen Blanckenheim/ Arenberg/ und Gemuͤnd. In dem funfften Theil deß G. Braunen Staͤttbuch werden zwey Manderſcheid in der Eyffel geſetzt/ deren das Eine Ober⸗Manderſcheid/ genannt wird/ auff ei⸗ nem Felſen ligt/ nach dem Lager/ und Gelegenheit ſelbigen Orts/ Holtz genug/ auch an Weinwachs nicht Mangel hat. Das Untere Manderſcheid an dem Fluß Leſar, auch in der Eyffel/ ligt ſehr wol/ und hat daher gute Gelegenheit/ und gehoͤret den Herren Graffen von Manderſcheid/ wie der Author daſelbſt berichtet. Und dieſes Orts wird darumb dne drdand 3 Wen di Safhen von Mander⸗ eid/ unter die Staͤnde de ili Trai heee nerden ß Weſtphaͤliſchen Craͤi⸗ Marichafen/ in Oſt⸗Frießland/ zwar ein kleiner Ort/ der aber ein ſehr ſtattliche Kirch hat/ dergleichen zwiſchen der Embs/ an Groͤſſe und Hoͤ⸗ he/ nicht zufinden/ ſo gantz mit Kupffer bedecket. Hat einen ſehr hohen/ ſtarcken Thurn/ welchem aber die gebuͤhrende Spitze maaget⸗ ſonſten er unter die 1 vor⸗ Graff Wilhelmen zu Neuenar, ſeinẽ Tochtermann, 88 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze vornehmbſte Werck an dem Oceano zu zehlen waͤre. V Man haͤlt die Erbauer vor Wiclefiſten, weiln ſie noch vor Luthero, wie es mit der Geiſtlichkeit da⸗ maln bewandt geweſen, in dem Gebaͤu, von auſſen, mit Bildern, in der Hoͤhe, nach der Laͤnge in die Stein gehauen, vorgemahlet haben: Daher auch gleich Anfangs allhie die Religion reformieret iſt. Es iſt dieſer Marcktfleck das Haupt in Brœcme- Trla. Melle/ ein Staͤttlein im Stifft Oßnabruck, nahend den Ravenſpurgiſchen Graͤntzen, und Broockmolle. Ligt an der Elſe. Meſchede/ an der Ruhr, in dem Hertzog⸗ thumb Weſtphalen, deſſen Titul Chur⸗Coͤlln fuͤh⸗ ret. Die Gegend herumb, wird das Sauerland von Theils genannt. Iſt eine feine Statt, darbey nahend Galilaa liget. Moͤllenbeck/ ein Kloſter, in der Graff⸗ ſchafft Schauenburg, nahend Rinteln, und der Weſer, ſo Hilleburg, Graff Uffonis Gemahlin, An⸗ no 896. unter dem fuͤnfften Biſchoffe Dragone zu Minden, geſtifftet hat. Moͤrs/ oder Murs/ igt bey Orſoy und Ordingen, unfern vom Rhein, wird Lateiniſch Morſia, und Murſa genannt. Es hat dieſe Statt und Schloß, ſampt zugehoͤriger Graffſchafft, vor dieſem eigene Graffen gehabt, die Reichs⸗ und Weſtphaͤliſche Craͤiß⸗Staͤnde geweſen. In einem Bericht uͤber die Reichs⸗Matricul ſtehet alſo: Moͤrs, Moers,oder Moͤrſch, ſo jetzt Naſſauiſch, und Staadiſch, gibt nichts. Es hat auch vor die⸗ ſem allbereit Streit deßwegen geben, als der Her⸗ tzog von Cleve das Lehen daruͤber ertheilet gehabt, darwider ſich Fiſcus gelegt hat, und haben dieſe drey Graffſchafften Moͤrs, Rodenach und Sarwerden, vorhin einen Herrn gehabt. Die Graffſchafft Moͤrs iſt von Graff Wilhelm zu Widt, und Moͤrs, auff Sarwerden aber(darinn die Statt Malburg) an Graff Johanſen zu Naſſau kommen. Waren al⸗ les Reichslehen. Biß hieher der Bericht. Der letz⸗ te Graff zu Moͤrs iſt, wie man findet, Anno 1589. geſtorben. Der Hertzog von Parma nam ſolchen b Ort, Anno 1586. und hernach Printz Moritz von Oranien, Anno 1597. auch ein. Es lebte aber noch eine Graͤffin von Moͤrß, nemlich, des enthaupteten Graffen von Horn, und hernach deß Graffen von Neuenar, Wittib, die Anno 1600. geſtorben, welche dieſe Graffſchafft dem hochgedachten Printz Mori⸗ tzen im Teſtament vermacht hat; dahero auch An⸗ V no 1601. als ihme, nach Abſterben der von Moͤrs, der Hertzog von Guͤlch und Cleve, dieſe Graffſchafft vorenthalten wollen, ſolche, ſampt dem gedachten Hndlehtt mit Gewalt eingenommen. Und ward nno 1606. deßwegen ein Vergleich getroffen, daß die Statt Moͤrs ſolte Neutral ſeyn, das Schloß aber Printz Moritz mit zwey hundet Soldaten be⸗ ſetzen, und, daß, nach ſeinem Tod, ſolcher Ort an Cleve fallen ſolte. Ob es geſchehen, wird ge⸗ zweiffelt.. Muͤlheim/ Molheim/ eine Freyheit unterhalb der Statt Coͤlln, an dem Ort Rheins ge⸗ legen, wo der Ubier Haupſtatt vor alten Zeiten geſtanden, dahero vor der Statt Cölln Mutter zu halten, wie ſolches die Stuͤcke von groſſen, und ſehr alten Gebaͤuen unter der Erden, zu erkennen geben; und allda deß C. Julij Cæſaris hoͤltzerne Bruͤck uͤber gemacht worden ſeyn ſolle; wie man dann deſſen gegen Muͤlheim uͤber Anzeigung gibet. Dieſer Ort, als welcher zu dem Hertzogthum Berg gehoͤ⸗ rig, haben nach Abſterben deß letzten Hertzogen von Guͤlch, deſſelben Landes Innhabere, Brandeburg, und Neuburg,zu einer Statt bauen wollen, dar⸗ wider aber die von Coͤlln proteſtiert, und am Kaͤi⸗ ſerlichen Hof die Sach dahin gebracht, daß ſolcher Bau vom Kaͤiſer Matthia verbotten, und ſolche Neue Statt vom Spinola, Anno 1614. einge⸗ nommen, der Wall geſchleyfft, und darauff das fol⸗ gende Jahr von den Coͤllniſchen dahin geſchickten Baumeiſtern, und Werckleuten, die Haͤuſer und Gebau, nidergeriſſen, und alles in den alten Stand gerichtet worden. Bey dem hernach entſtandenen Teutſchen Krieg, hat man wieder allhie zu bauen, und fortificieren angefangen; Aber Anno 1641. die Fortificationen, im Auguſto, wieder geſchleyfft. Gleichwol, was man damaln, aus eingebildeten be⸗ weglichen Urſachen an ſolcher Befeſtigung eingeriſ⸗ ſen hatte, das wurde befindlichen, gegenwaͤrtigen, nothwendigen Nutzens halber, das folgende zwey und viertzigſte Jahr wiederumb auffgefuͤhret; als 3 Frantzoſen, Weymar⸗und Heſſiſche, im Lande gen. Neuſtatt/ oder Nuſtatt/ m Hertzog⸗ thumb Gulch, in der Gegend Guſteren, Vucht, Tudder und Sittart, gegen den Luttichiſchen Graͤn⸗ ess d iſt auch ein Nuſtatt in der Graffſchafft arck. Niddeck/ igt auch im Hertzogthum Guͤlch, ein feines Staͤttlein, zwiſchen Duͤren und Zuͤlpich, an der Roer,oder Ruhr, ſo die Frantzoſen, und ihre Bundsgenoſſen, Anno 1642. eingenommen ha⸗ en 4 Nienburg/ Nyenburg/ oder Neu⸗ enburg/ Nienborg/ an der Weſer, und in der Graffſchafft Hoya, welche Statt und Feſtung, An. 1627. den 16. Novembris, die Kaiſeriſchen ein⸗ bekommen, und hernach Anno 1635. den 20. 30. Ju⸗ mij, mit Accord uͤbergeben haben. Und war fol⸗ gends dieſes Platz wieder in Luͤneburgiſchen Haͤn⸗ den; biß daß Anno 1639. der Schwediſch General, Johann Banner, zu Boitzenburg zwey Regiment zu Pferd, und drey ſtarcke Hauffen zu Juß uͤber die Elbe gehen ließ, die ihren Zug hieher nahmen, und dieſe Feſtung durch Anſchlag einbekamen. Es ligt unterhalb dieſer Statt/ zwiſchen ihr, und Hoya, auff Bremen AiSN d Den M a edergiu amn. 8 .— Id l Dal dem K Sa i 1 86. ſ dn’ « 8 mde dende Keein in KnRe 8„ D ſalah 91*.. AL 1 An, Nr 4 N. 5 d fertrhccren a. enin. N 2 „„ 4 Jortn Ka Tonen, d 1 1 uecwolwmaeme. 3 echwolnaemmta 1 A 0'. ſachr ſale eglchen Urſachm nſcce da on a9 Ae, pn darte Ua? wll dönig, 1 M wendam N dnt bAhn NR d. 11 e A DN,S M — , 4 o rhie I ** 8 △₰ ſer 7 AGG FhA M 4 ch d Tit. 4** r A; 4 Ner uſtar r) Ur a dGen eai u. — 11 udr und SttEeocennh A 5 4 Cm.„TIhe n 9 Na auc 9 a dn 5 ald. —„Arzn Nideck rern 8. 1. ſcnes Stäcken mön dr 30 ada Noa dn ee in n 4 Pf 1 „. aenc oſſcn ArÄ 14 g N. 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Sax. nhuß /0 H und Pade pe gelegen ſcafft Ben „ 710 im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. 89 Bremen zu, die Feſtung, und fuͤrnehmer Paß Drackenburg, oder Drackenborg, auch in der Graffſchafft Hoye. So viel aber de Graffſchafft Hoya/ auch noch in Weſtphalen. Wie wir finden, ſo iſt ein Weſtphaliſch Neuhauſen, Anno 1637. von den Kaͤiſeriſchen eingenommen worden.— Obernkirch/ ein Kloſter in der Graff⸗ anbelanget, ſo ſagt Johann Becherer in der Thuͤ⸗ ringiſchen Chronic, am 593. Baat, es ſey Graff Ot⸗ V to von der Hoya, der letzte deß Stammes, Anno 15 82. geſtorben, und die Graffſchafft an die Hertzo⸗ ge von Braunſchweig und Luͤneburg, gefallen. Die neue Braunſchweigiſche Chronic berichtet an dem 348. Blat, daß in gedachtem Jahr, den 16. Februa⸗ rij, auff dem alten Graͤfflichen Schloß Hoya, ge⸗ dachter Graff Otto zur Hoya, und Bruchhauſen, geſtorben, der ſechs Bruͤder gehabt, deren Theils auch verheurath geweſen, aber, ſampt ihme, und alſo ſieben Bruͤder, innerhalb ſechs und dreyſſig Jahren, ohne Erben/ verſtorben, und alſo dieſes loͤbliche Ge⸗ ſchlecht, ſo von Kaͤiſer Lotharij deß Sachſen Re⸗ gierung, biß auff dieſe Zeit florieret hatte, verloſchen. Die hinderlaſſene Herrſchafften ſeyen den Lehen⸗ herren, nemlich, den Hertzogen zu Braunſchweig und Luͤneburg, und Landgraffen zu Heſſen heim⸗ gefallen. Die Hertzogen zu Braunſchweig haben bekommen folgende Schloͤſſer, Stoltzenow, Eren⸗ burg, Sieck, Steigerberg, Sidenburg, Depenaw, Barenburg: den Hertzogen zu Luͤneburg ſeye zuge⸗ fallen, Hoya, und Nienburg, die fuͤrnehmſte Statt in der Graffſchaſſt, Lavenau, und Bruch⸗ hauſen; der Landgraff zu Heſſen habe bekommen Ucht, und Freudenberg. Die Hertzogen zu Braun⸗ ſchweig und Luͤneburg, haben das Hojeſche, und Bruchhauſiſche Wappen, ihrem gewoͤhnlichen Schilde einverleibet, ſich hinfort drey Helmen ge⸗ braucht, des Tituls aber niemals angemaſſet. Am ſchafft Schauenburg, nicht gar fern von Buͤcken⸗ burg welches, als vom Kaiſer Ludovico Pio, Kqi⸗ ſer Carls deß Groſſen, Sohn, geſtifftet, fuͤr das aͤlteſte zwiſchen der Weſer, Leine, und Aller, ge⸗ halten wird. Was darbey liegt, nennet Span⸗ genberg einen Flecken: Der Mindiſche Bericht eine Statt heutigs Tags. Oldersheim vier tauſend Schritt, uͤber Emdden, an der Embs, in Oſt⸗Frießland gelegen. Hat einen herrlichen Port, ſchoͤne Haͤuſer, und or⸗ dentliche Gaſſen wie eine Statt, und ein ſtattliches Schloß, auff welchem vorhin die von Oldersheim Hoff gehalten, welches Geſchlecht aber vor kurtzer Zeit mit Acrone abgeſtorben iſt. In Atlante wird dieſer Ort Olderſum genant, und geſagt, habe ſechs Pfarrkirchen. Orſoy„eine Statt am Rhein, gegen Dinx⸗ laken uͤber, welches Orſoy man in die Graffſchafft Moers, von der hie oben, rechnetz wiewol Theils ſol⸗ che Statt dem Cleviſchen Land noch geben. Bey den Niderlaͤndiſchen Kriegen hat die Statt auch mitleiden muͤſſen. Und hat folgender Zeit Spa⸗ nien eine Beſatzung hie unterhalten. Aber Anno 1632. iſt ſie von Graff Wilhelmen zu Naſſau mit Ernſt belägert, und den 7. Novembris, ſampt dem Schloß, mit Accord erobert worden; nach dem zu⸗ vor eines Hauptmanns Anſchlag darauff gefehlet hatte. Anno 1638. zu Außgang des Octobris, hat ſie durch Feuer, einen groſſen Schaden gelitten. 406. Blat ſtehet daſelbſten, daß, nach Anzeig der ge⸗ ſchriebenen Mindiſchen Chronicken, im Jahr 1295. das Graͤff iche Schloß HOYA, ein Schloß mit der Weſer umfloſſen, das Staͤttlein aber in zwey Theil abgetheilet, gebauet worden ſeyn ſolle; Die Stifftsgenoſſen hatten ſich darwieder geleget, mit Einwendung, der Grund und Boden waͤre Min⸗ diſch, es ſeye aber darbey verblieben. Und dieſer Chronic wird am ſicherſten zu glauben ſeyn. Siehe aber auch, was Hamelmann in dem Oldenburgi⸗ ſchen Chronico part. 3. cap. 15. pag. 399. hier⸗ von ſchreibet. Niem/ oder Nihem/ nahend Driborg, im Stifft Paderborn, ein Stattlein, ſo die Schwe⸗ diſchen, ſampt dem benachbarten Staͤttlein Stein⸗ heim, oder Stenheim, am Flußlein Hec, und auch in dieſem Stitff gelegen, Anno 1639. außgeplun⸗ dert haben. Beſagtes Stenheim iſt des Hermanni Tulichij und Reineri Reineccij Vatterland; wie Chytræus lib. 3. Sax. p. 83. ſagt: Nienhuß/ oder Neuhauſen/ nahend Lippſpring, und Paderborn, und in ſelbigem Stifft, an der Lippe gelegen, Es iſt auch ein Nienhuß, in der Graffſchafft Bentheim, an der Vechta, und alſo Ort ſoder Orthen/ ein ſehr feſtes Schloß, der Graffen von Oſt⸗Frießland, gegen Leer, oder Lier, uber, wo die Læda in die Embs faͤllet; wie Em⸗ mius ſchreibet. Per/ oder Peer/ in Staͤttlein im Stifft Luͤttich an der Dommele, und den Graͤntzen von Braband. Petershagen/ wiſchen Minden und Stol⸗ tenow, an der Weſer, ein feiner Flecken, darinn ein Caſtell, mit einem Wald verſehen; allda deß Bi⸗ ſchoffs von Minden Reſidentz iſt; ſo Anno 15 19. Biſchoff Johann von Hildesheim, in dem Braun⸗ ſchweigiſchen Kriege, und die Schwediſchen, Anno 1636. eroberk haben: Wie auch Anno 1553. Her⸗ tzog Philippus Magnus, Hextzog Heinrichs deß Jungern zu Braunſchweig, Sohn, welcher die Ur⸗ ſach ſeines Kriegs, dieſe fuͤrgewandt, daß Biſchoff Frantz zu Minden, Oßnabruck und Muͤnſter, in vorigen Jahren, deß Landgraffen zu Heſſen Macht, und Waffen, in Belaͤgerung des Schloſſes Wolf⸗ fenbuͤttel, als ſein Vatter, gedachter Hertzog Hein⸗ rich, anß dem Lande getrieben worden, verſtaͤrcket haͤtte, wie Chytræus lib. 18. Sax. p. 465. ſchreibet. Py rmont ein feſtes Hquß, oder Schloß, ij in — in Weſtphalen/ und zwo Meilen von der Braun⸗ ſchweigiſchen Statt Hameln gelegen/ davon oben im Eingang/ und auch in dieſem Anhang/ bey Lug⸗ de/ etwas geſagt worden iſt. Johannes Pideritius, in ſeiner Lippiſchen Chronic/ ſagt: Daß die Graff⸗ ſchafft/ und altes verfallenes Hauß/ auff dem hohen Berg Pyrmont, ein Ort/ Feſt und Burg geweſen/ da die Altvaͤtter im Emmerland/ dem H. wolver⸗ wahreten/ immerwaͤhrenden Feuer gedienet/ und dahin, in ihren Noͤthen/ ihre Zuflucht genommen haͤtten. Anno 1777. iſt der letzte Graff Philippus b von Spiegelberg und Pyrmont/ in der Schlacht vor Quentin geblieben; ſeine Schweſter Urſulam hat Graff Hermann Simon zur Lipp geheurathet/ und mit ihr die gedachte beyde Graffſchafften/ Anno 58. bekommen/ und Anno 1576. geſtorben; deſſen hinderlaſſener einiger Sohn/ Graff Philipp zur Lipp/ Spiegelberg/ und Pyrmont/ im ledigen Stand/ Annor 5 92. und bald darauff auch gedachte ſein Frau Mutter/ dieſe Welt geſegnet haben/ ver⸗ laſſende ihre leibliche Schweſter/ die Graͤffin von Gleichen und Tonna/ in Thuͤringen/ Geborne von Pyrmont/ ſo den Graͤfflichen Haußrath/ Kleinodien und andere Guͤter bekommen/ gab auch ihren Herꝛn Soͤhnen den Graffen zu Gleichen/ Hertzog Erich der Juͤnger von Braunſchweig/ die eingezogene Graffſchafft Spiegelberg/ mit dem darzu gehoͤrigen reichen Ampthauß Kloppenburg/ zum Mann Lehen wieder aber/ wegen der Graffſchafft Pyrmont/ mu⸗ ſte ihr Frau Mutter/ und ſie/ mit dem Biſchoff von Paderborn kriegen/ weiln er das Pyrmontiſche Land/ als ein Mannslehen/ dem Stifft wieder heim⸗ gefallen zuſeyn erachtete; da doch ſelbiges Stifft es ihrer Schweſter obgedachter Graͤffin zur Lipp/ vor⸗ hin ruͤhig zubeſitzen gelaſſen hatte. Nunmehr aber/ hat es mit beyden Graffſchafften ſeine Richtigkeit/ weiln auch der Mannsſtamme der Graffen von Gleichen gantz abgangen iſt. Die Schwediſchen haben Anno 1633. dieſen Ott erobert/ hernach wieder verlohren. Und obwoln Anno 1641. der Schwediſch Obriſt Beſel/ ſich im Januario/ abermals daran gemacht/ und ſolches dreymal geſtuͤrmet/ ſo ward es doch von den Kaͤiſe⸗ riſchen entſett. Auuakenbrucke/ an dem Waſſer Haſe/ zwiſchen Kloppenburg und Vorde/ im Stifft Oß⸗ nabruck; ein Stattlein. Raedt vormWaldt/ Raed vorm Walde/ 1 dem Hertzogthumb Bergen/ welches taͤttlein/ Anno 1640. den 8. 19. is/ di Heſſiſchen erbhert habenn ende 2 Ropembiee dſe Rangeraid/ ein Staͤttlein/ an dem Fluß Worm/ im Hertzogthum Guͤlich/ bey Gelekirchen 90 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze Berge/ nicht weit von Duͤſſeldorff/ allda Anno 1461. im Februario/ der Kaiſeriſch Obriſte Meut⸗ ter/ mit acht Compagnyen Pferden/ und zehen zu Fuß/ lage. [Rapvenſperg/ ein Berg⸗Schloß in Weſt⸗ b phalen/ beym Fluß Heſſel/ davon die Graffſchafft/ ſo zu den Guͤlchiſchen Landen gehoͤrig iſt/ den Namen fuͤhret. Iſt Anno 1628. von den Staaden/ oder vereinigten Niederlaͤndern/ mit Liſt eingenommen worden. Siehe hievon oben Guͤlch; daſelbſten auch von Ravenſtein. In dem Anno 1644. zu Amb⸗ ſterdam wieder außgangenen Arlante, ſtehet von dieſer Graffſchafft Ravenſperg alſo: Sie wird theils gegen Mitternacht/ von dem Biſchthumb Minden/ und Oßnabruͤck; gegen Auffgang/ von Lemgo/ gegen Mittag/ vom Stifft Paderborn/ und der Graffſchafft Lippe/ Sparenberg und Rittberg/ gegen Nidergang/ von dem Biſchthum Munſter beſchloſſen. Hat den Namen von dem überän feſten und ſtarcken Schloß Ravensberg/ ſo auff e⸗ nem hohen Berge gelegen. Die andere Staͤttlein ſeyn nachfolgende: Bilefeld/ Herwerde/ Enger und Plothowe. Es iſt ein bergechtiges Land/ nicht ſo fruchtbar/ als die naͤchſtgelegene. Stehet an⸗ jetzo unter der Hertzogen zu Guͤlich und Cleve Ge⸗ biet. Und dieſes ſtehet an beſagtem Ort. Rheda/ Rheide/ ein Staͤttlein und ſchoͤ⸗ nes Schloß/ ſampt ſeiner Zugehoͤrde/ oder Ampt/ an der Embs/ bey Widdenbrucke/ und nicht gar weit ondfitdeng Toteſeheſades in die Graffſchafft Tecklenburg ſetzet. Theils referierens zum Sti Meunften 6 f zum Stifft Rhene/ auch an der Embs/ bey vier guter Meilen von Lingen/ Munſteriſch. Ruden/ am Moen/ gegen Kaldehart uber/ nahend den Paderborniſchen Graͤntzen: Daher auch dieſer Ort 1 dem ſre 4. Theatri Europæi, P. 247. unter die Paderborniſche geſetzt/ und geſagt wird/ daß die Heſſiſche/ Anno 1640. eine Streyßfe ins Paderborniſche vorgenommen/ aber im ver⸗ derbten Land nicht viel erobert. Undob ſie wol die Statt Ruͤden einbekommen/ hatten ſie doch die Kaiſeriſchen unlaͤngſt verlaſſen/ etwas an der Stattmauer geſchlaiffet/ und nicht viel ligen laſſen. Und dieſes iſt im Julio geſchehen. Es ſolle aber Ruden dem Ertzſtifft Coͤlln/ zum Hertzogthumb Weſtphalen gehoͤrig ſeyn: Inmaſſen auch in einer Anno 1644. auß Coͤlln uͤberſchickter Verzeichnuß/ ſolcher Ort ſelbigem Ertzbiſchthumb außtruͤckenlich gegeben wird. Sachſenhagen/ in der Graffſchafft Schauenburg. In der Mindiſchen Ablainung wird dieſer Ort eine Statt genannt/ darzu ennpe gelegen/ ſo der Weymariſch General Major Roſa in dem Eingang deß Martij/ Anno 1642. ſampt dem Hauß Leerat/ eingenommen hat. Ratingen/ ein Scattlein/ im Hertzogthumb gehoͤrig iſt/ nahend am Stifft Minden gelegen hat da ein altes Schloß der Sachſenhagen genae elche nuh abein/ ben auch das gantze Ampt ſehorig/ befagtes Stifft fuͤr heimgefallen Le⸗ iosacris Stifft fuͤr heimgefallen Le⸗ Salt X△ 8 XXò ò66ͤͤͤ I M K N N —ʒxʒ NMͥNÄNKNNN M N M G NN R 77„ S K N — 7 ſace ,1I — MM G ſ an V hch epupp D* A 6 1 1 G 1 146—, Np. 1* n 8 da ene S 8 N ‿½ 3 A bun( Berthelmte sc 5. 13n, 5 4 tu ARAe n Lic.. ld des gerazt 3 Nvedd Nhe a 84* den M dengtmr 6 n. * ar d 4 Re T Daun W. mn „ 1. hen. ahenit 1 N ale eAn n 10 Tri eeKe e Rude mDe N ned de„ M Ireritn m Auc. duſe. u r Ice 21 M rer 1 d/das d Afft„wn 0 8 dr be mi errzrore 1 n 6 Drdern Ledmoleae ehen 2,„ Nüdr wbctrn. wer. m digt 3 Awontl T Anno 1644. ee i dC 1 1LLlld LULlll —— — ——;—— ℳ de weilder dlte Falßfl Tan e awel ga ft diele Pe h egen; 73 Schloß Krln zaffd 14 t orben/ El e N/ Gr n ut mer G ſiud n Wr Aan Abſt 40 nc ſtlichs z vorm dAnno dode mpirli d un lph von Scin burgau n(ti ſan der⸗ ſhein nach O tecn ußemem derrat aiſer Co wma hstagzu oman zaben. D a wie Cyr. 4 Chroni ſeſe Sch. nongentis hriltum uUm. en do/ ſonde mmhauß burg/ an xrſim Her i ſſer Bruil tr Sieg kon Iſtein S 2 aauff S. ibaldus, ei die fuͤrneht 1§. Benignc deſſen Abt, te Anno 164 2. Höffe/ n ber deß C un chet. 1642. im. iſſhen Gen e und eroben .' ——è im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. Saltzkot en/ ein ſtarcke Meil Wegs/ oder mehrers von Paderborn/ und in ſelbigem Stifft gelegen/ ein Staͤttlein/ welches Anno 1633. in De⸗ cembri/ der von Kniphauſen/ ſampt den Heſſiſchen/ mit Sturm erobert, und allda ubel gehauſet/ iſt auch das Staͤttlein/ biß auff wenig Haͤuſer/ und die Saltzhuͤtten/ abgebrandt worden. Siehe den dritten Theil des Theatri Europæi. Die Tafeln nennens Saltzkott. Schawenburg/ it der Haupt Ort in der Graffſchafft dieſes Namens/ nicht gar fern von der Weſer gelegen; welches anſehenliches wol erbau⸗ tes Berg⸗Schloß/ ſo Biſchofflich Mindiſch Lehen/ der letzte Graff Otto von Schawenburg/ ſo Anno 1640. geſtorben/ ſeiner Frauen Mutter, Frauen Eliſabethen/ Graͤffin von Schawenburg/ Witti⸗ ben/ geborner Graͤffin/ und edler Frauen von der Lippe/ zum Witwenthumb⸗Sitz/ und auß dem Arnpt daſelbſt 4000. Reichsthlr. bey ihren Lebens zu ten Jährlichs zu npfahen/ und zugenieſſen/ ver⸗ ordnet/ und Anno 1637. den 18. Januarii von dem Thumb Capitel zu Minden darein conſentiert wor⸗ den. Adolph von Salingleven/ hat dieſes Schloß Schawenburg auff dem Neſſelberg/ an dem Sun⸗ tal(ſo ſich an der Weſer/ bey dem Hauß Berge an⸗ fahet/ und nach Oſten/ biß gen Naſſinghauſen er⸗ ſtrecket) auß einem Ziegenſtall erbauet/ darauff ihn hernach Kaiſer Conrad der Ander/ Anno 1030. au dem Reichstag zu Minden/ zu einem Graffen ſoll gemacht haben. Daher auff dieſem Schloß Schaw⸗ enburg/ wie Cyr. Spangenberg in der Schawen⸗ burgiſchen Chronic bezeuget/ an einem alten hohen Thurn/ dieſe Schrifft noch anjetzo zu finden: Annis nongentis„centenis ter quoque denis Poſt Chriſtum natum Schaumburg tenet ini- tiatum. Folgends/ ſonderlich zu den letztern Zeiten/ iſt ſol⸗ ches Stammhauß/ gewaltig erhoben und gezieret worden. Siburg/ bey dem Waſſer Sieg/ gegen Bonn uͤber/ im Hertzogthumb Bergen/ da oberhalb das Waſſer Bruil/ und ein wenig unterhalb die A⸗ cker in die Sieg kommet. Daher dieſer Ort gar wol gelegen. Iſtein Stattlein/ und anſehenliche Ab⸗ tey: Allda auff S. Michaelsberg der heilige Prie⸗ ſter Winibaldus, ein leiblicher Bruder des heiligen Xilibaldi, Biſchoff zu Aichſtatt/ verehret wird; und ſind die fuͤrnehmbſt Reliquien von ihme/ wie auch von§. Benigno, allhie zu Siburg verwahret. Mitten in der Statt Coͤlln hat dieſes fuͤrnehme Kloſter(deſſen Abt/ und auch Herr in dem Weltli⸗ chen noch Anno 164 5. Bertram von Bellinghauſen geweſen) 2. Hoͤffe/ deren der groͤſſere deß Abts/ der kleinere aber deß Capituls/ darzwiſchen S. Egidũ Capell ſtehet. Anno 1642. im Herbſt/ iſt dieſer veſte Ort vom Schwediſchen General Baudiſſin unverſehens uͤ⸗ berfallen/ und erobert worden. Anno 1634. den z. 91 Decembris/ war in dem, zwiſchen der Cron Schwe⸗ den und Confoͤderirten Staͤnde/ an einem/ und Pfaltzgraff Wolffgang Wilhelmen/ ꝛc. am andern Theil/ zu Wormbs auffgerichtem Verſchonungs⸗ Vergleich/ verſehen/ daß alles Schwediſch Volck vom Kloſter und Staͤttlein Siburg: Item/ auß den Staͤtten/ und Schloͤſſern Blanckenberg/ und Windeck/ ſo dann von der Kettwicher Bruͤck/ und dem Hauß Landſperg/ wie nicht weniger auß der Statt Dortmund/ Ruhrort/ und andern/ abgefuͤh⸗ ret werden ſolte. Es ſeyn aber erſt im Octobri Anno 3 5. Landſperg/ Siburg/ Blanckenberg/ und Windeck/ von den Schivediſchen Beſatzungen/ den Neuburgiſchen/ mit Accord ubergeben worden. Man rechnet von Siburg drey Meilen nach Coͤlln. In dem vierdten Theil des Theatri Europæi ſtehet am 234. Blat/ folgendes: Der Kaiſerliche Obriſte Meuter wurde in dem Majo/ Anno 1640. den Pfaltzgraͤfiſchen Neuburgiſchen in Siburg zuwi⸗ der/ und lieſſe etliche Soldaten Heu und Stro da⸗ hin tragen/ dardurch er/ vermittelſt gedachten Hin⸗ derhalts/ in das Staͤttlein und Schloß kommen/ der Neuburgiſchen etliche nidermachen laſſen/ und ſeine Quartier rerbeſſert. An der Roer/ oder Weſtphaͤliſchen Ruhr/ ligt ein Sigburg, zwiſchen Menden/ und Hattingen/ in der Graffſchafft Marck. Darvon wir aber kei⸗ ff nen Bericht geben koͤnnen. Auff dem Reichstag zu Regenſpurg in Anno 1641. iſt perſoͤnlich erſchie⸗ nen/ Herr Bertram/ Abt und Herr zu Sigberg/ Stralen/ Hulß/ und Ewenheim: Den wir ſonſten weder in der Reichs⸗Matricul/ noch in dem Weſt⸗ phaͤliſchen Craiß⸗Regiſter finden koͤnnen; und uns daher auch allhie ein mehrer Bericht vonnoͤthen iſt: Ob ſolches Sigberg von dem in Weſtphalen/ oder einem andern zuverſtehen ſeye? Sinei/ wie dieſer Ort vom Ludovico Guic- ciardino, und andern/ auch in den Raͤiß⸗Verzeich⸗ nuͤſſen/ genant; aber in den Landtafeln Chiaey, und Chyne)y geſchrieben wird. Ligt an deß Hertzog⸗ thums Luͤtzenburg/ und der Graffſchafft Namur/ oder Namen/ Graͤntzen/ acht Meilen von Luͤttich; dahin man kompt/ wan man von Luͤtzenburg/ Ar⸗ lun, Baſtonac oder Baſtoigne, und ferners entwe⸗ der durch la Kocche, oder aber Marche, ſo auch Marza genant wird/ und noch Luneburgiſch iſt/ nach Namur raͤiſet. Es iſt beſagtes Sinei/ odet Chiney, zwar ein kleine/ aber uhralte Luttichiſche Statt und gehoͤret dahero zu dem Weſtphaͤliſchen Craͤiß. Solingen/ an der Wipper/ im Hertzog⸗ thumb Bergen/ da gute Wehrklingen gemacht werden. Anno 1633. haben dee Heſſiſchen dieſe Statt eingenommen. Anno 1642. als viel Volcks der Enden lage/ wurde Statt/ und Ampt Solin⸗ gen rein außffepluͤndert; wie im vierdten Theil deß Theatri Europæi, am 972. Blat/ davon der Kaiſeriſch⸗und Bayriſchen Ubel hauſen/ gehandelt wird/ ſtehet. Sons⸗ 6 92² Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtt und Plaͤtze. Sonsbeck/ Zonsbeck/ in Stättlein im Hertzogthumb Cleve/ nahend Santen und Calcar gelegen/ allda der heilige Maͤrtyrer§. Gerebernus ruhet/ ſo allhie von dem gemeinen Volck/ auß Irr⸗ thumb/ jetzt Bernhardus genannt wird; wie dann auch in den geweyheten Ringen/ welche wider das Zipperlein in Haͤnden/ und das Fieber/ pflegen ge⸗ tragen zuwerden/ nicht deß Gereberni, ſondern deß heiligen Bernhardi Namen zuleſen iſt; wie Auber- tus Miræus in Faſt. Belgic. pag. 259. dieſen Fehler an⸗ zeiget. Anno 1625. haben die Spaniſchen dieſen Ort in ihrer Gewalt gehabt. Anno 1640. lagen Heſſiſche daſelbſt. Der Kaͤiſeriſche General Lam⸗ boy begehrte allda/ im November/ Winter⸗Quar⸗ tier zuhaben/ welches aber die Heſſiſchen nicht ge⸗ ſtatten wolten; woruͤber es zum belagern/ und Ernſt/ kommen/ und haben ſich die Heſſiſche alſo geweh⸗ ret/ daß der junge Obriſte Beck daruber tod geblie⸗ ben/ ein Obriſter Wachtmeiſter/ und ein Haupt⸗ manns⸗Statthalter verwundet/ einem von dem Geſchuͤtz ein Bein/ mit einer groſſen Kugel/ abge⸗ ſchoſſen worden. Es hatte ſich aber gleichwol end⸗ lich dieſer Ort ergeben muͤſſen; und urden die dar⸗ in gelegene Soldaten untergeſtellet/ und ihre Vor⸗ geſetzte in Verhafft genommen. Iſt ein Staättlein/ ſamt einem Schloß/ weiches letztere ſich am laͤng⸗ ſten gewehret hat. Spa/ Spaa/ oder Spay/ Ein Fle⸗ cken/ im Stifft Luttich/ anderthalb Meilen von der Statt Limborch/ oder Limburg/ fuͤnff von Luttich/ und acht von Tongren/ in einem ſehr tieffen Thal gelegen/ und faſt allenthalben mit Bergen umbge⸗ ben/ auch wol erbauet. Mitten auff dem Marckt ſtehet ein Sauerbrunnen/ der den Namen deß hei⸗ ligen Kemacli, Biſchoffs zu Luttich/ hat. Aber der weitberuͤhmbte/ und rechte Sauer⸗oder Ge⸗ ſundbrunnen/ zu welchem ſo viel Leute von fernen Orten reyſen/ iſt auff einem hohen Berg/ wiſchen den Waͤllden/ faſt ein halbe Meil vom Flecken gele⸗ gen/ zu welchem man einen rauhen/ und ſteinichten Weg hat; welcher dann mit ſtarcker Leibsbeweg⸗ nuß/ ſo die Geſundheit zu erlangen/ und die natuͤrli⸗ che Kräffte zuermuntern/ fur ſonderlich bequem ge⸗ halten/ gegangen wird. Ins gemein wird ſolcher Brunn la Saviniere, und das Waſſer bohon, in ihrer Romaniſchen groben Sprach/ genant. Von dieſem Brunnen ſeyn deß C. Plini Wort/ im 21. Buch/ zuverſtehen; wiewol die von Trongren ſolche auff ihre Statt/ und einen Brunnen daſelbſt/ ziehen wolien; darwider aber Ortelius, in Incinerario Gal- lo-Brabantino, p. 248. und andere/ ſeyn. Es ſchrei⸗ bet Ludovicus Guicciardinus, in Beſchreibung Niderlands/ daß ſolcher Brunne zu Spa/ furgem⸗ lich/ das Dreytaͤgige Fieber/ und die Waſſerſucht/ curire; heyle den Magen, erkuͤhle die Leber/ und mildere trefflich das hitzige Podagra. Es ſchmaͤ⸗ cke dieſes Waſſer/ wann es getruncken werde/ ſehr nach Eiſen/ und zum Feuer geſetzt/ werde es erſtlich truͤb/ und darnach klar in rohter Farb, ſchade aber ₰ gar nichts/ ſondern/ wann man es nuͤchtern/ und zu jederzeit trincke/ ſo mache es ohne die ernante Wir⸗ ckungen/ ein gute Daͤuung/ und Luſt zu eſſen. be⸗ trus Bertius, in Beſchreibung deß Stiffts Luttich/ thut hinzu/ daß es auch m der Schwindſucht gut ſeye. Von dieſem ſo berühmbten/ Geſundbrunnen/ haben/ nach Gilberto Philaretho geſchrieben/ Phi- lippus Gæringus, Thomas Rietius, und Abraham Nicolaus Frambeſarius. Stablo/ Stablon/ Stabel/ Late⸗ niſch/ Monaſterium Stabulenſe, ligt zwo Meilen von gedachtein Spaa/ nahend den Luͤ⸗ tzenburgiſchen Graͤntzen/ in einem tieffen Thal/ und am Waͤſſerlein Ambleva/ ſo in die Vta/ folgends in die Veſa/ und endlich/ zu Luttich in die Maß faͤl⸗ let. Iſt ein beruͤhmbte reiche Abtey deren Abt ein Stand des Reichs/ und auff zwey zu Roß/ und zwey und zwantzig zu Fuß/ Monatlich angeiegt iſt wiewol die Niderlandiſche Kriege da bißweilen ei⸗ ne Entſchuldigung/ und Nachlaß/ verurſacht ha⸗ ben. So iſt dieſe Abtey auch in dem Weſtphaͤli⸗ ſchen Craiß/ und wird daher biliich allhie einge⸗ bracht. Der jetzige Gefurſte Abt allhie/ iſt Herr Fer⸗ dinand Ertzbiſchoff/ und Churfuͤrſt zu Coͤlln/ Herr⸗ tzog in Bayern/ ꝛc. Man will/ daß das Wort/ Sta⸗ blo/ ſo viel heiſſe/ als ein Wolffsſtall/ dieweil zun Zeiten deß heiligen Kemacli, an dieſem Ort/ nichts anders/ als wilder Thier Hoͤhline geweſen. Und wird ins gemein erzehlet/ als gedachter heilige Re⸗ maclus dieſes Kloſter erbauet/ Er ſich eines Eſels/ zum Stein und dergleichen/ tragen/ gebraucht/ wel⸗ chen hernach ein Wolff gefreſſen: Derhalben§. Kemaclus den Woiff verdampt habe/ daß en deß Eſels Arbeit verrichten muſte/ deme er auch gehor⸗ ſam geweſen. Und daher findet ſich auch ein ſol⸗ cher Wolff in dieſes Orts Wappen. Gegen der Abtey uber/ ligt ein Schloß/ daß Graff Wilhelm von Manderſcheid/ Abt allhie/ der Anno 1546. ge⸗ ſtorben/ erbauet hat/ in welchem Schloß die Acta Pudlica, geſchriebene Buͤcher/ und der beſte Kirchen⸗ DOrnat/ vor dieſem(und ville cht noch) auffbehal⸗ ten worden/ auch dalelbſt die Aebte gemeinlich Hoff gehalten haben/ und allda die M untz geweſt iſt. Es gibt umbs Kloſter herumd auch andere Gebaͤu/ in dieſem Thal/ ſo ein Stattlein machen. Und hat man von hinnen faſt eine halbe Meil zu dem Dorff Wannen/ ſo auch der Stabloniſchen Herrſchafft ge⸗ hoͤrig; Und kompt man ferners zu einem andern kleinen Dorff/ in einem Thal/ Ledevae genant/ ſo an einem Bachlein gelegen/ welches die Graͤntze deß BertzogsthumbsLüͤtzenburg ſeyn ſolle Obgedachter S. Remaclus, erſtlich Biſchoff zu Maſtrich/ hernach Abt zu Stabel, iſt allhie Anno„1. geſtorben/ und begraben worden; deme allda§. Pabolenus, oder Babolenus, ſuccediert hat/ welcher Abt qͤuch allbie ruhet. Das fuͤrnembſte Dorff dieſes Kloſters/ wie Miræus in Faltis, pag. 267 will/ iſt Lierneur, oder Tadernacum, alloa der H. Prieſter und Maͤrtyrer, S. Simitrius, oder Simerrius, ſein Begraͤbn uß hat. Beſihe — 4 5 a — 2 4———— —„— 4 * 1 4 8 7 A „ n. t eh. 4 1 A. e A 4 6 c a m —. 7 da la 3 A NI 1 U 4 ſu. e. 5 N I 9 XN V 4 Nal 10n V de n b d A A5 ³ 8 1 2 8. 34 Stax . 9 d 1* V mſc G. d 3 AlOHHN K 85 d 8 4 v h 4 1 L SenbEA N 4½ J8 1 p. 2. nde Nraaei 3 111 3 *„ Ma 4 if ¹ R r. 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Cap. un der;3 8. 2 ſſt Stron und Rhei⸗ rafen deß rngenom und Amp d ſey der nins Elen dzu Bra igantis En hen, daß be d daßetlic *. Darbe an erliſſe vide ltem: d Srrge lo, p. 162. tromberg ern und afft zu ver klenbur eellen von! Nüͤck, auf Münſtern hafft den ächtig gen en ſſt S im hochloͤblichen Weſtphaͤliſchen Craͤiß. Beſiehe Abrahamum Ottelium, in ſeinem ltinera- rio Gallo-Brabantino, auß welchem das meiſte hieher entlehnet worden iſt. Stickhauſen/ Stickhuſen/ Stich⸗ huſen/ ein Dorff, und veſtes Schloß, in der Grafſchafft Embden, oder Oſt⸗Frießland, und deſſelben Theil Mormeria, an der Leda, und nahend ſiſchen haben dieſen wolverwahrten Ort und Ve⸗ ſtung, Anno 1637. im Herbſtmonat, mit Accord erobert. Stockem/ oder Stochem/ ein Statt⸗ lein an der Maaß, oder Moſa, zwiſchen Maſtricht und Ruremonde, von jedem Ort bey vier Meilen, und nahend Maeſeyck, in dem Stifft Luͤttich ge⸗ egen. Stoltenow/ Stattlein und feſtes Schloß⸗ in der Grafſchafft Hoye, an der Weſer, iſt Braun⸗ ſchweigiſch. Es ligt gleich darbey Schloͤtelborg, dar⸗ innen ein ſchoͤner Edelſitz. Suſteren/ Monaſterium duſteren- ſe, ein Adeliches Jungfrauen Stifft, heutiges Tags, in dem Hertzogthumb Guͤlch, und unter deß Stiffts Luͤttich geiſtlicher lnipection, welches S. Willibrordus geſtifftet hat. Stromberg/ nahend dem Fluß Lippe Item das Staͤttlein Widenbrucke und Rh eda/ davon Hamelmann, in der Oldenburgiſchen Chro⸗ nic, part. 2. cap. 1 3. fol. 152. ſchreibet, datz Flo- rentinus der 3 8. Biſchoff zu Muͤnſter, die Burg⸗ grafſchafft Stromberg(ſo mit Nuͤrnberg, Mag⸗ deburg und Rheineck, insgemein, unter die vier Burggrafen deß Reichs gezehlet worden) Anno 1372. eingenommen habe; wie dann auch ſolch Schloß und Ampt noch jetzt bey dem Stifft Muͤn⸗ ſter; und ſey der rechte Erb, nemblich, Burggraf Johann ins Elend getrieben worden, und endlich im Land zu Braunſchweig geſtorben. Auß deß Joan. Gigantis Entwerffung deß gedachten Stiffts, iſt zu ſehen, daß beym Haupt⸗Ort auch ein Staͤtt⸗ lein, und daß etliche Doͤrffer in ſolches Ampt gehoͤ⸗ rig ſeyn. Darbey er dieſe Wort ſetzet: Circa hos ſaltus periiſſe videtur Q Varus, cum tribus Legio- nibus. Irem: Stromberg olim Burggraviatus Imperii. Hergegen will Freherus, in notis ad P. de Andlo, p. 162. lib. 1. c. 16. daß das ſehr alte Ca⸗ ſtell Stromberg auf dem Hundsruͤck, zwiſchen Simmern und Creutzenach, unter ſolcher Burg⸗ grafſchafft zu verſtehen ſeye. Tecklenburg/ en veſtes Hauß oder Schloß, vier Meilen von der Statt Munſter, und zwo von Oßnabruͤck, auf einem hohen Huͤgel und Gebuͤrg, gegen Muͤnſter werts, gelegen; darvon die gantze Grafſchafft den Namen hat: Die vor Zeiten groß i und maͤchtig geweſen, aber viel darvon an andere kommen iſt. Siehe Hermann Hamelmann in der 93 Oldenburgiſchen Chronic part. 3. c. 7. p. 253. Der Letzte aus dieſem Graͤflichen Geſchlecht, war Otto, Thumb⸗Probſt zu Oßnabruck, den ſein Bruder, Graf Cunrad, biß an ſein Ende, gefangen gehal⸗ ten, alſo, daß er erſt nach ſeinem Tod, von ſeiner deß Cunradi einigen Erb⸗Tochter Anna, Graͤfin zu Bentheim, loß geben worden, und nach etlich wenig Jahren geſtorben iſt. Gedachte Graͤfin iſt hernach den Oldenburgiſchen Graͤntzen, gelegen. Die Heſ⸗ An. 1561. von ihrem Herrn und Ehegemahl, Graf Eberwin zu Bentheim, auf dem beſagten Hau Tecklenburg, auch gefaͤnglich verwahret; u i ſonderm Liſt, von ihrem Vettern Graf Chriſtophen zu Olbenburg, ledig gemacht worden; wie hievon beym beſagten Hamelmann, d. p. 3. c. 13. p. 358. zu leſen. Was noch uͤbrig von dieſer Grafſchafft iſt, als Lengerick, oder Lengerich, Lengercke,(ſo Chy- træus nur ein Dorff, eine halbe Meil vom Schloß Tecklenburg gelegen, nennet) und andere Ort mehr, das gehoͤret, zuſampt gedachtem Stamm⸗ hauß, heutigs Tags, den Grafen von Bentheim; die davon dem Anſchlag nach, Monatlich z.zu Roß, und 10. zu Fuß, oder 76. Guͤlden dem Reich con⸗ tribuiren ſolten. Telligt j an der Embs, im Wolbeckiſchen, und nahend Wolbeck, zwiſchen Warendorff und Muͤnſter, ein Paß, und dem Stifft Munſter gehoͤ⸗ rig. David Chytræus lib. 13. Sax. p. 346. nennets Telget, und ſagt, lige nahend bey der Statt Mun⸗ ſter, allda im Ende deß 15 32. Jahrs, die Stande deß gantzen Stiffts Munſter, und unter denen, die Domherrn, ſo kurtz zuvor, wegen veraͤnderter Re⸗ ligion in der Statt Muͤnſter, und etlicher Kirchen halber, ſo die Burger mit etwas Ungeſtumm, ein⸗ genommen, auß der Statt gewichen, und hieher vom Biſchoff, zu berathſchlagen, wie die Empoͤ⸗ rung in der Statt zu ſtillen, beruffen, zuſammen kommen ſeyn; welche die von Munſt. aberfallen, und die meiſten gefangener in die Statt, mit Frolo⸗ cken, an S. Stephans Tag, gefuͤhret haben. Land⸗ graf Philips auß Heſſen, hat endlich Frieden ge⸗ macht, dergeſtalt, daß die Gefangene ſolten ledig gelaſſen werden, die Burger in den Stifftskirchen zu Munſter nichts aͤndern, oder Neues machen: In den uͤbrigen ſechs Kirchen aber, als zu St. Lam⸗ precht/ Ludger, Egiden, uͤber dem Waſſer, S. Mar⸗ tin und Servatio, ſo ſie eingenommen, die Lehr der Augſpurgiſchen Confeſſion, beſcheidentlich lehren, und dem Biſchoff/ den ſchuldigen Gehorſam/ ehrent⸗ bietlich leiſten ſollten. An. 1641. hatten die Wey⸗ mariſchen einen Anſchlag auf dieſes Staͤttlein, und ſolchen den 18. Decembr. Nachts, vollziehen wol⸗ len. Kamen derowegen mit ungefehr tauſend Mann dafuͤr, und brachten vermittelſt Anlauffs, etwas ih⸗ res Volcks hinein: Aber der von Vehlen hatte kurtz zuvor, auß Warendorff 80. Mann genommen, und hinein gelegt; welche dißmal die Buͤrger zu Telligt, ur Wehr bewegten, daß die Weymariſche, mit Hinderlaſſung zimlicher Todten, weichen muͤſſen. V Visbeck/ ein Kloſter oder Stift, in der Graf⸗ M ſchafft ———— 94 Beſchreibung der fuͤrnehmbſten Staͤtte und Plaͤtze/ꝛc. ſchafft Schauenburg,/ Anno⸗ 34. unter dem achten Biſchoff zu Minden, Ludario, angerichtet. Vlote/ Vlotha/ an der Weſer, ſo etwan eine Herrſchafft geweſen, jetzt aber deren Haupt⸗ ſtaͤttlein Vlothowe, Vlote, oder Vlotha, unter die Staͤttlein der Grafſchafft Ravenſperg gerechnet wird. In der Braunſchweigiſchen Chronie ſtehet, am 402. Blat alſo: Anno 1341. haben Hertzog Otto, Hertzog Wilhelm zu Braunſchweig, ihrem Schwager, Graf Heinrichen zu Waldeck, das Schloß Vlothe,an der Weſer gelegen, verſetzt. Die⸗ ſe Herrſchafft gehoͤret jetziger Zeit in die Grafſchafft Ravenſperg. Welcher geſtalt aber ſie an ſolche frembde Herrſchafft kommen, kan ich nicht wiſſen, Licentiat Hamelmann, in ſeiner Oldenburgiſchen Chronic, im 1. Theil, am 27. Capitel, ſchreibet, Graf Heinrich zu Oldenburg, zugenambt, der Vogener, das iſt, der Demuͤtige, hab ſich einen Herrn zu Blo⸗ the titulirt, woher, wird nicht darbey erwehnet. Biß hieher beſagte Braunſchweigiſche Chronic. Volckmarſem/ eine Statt, im Coͤllniſchen Hertzogthumb Weſtphalen. Dilichius in der Heſſi⸗ ſchen Chronic p. 132. ſchreibet zwar, daß ſich dieſer Ort, An. 1561. in Heſſiſchen Schutz begeben, wel⸗ cher an der Grafſchafft Waldeck, nicht weit von dem Hauß Wetterburg,lige. Aber es wird derſelbe gleichwol in An. 1644. unter die Chuy⸗Coͤllniſche Staͤtt verzeichnet. In den Relationen iſt einkom⸗ men, daß die Schwediſchen ein Volckmarſen, in Weſtphalen, an der Tuitſche, nahend Warburg, in die Aſchen, An. 1632. gelegt haͤtten. In dem zwey⸗ ten Theil Theatri Europæi, ſtehet, daß An. 1632. Landgraf Wilhelm auß ·Heſſen dieſe Statt mit Ac⸗ cord erobert; ſo aber der Graf von Pappenheim bald wider bekommen. Welcheszweymal geſchehen, und haͤtten die Heſſiſchen nicht weit darvon einge⸗ buͤßt. Hernach ſeyen die Schwediſchen unterm Ge⸗ neral Baudiß, nach Volckmarſen kommen, daher die Pappenheimiſche Soldaten, ſampt den Buͤr⸗ gern, auß Forcht, gewichen, und haͤtte darauf die da⸗ hin commandirte Jaͤger Compagny die Statt ein⸗ genommen, gantz außgepluͤndert, die Thor, und Mauren nidergeriſſen, und endlich die Statt in die Aſchen gelegt. Vorde/ ein Stattlein, zwiſchen Oßnabruͤck und Quakkenbruck, und zum Stifft Oßnabruͤck ge⸗ hoͤrig. Wird von Theils zur Voͤhr genant. Es ligt auch ein Vorde, oder Vorden, im Paderborni⸗ ſchen, zwiſchen Brakel und Sualenburg, bey Ol⸗ denburg. Vreeden/ ein Staͤttlein im Stifft Mun⸗ ſter, bey Stattloon, und Ahus. Utrecht. Es wird der Biſchoff von Utrecht, auch unter den Staͤnden deß Weſtphaͤliſchen Craͤi⸗ ſes gezehlet. Weilen aber ſolches Biſchthumb nicht allein in dem Burgundiſchen Vertrag begriffen: ſondern auch jetzt gar kein Biſchoff dieſes Orts mehr iſt; und die vereinigte Niederlander allda, ſo wol in Religions⸗ als andern Sachen, Veraͤnde⸗ rung vorgenommen; und man ſolches Land von Utrecht jetzt zu Holland rechnen thut: Als wird dan⸗ nenhero die Beſchreibung beydes der Hauptſtatt, und des Lands, anderswohin verſparet. Warendorff/ Warendorp/ an der Embs, zwiſchen Beckem und Saſſenburg, dem Stifft Muͤnſter gehoͤrig, welchen Ort Philippus Magnus, Hertzog Heinrichs det Juͤngern, Sohn, Anno 1773. in ſeinem Feldzug ſtracks erobert hat. Anno 1763. bekam denſelben Hertzog Erich zu Braunſchweig mit Liſt. Sihe Petershagen. Ward Anno 1623. ekliche Wochen lang von dem Grafen von Anhalt, im Nahmen deß Herrn Biſchoffs von Muͤnſter, belagert und erobert. Anno 1638. hat die⸗ 3 Släts im Auguſto eine groſſe Feuersbrunſt ge⸗ abt. Wenera/ en ſchoͤner Marckt in Oſt⸗Frieß⸗ land, gegen dem Stifft Munſter werts, an der Embs drey Meilen von Embdemw, und eine von Lera gelegen. Hat einen Port, und ein ſchoͤne Kirch, und iſt nach der Lang erbauet. Winnenberg/ eine freye anſehnliche Herr⸗ ſchafft in dieſem Crais, die von einem Autore, zwi⸗ ſchen Coblentz und Trier, geſetzt wird, ſo vielleicht deß Antonini Vinco, wie er muthmaſſet, ſeyn mag: Siehe oben den Eingang. Widdenbruck/ iſt ein Stattlein an der Embs, zwiſchen Rittberg und Rheda, gelegen. Wormskirchen/ im Hertzogthumb Ber⸗ gen, auf der Straſſen von Coͤlln nach Dortmund„ bey vier Meilen von Coͤlln gelegen/ ein Marcktfleck⸗ oder Staͤttlein. Werne/ ein Staͤttlein/zum Stifft Muͤnſter⸗ ſampt ſeinem Ampt, gehoͤrig, bey dem Lippſtrom, zwo Meilen von Luͤnen, und eine Tagraͤiß zu Fuß, von der Statt Muͤnſter, gelegen. Dahin man kompt, ſo man von Coͤlln nach Muͤnſter raißt. An⸗ no 1640. haben den 16. Junii ſich dieſes Staͤttleins bemaͤchtiget die Kaͤiſeriſchen, und dieſelbe mit fuͤnff Compagnyen belegt, die ſonſten kein Volck innen hatte, ſondern den Heſſiſchen allein contribuixte. Witmund/ in Oſt⸗Frießland/ hat zwar kei⸗ ne Mauren, und iſt nur ein alter Marckt, aber ſo groß/ als die Statt Eſens, dahin er, dieſe aber dem Grafen von Oſt⸗Frießland, gehoͤrig iſt; auch ſo viel Statt⸗Gerechtigkeit, als Eſens hat, und von Burgermeiſtern regiert wird. Es iſt da ein ſtatt⸗ liches und veſtes Schloß. Siehe Ubbo- nem Emmium in Friſ. Orient. Cho- rogr. deſcript. pag. 5 3. 82(0) E Ver⸗ — ——— 8— 8——. * 1. „ Saue 1 Säe oden der Enaa 3„ Bderbrut ee ah 4. rss, miſten Nrtenn a. 7** 3 4 1 4 Vornekrc 1is In, awf dar Snaſcnrokn AG“ ꝗ ner Melen renduge d der Sterrten. Sin 1f Wer eStctams f rr ſanen Arnat an) 4 4 Meim un en n. n 3 rrt T rurſt, e 0 ₰ Wſ. Sr, ſow mmlin iten 11 nen ei S 4 1 20. dadend 1KGriſch n atd aKrec 5 5 5 en 24, 1 2 4 Nſecſta 1 deg, 3 41 ien 412 attt⸗ 4 5 1 — mm— 8e M. TRATECT 8 Godö 1 8 e 8 . — à Aℳ 5☛ ſ (FA efe O — p2 Spe — —xi 813 — 1— 8 L - 2* aAcentd ₰ E cear P S 8„ 11l 1* 8 5 2 A d 4 2 4 6 2 2 3 8 . 8 25 3X Punlll ———— 8 1 12 2A= 4———— —————— Al F Gldd aaanoonn W Lo 1ognugguranaan—3535—5—3ᷓ38ſſſſ ld- ſewuwuunggnananmmmnnonnu Nn 1 1Ghh,, 77 iliniisinnſſinifſiind th e 4e 8 —½ OS S 8 — —· „ Wmfefe nie 6 9 J e A= S ⸗ 7— „ 4 7 AAr ver Dom. Die Aanoraen 13 D euit C9 5 2 3 . G V, r . alu afor. S. VWeoyse Srawen 1 t*. Cc 26 11 8 5 Collgium. Jaclllen Coste; F. Bruiufjtda Closter. 70. FR. aos 5. ₰ Macſchaälena 1 Iacc Claes Coſt. Cersnn KCinob Drtault 2 t Cathare 2 t2— — C SS,, 15 Diæ Burr KI rCh 11. 12 r 42. Marta. alle† u IIi 8 Ann — — -·Q—— 8— ——ö—— 3. 2— —ͤ ikxla C ——. . X ſein. 9 91 ao A Maar A ck chte n fl. 22. diſſen Wa, An euren nanna , fl. 2 2̃2 6 m mweind Amn ort —-=———————— ——— aria granum m i Villar ag mrg iͤller dorp glum orn Eburor ſl. be ardend 78 e e mr e ze der zer zie e i zee er e ger eir e 2, Der Kaunen ndeur H lein/ Naͤrckt/ Doͤrff fer/ Schloſer Kloſter Fluſſn. Dereni in dieſem Tractat/ von dem Weſtphaͤliſchen Craͤiſe/ gedacht wird. Barenburg 89 Breyſich, Briſich 12 , 7. Suche Aha. Beckeren 51 Briede 78 elach, Ach 6 Beckum 74 Brilon 5.71.75 22 Aar, fl. 6½ Bedbur 10 50 * Acker, fl. 37 Beelick 74.77 Droect 12. 21 Aelſt 75 Bega, fl. 74 Brreckhauſen 75 Aenruchte 9. 7157 Beliſa 11 Bruch 12 Affelen 75 Bentheim. 63 Bruchhauſen 89 Aba⸗ſl 22.31. 48. 65. 73175 Berchem 10 Bruil, fl. 87 Ahauß 70.73 Berckel, fl. 16 Buͤckenburg 12 Rix, Aixla Chapelle 6 Beringe 44. 68.74 Buͤren 57 Aldenbecken 77 Bernſemium 65 Bulllon 14.44 Aldenburg 72 Bethlehem 72 Bulinghauſen 78 Aldendorff 75 Bever, fl. 74] Burchhorſt 63 Alen 73 Beveren, Beverungen 77.74 Burick 75 Alendorff 7 Weyüſemn 4 C. Aller, fl. 66„ fl. 77(Alcar 15 Altena 69 Dahed, Bilefeld 10 ☛Cambrey 75 Altverdiſſen 73.78 Bienburg 11(Cambreſy 76 Ambleva, Ambluar, fl. 41 Bilſen 11. 44 Camen 10. 69 Amelbeuren 73 Biſchopperode 79 Camerach, Camerick 75 Anderhanna 78 Bivern 11(Cappenberg 15 Anger, fl. 73 Blanckenburg 74. 21 Caſpau, fl. 13 Angermond 21.73 Blanckenheim 74 Caſter, Caſtor 77 Angerort 21.73 Blanckenſtein 21.69 Centron 65 Angrivaria 79 Bleckenſtede 79 Cetey 44.68 Aulage 7 Blomberg 17.18. 74.78 Chiney 91 Apen 51 Bocholt ſo Cleve 15 Aquisgranum 6 Bockenburg 12 Cloſterrath 27 Arnheim 12 Bockloh 13 Copenbruͤck 4 Arnoldi Villare 9 Boeckhum 69. 74 Corbey 77 Arnsberg 5. 71.75 Bollendorff 78 Cornelis Muͤnſter 2„ Arnburg 13 Borchet, Borzet 8 Cosfeld 16 Arnswiller 9 Borchloen 75. 86 Coverden 14 Aſchendorp 50 Borcholt 77.75 Covinum 16.44 Alciburgium 25Borchſteenfort 63 Croneburg 16 Aſne 6 Borcken ſo. 75 Curingen ⸗ 20 Aſpurg 25 Borckum, Inſula 23 D. Attendorn 75 Borckworm 44.75 FJElmen, fl. 16. 85 Atuaca Eburonum, Tungrorũ 64 Borrentryck 57. 75 Delmenhorſt 16. 51 Aurich 10. 23 Bortſcheid 8 Demer, fl. 11. 30 Awe, fl. 13 Boſingfelde 73 Dente, fl. 5 B. Brake 3 2. 74.78 Depenau 85 Bälbve 71.75 Brakel 11. 57 Deſenberg 69 Bardendorff, Barntorf, Bree 44.68.75 Dethmold 7. 77 78 Bremeren 77 Deuren 18 Regiſter. Diephold 4. 78 Foſſe ,. 27.44. 8 rck Dietmello 17. 77] Franchimont 2147 71 Heitt ade 34 Dietmolden 17. 77 Franckenberg 27 Her ꝛenr 40. 44. 76 Dinant 195.44 Fredeborg 1 3 58 twetude 30 Dinckel, fl. 63 Freudenberg 527 297 He ſ erg 71.74. 85 Dinßlacken, Dinxlaken 19 Frieburg 24 2 Jeraoertath 9 Dollert 22 Frieſoit 2 erper en 31. 31. 82 Doeeuders 32 Frondenberg 22,34 Sſae f. 56 orßdorp Ir Fürſtenau 50. 54 Hi 9 Dorſten 19. 50. 58 Furſtenberg i. 9 V Hinſe 7 Dreihun 12 4 eir 95 4 rackenburg 89 men 4 2 91 77 Dreyß 78 Gelmyn 4 Zohe 2ſ. 77 Deaeg, S. 57 Gennep 77 1ehedatt 71 ringenborg 57 Genneper 225 5 4.89 Drolßhagen 77 Gerden bum*s Holehannſen 6 3 Droomannia 20 Gerißheim 22 37 Hom/ fl. 73 Dter fl. 65 Gerpin 124 Mowehüüſe 75 Duͤren, Dura 1.8 Geſec 4 17. 18, 36. 73. 85 Duͤſſeldorff 1 Geſke 5 5. 71.75.24 Hornenborgk 53 Duiaßang 21 Goch 24 Soy 5 ulmen 7O. 78 Grani palatium, Thermæ 3 5 „ 6 Duſſel, fl. 21 Gret, Grethana, Griet 24. 3 Huͤllffenberge 7³ Dymel, f 62. 69 Grevelsberg 4 Halmnghoven 2.71 E. Grevenalveshagen 17[Huerde 69 A, fl 22 Grevenbroeck 27 Hugarde 36 Ebbeckſtorp 67 Grevenſtein Hunte, fl. FI. 72. 73 EDura 44. 68 Griet, Griethauſen 21Hunteboig 54 Echternach 3. 738 Groneburg 28 Huſten 7 Shoenuff 13.72 d e 54 Suy 35. 44 ⸗ il. 11 V K 2. Eltzen Guͤlch 25 e„ f. 33 Embden 3 Ade, f. Iborg, Iburg 74 Embrick 25 Oe.“ 2 ecora⸗ Jeoler, ſt⸗ 64. 75 Embs, fl. 2². 38. 46. 90 Hagenburg 62 Jemgum 2 Emetha 22. Hagel 13 Jevern 33. 36 4 Emmer, fl. 77. 74. 86 Halen 79 Iſernlohe 3 5, Emmerich 25] BHallenberg 85 Julacum 2 Erenburg 8 Hamm 6 27 Juterbock 38 Creſperg 42 Hammel, fl. 1. 9 5. Erfft, fl. 2. runun 2 13 K* nndednt 74. 9 44.68 7522⁷ 3 74 Kut 2 Kellen 15 rverfe 75 Ketwyck 84 ʃ£ Ervete 5,71 Hurine 21. 35 KKiſerswerth 2179 Fens 23. 26 Hafeln 24 e- po Kleinnbeig 7 Eßbeck, fl. 74 Haſelunen 30 Kloppenbarg 37. 50 Eſſen 25 Haſſelt 30. 5o Kloſterrath 1„ Everberg„5 Haußberge 30.44 Knip, Cnipens, Kniphauſen 37 Eulenburg 72 Hec, f 3· V K doxenharg 98 Eußkirchen Hefinfan 89 Koßſeld 9 3 13 Heiſterba 1 L. . i 85 Adernacum Alckenberg 17. 36 Hellenberg 72 Laer 5 Falckenhagen 79 Heimwarshuſi 75 Lage 72 Ferden 66 Henſe 30 Landsberg„ 3 keſla 25. 84 Herbſiberg 52 Landscron 474 Florenne, Florines 27. 44] Herck 82 85 lrodien Monaſterium 6p 4468. 5 Lawenau 13. 25 Leda wm ahn ide 77. 80 1 um. gi urg 3ul anderſche M fl. Man urum 1 ⸗ Nm hafen Nom erg Nür Lacus 21 f. 2 A⁴ nn „ A 7 Regiſter. Leda, fl. 86. 39 Moen, ſl. 9.74.75. 22 p. Ledevar 92 Moers Ada, Pader, fl. 56 Lemvorde, Lewenforde 26 Molheim 9.71.74. 88 Paderborn 76 Lemgow 17. 18. 37. 78 Mölenbeck 13. 88] Pappenhauſen 78 Lengerick 93 Moͤrs 88 Paſſendorff 55 Lennep 25 Monreal 3 atteſſen, Auniee 12 eodium 40 Mormæria 36. 5, Paw, fl. 6 Lera 24. 86 Mouſtier en Faigne 65 Pawnell, fl. 6 Lerat 90 Muͤlheim 38 Peckelsheim 57 Leſer, fl. 37 Muͤnſter 46 Pega, fl. 37 Lichtenua 57 Muͤnſter Bilſen 11 Par 44. 63. 89 Liege 40] Muͤnſter Eyffel 70 Petersburg 53 Lier 3 Mulgaw 28 Petershagen 89 Lierneur /ene 83 Pohon 92² Limburg N. V Pockelſen 67 Line„NAu- 6 Polle 17 Lingen 20 Nechlinia 6 Porcetanum Monaſterium 8 Linnich 86 Neete, fl. 1²½ Pronæxa, fl. 78 Lippa 13. 39 Nehem 77 Pruim, fl. 7⁸ Lippe, fl. 19. 38. 39.69 Neien 2 Pyrmont 4. 89 Lipperode 39. 60.78 Neim 91 Q. Lippia 39 Nemelia, fl. 72 Quackenbrucke 90 Lippſpring 38.57 V Nerſa 27. 28. Lippſtatt 39 Neſſa, Inſula 22 Radde 69 Lißborn 39 Neſſelberg 911ARaed vorm W aldt 90 Lobbe 65 Netten 18 Rangeraid 90 Lön r0 Neuhauſen 63. 89 Raſtede 71 Loen 30.55 Neukirchen 0 Raßfeld 50 Lohe ſo Neuſtatt 69. 88] Ratingen 98 Loiningen 50 Nideck 88 Ravenſperg 29.90 Loots 44.86 Niem 89 Ravenſiein 29 Los Caſtrum 30 Nienburg 33. 89 Recklinghauſen 78 Luͤbbecke 80. 66 Nienherſe ſ8 Reda Fo. 90 Luͤnen 39. 50. 69 Nienhuß 9. 71. 89 Reeß 78 Luͤttich 40 Nienborg ſ1 Reichenberg 7 Lude, Luide 57. 86. Lugde 77. 386 Nihem 17. 89 Reicherwolda 24 Lummen 385 Norden 23. 50 Reimslag 79 M. Norwide 51 Reineberg 80 Alburg 38 Northorn 63 Rheda 90 Manderſcheid 5 fl. 78 Rhein, fl. 12. 21. 25. 28. 7 8 danne, fl. 3 Rhene 50. 90 Marck Berkirch 13. 89 Rickelhauſen 37 Marcodurum Oelberg 14 Rimaͤgen 19 Marienhafen 37 5 Oiſterholtz 78 Ringelkluß 52 Marsberg 62 Oitha Friſica 27 Rinteln 13.59 Martis Lacus 19 V Oldenburg 71.77 V Ritberg 60 Maſe, fl. 40 ĩOldendolp 9.71 Rode Beke, fl. 38 Maſeick 44.45 Oldendorff 13. 72 Rodenach 38 Medebach 9. 71. 75 Oldersheim 24. 89 Rodenberg 13·6 1 Meden 77 Olinckhuſen 9. 71 Rotenburg 61 Melin ſo Olpe 75 Ruden 74.75. 90 Melle 74. 79.22 Ordingen 21 Ruhr, fl. 6. 9. 12.28. 29.61. Meppen 41. 10. 66 Orlinghauſen 78⁸ 69.91 Merbßberg 75 Oxp 36 Ruhrort 61 Meſchede 9. 71.75. 88 Orſoy 89 Rulla 7² Meßmerode 13 Ort, fl. 75 Rura 69 Middelaer 14 Ort, Orten 24,39. Middoch 711 Oßnabruͤck 2. Oabi, fl. 65 Mimingarvorde 456 Oſt⸗Frießland àaz Sachſenhagen 13.90 Minden 33 DOvelgunne 31 S Sainct Hilpe 78 M iijj Sainct Sainct Truden Saintron Saltzkoten Saltzufflen Santen Sarwerden Saſſenberg Saviniere Saur, fl. Schauenburg Schenckenſchanck Schier Schlagen Schleiden, Sleiden Smagenberg Schottmar Schuttorff Schwalenburg Schwanenburg Schwartzenberg Schwerten Semoy, fl. Siburg Sidenburg Sieck Siege, fl. Sigburg Silbeck Sinei Sintzig Soeſt Solingen Soltkoten Sonsbeck Soſte, fl. Spa, Spaa Sparenberg Spiceroya, Inſula Spiegelberg Stablo, Stablon Stattbergen Statthagen Stedesdorp Steel, Steil Steigerberg Steinfurt Steinheim Steinhude Sternberg Stickhuſen RNegiſter. 44. 8 Stirum 21 ULa, ſl 22 Stockum 44.5 3 Utes, fl. 41 m2n Stoltzenau 39. 3 Utrecht 24 Stromberg W. Summerauff Wängerland 35 88Sundern 7.71 N/angeroga, Inſula 37 Sunthal 91 Wannen 9² 53 Sura, fl. 78 Warburg, Wartburg 77.62 Suſteren 93 Wardenborg ſ1 1 72 Suyliſpach, ſ 6 Warendorff ſo. 94 6 Warſtein 75 Tanoelo 75 Waſte 74 Tumeatgug 93 Wedinghauſen 5 2² Telligt 53 Wehra, fl. 31.37 „ Teutmellum 77 Wenden.7 68. 78 Teutoburgium 17.21 Wenera 23.94 63 Thou 27 Werden 21. 67. 70 76. 7.78 Tongren 44.64 Werden, fl. 74 16]Torumum 24 Werle 71. 75 69 Tremonia 15 Werne 50. 94 69 Trotmannia 20 Werſe, 7 14 Tuin 44.65 Weſa, 1 27 74.91 Tuitſche, fl. 24 Weß 71 25) eſer, fl. 13.33.37. 79. 69 25 Valdera 22 Weſterſtede 1 74.91 Vallersleben F6 Wetter 69 91 Varem 44.68 Wickrode 11. 29 78 Pelhöſ 18 Widdenbruͤcke 94 44.51] Ucht 8 Widekesburg 52² 62 V. echte 50. 6p b Wildbaeſſen 57 75] Veldens 27 eoeshuſene Wüphuſe 7² 91 Verden 66 2 Winckhuſen 2 97.91 Veſalia 1 Windeck 74.91 92 Veſes, ſl. 2 Windfeld 36.38 27] Uffelen 17. 18.68. 73* Winnenberg 4.94 92² i 4 Winterberg 77.85 10 Virneberg Wipper, fl. 29.91 37 DViſet 44. 53 Wittlage 74 4 Vebbeck 135.53 Witmund 23. 26 52 Vlothe 24 Wivelſtede 11 62. 75] Unna 20. 63. 69 Worm, fl. 6. 84 *3. 7.63 Doedenſm 21. Wormskirchen 24 2 26 Dolmenten 7 Wunnenborg 57 39! Vorde 74. 3 Xanthum 61 63 Vormium, fl. 77.89] Vornholtz Ee 13] Urdingen:Jan, 4 78 Vreden Fo. 22 8 92 24.9 3] E N D C. —— culus W „ d an dur, Br t enbur, Ir eld, Del en) 1 ut 8 ſten 4 tmund, u bburg ſeldorff n den in herich m nep 9u h m orden, d ter N d lunen, K „ in Gri 2 ch, in G in P ds ————--·———————————,.—— Verzeichnuͤß/ Deren in Kupffer geſtochenen Staͤtte und Orten/ zu dem Weſtphaͤliſchen Craͤiß gehorig/ mit Bericht/ wohin jede Tafel —.—— gebunden werden ſoll. 1(Irculus Weſtphalicus ds.3 2 Muͤnſter Pag. 47 Chaden) in Grund 23 Oldenburg ü 71 3 in Proſpect 7 7 29 Hauß zum Berge, Oldendorff, Nienburg 73 4 Palatium daſelbſten— 30 Oßnabruͤck, Soeſt 55 5 Arnsberg, Aurich 2 31 Paderborn, in Grund 6 Bedbur, Bryſich 11 32 in Proſpect„ 57 7 Ditdibin⸗ Cleve 35 33 Nelinebauſen⸗ RinteſR, Ritbajs 79 Rueror 6 5 Coßfeld, Delmenhorſt, Detmolth 17;7 Stat bergen 6 1o Dilen 1 16 ³6 Tongren, Verden, Saltzufflen 65 11 Duune 2 37 Warburg, Hamm, Unna 69 12 Dorſten. 38 Weſel, in Grund 13 Dortmund, Eſſen⸗ 35 in Proſpect ⸗ 71 14 Duyßburg 21) 15 Duſſeldorff 1 40 Wilshauſen, Werle 7 16Embden 23(41 Beckhem, Buͤrick, Fredeberg 75 17 Emmerich 25 42 Cammerich 77 18 Gennep 27,(43 Dieffoldt, Duͤlmen, Buͤren 79 19 Gulch 25 44 atandecheſht ehein 85 Horpo 45 Manderſcheid, Muͤlheim 87 27 Hervorden⸗ Minden, 46 Nienburg, Hoya, Newhauß 85 24 Huy 37 47 Neuhauß, Petershagen, Rhede 90 23 Haſelunen, Kloppenburg, Lippe, 48 Siegburg, Solingen 21 24 Lippe, in Grund/ 35 42 Spa 5 22 25 Luͤttich, in Grund 7 5. Fahh⸗ Widdenbruͤcke, Wene 53 „in 1 Utr 25 in Proſpect 4 24 *(0) 6 —CQCQCQC—C—C—C— ——— — 1 „ 1 — Franconiat Has Stae wWestohaliae. nehes iee ll 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Centimetres Blue Cyan Green VellowW Red Magenta White 3/Color Black