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Das iſt: b Beſchreibung und eigentliche A ildung vornehmſten Cen unn Mem in hr büülhn Wd 4 nachbarten Landſchafften, als Buchen, Wetter b wald, Löhngau⸗ Niſſan, Se⸗ Hanau, Witgenſtut, Wheſter⸗ und andern. In dieſer andern Edition mit ſonderm Fleiß durchgangen/ von vorigen Fehlern corrigirt, gebeſſert und vermehret. Franckfurt am Mayn, Zum Truck verlegt von denen Merianiſchen Erben. Im Jahr M DO LV. ——— ‿] EieiiTEEiE EEELImEELIETm MI= m . Freandte berg 2 0 Hombarng Mor Siegen 43 ○. aondeck 2* Gtei/ be 0 oSebelken 3 25 wen urg Ham Ttenb 2u. Jig. Hac Le,ben, 5 G. Hellene 3 S Aeatzecheen— WELSTER o Eernlein Her'c ebingen ₰ Heyen. elmernote A eerdocf Breitenback. LeTe2e„ Dridlorf M⁴& 2 ernba⸗ 2 B B4e. en a22 Hauiſ v72 2 Iun TnE 1 Sroet hauiſ E EH 0. N. 54 G toche u4 2,„2 0 Le e, thal na 4 emer 0 Defenba ch Lemburg 8 T. , ³ Aebaud, 2 Fi 3., ð) 0. 81 i.s. Vün eurl, 3 2 ge 3 Braun fee N— 1 Megen 0 GA M l Slmar 5 V E On flu: an ã—— 9. 5 bE,n. 2uue 4 1 11 A uun EI A— G. 2 ⸗—„. 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Gregorienthal, und Pfriem im Bißthum Chur: die Abtißin von Kauffin⸗ gen; die Proͤbſte zu Weiſſenburg, und Odenheim; die Seuffn und Herren pon Naſſau⸗Sarbruͤcken; die Wetterauiſche Graffen; die Rheingraffen; die von Falcken⸗ ſtein; von Bitſch; Hanau; Salm; Leiningen, Eyſenburg, Witgenſtein, Moͤrsburg, Rapoltſtein, Rapoltzkirch, ꝛc. Die Adeliche Collesi zu Gelnhauſen, und Friedberg: SeHindeeCaes ſeriberde inthei Mnſteraer Seern Gennhalsbei⸗ Ehenheim, Colmar, Straßburg, Roßheim, Schlettſtatt, Hagenau, Cron⸗Weiſſen⸗ burg, Landau, Muͤlhauſen im Sundgoͤw, Speyer, Wormbs, Franckfurt, Fried⸗ berg, Wetzlar, Metz, Tull, Verdun, Kauffmans⸗Sarbruͤck, Biſantz, und Genff. Darunter gleichwol nunmehr ſich viel befinden, die erimirt werden: als die Biſchoͤffe zu Sitten, Loſann, Metz,Tull, Verdun, und Geuff: der Abt zu Pfriem, im Biß⸗ thum Chur: die Graffſchafft Bitſch: die Staͤdte, Baſel, Muͤlhauſen im Sundgoͤw, Metz, Tull, Verdun, Kauffinans⸗Sarbruͤck, Genff, ꝛc. Von welchen zum Theil in Beſchreibung des Schweitzerlands, des Elſaß, der Untern⸗Pfaltz,(daſelbſten auch Savoja, Lothringen, Biſantz, Metz, Tull, Verdun, Bitſch, und Kauffmans⸗Sar⸗ bruͤck, einkommen ſeyn) und des Chur⸗ und Unter⸗Rheiniſchen Creyſes, allbereit von uns moͤglicher, und gebuͤhrender Bericht, geſchehen. Die uͤbrige aber, und ihre vornehmſte und bekanteſte Staͤdte und Orthe ſollen in dieſem Tractat eingebracht werden; wie auch Gelnhauſen, und die Graffſchafft Naſſau⸗Beylſtein, ꝛc. ſo ſonſten zum Nieder⸗Rheiniſchen Creyß gehoͤrig ſeyn. Item Naſſau⸗Dillenberg, ſo ſonſten zum Weſtphaͤliſchen Creyß gezogen wird. Underſtlich zwar, was das hochloͤbliche Fuͤrſtenthum und Landgraffſchafft Heſſen anbelangt, ſo hat Wilhelm Dilich eine Chronic davon ausgehen laſſen; damit aber nicht jederman zufrieden geweſen, dieweil er im erſten Theil derſelben geſchrieben, das Ober⸗Heſſen, ſo viel dasLager anbetrifft/ unter andern,in ſich auch begreiffe, die Graff⸗ ſchafft Dietz, das Rinckgau, die Wetterau, und derſelben etliche Reichs⸗item Ha⸗ nauiſch⸗Iſenberg⸗und Maͤyntziſche Staͤdte und Slöſſer die Graffſchafften Koͤ⸗ A 2 nigſtein, 2 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort nigſtein, Solms, Naſſau Witgenſtein unter dem Vorwand/ daßdie Wetterau in Heſ ſen/ weder dem Lager/ noch der Herrſchafft nach/ gelegen/ und die Wetterauiſche Grafen/ oder Staͤdte, das Faͤrſtenthum Heſſen anderſt nicht, als was etwan Lehenſchafft, Schutz/ Geleyt oder dergleichen ſonderbare Beding, particulariter mitbringen, re- cognoſciren; ſondern eine gar abgeſonderte Landſchafft, ſowol als der Hundsruck, Weſterich, und andere’/ jederzeit geweſen, und noch. Was aber die Graffſchaff. Naſſau⸗ Dillenberg belange/ iſt dieſelbe nicht allein nicht unter Heſſen gelegen/ ſondern auch nicht in dem Creyſe, darein Heſſen gehoͤrig ſondern in dem Weſtphaͤliſchen Creyſe; wie auch Seyn, Virneburg, und andere anſehnliche Graff⸗ und Herrſchafften mehr, begriffen. Alſo ziehet beſagter Autor das Stifft Herßfeld, und andere Orthe, zu Nieder⸗Heſſen. Es iſt aber darbey zu mercken, daß er einen Unterſchied zwiſchen Nieder⸗Heſſen, und dem niedern Fuͤrſtenthum Heſſen machet, und zu dieſen letztern weder beſagte S ist, noch auch die Graffſchafft Ziegenhain, die ſonſten Heßiſch iſt, ziehen thut: Als wie er auch Ober⸗Heſſen, darzu er obbeſagte anderer Herren Land und Staͤdte rechnet/ viel groͤſſer/ als das Ober⸗Fuͤrſtenthum Heſſen machet. Nieder⸗Hſſen liegt eigentlich zwi⸗ ſchen dem Werra⸗und Diemelſtrom, zur S. uen/ gege Mitternachtwerts, hab es das Hertzogthum Braunſchweig: gegen Auf ang das Eißſeld, und Thuͤringen; gegen Mittag das Franckenland und einen Theil der Wetterau; gegen Abend Ober Heſ⸗ ſen; die Graffſchafft Waldeck und das Stifft Paderborn. Petrus Berrius haͤlts auch mit dem Dilichio, was die obverſtandene frembde Herrſchaſſten belangt; und ſagt de⸗ her er Dilichius, daß des Heſſen⸗Lan des Laͤnge ſich von Mittagwerts jenſeit des Mayns, gegen der Pfaltz, anhebe/ und ende ſich an der Weſer, an den Braunſchweigiſch und Paderborniſchen Grentzen gegen Mitternacht: Auf der rechten Seuen, nacher Auf⸗ gang der Sonnen, legt das Thuͤringer Land, ſamt den angrentzenden Francken; und zur Lincken, oder gegen Abe d, der Rhetn, das Trieriſche, Coͤllniſche, Bergiſche Gebiete, und endlich auch ein Antheil von Weſtphalen. Maginus begreifft die Gren⸗ tzenin wenig Worten, und ſagt, Heſſen⸗Land habe von Morgen Thuͤringen, und von Mittag das Franckenland, von Abend Weſtphalen, und von Mitternacht das Hertzogthum Braunſchwelg/ das Bißthum Minden, und andere Orthe. Ober Heß⸗ ſen grentzet mit Francken, der Pfaltz/ Maͤyntz, Teter, und Coͤlln: Und das Nieder⸗ Heſſen mit Buchen, Thuͤringen, dem Eyßfelde, Braunſchweig/ P derborn und Weſtphalen; welches untere Furſtenthum ſonſte zwiſchen Thuͤringen, den A bteyen, Fulda und Herßfeld, dem Bißthum Paderborn/ dem Hertzogthum Braunſchweig, und dem Eißfeld gelegen iſt. Esiſt Heſſen ein Berg⸗und Waldreich Land. Der Berge erſtlich zu gedencken, ſo ſe⸗ tzen wir fornan den beruͤhmten Griechiſchen Geographum Ptolomæum, der lib. 2. cap. II. Geogr. zweyerley Heßtſcher Gebirge gedencket, als der Montium Melibocorum. Dahero kommt das Wort Catzenelenbogen, aus dem Cattimelibocenſes, nemlich die Catti vom Gebirge Meliboco, wie Rhenanus r. rerum German. pag. 56. gedencket, und ſich ruͤhmet, daß er der erſte ſeye, ſo dieſen Urſprung erwieſen. Das andere Heßiſche Gebirg nennet gedachter Scribent Montes Abuobios. Von dieſen Gebtr⸗ gen wo ſie gelegen, befinden ſich unterſchiedliche Meynungen, darvon an ſeinem Orth ſoll gedacht werden. Unter den Gebirgen des Lands, deren Namen noch jetzo im Brauch, iſt der Vogelsberg/ wegen ſeiner Laͤnge und Groͤſſt der bekannteſt/ und liegen auff demſelben viel feiner Orth, als Ulrichſtein, Stormfels, Schotten. Was ſonſten vor Berge und Waͤlder in beyden Fuͤrſtenthumben, unter welchen das Nieder⸗Fuͤrſtenthum ein recht Wald⸗Land iſt, ſeyen, kan man beſehen in der Coſmo. graphia Johann Rauen, cap. XIV. vom Heſſen⸗Land pag. 408. 409. 410. In dieſen Bergen giebt es allerley Metall, inſonderheit von Silber, Kupffer, Bley und Eiſen: Es giebt auch gute Steinbruͤche, ſchönen weiſſen Alabaſter, auch Schifferſtein, Tuffſtein/ Gibs, Kalckſtein, und Stein⸗Kohlen: Und in den vielen Waͤldern ſtattliche Jagten und Maſt. Der Reinhards⸗Wald unter Caſſel, nacher dem Braunſchwei⸗ ger⸗Land gelegen, faͤhet bey Immenhauſen an, und hat in der Laͤnge und Breite bey äng 2 maſ chewne nor ndkasn Na dche dn mten dect zs dmag oll Raglede har dder gin ſcha Gotz t DalL Rerfi Go ſchern ter zaſteinte yfler Nand in Br⸗ liſche tn lbent ihret n d un ſuſt vit hdiee ſmt ,he keſpr dund Thü erli gen b Ef Igaatgr inde dchmant S mndeh Na! ncht ag er d la as Rn. Ner an u kan uid ung uhls 1 ug ha düeleſg ben 8, dir dher uch dhn Dor lwelh rg e ſe L. uſweng iber alber De wig icht —— — —— 6 — den angrenzedage eriſche, ihne Ma ginus begriſt 9 a Morgen Tüütnn, 7 Und von itt d andere Onhh de nd Coͤll: Unddem aſchwiig Pate n Thurtngen dnd dertzogthum Brane geerſtlich zugedatn Ptolomæum derlh. der Monttum IMelhe timel bocenſes, lynê german. pag. ſ6 ng erwieſen. Die bios. Von di ungen, darton ni unds, deren Nau eund Grͤſe derbie Stormfib E umben, unterwiel nan beſchen in nn 08. 409,41,0. N Kupffa Blauae Mſter, auc äch vielen Waͤdemir nacherdenun⸗ tin der Lange 1 in Heſſen und den benachbarten Landen. 5 bey vier Meylen, darinnen koͤnnen jaͤhrlich/ wann es gute Maſt giebt, 20000. zahme Schwetn feiſt gemacht werden, Rentet atsdann jaͤhrlich an Maſt ⸗und Forſtgelb uͤber 30. kauſend Guͤlden. Koͤnnen darinnen jaͤhrlich an allerhand Wildpraͤt gefangen wer⸗ ven, roth Wlldpraͤt 800. ſchwartz Wildpraͤt in tanſend Stuͤck, deren offtermal Land⸗ Graff Wilhelm der aͤlter in einer Stellung 200. bekommen hat; wie beſagter Dilich in 1⸗Theil ſeiner Heßiſchen Chronic am 142. Blat/ des Caſſeliſchen Trucks in Anno 1617. in 4. Oder der erſten Edirion daſelbſt im Jahr 1606. am 72. und folgenden Blat ſchreibet. Nechſt dieſem iſt ſonderlich beruͤhmt der Sullings⸗Wald, der allergroͤſte im gantzen Lande/ als der ſich an einem Stucke/ aus der Fulda, zu naͤchſt unterhalb Hirſch⸗ feld/ auf einer gleichen Hoͤhe heraus, bis bey Heringen in die Werra erſtrecket, an die drey Meilen Wegslang/ auch mehrentheils gegen dem Ambt Rotenberg eine Melwegs breit/ und eine von den vornehmſten Wildfuhren iſt, alſo/ daß man das rothe Wildpraͤt, bey groſſen Herden/ in 2. oder 300. ſtarck findet, auch offt in der Schweinhatz 3. oder 450. Stuͤck ſchwartz Wildpraͤt, und wol uͤber hundert auf einmal gefangen hat. Esiſt dieſer Wald halb gegen der Fulda und halb gegen der Werra, thalhaͤngig, daher jaͤhr⸗ lich viel tauſend Klaffter Holtz darauf gehauen, und nach Allendorff zum Saltzwerck gebracht werden. Es hat ferners in Heſſen eine geſunde Lufft/ daher der beruͤhmte Weſt⸗ phaͤling Hermannus Buſchius pflegte zu ſagen: Aerem Haſtiacum roſas ſpirare, wie ge⸗ dacht wird im dritten Epiſtolarbuchlein oach. Cameraru B. 6. allEs hat auch Heſſen⸗— land keinen Mangel an allerley gut Obſt, Getraͤyd, Kraͤuter, ſonderlich eine herrliche Viehe und unter derſelbigen ein trefflich Schaaf und Haͤmmel Zucht, deren viel tau⸗ ſeud des Jahrs daraus verkaufft werden. Es hat auch einen traͤgzigen Woll⸗Handel: Dann die Wolle wegen ihrer Guͤte, in groſſer Menge ins Niederland verfuͤhrt wird. Desgleichen hat es auch, ſonderlich gegen dem Rhein/ im Catzenelenbogiſchen, ſodann in der Herrſchafft Epſtein guten Weinwachs. Die Waſſer ſind die Werra, Fulda, Biutz, Nidda, Loͤhn, Eder, Schwalm, Ohm, Embs/ Dimmel, Wetter. Der Fluß der fuͤhrt Goldſand. Das Gold wird dem Ungeriſchen an Guͤte gleich gehalten. An Fiſchen giebt er herrliche Laxen und Forellen. Er entſpringet in der Grafſſchafft Wit⸗ genſtein/ und fleuſt bey den Staͤdten Battenberg, Franckenberg, Fritzlar, hin, faͤllt bey Munden im Braunſchweiger⸗Landin die Fulda. Dieſes Waſſers gedencket der Rs⸗ miſche Scribent Tacitus, da er die Kriege beſchreidet ſo die Cattimit den Romanis ge⸗ fuͤhret haden, und nennet es Adranam. Der Fluß Nidda kommit vom Vogelsberg, fleuſt vorbey die Stadt Nidda durch die Wetterau nach dem Maͤyn zu. Die Werra nimt ihren Urſprung in der Herrſchafft Henneberg un fern von Schleuſingen, in einem Grunde des Thuͤringer Walds die Gabelgenannt. Und an ſolchem Werraſtrohm, ſonderlich umb Eſchwege, Allendorff, und Witzenhauſen, hat es den beſten Weinwachs im gantzen Lande Nieder⸗Heſſen. Nimt ihren Lauff auf Hilpurghauſen,/ Meinungen/ Schmalkalden, Saltzungen, Vach, Eſchwegen, Allendorff, Witzenhauſen bis auf Muͤnden, allda die Fulda darein kommt, und dem Fluß einen andern Namen macht, daß er die Weſer genennt wird, auf welchem man auf Hoͤxer, Ha⸗ meln, Minden, Nienburg, Bremen), und ſofort nach der Hohen⸗See oder dem Meer fahren kan. Die Schwalm faͤngt an am Eingang des Aptswalds, wird nachmahls bey Alßfeld von beyden Waſſern der Eyffa und Berff gemeh⸗ ret/ und gehet durch die Graffſchafft Ziegenhain. Die Ohm entſpringt am Vogelsberg bey dem Dorff Obernohm, fleuſt ohnfern von der Stadt Hom⸗ berg, die daher an der Ohm genennt wird, durch einen luſtigen Wieſen G und, durch das Dorff Obern⸗Ofleiden, und foͤrters nacher Nieder Ofleiden und Schweinsberg, dann auch auf Kirchhain, und thut ferner bey dem Dorff Kölbe in die Loͤhn ſich ergieſſen. Die Koͤhn hat ihren Urſpru g eine ſtarcke Meilwegs uͤber Wittgenſtein, und fleuſſet vor Marpurg, Gieſſen Wetzlar, Weylburg, Dietz/ Naſſau, und ergeuſt ſich bey Lohnſtein in Rhein. Die Fulda entſpringt nicht gar weit ober der Stadt zulda laufft foͤrters durchs Stifft 3 Hirſch⸗ 6 Beſchreibungder vornehmſten Orth Hirſchfeld/ und Heſſen, bis in die Weſer. Iſt ein ſchoͤner Schiffreicher Strohm bis na⸗ cher Milſungen, ſo das Land faſt in die Mittentheilet, und der Veſtung Caſſeluͤber⸗ aus groſſen Nutzen bringet, hat zu beyden Seiten viel groſſe Waͤlder um ſich liegen. Der Fluß Dimmel, oder Dimula, entſpringt hinter der Graffſchafft Waldeck, an dem Coͤllniſchen Hertzogthum Weſtphalen, oben auff einem ſpitzigen Huͤgel, mit einer ſehr ſchoͤnen Quellenzflieſſet foͤrters durch die ermelte Graffſchafft/ und bey dem veſtenOrte Monesberge, oder Stadtberge, her, und ſcheidet fürbasedon Warburg an, bis in die Weſer hinab, mehrentheils das Nieder⸗Fuͤrſtenthum Heſſen, und das Stifft Pader⸗ born. Die Inwohner des Heſſen⸗Landes betreffende; ſoſſtehet in einem Hiſtoriſchen Bericht von der Wetterau, Rinckau, Weſterwald, Loͤhngau, Hayrich, und andern an das Fuͤrſtenthum Heſſen angrentzenden Landen, unter anderm, alſo: Die Nationes, und Voͤlcker,ſo diſſeits, laͤngs den Rhein huumter, von Zeiten C. Julti Cætaris an, bis auff Trajanum den Kaͤyſer, gewohnt haben, wer⸗ den von Cornelio Tacito in libro de German. fuͤrnehmlich in dieſer Ordnung erzehlet, nehmlich erſtlich die Catti, ſo alſobald an den Roͤmiſchen Grentzen angefangen; her⸗ nach die Vſipit oder Vſipites, und Tencteri; folgends die Bructert, deren Succeſſores die Chamavi, und Angrivarii, und endlich die FriſiI, welche neben dem Rhein hinab bis an die See ſich erſtrecken, und an der See, gegen Mitternacht zu die Chaucos zu nechſten Nachbauren haben, welche Chauc abermahls ein groſſes Volck, inwendig Landes alle oberzehlte Volcker bis wiederum an die Cartos beruͤhren. Es waren der Roͤmer Grentzen, nachdem ſie Germaniam Cis Rhenanam, und Belgium, guch Rhætiam, und Noricum, unter ihrer Gewalt gebracht, zu den Zeiten Octaviant Auguſti, beyde Stroͤhme, der Rhein gegen Gallia, und die Thonau gegen Iralia und Pannonta, inner⸗ halb deren die Teutſchen um die Freyheit, Hauß und Hoff, Land und Gut, ja Leib und Leben, viel und lange Jahr, mit ihnen zu kaͤmpffen gehabt. Der Thonau ln⸗ ſprung und Quell aber ſtoſſet nicht gar bis an den Rhein hinan, ſondern es iſt der Roͤ⸗ mer Land daſelbſt herumb, gegen den Teutſchen etwas offen, und weder mit Waſſer noch Gebuͤrg, bewoͤhret, darum ſie dieſelbe Gegend, als die anſtoſſende Grentze, mit guten bewehrten Veteranisbeſetzet, oder guch ſonſt freche verwegene Geſellen, dieſelbe auf ihr Gefahr und Abentheuer beziehen laſſen, und damit ſich dieſelbe mit deſto mehrer Ernſt und Eyffer, der Landwehr, als um das ihrige, annehmen ſolten, har man ihnen ſolch Land, und was ſie noch mehr darzu erobern und gewinnen moͤchten, gantz erb⸗ und eigenthuͤmlich um einen jaͤhrlichen Zehenden zu beſitzen, und zu ge⸗ nieſſen, eingeraumet; daher daſſelb Land agri Decumates von dem Tacito; von an⸗ dern aber dubiæ poſſeſſionis ſolum, agri occupatorit, und Arcitinales, genannt wurde. Wie dann kein Orth auf der gantzen Grentzen, als eben daherum geweſen, da beyde Voͤlcker ſich oͤffter und haͤrter dubio Martis eventu untereinander geklopffet haͤtten. Wer nun dieſelbe Teutſche Voͤlcker, und der Roͤmer Anſtoͤſſer allda geweſen, giebt ermelter Taeitus mit Namen zu vernehmen, wann er ſagt: Ultra hos(Decumatium Agrorum poſſeſſores) Catti initium ſedis ab Hercinio ſaltu(ſc. Sylva Martiana) inchoant. Ja, es haben ermelte Cart weit hinein in ſolchen Hartzwald, uͤber den Necker, und uͤber den Maͤyn, bis in das heutige Heſſen⸗Land an die Eder ihr Thun gehabt. Ja es haben ſich die Catti wol an die Cheruſcos, ſo an der Elbe gewohnet, gemacht, und ha⸗ en auch wol circa Vangiones& Nemetesuͤber den Rhein wiſchen doͤrffen; dahero ſie einen groſſen Namen, und Furcht bey den Roͤmern gehabt, weil ſie auch mit den Dacis, oder Siebenbuͤrgern, Verſtand, und Buͤndnuß, hatten. Aber ſie ſeynd endlich untergangen, und haben ſich unter den andern Germanis dermaſſen verloh⸗ ren, daß man bey den letzten Scriptoribus Romanis, als Marcellino, Eutropio, Zo- ſimo, Panegyricis, mit keinem Wort mehr derſelben Meldung befindet; ſonder Zweiffel, weil andere Voͤlcker, ſonderlich die Alemanni, Und Franci ſich erha⸗ ben, ꝛc. und ihre Namen in acceſſionem validioris convertirt worden: Und ſagen Franciſcus Irenicus, Andreas Althamerus, und lacobus Curio, daß die Catti, Cheruſc 13 a lbit mig rGeth te önt atberonh eibe iher aſmn le, n rrals Oitl ern, nnn a ſo kö Rheist Heite ſſchtgehhe in; ſſemomn chhe Mao,eit n. Utus anen ae jn, ſogezih ſcyen Hiſpon vond ſhen en 1 un anenin thelle iſſen it well Ubhilin 1Clan dſchu„daß. mdinnagr habt uThens atſchle der ſe Thell outen avon nd, an d das ie Jlulu gehabt. Drä dunn ſußmdin en, undweärmeg die anſtoſſendegim. verwegene Geſälne damit ſich diſahem⸗ hrige, annehmnitn ern und gewinneni nden zubeſctzen,w — Arcitnales, genamtn aherum geweſen u einander gekopft oͤſſer alldagewein, k: Uttra hos(Decm Sylva Martiam)i id, uͤber den Ni er ihr Thungehehe vohnet, gemacte I iſchen dorffm dir abt, weilſtegucn „hatten. Prft ermanis dermaſtur larcellino, kurrph, reldung beffdit, i, und Pranei, ſte iet worden: U Curio, N 3 ſ 3 1 9 Chel in Heſſen und andern benachbarten Landen. 7 Cheruſci, Quadi, und viel andere unſers Teutſchlands Voͤlcker, zu des Taciti Zeiten an Waffen maͤchtig geweſen, deren Anzeigungen aber heutigs Tags kaum gefunden werden: Allein die Schwaben haben unter allen den ſehr alten, und alſo den erſten ih⸗ res Urſprungs Namen behalten. Es meldet zwar Beatus Rhenanus, daßdie Heſſen ein fremd Volck geweſen, ſo der Cattorum Land zum Theil eingenommen/ welche Catti entweder durch Krieg waͤren abgangen/ oder mit den Alemannern auff den Schwartz⸗ aen wald ſich begeben haͤtten. Die aͤltiſte(ſchreibt der Verfaſſer des obbeſagten Berichts weiter) ſo der Heſſen gedencken, ſeynd Papſt Gregorius der Ander, ungefaͤhrlich um das Jahr Chriſtt 724. in einer Epiſtel an 8. Bonitacium, allda dieſe Uberſchrifft: Gre⸗- gorius Papa univerſis Optimatibus,& populo Provinciarum Germaniæ, Thuringis, & Hesſis, Bortharis, Niſtreſis, Wedrevis,& Lognais, Sudnoſis,& Grabfeldis, vel omnibus in orientali plaga conſtitutis. Aimoinus nennet die Heſſen Aſſfos, Haſ- ſiones; Witikindus Haſſiganos, Adamus Bremenſis Haſſones; ein unbekannter Poet/ unter Kaͤyſer Arnolpho Heſſos, Haſſos; und in dem Saalbuch des Stiffts Fulda, oder libro traditionum, ſo D. Ioan. Piſtorius herfuͤr geben, wird das Land Haſageune genannt. Und dieſes ſagt der angezogene Bericht; bey welchem zwar ei⸗ nes und das andere zu erinnern waͤre, wann wir uns in eine Diſpuration einzulaſſen be⸗ gehrten. So wollen wir auch nicht wettlaͤuffig deſſen gedencken, was Woltgangus Lazius lib. de migrationibus gentium, aus einem Sendbrieff Dieterichs von Bern, der Gothen Koͤnig, an die Heſſen, aus lralia geſchrieben hat: Oder auch was Michacl Beutherus ſchreibet, daß nemlich die Heſſen den Alten nicht gantz unbekannt geweſen, daher erſcheine, weil thicus, in ſeiner Welt⸗Beſchreibung, unter des Occani occi- dentalis Voͤlckern, die Hertios und Hunos zehle; und dieweil von dieſen der Hunsruck herkomme; ſo koͤnte man nicht gar unfuͤglich ſagen, daß die Hetrit auff die andere des Rheins Seiten ſich begeben, nachdem ſie vielleicht vorhin mit den Hunen ver⸗ a miſcht geweſen; da dann leichtlich I T. in 88. habe möge veraͤndert werden. Und heiſſe man noch heutiges Tags die Heſſen Hunns⸗Heſſen. So ſeye auch bekannt, daß Batto, ein Chattus, von welchem Batoburg/ und der Batauer Inſul, den Namen ha⸗ be, einen Sohn, Namens Heß, gehabt, deſſen Nachkoͤmmling wider in das Teutſch⸗ land gezogen ſeyen. Wir wollen ingleichen nicht diſputiren, ob das Land Cattalaunia in Hiſpania, von den Cattis, die entweder die Francken, oder die Sachſen ſollen ver⸗ trieden haben, und den Alanis, mit welchen ſie nach Spanien gezogen ſeyn ſollen, den Namen, wie theils wollen/ habe: Noch auch dieſes anfechten, ob Heſſen ſo viel als Hoh⸗ Saſſen heiſſe, weil dieſes Land voller Hoͤhe ſeye, wie einer berichtet: Sondern allein den Philippum Cluverium anhoͤren/ welcher in ſeinem herrlichen Werck von Alt Teutſche land ſchreibet, daß die Chatti, oder Catti, oder Chass, das iſt die Heſſen, ein ſo groſſes Land innen gehabt, als ein Teutſches Volckhat haben moͤgen. Dann ſie gewohnet in dem Theil Teutſchlands, wo jetzt Thuͤringen, Heſſen, das Hertzogthum Grubbenha⸗ gen, der halbe Theil des Bißthums Padelborn an der Weſer, das Gebiet Fulda, und ein guter Theil vom Franckenland, und dem Coburgiſchen, liegen: Tacitus gebe ih⸗ nen ein herrliches Lob, wie dann auch die Roͤmer diſſeit des Rheins keinen hefftigern Feind, als eben dieſe Chartos oder Chaſſos gehabt haben. Und vermeynet er Cluve- rius das/ was lulius Cæſar von den Schwaben ſchreibet eben von dieſen Heſſen zu ver⸗ ſtehen, und dahero Strabo, Dio, und andere, durch ſein des Cæſaris Anſehen in gleichen rrthum gefuͤhret worden ſeyen, wie er ſolches mit acht Gruͤnden beweiſen will. Man habe ſie, die Cattos, anfaͤnglich Hatten, das iſt Vaͤtter, und anſehenlich verſtaͤndige Maͤnner geheiſſen: Weiln aber die Alten Teutſchen das H gar ſcharff/ und gleichſam doppelt ausſprachen, ſo haͤtten die Lateiner ein Ch, und Chatten, und endlich Catten daraus gemacht. Ste wurden auch von den Teutſchen T Haſſen, und von andern Chasli genannt, daraus endlich das Wort Hasſi worden, wie man dann ſolche Veraͤnderung auch im Wort Waſſer findet, ſo die Nieder⸗Teut⸗ ſchen Watter nennen. Beſehet ihn/ den Cluverium lib. 2. Antiquæ Germaniæ LSap- 19/ 8 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort cæp. 19.& lib. 3⸗cap. 5. Sind alſo die Carti und Haſſi, oder Catten, Hatkten, und Haſſen/ oder Heſſen, ein Volck geweſen, und iſt dahero unnoth, daß man die Heſſen zus Preuſſen, Curland, dem Obern⸗Teutſchland, oder anderswo herfuͤhre/ wie theils thun, und ſie in der Alten Cattenland ſetze; ſo ſie doch ſtaͤts darin gewohnet, und eben die Wüten Catten jederzelt geweſt ſeyn, welche den Roͤmern ſo viel zu ſchaffen gege⸗ ben haben. Es iſt faſt ſchwer und müheſam, die rechte alte Graͤntzen der Catten, aus den al⸗ ken Hiſtoricis, Coſmographis und Geographis beſtaͤndig auffzuſuchen/ und dleſel⸗ bigen, wie ſie von Alters benendt worden, mit den jetztbraͤuchlichen zu conferiren, und ſonderlich, weil von etlichen Seribenten aus Unerfahrenheit des rechten alten Sitzes Der Cartorum ſo zweiſſelhafftige und ungewiſſe Dinge hiervon ſtatuirk werden. Es ſeynd die Dinge nicht allein von wegen der Veraͤnderung ungewiß, ſondern auch/ weil die Scribenten ſelber ſo ungleiche Meynungen vorbringen, welche von einerley Sa⸗ chen nicht einerley Bericht erſtatten, wie der Griechiſche scribent Strabo vorlaͤngſt geklagt. Wonn wir nach dem rechten Sitz der alten Catten bey den alten Scriben⸗ ten forſchen, beſindet ſich gleichwohl, daß kaum von einem Volck die Termini ſo etnhellig, als von den Cattis geſetzt werden; um welches willen dann billich ſich zu verwundern/ warum Franciſcus Irenicus ſtatuirt /daß der Cattorum kein Veſtigium mehr zu finden. Von Aufſgang ſetzen die Alten Viſurgim& Vierram,(Weſer und Werra) und die daſelbſt angrentzende Berge; da jetzo der oeheberg(bey wel⸗ chem die Schlacht zwiſchen den Hermundern und Catten be ſchehen) Rachelberg, Gebingk, Heynich und Burſelberg; Hinder dieſen Bergen und Fluͤſſen die Tu- bantes, Gandrinos und Cattuarios(welches jetzo die Eyßfelder) da noch drey Doͤrf⸗ fer; nemblich Kirch⸗Gandern, Ober⸗und Nider⸗Gandern ligen, und das Land zu Goͤttingen, biß an Brackenberg und biß gegen Lippoldsberg ſeynd. Hinder welchen Voͤlckern dann die Cherulci, Hartzlaͤnder, Bruckerl und Cauci ihre Sitz gehabt, und erſcheinet alſo, daß die Cheruſci und Cauci, mit den Catten(wie viel wollen) niemahls gegraͤntzet haben, ſondern durch die Tubantes, Gandrinos und Cattuarios von ihnen abgethellet geweſen. Uind dieweil die Hermundurt ‚welches jetzo die Thuͤringer ſind, ihre Graͤntz nach den Catten zu biß an den Hoͤrſelberg bey Eyſenach, dannen auf die Werraerſtrecket, ſo iſt man gewiß/ was die Catten vor limires und Grentze, gegen Auffgang der Sonnen, das iſt, nach dem Land zu Thuͤringen, Eyßfeld und Sachſen/ gehabt; nemlich die Weſer mit thren beyligen⸗ den Bergen, Gehoͤltzen, und den obgenandten Voͤlckern. Gegen Mittag hatten die Catten die Foſos, welches Schopperus und andere auf die im Fuͤrſtenthum Henne⸗ berg, Buchen und Francken, deuten: Cluverius aber die Sachſen darunder verſtehet, es weren dann, zweyerley Foſt geweſen. Folgende die Monres Abnobios, in welchem Circk, Saltzungen, Breitungen, Rockenſtuhl, Fulda„Neuhoff, Steckelberg, Schluͤchter, Büdingen, Gellhauſen, Hanau, Bergen, Ortenberg biß an den Speß⸗ hart und Kintzing biß in Mayn gelegen. Nach Nidergang beſchreiben die Hiſtorici. daß daſelbſt der Catten angraͤntzende Voͤlcker die vupi und Vſipetes, und der Rhein ſeyen/ welches man jetzo vor die Rheingauer achtet, und darneben die Mattiacos fon- tes; darvon Plinius lib. 3 1. cap. 2. ſchreibt/ und Leonhardus Fuchſius vor die Brun⸗ nen zu Wißbaden haͤlt. Daſelbſt in der naͤhe ſol von Alters Martium der Catrorum Haͤuptorth gelegen ſeyn, und die Brunnen davon den Namnen bekommen. Es iſt aber jetzo kein einige Anzeigung daſelbſt, ohn daß ein Orth Mlattmel genennt, deß Orths noch uͤbrig ſoll blieben ſeyn,(ſonſten iſt ein Dorff bey Gudenſperg/ Namens Metz?) Dieweil aber Bearus Rhenanus ſchleuſſet, daß Catzenelenbogen den Namen von den Cattis und Meliboco her habe(wie wir droben gehoͤret) und demſelben andere zutret⸗ ten/ kan man faſt nicht anderſt ſchlieſſen, dann daß die Rheingauer, Catzenelenbogen biß an Rhein/ und folgends die Innwohner gegen Coblentz uͤber die Loͤhn herauf biß in die Dill, unter die Cattos gehoͤren. Gegen Mitternacht thun ſich herfuͤr die Montes Obnobii, jetzt das Heßiſch Gebuͤrg genandt, Angrivarla, Chamauui und gantz Weſt⸗ phalen des willn dam ln feen arcorun fi sim& Vierran, ohe 3 der Hochtdeg 6 Dßfelder da noch den ndern ligen und 1 poldsberg ſan ci, mit den Cattn e lubantes, Gandin l die Hermuntul, n zu biß an da hi n gewiß wasdieln das iſt/ nach dinl ie Weſer mit hrrnt . Gegen Mttiagte ie im Fuͤrſtentzon. Sachſen darvndeen ontes Abnobio int, 1, Neuhoff, Ett eetenberg biß ondg ig beſchreiben deh nd Vüipetes, Uho- datneben dlellaun dus Fuchſius bor dhe ters Mauium dale nen bekommn. 8 attmel genennte denſperg Nune vogen den Mannait d demſälbenann ingauer, Cozi äber die bähnaaſ hun ſch käfünn⸗ hamaunl und gnn 7 1 —— — ᷣↄ3A ———— ——— — . — ⁴- 12 75 e —— — ¹ — — EII A 6-— — i A& 5 1 46 „AII de 8 aN la lus 0 .—. ☛ A DVGCATV S⸗ Ea‿pjeſeraſe aden 5 1 FALIM Wd— . 2 harſberg Hih Z ‿ 2 B, ee G Sasbe ‿‿ ù Sre = 4. 3 w srle P d.ack 5 ars Wefe 4 18n, D XS S & A S A Nitgenftein S òú 2 52 8 . N WN 2 Seds „ =V D 1Las X Bd — Bremuiege 44 8 4G ARP meieueen N Dal 4 2Broinen edder 1 La . unnez,* , 8 Se Ans, 4e 3 8— wemf u In Slsnee 7 Do,+— F S7⸗ an A— — 8 Fradbor, 2 her 3„ Hw 4 6 17 er dogen 6M‿, B)— Sen. T E e e e 1 d2* 60 S Chriſ Jtun 8 2 8 Lw 2 9.,* Daganuuzuk 3 Qdenbora ℳ 2 ue r Naar 71 Sen hes 6 — 5 Suu, ₰ 8 5 5 A 1 5 4 4 SSher 7 4 SEe Ee e M NFeee Segeehe 9. Frirn dee 8 N 8 8 — ₰. 82 kr. 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Dieſes erachten wir, ſeyn die Termini der alten Cattorum, 9 dann bis auff Deſheniet Tag von gllen vier Orthen her ſich die Inwohner zu den Catris und Heſſen erkennen, auch die Fuͤrſten zu Heſſen deren mehrentheils maͤch⸗ tig ſeyn. So iſt es auch ohne das der Warheit gemaͤß, dieweil die Catri indigena gens von den Alten genennt werden, welches von keinem Volck jemals ausgetrieben ge⸗ weſen, ſondern wenn ſich das Volck bey ihnen vermehret, eines dem ander ſelbſt gewi⸗ chen, nach fremden Landen gezogen, dieſelbige eingenommen, erbauet und bewohnet haben, wie dann ſolches Cornelius Tacitus, und unter den neuen ſoachimus Vadianus mit hohem Lob bezeugen. Sonderlich aber bezeugen viel, daß Baravia, jetzt Holland ge⸗ naunt, pars Cartorum ſeye, und von Baravo ihreni Fuͤrſten den Namen empfangen, wel⸗ cher ſich aus den Qartis gewendet, Bataviam erbauet, und nach ſeinem Nahmen(gleich wie Battenberg in Heſſen) genennet habe, daher dann auch Cattwick(q. Cattorum vicusjin Holland ohnfern von Leyden den Namen behalten ſollhaben. In Summa, die Carri haben je und allwegen einen herrlichen Nahinen gehabt, und, Gott Lob, bis annoch erhalten; alſo daß Cornelius T'acitus von ihnen zeuget: Quando reliqui populi exeunt ad prælium. Catti excunt ad hellum⸗Und Joachimus Vadianus ſpricht: Stat adhue vetus Gloria Cattorum. Daher ein Sprichwort blieben: Wo Heſſen und Hollaͤnder verderben: Wer wolte da Nahrung erwerben. Was nun der alten Heſſen Religiwnamnd Gebraͤuch; item der jetzigen Sitten; wie auch welcher Geſtalt dieſelben vor Alters, und nachmahls bis auf unſere Zeiten re⸗ giert worden, anbelangt; ſo iſt davon obangezogener Dilichius, im 2. Theil ſeiner Heßiſchen Chronic: Item, von der Erbverbruͤderung zwiſchen Heſſen, und Meiſſen, Anno 1373. aufgerichtet; dem Jure benefciario; den Auſtregis ſpecialibus; den Erb⸗ vertraͤgen; und andern dergleichen; Reinking de Regimine Seculari& Eccleſiaſtico, Limnæus de lure publico&c. der r. und 2. Theil des teutſchen Reißbuchs cap. 22. und andere mehr zu leſen; dann wir uns allhie der Kuͤrtze befleiſſen. Heutigs Tags ſeyn zwo Religionen im Lande, als die Augſpurgiſche Confeßion, und die, ſo man die Re⸗ formirten nennet: Item zwo Regierungen, eine zu Marpurg, als der Hauptſtadt in Ober⸗Heſſen; oder zu Darmſtadt in der Graffſchafft Catzenelenbogen; und die an⸗ der zu Caſſel, der Hauptſtadt in Nieder⸗Heſſen; davon bey Beſchreibung ſelbiger Stadte wieder etwas geſagt werden wird. Es ſeynd Heſſen incorporirt folgende Graffſchafften, ꝛc. 1. Catzenelenbogen/ ſo von den Cattimellbocis, die in dieſer Gegend, und foͤrters an der Bergſtraſſen, und um Heydelberg etwan gewohnet, ihren Namen bekommen haben. Wird in die Ober und Niedere Graffſchafft getheilet, darinnen die vornehmſte Staͤdte, und Orte ſeyn, Darinſtadt, Zwingenberg, Hohnſtein, Rheinfelß, Catzenelenbogen, S. Goar, und Braubach, beyde am Rhein gelegen. Hat vor Jahren eigene Grafen gehabt, ſo mit Graff Philipſen abgeſtorben, deſſen Schweſter an Landgraff Heinrichen zu Heſſen geheyrathet, und dannenhero dieſe Graffſchafft an Heſſen damalen gelangt iſt. Als aber des beſagten Landgraff Heinrichen Sohn, L. Wilhelm der Juͤngere, ſich Anno 1500. 3u todt ſiele, und keine Kinder verlieſſe, ſo haben die Grafen von Naſſau dieſe Grafſchafft angeſprochen, und hat ſolcher Streit bis ins 1 557. Jahr gewehret, in wel⸗ chem allererſt dieſe Sach, durch etliche Fuͤrſten, alſo verglichen worden, daß Landgraf Philips, den Grafen zu Naſſau 450. tauſent Gulden er egen, einen Theil an der Grafſchafft Dietz ihnen uͤberlaſſen, und die Grafen zu Naſſau ſich auch Grafen zu Catzenelenbogen, und Dietz, ſchreiben ſolten. Wann auch etwan das Hauß Heſſen ohne Manns⸗Erben abgehen wuͤrde, ſo ſolte entweder die Ober⸗oder aber die Nieder⸗ Grafſchafft Catzenelenbogen, dem Hanſe Naſſau heimfallen, oder aber ihnen darfuͤt von den Erben des Hauſes Heſſen 300. tauſend Guͤlden erleget werden. 2. Dietz, an welcher Grafſchafft auch Naſſau, wie hie oben gemeldt, Theil hat, iſt etwan, wegen ihres Reichthums, die guͤldene Grafſchafft genannt weiden ſo vorhin eigene Here 4 ren 10 Beſchreibung der vornehmſten Orth ren gehabt, die mit Graff Gerlachen Anno 1388. abgeſtorben ſeyn. In der Limpur⸗ giſchen Chronic, am 42. Blat, wird das Abgehen der Graffen von Dietz ins Jahr 1386. geſetzt, und der letzte Graff, Gerhard geheiſſen: Und ſtehet daſelbſt alſo: In dieſen Zeiten ſtarb die gar alte Graffſchafft Dietz, ohne Manns⸗Er⸗ den, ab, und lieſſe der Edle Graff Gerhard zwo Toͤchter; die aͤlteſte kauffte Juncker Adolphen, Graff Johannis Sohn von Naſſau, Herrn zu Dillenberg; und der ward ein Graff zu Dietz. Alſo kam die Graff⸗ ſchafft von Dietz an einen Graffen von Naſſau. Und die andere Toch⸗ ter kauffte einen Herren Wildenburg bey Weſtphalen. Es liegtin dieſem Laͤndlein das Schloß und Staͤdtlein Dietz, und das warme Bad zu Embs. 3. Die Graffſchafft Nidda, ſo mit der Wetterau/ der Graffſchafft Iſenburg, dem Vögels⸗ berg/ und dem Fuͤrſtenthum an der Loͤhn, grentzet, darin das Schloß/ und die Stadt Nidda, das Haupt liegen. Iſt ein fruchtbar, und feiſtes Land, und hat einen guten Saltzbrunnen, und vor Zeiten eigene Graffen, des Geſchlechts deren von Ziegenhain, gehabt/ nach dero Abſterben es Anno 1329. an Ziegenhain, und Anno 1453. an Heſſen kommen iſt 4. Ziegenhain/ welche Graffſchafft ihren Anfang von Ludwigen des Ei⸗ ſern, Landgraffens zu Thuͤringen und Heſſen Sohn/ Herrn Friderichen genommen wel⸗ cher Ziegenhain und Treyſa anfaͤnglich erbauet, und Anno 1173. in der Erbſchafft zu einem Graffen daſelbſten gemacht wordeniſt. Der letzte aus dieſem Geſchlecht war Graff Johann der Groſſe/ welcher in obgedachtem 1453. Jahr geſtorben; dardurch bey⸗ de Grafſſchafften/ Zlegenhain und Nidda,(die, wie Brouuerus libr, 4. Antiq. Fuldenſ. pag. 3 29. ſchreibet, beyde Fuldiſche Lehen ſeyn) den Landgraffenzu Heſſen Erbledig worden ſeyn, wiewol der Graff von Hohenloh ein naͤhere Erbſchafft da fuͤrwendete. Dieſe Graffſcafft liegt zu oberſt am Schwalmſtrohm, und grentzet auſſerhalb meh⸗ rentheils an Ober⸗Heſſen/ und hat ihre abſonderliche Aempter/ Staͤdte, und Haͤuſer. Es wohnen auch viel Edelleuthe darinnen, als die von Doͤringberck, Dieden, Har⸗ ſtalle, Schetzel, Schwertzel/ Weitershauſen, Berlipſche, Luͤder/ Linſinge, und andere mehr. 5. Itter iſt eine beſondere Herrſchafft an der Eder, dem Furſtl. Hauß Heſſen ehoͤrig/ ſo den Namen von dem Hauß Itter hat/ welches in einem Thal auff einem Felſen zu ſehen iſt. In der Franckenberg ſchen Chronic ſtehet am 42. Blat, daß Anno 1353. Landgraff Heinrich zu Heſſen vor Itter gezogen ſeye, und das, mit Huͤlff Bi⸗ ſchoff Gerlachs von Maͤyntz gewonnen. Dann einer zu Itter hatte ſeinen Vettern auff dem Schloß erſtochen, darum daß ihm die Herrſchafft allein bleiben moͤchte. Die Lim⸗ purgiſche Chronic erzehlet dieſen Handel am 13. Blat weitlaͤufftiger, nennet aber die Herrſchafft Icker/ und ſagt/ daß damahln beyde Fuͤrſten, Maͤyntz/ und. Heſſen/ die Herr⸗ ſchafft unter ſich behalten haͤtten. 6. Franckenſtein eine Herrſchafft, ſo nach Abgang der Herren von Franckenſtein, an die Graffen zu Henneberg die ſich folgends darvon geſchrieben, und/ nach deſſelben Abſterben, Anno 1583. ſampt der halben Stadt und Amt Schmalkalden(dann den halben Theil Heſſen vorhin hatte) an Heſſen kommen iſt. Es liegt darinnen beſagte Stadt Schmalkalden, das Schloß Franckenſtein, und andere Orth mehr. Brouuerus ſchreibet/ daß der Abt zu Fulda, Bertholdus Leipoltz, das Schloß Franckenſtein geſchleifft, und den Herrn deſſetben, Heinrichen von Franckenſtein ſeiner Guͤter und Schloͤſſer beraubt, und in die aͤuſſerſte Armut geworſſen habe. Iſt ei⸗ ne fruchtbare Gegend darin allerhand Jagten/ und beſonders eine groſſe Menge Kram⸗ mets⸗Voͤgel. Es werden auch zuweilen Woͤlffe und Beeren darinnen gefangen. Und iſt das Wappen dieſer Herrſchafft ein weiſſer Loͤm/ mit einer guͤldenen Cron in blauen Felde. In einer geſchriebenen Thuͤringiſchen Chronic ſtehet alſo: Die Herren von Franckenſtein fuͤhrten auch einenLoͤwen, miteinem ver⸗ kehrten Halſe, die baueten hernach zu den Gezeiten, als die Lörige du ranck⸗ bſo. ihr end duckt h igereite t w. wuichun ude nen gin zder hdenne len, Rbunn niig dmnat uch, Nnno ar auf Arer 9 ſiſterte St duß af zſor nd ungn Dori ſüben g unv d punt tten ſen ungt arn en Lnn ke G 3 gberck Daden 3 Linſingen und anda in Fürſt. Haßhſ M 1 - einem Thal aufe n 42. Baat daßg nd das, nihüft atte ſeinen Vetteng äben mochte, Nl . ftiger, nennetohne tz und Heſſendiehn hafft ſo nachèhan ſe ſich folgendeda der halben Etaul kte) an Heſſenkommn oß Francknſtin ercholdus Leipete ' ' z darinnen geinan etner güddenadnn Chronic ſehi ven,mitennente „alsdie Fonain Ftu in Heſſen und den benachbarten Landen. 11 Franckreich, Doͤringen und Francken, innen hatten, Franckenſtein, nahe dey Saltzungen an der Werra, da jetzo das Cloſter Altendorff unten am Berg liget. Darnach bauete auch einer aus ihrem Geſchlecht ein Schloß nahe bey Eiſenach, um S. Peters Berg bey der Muͤlbruck, und nannte es den Mittelſtein, daß es mitten, undzwiſchen fuͤnff Landen, als Doͤringen, Buchen, Heſſen, Francken, und Eißfeld gelegen. Zu derſel⸗ ben Zeit war weder Eiſenach, noch Warburg, Saltzungen aber war der Herren von Franckenſtein. 7. Die Herrſchafft Pleß/ ſo mit dem Eißfelde/ 65 wen vni Braunſchweig grentzet. Iſt fruchtvar und hat ſchoͤne Waͤlder/ in welchen viel Linden, Ibenholtz und Elßberen jeyn. Es iſt das Hauß Pleß auff einem hohen Felſen/ an einem Eck des Gebuͤrgs erbauet/ und von demſelben durch einentieſſen in Felß gehauenen Graben abgeſchnitten. Unter demſelben ligt in flachem Felde an der Leina Boventen: Die Herrſchafft aber iſt theils in der Ebene an der Leina, theils auff dem Gebuͤrge gelegen. Kaͤyſer Heinrich der Erſte hat erſtlich die von Schwanrin⸗ gen, nach gehaltener Schlacht bey Merßburg zu Herren gemacht, und ihnen die beyde rothe Feuerhacken mit dem umbwundenen Schwefel⸗Faden zum Wapen geben; da allbereit längſt zuvor das Schloß Pleß von Gottſchalcken von Schwanringen einem Rikter, erbauet geweſen. Nach Abſterben dieſes Geſchlechts in Anno 1571. den 22- Maij, mit Herren Dieterichen/ dem letzten zu Pleß iſt dieſe Herrſchafft an Heſſen⸗Caſo ſel kommen. In der Braunſchweigiſchen Chronic am 538. Blat, wird dieſes Herren Dirtrichen Abſterben, und Begraͤbnuß, und was ſich mit einer doppelten Heyrath⸗ Soͤynen und Enick Soͤhnen/ ſo alle vor ihme geſtorben, begeben) weitlaͤuff ig erzehlet. Es geben dieſaͤmptliche Herren Landgrafen in Heſſen monatlich einfachen Roͤmer⸗ zug 50. zu Roß/ und 260. zu Fußoder an Geld 1640. Gulden; davon in der des Jahrs 1650. wegen der Schwediſchen ſarisfaction, gemachten Repartition, zu Nürenberg ge⸗ deuckt, der Caſſeltſchen Linte 1093. fl. 20. Kr. und der Darmſtatiſchen§46. fl. 40. Kr. zugerechnet worden ſeyn. Zu Unterhaltung des Cammergerichts zu Speyer haben, wie ich gefunden/ beyde Linten, vorhin, Jaͤhrlich 300. fl. den Thaler zu 69. Kre gerech⸗ net/ geben; der erhoͤchte Anſchlag aber ſoll ſich auff 500. fl. belauffen. Es iſt bey den beyden Linien, namlich der Caſſeliſchen, und Darmſtaͤdtiſchen, das Recht der Erſten Geburt heutigs Tags in Ubung. In dem Reichs⸗Abſchied vom Jahr 1674. ſtehet.§. Dem nach auch, hievon alſo: Demnach auch in dem zu Oßnabruͤck, und Muͤnſter, in Anno 1648. auffgerichtem Friedenſchluß/ art. 15. S. finali, wolbedaͤchtlich, und umb mehrer des Reichs Sicherheit willen, mit einmuͤriger Einſtimmung Chur? Fuͤrſten, und Staͤnde, verabſchiedet/ und verglichen worden, daß das im Fuͤrſtlichen Hauß Heſſen/ ſo wolCaſſeliſcher, als DarmſtaͤdtiſcherLinte eingefuͤhrtes/ und von uns, und unſern Vorfahren am Reich beſtaͤttigtes Primogenitur Recht, feſt, und beſtaͤndig bleiben/ und unverbruͤchlich obſervirt werden ſolle, und aber, nach ſolchem geſchloſſenen und publicirten Frieden, einige Strittigkeiten, in beyden obhemelren Fuͤrſtlichen Li⸗ nien und zwar noch unter wehrendem dieſem Reichs⸗Tag von der Heſſen⸗Homburgt⸗ ſchen Linie/ erregt /fuͤrbracht und von uns eroͤrtert worden/ ſonderlich aber in der Fuͤrſt⸗ lichen Heſſen⸗Caſſeliſchen Linie, zwiſchen den Hochgebohrnen unſern/ und des Reichs Fuͤrſten, Wilhelmen/ Friederichen und Ernſten, reſpective Vertern/ und Bruͤdern/ allen Landgrafen zu Heſſen/ Fuͤrſten zu Hirſchfeld, gedachten Jaris primogenituræ, und der alleinigen Landsfuͤrſtlichen Regierung/ auch ſonſten anderer Praͤtenſtonen halber, ſchwere Differentien und Irrungen, entſtanden, und dann uff unſere Kaͤyſerliche Verordnung, zu Abwendung allen daraus beſorgenden Wetterungen; und ge⸗ faͤhrlichen Conſequentien/ durch Vermittelung des Churfuͤrſten zu Mayntz Liebd. und unſerer hierzu deputirten geheimben Raͤhten, und Commiſſarien, bey jetziger Reichs⸗Verſammlung/ alle dieſe Strittigkeiten, and Irrungen/ mit beyder The Be⸗ 2 ieben/ 12 Beſchreibung der vornehmſten Orth b lieben/ zu Grund guͤtlich beygelegt/ und verglichen, auch dabey abgeredt und verabſchie⸗ det worden/ daß dieſer ſo muͤhſamlich geſchloſſener Vertrag/ mit allen ſeinen Articulen, in dieſen Reichs⸗Abſchied, in vim ſanctionis pragmaticæ,& legis publicæ inter Con- trahentes, corumque Hæredes, confirmirt, und beſtaͤttiget: Als wird jetztgedachter Vertrag wie derſelbe den r. 11. Januarii dieſes 1654. Jahrs, allhie verglichen, und vollazogen worden, alles ſeines Inhalts, und mit allen ſeinen Claufulen, obbemelter beſter maſſen hiemit beſtettiget, und bekraͤfſtiget/ dergeſtalt, daß derſelbe, als eine ſan- ctio pragmatica, und immerwehrendes ſtarurum,& pactum gentilitſum, im Furſtli⸗ chen Hauß Caſſel/ ſo wol von den intereßirten Theilen/ und dero Mann⸗Leibs⸗Lehens⸗ Erben, und Nachkommen, als auch derſelben Land und Leuthen, Vaſallen, und Un⸗ terthanen/ wie auch ſonſten, und inſonderheit in allen und jeden Reichs sund andern Gerichten, und Austraͤgen ſteiff und feſt gehalten, und beobachtet, und dargegen we⸗ der in⸗noch auſſerhalb Rechtens, ichtwas an Hand genommen, oder gehandelt wer⸗ den ſolle/ bey Vermeidung Unſers, und des Retchs ſchwerer Ungnad) und bey Poen fuͤnff hundert Marck Loͤtigs Golds. Wie dann auch indieſem Punct der obangezo⸗ gene Friedens⸗Schluß zu mehrer Beruhigung des Reichs, und Erhalkung guter Verſtaͤndnuͤß/ inskunfftig ſo wol im Fuͤrſtlichen Hauß Heſſen⸗Caſſel als Darmſtadt, feſt und beſtaͤndig, bey der darin den Contraventoribus geſetzten Straff, ohnangefoch⸗ ten bleiben, gelaſſen, und obſervirt werden ſolle⸗ 3 Und dieweil zwiſchen denen beſagten beyben Haupklinien, verwichene Jahr groſſe Unetnigkeit, und gar ein offentlicher Krieg geweſen/ und aber derſelbe/ durch Unter⸗ handlung Ihr Fuͤrſtl. Durchleucht/ Herrn Ernſten, Hertzogen zu Sachſen/ꝛc. des Jahrs 1648. den 14.24. Aprilis/ zu Caſſel, beygelegt worden; wie ſolcher Vergleich in dem 6. Theil des Theatri Europæi, p. 414: ſeqq. voͤllig zu leſen; Als iſt derſelbe hierauf durch den General⸗ zu Oßnabrug/ und Muͤnſter, gemachten Frieden⸗Schluß auch confir⸗ mirt worden. S. artic. 1 5.§. quod Controverſias. 3 Ihre Roͤm. Kayſ. Maͤyeſt. ꝛc. Herr Ferdinand der Ander, haben der Darmſtädti⸗ ſchen Linie dieſe Freyheit ertheilt, daß der Regierende Fuͤrſt/ ſo balden Er das 18. Jahr ſeines Alters ergaͤntzet gleich wie die Churfuͤrſten, die Regierung ſeines Landes uͤber ſich nehmen moͤge. So hat auch hochgedachte Daruſſtaͤdtiſche Linie anjetzo die Reichs⸗ Vogtey der Stadt Wetzlar. Sonſten haben dte Herren Landgrafen zu Heſſen, die Glaits⸗Gerechtigkeit durch die Wetterau; unangeſehen die hohe Lands⸗Obrigkeit dem Herrn Churfuͤrſten zu Maͤyntz /den Herrn Graffen von Solms/ Hanau, Iſenburg und andern, gehoͤrig iſt, auch durch die Stadt Friedberg ſelbſten: hergegen ſich der Herr Churfuͤrſt zu Maͤyntz, der Gleits⸗Gerechtigkeit, die Bergſtraſſe herab, auf Franck⸗ furt, in der Heßiſchen Fuͤrſten Geblet, gebrauchet.— Es hat der Caſſeliſchen Linte Haupt, Herr Landgraff Moritz/ ſo des Jahrs 1632. geſtorben, unter andern Kindern, gehabt. 1. Herrn Landgraf Otten der von 2. Gemah⸗ linnen keine Erben verlaſſen/ und Anno 1617. den 7. Auguſti/ verſchieden, 2. Herren Landgraf Wilhelmen’ der ſich im naͤchſten teutſchen Krieg beruͤhmt gemacht, und Ao. 1637. den 21. Sept. dieſe Welt geſegnet hat: von dero Gemahlin, Frauen Amalia Ellſabetha Herrn Graf Philipſen zu Hanau; Muͤntzenberg, Fr. Tochter, ſo Anno 16§1. den 8. 18. Auguſtt, geſtorben, haben Ihre Fuͤrſtl. Gnad⸗ verlaſſen, Herrn Land⸗ graf Wülhelmen den Sechſtem jetzt Regierenden Fuͤrſten zu Caſſel/ ſo Anno 1629. den 23. Malj/gebohren worden, Anno 1649. mit Fraͤulein Hedwig Sophia, Herren Chur⸗ fuͤrſten Georg Wilhelms zu Brandenburg Fr. Tochter, ehelich Beylager gehalten; und mit deroſelben albbereit erliche Kinder erzeuget hat. S. Fürſtl. Gn alttſte Fr. Schweſter, Fr. milia, hat Anno 1647. zur Ehe bekommen Herrn Carl Heinrichen von Thouars Printzen von Tarente, und Talmont: Ein andere aber namlich Fr. Char⸗ lotta, ſo Anno 1627. den 20. Novembris /gebohren, iſt Anno 5o. den 12. 22. Hornung, Ihr Durchl. Herrn Churfuͤrſt Carl Ludwigen, Pfaltzgrafen bey Rhein ꝛc. ehelich beygelegt worden. 3. Herrn Landgraf Hermann, ſo Anno 1607, den 14. Au⸗ guſti/ gebohren, zu Rotenburg Hof haͤlt, in der erſten Ehe/ Fr⸗Sophien Jetlanen raſtn⸗ = Z =A —= —— ——— —— 2 — = — 4 — — — lob, her hallans hla Aino. en len cien dot la zasn El⸗ Wi ms Ine If Gradun dat geſor* E n Wſt Sohante hat ndit dem dn din aſe ds Asr Fra te Her Jot dchelnge mtt ſchen un w; lete ſha Fuc dr ran ddge zld kun und ene Phde ichs 1 5 Kauc odg eichig H wuif 1 a ips mde 9 mger laß Far,h 18 dheiſ 4 3 ſo ig 10, verwichene gaht ber derſabde hn zuSachſen desg ſolcher Verglchd iſt derſebbeglerar en⸗Schluß auchan haben der Dartie. erung ſeines Landait Linie anſetodech ndgrafen zu Hiſc heLands⸗Obrigea 8 Hanau Jſeldant hergegen ſchde raſſe herab aufc ½ — ᷣ — — — — = — = — — —— Gorge ich Bahlagegh ürſtl.G t 2 Cal fin — — ά — — — — = — — — —+ — — 8— =R = d — ——;—— — ——— ——— — = = — — ☛ — in Heſſen und den benachbarten Landen. 13 Graͤfin von Waldeck; folgends aber im Jahr 1642. Fr⸗Kuͤnigunden Julianen, Herrn Johann Georgens, Fuͤrſtens zu Anhalt, Fr⸗Tochter, zur Ehe genommen hat, 4. Herrn Landgraff Friederichen, Anno 1617. den 19. Maij, gebohren, deſſen Gemahlin iſt, Fr. Eleonora Catharina, Herrn Pfaltzgraff Johann Caſimirs, der Zweybruͤggi⸗ ſchen Linie, Fr. Tochter, und des jetzigen Koͤnigs in Schweden Fr. Schweſter. 5. Her⸗ ren Landgraff Ernſten, Anno 1623. den 7. Septembris gebohrenz ſo ſich Anno 165 1. im Chrtſtmonat zur Roͤmiſch⸗Catholiſchen Religion begeben; wie auch Ihr Fürſtl. Gnad. Frau Gemahlin, Frau Maria Eleonora, eine gebohrne Graͤfin von Solins⸗ Ums Jahr 1652. hatken Ihre Fuͤrſtl. Gnad. allbereit 2. junge Herren, Nahmens Wlhelan und Eark im Leben: und beſitzen der Zeit die Nidere Graffſchafft Catzene⸗ lenbogen..„.„. Der Andern) nemlich der Darmſtaͤdtiſchen/ Haupt⸗Linie Erheber iſt geweſen/ Herr Landgraff Georg,Herrn Landgrafen Philipſen vierdter Sohn, ſo Anno 1596. geſtor⸗ ben, und verlaſſen, 1. Herren Landgraff Ludwigen/ zu Darmſtadt, Stiffter der hohen Schul zu Gieſſen/ ſo Anno 1626. den 27. Julij, Alten Calend⸗geſtorben, und hinter⸗ laſſen, 1. Herrn L. Georgen) Anno 1605. den 17. Mertzen gebohren; deſſen Furſtlich⸗ Guad. mit dero Frau Gemahlin, Frau Sophta Eleonora, Herrn Churfuͤrſten Jo⸗ hann Georgen zu Sachſen Fr. Tochter, ehelichen erzeugt, Herrn L. Ludwigen Anno 30. den 25. Jenner/(ſo Anno 1650. zu Gottorff/ im Schleßwiggiſchen mit Fr. Maria Eliſabeth, Herrn Friderichs zu Schleßwigg/und Holſtein, Hertzogens/ ꝛc. Fr. Tochter, Ehelich Beylager gehalten,) Fr⸗Magdal. Sibyllen, Anno 31. Herrn L. Georgen, Auno 32. den 29. Sept wie Goldmeyer/ oder Anno 33 wie ein anderer will, Fr. So⸗ phien Eleonoren, Herrn Landgrafen Wilhelm Chriſtophen zu Homburg Gemahlin, An. 34. Fr. Eliſabethen Amalien, An. 35. und Frau Lodoviren Chriſtinen, Herrn Phi⸗ lip Wuhelms Pfaltzgrafens bey Rhein, Neuburg, ꝛc. Frauen Gemahlin, Anno 36. dhne die ſo geſtorben. 2. Herrn Landgrafen Johann, Anno 1609. den 17. Brachmonats gebohren, und Anno 1651. im Aprilen, ohne Mannliche Leibs⸗Erben, geſtorben. Seine geweſte Gemahlin, Frau Johannete/ gebohrne Graͤfin zu Sayn, und Wikgenſtein, Frau zu Homburg hat noch neulich gelebt. Er, der Herr Landgraf Johann, hat zu Braubach’ in der Niedern Graſfſchafft Catzenelenbogen, gewohnt. Und iſt in dem obgedachten Vergleich, zwiſchen Caſſel, und Darmſtadt, bedingt wor⸗ den/ daß Heſſen⸗Caſſel verbleiben ſolle, die Nider⸗Graffſchafft Catzenelenbogen; doch das Amt Braubachz ſo viel daran Caſſeliſch/ ſampt dem Kirſpel Catzenelenbogen; wel⸗ che Herr Johann Landgraff zu Heſſen, gegen anderwertige gleichguͤltige Aus⸗ wechslung, mit Land, und Leuthen, ſo von Heſſen⸗Darmſtadt, der Fuͤrſtlichen Caſſe⸗ liſchen Linien/ zu thun, ſo lang Er, Landgraff Johannſund ſeine Mannliche Leibs⸗Er⸗ ben, leben behalten ſoll, hievon ausgeſcheiden: Aber, nach deren Tod, ſollen ſolche Stuck wieder an Caſſel/ gegen Zuruckgebung deſſen, ſo ſie jetzo dagegen bekommen, nach dero Wüllkuͤhr, fallen. 3. Herrn Landgraff Friederichen, der Roͤmiſchen Kirchen Cardinaln, und des Maltheſer Ordens in Teutſchland Meiſtern,ſo An. 1616. den 28. Hornung, gebohren worden. 4. Fr. Eliſabeth Magdalenen, Hertzog Ludwig Friede⸗ richs zu Wuͤrtemberg, Muͤmpelgard 5. Fr. Annen Leonoren, Herhogs Georgen zu Braunſchwelg, und Luͤneburg: 6. Fr. Sophien Agneſen Pfaltzgrafen Johann Frie⸗ derichenzu Hilpoldſtein; und 7. Jultanen, Graff Ulrichs von öſtfrießland, Gemah⸗ linnen. Der lI. Sohn hochgedachtes Herrn Landgrafen Georgens, war Herr Land⸗ graf Philips, ſo zu Butzbach/ Anno 1543. ohne Leibs⸗Erben nut Todt abgangen; und der III. Herr Landgraf Friederich zu Homburg vor der Hohe; der Anno 1538. den 9. Maij von ſeiner Gemahlin Frauen Margareth Eltſabeth, gebohrnen Graͤftn zu Lei⸗ ningen/ verlaſſen. 1. Herrn L. Wilhelm Chriſtophen, ſo, wie obgemelk, mit Herrn L. Georgen zu Darmſtadt Fr. Tochter, Anno 50. Ehlich Beylager gehalten. 2. L. Georg Ehriſtian. 3. L. Friederichen, und 4. Fraͤnlein Annen Margarethen, ſo Anno 1650, den 10. Aprilis, wie auch berichtet worden, Nen Philips Ludwigen 3 Here 8 3 exan? 14 Beſchreibung der vornehmſten Orth Alexanders, Hertzogen zu Schleßwig, und Holſtein, Herrn Sohn, Ehelich verſpro⸗ chen worden. Was nun die angrentzende Landſchafften, und zwar die, deren Orthe Beſchreibung wir in dieſem Theil des Teutſchlandes einzubringen vorhabens ſeyn, anbelangt/ ſo grentzet erſtlich mit Heſſen das Laͤndlein I. Buchen/ Buchonia, oder Fagonia, welches zwiſchen Thuͤringen, Francken, der Wetterau, und Heſſen gelegen. Iſt vor Zeiten ein lauter Buchenwald, und ein uner⸗ bautes Land geweſen; jetzund aber iſt der Wald ziemlich geleutert, und das Land mit Staͤdten,(darunter Fulda das Haupt iſt) Doͤrffern und Schloͤſſern, wol erbauet. Hat viel gute Fiſchreiche Waſſer/als fuͤrnehmlich die Fulda, die Huna, die Werra, und Olſter; viel kleine Baͤchlein, See, Bruͤnne/ Aecker/ Wieſen und Gaͤrten/ und einen geſchlachten Boden, faſt zu allerley Fruͤchten, ſo in Teutſchland zu wachſen pflegen, ausgenommen daßes keinen Weinwachs hat. Der Inwohner Nahrung beſtehet meh⸗ rentheils in dem Ackerbau, der Viehzucht, Wollen⸗und Leinen⸗Tuch⸗Kauff. Ihre Sprach iſt langſam, faul/ und mit Hoch⸗und Niederlaͤndiſchen teutſchen Woͤrtern ver⸗ miſchet. Chriſtophorus Brouuerus, in ſeinen Antiquitatibus Fuldenſibus, ſagt, daß Bu⸗ chen vor Alters Bocauna genannt worden ſeye, in deſſen Mitten das Grabfeld gele⸗ gen, deſſen Namens Urſprungs Muthmaſſung er am 6. Blat andeutet und vermeynt, es habe Buchen vor Zeiten zu Thuͤringen gehoͤret; Folgends aber haben es die Fran⸗ cken/ als Obſiger/ zu ſich gezogen, demſelben einen Namen/ und Geſetze geben/ die auch folgender Zeit in dieſem Laͤndlein gewohnet haben. Es iſt auch ein anders Laͤndlein, ſo Grapfeld genannt wird, und darin Eißfeld gelegen iſt; wiewol Theils es vermi⸗ ſchen. Alſo nennet man Koͤnigshofen im Grapfeld: Northeim im Grapfeld, oder Grabfeid. Das Fuldiſch Gebiet iſt ſo voll Cellen, daß wohin man ſich wendet, dieſes Wort bey der Doͤrffer und Flecken Namen, faſt zu finden iſt. Es haben aber der Ful⸗ denſer Vor⸗Eltern eine Cell genannt in welcher ſie Getreyd/ und andere Lebens⸗Noth⸗ durfft, zum Gebrauch beydes der Bruͤder, und der Gaͤſte hinterlegt hatten. Und wur⸗ den die jenige Muͤnch, ſo ſolchen Cellen, oder Provtant⸗Behalteren, vorgeſetzt waren/ die Proͤbſte genannt. Folgends ſeyn, aus Zulaſſung des Biſchoffs, die Cellen mit Kir⸗ chen gezieret, und der Heiligen Reliquien in dieſelbe gebracht worden. Es wird ein Theil des Laͤndleins Buchen auff dem Sande genannt/ wo die Schlöſſer Northeim, und Toſtorff ſeyn. Es iſt die Abtey groß, maͤchtig, und reich, auch wol manchem Biß⸗ thum zu vergleichen/ und hat viel anſehnliche Lehen hin und wider zu verleyhen. Hat einen feinen Adel, darunter die von Boyneburg, vor dieſem Beumelberg genannt, und die Goͤrtzen, der Abtey Marſchalcken, ſeyn. II. Naſſau, vor Zeiten Naßgau/ Naſſgavia, und die Völcker, ſo ſolches Land be⸗ wohnet haben, Naſſgowii, jetzt Naſſavii genannt, welches Wort ein naß und feuchtes Erdreichbedeutet. Dann Naſſau(von deme unten) ſo dem Lande den Namen geben, liegt auff einem Huͤgel/ welches allenthalben naſſe Felder umgeben: Das Wöoͤrtlein Au, oder Gau) aber heiſſet bey den Teutſchen eine Landſchafft; als Batau des Bato⸗ nis Landt; Thur⸗gau ein duͤrres Landt; Rheyngau Rheinland; Briſ⸗gau/ gelob⸗ tes Land: Argau, geehrtes Land; Oſter⸗gau, und Weſter⸗gau ein, Oſt⸗und Weſt⸗ land; Heugau, Heuland; und ſo fortan. Eshat aber dieſe Graffſchafft Naſſau, als ein groß und weitlaͤuffiges auff beyden Seiten der Loͤhn gelegenes Land) etliche andere anhangende Graffſchafften, als Weilburg, Idtſtein, Wißbaden, Dillenberg, Beilſtein, Gleiberg, Sigen/ Hadamar/ ꝛc. Und ſeyn der Graffen von Naſſau Catzen⸗ elenbogen, oder Dillenberg,(darunder begrifſen, Beilſtein, Dillenberg, Sigen, Ha⸗ damar, und Dietz) Grentzen gegen Mittag die Graffſchafft Wißbaden, und Idtſtein; vom Morgen Weilburg, und Solms, ſampt Heſſen; gegen Mitternacht Weſtpha⸗ len, und die Graffſchafft Witgenſtein; und vom Abend das Hertzogthum Bergen, und die Graffſchafften Wied, Weſterburg, Trieriſche Orth, und Seyn. Haben viel Vogtheyen, die vom Petcro Bertio lib. 2. Comment, Rerum Germanic. gap⸗ 24. üteren vorgeeätnn offs die Cilentt worden. Eswihe die Schlͤſſer Mu nuch wol manchmd der zu verleyden.. Beumelderg ger ker, ſo ſolches doh ort ein naß und ſ nes Land clütren zißbaden, NNleve fen von Müſſu t Hillenberg Sun 9 ßbaden vnd R — —= —— = — — — — ₰— — — — 4 2— — , ——— ———— Keuchelm.. 0 Gieſſen 2 2£ aairauee, 3 te 4 Doden hofen G&roſpenlardken A Langengens 1. 4 0 4 f V Krickgiene(d3 Kleberg 9. 4— 92 1 ee aer buch vd V Hnje Rucken 1199. dl'eiſal M. 4 Set E glA. Müntzeubes N 90, NIéut,, 3 0 3 br 1 ., Wanbach- 0 4 1 4 29 0 keufuert 22 5 2 6 9 Mee vCler-ben 1 ghu erl 3 15 7 2 0 LErla. 3 7, Bckhizel Rar . 0 Naukee zren 9 1 42 *-.. u Man Ock talt 1 5 Mellack 22 NFridb er.g 0 2 Rodbern 4 ℳ 2½ . 42 4 au 4. 7 21 2 d— 2 9. 2 Aſbetn: e 8 88 Patter ueil lenke.ℳq 0 8 . Irlm alt lät 0 H 00. Veet 88 Nal ſkatt 4* Bs OCarnben 0 A Erbelal 0. rau 8. /, O. f 5 0 M.e Dortelweil 4 Bdegradenr. od O.Eſehlack.— O K: Gruna G. Carben 0 Or. 2 2 calbach X L. Carben Neim4, albac— 0 , Thes eas 0 5 DPoltai afeld& Rendel Kelchen N.Orſel 0, Bonames ea? 8 Be ſer en Cies Lert Hedernhent. 4 ilbel 1 204— 6 mul Or ſchen hen—e,raesdens Da⸗——— 4 1 A— Eſc erirein. 29 8 8. 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Und dieſe Naſſauiſche Graffſchafften erkennen allein den Kaͤyſer fuͤrihren Ober⸗Herren, haben hohe Rega⸗ llen, und Freyheiten; moͤgen Guͤlden⸗und Stlberne Müntzen ſchlagen. Die Land⸗ ſchafft iſt theils Orten eben/ an theils giebt es Huͤgel, Waͤlde; auch in der Graffſchafft Dietz und am Lohngeſtade Weinwachs; theils Orthen hat ſie luſtige Felder und Wanyden, iſt fruchtbar an Getreyd, Kraut und Huͤlſen⸗Fruͤchten. Gibt, ſonderlich auff dem Weſterwald, eine groſſe Viehezucht/ und werden offtermals gute rechte We⸗ ſterwaͤlder Kaͤß, fuͤr einen Holaͤndiſchen begehrt und erwoͤhlet. Es hat auch in dem Sigentſchen Gediet Eiſenertz, und werden da eiſerne Oefen, und anders, bereitet. Zu Freudenberg machet man guten Stahel, den man durch gantz Teutſchland verkaufft. Es giebt dergleichen Eiſengruben, und Werckſtatten auch im Dillenbergiſchen, Haͤge⸗ rantſchen, Burbachiſchen; daſelbſt man auch Bley und Kupffer graͤbt; wie inglei⸗ chem im Ebersbachiſchen Gebiet daſelbſten auch ein Glaßhutten iſt. Steinbruͤche ſeyn nechſt bey Dillenberg, und Herborn, und andern Orthen. Der fuͤrnehmſte Wald iſt der Weſterwald; die kleinere, und die gleichſam von jenem herkommen ſeyn, Kaldt⸗ Eych, Heyger⸗oder Haͤger⸗Struth, die Hietzhoͤltze, Hirſchberg, Schelder⸗Wald, die Hoͤrre, und der Calmberg; darinnen es ſtatiliche Jagten giebt. Die fuͤrnehmſte Waſß⸗ ſer ſeyn/ die Lohn/ Sige/ und Dille, an welchen feine luſtige Stadtlein liegen, als an der Sig, Sigen; an der Dill, Haͤger, Dillenberg, Herborn; und an der Lohn, Dietz/ ꝛc. Das Embſerbad haben die Herren Graffen von Naſſau⸗Dillenberg mit den Herrn Landgraffen zu Heſſen insgemein. Es giebt auch Sauerbroͤnn in dieſer Lands⸗Art, als zur Johannsburg/ Camberg, Embs,/ und bey Dauſſenau, welche getruncken den Stein aus dem Leib fuͤhren ſollen. Hat unterſchi dliche Staͤdte und Flecken, und vor dem jetzigen Krieg uͤber die 450. Doͤrffer und Hoͤffe gehabt. IlI. Wetterau/ iſt vor Zeiten ein beſonder pagus oder Gau, und Graffſchafft oder Comitarus Wederoviæ geweſen, und nach den N cdrevis, oder Wedreviis, einem Volck, ſo darinnen gewohnet/ oder aber von dem Fluß Wetter, Wedera, ſo allernechſt bey Lanbach/ unfern von dem Dorff Wetterfeld entſpringet/ und bey Aſſenheim in die Nidda fleuſt,/ Nederebia, Wedercvia, Wedereibia, Wettereib, und Wetrey, genannt worden. Es ſeynd heutiges Taas unterſchiedliche uhralte und treſſliche Graffſchafften in ſolchem Lande gelegen/ ſo dem Heil. Roͤmiſchen Reich ohne Mittel zugethan ſeyn, und in des Reichs Matricul zum Rheiniſchen Creyſe gerechnet, und die Wetteraui⸗ ſche Graffen genannt werden; als da ſeyn die Graffen von Naſſau, Hanau, Solms, Eiſenburg, Sayn, Witgenſtein/ und Wiedt/ ꝛc. Es liegt darin ein ziemlich weiter Strich, die Fuldiſche Marck genannt, ſo der 57. Abt zu Fulda, Hermann von Bu⸗ chenau, den Graffen von Naſſau erblich verkauſſt, von welchen ſelbige fuͤrters an Herrn Landgraff Ludwigen den aͤltern zu Heſſen, und fuͤrters an das Fuͤrſtliche Hauß Heſſen⸗Darmſtadt gelangt. Davon meldet etwas Valent. Muͤntzer in der Fuldiſchen Chronic. fol. 162. a. und Brouuerus lib. 4. Antiq. Fuld. So ſeynd auch in ſolchem Lande vier anſehnliche Reichs⸗Staͤdte, als Franckfurt, Friedberg, Wetzlar und Gelnhau⸗ ſen. Die Wetterau grentzet mit Francken, Catzenelenbogen, Naſſau, dem Ober Fuͤd⸗ ſtenthum Heſſen, und der Grafſſchafft Nidda. Iſt ein fruchtbar Land an Korn und Wein, in welchem, neben den obgedachten Graffſchafften, und Reichs⸗Staͤnten auch die Graffſchafft Koͤntgſtein liegt. Die Wetteraniſche Grentz und Laͤn⸗ der ſind ohne Meldung des Autoris, in 4. beſchrieben; deſſen Autor aber iſt der vorneh⸗ 16 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort vornehme Juriſt Marquardus Freherus, wie Melchior Adami in vitis ICtorum Germa- norum pag. 475. gedencket. Viel guter Sauerbruͤnn ſind hier zu finden, als bey Fridberi⸗ Roßbah„Carben, davon Jacob. Schoppers Chorographi lib. 1. c. 6. p- 103.3u ſehen. IV. Rinck gau/ liegt auff der rechten Seiten des Rheins gegen Maͤyntz, und Bin⸗ gen uͤber, ſo vor Alters auch ein beſonderer Pagus, der beſondere Graffen gehabt, ge⸗ weſen. Es hat auch vor Zeiten das Land jenſeit des Maͤyns, zwiſchen dem Rhein, und Bergſtraſſen, oder Odenwald, darin Trebur, Langen, Sprendlingen oder Sprenglingen, Gerau, Lorß, Benßheim, gelegen, das Rinckgau, oder Pagus Khe- nenſis, geheiſſen; wie obangezogener Autor des Hiſtoriſchen Berichts von der Wet⸗ terau, Kinckan, Weſterwald, Loͤhngau, Hayrich, ꝛc. meldet. V. Weſterwald/ von deme ſchreibt jetztgemelter Autor alſo: Uber die Lohn liegt ein groß Land und Stuͤck des alten Nemoris Hercinii, ſo heutigs Tags der Weſter⸗ wald, oder Sylva Heſperia, genannt wird, und vor Zeiten von den Bructerts beſeſſen worden, der Papſt Gregorius II. in ſeiner Epiſtel an 8. Bonifacium, Bortharos ſchreibet. Unter dieſe gehoͤren, unter anderen, ein groſſer Theil des Bergiſchen Landes, und die uhralte treffliche Graffſchafft Iſenberg, Wied, Seyn, Freuſperg, Vroneck,ein altes Schloß, daraus hernach Marienſtadt, das Cloſter erbauet worden, an der Niſter ge⸗ legen; dahero dieſe Voͤlcker in des angezogenen Papſts Schreiben Niſtreſi genannt, und beneben den Wedrevis, Lognais, Grabteldis, und andern, als unterſchiedliche Pro⸗ vinciæ Getmaniæ, und abgeſonderte Voͤlcker von den Heſſen, und Thuͤringern erzehlet werden. Es ſchreibet Marquardus Freherus part. 2. Origin. Palatin. cap. 7. daß die ob⸗ beſagte Bructeri, oder Burcturi,(wie ſie in einer alten tabula ltineraria genannt werden, und die gegen Coͤlln uͤber gewohnet, und ſich faſt bis gegen Maͤyntz herauff erſtrecket haben,) vermuthlich vonihren vielen, und ſtattlichen Buͤrgen, bey den Roͤmern den Namen bekommen haben. Dann gleich gegen Bonn uͤber ſeyn, neben dem Rhein, Siben buͤrgen zu ſehen, nemlich 7. Schloͤſſer auff ſo vielen nacheinander ſtehenden hohen Bergen gebauet, als Lewenberg, Wolckenberg,(ſo der allerhoͤchſte, und darum alſo genannt, als ob er an die Wolcken ſchluͤge,) Drachenfelß, Stromberg, Malberg, und noch eines/ deſſen Namen nicht ſtehet. Und finden ſich ſonſten in ſol⸗ cher Gegend, oder der Bructerorum Landſchafft, Arenburg, Benßburg, Biggenborg, Berleburg, Cronburg, Dillenburg, Hachenburg, Homburg, Horneborg, Iſenburg, Limpurg, Lovenburg, Meraburg, Siburg, Sicamborg, Weilburg, Weſterburg, ſo alles nicht allein gar veſte Schloͤſſer, und wolbevoͤlckerte Staͤdte, und Staͤdtlein; ſon⸗ dern auch mit Freyherr⸗und Graffſchafften Tituln beruͤhmt ſeyn. Uind obwolnun⸗ ter dieſen ernannten auch theils mit berg ausgeſprochen, und geſchrieben, und alſo burg, und berg, fuͤr eins, genommen werden; ſo ſeyn doch auch theils der Orthen, ſo gllein auff berg ſich enden; Und darunter das Hertzogthum Berg ſelbſten; hernach Blanckenberg, Braunsberg, Bureberg,(nemlich obgemeltes Eloſter Marienſtadt an der Niſter, ſo vorhin ein Schloß, das man mit der Zeit auch Vroneck genannt hat, geweſen iſt,) Camperg, Cronberg, Friedberg, Freußſperg, Gliberg, Iſenberg, Kirperg, Molſperg, Stauffenberg, ꝛc. Theils haben auch von den Felſen, und Stei⸗ nen ihre Nahmen, als Braunfels, Drachenfels, Arenſtein, Ehrenbreitſtein, Helffen⸗ ſtein, Koͤnigſtein, Greiffenſtein, Witgenſtein, ꝛc. darunter viel Pfaͤltziſche Lehen, ſo die von Naſſau, Iſenburg, und andere, auch die Ritterſchafft tragt; item etliche gan⸗ tze Graffſchafften, als Seyn, Wied, Solms, und andere. UInd hat Churfurſt Ludwig, Pfaltzgraff, die Graffſchafft Seyn/ als das alte und erſte Geſchlecht der Graffen von Seyn abgeſtorben, ums Jahr 1273. Graff Gottfrieden, vom Vatter her einem Graffen von Spanheim, aber von einer Graͤffin von Seyn geboren, von neuem zu Lehen angeſetzt, von welchem die heutige Beſitzer, die Graffen von Witgenſtein, in gerader Geburts⸗Linie herſtammen. Es grentzet aber VI. Die Graffſchafft Mitgenſtein mit der Graffſchafft Naſſau ⸗Dillenberg, eT anei ſt Itib a 16 ind m S ſand ie et ſteia, u a llenut d iyher en ze ſcheien n Ind n lot, in,hh F. teng e: veyl gt he — ne b e Fr V oß 1 b 6Ana 3 as enag ze duffta ar e ung nt V dur⸗e ü Ader a dant e w uck ae d weg d dgon V audid tig 1 8 zun; 1 6 n tag 10 1 1 m R — d0 chen Berieheelaa det. Rägtst d —= — — — — 5— SSS= = S S —— reuſperg,Nronr etworden andeg Schreiben Nütre rn, als unterſci en, und Thürnaa 4. Dalatin,cap. Altineraria genangt Maͤyntz baun 11 ergen, beydengum ber ſeyn, nebendge en nacheingnderfte ,(ſoderalletzöcſe Drachenfelß, Etunt nd finden ſichſcyim „Benßburg Bagtt urg, Hoeneborg Fit Weilburg, Wiitte, Sraͤdte, und Stadrin mmt ſeyn. Undetir und geſchrieben, me Hauch theilsderoeit un Berg ſlbſtni e neltes Cloſter Rmie zuch Vroneckgenar erg, Gliberz Je von den Flich lhe⸗ Ehrenbreuſtinge⸗ viel Pfältitke Fttragtz uanin — — — G 3 p — — — — — — — — — — — l 9 — — — — ſi ——— in Heſſen und den benachbarten Landen. 17 der Grafſchafft Arnsberg/ und dem Obern⸗Fuͤrſtenthum Heſſen. Liegt in einem hohen inen Gebürg, deſſen ein Theil das Rothhaar genannt wird, aus welchem vier vorneyme Waſſer entſpringen, darunter die Loͤhn gegen Morgen laufft, und hernach herum auf Marpurgſchweifft: Die Dill gegen Mittag, und auf Dillenberg zu: Die Sieg gegen Nidergang/ und auf Siegen/ und Coͤlln zu: Die Eder gegen Mitternacht/ und ſich der⸗ um auf Franckenberg, und Caſſel, ſchwencket. Das Schloß Witgenſtetn, ſo im Jahr Chriſti 800. allbereit geſtanden ſeyn ſolle/ liegt an der Loͤhn, auf einem hohen Berg, und Felſen: Und iſt in dieſer Grafſchafft das Schloß/ und Stadt Berleburg. Es hat vorhin eigene Grafen gehabt/ darvon der letzte Ann 1360. geſtorben iſt, und eine Toch⸗ ter hinterlaſſen, die einen Grafen von Sayn geheyrathet hat. Was dieſe Grafſchafft anbelangt/ ſo auch zum Ober⸗Rheiniſchen Craiß gehoͤrig/ ſo finde ich/ daß deren Monatlich einfacher Reichs⸗Anſchlag, zum Roͤmerzug, iſt. 1. zu Roß, und 4. zu Fuß, oder 28. fl. und zum Cammergericht Jaͤhrlich, nach dem erhoͤch⸗ ten Anſchlag, 11. fl. 42. Kr. 5. Heller. In dem Reichs⸗Abſchied/ vom Jahr 1654. wird Herrn Johann Grafens zu Sayn, Witgenſtein/ und Hohnſtein, Herrens zu Home burg/ Vallendar, Neumegen/ Lohr/ und Klettenberg, unter den Wetterauiſchen Grafen, gedacht; daß er ſich beym naͤchſten Reichs⸗Tag zu Regenſpurg perſoͤhnlich befunden; als wegen des Graͤflich⸗Wetterauiſchen Collegij jetziger Zeit Ducctor. Sonſten ſeyn auch durch Geſandten, dabey erſchienen, Herr Ludwig Albrecht, und Herr Chriſtian, Grafen zu Sayn, und Witgenſtein; aber wegen der Grafſchafft Sayn, ſo zum Weſt⸗ phaͤliſchen Craiſſe ſonſten gezogen wird: Desgleichen Herr Georg/ Ludwig Albrecht/ Chriſttan, und Bernhard) alle Grafen zu Sayn/ und Witgenſtein; Herrn zu Hom⸗ burg: Item Georg Graf zu Sayn/ und Witgenſtein, in Vormundſchafft/ Ludwig Ca⸗ ſimirs, auch Grafens zu Sayn, und Witgenſteins ſel. unmuͤndiger Soͤhne: Item Frauen Chriſtianaͤ/ Graͤfin zu Sayn, und Witgenſtein/ geborner Graͤfin zu Waldeck/ Wiktibin, in Vormudſchafft weyland Graf Ernſts zu Sayn, und Witgenſtein, ſeel. unmuͤndiger Soͤhne. Und dann Hochgedachte Frau Johannete, weylanden Johanne ſen Landgrafen zu Heſſen hinterlaſſene Wittib, geborne Graͤfin zu Sayn, und Wit⸗ genſtein, Frau zu Homburg, als Mit⸗Inhaberin der Grafſchafft Sayn(in Weſto phalen) und dann Herr Salentin Ernſt, Graf zu Manderſcheid, und Blanckenheim, Freyherr zu Junckerrath, ꝛc. in Ehevogts Namen Fr. Erneſtinen, Graͤfin zu Man⸗ derſcheid, und Blanckenheim, gebohrner Graͤfin zu Sayn, und Witgenſtein, auch Mit⸗Inhaberin der Grafſchafft Sayn. Beym Herrn Limnæo, in adadit. ad lib. 4. de I. publ. p. 540. ſtehet/ unter anderm, daß Herr Graf Ernſt zu Sayn, und Wit⸗ genſtein/ mit Chur⸗Trier, wegen der Schloͤſſer Sayn, Freußburg, Rheinbruck, ꝛc. zu rechten gehabt: Item, iſt Anno 1642. eine Informatio Juris,& facti, gedruckt worden wie weyland Herrn Graf Ernſten zu Sayn/ und Witgenſtein, des Aeltern, nachge⸗ laſſene beyde Fraͤulein Toͤchter, Erneſtina, und Johannetten(hie oben,) zu dem Schloß, Stadt/ und Ambt Hachenburg, mit allen Pertinentien, gegen Chur Coͤlln/ ſo es Anno 1636. unterm Vorwand eines eroͤffneten, und heimgefallenen Mann⸗Le⸗ hens, eingezogen, berechtiget ſeyen. Von der Grafſchafft Valandar ſagt Herr D. Wurffdein, part. 4. Berichts(oder der Relation) p. 106. daß die Grafen von Sayn ſolche meiſtentheils, um die Regierung Keyſers WVenceslai, mit ſonderbarer Maß⸗ Chur⸗Trier uͤberlaſſen; unangeſehen aber Camera Spirenſis Anno 1606. derſell en Wiederloͤſung den Grafen von Sayn zuerkant, ſo ſey ſie doch die Zeit hero, wegen ein⸗ gewanter Reviſion, bey Trier verblieben. Es ſeyn aber beſagte Relationes Anno 1636. gedruckt worden. Sonſten hat ſich D. Goddæus, der Herrn Grafen vo Witgen⸗ ſtein, wegen der obgedachten Graf oder Herrſchafft Vallendar, in einem beſondern Reſponſo, ſo des Jahrs 1620. gedruckt worden, angenommen. S. D. Beſoldum, de Jurisdict. Imp. Rom. q. 8. p. 21. Item, unten, Hachenburg; und D. Joan. Theo- dori Sprengeri bon. Principem, dabey auch dieſe Strittigkeit, inter prætenſiones illu- ſtres, zu finden. VII. Loͤhngau/ oder das Land an der Löhn herum, iſt vor Zeiten ein beſonde⸗ rer Pagus geweſen, Pagus Loganenſis, das Logenehe, Sder Logengau geheiſſen, wie 2 dann 1 18 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort dann auch das Ober⸗Fuͤrſtenthum Heſſen, das Fuͤrſtenthum an der Loͤhn genennet wird: Und iſt das Land an der Loͤhn unterſchiedlichen Herren gehoͤrig. Es iſt Loga. nus, oder Logana, der Fluß Lanus, von welchem das Schloß Lan⸗eck, und die Stadt an der Spitzen, da die Loͤhn in den Rhein fleuſt, Lanſtein insgemein, vor alters Lo⸗ ginſtein genant, den Namen hat. Von obernandtem Pabſt Gregorio werden die an⸗ wohnende Voͤlcker Lognat, bey dem Ethico Coſmographo Langiones, geheiſſen. Und werden darunter begriffen die Graffſchafften und Herrſchafften, an ſolchem Strom gelegen, als Solms(davon unten bey Lichg) Witgenſtein, Limburg, Dietz, Arn⸗ ſtein, Runckel, und Naſſau. Was dem Fuͤrſtlichen Hauß Heſſen von dieſem Lohngan zuſtaͤndig iſt, und zwar gar viel, das wird, wie oben gemelt, und hievon Dfiichius zu leſen iſt, das Fuͤrſtenthum, oder Land an der Loͤhn genandt. Den Fluß Lohn oder Lahn an ſich ſelbſten belangend, ſo hat derſelbe ſeinen Ur⸗ ſprung im Weſterwald, in der Graffſchafft Witgenſtein, da ſeine Quelle entſpringet in einem Gebirge. Iſt anfangs gering, wird aber hin und wider durch andere zuflieſ⸗ ſende Waſſerlein, ſonderlich der Ohni in Heſſen der Dill unterhalb Herborn der Elß, der Aar, und andere, geſtaͤrckt und groͤſſer. Er nimt ſeinen Lauff von Witgenſtein herumber durch ein Theil von Ober⸗Heſſen, bey Marpurg vorbey, Legn und neben Gieſſen hin, auf Wetzlar,Leun, Weilburg, Lenberg, Villnaar, Runckel, Diekirch, Lim⸗ purg, Dietz, Naſſau, Tauſchenau, und Nieder⸗Lahnſtein, da er nicht fern oberhalb der Veſtung Ehrenbreitſtein oder Hermanſtein, in den Rhein faͤllet. Es ſtoſſen unter⸗ ſchiedliche Herrſchafften beyderſeits an den Lahnſtrom, als Sayn, Heſſen, Naſſau⸗ Siegen, Naſſau⸗Sarbruͤcken, Solms, Chur⸗Trier, Wetzflar, bey deren ſich obge⸗ meldte Dill(davon das veſte Schloß Dillenberg den Namen hat,) in die Lahn er⸗ zeuſt. Dieſer Fluß iſtmanchen Orths ſehr tieff, und an allerhand Fiſchen, als Hecht, Paen und dergleichen ſehr reich, werden auch, ſonderlich Winteds Zeiten bey erhoͤ⸗ hetem Waſſer Salmen darinnen gefangen. VIII Hayrich/ dajetziger Zeit die Nieder⸗Graffſchafft Catzenelenbogen gelegen. Daſſelbe Land ſolle von Alters der Hohe Ruͤck geheiſſen haben, daraus Hayrich wor⸗ den; gleich wie gegen uͤber Hunsruck„ Hunnorum jugum„ oder Præſidium. Dann Teutſchland dergleichen hohe bergiche Laͤnder viel hat. IX. Das Stifft Herßfeld/ hat in der Laͤng und Breit ohngefehr 3. Meyl, darzu gehoͤren Friling, Ober⸗ und Unter⸗Geiſ⸗ Alters dorff Kerſpenhau, Mongshauß R⸗ der⸗Sula, Wegfahrt, Nidern Joſſe. Davon unten in ſel iger Stadt Beſchreibung. Waldeck die Graffſchafft, iſt ein vornehm fruchtbar Land, an allerley Fruͤchten, Waͤlden, Bronnen, und Merallen. Die vornehmſte Staͤdt und Schloͤſſer darin ſeyn, Wildungen, Waldeck/ Corbach, Eyſenberg, Mengeringhauſen, Arolſen, Landau, Ra⸗ den/ Sachſenhauſen, Freyenhagen, Furſtenberg, Eilhuſen und Wetterburg. Die vor⸗ nehmſte Stadt iſt Corbach. Staͤdte mit Schloͤſſern: Waldeck Stadtlein und Schloß. Landau mit ihrem Schloß. Mengershauſen gleichſam mit einem Schloß. Item die Stadt Roden mit ihrem Schloß/in deren Gebiet es die allerbeſte Jagwerck gibt. Das Schloß Wetterburg liegt an einem luſtigen Orth zwiſchen den Waſſern Twiſta und Ahra. Die Stadt Wildungen wird durch den neuen und alten Ort und Namen unterſchieden. Eiſenberg iſt ein Schloß, deſſen Felder nechſt herum auch Ei⸗ ſen und Steinkohlen von ſich geben dahero es den Namen hat, dann denen die es von der Goͤttin Weherführen niiht zu glauben ſtehet. Eihaufen iſt ein ſchoͤn Schloß, welches das Waſſer Urba gleichſan theilet. As ſeyn nun alſo die Laͤnder und Gegend, deſſen vornehmſte und A bekannteſte Oerther und Plaͤtze wir uns in dieſem Theil des Teutſchlands zu beſchreiben vorgenommen haben, underſtii zwar, ſo iſt dadie Stadt underſtlich Allendorff, fader de ntſen t eſe end m it! 1Unu es ichme dr Werin ibe der un tt! ohdenn ter jadt unt has 8 Saat luf ſuhen mn u, heute dl daum. on etfar, beydenſn enenhat, mähge ſerhand ſän 3 „Winters Jennin Catzenelenütne aben daraus Hanktt ' Oder preſicun kohngefehr; Mal denhauß Mungeße diger Stadt Beſän and, auallaly zt tund Schlöſſerdem uſen, Arolſen Landa. und Wetterburg Waldeck Enne eichſam miteinme es die allerbeſtegen arth zwiſchenden neuen und altnon der nechſtherunat hat, dann deyenthän zuſen iſteinſceneit eſſen vornegnin zin dieſen dh0 nhaben, vnder „ Pahe in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. e: — 19 888898S889 ☚Q K ⸗ S Allendorff/ an der Werra. Stein Stadt in Nieder⸗Heſſen, zugenandt in den Sohden. Soll Swegen der Saltz⸗Sohden ſo viel heiſſen, als Hallendorff, inmaſſen auch andere Orth von ihren Sohden oder Sul⸗ tzen, alſo genent werden. Hingegen ſagt man auch, daß die Stadt von etlichen Doͤrffern, ſo in dieſer Gegend gelegen, und von welcher auch noch etwas Anzei⸗ gung und zerfallene Gemaͤuer uͤbrig ſeyn, zuſammen gebauet, und derowegen Al⸗ lein Dorff genennet worden, aus wel⸗ chen hernach der Nahm Allendorff er⸗ wachſen. Dieſe Stadt ligt in einer luſtigen Gegend, mit hohen Bergen umbſchloſ⸗ ſen. Und hat es da, wegen Thellug des Strohms, drey ſteinerne Bruͤcken uͤber die Werra; uͤber welche zwo Bruͤcke gehen auß der Statt biß zum Saltzbronnen und Sohden, deren etwa bey 60. Dahero die Stadt und das gantze Land, in welches das Saltz haͤuffig verfuͤhret wird, groſſen Nutzen haben, wie ſolches auch dieſe Vers andeuten: Urbi dant magnis ponr, mons, fons, com- moda rebus, Qualia vix alibi Teutona terra tenet. Dieſer Ort, ſo ziemblich weit umbfan⸗ gen iſt, hatte 2. Kirchen, und ein ſchoͤnes Rathhauß, war auch ſoͤnſten ziemblich ſtarck und eng beyſammen gebauet, auſſer, daß kein Fuͤrſtliches Schloß, ſondern nur ein Ampthauß da war; welches aber alles des Jahrs 1637. eingeaͤſchert worden, daß ſchler nichts ſtehen blieben. Wird aber, oh⸗ ne Zweiffel, nunmehr fein wieder gebauet ſeyn. Zwiſchen dieſer Statt, und den So⸗ den oder Saltzwerck(ſo wegen der vielen Gebauen der Soͤder, und auch anderer, eine eigene Gemeinde, und Staͤttlein, doch ohne Mauren, machet,) iſt eine dreyfache ſchöͤne ſteinerne Brucken; dieweil ſich die Werra diß Orts auch in ſo viel Fluͤſſe thei⸗ let. Beſagtes Saltzwerck belangend, iſt ſolches ein ſonderlich wunderbahres Ge⸗ ſchoͤpff, und groſſe Gnad Gottes, daß die Quelle ſo ſtarck iſt, daß ſie ſo bald etliche Muͤhlentreiben koͤnte; geſtalt dann, dur die Waſſerkunſt, der Brunne in gewiſſe Sammelkaſten gezogen, und von darauß, vor der Statt, wol ein Muſqueten Schuß hinauß, in viele unterſchtedliche Leckwer⸗ cke und Koͤten, gefuͤhret wird, deren im Soden Fleck gelegnen zugeſchweigen. Und iſt dieſes Saltz weit beſſer, und kraͤfftiger, als viel anders, ſo an umliegenden Orten, und Saltzwercken, gemacht wird. Der Brunne ligt gantz in der Ebne, ſehr tieff, und faſt an einem ſumpfechten Ort, und wird durch ein Pompenwerck mit Pferden, an einem lauffenden Schwengel, in ein be⸗ ſonders daruͤber gebautes Hauß, gezogen. Die Koͤten und Pfannen, darinne das Saltz geſotten wird, ligen rings umb den Brunnen her, und ſeyn deren ſehr viel; und werden zu dieſem Saltzwerck nicht allein die Kohlen am Meißner, ſondern auch viel hundert oder tauſend Schock reiſich ge⸗ braucht, auch ein groſſe Menge Schied⸗ holtz verbrant. Doch iſt das Saltz, welch es bey Holtz und Reiſig geſotten wird, weit kraͤfftiger, und beſtaͤndiger, als jenes, ſo mit Steinkohlen erhitzet wird. Dann, ne⸗ ben dem Schwefel eine ſonderliche Feuch⸗ tigkeit in den Steinkolen iſt, welche das ſie⸗ dende Saltz an ſich zeucht. Es ligt die ge⸗ melte Stadt Allendorff, unnd zugeharig Ampt(ſo gering iſt, und in wenig Dorff⸗ ſchafften beſtehet;) wie auch die gemelle Soden oder Saltzwerck, gar in einem ſehr geringen Bezirck, zwiſchen ſehr hohen Bergen, ſo voller Steinklippen ſeyn; dar⸗ unter ſonderlich der Goburg, und Hoͤhe⸗ berg, den Vorzug haben. In den Waͤlden, ſo viel deſſen der Stadt zugehoͤrig, wie auch an der hohen Fuͤrſte(ſo ein Vorgeduͤrg, und Gehoͤltz, des Meißners iſt,) hat die C 2 Statt 20 Statk die Freyheit, vor allen andern im Lande, daß ſie von S. Veits, biß auf S. Bartholomaͤt Tag, roth Wildpreth; und dann von S. Michaels, bis auf S. An⸗ dreas Tag, ſchwartz Wildpreth, jagen und fangen moge, aber nicht ſchieſſen: derhal⸗ ben auch ihrer Weidleut keiner einige Buͤch⸗ ſe mit auffs Jagen bringen darff. Der Handel und die Nahrnng, iſt ſonſten, we⸗ gen des Saltzwercks, zimlich ſtarck allda; und weil wenig Frucht dieſes Orts wach⸗ ſet; ſo hat die Natur ſolches mit zimlichem gutem Weinwachs erſetzet.. Die Arth des Saltzbronnens iſt einer wunderbahren Beſchaffenheit, nemlich je hoͤher das Waſſer in der Werra, je mehr auch der Sohle in dem Bronn; je mehr a ber derſelben, je kraͤſſtiger ſie befunden, nemlich 8. löͤtig, und hingegen je weniger, je unkraͤfftiger, und am Gewicht geringer. Estſt aber der Bronn ſehr ſtarck, alſo daß er bey 84. Kohten und Pfannen, zu verſe⸗ hen genugſam, in welcher er durch ein be⸗ ſonder Kunſtwerck geleitet wird. Sohat man uͤber das erſtlich im Jahr 1579. mit Stein⸗Kohlen zu ſleden angefangen, auch Beſchreibung der vornehmſten Orth vor Alters zwey Gehruͤder Landgraffen zu Heſſen, mit Namen Henrich und Herman gewohnet, welche ums Jahr 1365. beyde venachbarte Dorfſſchafften Moͤlnbach und Todenhauſen von denen angrentzenden beyden Adelichen Geſchlechtern Milchling und Rabenau erblichen an ſich ertauſchet, und aus ſolchen Doͤrffern dieſes Staͤttlein zuſam̃en zu bauen angefangen, auch durch Huͤlff des Ambts Burgkemunden und Ge⸗ richts Lohr einen Graben um ſelbiges he⸗ ro von neuem auffwerſſen laſſen, ſo aber im Jahr 1525. auf des Raths underthaͤni⸗ ges Anhalten bey dem damahlig regieren⸗ den Landts⸗Fuͤrſten zu Caſſel, Herrn L. Philtpſen dem aͤltern, wiederum einge⸗ chleifſet worden. Im Jahr 1370. iſt dieſer Orth an den Landgraffen mit der Statt Freyheit begnadigt, und um des willen weil es aus vorbenahmten verſchiedenen oder Allen beyden Dorffen zuſammen gebauet, Allendorff, und forters zum un⸗ terſcheyd anderer Staͤtte und Doͤrffer; welche eben dergleichen Namen tragen, an der Lomb genand worden, vornem⸗ lich von deme zu nechſt daran herflieſſenden ſolche Arth des Siedens nunmehr alſo an⸗ geordnet, daß, wo man dazumahlen 22. Maaß Kohlen verbrauchen müſſen, anje⸗ tzo 12. guug ſeyn. Die Herren Landgraſſen in Heſſen haben den Orth mit unterſchied⸗ lichen Freyheiten begabt. Es ſeyn auch vor Alters viel feſte Berghaͤuſer zur Defen⸗ ſion der Sohden anfaͤnglich erbauet wor⸗ den: Vor andern aber das jenige, ſo gleich obig den Sohden auf dem Berg geſtan⸗ den, und Weſterburg genand worden iſt. Waſſer, welches gleichfals ſeinen Namen vom Dorff Lomb, Ampts Grunberg, u⸗ berkommen, alldar er ſich urſpruͤnglich ſam⸗ let, und bey dem Adelichen Milchlingiſchen Dorff Dreys hero bis naber Stauffen⸗ berg fleuſt, unter welchem Staͤttlein er in die Lohn faͤllet. Hundert und vierzehen Jahr nach deſſen Erbauung, benandtlich im Jahr 1479. iſt dieſes Staͤttlein durch Donnerwetter angezuͤndet, und beneben dem Rath Hauß in 3. Stunden gaͤntzlich Bey dieſem Teutſchen Krieg iſt allhier zu eingeaͤſchert worden. Wie dann wenigers underſchieden mahlen groſſer Schade ge⸗ nicht, nachdeme ſelbiges etlicher maſſen ſchehen, ſonderlich Anno 1632. da der von wiederum auffgerichtet und gebauet ge⸗ Pappenheim Witzenhauſen, Eſchwegen, und Drendelburg erobert, deren Occupi⸗ rung gedacht wird im 2. Theil des Theatri Europæi. In dieſer Statt iſt geboren der wohlberuͤmte Theologus D. Balthaſar Menzerus. Allendorff/ an der Lomb. GJeſes Staͤttlein ligt in Heſſen, zwi⸗ — ſchen Marpurg und zieſſen, welches bloß in einem alten Brieff Villa genendt wird. Auf deme zu nechſt gelegenen hohen Burghauß und Dorff Nordecken, haben weſen, im Jahr 1632. durch ein unverſehe⸗ nes angangenes Feuer abermahls 34. Ge⸗ baͤu darinnen nidergebrandt. Wie auch durch unterſchiedene Kriegs⸗Zerſtoͤhrung alſo abgenom̃en, daß jetziger Zeit kaum der halbe Theil uͤbrig. Im Jahr 1385. hat der Biſchoff Chiltan zu Maͤyntz dieſes Gtaͤtt⸗ lein feindlich und mit Kriegsheer uͤberzogẽ, woruͤber ein Freyherr Conrad von Weins⸗ berg damals commandirt, alſo daß auch noch thetls die Feldmarck um dieſen Orth nach deſſen Namen der Weinsberg Benadd wird. A 1 aoden Dorſin uie Worff, und haan erer Stätte unh, ergleichen Nnat. Lgenand woren„ 3 b 8 es gleichfalsſälnng ö“ nb, Ampts Grun darerſichuſeinga a Adelichen Mlchin ſſſ— hero bis naber Et ö ter welchem Stätl t. Hundert undyn en Erbauung, beu eiſt dieſes Stätttn angezuͤndet, und iß in 3. Stunden e —rden. Wiedampn ne ſelbiges älchat gerichtet und gda 1632. durchnm e “ 44 —y—— — — n fiicff n — 8 n 2r ſiſniſmngo W 3—. ℳ. Thnu M T 1 2K21KlaL ☛ S A 8 Eg= rD17)) efett E K Emg —— — 38 e Ge llTB H 28 8 X X K N ““ A RNi i Na 8 d 8. 8 S 83” 5 5 aA R R 5 N S O“ 6ANRNNNNS NNN S SEE AN ☛ t, — — — — — — — —————— —— —— —,— — —— —— Suborn n Errmeeh tuweit m be ſordenn ⸗ ditrnaict e dußgen, mfühun t Rm d hechtſah er loet n, mo 1tn d ſſ Lh t ——= Stan n gar 9 ſtom n ei ——́’—— ſmn anchrr d Whiſerzan he umnſte ah. nc alſſcge e leßene d ſchg a ldun 1 danuh in Heſſen und den benachbarten Landen. 21 wird. Inmaſſen auch bey unſern Zeiten die⸗ vorhanden. In dleſer Statt hat vor Zeiten ſer Ort von den Nider⸗Heſſen⸗Caſſeliſchen Landgraff Herman g⸗wohnet, und iſt das und Schwediſch⸗Leßlaiſchen damahls con⸗ Schloß, ſo er bewohnet nunmehr zur Ren⸗ jungirten Kriegsvoͤlckern, nemlich im terey genommen. Sonſten hat dieſer Ort Jahr 1636. uͤberfallen, an Pferdten, Vie⸗ auch vier feine erbauete Haͤuſer, als nem⸗ he und anderm ausgepluͤndert, unterſchie⸗ lich das Rathhauß/ ſo im Jahr 1512. er⸗ dene unſchuldige Leuthe erſchoſſen, da ohne dieſes elenden Verderben vorhergehendem 1635. Jahrs die Einwohner durch die giß⸗ tige Peſtilentz, welche an dem geringen Ort 380. heimgeſuchet und in Kuͤmmernuß geſetzt geweſen. Die Kirch allhier ſoll ein Filial der Kirchen zu Winden/ ſo ein Dorff ohnfern von hinnen entlegen, geweſen ſeyn, und haͤltet man darfuͤr, daß dieſe Kirch dem Maͤrtyrer Laurentio, uff welches Tag vor altem die Kirchweihe celebrirt, zu Ehren eingeweyhet worden ſeyeAuff dem ohnweit hiervon gelegenen alten Schloß Nordecken, deſſen obgedacht, haben die Rabenauiſche von Adel dabevor ein Burg⸗ hauß gehabt, daher ſie auch ihren Beyna⸗ men fuͤhren, und ſich von Nordecken/ zur Rabenau ſchreiben, welches Ge⸗ ſchlecht ſonſten beneben andern mit der S. Eliſabethen, Landgraͤfſin zu Heſſen, in Anno 1211. aus Hungarn zum erſten in dieſes Land kommen. Afßfeldt. Kſt eine Fuͤrſtlich Heßiſche wolerbaute ₰ Statt, mit Vorſtaͤtten umgeben, und vor gar alten Zeiten, ehe dann Franckenberg auffkommen, ein Hauptſtatt des Lands ge⸗ weſen, und wird dahero vor die aͤltiſte Statt in Heſſen geachtet. Doch weiß man nicht, wann ſie aufaͤnglich gebauet worden, ſin⸗ temal ſie in Vor⸗Jahren mit ſampt ihren Brieffen und Urkunden verbronnen. Der Fuldiſche Scribent Chriſt. Brouwerus lib. 4. Antiq. Fuldenſ. pag. 348. nennets 3 oppidum in Haſſia frequens, origine vermeynet Sebaſtian Franck in ſeiner Fuldanum,& religione vetuſtum. bauet, daran ſind in einem Stein uͤber der Thuͤr zum Gedaͤchtnus des groſſen beſche⸗ henen Brands, nachgeſetzte Wort gehauen: Perſonen weggeriſſen, beſchwerlich tas oblivio. KRerum irrecuperabilium ſumma felici- Zum andern die Wein⸗ ſchenck/ ſo im Sahr 1538. Ingleichem das Hochzeithauß, ſo im Jahr 1565. Und dann das Hoſpital/ im Jahr 1244. er⸗ bauet. Die Kirch alldar iſt ein anſehnlich Gebaͤu, in welcher D. Tileman Snabel das Evangelium zu Lutheri Zeiten zum al⸗ lererſten geprediget, und iſt diß die erſte Statt, ſo die Religton nach der Reforma⸗ — angenommen, darvon dieſe Verß ind: Prima hæc ſuſcepit purgati dogmata erbi, Urbibus è reliquis Haſſia clara UlSe⸗ Als in An. 1§525. bey dem Bauren Auff⸗ ſtand die Statt Hirſchfeld eingenommen worden, und die damahlige Burgermei⸗ ſter andere mehr Heßiſche benachbarte Staͤtte ſich gleichfals zu ergeben durch Schrifften ermahnet, hat Landgraff Phi⸗ lips zu Heſſen, als er deſſen berichter wor⸗ den, einen Landtag nacher Alßfeldt aus⸗ geſchrieben, und die Unterthanen bey ihren Enyd und Pflichten treu zu verharren erin⸗ nert. Es iſt dieſer Statt durch nnaufhoͤr⸗ liches pluͤndern und Brandſchatzung ehr zugeſetzt worden; wie dann Anno 1620. Hertzog Chriſttan von Braunſchweig, viel tauſendt Guͤlden Schaden ihr zugefugt. Folgends hat ſie den Schwediſchen Anno 1634. und in beyden nachfolgenden Jah⸗ ren, und 1638 dem Generaf Koͤnigsnlarck eine unertraͤgliche Summa Gelts erlegen muͤſſen. Darauf die Frantzoſt che Ein⸗ Chronic, daß ſie vom Käyſer Adolf Adolfs⸗ quartierung 1640. erfolgt. Nach andern feld genennet worden. Dteſe Statt hat vor erlittenen Schaden endlich die Nider Heſ⸗ Alters das hoͤchſte Landgericht gehaht, wie ſiſche under dem General Major Geiſo auch das Blutgericht, wie deſſen die Franck⸗ 1643. den 5. Novembr. mit Vorführung enbergiſche Chronic vermeldet, geſtalt noch der Geſtuͤck der Statt ſich bemaͤ tigen und heutiges Tags das Schwerdt, ſo ihnen ſamt Kirchhatn das Land in ſchwere Con⸗ deßwegen gegeben, auff dem Nathhauß kribution geſetzt. 2 3 In 22 Beſchreibung der In der Franckfurter Herbſt⸗Kelarion des Jahrs 46. ſtehet, es haͤtten das Staͤtt⸗ lein Alßfeld, im Brachmonat, die Kaͤyſe⸗ riſchen erobert. Und in der Fruͤhlings Kela⸗ tion des Jahrs 47. wird geſagt, daß Alß⸗ feld, zuESingang des Weinmonats, von den Nieder⸗Heßiſchen, in beſagtem 46. Jahr, auf Diſcretion erobert, unnd die Darm⸗ ſtaͤdtiſchen untergeſtelt worden ſeyen. Auſſer der Skadt iſt der Frauenberg, darauf anjetzo das Begraͤbnus; wie dann vor der Hirſchfelder Bruͤcken das Siech⸗ hauß, dabey ein alte Capell. Von denen 3. Waͤldern, ſo umb und gegen der Stadt li⸗ fuͤrnehmſten Ort paganiſmum reichet, wie das genandte Steinhauß auf dem Marckt, oder Straſſen, und ſonderlich der groſſe hohe dicke Anti⸗ quitaͤten Thurn ausweiſet, welcher Thurn wol dem Lug ins Land, oder Solothurn, oder ſonſten faſt nachoͤhmet, wie die Ge⸗ ſtalt und Ehnlichkeit ausweiſet. Bey den Zeiten der Tempel⸗Herren iſt es ein feiner veſter Orth geweſen, und der Tempel bey dem Thurn, deſſen Stuͤck noch ſtehet, iſt wol zu ſehen, als ein recht Antiquitaͤt. Das Waſſer Nidd gehet faſt umb das Caſtrum und Staͤttlein herumb. Bey der Ober⸗ Pforten ſihet man, daß es ein wolveꝛwahr⸗ gen, wird der 1. der Homberg genant, und ter Orth geweſen, dann das Waſſer rings haͤlt ohngefehr 2000. Morgen in ſich. Der umbher gangen, mit auffziehenden Brü⸗ zweyte, die Steinforſt, soo. Morgen; cken verwahrt. Es hatein treflich Frucht⸗ Unb dann drittens der Romroder Berg land, und iſt quaſi meditullium Wertera- 1200. Morgen. Ein halbe Meyl Wegs vi: Hat einen trefflichen Weinwachs von der Stadt ruͤhret her ein Waͤſſerlein, in unterſchiedenen Bergen: Gut Almey, die Eyffa genand, darvon das Dorff Eyff Weyde, und zimlich Wieſen: Auch hat es den Nahmen, und fleuſſet ferners durch gute Beholtzung aus dreyẽ Waͤlden.Lang⸗ etliche Wieſegruͤnd einer Seits an dem Wald der Steinforſt her gegen der Ro⸗ ob es woldreyer Herꝛn Bottmaͤßigkeit un⸗ denberger Steinkauten vor Alßfeldt, all⸗terworffen, Iſenburg, Solms, und Ha⸗ dar es wieder in die Schwalm faͤllet, und nau, o iſt es doch nicht ſchuldig Frondienſt ſich endiget · Arolſen. zu thun. Es hat dieſes Staͤttlein und Bur⸗ gerſchafft ein gute Fiſcherey von dem groſ⸗ ſen Steg und guͤldenen Badden(alſo ge⸗ Igt in der Graffſchaft Waldeck, und iſt nant) an, biß an die Muͤhl, dabey ſich die Laafangs ein Eloſter geweſen, darnach zu Burgerey wol befindet. einem Graͤfflichen Sitz gemacht worden. Volquinus, Graf zu Waldeck, ward im Jahr 1131. zum Edelvogt von der Stiffte⸗ rin Orpe erwoͤhlet uͤber dieſes Cloſter; wel⸗ Battenberg. Nchſt an der Grafſſchafft Witgen⸗ ſtein, ligt auf einem Berg Battenberg, ches auch im Jahr 1234. begabete Adolff ſo ein uhraltes Hauß und Statt, welche Graff zu Schwalenbergmit dem Bocken⸗ vor Chriſti Geburt ungefehr 134. von der ſtrot, einem Wald. Im Jahr 1640. hielte Catten Koͤnig Batone, oder Baravo, ge⸗ allda Beylaͤger der Schwediſche General bauet, und daher auch die Battayi ſollen Feld⸗Marſchalck Banner umb den 16.26. ihren Nahmen haben. Umbs Jahr 1277. Septembr. mit einem Fuͤrſtlichen Marg⸗ iſt dieſes alles ein beſondere Graffſchafft graͤfſiſchen Fraͤulein von Baden⸗Dur⸗ geweſen, und hat damahln dieſelbe regiert lach ,welche allhie, in der Reſidentz ihres Graf Widekind von Battberg, welcher Schwagern, Herꝛn Graffen Volradens ein gebohrner Graff zu Wittſtein gewe⸗ von Waldeck, ſich damahln befunden: dem ſen. Dann umb die Zeit Caroli Magni die Bericht nach, hatte dieſen Orth An. 1650. im Hornung, Herr Graf Georg Friede⸗ rich zu Waldeck. Aſſenheim. Graffen von Wittſtein auf die Grentze geſetzt worden, als die Teutſchen zum hriſtlichen Glauben gebracht worden. on dieſem Graffen iſt Battberg an das tifft Maͤyntz, und von ſelbigen Stifft Aſenbetm⸗ iſt ein altes Staͤttlein, und hat ſan Landgraf Heinrichen zu Heſſen umbs ſeiner Antiquitet viel geugnnſſen, alſo dz dafuͤr gehalten wird, es auch noch zuruͤck in Jahr 1464. kommen; dann des Jahrs hat der Biſchoff zu Maͤyntz Adolphus, ein hard, Auwen, und Hanau genandt. Und Graff 7rEe E Nih 3 eyſ ber. rafſt de Wi Be utiad und Wet, geff a4 w „Ohrane h di Aun Un Sähtr ond’ Sraftt ablt Welber B 839,b, — 722 ALLENDORFF In den So M — 4 nd dn mson uGeit fudred bitenut lhigdens iüicht ie nufen!e Kellm in Heſſen und denen benachbarten Landen. Grkaff von Naſſau, Landgraff Henrichen berſchrieben Battenberg, Roſenthal, Mel⸗ nau, und die Gerechtigkeit, ſo er zu Wetter gehabt, daß er jhm beyſtuͤnde wieder den Biſchoff Dietherum. Wie ſolches in der dieſen Worten: Landgraff Ludwig war Naſſauiſch, und zog vor Geißmar, und gewan es, und darnach den Schoͤnen⸗ berg, den Gieſelwerder, und ſonſten viel Nutzes er ſchaffete, und verſchlieff das Eſſen nicht. Deßgleichen thaͤt ſein Bruder Henrich, der war Eyſenbergiſch, und zog vor die Neueſtatt, und nahm ſie ein, darzu die Neueburg, Batteberg, den Roſenthal, und ſonſten mehr Nutzen ſchaffte er, welches die Heſſen noch heut zu Tag einhaben. Es haben auch von Alters in der Statt bey der alten Burg gewohnet vier Ca- ſtrenſes oder Burgmaͤnner, ſo das Burg⸗ Franckenbergiſchen Chronie heon da ſtehet. Ein alt geſchriebene Heßiſche Ehro⸗ nie beſchreibet es anderſt, und zwar mit 9 8 Beilſtein. G⸗. e. 29 In altes Graͤfflich Naſſauiſch Schlo und Reſidentz/ in daſtänich Echi luſtigen Bergen, gelegen. Es muthmaſſet Johann Textor in der Naſſauiſchen Chro⸗ nic, es habe den Nahmen von den groſſen langen Steinen, welche nechſt darbey im Wald, der Beilſtein genanndt, ligen, und ſo ſcharffeckicht ſeyn, als wann ſolche mit Beilen ſo formirt und gehauen weren. Graff Georg der aͤlter von Naſſau, ſo Anno 1617. allhier Hoff gehalten, hat ein ſchoͤnen Garten, auch ein ſchoͤne Kirch bey dieſem Schloß auffrichten und von Grund auff erbauen, und mit ſtattlichem Gebaͤut/ und andern, zieren laſſen. Im Eingang deß Chors der Kirchen ſeyn ſchoͤne Lateiniſche 35 1 Acahe mgeben, zu leſen. on dieſem oß hat die gantze Herr⸗ ſchafft Beylſtein jhren Namen. K H Berleburg. mans⸗Gericht beſeſſen, und urtheilen helf⸗ fen, deren Adeliche Burg⸗Sitz und Burg⸗ Staͤtte noch vorhanden. Das alte Schloß, ſo obig der Statt auff dem hohen Berg liegt/ iſt nicht von Barone, ſondern von dem Graffen von Wittgenſtein gebauet, und der Kellerberg genand worden. Underm Berg flieſſet durch ein luſtige und frucht⸗ bare Awe der Eder Fluß, bey dem Dorff Battenfeld, daſelbſt das uhr alte Adeliche Geſchlecht Bidenfeld zu Zeit Carolt Ma- gni, ein reiche Pfarr geſtifftet, und deſſen Patron noch iſt. Dieſes Battefeld ſeye erſt genandt Buddefeld, voneinem Budde deß ahmens, der da von 5. Ludgero were aufferwecket, ſchreibt Laurentius Fabri- cius im Gegenbericht der Muͤnſteriſchen Inquiſition p. 33. Davon aber, und was ſonderlich Eingangs gedacht worden, zu urtheilen, einem jedem frey ſtehet. Im uͤbri⸗ gen kan in der Franckenbergiſchen Chronie nachgeſchlagen werden, was ſelbiger Author hin und wider von die⸗ ſem Battenberg ſchreibet. — N der Grafſſchafft Wittgenſtein, Schloß und Statt, um das Jahr 4 58. gebauet, haben den Nahmen von einem Waſſer, die Berlebach genandt. An dieſem Ort iſt vor Alters ein groſſe Wildnuß ge⸗ ſtanden, darinnen ſich viel Beeren enthal⸗ ten, und hat daher die Gegend anfaͤng⸗ lich den Nahmen Berenbach empfangen. Von der Graffſchafft Wittgenſtein iſt o⸗ ben zu Eingang dieſes Tractas geſagt worden, von welcher Abraham Saur ſchreibet in Theatro Urbium pag. 293. ſequent, daß ſie ſey ein groß Gewaͤlde von Wildpraͤt, Fiſchen, Waſſer, Wanden, ꝛc. und ein ſolch Außkommen habe, daß ein Graff au Wictdiiſenn. Viihs mehr dann to„Haͤring und Wuͤrtze in ſei Kuͤchen kauffen doͤrffe. zs in ſins Beſelich/ Vr Zeiten ein Nonnen Cloſter, Praͤ⸗ monſtratenſer Ordens, in der Graff⸗ ſchafft Naſſau; ſo noch Anno 1599. Non⸗ nen hatte, und deßwegen Anno 1628. hette ſollen reſtituirt werden. Es hat aber Herr Iohann Ludwig Graffvon Naſſau, her⸗ nach deß H. Roͤm. Reichs Fuͤrſt, fuͤr die G.*„ Jeſuiter beym Pabſt angehalten, und iſt ſolches den Patribus zu Hadamar gegeben worden. V. Joannes Cruſius Soc. J. in Aulæ 24 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort Aulæ Eceleſ.& Horti Cruſiani(ubver- ſione, Tractat. 3. p. 77⸗ Bickenbach/ In Schloß und beſchloſſener Fle⸗ E cken, auff dem Ottenwald, nach Darm⸗ ſtatt gehoͤrig, nicht fern von Erpach. Vor Zeiten ein Sitz der Herrn von Bickenbach, ſo abgeſtorben. Als Landgraff Wilhelm zu Heſſen zu Zeiten Maximiliani I. Pfaltz⸗ graffen Philipſen und Hertzog Ruperten mit Kriegsvolck uͤberzoge, und ermeltes Bickenbach uͤberkommen, hat der Kaͤyſer Landgraffen Wilhelmo, ſeinen Erben und dem Fuͤrſtenthumb Heſſen dieſen Orth zu⸗ geeignet und gegeben, ſo geſchehen im Jahr 1504. den 23. Auguſti. Biberſtein. = Jeſen Ort hat Conradus von Hay⸗ X) nau Abt zu Fulda(ſo Ao. 1372. un⸗ 2 ter Carolo IV. erkohren) mit einer Mauren und ſtarcken Bollwerck befeſtiget. Gedachter Abt, wie er ſey umkommen be⸗ ſiehe unden bey Beſchreibung der Statt Spangenberg. Auff gemelten Orth begab ſich Herman von Buchenau(deß Abts Johann von Merlau Coadjutor) als er von einem Landgraffen auß Doͤringen we⸗ gen Untreu ſeines Ampts ausgetrieben worden; Davon zuleſen Valentin Muͤntzer in der Fuldiſchen Chronic fol. 158. a⸗ Bidencapp. Idencopff⸗ Statt und Schloß/ ſooll den Namen haben von den Koͤpffen oder Huͤgeln, ſo umb dieſen Orth in groſſer An⸗ zahl herumb ligen, daß es zuſammen geſetzt ſeye von den Worten: By den Coͤpen, wie die Alte pflegen zu reden. Man findet in alten Documenten das Datum beſchloſſen; Bidencopiæ in finibus Thuringiæ. Wel⸗ ches dahero kompt, da Heſſen und Thuͤ⸗ ringen noch unter einer Herrſchafft gewe⸗ ſen, und beyde Laͤnder diſſeits bey Biden⸗ capp jhre limites gehabt, hernach bey der diſtraction hat ſich der Titul deß Heſſen⸗ lands weiter erſtrecket. Das Schloß ligt oben auf einem Berg. Die Statt, ſo jetzo gegen Mittag deſſelben Bergs liegt, hat hiebevor hinder demſelben nach Mitter⸗ nacht gelegen, wie dann ſelbiger Platz noch heutiges Tags die alte Statt genennet wird. Als Landgraff Heinrichs, Hattenen Hertzogs zu Brabandt und Lothringen ꝛc. aͤlteſter Sohn Henrich, mit dem Vatter in Wiederwillen gerathen, und vmb das Jahr Chriſt 1248. under andern auch Bidenkopff zu ſeiner Devotion gebracht, iſt es doch end⸗ lich zum Vertrag kom̃en, dergeſtalt, daß der Vatter jhme ſolte Homberg an der Ohm und Biedencapp uͤbergeben; Und hat die⸗ ſer Orth obgedachtem Herrn alſo gefallen, daß er alldar auff dem Schloß reſidirt, und die Statt gegen Mittag, wie ſie jetzo ligt, umb das Jahr 1307. transfertit. Under an⸗ dern ungluͤcklichen Zufaͤllen, deren dieſe Statt underworffen, iſt die jenige groſſe Feursbrunſt, ſo im Jahr 1635. den 17. A⸗ prilis, deß Mittags umb 10. Uhr, auß Verwahrloſung eines Schmidts, ſo gele⸗ ſchte Kohlen anheim fuͤhren laſſen, welche ohnvermuthet angangen, das Hauß ange⸗ zuͤndet, und, weil ein ſtarcker Wind ſich er⸗ hoben, ſind innerhalb zweyen Stunden 55. der vornembſten Baͤuen eingeaͤſchert wor⸗ den. Anno 1646. giengen die Ober⸗Heßi⸗ ſchen hieher, griffen ſolchen Ort, wie auch Breittenſtein an, giengen aber wieder davon hinweg. Hergegen die Nieder⸗Hetzi⸗ ſchen Wolckersdorff und Rauſchenberg, auf Diſcretion bekamen. Eine ſehr reiche Viehezucht giebt es um dieſe Pfleg, und iſt daher beruͤhmt wegen der allda Jaͤhrlich zweymal gehaltenen Viehemaͤrckten, alſo daß auß der Pfaltz, Weſtreich und andern weit entlegenen Orthen die Vieh⸗Haͤndler haͤuffig dahin kommen. Neehſt bey dieſer Statt iſt die beruͤhmte Eiſenhuͤtte und (Sehmelbofen da das beſte Eyſen, ſo in und auſſer Land verbraucht wird, bereitet, auch Stuͤck Geſchuͤtz allda gegoſſen werden. 25 Wierſtein. In Graͤffliches Iſenburgiſch feines Schloß ein Meyl wegs von Thaſens gelegen. Im Jahr 1335. verkauffte Con⸗ rad Herr von Trymburg ſein Theil an der Burg zu Birſtein mit allen Zugehoͤren vor tauſend Pfund Heller an Graff Ludern von Iſenburg. Im Jahr 1521. nach Ab⸗ ſterben Graf Diether an Iſenburg, war dieſer Beſitz und uͤt aſſenſchafft an Land ins Loß geſ en Theilen, nemblich Bierſtein lichenbacher Gericht fuͤr eins/ W h und Spiel⸗ berger 1 48„ all 4 85—. i K N 2lda 4140„e 1 P, 1 Gi e Ag 11 Hhx ul A 4 7 1 A 8 3 5 LaN e 4 h. Ln ——— —— —— — — 8 8 5 23 2 —— 1 9 en Viche retn u Weſt andw= then A nen. a stha ühme alür a beſte Wſt icht wi Irän agegoſ da 1335 uff tzurg mihe it ale get leer 42 raf Jaht: 1. N et e nbe 8 hrepu 8. nd iſ nät. ſh kin V figtin 1 *. nreich en I 5 ſn hrwogin halͤr t W ayhr 1 Ja cin i R T ie ten ut dachts neder in er⸗Hin: itt 11 tes Ein Nver diſtlitn! V V daegt, in Heſſen und denen benachbarten Landen. berger Gericht fuͤrs ander, und bekam deß verſtorbenen Grafſen(ſo ohne Leibs⸗Erben abgangen) Bruder Graff Johann, Bier⸗ ſtein mit ſeiner Zu⸗und Ingehoͤrung, und deſſen Vetter Graff Anton, das uͤbrig. Anno 1644. iſt die Schwediſche Beſatzung allhie, fuͤr ſich ſelbſten, wieder abgezogen. Jetzo reſidirt alldar Herr Graff Wilhelm Ott von Iſenburg. Blanckenſtein.; En altes Schloß im Ober⸗Fuͤrſtenthum Heſſen, eine ſtarcke Meyl wegs von Marpurg. Ligt auff einem kleinen Huͤgel, und iſt mit ſtarckem Gemaͤuer wol ver⸗ wahrt. Von deſſen erſter Erbauung findet ſich keine Nachricht. Auff dieſem Schloß iſt gefaͤnglich gehalten worden ein Biſchoff mit Nahmen Ruprecht, welchen Landgraff Henrich gefaͤnglich dahin bringen laſſen. Auch iſt allhier von Landgraff Philipſen, Hertzog Ulrich von Wuͤrtenberg heimlich gehalten worden, als er war vertrieben im Jahr 1522. der hernach im Schloß Twiel 12. Jahr ſich ohnvermerckt auffgehalten, biß er im Jahr 1534. wider eingeſetzt wurd. Im Jahr 1646. den 23. Januarij, haben die Nider⸗Heſſen diß Schloß occupirt. In dem Tomo 5. Theatri Europæiſtehet, es hetten noch in dieſem 46. Jahr, beyde ob⸗ gedachte Schloͤſſer die Darmbſtaͤttiſche wieder einbekommen; aber An. 47. die Ni⸗ der⸗Heßiſchen Blanckenſtein abermals ero⸗ bert, und ſeye hierauff ſolches uhralt Fuͤrſt⸗ liches Schloß, und Berghauß den 18. 28. Novembris, von den darauff gelegenen Caſſeliſchen Officirn, angezuͤndet, auß dem Grund abgebrant, und gaͤntzlich zer⸗ ſtoͤret worden. Nechſt hierbey iſt vor die⸗ ſem ein Bergwerck angerichtet geweſen/ ſo aber hernach in Abgang gerathen. Es iſt auch ein Schiefferſteingrub allhier. Bobenhauſen. Taͤttlein und Schloß, den Herren Grafſen von Hanau Bußweiler ge⸗ hoͤrig, ligt nahend Aſchaffenburg, vier Meylen von Franckfurt; ſo von der Cron Boͤheimb zu Lehen ruͤhret. Im Jahr 1395. hat da regieret Graff Ulrich von Hanau, welcher zu Herbſtzeit ein Stuͤck Weins deſ⸗ ſelben Jahrgewaͤchs außgeſondert, ein⸗ gelegt/ ſo noch 1592. alldazufinden geweſt, 25 wie Hertzog in der Elſaſſer Chronick lib. 5* fol. 79. ſchreibet. Im Jahr 1521. erlangte dieſer Orth vom Kayſer Carolo V. Con- kirmationes und Belehnungen, mit dem Bann uͤber das Blut zu richten. Bey die⸗ ſem Krieg ſind hier unterſchiedene Einfaͤll geſchehen. Es ward 1631. von den Lilli⸗ ſchen mit Liſt erobert, hernach von den Schwediſchen Ao. 1632. eingenommen; und im Jahr 1635. im Mertz von den Ligi⸗ ſtiſchen, doch ohne Frucht, belaͤgert. Im Jahr 1643. hat es ungefehr um den 10. Jenner hinter dem Schloß allhier ein un⸗ gewoͤhnliches Chaſma und Feuer⸗Strah⸗ len Schieſſen gehabt, und iſt auch Feuer darvon auf die Erden gefallen. Boineburg. b »In altes Schloß in Heſſen, und ein Adelicher Sitz deren von Boineburg, aber nunmehr unbewohnet. Dieſes ſoll faſt das aͤlteſte Schloß in Heſſen, und 50. Jahr vor Chriſti Geburt von einem Edlen Roͤ⸗ mer erbauet ſeyn, als in Teutſchland die Roͤmer Krieg fuͤhreten, und unterſchiede⸗ ne Veſtungen hin und wieder anrichteten, die Teutſchen deſto beſſer zu zwingen, auch 4 muthige Kriegs⸗ Helden hinterlieſſen, da⸗ mit die aͤnder nicht wieder abfielen/ da dann etliche Geſchlechter in das Land kommen, und dahero auch die von Boineburg ſollen entſproſſen ſeyn. Bonamaͤß. E In umbmauerter, und nach Franckfurt gehoͤriger Flecken, ſo ein Paß uͤber den Fluß Nidda iſt. An. 1646. ſeyn die Schwe⸗ diſchen zwiſchen dem Kayſerlichen Laͤger, ſund der Statt Franckfurth, uͤber die Nid⸗ da, biß gegen Bergen, und Windeck, wel⸗ ches die Keyſerlichen immittelſt ſtaͤrcker beſetzt, geruckt. Da Sie dann ſo balden Windecken beſchoſſen, und erobert; zuvor aber den Nidda⸗Paß bey Bonamaͤß, wel⸗ chen die Keyſerlichen mit 200. Mann be⸗ ſetzt gehabt, mit Gewalt weggenommen, die meiſte Mußquetirer niedergemacht, und die uͤbrigen, ſampt dem Obriſten⸗ Wachtmeiſter, gefangen genommen. BVorcken. ¶◻△ St vor Zeiten ein geraume Statt, und J halb Ziegenhainiſch geweſen, aber in den D inhei⸗ G 26 inheimiſchen Kriegen, zwiſchen Landgraff eimſche und Landgraff Heinrichen, Ge⸗ bruͤdern deß Jahrs 1469. zum zweytenmal belaͤgert, und ſampt dem Schloß in Grund außgebrandt und zerſtoͤrt; nach welcher Zeit dieſes Staͤtlein niemals zum vorigen Stand gelangen moͤgen, und iſt noch zu dem letzt⸗ lich durch Brandtſchaden ſehr beleydigt worden. Iſt jetzo ein kleines, und unumb⸗ maurtes Niderheßiſches Staͤttlein; gleich⸗ wol von ziemblichen Gebaͤuen; und haben die von Dalwigk darinnen jhren Burgſitz, und auſſerhalb ein abſonderlich Gericht, in etlichen Doͤrffern beſtehend. Es ſtoſſet dieſes Staͤttlein an den Loͤwenſteiniſchen Grund, und wird durch den Schwalm⸗ ſtrohm in der mitten von einander getheilet. Das darzu gehoͤrige Ampt iſt eines der klei⸗ niſten aus den Fuͤrſtlichen Aemptern, ſo bey 8. Doͤrfferhat.. Nicht weit von Borcken ligt das Dorff,⸗ und Guct Naßen Erfurt/ welches ein ſchoͤner wolerbauter Adelicher Sitz, denen von Baubach zuſtaͤndig in vorigen Jah⸗ ren geweſen, und villeicht noch. Branbach. A* dem aͤuſſerſten Eck der Nidern⸗Graf⸗ ſchafft Catzenelenbogen, iſt das Staͤtt⸗ lein Braubach, und darbey das veſte Schloß Marcksburg, auf einem jaͤhen Felſen gelegen, welches J. Fuͤrſtl. G. Herr Landgr. Johann zu Heſſen, dero Herr Land⸗ graff Georg zu Heſſen ſolch gantz Ampt auff gewiſſe Maßeingeraumbt, jetzo laſſen Beſchreibung der vornehmſten Orth balncis& aquis medicatis p. 146. Diſ⸗ ſeit Rheins,/zu nechſt unter Braubach, ſie⸗ het man Ober⸗und Nieder⸗Lohnſtein, und bey jedem einen beſondern Sauerbronnen, zwiſchen welchen Sauerbrunnen der Lohn⸗ fluß ſich in den Rhein ergeuſt. Braunfels. St ein kleines Staͤdtlein, ſambt einem ₰ vornehmen anſehnlichen Berghauß, davon die Linie Solms⸗Braunfels ſich her⸗ ſchreibet; dann die Grafen von Solms in drey Haupt⸗Linien getheilet, als Braun⸗ fels/ Laubach und Licha. Es hat die⸗ ſes veſte Hauß vor, bey und nach des Koͤ⸗ nigs in Schweden Ankunfft auf des Reichs Boden, viel muͤſſen ausſtehen. Dann An⸗ fangs, nachdem uͤber zehen Jahr Spani⸗ ſche Garniſon darauf gelegen, iſt dieſelbe Anno 1632. mit Accord abzuziehen be⸗ zwungen worden. Folgends nachdem es die Schwediſche auch etliche Jahr ingehabt, und eben eine geringe Beſatzung darauf ge⸗ und eingenommen. Hernach hat es Graf Ludwig Henrich am 18. Tag Januarii Annp 1635. als der Commendant eben da⸗ mahls abweſend geweſen, ohnverſehens in einer grimmigen Kaͤlte in Perſon voran be⸗ ſtiegen, und wieder erobert. Und letztlich im Jahr 1640. haben es die Frantzoͤſiſch⸗Wey⸗ mariſche einbekommen, welche doch endlich 1642. nachdem der Eigenthums⸗Herr Graf Johann Albert von Solms, der Ge⸗ neral⸗Staaten von Holland Obriſter und beſſer erbauen. Unden an demſelben am Gouverneur zu Maſtricht, von allerſeits Ufer deß Rheins hat Landgraff Philips kriegenden Partheyen die Neutraluaͤt auf der juͤnger, das Schloß Philipsburgvon ſolch ſein Hauß erhalten, daſſelbe verlaſſen weſen, haben es die Kayſerliche beſtiegen Anno 1568. biß in das Jahr 1571. erbauet und abgezogen. Nicht weit von Braunfels Bey dieſem Ort und Statt hat man auch bey dem Dorff Schwalbach, iſt ein ziem⸗ beſondere vornehme Saurbronnen, als den licher Vitrioliſcher Sauerbrunn; hat aber Saltzbron, wegen deß Saltzgeſchmacks noch viel wild Waſſer bey ſich, und wird alſo genandt. Den Eckelbronn(bey wel⸗ der Stoppelberger Sauerbronnen geheiß⸗ chem auch ein ſuͤſſer Bronn auß eben dem⸗ ſen. Bruckenau. ſelben Felſen entſpringt) und ein wenig baß oben im Thal der Dunckheller Bronn, ſo. eines lieblichen ſauren und ſcharffen Ge⸗§gt im Stifft Fulda, auff der Straſ⸗ ſchmacks, und in ſeiner Vermiſchung die ſen von Fuld nach Hamelburg, an Krafft und Subtilitaͤt deß Eyſens, Vitri⸗ dem Waͤſſerlein Sinna; daſelbſten An⸗ ols, deß Spießglaſes, Salniters, Berg⸗ fangs vier Adeliche Haͤuſer geſtanden ampffer und Schwefel haͤlt. Beſiehe von ſeyn, welcher Herrn, als Burggenoſſen, dieſen dreyen Brunnen Andernacum de allhier gewohnt haben: Und günge dor ters M M „ A 2— — ₰ ahſettt, zigr ernach dn G 18. I? ur mmen trtevw n, ohf rant nPer t nate ert.Un al oi Frant u We welch ant Cigent nen on St 28n0 land*der ht, Tre de No aü , daſ Siu u —— 2 — mnn —— 22— M B 1 X 1 111 R iqui A. eolb 6e Ehfr Fluß Sch haltum heruung: Wiin, n Per b bi h. Thea ud. Stathe ſein u bufon Mam Aai Geſeim to, an. dudr 59 ſbla Pfer Ihe g infe in Heſſen und den benachbarten Landen. Alters die Land⸗Straſſen nicht hiedurch, ſondern nach dem beruͤhmten Schloß und Ganerbenhauß Schildeck, biß die Sin⸗ na eine Bruͤck bekommen, und darbey ein Zoll auffgerichter worden iſt; da dann der Inwohner Zahl gewachſen, und kame die jurisdiction und Vogthey, ſo zu be⸗ ſagtem Schildeck geweſen, hieher, und wurde ſolcher Orth, der vorhin nach dem Bach Sinnau geheiſſen, wegen der beſag⸗ ten Bruͤcken forthin Bruckenau genandt, und von dem 45. Abbt zu Fuldaſo 126 1. ge⸗ ſtorben, nemblich Henrico dem IV. mit Mauren, Waͤllen und Graͤben umbgeben. Im Jahr 1400. iſt dieſes Staͤttlein von theils Edelleuthen, der Schildeckiſchen Par⸗ they, durch Kriegsliſt eingenommen, a⸗ ber an S. Georgen Tag, ſeyn die Solda⸗ ten von den Buͤrgern uͤberfallen worden, die ſich mit der Flucht darvon gemacht ha⸗ ben; daher S. Georgius, als der Statt Pa⸗ tron, allhie in groſſen Ehren gehalten wird; wie hievon Chriſtoph. Brouverus in An- tiquitatibus Fuldenſibus pag. 150. 307. ſeq. und 326. zu leſen iſt. Buͤdingen. S iſt Buͤdingen die Hauptſtadt der Graffſchafft Ober⸗Iſenburg, an dem Fluß Seme gelegen, in deren anſehnlichem Schloß die Grafen meiſtentheils ihre Hof⸗ haltung angeſtellet haben. Der Boden herumb traͤgt zum theil auff den Huͤgeln Wein; zum theil in den Gaͤrten gute Kuͤ⸗ chenſpeiſe. Hat auch ein feine Viehweyd. Wie von dieſem der 6. Tomus Theatri Urbium G. Brauns, und der 3. Theil Theatri Europæi zu leſen. Bey dieſer Statt in einem Acker gieb es viel Krotten⸗ ſtein, ſo aͤuſſerlich und jnnerlich das Gifft abtreiben. Haben eine ſchoͤne Signaturam bufonis; gleich wie die Naterzungen in Malta ſondere dignaturen haben. Auff naͤchſtem Reichstage ſeyn, durch Geſandten erſchienen, Herr Wilhelm Ot⸗ to, Johann Ludwig, Johann Ernſt, und Ludwig Arnold, allerſeits Graffen zu Y⸗ ſenburg, und Buͤdingen. Der Reichs An⸗ ſchlag, wegen dieſer Obern Graffſchafft Pſenburg,(dann die undere zum Chur⸗ Rheiniſchen Craiſſe gehoͤrig) Monatlich einfach iſt/ 6. zu Pferde/ 24. zu Fuß/ vder 27 168. flor. daran, zu Befriedigung der Schwediſchen, vermoͤg der deß Jahrs 1550. zu Nuͤrnberg gemachten Außthei⸗ lung, Heſſen Darmſtatt 28. und die Graf⸗ fen von Yſenburg 140. fl. geben haben. Zu Underhaltung deß Cammergerichts zu Speyer hat dieſe Graffſchafft Ober⸗Iſen⸗ burg, und Buͤdigen vorhin Jaͤhrlich geben 21. fl. den Thaler zu 69. Kr. gerechnet. Nach dem erhoͤchten Anſchlag aber ſolle Sie/ wie ich geleſen, jetzt 35. fl. geben; dar⸗ fuͤr Einer 42. ſetzet. Burbach. ſt ein vornehmer Flecken/ im Dillenbur⸗ J giſchen Landt, davon das zugehoͤrendt Ampt den Nahmen hat. Zur lincken Hand zwey Meyl davon ligt das Schloß Hach⸗ enburg, und zur Rechten auch zwey Meyl Siegen. Dieſer Orth, wie ingleichem das gantze Ampt, iſt wegen Waͤlden und Ge⸗ ſtreuchen, Matten, Wieſen und Aeckern mit vielen Commoditaͤten verſehen. Dan⸗ nenhero vor Zeiten die vom Adel daſelb⸗ ſten gern gewohnet. Wohnen auch zur Zeit deren noch drey allda; als nemblich der von Langenbach, jetziger Naſſau⸗Dillen⸗ bergiſcher Amptmann, zu Burbach: Ei⸗ ner von Seelbach in den Heiſtern; und wi⸗ derumb einer von Seelbach in den Eichen. Burggemuͤnden. St ein altes Hauß im Ober⸗Fuͤrſten⸗ 9 thumb Heſſen auff einem hohen Stein⸗ fels, am Waſſer der Ohm gelegen, fornen mit einem Vorhoff und zwo Mauren, auch im forderſten Hoff mit einem in Fel⸗ ſen gehauenen tieffen Graben umbgeben, alſo daß man uͤber eine Bruͤcken hinein ge⸗ hen muß, und ſoll dabevorn ein Raub⸗ Schloß geweſen ſeyn, auch dem aͤtiſſerli⸗ chen Bericht nach, einen heimlichen Auß⸗ gang gehabt haben, und bey alten Kriegs⸗ laͤufften beneben dem Ampt von den Fuͤr⸗ ſten zu Heſſen, den Rauiſchen von Adel gegen ein namhafftes Stuͤck Gelts under⸗ pfaͤndlich uͤberlaſſen, hernachgehends aber wider eingeloͤſet worden ſeyn. Wann oder welche Zeit dieſes Fuͤrſtliche Burghauß erbauet ſeye, davon finden ſich eygentlich keine Nachrichtungen. Das hieran in der D 2 Land⸗ 28 Landſtraß gelegene Orth mag umb derent⸗ willen und zum Underſcheydt deſſen zu nechſt im Grund gelegenen Dorffs Nider⸗ Gemuͤnden von beruͤhrter Burg den Nah⸗ men Burg⸗Gemuͤnden empfangen haben, eiches welchen beyden Orthen das Waſ⸗ er die Felda in die Ohm Keaß und alſo dieſes durch das vorige Waſſer verſtaͤrcket wird. eee E Burckhaſungen/ HDOn theils bloß Haſungen genannt, ein Cloſter, und abſonderliche Vogtey oder Aemptlein, in Nieder Heſſen, beym Ampt Wolffhagen, welches in 5. Dorff⸗ ſchafften beſtehet. Das Cloſter iſt auff ei⸗ nem hohen ſehr ſteinfelſechten Berge, ge⸗ gen dem Habichs Walde uͤber erbauet. Die Doͤrffer liegen daran, und drum her. Das Cloſter an ſichſelbſt, iſt dabevor von eitel Quaderſtuͤcken ſehr koͤſtlich und wun⸗ derbar erbauet geweſen, namlich drey ab⸗ ſonderliche Kirchen, dem Berg nach, uͤber, oder aneinander/ neben einem hoöhen gantz von Quaderſtucken aufgefuͤhrten Thurn. Es mag dieſes Gebaͤu wol vorhin eines der allervornembſten in Heſſen, und be⸗ nachbarten Landen, geweſen ſeyn; wie ſol⸗ ches noch auß den hohen Mauren, bey den Oberſten Kirchen, und Creutzgaͤngen, zu ſehen. Die underſte, und zwar die kleiniſte Kirche ſtehet noch, und wird zum taͤgli⸗ chen Gottesdienſte, der daran gelegenen Dorfſſchafft, gebraucht. Die andere Clo⸗ ſter⸗Gebaͤu ſeynd auch alle gar Alt⸗Vaͤt⸗ teriſch, und ſehr verfallen, doch noch be⸗ woͤhnet. Im Creutzgange/ wie auch oben zn Hofe, hat es, durch den harten Waken⸗ fels, gehauene Brunnen, und hinterm Hauſe, an einem Ecke des Berges, einen ſelbſt erwachſenen ſtehenden Teich, ſo aber mehrentheils truͤb, und an einem Orth ſo tieff iſt, daß man gar keinen Grund fuͤh⸗ len, oder erlangen kan. Der Berg an ſich ſelbſten iſt oben ſehr raumlich, und durch⸗ auß ein harter ſchwartzer Wakenfels, da⸗ her mit geringer muͤhe/ weil man daß Waſ⸗ ſer darauff zum vortheil hat, zu befeſtigen iſt. Unten umb den Berg⸗ wie auch gegen uͤber, an dem Hundsberge, ſiehet man ſehr viel groſſe, und wunderliche Steinfelſen, und Kluffte, und kan man auff dieſem Berge, faſt die gantze Graffſchafft Wal⸗ Beſchreibung der vornehmſten Orth deck, das Sauerland, das Stifft Pader⸗ born, und den gantzen Diemelſtrohm bey nahe, auch weit uͤber die Weſer hinuͤber ins Land zu Braunſchweig, und zumahl viel Staͤdte und Bergſchloͤſſer ſehen. Es ſhat das obgedachte Cloſter ſehr ſtattliche, wiewohl mehrentheils auſſerhalb Ampts fallende Einkommen; innerhalb aber ſei⸗ nes Bezircks feine Gehoͤltze, in welche das Wildpret auß dem Habichswalde geſtrichen kommt. Hat auch feine Fiſcherey; ſonder⸗ lich in der Warma, welche an dem Ha⸗ bichswalde entſpringt, unter dem Burg⸗ haſungiſchen Berge hin, auf Zierenberg, Liebenau, und ſo foͤrters in die Diemel Butzbach. (Iſt eine feine Stadt in der Wetterau, fleuſſet. V J mbt einem anſehnlichen Schloß und Luſtgarten(von Landgraf Philipfen auffs ſtattlichs meiſtens erbauet.) Ligt ſ auff von Friedberg/ und 2. Meylen von Gieſſen. Das Gebuͤrg daran wird mit einem gemei⸗ nen Namen dieHoͤhe genandt /ſo ſich beym Cloſter Lorch am Rhein anhebt, das Rhin⸗ gaw von Catzenelenbogen ſcheidet, und ſich von dannengen Wißbaben, Epſtein, Koͤ⸗ nigſtein, Cronberg, Homburg, Friedberg und Butzbach ziehet. Naher der Statt, an der Landſtraſſen nacher Gieſſen, iſt ein Ort die Hennenburg genand, da ſich funden ha⸗ ben alt Gemaͤuer und Muͤntze. Man ver⸗ meynet, die Hunnen, ſo ſampt ihrem Obri⸗ ſten Attila ſchier gantz Europam veroͤſet, haͤtten allhier einen feſten Orth erbauet. Und ſolten auch die Bucinabantes, de⸗ ren Marcellinus lib. 29. gedencket, allhier geweſen ſeyn, die Statt erbauet, und die Gegend bewohnet haben; Daher vermey⸗ net Jacobus Schopper in der Chorogra- phi lih. I. cap. 10. habe Butzbach den Na⸗ men. Etliche ſagen, es ſeye ſo viel als Pfuͤtz⸗ bach, weil es in einem Grund, ſo ſumpſicht/ lige; Geich wie Pari. den Weietn Lu- teriæ, a luto genendt. Im Jahr 1478. hat Landgraff Henrich ein vierdten Shaf bat Butzbach uͤberkommen und ererbet von ſei⸗ nem Schweher Graff Philipſen von Ca⸗ tzenelenbogen, welcher daſſelbe beneben Oſtheim/ Hohenweiſſel, Langenhein, Muͤnſter, Fauerbach, Borckhofen, von Epſtein erkaufft, Dieſe Statt iſt lang 1 Zeit Drey⸗ ——— 2 e — i 1 7 „— v —— aAm h 1 5 a L d* AA,,“ untet 4 1 auf 1 els in A Nalen ufſe tdmit anne. genandſ f enm nanhed G h zenſchſ ſgj den, Ie 3 ombür F bn daherd n Giſſ Ttnot d daſt Mün im ſampt 27 1 Eurd rethi ſten 9. vaaee Bucin“) h. gede A ttög aun n; J Wer in d nn Buſag ff 9 eveſo Ss9 Aa arx bausg Aa bun HH“ BRXII BAGH , Nhenus lu 3 — ſche e tndith ſ fett . ceithe En iin Heſſen und den benachbarten Landen. 29 Drey⸗Herriſch geweſen, als Heßiſch, Koͤ⸗ bliothec, und allerhand geſchriebene Buͤ⸗ nigſteiniſch und Solmiſch. Die Inſpection cher, ſonderlich mit Gabrielis Biel, ſo Præ- der Kirchen und Adminiſtration deß Ku⸗ poſitus allhier eine Zeitlang geweſen, eige⸗ gelhauſes und deſſelbigen Guͤter ſeynd ge⸗ mein geweſen, die Collatur aber der Geiſt⸗ lichen Lehen hat den Koͤnigſteiniſchen allein zugeſtanden. Das Koͤnigſteiniſche Theil hat im Jahr 1595. Chur⸗Maͤyntz, Herren Landt⸗Graff Ludwigen erblich verkaufft und ewiglich uͤbergeben, wie auch die Collatur der Geiſtlichen Lehen, und ner Hand geſchrieben. Von den Kugelhau⸗ ſt⸗ ſiſchen Gefaͤllen werden Pfarrherr und Schuldiener erhalten. Im Jahr 1603.auff Johannis Baptiſtæ umb 12. Uhr zu Mit⸗ tag iſt der groſſe Brand zu Butzbach gewe⸗ ſen, ſo innerhalb wenig Stunden in die hundert Baͤu in die Aſchen gelegt, dardurch auch das Koͤnigſteiniſche Schloß an der derſelben anhangende Rechten, und Ge⸗ Statt⸗Mauer gegen dem Landgraͤffiſchen rechtigkeit. Das Solms⸗Braunfelſi⸗ angezuͤndet und verbrunnen; und iſt durch ſche Theil haben im Jahr 1623. die Kaͤyſ. Fahrlaͤßigkeit eines Fuhrmanns, welcher Mayeſt. Ihr. Fuͤrſtl. Gnad. Herr Land⸗ alſobald das Thor troffen, angangen. Im graff Ludwigen zu Heſſen concedirt und Jahr 1606. auf Gertrudis, iſt ein groſſer uͤberlaſſen, ſampt vier Dorffſchafften, als ſchrecklicher Wind geweſen, ſo an Gebaͤuen Herr Graff Johann Albert, Groß⸗Hoff⸗ groſſen Schaden gethan, auch das hohe meiſter zu Heydelberg, deſſen verluſtiget ſpitzige Tach auffin Kirchthurn auffgeho⸗ worden. Im Jahr 1483. hat Biſchoff Her⸗ ben und hernieder geworffen, da es dann mann zu Coͤlln in Vormundſchafft Land⸗ hernach auff die ſchoͤne Form, wie jetzo vor Graff Wilhelms die Hubſäni allhier eingenommen. Die Kirch zu S. Marx ge⸗ nannt, iſt mit dreyen weiten Choren ſtatt⸗ lich erbauet, hat ein wohl lautendes Geleut, und iſt die groͤſte Glock Anno 1453. gegoſ⸗ ſen, mit dreyen Bildern, Chriſti, S. Marci, 8. Perki, und nachfolgenden dreyen In⸗ ſchrifften gezieret. Sit aura pia, dum rogat iſta Maria. Augen, wider gebauet worden. Im Jahr 1643. im Majo ſtarb ſeeliglich Herr Land⸗ Graff Philipps durch ein unverſehenes Accident, als Seine Furſtlich. Gnad. ein Schwitzbad gebraucht, und die Flamme deß darzu gebrauchten und angezuͤndeten Brandenweins dieſelbe ergriffen und hoͤch⸗ lich verletzt hat, welcher loͤbliche Fuͤrſt die Statt in groß Auffnehmen gebracht, das Eſt ſua vox Bambam, potens repelle alte Schloß reparirt, und eines von Grund re Satan. Tonitruum rumpo, mortuum de- flleo, ſacrilegum voco. Im Jahr 1491. haben die Buͤrger drey Glocken zum Hermanſtein nach damahli⸗ ger Superſticion tauffen laſſen. Im Jahr 1502. iſt vom Raht verdingt worden, das Bild und Palmeſel, ſo noch zu ſehen, in der Kirchen zu machen. Und anno 1510. hat Paulus Huther, Weybiſchoff von Er⸗ V fort, S. Annen Chor geweyhet und gefir⸗ f met. Im Jahr 1501 hat Raymundus Cardinal von Maͤyntz deß Pabſt Alexan- dri VI. Legat ſelber Meß geſungen, und ſind Ihm im Koͤnigſteiniſchen Hauß, da er gelegen, vom Nath ſechszehen Flaͤſchen Weins praͤſentirt worden, diß Hauß i fundirt worden Anno 1468. von Otrone, Graffen zu Solms, wie auch den Herren von Epſtein, und eben ſelbigen Jahrs von Paulo II. Pabſt zu Rom, contirmirr wor⸗ den. Darinnen iſt zu ſehen ein feine alte Bi⸗ auff dabeneben mit einer ſchoͤnen Hoff⸗Ca⸗ pellen/ und dabey mit einem uͤberauß wolge⸗ butztem und faſt unvergleichlichem Luſtgar⸗ ten von allerley Mathematiſchen Inven⸗ tionen und Figuren, erbauet, deßgleichen in der Wetterau nicht iſt. Im Jahr 1645. den 27. Octobr. haben die Nider⸗Heſſen under dem General- Major Geiß dieſe Statt, ſo ſeytherd deß langwuͤrigen Kriegs⸗ weſens verſchonet blieben, gewalthaͤtig ange⸗ allen, petardirt, und eingenommen; Dar⸗ auff dieſelbe bald im folgenden 1646. Jahr den 19. Aprilis, ſo war der Sontag jubila⸗ te, von jhrer Fuͤrſtl. Gn. Herrn Land⸗Graff Georgen zu Heſſen, ꝛc. durch Seiner Fuͤrſtlich. Gnad. General Lieutenanten ſt Ernſt Albrechten von Eberſtein, mit etlichen Regimentern zu Roß und Fuß angegrif⸗ fen, mit groben auß dero Veſtung Gieſſen gefuͤhrten Stuͤcken canonirt, Breche ge⸗ ſchoſſen, geſtuͤrmbt/ und die darin gelegene Beſatzung ſich zu ergeben genoͤthiget, und 8 3 alſo 30 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort alſo ſolcher Platz innerhalb wenig Stun⸗ den wiederum gluͤcklich( geſtalt uͤber drey Mann nicht todt blieben) erobert, und die ausgezogene Beſatzung gen Kirchhain von den Heſſen⸗Darmſtaͤdtiſchen Voͤlckern convoyrt worden. Des Jahrs 1648. iſt bey den General⸗ Friedens⸗Tractaten geſchloſſen worden, daß Herrn Johann Albrechten, Graffen zu Solms, der vierdte Theil dieſer Stadt Butzbach(der vorher im Jahr 1623. vom Kayſer Ferdinanden dem Andern, Herrn Landgraff Ludwigen zu Heſſen, uͤber⸗ laſſen worden,) ſambt vier angraͤntzen⸗ den Dorffſchafften, eingeraumbt werden ſolle. Um dieſe Stadt iſt ein ſehr fruchtbares Ackerfeldt, hat auch etwas Weinwachs. Eine halbe Meil Wegs hiervon, bey dem Trier. Dorf Muͤnſter, iſt zuſehen das Schloß Philips⸗Eck/ ſo Ihr Fuͤrſtl. Gn. Herr Landgraff Philipps auffs zierlichſt gantz neu erbauet: Zuvor haben auch Seine Fuͤrſtl. Gnad. in dem Gebirg ein Berg⸗ werck anrichten, und neue Weinberg pflan⸗ tzen laſſen. Das Bergwerck iſt in Ab⸗ gang gerathen. Was aber Seiner Fuͤrſtlichen Gnad. hochſeeligen angedenckens, rare, und koſt⸗ von Weſterburg Tochter, hatte: Als An⸗ no 1355. Kirchberg in der Graffſchafft Dietz zu einer Stadt ward, ein Jahr, oder zwey hernach, aus Camberg, ſo vorhin ein Dorff in ſeinem Land was, eine Stadt ge⸗ macht habe. Petrus Bertius lib. 2, rer. German. p. 417. ſetzet die Vogtey Cam⸗ berg unter die Naſſauiſche ſonder zweif⸗ fels, wegen der Grafſchafft Dietz, daran Naſſau auch Theil hat. Es findet ſich in Beſchreibung einer Reiſe, daß eine Meil Wegs von obgedachtem Eſch, und zwo von Limpurgan der Loͤhn, der Riedeſel von Camberg, oder Camburg, Stammhauß liege. Camberg hat in ſich ein Schloß, ſambt etlichen unterſchiedlichen Adelichen bare Inſtrumenta Mathematica anbe⸗ langt, ſeyn ſolche von derſelben, noch bey dero Lebzeiten, der Univerſitaͤt Marpurg verehret worden; ſo aber, bey naͤchſter jhrer Verſetzung, von dannen, auff Gieſſen kommen ſeyn. Camberg. ‿St eine feine Statt an den Grentzen der ₰ Graffſchafft Dietz,(ſo in ſich ein Schloß, ſampt etlichen unterſchiedlichen Adelichen Wohnungen, hat, und etwas in Gemeinſchafft mit Chur Trier iſt) in der Gegend umb Gnadenthal, Burg Schwal⸗ Wohnungen. Iſt in etwas Gemeinſchafft mit dem Ertzbiſchoff und Churfuͤrſten zu Von dieſer hat der Camberger Grund ſeinen Namen. Cappel/ Oe Wald⸗Cappel, weyland ein luſtig wohlerbautes Staͤdtlein, unfern von dem uͤberaus hohen Berg Weißner, ſo auch Meiſſener genandt wird, im Niedern Fuͤrſtenthum Heſſen an der Wohra, ſo in die Werra faͤllet/ gelegen. Iſt Dreyher⸗ riſch, und ein Theil dem Herrn Landgrafen zu Heſſen-Caſſel; der ander den Boynen⸗ burgern, und der dritte den Hundelshau⸗ ſern, zuſtaͤndig. Jeder Theil hat ſeine beſon⸗ dere Mannſchafft und Beambten, doch der Landsfuͤrſt die hohe Obrigkeit. Es hat dieſes Staͤdtlein, wegen der Creutzweiſe ddardurch gehenden Landſtraſſen, gute Nahrung, und reiche vornehme Handels⸗ leuthe gehabt, aber im Jahr 1637. iſt es gantz und gar eingeaͤſchert worden. In/ und af dem beſagten Berge, hat es Ge⸗ hoͤltz, auch viel und mancherley vorneh⸗ me, und zum Theil unbekandte Simplicia und Kraͤuter, Waſſer, Weyde, Stein⸗ bach, Limbach, Idſtein, und Eſch gelegen. ſtohlenMetallen und dann den Saltzbron⸗ nen zu Allendorff. Es liegt an dieſem Ber⸗ G In der Limpurgiſchen Chronie, ſo Annoſge das Cloſter und Freyheit Germero⸗ 1619. auß Johann Friederich Fauſten von Aſchaffenburg geſchriebener Bibliothec zu Heydelberg herauß kommen, ſtehet am 14. Blat, daß Graff Gerhard von Dietz, ein ſchoͤner Ritter von aller ſeiner Gewalt/ und darzu ein ſchoͤn Weib, als ſie inallen de/ das Hauß und Ambt Bylſtein/ und ſehr viel Adeliche Dorffſchafften. aſſel. Diß iſt die Hauptſtadt des Niedern Fuͤr⸗ ſtenthums Heſſen, und eine Fuͤrſtliche Teutſchen Landen was, Herrn Reinhartsſandgraͤliche Reſidentz und Landes⸗Re⸗ gierung, 4 ie hat, .A uin ſce dan2. R f. und ef rhin hat der Mäne * dl wenlo s Clui tidtlein enn von Se g J 8 1' dwad? raͤ nder I ud ſoin ſen.+ D yj . Hern anrn ander d ume⸗ te den mnithau⸗ Theilha wbeſ d Baat a Obrig riEstt en der ⸗The andſtra. gl vornht ah Jahr 3't ert wg 3. Berge vies b nancht yorn bekint ele Pa„Sti nn d S liegtc Im eohet Ten ————— ——— ———-— 8 94 *— M 5 7 W 2eed dn w M M 1 IT —— S— E M che H b 95 T ——— ——— ☛‿— 1 ⁴ S E XX 8 TR —— EN DELEHPG hlbtt reirein Stm: tn dets Sal j norn. Ruſel, met) i en Gu in Heſſen und denen benachbarten Landen. 31 gierung, der hoͤchſte Schmuck und Zierde gantz herrlich begraben, wie Michael Hes deß Landes, ſo wol der vornehmen Kauff⸗ berer in ſervit. Æwypt. ſchreibet. Hernach mannſchafft, als der ſchoͤnen Fuͤrſtlichen die Altſtaͤdter Pfarrkirch, die man Anno Palaͤſten, und ſonſten Burgerlichen Woh⸗ 1326. abgebrochen, wieder erbauet und er⸗ nungen halber. Theils nennen Sie Caſtu- weitert hat. Es hanget darinn eine Reuter⸗ lam, Caſtellam, und Caſtellas, und fuͤhe Fahn, mit einem angemahlten Roß, wegen ret ſolchen Namen Dilichtus von den Ca⸗ des Siegs im Jahr 1478. von den Eimbe⸗ ſuartis, einem alten Volck her. Franciſcus ckiſchen Buͤrgern erlangt, die aus der lrenicus vermeynet, Caſſel ſeye deß Pro- lemæi Stercontium. Aber Philippus Cluveris, und Petrus Bertius, beweiſen, daß ſie vor Zeiten Caſtellum Cattorum geheiſſen. Anno 1008. iſt ein Meyerhoff bey einem zerfallenen Caſtell geweſen, dar⸗ nach erſt Anno 1143. das Cloſter Weiſ⸗ ſenſtein vorm Habichs⸗Walde gebauet, und Anno 1152. von Heinrich Raſpen die Pfarr⸗Kirche zu Caſſel aus Annenberger Cloſter vergeben worden. Und hat dama⸗ len auch zugleich bemelter Raſpo das alte Caſtell erneuert, und die Stakt zu bauen angefangen, daruͤber dann Wolſſsanger, ſo jetzo nechſt darbey ligt, und ſelbiger Zeit ein Statt geweſen, in Abnehmen kommen, und letztlich durch groſſen Brandſchaden gar in ein Dorff verkehret worden. Es ligt dieſe Statt in einer luſtigen Awe, und hat, neben der Schiffreichen Fulda, ſo neben dem Schloß, und durch die Statt laufft, auch noch andere kleine Waſſer, als die Dreuſel(ſo durch die Gaſſen der Statt rinnet) den Ana Fluß(der zwiſchen den lu⸗ anSirte und Wieſen laufft) die Wahl⸗ ach, und Loſſa. Anno 1523. hat erſtlich Land⸗Graff Philips umb das Schloß und Anno 26. umb die Statt, einen Wallfuͤh⸗ ren laſſen. Und obwolen er hernach vom Kaͤyſer Carolo V. gefaͤnglich angenom⸗ men, die Veſtung allhie von den Spani⸗ ſchen zu nicht gemacht, das Geſchutz und Munition nach Franckfurt, und ferners den Rhein hinab gefuͤhrt worden: So iſt doch die Statt, nach ſeiner, deß Landgraf⸗ fens, Erledigung, von Ihme, ſonderlich von ſeinem Herrn Sohn, Land Graff Wil⸗ helmen, wieder mit Waͤllen, und Bollwer⸗ cken, guter maſſen, und folgends noch meh⸗ rers verſehen worden. Es ſeyn allhie vor⸗ nemblich zu beſichtigen 1. von Kirchen, der Thumb zu S. Martin auff der Freyheit, welcher Anno 1364. zu bauen angefangen Stadt einen Wagen mit Stricken holen laſſen, die gefangene Heſſen damit zu bin⸗ den, die aber ſelbſten damit gebunden in Heſſen befähe worden ſeyn. Es hat vor dieſem auch etliche Cloͤſter allhie gehabt, an deren ſtatt eine Fuͤrſten Schul, das Colle⸗ gium Adelphicum genandt, aufgerichtet, und darinnen, neben den Kuͤnſten und Sprachen, auch allerhand Adeliche Exer- ciuls zu erlernen, von Landgraf Moritzen angeordnet worden. 2. Unter den welt⸗ lichen Gebaͤuen iſt inſonderheit das an⸗ ſehnliche Fuͤrſtliche Schloß, in welchem Herren Landgrafens Wilhelmen, ſo An⸗ no 1637, zu Lier in Oſt⸗Frießland, den 21 Septembr. ſtyl. vet. geſtorben, hinderlaſ⸗ ſene Frau Wittib, Frau Amelia Eliſa⸗ betha, Herrn Graff Philips Ludwigen von Hußan Muͤntzenberg, Frau Tochter, off gehalten. Andere Fuͤrſtliche Perſonen haben anderwerts, und zwar Herr Land⸗ Graff Herman, ſo auch verheyrathet, und der ſonſten zu Rotenburg ſein Fuͤrſtlichen Sitz hat, in dem Naſſauer Hoff daſelbſt jh⸗ re Wohnungen; In ſolchem Schloß ſind wol zu ſehen die Inſtrumenta Mathema- tica, ſo Herr Land⸗Graff Wilhelm ge⸗ braucht, darzu er einen eygenen Mathe- maticum Chriſt. Rothman, und drey Ge⸗ ſellen gehalten. Inſonderheit aber ſeynd abgebildet viel Fuͤrſtliche Perſonen in dem Guͤldenen Saal, in welchem auch der ſolennis und denckwuͤrdige Actus vor⸗ gangen, indem Land⸗Graff Wilhelm, und Landt⸗Graff Georg, beyde regirende Fuͤr⸗ ſten zu Heſſen, den Hauptvertrag leiblich geſchworen. Es werden auſſer dem Schloß, auch die ſehr ſchoͤne Gaͤrten, das Luſthauß, die Schloßbruͤcke Anno 1593 erbaut. Der Marſtall, die Rennebahn: Item die Wag, das Kauffhauß, die ſteinerne Bruͤck uͤber die Fulda, ſo Anno 1512. außgebauet wor⸗ den, die Neuſtaͤtter Muͤhle mit zwoͤl worden iſt: Vnd ligt in ſolcher Stiffts⸗ Kirchen obgedachter Landgraff Philips Gaͤngen, das Schlachthauß, Fruchthau vorm Anneberge, das Viehhauß, und Bruͤcke [—ꝛ 32 Beſchreibung der fürnehmſten Ort Bruͤcke bey der Narrenburg, Cantzley, Renthof/ Zeug⸗Frucht⸗Brau⸗und Saltz⸗ hauß, das Theatrum, oder Comæœdien- Hauß ꝛc. beſichtiget; ſo theils von Land⸗ Graff Wilhelmen, theils von ſeinem Her⸗ ren Sohn, Landgraff Moritzen, erbauet worden. Die Statt iſt bey dieſen Kriegs⸗ Beiten noch beſſer fortificirt worden; auch bißhero mit einiger Belaͤgerung unange⸗ fochten geblieben; Vor Jahren, in Annis 1382. 83. und 1400. hat ſie drey Belage⸗ rungen außgeſtanden, und ſich erhalten. Anno 1342. iſt die Fulda ſo hoch angelauf⸗ fen, daß ſie in der Neuſtaͤtter Kirch auff den hohen Altar geſtiegen. Wie auch An⸗ no 1643. im Januario, das Waſſer alſo unverſehens und ſchnell angeloffen kom⸗ len men, daß man die Fuͤrſten⸗Perſonen, ſo ge⸗ gen dem Waſſer herunder, im Naſſauer⸗ Hof gewohnet, mit Geruͤſten, zu den Fen⸗ ſtern herauß, hat erretten muͤſſen. Und ob woln es An. 1592. diß Orths auch ein groſ⸗ ſes Gewaͤſſer geben, iſt es doch in der Statt Laſſ dißmals umb 3. Werckſchuhe, und 4. Zoll, hoͤher geſtanden, davon nach Ab⸗ ſchieſſung des Waſſers, viel Haͤuſer und Waſſer gut ſeyn zu den Kranckheiten deß Haupts, fuͤr die Melancholy, hinfallende Sucht, Catharr Zahnſchmertzen, Seiten⸗ ſtechen, wider die Colic, Wuͤrme, Nieren⸗ wehe, Gliederſucht, und andere Kranckhei⸗ ten, auch das Gehoͤr wieder bringen. Et⸗ liche Blinde ſollen zween Tag das Waſſer getruncken, die Augen, Augenlieder, und die Stirnen damit gewaſchen, und dardurch das Geſicht wieder bekommen haben. Seit⸗ hero deme wir die zweyte Edition dieſer Topographiæ herauß zu geben und zu publiciren im werck begriffen waren, iſt uns nachfolgende Beſchreibung der Statt Caſſel zur hand kommen, welche wir dem guͤnſtigen Leſer auch communiciren wol⸗ — en. Caſſel iſt die vornembſte Fuͤrſtliche Re⸗ ſidentz, Veſtung, Hauptſtatt, und Ampt, im gantzen Fuͤrſtenthumb Heſſen, in ei⸗ nem ſehr weiten in die Runde lauffenden Thal, zu beyden ſeyten deß Schiffreichen Strohms Fulda gelegen. Das Schloß iſt gantz von Steinen viereckt, wiewol langlecht, ſehr hoch auffgefuͤhrt, und gantz mit Schiffern gedeckt, liegt ſonſt abwarts auch der Wall Schaden gelitten, wie in dem tomo 4. Theatri Europæi fol. 971. a. ſtehet. Im Jahr 152 1. wurden308. Wohn⸗ haͤuſer durch Verwahrloſung in die Aſche gelegt. Auff der H. Drey Koͤnig Tag iſt allhie ein ſtattlicher Jahrmarckt, ſonderlich mit Pferden, ſo auch auß Frießland dahin gebracht werden, Stockfiſchen, und der⸗ gleichen. Der Wollhandel iſt der Orth ſehr beruͤhmt, wie man dann auch ſehr viel Schaafe auff den hierzu bequemen Wie⸗ ſen weydet, wie Berrlus lib. 3. rer. Germ. pag. 49 5* hievon zu leſen; und es auch Ca⸗ ſpar Enß in deliciis apodemicis per Ger- maniam p. 217. ſeq. beſtaͤttiget; alſo gar, daß auch die Engelländer, ſo ſonſten ſtatt⸗ liche Woll haben, von hier ihre Woll ge⸗ holet haben, wie deſſen Stephan. Kitter 4. deß Strohms zur üncken, an einem Hu⸗ gel, und hat gegen dem Waſſer Sud O⸗ ſten Werts einen ſolchen ſchoͤnen Pro⸗ ſpert, als weit und breyt bey keinem Fuͤrſt⸗ lichen Hauſe zu finden; Nord⸗Oſt und Nord⸗Weſtwerts, gehet das Geſicht in die Statt, gegen andere ſchoͤne Fuͤrſtliche Ge⸗ baͤue, und Plaͤtze, und das vierdte Außſehen gegen Sudweſt laufft gegen die Renn⸗ bahn, und auff die Veſtung. Inwendig iſt es von ſehr ſtattlichen treflichen Gebaͤuen, Saͤlen und Gemaͤchern, ꝛc. wie auch ei⸗ ner ſehr ſchoͤnen, hochgewoͤlbten, in die dritte Wanderung lauffenden Capellen, ſo gantz uͤber und uͤber mit Spruͤchen der Heil. Schrifft beſchrieben, hat auch eine groſſe und herrliche Orgel, und daneben uͤber einander 2. feine Gemaͤcher, darin⸗ Coſmog. metric. pag. 428. gedencket. Es wird ſonderlich der Bronne gelobt, welcher Anno 1609. bey dem Dorff Nortzhauſen, oder Northuſen, nicht weit von Caſſel, wi⸗ derumb entſprungen, welcher in ſeiner Wuͤrckung ſehr wunderſamb befunden worden, und in ſelbigem Jahr, zu Caſſel, eine Schrifft darvon, durch die Hof⸗Me- dicos, herauß kommen. Es ſolle dieſes nen die Fuͤrſtliche Perſonen ihren Stand haben. Die vornehmſte Saͤle ſeynd der guͤldene, der Roteſtein und Kuchen⸗Saal, davon der erſte ziemlicher Laͤnge, und gantz von Steinen gewoͤlbt, in der andern Wanderung, und wird daher der guͤldene genannt, weil er mit vielem ausgehauenen Laubwerck, ſo alle verguͤldet, gezieret iſt. Hierin findet man in Lebensgroͤſſe de alte and⸗ nemiſ Daun d. thun Ini de Zuft pten d 2 fru Aan D d inen 1 ne rufgeſ amg kt,lg af tar ncken rmr dem J ſnen ſolchg n dreyth Tnbi En; Toie gehet Dchni ſchin ait⸗ ddast Saluza- fft g cte Jer ſtung Suhi Itreff 3ou 1n In chgen In n aufet Kan i Sc eben, Weuh xgel dr W Gent 82 39 ‚on is! mſteſ eſte J 9b, ₰ 4. Die Rennbahn. F. Theatrum 6. Ballenhzda. 7. Canbzlei s. Barfu er Cloſter 9. Spittal 5 40. Mar. 33. e haer. 4 12. G. Martlrus Lucke. 83. Kaufflaad. . Ldchet haus 9. Agale. G. Claſter. *7. Salp haus. 4 1— 1. Das Fuarſt⸗ Schloſs. z. Furſt⸗. Lu‿ftorten. —2 5. Der alte Luſtqarten. . Salgthor. 28. Anaberg. A. Anaberqer thor. G. Maller thor.— 27. Geifberg 28. Eze, 9. EHoclu berg. ſe S nyghete 4999 7 4 . rager 38 9— zo. Neæreſtetter Eerch. ₰ Neuſzetter thar. so. Das Neu tlor 34. ⁊uerenberg. 5.. Luek mantal- 33. Luteklart„ J4. Schahads. ectaläe M Lem Mn — I 9 IM 1eennnnn 0 ſiſnaena Tüilitina 9 duunn NXᷓ ;ͦXX 8 N X XX NENNNNN MAe ttitttttttn — — 35 e — Auttütttttttr — 3 in Dn 5 4 † † ſeitn e T' üun W07777Jp, 7 4 M. TI M / J)Phhhhhll Nl ¹ * . — ¹ 1 6 — 4 — 8 7 1 5 * 1 8 — 1 . 5 1. 3 4 . X — b— * 1—y ———— —— AluIHLIILILLIIL IL — ——— P We g ☛ S 1 ““ Se 4 5 5 8 e. 8 S fon; in gantz unhean. nen ane ſerm i berden, tornelzu den a dmn dder we J 9 ſaemml a in Heſſen und andern benachbarten Landen. Land Graffen zu Heſſen, von Land Graff Philippo Magnanimo an, mit thren Ge⸗ mahltnen, zu beyden ſeyten, kuͤnſtlich in Stein gehauenen Bildern nach dem Leben. So ſiehet man auch allenthalben im Saal, in den Fenſterbogen aller ſolcher in voriger Zeit gelebter Roͤmiſcher Keyſer, Koͤnige, Chur⸗und Reichs⸗Fuͤrſten, auch anderer auslaͤndiſcher Potentaten Ebenbildnuſ⸗ ſen. Der ander Sagl iſt auch mit einer ſehr kuͤnſtlichen von koͤſtlichem Holtzwerch gemachter Decken gezieret, auch von groſ⸗ ſer Hoͤhe, Breyte, und Laͤnge, und in der Hoͤhe an der Wand umher des Fuͤrſtlich Hauſes Heſſen Stamm⸗ und Geſchlecht⸗ Regiſtet abgemahlet, und darunter eines jeden Leben und Regiment, artig beſchrie ben. Der Kuͤchen Saal, ſo uͤber der Ku chen, und andern darzu gehoͤrigen Loſa⸗ mentern gebauet iſt, und daher den Na⸗ 33 unter die 3. Wanderung, an 3. ſeyten um⸗ geben, da an jeder ſeyten ein groß ſteinern Rundell iſt, auf welchem jederm man ein ſchoͤn Luſtgaͤrtlein findet, auf der vierten ſeyten aber, Sudweſtenwerts, ligt eine hohe erdene Paſtey, gegen der Rennbahn, ſo der dritten Wanderung gleich laufft. Underhalb derſelben, am Sudeck, ligt in, oder an der Fnlda, ein groß ſteinern Ge⸗ baͤu, darinnen das Schlacht⸗Back⸗Brau⸗ und Binderhauß, auch noch viel andere vorraths Gewoͤlbe ſeynd. Bey dieſem ge⸗ het aus dem Caſtell eine hoͤltzerne gedeckte, doch gantz auf keinem Joch, oder Pfeiler, ſtehende lange Brucken,, die Narrenbru⸗ cke, genannt, und davor ein ſteinern Re⸗ velin, mit gehöriger Bruſtwehr, daraus man vollents in einen ſehr groſſen herrli⸗ chen Luſtgarten kompt, welcher voller ſchoͤner Gewaͤchs, Baumfruͤchten, Huͤt⸗ men hat, iſt auch ſehr hoch, liecht, und ten, Gaͤngen, und ſehr artigen Spring⸗ weit, und hat dieſer 3. Saͤlen keiner keine brunnen, und Waſſerkuͤnſten iſt, darinn Saͤule, wie faſt die wenigſte Gewaͤcher auch ein abſonderliches Hauß, ſo man im gantzen Schloß, deren doch ſehr vtel Jaͤhrlich zu gewiſſer Zeit, ablegen, und und dieſelbe mehrentheils ſehr wett, liecht, wieder aufbauen kan, darinnen die men⸗ hoch, und mit ſtattlichen Gemaͤlden, und Taffelwerck, oder Tappeten, verſehen ſeyn; und iſt, unter andern, eines in der dritten Wanderung am Weſt⸗Eck von gantzem Alabaſter, oben, unden, und rings umher an allen Orthen bekleidet, darin⸗ nen auch ein groſſer, runder, gantz Alaba⸗ ſterner Tiſch iſt. Und wurde viel zu lang werden, das Schloß, nach allen ſeinen vornehmnen Eigenſchafften zu beſchreiben; deſſen groͤſter Zier hat aber in der ſchoͤnen Ordnung der Gemaͤcher, und deren unten in der unterſten gewoͤlbten Wanderung, in allen zur Hoffhaltung gehoͤrigen be⸗ quemlichkeiten, beruhet; darzwiſchen es auch noch 2. ſchoͤne geſunde Saͤl hat· Das ander ſeyn die Kuchen, Backhauß, Apo⸗ theck, und allerhand Silber⸗Gewant, vor⸗ raths, und zur Kellerey gehoͤrige Gewoͤlbe, und Behaltnuſſen, darunter rings ums Schloß herum ſchoͤne weite Keller. Oben am Oſt⸗ und Sudeck, hat es ſehr ſchoͤne, luſtige Altanen, und Obſervatoria, wie auch etzliche Altanen und Schwingboͤgen inwendig uͤber einander, recht im Geſich⸗ te, wann man zum Tbor hinein kommet. Diß Schloß ligt in einer abſonderlichen Fortification, mit einem hohen Wall, bis V ge ſtattlicher traghaffter Feigen, Pome⸗ rantzen, Citronen, und Granat, auch Lore beerbaͤume, gefunden worden. Und ligen um den Garten her ſehr ſtattliche Fiſch⸗ Teiche, und auf der einen ſeiten ein ſehr ſtattliches hohes Luſthaß, mit vier, aus dem grund, zum Dach hinaus lauffenden runden Erckern. Rings ums hauß her gehen ſchoͤne ſteinerne Altanen, und Gal⸗ lerien. Inwendig iſt ein Saal ſo groß, als das gantze Hauß iſt, mit den Erckern, uͤber und uͤber zierlich gemahlet; auch ein ſchoͤner Spring⸗ oder Spritzbrunne, ſo das Waſſer bis an die Buͤnen hinauff wirfft. Uber demſelben hat es under⸗ ſchtedene Gemaͤcher, darinnen man Fruͤh⸗ lings und Sommerszeit, zur Ergetzung, wohnen kan. Underm Saagl iſt eine ſchöͤ⸗ ne Badſtuben mit Zinn bekleidet, darin⸗ nen auch ſonderbare ſehr artige Spritz⸗ wercke zu finden. Auf der andern ſeyten des Gartens ligt ein ſtattliches Vorwerck, und Meyerey, und hinter derſelben ein groſ⸗ ſes, weites, gantz ebenes, fruchtbares Feld, beynahe einer halben Meylen umfangen, und zu dieſer Meyerey gehoͤrig, alles mit einander wie auch der Luſtgarte, iſt rings herum, gleich einer Inſel, mit der Fulda um⸗ V Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort umofloſſen, daß man mit groſſen Schiffen ein ſchoͤn weiter Platz, mit einer ſteinern herum ſpatztren fahren kan. Oben amen⸗ Sparziergangs Lauben. Nicht weil hte⸗ de, da ſich der Strohm theilet, ligt ein ſehr von, auch gegen dem Schloß uͤber, an der luſtiger, und nutzbarer Antenfang. Und Beuder Kirchen, ligt das Collegium A- dieſes Feld, ſo die Aue genennet wird, iſt delphicum, und daran die Fürſtliche an beyden ſeyten, gegen dem Waſſer, mit Cantzley, und Rent⸗Kammers Gebau, herrlichen Obſtbaͤumen umpflantzet, und und dahinter ein luſtiges Gaͤrtlein an der da der Strohm wieder zuſammen fleuſt, Fulda, welches alles gantz ſteinerne, hohe, welches recht gegen dem Schloß geſchie⸗ und ſolche Gebaͤu ſeynd, daß ein Fuͤrſt het, aus welchein man die gantze Inſel ü mit Reputation darinnen wohnen kan. berſeden kan, ligt, auſſerhalb vorgedach⸗ tem ſteinern Revelin, und Narrenbrucken, ein Schuͤtzenhauß, darinnen man ſich Sommerszeit, mit dem Armbruſt exer⸗ eirt, und ein groß Gelt verzehret wird⸗ Und in Summa, es ſaͤhlet dieſem Schloß, an allerhand guten Gelegenheiten, und Beluſtigung ſchier nichts. Die Statt wird durch den Fuldaſtrohm in 2. Theil gethei⸗ let, und eines die Alte, das ander die Neu⸗ ſtatt genennet, darzwiſchen eine ſchoͤne weite hohe ſteinerne Brucken, mit vier Schwingboͤgen, liget. Die Alte Statt iſt die vornemſte, ligt auf der ſeyten des Schloſſes, zwiſchen der Trauſel, und Ahnafluß, an einem Berge, etwas thal⸗ Deßgleichen das Annaberger Cioſter, dar⸗ innen dab evor der alten Fuͤrſten zu Heſſen Begraͤbnuß geweſen, iſt auch ein ſehr koſt⸗ bares hohes ſteinernes Gebaͤu, inwendig mit einem langen viereckten Hoſſe, des a⸗ ber, weilen allbereit Fuͤrſtliche Palaͤſt ge⸗ nug, durch und durch, mit ſtattlichen Boͤ⸗ den, gebauet, und zum Provlanthauſe ver⸗ ordnet. Nicht weit davon, und gegen uͤber, ſtehet das Zeughauß, ſo viel hundert Schuh lang, und uͤber 70. oder 80. Schuh hoch, gantz von Steinen außſgefuͤhret iſt, da in der underſten Wanderung uͤber hun⸗ dert Metalline Stuͤck, Geſchuͤtz und Feuer Moͤrſer, und darunter halbe, gan⸗ he und doppelte Carthaunen, und Feld⸗ haͤngig, doch in einem halben Zirckel ziem⸗ ſchlangen ſtehen, daruͤber ein Boden, auf lich weit umfangen, und mit ſchr hohen welchem ein gewaltig ſtattlicher Vorrath ſtarcken Waͤllen, und ſechs fuͤrtrefflichen an Harniſchen, Mußqueten, und allerhand erdenen, inwendig aber uͤberaus kuͤnſtlich Ruͤſtungen und Gewoͤhren, iſt. Auf den gewoͤlbten Bollwercken, und auswendig uͤbrigen Boden deren etliche uͤbereinander, mit vielen Schantzen, und Auswercken und ſo lang, als das gantze Hauß ſeyn, umgeben. Und hat dieſe Veſtung an ligt alles voller Getraͤid, und Vorraths ſtarcken Gebäuen, hohen, und dicken Fruͤchten. Und dieſes Zeughauß, wie Waͤllen, und tieſfen Graͤben wenig ihres auch den Marſtall, Cantzley, und andere gleichen; wie dann die Haup befeſtigung Fürſtliche Gebaͤu mehr, hat Land⸗Graff um die alte Statt allein auf die vierzehen Wühelm der Vierdte, und Weiſe, zuge⸗ Tonnen Goldes auffzufuͤhren gekoſtet hat⸗ nannt, im Jahr 1573. erbauet. Ferners Die Statt an ihr ſelbſten iſt allenthalben iſt das Oitonium, oder Comoͤdi Hauß, ſehr dichte gebauet, und voller ſchoͤner ho⸗ ſo ſehr hoch von Steinen, inwendig gleich her, thells mit Steinen, theils mit Holtz einem in die runde gebauten Schauſpiel⸗ erbauter Haͤuſer, und uͤberaus Volck⸗ Platz, ohne Saͤul, oder Pfeiler, auffge⸗ reich. Unter andern viel vornehmen ſtatt⸗ fuͤhrt, das abernunmehr, in dem Kriegs⸗ lichen Gebaͤuen, iſt erſtlich der Marſtall, weſen, eines theils zur Soldaten Kirche, ſo gleich einer Fuͤrſtlichen Hoffſtatt, gantz das ander aber zum Gießhauß gebraucht von ſteinen viereckt zugebauet, und hat ei⸗ worden. Nicht weit davon iſt ein ſehr artt⸗ ne Durchfahrt, darinnen nicht allem viel ges raͤumliches von Stein auffgemauertes lange hohe gewoͤlbte Pferdſtaͤlle, ſondern daruͤber auch ſtattliche Saͤle, Gemaͤcher, und Boͤden, in welchen eine vortreffliche Kunſt Kammer, Erfindungs⸗Kammer, und Ruͤſt⸗Kammer, zu ſehen. Ligt recht gegen dem Schloß uͤber, und darzwiſchen Ballhauß, und dabey eine ſehr groſſe und weite Rennbahn, mit einem von Brettern artig auffgebautem halb runden Judicir⸗ oder Richter Spruchshauß. Zu underſt der Statt, ligt noch ein Furſtlich faſt vier⸗ ecktes zugebautes, doch nicht gantz ſeimeh⸗ ne mänee chma Hoche langeh Gröſe beu gu deene r an dütdendee ifenn. ſinh a hauß auſtra ind na chlets 0, ſon fe urgen in Staen ſegt ane ſchs(g Schle 4 1 1 bliſcha ſt es n Gin dtſt Snd, Dur nſet on,un anch „ſo alum arunte 20 g houna äh dber dt n etlichet mnt gaute Gſ aid, 1 E ntt 8 Iu e Lantzet nr in Heſſen und den benachbarten Landen. 35 nes Hauß, der Naſſauiſche Hoff genannt, ſo alle im Fall der Noth wol zu gebrauchen worinnen die Fuͤrſtliche Herrſchafft, Ro⸗ ſeyn;auch hat es in der Stadt, in allen Gaſ⸗ tenbergiſcher Linie, ihre Reſidentz eine Zeit ſen, einen durchflieſſenden Bach, und dar⸗ hero gehabt, ſehr luſtig an der Fulda, an dem neben a. ſchoͤne Teiche, deren man ſich in Orth, wo die Schiſſe ausgeladen werden, Feuers⸗Nolh ſehr wol gebrauchem kan. gelegen, und iſt mit ziemlichen Saͤlen und Und iſt dieſe Stadt, wegen der Farſtlichen nothduͤrfftigen Gemaͤchern verſehen. Hoffhaltung, vornehmer Veſtung,, des Gleich zu allernaͤchſt darbey iſt noch ein Paſſes, und Handels, mi lallerhand gantz ſteinernes hohes Hauß, auff 2. Sei⸗ Waaren, ſehr welt beruͤhm, und wol be⸗ ten, gebauet, an Groͤſſe dem Schloß zuEſch⸗ guͤtert. wege faſt gleich, ſo das Saltzhauß genannt, Das Ampt, ſo hieher gehoͤrt, iſt ſeines und zum Proviant verordnet. An Kirch weiten Umkreißhalber, eichter einer klei⸗ Gebaͤuen iſt, neben vorgedachter Bruder⸗ nen Graſſſchafft, als einem Ampte, zu ver⸗ Kirchen, ſonderlich die groſſe Stiffts oder gleichen. Greutzet mit einem Orth an das Freyheits⸗Kirche zu S. Martin, welche Furſtenthumd Braunſchweig, ſonſten aber ſehr hoch, weit, und licht iſt, darinnen eine iſt es in 3. Theil getheilet, und nicht allein uͤberaus groſſe ſchoͤne herrliche Orgel, und init einem ſehr ſtarcken Fruchtwachs, und gegen uͤber im Chor 2. hohe kreff iche von ſchoͤnen weiten Feldern, zu beyden Seiten Marmor, und Alabaſter, auffgemauerte deß Fuldaſtrohms, ſondern auch an den Fuͤrſtliche Epitaphien, worbey nunmehr Grentzen herumb mit ſtattlichen groſſen von hundert Jahren her, die Fuͤrſtliche Waͤldern, und Wildfuhren(darunder ſon⸗ Begraͤdnuß zu finden, und hat auch noch derlich der Kanffunger Wald, der Soer⸗ neulich Landgraff Wilhelm, der Fuͤnffte forſt, und Habichswald,ſeyn,)auch hin und des Nahmens, etne ſtattliche vor die wider mit groſſen ſtattlichen Teichen, und Nachkommen bauen laſſen. In dieſer Fiſch⸗Waſſern, verſehen; und alſo bey die⸗ Stadt legt auch der reiche Spital zu St. ſer Fürſtlichen Hofſhaltung, und Ampt, Eliſabethen; ſo von dieſer hochgeprieſe⸗ alle noͤthige, und erforderte Stuck zu fin⸗ nen Fuͤrſtin geſtiſſtet worden. Sie, dle ge⸗ den. In ermeltem Kauffunger Walde,ent⸗ meine Stadt, hat auch ſonſt ſeine vor⸗ pringt das ſtarcke Forellen⸗Waſſer, die nehme Gebaͤn, als das Rath⸗Kauff⸗ und Nieſta, ſo ſich unterhalb Caſſel,zu San⸗ Hochzeithauß. Ferners die Neuſtadt be⸗ dershauſen, in die Fulda ergeuſt, neben wel⸗ langende, iſt ſelbige von keiner ſonderlichen chem, auff einem Berge, das alte Hauß Geoͤſſe, aber von Natur ſehr veſt, und gantz der Herren von Senſenſtein gelegen, und eben gelegen, mit einem ſtarcken Wall und gegen uͤber, auff Braunſchwelgiſcher Sei⸗ breiten Waſſergraben, umfangen. Hat ten, das Hauß Sichelnſtein. Auff der an⸗ ihre abſonderliche Pfarekirchen. Nicht dern Seiten ligr das groſſe Dorff, und Clo⸗ weit davon ſtehet das Jaͤgerhauß, ſo auch ſter Odern⸗Kauffungen, davon der Wald ein feines anſehnliches, und mehrentheils den Nahmen hat. gantz ins geviert zugebautes ſteinernes Es ſeyn hiebey ſonderbare Dorſſſchaff⸗ Hauß iſt; deme naͤchſt die vortrefliche ten, doch alle im Caſſeliſchen Bezirck gele⸗ kunſtreiche Muͤhle von 6. Mahlgaͤngen, gen; und iſt darunder inſonderheit der vor⸗ und noch andere Schleiff⸗Polter⸗Wuͤrtz⸗ gehme Fleck Helſa, an der Loſſa, welcher Schlag⸗Schneid⸗Bohr⸗und andere Müͤh⸗ Fluß bey dem Staͤdtlein Lichtenau ent⸗ len, wie auch ein Schmeltzmerck, fol ſpringet, ferners auff Helſa, Kauffungen, gen, ſo alles nur durch fuͤnff Waſſer⸗Ra⸗ und vollents nahe unterhalb Eaſſel in die der getrieben wird. Gegen uͤber in der Al⸗ Fulda fleuſt. Bey dem Dorff Kauffangen ten Stadt, bey dem Annaberger⸗Cloſter, hat es ein Alaunbergwerck, wie auch deß⸗ liegt auch noch eine ſtattliche Muͤhle von gleichen beym Dorff Groß Almeroda, ſechs Gaͤngen, dabeyeine ſehr kunſtreiche am Hirſchherge, allda man auch Stein⸗ Schleuſſe, wodurch die ſchweren groſſen kohien findek. Hart vor Caſſe!, vor Laſtſchiffe auf⸗und abfahren muͤſſen. Auchſder Neuſtadt, ligt eine ſehr groſſe weite hat es hierbey eine ſchoͤne Roßmuͤhle, von platte Weyde, der Forſt genannt, weil es 4. Gaͤngen, und noch viel Handmuͤhlen, zuvor ein Wald gewweſen, aber, wegen Er 2 der 36 Beſchreibung der vornembſten Orth &.„ der Veſtung ſchaͤdlich, und etwan darinn Leuthen gethan hat. In dieſer Gegend, Verraͤhterey geſpielet worden, verſtoͤret zwiſchen dem Habichs Walde, und Lan⸗ worden iſt. Um dieſe ebene ligen etzliche genderg, ligt auf einem hohen ſpitzigen Doͤrffer, darunder eines die Waldau ge⸗ Berge, das alte verwüſtete Schloß die nannt, allda man noch Gemaͤur von ei⸗ Schauenburg genant. Wer deſſen In⸗ nem alten Raubſchloß, mit einem ziemli wohner geweſen, weiß man eigentlich chen Waſſergraden umgeben, ſiehet. Uff nicht. Im uͤbrigen hat dieſes Caſſeiſche der andern ſeyten der Statt, vorm Ha⸗ bichswalde, ligt das ſchoͤne, luſtige Schloß Weiſſenſtein, auf einem Huͤgel. Oben auf ermeltem Habichs Walde(welcher eine ſehr ſtattliche Wildfuhr, wie auch der Soͤerforſt iſt, alſo, daß das Wildpreth hauffenweiß, wol am hellen liechten Tage, zu naͤchſt am Hauß Weiſſenſtein ſich ſehen laͤſſet,) ligt ein ſtattliches reiches Stein⸗ kohlen Bergwerck, der Statt, und Ve⸗ ſtung Caſſel ſehr nutzlich: und entſprin⸗ gen auf dieſem Walde, vier ſtarcke Fluͤſſe, als die Ahna, Truſell, Bauna, und die Warme, deren die erſten zwey, und zwar die Ahna, unter, die Truſell aber ober, und durch Caſſel, in die Fulda lauffen, die Bauna aber weit oberhalb nahe dabey, Ampt, vor allen andern, ſeine ſtattliche Gelegenheiten, und Fiſchwaſſer, ſonder⸗ lich einen ſehr groſſen Teich, bey dem Dorff Münchhoff, oder Hohen Kicchen, welcher etliche hundert Acker in ſich helt, und der allergroͤſſeſte im gantzen Lande iſt, ſeinen Ausfluß aber, unterhalb Caſſel, nahe deym Dorff Simmershauſen, in die Fulda nimbt. Cörbach, Corbachium. 3 Je Haupt⸗Statt der Graffſchafft — Waldeck, eine ſehr alte, und vorweilen mit beſonderen Regalien begabte Freyſtatt; die aber, nachdeme ſie in Widerwillenmit Graff Heinrichen dem Eyſernen von Waldeck gerathen, von ihme uͤbermaͤchti⸗ ————f——jä wo ſich die Eder mit der Fulda vermiſchet; get, und unter ſein Joch bezwungen wor⸗ und dann ſo erſtrecket ſich dte Warme nach den, ſo im Mertzmonat Anno 1366. geſche⸗ der Dimel. Dieſer Wald, wie auch der hen iſt. Solche Statt ligt 6. Mey! von daran ſtoſſende ſeur hohe, und gantz kahle Marpurg, 6. Caſſel, 6. von Lipp, und Berg, der Doͤrnberg genannt, ſein auch 6. von Paderborn. Hat zwo Mauren, von den höchſten im Lande: Und auf wegen der Neuen und Alten Statt. In der dieſem Doͤrnberg, ſo, wie auch der Ha⸗ Neuen iſt S. Nicolai Kirch, in der Alten bichs Wald, auf der hoͤhe zlemich raum⸗ aber S. Kiliani, welchen die Stalt in threm lich, hat Carolus Maguus ein Lager ge⸗ Waapen fuͤhret. Die beſte Nahrung der habt, deſſen Anzeigungen man noch ſiehet. Burgerſchofft dieſes Orths iſt das Bier⸗ Vor dieſem Berge liget auf einem Huͤgel brauen, welches, wie iugleichem das Sach⸗ ein ſehr hoher faſt glatter Steinfelſen, wel⸗ ſenberger, und Wildunger, in hohem Werth cher oben eine weite, und tieſſe Hoͤle, gehalten, und hin und wieder abgeholet gleich einem groſſen Keſſel, hat, welcher wird. Es hat ein wolbeſtelte Schul vor ſtaͤts voller Waſſer iſt, und auch zuwei⸗ dem jetzigen Krieg allhie gehabt, in dem len Ant⸗Voͤgel ſich darauff mercken laſe Franciſcaner Cloſter, ſo Graff Joſias und ſen. Nicht weit davon ligt auch faſt ein Graff Wolradt, zu einem Gymnaſio con- ſolcher Felſen, auffm Farnsberge, da man ſecrirt, und mit Einkommen reichlicher be⸗ wie in einen gewoͤlbten Keller hinein gehet, gabt haben. Welcher vorgeſtanden Laza- hernach aber ein gehlingesſehrti ffes durch rus Schonerus, der erſte Rector, Rudol. den Felſen gehendes Loch, als ein Brun⸗ Goclenius, ſo hier gebohren, Bernh. Sali- nen, ſich findet, und iſt doch ein Werck gnacus, Gallus, Guil. Scribonius, Gull. der Natur. Nicht weit auch von dieſem Urlinus, ſo alle in ihren Schrifften bekandt. Walde, bey dem Dorff Northauſen, ligt Es ligt bey Corbach auf einem hohen Ber⸗ ein ſtattlicher Brunnen, welcher vor we ge das Schloß Eiſenberg, welches Graff nig Jahren noch ſehr im Ruff, und Brauch Joſias zu Waldeck mit ſchoͤnen Gebäuen geweſen, daß Er viel ſtattliche wunder⸗ vermehret, und faſt von neuem auffgerich⸗ liche Curen, an Blinden, Lahinen, tet. Der Berg darauf das Schloß ſteher, Stummen und dergleichen preſthafften iſt reich an Ertz, und hat man auch vor kur⸗ tzen N W MW K AWWWW NR N — L Nℳ eA — 8 9 „ ngan Lan 4 ſ at d hraff⸗ Nots Eavolt lenbe I Frehſt ein Swolar en irnen von thh vermat gochdh rngenn at an r 66,9ct tatt iſ Men NOATIpA d2 le att. Vd W ti Orth — = — — 8 A allhie Tot, 7,oG sgefic einem 8 komm ichli er voiſi Fnben⸗, — 3 i 1 c 2 1 5 erſte)l;, N— 8. A 4 4 8 1 N N X 1 1 Laenh geboht 4 Hernh. 3 11 ul. E U lit berin ſcheRi lüſſen. häͤuſer 3 nühla ſindett raden . 1 ſicht, Aun Mhath en godlett Käpff ſt An bn Noma u Grmen d de kedle ne nahm. m fen⸗ rauf e Jab (iſilm dültr, daanckg in Heſſen und den benachbarten Landen. tzen Jahren Goldgruben daſelbſt gebauet: Und ſchreibet Caſpar Euns in deliciis a- podem. p. 2 12. daß ſolche noch nit gar ver⸗ gangen, ſondern man nicht weit von Cor⸗ bach, in dem Sand Gold fuͤnde; und ſolle das Corpachiſche Gold in dem Feur beſtaͤn⸗ diger, als das Boͤhmiſche bleiben, und faſt dein Ungarſſchen gleich ſeyn, darvon der letzt verſtorbene alte Graff Wolradus et⸗ liche Ringe und einen Mundbecher machen laſſen. Nahe am Schloß ſeyn die Gold⸗ haͤuſer ein klein Dorff: Item die Gold⸗ muͤhl; der Berg iſt gantz voll Schacht, und findet man in den alten Regiſtern groſſe ln traden daher. Aus dem Sand, der am Tag licht, kan ein Mann in neun Tagen ein O unt rein gediegen Gold haben. Drey vierthel Stundt davon iſt Silber⸗Ertz, zu Jodlesheim, zwo Stund davon ſehr reich Kupffer Ertz in Twiſten. An. 1624. haben die Kaͤyſeriſchen Toͤr⸗ bach eingenommen, als die Ihrigen, ſo mit Wagen Pferden m der Siatt ſich auffge⸗ halten, die Thor mit Schmidhaͤmern er⸗ offnet haben; wie der neue Meteranus, o⸗ der des alten Continuation, libr. 41. be⸗ richtet. vorhero, des Jahrs 162 1. hat Land⸗ Graff Moritz zu Heſſen« Caſſel, auch das obbeſagte Haubthauſſe Eiſenberg einge⸗ nommen. Anno 1633⸗ gieng der Keyſerliche General von Boͤninghauſen, von Meſche⸗ de, der Graffſchaff Waldeck zu, und erober⸗ te dieſe Stadt Coͤrbach, ruͤckte in Seſſen, nahm fuͤr ſich das Quartier in Fritzlar, kam ferner auf Franckenberg, wendete ſich darauf nach Amoͤneburg, ſo Er einbekam. Als aber der Herr Landgraff Wllhelm zu Caſſel wider ankommen, wendete ſich er⸗ melter von Boͤninghauſen wieder auf Franckenberg, Arensderg, ꝛc. Cronberg oder Cronenburg. EI fein wolerbautes Staͤttlein, zwo Meylen von Franckfurt, unden an ei⸗ nem hohen Gebuͤrg, die Hoͤhe genannt, in einer ſchoͤnen und fruchtbahren Gegend, ge⸗ legen, u. mit doppelten Mauren umgeben. Oben an der Hoͤhe ligt das ſchoͤne Schloß, miteinem ſehr ſtarcken und dicken Gemaͤur, alſo, daß ihm der Name Cronberg nicht umſonſt gegeben worden zu ſeyn ſcheinet, angeſehen die menge der Thuͤrn, ꝛc. an den Mauren. Die ſich bemuͤhen, der Teut⸗ 47 ſchen Staͤtte von den Roͤmern zu deduci⸗ ren, ſagen, Trajanus habe ſie gebauet wider die Catien, und anfaͤnglich Trajaniburg genannt, daraus haͤtten die Nachkom⸗ men Cronburg gemacht. Dazu ſtie al⸗ legiren Marcellini XVII. Buch. Dieſer Meynung iſt Jac. Schopperus I. 1. Cho- rogr. cap. 10. pag. 178. Es ward Cronberg von Trier, Pfaltz, und Heſſen, zu den Zei⸗ ten des Sickingiſchen Krieges, belaͤgert, und erobert; dieweil Hartmuth von Cro⸗ nenberg dem Frantzen von Sickingen bey⸗ geſtanden war, wie beym H. Th. Leodio, in Beſchreibung des beſagten Kriegs, zu leſen. Iſt aber durch einen Vertrag vom Hauß Heſſen, denen von Cronenberg Anno 1541. wider gegeben, auch hingegen von Cron⸗ bergiſcher Seite unter anderm dem Fuͤrſt⸗ lichen Hauß Heſſen verſprochen worden, das Exerciium der Augſpurgiſchen Con⸗ feßion allda ohngeaͤndert zu laſſen; von welchem beſiehe 1. C. Dieterichen in Not. ad Epiſt. Hart. Cronbergeri. Der hohe Berg, an welchem das Hauß Falckenſtein, und Cronenburg gelegen, wird der Feld⸗ berg genant, auf welchem noch alte Mo- numenta zu ſehen, ſo aus der Heydenſchafft herkommen ſollen. Im Jahr 1389. gertelh dieſe Statt in Streit mit denen von Franck⸗ furt, und gieng beyderſeits ein Treffen vor im Thal vor Cronberg. Des Jahrs 1647. den 25. Mertzen, war das Staͤttlein von den Heßiſchen, erſtigen. Anno 1649. tſt, auf anhalken Herrn Hartmuth, und Jo⸗ hann Daniel von und zu Cronburg, oder Cronberg, Gebrüder, vom Herrn Pfaltz⸗ graff Ludwig Philipſen, zu Simmern, ꝛc. als des Ober⸗Rheiniſchen Craiſſes Aus⸗ ſchreibenden Fuͤrſten, E. E. Hochweiſen Rath des H. Roͤm. Reichs Statt Frauck⸗ furt, die Commickon auffgetragen wor⸗ den, die auf ihrem Adelichen Ganerben Hauß, und Statt Cronburg, Zeitweren⸗ den Krieges, neuerlich eingefuͤhrte Reli⸗ gions⸗Enderung, wieder in den vorigen Stande zu ſetzen; wie dann auch den 26. Hornung, den Jeſuitern, die autwillige Raumung beyder Kirchen, und Pfarrbau⸗ ſes, auch die relticurion aller Zugehoͤr, angezeigt, und den 28. diß vollnzogen, auch die Augſpurgiſche Conteſſion allhie wider eingefuͤhrt wor⸗ den iſt. E 3 Darm⸗ 38 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort, Churfuͤrſten, eingenommen, Herr Land⸗ Darmſtatt. Graf Ludwig de ſüngn⸗ zu Heſjnac St die Hauptſtatt der Obern Graff⸗ gantz unvermutheter Dinge darin über⸗ ₰ 3, daſelbſt die fallen, auch neben Seiner Fuͤrſtl. Guaden Graffen von Catzenelenbogen ein feſtes zweytem Herrn Sohn gefaͤnglich wegge⸗ Schloß gehabt haben. Anno 1546. hat der fuͤhrt, ſolche That aber hernach von Koͤnig Graff von Beuren, mit dem Kaͤyſeriſchen Jocobo in Engeland des Churfurſten Kriegsvolck, vor dieſer Stadt 2. Stuͤrm Schweher⸗Vater ſelbſt, ſub datoGrenwich verlohren, ſie aber gleichwol unter dem den 17. Junil 1622. un acte de mauvaiſe Parlamentieren, oder Geſpraͤchhaltung odeur(eine That von boͤſem Nachklang) vom uͤbergeben, erſtiegen, gepluͤndert, und genant worden. Von dem Anno 1403. all⸗ das Schioß biß auff den Rumpff ausge⸗ hie gehaltenem Thurnter, und wie der brannt. Daß ſich die Burger zu Darmſtatt Fraͤnck⸗und Heßtſche Adel feindſelig an dißmahls mannlich und kapffer gewehret, einander gerathen, daß 17. Francken, und iſt vom Graffen von Beuren, nach dem 9⸗Heſſen, und zwar nicht die geringſte aus Zeugnuß des Phuani, und anderer ihnen of⸗ dem Adel, todt blieben„ und darburch die fentlich nachgeruͤhmt worden. Herr L. Thurnier⸗Geſetze am erſten geſchwaͤcht Georg, HerrnL. Phtlipſens Sohn, hat das worden ſeyn, beſtehe Franc. Modium inPan- uͤbrige am Schloß abgebrochen, und an dectis Triumphalibus Tom. 2. lib. 1. fol. deſſen ſtatt ein Fuͤrſtlich Schloß, und dar⸗ 102.Spangenberg in der Hennebergiſchen bey eine ſchoͤnen Luſtgarten, darin etlich Chronic lib. 5. cap. 17. fol. 206. und Thras. Fuder Weins, und viel herrliches Obſts, Lepram in des Herrn von Seinßheim Le⸗ auch viel auslaͤndiſche Kraͤuter wachſen, bens⸗Beſchreibung lib. 1. fol. 14. ſeqq. Auff zugerichtet; Darzu die Stadt mit ſchoͤnen dieſem Thurnter ſeynd zwantzig Graffen ſteinern Gebaͤuen gezieret. Es haben auch und ſiebenzehen Freyherren geweſen. Ihre Färſtl. Gnaden dabenebens 2. ſchoͤne Etwa ⸗. Meylen von Darmbſtatt liegt das Haͤuſer, Kranchſtein, und Senßfeldt, ohn⸗ neue Kloſter Hoff hem, welches eines aus gefehr eine halbe Meyl Wegs darvon ge⸗ den vier hohen Hoſpitalen in Heſſen„und legen, gebauet. Und iſt hernach auch von mit ſchoͤnen Gebaͤuen verſehen iſt, fuͤr die Herrn Land⸗Graff Ludwigen, und jetzigem Krancken.— reglerenden Herrn Land⸗Graff Georgen, Anno 1647. ward die Stadt Darmſtatt, wegen vieler Bequemlichkeiten, meiſten⸗ und ſonderlich das Schloß, von den Fran⸗ theus allhie Hoff gehalten worden, auch da⸗ tzoſen, auff diſcretion eingenommen. Und ſelbſt beſtaͤndig eine Regierung geweſen; weil es an Gelt mangelte, ſo nahmen ſie die Darbeneben auch zu Marpurg, als in der fuͤrnehmſte Beambte, und Inwohner, in Hauptſtatt des ObernFuͤrſtenthums Heſ⸗ Arreſt, und gefangen. ſen, von Sr. Fuͤrſtl. Gnaden eine Regie⸗ Die eee dererder er ee IS auch, oder aber, wann es des Kriegs halber In Slaͤdtlein, ſampt einem Schloß, ſo gefaͤhrlich im Land ſtehet, zu Gieſſen, mei⸗ E das Haupthauß dieſer BnFfchloß ſe ſtentheils und auch anjetzo die Fuͤrſtl. Hoff⸗Ligt gar luſtig an der Loͤhn. Hat innerhalb haltung iſt. In der Stadtkirchen zu Darm⸗ der Ringmauren zween Felſen, und auff de⸗ ſtodt ſeynd die Fuͤrſtl. Begraͤbnuſſen dieſer ren jedem ein Schloß. Das nach Suyden Fürſtl. Linie zu beſichtigen; Und in der iſt das Haupt⸗Schloß, und Graͤffliche Re⸗ Stadkefſe 5 werhnean denneodenadald ſden. In dem ihein nach Nordeniſt die gelegen)andere ſchoͤne Sachen mehr;daran Kelnerey. Anjetzo iſt es unterthan den Her naͤchſt das obgemelte Schloß lieget, um resae h Der welches ein tieffer Waſſergraben gehet; und darin ein groſſer und ſchoͤner Saal, und hinter ſolchem Schloß eine Muͤhle iſt, ſo der Kunſt halben wol zu ſehen. Es iſt dieſe Stadt Anno 1622. von dem Graffen von Manßfeld, und Pfaltzgraff Frledrichen, ren Graffen zu Naſſau, auff Dillenberg, daran es von Heſſen durch einen Vertrag kommen, wie oben, im Eingang, bey Ca⸗ tzenelenbogen, gemeldet worden iſt. Das Stifft Dietz iſt bekandt. Und Cloſter Dier⸗ ſtein, Cloſter Gnadenthal, welches ein Adeliches Jungfrauen Cloſter. Die Stifft un . J. fol.— 9 d zwan Dhenn m/ wele e talenin(r,n verſcht Piſa dloß,andt ingeng tinMhe 1 b Ate,otn unda e 6.. notein ac V dieg ahr⸗ 6 Loͤhn. Fülſ 8 N 6r 23 ARARNENN unitRttid K rw 2 — — — — — 8 JLh 9 ATnln, Torrlll ————— eeeffin N G⁴ rGggng«Ko««sk«swugg Äggggggedegäcgeg g Fffffticf 9 f=nfi — NK 0 3 1 2 n QQ nnANNWN ſTecfrrffffff ſianäeiſiſaſiſſiſſhe Tegeeeh 9 1 1 6 6 AO e eepf 8 G” ſ di ſi ꝛ———õn anmmnerneemnnnnnMAMLA Aakite. 2— ————————— —y—õõ-ʒ—õ—— — Lu 2 2 8 NA 8 8 M hhe ibe . De A 7) X△X I N n, uue 2 ——-—— den. 48 ſtärtt nt in äner me gffüge Trberſi ng, en imn dan Graar feum en Aaſſcee uch e nalven ſcken e in Heſſen und den benachbarten Landen. 39 und Clöſter der Grafſchafft Dietz zoge ein doch ohne einige Monimenten, nur daß ei⸗ A. 1628. der Churfuͤrſt zu Trier, und ver⸗ nes Rheingrafen Begraͤbnuß mit deſſen botte die geiſtliche Gefaͤll weiter nicht fol⸗ Bildnuß und Monument darinn Suyd⸗ gen zu laſſen. Darauf des folgenden Jahrs, werts im Chor ſtehet. Under der Statt ge⸗ nachdem das Kayſerliche Religions⸗Edict gen Mittag, unter dem Schloß, ligt der den 6. Martil publicirt und ausgelaſſen, Hoffgarten, welcher groß und weit, darin⸗ den 20. Aprilis, er ſich unterzog des Clo⸗ uen unterſchiedene Luſt Haͤuſer, und Gaͤn⸗ ſters Thron, und aller derſelben Gefaͤll, ge, neben andern Sachen, zu ſchen. Es hat und ließ darinn und in dem gantzen Ampt dieſe Statt 2. Jahrmaͤrckt, den erſten, Wehrheim die Catholiſche Religlon ein⸗ Montags nach dem Sontag Judica, den fuͤhren. Es kam aber 1632. wider das Clo⸗ ſter Thron in vorigen alten Standt, und waren die Renten wieder zu Kirchen und Schulen angewendet. Anno 1636. den 9. Maij, wurden auch andere in der Graf⸗ ſchafft Dietz gelegene Stifft und Clöſter von deß Ertzhohen Thumbſtiſſts Trier Dechant und Capitul wider geben. Dillenberg. „Q.3gt ein gute Stund gangs, oder ein halbe Meyl von Haͤger, und ſo weit auch von Herbon, hat den Nahmen von dem Waſſer der Dille, daran es auff der rechten Hand, und dem Berg, auff welchen das Schloß, oder die Burg Suydwaͤrts gele⸗ gen, uͤberkommen. Mag alſo beydes Dll⸗ jenberg, und Dillenburg, geſchrieben wer⸗ den. Das Schloß, welches auff dem Berg, iſt ein groß weitlaͤuffig⸗anſehnlich Gebaͤu, mit dicken, ſtarcken, hohen Maurn, und einerſeits einem Wall, tieffen, breiten, auß⸗ gefuͤtterten gemauerten Graͤben, mit vielen underſchiedenen Thoren, und zum Ein⸗ gang, an der Pforten, noch mit einem aͤuſ⸗ ſern Thor, gegen das perardiren, wie auch der Graben mit einer Pallyſaten rings um⸗ her umbgeben, und alſo zu einer Graͤfflich⸗ Naſſautſchen Reſidentz wolbeveſtiget. Hat V andern Montags vor Margarethen. Von dieſem Ort hat das Dillenbergiſch Land, darinn auch Herborn, und Haͤger, und nicht fern von Dillenberg die Herrſchafft Beyl⸗ ſtein, ligen)den Namen. Iſt zwar ein raum⸗ liche Landſchafft; hat aber ein hohes Ge⸗ buͤrg um ſich, und auf der einen Seyten den Weſterwald, und die Grafſchafft We⸗ ſterburg. Grentzet ſonſten auch mit dem Bergiſchen, Coͤlniſchen, Witgenſteiniſchen Gebiet, und dem Fuͤrſtenthum Heſſen an der Loͤhn. Drendelborg. Iſt ein altes Staͤttlein in der Herrſchafft J Sconenberg, oder Schoͤnenberg, im Nidern⸗Fuͤrſtenthum Heſſen, an der Dy⸗ mal, uͤber die allhie eine huͤltzerne Bruͤcke ge⸗ het, nahend Wilmersheim, Helmershau⸗ ſen, und Sababurg, bey dem Reinharts Walde gelegen, ſo auch Trendelborch ge⸗ ſchrieben wird, und ein Ampt hat. Iſt an⸗ faͤnglich Dreiderberch, und darnach ein Zeltlang, dieweil, wann einer ein Todſchlag begangen, des Orthes der Todſchlaͤger vor ſeinen Verfolgern, und Blutraͤchern, frey und ſicher geweſen, Freyſtatt genandt wor⸗ den. Kam folgends durch Kauff an Heſſen; Hat es gleichwol Braunſchweig ein Zeit⸗ auch ein ſchoͤn auff etlich tauſend Mann lang inngehabt, auch der Biſchoff von Pa⸗ wolverſehenes Zeughauß darinn ein Kien⸗ derborn eine Gerechtigkeit da pretendire, backen von dem groſſen Wall oder Bott⸗ und ſolches eingenemmen; Iſt aber Anno fiſch, liget, welcher im Jahr 1598. zu Cat⸗ 1465. Schloß und Staͤttlein vom Landg in wick an der See, in Holland, angeſtrandt, Heſſen wider mit Heereskrafft erobert wor⸗ und bekommen worden. den. Es werden in der Drendelburgiſchen An. 1617. gehoͤrte dieſe Reſtdentz Her⸗ Feldmarck, zwey grauſame Loͤcher gezei⸗ ren Wilhelm Ludwigen Graffen zu Naſ⸗ get, deren das groͤſſeſt uͤber 200. Schuhe ſau Catzenelenbogen, geweſten Guberna⸗ torn in Frißland, ꝛc. Die Statt, oder der Thal darunter, Weſt⸗Nord⸗und Oſt⸗ waͤrts umb das Schloß beynahe, rings her gelegen, hat ein huͤpſch, zierlich ausgebaute tieff, und in ſeinem Bezirck einen Raum, gleich der Statt, begreifft. Hat die Form ei⸗ nes Trichters, alſo, daß man biß auf das Waſſer, welches niemahls gegruͤndet werdẽ koͤnne, wiewol nicht ohn Gefahr, hinabſtei⸗ Kirche, darin der Graſſen Begraͤbnuß, gen kan. Dieſe Loͤcher ſind in einem grau⸗ ſamen 40 Beſchreibung der vornembſten Orth ſamen Donnerwetter, und hefftigen Regen/ wunderbarlicher Weiſe entſtanden, und Es faͤnget ſich allhie der Weſterwald an. werden deßwegen die Wolckenbroſt genen⸗ net; wie Dilichius in der Heßiſchen Chro⸗ Embs. nic ſchreibet. Das Schloß an ſich ſelbſten der Graffſchafft Dietz liget auch das iſt gering, und von gar ſchlechten Gebaͤuen; 2 vortreffliche warme Bad zu Embs⸗ hat aber einen ſtarcken, veſten, runden welches ſeiner wunderſamen Kraͤffte und Thurn, und zimliche ſtarcke Mauren; der⸗ Guͤte halber dem Wißbade weit fuͤrgezo⸗ halben es auch zur Grentzveſtung ge⸗ gen wird. Doctor Marſilius Weigelius braucht wird:gegen der Statt iſt es mit ei hat im Jahr 1627. ein ausfuͤhrliche Be⸗ ner Zugbruͤcken uͤber einen trockenen Gra⸗ ſchreibung deſſelben zu Franckfurt, in den durchaus gewoͤlbt, huͤpſch auffbauen laſſen. ben verwahret. Das Stättlein iſt gar ge⸗ ring, und auf die ſchlechte Weſtphaͤliſche manter gebauei: underm Berg aber, an der Diemoll, naͤchſt bey der Brucken, ligt ein wolerbautes ſtatliches Vorwerck. Das hie⸗ her gehoͤriges Ampt belangend, o fleuſt die gedachte Diemoll mitten dardurch. Und ob es zwar ſo weit nicht umfangen, oder von gar vielen Dorffſchafften, ſo iſt es doch von zimlich ſtarcken Einkommen; ſonderlich Frucht Gefaͤllen;und graͤntzet es jenſeit der Diemoll an das Stifft Paderborn, und der Spiegel Gebiet; diſſeits aber an den Rei⸗ charts Walde. Die Dorffſchafften, eines theils, als Langenthal, Deiſſel, Lamerden, Sielen, Eberſchutz, ꝛc. ſeyn auch ſo groß, daß ſie vor Flecken paßiren koͤnnen; wie⸗ wolſie mit dem Brande auch je zuweilen ziemlich beſchaͤdtget worden. Ein Meyl wegs underhalb Trendelburg, an der Die⸗ Druck geben, daraus wir folgendes hieher haben bringen wollen. Und zwar ſo ſagt er im erſten Capitel alſo: Embs das ſehr nutz⸗ bare und beruͤhmte warme Bad iſt auf der Seiten des Weſterwalds, zwiſchen den Staͤttlein Naſſau, und Lanſtein(von je⸗ derm ohngefehr ein Meyl wegs) hart auf dem Waſſer oder Fluß, die Lahn genennet ꝛc. und ohngefehr eine Meyl wegs, oder drey Stunden gangs, von der Statt Coblentz, und drey Stunden von Montabaur, einer Statt auf dem Weſterwald, gelegen. Sonſten iſt es mit Waͤlden, hohen Ber⸗ gen, Steinklippen, und Felſen(darunder Wieſen und Weinberg ſind) umwallet, und umgeben, des Sommers zwar, weil es allenthalben darum gruͤn iſt, luſtig und anmuthig genug; Winterszeit aber, wegen Einſamkeit, mangel an Geſellſchafft, und raͤuhe des Orths, nicht zum luſtigſten. Ge⸗ mol, ligt das Staͤttlein Helmershauſen: gen uͤber ſind, wie obgedacht, feine luſti halb weg aber, zwiſchen Trendelburg, und Matten oder Wieſen euf hes Bads Sgr Helmershauſen, Wilmerſen/ deren von ten aber Weingartsberge. Solches Bad Stockhauſen Wohnung, und underhalb de⸗ ſtehet zum theils denen Herrn Land Grafen ren von Falckenberg Wohnung Herſtelle, zu Heſſen;andern theils aber denen Graffen welches ziemlich veſt, und an der Weſer ge⸗ und Herren zu Naſſau⸗Catzenelenbogen legen; wobey unfern die Diemol, oder Die⸗ zu: Aus welcher Herrſchafften beyderſells mel, auch ihr endſchafft nimmet. hochloͤblichem Anordnen, zween Voͤgte, . oder Pfleger, einer im Heßiſchen, d d Driedorff. letlin im Naſſauiſchen, geſetzt, und beſtellet ſind, . welche den zukommenden Badgaͤſten alle Miedorff ein Graͤfflich Naſſauiſches Staͤttlein, ligt ein Meyl von Haͤger. muügliche und nothwendige Freundſchafft, Mnielan Dene enee R ſchaſte Soll ſeinen Namen haben von 3. Dorffen, Leinenzeug, Kuͤchen⸗Geſchirr, und andern welche daſelbſten bey einander gelegen, zu⸗ ſammen gezogen, und daſſelbe auffgebauet, alſo, daß Driedorff ſo viel als Dreydorff. Soll vor Zeiten groͤſſer geweſen, und ein al⸗ Beduͤrfftigkeiten, thun und leiſten. Hierauf thut er im 2. und 3. Capitel Bericht von Be⸗ ſchaffenheit der Hoͤfe und Haͤuſer, item der Baͤder, und Brunnen darinn, und darum; ter Ort ſeyn, allda vor etlich Jahren Graff u. ſagt, unter anderm, es walle, oder ſprin⸗ Georg der aͤlter zu Naſſau das Schloß und ge das warme Waſſer in dieſen Beuſ an Hauß, ſo am Eck der Stadt ſtehet, repari⸗ einander, und unauſſhoͤrlich, wie man es er⸗ ren, und von neuem, wie auch die Kirch, ſo V leyden kan, nicht zu heiß, oder zu kalt, under den 1 b 2 bar mnennet Malr B ed venda* Coblel don N Jaur Weſtan 37 gale Wäͤde 1 hen „und S Sdarun dag ſun nval Soum S cr, umgrin Wuſiigur Vintets Wer wer Nan G Daft u icht zun f uſſtené oöbgedag reluſt en, auff Sadsẽ berge. 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Ite, dz theils gantz bedeckt, und oben zugewoͤlbt; theils gantz offen, und unter dem freyen Himmel; auch ſolche Baͤ⸗ der allerſeits vtereckicht, und mit Stiegen, oder Traͤplingen auffgemauert ſeyen, da⸗ chlaͤßig friſch mit man nicht muͤſſe gaͤhlingenmit gantzem Leib, ſondern daß man allgemach erſt mit den Beinen, und folgens je laͤnger je tieffer, hinein ſitzen koͤnne oder moͤge. Es iſt denck⸗ V wuͤrdig, daß auch an einem Orth das war⸗ me Waſſer ſchier in der mitten des Fluſſes Lahn, durch das kalte Waſſer, ſtaͤrcker als in einigem Bad, herfuͤr quillet, und brud⸗ let, wird aber, weil allda die Lahn zu tieff, und Waſſerreich iſt, nicht gebrauchet. In des Naſſawiſchen Hauſes innwendigem Hoff ſtehet ein Brunnen, welcher etwas Schwefel, wenig Victrit, Salpeter, und Alaun, in ſich haͤlt; wird von den Einwoh⸗ nern des Bades, vonemlich aber des Dorfs Embs, zum taͤglichen Gebrauch, oder Truuck, vielgeholet und getruncken. In einem Wieſengrund, die Bach hinauff ſte⸗ hetein rechter guter, kuͤhler, oder ſuͤſſer Brunnen, bey welchem offt die Badgaͤſte zuſammen komen, damit ſie bey der Mahl⸗ zeit einen kuͤhlen Trunck(welcher ſonſten an dieſem Orth, wegen waͤrme der Baͤder, und Erdreich, gar ſchwerlich zu bekommen) haben moͤgen. Ein halbe, oder drey viertheil Meyl von dem Bad, hart an dem Waſſer, in einem harten Steinfelſen, iſt noch ein an⸗ derer Bruñ, und ein Arth von einem Saur⸗ brunnen, den aber die Badgaͤſte, wie Ta⸗ f bernæmontanus vermeynet, ſondern den Braubacher, der Saurbronnen, und zwar nicht in dem Bad, ſondern allein uͤber Tiſch, ſonſten a⸗ ber das warme Bad⸗ Bruͤnlein gebrauche, gar nicht, oder Denckhol⸗ welches in des Heßiſchen Bades obern E⸗ cken einer Milchwarm herfuͤr quillet, und nicht alleroings unebents Geſchmacks,von 41 fürzluſtig Gott dem Allmaͤchtigen vñ der Natur, mit b V vielen Kraͤfften begabet iſt, wie der Autor hievon in einem beſondern, nemblich dem 48. und letzten Capitul handelt. Auſſer der gedachten 2. Badhaͤuſern, dem Heßiſchen, und Naſſautſchen, in welchem jeden 2. Baͤ⸗ der ſeyn,iſt noch das fu ſfte Bad, in einem abſonderlichen, als dem dritten Badhauß, fuͤr arme Lenth gebauet, davon der Autor im 4. und von des Bads Mine en, im z. Capilel handelt, als da ſeyn Schweffel, Salpeter, Vitriol und Alaun, darzu dann auch etwas Eyſen kompt. Und ſagt er her⸗ nach im 10. Capitel, von den gemeinen Kraͤfften des Bads, welche dann ſeyn, daß es waͤrmet, truͤcknet, ſtaͤrcket, zertheilet, duͤnn machet, oͤffnet, reiniget, ſaͤubert und heylet: Dañenhero es das Haupt und Hirn waͤrmt, truͤcknet, deſſen kalte Fluͤß ſtaͤrcket, und die zaͤhe Feuchtigkeiten zertheilet, dunn und fluͤßig machet, Verſtopffung darinn offnet, reiniget und ſaͤubert: Deßwegen auch deren Hauptſchmertzen von uͤbriger Feuchtigkeit und Kaͤlte, dem unnatuͤrlichen Schlaff, lethargus, carus und coma ge⸗ nannt, ſo ſonderlich von obbemelten kalten Fluͤſſen und Feuchtigkeiten ruͤhren: Item Schnuppẽ, Schwindel, ſchwerẽ Schwach⸗ deit, gantzen und halben Schlag, Krampff von Außfuͤllung der Nerven, uͤberfluͤßiger Feuchte und Kaͤlte, Zittern, Zipperlen, Unempfindlichkeit, und Entſchlaffung der Glieder, ſtupor genant, Huſt nt, Huſten aus Kaͤl⸗ te, kurtzen Athein, Engbruͤſtigkeit, aller Erkaͤltung mit und o ohne Feuchtigkeit, o⸗ der Fluͤſſen: Den erkalteten, und undau⸗ enden Magen, erkalteter Leber und Miltz, Erkältung der Mutter, und dergleichen, zu Huͤlff kompt: Deßgleichen das obgedachte Bad Bruͤnnlein getruncken, oͤfnet die Ver⸗ ſtopffung, lindert und curiret die anfangen⸗ de Berſtopßfung, und Verhaͤrtung der Le⸗ bern und Mittzes, vertreibet Gelbſucht, und Verſtopffung der Kroͤß⸗ Aederletn, die an⸗ angende welancholiam hypochondria- cam; anfangende Waſſerſucht, reiniget und ſtaͤrcket das Gedaͤrm, purgirt gar ge⸗ lind, heilet das Grimmen oder Colic, ſtil⸗ let den uͤbrigen Fluß der Guͤlden Adern, haͤlt den vorgehenden Afftern zuruͤck, trei⸗ bet Harn, Grieß, Sand und Stein fort, hetlet den Kaltbiß, und ſchwerlich Harnen: Bad unnd Bruͤnnlein ſeynd nuͤtzlich dem F weiſſen 42 weiſſen Fluß der Weiber, und befoͤrdern doch dero naruͤrliche Zeit ſtaͤrcken und rei⸗ nigen die Mutter, und vertreiben die Un⸗ fruchtbarken ſeiſter und erkalteter Weiber und Maͤnner, behalten die vorfallende Mutter an ihrem Orth: Sind in Glied⸗ ſuchten Cheiragra, Podagra, Huͤfftwehe, Contracturen, und dergleichen ſehr dien⸗ lich: Allerley Raͤude, Grind, alte unſaube⸗ re faule Schaͤdentruͤcknet, ſaͤubert, reini⸗ get, und heilet diß Bad: Weichet Kraͤhen dder Atzelnaugen, und andere rophos auff, daß man ſolche ohne ſonderlichen Schmer⸗ tzen ausgraben kan. Erfrorne, und durch Kaͤlte ſchier erſtorbene Glieder bringt es wider zu recht, und ſtillet derſelben Schmer⸗ tzen. Offt geſchicht es auch, daß alte, boͤſe, uͤbelgeheilte Geſchwer in dieſem Bad wi⸗ derumb aufforechen, und werden alsdann dardurch recht aus dem grund geheilet, und curiret. In Summa allen Gebraͤchen der Nerven, weiſen Geäder, Gewerbé, Flachs⸗ Adern, Flemen, und dergleichen Gliedern, von Kaͤlte, und uͤberfluͤßiger kalter Feuch⸗ tigkeit verurſachet, kompt ſolches Bad zu ſtatten, und zu hüͤlff. Diejenige Schwach⸗ ¹ Beſchreibung der vornehmſten Orth Eſchwege. D deſe Nider⸗Heßiſche Fuͤrſtliche Statt JEichviga wird mit ihrem alten Nah⸗ men Eſchenewege genannt, dielleicht von den Eſchenbaͤumen, ſo des Ortys haͤuff g geſtanden. Iſt ein alte und zimliche groſſe Statt an einem ſehr anmuͤthigen Ort, und am Ufer des Schiff⸗ und Fiſchreichen Waſſers Werra gelegen, auf welchem das Krauk, die Wayd genant, ſo das Land Thuͤringen haͤufftg traͤgt, ſampt der Farb daraus gemacht, ein Meyl wegs von Eſch⸗ wege zu Schiff geleden, und nach Muͤn⸗ den, ferners auf der Weſer nach Bremen, und in das gantze Oſtland gefuͤhret wird. Carolus der Groſſe, ſoll Eſchwege entwe⸗ der erbauet, oder mit einer Mauer umb⸗ fangen, und auff S. Cyriaci Berg das Nonnen⸗Cloſter, darin jetzt die Schul iſt, auffgerichtet haben. Hernach als ſie durch die Hungariſche Krieg zerſtoͤhret worden, und zu grund gangen, hat ihr Kayſer Hein⸗ rich der Ander, und der Heilige zugenandt, wider auffgeholffen, ſie mit neuen Gebaͤ⸗ wen vermehret und bereichert. Im Jahr 13871Iſt dieſe Statt, indem Krieg, welchen heiten aber, ſo von hitzigen Urſachen her⸗ ruͤhren, werden zu dieſem Bade nicht gezo⸗ gen:Soſollen auch junge,hitzige, bilioſiſche, vollblutige Leuth, und die mit langwuͤriger Verſtopffung und Erhaͤrtung der Leber uñ Miltzes behafftet ſind, nicht vtel darinnen baden gehen, ſondern an deſſen ſtatt, neben anderer dazu gehoͤrigen Sachen gebrauch, das obbeſagte Badbruͤnnlein zur Cur trin⸗ cken;wie er der Author, dann ſolches in den nachfolgenden Capituln weitlaͤufftig auß⸗ fuͤhret. Wer mehr von dieſes Bades Tu⸗ gend wiſſen will, der leſe D. Greg. Horſtii Obſervat. Medtcin. Wollen allein ans des Dllicht Heßiſchen Chronie noch ver⸗ melden, daß im Jahr 1583. Landgraff eſſen, das untere Bad, oder Hoff ſo der Zeit Herꝛn Landgraff Geor⸗ Wilhelm zu H gen zu Heſſen⸗ Darmſtatt, ꝛc. zugehoͤrig mit vielen bequemlichen Gemachen, den Badenden zum Unterhalt, und Herberg, zurichten, und ſetzen laſſen. Nicht fern vom Embſer Bad ligt der Flecken Toſe⸗ naw, darbey auch vor eklichen Jahren an der Lohn ein Sauerbrunn ſich herfuͤr gethan. des Ertzbiſchoff zu Mayntz, mit dem Land⸗ graffen gefuͤhrt, an Heſſen kommen: Und hat Anno 1581. Landgraff Wilhelm in Heſſen das Fuͤrſtliche Hauß allhie auffs herelichſte, mit praͤchtigen Gebaͤuen, er⸗ neuren, und Landgraff Moritz Anno 95. mit kunſtreichem Mahlwerck zieren laſſen. Die Kirch zum H. Geiſt ward Anno 1433. geſtifftet. Hat ein feine Pfarꝛkirch in der al⸗ ten Statt;zund in der Neuſtatt iſt St. Ca⸗ thartnaͤ Kirch; der Spital aber in dem Au⸗ guſtiner Cloſter. Hat auch ein feines Rath⸗ hauß, Weinkeller, und Kauffhauß. Die Muͤhl bey dem Schloß hak zehen Gaͤng; und der hohe Thurn zu S. Niclaus iſt An. 1455. auffgefuͤhrt; und die ſteinerne Bruͤck nechſt bey der Statt. A. 1§36. die aber nechſt beym H.Geiſt A. 1544. Wie auch A. 1578. und go. das Hochzeit Hauß, und der Keller darunter; Item An. 1596. der neue Gaſt⸗ hoff, und im Jahr 98. die Apotheck erba⸗ wetworden. Anno 1558. hat man einen Stollen, etlich hundert Ruthen lang, durch einen Berg geführet, ein Bronnenwoſſer aus dem Kroͤtenpful, zu Erhaltung eines in Fruers Gefahr noͤthigen Teichs, dardurch zu leytẽ. Dañ es im 1555. Jar zuvoi⸗ſ9uhen * —— e1EM A n 5 fss Ki ii —.„* —--= re. —— S E e. N 5 Seee A ☛ 4☛ό 422 4 K P L X SW EET 7 5 ff d— B 4 ½ f berg. K K i X N =KNASadd SSGAKoh 1 4eIrRuuht e KK i 3—* 1 4 ₰ — — ſeh, nit 8 ſtſtoan; (icgevon 1 i bniet. ceGe dag un träthene in qunen mdblien anh riehe dälchr de tonnde h Schldehe ſerufini 4 90 de dyſtgenen (enihr dſ unm Kgeichc. in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. lich aber Anno 1499. den groſſen Holwigs⸗ das Pavillon genennet, o in ſorm eines vier⸗ brant allhie gehabt. Hat auchin den Jaho eckichten Zeits iſt, und daher den Nahmen ren 1559.93. und 1594- allda gebronnen. hat. Worinnen auch ein ſchoͤn raumlicher Auno 1598.iſt der Gottes⸗Acker vor dem Saal und etliche Gemaͤcher. Man kan neuen Thor erwettert, und mit einem Bau von dieſem Schloß uͤbers Waſſer, in die E⸗ gezteret worden. Anno 1596. iſt allhie ein bene, und vollends an die Weingaͤrten, un⸗ Straſſen⸗Raͤuber, welcher, auſſerhalb ſei⸗ term hohen Meinhardsberge, gegen dem ner unzahldahren Dieberey, 55. Mord⸗ Eiſchfelde an der Graͤntze gelegẽ/ das Hauß thaten begangen, hingerichtet worden. Di⸗ V Griefſtein uñ dz beruffene Cloſter Gehüil⸗ lich, in Chron. Haſſiæ. Ens in delic. fensberg/ ſehen. Und hilfft das Ausſehen apodem. per Germaniam, pag. 221.&c. vermehren, der zuſammenfluß des oberhalb An. 1375. zog Hertzog Otto von Braun, der Statt zertheilten Werra⸗ſtrohms, wie ſchweiz, Ott der Boͤß genandt, vor auch das Geſichte auff die Schlacht, und Eſchwege auff judica, ward aber wundere Vachte, wordurch die groſſen ſchweren barlicher Weiß abgetrieben, daher viel Jahr Schiffhinauf gewunden, und darnach auf auff Judica ein Bettag gehalten worden, der Schlacht außgeladen werden. Hinterm wie J. Beccherer in Thuͤring. Chronick. Schloß hinumb, ligt ein groſſer weit umb⸗ pag. 353. erzehlet. In dem jetzigen Teut⸗ fangener Luſt⸗und Baumgarten, alles mit ſchen Krieg iſt dieſe Stadt viel innen wor⸗ einer hohen Mauren umbfaſſet; inwendig den, mit ihrem Schadeu. Im Jahr 1632. aber mit ſchoͤnen ſteinern gehauenen Bil⸗ iſt ſie vom Kayſerl. General Pappenheim dern, Springbrünnen, Gaͤngen und Huͤt⸗ eingenommen worden, wie Meteranus lib. 49. berichtet. Als An. 1640. der Schwe⸗ ten, gezieret: und iſt ein uͤberauß trefflich Vorraty an allerhand herꝛlichen Seficher diſche General Johann Banner zu Creutz⸗ men und Gaͤrten⸗Gewaͤchſen, allda. Zuo⸗ berg, und dort herumb, alles wol aufße⸗ zehret hatte, nahm er im Eingang des al⸗ berſt am Ende des Baumgartens, ligen auff jeder Ecken, ſehr luſtig, erhabene und ten Junit, den Weg hieher auff Eſchwege, gedeckte Rundelen, undoberhalb dem hohen und bliebe daſelbſten ſo lang ſtill ligen, biß auch nichts mehr zu bekommen war. In welcher Zeit eine Stimme 2. Nachte nach einander, umb den 10. 20. Julii, von den Schildwachten gehoͤret worden, dte laut geruſſen, Fort, Fort, Banner, Fort, nun iſt es Zeit. Tom. 4. Theatr. Europ. fol. 384. 392. feq. Das Schloß an ſich ſelb⸗ ſten iſt gantz von Steinen ziemblich hoch, aber nicht gar weitlaͤuffig. Gegen Nord⸗ weſten, und Nord⸗Oſten, iſt es zugebauet; hat gleichwol ſchoͤne Gemaͤcher und Saͤl, und zwar die menge, auch unten zur Hauß⸗ haltung alle gehoͤrige Bequemlichkeiten, und Zimmer. Es waren vor der groſſen Verwuͤſtung des Jahrs 1637. ſo viel ſchoͤ⸗ ne kunſteeiche Gemaͤhlde, in ſolcher Menge beyſammen, die in andern Fuͤrſtlichen Haͤuſern nicht zu finden, die aber damahln, von den Kriegs⸗Leuten mehrentheils ent⸗ frembdet worden ſeyn. Gegen Sudweſt, und Sudoſt, iſt es oſſen, doch der Hof mit einer hohen Mauren, auff welcher, der Laͤnge nach, ſchoͤne luſtige Altanen ſeyn, verwahret. Im Sudeck, zwiſchen beyden Altanen, iſt ein hohes viereckichtes Gebaͤu, gaͤhen Ufer der Werra, ein gantz ſteine Luſt⸗und Gartenhauß. Das Wbaff in den Springbrunnen wird durch ſonderliche Kunſt, aus der Werra, den Berg hinauff, auff einen Thurn, neben dem Schloß, an einem Stadt⸗Thor gelegen, gefuͤhret; von dannen es in Teuchlen, wieder zu ſolchem Springbrunnen herab faͤlt. Dee Stadt (ſo der Stadt Caſſel, im Umbkretß gleich ſeyn ſolle) war vorhin von herꝛlichen Ge⸗ baͤuen, und ſchoͤnen, ſtracken und breiten, reinlichen Gaſſen, darinn ein Baͤchlein durch und durch leufft, inſonderheit war da ein ſchoͤnes gantz ſteinernes langes Rathhauß, und anſehenlicher Marckt⸗ platz;deßgleichen ein mehrertheils auch von Stein gebautes Hochzeit⸗Hauß, darinnen ein viereckichter Hoſſ der ſchoͤnen Kirchen, und Cloͤſter, zugeſchweigen, deren es 4. in dieſer Stadt hatte, als zu St. Dionyſii und Catharina, ſo Pfarꝛkirchen; und zu St. Auguſtin und Cyriaco, ſo Cloͤſter. Es hat auch bey dem Cloſter St. Auguſtini, in dem Hoſpital, ein ſehr ſchoͤne hoße Kirchen gehabt Aber es iſt alles in obgemeltem 1637. Jahr, in den Grund abgebrant wor⸗ F 2 den, 44 Beſchreivung der vornehmſten Orth den, das von tauſend Feuerſtaͤtten, und vorgedachten ſtattlichen Kirchen, und Stadtgebaͤuen, mehr nicht ubrig ſtehen blieben, als die Kirche zu S. Catharinen, und auff dem Berge, ſo in der Stadt ligt, das Cloſter Cyriaci, welches zur Schu⸗ len gebrauchet wird; Item, das Hochzeit⸗ hauß, und ſonſt noch etlich wenige Haͤuſer, hier und dar, in der Stadt. Der ſchoͤne Thurn zu S. MNiclas iſt auch biß auff den unterſten Umbgang herunter gebrannt, und die ſchoͤne Glocken zerſchmoltzen; und iſt ſonderlich groſſer Schade vor die ſchoͤ⸗ ne gezierte Kirchen zu S. Dionyſio gewe⸗ ſen. Jenſeit der Brucken,(ſo gantz von Steinen, und daruͤber eine ſtarcke Land⸗ ſtraß gehet, ſolche aber, umb des under⸗ ſchiedenen Fluſſes des Werraſtrohms wil⸗ len, in 2. oder faſt 3. Theile getheilet iſt)lie get eine Vorſtatt, mit etlichen Lohe⸗und andern Muͤhlen; welche ſtehen blieben, und wunderlich erhalten worden ſeyn; die ſchoͤne, herꝛliche Muͤhl aber in der Stadt, von eylff Mahlgaͤngen; und die Waſſer⸗Kunſt, ſo alle zu naͤchſt unterm theils zwiſchen dem ſtarcken Fluß Werra, und dem ſehr hohen Berg Meißner, gele⸗ gnen Ampt, waͤchſet auch viel ſtattliche Frucht, und ſein die Unterthanen mehrer⸗ theils Fuhrleuth, welche von einer groſſen Stadt, zur andern fahren, Wein und al⸗ lerhand Waaren, ins Land; dagegen das Saltz haͤuffig hinaus fuͤhren. In dieſer Ge⸗ gend ligt auch dz alte Cloſter Germeroda, ſo aber nicht erbauet. Zu naͤchſt an dieſem Ort iſt vorermelter hoher Berg Meißner gelegenz welcher vor den allerhoͤchſten, und groͤſten, im gantzen Lande, gehalten wird. Iſt wohl zu ſehen, erſtlich wegen ſeiner Hoͤ⸗ de, und trefflichen Proſpeets; darauffman nicht allein das gantze Nieder⸗Fuͤrſten⸗ thum Heſſeu; ſondern auch das Thuͤrin⸗ giſche, Eiſchfeldiſch, unnd mehrertheils Braunſchweigiſche; wie auch Ober⸗Heſ⸗ ſen, und biß in das hohe Waldeckiſche, und Coͤllniſche Gebärge, und hinauff ins Stifft Fulda und Francken, ſehen kan. Dieſer Berg iſt als eine ſehr ſtattliche Wildbahne geweſen, aber, auff Bitt der Unterthanen, denen das Wildpraͤt uͤbermaͤßigen ſchaden Schloſſe gelegen, ſeyn auch eingeaͤſchert gethan, veroͤſet worden: doch gibt es daran worden. Zu verwundern iſt es, daß das noch vlel Reher, zuweilen wilde Schwei⸗ Feuer nicht auch das Schloß, das hoch ne, dabevor auch Baͤren. Oben auff dem voll mit Stroh geweſen, ergriffen hat. Es Berge hat es einen Raum, faſt dreyviertel hat ſonſt dieſe Stadt einen uͤberauß treffli⸗ Meyl wegs lang, und viel tauſend Acker chen Frucht⸗ und den beſten Weinwachs, breit Wieſen, auf welchem ſchoͤnes Graß, welcher auch, in guten Jahren, den Fran⸗ ſo faſt einen Menſchen bedecket, waͤchſt, cken⸗ und theils Rheiniſchen Wein uͤber⸗ und daher, in Friedens⸗Zeiten, an dieſem trifft; Item, ein ſehr ſtattliche Gewerb⸗Berge, eine treffliche Viehezucht iſt. So ſchafft. Sie ligt in einem gantz weiten wachſen auch allerhand ſtattliche Kraͤuter, Felde, maſſen es nicht allein allhier, ſon⸗ an dieſem Berge, in den Gebuͤſchen, zur dern faſt am gantzen Werraſtrohm, wenlg Artzney, als auch im Luſtgarten, dienli⸗ Gehoͤltze, ſonderlich hohe Waͤlde gibt, chen, deren theils von den Alten, Andere wegen des Saltzwercks zu Allendorff in aber noch nicht beſchrieben ſeyu. Oben vff Soden, dahin das Holtz gebraucht wird. Das Ampt Eſchwege iſt eines der groͤſten im Lande, in etlich und zwantzig Dorff⸗ ſchafften beſtehend, ſo ſeinen abſonderlichen Nahmen Bieſſtein hat, wegen eines alten Schloſſes dieſes Nahmens, ſo darinn am dieſem Berge hat es auch ſtattliche Brun⸗ nen, und Quellen; welche mit groſſem Ge⸗ raͤuſch, durch die vielen Steinklippen, hin⸗ ab fallen: in den Gruͤnden aber werden da⸗ rinnen ſtattliche Forellen gefunden, als ſon⸗ derlich die Vierbach, die Kupfferbach, Rie⸗ Kupfferbach, auf einem hohen ſcharpffen derbach,(welche ſich in die Wohra ergieſ⸗ und gaͤhen Felſen gelegen, unnd welches ſen,) und Linderbach, ſo ſich hernach mit Hauß und Ampt, Bielſtein/ dabevor der Gelſter emnſehen arlehahent eine ſonderliche Graffſchaft, und Ve⸗ ob ſie zwar nicht unter die Stroͤme zu rech⸗ ſtung geweſen, dagegen uͤber, Jenſeit der nen, iſt ſie doch nicht zu vergeſſen. Sie Werra, das Schloß Furſtenſtein, den entſpringt im Ampt Liechtenau, beym Dieden zuſtaͤndig, ligt. In dieſem nehxens Dorff Rommeroda, am Hirſchberge, ge⸗ gen —j——— igen Sdeleauie gabe s rlk t gegenſet dueſtaret Er ſibei ſatthc bergablim einſchete bec,wot Fführente e Kn Shwefän duda. lhwn duhne. pubege dergene npfag ius 8 dacbern. nwra ch, un raheag dledl K ber⸗ kehede a ch emeit ange, 1 ſoen. rſantig S ide Bitde rartza tüberm aa ſch den doc eede weilen Sch aren. 17 Cauft Naun,(Fohtr ind viel and elchem s G. henbede da vit ens⸗e randi eVice miſt. ndſtatt Tfrir den G Khen, 1 du 12u d nden. A jebent adin dlchen S ſe en Stei per in Heſſen und den benachbarten Landen. gen dem Meißner uͤber gelegen. Unnd weil dieſer Meißner unten ſo weit umb ſich greifft, und viel Vorgebuͤrgs hat, muß die beſagte Wohra umb ihn, biß auff ein vier⸗ ten theil nahe herumb lauffen, ehe Er in die Werrafaͤllet, welches eine halbe Meyl un⸗ ter Eſchwege, bey dem Dorff Niedern Hohna geſchiehet. Umb ſolches wunder⸗ baren weiten Umbfluſſes willen, verurſa⸗ chet dieſe Wohra, auff jener Seiten, ein u⸗ beraus groſſes weites Thal, welches faſt den halben theil Landes, zwiſchen der Wer⸗ ra und Fulda, in ſich zeucht, darinnen das Ampt Sontra, dabey mehrentheils die in ſelbigen Orths Beſchreibung gedachten Edelleuts⸗Gerichte; theils Ambts Span⸗ genberg; die Statt Waldrapell, und die meiſten Doͤrfflein des Ambts Liechtenau, gelegen ſeyn. Und hat ermelter Fluß viel an⸗ dere ſtarcke Fiſchreiche Baͤche inſich fallen; Er ſelber auch gübt allerhand Gattung ſtattlicher Fiſche. Ferners, hat es auch o⸗ berhalb vorermeltem Cloſter Germeroda, ein ſehr tieffes wohlerbautes Kolen⸗Berg⸗ b werck, welche Steinkohlen ins Saltzwerck ſt gefuͤhret, und darzn verbraucht werden. Dieſe Kohlen fuͤhren einen ſonderlichen Schwefel mit ſich, doch kan man darbey ſchmieden, ſo bey andern Steinkolen nicht zuthun ſtehet; Von dem Schwefel aber, durch welchen die Natur die Steinkohlen zuwegen bringef, hat ſich, vor Jahren, der Berg entzuͤndet, daß man das Feuer, und Dampff oberhalb den Stollen, noch heu⸗ tiges Tages, ſehen kan, ſonderlich, wann eine Veraͤnderung des Wetters vorhan⸗ den, reucht man dieſen greulichen Brand noch gar eben; man ſiehet auch, zwiſchen el⸗ nem Wacken⸗Felſen, deren es viel hat, et⸗ nen Dunſt, oder duͤnnen Rauch, auffſtei⸗ gen. Bey dem Hauß Bielſtein, hat es auch Kupffer⸗Bergwercke, dahero der daſelbſt voruͤber flieſſende Bach, den Na⸗ men hat. 15. Felsberg/ oder Feltzburg. ISt auch ein Fuͤrſtlich Heßiſch Staͤtt⸗ lein, im Niedern Fuͤrſtenthumb, in ei⸗ ner luſtigen Gegend, nicht fern von der Eder, unter einem Felſen, vnnd alten Schloß, welches noch umbs Jahr 1500. im Bau gehalten worden, gelegen. Das Schloß ligt auff einem hohen ſcharpffen 45 Felſen, wird daher Felſperg genannt, und iſt weyland Land⸗Graff Philippus Ma- gnantmus daſelbſt gebohren, und ſeyt der Zeit nicht mehr bewohnet worden, weilen damals Fuͤrſtlicher Haͤuſſer genug: unnd uͤbrig geweſen, im Lande: das Gemaͤuer aber, wie auch etzlich Eingebaͤu, welches alles ſehr ſtarck, ſtehet noch; wie auch der ſehr hoch ſpitzige gantz ſteinerne Thurn da⸗ ſelbſt. Unten am Felſen, in der Ebene, ligt das Staͤttlein, ſo an ſich ſelbſt nicht groß, doch fein umbmauert, und ziemlich er⸗ bauet geweſen; aber auch Anno 1640. in dem allgemeinen Brande(im Lande) zur helffte, ſampt der Kirchen, mit auffgangen. In dieſer Statt hat die Teutſche Comp⸗ turey zu Marpurg, einen freyen Burgſitz, und Hoff, und iſt ferners, etwa ein paar Canonſchuͤß, biß an den Sderſtrohm, ein ſehr ſchoͤnes anmuͤthiges plattes Feld. Eine otertel Stunde oberhalb Felſperg an der E⸗ der, ligt, auch auf einem ſolchen ſcharpffen Felſen, das Adeliche Schloß, die Alten⸗ urg genant, denen von Boyneburg zu⸗ aͤndig, welches mit feinen Gemaͤchern, ſtarcken Mauren, unnd einem hohen Thurn, wol erbauet geweſen; aber in dem gedachten unſeeligen Brande auch mit zer⸗ ſtoͤret worden. Gleich gegen dieſem Hauſe uͤber, flieſſen die Schwalm und Eder zu⸗ ſammen, ſo luſtig anzuſehen. Unten am Felſen liget eine ſtattliche nutzbare Muͤhle an der Eder, dabey auch eine huͤltzerne Fahr⸗ bruͤcken, woruͤber in Friedens⸗Zeit, und eher ſie das Waſſer verderbt, eine geuge Landſtraſſen geweſen. Das Ampt Felſperg beſtehet etwa in 16. oder 17. Doͤrffern, unnd iſt uͤberauß lu⸗ ſtig, und nutzbar, theils wegen des vielen herꝛlichen Fruchtwachs, als auch des ſtatt⸗ lichen Salmenfangs in der Eder, welche das Ampt mitten durchſchneidet, und end⸗ lich wegen der luſtigen Wildbahne. Die⸗ ſes Ampt ligt rings umb zwiſchen andern Fuͤrſtlichen Heßiſchen Aempternz iſt meh⸗ rentheils eben, ſonderlich an der Eder hin⸗ auffwarts, gegen Fritzlar, allda es etzli⸗ che groſſe ebne Waͤlde, die Elbiſche Hoͤl⸗ tzer genant, hat, deren ſonſt faſt wenig, o⸗ der gar keine im Lande zu ſehen. Umb die⸗ ſe Gehoͤltze ſeind ſonderlich die allerſchoͤn⸗ ſten Fruchtbare weite Felder; jenſeit der F 3 Eder 46 Beſchreibung der Eder aber, nach Milſungen, und Hom⸗ berg zu, iſts Bergig, unnd daſelbſt die Wildbahnen, welche der Quiller, Beur⸗ holtz, und Harlerverg genannt werden, zwiſchen welchen, gegen der Stadt Fel⸗ ſperg, auff einem ſehr hohen ſpitzigen Ber⸗ ge, von deme man ferne umb ſich ſehen kan, das alte Hauß Heyligenberg liget, ſo da⸗ bevor ein Raubſchloß geweſen, und her⸗ nach von den Geiſtlichen eingenommen; welche aber endlich, wegen ihrer Unzucht, von dannen getrieben, und das Hauß zer⸗ ſtoͤret worden. Unten an dieſem Berge, vornembſten Orth Franckenberg. εSt ein Fuͤrſtliche und Grentz⸗ Stadt des Landes Heſſen, gegen Weſtphalen, an der Eder, und drey Meylen von Mar⸗ purg gelegen; davon weyland Weygand Gerſtenberger, ſonſten Buͤddenbender, o⸗ der Vietor, genannt, ſo den 27. Auguſtt, Anno 1522. im 65. Jahr ſeines Alters ge⸗ ſtorben, eine Chronick, und Zeitbuch ge⸗ macht hat, ſo im Jahr 1619. zu Heydelberg in fol. gedruckt worden iſt; aus welcher wir folgenden kurtzen Bericht hieher ha⸗ auff einem abſonderlichen Huͤgel, vor dem ben ſetzen wollen. Vom erſten iſt Frau⸗ Qulller, ligt das Cloſter Carthaus/ d welches von Landgꝛaf Ludwigen den Orit⸗ ten, mit Außtreibung der Nonnen, re⸗ formirt, und vom Landgraff Moritzen, gleich andern, ſehr artig erneuert, und mit vielen ſtattlichen Gemaͤchern dreymahl uͤ⸗ bereinander verſehen worden. Hat auch ſei⸗ ne nottuͤrfftige Stallungen und Scheu⸗ ren, alle von Stein auffgefuͤhret, daß man mit der gantzen Fuͤrſtlichen Hoffhaltung wohl daſelbſt accommodirt ſeyn koͤnnen. Und iſt ſonderlich an dieſem Orth das ſchoͤneſte natuͤrlichſte Außſehen im gantzen Lande. Dann hinder ſich und auff beyden Seyten, hatts das Gebuͤrge und Waͤlde, vorwarts aber, gegen Suden biß in Nord⸗ weſten, iſt das Geſicht gantz oſſen, in ein ſehr weites offenes Thal, wordurch die E⸗ der mitten fleuſt. Da ſtehet man dann in die ferne, nacheinander, die Haͤuſer unnd Staͤdte, Felſperg, Altenburgk, Borcken, Landsburg, Lowenſtein, Fritzlar, Wil⸗ dungen, Waldeck, Gudenſpeꝛg, Numberg, Weydelſperg, Falckſtein, Schauenberg, und uͤber hundert Doͤrffer; hernach in das hohe Gebuͤrg des Kellers, und der Graff⸗ ſchafft Waldeck. Unter dieſem Cloſter, in der Ebene, ligen etzliche darzu gehoͤrtge Hoͤ⸗ fe, ſonderlich der Hoff Weymenhauſen, daꝛinnen auch ein feines Ampt⸗oder Wohn⸗ hauß, neben einem ſtattlichen Vorwerck. So ſchoͤn und luſtig aber dieſer Orth an ſich ſelbſt, und dem Gebaͤu nach, gewe⸗ ſen, ſo elendig iſt Er, in dickermeltem Brande, An. 1640. neben den Hoͤfen, und faſt allen den vorerzehlten Schloͤſſern, Staͤtten und Doͤrffern, eingeaͤſchert wor⸗ den, daß man nun da, an ſtatt der Freude, eytel Jammer ſiehet. ckenberg gebanet worden. An. Chriſti 520. vom Koͤnig Diederichen von Franckreich, davon folgende Vers vorhanden: Hanc quingenteno viceno condidit anno Franconebergk urbem Francorum Rex Theodricus. Sie ſoll Franckreichiſch geweſen ſeyn bey 200.Jahr. Darnach hat ſie gehoͤret in das Hertzogthumb zu Doͤringen und Heſſen, das ſtund auch beynahe 200. Jahr. Dar⸗ nach kam ſie mit dem gantzen Land an das Roͤmiſch Reich; das ſtund bey 118. Jah⸗ ren. Darnach gehoͤrte ſie in die Grafſſchaßft und in die Marck zu Heſſen; das ſtund bey 90. Jahr. Darnach kam ſie, und gehoͤrte in das Fürſtenthumb, und in die Herr⸗ ſchafft zu Heſſen, das ſtund bey 121. Jahr. Darnach kam ſie in die Land⸗Graſſſchafft zu Heſſen. Obgedachter Koͤnig Diederich hat mit ſeinem Schwager Koͤnig Herman⸗ fried in Doͤringen und in Heſſen gekrieget, uñ nachdem dieſer zu Schiedingen erſtoche ward, kame das Land umbs Jahr Chriſtt 520. an beſagten Koͤnig Diederichen; Und da die altẽ Saſſen(Sachſen) groſſen Scha⸗ den thaͤten in Heſſen, aus ihrem Schloß Saſſenberg, das auf die Zeit ein feſtes gut Schloß war: ſo ſchlug gemelter Koͤnig Di⸗ derich von Francreich eine Kemmenaten auf einen Berg ihnen entgegen, und nannte die nach des Koͤnigreichs Name Francken⸗ berg;ſo in dem gedachten Jahr 520. geſcha⸗ he; und wurde folgends von hier auß wi⸗ der die Saſſen geſtritten,(wie deſſen anch gedencket Quadus in deliciis Ger. p. 28.) Und von dieſer Zeit an iſt Franckenberg am Heydniſchen Glauben geweſen 200.Jahr, biß auff S. Bonifacium, da die Francken⸗ berger ———OQ—————:— Einnſir ctite dr zemehte gkeeimaun (hmabdin. dühr aſte Nüien, t gaheün ttdi er. ßſehſen. Narunſthe W Sorſer dhranche Jaß aln fthigrdi Pennc. liem laai Umerhin. dehaſ he trena Vareje SWh Pols, zn ſn f G 3 b fichichgg Jfa ahatſe em jDärunge an hf⸗ hnahe 2oc St d ein gantet dan das ſtund 1189 örteſteint Wuſſc deHeſtn eud achkunſiſ ꝛu gti unnb, unſ aie as ſtundſ G 1 die Lan N afſc⸗ achter R’ Kaſdei 1 wwagerc nheane und in Settir du Schiet gicfi und und Frdi znig Oi Trſen vatſa aene. n, aus aa E fdie 9 rz ſt g geme on ich einc Zua⸗ nentgeg wrd eichsM* ten Io 0³, 4* 7 ran tten, eſt delicl—+ h. nilß ꝛe ute mn gewe 200⸗ 1 um,t ⸗ in Heſſen und den benachbarten Landen. 47 berger zum Chriſtenthumb gebracht, und Mit der Zeit bekam das Land Graf Ludwig den Abgott Hammon zerſtoͤhret hat. Und mit dem Bart, vom Kgyſer Conraden dmn zur ſelben Zeit bekamen die Doͤringer und Andern, auß Vorbitt ſeiner Gemahlin, der Heſſe von dem Koͤnig in Franckreich einen Kayſerin Gyſela, weicher dieſe, Ludwi Vitzthum, nemlich Gꝛaf udwigv. Stauf⸗ verwandt, und des Stam̃s und Linien de fen, den das Volck den Herꝛn mit dem Bart erſten Vitztumbs in Doͤringen, zu S. Bo⸗ nante, darum daß er ſeinen Bart nicht ſche⸗ nifaciZeitẽ, genant Ludwig mit dem Bart, ren lieſſe: Und weil er Land⸗Richter gewe⸗ war. Und man hieß ihn auch Landgraffen. ſen, ſo ward er darumb der Land Graff ge⸗ Und iſt alſo die Statt Franckenberg Zwey⸗ nant. Es machte aber hernach der Koͤnig in Herrig worden, nemblich des Roͤmiſchen Franckreich auch einen Nefen an ſeine Hof, Reichs, und des Graffen mit dem Bart, ſo genandt Ludwig, zum Hertzogenuͤber Dö⸗ der Ander dieſes Namens, aber doch insge⸗ ringen und Heſſen. Zu den Zeiten Kayſer mein der Erſte geheiſſen ward, und geſtor⸗ Carls des Groſſen, der ſonderliche Gunſt ben iſt, A. 1050. Deſſen eꝛſten Sohn Ludwig und Liebe zu Franckenberg truge, ward dieſe ein Graffin Doͤringen und Heſſen, an ſeis Stadt gegen das Waſſer die Eder, und die nes Vattern ſtatt; Der fuͤnffie Sohn Otto Heyde, erweitert, und an ſtatt 3. Thor,5. aber Marggraff zu Heſſen ward, und An. Pforten gemacht, und mit 25. Thuͤrnen be⸗ 1065. ein Schloß an der Lohne bauete, uñ es feſtiget; wie der Antor hiervon, ſo dann von Marckburg nante. Und alſo kam die Stadt dem Schloß, Gaſſen, und Brunnen dieſer Frauckenderg in die Marck zu Heſſen. Nach Statt, zuſeiner Zeit, weitlaͤuffig k. 11. ſeq. Ch. Geb. 1 125. machte K. Lotharlus, Graf ſchreibet. Nachdem gemelter Kayſer Carl Ludwigẽ den 3 zu einem LandsFuͤrſten, uñ den Franckenbergern viel Freyheit geben, hat er im Jahr 8 10. ihr alte Kirchen grund⸗ Fuͤrſtenthumen. lichen abbrechen, und ein beſſere an die ſtatt bauen laſſen, in die Ehr unſer L. Frauen S. Marien, mit groſſem Roͤmiſ. Ablaß, und Gnade; Und darumn heiſt es das Ablaß, und nicht di Kirchmeſſe. Und Kayſer Carolus gab Freyheit zum Ablaß, nemlich 9. Tage: ihren Handwercken und Zuͤnfften. Darum ſo leutet man die Freyheit ein auff den Sonnabend zu Mittag, und leutet ſie wider aus auf den Montag nach demletzken Ablaß, auch zu Miktag. Und forters be⸗ ſtaͤttigte der Kayſer die alten Kirchmeſſen, und Patronen Tag, als S. Michaelis, S. etri uñ S. Martini: Dieſelbigen 3. Tage ſollen auch freyſeyn, und bleiben zu ewigen Zeiten. Er begabt ingleichem die Statt mit dem Halß Gericht, und der Müntz, und gab thr ein neues Wappen, nemlich ein guͤl⸗ dene Burck, und Pforten in einem blauen Feld: Wiewol die Statt ſich auch des alten Inſigels, nemlich des guͤldenen Buchſta⸗ bens F. mit einer guͤldenen Cronen in einem blauen Feld, zu einem Secret gebrauchet; und andere ſchoͤne und herꝛliche Privilegla mehr. Und bekam ſie vom Kayſer Conra⸗ do l. Hertzogen in Doͤringen uñ Heſſen her⸗ nach noch weitere, und ſiegelte die Statt mit rothem Wax. Als dieſer Kayſer Curt geſtorben, fiel Doringen und Heſſen an das Reich, weil er keine Leibs⸗Erben verlaſſen. die 2. Land Doͤringen und Heſſen zu zweyẽ nd alſo kam die Stadt Franckenberg in dz Fuͤrſtenthum zu Heſſen. Dieſer erſte Fuͤrſt, Landgraff Ludwig, gab der Statt ein neu Secret, dz war der bunde Loͤw ſond Cꝛonen, in einẽ dreyecket? Schild. Alſobraucht die Statt des MlüeneSerrie an nter Landgraff Ludwigẽ den 4. der leichtſinnig, milt, und ein Jaͤger war, ward das Land zu Heſſen ſo klein, dz es ein Herꝛſchafft genant ward. Alſo kam die Stadt Franckenberg in die Herꝛſchafft von. Heſſen. Aber Landgraff Ludwig der 6. St. Eliſabethen Herꝛ und Haußwirth, brachte viel wider zum Lande, und ſchrieb ſich wiederum einen Fuͤrſten zu Heſſen. Sein Bruder Heinꝛich ward mitder Zeit Herꝛ im Lande, und ſchrieb ſich Land⸗ grafen zu Doͤringen, Fuͤrſten zu Heſſen, und Pfaltzgrafen zu Sachſen; ward auch zum Roͤm. Koͤnig erwoͤhlet, und gab der Stadt Franckenberg ſtattliche Gn. Aber nach ſei⸗ nem Todte gieng es uͤbel her in Heſſen, wei⸗ len ſein Mannlicher Stamm außgeſtorben, und vergangen. Und Marggraff Heinrich von Meiſſen, der Landgraffen Ludwigs, und Koͤn. Heinrichs einthalber Schweſter Sohn war, und Hertzog Heinrich aus Braband, des Landgraffen Ludwigs, und S. Eliſabethen Tochter Sophien zweyter Sohn, ſich um Doͤringen und Heſſen Jzaud, en, 48 Beſchreibung der rich von Braband gab der Statt Francken⸗ beeg ein neues Secret nemblich den bund⸗ ren Loͤwen mit einer guͤlden Cronen, hald aus einem Berg ſpringende. Alſo hat dte Statt drey Inſigel. Und dieſes letzte in dem blauen Felde gehoͤrt dem Rath allein zu; Das groſſe aber mit der guͤlden Burg,hat der Rath, und Gemeine, mit einanderund das guͤlden F. mit der Cronen in dem blauen Felde gehoͤrt allein der Gemein zu. A. 1286. ward das Muͤnſter oder die ſchoͤne Pfarꝛ⸗ kirch alhie zu bauen angefangen, uñ die alte Kirch, ſo Carolus Maguus gebauet hatte, abgebrochen. Und dieſes iſt die dritte Kir⸗ chen: Darumb pflegt man auch die Frey⸗ heit mit 3. Pantren auszuſtecken. Im Jahr 1288. ward der groſſe Teich vorm Fran⸗ ckenberg gemacht, auch S. Eliſabeth Spi⸗ tal auff der Eddern gebauet, und bekam die Statt ein Privilegium uͤber Erbſchafft. A. 1315. ward Maͤyntz und Heſſen mit einan⸗ der uneins, und litte Franckenberg daruͤber viel Schaden. Auff daß nun die Fehde ge⸗ richtet wuͤrde, ſo truge Maͤyntz Landgraff Otto dieſe Statt Franckenberg und Gruͤn⸗ berg auf, und empfieng ſie wiederumb zu Lehe. Es ward aber dald bernach wider Un⸗ fried, geſchahe auch A. 1328. die Schlacht bey Wetzlar zwiſchen Maͤyntz, und Heſſen. Unnd in dieſem Streit nahmen die von Franckenberg unmaͤßlichen groſſen Scha⸗ den an Todten, an Gefangenen, an Har⸗ niſch und an Pferdten. Dann ſie mit groſ⸗ ſer Macht da waren. Und dieſes geſchahe auff S. Laurentius Tag. In dieſer Zett verſatzte der Landgraff dem Grafen von Waldecken die Statt Franckenberg, und lieſſethm Huldigung thun. Aber An. 1330. loͤſfete der Landgraff Schloß und Statt wi⸗ derzund lieſſe Er An. 1336. den Heyn unter dem Schloß abhauen, und die Neweſtatt bauen, auf daß der Hauffe der Buͤrger de⸗ ſto groͤſſer wuͤrde. Er gab ihnen auch zwey Inſigill, und ließ ihnen zu, einen eigenen Rath zu haben, nehmlich 6. Schoͤffen, auch ein eigen Halßgericht. Aber A. 1372.in dem vornembſten Orth ten, und kriegten. Beſagter Hertzog Hein und gar verſtoͤhret. Darauf ward A. 1373. von demalten Landgraf Heinrichen Schloß und Statt Franckenberg einem Freyhernn, genant Herꝛ Herman von Trefurt, oerſitzt; deſſen Diener allda viel Muthwillens trie⸗ ben, und von dem Herꝛn nicht geſtrafft wur⸗ den; daher die Burger heimlichem in der Nacht in das Schloß ſtiegen, es mit Feuer anſtecketen, und allerdings verbranten. A. 1381. ward die groſſe Orgel in der Pfan⸗ kirchen allhie gemacht: Und wurden in dieſem Jahr die Franckenberger, von dem Horne Bund, und Felckener Geſellſchafft, geſchlagen: Litten auch in dem alten My⸗ ner Bund der Graffen und Edlen wider den Landgraffen Schaden; aber raͤcheten ſie doch an denen von Pattberg. A. 14 r. litten die von Franckenberg wider eine Ni⸗ derlag, wie auch An. 1412. Und dann An. 1463. die fuͤnffte. Und ſtarb auch in die⸗ ſem Jahr ein groſſes Volck allhie an der Peſtilentz. Und geſchah folgender Zeit de⸗ nen von Franckenberg noch mehr Schade. Anno 1476. war der groſſe Brandt zum Franckenberg, und verbranten die zwo Staͤtte, biß gar auff wenig Gebaͤu, gantz und zumal den 9.Tag des Monats Maji, und ſampt dem Rathhauß alle der Statt alte Brießt, Bullen, Privilegien, und Frey⸗ heiten, die ſtehatte; Item viel Chronica, alte Regiſter, und viel gute Rechts⸗Buͤcher, die von dem Obergericht(ſo vor Jahren allhier geweſen) verblieben waren. Darzu viel alte Kleynoder, und was in den alten Kaſten, Laden, Schreinen, und Schrencken war, außgenommen ein Lad, darin das groſſe „„ Inſigel, und etwas Gelts, auch etliche Re⸗ giſter und Brieff waren, die kam darvon: Deßgleichen bliebe auch das Richtſchwerd uͤber das Blut zu richten, das der Statt Kayſer Carolus Magnus geben hatte. Es verbrannten damahln in der Pfarrkirchen auch 7. Glocken, darunter ſonderlich eine groſſe war. Und kam hernach ein Ungluͤck nach dem andern, und ſturben viel Leuth: Und gienge es der Statt gar uͤbel, nachdem Landgraff Heinrich An. 1483. verſtorben, Sterner Bund der Graffen, Heren, unnd bey des jungen Landgraff Wilhelms Re⸗ Edelleut, wider die Landgraffen, ward dieſe Neueſtatt erſtiegen, gepluͤndert, und mit Feuer angeſtecket; aber durch die Altſtaͤtter bald widgeloͤſcht. Es murdẽ auch viel Doͤrf⸗ gierung, wie hievon der Autor fol. 9. ſeq. weitlaͤufig ſchreibet. Daher dañ die Wider⸗ aufbauung der Statt mercklich gehtndert ward;uñ ſeynd mehr Haͤuſer darnid gefallẽ ſer um die Statt hero verbrannt, verheeret, und veꝛgangen, dañ neuer gebauetworden. Aber fachathſn iiergon Slndt, 9 rachem Ago iſet Sſt g woric rikbehnt Trann in Eler En Fäclein e Höſchan hnowmena woleg te eRezlir NMa⸗Sta Gerchklnt hytt welen⸗ W Ann 7 gricet de Jühr 1 d der ge San und dat n e auffwen Su Tagdes 3 Nathhauſ Arr on en,Pribils znaofi e, Itemvle 3 Tna lgute Red Site richt ſoba enai den waren. Waltti wasinda Ir sin en, und G& ckeu n Lad, d a as Gelts, vnti waren,d T g auchj Wleh. richten, wat lagnus g; Kaal chland Au daruntet Kenl in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. Aber mit der Zeit gieng es nueder beſſer al⸗ 49 berg noch heut zu Tag ihr Landrecht zu hie zu; wiewol Anno 1503. die Peſt allda Franckenberg, wiewol das Obe⸗Gericht regierte; und Anno 1507. die Neueſtatt folgends auff Marpurg kommen iſt,) ob Franckenberg wider uͤber die helfte abbran⸗ ſie ſchon nicht in Heſſenland gehoͤren. Di⸗ te, auff St. Bartholomaͤi Tag, als ein lichius nennet dieſes Sachſenberg ein unweiſe Weibs⸗Perſohn, genannt die Staͤttlein; der auch p. 97. feq. von dem Dolle Metz, im Kuͤheſtall die Fliegen ſen⸗ feſten Caſtell Keſterburg, darauff vorwei⸗ gen wolke, und die Fliegen mit dem Hauß len der Abgott Caſtor geehret, und letztlich verbrannte. Im Jahr 1509. ward das neue Rathhauß in der alten Stadt zuFran⸗ ckenberg gebauet. Stadt, aus dem gedachten Zeitbuch; in welchem zu Ende mit angehenckt wird, daß vom Carolo Martello zerſtoͤret, auch an deſſen ſtatt die Kirch Chriſtenberg erbauet Und ſo viel von dieſer worden; Item von dem uhralten Hauß Heſſenſtein in dieſer Gegend, welches noch ein Anzeig des alten Heßiſchen Nahmens Anno 1525. im Bauren⸗Krieg, allein vor iſt, handelt. dieſer Stadt fuͤnff tauſend Mann erſchla⸗ gen worden ſeyen. Und aus dieſer Chro⸗ nickhaben, ſonders Zweiffels, Georgius c Braun im z. Theil des Staͤtt⸗Buchs, CTaſpar Ens am 206. Blat ſeines Reyß⸗ Büchleins, und Wilhelm Dilich, in der Heßiſchen Chronick, ihre Beſchreibungen genommen. An. 1556, iſt die Neu⸗Stadt bey die Alte Stadt kommen, und ein Rath, ein Reatment geſetzt worden, dann die Neu⸗Stadt vormals einen eigenen Rath, Gericht und Recht, dazu zwey Inſigel ge⸗ habt, welche damahls ſind zuſchlagen wor⸗ den. Anno 1579. iſt ein Papier⸗Muͤhl an⸗ gerichtet worden in der Oſchreufe. Im Jahr 1590. iſt bey Franckenberg ein Sil⸗ ber⸗und Kupffer⸗Bergwerck bekandt wor⸗ den. Was in dem jetzigen Teutſchen Kriegs⸗ weſen allda vorgangen ſeyn mag, davon haben wir keinen eigemlichen Bericht. Nahend der Stadt Franckenberg, und wie es gedachter Ens rechnet, eine halbe Meyl darvon, ligt Sachſenberg, ſo zu der Koͤnige in Franckreich Zeiten, der Sach⸗ ſen Veſtung, wider Franckenberg, gewe⸗ ſen. Obgemeltes Franckenbergiſches Zeit⸗ Buch ſetzet am 19. Blat, daß das oberſte und hoͤchſte Land⸗Gericht an der Lohn in Heſſen zu Alsfeld geweſen, biß auf die Zeit Kayſer Carls des Groſſen, dieweil es die aͤltiſte Stadt in Heſſen an der Lohn war: Es habe aber beſagter Kaͤyſer ſolche Wuͤr⸗ digkeit von Alsfeld genommen, unnd ſie gen Franckenberg gelegt, alſo daß alle die an der Lohn ihr Ober⸗Gericht daſelbſt ho⸗ len müſten, ꝛc. Auch ſollen die Alten Saſ⸗ ſen und Weſtphalen binnen drey Meylen, ihr Landrecht zu Franckenberg holen. Des zu Wahrzeichen, ſo holen die von Saſſen⸗ Zu naͤchſt bey der Stadt Franckenberg ligt vor einem Walde das Schloß Wol⸗ erſtorff/ ſo Heßiſch, welches An. 13 10. Pandgriſ Ott Eberharden von Helffen⸗ berg, Rittern, zu Lehen auffgetragen, und in Anno 13 89. die Helffte daran Landgraf Hermannen verkaufft hat Friederich von Buchenau, Ritter. Im Jahr 1477. iſt daſſelbe gantz neu wieder erbauet worden von Landgroff Heinrichen, allda er ſich auch mehrertheils auffgehalten. In der Franckfurtiſchen Fruͤhlings⸗Relation des Jahrs 1647, ſtehet, als im Wintermonat Anno 46. zwiſchen den Caſſeltſchen, und Darmſtaͤttiſchen, beym Hauß Rauſchen⸗ berg, ein Treffen vorgangen, darinn die Caſſeltſchen obgeſigt, ſeyen darauff beyde Haͤuſer, Wolkersdorff, und Rauſchen⸗ berg, an die Caſſeliſche uͤbergangen, dieſes zerſtoͤrt; jenes aber, namlich das Schloeß Wolckersdorff, beſetzt worden. Es ligt nicht fern von Franckenderg das beruͤmbte Cloſter Heina/ davon beſiehe ein mehrers an ſeinem Orth. Ohngefehr ein vtertheil Meyl von dieſem Cloſter iſt das Doͤrff⸗ lein, oder Weyler Bockendorff, ſo dem Cloſter zugehoͤrig, in welchem der vor⸗ treffliche Poet Eobanus Hefſus im Jahr 1488. den 6. Jenner gebohren worden. Es ligt auch nahe der Stadt Franckenberg das Cloſter St. Georgenberg/ welch s Landgraff Ludwig, der aͤlter, nach Abſter⸗ ben der Abtißin Ida von Hotzfeld einneh⸗ men, und alles ſo darinnen war, in auffrichtige Ordnung und Regiſter bringen laſſen. G Franck⸗ ——-ℳ— 50 Beſchreibung der vornehmſten Orth Franckfurt. 5 Jeſe des Heiligen Roͤmiſchen Reichs Dochberuͤmbte Stadt, ligt zwiſchen dem Franckenland, Ober⸗Heſſen, und dem Rhein, in dem Theil der Wetterau, ſo die, Drey Eiche, oder Ayche, genannt wird, faſt an den Fraͤnckiſchen Grentzen, auff ei⸗ nem ſchoͤnen Boden, und an dem Schiff⸗ reichen und vornehmen Fluß Mayn, der ſie in zween ungleiche Theil abtheilet, de⸗ ren der kieinere Sachſenhauſen genannt, und dem Groͤſſern miteiner ſteinern Bruͤ⸗ cken, ſo Anno 1035. zu bauen angefangen worden, angehenget wird. Beſagtes Laͤnd⸗ lein, oder Regio Triquercorum, hat et⸗ welchen nicht allein dieſe Stadt, ſondern auch viel andere Ort, als Franckenſtein an der Bergſtraſſen, Franckenſtein in Doͤrin⸗ gen, Franckeneck, Franckenbach, Fran⸗ ckenberg, Franckenau in Buchen, und Heſ⸗ ſen, Franckenfelß, Franckenhagen, Fran⸗ ckenhauſen, Franckenborn, Franckenſtatt, und andere vielmehr, deren zum theil in der Franckenbergiſchen Chronick am 4. Blat gedacht wird, ſeyn erbauet, und nach ihnen, und jedes Oris Lager, und Gelegenheit, alſo genannt morden. DO b dann wol von dem Anfang dieſer Stadt Franckfurt, und zu welcher Zeit ſie erbauet worden, man keine gründliche Nachrichtung haben und erlangen mag,ſo nen ſchoͤnen und groſſen Wald, den man iiſt aber doch aus den Hiſtoꝛien gnugſam be⸗ auch die Drey⸗Aych nennetzund iſtFranck⸗ kant, daß ſte auch vor Kaͤyſer Caroli Ma⸗ furt mit einer Hoͤhe, der Bornheimer Berg gni Zeiten, und alſo vor nunmehr 900. genannt, umbſchloſſen. Es wollen theils, Jahren beruͤhmt geweſen, wie dann Pi⸗ daß dieſe Statt vor Zeiten Helenopolis pinus König in Franckreich gemeltes Ca⸗ geheiſſen, und ſagen, daß ihr ſolcher Nam roli Magni Vatter, ein Capell in hono- von des Kaͤyſers Conſtantini Magni Mut⸗ rem Salvatoris, in dieſer Stadt geſtifftet, ter, der Helena, herkommen ſeye, und welche hernach Carolus Magnus in An. ſo vielheiſſe als Helenen Stadt;(Trithe- 794. bey damals zu Franckfurt gehaitenen mius ſagt, ſeye von Heleno, der Francken dynodo wider den Ketzer Pelicem mit ſtatt⸗ Hertzogen, alſo genannt worden:) Aber lichen Guͤtern und Gefaͤllen vermehrt, ſo deſſen haben ſie keinen Grund und Beweiß. in folgenden Jahren zu einem vornehmen Gleichwie auch die nicht, welche den je⸗ Stifft worden, und zu St. Bartholomes tzigen Namen von Franco, des Marco- genennt wird. So gedenckt auch Petrus muri Sohn,herfuͤhren: Noch diejenigen, ſo Gregorius Tholoſanus in ſeinem Synra- da vermeynen, daß ſolcher Nam erſt un⸗ gmate Juris, eines andern Synodi, wel⸗ ter Kaͤyſer Carlen dem Groſſen auffkom⸗ cher unter Papſt Zacharta Anno 742. ge⸗ men, als derſelbe mit ſeinen Francken auff halten, in welchem diejenige, ſoſich zaube⸗ einer Seiten des Mayns, und die Rebelli viſcher Kunſt und Sachen beſlieſſen, ver⸗ ſche Sachſen auff der andern Seiten ge⸗ dampt worden. Daß aber Franckfurt, nach legen, und er einen Furth durch das Waſ⸗ dem ſie ein lange Zeit unter der Fraͤncktſch⸗ ſer, darüber noch damalen keine Bruck da und Franckreichtſchen; auch nachmals der ſelbſten geweſen, erfunden, durch welchen Koͤnigl. Teutſchen Regierung geweſen, er ſeine Francken gefuͤhrt/ die Sachſen un gar fruͤhe ein Freye Reichsſtatt worde, das verſehens uͤberfallen, und einen herrlichen wollen wir mit andern gerne glauben; weil Sieg erlangt habe; daher dann auch dem es ſich nicht befindet, daß dieſe Stadt ſon⸗ obgedachten kleinern Theil der Stadt; ſo ſten einem einigen Biſchoff, Fuͤrſten oder uͤber den Maͤyn ligt, der Name Sachſen⸗ Graven, jemals unterwuͤrffig geweſt ſeye. hauſen(deſſen Erbauung die Braun⸗ Daher ſie auch zeitlich eine Wahlſtatt der ſchweigiſche Chronick der Sachſen Koͤnig Roͤm. Koͤnig, und dazu hernach durch Key⸗ Wedekind, umbs Jahr 774. zueignet,) ſer Carlen den 1V. in der Guͤlden Bull, c. entſtanden. Wie aber wir dieſes letzte nicht 1.§.& præterca. 18.& cap. 2.§. 1.& 3. hu. ſtrittig zu machen begehren: Alſo koͤnnen blice beſtimbt, und beſtaͤttiget worden iſt; wir auch mit andern nicht zugeben, daß der als die ſonderlich wol gelegen, und von ihr Stadterſt damalen dieſer Nahm Franck⸗ Gunrherus, in Ligurino, geſchrieben hat: furt gegeben worden ſeye; weiln laͤngſt zu⸗ vordie Francken hierumb gewohnet, von Mogo, Sede ſatis nota, rapido quæ proxima Clara Rg. ſen ſnin vihl, net nüen,din ſſehre drer znen gnäemn in nzug pategelde inſäecg. 10 odeiae ſſ Aar Wderan I Un Ndr, Uhnik d Agg a⸗ „Udzu ta 13 zman ne kate benundalan a aadha 31 vor Käſeeſ aa alſo vor u angr geweſen, u a0 Hrancrichg au. ter, indd Ne. duſerétg g ft grolus 1 an zu Francſu dgme Ketzerkeg ait d Gefaͤllen mt, zren zuchiet G w ndzu St. acle⸗ 3 gedench aD le dlanus Nan ſu s ande a Zachariad mnn dicſenige dSachen Har eßcheſ r geitunteeſ air⸗ czenz auf Bu en Naguſ aa Fecheſ dern gel S tt, diſ di Biſcot t nterwiſ S in Heſſen und den benachbarten Landen. 51 Clara ſitu populoque frequens, murts- que decora,&c. Und ein anderer; Urbs Decus Imperii, quà primos Cæſar honores Accipit,& titulum Regni ſceptrumque reportat. Eshat dieſe Stadt zu den Zeiten Caroli Magnt und folgendes biß in das 1343. Jahr einen geringen Bezirck gehabt, wie an der alten Stadtmauren an der Juden⸗ gaſſen, und von dem Bornheimer biß an den Catharinen Thurn, unnd fuͤrter den ſtreiten hatte. Und ſchreibet Aventinus in dem 8. Buch ſeiner Bayriſchen Chro⸗ nick, am 409. und folgenden Blat, daß der neuerwöhlte Roͤmiche Koͤnig Rupertus, Pfaltzgraf bey Rhein, ſich fuͤr Franckfurt ins Feld gelaͤgert, und 4. Wochen nach dem alten Brauch, darvor gelegen ſeye, als die Brieff von ihm ausgangen, anzeigen da⸗ rinn das Datum alſo lautet: Wir Ru⸗ precht von GOttes Gnaden, Roͤmiſcher Koͤnig, allzeit Mehrer des Reichs, Datum im Feldlaͤger vor Franckfuet Exaltationis 8. Crucis. Beſiehe auch die Limpurgtſche Hirſchgraben hinunter noch zu ſehen, von dannen ſie in jetztgemeldtem Jahr erwei⸗ tert, und nach und nach, mit ſchoͤnen Ge⸗ baͤuen gezieret und erbauet worden. Es wollen etliche, daß vor der Zeit, ein Romiſcher Koͤnig nicht in 8. Bartholomæi Kirchen, und in der Stadt Franckfurt, ſo die Zeit der Wahl uͤber verſchloſſen blie⸗ ben, ſondern drauſſen auf freyem Felde er⸗ woͤhlet, und wann die Wahl einhellig ge⸗ weſen, darauff in die Stadt gelaſſen wor⸗ den ſey: So aber durch mißhellige Wahl ihrer zween erwoͤhlet, daß deren die Buͤr⸗ ger keinen in die Stadt gelaſſen, es habe dann zuvor dieſelbe gleichſamb einen Ge⸗ walt gelitten, und der eine von den Erwoͤhl⸗ ten ſeinem Widerſacher mit Krieg angrif fen, oder ſon ſten den Sachen rath geſchafft, alſo daß der Eine maͤchtig regierte, der — Ander aber mit Spott uno Furcht abzo⸗ ge: Wie dann Weygand Gerſtenberger in der obgedachten Franckenbergiſch n Chronick, am 26. Blot, aus der Thuͤrin⸗ ger und Straß urger Chronicken, ſchrei⸗ bet, daß Landgraf Heinrich in Doͤringen und Hrſſen, erwoͤhlter Roͤmiſcher Koͤnig, mit Kaͤyſer Friderichs des A dern Sohn, Hertzog Conraden in Schwaben, vor Franckfurt, umb die Roͤmi. Cron geſtrit⸗ ten, und Koͤnig Heinrich den Streit ge⸗ wonnen habe, Hertzog Curt aber fluͤchtig worden ſeye. Dergleichen erzehlen andere von Kaͤyſer Ludwigen dem Vierdten, und Friederichen dem Dritten, ſo wider ein an⸗ der erwoͤhlet worden; Item von Graf Guͤn⸗ thern von Schwartzenburg, ſo Franckfurt belaͤgert, bey 2. Monathen darfuͤr gelegen, und endlich daſelbſten eingelaſſen worden ſeye, als er mit obgemeltem Kaͤyſer Carlen dem Vierdten, umb die Roͤmiſ. Cron, zu Chronick von obgedachtem Koͤnig Gün⸗ thern, und der Gewonheit des Heil. Reichs am 4. Blat. Deſſen aber ungeacht, wollen andere, daß man dergleichen bey keiner ſtrittigen Wahl jemahls gehoͤrt, ſeye auch nicht in Ubung kommen, und thun die Hiſtorici, ſo umb ſelbige Zeit gelebt, dieſes Ge⸗ brauchs mit keinem Wort gedencken; wie hievon in Chriſtophort Lehmans Speyri⸗ ſchen Chronick letzten Buchs, 34. Capitel, und beym Chriſtophoro Befoldo in dil- ſertat. Nomico politicis lib. 2. diſſert. 3. p. 130.& in Theſauro practico voc. Franckfurt, pag. 262. der erſten edition, zu leſen. Es pfleget aber die erſte Wahl von den Herꝛn Churfuͤrſten anfangs auff dem Rathhauß, der Roͤmer genant, fuͤrgenom⸗ men zu werden: Alsdann kompt man erſt in die obgedachte St. Bartholomaͤt Kir⸗ chen, oder den Thumb, in deſſen Sacrtiſtey, ſozwar zu einem ſolchen hohen Werck zim⸗ lich eng iſt, endlich ein gewiſſer Roͤmiſcher Köoönig erwoͤhlet wird. Dus Pancket wird hernach auch auff gedachtem Rathhauß, in dem Saal gehalten; vor welchem, nem⸗ lich auff dem Platz, man den Ochſen braͤ⸗ tet, und dahin ein groſſe menge Habern ſchuͤttet: Lauſſt auch zu ſolcher Zeit der Roͤhrkaſten oder ſpringende Brunnen, von roth⸗ und weiſſem Wetn. Neben dieſer Hochzeit, daß nehmlich die Roͤmiſche Koͤ⸗ nig allhie ſellen erwoͤhlet werden, hat dieſe Stadt anch ſonſten herrliche Priwllegia, von denen Magerus de Advocaria arma- ta cap. 15. n. 118. ſeq. beſagter Beſoldus de Jure& Imperio Imperialium civita- tum, und Limnæus de jJure publico lib. 7. c. 16. Und von den anſehenlichen, unnd in gantz Teutſchland vornehmſten Jahr⸗ G 2 eſſen, 52 Beſchreibung der Meſſen, oder Maͤrckten, neben dieſen, und andern, auch Henricus Stephanus, in ei- nem beſonderm Buͤchlein zu leſen ſeyn; in welchem er ſie als Negotiatorum ac Mer- catorum omnium Academiam preiſet. Davon auch julius Cælſar Scaliger ſchöne Lateiniſche Verß gemacht hat. Zu ſol⸗ chen Meſſen kommen Jährlich im Fruͤh⸗ ling und Herbſt, faſt aus allen Chriſtlichen Laͤndern in Europa Kauffleuthe, und han⸗ deln dahin mit allerhand Waaren, die man nur begehret; Hergegen wird aber auch viel Gold unnd Silber aus dem Lande in die Fremdde gefuͤhrt; daruͤber ſchon vor laͤng⸗ en geklaget worden; wie beym Herman- no Lathero lib. 2. de Cenſu, c. 2. p. 245 ⸗ zu ſehen. Es iſt aber inſonderheit der Buch⸗ handel zu loben, der zu ſolcher Zeit in der Buchgaſſen allhie getrieben, unnd dar⸗ durch mehrers Geld ins Reich, als dar⸗ auß gebracht wird; andern Nutzens, ſo man darvon hat, zugeſchweigen. Es wol⸗ len etliche, daß in waͤhrenden Meſſen, und zwar allein allhie zu Franckfurt, die Marx⸗ Bruder unter den Kuaſt⸗Fechtern, gleich wie die Federfechter zu Prag, zu Meiſtern des langen Schwerdts, gemacht werden. Ihre von Kaͤyſer Friederichen An. 1487. erlangte Privilegia, und deren von Römi⸗ ſchen Kayſern erfolgte Confirmationes, haben die Frey⸗Fechter insgemein, dem Rath der Stadt Franckfurt hinderlegt, de⸗ ren Abſchrifft wir anhero ſetzen wollen, al⸗ ſo lautendt, Wir Friderich, von GOttes „Gnaden, Roͤmiſcher Kaͤyſer, zu allen Zei⸗ ten Mehrer des Reichs, zu Hungarn, Dal⸗ matien, Croatien, ꝛc. Koͤnig, Ertzhertzog zu Oeſterreich, zu Steyer, zu Kaͤrndten, und Graf zu Tyrol, ꝛc. Bekennen offent⸗ lich mit dieſem Brieff, und thun kund Al⸗ lermaͤnniglich; Daß wir N. den Meiſtern des Schwerdts, dieſe ſondere Gnad ge, than, und ihnen gegoͤnnet und erlaubet ha⸗ ben, Thun, goͤnnen uñ erlauben ihnen auch, von Roͤmiſcher Kaͤyſerlichen Macht, wiſ⸗ ſentlicher, in Krafft dieſes Brieffs: Alſo, daß nun hinfuͤhro, allenthalben in dem H. Reich, ſich niemand einen Meiſter des Schwerdts nennen, Schulhalten, noch umb Geld lernen ſoll, Er ſey dann zuvor von den Meiſtern des Schwerds, in ſeiner vornembſten Orth ſeyn, einander in unſern, und des Heillge Reichs Staͤtten, Tag ſetzen, aeDeütgen unter ihnen erwoͤhlen und kieſen, und da⸗ ſelbſt ihre Maͤngel und Gebrechen zu fuͤr⸗ kommen, nach ihrer beſter Verſtaͤndnuß, Ordnung und Satzung, die bey ziemlichen Poenen und Buſſen zu halten und zu volln⸗ ziehen, machen, ſetzen, und fuͤrnehmen, Und alle die, ſo unter ihnen darwider han⸗ deln wuͤrden, darumb nach Ziemblichkeit ſtraffen und buͤſſen ſollen und moͤgen, von Allermaͤnniglich unverhindert: Doch uns, und dem H. Reich, an unſer Obrigkeit, und ſonſt maͤnniglich an ſeiner Gerechtigteit unvorgreifflich und unſchaͤdlich. Und ge⸗ bieten darauffallen und jeglichen unſern, und des hetligen Reichs, Churfuͤrſten, Fuͤr⸗ ſten, Geiſtlichen und Weltlichen, Praͤla⸗ ten, Graffen, Freyen, Heren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Vitzdomben BVoͤgten, Pflegern, Verweſern, Ampt⸗ leuten, Schultheiſſen, Burgermeiſtern, Richtern, Raͤthen, Buͤrgern und Gemein⸗ den, und ſonſt allen andern Unſern, und des Reichs Ulaterthanen und Getreuen, in was Würden, Standts, oder Weſens die ſeyn, ernſtlich mit dieſem Brief, daß ſte die obgenaunten Meiſter des Schwerdts, ſo jetzo ſeyn, oder kuͤnfftiglich werden, an den vorgeſchriebenen unſern Kaͤyſerlichen Gunaden, Goͤnnung und Erlaubung, nicht hindern noch irren, ſondern ſie die obberuͤr⸗ ter maſſen geruͤhiglich gebrauchen, genteſ⸗ ſen, und gaͤntzlich darbey bleiben laſſen, und hierwider nicht thun, noch jemand zu thun geſtatten, in keine Weiſe, als lieb einem jeglichen ſey, Unſer und des Reichs ſchwe⸗ re Ungnad, und darzu ein Poen, nemlich, zehen Marck loͤthigs Golds zu vermeyden, die ein jeder, ſo offt er freventlich herwider thaͤte, Uns halb in unſer und des Reichs Cammer, und den andern halben Theil den voꝛgemelten Meiſtern, und ihren Nach⸗ kommen, unablaͤßlichzu bezahlen, verfal⸗ len ſeyn ſoll. Mit Urkund dieſes Brieſſs, beſtegelt mit unſerm Kaͤyſerlichen anhan⸗ genden Inſiegel. Geben zu Nuͤrnberg, am zehenden Tag des Monaths Auguſti, Nach Chriſti Geburt, Vierzehenhundert und im Sieben und Achtztgſten, Unſerer Reiche, des Roͤmiſchen im Acht und vier⸗ Kunſt probiert und zugelaſſen: Daß ſie tzigſten, des Kaͤyſerthumbs im Sechs und auch je zun Zeiten, wann ihnen das gefaͤllg Dreybigſten„ und des Hungariſchenen Neun heben 4* (huch,M ie 8 tt denStes ſawudie ülckdis⸗ Wterhade Prgegen de dn Jäthe dänn,. frgeho. ſigt, de p. 26 Nor, da drſege V düng 8 6 Inp a ewerſg. 2n,Bürgenn In len andern ſn erthane“) ern „Standtsſ dg witdiefen aide Maſſterde S rkünftig n, enen unſen Kal ungundEt int L en,ſondern G ihii glich gebrg, m darbeyble aſau dun, nochſ wut. ne Weiſe, Thte er und des zo darzu ein vo ne igs Golde asrme fft er fubt Khe in unſet 369 en ander aCe. Meiſtern S u Hlichzut 1n, tUrton 348 im Karſ ni Geben a- des 59 burt, T 1 nd Augjt, ſchnil tn ertzont mS in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 53 Neun und zwantzigſten Jahren. Ad Man- datum Domini Imperatorts. Es wird Jaͤhrlich allhie, umb den Tag S⸗Marien Geburt, das Pfeiffer⸗Gericht gehalten, ſo ein ſehr altes Herkommen, und hat den Namen daher, weil die 3. Staͤdt, Nuͤrnberg, Wormbs und Bamberg(doch allein die alte Stadt) Jaͤhrlichen in der Herbſt⸗Meß, den naͤchſten Gerichts⸗Tag vor Martaͤ Geburt, vor ſitzendem Ge⸗ richt, von des H. Reichs, und Stadt⸗Ge⸗ richts Schultheiſſen, als zu deſſen Ampt ſolches von Alters hero gehoͤrig, ihre Zoll⸗ Freyheiten, ſo Sie allda zu Franckfurth haben, mit Pfeiffern auffholen müͤſſen. Gegen ſolche Zoll⸗Befreyung, geben ob⸗ bemelte 3. Staͤdte, und jede beſonder, dem Schultheiſſen einen weiſſen hoͤltzernen Be⸗ cher, darinn ein Pfund Pfeffer, einen al⸗ Churfuͤrſten zu Maͤyntz und Landgraffen zu Heſſen Darmſtadr, ergangenen De⸗ crets, entzogen, und ſelbige von dem Rath Geſetz und Ordnung zu nehmen angewie⸗ ſen worden. Es regieret aber beyde Staͤdte Franck⸗ furt und Sachſenhauſen, einerley Rath, welcher der Evangeliſchen Reltgion, und ohngeaͤnderter Augſpurgiſchen Confeſ⸗ ſion, zugethan, und von 43. Perſohnen be⸗ ſtehet. Ihr der Stadt Reichs Anſchlag zum Einfachen Roͤmerzug, iſt Monathlich 20. zu Roß, 140. zu Fuß, oder 300. Guͤlden: und zu Unterhaltung des Cammer⸗Ge⸗ richts zu Speyer, nach dem erhoͤchten An⸗ ſchlag, Jaͤhrlich 416, fl. 42. Kr. 5. Heller; wie ich in einer Anno 1576. gemachten Verzeichnuß, gefunden. Siehe auch D. Wilhelm Beckers Synoplin juris Impe- ten weiſſen Biberhut, zween weiſſe Hand⸗rui KRomano-Gerwanici, Anno 1649, ſchuch, und ein weiß Staͤbletn. Den Hut zu Coͤlln, in 12. gedruckt. Vorhin waren oder Filtze, welchen Wormbs allein gibt, es 250. fl. den Thaler zu 69. Kreutzer ge⸗ loͤſen Sie jedesmals mit einem Goldgul⸗ rechnet. den wiederumb auß, und verblelben ſolche Von denckwuͤrdigen Sachen, und zwar Stuͤck des Schultheiſſen. Die Pfeiffer Erſtlich von Kirchen, ſeyn zu ſehen, obge⸗ unterhaͤlt allein die Stadt Nuͤrenberg; dachter Thumb, zu s. Barcholomæo, ſo ein hergegen geben die andere Staͤdte deroſel⸗ Stifft, das etwan zum Salvator geheiſ⸗ ben Jaͤhrlich ein gewiſſes, und hat, vor ſen, und Kaͤyſer Carls des Groſſen Vat⸗ Zeiten, ein jede Stadt ihre eigene Pfeif⸗ fer gehabt; wie D. Ludovicus von Hör nigk, de regali Poſtarum Jure, c. 18. th. 8. p. 265. berichtet; auch am folgenden Blat, dieſes von gedachter Stadt Frauck⸗ furt ſetzet: ter, wie auch oben gemeldet, angeordnet, und Er Carolus hernach mit groſſem Ein⸗ kommen, Doͤrffern und Landguͤtern, an⸗ ſehnlich begabt und befreyet hat; wie⸗ wol der Zeit ſolche Guͤter nicht alle mehr vorhanden ſeyn ſollen; deſſen Urſachen Quinque hæc nobilitant Francfurtum, Reuſnerus de Urbibus Imperialibus pag. Poſta, Machæra, Emporium, electus Cæſar, itemque Libri. 65.(daſelbſten er auch dieſer Stadt Lob⸗ ſpruͤch ſetzet, und aus ihme obgedachter Limnxus hb. 7. cap. 16. num. 4. beybrin⸗ Es werden die Buͤrger in drey Ord⸗ gen. Auſſer dieſer ſeyn auch viel andere nungen abgetheilt. Die erſte iſt der Ge⸗ Gottshaͤuſer von beyden Religionen, in ſchlechter im alten Limpurg, welches Hauß beyden Staͤdten, als das Stifft St. Leon⸗ an den Roͤmer, oder das Rathhauß, zur hard,(deſſen Keliqutæ im Jahr 132 3. von rechten Hand ſtoſſet. In der andern ſeyn Vienne in Franckreich anhero gebracht die jenige, ſo den Geſchlechtern am nech⸗ worden ſeynd,) unſer lieben Frauen ſten, als die keine Handwerck, ſondern Stifft, das Teutſche Hauß und Kirch Handlungen treiben, oder von ihren Vaͤt⸗(darin Ludwig von Schwalbach Anno terlichen Renten, und Einkommen leben, 1273: der erſte Commenthuͤr geweſen) die und ihre Zuſammenkunfft im Fraueuſtein B nfͤſſer Kirch, das weiſe Frauen Cloſter haben, welches Hauß auff der lincken Sey⸗ An. 1350 geſtifftet, S. Nicſas, Spital und ten des beſagten Roͤmers ligt. Dieuͤbri Kirch zum H. Geiſt, S. Catharina Clo⸗ gen Buͤrger haben ihre gewiſſe Zuͤnfften, ſter,s. Antoniidas Carmelite Cloſter,(ſo deren Zunfft⸗Recht aber iſt denſelben, ver⸗ An. 125s. fundirt, und An. 1638. im Ma⸗ moͤg des am 28. Febr. Anno 1616. von dem jo durch Feuer Schaden gelitten) das Pre⸗ Kaͤyſerlichen Herren Commiſſarien, dem diger Cloſter, An. 1260. zu eꝛbauen angefan⸗ G 3 gen, 54 gen(in deme eintreffliches Kunſtſtuͤck von der Hummelfahrt der Jungfrauen Ma⸗ rlaͤ, von den Kunſtreichiſten Mahlern, mit Verwunderung vor dieſem beſich iget worden, ſo der hochberuͤhmbte Albrecht Duͤrer gemahlet, die Muͤnche aber vor wenig Jahren anderwerts begeben, und ei⸗ ne Copey dagegen hingeſetzt haben.) Ferners die Johanniter Kirch, S. Bernhards Capell im Heyner Hof, Allerheiligen Kirch, St. Peters Kirch, H. Drey Koͤnig Kirch, St. Eliſabetha Kirch. 2. Von andern Sachen ſeyn zu ſehen Beſchreibung der vornehmſten Orth furt Kaͤyſers Caroli Magnt Gemahl Fa⸗ ſtrada, und wurde zu Sanct Alban bey Moͤyntz begraben. Anno 822. Als Kaͤyſer Ludwig dieſe Stadt auch ſehr beliebt, und er dieſelbe vieimahis beſucht, auch von vieler Voͤlcker Bottſchafften angelanget worden, hat er ein beſonder Palarium darzu erbauen laſ⸗ ſen, ſo hernach der Saalhof genennet wor⸗ den: wie bereits oben angeregt. An. 577. Sturbe allhie Koͤnig Ludo⸗ vicus, und wurdezu Lorch begraben. An. 1007. iſt ein Concilium zu Franck⸗ b furt verſamblet worden, auf welchem Ken- ricus der Kayſer das Biſchthumb Bam⸗ die Beveſtungen umb beyde Staͤtte; das berg angeordnet, und Willigius damah⸗ obgedachte Rathhauß, oder der Roͤmer; das Zeughauß; die anſehenliche ſteinerne Bruck uͤber den Mayn, daruͤber man von einer Stadt in die andere fuͤglich gehen, reiten und fahren kan. Im Hauß, der Saalhof genannt, ſeyn noch Anzeigungen des alten Koͤniglichen Schloſſes,oder Saals, vorhanden, wel⸗ cher ſehr wol gelegen geweſen, dann es ein⸗ ſeits den Proſpect auff den Maͤynſtrohm, anderſeits eine Ebne, und nachgehends vff derſelben die Capell zu S. Niclas gehabt, ſo man aber wegen deren in mitten nach der Hand erbaueten Haͤuſer aus dem Saal⸗ Hof nicht mehr ſehen kan. Es haben ſich in dieſer Stadt viel und mancherley Sachen zugetragen, hat auch dieſelbe viel außgeſtanden, davon Dllichi⸗ us in der Heßiſchen Chronick am 55. und folgenden Blaͤttern gar weitlaͤufftig ſchrei⸗ bet, aber doch nit alles, und ſonderlich, was ſich ſeithero begeben hat. Wir wollen allein zum Beſchluß dieſer kurtzen Beſchrei⸗ bung, etlicher weniger Geſchichten geden⸗ cken: Als daß in dem Jahr 753. Pipinus der Francken Koͤnig mit den Staͤnden ſei⸗ nes Reichs ein Convent allhie gehalten. Nach ihme hat ſein Sohn Carolus Ma⸗ gnus ſich mehrertheils allhie befunden, und in Anno 794. einen Synodum vieler Bi⸗ ſchoffen wider die Ketzerey belicis unnd Elipandi gehalten, wie dann ſolche da⸗ mahls verdampt, und von Abſchaffung der Bilder gehandelt worden. Goldaſtus in Decreris Imper. de cultu Imag. ex Biblioth. Pet. Pithœi, p. 56 1. In dieſem 794. Jahr ſtarb zu Franck⸗ liger Eitzbiſchoff zu Maͤyntz, Eberharden zum erſten Biſchoff conſecrirt hat. Anno 1142. hat Kaͤyſer Conrad einen groſſen Reichstag zu Frauckfurt gehalten, auff deme ein Zug wider die Wenden ge⸗ ſchloſſen worden: Damahlen iſt der H. Bernhardus zu Franckfurt geweſen, und viel Wunder gethan, deme zu Ehren un⸗ fern von S. Bartholome ein Capell auff⸗ erbauet worden, ſo dem Cloſter Heina in Heſſen zugehoͤrig tſt. Anno 1152. iſt Friderlcus Barbaroſſa, und Anno 1208. Ottoder Vierdte, zu Franckfurth zu Roͤmiſchen Koͤnigen er⸗ woͤhlt worden. Anno 1165. hat erwehlter Kaͤyſer Fri⸗ dericus Bardaroſſa diejenige, welche die Franckfurtiſche Meſſen beſuchen, in ſeinem und des heiligen Reichs Schutz genom⸗ men, und daruͤber ein ſonderbar Privile- gium ertheilt. An. 1240. hat ſich eines Juden Sohn zu Franckfurt zum Chriſtlichen Glauben bekehren und tauffen laſſen wollen, wel⸗ ches, als es ſeine Eltern und Freunde nicht zugeſtatten vermeynet, und daruͤber zwi⸗ ſchen Chriſten und Inden ein groſſer Streit entſtanden, darin nicht allein etliche Chri⸗ ſten, ſondern auch in die hundert und achzig Juden, ſo wol durchs Schwerd als Feuer, ſo ſie ſelbſt angelegt, umb kommen, hat ſol⸗ ches Feuer damahls übe Whond genommen, und iſt faſt die halbe Stads verbrunnen, dann die Juden dero Zeiten noch hin und wider in der Stadt unter den Chriſten ge⸗ wohnet. Weil nun die Judẽ geſehen, daß ſie deßwegen in Lebens Gefahr Iabin het⸗ 1 Puge ſ Flan porheg. 1 artiedeoöhe iferhut Naten get fohmen. Anno 19. Vähl i dErglie Ylas i w goſſt nächen dnhlepden h Tndene i Nmnachin u Mi d dn, wgr⸗ h, und gr, hanngm Nzu t Fandts g lgen d fianden e ſ duſeea dn —— twonden r ſ ſer das 3 8 let, und lan off A K ſchoſ ont i „dat Kinh ma dagzuw ſe Htgg Zug wden 2iga en; Danl a3 ſ b zuFrancſil g ve gethan, da a Eh Zartholon Kiegei — i,ſ dem per ht zrigiſt iſt Frderl rzane eos. Otto Züieh, u Römiſch Kähg 1 .hatetweh t Ka ſaroſſadieſſ, d eMeſſenbe in ſin gen Neichs=uhſ über ein ſor ba hat ſich tin Foit zum din zen rnaufen laſſt volle in Heſſen und den benachbarten Landen. ſich deren 24. und unter denſelben auch ei⸗ ner ihrer Rabbinen, tauffen laſſen. Anno 1257. iſt Reichard, des Koͤnigs in Engelland Bruder, zu Franckfurt, zum Roͤmiſchen Koͤnig erwoͤhlet worden. Anno 1273. Iſt Rudolphus Grafe zu Habſpurg in Franckfurt zum Kayſer er⸗ woͤhlet worden. Anno 1290. iſt die Kirch zu S. Niclaus erbauet. An. 1292. iſt Adolphus Graf zu Naſ⸗ ſau zu Franckfurt zum Kaͤyſer erwoͤhlet worden. Anno 1299. iſt Albertus von Oeſter⸗ reich zum Roͤmiſchen Koͤnig in Frauckfurt erwoͤhlet worden. An. 1306. den 1. Febr. iſt der Mayn, ſo zugefroren geweſen, und wieder aufgebro⸗ chen, ſogroß worden, datz er die 2. Bruͤ⸗ cken⸗Thuͤrn und den mehrertheil der Bruͤ⸗ cken hinweg geriſſen, damals dann auch in die fuͤnffhundert Perſonen, welche auff der Bruͤcken geweſen, ertruncken und umb⸗ kommen. Anno 1314. wurden die Churfuͤrſten in der Wahl zwyſpaltig, und damals Fride⸗ ricus Ertzhertzog zu Oeſterreich, und Lu⸗ dovicus Bavarus zugleich erwoͤhlet. Da⸗ hero groſſer Zwytracht und Uneinigkeit im Reich entſtunde, darunter dieſe Stalt auch leyden muſte, als welche von gemel⸗ tem PFriderico Auſtriaco belaͤgert worden. Demnach aber ihme von dem Churfuͤr⸗ ſten zu Maͤyntz die Proviant abgeſtrickt worden, wurde er Hungers halben zu wei⸗ chen, und von der Belaͤgerung abzulaſſen gezwungen. An. 1315. iſt der Chor zu St⸗Bartho⸗ lome gebauet worden. Anno 1322. den 15. Februaril iſt der Mayn abermahls ſo groß worden, als er vorhin niemals geweſen, dann er damals biß anden Kirchhof zu St. Bartholome gangen, und in vielen Gaſſen der Stadt geſtanden. In dieſem Jahr wurdedie Kirch zu unſer L. Frauen geſtifftet. Anno 1330. hat die Stadt Franckfurt von Kayſer Ludwigenuͤber die Faſten Meß ein Privilegium erlangt. Anno 1338. den 29. Septembr.haben ſich umb Franckfurt ein unzehliche Men⸗ ge Heuſchrecken befunden, welche alles Gewaͤchs auf dem Feld verderbet und ab⸗ 55⁵ gefreſſen, welches gewaͤhret biß auf St. Lucà Tag, damahls ſie durch einen groſ⸗ ſen gefallenen Schnee umbkommen. In dieſem 1338. Jahr hielte Kayſer Ludovicus Bavarus einen groſſen Reichs⸗ tag zu Franckfurt, auf welchem unter an⸗ derm beſchloſſen, und als ein Geſetz publi⸗ cirt worden, daß ein Roͤmiſcher Kayſer, ſo bald nach der Erwoͤhlung die voͤllige Ad⸗ miniſtration des Roͤmiſchen Reichs und den Gewalt habenſolte, obgleich des Papſts Conſens und Confirmation nicht darzu kaͤme. In dieſem Jahr wurde auch ein Ca⸗ pell auf der Brucken gegen Sachſenhau⸗ ſen auf dem erſten Pfetler zu Ehren St. Eatharinen erbauet. Anno 1340. iſt die Kirche zu Sachſen⸗ hauſen zu den z. Koͤnigen, allda zuvor ein Spital geweſen, vollendet worden. Anno 1342. auf Marien Magdalenen Tag den 22. Julii, iſt der Mayn abermals ſo groß worden, daß faſt die gantze Siadt im Waſſer geſtanden, unnd die Leuth zu Sachſenhauſen auff den Mühlberg die in der Stadt aber auff das Feld und in die Doͤrffer ſich begeben muͤſſen. Diß Gewaͤſ⸗ ſer hat den 24. Julti den Thurn an der Bruͤ⸗ cken, die neuerbaute Capell, und den meh⸗ rertheil der Bruͤcken gegen Sachſenhau⸗ ſen umbgeriſſen und hinweg gefuͤhrt. Anno 1343. hat man angefangen dieſe Stadt zu erweitern und mit neuen Mau⸗ ren und Graͤben zu umbfangen, wie dann ſelbig Jahr die Thuͤrn an der Bockheimer und Aller⸗Heiligen Pforten zu bauen an⸗ gefangen worden. An. 1345. Iſt das Catharinen Cloſter fundirt worden. In dieſem Jahr iſt auch der Bruckthurn gegen Sachſenhauſen zu bauen angefan⸗ gen, und in 3. Jahren vollendet worden. An. 1346.iſt der Thurn an der Eſchenhei⸗ mer Pforten zu bauen angefangen woꝛden. In dieſem Jahr wurde das Thell an St. Bartholomes Kirchen, da vorhin ein Capell, gegen Mitternacht, fundirt und gewölbt. Anno 1349. den 1. vonuarii iſt Graff Guͤnther von Schwarnenburg zu Franck⸗ furt in dem Prediger Cloſter von dem meh⸗ rertheil Ehurfuͤrſten zum Roͤmiſchen Kö⸗ nig erwoͤhlet worden. Die andern Churfuͤr⸗ ſten haben dargegen Carolum IV. ge⸗ woͤhlt. 56 Beſchreibung der vornembſten Orth wohlt. Graff Guͤnther legte ſich darauff mit ſeinem Kriegsvolck fuͤr die Stadt, und wurde ſeine Wahl nochmahls im Feld pu⸗ blicirt und beſtaͤttiget. Begehrte den 30. Janugrtt eingelaſſen zu werden, welches die Buͤrger anfangs, weil die 6, Wochen und 3. Tag, welche ein Roͤm. Koͤnig vor Franckfurt zu ligen pflegt, nicht erſchie⸗ nen, nicht geſtatten woͤllen; Iſt aber doch den 6. Februari hernach eingelaſſen wor⸗ den. Hat darauff nicht gar 6. Monath re⸗ ieret, ſondernwurde ihme vergeben, und Fhars zu Franckfurt, da er auch in St. Bar⸗ tholomes Kirch begraden worden, und wurde Carolus Quartus hernach den 17. Janit einhellig zum Roͤmiſchen Koͤnig er⸗ wöhler. An. 1352. iſt der Theil an St. Bartho⸗ lomes Kirchen gegen Mittag fundirt und gewoͤlbt worden. Anno 1356. iſt der runde Thurn an der Stadt⸗Mauren bey dem Fronhof erbauet worden. 1 An. 13665. iſt die Kirch zu den Allerheili⸗ gen geſtifftet worden. An. 1376. den 12. Junii, wurde Wen⸗ ceslaus off Anhalten ſeines Vatters Kaͤy⸗ ſers Caroli Quarti zum Roͤmiſchen Koͤ⸗ nig erwoͤhlet. Siehe aber, was von diee ſer tradition zu halten, hie oben das Blat. 5I. a. Anno 1397. auff Sontag Jubllate, iſt ein groſſe Zuſammenkunfft der vier Chur⸗ fuͤrſten am Rhein, wie auch vieler Fuͤrſten, Grafen, auch der Staͤtte Geſandten, und anderer Herꝛn, Ritter uñ Edlen zuFranck⸗ rt gehalten, und von allerhand beſchwer⸗ lichem Zuſtand des H. Reichs, ſo durch Kaͤyſer Wenceslat übele und boͤſe Regie⸗ rung verurſacht, und von deren Verbeſſe⸗ rung gerathſchlagt worden. Wurde aber nichts endliches geſchloſſen, ſondern ein andere Zuſammenkunfft auff Jacobi er⸗ meldtes Jahrs zu Franckfurt angeſtellt. Anno 1400. iſt ermelter Kaͤyſer Wen⸗ ceslaus wegen ſeiner unachtſamen boͤſen Regierung abgeſetzt, und auff Urbani Friederich Hertzog zu Braunſchweig an ſeine ſtatt zu Franckfurt erwoͤhlet, welcher aber bald hernach erſchlagen worden. Ermeldtes Jahrs ſind die Churfuͤrſten zu Lanſtein zuſammen kommen, Kaͤyſer Wenceslaum umb gehoͤrter Urſachen willen gar abgeſetzt, welches ge Freytags den 20. Awbchi chen Sambſtags Pfaltzgraffen Rupertum er⸗ woͤhlet. Weil nun Kaͤyſer Wenceslaug ſich hierwieder zu ſetzen vermeynt, als ha Pfaltzgraf Rupert der neu erwohlte Roͤ⸗ miſche Koͤnig, und beneben ihme, die Geiſt, liche Churfuͤrſten am Rhein, mit ihrem Volck ſich vor Franckfurt gelegt, daſelbſt 5. Wochen und 3. Tag gelegen, und iſt darauff Dienſtag den 26. Octobris in die Stadt gelaſſen„ und mit groſſem Pomp eingezogen. Siehe aber abermals daso⸗ bengebachie 51. Blat. An. 1410. Nach Kaͤyſer Ruperti Tode ward abermahls zu Francfurrein Want tag gehalten, damahls aber die Churfuͤr⸗ ſten zwietraͤchtig. Etliche weil ihnen die Kirchen verſperret worden, erwoͤhlten un⸗ ten dem freyen Himmel auff dem Kirchhof und einhellig erwehlt. Anno 1415. den 6. Junit, iſt der erſte b Pfarthurns ge⸗ legt, und hernach lange Zeit, wdburn h Stein am Fundament des buneut, ahdanan eeenn worden. no 1438. auff Dienſtag nach d Seuntog au 9 Allbertus der Andei og zu Oeſterret Eewahler woiden ch, an Zranafr n. 1440. den 2. Februarti wurde Kaͤ ſer Friederlch der Dritte erwoͤhlt. 4. n Anno 1442. auff Sonntag Trinitatis mit groſſem Pomp, und viel Chur⸗Fuͤrſten und Herren zu Franckfurt eingezogen. Anno 1486. auff Donnerſtag nach In⸗ Feicder gs es Prnn ednus Keiuſ ritten V u⸗ erwoͤhlt. hngu Franit Anno 149 5. denletzten Octobris, iſt das erſte Kaͤyſerl. Cammer⸗Gericht zu Aadas 7 ſurt bey St. Bartholomes Kirchen vor V hohen Creutz, Koͤnig Sigismunbemen V Ungarn, welches geſchahe den 20. Sept. Etliche aber uͤber wenig Tag hernach, be nanntlich den 1. Octobr. erwoͤhlteninder Kirchen Marggrafen Joſten zu Branden⸗ burg und Maͤhren. Dieſe beyde König waren vorhabens ihr Laͤger vor Franck furt zu ſchlagen, und umb die Cron zu fech; ten, aber Marggraf Joſt ſtarb des folgen) den 1411. Jahrs, den 19. Januarfij zu Prinin Maͤhren, und wurde hernach Ko⸗ nig Sigismund den 21, Julti nochmals geſt ai rm 4 fä E Pw jen puiteg 8 Uniuſ Sätedwen. Anno 155, dlsderd Föwichen fit ten e fanis 1 Hlſene hurxen de odn. ottlatis. elchrcenne n Naci ſtor Eie le Stateae ſoifangec. N.1ſ wys gh anuf gi Mtgh. ums Kir. tonopne nno Vgiyſn Vhnde an din ar lüſcn Ahnenee wanddenn dgräenr t wrm Wdt, hiomge kw n der wengd ugn er dn dn ſggtafen u K an dhren. dr rſt bens iht(ig ju en,undunbi Ng. rggraf Joſtſ aszi ahre, den 1? anj ren, undwi ne. und den ¹l, ru erwehlt. 5. den 6. Jh Pſmn ndamentdes pChun nachlange„dü daran geda x n⸗ s. auf Die F ut wultiſt Abeſ awad Oeſterrecz a Jui den. en 2. Foörl r der Deite rat Sonnte uns uf undt— u Frandiun R eg z. auf Dol r aah. de Marinſ wius 5Drlttm Ee3n, denleßten e ci CaumèCS in Heſſen und den benachbarten Landen. 57 furt gehalten worden, in der Behauſung merberg gangen, dergleichen in vielen Ja⸗ Groß Braunfelß, da dann Kayſer Maxinren nicht geſchehen. milianus in der Perſon zu Gericht geſeſ⸗ Anno 1602. den 20. Januarii, iſt der ſen, den Eyd von Cammerrichtern vnnd Maͤyn abermals ſo groß geweſen, daß er Beyſitzern genommen, vnd ihnen die ju⸗ dem Schrothauß mit der Spitzen gleich ſtitiam zu adminiſtriren ernſtlich anbe⸗geſtanden. fohlen. Anno 1706. Nach Bartholomaͤl wur⸗ Anno 1608. den 29. Julti Nachts vmb zehen Vhren verbrann das Huͤltzene Ge⸗ den zwey Schieſſen von Stahl vnd Buͤch⸗ baͤw vor der Bockenheimer Pforten, da⸗ ſen zu Franckfurt gehalten, welchem vielrinnen die Reformirten ſeither An. 1601. Chur⸗Fuͤrſten, Grafen vnd Herren, auchihr Religtons Exercitium gehabt, biß vff Staͤtte Angehoͤrigen beygewohnet haben. den Grund ab. Anno 1519. den 28. Junii wurde Ca⸗ Anno 1612. wurde auff damahls aus⸗ rolus der Fuͤnffte Koͤnig in Hiſpanien zum geſchriebenen vnnd gehaltenen herꝛlichen Roͤmiſchen Koͤnig erwoͤhlet. Wahltag Ertzhertzog Matthias zu Oe⸗ Anno 1552. wurd dieſe Statt Franck⸗ ſterreich, Koͤnig in Vngarn vñ Boͤheim ꝛc. furt von Hertzog Moritzen Churfuͤrſtenzum Roͤmiſchen Koͤnig erwoͤhlet. zu Sachſen, vnd Landgraſſe Wilhelmen In den Jahren 1612. 13. 14. vnd 15.hat zu Heſſen, Sachſenhauſen aber durchees zwiſchen E. E. Rath vnnd der Burger⸗ Marggraſſe Albrechten zu Brandenburgſſchafft zu Franckfurt Widerwillen vund drey Wochen lang hefftig belaͤgert, vnnd Vnruhe gegeben: Daruͤber auch die Ju⸗ in Zeit ſolcher Belaͤgerung Hertzog Georgden(deren es allhie ſehr viel gibt, die hre von Mechelnburg am Muͤhlberg erſchof⸗eygene verſchloſſene Gaſſe haben, vnnd ſen. Nach ſolcher Belaͤgerung iſt die Pa⸗ welcher Synagog,ſo ſie die Schul nennen, ſtey vor Sachſenhauſen allererſt, wie auch die Frembden zumtheil zu beſichtigen pfle⸗ der Statt Graben daſelbſt mit Mauren gen) aus der Statt gejagt: Aber im fol⸗ vmbfangen ond erbauet worden. An. 1558. Hat Kaͤyſer Carolus Quin- genden 1616. Jahr, bey vorgenommener Käayſerlichen Execution durch Herrn tus das Kaͤyſerthumb reſignirt, vnnd iſt Johaun Schweickharden, Ertzbiſchoffen darauff Koͤnig Ferdinand der Erſte den ond Churfürſten zu Maͤyntz, vnnd Herrn 14. Martit zu Franckfurt in St. Bartho⸗ lomes Kirchen zum Roͤm. Kaͤyſer decla⸗ rirt vnd publicirt worden. Anno 1562. iſt Maximilianus der An⸗ der, Kaͤyſers Ferdinandt Sohn erwohlet, Ludwigen Landgraffen zu Heſſen Darm⸗ ſtatt beſch hen, wider allda eingefuͤhrt, die Redlingsfuͤhrer vnnd Vrheber des Auff⸗ ſtands decollirt, vnd vier deren Haͤupter vff den Bruͤckenthurn auffgeſtecket worden ond beyde Ihre Maj. ſelbſt zu Franckfurt ſeynd: Deſſen zum Zeugnuß in der Doͤn⸗ geweſen. Damahls iſt Solimanni des Tuͤrckiſchen Kaͤyſers Bottſchafft in die 80. Perſonen ſtarck gen Franckfurt kom ges⸗Gaſſen ein Cyppus oder Seul zu ſehen, kallda des Haupt Vrhebers Vincentz Fett⸗ milchs Wohnbehauſung auff den Grund men, ond dem new erwoͤhlten Koͤntg ſtatt⸗abgebrochen vnd erwehnte Seul zum Ge⸗ liche Praͤſenten vnd Verehrung gethan. daͤchtnuß dahin geſetzt wordeniſt. Welches vorhin niemals geſchehen„daß An. 16719. iſt Ferdinand der Ander zum einige Tuͤrckiſche Bottſchafft alſo weit ins Roͤm. Koͤnig erwoͤhlet worden⸗ Reich kommen waͤre. Anno 1628. hat man angefangen die Anno 1582. iſt abermahls ein ſtattlich Statt etwas beſſer zu fortificiren, vnd am Schieſſen von Stahl vnd Buͤchſen gehal⸗Friedberger Thor das erſte Bollwerck ge⸗ ten worden, welches Graͤfliche Perſonen, legt, vnnd fuͤrter continutrt, daran man auch ſonſten viel aus vielen Laͤndern undnoch tzo zu bawen hat. Staͤtten beſucht, vnnd demſelbeu beyge⸗ wohnet haben. Anno 159§. den 26. Februarii, iſt derzu ſeinem Willen einbekommen 3 Maͤhn ſo groß geweſen, daß er biß faſt anſie hernach, als ſie gleich andern Den 17. Novembris des 1631. Jahrs hat der Koͤnig in Schweden dieſe Statt Daher Staͤnd⸗ den ſpringenden Brunnen auff dem Roͤsten des Reichs Ann 1635. zum Pra⸗ geriſchen 58 Beſchreibung der vornehmſten Orth geriſchen Friedensſchluß getretten, groſſe Cui nil Dl ſuperi, cui nil natura nega- Vngelegenheit, von deme in Sachſenhau⸗ vit, ſen ligenden Schwediſchen General Ma⸗ Nam ſi quæ deſunt, nec ſibi mundus jorn, Hans Vitzthumb von Eckſtatt, auß⸗ habet. ſtehen muſte, daruͤber auch Sachſenhau⸗ ſen, durch Schleſſen, Sturm, vnd Brand JOAN.LUDOVICI GANSII. vbel zugerichtet worden, biß ermeldter Allia Lugdunum miratur, at ltala Vitzthumb endlich accordirt, vnd den 11. tellus Auguſti des 35. Jahrs abgezogen iſt: Dar⸗Rem Venetam, Hiſpanos operoſa Scvil- uͤber auch damalen die auff der Bruͤcken lia jactat, geſtandene kuͤnſtliche Muͤhl abgebronnen. Londinum Tameſis, ſpecioſa Antverpia Wir wollen zum Beſchluß, dieſer Statt Scaldim: zu Lob ond Ehren, einige Epigrammataſaſt ego Teutonicas inter caput altius anhero ſetzen, als urbes Effero Francfurtum, quâ pons tua, Ma- NICOLAI REUSNERI. ne, fluenta FSeprof tibi ſive vadum, ſeu Regia Saxeus, Urbis opus, quindeno fornice priſca, ſternit, ¹ Seu regio nomen Francia dulce de- Saxonibus Francos, clariſſima nomina, dit, jungens. Francia te Romana, ſimul Germana fre- Sola ego Oxſaribus quondam delect uentat creandis Sæpius,& merces vendit emitque Glorior,& celebris mercatu duplice no- ſuas. men Et populos utriusque frequenter Franci-Uſque ad Amaxobios peregrinà merce dosoræ propago: Cogls,& exerces ſic data JuraEt fœcundus ager, populus cum divite tibi cenſu, Francidos es geminæ ſic Francis, vt Hella-Cæſaribus ſervata fides, prudensque Se. dis Hellas natus, Urbs quondam populis Acttica clara Hæc mihi ſi conſtent, quis me neget eſſe V fuit. beatam? PAULI MEILISSI. auſſer bereits angezogenen vnterſchiedli⸗ Rbs Atricorum olim velut chen Seribenten P. Pertium lib. 3. Rerum Hellas vocata eſt Helladis; Germ. Caſp. Ens in delſciis apodem. pet Orbisque Roma totius Germaniam Theatrum Europæum,(da Quoddam quaſi compendium; auch tom. 2. fol. 190. die Beſchreibung Formoſa ceu Neapolis dieſer Statt zu finden) Johan. Cuſpi. Italia dicta eſt Italiæ; nianum, in Gunthero Cæſare, Joan. La. Uc Gallia nunc Galliæ Dici poteſt Lutetia; Sic Francofurtum, nundinas Propter frequentes, nomina Germaniam Germaniæ. tomum ‚geweſenen Decanum zu S. Bar- tholomæi in Franckfurt, in ſeiner geſchrie⸗ benen Chronica, Odtavium de Strada in vitis Imperat. p. 3. pag. 467. I. Gryphi- dacſſtanan n Saxon. c. 74. num. es ⸗(baſelbſten von des Worts Meſſe Vr⸗ PETRIx LINDEBEKRGII. ſprung) Munſteri der Worta ſ Joh. lves opum, mundi microcoſmus Jacob. Draconem de Origine& Jure Pa- Martia murts, triciorum lib. 3. cap. I. num 17. pag. Germana Aonidum, Filia Mercurii. 207. Pancirollum de Salvatoris noſtti Et clara Emporio,& rerum penuarta cel ſtunica inconſutili„ quæ adhuc Franco- . la eſt, furti adſervari dicitur, part. 1. rer. Urbs à Francorum ſic vocitata vado. memor. tit. Fibula; Schadæum part. 5 4. Slel⸗ Ateaee — — — — — 4— ——:— 2—— ———'üo—,———— Nund in Knam i Flle „Wann ſchegene (haber, 12 ſo Prides Aaeitame ſamdhm den Jan Beſtehe von deme, was geſagt worden Tiktaren,a daſſhegag dalcrworcg innupdege maheer Ip fetingäat e die Aütham heſopa dan die 18 Tiöhegge e. de mnns Fntn nie Klidhung, la ſruie In aheri ch. E ſtann uag nrg d, bekemnt b Nannl ſ guſen Pmſ Kbabgi rdeun,.. vdonic— N Sddom dit, 1 1 ellus n, lp ) klldao r. 4Cat, 1 1 Tami, he Aau aldim. utonica int d des urtun qu Cr 3 Kuenta 18 Opg, ro ait, fanco, cal ar nn gens. Crdarbos am eandis telebts nea chh en maxobios eri: topago: ager, pof lun enlu, vata ſides, 1i un atus, conſtent, G n catam: in deme,was 3tt angezogen üri ten D. Deri 1 ſ Eos in del 2 jodh Thcatrum Aelb, ol. 19o. d* ſſchi zu fiden u Gonchero P in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 4. Sleidan. Cont. lib. 1. ſeqq. von der ob⸗ gedachten Unruhe allhie: Hentznerum in Itin. Germ. Galliæ,&c. p. 177. Dreſſe- rum de Urbibus Germaniæ, Megiſerum in Theatro Cæſar. pag. 526. Freherum ad ad Andl. p. 167. Von dem Saalhof, Re- lationes,&c. b Freudenberg. Lat Nord⸗Weſtwaͤrts von Haͤger 34. von Siegen 12.oder aber eine gute lange Meyl wegs. Iſt faſt bekandt, wegen des Eyſens, wie auch des Stahls, ſo daſelb⸗ ſten geſchmidt und gemacht wird. Hat gegen Weſten, unnd das Hertzogthumb Bergen, ein Schloß ligen. Die Kirch all⸗ hie hat Herꝛ Johann der aͤlter, Grafe zu Naſſau(dann dieſer Orth in die Graff⸗ ſchafft Naſſau gehoͤrig iſt) von neuem wie⸗ derumb huͤbſch auffrichten, und inwendig mit ordent⸗ und zierlichem Gebaͤu gantz verneuen laſſen. Friedberg. G Jeſe des H. Roͤmiſchen Reichs:in der = Wetterau, und an dem Gebuͤrg, die Hoͤhe genant, gelegene Stadt, iſt zeitlich erbauet, nachmahls An. 1211. vom Kay⸗ ſer Friderico 1I. wie auch in nachfolgen⸗ den Zetten, von andern Roͤmiſchen Kay⸗ ſern und Koͤnigen, mit herelichen Privile⸗ gien, Freyheiten, Regalien und Gerech⸗ tigkeiten, begnadet und begabet, auch bey denſelbigen biß auff den heutigen Tag er⸗ halten worden. Man findet in den Hiſto⸗ rien, daß die Roͤmiſche Kayſer zum offter⸗ mahlthre Reſidentz, Zu⸗und Eintritt da⸗ ſelbſten gehabt haben. Esiſt vermuthlich, die Stadt habe ihren Nahmen von dem beſagten Kayſer Friderico dem Andern, bekommen, daß ſie Friderichsberg, oder Fridberg genennet worden; wie dann auch die gefreyete Kayſerliche Burg daſelbſt Caſtrum Friderici, Friderichsburg, oder Fridburg, genennet wird. Andere wol⸗ len, ſie heiſſe Mons Pacis, Friedeberg; zei⸗ gen aber dieſes Nahmens keine Urſachen an. Es iſt gewiß, daß die Stadt Friedberg lang vor Kayſer Friderici Zeiten geſtan⸗ den, bekannt, und beruͤhmbt geweſt ſeye. Man will ſagen, dieſe Stadt ſeye vor den groſſen Brunſten, ſo ſie erlitten, weit uͤber die halb groͤſſer, und faſt bey einer halben 9 Meyl Wegs lang geweſen: nnd ſoll die Kirch, ſo jetzt unter Friedberg bey dem Gutleuthhauß an der Straſſen liget, vor⸗ hin mitten in der Statt geſtanden ſeyn. Dem ſeye aber allem, wie ihm wolle, ſo muß eigentlich die Statt viel groͤſſer, und wettlaͤufftiger geweſen ſeyn, als ſte jetzund iſt, dieweil nicht allein viel alte Monu- menra, von Brunnen, Kellern, und an⸗ dern Gemaͤuren, in den Aeckern, und Gaͤrten, doch mehrertheils zugeworffen, und außgefuͤllet, gefunden werden; ſon⸗ dern auch die Faſten⸗Meß, ſo Anno 1340. nacher Franckfurt kommen, daſelbſt von Kauffherꝛen⸗ und andern frembden Leu⸗ then, in groſſer Anzahl gehalten worden, da dann Raum und Platz genug geweſen, die Waaren da abzutaden, und nieder zu legen. Weil es aber den Kauffleutheu in die harꝛ unbequem, und beſchwerlich war, die Waaren, ſo auf dem Waſſer zu Franck⸗ furt ankommen, noch drey Meyl wegs, mit groſſen Koſten und Beſchwerde, wei⸗ ter zu Lande zu fuͤhren; verlegte Kayſer Ludwig der Vierdte, im beſagten 1340. Jahr, aus obgemelten Urſachen, die Fa⸗ ſten⸗Meß von Friedberg gen Franckfurt an den Mayn, da ſie auch noch heutiges Tags, neben der Herbſt⸗Meß bleibet, und Jaͤhrlich gehalten wird. Es ſind aber hernach, mit der Zeit, vier andere Jahrmaͤrckte, mit Kayſer⸗ und Koͤniglichen Privilegien, und Freyhei⸗ ten, zu Friedberg angerichtet, und beſtaͤt⸗ tiget worden; wie ſie auch noch gehalten, und von einer groſſen Menge Volcks be⸗ ſucht werden, darunter der dritte am Son⸗ tag nach Trinitatis iſt, welchen man das Spiel, oder Spiel⸗Marck nennet, die⸗ weil von Alters her die benachbarte Fle⸗ cken, und Doͤrffer, mit beſonderer Solen⸗ nitaͤt, daſelbſt zuſammen kommen, und die Burgerſchafft die Paßion, oder ein ande⸗ re Geiſtliche Comoͤdiam, von wegen der Küchweyhe, und Dedication des hohen Rütaes in der Pfarekirchen, geſpielet ha⸗ en. Es hat die Statt hernach zu nnterſchied⸗ lichen Zeiten durch Brunſt groſſen Scha⸗ den erlitten. Man findet iu alten Jahr⸗ Buͤchern und Verzeichnuſſen, daß Anno Chriſti 1383. Neunhundert, und An. 1447. abermahls ſiebenhundert Gebaͤu, ſollen H 2 abge⸗ —————ÿ— 60 Beſchreibung der vornembſten Orth abgebronnen; welches groſſe Feuer aus und wol gebadet hatte. In der Judengaſ⸗ einem Spiel, zwiſchen zween Buͤrgern, umb drey Pfenning willen, ſolle entſtan⸗ den ſeyn, daß einer dem anderen auß Rach das Hauß angezuͤndet, dardurch die Bür⸗ ger in hoͤchſte Armut gerathen, daß ihre ei⸗ gene Doͤeſſer zu Wideraufft ichtung ge⸗ meier Häuſer, ſie daruͤber verpfaͤnden und verſetzen muͤſſen, deren ſie noch heuti⸗ ges Tags in Mangel ſtehen, und dieſelbe wieder an ſich zu loͤſen, ob præſcriptionem ſen daſelbſt iſt ein ſehr altes Monumen- tum, von einem wunderbarlich weitem Brunnen ſehr kuͤnſtlich, und ſonder Zweif⸗ fel, mit groſſer Gefahr und Koſten er⸗ bauet. Dannder Brunn iſt rund, und hat 84. Steine Stafſeln biß auff das Waſ⸗ ſer, und dreyzehen oder vierzehen unge⸗ fehrlich in das Waſſer hinab. Iſt Bogen⸗ weiß alſo geſchloſſen, daß man ven oben herab biß zum Waſſer, und wieder hinauß longi temports, ſchlechte Hoffnung haben. Der Mordbrenner iſt bald ergriſſen, und zu wol verdienter Straff in heiſſem Oel geſotten, die Stadt auch allgemach in der Groͤſſe und Wette, wie ſie jetzund iſt, auff⸗ gebauet worden. Zur ſelben Zeit haben etliche vornehme Geſchlechter, und darunter die Schwartz⸗ ſteigen kan. Die Juden haben ihn um ein Summa Gelds beſtanden, und brauchen ihn zu threr gewoͤhnlichen aberglaubiſchen Reinigung. Es werden allhie Jaͤhrlich zween ſtatt, liche Synodi, oder Capitul, der nechſtge ſeſſenen Theologen, Pfarrern, Kirchen⸗ und Schuldtener, aus der Landgrafſchafſt berger,zu Fridberg gewohnet, darauß man Heſſen, Graffſchafft Koͤnigſtein,(ver die Sechsner in Rath gezogen, ſo ſich nach dieſem) Hanau, Solms, Iſenburg, und der Brunſt, auf Franckfurth begeben. der Burg Friedberg, auch andern Adeli⸗ Sonſt hat dieſe Stadt uͤberauß tieffe Kel⸗ chen Sitzen, in groſſer Anzahl gehalten, ler, und offt zween oder drey uͤbereinander und mit Chriſtlichen, und loͤblichen U⸗ in einem Hauß. Deßgleichen hat auch die bungen vollbrucht, nemblich an dem Dien⸗ Stadt ein weite ſchoͤne durchgehende Gaſ⸗ ſtag nach dem erſten Sontag Trinitatis, ſen, als man irgend in einer Stadt ſinden und den naͤchſten Dienſtag nach St. Gal⸗ mag, und neben andern gemetnen Brun⸗ len Tag. Ihr Obriſter iſt jederzeit des nen mitten in der Straſſen dreyſchoͤne und Orts Pfarrer, welchen die Capitulares tieffe Brunnen, mit ausgehauenen brei⸗ ihren Archipresbyterum nennen. Ihme ten Brunnſchellen, Geſtellen, und ey⸗ ſeynd ſieben Diffinitores zugeordnet,gleich⸗ ſern Roͤſten; wol verſehen und gezieret, off ſamb als Richter in dieſem Geiſtlichen welches Brunnen⸗Geſchell einsmals ein trunckener Schmidt⸗Knecht des Abends ſich geleget, entſchlaffen, und im Umb⸗ wenden in den Brunnen gefallen, daß ih⸗ me das Waſſer uͤber dem Kopff zuſammen geſchlagen, darvon er erwacht iſt, und im Schrecken die Mauer mit den Haͤnden ergriffen, geſchriehen, und endlich von den Waͤchtern gehoͤret worden; welche vermeynet, es ſeye Feuersnoth vorhanden, haben angefangen zu blaſen, und die Buͤr⸗ ger auffzuwecken, welche dem Brunnen ugeloffen, Waſſer geſchoͤpffet, und ſich er Schmidtknecht an dem Brunnen⸗ Sey! gehalten, daß er ſchier den Schöpf⸗ fer zu ſich hinab gezogen, der von ihme nichts gewuſt; weil er aber heſſtiger ge⸗ ſchryen, und ſich zu erkennen geben, hat man ihn endlich herauß gezogen, und bey Leben erhalten, nachdem er ſchon drey gan Conſiſtorio, je die Gelehrtiſten und Ver⸗ ſtaͤndigſten aus jeder Herꝛſchafft. Wel⸗ che Zuſammenkunfft in eine feine richtt⸗ ge Ordnung, nachdem nicht wenig Un⸗ richtigkeit ſich befunden, gefaſt und be⸗ ſchloſſen worden, Anno 1565. den 1§5.No⸗ vembr. Die Einkommen des Capitels fal⸗ len aus Heſſen, Iſenburg, Braunfeiß,.,. 1 Köͤnigſtein, Stadt und Burg Friedberg. Umb die Stadt hates ein ſchwartz, feiſtees und fruchtbares Erdreich, welches aller⸗ ley gute Winter und Sommer⸗Fruͤchte traͤget. Nicht weit von Friedberg quillet auch ein guter Sauerbrunn, der vielen Menſchen zum Durſt und Geſundheit wol bekommet. Und ſo viel aus dem Abraham Sauern. Obgedachte Burg, ſo nach ihrem Er⸗ bauer, obgemeltem Kayſer Priderico II. wie geſagt Friderichsburg genannt wird, tzer Stunden in dem Brunnen geſtecke, iſt ein weitlaͤufftige Veſtung, auff Suen elſen — —2——y —n—— 5, ſſſſſ“ —— —O——— 5 —— e 71 — re er 5— 6 51174 7. 8„„ —— ſtung Was Ve ☛☛— —— A Jüh,— ktthaltung Sbeper, 94Lo glchre 1 rni der 6ʃ Seitgebenne nab des Scand, N Scattdas an yxſcſchem Virach de um bor 41 kallwen Uen; Cſar Lenn! nekgueſtr 3 p dig döcſcher e hüitn in ſchdiefe em G ihh, Ope gifin, I m. Sch t Ceier. 1 —= —= — — — — — — — — — — in Heſſen und den benachbarten Landen. 61 Felſen erbauet, darzu eine deſandere Graff ſchafft, die Graffſchafft Keichen genannt, gehoͤrtg iſt. Und hat ſolche Burg in ſei⸗ ner Bewahrung ein Burggraff, welcher aus dem darzu gehoͤrigen Adel(ſo zu Frid⸗ berg eine beſondere Cantzley hat) erwoͤy⸗ let wird. Eserlegt wegen dieſer Burg die Ritterſchafft ihre Contribution, neben den Ritterſchafften am Rhein, und in der Wetterau, darbey ſie auch Anno 1577. ſeyn gelaſſen worden. Aber der Stadt Friedberg Reichs Anſchlag iſt Monatlich 12. zu Fuß, oder 48. Guͤlden, und zu Un⸗ terhaltung des Cammer⸗ Gerichts zu Speyer, nach dem erhoͤchten Anſchlag 54. fl. 10. Kr. 5. Heller, Jaͤhrlich. Es hat gleichwol jederweilen zwiſchen der Burg und der Stadt, des Stands, ꝛc. halber, Streit geben; Davon der Author des Be⸗ richts des Heil. Reichs Stadt Friedberg Stand, Regalien, ꝛc. betreffend, der Stadt das Wort thut; hingegen hat die Kaͤyſerliche Burg beſagten Bericht nun⸗ mehr auch wiederlegen, und ſolche Refu- tarion vor wenig Jahren in offenen Truck kommen laſſen: So koͤnnen auch Her: Capar Lerch von Dürmſtein, de Ordi- ne Equeſtri Germanico, in fund. 2. ſumm. 135. ſo die Burg vertritt, und andere, geleſen werden: Und wird ein Unpar⸗ theyiſcher dieſen Streit, zwiſchen der Adelichen Burg, und der Stadt, ob nem⸗ lich dieſe ein unmittelbahrer Standt des Reichs, oder aber beſagter Burg Burg⸗ graffen, und ſelbigen Ganerben, unter⸗ worffen ſeye? auß den getruckten der Stadt Privilegien(die auch Limnæus lib. 7. de Jure publ. cap. 17. num. 4. ſeqq. ſe⸗ tzet) und obigen Schrifften erkennen koͤn⸗ nen. Siehe auch Chriſtoph. Beſoldum de Civitat. Imper. p. 5. unnd Wehne rum in pract. obſerv. pag. 197. daß ſie nemlich mit der Reichs⸗Behd begnadet, ihre Krieg zu beſtellen, die Landſtraſſen mit dem Gleyd zu verſehen, Zoll, Mahl⸗ geld, Weggeld, Bruck⸗Marck⸗Huffgeld zuerheben, Ordnung, und Satzung zu machen, zu ſtraffen, die Regimenter und Aembter zu beſtellen, Ralh und Gericht zu halten, Privilegia, und lmmunitates zu geben, befreyet iſt. Im Chriſtmonat des 1631. Jahrs, ward dieſes Friedberg, drey Meylen von Franckfurt, und 3. von ſelbigen Jahrs, ward der Spau⸗Don Al- Gieſſen gelegen, Start und Buꝛg, vo den Schwediſchen eingenommen, und hat her⸗ nach ven beyden kriegenden Theilen viel ausgeſtanden. Als auch di Weymariſche, nemblich die hiebevor von Hertzog Bern⸗ harden zu Sachſen commandirt, aber her⸗ nach in Frantzöſiſche Dienſte getrettene Regimenter, das veſte Hauß Braunfelß, Geelhauſen, Urb und Buͤdingen erobert, ſo kam den 10. 20. Jannarli Anno 1640. Stadt und Burg Friedberg in ihre Ge⸗ walt: Aber noch in ſelbigem 40. Jahr, den erſten Chriſtmonats, Nen. Cal. eroberten die Kaͤyſer⸗und Baͤyriſchen, beydes wie⸗ derumb durch Accord; welchen Herꝛ Gott⸗ fried Huyn, Graf von Geleen, und zu Wachtendonck, ꝛc. auff Kayſeriſcher; und auff der andern Seyken, Jehann Lato⸗ mus, geweſter Commendant, unterſchrie⸗ ben haben; vnd iſt darauff den 3. Decemb. der Außzug geſchehen. Dieweil H. M. Johann Philip Goͤt⸗ zen Gluͤckwuͤnſchungs Predig, wegen des erlangten Reichs⸗Friedens, allhie, in der Kayſerl. Burgk, im Julio Anno 1650. gehalten, und von Ihme, Heren Wolff⸗ gang Adolphen von Carben, zu Staden, Burggraven: Item beyden Herren Bau⸗ meiſtern, und den ſaͤmptlichen Regiments⸗ Burgkmañen der Kayſ und des H. Reichs BurgkSrtedberg, ꝛc. dedicirt, und zu Gieſ⸗ ſen in 4. gedruckt, heraus kommen: Als hab ich folgendes heraus ziechen, und hie⸗ her bringen wollen. Der ſchretbet nun, un⸗ ter anderm, p. 48. alſo: Anno 1309. hat nach Abgang des letzten Graven zu Kay⸗ chen, Kayſer Henricus VII. als welchem ſolche anheim gefallen, neben den Chur⸗ fuͤrſten des Reichs, die loͤbliche Burgk⸗ manne, mit ſolcher Graffſchafft genaͤdigſt belehnt, inveſtirt und confirmiret, auch ſucceſſu temporis, die Römiſche Kaͤyſer, mit vielen herꝛlichen Privilegis, deren Sie noch mit groſſem Lob genieſſen, begabet, ꝛc. Und in der Dedication ſagt Er neben an⸗ derm auch folgendes: An. Chriſti 1620. den 14. Tag Decembris Sr. Vet. Sind erſtlich die Spanniſche Kriegs Voͤlcker, unterm Commando eines Graven von Nider⸗Iſenburg, hier eingezogen. Auff die kam Anno 21. den 21. Septembr. Ritts meiſter Oppermondt. Den 22. Octobr. H 3 bero 62 Beſchreibung der vornehmſten Orth bero de Laſſades, mit ſeiner Reuterey, herein quartirt, welcher ein faſt unglaub⸗ liche Summen Gelds ullhier erpreßt, und ſonſten uͤber alle maſſen exorbnirt. Die ſer Don Albero zog ab den 22. Tag Mar⸗ tii 1622·wiei gleichem Hauptmann Dett (ſo mit dem obgedachten Graven von ſenburg Anno 20. hieher kommen) den 6. April. So bald zog herein Hauptmann Caſpar Schnitter, mit einer ſtarcken Com⸗ pagny. Anno 23. kam herein Rittmeiſter Hans Chriſtoff Scherich mit 100. Reu⸗ tern, ſo den 22. Martii 1624. wieder ab gezogen, und kam herein Johann Beck von Lüͤtzelburgk, Hauptmann, mit 300. Soldaten, und vielen Weib und Kindern. Anno 25. kame hierzu Hauptmann Burg⸗ graf, ſo aber hernach bald wieder fortgezo gen. So iſt den 29. Septemb. gemelten Jahrs, Don Franceſco de Vcrdugo, zu obgedachten Beckiſchen Voͤlckern, mit etlichen Reutern kommen. Anno 26. hat neben der Beckiſchen Compagny, Haupt mann Gotthart ſeinen Muſterplatz hier bekommen. An. 28. iſt Hauptman Wolff, obgemeltens Herꝛn Hauptmann Beckens Bruder, mit deſſen uͤberlaſſenen Compa⸗ gnia, Commendant worden, und wurde ſein Herꝛ Bruder Obriſt Lieutenant unter dem Fuͤrſtenbergiſchen Regiment, hernach General Feldmarſchalck, und Gubernator zu Lützelburg. Anno 1629. den 30. Januar. iſt Hauptmann Burg⸗ graf mit ſeiner halben Compagnia wider herein kommen. Anno 30. den 4. April. iſ Hauptman Burggraf weg: und Haupt⸗ man Harff mit ſeiner Compagnta herein kommen. Damals war allhie Gubernator Monſieur Louys de Verreicken, und hat bey ſich gehabt Hauptmann Baurn, und Hauptmann Fovrim, mit Wallonen. An⸗ no 31. den 19. Decembr. iſt der Schwe⸗ diſche Obriſte, Hubalt, Gubernator zu Hanau, mit etlichem Volck herkommen. Und nach dem obgedachter Hiſpan. Gu⸗ bernator Verreicken, ſeine Kriegsvoͤlcker mehrentheils zuvor auff Braunfelß ge⸗ ſchickt, Er aber in Perſon ſich obermel⸗ tem Obriſten Hubalt ergeben, iſt Er von Ihme auff Franckfurt gelaſſen; und her⸗ mit dem Stab hier gelegen, den 16. Octo⸗ ber iſt der Schwediſche Oberſter Roſa herein kommen, mit ſeinem Regiment zu Pferdi. Den 7. Novembr. Hertzon Bern⸗ hard von Sachſen⸗Weymar. Den 10. Novembr. Obriſter Princk mit ſeinem Y Regiment. Den 15. Novembr. iſt etlich Fußvolck mit einem Capitain⸗Lieutenant von den Ramſaiſchen Voͤlckern, aus Ha⸗ nau, herein, die Princkiſche Reuterey a⸗ ber hinauß kommen. Den 18 Octebr. hat der Kayſeriſche General Wochtmeiſter Boͤnnighauſen hieſige Kayſ. Burgk(wo⸗ hin gedachte Hanauiſche Volcken ſich be⸗ geben,) nachdem Er die Siadt gunwillig einbekommen, mit Gewait angegriffen, auch bald erobert: darauff der Odriſte Lieutenant Ernſt Papa hie das Com⸗ mando bekommen, welcher viel ſchoͤne Haͤuſer laſſen niederreiſſen. Anno 35. den 24. Decembr. iſt Herꝛ Graf Monrecu- culi anhero kommen, und hat hieſigem Ort ein groſſes gekoſtet. Anno 36. den 28. Febr. iſt Obriſter Souis, hieher gelangt, auff den ein faſt unglaubliche Summ ge⸗ gangen. Den 9. Junit, iſt nach Abzug der Soliſchen Volcker, Obriſter Wacht⸗ meiſter Volpert, mit 200. Mann, von den Boͤnighaͤufiſchen hier blieben: wel⸗ cher bey Füruͤberztehung Inro Fuͤrſtl. Gn. Landgraff Wilhelms von Caſſel, vff Hanau, die Vorſtatt, die Uſergaß, und der Kayſ. Burgk Vorſtatt, zum Garten genannt, mehrertheils abhrennen laſſen. ſt Den 21. Julii, iſt Haup mann Donaͤcker mit ſeiner Compagny herkommen; Anno 37. hat Friedberg, Burgk und Stadt, zu Regenſpurg erlangt, auff ihren Koſten ein eigne Compagny zu werben, daruͤber Da⸗ vid Paræus von Heydelberg, vom Heren General Geleen, verordnet worden. Anno der, mit ſeinem Regtment, in die Stadt gelegt worden, ſo bey ſeinem Abzug 40. tauſend fl. gefordert, 2000. Reichsthaler empfangen, und das Vieh mit weggenem⸗ men. Den 15. Decembr. iſt ein Lieute⸗ nant vom General Geleen, mit viertzig den. Anno 40. den 10. J nuar. iſt Herr gegen Hauptmann Fiſcher herein gelegt Obriſter Roſa Friedbergs maͤchtig wor⸗ worden. Anno 34. den 8. Septembr. Iſt den. Den 6. Febr. iſt Hauptmann Soſe⸗ der Heſſ. Caſſeliſche General Melander wind herkommen, dem den 7. Martil ge⸗ folget 39. iſt Obriſter Devoreux, ein Jrelaͤn⸗ Mann zu Paræi Compagny gelegt wor⸗ = b t07 — unne, n. tCote T ſenqn ne d pwem aa g zagautenge! fauter. u Tunpagm n ke den gtn g ſdan Rate d dukhersſe drohitt, ſaicheng de Prnc 3 wuc Wumeg 4 che g 88 Gtner t ruſt Ppe ans mmen, w a niederiſet S d . iſt Her ae kommen, C. ti s gtkiſtt men ” ſſter Sols, ai 3n aſtungloud iur n 9. Juni Fct Volcker, aerg. ert, mit2 cn uflſchen his m. ruͤbergtehun 2 [Wihems aiif Vorſtatt, T azi rgk Volſtc 1e⸗ hrertheils g nal iſt Haup mn de mpaanyhet Ken, erg, Bug u6. dangt, aoff ai zny zu werh mrie Heydebe pen. n verordne ter Devoteſ tn, Regimch i „ſo beyſitrsib zrdert, w6. ll in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 63 folget Obriſter Balthaſar Ruͤdiger mit mit Fewer verderbet, endlich, nach ſtar⸗ ſeinem Regiment, Obriſter Sckart, Item, cker befundener Gegenwehr, als Ihm O⸗ die Doll Roſtſchen: vnd haben damals 18. briſter Heckel, onnd andere, todt dii ben, Compagnyen eine Zeitlang hier gelegen, vnd beſchaͤdigt worden, fruͤh morgens vn⸗ nach deren meiſten Abzug, iſt Obriſter verrichter Ding, wieder nach Heſſen von Wachtmeiſter Latomus, mit etlich hun⸗hier abgezogen. Anno 46. 28. Julit, iſt dert Mann, hier blieben. Den 16. Novem. Herr Obriſter Knoͤring, mit 100. Mann dieſes 40. Jahrs, Alt. Cal. hat Herr Ge⸗ zu Fuß herein, vnnd neben Ihm, in die neral Geleen die Statt, nach geſchoſſener Statt Herr Obriſt Wachtmeiſter Ploß, Preß, beym Faurbacher Thor,hinder dem mit 200. Reutern, einquartirt worden. Altenberger Cloſter, mit Sturm erobert, Dieſemnach, ward im Auguſto Herr O⸗ darauff die Statt ſehr außgepluͤndert wor⸗ briſter Reiffenberger allhie Commendant; den. Folgends ward die Keyſerliche Burckwelcher aber, nachdem Er Anno 47 den obgedachtem Herrn Latomo, durch Ac⸗o. Tag Maji, vom Heſſen Caſſeliſchen cord, abgewonnen, vnd Herꝛ Obr. Fran- General, Herrn Caſpar Cornelio von gepant vom Beckiſchen Regiment, mit Morraigne, mit bey ſich gehabter Armee, ſeinem gantzen Regiment, herein gelegt: berennt worden, vñ folgenden Montag, den vmb welche Zeit wiederumb viel ſchoͤner 10. Tag Maji, am Maintzer Thor, die Haͤuſer allhier abgebrochen, und das wey⸗Mauren etwas nlder geſchoſſen, vnnd die land ſchoͤne vnnd beliebte Friedberg wüſt Statt erobert, hernach folgenden Dien⸗ vnd wie eine Witwen worden, daß zuvol ſtag ein groſſer Ernſt gegen der Kayſeriſ. voll Volckswar. Nach Abzug des Becki⸗ Burgk, mit Stein einwerffen, vnd vnge⸗ ſchen Regiments, den 16. Tag Majt, An. woͤhnliche Granaten Ihnm gezeigt worden, 41. iſt herein gelegt worden Hauptmann fuͤr ſein Perſon, vnnd Ihm angehoͤrige Tibante, vom Mandesloiſchen Regtm. Sachen, ein ſicher Geleyd veraccordirt, mit 3. Compagnyen. Den 1⸗Julit iſt hier⸗ die anvertraute Guarniſon, vnd Poſten bey einquartirt worden Rittmeiſter Weſt aber, auf Gnad und Ungnad(oder auff phal vom Koͤnigseckiſchen Regiment, mit Soldaten Diſcretion) vbergeben. Hier⸗ 90. Reutern. Den 22. Sept. iſt Herꝛ Obr. auffiſt erſtlich, von den Heſſiſchen, Herr Lieuten. Johann Winther mit einer frey Obriſter von Vſſeln, vnnd hernach ſein Compagny, herein gelegt worden. Anno Herr Bruder, Obriſter Wachtmeiſter, 42. den 9. Auguſti, iſt Here Obriſter Jo⸗ Commendant wordé. Nach dieſen beyden, hann Jac. von Tullion, an gedachtes H. hat Herr Obriſter von Stockheim genant Winthers Stell kommen. Anno 43. den Haſſelholtz, mit 8. Cempagn. zu Fuß, vnd 29. Octob. ſind beyde Graven von Wal⸗einer Compagny zu Pferd, das Comman⸗ deck, vnnd Naſſau, mit 2. Compag. Reu⸗do ein geraume Zeit allhie gehabt. Nach tern, zu den Tulloniſchen gelegt worden. deſſen Abzug ward Commendant Herr Anno 44. den 7. Jan. iſt Obriſt. Wacht⸗Joh. Boͤnhauß, Obriſter Wachtmeiſter, meiſter Hautencourt mit einer Compagn. ſohernach allda verſtorben. Auff Ihn hat Reuter, herein gelegt worden. Den 12. das Commando bekommen Herr Obrſſt. Januar. hat Obr. Lieuten. Winther ſein Wachtmeiſter Schiebel, bey deſſen Zeit Coupagny, vnd Commando, allhie wie aber, der Frieden⸗Fuͤrſt JEſus Chr ſtus, der bekommen. Den 24. Julii, hat Herꝛ die gute Zeitung zu Friedberg, von Nuͤren⸗ Obriſter von Tullion ſolche Winthert'berg laſſen ankuͤndigen, daß hleſiger Ort, ſche Compagny abermals erlangt. Anno vermoͤg deßdaſelbſt auffgerſchten Haupt⸗ 45. den 28. Auguſti, iſt Rittmeiſter Mal⸗Receſſes, der in die 0. Jahr lang beſchwer⸗ tzoſſsky, mit ſeiner Compagny Reutter lich geweſenen Kriegs⸗Guarniſon, in Pri⸗ herein kommen. Den 28. Septemb. hat der no Termino, in 14. Tagen ſolte befreyet Heſſen Caſſeliſche Obriſter von S. An werden; welches auch gluͤcklich ins Werck dre, mit 2000. Mann die Statt am Main gebracht, und bey dem am 5. Tag Julit tzer vnnd Faurbacher Thor, angefallen, dieſes 1650. Jahrs, frühe morgens be⸗ viel Fewerkugeln in die Statt geworffen, chehenen Abzug, die Kayſ. Burg, vnnd die gedachte Statt⸗Thore mehrentheile Reichs Statt Friedberg, wieder in den al⸗ ten: ——— 64 Beſchreibung der vornembſten Orth ten: vnd Friedens⸗Stande, geſetzt worden. Stimm, daß ſolches einen guten Außgang Vnd ſo viel aus angezogenem Herꝛn Au. hres Vorhabens anmelde, vnnd bedente, LOte. tumaſſen dañ auch ſolches ihrer Seits wahr Es ligt nahend Friedberg der Fleck Ox⸗worden iſt. Den Marſtall allhie, oben am ſtat, deme von Franckenſtein gehoͤrig; Teiche gelegen, hat Anno 1583. obhoch⸗ wie in dem 5. Theil des Theatri Europ. gedachter Herꝛ Landgraff Wilhelm, die .925. a. geſagt wird⸗ Meyerey aber ſein Herr Sohn, Landgra T.Sez. a,geſaß Moritz, in An. 1596. wte auch enanenſ Friedewald. ge Schewer in An. 1601. und den neuen Marſtall folgenden Jahrs gebauct. Esn Riedewald, ein Fuͤrſtlich Nieder⸗Heßt⸗ aber dieſes Schloß, im naͤchſten aeeſ U ſches ſchoͤnes Schloß, in einem der groͤſ⸗ biß auffs Jahr 1641. dreymal eingenoin⸗ ſeſten Heßiſchen Waͤlde, ein Meyl von men; aber allezeit, von den Heſſiſchen, mit Herßfeid, und faſt in dem Sullingswalde Kriegsliſt, wieder bekommen worden;wel⸗ (daran es viel ſtattuiche Gruͤnde, und Wey⸗ches auch im Jahr 43. den 9. Hornung, den, auch ſchoͤne Forellen Teiche, vnnd Alten Calenders, geſchehen, da ſolches Baͤche hat, und darinnen man noch ſehr Hauß Friedewald der Heſſiſche General viel Merckzeichen von verwuͤſteten Doͤrf⸗Wachemeiſter, Herꝛ Carl Nabenhaupt, fern, Kirchen, und dergleichen, findet,) abermals mit Liſt erobert hat; wiewol vor⸗ under dem Dreyenberge, welcher auch hero, einmals, der neue Marſtall, ſampt ziemlicher Hoͤhe, und in ſeinem Umbkreiß ſeinen ſcoͤnen Zimmern, fuͤr die Hoff⸗ faſt dreyeckicht iſt; ſampt dem Dorfſf, und ſtatt, biß auf eine Seite abgebrant worden den hohen Bergen nach zu rechnen, in ei⸗iſt. Ob aber ſolches Anno 1645. da ſich nem Grunde, doch auf einer Hoͤhe, gelegen⸗dieſes Hauß, wie auch das Hauß Wol⸗ Iſt ein altes ſteineres, mit dicken Runde⸗ kerßdorff, an die Chur⸗Bayriſchen erge⸗ len, und ziemblichen Waſſergraͤben, ver⸗ben, oder noch vorher geſchehen, daran er⸗ ſehenes Jagdhauß, in deſſen Vorhoff ein mangelt gewiſſer Bericht. Das darzu ge⸗ herzlicher Kumpff und Springbrunnen, hoͤrige Ampt iſt zwar an Dorßfſchaßten auch von ſo groſſen Steinen, wie die Saͤu⸗klein;(dann deren, ſampt dem Gericht len zu Hirſchfeld gehauen, ſtehet; maſſen Heringen nur 9. ſeyn) Aber wegen des dann es einen faſt dergleichen, doch nicht gedach en Sullingswalde, an Maſt⸗und allzugroſſen Steinbruch in dieſem Ampt, Forſt⸗Gefaͤllen, ſehr reich. Es entſprin⸗ bey dem Hof Weiſſenborn, hat. Dieſen gen, zu beſagtem Friedewald, im Dorff, Orth erkauffte umbs Jahr 1480. Land⸗zwey Waſſer, unfern von einander, deren graff Henrich,(daran zuvor drey Ge⸗das eine gegen Abend, nach der Fulda; ſchlecht vom Adel gehabt, die Reckroden, das ander gegen Morgen in die Werra Milmoden und Altenberg) und brach das fleuſt. alte Schloß ab, baut ein Fuͤrſten⸗Sitz, und macht es feſt. Allhie verſambleten ſich Fulda Anno 1551. wegen Erledigung Landgra* Philipſen zu Heſſen, ſein Sohn, Land⸗Ißiſt die Hauptſtatt in dem Laͤndlein graff Wilhelm, Churfuͤrſt Moritz zu T. Buchen, von welchem oben im Ein⸗ Sachſen, Marggraff Albrecht von Bran⸗gang dieſes Tractats gemeldet worden iſt. denburg, und Johannes Fraxincus, Bi⸗Zehen Jahr zuvor, ehe dann der H. Bori⸗ ſchoff von Bajona, des Koͤnigs in Franck⸗ facius ſein Leben geendet, hat er an dem reich Geſandter. Als ſie nun im Rath bey Orth, der jetzt ſonders Zweiffels, von dem einander geweſen, und den Krieg beſchloſ⸗ vorbey flieſſenden Waſſer Fulda den Na⸗ ſen, ſo iſt ohngefehr ein ſo heller Blitz und men hat, nemblich im Jahr 744. ein Clo⸗ Donnerſchlag kommen, der das gantze ſter erbauet, ſo mitten in obgedachten Laͤnd⸗ Schloß dermaſſen erſchuͤttert, daß auch die lein gelegen, unnd Benedicttner Ordens Fuͤrſten erſchꝛocken, und es fuͤr ein boͤſes Zei⸗ iſt. Er hat vom Pabſt Zacharta l. erhal⸗ chen haben halten wollen. Aber Fraxineus, ten, daß ſolches Cloſter allem dem Roͤmt⸗ ein beleſener Mann, rieff laut mit froͤlicher ſchen Stuhl, vnd ſonſten keinem Dſeaſe — 9 Schl, g 1 ahr 16 N. ddig leget unda didaneng ri Jahr 4. nders, giſh derad da 3 7f ter, H En Tn at Lſterba ⸗da als, der neur 1al, en Bmmm afu feine Setd e tr ſolches An, , wit auchd. du in die 3* ſch vor er geſc dd d baict S ot iſt war a S ſt nur ſeyn. n Vulugedu 3 en, ſchrrait, in 33 6 i er, unfernvot 4 gen Abend, e gegen Morgt 18. Fundc 1 4 ie Houptſtat 84 V n, von wil † V Tractalsg ½ zuvor, t S danden 61 te ondels Sn anden Wſ 4 nblicin a ſmittenl Sn unnd e 2 M /7 1 4 7 79 7 7 8 8 So 1 N 1 NN WW ———yy—— —— Ra* 5, ——— thaug. 3. Pfare Lrck. 4. Das„Fehloß. 2. — Cas el, — senn —*. —— — K M 2 MeI — 5 u u 77 4 3 3 8— ☛‿☚ 5 8 äö“= 5 es— 2———— 52MR. F FWXel S. Weß w— Scer 9. Padls dor. o Freer, Nor. J. Florn thon. A as ‿ 7 /A 2ube ) — S,, u in Heſſen und den benachbarten Landen. 65 ſolte unterworſſen ſeyn: Welchem jeder dieſer Urſachen wegen, auch umb der Ge⸗ neuer Ahbt, wegen der Beſtaͤttigung, 400. daͤchnuß willen des H. Bonifacit, ſo all⸗ Guͤlden zu geben pflegt. Und war man da hier ruhet, und daß ſo gewaltige Leute auß Anfangs ſo eiferig, daß man auch die Weis dieſem Cloſter kommen, darunter Haiſtol- ber von der Kirchen ausſchloſſe. Die Schul tus„Hrabanus, Sunderoldus oder Sunzo, allhie hat folgends bey dem erſten Abbt Hildebertus, Erchenboldus, Bardo, zuge⸗ Sturmo, o ſehr zugenommen, daß bey der⸗ genant Chryſoſtomus,&c. Ertz⸗Biſchoͤſſe ſelben in einem Jahr, ſechs hundert vorneh⸗ zu Maͤyntz worden ſeyn, will einer den Abt mer vom Adel, und Ritterſtandts Soͤhne, Wideradum, welcher An. 1063. auff dem ſtudierens halber, ſich beyſammen befunden Tag zu Goßlar dem Biſchoff Hecelont haben, wie Hermannus Kirchnerus in O- von Hildesheim; den Abt Conradum, der rat. de Magnatibus Doctoribns, am 69. zu Maͤyntz Anno 1184. dein Ertz⸗Biſchoff Blat, des 2. Theils ſeiner Orationum pa- Philippo zu Coͤlln: und den Abbt Berthoum negyricarum, ſchreibet. Und meldet Johan- von Fulda, der zu Rom, bey der Croͤnung nes Trichemius, in ſeiner Hirſauiſchen Kaͤyſers Lothari, dem Ertz⸗Biſchoff zu Chronick, am 5. Blat, daßumbs Jahr 638. Magdeburg,ſich vorgeſetzt haben, entſchul⸗ unter dem Abbt Rabano, allhie auff die digen. Es iſt ein Abbt zu Fulda auch ein 270. gelehrte Moͤnch geweſt ſeyen. Dahe⸗ V Fuͤrſt des Reichs;und hat, wie in dem Geiſt⸗ ro dieſelbige Cloſter Schulſo beruͤmt wor⸗ lichen, auch in dem Weltlichen, nit allein ü⸗ den, daß man von allen Orten die ſtudie⸗ ber die Stadt Fulda, ſondern auch das gan⸗ rende Jugend gegen Fuldageſchicket. Des tze Land, ſo dieſem Cloſter unterworffen, zu Abbts Rabani Diſeipel und Schreiberiſt gebieten. Die Aempter im Land ſind Stadt geweſen Strabus, ein gelehrter beruͤhmter und Cent Fulda, auff 40. Dorffſchafften. Mann. Und hat dieſen Ort auch beruͤhmt Stadt Geiß, und Ampt Rockenſtul, Ainpt gemacht des Rabani Præceptor Alcuinus, Biberſtein. Ampt Fuͤrſteneck. Stadt Ham⸗ oder Albinus Flaccus, oder Alchuinus, melburg, und Ampt Saleck. Ampt Pruͤ⸗ welcher aus Britannia hieher geruffen ckenau, und Schildeck. Ampt Haſelſtein. worden, Haimo, Uſuardus, Freculphus, Ampt Mackenzell. Ampt Neuenhoff, des Hatto, Luitbertus, Lupus, Otfridus, Herrn Abbten Reſidentz. Gegen dem Vo⸗ Werenbertus, Helpericus, Hartmundus, gelsberg folgende vier Aempter, als Ulm⸗ Probus, Rudolphus, Candidus, Mago, bach, Weydenau, Hoſſenfeld, Heraldts. Modeſtus,&c. der Chronick Schreiber Ferners die Cente Flieten, das Ampt Gei⸗ Meginfridus, der Hiſtoriographus Rudol- ſel, das Ampt Weyers, Ampt Mutten, phus, und Ochlonus, ſo des obgedach⸗ Ampt Herbſtein, ꝛc. Cent groſſen Luder. ten H. Bonifacii Leben beſchrieben, wel⸗ Unter den Aebbten der erſte, ſo ſich beyder⸗ che alle etwan in dieſem Cloſter gelebt ley Schwerd gebraucht hat, war Thiero, haben. Daher, und weilen deſſelben Abbt, der An. Chriſtt 856.in Anſehen geweſt iſt. allein, wie geſagt, unter dem Papſt iſt, uñ Es werden aber die Aebbte allhie in dieſer von ihme ſeine Ehr und Hochheit, was den Ordnung gezehlet. 1. St. Sturmus, ober Kirchenſtand anbelangt,hat, ſo wird ihme Scurmio, welcher in Bayern von Adelichen der Vorgang und Vorſitz, nicht allein un⸗ Eltern geboren worden, den der H. Bonifa- ter allen Aebbten in Teutſchland, ſondern cius erſtlich in dieſe Landsart gebracht, und auch in Gallien, nemlich, wie es Theils ver⸗ ihn zu Fritzlar in der Cloſter⸗Schul, durch ſtehen, in Burgund, und dem Köͤnigreich den H. Wigbertum, Abbt daſelbſten fleiſ⸗ Arelat, ſo vor Zeiten zu Teutſchland gehoͤ ſig hat unterweiſen laſſen; und iſt alſo ge⸗ ret haben, gegeben: wiewol es andere auf ſchickt worden, daß er hernach den Anfang gantz Gallien ziehen wollen. Und ſitzet er zur Herßfeldiſchen Abbtey gemacht; von auff den Reichstaͤgen zu des Kaͤyſers Fuͤſ⸗ danen er allererſt hieher in die Buchen kom⸗ ſen; Iſt auch mehr, als von 400. Jahren men, und auß des gemelten H. Bonifacli hero, der Roͤmiſchen Kaͤyſerin Cantzler; Befelch der erſte Abbt im Cloſter Fulda welche Privilegia Henricus von Craleck worden, und demſelben vom Jahr 744. an, unter Kayſer Carl dem Vierdten, wieder⸗ biß aufs Jahr 770. in welchem er geſtorbe, umb renoviren und erneuern laſſen. Unnd durch 35 Tahr Voegeſtanden Der 2. Abbt war 66 Beſchreibung der vornembſten Orth b war Baugolffus, welchen etliche Gangol fum nennen. Dieſer hat zum Stifft bracht Hammelburg, Hunfeld, Roßdorff und Thurnheim, darzu auch hernach kommen, Geyſa und Reichenbach. 3. Racharius, 4: Æouu. ein Bayriſcher Edelmann, ſo An. 822, oder 24. geſtorben. 5. Der obgedachte Hrabanus, ſo hernach TCrtzbiſchoff zu Maͤyntz worden. 6 Hacto I. Unter dieſem iſt Eyterfeld und Wylmerhauſen zur Abb⸗ tey kommen. 7. Thioto. 8. Sigehardus. 9. Huoggi, insgemein Hago, deme Kaͤyſer Arnolphus das Evangeli Buch, mit. Bonifacii Hand abgeſchrieben, geben. Hat den Stifft mit Mellſtatt, in der Wetterau gebeſſert: Wie ſein Anteceſſor mit Ber⸗ gen und Waſſerheym. 10. Helinfridus. 11. Haicho, zu deſſen Zeit, im Jahr 929. Kaͤyſer Conradus Salicus, allhie, wie er in ſeinem Leben ſelber begehret hat, ehrlich begraben worden iſt. 12. Hildibertus, o⸗ der Heribertus, 13. Hadamarus, welcher die Haupt⸗Ktrchen, oder den Thumb, ſo An. 937. verbrannt worden, mit Huͤlff Kaͤyſers Otthonis M. wider gebeſſert, deſ⸗ ſen Kirchweyhe, oder Jaͤhrlicher Marckt, auff Allerheiligen Tag gehalten wird. Hat aber hernach durch Feuer, und ander Un⸗ gemach viel ausgeſtanden, daß ſie kleiner worden, wie heutigs Tagszu ſehentſt. Be⸗ ſiehe Georg. Fabric. in orig. Sax. p. 141. 14. Hatto II. welcher, als er, aus einem Abbt zu Falda, Ertzötſchoff zu Maͤyntz worden, von den Maͤuſen, wie theils ſchrei⸗ ben, gefreſſen woꝛden ſeyn ſolle;welchesaber Serartus, in ſeiner Maͤyntztſchen Chronick, eine Fabel zu ſeyn erweiſen wil. Iſt im Jahr 968. geſtorben. 15. Werhner, VVerinha- rius, oder VVernerus, ziehet mit Ottone dem Kaͤyſer in Apultam und Calabriam, darinn er erſchlagen. Er hat das Paradiß zu Fulda im Stift, und S. Johanne Capell gebauet. 16. Erkanbaldus, ſo hernach auch Ertzbiſchoff zu Maͤyntz worden. 17. Bran⸗ tohus I. Dithmarus in ſeiner Hiſtor. p. 82. nennet ihn Bronhag, und gedenckt, daß er ſeye abgeſetzt worden. Beſtehe G. Fabr. Orig. Saxon. p. 228. 18. Poppo. Man ver⸗ meynet, daß wider dieſen bopponem der Abbt zu Hirſchfeld, oder Herßfeld, Bardo, ſo hernach Ertz⸗Biſchoff zu Maͤyntz gewe⸗ ſen, nach Fulda beruffen worden ſeye. Du⸗ marum, Abbten zu Fulda. Und wird von gemeltem Bardone inſonderheit geleſen, dz er,neben der Abbtey zu Herßfeld, auch die Kirche zu Fulda regiert habe. Bey ihme, da er Ertzbiſchoff zu Maͤyntz worden, und ſei⸗ nen Vorfahren, hat ſich einer, Namens Hu⸗ go, ein Graf, des alten Fraͤnckiſchẽ Stam⸗ nens, aufgehalten, und bereichert,iſt auch, durch des Ertzbiſchoffs Huͤlff ſeinem Bru⸗ dern, Graff Ludwigen mit dem Bart, von deme oben bey Franckenberg geſagt wordẽ, befoͤrderlich geweſen, daß er in Thuͤringen und Heſſen(welche Laͤndeꝛ, nach Abgang heꝛ alten Hertzogen, durch die Ertzbiſchoffe zu Maͤyntz, von den Zeiten Kaͤyſers Otten des Erſten an, im Namen des Reichs,meiſten⸗ theils verwaltet worden) ein Vitztumb, zu den Zeiten Kaͤyſer Conrads des Andern, de⸗ me er ohne das, wegen ſeiner Gemahlln ver⸗ wandt war/wordè iſt; viel Guͤter im Lande, und Lehen von der Kirchen Fulda bekomen hat, deſſen Nachkomen hernach in den Fuͤr⸗ ſten Stand kommen, und das Land erblich biß daher beſeſſen haben. Aber wider auf die Aebbte zu Fulda zu kommen, ſo hat obged. Popponi ſuccedirt. 19. Richardus I. Er hat S⸗Andrea Cloſter, der neue Berg genant, bey Fulda gelegen, gebauek; wie auch das Cloſter zu Amerbach. Beſiehe Georg. Fab. Orig. Sax. p. 311. z0. Sigewardus. 21. Rohingus. 2 2. Egbertus, oder Epp. 23. Si- gefridus. 24. Wideradus. 2 5. Ruthardus, oder Ruzelinus. Vondeſſen Plection beſie⸗ he Lamb. Schaffnab. p. 787. 26. Gottitri- dus, unter weichem Anno 1103.(al.11 08.) die Stadt Fulda(ſo wegen des Cloſters, allgemach, erbauet worden, und auff⸗ kommen war) durch ein gaͤhes auff dem Marckt entſtandenes Feuer meiſtentheils abgebronnen iſt; hat auch die Pfarꝛkirchen dadurch Schaden gelitten. 27. Wolthel. mus. z8. Ehrloffus. 29. Udalricus, 30. Hen- ric. I. Kemmenara. 3 1. Berthous I. Schlic- Zius, 32. Conrad. I. 33. Aleholffus, unter welchẽ der uͤbrige Theil an der Stadt Fulda verbronnen; darauff ein groſfer Hunger er⸗ folget iſt. 34. Ruggerus l.3 5-Henric. II. 36. Marquardus, ſo A. 1164. oder 65. geſtorben, Fuldamit einer Mauren umbgeben, und ſie allererſt zu einer rechtẽ Stadt gemacht hat. Deßgleichen hat er Haſelſtein mit einer marus ſetzet auch um dieſe Zeit einen Wolck⸗ Maur befeſtigt. Uñ das Schloß Biberſtein gebaut. 37. Herman. 38. Burchar. welcher Hatten⸗ Pober e zo nuffat e u df ensk 5 cheriutr: ihsSih an fh h thl. Mte Me uderatc Se Ghkoffenſen Snde Ammen, od Snd, iſſenhaben gar der idazu onn p jt caltt, 19, Riq a l loſter, dernen=ig egen, gehaut r e netbach⸗B Joen . II. 20.„2 rarl .Egbertus, H pp⸗ Widetadus.. AAulh ss Vondeſt Aaw affnab. p 5C ſchem Amo Sd lloa(ſoweg, 300 erbauet worſ ra m ) durchein Trg andenes Fet iſt ſſebatquhſ far den gelittt ffus. 29. Ud*s. 1 rad. l. 33:— lelii gechellen pta Kjn 7 in Heſſen und den benachbarten Landen. 67 Hattenhauſen, Hildewartshauſen, unnd ſtoͤhret worden ſeyn, wie in der getruckten Creutzburg, Land Graff Ludwigen ver⸗ kauffet hat. 39. Ruggerus II. Von ihm ſind erbauet die zwey Frauen Hoſpital, eine im Stifft, die ander in der Lohen Gaſſen. 40. Conradus II. 41. Henricus III. unter wel⸗ chem im Jahr 1199. oder 1200. zu Fulda bey Nachts ein Feuer entſtanden, und groſ⸗ ſen Schaden an Menſchen, und Guͤtern gethan hat;ſo auch hernach A. 1225. geſche⸗ hen iſt. 42. Hartmannus l. 43. Cuno. 44. Conradns III. von Malkes, welcher mit Biſchoff Hermann zu Wuͤrtzburg, wegen der Stadt Hamelburg, unnd eines ſtatt⸗ lichen Feldes, ſo faſt bey die zehen tauſend Schritt von Fulda gelegen, gute Waͤyde, und ein herrlichen Gratzboden hat, und Thamersfeld genant wird, Krieg gefuͤhrt hat. Er hat ſich hernach des Regiments ab⸗ gethan, und hat Ertzbiſchoff Sigfried zu Maͤyntz, mit Willen des Papſts, die Kirch Fulda verwaltet, und ein guͤlden Creutz, mit koͤſtlichen Edelſteinen machen laſſen, ſo 180. Marck loͤthiges Goldes gewogen hat, wie deſſen gedencken Muͤntzer d. pag. und Bouver pag. 306. Dieſer Abt Cunrad verkauffte An. 1233. etliche Hoͤfe und Guͤ⸗ ter, zu Roßdorff und Mardorfſ gelegen, dem Spital S. Franciſct zu Marpurg, welcher von der Graͤffin Eliſabeth erbauet iſt, umb anderthalb hundert Marck wich⸗ tigs Silber. A. 1237. haben die Juden bey Fulda, in der Chriſt⸗Nacht, in der Ziegel⸗ muͤhl 5. Knaͤblein umbgebracht, deßwegen von den Burgern auch viel Juden zu Ful⸗ da ſeyn getoͤdtet, und viel in die Gefaͤngnuß geſchleppet worden. Dergleichen Juden⸗ Schlacht iſt geſchehen Anno 1349. unter dem Abbt Henrico von Hohenburg; davon beſiehe Muͤntzer in der Fuldiſchen Chronick pag. 151:a. Anno 1238. ſeyn die Franciſca⸗ ner Muͤnch gen Fulda kommen. 45. Hen- ricus IV. Von dieſem Abbt ſind Neuho⸗ fen, und Stoßberg, mit Mauren, Waͤl⸗ jen und Graͤben umbgeben. Wie auch das Schloß Herbrachthauſen erbauet worden. 46. Berthous II. von Lelpoltz, welcher im Jahr 1271. in ſeinem Oratorio, von ſeinen Lehnleuthen, nemlich von Steinaue, von Schenckenwald, von Brantowe, und von Ebersberg, umbgebracht worden; welche alle auff unterſchiedliche Weiſe eines boͤſen Todtes geſtorben, und ihre Schloͤſſer zer⸗ V Schaden zu Fulda Longefangen worden iſt. 2 Hiſtori von den Landgraffen in Thuͤr ſtehet. Item beym Becherer in der Lürungen Chr. p. 291.292·Muͤntzer f. 145. eꝛzzelet noch mehr der Mordthaͤter Namen;die Schloͤſ⸗ ſer, Niedern Schleitz,Franckenſtein, War⸗ tenburg, Schwartzenſelß, Bockersburg, ſetzt er, ſeyen bey dieſes Abts Leben verſtoͤ⸗ ret. 47. Berthous IiI. 48. Berthous IV. 49. Marquardus II. welcher An. 1288. durch Zauberey und geaͤrtzte Handſchuch, ſo ihe me eine Weibs⸗Perſon geben, umkommen iſt. Wie bey Brouvero p. 3 16. zu ſehen. Et⸗ liche ſagen, es ſeye durch ein koͤſtliches Klei⸗ nod geſchehen; davon beſiehe Muͤntzer fol. 148. KRein. Renecc. Tom. I. Hiſt. Jul. p. 310. 50. Henricus V. von Wylnau: Unter dieſem Abbt iſt Franckenſtein, und auhe⸗ deck, mit ſeiner Zugehoͤr, Saltzungen, Wal⸗ denburg, zum Stiffft bracht. 51. Eberhar- dus von Rotenſtein. 72. Henricus VI. von Hohenberg; unter welchem ſich ums Jahr 1330. die Auffruhr der Buͤrger zu Fuldaer⸗ hebt, und ſeyn ſie An. 31. darauff gar in die alte Stadt, oder Abtey gefallen, des Abbts Schloß, ſampt dem ſehr feſten Thurn, zu Boden geworffen; und den Porthoff ange⸗ zuͤndet, und ſonſten da uͤbel gehauſet. Seyn auch die Berg⸗Cloͤſter S. Petri, und unſer Frauen, daſelbſt von Raub und Brand, nicht unverſchonet blieben. Iſt aber eine ſchwere Straff darauff erfolgt, dann der Abbt etlichen die Koͤpff laſſen abſchlagen, und an der enthaͤupten Haͤuſer ſteinern Koͤpff laſſen machen, welche noch An. 548. zu ſehen geweſen, wie Valent. Muͤntzer, ſo in ſolchem Jahr ſein Chronick endet, k. 50. a. bezeugen thut. Und hat gemelter Abbt her⸗ nach die neue Burg, Itei das Kauffhauß erbauet. Iſt geſtorben An. 1353. 53. Hen- ricus VII. A. 1364. ſeyn allein in der Stadt Fulda mehr, als 3000. Menſchen an der Peſt geſtorben. 54. Conradus, ein Gra von Hanau, der An. 1382.zu Cangafe berg in Heſſen umbgebracht worden. 55. Friderich Romrod. 56. Joh. von Merlan, welcher An. 1440. geſtorben, und ei groſſe Glocken in den Thumb, Nahurlas Oſanna, hat machen laſſen. 57. Hermann von Buchenau. 58. Reinhardus von Wil⸗ nau, unter dem A. 1466. der Pfarꝛkirchen Bau, nach obgedachtem empfangenen Und 68 Beſchreibung der Und hat es nicht mehr, als dieſe Pfarꝛ⸗ kirch allhie. S. Leonhardi Hoſpital iſt An. 1453. von neuem gebauet worden. 59. Jo hannes der Ander, ein Gefuͤrſter Graff von Henneberg, ſo Anno 150). geſtorben. 60. Hartmannus von Kirchberg⸗ 61. Jo⸗ hannes der Dritte, von Henneberg; unter welchem Anno 1523. nach Fuloa zween Lutheriſche Prediger Adam Krafft, und Balthaſar Rayd, kommen ſeyn. Dieſer Adam Crato iſt hernach zu Marpurg der erſte Superintendens worden, deſſen Phi⸗ vornembſten Orth mit 4. tauſend Reutern und 22kauſend zu Fuß, zuruck allhie auf Fulda kommen, ſich im Laͤndlein a.Tag lang auffgehalten, und 30000. Guͤlden zu leyhen gezwungen. An⸗ 110 1548. hat gedachter Abbt Philippus das Interim allhie, und andern Orthen ſeines Gebiets, verkuͤnden laſſen. Iſt geſtorben Anno 1550. Deme ſuccedirt der 63. Adbt, Herr Wolffgang Dieterich von Enſig⸗ keim, unker dem Anno 1552.den 19. Mar⸗ ti Graff Chriſtoph von Oldenburg, mit vielem Kriegsvolck, auff Fulda kommen Uppus Mel. und Eobanus in ſeinen Ept⸗ ſteln offt gedencken, und ihn Adamum de Fulda pflegen zu nennen. Als Landgraff Philips die Bauren Auffruhr zu Fulda ſtiultte, hat er dieſen Adamum horen predi⸗ gen, von dannen er ihn nacher Caſſel mitge⸗ nommen. Av. 1525. haben ſich die Bauren um Fulda verſamdlet, und den andern O⸗ ſter Feyertag die Stadt, und Schloß einge⸗ nommen; dc. Peters Cloſters auff dem Berg gepluͤndert; dergleichen auch mit dem Frauen Cloſter auff dem Berg verfahren, uñ ſolches angezuͤndetzauch in den andern, und gor in dem Hanpt⸗Cloſter, uͤbel gehau⸗ ſet. Darauff iſt Landgraff Philtps aus Heſſen hieher kommen, hat die Schuldigen hinrichten laſſen, und dem Abbt und dem Adel, als ob ſie zum theil es mit den Bauren ehalten, zui theil auch ihnen Huͤlff gelei⸗ get haͤtten, ein ſchwere Straff aufferlegt; und wurde die Stadt getheilet, und behielte der Landgraff den halben Theil zum Un⸗ terpfandt, und ließ ihm die Burger ſchwoͤ⸗ ren⸗Und als die von Fulda dem Landgraf⸗ fen nicht zuhielten, hat er Anno 1526. die Skadt Hunfeld; wie auch Fuldaſelbſten, ſampt dem Schloß, etngenommenzes ward aber die Sach vertragen, daß er dem Abbt die eingenommene Ort wieder gab. Umbs Jahr 1529⸗traten viel Munch auf Doctor Luthers Seiten, denen der Moͤnchiſch Ha⸗ bit zuwider war. A. 15 30. wurden viel Wi⸗ dertaͤuffer allhie gekoͤpfft. Es ſtarb obged. Abbt Johannes im Jahr 1541. Und ſucce⸗ dirte ihm der 62. nemblich Herꝛ Philip Schenck von Schweinßberg, welcher de⸗ nen von Fulda das Religions⸗Exercitium frey zugelaſſen. Zu ſetner Zeit, nemblich 1546, den 19.Decembr. iſt Churfuͤrſt Jo⸗ hann Friderich zu Sachſen, nachdem er iſt. Uad hat das folgende Jahr Marggraff Albrecht von Brandenburg ſehr groſſen Schaden im Lande gethan. 64. Wolflgan⸗ gus II. Schutzpar von Milchling. 65. Georg Schenck von Schweinsberg. 66. VVHbelmus Claurius, 67. Balthaſar von Dermbach, zugenandt Gravel, ein Heß, welcher Anno 1571. die Jeſuiter von Wuͤrtzburg nach Fulda beruffen, und in dem von den Franciſcanern verlaſſenen Cloſter, Anno 72. ihnen eine Schul eroͤff⸗ net hat. Anno 1573. den 23. Chriſtmonats, iſt Koͤnig Heinrich der Oritte in Franck⸗ reich, damals erwoͤhleter Koͤnig in Polen, hieher kommen. An. 1576. iſt gemelter Abbt Balthaſar abgeſetzt worden; und wurde hernach dieſes Laͤndlein, auff Befelch Kaͤyſer⸗Rudolphs, von dem Groß⸗Mei⸗ ſter des Teutſchen Ordens, regiert, wei⸗ cher zum erſten Stadthalter Herꝛn Johann von Gleichen, des Teutſchen Ordens⸗Rit⸗ tern, nach Fulda geſetzet hat. Anno 1584. wurdevom Papſt Gregorn dem XIII. das Beminarium fuͤr junge Edelleuth aus den Mittnaͤchtiſchen Landen allhte zu Fulda angeordnet, daß dieſelbe umbſonſt da un⸗ terhalten, und in guten Kuͤnſten, ꝛc. unter⸗ wieſen werden ſolten. Anno 1591. kam ein Theil des Fuͤrſt Chriſtians von Anhalt Kriegsvolcks, ſo nach Franckreich zoge, hieher, und machte ſich an die Juden. An. no 1600 ·ward der letzte und zehende Stadt⸗ halter, in Namen Ertzhertzogs Maximilia⸗ ni, Hochmeiſters in Preuſſen, ꝛc. allhie, Her? Ulrich von Stozingen. Und kam dieſes Jahrs auch allda ein Wunderge⸗ burt auf die Welt, Weiblichen Geſchlechks, ſo unter andern, nur ein Ohr, und einen Schnabel wie die Calecutiſchen, oder In⸗ diantſchen Hennen, hatte. An. 1601. ward wider Kaͤyſer Carlen wenig Gluͤck gehabt, die ſchoͤne Bruͤck uͤber die Fulda nach S. An⸗ hun dnen el äg 4 n, b it ue ſ waen e adlſtl ſ ral,a A 1512 trriwa 1 F b; a esne in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 69 Tagalt 1 S. Andreaͤwerts, ſo 237. Schuh in der ſen Jahrs Zeiten des beſagten H. Bonifa⸗ Knzaſeda da Laͤnge, und ⸗⸗. in der Breite hat, außge⸗ cii, etliche(dann nicht alles von ihme mehr dacnag 89 bauet. Anno 1602. wurd endlich die Strit⸗ vorhanden iſt) Item des Erſten Abbts all⸗ „und M nn tigkeit zwiſchen obgedachtem abgeſetzten hie, des heiligen Srurmu, oder Sturmto- ünda un. 3 Abbt Balthaſarn, und ſeinen Widerſas nis; Item S. Solæ, auch§. Bonifacii Dis Dem uſa chern aufgehebt, und er vom Kaͤyſer wieder ſcipelis; Item der H. Jungfrauen Liobæ, 49 Kſeran 1 in ſeine Abbtey und Land geſetzet, und dem und viel anderer Maͤrtyrer, und heiligen 4 dan 1 Gegentheil ein ſchwere Straff aufferlegt. Leuthe, koͤſtlich eingemachte Reliquien: J⸗ 1nd a e Dadann gleich in folgenden Jahr von ih⸗ tem drey Buͤcher des H. Bonifacit, nemb⸗ ſtoph end t medie Religtons⸗Enderung angefangen, lich das gantze Neue Teſtament, die vier zvolc, a s und auch zu Fulda Anno 1604. die Prote⸗ Evangella(welche er, und zwar mit ſolchen a algnd ſtirende ausgeſchafft, und des Jahrs 1605. Buchſtaden, ſo der Zeit unbekandt ſeyn, Drazaäu 4 viel Hexen verbrannt worden. Iſt Anno mit eigner Hand abgeſchrieben haben ſolle) kandegtzn4 1606. geſtorben, deme Johann Friderich unnd etliche geſchriebene Sachen ſeiner tpor tun R 6 von Schwalbach gefolget, der 6s Abbt;ſo Glaubens⸗Bekandnuß, und der Lehre von ad bon Stn Nhe Anno 1612. zu Franckfurt, bey des Kaͤy der H. Dreyfaltigkeit;welches letzte Buch Dhaurits 5, 9 1 ſers Matthia Croͤnung geweſt, und Anno durchſtochen iſt, dieweil er ſich deſſelben, zugenadtc 3 1623. geſtorben. 69. Herr Johann Bern⸗ zu ſeiner Beſchüͤtzung, als er von den 0o 1Fnn, Re hard, des Geſchlechts ein Schenck zu Frieſen angriffen worden, gebraucht hat. ach dube 1 d. Schweinsberg, ſo wieder ein Moͤachs⸗ Und dieſe Buͤcher werden in der Sacriſtey 1 u Kappenangezogen, und das Haar auff auffbehalten. 1 85 h ſcanen 0' Moͤnchiſch machen laſſen; wiewoler, auſ Eshat die Stadt Fulda ſich vorhin zu 2' nen an 8, ſer der Kirchen, und ſonderlich im Reyſen, einem gemeinen Siglll dieſes H. Bonifa⸗ 173 dag den Weitlichen Habit behalten haben ſolle. cit Bildnuß, wie er ſitzt, und lehret, ge⸗ aorich der A n Iſt Anno 1632. den 6. Novembris, in der braucht; aber jetzt fuͤhret ſie 3. Simplicium erwohletegch Schlacht vor Lutzen geblieben. 70. Johann im Wappen. Auff dem Eſterich, oder Bo⸗ nAn, ſt anx Adolff von Hoheneck, ſo Anno 1635. im den dieſer beſagten Haupt⸗Kirchen, in der geſetzt worden aun. Martio, geſtorben. 71. Herr Hermann mitten iſt ein Creytz, oder Scheib, auff ei⸗ 3 Ländlen, hh Georg, von Neuhof, zu Ahauſen, ſo auff nem erhöchten Stein gemacht, darinn vier Ypds, vontn 8 dem Reichstag An. 1641. zu Regenſpurg, Haͤnde aus Metall gegoſſen, geſehen wer⸗ cen Ordens 7 durch Geſandle, erſchienen, und im Ja⸗ den, ſo ſich nach den 4. Enden wenden, und Stadthaltrd&en nuario Anno 1644. geſiorben iſt. An ſeine die Finger alſo halten, als wie diejenigen, des Teulſcen 3 ſtatt ward der 72. Abdt, Herr Joachim denen ein Eyd fürgehalten wird, zu thun da geſthetdet Frey⸗Herr von Graffeneck, Prodſt zu pflegen. Es hanget auch ein Stern in der apſt Gagorn mw Holtzkirchen, erwöhlet: Deſſen Reichs⸗Kirchen, und daran Schellen und Gloͤck⸗ Nr iunge Sddd aa Anſchlag iſt monatlich 17. zu Roß. 50. zu lein, alſo geordnet, daß, wann der Stern „ Lande l h Fuß; zu Cammer⸗Gericht, nach dem er⸗ herumb getrteben wird, ſte einen lieblichen en neh hoöchten Anſchlag, Jaͤhrlich 150. fl. Von Klang von ſich geben. 1 daß diſtbem die, ſchreibet D. P. Gabri 1 Es hat allhie auch gehabt ein herrl mnguten Rirſ I dem Cloſter allhie, ſchreibet D. P. Kabriel e auch g heerliche in guten Blucclinus, in Aquila lmperii Benedictina, Bibliothec, darin viel auff Pergament ge⸗ ſolten Amo 2 p. 360. alſo: Fuit Fulda antiquiſſimum ſchriedene Buͤcher, dergleichen an Alter, 1 Ehrſſtin 4 celeberrimumque Germaniæ Uaiverſæ Ly- und Menge, in gantz Teutſchland nicht „oo nach Fu g, cxum. zu finden geweſen. Und hat ſich dieſer Bi⸗ chtefich anne 36 Was allhie denckwuͤrdiges zu ſehen, da⸗ bliother wohl gebraucht Marth. Flacius. derletziemd ars von iſt zum Theil allbereit oben Meldung Iſt aber in groſſen Abgang kommen bey ren Ertzberbog 34 geſchehen. Und iſt darunter, ſonderlich dieſem langwuͤrtgen Kriegsweſen, und vie⸗ ers in Ptuiſſ X, die Haupt⸗Kirchen, oder das Muͤnſter, len Pluͤnderungen. Es ſchreibet zwar einer, in Stozinoit 3 ein ſehr alt⸗Fraͤnckiſch Werck, genaunt daß die Auffruͤhriſche Bauren in A. 1525⸗ zu St. Bonifacio, darinn dieſer fromme derſelben einen groſſen Schaden zugefuͤgt elt Weblten e' Mann, ſo im Junio Anno 755. von den haben, wiewohl ſie auch ihren verdienten „nur tir Oh d unglaͤubigen Frieſen umbgebracht wor⸗ Lohn empfangen, und zum Theil in dem 5 Caleunh d den; wie auch Kaͤyſer Conradus I. wie ob⸗ Strett umbkommen, oder gefangen, und 3 gemelt, ruhen. Und weiſet man zu gewiſ⸗ in den Sloßarobes geworffen, zum theil 6 3 Hun⸗ 70 Beſchreibung der vornehmſten Orth Hungers geſtorben, zum Theil mit dem Schwerdt gerlchtet worden ſeyn. Weil die meiſten Buͤcher auff Birckene Rinden geſchrieben geweſt ſeyn ſollen, ſo werden die Bauern ſie vor etwas anders angeſehen haben. Iſt aber hoch zu halten, daß noch ſo viel davon kommen, wann nur die und andere Sachen, ſo etwas werth, in dieſem Teutſchen Krieg blieben weren. Ferners iſt zu ſehen obgedachte Pfarꝛkir⸗ chen zu S. Florian in der Stadt; Unnd meldet man auch von einer Kirch, zu S. Michael genannt, und von dem 4. Abbt erbauet, welche mit dem Tempel zu Jeru⸗ ſalem uͤberein kommen ſolle. Item das Je⸗ ſulter⸗Collegium, Kirch, und Seminarium. Und iſt in der Kirch der Altar von Mar⸗e mel gar ſchoͤn mit Hiſtorien ausgehauen, und wird fuͤr ein ſonderlich Kunſtſtuͤck geachtet. Das Schloß des Herren Abts allhie, iſt ein ſchönes, wolgebautes Hauß, ſo einen luſtigen Proſpect hat. Auſſer⸗ alb der Stadt liegen vier andere anſehn⸗ iche Cloͤſter, auff ſehr hohen Bergen, ſo von den Aebbten zu Fulda geſtifftet wor⸗ den ſeyn, als S. Johanns Berg, Neuberg, S. Petri Berg(ſo auch Benedictiner Or⸗ dens, gegen Morgen der Stadt, und ſchoͤne eingegrabene Bilder hat) unnd Frauen⸗ berg, oder S. Marienberg; in deren Mit⸗ ten gleichſamb(ſo wol die Fuͤrſtliche Abb⸗ tey, als die Stadt Fulda, und in derſelben, uͤber obernannte Kirchen, auch etliche Ca⸗ Pellen, ais S. Alexandrt, S. Stephant, den, zu leſen) Nauclero vol. 2. generat. 36. Cranzio lib. 6. Saxon. cap. 46. VVol- fio cent. 15. lection. memor. pag. 973. Spangenberg part. 2. Adelſpiegels lb. 7. cap. 3. fol. 95. b.(daſelbſt von dem Adel in den Buchen zu finden, darunter dann die Schlitzen von Goͤrtz, Erb⸗Marſchallen, die zu Manßbach, die von Boyneburgzu Leugſeld, Weyers genannt Eberſperg, Hutten⸗Steckelberg, Trimpach, Butt⸗ ler, Rumrod, Herdaw, Dernbach, Wil⸗ dungen, Erthall, von Thuͤngen, ſeyn, und ſich zu der Freyen Fraͤnckiſchen Reichs Rt⸗ terſchaſſt des Orts Rehn, unnd Werren, referiren ſollen, und alſo exlmirt werden wollen.) Bertio lib. z. Rer. Germ. Cuſp. Ens in deliciis apodem. pag. 214. unnb war aus Baͤyern vor Zeiten nach Fulda Jährlich verehret worden, beym Brunne⸗ ro part. I. Annal. Boicor. I. 5. pag. 672. ſeqq. der auch daſelbſten von der erſten Abbts Sturmionis Todte, pag. 713. ſeq. und part. 2. pag. 67. ſeq. von dem vierdten Abbt allhie, ſo auch ein Baͤyer geweſen, zu leſen iſt. Wie das Muͤnſter und Stifft zu Fulda, Ungewitters halben, mit Thuͤr⸗ nen und Glocken, An. 1398. verbronnen, alſo daß der Schad mehr dann achtzig tauo⸗ ſend Guͤlden geacht worden iſt, die Lim⸗ purgiſche Chronick am 60. Blat: Und was es mit den Fuldiſchen Lehen, die zum theil auch den Toͤchtern geliehen werden, fuͤr eine Bewandnuß habe, iſt VVehnerus in pract, obſervat. pag. 182.& 189. zu ſe⸗ S. Pauli, ꝛc. und etliche Spttaͤl, gelegen ſeyn. Umb die Stadt Fulda herumb ſeyn dieſe Cloͤſter, Neueberg, Andresberg ge⸗ nandt, Frauenberg, Petersberg, Johanns⸗ berg, Planckenau, Zell, Duͤlldau, unnd Holtzkirch zu ſehen. Was ſonſten denck⸗ wuͤrdiges allhie vorgangen, davon iſt oben allbereit Meldung geſchehen. Beſiche ein mehrers hievon in den 4. Buͤchern Antiquitatum Fuldenſium Chri- ſtophori Brouveri, zu Antorff Anno 1612. in 4. gedruckt,(deren wir uns all⸗ hie inſonderheit gebraucht.) Item beym G. Bruſchio de Monaſterii Germaniæ; G. Braun tom. I. Theatri Urbium, Mun.- ſtero in Coſmogr. Nicolao Serario lib. 3. Mogunt. pag. 557. notat. 48.(daſelb⸗ hen.. Geiſa. Oher Geiß, eine Stadt im Fulbiſchen Laͤndlein, ligt bey der Ulſter, auff ei⸗ nem Huͤgel, in einer luſtigen Gegend. An⸗ no 1467. hat ſolche Stadt Landgraff Lud⸗ wig zu Heſſen, eingenommen, da dann groſſer Schaden in dem Land zu Buchen geſchehen, wie gedencket Valent. Muͤntzer in der Fuldiſchen Chronick; fol. 162. b. Ein Thuͤringiſche Chronick ſetzet ſolche Fehd in das folgende Jahr. Dieſer Stadt thut Spangenberg in der Hennebergiſchen Chronick, lib. 5. cap. 32. fol. 22 3. gedencken. Siehe auch von ihr Dilichium in der Heſ⸗ ſiſchen Chronick part. 2. pag. 251. ſeqq. ſten, ob der Coͤrper S. Bonifacti, und was von ihme allhte ſonſten noch vorhan⸗ & 256. Chriſtophorus Brouverus lib. 3. Antiquitat. Fuldenſ. pag. 216. Nennets Geyſa- — —— — nohyeht ſa Ceſcam ane It irmüit a ſine ſu, h —== y==— —-—̃ꝑ ——— ——— —— — —2— —— —— —— .̃ — — — — — — — — 1s apodem, 1 jvern torgit a ſehret vorda, m. Annal. Jico. 2. ch daſätſin me nionis Todte 8 d2ag. 67. ſeo. 969 ſoauchein B4„a le das Muuſte ma witters haht) den, An. n. Schad mehrd n geacht vorde Ffhi ronickambo dlh uldiſchen Lehe 49 ſchtern geliehe dußhabe, iſ Ne at. pag. 182) Geiſ ß, eiEtil l , gt bendè T. meinerluſtggn. olche tadeſ Eun n, eingenon Bu zen in dem C 7r egedenck ⸗ in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. 71 Geyſaham, da er, was ſie vor Zeiten zu worden ſeyn mag. Es iſt auch da der Steuer geben, ſchreiben thut: Und im 4. Schoͤnberg/ ein zerfallenes Berg⸗ Buch, am 310. Blat ſaget er, daß der 46. Schloß, deſſen Mauren im Jahr 1590. Abbt zu Fulda, Berthous, oder Bertholdus und 9. umbgeriſſen, gen Sabbaburg ge⸗ der Ander, welcher im Jahr 1271. von ſei⸗ fuͤhrt, und Kalck, zu Verfertigung der nen Lehenleuthen umögebracht worden, Mauren am Thiergarten,(der faſt ein dieſer Stadt Geiſaͤ, wieder auffgeholffen habe. In dem jetzigen Krieg hat ſie auch offt mit leyden muͤſſen, inmaſſen An. 1642. noch geſchehen(da ſie erſtlich Crabaten, hernach die Weymariſchen und Frantzoſen hat haben muͤſſen. Geißmar. Ugenannt Hove⸗Gißmar, oder Hoff⸗ Geißmar, vlelleicht zum Unterſcheid des Dorffs Geißmar beym Franckenberg, deſſen ſeldige Chronick tol. 7. 28. feq. und 62. gedencket. Vom Lupo Servato, in des H. Wigberri, Abdts zu Frietzlar Hiſtori, wird Hove Geiſmar im 20. Capitel Villa Geiſmari genannt. Ein ziemlich weit umb⸗ fangene Furſtlich Nieder⸗Heßiſche Stadt, von fetnen, anſehenlichen Gebaͤuen, unnd Gaſſen: hat a. abſonderliche Pfarekichen, und in der einen eine ſehr ſchoͤne kunſtreiche Orgel, darbeneben auch ein abſonderlich Cloſter;wiewol vor etlichen Jahren, durch Verwazloſung, auch etwas daſſelbe Brand⸗ ſchaden erlitten. Umb dieſe Stadt her, iſt ein ſehr ſtattlicher Frucht⸗und Kornwachs, deßgleichen, auſſer dem Eſchweg⸗ oder Gudensbergiſchen, nicht im Lande iſt. Und ligt ſie eine halbe Meyl, unterhalb Grebenſtein, zwiſchen den zweyen Fluͤſſen, der Eſſe und Lenpe. Im Jahr 724. kam S. Bomfacius hieher, und warff allda ein uͤberauß groſſen Baum nieder, welchen die Heyntſche Heſſen vor den Juptter ehre⸗ ten, und bauete an deſſen ſtast eine Capell in die Ehre S. Peters. Nachdem aber deß⸗ wegen von Jahren zu Jahren der Orth an Inwohnern zugenommen, und Geißmar auß einem Dorff zu einem Flecken ge⸗ macht, ſo iſt auch vorermelte Capell in eine groſſe Kirch erweitert worden. Nunmehr aber iſt Geißmar eine geraume Stadt und Ampt; bey welcher auch ein Gemaͤuer ge⸗ zeiget wird, welches vor Zeiten Nort Geiß⸗ mar geheiſſen, und ein Staͤdtlen geweſen: Meyl wegs in ſeinem Bezirck hat) und Schloß, daraus gebrennet worden. Es ha⸗ den auff Schonberg, vor alten Zetten, die Edle Herren von Sconenberg gewohnet, und uͤber dieſe Gegend, welche die Herz⸗ ſchafft Sconenberg oder Schoͤnenberg ge⸗ nennet worden, geherꝛſchet. Zu beſagtem Gißmar iſt Anno 1639. ein neuer Heyl⸗ brunn entſtanden, davon viel hundert Per⸗ ſohnen, und faſt auff wunderſame wetſe, ſeyn geſund worden; und iſt faſt keine be⸗ ſchriebene Schwachheit, die durch dieſen Brunnen nicht curtrt worden waͤre. Iſt ei⸗ nem Sauerbrunnen faſt gleich; aber doch, der blaulechten Farbe, und Geſchmadks halber, einem Saltz⸗ oder Alaunwaſſer ſchier ehnlicherz daher auch etliche deren, ſo deſſen uͤbermaͤßig getruncken, davon geo⸗ ſtorben ſeyn. Dieſen Brunnen hat M. Georgius Schultz, Profeſſor Mathema- tum zu Erfurt, beſchrieben; welches ſein Tractaͤtlein auch im 4 Theil des Theatri Europæi fol. 78. feqq. init einer vorgehen⸗ den Erinnerung, einkommen iſt. Beſiehe von dieſer Stadt Diüichium, in der Heßi⸗ ſchen Chronick, part. 1. pag. 174. Und von des H. Bonifactiobgedachtem Werck Ni. colaum Serarium lib. 3. Rer. Mogunt. no- tar. 19. pag. 470. ſeq. Ineiner Schrtfft wird auch des Orth Geißner/ in der Grafſſchafft Wadeck⸗ gedacht; davon ich ſonſt niches ſinde. b Geinhauſen. VOn theils Getlnhauſen genannt, iſt ei⸗ Dne Reichs Stadt, in der Wetterau, und eine Tagreiſe von Fulda gelegen. Wird ſonſten zum Nieder⸗Rheiniſchen Creyß gerechnet, die wir aber, des Lagers halber, hieher haben bringen wollen. Der Fluß Kinutzig oder Kintz, laufft unter der Stadt hin, und kompt von dem Cloſter Schluͤchter, auff Stemau, Saalmuͤne Zu deſſen Unterſchied auch vielleicht, und ſter, Hanau,biß auff Keſtatt, da er in den viel mehrers, als hieoben gemuthmaſſet, Maͤyn faͤlt. Ste, die Stadt aber, ligt bey dieſe jetzige Stadt Hove⸗Geißmar genant einem Berg, und nahend dem Wald Speſ⸗ 72 Speſſart. Hat gleichwol an Weinwachs, und andern Fruͤchten, ein zimbliche Not⸗ turfft, und hat ſich, vor dem jetzigen Krieg, der Adel allhie viel auffgehalten. Gibt auch ſchoͤne Cloͤſter unnd Kirchen allda. Das Schloß, oder die Burg, hat Kaͤyſer Frie⸗ derich der Erſte erbauet; davon Nicol. Reuſnerus dieſe Vers ſetzet: Vitiferos colles Gelnhuſa oſtentat& ædem, Inſignem cultu divitiisque Sacram. Cæſaris hinc arcem. Friderici nomine primi, Qux magnum decus eſt urbis,& al- ter honos. Man ſehe, was D. Philip Knipſchild, in ſeinem Rechtlichen Bedencken uͤber den Praͤcedentz Streit ꝛc. quæſt. 2. p. 132. von dieſer Burg, und ihrer Contribution zu der Ritter Caſla, ſchreibet. Die Stadt iſt von der Burg abgeſondert, und dem Reich vor ſich ſelbſten unterworffen, und hat ihr ſon⸗ derbar Dicaſterium; welches wider Weh- nerum zu mercken, der Tomo 6. Sympho- rem. cap. 7. pag. 176. die Stadt mit der Burg vermiſchet, und daß man die Buͤr⸗ ger vor dem Burg⸗Graffen verklagen ſol⸗ le, ſchreiben thut. Kaͤyſer Carl der Vierd⸗ te hat dieſe Stadt Graff Guͤnthern zu Schwartzenburg, unnd den Graſſen zu Honſtein Clettenberg, in A. 1340. Pfands⸗ weiß verſetzt; die hernach der Chur Pfaltz, und Hanau⸗Müntzenberg, dieſelbe, ſampt der Burg, gegen einem Widerkauſfſ, umb acht tauſend Guͤlden verkaufft; wiewol ſie noch ſieben Jahr, nach der Verpfaͤndung, von ihme Befelch empfangen, daß ſie, ne⸗ ben andern, auch den Churfurſten von Coͤlln begleiten ſolte. So nennet Kaͤyſer Rupkrecht ſie ſein, und des heiligen Reichs⸗ Stadt, und gebietet ihr, ſub dato Heydei⸗ berg, Anno 1406. von des helligen Reichs Steuer, der Burg daſelbſt Jaͤhrlich vier⸗ tzig Guͤlden zu reichen. So iſt ſte, neben an⸗ dern Reichs⸗Städten, Anns 1402. zu dem Reichs⸗Tag nach Nuͤrnberg beſchrieben worden. Wird auch vom Kaͤyſer Frideri- co IV. im Decret von Anno 1454. den 15. Februarii, außtruͤcklich unter die Reichs⸗ Staͤdte geſetzt: Wie dann auch im Jahr 1641., auf dem Reichstag zu Regenſpurg, der Stadt Franckfurt Herꝛn Abgeſandten/ V Beſchreibung der vornehmſten Orth ihr, der Stadt Gelnhauſen, und der andern beyden Wetterauiſchen Reichs⸗Staͤdte, Friedberg, und Wetzlar, Stelle vertretten haben, wie auß dem Reichs⸗Abſchiede zu erſehen. Herr Johannes Limnæus, in ſeinen Additionibus ad lib. 7., de Jure publ. pag. 230. ſagt, daß Johann Mel⸗ chior Weiſſenburger, der Stadt Gelnhau⸗ ſen Syndicus, in præfat. ad tab. Ordin. Cameræ, ſchreibe, daß ſeines Vatterlands Gelnhauſen Schutzheren, der Pfaltzgraff bey Rhein, und die Graffen von Hanau, ſo ſie insgemein, aus habendem Pfand⸗ recht, beſitzen; und daß dieſe Stadt unter ihrem Schatten und Schutz, ruhe. Herꝛ D. Wurffbain, in relat. hiſtor. part. 6. fol. 211. referirt den Anfang deſſen zum 1436. Jahr. Die Exemtion-Sach ſolle noch des Jahrs 1602. in der Cammer zu Speyer gehangen haben; und wird dieſer Stadt in der Nuͤrnbergiſchen Reparti⸗ tion, im Jahr 1650. gemacht, unter den Staͤnden des Reichs gar nicht mehr ge⸗ dacht: Aber wol in dem Reichs⸗Abſchied des Jahrs 1654. daß namblich, bey ſol⸗ chem Reichstage, Herꝛ Zacharias Steng⸗ lin, beyder Rechten Ooctor, und der Stadt Franckfurt Syndicus, mit Vertrettung der Staͤdte Wetzlar, und Gelnhauſen, er⸗ ſchienen ſeye. Sonſten iſt dieſe Stadt, ſo zum Chur⸗Rheiniſchen Craiſſe referirt wird, monatlich einfacher Reichs⸗Anſchlag 2. zu Roß, und 15. zu Fuß und zum Cam⸗ mergericht, jaͤhrlich 35. fl. den Thaler zu 69. Kr. gerechnet. Was der erhoͤchte, oder das Augmentum ſeyn mag, kan ich nicht finden; ſonders zweiffels darumb, weil, wie gemelt, die Exemtion Sach in Camerabe⸗ ruhete. An. 1635. beſetzte Hertzog Bern⸗ hard von Sachſen, das verlaſſene Geln⸗ hauſen, wie auch Staͤdtlein und Schloß, Wechtersbach, anderthalb Stunden uͤber Gelnhauſen gelegen. Aber, oo bald er dieſer Orthen wieder auffbrach, ſo giengen beyde Plätz, ſampt denen darinn geweſenen Knechten, verlohren, unnd ward der letzte den 16. Januarti, Nachts, vom Obriſten Bredau erſtiegen, und die darinn ſich be⸗ fanden, faſt alle, ohne Unterſcheid, nieder⸗ gemacht. Iſt alſo dieſe Winter expedition nicht allein den Frantzoſen uͤbel bekom⸗ men; ſondern auch ſonſten, und ſonderlich dem Land ſchaͤdlich geweſen; wie danſ um Die k duhrs wan ddan gen haden der na ber u in du gics 7 64 n 1 hkage, Hench 4 3 Rechten Oortn m t Syndichs, te Wetzlar, und Gl 1 he. Sonfienit faues ar⸗Rheiniſchn uf tlihelnjach Rce „und 15. 3u, Foiwmig t, jäͤhrlich; fn 1 rrechnet. n Neath, aan dentum ſehn mag i ders weiſ dis daxun 6 e Exemtion Sahud 1 1635. beſette ie 2 Sarhfa, das ret 7- 9. adeinad bach, anderthab Su d gelegen. Arſtt d toranftrch vü n ampt denen dain 2. verlohren, 33 30 rn auch ſain t3 ſchidlihan 3 — S I a*. ANNN M X XX S — 5 . 2 . 2 . 1 . . 2 . . „ 3 24 3 .* 1 2 4 —— — 5 7. — 3 5 r 8 . 4. — 2 8 3 1 — 3 7 . 7 57 4 7 3 24 g. 6 5* v„ 5. 4. 5 55 1., 8 8 .—— 3 — — NVo nar „ 9 2 — — —— 3 2— 4 4—— ———*— 2*—*—— — 1 8.— —————— 4—— ———* 2 yj —— 8+ 717 8, 1 E⸗ err 1 LI ur 17 1 1 4,4 UIL Ll ILI- 1 I T V, 7 LLLALLIALLIILILLIIALLI — — — — ———— —— —— —— —r — — —— ÿy=— — — —— —= — — — — — ——-UC-———,——— ————— — — — geſcan w Atar lh bentr 1 Eri kngem Maſſe ie cr degepe t denſhn, —,4— —— ——— ——= 2— ** — — 8 — —— —— &r —— —·—=— —— —— = ———— — — fer, in die Aſche gelegt worden. Unnd haben ſich die Kaͤyſeriſchen darauff umb Franckfurt, auch zu Homburg und Ober⸗ Weſel, einquartirt. Das Staͤdtlein Cron⸗ berg ward den 8. Hornung von ihnen au erſtiegen, und nebenſt dem SchloßReiffen⸗ ſtein beſetzt. Das hohe Hauß Falckenſtein, zwiſchen Cronberg, und Koͤnigſtein, gele⸗ gen, hatte der Graff von Skollberg in et⸗ was rutniret, damit der Feind nicht dar⸗ auff dauren ſolte: Aber derſelbe verwahrte den Orth ſtracks dermaſſen, daß Er Ihm ſo liederlich nicht abzunehmen. In Boben⸗ hauſen aber wehreten ſich die Schwedi⸗ ſchen tapffer, weil es ein wolgelegener Ort, ſonderlich das Schloß mit Graͤben, Waͤl⸗ ien, unnd Mauren, zimlich verſehen iſt; ſchreibet kemniczius, im 2. Theil vom Schwediſchen Krieg in Teutſchland. Es ſchreibt Fridericus Taubmann, in der Vorrede über des Virgilii Culicem, am 9. Blat, daß, nahend dieſer Reichs⸗ iſt Stadt Gelnhauſen, folgende Grabſchrifft geleſen werde: Unter dieſem Stein Ligt begraben der Pfarrer von U⸗ tenheim/ r war nicht von Eyßleben/ Gott geb ihm das ewig Leben. Daraus zu ſehen, daß ſelbige Zeit unge⸗ ſchickte Teutſche Reimenmacher gehabt hat, die gar weit von der Alten Teutſchen Poeten ſchoͤner Art gewichen waren; wel⸗ che heutigs Tags wieder herfuͤr geſucht, und noch hoͤher gebracht wird, daß man ſich jetzund uͤber die Teutſche Verß nicht gnugſam verwunderen kan. Ein Meyl wegs von Gelnhauſen, auff einem hohen Berg ligt das Schloß Ronnenburg, den Graffen von Iſenburg zuſtaͤndig, dar⸗ zuß ſie hiebevor iyre Hoffhaltung gehabt aben. Gemuͤnden an der Wohra. LSeget in Ober⸗Heſſen, in einem Thal, und ergieſſet ſich dieſer Fluß, nachdem er ſich mit der Ohm vermengt, endlich un⸗ ter Schoͤnſtatt in die Loͤhne. Es ſind zu Ge⸗ in Heſſen und den benachbarten Landen. umb Hanau faſt alle Flecken, und Doͤrf⸗ muͤnden die weyland vornehme Theologi⸗ b 73 (Doctor Conradus Dietericus, Ulmiſcher Kirchen hochverdienter Superintendens, unnd Doctor Johannes Dieterich Super- intendens zu Gieſſen, ſo dann Herr Chriſtophorus Scheiblerus, auch ein be⸗ ch ruͤhmter Mann, unnd Superintendens zuh 1 Dortmuͤnd, gebohren worden⸗ Anno 1583. den ſieben und zwantzigſten Septembris, thaͤte der Brand des Orts Schaden. Zu nechſt über dieſem Staͤdt⸗ lein, iſt das vornehme Cloſter und Hoſpital eina/ welches in Anno 122. durch die Muͤnche zu Alten Heina Ciſtercienſer Or⸗ dens, zu bauen angefangen worden. Iſt ſehr reich an Einkommen, unnd ein weit⸗ laͤufftig herrlich Gebaͤu, beſonders aber der Kirch. Beſihe oben Franckenberg, und drunten Haina. Es hat dieſes Cloſter ſel⸗ ne beſondere groſſe Wälde unnd Berg⸗ werck, in denen, vornemblich am Keller, eingut Eyſen gegraben wird, welches bey⸗ des zum ſchmieden und gieſſen, bequem aſt⸗ Gerau/ Geroa, oder Geravia. Se Ober⸗Graffſchafft Catzenelenbo⸗ Sgen, dartn Darmſtadt die Hauptſtadt iſt, ligt zwiſchen dem Odenwald, Rhein, und Wetterau, wird von dem Staͤdtlein Gerau, das Gerauer Land genannt; vor Zeiten aber iſt es das Obere Rhingau, wie Nicolaus Serarius libro x. Rerum Mo- gunt. cap. 13. ſchreibet, und oben im Ein⸗ gang, bey Rhinckau, geſagt, geheiſſen worden: Iſt ſehr reich, und fruchtbar an Wein, Korn, Kraut, und andern Din⸗ gen, deren die Inwohner ſich nicht allein gebrauchen, ſondern die auch in andere Laͤnder verfuͤhret werden. Es ligt beſag⸗ ter Flecken Gerau nahend Darmſtadt, dae hin er gehoͤret, und nicht ſonders weit von Franckfurt, am Schwartzbach. Es hat fuͤnff groſſe Jahrmaͤrckt, zween im Felde, und drey des Winters im Flecken. Graff Eberhard von Catzenelenbogen, hak na⸗ hend hierbey das Schloß Dorenberg im Jahr 1354. er⸗ bauet. K S. Goar, 74 S. Goar/ oder S. Gewer. Daß iſt die Hauptſtatt der Untern Graf⸗ ſchafft Catzenelenbogen, und hat den Namen von einem frommen andaͤchtigen Mann, o Goar geheiſſen, der um das Jahr Chriſti 570. eine Kirch daſelbſt geſtifftei, und darin gelehret hat; wie von ihme Dreſ ſerus part. 4. Iſag. Hiſtor. de Epiſcop. Tre- vir. und Jacob. Schopperus part. 3. Cho- rogr. Getm. cap. 6. fol. 690. ſeq. zu leſen. Es ſt dieſes S. Gewer, oder Cella B. Goarts, noch zu des Kaͤyſers Carolt Ma- gn: Zeiten, nichts anders geweſen, als ein Hauß und Sitz der Gaſt⸗Freygebigkeit, darauß die Geiſtlichen, den fuͤruͤber reyſen⸗ den, Speiß und andere Lebens⸗Notturfft, herfuͤr geben haben; wie Brouverus lib. 1. Anciq. Fuld. cap. 7. pag· 26. erinnert. Es ligt bey dieſer Stadt, auff einem ho⸗ hen Berg, das Schloß Rheinfelß/ wel⸗ ches Graff Diether der erſte diß Namens, Graff zu Catzenelenbogen, aus dem Clo⸗ ſter Mattenburg, Anno 1243. zu einem Schloß und Veſtung gemacht, wie das anzeiget eine alte Tafel, ſo in eiuem Ge⸗ mach allda zu ſehen, mit dieſen Worten: Anno Domini M. CC. LXXVI. obiit Comes Dietherus in Catzene- lenbogen I. octava Epiphanie Do- mini. ui anno ejusdem M. CC. XLV. incepit conſtruere domum iſtam Rinfels, ante feſtum beati Mar- tini Epiſcopi. In dieſer Tafel folget alsbald: Anno Domini M. CC. LV. obſeſſum fuit caſtrum iſtud à civita- tibus(XXVI.) Alemanie. Dann, nachdem nach neun Jahren die fuͤruͤber reyſende, den Zoll zu geben, daraus be⸗ zwungen waren, gerieth es endlich zu ei⸗ nem Krieg, alſo, daß viel Städte am Rhein, umb ſolches neuen Rhein⸗Zolls wilien, Stadt und Schloß in gedach⸗ tem Jahr zum hefftigſten belaͤgert; aber nach einem Jahr, und vierzehen Wo⸗ chen, wieder unverrichter Sachen haben abziehen, und dem Graffen den Zoll laſ⸗ ſen muͤſſen. Nach dieſem hat Landgraff Philips der juͤnger diß Schloß mit ſchoͤnen Gebaͤuen erweitet, und mit einem Luſt⸗ Beſchreibung der vornehmſten Orth — liquidum vom illiquido ſeparirt, und an ſtatt ſolcher fructuum etliche Staͤdte, Schloͤſſer, und Aempter, darunter auch Rheinfelß geweſen, Herꝛn Landgraff Ludo wigen Pfandsweiß zuerkand worden, Herz Landgraff Moritz aber nicht parirt: Se iſt zu Vollſtreckung der Urtheil in der Recht⸗ lich eroͤrterten liquidation Sach die Exe- curion angeordnet, Anno 1626. Rheinfelß das feſte Schloß, ſampt dem gegen uͤber li⸗ genden Platz Neu⸗Catzenelenbogen, jetzo die Catz genant, belaͤgert, und durch Accord erobert⸗ auch folgends Herrn Landgraff Georgen, nachdem deſſen Fuͤrſtl. Gnad. Herꝛ Vatter, Herꝛ Landgraff Ludwig, Zeit wehrender Belaͤgerung, nemblich den 27. Julii 1626. zu Darmbſtatt ſeeltglich ver⸗ ſchieden und dieſe Welt geſegnet, nach In⸗ halt der in der Liquidations Sach ergan⸗ gener Urtheil eingeantwortet, hernach auch zwiſchen Herꝛn LandgrafWilhelmen und Herren Landgraff Georgen zu Heſ⸗ ſen, vor ſich und beyderſeits Fuͤrſtliche Li⸗ nien Caſſel und Darmſtadt die Sach unter andern auch wegen dieſer Haͤuſer und der Graffſchafft Nider⸗Catzenelenbogen, durch den von der Kaͤyſerl. Majeſt. confirmirten unnd geſchwornen Haupt⸗Vertrag alſo gaͤntzlich verglichen worden, wie unter an⸗ dern der 16. Articul beſagtes Heßiſchen in offenen Truck außgangenẽ Hauptvertrags außweiſet, alſo lautend: Zum ſechzehenden, wollen wir Landgraff Wilhelm vor uns und alle unſere Eigens⸗und Lehens⸗Erben, Färſten zu Heſſen, und insgemein vor un⸗ ſere gantze Heſſen⸗Caſſeliſche Lini, unſerm freundlichen lieben Vettern und Brudern Landgraff Georgen, und aller ſeiner Liebd. Erben und Nachkofmen, Fuͤrſten zu Heſſen Darmſtaͤdtiſcher Lini, erblich und ewiglich his⸗ . zu Danndſte d dieſe Waltgei der Liquicans heil eingeantwot z en Hermn Landgt n Landgraf Ge Hundberderſels und Darmſtadte h wegen diſe ſtNider Cabrn Käͤnſer. Maſ wornen Haup0 rglichen worda, 3e am. 71 9 11 ſ N 29 71 9 9 N 30 1 30 21! Nticulbeſogt C. taußgangnih 2 =— WalltJor.—— Kleyberg. Necuſt att e Léor. z. El atz beyg. N vwege? t hoy, 3 Hoben Folms. Seltzes Lon. 19 Kindé bue⸗. Bonſt orff. ffrßffzfffffPf AA= — 8 lak 4“— J. Goar.. Goarsbauſen. Duie Cah. 1 — ſ 1 Ett 8 ä * 77 „—:—,— VV Vyyyyy 1 7 8N M S A I 3 dgt — 5 8 & S A Iiaa ſtſckan mmnartn t Nuniſtee nulee i en e Jn. nh iritèn; dome; ce aantem f N zdee, h M Shwelte ſ ſſantm; ulhn a hheäee 1 hlemit cedirt, eingeraumbt unnd uͤberlief⸗ fert haben, die Niedere Graffſchafft Ca⸗ tzenelenbogen, mit allen ihren Hoheiten, Rechten, Gerechtigkeiten, Paͤſſen, Ve⸗ ſtungen, Schloͤſſern, Staͤtten, Aemptern, Doͤrffern, Lehen, Pfandt, Mannſchaff⸗ ten, Hoͤfen, Guͤtern, Zehenden, Gefaͤllen, unnd in Summa mit allen Inn⸗und Zu⸗ gehoͤrungen, erſucht unnd unerſucht, ge⸗ naunt und unbenant, gantz unnd zumahl nichts, als allein den dritten Theil an dem Rhein⸗Zoll zu S. Goar, unnd Varts⸗ Pfenniag zu Poppaꝛt, uñ was zum Rhein⸗ zollſchlieſſen von Alters gehoͤrig(wie hier⸗ unten gemeldet) außgenommen: Alſo daß zu ewigen Tagen, ſo lang die Faͤrſtliche Heſſen Darmſtaͤdtiſche Lini unerloſchen iſt/ Wir Landgraff Wilhelm, unſere Erben, Nachkommen, und unſere gantze Heſſen⸗ Caſſeliſche Lini, keine Auſprach oder For⸗ derung, unter gantz keinem Schein, wie der auch immer bewandt ſeyn moͤchte, an die Niedere Graffſchafft Catzenelenbogen, und an alle oder einige ihre Eineunnd Zugehoͤ⸗ rungen haben ſollen, ꝛc. An. 1647. haben die Heſſen⸗Caſſeliſche unter ihrem General, Caſpar Cornelius von Mortaigni, erſtlich die obgemelte Catz, gegen Rheinfels uͤber, mit Bedingerobert; hernach Rheinfels ſelber belagert; da donn den 30. Junit, Alten Cal. dem gedachten von Mortaignl(der hiebevor der Cron Schweden gedienet) der lincke Fuß abge⸗ ſchoſſen worden; davon Er hernach den 8. 18. Julii geſtoꝛbenzals zuvor deiBeſimg Rheinfels, von Heſſen⸗Darmſtatt, gutwil⸗ lig abgetretten worden, und den 4.14. diß, die Darmſtaͤttiſche ausgezogen ſeyn: Es gehoͤren jetzt S. Goar, unnd Rheinfels, ſampt der Nieder⸗Graffſchafft Catzenelen⸗ bogen, Herrn Landgraff Ernſten, der Caſ⸗ ſeliſchen Lini. Gewershauſen. OSa Goarshauſen, unnd in der Ro⸗ tenburgiſchen Saals⸗Verzeichnuß Guarshauſen/ ligt gegen obgedachtem S. Gewer, oder Goar, uͤber, auch am U⸗ fer des Rheins, und uͤber ſolchem Staͤtt⸗ lein, auff einem hohen Felſen, das obged. Schloß Neu⸗Catzenelenbogen, welches von den Einwohnern die Catz genennet wird, uu Jahr 139;. erbauet worden in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. iſt. Neben dieſem Hauß iſt der Rhein ſehr ſchmal und tieff; hat auch etliche gefaͤhrli⸗ che Wirbel; daher dafuͤr gehalten wird, daß er viel Waſſer daſelbſten verliehre. Uber dieſem Schloß, den Rhein auffwarts,ligt der Lorley, ein gaͤher löͤcherichter Felß/ o einen natuͤrlichen faſt ſtarcken Widerhall gibet; darbey die voruͤberreyſende mit Trompeten, Schieſſen und Ruffen, viel Kurtzweil uͤben. Gieſſen. D zeſe Stadt ligt im Obern⸗Fuͤrſten⸗ thum Heſſen, 6. Meyl von Franckfurt, und 3. von Marpurg. Es ſaget Abraham Saur, in parvo Theatro Urbium, daß Gieſſen vor Zeiten ein kleines Dorff, De⸗ wungen genannt, geweſen, ſo in einem Sumpff gelegen: Und weil das Regen⸗ waſſer hauffenweiß dahin gefloſſen, ſo ſey es Gieſſen genant worden. Wann und zu welcher Zeit aber man eine Statt allhier er⸗ bauet, das iſt unbewuſt: Jedoch haͤlt man darfuͤr, daß ſchon zu S. Eliſabethaͤ Zeiten da eine Statt geweſt ſeye, weil Landgraff Otto im Jahr 1325. ihr Priollegien erthet⸗ let, daß die, ſo in den Vorſtaͤdten daſelbſt wohnen, eben ſolche Burgerliche Freyhei⸗ ten haben ſollen, als die, ſo in den Ring⸗ mauren wohnen. Darauserſcheinet, daß es ein feine verwahrte Stadt geweſen; wie dann auch aus den alten Gemaͤuren des Orths Gelegenheit abzunehmen; und hat ohn Zweiffel auch mit den Benachbarten Streit gehabt. Es wird von Trithemio gedacht einer Stadt 3u den Gieſſen⸗ welche von einem Ertzbiſchoff zu Maͤyntz eingenommen wordenzwie aus ihm referirt Sethus Calviſius in Chronol. cdit. tert- pag. 103 8. welches ſich auch befindet in An⸗ nalib. Auguſtæ Trevirorum Wilh. Kyri- andri part. 15. da er ſchreibt, daß A. 1327. (Calviſius ſetzt 1320.) Ertzbiſchoff Balduin. zu Trier, dem Ertzbiſchoff Matthiaͤ zu Maͤhntz Huͤlff gethan, die Stadt zu den Gieſſen zu erobern. Ob nundieſes Gieſſen in Heſſen, oder ein anders ſeye, kan man nit rathen, weil nicht da ſtehet, wo der Ort ge⸗ legen. Doͤrffte aber wol dieſer Ort geweſen ſeyn, welcher wegen ſeiner Situation hat koͤn⸗ nen Widerſtand gnugthun. Welches auch daher beſtaͤrckt wird, daß noch verſchiedene alte Brieffe gefunden werden, darinn die Statt Gieſſen zu den Giſſen genant wird. 2 Anno — Beſchreibung der vornembſten Orth Anno 1530. iſt ſte von Langraff Philipſen lebt uñ ſchwebt doch alles bey euch? zu Heſſen mit einem Wall unnd Graͤ⸗ Welches dann ſonderlich auch daher kom⸗ ben, befeſtigt worden. Als aber beſagter men, weil ſtracks Anfangs auß Marpurg Land Graff Anno 1547. gefaͤnglich an⸗ die der Religions⸗Enderung halber von genommen ward, ſo hat Graff Reine dannen zu weichen gemüßigte Proteſſorcs hardt von Solms, auf Kayſers Caroli V. und andere Literati, benanntlich D. Jo⸗ Befelch, dieſe Veſtung niederreiſſen laſ⸗ ſen: Die aber Anno 1560.zuin andernmahl zu bauen angefangen, und innerhalb fuͤnff Jahren vollenderzauch im Jahr 157 1. von Landgraff Ludwigen dem aͤltern, an vielen Orthen verbeſſert, und Anno 86. mit ei⸗ nem anſehnlichen Zeughauß(darinnen viel unnd ſchoͤne Metalline Stuͤcke, wie auch ſonſt mehr Waffen und Kriegs⸗Inſtru⸗ menta in guter Anzahl zu ſehen) auch nun⸗ mehr von Herren Landgraff Georgen zu Heſſen, mit Revelinen unnd Auſſenwer⸗ cken, noch weiter und beſſer verſehen, vnd mehrers forrificirt worden iſt. Es befindet ſich auch in dieſer Veſtung eine anſehenli⸗ che Roßmuͤhl, von verſchiedenen Gaͤngen. Zum Eingang der Franckfurter Pforten ſtehen dieſe Vers in Stein gehauen, ſo Petrus Paganus gemacht hat: Captus erat Princeps, non Matre, ſed ar- te, Philippus, Cum benè munitum deſtrueretur o- pus⸗ Nominis hoc patrii Ludovicus amore re- fecit, Anno bis ſeptem luſtra ſequente no- VO. Principe dignus honos, Patriæ farcire rui. 1 nas, A quibus Haſſiacos, CHRISTE, tue re polos. Anno 1607. hat Landgraf Ludwig der Juͤnger, zu Heſſen, ein ſchoͤnes Collegium allda erbnuet, und ein Hohe Schul all⸗ hier angerichtet, auch daruͤber von Kayſer Rudolpho Privilegia in optima forma er- langt, und den Studioſis noch darzu aller⸗ hand Immuniteten ertheilet. Dieſe Univerſitaͤt zu Gieſſen hat bald zu floriren begunnen, und einen groſſen Ruff erlangt, dergeſtalt, daß auch Taub- mannus in einer Epiſtel an Bachman- num, damahligen Profeſſorem Poeſeos 8 Gieſſen, mit dieſen Worten geſchri ben: Deum immortalem; ut ſtu dia literarum apud vos calent. b Es annes Winckelmannus, D. Balthaſar Men- zerus, D. Gorhofredus Anthonii, ſo dann Conradus Dictericus, ſich dahin be⸗ geben, und ſo wohl in Theologica unnd Juridica, als andern Facultæten proſttirt, darauff ſich eine merckliche frequentia Stu- dioſorum, auch aus frembden Koͤnigrei⸗ chen, Schweden, Dennemarck, unnd ſonſt faſt von allen Enden in Teutſchland her, dahin gezogen, und ſeynd hin und wie⸗ der viel vornehme dapffere in Weltlichen und Geiſtlichen anſehnlichen Offciis be⸗ griffene Leuthe zu ſinden, welche ihre Qualiteten guten theils daſelbſt geſamblet zu haben, ſich dancknehmig, und zu dieſer Statt und damahliger Untverſitaͤt Ruhm erinnern. Es iſt aber die Univerſitaͤt Anno 1625. ſuſpendirt worden, unnd ſeynd die Herren Protfeſſores nach Marpurg, als Ihre Fuͤrſtlich. Gnad. Herren Landgraff Laͤdwigen ſelbiges Fuͤrſtenthumb zuer⸗ kandt worden, gezogen; Iſt auch daſelbſt den 24. Maji ein ſolennis Actus Reſtaura- tionis Academiæ Marpurgenſis vorgan⸗ gen. Die Kirch wird genannt zu 8. Pan- cratius, welche mitten in der Statt ligt. Die Waͤllle umb dieſe Statt ſeynd, wie man berichtet, auff 60. Schritt breit; das Waſſer, die Lohn, daran ſie ligt, macht ihr gute Gelegenheit. An. 1560. den 27. May ſchlug das Wetter allda ein, und verbran⸗ ten in 168. Baͤue, ohne die Scheuren und Stäͤlle, wie deſſen auch Becherer in der Thüringiſchen Chronick pag. 544. geden⸗ cket: Deſſen zu Gedaͤchtnuß iſt im Chor der Kirchen ſolches auff eine Taffel vero elchnet worden, deſſen Anfang alſo lau⸗ et: Secula quinque decem conjungito, queis ſuperadde erat, Fulmine tacta fuit Giſſæ pars magna ſini- ſtro; Avertat poſthac talia fata Deus. 1 Beſiehe die Inſtir. Orat. D. Cunradi Diete- Bis ſex luſtra, ſatis triſtis his annus b 1 hens gawin g viam zmdye 7 Jait d rio gnn, batn 1 rmnGelck i kut 3 pdegen 5. lut f Siatmor d fmdhernt ü danit an n, dedont ſo ungalde 2 irten an w ſnun dſern uh an Wnghandn ig mbede t eclähke lbe ual in Enae ve Sitlas ſ ſlg ſ nſbemn ſ fußeS hat Geh d mächeg d ade t li 8 Aigiensgng 48 Beatn 2 1 leealnd en andu 1 3 c dancmutn. 1 damahligerut Au en, gezogen; c. afi ein olennit 24 demix Marph 2 irch wid gel enn lche mitten ii a0t unb dieſe St dam tet, auff bo. S Lenn Lohn, daran Iln enhett. An. 1=c Wette 85 4 Baͤue, ohned D u e deſſen auch en hen Chronſk. 3 n zu Gedächl at ſolches auf 11 den, deſen 1 que emn—ein uperaddc 1 luin cg b b rat, ufut G A ſtro 1 8 oſthac alai 4 die Inſtt 9 5 Dieterici pag. 65. ſeqq. da dieſe Stadt in Heſſen und andern benachbarten Landen. 77 Waaren, nach einer feinen Ordnung, gar weitlaͤufftig beſchrieben, unnd unter gefunden werden. So hat man auch ſelbi⸗ anderm, daß ſie in dem Theil des Obern Heſſenlandes, ſo an die Wetterau ſtoͤſſet, eben, unnd von Wetzlar ein Meyl, von Gruͤnberg aber zwo, unnd auff der Land⸗ ſtraſſen nach Franckfurt, gelegen ſeye: 4 Thor, und 4. Hauptgaſſen, und in mit⸗ ten derſelben den Marckt oder Platz, ſampt dem Rathhauß, und man von auſſen eine Stund zu ſpatzieren umb die Graben, ha⸗ be; Item, daß nur eine Kirch, zu S. Pan⸗ cratio genannt, unnd zwar mitten in der Statt, mit einem hohen Thurn, und ſchö⸗ nen Geleute; Item gegen Morgen das alte Schloß, darinn der Hauptmann wohne, ger ſeyten viel kuͤnſtlich Oerter, als da ſind etliche Schloͤſſer, und Doͤrffer, der Statt Korn⸗ Pulver⸗Loheund Schleiff⸗Muͤh⸗ len. Jenſeit der Stadt iſt der Todten⸗ Kirch⸗Hoff: deſſelben Hauſſes innerſte Bohne iſt gemacht unnd gemahlet, mit Sonn, Mond und Sternen, den Himmel fuͤrbildend: weiter findet man darin viel⸗ faͤltige Gemaͤlder von dem Leyden, Ster⸗ ben, und Auferſtehung des HErꝛn Chriſtt, von Aufferſtehung der Todten, vom Juͤngſten Gericht, ꝛc. Deßgleichen, ſo wol inner⸗ als auſſer dem Hauſe, die ſchoͤne E- pitaphia, und Grabſchrifften. Hierauff gelegen ſeye; es auch da ein anſehnliches, folgen die Auſſenwercke der vier Stadt, und wolausſtaffirtes Zeughauß habe; die Thoren, der Wall mit eilff Bollwercken, Statt mit einem geſunden Lufft, und das ꝛc. In der mitte der Statt iſt der Marckt, Land herumb mit Fruchtbarkeit, und Luſt⸗ darauff ſteht die Juſtitz, als Galgen, barkeit(davon, und dem Tuchmachen, Wippe, Drilles unnd Eſel. Ferner, die die Burger inſonderheit ſich nehren, und Kirche, darinn der Altar, der Taufſſtein, von Rath und Burgermeiſtern, nach des Fürſten Beampten regieret werden, und Jaͤhrlich einen ſtattlichen Marckt⸗zwiſchen Oſtern und dem Auffahrtstag, 8. Tag lang halten) begabet ſeye, geſagt wird. Es ligen bey dieſer Veſtung etliche Schloͤſſer nahe, als Gleiberg, Solms, Koͤnigsberg, Fetzburg, naher der Graffſchafft Naſſau zu. Ein Meil wegs nacher Butzbach iſt ein Staͤttlein Groſſen Linden; alldar vor Zei⸗ ten ſoll ein Caſtell geſtanden ſeyn, ſo An⸗ no 1560. durchs Wetter verbrannt wor⸗ den. Die Anno 1607. allhie geſtiffte, aber Anno 1625. von hinnen nach Marpurg verſetzte hohe Schul, iſt nunmehr wider all⸗ da, und Sonntags jubilare, des Jahrs 50. dieſelbe aufs neu, an ihren vorigen Orth, in Gegenwart Heren Ludwigen, und Her en Georgen, des Juͤngern, Landgraffen 8 Heſſen, Herrn Landgraffens Georgen des Eltern Soͤhnen; wie auch in beyſein Heren Georg Ernſten, Grafens zu Er⸗ bach, eingefuͤhrt worden. Es hat dieſe Statt Gieſſen ſo wol ihre aͤuſſerliche, als innerliche Wercke. Von auſſen befindet man die natuͤrliche Oerther, als Berge, Waͤlder, Aecker, Wieſen, Gaͤrten, Waſ⸗ ſer, mit ihren Fruͤchten, und Zugehoͤr. Jen⸗ ſeit des Loͤhnfluſſes iſt ein groſſer Platz, darauf in Jahrmarckt Zeiten, allerhand die Cantzel, das Creutz Chriſti; in der Ca⸗ pell die Bibliotheck, die Orgel, D. Luthers Abbildung, unnd andere Gemaͤhlde. Ne⸗ benſt der Kirchen ſteht ein dicker, ſtarcker, ſteinerner Thurn, darauff die hell klingen⸗ de Glocken, Zincken, Poſaunen, Trom⸗ peten, Pfeiffen und Geigen. Ferner hat es in der Statt viel treffliche Gebaͤu, als das Collegium, mit ſeinen Auditoriis, o⸗ der Zugehoͤr⸗Saͤlen; das Rath⸗Zeug⸗und Haupthauß, die Kugelronde Roßmuͤhl, und dergleichen mehr ꝛc. Siehe Stanis. Minck, von Weinsheim, I. I. W. in re⸗ lat. noviſſ. ex Parnaſſo, de arte Remini- ſcentiæ, pag. 114. ſeq. Herr Landgraf Philipps zu Heſſen, ſo zu Butzbach Paß gehalten, hat der obgedachten hohen Schul ſeine gar kunſtreiche, und ſehr kheure In⸗ ſtrumenta Mathematica verehret, die man im Jahr 1653. wieder ausgebutzt; deren die groͤſten D. David Chriſtiani, in ſelnem Tractatu de Cometis, pag. 9. feq. alſo beſchreibet: Globus cœleſtis, cujus dia⸗ meter. 7. pedum eſt. Sextans Aſtrono- micus, cujus arcus Orichalco obdu- Kus, habens ab altera parte, juxta prin⸗ cipale centrum cylindricum„ aliud ei- dem ſimile,& huic in arcu correſpon⸗ dentem locum, cui(quoties id poſtu⸗ lat neceſſiras) pinnacidium imponitur, ad obſcrvandum diſtantias minores. K 3 Qua- 78 Beſchreibung der Quadrans; qui totã ſui ſuperficie, è cen- tro ad circumferentiam, ò ſolido Orl- chalco conſtat, peculiares diſtributio- nes habens. Semicirculus, cujus diame- ter 9. ferè pedum eſt in longitudine, per- pendiculum habens,& regulam, in Dia- metri cxtremitate, ad circumferentiæ ini- tium applicatam, diviſusque undique in 90. gradus. Orichalco eſt obductus inſi- ſtens Horizonti Azimuthali è ſolido ferro conſtanti, quem 6. Columnæ, cum ſuis coch- lsis ferreis(quas perennes vocant,) quibus pretiofiſſimum hoc Inſtrumentum totum in Horizontis æquilibrium dirigitur, ſuſti nent. Quadrans alius, cum ſuo Hori- zonte, regults, cochleis, qui disjungi, conjungique viciſſim poteſt, atque trans- ferri, quocunque libeat, quæ omnia ex ſolido facta ſunt Orichalco. Regulæ Ptolemaicæ omnibus ſuis partibus Ori- chalco optimè veſtitæ. Sextans bifurca- tus arcum habens chalibeum. Armillæ Zodiacales, quarum circuli ex ſolido ære fuſi tornatique ſunt. Et hæc quidem In- ſtrumenta majora nimium ſe ſuo ponde- re aggravant. Die kleinere Inſtrumenta; weil es dem Autori zu lang zu ſeyn be⸗ dunckt hat, werden nicht vermeldet. Und dieſe Inſtrumenta befinden ſich in dem Col. vornembſten Orty deantemeen ⸗dieſents ceede „iſt dieſe alte faſt unleſerli Schrifft zu ſehen geweſen: Felige Fabricat in fronte vinum ſumtum ſine fonte, Ergo bibe fontem, ſi non vis lædere fron- Tem. Im Jahr 1646. im Junio begaben ſi die Nieder⸗Heßiſche Voͤlcker darfuͤr, ich ſchoſſen es ſtarck, und nachdem ſie ſolches einbekommen, haben ſie es verodet unnd durch Feuer verwuͤſtet. Gnadenthal. E5n Adelich Jungfrauen Cloſter in der =Graffſchafft Naſſau, darin nicht gar laͤngſten Magdalena von Irmtraut, als Abbtißin, und Beatrix von Schelen, Cal⸗ viniſche Jungfrauen, wie der Jeſuit, P. Johannes Cruſius, wider den Romanum Hayum, tract. 4. p. 106. ſchreibet, gelebt haben. Grebenau. EIn Ober⸗Heßiſches Staͤbtlein, ligt zu nechſt an der Grentze des Nieder⸗Juͤr⸗ ſtenthumbs Heſſen, bey dem Adelichen feſten Schloß Hertzberg. Dieſer Orth legio Philoſophico, daraus man ſie auff iſt vormahls ein Dorff geweſen, aber in die Altan, ſo mit Fleiß darzu erbauet, oder wohin man will, bringen, und die Obſetvationes anſtellen kan. Gleiberg. Anno 1605. von Herrn Landgraff Ludwi⸗ gen dem juͤngern zu Heſſen(hochſeeligen Andenckens)mit Stadt⸗Freyheit begnadi⸗ get, und nach Anleitung deſſen Nahmens ein Wappen, worinnen ein Grebe in einer gruͤnen Awe ſtehet, mitgetheilet worden. Eßn Gräͤfflich Naſſauiſch Schloß, ein In ſolchem Staͤdtlein und deſſen Bezirck halb Meyl von der Heßiſchen Veſtung ligt jenſeit ein altes Steinerne, aber nun⸗ Gieſſen, jenſeit der Loͤhn, ligt auff einem mehr faſt verfallene Gebaͤu, welches vor⸗ Berg. Dieſes Hauß iſt erbauet worden hin, wie die veſtigia darzeigen, mit einem von den Graffen von Merenberg, deren Waſſergraben umbgeben geweſen, alſo Wohnung geweſen, ein gute Meyl wegs daß man biß noch uͤber ein hoͤltzerne Bruͤ⸗ von Weilburg auff dem Schloß Meren⸗ cken hinein gehen muß: welche Zeit oder berg, welches annoch bewohnet wird von Jahr aber ſelbiges auffkommen und erba⸗ den Graffen von Naſſau⸗Weilburg, an wet worden, iſt keine beſtaͤndige Nachricht welche die H erꝛſchafft Merenberg, und vorhanden. An einem nunmehr meiſten⸗ zugleich die Herꝛſchafft Gleiberg durch ei⸗ theils nieder geſunckenen ſteinenen Pforten nen Heurath ums Jahr 1328. kommen iſt, Gewoͤlb ſtracks im erſten Eingang des nemblich durch Gertrud, des letzten Graf⸗ Vorhoffs eingehauen ſtehet: Bruder fen von Merenberg Tochter, verehlicht Churt Schaufus(welcher ſonder Zweif⸗ an Graff Johann von Naſſau den Erſten fel ein Mit⸗Ordens⸗Herr daſelbſten, ſon⸗ dieſes Nahmens, im Jahr 1336. welcher unter Carolo IV. mit hohen P legl angewandten Burgmaͤnner zu Alsfeld ſten aber einer von Adel, unnd deſſen gelve⸗ 8 — wwwagdh ügſihee pii 777, 7 6 r verwiſt ſ 4,1 Gna de. uch Je u au g. 39 ind Baat rtr de ungfraun, wi 3 rrufius, vi 1 act. 4. P. 1ob. 1 Grebenme e, Heßiſches G a0 9 nder dus 1 3 Heſſen, by at loß Hertberg⸗ S ls ein Dorſſge ape .von Herrnol 09 ngernu Hiſt Pi s)mit Etadr g dh ich Anleitung d t en, worinnen⸗ GS de ſtehet, mitgt, 13 Städtlein und dei in altes Stein„ erfallene Gebä te Veltiga datt e ben umögeben 20 Se wiun we. ——— ₰‿ Seebent ſteint. 1 8 22 2a..— 5 1 2. 3 AEA AAA / —*— 70 6 4. 1α Mnaiakabeuu K p 8 3 4 ¹ S ͥᷓNNN R 1 4 — R 1 1 n - nn en p 1be 11, L nn 7145716 — u — X 1 I Z Semas flu b ep , V 3 u —— — 5 5 22 5 1 4 N 8 K 6 — r u L A 1 1 9 5 Ae dar ℳ — 5 1 g 8 1 8 3 ale N 7 G—— 41 1 ſſe ſ 1 ee le l ᷣ WSn 8 = N ☛ —— — —= — — ,— —— —————— — — —— — — — — — — — tnlu dun 4n 1 ſ kald: der Dein ie c Pdu ke, a wakt ur en achi be hweln ni der de i wehge er ungande ite ſehane n in Heſſen, vnd den benachbarten Landen. geweſen) unnd hierneben die Jahr⸗Zahl zwiſchen Caſſel, und Muͤnden, bey dem 1400. Dorff Walshauſen, oder Wilhelmshau⸗ Deren Geiſtlichen Ordens⸗Herren, ſo ſen, an den Fuldaſtrohm. Die Stadt ligt ſolches Gebaͤu in Vorjahren dewohnet, etlicher maſſen auff einem Huͤgel, neben ſollen ſechs oder ſieben, und mehrentheils vorgedachtem Waſſer Eſſe, und iſt zimb⸗ Adeliche Perſohnen geweſen ſeyn, unnd lich weit umfangen, auch mit guten Mau⸗ ſich Johanniter⸗Hesrn des Seelgeraͤths ren und vielen Thuͤrnen, wolverſehen, und des heiligen Hoſpitals zu Jeruſalem ge⸗ innerhalb, nebenſt der Kirchen, und andern nant, und mit anders nichts, als Singen Haͤuſern, fein erbauet geweſen; Aber An⸗ und Meß halten, ihre Zeit hingebrachtha⸗ no 1635. in damahliger Verwuſtung, mit ben. Neben und durch dieſes Staͤdtlein einander im Feuer auffgangen, und kaum flieſſen ². Baͤche, welche forters von dan⸗ der dritte Theil der Stadt, oder Gebaͤuen, nen eine Meylwegs hinunter in beyde Waſ⸗ ſtehen blieben. Das Ampt iſt zwar nur ſer, die Joß und Fuld genannt, fallen. von 8. oder 10. Dorffſchaſſten; aber von Ohnfern von dieſem Staͤdtlein, und be, ſehr trefflichem, herꝛlichem, unnd vielent Pfa⸗ 8 en Haheng liat das Dorf Fruchtwachs, ſonderlich an Korn. Udenhauſen, zwiſchen welchen beyden e Orthen in Vor⸗Jahren des Attilæ, der Greiffenſtein. Hunnen oder Hungarn Koͤnigs(welceeerr ſich flagellum Dei genannt, und wider die KStein vornehm anſehenlich Berghauß, Chriſten greulich gewütet, auch An. 350. Jdenen Herren Graffen zu Solms zu⸗ in Teutſchland, als Schwaben, Thuͤrin⸗ ſtaͤndig. Wann, und von weme es erbauet gen und Heſſen, mit groſſer Kriegs⸗Macht worden deſſen hat man keine gewiſſe Nach⸗ eingefallen, und durch ſeine Tyranney und richt, aber ſo viel, daß es vor der Zerſtoͤh⸗ Gewalt zuwegen gebracht, daß ſie ſich wil⸗ rung des uhralten Graͤfflichen Hauſes lig an ihn ergaben) Srhmer von hnem SSonnns geſtanden. Schwein, deren ein Hirt daſelbſt gehuͤtet, 1 aus der Erden herfuͤr gewuͤhlt ſeyn ſoll,/ Grunberg. wiewohl etliche dieſes Schwerdts Erfin⸗—St ein alte Stadt in Ober⸗Heſſen, ge⸗ dung anderwerts beſchehen zu ſeyn, be⸗ gen der Werterau, und auf einem Huͤ⸗ ſchreiben wollen. gel, garluſtig gelegen, daher es den Nah⸗ 42 men vom gruͤnen Berg haben ſoll. Es iſt Grebenſtein. vor Zeiten ein groſfe Sradt geweſendie ſich etwan erſtreckt biß an Peters⸗Weg, da ein eſe wol⸗und in die Vierung erbaute Kirch S. Petri geſtanden ſeyn ſoll. In der 2. Stadt, ligt 2. Meylen von Caſſel, na⸗ Frauckenbergiſchen Chronick ſtehet am 19. hend Schartenberg, Zierenberg, Immen⸗ Blat, daß Gruͤnberg, zu S. Eliſabethen hauſen, und Hohenktrchen, am Waſſer Zeiten, wie auch Bidenkapp, noch Doͤrffer Eſſe, und hat ein Ampt; deren Anfang geweſt ſeyen. Wird auch daſelbſt fol. 232 aber, wie Dillich im erſten Theil der Heſ⸗ dieſer Orih, als er An. 1195. von den bey⸗ ſiſchen Chronick, pag. 173. leq. ſchreibet, den Biſchoͤffen Maͤyutz und Coͤlln ver⸗ unbewuſt iſt. Gehoͤrt ins Fuͤrſtenthumb brant worden, ein Flecken genant. Es be⸗ Nieder⸗Heſſen: Und wird der Antheil findet ſich aber in einem Freyheits Brieff, zwiſchen der Obern⸗Stadt, unnd dem ſo ihr An. 1272. von Henrico Duce Bra- Schloß, die Freyheit genennet; welches banrino, das Kind in Heſſen genannt, ers Schloß Landgraff Hermann, geweſter theilt worden, daß ſie ſchon dazumahl vor Ertzbiſchoff zu Coͤlln, erneuert, unnd mit eine Stadt gehalten, und die Einwohner einem ſtarcken ſteineren Bau, welcher al⸗Buͤrger genant worden. Im Anfang ſol⸗ lein noch davon uͤbrig iſt, vermehret hat; ches Brieffs ſtehen dieſe Wort: Nos Hen⸗ unten ſind ſtattliche in Stein gehauene ſricus Dei gratia Landgravius, Terræ Staͤlle und Keller. Haſſiæ Dominus, unà cum Adelheidt Die Stadt graͤntzet mit einem Orth an Landgravia conjugata noſtra concedi-⸗ die von der Malſpurg, mit dem andern, mus allectis civibus noſtris in Grunens= berg B0 berg gaudere juribus ſubſcriptis, quibus gaviſi dicuntur à temporibus retroactis. Hicunt itaque ſe Francones eſſe,& idco ſortiti ſunt jus Franconum. Dieſe Stadt hat unterſchiedene Feuers⸗ Brunſt erlitten, als 1370. 13. Maji/ und 1391. 5-Auguſt. davon in der Kirche dieſe aite Verß ſich finden. Anno Milleno C. ter, LX. duplica- , co. 8. Nocte Gangolfi per fulgur dicitur uri Grunberg ſolennis eivitas communitet onmnis.. Vom andern Brand aber dieſe: Anno milleno tercenteno nonage- Primo, fuit mota Grunberg igne quaſi 8 tota 3. Chriſti die Regis OſWaldi& Martyris ezus. Davon in der Limpurgiſchen Chronick am 47. Blat alſo geleſen wird: Anno 1390. ward Gruͤnbergin Heſſen verbrantzumal von eigenem Feuer, und zwantzig Jahr davor, da ward es auch verbrant von eige⸗ nem Feuer. Des Jahrs 1647 haben die Nieder⸗Heßiſchen, in dem innerlichen Krieg dieſes Grunberg, Item die Schloͤſ⸗ ſer Reiffenberg, Koͤnigsberg, Merla, Blaackenſtein und Honſtein, erobert: das Schloß Stauffenberg aber haben die Darmſtaͤttiſchen ſelbſten verlaſſen. Nicht fern von dieſer Statt ligt gedach⸗ tes Schloß Moͤrla, oder Merla, in einem Thal und Wieſengrund, welches Land⸗ Graff Ludwig der altere auff das zierlich⸗ ſte erbauet hat: Und ſind in dieſer Ge⸗ gend viel ſchoͤne Waͤlde, und bequeme Jagden. — o Gudensberg. N Nieder⸗Heſſen, nahend Kirchberg, IFritzlar und Felßburg, gelegen; ſo ein Ambt hat;ſtoͤſt oberhalb mit etlichen Dorff⸗ ſchafften, als auch unterhalb au die Eder, auff der andern Seyten aber graͤntzet es an die Maͤyntziſche und Waldeckiſche Ge⸗ biet, wie auch an das Ampt Wolffhagen, Beſchreibung der vornembſten Orth zum Diemelſtrohm gehoͤrig. Wird vor die rechte Schmaltzgrube, da die meiſte Frucht waͤchſet, gehalten. Kaͤyſer Carl der Groſſe hat bey dieſer Stadt mit den Sachſen eine denckwuͤrdige Schlacht ge⸗ halten, und ihnen obgeſteget. An hieſigem Orth ſind erſtlich zwey Schloͤſſer geſtan⸗ den, deren das eine das Kleine, das ander aber das Groſſe, genannt worden. Auff dem kleinen wohneten Edelleuth, die von Gudensſperg genannt. Auff dem groſſen Schloß wohneten unterſchiedene vom A⸗ del, deren Geſchlecht außgeſtorben. Und weil die Edle von Gudensberg gegenLand⸗ Graff Henrich feindlich ſich verhielten, uͤberkam er das kleine Schloß, und ver⸗ heerer es im Jahr 1281. in der Johanns⸗ A 0 4 Dasuͤbrige Schloßliget auff einem ho⸗ hen felſichten Berge, in einem groſſen wei⸗ ten Felde. Iſt noch vor wenig Jahren be⸗ wohnt geweſen; nach der Hand aber abge⸗ brochen, und die Steine zu andern Fuͤrſt⸗ lichen Gebaͤuen gebraucht worden. Die Stadt ligt daran, und vergleicht ſich faſt mit der Stadt Felßberg; Und ob ſie wohl etwas beſſer gebauet geweſen, iſt ſie doch des Jahrs 1640. gantz und gar, biß auf die Kirchen, und ſehr wenig Haͤußlein, ein⸗ geaͤſchert worden. Das Ampt beſtehet in mehr, alsetlich und zwantzig Dorſſſchaff⸗ ten, und iſt weit umbfangen; aber in dem leydigen Kriegsweſen, mehrentheils abge⸗ brant worden. Hat ſonſt uͤberaus ſtattliche Dorffſchafften gehabt: und begreifft al⸗ lenthalben groſſe, weite, ebene, ſehr frucht⸗ bare Felder, wentg Gebuͤrg, aber viel un⸗ terſchiedene Hoͤhe, ſpitzige Huͤgel, daran die ckes Gebuͤſche und Steinfelſen, ſo ihre un⸗ terſchtedene Nahmen haben; hat auch we⸗ nig Wildbahnen, ohne zur Seiten, gegen Caſſel, den Langenberg, welches ein ſchma⸗ les, hohes Gebuͤrge iſt. Dieſes Ampt wird mitten durch den ſtarcken Fluß Embs wel⸗ ſches ein ſehr ſtattliches Fiſchwaſſer, gethei⸗ let, und erſtrecket ſich an den Habichswal⸗ Urſprung hinder dem Langenberg, in ei⸗ nem Grunde, nicht weit von dem alten ver⸗ wuͤſten Schloß Falckenſtein, denen E⸗ delleuthen die Hunde zu Kirchberg genant, zuſtaͤndig; fleuſt foͤrters durchs Aabe eix de. Ermeltes Waſſer Embs hat ſeinen — — — —— —— — — — —— — —— — — S—— —— —— — im Jahr uan trigeSclgin 83! tu Bagen 4 e. Iſtuecurn g. eweſen mmchdr.. und die Snin m. bbaͤuen gärauzt a gt daran, undte al Stadt Falßberg, an ſſer gedauet get n rs 1640. ganh g en, und ſehe wet ae worden. Dasl a Setlich und zwan 2 7, ſt weit undſa Kriegetbeſenma u rdan Jäſeis a en groſſweite der, wengg Geht ene Häheſpizgel in, üſche und Steinf eneahmnthi vſtowm fich, i hatgungm ſe mh d Ghen g äſaseag in Heſſen vnd den benachbarten Landen. Merrhauſen, vnnd ergeuſt ſich vnder⸗ halb Felſperg, bey dem Dorff Boͤddingen, in die Eder. Gedachtes Cloſter Merxhau⸗ ſen, iſt von dem alten löblichen Fuͤrſten zu Heſſen, zu einem der hohen Hoſpitalien verordnet worden, daß, gleich wie zu Hey⸗ na, Mannsperſonen; alſo allhie etlich hun⸗ dert arme, gebrechliche, lahme, blinde, taube, ſtumme, tolle, vnnd wahnwitzige Weibsperſonen, ernehret werden ſollen. Dleſes Cloſter hat ſeine ſtattliche Einkom⸗ men; vnnd iſt in der Ringmawer weit vmb⸗ fangen; hat auch viel Gebaͤw, als Scheu⸗ ren, Staͤlle, Braw⸗vnd Backhaͤuſer, vnd andere gute Bequemlichkeiten, vnd vnter andern auch dieſe, daß inan in der Embs, welche durch die Kuchen fleuſſet, die ſtatt⸗ lichſten Forellen von etlichen Pfunden fan⸗ gen kan. Ligt ſonſt in einer enge, zwiſchen z. hohen Bergen. In dem beſagten Ampt, zwiſchen dem Langenberge, vnd Falcken⸗ ſtein, ligt auch das vhralte Staͤttletn Niedenſtein. Auch hat es in dieſem Ampt Gudenſperg ſtattliche groſſe Teiche, inſonderheit einen bey dem Dorff Weren, allda Jaͤhrlich, vor allen andern Orthen deß Landes, ein groſſer Sprienen, oder Stahrenfang, gehalten wird. In dieſer Gegend ligt die Chur⸗Maͤntziſche Statt, vnd Stiffte Fritzlar, gantz auff Heſſtſchem Boden. Es graͤntzet auch ferners an das Ampt Gudenſperg, zwiſchen den Doͤrffe⸗ ren Bahlhorn, vnnd Elben, das Chur⸗ Mäayntziſche Schloß, Staͤttlein, vnd Ge⸗ biet, die Tumburgk genant. Es hat vmb ſolches, vnnd das Staͤttlein Fuͤſchen/ ſo zwiſchen Fritzlar, vnnd Numburg, an dem Waſſer Elbe gelegen, vnnd denen von Meiſeburg gehoͤrig; wie auch beym gedach⸗ ten Cloſter Merrhauſen, vnd dem Staͤtt⸗ lein Wiedenſtein, dieſes Ampt Guden⸗ ſperg, noch etliche Gebuͤrge, vnd Gehoͤltze; ſonſt aber iſt es mehrentheils eben. Es ſeyn Anno 1249. 1270. vnnd 1350. Schlachten nahend dieſer Statt geſchehen. So iſt ſie An. 1312. in Grund außgebron⸗ nen. lach, Ertzbiſchoff zu Maͤyntz, dieſe Statt beſtritten, vnnd erobert, die Weinberg ab⸗ gebrannt, iſt aber dannoch von dem Obern Schloß, mit groſſem Spott, vnnd Scha⸗ den, zurüͤck getrieben, vnnd abgehalten 81 worden. Vnnd ob auch gleich nach jhm Ertzbiſchoff Adolph im folgenden 1382. Jahr, diß Schloß mit einer geſchwinden Belaͤgerung angetaſtet, ſo hat er doch vn⸗ geſchafft abziehen muͤſſen. Von dem Jahr aniſt Gudenſperg, innerhalb 7. Jahren, zweymahl außgebrannt, vnnd zu dem deß Jahrs 13839. dermaſſen zugerlchtet vnnd eingeaͤſchert worden, daß deßwegen, vnnd ſonſten auch, der vielfaltigen Kriegs Schaͤ⸗ den halber die groſſen Vorſtaͤtte nicht wi⸗ der auffgebawt werden koͤnnen. Der Orth, darauff die Vorſtaͤtte geſtanden, wird noch theils an jetzo die Freyhett genennet. Letzlich hat dieſe Statt in Anno 1786. noch einen ſchweren Brandſchaden, ſo durch Muth⸗ willen eines Knabens verurſacht worden, außgeſtanden, in welchem bey 80. Gebaͤwe durchs Fewer verderbt worden ſeyn. Sie⸗ he die Franckenbergiſche am 40. vnnd die Limpurgiſche Chronicken, am 10. vnd 42. Blaͤttern. Hachenburg. EIn Schloß vnnd Statt in der Graff⸗ ſchafft Sam, ſo im Jahr 1246, nach toͤdtlichem Hinntritt Graͤff Henrichs zu Sayn, der Groſſe genant, neben andern Lehenſtuͤcken, auff erſtgedachten Henrici Magni Schweſter Adelhett, vermaͤhlte Graͤffin zu Spanhelm, vnd durch dieſelb dero vier Soͤhne, alle geborne Graffen zu Spanheim, devolvirt worden, vermög Teſtamentlicher Diſpoſition. Vnder die⸗ ſen jetztgemelten vier Bruͤdern, war einer Nahmens Johann der aͤlteſte, welcher hin⸗ terlteſſe zween Soͤhne, nemblich Henrichen vnd Gottfriden. Auff dieſen letzten gemel⸗ ten Graffen, kam in der Bruͤder Theilung im Jahr 1264. gemeltes Hachenburg mit deſſen Zugehoör. Anno 1634. mit eintritt deß Jahrs, thate der Obriſte Grimberg, Commendant in Andernach, einen verge⸗ benen Verſuch, mit ſeinem Schaden, auff Hachenburg; darin ſich Schwediſche, vnd waronfange nider der Burgerſchafft wil⸗ len, einquartirt hatten. Ferners hat Anno 1368. Herr Ger⸗ Hernach, den 14. Mertzen forderten auch die Spaniſchen Hachenburg, durch einen Trompeter auff, griffen es aber nicht an, ſondern pluͤnderten Alten Wledt, vnnd andere mehr Orth, zu grund auß. Im Jahr 1636. auff Abſterben Graff L Ern⸗ — — 82 Beſchreibung der vornembſten Orth Ernſtens zu Sayn und Witgenſtein, vnd Ferdinand Conceſſion, wie auch vom deſſen jungen Herꝛlein, Graff Ludwigen, Papſt Confirmation gegeben worden. Vnd hat Chur Coͤlln, vnder dem Vorwandt et⸗ wurden von jhm darzu affignirt die Fra⸗ nes eroͤffneten vnd heimgefallenen Stame wen Cloͤſter Dierſtein und Beſelich, ſo dann Lehens, dieſes Schloß, Ampt vnnd Statt das Stifft Dietz, wie anch der Naſſawo an ſich gezogen, deßwegen dann die hinder⸗ ſche Antheil an dem Cloſter Thron; Da⸗ laſſene Fraw Witttb genoͤthiget worden, her Strett entſtanden mit dem Hauß Naſß⸗ ſich bey der Roͤm. Kaͤyſerl. Mayeſt. vnnd ſaw⸗Dillenburg. Auß dieſer Statt ſind dem Kaͤyſerlichen Cammergericht zu be⸗ buͤrtig geweſen die Lorichii. klagen vnd iſt darauff 35 Jahr 1637. den d er. 9. Januarij, ein widerholtes Mandat, in⸗ 3 titulirt extenſio Mandati de reſtituendo& Bn eis Hudhere ne deldere nd in non amplius turbando ſine clauſula wider Jans ne qlelne derlan 8 Selfdn Ihre Churfuͤrſtl. Durchl. zu Coͤlln, ſambt Kaſſawiſche Senun ueate eine Graſfüc dero oben hunnd⸗Lapiulvd.hre Jürſi⸗ von hier buͤrtig, helt in ſeiner Naſſawiſchen lich. Gnad. den Herꝛn Biſchoffen zu Oßna⸗ Chronte, ar⸗ Blat, darfür, daß der da l ean nnech ande Banſurun an Beu Benlecamneen wider Ihre Chur⸗ Fuͤrſtlich. Durchl. Execu- ren ſich dann viel vor Zeiten darumbherge⸗ toriales ergehen laſſen. halten haben ſollen. Vnd ſagt er, daß in dem Statt⸗Sigel, vnder anderem, in einem hae H Bey den General Reichs Friedense hen, mit etlichen Spitzen auffgefuͤhrten Handlungen, iſt, im Jahr 1648. geſchloſe Thurn(deren dann etner, und zwar der gri⸗ ſen worden, daß Herꝛn Ernſten, Graffen ſte, deſſen gleichen keiner, in eintger Statt, oder Schloß, der Graffſchafft Naſſaw zu Sayn, ꝛc. Fraw Witttb, wider in die Jenige Poſleſſion deß Schloſſes, Staͤtt⸗ Dillenberg, als in welcher dieſe Statt ge⸗ leins, vnnd Ampts Hachenburg, ſampt zu⸗ legen, ſeines wiſſens zu finden, mit einem gehoͤr, als auch deß Fleckens Bendorff/ hohen runden Dach, und viereckichten ne⸗ eingeſetzt werden ſoll. ben herumb auffgeführten Gipffeln, oder H d kletnen Thüͤrnen, an der Statt⸗ Pforten Hadamar. b Suydwerts noch ſtehe) ein Vogel abge⸗ JSt ein Graͤfflich Naſſawiſch Reſidentz, mahlet ſeye. Innerhalb faſt mitten an der vnnd ein ſchoͤnes Schloß. In der Erb⸗ Statt Mawren, hat Suydwerts deß alten theylung der Graffſchafft Naſſaw Dillen vornehmen Adelichen Geſchlechts deren burg, ſo in Anno 1606. den 8. Octob. auff von Heyger Burg, oder Schloß geſtan Abſterben Herrn Graff Johann deß aͤltern den, ſo nach deſſelben Abgang, abgebro⸗ zu Naſſaw vorgenommen worden, hat auß chen worden. ſeinen hinderlaſſenen Soͤhnen, Johann Es hat die Statt Haͤger ein ſchoͤne durch⸗ Ludwig, Graffe zu Naſſaw,(jeho deß H. auß gantz küͤnſtlich gewoͤlbte Kirch; auch Roͤmiſchen Reichs Fuͤrſten zu Naſſaw, der auſſer der Mawren runds herumb einen Römiſchen Kayſerl. Mayeſt. ꝛc. Gehet⸗ Waſſergraben, vnd ſtehet noch ein Stuͤck fuffffffffffff men Rath, Cammerern, vnd Gevollmaͤch⸗ vom alten Wall gegen Weſten. Anno 162. 4 tigten in Weſtphalen, vnd vorhero zu den den 8. Novembr. hat dieſe Statt ein groſſe Muͤnſteriſchen vnnd Oßnabruckiſchen Fewrsnoth erlitten. Friedens Tractaten Geſandten, ſo den 6.. Mertzen, des Jahrs 1653. geſtorben:) dle Haina. Herrſchafft Hadamar, Ellar, neben ande⸗ JSt ein vornehm Muͤnchs⸗Cloſter Ch ren mehrern Aemptern vnd pertinentien— ſterttenſer Ordens geweſen, gantz zier zu ſeinem Anthell vberkommen.„Dieſer lich vnd weitlaͤuffig gebawet; jetzo der vor⸗ Graff, nach dem er ſich zum Roͤmiſchen⸗ nehmbſte hohe Hoſpital in Heſſen, reich von Catholiſchen Glauben begeben, ſtellete ein Einkommen, vnd wolmit Waͤlden, Acker⸗ Collegium jeluiitarum in dieſem ſeinem baw, Teichen, vnd anderem verſehen. Weiee Reſidentz Ort an, darzu jhm vom Kaͤyſer es dann an einem groſſen Waldt ligt, auf wel⸗ r m l rm aui((ver ben ſol le eus Ji vnde 8 1 1 etlichen S 8! 1 1 deren da aun ewer 1— gleiche kainet, An lo ß, der Gra adiſ rg, als i wacd a u nneswiſens zuf me 1 n 1 nden Dach, mnb außgefthtt Jhürnen, ande rts noch ſtehe) m pe. Innerball Kw Lawren, bat S rai en Melcchm N34 1 ger Burg, od nach dſſäben I ul 3 n. tatt häͤn„ 8 mazn d r Mawren ui rg— 1 Wall lgeaen9 n venbr⸗ hat Ai 1 thalten ᷑— ʃ⁵⁵ · 8 .— J3 amelburg. 1 s ne A eeaſt 8 rMta 1 9 8 — ſer Otdegsg 9 8 ditlaͤuffigghe 13 dahe vfatal T h 1,S dwM 1Ik= 1 un n imse„ — —— ——— —— — — auib. Died aobir? dine W aa tß: al biſtte kich, uoje Si welcht ne inm erafe ſt Gru dan,ha Uhleſt 1 1 Noan ts benGe auh de Peine Fgete Dad Gürſtm Nar hatd dz Loſcer haltw,„ d0, gr. ſs Pom Chriſ dleeilen blice de bneſal er Etut darneras eEte Klſtuz Marpa Lüſtte 1 Sflldh in Heſſen vnd den benachbarten Landen. welchem beyd Bawevnd Fewrholtz zur No⸗ thurfft vnd aller gnuͤge genommen werden. Was es vor Doͤrffer, Guͤter/ Zehenden ha⸗ be in den Aemptern vnd Vogtheyen Roſen⸗ thal, Loelbach, Wolckersdorff, Francken⸗ berg, Schonenſtein, beſiehe bey J. Leznero, der von dieſein hohen Hoſpital ein eygenen Tractat beſchrieben, cap. 3.§. Wie das Cloſter Haina beguͤtert worden. Der auch im folgenden vierdtẽ Capitel beſchret⸗ 83 Darnach, das ich dein Volck regier, Daß wir allbeyd gefallen dir, Vnd was ich hie geſtifftet hab, Daß ſolches nicht werd g'ſtellet ab; Vnd wer das thut, den ſtraff dein Hand, Mit Armuth, Kranckheit, Suͤnd, vnd Schand, Biß daß Er deinem Willen gefall, Erkenn, vnndthue: Sprecht Amen bet das gantze Gebaͤw, als den Creutzgang, Capitel⸗Gaſt⸗Krancken⸗Waſch⸗Schlaff⸗ Back⸗Braw⸗Haͤuſer. Itemn die Muͤhle, Schneydmuͤhl. Wie auch im 6. Cap. das Kirchengebäw, darin ein Glock zu finden mit folgendem Verß: Da veniam Chriſte, plebs ſupplicat& ſo⸗ nus ilte. Deſſen Gieſſer villeicht geweſen Scvetinus Haſe Colonienfis, welches man muthutaſ⸗ ſet, weil drey Haſen mit z. Ohren darinn zu ſehen. Die Graffen von Ziegenhain, auff welcher Graffſchafft Grund vnnd Boden es gelegen, haben allhie jhre Sepultur ge habt, wie dann zu ſehen Graffen Johannſen Graͤbnuß, deren der eine An. 1558. der ane der 145 3:geſtorben. Der Durchl. vnd Hoch geborne Fuͤrſt vnd Herr, Herr L. Philips zu all. Der erſte Vorſteber deß Hoſpitals Haina iſt geweſen Heintz von Ludder, deſſen Bild⸗ nuß daſelbſt in einem auffgerichteten Stein ſchoͤn außgehawen. Iſt ein dapfferer treff⸗ licher Mann geweſen, den Landgraff Phi⸗ livs zum Hauptmann vber die Veſtung Ziegenhain geſetzt, da er ſonderlich ſein Muth, wie auch ſein Trew gegen ſeinen Lande⸗Herrn ſehen laſſen, wie drunden bey Ziegenhain zu ſehen. Dieſes Heintzen von Ludder gedencken Cyrtacus Spangenberg, im 2. Theil ſeines Adelsſpiegels l. 5. c. 10. Johan. Manlius T. z. Loc. Com. tit. de Stu- diis. Was ferꝛner da geordnet worden von den Fuͤrſten zu Heſſen, befindet ſich bey dem gedachten Letzner. Hain/ in der Drey⸗Eych. Heſſen,hat dieſes Cloſter oder Hoſpital zu Vnderhaltung 500. armer gebrechlicher Manns Perſonen Chriſtlich deputirt An. 1527. wie dieſer löbliche Fuͤrſt auch anderer Stiſſter vnd Cloͤſter Einkommen zu Schu⸗ len vnd armer Leuthe Erhaltung gewendet; Als die Cloͤſter zu Marpurg, das Augu⸗ V b HAin ‚oder Hagen ein feines Staͤttlein in der Drey Eich, ſampt einem mit Graben verwahrtem Schloß, ein ſtarcke Meylwegs von Franckfurt gelegen, iſt in Vorjahren den Herren von Müntzenberg zugeſtanden, vnd als der Müntzenbergiſche Stam mit Herrn Vlrichen, dem letzten die⸗ ſtiner Cloſter zu Alsfeld hat er an dte hohe ſes Geſchlechts, vmb das Jar 12 50 außge⸗ Schul zu Marpurg, verwendet: Gru⸗ ſtorben, per ſucceſſion. fomineam an Ha⸗ naw/ Merckshauſen/ vnd Hofheim, vor arme Wetbs Perſohnen, Hoͤckelem/ vor die Pfarrers Wittwen, Kaufungen, vor die Adeliche arme Jungfr⸗zur Morgen⸗ gab, Rotenberg vor die verlebte Pfar⸗ rern verordnet. Als Herr Landgraff Pht⸗ lipp zu Heſſen, im Jahr 15 30. beſagtes herꝛ⸗ liche Cloſter Hatna, oder Heyna, zu einem Spital machte, hat er in der Kirchen an ei⸗ nem Stein, vnd in der vornehmſten Gaſt⸗ Stuben, an eine Tafel, mit guͤldenen Buch⸗ ſtaben dieſe Reymen ſchreiben laſſen: GLtthelff verbreiten mir dein Ehr, Das iſt mein hoͤchſter Wunſch, vnd Bgehr; naw u. Falckenſtein komnen. Im Jar 1275. iſt Philippſen, Herrn von Muͤntzenberg in der Theylung intt ſeinem Bruder Wern⸗ herrn zugefallen Caſtrum Hagin, wie es ge⸗ nennet wird, im Lateiniſchen Original, wie auch in andern alten Brieffen, von den Ja⸗ rei. 1256. vnd 1270. Im folgenden 1276. Jahr verkauffte Juda, Graͤfin von Bicke⸗ bach, jhren Antheil am Hain hren beyden Herrn Bruͤdern, deren jetzo gedacht. Im Jar 1401. ſtifftete im Schloß Fraw Anna, geborne von Falckenſtein ein Hoſpital mit Vicarien vnd Altar. Als die Graffen vnnd Herrn von Falckenſtein im Jahr 1419. auß⸗ geſtorbe, haben ſich, als Erben, zu der gautzẽ L ij Fal⸗ ———— —— ——— 82 Beſchreibung der vornembſten Orth Falckenſteiniſche Landſchafft gethan, Graf Vertrag, aber An. 1643. wider an Iſenburg Eberhard von Sain, Graff Ruprecht von gelangt, auſſer Koͤnigſteden. Die Burger⸗ Virnberg, Bernhard vnd Johann, Gebruͤs ſchafft in ſolchem Staͤttlein hat zimbliche dere, Graffen zu Solms, Gottfried vund Freyheitt, aber bey dieſem langwürtgen tenſrd Debgüͤdenf, Haudn zu Epyeirtr⸗ Krlegsweſen viel außſtehen muͤſſen. Dlether von Iſenburg, vnd haben noch ſel⸗ 8. digen Jahrs in der Statt Butzbach gemelte V Hamelburg, Graff vnd Herrſchafft mit allen Zugehoͤr⸗ HyDer Hammelburg, drey Meilen von ten, in drey Theil getheilet, alſo vnd derge— Schwetufurt, vnd nicht weit von Rheu⸗ ſtalt, dz die Herrn von Eppſtein oieſer Drit⸗ neck, an der Fraͤnckiſche Saal, ſobey Ginuͤnd theil eins u. die anderen funff Herꝛn, die an⸗ in den Maͤyn faͤlt, vnd alſo in Francken ge⸗ dere zwey Theil vberkommen ſolten. Vnd ſlegen, welche Statt aber, wegen jhres Her⸗ iſt in dieſer Theylung obged. Statt, Burg ren, deß Herrn Abbts zu Fulda, der, wieo⸗ vnd Schloß Hatn, durchs Loß zugefallen, ben gemeldet, zum Ober Rheiniſchen Crey⸗ dem Graͤffen von Iſenburg, Graffen von ſe gehöret, hieher gezogen wird. Theils nen⸗ Sain(vnder welchen Graff Eberhard lin nens Ammaleyburg, von Ammaley, der Jahr 1486. feinen gehabten Theil zu kauff Scoweſter Carolt deß Groſſen, ſo dieſe gegeben Graff Ludwigenvon Iſenburgvnd Statt, zwar nicht, wie zu vermuthen, an de Graffen zu Hanaw, wie daũ noch auff heu⸗ Ort/ da ſie jetzunder ſtehet, ſondern bey dem tigen Tag dzStaͤttlein ntt wentger als auch nicht weit davon, auf einem zumblich hohen das Schloß ſelbſt in Gemeinſchafft zwiſchen Berg gelegenen Schloß Saleck(da noch Iſenburg vnd Hanaw ſtehet, jedoch iſt das heutigs Tags eine Kirch, Thurn, vnnd Schloß un innwendigen Gebaw vnder⸗ Stattgraben) erbawetzdle jhr Bruder, be⸗ ſchieden, alſo daß es auch von beyderſeits ſagter Kaͤpſer, hernach dem Stifft Fulda Bedienten abſonderlich bewohnt werden gegeben Beſthe hievon M. Quade, in Teut⸗ kan. In ſolchem Staͤttlein, im Schloßhoff, ſcher Nation Herrlichkeit. Weilen aber das ſtehen zween alte groſſe Thuͤrne, deren einer bey ſtehet, Abbt Conradus von Fulda habe rund vnd ſehr hoch, der ander viereckicht iſt, dieſen Ort erſtlich mit Mawren im Jahr vnd ſollen vor Zeiten die Roͤmer dieſelbe ge⸗ 1200.(al. 1221.) verwahrtzſo mußer vorhin bawet, vnd ſich deren bedienet haben, geſtalt in dem viereckichten Thurn, noch vor vter⸗ tzig Jahren ſich ein altes Monumentum oben in der Hoͤhe eingemawret befunden, welche Antiquitaͤt der damahltge Graͤffl. Iſenburgiſche Rath vnd Secretarius, Wet⸗ precht Schmitt, welcher auff langen Lette⸗ ren hinauff geſtiegen, eygendlich beſehen, vndohnerachtet die Schrifft nit allerdings mehr leſerlich geweſen, doch ſo viel darob erſehen, daß einem Roͤniſchen Kriegs⸗Of⸗ ficirer, ſolch Monument zu letzten Ehren auffgerichtet, vnd darinn gemeldet worden, bey welcher Roͤmiſchen Legion derſelbe ſich damahls befunden, allermaſſen dañ ſolcher Stetn folgends herab gethan, vnnd fornen andas Schloß eingemawert worden, allda er noch zu ſehen. DißStaͤttlein Hain ſo welt ſich das Iſenburgiſche Antheil erſtreckt, vnd die darzu gehoͤrige Flecken vnd Dorff⸗ ſchafften, ſeynd A. 16 30. durch eln Kaͤyſerl. Vrtheil Heſſen⸗Darmbſtatt Pfandswelß zukommen, durch den, zwiſchen Heſſen Darmſtatt vnd Iſenburg auffgerichteten nur ein offener Flecken geweſt ſeyn. Folgẽds hat Kaͤyſer Albrecht dieſer Statt An. 1303. Freyhelten ertheilet, wie Muͤnſterus ſaget, vnd gemelter Quade beſtaͤrtiget. Chriſto- phorus Brouverus ſchrelbet in ſeinen Anti⸗ quitatibus Faldenbbus, I 1 c. z.&l. 4. p. 304.3 50.35 5.362.& 32 daß Hamelburg vor Zeiten Hamalandurg geheiſſen habe, ſehe ein Koͤniglich Horff geweſen, vom Koͤ⸗ nig Pipino dem Stifft Fulda geſchencket, vnd von ſeinem Sohn, Kayter Carlen, mit den Zoͤllen vnd Grunden beſtaͤttiget; auch obgemeltes Schloß Saleck, das iſt, deß Fluſſes SalEcke, den Herren Aebbten zu Fulda gehoͤre: Abbt Conradus dieſes Nah⸗ mens der DOrttte, vnd 44 Abbt zu Fulda, habe Hamielburg zu einer Statt gemacht, daher die Verß entſtanden: Abbas Conradus de Malkos nomine dclus, Hamlburg cirçcumdat muris,& mcœnia fundat. Zu deß O. Martin Luthers Zeiten haben die —„ dufran, erörigſtie ah af fahe w da 4 w 11 RSuna 3 Dertu Nten 3 (ldet zunddn. wlchagg egan 3 umalehborn d0 n ter Cat roll de 76” a 4. war nichtweal am ſ ſt du rſt R denaanahi d Tags mn 1 aben) erhawetat. awßr,nnan 8 Beſihehievon M a0. ' en Herrcte An „Abbt Conrad un drtetſtlich mi 1 1.1221 wetwadte 1 offener Flcknget 11 ſer glbrehednit m ten ertheiletwe⸗ imi 1 „ De bd. Ielter Ludettg ſetnem Stoh’e Leuvn runden 3 16Sttlß S 2Ecke, d 9 2 Wittoe, H4“ Oritte, Vie 11 12 antelbur um de Velß ſentſtah ce. Conl 140 us V 4n —— —— — Mhh ni S ſi Tunun V. 1 8 — Ln Ln MIerIiiin ————.:—— A. Die Alt Statz.. Niderlandiſeki dnd,= . Die Neuoſtalt. Franoſeh kirch= C. Das Seloſ. Neuſtefer Raltlads. 15 Die Pfarkirch. t. Fanclefärter pPort. E. See 1. Saehen F. Die dorſtaft. Steiwimer port. Nurnberger port. Muhi port 4 L . — Aa wre D.... 3 S. 4 N GG a N — N d ————, —— 8 2 .—————— S 5 4 ☛ᷣ̊ᷓ D — —= , * ——:—P—⏑——*— 2 u ſ 6 17ℳ70 V we 9„ d b wahlkt„ h Valre fan hch. A. annt t fi IS r afſe. Hanc dvorr= Hunus nines hunt ndt E ſer li deld= Kttera iſbr han mräͤk. nt ſch omet* die he t G kTaut don ckfurt tendra Mayr (Sta dl ſuichte ſügerrxC ſond MtAI IvndC dtr 2 lite, vn M. zr ebende u, ſatöſi Sche Deré tſca K enr.9 Nelſn knounn dnde 2 ſſäͤtter Uſir e dein ehle erdne une Pahf en F n nIa et e nen nh 2 i, die Buͤrger allhie ſich auch zu ſeiner Lehr bekand;denen das Thum⸗Capttel zu Wuͤrtz⸗ in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 85 vnnd dem Schwediſchen Obriſten Lesle entſetzt, auch die letzte Schantz, den 14. diß, burg ſo das Jus Patronatus vber die Ktr⸗ auff gnad, vnd vngnad, erobert; wie kem⸗ chen allhte, es nicht verwehret. Abbt Phi⸗ nuz, im zweyten Theil vom Schwediſchen lipp Schenck von Schweinsberg aber hat A. 1543. das Interim allhie eingeführt, vnd hat die Statt hernach A. 15 5 3Marggraff Albrechten von Brandenburg, der damah⸗ lenin dem Stifft Fulda vbel gehauſet, ze⸗ hen tauſend Guͤlden, jhrer Guͤter halben, geben muͤſſen: Iſt aber bey dem Religions xercitio, nach der Augſpurgiſchen Con⸗ fetmon, biß auff das Jahr 1603. geblieben, inwelchem Abbt Balthaſar von Derm⸗ bach, ſo Anno 1606. geſtorben, daſſelbe all⸗ hie eingeſtellet hat. Hanaw.. Je Grafſſchafft Hanaw ſoll den Name — haben von den Hunis, welche Voͤlcker dlſſeit Rheins beruͤhmt geweſen, deſſen auch gedenckt Brouver. lib. 1. cap. 2. pag. 5. Dieſer Theil der Wetteraw, dariiũ Hanaw gelegen, iſt ſehr reich an Wein, Fruͤchten Krieg berichtet; vnd ferners vom Schwe⸗ diſchen Obriſten Ramſay beobachtet, biß ſie uim Hornung 1638. durch ein Krtegeliſtre⸗ cuperirt, vnd ihrem rechten Herrn Graff Philips Moritzen zu Hanaw wider vber⸗ lieffert worden, welcher, nach dem er in be⸗ ſagtem 38. Jahr wider zu ſeinen Landeu kommen, ein Deduction⸗Schrifft wider den gedachten General Majorn Ramſay außgehen laſſen; wie iim 3. Theil deß Thea- ſay aber wurde bey dieſer Einnehmung der Statt hart geſchoſſen, vnd nacher Dtllen⸗ burg gefaͤnglich gefuͤhrt, allwo er in Anno 1639. wegen empfangenen Schuſſes vnnd anderer dar zu kommenden Leibs inconve⸗ nientien, auch, wie etliche ſagen, wegen zu ſehr vieler Maͤßtgung in Eſſen vnd Trin⸗ cken, geſtorben. Nach obhochwolgemelten Herrn Graffens zu Hanaw Todt, hat die vnd Wildpraͤt: Hat ſchoͤne Flicken vnnd hinterlaſſene Fraw Wittib, ein geborne Doͤrffer. Hanaw iſt die Hauptſtatt indiſer Fuͤrſtin von Anhalt, wegen jbres einigen Graffſchafft, 6 gute Teutſche Meylen vom Rhein, 2. von Franckfurt/ vnd an dem Fluß Kuͤntz, nahend dem Mayn gelegen. Dieſe Statt ligt nicht allein wol, vnd an einem luſtigen Ort, ſondern auch ſchoͤn er⸗ bawet, mit Waͤlleen vnd Graͤben, ꝛc. wol be⸗ feſtiget, vnd in die Alte, vnnd Newe Statt, abgetheilet. Hat neben der Pfarr auch ein Niderlaͤnd⸗vnd Frantzöoſiſche Kirch, vnd ein ſtattliches Schloß. Der Schwediſ. Obriſt Hubald hat ſolche den 1. Novembris, An. 1631. mit Liſt eingenommen, vnnd die Alt⸗ ſtaͤtter von den Newſtaͤttern, durch Schlieſ⸗ ſung der Pforten, abgeſondert, vnd iſt hin⸗ der dem Schloß, vber den Graben, auff den Wall kommen. Ward folgends von den Kaͤyſeriſchen faſt ein Jar langbelaͤgert:der Zeit in der Statt innerhalb zweyer Monat, fuͤnff kauſend Seelen, ſo zur arbeit, vnnd Gewehr, tauglich, an der Peſt geſtorben. Das Roßfleiſch wurd auff offenem Marckt, das Pfundt vor zwantzig Pfenning feyl ge⸗ halten, Katzen, vnd Hunde auffgezehret; a⸗ ber an Brot, vnnd Wein, hatte man noch b einziemliche Notturfft. Endlich ward die⸗ ſes Jahrs, den 13. Brachmon. dieſe Statt, voon Land⸗Graff Wilhelmen zu Heſſen, Jungen Herrn Sohnes, Philip Ludwigs, die Statt Hanaw inngehabt, vnd dieſe Ve⸗ ſtung, mit jhrem eygenen Volck, der Kaͤy⸗ ſerlich. Mayeſt. vnd dem Reich zum beſten, verwahret, auch die Graff vnd Herrſchaff⸗ ten, in An. 1641. regieret. Es iſt aber gemel⸗ ter junger Herr bald geſtorbenzvnd kam ſetn Herr Vetter, Herr Graff Johann Ernſt, der letzte auß den Herrn Graffen von Ha⸗ naw⸗Muͤntzenberg, vnd Schwartzenfelß, zur Regierung, welcher aber auch im Jahr 1642. den zwoͤlfften Jenner, an den Kinds⸗ Blattern geſtorben, nach dem er nur ſieben Wochen dieſe Graffſchafft inngehabt, vnd das Beylager mit einer jhme allbereit ver⸗ traweten Fuͤrſtin von Anhalt, innerhalb4. Wochen,hette halten ſollen. Vnd kame al⸗ ſo dieſe Graffſchafft an die ander Lini, nem⸗ lich die Herrn Graffen von Hanaw Liech⸗ tenburg, bey Straßburg. Wie dann der aͤlteſte Herr derſelben, nemlich Herr Frie⸗ derich Caſimir, ſeines Alters im 19. Jahr, die Poſſeſſion der Graffſchafft, im Hor⸗ nung, in Beywohnung deß Herren von Fleckenſtein, alsbalden angenommen: der Anno 1647. ſich an eine Fürſtin von An⸗ halt verheurathet hat; vnnd Anno 53. auff L nij dem tri Europæi fol. 848. ſeqq. ſtehet. Er Ram⸗ —xZx ——y* 86 Beſchreibung der vornembſten Orth dein Reichstag zu Regenſpurg Perſoͤhnlich Krockenburg belagert worden⸗ Das Clo⸗ erſchienen iſt: Daſelbſt ſich auch Herr Jo⸗ hann Philip, vnnd Herr Johann Rhein⸗ ſter hat ſeinen Anfang Anno 1207. bekom⸗ men. Anno 1641. haben die Kaͤyſertſchen hard, Gebrudere, Graffen zu Hanaw, vnd den Heſſiſchen Rittmeiſter Hans Wilcke, Zweybruͤcken, Herrn zu Lichtenberg, vnd nunmehrgedachten Nieder⸗Heſſiſchen O⸗ Ochſenſtein, Erb⸗Marſchallen, vund O⸗ briſten Wachtmeiſter) allhie vberfallen, bervoͤgte zu Straßburg, befunden haben. daß er ſich vber die Mauren ſalviren mu⸗ Es iſt die Graffſchafft Hunaw, Muͤntzen⸗ ſte, nahmen jhin vnd ſeiner Compagny, bey berg, bey Franekfurt, oder in der Wette“ zweyhunder: Pferdten„vnnd andere gute rawldann Hanaw Lichtenberg bey Straß⸗ Beuthen ab. burg, im Elſaß, einkommen iſt) Monat⸗ lich Einfach, zum Roͤmerzug, nuff 10. zu Roß, vnnd 30. zu Fuß, vnd zum Cammer⸗ gericht zu Speyer, Jahrlich, nach dem al Herborn. O Jeſe Statt ligt ein Meyl wegs von Haͤ⸗ ger, vnd von Dillenburg ein halbe Meyl ten, zu 59. Gulden 16. Kr. nach der Erho⸗ in dem Dillenburgiſchen Lande, unnd auff hung aber auff 9t. Gulden 48. Kr. ange“ der rechten Hand der Dille. Man haͤlt dar⸗ ſchlagen. An. 1643. vmb die helffte deß Hew⸗ fuͤr, daß der Name von einem Hauß, oder monats, iſt zu, vnd vmb Hanaweein ſolches Herberge, ſo allda an dergaͤngen Landſtraſ⸗ Vngewitter entſtanden, datz der Hagel, in ſen nach der Wetteraw vor Zetten geſtan⸗ groͤſſe der Tauben⸗Eyer, auch etliche noch groͤſſer, in der Lufft, mit ſtarckem Praſſe⸗ len, vnd Schrecken der Menſchen, ſich zu⸗ ſammen geſchlagen, wordurch nicht allein die Fruͤchte im Feld, ſondern viel Fenſter, vnd die daſelbſt gepflantzte Taback⸗Zucht, faſt mehreuthetls verderbt worden. Deß Jahrs 164. hat der Heſſiſche Obriſter, S. Andrée, ein wichtigen Anſchlag auff Ha⸗ naw gehabt, welcher aber nicht angangen iſt. Helmershauſen. ¶. △ᷣ St die letzte Statt in Nider⸗Heſſen an Ider Dymmel, nicht ferrn von der We⸗ ſer, eine Meyl wegs vnderhalb Trendel⸗ burg gelegen, vnd ſind deroſelben beſondere Antiquiteten die Krockenborg, vnnd die Anzetge von Alten Coͤlln. Alten Coͤlln iſt eine beſondere Statt auff einem Felſen ge⸗ legen, von deren noch wenig Anzeigung, vnd Gemaͤwer vbrig ſeyn. Naͤchſt an der Statt, vnnd der beſagten Dymmel, oder Diemol, ligt auff einem hohen gehen Ber⸗ ge, die alte Graͤntz veſtung Krukenberg, daran noch ein ſtattliches Gemaͤwer iſtzvnd zunder demſelben, auff der hoͤhe, nach der Paderborntſchen Graͤntze, ſiehet mian noch die rudera, vnd Gemaͤwer, von der zerſtoͤr⸗ ten Statt, die Neuſtatt genant; wie ich in einem geſchriebenen Bericht geleſen, An⸗ no 1465. iſt Helmershauſen in der Pader⸗ den, vnd einem Bronnen darbey, herkom⸗ me, vnd daß auß dem Herbrig⸗Bronnmit der Zeit Herbron, oder Herborn, worden ſeye. Gegen Weſt Suyden ligt das Schloß oben an der Statt, dartñen die zu der Schu⸗ len gehoͤrige Btbltothes ſtehet, vnd iſt ſolche beruͤhmbte Land⸗Schulerſtlich von Graff Johann dem auͤltern, Graffen zu Naſſaw, Anno 1584. vmb den Herbſt geſtifftet. Die in Dillenbergiſchen vnnd Dietziſchen Lan⸗ den gelegene Stiffter vnd Cloͤſter, vnd de ro Renten vnd Gefaͤlle, ſein nach der Refor- mation, ad pios uſus, nemblich zu Kirchen ond Schulen, ond inſonderheit zu Anrich⸗ tung der beſagten Naſſawiſche Land Schu⸗ len, vnd zu deren Pfarrn zu Dietz, Freyen⸗ dietz, vnd Petersberg angewendet, vnd ſind dieſelbe, Thron, Dierſtein/ Gnaden⸗ thal, Beſelich/ welches letzter zum Spi⸗ tatz die Gefaͤll aber diß Stieffts Dietz, Cloꝛ ſters Dierſtein ſampt andern geiſtlichen Gefaͤllen, Canonicaten vnnd Guͤtern da ſelbſt, wie auch deß Cloſters Thron(ſo un Ampt Werheim ligt) Einkommen zu det Land⸗Schul Herborn, verordnet worden Es haben bey ſolcher Schul gelehret, D. Johann Piſcator, ſo der erſte Rector gewe⸗ ſen, Doct. Caſpar Olevianus, Matthias Martinius, Job. Heidfeldius, Wilhel- mus Zepper,(ſo allhie Anno 1607. aun der Peſt geſtorben) Johan. Ulnerus, D. Joh. Gœddæus, D. Job. Aithufius, D. Anto⸗ bormſchen Fehde eingenommen, vnnd die ſnius Matchæus, D. Plulippus Henticus * Hœno- 1 8 4 8 N 8 = E — Rr i 9 1A. 2 —— 6 d V 5 9 25 — 8 — n 1— ed. S— 9 2 8 82 iiuun—— AS; K., 2 F 2 2 I r 3— 4 8 8 5 1 8 5 2 2 r ———— 1— F 4 8 8= d —— 2— 5 3 1— =— V A, Aer—— 5 5 1— e— 45 S 1 — — — * 8 — 8 S , 2—5 5. i eu Aeeee ehm e————— a oνffeuvt IT ILndu 9 fl A. 1 1A 5, A 24————— 5 E=— W e 420 N nnd eee aa ⸗26sstuneee N d. dues, O l— Sde J enſe opag r V d vund V la auuroνν.-———— e Eeun e ek e) ee ͤ —„ aS= BS S ——— — ere A P 3 Nn 9 f Ant nG; Lii 21 ell. daß al phpanj ere, ft„₰ . B rige Tpost. 6 de, U ron no ein NS 0 zult 1 15 4 ndzud A AL.lLLllI 4 =lIA“ RALdllL A4dlL AlL 4 5 — 5 Ktue ———— —-——— ——* 8* . ·— 3 2 4— —— 1. 3 9 1 2 3..— 2 8 —. — 2 8 2— 8—— Fe 2 L— = 4 4 — 8 1 ——— 148 — 1— —.—— „=. 1.— **..- 4 .— ₰ 8 5 5 2 —„ 4 2 — — 2. 2 2—— 1 1 — — 4 —,— (MIDENSBERG .. n, DB GiäIIünn fnn i Luüuü fii unnnnunndn üluüü ſſ& Ene, Lp— 1 ruuiünan fffn Tnnm h ſ duurn fn 1 M — agſel, z R! „m 1c e Oel Aan J2 ch R Wt B 10: „Ick dlo⸗ le, VI. h.— er N 1 1). He 4nn? 1 ſ. Aunda Te eckt 21 rF vcl CX Llla d Vt K vites epe C J 1U eln 8 Mic I Tricus! .+☛ o* 2 8 aherd 3 — ſagt= diſtl nh. che Sr hne chels —— ——— —-r-— — — Adng NAr I n u zemblic unNnA3 bnt lach Hœnonius; D. Joch. Pinciertts, Lazarus Schonerus, D. Hieronymus Treutler D. Otho Melander, Georgius Paſor, Erneſtus Nolde„ Johannes Henricus Altſtedius, vnd andere vornehme Maͤnner mehr. Johan. Henricus Dauberus ziehet die Stifftung ſelbiger Schulen ins Jahr 1585. vnd ſagt, in der Leich⸗ Rede/vom abſterben deß Printz Bederze Henrichen von Ora nien, bag. 100. ſeq. alſo: G9t mes Jol nannes Naſfovius, frater Wilhelmi Principis Araus. Anno 15975. Scholæ fundamenta jecit; cui communem Germaniæ cladem expertæ,& aliquandiu in Heſſen vnd den benachbarten Landen. Herbornæ, Illuſtris 87 Wetta zwiſchen dem Ampt Bacha, vnd der Statt Berka(welche halb Saͤchſiſch, Jvnd hal b Herßfeldiſch,) iin Nider Heſſi⸗ ſchen Ampt Friedewald gelogen⸗; dahin man, von dem Sulling etwald d, eine groſſe menge Holtzes, auff der? Irt, zum Waſſer bringet, vnd von dannen auff ſolchem hin⸗ ab nacher Allendorff ins Saltzwerck floͤſſet. Es hat allda ein hoͤltzerne Bruck vber dle Werra⸗ H ermanſtein. Jeſes Orth, em Adeliches Hauß, ligt hey Wehß ben Fuͤrſtlichen Heſſiſchen Territorio, ſo wider die Wetterawiſche languidæ, vitam,& vires, poſtliminio ve. Graffen von Land Graff Hermann in lut reſtituere nunc nititur IIluſtriſſimus Co- mes Ludovicus Henricus Nancenm m- bergenſis. Biß hicher dieſer. Vnd zwar, daß die beſagte Schul allhie ſich wider auff⸗ rich te, iſt auch auß Franckfurt geſchrie ben worden. Deß Jahrs 1650. im Mayen, ſeyn etliche Wunder⸗Brüͤnn, bey dieſer Statt, an einem ziemlich hohen, vnd duͤr⸗ 8 Ja ½ ein Thuͤringen Anno 1376. erbawet ſeyn, vnd dahero den Namen tragen ſoll. Stehet jetzo den Schencken zu Schweinsburg zu; von deren einem es auch annoch bewohnet wird. Zwiſchen den Herrn Graſſen zu Solmse Gretffenſtein eins, vnd den Schencken zu Scheinehera, andern Theils, haben ſich einige Streitigkeiten erhoben, welche aber ren Berg, entſtan den, von deren Wunder⸗ im Jahr 1639. den 26. Octobr. durch einen ſamen Wuͤrckung 32 die Fr ranckfurtiſche Herbſt⸗Re 3 itlon de beſagter 83. ſeq. zu leſen. Im ſechſten Theil deß Theatri olen zehet fol. 1189. vnder an⸗ derm, ievenra alſo: im Majo, ſeyn naͤchſt ober der Statt Herborn in der Graffſchaft N aſſaw⸗Catzene enbogen.„ſechs heylſame Wunderbrunnen, wider allerley Kranck heitten, au einem ziemblich hohen, vnd düͤrren Berg, nach vnd nach, entſprungen: vnd hat eine Perſohn, ſo viel Jahr ſtumm gewef ſen, die Sprach allda wider erlangt. Sie lauffen durch eine Erde, ſo einer Ter- ræ Sigillatæ gleichet. Vnd leydet das aß ſſer kein Gifft, auch kein vnrein Ge⸗ chirr. Sonſten iſt Herborn auch bekandt we⸗ gen deß Wüllenweber Handwercks, vnnd deß Wuͤllen Tuch Handels, ſo darinnen getrieben vnd gemacht wird. In der Lim⸗ purgiſchen Ch wiſehelrd,e Blat, daß die Burg bey dem Staͤttlein Herborn, zwiſchen den Jahren 1380 vnd 35. Greif⸗ fenſtein genannt, gebawet, oder auffge⸗ ſchlagen worden. Heringen/ JIN den Taflen Haringen, ein abſon⸗ derlich Gericht, zu beyden ſeyten der ſonderlichen Vertrag auffgehoben, vnd n Jahrs, p. alles verglichen worden. Herßfeld. Ns gemein Hirſchfeld, vom Dreſſero; Jein neaß h. Brouvero, und Caſp. Ens;, Herolfesfeldia, oder Herolfsfeld, von ei⸗ nem Herolfo, der dieſe alte, vornehme, vnd an einem ſehr luſtigen Orth, nicht gar eine Tagreyſe von der Statt Fulda, vier Mey⸗ len von Ziegenhain, vnd an der Fulda gele⸗ gene Statt, erbawet haben ſolle, genant. Wilhelm Dilich ſchreibet im erſten Theil ſetner Heſſiſchen Chronic, am 111. vnd z0. Blat, von dieſem Orth alſo: Es haben da herumb vor Zeiten die Heſſones gewohnet, vnnd wird das Stifft Herßfeld zu Nieder⸗ Heſſen gerechnet. Es ligt zwar ſolch Stifft nicht beyſammen; das jenig aber, ſo dieſes Orts in Heſſen, hat ſeine Graͤntzen mit der 3 Buchen, Graffſchafft Ziegenhain, vnnd dem Nieder ⸗ Fuͤrſtenthumb. Anno Chriſtt 1037. brante das Stifft in der Statt Herß⸗ feld gantz ab, vnnd ward darauff von den Aebbten Maginlhero„ vnnd KRuchardo Freyherrn von Beuren, wie Abraham Sawer amon. Blat ſchreibet wiederumb aufſgebawet. Iſt ein wunderlich, vnd kunſt⸗ relch ——— —xIxIZIZ² 5 88 Beſchreibung der vornembſten Orth reich Gebaͤw, deſſen helffte(andere ſagen, das gantze Gebaͤw) allein auff ſechszehen Saͤulen, welche auß einem gantzen Stein (jede) gehawen, ruhet. Es iſt die Statt vor Alters mit groſſen Vorſtaͤtten vmbgeben geweſen, welche aber in den vielfaͤltigen Heſſiſchen Kriegen, ſo durch jnnhetmiſche Spaltungen ſich erhaben, intt der Zeit ver⸗ heeret, vnd wuͤſte gelaſſen worden. Sohat auch in An. 1562. die Statt durchs Fewer, das an etlichen Orten von boͤſen Leuthen eingelegt worden, nicht geringen Schaden erlitten. Nach dem die Heſſen das Chriſten⸗ thumb angenommen, ward bald darauff in An. 736. die Abbtey, vnd Stifft zu Herß⸗ feld angefangen, vnd Anno 737. Lullus zu einem Abbt in die Kirch zu Herßfeld elnge⸗ ſetzt, der in ermeltem Jahr das Stifft an⸗ gefangen zu bawen, welches Pipinus, Koͤ⸗ nig in Franckreich, vnd deſſen Sohn Ca- rolus Magnus dotirt: Auch von Heſſen vnd Thuͤringen viel darzu geben worden. Ein anderer, nemblich Chriſtophorus Brouverus, in ſeinen Antiquitatibus Ful- denſibus, ſagt, daß der erſte Abbt zu Fulda, der Sturmius, auß geheiß deß H. Bonifacii, erſtlich die Herßfeldiſche Abbtey angefan⸗ gen, hernach von dannen auff Fulda ſich begeben habe. Were alſo er der erſte Abbt allhie geweſen. Kaͤyſer Carls deß Groſſen Præceptor, oder Lehrmeiſter, der Alcui- nus, oder Albinus Flaccus, hat ſich hernach auch ein Zeitlang allhie auffgehalten/ vnnd iſt da begraben worden, wie das Grab noch in beſagter Kirchen zu ſehen. Es ſeyen auf⸗ ſer deß beſagten Alcuini, viel vornehmer Leuthe Corper darinn auffbehalten wor⸗ den, vnter welchen deß heiligen Btſchoffs Lulli, deß H. Abbts Wigberti, vnd deß H. Maͤrtyrers luſtini. Auff dem Spitz oben, boch vber dem Tach, iſt eine verguͤlte Hand zu ſehen, ſo den Zeiger, vnnd Mittelfinger, wie man zu ſchwoͤren pflegt, vber ſich haͤlt, welches deß Koͤnigs Ludovici vnd Lotharij, Symbolum ſeyn ſolle, die dem Cloſter, vnd der Kirchen Schutz verſprochen haben. In gemelter Kirch thut auch der beruͤm⸗ te Philoſophus Fridericus Rifnerus ru hen, welcher vonhter buͤrtig, deß Petri Ka⸗ mi Gehuͤlff, vnd weyland Marhematum Profeſſor zu Pariß, geweſen iſt. Das Gymnaſium, oder Lateiniſche Schul all⸗ hie, hat Abbt Michael, im Jahr 1769. geftifftet vnnd 40. tauſend Thaler darzu geben. Am Rathhauß haͤngt ein eyſern Hut, welcher zum Gedaͤchtnuß iſt der Verraͤ⸗ therey, ſo wider dieſe Statt, Anno 1378.an S. Vitalis Abend vorgehabt Berlet von Volckershauſen, Abbt daſelbſt, wie dieſes Eteoſtichon weiſet: Veſpera Uvitalis crux ſacra plena malis. Davon zu leſen die Thuͤringlſch Chronic Johann Becherers pag. 365. vnd Johann Bangen pag. 145. ſeq. der auch am 159. Blat ſagt, daß Hirſchfeld im Jahr 1439. an S. Stephani Tag den mehrerntheil auß⸗ gebronnen ſey. Dieſes Stifft Hirſchfeld iſt ein kleines, aber ſehr luftiges, vnd frucht⸗ bares Laͤndlein, vnnd hat, zu einer Fuͤrſtli⸗ chen Reſidentz alle erwuͤnſchte Gelegenhei⸗ ten, als nottuͤrfftig Wildpret, Schnabel⸗ weide, Fiſchereyen, Frucht, vnnd Wieſen⸗ wachs, Viehezucht, ꝛc. Graͤntzet meiſtlich mit dem Stifft Fulda, der Graffſchaff Zie⸗ genhain, vnd Nider⸗Furſtenthum Heſſen. Der Fuldaſtrom laufft mitten dardurch, neben der Statt Hirſchfeld her, da gleich ge⸗ gen vber der Haunfluß, ſo auch im Stifft Fulda, bey Huͤnefeld,entſpringt, ſich in die Fulda verlettet, an welchem Haunfluß, oberhalb Hirſchfeld, noch ein gantz Heſſiſch Aemptlein ligt, das Ampt Hauneck ge⸗ nannt. Iſt ſehr gering, von einzehlen Doͤrf⸗ fru, vnd ligt faſt rund vmb auff Fuldi⸗ ſchem Boden. In dieſem Ampt ligt auff ei⸗ nem ſehr hohen runden Berge, das Schloß Hauneck, der Stoppelsberg ſonſt genannt. An demſelben Berge hat es einen koͤſtlichen Steinbruch, deßgleichen man nicht viel finden wird, da ſolche groſſe gantze ſtuck Stein ſein ſolten; alſo daß davon nicht al⸗ lein die 16. ſteinerne Pfeile zu Hirſchfeld, in der Stifftkirchen, deren jede 18. Schuch hoch, vnd vber zwo Klafftern dicke, ſondern auch gantze ſteinerne Kumpfe, vnnd lange Tafeln, auß gantzen ſtucken daſelbſt auß⸗ gehawen werden. Gegen dieſem Hauſe vber, beym Fuldiſchen Hauſe Fuͤrſteneck, ligt der ſehr hohe ſpitzige Soeßberg, auff deſſen Spitzen ſich drey Fuͤrſtenthumb theilen oder zuſammen graͤntzen, als das Stifft Fulda, Stifft Hirſchfeld, vnd das Fuͤrſtenthumb Heſſen. Gedachte Statt Hirſch⸗ ———— 1195 eines, daſ andlein mii 5 efidentzall ane o nottürfta a Fiſchernn 1 11 Viehezuch,n 11d SttfſtFudd d , vnd Nder rßt 1n ldaſtrom lauft anhe r Statttrſcſt a0 der Haunfioß une ey Hüͤnefeld ent ait erleitet, an wt aac HHirſchfed nod ant ein ligt, das At un ſtſed gug; 2 dlgt faſt runt e odel Jndieſem mnh hohenrunden N gr , der Stoppelc g ſelben Bergebal 1 uc, dealih 1l vird, da ſolche 22 niin alſof d hwamg 1 tſt kärchen,di 7 drberzVo Sl u⸗ kiſ iun ernesſ I I 244 G Ude 4, 5 — ——— P VW M W. 84 -IEAM, 72 .— . · 1 1ee NN A 3 5 ff M 1 2 eundaue— B/E m ln P ᷓ“ 1 „ 5, er =, NNVn —— 1 „ 9 ſl Gütur rS+ au unſ kerin 4 ſſte Holh uns maͤch ſtu kuſtge nther ualle dfbalta noth. biw. M. tend naune die ſet fahgelr n Stu annele ſetner E wi Ree a ſrzut ,ſa nan! ſindt d. V Iſcer ſitapt w he 4 wor, n un den eAe ſegral dmnd nden doine R rhabe ach t vd aus Kirche 1 halz ſeen aftea he— t nd Bi ſuicj mit Siſſte is ein he„ſo denng etn nal udve dale m dg en 6 tfd angg. en dadd 65 t,b H 1 at. T nen eſſen uar agn een, Fhaar pft Hirſchfeld iſt vorhin eine feine anſehenliche wolerbawte Statt geweſen, jetzo aber, durchs Kriegsweſen ſehr verwuͤſtet, an dem Fluß Geyſe, welcher durch die Statt rinnt, vnnd darinnen etliche Muͤhlen treibt, her⸗ nach ſich vorm Petersthor in der Fulda bey der Brucken endiget. In dieſer Statt ligt zuforderſt dae Stifft, oder Fuͤrſtliche Re⸗ ſidentz, welches ein ſehr groſſes weitlaͤuffti⸗ ges Gebaͤw iſt, in 24 theil getheilet, ſo das hinder, vnd forder Stifft genennet werden. Das hinder Stifft ligt nahe an der Statt⸗ mawren, iſt mehrenthetls von Steinen auf die alte manter gebawet. Das vorder Stift ligt an der Statt, auff einem ſehr luſtigen Platz, da man ſchier in alle Straſſen ſehen kan, vnnd iſt von Holtz erbawet, hat doch zimbliche feine Gemaͤcher, vnd einen groſ⸗ ſen ſehr ſchoͤnen Luſtgarten. Vinb das Stifft vmbher ligen allerhand zur Fuͤrſtli chen Hoffhaltung nothwendige und gehoͤ⸗ rige Gebaw. Zwiſchen den beyden Stiffts⸗ gebaͤwen nun, lugt die ſehr groſſe, hohe, vnd ins Creutz gebawte Stiffts⸗Kirche, darin⸗ nen vorermelte, Stemerne Seulen, wolzu ſehen. Dteſe Kirch, wie hoch Sie auch iſt, vnnd die Fenſter gar zu Oberſt hat, iſt Sie doch ſo helle, daß man nicht bald eine der⸗ gleichen finden wird. Vnd ſiehet man dar⸗ inn viel ſchoͤne Epitaphien, oder Grab⸗ ſchrifften, in Marmor, vnnd Alabaſter ge⸗ hawen, vnd hoch au den Saͤulen erhaben, davor die Aeöbte begraben liegen. Hinden beym Thurn, gegen dem Chor vber, hat es ein ſchoͤne hoch erhabene Orgel, von der man ins hohe Chor, vnd gantze Kirchen, ſe⸗ hen kan. Auff der Kirchen ſtehet eine groſſe verguͤlte Hand, zween Finger, als ſchwoͤ rend, auffrichtende, andeutend die ver⸗ ſchworne Trew, vnd Buͤndnuß, der Aebb⸗ te zu Hirſchfeld, mit dem Hauß Heſſen. Vor deStifft hat es ein hohes Steinernes zweyfaches Creutz, ſo eine Freyheit iſt vor die, ſo vnverſehens etwa einen Todſchlag begangen haben, vnd verfolget werden, daß Sie hierzu lauffen moͤgen, vnd wann Ste es ergreiffen, darff der Stattrichter Sie eher nicht angretffen, biß Sie zuforderſt genugſamb gehoͤrt, vnnd der Abbt in der Sachen erkant hat. Die Statt iſt beh⸗ der Fuͤrſten, Heſſen, vnnd Hirſchfeld, vnnd die Beampten, wie auch die Burger, iubeyder Herren Pflichten. An dem Ein⸗ in Heſſen vnd den benachbarten Landen. die Pfarrkirche, dabey etn gantz von derſtucken auffgebaweter, vnd hernach iin Tachſpitz außgefuͤhrter ſehr hoher Thurm⸗ 89 kommen hat Heſſen ſeinen theil auch. Es hat in dieſer Statt einen ſchoͤnen viereck⸗ ten raumlichen Marcktplatz, mit ziembli⸗ ſchen Gebaͤwen vmbſetzt. Nahe heeran ligt Qua⸗ gleich dabey ein ſteinernes ſehr wol, vnnd zierlich erbawtes Rathhauß. Es hat an dieſem Orth auch ein ſtattliches Gymna⸗ lium vor die Jugend; dabey auch ein abſon⸗ derliche Kirche, wie auch bey dem Hoſpi⸗ tal. Die Statt hat vter Thor, vnnd vber⸗ all ſehr hohe Mawren, vnnd Thuͤrne: an theils Orthen ſein die Muawren doppelt, darzwiſchen ein ſtuck Walls, oder Waſo ſergraben ligt. Vor dem Petersthor, gehet ein ſchoͤne hohe ſteinerne Brucke v⸗ ber die Fulda, deßgleichen kaum einen hal⸗ ben Büchſenſchuß fuͤrters, eine gleichmäͤſ⸗ ſige Brucke vber die Haune, da denn bald hernach beyde Waſſer zuſammen flieſſen. Vmb die Statt her ligen etzliche alte Cloͤ⸗ ſter, vnnd Probſteyen, neben anderu luſti⸗ gen Gebaͤwen; als erſtlich das Cloſter Pe⸗ tersberg, vor dem Sulingswald, auff einem ziemblichen Huͤgel, in einem ſchoͤ⸗ nen Feld, jenſeit der Haune. Hernach der Johannis Berg, zwiſchen dem Fuldaͤ⸗ ſtrohmb, vnnd der Haune, ziemlich hoch, vor einem Gehoͤltze, darunder diſſelt der Fulda, an der Landſtraſſen, das ſchoͤne Schloß Eichen, welches mit ſchoͤnen Fuͤrſtlichen Gemaͤchern gezieret, vnnd mit etnein doppelten Waſſergraben wol verſe⸗ hen iſt, dabey es auch ſtattliche Teiche, vnd Fiſchereyen hat. Zwiſchen beyden Waſſe⸗ ren, auch vor dem Johannisberge, ligt der luſtige wolerbawte Hoff Bingartten, vnd naͤchſt an der Statt das alte zerfallene Cloͤ⸗ ſter Frawenberg, dabey noch viel alte Gkabſchrifften zu ſehen, zumahln dabevor deß Orts ſonderliche: Heiligthumb gezeigt, onnd dahin ſonderbahre Walfarten gehal⸗ ten worden.; Dieſes Stifft hat ſonſt onderſchtedliche Aembter, als Aula, Geiſſa, Berck, vnnd Landeck, wiewol dieſe beyde zweyherriſch, vund das erſte halb Saͤchſiſch, vnnd das ander halb Heſſiſch iſt. Auch hat es noch 2. vornehme Probſteyen, als eine in Thü⸗ ringen bey Franckenhauſen, Gellingen ge⸗ nant; die ander in Heſſen, zwiſchen Hirſch⸗ M feld⸗ ——— 90 Beſchreibung der vornembſten Orth feld, vnd Rotenberg, im Ampt daſelbſt ge⸗ legen, vnnd Blanckenhatn genant, welche beyde Probſteyen, wie auch Peters: vnnd Johannis Berg, noch jore abſonderliche Capitulares beſitzen, vnd dardurch in eſſe erhalten werden. Diß Stifft iſt auch ziem⸗ lich Bergicht, doch nicht von vbermaͤſſi⸗ ger hoͤhe, als gegen der Doͤrnbergiſchen, vnd Wallenſteiniſchen Edellenthen Gebteten, ſo auß der Graffſchafft Ztegenhain an diß Stifft graͤntzen. Innerhalb wohnen ſonſt die Adeliche Geſchlechter der Baumba⸗ cher, Hanſtein, Speden, vnd Buchen⸗ awer. Bey der Stadt Hirſchfeld nahe an der Fulda, behm Johannis Thor, hat ſich auch vor wenig Jahren ein ſtattlicher Heyl⸗ bronnen erzelgt, davon ſehr viel wunder⸗ barliche Kranckheiten geheylet, vnd groſſer Zulauff auß gantz Teutſchlandt geweſen Vnd ſo viel vom Stifft Hirſchfeld. Dar⸗ an ligt jenſeit der Fulda vorermeltes Ampt Kandeck/ ſtoͤſt auff einer ſeyten an den Soeßberg, vnnd Stifft Fulda, auff der andern an Heſſen, vnnd iſt, wie ſchon er⸗ meldt, halb Hirſchfeld: vnnd Heſſiſch: In dieſem Ampt, gegen dem groſſen Flecken Schenckleugsfeld, ligt am Walde, ein alt Schloß Landeck genant, davon das Ampt, wie auch der Wald, den Nahmen hat, vnd der Landecker Berg genennet wird. Diß Ampt iſt eins nicht von den groͤſten, ſonde⸗ ren vngefehr 14. oder mehr, vnnd weniger Dorfſchafften, aber, an Einkommen, vnd andern Nutzbarkeiten, ein ziemlich gutes — Ampt, ſonderlich aber mit einem ſtattliche Fiſchwaſſer, die Sultz genannt,(ſo ſich onter halb Hlrſchfeld,in die Fulda ergeuſt) wie auch ſonſt mit zimblichen Wildbanen, verſehen. Der letzte Abbt vnd Herr dieſes Orthe, vnd Gebtets, hieſſe Joachimus, ſo Anno 1606. geſtorben Hernach iſt dieſe Fuͤrſtli⸗ che Abbtey durch Heſſen Caſſeliſcher Lint, adminiſtrirt worden. Dann die Herren Land⸗Graffeu ſolches Stifftes Schirm⸗ Herren ſeyn; daher auch An. 1525. als die auffruͤhriſche Bawren, vnnd mit denſelben vermengte Burger, dieſe Statt eingenom⸗ men hatten, Landgraff Phliips auß Heſſen gleich dageweſen, vnd die Aufruhr geſtil⸗ let hat; daß kein ſonderer Schad allhie da⸗ mals geſchehen iſt. Vnnd deßwegen ſo ha⸗ ben auch Ihre Hochfürſtl. Durchl. Ertz⸗ Hertzog Leopold Wilhelm von Oeſter⸗ reich, ꝛc. jetziger Herr Adminiſtrator, als ſie dieſes Fuͤrſtliche Stifft in Poſles ange⸗ nommen, dem Herrn Landgrafſen ſein Jus daran vorbehalten, auch die Religion, wie ſie vorhin geweſen, freygelaſſen, wie in tom. 1. Theatri Eurupæi ſtehet. Bey den naͤchſten General Frtedens⸗Tractaten, im Roͤm. Reich, iſt verſehen, vnnd geſchloſſen worden, daß Frawen miliæ Eliſabethæ, verwittibten Land⸗Graͤffin zu Heſſen⸗Caſ⸗ ſel, vnnd dero Herrn Sohn, Herrn Land⸗ graff Wilhelmen, dem Sechſten, die Abb⸗ tey Hirſchfeld, vnd die Probſtey Gellin⸗ gen/( jedoch dem Hauß Sachſen ſeine Recht vorbehalten) verblelben ſolle. Daß alſo nunmehr dieſe Statt, vnnd Stiftt Htrſchfeld, oder Herßfeld, Heſſen⸗Caſſel eygenthumlich, als ein weltlich Fuͤrſten⸗ thumb, beſitzet, vnnd, auch dey naͤchſtem Reichstag, zu Regenſpurg, Stimm, vnnd Sttz, im Fuͤrſten⸗Rath, gehabt; in maſſen ſolches allbereit A. 1627. den 12. Novemb. New. Cal. wie Keinnth berichtet, hochged. Herrn Landgraffen Herr Vatter, ruhig be⸗ ſeſſen hat. Es ſoll dieſes Fürſtenthumbs Reichs Anſchlag Monatlich 4. zu Roß. 15. zu Fuß, vnnd zu Vuderhaltung deß Cam⸗ mer⸗Gerichts zu Speyer, nach dem erhoͤch⸗ ten Anſchlag⸗jaͤhrlich 50. fl. ſeyn. Hertzberg. HErtzberg wird auch Hutzberg genant) Liſt ein feſtes vnd mie vberauß hohen vnd dicken Mawren verſehenes Hauß, ſo auff einem hohen Berg mit Waͤldern vmbgeben ligt. Iſt zwo Meyl von Hirſchfeld, vnd ein Meyl von Alßfeld, nahend dem Staͤttlein Neukirchen, vnnd vff das Stifft Fulda zu, gelegen. Dieſen Orth haben bewohnet vor Alters die Frey⸗Herrn von Lyſperg, welche ſich im Jahr 1376. gegen Landgraff Her⸗ man zu Heſſen feindlich erzeigten. Dieſe waren in dem Bund, der Sterner genant, die Vornehmſten, deßwegen ſie mit Heers⸗ krafft der Fuͤrſt zu Heſſen, ſampt Marg⸗ graff Baltbaſar von Meiſſen vberzoge, vnd belaͤgerte hefftig lange Zeit dieſes Schloß, welches aber von den Sternern entlich ent⸗ ſetzt ward. Anjetzo bewohnet es das Ade⸗ liche Geſchlecht deren von Doͤrtugenberg welches pf ,2 5t ri 91 Ehro unE uß uc. ſe 1/ — — BE guune dirte fhed von auta von⸗ 1 ianp a in dre an Ndere N lalex Lidel inbcr k. B iſte ſſen⸗. dedie inſtete adeſ. burgt nJente am Ja ier T a hltz,⸗ dact de We imGrn f zur H agſa d pd me 1 gfälenrc tvnd! 8,1 5 8 ihe lüſerr fürſt b uuß I ßgch ne A Ffund ſuC ptheit an Se ſ. Die dubg Prau af) r hrüſan tüäte ſſen? Rete 1787 d 71 M dei doddh dem A. tdcham zn neht datet dim dd, oder Haſ dch Anich, ds ncg beſitet, und Whan ag, zu Rogah Si Fürſten Nath Mzn Uberelt J 16¹ 2rA al. wie Kenut rana andgraffnde nm rs ſoll d vſch Hbei Dan, Füriu AIIAIALE,— 1 dul- 0 vil. 1b. lebaſar boh⸗ Allbnft, d teheftiolale thef dnot cl „wer pollL Gaber ben 49G lel 7 Aaheh 9 11 4 ℳ 4 den— welches ein altes Geſchlecht iſt, deren in den alten Heſſiſchẽ Chronicken offt gedacht wird. Dieſes Hauß ſcheydet gleichſamb beyde Fuͤrſtenthumb, Ober⸗vnnd Nider⸗ Heſſen von einander. Hirtzenhain. EInCloſter, zu welchem(wie auch zu dem Cloſter Conradsdorff) berechtiget ſein Stolberg, Iſenburg vnd Hanaw. Hat an Waſſer, Fiſchbaͤchen, Wehhern vnd Waͤl⸗ M dengute Proviſion. Im Jahr 133 5·ver⸗ kauffte Conrad, Herr von Drimberg, Ludero Graffen zu Buͤdingen, ſein Gut zu Vdenheim vnd Hirtzenhatn, welches zu⸗ vor Graff Henrich von Weylnaw verſetzt hatte obgedachtem von Trimburg. Im Jar 1578. iſt alldar ein feine Schul von den ſamptlichen dreyen Herrſchafften angerichtet worden, deren mtt Nutz vorge⸗ ſtanden Eraſmus Sidelmannus, ſo in Schrifften bekandt. In dieſes Cloſters Bezirck iſt ein Eyſen⸗Huͤtte, darzu der Steinberg die Eyſenſtein gibt. Das Cloſter Selboldt iſt Iſenburgiſch, ſo Graff An⸗ All 4—8. Selboldt iſt Iſenburgiſch, ſo Graff ckelman, ſo erſtlich Landgraff Wilhelms zu ton von Iſenburg um Jahr 1543. wie auch das Cloſter Mehroltz, acquirirt, vnnd an ſich gebracht hat. Welche beyde Cloͤſter t von einem Graffen zur Hardeck, Diethmar M genant geſtifftet, vnd mit vielerley Guͤtern vnd Gefaͤllen dotir vnd begabet worden. 3 ☛☚ 1 Hoͤckelheim. (EIn Cloſter, zur Fuͤrſtl. Nider Heſſiſchen in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 91 hens wegen. Hat Anno 1318. 1356.1372⸗ vnnd 1523. etliche ſchwere Brandſchaden außſtehen muͤſſen. Die Kirch iſt An. 1374. mit einem ſchoͤnen Thurn gezieret worden, vnd ſtehet dieſe Schrifft dar: Anno Do- mini M. C C. LXX. quarto, feriâ ter- ti ante feſtum Pentecoſtes incepta eſt hæc turris per Henscum de Hefenrode Magi- ſtrum Fabricæ. Es hat alldar ein wolangeordneten Spi⸗ tal, darinn dieſe zwar nicht eben nach der kunſt gemachte Verß zu leſen: M tria C nono ſaxageſimo minus an- no Presbyter Henricus Biſchoff cognomine dictus Eccleſiam ſtruxit, altaria quinque dota- vit, Ad Chriſti laudem cunctis ægriſque ſo- lamen. Hic fibi retinuit conferre, quod ipſe detavit, Jus Patronatus hæredibus attulit a⸗ Etus. Auß dieſer Statt iſt buͤrtig D. Joh. Win⸗ Caſſel Hoff Prediger, darnach Profeſſor Theologtaͤ vnd Superintendens zu Gieſſen vnd Marpurg geweſen Es hat dieſe Statt vornehme von Adel, vnnd andere dapffere Leuth gehabt, vnter welchen die von Home burg geweſen, ſo An. 1427. gar gbgangen, auß welchen Anno 13 14. David von Hom? burg, ein Ritter, das Cloſter zu S. Geor⸗ gen auſſerhalb der Statt erbawet. A. 1536, ug ligt nähiſt vor Northeim, an einem ſehr fruchtbaren Boden. Dieſes Cloſter nahme Hertzog Julius zu Braunſchweig im Jahr Herrſchafft Pleß gehoͤrtg, welches von den Herrn von Pleß fundirt worden, vnnd ſeyn beyde Staͤtte, die Alte vnd Rewſtatt, oder die Freyheit(ſo vorhin einen beſonde⸗ ren Rath gehabt, darinn auch ein Spital vnd Kirchen, deren Thurn Anno 15 12. mit R ein, vnd bliebe in deſſen Beſitz biß in den 4. Aprilis deß Jahrs 1787. da er das Cloſter auff ernſtliches Zuſchretben weyland Chur⸗ fuͤrſtens Auguſtt zu Sachſen, vnd ergan⸗ gene Kaͤyſerl. Mandata, wider reſtituirte an das Hauß Heſſen. Homberg. Scatt vnd Schloß im Nidern Fuͤrſten⸗ thumb Heſſen, ins gemein Homburg in Heſſen genant, ligt an ſich ſelbſten hoch vnd luſtig, deß fernen anmuthigen Außſe⸗ Commun, vnd vnter einen Rath gebracht worden. Anno 1526. nach Gallen Tag iſt ein Chriſtlicher Provincial Synodus allhier gehalten worden, da etliche Propo- ſitiones faſt von allen Articuln der Chriſt⸗ lichen Religion diſputirt, vnnd wider die Muͤnch verthaͤydiget worden, mit ſtattlt⸗ chem Beyſeyn vnd Gegenwertigkeit Her⸗ ren Landgraff Philipſen, der gantzen Rit⸗ terſchafft, vnd gemeinen Landſchafft Zu⸗ ſchickung. V Seithero iſt ein newe, vnd außfuͤhrliche⸗ re Beſchreibung ſolcher Statt vnd Ampts M ij Honl⸗ 1 92 Beſchreibung der vornembſten Orth Homberg, oder Homburg, einkomnen, gebrant worden. Das hieher gehoͤrige die alſo lautet: Homberg/ in Nider⸗Heſ⸗ Ampt iſt, naͤchſt Caſſel, eines, vnnd ſchier ſen, Schloß, Statt, vnd Annpt, iſt auß den das groͤſſeſte, oder ſtaͤrckeſte, an Dorff⸗ vornehmbſten Oertern Einer. Das Schloß V ſchafften, deren es vber die 50. hat. Ligt belangend, ligt es auff einem hohen freyen rings vind auff Heſſtſchem Boden, nam⸗ Berg, vnd iſt, neben dem Hauſe Boyne⸗ lich auf dem, ſo dem Fuͤrſten aigenthum⸗ burg/ das aͤltiſte Schloß un gautzen Fuͤr« lich zuſlehet, biß auff ein geringes, ſo an vmbfangenes gußſehen; davon man vber hundert Doͤrffer, Staͤtte, vnnd Haͤufer, ſtenthumb Heſſen, von Landgraff Herman, die Edelleuth von Wallenſtein graͤntzet. welcher auch Biſchoff zu Coͤlln geweſen, Darinnen hat es, ver der allgemeine Lands anfaͤnglich erbawet. Hat ein herrlich weit verheerung, auff den Doͤrffern in einein vber 100. oder 150. Bawren, vnnd Ein⸗ wohner, gehabt; dahero die Mannſchafft in der naͤhe zehlen kan. Iſt, vor dieſem, dteſes Ampts etlich tauſendt ſtarck gewe⸗ ziemblich erbawt, nd mit feinen hohen Ge maͤchern verſehen geweſen. So hat Lano⸗ graff Moritz, auff dieſem Hauſe, einen vberauß tieffen Brunnen, durch den Fel⸗ ſen, hawen, vnnd, von Grund auff, vber die 80. Klaffter, mit Quaderſtucken auß⸗ mawren laſſen, da man gleichwol oben, bey hellem Wetter, auffs Waſſer, vnd daſſelbe gar wol glintzern ſehen kan. Vnd helt man darfuͤr, dieſer Brunne ſeye tieffer, als der Berg an ſich ſelbſt. Anno 1636. haben die Keyſeriſchen das Schloß belagert, vnnd, nach dem Ste, im Sturm, off die 500. Mann verlohren, daſſelbe endlich mit Ac⸗ cord erobert. Als Sie es aber hernach wite⸗ der verlaſſen, ſo iſt es eingeaͤſchert worden, alſo, daß das bloſſe Gemaͤwer, welches ſehr hoch, vnd dick, noch vbrig, vnd zu verwunde⸗ ren geweſen, wie es, well der Berg ſehr gaͤh, vnd gantz frey, ſo gewaltig hat beſchoſſen, vnnd geſtürmet werden koͤnnen. Es hat gleichwol Anno 1647. der Keyſeriſch Ge⸗ neral, Graff Holtz Apffel, dieſes Schloß⸗ Gemaͤuer wider beſetzt; iſt aber hernach, im Jenner, deß folgenden 48. Jahrs, von dem Heſſiſchen General Wachtmeiſter Ra⸗ benhaupte, durch ein ernſthaffte, vnd kunſt⸗ reiche Belagerung, mit beding, wider ero⸗ bert, vnd darauff folgents zerſtoͤret worden. Die Statt ligt naͤchſt vnden am Berge thalhaͤngig, gegen dem Waſſer, die Efze genannt. Iſt eine der Haupt⸗Staͤtte im Heſſenland, hat ſchöͤne Mawren, auch ei⸗ ne ſehr ſchoͤne, wolerbawte, vnd mit Mahl⸗ werck gezierte Kirche, vnnd Thurn, mit z. Vmbgaͤngen; iſt aber theils Anno 1636. nach der Belagerung, theils hernach deß Jahrs 40. von den Keyſeriſchen, neben dem meiſten theil der Statt elendiglich ab⸗ ſen. Vnd iſtes ein ſehr luſtiges, herrliches, vnnd nuͤtzliches Ampt, der vielen ſchonen, weiten, groſſen Felder, vnnd vberauß koͤſt⸗ lichen Fruchtwachs halben, ſo alles an ein⸗ ander, an ſanfften, vnnd brauten Huͤgein, oder in ſchoͤnen wetten Ebenen Feideru, ge⸗ gen dem Eberſtrohmb zu, vnnd an der Schwalm, ligend: gegen der Wallenſiet⸗ ner Gräntze aber, vnnd gegen Rotenberg warts, faſt abgeſondert, hat es ziemblich Gebuͤrge, Gehoͤltz, vnd Wuldbahnen auch ſtattliche Fiſchwaſſer, onderlich die Efzez welches im ermelten Gebünge entſpringet, ond mitten durchs Ampt, neben der Statt her, vnnd vollends, gegen dem Dorff Wa⸗ bern, in die Schwalm fleuſt. Zwiſchen dem Schwalm: vnnd Ederſtrohm, iſt eie ſehr anmüthige Ebene, dartnnen vnderſchtede liche kleine Eichwaͤlde ligen, in welchen die Reiger niſten, vnnd kan man daher ſtattlt⸗ che Luſt mut beitzen, vnnd anderm kieinen Watdwerck, an dieſem Orth,haben. Vn⸗ der dem hohen kahlen Moſenberge, ligt das wolerbaute luſtige Schloß, vnnd Vorwerck Falkenberg/ dabevor denen vom Adel dieſes Nahmens zuſtaͤndig, in maſſen naͤchſt daran, auff einem runden er⸗ habenen Felſen, das Gemäwr, welches noch ziemblich im Stande, von jhrem Stammhauß, auch Falckenberg genant, zu ſehen; allda ein ſehr tieffer durch den Stem gehawener Brunne geweſen, ſo aber mit der Zeit, als die Edelleuth jhren Sitz herab ins Dorff Falckenberg verruckt, verfal⸗ len. Dieſes jetzige newe Hauß hat gegen Guden, vnnd Weſten, ein vberauß herr⸗ liches Außſehen, in welchem man den meh⸗ rertheils deſſen, ſo man auff dem Schloß Homberg ſihet, auch wahrnehmen kan; in⸗ ſondere — —ꝗ—— I un— nnen dard 4 HOMEIRG . 4* Aes be Küng, ufa 1 dn Oder n 8 er Lhat4 40 2 2 — — — — 4 upts 5, an—1 4 3 In r„l. AAdſtesemſchrt. . A duhlich g Ull Nifff 3 7 Mi, 14 1 gl d ſſenzn 3 31. Fruchtwaiet p 1 n tttt 8 X 4 — Mrf rm ÜWnn— fffffrein„, A— S 1 jmſangin m n 34 O2un ſchoͤnen uwamg in Ederſtohah 1 ahm lgnd g 11 d raͤn ite aber, da ſtetheenm i irqe, Gebültz dnd d 1 eFiſchwaſer 1 200 ts imernatage natradurces 6Auph Vani und vollende, gege unn in die Schwalafe valtn. n: vmdEden 12 athige Ebene, dart m ſent Eitvielt 1 er niſten, vund kan 15 Iſt muitbetben, vg an! dwer dandiſe 9 à0 em toheteln 1 wolerbaute duſäge e verck Jakederg 1 Adeldi d dſes Nahl T b„ räcſtamaf n gen Felſch„das G 81 zunblt ung 2¹ umtauß aucht 1 rallda inſehtng ds, vener Bronn 1 V en, hil K f ſ 4— „le deſſen, do T- ells d 4 M 3 berg ſteuu 7— ang d2 Ihe, äton em † u, al dufete Rebul nac Hoöt tem ſehr ſinnt 1Lan⸗ um Ir bben un,(T2 vnd te de a zefilde mNMor die jima ani jn CEer lein t mHem ein T r Czu Naynt an de ig, du mglan wehe dend gan rſchted aeean zvor de ReHern elegen rwun teſes d,haan keine deraan zn all 1 md 24 ſteiner dn C2 eucht, U eer ohte d m zaſſend Mnan aſſen, (dr en zw derſgit er Zeit 31 s Cheg de von Aauftan ezane Kolltac uſen enuit ters he Komr nn zu —— ᷑ꝑ —— —— —— — mn — —= — in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 93 ſonderheit gegen Fritzlar, Waldeck, vnnd numenta, ſo in Vor⸗Jaͤhren dleſes Oeths dein Stifft Coͤlln, in ſelbiges; wie auch das zu Amptmaͤnnern verordnet geweſenzderen Waldeckiſche Gebuͤrge. Das Hauß an ſich der eine Caſpar von Berlepſch, ſo dieſes ſelbſt iſt mit vielen feinen Gemaͤchern, von Ampt Pfandsweiß eingehabt, im Jahr Saͤlen, Mahierey, ond andern, geziret; hat 1539. den z. Julij von einem Bawren von ein langẽ raumlichen Hof,ſo theuls zur Wo⸗ V Eringshauſen erſchlagen worden; der an⸗ nung, thells zur Viehezucht, ſo an dieſem Orrt ſehr ſtattlich, getheilt iſt; wiewol ſolche Gebaͤwe, wie auch das Dorff, vom Brande An. 1640. ziemlich Schaden gelitten. Zu naͤchſt an dem Hauſe, wie auch hin vnd wi⸗ der ain Holtze, hat es ſehr ſchoöne, vnd viel nutzbahre Tetche; daher es ein ſehr luſttges Oertlein, vnnd zum kleinen Waldwerck vberauß bequenzzumalen hinder dem dare zu gehoͤrigen Gehoͤltze, an dem hohen Mo⸗ ſenberge hinauß, em ſehr weites gleiches hohes Feld(deſſen, auſſer dein Altenfeld beym Hauß Boyneburg keines dergleichen im Lande auff der Hoͤhe ligend ſeyn ſolle) auff welchem eine ſehr luſtige Hatze, als auch faſt mitten im Lande, vnnd hat ſchier der aber Ludwig von Botneburg genandt den 26. Februarij 1568. zu Harhauſen wo⸗ hin er mit den ſeintgen geflehet geweſen, an der Peſtgeſtorben, wie jenes Grabſchrifft in Choro templi, vnd dieſes Epitaphium bey der hindern Kirchthuͤr, allda er in etnem gantzen Kuͤriß, beneben ſeinem offenen Wapenhelm außgehawen, darzelgt. Das Schloß ligt luſtig obig vund an der Statt in ſeiner eygnen Ringmawer, doch daß die Stattmawer ſich zu beyden Seiten daran ſchleußt. Der Thurn ſelbigen Hauſes, weil er einen breiten Vibgang vndzimblichen ferrnen Proſpect hat, wird zum Wachen anjetzo gebraucht. Die Wohnbehauſung, welche die Amptleuthe vnnd Renntmeiſter das gantze Außſehen vber die Fulda, beſitzen, iſt, wie auß alten Documentis er⸗ Schwalm, Eder, vnd theils Diemelſtrom. ſcheinet, in Vorjahren em Geiſtlich Or⸗ Dieſe hoͤhe, oder Gefilde, wird mit einem denshauß geweſen, worinnen Tempel Her⸗ eigenen Nahmen die Wolffsplatte ge⸗ ren gewohnet haben; welcher Orden, wie nennet. Homberg an der Ohm. „— A tS t ein Staͤttlein im Ober⸗Fükſtens Ithumb Heſſen, ein Meyl wegs von vnd gegen der Chur Mayntziſchen Statt vnnd Schloß Amoͤneburg, diſſeits deß Waſſers der Ohm gelegen, woher es auch den Bey⸗ namen vnd Vnderſchied vor andern Hom⸗ bergen(deren eins vor der Hoͤhe, das ander in Nider Heſſen gelegen) vberkommen hat. Wie oder wann dieſes Staͤttlein erbawet worden, hat man keine gewiſſe Nachrich⸗ tung. In der Ktrchen alldar findet ſich in et⸗ nem ernt drigten ſteinern Bogen, ſo ſich nach dem Chor zeucht, die Jahrzahl M. CCC. LXIV. Aber obig der kleinen Thüͤr gegen der Vndergaſſen das Jar 1491. Da⸗ hero zu muthmaſſen, daß das mittelſte Theil der Kirchen zwiſchen dem Thurn vund Chor ſelbiger Zeit auffgebawet wor⸗ denzaber nicht das Chor. In dieſer Kirchen haben die Adeliche von Weiters, welche ſonſten auff deine zu nechſt gelegenen Hauß bekand, wegenjhres vbermätßigen Prachts vnd Hochmuths, auch erwachſenden groſ⸗ ſen Reichthumbs vmbs Jahr 1311. außge⸗ tilget worden. Das Rathhauß iſt im Jahr 1539 auff dem Marckt erbawet worden, auf deme bey der Vhr vor dieſen verſchte⸗ dene Kunſtſtuͤck zu ſehen geweſen, als ein Mann obig bey dem Vhrzeiger, welcher, ſo offt es geſchlagen, gepfiffen, beneben ei⸗ nem Haan,/ſo gekraͤet, welche aber im Jahr 1612, abkommen. Im Jahr 1554. haben Landgraff Philipſen Fuͤrſtl. Gn. durch et⸗ ne Fuͤrſtliche Subſcription vnd Sigtll dte⸗ ſes Staͤttlein mit 2. freyen Jahr⸗Maͤick⸗ tenprivilegtrt, zu deſſen Haͤg und Anzei⸗ gung auff die hterzu beſtimptege woͤhnliche Zeit, ein fliegende Fahn wie ſolches auch zu Marpurg, vnnd bey andern Staͤdten brauchith iſt, vomm Rathhauß außgeſtecket wird. Dteſe Statt hat auch eine Vorſtatt, die Newſtatt genandt, in deren zwo ver fal⸗ lene Pforten, deren die eine die Tranck⸗ pforth, die ander die Georgenpfort heiſſet, von Weltershauſen wonhafft, jir Be⸗ ſtehen. Bor dieſer Vorſtatt haben die Ju⸗ graͤbnuß von Alters hergebracht. Auch be⸗ den ein Begraͤbnuß, worvon ſie Jaͤhrlichen findet ſich darinnen zweyer vom Adel Mo- ſetwas Zinß, ſo dann von jedem Verſtorbe⸗ M uj nen 94 Beſchreibung der vornembſten Orth nen ein namhafftes an Geld, entrichtẽ muͤſ⸗ mit einem gantzen ſtelnern Fuß, 2. Mahl⸗ ſen. Auſſerhalb an dem Vorthor obig der vnd einem. Walckgang auffgerichtet wor⸗ Linden⸗Pforten befindet ſich ein Mann⸗ den. lein im Muͤnchs⸗Habit, vnd in der mitten In der Franckfurtiſchen Herbſt⸗Rela⸗ vmbgürtet, in Stein gehawen, einoffenen tion deß Jahrs 1646. wird gefagt es weren Schild vnd Waapen in der Hand haltend, damaln, im Junto, das Hauß Homburg —— auff welchem ein Low mit auffgeſperrtem Klawenſtehet. Im Jahr 1571. im Hornung geſchabe ein Erdfall nahends hierbey, vñ jenſetts der Statt von dem hohen Berg, ſogegen vnd zwiſchen dem Adel. Schenckiſchen Hauß Schweinsberg/ vnnd dieſem Staͤttlein ligt/ durch welchen Erdfall obig vnnd zwt ſchen beyden Dorffſchafften Obern⸗vnd Nidern⸗Ofleiden auff dem Himmel reich vnd in der Wolnbach(inmaſſen ſolche an der Ohm, vnnd das beſagte Schloß Schweinsberg, von den Keyſeriſchen; Homburg aber den 12. 22. Julij, von den Nider⸗Heſſiſchen, wider erobert worden. Homburg an der Hoͤhe. D s dritte Homburg ligt vnden an dem b Gebuͤrge, ſo man mit einem gemeinen Namen die Hoͤhe nennet, daher auch dteſe Statt Homburg vor der Hoͤhe ge⸗ nennet iſt. Als man ſchrieb Anno Chriſti Felder genennet werden) etliche Aecker vnd 1504. fuͤhrete Land⸗Graff Wilhelm der Wieſen eines langen Spteß tieff nider ge⸗ Mittler Krieg mit Philipſen Pfaltzgraffen ſuncken, auch theils biß in 30. 35. vnnd 60. bey Rhein, welches der Kuͤttel⸗ Heſſen Schuh fort vnd herunder geſchoben, vnnd darmtt vtel Baͤum auß dem Grundt vmb⸗ legt worden, alſo daß nun daſelbſten ein ebe⸗ ner Platz iſt. An dem Orth, da der Berg herunder geſchoben, haben ſich dabevor Geſpenſte ſehen laſſen, auch zuweil ein ſtuͤck Lands herumb gelegt, gleich als ob es gea⸗ ckert geweſen, dahero dero Zeit geſagt wor⸗ den Im Himmerich fahre der Teuffel zu Acker. Im Jahr 1507. in der Erndten Zeit iſt in der Statt ein Fewer auffgangen, vnnd faſt der halbe Theil gegen der Stattpforten von der Vndergaſſen an biß hinauff werts gegen dem Schloß eingeaͤſchert worden, wobey dann dieſes beſonders notabel, daß die Stoͤrche in wehrendem Brandt, zu eine Hauß, worauff ſie jhr Neſt gehabt, Waſ⸗ ſer im Mund herbey gefuͤhrt, vnnd in den Brand abgeſpeyet, gleichſamb dardurch jhr Herberg zu ſalviren. In Kriegslaͤuff⸗ tẽ hat dieſes Staͤttlein vor andern Benach⸗ barten von Anno 1635. hero biß jetzo ſchwe⸗ re Laſt getragen, alſo gar, daß die Burger⸗ ſchaffthledurch, wie auch die hterauff um Jahr 1641. erfolgende Kriegs⸗Schwach⸗ heit, faſt abgangen, vnnd da ſie vor dieſem an die 200. Maun beſtanden, aujetzo nicht mehr vber o. vnd darzu verarmbte Leuth, beſtehet. Zu nechſt in der Statt Terminey ligen 4. Mahl⸗Muͤhlen, deren die eine die Schamperts Muͤhl genant, im Jar 1869. Krieg genandt war/, da die Pfaͤltziſche niderlagen, vnd behtelte wegen dieſes Zugs der Landgraff Homburg vor der Hoͤhezwie auch Vmbſtatt, Retnheim in der Ober⸗ Graffſchafft Catzenelenbogen; Schoͤnberg vnd Odernheim im Odenwald; Stein bey Wormbos, onnd Bickenbach. Die Jahr⸗ zahliſt begriffen in dieſem Eteoſticho: Haſſo CreMlat trlſtl faCc. fLens perlt aCCoLa Rhenl. Anjetzo hat jhren Witwenſitz allda im Schloß Herrn Land⸗Graff Friederichs binderlaſſene Gemahlin. Dieſer Orth (darinn damahln der Kaͤyſeriſche Obriſter Bentzenawer wolmit acht hundert Mann zu Roß, vnd Fuß gelegen) iſt Anno 1640. im Octobrt, vom Schwedtſchen Obriſt Reinholden von Roſen erſtiegen, was ſich gewehret, darnider gemacht, theils gefan⸗ gen, vnnd fette Beuten erobert worden. Hoßffeld. In Staͤttlein mit einem Schloß, davon lich die von Hotzfeld(ins gemein von Hatzfeld,) ſchreiben, ligt nahend Batten⸗ berg an der Eder. Etliche meynen, ſeye vor Alters Hattesfeld genent worden, als der Hatten Feld. Von dieſem Namen aber iſt droben, da von dem Namen Heſſen etwas Meldung gethan worden, Vrſach zu fin⸗ den. Von eben dleſen Hotzfelden poſterirt der jetzige Kaͤyſerliche Falds Marſhalce ert — N W Aahſpjjiyſyyyſſſc ☛△‿ᷣ̃ᷓò& N N XX —— =—-=— ſ ÄlI M ſſ, 77„, ec Vff A dlI 6 1 Uige, ſonnne 65 . ſdlhe ddd 1 AHbH b 4* Venhng 1 nb ſäatt, Aua ſfl Cate ehelen(lenbe 5 ne d ernheimmn Oem W ING lll d Vichad 48 be begriff finduig L TeNMlat „ 7 ½ lhn ' 4 4 i 8 9 4 Co. Ld' RA 8 Säiniſhss bc hat irnn 3 1 1944 Hertn Land G ſff iſſene Gemablia 4 damahlader Kaä ir nawerwelantach 8 ebud Fußg ſlegelt obei, vomn O uren Roſener 9* iie Nornt der darnider geina d dfette Beutenern— ursui itt dünnmen 1 * JEd edeu 5 d Bnn 9 1i Pn 4 A X K 8 X 8 5 3 41 A ſKdahad 5 4 —AAMU 4, AA. f. — T 4 . 85 2 3 Fn 828 4 4 85 4 —. . A⸗ 5 1 4 5 1 ——* 8 — — — 44 8. M 1 7 6 1 28 „ 3 1— 2 ft rrcHät Gbre J XG 3 X lau. 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Tag hernach, als Biſchof Albrecht zu Wuͤrtzburg, Marggraff Frlederich zu Meiſſen, vnnd Land⸗Graff Heinrich, dem Abbt Heinrichen zu Fulda, huͤlfflich er⸗ ſchtenen, die Statt Borckem in Heſſen be⸗ laͤgert, vnd eingenommen; ſo iſt Landgraff Otho wider zuruͤck erfordert worden; vnnd hat das Staͤttlein Hunfeld verlaſſen muͤſ⸗ ſen. Davon zu beſchen Fabricius de Orig. Saxon. pag. 676.— A. 1525 in dem Bawrenkrieg hatLand⸗ graff Philips in Heſſen, dieſes ſchwache Staͤttlein, durch Vbergab eingenommen. Vnnd als die von Fulda jhme nicht zuhtel⸗ Idtſtein. V Schloß vnnd Sraͤttlein, in einem Thal gelegen, vnnd ſchoͤn erbawet. Hat zwar keinen Weinwachs, aber ſehr gute Fruͤchte. Iſt Naſſawiſch Wißbadiſch, Graff Jo⸗ hannſen zu Naſſaw Reſidentz, vnnd ligt in dleſer Herrſchafft, an der Catzenelenbogt⸗ ſchen Graͤntze, ein halbe Stund von Langen⸗ Schwalbach, das Hauß Adolphseck/ welches Kaͤyſer Adolphus gebawet hat, auf einem runden hohen Felſen, zwiſchen hohem wildem Gebuͤrg, mit einem Fiſchweyer ganh vmbgebenzder Schloßgraben iſt gantz in die Felſen eingehawen, An. 1631. iſt das Schloß noch in ſeinem Weſen geſtanden: Allda in einem Saal im Fenſter noch deß Kuͤyſers Wape, mit folgenden alten Teut⸗ ſen Reimen geſtanden? Wann Suͤnd nicht haͤtte Suͤnden Na⸗ men, Wolt ich mich doch der Suͤnden ſcha⸗ men. 95 ten, nahmer Hunfeld Anno 26. wider ein: Die Einwohner ſind alle Wollenweber; Die Sach wurde aber vertragen, daß er de allda es auch feine Muͤhlen vnnd Walcke Abbt dieſen Ort, neben andern mehren, wie gehabt, jetzunder aber iſt es gar wuͤſt, vnnd der gab; wie in den Anriquit. Fuld. Brou- hat nurend etlich wenige Haußhaltungen ———ℳ———y— veri, l. 4. f. 32 3.& 348. ſtehet. Es ſchreiben etliche, daß Anno 1301. Landgraff Otho, ſampt Marggraff Friderich, den Abbt von Fulda vberzogen, Hunfeldt gewonnen vnd gepluͤndert, vnnd das Hetligthumb hinweg geführt, damit ſein Vatter, der alte Land Graff Henrich, nicht zufrteden geweſen, vand geſagt; Die Heiligen wuͤrden ſich raͤchen/ vnnd jhr Wachs wider holen. In einer geſchriebenen Thuͤringiſchen Chronic, wird das erſte oben etwas anders beſchrteben, vnd geſagt, daß Anno 136:. die zween Landgraffen, Döͤrtngen vnd Heſſen, den Abbt zu Fulda, zu gleich vberzogen, vnd vnder Rockenſtuhl zuſamen kommen, vnd daß die Heſſen in Hunfeld gefallen ſeyen, vnnd das mit Gewalt gewonnen haͤtten: vor Geiſa gelegt, vnnd das auch gewinnen wolte, da habe der Abbt ſeine Freunde an ſie geſchickt, vnnd die Fuͤrſten, daß ſie deß Stiffts ſchonen wolten, bitten laſſen: allda. Ilmſtatt. JSt eine reiche Probſtey vnnd Cloſter, B⏑᷑ Præmonſtratenſer Ordens, vnter der Regul S. Auguſtini, mitten in der Wette⸗ raw, an dem beſten vnd fruchtbarſten Ort deß Lands, zwo Meylen von Franckfurt, vnnd eine von Friedberg, an der Nidd gele⸗ gen: Der Flecken daran gleiches Namens mit dem Cloſter gehoͤret der Burg Friedo berg zu. Es ſchreibt Nicolaus Serarius in vita B. Godefridi Comitis, daß es vorhin Elofſtadt oder Elfſtatt geheiſſen, vnnd ſol⸗ ches Graff Gottfried von Cappenberg, ein Gottsfürchtiger Herr in Weſtphalen, vmb das JahrChriſtt 1075. fundirt vnd erbawet habe: Wie er dan allhte zwar geſtorben vnd Vnnd als der Landgraff zu Doͤringen ſich begraben, die Reltquten vnd Gebeine aber zum theil von ſeine Bruder Ottone, Prob⸗ ſten zu Cappenberg, im Jahr 1143. erha⸗ ben, vnnd nach ermeltem Cloſter Cappen⸗ berg gebracht worden ſeyn ſollen. A. 1 8346 t 96 Beſchreibung der vornembſten Orth im Julio haben die Kaͤyſeriſche vnd Chur⸗ V Der Ackerbau dieſes Orts iſt etwas ſchwer, Bayriſche cou ungirte Armeen, vnter dem weil der Acker faſt hoch oben auff dem Ge⸗ Herrn Generaliſſimo, Ertz⸗Hertzog Leo⸗ bürg vor dem Gehoͤltzlligt, vnd wegen Vn⸗ polden Wilhelmen zu Oeſterreich, diß Orths ſich verſchantzt, vnd das Haupt La⸗ ger eine Zeitlang gehabt. Immenhanſen. St ein Fuͤrſtlich Nider⸗Heſſiſch Staͤtt⸗ ₰ lein, ſo vmb das Jahr 1280. von Land⸗ graff Heinrichen dem Erſten, wider an das Land zu Heſſen gebracht, vnd darauff An. 1385. von Balthaſarn Landgraffen zu Dö⸗ riggen, gewonnen vnd außgebrand, in wel⸗ chein Fewer vber hundert Menſchen vmb⸗ kommen; letztlich auch in An. 1603. voney⸗ genem Fewervbelzugerichtet worden. Es ligt Imenhauſen hart vor dem Reinharts⸗ wald, davon oben im Eingang. Nach dem es im Jar 160z. in den Brand gerathen, iſt es wider ſchleunig, vnd ganh, erbawet werden. Aber iim Jahr 1631. her⸗ nach, ward es, von den Kayſeriſchen, biß auff 4. oder 5. Haͤuſer, ſampt der Kirchen, darinnetn ſehr herrliche Orgel war, wider eingeaͤſchert; ſoll aber gleichwol jetzt zimlich abermahls auffgebawet ſeyn. Die von Stockhauſen haben allda einen ſtattlichen Burgfitz. Nicht weit von hinnen hat es, im Felde, Eiſenbergwerck, davon, zu Kntek⸗ hagen, hart am Fuldaſtrohm, ein vorneh⸗ mes Gießwerck, vnnd mitt eiſenen Oefen, Kugeln, vnnd anderen ſachen, ein groſſer Handel getrieben wird. Beſſer hinunder ligt in de Dorff Wilhelmshauſen, ein alt Cioſter, welches nunmehr dene von Vffeln, ſo in der Grebenſteiniſchen Gegend jhr Stammhauß, vnnd Burgſitz haben, zu⸗ ſtaͤndig iſt. 4 Itter. Jeſer Orth hat den Nahmen von dem — Fluß Itter, ſo in die Eder ſich ergeuſt. Hat vor Zetten ſeine beſondere Herren ge⸗ habt, dahero ſolche jhren Titulgefuͤhrt, vnd behaͤlt aunoch den Nahmen einer Herr⸗ ſchafft, welche vmbs Jahr 1361. an das Fuͤrſtenthumb Heſſen iſt kommen, vnter Landgraff Henrichen, von welchem der letz⸗ te Herr von Itter, wegen einer Mordthat an ſetnem Vetter begangen, mit Hülff deß Biſchoffen von Mayntz vberzogen, vnd im Cloſter Haina gefaͤnglich gehalten ward. art des Orts ſchwere Muͤhe vnd gute Huüͤn⸗ gungerfordert. Das Waſſer, die Itter ge⸗ nandt, gibt gute Forellen. Es iſt auch ein groſſer Salmenfang in dieſer Herrſchaffl: Das Schloß, ſo die Herren von Itter vor Zeiten bewohnet, wird genent Voel, oder Voͤla/ vnd ligt auff einem Felſen. Sind allda der newe Baw darinn der Amptmañ dieſer Herrſchafft wohnet, der Waldecki⸗ ſche Baw, der groß Marſtalsbawzdie groß Cent⸗Schewerzder Viehhoff, darinn deß Schaffmeiſters Behauſung; der groß Schaffſtall. Die Schaͤfferey iſt hierumb gut. Siehe von der Mord⸗that, welche an dem Fuͤrſtlichen Darmſtaͤttiſchen Rath, vnnd Amptimann der Herrſchafft Itter, Johann Chriſtoph Koben, damaln Fuͤrſtlichen Ge⸗ ſandten, vnd einem bey ſich gehabten Cor⸗ net, durch einen Nieder Heſſiſchen Obriſt Lieutenant, Namens Raͤtſchin, zu ende deß Jeuners, Alt. Cal. Anno 1645. volbracht worden, den Fuͤnfften Theil deß Theatri Europæi, pag. 69 2. fe—†φ. Kaͤppel/ Keppel/ ODer Capellenſe Monaſterium, ein Praͤmonſtratenſer Jungfraw Cloſter, in der Naſſawtſchen Graffſchafft Sigen Vogtey Hilgenbach/ gelegen, darinnen Jungfrawen der Refornurten Religion, biß auff das Jahr 1626. gelebt; da Bapſt Urbanus der Achte, auff begehren Graff Johann deß Juͤngern, von Naſſaw, den Jeſuiten den 8. 18. Jultj, daſſelbe einge⸗ raumbt; welches hernach die Keyſer Ferdi- nandus II. und III. beſtaͤttiget haben: wie P. Joannes Cruſius, wider den P. Koma- num Hay, tract. 4. p. 106. berichtet: vor⸗ her aber, tract. 3. p. 36. ſagt, daß, ehe die Je⸗ ſuiten zu Sigen, in gemeltem 26. Jahr, be⸗ ſagtes Cloſter eingenomien, ernanter Graff Johann, die 7. Vncatholiſche Jungfrawen, ſo noch vbrig waren, im Julio, zuvor, von dannen vertrieben habe: die Vncatholtſche Graffen von Naſſaw aber, die Keſticution der Abbtiſſin, vnnd einer vbrigen Nonnen⸗ wie auch die ſubſtitucion Anderer, in Krafft deß Frtedens Inlleument:, ſuchten. Kau⸗ M 7 h 7 ſe W AA v demdſtg den A d 4 e erſ e e 1— 5 11 3—ͤͤͤſͤſͤſͤſſ“ iemm thevondtrgh n Peeheee— ichen NI p 71=— 4 4 f 1— 1 en Danlän erd erd 11 loph Kol en, vndet un Urch eil un ghi 7 R 1 ſ P 1ſ aht dolhene dN 1 1 „ 8 all. i.gd NA den Fuufng a. eM ½ ramoll ſſttaten er 1 „ 6 uwiſchen 6 7 1) 1 Algenach I 1 Refch awen der Rfo ff das Jadt ta us der Ache unde Jünm 1 3,18. J t en etegrnn 1 elUn ) A NN F A 6K NKNAA 1 I ſun n 1 2 S——— ———— 5—— 5 ———————————— —O—V——— Ar EWA— ſſ ——— Uitfe 1— —. 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Schlof &— 1 and dan d aber r ins geſa 831 der von Graff Her rict hen zu Iſenburg an Herrn die arme Adeliche Jungfrauen raß Hearfern. Ludwigen zu Heſſen Darm⸗ mit einer Brautgab begnadigt wurden. ſtatt Stifft, daruͤber, wie auch forters, auß verſchlede⸗ Dieſes Frey Weltlich Jungfr. S „im Jahr 1600. werkanfit, v nd als darzu ein Ampt gehoͤrig iſt, ligt nicht weit nen andern Vriachen zwiſchen Heſſen vnd von Caſſel. Obe Heſſen aber, Caſſel⸗vnd Dar unſt aatttick Lint, haben die Direction, als Lands Fuͤr⸗ ſten. Hat ſonderbare Inſpecton es, Iſenburg ſich nicht geringe Strittigkei⸗ r Vorſteher genannt, die Fuͤrſten zu ienvumd Rechtfertigungen erhoben, vnnd er lang erſtreckte Jahr gewehret, iſt endlich auf deß hochloͤblichſten Churfuͤrſtlichen Collegtj, vnnd deß Graffenſtonds Inter⸗ Es iſt in dieſem Cloſter Obern⸗Kauf poſitlon ein guͤtlicher Vergleich zwiſchen fungen(dabey ein groſſes? vorff!) ſo an Herrn Landgra f Georgen zu Heſſen eins, Gebaͤuen ziemblich verfallen„noch vbe vi ind allen Grafen zu Yſenburg andern rig ein ſehr ſchoͤne hohe Kirche, deren glei⸗ Theils getroffen, von der Kaͤyſ. Mayeſt. cen, auſſer der Caſſeliſchen, oder Hirſch⸗ confirt nirt, vnd vnter anderm uſcht allein feldiſchen, nicht viel im Lande ſeyn ſollen. V ad ſtehet dieſes Cloſter der Ritterſchafft dieſe, wegen Kelſterbach ent tſtandene, ſon⸗ dern auch alle andere Strittigkeiten gut⸗ eß Nider Fuͤrſtenthumbs Heſſen zu, dar⸗ lich vnd gaͤntzlich b Felsgt ond verglichen wun jegliche Adeliche Jungfraw, ſo ver⸗ euratet wird, ein hund dert Goldguͤlden un Brautß chatz, fallen hat; wie ich, in erzeit dnuß geleſen. einer V Raderus, vol Bavariæ Sanctæ, pag. 202 nennet dieſen 2n O ort 9„ au uff Lateiniſch Capungi„Cafungum, vnd ein Oppi. dum, vnd dſagt, d ſdie Heiltge Kunigund, Kaͤyſer Hneco deß Andern Gemah⸗ lin, an dieſem Orth, ſo auff die tauſendt Schritt von Caſſel gelegen ſeye, das Fung frawen Cloſter geſtifftet habe, vnd daß Sie deß Jahrs 1040. allda geſtorben. Son⸗ ſten findet ſich, daß dieſes Cloſter, zum Reich 1. zu Roß; vnd 10. zu Fuß, Monat⸗ lich, vnd zum Cammergericht, Jaͤhrlich 30. fl. geben habe; vnnd daß es der exem- ption halber„noch Anno 1602. in Came- ra ſtrittig geweſen; weiln ſolches Stifft ſine onere eximirt wurde. K 1 8* Kelſterbach. WInd von re chen Koͤlterſach genant, iſt ein fein erbautes, doch bey dieſen verheertes Schloß, neben dem auch alſo genannten Flecken am Maͤyn gelegen, ein eL. Matthæus worden, alſo daß Kelſterbach nunmehr vn⸗ ſtrittig Heſſen Darm ſtatt zugehoͤrt. Vn⸗ fern davon eme halbe Meyl oberhalb Sranckfurt ligt der Flecken Offenbach an dem Mayn, ſampt dem Schloß, gleiches „Namens: Gehoͤrt den Herren Grafen von Yſenburg zu. Kirchhain. EIne Statt im Obern Fuͤrſtenthumb Heſſen, an der Ohm, nechſt der Maͤyn⸗ tziſchen Statt Amoͤneburg, ins gemein A⸗ e Weirs vnd Ome barg, in einem ebenen Felde, gelegen, ſo an einem luſtigen frucht⸗ baren Ort erbauet iſt. Den Namen ſoll ie haben von den Hainen, ſo Lateiniſch Luci genannt werden, da erſtlich der Heide niſchen Goͤtter Anbetung geweſen, vnnd nachmahls iſt zugeeygnet worden S. Mi⸗ chael vnnd St. Jacob, wie gedencket H. Kornman in Templ. Natur. pag. 204. An. 1412 hat ſie Graf Helnrich zu Wal⸗ deck vberfallen, geplündert, vnnd biß auff zwey Haͤuſer außgebrannt. langwuͤrigen Kriegs⸗ Zeiten nicht wenig Seyden geſponnen, ſordern die Kriegs⸗ In dieſem Teutſchen verderblichen Krteg hat ſie, we⸗ o gen der nechſten Nachbarſchafft, auch nit laſt 1 —xzI —— 98 Beſchreibung der vornembſten Orth jaſt wol erfahren muͤſſen: Wie dann noch Anno 1642. eine Parthey auß Erfurt den Buͤrgern jhr Viehe weg getrieben, vnnd von 40. Buͤrgern, ſo das Viehe retten wol⸗ len, die meiſten niedergeſchoſſen worden. Als der Schwedtſche General Lieutenant Johann Chriſtoff von Koͤnigsmarck, im Majo deß 1643. Jahrs, abermals in O⸗ ber⸗Heſſen geruͤckt, hat er in dieſer Statt Quartier genommen, vnd dem Ober⸗Für⸗ V ſtenthumb eine groſſe Sunnna Gelts ab⸗ gefordert, welche auch zu Verhuͤtung groͤſſern Vnheils, eingegangen, vnd hin⸗ gegen Verſchonung biß auff den 2. Febr. Anno 1644. ſchrifftlich verſprochen wor⸗ den; Es hat aber der Nider⸗Heſſiſche Ge⸗ neral Major Geiß, zu End deß Octobrts, vnnd alſo noch lang vor Verflieſſung der Schwediſchen Theils verſprochenen Ber⸗ ſchonungs Zeit, ins Ober⸗Fuͤrſtenthunb Heſſen Voͤlcker zu Roß vnd Fuß beneben Stuͤcken vnd Fewer⸗Moͤrſern gefuͤhrt, die Statt Kirchhain auffgefordert, vnnd it Fewer Moͤrſern hiuein geſpielt, ſolcher Statt, ſo dann foͤrters Alßfeld, vor wele che er Stuͤcke gepflantzet, ſich bemaͤchtt⸗ get, beyde Orth darauff mit Voͤlckern be⸗ leget, vnd auß denſelben das Ober? Fuͤr⸗ ſtenthumb Heſſen in ſehr ſchwere Contri⸗ ion geſetzt bey Caſſeliſchen theils An bution geſetzt, worbey Caſſeliſchen theils Landa vorgewendet worden, die Cronen Franck reich vnd Schweden, heiten Ihr. Fuͤrſtl. S Gnaden der Fuͤrſtin zu Caſſel ſolche Quar⸗ tier vberlaſſen, deſſen ſich Herrn Landgraf Georgens zu Heſſen Fürſtl. Gnad. zum hoͤchſten beſchwert befunden. Anno 1646. Köonigsberg. BOn tbeils Kingsberg genannt, ein Fuͤrſtlich Heſſiſch Schloß, ein Meyl wegs von Gieſſen, welches im Jahr 1350 Landgraf Henrich von Graf Philipſen von Solins vor 2000. fl. erkaufft, doch daß der Graf biß in ſein Todt darinn ſolte verbleiben. Es haben ſich hterbey vor we⸗ aig Jahren viel Heydntſcher Müntz ge⸗ funden, darauff deß Julij Cæſaris vnd an⸗ dere Namen geweſen. So hat man noch andere Anzeigunge bey dem Dyußberg, daß vorzetten die Römer ſich hierumb auffgehalten. Im Jahr 1646. hatten die Nieder⸗Heſſen ein Anſchlag auff dieſen Orth, welche aber, weil auß der Veſtung Gieſſen Voͤlcker entgegen geſchickt wor⸗ den, ſich zeitlich darvon machten. Nahe hierbey iſt der wettbekandte Dynßberg, vff welchem man vinb ſich auff die fuͤnſfzehen Meyl wegs ſiehet, vnd kan von deſſen Be⸗ ſchretbung aufgeſchlagen werden Diete- ricus in Inſtitut. Oratoriis, in einer ab⸗ ſonderlichen Oration. Anno 1647. in dem Junerlichen Krieg, zwiſchen Heſſen⸗Caſ⸗ ſel,ond Heſſen⸗Darinſtatt, bekamen die⸗ ſes Hauß die Caſſeliſchen, auff Gnad, ond Vngnad. =Taͤttlein vnd Schloß, an der Graͤntze der Grafſchafft Waldeck, vnnd noch in ſelbiger, auff einem ſehr hohen Berg ge⸗ legen. Das Schloß daſelbſten hat vmb das Jahr 1360. Heinrich der Eyſerne, Graff hat der Fuͤrſtlich Darmſtaͤttiſch General zu Waldeck erbauet. Anzeto hat jhren Lieutenambt, Ernſt Albrecht von Eber⸗ Witwenſitz allda Chriſttant, Grafens zu NA ſtein, dieſes Kirchhain, ſo zuvor die Nie⸗ Waldeck, hinderlaſſene Fraw Wittib Ju⸗ der⸗Heſſiſchen eingenommen hatten, wie A8 liana, geborne auß dem Hauß Naſſaw⸗ 1 1 2&ᷣ. Hle 1““ auch den 17. 27. Auguſti, das Schloß Dillenberg. Nicolaus Janſſonius Vt⸗ Rauſchenberg; hernach aber, den 4.14. ſcher, in nova totius VVeſtphaliæ de- Septembrts, beſagte Nider⸗Heſſiſchen ge⸗ ſcriptione, ſetzet vmb dieſes Staͤttlein meltes Kirchhain wieder erobert, vnd dar⸗ Landau, die Orth Freyenham, Schirn⸗ — auff, dieſe letzte, die Stat⸗Mauren eln⸗ berg, Lutreſen, Stromberg, Kalenberg, geriſſen: Vnd weilen dieſelben, von den vnd Wormel. Ober⸗Heſſiſch: ober Darmſtaͤttiſchen, wie⸗ der etwas repartrt worden: So habendie. 52 St das älteſte Staͤttlein in der Graf⸗ Schwed: vnd Nider⸗Heſſiſchen das Staͤtt⸗ lein Anno ⸗7. zeitlich abermals belagert, vnd erobert, vnd ſolches auch die⸗ Laſphe. Bſchafft Witgenſtein, vnder dem ho⸗ hen Bergs vnd Haupt⸗Schloß Witgen⸗ —, ſe Hiſſen Saſtelüſöhe beſetzt. ſtein, in dem Thal, an dem Waſſer der Loͤhn iihüindicgſcchhiv‚i E A K 4 N T unt. Guuulf e A 2 X 64 4●◻☛ Rn Rü — — rpn ¹ 1 14 7 ie „Heſns aufelnet 2 h Schle 1* o. Heiurit 3 deck erbauee ſ A A da C ½ uuben AIANA IA 7 5,¹ nderſaſſt . 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Nicht weit von dannen iſt Hungen/ ein Graͤflich Sol⸗ Laubach. miſch Staͤktlein vuo Schloß. ☛△St ein Solmiſch Staͤttlein, vnd ſchoͤ⸗ L nes Schloß, in einem Thal, vnd gehs⸗ Lichtenaw. ret dazu das Hauß oder Schloß Ruͤdde⸗ eſes Staͤttlein ligt in dem Nidern lem(al. Roͤdelhelm) bey Franckfurt am= Fürſtenthumb Heſſen, nach Caſſel Fluß Nidda, vund ſonſten andere ſchoͤne gehoͤrig, in dem Thal, vnter dem alten, Flecken, vnd Haͤuſer mehr. Ligt ein halbe vnnd nunmehr verwuͤſteten Schloß Ret⸗ Meyl von Grunberg in Heſſen. Nicht ſchenbach, iſt vmbs Jahr 1352. allbereit weit davon, wie auch an andern Orthen geſtauden, vund von Henrico dem Eyſer⸗ Heſſenlands, wird die koͤſtliche Terra sigil- uen vnd ſeinem Sohn, Landgraf Otten, lata gefunden, vnd vff ein halbe Stund ein Glaßhuͤtte. Liebenaw. Der Liebenawe, wie dieſes kleines Ni⸗ derheſſiſches Stättlein in der Rotene burgiſchen Saals Verzeichnuß genannt wird. Ligt an der Paderborniſchen Gren⸗ te, vnderhalb Warburg, vnd die Dymel vinbſlieſſet daſſelbe, vnd iſt ſoiches Anno z. in der Fehde zwiſchen Landgraf Lud⸗ wigen dem Vterdten, vnnd dem Biſchoff zu Paderborn, gar ausgebrannt worden⸗ Die Warne kompt da in die Dymel. Libenſchied. Jat ein Meyl wegs von Haͤger, auff dem Weſterwald. Das Staͤttlein iſt mit einem Wall, vnnd das Schloß auch mit Waſſer vmbgeben. Vnd hat auff dem Schloß etliche Jahr lang der letzten Gra⸗ fen von Beylſtein, ꝛc. einer ſeine Reſidentz, und Sitz/ gehabt. Iſt jetzt Graͤflich Naſ⸗ Licha. .᷑.‿St ein luſtiges Graͤflich Solmiſches 9 Staͤttlein, in der Wetteraw, an der Wetter, gar ſchoͤn gelegen, ſo nicht viel vber drey hundert Jahr alt, und anfaͤng⸗ lich von etlichen Dorffen in dieſem Be⸗ zirck zuſammen gezwungen worden, wie Dilichius pag. 68. redet. Hat einen Thumb, vnd iſt das Schloß, darinn theils Grafen von Solms Hof halten; wie auch auſſer dem Staͤttlein nicht gar ein halbe 1 4 6 befreyhet worden. Die Pfarrkirch hat man Anno 1415. gebawet, vnd ſtehet auſſerhaub vber dein Staͤttlein ein ſehr alte Capell, die Creutzkirch; vnd dann vnter dem Staͤttlein eine Kirch, zu S. Kyillan ge⸗ nandt. Es iſt aber Liechtenaw, zuſampt dem Rathhauß, vmbs Jahr 1520. inner⸗ halb drey Jahren, zwey mal durch Brand verderbt worden. Der Orth, und die Re⸗ fier, liget auff einer weiten hoͤhe, zwiſchen dem Berg Meißner, vnd Riedtforſt; da⸗ her man auß mangel eines flieſſenden Waſſers, viel Brunnenquellen in beſonde⸗ re ſteinerne Behalter, vnd Kuͤmpe, vnd ſonſten etliche Teiche geleytet, vnnd auff⸗ gefangen, auß welchen ſamptlich die Loſſa entſtehet, ſo nachmahln jhren Außlauff vnter Caſſel in die Fulda hat. Dieſes Staͤttlein iſt Anno 1637. ſampt der Kir⸗ chen, mehrentheils eingeaͤſchert worden. Eine halbe Meyl davon, an einer Ecken deß gedachten Rtedforſts, wie geſagt, ligt das vhralte, nunmehr verwuͤſtete Hauß Reichenbach, auff einem ſehr hohen Berge, daran noch ein ſehr hoher Thurn, welcher in: vnd außwendig, mit groſſen Quaderſtuͤcken außgemauert iſt. Es hat vorhin eigene Graven von Reichenbach gehabt, denen das Ampt Liechtenau, iu 12². Dorfſchafften vornemblich beſtehend„ gehoͤrt hat. Gegen Reichenbach aber, doch in ziemblicher ferne,ligt das alte feſte Hauß Boyneburgk/ an der Loſſa, ſo hart am Staͤttlein Liechtenau entſpringt. Der Wald Rohrberg, iſt die Wuldban dieſes Ampts. N ij Ludwig⸗ —— ———— N 4 100 Beſchreibung der vornembſten Orth Ludwigſtein. ſenſu 1& licenti Venerabilis Domini EIn Berghauß in Nider⸗Heſſen, auff et Wernheri, Archicpiſcopi Moguntini, lo- dem hohen runden Hüͤgel, oder Hain, ci cjusdem Dicœccſiani, ut& approba. vnd an einer kruͤmme der Werra, gegen dẽ tioné omumun liberorum, Henrici, Lu- Hauſe Hanſtein,(das jenſeit der Wer⸗ dovici; VvVilhelmi, Friderici,&c. wie ra auff dem Eichsfeld ſehr hoch liget, vnd die Wort ſind tiin Donation Brief, deren von Hauſtein Stammbauß iſt) ge⸗ welchen bekraͤfftiget hat Clemens Papſt legen. Mau findet in alten S chrifften,daß zu Rom. dieſes Hauß Ludwigſtein, zur Zeit Lande Marpurg. raf Ludwigs deß Erſten zu Thuͤringen, den Henen dures Hu des Teuffels vnd D Iß lſt die Hauptſtatt inn Lande an der der ſchwartzen Kunſt, ineiner Nacht, auff Coͤhn oder in dem Ober Fuͤrſtenthum erbaut worden ſeye, zur Jeit, als die Fuͤr⸗ Heſſen ſo vor Zelten Matrium geheiſſen, ſten, mit den Hanſteinern, vnd andern da und der Maitiacordun Haupifleck geweſt mals verfehdeten Edellenten, gekrieget. Iſt⸗ wie etliche meynen. Dann dieſe Mat- Vnd ſiehet man noch, an einer Ecken die eiaci, ſo Heſſen waren, haben nit in See⸗ ſes Hauſes, auſſerhalb, gegen dem Hauſe oder Nord Holland, oder an der Iſel, wie Hanſtein, einen groſſen Monſtroſiſchen theils wollen, ſondern in der Wetteraw, abſcheulichen Kopff, vnd ſeltames Geſich, ondin einen Theil von Heſſen, gewohnet. te, in Stein gehauen, welches deß ge⸗, Vndhaben ſie in dem Jahr Chriſti 40. ſchwinden Baumeiſters Ebenbild ſeyn den Namun der Catten verlohren, vnd ſeyn ſolle. Bey dieſem Hauſe, hat es, an der barfüͤr Mattiaci genannt worden, wie es Werra, gute Fiſchereyen, vnd zu nachſt Cluverias lib. 3. German. Antiquæ cap. 7. am Hauſe, auffm Berge, ein fein Vor⸗ beweiſet. Theils wollen, daß ſie Martis⸗ werck, vnnd nicht weit davon, im Dorff burgum vothin geheiſſen habe, als ob ſie Wendershauſen, noch eines, wte auch im dein Hehontſchen Abgott Marri zu Ehren, Wald, zu Ruckeroda. Das zu dieſem erbawet worden were. Andere, als Michael Schloß Ludwigſtein gehoͤriges Ampt, ſo Finger Auftriacus, fuͤhren den Nah⸗ dem Landfuͤrſten zuſtaͤndig, iſt nur von 6. nen von einem Marcomiro, decimo Re- oder 8. Doͤrffern; hat auch wenig hohe Le Prancorum, her, nach welchem ſie vmb Waͤlde, oder Wildbanen. Seind alles das Jahr 146. Marcomirsburg,oder Mar- Vorgebuͤrge deß Meißners, vnnd wird codurgum, vnd folgends Marpurg, oder, das Gehoͤltz vnd Reiſig, zum Saltzwerck, wie andere wollen, Marckburg, weil ſie an nach Allendorff, verbraucht. Es ſtoſſet der Marck vnd Graͤntze deß Landes, nach auch dieſes Ampt an das Allendorffiſche dem Weſterwald zu, gelegen, ſeye genannt Gebiet; Jenſeit aber der Werra graͤntzet worden. es an das Eiſchfeld, oder Eichsfeld. Die Es iſt aber Marpurg zu den Zeiten der Gelſter, welches ein ſtarcker Forellenbach, H. Eltſabeth, Landgraͤffin in Heſſin, ge⸗ ſcheidet das Ampt in der mitten, vnd leufft borner Koͤnigin in Hungern, die allda in durch dite Statt Witzenhauſen, allda es der Burg jhren Wittib Sitz gehabt, noch uch, nachdem es etzliche Muͤhlen getrie“ ein offener Fleck geweſen, vnd das Schloß ben, in die Werra fleuſt. Hat ſonſt noch allhte, ſelbiger Zeit Marckburg genaunt, zween andere, als den Rieder⸗ vnnd Wil⸗ erſt Anno 1065. von Marggraf Otten zu teseae„Bach. Heſane wir dhn dieranckenbergiſcheChro⸗ Mariebron/ oder Maͤrgen⸗ ule nennet, gebauet worden; welche auch Rariebron oder Märgen, ſan erzin dae e ze ian in — 6 Durg d. 1b Maynt, ISt ein Cloſter in der Graffſchafft J⸗ vnd Colln, verbrannt Sathollen eiedi ſenburg, welches Ludwig Graff zu J⸗ vinbs Jahr 1229. es in dem Dorff Mar⸗ Kaburd un Jahr ene mit viehe Seeh, vuratdine Kirch,dann allandie Eavelin begabet, arzu auch gegeben wor⸗ S. Chiltani, ein Filial zu der Paſtorey zu den die Einkommen deß Cloſters Haugk, Obern Weimar, vnd binnen zweyen Jah⸗ cum omnibus alimentarijs ſuis de con- ren davon ſeparirt wgr. Aber ume düßnge dn a umEme euubantn 7c gten dne. hans le umée di gen ur. W FchleHe 4 te ſ l, e ud gſirt2 ka⸗ ffaden aim i de t roru? be rſtono 1cb ſen got kt. 1Lo 14 nen E. ſſe uctg du d towen tei umnd d. mn angeum ffge Thu utt tdrergs ,: im Ege in waunt In rit nrt Sl La Tüx 10 teg Atau er 7GG.n V huſend ebe Vin d hor⸗ Wan m iwe deme ſen e deng ner G' 8 M Mcepan ſl die Haupſe K ſdablate T oder tndnohe I A U- NHAr. „ vot Nten 1 ben ſtein aungt Uder din er Cattegung 1 dengne -l gegahnt u l 3. Cerman 4 Thoila d 4 AMilb wollen, ID eHen be iß eh b en Abgott Sit Wolden were, Andh acos, fich nem NMarcomit à* p Wareauntrd. 11 Mrcenitg 9 40 fhſgene 44 folgends. „„mwalſon. W'arep vollen,„1 zrcht nd Granze des eg 4 1 AN 1ʃ%, G ell zu,ge her, vacw m 1 ) 4 rMarpurg u n abethLandgräfft in Königtn in Hongſ s ro ihten Vittib G ch . 4 wie ſadie ranc nut gebauet tver Aber nachdem die gedachte heilige E⸗ liſabeth vmb dieſe Zeit hieher kam, da nahm der Orth zu, vnnd wurde bald her⸗ in Heſſen vnd den benachbarten Landen. dren Franeiſct, ein Spital fuͤr arme elende vond gebrechliche Leuth, da die Eliſabetha auß Chriſtlicher Andacht, ſich mit jhrem 101 nach ein gute Statt darauß, ſonderlich ehgenen Leib zu ſolchem Hoſpital der Ar⸗ nach dem der Franckenberger Herrlich⸗ keit, vnnd Handel, ſampt dem Ober⸗ Ge richt, folgends hieher gelegt worden, auch der heillgen Eliſabethen Sohn, vorhero vmbmaunren vnd zu einer Haupt ſtatt machen laſſen. V Iſt der Zeit fein erbawet, vnd ziemblich groß an dem Waſſer der Loͤhn vnd am Ge⸗ buͤrg gelegen, an welchem Waſſer kunſt⸗ reiche Maͤhl⸗Schlag⸗ Papler⸗ vnd Kupf⸗ fer⸗Muͤhlen, ein ſchoͤnes Vorwerck zum Schwan, vnnd andere vornehme Gebaͤw mehr auſſer der Statt, neben luſtigen Gar ten, zu finden. V Vnd ſeyn inſonderheit allhte zu ſehen, Erſtlich, von Kirchen, die Pfarr⸗Kirche, die gar ſchoͤn, auch mit Furſtlichen Be⸗ graͤbnuſſen gezieret. S. Eliſabethen Kirch in dem Teutſchen Hauß, ſo vnten im Thal, an dem Waſſer, ligt; die Kürch aber ein praͤchtig, vund ſchoͤnes hohes Werck, von gehauenen Steinen, vnnd mit zween hohen vnnd ſchoͤnen Thuͤrnen, zierlichen Bmbgaͤngen auffgefuͤhret, ſampt dem dritten Thurn, artig mit Bley gedecket iſt. Hat drey Choͤr, in deren etnem S. E⸗ liſabethen Grab, in dem andern der hohe Altar, vnnd im druten dte Begraͤbnuſſen der mehrerthells Landgrafen, ſo biß auff das Jahr 1500. regtert haben, zu ſehen feyn. Hat auch ein ſchoͤnes Geleute von newen Glocken. Vnd iſt gemeltes Teut⸗ ſches Hauſe, beneben dem newen Gottes Hauß in der Vorſtatt zu Weydenhau⸗ ſen, vnd andern zweyen Gotts⸗Haͤuſern, vor Weydenhauſen gelegen, ein Brodt⸗ Cammer der armen Hungerigen, vnd ein Hoſpitalvnvermoͤglicher alter Leuthe, ge⸗ brechlicher Manns⸗ vnnd Welbs⸗Perſo⸗ nen. Der Jeſuit Nicolaus Serarius ſchreibet libr. 5F. Rerum Mogunt. pag. 836. daß in der gemelten S. Eliſabeths men gethan, vnd der armen Leuth, als ein demuͤthige Dlenerin, gewartet hat, wie ſolches die Legenden, vund viel andere Hi⸗ Marpurg ſtorten„ auch Paͤpſtliche Bullen. vberfluͤſ⸗ ſig außweiſen. hat ih bus Montanus Spirenfis beſchrieben, vnnd Es hat ihre Hiſtort Jaco- auch Andreas Brunner etliche Blaͤtter⸗ lang davon in den z. Theil ſeiner Bayri⸗ ſchen Chronic gebracht, ſo lib. 14. p. 685. ſeqq.& 698. feq. zu finden. Obgedachte Franckenbergiſche Chronic gedeneket am 24. Blat, deß Dieterichs von Doriugen, Prediger Ordens, daß er auch jhr Legen⸗ den gemacht; Dieſe Chronic oder Legen⸗ den Buch iſt auff Pergament, in der an⸗ ſehnlichen Bibliothee zu Jeua befindlich, vnd ſtehen fol. 2. a. dteſe Wort: Ego Theo- dericus Sacer, Frater Ordinis Prædicato- rum minimus& indignus, natione Thurin⸗ gus, cum plus quam ſexaginta ætatis& quadraginta duos in ordine compleviſſem, præſens opuſculum inchoavi, pertractavi autem ſolus; mente meâ omnia conſcri- bens, emendandoque reſcribens plurima ſæpè calignantibus oculis med manu. Di⸗ ſtinxi librum in octo libellos propter mul- ram materiam. Im Ende ſtehet, daß ein Buͤrger von Marpurg, Peter von S. Nae ber, diß Buch verehret habe 1468, in S. Eliſabeths Ehren. Es iſt vns ein kurtze Beſchreibung deß Lebens vnnd Wandels, dieſer frommen Fuͤrſtin zukommen; Darauß wir allhte et⸗ was wenigs anztehen, neilich, daß Anno 1207. S. Eliſabeth auff dem Schloß Preß⸗ burg in Vngarn, vom Koͤnig Andrea, vnd Gertrauden, etner gebornen Fuͤrſtin von Meran,(vnd Andechs) erzeugt worden. Anno 1211. als ſie nur 4. Jahr alt gewe⸗ ſen, ward ſie Landgraf Hermans in Thu⸗ ringen vnnd Heſſen Sohn, Ludwigen, Kirchen kein Gottesdtenſt verrichtet wer⸗ de: Welches aber nicht alſo, ſondern es werden woͤchentlich z. Predigten darinn gehalten; Aber wie es mit der heiligen Eli⸗ ſabethen Gebeinen vnd Reliquien beſchaf⸗ fen, davon folget hernach. Die erſte Stifftung iſt geweſen zu Eh⸗ vertrawet, vnd alſo balden in Thuͤringen gefuͤhret, vnd daſelbſt aufferzogen. An⸗ no 1221. iſt Sanct Eltſabeth, nur vierze⸗ hen Jahr alt, jhrem zuvor vertrauten Her⸗ ren, beſagtem Landgraf Ludwigen, ehelt⸗ chen beygelegt worden. An. 1227. wolte der Landgraf ins heiligeLand ziehen, ſtarb aber „oder zu Brundus. (Obge⸗ entweders zu Ortrant,“ N iij ——— —xxxx —* 102 Beſchreibung der vornembſten Otth (Obgedachter Dieterich von Thuüͤrtngen ſetzet, nachdem er zu Ortrant, welches Hydruntum iſt, die Kaͤyſerin beſucht, ſeye er zu Schiff gangen, vnd darinn am Fie⸗ ber geſtorben.) Anno 1228. iſt ſein todter Leichnam wider auß Italia in Thuͤringen gefuͤhrt, vnnd daſelbſt ins Cloſter Rhein⸗ harts⸗Bron begraben; aber S. Eliſabeth auß dem Schloß, da ſte gewohnet, von den Oberſten deß Lands, die au ihres verſtor⸗ benen Herrn Brudern, Landgraf Hein⸗ richen hiengen, verſtoſſen, vnd aller Gü⸗ ter beraubt, auch jhre Kinder auß dem Schloß getragen worden, vnd dorffte ſie kaum jemands beherbergen. Aber durch jhre Befreunden, wurd jor wider geholf⸗ fen, vnd kam ſie darauff nach Marpurg, allda ſie den Armen in dem Spital, ſo ſie erbawet, viel Handreichung, Dtenſt, vnd Lieb erzelget; davon dann der Ertz⸗B⸗ ſchoff zu Fiorentz Antonmus part z. tit. 19.] cap. I1. alſo redet: Eliſabetha hoſpitale paðperum conſtruxit,& ſi quid bonum vel delectabile quidquam habuit, ori proprio ſubtrahens, pauperibus in ejus hoſpitio ma- nentibus miniſtrabat, in lectis eorum ſer- vabat, eoſque tegebat. An. 1231, im Wintermonat iſt S. E⸗ liſabeth geſtorben, vnd hernach An. 1235. vom Papſt Gregorio in die Zahl der H. Gottes geſchrieben, vnd gerechnet worden. Anno 1233. haben die Herren deß Ritter⸗ lichen Teutſchen Ordens bey Marpurg zu wohnen angefangen. Welcher Orden ſich vnter Friderico II. vmbs Jahr 1190. hat angefangen; von deren Vrſprung, wel⸗ cher mehrere Wiſſenſchafft begehrt zu ha⸗ ben, kan leſen in Bernhard von Luͤtzenbuꝛgs Buch, de Ordinibus militaribus. der lincken Seiten deß Chors, in der Ge⸗ raͤth⸗Cannner, ſtehet Ihr Monument v⸗ ber der Erden, auff 4. hoͤltzeren Fuͤſſen, vnd einem ſchwartzen Laden von Holtz, auff welche ein Deckel, oder Futteral, ſo das gantze Werck bedeckt, vnd man aufztehen, oder ablaſſen kan, gerichtet iſt. Wann das Eyſerne Gegaͤter, ſo ſonſten ſtarck ver⸗ wahrer iſt, auffgemacht wird, kan man gantz herumb kommen, vnd alles eygend⸗ lich beſehen. Das Monument, ſo viel deſe ſen vberm vnderſten Kaſten ſtehet, iſt gautz von geſchlagenem Silber: vnd durchauß obergüldet, auch allenthalben mut ſcho⸗ nen geſchnittenen Steinen, Crſſtallen, ond ſehr viel kleinen Steinen, darunder auch nicht wenig Dobbleten, gezteret, vnd verſetzt. Die groſſe Bilder daran herumb ſeynd zwey Bilder bey dem Creutz, S. Matia, die 4. Evangeliſten, vnd 12. A⸗ poſteln, vber welchen deren Namen mit alter Schrifft ſtehen, wie deſſen wir Be⸗ richt erlangt. Andere ſagen, Als S. Elt⸗ ſabetha in Anno 1231. den 19. Noveiubr. in jhrem bey Marpurg erbautem Hoſpi⸗ tal geſtorben, iſt ſie in eine Capellen, bey der Ftrmaney, dartnn ſie jederzett jhren Gottesdienſt verrichtet, begraben worden. Davon inden ſich in einem alten Buch, in der Bibliothec des Stiffts zu Hirſch⸗ feldt dieſe Wort: Darnach bawet S. E⸗ liſabetha zu Marpurg einen groſſen Ho⸗ ſpital, Gott zu Lob, darauff verbauet ſie fuͤnff tauſend Marck, vnd hat fuͤnff tau⸗ ſend Marck durch GOTT geben. Dar⸗ nach ward jhr hetliger Leib begraben, nach Fuͤrſtlichen Ehren, zu Marpurg in Heſ⸗ ſen⸗Land, in dem Spital in einer Capellen, nach Chriſtt Geburt 1231. Jahr. In die Dottrung deß Spitals haben Anu. 1235. den 14. Auguſtt iſt das Fune zwar erſtlich vinb gewiſſer Vrſachen wil⸗ dament der Kirchen S. Franciſci, ſonſten len nicht einwilligen wollen Landgraf Con⸗ St. Eliſabethen genandt, bey Marpurg rad vnd Landgraf Henrich, ſonderlich daß geleget; vnnd Anno 1236. S. Eliſabethen todter Letchnamb, erhaben, vnd in Bey⸗ ſeyn deß Kaͤyſers, vnnd vieler Geiſt⸗ vnnd ſte ſolchen Hoſpttal den Bruͤdern deß Spt⸗ tals von Jeruſalem auffgeben hette auß Einfalt, wie ſie reden in einer Supplication Weltlicher Perſonen, in ein beſondere an Pabſt Gregorium IX. gethan. Doch Capell verſetzt,(Davon beſiehe auch Suf- fridum in Epit. ſub annis 1212.& 1236.) Solche Kirch iſt Anno 1290. den 1. Matj, endlich auff anhalten Magiſtri Conradi von Marpurg, der Zeit Viſirators der Cloͤſter in Teutſchlanden, vnd S. Eltſabethen vollendet worden. Und dieſes wentge iſt Beichtvatter dahin eingewilliget, vnd den ußder gemelten Beſchretbung gezogen. Spttal ferner nach jhrem Vermoͤgẽ dotirt; In dieſer S. Eltſabethen Kirchen auff tunhalt eines daruͤber verfernaten Brleffe D 3 8 1 92 anr p. Hl„. mud,4 ſo; aeeA nt K0 1 1e etd an ao? ſſ Warck 2 5t De nei ewr lee Aſtor Pnt „her2, b Moe int ret E bet Mat a git „Ha i get wede En nocN ſt Nſobo Len Ae erh RAm zſole TGra g ſſen t iabe wan ſben ege tich .Nn ſſe z mee nt ab= ft 11 ll Dhg 1 eenna0aw A e wong 1 e e nf 1d p 1 4 Cl. g 1 ne Gaint Sün Digant, ,g6 el nſt. ſ 5„ 1d Hd 3 A M . ſchen. Aul lh K Jct 1 N un) erln vnderſen 4 dl A d 1, eſc 1 teme d 3 l. 1 Uldet c Ä eſg l 1A 4ʃ wili 3 60 * 1 ehr viel lee icht wannd k. Diegeſe dehe aweh N 1An- DRn 1 Np 4 1 1 1ʃ ſſ 4 E 19, „ dber wit an rifftſte p Grifftſtehet 1 h. A?* 0 4 - 80 M —— rmanth, da anfe sdienſt vernd vm u pnden ſih ne Bübliothec dft teſe Wort: 4 mhbe ha zu Narg Ren Gott zulob 41 rauſend Matc t Nauck durc C!C dard jht heult A aie ichcn Ehten/ In ndindem Et H edriſät Gebur du9 die Detitrun 3 rſtlic vnb g dtetuwillgen Al⸗ 1 l 4 ¹ d Landgrafc 11 1 in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 103 Die jetzige S. Eliſabethen Kirch iſt von hat man den Goldſchmieden befohlen, den Landgraf Conraden, ſo zugleich Teutſch⸗ Sarck auffzubrechen, weiche Liednagel meiſter geweſen, in Anno 1237. den 1. abgezwengt: Darinn ſeynd S. Ellſabe⸗ May, zu bawen angefangen; Nach deſſen then Gebeine in roth Damaſt gewickelt Todt, in Anno 1233. auff beſagten erſten befunden worden, aber nicht das Haupt. Maij eingeweyhet; der hohe Altar aber Hat derowegen der Fuͤrſt den Land Com⸗ An. 1290. verfertigt, vnd conſecrtrt wordẽ. menthur gefragt, wo das Haupi ſey? Als nun S. Eliſabetha vom Papſt Gre⸗ Darauff er geantwortet,in dem Schrauck; gorio dem Neunten canoniſirt worden hat den Schluͤſſel aber darzu hat er nicht wiſ⸗ man deren Leib, auß obbefagter Capellen ſen wollen. Weil nun der Landgraf gewuſt erhoben, vnd in dieſes Silber verguͤldete vnd geſagt daß es vor wenig Wochen ſey Monument gelegt, dartnn ſie ſo lang ge⸗ auffgeſchloſſen geweſen, hat er befohlen, legen, biß weyland Herr Landgraf Phl⸗ den Schranck auffzubrechen, da dann der lips, bey Saͤuberung der Kirchen, nach dem viel Abgoͤtterey bey ſolchem Monu- mento veruͤbet worden ſolches auff Sonn⸗ Land Commenihur den Schluſſel alsbald langen laſſen; darauff iſt das Haupt her⸗ auß gelangt; auff welchem iſt geweſen ein tag Exaudi, Anno 1530. auffmachen, die guͤldene Crone vber 4,0. Goldguͤlden befundene Gebein herauß nehmen, in ein werth, welche S. Eltſabethen vom Pri⸗- ſauberes Kaͤſtlein verſchlieſſen, vnd tn der⸗ derico II. dem Roͤmiſchen Kayſer vereh⸗ ſelben Kirchen, an einem ehrlichen Orth, ret worden. Solches alles hat der Fuͤrſt vnder den Boden ſetzen, auch einen gemet⸗ unt ſich auff das Schloß genommen; aber nen gemarckten Stein daruͤber legen, vor⸗ bald hernach allen Geſchmuck, ſampt der heſagtes Monument aber an ſeinem Ort, Cronen, widerumd herab geſchickt, vnnd wie es geweſen, leer ſtehen laſſen. Daß et⸗ dem Land⸗Commenthur zuſtellen laſſen; liche Hiſtorlci, vnd auß denſelben Lauren-die Gebein aber heumlichen, das niemand, Gperichten, ob ſolte die S. Eliſabe⸗ auſſerhalb zweyen Perſonen gewuſt, zu Nonunnent intt dieſer Vberſchrifft: Verhütung fernerer Superſtition, begra⸗ hacet Elilabech, fi bene fecit, ha- ben laſſen. Vnd ſo viel haben dieſe Be⸗ au Marpurg um Hoſpital, oder Com⸗ſricht, weiche wir deſto mehrers hieher ſetzen pthur⸗Hauß, gehabt haben; ſo iſt dieſer wollen, weiln obgedachter Serarius inel⸗ Verß weder am Epitaphlio, oder in der Ca⸗ det, daß underſchtedliche Meynungen ob pellen, noch ſonſt an einem Ort, wodieſer der H. Eltfabeth(von welcher alle jetzige S. Eliſabethen Leichnamb geweſen, anzu Herren Landgrafen in Heſſen herkommen) — 7 treffen. Mag derhalben wol ſeyn, daß der Reliquten noch allhte ſeyen. Darzu noch allegirte Autor ſolchen auff einer alten Be zuthun, daß auch obgedachter Brunnerus ginen Grab geleſen, vnnd ohne Grund zu p. 699. ſchreibet, daß zu jhrer Erheb⸗vnnd dieſer S. Eliſabethen Grab geſetzt hat. Verſetzung im Jahr 1236. auff die zwoͤlff Vnd dann ſo haben wir auch folgenden ge⸗ mal hundert tauſend Menſchen nach Mar⸗ ſchriebenen Bericht empfangen: An. Chri⸗ purg ſich verſamblet haben: darunder daũ ſtirSz9. auff den Sontag Exaudi, iſt das auch der Kaͤyſer ſelbſten geweſen, der, als Teutſche Hauß zu Marpurg(12. Jahr S. Eliſabeth auß dem Grab gethan wor⸗ vorher die Pfarrkirche) reformtrt, vnd die den, jhr ein guͤldene Cron(wird eben die Meſſe abgeſchafft worden, darbey 2008. obgedachte geweſt ſeyn) auffgeſetzt habe. Perſonen geweſen, Ihre Fuͤrſtl. Gnad. Was ferner dieſe Hetl. Eltſabeth, ſo Herr Landgraf Philips, die Ritterſchafft, allhie begraben worden, anbelangt, ſo hat, Doctores, vnd andere von der Academia, auß des Dominicaner Münchs, Theo- Rath, vnd Gemneinde der Statt. Nach ge⸗ dorici Thuringi(deſſen in beſagtem haltener Predigt, hat der Landgraf dem Text gedacht wird) acht Buͤchern, die er Land⸗Commenthur die Sacrtſtey auffzu⸗ von jhr geſchrleben, vnnd die auch beym ſchlieſſen befohlen, darauff alsbald hin⸗ Henrico Canifio, vol 5. Antiq. lect. zu ein gangen, vnnd den Sarck S. Eliſabe⸗ finden, P. Matthæus Raderus faſt ſo viel then beiſſen auffſchlleſſen: Als aber nie⸗ Blaͤtter gemacht, die in dem 1. Theil, von mand den Schluͤſſel hat geſtehen wollen, den Heyligen in Bayern, zu leſen. Siehe 4 auch — — — 104 Beſchreibung der auch Lipſium, in libro de D. virgine Hallenſ. Von jhren Keliquien berichtet graf Philips der Mathemattſchen Kuͤns KEgidius Gelenius, libr. 4. de magnitud. ſten hocher fuhrner Printz, der Vniverſi⸗ Colon. Agrip. pag. 739. folgendes: B. Eli. ſabeth, viduæ Haſſæ, ſuppellex, cleno- dia, reliquiæ,& eleemoſynæ, paſſim ſpectantur, in Colonienſibus Eccleſiis; wie hievon in Beſchretbung der Statt Coͤlln, ein mehrers zu leſen. So ſagt Aubertus Miræus, in Faſtis Belgicis,& Burgundicis, pag. 689. alſo: S. Elifabe- tha, Marburgi, apud Haſſos, in ædi- cula Xenodochi aà ſe conditi ſepulta, un- de non exigua Oſſium ſacrorum portio Bruxellas eſt translata,& in auguſto Car vornembſten Orth ſtrumentis Mathematicis„ ſo Herr Lande taͤt verehrt, deputirt. Der Globus glei⸗ chet dem Meſſingen Tychoniſchen, ſo in Coppenhagen zu ſehen, ſowol an Gͤße, als Perfection, iſt aber ſchoͤner. Oben mit weit vom PDolo iſt das Syſtema Mundi gezeichnet. In corde Leonis iſt deß Suͤr⸗ ſten Conterfait, in Spica Vurginis aber ſeiner Gemahlin Bildnuß gemahlet. Die Inſcription, ſo bey Anfang daß Zodiaci ſtehet, lautet alſo: Quod F.& F. Sæviente Bellona in univerſo Ro- melitanarum virginum cœnobio, ab ALman. Imp.& turbato reram ſtatu milc 1= berto Pio,& Iſabella Clara Eugenia, Bel- rime Illuſtriſs. Celſiſſ. Princeps ac Domi- garum Principibus, exſtructo, honorificè nus, Dn. Philippus, Landgravius Hafliæ, collocata,&c. Penes candem ſerenith- mam lſabellam, in ſecreto Orarorio eſt caput 5. Eliſaberhæ, quod Grejo, Burgun- diæ oppido, allatum, Philippus Guilielmus Princeps Araufionenfis, Anno 1617. ipſi dono dedit. Wie aber ſolche Sachen, von Marpurg, hinweg kommen ſeyen, wird nicht gemeldet. Wir komen wieder auf der Statt Mar⸗ purg Beſchreibung, da dann, nach den Kirchen, von der Vntverſitaͤt, oder Ho⸗ hen⸗Schulallhte, zu melden, welche hoch⸗ gedachter Landgraff Philips im Jahr 1527. wie drunden weiter gedacht ſoll wer⸗ den, geſtifftet, vnd Kaͤyſer Carl der Fuͤnff te Anno 1531. befreyhet hat. In dem Pre⸗ diger Cloſter iſt jetzt das ædagogium, o- der die Vndere Schul; vnd das Audno- rium der Juriſten Facultaͤt, bey der Ho⸗ hene Schul, darinn die Contrafacturen etlicher Herren Landgraffen in anſehnli⸗ cher Form ſtehen. Im Barfuͤſſer Cloſter iſt jetzt das Collegium Philoſophicum; wie auch Medicum. In dem Colleg. Philoſ. ſeynd Herr Landgraff Philipſen, Comes Cattimeliboci, Deziæ, Zigenhainæ & Niddæ, hunc cœleſti machinæ confor- mem globum, in quo affixa odtavæ Sphæ- ræ ſidera majori ex parte propria mnduſtria organiſque commodis cælitus deprehenſa, & Anno 5. H. M. DC. XL. accommoda- ta, fuis quæque locis ad amuffim repræ- ſentantur, modo mechanico conſtruere euravit, errantiumque ſtellarum,& no- varum cæli phænomenon per bæc ap- parentias D. V. perveſtigare decrevit. To- tum opus cælo terrigenis, poſteris, qui rationem eam capient, perfectum& ab. ſolutum relinquens Menſe Majo Anno incarnationis 1632. Die Meſſinge Odtanten, Sextanten, Quadranten vnd andere Inſtrumenta, ſind etlich tauſend Guͤlden werth, vnnd ohnerhörter Groͤge vund Perfection, daß Keplerus ſelbſten ſich darüber verwundert. Wir wollen wieder zuruͤck nach dem Teutſchen Hauß gehen, allda nahe bey S. Mtchacls Kirch, ſo Anno 1587. renovirt worden, auff dem Kirchhoff deß vorneh⸗ men jurisconſulti Hermanni V ulteij vnd Herrn Landgraff Johanns zu Heſſen Vatters„ Juſti, Rectoris Pædagogij& Contrafaiten, wie auch die Bildnuß bey Profeſforis Ebraææ linguæ Epitaphium den Fenſtern etlicher Profeſſoren, als Eob. zu ſehen iſt. In der Kirch der Kogel⸗Her⸗ Heſſi. H. Buſchij, Rod. Goclenij: In ren, im Eloſter zur Löwenburg, vbet ſich dem Prediger Cloſter bey dem Creutzgang dte Theologiſche Facultaͤt, mit ſtaͤtigem iſt ein gewoͤlbtes Gemach auff der lincken leſen vnd predigen. Die erſte Pfarr⸗Kirch Seyten gegen Norden, ſo anfangs der V⸗ zu S. Ktlian iſt verfallen, vnd An. 1 591. niverſitaͤt Gazophylacium geweſen, vnd den 3. Julij zur Teutſchen Schulen ge⸗ iſt im Jahr 1645. zu dem Globo vnd In- macht worden. Es haben bey der Hohen⸗ Schul In. X= jer m.Gocn kd wi B Ls, Conre ſach worch ſe n r Nu⸗ N m ſta ch Uiſtl pes Ju S mAe knt n na Mn! alr d. Nopp 1 ff dell. r ula, ₰— A 4 1. 12358 5, ul„Mo8 lbrs K unn 1=VV. Ju det 1 ſa 1 4 7 hb afr f l jl 4 1c de dn gi 1 9 1 „1 4 3„t 4 Wi 1lh!! 5 an U bel T7A Kli 3 1 1 63 1„UV 1 in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 10⁰5 Schul allhte vnder andern, gelehrt Fran- pell ſampt dem alten Saal hat erbawet ciſcus Lambertus, Hermannus Buſchius, Ericius Cordus, Johannes Lonicerus, Llius Eobanus Heſſus, Gerardus Noviomagus, Reinh. Lorichius Hadamarius, Egidius Momerius, Balthal. Clammerus, Johan- nes Cornarius, Johan. Dryander, Johan- nes Ferrarius, Erhardus Snepfius, Wilhel. mus Cratarolus, Johan. Glandorpius, An- dreas Hyperius, Burchardus Mithobius. Jo- an. Oldendorpius, M. Benedictus Arc- tius, ſo ſich hernach in die Schweltz be⸗ geben, Juſtus Vultejus, Petrus Paganus, Nicolaus Rodingus, Petrus Nigidius, Victorinus Schoͤnfeldt, Hieronymus Tur- lerus, Valentinus Forſterus, Regnerus SiX- tinus, Nicolaus Vigelius, Wgidius Hun- nius, Adamus Lonicerus, Johan. Beu- herus, Daniel Arcularius, Ocho Gualpe- 1s, Johan. Winckelmannus, Herman. Philip. Matthæus, Hieronymus tlerus, Joan. Gœddeus, Rodolphus uleelns, Goclenius, Joan. Magirus, Joa. Hartmanni, Auno 1291. Landgraf Ludwig, Biſchoff zu Muͤnſter. Das Vhrwerck iſt von lau⸗ ter Hoitz, deßgleichen nicht in Heſſen zu ſehen, un Luſtgarten iſt die Waſſerkunſt im Gießhauß, dardurch das Waſſer aus der Loͤhn kuͤnſlich hinauff getrieben wird, In der Statt iſt auf dem Marckt fuͤr⸗ nemblich das Rathhauß zu ſehen, welches in Anno 15712. im Anfang deß Lentzens zu bawen augefangen, vnd iſt nas Vhrwerck dartunen Anno 1581. verbeſſert vnnd er⸗ groͤſſert worden. Das ſchoͤne Vorwerck zum Schwanen hat ebgedachter Landgraf Ludwig angeordnet; Es haben ſich allhte viel ſonderbare Sachen zugetragen, wie dann auch oben allbereit davon etwas ge⸗ meldet worden. Wir wollen allein noch zum Beſchluß folgendes gedencken, als, daß Anno 1261. vnd 1311. Marpurg gantz ausgebrant werden. Im Jahr 1527. den 23. Januarij hat Landgraf Philps mit den gelehrtiſten der Ordens Perſonen eine lerman Kirchner 8 Zal al 1 ZerLile,— 2 A 4 Linan. Hueuhekiles Balthaſar Menzerus, Buderredung von der Religton halten R HPra/ OtholreC 8 e Nſarririſe 3 3 lus, Antonſus Matthæus, laſſen, welches auch iin vorigen Jahr zu Antonius Neſenus, Helfricus Ulricus Hun- Homberg in Heſſen mit Bruder Niclas ius, Conradus RAhmanme DAaſ l achmannus Pocca, vnd viel von Herborn der Zett Guardian zu Mar⸗ andere vornehme Leuthe ſeithero mehr, ge⸗ purg„ vnd andern Geiſtlichen beſchehen, ſtalt dann noch auff den heutigen Tag auf deren der hochloͤbliche Fürſt beygewohnet, der Vnltverſitaͤt Marpurg bey der Thed⸗ ſie ſelbſt Perſöhnlich angeredt, vnd eines logiſchen Facultet ſich befinden, Jaltos eſſeru berichten laſſen, durch zhren Theol. Fewerborn, Meno Hannekenius, uund Franc, Lambertum, welcher ſolchen Syno⸗ Johann Henrich Tonſor, alle der Heil. Schrifft Doctores, bey der Juriſten Fa⸗ cultet, Juſtus Synold genannt Schüt dum beſchrieben. „ Im Jahr 1529. ward allhie ein Collo- Johann Breidenbach, Johann Walter, Juium vnnd Vnderredung vom heiligen Johaun Kornman, Gregorius Tulßner, alle der Rechten Dockores, bey der Medi- ca Facultate, D. Johann Dantel Horſt, D. Johannes Tileman, bey der Philoſos phiſchen, Caſpar Ebel, Johann Conrad Dieterich, Jacob le Bleu, David Chri- Weiter iſt allhter inſonderheit zu ſehen, die Fuͤrſtliche Reſidentz, das Schloß welches im Jahr 1489. von Landgraf ſtiani. Abendmahl gehalten. Im Jahr 1527. iſt die Hohe Schul angerichtet worden der erſte Rector war renunciirt Johann Ferra- rius, buͤrtig von der Omelburg, daher er ſich Montanum genennt, vud geſchahe ſol⸗ ches in beyſeyn deß Heſſiſchen Canhlers Johann Freyens, vnd der newen Profeſſo- rum, nemblich, Franc. Lamberti von Avi- nion auß Franckreich, M. Adami Cratonis Wilhelm dem juͤngern, mit einem newwven Superinrendentis, Ericii Cordi, Medici, Saal, vnnd im Jahr 1591. von Landgraf Herm. Buſchij, Poetæ, Sebaſtiani Nuzeni Ludwigen, dem aͤltern, auffs allerbeſte init Back⸗und Braw Haͤuſern, darneben auch ſampt einer bri Ferrarij zu Marpurg 1558. getruckt, anſehnlich vnnd iſt von dieſem vnnd andern ihren Die Cae Nachkommen, die Dugſburglſch Confeſ⸗ mit einem feinen Zeughauß, Fürſtlichen Cantzley darunder, ernewert vnd gebeſſert worden. Hebræi, vnd Johannis Loniceri, Græci, wel⸗ cher ſolches gedencket in der Oratione Fune- ſion 106 Beſchreibung der vornehmbſten Orth ſton fortgepflantzet worden, biß daß bey Landgraf Moritzens Regierung, im Jahr 1605. die Religtons⸗Enderung ſich erho⸗ ben, vnnd ſeynd die der vngeanderten Ang⸗ ſpurgiſchen Confeſſion zugethane Herrn Profeſſores folgends gen Gieſſen gezogen. Als aber Anno 1623. den 1. Aprilis nach achtzehen Järiger litis pendentz der Aus⸗ ſpruch und die Endvrtheil wegen der Mar⸗ purgiſchen Succeſſion zu Regenſpurg er⸗ folgt, vnnd An. 24. zur Exccution gelangt: So iſt darauff im Jahr 1625. den 3. Innij, die Hohe Schul allhie, von Herru Landgraf Ludwigen dem jungern zu Heſſen, Darm⸗ ſtattiſcher Lint, regierendemn Lands⸗Fuͤr⸗ ſten, beſtelt, vnd ſeyn die Herrn Profeſſo- res von Gteſſen wider hieher gebracht, vnd D. Balthaſar Mentzerus zum Rectore Magnifico, vnd wegen deſſen Leibs Vn⸗ bekommen, darneben ſich verbunden, bey Ihrer Kaͤyſerl. Mayeſt. entweder newe Pri⸗ vilegia zu einer Vntverſitaͤt, oder Hohen⸗ Schul, im Nider⸗Fuͤrſtenthumb Heſſen, oder die Translation der Gteſſiſchen, fuͤr die Caſſeliſche Lint, ohne derſelben Vnko⸗ ſten, zu wegen zubringen, oder, wo es nicht zu erhalten, darfuͤr zehen tauſend fl. zu be⸗ zahlen. Was aber die Vniverſitaͤts Gü⸗ ter, vnnd Gefaͤlle, ſo in 2. gleiche Theil zu theilen: Item die Beſtellung des Hoffge⸗ richts allhie zu Marpurg, und anders mehr, beyde Linien Caſſeliſch⸗ und Darmſtattl⸗ ſche anbetreffend, belangen thaͤte, ſo Kynd davon abſonderliche Puncten auffgeſetzet worden; wie hievon, vnd was ſich ferners darauff begeben, in dem tom. I. Theatri bu- ropæi Meriani tol. 1 13 5.& ſeqq. von andern hieobſtehenden Sachen aber als die Be⸗ paͤßlichkelt D. Helfricus Ulricus Hunnius ſchreibung deß Fluſſes Loͤhn, oder Lani, in zum bro-RKectore angcordnet worden, vnnd die Vnnverſitaͤt wider in Auffneh⸗ den Inttirut. Orator. D. Conradi Diererici pag. 61. die Epitaphia zu Marpurg in den men kommen, vnd haben folgends Anno 1622. die zween regterende Fürſten, in dem Fuͤrſtlichen Sampthauß Heſſen, benant⸗ lich Herr L. Wilhelm zu Caſſel, vnd Herr L. Georg zu Heſſen Darmſtatt, ſich gaͤntz⸗ lich vnd allerdings verglichen, vnnd zwar auff Kaͤyſerliche Confirmation, welche hernach mit Rath vnnd aſlens deß Chur⸗ fuͤrſtlichen Collegij, auch aller deß heiligen Reichs Creyß Außſchretbender, ſo dann die Wuͤrde Reichs deputierter Staͤnde ha⸗ bender Fuͤrſten, ſonderlich auch der Erb⸗ verbruͤderten vnd Erbvereinigten Chur⸗ vnd Fuͤrſtlichen Haͤuſſer, Saͤchſen vnnd Brandenburg, vnd anderer mehr Fuͤrſten, in vim ſanctionis pragmaticæ erfolgt. Wel⸗ cher geſtalt aber ſolcher Vertag hernacher im Jahr 1628. den 27. Martij, in dem güldenen Schloß Saal zu Caſſel, von bey⸗ den Fürſtlichen Theilen, bethewert vnd beſchworen worden, daruͤber hat ein No- rarius zu Caſſel, Namens Daniel Ave⸗ mann, ein offenes Inſtrument auffgerich tet, welches zu Marpurg durch den Truck publiciret worden: Krackt welchen Ver⸗ gleichs die Fuͤrſtliche Heſſen⸗ Darmſtaͤt⸗ tiſche Lint, vnder anderm die Statt Mar⸗ purg, Item die Vniverſitaͤt, deren Jura, Privilegia, Auffſicht, Verwaltung, Vni⸗ verſitaͤts Gebaͤw/ ꝛc. vnd zwar Erblich delicijs ltinerum Nathanis Chytræi p. 9 30. & ſeqq—. vnd die Beſchretbung der Statt ſelbſten, auſſer den bevor angezogenen Au⸗ thorn, beym C. Ens in delic. apodem. pag. 205. D. Bertio lib. 3. Commentar. Rerum Hadamario, in ſchol. ad progymnaſ. Aph- thonij, p. 13 1. b. ſeqq. ed. Lugdun, welcher geſtalt aber, die von Gieſſen hieher trans⸗ fertrte Bntverſitaͤt, vom Herrn Land graf Georgen, Au. 1650. wider nacher Gleſſen verſetzt worden, oben bey Gleſſen; zu leſen. Auno 1640. haben ſich die Frantzoſen, vnd von Hertzog Bernharden zu Sachſen alſo genannte Weymariſchen Kriegsvöl⸗ cker allhie: Item un Huͤttenberg, vnd der Orten anfangs gar feindſelig, hernach aber etwas geliuder erzeiget. In der Franck⸗ furtiſchen Herbſt⸗ Relation deß 1644. Jahrs, ſtehet zu ende, oder am 96. Blat, daß Herr Landgraf Georg Anordnung gethan, daß die Adeliche Pxercitia, als in Matheſi, frembden Spraachen, Reiten, Fechten, Tantzen, vnnd dergleichen, vmb gar leydenliche honoraria, zu Marpurg augerichtet worden, vnd im Schwang ge⸗ hen. Da auch benebenſt etlichen jungen Fuͤrſtlichen Perſonen ſich neun Grafen befunden. Im Jahr 1646. hat Herrn Landgraff Wilhelms Germ. vund inſonderheit beym R. Lorichio nne g faln K der uß mahte des ia ſſſe Dares tiſc ſabe— riſ c, En Na SuGf he nzu kS Crſſn gt, mnom Sr a , t pde gert a hn lb e tat ine den 1,vor S Nuez, iheg, 54 1 ln Be ,E den Nom m 1 A her * edg tKäh u M a zu einzen ſa nftln ſac Uwegen. 8427 cf 1 4 dalten dnie 1. M. d 21 8 adſo onderlch . wadt V ſ df Fu Ai Dind underhen z0, m ſch 1 1lIl. P. 131. b.legg.† I. aber, die erng 1 Vni erſität, oh 2n 1, An. 1650. e worden, ähnt 2 740 ha ben G' n Hectog Betd n. naunte Weons n hie: Jeming 11 in aagégarfeu I gel dl tſ 1 ar Landgra, 13, daß die? Aalg umhaag 2* Tuhin 4 8 de rſct rner⸗ 1 rauch end 5 Pe rond ¹2 T . 1 3) ohr 1646 2* in Heſſen vnd den bet ſachbarten d nden. Wilhelms hinderlaſſen Fraw Wittib, malia Elt ſabeth, gebor S naw Müntzenberg ſten ühns vñ Lands meiſtentheils bemaͤch⸗ ier. dieſe de Karpurg erſt raffin zu Sa alt verfall en S „ſich des Ober⸗ ure ſenberg 107 A⸗* Ein Meyl Wegs von dieſer Statt iſt ein chlo zu ſehen, ſo Fraw⸗ wi 19 98* 1 nt„ von des jen: Vr⸗ ſrnng, dad 1ete es erß ſret worden nichis gelegene Haupiſtadt bewuſt iſt. lich, vnnd folgends den 16. etlich Meyl gs Jan narijbeſagten 46. Jahrs, das Schloß gnus ein Schio loß vnd 0 8 ſin dein Burgwald ſo lang iſt, Carolus Ma- Beſtung wlder die unt t hefftigem Cane iren vnd F werwerf. Sach ſen gebaut haben, wie Speculum Hi- fen, jel doch durch Accord, occupirt, darauff un. Monat Junto beſagten Jahrs die Haupt⸗Arineen beyder in Teutſchland ſtoriarum meldet, auff einem Ber rg, ſo von dein Abgort ſoll Caſtori⸗ sberg ſeyn ge⸗ nannt worden, den manhernach den Chrt⸗ Titnder Pariheyen, derend le Kaͤyſ. vnd ſenberg g genannt, welchen R mien er an⸗ Chur⸗ Bayertſchen Reichs Armada vl ber noch hat. die 30000. Mann, die Schwediſche vnd Nider⸗ Heſſiſche auch auff die 20000. ſich in 8 was Verderbnuß deß Lands, 6 ohnſchwer— Heſſenland bey Kt trchhain gezogen. zu erachten. Wegen obgemel berga b beſagten Schloſſes iſt der Oberheſſiſch, o⸗ der Darmſtaͤttiſche Commendant, auff demſelben, Obriſter Lieutenant Chriſtian Wulich„ein Mann von 70. Jahren, her⸗ nach zu Gieſſen enth auptet wor den. Es ha ben Zwar die Kaͤ ayſeriſch hen Anno 1647. mn Chriſtmonat, die Statt bel agert, vnd e agenommen, auch dieſelbe, biß auff die Kirch, gepluͤndert, Aazyro † KS Burger init bhinwe 1 ter V 1 eg genonnnen alle Wer⸗ cte vinb die St tt eingeriſſen, und die 4⸗ Thürne, an den 4. Thoren, geſprengt;— aber, vor dem Schloß, muſten Sie, den 23. Decembris, alten Cal. vnverrichter Po S achen, wieder abziehen; nachdem Sle zuvor, in der Belaͤgerung, den General Wa⸗ ncht teiſter Reichen, einen, in Befeſti⸗ gungen der Plaͤtze, trefflich erfahrnen Mann, verlohren hatten. Hier rauff nun iſt, der oben im Eingang vermeldte Ver⸗ gleich, zwiſchen beyden Fürſtlichen Li⸗ nten, Caſſel, vnnd Darmtant, tin Aprt⸗ len, deß Jahrs 1643. erfolgt, dardurch Marpurg der Caſſeliſchen Lü unt verblie⸗ ben; auſſer, daß die Vntverſitaͤt beeder Li⸗ nien hette ſeyn ſollen: wiewol, wie oben ge⸗ melt, nichts deſto weniger ſo viel namlich Darin ſtatt anbela agt⸗ dieſelbe, von dan⸗ nen, nacher Gieſſen, im Jahr 1650. trans⸗ ferirt; hergegen allhte zu Marpurg, An⸗ no 1673. durch Herrn Landgraf Wilhel⸗ men, den Sechſten, zu Heſſen Caſſel, die Vniverſitaͤt, mit loſelſe Solennttaͤt, wie⸗ der au fggerichtet, vnd gleich Anfangs mit deßgleichen etli che Mengershauſen, ◻ Oer Mengeriughauſen, von theils — auch M. ederöhatr genannt, iſt ein luſtiges Staͤttlein, ſampt einem kleinen Schloß, in der Graffſchafft Waldeck ge⸗ legen, darbey ſich zu deß Dilichtj Zeiten, wieer am 132. Blat ſchreibet, ein Kupffer⸗ Bergwerck herfuͤr gethan. Nahe bey die⸗ ſem Staͤttlein ſiehet man auff einer Hoͤhe das Graͤffliche vnd ſchoͤn erbawene Hauß Arolfen, vor einem Walde, vnd dann beſ⸗ ſer fortan das Hauß Wetterburg. Anno 1639. hat der Heſſen⸗Caſſeliſch Obriſte Geiſe, im Mayen, dieſe Statt Meugerinshauſen, durch ein Kriegsliſt etnbekommen, vnd derſelben, wie auch Coͤr⸗ bach, vnd andern Waldecktſchen Staͤtten Volck eingelegt. Mengerskirchen. EIn kleines Staͤttlein, ligt zwo Meylen von Haͤger, vnnd ein halbe Meyl von Driedorff, auff dem Weſterwald, vnd iſt Graͤfflich Naſſauiſch. Hat ein kleines Schloß, vnd Behauſung. Merxrhauſen. EIn halbe Meil von dem Chur Maͤyn⸗ tziſchen Staͤttlein Numburg, in Nider⸗ Heſſen gelegen, iſt eines der vier hohen Ho⸗ ſpitalen in Heſſen, darinnen vber vier hun⸗ dert Weibs⸗ Perſonen vom Herrn Land⸗ raffen⸗ vor dem jetzigen Krieg, ſeyn ere halten worden. Vnd weiln ein außbuͤndi⸗ ger Steinbruch bey dieſem Cloſter, oder Hoſpital, ſo ſeynd die Gebaͤw von ſchoͤnen gehauenen Quadern auffgefuͤhret, vnd ſon⸗ ſten auch die Buͤtten im Braͤwhauſe von 12. Hr ellotidu verſehen worden iſt, ꝛc. dergleichen Sreinen ugerſchlet ij Milſune —y—-x‧* — der aber ſetzt es in das nachfolgende Jahr. 108 Beſchreibung der vornembſten Orth Milſungen/ Melſungen. ODer Milſingen, iſt ein luſtige, wiewol kleine Statt vnd Schloß, an der Ful⸗ da, im Nlͤern Fuͤrſtenthumb Heſſen ge⸗ legen, davon in einer geſchrtebenen Thuͤ⸗ ringiſchen Chronte ſtehet, daß, zu den Zei⸗ ten Kayſer Heinrichs deß Sechſten, Land⸗ graf Hermann in Thuͤringen, dem Bi⸗ ſchoff von Maͤyntz Melſungen abgewon⸗ nen, vnd beſetzt habe. Vnd hat ſolches Be⸗ cherer in ſeiner Thuͤrtngiſchen Chronic p. 253. geſetzt auff das Jahr 1192. Z. Rtvan⸗ Daher das Ereoſtichon: Pax venit ex fatis: jungor Milſungia Cattis. Vnd iſt alſo Milſungen durch ein Ver⸗ trag, welchen die Aebbte zu Fulda vnnd Hirſchfeld machten, an Heſſen kommen. Die Limpurgtſche Chronic meinet am 42. Blat, daß Maͤyntz, Braunſchweig, vnnd Meiſſen, in dem Krieg, den dieſe Fuͤrſten, mit dem Landgraffen in Heſſen, führten, An. 1388. den Niderſtein gewonnen, Gu⸗ denſperg verbrannt, Rodenburg, vnnd Muͤlſingen, erobert haben. Aber die Fran⸗ ckenbergiſche Chronte ziehet, am 49. Blat, die Abbrennung Guttenſperg, vnnd Ero berung Nideſtein, Milſungen, Rotenberg, Eſchwee, vnd Sontra, in das 1385. Jahr. Das Fuͤrſtliche Heſſiſche Hauß allhte, hat Landgraf Wilhelm der aͤltere im Jahr 1550. biß auffs 54. von newem zugerich⸗ tet. An. 15 56. ward das jetztge Rathhauß; vnd Anno 1596. die Steinerne Bruck v⸗ ber die Fulda, durch Huͤlff Landgraf Mo⸗ ritzen zu Caſſel gantz außgebauet. Es ligt Milſungen drey Meilen von Caſſel: das Ampt aber vmbher, zu beyden Seyten der Fulda, eine Meyl von Spangenberg, vnd begreifft in ſich jenſeits die andere Helffte deß Riedforſts, welches einer der groͤſten Waͤlde, vnd Wildbanen in Heſſen iſt, da rinnen es auch dieſes Ampts ſehr ſtattliche Baͤche hat. Belangend inſonderheit das Schloß, iſt ſolches zimblich alt, doch gantz von Steinen, vier Wanderungen hoch auffgefuͤhret, darinnen 4. groſſe Fuͤrſtlt⸗ che Saͤle vber einander, vnnd die Gema⸗ cher, welche ſehr hoch, auch theils ziemb⸗ lich groß, zu beyden Seiten der Saͤle, ligen. Oſtenwerts gegen der Fulda iſt der Hof mit einer geringen Mauer geſchloſſen, die andere beyde ſeyten aber gegen der Statt, vnnd Baumgarten, ſind(wiewol in kei⸗ ner gewiſſen Formb) mit einem Mar⸗ ſtall, Renthofe, vnd andern Gebaͤuen, zu⸗ gemacht, vnd der Hof iſt langlecht, vnnd nicht gantz geſchloſſen, ſondern hat daſelbſt. eine Durchfahrt, auß dem Schloß, gleich nach dem Garten, vnnd der Landffraſſe von der Statt, maſſen das Schloß auff der Ringmauren ligt. Vnd weil der Ort ſehr bergicht, hat es kein ſonderlich Außſe⸗ hen. Die Statt iſt nicht groß, aber von ziemblichen ſtarcken Gaſſen, vnd ſchoͤnen hohen von Holtz auffgeführten Haͤufern, inmaſſen dieſe Statt, vor allen andern, lin gantzeen Lande, einen groſſen Vorthell hat, indem Ihr ein groß Stuͤck Waldes, der Schoͤnberg genannt, darinnen etne vo berfluͤſſige Menge ſehr ſtarcken vnnd ſtra⸗ cken Eichenholtzes ſtehet, eygenthumblt⸗ chen gehoͤrig, daher auch alle im Holtz ar⸗ beitende Handwercker, als, Zimmerleut, Schreiner, Faßbender, ꝛc. dieſes Orts ſehr im Schwang gehen, vnnd zu Schiff, vnd Floͤſſen die Fulda hinab auff Caſſell gefuͤhret werden. Bey dteſer Statt hat es eine ſehr ſchoͤne lange in ſechs Schwie⸗ bogen beſtehende ſtetnerne Brucken, vber welche ein vornehme Landſtraſſe gehet, vnd daher ein ſtarcker Zoll erhaben wird. Vnderhalb Milſungen hat es auch eine hoͤltzerne Brugge, ſo die Landſtraß von Caſſel iſt, bey dem Dorff Rörenfurt(o⸗ der Rurfurt.) Das Ampt iſt nicht ſon⸗ derlich groß, beſtehet ohngefehr in fuͤnſſ⸗ zehen Doͤrffern, ohne die Adelichen; iſt auch nicht von groſſem Fruchtwachs, ſondern mehrerthells Wald, daher Forſt: vnd Maſtgelt die beſten Einkommen ſeyn. Vnnd hat es im gantzen Landt ſo hohes, ſtrackes, vnd dickes Eichenholtz nicht, als in dieſem Ampt, vnd im Ellenbacher Forſt, Ampts Rotenberg, da es auch die ſchoͤne⸗ ſten Dannen zuweilen vbertrifft. Hinterm Erlesberge, gegen dem Hof Fahra, hat ſich auch noch vor wenig Jahren ein Steinkohlen Vergwerck befunden, vnnd dagegen vber, jenſeit der Fulda, am V⸗ fer, vnterm Wildsberge, ein anmuthiger Sauerbrunne. So ligt in dieſem Ampt, in einem abſonderlichen Bezirck, zwiſchen der Fulda, vnd Eder, an der Fulda, das groſſe N X 11)77phg I N ſyſh. ena WWo N —— N lthehe , d42 A ſſen d Funl un. 6 ₰ ASG 9 ſo wenn SeIeKAANA HA (ſdchende ſteln zunn 1 Ap 6* 14 etn vornchmt a. 4ʃ 8 4 1 H 7 der ei ſtarcket 9 h W⸗ ul! Munge 1 Brugge, a dey dem 1 z270 rfurt.) Das— dioß, beſtehetact ſern, obnstate! von GrG r Janbt,ond D 9 4, 16) Notanberg, G den zuwellet?G. , N, gegen 41 ſſe 2 noch M 120 4ℳ rnddickts E 13 i 77 7, — T R * vtte — —— — , 7ℳ 9 3 151 llo 8 5 A Nnd I d W 8 rden un! ud din W der us kell tſt, m we meinth s, *Gelt ern llte uß Gebop ſtal cermge zer löronoc eder edertN iche n blh,n V tlb e ling dgen Ard gar an ebn:Fl tlchr eſch un du Clo lſcerimn ein aufnt and Meurand n C Keerma 6, mmaght es ir atsns ürg Ktell ga s vn nann d. der, Kn'm Ber uſen imn lem zuſe P ſir in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 109 groſſe weit vmbfangene Cloſter Breyde⸗ altes Stammhauß der Grafen von Min⸗ nau, vnnd gegen vber auch ander Fulda, tzenberg, welcher Stamm mit Vlrico im das Dorff Gurhain. Dieſes Cloſter hat Jahr 1250. abgangen, onnd haben nach in ſeinem Vmbfang zehen gewohaliche röͤdlichem Hintritt dleſes letzteren Herren⸗ Maͤßgaͤrten weniger, oder mehr, als die Hanaw, Falckenſtein, Weinsberg, Pap⸗ Statt Milſungen, wtewol dleſelbe auch penheim, Schonburg, als an ſolche dle der gar kleineſten Staͤttlein keine iſt. In Toͤchter kommen, ſich aller Muͤntzenber⸗ dieſem Kloſter hat es eine alte vberauß do⸗ giſchen Landſchafft, als Erben angemaſ⸗ he von Quaderſtucken auffgefuͤhrte Kire ſet. Die Herrn von Falckenſtein haben das che, ſo nunmehr, weil Ste etwas baufel⸗ Schloß in Beſitz genommen. Hat jetzt lig, mtt etlichen Boden, vnd vielen Saͤu fuͤnff Herren; dann es 1. Mayntziſch, oder jen, durchbauet iſt, darauff die daſelbſt Koͤnigſteiniſch; 2. Hanautſch; 3. Solms⸗ fallende ſtareke Fruchteinkunfften geſchüͤt⸗ Laubaͤchiſch; 4. Lichiſch; vnd 5. Gretffen⸗ tet werden, an deren ſtatt, gegen vber, ſteiniſch iſt. Von dieſem Ort, ſeyn die doch in der Ringmauern, eine andere Graven von Hanau bey Franckfurt, neue, der Gemeind genugſame Kirche, er⸗ bauet iſt, in welcher Ringmauern nicht allein ein altes, wiewol hoͤltzernes, doch mit Gemaͤchern ziemblich verſehenes Fuͤrſtliches Hauß, wte auch noch viel an⸗ dere Gebaͤu geſtanden, ſo aber An. 1640. in abermahliger feindlicher Verheerung, abgebrant worden, vnnd wenig mehr, als die beyden Kirchen, vnd das Pfarrhauß, ſtehen blieben. Bmb das Cloſter, doch in⸗ nerhalb der Ringmauren, hat es einen ſchoͤnen Weingarten, darauß bey guten zum Vnderſcheid deren bey Straßburg, die Graven von Hanau, Mintzenberg, ge⸗ nannt worden; wiewol Ste einerley Ge⸗ ſchlechts geweſen; vnnd dieſe zu Mintzen⸗ berg, als Ste, vor wenig Jahren abgeſtor⸗ ben, die bey Straßburg geerbet haben. Naſſaw. SAvon oben im Eingang geſagt wor⸗ den iſt. Vnd heiſt ſo viel als ein Naſſe Aw, Land oder Bezirck: Wiewol theils vermeinen, daß Naſua, deß Cimberũ Jahren etzliche Fuder Weins, vnnd zwar Bruder, deſſen Julius Cæſar gedencket, ziemblichen Geſchmacks, erzogen werden V allbereit von den Naſſauern den Nahmen können. Das Cloſter hat ſonſt etn ſchoͤnes gehabt habe: Welches man aber auff ſich Außſehen auff einer Seyten auf dte Ful⸗ beruhenlaͤſt. Es ligt Naſſau von Haͤger da, auff der andern in eine ſchone ebene ſechs, vnd von Dietz 2. Meylen. Vnd der Ederwarts, vnd Jenſelt derſelben an Nord⸗Oſten an der rechten Hand, oder ein anmuthiges in die Ferne ſich jmmer ere Seiten, der Loͤhn, vnd wird mit einer von hoͤhendes Gebuͤrg. Nicht gar ein halb zehen Bogen gewoͤlbter ſchoͤnen Bruͤcken, viertheil Wegs vnter der Breydenau flieſ⸗ an den hohen Berg, darauff das vhralte ſen dann die Eder vnd Fulda, zuſammen, weitberüͤhmte Stammhauß vnd Schloß allda man wegen deß vielen Schielffs, mit Naſſaw gelegen, gefuͤget. Was die Statt Aenten ſchieſſen, ſtattliche Luſt haben kan. anlangt, iſt dieſelbe in etwas mit Naſſau⸗ Oberhalb Breydenau macht die Fulda, Weilburg; aber das Schloß mit dem Naſ⸗ zwiſchen den Bergen, zwey wunderſeltza⸗ ſaͤu Vrantſchen, ꝛc. vnd dann auch mit dem ine groſſe Krummen, welchcs auch wun⸗ Naſſaw Weilburgiſchenꝛc Stamm, in derbarlich anzuſehen iſt. gaͤntzlicher Gemeinſchafft. Mitten andem Mi„ Berg ligt das Adeliche Hauß Stein, den 1 intzenberg. Junckern deſſelben alten Geſchlechts zu⸗ EIn Staͤttlein nahend Butzbach, in der ſtaͤndig. Vnd von dieſer Statt, vnnd Wetterau, an dem Gebuͤrge, die Hd⸗ Schloß, hat die vhralte Graffſchafft he genannt, welches vorweilen ein beſon; Naſſaw den Namen. Siehe Joan. Iexto- dere Herrſchafft, vnd vortrefflich Hauß; rem in der Naſſauiſchen Chronic. Es haben oder ein ſchoͤne Burg darbey geweſen; von die Herren Fuͤrſten, vnd Grafen von Naſ⸗ welchem Schloß noch zween Thuͤrn, aber ſau wegẽ jhrer vnderſchiedlichẽ Linten, auch verſtoͤrt vnnd verwuͤſtet, vbrig ſeyn. Ein vnderſchiedliche Reichs⸗Anſchlaͤge zum O iij Roͤmere ——— 110 Beſchreibung der vornembſten Orth Roͤmer, Zug, vnd Vnderhaltung des Erben; Mauritz Heturich, vnnd Johann Cammer⸗Gerichts zu Speyer; als Frantz Deſderatus, reſpective Fuͤrſten 1. Naſſau: Bredau, in dem Nioerlaͤnd. zu Naſſau, Hadamar, ond Stegen: Lud⸗ oder Burgund. Cratſſe, 20. zu Roß, 90. wig Heinrich, Fuͤrſt zu Naſſau, Graf zu zu Fuß, Monatlich, vnnd zuin Cammer⸗ Catzenelenbogen, Vianden, vnd Dietz, gericht Jaͤhrlich, 148. fl. Solle aber lan⸗ Herr zu Beylſtein: Wilhelm Friderich, ge Zeit nichts mehr zum Reich coutribmurt Fuͤrſt zu Naſſau, Grave zu Catzenelenbo⸗ worden ſeyn. gen, Vianden, Dietz, vnd Sptegelberg, 2. Naſſan Dillenberg, Im Weſtphaͤ⸗ Herr zu Beylſtein, vnd Licßfeld: vnd Jo⸗ liſchen Cratſſe, 10. 45. oder 300. fl. In der hann Morttz, Fürſt zu Naſſau, Graf zu Nuͤrenbergiſchen, wegen der Schwedt⸗Catzenelenbogen, Vianden, vnnd Dietz, ſchen Satisfaction Gelter, Anno 1650. deß Ritterlichen Johauiter⸗Ordens in der gemachten Repartition, iſt der Naſſau⸗ Marck, Sachſen, Pommern, vnd Wend⸗ Dillenbergiſche Anſchlag, in Sigen, Dul⸗ land, Meiſter, Herr zu Beylſtein. Son⸗ lenberg, vnnd Dietz, gethellet worden; obſſten ſeyn bey gedachtem Reichstag, von aber alle; Poſten den gedachten alten An⸗ den Herren Grafen von Naſſau, in der ſchlag erreichen? gidt die Summa für Perſon, vnnd durch Pottſchafft, erſchie⸗ 133. vnnd ein halben Monat, zu erkennen.(nen, Herr Johann, Graf zu Naſſau Zum Cammergericht ſetzet Doctor Be⸗ Sarbruͤcken, vnd Sarwerden, Herr zu ckers, in ſeiner synopſi ſ.] R. G.— 124. Lahr, Wißbaden vnd Jötſtein, oder Itz⸗ fl. Jaͤhrlich. ſtein(deſſen Herr Sohn, zu beſagtem Re⸗ 3. Naſſau Wißbaden, vnd Itzſtein, 2. genſpurg, ſeine Religion damalen geaͤn⸗ 10. zur Cammer z31. fl. 42. Kr. 4. Heller, dert hat) Ernſt Caſimir; Johann Ernſt den Thaler zu 69. K. gerait. Caſimir; vnnd Johann Ludwig, Gebrü⸗ 4. Naſſau Sarbruͤgg, vnnd Lohr s. der, vnnd Vettern, Graven zu Naſſau 30. oder 192. Gulden, darfuͤr Einer nur, Sarbrücken, vnnd Sarwerden, Herrn zu 144. Haüben hat. In der obgedachten Lahr, Wißbaden, vnd Itzſtein. Nuͤrnbergiſchen Kepartition, ſtehen 145. A., Guͤlden 36. Kr. dalon Naſſau Sarwer⸗ Neidenſte nl. den 80. vnd Naſſau Sarbruͤggen 65. fl. 36. Kr. zugerechnet worden. Zum Cam⸗ mergerichte ſolle Naſſan Sarbrocken, Sarwerden, vnd Lohr, wie ich gefunden, nach dem erhoͤchten Anſchlag, Jaͤhrlich 33. fl. 21. Kr. vnd 3, Heller, geben. 5. Naſſau Sarbruͤgg, vnnd Weilburg 6. zu Roß, vnd 30. zu Fuß. Zum Cam⸗ St ein vraltes kleines wolvermauer⸗ Dtes Staͤttlein in Nieder⸗Heſſen, vor dem langen Berge, einem hohen Gebür⸗ ge, bey welchem vor alten Zetten, auff ei⸗ nem ſpitzigen Berge, ein veſtes Schloß gelegen, welches, fampt dei Stättlein, vom Blſchoff zu Maͤyntz, Hertzog Ot⸗ — 2 ten zu Braunſchweig, vnnd Landgraf mergericht, wie ich abermals in einer ge⸗ Balthaſarn in Thuͤringen, gewonnen, ſchribnen Verzeichnuß geleſen, deß Jahrs vnd obel zugerichtet worden, davon auch 66. fl. 42. Kr. 3. Heller: Obgedachter D. oben bey Milſungen Anregung geſchehen. Beckers aber, hat nur z3. fl. Vnd dann 6. Naſſau Beylſtein,(ſo zum Churfuͤrſtlich Rheintſchen: Wißba⸗ den, Sarbruͤgg, vnd Weilburg aber, zum Ober Rheiniſchen Craiſſe, gehoͤrig.) 1. zu Roß, vnd 2. zu Fuß, oder Monatlich 20. fl. zum Cammergericht 7. nach dem alten, nach dem erhoͤchten Anſchlag aber, Jaͤhr⸗ lich 11. fl. 42. Kr. 5. Heller. b Bey nechſt⸗gehaltenem Reichs Tag zu Regenſpurg, ſeyn in dem Srſeea arh eingefuͤhrt worden, weyland Johann Lud⸗ wigen Fuͤrſten zu Naſſau, Hadamar, Es wird ein Wuͤſte dieſes Orts gezeiget, welche man Aldenborg nennet, darauff vor alten Zeiten eine Statt gelegen haben ſolle. Es wohnen in dieſer Gegend die Hunde ſo An. 1351. den Falckenſtein erbawet; J⸗ tein die Meiſenbuͤge, vnd etliche von Dal⸗ wig. Der letztermelten Vorfahren haben, an bemeltem Gebuͤrge die Schauwen⸗ urg/ ein veſtes Berghauß bewohnet, a⸗ ber nachmalen jhren Sitz herunder in das Dorff Hoff verruckt. Neukirch⸗ — n ' 1 de h- eſeee — ſ AWW RNNWVNN WE aſſſR. 1 „3öö“k)“ſſſͤ hhenree 8 1 9 N= 8 8 50 2 4 n 5 1 9 35 Kn Ss 1 G „ vand dact 6Gᷣ— etr Johana ſcken, vnd S bANA Olßhaden ber Tng, C 9 i Crhſt Cafem 4 AA 3 ttern 4 4 Citern,, * 1 AnnNG e e urn 40, Lulio llet „ N n iIn 4ʃ eln 1n 0 *V Porge* ; 1 nvor alt LT u ff aU dwe auae ctet 1 ongen 4 — ——— = S —— N ₰ — MGG —— 2 M Se 4 A. —N⸗ lll -——— 4. ₰ 11 16 8 92* 8rE ea aJ 9D 5— e unen NAe 3 j 3 1 1 4 8 s W 8 5 E & „ S N N X N 8 Sſh 4₰ Mo 4 A wn. K n ſn dt 1/0⸗ 4 1.0 0. 4 terme uch - bal ſche in bh alcte=s ich Fhauſ N oßte Sta Nrahes ftd Im(Fa zng ſmn. G ben Hoſes ſalte üch 1 ſch, ¹ b V ) 4 „ Rfla aſruͤt An Lr alz algesr ſavo⸗ ſaſo i: lxenh E præ opit ſtri dao hncog Neukirch. ES fleuſt durch die Graffſchafft Zlegen⸗ hain das Waſſer Schwalm, vnnd in daſſerb die Grenff, ein ſtarcker Bach; an welchem die Statt Neukirch ligt, in deren die Graffen von Ziegenhain, vorweilen, vnter anderm, ein Graͤfflich Schloß, vnd Sitz, gehabt, weiches doch nunmehr in Grund abgebrochen iſt. Es iſt dieſes Staͤtt⸗ lein vor dein naͤchſten Krieg, ziemblich er⸗ baut geweſen; aber, in deinſelben, gleich andern Staͤttlein im gantzen Lande, ver⸗ wuͤſtet, vnnd zum theil verbraunt worden. Hat ein Ampt, ſo, ohne die Adelichen, et⸗ wa in 3. oder 10. Doͤrffern, beſtehet; ſon⸗ ſten aber mit Fruchtwachs, Gehoͤltz, Wild⸗ bahn, vnd friſchen Waſſern, ziemblich verſehen iſt. Es hat dabey noch zwey ab⸗ ſonderliche Gerichte, als, Ottra, vnnd Roͤlßhauſen. Nidda. Schloß vnd Staut, ſo das Haupt in der — Graffſchafft dieſes Namens, davon oben im Eingang dieſes Tractas geſagt worden. Es haben vor Zeiten die Graffen allhie Hoff gehaiten. Jetzt iſt dieſer Orth Fuͤrſtlich Heßiſch⸗Darmſtattiſch. Die Nidda fleuſt voruͤber. Dein Hoſpital zu Nidda hat A. 1263. Ludwig Graf zu Ziegenhain, verkaufft Brungesrode, davon die Worte un Kauff⸗ brieff alſo lauten: Nos Ludovicus Comes de Zigenhain, prædium noſtrum infra li- mites oppidi noſtri in Nidde ſitum, quod Brungesrode nuncupatur, cum omnibus attinentiis ſive appendicibus ſuis, cultis vel incultis, ædificatis vel ædificandis, pi- ſcationibus, aucupationibus, nemoribus, pratis, paſcuis, aquis, rivis ductis vel du- cendis, pro XL. Marcis legalium denario- rum vendidimus& tradidimus titulo pro- prietatis in perpetuum dilectis fratribus in Chriſto, ſacræ domus hoſpitalis in Nidde. Aufß einer Glocken ſtehet: Laudo Deum verum, Satanam fugo, con- voco Clerum. Zu Nidda iſt geweſen der erſte Supe- rintendens Johannes Piſtorius, Patronus in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 111 pauperum& ornamentum Patriæ totiusque Germaniæ, wie ſein Grabſtein jhm das Lob gibt. Deſſen Landgraf Philips, der aͤlter, ſich in vielen angeſtelten Colloquiis ge⸗ braucht hat. Anno 1647. verſicherten ſich die Niederheßiſchen dieſes Orts. Ortenburg. Z Wiſchen der Graffſchafft Hanaw, vnd Nidda ligt in der Wetteraw, die Herre ſchafft, Staͤttlein, und Schloß Orten⸗ burg, ſo ein Gemein, oder Ganerben Orth, daran auch Iſenburg theilhat; vnd dann auch der Glauberg/ auff welchem vor Zeiten ein groſſe feſte Statt gelegen, ſo vom Land⸗Volck zerſtoͤret worden. Auß den Steinen derſelben ſind der Fleck Glau⸗ berg, das Cloſter Conradsdorff, vnnd an⸗ dere vmbligende Oerter erbauet worden. Im Jahr 136s. haben Adolff Johann vnd Gerlach, Grafen zu Naſſaw, Conrad Herr zu Trimperg, vnnd Conrad ſein Sohn, Conrad, Herr zu Weinsberg, vnd Eberhard, Herr zu Epſtein, ein Burg⸗ Frieden allhter auffgerichtet. Im Jahr 13839. verpfaͤndet Herr zu Epſtein, vnnd Gottfried, ſein Sohn, Herrn Johann von Iſenburg einen vierdten Theil an dem Schloß Ortenberg, an Burg vnd Statt.⸗ Pleſſe/ oder Pleß. EIn Hauß, vnnd Herſchafft, ein halbe — Meyl, vnderhalb Goͤttingen, an der Leina, zwar das Hauſe, oder Schloß,⸗ ziemlich weit von ſolchem Fluß, an einem Eck deß Waldes, auff einem ſehr hohen Berge, gelegen: Iſt ein Reichs Barona- tus, oder freye Herrſchafft, vnd daß Schloß von vnderſchledlichen ſehr alten Gebaͤuen, doch groſſen raums, vnnd mit allerley zu einem ſolchen Berghauß noͤthigen Gele⸗ genheiten wol verſehen; hat auch einen ſehr tieffen durch den Felſen gehauenen Brunnen, hohe Mauren vmbher, vnnd Oſtenwerts, gegen dem Wald, oder der ebene deß Bergs, einen tieffen in den Fel⸗ ſen gebrochenen Graben; Weſtenwerts aber, einen vberauß herrlichen fernen Pro⸗ ſpect, oder Außſehen, ins Land zu Heſſen, vnd Braunſchweig, zwiſchen der Weſer, vnnd Leina; da man eine groſſe menge Schloͤſſer, — — 5 112 Beſchreibung der vornembſten Orth Schloͤſſer, Staͤtte, vnnd Doͤrffer, zehlen kan. Vnd ſeyn auff dieſem Hauſe, zween ſehr hohe, vnnd dicke ſteinerne Thuͤrne, von welchen man ſich gewaltig wehren kan. An dieſem Pleſſer Schloß⸗VBerge, waͤchſet das Eiben⸗ Holtz ſehr haͤuffig vnd findet man deſſen in Heſſen nirgend, als am Boyneburgtſchen Schloßberge, vnd gegen Witzenhaunſen ein wentg, an einem Berge, der Badeſtein genannt. Bnderm Hauſe Pleß, im Dorff Ediggehauſen, ligt ein ſehr treffliches Vorwerck, wel⸗ ches, vom Schloß, mit dem Geſchuͤtz, der fendirt, vnnd frey gehalten werden kan. Sonſt hat dieſe Herrſchafft noch vnder⸗ ſchiedliche ſchoͤne Doͤrffer, ſonderlich an der Leyna den ſchoͤnen groſſen Flecken Boventen, welcher auch Statt gerech⸗ tigkeit hat; dartnnen etzliche ſtattliche Hoͤffe, vnd, vmb dieſen Flecken, wie auch das Dorff Angerſtein, einen ſehr treffli⸗ chen Fruchtwachs vund kan dieſe Herr ſchafft, die zwar einen geringen Bezick hat, in friedens Zeiten, an allerhand Ge⸗ faͤllen, etzliche vlel tauſendt Gulden Ren⸗ ten auffheben; hat auch ſeine ſtattliche Fo⸗ rellen⸗Baͤche, vnnd Teiche; ſonderlich zwiſchen Edtggehauſen, vnd Angerſtein, felſen, welcher vberall mit groſſen ſchat⸗ tlchten Eichbaͤumen vmbgeben, einen treff⸗ lichen ſtarcken klaren Brunnen, weicher mit einem groſſen Gerãuſch hervor bricht, vnd ſtattliche Forellen führet, auch ſo bald etzliche Mühlen treibet. Dieſer Brunn wird die Marienſpringe genannt. Die andere Doͤrffer zum Hauß Pleſſe gehoͤ⸗ rig, ligen zwiſchen den Pleßiſchen, vnnd Hardenbergiſchen Gehoͤltzen, vnd beiſſen Reyershauſen, Byllingshauſen, Span⸗ beck, vnnd Holtzeroda; bey welchen man auch noch einen groſſen Thurn, von ei⸗ ner Statt, oder Flecken, Moͤſeborn ge⸗ nannt, ſichet, ſo dabevor daſelbſten gele⸗ gen. Füͤrters, vnderhalb der Herrſchafft Pieß, an der Leyna, zwiſchen dein Hauſe Hardenberg, und dem Etſchfeldiſchen Staͤttiein Northen/ ngt das Cloſter Steine, auch bieſer Herrſchafft Pleß geho⸗ rig; dabey ein ſtattlicher Ackerbau. Nicht weniger, beſſer hinab, gegen der Statt Northeim vber, an der beſagten Leyna, ligt in einer ſehr anmuthigen, ond guten frucht⸗ baren Gegend, das Cloſter Hoͤckelheim⸗ allda die Herren zu Pleß ihre Begraͤbnuß gehabt; ſo aber Anno 1624. in dem Den⸗ nemaͤrckiſchen Kriegsweſen, mehrertheile eingeaͤſchert worden. Offtgedachtes Waſ⸗ ſer die Leina iſt zwar nit Schiffreich, doch ſehr tieff, vnnd eines weiten, oder langen Fluſſes, vnd ein Hauptſtrohmb deß Fuͤr⸗ ſtenthumbs Braunſchweig. Entſpringt auffm Eichs felde/ bey dem Hauß Ruͤſten⸗ borg; laufft foͤrters bey den Staͤtten Goͤt⸗ tingen, Northeim, Einbeck, Allfeld, Ha⸗ nover, hin, in die Aller, ſo Schiffreich, vnd endlich ſich in die Weſer ergeuſſet. Es iſt ein altes vnnd vornehmes Ge⸗ ſchlechte in Sachſen geweſen, die Herren zu Pleſſe genannt, von welchen die benach⸗ burte vom Adel, auch Buͤrger in Staͤtten, viel Prædia, Höfe vnd Guͤter Lehens wei⸗ ſe innen haben. Dieſes Geſchlecht iſt durch Abſterben Herrn Dieterichs deß Letzten erloſchen. Das letzie Theil ihrer Geburts⸗ Linien verhaͤlt ſich alſo:* Dieterich der Dritte. ——— angerſtein, Dleterich der Vierdt. Gotſchalck. findet man, vnder einen ſehr groſſen Stein⸗ 8 Wilhelm, aas. ————— Gotſchalck. Joh. Dieterich der Frantz fuͤnſtte ſtarb ſtarb 1571. ohne Kinder. Chriſtoff ſtarb vor dem Vatter 1767. Walpurga dieſes Tochter, ward zur Ehe genommen von Graf Frantzen zu Waldecken, Joanms Pii Sohne. Darnach als dieſe Herren zu Pleſſe alle mnit Todt abgangen, iſt die Herrſchafft init allen jhren Rechten vnd Gerechtigkei⸗ ten von Herrn Landgraf Wilhelmen zu Heſſen, als Lehen⸗Herren, eingezogen worden. Im Jahr 1582. nahm zur Ehe Walpurg, Frawlein von Pleſſe, die letzte jhres Stammes vnnd Nahmens, Frantz, Graf zu Waldeck. Beſagter der Zelt Furſtlich Nidern⸗ Heßiſchen Herrſchafft Pleß Monatlich einfacher Reichs⸗Anſchlag, in der Ma⸗ tricul, iſt 12, fl. vnnd, zu Baderhaltäeg 3 5 ſ V TpIIf 4 dn 1 6 ſes, vnd d0 h ad bum b6s 8 W en bee iſt ein alte t n tein Sachage rne bonn N taaar la 1) Hofe wh T una ben Dhſcg ben Herrn D r Uen. V ds lehie The lihe ſich qllo!“ Drrauchm. tic der Vierdt 4 4ns — lck Joh da fund 17 Chriſoff dem Valin dalpurgadiite — uunſan T zu Waldeckm, ruach ale dieſe Ht Codt dt abgangen, dren Rechteſ 1 dan Landge als Lehen h. 9 In Jahrtß alrg, Fuwanſ ag, — S * 2 8 8 A 7 NEuW dide 1 — M ₰— x ii ſul AMLI. AN. GGhn K MN‿ W Terum —— — —————— 5——— — REREIOHENBEEG([BERG ——ÿ ÿÿ A——— — 39— 4— 1—— — 24*—— 1 5 4 8 g', I AICIHIENMEG ſcten in linee n i2t Fig e ſ lſto 1 ar 66 tulne ißt , kaſb rulit. lt aF g jcre b ci= h. 29 Aul= be e& de mm. ſch CL 7I. in Bisa her 5,15 Es I Jr ag einee ſiſc twon krrhi Hl de hne nſchene and ungeleg e kyſe Vpyet 1 n Fan Kcheen an ſen 1 Nde. Kl . dih daf 2 Ia dd Na⸗ pbe Kacuft s ſß; ſcere ſ Iin ſt 1 dlesa ſo Nalee ſber — 1.- Aei g nes V am S g b b nele ne en in Heſſen vnd den be deß Cammergerichts zu Speyer/ nach dem alten 3. nach dem erhoͤchten Anſchlag aber 5. flor. Rauſchenberg. nachbarten Landen. 113 Vigilia beate Elyzabeth. Qui anno ejus- dem M. CC. LX X. incœpit conſtruere Ca- ſtrum Richenberg. Iſt nach Aſtatiſcher Form, ohne Dach, oben zu gewoͤlbt, vnnd mit zweyen hohen gleichfoͤrmigen Thuͤr⸗ LIgt in der Graffſchafft Ziegenhain, nicht ſonders wett von Ktrchhain, vor ei⸗ nem Waͤldlein, vnnd Berge, auff welchem ein luſtig Schloß zu ſehen. Vnd iſt ſte eine der aͤlteſten Staͤtt in dieſer Graffſchafft, deren Anno 1266. Graff Gottfried zu Zie⸗ genhain ein ſtattlichen Freyheits⸗ Brteff gegeben, vnnd vnter andern Privilegien ſpecialiter(Wie die wort lauten) duxit adjungendum, quod omni 1 g cives habent, noſtros cives in Ruſchenberg nos volumus vi- gere& gaudere. Acta ſunt hæc apud ſacum in R uſchenberg Anno Domini M. CC. LXVI.VIII. K. P. Junii. Dieſe Statt iſt von Brant der ſeert worden, 266.1 507. 1515. 1529. Es gibt da herumb ſchöne Fuͤrſtl. Jagten, daher auch auff beſagtem Berg ein Heßiſch Jagthauß iſt. Man hat von hinnen ins Dorff Gilſenberg 2. Meyl; von dannen man durch den Lowen⸗ ſteiniſchen Grundt, darinn der Fleck Geß⸗ burg gelegen, reyſet; daſelbſten der vorneh⸗ me Poet und Juriſt, Bernhardus Prætorius gebohren worden iſt. In dem 5. Theil deß Theatri Europæi ſtehet, daß deß Jahr 1646. Wolckersdorf, vnnd Rauſchenberg, an die Nieder⸗Heßi⸗ ſchen, auff diſcretton vbergangen; vnd da⸗ von das Schloß Rauſchenberg, der alten Heßiſchen Fuͤrſten luſtiges Jagdhauſe, von Ihnen zerſtoͤret worden ſeyn ſolle. Welches aber, ſonders zweiffels, ein an⸗ ders Rauſchenberg ſeyn wird. Reichenberg. burg Eſ 28A rſtl J get. Anno Domini M. CCC. X Wilhelmus Comes in Kazeneln zwiſchen Gemuͤnd, vnd Schoͤnſtet, vnd li jure, quod montis in Amene- St ein ſchoͤnes wolſituirtes Hauß auff einem Berg, welches vmb das Jahr Chriſti 1270. Wilhelmus III. Graff zu Catzenelenbogen erbawet hat: Davon eine alte Tafel im Schloß Rheinfelß alſo zeu⸗ XXI. obiit bogen in nen gezieret: Vnnd muß man wol drey⸗ mahl vmb den Berg geheu, gleich wie vmb einen Schnecken, ehe man hinauff kom⸗ mnet: Ligt auff einem Felſen, vnnd iſt altent⸗ halben vnden vndoben mit vielen gewoͤlb⸗ ten Gaͤngen verſehen. Wie ſichs aber an⸗ ſehen laͤſſet, ſo iſt der Baw allein halb vol⸗ lendet, denn auch der Graff daruͤber ver⸗ ſtorben iſt. An. 1639. kurtz vorm Antritt deß 1640. Jahrs als der Koͤnig Ludovi- A cus XIII. vnder dem Hertzogen von Lon- gueville, ſeine Armée, vnnd die von Hertzog Bernharden zu Sachſen, dabevor com⸗ mandirte Regimenter, die Weymariſche Voͤlſcker genant, bey Ober⸗Weſel vber Rhein gehen, vnd dieſelbe forters ſo lang tin Ober Fuͤrſtenthumb Heſſen einquartie⸗ ren lieſſe, biß mit denſelben deß Fuͤrſtlichen Hauſes Braunſchweig vnd die Nieder⸗ Heßiſche Armaden ſich conjungirten wur⸗ de ſtarck nach beſchehenen Vbergang deß Rheins ſich dieſes Hauſes Reichenberg be⸗ maͤchtiget/ daſſelbe ziemblich ſtarck beſetzet/ vnnd darauß die vmbligende, zur Ve pfle⸗ gung der Heſſen Darmbſtatttſchen Beſas tzung auff Rheinfelß gehoͤrtge Orth hart betrangt: Als aber Herrn Landgraff Geor⸗ gens zu Heſſen damaliger Commendant zu Rheinfelß ſich beſorgte, es moͤchte jhm groſſe Vngnad beySeiner Fuͤrſtlich. Gnad. Herrn Landgraff Georgen verurſachen, daß dieſer Platz ſo ſchlecht vbergangen war, iſt von jhme vnnd andern, deß Orths eine geſchwinde Reſolution ergriffen, vnd be⸗ ſagtes Hauß Reichenberg in einer Nacht, durch einen guten Offieirer von Guten⸗ felß, mit etlichen Knechten wider erobert worden, darüber dann der von den Wey⸗ mariſchen Voͤlckern darin gelegte Come mendant, ein Major, ſo dann ein Lieu⸗ tenant nebens verſchiedenen Soldaten todt blieben.. Reiffenberg. Stein feſtes Berghauß, ohngefehr eine Meyl wegs hinder Cronberg vnnd Koͤ⸗ nigſtein in der Wetteraw gelegen; gehoͤret den Frey⸗Herren ſolches Geſchlechts zu. P Vnden —— 114 Beſchreibung der Vnden im Thal gleich daran ligt der Fle⸗ cken, gleiches Namens. Vunfern hievon ligt das Schloß vnnd Staͤttlein Epſtein/ ſo halb Maͤyntziſch; wiewol die Herrſchafft Epſtein mehrers Landgraͤfftſch Heßiſch iſt. Es ligt das Schloß allhie zwiſchen hohen Felſen, vnnd wird nicht fern davon im Maͤynhiſchen Gebiet Etſen gegraben, vnnd zu nechſt bey Epſtein Oeſen darau gegoſſen. In der Franckenbergiſchen Chro⸗ nic ſtehet am 71. Blat, daß Auno Chriſti 1492. Landgraff Wilhelm zu Heſſen, die Graffſchafft Epſtein erblich an das Land zu Heſſen kaufft, vnd das Land eingenom⸗ men habe. An. 1646. den 27. Hornung iſt, durch eine Keyſerliche Parthey, dieſes Schloß Retffeuberg beſetzt worden. Anno 1647. als der Nider Heßiſche General Morrai- gae, die Statt Friedberg, den 1. Majt, ero⸗ bert, hat Ihme auch d Obriſt, ond bevelch⸗ tragende, auff d Burg daſelbſt zu Fried⸗ berg, namblich der Freyherr von Reiffen⸗ berg, dieſelbe auff dilcrerion vbergeben; der dann ſo lang im Arreſt geblieben, biß das gedachtes, mit ſeinen Knechten beſetztes, Schloß Relffenberg, den Nider Heßiſchen auch worden iſt. Es ſeyn aber, wie man ge⸗ ſchriebe, durch das ſchieſſen, etliche Gebaͤw, im Schloß, in den brand gerathen. Rens. EIn altes Staͤttleln, am Rheinſtrom, gegen Braubach vber; ſo von theils auch Reens, vnnd Reinſe geſchrieben, vnd vornembſten Orth Lonſtein, ſo Mayntziſch, Capell, o Trieriſch, obgedacht Braubach, ſo Heſſen zu Lehen von Chur⸗ Pfaltz traͤgt, nahend allhie gele⸗ gen; vnnd iſt das gemelte Staͤttlein Rens noch vor dem jetzigen Teutſchen Krieg, ein Heſſiſcher Pfandtſchilling von Chur Coͤlln geweſen, aber nunmehr abgeloͤſet. Mtt ſolcher Abloͤſung deß Staͤttleins ß Rhenſe, iſt es alſo hergangen: In Vorzei⸗ ten, benanntlich Anno 1445. die Jacobi Apoſtoli, hat der damahlige Churfuͤrſt vnd Ertzbiſchoff zu Coͤlln Dietericus, Graff Philipſen zu Catzenelenbogen, bemeltes Staͤttlein Rhenſe am Rhein vor nenn tau⸗ ſend Oberlaͤndiſche Rheiniſche Gülden pfaͤndtlich eingegeben vnd vberlaſſen. Den 1. Febr. An. 1627. aber iſt von damaligem Churfuͤrſten zu Coͤlln Herrn Ferdinando dem Füuͤrſtlichen Hauß Heſſen die Reluition vnd Abloͤſung beſagtes Staͤttleins Rhenſe ſolenniter denunciirt worden, darauff hat Herr Landgraff Georg mit der Fuͤrſtlt⸗ chen Caſſeliſchen Lint, vnnd andern Fuͤrſt⸗ lichen Herrn Angewandten, gebuͤhrliche Communication gepflogen, vnnd haben endlich Herr Landgraff Wilhelm, vnnd Herr Landgraff Georg, beyde regierende Fuͤrſten zu Heſſen, Caſſeliſcher vnd Oarm⸗ ſtattiſcher Lini, zu Darmſtatt den 21. Se⸗ ptembr. Anno 1627. ſich dergeſtalt verglie⸗ chen, vnd gegen den Herrn Churfuͤrſten zu Coͤlln vnder Fuͤrſtlichen Handen vnd Ste⸗ geln verbindtlich erklaͤret, wo fern von dem Feſto Jacobi deß 1627. Jahrs, biß auffs Feſtum Jacobi deß 1629. Jahrs von den Fuͤrſten zu Heſſen kein beſtaͤndiger Schein genennet wird. Es iſt daſelbſt ein Saur⸗ bronn, aber wegen deß wilden Waſſers, ſo vnd Beweiß wuͤrde vorbracht werden,(der⸗ gleichen ſich aber nach fleißigem ſo wol zu darein fleuſt, in geringer Achtung. Den Koͤnigſtul am Rhein, bey dieſem Staͤtt⸗ lein, oberhalb Coblentz, vnder den Nuß⸗ baumen gelegen, beſchreibet Michael Sachs im 4 Theil deß Chriſtlichen Zeit⸗ vertreibers, am 269. Blat. Vnnd daſelbſt haben die Churfurſten vor Zeiten pflegen zuſammen zu kommen, die Kaͤyſerliche Wahl fuͤrzunehmen, vnnd deß Reichs Sachen zu berathſchlagen. Iſt etwan ein herrlich Gebaͤw geweſen, aber jetzt ſehr zer⸗ fallen, vnd verwuͤſtet. Die vter Rheiniſche Churfuͤrſten haben nahend dabey jhreh Schloͤſſer, vnnd Staͤtte gehabt, da ſie zu Nachts haben ſicher ruhen koͤnen. Wie dañ Caſſel, als Darmbſtatt, beſchehenen Auff⸗ ſuchen in Archivis nicht befunden,) krafft deſſen erweißlich zu demonſtriren, daß die von Chur Coͤllen edirte Pfand Verſchrei⸗ bung geendet, daß alsdann deß Herrn Chur⸗Fuͤrſtens Loßkuͤndung, ohn Ein⸗ wendung einiger anderer exceptionen, vnd einrede ohnweigerlich Platz gegeben, vnnd das Staͤttlein gegen wuͤrcklich er Er⸗ legung deß Pfand⸗ Schilling reſtituirt werden ſolte, allermaſſen auch hernach al⸗ ſo im Werck ſelbſt erfolgt. Beſtehe Pre⸗ erum in notis ad P. de Andlo p. 166. a. item in tomo German. rer. Scriptorib. fol, 337. 427. 436.& part. 2. Origin, Palatin, Gap. 2. Güen; 0. M atn ſe banng C ſaclat mit mle.. NRl zarvchn ine hun ffel ees tatt Ann 12. hgenian ie A Mwm inn au Liff zein Baudt ſer Rchetih, das 1rd. wen un Cr al w Haß if Cw icos Adter. La tane eine nac ſüb lchr tozt cenc die wkare itde Wndn Frü badedr Wi — n a Deru 16 Kin ſog„ „„ 4 K dacht ans 17 NWn durgiaa 1 dand ſeheh g „ WAehe vot denſtaa ite ſteru Met Jfande 8 ſen aber! Maa ſdt 4, 172 tnad. 4 lt ſolche An id ſe 4.2 Rec h 1, lſt es aleen 1 ff 1. . Aanatc 8 li, h nt de 4 Oberlani n tlich angzan 1 r. An. 1u c ürſten u gu a Fuͤrſtlichenhaſg a be öſang brogn ai uter denuncinp aae Landgraf— Laſſeliſche Cu a6 Herrn Aagwa a nunicaroa gif a Herr Lanageif 7 Landgraf Gur a en zuheſſen Eaſt ſcher Lm,zu Da ai t. Anno 1öa ſic e vud gegendenhc 9 vnder Fürſtlicen in erbtudtüch ahin ic lacobi deß 16 8 n n lacob dj lu d en zu Heſſkkah d ewe ßwürdebarh H. en ſich aber 18- „als Daumbſtatt d 17 Du nich 1 erweßſtchzuce a Thur Clllenedirie gtelott daſ. n Fürſins Loſſl a Angemger aldi- 3 edrweigerlc * 1 9 Pfand“s 36 in Heſſen vnd andern benachbarten Landen. 115 cap. z. wie auch Limnæum de Jure Publi- Marmoren Kirchen, vnd einem herrlichen co Imperii Rom. lib. 2. cap. 3. num. 88. Luſtgarten, vnd ſonſt Fürſtlich. Gebäwen, Wañ dennach inzwiſchen deß Jahrs 162 9. vnd Gemachen, gezieret; vnd hat es darin⸗ die wuͤrckliche Erlegung deß Pfandſchil⸗ nen einen vortrefflichen Saal, in welchem lings, vom Herrn Churfuͤrſten zu Coͤlln;der gantzen Heßiſchen Rttterſchafft, bendes vnd hergegen die Keſtitution dieſes Stäͤtt⸗ der Adelichen eingebornen, vnnd außgeſeſ⸗ leins, vom Fuͤrſtlichen Hauſe Heſſen, ge⸗ ſenen Lehnſeutb, vnnd ¹taͤtte, Wappen zu ſchehen; So gehoͤrt daher dieſer Orth nicht ſehen, welche in hoͤltzern Formen geſchnit⸗ mehr hieher; ſondern zu der Oerter Be⸗ ten, vnd publicirt ſind An. 1625. von Wil⸗ ſchreibung deß Churfuͤrſtenthumbs Coͤlln; helm Weſſel, Buchtruckern zu Caſſel. Daß deſſen allhie, mit wenigem, gedacht were Ampt Roteuburg, ſo in die Caſſeliſche Re⸗ den ſollen. aterung gehoͤrig, wird in das Ober, vnnd Rotenburg. Niedere gechetlet; damit auch das Hauß Ludwigseck/ graͤntzet. An dem Gebuͤrg, EIn vornehme Statt in Nieder⸗Heſſen, gege Rotenvurg ligt das zerfallene Schloß nechſt Herßfeld, 4. Metlen von Caſſel, die erſte an der Fulda, ſo vff dertelben bey⸗ den Vfern, an einer lieblichen Aw, zwi⸗ ſchen hohen Bergen, gelegen: der Zeit deß Durchlaͤuchtigen, vnnd Hochgebohrnen Fuͤrſten, vnnd Herrn, Herrn Hermann, Landgraffens zu Heſſen, ꝛc. der Caſſeliſchen Lint, Hofflager Statt. Die eine Statt, darinn das Schloß, wel⸗ ches Anno 1212. vom Kayſer zerbrochen, wird genant die Alte Statt, die andere aber die Newſtatt; in welche Newſtatt dte Fuͤr⸗ ſten zu Heſſen ein vornehm Stifft gelegt. Der Baw ieſer Stiffts Kirchen, nemlich deß Theils, ſo das Chor in ſich haͤlt, iſt An⸗ no 137°.zu bawen angefangen wordenzdas Haußberg/ vnd hinder demſelben der Al⸗ heimer, ein vberauß hoher, vund ſpitziger Berg. Vnter Rotenburg ligt, auch an der Fulda, der Flecken Morſſen/ ſampt dem Cloſter zur Heyde/ bey welchem welſſe Alabaſter gefunden werden; von welchen gedachte Rotenburgiſche Kirch gezieret, auch die Fuͤrſtliche Epitaphia in der Kir⸗ chen zu Marpurg gemacht worden. Anno 1642. ſoll die Fulda allhte an dem alten Chriſtag z. Stundlang ſtill geſtanden ſeyn, welches auch vor der Zeit geſchehen iſt, als Anno 1148. zwiſchen kemer Zell vnd Ludermoͤnge, von 1. Vhr biß auff. das Waſſer verſchwunden, wte Valen. Mun⸗ andere Corpus aber, ſampt dem Thurn, Anno 1484. Hat gehabt einen Dechant, zwoͤlff Canonicos, oder Chor Herren, vnd vier Vicariten. Landgraff Pbtlipps der aͤl⸗ ter hat entlich einen Oechant, vnd Stiffts⸗ Caͤminerer daruͤber verordnet, vnd befoh⸗ len, daß hinfuͤro zwantzig abgelebte vnver⸗ moͤgliche Praͤdicanten jhr Lebenlang vn⸗ derhalten, vnd jedem in die ſechtzig Guͤlden 6 Geld vnnd Fruͤcht behandreicht werden olten. Landgraff Wilbelm der Vierdte hat An⸗ no 1574. zu Verbeſſerung der 20. Cano⸗ nicaten, oder Pfruͤnden, diß Stifft mit 300. Guͤlden an Geld, dreyzehen Viertel Weitzen, 86. Viertel Korns, vnd 17. Vier⸗ ter in der Fuldiſchen Chronic, zu Bern 1550. getruckt, fol. 137. a. bezeugt. Anno 1643. 1in Januar hat diß Waſſer groſſen Schaden allda gethan. Zu jetztgeſetzter iſt auch nachfolgende newe Beſchreibung zu thun, ſo alſo lautet: Rotenberg Schloß, Statt, vnd Ampt, iſt, nach Caſſel, die vornembſte Fürſtliche Reſidentz Statt, zu beyden ſeyten deß Ful⸗ daſtrohms gelegen, vnnd zwar das Schloß auff diſſett einwarts Landes, ſo gantz von Steinen viereckt zuſammen gebawet, im vmbfang groͤſſer, aber nicht ſo hoch als das zu Caſſel. Hat die menge Fuͤrſtlicher hoher anſehnlicher Gemaͤcher, Saͤle vnd derglei⸗ chen, worunter einer von ſolcher laͤnge, daß thel Habers, Jahrlicher beſtaͤndiger Ge⸗ faͤll, begabet. Die Statt ſelbſten iſt von fei⸗ nen Gebaͤwen, nach Gelegenheit deß Orths. Das Schloß hat vorgedachter Landgraff Wilhelm, biß auff ein klein An⸗ auſſer dem Prager Saal, keiner Ihm im Teutſchland, gleich ſtreichen wird, in wel⸗ chem alle deß Fuͤrſtenthumbs Heſſen, zuge⸗ hoͤriger, auch von demſelbigen Lehentragen⸗ der Graffen, Edelleut, wie auch der Staͤt⸗ theil, gantz ernewert, mit einer koſtbahren te Wappen, injhrer Ordnung, zu fiaoen, P ij vnnd 116 Beſchreibung der vornembſten Orth vnd iſt, vnter dieſem, ein ſchoͤner hoher Kel⸗/ wird; dagegen vber an der Fulda ein ſchoͤne ler von eben ſolcher laͤnge. Naͤchſt daran, hat es eine ſchoͤne liechte hohen Capellen, mehrentheils mit ſchoͤnen außgehawenen ſtuͤcken von Alabaſter außgearbeitet, inſon⸗ derheit der Predigſtul, vnnd Altar, von gantzem weiſſen Marmorſtuͤcken, außge⸗ zieret: die Kirche, oder Capell aber /iſt vber⸗ all voller, auff verguͤldetem Boden, ſchoͤ⸗ ner gemahleter, oder geſchriebener Geiſtli⸗ chen Spruͤchen; auch hat es dariun nicht allein ein feines bequemliches Fuͤrſtliches Zimmer, ſo man heitzen kan, alles vorge⸗ dachtem Zierat correſpondirend; ſondern auch eine ſchoͤne Orgel, mit einem von ſchwartzem Ebenholtz Principal Stim⸗ werck gehabt, welches aber, wie das gantze Hauß, von den leydigen Landsverwuͤ⸗ ſtern, ſehr verderbt worden. Vber dieſer Kirchen, ſo groß Sie vmbfangen, iſt wider ein ſchoͤner hoher vlereckichter Saal, vol⸗ ler ſtattlicher Spruͤche geſchrieben, vnnd mit vornehmen Gemaͤlden an der Buh⸗ nen, gezieret, deſſen Invention in lauter Triumphis der Heidntſchen gedichten Göt⸗ ter, ſampt jhrer geheimen Bedeutung, be⸗ ſtebet, nach welchen auch dieſes Gemach der Trlumph Saal genennet wird. Hinter dem Schloß hat es einen trefflichen ſchoͤ⸗ nen weit vmbfangenen Luſtgarten, nit ge⸗ hoͤrigen Huͤtten, vnd Springbrunnen, ale auch einen herrlichen Baumgarten, alles inein ſonderliche Ringmawer geſchloſſen, vnd mit einer abſonderlichen, hohen Maw⸗ ren vnterſchieden, vnnd ſonſt, mit allen an⸗ dern zur Hoffhaltung gehoͤrigen Gelegen⸗ heiten wol verſehen, vnd hat oben hinauß, an der Fulda, zwiſchen den Bergen hin, ge⸗ gen Bebra, ein ſchoͤnes anmutiges luſtiges Außſehen. Die Statt wird durch den Ful⸗ daſtrohm gethetlet, doch iſt das theil jenſeit deln Schloß nicht vmbmawret, vnnd wird die Newſtatt genannt, in welcher noch ein fein, wiewolnicht gantz von Stetnen auff⸗ geführtes Fuͤrſtliches Ambt Hauß iſt, vnd nicht weit davon eine ſchoͤne Schaͤfferey, vnd Zehent Scheuren. Bey dieſein Ampts⸗ gebaͤn in der Neuſtat, ſtehet die ſchoͤne weit, vnnd hohe Kirche, die Rotenbergtiſche Stiffts⸗Kirche genannt, welche jhre ab⸗ ſonderliche von den alten Fuͤrſten geſtiffte Einkommen hat, davon ein ziemlicher an⸗ theil deß Kirchendtenſts im Land erhalten von Steinen auffgefuͤhrte Muͤhle, in 5. Mablgaͤngen, vnnd einer Schlaag, Lohe: vnd Walckinuͤhlen, alle vnder einem Dach, beſtehende. Die Brucke andieſem Orth, zwiſchen beyden Staͤtten, vber die Fulda, iſt zwar hoͤltzern, dergleichen eine dreyoiere theil Meyl Wegs oberhalb beym Dorff Breydenbach, ſo deß Zols, onnd vber⸗ farts wegen, ein ziemliches eintragen. Die alte, oder rechte Statt Rotenberg am Schloß gelegen, iſt andern gemeinen Land⸗ Staͤtten, glelch, hat auch eine feine Kirche in ſich, vnnd ſonderlich ein ſchoͤn ſteinern Rathhauß gehabt, welches aber An. 1637. beneben der halben Statt, durch den Brand auffgangen. Das Ampt Rotenberg iſt von 33. Doͤrf⸗ fern, vnnd der groͤſten etucs tim Lande, er⸗ ſtreckt ſich der Laͤnge nach faſt in fünffthalb Meil Wegs, vnd graͤntzet mit einem Orth an das Saͤchſiſche Ampi Gerſtungen. Iſt ein treffliches Ampt von allerhand Ein⸗ kommen, ſonderlich aber der Fruͤchten, Schafftrifft, vnnd Maſtung, halber, ſehr berumt, in maſſen es nicht allein einen ſehr groſſen wettleufftigen Ackerbaw vnd ſtatt⸗ liche ſehr haͤuffige Schaͤffereyen hat, in ſo viel hundert Pfirchen beſtehend, ſondern darbeneben auch ſeine viel groſſe Waͤlde, vnnd Wildfuhren, ſo jhre abſonderliche Namen haben, worauß ein ſehr ſtattliches Forſt: vnd Maſtgelt, als auch ein anſehen⸗ liches Wildpreth beydes zum nutz, als zur luſt eriangt werden kan, der darzwiſchen lauffender Forellenbaͤche zu geſchweigen; wie dann auch die Fulda in dieſem Ampt ſonderlich Fiſchreich iſt. Es hat auch mit Teichen, vnnd allerhand kleinem Widdpret, ſtattliche Gelegenhelt in dieſem Ampt, vnd bey der Statt zieilichen Beinwachs. Die Berge ſind ſehr hoch, vnd voller weiten ho⸗ len Thaler, als ſonſt im Lande ſich nicht viel findet. Vnter andern raget faſt in der mitten vnter allen andern hohen Bergen dieſes Bezircks, gleich einem Kirchthurn auß einer Statt, der hohe ſpitzige Albei⸗ mer Berg herfuͤr, von dannen man auch den mehrentheils Heſſenlandes vberſehen kan. Vnnd well dieſer Berg mitten in der Wüldbahne, iſt es ſonderlich zur Zeit, wann die Hirſche ſchreyen, ein trefflicher luſtiger Orth. In dieſein Ampt, am Wildecker Forſt, — X△ M X M —— X X S N er u hn 1UIIRä f— „ 8 8— 813 8 ! ſ ſ ſ ſff—— I ſſſſmgſ 5 ſſ ſſſſſſ 777I7NI7777777; 7N — —öö—— S S, h 7 1 — — — — — 3 S — — — = — — ₰ Ipo 11 ha4 w ts we 3 Ich adeck S GS ell Wegs, baaan Iaa aA* dds Oachſtcheche 4 c A tre hie Aant ou „ 4¼ anbeli 4 ezon in weftend r,Ar Tareſenhd 2s affendct Fekalenbg 2 e dann auchdi ul in 4 2 4 ℳ 1 dderlich Siſctach!. „rhAAr ndaberhan ℳ4 lchen ¹ 446 AÖf 8 10 A gHnn! i⸗ i- emüch e ffffffiffffffff 1ʃ⁷ 1 Dw welnng 2 IIEh H: 1, 22 Eernen. 4. NEENMN= Te ————————— — dores kral 6, n= A fiect a zuſe itſilam Gr⸗ ame chde de. ume mt ewe not a zerg r den— tten 1” udiot kenl udn r kten Aduu= arli antte bnn⸗ Kole= ßht 1 E 1 1 on n E tſcd b 4 11 G b aſie dig, in Heſſen vnd den benachbarten Landen. 117 Forſt, wie auch auff der Trotten vnnd Heyl. Röm. Reichs Semper⸗Freyen zu⸗ Baumbaͤcher Gehoͤltz, gegen dem Ampt ſtaͤndig iſt. Sontra, hat es ziembliche Thannenwaͤlde, vnd ſonſt an keinem eintzigen 88* Dieſr Herrſchafft Runckelhat langs an Orth im gan⸗ dieſem Fluß einen ſchoͤnen ſehr fruchtbaren tzen Fuͤrſtenthumb, als wo Sie abfonder? Acker von allerley gutem Getreyde, bene⸗ lich geſaͤet, vnd gepflantzet werden. Es hat auch Bergwercke an dieſem Bezirck, als auff der Drotten Gehoͤl ſtattliche reiche Kupffer⸗Schaͤchte, deß⸗ gleichen beym Dorft Ellenbach Eiſen, ſo aber alles, wegen deß langwuͤrigen Kriegs⸗ weſens in abgang kommen, doch noch wol wider anzurichten ſtehen. Bey dieſem Dorff Ellenbach, auff einem hohen Ber Schuppacd, Schiffergrube ven feinen Weinbergen, die einen guten, auch zu guten Jahren, trefflichen Wem tz beym Horff Iba tragen; beneben dem Silber Bergwerck in der Langheck, weiſſen Marmelſtetnen zu gruhen zu Wolffen⸗ uen, Kalck⸗onnd Eyſenhuͤtren, welche da im gang geweſen, ond wider geſetzt wer⸗ den koͤndten, wann der liebe Fu 48129 ſolte. lede bluͤhen ge, der Wacholder Berg genant, ligt auch Von dieſem Landſtrich, als ſeinem jrrs ein tieffer faſt vnermeßlicher See. weit hievon liget das Gemaͤwer von demin dieſem Krieg eingeaͤſcherten Riedt⸗Eſelll ſchen Schloß Ludwigsecke, mitten un Walde. Es haben ermelte Herren Riedt⸗ Eſell ſonſt vberauß ſtattliche Gutter, Ge hoͤltze, vnnd Wildtfuhren, an dieſem Ort, deßgleichen Inſeit Roteuberg, nach der Saͤchſiſchen Graͤntze, die Trotten, du⸗ ſelbſt man auch das verwuͤſte Schloß Wil⸗ deck, oder Blumenſtein, im Walde, nahe aber an der Newſtatt Rotenberg, auff et⸗ nem hohen Berge, der Haußberg genant, jhrer der Trotten, Stamm⸗ Hauß ligen, ſiehet, welches in vortgen Kriegszeiten, durch die Rotenberger Burgerſchafft, ſo mit den Trotten im Streit gelebt, durch ein wunderbarlichen onflaͤtigen Kriegs⸗ liſt, erobert, vnnd entlich zerſtoͤret worden ſein ſolle. Biß hleher obernante Beſchrei⸗ bung. Runckel. 32 Latein Roncalia genandt/ darvon die gantze Herrſchafft den Namen hat, vund dem vhralten Geſchlecht der Graffen von Wied zuſtaͤndig, iſt ein altes Schloß, vnd vmbmawreter groſſer Flecken, beyde glei⸗ ches Namens, ligt an dem Lohn Fluß, zwi⸗ ſchen Villmar vnd Limpurg: Vnd vnferrn davon auff der andern Selten in der Hoͤhe auff einem Felſen das luſtige Schloß Schadeck, welches,(wie auch das ſtarcke Hauß vnnd Berg⸗ Schloß Schaum⸗ berg/ nechſt an der Lohn zwiſchen Lim⸗ burg vnnd Naſſaw ligend) denen Herren Nicht diſchen Vatterland, ſchreibet Gulielmo- Chriſtophorus Heimius Koncalienſis aiſo: Argentum, marmor, ferrumque& fiſſile faxum, Vinum, frumentum, ſuavia poma gerit, O kelix quondam ad Lanum Roncalia cerra, Cůúm pacem ccœlum ferret, haberet humus, Præſul cœleſti te BLITERSHAGIUS Ornat: Terreſtrique Comes pace WILHEL- 3 MUsS ovans. Eſſe& adhuc talis potuiſſes; ſi modò tales Conſpiceres ſolidà nunc pietate Vi- ros. Nil præter votum poſſum tibi Patria; Reddat Omniporens pacem, gaudia, dona, Viros. Dieſe Herrſchafft Runckel wird von Al⸗ ters her abgetheilt in den Stein Runckel, Schuppacher Centen, vnnd Ommenawer Centen, deren jedes theil durch einen Ober⸗ oder Land⸗Schultheiſſen regtert werden. So vortrefflich aber die Grentzen vnd Gü⸗ te dieſes Lands ſeynd, ſo ſehr iſt ſeine Herr⸗ lichkeit mit ſeinen Kleynodien, bey dieſem Teutſchen durchgehenden Vnweſen in wenig Jahren hero verringert worden, thetls durch gewaltſame Abzwackung, als des Cloſters Beſelich: theils durch jnnhei⸗ miſche Vneinigkeit der Herrn Graffen von Graffen von Letningen⸗Weſterbug, deß Wied, als Gebruͤdern, deren die zween P iij Jun⸗ —— 118 Beſchreibung der Juͤngere, als Graff Hermann zu Dier⸗ torff, vnnd Graff Philips Ludwig zu Gi⸗ denvoden, wegen der Theilung deß Lands, in groſſe Feindſchafft gegen einander gera⸗ then, auch durch offentlichen Krieg einan⸗ der wegen der Herrſchafft Runckel, alſo in die Haar kommen umb das Jahr Chriſti 1626. daß daruüber nicht allein die Landleu⸗ the in groſſe Vnkoſten vnd Gefahr geſetzet, die Beampten in beklaglichen Schadenjh⸗ rer zeitlichen Wolfarth gerathen, ſondern auch die alte vom Hauß Haͤnaw⸗Buſch⸗ weiler bürtige Matron, beß weyland hoch⸗ wolgebornen obged. Gottſeligen Graffen Wilhelms von Wied nachgelaſſene Fraw Wittib/ ſampt einem Fraͤwlein, aus ihren Wittibs Sitz dem Schloß zu Runckel, et⸗ ne geraume Zeit außgetrieben worden. A⸗ ber noch gröſtere Laſten ſeynd dieſer Herr⸗ ſchafft zugewachſen von Aafang deß jetzi⸗ gen Teutſchen Kritegs de Anno 1520. biß hieher, durch allerlen Contributiones vnnd Kriegs⸗Preſſuren, vnauffhoͤrliche Einquartierung, vielſaltige Durchzuge der Kriegs⸗Voͤlcker vber die Steinerne Bruͤcke zu Runckel. Der allerhaͤrtiſte Stoß aber iſt dieſer Herrſchafft vnd Staͤtt⸗ lein Runckel gegeben worden Anno 1634. bald nach der Nördlinger Schlacht, da der Cardinal Infant durch die Wetteraw vor⸗ uͤber gegen Villmar oberhalb Runckel ſet⸗ nen Weg nacher Coͤlln, vnnd den Spant⸗ ſchen Niderlanden genonnnen; Sintemal damahls die Iſolantſche Croaten, den Ort grawſamblich angefallen, erobert, gepluͤn⸗ dert, keines Menſchen geſchonet, ſondern auch etliche ſteinalte Leuthe ohne Barm⸗ hertzigkeit erwuͤrget, endlich den Orth in Brandt geſteckt, vnnd alles, Kirch, Schul vnd Pfarr⸗ Haͤuſer, etugeäſchert, auch das Schloß, wetl einer ſo ſtarcken vnverſehe⸗ nen Macht, kein Gegenwehr zu thun war, auff Gnad vnd Vngnad crobert, darin⸗ nen die Kaͤyſeriſch⸗Spaniſche dann gleich⸗ fals alles gepluͤndert, etnen jungen Graf⸗ fen von Wedt gefangen genommen,(wel⸗ cher hernacher in Oeſterreich gefuͤhret wor⸗ den) vnd nach allem veruͤbten Muthwüllen auch das vhralte ſchoͤne Schloß in Brand geſtecket, daß nichts, als ein trawrtges An⸗ ſehen der Mawren im Schloß vnd Staͤtt⸗ lein geblieben. Bey welchem Brandt vnder vornembſten Orth andern auch deß obgedachten Graff Phi⸗ lips Ludwigen todter Coͤrper, ſo vor dem Schloß vff dem Rathhauß noch vber Erd lund⸗ verbrunnen vnnd eingeaͤſchert wor⸗ en. Obgedachte Graffen von Wied ſeind in der Reichs⸗Matricul, auff 4. zu Pferd, vnd 12. zu Fuß, oder 96. Guͤlden,(darfuͤr Einer 120. Guͤlden ſetzet,) Monatlich, vnnd zum Cammergericht Jaͤhrlich auff vier vnd zwantzig Guͤlden, angelegt. Bey naͤchſtem, in den Jahren, 1653. vnnd 54. gehaltenen Reichstag zu Regenſpurg /ſeyn, als Reichsſtaͤnde, erſchtenen, Herr Frte⸗ derich, vnd Herr Johann Ernſt, Graffen zu Wiedt, Herrn zu Runckel, vnnd Yſen⸗ burg. Es gehoͤren aber dieſe Herrn Graf⸗ fen nicht zu dem Ober⸗Reintſchen, ſondern dem Weſtphaͤltſchen Craiſſe, vnd ſolte da⸗ her auch dieſes Runckel daſelbſt eingebracht worden ſeyn: weilen aber Einer zu meiner nacher Franckfurt geſchickten Beſchrei⸗ bung der Heſſiſchen, vnnd benachtbarten Oerter; neben andern auch dieſen darzu ge⸗ ſetzt; ſo wid Er daher anjetzo, im Anhang, dabey gelaſſen. Anno 1645. gteng allhie, zu Runckel, ein Weymariſche Parthey vber die Lohn, ins Naſſawiſche, vnd raubte viel Vieh. Es hat aber Ferdinand, Frey⸗ Herr von Palland, auß Limburg, Voͤlcker, auff dieſelbe, alß Sie wieder allhie, zu Run⸗ ickel, die Lohn paſſirt, geſchickt, die ſolche zwiſchen Nider⸗Brechen, vnd Kirchburg, in einem Dorff angetroffen, vnnd Ihnen die Beute abgejagt haben; wie in romo 5. Theatri Europæi, f. 661. b. ſtehet. Wicd belangende, davon ſich dieſe Herren Graf⸗ fen ſchreiben, ſo iſt Altenwied, im obge⸗ melten 1634. Jahr, von densppantſchen, zu grund außgeplündert worden. In einer der newlichſten Franckfurtiſchen Relationen, lſt einkommen; das hochwolgedachter Herr Graff Frtederich von Newen Wied/ ſo zwiſchen Andernach, vnnd Coblentz, an dem Rhetn, 2. Tagratſen ober Coͤlln, reſi⸗ dirt, geſinnet ſeye, Jedermann in ſein Land auff zunehmen, ohne vnderſcheid der Relt⸗ gton vnd ohn etnigen Pfenning zu zahlen; Er wolle auch Landguͤtter außthetlen, dar⸗ auff ſich ein redlich Mann, mit ſeinem Haußweſen, ernehren koͤnne. Ruͤſſels⸗ — —-————— 16 aet K. 120. ap 25 dw zda nd Wanteg 1 Äſchn. hala aa. Ftanckm ar der Heſſiſchg a8 e neben ande 8 ud Erda gelaſſen. A nd, ein? ie Lohn ins ich. Eshatd on Palland, eſclbe, alß St te Lohn paſt en Nider Dn in Dorfang te abgejagt 11 urOpél, J. ende, dabon rerben, ſoiſt 16 34. Jahr außgeplünde ſten Franck ommen; das Friedeulc be en Andernach be, Tagt — *—. —— — minutt ſee, 4 nchmen, oh nd ohn einige . Ule auch Land Tig ſih en 1 gem Häui ſti EPSTEIN N an Kan 3 — uAun,S 3 3 A AISSELSHEIM —————-““.— —— — — — ———-— 2— =̃ Err un 9 9 e fauſ begg. B. Prediim. ——— 8— S Sſa 3 F. Raht hau‿s ¶& Das 3 —————— re—— — E d Vff 3e flfäp W= 4 ch uch 2e n en fpe- n, ,, . ffc —— 1 ccc —r cA RRRRRRD ‿ G D ææ Nienbure KA WLil- dec Furſtlich Luſt qarten — ₰ K eAlälärhch. h E F d 4 ⁵ 8 — L 21 ☛ᷣ 6; 5 1f 1Weahgwge —— hn hee eS ee he e 2 — t 9n l: 32 Jfr GpDACOS ATJ Meh 8 ſelek Dlin n 2. 1 I1 —— — — 1* 9— — — — —. ein mm ngn vfü run Ma Mch1t ge hun 2. en. 3n for n, aA 4f ſd 1 all Nogk K. ab. Cuit maml a ft: t, er! und E trli uurs Th m t zdticf en, gm ſut unb I ris ſcharen köm 9 2 ſch M;* ld, eſe is N iſea The düt dete abe bon a fico Ratuge ſand Memn e bez Ad a zutze V Un S 3 A☛ in Heſſen vnd andern benachbarten Landen. Ruͤſſelsheim. Rüſſelsheimn„ein Fuͤrſtlich Darmbſtat⸗ N tiſch Schloß vnd Veſtung mit Waͤl len, Graben vnd vier Rundeln, ſtarck ver⸗ ſehen. Ligt am Bfer deß Mayns, ein Meyl wegs oberhalb Maͤyntz, an einem ſehr lu⸗ ſtigen fruchtbaren Orth. Im Jahr 1521. wurde Landgraff Philipps zu Heſſen vom Kaͤyſer Carolo V. belehnet, mit dem Bur⸗ gerlichen Baw, vnnd dem Statt⸗Gericht allhier. Item mit der Freyheit, daß er vnnd ſeine Erben eygen Gewaͤchs, auch was ſie zu jhrem Baw bedoͤrfften, den Rhein auff vnnd ab Zollfrey fuͤhren moͤchten, beyPoen zwey hundert Marck Goldes, denen vn⸗ ſaumlich zuerlegen, ſo jhnen deßwegen ein⸗ trag thun wolten. Im Jahr 1560. iſt dteſe Veſtung beſſer fortificirt, die Mawer auf⸗ gefuͤhrt, die Schor darumb her erhoͤhet, vnd Wall vnd Graben renovirt: Auch Anno 1645. viel daran verbeſſert worden. Salmuͤnſter. L3gt am Fluß Kintz, das gedachter Brou- verus z. Antiquitat. Fuldenſ. 1 1. pag. 147. Kincigam nennet: Von welchem Orth er ſchreibet, daß er vor Zeiten Salchemuͤn⸗ ſter vnnd S. Petri in Salis Monaſterium, in einem luſtigen Thal, auß den vhraͤltiſten . Stit lda ſprungen,. Guͤtern deß Stiffts Fu entſprunge po Moguntiacenſis Eccleſiæ, XII. Kal. Oct. in gelegen, genannt worden, Aber zu ſeiner Zett vmbs Jahr 1612.kaum zween Prieſter habe erhalten koͤnnen. Vnnd im 4. Buch am 323. Blat, ſchreibet er, daß Abbt Hen- ricus VI. zu Fuld, der Anno 1353. geſtor⸗ ben, dteſes Salis Monaſterium, oder Sal⸗ Münſter, mit Thoren, Mawren, vnd dem Stattrecht, begabet habe. Daß ſolcher Fle⸗ cken von Henrico von Hohenburg, ſonſt Fingerhut genandt, ſeye zu einem Staͤtt⸗ lein gemacht, bezeugt auch Val. Muntzer in ſeiner Chronic fol. 150. b. Deß Jahrs 1647. wurden die Heſſiſch⸗ Darmſtaͤttiſche, allhte, durch den Schwe⸗ diſchen General von Koͤnigsmarck, vber⸗ fallen, vnd Graff Sigfrid von Hohenlohe, ſampt dem gantzen Graͤflich Naſſawiſchen Regiments Stab, gefangen. Senſenſtein. DIß Hauß ein Meyl wegs von Caſſel, iſt Anno 1374. von Land⸗Graff Her⸗ 119 man wider Hertzog Otten von Braun⸗ ſchweig, erbawet worden. Dieſer Hertzog Otto, der Malus, richtet ein Geſellſchafft auff, die Sterner Geſellſchafft genannt, die hatten alle Stern an jhren Röcken die thaͤ⸗ ten Land Graff Hermann groſſen Scha⸗ den, vnnd baweten zu Trotz ein Schloß, den Sichelſtein genannt, ſagten, ſie wolten drauff einſchneiden, was Landgraff Hen⸗ rich vnd Landgraff Ludwig ausgeſeet het⸗ ten. Dargegen von dem Landgraffen Her⸗ mann der Senſenſtein gebawet, welches anjetzo denen von Weihen zuſtaͤndig iſt. Iſt verfallen, vnnd nur ein Meyerhoff alldar. Schlitz, O De Slitz, Slitiſſa, ein Staͤttlein in dem Rachen der Gebuͤrg, nicht weit vom Fluß Fulda, gelegen, deſſen Herren, gleiches Nahmens, das Lehen von dem Stifft Fulda tragen: wiewol ſie nicht deß Abbts Religion ſeynd, ſondern als Nobiles immediati deß Reichs, vermoͤg deß Reli⸗ glon⸗Friedens, das Fxercitium Religionis frey haben. Die Kirch allhie iſt in der Ehr S. Margarethæ eingeweyhet worden, wie beym Brouvero 2z. Antiquitat. Fuld. 12. pag. 151. ſtehet: Anno DCCCXII. dedicata eſt Eccleſia in Slitiſſe, rogatu Baugolphi(Ab- batis) à Richolpho venerabili Archiepiſco- honorem S. Margarethæ Virginis. Schluͤchter. EIn Staͤttlein vnnd vornehmes Cloſter, ſo Solitarienſe Cœnobium genannt wird, gleich an den Fuldiſchen Grentzen, aber in der Herrn Graffen von Hanaw Ge⸗ biet, vnnd Würtzburgtſchen Dicœceſi, gee legen; In Vorzeiten iſt ſolch Cloſter in ei⸗ ne Schul verwandelt, vnnd der Reformir⸗ ten Religton geweſen; vnnd gleichwol hat der Vorſteher deſſelben den Nahmen eines Abbts, vnnd wann er geſtorben, ſeine Be⸗ graͤbnuß in der Cloſters Kirchen, vnder den andern Aebbten gehabt; welches aber dem Jeſuiten Chriſtophoro Brouvero lib. 2. Antiquitat. Fuldenſ. cap. 10. pag. 145. gar nicht gefallen thut: Daſelbſt er auch wider Thuanum ſchreibet, welcher ſage, daß Petrus Lotichius zu Schluͤchter, einem Staͤttlein am Druſenberg ge cpn, (b0⸗° — 120 Beſchreibung der vornehmbſten Orth geboren worden; von welchem alten Nahe vmbligende Voͤlcker, auch etwan in ferrn men man aber in dieſer Lands⸗Art nichts abgelegene Lande, Teutſcher Natton, ver⸗ wiſſe, vnd er fuͤr Solitariis, Schluͤchter, handelt. Kaͤyſer Phtlippus hat ſie vmbs vnnd Traſeberg in den Buchen, an deſſen Jahr 1203. Landgraf Hermannen zu Thuͤ⸗ .— Wurtzeln dieſes Staͤttlein gelegen, geſagt haben ſolte. Vnnd nennet er den beſagten Petrum poëtam meliorem, quàm cultorem religionis avitæ. Beſiehe J. Hagium in vitàâ Lotichii pag. 409. Was aber beſagtes Staͤttlein Schluͤchter anbelangt, ſo gehoͤret es noch den Herren Graffen von Hanaw, vnd weil es an etnem heimlichen Ort, ſoll es Solitaria, oder Schluͤchtern, vorn ſchlei⸗ chen, genennet ſeyn. Es iſt beſagtes Cloſter, mit aller Zuge⸗ hoͤr, A. 1626. den r0. Decembris, am Kay⸗ ſerlichen Hoff, dem Stift: Wuͤrtzburg zuerkant; gleichwol Herren Graffen HPhi⸗ lip Morttzen zu Hanaw, ſeine gerechtſaut außzufuͤhren, vorbehalten worden. Aune 1627. wurden hierauff den 15 Aprllis, bie Executoriales publictrt, vnd dat acht vnnd zwantzigſte Jahr, den 23. Mer⸗ tzen, dem Herrn Landgraſfen zu Miün, die Execucions-Commiſlion anbefohlen; wie hievon, vnter andern, in deß Caroli 11à „ ringen, vnnd Heſſen, zu verdrieß, außge⸗ brannt. Anno 1319. hat Fuͤrſt Berthold von Henneberg die Capell S. Jacobs, ſo da⸗ mals beym Schloß gelegen, in eine Stiffts Kirchen verwandelt, vnnd 12. Canonicos darzu verordnet. Nach dieſem hat Anno 1360. Landgraff Heinrich zu Heſſen, vnnd ſein Sohn Ottho, genannt Schuͤtz, bene⸗ ben Graff Johann deß Erſten zu Henne⸗ berg, nachgelaſſener Wtttiben, Frawen Eilſabetb Graͤffin zu Leuchtenberg, von Burggraff Albrechten zu Nuͤrnberg, vnd deſſen Gemahlin Sophten, die nechſtbe⸗ melter Wittiben verſtorbenen Herrn Bru⸗ ders Tochter war, das Ampt Schmalkal⸗ V den, Hauß vnd Statt„vnnd Scherpffen⸗ ir derg halb, auch die Vogtey zu Herrn Brel⸗ tungen, vnd das Gerichte, vnd halben Zeo⸗ denden zu Bernshauſen, vor 4300. Gul⸗ den erkaufft: Vnd ward alſo Smalkalden ein Ganeeben Statt. Aano 1583. nach Abſterben deß letzten Carafæ Germania Sacra reſtaurata zu leſen; Fuͤrſten von Henneberg, kam das Ampt, daſelbſten auch, in den angehenckten vnd die Statt Smalkalden vollig an Heſe Decretis, pag. 38. deß Niderlaͤndiſchen ſen. Vund hat Land Graff Wilhelm die Drucks, zu finden, daß tin Jahr 1623. den Wilhelmsburg, oder das Schloß allhle, 30. Wetnmonats, Newen Caleuders, dem hernach von grund auff ernewret, auffs Hoff auß, aufferlegt worden, den Pfar⸗ Graffen von Hanaw, vom Kaͤyſerlichen rern zu Rudigkatm abzuſchaffen, vnnd dem Johanniter Orden zu Franckfurth hterin keinen Eintrag zu thun. Schmalkalden/ oder Smal⸗ kalden. E ligt dieſe Statt an dem ſtarcken Bach, welchen man die Semalkalde nennet, vnnd der nicht fern von Inſelberg ſetuen Brſprung hat. Iſt ein feine woler⸗ bawte Statt, deren Nam fuͤr ein Schmeltz⸗ oder Gu ßhuͤtten von elnem außgelegt wird. Es wird vtel Eyſenwerck da geſchmidet, auch viel Ertz, da man Stahl auß macht, (dahero der Stahlberg den Nahmen hat) daſelbſt gegen dem Thuͤringer Wald zu, herrlichſte zugerichtet, vnnd mit einer ſcho⸗ nen Kirchen an ſtatt oberwentes Thumbs, gezteret, vund iſt das Schloß forthin nach ſeinem Nahmen genennet worden. Hat vorhin Heſſen Darmbſtatt, als ein Pfandtſchilling von Caſſel, vermoͤg deß Anno 1627. den 24. Septembris, getroffe⸗ nen vnnd geſchwornen Vergleichs ange⸗ hoͤret: iſt aber jetzund, vermoͤg deß im Jahr 1648. getroffenen newen vergleichs, davon oben, im Eingang dieſes Anhangs bericht geſchehen, wider Fuͤrſtlich Caſſeliſch; nach dem allberett vorher, deß Jahrs 46. den 10. 20. Auguſtt, dieſe Statt, von den Nider⸗ Heſſtſchen, vberſtigen, vnd das Schloß zu Hayn: wie auch das Schloß Bibra; wie in der Franckfurtiſchen Herbſt⸗Relatton, dieſes Jahrs, ſtehet, damahm von Ihnen erobert worden. Es iſt dieſe Statt, wegen gegraben, vnd werden vber die vierhundert deß Bundes, ſo die Proteſtierende Teut⸗ ſche Fuͤrſten, vnnd Staͤndte, zu Kaͤyſer Carls deß Fuͤnfften Zeiten, A. 1531. alihe auffe Schmidt alldar gefanden. Wahren werden hin vnnd wider vnter die Die Eyſen bBchmaualkaloen— 3 d, S, 5 Sh — ⁰= ae Amr ſſſ ' ſ TArfe — S ☛òò ☛☚ .———————.——— ———— 2————=— 2——2 ,————— ³⁸½ᷣ—+½—— ⏑B ᷣ———— 8 2*——==————— A r ₰:,58 ‿—— 2 2— .————-————-————˖—ᷣ˖˖’OQp ärj—-ᷓ’ᷓ—x—— 4 4 —õ——-yÿ—V——:——r——— VO:—=—————-——- çqçᷣ-—ͤ⸗ℳ-——————————— — ᷣöͤ-—: ꝑ—-,“————-Q—---r—=-rs'=—-=————=————=———=—=——— ————⸗—-——⸗—;———=————— õSVS-r gyV==—--=—=—2=--=—-=———— —— é————=——— öö—or—=üö==——2——=——————=⸗—=————⁴-———-—————— —--—— ⸗ez é= äyS———-—————ꝗ—————pʃ———————————————.————————— ——————————:—-——————*——— 2——————————=— S———————— ——-—=V-ℳ—Y—.,——= O—=———-—=——=—=———-——=—D—=—— ——— 7———„ 2— 4—————————— ☛—————————— . 2— 1———————— ½—— 2———————————e 1—— 1—*—.——=—===——— ———-—— f—.—* 2„—„——=:—————— 2. 1——— 9——=—*—,——=—— ———.—— 2—— ——+—,——,— Joo⸗ * d for i 111* S 1 — ——— ——— — — bwo acht faneb ſe hal 1 M. dch ic fiwa no. wn inigenit r 14. apa 1Ä iden n i, 25 wüberm nbatgr i NRatr. mm Tm damm 20 Obam rrwrxm den ait Amn ne 54 6 AAAAA H GQASSAan 13 in Heſſen und andern benachbarten Landen. 121 .— 4 36,,7.... 14.4—.. 1 4„ 0αĩ˙⁵ ν 4. auflgericht/ beruͤhmt; wie dann auch ſelbi am Berge hinab, iſt ein herrlicher ſchoͤnen . ,,, ore D. e a, 82„ 1,2 her Ste Tyeß ger Krieg der Smalcaldiſche iſt genannt Springbrunnen, darzu man aber die Trep⸗ worden: Wie nicht weniger diejenige Arti⸗ pen, oder Stiegen abſteigen muß. Ulber eul, ſo wegen deß künfftigen Concilti allda dieſem, iſt zu Oberſt eine ſchoͤne Altan im Jahr 1537. gemacht worden, dieſen Unten, am Fuß deß Berges ligt der Heu⸗ Nahmen fuͤhren. Daher der Uberwinder neberger Hoff, ſo vom Herrn Landgraff deß beſagten Bundtes, nemblich Kaͤyſer Moritzen ſtattlich ausgedaut/ und zum Mar⸗ Carolus V. dieſe Statt hat ſchleiffen laß⸗ ſtall verordnet worden, der in der Höhe ſen wollen, ſo aber Churfuͤrſt Mauritius voller ſchoͤner Gemächer iſt. In der Statt, zu Sachſen, und Furſt Georg Ernſt zu ſo groß, und durch deren Gaſſen alle, ge⸗ Henneberg, durch ihre Vorbtit, verhin nugſamb Waſſer flauſt, dat es die Cantz⸗ dert haben. Beſihe Schleidanum lib. VII. ley, den Jaͤgerhoff, und andere Gebaͤu. & XI. Hortledern von Urſachen des Teut⸗Es ſeyn bey dienr Statt/ auch drey Vor⸗ ſchen Kriegs lib. 8. cap. z. fol. 1314. fedq. ſtaͤtte. . ‧—.[A‿I*„4⸗„ d 5 2 0 Warem. ab Erepberg de Fœderibus lib. 2. Obbeſagtes Herren⸗Breitungen/ — 8 68 G éE 441 KA, 1 Thünos Srhlst 3 d J. 317. feqq. Spangenberg in der Hen⸗iſt vor Jahren etn ſchoͤnes Schloß an der 90 nebergiſchen Chronic lib. 5. cap. 53. fol. Werra/ und des letzten Färſten von Hen⸗ ,1I. neberg Frau Wtttiben Sitz geweſen ehe Es gehoͤren in das Ampt Schmalkalden es im Jahr 1640. von den Schwediſchen die Vogtheyen Herrenbreitungen, Brotee gantz abgebrant, und verwuͤſtet worden iſt. rode, Stembach, Bernshauſen, und Hal⸗ Die Wildfuhr, ſonderlich am rothen Wild⸗ lenberg. Und iſt beſagtes Herren⸗ pret, iſt, im Schmalkaldiſchen Ampt, die — 8. ,1„. Len— 4 A55 54 4. 2 11 Bf A AüurR Ris Preuungen ein ſchoͤnes Schloß an der beſte im gautzen Lande. Es gibt da a ich viel Werra, davon auch unfern die Marckt Urhanen, Bieck⸗ und Haſelhuͤner, Schne⸗ ' Barchfeldt gelegen. Die Breitungen pfen, und Krametsvoͤgel und am Kohlberg iſt etwa vor alten Zeiten ein Cloſter gewe⸗ findet man haͤuffig Diamanten, ſo zuwei⸗ ſen, welches Conrad von Grumbach, ein len die Bohmiſche üͤbertreſfen. So gibt es fleißiger Hſtoricus ſeiner Zeit, und umbs in dem Schmalkaldiſchen Gebuͤrge der klei⸗ Jahr 1414. Probſt daſelbſten, Regis Brei nen Vipern, oder Natern, darauß ſonſt angam nenner. Anno 1634. ſeyn zu Smal⸗ der beſte Venediſche Tertack gemacht wird, kalden von den Crabaten, in einer Auff⸗ deren Vipern ſonſt faſt keine in gantz Teut⸗ ruhr, viel Buͤrger, hergegen von denen land zu finden ſeyn. daruͤber ankommenen Schwediſchen die Nach dieſem Ampt folget das Ampt Crabaten niedergemacht worden. part. 3. Frauenſee, auch jenſeit der Werra, faſt Theatr. Europ. Mer. Nicht weit darvon umb und umb, auf Furſtlichen Saͤchſt⸗ ligt Todtenwart ein altes Abeliches ſchen Boden gelegen, ſo dabevor ein Clo⸗ Stamm⸗Hauß. ſter, zum Stiſſt Hirſchfeld gehörig, gewe⸗ Obermelder Bach, die Smalkalde ge⸗ ſen; aber nunmehr zur Helffte(oder, weil nannt, daran die Statt ligt, faͤllt nahend jetzt das beſagte Fuͤrſtliche Stifft, vermoͤg bey derſelben in die Werra. Das Schloß§rieden⸗Schluſſes, auch Heßiſch, ſonder allhie, oder die Wilhelmsburg, ligt zu zweiffels, gantz und gar,) durch Pfandt⸗ naͤchſt/ Oſtwerts, an der Statt. Iſt vier⸗ ſchafft, zum Hauſe Heſſen kommen iſt. eckicht, voller ſchoͤner Fürſtlichen Säͤle, Hat ein ſehr kleines, gantz neues, und Gemaͤcher und Zimmer. Sonderlich iſt ſteinern Fürſtliches Hauß, auff einem na⸗ die ſchoͤne Schloßkirchen zu ſehen; daran tuͤrlichen Damm, zwiſchen zweyen groſſen der Alabaſter/ und das Gold nicht geſpa⸗ ſtehenden Seen. Es graͤntzet dieſes Ampt ret worden; und in welcher eine Orgel/ mit mit einem Orth, ans Gericht Heringen, einem ſchoͤnen Helffenbeinenen Principal jenſeit der Werra, das Ampt Schmalkal⸗ Stimmwerck. Hinter dem Schloß ligt den aber, rings herum, an das Saͤchſiſche ein ſchoͤne Rennbahn, und vor dem Schloß Gebiet. In einem dieſer Tagen mir uͤber⸗ er Vorhoff/ darauf man die gantze Statt ſandten Bericht, wird alſo gemeldet: uͤberſehen kan: Zur Lincken, Sudwerts, Schmalkalden wird Wurntehrn unſhdeu e ———²⸗=g —x=ixE 12² Beſchreibung der vornembſten Orth es Heſſen-Caſſel zuerkannt worden, widerſauf der Seiten ſeyn auch Haͤuſer, ſampt zum Fraͤnckiſchen Craiß gezogen: wie dann einer Kirchen, und fleuſſet an dem Schloß der Herr Land Graff zu Caſſel, auff dem Hohenſtein die Arde hin, an welches Waſ⸗ Fraͤnckiſchen Cralßtag zu Bamberg Annoſer Graſſ Withelm zu Catzenelenbogen 1651. den 3. 13. Februarit auch ſeinen Ge⸗Anno 1371. Burg Schwalbach erbauet ſandten geſchickt hat. hat; darvon in der Limpurgiſchen Chronic, Schotten. ſel. See zu leſen, §In feines Stäͤttlein, ligt eine Meyl o Molatese ane Sehwalbah iſt 44 E berhalb Nidda am Vogelsberg, nechſt dßner Sau Alueuſ 5 ef Fie d4 n den. 4 an dem Abbtswald, in einem fruchtbaren pringen, und ligt in en Refter, ſeht Thal. Dieſer Orth iſt etwa deren von pringen, und ligt in de ier/ welche Trimperg geweſen, und an das Hauß man die fünffzehen Doͤrffer nennet. Der Heſſen gelangt, wie er dann jetzo Fhreredleſt, allerbeſt, und heyiſambſt unter al⸗ Hiſltchen uc Heen Landgraff Gedrgenlen Sauerbrunnen ligt bey dieſem Flecken zu Heſſen⸗Darmſtatt zugehoͤret: Hat eine im düitchah 6 anſan Uuſiigen, Weſea⸗ feine Kirch, und eine Fuͤrſtliche Kellerey grunde, und entſpringt daſelbſten, mit ei⸗ ins gemein das Schloß genant. nem ſiedenden Getoͤß/ und auffwallen/ von Dieſes Staͤttlein/ ſamt gemeldten Staͤtt⸗ Se ben ſähdn bea düf Akchüdhtig le lein Nidda, haben die Nider Heßiſchen An'ſer aber laulecht. Iſt lieblich, und anmuͤ⸗ 1647 in hren gewalt gebracht. tig, und gibt im trincken einen Geſchmack chwalbach. eines ſaͤurlichen neuverjarnen Weins. Dero⸗ Ugenannt Langen Schwalbach, ein der wegen er auch der Weinbrunn pflegt ge⸗ — Zeit Herrn Landgraff Ernſten zu Heſ⸗nannt zu werden. Je heller der Himtnel, ſen, Caſſeliſcher Lini gehoͤriger/ und in derjje kraͤfftiger die Wuͤrckung/ und Geſchmack, Graffſchafft Nider⸗Catzenelenbogen, zwo⸗c. Es hat im Ampt Hohnſtein auch Eyſen⸗ groſſe Meilen von Maͤyntz, und Wißba⸗gruben. Und iſt da das Munchs Cloſter, den, fuͤnff von Coblentz, und ſechs von jetzt Land⸗Hoſpital Gruna/ ſo eines eiß Franckſurt, gelegener Fleck, und weitbe⸗den vier hohen Hoſpttalen; dabey auch ein ruͤhmbter Sauerbrunne. Zwiſchen dem Sauerbrunn; und ligt eine halbe Meilvon Rhein, Rhingaw, der Grafſſchafft Naſ oieſem Cloſter der alt und ſchoͤne Fleck ſau⸗Dillenberg/ und Naſſau⸗Idtſtein Maſtede/ wie auch das Dorff Holtzhau⸗ und Dietz, ligt die Nider Graffſchaffiſſen/ bey welchem ingleichem ein herrlicher Catzenelenbogen/ ein Bergig Land; hatSauerbrunn. Der Schwalbacher Saur⸗ aber am Rhein ein herlichen Weinwachs orunn geht allen andern vor, wie ſelben ſehr und im Land gut Getreyd/ und viel heyl weitlaͤufftig D. Dieterich von ſeinem Pa- ſamer ſchoͤner Sauerbronnen. Die fuͤr⸗cria Tabernæmontanus genannt, vorlaͤng⸗ nembſte Haͤuſer/ und Staͤttlein, darinnenſſten beſchrieben. Nach dieſem hat auf Ihr ſeyn, Rheinfelß, Braubach, Hohnſtein Fürſtl. Gnad. Herrn Landgraff Georgens Catzenelenbogen, Reichenberg, St. Goar/ Befehl ihn vielfaltiger Chimiſcher voeiß und Neu⸗Catzenelenbogen. Es wird dieſe probirt, und in einem Lateiniſchen Diſcurs Graffſchafft auch der Herrich, oder Einri beſchriben D. Helvicus Dieterich, danah⸗ chia terra, genant. Hohenſtein iſt ein al⸗liger Landgraͤfflicher Leib⸗Medicus, jetzo tes Schloß auf einem hohen ſpitzigen Fel⸗bey Chur Brandenburg in Dienſten. Nach⸗ ſen, welches Anno 1647. die Nider⸗Heßi⸗gehends hat ihn auch Herr D. Hornick be⸗ ſchen uff Gnad und Ungnad erobert ha⸗ſchriben ſo nicht allein aus obbemelten das ben, in deſſen Bezirck auch das uhralte meiſte gezogen, ſondern auch ſelbſt viel dar⸗ Stamm⸗ Hauß Catzenelenbogen/ und zu gethan. Auß allem iſt der Extract folgen⸗ der Fleck Langen Schwalbach, Item das der maſſen zu vernehmen. Stifft Bleidenſtatt, und der Fleck Langen⸗ Schwalbach/ der rvegen Berſtatt/(davon unten) ligen. Vey ſeiner fuͤrtrefflichen heylſamen Brunnen/ Alt⸗Catzenelenbogen iſt unten ein Flecklein: und Baͤdern, berühmbte Fieck, ligt in Herrn ierfwmwnich K lim Em ulecht. gf gibt im taa ichen neubeng auch de We werden. rdie Vircm. im Ampt he Und iſt da de Hoſoital G hen Hoſoba inn; und la loſter der at ant wit auch d velchem inn. tallen andern ⁸&. 1g 9. Dtel — & L jeben- W. nod. dumn en vitfülihe nd in eum O. H. rlcs daräͤfflice 1 u [,44 - 4 0 AGC)l w” ander wArſclen hen 1zu verne gen⸗De — 4 1 bra it d ch Res 19 5 1A dd al 19 ſ 8 31 6 11 2 214— ogſc 1 39” 2 1¾ ' 1 7 Nl 7 † 1 14 5 lan 4 1 ☛△ — —— S10EN— ¾— 509 7 * ——————— 8 4„—— H 2 3—₰ 177, S, 7MJ 4* 1Ar eu ö — A rm 1e, e 1, VWſſſſra PK-LAI N 11)M We aeaalhbn 2 henr, N Ieeedn 4 57 Lee I2ℳbℳ,oy’n ,Tf e e 98 SAer 2efhzLnc 7 Pchnc ſ 22 N VFiRam f 7 Chazes 5 *! K2 5 S 9 5 SA 8 A 8 A 3S— 3 8 7 9. AAIA ⸗ 7Phöliieti,,,, / chf W’ſ 7)f; 7/ flt f,, 1 N. 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Hat ſeinen Namen von Schwal⸗ ben, und denen Baͤchen, ſo theils durch, theils mnb den Flecken flieſſen, bekommen; geſtalt ſolches aus den Wapen, deſſen ſich ſelbiges Gericht gebraucht, auch an Uhr⸗ zeigern, und andern Orthen, offentlich angemahlet, gefunden wird, abzunehmen, und wird Lang genennet, damit er vo andern Flecken Schwalbach, ſo an der Ho⸗ he, nicht fern von Koͤnigſtein, Cronberg und; d ſonſten, ligen, als Burg⸗Schwal bach, Klein⸗Schwalbach, underſchleder werde: Sintemahi Langen⸗Schwalbach Ober und Unter Fleck zuſammen ge rechnet) ohngefehr 1400. Schritt lang iſt, llenthalben mit trefflichen huͤbſchen anmuͤthigen Thaͤlern, luſtigen ſchoͤnen Hügeln, fruchtbahren ac. und Baͤchen, alſo umbgeben, aller Hertzens Begierde erſpatzieren, und zſt das Haupt der 14. jene 9 5 K b r „ Snor eh H A, 8 1 Aürßen 11 LvD D 9„ e Lufſt iſt ſo geſund, und gut, daß s Menſchen und Viehe, ſich ſehr wol befinden, und an Alter, und or andern zunehmen. Die Ein n zum taͤglichen Trauck den en Brunnen. Seynd gemeinig lich magere, doch geſunde ſtarcke Leuth, und hoͤret man nimmer, oder doch ja wun⸗ der ſelten, einen der ihrigen uͤber Fluͤß, zer brar oP Haupiſ⸗ ABei Leber, Miltzes, Verſtopffung, Stein, Fieber, ec. ſich beklagen. Dus Fleiſch(bevorab von Hammeln) und den benachbarten Landen. 8 123 (³⁴01. 3.„‿ 3 Sauer⸗Bronnen befinden(inmaſſen dann „ 1 A* Sol„ 5— 1 1 K4P 7 ſolcher Keller in Sawalbach viel ſeynd) ſo bleibt es ſchoͤn, friſch, und gur, wachſen auch keine Wuͤrme darinnen. Ebner ge⸗ ſtalt bleibt kein Wurm in den Kaͤſen, wann ſie in ſolche Keller gethan werden; ſondern pringen darvon, und ſterben; Wie dann von ſolchen Duͤnſten auch wol Voöͤgel im Fl ſo man ſie hinein laͤſt, erſticket werden. Ja, keine Ratte, Maͤuß, Fliege, oder Schuo⸗ ſcke, darff ſich herbey machen, wann ſie le⸗ bendig bleiben will. Alſo werden, ſo weit die Saurbrunnichte Spiritus ſich ausbrei⸗ en, keine Schlangen, Blindſchleichen, Eydechſen, Kroͤtten, oder andere gifftige Thier, und Ungezieſſer, innſonderheit, was von Faͤulnuß waͤchſt, gefunden. Das Brodt iſt ſolches trefflichen Ge⸗ uchs, und Geſchmackes, daß man es zuf etliche Meyl wegs herumb, da doch ſonſten auch ſehr gut Brodt zu finden, zum Praͤſent verſchicket. So hat man allda junge Hanen, und Hüner, dergleichen Eyer, Butter, Vo⸗ gel, ꝛc. in der Menge; Wiewol bey dem Kriegsweſen ſolche Menge, zuſampt andern nothwendigen Sachen, als Beth⸗ tungen, Haußrath, ꝛc. ſehr gering wor⸗ den. Von Fiſchen hat man Forellen, Krebs, 1( Ug, Salmen, Grundeln, ꝛc. Dann das Waſſer, wie es von der Muntzenbach, da die ſtaͤrck⸗ ſten Sauerbronnen ſeynd, herab fleuſt, verlieret ſeine ſaͤure und ſchaͤrpffe, zuſampt dem Liechtrothen Mineriſchen Schleim, alſo, daß man Fiſch darinnen findet; obwol auf etliche Schritt darvon, oder an dem Ueſprung, keine Fiſch gefunden werden; wmertzen, Magenwehe, Hie der ſondern, wann man ſie, oder auch Krebs, Froͤſch, ꝛc. daſelbſt hinein wirfft, ſie erſti⸗ cken, und ſterben. So iſt an andern Victualien auch kein b zſt auf viel Meyl wegs nicht ſo lieblich, als Mangel, ohne an etlichem Gemuͤß, welches daſelbſt, ohn Zweiffel, weiln das Viehe der kraͤfftigen Kraͤuter, und Blumen, be⸗ vorab des Quendels, welcher in groſſer Menge allda auf den Bergen waͤchſet, ge⸗ 5 p p† nieſſet in der groſſen Sommer⸗Hitz iſt, keines ſtin⸗ ckenden Fleiſches beſorgen: Dann wann man das friſche Fleiſch in einen Keller thut, darinnen ſich Duͤnſte, und Spiritus, von ſet. So darff man ſich auch, wann es ſchon aber doch die Brunnengaͤſt, nach genuͤgen mit ſich zu bringen pflegen. Die Herbergen werden von Tag zu Tag gebeſſert, und aͤndern auch die Einwohner von Tag zu Tag ihre Sitten, daß ſie den zukommenden Brunnen⸗ und Badgäſten je laͤnger, je mehr, allen guten Willen, Dienſt, und Handreichung mit Betth⸗ werck, Kuͤchengeſchirꝛ, ꝛc. der Nothdurfft und ihrer Vermoͤglichkeit nach, um billiche 2 Be⸗ 8 4 —— ——— — 124 Beſchreibung der vornembſten Orth Belohnung alſo leiſten, und erweiſen, daß ſo ſelbiger Orthen hinauß wohnen, an ſtatt niemand, der ſich nur begnuͤgen laſſen wil, des Weinbrunnens/ der Naͤhe halber/ holen. zu klagen haben mag. 7. Der Grindbrunn unterwerts am Es befinden ſich in, und um Langen⸗ Ende deß Wieſenthals, die Rötelbach ge⸗ Schwalbach, unterſchiedliche Sauerbrun⸗ nant, nach dem Flecken biß auf hundert nen, deren jeder ſeinen beſonderen Namen Schritt zu ligend, verurſachet den Grind, hat/ Als:. und heilet ihn auch wieder: Iſt wider fluͤßi⸗ 1. Der Lindenbrunnen, von einer Lin⸗ gen beiſſenden Grind, Frantzoſen, ꝛc. ein den alſo genandt, der wird von den Ein⸗ herrliche Artzney. wohnern, weiln er am nechſten gelegen, 8. Der Katzenbrunn zwantzig Schritt mehr als die andere, wie oben albereit ge⸗ von dem vorigen iſt in keinem Gebrauch. meldt/ zum Tranck gebraucht. Und ob er 9. Der Roͤtelbrunn von dem Roͤtelbach zwar/ wann er eine Nacht in wolvermach⸗ alſo genant, ligt auf vierhundert und zwan⸗ ten ſteinern Kruͤgen(in Glaͤſern haͤlt er ſich tzig Schritt vom Grindbrunnen, wird in nicht, weil er propter ſpirituum copiam Haupt⸗Schwachheiten und Fluͤſſen, deß⸗ ſie zerreiſt) in einen Keller geſtellet wird/ beſ⸗ gletchen in dem weiſſen Mutter fluß, auff⸗ ſer! ſtaͤrcker/ und lieblicher zu trincken iſt, als wann er erſt friſch geſchoͤpffet worden/ bleibet er doch iin uͤber Feld fuͤhren bey wei⸗ tem nicht ſo lange gut, als der Weinbrun⸗ nen. Sonſten iſt er, wegen daß er mehr Mineraliſchen Lettens, und Schieſſers, in ſich haͤlt aͤuſſerlichen zu gebrauchen dien⸗ licher, als andere Sauerbrunnen/ und la⸗ riret ſehr. ſtoſſen der Mutter, ꝛc. gebraucht. 10. Der Weinbrunnen, welcher vorbe⸗ ſagte Brunnen ſaͤmtlich uͤbertrifft; da⸗ her er auch zur Praͤſervation, und Cura⸗ tion, Jaͤhrlich vor andern von viel hun⸗ dert Perſohnen beſucht, und gebraucht wird. Er entſpringt oberhalb dem ober Flecken, ohngefehr funfftzig oder ſechtzig Schritt 2. Der Stockbrunn, welcher ohnge⸗ davon, an einer ſchoͤnen Wieſen, bey na⸗ fehr zwantzig Schritt von jetzt beſagtem he am Ende der Muͤntzenbach auff der lin⸗ Lindenbrunnen, den Flecken hinauff, ligt, cken Hand, wann man aus gedachtem kan zu aͤuſſerlichen Schaͤden, wol gebraucht Flecken bey dem Fuͤrſtlichen Schloͤßlein werden. herkomt; unten bey der Straſſen, da man 3. Der Kochbrunn iſt im untern Flecken nach Wißbaden und Franckfurt reiſet, wie ein Schoͤpffbrunn eingefaſt, und wird auß einem Berg, mit einem lieblich anmuͤ⸗ wegens des Zufluſſes eines andern ſuͤſſen thigen, auch gleichſam ſiedenden Getoͤß: Waſſers(deſſen ſonſt wenig im Flecken iſt) Die Adern und Ouellen ſeynd uͤber die allein zum Kochen gebraucht, daher er ſei⸗ maſſen ſtarck, das Waſſer ſelbſten,(im nen Nahmen hat. 4. Der Kuͤchenhenßgenbrunn, von theils Kuͤchenbrunn genannt, und der die Muͤntzenbach hinauff, in einer Wieſen, auf ohngefehr fuͤnffhundert Schritt gehens vom Weinbrunnen gelegen. 5. Der Augſtbrunn, auch in gedachter Muͤntzenbach dem Wieſenthal hinauf, ohn⸗ gefehr drey hundert und achtzig Schrttt, von jetzt beruͤhrtem Kuͤchenhensgenbrun⸗ nen ligend, und der mit groſſen Steinen anacfäſt, iſt dem Weinbrunnen ziemlich gleich. 6. Der Sporeshoretz/ oder Hores⸗ brunn, auf dreyhundert Schritt von dem Sommer bevorab) ſehr kalt, von Farben uͤberaus ſchoͤn, hell, wie ein Eryſtall durch⸗ ſheinend, zu trincken gar lieblich(wiewohl es einem Anfangs ſeltzam vorkomt,) am Geruch ſtarck wie ein neuer verjaͤhrter Wein, alſo daß man bißweilen meynet, man wolt nieſſen. Berg Campheriſchen, und Agtſteiniſchen, einpfindet man auch, wann man es ge⸗ truncken hat, und aus dem Magen uͤber ſich ſteigen laͤt. Dem Geſchmack nach iſt es trefflich friſch, ſchärpffend auf der Zungen, und etwas Weinſaͤuerlicht; da⸗ her ihme auch der Name deß Weinbrun⸗ Augſthrunnen die Muͤntzenbach hinauff nens gegeben worden. An. 1569. hat dieſer Wein⸗oder Sauer⸗ brunn/ ſich befindend, gleichet dem Weinbrunnen am meiſten, daher ihn viel frembde Leuth, Solchen Geruch/ beneben einem etwas rem n. wührg r uit ,ddegt, pal fg. 1 Na 1nn 1 1 del. deſag Dder Wyj„„ fManneg. uch zur Prinn Zzährlich dr a derſohnen kit an ttſpringtohazun hr funfftig d 1 Eef n 1 Ghg 1 , dern und Dulet 3 . N ſtarck das s ner bevotah) ſcrſ a3 cön bl ed 2 Sſchön bel wec 1 d, zu trwcu ger 6 n Arfingsſthij ſarckwtinneue u „manbüfween g A 4416 A Geruch 15 Au 9* g m zerſchel+ llee„ „ man auch 1 29 det al u in Heſſen und andern benachbarten Landen. 12 brunn, wie weitlaͤufftig Tabernæ Mon- Letztlich Alaun, und Salpeter, wunder⸗ tanus meldet, in rechten Gebrauch zu kom⸗ barlichen durch einander vel miſchet. men angeſangen. Allernechſt bey dieſem Er iſt weder zu hitzig noch zu kalt, er Brunnen iſt ein zlembliche groſſe Quellſtrucknet und verzehret, zertheylet, loͤſet Sauerwaſſers außgebrochen, welche auf, ſtaͤrcket, in dem er zuſammen ziehet Herꝛ Adolff, und Here Ernſt Gebruͤ⸗ Faehet, reſolviret, waſchet ab, ersffnet, purgteret, dere, Graffen zu Solms, ec. vor vielen und ſtopffet gleichwol auch den Bauch. Jahren ſauber mit Steinen Platten ein⸗Dannenhero vertrelbet er ſo wol die kal⸗ faſſen laſſen, auf daß das Volck, ſo den ten, als hitzigen Fluͤß des Haupis. wie auch * Weinbrunnen zu holen kommet, ſeine Ge⸗ den Schwindel, Hauptwehe, ſchwer Ge⸗ faß zuvor daraus ſchwencken und ſaͤubern moöͤge. Alſo haben ſie auch den, von dem ſich n 75 weit ausbreitenden Waſſer, 4 hoͤr, rinnende Augen, und die ſchwere Noth, oder hinfallende Sacht, bringer den Schlaff, und dem Angeſicht ſeine Leb⸗ aß⸗ und haffte Farb wider, ſtaͤrcket das Zahnfleiſch, fuͤmpffigen Boden, rings umb den Brun⸗dem uͤbrigen Schlaft, welcher offt un Tag 8 nen herumb, pflaſtern; wie auch ferner faſt umb den 3 5s 4 3 443544 2 halben Theil des Brunnens einen ſteinern ₰ mit Platten belegen, undſkommet, wehret er mir gewalt. Alſo verhütet er viel Lungen⸗ und Schwindſuchten, reiniget die Lung von 84 ꝝ Sitz, darauff man nieder ſitzen, ruhen, und zaͤhem Schleim, abloͤſet, und zertheylet, beydes fuͤr der Sonnen Hitz, und dem Re⸗ gen, ſich beſchirmen koͤnne, gegen dem macht auswerffen, und ein leichten Athem, bentmmet die Engbruͤſtigkeit; jedoch ſo fern Berg zu, aufffuͤhren und machen laſſen, die Lung nicht albereit gantz, oder zum theil ſo vor etlichen Jahren wider erneuert wor⸗ den. Und wird der breyte Schopff uü S ,ͤ 85 Jaͤhrlich ſchoön loſtig verneuert, und mit friſchen Meyen, aurh RrAAAROR sin dann auch noch darbey ein wol auffgebau⸗ wet Haͤußlem, und darneden eine groſſe h Huͤtte von Lauter friſchen Meyen ge⸗ ma⸗t, fuͤr hohe Perſonen, ꝛc. umb ſich fuͤr der Sonnen Hitz, und Regen, deſto baß verwahren, mit ſchieſſen, ꝛc. ſich zu beluſti⸗ gen, oder aber auch abſonderlicher Diſcurs zu pflegen. Die aus der Müntzenbach zuſammen laufſende Sauer⸗ brunnen machen eine zimdliche Bach, welche zu groſſer der Ein⸗ wohner Bequemlichkeit durch den Flecken fleuſt. Aus ſolcher trincket ihr Viehe; frembdes Viehe aber will daraus nicht rincken. Je ferner nun jetzgedachte Bach fleuſt, je fuͤſſer ſie wird; alſo daß unter einem ge⸗ meinen und wilden Waſſer kein Unterſcheid zu ſpuͤren, ohn allein, daß es ein wenig nach Ey en ſchmecket. Beſagter Weinbrunn haͤlt vornemlich Eyſen⸗Vitriol, alsdann gemeinen Vi⸗ triol, darnach Berg⸗Agſtein, fuͤrters Cry⸗ ſtall, Saltz, Ocker oder Uger(ein gelbes Erdreich, daher es auch Berggelb, und — 141 S.„ 4 faul, muͤrd oder eytericht iſt Ir heiten; doch und in dem Grimmen verſtaͤndig verſah⸗ ſren. Iſt herelich in Leber⸗Schwachheiten, wider Waſſer⸗ und Geelſucht, und Miltz⸗Schwachheiten. Er ſteuret der Schwartzenſucht, und dem Schor⸗ bock. Wider die Hypochondriſche ſtaͤts quaͤlende Schwachheiten iſt dieſes Waſ⸗ ſer vor andern ein extraordinari ſtattli⸗ che Artzney, welches bißhero viel tau⸗ ſend Menſchen mit groſſem Nutzen er⸗ fahren. Er iſt wider die Nieren⸗ und Blaſen⸗ Schwachheiten: Geburts⸗Glieder: Ner⸗ ven: Senn Adern⸗Schwachheiten; des⸗ gleichen wider allerley Fieber, ſteuret dem Rothlauff, und derjenigen Hitz, ſo von zu viel Weintrincken entſproſſen. Es verkreibt auch ferner allerley aͤuſſer⸗ liche Schwachheiten, auch den Ansſatz, welcher noch nicht eingewurtzelt. Wider die Weibliche Schwachheiten iſt er ein be⸗ ruͤhmte Artzney. Was die Baͤder, oder den Prodel⸗ brunnen/ allhie anbelangt, ſo ſeyn es kalte Brunnenquellen, welcher Waſſer Ockergelb genannt wird) und Schweſfel; 23 aber — —— —xx*E‧úÖ3Z[0⁊ an 126 Beſchreibung der ſeyn zu Langen⸗Schwalbach füͤcnemlich furnehmſten Ort, 3 aber gewaͤrmet, und zu Baden mehren hem Waſſer ſein warm und flelßig, mit tells gebraucht wird. Solcher Bronnen empfi dlicher Beſſerung gewaſchen. Der neue Prodelbronn ligt nahe bey zwey, deren der eine der alte, der ander der dem alten, und iſt dem alten an Geſchmack, neue, weil er neulich 1628. auff D. Gre- gorii Horſtii Angeben gegraben worden, recht unter dem Schweffel⸗Keller gegen dem alten über, genannt wird. Beyde ha⸗ ben den Nahmen von dem Prodeln bekom⸗ men. Dann ſie prodeln im Untern⸗Fle⸗ cken, gegen der rechten Hand zu, wann man vom Ober⸗Flecken herab komt, unter dem Kochbrunnen, mit einem ſolchen ſie⸗ denden Getöß aus der Erden heraus, als wann etwan ein groß Feuer darunter wäͤ⸗ re. Der alte iſt uͤber neun Schuh tieff, und kalt, alſo daß man auch in dem Sommer den Wein darinnen zu kuͤhlen pflegt. Hat von der Quellen einen ſolchen ſtarcken Muͤhl⸗Rad treiben moͤchte; doch laufft Geruch und Qualiteten gleich. In der Prob befindet ſich zu forderſt der Maun, darnach Schweſfel, zum dritten Salniter, oder Salpeter, zum vierdten das Cryſtall Saltz, zum fuͤnfften der gemein Victriol, zum ſechſten der Eyſen Victriol, zum ſie⸗ benden Kupffer Victriol, zum achten das Erdbech, zum neunten ein kalckichte Er⸗ de. Dieſe Waſſer aͤndern ſich nicht nach dem Wetter, wie das Berſtadter und an⸗ der Waſſer, ſondern bleibet in einem drey breit, hell, klar, durchſichtig, undthun, wie das Margareten Bad in Nieder Baden. Sie truͤcknen die Hauptflüß uͤber die maſſen; wehren dahero dem Schwindel, Trieb, daß er, dem Anſehen nach, woleinder Melancholey, Schlaſſſucht, Schlag, Gicht, Zittern, Schweren Noth, ſauſen ſolch Waſſer nicht aus, ſondern wie es auf und brauſen der Ohren, dunckelen Au⸗ der einen Seiten heraus prodelt, alſo ver⸗gen, helffen der Mundfaͤul, wie auch Faͤu⸗ lieret es ſich auf der andern wiederum; und iung der Biller, und beveſtigen die Zaͤhn. welches zu verwundern, bletbt der Brunn Dem bloͤden, kalten, und Schwachen doch eben voll Waſſers, laͤſſet ſich, wie auch Magen ſeynd ſie, gleichwie auch allen von der neue, in einer kurtzen Zeit ausſchoͤpf⸗Erkaͤltung geſchwaͤchten, und erlahmb⸗ fen, bis auf den Grund, und wird kaum inten Gliedmaſſen, ein beruͤhmte Artzney. Tag und Nacht wiederum voll. Dann was die ſtarcke Mineraliſche, und Metalliſche Spiritus, und Schwaͤdder, mit Gewalt, wie ein Wind heraus treiben, das verſchlucket das Erdreich meiſtentheils wiederum, derowegen es ſo langſam mit dem Fuͤllen hergehet. Innerliche obſtructiones der Leber, des Mültzes, und Kroͤß⸗geaͤders, oͤffnen ſie ſehr fein. Sie dienen vor Darmgicht, und Grimmen, von kalter Materi; wie nicht weniger fur Schwinden und Ab⸗ nehmen, wann nur kein Fieber darbey iſt. Auch fuͤhren ſie nit ollein den Sand, Grleß Gedachte Schwaͤdem ſeynd ſo ſtarck, daß wann einer das Angeſicht daruͤber haͤlt, und etwan den Mund offen hat, ihm anderſt nicht wird, als wann er erſticken muͤſte. Wie in etwas bey dem Bollerbad geſpuͤret wird, ſo ſonſt nach Schweffel ſtarck riechet, wie das Abacher nach geroͤ⸗ ſten Evern. Gleichwie nun eine Fraͤnckiſche Fran von Adei, welcher bey ihrer Hochzeit Gifft beygebracht worden, darvon ſie gantz an Haͤnd und Füſſen erlahmet, den Wein⸗ Brunnen am erſten gebraucht; alſo iſt ein vornehmer Handelsmann von Heydel⸗ berg, Namens N. Heberlein der erſte Bad⸗ gaſt geweſen, welcher ſeine Arm, ſo von dem Gifft ſehr conrract waren, mit ſol⸗ und ſonſten zaͤhen Schleim, ſondern auch Stein in Nieren und Blaſen auß: Ver⸗ treiben die Geſchwulſt, ſo die Nalur, nach Uberwindung einer Kranckheit, oder bo⸗ ſen Materi, aus dem Leib, in ein, oder an⸗ der Glied getrleben; wie auch die Waſſer⸗ ſucht, wann ſtenicht gar uͤberhand genom⸗ men. Sie heylen offene Geſchwaͤr, o⸗ der Schaͤden, ſie ſeyen alt oder neu; In⸗ gleichem allerley Unreinigkeit, Grind, Raͤude, beiſſen und jucken der Haut, ſampt dem Scharbock. Sehr viel Poda⸗ gramiſche, Contracte, erlahmte, ec. wel⸗ che man in das Bad tragen und heben muͤſſen, ſeynd mit ihrer ſelbſt eygenen groſſen Verwunderung wiederumb geſund worden: Wie auch einer am Bruch. Wider ſbits 20. 24 du t. i. 1 Hdß un ve Pgtet d Bſaon äl „Dandh dic C d her irgfte der enen oſ aßlleeuc lt, mmteg Ja en gem it adende et at daftr en dücha nd mt g b n un. ſ Ag 2 1 1 11 416 8* 6. d 8 deh ,. 4— dfnde 6— 4*ᷣ 4 8„ 17 1ach Sä 3 er f 4 A Dpär 1 6 A ui, duln fin. 6 e in ſechſcnee M 4 Iden Fng. 0 94 1 dbech, an 1 dda dnn 1 de 24 3 3 nM 1Rl Hn ii,, 1 1..„' 49— ſe d 5 . 8 1 12 „ mn ag Qk kickapin f —„ 1 ſen 8 fNN Nhnn— 1)! Melandhen 2u 2 Malanchele 9 b t p 4 R, Auten,, dten af Aſe drauſen dAn 1 helgfen dewii an N D SANKA2SA er Bile, wa a 4* n blöden, iin, ,5 gen ſcyadſt, uche d tung gecoitn, G. 31 e, ÄÄ „1eh jiitLllluſn,- rliche chnäre 9 Aut Ae h N Gedegh 15; L' Facpecdt d =, ein. 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Wider der Gülden Adern Schmertzen, ꝛc. ſeynd ſie gleichfals ſehr dienlich: Auch 127 ehr bewohnet, wegen viel ausgeſtandenen Einquartterens etliche Jahr vber nach ein⸗ ander„alſo daß in dieſem Hauß, vnnd den andern da hernm, niemand mehr wohnet. Es iſt aber, wie ich ſchreibe, wahr, dann ichs neden vielen hundert Menſchen, ſelb⸗ ſten alles gnugſamb geſehen. Nicht weit von dieſem Keller, an dem Berg, da gibt es einen feinen Echo, allda ein Hoͤltzin Pfoſten auffgericht, welcher gar klar antwortek, und vernimot man drey der vier Silben von drepen Seiten. Es hat noch an andern Orthen daberumb viel Ich mehr 9 Und wird in ſolchem letztern Tractat Echo, aber dieſer iſt der beſte. Es gibt viel auch deß Schweffel⸗Kellers allhie gedacht; von welchem ein guͤnſtiger Herr, und gu⸗ Berge und Thal aller ſeiten; und die Lemhe, ſo allda die Brunn⸗und⸗Bad⸗Cur halten, ter Freund den 3. Auguſti des ſechszehen haben offt daſelbſt ihr Kurtzweil, etwan mit hundert ein und viertzigſten Jahrs, alſo ge⸗ Trompeten und anderm, ac. Aus welchem, ſchrieben: Wegen des Schweffels⸗Kellers und auch dem vorgehenden, zu ſehen, daß zu Schwalbach, hat es dieſe Beſchaffen⸗ heit, welches ich ſelbſten gar vielmaln allda geſehen. Es iſt ein ſchlechter Keller in einem Bau⸗ ren Hauß, beſeits des Fleckens, am Berg, welcher nicht ſonders tieff iſt/ da man hin⸗ ein gehet, und ſich eines Vatter unſers lang ſaumet, faͤlt, oder ſincket man zu Bo⸗ den. Dann ſelbiger ſtarcke Schweffel Ge⸗ ruch, ſo aus der Erden herfuͤr kompt, er⸗ ſtrümpft den Menſchen allen Athem, gleich vie der neue Moſt, ſo er giret, im Herbſt in den Kellern thut, und ſich darinn niemand ſaumen kan. Wann man ſich aber gleich im hinein gehen mit dem Angeſicht etwas zu der Erden bucket, ſo ſticht der Schweffel⸗ geruch dermaſſen in die Naſen, daß er un⸗ ertraͤglich iſt/ und ſich nicht wol einer von ei⸗ nem End zum andern zu gehen trauen darff; wiewol der Keller klein iſt. Da man ein Hun, oder Hund, oder ander klein Thier, an ein Schnur bindet/ und es hinein wirfft, faͤlt es bald in Ohnmacht/ und bleibt alſo fuͤr todt ligen; wann mans endlich mit der unſere Teutſchen auch in ihrem Vatter⸗ land allerhand denckwuͤrdige Sachen in Acht zu nehmen, und ſie nicht ſo einen wei⸗ ten Weg biß nach Puzzuolo im Koͤnig⸗ reich Neapolis, die Schweffel⸗Keller, und das Hundsloch, zu beſichtigen, reyſen doͤrf⸗ 43 E 5 inanden dech dalba eine eine Kirch, und ein Fürſtlich Landgraͤffi Ehe und zuvor der Wein⸗Brunnen all⸗ hie bekandt und in Gebrauch kommen, ha⸗ ben ſich die Einwohner oder Buͤrger dieſes Orths,(wie ſte ſich nennen) deren uͤber die hundert Haußhaltungen es allhie gehabt, mit dem Tuchmachen und Wollenweben ſernehret, und jaͤhrlich eine groſſe Anzahl Tuͤcher verfertiget, ſolche in beyden Franck⸗ furter Meſſen verkaufft, und nicht gerin⸗ gen Nutzen geſchafft; Nun aber ſeithero der Brunnen zu Friedens Zeiten, in ſo groſſer Anzahl Volcks, Jaͤhrlich den gantzen Sommer uͤber beſucht wird, dahero dem Inwohner groſſer Nutzen zukommet, ha⸗ ben ſie das Tuͤchermachen allgemach fallen Schnur wider herfüͤr zeucht, und auff den laſſen, daß man anjetzo nit einen Wollwe⸗ Bodenlegt, daguter Lufft iſt, und alsdann ber mehr da findet; der Orth iſt dahero gar mit einem Geſchirr voll Waſſers begeuſt /ſchön und wol erbauet, mit vielen groſſen ſo kompt ſeine Lebens⸗Krafft wieder, und und bequemen Haͤuſern vermehret wor⸗ laufft endlich wieder davon. Diß hab ich, den. Anno 1632. umb Johanni iſt durch ei⸗ ſeint zehen Jahren, gar vielmahlen ſehennen Soldaten ein Schuß nach einem Vo⸗ probieren; Aber jetzunder iſt dieſer Keller/ gel geſchehen, ſo ein Stroh Tach auff einer wie auch das Hauß faſt verfallen, und kan Scheuren angezuͤndet, davon in einer man zur Sttgen nicht mehr herunter kom⸗Stund 50. Gehaͤu in dem untern Flecken men, und iſt ſelbiger Flecken nicht halber abgebronnen. Ein — ——jj 128 Beſchreibung der vornembſten Orth Ein Stund von dieſem Schwalbach lig! der Flecken Berſtatt/ ſo vor Zelten, als die Roͤmer Wißdaden bekommen, eine groſſe Statt geweſen. Eine halbe Stund davon iſt eine Michwarme Quell, dem Pfeſſers Badwaſſer gleich: Der Ablauff ſolcher Quell faͤllet in ein fuͤrbeyflieſſendes Baͤchlein, darinn viel Krebs gefangen wer⸗ den, deren die ober der Quell im Sud roth, die andere unter der Quell gefangene aber gelb werden. Dieſes Baͤchlein theilet die Chur Maͤyntziſche und Heßlſche Lande der Orths von einander, und unfern davon grentzen auch zweyer Graffen von Naſſau Lande mit dieſen, dergeſtalt, da man in mit⸗ ten dieſer Grentzſcheydung einen Tiſch ſe⸗ tzen wuͤrde, vier verſchiedene Land Herren, jeder auf ſeinem Grund und Boden, dar⸗ an ſitzen koͤndten. Anno 1653. den 3. Siptemb. Neu. Cal. iſi allhie, zu Schwalbach, des Heren Phi⸗ ſipp Wilhelmen, Pfatzgraffens bey Rhein, und Hertzogens in Bayern, ec. zu Neu⸗ burg Fuͤrſtlich Beylager, mit der Fraͤulein Amelia, Landgraͤffin zu Heſſen, Darmb⸗ Kriegen, und Fehden, als auch durch Brandt, viel erlitten. Zwiſchen Schwar⸗ tzenborn, und Herßfeld, wohnen die von Wallenſtein. Schweinsberg. St anfaͤnglich ein einſames Schloß und ₰ Thurn auff einem hohen Huͤgel und Steinſelſen erbauet, und mit einer feſten Mauren umgeben geweſen, ſo annoch biß heut zu Tag die Oberburg genennet wird, welches Schloß hernach, als das Adeliche Schenckiſche Geſchlecht ſich ergroͤſſert, rings umhero mit noch fuͤnff Adelichen Wohn⸗ haͤuſern und andern neben Gebaͤuen, zweyen Ringmauren, und zwiſchen denenſelden ei⸗ nein Zwenger und dreyen Pforten umb⸗ geben und aufſgefuͤhret worden, uͤber de⸗ ren inwendigſten die Jahrzahl 1482. in Stein gehauen. Auſſerhalb dieſes feſten Burgplatzes zur lincken Hand des Auß⸗ gangs gegen und in dem Flecken, ſeynd, oh⸗ ne die vorige, noch zwey Adeliche Wohn⸗ haͤuſer geſtanden, als nemlich eines im Thal innwendig der Stattmauren, ſo An. 1607. erbauet, das ander auf der Neuſtatt, ſo auſſerhalb der Ringmaurn, und iſt der Fle⸗ ſtaͤttiſcher Lini, gehalten worden. Schwartzenborn. 4* St der aͤltiſten Füͤrſtlichen Heßiſchen ₰ Staͤtte eine in der Graſſſchafft Ziegen⸗ hain, erbauet. Wird von einem Brunn, der am Eyßberge gelegen, alſo genannt. Von dem Schlaß iſt nur allein das jetzige Rathauß noch uͤbrig. Es ligt dieſes Staͤtt⸗ lein, zuſambt ſeinem Aemtlein, und Ge⸗ richt, Obern Aula/ von der Statt Neu kirchen, zur ſeyten, gegen Nordoſt, und iſt Anno 1636. gontz eingeaͤſchert worden; da⸗ bey ein ſehr ſchoͤner Teich iſt. cken dazumal in hundert und zwantzig ge⸗ meinen Buͤrgerlichen Haußgeſaͤſſen, und 4-Pforten beſtanden. Deren zwo von Zei⸗ ten hero gantz veroͤdet und nidergefallen. Als aber die Caſſeliſche im verwichenen 1636. Jahr, ſolches verwahrte Hauß durch 80. Mann zu Fuß beſetzen laſſen, in Meynung, denen zu nechſt auf Amoͤneburg gelegenen Käaͤyſerlichen Voölckern, die Contribution abzuſtricken, und umb deß willen der Kaͤyſ⸗ Gener. Boͤnighauſen, ſampt beyden Graf⸗ fen von Mansfeld, und Ritberg, mit ihren Zu heeden underhabenden Troppen, ſo in 16. Regi⸗ eſs ſeyten ligen zween uͤberaus hohe Berge; de⸗menten beſtanden, ſolchem Beginnen abzu⸗ ren der eine der Knuͤll, oder Knoͤll genannt wehren, den Flecken Anfangs blocquirt, wird, und auf etner weit umbfangenen hernachgehends hinein geruͤcket, aber, nach⸗ Hoͤhe gelegen, und neben dem Meichßner, dem die Nieder Heßiſche mit Granaten her⸗ der hoͤchſte im Lande iſt. Der Ander, ſo ge⸗ auſſer geworffen, und alſo die auſſerwer⸗ gen uͤber, auf der von Wallenſtein Ge⸗tige ligende nichts gegen ſie effeckuiren koͤn⸗ biett, und am Stiſſt Hirſchfeld, heiſt der nen, baben ſie hin und wider im Fiecken den Eiſenberg, oder Eyßberg, weiln man gar 6. Julit ſelbigen Jahrs verſchiedentlich ſpat ins Jahr hinauß, in dieſer Gegend, Feuer anlegen laſſen, wordurch ſelbiger in noch Eyß findet; an welchem viel Eyſen⸗drey Stunden„beneben allen Adelichen huͤtten, und auch vor etlichen Jahren ein Gebaͤuen, Kirchen und uübrigen 2. Statt⸗ Alaunbergwerck erfunden worden. Es hat Pforten, gantz und alſo eingeaͤſchert wor⸗ dieſe Stalt, ſo wol in den Inheimiſchen den, daß hiervon mehr nit, als zwey ee Hauß⸗ — — gS,E ihen 6,Pn ſowerc 1 ha te n ⸗ Fanta 30 aotmns tfe 1on z di lyor In 5 tiſte uͤrr wam h; , G L Sal d bn ihm C nine un rlck. om muit s di tteficd ün isae die ib ta dars ſere wanch g aſte m alen 1 det m. ter hian be ädand da 4, eme de , ülecn che u p „ 48 6 1 — K W 4 4. 6 1 1 19 0 Uer * 7 0 Uauren, unh uh, 1 —? un ſ0 6' 29 awendic Iſen W NA d bel Sſlil M Nadn 4 7 1 2ℳg oen ſ. gel AuI. Aſk Gd, ſ platze ur latn hu 4 V s Qeqen un h hs Nenun Nn d. vor ige, koch er danden 1 1 Tge landen Asmand 9 8. Nar 8 endig der Etatmun. 4 da. 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Land en. von Schioß uad Karchen üͤber Antergebaͤu dem Furſten zu Heſſin, ihnen wegen ihn Schies ung Kirchen zerblieben, ha⸗ Meriten, das Er 3„Sahen en⸗ Am gen A⸗ Fürſten thumbs Heſ ſen auſtaetre zen Haͤnletn en je do 8c0) Kerwere 111 2 ½ʃ8 5 deis Perſo nen an ihren beyden Tehau⸗ Schencken ede ſung ererlonen an ihren beyden Behau⸗ Schencken gerande ſolche em Orth beyge⸗ gen, elliche B u ihrem eignet worden„c 1ſ ſe 1 Inmaſſen Munſtere lott N Serß 1 3„ 6443,— ☛ 3 1 4 K4UnlteruUs nothige ILne halt, wiederumb in etwas m 0g aphe lib. 3. tol. 10Q. eines Hans angefange 2 go Ho 5. A2 1S. 84⁸ʃ auſer, ze daß hne beri ühr⸗ S chenck zue— Schw veinsberg genandt„ 0 n l⸗ letzo— Domicilia An 0 1296. auff einem Thurnter zu »&☛* 2 1 Schweinfurth am Maͤyn, wie Be eh n velch Canrandſey⸗ 3: 5 1275 Conrad Sck hencke ens we den dann auch un ner anderm erfolget, datz Jahr 1284. zu Regenſpurg uß dem Thur⸗ in der Kirchen die ſchoͤne Orgei mit ihrer nier geweſen, gedencke Jc li els Zugehor verwuſtet, und alle Glocken, de⸗ ret n5. an der Zahl geweſen 4 ₰ 5 gauch kol. — 3 deimlich ver⸗(Szpgoyj p br 4 oht und e nt fremd det wo 1 Nort de 5 5 11. 98 5 D E. 8 gen 8* 1 eine vo zeh 19; 8§ 4 als Ann 10 46. 1 die Kaͤhſt„ d0s Gands 6 ſte me orn me E 1 ad in der r Gra ff⸗ eingenommen, wur den 1 die beſten Thuͦ üͤrne. humtt Mom ziom hVer rweo „. ASs 2 p 5 s„ ₰ ſchaßft Naſſau⸗Dillenb⸗ rg, auf einem ugel und? ſen geleg gen, und mit Mau⸗ te ei Thuͤrnen befer ſiget. Hat ein Schloß darinn 21, un d nicht fern Staͤdtletn Homberg am Waſſer die Ohm nicht ſonde derlich gro oß, und d liegt gegen genan b ſer auf einemn ableitigen Huͤgen t hem zu oberſt das beſagte S inwendt 1 des F Eens doch auß Graͤfliche Reſide ntz iſt. Liegt von Dallen halb der Stad er, un de ae ſeAſa n ease on der t Set tadt ein vornehm Eiſen⸗Berg⸗ Fichenk tbogendeſe d eb 8 Das Waſſer Sige rinnet unten Urn ſchen der Chur⸗Maͤuutztſch hin, davon ſie auch den Namen, und gehet Ampnegurg G G* ne 9„ 1 a Anis neburg, und Darmſtadtiſchen eine ſtemerne Bruͤck allt daruͤber. S Sie it auerſeits W 1 56 45 8 ₰* 9* AA 1⁄ A,—As„ wie auch: welc ſerhald der Stadtt eben. Und berg britthalb Me ien. bey den Weſtphaͤ⸗ oll dan enhe 0 9 Nahm en liſch en G raͤntzen. P. Bertius w lll, daß St ie⸗ 8 chie eins! deron 3 als gen des Prolomæi 8655 dint mum ſeye. 9 Vor der erſte, vom Schenc clecht„Anhen Jahren iſt dieſe Stadt inwendig Walther genannt, t derſan den Kirchen, und n gemei un heilige E abethen„ M à zu Privat⸗Gebaͤu, und ern, ſchoͤn ge⸗ Ungarn To„als ann nograff Luswi zieret und gebauet; e ndig aber an g mauns Sohns IMaiti„ von terſchi n gen, Her Preßburg in das Land; zu ant, und ihme gnaͤdig ve zergunſtiget rth und Enden ſeines Ge alens Sitz; u bauen, er dieſen Platz vor wazi let, welcher zwar, der Hoͤhe h⸗ den Pforten, mit 8 Thorei n, gegen das dan raſchen, verwahrt, ſten Schloß her, mit etlichen 2 ern ſtigt worden. Das Schloß, ber gen Auffgang oben an d e 99 Z S= . 2 70) ₰ el 1 wol r verwahrt, und umhero Megei e* mefe hat Graf Jol han in der aͤltere von Naß Man ten Proſpects, umliegenden Wis ſengrun dScſten ovirt, mit einem ſchoͤnen Zenghauß don Hewaͤlde und Waſſers, ſe 1 ber allerhand Wehren, Geſchit und Zuge⸗ hingegen von Buͤſche n un doͤr, auch etnem iuſtigen darbey gelegenen wild und rau anzuſehen ger 8 Hof garten Pätere et Er hat auch ein Pæ- allerhand Gethier, und bev lagogeum, dem; zu. Herborn gleichfoͤrmig, Schwein ſich auff lUhie kandirt. Iiem im Jahr 1616. etge ſteinkluͤpffigen Berg Ruterliche Keriegs⸗Schul, durck den Veſt⸗ dahero nicht ungeraͤumt onſund M ann Capitain, Jol hann Ja⸗ dem damahligen Sche nc wielcobi von Wallhauſen, durch ein gedruck⸗ auch etliche deſſen mmende ſich tes Sch reibe ührichen„ und im Jahr Herrn von Varila oder r Ba ier⸗ der ern, 1617. den? 29 g mache laſſen. Ju die k⸗ und vermuthlich hernachgehends, als von ſer Stadt 117 ohren Tilemannus Stella, R⁴ zuvor 1 30 Beſchreibung der vornembſten Orth worn Stoll genannt, welcher den 18. Fe⸗ Aeder, im Jahr 1589. ſetnes Alters im 64, zu Wtttenberg tods verfahren. Von dieſer Stadt hat das Land, und die Herꝛ⸗ ſchafft den Namen, daß es das Sigerland genennet wird. Es ligt bey Sigen, Wil⸗ denberg/ denen Junckern von Hatzfeld zuſtaͤndig. Das Land herumb iſt ziemblich fruchtbar, daß man die Lebens Notturfft allda wol haben kan. Siehe den 6. Theil des Georgen Braunen Staͤttbuchs. Es hat Sigen eine Zeitlang, in dieſem Krieg, die Roͤmiſch⸗Catholiſche Reltgion gehabt; Aber, nachdem im Januario, An. no 1645. Graf Moritz von Naſſan, aus dem Niderland hieher kam, und durch ein ſonderlich Stratagema ſich auch des Schloß bemaͤchtiget, ſo iſt ſelbige Relt gion wieder abgeſchafft, und die Reformir⸗ te auf das neu allda introducirt wor⸗ den.. Es gehoͤrte dieſe Statt ſonſten zur Weſtphaͤliſchen Beſchretbung: aber, weil Sie im vorigen Text, in dieſer Topogra phia Haſſiæ einkommen; So will ich Sie gleich noch ferners in derſelben ſtehen laſ⸗ ſen. Bey den General Friedens⸗Trac⸗ Solms. 3 En nralt trefflich Schloß, welches von dem Rheiniſch⸗ und Schwaͤbiſchen Bund zerſtoͤret worden, wie in der Lim⸗ purgiſchen Chronic fol. 45. zu leſen iſt. Der alt Römtſche Geſchichtſchreiber Am⸗ mianus Marcellinus erzehlt etliche Teut⸗ ſche Koͤnige mit ſolchem Namen, daß man mercket, daß er ſolche Nahmen nicht ver⸗ ſtanden, welche doch noch uff Teuſch ſich reimen. Als er nennet unter andern lib. XXI. den Koͤnig Vadomarum, welcher oiel Krieg mit den Römern gehabt, und endlich durch Betrug des Kayſers Ir⸗ iant gefangen, und ins Elend verſchickt worden: Deſſen Sohn nennet gedachter Hiſtorienſchreiber Virighabium, welcher dem Kaͤyſer Valentin. vlel zu ſchaffen ge⸗ macht. Nach deſſen Tod geſchahe eine Vi. Gori der Teutſchen bey Solicinio, welches Jacob Schopper l. 1. Chorogr. c. 10. p. 195. 196. vermeynt ſeye Solms. Und weil Schopperus alſo muthmaſſet, kön⸗ te man gleichfals vermeynen, die Graf⸗ ſchafft Wied habe hier von Virighabio den Namen. Wie auch Hadamar, von taten, iſt des Jahrs 1648. gelchleſſen wor⸗ den, daß, wegen Stegen, die Sach guͤt⸗ lich ſoll verglichen, oder durch elnen Recht⸗ ſpruch auffgehebt werden; benebenſt aber Herz Graf Johann Moritz ven Naſſau, ſampt ſeinen Gebruͤdern, ohn einige Be⸗ truͤbunge, in dero, nach Ausweiſung ei⸗ nes jeden Antheil, eingenommen Poſſeſ⸗ ſton verbleiben. Strittigkett her, aus Heren Graf Jo⸗ dem Koͤnig Vadomaro. Die Grafſchaßt Solms wird getheuet in Braunfels, Lat bach, und Licha, dahero die Herren Graf⸗ fen ſich in drey Linien ſcheyden, davon Sl⸗ brecht Otto Bilgen vom Stammbaum der Graſſen zu Solms zu leſin: deren ſamptlicher Monatlich, einfacher Reichs⸗ Anſchiog iſt 264. fl. daran Lich, und Lau⸗ Es rohret aber ſolchebach 144. Muͤntzenberg, oder Braunfels aber 120. Gulden, erſtatten ſollen. Zum hann von Naſſau, des Eltern, Teſta⸗Cammergericht gaben Sie vorhin Jaͤhr⸗ ment, in welchem Er geordnet, daß ſein ältiſter Sohn, Graf Johann der Juͤnger, dem Geſchlecht zum beſten, die gantze Graffſchafft beſitzen, ſeine Brüder aber etwas gewiſſes hergegen haben ſolten. Als aber gemelter Graf Johann der Juͤnger, zur Catholiſchen Religſon ſich geneiget, hat der alte Herꝛ Graf Johann ein anders Teſtament gemacht, und den Brüdern gleiche theil an der Graffſchafft ausgeſetzt. Siehe Infarmationem juris,& facti, die Naſſau Sigeniſche(ucceſſion belan⸗ gend, de An. 1632. und Joban. Theod. Sprengeri Bonum Principem. ich, ins geſambt 49. fl. jetzt ſinde ich, na dem erhoͤchten Anſchlag Etin 36. Auirh tzer. Bey dem juͤngſten Reichstag zu Re⸗ genſpurg, ſeyn in Perſon, und durch Ge⸗ ſandſchafft, erſchienen, Heeꝛ Johann Auguſtus Graf zu Solms, H. zu Muͤn⸗ tzenberg, Wildenfels, und Sonnenwald: Wilhelm, Philips Adam, Pöilip Rein⸗ hard, Ludwig, Moritz, Georg Friederich, Philip Carl Otto, Heinrich Trajectanus, Sc. fuͤr ſich, und im Nahmen der andern Herren Graven zu Solms. Siehe Dn. Limnæum in addit. ad lib. 4. de jure publ. p. 536. feqq. Sontra 4 zän, ¹ wol edach iger ſaidds uͤrſte nergt ahed ieten zan en, ur it ſt de n,urga ichn in den kom ucheian enu Wa hatn jie C edelcf abge e Antn iſt m „dorag fften ene r Fr⸗ it,ſcne lichu w, th ehal a Rim zerg deu mbae d ſeil be ahſer Vajenn- B 2„ M Nach deſndhe 7 bRſſh hghd n „ 61 er Teutſcha p 6 PEek 1. I,Chcrh 3 94 40 HeEHſ 9 R, vern Trat ſge S. 5 chopperbsg uhn 7 „10 8 hGz 0 ich fols 4 Mahgen 4 Wud habe ie 4 aA Uul 1' 1' mch. A Tduchecd R ünig Vaima Jhe n Swurd getbeicmda i nd Licha, dahaodn m n COHAſAH hed. n drep Linien ſchedg as — Otto Vian dum m affen zu Sus u u ſicher Moralcht og iſt 264 f duud 1s 44. Maäntarie, a E 20. Guldo, cfatn A nergeticht günEt, t ns geſewb 2 rhöchten Ancg Bay dem dngienR 1 arg, ſernu Petes d hafft, aſckh= un gaſaer g Pidenfis,“ 5 ber ʃ” ſ 11 4 n * 19. l 5* 1 Wontra. Wed vor ein alte Bergſtatt in Nider⸗ Heſſen gehalten, in welcher jederzeit, und von alters hero, beſonders aber, als das Vergwerck zu Reichelsdorff, und J⸗ ba, gebauet, die Lohnzeit, und Berg⸗Ge⸗ richte angeſtellet worden, ligt an einen Hugel, in einem Grunde, daher ſie gar un ebne thalhaͤngige Gaſſen hat. Der Acker⸗ bau, und Schaͤfferey, macht ſolch Staͤtt⸗ lein nehrhafft. Unden dardurch fleuſt ein ſchoͤner Forellenbach, auch Sontra ge⸗ nannt, ſo etliche ſchoͤne Muͤhlen treibt. Es hat dieſe Statt umbs Jahr 1263. und dann im 13897. viel Schaden durch Krieg erlit⸗ ten. An. 1558. hat das Feuer, ſo ein Bur⸗ ger durch Flachstrocknen verurſacht, die Kirchen, den Glockenthurn, ſampt fuͤnff Glocken, ſo wol alle Gebaͤu der Statt, uũ die damahliger Zeit eingeerndte Fruͤcht, in Heſſen und den benachbarten Landen. biß auf. des Fuͤrſten Behauſung, welche, Spangenberg/ SChloß, Statt, und Ampt, iſt eines der ₰ vornehmbſten Aempter des Fulda⸗ ſtrohmbs, mehrentheils Jenſeit, wie auch eins theils nach der Werra, im Riedforſt, und eitel hohen Bergen gelegen, ſonſt al⸗ lenthalben umbher Heſſen zuſtaͤndig. Das Schloß ligt vorm Walde, auf einem ziemblichen hohen Berge, welcher daber der Spangenberg genennet wird, weil an demſelben, wie auch an einem Huͤgel gegen über eine groſſe menge kleiner runder Stein⸗ lein gefunden werden, die alle von Natur ein Zeichen, wie eine Spange, auf ſich haben, ſo wunderbarlich zu ſehen. Das Schloß iſt ein ſehr altes, hohes Gebaͤu, laͤnglich gehauet, doch gantz geſchloſſen, und hat eine Durchfart; iſt ſonſt volller al⸗ ter Antiquitaͤtiſcher Fürſtlicher Gemäaͤ⸗ cher, hat auch einen feinen Fuͤrſtlichen Saal, welche, wie auch andere Gemaͤch⸗ wegen eines nahe darbey gelegenen Teichs, er, nach, und nach, von den Landsfuͤrſten, erhalten worden, verderbet. Anno 1598.ſein erbauet, und verbeſſert worden; hat den 27. Julti iſt der Kirchenthurn umbges auch einen ſtattlichen uͤber 60. Klaſſtern fallen, und gleichwol der Thuͤrner mit dem tieff, durch den Felſen, gebrochenen Brun⸗ Leben davon kommen, auch die Glocken nen, welcher, durch Eſel, in einem groſſen in ſolchew fallen unverletzt blieben. Anno Rade, auffgezogen wird, dardurch in we⸗ 1634 haben die Crabaten dieſen Ort weit nig Zeit, die Ciſternen, ſo eine groſſe men⸗ uber die helfft abgebrannt. Das hieher ge⸗ge Waſſers erhalten, erfuͤllet werden koͤn⸗ hoͤrtge Ampt iſt mittelmaͤßiger groͤſſe, inſgen. Uimb das Schlotz hat es erſt einen 12. Dorffſchafften, und etlichen Hoͤffen, hohen, und mit vielen Thuͤrnlein verwar⸗ beſtehend. Der Fruchtwachs iſt ziemblich ten ſteinern Zwinger, umb denſelben einen ſtarck, ſonderlich umb das Cloſter Coͤrn⸗ ſehr neff in Felſen gehauenen weiten Gra⸗ berg, ſo eine halbe Meyl uͤber Sontra, ben, woruͤber an beyden ſeyten des Schloſ⸗ gegen Rotenberg werts, gelegen iſt. Esſes ſtarcke Zugbruͤcken gebauet ſeyn. Fol⸗ wohnen in dieſem Ampt viel Edelleuth, die gends hat umb dieſen Graben Landgraf da ihre eigene Gehlete, und Gerichte an Wilhelm der Fuͤnffte einen hohen erdenen einander ligend haben; daher auch ihr Be Wall, mit gehdrigen Paliſaden, ſetzen, zirck zuſammen weit groͤſſer umfangen, als und den Ort befeſtigen, auch mit etzlichen das Fürſtliche Amptan ſich ſelbſt iſt; nem Metallinen Stucken, und anderer Mu⸗ lich, die Baumbaͤcher, Boyneburger, ſonition, genugſamb verſehen laſſen. Die von dem auf einem ſehr hohen Berge ge⸗Statt ſelbſten ligt naͤchſt unterm Schloß, legnen Hauß Boͤneburg, deſſen Mauren auf einem Hügel, und gleich demſelben, noch uͤbrig, den Nahmen haben, Treu⸗wie auch das Dorff Elbersdorff unterm ſchen, Biedenfeld, Stockheimer, Hun⸗Schloſi, zwiſchen den beyden ſtarcken Fo⸗ delshauſer, Dieden, Werſabe, ꝛc. Der rellen Baͤchen, die Pfeiffe, und Eſſa, ge⸗ beſagten Treuſchen Stammhauſe iſt, nannt. Dieſe Stadt iſt zwar ziemblich ge⸗ Prandenfels; davon auch noch die Mau⸗bauet, doch von keiner ſonderlichen groͤſſe, ren uͤbrig; der Baumbaͤcher aber hat aber unterwerts gegen Elbersdorff ei⸗ Dannenberg, ſo noch zum ne Vorſtatt; und iſt dieſe Statt An. 1637. theil bewohnet wird. bey einem Feindlichen Einfall, und daher entſtandenem harten Scharmuͤtzel, durch R 2 welchen — — 132 Beſchreibung der welchen die Feinde wieder heraus geſchla⸗ gen worden, im Abzug von ihne angeſteckt, und faſt der dritte Theil abgebrant worden. Das Ampt beſtehet ohngefehr in 26. Doͤrſfern, welche alle faſt in ſehr tieffen Grüuͤnden, an ſchoͤnen herrlichen Fiſch⸗ Waͤſſerlein liegen, und begreifft die Helffte des Riedforſts, ſo eine trefliche und alte Wildbahn iſt, in ſich. An der Fulda hat es eine feine Ebene, auch etwas Weinwachs; in welcher Gegend, bey dem Dorff Alten Morſchen, das ſchoͤne, ſehr luſtige und weit umfangene Cloſter Heyda lieget, welches gantz noch von Stetnen, ſambt der Kirchen, in ſeinem quadrat, und Cloͤſter⸗ licher Form ſtehet, durch Landgraf Mo⸗ ritzen aber die Ingebaͤu etwas veraͤndert, und ſehr viel vornehme Fuͤrſtliche Saͤle, Gemaͤcher und Cammeren, darinnen ge⸗ bauet worden, daß ein groſſer Fuͤrſtlicher Hoſſtatt allda wol wohnen kan. Hat zwo ſchöͤne, liechte und hohe Creutzgaͤnge, über einander vor den Gemaͤchern rings umher gehen darzwiſchen ein Luſt⸗Gaͤrt⸗ lein, und im Untern⸗Creutzgang, neben einem ſchoͤnen gewoͤlbten Saal und Ge⸗ maͤchern, alle zur Haußhaltung gehoͤrige Zimmer. Die Kirch iſt uͤberaus ſchoͤn fuͤrnehmſten Ort, man dieſes Alabaſters zwiſchen Rotenberg und Morſchen, zu beyden Seiten der Ful⸗ da, ſehr viel, auch nunmehr rothbraunen Marmor, mit bunten Adern. Aus dem der Gips gebrant, ſo zu anſehnlichen Ge⸗ baͤuen ſehr gebraucht wird. Zwiſchen alten und neuen Morſchen, liegt auch ein hoͤltzer⸗ ne Fahrbrucken, und Landſtraſſe uͤber die Fulda, dabey eine Schleuſſe, wie auch zu Rotenberg, maſſen vor dem Krtegswe⸗ ſen, man biß auff Hieſchfeld mit den Laſt⸗ ſchiffen fahren koͤnnen. In dieſem, wie auch Rotenbergiſchen Ampt, und meh⸗ renthells des Fulda⸗Stroms, iſt von we⸗ gen der vielen Gehoͤltzer und Weyben, und der Flachs⸗Zucht, der Woll⸗ und Garnhandel, ſehr ſtarck. Es hat auch in dieſen Aembtern, Rotenbergund Span⸗ genberg, der verwüſteten Doͤrſſer und daß dieſe Gegend des Landes, dabevor, weit Volckreicher und beſſer gebauet ge⸗ weſen ſeyn muͤſſe. Und ſcheinet, daß der Sullingswalde daher nicht gar alt ſeye, weil man noch ſehr viel Gemaͤuer von ver⸗ wuͤſteten Doͤrſfern, Kirchen, und d⸗ rglei⸗ hen darinnen findet, mehr als an einem hoch, liecht, hell und zierlich angeſtrichen, Ort im Lande. Des Jahrs 1647. warb und hat das Gewoͤlbe, ſo doch ſehr weit⸗ das Staͤdtlein Spangenberg gautzan laͤufſtig, keine Saͤulen. Um die Kirche pluͤndert, das Schloß aber allda von und Cloſter, hat es einen ſchoͤnen Luſt⸗ und Baumgarten, gegen uͤber, wiewol alles in der Ringmauer, hat auch viel andere gantz von Stetnen aufgefuͤhrte Scheuren, Staͤl⸗ le, und andere zur Haußhaltung gehoͤrige Gebaͤu, und mitten auf dem Hofe einen ſchönen von Stein ausgehauenen doppel⸗ ten Springbrunnen. An dem Cloſter liegt, in einer ſchoͤnen weiten ebenen Aue, an der Fulda, der dem Cloſter zugehoͤrige Acker: und Wieſenwachs beyſammen, dahm ein ſehr trefliches Ausſehen, in welchem man auch an einer Ecken, auff einem Felſen, die Gemaͤuer von der alten Wallfart des Cappelbergs ſiehet; ingleichem bey dem Dorff Camefeldt, einen groſſen Felſen, von ſchoͤnem weiſſen Alabaſter, daraus groſſe Taffel, und Steine, gebrochen werden, davon auch die Capell zu Roten⸗ hge⸗ den Kaͤyſerl. vergebens beſchoſſen, ꝛc. Dieſer Fuͤrſtlichen Nieder⸗ Heßiſchen Stadt, zwiſchen Homburg und Eſchwe⸗ ge gelegen, Anfang iſt zwar unbewuſt, al⸗ lein daß man weiß, daß allberett Anno 13009. ſie im Flor, und vor Alters eine be⸗ fondere Hereſchafft geweſt iſt. Und ſtehet in der Linpurgiſchen Chronlck, daß Land⸗ graff Heinrich in Heſſen, zugenandt der Iſern, die Herrſchafft von Dinwerde, darzu Spangenberg gehoͤret, erobert ha⸗ be; welche Herꝛſchafft geachtet ſeye beſſer dann 300000. Guͤlden. verus ſchreibet lib. 2. Antig. Fuldenſ. cap. 11. pag. 148. daß der Landgraf in Heſſon, Spangenberg, mit dem Cloſter Heſer. noch als ein Lehen von dem Stift Ful⸗ da, innen habe. Im Jahr 1382. ſt eine berg. Item ein vornehmes Gemach zud Caſſel, und die Fuͤrſtlichen Begraͤbnuu daſelbſt, gebauet worden. Und findet Taglelſtung in dieſer Stadt gehalten wor⸗ en, da Conradus von Haguaw zu todt zwiſchen einer Cammer⸗Thär gedrucket worden, daryon zu ſehen Valent. Muͤn⸗ tzerin Alabaſter wird auch ein ſchoͤner gleiſſen⸗ Kirchſchedel, gar viel: daher vermuthlich, Chriſt. Brou- hhhhſſℳ“ Ghy ⁴N N G ae r V 1,AA 1 h ☛ +* 8E Sz„8 BRMWer eaes Wh n Vip 8 günn aſſchr eirae denen ha MA ahrör uca- d R otenbagen der Fla, handel, ſ 4, N ig, de 5 ſchedel, grne ieſe Gegend Volckreiche w ſehn müſſe d ngswalde dar nan nochſihete ten Dorfenn g darinnen fiht, n Lande. Ae⸗ laͤdtlein Epna rt, dae Sche rl. vergehene be aſr Fünflich Aon „ zw 1' 1 3 Ä A 1 3 r an4(0 „ iA 7 Anfanaſt! aß man wiß, ſie im Flor, end e Herrſchefftget Linpurgſchn Heinrich N die Henih Spanqeoberg, 1 J elche Herſcheft *½ 300oc Güde chreütt. 1 3 1 Cehen ₰ Af habe Ig e — 1 5 A4 e e. — A= T AA e —— —— K.— A —= SCHMARILZENBOBRN 4 2 8 3— — 3 HIiti G S — 5 1 dlue 1 Maeaes euftnh Nfferi e g aue petre S —— ꝗ— — = — vane g anm Ia 1f — — — — — — — üte 1 6s in Heſſen und den benachbarten Landen. 133 tzer in der Fuldiſchen Chronol. fol. 1 54. A. und Bernhard Hertzog i Chronick pag. dS tzog in der Elſaſſer Staden. S iſt Staden ein Meyl wegs von Friedberg in der Wetterau gelegen. Soll vor Zeiten eine maͤchtige Statt ge⸗ weſen ſeyn. Hat etliche Adeliche Sitz all⸗ da, und darunter ſonderlich das Carbi⸗ ſche Hauß an dem Waſſer, in der Burg, nicht weit von der alten Schenckiſchen von Schweinsburg Behauſung. Es iſt bey Staden hinauß nacher Friedberg und da⸗ ſelbſt herumb, der rechte Kern des von Fruchtbarkeit weitberuͤhmbten Landes der Wekterau. Doctor Eraſmus Alberus ha Anfangs das Evangelium allhie gluͤck⸗ lich fortgepflantzt. Die Burg allhie iſt ein altes Weſen, und Gan⸗ Erben Hauß. Dann das Gericht Staden begreiſſt in ſich ſechs ſchoͤner Flecken, deren Obrigkeit aus gemeiner Gan⸗Erbſchafſt ſind der Graf von Iſenburg, die Loͤwen, und die von Carben. Es ſeyn ſeché Bruͤcken ge⸗ Steinheim/ A* der Straſſen, nahend Salmuͤnſter, und Schluͤchter, Graͤfflich Hanau⸗ iſch, und ein Fuͤrſtlich Wuͤrtzburgiſch Le⸗ hen. Wird deßwegen an der Straſſenge⸗ nannt, weiln alle, ſo von Franckfurt nach Leipzig reyſen, durch dieſes Hanautſche Staͤttlein muͤſſen; zum Unterſcheyd des Chur⸗Mayntziſchen Stättleins Stein⸗ heim am Mayn, ſo ein viertheil Stunde von der Stadt Hanau gelegen iſt. Es wird dieſes Steinheim an der Straſſen auch oben bey Schluͤchter gedacht. Thron. D Jeſes iſt ein Cioſter der Graßſſchafft Dlitz zugehoͤrig, da vor Zeuen ein Hof geſtanden, welchen die Grafen zu Dietz vom Reich neben andenn Pertinen- tien gemeldter Grafſchafft zu Lehen ge⸗ tragen, biß daß endlich ein Grofe von Dietz, Gerhard genannt, obgebachten Hof zu Erdauung eines Jungſran Clo⸗ ſters Ordinis Ciſtertienſis, hinweg ge⸗ geben, weiches geſchehen im Jahr 1243. gen dem Heſſenland zu, biß man in das Schloß hinein kompt. Das Waſſer Nid⸗ da rinnek mitten durchs Staͤttlein, und treidet ein ſchoͤne wolgebaute Muͤhlen. Hat einen guten Weinwachs, zween herꝛ⸗ liche Saurbruͤnn, darinnen, und herauſ⸗ fen, und andere hereliche Gelegenheiten. Von dem Urſprung der Gan Erbſchaff⸗ ten, beſiehe D. Caſpar Lerch von Durm⸗ ſtein de Ordine Equ. German. in fundam. 2. fummar. I1. n. 9. ſeq. Stauffenburg. (Spaußenburg, ein kleines Staͤttlein, in Vigilia Benedicti, laut Donations- Brieff. Nach diefer erſten Gifft iſt dieſel⸗ be von deßwegen in Zweiffel gezogen wor⸗ den, weil ſie von Lehen⸗Guͤtern, deren der Graf nicht maͤchtig geweſen were, geſche⸗ hen, darauff deſſen Sohn, Graf Gerhard der juͤnger, zwar die Elterliche Donation ratificirt, aber an ſtatt derſelben Hofguͤ⸗ tern, ſeine eygene Guͤter, ſo er zu Laucken ligen gehabt, Kaͤyſer Rudolpho l. zu Lehen aufgetragen, uñ an ſtatt des Throns wider zu Lehen empfangẽ. Im Jahr 1577. ſuchte der Ertzbiſchoff zu Maͤyntz Daniel, als des Orts Ordinarius, auf Anhalten etli⸗ und Schloß, auffeinem hohen Bergſcher vom Adel die Reſtitution bemelten an der Loͤhn, in Ober⸗Heſſen, eine Meyl wegs von Gieſſen gelegen, und Heren Landgraf Geoergen zu Heſſen zugehsret. Iſt von den Ziegenhainiſchen Grafen an Heſſen kommen, da in Anno 1293. Graf Gottfried vom Landgraffen in Heſſen be⸗ laͤgert war. Nicht fern von dem Schloß iſt die Kuͤhmarck, ein groſſer Wald, in welchem vor alten Zetten ein groſſer Vieh⸗ marck gehalten; aber vielfaltiger Buͤbe⸗ rey, und Raubens halber, unnmehr abgeſchaft worden ⸗ Cloſters; darauff von Graff Johann von Naſſau eine Antwort gegeben worden, dga⸗ bey Jh. Churf. Gn. wie auch alle nachfol⸗ gende Churfuͤrſten zu Maͤyntz es verblei⸗ den laſten, wie zu ſehen in der Rechemaͤßi⸗ gen Information von denen in Naſſau⸗ Dietziſch 2 und Dillenbergiſchen Landen gelegenen Geiſtlichen Gutern, Stifftern und Cloͤſtern, pag.5 1. 52. 53. Anno 1528. iſt durch Heſſen und andere damahlige Ge⸗ meins⸗Herren eine Reformation ange⸗ ſtellet worden. Anno 1629. den 30. Apri⸗ ls, wurde von dem Churfuͤrſten zu Trier R ⸗ das E 4 —— „ ℳℳ 1 1 4 4 2 7. * 8 134 Beſchreibung der das Cloſter, ſampt zugehoͤrigen Renten und Gefaͤllen, eingezogen, und die Reli⸗ gion im Cloſter und Herzſchafft geaͤndert bis auf das Jahr 1632. da es wider reſti⸗ tuirt worden.. Trebur, Tribur/ Triburium, oder Triburia. N der Grafſſchafft Ober⸗Catzenelen⸗ J₰ bogen, nit fern vom Ufer des Rheins, und in der Gegend, im Ried genannt. Iſt ein beſchloſſener Flecken, ſo vor Zeiten ei⸗ ne gewaltige Stadt geweſen, und in ihrem Umbkreyß faſt zwo Teutſche Meylen be⸗ griffen hat. Wie dann allhie Anno 895⸗ ein groſſes Concilium; das von dem Ort den Namen, und zu andern Zeiten, andere vornehme Zuſammenkunfften, Reichs⸗ taͤg, und Hochzetten, ſeyn gehalten wor⸗ den; als damahlen, wie man ſagt, der Ne⸗ cker an dieſer Stadt uͤber gefloſſen, aber nachmahln, dieweil er dem Gerauer Land viel Schaden zugefugt, bey Ladenburg in den Rhein geleytet worden ſeyn ſolle. Und weiſet man noch bey Dornheim, und dem Schloß Doͤrnburg, an dem alten Neccar⸗ Geſtad den Augenſchein, daß vorhin der Neccar mitten durch die Ober⸗Grafſchaff Catzenelenbogen gefloſſen. Anno 1422. iſt dle Vogtey Trebur Grafen Johann von Catzenelenbogen, von Graf Johann Diethern zu Iſenburg erb⸗ lich verkaufft worden. Anno 1504.(al- 1540.) iſt dieſer Fleck, ſo an einem uͤber⸗ aus fruchtreichen Ort gelegen, durch Feu⸗ er gäntzlich verderbt worden: Nachdem er allbereit zuvor, aber dieſer Zeit unwiſ⸗ ſend von weme, groſſen Schaden, und Zer⸗ ſtoͤrung erlitten hatte. Iſt zwar noch auf der einen Seiten mit einem Waſſergra⸗ vornembſten Orth den Rhein, ein wenig ober Maͤyntz kondd men kan. Man ſagt, daß die Marmol, und Zierung beſagter Stadt Maͤyntz; Item Oppenheim, ſeyen gebraucht worden. Die Kirch, ſo ein fein Gebaͤu mit 2. Thuͤrnen, ligt auf einem erhoͤchten Huͤgel. Sonſten aber gehoͤrt dieſer Flecken dem Heren Land⸗ graffen zu Heſſen Darmſtadt: Davon Marq. Freherus part. 2. Orig. Palat. c. 5. in fine. und von dem Apffelbaum, wel⸗ cher alle Jahr in der Chriſtnacht Aepffel traͤget: Martin. Zeilleri Itin. Germ. fol. 485 zu leſen. Drefurt/ Dreffurt. Obr Dreyfurt, vor Zeiten Drivot- dia, bey der Werra, und nahend Wan⸗ fried gegen Merthauſſen werts, an einem ziemblichen gaͤhen Berge, gelegen; wie dann das Ampt Trefurt, mit dem Ampt Wanfried graͤntzet. Hat vorhin eygene Herren gehabt. Als aber umbs Jahr 1329. dieſelbige Herren viel Unluſts in Thuͤ⸗ ringen und Heſſen angerichtet, wie Brou⸗ ver. auch gedencket, lib. 2. Antig. Fuld. cap. 11. pag. 148. So ſeyn ſie von Heſſen, Maͤyntz, und Thuͤringen endlich belaͤgert, und zu Ubergebung des Schloſſes, und der Herꝛſchafft gezwungen worden; dan⸗ nenhero Trefurt noch jetzt Drey⸗Herriſch iſt. In einer geſchriebenen Thuͤrtngiſchen Chronie ſtehet, daß Anno 13 29. Staͤdtlein und Schloß Trefurt, als Herman Herz zu Trefurt ſeine Raͤuberey nicht laſſen wolte, an Maͤyntz, Doͤringen, und Heſ⸗ ſen, kommen, und in drey Theil getheylet worden ſeye. Melchias Nehelin, Exegeſi Thuringiæ meldet, pag. 231. alſo: An den, und kleinen Wall, umgeben; auf Thuͤringen ligt das Ampt Trefurt, und der andern aber hat er viel Geſuͤmpff, und Duͤmpff. Sonſten iſt wenig von dieſer vor Zeiten ſo berihmbten Stadt, von welcher man fagen kan: Cur indignemur mortalia corpora ſolvi: Cernimus exemplis oppida poſſe mori: uͤbrig auſſer daß die nechſte Wieſen bey vem Thor, noch die Hovſtat, und der noͤchſte Weyer, der Kaͤyſers⸗Weyer ge⸗ namt wird. Das Waͤſſerlein, ſo voruͤber flieſſet, hat keinen ſondern Namen, auf die Vogthey Dorla, ſeynd Drey⸗ Her⸗ riſch, nemblich zum halben Thell Maͤyn⸗ tziſch, und Saͤchſich; die ander helffte Heßiſch; und dieſes ſagt Nehel. Und ſolcher Urſach, und des dritten Herrens wegen, nemblich des Herꝛn Land⸗ graffens in Heſſen, haben wir auch dieſe Stadt hieher geſetzt. Es helt jeder Fuͤrſt in der Stadt, ſeinen abſonderlichen Ampe mann; hat auch jeder ſetne beſondere Bur⸗ gerſhafft, und Gaſſen. Und ob zwar die Herren auch jeder abſonderlicher Religion ſeyn, bleiden doch die Unterthanen bey weichen gieichwol man unt Schiffen in der Lutheriſchen unperturbirt. Die andere vornehme Stein, zu Erweiter⸗und ThlG24 2 zinm S. ag, II ſch an, A er ,her. it Ton f het z⸗ Mihlt eit 7, d 3 her 9: 1G ze nfals k. meAm ge. utme tr angeg d uardere n. * ⸗ — A2G 8 in Heſſen und den benachbarten Landen. 1325 3 32 Die Stadt ſell Anno 454. erbauet wor muſte. Hernach aber, p. 129. ſeq. hat er den ſeyn, wie ſohann Binbard in ſeiner folgendes: Die Herren von Drefurt tha⸗ Thuͤringiſchen Chronick lib. 1. p. 15. mel ſten Maͤyntz, Thuͤringen und Heſſen, mit det. Beſiche Johann Becherer in der Rauden, ſchaden; daher bieſe drey Fuͤrſten Thüringiſchen Chronick p. 337. woher die⸗Dreſſurt einnahmen, und fur ſich behiel⸗ ſer Stadt der Name kommen ſolle, haben ten, Anno 1327. ſomt dem Hauſe Nort⸗ wir in Beſchretbung der Chur⸗Maͤyuntzimandt. Und dieſes ſagt gemelter Bange, ſchen Orth, und Heiligen⸗Statt auf demnicht wiſſend, ob etwan ein Druckfehler, Eichsfeld, angezeiget. Oberhalb derin dem Nahmen Nortmandi, ſtecket. Stadt liegt, auff einem Steinfelſen, das Hlenricus Haverus von Kempen, ein alte zerfloſſene Schloß, No hmanſtein ge⸗ nennet, deſſen Inwohner man vor Jah⸗ ren die Nothmaͤnner geheiſſen; und ſtehen daſelbſt noch 3. hohe feſte ſteinerne Thuͤr⸗ ne, deren jeder Grundherꝛ, oder Gan⸗Er⸗ be, einen innen hat: und wann eine Land⸗ Huldigung des Orths geſchlehet, muſſen die Unterthanen zu dieſen drey Thürnen, Jeſuit, hat des Bergs Melboci(den theils Malcheberg nennen, theils auch ihme an⸗ dere Namen geben) hohe und groſſe Jo⸗ cher erforſchet, welcher angezeiget, daß er dem Hartzwald eingeſchloſſen ſeye, und auch in die Landſchafft, eder den Theil von Thuͤringen reiche, welcher unter dem Tüul Eichsfeld von dem übrigen Thuͤrtne ſchwoͤren. Unter dieſem Schloßberge, zuſgiſchen Gebiet abgeſondert, die alte Paͤb⸗ näͤchſt bey den Ampts⸗Hoͤfen, ſpringet ſtiſche Religion dehalte, und dem Ertz⸗ aus einem in Steinfelſen tieff gehauenem Biſchoff zu Maͤyntz gehörig ſeye: Und was Gange, ein ſchoner heller und ſtarckerTacnus erzehle, daß die Carii, oder Heſ⸗ Brunn, welcher ſo bald nach ſeinem Ausaſſen, von dem Hartzwald begriffen werden, fluß, che er gar hiab, durch die Stadt„ſtaſſelbe er von dem Meliboco, ſo Heſſen in die Werra fleuſt,(ſo uberall eines noch der Zeit nachfolge, und ende, wahr Doppeihackens⸗Schuß weit ſeyn mag) ſeyn, zueſtaͤttigen gepflogen hat. 14. Muͤhlen treibt. Gegen dieſer Stadt Dann dorther werde die Weſer, wie nber, diſſeit der Werra, liegt der hohe Prolomaæus recht geſchrieben, dcrivirt, Berg: und gewaltig gehe abſcheuliche deſſen Huͤlff⸗Arm, oder Bronnen, ſo die Steinfels, der Hellerſtein genannt, da⸗ Werra genannt werde, dieſer Berg am von die Alten melden, daß einsmahls ein naͤchſten gelegen. Und ſeye deßwegen des vornehmer Herr, mit einem Pferde herab Laͤndleins Eichsfeld Graͤntze der Melbo- geſprenget, und beyde unbeſchaͤdigt erhal⸗ cus, da dieſer Berg gegen Abend das ten worden ſeyen. Diß Ampt hat nech ein Land Heſſen anſtehet, inner den Waſſern abſonderlich Gericht, neben eiem groſſen Werra und Unſtrut eingeſchloſſen: deren Sltuͤck Waldes, unfern von Mühlhauſen eines vor Zeiten Sochſen von Heſſen; die negend, das Gericht wird die Vogtey, und Unſtrudta aber ſolches von Thuͤringen un⸗ der Wald das Heynich genandt. Johann terſchieden hatte. Und iſt alſo an den Bange in ſeiner Thuͤringiſchen Chronick, Graͤntzen Thuͤringen und Sachſen der ſchreibet p. 119. erſtlich alſo: Anno 1295. Orth in acht genommen worden, allda zeg Kaͤyſer Adolph fuͤr Dreffurt, und mach⸗Kaͤyſer Carolus Magnus in der Herberg te über der Stadt einen Furih durch die Werra, der heiſt noch auff dieſen Tag des Königs Furth; da lag er neun Wochen fuͤr der Stadt und Burgk, und mochte ſie nicht gewinnen. Zuletzt ſchoß er Feuer ein, verbrandte die Stadt, ließ auch gegen der Burgk uͤber, ein groß Blockhauß auff⸗ des Muͤtterlichen Leibleins erſtlich zu eyn angefangen hat. Daher auch dieſer Kaͤp⸗ ſer, in einer Schandkung dem Cloſter Ful⸗ da beſchehen, die Landſchafft um den Fluß Unſtrudt, und auch ſeinen Hof zu Var⸗ galaha(daſelbſt er, neben der Mühl em⸗ pfangen worden) das Land ſeiner Em⸗ ſchlagen, und hieß es die Adolphs⸗Burg; pfaͤngnuß nennet. wird vom Landvolck die Arlsburg genant, Beſagte Werra ſſt, ohne Zweiffel, ein daraus thaͤt er dem Schloß mit Werffen Zukömmling der Weſer, wann es nicht die ſolchen Schaden, an Gebaͤuen und Daͤ⸗IWeſer ſelbſten iſt. Dann was von alten chern, daß es das Kriegsvolck auffgeben Briefen bey dem Stifft Julda vorheuden— in den⸗ — 2— 136 Beſchreibung der vornembſten Orth in denſelben wird gewiß die Werra, Wi Wegs, und iſt eine der Hauplſtaͤdie in tara, oder Wetsra, genennet: Wiewoh! Heſſen, ſo vorhin mit ſchoͤnen Gebaͤuen, ſie den jetzgen Namen Werra(welchen, onderlich der Kirchen, auch Adelich⸗ und wie theils muthmaſſen, ſie vom Guerra, Burgerlichen Haͤuſern, wohl beſetzt gewe⸗ und Verwirren, von der Kruͤmme ihresſſen, und ſich durchs gantze naͤchſte Kriegs⸗ Eanals, und dem Streit und Kampff weſen wunderbar erhalten; bis ſie Anoo den ſie mit andern Fluͤſſen, ſo ſie zu ſich 1640. von den Kaͤyſerlichen angeſteckt nimmt, bis die Schleuß mit ihr vereinigt worden, daß ſie weit uͤber die Helffte ab⸗ wird, hat, bekommen) nicht ehe von ſich gebrandt. In dem 5. Theil des Theatri legt, bis ſie mit der Weſer ſich vermiſchet. Europæi ſtehet, daß des Jahrs 1647. das Wie Chriſtophorus Brouverus lib. 3. Antic. Staͤdtletn Dreyß„ bey Ziegenhain„von Fuldenſ. cap. 12. ſchreibet: Und wir, we⸗ den Darinſtädtiſchen angegriffen worden gen der Nachbarſchafft der Stadt Trefurt, ſeye; aber die darinn gelegene Niederhetzt⸗ allhie vermelden wollen. ſche Mußquetirer, nebenſt der Burger⸗ Anno 1640. ſeyn die Baͤyriſchen den ſchafft, hatten ſich dermaſſen zar Wehr Schwediſchen zu Trefurt eingefallen. Es geſetzt, daß jene mit Schaden wieder abzie⸗ haben vor Zeiten gen Trefurt, Groſſen⸗ hen muͤſſen. Es hat bey dieſer Stadt Beringen, Oſter⸗Beringen, und Wolfes eine ſchoͤne ſtemerne Bruͤcke uͤber die Beringen, gehoͤrt, ſo hernach die von Schwalm. n Wangheim beſeſſen haben. Das Ampt, ſo hieher gehoͤrt, wird das 1 Gericht Schoͤnſtein genannt, welches Treyſa, Treiſen. auch an das Maͤyntziſche Ampt Neuſtadt, graͤntzet. An dieſem Ort iſt die beſte Wild⸗ Tſt die vornehmſte Stadt in der Graff⸗bahn der Graffſchafft Ziegenhain, ſo ſich J ſchafft Ziegenhatn, an der Schwalm, aus dem Hayniſchen Walde zeucht, ſo und auff einem Hügel gelegen, welche in nunmehr zum Ober ⸗Fuͤrſtenthumb, wie Anno 1173. erbauet worden, von Frideri- auch das Cloſter Heyna, gerechnet wer⸗ ²₰4 AA/A 8S85(38. 9„ oſors(or e ereen 8 co, Graffen zu Ziegenhain„ des Eyſern en. An dieſem Gericht Schönſtein, dey 7 . Landgraf Ludwigs Sohn. D. Nicolaus dem Dorff Denßburg, wie auch Jeſpurg, Rodingus, Profefſfor und Pfarrer zu Mar⸗ ſihet man auch das Gemaͤuer der daſelbſt purg; Joan. Schrôderus, ein vornehmer geſtandenen vornehme ſſer, beruͤhmter Theologus, wie auch der vor⸗ und ſtattlicher Mauren. Dieſe Graff⸗ treffliche Juriſt Nicolaus Vigelius, ſeyn ſchaffe Ziegenhain iſt von keinen ſonder⸗ allhie gebohren worden. Anno 1640. lich groſſen Gebuͤrgen, auſſer dem Knull, im Novembris, iſt dieſe Stadt Treiſen, deſſen oben gedacht worden; und iſt faſt die ſambt den darumb gelegenen Doͤrffern, ebenſte Gegend im Lande, wie auch an der Nieder Grentzenbach, Stein, Löhrbach, Sder. Fuͤrters, von Treyſa an, laͤngſt der Loßhauſen, Rantzbach Zell und Sal Schwalm hinunter, zu beyden Seiten, faſt mershauſen, von den Kaͤyerlichen ange⸗an die anderthalbe Meil Wegs lang, iſt ſteckt, und wenig Tage hernach von beaſel⸗ deren von Lowenſtein Gebiech. ſo der ven gar in die Aſchen gelegt; darauf den Loͤwenſteiniſche Grund genandt wird, 15. dieſes Monats Noyembris, das Tref⸗ allda man vor dem hohen Gebu m fen zwiſchen dem Kaͤyſerlichen General⸗ Keller, auff einem ziemlichen Berge, das Feld 2 Marſchall⸗ Lientenant Baron de Schloß und Stammhauß Ls wenſtein jte⸗ Bredau,(der auch in ſolchem blieben) und gen ſiehet. Iſt ein ſchoͤner Grund von dem Weymariſchen Obriſten, Rhein⸗ vielen ſtattlichen Dörſſern, und Frucht⸗ hold von Roſen, ſo da obſiegte, zwiſchen wachs, denen von Loͤwenſtein, beyder L Treyſa und Neukirch, bey einem Hoitz, niten; wie auch denen von Urg, Gilce fuͤrg t; davon in Tomo 4. Thea- Hanſtein, Boyneburg, und andern, zu⸗ ri Europæi ſtaͤndig. Und araͤntzet dieſer Grund an den beſagten Berg⸗Keller, und die Graff⸗ —Es liegt dieſe uralte Stadt unkerhalb ſchaff. Waldegg; allda,hart an der Graͤn Ziegenhain, ohngefehr eine halbe Meilttze, die ſtattliche Eiſenhuͤtten und Berg 8 ☛—2 — „ * 5 „8 1„ ——— — — — — ½ 2 2. 805 — — e — 0 1 d ‿ 0 . — =x * ſa (e Rhpe 1 d. 2' 1d IhEISA „ 1 1. ale b — 2 dn ahs 3f 3 1 M 1' Regen W „„8A =— —— — —- — —.— * S e Tändqlgyooc 5. Ueuj 1 praggeſ 3 1„ üuͤ T dchergah bt ℳ Jebulnt] Ä — . 4 17 — —= —* — Duſtd a0. ft Jat c ee Aulg e Finſtn ⁴ ) 4 —— = 5 1— dordenst ande, l!——— VWCE e,. . Aſ f Tecyſat 4] 4 herddh— 1 aI r 26 eil 4. 8 — — R — 1» — 2 S A. 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Fuldenſibus lib. 4- p. 33„ Ein Meyl von Vach ligt der hohe Berg Tau- rus; welcher von den Inwohnern der Ochſenberg geheiſſen wird: Item das Cloſter und Vogthey Creutzberg, zum Stifft Herßfeld gehöͤrig; und dann die Vogthey Frauenſee. ſchen groſſen, oder hohen Engliß, und Fritzlar, das alte Raubſchloß, die Kals⸗ burg. Und iſt hierumb ſonſt ein uͤberaus ſtattlicher Fruchtwachs, und verleurt ſich das Geburge meiſtentheils, und wird in die allerluſtigſte Ebene vertheilet. Tringenſtein. (&In gute Meyl von Dillenberg, auf ei⸗ nem Berg gelegenes Naſſaui ches Schloß, welches man etliche Meylen wegs weit und fern ſehen mag. Iſt umb das Jahr 1323. von Graf Heinrichen von Naſ⸗ ſau⸗Dillenberg, gegen Landgraf Otten zu Heſſen aufferbauet worden. Vach. (In fein vornehm Staͤttlein, in Nider⸗ E Heſen, 4. Meyl von Schmalkalden, In dem jetzigen Krieg hat Vach viel ausgeſtanden, und ſeyn Anno 1640. die Käyſeriſchen lang allhie gelegen, ſo die Bruͤck wider ausgebeſſert haben. Vorhe⸗ ro ward dieſe Stadt von den Kaͤyſerlichen auch eingenommen; aber bald darauff in Anno 1631. von Landgraff Wilhelmen, mit ſtuͤrmender Hand, wider erobert. Das Ampt dieſes Staͤdtleins Vach beſtehet in vier Doͤrffern; Gräntzet mit den Fuͤrſten aus Sachſen, und dem Stifft Fulda; das Staͤdtlein ſelbſten hat feine raumliche brei⸗ te Gaſſen, und hohe liechte Haͤuſer. Es gehet uͤber die ſchoͤne lange, ſteinerne Bru⸗ cken allda, faſt die vornembſte Landſtraſſe im gantzen Lande, namblich zwiſchen Leip⸗ zig, und Franckfurt am Mayn. Dahero allhie, wegen vielen durchraiſens, ein ſtatt⸗ licher Zoll erhoben wird, auſſer welchem und 4. Meyl von Eſchwegen gelegen. Es ſonſten die Einkuͤnfften des Orts eiwas wird Vach wen Sſch gKyrhe. ſo a* ſchlecht ſeyn. Hat ein Cloſter in der Stadt. ber beſſer Fach heiſſen ſolte, weil es vor Auf gedachtem Ochſenberg, wie auch da⸗ Zeiten Fagorum Oppidum, von den Bu⸗ bey am Eißberg, wachſen viel ſchoͤne, und chen, genannt worden ſeyn ſolle; wie dann nicht gautz gemeine Kraͤuter: und rauſchet auch ſolche an der Werra gelegene Stadt, neben hin der ſtarcke, und gefaͤhrliche vor Zeiten zum Laͤndlein Buchen, und Fluß⸗die Ulſter, ſo ſeinen Urſprung im dem Stifft Fulda, gehoͤrt; aber dem Fuͤrſt Stifft Fulda, und die Endſchafft, under⸗ lichen Hauſe Heſſen verſetzt worden iſt, halb Vach gegen dem gedachten Cloſter wie deſſen Brouverus in Antiq. Fuldenf. Creutzberg uͤber, in der Werra, hat. cap. 1. pag. z. gedencket: und ſolchen Orth Vi ilmar. der XLV Abt zu Fulda, Heinrich der Vierdte, mit Mauren, Waͤllen, und Graͤben, umbgeben; welcher hernach an.(☚ O nahend Limburg an der Loͤhn ligt, 1261. geſtorben. Es hat Anno 1342. die S und vorhin Iſenburgiſch nach Gren⸗ Werra, daruͤber jetzt ein ſteinerne Bruck ſau gehoͤrig, geweſen ſeyn ſolle, iſt Anno gehet, durch ihr Anlauffen, die Bruͤck 1359. belagert, und gewonnen worden, umbgeworffen. Aano 1467. iſt ſolche wie in der Limpurgiſchen Chronic f. Stadt, bis auf 5. Wohnhaͤuſer, als das 16. ſtehet, auch dieſes Orths Feuer von einem Toͤpffer auskommen, daſelbſt am 18. Blat wi⸗ abgebronnen. Von hinnen iſt Georgius der gedacht wird. Wicelius buͤrtig geweſen, der aus einem S Ulrſch⸗ s —,— —— 138 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort Ulrichſtein. St am Eingang des Vogelsberg, auf einer groſſen Höohe gelegen. Das Schloß an ſich ſelbſten iſt ſehr luſtig, deß ſchoͤnen Ausſehens halber: Das Staͤtt⸗ lein ober gering und unbemauret. Bey dieſem Ulrichſtein ligt das Staͤtt⸗ lein Schotten/ davon oben. Umbſtatt, und litzberg. Wey Aempter, ſo, vor dieſem, mit — Chur Pfaltz ſtrittig geweſen; wie hievon in der Topographia Palatinatus Rheni, und in dem Anhang darzu bericht geſchehen. Ums Jahr 1646. hat Heſ⸗ ſen⸗Darmbſtatt, Statt/ und Ampt, Umſtatt; wie auch das veſte Schloß Utzberg, im Otenwald, ingehabt. Als Anno 1648. im Aprilen, zwiſchen den bee⸗ den Fuͤrſtlichen Linien/ Eaſſel, und Darm⸗ ſtart, Frteden gemacht worden, iſt in dem Vergleich einkommen, daß Caſſel der Heſſen⸗Caſſeliſche Antheil an Statt, und Ampt, Umbſtatt, verbleiben ſolte. Anno 8637. haben die Frantzoſen das beſagte Schloß Utzberg eingenommen. Wie es anjetze mit beeden Aemptern bewannt kan ich keinen eigentlichen heticht geben. Waldeck. *St das Stamm⸗ und Haupt⸗Schloß J di ſer gleiches Namené Graffſchafft auf einem hohen Felſen, an der Eder, und zwo Meil wegs von der Statt Fritzlar, gelegen. Neben dem Schloß ligt das Staͤt⸗ lein, auch auf einem Berge. Es graͤntzet dieſe Graffſchafft mit Weſtphalen; iſt auch vor dieſem unter Weſtphalen gerech⸗ net worden, biß Anno 1438. ipſa die un decim millium virginum weyland Graf Heinrich zu Waldeck, und ſein Sohn Graf Walraff vor ſich und alle ihre Er⸗ ben/ ihre Graßfſchafft zu Waldeck, die ihr frey eigen Erb geweſen, gantz und voll⸗ koͤmmlich mit allen ihren Zubehorungen, Staͤtten, Doͤrffern/ Leuthen, Herrlich⸗ keiten, Freyhetten, Rechten und Gewon⸗ heiten und anders, welcherley das ſey, und wie man das genennen mag/ nichts ausge⸗ nommen/ weyland Herrn Landgraff Lud⸗ wigen zu Heſſen, dergeſtalt auffgetragen, daß ſie dieſelbige zu rechtem Ern Manne lehen wieder empfangen, und daraber ge⸗ lobt und geſchworen haben, getreu und hold zu ſeyn, als a Mann ſeinem Erb⸗ Herrn ſeyn ſoll, wie dann ſolcher Wal⸗ deckiſche Ufftrags Brieff, und darauff er⸗ folgte Fuͤrſtliche Heßiſche Beiehnung Anno 1630. in offenen Truck gebracht worden. Daß alſo dieſe Herren Grafen, die vorhin allein unter dem Kaͤyſer, und dem Reich von Caroli Magni Zeiten au, der ihnen die Schirms⸗Gerechtigkeit in dem Stifft Paderborn geben, geweſen, jetzt wie obgedacht, Heßiſche Lehenleuth ſeyn. Im Jahr 162 1. nahm Landgraf Mo⸗ ritz in Heſſen das Waldeckiſch Laͤndlein, ſampt dem Waldeckiſchen Haupt⸗ Hauß Eiſenberg, wegen eines Streits mit dem Grafen, ein. Indieſem Teutſchen Krieg hat ſolche Graſſſchafft auch nicht wenig Schaden gelitten. Es ſeyn dieſe Herren Grafen der Augſpurgiſchen Confeßion zugethan, und haben im Cloſter Neze, un⸗ der obbeſagtem Stammen⸗Schloß Wal⸗ deck, ihre Begraͤbnuß. Ein Meil wegs von Waldeck ligt das Staͤttlein Sachſenhauſen, ſo wegen ſeines guten Biers bekannt: Darnach Freyenhagen/ da Matthias Martinius hero buͤrtig iſt. Beſihe Limpnæum de Jore publ. lib. 1. c. 4. n. 93. Ihre, der ſampt⸗ lichen Herren Graven Reichs⸗Anſchlag iſt Monathlich einfach 4. zu Roß. 18. zu Fuß. Zu Underhaltung des Cammerge⸗ richts, gaben ſie vorhin Jaͤhrlich 25. fl. den Thaler zu 69. Kreutzer gerechnet: jetzt, nach dem erhoͤchten Anſchlag, finde ich 41. fl. 42. Kreutz. 5. Herer. Sie ſeyn/ wie ge⸗ dacht, deß Fuͤrſtlichen Hauſes Heſſen Le⸗ henleuthe und haben ſich beyde Linien, Caſſel/ und Darmſtatt, Anno 1648. den 14. Aprilis, dahin verglichen/ wann die Graven von Waldeck ſolten mit todt ab⸗ gehen, daß ſolche Graffſchafft in zween gleiche Theil, fuͤr beyde Zaͤuſer, geſetzt ungen, werden ſolle. Es ſeyn aber ben jungſtem es ſey an Mannſchafften, Schloͤſſern, juͤngſt Anno 53. und 54. gehaltenem Reichs Ta⸗ ge zu Regenſpurg, durch Geſaudſchafft, erſchienen, die Herren Georg Friederich, Johann/ und Volrath, Bruͤder, und Vet⸗ tern, Graven zu Waldeck, Pirmont, und Culenburg Freyherren zu Tonna, Pa⸗ landt, Wilem, Werth, ꝛc, für ſich/ und reſpe- ANNNK n dPleTer EIN ———— — —3 — — 7*4 F — 2₰ — dch⸗ 8 0 48,8 au d — — B 7 B — —— — — — EITbw. 1e Kn3e „ 4 4— 4 4 — 2 Pit. 8 92 6 e G Laldehſoe Augörzſ a dadenwG ai Janceddcd“ Bteus hiiu.2 n————————— 1 nfach 4.k— dcg; MANFRID 3 10 V Khahm V „Hrir. füchen. haben 1 raſiatt, 2 1 8 9 4 ” Trn EREIſRn — = — —6 — 8 ARARAQ — —— —— —— — — — — — — ☛△‿ᷓ — gg, de — — —— — 4 e XNXNᷣͥ 2 ☛☛—— 4 e n — 1 ——— * — ☛ — g — X☛ ——— —— — —* „ ——— ——— 4——— ————— —— 1— —— ᷣ‿ 8 ,We eAé WSJI — 4 — —ä½ — W —— * Kdſg ☛ —— rene hel dAcfrie Hw,ue ſied dngen. Ant mntr a m2 adie ſ in Heſſen und den benachbarten Landen. 139 reſpectivd in Vormunds Nahmen, der Jangen Herrn Graven zu Waldeck, Chriſtian Ludwigen, Joſtaſen, und Hein⸗ rich Volraths. Am 13. Blat deß General Reichs Frieden⸗Schluſſes Inſtruments, ſtehet, daß das Hauß Waldegg, zum be⸗ ſitze aller rechtlichen Anſpruͤchen, in der Herſchafft Didinghauſen, und den Dorf⸗ ſchafften Nidernau, Lichtenſcheid, Da⸗ h⸗ und Niderſchlaidern, wieder kommen ſolle. Wanfried. Wechtersbach. ISt ein feiues Staͤttlein, zwiſchen der J Kintz und Nider, eine Meyl von Or⸗ tenburg, und eine halbe ven Buͤdingen, gegen dem Vogelsberg, gelegen, gehoret dem Graͤflichen Hauß Iſenburg zu. Weilburg. Boy zwo Meylen uͤber der Statt Lim⸗ purg, ligt an dem Waſſersoͤhn in der Höhe, diß ſchoͤne Schloß und Seaͤttlein, E In Fuͤrſtliche Nieder⸗ Heßiſche Statt, —r eine halbe Meyl under Trefurt, an den davon die Naſſautſche Grafſchafft Weil⸗ burg den Namen bekommen. Im Schioß iſt ein groſſer Thurn, und ein ſchoͤner Werra⸗Strohm gelegen; ſo von dem H. Saal: Es iſt allhie ein Graͤfliche Naſſau⸗ B mifacio den Namen haben ſolle, wels iſche Reſidentz, und machen die Herren cher, wie man meldet, gemeinialich all. Graſen deß Orts, auß deuen dreyen Li⸗ hie gewohnet, ehe er ſich nach Moͤyuntz ge⸗ ſetzerhat. Und dieweil er vorhin VVintri dus geheiſſen, ſo iſt auch dieſer Orth vor Alters Winefriden genannt worden. Daß daher eine Fabel, wann theils ſagen, es kome Wahnfried von zweyen Woͤrtern, Wan, und Fried, oder quanto pax, her, wie Brouverus 1. Antiq. Fuld, P. 4 notirt, Iſt, wegen der Schiffart, ein luſtiger Ort, dieweil daſelbſten viel Weyd und Frucht, auß Thuͤringen angebracht, und fuͤr⸗ ters die Weſer hinab gefuhret wird. Die⸗ ſes Ort iſt ntemahls mit einer Mauer beſchloſſen geweſen; ſondern erſt, ver⸗ wichner Jahren, durch Landgraf Mori⸗ tzen, mit einem Wall, von ſechs Bollwer⸗ cken, wiewol mit trockenen Graben, umge⸗ ben worden. Es hat ein Fuͤrſtlich Schloß und Ampthauſe; an welchem gleichwol nur der underſte theil von Stein; das O ber Stockwerck aber alles von Holtz iſt: Im Jahr 1640. den 24 Jenner, entſtund ein greulicher ungewohnlicher Sturm wind, bey welchem ſich ein ſtuck Berges an der Pleſſa, eine viertel Stunde von Wanfried, abgeben, und in die 60 Ehlen hoch herunter gefallen, alles was von Er⸗ den, Straͤuchern und Baͤumen, im Weg nien oder Staͤmmen, ſo von den Sieben, die vor Zetten geweſen, noch übrig, einen, nemlich den Weilburg⸗Saarbruͤck und Wisbadiſchen. Weiſſenſtein. EIn ſchoͤnes, luſtiges Schloß, auff ei⸗ nem Huͤgel, nahend Caſſel, und alſo in Nieder Heſſen, und vorm Habichswal⸗ de, gelegen. Iſt auff drey ſeyten von Stein, ſchoͤn, und herrlich, gebauet, gegen dem Wald aber gantz offen. Sein mitler Bau iſt voll ſchoͤner, luſtiger, Fuͤrſtlicher Gemaͤcher, und Saͤle, ſo inwarts das Außſehen gegen dem Walde, außwerts aber uͤber ein ſehr braites Thal, gegen Caſ⸗ ſel, welches man da ſehen kon, und auff et⸗ (liche Meyl Wegs, hat. Die andern bey⸗ den ſeiten ſeyn eitel Staͤlle, und Scheu⸗ ren, auch andere zur Haußhaltung geho⸗ rige Gebau, doch alles von Stein; und iſt ein ſtattlich Vorwerck, und Viehezucht diß Orts. Auff der Sudſeiten, ligt, in der hocherhabenen Ringmauern, ein ſchoͤner, weit umfangener Luſtgarten, dabey auch ein fein ſteinernes Luſthauſe, warun⸗ der, gleich wie zu Caſſel, ein ſchoͤn Zin⸗ nen Bad. Auff der andern ſeiten, wie auch geſtanden, auff die viertzig Schuch in die unden am Berge, ſeyn ſchoͤne Baume und bratte, im grund wegk, und mit herunder Kuchengaͤrten„vom Wald aber, und un⸗ geſtuͤrtzt. Es beſtehet das Ampt Wanfrt⸗ den nur in vier Hoͤrffern; hat aber viel C⸗ delleuth. Der ſtarcke Fluß Frieda laufft in demſelden, ſo auff dem Eiſchfelde: oder Eißfelde entſpringt, und underhalb Wan⸗ friden in die Werra faͤlt. derm Luſtgarten, herauß, viel ſtattliche Fiſch⸗Teiche; wie auch einer im Walde; dabey eine ſehr luſtige Grotta gebauet, mit einem Springbrunnen, und allerhand Mineraliſchen ſachen, gezieret. Oben auff iſt eine Altan, und auff beyden ſeiten S 2 geſchweif⸗ —— 140 Beſchreibung der geſchweifte hohe Mauren, und Bildwerck; men iſt. In der Rothenburgiſchen Saals⸗ welches aber alles, wie auch die ſchöͤnen verzeichnuß wird dieſer Orth Roſenthal Portalen, von lebendigen Heckwerck, umb ein Statt genannt, Dilichius aber nennet den Teich her, in dem naͤchſten Kriegswe⸗ jhn p. 98. nur einen Flecken; der auch da⸗ ſen, ſehr verderbt worden. Vor Jahren iſt dieſer Ort ein Cloſter geweſen. Wetter. b Igt zwiſchen Marpurg, und Francken⸗ berg, in Ober⸗Heſſen. Iſt kein alte Statt, ſondern die, noch ſo vor viel Jah⸗ ren nicht, ein Dorff, Oberwerter genannt, welches aber allbereit, zu deß Wygand Gerſtenbergers Zeiten, der Anno 1522. geſtorben, bemauret geweſen, und zueiner Statt gemacht wordeniſt. Das Nider⸗ Wetter aber darbey iſt noch ein Dorff. Und ſeyn auß ſolcher Statt viel gelehrte Leuth, als die Fontii, Decii, Vulteji, Dryandri, Pincieri, Orthii, Fettit, Læ- lit, Crollii, Breulæi, Calvini, Kircho- vii, Mylii, Meſomylii, Sylburgii, und andere mehr, entſprungen; welche Ulricus Bollinger bey Rittero in Coſmogr. lib. 4. p. 731. beſchrelbet. In dieſer Statt iſt ein Geiſtlicher Stifft, ſo jetzo der Heſſiſchen Ritterſchafſt zuſte⸗ het. Dieſen Jungfrauen Stifft haben ge⸗ ſtifftet Anno 101§. zwo Schweſtern auß Schottland, ſo Koͤnigliches Geſchlechts ſollen geweſen ſeyn, deren die eine Adel⸗ mund, die ander Dickmund genannt. Von denen finden ſich dieſe beyde Verßlein in der Kirchen: Almudis mea vita brevis, tu reſpi- Ce, qui ſis: Hoc prior inſtitui templum reditus- vornembſten Orth ſelbſt von der beſchriebenen Statt Wetter, wie ingleichem Sauer in dem Staͤttbuch p. 3 26. feq. zu leſen. So iſt nicht weit von dieſem Staͤttlein Wetter, das Dorff Cuͤlb, bey welchem des Jahrs 1643. H. Ernſt Cafimir, Graf zu Witgenſtein, als Er von Berlenburg auß, zum General von Koͤnigsmarck, der Contribution halber, gegen Ziegenhain, raiſen wollen, im Wald, mit zweyen Ku⸗ geln, geſchoſſen worden, daß Er ſelbigen Tags geſtorben; wie in dem 5. Theildes Theatri Europæi berichtet wird. b Wetzlar. D eſe Reichs⸗Statt ligt in der Wette⸗ rau, an einem fruchtbaren Ort, wo die Dille in die Loͤhn faͤllet, ein Meyl wegs unter Gieſſen. Iſt ein alte Statt, von vie⸗ len Kaͤyſern mit beſondern Regalien, Ge⸗ rechtigkeiten, und Freyheiten begabet. Es gab gleichwol Anno 1613. zwiſchen Herrn Ludwigen Landgraſſen zu Heſſen⸗ Darmſtatt, und dieſer Statt, Streit, we⸗ gen der Erbvogthey, und Schutz⸗Rech⸗ tens, und hat damahlen die Statt einen Erb Vogt eingenommen, und demſelben geſchworen, wie beym Merterano lib. 3 0- der Niederlaͤndiſchen Hiſtorien, zu ſehen. Ihr der Statt Monatlich einfacher Reichs⸗Anſchlag iſt, acht zu Fuß, oder 32. Guͤlden, zum Cammergericht gab Sie vorhin Jaͤhrlich 17. Guͤlden 32. Kr. den Thaler zu 69. Kr. gerechnet. Jetzt, wie ich que reliqui. Bey der andern Perſon aber: Huic Ego ſucceſſi, Digmudis no- mine, geſſi Conventúüs regimen multis præſtan- do juvamen. Ungefehr ein halbe Meyl von der Statt Wetter, iſt das Doͤrfflein Simmes⸗ hauſen/ neben der Landſtraſſen auff Franckenberg zu, darinn der treffliche Poet Euricius Cordus geboren worden. Bey ihr aber, der Statt, ligt das zerfallene Berghauß Melnau/ und der Flecken Roſenthal/ welchen etwa vor alten Zei⸗ ten Muͤyntz iungehabt; aber in An. 1464. wiederumb an die Fuͤrſten zu Heſſen kom⸗ lgeleſen, nach der Vermehrung 29. Guͤl⸗ den, 10. Kr. 5. Heller. Als man ſchrieb An. Chriſti 1328. zohen Biſchoff Matthias, und Graf Johann von Naſſau, der zu Dillenberg wohnet, mit gantzer Macht auß, zu beſchaͤdigen das Land zu Heſſen. Dazog Landgraf Heinrich, Landgraſſen Otten Sohn, ihnen entgegen, und kamen zu Wetzlar zuſammen, und ſtritten mit einander. Da blieb der von Naſſautodt, und mancher ſtoltzer Ritter zu beyden ſey⸗ ten, und wurden viel Edelleuth gefangen⸗ Jedoch ſo war deß Landgraffen Schaden am groͤſſeſten; ſtehet in der Franckenbergi⸗ ſchen Chronic am 38. Blat, und dieſes ge⸗ ſchahe auff S. Laurentius Tag. Umb 1 1 1 ſſſſäſſiheh ſſ V ffffffffrfffpffffffg 0 — — 4 5 99 8 epeiheitt a 4 Vh eice Su aneinenfu med. dielcha n mg u. tcnun me mitbeſord„Fh „und Srat af. leichve Au S1 digen eumgt ef unddieſé 3 vogthe, S at damahen Site ingemommen ache wie beym va. ndicchen 9.4 Stat Mon u Hlagit,cht. n Camne e. lc n Gi m. Kr gechl. der Pan a Hler A 2sſ in d 802 zham en S ' 1 1 1 1 3 f ———— —————‿z e— ——y= 5 M N e, N N Pdt⸗ 4 N e .—„ G S 88 K 1 NNK W M S— . N N AI — —— 5 7 f„L e erttttttrrſth rmrtaſriin Tumllimnl et ddſhſttt dem e ulelmm⸗ ———— e . — =S — b 8— —— — ‧ ——õÿÿꝛ—— — — — S ———:eo— 1 ——-õãxxUxVBBVBVBèB ahdennl ten terute ine aa d a an U um atdes nad yihgecer u Deenod. p, en. al d! Vrralſe der tae r an Amn gwe)ne dih gala ent uRde Ind dun,m ad eunn jebe te ſedr t ſiß m ndam die am nr dch h MRatau. dle b n ug b in Heſſen und den benachbarten Landen. 141 Umb das Jahr 1367. und folgende, ier der Limpurgtſchen Chronick, ſo zu die⸗ entſtund eine groſſe Zweyung in der Statt zu Wetzlar auf der Lahne, zwiſchen Rath ſer Zeit in der Nachbarſchafft gelebt hat, am 25 Blat. Der auch am 52 Blat alſo und der Gemeine, alſo, daß der alte Rathmeldet: Anno 1394. auff den Sonntag ward vertrieben der Stadt, und die Ge⸗ mein machte ein neuen Rath, und regier⸗ ten nach ihrem Sinn in das ſiebende Jahr, und gaben niemand kein Leibzucht, ſo wie nach Achtzehenden, ward zu Wetzlar au der Loͤhn ein groſſe Zweyung in der Frauf Das kam alſo: Siner wargeheiſſen Ha⸗ berkorn, der zog an ſich die Zuͤnfft von der viel das ihnen gebuͤhrete, alle Jahr bey 5. Gemeind, und gienge Sach an, und wol⸗ tauſend Guͤlden Gelds Letdzucht, undte die vollbringen, und begehrten wider Renten. Und da es kam an das ſiebende den Rath, und wider Ehr, und kamen zu Jahr, da kamen die Alten von dem Rath hauff von der Burg vor der Kirche, und wieder in die Stadt mit einem Werwort, der Rath behielt die Uberhand, und ſchlu⸗ alſo daß man damit ſolte umgehen, daß ſie gen den Haberkorn ſelb ſechs todt, vor der geſuͤnet wuͤrden. Deß wurden die vorge⸗Kirchen auff dem Kirchhoff, und die Ge⸗ nannte Alten von dem Ralh eintraͤchtig, mein worffen die Haͤupter um, und ſuch⸗ mit Juncker Johann dem Graſſen vonten Gnad an den Rath, und ſuͤhnet ſich Solms. Und dem war gar leuffig um die von ſtund der Rath, und die Gemeinde. Neugeld, und war heimlich den Alten, und Anro 1643. den 24. Septembris, hat auch den Neuen. Dann er kam wol mit 50. dieſe Stadt durch Feuer Schaden gelit⸗ Ritter und Knechten in die Stadt, undtten, daß uͤber 70. der fuͤrnehmſten Haͤu⸗ lieſſe die von dem neuen Rath alle kommen in ein Hauß. Und er nahm ſich an, er wol⸗ te mit in Rath gehen, umb Nutz erbare Sach der Stadt. Und fieng den neuen Rath gemeinlich, und beſtalt da ſo viel ſei⸗ ner Diener bey, daß ſie muſten in dem Hauß bleiben. Und nahm des Reichs Panier, und trat auf den Plan, und der alte Rath bey ihn. Da kam die Gemein wol mit 500. Mann gewapnet, und wolten dem neuen Rath geholffen han. Da ſie ſahen, daß der neue Rath und Freund nicht bey ihnen waren, da wurden ſie entſchupffet. Und der vorgeſchriebene Graf Johann der be⸗ riethe ſie mit ſüͤſſen Worten, und ſprach dazu, daß ſie die Waſſen austhaͤten, und wurden eintraͤchtig mit ihme, und dem al⸗ ten Rath, und legte den neuen Rath in den Thurn, und uahmen ihr Gut, und ſchlu⸗ gen ihrer dreyen die Koͤpff ab, und wurffen ſer, ſambt vielen Scheuren mit Fruͤchten, abgebronnen, und ſie, nach drey und zwan⸗ tzig Jäaͤhrigen Kriegs⸗Trangſalen, vol⸗ lends zu aͤuſſerſtein Schaden gerathen. Es gehoͤrt heutiges Tags, die Reichs⸗ Vogtey dieſer Stadt, der Fuͤrſtlich⸗Heſ⸗ ſen Darmſtaͤdtiſchen Linie zu. Dn. Lim- næus tom. 4. de J. publ. J. R. German. p. 669. Wildungen. Tſt eine luſtige wol erbaute Stadt, und in 2 Theil abgerheilet. Das eine Theil, ſo auff einem ſehr hohen Felſen, wird ge⸗ nandt alten Wildungen, oder die alte Stadt, und ligt in derſelben auf einem Eck des Felſen das Schloß, mit a. Luſtgaͤrten. Das ander und groͤſſere Theil der Stadt iſt auf einem andern Berg gegen uͤber, doch dem vorigen an Hoͤhe ungleich er⸗ ihr ein Theil ins Waſſer. Alſo gieng der vorgenandte Graf umb mit ſuͤſſen und bauet, deſſen Alter ſich etwan auf die 350. Jahr ungefehr erſtrecken mag. Zwiſchen betrogenen Worten, daß er die Stadt zu beyden Staͤdten in dem Grunde, liegt ein Wetzlar in ſeinen Sinn brachte, daß ſieluſtiger Garte und Waſſerkunſt, durch wol betrogen wurden, als man den Kin⸗welche ein Springbrunn auch zu oberſt dern ein Gleichnuß in der Schul lieſet; des Felſen geleitet und getrieben wird. Fiſtula dulee canit, volucrem dum de- cipit auceps. . Das ſſtt: Des Voglers Pfeiff gar ſuͤſſe ſang, Da er thaͤte den Vogelfang. Schreibet mit dieſen Worten der Verfaſ⸗ Die Gegend dieſer Graͤflich⸗Waldecki⸗ ſchen Stadt iſt mit beſondern Gaben von GOtt begnadet, als Kupffer, Eyſen, und Bleybergwercken(der neue Atlas ſagt von Gold, Kupffer und Eyſen; und daß das beſte Bier, dergleichen ſon⸗ ſten in dem gantzen Land nicht zu finden S 3 allht 14² Beſchreibung der vornembſten Orth allhie zu Wildungen gemacht werde:) wie ingleichem drey herrlichen, und wolſchme⸗ ckenden Sauerbronnen; deren einer, ſo der Statt am naͤchſten, der Stattbronn, der ander der Thalbronn, genannt wird. Der dritte iſt bey dem Dorff Reinhardshau⸗ ſen, ohnfern von dem Stattbroſien. Die erſte zween ſeyn die beſte, und der Thal⸗ bronn dem Schwalbacher eiwas gleicher, doch nicht ſo ſtarck, faſt hell, durchſichtig, und die mit ihrer anmuͤhtigen lieblichen Saͤure, und ſtarckem Vitrioliſchen Ge⸗ ruch, einem das Gehien, gleich einem ſtar⸗ cken Wein, thumblech machen, welches aber nicht lang waͤhret. Hat dte Krafft ge⸗ waltig zu eroͤffnen, mittelmaͤſſig zu waͤr⸗ men, abzuloͤſen, zu purgieren, und reinigen, mit einer zuſammenziehenden Krafft, alle innerliche, und aͤuſſerliche Glieder zu ſtaͤr⸗ cken, den Schweiß und Harn gewaltig zu treiben, den Stuhlgang und alle jnnerlt⸗ che Verſtopffung zu eroͤffnen, die Dau⸗ ung zu ſtaͤrcken, den Appetit, und Geluſt zum eſſen, zu vermehren, und viel andere Kranckheiten, Gebrechen, und Schaͤden der Glieder und Leibs, durch das Baden die Voͤlcker vom Schmidbergiſchen Re⸗ giment dieſes Staͤttlein Windeck, ſo da⸗ mals mit etlich Heſſen⸗Caſſeliſchen Knech⸗ ten, als einer Salvaguardi, beiegt geweſt, uͤberſtiegen, und was von vielen Dorff⸗ ſchafften, an Viehe, und andern Sachen, dahin geflehnet worden, hinweg genom⸗ men; wle im 6. Theil des Theatri Euro⸗ pæi ſtehet. Wißbaden. ES halten theils dieſen Orth der Alten Mattium zu ſeyn, darfur andere aber Maupurg anſehen, wie in ſelbiger Statt⸗ Beſchretbung vermeldet worden iſt; und wir deßwegen uns mit niemandsin Streit einlaſſen wollen: noch auch mit denen zan⸗ cken, ſo die Ußpetes hieher ſetzen, denen andere ein weit von hinnen gelegenes Land einraumen. Iſt uns an dieſem Ort gnug⸗ ſamb zu wiſſen, daß Wißbaden ein alte, zwar nicht groſſe, aber jhrer herrlichen, und heylſamen Baͤder halber ein beruͤhmbte Statt iſt. Ihr aͤlte erſcheinet aus dem al⸗ ten, ſtarcken, groſſen Gemaͤuer, welches zu vertrelben, und zu heylen; der Statt⸗ von dem gemeinen Mann die Henden⸗ Bronn vor Nieren⸗und Lendenſteln gehet er andern Sauerbronnen vor, zermalmet alle Stein, ſo gar, daß er nicht mit Stein, ſondern Holtz gefaſſet werden muͤſſen. D. VVolfkius und D. Ellenberger haben jhne beſchrieben. Win8decken/ Winicken/ OHer Winnecker, ſo alles eins, iſt hie⸗ bevor ein ſehr feines Staͤttlein gewe⸗ ſen, mit einer Ringmauer umbgeben: Ligt aber jetzunder faſt auff die Helffte in der Aſchen, und iſt in eine elende Wuͤſteney, und Einoͤde gerathen. Es hat vor dieſem ein ſchoͤne Burg darinnen, und ſolche ſei⸗ ne vornehme Burg⸗Mannen und Ge⸗ braͤuch, faſt gleich wie Friedberg, Geln⸗ hauſen, Staden, und dergleichen gehabt. Iſt Hanauiſcher Bottmaͤſſigkeit, ein Meyl von Hanau, zwo Meylen von Franckfurt, und zwo Meylen von Fried⸗ berg, gelegen. Hatte vorhin auch einen fei⸗? nen Weinwachs, gute Ackerfelder, auch Gewaͤld, und dergleichen Nahrungs⸗ Mittel, ſo aber jetzunder ſehr ligt. Das Waſſſer darbey heiſſet die Nidder. Imcken, all Mauer, wle auch die Pfort, die Heyden⸗ Pfort genennet wird. Es ſoll aber bieze Statt(und Schloß) ſampt der gantzen ſchoͤnen Wein⸗ und Fruchtreichen Herr⸗ ſchafft von undencklichen Jahren, oder wie etliche vermeynen, von dem Roͤm. Kaͤnſer Adelpho, gebornen Grafen von Naſſau, durch die Herren Graſen zu Noſſau, vom Heil. Röm. Reich, neben dem Muͤntz⸗Re⸗ gal, und vielen andern Freyhheiten, zu Le⸗ hen getragen worden ſeyn; Anjetzo aber iſt ſolche Herrſchafft auff der Roͤm. Kaͤyſerl. Mayeſt. Special-Commiſſion, nach ge⸗ wehrter anderhalb Jaͤhriger Sequeſtra- tion, Herrn Anßhelm Caſimiren Ertz⸗ biſchoffen zu Maͤyntz, ꝛc. uͤbertragen wor⸗ den: Deſſen Churfuͤrſtl. Gnaden gleich⸗ wol den Innwohnern ihre Religion frey⸗ geſ Churfüͤrſt zu? Es hat der Churfuͤrſt zu Maͤyntz, Herr Johann Schweickhard, nach toͤdlichem Abgang deß jungen letztlebenden Herrn GrafJohann audwigen von Naſſau⸗Wiß⸗ baden, und Jdtſtein, wider Graff Ludwi⸗ gen von Naſſau⸗Weilburg und Sarbrü⸗ Wintermonat deß 1648. Jahrs, haben ſterben dieſes ſuugen Derzn hlebehen⸗ar bereit praͤtendirt, als ob durch ab: ungt L 1 genmzin khua 1 e Clhes t weitvoni Newr 1 ee; ſſen, Mce a doſ,c dan 1 5 aͤder dalt, Ihr änt 3 u n, greßſnem 2. emeinen Am le auct deirt 3. unet wir 6% Suh al 30 — in⸗un ſia 11 ndenckiche gih m. pann, taim 18 eboenen Guſt Ie ecren Guuſenuſ ts Räich, utnd ſen andemFn 27 wordenſen 2 haff aufder9 cial- i. Cowuli 2 erhab J gpe 4 Jnßheln e. 9 2 dout,,w, 2esig vohgen el d rfl 1 11 ☛☚ enn 4 4 ungen lal 1- 48 zuowigy 1 ſtan be 21 2 Ne L , — Die Seatt Pfort 8 E Das SchloF. Sonnenberqer thor. — —— m an — N N ☛☚‿ N 4. Diæ Pfarkirch. T. HIæt, n Efrde. 6 EHAden mau. „ 2. Warmen Bades. 8. Bad lads And kerberg⸗ weee, — erit Rd lh 42 Be Qdelldes* Gahe » 1 7 7 See Frſ, e . 1 d V 1 — ₰ 87: 65 1 m 4„ 1... ſ 5 f N dſce 8 5 2 P„ 4 H 3 4 ENEp ·„ 3. 5 4. m ele.—, A 2 B, 3 DL lhn 7 e— — 8 8* 44 8 AEF EERA E A 3 Lae. 31. LAm Enge 14. Ldm g. Bad feer borg dr Ropen. 12. Zur Glocken. 15. 3 Badt. 0. Harberg dnd bad 2ur Blaämen. 1s. Zum Roten Löwen. 16. iε Itatt Meins. ———pyjyg 3 ☛ᷣ. HoeR, —ę— . — vndets kie gafrtae de jagen 12 g tet he 1 rimat ker lchmn Rh ſdihe Sr alt hna m 2 RGn di ange Ei mans dan h Ius hal ⁸; 9 nſ 8 boſimn ge dabeſ 1 R. ni au ſtener rd i ann däſe 2 ſſ emfn jir diu lne dierng Za tte r. h 4 in Heſſen und andern nd. Mänutz anheim gefallen, ſich auch erſelben Graſſchafft anzumaſſen, under⸗ ſta den; ſo aber ſelbiges mahl noch vermit⸗ telt blieben. Gleich wie auch auf Abſterben Graf Heinrichs von Sayn, die Churfuͤrſten von Trier, und Coͤln, ſich umb das Hauß Ha⸗ chenburg, und Freußberg, ſamt der Stadt, und Pertinentien, annehmen wollen; dar⸗ An. 160§5. Graf Johann von Naſſau den Mittlern, hernach aͤltern genannt, hie zu beſtellet hat: Der auch von den ſamptlichen Wetterauiſchen Grafen gegen Maͤyntz, wegen Wißbaden verordnet werden iſt. Es ligt Wißbaden eine kletue Meyl von Maͤhntz, oder nicht ſo weit, und vier von Franckfurt, zwo groſſe Meylen von Lan⸗ gen⸗Schwalbach, und 7. von Coblentz. Ob nun ſte, die Stadt, von den obgemelten Uſipetibus, oder Viſpis; oder aber den Wieſen, in welchen ſie, zwiſchen den Ber⸗ genligt, den Namen bekommen, laſſen wir andere eroͤrtern. Sie tſt mit einem recht guten fruchtbaren Boden geſegnet; dann ſie einen edien Wein und Kornwachs, darzu ſtattliche Waldungen, und zwey vornehme angrentzende Waſſer hat, als nemblich den Rhein, und Maͤyn, deren je⸗ des uͤber eine halbe Meyl nicht von dannen; auberer klemen Baͤch zu geſchweigen. Die Gegend herumb wird von den Ein⸗ wohnern der Einrich, Emrichiæ pagas, dder Baw, genannt. Ulnd faͤnget allhie das Rhlsgau an, hat gegen Morgen die Graf⸗ ſchafff Epſtein; gegen Mitternacht die Graffſchafft Idſtein, darzwiſchen nur ein Wald iſt: und gegen Abeno graͤntzet ſt mit dem beſagten Rheingau. Und iſt die Stadt dreyeckicht erbanet. Der groſſe Wald bey derſelben, wird von den Leuthen hierumb die Höhe genannt. Es hat allda, vor dem jetzigen Krieg, ſchöne Gaͤrten gehabt. Die Lufft iſt umb die Stadt herumb ge⸗ ſund und gut, ob zwar die warme Daͤmpf, und Viehezucht, wann ſolche vorhanden, ſelbige etwas aͤndern. Alſo iſt auch das Brodt eines guten Geruchs, und Ge⸗ ſchmacks, derentwegen es von manchen zur Abreiſe mit deſto groͤſſerer Begierde, mit⸗ genommen wird. An Rind⸗Hammel⸗und Kalbfleiſch, jungen und alten Hanen, und Huͤnern, desgleichen an Gevoͤgel, Eyer, Butter, Fiſchwerck, ꝛc iſt zur gnuͤge zube⸗ benachbarten Landen. 143 kommen. Auſſer des Weins, o ſebſten an dem nechſt gelegenen Berg allhie herꝛlich waͤchſt, hat man vor dieſem auch allerhand andere, und darunter Bacherachet Wein allda gehaͤbt. Das Trinctwaſſer aber iſt nicht zum beſten: Hergegen man aber Sauerwaſſer von unterſchiedlichen Oro ten, und auch Bier haben kan. Die Ein⸗ wohner ſeynd gute, redliche, und dienſthaf⸗ ke Leuth, welche den einkommenden Bad⸗ gaͤſten freundlich unter Augen gehen, gern zu willen ſeyn, die Baͤder zu rechter Zeit ſtaͤtig ablaſſen, und reinigen, nit friſchem Waſſer wiederumb fuͤllen, zum Gebrauch der frembden Badgaͤſt zum fl ißigſten ver⸗ wahren, die Haͤuſer, und Cammern rei⸗ nigen, mit weiſſen Betten zieren, und niaͤn⸗ niglichen, wie ihe Ampt erforderr, ſoͤlche Handreichung thun, daß ſelten Klag ge⸗ horet wird. Die Baͤber, oder Brunnen llhie ſeynd natuͤrlich heiß, und Artzneylſch. Dann nicht der Menſchliche Fleiß, wie an einen Kräuterbad geſchicht, ſondern die Natur ſie, vermittelſt des Feuers, wel⸗ ches in den Erdklaͤfften erhalten wird, oder der warmen Lufft in den Gaͤngen der Er⸗ den, atſo heiß, oder warm machet. Ss ſind aber fuͤrnemlich vier Brunnen, oder Quel⸗ len, welche gleichwol, weilen die Mineren nicht in gleicher Maas und Quantitaͤt in allen ſind, mit ihrer Waͤrme, oder Hitze, nicht uͤberein kommen, und deswegen auch ſallen Krancken auf einerley Weiſe nicht zu gebrauchen. Die Badhaͤuſer, ſo oben offen, ſeynd theils an Schilden zu erken⸗ nen, als das Hauß zum guͤlden Adler, zum Hirſch zur Cronen, zum Baͤrn, zum Helm, zum Bock, zum Rindsfuß, zum Spiegel, zur Blumen, zur Roſen, zum Schwanen, zur Glocken, zum Engel, zum Vogels⸗ Geſang, zum rothen Loͤwen, zum Salmen, zur Stegen, zu den 2. weiſſen Boͤcken, zur Lilten, zum Stern, zum Wildenmann, und weiſſen Roß: Thells haben keine Schild, als das Dienheimer⸗oder Schuͤtzenbad, und das Buͤrger oder gemeine Bad, ſampt den 2. Baͤbern,ſo in den Hoſpitat gehörtg. Und hat beſagtes Diengeimer, oder Schuͤ⸗ tzen⸗Bad von den Aelichen Geſchlech⸗ tern Dienheim und Schaͤtzen von Holtz⸗ hauſen, den Namen, weil ſolche ihren A⸗ delichen Sitz, und Wohnung vor dieſem allda gehabt haben. Das ſchaͤdliche Kriegsweſen hat zwar auch 144 Beſchreibung der auch allhie in den Badhaͤuſern viel veraͤn⸗ dert; aber man hat, nach Muͤglichkeit, ſeyd⸗ hero alles zu verbeſſern ihme angelegen ſeyn laſſen. Es fuͤhret das Wißbad vierer⸗ ley Mineralten, nemblich, Schweffel, Saltz) Alaun, und Salpeter, und zwar vornembſten Orth Hoͤrnigk, Koͤyſ. Mayeſt. und Fuͤrſtl. Pel⸗ dentziſchen Raths, Comitis Palatini Cæſ. und Med. D. Ordinarii zu Franckfurt am Mayn, daſelbſten des Jahrs 1638. in 8. ausgangene Wißbades Beſchreibung; Item Heren O. Philips Weber ſeel. ge⸗ fuͤhret es der Schweffels am meiſten, und weſenen Graͤflichen Naſſauiſchen Hof⸗ des Salpeters am wenlgſten. Wer ihre Vermiſchung recht conſideriret, der wird fuͤr genehm gehalten, daß etliche dieſes Bad fir das hitzigſte, oder doch eins von den 3. hitzigſten(als Carlsbad, Baden am Medici zu Saarbruͤcken, Thermarum Wisbadenſium deſcriptionem, zu Op⸗ penheim Anno 1617. in 4. Lateiniſch ge⸗ druckt, welcher letzte unter anderm ſagt, daß auf dieſem ſchonen und luſtigen Bo⸗ Schwartzwald, und Wißbaden) gehalten. den auf welchem Wißbaden lieget, Kaͤy⸗ Und thun die Baͤder allhie zu Wißbaden, ſer Adolphus ein Gebaͤu aufgefuͤhrt, ſo nach anzeig ihrer Mineralien, waͤrmen, Graf Ludwig von Naſſau zu einem Spi⸗ trucknen, zertheylen, erweichen, aus⸗und von oben herab ziehen, kochen, duͤnn ma⸗ chen, zuruͤck treiben, zuſammen ziehen, und ſetzen, reinigen, heylen, purgieren; und ſeynd wider alle von kalter intemperie, o⸗ der Entrichtung, und übriger Feuchtig⸗ keit, entſprungene Schwachheiten, als Fluͤß, Schnupffen, Schwindel, ſchwere Noth, Schlag, Gicht, Laͤhmung, Krampf, Contractur, Podagra, Chiragra, Huͤfft⸗ wehe, Zittern der Glieder, klingen, ſauſen, und ſchmertzen der Ohren, ſchwer Gehoͤr, und Taubheit, ſchweren Athem, Keichen, Huſten, Schwind« und Lungenſucht, Blutſpeyen, Hertzklopffen, Ohnmacht, Blehung, Widerwillen, Trucken, Schmer⸗ tzen, und Mattigkeit des Magens, Eckel fuͤr der Speiſe, verlohrnen Appetit, Darm⸗ wehe, Grimmen, Durchlauff, Ausgang des Affters, Waſſerſucht, Leberſucht, Geſchwulſt, und Wehe des Minttzes, Steinſchwaͤren der Nleren, Blutharnen, kalte Piß, und beſchwerliches Harnen, Samenfluß, verlohrne Mannheit, der Mutter⸗Schmertzen, Auffblaͤhen, und vorſchieſſen, den weiſſen, troͤpfflenden, un⸗ natuͤrlichen, hinderbliebenen, und allzu⸗ ſtarcken Monatlichen Fluß, unzeitige Ge⸗ burt, unfruchtbarkeit, Grind, Jucken, und Schwaͤhren der Haut, ꝛc. ein heylſames Mittel. Und empfinden daſſelbe ſonder⸗ lich die Phlegmatiſche, und Melancholi⸗ ſche, und die von 15. bis 5⁰. Jahr alt ſeyn, mit ſonderlichem Nutzen. Und iſt allda durch den gantzen Fruͤhling, Sommer, und Herbſt, gut baden; wann es nur nicht gar zu kalt, oder zu gar hitzig iſt. Wer ein vollſtaͤndigen Bericht von Wißbaden zu tal verwend et habe, darinn taͤglich uͤber die zweyhundert Arme, mit ſchonen Woh⸗ nungen verſehen, und zu ſeiner, des Au⸗ toris Zeiten, geſpeiſt und getraͤncket wor den ſeyen; ſo die Einwohner Clarenthal, oder S. Claræ vallem nennen. Es hat zr Wißbaden einen Ambtmann und Schult⸗ heiſſen. Anno 1635. überfie! der Obriſt Hohendorff, Schwediſcher Commen⸗ dant in Maͤyntz, den 1 April, die Boͤning⸗ hauſiſche allhte, hernach kam der Herr General von Piccolommi, und nahm ſein Haupt⸗Quartier allda. In dem 5 Theil des Theatri Europæi wird lol. 604. b des erſten Drucks, folgendes kerichtet: Anno 1644. h„ven ſich, weiß nicht was Urſachen) des Obriſt Wolffen und Spor⸗ cken Regimenter, nach Wißdaden gewen⸗ det, ſelbtges Stäͤdtlein unverſchens uͤber⸗ ſtiegen, viel Burger niedergemacht, alles cein ausgeplundert, mit Weibern und Minderjaͤhrigen Toͤchtern, unerhoͤrte Schand getrichen, und alſo gehauſet, daß es nicht zu beſchreiben. Als nun die Muͤhl, und andere Gebaͤu, angeſteckt und ver⸗ brandt, ſeyn ſie mit dem Ranb der Armee uͤber den Rhein gefolget. Bis hieher be⸗ ſagte Kelauon. Es gehoͤlt jetzt dieſer Ort wieder den Herrn Grafen von Naſſau⸗ Weilburg, ſo der Augſpurgiſchen Con⸗ feßion ſeyn, zu. Es ſchreibet Romanus Hay, in Aula Eccleſ.& Horto Cruſiano, p. 353. daß zu Clarenthal/ obgedacht ein Meil Wegs von Mayntz, auf der Seiten, und nicht gar eine Stunde von gedachtem Wißbaden, auf des Grafen von Noſſau, ſo zu Id⸗ ſtein Hof halte, Grund und Boden, ein haben begehrt, der leſe Herꝛn Ludwigs von Cloſter St. Claræ Oedens, und daſelbſt ein —— ——— —== — — — — —— —— — S —— — —= — — —— — — — — B½. — — — at Ns wit noe Un- d iRat dfuch R kun giſche drde i ul gue ft In Wa wud nne do S an ſch gs ſet. e Ge izug keiehae Gel in Arn em dr ui zma c e, n ſch dhübſers biere Autcn man Kedane tt ſet fücegt 1 d ho 5 dd zrau Ifer u di D d om dage undf igen d. Aag tten dig t inſch M ndh es 2 1 and uen den, G jeſes Rethaleuen S „ au„ 1 Ta, erſehen, uhn 1, 3 1 arx 1aa g einen guim„an Inno 1iz F 4 or AIA n rartier alba We Stadten l 2ch B raer uied d dundet, u2 dA igm Töt ruten urdd M. echeeten-A Godäu, o ii ſte mntdem. 8 t afot, 2 5 KeaaK n Han Gu u in Heſſen und den benachbarten Landen. ein ſehr ſchoͤner Tempel vom Gebaͤu, aber unflaͤtig, und darinn der Fuͤrſten, und Graffen, auß Koͤniglichem Röͤmiſchen Geſchlechte, Graͤber ſeyen. Der Stiffter were A. 1292. Adolphus, Graff von Naſ⸗ ſau, Roͤmiſcher Koͤnig geweſen; deſſen, und ſeiner Gemahlin, Fr. Tmaginæ, Vildnuſ⸗ ſen, beyderſeits Kniender, und, mit erho⸗ benen Haͤnden, Gott die Kirchen uͤberge bender/ an der Wande, mit dieſer Schrifft/ zu ſehen: Domine, in Gmplicitate cunctis meis peccatis miſerere. Dte letzte Abbtißin allhte, ſagt er, ſeye Anna Brendelin von Homburg geweſen, ſo deß Jahrs 1553. allda begraben worden. Witzenhauſen. Vn theils Wiſſenhauſen genannt, ligt D in dem Fuͤſtenthum Meeder⸗Heſſen/ und iſt die letzte Statt an der Werra, ſo fuͤr alt gehalten wird/ und welche vor Zeiten viel groſſer, als ſie nunmehr zu ſehen, und Weitenhauſen gehelſſen, geweſen; aber durch Kriege zwiſchen Maͤyntz und Heſſen in Anno 1232. Und darnach in Anno 1479. ſampt dem Rathhauß, KRepoſicur und briefflichen Urkunden, außgebrant, und eingeaͤſchert worden iſt. Ligt an einem lu⸗ ſtigen/ und bequemen Orth/ beydes deß Schiffreichen Waſſers halben zum Kauff⸗ handel, und dann auch wegen deß fruchtba⸗ ren Bodens, an Korn⸗ und Weinwachs 145 rich à Bernowitzko kam auß Moravia mit ſeinem Bruder Dieterich in Sachſen diente Hertzog Otten an der Weſer, wider Kaͤy⸗ ſer Heinrich den Vierdten; Dahero zu Be⸗ lohnung ſie ſtattliche Guter bey Goͤttingen bekamen. Vondieſen kompt das Adeliche Geſchlecht von Berlipſch in Heſſen. Be⸗ cherer in Thuͤring. Chrontc pag. 228. Und iſt von dieſem zu ſehen Lerenerus in der Berlipſchen Chronic. So haben deßgleichen andere Heßiſche von Adel, unterhalb dieſer Statt Witzin⸗ hauſen, und jenſeit der Werra, ihre Gobter⸗ tez ſo alle ans Fuͤrſtenthum Braunſchweig und das Eyßfeld, graͤntzen, als/ die Butlat, Biſchhanſen, und Bodenhauſer, deren letz⸗ en der Arnſtein/ ein ſehr wol/ und ſtatt⸗ lich von Steinen einer Fuͤrſtlichen Reſibentz lich Bebates Hauß ſ. lunß ſtehet man zuch das feſte Hauß Ruſteberg au Eichsfelde. Haus Ruſtchera aufſn In einem uͤberſchickten Bericht, hab ich gefunden, daß/ wie die Aembter Smalkgal⸗ den, Breytungen, im Saͤchſiſchen Tetrito- ro; alſo ſeyen auch, zwiſchen den Braun⸗ ſchweig⸗ und Eichßfeldiſchen, etliche Heſ⸗ ſiſche abſonderliche Aempter, gelegen; als erſtlich das Ampt Gleichen/ welches von zweyen gegen einander ſehr hoch ligenden Bergſchloͤſſern, ſo an Gebaͤu, und Hoͤhe, ihren Bergen faſt gleich, den Nahtnen her reichlich geſegnet. So ſleuſt durch/ und ne⸗Gleichen habe. Dieſer Haͤuſer eines, wie ben der Statt/ zugleich, das Waſſer Elſter auch das halbe Gericht, ſtehe den Edelleu⸗ dder vielmehr Gelſter, genanmt, ſo inner⸗tthen/ die Ußlar genant, zu, und ſeyen die⸗ halb der Ringmauren vier Muͤhlen trei⸗ ſe gleiche Berge mit einen ſtattlichen Buch⸗ bet: hat jetzo ein ſchoͤnes ſteinern Rathhau walde umgeben. 684 4 Auf Heßzlſchem Bodeg e/ und Brucken/ uͤber die Werra/ auch ei lige unten am Berge, am Waſſer, die t maRene viereckichten NAarclte piat Gartta genant, das Ampthauſe, oder der von welchem man Creutzwetſe an alle 4. Wittmarshoff, in einem luſtigen ſehr ſchat⸗ Thor der Statt ſehen kan. Sonſten iſt der lichten Thal, ſo von Landgraff Morttzen, Ort/ wegen der hohen Berge, und Stein, beedes zur Wohnung/ und zum Vor verck, klippen, etwas rauh. ziemlich erbauer geweſen; aber, von den 1 3 ſor, hen Seſent Ohnfern von dieſer Statt iſt der Kauf Keyſertſchen Seldaren, deß Jahrs 1624. ſinger Wald/ vom Dorff alſo genant, dar⸗uichrenthells verhraant worden. Gegen auff er gehet/ und ſtoͤſſet biß an das Braun⸗ uber hat es von Steinen, in den Berg ge⸗ ſchweiger Land. Auffdemſelben Gewaͤlde mauerk elne luſtige Grotte, doch in Form ſind Glaß⸗Huͤtten. Es iſt auch hierbey das eines Hauſes gebauet, auſſer dem Gehaͤn⸗ Schloß Berlipſch/ auff einem ſehr hohen Berge, welches An. 1120. von Hans von e, faſt auf die Manter, wie die zu Weiſ⸗ ſenſtetn. Die Ampts Doͤrſſer, und Hoͤfe, Bernowitzko(ſo ſein Groß⸗Vatter Die ligen darum her, an Eiſchfeldiſcher und terich zu bauen angefangen) vollendet Braunſchweigiſcher Graͤntze. Weiter worden. Dieſes Dieterichs Vatter Hen⸗ſtunde im gedachten Bericht daß/ bey dem 2 gemel⸗ . gen zum Diemeiſtrohm billich gerechnet wird: Und iſt allda vor Zeiten ein herrlich 146 Beſchreibung der gemelten Witmarshofe auch lige das Hauß Niedeck, denen von Veldtheim zuſtaͤn⸗ dig, und foͤrters, die Gartte hinab, zwi⸗ ſchen der Statt Goͤttingen, ſeye auff ei⸗ nem wunderbaren außgehoͤleten Felſen, das Braunſchweigiſche reiche Cloſter Rein⸗ hauſen. Wolffhagen. = Tatt und Ampt in dem Niedern Fuͤr⸗ ſtenthum Heſſen, nahend Landau, Burckhaſungen, und Freyenhagen, auff der Seiten der Statt Caſſel, aber noch ziemlich weit von ſolcher, an einem Waſ⸗ er gelegen, welches fuͤrters, nach dem Coͤl⸗ niſchen Staͤttlein Volkmarſchen laufft/ und endlich oberhalb Warburg, im Pa⸗ derborniſchen, in der Diemal ſich ver⸗ leuert; daher Statt, und Ampt Wolffha⸗ vornembſten Orth 1420. erbauet worden. Anno 1376. iſt dieſe Statt, ſampt ihrem Rathhauß, faſt gar verbrunnen, und An. 1487. wieder auffge⸗ bauet worden. Sie hat in Vor⸗Jahren et⸗ ne freye Muͤntz gehabt, alſo daß ſie Dreyer, und Heller, ſo man zu derſelben Zeit ſchwe⸗ re Pfenninge, anjetzo ader Teichthoͤrer nen⸗ net, gemuͤntzet hat. vid. Dilich, pag. 167. bear Je G iann do. Haſſ. „Die Statt iſt auff einem ziemli Hügel erbauet, mit vielen Wurnen ichun hohen Mauren, verſehen; an ſich ſelbſt auch von feinen Gebaͤuen, und Gaſſen, ſonder⸗ lich einen ſchoͤnen, ſtarcken, Kirchenthurn. Kriegsweſen/ deß Brants halber, ungluͤck⸗ lich geweſen, in dem faſt kein 6 da⸗ hin kommen, daß ſie nicht ſolte angezun⸗ det worden ſeyn. Man hat zwar, zu unter⸗ ſchiedenen malen, wider angefangen zu bau⸗ en; aber es iſt alles auffs neu angeſteckt Gebaͤu geweſen; daſelbſt auch die alte Ge⸗worden: daher dieſe Statt, gleich aadern, maͤuer der Weidelburg/ eines auß der maſſen weyland hohen Berghauſes zu ſe⸗ hen. Es haben vor alten Zeiten in der Wolffhagiſchen Feldmarck ſieben Doͤrff lein geiegen, welche ſich vereinbaret, eine Statt zu bauen. In dem ſie nun ohngefehr ums Jahr 1200. die Wildnuß/ und Ha⸗ gen, den ſie zu ſolchem Bau erleſen außzu⸗ rotten angefangen, ſollen ſie daſelbſten ei⸗ nen Wolff angetroffen, und derowegen ih⸗ rer Neuen Statt den Namen Wolffha gen geben, aber doch mit dieſem ihrem Bau ehe ſie die Statt gaͤntzlich befeſtigen koͤnnen/ 70. Jahr zugebracht/ und folgends ihre Nahrung inſonderheit mit dem Hopffenbau geſucht haben. Das Schloß hatte ſeine beſon⸗ dere Veſtung, und Bezirck, wohnten in demſelben, weiln es ein Gräntz⸗Hauß nem⸗ lich in der Freyheit, etliche Einſpaͤnninger, die man Burgenſes geheiſſen. Wann aben dieſelbige den Burgern in der Statt in viel Weg uͤberlaͤſtig ſo hat ihnen den Burgern endlich Otho Landgraff zu Heſſen Anno 1305. zu ihrer Befriedigung, ein Mauer und Thor, als ſtarck ſie dieſelbe immerhalb 4. Wochen zurichten koͤnnen, zu bauen Er⸗ laubnuß geben. Der Pfarrkirchen allhie Thurn hat, Anno 1303. biß ans unterſte Gewöͤlbe, eine Witfrau, auß ihrem Ver⸗ moͤgen aufgefuͤhrt; das Chor aber iſt An. ſehr verwuͤſtet gelegen, und ums J 1647. neben der Kirchen, nicht viel dahe uͤbrigs gehabt. Es hat Herr Land Graff Morttz an dieſer Stait einen auſehenlichen Schloßbau angefangen; iſt aber, wegen deß eingefalnen Kriegsweſens/ veibiieben auch theils auffgeführtes wider zerſtört, und mehr nicht, als die Gruudveſte, und etwas deß euſſerſten Gemaͤuers, uͤbrig blie⸗ ben. Es iſt ſonſt um Wolſſhagen her ein ztemlicher feiner, und nottuͤrfftiger Frucht⸗ wachs; und ſcheinet, vor dieſem, weit Bolckreicher, und beſſer erbauet geweſen zu en uuna man voch der Orthen viel Merckzeichen von zerſtoͤrt Boggen bua 2 en Kirchen, und Das Ampt Wolffhagen iſt ketner ſon⸗ derlichen Groͤſſe, doch ziemlichen Arerſon. nens: hat ungefehr zehen oder zwöͤlff Doͤrf⸗ er/ und graͤntzet mehrentheils an die Graf⸗ ſchafft Waldeck, das Coͤllniſche/ oder Volk⸗ marſche Gebiet; wie auch an die von der Malſpurg; welche ſonderlich unfern von der Statt Wolffhagen einen ſchoͤnen Ade⸗ lichen Sitz von Steinen erbauet/ Elmers⸗ hauſen/ genant, haben. Das Lager dieſes Ampts, iſt nicht uͤbermaͤßig Bergicht, o⸗ der voller Gehoͤltz; daher gar wenig, oder kleine Wildbahne dieſes Orts iſt; hat aber feine Teiche/ und Forellen Baͤche. In dieſem Ampt/ Sie iſt aber, vor andern, in dem naͤchſten — 2 S N .—— M N) NAIe: 1 VVNNKW W 4 1de ſat nn bt. ieſet dal mn angffue z6 nen Kin ie auffgei d icht 1, lſeering unt ſonſtan an iaer un da d ſchua e und be au nal mm cht vone me gftz an WrræTRHSKISEN — S WOLFF HAGEN . D „ N Gſ Be ii 1 ℳ eeu emce ll 4=— , 2 5 A 3 S,ch 4 7, 7 S, S Shſh c p ,; , ce,! h, Mu Ze, S, e 1 3 4 I. 3 N 4s 55 11adMAAM W — — 8NNNNNNN ABBRABURG— aM äße iſe —————— — S I— 8*———— AQAᷓNDN— X‿ — — 5 46 M at art ſerd Sa TIn. angene einel V mScd gen umape neüt rn iindras dg. ww 12 lerge aen gsi rihtem iter kmn lche Srauit n au Schan och, tof E nno ihreG 1B. Da und ia 4 16 Mae das dhweime hbri duuft n laſſe ſadcd roch alem.) nu ia ag ichte Aagans etlich in Heſſen und den benachbarten Landen. 147 Aupt/ an der Waldeckiſchen Grentze ligt/ dem Fuͤrſten das Schloß eingeantwortet auff einem ſpitzigen Berge, das alte, feſte, nunmiehr aber zerſtoͤrte Schloß Weidels⸗ berg/ von,/ und umb welches/ vor der Zeit/ ſchwere Krieg/ und Landes Verwuͤſtungen, geführet worden ſeyn. Iſt vorhin Walde⸗ ckiſch geweſen, maſſen man dann auch den mehrern theil ſolcher Graffſchafft Wal⸗ deck darauff uͤberſehen kan. Zappenburg. M Reinharts Wald iſt gelegen das J Schloß Sabbaburg/ oder Zappen⸗ burg. Man ſagt/ daß dieſes ſchoͤne Schloß anfangs von einer Edlen Geiſtlichen Frau⸗ wen Sabba genant, ſey erbauet worden, wie man dann vor etlichen Jaren derſelbi⸗ gen Sabbauͤbernatuͤrlicher Groͤſſe Gebeine gefunden. Landgr. Wilhelmus IV. hat An. 1590. ein Thiergarten allhte, welcher faſt eine Meyl wegs in ſeinem Bezirck hat, zu⸗ gerichtet, mit einer Mauer umzogen, den Graden, welcher zwantzig Schuhe weit/ in Steinfelſen außgehauen; die Mauer/ ſo 26. Schuhe hoch, die Rundeln, damit das Schloß in Anno 1591. befeſtiget, herumb grfuͤhret; den Bronn auff ein halbe Meyl im Walde, und den Odelsheimer Bronn faſſen, und auffs Schloß/ und von dannen in Marſtall, das Vorwerck, Bran⸗ und Schweinhauß bringen;wie auch die Cantz⸗ ley auffbauen laſſen; und hat man alſo den Felſen durchbrochen, das Hauß ergroͤſſert, und allerhand nutzbare Gewoͤlbe und Ge⸗ maͤcher angerichtet. Es ſeynd in ſelbigem Thiergarten etliche feine Teiche, und ein durchflieſſende? Bach. Hinder obgedachtem Reinharts⸗Walde, Ugt an der Weſer der Gieſelwerder/ ein Zollhauß und Schan⸗ tze, da alle Schiff, ſo die Weſer auff und abfahren, anlenden, und den Zoll erlegen. Idem Dilichius pag. 171. ſeq. Sagt aber nicht ob dieſer Ort noch Heßtſch, oder all⸗ bereit Braunſchweigiſch ſey. In der Braunſchweigiſchen Chron. ſtehet am 216. Blat/ daß umb das Jahr 1255. Ertzbiſchoff Gerhard zu Maͤyntz von des Hertzogs Al⸗ berti zu Braunſchweig Volck gefangen worden, und daß der Ertzbiſchoff zu ſeiner Erledtgung dem Hertzog Albrechten das Ampt Gieſelwerder mit aller ſeiner Zuge⸗ worden. Zu dieſer kan auch folgende Neue Beſchreibung dienen, alfo lautend. — 7 4 Sabbaburg, DasHaußligt faſt mitten im Reinvaꝛds — Walde, auff einem hehe Berge, und Steinfelſen/ ſoll von einer Rieſin, Saba genant, derer Gebeine man gefunden, an⸗ faͤnglichen gebauet ſeyn. Die Form dieſes Schloß iſt faſt rund, mu zu cy groſſen wei⸗ ten angehengten Rundele und Thuͤrnen, von ſehr ſtarckem Man rweich gefaſt, wel⸗ che durch alle Wanderungen gehen, und gar hoch, und ſpitzig, gedeck ſeon. Uber das, gehet ein doppelter Zwinger, und in Felſen gehauener Graben, nings umbs Hauß. Die Ingehaͤue ſeynd auff olte Ma⸗ nier, theils ſehr hach, und ſonderlich der Sal, welcher zimlich raum hat, und an ei⸗ nem ende eines der groſſern Rundeln in ſich begreifft. Hot ſonſi ſehr viel Gemächer, de⸗ ren jedes eines abſonderlichen vterfuͤßigen wilden Thiers Nahmen f h et. In der un⸗ derſten Wanderung, ſein alle zur Hauß⸗ halt nothwendig gehoͤrige Gelegenheiten. Der Kirchhoff iſt gantz rund. Zwuchen den beyde G aͤben hat es noch ein fein ſteiner⸗ nes Gebaͤu, mit allerhand Loſamentern. Unten am Berge, hat es noch andere, als, Marſtalls, Vorwercks und Jaͤgerey Ge⸗ bau, welche alle in ber Ringmauer deß Thiergartens, welche auff beyden ſeyten ans Schloß anſchleuſt, eingefaſt: Ermel⸗ ter Thiergarten iſt von Landgraf Wilhelm dem Vierdten, in einem Sommer, mit einer 14. ſchuhigen Mauer, in dem Umb⸗ kreiß, oder Bezirck, faſt einer Teutſchen Meylen groß umbfuͤhret worden, darinne ſeind allerlen Danhirſche, als, ſchwartze, weiſſe, rothe/ graue/ und ſprencklichte. Mit⸗ ten yindurch fleuſt ein leblicher Forellen⸗ bach, die Touna genant, hat auch etzliche Teiche. Die Amptsdoͤrffer ligen in, und umb den Reihnartswald zerſtreuet; und beſteben dteſes Ampts beſte Einkommen in den Waldnutzungen, als, Weide, Foiſt, Maſt, und deß uͤberauß ſtattlichen Wild⸗ dahns,/ zumaleermelter Reinhartswald, ſich von der Eiſenhuͤtten zu Knickhagen, an der Fulda, und gegen Muͤnden, an die Weſer herab, biß da die Diemel einfleuſt, hoͤrung, abtretten muͤſſen: Und ſey hierauff an die vier Teutſcher Weyl Wegs in die T 2 Laͤnge 148 Beſchreibung der fuͤrnehmſten Ort Laͤnge erſtrecket, auch ſonſt an mehren⸗gen Marſilti und Philipſen von Reiffen⸗ theils Orthen, ein, oder anderthalb Meyl berg/ die auf Empfahung einer gewiſſen breit iſt, darinne in Friedens und guten Summen Geldes von allem ihrem Rech⸗ Maſtzeiten, an die dreyſſig tauſend Maſt⸗ ten, das ſie zu ſolchem Schloß und Thal ſchweine fett gemacht werden koͤnnen: Es Ziegenberg, dem Dorff Langenhain und ſein auch wol in einer Schweinhatzzeit an andern darzu gehoͤrenden Gerechtigkeiten die 500. Wilde Schwein, und deren 15o gehabt, abgetretten. in einer Jagt gefangen worden. Gegen der Es iſt erſtlich denen Herrn von Epſtein Dimel werts iſt dieſer Wald von ketnem zugeſtanden, von welchen es ums Jahr ſonderlichen Gebuͤrg, ſondern langen herr⸗ 1477. Graf Philtps zu Catzenelenbogen lichen Thaͤlern, und ſanfften Bergen; ge⸗ſerblich erkaufft, und iſt an das Hauß Heſ⸗ gen der Weſer, und Fulda aber deſto rau⸗ ſen kommen, bey Zeiten Landgraf Hein⸗ her, und bergichter, unter denen der Stauf⸗ richs, welcher obgedachten Grafens Toch⸗ fenberg/und Garnberg diehoͤchſten ſeyn/ an termann geweſen. Es haben die Diedi⸗ welchei Garnberg faſt in die runde ſechs ſche Vorfahren dieſen Orth ein merckli⸗ oder 7. ſtattliche Forellenbaͤche entſprinz ches beſſern, viel Geheck und Straͤuch gen, und in den Wald ſich außtheilen; auch ausrotten, und zum Ackerfeld erbauen hat es ſehr ſtattliche Teiche hin und wieder laſſen. Hat an Holtz/ Jagten, Weyd und in dieſer Wildfuhr, daher, ob zwar der Wein kein Mangel, und wird der Wein⸗ Orth etwas wild, doch ſonderlich Som⸗wachs den benachbarten Orthen faſt vor⸗ merszeit ſehr luſtig, und nutzlich iſt. Etwaſgezogen. Der Weinbergen einer wird eine kleine Meyl Wegs an der Weſer, ligt genant der Heilig⸗Berg, weil er der Kirch das Dorff und Zollhauß Gieſelwerder/ eigen, und derſelben annoch den Zins ent⸗ welches dabevor etwas feſt geweſen, und richtet. Als wegen der Hudt, Holtz, Ma⸗ ein ſonderlicher Paß uͤber die Weſer iſt. Ge⸗ ſtung, Waſſer und Weyd mit Chur⸗ gen uͤber ligt das Cloſter Lippoldesberg, Maͤyntz, und der Burg Friedberg/ als welches auch ein abſonderlich Ampt iſt, Mit⸗ Maͤrckern, unterſchiedene Streit und auff dreyen ſeyten Jenſeit der Weſer vorgelauffen/ ſind ſolche Streittigkeiten mit Braunſchweigiſchem territorio umb⸗ im Jahr 1602. beygelegt worden. gebẽ. Allhie hat es auch ein Eiſen Schmeltz⸗. werck/ und iſt das Aemptlein, wegen ſeiner Ziegenhain. Teiche, und deß Weſerſtrohms, auch ſehr Seeeſt eine vornehme weitberuͤhmte Ve⸗ bequem/ und hat fein Gehoͤltze/ die Rehheke*⁹ ſtung nahe bey Treyſa gelegen, allda genannt, daß deßgleichen der ſtrackengera⸗⸗e des Furſtl. Hauſes Heſſen Sampt⸗ den Baͤume halber, ſo faſt durchgehend in Archiv iſt, an der Schwalm, in der Ebne, dieſem Holtz zu finden ſein, nicht viel im und etwas imn Moraſt gelegen. Iſt vier⸗ Lande iſt. eckicht, mit kleinen runden Paſteyen, noch Sn Fzahe maef. 6 mit Anem doppel⸗ Qiogenhoerz en Waſſergraben herum fortißcirt, ſo Ziegenberg. Landgraf Philips erſtlich alſo, und mit EIn Adelich Schloß in der Wetterau einem Wall verſehen; Sein Sohn Land⸗ = denen Dieden zum Fuͤrſtenſtein/ Graff Wilhelmaber, mit ſchoͤnen Gebaͤu⸗ jetzo zugehörig, ligt ein halb Meyl von en, Profianthaͤuſern, und allerhand Butzbach, und ruͤhret ſolches Lehen vom noͤthiger Munition und Kriegsrüſtung, Fuͤrſtlichen Hauß Heſſen, ſampt dem überfluͤſſ ganfuͤllen laſſen. Hat ein feines nechſt daran gelegenen Dorff Langen⸗ neues Schloß darinnen. Sonſten wird hain, welches nach Abſterben anconü fuͤr den erſten Erbauer dieſes Ziegenhains, von Trardorffs Curt Diede zum Fuͤrſten⸗davon die gantze Graffſchafft den Namen ſtein, ſampt den An⸗und Zubehoͤrungen hat, Landgraff Ludwigs deß Eiſern, zu an ſich, ſein Weib und Kinder, Sohn und Thuͤringen und Heſſen, Sohn, Pride- Toͤchter, zu rechtem Erb⸗Lehen gebracht/ ricus gehalten, ſo der erſte Graff in Anno und foͤrderſt auff ſeine Erben devolvirt, ſo 1173. allhie worden; von welchem die fole geſchehen im Jahr 1557 mit Bewilligun⸗ gende/ biß auff Graff Johann den Groſſen 0 ffffffffffff — — — 4 K E—— — * „„ 5 2 5 44½ 9 6* 7 G e 3 iner er Beſtruue 51gGerhant. Nang un 1. enactenn an deilg eg He erſebun a wegen a ſſer und I. id der da an tern unt a ſid 3 81 2. berglgt a0 Zjegecn ormehmew M mnen 1 .-... Dai Schloß. E. cantxlec 3 EI. Salt ruauuſt. M. Die kirche —..)— „ Der- May ſzall. F. Des A ten aon Ererſfelda I. Die Neuwekirch. N. Ale Proiuaraclt haci— „;,,..* 2 C. Das Zeisghaν. behauièang. K. Deſò Obriſten behauiſiin 0. Roſaznübelen. —„——.—,—— D. Matferer. Rat hiau. L. Neiu titdrndt a,? P. Luſtoarten— — ig einn itzof ugen t d* üſſen fet an hn le b amn awf le, do enehj ſtatt haͤm ltee ſm on aune eg An wan ſnth hoh lng Bol 1 mnern acht; Vounzo zwee rie n jeR. ſunm ztv 1Hem and ftaic Vo rhaug nand ham in! 81 die ſora⸗ un aſche eſte Kuuch rS ſam de n. diche d gtaſ 1 in Heſſen und den benachbarten Landen. ſo An. 1453. geſtorben, herkommen ſeynd: Darauff es an Landgraff Ludwigen, Fuͤr⸗ ſten in Heſſen, kommen. Im Jahr 1396. auf einen Morgen fruͤ⸗ he/ als die Waͤchter von den Mauren wa⸗ ren gangen, iſt dieſer Platz erſttegen und 149 ne ſehr groſſe Anzahl ſtattlicher Metalliner Stucken, gantzer, und halber Carthauuen, Feldſchlangen, und andere Geſchütz, und daruͤber ein ſchoöͤner Boden, ſo groß das gantze Hauß iſt, mit allerhand Waffen, und Buͤchſen, wol erfuͤlt zu ſehen. Wie gewonnen, und alles dargenommen was dann dieſe Veſtung, im naͤchſten Krieg, man geneids fand/ gar gepluͤndert und ver⸗ nie eingenommen wordeniſt. Das Schloß brant; wie die Limpurgiſche Chronick am in der Veſtung iſt theils ziemlich alt, doch 56 Blat meldet. Als im Jahr 1547. die von ſchoͤnen ſehr hohen, liechten Gemäͤ⸗ Veſtungen, Caſſel, Gieſſen, und Ruͤſ⸗ſchern, und Saͤlen. Und hat Herr Land⸗ ſelsheim, durch Graff Reinharden von Graff Moritz daſſelbe nicht allem ſehr er⸗ Solms geſchleifft worden, ſo bliebe, laut neuert; ſondern auch noch darzu einen gantz der Koͤyſerlichen Capitulation, dieſe Ve⸗neuen Bau mit vielen Gemaͤchern, dar⸗ ſtung ſtehen; wiewol ſie der Graff auch an geſetzt. So ſeyn zterliche Gallerien, gern gehabt hette/ deme aber Heintz vonſoder Gaͤnge, von einem Bebaͤu zum an⸗ Luͤdder, ſo darinnen lag, zu wieder geweſt dern, an dieſem Orth zu ſehen: iſt auch ein iſt. Dann als in wehrender Verhafftung fein bequemer Marſtall im Schloß, darinn Land⸗Graff Philipſen Kaͤyſer Carl deres zween Hoͤfe hat, worunder der euſſerſte, Fünffte dem Graffen von Solms befahl, und groͤſſere, mit allerhand zum Vorwerck die Veſtung in Heſſen zu ſchleiffen, und er gehoͤrigen Gebaͤuen, umbgeben iſt. Die mit 50. Pferden vor Ziegenhain kam/ Statt iſt an ſich ſelbſt; wie auch die Kirche, und die Ubergab begehrte, gabe Heintz die⸗ ſehr klein; doch mangelt dariſien kein Hand⸗ ſe Antwort: Sein Herr der Land⸗Graff werck, ſo da etwan in einer ſolchen Veſtun were jetzo gefangen, daher er auß Zwang noͤthig were, auch iſt dieſer Ort zur Hoff⸗ ſolches hetke muͤſſen underſchreiben: Der haltung gar dequem, inmaſſen die gantze Käyſer ſolte ihn ledig laſſen, was er ihm alsdann befehle, das wolte er thun: Er ge Graffſchafft mu Frucht, Weeſen Wachs, Gehoͤltz, Wild bahn, inſonde heit an men⸗ ſtuͤnde jhm nichts an der Veſtung/ ſie were ge ſchoͤner groſſer Teiche, und Fiſchwaſ⸗ jetzo ſein: Er ſolte ſich von dannen machen, in die nechſte Statt Treyſa wo er das nicht bald thaͤte, wolte er thme den Weg mit den ſer, als ſchter kein Orth in gantz Heſſen, (darunder ſonderlich der Leimbsfelder, und Landsberger,) verſeheniſt. Aber, wegen groſſen Carthaunen weiſen. Darauff er deß Moraſtes, und enge deß Orths, iſt der abgezogen. Die Veſtung an ihr ſelbſt/ iſt, von et⸗ nem ziemblich hohen erdnen, und ſtarcken Wal, mit 4. Bollwercken, auff die alte Lufft erwas ungeſund; hat auch keine ſon⸗ derliche Gaͤrten allda. Das Ampt hat viel, und wol auff etliche Manier, gemacht; hat nur ein Thor, und und 20. feine Doͤrffer, und Hoͤfe, welche rings umbher zween braite Waſſergraͤben; aber in dem ley digen Kriegsweſen, ſonder⸗ darzwiſchen, wie auch zwiſchen den Boll⸗lich des Jahrs 1640. ſehr verbrennek, und wercken, etliche Ravelin gebauet ſeyn; und verwuͤſtet worden ſeyn. Hierinn ligt das iſt durch denletzt verſtorbenen Lands⸗Fur⸗ abſonderliche Gericht, und der groſſe Flecke ſten, Herrn Land⸗Graff Wilhelmen den Frullendorff/ und gleich daran, das Clo⸗ Fuͤnfften, die Vorſtatt Weichhauß, oderſſter Spieß Cappell, dabey unfern im Weihauß), genant, auch mit einem Wall Walde noch ein altes zerſtoͤrtes Gebaͤu, verſehen/ und in Defenfion gebracht wor⸗oder Gemäͤuer zu ſeben, bey welchem vor den. Es iſt die Veſtung ſonſt mit allem Zeiten die Landgraſſen zu Heſſen, beyder wol verſehen, und hat ſehr ſtattliche, und Fuͤrſtenthume, die Landtaͤge, ſonderlich in underſchiedene ſteinerne Proviant Haͤuſer; Kriegszeiten, gehalten. Und wird dieſer wie auch in der Statt eine ſchone Roß⸗und Orth der Spieß genant, der da bevor vor Handmuͤhlen. Das Zeughauß iſt auch die mitte deß Landes iſt gehalten worden. zimlicher groͤſſe, und mehrentheils von In dieſem Ampt ligt auch, auff einem gebackenen Steinen gebauet; darinnen ei⸗Berge, das alte Schloß, die Landsburg T 3 ge⸗ —e 446 150 Beſchreibung der vornembſten Orth⸗ genant, bey dem Dorff Michelsberg, und darunder, zwiſchen jetztgenantem Dorff, und Allendorff, ein ſchoͤner groſſer Teich, faſt rings umb mit Wald umbgeben. Da⸗ hero man daſelbſt ein ſtattliche Luſt bey⸗ des mit Fiſchen, und hohen Jagden, ha⸗ ben kan. Underhalb Ziegenhain, ohnge⸗ fehr eine halbe Meyl Wegs, liget die Statt Treyſſa, von der oben geſagt wor⸗ den iſt. Zierenberg. D eſ Lands⸗Fuͤrſtliche in Nieder⸗Heſ⸗ ſen an der Warne, in einem tieffen Thal, gelegene Statt, ſo ein Ampt, hat anfaͤnglich Anno 129 1. Land⸗Graff Hein⸗ rich, das Kind zu Heſſen genant, gebauet: Und iſt die Kirch daſelbſt in Anno 1436. reſtaurirt, und erneuert worden. Ihr alter Nahmiſt Tyrenberg, etwan von dem ſehr hohen Berge, der Thyrenberg jetzt Doͤrnberg geheiſſen, alſo genant; allda die Thyringer vor lang abgelauffener Zeit, ais nemblich ihr Koͤnigreich noch geſtan⸗ den, auff dieſem Berg ein Lager, und Ca⸗ ſtel gehabt, deſſen auffgeworffene Schan⸗ tzen auch noch heut zu Tage eygendlich koͤnnen gezeiget werden; ſchreibet Dilich im erſten Theil der Heßiſchen Chronic am 170. Blat. Das Staͤttlein ligt faſt mitten zwiſchen dem Doͤrnberg, und dem Behrenberg, auff einem Huͤgel, und gehet eine ſteinerne Bruͤcke dabey uͤber den Warme Fluß. Es iſt dieſes Staͤttlein auff die Weſtphaͤliſche Manier ſchlecht gebauet; hat aber einen ſchoͤnen Kirchthurn, und Kirche, und iſt der Thurn mit zweyen Umbgaͤngen, dem Caſſeliſchen faſt ehnlich, erbauet. In dem Kriegsweſen iſt ſolches Staͤttlein; wie⸗ wol mehrer theils von eignem Feuer, aus Verwarloſung, verbronnen; worzu dann die Strohdaͤcher daſelbſt wohl geholffen haben. liegen underhalb, unfern von Zierenberg laͤngſt der Warme, nach einanber, die au⸗ dern darumb her. Und beſagtes Staͤttlein Zierenberg ſihet man auff den hohen Ber⸗ gen, noch unterſchiedliche Schloͤſſer, als/ Schartenberg/ davon auch dieſes Ampt nicht das Zierenbergiſche, ſondern Schaͤrtenbergiſche genant wud, auch vor dieſem zu ſolchem Schloß gehoͤret hat. Foͤrters, ligt naͤchſt gegen dem Staͤttlein Zierenberg uͤber, an der Warme, der Schreckenberg; Item, der Guden⸗ berg, der Woͤlffen, und die Malſpurg, derſelben Edellenthe Stammhaͤuſer; un⸗ derhalb deren Gebiete das Staͤttlein Liebe⸗ nau liget. Zwingenberg. Lgt in der Obern⸗Graſſſchafft Catzen. elenbogen, und hat den Namen vom Zwingen, weil man da ein gantzes Heer auffhalten, umbgeben, und wegen deß ho⸗ hen Berge, der Lachen, Holtz, und Land⸗ graben, ꝛc. zwingen kan, wie Sauer in dem Staͤtt⸗Buch ſaget; der auch am 288. Blat ſchrelbet, daß es einen Landgraben allda mit flieſſenden Waſſern/ ein Meyl wegs biß in den Rhein, bey Gernßheiln, habe. Der Stickleberg, oder Maœlibocus⸗ iſt oben eben und gleich umbher mit Waͤl⸗ den und allerley Baͤumen, Eychen, Bu⸗ chen, Dannen, Linden, Caſtancen, Obſt, und andern ſchoͤnen Baͤumen gezieret, den Zwingenburger, Auerbacher, Alsbacher/ und Beußheimer zuſtehend, verwahret mit 2. Schloͤſſern, Auerberg, und Bickenhach darzwiſchen der Melibocus, und Zwin⸗ genburg, die Statt und Schloß unten daran ligend, ein Mahlſtein deß gantzen Heſſen, zwiſchen Pfaltz, Maͤyntzer Bi⸗ ſthumb, Francken und dem Odenwaldt: In der Mitte zwiſchen Franckfurt, und Heydelberg, vom Maͤyn, Rhein, und Necker, verwahret: Zehen andere Berge Das Ampt gräntzet, und hat viel Ge⸗ rings umbher dieſen Meœlibocum auff h⸗ menge mit den Edelleuthen, ſonderlich de⸗ ren Achſeln tragende/ darauff er ruhet/ und nen von Malsburg, Kalenberg, Woͤlf viel harter geſunder Brunngnellen auß⸗ fen und andern: iſt doch von ziemlichem ſchuͤttet: Viel nutzliche Kraͤuter zu der “ “ . ASBee d 8 S Kall“ 1n 7 n N c** 3 4 i:— 8 — Einkommen, und hat ohngefehr zwiſchen Artzney herfuͤr bringet; und den edleſten vierzehen oder zwantzig Doͤrſſer. Ermel⸗ Wein an der Bergſtraß gibet: von welchem ter von der Malſpurg vornehmſte Burg⸗Berg man in zehen Herrn Landen/ und auff ſitz, namblich Lahr/ und Hohenbon/ gar diel Staͤtte herumb ſehen kan. 5 2 2 . leases n en Gän a ‿ Si Wüf R 5 6 8 S Sn jii 3” 9 — tt Ohm en, undier weil mana amdgebnu der Lote zwiageie Buchſagt det/ daß tst teſende N 9 den Rhein Stickederg 0 undglic 4 rley Bäuwt N 43 imerzuſtet Auaberg der Melbo eA 8— 1d W 1 h 8 8 Zwwinxnt a“ 8 ¹ G 1 Wrre 384 Mulc — 4 4 1 — 1„N 1 b 44½ 4 4 1 3 V aittn Dett V in Heſſen und den benachbarten Landen. DObgedachter Dilichius, am 37. Blat, uneldet, daß dieſe Statt den Namen deßwe⸗ Aen habe, weiles ein gezwungen Orth vom ebuͤrge, Moraſſen, und Waͤlden. Dann auf der einen Seiten ſeye der hohe Malcheberg Melibocus) ob dem al⸗ ten Berg⸗Schloß Bickebach, der auch ſei⸗ ner Höhe, und Spitze halber, von den Innwohnern der Spitzberg genant werde. Auf der andern Seiten ſeyen Waͤlde, Er⸗ len, groſſe Lachen, Suͤmpff, und Graͤ⸗ ben, auch biß an den Rhein hinan. Die Kirch dieſer Statt habe Graff Eberhard zu Catzenelenbogen, ſo im Jahr 1403. ver⸗ ſtorben, gebauet. Julius Wilhelm Zinc⸗ geef„in Teutſcher Nation Sinnreichen Reden, im 1. Theil, am 326. Blat, ſchrei⸗ bet von dieſem Orth alſo: An der Berg⸗ ſtraß ligen 2. Staͤtte nahe beyſammen, Beusheim, ſo Pfaͤltziſch, und Zwingen⸗ 151 berg, ſo Landgraͤſſiſch. Dieſe vexiret man mit Kaͤſen, jene mit dem hinden Nachkom⸗ men, weil ſte, wie ich berichtet,(ſagt er) in einer Pfaͤltziſchen Vehd, als ſie auffgebot⸗ ten waren, mit ihrem Fahnen zu ſpal kom⸗ men. Daher noch ein Sprichwort: Sie kommen hernach, wie die von Bensheim. An. 1647. kurtz nach Eintritt des Apri⸗ len, wurden die Frantzoſen in Zwingen⸗ berg, von den Franckenthalern, und Hoͤch⸗ ſtern, uͤberfallen. Unfern von Zwingenberg ligt das ſchoͤ⸗ ne Schloß und Berghauß Viechten⸗ berg, am Elngang des Ottenwalds, iſt faſt in die Vterung gebauet, und mit Ge⸗ buͤrge und Waͤlden umgeben. (NB. Auf dem 128. bl. 1. Column. und 30 Zeil ließ nach Ziegenhain.) und ehe dann Treyſe oder Ziegenhain a. Namen⸗ ——— 29,,888 —₰— 8 Der Landſchafften Flecken, Doͤrffer, Namen⸗Regiſte / Gaͤw/ Thaͤler/ St Cloͤſter, Schloͤſſer, Waſſer, 1 Hoſpitalen, ꝛc. ſo in dieſem Tractat von Heſſen, und theils an⸗ grentzenden Landen, ꝛc. zu finden. A. „Ar, fl. 18. Abnobii montes, 4. 9⸗ Adolffs⸗Eck.95⸗ Aldenborg, 110. Alheimer, 15. Allendorff, 19.20. Alsfeld„ 21. Altenberg, 14. Altenwied, 118. Amerbach, 66. Ana, fl. 31. Andreasberg, 70. Arde, fl. 122. Arenburg, 16. Arenſtein, 16. Arnſpurg, 99. Arolſen, 18. 22. 107. Aſſenheim, 22. Auerberg, 150. Auw, 23⸗ B. Bäcchfeld⸗ 121. Batavia, 9. Battenberg, 22. Battenfeld, 22. Geylſtein, 14.23. Bensburg, 16. PBernshauſen, 120.121. Bensheim, 16.151. Berenbach, 23⸗ Berff, fl. 5. Bergen, 66. Beringen, 136. Berleba, fl. 23. Berleburg, 16. 17.23. Berlipſch., 144· Berſtatt, 122. 128. Biberſtein, 24. 6§. 66. Bickenbach, 24.94150⸗ Bidencapp, ⸗4. Bielſtein, 44. Bierſtein, 24. Biggenborg, 16. Blanckenaw, 70. Blanckenberg, 16. Blanckenſtein, 24. Bleidenſtatt, 122. Bobenhauſen, 25. Bockenſtrot, 22. Bockersburg, 67. Boineburg, 25. 99. Boͤneburg, 129. Bonameß, 25. Borcken, 25. Borckhofen, 28. Braubach, 26. 114. 122. Braunfelß, 16.26. Braunsberg, 16. Breitungen, 121. Broterode, 121. Bruckenaw, 26. 65. Brungesrode, I11. Buchen„ 14. 64. Buchonia, 14. Büdingen, 27. Buddefeld, 23. Burbach, 15.27. Burckhaſungen, a8. Bureberg, 16. Burggemünden, 27. (Burgraffen Roda, 95 Beſelich, 23⸗ 82. 86. 1I 17. aͤdt/ Staͤtlein/ Berge, Waͤlder, Burg⸗ ——y—— faelioe ſen iien 49. 69, 3 8. ——— 4 16. —— ——— — — — — Burg Schwalbach 122. Butzbach 28. Bylſtein 30. Almberg 15. Camberg 15. 16, 30. Capel 114. Cappel z0. Carthauß 46. Caſſel zo. Caſtorisberg 107. Catti 6. 7. Cattwick 9. Catz 75. Catzenelenbogen 9. 29. 74. 122. Chriſtenberg 49. 107. Clarenthal 144. Conradsdorff 91. III. Corbach 9r. 37. Töͤrnberg 121. Creutzberg 137. Creutzburg 67. Tronberg 37. Cronburg 16. 37. D. ʒ Armbſtatt 38. ſtein 38. 82. 865. 1 9 15. 3 8 4 82. 96, UIße 1— lek 5 dlBe 9 ʒJIUNVT p I—⸗ Dill, fl. 17. Dillenderg 15. 16. 17. 39. Dinwerde 132. Dorla 134. Dornberg 134. Doͤrnberg 150. Dornheim 134. Drachenfelß 16. Dreiderberg 39. Drendelborg 39. Drey⸗Eyche 50. Dreyß 20. 136. Driedorff 15. 40. Druſſel, fl. 31. Druſſenberg 120. Duͤllbaw 70. Dymmel, fl. 36. Dynßberg 98. E E Versbach 15. Eder, fl. 5. 23, Namen⸗ ————— A. ———————*—Aen—* Regiſter d renbreitſtein 16. Eichen 89. Eichsfeld 135. Einrich 143. Eiſenberg 37. 139. Ei berg 197. Ellar 15. 82. Ellſoff 15. Elmershauſen 146. Elß, fl. 18. Elſter, fl. 144⸗ Embs 40. Emrichenhain 15. Epſtein 28. 114. Eſchwege 42. 108. Eſtengericht 15. EEyff aa. Eyffa, fl. 9- 22. Eylhauſen 18. Eyſenberg 18. 36. Eyterfeld 66. Ach 137. Fagonia 14⸗ Falckenberg 92. Falckenſtein 80, 110, Faurbach 28. Felda, fl. 26. Feldberg 37. Felßberg 45. Feltzburg 45. Feendorff 15. Fetzberg 77. Flacht 19. Flieten 65. Franckenberg 46. 83. Franckenſtein 10. 67. Franckfurt 50. ſeq. 59. Frauenberg 22. 70. 107,. Frauenſee 121. 137. Freuſperg 16.143. Freudenberg 15.59. „Freyen Dietz 86. Freyenhagen 18. 138. Freyenhain 98. Freyſtatt 39. Frickhofen.. Fridberg 16.28, 59. Friedewald 64. Fridrichsburg 50⸗ 52 riling 18. Fulda, fl. 31. 64. Fuldiſche Marck 15. Fuͤrſten⸗ ☛ —— — Namen⸗Regiſter. Faͤrſtenberg 18. Haußberg 115. Sdeſened Hairich 18. uͤrſtenſtein 44. Heen 15. 8 ten 44 1 Heiligenberg 46. Ghulfensberg 43. Heina 49. 73.82. Geiſa 18. 65. 70, Helffenſtein 16. Geiſel. 65. Helmershauſen 40. 86. Geißmar 23. 71. Hennenburg 28. Gelnhauſen 71. Heraldts 65. Gemuͤnden 73. Herborn 1§. 86. Georgenberg 49. Herbrachtshauſen 67. Gerau 16. 73. Herbſtein 65. Germerode 30. Heringen 87, Geßburg 113. Gewer 74. 122. Gewershauſen 75 Gieſelwerder 23. 148. Gieſſen 75. Gilſenberg 113. Glauberg I11. Gletberg 14. 16. 78. Gleichen 145. Guadenthal 38. 78. Goar 74. 122. Goarshauſen 75 Grabfeld 14. Grebenau 78. Grebenſtein 78. Greiſſenſtein 16.79. 86. Grenff, fl.r1r. Grenſau 137. Greſſenberingen 136. Groſſen⸗Linden 77. Grunau 84.122. Grunberg 79. Gudensberg 80. 108. Abichswald 35. Hachenburg 16.27.81. 143. Hadamar 148. 130. Haͤger 15.82 Haͤgerſtruthe 15..5 Hain in der Drey Eich 83. aina 73. 82.⸗ allenberg 121. Hammelburg 65.67. 84 Hanau 22. 85 Safattei 65.66 aſungen 146. Hattenhauſen 67, Haugk 100. Haune 88. Hauneck 88. Hermanſtein 87. Herrich 122. Herßfeld 4. 87. Herſtelle 40. Hertzberg 78. 90. Heſſen 3. ſeqq. Heſſenſtein 49. Heyde 115. 132. Hilgenbach 15.96. Hildewartshauſen 67. Hirſchberg 15. Hirſchfeld 87. Hirtzberg 90. Hirtzenh in 9r. Zechelheum 83. 91. Hoff 110. Hoff Geißmar 71. Hoffhem 38. 83. 8—ð Hoheberg 8. Hohen⸗Weiſſel a8. Hoheruͤck 18. Hohnſtein 122. Hohnſtett 15. Holtzhauſen 122. Hon bers 21. 91. 93. omburg 16. 24. 94. Horſtitte 15. Horneburg 16. Hoͤrre 15 otzfeld 94· Hoſſenfeld 65. Qunfeld 66. 68, 95. Hungen 99. V*Ba 131. ₰ Itſtein 14. 95. 2 Ilmſtatt 95. Herrn Breitungen 121. Hoͤhe 28. 94. 109. 143. gune 3 gte 4⁴ Sen, aͤſſ/ a 3 Fabu„ Fi, 14)⸗ Jatn„93 La b, zufn n, 33 ehe a ſicen ſüſzertt 9 ſilrben 23: frbein, 15 ſianbtet 49 ſth, h ig, ſichben 15-10 Mchben 9. ſwcha 81 97. fidorſen. Fwor e. ſabur S. Glen ill, e. laitct 77.3 ſnoſten 84. ſilgſh, 16.29 ii ur. gſtn 14. bunch 48 3§. udenl d. ſähema. 333. ſlh 6 Land 6 18. 98 ant, gtel, 1o. agen, 4 onh. 28. 141 uin a Albch -hare ſlhanſg tuitn bein 11 fanb, 14. e, 1 dänc, nbe Il„. deu ſend 1. 115. 96. shauſen h. 5.. 87. 0. uor. 2 83. 91 mar 7t. §. 83. 4 109 13, 6. iſſel 26. 8. 122, Immenhauſen, 5. 96. Inſelberg, 120. Jodlesheim, 37. Johannsberg, 70. 90. Joſſe, 18. Iſenberg, 16. Iſenburg, 16. Itter, 10. 96. Kllenberg⸗ 98. Kalteych, 17. Kauffungen, 83. 97. 144. Käppel, 96. Keichen, r. Kelſterbach, 97. Kellerberg, 23. Kerſpenhauß, 18. Keſterburg, 49. Kintz, Kintzig, fl. 72. Kirchberg, 13. 16. Kirchberg, 49. Kirchhayn, 97. Kirdorff, 15. Kirpurg, 15. Kleyburg. S. Gleiberg. Knüͤll, 128. Koͤnigsberg, 77. 98. Köͤnigſteden, 84. Koͤnigſtein, 16. 28. Königſtein 114. Königſtul„ 114. Kranchſtein, 3. Krockenburg, à6. Kuͤhemarck, 133. Ahr, 150. Landau, 18. 58. Laneck, 18. Langeberg, 110. Langen, 16. Langenhein, 28. 148. Langen Schwalbach, 122. 42Q 22. Lanſtein, 13. 114. Lanus, fl. 15. Laſphe, 98. Lauhach, 99. Lewenberg, 16. Licha„ 99⸗ Lichtenau, 99. Liechtenberg, 15r. Liebenau, 99. Lutreſen, 98. 2 eutten, 65. Namen⸗Regiſter. Liebenſchied, 99. Limpurg, 16. Loehrbach, 136. Loeldach, 83. Loganus, fl. 18. Lomb, fl. 20. Lon, fl. 5. 18. 26. 41. Longaw, 17. Loͤnberg„ 15⸗ Lorch, 28. Lorley, 75. Lers,— koſſa, fl. 31. 99. Loshauſen, 136. Lovenburg, 16. Luder, 65. Ludwigs Eck, 115. Ludwigſtein, 100. M. Malberg, 16. Malcheberg, 151. Marburg, 100. ſegg. Mardorff, 67. Maͤrenberg, 15. Mariebron, 100. Marienſtatt, 16. Marxburg, 26. Mattium, 100. Mattmell, 3. Mayn, fl. zo. Meiſſener, 20. 44. Meliboci Montes. 4. 13 5. 152. feq. Melnau, 23. 140. Melſtatt, 66. Melſungen, 108. Mengeringhauſen, 19. 107. Mengerskirchen, 107. Meraburg, 16. Merenberg, 78. Merla, 80. (Merxhauſen, 83. 107. Mtlſungen, 108½. Mintzenberg, 109. Mittelſtein, 1I. Moͤlnbach, 20. Molſperg, 16. Mongshauß, 18. Morſſen, 115. Muͤnſter, 28. 30. Muͤntzebach, fl. 122. U 2 N. Naſ⸗ N. Näſen Erfurt 26. Naſſau 14. 109. Naſtede 122. Neccar, fl. 134 Neidenſtein 110. Netphe 15. Neuburg 23. Neu Catzenelenbogen 75. 122. Neueberg 70. Neuenhoff 65.67. Wied 118. Neukirch 111. 136. Neuſtatt 23. Neze 138. Nidda 10. 111. Nidda, fl. 5. 133. Nider⸗Gemuͤnden 29. Nider⸗Grentzebach 136. Nider⸗Schleitz 67. Nidenſtein 81. 108. Nider⸗Wetter 140⸗ Niſter, fl. 16. Nordecken 20. 21. Nordmanſtein. 135. Northauſen 32. Northeim 16. Nortzhauſen 32. Numburg 81. O⸗ Berburg 129. Obern Weimar. Such Weimar. Ochſenberg 137. Odernheim 94. Offenbach 97. Ofleyden 94. Ohm, fl. 5. 18. 28. Ommenau 117. Ortenburg IIrI. Oſterbertnaen 136. Oſtheim 28. P IIEtersberg 0 86. 89 *) Philtpedurg 26. Phllips Sck 30. GTloſſe„ Pleſſe 11. 111. SAden 13. M Rantzbach 146. Rauſchenberg 113. Namen⸗Regiſter. Reichelsdorff 131. Reichenbach 25. 66. 99. Reichenberg 113. 122. Reiffenberg 113. Reinhardshauſen 142. Reinhartswald 5. 147. Rennerod 15. Rens 114. Rheinfels 74. 122. Rheinheim 94. Rinckau 16.28. Rockenſtul 65. Roͤdelheim 90. Rodenburg 108. Romroderberg 22. Ronnenburg 73. Rotenberg 83. 108. Rotenburg 115. Roſenthal 23. 33. 140. Roßdorff 66. 67. Rothaar 17. Rozenhayn 15. Runckel 117. Ruͤſſelsheim 119. S. Stbbaburg 7I. 147, Sachſenberg 49. Sachſenhauſen 18.50. 138. Saleck 65. 84. Salmershauſen 135. Salmünſter 119. Saltzungen 67. Schadeck m7. Schaumburg 117. Schawenburg 110. Schelderwald 15. Scherpffenberg 120. Schlldeck 27. 65. Schiruberg 95. Schlitz 119. Schluͤchter 11 9. Schmalkalden 120. Schoͤnenſtein 83. Schotten 4. 122. 130. Schuppach 117. Schwalbach 26. Ie. Schwalm, fl. 5. 111. Schwartzenborn 128. Schwartzenfels 67, Schweinsderg 94. 128. Scgodunum 129. 1 Schonenberg 23. 39. 71. 94. gehe Mungtmn 16. en 1- iynſent 16. 26 Äin9h, Qc 136. dibachen. for iinhciren z. iuneune 17. ſikbenr o. lnſher ranfe 7. unber.98. la. 1119, 0. rg 71. 1n enberg ſen 18.50,1 4. uſen 135 119. 67. 7. g 1I. 1g 110. — AG‿ 4 erg 12o. 95 7 Selboldt gr. Senne, fl. 27. Senſenſtein 119. Sensfeld 38. Seyn 16. Siburg 16. Sicamborg 16. Sige 129. Sigen 15.27. 129. Stmmeshauſen 140. Sinna, fl. 26. Sinnau 27. Smalkalde 120. Solitaria. 119. Solms 77. 130. Sontra 108. 131. Spangenberg 131. Spielberg 25. Spieß Capell 140. Spitzberg 151. Sprenglingen 16. Staden 133. Stauſſenderg 16. 20. 133. Skein 94. 109. 136. Steinbach 121. Steinforſt 22. Steinheim 133. Steinrunckel 117. Stickleberg 150. Stolßberg 67. Stormfels 4. Stromberg 16.98. Gula 18. T. Aurus 137. 1 Thamerosfeld 67. Thron 38. 32. 86. 133. Todenhauſen 20. Todenwarth 121. Toſenau 42. Toſtorff 14 Traſeberg 120. Trebur 16. 134. Trefurt 124. Trendelburg 39. Treyſa 136. Teingenſtein 39. 137. Turnheim 66. Tuiſta fl. 18. Tyrenberg 1§o. Namen⸗Regiſter. Vdenhauſen 78. Vier⸗Herren Gericht 19. Vilmar 137. Vlmbach 65. Vlrichſtein 4. 138, Vmbſtatt 94. 138. Vaſtrud, fl. 135. Voͤel 96. Vogelsberg 4. 122. Vroneck 16. Vſelbach 15. Vtersdorff 18. Vtzberg 138. W. N* Albach, fl. 21. W Waldcappel 30. Waldeck 18.138. Waldenburg 67. Walmenach 15. Wanfried 139. Wartenburg 67. Waſſerheim 66. Wechtersbach 25. 140. Wederovia 15. Wegfahrt 18. Wehrheim 38. Weldelsberg 146. Weidelburg 146. Weidenau 65. Weidenhauſen ror. Weilburg 14. 16, 140. Weilnau 15. Weinmar 100. Weingebuͤrg 80. Weinsberg 21. Weiſſener 30. Weiſſenſtein 31. Weltershauſen 9r. Werheim 8 erra, fl. 5. 19. 42. 13. Weſer, fl. 5. 44133 Weſterburg 16. 20. Weſterwald 15. 16. Wetter 23. 140. Wetter, fl. 15. Wetterau 15. Wiiberbueg 18. 107. Wetzlar 140. Weyers 65. Wied 16. 130. Wildeck 67. Wildenberg 130. U 3 ———— Wildungen, 18. 141. Wilhelmsburg, 128. Wilmershauſen, 66. Windecken, 142. Winden, 21. Wißbaden, 14. 28. 142. Witgenſtein, 16.98. Witzenhauſen, 146. Wohr, fl. 73. Wolckenberg, 16. Wolckerſtorff, 49. 83. Wolffenhauſen, 117. Wolffsanger, z1. Namen⸗Regiſter. Wolffsberingen, 136. Wolffshagen, 148. Mormel, 98. 3. Appenburg, 147. Zell, 70. 136. Zeutzheim, 175. Ziegenberg, 148. Ziegenhain, 10. 148. Zierenberg, 150. Zwingenberg, 150. 3*. ℳ * Pan. üſerct, Nalh. Ath daltl. BaGc el. dadern. Ulſthh rund 1=am. pect. lm dnl.g. Tunte 5 R dunct 1——— 1——*——— 3* S 588 888,gs Sogeoessnen 5 SSSSS SNEFRER—ͤ S 5 8282 8883:88388886 36 4 1 chni e Vrerzeichniß der Kupffer/ darnach ſich der Buchbinder 4 1. Land⸗Charte Ober⸗ 1 u 2.— Neder⸗ SaerDelen— 3*5. Merlaw. 4 3.— Wetterau. 12 Grunow... 2 tg, 4 Alsfeldt. 5 26. Haina.— 1— . Allendorff 1 cDHanuelburg, 83 Battenberg. 27. Hanau im Grund.. 85 g. Allendorff. 28.— in Proſpect. 85 Blanckenſtein. 23 Kerborn. 87 6. Lſſenheim. 30. Herßfeldt. 1 Bidercapp.— 24 Honiburn 89 b Borcken. 31. vnodrg. 8 93 G 7. Braunfels. 2 en. 6 Greiſſenſtein.„ 26 32. Homburg vor der Hoͤhe. — 8. Braubach. 28 Haͤger.— 94 ‿ Butzbach.„ Immenhauſen. ₰ 9. Berleburg. 33. Adolffs Eck.„ K Wald⸗Caͤppel. 1 30 Ilmſtatt. 95 99 Drendelburg. 34. Idſtein.„ 6 10. Caſſel im Grund. 32 Itter J 9 K. 1 11.— in Proſpectt. 3 35. Kelſterbach. 4 Buͤdingen.— 34 Oſſenbach. 4 97 Cronderg. b 34 36. Kirchhain.— 12. Corbach.— 37 Loſphe. 5 98 Dietz. 37 ·Landau.— 13. Darmſtadt.. 38] Liebenau.„ 99 Dillenburg.— 38. Laubach. 4 14. Emdſer Bad. 40=% oLlcha. 2 15. Eſchwege 4 42 39. Marpurg. 100 Franckeberg. 40. Mengershauſen. 16. Fra ickfurt im Grund. 50 Milſungen. 1 109 17. Die Bruͤcke daſelbſt. 52! Noſſau. 18. Frtedberg. 60 41. Müntzeberg. 1 19. Felsberg. 1 65 Niddo. 7 110 Fulda. 1 42. Ortenburg.„ 20. Gelnhauſen. 72 Ranſchenberg. i 21. Hof⸗Geißmar.„ 73 43 ·Neukicch. Gerau. J Pleß.— 112 22. S. Goar. 1 74 Gleichen. Gieſſen.„ 44. Reichenberg. 113 23. Gemuͤndt. 45. Runckel. 4 Grebenſtein. 1 78 Reiffenberg. J 117 Helmershauſen. 46. Epſtein. 24. Neu⸗Catzenelenbogen ˖ Ruͤſſelsheim ·— 119 1 Goarshauſen.. 1 79 47. Rotenburg.„ 3 Gruͤnberg. Schlͤchter. 119 48.Schmal⸗ I — 48·Schmalkalten.]7 120% Wetter. Spangenberg. 2 Zierenberg. 49. Schotten. 1 122 56. Weilburg. Siegen. 4 57. Wetzlar. 50. Schwalbach⸗ 122 58. Wißbaden. 51. AltCatzenelenbogen 223 59. Witzenhauſen. Hohnſtein. Wolffshagen. 52. Sontra. 60. Zappenburg. Stauffenberg. 1 132 Gieſelwerder. Schwartzenborn. 61. Ziegenhain, im Grun 63. Treiſa. 4 136— in Proſpect. Vach. J 62. Ziegenberg. §4. Wildungen⸗ Ludwigſtein. Ulrichſtein. 1 138 Zwingenberg. Wanfried. Liechtenberg. §5. Waldeck. 139. 9 3 2 — 1 ₰ 8 2—— ⁸= 4 — X 8 5 X 8 5. 2 N 5— — N 4114 inn, 8 SGh 4 1 22. 5 M 8 7 1 4 3 6 4 1 ℳ 2 1 5— 1RA 6— N=74 3 N AR—— 8 d— 4 3 302 N 8 3 4) .. 8 4 ₰☛ 2 5 6 3 SNNS, 8 5 NM nr. N — 1 4 N * 8 2 1 7. d 4 1— N . 44. 8 1 8 8 —.—̃ 27 SN 1 8 — 7 8 AAN* —, S d. nehes iee ll 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Centimetres Blue Cyan Green VellowW Red Magenta White 3/Color Black