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Sererea⸗ C 3— Wasg e⸗ Mumlimg Aℳ5 obeg GanktzenHhausn Dt, 2 K Neumaze)= h— Bleinfel⸗ ☛ 8 S . 1 ½ hofn Wibba 4 A. aau 6 Biba essiς 4 weictbeog, 12 Sa d, Echtaf d. ◻ 4* 2 Atlen me ſmnstec) Tehau 1⁄ * 3un 8 9 5 1 G 75 4=—— Kupfeebee⸗ 2 AA 1 Moͤrleim Linsbeun Lipekhofen X ö 5,97½ 3 8 Ifa Almutein Kelheim BAUARLX. 6 Ke ve, Oebi — Donawert 5 4 V 6 +A RH. p utekee Wres le⸗ „ cTen Gofpis 7 1 4 9 4 I7 EE 1 3 27 — 1 42 8 Aeulie 52 4 1————— 1.,.“ E.—=———-— 7. S 5 5 IL — 5 —— 11—————————— ———;—xx——— FRANCONIE. 4 Oder Beſchreibun gdes Franckenlands, ꝛc. A S hat der Edel, Veſt tag das Schwabenland, und gegen Mit⸗ und Hochgelehrte ternacht Thuͤringen angrentzend hat, und A Herr Georg Chrie ſelbige Provintz eine von deß H. Roͤm. e e, ſtoph Walther, bee⸗Reichs zehen Craͤyſen. Solches hat einen N der Rechten Doc’herrlichen Fluß, den Mayn/ der zween tor, auch der Hetrn Urſpruͤng, und Namen/ den Weiſſen und ‿ Graven von Ca⸗ Rothen Mayn genannt. Unde dicitur Mœ- 2g ſtell, und des Heil. nus Pater,& Maritus. Dieſer Maͤyn fleuſt Röm. Reichs Stadt Rotenburg an der durch ſehr viel Krumme, unter Bamberg, Tauber, Rath und Advocat/ ꝛc. uns/ den auff Haßfurt/ Schweinfurt, Kitzingen, 18. Chriſt⸗Monats, Anno 1643. nachfol⸗ Wuürtzburg, Wertheimb, Franckfurt am gende Beſchreibung des Franckenlands, Maͤyn, biß er nechſt oberhalb Maͤyntz in großguͤnſtig uͤberſchickt/ welches deſto hoͤ Rhein faͤllet. Nach dem Haupt fluß Maͤyn, her zu achten, weilen keine gedruckte Chro⸗ſin die Sala, qui fluvin dicitur Mater& nick von dieſem groſſen und anſehnlichem Uxor: Nam Mœnus& Sala in monte Pini- Lande, ſo viel uns wiſſend, vorhanden iſt; fero conjunguntur: Pater dicttur, quia ru- und wir dahero/ eine geraume Zeit über/ brum& album Mœnum generat: quemad- viel Muͤhe haben muͤſſen; bis wir von modum Sala octo liberos habet fluvios mi- unterſchledlichen Oertern Bericht, Be⸗nores, mox ſequentes. Hernach hat diß ſchreib und Abbildungen der Oerter, ha⸗ Land, nach dieſen beeden, noch acht ge⸗ ben erlangen moͤgen: Worzu dann auch ringere Fluͤß, als die Tauber, die ent⸗ jetzt wol Ehrngedachter Herr D. Walther, ſpringet unfern ein Meyl Wegs von der ꝛc. in viel Wege befoͤrderlich geweſen iſt. Stadt Rottenburg/ im Dorff Mettringen, Es lautet aber ſeine Lands⸗Beſchreibung und fleuſt auff Creglingen/ Roͤttingen, alſo: Es iſt im gantzen Tenſchland kein Weickersheim, Mergentheim, Biſchoffs⸗ Provintz oder Landsart, denn allein das heim, Wertheim in den Mayn, nachdem Land zu Francken, welches Edel und Frey ſein Fluß neun Meyl Wegs durchgangen. genannt wird; Daherodie Freye Francken Die Synn lauffet im Syngrund, vom bey den Chronologis vielmal allegirt wer⸗Taberfeld/ bey Gemuͤndten in Mayn. Red⸗ den; Philippus Cluverius lib. 3. Germ. antiq. nitz laufft vom Stein auf Fuͤrth, Forch⸗ c. 20. Rittershuſ. ad Salvian. p. 289. Hincſheim, und bey Bamberg in Maͤyn. Der Ulricus Huttenus, Eq. auratus Francicus, in vierdte Fluß heiſt die Aiſch, entſpringt orat. ſecunda in Ulric. Würtemberg. ait: nicht weit von Dachſtetten/ laufft bey der Omnem Francum nobilem eſſe. Es iſt aber Stadt Windsheim, Neuſtadt, Hoͤchſtadt/ diß das Franckenland, welches gegen bey Hirſchhaid in die Rednitz. Der fuͤnfte Auffgang den Nortgau und Bayern/ gegen Fluß heiſt Itſch der laufft von Lauterburg, Niedergang die Untere⸗Pfaltz,gegen Mit⸗ bey der Neuſtadt, be Coburg, auf Kem⸗ 3 mer, 2 — e K 4 Beſchreibung mern/ nicht gar weit von Bamberg, in der/ zu Lichtenfels in Maͤyn: Wernetzufft Maͤyn. Der ſechſte wird genannt Bau⸗ bey Werneck Nauff Arnſtein, foͤrt in nach, laufft durch die Rotenheimiſche Guͤ⸗ Maͤyn: Kintz laufft am Speßhart hinuff ter/ auchm tweit von Bamberg in Maͤyn. Hanau, und dorten in Maͤyn: Muͤing Der ſiebende Fluß wird Stray genannt/ l 8 1 laufft in der Graffſchafft Erbach on kauſf tbey Mellerſtadt, auff Obern⸗Stray, Stupffelbrun,Michelbach,Fürſtenauls. 3 d zur Neuenſtadt in die Saal. Derach⸗dann in Maͤyn:Kemig laufft in die Wet: Fluß wird genannt Weren, laufft von die Reder laufft in Maͤyn/ bey Lichtenls. ainungen gegen Schmalkalden in Heſ⸗ Die Waͤlder und Forſt, betreffend, iſt dſe en hinein. Neben dieſen acht Fluſſen/ mag Landſchafft wol erbauet mit Staͤdn, man auch die ignobiliores zehlen/ als die Doͤrffern, Schloͤſſern und Flecken/ alſoaß eurauff wenig Meil in dieſem Fraͤnckiſchen an manchem Ort, als auff dem Ochſenr⸗ Tvahß durchlauffen als da iſt die Pegnitz ſter⸗Gaw, Mangelan Holtz, und ſolgs G bey Schnabelwald, Pegnitz, Aurbach’ ſtheuer iſt:und an ſtatt deſſelbigen, Stif⸗ derſpruc Lauff, und Nuͤrnberg, laufft, feln, und Stroh, gebrauchet wird. Est und zu Fuͤrt in die Rednitz kommet: die aber der Speßhart eine groſſe Wildn, Ja·ſ auſſer dieſem Crayßz enſpringet, wie auch der Ottenwald; ingleichen i ey Craylßheim, Kirchberg, Langenberg, Steigerwald: So grentzet auch der Tl⸗ Deutzbach, Jagſperg/ Krautheim, Cloſterſringerwald in dem Hennendergiſchn Schoͤnthal, voruͤber fleuſt: Wie auch der herein. Sohat es auff dem Gebuͤrg, und i Necker in den Deutſch herriſchen Guͤtern, Nuͤrnbergiſchen ſehr groſſe Waldunge zu Horneck, Gundelsheim, auff Moßbach, Von Handels⸗Staͤdten/ undmporiis, ſiu in die Pfaltz gehet: Auch der Kocher, aus Nuͤrnberg, Bamberg/ Wuͤrtzburg Schwaben in der Graffſchafft Hohenlohe, Schweinfurt, und Kitzingen. Veſtung zu Kuͤntzelſau, Ingelfingen, und anderen ſind unterſchiebliche in dieſem Land. Do Dertern/ auff Kochendorff fleuſt: Diegenn Stifft Bamberg hat Forchheim, Stal machet den Zenngrund, und kommet von Crouach, ſampt dem Schloß Roſenberg Obern Zenn, ſo Seckendorffiſch auff Lan⸗ Würtzburg hat das Schloß Unſer Feauen genzenn, Wilmersdorff, Jarnbach, zu berg oberhalb Wuͤrtzburg, und Koͤnigsho⸗ Fürth in die Rednitz: Wie Aurach, bey fen am Grabfeld; Brandenburg⸗Culm⸗ Embsktrchen, auf Hertzog Aurach, zu Pruck;die Schwabach bey Erlang:die Pi⸗ bach hat Blaſſenburg: Onoltzbach, Wiltz⸗ burg: die Graven von Wertheim und ber zu Zirldorff, alle auch in die Rednitz Erbach, Breuberg: Hennenberg hat Maß⸗ kommen: die Gollach entſpringet in der feld: die Stadt Nuͤrnberg hat Lichtenau; Maikang zu UIlſenheim, nicht weit vom Schloß Franckenberg, und laͤuffet auf Gol⸗ hoffen, Goloſtheim, und Aub zu; hernach nicht weit von Creglingen/ bey Biber⸗Ern, in die Tauber:der Ehegrund gibt den Fluß die Ehe/ darinn ſind die Seckendorffiſchen Guͤter, Sugenheim, Ullſtald, Langenfeld, lauffet alsdann in die Aiſch: Putiach fleuſt bey Bodenſtein, und Goßmanſtein, in die Wiſent:Schluiß/ oder Schleuſt/ lauffet bey zu Altorff, allda man auch Doctores, Schleuſingen, und Hilperhauſen, in die Weren: wie auch das Waſſer/ die Nahe genannt/ auch bey Schleuſingen hernach in die Weren kommt: die Roͤhn fleuſt in die Saal: Fulda, das Waſſer, fleuſt im Stifft Fulda: Fladungen bey der Stadt Fladun⸗ gen: Lauter iſt bey Murſtat, und fleuſt in die Saal: Ebrach werden dreyerley Fluͤß, die der Roteberg gehoͤrt der Fraͤnckiſchen Rit⸗ terſchafſt: Coburg hat die Veſtung Eh⸗ renburg. Betreffend Academien, und Gymnaſien; Hat erſtlich Wuͤrtzburg eine Academi, daſelbſten man Doctores, und Magiſtros, creiren kan, de cujus fundatio- ne,& dotatione, legi poteſt Chriſtopho- rus Mariana in Encœniis tricennal. Herbi- Reich Ebrach, Mittel⸗Ebrach, und Rauh⸗ Eb rach, genannt; und flieſſen in die Rednitz bey Bamberg: Wiſent fleuſſet bey Holfeld ſauf Forchheim in die Rednitz. Krempen komt bey Coburg in die Itſch: Radach kom̃t in die Cronach: Cronach fleuſt ſamt der Re⸗ polenſ. So dann die Stadt Nuͤrnberg, Magiſtros, Poëtas, und Baccalaureos crei- ren kan. Gymnaſia, ſeu Scholæ Illuſtres, ſind zu Hailſprun in Marchionatu Bran- denburgico, zu Coburg, zu Nuͤrnberg, zu Oeringen, zu Schweinfurt. In ſpecie nun haͤlt dieſer Crayß in ſich ſechs Fuͤrſtenthͤmer, vier Geiſtliche und zwey Weitliche, ordinariè. Die vier Geiſt⸗ liche ſind, das Stifft Bamberg, Wuͤrtz⸗ burg/ Aichſtaͤtt und das Teutſch Meiſter⸗ thum, ſo viel die Cammergüter betrifft. Das Stifft Bamberg fuͤhrt das Directo- rium in dieſem Crayßz und iſt ſelbiger Bi⸗ ſchoff jederzeit außſchreibender Fuͤrſt; dafh em chem St ſonderb Dn. Me fuͤrſtehe a Wuͤrt alter He exempti terworf Kaͤrnten Kunigul datoris weſen) eins: d auſſerhe rig/ ſind cob St Stiftt zu zu S. S Cloſter Bantz/ Meſf tzingen tern. Di berg/ L Furtenb Hochſtaͤ weinſtei Eckoltsh Holſtatt chenfels/ Arnſtein Burck C denſtein ſtein Si tzog Aur Ebermal Mackſch fils/ Mo Senfften ſten/ W feld.(al. lach Gr Kuenber St. Mar Ampt im Bheber Dase andernne maͤchtige geoſſem nentiſſimn nes Philij umn Ert om. Rei ſtnerdeh eronym —. chein Stifft anjetzo mit hoͤchſtem Lob/ und ſonderbaren Verſtand/ Reverendiſſimus Dn. Melchior Otto Voit à Saltzburg/ fuͤrſtehet: Thomprobſt iſt Herr Hieronymus à Wuͤrtzburg/ ein anſehnlicher/ und etwas alter Herr. Dieſes Stifft/ ſo eines von den exemptis, und keinem Metropolitano un- terworffen/ hat im Bambergiſchen/ und in Kaͤrnten( welche Herrſchafft der Kaͤyſerin Kunigundæ, Kaͤyſer Heinrichs II. und Fun- datoris dieſes Stiffts/ Gemahls/ dos ge⸗ weſen) an Aemptern/ an der Zahl/ ſiebentzig eins: die Neuen Stiffter/ und Cloͤſter/ ſo/ auſſerhalb denen im Bamberg/ darein gehoͤ⸗ rig/ ſind dieſe nachfolgende: Stifft S. Ja⸗ cob/ Stifft S. Gangolph/ Stifft Spittal/ Stifft zu Forchheim/ Muͤnchsberg/ Stifft zu S. Stephan/ Cloſtee Stein am Rhein/ Cloſter Arnoldſtein/ Aſpach/ Michelfeld/ Bantz/ Entzdorff/ Neſſern/ Theodorus, Weiſſenahe/ Schluͤſſelau/ Speinshard/ Ki⸗ tzingen/ Lanckheim/ Nieder⸗Altach/ Schuͤt⸗ tern. Die Aempter ſind nachfolgende: Bam⸗ berg/ Stauffenberg/ Forchheimb/ Gich/ Furtenberg/ Lichtenfelß/ Neun Kirchen/ Hochſtaͤtt/ Wachenrod/ Vielſeck/ Groß⸗ weinſtein/ Teutſchnitz/ Burck⸗Unſtatt/ Ziel, Eckoltsheim/ Ludwigſchorgaſt/ Nortalben/ Holſtatt/ Marck Leugaſt/ Eichenreut/ Rei⸗ chenfels/ Neudeck, Warberg/ Schoͤnbron/ Arnſtein /Reiffenberg/ Obernhochſtatt/ Burck Ebrach/ Cronach/ Scheßlitz/ Bo⸗ denſtein/ Leyeufels/ Neuenhauß und Felden⸗ ſtein/ Steinach/ Holfeld/ Waißman/ Her⸗ tzog Aurach/ Weiſchenfeld/ Kupfferberg/ Ebermanſtatt/ Wolffsberg/ Baunach/ Marckſchorgaſt/ Oberſcheinfeld/ Wallen⸗ fels/ Malburg/ Duͤringſtatt/ Kirchdorff/ Senfftenberg/ Ebersberg/ Marolſtein/ Ni⸗ ſten/ Weiſeneck/ Hartneitſtein/ Oberneiß⸗ feld.(al. Ober⸗Eilsfeld) In Kaͤrndten/ Vil⸗ lach/ Grieffen/ Salmberg/ St. Lenhart/ Kuenberg/ Veldkirch/ Straßried/ Tervis/ St. Margareth/ Windiſch Gerſten/ Wald⸗ Ampt im Canal/ Raͤbel/ Pantoffel/ Haag/ Bleyberg. Das Stifft Wuͤrtzburg/ ob es ſchon dem andern nachgehet/ iſt es doch viel reicher und maͤchtiger/ und ſtehet demſelben anjetzo/ mit groſſem Ruhm der Sorgfaͤltigkeit vor/ Emi- nentiſſimus ac Reverendiſſimus Dn. Johan- nes Philippus à Schoͤnborn/ ſo unlaͤngſt du Ertzbiſchoffen zu Maͤyntz/ deß Hell. oͤm. Reichs Ertz⸗Cantzlern und Churfuͤr⸗ ſten erwehlet worden: Thomprobſt iſt/ Herr Hieronymus à Wuͤrtzburg/ Præpoſitus deß Franckenlands/ ꝛc. 5 Bambergenſis,& Wurceburgenſis: Thom;⸗ dechant iſt/ Herr Vitus Gothofridus à Wer⸗ denau. Dieſes Stifft hat an Neben Stiff⸗ tern/ und Cloͤſtern/in⸗ und auſſerhalb Wuͤrtz⸗ burg/ nachfolgende. 1. Das Dombſtifft. 2. Das Stifft Neumuͤnſter. 3. Das Stifft Haug. 4. Das Stifft S. Burcardi, alle in der Stadt Wuͤrtzburg/ ohne die Cloͤſter. Auſ⸗ ſerhalb Wuͤrtzburg/ aber im Stifft gelegene Cloͤſter/ ſeyn dieſe: Gruͤnau/ Bildthauſen, Schwartzach/ Neuenſtatt am Maͤyn/ Di⸗ ckelhauſen Carthauß/ Trieffenſtein/ Hey⸗ denfeld/ Ilmbach Carthauß/ Brumbach/ Wechters⸗Wunckel/ Carthauß Marck⸗ Oſtheim/ Ebrach/ Paradeiß Heidnißfeld/ Maria Burckhauſen/ Oſtheim Carthauß/ Kitzingen, Maidbrun/ Cloſter Oberzell/ Gerlachsheim/ Muͤnchsberg/ Unterzell/ Au⸗ ra/ Hauſſen/ Heiligenthal/ Holtzkirchen/ Theres/ St. Johann zu Koͤnigshoffen/ Frauenrath/ Hinunelpforten. An Aemptern/ und Vogteyen/ ſind nachfolgende im Stifft: Vogtey Reinpar/ Ampt Oettelbach/ Ampt und Stadt Carlſtatt/ Ampt und Stadt Roͤt⸗ tingen/ Ampt Reichelsberg/ Ampt und Stadt Lauda/ Ampt Scyonrein/ Ampt Ho⸗ henburg am Mayn/ Ampt Freudeuberg/ Ampt Kiſſingen/ Ampt Munerſtatt/ Ampt Neuſtatt an der Saal/ der vornehmſten eins/ Ampt Koͤnigshoffen/ Ampt Haßfurt/ Ampt Eltman/ Aupt Ebern/ Ampt B omdberg/ Ampt Arnſtein/ Ampt Wernect/ Ampt Klingenberg/ Ampt und Stadt Volckach/ Aupt und Stadt Aub/ Ampt Gemunden/ Ampt Rotenfelß/ Ampt Harthein/ Ampt Trunberg/ ſo das ſtaͤrckſte/ Ampt Aſchach/ Ampt Biſchoffsheim/ Ampt Melchreich⸗ ſtatt/ Ampt Wiltberg/ Ampt Zabelſtein/ Ampt Seßlach/ Ampt Iphoffen/ Ampt Jagſperg/ Vogtey Broſſoltzsheim/ Stadt und Ampt Geroltzhoffen/ Ampt Stalberg/ Vogtey Preißdorff/ Ampt Buͤtthard/ Ampt Homberg an der Wehren/ Ampt Rennin⸗ gen/ Ampt Schweinberg/ Ampt Ebenhau⸗ ſen/ Ampt Bottenleuben/ Ampt Fladungen/ Ampt Auerßberg/ Ampt Rottenſtein/ Ainpt Mainberg/ Ampt und Stadt Schluͤſſelfeld, Ampt Marck Zibert/ Ampt Neuburg/ Ampt Kitzingen. Summa dieſer Aempter ſind 25. Worbey zu gedencken/ daß die Cammer⸗ Doͤrffer/ der Neben⸗Stiffter Aempter/ auch die Strittige/ und noch unterſchiedliche heimgefallene Lehenguͤter/ auch noch viel an⸗ dere Vogteyen/ und Kellereyen/ allhie nicht gerechnet werden. Das Stifft Aychſtatt/ iſt ein altes Fuͤrſt⸗ B liches liches anſehnliches Stifft/ und ſtehet dem⸗ ſelbigen mit ſonderm Lob vor/ Reverendiſ- ſimus Dominus Marquardus, Princeps lite- ratiſſimus: Thomdechant iſt/ Dn. Johann. Rudolphus Liber Baro à Rechberg/ in Ho⸗ hen⸗Rechberg. Von dieſes Stiffts Guͤ⸗ tern iſt darum nicht viel in Francken zu brin⸗ gen/ weilen das Unter Stifft mehrern theils in Bayern und Schwaben/ graͤntzet/ und wol gar ſituirt/ deßwegen ſonderbare Inqui- Ittion hieruͤber anzuſtellen/ die Zeit und Oe⸗ caſion, gefehlet: Im Ober⸗Stifft ſind nachfolgende Aempter erkundiget worden: Sandſee und Bleinfeld/ Warberg und Au⸗ ra/ Arnberg und Mackelohe/ Ohrnbau/ Eyburg/ Naſafels/ Kinding/ Oberbach/ Ober⸗Meſſing/ Hebing/ Berching/ Gre⸗ ding/ Herrieden/ Ochingen/ Berggrieß/ Hirſchberg/ Blaunckſtetten/ Dieting/ Reichs⸗ pfleg/ Abenſperg/ Kupfferberg/ Aichſtatt fuͤr ſich/ Dalnſtein/ Spalt/ Raitenbach/ Wenütls Amberg/ Gundelsheim/ Dan⸗ auſen. Das vierdte Geiſtliche Fuͤrſtenthumb im Fraͤnckiſchen Craͤyß/ iſt das Teutſch Mei⸗ ſterthumb. Es iſt aber zu wiſſen, daß nur die Cammerguͤter in Francken ligen/ und die Stadt Mergentheim die Reſidentz iſt. Oann das Corpus deß Teutſchmeiſterthumbs be⸗ ſtehet in den Cammerguͤtern/ und acht Bal⸗ leyen; als da iſt/ die Balley Francken/ Heſſen/ Weſtphalen/ Sachſen/ Thuͤrin⸗ gen/ Lothringen/ Utrecht in Holland/ und Maſtrich in Braband. Hiervon find dem Corpori entzogen(jure ne, an injuriâ, Alio- rum eſto judicium) Utrecht und Maſtrich/ zo in der Staaden Hand: Sachſen/ Thuͤ⸗ ringen und Heſſen/ werden von den Lands⸗ Fuͤrſten außgezogen; bleibt noch Fraucken/ Weſtphalen und Lothringen. Zu den Cam⸗ mergutern gehoͤret nun: Mergentheim Stadt und Ampt/ Neuhauß Schloß und Ampt/ Huttenheimb Vogtey/ Dallau Ampt/ Hilſpach/ Henchelheim/ Kyrnbach, Stupferich/ Vaingen/ Weingarten/ alles Pflegereyen am Necker/ und dertherumb; Stockſperg Schloß und Ampt/ Neckers⸗ Ulm Ampt/ Weinheimb Ampt/ Kirchhau⸗ ſen Ampt/ Hauß Horneck/ Cron Weiſſen⸗ burg/ Speyer/ Franckfurt/ Maͤyntz/ und dieſe Commenthureyen ſind der Cammer einverleibt. Folgen die Commenthureyen zur Balley Francken gehoͤrig/ ligen aber darumb nicht alle in Franckenü: Elligen die Land⸗Commenthurey in Francken/ Nuͤrn⸗ berg mit Eſchenbach/ Duͤnckelſpuͤhel und — 6 Beſchreibung Poſchbaur/ Haylbronn/ Virnſperg/ Blu⸗ mnauthat Wuͤrtzburg/ Rorenburge dn mit Zeſchingen/ Kapfenburg/ Oettingen/ Tho⸗ nauwerd, Regenſpurg/ Winneda/ Muͤ⸗ nerſtatt/ Genghoffen in Bayern. Folgen die zwey Weltliche Fuͤrſtenthumb/ und werden mit einem Namen das Burg⸗ graffthumb Nuͤrnberg genannt/ und hat das Obertheil der Marggraffſchafft/ ſo man das Gebuͤrg auch nennet/ ſeit Anno 1604. mit ſtattlichem Lob/ Ehr und Ruhm/ biß⸗ hero beſeſſen /Illuſtriſſimus Marchio Bran- denburgenſis, Dn. Chriſtianus, Principum Imperii Senior ferè, und dieſes Crayſes hoch⸗ anſehnlichen Obriſter. Aempter ſind nach⸗ folgende erkundiget worden: Culmbach Stadt und Ampt/ Bayreuth Stadt Schloß und Ampt/ Wohnſidel Stadt/ Schloß und Ampt/ Hoff Hauptmann⸗ ſchafft/ Neuſtatt an der Aiſch Hauptmann⸗ ſchafft/ Dachsbach Ampt/ Schantzſtein Ampt/ Creuſſen Stadt und Ampt/ Liech⸗ teuberg Schloß und Ampt/ Lauwenſtein Schloß und Ampt/ Muͤnchsberg/ Weiſſen⸗ ſtatt/ Neuſtaͤttlin/ Golt ⸗Cronach/ Ber⸗ neck/ Gefreß/ Artzberg/ alles Aempter/ Streitberg Schloß/ Stadt und Ampt/ Ho⸗ heneck Ampt/ Pegnitz/ Stadt und Ampt/ Oſterno Ampt/ Burg Ampt/ Bayrßdorff und Erlangen ein Ampt/ Thurſtein Ampt/ Selb Stadt und Ampt/ Hohenberg/ Bi⸗ berſtain/ Leuten/ Kirchenleimitz/ Won⸗ ſes/ Wirſperg/ Ravenkulm/ Stokerode/ alles Aempter. Den Untern Theildeß Buragraffthumbs Nuͤrnberg hat anjetzo in poſſeſſione IIluſtriſ- ſimus, Princeps, Dn. Albertus, Marchio Br andenburgenſis, ein Herr von ſchoͤnen und erwuͤnſchten Qualitaͤten/ donis, und Fuͤrſt⸗ lichen Tugenden. Wird ſonſten allzeit das Theil unterhalb Gebuͤrgs genannt. Aempter in diß Fuͤrſtenthumb gehoͤrig/ ſind nachfol⸗ gende erfahren worden: Onoltzbach Stadt/ Schloß und Ampt/ Crailßheim Stadt Schloß und Ampt/ Schwabach Stadt/ Schloß und Ampt/ Bruckta Schloß und Ampt/ Waſſertruͤding Stadt/ Schloß und Ampt, Brichſenſtatt und Mainbern⸗ heim/ Stadt und Ampt/ Schoͤnberg/ Cammerſtain/ Aempter/ Caſtel Schloß und Ampt/ Uffenheim/ Stadt Schloß und Ampt/ Colmberg Schloß und Ampt/ Windſpach Schloß und Ampt/ Cadels⸗ burg/ Schloß und Ampt/ Hohentruͤ⸗ ding/ Schloß und Ampt/ Feuchtwang Stadt und Ampt/ Cornburg/ Ghdann/ Aem⸗ lem und: ßeyy lem Koͤch orff Aem U ichf berg der! Tode rupf Stif Chun Weit unter ſen ſi an de Regi ſingen Scht das ſtatt/ Und Videa Chron Na dieſes ſchafft Cgſtel purg Die Linien Wald ſchafft Neuen ſchaff Langen gehoͤrt Schilli ckershei Graf/ Georg Obriſte Jahren Wolve nugſan drey Ae der Tau ſau/ Sc Nire F Schrot gehoren. bach da hauſen 1 Aemptern/ Gunzenhauſen Stadt/ Schloß und Ampt/ Creglingen Stadt und Annpt/ Geyern/ Heydenheim/ Stauff und Landeck/ Aempter/ Roth Stadt/ Schloß und Ampt/ Roͤckingen Schloß und Ampt/ Trieß⸗ dorff/ Langenzenn/ und Steffansberg/ Aempter. Uber dieſe ſechs Fuͤrſtenthuͤmer befindet ſich ferner die Fuͤrſtliche Grafſchafft Hennen⸗ berg/ die iſt aber ſeythero Georg Ernſt der letztere Gefuͤrſte Graf in Anno 1583. deß Franckenlands/ ꝛc. 7 noch mehr andere. Die Herrſchafft Neuen⸗ ſtein hat das Ampt Newenſtein/ ſo ein Stadt/ Forchtenberg/ Cuntzelſau/ Mi⸗ chelbach/ und andere viel Doͤrffer, ſo darein gehoͤrig. Die Herrſchafft Langenberg hat das Ampt Langenberg/ ein Stadt fuͤr ſich/ das Ampt Kirchberg/ ſo auch ein Stadt/ Ingelfingen auch ein Stadt/ Doͤttingen/ darinn ein Schloß/ Leonfels ein Schloß/ und zu dieſen Aemptern die darein gehoͤrige Dorffſchafftenü: Perilluſtris Comes Joachi- Todes vergangen/ an ihren Federn ſehr ge⸗ mus Albertus ab Hohenlohie rerum ibi po- rupffet/ und ziemlich vertheilet. Es hat das titur. Die Waldenburgiſche Lini hat Pfe⸗ Stifft Wuͤrtzburg die Lehenguͤter davon: Chur⸗Sachſen/ und die Hertzogen von Weinmar/ haben die Grafſchafft ſonſten unter ſich/ ſolcher geſtalt/ daß Chur⸗Sach⸗ ſen ſieben Theil/ Weinmar aber fuͤnff Theil an der Aſſe participirt: Mainungen iſt der Regierungs⸗Ort/ alsdann Stadt Schleu⸗ ſingen/ Waſſungen/ Suhl/ Maresfeldt/ Schwalingen: Sachſen⸗Coburg hat hieran das Ampt Roͤhmhild; und Heſſen Darmb⸗ ſtatt/ die Stadt und Ampt Schmalkalden. Und ſo weit iſt Hennenburg außgetheilt. Videatur Spangenberg im Hennenberg. Chronico. Nach den beſchriebenen Fuͤrſtenthumen dieſes Crayſes/ folgen die Graf⸗ und Herr⸗ ſchafften/ deren ſind nun acht: Hohenlohe/ Caſtel/ Wertheim/ Rineck/ Erbach/ Lim⸗ purg/ Schwartzenberg/ und Seinßheim. Die Grafſchafft Hohenlohe wird in zwo Linien getheilet/ in die Neuenſteiniſche und Waldenburgiſche/ jede Linien hat drey Herr⸗ ſchafften/ und regierende Graven. Zu der Neuenſteiniſchen Linien gehoͤrt die Herr⸗ ſchafft Weickersheim/ Neuenſtein und Langenburg: Zu der Waldenburgiſchen gehoͤrt Pfedelbach/ Waldenburg/ und Schillingsfuͤrſt. Die Herrſchafft Wei⸗ ckersheim hat beſeſſen der aͤlteſte lebende Graf/ und Lehens Adminiſtrator, Herr Georg Friederich Graf von Hohenlohe/ Obriſter/ und Ritter/ ein Herr von 74. Jahren/ deſſen heroiſch Leben/ Thaten/ und Wolverhalten/ die Ungariſche Krieg ge⸗ nugſam probiren. Dieſe Herrſchafft hat drey Aempter/ Weickersheim ein Stadt an der Tauber/ darein gehoͤrt Elperßheim/ Naſ⸗ ſau/ Schoͤfftersheim/ Ebertsbronn/ und an⸗ dere Flecken. Das ander Aumpt heiſſet Schrotzberg/ darein unterſchiedene Flecken gehoͤren. Das dritte iſt das Ampt Hollen⸗ bach/ darein gehoͤren Herbſthauſen/ Adels⸗ hauſen/ Hochbach/ Duͤrrenzimmern/ und — 3 ſchen gedruckten Gegenhericht viel/ auch . 2 delbach die Herrſchafft in ſpecie, allwo der aͤlter Herr Graff dieſer Linien Hoff haͤlt/ Herr Ludwig Eberhard/ Graff von Hohen⸗ lohe/ ein Loͤbl. Gottsfoͤrchtiger Herr; hat noch darbey das Staͤdtlein und Ampt Sin⸗ dringen am Kocher/ neben noch etzlichen Dorffſchafften. Zu Waldenberg/ auf ei⸗ nem Berg⸗Schloß/ reſidirt Herr Graf Philipps Heinrich von Hohenlohe; Item/ hat das Ampt Untern⸗Steinbach/ Mei⸗ nard/ Heinbach/ Vogtey Kupfferzell. Auf Schillingsfuͤrſt reſidirt Herrn Graf Georg Friederichs von Hohenlohe/ deß Juͤngern/ Seel. Gedaͤchtnuß/ Frau Wittibin/ Doro⸗ thea Sophia/ geborne Grafin von Solms; und hat/ neben dieſem Ampt/ noch das Ampt Bartenſtein/ Vogtey Wildenholtz/ und Gackſtatt. Stadt Oeringen iſt ein Ge⸗ meinſchafft⸗Ort/ und gehet die Regierung dort herum. Dieſes Graͤfliche Hauß beſte⸗ het anjetzo auf 24. maſculis Comitibus. Die Herren Graven von Caſtell/ſind zwar einer Linien/ haben aber doch getheilte Guͤ⸗ ter. Zu Ruͤdenhauſen reſidirt Herr Graf Georg Friederich von Caſtell/ und hat/ ne⸗ ben dieſem Flecken/ Aichfeld/ Ober⸗Euſentz⸗ heim/ und Wiſenbron. Zu Remlingen woh⸗ net Herr Graf Wolff Georg zu Caſtell/ und gehoͤren zu Remling Ober⸗ und Unter⸗Al⸗ lentheim/ Bullingshauſen/ Stainbach/ ꝛc. Das Steinhauß und Berg⸗Schloß Caſtell hat Feurbach/ Gereut/ Ziegenbach/ Schoͤn⸗ gich. Die Grafſchafft Wertheim iſt eine von den beſten in Francken. Sie hat Stadt und Ampt Wertheim an einem wolgelege⸗ nem Stromn/ daher gute Commercia hiebe⸗ vor getrieben worden. Ferner hats die Herrſchafft Breuberg zum halben Theil mit den Herrn Graven von Erbach; ſo dann an Remlingen/ Haidenfeld/ Tieffenthal/ wie auch Derdingen/ davon im Wertheimi⸗ diß 8 diß zu leſen/ was das Stifft Wuͤrtzburg von den Wertheimiſchen Guͤtern innen be⸗ halten; als/ Ampt Schwanberg/ Freu⸗ denberg/ Remling/ und dann das Ampt Lautenbach. Wegen der Graffſchafft Rineck/ am Maͤyn und Saalgrund/ gelegen/ ſo ein heimgefallen Lehen/ iſt der Herr Ertz⸗Bi⸗ ſchoff und Churfuͤrſt zu Maͤyntz/ ꝛc. auch unter dieſem Crayß begriffen/ und iſt Lohr am Maͤyn die Hauptſtatt dieſer Graff⸗ ſchafft. Ferners iſt Rineck/ Procelden/ ꝛc. Es ſind aber viel Guͤter an Wuͤrtzburg/ Hanaw/ und die Graven von Eiſenberg/ kommen: Als/ Wuͤrtzburg hat Schon⸗ rain/ Biſchoffsheim/ Roͤtenfels/ Ge⸗ muͤnd/ ꝛc. Die Graffſchafft Erbach hat jetzo Herr Graff Georg Albrecht von Erbach alleine/ und hat ſelbige/ Erbach/ Michelſtart/ Fur⸗ ſtenau/ die Herrſchafft Breuberg zum hal⸗ ben Theil/ Obernberg/ Heubach. Die Uralte Herrſchafft Limpurg/ beſte⸗ ſtet/ ſo viel die eine Lini betrifft/ auff einem Majorat/ und iſt anjetzo Major/ vel Senior, Herr Schenck Eraſinus Herr zu Limpurg/ deß Heiligen Reichs Erbſchenck und Semper Frey. Es ſind aber dero Linien zwe/ Speck⸗ felder⸗ und Gaildorffer⸗Lini. Die Speck⸗ felder hat die Herrſchafft Ober⸗Sontheim/ ſo auſſer dem Crayß/ nicht weit von Schwaͤ⸗ biſchen Hall/ und im Biberthal/ gelegen: In Francken hat ſie die Herrſchafft Speck⸗ feld/ ſammt den zweyen Maͤynflecken/ Sommer⸗ und Winterhauſen/ Gollhof⸗ fen/ ꝛc. Die andere Lim iſt zertheilt/ und ſind drey Herren Gebruͤdere abſonderlich mit Guͤtern verſehen: Der aͤltere/ Herr Jo⸗ achim Gottfried/ Herr zu Limpurg/ woh⸗ net zu Gaildorff: Der Andere/ Herr Chri⸗ ſtian Ludwig/ Herr zu Limpurg/ iſt zu Schmidelfeld: Und der Dritte/ Herr Jo⸗ hanun Wilhelm/ Herr zu Limpurg/ zu Weltzen. Die Grafſchafft Schwartzenberg hat erſt neulich Herr Johann Adolff/ Graff von Schwartzenberg/ in Poſſeſſion genom⸗ men: hat zwey Aempter/ als Schwar⸗ tzenberg/ darunter ſind folgende Oerter begriffen: als Scheinfeld ein Staͤttlein/ und Gaiſelwind/ Weſſerndorff/ Iffigk⸗ heim: So dann das Ampt Hohenland⸗ ſperg; welches nachgeſetzte Doͤrffer unter ihm hat/ als Bulnheim/ Weichenheim/ Marck Seinßheun/ Marck Hernßheim/ Dornheim, Lind hat dieſer Herr noch dar⸗ Beſchreibung zu in dieſem 1643. Jahr kaufft arck⸗ V brait Schnatzenbach und desbeg e Herr Chriſtian von Seinßheim/ Frey⸗ herr/ hat in Francken Seinsbein Bnuy und Ampt Seehauß/ darzu gehoͤrt Nort⸗ heim/ Graſſeltzheim/ Cottenheim/ Kraut⸗ Oſtheim/ Kaitenſontheim; ſo dann das Schloß Erlach. Auff dieſe vorgemeldte folgen endlich die Reichs⸗Staͤdte/ als Nuͤrnberg/ Roten⸗ burg/ Windsheim/ Schweinfurt/ und Weiß⸗ ſenburg am Nordgau. Nuͤrnbelg iſt eine von den Außſchreibenden/ wie auch deß Hei⸗ ligen Reichs Deputirten Staͤdten: hat/ oh⸗ ne die weitlaufftige Stadt/ noch unterſchied⸗ liche Aempter auff dem Lande/ alß Herſ⸗ brugg/ Lauffen/ Altorff/ Veldten/ Rei⸗ cheneck/ Engelthal⸗Cloſter/ Hauſſeck/ Be⸗ tzenſtein und Stierverg/ Schloß Hilpold⸗ ſtein/ Lichtenau/ Grevenberg/ Hohenſtein/ Wildenfels⸗Schloß/ Bullenreit⸗Cloſter/ nicht weit von Hohenſtein gelegen. Die Stadt Rotenburg har auch ein Terri- torium, oder Landwehr/ und mag in zween Theil abgetheilet werden: Der eine Theil verſus meridiem wird genannt der Zwerch⸗ mair; der ander Theil verſus ſeptentrio- nem wird das Gau/ genennet. Winds⸗ V heim mag auch etzliche vermiſchte Unter⸗ thanen auff dem Lande hin und her haben; wie auch ingleichen Schweinfurt in vier Doͤrffer unter ſich hat. Weiſſenburg hat anjetzo kein Dorff mehr/ nachdem die Reichs⸗Pfleg in Anno 1628. abgeloͤſet wor⸗ den. Auſſer den Staͤnden/ befindet ſich deß Heiligen Reichs freye Ritterſchafft imme⸗ diaté unter dem Reich/ und in dieſem Crayß in ſechs Oerter getheilet: Als 1. Odenwalt deſſen erwehlter Hauptmann anjetzo iſt Nobiliſſimus Jo. Caſpar à Hor- dau, auff Dennneneck und Aſſumſtat. 2. Der Ort Altmuͤhl/ cujus Capitaneus No- biliſſimus Georgius Fridericus a Crailsheim, in Ruͤgland und Roſenberg. 3. Steiger⸗ wald/ cui præeſt Nobiliſſ. Joachimus Chriſtophorus a Seckendorff/ in Ulſtatt. 4. Gebuͤrg/ deſſen Hauptmann Johann Philipp Geuͤder auff Heroldsberg. 5. Bau⸗ nach/ cui Præfeckus Johann Chriſtoff Truckſeß 2 Wetzhauſen. Et tandem 6. Roͤhn und Werren/ qui locus pro tem- pore vacat: ubi notandum tria loca à flu- viis,& tria à montibus, nomen ſuum de- rivare. UInd eyn a wie in gen. ſtaͤnde an an unter nahe! ckenla Waͤld und di gen zu Erdre bringt ten n Ja wibe in Fra Honig Suͤßh Menge fuͤhrt. chem O Gaͤrten fuͤllt m Thieren iſt auch moͤgen muß al gaͤrten/ mandn bey dem Theil er ſoneulich unter ar weder M haben. Von unterſche ſo dem I die fühe ſchreiben der Tho⸗ Und alſo iſt es in Francken umb das En⸗ de deß 1643. Jahrs/ als Eingangs wohler⸗ nannter Doctor und Practicus per Franco- niam celeberrimus, Herr Georgius Chri- ſtophorus Walther/ ꝛc. die bißher geſetzte Beſchreibung verfertiget hat. Seithero ſeyn auß den oben⸗benahmſten Perſonen/ wie man berichtet/ etliche mit Tod abgan⸗ gen. Wie dann nichts in dieſer Welt be⸗ ſtaͤndig iſt/ ſo wohl bey den Menſchen/ als an andern Sachen; Maunſterus ſchreibet/ unter andern/ von dieſem Land/ alſo: Gar nahe mitten im Teutſchland ligt das Fran⸗ ckenland/ und wird umbfangen mit dicken Waͤlden/ und rauhen Bergen. Der Maͤyn/ und die Tauber/ flieſſen dardurch/ und tra⸗ gen zu beyden Orten faſtguten Wein. Das Erdreich iſt auch gantz fruchtbar/ dann es bringt Gerſten/ Weitzen/ und allerley Fruͤch⸗ ten mehr dann genug. Man findet im Teuſchland nicht mehr/ und auch geoͤſſer Zwibeln/ und auch groͤſſer Ruͤben/ dann in Francken. Bey Bamberg wächſt ein Honigſuͤſſe Wurtzel/ die man gemeiniglich Suͤßholtz heiſt/ und das in ſoſcher groſſen Menge/ daß man ſie mit Waͤgen hinweg fuͤhrt. Das Franckenland iſt auch an man⸗ chem Orth wol erbauet mit huͤbſchen Obs⸗ Gaͤrten/ und luſtigen Wieſen. Es iſt er⸗ fuͤllt mit Leuten/ und allerley nuͤtzlichen Thieren. Die Waſſer ſeynd Fiſchreich/ und iſt auch viel Gewilds in den Waͤlden. Es moͤgen die Francken wol Arbeit leyden Es muß auch jederman arbeiten in den Wein⸗ gaͤrten/ Frau und Mann, da laͤſt man nie⸗ mand muͤſſig gehen. Aber daß auch dieſes/ bey dem langwierigen Krieg/ Enderung zum Theil erfahren/ darvon koͤnnen die berichten/ ſo neulich durchs Land gereyſet ſeyn/ welche/ unter anderm/ ſagen/ daß ſie theils Orten Mohn Menſchen/ noch Viehe/ angetroffen aben. Von dem Urſprung der Francken ſeynd unterſchiedliche Meynungen. Die jenigen/ ſo dem Waſthaldo und Hunibaldo, folgen/ die fuͤhren ſie von den Trojanern her/ und ſchreiben/ daß derſelben uͤberbliebene/ bey der Thonaw Einfaͤllen in das Meer/ gewoh⸗ net haben/ Sicambri genannt/ und vonden Gothen daſelbſt angefochten/ und geplagt worden ſeyen; Dahero ſie ein anders Land geſucht/ und im Jahr 433. vor Chriſti Ge⸗ burt ſammt ihrem Koͤnig Marcomiro, her⸗ auß an den Rhein/ in Weſtphalen/ Frieß⸗und Gelderland/ kommen; welche Gegend nach ihnen Sicambria genannt; ſie deß Franckenlands/ ꝛc. 9 aber/ die Sicambri, mit der Zeit/ und unge⸗ fehrlich 24. Jahr vor Chriſti Geburt/ von ihrem Fuͤrſten Franco, wegen ſeiner groſſen Thaten/ die Francken geheiſſen/ worden. In welcher Zeit ſie ſich maͤchtig außgebrei⸗ tet/ uͤber Rhein gezogen/ ein groſſes Stuͤck dem Land Gallien abgezwackt/ biß ſie ſich folgends deſſelbigen gantz bemaͤchtiget/ ſol⸗ ches/ nach ihnen/ Franckreich genannt/ und auch Teutſchland unter ihren Gewalt ge⸗ bracht haben. Mit der Zeit/ ſagen ſie/ trug ſichs zu/ daß die Thuͤringer viel Ge⸗ zanck und Krieg/(ſo erſtlich wegen un⸗ gleicher Theilung eines den Roͤmern abge⸗ nommenen Guts entſtanden ſeyn ſolle) mit den Schwaben hatten/ deßwegen ſie die Francken von dem Rhein herauff berufften/ und ſie umb Huͤlff baten/ auch ihnen ei⸗ nen Theil von ihrem Lande anboten/ damit ſie ſich zwiſchen ſie/ und die Schwaben/ ſe⸗ tzen moͤchten. Dieſer Vorſchlag gefiel der Francken Koͤnig Clodomiro wohl/ und ſchickte er daher ſeinen Bruder Genebal- dum, im Jahr Chriſti 316. mit vielem Volck/ in das Maingoͤw/ da jetzt Wuͤrtz⸗ burg ligt/ und wichen ihnen/ den Francken/ Baſelbſt die Thuͤringer/ uͤber den Wald; nnd ſetzten ſich alſo die Francken zwiſchen die Thuͤringer und Schwaben/ gleich wie eine ſtarcke Mauer/ und war ihr Erſter Hertzog beſagter Genebaldus, deme Ande⸗ re/ biß auff den letzten Hetanum, gefol⸗ get haben; welcher Anno§ 40. ohne Maͤnn⸗ liche Leibs⸗Erben/ verſtorben; wie hie⸗ von/ neben andern/ inſonderheit Triche- mius de Origine Francorum, umbſtaͤnd⸗ lich zu leſen. Andere aber ſeyn der Mey⸗ nung/ daß die Francken nicht einerley Volck geweſen/ oder von einem Haupt her⸗ kommen ſeyen; ſondern daß die Ubii, Mat- tiaci, Juhones, Sicambri, Tencteri, Uſipe. tes, Marſi, Marſaci, Tubantes, Bructeri, Chamavi, Angrivarii, Dulgibini, Chaſ- ſuarii, Anſibarii, Friſii, Chauci, Cheru- ſci, Gambrivii, und andere Voͤlcker/ zwi⸗ ſchen dem Rhein und der Elb/ gelegen/ zuſammen kommen/ ſich mit einander ver⸗ einigt/ ein Corpus, und ewigen Bund ge⸗ macht haben. Dann/ dieweil ſie betrach⸗ tet/ daß ſie/ durch Uneinigkeit/ unter das Roͤmiſche Joch gerathen/ und hergegen geſehen/ wie die Alemanner ſich ihren Herrn/ den Roͤmern/ widerſetzt; So ha⸗ ben ſie/ ohne Zweiffel ihnen ſolch Exem⸗ pel vor Augen geſtellt/ und vorgenom⸗ men/ wider die Roͤmer/ fuͤr ihre Frey⸗ B 3 heit/ 10 Beſchreibung heit/ zu ſtreiten/ und haben ſich dahero/ mit einem neuen allgemeinen Namen/ thi Fran⸗ ckon/ oder die Francken, genannt/ ſo/ in ihrer alten Sprach/ ſo viel/ als die Freyen/ bedeutet hat/ und man noch Franck, fuͤr Frey/ ſetzet; auch das Wort Franciſia ſo viel iſt/ als eine Freyheit/ und Franciſcare in die Freyheit ſetzen bedeutet; gleich wie auch vor Zeiten die Frieſen daher dieſen Namen bekommen; weilen ſie fuͤr ihre Freyheit ſo tapffer gefochten haben. Dann Fri/ und Leeh eins iſt. Es wird aber ſolcher Nam ranck am erſten unter dem Kaͤyſer Vale⸗- riano geleſen. Wie ſie aber in dieſe Gegend (ſo nach ihnen das Franckenland genannt worden /) gelangt ſeyen/ davon iſt bey der erſten Meynung hieoben Bericht geſchehen:; Wiewol theils dafuͤr gehalten/ als die Ale⸗ manner ihr alte Sitz umb den Maͤyn ver⸗ laſſen/ und gegen Mittag ſich gewendet/ daß die Francken von Mitternacht herauff gezo⸗ gen ſeyen/ und alsbald der Alemanner ver⸗ laſſene Aecker eingenommen haben; dadurch alſo dieſem Lande ein neuer Nam geſchoͤpfft worden; wie davon weitlaͤufftiger beym Philippo Cluverio lib. 3. antiq. German. cap. 20. und Beſoldo, in Thel. pract. voc. Freye Francken/ zu ſehen: auß denen der letzte auch voc. Wuͤrtzburg/ ſchreibet/ daß ſolches Land von theils der alten Scribenten/ Orientalis Francia, Antiqua Francia, Teu- tonica Francia; von Adamo Bremenſi aber/ und andern/ die er am Ende deß 86z. Blats/ deß erſten Drucks/ anziehet/ Fran- conia, genannt werde; welcher Lateiuiſche Nam auch demſelben heutigs Tags mehrer theils gegeben wird; wiewoles der Zeit umb ein gutes enger iſt/ als es vor Alters geweſen; wie beym beſagten Beſolden/ und andern/ zu finden; und jetzt der Necker Franckenland/ und Schwaben/ ſcheiden thut. Von einem ſondern Brauch im Franckenland iſt P. M. Wehnerus, in pract. juris Obſervat. pag. 109. und von der obwolernannten Loͤbl. deß Heil. Reichs Ritterſchafft/ pag. 447. ſeqg. auch von ſolcher Limnæus de Jure publico lib. 6. c. 3. n. 47.& 48. und in gleichem daſelbſt von ihren Freyheiten/ ſonderlich aber der vor dieſer Fraͤnckiſchen Reichs Ritterſchafft er⸗ neuerten/ und confirmtrten Raths⸗Satzung⸗ und Ordnungen/ auch deroſelbigen Privile⸗ gien/ ꝛc. Anno 1645. zu Nuͤrnberg in4. wieder gedruckter Tractat/ zu leſen. Und hat es auch etliche Ganerben Haͤuſer in die⸗ ſem Lande. Ehe ich aber zu der Beſchreibung der der Zeit haben ſich die Teutſche Voͤlcker/ Oerter ſchreite/ will ich dieſem obigen noch beyfuͤgen/ was ich von den Francken/ und dem Francken; auch den Hoch⸗ und Wol⸗ loͤblichen Staͤnden deß Fraͤnckiſchen Cray⸗ ſes in zweyen Scribenten/ die inſonderheit von den Fraͤnckiſchen Sachen Buͤcher auß⸗ gehen laſſen/ als dem joann. Iſac. Pontano, in Originibus Francicis, und Joanne Ri- vio, de rebus Francicis(davon den erſten ich ſelbigesmal nicht haben koͤnnen/ der ander aber noch nicht gedruckt geweſen iſt) weiter gefunden. Es ſchreibet aber Ponranus, unter vielen andern/ daßz vor Zeiten die Teutſchen in In- gevones, Iſtevones, und Hermioncs; fol⸗ gends in die Sachſen/ Alemanner/ und Lumeien ſeyen abgetheilet worden. Die zrancken ſeyen entweder entſtanden/ oder mehrers beruͤhmt worden/ unter dem Kaͤy⸗ ſer Galieno; und zwar an dem Ort/ an wel⸗ chem/ vom Cæſare, die Sicambri, vom Plinio die Viſtevi, und vom Tacito, die Teutſche eigentlich alſo genannt/ ſeyn geſetzt worden/ und woſelbſten die Bructeri, Cha- mavi, Angrivarii, Tencteri, Uſipi, Friſii, und faſt auch die uͤbrige Teutſche Voͤlcker zwiſchen dem Rhein/ dem hohen Meer/ und der Elb/ geſeſſen ſeyn; und von Mitternacht die Sachſen/ von der andern Seiten aber die Alemanner zu Nachbaren gehabt haben; und ihrer Koͤnige Sitz zu Duysbung ge⸗ weſen ſeye; welche Francken/ und ihr Land/ von den Poeten Sicambri, und Sicambria genannt worden; weilen die Francken An⸗ fangs nicht allein bey Coͤlln uͤber/ wo Duyts gelegen/ und weiters/ in Weſtphalen/ und deren Oertern/ wo vor Alters die Sicam- bri gewohnt/ ſondern auch in Over⸗Ißel/ Zutphen/ Frießland/ und ſelbiger Gegend herumb/ ihren Sitz gehabt haben. Pro⸗ copius Cæſarienſis lib. I. belli Gothici mel⸗ det/ daß umb den Außgang deß Rheins/ ehe er ſich in das hohe Meer ergieſſet/ eine Landſchafft ſeye/ ſo voller Pfuͤtzen/ wel⸗ ches die Teutſchen/ ſo ſeiner Zeit in Gallia ſich befinden/ und Francken genannt wer⸗ den/ Dinfahds bewohnet haben. B. Hie- ronymus, ſo lang vor dem Procopio gelebt/ ſagt/ in vita Hilarionis, daß Francia, vor Zeiten Germania genannt/ zwiſchen den Sachſen/ und Alemannen/ gelegen. In einem vor etlich hundert Jahren/ in Hol⸗ laͤndiſcher Sprach/ gemachten Chronico metrico, werden ſie Rheyn⸗Francken/ oder Rhenenſes Franci genannt. Mit nun⸗ une a itet D een NI all ₰¹, V. g llt ge 21 d/ ſ nn len? & her dere 3 ndfit 2 nhab ³⁴ Äd w e Fra 2 enlan 7 m S ) alliae 1/ N 1 inds I aniC- ) lgend n annt/ 1 aherſi 2 ndieé „ ls Paul 1 MWThuͤt um Th und/ u ewohn ch wid hemium erfuͤhre Sitz g auchſog gefuͤhret ani, I igs Tag aldus qt 77. glſo r hor, c s, fab enia rep laciorun Trichem. lium cor 18§. Ulia ontracte olidum Ae, nin Nretenſi udit Jun taoperi dque ine naud ſati- ſem, Am um,& — —————————— bigen neken) au jund 9 ſchen C m nſonde ven dücher zm Pont aa Joanne 1 merſte i. der a 4. iſt) wm nter d oh ſchen u d. lones; ſgf uner) am den. 6 den/ na. demn K an rt an! h nbri, u. acito, d ſeyn ge ai teri,( 4 pü, Ri u Voͤlc m Meer/ an ittern i. eiten c ud abt hal im sburg ag ihr La an Sicam in mnncken al vo D! d0 galen/ un die Sic im er⸗J h r Geg a en. l 1 thici! 2n Rhel an eſſet/ umn zen/1 3 in G al annt B.] all io ge d. ncia, 20 ſen. in 8 Jhrol ci anck un . An Voͤlc nn nm deß Franckenlands/ ꝛc. b 11 numnehr Francken genaunt/ weit außge⸗ milium, eloqucntiæ aliãâs, atque hiſto- breitet/ und alle Voͤlcker/ ſo zwiſchen demn Rhein und der Maas oder Moſa, waren; wie auch die Maguntinos, Argentoraten- ſes, Vangiones, Nemetes, unter ihren Ge⸗ walt gebracht/ und dem jetzigen Francken⸗ land/ ſo vorhin die Alemanner bewohnt/ den neuen Nameun/ ſo es noch hat/ gegeben; daß daher Melanchthon, Peucerus, und viel andere ſich geirret/ welche dieſes Francken⸗ land fuͤr den erſten Sitz der Francken gehal⸗ ten haben; wie Er Pontanus ſoͤlches erweiſet/ und wider Pirckheimerum ſchreibet/ daß die Francken nicht auß dem jetzigen Fran⸗ ckenland Galliam uͤberfallen; ſondern nach dem Sie allbereit einen guten Theil von Gallia eingenommen/ endlich dieſem Lande/ den Namen Franconiæ, oder Francken⸗ lands/ gegeben haͤtten; da noch zu deß Ju⸗ liani Cæf. Jeiten/ an dieſen Oertern ſo man folgends nach Ihnen/ den Francken/ ge⸗ nannt/ die Alemanner geſeſſen ſeyn. Und daher ſich die irren/ welche die Francos Salios an die Sala/ ſo in den Maͤyn faͤllt/ Theils/ als Paulus Æmilius und Lazius, an die Sal in Thuͤringen ſetzen; die doch an der Iſala zum Theil/ und in der Gegend/ wo Sal⸗ land/ und der Fleck Salick an der Iſel iſt/ gewohnt haben. Und ſchreibet Er ſonder⸗ lich wider den Hunibaldum, der den Tri- chemium, und viel andere gelehrte Leut verfuͤhret/ daß ſie den Francken einen andern Sitz/ als ſie Anfangs gehabt/ gegeben; auch ſo gar dieſelbige von den Trojanern her⸗ gefuͤhret haben. Ich will aber ſeine deß Pon⸗ cani, Wort ſelbſten ſetzen/ weilen noch heu⸗ tigs Tags theils Gelehrten der beſagte Huni- baldus angenehm iſt; die lib. 2. cap. 5. pag. 117. alſo lauten: Hunibaldus, cùm ſit Au- chor, conſentientibus ferè eruditis omni- bus, fabuloſus,& barbarus, levia etiam in- genia reperiſſe haud mirum eſt, quibus men- daciorum facem præluxerit. Quapropter Trichemius, Abbas Spanhemienſis, ut ſtu- dium conatusque ejusdem in majus tolleret, 18. illius hiſtoriarum libros, in epitomen contractos, coarctavit, haud veritus. illum ſolidum Francorum hiſtoriographum appel- lare, nimirum, juxta proverbium, Cretenſis Cretenſi palpum obtrudens, ut facetè illum ludit Junius. Wolfg. etiam Lazium eadem iſta operi de migrationibus Gentium, ut certa, atque indubitata intexere voluiſſe, mirari haud ſatis potui: item, Abbatem Uſpergen- ſem, Ammonium, Gaguinum, En. Sylvi- um,& quod mirandum maximèe Paulum riæ laude inclytum, qui Francos à Trojanis deduxerunt, Duce Francione, qui deſtructã Trojà, ad palud. Mæotid. venerint,& ibi Sicambriam extruxcrint, inde in Ungariam deſcenderint,& porrò tempore Valentinia- ni II. in Germaniam. pag. 125. Becanus à Mæotide quoque palude arceſſendos Fran- cos cenſet, ſed eos fuiſſe ait, quos Herodo- tus liberos Scythas dixit,& ad Oceanum& Rhenum inferiorem coluiſſe, cùm primum Romanis innotuerint. Und im 3. Buch; da er dem beſagtem Hunibaldo ſeine Irr⸗ thum in dem Geſchlecht⸗Regiſter der Fran⸗ ckiſchen Koͤnige begangen/ weiſet/ und daß Er kein alter Scribent ſeye; auch Triche- mius, Ircnicus, Lazius, Beroaldus, Rofi- niacus und Bodinus ſelbſten wollen/ daß Er im Jahr Chriſti 500 gelebt/ und biß dahin ſeine Hiſtorien deducirt habe/ erweiſet/ ſagt Er/ am 211. Blat/ alſo: paret, ge- nealogiæ Regum PFrancorum conditorem fuiſſe hominem non tantùm omnis hiſtoriæ, ſed locorum etiam, præſerrim Rheni occidui omninò imperitum;& apparet, authorem hujusce Catalogi fuiſſe bucconem aliquem ingenii bardi, blerini, atque ævi planè no- vitii. Und haͤlt Er am 212. Blat dafuͤr/ daß der Erſte/ ſo ſolche Sachen erdichtet/ ohne Zweiffel ein Ooſt⸗Franck geweſen ſeye. Und ſchreibet Er vorhero alſo: Vult Agyrta Franciæ Orientalis in Thuringia Du- catum, per Genebaldum Ducem, Clodo- miri R. 34. fratrem, Anno Chriſti 3 20. eſſe conſtitutum; cùm tamen tuùm totùm illum tractum Alemani adhuc tenuerint,& Suevi, nec nota ctiamnum exiſteret Thoringorum appellatio:& Franci longè verſus Rhenum Occiduum, inferiorem, ſederent. Und ziehet Er anderswo den Auſonium Bur- degalenſem an/ welcher zun Zeiten der Kaͤyſer Theodoſi und Grariani gelebt/ welcher Franciam unterhalb der Moſell ſe⸗ tzet. Was den Namen anbelangt, ſo will Pontanus es auch mit denen nicht halten daß die Eingangs erwehnte Voͤlcker deß⸗ wegen Francken/ als freye Leute/ waͤren genannt worden: dann Sie ihre eigene Sitz gehabt/ und nie unter der Roͤmer Joch ge⸗ weſen/ daß ſie ſolches von ſich haͤtten werf⸗ fen doͤrffen/ und daher die Freyen geuannt worden: ſondern/ wie die Sachſen/ und Ale⸗ manuer/ nicht von der Freyheit: alſo auch die Francken nicht deßwegen alſo zu nennen. Zwar folgends/ zu dem Namen Franck/ da Wort Frey konunen/ daß man geſagt/ freye — Fran⸗ 12 Beſchreibung Francken: gleich wie freye Frieſen. Dann alſo ſchreibt Er d. lib. 3. cap. 1. Franci viden- tur ab haſtæ genere, quod Franceſcam nomi- narunt, id eſt, bipennem, nomen traxiſſe, ſicut Saxones d Saxa, Tacitus vocat framcas, add. verò ad hoc, vocabulum etiam frey/ id eſt, freye Francken. Nam vocabulum Frauck nudè uſurpatum libertatem non de- notat, ſed teli genus&c. Und ſolcher Nam/ ſagt Er lib. 4. cap. 2. hab erſtlich im Jahr Chriſti 2 53. der Welt bekandt zu werden an⸗ gefangen. Siehe/ was Er in ſolchem/ wie auch im vorhergehenden dritten Buch/ von den Rechten der Sicambrer und Francken Koͤnigen/ auß bewaͤhrten Autoribus, ſchrei⸗ bet/ die vor/ und nach dem Warmund/ oder Pharamundo, gelebt haben: ſo hieher zu bringen/ zu lang ſeyn wuͤrde: adeò, ur tum, planeque rerum Germaniæ verteris ignari fuerit, ex ultima, ac remoriſſima Tro- ja imnaginarios, falſosque Germaniæ, Sicam- ſich abgetrieben haben/ und ſagt ferners/ daß ſie etliche von den Trnd eg 85 tin Amenore, herfuͤhren: wie es dann heiſſe: — dat cuncta vetuſtas Principium Phrygibus: Unrd ſich theils beluſtigen/ wann ſie hoͤren/ daß ihr Geſchlecht ſeinen Anfang/ nicht nur von fuͤrtrefflichen Helden: ſondern gar von den Goͤttern/ habe: welche aber gemeldter Riyvius eitele Leut/ oder Vanos, nennet/ und ſchreibet: als viel Teutſche Voͤlcker/ ſo zwi⸗ ſchen dem Rhein/ der Iſel/ Embs/ Weſer/ und der Elb/ biß an die See/ oder das Meer/ gewohnt/ wo jetzund das Hertzogthumb Berg/ Over⸗ Iſel/ Oſt⸗ und Weſt⸗ Frieß⸗ land/ Nider Sachſen/ Heſſen/ und andere be⸗ nachbarte Laͤnder/ ligen/ der Roͤmer Be⸗ herrſchung feind/ und uͤberdruͤſſig worden/ daß ſie zuſammen gethan/ und dieſelbige ein⸗ muͤthig/ durch Waffen/ von ihnen abgerrieben haͤtten; und waren deßwegen die Bructeri, briæque Reges velle conquirere, cùm domi] Chamavi, Anſivarii, Chatti, Tincteri, Fri- tam locuples ſuppetat verorum copia: wie ſii, Salii, Angrivarii, als mit welchem Na⸗ Er d. lib. 3. pag. 222. redet: auch im 6. Buch men ſie vorhin benamſet/ forthin die Fran⸗ von der alten Francken Sprach/ im: 4. Ca⸗ pitel/ handelt/ und ſagt: das ſie Teutſch geweſen/ und mit der Saͤchſiſchen eine Ver⸗ wandlung gehabt habe: daſelbſt auch ein mehrers von der alten Gallier/ und der jetzi⸗ gen Frantzoͤſiſchen Sprach/ und viel andere denckwuͤrdige Sachen mehr/ zu leſen: und daher die Herrn Francken/ vor andern/ Ih⸗ nen billich dieſes Anno 16 16. zu Harderwick/ im Niederland/ in 4. gedrucktes Buch/ ſollen wol bekanoöt machen: ſonderlich weil es thnen an einer durchgehenden guten Chro⸗ nick ermangelt: welches dann/ ohne Zweif⸗ fel/ theils thun/ und ich daher auß ſolchem Authore allhie ein mehrers nicht ſetze/ ſon⸗ dern bloß dieſes mit anhaͤnge: daß Goropius Becanus lib. 1. Francicorum, da Er von dem Namen und Urſprung der Francken handelt/ will/ daß man Vrancus ſchrei⸗ ben ſolle. Der Ander/ auß denen oberwehlten Sctribenten/ nehmlich Joannes Rivius, Auguſtiner Ordens/ ſo ſein Buch von den Fraͤnckiſchen Sachen/ erſt im Jahr 1651. zu Bruͤſſel hervor Kegeben⸗ meldet/ daß etliche vermeynen/ der Nam Franck ſeye daher kom⸗ men/ weil die Francken/ durch den Kaͤyſer Valentinianum, zehen Jahr lang/ der Anla⸗ gen ſeyen befreyet worden: Andere/ daß er von der Freyheit herkomme/ weil ſie ſich entweder deß Roͤmiſchen Jochs/ und Be⸗ herrſchung/ entſchuͤttet/ oder dieſelbige von cken/ daß iſt freye Leute/ geheiſſen worden; und daher ihrer die alten Roͤm. Geſchicht⸗Schrei⸗ ber/ mit dieſem Namen/ nicht; ſondern erſt lang hernach/ der Francken/ Trebellius, und Vopiſcus, gedencken. Es ſeye der Waͤrheit nicht aͤhnlich/ ſagt Er weiter/ daß der eigent⸗ liche der Francken Sitz/ dieſer deß Teutſch⸗ lands Theil geweſen/ ſo jetzt das Francken⸗ land genannt werde/ wie viel dafuͤr gehalten; weilen alles Land diſſeit Rheins/ und gegen Neuß uͤber/(wo Weſtphalen und benach⸗ barte Laͤnder ligen) auch in der Peutingeri⸗ ſchen Tafel/ die zu deß Ammiani Marcelli- ni Zeiten/ wie man wolle/ gemacht ſeyn ſolle/ Francia, oder der Francken Lande genannt werde. Er ſeye zwar nicht in Abrede/ daß auß den obernannten Voͤlckern etliche ſich an V über alle/ ſo glaͤublicher/ geherrſchet habe: 85 ey den Maͤyn geſetzt/ und ſelbiger Gegend den Namen Franciæ, ode Franconiæ, gegeben haben. Die Regierung betreffende/ halt er Rivius darfuͤr/ daß dieſe wider die Roͤmer verbundene Voͤlcker/ nicht nur einen Koͤnig/ oder Fuͤrſten/ gehabt/ ſo uͤber alle geherrſcht haͤtte; ſondern vermeynt/ daß ſie von unter⸗ ſchiedlichen Hertzogen anfaͤnglich waͤren re⸗ giert worden; wiewol ſie/ zu Beſchuͤtzung ihrer Freyheit/ untereinander verbunden ge⸗ weſen. Der Erſte/ ſo der Francken Koͤnig ge⸗ nannt werde/ ſey der Faramundus, ohngee fehr/ umbs Jahr Chriſti 420. geweſen. Ob Er nun unter den andern der maͤchtigſte/ oder uß de eun — nem öuig! „ in K M „2 pflaꝛ „ enall umnon i ana 2 Raas er Er lanlO5 105, T! Zeribe ie Fre gen ſer jat ſeil us, d enſeit? Tornic und ſeit der Sc hat. T. he kom dirt, ne Merovi der ein! ein So weſen. Buch eines ar ſolcher Gallien gen t ſche Re Hüͤlffge ſer beſag Halia, de und unt Moſelve daß bey Geſätzf di Regic die Teu Jahr 41 Boders pania Br delt er n er auch, Aber Wunſer Jeit deſ Außſchr zu Bam gaffzu gt firr m und R. inn hei 1 mnſtehi m Jricht m rn gar au oͤmer. ſigwor ut eſelbige am abgeuu in ie Bruc ncteri, N. lchem ndieF un vorden au⸗ dt,Sc an onderr mn dellius,. r Wa k der eit um 2s Teu n Fran ud rgeha un undg am nd bet dun deutin un i Maro lla. tſeyn dd de gen u brede 4 icheſi zegen! 140 , geg dh de h un die R un en Ki lul gehe Un vont aut waͤrt in⸗ ſſchuͤ un undt un Kön d , ol un eſen. 2) gſte io. V habe 45 deß Franckenlands/ ꝛc. 13 ſeye ungewiß. Das aber wiſſe man/ daß bey ſitzet jetzt⸗hochgedachter Herr Marggraff/ ſeinem Geſchlecht/ oder Nachkommen/ der Koͤnigliche Nam geblieben; welche der Fran⸗ cken Koͤnigreich nicht nur jenſeit Rheins/ und der Maasz ſondern weit durch Galliam fort⸗ gepflantzet haben. Und zwarhaͤtten die Fran⸗ cken allbereit/ vor dem gemeldten Koͤnig Fa⸗ ramond/ nicht allein im Teutſchland; ſon⸗ dern auch zwiſchen der Schelde/ und der Maags ſ in dein Niederlande/ gewohnet; wie auß dem obernanten Marcellino erſcheine; ſo der Francken gedencke/ und die Trans-Khe- nanos Anſfivarios, die Cis-Rhenanos Sa- lios, nennet: und Agachias, ein Griechiſcher Scribent/ thue außdrucklich bekennen/ daß die Francken von den Teutſchen entſprun⸗ gen ſeyen. Auff gemeldten Paramundum hat ſein Sohn Clodius, zugenant Cappilla- tus, der ander Fraͤnckiſche Koͤnig diſſ⸗ und jenſeit Rheins/ gefolgt; welcher im Jahr 436. Tornick/ und hernach Camerach/ bekommen/ und ſein Reich/ innerhalb deß Rheins/ und der Schelde/ biß an die Somme/ ecweitert hat. Theils ſchreiben/ daß er uͤber dieſe Graͤn⸗ tze kommen ſeye. Ihme hat Meroveus ſucce- dirt, nach welchem die folgende Koͤnig/ die Merovingi ſeyn genannt worden; der entwe⸗ der ein Vetter/ oder ein Schwager/ und nicht ein Sohn/ deß vorigen Koͤnigs Clodii ge⸗ weſen. Ein altes Concilien, und Capitul⸗ Buch/ ſagt er/ wolle/ daß dieſer Meroveus eines andern Merovei Sohn war/ und daß ſolcher/ nach dem er der Francken Reich in Gallien vermehret/ deß Roͤmiſchen Hertzo⸗ gen Ktio, wider den Atrilam, ſo das Roͤmi⸗ ſche Reich außzurotten ſich unterſtanden/ Huͤlff gethan habeꝛc. Weiter vermeynt die⸗ ſer beſagte Rivius, daß die Salii von dein Fluß Salia, der von dem See Lindrio entſpringet/ und unterhalb der Stadt Metz ſich mit der Moſel vermiſchet/ den Namen gehabt/ und daß bey dieſen Saliis das beruͤhmte Saliſche Geſatz ffaſt zu anfang deß Koͤnigs Faramun- di Regierung/ſeye gemacht worden; und daß die Teutſchen Ort/ deren Sigebertus zum Jahr 422. gedencke/ die Doͤrffer Selheun/ Bodersheim/ und Winderhoven/ in Cam. pania Brabantica geweſen. Im uͤbrigen han⸗ delt er mehrertheils von Franckreich: wiewol er auch andere feine Sachen mic einbringet. Aber von dieſen beyden Scribenten naher zu unſerm Vorhaben zugelangen /ſo ſeyn der Zeit deß Hochloͤbl. Fraͤuckiſchen Craißes Außſchreibende Fuͤrſten, der Herr Biſchoff zu Bamberg/ und Herr Chriſtian Marg⸗ graff zu Brandeburg/ Culmbach ꝛc. Und Burggraff zu Nuͤruberg/ auff der Weltli⸗ chen Banck oben an/ und/ nach ihme/ der Herr Marggraff Albrecht zu Onoltzbach. Lind wird/ bey den Craißtaͤgen/ von dem Herrn Biſchoff zu Bamberg/ erſtlich der Biſchoff zu Wuͤrtzburg. 2. der Marggraff von Bran⸗ deburg/ Culmbach. 3. Der Biſchoff von Eichſtatt. 4. der Marggraff von Ohuſpach. 5. die Teutſche Meiſter. 6. die Hertzogen zu Sachſen wegender Stuͤck/ ſo ihnen in der Gefuͤrſten Graffſchafft Henneberg gehoͤren. 7. der Land Graffen in Heſſen/ auch wegen Henueberg. 8. Coburg/ oder Roͤmnhild/ deß⸗ gleichen wegen Henneberg. 9. der Graff von [Hohenlohe/ zu Neuenſtein. r0. der Graff von Hohenlohe zu Waldenburg. 11. der Graffzu Caſtell. 12. der Graff von Wertheim. 13 der Graff von Reineck/ jetzt Chur⸗Maͤyntz/ 14. der Graff von Erbach. 15. der Herr von Limpurg/ zu Speckfeld. 16. der Herr von Limpurg zu Gaildorff. 17. der Graff von Schwartzenberg. 18. der Frey⸗Herr von Seinßheim. 19. die Stadt Nuͤrnberg. 20. Rotenburg. 21. Windsheim. 22. Schwein⸗ furt. 23. Weiſſenburg/ befragt: und thut zu letzt Hochgedachter Herr Biſchoff von Bamberg/ ſo das Directorium fuͤhret/ ſein Votum, und Meynung auch darzu: wie Herr Limnæus, in Addit. ad lib. 9. de J. publ. p. 429. erinnert. Im Reichs⸗Abſchied de Anno 1654. ſtehet/ bey den Fraͤuckiſchen Graven/ und Herrn, auch Herr Johann Heinrich Nothafft/ Graff/ und Herr von Wernberg/ ꝛc. Reichs⸗Hoff⸗Rath. Die Herren Marggraffen von Branden⸗ burg zu Culmbach/ und Onoltzbach/ werden gemeinlich/ wegen deß Bursgraffthunſbs Nuͤrnberg/ zuſammen geſetzt. Es gidt aber jeder theil den halben Reichs Anſchlagſnam⸗ lich Monatlich einfach Einer 17. zu Roß und 78. zu Fuß/ oder an Gelo. 16. fl. und zu Unterhaltung deß Kaͤyſerlichen Cammierge⸗ richts/ Jaͤhrlich insgeſampt/ ordinariè 250. fl. cum augmento aber: wie ich geleſen. 416. fl. 42. kr. 3. heller/ den Tha er zu 69. kr. — gerechnet/ Herr D. Wurffdain in ſeinen Re⸗ larionibus, berichtet/ daß Auno 1415. Sie die Herrſchafft Zollern: Anno 1249. an dem Meraniſchen Hertzogthumb/ Bareut/ Ca⸗ dolsburg/ Langenzenn/ Creuſſen/ Virns⸗ berg/ Munchberg/ Steinach/ und andere in dem Voigtland geiegene Aempter: dann/ Anno 1273. das Burggraffthumbzu Nuͤrn⸗ berg: und Anno 1373. Blaſſenburg/ Ber⸗ neck/ ꝛcc. bekommen hauren Wegen Wegen der Gefuͤrſten Graffſchafft Hen⸗ neberg/ haben ſich/ wie ich gefunden/ die Herrn Inhaber derſelbigen/ Anno 1594. verglichen/ daß/ wegen Schleuſingen/ ſolten geben/ das Stifft Wuͤrtzburg 1. zu Roß/ und 1. zu Fuß: die Chur⸗und Fuͤrſten zu Sach⸗ ſen 7. 20. der Landgraff zu Heſſen/ Caſſel 1. 3. und wegen Henneberg Romnhild/ oder der Romhilder Lini/ Wuͤrtzburg 1. zu Roß/ und 2. zu Fuß: Chur⸗und Fuͤrſten zu Sach⸗ ſen/ Dreßden/ Weinmar ꝛc. 2. 3. Sachſen Coburg/(jetzt Altenburg) 3. zu Pferd 10. zu Fuß. Welches dannden alten Hennebergi⸗ ſchen Anſchlag der 15. zu Pferd/ und 44. zu Fuß/ machet. Und gibt ſolches Land/ zum Unterhalt deß Cammergerichts/ ins geſamt jaͤhrlich ordinariè 120. fl. nach dem erhoͤch⸗ ten Anſchlag aber 200. fl. Der ſaͤmptlichen Herren Graffen von Hohenlohe Monatlich einfacher Reichs⸗ Anſchlag iſt 8. zu Roß/ und 40. zu Fuß/ oder 256. fl. und zur Cammer Jaͤhrlich/ ordinariè 66. fl. und cum augmento 100. fl. Anno 1590. auff dem Craißtag zu Nuͤ⸗ renberg/ iſt Herrn Georg Ludwigen von Seinßheim deſſion im Craiß⸗Rath bewil⸗ ligt worden. Anno 1645. hat man/ auß dem Seinßheimiſchen Anſchlag/ den Flecken Marckbreit/ ab/ und dem Herrn Graffen von Schwartzenberg zugeſchrieben: Aber/in der deß Jahrs 50. wegen der Schwediſchen Militiæ Satisfaction-Gelder/ zu Nuͤrenberg/ gemachten Repartition, wird noch der alte Anſchlag/ namblich fuͤr Schwartzenberg x. zu Roß 3. zu Fuß/ oder 24. fl. und fuͤr Seinß⸗ heim 1. zu Roß und 4. zu Fuß/ oder 28. fl. ge⸗ ſetzt; und mag vielleicht Schwartzenberg/ wegen Marckbreit/ ſeinen Antheil beyge⸗ ſchoſſen haben. Anno 1653. und 54. auf dem Reichstag zu Regenſpurg/ hat ſich Herr Fri⸗ derich Ludwig/ Frey⸗Herr von Seinßheim/ befunden. Von der uͤbrigen Herren Staͤnden Gebuͤhr zum Reich/ und dem Cammergericht/ wird unten/ an gehoͤrigen Orten/ bericht geſchehen. Von der Loͤblichen Reichs⸗Ritterſchafft in Francken/ wird/ in unſerem vorhin ge⸗ druckten Text/ oder in der Topographia Franconiæ(welchen Namen zwar Crant- Zius Saxon. lib. 1. cap. r. Ihnne nicht geful⸗ len laͤſt) oder Franciæ Orientalis, geſagt. Auff dem Anno 1651. den 25. Junü, zu Mergentheim angeſtellten Correſpondentz- Tag der Ritterſchafft/ in den 3. Craiſſen/ Francken/ Schwaben/ und am Rheinſtrom/ ſein/ fuͤr Francken/ erſchienen, 1, wegen deß 1 6 Beſchreibung Orths Roͤnn/ und Werra/ Herr Johann Volprecht von Schlietz/ genannt Goͤrtz/ Director, und Hauptmann. 2. Orts Oden⸗ wald/ Johann Erhard Wolffskeel/ und Jo⸗ hann Friderich von Elrichshauſen. 3. Ge⸗ burg/ Dieterich von Streitberg. 4. wegen Steigerwald/ Herr Director Gevollmnaͤch⸗ tiget. 5. Altmuͤll/ Johann Chriſtoph von Eyb/ Hauptmann dieſes Orths/ und 6. we⸗ gen Baunach/ Herr Wolff von Craylßheim/ und Dieterich von Streitberg/ Gevoll⸗ maͤchtigter. Was die Cron Boͤheim fuͤr Lehenleute in Francken habe/ und welche Guͤter daſelbſt von ſelbiger Cron zu Lehen gehen/ das erzeh⸗ let Wohlgedachter Herr Lymnæus, d. tom. 4. p. 360. wird auch davon/ im Eingang deß Anhangs zu meiner Topographia Bohemiæ, bericht gethan. Es finden ſich in dieſem Franckenland Leute/ welche nicht allein wegen ihrer Per⸗ ſon/ ſondern auch der Guͤtter halber/ keinen Herrn haben; und ihnen einen Schutz⸗Herꝛn/ auch auß den Privatis, nehmen/ wen ſie wol⸗ len. Idem Limnæus d. t. 4. in addit. ad lib. I. pag. 66. Wir wenden uns nunmehr zu Beſchrei⸗ bung der Staͤdte der Oben⸗Hoch⸗und Wol⸗ gedachten Hoch⸗und Wol⸗Loͤblichen Staͤn⸗ de dieſes Fraͤuckiſchen Craͤyſes: Darzu wir auch die Coburgiſche thun wollen; weilen ſolche nicht allein im Franckenlande gelegen ſeyn/ ſondern auch vorzeiten zur Fuͤrſtlichen Graffſchafft Hennenberg(deren Staͤdte allhie einkommnen) gehoͤret haben; wiewol ſie die Coburgiſchen/ ſonſten der Zeit zum O⸗ ber⸗Saͤchſiſchen; wie ingleichem andere/ ſo dem Lager/ und Landsart/ nach/ Fraͤnckiſch ſeyn/ zu andern Crayſen/ auſſer Lands/ we⸗ genihrer Herren: Hergegen die/ ſo nicht ei⸗ gentlich in Francken gelegen/ als die Aichſtaͤt⸗ tiſche/ und andere/ zu dieſem Crayſe gezogen werden. Grunßfeld wird auch allhie einge⸗ bracht/ wiewol ſolcher Stadt Herr ſonſten zum Bayriſchen Crayß gehoͤrig: Aber die Chur⸗Maͤyntziſche(auſſer Koͤnigshofen/ wei⸗ len ſelbiger Ort auch andere Herren haben ſolle, und die Rhineckiſche Plaͤtz;) Item Schmalkalden, und andere/ ſo auch in Fran⸗ ckengelegen/ werden/ wie auch die/ ſo der Herr Biſchoff zu Bamberg in Kaͤrnten hat/ zu anderer Laͤnder/ und Craͤyſe/ darin ihre Her⸗ ren ſeynd/ und mit denſelbigen angelegt wer⸗ den/ Beſchreibung/ verſparet. Es werden aber folgende Staͤdte allhie beſchrieben/ Namblich: Abſtatt, 2— —-=—— — — B ¶h — — ÆSe == — — zwolna b Riſtoph und6 n. Lraylch a Ga a 8 d. tol aboher an ancken, a ihrerq der ke a ut⸗H m enſter un ldit. ad äll Beſch im und A. den St am darzu a V -; we m de gele un⸗ ärſtlic ud St ut ; wie m tzum 2 ndere raͤnd nds Anich Aichſ ü geze ug jie ei ui rſor un Abe 41 b fen/ 20 b en h 50 ) d inFi un b der han h b re 124. gtt 124 Abſ a ———— 1— — —. — 5 er —y——e — 2— — mnm EN —, — — — 1 9 e M N 8 S N 8 2₰ ̊ᷓ́ N N ₰ X 8 X XK X — — —— N ☛‿ RR 7. Vnſei Fawuen Pfaꝛ Kieche 3 Eu* lær. Dar Rats h auts-. 9. Benedecaimnee Clostee. — „ W ☚ 7 8 o. 8 8. 2 Piä 3 5 Heulkaste Drae Kiack. Nſo Cloſter. BIaker Rcuurs J 15 1en /6G. Golls ade, Schleß halfen. 212ᷣ Almn. ſ 27. Nie NAlemukl Fuß- — 8 8, 3 5 Jel 9) ter auch hi 1 Ich lis Nordg wann Ort gel oben ge gen wir liche Re ſtumbs den Sch men/ in Fyſtadit Geſtalt recht Hel Heu:T ſopolin, deß Ura Aureati, zwiſchen Ort/ den zelgunge unten im man dahe Endlich dium, od weilen da me die Mynun trift. 4 Abſtatt. En Staͤdtlein bey anderthalb Stunden von Loͤwenſtein gelegen/ und ſelbigem Graven gehoͤrig. polthein/ oder Alexheim/ bey Roſenberg. K Jervon iſt in der Beſchreibung der Un⸗ O tern⸗Pfaltz geſaget worden. Siehe guch hiervon den Neuen Atlanten. Aichſtaͤtt/ Eichſtatt. Ichſtadium, Aichoſtadium, Dryopo- lis, welche zwar auff Bayeiſchen/ ooer Nordgoͤwiſchen Boden gelegen, und et⸗ wann unter die Bayriſche Biſchoffliche Ort gerechnet worden: aber der Zeit/ wie oben genꝛeldt/ zum Fraͤnckiſchen Crayß gezo⸗ gen wird. Sie iſt von alters her ein Biſchoff⸗ liche Reſidentz/ und das Haupt deß Bi⸗ ſtumbs/ ſo von ihr den Namen traͤgt. Bey den Scribenten hat ſie unterſchiedliche Ma⸗ men/ in dem ſie theils unrecht Eyſtaͤtt/ oder Eyſtadium, gleichſant von der Form/ oder Geſtalt eines Ey. Andere ingleichem un⸗ recht Hehſtaͤtt/ oder Heuſtett/ gleichſam vom Heu: Theils/ leydenlich/ Aureatum, Chry- ſopolin, oder Goldſtatt/ zur Gedaͤchtnuß deß Uralten/ und von den Hunnen zerſtoͤrten Aureati, heiſſen: deſſen noch heutigs Tags/ zwiſchen Naſſenfels/ und Aychſtaͤtt/ an dem Ort/ den Bruſchius Weiſſenkirch nennet/ An⸗ zeigungen gefunden werden ſollẽ(Siehe aber unten im Anhang Naſſeufels;) Und nennet man daher die Biſchoͤffe allhie Aureatenſes. Endlich ſo heiſſen theils die Stadt Aichſta- dium, oder Aychſtaͤtt/ von dem Aychwald/ weilen daſelbſt/ nach Außrottung der Baͤu⸗ me/ die Stadt erbauet worden iſt; welcher Meynung dann auch den Zweck am beſten trifft. Dann/ nachdem Hertzog Oailo in Bayern/ und Graff Schwigger zu Hirſch⸗ berg/ dieſe Lands⸗Gelegenheit dem H. Boni- facio gegeben/ und ſolche hernach von Ihm S. Willibaldus, deß H. Richards/ eines Kö⸗ nigs/ oder doch deß Koͤniglichen Stammes in Engeland/ Sohn/ empfangen; So hat er Willibald an dieſem wuͤſtenzerſtoͤrtẽ /ein⸗ ſamen Ort(da gleichwol etliche Chriſten in der Nachbarſchafft herum gewohnt habem inſonderheit ein Benedictiner Cloſter erbaut) da er auch/ neben andern/ ein Cloͤſterlich Leben gefuͤhret hat. Und ſeyn folgendsallent⸗ deß Franckenlands/ zc 15 haibẽ die Leute dar zu gelangt/ und haben die⸗ ſen Ort zu erbauen/ und zubewohnen ange⸗ fangen/ biß die Stadt/ in einem ſehr luſtigen Thal/ zwiſchen zweyen Bergen/ oder viel⸗ mehr Frucht⸗ und Kraͤuter⸗tragenden Huͤ⸗ geln/ an dem Geſtad deß Fluſſes Altmuͤl/ oder Almonii, oder Almonis, unnbs Jahr Chriſti 740. und etliche/ entſtanden/ und fol⸗ gends mehrers gebaut worden iſt. Lind ver⸗ meynt Gretſerus, in ſeinem Tractat von den Biſchoͤffen zu Eichſtatt/ daß erſt/ nachdem S. W illibaldus hierher kommmen/ die Eich⸗ baͤume umbgehauen/ der Wald licht ge⸗ macht/ und Haͤuſer da gebauet worden/ dieſer Nan Eichſtatt auffkommen ſeye. Es ligt die Stadt fuͤnff Meilen von Thonauwerth/ und ſeyn in ſelbiger zu ſehen. 1. Die Kirch zum H. Geiſt/ bey der Altmuͤhlſteinern Bruͤcken ſo/ ſampt dem Spital daſelbſt/ von Johann von Eich/ dem Biſchoff allhie/ erbauet wor⸗ deu. z. Oas Spital an dem Geſtad der Alt⸗ muͤll/ ſo Johanmés III. Biſchoff zu Aich⸗ ſtatt/ voin Pabſt Pio II. die guldene Saͤul der Kirchen genaunt/ von neuem auffgefuh⸗ ret hat. z3. 8. Sebaſtians Kirchen/ von Herrn Bernhard Adelmann von Adelmans⸗ felden/ der Auno r5 13 geſtorbenſerbaut. Das Bruder⸗Hauß/ auch von beſagtem Bern- hardo angerichtet/ in welchem alte Maͤnner verſehen werden/ ſo dem Gottesdienſt/ und dem Gebaͤt/ abzuwarten habẽ.. Die Haupt⸗ oder Biſchoffliche Kirchen/ ſo gedachter Herr Willibald erbauet/ und der H. Jung⸗ frauen Mariaͤ geweihet hat; ſo aber von ſei⸗ nen Nachfahren offt geaͤndert/ gebeſſert/ an⸗ ders erbaut/ und ſonderlich dieſer jetzige Donib vom 34. Biſchoff Engelhardo/ von Grund auff/ reparirt/ und von den folgenden Biſchoͤffen mehrers gezieret worden iſt. Bi⸗ ſchoff Gerochus, ſo dem H. Willibald nach⸗ gefolget/ hat einen guͤldenen Altar/ den man hin und wieder tragen koͤnen/ zu machen an⸗ gefangen, und einen Kelch/ auß klarem/ und feinem Gold/ zurichten laſſen. Biſchoff Jo⸗ hann Conrad hat Anno 1611. ein herrliche Monſtrantz/ zu Augſpurg/ fuͤr dieſe Kirch/ machen laſſen/ die z0 Pfund Gold gewogen/ 1400. außerleſene runde Zahlperlen/ 350. Diamanten/ und 250. Rubinen/ ohne die groſſe Saphir/ Hyacinthen/ Granaten/ Ametiſten/ Topaſer/ und Rubinkorn/ ꝛc. gehabt/ und auff o. tauſend Gulden werth geſchaͤtzt worden iſt. Es ligt in dieſer Kir⸗ chen/ im hintern Chor/ gemeldter Ir. Willi⸗ baldus begraben. 6. Uinſer Frauen Pfarrkir⸗ che/ in welcher der 38 Biſchoff allhie/ Mar- 2 quardus, 16 Beſchreibung quardus, ein Dombſtifft und Probſtey/ an⸗ geordnet hat/ und vermeynteiner/ daß es eben die Kirch ſeye/ oder aber ein andere an deren ſtatt erbauet/ welche/ nach der Zerſtoͤrung der alten Stadt Aurcati, Attila, und ſeine Hun⸗ nen/uͤbergelaſſen/ und die 8. Willibaldus in dieſer groſſen Einoͤde gefunden haben ſolle. 7. Die Stadtkirche. 8. Die Pfarrkirch/ und Cloſter zu S. Walburgen/ darinnen Non⸗ nen/ deß Ordens S. Benedicts ſeyn/ ſo nicht auß dem Cloſter gehen doͤrffen/ ein ſchlechtes Einkommen haben/ und eine mit einem Octal, von einer Maß Wein/ jede Mahlzeit/ verlieb nehmen ſolle: wiewol in einer von die⸗ ſer Stadt/ durch den Druck außgegangenen Beſchreibung(auß welcher auch hieher nicht wenig gebracht worden) ſtehet/ daß Biſchoff Heribertus dieſes Cloſter verbeſſert/ vermeh⸗ ret/ und mit vielen Guͤtern/ nicht ohne Huͤllff/ und Zuthun deß Graven Leodegars/ oder Leutgars zuLechsgmund/ begabet habe. Der Stiffter iſt geweſen der Biſchoff Otkerus, oder Otkarius, der ſolches Cloſter erſtlich an dem hohern Theil der Stadt zu bauen ange⸗ fangen/ da vorhin deß H. Creutzes Kirchen ge⸗ ſtanden/ welche hernach beſagter Biſchoff Ocherus, oder Odogerus, der Heiligen Wal⸗ burg/ S. Willibaldi, und Wunibaldi, Schwe⸗ ſters/ ſo Anno 776. geſtorben ſeyn ſolle/ Ge⸗ beine/ von Heidenheim(allda ſie die erſte Aeb⸗ tiſſin geweſen)hieher gebracht ſam̃t dem Clo⸗ ſter/ von ihr/ den Namen bekommen hat. Sie ligt in der Kirchen/ ſo finſter und klein iſt/ un⸗ ter dem Altar/ begraben/ dabey bißhero viel Wunder geſchehen ſeyn/ und auß den beſag⸗ ten Beinern/ durch den harten Stein hin⸗ durch/ ein heylſames Oel/ fuͤr viel Kranckhei⸗ ten gut/ in ein ſilbern untergeſetzt Troͤglein/ und Schaͤlelein/ flieſſen; und wann ſolches die Noñen außzuleeren vergeſſen/ nicht uͤber⸗ lauffen/ ſondern/ damit mans mit gebuͤhren⸗ den Cxremonien abhole/ ankloffen/ undwann die Nonnen zancken/ gar ſtill ſtehen/ und nicht lauffen ſolle. Es ſaͤget gleichwol Jacobus Gretſcrus lib. 2. de Epiſcop. Eyſtettenſ. c. 3. .289. es flieſſe ſolches Oel nicht das gantze Jahr/ ſondern allein vom 12. October/ da ſie von Heidenheim hieher gebracht worden/ biß auf den 25. Hornung /da ſie geſtorben.⸗). Das Dominicaner Cloſter/ und Kirchen/ unter dem Biſchoff Conrado II. durch Freygebig⸗ keit der Graͤffin Sophiæ von Hirſperg/ und der beyden Bruͤder/ Gebhards/ uñ Gerards/ auch Graven von Hirſpergſerbauet. 10. Die Kirch/ Collegium, und Schul der Jeſuiter/ ſo auß dem Grund vom Biſchoff Johann Chriſtoff von Weſterſtetten/ ihnen erbauet worden iſt. 11. Das Studenten⸗Hauß/ oder Seminarium Willibaldinum, vom Biſchoff Martino von Schaumberg/ angerichtet/ ſo der Erſte/ auß allen Biſchoͤffen in gantz Teutſchland/ geweſen/ welcher/ nach deß Concilii zu Trient Anweiſung/ dieſes Werck angeordnet hat. Es hat folgends ſolches de⸗ minarium, oder Stipendium, gedachter Bie ſchoff Johannes Chriſtophorus von Weſter⸗ ſtetten/ vermehret/ ein Hauß dazu erbauet/ und das Einkonunen verordnet/ das hernach 30. Juͤngling allda fuͤglich unterhalten habẽ werden koͤnnen. 1z. Das Fundel⸗oder Waͤy⸗ ſenhauß. 13. Die Elende Herberg. 14. Das Capuciner⸗Cloſter/ allda vor der Zeit das SchottenCloſter/ ſamt einer runden Kirchen/ deſnnde von dem H. Grab,(davon noch eutiges Tags die Form/ nach der Hieroſo⸗ lymitaniſchen Weiſe/ geſehen wird) den Na⸗ men hatte. Das Cloſter iſt vergangen/ die Kirch aber biß auff deß Biſchoffs Joannis Conradi Zeiten verblieben, zu welchen/ als ſolche den Fall drohete/ ſie dergeſtalt eingeriſ⸗ ſen worden/ das einandere dafuͤr ſolte erbauet werden; ſo aber ſein Tod verhindert: daher dieſes folgends der vorgedachte Biſchoff jo- hannes Chriſtophorus erſtattet/ und ſolchen neuen Bau den Capucinern eingeben hat. Es ſeyn auch zu Eichſtaͤtt 2. Capellen/ als 8. Mi⸗ chaclis, und Johannis Baptiſtæ. Item/ die Kirch⸗oder Freud⸗Hoͤffe/ oder Gottesaͤcker; Der alte Biſchoffshof in der Stadt/ in wel⸗ chem die Biſchoͤffe/ vor Erbauung des Schloſſes/ gewohnt haben/ und ſich noch deſſen/ nach der Wahlſehe ſie confirmirt wer⸗ den/ gebrauchen: Item die Fuͤrſtliche Cantz⸗ ley/ das Rathauß/ der Stadt⸗Thurn/ die ſteinerne Bruck/ bey dem Stadtthorſuͤber die Altmuͤl/(in welchem Waſſer viel Fiſch/ und ſonderlich viel groſſe Krebs/ zu finden ſeyn) vom Biſchoff Gundacker dem Andern er⸗ baut/ welcher/ ohne die Altaͤr/ an unterſchied⸗ lichen Orten/ allein 126. Kirchen/ und Capel⸗ let/ geweihet hat: Item die Stadtmuͤll; der Schießplatz; die Inſul in der Altmuͤll; und dann die drey Vorſtaͤdte/ zu ſehen. Die In⸗ wohner ſeynd freundlich/ Gottsfoͤrchtig/ nicht ſtoltz. Ihre Nahrung ſuchen ſie mit Hand⸗ lungen/ Handwercken/und Ackerbau. Theils dienen bey Hof: Theils den Dombherrn und Cloͤſtern: und gibt es viel deß Geiſtlichen Standes allhie. Bey einer halben Stund/ auſſer der Stadt ligt das Schloß/ und die Biſchoffliche Reſidentz/ S. Willibaldsberg/ auff einem Felſen/ in der Hoͤhe. Iſt erſtlich von von Ber dem Ge bergſerb ches erm Martim rad von von 15 Der jetz ſchoff Anno 1 acht ſch ſolche a ſetzen la in Orue offtgem von We˖ durch ſo chen/ un Schloß feindlich fuür die Wein Kirchez Steinen Voͤgel die Nat da unter ingleiche In dem Saͤl und rare und che Stuͤc und inde Krieg/ſo zweiffels theils ge den. Dar Hertzog Anno 16 hernach, Chur⸗B von We obwoln. ners/ die ſchen wie ſchrieben ner/ thei onne e diero ie en N ſ en) ſ ſoan in nſo nger in rbal au dal 1 ff J olch n at. 9 5X 4 n1 aͤck, int nw in z hne i tw Lan in 1 ℳ zeri k ſu n ſel a n von Bertholdo dem 45. Biſchoff allhie, auß dem Geſchlecht der Burggraffen zu Nuͤrn⸗ berg/ erbauen worden; deſſen Nachfolger ſol⸗ ches erweitert/ und ſonderlich die Biſchoͤffe Martinus von Schaumberg/ Johann Con⸗ rad von Gemnungen/ und JohannChriſtoff von Weſterſtetten/ herrlich gezieret haben. Der jetzt/ und auch vormals gedachte Bi⸗ ſchoff Johann Conrad von Gemmingen/ der Anno 1612. im Wintermonat geſtorben/ hat acht ſchoͤne Gaͤrten herumb zurichten/ und in ſolche allerhand herrliche uñ theure Gewaͤchs ſetzen laſſen; wie hievon ein beſonders Buch in Druck ausgangen iſt. Der auch ob⸗ und offtgemeldte Biſchoff Johann Chriſtoff von Weſterſtetten/ hat hernach den Felſen/ durch ſonderbare Kunſt und Fleiß/ alſo bre⸗ chen/ und zurichten laſſen/ daß man allda das Schloß/ und die Straſſen zu demſelbigen/ fuͤr feindlichen Uberfaͤllen beveſtigen/ und Platz fuͤr die Pferde/ und die Soldaten/ auch zum Wein/ hat machen koͤnnen. Es hat da eine Kirche zu S. Peter genannt. In den Felſen⸗ Steinen herumb findet man Fiſch/ Blaͤtter/ Voͤgel/ Blumen/ und viel ſeltzame Ding/ ſo die Natur darinnen ſehen laͤſt. Es ſeyn auch da unterſchiedene Faſanen⸗Gaͤrten/ darinn ingleichem Kranich/ und andere Voͤgel ſeyn. In dem Schloß ſelbſten ſchoͤne gemahlte Saͤl/ und Luſtzimmer/ in welchen allerhand rare/ und theure Sachen/ ſchoͤne und kuͤnſtli⸗ che Stuͤcke/ ſonderlich in der Kunſtkammer/ und in dem Schatz⸗Gewoͤlb vor dein jetzigen Krieg/ ſollen zu ſehen geweſt ſeyn; ſo/ ſonders zweiffels/ bey Zeiten an ſichere Ort meiſten⸗ theils gebracht/ und noch vorhandẽ ſeyn wer⸗ den. Dann dieſes Schloß/ ſanunt der Stadt/ Hertzog Bernhard von Sachſen/ Weymar/ Anno 1633. im Fruͤhling/ erobert; ſo aber hernach/ im Herbſt/ der damalen geweſte Chur⸗Bayriſche Oberſter/ Herr Johann von Werth/ ꝛc. wieder eingenommen. Und obwoln Anno 1634. im Außgang deß Jen⸗ ners/ die Stadt Aichſtatt von den Schwedi⸗ ſchen wieder gewonnen/ und/ wie man ge⸗ ſchrieben. 6. Mußjquetirer/ und 40. Trago⸗ ner/ theils niedergehauen/ theils gefangen/ und nach Verlaſſung der Stadt/ ſolche an⸗ gezuͤndet worden: So haben ſie doch das ge⸗ meldte Schloß auff S. Wilibaldsberg/ da⸗ hin ο. Crabaten auß der Stadt entkommen nicht mehr erobern koͤnnen. Auſſerhalb der Stadt/ an der Altmuͤll/ ligt das Nonnen⸗Cloſter Mariæſtein: und wann man ein wenig hinauffwerts zur Alt⸗ muͤl gehet/ ſo findet ſich Rebdorff/ ein Cloſter deß Franckenlands/ ꝛc. 17 der regulirten Chorherren. Auguſtini, wel⸗ ches der 24. Biſchoff zu Eichſtatt Conradus geſtifftet hat. Es iſt in ſolchem/ vor demjetzigẽ Kriegſein herrliche Bibliotheck von geſchrie⸗ benen Buͤchern geweſen: Darauß Henricus zugenaüt von Rebdorff/ ſonders zweiffels ſei⸗ neChronic guten theils wird gemacht haben. Was Endlich das Eichſtattiſche Biſtumb anbelangt/ ſo iſt oben allbereit von deſſen An⸗ fang/ und dem Erſten Biſchoff Willibaldo (ſo Anno 781. geſtorben) geſagt worden. Graff Gebhart von Hirſchberg/ der letzte ſei⸗ nes Geſchlechts/ ſo An. 13 05. geſtorben/ und im obgedachten Cloſter Rebdorff begraben worden iſt/ hat die gantze Graffſchafft/ ſanit dem Stamhauß Hirſchberg/ und der Stadt Berchingen/ dieſein Stifft Aichſtatt(auſſer deß Landgerichts/ ſo er Bayern geben) ge⸗ ſchencket. So ſeyn auch ſonſten viel Guter/ und Ort nach und nach darzu kommen; wie man dann findet/ daß Kaͤyſer Arnolff das reiche Cloſter Haſenried im Rieß: Gutha/ deß Hertzogen Sisberti aus Lothringen Toch⸗ ter/ das Cloſter zu Bergen 2. Meilen von Aichſtatt/ nachden ſie ſolches zuvor ſchoͤn ebauet/ mit Gold/ und Silber begabt: Kaͤy⸗ r Fridericus Barbaroſſa das Flecklein Reb⸗ dorff an der Altmuͤl/ darautz oberwehntes Cloſter worden: und ſein/ deß Kaͤyſers Die⸗ ner einer/ ein Ritter/ das ſtattliche Cloſter zu Saͤlig⸗Porten/ Bernhardiner Ordens/ die⸗ ſem Biſthumb geſchenckt/ und einverleibet haben. Biſchoff Reymbot/ oder Regebot/ hat darzu kaufft das Staͤdtlein Spalt/ die Veſten/ oder Schloͤſſer/ Werdenfels/ und Abenberg/ mit umbgelegener Landſchafft/ und etliche andere Schloͤſſer wieder erneuert. Biſchoff Philipps erkauffte die Veſtung Wartberg/ auch das Schloß Gredingen. Das Cloſter Moßbrunn/ die Schloͤſſer Danhauſen/ Bruneck/ und Dollenſtein; die Schloͤſſer und Doͤrffer/ Meſſingen/ Ambs⸗ berg/ Hoffſtaͤtt/ Revenbuch/ obgedachtes Cloſter Marienſtein/ das Barfuͤſſer⸗Cloſter Maͤynberg/ von Hertzog Ludwigen in Bay⸗ ern geſtifftet; und andere Ort/ und Guͤter mehr/ und darunter ein Hof zu Nuͤrnberg/ ſeyn ingleichenn/ mit der Zeit/ durch Kauff und andere rechtmaͤſſige Weg/ zum Stifft kommen; wie hievon/und auderm/ obange⸗ zogener Henricus à Rebdorff, in Annalibus, Caſpar Bruſchius de Epiſcopatibus Ger- maniæ, Jacobus Gretſerus in Caralogo Hi- ſtorico omnium Epiſcoporum Eyſtetten- ſium,&c. und andere mehr/ zuleſen. Es hat der Biſchoff von Eichſtaͤtt die Geiſtliche In⸗ C 3 ſpection — 18 Beſchreibung ſpection uͤber die Ober⸗ und Neue Pfaltz; die ſich auch vor Jahren uͤber das Ohnſpachiſche Gebieth erſtreckt hat. Er iſt deß Ertzbiſchoff⸗ lich Maͤyntziſchen Stuls; Wie auch der Hohen Schul zu Ingolſtatt/ Cantzler. Was die Succeſſion der Biſchoͤffe allhie anbelan⸗ ſoehinahenn Eyehſtet/ und zu Perching/ verbrannt worden/ wie Henricus Rebdorf- fenſis ſaget. Es hat genieldter Biſchoff es/ in Vermehrung deß Biſtumbs/ an Staͤdten/ Schloͤſſern/ Doͤrffern/ und Landguͤtern/ ſei⸗ nen Vorfahren bevorgethan: Unter welchem get/ ſo werden die ſelbige in dieſer Ordnung V auch die Graffſchafft Hirſchberg/ wie oben geſetzt. 1. 8. Willibaldus. z. Gerochus. 3. Aga- nus, oder Agannus. 4. Adalungus, oder Ade- lungus. 5. Altinus, oder Altunus, der Anno 841. Biſchoff worden. 6. Orkerus, oder Otka- rius, ſo Anno 880. oder 81. geſtorben. Unter dieſem Biſchoff iſt die H. Walpurg von Heydenheim nach Eychſtatt gebracht wor⸗ gemeldt/an dieſes Stifft kommen iſt. 38. Jo⸗ hannes. 39. Philippus von Rathſamhauſen/ V ein Elſaͤſſiſcher Edelmann/ welcher von den Patronen der Eychſtaͤttiſchen Kirchen/ als (S. Richardo, S. Willibaldo, S. Wunibaldo, und 5. Walpurga, einen Commentarium geſchrieben/ den Gretſerus hervor geben. Iſt den. 7. Godes Chalcus. 8. Erchanbaldus.] geſtorben Anno 1322. 40. Marquardus. 4I. oder Erchanboldus, ſo den 19. Septemb. Anno 902. geſtorben/ und dem Triburiſchen Concilio, An. 89 5. gehalten/ unterſchrieben hat. 9. Udalfridus, oder Ulfridus. 10. Star- chandus, oder Starckhand/ welcher auf dem Lechfeld in der Schlacht mit den UIrgarnge⸗ halten/ deren auch S. Ulrich beygewohnt/ ge⸗ blieben iſt. 1r. Reginoldus. 12. Megengozus, Megingaudus, oder Megingaldus. 13. Gun- dackarus, oder Gunzo, ſo Anno 10109. geſtor⸗ ben. Unter dieſen Biſchoffiſt nicht ein gerin⸗ ger Theil Landes/ jedoch mit Belieben/ und Einwilligung deſſelbigen/ von dem Stifft Eychſtaͤtt genommen/ und dem Neuen Bi⸗ ſtiunb Bamberg geben worden. 14. Walthe- rus. 15. Heribertus. 16. Gotzmannus, oder Gothmannus. 17. Gebhardus, ein Graf von V Kalw/ auß dem Wuͤrtenberger⸗Land /ſo her⸗ nach Pabſt/ und Victor der Ander genannt worden/ und gleichwol das Biſtumb Aich⸗ ſtaͤtt behalten hat; Iſt geſtorben Anno 1057. 18. Gundeckarus II. 19. Ulricus, oder Udal- ricus I. 20. Eberhardus, deß MarggrafOthen zu Schweinfurt/ und Hertzogen in Schwa⸗ ben/ Sohn/ welcher Anno 1112. dieſe Welt geſegnet hat. 21. Udalricus II. der An. 1125. an der Peſt geſtorben. 22. Gebhardus II. ein Graff von Hirſchberg/ der An. 1149. ſeinLe⸗! ben geendet. 23. Burckhardus. 24. Conradus, Stiffter deß obgedachten Cloſters Rebdorff/ ſo geſtorben deß Jahrs 117 1. 25. Egilolphus. 26. Otho. 27. Hertvvicus, oder Herdovicus. 28. Fridericus I. ſo An. 1226. geſtorben. 29. Henricus I. 30. Henricus II. 3 1. Henricus III. 32. Fridericus II. geſtorben Anno 1246. 33. Henricus IV. 34. Engelhardus. 35. Hilt- brandus. 36. Reymbotus, ſo geſtorben Anno 1297. 37. Conradus II. der ſein Leben Anno 1305. beſchloſſen. Unter ihme ſeyn im Jahr 1299. die Juͤden zu Nuͤrnberg/ Wuͤrtzburg Rottenburg/ Winßheim/ Mirgaicheim(f. Gebhardus III. der letzte ſeines Geſchlechts der Graven von Graiſpach/ ſo Anno 1374. an der Peſt geſtorben. 42. Fridericus III. ein geborner Landgrafvon Leichtenberg/ der An. 1329. ufm Schleß Holnſtein/ nahend Ber⸗ chingen/ geſtorben. 43. Henricus V. ſtirbt im Cloſter Engelsthal/ Prediger⸗Ordens, An. 1344. 44. Albertus I. 45. Berchtoldus, ein Burggraf von Nuͤrnberg/ An. 1365 geſtor⸗ ben; welcher den Geiſtlichen/ daß ſie ein Te⸗ ſtament machen moͤchten/ ſo noch der Zeit ge⸗ ſchiehet/ in ſeinem Biſtumb zugelaſſen/ und das Schloß/ bey der Stadt Eychſtatt/ auff S. Willihaldsberg von Grund auferbauet hat. 46. Rabno, ober Rabanus. 47. Fride- ricus IV, ein Graf von Oettingen/ der viel Schloͤſſer/ Staͤdtlein/ und Guͤter/ zum Stift gebracht/ und die Waldenſer/ welche in Bayern/ am Nortgoͤw/ im Franckenland/ Oeſterreich/ und etlichen andern Laͤndern/ ih⸗ re Lehr außgebreitet/ verfolgt/ und die er be⸗ kommen/ verbrannt hat; welche That Gret- ſerus am 479. Blat lobet. Er iſt geſtorben An. 1415. 48. Johammes II. ein Freyherr von Hendeck/ der i Boͤheimb/ zu Außtilgung der Huſſiten oft Huͤlffgeſchickt. Stirbt An. 1429. 49. Albertus II. einer von Rechberg/ ſo auch wider die Boͤhmen ein groſſe Anzahl Volcks geſandt/ die aber den Feinden zu theil worden ſeyn. Iſt Anno 144). ge⸗ ſtorben. 50. Johannes III. von Aich/ unter welchem/ im Jahr 1458. Hertzog Ludwig in Bayern Eichſtett belagert hat; aber/ auf getroffenen Vergleich wieder abgezogen iſt. Als aber ſolcher hernach im Jahr 1460. gebrochen worden/ ſo hat Hertzog Ludwig Eichſtatt/ und die Biſchoͤfliche Schloͤſ⸗ ſer/ in ſeinen Gewalt gebracht/ wie in der Elwangiſchen Chronick/ deren Author Matthæus Marſchalck iſt/ ſtehet; und deſ⸗ ſen Urſach hinzu geſetzt wird/ weiln Her Bog tog Lud in ſeiner eingenon Iohanni, der Kayſ Gerichtli Er abel/ nauwerte Und dieſe der Mar⸗ geſchehen geſtorben ſchlechts Rechten⸗ Cloͤſter I Marienb. berg /geb⸗ mee Amnt den: deſſ beyder Re Rath/ ger ſo der Erſ golſtattw 52. Gahr! So. Jahr ſtumbs/ u len Biſch Pappenhe von Hutte. Eberhardu- Martinus, Schaumbt 77. Caſpar geſtorben: Conradus, ſchlecht bou 1612. dieſe 8 hannes Chu ſodie Jeſiit Firſcliche dabey beveſe 1637. zum Biſcoff ſchlechts ein Anno 6ar. ſpurg inder hat. Odge Lapitel an fenzu Eichſ fertig ſeyn/ chen Tugen. gaytz Teutee von dieſen? allen daß ſe ne Krieg gefü 65 gewveſt, vovermeldten welch; kenla a dern die en gt G eſtor herr stilgl u irbt. echbe eAn inden; 14. hu udw er/ zuſn 14 1 Lud wie Aut! an indi n§ —üꝝ deß Franckenlands/ ꝛc. 19 tzog Ludwig/ wie Andrcas Ratiſponenſis/ der 47. Obernante Biſchoff Friederich der in ſeiner Chronic bezeuget/ Thonauwerth Vierdte/ mit etlichen Fraͤnctiſchen Edelleu⸗ eingenominen/ und dem gedachten Biſchoff ten/ ſo indas Stifft gefallen/ gluͤcklich ge⸗ Johanni, biß/ wem ſolche Statt/ wann ſie ſchlagen/ und Anno 1408. einen herrlichen der Kaͤyſer wieder begehren ſolte/ zu geben/ Sieg davon getragen habe. Gerichtlich erkannt wurde/ eingeraumbt: Es ſchreibet Marchæus Raderus fol. 3. Er aber/ der Biſchoff/ gemeldte Stadt Tho⸗ Bavariæ Sanctæ, in dem Leben der Heiligen nauwerth dem Reich wieder zugeſtellt hatte. Walpurg/ am 48. und 54. Blat alſo; De Unn dieſes iſt in dem Baͤyriſchen Krieg/ wi⸗ principe parte corporis S. Walpurgiæ, quæ der Marggraf Albrechten zu Brandenburg/ Eichſtadii remanſit, oleum fluit. Calond. geſchehen. Er/ der Biſchoff/ iſt Anno 1464. Martiis Antiſtes, cum omni ſacro Comi- geſtorben. 51. Wilhelm/ deß Adelichen Ge⸗ tate, à ſumma æde ad Parochiam, ubi Wal- ſchlechts von Reichennaw/ der Geiſtlichen purga colitur, quotannis ſumma religione Rechten Doctor: unter welchem die Nonnen ſupplex procedit, ubiquc rem divinam Cloͤſter Marienſtein/ von deine oben/ und ſumma religione facit,& liquorem, qui de 3 Marienburg/ nahend dem Staͤdtlein Arn⸗ Virginis artubus gutrtatim ſtillac, guſtan- berg/ gebauen: und Willibaldus Pirckhei⸗ dum ſacro Patrum Ordini propinat. Sa- mec Anno 1470. zu Eychſtatt geboren wor⸗ crum Walpurgis oleum tantæ munditiæ& den: deſſen Vatter Johannes Pirckheimer/ meracitatis exiſtit, ut ſine omni corruptio- beyder Rechten Doctor/ und Biſchofflicher ne,& fœda macularionis fœculentia„ per Rath/ geweſen. Er der Biſchoff Wilhelin/ ducentos annos ſervatum confimilis puri- ſo der Erſte Cantzler der hohen Schul In⸗ taris invematur, cum illo, quod hodier- golſtatt worden/ iſt Anno 1496. geſtorben. no die de ſtillicidio ejusdem ſacræ emana- 52. Gabriel von Eyb/ ſtirbt Anno 1535. im rionis ſusceptum eſt, ur loquitur Philippus 80. Jahr ſeines Alters/ und 39. des Bi⸗ Anriſtes Eichftaclicnlis m cjus vitra. Und ſtumbs/ und hat regirt ain laͤngſten unter al⸗ V dieſes berichtet Raderus voin S. Walpur⸗ len Biſchoͤffen. 53. Chriſtophorus von gen⸗Oel zu Eichſtatt: der auch daſelbſt ſagt: Pappenheim/ ſo Anno 1539. 54. Mauricius daß die 3 J eſuiten allhie/ S. Johannis deß von Hutten/ ein Franck/ ſo Anno 1652. 55. Eberhardus von Hirnheun/ ſo An. 1560. F6. Martinus, auß dem ſehr alten Adelichen Schaumburgiſchen Geſchlecht/ ſo An. 1590. 57. Caſparus von Seckendorff/ ſo An. 1595. geſtorben: deme der 58. Biſchoff/ Joannes Conradus, aus dem alten Adelichen Ge⸗ ſchlecht von Gemmingen/ ſuccedirt/ der An. 1612. dieſe Welt geſegnet. 59. Dieſem/ Jo- hannes Chriſtophorus von Weſterſtetten/ ſo die Jeſuiter gen Aichſtatt gebracht/ das Fuͤrſtliche Schloß auf S. Willibaldsberg dabey beveſtiget/ gar lange regieret/ und An. 1637. zum Nachfolger den 60. und jetzigen Biſchoff/ Herrn Marquardum, deß Ge⸗ ſchlechts ein Schenck von Caſtell/ ſo ſich Anno 1641. auf dem Reichstag zu Regen⸗ ſpurg in der Perſon befunden/ hinterlaſſen hat. Obgedachter Bruſchius ſchreibt im 10. Capitel/ am ⁹94. a. Blat/ von den Biſchof⸗ fen zu Eichſtatt insgemein/ daß ſie gar fried⸗ fertig ſeyn/ und daß/ wegen dieſer vortreffli⸗ chen Tugend/ dieſes Biſtumb alle andere in gantz Teutſchland weit uͤbertreffe. Dann von dieſen Biſchoffen zu Eichſtatt leſe man Taͤuffers/ und Evangeliſten Kirch innen ha⸗ ben/ in welcher ein Knaͤblein, Namens Mi⸗ chael/ ſo die Juden Anno 1540. in der Neuen Pfaltz/ im Dorff Citingen ſollen umbge⸗ bracht haben/ ruhe. An. 1633. den 3. Maij eroberte Hertzog Bernhard von Sachſen das Biſchoffliche Reſidentz⸗Schloß S. Willi⸗ baldsberg/ auff einem Felſen/ und bey einer Stund auſſer der Stadt gelegen/ mit Ac- cord. Es hat aber noch in dieſem Jahr/ deß Obriſten Speerreuters Obriſt⸗Leutenant zu Fuß/ Anthoni Clas von Raſcha/ ſo auff ge⸗ meldtem Schloß commandirt/ dem Gene⸗ ral von Werth/ ſo zuvor die Statt einge⸗ nommen /ſolches liederlich uͤbergeben/ deßwe⸗ gen er auch hernach gekoͤpft wordẽ Es ward zwar im folgenden 34. Jahr die Statt durch den Obriſten Haßveſt wieder erobert/ aber das Schloß nicht. Unter den Cloͤſtern deß Biſthumbs Eich⸗ ſtatt iſt auch das zu Rebdorff/ an der Alt⸗ muͤhl/ von welchem Cruſius in Annal. Sue- vic.folgendes berichtet: Monaſterium Reb⸗ dorff/ Canon. Regular. S. Auguſtini egreg. ad Almonum fl. ſupra Eichſtadium, poſt allein/ daß ſie nie keine Waffen ergriffen/ keis arcem Epiſcopalem in valle amoecniſſi ma ne Krieg gefuͤhret/ oder einiger Unruhellrſa⸗ ſirum, fundari cœprum eſt Anno 1156 cher geweſt ſeyen. Es ſchreibet aber auch obvermeldter Gretſerus, am 496. Blat/ daß ab Auguſta Beatricc, Barbaroſſæ Imp. Uxore 20 Uxore, quæ pagum Rebdorffenſem Epi- ſcopo ad hujus Cœnobii conſtructionem donavit. So ligt auch in dieſem Stifft das Cloſter Stilla/und darinn die H. Stillavon welcher der obgedachte Radcrus Vol. a. Bav. Sandt. alſo ſchreibet: B. Stilla, Virgo Schirenfis familiæ Comitum ex Babone, aut Comitum fortaſſe à Stilla, in Auſtria ſub Annum circiter 1140. mortua, ja- cet in Monaſterio ſui nominis in Epiſco- patu Eyſtadienſi. Vide Gretſerum in San- ctis Eyſtadienſibus. Von den Herrn Bi⸗ ſchoͤffen zu Eichſtatt iſt droben ein mehrers gemeldet worden/ unter denen der achtzeheu⸗ de in der Ordnung Gundecharus II. geweſen/ ſo Anno 1075. geſtorben; und deſſen Leben gemeldter Raderus, Vol. 2. Bavariæ Sanctæ beſchrieben hat. Der ſechzigſte/ und noch der Zeit regierende/ iſt Herr Marquardus, auß dem ſehr alten/ und Adelichem Ge⸗ ſchlecht der Herren Schencken von Caſtell. Esiſt dieſes Stiffts Monatlicher einfacher Reichs⸗Anſchlag/ 20. zu Roß/ und 132. zu Fuß/ oder 768. fl. und/ zu Unterhaltung deß Cammer⸗Gerichts zu Speyer/ Jaͤhrlich ordinarié 120. und cum augmento 200. Guͤlden. Altenberg. En Meilwegs von Nuͤrnberg gelegen/ ſo die Burggraffen Anno 1306. Umb 1402. Pfund Heller erkaufft haben ſollen: wie in einer geſchriebenen Verzeichniß ſtehet. Iſt jetzt Marckgraͤfflich⸗ Ohnſpachiſch/ und erwan eine Veſte geweſen/ jetzt noch ein Burgſtell,, darinn ſich Anno 1632. die Kaͤyſerlichen wider dem Koͤnig in Schwe⸗ den gewaltig verſchantzt haben: wie drun⸗ ten bey Nurnberg zu finden. Es ſoll ſolches Burgſtell ein zugehoͤriges Ampt und Pfarr/ oder gar ein Dechaney haben. Altenſtein. In Dorff ein Meilwegs vom Wuͤrtz⸗ E burgiſchen Staͤdtlein Ebern gelegen/ allda es eine Kaͤyſerliche Freyheit fuͤr miß⸗ thaͤtige Perſonen hat. Altorff. Jeße kleine Stadt ſoll ſo viel als ein altes 2 Dorff heiſſen dahin auch noch der Zeit viel Bauren gepfarret ſeyn/ und die Marg⸗ graͤffliche Buͤrgthaͤnniſche(ſo eines unter den vier Haupt⸗Aemptern im Burggraff⸗ Beſchreibung thumb Nuͤrnberg/ und welches Schloß Burgthann/ ein halbe Meil ungefehrlich von Altorff gelegen/ an die Burggraffen/ von einem Edelmann/ der Thanner genannt/ kommen/ und vorzeiten ein Pfaͤltziſch nach Altorff gehoͤrigs Lehen geweſt iſt) Untertha⸗ nen/ ihr Pfarrecht/ und Kirchhof/ oder Be⸗ gräbnuß/ allhie haben. Es iſt Altorff vor dieſem/ wie allbereit angedeutet/ ein Fuͤrſtlich Ober⸗Tfaͤltziſch Ampt geweſen/ darzu die beyde Doͤrffer/ Bettenhofen/ und Schwar⸗ tzenbach gehoͤrig. Anno 1504. in dem Bayer⸗ Pfaltziſchen Krieg/ haben die von Nuͤrnberg/ dem Pfaltz⸗Graven/ die Staͤdte Altorff/ Lauffen/ und Herßbrug/eingenomnien: und Anno 1521. hernacheinen Vertrag/ mit bey⸗ den Herrn Brudern/ Pfaltz⸗Graff Ludwi⸗ gen Churfuͤrſten/undPfaltz⸗ Graff Friederi⸗ chen/ geſchloſſen: wie in einer geſchriebenen Verzeichnuß/ und dabey auch dieſes ſtehet/ daß etliche vermeynen/ weiln beſagter Pfaltz⸗ Graff Friederich/ damals zu Nuͤrnberg/ an Geld gantz entbloͤſt/ er ſolchen Vertrag/ daß der Stadt Nuͤrnberg die eingenomene Oerter zu ewigen Tagen verbleiben ſolten/ bey ſeie nem Herrn Brudern befoͤrdert haͤtte. Fol⸗ gends/ haben die Herren von Nuͤrnberg An. 1575. ein vornehme Schul/ oder Gymna- lium, allhie angerichtet/ deren erſter Rector Valentinus Etythræus geweſen: Darauß Anno 1578. auff Zulaß⸗und Befreyung Kaͤyſers Rudolphi II. ein Academia, und endlich Anno 1622. aus ſonderbarer Kaͤyſer⸗ lichen Gnad/ Kaͤyſers Ferdinandi II. ein Univerſitaͤt worden/ alſo/ daß heutigs Tags in allen Facultaͤten(auſſer der Theologia) Doctores, Licentiati, Magiſtri, Baccalau- rei, und Poëtæ, gemacht werden: und ward ſolche Univerſitaͤt den 29. Junii Anno 1623. mit groſſer Solennitaͤt allda eingefuͤhrt: wie hiervon der Actus Publicationis Privile- giorum Doctoralium,&c. allhie/ Anno z24. um Oruck außgangen/ weitlaͤufftig zu leſen: und darinn auch die Privilegia von Hoͤchſt⸗ gedachten beyden Kaͤyſern ertheilet/ zu finden ſeyn. Es haben bey dieſer hohen Schul, ne⸗ ben andern/ gelehret/ Edo Hildericus de Varel, Chriſtianus Matthias, Georgius Koͤnig/ Johann Hartmann der H. Schrifft Doctores: Hugo Donellus, Obertus Cy- phanius, Petrus Weſembecius, Scipio Gentilis, Conradus Rittershufius, Mat- thias Hubnerus, Andreas Dinnerus, ÆEgi- dius Agricola, Eraſmus Vngepaur, jo- hann-Gerhardus Frauenburgus, Wilhel- mus Ludvvel, Nicolaus Kittershuſius, in „ 0oOdciiieh, ſen: mitl Lu Nried ritbe ſte 1 eOe 4„ E beh il 1 J n.— SBBWB 1 1 ) 4‿— 4 3 5 6 5 3 4 1 1 1— Dar zm„ 8 rey an 41 A Kal iin 8 II. u ſbo⸗ 3 62 un 8, S ole in. ce a 1ÄÄ „, d2vGSS, J 51 8 nnunnnnannnnutmnun K Ser MM =eee ieieeeeeellllhle De der a Si, Teiſ .„ 2 Der Heren Diaconor din woniaengen. —————— —m — les, Philiph rus, Caſpar in der Medle ſoan Præto⸗ noldus Cla Georgius 6 ohanncs K acultaͤt. O ten deß Hoc ſondern auc Frantoſen, Liefflaͤnder Savojer Ungarn c. auch viel He des hieher k fellores fleiſ ren: und da che Zeitenge zehrẽ iſt;und Nurnberg/ habenkan. deß Collegin hen Schulg zu ſchen. Ma bergiſchen K Chur⸗Furſte gefuhret/ d hart belagert nichterobert, bergiſchen K von Brander roli V. ſolle? abgebranntn fen: und ein Stadt Nuͤrn nung /iſt dieſe von Till eing hir ndiſ Die abſ Schuhl/ d iſt als ma um zu Nürn erun worden zu der Nuunb hort/ iſt dern gende Naſſau ferners. Ampt allbe 93 13 5 drdh wäc der 3 Kigſerd 3 derbguff 1 fftſund — — in der Juriſten Facultaͤt: Nicolaus Taurel- lus, Philippus Scherbius, Erneſtus Sone- rus, Caſpar Hofman, Georgius Naſslerus, in der Mediciniſchen: Georgius Glacianus, Joan Prætorius, Michaél Piccartus, Ar- noldus Clapmarius, Danicl Schwenter/ Georgius Qucccius, Michaél Virdungus, ohannes Kobius, in der Philoſophiſchenꝛc. Parultan. Es ſeyn nicht allein von allen Or⸗ ten deß Hoch⸗und Nidern⸗Teutſchlandes/ ſondern auch Engelaͤnder/ Dannemaͤrcker/ Frantzoſen/ Irrlaͤnder/ Schotten/ Italianer/ Liefflaͤnder/ Lotharinger/ Poln/ Reuſſen/ Savojer/ Schweden/ Siebenbuͤrger/ Ungarn/ ꝛc. ſtudirens halber/ und darunter auch viel Hohen⸗ und Mittelmaͤſſigen Stan⸗ des hieher kommen; weilen die Herrn Pro- feſſores fleiſſig und fundamentaliter, doci⸗- ren: und daſelbſt/ wann es ein wenig friedli⸗ che Zeiten gibt/ unnbein gar leydentliches zu zehre iſtund man die uͤbrige Nothdurfft von Nuͤrnberg/ ſo nur 3. Meylen davon gelegen/ habenkan. Sonſten iſt/ auſſer der Kirchen/ deß Collegii, deß Schloſſes/ und deß der Ho⸗ hen Schul gehoͤrigen Gartens/ wenig allda zu ſehen. Man findet/ daß in dem alten Nuͤrn⸗ bergiſchen Krieg/ mit Marg⸗Graff Alberto, Chur⸗Fuͤrſten zu Brandenburg/Annor449. gefuͤhret/ dieſer Ort von den Nuͤrnbergern/ hart belagert/ und wol halbaußgebrañt/ aber nicht erobert wordẽ. In dem juͤngern Nuͤrn⸗ bergiſchen Krieg/ mit Marggraf Albrechten von Brandenburg/ zun Zeiten Kaͤyſers Ca- roli V. ſolle Altorff von den Marg⸗Graffen abgebrannt worden ſeyn. Siehe unten Lauf⸗ fen: und ein mehrers bey Beſchreibung der Stadt Nuͤrnberg. Anno 1632. im Hor⸗ nung/ iſt dieſer Ort/ vom Generaln Graffen von Till eingenommen/ und mit Soldaten beſetzt/ aber wieder verlaſſen worden. Die abſonderliche Lateiniſche Stadt⸗ Schuhl/ ſo vor dieſem daſelbſt geweſen/ iſt/ als man Anno 1631. das Gymnaſi- um zu Nuͤrnberg aufgerichtet/ dahin trans- ferirt worden. Es hat dieſes Altorff etwan zu der Nürubergiſchen Reichs⸗Vogthey ge⸗ hoͤrt/ iſt hernach umbs Jahr 1291. und fol⸗ gende Naſſauiſch geweſẽ/ biß aufs Jahr 1352. und ferners: Aber Anno 1361. war dieſes Ampt allbereit Burgg. Nuͤrnbergiſch; Kam aber An. 1376. durch Heyrath an Schwan⸗ tiborn/ Hertzogen zu Pommern⸗Stettin/ welcher mit ſeiner Gemahlin Anna/ Anno 1393. Pfaltz⸗Graffen Ruperto, hernach Kaͤyſern/ dieſes Ampt umb 12000. Gulden verkaufft/ undiſt ferner Altorf bey den Pfaltz⸗ deß Franckenlands/ ꝛc. 21 Grafen biß auffs Jahr 1504. verblieben/ da es in dem Pfaltz⸗Bayeriſchem Krieg/ wie obgedacht/ an die Stadt Nuͤrnberg kom⸗ men, deren auch dieſer Ort frey⸗eygenthuͤn⸗ lich zugehoͤrt. Alt⸗Sittenbach. EIn Fleck im Nuͤrnbergiſchen Gebie⸗ the/ allda im Jahr 1643. von einem armen Tagloͤhners Weib zwey Maͤgd⸗ lein todt gebohren worden/ deren Coͤrper an der einen Seiten zuſammen gewachſen/ je⸗ doch alſo/ das ein jedes ſeine Gliedmaſſen nach aller proportion, wieauch ein kohl⸗ ſchwartzes Haar auff dem Haupt/ und eine Haſen⸗Schart an den obern Leffzen/ſo dann auch inwendig ihre gehoͤrige Glieder und Ge⸗ daͤrm beſonders gehabt/ auſſer welchen nur ein einiges Hertz/ in beyden Coͤrpern/ befun⸗ den worden. Sihe den fuͤnfften Theil deß Theatri Europæi, fol. 2 12. a.. Arnſtein. En Wuͤrtzburgiſch Staͤttlein z. Mey⸗ len von Schweinfurt/ an dem Waſſer Wehrngelegen; davon/ und dem Francki⸗ ſchen Gebuͤrg/ die Roͤhn genannt/ ein Ort der Fraͤnckiſchen Ritterſchafft/ Roͤhn und Wehrn geheiſſen wird. Es gehoͤrt zu Arn⸗ ſtein ein Ampt. In Bambergiſchen iſt auch ein Arnſtein/ ſo ein Schloß und Ampt. Andieſer Oer⸗ ter einem iſt der Koͤnig in Schweden Anno 1632. geweſen. Artzberg/ Artzburg. EIn Marg⸗Graͤfflicher Culmbachiſcher Marckt an der Roſ la/ oder Reſlau/ na⸗ hend Mitterteich und Wald⸗Saſſen gele⸗ gen. Bruſchius, in Beſchreibung deß Fichtelbergs/ nennet dieſen Ort bißweilen Artzberg/ bißweilen Artzburg/ und ſagt/ daß da herum eine ſehr veſte und mit einer hohen ſtarcken Mauer bewahrten Kirch heutiges Tags noch befunden und geſehen werde. Es empfahe auch allda die Reßlau zween ſchoͤne Baͤch/ die Feuſtrich und Littersbach. Die Feiſtrich/ komme von Thiersheim/ einem Marckgraͤflichen Marck herab. An einem Ort ſchreibt er/ es lige Artzburg 2. Meilen von Eger/ 2z. von Wunſiedel/ und z. von der Weiſſenſtadt. Anno 1504. haben die Buͤrger allhie ſichaiſ der beſagtẽ Kirch und 22 Beſchreibung ob dem Kirch⸗Hoff/ wider die Roͤnier/ ſo Pfaltz⸗Graff Ruprechten zu Huͤlffe komen/ und dieſen Ort mit einem groſſen Heer bela⸗ gert/ tapffer gewehret/ daß die Roͤmer mit Schanden abziehen muͤſſen. Anno 1637. ſeynd die Schwediſche den Kayſerlichen allhie eingefallen. Aub/ oder Ayb. St ein Staͤdtlein/ daran hiebevorn das 24 Stifft Wuͤrtzburg einen halben Theil/ die Truchſeſſen von Baldersheim/ ein Vier⸗ tel/ Communitatis, ſcu Ganerbinatus titu- lo, innen gehabt. Es ſind aber die Truch⸗ ſeſſen gantz abgeſtorben/ und durch ihr Ab⸗ ſterben iſt dieſes eine Viertel an das Stifft Wuͤrtzburg/ als Lehen⸗Herren/ devolvirt worden: Das Roſenbergiſche Viertel/ ſo Pfaͤltziſch Lehen/ und Anno 1628. durch ein Kaͤyſerlich Decret an Wuͤrtzburg ge⸗ bracht/ iſt ſo lang bey ihnen verblieben/ biß Anno 1632. den 11. Januarii/ Albert Chri⸗ ſtoff von Roſenberg/ auch der letzte ſeines Stammes und Namens/ todes verblichen/ alſo/ daß anjetzo das Staͤdtlein/ ſampt dem Ampt/ gantz Wuͤrtzburgiſch iſt. Ligt an der Gollach/ nahend Uffenheim/ undz. ſtarcke Meilen von Rotenburg. Johannes Bohe- mus, ſo von den Sitten der Voͤlcker geſchrie⸗ ben/ iſt von hinnen buͤrtig geweſen. Auer/ Aurag. EIn Wuͤrtzburgiſch Dorff/ an der Sala/ oberhalb Hamelburg/ ins Ampt Botten⸗ leuben gehoͤrig. Es iſt allda vorhin ein Clo⸗ ſter geweſen/ ſo aber/ wie nun berichtet/ ein⸗ gangen. Auersberg. En Biſchofflich Wuͤrtzburgiſcher Ort/ und Ampt/ bey Fladungen gelegen. Es ſoll auch ein Auersberg im Hennebergiſchen ligen. Bachfeld. En Dorff/ bey welchem die Itſch/ oder Itheſis, entſpringet/ und den Itſch⸗ Bamberg. NOn dem Namen dieſer Biſchofflichen DStadt ſeyn unterſchi diiche Meynungen. Theils fuͤhren denſelben her von Hertzog Ot⸗ ten auß Sachſen Tochter/ und Kaͤyſers Hen- rici I. Schweſter/ der Baba/ ſo Graf Al⸗ brechts/ oder Heinrichs(dann Er ungleich genannt wird) Gemahlin geweſen/ und ſagen daß dieſer Ort nach Ihr erſtlich Babenberg genaüt worden/ darauß man folgends Bam⸗ berg gemacht habe. Theils neñen dieſe Stadt Pfauenberg: Theils Papenberg/ weilen die Sachſen/ ſo Kaͤyſer Carl der Groſſe/ umis Jahr 796. ins Francken⸗Land an den Maͤyn und die Radnitz/ Rednitz oder Regnitz/ daran dieſe Stadt ligt/ geſetzt/ ſie alſo/ wegẽ ihrerfuͤr⸗ nehmſten Pfaffen/ſo allhie geweſen/ genant/ ſo viel als Pfaffenberg bedeuten thut. Andre⸗ as Goldmayer in ſeiner Hiſtoriſchen/ Aſtro⸗ nomiſchen/und Aſtrologiſchen Beſchreibung vonn erſten Urſprung/ und anfaͤnglicher Er⸗ bauung der weitberuͤhmbt n an der Regnitz gelegenen Biſchofflichen Reſidentz Stadt Bamberg/ deß Jahrs 1644. zu Nuͤrnberg in 4. gedruckt/ ſchreibet/ im 1. Cap. hievon alſo: Kaͤyſer Carolus M. hat theils Sach⸗ ſen ins Land zu Francken/ zwiſchen dem Maͤyn und der Regnitz/(da es dazumal noch groſſe Wildnuß hatte /) geſchickt; welche ſich dann zum theil in dieſe Gegend nidergelaſſen/ und an der Stadt Bamberg zu bauen ange⸗ fangen/ und weil der Biſchoff zu Wuͤrtzburg dieſem Volck 14. Kirchen bauen/ und dieſelbe mit Prieſtern verſehen laſſen; dieſe auch ihre Neſidentz zu Bamberg genomen/ wurd von ihnen der Ort Saͤchſiſch⸗Papenberg/ das iſt/ Pfaffen⸗Berg/ nachmals Babenberg/ und anjetzo Bamberg genennet/ wie Spangen⸗ berger p. 47. berichtet. Es geſchahe aber die erſte Erbauung im Jahr nach Chriſti Ge⸗ burt 904. den 26. Julii/ um 6. UIhr 8. Minut. vormittag/ unter der Poli Hoͤhe 50. Grad. Biß hieher Goldmayer. Es haben die alten Graffen von Babenberg/ auf dem Schloß Altenburg/ bey einer viertel⸗meil Wegs von Bamberg auf einem Berg gelegen/ Hoffge⸗ halten/ welche alte Burg/(wie man berichtet/) nunmehr faſt darnieder ligen/ und allein etli⸗ che Waͤchter darauff gehalten werden ſollen. Gedachter Goldmayer ſagt im 2. Cap. alſo: Die Stadt verhlieb folgends unter derweltli⸗ Grund/ von Coburg/ biß faſt nach Bam⸗ chen Herrſchafft/ der Graffen von Baben⸗ berg machet. Sie fleuſt von Bachfeld auff b Schaumberg/ Schalcken/ Weiſſen⸗ brunn/&. berg/ die in Regnitzgau/ nicht weit vom Fluß Regnitz/ oberhalb Bamberg/ auf dem Berg⸗ Schloß/ die Altenburg genannt/ gewohnet hatten hatten b daegs tfallen heils dus ode 1007.9 ſeGraff wollen Kaͤyſer Ottens hog He ſern/V habe. I wil/ d Reich h von Bo Dritten Biſchof und geke auß den ner/ ind nic/ lib. bet. 2 Blat, de rich von Kaͤyſer! ſten/ Sco und Alb ſers Alu in Franc aber ſein Cunrad. Deßweg Die meiſ und Hern Graffen Bannber⸗ nahend de oder Regt ber Bruͤct Stadt/ d men faſſe Ott/ gle ten meiſ ſchlechten. terſchiedli fur /daßol der/ Hertz ner Sta⸗ herumb/ der Stad Michaclis Märtyter für halten teGottſel ihrAnpt hoffle vnun i ertog’ ſers R Graf ef kung in undſa an abenl e deN n eſe S un weile! an ffeſt n en M an ith d n ihrer in 1get an t.Ar an 1A M hrell a ichel in Re m hatten/ biß auf das Jahr 505. zu welcher Zeit deß Francken dieſe Grafſchafft dem H. Roͤm. Reich heimb⸗ efallen. Biß hieher abermals Goldmayer. heils ſagen/ der letzte Graff habe Reinhol- dus oder Reinhardus geheiſſen/ ſo Anno 1007. geſtorben/ dardurch dann allererſt die⸗ ſe Grafſchafft an das Reich kommen. Andere wollen/ ſolcher Anfall habe ſich zun eilen Kaͤyſer Ottens deß Andern/ theils zu Kaͤyſer Ottens deß Dritten/ begeben/ welcher Her⸗ tzog Henrichen in Bayern/ nachmals Kaͤy⸗ V ſern/ Babenberg mit aller Zugehoͤrde/ geben habe. W. Lazius lib. 8. migr. Gent. fol. 429. wil/ daß die Grafſchafft Bamberg dem Reich heimbgefallen ſey/ als Graff Albrecht von Babenberg/ in deß Kaͤyſer Ludwigs deß Dritten[Al. IV.] Haͤnde/ durch Liſt deß Biſchoffs Hattonis von Maͤnytz/ gerathen/ und gekoͤpfft worden iſt. Siehe was hievon/ auß den alten Scribenten/ Andreas Brun⸗ ner/ in dem 3. Theil ſeiner Bayriſchen Chro⸗ nic/ lib. 7. p. 354. ſeqq. weitlaufftig ſchrei⸗ bet. Vorgedachter Lazius wil am 419. Blat, daß auch vor⸗obernannter Graff Hen⸗ rich von Bamberg/ vonder beſagten Baba/ Kaͤyſer Henrichs deß Voglers/ oder deß Er⸗ ſten/ Schweſter gezeuget habe/ Reinholden und Albrechten; Reinhold ſey von deß Kaͤy⸗ ſers Alnolphi Sohn Cunrado/ Hertzogen in Francken/ umbbracht worden: Hergegen aber ſein Bruder, beſagter Albertus/ dieſen Cunradum wieder vom Brod gethan habe: Deßwegen er auch ſein Leben laſſen muſte. Die meiſten fuͤhren die alte Marg⸗Graffen und Hertzogen in Oeſterreich/ von dieſen Graffen von Bamberg her. Aber wieder auf Bamberg zukommen/ ſo ligt ſolche Stadt nahend den Maͤyn/ und rinnet die Rednitz oder Reguitz unterſchiedlich dardurch/ daruͤ⸗ ber Bruͤcken von Holtz gehen/ ſo die Theil der Stadt/ die Vorſtaͤtte mit begriffen/ zuſam⸗ men faſſen. Iſt ein groſſer weitlaͤufftiger Ort/ gleichſam von unterſchiedlichen Staͤd⸗ ten/ meiſtentheils offen/ oder doch von gar ſchlechten untuchtigen Mauren/ darumb un⸗ terſchiedliche Berge ligen. Man haͤlt dar⸗ fuͤr/ daß obgedachter Kaͤyſer Henrich der An⸗ der/ Hertzog in Bayern/ Bambergerſt zu ei⸗ ner Stadt gemacht/ aber keine Mauren herumb/ ſondern an 4. unſchiedenen Orten der Stadt 4. Cloͤſter/ als S§. Stephani, S. Michaelis. Benedicti, und deß Ritters und Maͤrtyrers Georgii, gebauet habe; Da⸗ fuͤr haltende/ ſo lang die Geiſtliche und ande⸗ re Gottſelige Menſchen/ an gemelten Orten/ ihr Ampt fleiſſig verrichten/ daß ſo lang auch lands/ ꝛc. 23 die Stadt/ ohne Mauren/ wol wuͤrde bewah⸗ ret ſeyn. Iſt ſonſten ein ſehr luſtiger Ort/ daß daher dieſes Sprichwort entſtanden: Wann Nuͤrnberg mein waͤre/ ſo wolte ichs zu Bamberg verzehren. Dann die Gegend herumb ſehr fruchtbar ſallda ziemlicher Weinwachẽ/ Getraͤndeund Baunꝛ Fruͤchtẽ; ſonderlich aber Zwibel/ und Suͤß⸗Holtz zu finden; welches letztere im gelben Sande haͤuffig waͤchſt/ und tieffer als eines Mannes in die Erde wurtzelt/ über der Erdẽ aber ziem⸗ lich hoch/ faſt wie der junge Holder/ aus⸗ ſchlaͤgt. Es ſtehet in den 6. Theil deß gedacht. Braunen Staͤdt⸗Buchs/ daß kaum an einem Ort Teutſch⸗Landes mehrer Saffran/ als allhie/ wachſe: auch nirgends ſo viel Melo⸗ nen und Pfeben/ auch andere dergleichen Fruͤchte/ ſo eine geſchlachte Lufft erfordern/ geyathen. Von dieſer/ auch anderer Urſachen halber/ nag es kommen ſeyn/ daß allhie vor⸗ zeiten/ ein beruͤhmte Schul geweſen iſt. Es ſeyn daſelbſt zu ſehen/ 1. Die Domb⸗ Kirchen/ und darinn die Kaͤyſerliche Begraͤb⸗ nuſſen hoͤchſt⸗gedachten Henrici II. und ſei⸗ ner Gemahlin/ Cunegunda/ alsStiffier der⸗ ſelben/ zu Ehren S. Peters. Sie hat 4. ſchoͤne Thuͤrn mit Bley bedeckt/ alles von Quader⸗Stuͤcken gebauet. Bruſchius de Epiſcopat. German. ſchreibet/ daß dieſe Bi⸗ ſchoffliche Haupt⸗Kirche Bapſt Benedictus VIII. Anno 1020. geweyhet habe. Iſt Anno 1081. am heiligen Oſter⸗Abend verbronnen/ und wieder ſchoͤn gebauet worden. Es iſt a⸗ ber gedachter Kaͤyſer Anno 1024. Und die Kaͤyſerin Cunegunda/ Pfaltz⸗Graffens Si⸗ gefridi Tochter/ nicht am Rhein/ wie ih⸗ rer viel gewolt/ ſondern an der Moſel und zu Metz/ Anno 1040. geſtorben. Siehe Gret⸗ ſerum in S5. Bambergenſibus. z. S. Ste- phani Stiffts⸗Kirche. 3. Das Stifft 8. Jacobi. 4. Das Stifft S. Gangolphi. 5. Das Jeſuiter Collegium und Kirche/ von Quader⸗Stucken aufgefuͤhrt/ und viel aude⸗ re Kirchen/ Cloͤſter und Spitaͤl/ wje auß der Stadt Abbildung zuerſehen. Und ligt ſon⸗ derlich uͤber der Stadt/ auf einem Huͤgel/ ein ſchoͤnes Benedictiner⸗Cloſter/ ſo mit Wein⸗ Reben umbwachſen; davon man hinab in die Stadt/ und weit ins Land herumb ſehen kan. Johannes Micrælius ſchreibt im 2. Buch vom Pominer⸗Lande pag. zor. ſeq. daß Bogislaus der Ander/ Hertzog in Pom⸗ mern/ Warrislai I. Sohn/ dem Cloſter zus. Michael in Bamberg/ zu Ehren S. Ottonis, deß Pommeriſchen Apoſtels) zeit ſeines Le⸗ bens/ Jaͤhrlichen i jederm Kreytſinar oder . O 2 Kruge ———— 24 Beſchreibung Kruge(Bierſchencke) in Pommern, einen Stein⸗Wachs/ zu ſtets⸗brennenden Lichtern verſchrieben; und daß ein Pommeriſcher Fuͤrſtlicher Hoff⸗Diener/ mit Namen Be⸗ ringer/ auß Bamberg buͤrtig, mit Bewilli⸗ gung der Fuͤrſten/ beſagtemn Cloſter zu s. Mi⸗ chael fuͤr Bamberg/zu Ehren 8. Otronis, der allda begraben ligt/ die ſchoͤne und groſſe Kir⸗ che zu 8. Jacob/ in Stettin/ die Er Beringer im Jahr 1187. erbauet/ und auch mit etli⸗ chen Doͤrffern/ ſo er bey Hertzog Bogislao verdienet/ verehret/ aufgetragenhabe/ wie dañ auch deſſenthalben allezeit einer auß dem Convent deß gemelten Cloſters zum Probſt dentes genannt werden/ das Gottes⸗Hauß allhie, welches zuvor die Tempel⸗Herren in⸗ gehabt/ zu bewohnen angefangen; welche hernach Anno 1460. reformirt worden ſeyn. Anno 1341.(Al. 1338.) hat eine Jungfrau Catharina genannt/ deß Geſchlechts eine Zoͤllnerin/ uffm Brand/ das Jungfrauen Cloſter zu s. Claren angeordnet. Anno 1362. iſt ein Turnier zu Bamberg/ durch die Fraͤnckiſche Ritterſchafft/ gehalten wor⸗ den. Bey Biſchoff Lamprechts/ ſo Anno 1374. erwehlt worden/ Zeiten/ iſt die Pfarr⸗Kirche der heiligen Jungfrauen Ma⸗ riæ zu Ehren auf dem Kaulberg zu Bamberg dahin geſchickt worden/ der alle Jahr dem wie ſie anjetzo zu ſehẽ/ mehrentheils durch die Cloſter etwas an Fiſchen habe zuſenden muͤſ⸗ ſen. Die Fuͤrſtl. Biſchoffliche Reſidentz zu Bamberg iſt am Waſſer/ daran ein ſchoͤuer Luſt⸗Garten; wie auch an deß Donib⸗ Probſts Hauſe/ vor dein zetzigen Krieg/ ne⸗ ben andern ſchoͤnen Sachen/ zu ſehen geweſt ſeyn. Das andere findet ſich auch in der Ab⸗ bildung der Stadt/ welche nach der gemeinen Rechnung/ unter die 4. Doͤrffer deß Reichs gezehlet wird/ und deren Haͤuſer insgemein ziemlich ſchlecht erbauet ſeyn. Von den Mun⸗ daten oder Privilegirten Orten allhie/ ſeynd die Bambergiſche Stadt⸗Rechten/ und P. Matth. Wehnerus, in pract. obſervat. von Mundaten/ zu ſehen. Imuͤbrigen iſtder Bi⸗ ſchoff derſelben Herr. Es haben ſich allda viel denckwuͤrdige Sa⸗ chen zugetragen/ deren wir allein etliche/ ſo in einerkleinen Bambergiſchen Calender⸗Chro⸗ nic zufinden/ erzehlen wollen. Anno 1168. hat Kaͤyſer Friederich der Erſte einen Reichs⸗ Burgerſchafft daſelbſten/ erbauetworden/ an welchem Ort zuvor eine Capeln/ auch in der heiligen Jungfrauen Marien Ehr/ von un⸗ erdencklichen Jahren hero geſtanden/ darinn die Grafen von Babenberg ihre Begraͤbnuß gehabt haben ſollen. Anno 139z. iſt eine Feuersbruuſt in der Stadt außkonunen/ und ſeynd die Haͤuſer zwiſchen der Obern und Untern Bruͤcken alle abgebrañt. Anno 1430. ſeynd die Huſſiten in das Stifft Bamberg gefallen/ haben groſſen Schaden darinn ge⸗ than/und daſſelbe umb zwoͤlff tauſend Gul⸗ den geſchaͤtzet. Anno 1434. iſt die Lang⸗ und Keßler⸗Gaſſe/ der halbe Marckt und das Carmeliter Cloſter abgehrannt. Anno 1451. iſt eine groſſe Waſſer⸗Fluth zu Bamberg ge⸗ weſen/ hat hefftigen Schaden an Bructen und Muͤhlen gethan/ und den Kraͤnich auff der Graͤten hinweg gefuͤhrt. Anno 1475. hat Biſchoff Philippus, ein Graff von Henneberg/ die Juden auß der Stadt Bam⸗ Tag allhie gehalten. Anno 1171. iſt eine berg vertrieben. Anno 1486.iſt ein ſtattlicher groſſe Peſtilentz allda geweſen/ daran etlich tauſend Menſchen geſtorben; und ſind durch Ergieſſung der Waſſer die Fruͤchte/ viel Ae⸗ cker und Wieſen verderbt. Anno 1185. war eine ſo warme Zeit/ daß im Chriſt⸗Monat/ Jenner und Hornung/ die Baͤum und Wein⸗! ſtoͤck gebluͤhet/ die Fruͤchte im May und die Trauben in Auguſto zeitig worden; Hinge⸗ gen aber imfolgenden Jahr/ unib Pfingſten alles erfroren iſt. Anno 1203. iſt Kaͤyſer Philippus/ Luſts/ halber nach Bamberg kommen/und als er ihme allda auf der Alten· burg ein Ader ſchlagen laſſen/ unverſehens in ſeiner Schlaf⸗Kammer/ von Pfaltz⸗Graff Otten von Wittelſpach entleibet worden. Anno 1310. hat Biſchoff Wuͤlffling das Prediger⸗Cloſter zu Bamberg geſtifftet und gebauet/ deſſen Ordens er geweſen. Anno rz11. haben die Franciſcaner/ ſo ſonſten Gau⸗ Turnier allhie von der Fraͤnckiſchen Ritter⸗ ſchafft gehalten worden. Anno 1552. zog Marggraff Albrecht zu Brandenburg fur dieſe Stadt/ und nahm ſie/ wie auch das ob⸗ gedachte Schloß Altenburg ein/ welches er angezuͤndet hat. Biſchoff Ernſt von Men⸗ gers⸗Dorff/ ſo Anno 1583. Biſchoff wor⸗ den/ hat die Fuͤrſtliche Reſidentz zu Bamberg/ der Geyerswerth genannt/ an der Regnitz ge⸗ legen/ gebauet; wie auch Anno 1585. das Seminarium daſelbſten geſtifftet. Anno 1610. iſt allhie das Fuͤrſtl. Cloſter Moͤnchs⸗ berg verbruñen/ ſo zween Thuͤrn mit Bley bedeckt gehabt/ und ſeyn 8. Glocken/ darunter eine Silberne/ zerſchmoltzen/ wie Schadæus lib. 35. Sleidani Continuati part. 3. ſchreibet. Goldmayer berichtet hievon alſo: Anno 1610. den 18.28. Aprilis in der Nachtiſt auff dem Moͤnchs⸗berg ein Feur auskomnien/ welches letztemma abgebra nungn Frantzo fanden von deſf verehrte Henricu die da a machen 1007. 0 DomS gefange! Laͤyſern ſchahe i Es wur herrliche ſchafften thme emn von allen Stuͤhle. welcheme che die St Henrichen ern/ denn Gemabhli und daßee ſeye/ und Fürſten/ Leuten/ ale der heilige nannt wir Germanix ervermeyn haͤtten ihre zwar dieſe. vonnoͤthen durch Frau ihre Chur⸗ c. 5. und hur F beyn Joacl d 3 Conclun Sa mara de lure bub mum in ern ſ „14 09 mml in inn an dC u welches die Kirche ſampt den zweyen Kirch⸗ Thuͤrnen/ Glocken und Orgel/ alles ver⸗ branndt und zerſchmeltzet. An. 1632. und 33. haben die Schwediſchen dieſe Stadt ero⸗ bert/ nachdem die Bamberger ſelbſten/ das letztemal/ die Vorſtaͤdte zuvor guten theils abgebranndt hatten. Anno 1641. in Hor⸗ nung/ ward ſie von den Weymariſchen/ und Frantzoſen/ eingenommen. Anno 1645. be⸗ Fuit ſich die Schwediſch⸗Koͤnigsmaͤrcki⸗ eallhie. ſihe das Bambergiſche Biſtumb anbe⸗ langt/ ſo ſchreibet obgedachter Goldmayer von deſſelben Stifftung alſo: Anno 1006. verehrte die Grafſchafft Bamberg Kaͤyſer Henricus II. ſeiner Gemahlin Kunigunda/ die da auß der Grafſchafft ein Biſtumb zu machen geſonnen war. Und wurde Anno 1007. eine Kirche/ nemblich der herrliche Dom⸗Stifft und 2. Cloͤſter/ zu bauen an⸗ gefangen/ und vom Roͤniſ. Kayſer/ und der Kavfed reichlich begabet. Und dieſes ge⸗ ſchahe mit Conſens Bapſt Benedicti VIII. Es wurden dazumal dieſem Biſtumb viel herrliche und reiche Cloͤſter/ und viel Graf⸗ ſchafften unterworffen/ die alle ihre Lehẽ von ihme empfahen muͤſſen. Es wurde befreyet von allem Gewalt der Ertz⸗Biſchofflichen Stuͤhle. Und dieſes ſagt Goldmayer. Mit welchem auch andere uͤbereinſtimmen/ wel⸗ che die Stifftung dieſes Biſtumbs/ Kaͤyſer Henrichen dem Andern/ Hertzogen in Bay⸗ ern/ den man den Heiligen nennet/ und ſeiner Gemahlin/ Frauen Kunigunda/ zuſchreiben/ und daß es ein exemt⸗ und befreytes Biſtumb ſeye/ und daß keines in Teutſch⸗Land ſo viel Fuͤrſten/ Grafen und Herren/ zu Lehen⸗ Leuten/ als dieſes/ habe/ ſagen: ſo insgemein der heiligen Kunigunda ſeidener Faden ge⸗ nannt wird; wie Bruſchius de Epiſcopat. Germaniæ neldet/ ſich aber in dem irret/ daß er vermeynet/ die vier weltliche Chur⸗Fuͤrſten haͤtten ihre Lehen von Bamberg. Es laſſen zwar dieſe Herren Chur⸗Fuͤrſten/ wann es vonnoͤthen/ bey Baunberg/ ihre Aempter/ durch Fraͤnckiſche vom Adel verrichten; aber ihre Chur⸗Fuͤrſtenthuͤmer ſeynd nicht Bi⸗ ſchoffliche/ ſondern Reichs⸗Lehen; wie hie⸗ von Marquardus Frehcrus in notis ad P. de Andlop. 201. a. und part. 1. Origin. Palat. c. 15. und wie weit die vier weltliche Herren Chur⸗Fuͤrſten bey dieſem Stifft intereſſirt beym Joachimo Cluten in ſyll. rerum quo- tid. Concluſ. 24. lit. k. 3. Magcro de Advo- catia armara cap. 5. n. 423. fol. 15 7. Linnæo de Jure publ. lib. 3. c. 7. nu. 76. ſcqq. und Bamberg gehalten; S ini/ wider Hen- deß Franckenlands/ ꝛc. 25 Speidelio in Notabil. lit. B. voc. Bamberg/ zu leſen. Von den Aemptern und Güͤtern dieſes Stiffts/ ſo wol in Francken/ als in Kaͤrnten; wie auch, daß viel voꝛn Stifft Aich⸗ ſtaͤtt/ an dieſes Bambergiſche Biſthumb komen/ iſt oben im Eingang/ wie auch bey Aichſtaͤtt/ geſagt worden; und koͤnnen davon Cruſius parr. 2. Anmal. Suev. lib. 6..9. der Au- tor deß Diſcurß von den Reichs⸗Vogteyen am 123. Blat; Gretſerus in dem Tractat von den Biſchoffen zu Aichſtatt/ und Brun⸗ nerus iu deniꝛ. Theil der Bayeriſchen Chro⸗ nic(daſelbſt er p. 666. fcg.740. gar viel von Anrichtung deß Bambergiſchen Biſtumbs ſchreibet) am 710. Blat/ aufgeſchlagen wer⸗ den. Es werden aber die Bambergiſche Bi⸗ ſchoͤffe in folgender Ordnung geſetzt. 1. Eber- hardus, von welchein ob⸗exnannter Gold⸗ mayer alſo ſchreibet: Eberhardus, der Cantz⸗ ler deß Kayſer Henrichs deß Andern/ wird vom Stiffter deß Biſtumbs/ zum erſten Bi⸗ ſchoff zu Bamberg verordnet Auno 1007. [Al. 1006. ſo Anno 1042. den 13. Auguſti/ geſtorben. Anno 1009. ward das Cloſter Moͤnchsberg erbauet/ und Anno 101 5. Ra⸗ poth/ der erſte Abt da eingeſetzt. Anno 1012. iſt das Dom⸗Stifft durch den Patriarchen zu Aquilegien geweihet worden. Anno 1019. hielte Kaͤyſer Henricus II. einen groſſen Reichs⸗Tag zu Bamberg; da wurde das Neben⸗Stifft zu. Stephan/ welches von 8. Kunegunden erbauet und geſtifftet worden/ durch Bapſt Benedictum VIII geweihet. Anno 1024. ſtarb Kaͤyſer Henricus, ward gen Bamberg gefuͤhrt/ und im Domb koͤſt⸗ lich begraben. Anno 1030. hat Biſchoff Eberhard ein Spital da anjetzo das Cloſter zu 5. Theodoruſen ſtehet/ auf ſeine Koſten bauen laſſen. Anno 10 39. ward die Kaͤyſe⸗ rin Kunigunda neben den Kaͤyſer begraben/ 2. Suiggerus oder Svvidgerus, folgends Bapſt zu Rom/ Clemens Il. genannt. Die⸗ ſer Bapſt wurde nach ſeinem Tod von Rom herauß gefuͤhrt/ und allhie in ð. Peters Chor begraben/ welche Kirche er zuvor hoch befrey⸗ et hatte. 3. Hardwig/ Hardovicus, 4. A- delbertus oder Albertus. 5. Guntherus, der/ neben andern Mit⸗Gehuͤlffen/ das Neben⸗ Stifft zu§. Gangolffgeſtifftet. 6. Herman- nus. Anno 1071. iſt Pantz/ ſo zuvor ein Graͤfliches Schloß geweſen/ zu einem Clo⸗ ſter veraͤndert worden. Anno 1073, iſt das Stifft zu 8. Jacob/ vom Biſchoff Herman zu bauen angefangen worden. 7. Ruper- rus. Anno 1081. ward ein Reichs⸗Tag zu 3 cum IV. 26 cum IV. Herman Hertzog von Lothringen zum Kaͤyſer erwehlt worden. Dazumal am Oſter⸗Abend kam ohngefehr ein Feur auß/ und verbranndte das Domb⸗Stifft biß auff das Gemaͤur herab/ welches nachmals mit Quartir⸗Stuͤcken vielkoͤſtlicher/ als zu⸗ vor/ erbauet worden. 8. Otho, von dem oft⸗ erwehnter Goldmayer alſo ſchreibet: Ocho, erwehlt Anno 1102. iſt dem Biſtumb vorge⸗ ſtanden 37. Jahr. Erhat Anno 1119. das Cloſter Michelfelden, bey Aurach in der Pfaltz 6. Meylvon Bamnberg geſtifftet/ und erbauet. Anno 1123. reyſete er in Pommern/ kam Anno 25. wieder nach Hauß. An. 1138. iſt er geſtorben/ und auff dem Muͤnchsberg/ welchen er renovirt und bewohnet/ herrlich begraben worden. Andere ſagen/ daßdieſer Otto, ſo die Pommern/ zu welchen er zwey⸗ malgereiſt/ zum Chriſtl. Glauben gebracht/ und deßwegen ihr Apoſtel genannt worden. Anno 1139. den zo. Septembris, Theils/ Anno 40.allererſt/ im 70. Jahr ſeines Alters/ geſtorben ſeye. Siehe neben andern/ ſoͤnder⸗ lich deß Micræli Pomineriſcher Hiſtoria/ auch von ihme den Brunnerum part. 3. An- nal. Boicorum, p. 192. 277.188. Und wiedie Scribenten ihn mit Biſchoff Ottone dem Andern vermiſchen/ am 422. Blat. 9. Eg- gibertus, Egilbertus, Engelbrecht/ wie Er unterſchiedlich genannt wird. 10. Eberhar- dus II. Unter ihm ward das Spital zus. Theodoruſen, zu einem Edlen Jungfrauen Cloſter verwandt. I1. Hermannus. 12. Ot- to II. 13. Thimo. 14. Conradus. 15. Ecken- bertus, oder Ebenbertus. 16. Poppo. 17. Henricus. Unter deme Anno 1248. der letz⸗ te Hertzog von Meran/ durch ſeinen Hoff⸗ meiſter/ in ſeinem eygenen Schloß Nieſten/ ermordert worden/und bekam dasStifft viel ſeiner Guͤter. 19. Bertholdus, oder Leupold. Unter dieſem Biſchoffiſt das Fraueubruder⸗ Cloſter/ da jetzo das Collegium ſtehet/ erbauet worden. 19. Arnoldus. 20. Leopoldus. 21. Wulfinus, oder Wülfling. Anuo 1314. ward durch dieſem Biſchof das Jungfrauen⸗ Cloſter/ Dominicaner Ordens/ zum Heil. Grab genannt/ erbauet. 22. Johannes. 23. Henricus II. 24. Werintho, oder Wern- herus. 25. Leopoldus II. 26. Fridericus, ein Graf von Hohenlohe. 27. Leopoldus III. ein Freyherr von Bebenburg/ der An. 1354. das Collegiat·Stifft zu S. Martin zu Forch⸗ heimb/ welches zuvor nur eine Pfarrkirch ge⸗ weſen/ geſtifftet. 28. Fridericus II. 29. Lu- dovicus, ein Marggraff von Meiſſen. z30. Lampertus, welcher Biſchoffim Jahr 1395. Beſchreibung das Spital zu Scheßlitz geſtifftet und gebau⸗ et. z1. Albertus, ein Graf von Wertheunb. 12². Fridcricus III. 33. Anthonius von Ro⸗ tenhan/ ſo Anno 1441.(Munſterus ſagt 40.) Biſchoff worden. In dieſem Jahr ſolle die Stadt Baniberg/ wie Herr Leonhard Wurf⸗ bain/ der Rechten D. in ſeinem Hiſtoriſchen Bericht/ am 197. Blat/ beym beſagten Gold⸗ mayer meldet/ erſtlich ſeyn zur Landſtadt ge⸗ macht worden. 34. Georgius von Schaum⸗ berg. Anno 146 5. im Januario/ haben die Wuͤrtzburgiſchen/ als das Jahr zuvor etliche Spaltungen zwiſchen beyden Stifftern/ der Landgericht/ Zoͤlle/ Geleit/ ꝛc. halber/ ent⸗ ſtanden/ etliche Banbergiſche Doͤrffer ge⸗ pluͤndert/ als Breitbrunn und Oberheyda auch bey 140. Unterthanẽ gefangen genom⸗ men/ und theils ertoͤdtet/ wie abermals Gold⸗ mayer/ aus dem Spangenberg/ berichtet. z5. Philippus, ein Graff von Henneberg. 36. Henricus III. 37. Vitus Truchſeß von Bonunersfeld. 38. Goorgius II. Marſchalck von Ebnet. 39. Georgius II. Schenck⸗Frey⸗ herr von Limpurg. 40. Weigand von Rede witz/ ſo Anno 15z2. erwehlt worden. 41. Ge- orgius IV. Fuchs von Ruͤgheimb. 42. Vitus II. deß alten Adelichen Geſchlechts von Wauͤrtzburg. 43. Johanncs Georgius Zo⸗ bel. 44. Martinus von Eyb. 45. Erneſtus von Mengersdorff. 46. Neidhard von Thuͤngen. 47 Johanncs Philippus von Gehſattel(Al. Gebſattel) 48. Johannes Gott- fridus, deß alten Adelichen Geſchlechts deren von Aſchhauſen/ ſo Anno 1609. zum Bi⸗ ſchoff allhie/ und Anno 1617. auchzum Bi⸗ ſchoffzu Wuͤrtzburg erwehlet worden/ und Anno 1622. geſtorben/ den 19. 29. Chriſt⸗ Monats/ zu Regenſpurg/ auff dem Chur⸗ und Fuͤrſten⸗Convent/ und hernach zu Bam⸗ berg begraben worden iſt. 49. Johannes Ge- orgius II. Fuchs von Dornheunb/ der/ bey dei Schwediſchen Weſen/ ſich in Kaͤrnten und von dannen zum Spital am Pirn in Oe⸗ ſtereich ob der Ens/ begeben/ und daſelbſten den 19. 29. Martij/Anno 1633. todes verfah⸗ ren/ und im Stifft ſelbigen Orts/ in deß Fun- datoris, deß 32. Biſchoffs zu Bamberg Friderici III. von Auffſeß/ ſo Anno 1440. geſtorben/ ins Grab gelegt worden. 50. Fran- ciſcus, deß am Rheinſtrom hochruͤhmlichen Geſchlechts von Hatzfeld/ ſo allbereit Bi⸗ ſchoffzu Wuͤrtzburg geweſen/ ward Anno 1633. den 4. Auguſti/ Neuen Calend. zunn Biſchoffzu Bamberg erwehlt. Starb An. 1542. den20. 30. Julij. 51. Herr Melchior Otto, deß alten Adelichen Fraͤuckiſchen Ge⸗ ſchlechts ſchlecht dachteln Es Mittel ein Käꝛ waͤre d bundel überla in Kal næus, eg der unn 1039. den 30 ſich die Major ſen/ di lieſſen, nen/ d an Eyt den/ u zu wid oder in quivoc: Franciſ ſervand Philip niglich fuͤhrten Coſter: ſerhalb; in Gern Monach extra n Benedid Michacl Epilcop co,& K quam il recreatus vo Benc morbo pl §.Ocho! locuplete zu Rege 74. iſt e ſchoff N nach/ a chant/ Neue/ un H. Jahr alentine ſter Thun rus zn N zuS. St Krſchienen —————————-O— =—— SSSS== ½=S—=——+ —————— —=—————— — — —— 2— —— rſch ꝛu F nf ond an. 41. 0 ſchlechts deren Voit von Saltzburg/ in ge⸗ dachtem Jahr den 15.25. Auguſti erwehlt. Es wird dieſe Stadt von theils fuͤr das Mittel deß Teutſchlands gehalten. Wann ein Kaͤyſer nirgends ſich koͤnte auffhalten/ ſo waͤre der Herr Biſchoff vom Bamberg ver⸗ bunden/ die genieldte Stadt dem Kaͤyſer zu uͤberlaſſen; ſich ſelbſten aber nacher Villach in Kaͤrnten zu begeben; ſchreibet Herr Lim- næus, tom. 4. de J. publ. in addit. ad lib. I. pag. 38. Der Kaͤyſerin Kunigund/ von der im Text/ Abſterben/ ſetzen theils in das deß Franckenlands/ ꝛc. 27 HerrenChur⸗Fuͤrſten/ bey dem Stifft Bam⸗ berg intereſſirt ſeyn: davon iſt etwas A nzeig in beruͤhrtem unſern Text/ p. 16. b. geſche⸗ hen. Obwol⸗ernannter Herr Limnæus ſchrei⸗ bet d. com. 4. d. J. publ. pag. 357. feqq. unter andern/ alſo: Electores ſccularcs Officia, quæ Imperatori debent, ab codem feudali titulo recipiunt: Conſimilia autem, quæ Epiſcopo Bambergenſi per Subofficiales certos exhibent, ab codem FEpiſcopo feu- dali jure tenere videntur. Apud Gevvol- dum&c. reperio, Palatinum Flectorem 1039. theils in das 1040. Jahr. Anno 1633. feuda, quæ Officio Dapiferatus connexa, den 30. JanuarijAlt. Calend. bemaͤchtigten V ab Epiſcopo Bambergenſi haæc teucre; Ca- ſich die Schwediſchen/ unter ihrem General ſtrum Hohenſtein/ advocariam bonorum Majorn/ Wilhelm Kalckhun/genant Lohau⸗& hominum oppidi Herßbrugg/ Vilſeck/ ſen/ dieſes Orths/ ohn einigen widerſtand/ lieſſen Jeſuiter/ und andere Ordens⸗Perſo⸗ nen/ daſelbſten verbleiben; die hergegen ſich/ an Eydesſtatt/ reverſiret/ der Cron Schwe⸗ den/ und dem Evangeliſchen Weſen/ nichts zu wider zu tentiren; weder per directum, oder indirectum; idque exceptis omnibus æ- quivocationibus, tam Jeſuitarum, quam§. Franciſci; excepto ctiam Canone, de non ſervanda hæreticis fide; wie Bogislaff Philip von Kemnitz/ lib. 1. part. 2. vomn Ko⸗ niglich Schwediſchen im Teutſchland ge⸗ fuͤhrten Krieg/ fol. 3 8. b. berichtet. Von dem Cloſter Moͤnchsberg/ oder 8. Michaclis, auſ⸗ ſerhalb der Stadt/ ſchreibet Gabr. Bucelin. in Germ. ſacra, part. 2. p. 62. Ilſp. Mons Monachorum ampliſſim. amœniſſimum que extra muros Bambergenſes Ordinis S. P. Benedicti Monaſterium, in honorem S. Michaclis conſecratum, unà cùm ipſo Epiſcopatu codem tempore, às. S. Henri- co,& Kunegunde, Impp. fundatum, poſt- quam ille mirà S. Michaclis apparitione recreatus, ac dein Caſini, ab apparente Di- vo Benedicto, à calculi deſperariſſimo morbo prodigiosè curatus eſſet, quod poſteà S. Ocho Epiſcopus mire coluit,& munificè locupletavit. Beym nechſten Reichs⸗Tag zu Regenſpurg/ in den Jahren 1653. und 74. iſt erſtlich durch Geſandten Herr Bi⸗ ſchoff Melchior Ott/ zu Bamberg)/ her⸗ nach/ auff deſſen Ableiben/ Thumb⸗De⸗ chant/ Senior, und Capitul: folgends der Neue/ Und jetzige/ den 12. Februarii, beſagten H. Jahrs erwehlter Biſchof/ Herꝛ Philippus Valentinus Voir von Rheineck/ vorhin gewe⸗ ſter Thumbprobſt allhie, Thumb⸗Cancella- rius zu Wuͤrtzburg/ und der Neben⸗Stiffter zu S. Stephan/ und S. Gangolph/ Probſt/ erſchienen. Wie weit die vier Weltliche alte Aurbach/ Velden/ ꝛc. Anno 1623. 19. Odoobr. Legatus Elect. Saxoniæ, Bamber- gr, ab Epiſcopo inveſtituram officii Ma- reſchalli ſuſcepit(durch einen Handſchlag) & obiervavi, ab Epiſcopo Bamberg. Ele- ctorem Saxoniæ tunc inveſtitum fuiſſe de Officio Archimareſchalli deß Kaͤyſerlichen Stiffts Bamberg/ auch miit Wittenberg/ Schloß und Stadt/ Muͤhlberg/ Schloß und Stadt/ Trelitz/ dem Schloß/ und mit den Doͤrffern Verſtatt/ und Aſſendorff/ Weiſſick/ und Galgaſt(ad Capitulat. Ca- roli V. dicit, dem Schloß Tuͤben/ und deren Doͤrffern/ Berſtat/ Alſendorff/ Weiſſigk/ und Gabgaſt/p. 123.) mit allen ſolchen Ober⸗ Marſchall⸗Ampt Zu⸗ und Angehoͤrungen. Quod invictiſſimum argumentum pro di- cta opinione venditarem, niſi ſirem„ ha- ctenus creditum, Wittenbergam ad Saxo- nem tanquam EFlectorem pertinere. Ha- ctenus Ille. Es iſt dieſes Biſtumbs? Reichs⸗ Anſchlag vorhin geweſen Monatlich 30. zu Roß/ 152. zu Fuß/ oder an Geld 10 88. fl und zu Unterhaltung deß Cammergerichts ordi- nariè Jaͤhrlich/ 2 12 3. fl. nach dein erhoͤchten Anſchlag aber/ 354. Gulden 10. kr. 5. heller/ den Thaler zu 69. tr. gerechnet. Aber in der Nuͤrnbergiſchen Repartition, wegen der Schwediſchen Sariskaction-Gelder/ ſeyn fur 13331. Monat 91047. und alſo fuͤr eine Monatliche Reichsgebuͤhr nur 68 2. fl. geſetzt worden; ſo vielleicht wegen dieſes Stiffts⸗ Guͤtter in Kaͤrnten geſchehen/ſo dalelbſt auch angelegt werden/ und ſich deßwegen daſſelbe An. 1641. auff dem Reichs⸗Tag zu Regen⸗ ſpurg/ beſchweret hat. Siehe d. Dn. Lim- næum tom. 4. de J. publ. p. 467. feq. In der Stadt Bamberg ſeynd vier Haͤu⸗ ſer zuſammen der Brandthof gehañt/ ſo von dreyenregierenden Fuͤrſten und Herren Ber- tholdo 28 Beſchreibung rholdo, Henrico und Leopoldo, Biſchoffen zu Nuͤrnberg/ aus dem Zolleriſchen Stam̃⸗ daſelbſt gantz frey und ablolut, darzu alle ih⸗ re Inwohner von aller Steuer/ Beeth/ Auff⸗ lag und andern Beſchwerden/ wie die auch haͤlt/ durch Heurath/ mit ſeiner erſten Ge⸗ maͤhlin Eliſabeth/ deß letzten Hertzogs zu Meranien Ottonis Tochter uͤberkommen; Namen haben moͤchten rotaliter exempt wie Limnæus lib. 5 de Jure publ c. 7,. 184. und frey gemacht worden ewiglich. Welche num. 13. ſchreibet. Der Naim ſolle voun auß⸗ Privilegia die Roͤm. Kaͤyſerliche Majeſtaͤt reuten herkommen/ und ſo viel als einen Carol IV. Glorwuͤrdigſter Gedaͤchtnuß nit Wald/ oder wuͤſten Ort/ der geſaubert/ allein ſpecialiſſumc confirmirt, ſondern der geſtalten von Kaͤyſerlicher Macht und deß Reichs Befreyung vermehrt/ daß auch die Inwohner derſelben allerley Gewerb und Handthierung treiben/ und doch keinerley Aufſatz noch Anlag vom Krieg/ vom Bau von Wacht/ oder wie daß genannt ſey/tragen oder leiden doͤrffen/ als andere Buͤrger zu Bamberg/ ſondern deſſen in allen Zeiten und Sachen ewiglich befreyet verbleiden ſollen: welches gewißlich ein ſehr ſchoͤne und groſſe Befreyung/ dergleichen un Roͤmiſchen Reich uicht viel zu finden. Bantz/ Bantum. In ſchoͤnes Cloſter/ Benedictiner Or⸗ dens/ zwiſchen Bamberg/ und Coburgy aber auf der ſeiten gelegen; von dannen man auffs Dorff Simau/(ſo zwar im Coburgi⸗ ſchen ſein Lager hat; aber denen beyden Ade⸗ lichen Geſchlechten Koͤnitz/ und Branden⸗ ſtein/ gehoͤrig iſt) 1. und ferners/ von dar/ auf Coburg /auch eine Meilwegs hat. Von dieſem Cloſter ſchreibet P. Gabr. Bucelin. in Germania Sacra, alſo: Bantum, vulgò Bantz/ Caſtrum olim Baronum de Bantz. 9. robuſtiſs. turribus firmatum, poſtea in Cænobium Ord. D. Benedicti converſum, & S. Dionyſii honori conſecratum. Fun- datricem hab. Alberadem Comitiſſam de Bantz, Hermanni Marchionis Vochburg. Viduam, poſtquam is in haſtiludio lancca transfoſſus, occubuerat. Reſtituit idem Monaſterium S. Otchòô, Bamberg. Epi- ſcopus,&c. Barreut/ Bayreuth. NIrd von Theils Bareuth/ Pareuth W und Payreuth geſchrieben. Pun d Meilen von Culmbach/ und z. von Boten⸗ ſtein/ und iſt ein Marggraͤffiſch Brandenbur⸗ giſche nach Culmbach/ Herrn Marggraff Chriſtian(der Anno 1581. den 30. Januarii, geboren worden/ und bißweilen allhie Hof haͤlt) gehoͤrige Stadt/ die Fridericus, den man insgemein vor den Erſten Burggraven Aſchen gelegt worden. und zum Bau gerichtet worden/ bedeuten. Muͤſte alſo Baureut geſchrieben werden. Siehe unten Culmbach: Item Bruſchium, in Beſchreibung deß Vichtelbergs/ pag. 25. ſeq. daſelbſt er alſo ſchreibet: Hie iſt zu mer⸗ cken/ daß die alten Teutſchen gemeiniglich die Ort/ und Flecken/ haben Reut genennet/ da etwan viel Holtz/ und Waͤlder geſtanden/ an dero ſtatt/ Doͤrffer und Staͤdtlein/ ſind zu bauen angefangen worden: welches am Vichtelberg augenſcheinlich/ denn hierumb viel Flecken und Hoͤrffer ſind/ die von abge⸗ hauener Waͤlder wegen heutiges Tags noch alſo genennt werden/ als Parraut eine Stadt an dem Maͤyn gelegen/ etwann drey Mell vom Vichtelberg/ hat den Namen von zweyen Waͤlden/ die man alldaſehe die Stadt iſt zu bauen angefangen worden/abgehauen/ und abgebrennet hat. Daher haben auch den Nanien Rigelsreut/ Frauenreut/ Po⸗ lenreut/ Winnersreut/ Hauenreut/ Per⸗ gersreut/ Sigersreut/ Lorenreut/ und ande⸗ re mehr. Biß hieher Bruſchius. Anno I1621. den 23. Junii/ iſi Barreut/ ſannnt Kirchen/ und Rahthauße/ biß auff 18. Gebaͤu/ in die gelegt So hat auch Anno 1631. im Septembri/ der von Friedland dieſe Stadt unverſehens uͤberfallen/ gantz außpluͤndern/ ctliche Inwohner/ und Buͤr⸗ ger/ niedermachen/ und gefunglich hinweg fuͤhren laſſen/ welches auch zu Creuſſen/ und Pegnitz/ geſchehen. Jugleichem iſt Anno 34. im Sonnner/ dieſe Stadt/ mit Stuͤck⸗ und Granaten zur Ulbergab bezwungen worden; wie in dem Theatro Europæo, Und in den Relationen/ ſtehet. Wie es ihr ſon⸗ ſten bey dieſem Krieg ergangen/ davon haben wir keine Nachricht/ ohn, daß Anno 1641. der Schwediſch General Feldmarſchall/ Io⸗ hann Bannerſin ſeinem Zug nach der Obern⸗ Pfaltz/ von Hof/ und Gefreß/ auch hieher kommeniſt. Es hat dieſe Stadt Herrn Marggraff Chriſtian von Brandenburg zu Culmbach zugehoͤret/ welcher Anno 1591. den z0. Januarii/ gebohren worden/ und mit ſeiner Gemahlin/ Frauen Maria/ Herrn Marg⸗ gruff Albrecht Friderichs zu Brandenburg, Hertzo⸗ Hethoh in Ich ben fo kurter Annam und Fur 20. Dec lam,§ Sachſe Anno Erdmar Octobr. Anno16 welchen 41. den phien/ Ernſten Tochter/ Anno 44 Ernſten! Marggre vembris, Auguſti, ral Wahl ſie/ undf Ranzion. Füͤrſtliche die bißher ſunaus alten da den Decker dere Mobil zwar kem vom Schn richtet. S deß Herrn oöben den E E Ma erg gel und den aſſer VBa ten der Fraͤ Vaunachg tigem Fuh chun entſ duann 1 puchſeſſen feuſtdann, 4 E Mro ratſche Staſ i ſtenGe i hogs. aumen „P. 184„ Auauß i s eine m ſcuber mj edeute, a werde. uſchin b2 zu mt n einig a eenenn i ſtand un in ſi u ches« m Nlerun un onab igsn ſeSt eh J hl tden la ieSt un ſehal un deß Franckenlands/ ꝛc. 29 Hertzogen in Preuſſen/ Fr. Tochter/ die im Jahr 1649. den 11. Hornung geſtor⸗ ben/ folgende Fuͤrſtliche Kinder noch vor kurtzer Zeit/ im Leben gehabt hat. 1. Frauen Annam Mariam, Hertzogin von Cromau und Fuͤrſtin zu Eggenberg/ Anno 1609. den 20. Decembr. z. Fr. Magdalenam Sybil- lam, Herrn Johaun Georgen Hertzogen zu Sachſen/ und Chur⸗Printzens/ Gemahlin Anno 1612. den 28. Octobr. 3. Herrn Erdmann. Auguſtum, Anno 1615. den 29 Octobr. und 4. Herrn Georgium Albertum, Anno 1619. den 10. Martii, gebohren. Auß welchen Herren Bruͤdern der aͤltere Anno 41. den 28. Novembr. mit Fraͤulein So⸗ phien/ Herrn Marggraffen Joachint Ernſten zu Brandeburg/ Ohnſpach/ Fr. Tochter/ Ehelich Beylager gehalten/ und Anno 44. den 27. Julii/ Herrn Chriſtian Ernſten bekommen hat; Sie aber/ die Frau Marggraͤffin/ iſt Anno 46. den 23. No- vembris, geſtorben. Anno 1634. den 18. Auguſti, plünderte der Bayeriſche Gene⸗ ral Wahl die Stadt Bayreut auß/ beſetzte ſie/ und forderte zehen tauſend Reichsthaler Ranzion. Er hat auch das Schloß/ oder die Fuͤrſtliche Reſidentz allda/ und in derſelbigen/ die bißher verborgen geweſene Gewoͤlber antz ausgeraumet/ und dermaſſen haußge⸗ hanen daß faſt kein einiges Gemaͤhlde an den Decken/ und Waͤnden/ viel weniger an⸗ dere Mobilien, darinn uͤbrig geblieben; wie zwar Kemniczius, im 2. Buch deß 2. Theils/ vom Schwediſchen Krieg/ tol. 52 5. ſeq. be⸗ richtet. Siehe unten Hilpoltſtein: und von deß Herrn Marggraffen Reichs⸗Anſchlag/ oben den Eingang. Baunach. En Marcktfleck/ ein Meil vom Bam⸗ berg gelegen/ allda die Waſſer Baunach/ und Itze, iy den Maͤyn fallen; von welchem Waſſer Baunach, einer unter den ſechs Or⸗ ten der Fraͤnckiſchen Ritterſchafft/ der Ort Vaunach genennet wird. Einer hat von ſel⸗ bigem Fluß alſo berichtet: Baunach/ Pauna- chius, entſpringt in dem Wald/ der Haßberg enannt/ nicht weit von Bundorff/ den ruchſeſſen von Wetzhauſen zuſtaͤndig; fleuſt dann auff Ebern/ und nahe beym Fle⸗ cken Baunach in den Maͤyn. Bayersdorff. En Marggraͤffiſch Culmbach⸗oder Bar⸗ reutiſcher Marcktfleck/ und Schloß; da⸗ von in unſerm Text/ pag.„½. Kaͤyſer Carl der Vierdte hat un Jahr 1355. den Burg⸗ graffen zu Nuͤrnberg/ Johanni, und Alber- to, zu Rom/ die ſondere Freyheit geben/ daß ſie auß dem Dorff Bayrsdorff eine Stadt bauen moͤchten. Dahero auch theils dieſen Ort ein Staͤdtlein nennen/ ſo aber/ wie ge⸗ meldt/ nur ein Marcktfleck/ und eines auß den Vier Haupt⸗Aemptern deß Burggraff⸗ thumbs Nuͤrnberg/ ein Meil von Forcheim gelegen/ iſt; allda/ ein geraume zeithero/ der Keßler⸗Zunfft Ober⸗Richter/ der Ampt⸗ mann daſelbſt geweſen. Dann Kaͤyſer Ru⸗ dolff der Ander/ Anno 1582. den Herrn Marggraffen das Privilegium uͤber Schutz/ und Handhabung der Keßler⸗Zuufft gege⸗ ben/ ſo von denſelbigen/ hieher/ auf Bayers⸗ dorff/ gelegt worden. Es hat ſolches Hand⸗ werck auch einen Schultheißen/ der/ neben obbeſagtem Amptmanu/ die Citariones auff dem Zunfftag ſigeit. Die Meiſter nemmn ſich Meiſter deß Verordneten Schoͤpff n⸗ ſtuels eines Erſ. Kupfferſchmidt⸗ Hand⸗ wercks. Ob nun wol einer daſſelbige ehrlich und wol gelernet/ muſſen ſie doch auff dem Zunffts⸗Tag/ nach Handwercks Gebrauch/ ſich einkauffen: ſonſten werden ſie fuͤr Stoͤ⸗ rer geachtet/ und doͤrffen kein neu Kupfferge⸗ ſchirr verkauffen. Mit dieſer Zuncſt amuli- ren die Zobel von Gibelſtat/ als Affter⸗Le⸗ henleut der Pfaltzgraven bey Rhein: welche dergleichen Schirms⸗Gerechtigkeit/ in einer gewiſſen Terminei/ und Circkelmaß/ von dem H. Reich zu Lehen empfangen: als fal⸗ len/ deß Gezircks halben/irrungen vor. Sie⸗ he Herrn Limnæum in tomo 4. de Jur. public. pagin. 848. Das Schloß allhie iſt ein Bambergiſch Lehen. Bechhofen. JIN Marggraͤffiſch Ohnſpachiſcher E Marckt⸗Fleck/ bey Koͤnigshofen am Sand gelegen. Berchingen/ Perchingen. AN Fluß Sultz/ nahend Sultzburg/ und * Holnſtein/ im Stifft Aichſtaͤtt/ ein Staͤttlein/ ſo der letzte Graf von Hirſchberg Sebhardus, der An. 1305. geſtorben/ umbs Jahr Chriſti 1300. ſammt der Grafſchafft Hirſchberg/ ſolchem Stifft geſchenckt hat. Henricus Rebdorffenſis ſchreibet/ daß Anno 1299. die Juden allhie ſeyen verbrannt wor⸗ den. Obgedachtes Schloß Holnſtein iſt auch Eichſtaͤttiſth. Vern⸗ 30 Beſchreibung Berengrieſe. In Biſchoflich Aichſtaͤttiſch Staͤdtlein/ En ſ Hirſchberg an der Altmuͤhl gele⸗ gen. Bey dieſem Ort ruinirte Anno 1633. der Obriſt⸗Leutenant/ Hanß Wachtmeiſter/ den 15. Junii/ 5. Regimenter Croaten und Polacken/ in 1500. Pferd ſtarck/ erlegte da⸗ von 250. und bekam 0. gefangen. Bernhauſen. Eu Fuͤrſtlich Biſchofflich Wuͤrtzburgi⸗ ſcher Ort/ und Ampt. , Bibra. B brach insgemein bißher genannt/ ein Wuͤrtzburgiſcher Marckt/ ſieben viertel Meilwegs von Neuſtatt an der Aiſch gelegen. Es iſt auch ein Bibra bey Mel⸗ lerſtadt. Bildenreut/ Pillnreut. En Nonnen⸗Cloſter/ im Nuͤrnberger Wald/ ſo auß Erlaubnuß Kaͤyſers Lu- dovici IV. Anno 13 40. zu erbauen angefan⸗ gen worden; wie Crulius in Annalib. Suev. part. 3. cap. 12. pag. 239. berichtet. Iſt S. Auguſtini Ordens/ da herumb es groſſe See hat. Birckenfeld. En vornehmes Adeliches Nonnen⸗Clo⸗ ſter/ Ciſtercienſer⸗Ordens/ unter der Auffſicht deß Abbts zu Ebrach/ ſo umbs Jahr 1276. an dem Fluß Aeſt/ oberhalb Neu⸗ ſtatt/ in Francken/ von Graff Friederichen zu Zollern/ dem erſten Burggraffen zu Nuͤrn⸗ berg/ auß dieſem Geſchlecht/ und ſeiner Ge⸗ mahlin Helena/ geſtifftet worden; wie aber⸗ mals gemeldter Cruſius ſchreibet. Die von Seckendorff haben hernach viel darzu ge⸗ geben. Biſchoffsheim. Or der Roͤhn/ nahend Fladungen/ und V Oſtheimb/ an der Straͤy/ Want und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch. Berthous, oder Ber- tholdus, Abt zu Fulda/ welcher Anno 1271. von ſeinen Lehenleuten/ umbgebracht wor⸗ den/ hat dieſe Stadt/ darinn ſich Raͤuber auff⸗ gehalten/ nachdemer zuvor die Stadt/ und 4 Capitul zu Wuͤrtzburg/ den Gewalt abzu⸗ wehren/ ermahnet hatte/ eingenonunen/ und ſie/ die Stadt/ angeſteckt; die Raͤuber aber/ weil ſie ſich auß Verzweifflung von einem veſten Ort gewehret/ mit dem Leben frey ab⸗ ztehen laſſen; wie Brouverus lib. 4. Antiqu. Fuldenſ. pag. 311. ſchreibet. Auno 1643. be⸗ fanden ſich die Frantzoſen/ und Weymari⸗ ſchen/ allhie. Es iſt auch ein Biſchoffsheim an der Tauber/ welches Kaͤiſer Friderich der An⸗ der Anno 1237. den Ertz⸗Biſthumb Maͤnytz uͤbergeben. Serardus de rebus Mo- gunt. l. 5. pag. 836. ex Trithemio. Botenſtain/ Pottenſtein/ Bodenſtein/ Boteſtainum. Gn Stadt/ Schloß/ und Bambergiſche pfleg/ am Waſſer Putlaͤch/ zwiſchen vielen Bergen/ hohen Felſen/ und Steinklipf⸗ fen/ wie das Ulmiſche Staͤdtlein Geißlingen gelegen/ und deß beruͤhmten Manns Martini Cruſii, weyland Profeſſoris zu Tuͤbingen/ Vaterland. Anno 1526. ſeyn allhie mehr/ als hundert Haͤuſer/ verbronnen wie er Cru- ſius, in ſeiner Schwaͤbiſchen Chronic/ part. 3. fol. 599. ſchreibet. In dem Marggraͤf⸗ fiſch« oder Fraͤnckiſchem Krieg/ hat Marg⸗ graff Albrecht von Brandenburg/ dem Bi⸗ ſchoff von Bamberg/ unter andern Orten/ auch dieſes Botenſteinſim Jahr 1553 entzo⸗ gen; ſo aber der Biſchoff eben in dieſem Jahr wieder erobert hat. Es haben ſich vor der Zeit allhie/ und an andern Ortendieſes Biſtumbs Bamberg/ Evangeliſche Leut auffgehalten; die aber Biſchoff Neidhart von Thuͤngen/ſo Anno 1501. erwehlet worden/ nit mehr hat leyden wollen. Brait/ oder Marck⸗Brait. KImn beſchloſſener Marckt⸗Flecken am Maͤyn/ nahend Oxenfurt/ Sultzfeld/ und Iphofen /anjetzo zum halbẽ Theil Herrn Wolff Chriſtoffen von Seckendorff/ ſo es mit Urtheil/ und Recht gewonnen; und zum andern halben Theil Herrn Chriſtian von Seinsheim/ Freyherrn/ gehoͤrig/ deſſen letzten Theil zwar ſeit 1634. biß daher/ von Wuͤrtzburg ſequeſtrirt, und Schulden hal⸗ ber/ ins Julier⸗Spital/ in Poſſeſſion ge⸗ nommen worden. Wird Marck⸗Brait/oder Untern⸗Brait/ zum unterſchied Obern⸗ Brait/ ſo Brandenburgiſch/ und andern Adels⸗Perſonen, als ein Ganerben⸗Fleck/ b gehoͤrig iſt/ genannt.— Brau⸗ — — — — J... Lan Hrn 4 N 35 Deee 8 2. 1 2 8 8 S . r 4 Th 3 Heoqnoae Ieg ⸗qᷣʒocę 5v 1 erben in 6 75 chvorl mit ün n Thü dieſer uffgel unt und G rISS; mho- ſesBiſ ue w hroni igr n Mal umf⸗ hath irg/ de wi udern 0n ewalt w. dume S E p. el deß Magde eck he kaufft: denbur den Ge Exlach brgit/ Kalten⸗ Jkelshe von ſeun Zehend tiig tauſc Er hend gehoriges Breit KMher der lei neberg 5 mehr Bre men hate (o eine? gehöͤrig. Coſter⸗ dn vorge ſenmag) zweiffls veſtſeyn. gen ſtſett Brauneck. En Schoß/ und Herrſchafft/ davon beyin Herrn Limnæo in tom. 4. de I. publ. P. 77. ich dieſen Brricht gefunden: Micha⸗ el deß H. Roͤm. Reichs Burggraff zu Magdeburg/ Graff zu Hardeck/ und Braun⸗ eck/ hat Anno 1449. de daro Wien/ ver⸗ kaufft Marggraff Albrechten zu Branden⸗ denburg/ die Herrſchafft zu Brauneck/ mit den Geſchloſſen Braunect/ Creglengen/ und Erlach/ mit ſammt den Doͤrffern Obern⸗ brait/ Gnotſtadt/ Stifft Sickershauſen/ Kalten⸗Sundtheum/ Mehrtshein/ Ober⸗ Ikelsheim/ und Ebenheim/ ꝛc. wie er ſolches von ſeiner Frau Mutter ererbt: Item/ die Zehend zu Creglingen/ umb vier und zwan⸗ tzig tauſend Guͤld. Rheiniſche Landwaͤhrung. Breitbrunn. En Biſchoffliches Wuͤrtzburgiſches/ na⸗ hend Bannberg/ in das Ampt Eltmann gehoͤriges Schloß. Breitingen/ wer Burg⸗Brei⸗ tingen. b J Hennebergiſchen/ allda Poppo XVlII. der letzte Fuͤrſt/ ohn einen/ von Hen⸗ neberg/ Hof gehalten hat. Es ſeyn auch mehr Breitingen/ deren eines keinen Zuna⸗ men hat: Ein anders aber Herren⸗Breitingẽ (ſo eine Vogtey ins Ampt Schmalkalden gehoͤrig:) eines Frauen⸗Breitingen: eines Cloſter⸗Breitingen(ſo aber vielleicht unter den vorgehenden einem begriffen allbereit ſeyn mag) genannt worden/ und/ ſonders zweiffels! vorzeiten alle Hennebergiſch ge⸗ weſt ſeyn. Oberſtgedachtes Burgbreitin⸗ gen iſt jetzt Chur⸗und Furſtlich Saͤchſiſch. Breuberg. En ſchoͤne/ hohe Veſtung/ oder veſtes Berg Schloß/ ſo die Herren Graven von Erpach/ und die Herren Graven von Loͤwenſtein/ zu Wertheim in Francken/ mit⸗ einander/ als ein Gemeinſchafftlich/ oder Ganerbhauß/ innen; und hat jedesGraͤflithe Hauß/ auff der Veſtung/ einen Amptinann. Und ſtehet in der Gegen⸗Information/ und Bericht/ wider Herrn Grar Georg Albrech⸗ ten von Erpach/ wegen Occupation der biß dahin mit den Graven zu Loͤwenſtein Wert⸗ deß Franckenlands /ꝛc. 31 heimb gemein ingehabten Veſtung und Herrſchafft Breuberg/ den 19.29. Martii im Jahr 1644. auch Niedermach⸗und Auß⸗ ſchaffung der Kaͤyſerlichen Guarniſon(dar⸗ uͤber der Catholiſche/ und dieſes Jahrs den 6. Martii geſtorbener Graf Johann Dieterich der aͤlter von Loͤwenſiein/ das Ober⸗Com⸗ mando hatte) und Beſetzung derſelbigen/ un⸗ ter eines Hanauiſchen Lieutenants Befelch/ daß/ ſo balden einer von den Gan⸗Erben/ oder Herren von Breuberg/ abſtirbt/ deſſen verlaſſene Erbin/ bey den andern Mit⸗Er⸗ ben/ in Krafft der auffgerichten Vertraͤg/ oder Brugfriedens/ die Oeffnung ſuchen/ den Burgfrieden geloben/ und ſich die gemei⸗ ne Unterthanen zur Huldigung amweiſen laſſen/ ꝛc. Siehe ein mehrers von dieſem Ort/ und wie es mit obgedachter Occupi⸗ rung deſſelbigen zugangen/ hochwolgedach⸗ ten Herrn Gravens zu Erpach Prodro- mum Manifeſti, und was auß ſolchem der Franckfurter Herbſt Relation/ pag. 7. ſeqg. einkommeniſt: Item die Früͤhlinge Relation in Anno 45. pag. 1rz. ſeqq. und daſetbſt das Kaͤyſerlich Mandatum, ſy Herr Ferdinand Carl/ Graff von Loͤwenſtein/ Rochefort/ ꝛc. wider hoch⸗wolgedachten Herrn Graven von Erpach/ die Reſtitution deß Hauſes Breu⸗ berg betreffende/ erlanget hat. Unter der Veſtung ligt der Fleck Neuſtaͤttlein/ auch darzu gehoͤrig/ und der Auſpurgiſchen Con⸗ feſſion iſt. Auff der Veſtung Albe⸗ hat der obgedachte Catholiſche Graff zween Cappu⸗ ciner gehalten/ wie man in Anno 1640. uns berichtet hat. 5 2. Brichſenſtatt/ mnsgemein Briſtatt. En Marggraͤffiſch Ohnſpachiſch Staͤtt⸗ lein zwey Meilen von Kitzingen/ nahend Volckach/ und Tettelbach; auch Ober⸗ und Nieder Lanckheim/ geiegen. Iſt vor dieſenn Brichſendorff genannt: allda eine Kaͤyſer⸗ liche Freyung/ aber nicht fuͤr die /ſo einen wiſ⸗ ſent und vorſetzlich erwuͤrgen: auch nicht fuͤr offentliche Schuldner/ ſondern allein für Ge⸗ walt/ Nothwehr/ und dergleichen Stuͤck: Und gehet ſolche Freyung/ ſo weit die Stadt umbfangen, und die Marck vergraͤntztt iſt. Vid. Limn. tom. 4. de Jur. publ. p. 775. An. 163 2. iin Auguſto, ward Brixenſtat von den Kaͤyſerlichen auß Forchheim eingenommen/ und weiln ſich die Buͤrger und Eingeflehnte gewehrt/ daß der Kir ſhen uͤber hundert 2 dar⸗ 32 G darvor geblieben/ ſo wurden ihrer auch 70. nieder gemacht/ und das Staͤdtlein ge⸗ pluͤndert. Brumkbach. Eßn Bernhardiner⸗Cloſter bey Reichels⸗ heimſan der Tauber/und im Tauberthal/ nicht fern von Werthenn/ daruͤber die Gra⸗ ven von Loͤwenſtein/zu Wertheimdie Schutz⸗ und Caſten⸗Vogthey haben/ davon der Leonſteiniſche Gegeubericht/ cap. 3. fol. 37. cum ſcqq. weitlaͤufftig handelt. Es iſt auch ein Brumbach nahend Neuſtatt an der Aiſch: Item dem Flecken Buchenbach/ und Bertzhofen/ an der Jagſt. Buchenbach. E Flecken/ allwo/ wie auch ein Ilecken Bertzhofen/ die Jagſt/ Anno 1627. groſſen Schaden gethau/ wie in den Rela⸗ tionen damaln einkommeniſt/ und die Ort alſo genannt worden ſeyn. Burg⸗Bernheim. E N Marggraͤffiſch Culmbachiſcher Marckt/ ein Meil von Weinßheim gele⸗ gen/ von welchem Herr Limnæus, Fuͤrſtlich⸗ Marggraͤffiſch⸗Ohnſpachiſcher Geheimer⸗ und Canner⸗Rath/ in tom. 4. de Jure pu- blico Impcrii Romano Germanici, p. 813. ſchreibet: Das Burg⸗Bernheimb/ oder Burckbern/ ſo vorzeiten/ der Obertheil deß Hertzogthums Fraucken)/ jetzo der Schluͤſſel deß Burggraffthumbs Nuͤrnberg/ Buͤrgi⸗ ſchen Landes/ geheiſſen werde/ ſehr alte Privi- legia, vom Kaͤyſer Carolo Magno, deß Jahrs 806. Lothario, Anno 1128. Henrico VI. An. 1198. Ludovico IV. Anno 1320. Carolo IV. Anno 1347. habe; welcher letzte dieſes Orts Marckt/ Rathhauß/ und Wild⸗ bad(ſoer/ der Kaͤyſer ſelbſten/ zu Nuͤrnberg/ zu abwehr ſeines Magengrimmnens/ abho⸗ lend kraͤfftiglich genoſſen) befreyet hat. In einem vor kurtzer Zeit/ mir zugeſchicktem Be⸗ richt/ ſtehet von dieſem Ort alſo: Burck⸗ Bernhenn hat anfaͤnglich nit alſo geheiſſen/ ſondern Schoͤnberg/ welchen Namen der Ort von M. Aurelio Antonio, Imp. Rom. ſo ihn Chriſti 181. erbaut/ bekommnen. Nachdem aber Burcardus, der erſte Biſchoff zu Wuͤrtz⸗ burg/ auff dem Berg/ neben dem Marckt/ ein ſchoͤne Burck gebaut/ hat er deß Marckt⸗ Flecken Namen veraͤndert/ und nicht mehr — gehoͤrig/ aber noch in Francken gelegen. Beſchreibung Schoͤnberg/ ſondern Schoͤnburck geheiſſen. Als aber Anno 804. ſolche Burck/ und Marctt/ von den Graven von Rottenburg/ verderbt worden/ hat hernacher Anno 992. Biſchoff Bernhard zu Wuͤrtzburg ein Graf von Rottenburg/ an ſtatt der verderbten Burck/ oder Schloſſes/ zwo ſchoͤne Wall⸗ kircken/ eine unt drey Thuͤrnen zu S. Gan⸗ golff(ſofuͤrters auch verwüſtet) die under zu S. Kumigund/ erbauet; welche An. 1555. nach dem Marggraͤffiſchen Krieg/ weil viel muthwilliges Geſindlein in ſolcher ſich auff⸗ gehalten/ abgebrochen werden; dahero dieſer Ort/ nach beſagtem Biſchoff Beruharden/ Burck⸗Bernheun genaũt worden/ auchſol⸗ chen Namen/ biß auff den heutigen Tag/ be⸗ halten. Es hat eine Stund von gedachtem Flecken ein feines Wildbad/ welches in dem nicht weit davon gelegenen Wald/ der Burck⸗ Bernheimer Wald genannt/ entſpringt/ zu vielen Kranckheiten dienſtlich/ welches D. To- bais Knoblochius, Medicus, zu Onoltzbach/ heſchrieben. Andem Ort deß Wildbade iſt allein das Badhauß/ und ein Wirthshauß/ gebauet. Die Lebens⸗Nothdurfft fuͤr die Pa⸗ tienten wird von den umbligenden Orten/ ſonderlich von Burck⸗Bernhein/ dahin ge⸗ bracht. Biß hieher der gedachte Bericht. Burg⸗Ebrach. On Theils Burckebach genannt/ ein V Marckt/ und Bambergiſch Ampt: da⸗ ren⸗ item von Burg⸗Haßlach/ im Text/ ol. 69. a. Burg⸗Haßlach. Bo Geiſſelwind/ und Obern⸗ Schwar⸗ tzach/ im Wald/ ſo Graͤfflich Caſtliſche Lthen/ und vorhin dem Geſchlecht deren von Veſtenberg zugchoͤrt hat. Burg⸗Unſtat. Der Burck⸗ Unſtat/ ein Bambergiſch Aunpt und Staͤdtlein/ ſo Anno 1640. von den Bayriſchen biß auff das Schloß und die Kirch/ weggebrannt worden; wie in dem Tom. 4. Theatr. Eur. fol. 3. qu. a. ſtehet/ daſelbſt es zwar nur ein Dorff/ und Burck⸗ Umbſtatt genannt wird. Burſtat. MMayn/ aber Chur⸗Maͤyntziſch/ zum 2 Ampt⸗Miltenberg/ und nicht zumEraiß Cadels⸗ 4 82 guum, 1 den 1. Kp lamm, Mie Wirplurg tworffen war 19. diſe inſonderban den Bſſtun wegender aͤt After Sch Adyocatam Weeein med groo boll d 2nal.n. 42 &e. 14. n. Cxolus Aten Anguſtm. V desvondieſen chardus Can bet permut. quendam H hodie Canb edncdo mo. Chonbargau Pdicoparu no, cclerat magnihcum rieg/ weil a lcher ſich,* Sdaherod Beruhau dden /auch 1e ligen dag„e von gedach ea velchesinſ ra ald der Bi entſpringt g welchesD. u Onoltzl d Wildbad ³ Wirtheh ra fft fuͤr die a⸗ enden Oi x. un dahil te Berich h. genannt 2 ch Ampt ☚ h/ im 18. V rn Sch 2. lich Caſt 7 ſchlecht. t. Bambe 7 ‚Anno e. das E 10 orden; 24 „Qu. a.] 12 und T n⸗ uniſh un⸗ dt zuu e3 gelegnn — 96 73 Cadelsburg. b ODe Cadoltzburg/ ein Marckgraͤffliches Ohnſpachiſches Schloß/ Haupt⸗Ampt und Dorff. Cammerſtein. Ax* der Schwabach/ und nahend dem *l Staͤdtlein Schwabach gelegen/ Marck⸗ graͤfflich Ohnſpachiſch/ vorzeiten Naſ⸗ ſauiſch. Comberg/ Chomburg. 1 Naend Schwaͤbiſchen Hall/ vorzeiten ein Abbthey/ jetzt ein Weltlich Colle⸗- gium, ſo der Biſchoff von Wuͤrtzburg den 15. Septembr. Ammo 1587. per ſenten- tiam, ſine onere eximirt hat: nachdem ſolch Stifft allbereit zuvor den Biſchoffen zu Wuͤrtzburg Geiſi⸗ und Weltlichen unter⸗ worffen war/ auch Kaͤyſer Fridericus Anno 1485. dieſes vornehme Adeliche Collegium in ſonderbaren ewigen/ und erblichen Schutz dem Biſtumb uͤbergeben hatte/ wiewol all⸗ wegen der aͤlteſte Schenck/ Herr zuLimpurg/ Affter⸗Schirmherr deſſelben iſt/ und ſolche Advocariam von Wuͤrtzburg zu Lehen traͤgt: Wie ein mehrers hievon beym Martino Ma- gero von Schoͤnberg cap. 8. Advocat. armal. n. 342. fol. 3 19. C. 9. n. 1039. fol. 434. & c. 14. n. 128. fol. 6 22. zu leſen iſt. Herr Carolus Stengelius ſchreibet part. 2. rerum Auguſtan. Vindel. cap. 22. pag. 116. folgen⸗ es von dieſem Ort: Ab Epiſcopo Auguſta- 5 1 S 4 22 ier de duiobir Al 995 Ri- chaff Guͤter es wolle und in dieſen Hof chardus Cames à Rotenburg ad Tubarum, ommen/ ſo hater allwege 3. Tag Freyung/ per permutationem, nackus eſt montem quendam Halæ Suevicæ vicinum, quem hodic Cambergenſem vocant(ſiquidem extincto morte genere Nobilium, qui hoc Chomburgum tencbant, arx,& oppidum Epiſcopatui Auguſtano, ut Feudi Domi- no, ceſſerat;) in cujus vertice conſtruxit, magnificum Caſtrum, quod de montis nomine Camburgum quoque(al. Com- burgum, vel Chomburgum) nuncupayvit. Filius aitem ejus Burcardus, patre mor- tuo, ex arce Camburgenſi, aſſentientibus fratribus, Monaſterium Benedictinum fe- cit, quod nunc eſt Collegium Canoni- corum ſecularium. Biß hieher dieſer. Es deß Franckenlands/ ꝛc. — 33 8 — Larlſtadt. E Ine Stadt am Maͤyn drey Meil unter — Wuürtzburg/ und ſelbigem Stifft gehoͤ⸗ rig. Wird insgemein Carlſtat genannt. Hat ein Ampt; und ligt dabey das Schloß Carlburg/ ſo Kaͤyſer Carolus Calvus er⸗ bauet habe ſolle. 6 Es ſind etliche beruͤhmte Leute auß dieſer Stadt buͤrtig geweſen/ als Doct. Andreas Carolsſtadius, ſonſt Bodenſtein genannt; D. Johannes Diaconites, D. Michael Beu- rherus, und anderemnehr. Caſtel. Nuff dei Berge/ ein/ wie manſagt/ in dem Bauren Krieg zerſtoͤrtes Schloß; ſonſten aber der Herren Graven von Caſtell Stamm, Hanſe/ und darunter das Dorf gleiches Namens/ von welchem dem Bran⸗ deburg ein guter Theil/ der ander aber den Hoch⸗wolgedachten Herrn Graven vonCa⸗ ſtel/ſo Staͤnde deß Reichs/ zuſtehet. Es hat in ſolchem Dorff ein gut Wildbad/ deſſen Tugenden kurtz vom D. Johan. Poſthio be⸗ ſchrieben werden; wir in der Ciſta Medica Hornungi, cp. 190. p. 367. zu ſehen. So hat es auch allhie/ wie Herr Limnæus tom. 4. de publ. pag. 815. berichtet/ einen Baurn⸗ Hof/ſo der Kelter⸗Hof genennet wird/ darin⸗ nen eine Freyung iſt/ dergeſtalt/ ob ſich be⸗ gibt/ daß einer einen erwuͤrget/ oder andere boͤſe Stuͤck veruͤbet/ es ſeye auff was Herr⸗ und nach Endung ſolcher drey Tag/ mag er 3z. Schritt auß dem Hof thun/ und wieder hinter ſich gehen/ alsdann hat er abermalz. Tag Freyung/ und alſo fortan. Es iſt der Herren Graven von Caſtell Monatlich ein⸗ facher Reichs⸗Anſchlag 1. zu Roß/ und 4. zu Fuß/ oder an Geld/*8. fl. und zun Cammer⸗ gericht jaͤhrlich ordmariè 7 fl. cum augmen- to aber 11. fl. 42. kr. 5. heller/ wie ich gefun⸗ den/ den Thaler zu 69. kr. gerechnet. Coburg. ES wird zwar dieſe Stadt/ ſammt ihrer Pfleg/ und zugehoͤrigen Orten/ nicht zum Fraͤnckiſchen/ ſondern zu dein Ober⸗ iſt unter der Chomburgiſchen viſitation, das Saͤchſiſchen Craiß/ gezogen: Weiln aber Cloͤſterlein/ und Kirch/ Nußbaum/ auß dem ſolche Landſchafft in Francken gelegen/ Schloß Nußbaum/ beym Fluß Jagſt er⸗ vorzeiten auch darzu/ und die Grafſchafft bauet/ ſo eine Probſtey iſt. Henneberg/ gehoͤret hat/ und noch heutigs enne Ez Tags —————— 3. 3 34 Beſchreibung Tags die Inwohner Francken genaũt werdẽ: So geleben wir der gebuͤhrenden Hoffnung/ es uns/ daß wir dieſelbe allhie einbringen/ nichtuͤbel werde gedeutet werden; Zumaln hierdurch niemands ſonſten etwas vergebeu/ præjudicirt/ oder concedirt wird/ deſſen wir uns dann auch hiemit außdruͤcklich bedingẽ. Was nun die Hauptſtadt dieſes Laͤndleins/ namlich Coburg/ anbelangt; So iſt vor we⸗ nig Jahren eine Beſchreibung derſelben in den Oruck komen; welche wir auch in dieſem zu behalten fuͤr rathſam befunden haben. Es lautet aber dieſelbe alſo: Die Fuͤrſtliche Stadt Coburg iſt eine auß den aͤlteſten/ welche in Franckenland zu finden ſeyn/ und danneuhe⸗ ro kan man nicht eigentlich wiſſen/ von wel⸗ chem/ oder zu welcher Zeit/ ſie anfaͤnglich ſey erbauet worden/ iſt auch dieſesfals nichts gruͤndliches auß den Hiſtorien zu ſchöpffen. Allein wird dieſes/ als ein ruhmwuͤrdiges Stuͤck billich angezogen/ daß der vortreffliche Marhematicus, und Weltbeſchreiber Clau- dius Ptolomæus lib. 2.(cap. 11. Geogra- phicæ enarrationis, dieſer Stadt/ wiewol mit einem Griechiſchen Namen/ welcher ſich mit dem jetzigen Teutſchen/ wo nicht gantz /doch gar nahe vergleichet/ gedencket/ uñ Melocavum,(al. Melocabus) heiſſet/ in⸗ maſſen viel gelehrte Leut davor halten/ und mag auch umnb die Gegend deß Maͤyns der⸗ gleichen Ort/ welchem ſolcher Name gebuh⸗ re/ nicht gefunden werden. Es ſetzet auch ge⸗ meldter Ptolomæus, dem Aſtronomniſchen Gebrauch nach/ rarione longitudinis, die ponition der Stadt auff 30. 31.(in einein Exemplar ſtehen z1. 30.) wie ſie auch ra- tione lacitudinis auff 50. 20. ſich erſtrecke/ faſt allermaſſen/ wie man heutiges Tages zu ſetzen pflegt. Und weil Prolomæus gelcot hat im Jahr Chriſti 147. waͤre ſolcher geſtalt der Staodt Coburg vor 1479. Jahren(nem⸗ lich von der Zeit an/ da dieſe Beſchreibung verfertiget) gedacht worden: Zumaln/ weu aus Beſchafſenheit deß gantzen Itzgrundes (ſo vom Waſſer Itz/ oder Itſch/ ſo allhie in die Crempe konunt/ den Namen) noch heuti⸗ ges Tages zu ſpuͤhren/ daß wegen der ſchoͤnen Gegend/ an Feldern und Wieſen/ wie auch luſtigen Waͤldern/ der Ptolomæus keinen andern Ort/ als Coburg/ habe verſtehen koͤnnen. Andere Scribenten haben verzeich⸗ net/ wie etwa vor 346. Jahren zu Coburgein Scheffel Korn uunb 22. Pfenning/ ein Hen⸗ ne umb 2. Pfenning/ und der Wein ein ſehr weniges gegolten; Wie dann ungleichem 27. Viertel Habern umb. fl. ſind verkaufft wor⸗ den: darauß gegen jetziger Zeit dieſer Stadt Wolſtand in etwas zuvernehmen. In dem Jahr 1348.(Al. 1345.& 47.) iſt die Stadt Coburg noch der Graffſchafft Henneberg einverleibt geweſen⸗ Wie dann auch nach der StadtCoburg eine vornehme Linien in hoch⸗ gedachtem Fuͤrſt⸗ und Graͤflichem Hauſe iſt genennet worden. In deniſelbigen Jahr iſt ſie/ bey Vermaͤhlung Fraͤulein Cathari⸗ næ)/ Herrn Heinrichen Gravens zu Henne⸗ berg Tochter/ zu dem Hochgebohrnen Fär⸗ ſten/ Hertzog Friederichen/ dem Strengen oder Admorſo, wie die Hiſtorici zu reden pflegen/ Landgraven in Thiuingen/ Marg⸗ graven zu Meiſſen/ und Oſterland/ an das hochloͤbliche Chur« und Furſtliche Hauß Sachſen komen/ und unter deſſelben Schutz/ durch Gottes Gnaden/ verblieben. Man findet auß alten Urkunden/ daß zu Coburg die Pflege von Graͤflichen/ und vornehmen Rit⸗ ters⸗Perſonen/ in maſſen auch die Vogtey von Herren Stands⸗Perſonen, zu Zeiten iſt bedient/ die Schoͤſſerey aber/ und Burger⸗ meiſterlich Ampt/ von etlichen vom Adel/ verwaltet worden. Neben dieſem iſt auß alte Urkunden zu ſehen/ daß Coburg eben mitde⸗ nen Freyheitẽ begnadet geweſen/ welche heu⸗ tiges Tages deß H. Roͤm. Reichs Stadt Schweinfurt in Francken hat/ und mit ihrem Lob erhalten. Unnb das Jahr Chriſtir4 30. als die Huſſiten auß Boͤhmen in das Fran⸗ ckenland fielen/ Culnbach/ und Bayreuth/ anſteckten/ und dem Stifft Bamberg/ mit unabtreiblichem Gewalt/ zuſetzten/ und aller Orten uͤberauß groſſen Schaden veruͤbten/ ſolcher Geſtalt/ daß der Biſchoff ſich init Geld abkauffen muſte/ auch allenthalben groſſe Furcht war/ hat die Stadt Coburg in groſſer Eil zur Gegenwehr ſich geruͤſtet/ und an Mauren/ Zwingern/ Graͤben/ und andern Kriegszeug/ derſelbigen Leufften Ge⸗ legenheit nach/ viel lukoſten auffgewendet: und vermuthlichen iſt es eben dieſelbige Ar⸗ beit/ welche heutiges Tages noch ſtehet. Wasaber die Huſſiten/ zwar mit ihrem gref⸗ ſen Gluͤck/ aber der Benachbarten Landver⸗ derbung/ vor groſſen Schaden gethan iſt da⸗ her abzunehmen/ daß in Coburgiſchen Hocu⸗ menten der Huſſiten Flucht gedacht wird/ die⸗ weil nemlich/ wegẽ der Huſſiten/jedermauge⸗ flohẽ ſin bewahrte Staͤtt und Schioͤſſer/ oder/ in Mauglung derſelbigen in die Waͤlder ſich Y ſalviret hat/ und wird in den Boͤmiſchen Hi⸗ ſtorien/ welche die Krꝛeg der Hufſiten beſchric⸗ ben/ der Coburgiſchen Gegend außdruckli⸗ chen gedacht. Sonderlich iſt dieſes auch zu mercken /daß in den dreyen Feldzugen/ welche wider die Boͤhmen auß Teutſchland ſich ge⸗ ſchehen/ 8 iſt die S ſ Ham dauich nac i Kmmnut, M ichem H n 7 ſn, nen In 1 ue M 2 orici zu! r ugen„M an lan u ſliche 3 0 elben St an eben. 9 an zuCobun 1 nehmen. hdie N un 1 zu F nd Bu a. n vom niſt au aj ebenn m⸗ welche Uh, eichs E uts. dmiti un. hriſtinag. das: un⸗ Bayl un, nberg uſt eu unt her n verl uch/ off ſic ſit alentt Unn tCob ann eruſte 1nd aben d eufftt on⸗ fgew a: b 1 och ai⸗ ihren a nLa hhan ii⸗ chen u twW 4 eun Ine, d die⸗ ſ 10 — — — — 1 1 —— ——————— fffff M ſ — 2 AA A 5 7) e 1 1 ALILIllIldlIIIILL — — ſchhen d. räſinmüſ fuungſeyen Andeutun nuthlich tyn daun anfal ein kuufftiger⸗ Korn und baren Gaꝛ waſſern gucklich; nan Kücch ſernſſich ve noch zunle auch dieſee gerichten, Vö endlich Straſſen cher wale Heldburg Gefahr/¹ Burgerſe und zu R Wanberen geſtanden. Vindshei verg) zuet daßdie We durcheinw auß unune tet: Aſon nicht verſch 15ſz. qlsd weyland Cl Johaansn de in walche Ewigen W bieeben muſ gelangt das Pſanunte ſten/mitſo beywelchem frauen unt. genden Hag kraͤntzein ſ Laudamn ſungen ind Wlcks/ we Kanſich hinz Einzug hat aſſen aug und beyſo he Naſchen ni derdeſich Nanen N. ſchehen/ die Stadt Coburgfaſt allemal mit⸗ reiſen muͤſſen. In welchem Jahr die Ve⸗ ſtung ſey erbauet wordeniſt nicht ſonderbare Andeutung vorhanden/ wiewol ſehr ver⸗ muthlich/ es muͤſſe umb dieſe zeit geſchehen ſeyn/ damit die Pflege wider den feindlichen Anfall eine ſichere Zuflucht haͤtte. Nach⸗ kuͤnfftiger Zeit hat die Stadt/ umb daß ſie mit Korn/ und Weinwachs/ wie auch an frucht⸗ baren Gaͤrten/ Wieſen/ Gehoͤltz/ und Fiſch⸗ waſſern/ durch Gottes Guͤte/ wolverſehen, gluͤcklich zugenommen/ wie auch an Thuͤr⸗ nen/ Kirchen/ Spital/ Rath⸗und Kauff haͤu⸗ ſern/ ſich verbeſſert/ und kan mandieſes theils ¹ 1 deß Franckenlands/ ꝛc. 35 ten Biſchoffen zu Naumburg/ der mit auff dem Wagen geſeſſen/ ungefehr unt dieſen Worten geſprochen: Wer bin ich ſterblicher und ſuͤndlicher Menſch/ daß mir ſolche Ehr wiederfahren ſollee Darauff der fromme Bi⸗ ſchoff faſt auff dieſe Weiß geantwortet: Sei⸗ ne Chur⸗ Fuͤrſtliche Gnaden ſolten zu frieden ſeyn/ dieſes waͤre nur der Anfang/ wenn ſie gelangen wuͤrden zu der Statte der Ewig⸗ keit muͤſſe es viel beſſer werden. Dieſemn loͤb⸗ lichen Exempel der Stadt Coburg/ haben andere/ als Salfeld /und Weymar/ nachge⸗ folget/ ec. Auff der Veſtung Coburg hat der ſelige Mann Gottes Lucherus ſich offt/ und noch zimliche Nachrichtung haben. Es iſt viel/ auff Verordnung ſeiner Obrigkeit/ fin⸗ auch dieſes nicht zu uͤbergehen/ daß/ vor auff⸗ den laſſen/ und ſonderlich bey waͤhrenden gerichtem/ und von Kaͤyſerl. Majeſt. Carolo Reichs⸗Taͤgen/ damit man in der Naͤhe ſei⸗ V. endlich gebotenen Landfriede/ als alle Straſſen/ wegen ſehr groſſer Rauberey/ unſi⸗ cher waren/ und man von hinnen biß gen Heldburg/ oder Hilperhauſen/ nicht ohne Gefahr/ reiſen konte/ die Coburgiſche Junge Burgerſchafft ſich tapffer brauchen laſſen/ und zu Roß die Wege beſuchet/ auch den Wanderenden in ihren Nochen freudig bey⸗ geſtanden. Gleich wie aber der Stadt Windsheim(ſolte vielleicht heiſſen Weins⸗ perg) zu ewigem Lob nachgeſchrieben wird/ daß die Weiber in derſelbigen/ dermaleins/ durch ein weiſes Straragema, ihre Maͤnner/ auß unnnbgaͤnglicher Lebeusgefahr erret⸗ tet: Alſo mag der Stadt Coburg in deme nicht verſchwiegen werden/ daß in dem Jahr 1552. als der theure Bekenner Jeſu Chriſti weyland Churfuͤrſt/ und Hertzog zu Sachſen/ Johann Friederich der aͤlter/ aus der Fremb⸗ de/ in welcher er/ wegen deß Evangelii/ und Ewigen Warheit/ in das fuͤnffte Jahr ver⸗ bleiben muͤſſen/ wiederumb bey Coburg an⸗ gelangt/ das Miniſterium, Rath/ Schul/ und geſammte Burgerſchafft/ ihren Landes; Fuͤr⸗ ſten/ mit ſonderbarem Triumph einpfangẽ/ bey welchem/ neben den Knaben/ die Jung⸗ frauen/ mit zuruͤck⸗ außgelaſſenen/ und flie⸗ genden Haaren/ auch auffgeſetzten Rauten⸗ kraͤntzlein/ ſich befunden/ und das Te Deum Laudamus, mit gantz erhabener Stimm/ ge⸗ ſungen/ in Anweſen einer unzehlbaren Menge Volcks/ welches von allen benachbarten Or⸗ ten ſich hinzu gedrungen. In waͤhrendem Einzug hat der theure Fuͤrſt der Thraͤnen(in⸗ maſſen auch von allem Volck geſchehen/ und bey ſo hellem Himmel/ die Augen der Menſchen nicht nur truͤve/ ſondern gantz naß worden) ſich nicht enthalten koͤnnen; ſondern zu Herren Nicolao von Ampsdorff/ vorzei⸗ nes Raths gebrauchen moͤchte: und auff der⸗ ſelben iſt der Geiſtreiche Hymnus(Ein veſte Burg iſt unſer Gott) von ihine geſtellet wor⸗ den/ ꝛc. Imn Jahr 1530. hat der theure Nann Gottes/ bey angeſtelltem Reichs⸗Tag zu Augſpurg/ zu welcher Zeit das Evangelium in groſſer Gefahr ſtunde/ dieſe Wort in ſei⸗ nein Loſament angeſchrieben: Nonmoriar, ſed vivam,& narrabo opera Domini. Pſal. I. Iter Impiorum peribit. Es waͤhret aber lang. Harre doch. Plalm. 73, Pauper& inops laudabunt nomen tuum Dominc. Denn die andern doͤrffen dein nicht. Auß welchen Worten der freudige Geiſt in ſo groſſer Ge⸗ fahr genungſam zu ſpuͤren. Er hat auch viel ſchoͤne Sendſchreiben/ den Belruͤbten zu Troſt/ von der Veſtung Coburg abgehen laſſen und das Datum darunter verzeichnet/ als ob ſie zu Grubock gegeben waͤren/ welches Wort Ruckwerts muß geleſen werden. Mei⸗ ſtentheils hat er die Brieffe auß der Veſtung Coburg abgefertiget/ dero Geſtalt/ als ob ſie ex Eremo datirt worden. Ebener maſſen hat er ſich zu Coburg im predigen offentlich hoͤ⸗ ren laſſen/ und iſt auff der Beſtung geweſen/ nit wie auff dem Fuͤrſtlichen Schloß Wart⸗ burg in Thuͤringen/ faſt vor aller Welt ver⸗ borgen/ ꝛc. Die Hauptkirche allhie/ zu S. Moritz genannt/ iſt ein alt Gebaͤu/ wie auß dem vordern porricnzu ſehen/ wiewol dieacht groſſe Pfeiler nicht gar vor hundert Jahren/ ſind erbauet worden/ und darzu angewen⸗ det ein gantz ſilbernes Bild 8. Mauriti, wel⸗ ches die Nuͤrnberger um 1600, Floren/ an ſich geloͤſet haben. Dieſes erſcheinet daher/ daß die Vorfahren auffgezeichnet/ wie die groſſe Glocken in dem Jahr 1437. nach der Geburt Chriſti/ ſeye gegoſſen worden: wie⸗ wol den heutigen Thurn/ nach ſelbiger Zeit man —-/-· man angefangen/ waͤre aber wol zu wuͤn⸗ ſchen/ daß der ander/ ſo dem jetzigen von unten auff/ durchauß gleichet/ ebener maſſen auff⸗ gefuͤhret worden/ welches dem gantzen Ge⸗ baͤu ein vornehme Zierde/ wie auch der Stadt ſelbſten gegeben haͤtte. In dem Jahr 1525. iſt das Licht deß Evangelii zu Coburg angan⸗ gen/ und der erſte Prediger/ ſo auch Super⸗ intendens worden/ von Wittenberg kom⸗ men NamensM. Balthaſ. Duͤring/ welchem kuͤnfftiger Zeit/ vornehme/ und beruͤhmte Maͤnner ſuccediret. UInd dazumal haben ſich die 12. Meß⸗Prieſter/ wie auch derer 7. in der Kirchenzum H. Creutz geweſen/ allgemach abſentirt. Jugleichem auch die Walfahrt zum H. Creutz meiſtentheils erloſchen/ ꝛc. Belangend das Fuͤrſtliche Reſidentz⸗ Schloß/(in der Stadt) die Ehrenburg/ iſt dieſelbige im Jahr r547.· erbauet/ von Hertzog Johaũ Ernſten zu Sachſen bezogen/ und von Kaͤyſer Carln den Fuͤnfften/ mit dem gedach⸗ ten Namen begabt worden. DieCantzley iſt von Herrn Johann Caſimirn/ Hertzogenzu Sachſen/ ꝛc. in dem Jahr Chriſti 1597. er⸗ bauet/ und publicæ Juſtitiæ, wie auch in aſy- lum torius Patriæ eingeweihet worden/ nach dem Ihre Fuͤrſtl. Gn. in dem Jahr 1584. in die Regierung gluͤcklich angetretten. Und zu Bezeugung wahrer Furcht Gottes/ auch was groſſe Zuneigung Ihre Fuͤrſtl. Gn. zu den freyen Studien tragen/ hat dieſelbige im Jahr 1602. ein Fuͤrſtliches Collegium im Fruͤhling zu bauen anfangen laſſen/ und auff vorhergehendes Gebaͤt/ ſo in der Kirchen ge⸗ ſchehen/ den erſten Stein/ mit eygenen Han⸗ den geleget/ und ſonderliche darzu gegoſſene Muͤntz mit einmachen laſſen: welches Fuͤrſt⸗ liche Collegium folgendes Jahr vollendet/ zum herrlichſten und zierlichſten mit Bild⸗ und Mahlerwerck von auſſen; von innen mit Auditoriis, habitaculis und anderen Gebaͤu⸗ den/ ſampt Oeconomi, verſehen worden/ wie es noch heutiges Tages von Durchrey⸗ ſenden beſchauet wird. Dieſes Collegium iſt in Jahr 1604. den 3. Julij/ von Ihrer Fuͤrſtlichen Gnad. ſelbſten/ in Beyſeyn ſtatt⸗ licher Abgeſandten/ von Ihrer Fuͤrſtl. Gnad. Herrn Brudern/ Graven/ Ritterſchafft/ und Staͤdten eingeweihet/ mit dem Namen Gymnaſii Caſimiriani gewuͤrdiget mit reichen und ſehr milden Einkommen bewiedmet/ zu ewigen Zeiten beſtaͤttiget/ und dazu mit einem Convictorio verbeſſert worden: und wird heutiges Tages in allen Facultaͤten/ nemblich Theologia, Juriſprudentia, Me- dicina, Philoſophia univerſa, geleſen und Beſchreibung diſputiret; darzu dann die Diſciplinæ Inſtru- mentales, Dialectica, Rhetorica, Orato- ria, Poetica, Geographia, und Hiſtoria, uud neben dieſem/ die Linguæ Cardinales, He- bræa,& Græca, iu utroque ſtylo, tam ſolu- to, quam ligato, gebraucht werden: Daß alſo diſpurando& declamando, die ſtudi⸗ rende Jugend/ publicè,& privatim, wie auch in andern guten Exerciciis. geübet wer⸗ den muß. Zu welchem Ende Eylff Profeſſo- res, auß Fuͤrſtlicher Mildigkeit/ beſoldet/ in gedachtem Gymnaſio jetziger Zeit ſich befin⸗ den. Neben dieſem/ hat ein Erbar Rathſeme ſonderbare Stadtſchule/ in welcher Sieben Claſſes, durch Sieben darzu verordnete Præceptores, informiret werden. Darbey es Ihre Fürſtl. Gnaden auch nicht bewenden laſſen/ und nachdem von langen Jahren her/ die Floͤſſe von den Vorwaͤldern/ der Stadt zu groͤſſern Nutz kommen/ indem das Holtz leichtlich herbey gebracht werden koͤñen: Als haben Ihre Furſtliche Gnaden durch eine neue Invention es ſo weit verfüget/ daß zu noch groͤſſern Nutzen allgemeiner Stadt/ das Holtz von den innern Waͤldern gefloͤſſet wer⸗ den kan. Zum Beſchluß dieſes/ iſt zuge⸗ dencken/ daß wie die Stadt Coburg in ihrem Bezirck mit ſtattlichen Wildbahnen /treffli⸗ chen Fiſchereyen/ geſimden Brunnen/ faſt uͤberfluͤſſig begabet: Alſo auch ſie/ durch ſon⸗ derbare Goͤttliche Providentz/ mit heylſamer Lufft dermaſſen verſehẽ/ daß keine Infection einreiſſen/ und wann ſelbige von benachbartẽ Orten entweder geholet/ oder gebracht wor⸗ den/ dannoch ihren Gifft nicht weiter/ als wo es einmal hingelanget/ fortſetzen mag/ ꝛc. Biß hieher obangezogene Beſchreibung/ de⸗ ren verba formalia, und eygentliche Wort/ wir behalten/ und nichts darinnen geaͤndert/ allein dieſelbe etwas enger zuſamen gezogen haben. Und iſt ſolche Beſchreibung zun ZJei⸗ ten hochgedachtes Hertzogen Johann Caſi⸗ mirs zu Sachſen/ ꝛc. herauß kommnen/ wel⸗ cher hernach Anno 1633. den 16. Julii/ ohne eheliche Leibs⸗Erben/ dieſe Welt geſegnet/ und ſeinen Herrn Brudern/ Hertzog Johann Ernſten zu Eiſenach/ zum Erben der Cobur⸗ giſchen Pfleg verlaſſen hat; der/ vor weni⸗ ger Zeit/ auch ohne Kinder geſtorben; und hat nach ſeinei Tode/ in der Theilung bey⸗ der Laͤnder/ Coburg und Eyſenach/ die Alten⸗ burgiſche Lini/alles/ was in Fraucken/und zu Coburg gehoͤrig/(auſſer Koͤnigſperg/ ſo Weymnariſch) ſamt Coburg/ und der Reſi⸗ dentz in der Stadt/ namlich Ehrenburg/ be⸗ kommen; das Bergſchloß aber /oder die Ve⸗ ſtung rmiſt ſätge rüihen r Ducchlſ Inno 164 riſchen u und zuvo bris das Coöburge ten; aber Oberſter⸗ ten. An⸗ Geveral len Quar⸗ chesder und Ratt Schwerd drohet; fol. 274. auch mit hen/umb Marent bung derſ Poppone mann zu Sohn/ du ſem undẽ habe Gram Land durc graff Hern Henneberg obezumE graff Fried graffenzut rina von gangen: w Hochzet/ heimbgeſche Heurath G Schweher dachen wolt worden; u unddas La gebe wecce zuſſichgron Opangenbe nic lib. 5.c. durg auch daſ Neuſ doͤſetige velerun e 1 ber al ictnennet rungſhen 9 derxeco ine il. 3 700. lito ehh nale a. „ da Ku. rden„ p d di f hi, Vatu niſ geüͤb pr) 3ffb 10. V beſo ün it ſic Aiu rRa che cher« en veru ute .Da Hhs tt ber men Jahr imr, ſder S inda Tit bkone lls mdur ghe getſ mlu r Sta dus efloͤſſe K 6 iſt uze urgin nin hnen/ nmi⸗ unner ſſſt te dur ſch it heyl unr ne Juf win benac he ꝛbrach ur⸗ eiterc o en mo g. reibu ir lliche« en ged nen ge aht ungzu n⸗ ohann D⸗ mmen u Juli ue eit geſ W ogJ 1, nder C ⸗ vor m. torben; u heilung ſch die? uül nckenu m nigſpett nd der. enburg oder d d 1u deß Franckenlands ꝛc. 37 ſtung/ iſt mit Chur⸗Saͤchſiſchem Volck be⸗ ſetzt gebliebẽ /nachdem/ auf erfolgten Prage⸗ riſchen Friedens⸗Schluß/ Ihrer Churfuͤrftl. Durchl. ſolche reſtituirt worden/ als dieſelbe Anno 1633. den 18. 28. Martij/ die Keyſe⸗ riſchen/ unter Herrn Wilhelm/ Freyherrns von Lambou Anfuͤhrung/ durch Accord/ und zuvor auch An. 1632. den 27. Septem⸗ bris/ das Friedlaͤndiſche Volck die Stadt Coburg einbekommen/ und gepluͤndert hat⸗ ten; aber damals beſagte Veſtung/ darauff Oberſter Dubadel gelegen/ nicht erobern kun⸗ ten. Anno 1640. wolte der Kaͤyſerliche General/ Gilles de Haſi, am Ende deß Apri⸗ len/ Quartier allhie in der Stadt haben/ wel⸗ ches der Commendant/ ſampt dem Cantzler und Rathen/ verweigerten/ ober ſchon mit Schwerdt/ Feuer und Kaͤyſerlicher ugnad drohet; wie in Tom. 4. Theatri Europæi fol. 274. ſtehet. Die alte Vorſtaͤdte ſeyn auch mit einer Ringmauer/ Wall und Graͤ⸗ ben umbgeben/ daß alſo die Stadt doppelte Mauren hat. Dreſſerus ſagt/ in Beſchrei⸗ bung derſelben/ daß ſie Anno 1291. von Graf Poppone zu Henneberg/an Marggraff Her⸗ mann zu Brandenburg/ ſeiner Schweſter Sohn/ durch ein Teſtament/ mit 22. Schloͤſ⸗ berg/ Hilburg oder Heltburg/ Sonnenberg/ Eißfeld/ Hilperhauſen/ Neuhauſen/ Rotach/ und Umerſtatt/ die gedachter Marggraff Friederich/nit ſeiner Gemahli der von Hen⸗ neberg/ bekommen: welches auch Petrus Al- binus, in der Meißniſchen Chronie/ tit. 15. fol. z00. meldet; aber darzu ſetzet/ daß ſon⸗ ſteuſzu dem beſagten/ auch die Stadt Schal⸗ crau gethan/ und fuͤr Neuhauſen/ Neuſtatt geſetzt werde. Sonſten lieſet man/ daß Hil⸗ perhauten/ Eſſefeld oder Eißfeld/ und Helt⸗ burg oder Hilberg/ erſtlich durch Henrath an Burggraff Hanſen zu Nuͤrnberg/ und fol⸗ gends mit ſeiner Tochter/ ſo theils Cathari⸗ nam; eine geſchriebene Thuͤringiſche Chro⸗ nic aber/ ſo dieſes auch berichtet/ Margare⸗ tham nennen/ An. 1377, an Landgraff Bal⸗ thaſar zu Thuͤringen gelanget und alſo auch zu Sachſen kommen ſeye. Obgedachter Au⸗ tor/ der die angezogene Beſchreibung der Stadt Coburg in den Oruck beſonders kom⸗ S men laſſen/ haͤtte wol gethan/ wann er dieſem Zweiffel abgeholffen/ und auß den verwahr⸗ lichen Schrifftlichen Lrkunden/ den wahren Grund entdecket haͤtte. Daß es ein ſtattli⸗ ches Heurath⸗Gutanuſſe geweſt ſcynerſchei⸗ net auch darauß/ weilen Churfuͤrſt Friederich ſern und Staͤdten konumen; aber An 1314. der Dritte zu Sachſen/ zu dem alten Lucas habe Graff Heinrich von Henneberg ſolch Land/ durch Heurath/ mit Jutta/ deß Marg⸗ graff Hermans Tochter/ wieder an das Hauß à obẽ zum Eingang gemelte Heuꝛathmit Land⸗ graff Friederichen in Thuͤringen/ und Marg⸗ graffen zu Meiſſen/und der Fraͤulein Catha⸗ rina von Henneberg/ Henrici Tochter/ vor⸗ gangen; welcher Fridericus aber/ nach der Hochzeit/ dem Vatter die Tochter wieder heimbgeſchickt/ weil er ihme das verſprochene Heurath⸗Gut nicht geben. Und obwoln der Bmaghes ſolche Schmach durch Waffen raͤchen wolte/ ſo iſt doch die Sach verglichen worden; und hat der Schweher die Stadt und das Laͤndlein Coburg ſeinem Eyden her⸗ gebẽ/ welcher ſo dann ſeine Gemahlin wieder zu ſich genommen hat. Und meldet Cyriacus Spangenberg/ in der Hennebergiſchen Chro⸗ nic/ lib. 5. c. 9. fol. 197. daß damals/ niit Co⸗ burg/ auch die Staͤdte Koͤnigsberg/ Sonnen⸗ berg/ Neuſtatt/ Rothach und Umbſtatt/ an Henneberg gebracht; darauff dann der bald Kranach/ den beruͤhmnten Mahler/ als erih⸗ me ſeine Ahnen mahlen ſolte/ wie obgedachte zween Hiſtorien⸗Schreiber/ Albinus und Becherer/ bezeugen/ geſagt hat; Er ſolte ihm die Henne(verſtund das Henunebergiſche Wappen) unr fein machen ſſie haͤtte den Fuͤr⸗ ſten von Sachſen ein gut ſchoͤn Ey gelegt. Hierbey iſt noch dieſes zu eriũern/ daß/ was droben auß einer gedrucktẽ Beſchreibungan⸗ gefuͤhret worden/wie nenilich das Waſſer Itz oder Itſch/ zu Coburg in die Kreinpe falle/ einer in ſeinem Anno 1648. eingeſchickten Bericht vereine/ und alſo ſchreibe: Die Itſch kommt hier nicht in die Kreinpe/ ſondern die Krempe in die Itſch/ und heiſſet die Itſch biß ſie uͤber dem Waſſer Paunach in den Maͤyn fleuſt/ worauß dann die gemeine Landtafeln falſch ſeynd/ welche mahlen/ als wann die Itſch zuvor in die Paunach fieſſe/ und ſo dann auß derſelben in den Maͤyn flieſ⸗ ſe/ da doch jeder abſonderlich in den Mayn das jetzige Hauß von Sachſen kommen; wie⸗ laufft. Anno 1594. den 2. Octobris iſt all⸗ wol er im 129. Blat/ von 8. Staͤdten ſagt/ die er aber auſſer deß Staͤdtleins Schalcken nicht nennet. Johaun Becherer/ in der Thuͤ⸗ ringiſchen Chronic/ ſchreibet am 378. Blat/ daß in der Coburgiſchen Pfleg ligen/ Koͤnigs⸗ V hie zu Coburg ein grauſam Feuer außkom⸗ men/ ſo groſſen Schaden gethan hat/ wie Bange in der Thuͤringiſchen Chronick p. 209. berichtet. Anno 1635. den 18. Mertz/ gieng endlich die Veſtung allhie an die Kaͤy⸗ F arecer ſerliche 38 ſerliche uͤber/ nachdemn ihr der General Lam⸗ boy biß dahin ſo ſtarck zugeſetzet hatte. Verzeichnuß der fuͤrnehmſten Oerter/ welche in dem Abriß der Stadt Co⸗ burg inſonderheit in acht zu nehmen. Die Veſtung Coburg. Die Fuͤrſtl. Reſidentz Ehrenburg. Die neue Alcana. Die Hauptkirch zu§. Moritz. Die Fuͤrſtl. Regierung und Cantzeley. Das Rahthauß. Der Marckt. Das Fuͤrſtliche Collegium. Das Zeughauß. .Das Steinthor. Das Ketzſchenthor. 12. Der Kilians⸗Thurn. 13. Der Huͤrten⸗Thurn. 14. Das Judenthor. . Das Spittalthor. Die Fuͤrſtliche Stahlhuͤtten. .Das Bürglesthor. 18. Der Steinweg. 19. Das Haynthor. 20. Das H. Creutzthor. 21. Die Roſenau. 22. Die H. Creutzgaſß. 23. Die Kirchzum H. Creutz. 24. Das Seelhauß. Die Ziegelhuͤtten. .Die Schleiff⸗und Polliermuͤhl. .Die Floͤß bey Kortendorff. .Lauterburg. Lauttern. 5 Vorraths Floͤſſefuͤr dieFuͤrſt. Hofhal. Die Judenbruͤcken. Das Schlachthauß. .Das aͤuſſer Juͤdenthor. .Die Webergaß. .Die Sorſtadt vorm Juͤdenthor. Das Thor bey der Eſelsbruͤcken. .Die Angermuͤhl. 38. Zinckenwerterthor und Vorſtadt. 39. Vorſtadt vor dein Ketzſchenthor. 40. Der Gottesacker. 41. Der Faſangarten. 42. Die Fuͤrſtliche Rennbahn. 43. Das Glocken⸗Gießhauß. 44. Das aͤuſſerſte Ketzſchenthor. 45. Das Vorrahthauß. 46. Der Seylerſtandt. 47. DasSchießhauß bey der Vogelſtan⸗ 48. Die Eychebruͤcken. en 49. Die Kirche zu 5. Nicolaus. 50. Das Lazareth bey s. Nicolaus. 51. Ketzſchendorff. H RA. Beſchreibung Cranach/ Cronach. EJme Stadt im Stifft Bamberg/ zwie ſchen Coburg und Wildenfelß/ an der Radach/ und 6. Meylen vom Fichtelberg/ 6. Mellen von Bayreut/ und zwo kleine Meyleen von Neuſtadt an der Heide/ ſampt einein veſten Schloß auf dem Roſenberg/ wie man ſagt/ gelegen/ ſo deß Kunſtreichen und weitberuühmten Mahlers und Burger⸗ meiſters zu Wittenberg/ Meiſter Lucas/ deſ⸗ ſen hieoben im Beſchluß von Coburg gedacht worden/ Vaterland geweſen; wie Bruſchius, in Beſchreibung deß Fichtelbergs/ bezeuget. Die Cranach und Haßlach fallen da in die Radach. Die Schwediſchen haben die Stadt Anno 1632. und 33. belagert/ auch das letzte⸗ mal erobert/ und hernach/ wie man geſchrie⸗ ben, verbrannt; aber dem feſten Schloßall⸗ da/ ſo Roſenberg heiſſen ſolle/ konten ſie bey⸗ desmnal nichts abgewinnen. Georg Engelſuͤß im Weymariſchen Feld⸗ zug ſchreibt/ daß im Jahr 1633. als Hertzog Bernhard von Sachſen im Jenner/ Cro⸗ nach einbekonnnen/ die Stadt darüber in die Flaunne gerathen ſey/ aber in der gedachten Veſtung konte man nicht beykonunen. Her⸗ gegen ſagt Kemnitz/ im 2. Theil vom Schwe⸗ diſchen Krieg/ daß ſein Herr Bruder/ Hertzog Wilhelm zu Sachſen/ den 5. Junij/ einen heimlichen Verſuch auff Cronach gethan; und daß hernach Anno 34. den 8. Mertz/ Hochgemeldter Hertzog Bernhard dieſen Ort belagert habe; aber wegen deß Einfals der Kaͤyſerlichen/ in die Marggrafſchafft Culmbach/ den 16. dieſes/ wieder abgezogen/ daruͤber dann die Vorſtadt/ den 9. ejusdem, abgebranut worden ſey, Kul mb ach. ES ligt dieſe Marggraͤffiſch⸗Branden⸗ giſche Stadt amn weiſſen Maͤyn/ nahend dem Fichtelberg/ und komunt nit weit da⸗ von der rothe Maͤyn dazu/ und wird foͤrters auß beyden ein Fluß. Perrus Al- binus; ſagt in der Meiſniſchen Chron. rit. 13 fol. 176. daß von etlichen geſchrieben werde/ wie unb Culmbach der hoͤchſte Ort/ und gleichſam das Mittel deß Teutſchlandes ſeye. Iſt eine Fuͤrſtliche Marggraͤfliche Reſidentz zu Zeiten/ darob das veſte beruhmte Schloß Blaſſenburg gelege. Es haben die Burggra⸗ gen. fen von Nuͤrnberg/ Johannes und Albertus, im Jahr rz3. Culmbach ſampt der Herr⸗ ſchafft Blaſſenburg/ und dem Cloſter Hi mels⸗ deß Kunſirichen lers und Burger 4 wie Brucchun elbergs bezenget. ach fallen uinde nhaben dieStadt dt auch daslette, wie man geſchrie⸗ feſten Schloßalle lle tonten ſiebey⸗ 1 yinariſchen Fedd⸗ 1633. als Hektzog n Jenner Cro⸗ adt daruber in die tin der gedachten eykonunen. Her⸗ heil vom Schwe⸗ Bruder/ Hertzog 1. Junij/ einen Tronach gethan; den d. Mertz/ Bernhard dieſen egen deß Einfals Marggrafſchafft diederabgezogen/ den 9. ejusdem, h. ſch⸗Branden⸗ nann nahräd int nit weit da⸗ iß. Pettus A- en Chron. it. ſchrieben rde üchſie Dn un — N N N N ☛‿ᷣ᷑ 6 — —ÿ—— — 2. n, ſffffr ninf Iöfir 5 — — A B ———— — —— — — 2 — ſerunge 1 — igen in g ntit ſampt ſeiner beſeſtigung , e —z E 1 E ATEE f W 15 8 ⁴ᷣ =e“ AAANANANÁANAŃNRŃNRRNR in luualeu- 2l sesu d LLr Lu énE 1 A“ AA LLAILL IIL —— 11 LELHII L LI2LL7LILLLLLL2LLL.LI, 2— 11LLLL——=———— 6 2 u. A1l 1 1 A E“ 6 34— — die Huſſiten a Garreutange feit wie die wi Pobel, zund an! Oie Geiſtlichen ſe entweder au auff das geſta Füüſſe llin e ſie wit kaltenn cher Geſtalterb der Voͤmiſchen Mahdeme died derirte Furſten/ obert ſo iſtman gen. AsdieEn daß ſie die Stadt ſen ward) ſchwe nen ſind ſie mitd auffdas gedachte chen/ und haben gezundet. Der F ſchete das Feuer/ ergrifenwurden, Daraufwarddas hefftigſten belage weile dasS Schloß, Behrut oder Ba die M auren um worden; wie in Chronic anzz1. gddachte Veiun Ardeguſtn 1 ten zu Brandenb rung Anm lefft; hennt den/darin das A d die Haupt tn me Urtunden 1 jetz taufb 1 Herr 8 in dS. 16 4. he btembris, 3 düendtt un9 deß Franckenlands/ꝛc. melscron/ von Graff Otten von Orlamund/ umb 7000. Pfund Heller erkaufft/ wie Lim- næus lib. 5. de Juro publico Tap. 7. I.. 21. ſchreibet; welcher auch num. 8. meldet/ daß ein Pfund Heller ohngefehr vier Gulden mache: wie wol ſolches nicht aller Orten gleich iſt. Ineiner geſchriebenen Nuͤrnber⸗ giſchen Chroni ſtehet/ daß ein Pfund neuer Heller ſey 8. malzo. und mache ſonſten 4. Pfund Gelds. Uimbs Jahr 1430. haben die Huſſiten auß Boͤheimb/ Culmbach und Garreut angeſteckt/ und groſſe Grauſainb⸗ keit, wie die wilden Thier/ an den gemeinen Poͤbel und an vornehmnen Perſonen veruͤbt. Die Geiſtlichen/ Moͤnche und Nonen/ legten ſie entweder auf das Feuer/ ober fuͤhreten ſie auff das geſtandene Eyß der Waſſer und Fluͤſſe/(in Francken und Bayern) begoſſen ſie mit kaltem Waſſer/ und brachten ſie ſol⸗ cher Geſtalt erbarmlich umb/ wie Boreck in der Boͤmiſchen Chronic pag. 450. berichtet. Nachdeme die Nuͤrnbergerund ihre Confcœ⸗ derirte Fuͤrſten/ Anno 1553. Lichtenfels er⸗ obert/ ſo iſt man darnach fur Culinbach gezo⸗ gen. Als die Einwohner daſelbſt vermerckt/ daß ſie die Stadt(weilſie ſehr hefftig beſchoſ⸗ ſen ward) ſchwerlich wurden erhalten koͤn⸗ nen/ ſind ſie mit dem/ was ihnen lieb geweſen/ auff das gedachte Hauß Blaſſenburg entwi⸗ chen/ und haben die Stadt hinter ihuen an⸗ gezuͤndet. Der Feind aber fiel hinein/ und le⸗ ſchete das Feuer/ erwuͤrgete/ die noch darinn ergriffen wurden/ und pluͤnderte die Stadt. Darauf ward das Schloß Blaſſenburg zum hefftigſten belagert. So ſind auch mitler weile das Schloß Lichtenberg/ der Hoff/ und Beyrut/ oder Barreut/ eingenommen/ und die Mauren umb dieſelben niedergeriſſen worden; wie in der Braunſchweigiſchen Chronic/ am 331. Blat/ ſtehet. Endlich iſt gedachte Veſtung Blaſſenburg, von den Bundsgenoſſen wider Marggraff Albrech⸗ ten zu Brandenburg/ nach langer Belaͤge⸗ rung/ Auno 1554. auch erobert und ge⸗ ſchleifft; hernach aber wieder gebauet wor⸗ den/ darinn das Archivum Brandeburgieum, oder die Hauptbrieffe/ Schrifftliche vorneh⸗ me Ulrkunden/ und die Kaͤyſerliche diploma- ta, jetzt aufbehalten werden; wie wolgedach⸗ ter Herr Limnæus abermals& lib. 5. cap. 7. pag. 164. berichtet. Anno 1632. den 21. Se- prembris, hat der General von Friedland dieſen Ort/ im Namen Kaͤyſerlicher Maje⸗ ſtaͤt/ auffgefordert: als ihme aber eine ab⸗ ſchlaͤgige Antwort worden/ hat er in der Ge⸗ gend herumb vier ſchoͤner Flecken/ Hoͤrffer/ wehrt/ abziehen miiſſen. Anno 16 15. zu Leipzig/ eine Culmbachiſche 39 Schloͤſſer und Muͤhlen/ verderbt und in den Braͤnd geſtecket; Endlich aber/ als ſich die in der Beſatzung mit Stucken dapffer ge⸗ Wir finden/ daß Chronic in 4. unter den: Namen Chriſtopho- ri Schlenpneri herauß kommen/ die wir aber nicht haben bekonnmen koͤnnen; Sonſten wir/ ſonder Zweiffel/ darauß die Beſchrei⸗ bung dieſer Stadt und Veſtung Blaſſen⸗ burg/ haͤtten vernichren moͤgen. — Dieſe Stadt ligt am Weiſſen Maͤyn/ der Anno 1643. funff Stunden lang ſich faſt verlohren/ wie in den 5. Theil Theatri Eu- ropæi fol. 52. b. ſtehet. Anno 1634. nahm der Kaͤyſerliche General von Lamboy die Stadt Culmbach mit Gewalt ein/und plun⸗ derte ſie auß; aber der gemeldtẽ Blaſſenburg kunte er nichts anhaben/ und verließ auch die Stadt wieder. Gleichwol hat er das folgen⸗ de 35. Jahr/ Herrn Marggrafen Ehriſtian von Brandenburg gezwungen/ daßEr ſeinen Oberſten Muffel nebenſt der Guarniſon auff Blaſſenburg in deß Kaͤyſers und deß Reichs und ſeine Pflicht zugleich zunehmen/ (wie man berichtet)gewilliget haben ſolle Es gehoͤrt auch hieher der Ort und das Ampt Dachsbach. O Anno 1279. umb 500. Marck Sil⸗ bers und 1000. Pfund Heller/ von den Graffen von Oettingẽ/ durch die Burggraf⸗ fen zu Nuͤrnberg erkaufft worden ena ſol Detelbach/ Tettelbach. Nalhend Grumbach/ Selgenſtadt und Volckach/ am Maͤyn/ 2z. Meylen von Wurtzburg zu Land/und 4.wie man berich⸗ tet/ wegen deß Mayns krununen Lauff/ ge⸗ legen. Iſt ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein und Ampt/ hat ein Cloſter und groſſe Wall⸗ fahrt zur heiligen Marie: Und hat der Abt von Spanheim zwey Buͤchen/ von den Wun⸗ derwercken/ ſo ſich allhie/ und; audere/ die zu Hailbrunn/ Wuͤrtzburger Biſtumbs/ ge⸗ ſchehen ſeyn ſollen/ geſchrieben. In einem neulich mir zukommenen Bericht/ ſtehet hie⸗ von alſo: Dieſe Wallfarth zu unſer Lieben Frauenzu Dettelbach/ im Saͤnd/(iſt ein von Holtz geſchnittens Marix⸗Bildlein/ insge⸗ mein ein Veſperbild genannt/ hat ſich ange⸗ fangen Anno Chriſti 1505. die Miracula, ſo allda geſchehen ſeyn ſollen/ ſeyn erſtlich(ſon⸗ ders Zweiffel/ nach Trithemio) vom Eucha- rio Sarg/ Lateiniſch beſchrieben/ hernach Anno 1613. kuͤrtzer zu Bamberg teutſch ge⸗ 3 pruelt 40 druckt worden. Anno 1632². iſt der Koͤnig auß Schweden auch hieher kommen. Diſtelhauſſen. EIn Wuͤrtzburgiſcher Fleck und Ampt/ an der Tauber zwiſchen Lauden und Biſchoffsheimb/ allwo ein herrlicher Wein waͤchſt/ der dieſen Ort daher beruf⸗ fen macht. Duͤringſtadt. E 3 Bambergiſcher Marckt/ und Aunpt. Dollnſtein. O der Dolnſtein/ oder Dalnſtein/ Staͤdt⸗ lein und Schloß an der Altmuͤlſim Bi⸗ ſtumb Aichſtaͤtt/ ſo der 49. Biſchoff Alber- tus II. der Anuo 1445. geſtorben/ von den Freyherren von Heydeck erkaufft hat; wie Caſpar Bruſchius de Epiſcopat. German. cap. 10. pag. 194. ſchreibet. Feuchtwang. Stadt Stifft/ und Vogtey/ nicht weit von Schillingsfuͤrſt/ Muͤnchrot und Kreilsheimb/ und ein Meyle von Duͤn⸗ ckelsbuͤhel gelegen/ ſo An. 1376. dem Burg⸗ im Speſſert/ deſſen Inwohner vor der graffen zu Nuͤrnberg/ vom Reich/ um 000. Gulden verſetzt worde; wie in einer geſchrie⸗ benen Verzeichnuͤß ſtehet. Und daher ge⸗ hoͤrt dieſer Ort noch den Herren Marggrafen von Brandenburg/ auff Ohnſpach. Siehe Limnæum de jure publ. lib. 5. c. 7. num. 48. Anno 1645. lagen die Chur⸗Bayriſchen zweymalallhie/ daruͤber das Staͤdtlein ins Verderben gerathen. Obgedachtes Muͤnch⸗ roth iſt Teutſch⸗Herriſch/ allda ein Vogt und Amptſchreiber. Herr Doctor Wurff⸗ bain meldet Kelat. 3. part. 6. pag. 197. man habe ſo viel Bericht/ das Feuchtwang/ biß auffs Jahr 135 0. zum Reich gehoͤrt/ und daß umb dieſelbe Zeit es Kaͤyſer Carolus IV. da⸗ von genommen/ und Friderico, Burggra⸗ fen zu Nuͤrnberg/ umb 5000. Guͤlden ver⸗ ſetzt: Item/ daß Kaͤyſer Kupertus, in Zeit ſeiner vom JahrChriſti 1 400. biß 1410. gefuͤhrten Regierung/ von einem andern Burggrafen/ darauf noch ferner 3000. Guͤl⸗ den genommen/ und damit Feuchtwang/ auß einem Reichs⸗Flecken/ zu einem Furſtlich⸗ Burggraͤfiſchen Ampt gemacht haben. Firnßberg. = Chloß und Dorff/ nicht weit von Ro⸗ tenburg/ Obernzenn und Dachſtaͤtt ge⸗ Beſchreibung V legen/ und zum Teutſchen Meiſterthumb ge⸗ hoͤrig. Fladungen. E entlich, von theils Flaidingen ge⸗ nannt, ein Würtzburgiſch Staͤdtlein und Ampt/ nahend Gerßfeld/ Elſpe/ Fran⸗ ckenhauſen/ Brig und Auerſperg/ und der Hennebergiſchen Graffſchafft gelegen/ ſo einsmals von ſeinem Biſchoff Gerhardo zu Wurtzburg abgefallen; aber von ihme/ ne⸗ ben Geroltzhofen/ Haßbach und andern Staͤdtlein/ umbs Jahr Chriſti 1400. wie⸗ der zum Gehorſam gebracht worden iſt; wie beym Bruſchio de Epiſcopat. German. cap. 9- p. 171. zu leſen. In einem neulich empfangenem Bericht wird alſo geſagt: Fladungen ligt an dem Waͤſſerlein Fladung/ ſo hernach bald Fla⸗ dung/ bald Stray/ genannt wird/ biß es bey Stray den Namenrrecht bekommt. Es ent⸗ ſpringet aber hinter Ober⸗Fladungen/ auß einem Berg/ der Stellberg genannt. Flammersbach. En groſſes und weitlaͤufftiges/ und den Haͤuſern nach/ zerzetteltes Dorff/ Zeit meiſtentheils Fuhrleut waren/ und vielleicht auch noch; wie Herr Petrus Fran- ſcus berichtet. Forchheim/ Vorchemium. b ¶Neſe Biſchoffliche Bambergiſche veſte — Stadt/ ſo in dieſem Teutſchen Krieg uffrecht/ und ungewonnen blieben/ ligt an der Rednitz/ darein da die Wiſent/ und ein zunlichs unterhalb die Aiſch koͤnmt/ 5. oder 6. Meilen von Nuͤrnberg. Die Mauren ſind rings herumb von ſchoͤnen Quaderſtüͤcken/ wie auch die Thor/ und Paſteyen/zierlich ge⸗ bauet; auch ſolche Veſtung mit einem ſtatt⸗ lichen Zeughauß verſehen. Anno 1354. hat Biſchoff Leupold zu Bambergſein Freyherr von Bebenburg/ der Geiſtlichen Recht Do⸗ ctor/ das Collegiat-Stifft zu S. Martin al⸗ hie/ welches zuvor nur ein Pfarrkirch geweſt/ geſtifftet; wie auch obẽ bey Bamberg geſagt worden iſt. Munſterus ſchreibt/ Forchheim/ ſeye ein aͤltere Stadt/ als Bamberg: wie dañ allhie viel Reichs⸗Taͤge/ und Convent/ von den Baͤyriſchen Koͤnigen gehalten worden. Der gemeine Poͤfel haͤlt dieſen Ort vor deß Ponti Pilati Vaterland; davon beym Ma⸗ merano:⸗ Meiſtethund ge⸗ ſſchafft gele en ſ iſchoff Ge 3 aber ven ihme ne⸗ ßbach und andern Chriſti 1400,wit, achtworden iſt; wi V ppat. German cap. pfangenem Berict ungen lgt an dem ſo hernach bald Fa⸗ unt wird(biß es ben tbekommt. Esent⸗ er⸗Fladungen, auß rg genannt. sbach. veitlaͤufftiges/ und zerzetteltes Dorfff Inwohner vor der rleut waren/ und ⸗Herr Petrus Fran- rchemium. zambergiſche veſtt n Teutſchen Kritg en blieben/ ligt an Wiſent/ und ein h koͤnunt/ F oder Die Mauren ſind mQuaderſtüͤcken aſteyen zierlich e⸗ ig mit einemn ſtatt⸗ Anno! hur b bergſein Irehhel Ilichen Recht Do⸗ 4 hhyſſoh AWWWVWV* 1 ſſſſſ I 4 I ſh ſſſſ 8 2 3 „ ann AMm 9 T d 1 S N 3. r — MX‿M——— 2 5 ſ A— AE 4 tAſiſſcefteſgſſſſſäf ſfri 1 —— 1 1 Ä agfäf 8 5 5—— Tſ I 5 . 4 1ar Bamberqe⸗ S. Martme Stjſt Linh. F. Nuembez 22 Zho. 1a Inne⸗ Nurmbeęge= thoe. E. B ambeeer thoæe 1 n 1 ————.—— 2 le ½ ü—— ————— Wv- * 1 —— —e ——. 77 ,), T —z 1 2 —ꝛjg M 8 üſ —y 9 933„ 5 „Pftsn) eee 221 17 t G. Das zZeughause. K.&. Cereonis. fH Raęqrütz fluß.. A. Wuſernt Jiſ So allkhie⸗ In Ne Rędniez fele. tet lati a= adt Lr erg, tt al tc uT A=* Jge zur ſwei ln dag 3 R mlid ter hola urn Ban ſ. hrius (ee zu. hra. batt uch wie Aum gewe⸗ —r Kdt, Hr ſchſſ Lin Forc 1 6 T u kzve h Ba dug erder A cke do. aſſet nge drdi of len Datt utt dd auff tun Waß nE at Taua irn briefß 3 din. deß Franckenlands ſac. 41 merano, in Kaͤyſers Carol V. Reiß/ am 12. Blat/ und Thraſybulo Lepta, im Leben V Herrn Georg Ludwigs von Seineheim/ gehoͤrt fuͤrnehinlich lib. 2. fol. 116. zu leſen. Und ſolle ein Berg daſelbſt/ und etliche Aecker herumb/ dieſen Namen/ aber vielleicht von einem andern/ ſo auch Pilatus geheiſſen/ wie beſagter Mamera- nus muthmaſſet/ haben. 110 Weilen mir aber ſeithero ein andere Be⸗ ſchreibung/ die zwar allbereit im Jahr 1632. gedruckt worden/ zukommen; So wird die⸗ elbe hiemit auch eingebracht/ ſo alſo lautet: Forchheim ein Statt/ zwiſchen Bamberg/ und fuͤnff Meil von Nuͤrnberg/ in Franckeum⸗ land gelegen/ hat in long. 2§. grad. 18. minu- ten: in latit. 48. grad. 46. minutens iſt ein ſehr alte Stadt/ und vermuthlich dahero aͤltet ſals Bam berg/ wegẽ/ weiln Kaͤyſ Carl der Groſſe etlichmal Oſtern daſelbſt gehalten/ welches er/ wann Bamberg geweſen/ oder inbeſſern Anſehen geſtanden /daſelbſten verichtet haͤtte, zumaln/ weil auch etliche Reichs⸗Verſanun⸗ lung allda gehalten worden. Vide Coſmogr. Johann Rauens/ Sebaſtian Muͤnſter/ und Irenicum lib. II. Solcher Ort hat/ vorzei⸗ ten/ ſo wol als Bamberg/ zu dem Norgau und alt Bayern gehoͤrt/ Aventin lib. 4. Kaͤy⸗ ſer Locharius, als er Aano 871. nach Chriſti Geburt/ zu Forchheim ein Reichs⸗Tag ge⸗ halten/ hat daſelbſt auch ſein Teſtament ge⸗ macht/ wie er dann 36. Jahr der Fraucken Koͤnig geweſen. Iſt/ wie obgemeldt/ ein ſehr alte Stadt/ ligt an der Regnitz, darinn ſtatt⸗ liche Fiſch/ ſonderlich Forellen/ dannher die Stadt Forchheim ihren Namen bekommen/ auch das Wappen noch auff den heutigen Tag mit zweyen Forrhen fuͤhret. Iſt auff Nuͤrnberg zu mit veſten Paſteyen/ Mauren/ und Waſſergraͤben/ verſehen/ ligt zwiſchen zweyen Bergen/ deren der ein der Burgger/ der ander der Reuter⸗Berg/ genennet wird. Zur lincken Hand/ von Nuͤrnberg auß/ hat ſie das Waſſer die Regnitz/ ſo ihn zu ihrer Nah⸗ rung ſehr dienlich/ dann ſie von dar allerhand Victualien/ wie auch andere Waar/ den Maͤyn/ mit ringen Untoſten hinab/ und wie⸗ der herauff bringen koͤnnen. Zur rechten hat es ein Waͤſſerlein/ die Wiſent genannt/ wel⸗ ches von Ebermanſtatt herab rinnet/ und in einem Cauaͤl/ durch die Stadtmauer/ ſo ihnen ſehr erſprießlich/ daũ es nicht allein allerhand Muͤhlen in der Stadt treibet/ ſondern auch/ bey Kriegslaͤufften/(wie dergleichen anjetzo geſchehen)der Graben umbher/ darmit ange⸗ ullt kan werdenffleuſſet. Iſt ſonſt an Herbſt⸗ Fruͤchten ein herrlich fruchtbars Ort/ der orchheimergrund genaũt/ von dero Uber⸗ uß auch andere Ort darmit verſehen werdẽ/ diß Zeit in das Stifft Bam berg/ und wird gemeiniglich von einem von Adel/ den man den Schultheiſen nennet/ regiert/ und adminiſtrirt. Biß hicher die ge⸗ dachte Beſchreibung. Dabey zu mercken) daß die obernannte Regnitz oder Rednitz/ Ra⸗ diantia, Regneſus, unid Tramaircus beynt Godetrido genannt werde/ und in dieſelbige/ bey Hirſchhaid/ die Aiſch kouame/ oder Ayt⸗ ſus, ſo zwiſchen Birgel/ und Windsheun/ entſpringet: Iteni/ daß von dieſem Ort Sa⸗ bellicus, enneade 10. lib. 9. fol. 10 16, tom. 2. Oper. alſo ſchreibe: Eſt Forche in Noricie locus præcipuè panis candore inſignis, di- ſtarque id oppidum non procul à Norim- berga. Hujus Terræ Accolæ Pilatum cogno- mento Pontium popularem ſuum memogOrant. An. 1634. onmit Hertzog Bernhard/ von Nemmarckt/ den 2. Junu/ auff obernann⸗ tes Feucht/ den 3. auff Ruͤckersdorff/ nechſt bey Lauff/(in dem tom. 6. Theat. Furop. ſtehet/ lige. Meilen von Nuͤrnberg/ gegen der Pfaltz) und den zehenden bey Forchheun/ da er oberwehntes Waſſer/ die Wiſent/ ab⸗ gegraben/ und 2 unterſchtedliche Bruggen uͤber die Regnitz ſchlagen laſſen; ſoaber we⸗ nig gehelffen/ weilen allerley Verhinderun⸗ gen vorgefallen/ daß er den 19. Junii wieder darvor auffgebrochen iſt. Es hielte gleichwol der Schwediſch Feld⸗Marſchall Cratz/ dieſe Stadt blocquirt, wie dann die drey Adeliche ringsherumb gelegne Haͤuſer/ Guttenhein⸗ Halberndorff/ und Cunreut/ ingleichenn das Bambergiſche Staͤdtlein Hertzog Aurach, alle mit guten Mauren/ und Waſſergraͤben/ umbfangen ſeyn. Als er/ Cratz/ wegen Au⸗ zug der Kaͤyſeriſchenꝛc. auff Noͤrdlingen vor ſelbiger Schlacht/ von dannen abgefor⸗ dert worden/ ſeyn die Forchheiner außgefal⸗ len/ und etliche Hoͤrffer gar/ etliche zuun theil/ in die Aſche gelegt/ und Eltmann an Mayn beſetzt. Beſagter Cratz iſt den Tag vor der gemeldten Schlacht/ mit denen in Francken geleguen Voͤlckern/ bey der Haupt⸗Armec ankommnen; nachdem er von ſeiner Krauck⸗ heit/ daraner in Schweinfurth gelegen/ und ſeine Leute vor Forchheun gelaſſen/ wieder geſund worden. Er wanrd aber in dieſer Schlacht gefangen/ und hernach Anno 35. zu Wien/ mit dem Schwerdt gericht. Frranckenberg. DEnen von Hutten zuſtaͤndig. F 3 Fuͤrth/ 42 Beſchreibung Fuͤrth in Pohlen/ auß dem Stamm Levi geboren/ e allhie getaufft worden; dabey ſich damaln Vhin ein ſchoͤner Nuͤrnbergiſcher nachfolgende Lymburgiſche Kirchendiener Maxcktflecken/ an der Rednitz/oder Re⸗ befunden: als/ Herr M. Georgius Albrecht/ guitz/ und eine kleine Meil von Nuͤrnberg ge⸗ Superintendens: Chriſtophorus Seufferlin legen. Anno 1634. im Herbſt/ iſt dieſer Ort/ Pfarrer zu Sultzbach/ und Hof⸗Prediger zu von den Crabaten/ biß auff die Kirch/ und et· Schmidelfeld: M. Johan. Georgius Bleſ⸗ lich gar wenig Haͤuſer/ abgebrannt worden. ſing/ Pfarrer zu Vichberg: Albrecht Roſch⸗ Die Pegnitz kommt von Nuͤrnberg hieher/ mann/ Pfarrer zu Eſchbach: Carl Roſch⸗ undfaͤllt da in die beſagte Rednitz. Der Zoll mann/ Pfarrer zu Euttendorff: M. Johann allhie ſolle nach Onoltzbach oder Ohnſpach/ Kartner Pfarrer zu Oberrod: M. Ambro- gehoͤren. Herr D. Leonhard Wurffbain/ ſius Gemuicher/ Pfarrer zu Groͤnningen: M. der Stadt Nuͤrnberg Conſiliarius&c. ſchrie⸗ Johan. Jac. Gunckelin/ Pfarrer zu Weltz⸗ be An. 1651. den 8. Mertz/ an mich/ daß et⸗ heimn: Mag. ſohan. Mair/ Diaconus zu licher Meynung nach/ Kaͤyſer Carl der Gaildorff Groſſe/ ungefehr umbs Jahr Chriſti 790.—„2 naen Nuͤrnberg zur Simd ahelt 9 Gefreß/ Gfi eß. en ſoll wie er auß dem Land zu Schwaben n Marggraͤffiſch Culmbachiſcher durch das Nordgaw auff Boͤheimb gezogen/ E Wa ziſc Weiſſen Maͤyn/ und dieſelbe Provintz mit Gewalt augegrif⸗ zwiſchen Hoff, und Bayreuth/ nabeud fen; undein Meilwegs von Nuͤrnberg/ ge. Wyrſperg/ Preſſeck/ Treges/ Friedimans⸗ gen auffgang der Sonnen/ bey einenn Ort/ dorff/ Leuten/ und Weiſtadt/ gelegen. Zwi⸗ genannt Furt/ oder Uberfahrt/ in Form ſei⸗ ſchen dieſem Marckt/ und dem Dorff/ Bi⸗ nes damals gebrauchten Zelts eine ſonder⸗ ſchoffsgruͤn/ ſo auch Marggraͤffiſch/ ent⸗ bare noch auff den heutigen Tag ſtehende Ca. ſpringt/ bey Heydels/ einein Dorff auß ei⸗ pellam auffgericht haben ſoll. nem Berg die Heid genant/ ſo 35 Stuͤck deß ichtelbergs iſt/ die Eger. Kaͤyſer Sigis- Gaildo— ff. b Fhtelt har den Inwohnern/ und Leuten/ En Staͤdtlein/ und ſchoͤnes Schloß/ der Maͤrckte/ Neuſtat/ Steinbach/ zu Ge⸗ den Herren von Lympurg gehoͤrig/ freß/ zu Stauff/ und zu Eyſolden/ und in dem 3. Stund von Schwaͤbiſchen⸗Hall/ oder Ampt zu Liebenau/ die ſondere Gnad gethan/ eine ſtarcke Meil gegen Schwäbiſchen daß ſie in jeglichen der ehegenannten Maͤtck⸗ Gmuͤnd werts/ und auff Schwaͤbiſchem ten/ Stoͤcke/ und Galgen/ haben/ und boͤſe Boden gelegen; daher auch dieſer Ort allbe⸗ ubelthaͤtige Leut richten und urtheilen ſolleu/ reit unter den Schwaͤbiſchen Staͤdten ein⸗ und moͤgen/ als recht iſt. gebracht worden iſt wiewoler/ ſeines Her⸗ Geltershei ren halber/ zum Fraͤnckiſchen Craißgezogen eltersheim. wird. Welches wir dann allhie zu erinnern Enn Wuͤrtzburgiſches Dorff/ ins Ampt gehabt haben. Werneck gehoͤrig/ und nur ein halbe Von der Gaildorffiſchen Lini Reichs⸗An⸗ Meil von der Stadt Schweinfurtgelegen; ſchlag/ſiehe unten im Wort Speckfeld. Es iſt darfuͤr Hulſius z. Meilen ſetzet/ deſſen allda in der Stadt⸗Kirchen/ uber der Cantzel andere Reiſe von Bamberg/ auff Wülrtz⸗ der Zuſtand der Chriſtlichen Kirchen gemah⸗ burg/ wie ſie in dem Fido Achate, p. let zu ſehen. Iſt angethan mit einenn ſchlech⸗;76. ſtehet/ gantz unrichtig/ ſonderlich von ten zerriſſenem Kleid;zihr Hertz iſt offen/ und. Schweinfurt auß/ auff Geltersheim/ und entbloͤſt/ das Angeſicht gibt Strahlen von Carlſtat. Und muſte einer wol zweymal vor ſich/ ſie hat Flugel/ mit den Fuͤſſen tritt ſie auf Wuͤrtzburg gleichſenm voruͤber ziehen/ und dreyerley/ als/ auffeine Kugel/ auff einen zum drittenmalerſt da einkehren: wie Herr Menſchen Kopff und auff den Teuffel: Sie Petrus Francus erinnert. Gorop. Becanus, lehnet ſich auff ein Creutz: In einer Hand Francicorum lib. 3. fol. 66. wil/ es habe Gel⸗ hat ſie ein Buch/ darinnen ſtehet/ Das Wort tersheim von den Geltern den Namen/ und Gottes bleibet in Ewigkeit: in der andern PErancus ſeinen Francken/ und Soldaten/ Hand ein Rauchfaß: und dannſſo weinet ſie/ ſo er auß Gelterland mit herauß gefuͤhrt/ ein daß ihr die Thraͤnen uͤber die Backen ablauf⸗ Stuͤck Lands außgetheilet/ welche dann die⸗ fen. Anno 1641 den 10.20. Januarii iſt ein ſes Geltersheim/ von dem Namẽ deß Volcks/ Jud/ Namens Moſes Jacob/ zu Lemberg/ V erbauet. Anno 164 ꝛ hauneKonigzunme das d u Efnber e geh „ 4 Poönningen. arrer zu Wah, Diaconus 6 reß. Lulnbachſſhe zeiſen Maug teuth/ napald 5 Friedimane, gelegen. Jwi in DorffVi graffiſch en⸗ Dorfffaußti dein Stuͤckde Kaͤhſer Sor. / und Leur inbach/ zuGe⸗ dn/ und inden Gnnd gethan munten Maͤrc aben/ und boſt rtheilen ſollen . ff/ ins Anpt zur ein halbe nfurtgelegen; ſetzet/ deſſin auff Wuͤrtz⸗ Achate, p. ſonderlich von ershein/ und zweymalvor ziehen/ und n: wie Het dp. Becanub, es habe Gel⸗ Naunen/ und Soldaten/ geführt/ ein cee dann die⸗ deß Volcks eniarck das Nacht⸗ Aℳ Bn e ‿☛ᷣ S 8 5. 1 8 ie 7 ⁸ N 12 d nfs Wi — 2= 5. Nc L ERENR 8 3 N 1111,1R „. —2 5 p 8 57= — —=„. —— =. . RE — —— —— — — —— S— —— —— — —ꝑ — — 8 ne Rlae —— 3 G l Nrſt de aſa da 2. tel g. bett Vel 2 ge Lir ke Ra k/ · T F e 9ſC Sr H den ſr. fe der 12 ful Jun gen une 1N rs 90 üben Duür en2 In tFr G (2, dal t MTW ( anu i Demn dn, Fend (N trſes eſ nber zu kenbu h m zu 1n and ei deß Franckenlands/ ꝛc. Nachtanartir allhie: bey deſſen Auffbruch/ den Ir. Jutii, das Dorff im Brannt gerathen/ daß 127. Gebaͤu/ an Haͤuſern/ und Scheu⸗ ten/ abgebronnen: wie auß Schweinfurt berichtet worden. Gemuͤnd. AN dem Maͤyn/ wo die Sal darein konit *l insgemein Gmiin/ oder Gmina genannt · Ligt unterhalb Carlſtatt/ nahend Procelden/ Rhineck/ Wiſenfeld/ und Maſſenbach/ und iſt ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein und vor⸗ nehnr Va Auno 1643. kamen/ im Jen⸗ ner/ die Frantzoͤſiſch Weyinariſche in Fran⸗ cken/ bemaͤchtigten ſich/ ohne Widerſtand/ dieſes Staͤdtleins Gemuͤnd/ nachmals auch Lohr/ deß Cloſters Flammersbach/ Neuſtatt/ Reineck/ Heudenfeld/ Rotenfelß/ and andere Ort mehr. Sie haben ſich von Biſchoffs⸗ heim an der Strey/ durch den Salgrund/ biß nach Hamelburg gezogen/ allda das Haupt⸗ quartier genommen/ Lautenbach/ Zellin. gen/ Lautten/ und andere Ort geplundert/ auch/ das Staͤdtlein Koͤnigshofen an der Tauber uͤberſtiegen/ und Mergentheimb/ Rottingen/ Ayl/ Liffenheim/ ꝛe. bekommen; wie in der Franckfurter Relation ſtehet. Geroltzhofen. ZEy Haldelfeld/ und Zabelſtein/ na⸗ hend Volckach/ ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein/ und Ampt. Gich. EIn Bambergiſch Schloß/ und Ampt/ nahend Bamberg gelegen. Gleuſſen. D lserſte Dorff/ im Coburgiſchen/ von D Nuͤrnberg auß/ undzwiſchen demſelben und Kaltenburnn(ſo ein kleines denen von Rotenhan zuſtaͤndiges Doͤrfflein/ zwiſchen Lahm/ und Gleuſſen gelegen) mitten in der Straſſen/ ein Faͤhnlein zu ſehen/ welches die Graͤntzſcheidung/ zwiſchen Sachſen⸗Co⸗ burg/ und Wuͤrtzburg/ anzeiget/ bey wel⸗ chem allzeit das Nuͤrnbergiſche Gelait/ auff Leipziger Meß reiſend/ vom Coburgiſchen Gelaitsmann/ angenommen wird. Es hat in dieſem Dorff Gleuſſen ein ſchoͤnes Wirths⸗Hauß/ und iſt noch deß Jahrs 1654. ob⸗ehrngedachter Herr Pecrus Fran- cus, Schleuſingenſis, allda Pfarrer geweſen/ der ein guter Hiſtoricus iſt/ und mich/ etlicher Raiſen halber/ ſo in meinem Fido Achare ſiehen/ ſolche zu verbeſſern/ freundlich erin⸗ — nert hat; deſſen wegen ihme ich dienſtlich Danck zu ſagen/ und denſelben/ publico no- mine, zu erſuchen habe/ eine rechte Chronick/ ſo allein von Fraͤnckiſchen Sachen handelt/ ſammt einer vollſtaͤndigen Oerter⸗Beſchrei⸗ bung deß Franckenlands/ heraus zugeben⸗ weilen dieſer Hochloͤbliche Craiß daran ſon⸗ derlich mangel hat/ und auch hierumb Herr auß Heinrich Hagelganß/ weyland Pro- feſſor zu Coburg/ ſeligen Angedenckens/ vor dieſem/ von mir/ ſchrifftlich erſucht wor⸗ den iſt. Goldcronach. En Marggraͤffiſch Culuubachiſch Ampt. Caſpar Bruſchius, in Beſchreibung deß Fichtelbergs/ ſagt: daß zwiſchen deß Fichtelbergs⸗Haupt/ und Weitenberg/ einem Staͤdtlein der Edelleut von Koͤnigs⸗ berg/ gegen Goldcronach/ ein Marcklein/ Marggraffen Albrechts von Brandenburg/ ein faſt groſſes/ und weites Feid ſeye/ wel⸗ ches man die Koͤmgsheid nenne/ darumb/ daß etwann allda ein Koͤnig eine Schlacht ſol gethan haben. Welches auch dezeugen die Gebein/ Hirnſchaln/ alte roſtige Wehren/ Schild/ Helm/ und andere Kriegsruͤſtung/ ſo heutiges Tages/(er redet aber vom Jahr 15 42. noch von dem Banersvolck hin und wieder auff dieſem Feld außgegraben/ und gefunden werden. Der rothe Maͤyn/ von der Farb deß Waſſers alſo genannt/ entſpringt bey dieſem Ort/ und fleuſt Barreuth vorbey/ der Wriſſe Maͤyn/ entſpringt uͤber Gefreß; aber beyde auffin Fiechtelberg/ kommen heruach beyde unter Culmbach zuſammen. Goßmanſtein. Boy Rotenſtein/ an der Putlach/ ein Bambergiſch Schloß und Ampt. Gottszell. Der Cella Dei, ein anſehulich Moͤnchs⸗ Cloſter/ Pramonſtratenſer⸗Ordens/ an Maͤyn/ und in der Wuͤrtzburgiſchen Dicœæces, von dieſes Ordens Urheber/ demn H. Norberto, ſelbſten geſtifftet/ von Bi⸗ ſchoff Embricone Anno 1128. vermehret. Gegen dieſem Obern⸗Gottszell/ ligt das Cloſter Nieder⸗Gottszell uͤber/ ſo fuͤr Non⸗ nen beſagten Ordens anfangs erbauet wor⸗ den/ an ſtatt deren hernach Moͤnch kommen ſeyn. P. G, Bucel. Gram⸗ 44 Beſchreibung Gramſchatz. EIn Wuͤrtzburgiſches Staͤdtlein. Greding. In Marck/ bey Lautershoffen/ im Eich⸗ F Rarriſchen. Grevenberg. En. Staͤdtlein, der Stadt Nuͤrnberg ge⸗ hoͤrig/ auff der Seiten zwiſchen Pegnitz und Bayersdorff/ gelegen; ſo der von Fried⸗ land/ oder Wallſtein/ als er den 12. 22. Septembris Anno 32. bey Nürnberg auff⸗ gebrochen/ eingenommen; deſſen Soldaten ſolchen Ort endlich gar angezuͤndet/ und in die Aſchen gelegt/ auch viel Leute allda nie⸗ dergemacht haben. Gruͤmbach. En S Schloß und Marckt am Maͤyn/ bey Selgenſtatt und Dettelbach. Grünau. E K Ine Carthaus/ wie ich gefunden im Franckenlande/ dabey Loͤwenſtein/ Wertheim/ mtereſlirt ſeyn ſolle/ habe aber keinen gewiſſen Bericht davon: gleichwol dieſes Orts/ deß Namens halber geden⸗ cken wollen. Grundlach/ Grintlach. EIn Marggraͤffiſcher Fleck/ 11. Meilen von Nuͤrnberg/ gegen Forchheimwerts bey der Rednitz/ nahend Herolsberg/ Neun⸗ hoff und Fach gelegen/ ſo die Burggrafen zu Nuͤrnberg Anno 1326. ſampt Pruck(bey Tennenlohe/ und Her tzogen⸗Aurach gelegen) und Hohen tatt/ auch einem Fiſchwaſſer von HerrnGottfrieden von Brauneck um 7100. Pfund Heller erkaufft haben, wie in einer geſchriebenen Verzeichnuß ſtehet. Grunsfeld. Scadt und Schloß/ bey dem Ochſen⸗ Ofurter Goͤu nahend Geroltzheim/ Neun⸗ brunn und Beumar/ der Tafel Wii und an einem unbekandten Waſſer gelegen. Ge⸗ hoͤrt Herrn Landgrafen von Leuchtenberg/ welcher aber dieſen Ort nicht gegẽ dem Frau⸗ ckiſchen/ ſondern gegen den Bayriſchen Creyß/ als dahin Ihr eFürſtliche Gnaden ge⸗ hoͤren/ vertretten lle⸗ wiewol ſolcher Ort und Obec⸗Kellerey/ oder Ampt/ auf Fraͤncki⸗ ſchem Boden liget/ nñ ein Biſchoflich Wuͤrtz⸗ burgiſch Lehen iſt. Man rechnet von hinnen ¹ 5. Meil gen Rotenburg/ und ein Meil un⸗ gefehr nach Biſchoffsheim un der Tauber. Weme nun dieſer Ort/ weilen Anno 1646. die Hochgedachte Herren Landgraffen/ mit Herrn Maximilian Adam/ abgeſtorben/ gehoͤrig? ob ſolche der Herr Biſchoff/ als Lehen⸗Herr/ zum Stifft gezogen/ oder wieder verliehen/ oder was es vor eine Be⸗ ſchaffenheit danit habe? daran ermangelt mir Bericht. b Gundelsheim. ANM Necker/ zwo Meilen unter Heyl⸗ brunn/ auff Schwaͤbiſchen Boden und im Cranichgoͤu gelegen: weilen es aber Teutſchmeiſteriſch/ ſo wird ſolcher Ort/ den theils ein Stadtleinſtheus einen Marckt nen⸗ nen/ zu dem Fraͤnckiſchen Craiß reterirt. Hat in der Hoͤhe das Schloß Horueck/ darauff ein Hauß„Eominenthur reſidirt. Anno 16 47. hat die Chur⸗ Bayriſche Guarniſon in Hey⸗ delberg beſagtes Schl oß Hor neck ein nbekonn⸗ men. Guntzenhauſen. 5 Igt ein Meil von Weiſſenburg am Nord⸗ Igon/ an der Aſtmuͤl/ bey einem Wald/ und iſt ein Marggraͤffiſch Brandenbur giſch nach Onolsbach gehoͤriges Staͤdtlein. In einer geſchriebenen Nuͤrnbergiſchen Chronte ſtehet/ es ſey dieſes Staͤdtlein Anno1 368. durch den Burggraffen von Nuͤrnber gſ5 um 2200. Pfund Hellerſvon Wilhelin von Se⸗ ckendorff erkaufft worden. Welche Jahr⸗ zahl/ und Summ /auch eine andere geſchrie⸗ bene Verzeichnuß hat; aber hinzu thut/ daß es neue Heller/ und ſolcher Ort Koͤnig Lud⸗ wigs geweſen; wiewol er/ ſtehet daſelbſt wei⸗ ters/ zuvor Herrn W Wilhelm von Seckendorff gehoͤrt haben ſolle. Dabey aber zu mercken daß wann der Schreiber/ unter dem Koͤnig/ Kaͤyſer Ludwigen verſtehet! es falſch ſeye: [Dann derſelbe ſchon laͤngſt vor den Kauff geſtorben geweſen; wie dann dergleichen ge⸗ ſchriebene Sachen offt irren/ und ſolche mit Verſtand zu leſen ſeyn. Wann man von Noͤrdlingen und Oettingen/ uͤber dne nen⸗ kamm/ nach Nuͤrnberg reyſet/ ſo komme man/ wann man wil hieher. Herr Ooctor Wurffbain meldet/ in ſinen Relationibus, es habe Kaͤyſ. Carl der Vierd⸗ te/ den Ort Fleckeuwald und Guntzenhauſen/ von dem Reich genommmen/ und Priderico, Burggrafen zu Nuͤrnberg/üͦ berlaſen und daß die von Crailßheim, dersheim/ ihreſ von deß Reichs wegen/ dabey 4 gehabte Fuchſen und Len⸗ S95 uff. fals d ten ſ 2 3. Rrtn ern; mr inde 1 lor 4 Hei fa Arr kg un I uf 2 1 aaten 0 1 ſate de gedach n das le ſſchof un und rün uſtein hG u. E n rinne fehg n. tun 7 tw ern 8 drd 6 vonh 190 Bur du de ocu d ein Mii ſi Ider Tun uno 16 nügraffin 5 — dogeſtorben Biſciofffa gezogen rr es vor eine e⸗ ran ernangit m. n unter Hanl en Boden un veilen es aher ſcher Ort/ de Marcktnn⸗ ßreterirt Hat tneck/ darauff t. Anno 164, tniſonin Hey⸗ heck einbekonn, n erg amNotd⸗ lnem Wald indenburgiſch idtlein. In chen Chronie Anno 169. arnberg/ um elmn vonSe gelche Jahr⸗ dere geſchrie⸗ zu thut/ daß Koͤnig Lud⸗ aſelbſt wei⸗ Seckendorff zumercken, dem Koͤnig falſch ſeye dein Kauff gleichen ge⸗ ſolche nit mman von den Hanel⸗ ſo konune t in ſeinen der Vierd⸗ zenhauſen priderico, ſſen/ und und Len⸗ gen dabeh gehabte deß Franckenlands/ ⸗c. 45 gehabte Antheil/ und andere Gerechtigkeit/ denen Burggrafen zu Nuͤrnbergabgetreten und uͤbergeben. So habe er Carolus andere in dem Lande zu Francken gelegene Flecken/ als Herbrechtsdorff/ Wendelſtein/ Waltzen⸗ dorff oder Wutzeldorff/ als geweſene Reichs⸗ Doͤrffer/ von dem Reich genommen/ und zum theil denen Burggrafen zu Nuͤrnberg/ zum theil aber etlichen privat Perſonen ver⸗ ſetzet. Limnæus berichtet tom. 4. de Jur. pub. p. 816. daß Herr Wilhelm von Secken⸗ dorff Anno 1363. einen Theil an Guntzen⸗ hauſen dem Burggraffen verkaufft/ und habe Burggraff Friederich Anno 1401. den Gun⸗ henbdſn das Privilegium gegeben/ daß ie ihren Jahrmarckt foͤrters ewiglich an dem andern Pfingſtag anfahen/ und 8. Tage nach eiander halten moͤgen. Hailbrunn/ Hailsbronn. Oder Heilsbrunn ein Ciſtercienſer Clo⸗ ſter/ faſt auff halbem Weg zwiſchen Nuͤrnberg und Ohnſpach gelegenſund Herꝛn Marggraf Albrechten von Brandenburg/ nach beſagtem Ohnſpach/ gehoͤrig/ der allhie einen Richter haͤlt. Jacobus Grerſerus lib. 2.¹ de Epiſcop. Eyſtett. cap. 10. ſchreibet/ daß der heiligen Jungfrauenstillæ(welche in dem Jungfrauen Cloſter Mariæburg/ Aichſtet⸗ ter Biſtumbs/ nahend der Stadt Abenberg/) wie er es allhie; aber 518. Blat/ Arnbergſein Staͤdtlein nennet) in der Nuͤrubergiſchen/ Weiſſenburgiſchen und Ohnſpachiſchen Nachbarſchafft gelegen/ ruhet/ und die deß Grafen Babonis von Abenſperg in Bayern Enckels Tochter ſolle geweſt ſeyn /) Bruder Conrad/ und Rapoto/ Grafen von Abenberg auffm Nordgou/ mit 8. Orhen, Biſcho⸗ fen zu Bamberg/ dieſes Cloſter Heilsbrunn/ im Jahr 1132. geſtifftet habe. Eslige beſagte S. Stilla, oder die heilige Srilla, in der Kir⸗ chen zu gedachtem Mariæburg/ ſo ſie erbau⸗ et: aber das Cloſter ſey erſt Anno 1382. von Biſchoff Wilhelm zu Eichſtatt hinzu gethan/ und Jungfrauen auß dem Cloſter Marienſtein bey Eichſtatt dahin beruffen worden. Es ſtehet in der Salmanſchweili⸗ ſchen Erinnerung/ bey der dritten Haupt⸗ frag/ am 48. Blat/ daß in dem Cloſter Heils⸗ bronn/ vorzeiten/ die Leyen⸗Bruͤder/ Bertling genannt/ ſich fuͤr Scharffrichter haben gebrauchen laſſen: dieweil der Ciſter⸗ eienſer Orden/ auß einer alten und approbir⸗ ten Gewonheit/ dieſe Freyheit gehabt/ daß ſolcher auf ſeinen Guͤtern/ durch ſeine Die⸗ ner/ den Blutbann hat exerciren moͤgen. Sie⸗ he die Documenta rediviva Monafter. in Ducat. Wirtenberg. pag. 292. Es iſt ſolch Cloſter vorzeiten ein Stand deß Reichs und auf z2. zu Roß/ und 10. zu Fuß/ angelegt geweſen. Marggraff Georg Friederich von Brandenburg/ der Anno 160z. geſtorben/ hat Anno 15 82 · dieſes Cloſter zu einenn Fuͤrſt⸗ lichen Brandenburgiſchen Gymnaſio ge⸗ macht/ und fuͤr ein hundert Knaben den Uin⸗ terhalt darzu verſchaffet. Siehe Cruſium part. 2. Annal. Suevic. lib. 9. cap. 14. Es haben die Herren Marggrafen auch zum theil ihre Begrabnuß allhie: ſonderlich die geweſte Burggrafen zu Nuͤrnberg. Halburg. JS ein eingezogen Wurtzburgiſch Lehen/ den Zoͤllnern von Halburg zugehdrig/ à Franciſco Epiſcopo iſt es Wernern Schen⸗ cken von Stauffenberg verliehen: qui eſt Coniiliarius,& Præfectus Wurtzburgen- ſis in Kitzingen: wie der uns zuromen Bericht redet. Halſtatt. Marckt und Ampt/ Bambergiſch. Haͤntungen. EIn Dorff im Hennebergiſchen/ ſo ein Decanat hat. Hardtheim. Not weit von Amorbach/ ein Wuͤrtz⸗ burgiſch Ampt/ ſo dem Geſchlecht deren von Hartheim gehoͤret hat. Auno 16441. hat dieſes Ampt der Probſt zu Muͤnſter im Groͤnfeld(Al. Troͤnfeld) verwaltet. Hartneidſtein. Schloß und Pflag/ Bambergiſch. Heaßfurt. AA Maͤyn/ zwiſchen Bamberg und vI Schweinfurt/ und zwar z3. Meilen ober Schweinfurt gelegen/ ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein/ Schloß und Amnpt/ ſo den 18. Ja- lij, Annòo 1632. von den Friedlaͤndiſchenein⸗ genommen und Annor 3 9. von den Schwediſch⸗Koͤnigsmaͤrckiſchen geplundert worden. Anno 1641. kam dieſer Ort an die Weymariſchen.— Heidenfeld.— En Dorff/ ein Meilwegs von Schwein⸗ furt gelegen/ allda ein Cloſter Canonico- rum Regularium S. Auguſtini, gleich dem zu Trieffenſtein; davon etwas beym Bru- G ſchio, 46 ſchio de Monaſter. Germaniæ, fol. 1 5. zu leſen. An. 1610. hat/ im Aprilen/ Herr Marggraf Joachim Ernſt von Brandenburg/ der Uni- on General/ ſein Quartir allda gehabt. Es iſt auch ein Dorff dieſes Namens am Maͤyu in der Grafſchafft Wertheim. Heidenheim. IN Francken/ und Marggraͤflich Bran⸗ denburgiſchen Fuͤrſtenthum Ohnſpach/ gelegen/ und alſo ein anders Heidenheun/ oder Heydenheim/ als das in Hertzogthumb Wuͤrtenberg. Der heilige Wunibaldus, ſo Anno 760. geſtorben/ iſt mit ſeinem Vater Richardo, und juͤngern Bruder Wilibaldo, auß Britanien/ uͤbers Meer/ in Franckreich/ und ferner nach Italien, gereyſt/ daſelbſt ih⸗ me der Vater zu Luca geſtorben; Er aber iſt zu Rom ein Benedictiner Moͤnch/ und fol⸗ gends/ von beſagtem ſeinem Bruder/ S. Wi- libaldo, dem Biſchoff zu Aichſtatt/ ins Teutſchland beruffen worden/ da Er dann/ zu gedachtem Heidenheim/ im Schwanen⸗ feld/(von theils Sualefeld genannt) ein Clo⸗ ſter/ fur Mannes⸗und ſeine Schweſter/ die heilige Walpurg/ ſo Anno 776. geſtorben/ fuͤr Weibsperſonen geſtifftet. Dann dieſe Jungfrau Walpurg/ iſt nach ihrer Mutter Vunnæ oder Wunnoheydæ todt/ von dieſer ihrer Mutter Bruder/ dem heiligen Bonifa- cio, und obgedachten ihren beyden Bruͤdern nach Teutſchland erfordert worden/ dahin ſie auch/ mit Cunigilde, Bergite, Chunitrude, Tecla und Lioba, gelangt; allhie zu Heiden⸗ heim/ verſchieden/ ihr Leichnam aber von hinnen auff Aichſtatt/ noch vor ihrem Bru⸗ der/ dem heiligen Wilibaldo, gebracht wor⸗ den iſt. Siehe unſern Anhang zur Topogra- phia Sueviæ, im Wort Heidenheim. Heidingsfeld/ Hetzfeld. En Staͤdtlein am Maͤyn/ und eine kleine halbe Meile ober Wuͤrtzburg gelegen. Iſt vor dieſem ein Dorff geweſen/ den Graf⸗ fen von Rotenburg an der Tauber zuſtaͤndig/ die es auch dem Stifft Fulda zu Lehen ge⸗ macht/ hat hernach unterſchiedliche Herren gehabt/ biß es endlich an das Stifft Wuͤrtz⸗ durg kommen: wie ein unlaͤngſten uͤber⸗ ſchickter Bericht lautet. Sonſten ſchreibet von dem Cloſter Heidingesfelde/ P. Gabriel Bucclin. alſo: Illuſtre Virginum Ordinis D. Benedicti cœnobium fund. An. Chriſt. 1070. ab Alberade Vochburgenſi Marchioniſſa, Her- manfii Marchionis vidua, nata Comitiſſa de Banch.& hujus nominis cœnobii in Franco- nia conditrice, ſitum in ſiniſtra Mceni ripa, ſupra Herbipolim,&c. Beſchreibung Haſenriet im Rieß/ ſo ihine der Kaͤyſer geben/ Heiligenthal. En Cloſter bey Schwanfeld/ auff hal⸗ bem Weg/ zwiſchen Wuͤrtzburg und Schweinfurt deſſen Einkunfften aber Bi⸗ ſchoff Julius auß Baͤpſtlicher Zugebung/ zur Stifftung ſeines Spitals zu Wuͤrtz⸗ burg/ das Julier⸗Spital genannt/ gezogen; wie auß dem Franckenland neulich berichtet worden. Helbig. EJDr Wuͤrtzburgiſcher Marckt und Ampt. Heldburg. An* der Rercke/ ein Stadtlein und Ampt/ vl davon auch daſelbſt. Ligt im Coburgi⸗ ſchen Laͤndlein; gehoͤrt aber Ihro Fuͤrſtl. Gnaden HerrnErnſten/ Hertzogen zu Sach⸗ ſen/ auff Gotha: und iſt das Schloß auff dem Berg allda zu ſchen. Anno 1632. ward Heldburg/ Neuſtaͤdtlein/ und Eißfeld/ von den Friedlaͤndiſchen in die Aſchen gelegt. Helmeritz. I michen Selbitz und Steinbach/ na⸗ hend Hof/ Culmbachiſch. Herbſthauſen. EIn Dorffſeine kleine Meilwegs von Mer⸗ gentheim/ auf der Hoͤhe gelegen; da⸗ bey Anno 1645. den 5. Maij/ Neuen Ca⸗ lenders/ die Frantzoſen und Weymariſchen unter dem vicomte de Touraine, von den Chur⸗Bayriſchen geſchlagen/ und viele vornehme hohe Officirer gefangen worden. Georgius Engelſuß/ im Weymariſchen Feld⸗ zug /ſchreibet/ daß die Bayriſchen ſich Feucht⸗ wangen undCreilßheim bemaͤchtiget; den 4. May/ Neuen Cal. ſeyen ſie biß an das Dorff Herbſthauſen gezogen; darauff das Treffen angegangen, darinn auff die 3000. von den Frantzoſen geblieben. 1464. und darunter der de la Motte, und Schmidberg/ gefan⸗ gen worden; Touraine uber entkommen. Herrieden/ Herrenried. ES ligt dieſer Ort in Francken/ nahend Onoltzbach/ oder Ohnſpach/ und gehoͤrt dem Biſtumb Aichſtaͤtt; davon Caſparus Bruſch. de Epiſcop. Germ. cap. 10. p. 181. & 192. ſeq. alſo ſchreibet: der Achte Biſchoff zu Eichſtaͤtt Erckenvvaldus, auß deß Kaͤy⸗ ſers Caroli M. Geſchlecht/ ſo Anno 902. geſtorben/ hat/ auß Zulaſſung Kaͤyſers Ar⸗ nolphi, die Benedictiner Moͤnch/ wegen ih⸗ res Lebens/ auß dem ſehr maͤchtigen Cloſter ver⸗ dilein undame agtin Co an 3 der Jh Fi rtzogen zu Sach das Schloß auf enno 16zz.hn woßſ won ſchen gelegt. z Sirnda ng, 1. wegs vonMer⸗ e gelegen; da⸗ 1 Neuen C⸗ Weylnariſchen raine, von den en/ und viale angen worden. nariſchen el⸗ en ſich Feucht⸗ chtiget; den/ an das Dorff ff das Treffen 000. von den und darunter dberg/ gefan⸗ atkommen. ried. ren/ nahend ) undgehörr 54 Calparus v. 10. p. 181. ſchte Biſchoff uß Jd Kaͤy⸗ Anno 902. Käͤhſers Ar⸗ / wegen ih⸗ ne bſin ſer geben aͤyſer g d 1 A Aldlä ENWWWWWW— "AAAG‿d α Au, WW W V V G 1 P W A V I 5 S 5 8 f 5. 2— V A 25 — „ ſ 77„ 7 „ AN «- V R 1 el,u,al 5 7 7 A Mr 6 11 r — 1,— 8 — un D 3 „ 92enf,,„ e. 11 1l ſ er. 4 6 Drrn =, 9. 4 5 2 8 7 K—— f is r S 2 lüui X — 5— 1 A — S —=————nx— 1342 d um? L ſer EI hat. K 3 ſc, T ahr tr ſd his ſü art? 5. vre De ſiaa e tern ha gt M —2 fel 1. bſt Are dde deß Franckenlands/ ꝛc. vertrieben/ und ein Weltliches Stifft allda angeordnet/ ſo mit der Zeit/ an ſtatt Haſen⸗ ried/ Herrenried iſt genannt worden. Bi⸗ ſchoff Henricus V. zu Aichſtaͤtt/ der Anno 1343. geſtorben/ hat dieſe Stadt mit Mauren umbgeben/ und beveſtigt/ und Biſchoff Fri- dericus IV. ſo Anno 1383. erwehlt worden/ hat das Schloß allda erbauet. Biß hieher Bruſchius. Grerſerus lib.z.deEpiſc. Eyſtett. c. 8. meldet/ daß dieſer Ort/ als ihn der H. Gott⸗ lieb/ oder Deocharus, zu bewohnen angefan⸗ gen/ wild und wuͤſt geweſen/ deme zu Lieb Kaͤyſer Carl der Groſſe/ ein Capellein/ zu unſer Frauen genaunt/ erbauet/ und hernach ein ſtattlich Beuedictiner⸗Cloſter/ deſſen er⸗ ſter Abbt gedachter Deocharus geweſen/ dar⸗ zugethan habe. Beſagte Capell ſeye An. 1490. mit dem groͤſten Theil der Stadt verbroñen: das Cloſter aber/ wie obgeſagt/ zu einem Stifft worden; und habe die Stadt ihren An⸗ fang vom Cloſter: Ein Theil/ und zwar der fuͤrnehmſte/ von deß H. Deochari reliquien werde noch allhie auff behaltẽ; ein Theil aber ſey im Jahr 13 16. dem Kaͤyſer Ludovico IV. geben worden/ der ſolchen ins. Lorentzen Kir⸗ chen zu Nuͤrnberg gethan/ daſelbſten er her⸗ nach in S. Gottliebs Capell auff behalten worden. Der /3. Biſchoff zu Aichſtaͤtt/ Chri⸗ ſtoff von Pappenheim/ der Anno 1539. ge⸗ ſtorben/ hab vom Papſt erhalten/ daß die Probſtey zu§. Veil allhie/ zur Biſchoffli⸗ chen Tafel ſolte geſchlagen/ und hergegen dem Probſt 3 00. Guͤlden zur Beſoldung ge⸗ geben werden. Wehnerus, in pract. Obſervat. P. 512.in pr. ſchreibet/ daß die Interthanen zu Tauberzell/ welche ſonſt dem Cloſter Her⸗ rieden mit Erbhuldigung zugethan/ dem Herren Marggraffen zu Brandenburg/ de⸗ me ſie/ als Schutz ⸗und Mund⸗Leut/ ver⸗ wand/ Jaͤhrlich auff Michaelis 15. fl. Mund⸗ Geld/ geben muͤſſen: welches der Caſtner zu Kreglingen verrechne. Anno 1632. haben die Schwediſchen die Stadt Herrieden/ und An. 33. den 23. Martii/ das Schloß mit Sturm erobert. Was ſich ſonſten an dieſem/ ſo wol auch andern Orten in Francken/ bey waͤhren⸗ dem Teutſchen Krieg zugetragen/ davon fin⸗ den wir eben wenig auffgezeichnet: wie dann in dergleichen allgemeinen Landsverwuͤſtun⸗ gen wenig Leut gefunden werden/ die etwas außfuͤhrliches beſchreiben ſolten. Dann/ theils ſolches fuͤr ihrem Elend nicht thun koͤn⸗ nen; Theils nur auff die Flucht; Die ande⸗ re aber auff ihre Tyranney/ ſchaͤnden/ bren⸗ nen/ rauben/ und pluͤndern/ gedencken; und ſolche Mord⸗und Teuffliſche Thaten zu be⸗ ſchreiben ſich ſelbſten ſchaͤmen thun. 47 Raderus vol. 3. Bavariæ Sauctæ. p. 6². im Leben deß H. Deochari, oder Gottliebs/ ſo der erſte Abbt deß vorhin allhie geweſten Be⸗ nedictiner Cloſters geweſen/ und der umbs Jahr 800. geſtorben/ ſagt/ daß ein Theil von ſeinen Reliquien aufEichſtatt kouunen ſeye; ein Theil werde heutigs Tags zu Moͤnchen in der Hoff⸗Capell auffbehalten/ ſo er/ von Nuͤrnberg dahin gelangt zu ſeyn/ vermeynet. Anno 1633. den 23. Martii/ nahm Hertzog Bernhard zu Sachſen⸗Weymar/ Stadt/ und Schloß/ Herrieden/ mit gewalt ein/ und wurde alles/ ſo man im Gewehr angetroffen/ nidergehauen. 2 Herolts⸗Berg. En Marcktflecken/ und dabey/ ſonders zweiffels/ auch ein Schloß/ zwey Mei⸗ len/ wie Cruſius berichtet(andere haben drey) von Nuͤrnberg gelegen. D. Wurffbain ſchreibet/ relat. 3. part. 6. pag. 198. daß der Marckt⸗Fleck Heroltsberg hiebevorn der Reichs⸗Vogtey Nuͤrnberg angehoͤrt/ und dem Reich verrechnet worden/ biß ſolch Ampt andie Burggraffen zu Nuͤrnberg/ folgends/ im Jahr 1380. auff die zwiſchen Anna/ Al⸗ berti Burggraffen zu Nuͤrnberg/ Tochter/ mit Suantibor/ Hertzogen in Pommern/ getroffene Heurath/ an denſelben Herrn/und von ihme/ im Jahr 139 1. an Cunrad/ und Heinrich/(al. Martin/ und Cunrad) die Geuder/ damalige Burger zu Nuͤrnberg/ deß Raths/ mit Vorwiſſen/ und Einwilli⸗ gung deß damaligen Roͤmiſchen Kaͤyſers Wenceslai, kommen. Und hat ſich noch neu⸗ lich Herr Johann Philipp Geuder&c. da⸗ von geſchrieben. Herßbruck. Wo Meilen von Lauffen/ und drey von ₰ Suttzbach/ an der Pegnitz gelegen/ ein Nuͤrnbergiſch Staͤdtlein/ von orme oben bey Lanffen etwas geſagt worden. Die Kaͤyſe⸗ riſchen/ unter dem von Friedland/ haben ſolches/ in ihrem Abzug bey Nuͤrnberg/ im Septembr. Anno 1632. eingenommen: hat auch ſonſten in dieſem Krieg viel außſtehen muͤſſen. Und als im Jeñer deß 1041. Jahrs/ der Schwediſch Obriſter Koͤnigsmarck/ eine Partey auff hieher ſchickte/ hat dieſelbe ei⸗ nes ſeiner Widerpart Obriſten Commiſſa- rium ertappet/ der auff deſſelbigen Regiment Kleider/ und Stiffel/ zu Nuͤrnberg hat ma⸗ chen laſſen, welche in 25 Faͤſſer eingeſchlagen allhie zu Herßbruck auff dem Rahthauſe all⸗ bereit in Verwahrung lagen; den Commis⸗ ſario aber ein Ordinantz/ und Quitt aug dar⸗ G 2 Kuͤber uͤber abgeſchreckt worden/ mit deren die Koͤ⸗ nigsmaͤrckiſchen dahin wanderten/ und alles abholeten; wie in dem Tom. 4. Theatri Eu- ropæi fol. 635. a. ſtehet. Es ligt zwiſchen hier/ und Lauffen/ auch an der Pegnitz/ Reichelſchwang/ ſo Anno 1634. von den Schwediſchen vergebens ver⸗ ſucht worden; wie in einer Relation ein⸗ kommen iſt. Hertzogen Aurach. Ea Biſchofflich Bambergiſch Staͤdt⸗ lein/ Schloß und Ampt/ an der Au⸗ rach/ fid Prunbach/ zwiſchen Tennen⸗ lohe und Neuſtadt an der Aiſch gelegenſo die Schwediſchen Anno 1632. im Somner eingenommen haben. An dem Waſſer Au⸗ rach ligt. 2. Muͤnch⸗Aurach/ Monachorum Aura- chium, ein Moͤnchscloſter/ Benedictiner⸗ Ordens/ aber nunmehr eingangen/ und dem Hauß Brandenburg gehoͤrig. Sihe Bru- ſchium, de Monaſt. Germ. fol. 39. 3. Frauen⸗Aurach/ Dominarum Aura- chium, ein Nonnen⸗Cloſter; davon ge⸗ dachter Bruſchius, fol. 38. Heubach. Scoohleß zund ee ſo theils zur Graff⸗ ſchafft Erbach/ Beſchreibung ſenburg/ woſelbſt er mit pluͤndern und bren⸗ nen/ groſſen Schaden that; machte ſich im Ruckweg andie Stadt Baireuth/ und ließ ſie an 3. Orten ſtuͤrmen: als er aber Wi⸗ derſtand vermerckte/ die alte Stadt nicht weit davon anzuͤnden; durch welchen Brand 43. Haͤuſer und Staͤdel/ nebenſt einer Muͤh⸗ le/ im Rauch aufgangen. Biß daher dieſer. Iſt alſo beſagtes Hilpoltſtein ein ander Ort als Hilpoltſtein in der Obern⸗Pfaltz/ der Füͤrſtlich Neuburgiſchen Lini gehoͤrig. Hiltruff. E Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein oder Marckt. Himmelscron. In borehimes Ciſtertzer⸗Cloſter/ in dem Voigtlaͤndiſchen Gebuͤrg/ am Weiſſen Maͤyn/ zwiſchen Gfreß und Culm⸗ bach/ in der Bambergiſchen Diceces gelegeu/ und Anno 1280. vom Graffen Othone von Orlemund/ geſtifftet; darzu aber auch vor⸗ nehme Leute beyder Geſchlechts/ viel ge⸗ ben haben. Die Namen der Aebtiſſinen hat Bruſchius. Es haben in ſolchem Cloſter/ auſſer dem Stiffter/ die von Wirſperg/ Pla⸗ ſenberg/ und Kinſperg/ ihr Begraͤbnuß. P. Gabriel Bucclin. der auch von dem Jung⸗ frauen⸗Cloſter Himmelsporten/ Ciſtercien⸗ ein Franckfurtiſche ſer Ordens/ etwas underhalb Würtzburg 5 Relarion aber zur Wertheimiſchen Graff⸗ gelegen/ zu leſen. ſchafft rechnet/ in dem ſie ſagt: daß Anno 1626. den 14. May/ die Kaͤyſerlichen Schloß und Flecken Heubach in der Graff⸗ ſchafft Wertheim eingenommen haben. Den Land⸗Taffeln nach ligen Groß⸗ und Klein⸗ Heubach am Maͤyn/ gegen einander uͤber/ und nahend Miltenberg/ faſt in gleicher wei⸗ te von Erbach und Wertheim: Moͤgen wol Ganerben⸗Oerter/ wie Breuburg/ ſeyn/ ſo beyden Haͤuſern gehoͤrig. Hilpoltſtein. ES Schloß/ der Stadt Nuͤrnberg gehoͤ⸗ rig/ dabey ein Fleck ligen ſolle: wie dann auch Kemnitzius, im z. Theil vomn Schwediſchen Krieg/ am 158. Blat/ alſo ſchreibet: Der General Wahl/ als ihnie der Anſchlag Anno 1633. auf Neumarckt ge⸗ fehlet/ hat den Marckflecken Hilpoltſtein/ der g Stadt Nuͤrnberg zuſtaͤndig/ biß auf etwas wenigegin die Aſche gelegt. Ruckte hernach/ ne nen/ ſ Veiſchenfeld feld/ üzichung der Bambergiſchẽ Untertha⸗ Bodenſtein und Hol⸗ gen/ ſo b Hirſcheid. Wiſchen Bamberg und Forchheim/ an der Rednitz. Hilperhauſen/ Hil dhurgs⸗ hauſen. n En Fuͤrſtlich Sachſiſch Altenburgiſches Staͤdtlein/ in der Coburgiſchen Pfleg/ zwiſche n Mainingen und Coburg/ gele⸗ d zwar beym Ober⸗Saͤchſiſchen Trah wie oben an ſeinem Ort gemeldet worden/ vertretten wird. Einer berichtet/ es lige an der Werr undnit an der Schleuß/ ſo bey Schleuſiugen hinlaufft. In einer ge⸗ ſchriebenen Thuringiſchen Chronic ſtehet/ Landgraff Balthaſar zu Thuͤringen/ habe mit ſeiner Gemahlin Margarethen/ Burg⸗ graff Hanſens von Nuͤrnberg Tochter An⸗ 1377. zur Mitgifft/ Hiltberg/ Hilperhauſen und Eißfeld/ bekommen. Anno 1640. denz. Hornung/ Neuen Calenders haben die Bay⸗ riſchen dieſes Staͤdtiein eingenommen/ und iß gar auf eine via Meile an Blaſ⸗ 1 die darinn gelegene Schweden ſich unter; ge⸗ Lorn da wn Nſ 1irr Te 92 ble jſch ber ſac iben ven ar⸗ Un hzo 6te in un hu 1 9T 1nn und 1. And m m (or al St aͤdtlein od ron. ttzer⸗Coſtet 1 Gebüͤrg an Gfreß und Culu⸗ Dicccs gelgal ffen Othone von zu aber auch vor Mlechts/ viel ge der Aobtiſſinn ſolchein Cboſte⸗ Wirſperg Ple⸗ Begraͤbnuß. d. von dem Jung⸗ rten/ Ciſtercien alb Wüͤrtzbung gechein u dhurgs⸗ ltenburgiſches giſchen Pfleg oburg/ gele⸗ „Säͤchſiſchen Ort gemeldct iner beriahtet der Schleuſ In einer ge⸗ hronit ſtehet rringen/ habe ethen/ Burg⸗ Tochter/ Au Hipperhauſen 91640. denz. ben die Bah⸗ numen/ und ich untene⸗ ſ ſtellt deß Franckenlands/ ꝛc. ſtellt: wiewol die Schwediſche/ durch ein ſonderlich Straragema, ſich deß Stadtleins noch in dieſem Jahr wieder bemaͤchtigt ha⸗ ben. Und wird dieſer Ort/ bey dem jetzigen Krieg/ ſondersZweiffel/ noch viel außgeſtan⸗ den haben/ ſo bißhero noch nicht in den Oruck kommen iſt. Hoͤchſtadt. A der Aiſch/ in dem Biſtumb Bamberg/ Stadt/ Schloß und Ainpt/ davon wir ſonſten nichts aufgezeichnet finden/ als/ daß ſolcher Ort Anno 1632. den 30. Januarij/ von den Schwediſchen mit Accord eingenomien: und weil derſelbe wieder umbgetretten/ den letzten Februarij Anno 163 3. von den Wey⸗ mariſchen mit Sturin erobert/ alles darinn, an Soldaten/ Burgern/ Bauren und Juden/ niedergemacht/ das Staͤdtlein außgeplun⸗ dert/ verbrannt/ und der Gewaltiger/ oder Commendant auf ehencket wordenſey. Iſt vorhin ein ſchlechter Ort geweſen/ aber/ im naͤchſten Teutſchen Krieg(in welchen er biß auffs Schloß/ Anno 1633. abgebrannt /) zumlich beveſtiget worden. Kemnirzius ſagt/ von bemeldtem 3 3. Jahr/ alſo: deu letz⸗ ten Februarij/ ward von den Schwediſchen/ unter Hertzog Bernharden/ Hochſtaͤdt/ das Staͤdttein/ mit Sturm erobert/ alles/ was manlich und erwachſen/ an Soldaten/ Buͤrgern/ Bauren und Juden niederge⸗ macht/ und das Staͤdtlein rein außgepluͤn⸗ dert. Und weil ein Feuer unverſehens auß⸗ kommen, mit dem auſehnlichen Vorrath au Getraide/ abgebrannt. Hoff. D Jeſt 4. Meilen von Fichtelberg gelege⸗ ne Stadt/ wird zwar von den Scriben⸗ ten ins Vogtland geſetzet: Weilen aber ihr Herr/ der Herr Marggraf von Brandenburg Culmbach/ Bayreit/ ꝛc. zum Fraͤnckiſchen Creiß gehoͤrig/ ſo wird ſie deßwegen auch mit andern Ihrer Fuͤrſtlichen Gnaden Staͤdten hieher gezogen. Hat vorzeiten ohne Mittel zum Reich gehoͤrt/ biß Kaͤyſer Ludovicus IV. ſolche Stadt dem Burggrafen zu Nuͤrnberg Fridcrico II. auf ewig verliehen; von dem dieſelbe die Herren von Weidau beſeſſen/ biß Burggraff Friederich der Vierdte/ die Stadt Hoff/ beſampt dem Lande zu Rogunitz/ Anno 1373. von Henrico von Weidau/ gegen Er⸗ legung 8100. Freyburger Schock/ oder 40500. Gulden/ an ſich gebracht hat; wie Limnæus de Jure publico lib. 5. c. 7. num. Fleck Ippßheim heiſſet. G 49 59. ſchreibet. Anno 15 53. ward dieſe Stadt von Koͤnigs Ferdinandi I. der Biſchoͤffe und dereu von Nurnberg/ Volck belagert und erobert: Aber gleich darauf von Marg⸗ graff Albrechten von Brandenburg wieder gewonnen. Siehe oben Culmbach. Anno 1623. im Auguſto/ ergab ſie ſich an den Obr. Holcke/ ward aber/ uneracht erlegter Brand⸗ ſchatzung/ gleichwol von ſeinem Kaͤyſeri⸗ ſchen Volck meiſtentheils außgeplundert. Was ſonſten in dieſem Teutſchen Krieg da vorgeloffen/ haben wir noch zurZeit nicht er⸗ fahren: als/ daß in deß Theatri Europæi 4. Theil/ am 390. Blat ſtehet/ wie es im Jahr 1640. allhie zugangen/ und daß/ unangeſe⸗ hen/ die Stadt einer unbekandten Parthey Gelt geben/ zum Danck und Aodzug/ die Vorſtadt/ das Hoſpital/ ſampt ſeiner Kir⸗ chen/ gepluͤndert/ die Muͤhle zerſcheuttert/ und die Fruͤchte auff dem Felde verderbet worden ſeyn. Es hat vor dieſem allhie eine gute Schule gehabt/ darinn unter andern/ auch die Vocal⸗Muſic mit ſonderm Fleiß ge⸗ uͤbet worden iſt. Einer hat neulich von die⸗ ſem Ort alſo berichtet: Hoff/ ſonſten auch Hoff⸗Regnitz/ und Curia Variſcorum genaũt/ ligt an der Thuͤringiſchen Sagl. Hof heiſt ſie/ von einem einzelichem Hof/ ſo vor alters nicht weit von Regnitzbach gelegen/ und Regnitz⸗Hof genannt worden. Der Zuſatz/ Regnitz/ Curia Regnitiana, konunt von ge⸗ dachtem Regnitzbach her/ welcher ob⸗ und unterhalb der Stadt/ und in die Saal fleuſt. Curia iſt ſie vomm Biſchoff und Dom⸗Herrn zu Bamberg geheiſſen worden/ quod Inco- lis res divina fuerit curæ. Biß hieher dieſer. Doctor Wurffbain ſagt: daß Kaͤyſer Lu- dovicus Bavarus, Anno 1323. dein Burg⸗ grafen zu Nuͤrnberg/ Fridericus II. unmb den unter einander verglichenen Pfand⸗ Schilling/ die Stadt am Hof verſetzt zu ha⸗ ben/ von allerhand Stands⸗Perſonen/ ge⸗ ſchrieben worden ſey. Anno 1633. mit An⸗ fang deß Auguſti/ pluͤnderte Feld⸗Marſchall Holke dieſe Stadt/ mit Niedermachung vie⸗ ler Innwohner/ gantz auß. Anno 1647. haben ſich die Kaͤyſeriſchen allhie im Schloß erſtlich gewehrt/ aber endlich den 17. 27. Ju⸗ nij/ auff Diſcrerion den Schwediſchen/ er⸗ geben. Hoheneck. ESN Culmbachiſches Schloß/ bey Windsheim/ deſſen Ampts Haupt⸗ 3 Hohen⸗ 80 Hohentruͤdingen. E Marggraͤffiſch Ohnſpachiſches Schloß und Ampt/ ſo erſtlich/ von der Pfaltz/ Burggraff Friederichen zu Nuͤrn⸗ berg/ Pfands⸗weiſe/ hernach Anno 1530. (dem Hauſe Brandenburg) eigenthumb⸗ lich uͤberlaſſen. Hohenwergheim. S Bruſchius zu ſeiner Zeit ein herrlich und faſt weitlaͤufftig Marggraͤfliches Brandenburgiſches/ und am Nordgau ge⸗ legenes Schloß nennet. Holfeld. V EIn Bam bergiſches Staͤtleinund Ampt/ an dem Fluß Wiſend. Holtzkirchen. En Cloſter zwiſchen Remlingen und Wertheim an einem unbekandten Waſ⸗ ſer/ deſſen Cloſters Vogtey die Herren Grafen von Wertheim haben. Homburg/ Homberg. AN der Wehrn/ oder Wern/ſo vom Ampt Werneck gegen Gemuͤnd in den Maͤyn gehet/ und alſo ein anders Waſſer/ als die Werra iſt/ welches im Hennebergiſchen und Heſſiſchen flieſſet. In Heſſen ſeynd auch dreyerley Homberg oder Homburg; da⸗ her dieſelbe bißweilen under ſich ſelbſten/ und dann uiit dieſem Wuͤrtzburgiſcht/ in den Re⸗ lationen/ vermiſcht werden: So aber nicht ſeyn ſolte. Alſo nennen theils das Staͤdte lein Hohenburg am Maͤyn auch kurtz Hom⸗ burg/ ſo ingleichem ein Wuͤrtzburgiſch Ampt iſt; dahero bald Irrthuͤunb in den Hiſtorien entſtehen koͤnnen. Jagſtberg. En Wuͤrtzburgiſches Staͤdtlein/ Schloß und Ampt/ an der Jagſt. Es ſoll auch ein Schloß und Dorff dieſes Namens/ bey Leutershauſen liegen/ und Edelmaͤnniſch ſeyn. Jagſthauſen. GEhort dem Geſchlecht von Berli⸗ chingen. Igerſſen. Oer Igersheim/ ein Marckt am Tau⸗ ber⸗Thal/ unter Wertersheim. Beſchreibung Ilmenau. Igt in der Fuͤrſtlichen Grafſchafft Henne⸗ I berg/ zwiſchen Arnſtatt und Eißfeld/ vor dem Wald/ und gehoͤrt alſo zum Fraͤn⸗ ckiſchen Creiß; ſonſten aber/ der Herrſchafft halber/ dem Chur⸗und Füuͤrſtlichem Hauſe Sachſenſinsgeſambtallda ein Kupfferberg⸗ werck/ da das Ertz und Wildwaſſer/ nicht durch Pferde/ ſondern durch ein Waſſer⸗ Kunſt/ auff die hundert Klaffter herauff gebracht wird. Und ſeyn die Schmeltzhuͤt⸗ ten auch daſelbſt zu ſehen/ darinn 4. Oeffen/ in derẽ jedem in Tag und Nacht zween Cent⸗ ner Kupffer geſchmeltzt/ hernach aber erſt in einem andern Ofen das Silber davon ge⸗ ſchieden wird. Und alſo war es allhie/ vor dem jetzigen Teutſchen Krieg beſchaffen. A⸗ ber wie es jetzt damit bewandt/ haben wir nicht erfahren koͤnnen. Als Anno 1290. Kay⸗ ſer Rudolff/ mit Huͤlff deren zu Erffurt/ in die 66. Schloͤſſer und Burgen/ zerſtoͤrt und zerriſſẽ hatte/ kamer auch vor Ilmenau/ und begriff darinnen 28. Raͤuber/ und fuͤhrte ſie gen Erffurt. Da ſaß Kaͤyſer Rudolf ſelbſt zu Gericht uͤber ſie/ und ließ ſie herauß vor die Statt fuͤhren/ und enthaupten; wie eine ge⸗ ſchriebene Erffurtiſche Chronic meldet. Dor⸗- navius in vita Rudolphi pag. 79. hat 29. Räu⸗ ber. Anno 1353. ſeynd durchs Wetter in die⸗ ſer Stadt viel Haͤuſer abgebronnen. Anno 1431. ward die Stadt durch die Landgraͤ⸗ fiſch⸗Thuͤringiſche mit Sturm gewonnen. Anno 1624. iſt ſie/ biß auf wenig Haͤuſet/ außgebronnen: welches auch Anno 1640. geſchehen. Anno 1642. den 29. Septembris/ ward ſie außgepluͤndert. Ingelfingen. AN Kocher/ zwiſchen Jagſthauſen und Oeringen/ ein Staͤdtlein/ den Grafen von Hohenlohe/ nach Langenberg/ gehoͤrig. Esligen in der Naͤhe herumb Kocherſtein⸗ feld/ Sindringen/ Braunsbach und andere Ort mehr. 2 1 Iphofen/ Ipphofen. En Wuͤrtzburgiſch Stadtlein und Amt/ zwiſchen Brait und Meinbernheim/na⸗ hend dem Maͤyn und Marck⸗Bibrachſgele⸗ gen/ ſo Bruſchius, wegen der Treu gegen ſei⸗ nem Biſchoff Gerhardo, cap. 9. p. 171. de Epiſcopat. German. ruͤhmen thut. Es ſol⸗ le viel Juden dageben. Juüͤchſen/ WX dieſer Ort in einer Franckfurtiſchen Relation genannt/ undfuͤr einen Wer chen 1SaAIrel — — 8 D 76 1 6 1 6 1 1 de M 5 LLIHN 1 T 1 D u/ zerſ un vor Immen an b f 2 129 6 f 6 zu er He T up Füͤrſtlich geinK Vild — S 35 1 waſſ durch ein G 200 26 hat un 1 ud ſ lber undf an. ayſer Rudi eßſie heraul„el nig eren zu E urg xrg h ſt dtlein, den ber d 79. hat: sWett at urch auf wer P. nen thul. dwaresall zu rieg beſchat un vwandt/ ha mi hernachab 2 i 6 Anno 124 K. c- bturm gel — ⁴ ber/d Jag — ahſer durch die G 40 hronicmelt lr ag. gebronnen. K gell. T 6 uſc 6 im 10 dMaa. nn lor mar wun Atro Karn hor y 12 dleen. wom. dmc Ar c Fn 9 dn ſhn dhn t = ꝝ— — ſh d 1 dDan ſh ſe w ſ d d bergi „xfaſt dtleit gunde „ dritth m Stäͤdl uͤhelg n Gr. dRot de ühel a thret demK on gle inden Kire ein K Dtlein zürtzbu uſtatt rt gele nHem naufft nannt/ zerſtä chiſte un/ de g. T ifeine cken be ittichic leben n hates d; wo berich 9 on dar uck ge edieſe uſchius öſters, Her deß Franckenlands/ ꝛc. 51 chen Hennebergiſchen Flecken geſetzt wird/ ſo Anno 1621. faſt gantz abgebronnen. Kirchberg. En Staͤdtlein und Schloß/ zwiſchen Ro⸗ S tenburg und Schwaͤbiſchen⸗Halle/ von jedem Ort dritthalb Meilen gelegen/ ſo et⸗ wann den Staͤdten Rotenburg/ Halle und Duͤnckelsbuͤhel gehoͤret hat; die ſolchen Ort den Herren Grafen von Hohenlohe ver⸗ kaufft; und Rotenburg die Schul erbauet/ Duͤnckelsbuͤhel auch einen Bau in ihrer Stadt gefuͤhret/ Halle aber den Marckt Ils⸗ hofen/ von dem Kauffſchilling/erkaufft haben ſollen; davon gleichwol nichts gewiſſes ver⸗ zeichnet zu finden iſt. Kirchlautern. Taͤdtlein/ und Ampt/ Wuͤrtzbur⸗ icz Kiſſingen. En Staͤdtlein an der Saal/ 7. Meilen von Wuͤrtzburg/ 2. von Hammelburg/ 2. von Neuſtatt an der Saal und 3. von Schweinfurt gelegen. Iſt vor dieſem den Grafen von Henneberg zuſtaͤndig geweſen: wie ſie dann auff dem Schloß dabey/ Bo⸗ deleben genannt/(ſo un Bauren⸗Krieg/ Anno 1525. zerſtoͤret worden/)Hoff gehal⸗ ten. Hernach iſt es an das Biſtumb Wuͤrtz⸗ burg konnmnen/ demes/ ſampt dem Ampt/ noch gehoͤrig. Bey dem Staͤdtlein unter⸗ halb/ ligt ein feiner Sauerbrunnen/ der von vielen Krancken beſucht wird. Welches von Johann Wittichio und Gothotredo Stecg- hio beſchrieben worden. Oberhalb deß Staͤdtleins hat es eine Saltzhuͤtten/ da Saltz geſotten wird; wie auß Schweinfurt/ vor kurtzer Zeit/ berichtet worden iſt. Kitzing. AN Maͤyn/ daruͤber da eine ſtarcke ſteiner⸗ ne Bruck gehet. Pighius, und Sco- tus, nennen dieſe Stadt Quinctiana caſtra. Caſpar Bruſchius, in Beſchreibung deß Frauen Cloſters allhie/ ſagt/ daß zun Zei⸗ ten Kaͤyſers Henrici II. allda noch keine Stadt/ ſondern nur ein Dorff/ Namens Gottsfeld/ geweſen/ ſo hernach von einem Koͤniglichen Schaffhirten/ Kitz genannt/ die⸗ ſen Namen bekommen habe. Wann deme alſo ſeyn ſolte/ ſo irret ſich Dreſſerus, indem er dieſen Kitzen zu deß Koͤnigs Pipini Schaͤ⸗ fer macht: Es waͤren auch beſagte/ Pighius V woher ſie dieſein Ort ſolchẽ Namen geſchoͤpf⸗ fet haͤtten. Ferners wird gemeldet/ daß be⸗ ſagtes Benedictiner Ordens Cloſter/(deſſen Nonnen jederzeit hohen Standes geweſen/ aber Anno1544. von dem Marggraffen zu Brandenburg abgeſchaffet worden: jetzt a⸗ ber/ weil dieſer Ort wieder Wuͤrtzburgiſch/ wol wieder andere da ſeyn moͤgen/ weil der Zeit Kitzingen das Cloſter/unter den Wuͤrtz⸗ burgiſchen/ außdrucklich ſtehet.) Anno 745. von Adelheide, oder Adeloga, beſagten Pipini, in Teutſchland und Franckreich Koͤnigs Tochter/ ſampt obgedachter Bru⸗ cken erbauet worden ſeye. Hergegen ſaͤgt Trichemius, in Compend. lib. 1. Annal, faſt am Ende/ daß S. Bonifacius dieſes Cloſter erbauet/ und ſolchein di⸗ H. Jungfrau Ha- delogam, auß Engeland buͤrtig/ ſo er Te- clam geneüet/ fuͤrgeſetzt habe. Und daher mag es kommen/ daß man findet/ die Jungfraus. Tecla habe allhie Anno 749. das Evangeli⸗ unn geprediget. Es hat dieſe luſtige nehrhaf⸗ te Stadt vorzeiten auch dem Biſtumb Wuͤrtzburg meiſtentheils gehoͤrt. In einer geſchriebenen Nuͤrnbergiſchen Chronic/ wie auch in einer andern geſchrieben Verzeich⸗ nuß ſtehet/ als Anno 1374. zween Bi⸗ ſchoͤffe zu Wuͤrtzburg/ Albrecht von Heß⸗ burg/ und Gerhard Graff von Schwartzen⸗ burg/ wider einander kriegten/ und der von Schwartzenburg endlich die Oberhand be⸗ hielte/ und Biſchoff bliebe/ daß dieſe Stadt Kitzingen/ dem Burggraffen von Nuͤrnberg/ vor 16. tauſend Guͤlden/ die er dem von Schwartzenburg am Sold/ da er ihme Huͤlf⸗ fe that/ abverdienet hatte/ verſetzt worden ſey. Und von ſolcher Zeit an iſt ſie bey ſol⸗ chem Burggrafftumb/ und dem Hauß Brandenburg/ biß auffs Jahr 16289. geblie⸗ ben/ da der Biſchoff von Wuͤrtzburg die Ab⸗ loͤſung am Kaͤyſerlichen Hoff erhalten/ und darauff dasGeld erlegt/ auch hernach die Re⸗ ligions Aenderung/ wz die Geiſtlichkeit anbe⸗ langt/ Auno 1629. allhie fuͤrgenominen; die Burgerſchafft aber/ wie man neulich berich⸗ tet hat/ gehet noch unverwehrt herauß in das naͤchſte Marggrauͤffliche Dorff/ zur Kerchen: und ſolle es auch noch etwasStrittigkeit/ we⸗ gen eines Antheils/ zwiſchen ſolchem Stifft und Onoltzbach/ wie man abermals berichtet geben: davon wir aber keinen Grund/ oder/ wie es damit beſchaffen/ andere Wiſſenſchaft haden; als daß wir finden/ daß in der Erb⸗ theilung Churfuͤrſt Friederichs zu Branden⸗ burg/ zwiſchen ſeinen Soͤhnen/ Marggraff und Scotus, wann ſie noch lebten/ zu fragen/ V Johann und Albrechten/in Anno 14 37. dieſe Wort 5² Beſchreibung Wort ſtehen: Kitzingen die Stadt/ mit aller Ampt/ und Kloſter/ Kitzingen in Francken/ ihrer Zugehoͤrung/ unſers theils/ und die die Sach innerhalb 2. Jahrsfriſi/ außgefuh⸗ 12. tauſend Gulden/ die wir auff unſers Herrn ret werden ſol. Waͤren alſo von Wuͤrtzburg Theil haben. der Geſtalt nicht 16. ſondern nur 12. tauſend Gulden in obgedachten Verſatz kommen. Wases aber fuͤr Geld geweſen/ und was fuͤr eine Condition mit angehenckt worden/ oder welcher Geſtalt einen Theil an ſolcher Stadt das Hauß Brandenburg abſonderlich allbe⸗ reit vor dieſem/und vielleicht laͤngſten/ehe die oberwehnte Summa darzu kommen/ ge⸗ habt/ das haben wir noch zur Zeit eigentlich nicht erfahren koͤnnen. Sihe unten Mein⸗ bernheim. Es gehoͤrt zu Kitzingen ein gan⸗ tzes Ampt: und iſt die Kitzingiſche Zent vor⸗ zeiten gar berumbt geweſen/ und ſich weit er⸗ ſtreckt/ und hat/ neben den Peinlichen/ auch Burgerliche und etliche Geldſachen/ gehabt. Anno 1632. befand ſich der Koͤnig auß Schweden allhie. Herr Johannes Limnæus, Fuͤrſtlicher Marggraͤffiſcher Geheimer⸗ und Cammer⸗ Rathꝛc. ſchreibet tom. 4. de J. publ. pag. 481. hievon alſo: Civitas Ritzingenſis olim ad varios Condominos, Comites de Hohen- loe,& Brunec, pertinuit, quorum non- nullas partes, per temporum intervalla, Epi- ſcopus Wurceburg. emtionis, vel permu- tationis titulo, ſibi acquiſivit, partes verò reliquæ, poſtquam ad Imperium devolutæ, feudi titulo, ab Imp. conceſſæ fuerunt Burggrav. Noriberg. Ita z. tantùm Condo- mini facti; Burggrav. quidem pro andert⸗ halb viertel/ oder drey acht theil; Epiſco- pus verò pro reliquis partibus. A quo tem- pore, non ſolùm cum Epiſcopo Wurce- burg. in Condominio d. Burggr.& March. Brandeburg. jura communia exercuerunt: verüm etiam tam in ipſa civitate, quam ex- tra candem, multa jura ſpecialia ſibi acqui- ſiverunt,& ut propria, nec ad Condomi- nium pertinentia, ſoli exercuerunt. Partes quopue Epiſcopatus„pignoris loco, non una vice, ſed reiteratis, tenuerunt,& qui- dem Anno 1443. Alberto Marchioni Bran- deburg. Epiſcop. partes, pro 39100. aureis Rhenanis conceſſæ fucrunt, addito perpe- tuo reluitionis pacto. Marchiones interim Civitatem non ſinc magnis impenſis exor- narunt, muniverunt, auxerunt,&c. Sie⸗ he die Anno 1650. zu Onoltzbach in fol. in Teutſcher Sprach gedruckte Manuduction, da hievorſtehendes gar weitlaͤuffig auß⸗ gefuͤhret wird: weilen in dem deß Jahrs 1658. auffgerichtem General Frieden⸗ Schluß ſtehet/ daß/ wegen Burck/ Stadt/ Ob nun dieſe Strittigkeit ſeithero ihr Endſchafft erreicht hat: daran er⸗ mangelt mir Bericht. Sonſten iſt noch vor⸗ hero/ deß Jahrs 1647. auff Vorbitt deß Schwediſchen Feld⸗Marſchallen/ Herrn Carl Guſtaff Wrangels/ den Proteſtiren⸗ den allhie/ die Kirche auff dem Maͤyn einge⸗ raumbt worden. Es haben im Jahr 1498. den 9. Auguſti/ die Kitzinger/ vom Kaͤyſer Maximiliano I. die Beſtaͤttigung ihrer von alters hergebrachten Gerechtigkeit erlangt/ was von Holtz/ Dilen/ Brettern/ ꝛe. auf dem Maͤyn herab gefloͤſſet wird/ daß ſolches/ wañ es vor die Stadt Kitzingen konnnet/ daſelbſt/ biß an den dritten Tag/ aufgehalten/ und nicht fort gelaſſen werde/ ꝛc. Anno 1634. den o. Septemb. nahm der Herr General Pic- colomini,&c. Kitzingen ein/ und forderte Ochſenfurt/ durch einen Trompeter auff/ ſo er auch bekam. Berennte hernach Schweinfurt. Klein⸗Amberg. EIn Aichſtaͤttiſches Staͤdtlein. D.5 Q Königsberg. EIn Staͤdtlein/ nahend Mainburg/ und 2. Meilen von Schweinfurt gelegen und den Hertzogen von Sachſen⸗Wein⸗ mar/ gehoͤrig; davon Friederich Hortle⸗ der lib. z. de bell. Germ. cap. 83. p. 737. geſehen werden kan. Iſt zwar in Circulo Franconico, aber nicht de Circulo, folget ſeinem Herrn/ und gehoͤrt ratione Collectæ in den Ober⸗Saͤchſiſchen Creyß. Hertzog Suantibor der Dritte dieſes Namens in Pommern/ hat Annam, eine geborne von Henneberg/ geheurathet/ und mit ihr dieſes Staͤdtlein und SchloßKoͤnigsberg zur Auß⸗ ſteur bekommen. Nach etlichen Jahren aber hat er ſolchen Ort/ weil er ihme weit ab⸗ gelegen/ Landgraf Balthaſarn in Thuͤrin⸗ gen/ umb eine gewiſſe Sununa Geldes/ erb⸗ lich verkaufft: wie zwar Johannes Micræ- lius im z. Buch vom Pommerlande/ am 352. Blat/ ſchreibet. Siehe aber auch/ was oben bey Coburg gegen dem Ende/ geuieldet worden iſt. Der Zeit ſoll dieſes Staͤdtlein mehrentheils abgebrannt ſeyn. Königshofen. Voſtung, Stadt und Ampt/ im Grab⸗ feld/ ſo vorzeiten zur Fuͤrſtlichen Graff⸗ ſchafft Henneberg gehoͤrt; aber durch Heu⸗ rath/ an Wuͤrtenberg und folgends/ durch Kauff/ 1 hse n 07h' h ſſ ſſf ſüſgſſſſfehe htigkeit alan ttern a. qufden daß ſolches wij onunet daſalſt ufgehalten/ und eC. Anno 1634 err Generallie n/ und forden rompeter auf erennte hernach erg. tlein. g. Mainburg mn infurt gelcga Sachſen⸗Win⸗ derich Hollt ap. 89. p. f var in Circulb Lirculo, folgel tione Collecte eyß. Hertz 3Namens in e geborne bol dmit ihr dieſ berg zurAuß⸗ ſichen Jahren ihme weit ab⸗ rn in Thuͤrin a Geldes erb⸗ anes Micre- nerlande/ an ber auch was ende geurebe ſes Stiͤllein 2 N, im Grab⸗ iccen Graff⸗ r durch Heu⸗ gends/ durch Kauff 8 E 4 5 1 A — Madn fla —— NE . I 3 1ꝓ&, S 8 8 2 M Mh⸗ u puvle ln ſ 1hſe 1 Duen hi amJ ſchl nen ae kera g ten a Ta a- perr n gan der n gen ane ne . 1 gufſn Siffti2 hanus: 4 Arae deß Franckenlands/ ꝛc. Kauff/ an Wuͤrtzburg kommen/ welchem Stifft dieſer Ort noch gehoͤrig iſt. Der Ko⸗ nig auß Schweden hat dieſe Veſtung und dieſelbe/ den z. Decembris, dieſes Jahrs mit Proviant⸗Hauß/im Herbſt Anno 163 1. ero⸗ bert: ſo aber die Schwediſche Beſatzung An. 1635. dem Biſchoff von Wuͤrtzburg/ im Decembri/ mit Beding/ wieder zugeſtellt hat. Esiſt auch ein Koͤnigoͤhofen ander Tauber/ in Francken/ ſo mancherley Herr⸗ ſchafften/ Chur⸗Maͤyntz aber das meiſte all⸗ da/ wie berichtet worden/ haben ſolle. Iſt der Roͤmiſch⸗Catholiſchen Religion zugethan und hat groſſe Freyheiten. Es ſolte zwar dieſer Ort anderswo in einem beſondern Tractat einbracht worden ſeyn: Aber/ auß dieſer Urſach/ weilen ſolcher/ wie gemelt/ mehr Herren haben ſolle/ wird er auch allhie geſetzt: wiewol Munſterus lib. 5. cap. 343. ſeq. ſagt/ es gehoͤre dieſe Stadt Chur⸗Maͤyntz zu/lige an einem ſehr luſtigen und guten Ort/ und werde der Wein/ ſo da wachſe/ weit ver⸗ fuͤhrt/ auch Jaͤhrlich auff S. Matthæus Tag ein ſtattlicher Jahrmarckt allhie gehalten: Es habe auch viel ſchoͤner Steinbruͤche allda/ und gehe eine ſchoͤne ſteinerne Brucke uͤber die Tauber; ſo Anno 1566. gebauet worden/ Anno 1525. ſeynd in die 7900. Bauren darbey erſchlagen worden/ auch alle Burger allhie/ biß auff 15. drauf gangen. Abra⸗ ham Saur/ in parvo Theatro Urbium, am 325. Blat/ nennet dieſen Ort nur einen ſchoͤnen Marcktflecken/ ſo an einen ſehr luſti⸗ gen und guten Ort gelegen/ da Korn/ Wein/ Holtz und andere Dinge ſeyen/ und thut er ei⸗ nen zimlichen Bericht davon: und ſagt un⸗ ter andern/ daß gedachter Jahrmackt/ vom Kaͤyſer Carolo V. ſeye befreyet worden; J⸗ tem/ daß man dergleichen Bruck im gantzen Taubergrund nicht; auch ſo viel ſchoͤner und herrlicher Steinbruͤche von Sandſtein/ im gantzen Franckenland kaum finde: und ſey der Bauren Niderlag auf den Thurnberg bey Koͤnigshofen geſchehen/ und der Bur⸗ ger 285. umkommen: und habe die Peſt allhie Anno 1575. ſo ſtarck regiert/ daß nicht uber 13. Ehen gantz blieben ſeyen. Anno 1634. den 25. Decembris, hat der Herr General Piccolomini&c. Granaten und Feuerkugeln/ in ſolche Veſtung/ ſo da⸗ mals die Schweden innen hatten/ werffen laſſen; iſt aber vor dißmal unverrichter ſa⸗ chen/ wieder abgezogen. Alſo hat das fol⸗ gende 3 5. Jahr/ der General Mazor Sper⸗ reuter/ damaln noch in Schwediſchen Dien⸗ 53 ſten/ zu Ende deß Auguſti/ die Belagerer dieſes Orts hinweg geſchlagen/ und ſolche Veſtung Proviantirt. Endlich aber gieng Accord uͤber. Erich Anuderſſon war damaln Commendant darinn. Siehe/ was Chem- nitzius hievon berichtet. Kreglingen. M N der Tauber/ 2. Meilen von Roten⸗ r burg/ ein Marggraͤffiſch Ohnſpachiſch Staͤdtlein. Hat ein Ampt/ von welchem/ und denen dahin gehoͤrigen ſechs Mayndoͤrf⸗ fer/ ſo vorhin zur Herrſchafft Brauneck ge⸗ hoͤrt/ als Sickershauſen/ Stefft/ Obern⸗ breit/ Gnodſtat/ Mertelsheim und Over⸗J⸗ ckelshein/ Paulus Matthias Mehncrus, in pract. Obſerv. lit. S. v. Schaurn/ p. 5or. col. 1. ulſo ſchreihet: In his pagis decimæ de- bentur dem Domprobſten zu Wuͤrtzburg: &c contra gibt der Domprobſt dem Marg⸗ grafen Jaͤhrlich 12. Malter Schirmhabern/ und dreyſſig Pfund Untz Pfenning/ ꝛc. zu Schiringeld/ die Unterthanen darfuͤr zu be⸗ ſchauren/ h. e. zu ſchuͤtzen und beſchirmen. Soofft auch die Hochgericht in beruͤhrten 6. Flecken vom Amptman zu Creglingen be⸗ ſucht und gehalten werden/ quod quolibet anno ter fieri ſolet, als im Herbſt/ Fbruario und Mayen; So mag der Ampman mit ſo viel Perſonen und Pferdten/ als ihm be⸗ liebt/ und deren Zahl man nicht wiſſen mag/ darzu auch mit ſchoͤnen Frauen und Spiel⸗ leuten/ ꝛc. deß Abends ankommen/ und deß folgenden Tags/ nach gehaltenem Hochge⸗ richt/ umb die Zeit und Stunde er vorigen Tags angelangt/ und alſo nach 24. Stunden wieder abziehen. Was damaln verzehrt/ muß der Domprobſt zu Wuͤrtzburg außrich⸗ ten/ quod hodieque ſervatur,&c. Iſt vorhin Hohenlohiſch geweſen/und deß Jahrs 1359. vom Kayſer Carolo IV. G. Gottfriden von Hohenlohe erlaubt worden daß er moͤge/ und ſolle/ auß dem Dorff Kreg⸗ lingen eine Stadt machen: Kaͤyſer Sigis- mundus hat ihr auch Anno 1413. einen Wochen/ und zwey Jahrmaͤrckt/ einen auf S. Walpurgen/ und den andern auf 8. Si- monis und Judæ, zu halten/ geben. Was die/ in beſagtem unſern Text/ ernannte/ und in das Ampt Kreglingen gehoͤrige s. Maͤyn⸗ Doͤrffer/ Ober⸗Ickelsheim/ Mertesheim/ Guodſtadt, Obernbrait/ Stefft/ und Si⸗ ckershauſen/ anbelangt: davon der Zehend nach Wuͤrtzburg gehet: hergegen die Prob⸗ ſtey daſelbſt/ Jabiuh auch die Unkoſten deße 54 deßwegen auffzuwenden hat: wie/ im ge⸗ dachten unſern Text/ auß Wehnero, zu leſen: So ſchreibet Herr Limnæus. tom. 4. de Jur. publ. pag.& 18. ſeq. von dieſer Zeit/ alſo: Ho- die(& aliquories antca) benignitate Mar- chionis Brandeburg. hæ Albergariæ,& illa convivia, ad interim ſuſpenſa ſunt, cujus in- vicem, quotannis, à Præpoſitura Herbipo- lenſi, certum numerum cuparum vini(etli⸗ che Fuder Weins) cx pacto accipit, Wie aber Kreglingen an die Herren Marckgraffen zu Brandenburg gelanget ſey/ davon ſiehe oben Brauneck. Anno 1634. ſeyn die Herren/ Strozi, und Johan de Werth/ in Francken/ und auff Anſpach gangen/ denen die Thor; allda ſtracks geoͤffnet worden: hernach pluͤn⸗ derten ſie Feuchtwangen/ Kreglingen/ Aub/ Roͤtingen/ Weickersheum/ und andere viel Staͤdtlein/ Doͤrffer und Flecken auß/ nah⸗ men allhie zu Kreglingen Marggraff Hanß Georgen von Brandenburg gefangen/ und lieſſen beyde Commiſſarien, Metzler/ und einen Burgermeiſter von Rotenburg/ Na⸗ mens Johan Pezold niederſchieſſen. Dar⸗ auff ſeyn ſie vor Rotenburggeruͤckt/ aber all⸗ da/ wie auch zu Mergetheim und Ouͤnckels⸗ buͤhel nichts außgericht/ ſondern wieder zu ihrer Armee gangen/ und allein Anſpach und Weikersheim in etwas beſetzt gelaſſen/ die ſich aber hernach von dannen auch ver⸗ lohren: wie Kemnitzius, im z. Theil vom Schwediſchen Krieg im 2. Buch berichtet. Kreuſen/ Cruſina. En Marggraͤffiſch Culmbachiſch Staͤdt⸗ lein/ da man ſchoͤnes Hafner⸗Geſchirr/ ſonderlich Trinckkruͤg machet/ ſo weit ver⸗ fuͤhret werden. Es wird dieſes Orts auch bey den Alten gedacht/ als welcher mit Mar⸗ tal/ oder Amartal/ und Schweinfurt/ ei⸗ nem Fraͤnckiſchen Grafen/ Namens Hein⸗ rich/ zugenannt Hezelo/ gehoͤrt hat/ der Kaͤy⸗ Beſchreibung Reich gehoͤrige Burg Creuſſen Anno 1271. davon genominen) und ſeinem Nifftlein oder Baſen/ und derſelben Ehegemahl/ Burg⸗ graff Friederichen zu Nuͤrnberg zukommen/ und alſo aus einer Reichs⸗Burg zu einem Burggraffen⸗Ampt gelangen laſſen. Anno 11632. hat allhie/ wie auch zu Pegnitz/ das Friedlaͤndiſche Volck gar uͤbel gehauſet. Kreylßheim. Oder Crailßheim/ an der Jagſt. 4. Mey⸗ y len von Ohnſpach/ viere von Schwaͤ⸗ biſchen⸗Hall/ und 2. von Duͤnckelſpuͤhel ge⸗ legen/ ein Marggraͤffiſch Brandenburgiſche Stadt/ und Schloß/ in die Regterung Ohn⸗ ſpach gehoͤrig. Lazius lib. g. migrac. Gent. cap. 34. ſagt/ es haͤtten die Grafen von Ho⸗ henlohe/ Burggrafen von Nuͤrnberg verkaufft. In einer geſchriebenen Nuͤrnbergiſchen Chro⸗ nie; wie auch in einer andern geſchriebenen Verzeichnuß/ ſiehet/ daß Anno 1390. die umb; 6. tauſend Gulden/ von den Grafen von Leuchtenberg/ erkaufft/ welches erſtlich der Grafen von Hohenlohe geweſt ſeye. Es hat dieſe Stadt in dem jetzigen Teutſchen Krieg/ ſonderlich Anno 1645. ſehr viel auß⸗ geſtanden. Es ſchreibet von dieſem Ort Limn. tom. 4. de Jur. publ. p. 814. alſo: Johan⸗ zu Halls/ hat Anno 1399. Johann/ und Friederichẽ/ Burggrafen zu Nuͤrnbergſunmb 26. tauſend Gulden/ Rheiniſcher Wehrung/ zu kauffen geben/ die Stadt/ Veſten und Ambt/ Crailßheim; item/ Werdeck; das Hauß/ und Ambt Fluͤgelau/ Roßfeld/ Plo⸗ felden/ und Gerabront/ mit allen Zugehoͤ⸗ rungen/ als Er ſie gekaufft hat von denen von Hohenlohe/ Anno 1388. Dieweil aber die Stadt Creilsheim halben theils/ und ſer Heinrichen dem Andern rebellirt/ und deß⸗ Iluͤgelau/ niit allen ihren Rechten/ und Zu⸗ wegen von ihm bekriegt/ die Staͤdte/ Amar⸗ tal/ Creuſen(darinn Hezelo ſeine Gemahlin Geberg/ und Kinder hatte) Crana und Schweinfurt/ erobert/ zum theil/ als Amar⸗ thal/zerſtoͤrt/ Crana gantz/ Creuſen zum theil abgebrannt/ und etwas auch an Schwein⸗ furt verderbt worden; davon unter andern/ auch beym Brunnero, part. z. Annal. Boico- rum, p. 6 06.& ſeqq. zu leſen iſt. Anno 1632. im September, hat das Friedlaͤndiſche Volck allhie ſehr uͤbel gehauſet. Herr Doctor Wurffbain ſchreibt/ daß Kaͤyſer Conradus III. die damals zum gehoͤrungen Pfaͤltziſch Lehen war/ hat Kay⸗ ſer Ruprecht ſolches dem Burggraffen von Nuͤrnberg eigen gemacht/ und geben Anno 1405. Sonſten iſt das Capitel zu Elwan⸗ en ſchuldig/ das Halsgericht zu Crailß⸗ heim/ nach aller Nothdurfft/ zu verſehen&c. So viel Wolgedachter Herr. Anno 1645. im Julio/ ſeyn die Chur⸗Bayriſchen Voͤlcker allhie gelegen/ und von dannen/ auff Feucht⸗ wang gangen: Die Frantzoͤſiſche haben ſich hergegen bey Schrotsberg/ der Graffſchafft Hohenlohe/ Weickersheim zuſtandig/ auff⸗ gehalten. Kun⸗ reilßheim/ und Kreglingen/ den Burggrafen von Nuͤrnberg/ Creilßheimb/ nes Landgraff zu Leuchtenberg/ und Graff ruſſe ſeinem N 1 nden 4 erg 63 hsa n angenlaſ n ich— Wn ergverkat T nbergiſcht) u ndern geſc aun ß Anno Qtt erg /Cra von der Win ft /welch nih de geweſt es⸗ jetzigen 1 uun 645. ſehr Taiß ndieſemò Lm r4. alſo; Tn nberg/ d af 99. Johq n) u Nürnb Pnl niſcher A dt/ Veſt nh n/Werd 3 Roffal ſe nit allen! anh⸗ ft hat vi 1 0 s. Dien w ben thel NO Kechten/ inl en war h B Hurggra af und gebe Sn pitel zu ule ucht zu u zuverſt Me⸗ „Anno!en vriſchen! alch nen auff unt⸗ zſiſchehal n) f V 4 der Grcf M. zuſtaändi 2f 9 V 56 I a- [ b n V V ſch 1e t V ” 1 V b Pnn nn V fß Vn 1 b SWnn W =— B 8 2 nn b Gndl WHNH V IUan V l 6 V V U e hn W b l h S G Gi *⁴ 4 a dh. be f 1' uh in. ſen Ma um kc ein en. rin urc 1 1d. 6H t, den von r) zabe K Ä mill K 1' Gſtpe vsan Um jefan Kine illhie, ſ 1 ulich Mier aͤffich w ecchri me Anne ,1 g vor 35 . dö n min unda 8” ſolles wn deun d n eiffels h mme 1 das 47 Fur de na a d de vrut deß Franckenlands/ ꝛc. 55 Kundorff. Hennebergiſchen/ allda ein Decanat/ ₰ und Johanniter⸗Komptur. Kuͤnſels⸗Ab. TNs gemein Kuͤnſels⸗Aw genant/ ein gar J ſchoͤner Marckt/ ein Meyl von Oerin⸗ gen/ und ungefehr 2. oder 3. Meylen von Schwaͤbiſchen⸗Hall/ am Kocher/ gelegen/ ſo der Augſpurgiſchen Confeſſion zugethan iſt/ und ſechs Herrſchafften hat; darunter Chur⸗Maͤyntz/ die Graffen von Hohenlo⸗ he/ und die von Kochenſtetten ſeyn/ ſo das meiſte allda haben ſollen. Kupfenberg. A der Altmull/ Eichſtaͤttiſch. Kupferberg. Tadt/ Schleß/ und Bambergiſch Ampt/ nahend Gefreß/ und Wyrſperg ge⸗ egen. Lahm. E n Dorff auf Wuͤrtzburgiſchen Boden gelegen/ aber umbs Jahr 1654. Jun⸗ cker Hans Jacoben von Liechtenſtein geho⸗ rig geweſen/ allda in der auff Kaͤyſerl. Frey⸗ heit ſtehenden Kirch das Gemaͤlde zu ſehen/ in welchem die Tauff eines Tuͤrckiſchen Baſſa Sohns auß Arabien/ der zu Hatwan in Ungarn gefangen/ und Anno 1602. Dom. 2. Advent. allhie getaufft worden/ abgebildet iſt wie neulich ich davon Bericht erlangt habe. Landeck. Maärggraͤffiſch Onoltzbachiſch. In ei⸗ ner geſchriebenen Verzeichnuß ſtehet/ daß ſolches Anno 1327. vom Burggraffen zu Nuͤrnberg/ von einem von Gundelfingen/ umb 2. mawfn Pfundt Heller geloͤſt wor⸗ deu. Solches ſeye erſtlich deß Reichs gewe⸗ ſen/ und wann das Reich Landeck wieder ha⸗ ben woͤll/ ſoll es ſelbiges umb drey tauſend Pfund wiederumbh an ſich loͤſen. Wird aber/ ſonders zweiffels/ hernach ein andere Geſtalt damit bekommen haben; wann es anderſt wahr iſt/ was gemeldte Verzeichnuß ſaget. Sihe D. Wurffbain, relat. 3. part. 6. pag. 198. Herr Marggraff Georg von Brandeburg hat Anno 1541. den 15. Novemb. dem Ge⸗ richt/ und der Gemeind/ deß Ambts Lan⸗ deck/ ein gemein Wappen geben/ das Herr Limnæus, tom. 4. pag. 824. beſchreibet. Langenberg. Sadt/ Schloß/ und eine Graͤffliche Hohenloiſche Reſidentz. Langenfelß. En Schloß und Flecken an dem Waſſer Er/ ein Meilwegs von Neuſtadt an der Aiſch/ auff der Landſtraſſen von Kitzingen nach Nuͤrnberg gelegen/ und denen von Se⸗ ckendorff gehoͤrig. Langenheim. En Eiſtercienſer Cloſter/ in dem Bi⸗ ſtumb Bamberg/ welches/ wie alle andere Clöſter dieſes Ordens/ in einem Thal gebauet/ gerings umbher mit Waͤl⸗ dern/ und Wildnuſſen/ umbfangen; doch hat es gegen Mittag ſchoͤne groſſe Weitung/ ehe es von dem Wald beſchloſſen wird: wel⸗ che in lauter Bühel/ oder kleine Berg/ und Thal/ ſich zertheilet. Nachden der H. Ro- bertus, Abbt in dem Cloſter Moliſmo, Be⸗ nedictiner Ordens/ mit etlichen feinen Geiſt⸗ lichen/ in ein Wildnuß/ Ciſtern genant/ in Burgund gelegen /ſich begeben/ in meynung/ die Regul deß H. Benedicti ſtrenger zu hal⸗ ten iſt/ nach wenig verfloſſenen Jahren/ der Heilige Bernhardus, ein Juͤngling von 22. Jahren/ mit 30. Geſpannen/ unverſehens dahin komen/ und ſeyn in den Neugepflantz⸗ ten Orden getretten: von dannen S. Bern- hardus, im dritten Jahr/ nach 8. Claravall, daſelbſt ein neues Cloſter zu ſtifften/ verord⸗ net worden/ deſſen erſter Prælat Er geweſen. Von dem beſagten erſten Cloſter Ciſtertz/ iſt/ unter andern/ auch geſtifftet worden/ das Cloſter Morimundus, in Franckreich/ An⸗ no115. von dieſemn iſt entſprungen das Cio⸗ ſter Ebrach im Franckenland Anno 1126. und von ſolchemn das gedachte Cloſter Lang⸗ heim Anno 1132. durch den H. B ſchoffen Otronem VIII. zu Bamberg/ gebornen Graffen von Andechs/ angefangen; welches die Hertzogen von Meran/ auch die Graffen von Orlamund/ und Truhendig/ inſonder⸗ heit begabet haben/ und daher fuͤr die rechte Stiffter deſſelben gehalten werden. Etliche vom Adel haben deßgleichen das Ihrige da⸗ bey gethan.— Dieſem Cloſter 6 die Kirch/ oder Capell/ 2 zu 56 Beſchreibung zu den 14. Heyligen Nothhelffern/ als S. Georgio, Blaſio, Eraſmo, Pantalcone, Vi- d0, Chriſtophoro, Dionyſio, Cyriaco, A- chatio, Euſtachio, Ægidio, Margaretha, Catharina, und Barbara, einverleibt. Der Orth/ und Grund/ darauff die beſagte Ca⸗ pell ſtehet/ iſt/ vor der erbawung/ Francken⸗ thal genannt worden: und allda vorhin ein Hoff geſtanden/ ſo Bambergiſch Lehen ge⸗ weſen/ und Anno 1344. an dasCloſter Lang⸗ heim/ weil Er/ mit Zugehoͤrungen an den Grund ſelbigen Cloſters geſtoſſen, umb 167. Pfiud Heller/ erkaufft/ und vom Stifft Bamberg frey gemacht worden. Ein ſtund von ſolcher Capell/ gegen dem Nidergang/ ligt/ in der ebne// die Stadt Staffelſtein; ge⸗ gen Auffgang die Stadt Liechtenfels/ auch in der Ebne/ am Mayn. Gerade uͤber den Mayn/ auff Mitternacht zu/ ligt das ſchoͤne/ und beruͤhmte Cloſter Bantz/ deß H. Benedi- cti Ordens/ auff einem hohen Berg/ der theils mit Waͤlden/ theils mit Weinbergen/ theils mit fruchtbarn Feldern/ umbgebeniſt. Der Berg/ vorhin/ wie gemelt/ Francken⸗ thal/ jetzo aber der 14. Heyligen Nothhelffer Berg genant/ auff welchem die beſagte Ca⸗ pell exbauet iſt/ ligt nicht zu oberſt/ ſondern wol unten/ daß leicht darzu zu kommen iſt; und iſt ſolche von dem gedachten Cloſter Langheim/ nach Erſcheinungender beſagten H. Nothhelffer/ einem Schaͤffer beſchehen/ erbawet; und als Anno 1525. das aufruͤhrige Land⸗Volck dieſelbe außgepluͤndert/ und verbrant/ Sie/ ſambt der Wohnung dabey/ wieder auffgerichtet worden; wie hievon in dem Franckenthaliſchen Luſt⸗Garten/ oder Herrn Mauritii, der H. Schrifft Doctoris, und Abbten zu Langheim/ Beſchreibung der Wallfahrt zu den 14. Heil. Nohthelffern/ zu Wuͤrtzburg Anno 1653. in 8. gedruckt und Herren Philippo Valentino, Biſchof⸗ fen zu Bamberg/ den 21. Mertzen/ deß be⸗ ſagten Jahrs/ zugeſchrieben/ weitlaͤufftig zu leſen. Langenzenn. En Marggraͤffl. Ohnſpachiſch Staͤdt⸗ lein und Stifft/ an dem Fluß Zenn/ drey Meilen von Nuͤrnberg nahend Adelsdorff, Cadelsburg/ Farenpach/ und Roſtel gelegen. Es hat Marggraff Albrecht Anno 1443.die⸗ ſem Ort Stadt⸗Recht geben/ daß inwendig der Mauren alle die Stadt⸗Rechte gelten ſol⸗ len/ als Onoltzbach/ und andere Marggraͤf⸗ fiſche Staͤdte haben. Limn. tom. 4. p. 824. Es hat dieſes Staͤdtlein einvornehmesStifft und ſtattliche Bibliothec/ſo aber Anno 1632. bey der Nuͤrnbergiſchen Belaͤgerung zu ſchanden gangen. Lauda/ Lauden. EI der Zeit Wuͤrtzburgiſche Stadt/ Schloß und Ampt an der Tauber/ zwiſchen Biſchoffsheim und Koͤnigshofen gelegen/ Anno 1645. nahmen die Fran⸗ tzöſiſche Voͤlcker Biſchoffsheim/ Mergent⸗ heim/ Gronßfeld und Lauda ein/ und lag Gen. Major Roſa zu Rotenburg; darauff hernach die Schlacht bey Allerheun im Rieß geſchehen. Laudenbach. Boy Klingenberg/ iſt ein Ampt/ ſo Loͤ⸗ wenſtein ratione Weitheim anſpricht. Lauenſtein. EIne Culmbachiſche neu erbaute Herr⸗ ſchafft. Lauff/ Lauffen. AARordaowſeindrürnbergiſches Stade⸗ vl lein z. Meylen von Nuͤruberg gelegen/ ſo vorzeiten zur Obern⸗Pfaltz gehoͤrt hat; nachmals an Kaͤyſer Carln den Vierdten/ und die Cron Boͤhmen/ ſampt Herßbruck/ Velden/ und andern Orthen; folgends aber wieder zur Obern⸗Pfaltz kommen; wie von uns in Topographia Bavariæ, oder der Beſchreibung deß Bayriſchen Craͤyſes⸗ Staͤdte/ ꝛc. in dem Eingang derſelben/ mit mehrerm Bericht geſchehen iſt. Anno 1504. in dem Bayer⸗Pfältziſchen Krieg/ hat die Stadt Nuͤrnberg/ neben Herßbruck/ ꝛc. auch dieſes Staͤdtlein Lauffen eingenommen/ ſo beyde noch Lehen von der Cron Bohmen; wie Aventinus ſaget. Es ſtehet in deß Bun⸗ tings/ und Meybaums/ Braunſchweigi⸗ ſcher Chronic/ am 326. Blat/ daß un Jahr 1553. Marggraff Albrecht von Branden⸗ burg/ der Biſchoͤffe von Banberg/ und Wuͤrtzburg/ und der Stadt Nuͤrnberg/ Schleſiſchen, und Boͤhmiſchen Reutern entgegen gezogen/ und ſie bey Berchingen geſchlagen/ und zertrennt/ und am herwider ziehen/ denen von Nuͤrnberg 2. Staͤtte/ Lauf⸗ fen/ und Altorff eingenommen/ ſolche in Boden hinweg verbrandt, die Thor und Pforten verſchlieſſen/ und verriegeln habe laſſen/ daß viel Leuthe Jung und Alte/ jaͤm⸗ merlich darinnen verderben/ und verbrennen L=IHEER ABMRIS ☛‿ E — AIEI=I E ₰ Df MXERCKRLVND GELLEG — EBER VOSTMING II E—1w S H 1 1 8 K 7X 11 1 muſten. — —— 6 — KRNII . 8 1 ee XX 7 1 M W — 9 9 yfhphn) — —. . 3 da“ 3 — 2 SNR Sases“ Neee rccer 2rce Tecr , / „/10 7 ¹ 'r0 7 11, 19 A „utteneritett carονεμμενεεειενεν c 6 4 ee2412EIIII 4771171111142524122 — Elle— (atu³ αεεεεαιεεειεειι f „1 1 9 +½—— ———— 7—— 4 77⁷0— „o— =rμμ därto Iu NSAA dNaAne VW. 20 cdheneen — elj heun omme döhe fane⸗ a uud e Wh. mn ind A Neyler fder jdiſch/ ander. ImI ie jen L hatte Mußſ hr mnt ſeine grten ctſent men. nd/ ſe Dorffe de r⸗L gen. Lau arckt u en von ein Co Lal 1 Ferchhe ſoin deß Franckenlands/ ꝛc. muſten. Es iſt ſonſten Lauffen/ vor dem je⸗ tzigen Teutſchen Krieg/ ein luſtiger Ort ge⸗ weſen/ der ſich darauff Anno 1632. den 15. Septembris/ nach dem er ſich Tag und Nacht gewehret/ den Kaͤyſeriſchen mit Ac⸗ cord ergebẽ; aber folgends uͤbel tractirt wor⸗ den iſt/ weil der Kaͤyſeriſchen viel darvor geblieben ſeyn; wie Tom. 2. Theat. Europ. tol. 617. a. der erſten Edition, zu leſen. Iſt zuvor im Hornung/ auch vom Generalen Tilly eingenommen worden. Den 14. O⸗ ctobris hernach/ haben diß Staͤdtlein die Schwediſchen wieder erobert. Und hat daſ⸗ ſelbe ſeithero noch viel erlitten. Lauringen. Stadt und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch, ſo — zwo Meylen vonder Veſtung Koͤnigs⸗ hofen/ auff der ſeiten der Stadt Hainmel⸗ burg/ ſo Fuloiſch/ bey Hoffheim/ und Maß⸗ feld/ Co ein anders/ als das Hennebergiſche) gelegen. Im Jahr 1639. zu Aukunfft deß Schwediſchen Obriſten Koͤnigsmarck in Francken/ hatte er in dieſer Stadt den new⸗ geworbenen Außſchuß gefangen genommen/ und nunmehr mit ſich hinweg gefuͤhrt: die⸗ weilen aber ſeine Soldaten denſelben nicht wol verwahrten/ iſt ſolcher ihnen/ bey ſchlaf⸗ fender Wacht/ entgangen/ und bey 1 3. Mañ davon kommen. Es iſt ein Waͤſſerlein im Franckenland/ ſo die Lauer genant wird/ daran die Doͤrffer Pappenlauer/ Burck⸗ lauer/ Nieder⸗Lauringen/ und Ober⸗Lau⸗ ringen gelegen. Lautenbach. En Maurkt u Gͤloß tzder Heien Graffen von Hatzfeld zuhoͤrig. Auſſer⸗ halb ſtehet ein Cabell dahin groſſe Wall⸗ fahrt iſt. Lauterbach. Boy Forchheim/ ein Bambergiſeher ☚ Ileck/ ſo in das Ampt Forchheun ge⸗ hoͤrig. iat dasn Leugaſt/ vver J eeckt⸗Leugaſt hein Bambergiſcher Marckt und Ampt. Leuten/ oder Muärckt⸗Lenten ein ſchoͤnes vor denn vori⸗ gen Krieg/ und Marckgraͤffl. Culm⸗ bachiſches Ampt/ ligt an der Eger/ daruͤber allda ein ſteinerne Bruck mit drey Schwib⸗ ſdurch die Kaͤyſeriſche/ mit 57 boͤgen(wie Bruſch. vom Vichtelberg p. 18. berichtet) gehet/ der ſich die Soldaten im vo⸗ rigen Kriegsweſen offt zu ihrem Vortheil gebraucht. Leutershauſen. E)n Marggraͤffl. Ohnſpachiſch Staͤdt⸗ leinam Wald/ beym Uirſprung der Alt⸗ muͤhl/ nicht weit von Onoltzbach/ und zwo ſtarcke Meiln von Rotenburg gelegen. Theils nennens Lautershauſen/ und ſtehet in einer geſchriebenen Verzeichnuß/ daß den Burggraffen von Nuͤrnberg Lautershauſen und Callenberg(in einer Tafel/ und zwar wie einer berichtet/ recht/ ſtehet Colmberg) Anno 1318. umb 6200. Pfund Heller er⸗ kaufft/ ſo zuvor der Graͤffin von Truchen⸗ dingen geweſen. Das folgende 1319. Jahr hat Kaͤyſer Ludwig daruͤber die Burg zu Chollenberg/ und den Marckt zu Lauters⸗ hauſen/ Burggraff Friderichen zu Nurn⸗ berg zu rechtem Reichs⸗Lehen verliehen. Limn. Tom. 4. p. 814. Leyenfels. EIn Bambergiſches Schloß und Ampt. Liechtenaw. EIn Nuͤrnbergiſch Staͤdlein und Schloß ein Meyl Wegs von Ohnſpach gele⸗ gen/ ſo fuͤr eine Veſtung gehalten wird. Es ſchreibet Sleidanus lib. 24. p. 710. daß Marggraff Albrecht von Brandenburg Anno 1552. das Schloß/ und beyligendes Staͤdtlein/ gepluͤndert/ angezuͤndet/ auff den Grund geſchleifft/ und dem Boden gleich gemacht/ den Burgern Gelt geben/ und daß ſie ſich in ſein/ und ſeines Ver⸗ tern/ Marggraff Georg Friederichen/ Ge⸗ biet/ begeben ſolten/ durch einen Eyd auff⸗ erlegt habe. In einer geſchriebenen Ver⸗ zeichnuß ſtehet/ es ſey nur das Schloß ge⸗ pluͤndert/ geſchleifft/ verbreũt/ den Burgern aber eine Brandſchatzung auffertegt/ und die zum Eyd gezwungen worden. Man hat hernach dieſen Ort/ als er wieder Nuͤrnber⸗ giſch ward/ wol gebaut/ und beveſtigt; ſo gleichwol Anno 1632. als der Koͤnig auß Schweden dieſer Orten ſich auffgehalten/ Ackord erobert worden; den das folgende 33. Jahr/ den 23. Auguſti/ der Graff von Thurn uut harter Muͤhe wieder bekommen/ und dadurch der Stadt Nuͤrnberg den Paß geoͤffnet hat wie in einem Bericht einkommen: wiewol Chel H 3 mnit. 58 mnit. imn 2. Theil vom Schwediſchen Krieg alſo ſagt: Liechtenau in Francken wird unter dem Obriſten Hubald attaquirt/ und den7. Aug. der Fleck/ den 21. aber die Veſtung ero⸗ bert/ und der Stadt Nuͤrnberg wieder zuge⸗ ſtellt/ nachdem vorhero die Schwediſchen eine ziembliche Schlappen davor bekonunen/ auch der Kaͤyſerliche Commendant Straſol- do die Victualien auß dem Flecken in das Schloß gebracht/ denſelben theils abgebro⸗ chen/ das uͤbrige in Brand geſteckt/ und in die Aſche gelegt hatte. Liechtenberg. En Culmbachiſches Schloß und Ampt. In den Land⸗Tafeln finden ſich zwey Liechtenberg/ an den Graͤntzen deß Voigt⸗ lands/ eines bey Selbitz/ und das ander bey Gefel/ Lobenſtein und Salbing/ und ſoll eines darunter/ wie man vor dieſein berichtet hat/ dem Litthauiſchen Hertzog von Ratze⸗ vol(ſonder zweifels wegen ſeiner Gemahlin) zugehoͤrt haben. Nach Culmbach rechnet man auch Luderſtadt. Liechtenfelß. b EIn Bambergiſche Stadt/ Schloß und Ampt/ an dem Maͤnn/ darein die Re⸗ der und Cronach/ kommen/ bey Lanct⸗ heim/ zwiſchen Kunſtatt/ und Staffelſtein/ ein guten Weg oberhalb Bamberg gele⸗ gen. Anno 1553. den 7. Novembris/ iſt Hertzog Heinrich von Braunſchweig/ zu dem Herren von Plawen! und denen von Nuͤrnberg/ ins Lager fuͤr Lichtenfelß kom⸗ men/ da Marggraff Albrecht neun Faͤhn⸗ lein Knechte in der Beſatzung gehabt; dieſel⸗ ben haben ſich/ als man dem Staͤdtlein mit dem Geſchuͤtz ſo hart zuſetzte/ ergeben muͤſ⸗ ſen; wie in der obgedachten Braunſchweigi⸗ ſchen Chronic fol. 331. ſtehet. Siehe oben Culmbach. Weil dann dieſer Ort ſelbiges⸗ mal Marggraͤffiſch/ jetzt aber Bambergiſch iſt/ ſo iſt zuvermuthen/ daß ihn Marggraff Albrecht zuvor muͤſſe eingenommen haben⸗ oder daß er dem Stifft Bamberg/ fur die auffgewandte Kriegs⸗Unkoſten/ hernach verblieben. Anno 1633. ſtund dieſe Stadt den 27. Jan. von Burgerſchafft und Sol⸗ daten ledig. Lohr/ Lor/ Lohra. AM Waſſer Lor/ ſo nahend dabey in *l den Maͤyn faͤllt/ unter Procelden, nahend Partenſtein/ beym Wald Speſ⸗ hart/ gelegen/ ſo fuͤr die vornehmbſte Stadt E Beſchreibung der Graffſchafft Rieneck/ oder Reineck/ ehlien wirde w Bn bon dieſer Stadt heils die beſagte Graffſchafft/ auch die Graffſchafft Lohr nennen whaß.nic de Rebus Mogunt. lib. 1. p. 973. berichtet/ und ſaget/ daß Anno 1574. der Ertz⸗Biſchoff zu Maͤyntz/ Herr Daniel Brendel von Hom⸗ burg/ gegen dem Ende deß Auguſti/ dieſer Stadt poſſeſſion eingenommen habe; nach den ſelbige Grafenabgeſtorben/ und das Le⸗ hen dem Ertzſtifft heimbgefallen war. Und meldet Er Serarius weiter/ daß ſolche Graff⸗ ſchafft folgends Anno 1603. vom Ertz⸗Bi⸗ ſchoff Johann Adam von Maͤyntz zu refor⸗ miren angefangen/ und den 24. Auguſtiall⸗ hie zu Lohr/ auß ſeinem/ deß Churfuͤrſten/ Befelch/ die Meß/ und 2. Predigten gehal⸗ ten worden; da vorhin die Leuth der Aug⸗ ſpurgiſchen Confeſſion zugethan geweſt ſeyen. Anderswo finden wir/ daß nach ab⸗ ſterben, deß letzten Graff Philipſen von Rei⸗ neck und Lahr(Lohr) ſolche Graffſchafft dem Churfuͤrſten zu Maͤyntz/ den Grafen zu Erpach/ Hanaw Muͤntzenberg/ und denen von Yſenburg angefallen ſeye. Als aber die⸗ ſe vier Parteyen ſtrittig geweſen/ habe Kaͤy⸗ ſer Ferdinandus I. dem Fraͤnckiſchen Craͤyß befohlen/ daßz Er den Reichs⸗Monatlichen Auſchlag dieſer Graffſchafft/ nemblich 2. zu Roß/ und 10. zu Fuß/ unter ihnen außthei⸗ len ſolte; darauff auch dem Churfuͤrſten zu Maͤyntz zween zu Roß/ und fuͤnff zu Fuß; dem Grafen zu Erpach zween zu Fuß; den Grafen von Hanaw/ und Yſenburg/ drey zu Fuß/ zuertheilt worden; damit auch die Erſten beyde wol zu frieden; Hanaw aber/ und Yſenburg/ ſtrittig geweſen/ und habe Hanaw fuͤrgeben/ haͤtte nichts/ als das bloſſe Stammhauß; daher es mit der Bezahlung deß Anſchlags angeſtanden ſeye. Wie es nun ſeythero abgeloffen ſeyn mag/ haben wir keinen gruͤndlichen Bericht erlangen koͤnnen; auſſer/ daß wir wiſſen/ daß der Herr Chur⸗ fuͤrſt zu Maͤyntz die Grafſchafft Reineck/ ꝛc. gegen dem Fraͤnckiſchen Craͤyß vertritt: da⸗ dir wir auch ſolche in dieſem Tractat ſetzen wollen. Siehe aber oben den Eingang/ und dann unten Reineck. Anno 1632. befand ſich der Koͤnig auß Schweden allhie zu Lohr. Loͤnfeld. In Wurtzburgiſcher Marckt am Mayn/ zwiſchen dem Cloſter Drif⸗ felſtein(ſo auff einem Berglein gegen u⸗ ber/ jenſeit deß Waſſers) und Remlingen Ludwig⸗ —— —— — u ————— ⁸ 8 3 8 —— 4 ⁵Æ 1 7 pſenv en, 7 6 4 Alg, en/ hal 2n demblie. g/ uni 241 4 eGra ht den Gr I 2 ℳ4 rſt äſche 7 wijm di duce lſer ige we Na znl uber⸗ ſu bR üi mpt? Narck Eud uber M fu find m be rgd a nvon R. dn ütt dr un C. and uilemt Ludrvig deß Franckenlands/ ꝛc. Ludwig⸗Schorgaſt. EIn Bambergiſcher Marckt und Flecken. V Marckdorff. der Herbſt⸗Relation deß Jahrs 1648. ſtehet/ es haͤtten die Frantzoſen/ in ihrem Zug von Ellwangen nach Oettingen/ im Marggraͤffiſchen das Staͤdtlein Marck⸗ dorff/ ſampt Kirchen/ Rahthauß/ und in die 20. Haͤuſer/ auch das Schloß Kreßberg abgebrandt: welches auch der ſechſte Tomus Theatr. Eur. bejahet/ und darzu ſetzt/ daß uͤber hundert Perſonen/ mit allem Vie he/ elendiglich verbronnen. Souſten finde ich nichts von dieſem Ort. Marckelsheim. TM Tauber⸗Thal/ ungefehr ein Meil J oberhalb Mergentheim/ Teutſchmneiſte⸗ riſch/ ins Ampt Neuhauß gehoͤrig. Marckt Schorgaſt. En Bambergiſch Ampt. Maresfeld. En Dorff in der Gefuͤrſteten Graffſchafft Henneberg dein Adelichen Geſchlecht der Marſchallen von Oſtheim gehoͤrig. Marienſtein. En regulirt Chor⸗Frauen Stifft/ nicht weit vom Cloſter Rebdorff/ ſo umbs Jahr 1470. an der Altmuͤhl der Biſchoff zu Aichſtaͤt/ Guilemus von Reichenau/ zu bauen angefaagen/ ſo hernach von andern vermeh⸗ ret und gezieret worden. Marolffſtein. EIn Bambergiſches Schloß und Ampt. Maßfeld. EIn veſtes/ wolverwahrtes/ und in der Fuͤrſtl. Graffſchafft Henneberg gelege⸗ nes/ und dem ſamptlichen Hauß Sachſen gehoͤriges Schloß/ ſo ſich in dem vorigen Teutſchen Krieg wol bekandt gemacht hat. Einer berichtete Anno 1648. es ſeye Maßfeld etwa eine Fuͤrſtliche Reſidentz geweſen und jetzt mit Waͤllen/ Paſteyen/ Bruſtwehren/ Ziehebruͤcken/ Schantzkoͤrben/ Blochhaͤu⸗ ſern und Mauren dermaſſen beveſtiget/ daß/ 59 nicht waͤren/ eine gantze Armee daſſelbe un⸗ vexirt laſſen muͤſte. Es hat aber dieſes Maß⸗ feld im naͤchſten Krieg viel Aufechtung ge⸗ habt/ und kan was in den Jahren 1639. 40. 11. und 42. darbey vorgangen/ deß T heatr. Eur. 4. Theil. tol. 102. 272. 632. 992. und anderswo geleſen werden. Siehe hieunten Mairungen. Sonſten iſt auch ein anders Maßfeld bey Lauringen/ Ebern/ und Koͤnigsberg. In deu Zeitungen iſt einkommen/ daß Anno 1641. das Schloß Oberſtaͤtt/ bey Maßfeld/ vom Weymariſchen Obriſten Wolmar Ro⸗ ſe erobert worden. Ob es nun dieſes/ oder voriges Maßfeld/ davon kau ich nichts ge⸗ wiſſes berichten. 1 1 1 Meinbernheim/ Meynbeꝛnen. TNs gemein Meynbernen/ zwiſchen Ip⸗ J. hofen/ und Kitzing/ und zwe nur ein halbe Meyl von Kitzingen/ beyin Mayn ge⸗ legen/ ein kleines Staͤdtlein/ ſo mit Brich⸗ ſenſtatt/ der Zeit ein eigenes Marggraͤffiſch Ohnſpachiſch Ampt machet: vorhin aber/ da Kitzingen noch gantz Marggraͤffiſch ge⸗ weſen/ in ſelbiges Ampt gehoͤrt hat. Bru- ſchius ſagt cap. 9. de Epiſcopat. German. p. 170. b. daß dieſes Staͤdtlein Mainber⸗ uen/ oder Mainbernheim/ Otto Woiſßstel/ der 40. Biſchoff/ ſo Anno 1375. geſorben/ ſampt einem theil von beſagter S adt Kitzin⸗ gen/ zum Stifft Wurtzburg ertaufft ha⸗ be. Welcher geſtalt aber ſolches Staͤdtlein Marggraͤffiſch worden/ das ſagt Er nicht: wird aber noch jetzt außdrucklich unter die Marggraffiſche Onoltzbachiſche Orr und Aempter geſetzt. Siehe oben den Eingang und Beſchreibung Kitzingen. Dieſes Staͤdt⸗ lein wird noch in Jahr 1636 von O. Wu ff⸗ bain in relat. 3. part. 5. pag. 107. dem Stifft Wuͤrtzburg gegeben. Von andern hab ich gehoͤrt/ als Kitzingen noch Marggraffiſch geweſen/ daß Meinbernen in ſelbiges Ampt gehoͤrt habe. In einem andern Bericht aber hab ich gefunden/ daß ſolches Staͤdt⸗ lein noch jetzt/ mit Brichſenſtadt ein auſ Marggraͤffiſch Ohnſpachiſches Ampt mache. Meiningen/ Mainungen. S. Tadt und Schleß/ an der Werra jin SDder Fürſtlichen Graffſchafft Henne⸗ berg/ allda der Zeit die Chur⸗und Fuͤrſtliche Saͤchſiſche Regierung deß Landes Henne⸗ wofern/ die naͤchſt darbey liegende Berge berg/ als welchem Hauſe dieſe Stadt inge⸗ ſampt 60 ſampt gehoͤrig iſt. Dreſſerus, in Beſchrei⸗ bung der Stadt Schleuſingen/ meldet/ daß dieſe Stadt vom Stifft Wuͤrtzburg Anno 1542, zu Henneberg ſeye erkaufft worden. Und findet ſich/ daß hergegen das Schloß Mainburg an Wuͤrtzburg kommen. Beſag⸗ ter Dreſſerus vermeynt/ daß der Nam von dem Maͤyn/ als dem Hauptfluß in Fran⸗ cken/ herruͤhre/ und ſagt am 436. und folgen⸗ dem Blat ſeines Staͤdtbuchs/ daß es da ein Cloſter/ ſo Fuͤrſt Berthold von Henneberg/ an dendieſer Ort/ durch rechtmaͤſſigen Con⸗ tract/ kommen/ inſonderheit vermehret habe. Es hat allhie ein Superintendentz. Anno 1222. hat Graff Poppo von Henneberg die⸗ ſe Stadt, da ſie noch Wuͤrtzburgiſch gewe⸗ ſen/ im Zorn feindlich uͤberfallen/ eingenom⸗ men/ angeſteckt/ und meiſtentheils außge⸗ brant. Anno 1640. den 28. Januarii/ mu⸗ ſten die allhie gelegene Schwediſche ſich an die Bayriſche ergeben. Was ſonſten die Stadt in dieſem Teutſchen Krieg erlitten/ davon/ wie von vielen andern/ finden wir wenig auffgezeichnet. Vielleicht moͤchte kuͤnfftig/ wann Gott den lieben Frieden be⸗ ſcheren wirdſein jedes Land ſeine Drangſalen abſonderlich beſchreiben laſſen/ darauß dann ein vollſtaͤndiges Werck/ und Vollkomme⸗ ne deß ſo lang gewaͤhrten Kriegs Hiſtoria koͤnte verfertigt werden; ſo wir biß dahero Stuckweiß gehabt haben. Was Anno 1641. unter dem Kaͤyſerlichen Generaln Gilles de Has; auch Anno 1642. als die Erfurtiſche Beſatzung dieſe Stadt eingenommen/ und ſonſten in ſelbigen beyden Jahren/allhie vor⸗ gangen/ das findet man gleichwol in Tom. 4. Theatri Europæi fol. 274. 879. 883. und 632. Es ſagt Engelſuͤß vom Weymariſchen Feldzug/ daß der General Major Roſa Mai⸗ nungen/ darinn der General Gill de Haas gelegen/ An. 4 1. vergebens belaͤgert habe. Im 5. Theil deß Th. Eur. ſtehet/ daß An. 1644.· die Hatzfeldiſchẽ Voͤlcker Mainungen beſchoſſen haͤtten/ daß davon ein gutes ſtuͤck der Stadt⸗ mauer/ ſampt einem Thurn gefallen/ gleich⸗ wol haͤtten die Belaͤgerten einen Sturm ab⸗ geſchlagen; doch endlich der darinn gelege⸗ ne Schwediſche Major Gaͤrtner(dann deß Jahrs 42. die Schwediſchen auß Erfurt Manungen einbekommen) umb den An⸗ fang deß Hornungs accordirt hatte: und am 1113. Blat wird geſagt/ daß Anno 1646 die Beveſtigung und Schantzen vor der Stadt gantzlich geſchleifft worden: und weiln auch von den Kaͤyſeriſchen zugleich auch am Schloß Maßfeld die Vorgebaͤude/ Palli⸗ Beſchreibung ſaden/ Schantzkoͤrbe/ und dergleichen abge⸗ riſſen/ ſo waͤre hierdurch die Graffſchafft Henneberg der Beſatzungen gaͤntzlich be⸗ freyet worden. Hergegen berichtet einer/ ſo von Henneberg buͤrtig/ daß noch An. 48. bey⸗ de Ort/ Meiningen und Maßfeld/ Veſtun⸗ gen geweſen. Siehe hieoben Maßfeld/ und drunten Meynberg. Melrichſtatt/ Mellerſtatt. AN Fluß Stray/ zwiſchen Fladungen/ vl Oſtheim/ Romhild/ und Hilperhauſen/ im Stifft Wuͤrtzburg gelegen/ Stadt und Ampt) ſo wegen der Schlacht/ zwiſchen Kaͤyſer Henrico IV. und Hertzog Rudolf⸗ fen auß Schwaben gehalten/ bekandt iſt/ wie beym Frchero part. 1. Origin. Palatin. c. 9. und Brunncro part, 3. Annal. Boicorum p. 86. ſeq. zu leſen. Iſt vorzeiten Methelriche⸗ ſtadt genannt worden/ allda der berümbte Teutſche Poet Paulus Meliſſus auff dieſe Welt kommen iſt. Anno 1639. den 25. Au⸗ uſti kam der Schwediſch Obriſt/ der von ongsmarck/ hie an. Anno 16 40. haben ſich tauſend Bauren/ die in der Flucht hieher ge⸗ langt ſeyn/ biß auff das euſſerſte gewehret; aber gleichwol ſolche Stadt die Banner⸗ Schwediſchẽ mit Gewalt erobeet/ als Carve im 2. Theil ſeines Reyßbuͤchleins cap 50. p. 212. ſchreibet. In dem vierdten Theil deß Theatri Europæi ſtehet fol. 39 1. daß der Ge⸗ neral Banner ſelbſten ſich Mellerſtatts be⸗ maͤchtigt/ darinn Fraͤnckiſches Landvolck la⸗ ge/ welches daruͤber zimlich eingebuͤſt. Als auch der Ort wieder verlaſſen werden muſte/ wurde Er von den Schwediſchen in Brand geſteckt/ und gantz eingeaͤſchert. Und am fol⸗ genden 392. Blat/ daß in ſelbigem 1640. Jahr/ im Junio/ bey Mellerſtatt/ ein Schwediſches Soldaten Weib geneſen/ und 7. Kinder/ als vier Knaͤblein/ und drey Maͤgdlein/ zur Welt gebohren/ auß denen ein Maͤgdlein nach der Tauff geſtorben ſeye. Mergetheim. INs gemein Mergethe/ und Mergen⸗ thal/ oder Marienthal/ von Theils auch Mariæheim/ und vom Dreſſero Mer- gethum genannt. Ligt an der Tauber/ und ob der Stadt/ auff den Kitzberg/ das Schloß zuun Neuenhauß zwiſchen Koͤnigshofen/ und Weickersheim. Iſt deß Herren Mei⸗ ſters deß Teutſchen Ordens in Teutſch⸗ und Welſchen⸗Landen Reſidentz; deren Tiin chen — — —— —yy S ſſſf ſ —————— —==—=—.——— —. S——=— S——— ——— S— ĩ—— 1 2 08 Süi SSSSANns 2—— ———————— 2———————— ——.———————⸗-—-—::ä——=—= 3===—==B— ———=— 8——=———————————————————+½————— ———————————» β———————==——————A—— ⏑‿— —————=—Z— 2n——₰——-—.————— △—————= Z 4———— 8— —= ☚‿———.—.—————,—————— 2.—. ——=—+—=S=Sä= gZ— ,Bͤ=V—0 S. E=ZEAz=-—— S— S= S S ——— 2=———— 7————— ú———-—.— R=⸗—————— ————————— ₰————— 1——- 2— 1—————————— —— Sg=—————— ⏑△. 8 80 ½—————— 2————————————— ———————————— 2—————————*———— ————„———————— 4— no 16 3 jet u S Fel zen„Her man udere hih ttet! me vond ſteanl ſich a Mm n. S wl. 19. b. ſt Dur d elm z wme dhab w nreit Ar 631.2 mh in vo uun 1/He Inm dd zu m antzo t eſich m en: be 8 enw um ſgeſta ur der an Jin Hochn wang lſchen dn keniſt e ſvor e lten Dernd dang t.fol.; dto, e wlt. geſto N ſil 8 11 Dernh A ſchen Meiſter/ ſo allhie zu Mergeutheim/ wiewol nicht alle/ gemeiniglich Hoff gehal⸗ ten/ und vor dieſem auff den Hochmeiſter in Preuſſen/ als ſolches Hochmeiſterthum noch in ſeinem Stande geweſen/ ihr Abſehen gehabt haben/ Verzeichnuß/ von Bottone, Grafen zu Hohenlohe/ an/ der Anno 1253. geſtorben/ biß auff Ertz⸗Hertzog Maximi⸗ lian von Oeſterreich/ ſo Anno 1618. Tods fuͤrworden/ Bernhard Hertzog in der Elſaſ⸗ ſer Chronit/ lib. 10. cap. 4. ſetzet. Ihrer Hochfuͤrſtl. Durchleucht. ꝛc. hat ſuccedirt Ertzhertzog Carl zu Oeſterreich/ ꝛc. und dero Anno 1624. Herr Johann Caſpar vonSta⸗ dion/ ſo Anno 1s41. im Wintermonat/ dieſe Welt geſegnet/ und allhie im Capuciner Clo⸗ ſter/ den 25. Februarii Anno 42. in Gegen⸗ wart etlicher Herren Laud⸗Commendatorn/ und vieler anderer deß Ritters⸗Ordens/ zur Erden beſtattet worden iſt. SeinEinkom⸗ men/ ſo er von der Groß⸗Meiſterſchafft ge⸗ habt/ ſolle ſich auff 2 00. tauſend Gulden er⸗ ſtreckt haben. Siehe Tom. 4. Theatri Eu- ropæi fol. 119. b. An ſeiner ſtatt/ ſeyn Ihr Hochfuͤrſtl. Durchleucht/ Ertzhertzog Leo⸗ pold Wilhelm zu Oeſterreich/ ꝛc. erwehlet worden/ und haben die Poſſeſſion in gedach⸗ tem 24. Jahr eingenommen. Gegen dem Ende deß 1631. Jahrs/ ward beſagte Stadt Mergentheim von dem Schwediſchen Feld⸗ marſchallen/ Herrn Guſtavo Horn/ ꝛc. mit Accord; und zu Anfang deß 1643. Jahrs/ von den Frantzoſen/ und Weymariſchen/ erobert; die ſich auch Anno 1645. allhie be⸗ funden haben: bey welchen unterſchieblichen Eroberungen/ wie leicht zu erachten/ dieſer Ort viel außgeſtanden haben wird; und doch allezeit wieder an ſeinen Herren kommen iſt. Iſt deß Hochmeiſters deß Teutſchen Or⸗ dens in Teutſch⸗und Welſchen Landen/ wañ er in Francken iſt/ ordinari Reſidentz. Und haben auch/ vor Jahren/ die Herren Meiſter/ als ſie noch auff den Hochmeiſter in Preuſſen ihr Abſehen gehabt/ gemeinlich allhie Hof ge⸗ halten; die Bernhard Hertzog lib. 10. Chron. Alſat. cap. 4. fol. 204. in folgender Ordnung ſetzet. 1. Botto, ein Graff zu Hohenlohe/ ſo Anno 1253. geſtorben. 2. Dieterich/ Graf zu Bruͤningen. 3. Gebhard/ Graf von Hirſ⸗ perg. 4. Wernher/ Herr zu Battenberg. 5. Cunrad/ Burg⸗Graff zu Nuͤrnberg. 6. Cunrad/ Herr zu Feuchtwangen. 7 Gott⸗ fried/ Graff zu Hohenlohe. 8. Zurrich von Stetten. 9. Johann von Neſſelrode. 10. Gottfried/ Herr von Feuchtwangen. 11. Weyrich von Bußweiler. 12. Eberhard/ deß Franckenlands/ ec. 61 Herr zu Sultzburg. 13. Cunrad/ Herr zu Gundelfingen. 14. Wolffgang/ Graff zu Nellenpurg/ ſo Anno 1333. geſtorben. 15. Philips/ Herr zu Bickenbach. 16. Gott⸗ fried/ Graffvon Hanau. 17. Johann von Hoyn. 18. Cunrad Rude. 19. Seyfried von Veningen. 20. Johann von Klotz. 21. Cun⸗ rad von Egolffſtein. 22. Dieterich von Wintershauſen. 23. Eberhard von Seinß⸗ heim. 24. Eberhard von Stetten. 25. Joſt von Veningen. 26. Ullrich von Lenders⸗ heim vielleicht Leutersheim.) 27. Reinhart von Neyberg. 28. Endres von Grumbach. 29. Hartmann von Stockheim. z0. Johañ Adelann/ von Adelmansfelden ſo Anno 1510. geſtorben. 31. Dieterich von Cle. 32. Walther von Cronherg. 33. Wolffgang Schutzbar/ genannt Milchlun. 34. Georg. Hundt /von Wenckheun/ Anno 1566 geſtor⸗ ben. 35. Heinrich von Bobenhauſen/ ſo An. 1590. ſeine Reſidentz in dem Teutſchen Or⸗ dens Cammerhauß zu Weiſſenburg gehabt. 36. Ertz⸗Hertzog Maximilian zu Oeſterreich. Biß hieher gehet beſagter Hertzog. 37. Ertz⸗ Hertzog Carl zu Oeſterreich. 38. Herr Jo⸗ hann Caſpar von Stadion. 39. Herr Ertz⸗ Hertzog/ Leopold Wilhelmn zu Oeſterreich/ der jetzige Herr Hochmeiſter. Es iſt dieſes Meiſterthumbs⸗Monatlich einfacher Reichs⸗ Anſchlag/ Anno 1521. gemacht 19. zu Roß S5. zu Fuß/ 448. Gulden/ und zu Unterhal⸗ tung deß Camuner⸗Gerichts jaͤhrlich ordi. narié 90. Gulden/ und/ nach der Erhoͤhung 150. Und alſo iſt auch ſolcher Reichs⸗An⸗ ſchlag Anno 1650. wegen der Schwediſchen Satisfaction· Gelder in der Repartition zu Nuͤrnberg einkommen; wiewolO. Wurff⸗ bain ſagt/ waͤre Anno 1545 und 51. auff 1. zu Roß und 25. zu Fuß/ erhoͤcht worden. Joh. eod. Sprengerus 1 compendioſa omnium,& ſingulorum Imperii Statuum delineatione„ ſagt unter andern/ vondieſem Hochmeiſtertumb alſo: Corpus Magiſte- rii, conſfiſtit in bonis Cameræ,& g. praæ- tecturis, vulgô Balleyen; quales ſunt, die Balley von Francken/ Heſſen/ Weſtpha⸗ len/ Sachſen/ Thuͤringen/ Lothringen/ U⸗ trecht und Maſtrich; ex quibus Corpori ſubtractæ ſunt ſubſequentes magnæ Com- mendæ, die von Maſtrich/ Utrecht/ ab Hollandis; Sachſen, Thuͤringen/ Heſſen/ à principibus territorii. Ad bona Cameræ pertinent ſubſequentia: Mergentheim/ Stadt und Ampt/ Neuhauß/ Schloß und Ampt/ Hutenheim Vogtey/ Dallau Ampt/ b Hülſpach/ Heuchelheini/ Kyrnbach/ Stup⸗ ferich/ 62 ferich/ Vaingen/ Weingarten; Pflegereyen am Necker/ ur Stocksberg/ Schloß und Ampt/ Neckers⸗Ulm Ampt/ Weinheim Ampt/ Kinhauſen Ampt/ Hauß Horneck/ Cron Weiſſenburg/ Speyr/ Franckfurt am Maͤyn/ Maͤyntz. Commendaturæ ad ba- liviam Franconiæ pertinentes hæ ſunt, quam- vis non omnes in Franconia ſitæ: Ellin⸗ gen die Land⸗Commenthurey/ Nuͤrnberg mit Eſchenbach/ Duͤnckelſpuͤhl und Poſch⸗ baur/ Heilbron/ Virnſperg/ Blumen⸗ thal/ Wuͤrtzburg/ Rotenburg/ Ulm mit Zeſchingen/ Kapfenburg/ Oetingen/ Tho⸗ nauwerd/ Regenſpurg/ Wineda/ Muͤnerſtat/ Genghofen in Bayern. Magiſter eligitur Mergentheimii à quibusdam Equitibus ad id deputatis, qui appellantur Rathsgebuͤ⸗ tige. Und ſo viel ſagt dieſer. Im Jahr 34. haben die Schwediſchen/ nach der Noͤrdlin⸗ ger Schlacht/ dieſes Mergentheim ſelber ver⸗ laſſen. Anno 1645. umb den 26. Aprilis/ befanden ſich die Frantzoſen allhie/ item, zu Rattingen/ Ayb/ Weickersheim/ Meynbern⸗ heim/ Hopferſtat/ Haldenbergſtaͤtten/ und alſo im gantzen Ochſenfurter Goͤu und Tau⸗ ber Grunde. Meynberg/ Mainberg. EIn Wuͤrtzburgiſches Schloß und Ampt/ naͤchſt an Schweinfurt. In einem neulich uͤberkommenen Bericht ſtehet alſo: Anno 1542. ſchloß Fuͤrſt Wilhelin zu Hen⸗ neberg/ zu Schweinfurt mit Biſchoff Conraden zu Wuͤrtzburg/ den Kauff/ we⸗ gen Schloß und Ampt Mainberg/ welches Graff Berthold zu Henneberg Anno 1306. vom Grafen zu Barby erkaufft. Der Biſchoff gab ihm fuͤr Mainberg/ Mainun⸗ gen/ und ein groß Stuͤck Geld. Ward alſo Mainungen Hennebergiſch/ und Mainberg Wuͤrtzburgiſch. Meynert. EIN Bambergiſches Schloß und Ampt. Michelbach. En Ort/ in der Hohenlohiſchen⸗Neuen⸗ ſteiniſchen Herrſchafft; allda An. 1634. den 22. Decembris, die Confœderirten, in die 17. Compagnien/ von deß Graffens von Wartenberg Reutern/allerdings ruinirt ha⸗ ben/ wie Engelſuͤß ſagt. Kemnitz ſchreibt im. Theil/ daß der Commendant in Hanau/ General Major Ramſay den 23, Decemb. Kinder/ geſtorben. Zu Furſtenau hatte ſein Beſchreibung Anno 34. mnit andern/ zu Nachts/ den Kaͤyſe⸗ riſchen zu Michelbach eingefallen ſeye/ groſ⸗ ſen Schaden gethan/ und gute Beute ge⸗ macht habe. Michelſtadt/ Michlenſtat. IM Odenwald/ an dem Waſſer Mub⸗ ₰ lung/ und in der Graffſchufft Erpach ge⸗ legen/ welche Herren Grafen/ wie oben im Eingang geſagt worden/ ein Stand deß Fraͤnckiſchen Crayſes ſeyn. Bey den Alten wird das Goͤw herumb Plumgowe/ und der beſagte Fluß Mimilingus, Michelſtadt aber Michilunſtat genennet/ wie beym Frehero Part. 2. Originum cap. 6. zu leſen/ der auch am 23. Blat ſagt/ daß die Herren Grafen von Erpach/ ihre Graffſchafft Erpach(ſo mit der Pfaltz am Rhein/ der Graffſchafft Hohenlohe/ der Graffſchafft Wertheim/ und uͤber dem Maͤyn mit der Graffſchafft Hanau/ benachbart iſt) von Chur⸗Pfaltz/ mit der Wuͤrde deß Erbſchencken⸗Ampts/zu Lehen tragen; Soein anderer/ in ſeinem ge⸗ ſchriebenen Bericht/ allein von etlichen Guͤ⸗ tern/ ſo in ſolcher Graffſchafft gelegen/ auß⸗ leget/ und erklaͤret: Dann ſonſten es eine Graffſchafft deß Heil. Roͤm. Reichs iſt. Manwil/ daß ſie/ die Herren Grafen/ von Eginhardo, deß Kaͤyſers Caroli M. Cantz⸗ lern/ und ſeiner/ deß Kaͤyſers/ Tochter Im⸗ ma/ ſo ihn/ den Eginharden/ lieb gewonnen/ herkommen; und daß entweder Er/ der Kaͤy⸗ ſer Carl/ ſelbſten/ oder ſein Sohn/ Kaͤyſer Ludwig der Erſte/ dieſe Landsgelegenheit/ von der wir/ zu Eingang der Unter⸗Pfaͤltzi⸗ ſchen Staͤdt⸗Beſchreibung gehandelt/ ihme Egenhardo geben habe. Und ſchreibet jo- han. Angel. à Werdenhagen de Rebuſp. Hanſcat. part. I. c. 4. fol. 37. b. auß der Lor⸗ chiſchen/ oder Laurisheimiſchen Chronic/ daß gedachter Kaͤyſer Ludwig dem Einhar- do(oder Egenhardo) geben habe/ die Land⸗ guͤter Michlenſtadt/ mit 14. deß Koͤnigs ge⸗ eigneten Knechten/ ihren Weibern/ und 13. Kindern. Siehe von dem gedachten Oden⸗ oder Ottenwald/ auch Munſterum lib. 5. cap. 307. und G. Schoͤnborner/ lib. 1. polit. c. 6. In welchem hochwolgedachte Herren Grafen ſchoͤne Guͤter/ und/ unter andern Orten/ die beyde Schloͤſſer Erpach/ und Fuͤrſtenau/ ſo beyde veſt/ auch die dabey ge⸗ legene Marckflecken/ gleichen Nahmens/ mit Waͤllen umbgeben ſeyn. Zu Erpach hat im Jahr 1640. H. Graff Ludwig Hoff ge⸗ halten/ der Anno 43. wie berichtet wird/ ohne Herr zu N 2 T u ein eingefallen t“ und 1e ſ 8 4 3 E gute eeg 1 V h 3 5 8 5 G 5 5 NMichlen 3 3 ichle 8 . I eyn. Bey. ein/ der Gt F ffſchaft I xan Init der Gr Fift t) von Chu Pih dſcheucken,N prg anderer inſt ange lein von etlu a⸗ ſchafft geleg unſ⸗ Dann ſonſte 1 ie Roͤmn. R it derren Gra rin rs Caroli M h- yſers/ Toch nn den/ lieb ga warn tweder Erſt ay⸗ ſein Sohn/ A Landsgel miih der Unter, ſh ng gehande vm Und ſchul ade hagen de 2ℳ0. 37. b. auß V- unſchen Crn dwig dem uur⸗ n habe/ d 3d 14 deß Koͤl We Weibern/ 1u ngedachte 2⁰ Munſterur orner/ lib 12 olgedachn a nd/ unter 1I. ſer Erpac ſurh 8 4 eichen Nal in e. Zu Err 2 1 H ff Ludwig ſr richttwi ürſcenauh 4 DiitrIIIIIIEIIII 1 = — S S1 —qnA8ʒ;;; 8Ä ſ1 füsiind äu Wn ,A— 1 Flſ Niiial jli. üfg ttlfſm — TTTITrFl L EWVddddddddägdddddägdd Rſii ſjis ftt Wlſſ Ff 1inn 8L= iciiieilt — I 1 Biefſärtffcfftie fRfiff — — — — —— — — — — — —— All Hee wdlh— renEEeLLLnn 3 IRRRRf anfrmmreeee — 7 Üt*⅜ 1 1. 2 e 3 0 n . — — fecheäſdhſte AS K — X — 4 N un V 2 ſſl, WT — 5 ü1 4 11 1 R S ſ geldg 2 Anno Doru. hhe g. lad! drn: eſcnn den gi f1 11; un Ir n Jdi b. 6 hec n (om en Ame deß Franckenlands/ ꝛc. Herr Bruder/ Herr Graff Georg Albrecht/ ſein Hoffſtatt/ und damaln allbereit drey Junge Herren: der auch dieſer Zeit der eini⸗ ge regierende Herr dieſer Graffſchafft/ und Anno 44. der Herren Graffen von Hanau Vormund/ und Statthalter zu Hanau ge⸗ weſt/ und vielleicht noch iſt. Seiner Graͤffl. Gn. Gemahlin iſt eine Graͤfin von Hohen⸗ lohe/ Schillingsfuͤrſt. Zwiſchen obgedach⸗ ten beyden Orten/ Erpach/ und Fuͤrſtenau/ ſo bey ungefehr einer halben Meyl von ein⸗ ander/ ligt oberwehntes Staͤdtlein Michel⸗ ſtadt/ in der Mitte/ allda die Herren Grafen von Erbach/ in der ſchoͤnen Kirchen/ darinn die Augſpurgiſche Confeſſion getrieben wird/ ihre Begraͤbnuß haben. Indieſem Staͤdt⸗ lein haben die Herren Graffen von Erbach (darvon ſeithero Herr Graff Georg Albrecht dieſes zeitliche Leben geendet/ aber etliche Herren Soͤhne hinterlaſſen hat) die Be⸗ graͤbnuß. Ihr Anſchlag zum Roͤmerzug ſiſt 2. 3u Roß/ 8. zu Fuß/ oder an Geld 56. fl. und zu lInterhaltung deß Cammergerichts Jaͤhrlich ordinari ro. fl. und cum augmen- to 16. fl. 42. Kr. 4. Heller. In der Nuͤrn⸗ bergiſchen Reparririon, wegen Sarisfaction der Schwediſchen Miutz/ ſtehen fuͤr 1331. Monat/ 7476. fl. ſo eben das obgedachte Contingent, oder Reichs⸗Gevuͤhr machen. Minnerſtatt/ Muͤnnerſtatt/ ins gemein Murſtatt. En Stadtlein und Ampt dem Stifft Wuͤrtzburg gehoͤrig/ hat ein Teutſches Hauß/ in welchem ein Commenthur/ nach Mergetheim gehoͤrig/ wohnet. Etliche ſa⸗ gen/ der rechte Nahimn ſey Marienſtatt/ oder Mariæpolis. Es hat allda ein wild Waſſer/ welches die Leuthe wider die Kraͤtze brauchen. Ligt 2. Meilen von Schweinfurt/ dahin man durch das Rannunger⸗Thal kommt. Möoͤnchroͤth. In Dorff und Cloſter eine Meil von E Coburg/ allda ein Saͤchſiſch Forſt⸗ hauß/ und ein ſchoͤner trefflich groſſer See. Moͤnchsberg/ Muͤnchberg. EIn Marckgraͤffliches Culmbachiſches Staͤdtlein/ zwiſchen Gefreß und Hoff gelegen. Mornsheim. Vn theils Morsheim genannt/ zwiſchen Monheim/ und Pappenheim/ auff der 63 Seiten/ am Hanenkamm gelegen/ und ins Stifft Aichſtatt gehoͤrig/ ſo Conradus II. Biſchoff zu Aichſtatt/ der Anno 1305, ge⸗ ſtorben/ Anno 1300. auß einem Dorffzur Stadt gemacht/ mit Mauren und Graͤben umbgeben: und Biſchoff Marquart hernach ein Schloß dahin gebauet hat: wie beym Bruſchio de Epiſcopat. Germaniæ cap. 10. p. 190. a. zu leſen. Muͤlhauſen. ES ſchreibt Herr D. Wurffbain relat. z. deß 6. Theils/ p. 197. Kaͤyſer Hein⸗ rich der Ander/ habe von dem Bisthumb Wuͤrtzburg/ neben andern inſonderheit nachfolgende drey Marcktfleckẽ/ Lonerſtadt/ Wachenroth/ und Muͤlhauſen zu nehmen/ und dem Biſthummb Bamberg zu zuwen⸗ den/ jedoch allerdings vergeblich vermeynt. Es ſoll aber gleichwol Wachenroth der Zeit Bambergiſch ſeyn. Sonſten finde ich von dem beſagten Muͤlhauſen nichts. Naſſenfels. En ſchoͤner Marcktfleck/ drey Stund von Ingolſtadt gelegen/ und dem Bi⸗ ſchoff zu Aichſtadt/ ſo ein Stand deß Fraͤn⸗ ckiſchen Craiſes/ gehoͤrig. Avenriuus, und Gretſcrus, halten ihn fuͤr den Alten Aurea- rum, die auch von den Anriquitaͤten allhie zu leſen ſeyn. Uind wil man den Thurn all⸗ da un Schloß/ ſo auff einem Felſen/ mitten in der Schutter erbauet/ fuͤr ein Roͤmiſch Werck halten. Es ſollen auch die Bauren daſelbſt noch bißweilen alte Muͤntzen/ Heyd⸗ niſche Waffen/ und zerbrochene Spieß fin⸗ den. Beſiehe beſagten Grerſerum de Epi- ſcop. Eyſtett. p. 155. ſeqq. Neckers⸗Ulm. AMerthalb(al ein) Stund unterhalb Heylbrunn/ am Necker/ entweder ein Staͤdtlein oder ſchoͤner Marcktfleck/ Teutſch⸗ meiſteriſch und alſo in den Fraͤnckiſchen Craiß gehoͤrig/ obwoln ſolcher Ort noch auff Schwaͤbiſchem Boden ligt. Neudeck. Schloß und Ampt/ Bambergiſch. Neuhauß. EIn Berg⸗Schloß/ allernechſt an Mer⸗ getheim/ Teutſchmeiſteriſch. Es iſt auch ein Neuͤenhauß im Bamber⸗ giſchen. So ſol ingleichem ein Neuenhau⸗ ſen im Culmbachiſchen/ und eines im Cobur⸗ giſchen ſeyn. 8 b 2 Neuen⸗ 64 Neuenburg. Ns Wuͤrtzburgiſche Ampt Marck⸗Bi⸗ bert gehoͤrig. Neuſtadt. Eſſen Namens etliche in Franckenland ſeyn/ als/ I. Neuſtadtan der Sal/ nahend Koͤnigshofen/ und Mellerſtadt/ eine Wuͤrtzburgiſche Stadt/ drey Meilen von Schweinfurt/ und bey ſolcher das alte Schloß Saltzburg/ auff einem Berg gele⸗ gẽ/ſo noch dem Adelichen Geſchlecht der Voi⸗ ten von Saltzburg zuſtaͤndig iſt. Es gehoͤret zu dieſem Neuſtadt ein Ampt. Munſterus ſchreibet/ daß zu Ober⸗Salza/ an der Sala/ Carolus Magnus, der Kaͤyſer/ gar einen herr⸗ lichen Palaſt erbauet/ allda er offt der auß⸗ laͤndiſchen Koͤnige Bottſchafften verhoͤret; und daß, nach ihmne/ deß Luſts halber/ ſo an dieſem Ort iſt/ die drey Kaͤyſer/ Ludovicus Pius, Arnulfus, und Otto I. Taͤge allda ge⸗ halten. Zuletzt ſeye der Palaſt gar zerfallen/ darvon man noch etliche Stuͤck ſehe/ und ſeye diß Ober⸗Saltz zu einer Stadt erwachſen/ die man jetzund Neuenſtadt nenne. Von dem obgedachten Waſſer Sala/ ſollen die Fran⸗ cken Salici ſeyn genannt worden/ von deſſen Urſprung/beym Dorff Sala/ nicht fern von Koͤnigshofen im Grauenlanduñ wie ſolches bey Gmund in den Maͤyn kommt/ gedachter Munſterus auch zu leſen iſt; wiewol er die acht zuflieſſende/ oder darein komnnende Waſſer/ anders/ als theils thun/ nennet. Hierbey iſt zu erinnern/ daß der Abriß/ oder Kupfferfigur/ nicht der Stadt Neuſtadt an der Aiſch/ ſondern dieſer Neuſtadt an der Sal ſeye/ wie in Neulichkeit ein guͤnſtiger Herr erinnert hat. Anno 16 40. lag der Herr Beſchreibung Ertz⸗Hertzog Leopold Wilhelin/nut der Kay⸗ ſerlichen Armee in/ und umb Neuſtadt an der Sal/ und war von Salfeld/ allda die Kaͤyſerl. und Schwediſche nebeneinander ge⸗ legen/ hieher gangen. Die Schwediſchen unterm Feld⸗Marſchall Bannier lagen auch nicht weit von dieſer. Die Kaͤyſeriſchen bra⸗ chen/ den 5. 15. Julii, von dar wieder auff/ und giengen beyde Armeen in Heſſen. 2. Neuſtadt an der Krempe/ oder vorm Wald/ oder der Heyde/ nicht ſonders fern von Cronnach/ und 2. Meilen von Co⸗ burg/ ein Staͤdtlein/ welches insgemein Neuſtaͤdtlein genannt wird/ und in die Co⸗ burgiſche Pfleg gehorig iſt: allda vor dieſem die Kauffleute/ in deß Burgermeiſters Weiſ⸗ ſen Wirthshauſe/ das haͤnſeln zu uͤben ge⸗ -— pflegt haben: wie Limnæus lib. g. de jut. publ. cap. 6. num. 13. ſchreibet. Anno 1632. im Herbſt/ haben dieſes Staͤdtlein/ ſamnnt andern Orten/ die Friedlaͤndiſche einge⸗ aͤſchert. 3. Neuſtadt/ oder Neuſtaͤdtlein/ nahend Schnabelweid/ Rankulm/ Eſchen⸗ buch/ Preſſat/ und Grafenwerd/ gelegen/ und Marggraͤfiſch Culmbachiſch iſt/ hat ein mpt. 4. Neuſtadt an der Aiſch/ auch Marggraͤffiſch Culmbachiſch/ oder Bay⸗ rutiſch/ ein feines Staͤdtlein/ und Ampt. Als Pfaltzgraf Fridericus Victorioſus, Chur⸗ fuͤrſt/ Hertzog Ludwigen in Bayern/ wider Marggraff Albrechten von Brandenburg/ beyſtunde/ gewann er Churfuͤrſt auch dieſes Staͤdtlein. Anno 1553. im Marggraffiſchen Kriegſiſt dieſes Neuſtadt außgebrannt wor⸗ den. Man kommt hieher/ wann man von Wuͤrtzburg nach Nuͤrnberg reiſet. Neuenſtadt. NMMaͤyn ein Cloſter/ und/ wie einer l berichtet/ auch ein Ampt/ im Bis⸗ tumb Wuͤrtzburg. Wird vielleicht das Neu⸗ ſtadt ſeyn/ ſo eine Landtafel un Speſ hart/ zwiſchen Rodenbach/ Rotenfels/ und Eſ⸗ ſelbach/ am Maͤyn/ ſetzet. Neuenſtein. Tadt/ und Schloß/ ein Stund von Oeringen/ Herren Graffen Craffts von Hohenlohe hinterlaſſenen Erben Reſidentz. Neuͤnkirch. Marcckt/ und Ampt/ Bambergiſch. Northalben. Arckt/ und Ampt/ Bamhergiſch. N Wird auch/ ohne h. Nort⸗Alben ge⸗ ſchrieben. Northeim. D Jeſes Namens ſeyn im Franckenlande unterſchiedliche Ort/ als/ 1. Northeim/ im Grabfeld/ denen von Stein gehoͤrig. 2. Northeim/ von der Roͤhn/ an der Straͤy/ uͤber Oſtheim vor der Roͤhn. 3. Northeim/ am Maͤyn/ meiſtens ins Cloſter Schwarchach gehoͤrig. 4. Northeim/ beyi Seehauß/ in dieſes Ampt gehoͤrig/ vorhin Frey⸗Herriſch Seins⸗ beimniſh jetzt Grafflich Schwartzenber⸗ giſch. 5. Kalten⸗Northeim/ an dem Fluͤßlein Felda —————— ————— r ————— ———— —————— S 8.* W— E 1 W ☛ auſtädteen erlofus, 5 Bnen Brandendung urſt auch dince darggraffſan gebranntwor, vann man von eiſet. 3 . und/ wie eine pt/ im Vi eicht das No un Speſhan — fels/ und E 1Stund bon Craffts ven nReſident. bergiſch. zamhergiſc. rt⸗Albenge⸗ anckenlande deuen von hn/ danl der öhn. 7 neiſtensins ſ in irſes ſſchSeins⸗ zurhenber⸗ Flußlein 1Spn Nſcſbze, Rt,e, Bh 7*& P. cg. 5 7 756 ,8„ 1 Sh 5 9 D S⸗ p 5 Sſh ₰„, dc„, 4 i Se⸗ 557 Se c M H* 7. 6 ls e =— X Dale M VI))ſn,. , M S 6 77 8 Ah⸗ 3 M 2 22 ₰( S 56 4 9 re a, 925 2) Kp 6 H 4 77, 3 35 ſ S 8 4 h 9„ 2 Sh 5, 2& 1 T S 5 3 Sſh, h 3 77 euuenber Henuen 2. 74 . 7 A, See ar 55 KA 5. 8 e 7 7 4 Se . * 8 9 5 —= — Ièſ‚(„ —— — —*6*—5⸗ ———— ÿ-== ⁸— SS2= deß Franckenlands/ ꝛc. Felda/ ſo in die Werr laufft/ und ein Meil von der Thann gelegen. Von dieſem letzten Ort/ ſo ein Decanat hat/ ſchreibet Kemni- tius, in 2. Theil vom Schwediſchen Krieg/ lib. 2. alſo: In der Graffſchafft Henneberg wurden/ von den Piocolominiſchen/ das Slaͤdtlein Kalten⸗Northeim/ und andere Flecken/ und Doͤrffer/ in die Aſche gelegt; die uͤbrige gantz außgepluͤndert. So/ nach der Noͤrdlinger Schlacht/ Anno 1634. ge⸗ ſchehen.. Kurnberg. SS ligt die weitberuͤhmte deß Heiligen „ Roͤm. Reichs Stadt Nuͤruberg im dieſe foͤrters in den Maͤyn fallet/ auff einem ſandigten gar harten Bode/ da weder Wein⸗ wachs/ noch Schifffarth iſt/ die auch nicht eben/ ſondern auff etlichen Berglein erbauet/ deren Hand jedoch durch alle Land gehet. Woher aber ihr Name kommt und wer ſie erbauet/ davon ſeynd unterſchiedliche Mey⸗ nungen. Theils halten ſie fuͤr deß Ptolomæi Segodunum: Theils vermeynen/ daß ſie vorzeiten Nahrungsberg: Andere/ daß ſie Nerckelsberg geheiſſen: Theils nennens Nuruein⸗berg: Andere wollen Druſum Ne- ronem, Kaͤyſers Tiberii Brudern zu ihrem Urheber machen/ dahero der Name Ne⸗ ro⸗berg und Nero⸗werck entſprungen ſeye: Theils ſagen/ beſagter Kaͤyſer Tiberius Ne- ro habe den Thurn auff der Veſten allhier/ zwoͤlff Jahr vor Chriſti Geburt/ zur Zeit ſeines Stieffvaters/ Kaͤyſers Auguſti, als er Tiberius damals noch nicht Kaͤyſer/ wider den Koͤnig in Thuͤringen gezogen/ erbauet/ und als beſagter Koͤnig ſich ihme ergeben/ be⸗ meldten Thurn/ ſamunt dero Gegend her⸗ umb/ den Innwohnern ſelbiger Gegend/ eine Stadt dahin zu bauen eingegeben: Andere aber verwerffen dieſe Meynung und ſagen/ welche vermeynen/ daß Druſus oder Tiberius gar in die Landsart kommen/ und in ſelbiger die Noricos uͤberwunden/ und die Veſten oder das Schloß allda erbauet habe/ die ver⸗ ſtehen ſich nicht recht auff die alte Beſchrei⸗ bung deß Landes/ und ſeyen der Hiſtorien nicht genugſam erfahren. Dann es haben vorzeiten dieſe Gegend die Schwaͤbiſche Hermunduri bewohnet/ deren Nachbarndie Norici, oder wie Alchamerus apud Capi- tolinum in vita M. Antoni wil/ die Variſtæ, ᷣ FranckiſchenCreiß/ an der Pegnitz/ ſo bey Fuͤrth in die Regnitz oder Rednitz/ und 1 55 in der Obern⸗Pfaltz/ geweſen: Die Norici aber haben zur Grantze den Inn und die Do⸗ nau gehabt/ und ſich hineinwarts gegen Ita⸗ lia oder Welſchland erſtrecket. Ader nach⸗ mals/ und zwar lang nach Chriſti Geburt/ als die Hunni das Noricum, netulich einen Theil Oeſterreich/ Spreyer/ Karnten/ das Saltzburgiſche Biſtunb und augraͤntzende Laͤnder verwuͤſteten/ haben ſich theils Norici, wegen mehrer Sicherheit in dieſer Gegend/ allda ſich auch theils der Bojen oder Baͤyern vorhero nidergelaſſen hatten/ begeben/ und wegen bequemlichkeit der zweyen Waſſer Pegnitz/ und Rednitz oder Regnitz/ ihre Haͤm⸗ mer und Schmidten(auff welche Kunſt ſie ſich ſonderlichen verſtanden) daheruinb auff⸗ gerichtet/ und ferner zu ihrer Sicherheit auff den Berg/ auff welchem noch heutiges Tags das Schloß ſtehet/ Anfangs ein ſchlechtes Caſtell auffgefuͤhret/ dahin folgends ein Fle⸗ cten/und aiſo fortan eine Stadt erbauet wor⸗ den/ welches Caſtell/ ſo in den alten Brieffen Caſtrum Noricum genennet wird/ unter dem Fraͤnckiſchen Gebiet geweſen/ und all⸗ bereit zu denen Zeiten Kaͤyſer Carols deß Groſſen geſtanden iſt. In der Conſtirucione Friderici Impera- toris de incendiariis& pacis violatoribus, ſtehet; In Caſtro noſtro Norimberc. Anno 1187. wie ſelbige Conſticutio in Corpore Juris, neben andern zu End zu finden. Dahero iſt man auch wegen der Zeil deß erſten Anfangs/ wann Nuͤrmberg erbauet worden/ ungleicher Meynung/ indeine elliche wollen/ es ſeye zur Zeit nicht Neronis, ſon⸗ dern Atrilæ geſchehen/ unb welche Zeit auch die Stadt Venedig erbauet worden/und alſo ſagen ſie/ habe Nuͤrnberg den Namen von den Noricis, als derſelben Metropolis, nicht von den Neronibus, die weder hieher noch in Thuͤringen jemals tommen ſeyn ſollen. Den rechten Außſchlag laſſen wir dißmaln dahin geſtellt ſeyn/ und halten es mit denen/ welche Nuͤrnberg von Nordgau/ quaſi Nordenberg oder Noͤrnberg deriviren/ und kan dannoch der Thurn auff der Veſten von Tiberio Ne- rone den Namen habeu/ wie obgedacht: da⸗ von ein mehrers zu anderer Zeit. Als folgends Hertzog Albrecht in Fran⸗ cken/ und Graf zu Bamberg/ bekandter maſ⸗ ſen/ umb ſein Leben kommen/ iſt ſolcher Ort/ welcher vorhero zu den Zeiten Caroli Magni ſchon den Chriſtlichen Glauben gehabt/ von Kaͤyſer Ludwig dem dritten/ Kaͤyſer Arnolffs Sohn/ dem Reich unterwuͤrffig gemacht worden. Dieweilen es aber umbſelbige Ge⸗ J33 gend 66 gend ſehr unſicher worden/ haben die Teut⸗ ſche Kaͤyſer eine Beſatzung ins Schloß ge⸗ legt/ und den Inwohnern gewiſſe Geſetz fuͤr⸗ geſchrieben: Inſonderheit Kaͤyſer Conrad der Erſte/ umb das Jahr Chriſtiorꝛz. wel⸗ cher die Stadt alten verſtaͤndigen Maͤnnern ehrliches Herkommens, zu regieren/ und die Waͤlder von der Rauberey ſauber zuhalten/ befohlen: welche zu ſolchem Ende etliche Soͤldner angenomnien und unterhalten/ ſo taͤglichen die Waͤlder und Straſſen durch⸗ ſtreifften/ und wannſie ſchaͤdliche Leuth an⸗ traͤffen/ dieſelbe in die Stadt fuͤhren ſolten; Imnaſſen bey der Stadt Nuͤrnberg noch heutiges Tages gebraͤuchlich/ deren auch ſolch Alt⸗Herbringen/ mittler zeit von denen Roͤnniſchen Kaͤyſern confirmirt/ und in vim Commiſſionis perpetuæ Lehens⸗ weiß auff⸗ getragen worden. 25 Umb beruͤhrter Urſachen willen/ daß die Stadt Nuͤruberg der Rauberey maͤchtig ge⸗ wehret/ haben ſich zu erwehnter Zeit auch viel Adeliche dapffere Geſchlecht dahin ge⸗ than/ durch welche die Stadt hernacher je⸗ derzeit in guter Policey und Ordnung erhal⸗ ten worden. Unter Kaͤyſer Ottone I. oder Magno, ſoll Anno 938. zu Nuͤrnberg die erſte Reichs⸗ verſammlung ſeyngehalten worden. Unter welchem Ottone J. wie auch beyden folgen⸗ den Ottone II. und Ottone III. die Stadt Nuͤrnberg ſo weit zugenommen/ daß etliche Graffen und Edle/ und unter denſelben ſon⸗ derlichen die Graffen von Naſſau/ ſich da⸗ ſelbſten nidergelaſſen/ und gewohnet haben. Kaͤyſer Heinrich der II. hat ſonderlich gern zu Nuͤrnberg ſich auffgehalten/ und viel wichtige Reichs⸗Sachen daſelbſten eutſchei⸗ den laſſen. Dergleichen wird vomn Kaͤyſer Heinrich dem III. Anno 10o. geleſen. 1 Nachmals/ als die beyde Kaͤyſer Heinrich der Vierdte und Fuͤnffte/ Vatter und Sohn/ wider einander kriegeten/ undes Nuͤrnberg mit dem Vatter hielte/ hat ſie der Sohn/ umb dz Jahr 11006. belagert/ und nach 31. Stuͤrme ſo Er davor verlohren/ endlichen uͤber das Waſſer herein an dem Ort/ ſo man wegen der groſſen Gegenwehr/ die da geſchehen/ noch heutiges Tages im Obern⸗und Untern Weehr/ nahe bey dem Dendelmarck/ nennet/ erobert/ und wie theils wollen/ alles/ Jung und Alt in der Stadt erſtochen/ auch die Kinder in der Wiegenſchleiffen und verbren⸗ nen laſſen. Es wurde Nuͤrnberg hernach Ru⸗ denberg geneũt/ und lag alſo 33.oder; 4. Jahr oͤde/ und obwoln theils meynen/ es ſeye da⸗ Beſchreibung mals auch das Schloß erobert worden/ ſo findet es ſich doch auß den Jahrbuͤchern/ daß ſolches eine Jungfrau blieben/ und von einem dapffern Mann/ Namens Gottfried/ erhal⸗ ten worden. Unter Kaͤyſer Lothario hat ſich dieſer Ort wieder herfuͤr gethan/ und ſonderlichen bey Regierung Kayſer Conraden deß Dritten/ ſich ſtattlich erholet umb das Jahr Chriſti 1140. welcher auch 10. Jahr hernach/ alsEr auß dem Heiligen Land wieder ins Reich kommen/ mit ſeiner Gemahlin gern daſelb⸗ ſten gewoͤhnet. Zu den Zeiten Kaͤyſer Carol deß Vierd⸗ ten/ unb das Jahr Chriſti 13 50. iſt Nuͤrn⸗ berg gewaltig erweitert/ mit neuen Mauren umbgeben/ und folgends/ wie jetzt zu ſehen/ mit doppelten ſtarcken Mauren/ weiten und tieffen Graͤben/ maͤchtigen Thuͤrnen/ ſtattli⸗ chen Bruſtwehren/ Paſteyen und derglei⸗ chen beveſtiget worden. Dero Thuͤ nen ſol⸗ len groß und klein 365. und zwar 183. groſſe von Quaterſteinen ſeyn/ und ſtehen auff ſol⸗ chen groſſen runden und ſtarcken Thuͤrnen die Stuͤck zur Sicherheit. Sie hat 6. groſſe ſtarcke und wolverwahrte Thor/ als das Laufferthor/ Thiergartnerthor/ Nruethor Schloßthor/ Frauenthor/ Spitlerthor/ und zwo Pforten/ als das Haͤllerthuͤrlein und Woͤhrterthuͤrlein. Es werden in dieſer Stadt 528. Gaſſen und Gaͤßlein/ 4. Schlagklocken und 4. kleine Uhren, eylff ſteinerne Bruͤcken und Steg, von groſſen Werckſtuͤcken gehauen/ 7. Hoͤl⸗ tzerne Bruͤcken und Steg/ 12. Berg/ zehen Maͤrckt oder Plaͤtz/ da man allerhand feyl hat/ auff die 116. oder 118. Schoͤpffbrunnen/ 1z. Roͤhreaͤſten/(auſſer was fuͤr Waſſer in der Burger Haͤuſern iſt)) und 13. gemeine oder offene Baͤder/ darunter ein Geſundbad iſt/ gezehlet. Das obgedachte Waſſer die Pegnitz/ ſo durch die Stadt rinnet/ treibet 8. Muͤhlraͤ⸗ der/ ohne was ſie bey den Schleiff⸗Pallier⸗ Saͤg⸗Rothſchmied⸗Papier⸗Drexelmuͤhlen/ den Drotziehern/ allerley Haͤmern/ in⸗ und auſſer der Stadt vor einen Nutzen ſchaffet/ und dabey auch Inſulen/ luſtige Bleichen/ ſpatzier⸗und ehrliche Spielplaͤtz machet. Es ſoll dieſe deß Nordgaues Haupt⸗Stadt im Umbecraͤyßs000. Schritt haben/ ſo man auf 2. kleine Teutſche Meilen rechnen thut. Sie iſt nicht gantz rund/ ſondern wie man wilmit fleiß Eckicht erbauet worden/ daß ſie deſto ſchwerer zugewinnen. Sie hat zwo Vor⸗ V ſtaͤtt/ Wehrd/ oder Marckt⸗Wehrt/ und Go⸗ ſten⸗ arol deßg Dir 13 5o.lſt Ain, tneurnThmn vle jetzt tiniha ren/ weiten rhürnenſſim n und degi ro Thuͤ nenſit war 18., oſe ſtehen auffol ercken Thärnen Sie hats groſ Ehor/ a ds or/ Nucther pitlerthor und lerthuͤrleinund t 528. Gaſſn n und 4. kleine en und Steg dalen/ 7. Hol .Berg/ h allerhandfen hoͤpfförunnen fuͤr Waſſerin d 13. gemneine in Geſundbad ePegnit/ 68. Mühlrä leiff Pallir⸗ drerelmüͤhlen nern /in⸗nd utzen ſchafft ige Blacr/ unr Es t⸗ Stadt in n ſo manau uf ent thut. C tnan wilmit deß ſi M Iezwou⸗ hrt Lund Ge⸗ ſten⸗ Q IG NWe —. — 4— 4— 2 EEEEEAEASE A G——. 1 4—————, L„——— 4 5 A=— AlüllI 5 h —— E— 7 — 6 Sä 2 1713.—— 8 2 3 5 4—— 54 3 E:* 4 4 NM— ED Wiſengr idt K I N X X N N K S 8 I Wieſen grundt — — 1 ſ 1 X N N S X S S ————-—— ——. .— . 4 N 5 — — „ 3. ₰△ — 4 293947 ʒ²+½ S — 1 S 7 AQꝘ'„ 2*— .. —— 1 * — à A— ‿ 7 — —— 4 7— 2— AKrne ANNMN] L & — 4 ⸗ A — 4 — S. 5ö AR — 4— 8— G Marhaſter Geomet B er Grundtriſt/ der 5tatt Rürmberg ſamyt den orſtalten vnn dt⸗ V Ruſzen wercken/ Anno 1648. 2 K 8 4 T 8 G — 4 4. Viſen- 7 1u 1 unte o. tent0 Dreur obaln: Kaſa Faur! en n enak t 1sn 5 fraen Nnz Rct el Am :d heull e faat m nem rc wim chr b nim dſ V Ra ig nenm ni unn deß Franckenlands/ ꝛc. ſtenhoff. Der Marckt Wehrd hat ein ab⸗ ſonderlich wolbeſetztes Gericht/ der Stadt unterworffen; Das Dorff/ jetzt Marck⸗ Goſtenhoff/(welches vorzeiten/ ehe die Stadt erweitert worden/ ein zimlich Feld⸗ wegs davon gelegen geweſen/ aber nach be⸗ ſchehener Erweiterung gleich daran auſſer den Graͤben/ als eine Vorſtadt/ ligen thut /) iſt auch ein abſonderliches Ampt/ deme zween als ein Ober⸗und Unterpfleger/ von der Stadt auß vorgeſetzt/ und iſt ſolcher Marckt⸗ flecken abſonderlich verwahret. Es iſt eine groſſe Menge Volck zu Nuͤrn⸗ berg/ wiewoln deſſen vor dem jetzigen Krieg und dem Sterben/ ſo in den neulichſten Jah⸗ ren/ als Anno 1632. und 1643. allda graſſirt hat/ ein mehrers geweſen. Und iſt die Stadt unter zweyen Pfarren/S. Sebald und 8. Lau⸗ rentzen/ begriffen/ und in acht Viertel/ wie Dreſſerus ſagt/ und unter 1 32. Hauptleuth abgetheilet. Man ſchreibet/ daß ent weder Kaͤyſer Friederich der Vierdte/ oder Kayſer Ferdinand der Erſte/ oder ſie alle beyde,(dann ein Ding wol von mehrern geſchehen kan) einen Rathsherrn/ und wie gedachter Dreſſe- rus wil/ Herrn Antonium Tucher/ ſolle ge⸗ fragt haben/ welcher Geſtalt ſie eine ſo groſſe Meng Volcks regieren koͤnten? Darauff der Rathsherr geantwortet: Mit guten Worten/ und ſchweren Straffen. Es iſt deß Volcks ein groſſer Theil kuͤnſtli⸗ cher Arbeiter in allerley Sachen/ und hat ſich faſt jederman allda/ als die Handthierungen noch ſtarck zuFriedens⸗Zeiten gangen ſeynd/ wol ernehren koͤnnen/ und laͤſt man die Leute nicht muͤſſig gehen/ iſt auch gute Vorſehung/ daß kein groſſes Zuſammenlauffen/ außge⸗ V nommen in den Kirchen/ bey Begraͤbnuſſen/ und zu gewiſſer Zeit erlaubten Kurtzweilen/ geſchehe/ oder auch groſſe Panqueten und Gaſtereyen/ auſſer den Hochzeit⸗Mahlzei⸗ ten/ angeſtellt werden. Die Kauffleuthe/ welche ſeit deß 1300. Jahrs/ da ſie erſtlichen in frembde Laͤnder zu handlen angefangen/ haben daſelbſten zu Friedens⸗Zeiten vor dieſem ſehr zugenom⸗ men/ und iſt derſelben Bancho nach dem Ve⸗ nediſchen gerichtet. Die Nuͤrnbergiſche Waaren werden nicht allein durch gantz Europam, ſondern gar in beyde Indien gefuͤhret. Es wird auch dem gemeinen Volck/ ſo von Natur eines feoͤlichen Gemuͤts/ allerley Freudenſpiel und Kurtzweil/ zu gebuhrenden Zeiten/ nicht verwehrer/ wie dann auch auſſer der Stadt ein ſchoͤner luſtiger Spielplatz/ die 67 Haller⸗Wieſen genannt/ darauff luſtige Baͤunne und Brunnen ſtehen; Allein muß ſolches Kurtzweilen mit Maß geſchehen. Dieſe Stadt/ ob ſie wol nicht mitten in Teutſchland und Europa, wie etliche ge⸗ ſchrieben/ gelegen/ ſo hat ſie doch ein beque⸗ mes Lager. Es ſeynd daſelbſten/ neben den Handwerckern und gemeinem Volck/ item denen Kauffleuthen/ zuforderiſt viel alte A⸗ deliche Geſchlechter/ ſoin der Nuͤrnbergiſchen Chronic und in deß Johaun Siebmachers neuen Wappenbuch erzehlet werden; dar⸗ unter 28. alte Rathsfahige ſeynd/ die man zum Unterſcheid der andern Erbaren Un⸗ rathsfaͤhigen Geſchlecht alſo nennen thut. Von aller Nuͤrnbergiſchen Geſchlechter Wappen/ haben Herr Carol Mutzel Sel. Kaͤyſerlicher Rath und Ruütter/ ꝛc. und nach ihme Weyland der beruͤhmbte Profeſſor der Univerſitat Altorff Michacl Piccartus 5 ſehr ſchoͤne und kiuge Diſticha geſchrieben/ welche Anno 1042. in tract. Thodori Hœ- pingi, de Jure Inſignium, in fine gedruckt/ und in der Ordnung nach dem Al phabet ge⸗ ſetzt worden. Es iſt auch dieſe Stadt mit herrlichen Freyheiten verſehen/ ſonderlich ſoll ein jeder Roͤmiſcher Kaͤyſer ſeinen erſten Reichstag darinnen halten. Daſelbſt iſt auch von Kaͤyſer Carolo IV. Anno 3356. die Guͤldene Bull gemacht wor⸗ den/ in einem Hauß auf dem Ponersberg/ ſo noch heutiges Tags zum guͤldenen Schild genennet wird. Die Stadt hat auch deß Heil. Roͤmiſchen Reichs Kleynodien in Verwahrung/ ſo ſie zur Kaͤyſerlichen Croͤnung zu ſchicken pflegt/ als da ſeynd/ die Koͤnigliche Cron/ Kaͤyſers Caroli Magni Dalmatiſcher Rock Choral⸗ Kappen/ der Mantel oder Kaͤyſerliche Wap⸗ pen⸗Rock/ und anders /ſo darzu gehoͤret: Item den Reichs⸗Apffel/ ſo bey der Kaͤyſerlichen Croͤnung Chur⸗Pfaltz oder Bayern/ ꝛc. deß Kaͤyſers Caroli Magni Schwerdt/ ſo Chur⸗ Sachſen/ ꝛc. und den guͤldenen Scepter/ ſo Chur Brandenburg zu tragen pflegt: Dar⸗ bey hat ſie auch die weitberuhmbte Relig uien oder Heiligthumb/ neiblich ein Stuͤck vonn Creutz Chriſti; das Eiſen vom Speer/ da⸗ mit deß HErrn Seiten geoͤffnet worden/ und andere/ ꝛc. die aber/ auſſer gar hohen Stands⸗Perſonen nicht leichtlich gewieſen werden/ und ſonder Zweiffel die jenigen ſeynd/ deren Henricus Rcbdorff in ſeinen Annalibus am 85. Blat gedeucket/ und die ſampt dem Kaͤyſerlichen oberwehntem Schmuck und Kleynodien Anno 1424. von Carl⸗ 68 Beſchreibung Carlſtein auß Boͤhmen durch Kaͤyſer sigis⸗ mundum nach Plintenburg in Ungarnſund hernacher auß Uingarn gen Nuͤrnberg/ wie Andreas Ratiſponenfis in Chron. Bavariæ!] am 100. Blat meldet/ eingebracht/ und ſelbi⸗ ge zuverwahren/ der Stadt auffewig an⸗ vertrauet worden. Ferners iſt wolermeldte Stadt Nuͤrnberg auch privilegirt/ daß der Burger Teſtament/ wannſie von zweyen Genaüten deß groͤſſern Raths geſiegelt/ guͤltig zu achten/ nicht weni⸗ ger/ als wann ſonſten anderer Orten/ die Te⸗ ſtament vor einem Kaͤyſerlichen Notario/ ſtein(gegen dem Gebuͤrgwerts gelegen) Hauſſeck/ Lichtenau/ Grefenberg und andere Ort mehr/ ſampt aller Hohen und Nidern uriſdiction, und anderen Zugehoͤrungen und Rechten: Dahero dann die Stadt Nuͤrnberg auch einen ſo ſtarcken Reichs⸗An⸗ ſchlag/ zum Roͤmerzug/ nemblichen Monat⸗ lich einfach 40. zu Pferd und 250. zu Fuß/ oder an Geld 1480. Gulden hat. Da hin⸗ gegen jetzund/ ſolch ihr Land und Gebiet ſehr verwuͤſtet iſt. Auß ſolchen Staͤdtlein oder Aemptern und Landpflegen/ ſo dieſe Stadt hat/ ſeynd theils eygen/ theils Koͤnigliche und ſieben Zeugenauffgerichtet werden. So hat auch die Stadt vom Kaͤyſer Ca- rolo IV. erhalten/ daß niemand befugt/ in ei⸗ ner Meilwegs zurings umb die Stadtſſeintzi⸗ ge Stadt/ Marxckt oder Veſtung aufzurich⸗ ten oder zu bauen. Derſelben ſonderbare Zollfreyheiten in Handelsſachen an vielen unterſchiedlichen Boͤhmiſche Lehen. Sonſten ſeynd in den Gegenden allenthalben umb Nuͤrnberg/ ge⸗ Leuth und Guͤter durch einander vermengt/ indeme eie Herrſchafft in der andern Fraiß⸗ oder Malefitziſchen Obrigkeit Leuth und Guͤ⸗ her hat/ auch von Alters herkommen und je⸗ derzeit alſo gehalten worden/ daß eine jede Orten ſeynd Reichskuͤndig. Es werden auch die Nuͤrnbergiſchen Marckt⸗ und Zollfreyhungen/ in der Stadt Jaͤhrlich an 7. unterſchiedlichen Orten Pu⸗ blicirt; Als bey dem Rathhauß/ auff dem Fiſchmarckt/ auff dem Lorentzer⸗Platz/ am Kornmarckt/ auff dem Weinmarckt/ am Milchmarckt/ und auff dem Heumarckt. So dann hat die Stadt in denen Sachen/ ſo ſie/ oder ihr gemeines Stadtweſen beſon⸗ ders angehen/ das Privilegium Primæ In- ſtantiæ, vermoͤg deſſen ſie zufoͤrderiſt vor ihren Außtraͤg oder befreyheten Richtern/ nemblichen den Burgermeiſtern und Raͤthen beyder Kayſerlichen Freyen⸗Reichs⸗Staͤdte/ Windsheim und Weiſſenburg am Nordt⸗ gau/ zu beſprechen. In ihrem Wappen fuͤhret dieſe Loͤbliche Stadt einen halben ſchwartzen Adler im gel⸗ ben Feld/ und drey rothe und weiſſe Feld oder Balckẽ/ ſo das rechte alte Nuͤrnberger Wap⸗ pen/ welches die Stadt vor ihrer Zerſtoͤrung! gebraucht hat. Weilen aber damaln/ wie oben gemeldt/ das Schloß nicht gewonnen worden/ auch die Stadt von dem alten Kaͤy⸗ ſer Henrico IV. nicht abweichen wollen; ſo iſt die Stadt einer Jungfrau wuͤrdig geach⸗ tet/ und ihr das Wappen mit dem Jungfrau⸗ en⸗Kopff/ ſampt einer Cron und gantzen Ad⸗ lers Leib gegeben worden/ ſo zu gemeiner Stadt Inſigel gebrauchet wird. Herrſchafft auff ihr und der ihrigen Leuthen/ wie auch derſelben Guͤtern/ alle Niedere Ge⸗ richtbarkeit/ Frevel)/ Straff/ Gebot und Herrlichkeit hat/ ungehindert ob dieſelbe in ei⸗ nes und andern Fraißlichen Obrigkeit woh⸗ nen und gelegen ſeynd; wie von ſolcher Be⸗ ſchaffenheit deß Landes zuFranckẽ am Nord⸗ gau ins gemein/ und dann auch in ſpecie von der Stadt Nuͤrnberg/ daß der Rath auf ihren und ihrer Buͤrger Unterthanen/ Steuer Reyf/ Folg/ Gebot und Verbot/ und andere obgedachte Juriſdictionalia hergebracht/ ob gleich gedachte Unterthanen in anderer Herr⸗ ſchafften Fraiß⸗oder Malefitziſchen hohen Obrigkeit ſeßhafft/ unter andern auch der hoͤchſtloͤbl. Kaͤyſer Carolus V. in einem Nuͤrn⸗ bergiſchen Privilegio Anno 1545. mit meh⸗ rerm bezeuget/ ſo bey den Privilegiis der Reichs Staͤnd An. 1602. gedruckt zu finden. Das Regiment zu Nuͤrnberg betreffend/ ſeynd im Rath 42. Perſonen/ deren 8. von der Gemein deß kleinern Raths/ die uͤbrigen 34. auß den 28. Erbaren Alten: und Rathsfaͤhi⸗ gen Adelichen Geſchlechten/ deß Innern⸗ Raths genennt werden: Auß dieſen Parriciis werden 13. Burgermeiſter und 13. Schoͤf⸗ fen/und die uͤbrigen Alte⸗Genannte genennt. Alle vier Wochen regieren 2. neue Burger⸗ meiſter/ ein Alter und Junger, dannt alle in einem Jahr zur Regierung kommen/ und werden alſo dieſe 26. ſo deß beſtaͤndigen Regi⸗ Es hat dieſe Stadt auch ein zimlich Land/ und darunter die Staͤdtlein Herſpruck Lauff/ Altorff/(da eine beruͤhmbte hohe Schul iſt /) Velden/ Hohenſtein/ Hilpolt⸗ ments ſeynd/ in alte und junge Burgermei⸗ ſter abgetheilet/ und haben die Schoͤffen auch mit der Gefangenen Verhoͤr umbzu⸗ gehen. Die meiniglichen unterſchiedlicher Herrſchafften di nicht uſ 1 dißo. undge Sich haße R dnce 11 M drhe mac lntes Aehrg N iiht ſhe Jirn pide guſh teee er andern Fiaſß it Leuthundgi, rkommenund n/ daß eineſo ihrigen Leurhen alle Nedeege⸗ gff/ Gebot und tob dieſelbeinen Obrigkeitwoh von ſolcher Be⸗ anckẽ am Nord⸗ uch in ſpecie bon Rath aufihren nnen/ Steuer, vot/ und ander ergebracht/ 0 mandererHerr. tiſchen hohen dern auch der jeinem Nürn⸗ 4. mit mneh⸗ Privilegiis der uckt zufinden. i betreffend eren 8. von der je uͤbrigen3 d Rathefahi⸗ deß Innern dieſen Parriei nd 13. Schöſ’ aunte genennt. neue Burgel⸗ damitallein onenen/ und andigen Reg⸗ Purgerml⸗ de Schoͤffen chor umball Dit deß Franckenlands/ ꝛc. Die acht auß den Handwerckern kommen nicht alle Tag in den Raht/ ſondern nur in ge⸗ wiſſen Sachen und zu gewiſſen Zeiten. Ferner ſeynd auch 4. in 500. Genannten deß Groͤſſern Raths/ welche nur in wichtigen und gemeiner Stadt Wolfahrt betreffenden Sachen/ wann es vonnoͤthen/ auff das Rath⸗ hauß erfordert werden. Die vornehinſten Aempter im Regiment ſeynd/ erſtlichen das Loſung⸗Ampt/ der bey⸗ den Herren Loſunger/ ſo die zween aͤlteſten im Rath ſeynd/ und das Krarium admini⸗ ſtriren. Neben dieſen beyden iſt noch ein dritter Herr/ und werden zuſammen die drey obriſte Hauptleut genennet; hiernechſt ſeynd noch vier Herren/ welche ſampt den gedachten dreyen die ſieben alten Herren/ oder die Her⸗ ren deß aͤltern und Geheimen Raths genen⸗ net werden/ zu welchen bißweilen auch der Acchte gezogen wird. In dem obbeſagten Innern Rath/ koͤnnen nicht mehr/ als zween eines Geſchlechts ſitzen: und werden alle Jahr zu Oeſterlichen Zeiten/ die Rathsherren auff ein neues er⸗ wehlet/ und verpflichtet/ obſchon die Bur⸗ gerſchafft nur alle 7. Jahr den Gehorſam zu chweeren pflegt. Neben obgedachten vornehnien Aem⸗ ptern im Regiment/ ſeynd auch zu den Kir⸗ chen und Schulen/ 4. Herren verordnet/ wel⸗ che zugleich auch das Allmoſen: und das obriſte Vormund⸗Ampt verwalten. Ferner ſeynd die Herren Landpfleger/ de⸗ ren vier oder fuͤnff/ ſo uͤber die Nuͤrnbergi⸗ When⸗ Staͤdtlein/ Schloͤſſer und Doͤrffer geſetzt. Deßgleichen ſeynd auch 4. oder 5. Kriegs⸗ herren/ ſo uͤber die Soldaten und den Mar⸗ ſtallverordnet: und dann die Waldherren/ Bauherren und Baumeiſter. Was die Gerichte zu Nuͤrnberg anbe⸗ laugt/ werden ſelbige von Wehnero amn 217. Blat/ pract. oblerv. erzehlet/ inſonderheit aber iſt von den wolbeſtellten Gerichten der Stadt Nuͤrnberg und derſelben damaligen Aſſeſſorn zu leſen H. D. Cunradus Ritters-ſch huſius, Weyland vortrefflicher Profeſſor Juris zu Altorff/ in ſeinen zweyen Orationi- bus de Judiciis, Anno r6oz. gedruckt. Heutiges Tages iſt erſtlichen das Stadt⸗ Gericht/ ſo mit vier Doctoribus ſampt 12. Schoͤffen und einem Richter/ zweyen Ge⸗ ſehteſbreibe und vier Subſtituten beſtel⸗ et iſt. Fuͤrs ander/ das Unter⸗Gericht/ an wel⸗ 9 1 V V chem 2. Doctores und s. Schoͤffen ſitzen/ ſampt einem Gerichtſchreiber/ von denen die geringere Sachen/ biß in 100. fl. Judicialiter erkennet und geurtheilt werden. Fuͤr das dritte das Bauern⸗Gericht; Fuͤr das vierdte das Bau⸗Gericht; Fuͤr das fuͤnf⸗ te/ das Straff ⸗oder Fuͤnffter⸗Gericht/ da die Injuriten/ Schlaͤgerey und andere derglei⸗ chen Sachen mündlichen angebracht/ eroͤr⸗ tert und abgeſtrafft werden. Fuͤr das ſechſte/ das Ruͤg⸗Gericht(oder Ruͤg⸗Ampt) wegen der Handwercks⸗Haͤndel und Ruͤgen; und dann/ Furs ſiebende/ das Forſt⸗ und Zeidel⸗ Gericht/ die Forſtſtuben/ Zeitel⸗Guͤter/ Waldrecht/ und derſelbigen Pfandungen be⸗ treffend. Von welchen allen man an einen Rath appelliren mag/ wann man ſich mit dem Urtheilbeſchwert zu ſeyn befindet: Zu welchem Ende ein beſonders Appellation⸗ Gericht verordnet/ an welchem ſechs Herren des Innern Raths und zween Doctores ſi⸗ tzen/ welche die Sachen bey gantzem Rath referiren/ und die Appellation⸗Uirtheil da⸗ ſelbſten publiciren laſſen. In Waldſachen/ Bauſachen/ Kauff⸗ mannsſachen/ Injurienſachen: Item/ wanm in andern Sachen die anfaͤngliche Klag⸗ ſumma nicht 600. fl. erreicht/ kan an tein hoͤhers Ort/ als an den Rath appellirt wer⸗ den/ vermoͤg der Stadt Reichskundigen Privilegien. 3 4 Es hat auch die Stadt Nuͤrnberg insge⸗ mein gute Geſetz und Ordnungen, deren theils/ ſonderlichen in Vormundſachen/ von Venedig geholet worden: und uͤber ſolchen ihren Geſetzen und Ordnungen pflegen ſie ſteiff und veſt zu halten/ und nach denſelbigen ohne Anſehung der Perſon/ zu verfahren/ wie deſſen denckwuͤrdige Exempelin der Nuͤrn⸗ bergiſchen Chronica zu finden. Bottſchafftsweiß pflegen die Herren von Nuͤrnberg allwegen dapffere/ auffrichtige/ der Rechten und Weltſachen erfahrne Leute/ und die ihnen ihrer Stadt gemeinen Nutzen auffs hoͤchſte angelegen ſeyn laſſen/ in hoch⸗ wichtigen Sachen zuverſchicken: durch wel⸗ es Mittel dieſe Respublica und vornehme Reichs⸗Stadt offt auß groſſer Gefabr durch Gottes Gnad /j iſt errettet/ und viel gu⸗ tes verrichtet worden: und hat weyland der Weiſe Landgraff Wilhelm in Heſſen/ ꝛc. auß eines einigen Nuͤrnbergiſchen Geſand⸗ tens wolverrichter Botſchafft/ von den uͤbri⸗ gen Rathsherren ſeyn Urtheil gefaͤllet und geſagt/ daß er die Stadt Nuͤrnberg nicht von geringer Giintſanii und daß ſie immer⸗ fort 70 Beſchreibung fort waͤhren/ und beſtaͤndig ſeyn werde/ als die Stadt Venedig/ ſchaͤtze/ wie Herr D. Scipio Gentilis, Weyland vornehmer Pro- feſſor Juris zu Altorff/ in laud. funeb. Hie- ron. Baumgartn. Anno 160z. gedruckt/ be⸗ zeugen. Beruͤhrte Venediſche Reſpub. hat bereits vor vielen Jahren gute Correſpondentz mit der Stadt Nuͤrnberg gepflogen/ und ſelbige vor andernæſtimirt, wie auß dem Schreiben Ducis& Scnatus Venctorum, ad Rempub. Norimbergenſem Anno 1509.(ſo Cardi- nalis Tuſchus ſeinem Tractat. de Jure Sta- tuum in Imperio Romano, parte tertia, Membro 25. in fine, pag. 28.& ſeq. beyge⸗ druckt) zu ſehen/ in welchem neben andern dieſe Wort zu finden: Cum veſtro Cæſare (Maximiliano) Paccm perpetuam nobis eſſe cupimus, cujus ſi poſſumus, eſſe volu- mus cultores obſervandiſſimi. Verùm obſtant obtrectatores, quibus vos obviam ire par eſt, dum noſtra fimul& veſtra res agitur, quando mutua noſtra commercia viciſſim ſempet uſui ſunt. Noſtra potiſſi- mum in vobis ſpes eſt,& in Deo Opt. Max. vos igitur auctore DEO, in vobis, qui ſem- per antiquà benevolentià nobis conjuncti fuiſtis, noſtram, quæſo, cauſam agite apud Cæſarem, ut veſtrà operâ illo conciliato, nobiſcum vos rebus noſtris omnibus uti poſſitis, atque conſervata dignitas& Civi- tas noſtra, non magis nobis, quâm vobis ſemper uſui ſit. Ferner ſeynd in Nuͤrnberg viel ſchoͤne und vornehme Sachen zu ſehen/ und zwar von Kirchen; x. S. Sebalds/ als die aͤlteſte in dieſer Stadt/ ſo anfangs zu 5. Peter geheiſ⸗ ſen/ und erbauet wordẽ/ nachdem dieſe Stadt den Chriſtlichen Glauben angenomen/ umb das Jahr Chriſti 740. die den Namen be⸗ kommen/ als 8. Sebald/ vornehmen und Koͤ⸗ niglichen Stammens auß Dennenmaarck/ da⸗ hin kommen und gepredigt hat/ der auch all⸗ da begraben ligt: Andere aber wollen/ S. Sebald ſey anfangs nur ein Bauer geweſen/ der den Wald geſaͤet/ oder die Leuth ſaͤen ler⸗ nen/ und dabey ein heilig Leben gefuͤhrt/ ꝛc. Die Glocken in obgedachter S. Sebalds Kirchen/(welche ſieben Eingaͤng hat) wiegt 156. Centner/ iſt Anno 1392. gegoſſen wor⸗ den. Deß beſagten S. Sebalds Grab iſt ruͤnſtlich erbauet/ darzu 157. Centner und 29. Pfund Meſſing kommen ſeyn ſollen. Die andere Pfarr⸗und Haupt⸗Kirchen iſt zuS.Laurentzen erbauet/ als man die Stadt das Waſſer gefahre iſt: Hieſſe vorzeiten zum Heil. Grab: In dem Chor dieſer Kirchen/ iſt ein kuͤnſtlich und zierlich Werck vonzar⸗ tei Stein Anno 1496. gemacht: der Werck⸗ meiſter/ Adam Krafft genant/ hat ſich ſampt zweyen Geſellen dabey Conterfaitet/ wie ſie darunter von Stein kniend noch heutiges Tags zu ſehen. Anno 1500. ward der Thurn an ſolcher Kirchen verguͤldet/ wie in einer ge⸗ ſchriebenen Chronic ſtehet. Es pflegen in dieſen beyden Kirchen/ wie auch in andern/ die Herren Patricii oder Adeliche Geſchlech⸗ ter inſonderheit ihre Wappen auffzuhencken. Es werden auch da Taͤfelein gewieſen/ ſo an ſtatt der Grabſchrifften ſeynd/ in welche ein jedes Geſchlecht ſeine Verſtorbene ordent⸗ lich einſchreibet/ alſo daß theils Tafeln ge⸗ funden werden/ die ſchon vor 500. Jahren ſeynd angefangen und continuirt worden; Gedachte Kirchen haben groſſe Hoͤhe/ und weite Fenſter/ ſchoͤne Saͤulen/ Schwieboͤ⸗ gen/ Glocken/ Orgeln/ und dergleichen. Ferner iſt die Kirch Beatæ Virginis Mariz Deiparæ, vulgò unſerer Frauen Kirch ge⸗ nant/ Anno 1355. gebauet/ an dem ſchoͤnen groſſen Platz auff dem Marckt/ da zuvorn der Juden Synagog geſtanden/ gegen denn Herrn⸗Marckt uͤber/ auff welchem Herren⸗ Marckt die Kauffleuth taͤglich zuſammen kommen. V Item die Kirchzu S. Egidi/ zum Heil. Geiſt/ im Neuen Spital/ zu S. Jacob/ und andere: In welchen Kirchen unterſchiedlich alle Tag/ das gantze Jahr durch/ theils zu fruͤhe/ theils zu Mittag/ theils zu Veſper⸗ zeit, offentlich gepredigt/ und Wochentlich 30. Predigten/ dreymal Betſtunden/ und die Sontaͤg in ſieben Kirchen Kinder⸗Lehr/ durch Gottes Gnad/ gehalten wird/ auſſer denen in den Vorſtaͤdten/ und auff dem Land. In gedachten Kirchen ſeynd viel Fuͤrſtliche/ Graͤffliche/ Adeliche und andere Monu⸗ menta und Epitaphia zu ſehen/ davon ein groſſer Theil Anno 1622. gedruckt worden. Au einer Kirchen/ das Prediger⸗Cloſter genant/ iſt eines Edlen Hochweiſen Raths herrliche Bibliothec, mit vielen vortreffli⸗ chen alten und neuen geſchriebenen und ge⸗ druckten Buͤchern geziert/ wie auch mit ſehr groſſen und ſchöͤnen Erdt⸗ und Hunmels⸗ Kugeln oder Globis, und andern Sachen/ welche Bibliothec uvch ſtets vermehret wird/ und fuͤr ein ſonderbar Kleynod dieſer Stadt zu halten iſt. Wolermeldte Stadt Nuͤrnberg hat jederzeit die gelehrte Leuth und gute Kuͤnſten in Ehren gehal⸗ nach ihrer Zerſtoͤrung erweitert hat/ und uͤber b 8 ten/ cltar h A“) due: n groſſe höheſu aulen, Schwiei 1/ und dergeiche atæ Virgini llne r Frauen gacg tet/ an dem ſchohen Marckt/ da zuwen ſtanden/ gegenden ff welchem Herm aͤglich zuſannm Egidi/ zun⸗ zu S. Jacob u hen unterſchialt t durch/ theilen theils zu Veſe und Wochentit Betſtunden/ u en Kinder⸗Li lten wird/ allſ dauffdemLan d viel Färſtlih d andere Mem edruckt word Predgr Lli⸗ vielen vortrefſi riebenen und g wie auch nitſeh „und Hinnunee ten/ gegen dieſelbe ſich freygebig erzeigt und ſie bedwer. Der Orth iſt zwar bergicht/ aber doch bequem und weitlaͤufftig; und ſeynd folgende Wort allda zu leſen: D. O. M. S. Muſtris Curd ſtudioque favente Senatus, Heic habitant Muſæ, Pallas, Hygeja, Themis. EA Dea lux veri& Rewerentia Nominis: Ho- e5 Paſce licitis mentem oculosque modis: Ast ungues cohibe: Rhamnuſia non procul,& quæ Supremum claudit mortis imago locum. Diß Orts kuͤrtze halber/ nur eines und deß andern Ieſtimonii, wie hoch und werth die freyen Kuͤnſt und gelehrten Leuth zu Nuͤrn⸗ berg: als vorgemeldt/ gehalten worden/ und was fuͤr ſonderbahren Ruhm die Stadt dar⸗ durch erlangt/ zugedencken/ ſo ſchreibet der hoch⸗und weitberuͤhmbte Eraſmus von Ro⸗ terdam/ anden fuͤrtrefflichen Poeten Eoba- num Heſſum, Profellorem deß Gymnaſii Egidiani zu Nuͤrnberg/ Anno 1531. unter andern dieſe Wort: Ego iſti Civitati(No- ribergæ) ur inter Germanicas præcipuæ celebritatis, ſemper optimè volui, nec ulla data eſt occaſio, cur ſecus eſſem animatus, &c. Quod Magiſtratus ſat amplis ſtipen- diis conduxit, qui iſtic optimas literas profiterentur, nemo non fatetur laude di- gnum,&c. ⸗ Deßgleichen lobt Lurherus die Stadt Nuͤrnberg wegen deroſelben wolbeſtellten Schulen/ vor allen andern Frey⸗und Reichs⸗ Staͤdten/ in der Vorrede/ uͤber die Predigt/ daß man die Kinder zur Schul halten ſolle/ an Lazarum Spengler Syndieum zu Nuͤrn⸗ berg Anno 1530. geſchrieben/ und bezeuget/ daß wolermeldte Stadt Nuͤrnberg deßwegen in gantz Teutſchland leuchte/ wie eine Sonne unter Mond und Sternen/ Tom. 5. jenent. fol. 171.& ſequent. Philippus Melanchton gedenckt gleicher geſtalt dieſer Stadt zum oͤf⸗ tern/ mit ſonderbarem Ruhm/ und nennet ſie lumen, oculum, decus& ornamentum Præcipuum Germaniæ, in epiſt. 15. 16.& 43. ad Virum Theodoricum. Ja/ Anno 1538. ſchreibet er ad eundem epiſt. 31. dieſe Wort: Ego Remp. Veſtram antefero omnibus Civitatibus„ non modo Germa- nicis, ſed etiam externis. Und wiederumb in epiſt. 716. an Joachimum Camerarium An. 1547, als er Nuͤrnberg mit der berühm⸗ ten Stadt Athen in Griechenland darumb deß Franckenlands/ ꝛc. 71 verglichen/ weilen ſie nach derſelben Erempel vertriebene gelehrte Leuthe auffnehme und ihnen guts thue/ ſchreibt er alſo: Nunc non ſolum nobis hoſpitium offert Noriberga, ſed ut audio Scholaſticos etiam pauperes mul- tos, qui ex utraque Academia illuc vene- runt, alit: Deus reddat gratiam Noribergæ pro hoc pio officio. 3 Ein lebendiges Zeugnuß ſolches herrlichẽ ſonderbaren Lobs der Stadt/ iſt/ daß ein Loͤb⸗ licher Magiſtrat nicht allein(der vielfaltigen Teutſchen Schulen dißmals zugeſchweigen) unterſchiedliche wolbeſtelte Lateiniſche Schu⸗ len in der Stadt/ als bey s. Laurentzen/ zum Heiligen Geiſt/ und bey 8. Jacob/ ſondern auch Anno 1526. ein ſonderbares Gymna- ſium zu S. Egidi auffgerichtet/ welches Phi- lipp. Melanchton mit einer ſchoͤnen Ora- tion, ſo in ſeinen daclamat. tom I. pag. 435. zu finde/ in gemeldtem 1526. Jahr gleich am eingeweihet hat/ welches ſie hernacher Anno 1575. um mehrer Bequemlichkeit willen/ auf das Land ihres Gebits nacher Altorff3. Meil von der Stadt/ als ſie vorher Anno 1 571. ein herrliches Collegium dahin zu bauen ange⸗ fangen/ und daſſelbe Anno 1574. vollendet/ dergeſtalt transkerirr, daß folgends Anno 1578. ermeldtes Gymnaſium von Kaͤyſer Rudolpho II. Chriſtloͤblichſten Angeden⸗ ckens/ zu einer Academia und hohen Schul erhebt/ und mit Privilegiis publicis, crcan- di Magiſtros und Baccalaurcos ſtattlich ge⸗ zieret: So dann ferner von Kayſer Ferdi- nando II. hoᷣchſtloͤblicher Gedaͤchtnuß Anno 1622. auch Doctores zu cretren allermildeſt privilegirt und begabet worden. Von welcher loͤblichen Univerſitaͤt Al⸗ torff/ derſelben Fundatoribus, Scholarchis, Procancellariis, Rectoribus, Profeſſoribus und Studioſis, Inheimiſchen und Freib⸗ den ein miehrers in offenem Druck zufinden/ Erſtlichen in der Introductione Scholæ Al- otfianæ, ſd Anno 1 576. gedruckt,/ darnach in Beſchreibung deß erſten Actus promotionis Magiſtrorum Anno 1591. Deßgleichen in den Emblematibus Altorfinis, von Anno 1577. biß auff Anno 1616. und dann in Actu publicationis Privilegiorum Doctoralium, welcher Anno 1623. gehalten/ und Anno 1 4. 4. mit allen Umbſtaͤnden gedruckt wor⸗ Ein mehrers von gedachter Attorff/ ſonderlichen e Prom ctorum und Magiſtror Univerſitaͤt otiones Do- um betreffend/ iſt zu ſo meiſtentheils cancellariorum„ deren finden in den Orationibus 3 gedruckt/ der 4. Herren Pro K 2 72 deren von Anfang biß jetzo in 68. Jahren an der Anzahl 4. geweſen/ nemblich Herr Doct. Philipp Cammermeiſter/ Herr Doct. Ge⸗ org Rehm/ Herr Doct. Johann Chriſtoff Oelhafen/ und Herr Doct. Georg Richter/ der ſolches Ampt annoch verwaltet/ alle vier eines Edlen Hochweiſen Raths der Stadt Ruͤrnberg Conſulenten. Bey wolermelter Nuͤrnbergiſchen niverfitaͤt ſeynd/ neben den lectionibus publicis, vor dieſem auch vier Clafles im Collegio geweſen/ darinn die Ju⸗ gend in artibus humanioribus ſtatlich infor⸗ mirt/ und alle Jahr/ am Feſtag Petri und Pauli/ nach außgeſtandenen cxaminibus, von einer Class zur andern/ und endlich ex Claſſe prima ad publicas lectioncs, in actu ſolenni, in Beyſeyn der Herren Scholar⸗ chen und deß Herrn Procancellarii, von dem Rectore Magnifico, welcher zuvorn eine ſchoͤne Oration gehalten/ anſehnlich promo⸗ virt/ und einen jeden beyder Promotion/ nach unterſchied der Claſſen unterſchiedliche ſilber⸗ ne Præmia, darauff ſchoͤne Emblemata mit der Jahrzahl gemacht/ verehrt/ und dann be⸗ ſagte Emblemata, durch vier kurtze Oratio- nes von 4. promotis Diſcipulis memoriter er⸗- klaͤret worden. Nachdem aber das leydige Kriegsweſen, im Roͤmiſchen Reich entſtanden/ und auch umb Nuͤrnberg/ ſonderlichen Anno 1632. ſehr uͤberhand genommen/ hat ein Edler Hochweiſer Rath/ der lieben Jugend Nutzen im Studiren deſto bequemlicher zu befoͤr⸗ dern/ Anno 163 3. obbemeldte 4. Claſſes von Altorff/ in die Stadt Nuͤrnberg transferi⸗ ren/ und das obgedachte Gymnaſium Egi- dianum nicht allein ſo weit wiederumb auff⸗ richten/ ſondern auch hernacher Anno 1642. mit Lectionibus publicis vermehren/ und ſonderlich den beruͤhmbten Profeſſorem Hn. Johann Michael Dilherrn/ von Jena/ da⸗ hin ordentlich vociren laſſen/ welcher nicht allein in Theologia und Philoſophia, wie auch Hebraͤiſcher Sprach Wochenülich 6. Stund liefet/ ſondern auch die Inſpection uͤber die Schulen in Nuͤrnberg hat/ ne⸗ benſt auch zu gewiſſen Zeiten/als ein ordent⸗ licher Prediger/ auff der Cantzel ſein Ampt dergeſtalt verrichtet/ daß er derentwegen bey dem Rath und Burgerſchafft in ſonderba⸗ rem Reſpect iſt: Deme hernach Anno 16 45. Magiſter Daniel Wuͤlffer/ welcher vorher etliche Jahr ſein/ Herr Dilherrns Auditor zu Jena geweſen/ von einem Edlen Hochwei⸗ ſen Rath iſt adjungirt worden/ und nun ſei⸗ nei geweſenenPræceptori im profitiren und predigen ruͤhmblich nachfolget, Beſchreibung Bey dieſem Paß waͤre zuforderiſt auch viel zu ſagen/ wie nicht allein die Patrici, ne⸗ ben der Tugend/ auch auff die Studis und Pe⸗ regrinationes dergeſtalt ſich begeben/ daß ſie hernacher dem Regiment deſto loblicher vor⸗ ſtehen/ ſondern auch von den fuͤrtrefflichen gelehrten und beruͤhmbten Leuthen/ welche die Stadt Nuͤrnberg/ uͤber 200. Jahr hero nach und nach/ in allen Facultaͤten zu Dien⸗ ſten gehabt/ und auch auff gegenwaͤrtige Zeit zum theil noch hat; bey denen auch andere vornehme Staͤnde deß Reichs ſich offtmals Rahts erholet/ und derſelben Dienſt von Hauß auß gebrauchet/ wie noch: Ja/ wie auch die Regiments⸗Perſohnen ſelbſt dfft⸗ mahls/ als Kaͤyſ. Chur⸗ und Fuͤrſtliche Raͤ⸗ the/ ruͤhmlichen ſich gebrauchen laſſen/ wann nicht durch Special-Anzeig dieſe unſere Be⸗ ſchreibung diß Orts gar zu weitlaͤuffig ſeyn wuͤrde. Darumb wollen wir es anjetzo bey deme allein bewenden laſſen/ was der hochbe⸗ ruͤhmbte Juriſt, Udalricus Zaſius, wehland Kaͤyſ. Rath und Profeſſor zu Freyburg in Brißgau/ Anno 1527. in einem Sendbrieff/ ad Doct. quendam Noricum geſchrieben/ nemblichen/ in Urbe Noriberga peritiſſi⸗- morum Virorum, vel exuberantem, ne- dum honorificam eſſe copiam. Und erſt vor 37. Jahren/ nemblichen Anno 1609. hat Doct. Valentinus Forſterus J. C. Celebris, in Epiſtola Dedicatoria Hiſtoriæ Juris an einen Edlen Hochw. Rath der Stadt Nuͤrn⸗ berg geſchrieben/ und offentlich drucken laſ⸗ ſen/ nullam eſſe Remp. in Germania(ſola Spira, Cameræ Imperii deſignata excepta) quæ plures Doctiſſimos Clariſſimosque Ju- reConſultos foveat,&. Und ſo viel von dem Regiment Kirchen und Schulen/ ꝛc. der Stadt Nuͤrnberg kuͤrtzlichen. Anlangend die Weltliche Gebaͤu/ ſo da⸗ ſelbſten zu ſehen/ iſt zuforderſt das Schloß/ oder die Kaͤyſ. Veſten/ auff welcher vorzeiten der Kaͤyſerl. Land⸗Vogt/ Caſtellan/ oder Reichs⸗Amptmann und Pfleger/ gewohnet hat/ und nach dieſer Zeit einer von den Her⸗ ren Loſungern darauff zu wohnen pflegt/ꝛc. Es haben die Roͤmiſche Kaͤyſer alles das je⸗ nige/ was ſolcher Veſten und derſelben Kaͤy⸗ ſerl. Land⸗Vogtey vor Jahren zu regieren Nebührit und zuſtaͤndig geweſen/ hernacher der Stadt auff Ewig zugeſtellet/ daß die Stadt darmit dem Reich und Ronniſchen Kaͤyſern gewertig ſeyn ſolle. Dergleichen Kaͤyſerl. Veſten keine mehr im gantzen Roͤm. Reich vorhanden/ und hut deren Reichs⸗Ter- ricorium ſich hinein biß gen Eger erſtreckt. Anno1z 50. am S. Georgen Tag hat Koͤ⸗ nig nweulaͤuffg ſinn witesaneßobe wasder hochbe, Lalius, Weyland zu Freyburg in nem Sendbrief um geſchrieben” riderga petitilte Werantem, ne. am. Und eiſt Anno 160) hat 51.C Celebri, torix ſurs, ql er Stadt Nürn lich drucken luß Bermania(ſok nat ecſ imosque Je. Ind ſo viel von Schulen/ac. der Bebaͤn ſoda Idas Schloſf ſen hnuch ellet daß die dRomiſchen — 4 — ☛— —————————G—ye— 2————————j——xuxuxu 9— v == 4 3 IIjriI — 2 5— S 2 N d* 14 2 —, 9—.. ——— 7 ͦY X X NX¼P— VUff Er——— D= i j)))))))) jff Tyſſſmſſgfſſſgſſio w7n. ſcſglſcſnn, hh17,ctt, ſ 77 ſ 7ſſ/cſſ, 7 7 777 7en ni 1eeee j /ff, 4 ſfe Mnee 1 3 1 EE FFfrr 2 I Ir WMnnſſm — 61 1 —————;/ ůM ⁰———ÿ . S —— —yy— — ⁰— 4 5 ¹ l 4 en 4 16. 6N.. üt t 5 Ralhaulß 32 rmeserg. 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Veſten haben vor Jahren auch die Burggraffen eine Burg allda gehabt/ und davon den Namen Burggraffen bekommen/ welche Burg aber ſie der Stadt vertaufft/ neben etlichen Doͤrf⸗ fern und Muͤhlen/ mit allen und jeden ihren Ehren/ Freyheiten/ Privilegien/ Renten/ zunn. Gewonheiren/ Rechten und Zuge⸗ boͤrungen/ auff ewig und unwiderrufflich/ vor ſich und thre eheliche Gemahl/ ihre junge Herrſchafft/ Erben und Nachkommen/ ꝛc. So geſchehen um Jahr Chriſti*427. An der gedachten Burgſtatt/ iſt hernach ein Korn⸗ hauß und Caſten/ und dabey ein Bollwerck zum Schutz der Stadt erbauet worden. Die obgedachte Kaͤyſerl. Veſten ligt ſchoͤn und hoch/ in welcher ein Roͤm. Kaͤyſer/ wann er nach Nuͤrnherg gelangt/ einzukehren pflegt/ deſſen Zimmer ſonſten verſchloſſen bleiben?: Allda auch eine Kaͤyſerl. Capell/ und herab⸗ warts der Stadt zu/ ein ſehr tieffer Brunmn in den Felſen iſt/ deſſen Waſſer man nicht ſtehet/ und gleichwoln die Raͤder daran ſo kuͤnſtlichen gemacht ſeynd/ daß man ſolches gar leichtlichen herauff bringen kan. Im Fahr 1538. haben die Herren von Nuͤrnberg dieſe Veſten renoviren/ erweitern und meh⸗ rers beveſtigen/ und mit ſtarcken Bollwer⸗ cken verſehen laſſen. Und ſtehen umb den Berg herumb 4. Thuͤrn/ deren zween gegen der Stadt/ z. aber gegen Morgen und Mit⸗ ternacht gerichtet ſeynd/ davon der groͤſte Lngeins⸗Land geneũet wird/ und zu den Zei⸗ ten Kaͤyſers Sigiſmundi in einem Monat erbawet worden ſeyn ſolle. Gegen dieſer Veſten an dem Berg herauff hat es beyderſeits/ wie auch ſonſten/ diel ſcho⸗ ne Haͤuſer/ und in theils derſelben ſtattliche und der Natur und Kunſt halber ſeltza⸗ me Sachen. 3„t „Es gibet auch inb dieſe Stadt herunb/ in den Beuachbarten Huͤgeln und Ebenen/ eine ſonderliche Art von Steinen/ ſo zumm Van iirihe werden/ welche/ ehe ſieauß⸗ gegraben/ und nochin der Erden/ weich eynd und leichtlichen außgehawen: wann ſie aber deß Franckenlands/ ꝛc. 73 Fuͤrs Audere iſt unter den gedachten Welt⸗ lichen Gebaͤuen zu ſehen/ das Rathhauß/ ſo fornen gegen 8. Sebalds Kirchen uͤber ligt/ von Quaterſtuͤcken herrlich gebauet/ darin⸗ nen viel ſchoͤne Sachen/ und von kuͤnſtli⸗ chen Meiſtern/ ſonderlichen von Albrecht Duͤrern/ weyland Burgern allda/ ſo Anno 1528. geſtorben/ gemahlte fuͤrtreffliche Stuͤ⸗ cke/ Bruſtbilder/ ꝛc. auch anſehnliche Zim⸗ mer/ Teppicht, Tiſch und dergleichẽ zu ſehen. Fuͤrs dritte/ das Zeughauß. ¼. Die Buͤr⸗ ger⸗oder Trinckſtuben. 5. Die Kornhaͤuſer dariũen man ſonderlich vor dieſem viel altes Getraͤid gefunden; und ſchreibet man/ daß Carolus V. An. 1541. auß einem/ ſo uͤber die 150. Jahr alt geweſen Brod habe backen laſ⸗ fen. s. Das newe Thearrum auff der Schuͤtt(ſo eine Inſul) in welchen etlich tauſend Perſonen den Spielen und Fecht⸗ ſchulen im trucknen gantz fuͤglichen zuſehen koͤnnen/ſo aber wegen jetziger Kriegslaufften ſelten geſchicht. 7. Die Fleiſchbructen/ wel⸗ che darunnb beruͤhint iſt/ weiln ſie voneinem einigen ſehr flachen Schwiebogen uͤber den Pegnitz⸗Fluß gefuͤhret worden/ iſt 97. und ein halb Nuͤrnberger Stadtſchuh/ von einem Satz zum andern/ im Gewoͤlb weit/ im Ge⸗ ſpreng deß Bogens aber mehr nicht/ dann 13. Schuh hoch und 0. Schuh breit/ und oben im Gewoͤlb 4. Schuh dick. Ward Anno 1597. zu bauen angefangen/ als vorhero Anno 1595. im Monat Februar. die vorige Brucken/ von Ergieſſung der Pegantz einge⸗ riſſen worden. Den 14. Novemb. ermeldten Jahrs ſeynd auff einer Seiten/ und Anno 1598. den 4. May auff der andern Seiten die erſten Stein gelegt/ und folgends das gan⸗ Gebaͤu inner vier Jahren/ init groſſem Ko⸗ ſten/ Muͤhe und Arbeit/ ſonderlich das Fun⸗ dament betreffend/ verfertiget worden/ und wird deß flachen Bogens halber dergleichen ſchwerlich anderer Orten zu ſehen ſeyn. Der Erfinder und Werckneeiſter dieſer Bruͤcken/ war der beruͤhmte Peter Carl von Nuͤrnberg buͤrtig/ welcher auch den Saal zu Heydel⸗ berg/ in dicken Thurn am Schloß/ von hun⸗ dert Schuh weit/ ohne Mittel⸗Saͤulen/ er⸗ bauet. Zur lincken Hand der gedachten Fleiſchbruͤcken/ ſtehet das wolerbaute Tuch⸗ und Fleiſchhauß/ dabey ob einem Portal/ der jenig von Stein gehauene Ochs/ welcher den, Frembden fuͤr ein Wahrzeichen gewieſen wird/ darunter mit guͤldenen Buchſta eine Zeitlang an der Sonnen und Wind li⸗ dieſ 3 Puchſtabhen de außgekocht und gehaͤrtet werden/ ſo hart/ als ſonſten ein Marmel ſeynmag. dieſe Verß geſchrieben: Ommia habent ortus, ſuach incrementa ſod ecce! Quem cernis nunquan Bos fuit hic Vituſus. K 3 Gleich 74 Beſchreibung Gleich darunter iſt der Eingang in das Fleiſchhauß. Fuͤrsachte/ der ſchoͤne Brunn auff dem Herren⸗Marckt/ ſo mit Gold/ Bildern/ auch ſchoͤnem Schnitzwerck/ und Gittern herrlich gezieret iſt; hat faſt eine Piramidal⸗Form/ und rinnet das Waſſer auß 16. verguͤldeten Roͤhrlein/ iſt Anno 1361. gebauet/ und Anno 1467. gemahlet und verguͤldet/ und Anno 1541. erneuert worden. Fuͤrs neundte/ die 7. Apothecken/ nehm⸗ lich in dem neuen Spital/ hinter S. Sebald/ zum Krebsſtock/ in der Bindergaſſen/ am Heumarckt/ unter den Huͤtern und beys. Lo⸗ rentzen. Fuͤrs 10. viel ſchoͤne Gaͤrten/ in⸗und auſſerhalb der Stadt. Zun Beſchluß/ ſolten wir auch etwas von den denckwuͤrdigen Sachen/ ſo ſich in dieſer Stadt zu Kriegs⸗ und Friedens⸗Zeiten bege⸗ ben/ ſagen. Weilen aber dieſelbe in groſſer Menge ſeynd/ auch viel ſtattliche Zuſam⸗ menkunfften/ Hochzeiten/ Handlungen/ Fraͤnckiſ. Craͤiß⸗Taͤgen/ Churfuͤrſten⸗Taͤg/ Reichs⸗Taͤg/ allda angeſtellt und gehalten worden/ und dahero dieſe Beſchreibung zu weitlaͤufftig/ und unſer Vorhaben/ uns der Kuͤrtze/ in Beſchreibung der ſo viel hundert Teutſchen Staͤdten/ zu befleiſſen nicht wuͤr⸗ de erreicht werden: Als wollen wir den guͤn⸗ ſtigen Leſer auff das jenige/ was deßwege an⸗ derweit in offenen Druck unterſchiedlich vor⸗ handen/ dienſtlichen gewieſen haben. In⸗ ſonderheit aber wird der beruͤhmten Stadt Nuͤrnberg gedacht/ und iſt darvon wol zu leſen Franciſc. Irenic. Exeg. German. l. 3. cap. 105. Item Conrad. Celtes, welcher auff dem Reichs⸗Tag zu Nuͤrnberg Anno 1487. vom Kaͤyſer Maximiliano I. mit der Poeten⸗Cron begabt/ und der erſte Poëta Laurcatus in Teutſchland geweſen/ in libello de origine, ſiru, moribus& inſtitutis Norimbergæ: Und Eoban. Heſſ. in Urb. Norib. illuſt. Carm. Heroico: welche drey Authores in den Operibus Wilib. Pirckheimeri, Sena- toris Reip. Noriberg. Celeberrimi(welcher Anno 1531. geſtorben) gedruckt zu finden. Ferner Scipio Gentilis in Orat. jam ſupra allegata, de vita& obitu Hier. Baumgart- neri Anno 1603. gedruckt. Item Nic. Reuſ. de Urb. Imper. Mart. Cruſ. part. 2. Annal. Suev. lib. 10. c. 4.& l. 9. c. 3.& 12. c. 6.& part. 3. I. 11. c. 16. und viel andere. Wiewoln etliche in vielen Sachen nicht zu treffen/ und wie es imer einer von dem an⸗ dern offt außgeſchrieben/alſo hat auch immer einer mit dem andern offt geirret/ wie mit der V Zeit abſonderlichen zu Nuͤrnberg ſelbſtimoͤch⸗ te in Druck kommen. Was ſchließlichen wolermeldte Stadt Nuͤrnberg erſt vor wenig Jahren/ nemlichen Anno 1632. außgeſtanden/ da drey ſtarcke Kriegsheer/ biß in den vierdten Monat vor der Stadt gelegen/ und wie hefftig endlich an S. Bartholomæi Tag/ den 24. Auguſti das Friedlaͤndiſche Lager in ihrem ſtarcken Vor⸗ theil/ auff dem Altenberg/ von der Koͤnigli⸗ chen Schwediſchen Armee angefallen wor⸗ den/ daß iſt Reichskuͤndig/und in den Franck⸗ furtiſchen Relationibus, wie auch in Matth. Merians Chronica vom Schwediſchen Krieg pag. 539.& ſeqq.& pag. 615. zu finden. Da⸗ bey laſſen wir es diß Orts und fuͤr dißmal be⸗ wenden/ und beſchlieſſen mit den Worten Wolfftgangi Heideri, weyland hochberuͤhm⸗ ten Profeſſoris zu Jena/ auß ſeiner XV. Orart. vol. 2. welche er Anno 1588. vonden alten und neuen Teutſchen/ in welchen Stuͤcken ſie einander uͤbertreffen/ gehalten/ wie folgt: Noriberga Civitas formà Reipub. le- gum æquitate, Civium virtute, opificum præſtantià, horum omnium gloria, cæte- ras Germaniæ Urbes longiſſimo poſt ſe inter- vallo relinquit,&c. Dieſe Beſchreibung iſt uns von vertrau⸗ ter Handuͤberſchickt worden/ welche wir dem guͤnſtigen Leſer auch dergeſtalt hiemit dienſt⸗ lich communiciren wollen. Dieſer hochberuͤhmten deß Heil. Roͤmiſchen Reichs Außſchreibenden Stadt weitlaͤuff⸗ tige Beſchreibung/ ſammt ihren vornehm⸗ ſten Geſchichten/ iſt/ neben andern dieſes Hochloͤblichen Fraͤnckiſchen Craͤiſes Orten/ von mir auch verfertigt worden: Wie viel⸗ leicht der Auffſatz noch in Franckfurt vorhan⸗ den ſeyn wird. Es iſt aber nicht dieſelbe/ ſon⸗ dern eines andern/ von Nuͤrnberguͤberſchick⸗ te/ und kuͤrtzere Beſchreibungſin den Text der Topographiæ Franconiæ gebracht worden: deren ich mich nichts anzunehmen: und da⸗ hero allein in dieſen Anhang noch etwas ein⸗ zubringenſſo daſelbſt nicht ſtehet: im uͤbrigen aber mich auffmeine dieſer Stadt Beſchrei⸗ bungzu beruffen habe; die im 1. und. Theil deß Itinerarii Germaniæ zu finden. Es ſchreibet Herr Limnæus tom. 4. de Jur. publ. in addit. ad lib. 7. unter anderm/ folgendes/ von dieſer wolloͤblichen Stadt: Ampliſſimæ, & fere Principis in Imperio Germanico Reipubl. Norimbergenſis Gubernatorum prudentiam, ac conſtantiam, totus terra- 4 Orbis dilaudans admiratur. Golda- ſtus die auchin Ilan wediſchengan Sufinden. N iid füͤrdißmmalte mit den Worta and hochberüͤhm, auß ſeiner Xy Ino 1588. vonden hen in welaen treffen/ gehalte ormaà Reipub.le- rtutc, opihcum m gloria, cæte- mo poſt ſe inter⸗ ins von vertrau⸗ welche wir den at hiemit dienſt deil Roͤmiſchen tadt weitlauff ihren vornehmn⸗ andern dieſes Taaiſes Orten een: Wie viel⸗ ckfurt vorhan⸗ t dieſelbe/ ſon⸗ erguͤberſchick⸗ in den Text der acht worden: nen: und da och etwasein⸗ et: imuͤbrigen tadt Beſchrei⸗ 1. und⸗⸗Thei finden. Es 4. de jur. publ. m folgendes. 1. Ampliſſimæ, o. Germanico Zubernatorunn rotus tert nt. Goldr ſtux ur. ſtus in replica pro Imperio cap. 37. pag. 392. Norimbergam urbem non Germaniæ mo- dòô, ſed etiam totius Europæ, imò Orbis rcrrarum otnamentum nominat. Mutius German. Chron. lib. 17. ap. Piſtor. rom. 2- Germ. Script. pag. 138. Vid. Scotus pag. 11z· num. 19.4ib. 2. Comment ad Tacit. Leges tutelarcs Anno 1506. à Venetis, alias ab aliis accepit; unde Alii Venetam, Alii Valenti- niancnſem in Hannonia. Alii Bruxella- nam, matricem Norimbergenſis nomina- runt. Vide deſcriptionem hujus Urbis ap. Wahnerum, quæ pro Bartholomæi Pœme- ri habetur: Vid. item Speidel. lit. B. n. 63. pag. 157. itemd. Wehnerus, verb. Gericht. Patriciorum familias Anno 1614. Altorfii publice exhibuit Mich. Piccartus, hoc ordine: VBauingartner/ Boͤheim/ Doͤrrer/ Ebener/ Fuͤhrer/ Geuder/ Grund⸗Herrn/ Groland/ Haller/ Holtzſchucher/ Hars⸗ Doͤrffer/ Im Hoff/ Kreſſen/ Koͤler/ Loͤffel⸗ holtz/ Muffel/ Nuͤtzel/ Poͤmer/ Pfintzing/ Rieder/ Stromer/ Schuͤrſtab/ Starcken/ Schluͤſſelfelder/ Tetzel/ Tucher/ Volkamer/ Welſer. Et hi Patricii vocantur die Raths⸗ faͤhige Geſchlechter: die Andern, Erbare/ aber Unrathsfaͤhige Geſchlechter/ werden/ vom Piccarto, nachfolgende genennet: Blo⸗ ben/ Baldinger/ Camerarii, Gugel/ Held/ Koͤber/ Koͤtzler/ Oertel/ Oelhaffen/ Scheurl/ Stockhamer/ Schmidmer/ Scherel/ Schlaudersbach/ Schleucher/ Sitzinger/ Till/ Toppler/ Trainer/ Waldſtromer. Anno 1 521. iſt ein Vertrag zwiſchen Pfaltz⸗ graff Ludwigen/ Chur⸗Fuͤrſten/ und Pfaltz⸗ graff Friederichen/ hernach auch Chur⸗Fuͤr⸗ ſten/ wegen der/ im Pfaͤltziſchen Krieg/ er⸗ oberten Flecken/ und Guͤtter/ auffgerichtet worden darinn bedingt/ daß der Stadt Nuͤrnberg/ Lauff(als uehmlich Pfaltzgraff Philipſen daran gehabter halber Theil) Al⸗ torff/ Velden/ Stierberg/ Petzenſtein/ der Pfaltz Gerechtigkeit auff Gruͤnberg/(ſo zwar Nuͤrnberg nicht mehr hat(ſammt dem Schutz/ und Obrigkeit, oder Vogtey/ uͤber das Cloſter Engelthal/ gegen Bezahlung ei⸗ ner darfuͤr bezahltẽ mercklichẽ Suma Gelds (Vid. Leodius lib. 5. p. 84. ad annum 15 22.) bleiben ſolt/ doch vorbehaltlich der Pfaltz vor⸗ kauffs Gerechtigkeit/ wann der Rath deroſel⸗ ben Guͤtereines/ oder mehr/ wieder verkauf⸗ fen ſolte. Solche durch die Stadt Nuͤrnberg eingenommene Flecken/ ſeyn/ auſſerhalb Ai⸗ torff/ der Cron Boͤheim eigenthumb/ und Bayern/ undcpfaltz halbenſein wiederloͤſiger Pfandſchilling geweſen. Dann ſie/ vor Jah⸗ deß Franckenlands/ ꝛc. 75 ren/ Kaͤyſer Carl dem Vierdten/ als Koͤnig in Boͤheim/ zugehoͤrig geweſt/ welcher dieſel⸗ ben den Hertzogen zu Bayern/ Pfandſchil⸗ lingsweiſe/ mit vorbehaltener wiederloͤſung/ eingethan. Solcher Wiederloͤſung nun vor⸗ zukommen/ hat der Rath Anno 1506·die von der Pfaltz/ und Bayern/ zum theil eroberte/ zum theil Contracts-weiß an ſich gebrachte Schloͤſſer/ Staͤdt/ Maͤrckt/ nemlich Lauff Hersbruck/ Reicheneck/ Hohenſtein/ Stier⸗ berg/ Petzenſtein/ Velden/ und Heimburg/ mit allen ihren Regalien ꝛc. Nutzungen/ ſamt dem Schirm der Cloͤſter/ und Vogtey/ der Proͤbſtey deß Cloſters Bergen/ von weyland Koͤnig Uladislao, und allen nachfolgenden Koͤnigen zu Boͤheiu;/ biß auf die jetzige Kaͤy⸗ ſerl. Majeſt.&c. als/(Anno 1590. quo Ar- ticulatus libellus, ex quo hæc, in Camera Impoeriali oblatus) regierenden Koͤnig zu Boͤheim/ inclulivée zu Lehen empfangen. Anno 1524. iſt/ wegen Altenthann/ gegen Altorff gelegen/ ein Vertrag gemacht wor⸗ den/ dariũ/ unter anderm/ dem Rath/ihre hohe und Fraiſch⸗Obrigkeit zu Althenthau/ ſambt dem Kirchengeſatz/ und Schutz/ auch Ge⸗ richtbarkeit/ als gegen Altorff gehoͤrig/ vor⸗ behalten worden. In obgemeldtem Vertrag de Annozl. hat Nurnberg/ neben andern mehr Schloͤſſern/ und Stadten/ ſich deß auch obermeldten Schloſſes Heimburg begeben/ welches darauff Pfaltz von der Cron Boͤ⸗ heim zu Lehen empfangen/ und noch heutigs Tags empfaͤhet. Der Fleck Altorff iſt vor Jahren der Graffen von Naſſau geweſen/ folgends an die Burggraffen zu Nuruberg/ hernach aber an einen Hertzog zu Pommiern kommen/ welcher denſelben Flecken Anno 1393. Pfaltzgraff Ruprechten verkaufft hat. Ruͤhret nicht vom H. Reich/ noch einem an⸗ dern Herrn/ zu Lehen. Biß hieher Herr Li- mnæus; der auch deß offentlichen Bancho allhie/ ſo erſtlich Anno 1621. den 8. Junii/ publicirt/ und auff Laurentii eroͤffnet wor⸗ den/ Ordnung p. 280. ſeꝗg. ſetzet: und ad Capitulat. Caroli V. pag. 305. berichtet daß die Kaͤyſer Maximil. II. Matthias»„ Und Fer- dinand us III. die Stadt Nuͤrnberg cavirt 3 weil Sie ihren erſten Reichstag nicht daſelbſt gehalten/ daß es Ihr ſolte unſchaͤdlich ſeyn. Und ad Capitul. Ferdinandi I. p. 437. fagt Er alſo⸗ Puto, Norimbergenfibus magis con- ſuli, ſi quando ornamenta illa ab ipſis re- quiruntur, Electores, qui Regem Roma- norum elegerunt,& coronationem fieri cupiunt, ſua requiſitionis literis ſubſcri- bant nomina, vel ſaltem in teſtinonium 1er 76 rei acte, ur hoc modo conſtare legentibus poſſit, an major pars electionem approba- verit. Eundem in finem Rex Romano- rum Aquisgranum applicans, coronæ ſu- ſcipiendæ causãà, antequam ad alia proce- dat, decretum electionis Magiſtratui, o- ſtendere ſolet. Weil in denen obſtehenden Worten der Kaͤyſerlichen Ornamenten ge⸗ dacht wird/ kan ich nicht umbgehen/ auß deß Joſophi Roſazers durch einen zu Nuͤrnberg vermehrten Weltblick/ oder kleine Coſmo- graphia, erſt dieſes 1655. Jahrs/ zu Aug⸗ ſpurg in 4. gedruckt/ zu vermelden/ daß da⸗ ſelbſt pag. 5. ſeq. folgendes eingebracht wor⸗ den: Zu Nurnberg iſt viel ſchoͤnes dings von uhralten Antiquitaͤten/ von Bildern/ und herrlichen Gemaͤhlden/ zu ſehen: Vor allen andern iſt deß erſten Teutſchen Roͤmiſchen Kaͤyſers/ Caroli deß Groſſen/ Zierath/ Klei⸗ dung/ Crone/ Scepter/ Schwerdt/ und der⸗ gleichen/ wie Er daſſelbe ſelbſten an ſeinem Leibe getragen/ und gebraucht/ als eine Hin⸗ terlage deß gantzen Reichs; deßgleichen dar⸗ bey vielerley Reliquien, und Heiligthumer/ unter andern auch 4. Naͤgel von den Creutz unſers HErrn Chriſti/ der Speer/ und viel anders mehr/ in der im Chor/ in der Kirchen zum H. Geiſt hangenden Truhen verwahr⸗ lich zu finden. Von allen dieſen Dingen in dieſer Stadt/ als welche nur herrlich/ und lobens werth/ und alſo immer denckwuͤrdig ſeyn; als das Regaliſche neue Rathhauß/ welches manchem Koͤniges⸗Schloſſe garwol zu vergleichen/ und dannoch nur halb dieſer Zeit außgebauet iſt/ und die uͤberſchoͤnenun⸗ zahlbarn Abbildungen/ Tapezereyen/ und kuͤnſtliche Figurwerck/ unter denen deß kuͤnſt⸗ lichen/ und Nuͤrnbergiſchen iũreichen Mah⸗ lers Albrecht Duͤrern/ nicht das geringſte an⸗ zuſchauen iſt; nemlich auff einem Stuͤck die Menſchliche Form/ Groͤſſe, und Geſtalt/ unſerer erſten Eltern/ Adams und Ev⸗/ wel⸗ ches bey 1200. Reichsthaler gekoſtet/ biß es daher andieſes Ort bracht worden; daruͤber ein verſtaͤndiger Anſchauer ſchier verſtuͤrtzt da ſtehet/ und faſt nicht weiß/ ob er ſtehen blei⸗ en/ oder hinweg gehen ſoll. Darnach das Kaͤyſerliche Schloß auffm Neronis⸗Berge der Stadt ligende/ in welchem zu gleicher weiſe/ die Abbildungen der Roͤmiſchen Kay⸗ ſer/ ſo daſelbſten Hoff gehalten auff dem groſſen Saal/ und andern Gemaͤchern/ vie⸗ lerley fuͤrtreffliche Sachen zu beſchauen/ darauff man/ auß allen Fenſtern nicht allein die Stadt/ mit allen Haͤuſern/ und Angehoͤr im Geſichte haben kan ſondern auch deß gan⸗ Beſchreibung tzen Herizontens/ und Landes Refier/ umd die Stadt herumb/ einen uͤberauß⸗ſchoͤnen Proſpect einzunehmen/ deßgleichen im gan⸗ tzen Reich ſchwerlich anzutreffen ſeyn wird. Ferner/ die uͤberauß herrliche/ gar zierlich/ und ordentlich zugerichtete Bibliorheca, da⸗ rinnen etlich tauſend uͤberſchoͤne/ alte/ und neue Auchores, auch an wunderbarlichen Rariteten, Contrafecten, der Uralten/ und anderer fuͤrtreflichen Leuten/ ein Uberfluß zu befinden/ dergleichen im Teutſchen Reich nicht zu zeigen ſeyn wird/&c. das groſſe/ und wolaußgeruſtete Zeughauß/ der Bauhoff die Peundt genannt/ ſampt dem vor den Bau⸗ Herren darinn groſſem/ und ſtattlichen er⸗ bauten Wohnhauß/ dariñen zu ſehen: Fuͤrſt⸗ liche/ Adeliche/ und Burgerliche Palaͤſte/ und groſſe mit quaderſtuͤcken erbauete Haͤu⸗ ſer/ Adeliche Sitze/ und Meyerhoͤfe/ umb die Stadt herumb ligende/ als ob es nur zu⸗ ſammen ein groſſe Stadt/ und mit dem aller⸗ ſeits herumbgehenden Wald umbzaͤunet/ und verwahret waͤre/&. Biß daher dieſes Scribenten eigne Wort. Zwar dieſe vor⸗ treffliche Stadt/ allbereit vom Kaͤyſer Fri- derico II. clariſſima Imperii Romani Ger- manici Civitas An. 1212. vom Bapſt Ur- bano VI. Caſtrum multum ſolenne Impe- riale, Anno 1385. und vom Laonico Chal- condila, einem Griechiſchen Scribenten/ lib. 2. rerum Turcicarum, teliciſſima Im- crii Romano Germanici Civitas, beym Herren D. Wurffbain/ in ſeiner Reichs⸗ Tafel/ iſt genant worden: der auch in ſeiner 3. Relarion gar viel von dieſer Stadt/ p. 57. ſeq. eingebracht hat: Der ſonſten/ in einer Epiſtel/ ſagt/ daß ſeines wiſſens/ der Stadt Nuͤrnberg andem allererſtẽ im Jahr Chriſti 9 16. in 20. gedacht werde/ wie etlicher Meynung nach/ Herr Cunradus I. Roͤmni⸗ ſcher Kaͤyſer/ das Teutſchland in ſonderba⸗ re Reichs⸗Vogteyen vertheilet haben ſolle. Siehe oben Furt. Was die an dieſem Blat/ oder oben gedachte Bibliotheck anbelanget/ von der Herr Saubertus S. geſchrieben/ und die im Prediger⸗Cloſter verwahret wird/ ha⸗ ben deß Jahrs 1645. Ihre Hoch⸗Fuͤrſtliche Durchl. Herr Ertz⸗Hertzog Leopold Wil⸗ helm von Oeſterreich/&c. dieſelbe ſelbſten zu beſichtigen gewuͤrdet. Iſt wolein herrlicher Schatz dieſer Stadt. Von 8. Sebalden/ nach dem allhie eine vornehme Kirche den Namen hat/ und den theils auß Dannemarck andere aber auß Engeland herfuͤhren/ ſchrei⸗ bet Matcheus Raderus, vol. 2. Bavariæ ſanctæ in ſeinemn Leben alſd: Sebaldus Pere- grinus —— 2— —.— * 2 2 ——= —— —,— — ndesRe uaniinm Fale ſchonen eeichen im rreffen ſ dan yn widd iche garzui Didliorheca d choͤne altewy (alte und wunderbarichn erUralten un nſein Uberfuf Teutſchen M Sdasgroſſeun der Bauhofße em vor den Pau⸗ undſtatlichenar n zu ſchen Finſt gerliche Plſte en erbauete Hau⸗ Reyerhoft, und als obes nurzu, nd mit dem aller ald uunlzäͤunet Biß daher dieſs Zwar dieſevor⸗ vomn Kaͤhſer kn u Romani Ger. vom Bapſt Lr⸗ ſolenne Impe- Laonico Chul. en Scribenten teliciſſima Im- Civitas, beyll ſeiner Reich⸗ rauch in ſeine Stadt/ p.7 uſten/ in eunr rerſte in Jahr rde/wieetlicher adus I. Roͤmi⸗ di ſonderba⸗ tt haben dle ndieſem Blan ck anbelanget ſchrieben/ ind ahretwwihtn Lopold Wil iibeſäbſien zu eleinherrlicher „ Stbalden, ne Küche den Dammenarc führen ſchrel 1 2. Bavatis ehaldus P ele⸗ grinos deß Franckenlands/ ꝛc. 77 grinus Hor. 740. circiter, regio ſatu editus, ſed vera Patria,& Parentes, ignorantur, Venit in Italiam,& ex ea in Germaniam, Ratisponam,& vixit in ſylva inter No- rimb.& Ratisponam&c. Von ſeinem Grab allhie zu Nuͤrnberg meldet er/ unter andern/ alſo: Condiderant Cives Noriber- genſes D. Schaldo inclitum Maufoleum, quod, ut ex rationibus M. S. Codicis. No- riberg. conſtat, ex Orichalco fingulari opere factum, ſeptuaginta octo millibus ſexcentis quadraginta quinque aureis xiti- matur. Deſcripſit illud carmine Eobanus Heſfus, in Norunb. deſcript.&. Einer ſagt/ daß dieſe nachfolgende Nuͤrnbergiſche Ort ihre Pfleger vonbatricis haben/ Altorff/ Herßpruck/ Lauff/ Engelthal/ Graͤfenberg/ Hilpoltſtein /Hohenſtein/ Liechtenau/ Pe⸗ tzenſtein/ Reicheneck und Velden. Anno 1650. beſtunde ein Wol⸗Edler Ehrnveſter Nath auß foigenden Perſonen/ ſo geweſen 1. Herr Chriſtoff Fuͤhrer. z. Ulrich Grundherr. z. Georg Abraham Pöer. Auß denen die erſten zween/ die Loſunger/ und mit dein dritten/ die drey Obriſten Hauptleu⸗ the/ enmüumt werden. 4. Johann Albrecht Haller. 5. Johann Wilhelm Kreß.„. Burkard Loͤffelholtz. 7. Georg im Hoff⸗ Und dieſe werden die Sieben Herren Aeltere/ von theils auch die Geheime genannt. 8. Albrecht Poͤmer. 9. Chriſtoff Derrer. r0. Jodocus Chriſtoff Kreß. 12. Leon⸗ hard Grundherr. 12. David Harsdoͤrf⸗ fer. 13. Georg Chriſtoff Boͤhein. Und dieſe dreyzehen heiſſt man insgeſainbt die 13. alte Burgermeiſter: die nachfolgende aber die 13. Jungeoder Juͤngere Burgermeiſter; item Schoͤffen; als/ 14. Paul Harsdoͤrf⸗ fer. 15. Wilibald Schluſſelfelder. 16. Johann Sigmund Haller. 77. Georg Paul im Hoff. 13. Chriſtoff Loͤffelholtz 19. Andreas Georg Baumgartner. 20. Veit Georg Holtzſchuer. Jacob Starck. 22. Georg Sigmund Fuͤhrer. 23. Johann Chriſtoff Schluͤſ⸗ ſelfelder. 24. Sebald Welſer. 25. Jobſt Wilheim Ebner. 26. Georg Chriſtoff Volkamer. Und dieſe alle/ ſo den beſtaͤn⸗ digen Rath machen/ ſeyn deß Geſchlechts, oder Patricii: auff welche 8. andere folgen/ die man die 3. alten Genanten nemnet/ nemb⸗ lich/ 27. Georg Wilhelin Groland. 29. Lucas Welſer. 29. Chriſtoff Jacob Muf⸗ fel. 30. Georg Pfintzing. 31. Tobias Tucher. 32.Chriſtoff Tucher. 33. Frie⸗ derich Volkamer/ und 34. Carl Eraßmus 21 Johann 1 Tetzel. Und dieſe 8. ſeyn auch PDatricii. Und dann ſeyn auch 8. von der Gemeinde/ ſo man die g. Handwercks⸗ Herren heiſſet/ als/ 35. Johann Wuͤrffelſein Metzger. 36. Lo⸗ rentz Bart/ ein Kuͤrſchner. 37. Caſpar Mangolt/ ein Tuchmacher. 38. Leonhart Galling/ Vierbraͤuer. 39. Johann Sie⸗ benbuͤrger/ Lederer. 40. Johann Stoͤckel/ Becker. 41. Frantz Viſcher/ Goldſchmid/ und 42. Johann Schletz/ Schneider. Es ſeyn aber/ wie ich berichtet worden/ ſeithe⸗ ro etliche auß den obernannten Herren deß Raths geſtorben. Unter den letzten Ge⸗ ſchichten ſeyn auch uachgehende. An. 1634. nach der Noͤrdlinger⸗Schlacht/ lag Iſolan/ mit ſeinen Crabaten/ hinter Furt/ und that im September, der Stadt Nuͤrnberg nicht ge⸗ ringen Schaden. Uind damain galt ein Brod einen halben Gulden/ und ein Maaß Wein einen Thaler/ wie zwar der Welſche Graff Gualdus lib. 9. hiſtor. p. 244. der erſten edi- rion, berichtet. Anno 1635. im Fruͤhling hat ſich der Bayeriſche General/ an die Nuͤrnbergiſche Staͤdtlein/ Herßbruck/ Lauff und Altorff gemacht/ und ſie eingenommen: Aber/ als ihre Majeſtat/ der Koͤnig in Un⸗ garn und Boͤheim/ den 17. Junii, nach Neu⸗ marckt kam/ unddie Stadt Nuͤrnberg den Prageriſchen Frieden⸗Schluß annahm; ſo wurden auch gedachte Staͤdtlein reſticuirt. Anno 1644. hat ſich ein ſchaͤdliches Feuer in einem Wald bey Nuͤrnberg entzundet/ ſo bey acht tauſend Morgen Holtzes verderbet/ und mit groſſer Muͤhe geleſchet worden Hernach zu Anfang deß Junu, hat das ſchreckliche Donner⸗und Hagelwetter inn⸗ und auſſer der Stadt groſſen Schaden ge⸗ than; hat ſich auch ein Geſpenſt auff der Schuͤtte/ da man die Fechtſchulen haͤlt/ ſchen laſſen; wie hievon/ in dem z. Theil deß The⸗ atri Europæi, fol. 416.& 429. deß erſten Drucks mit mehrerm zu leſen. Anno 49 hat die Stadt 8. Eliſabethen Kirchlein/ um Teutſchen Hauß/ wieder bekommen/ und den 20. 30. Maij/ auff ein neues darinn predigen laſſen; ſtehet in der Franckfurter Herbſt⸗Re- lation. Was damaln/ und im folgenden larion im folgenden 50. Jahr/ wegen exequitungdeß vorher im Jahr 48. publicirten General Reichs⸗Friedens/ bey deuen allhie angeſtellten Tractaten vor⸗ gel offen das findet man in offenem Druck/ und in dem 6. Theil deß obernannten Thea- tri Kuropæi. In dieſem 55. Jahr deß Hornungs/ hat das Waſſer allhie groſſen Schaden gethan. Es iſt ihr/ der Stadt b Ponberiſsonar ic einfacher Reichs⸗An⸗ . An⸗ ſchlag ᷣ 78 ſchlag 40. zu Roß /2 50. zu Fuß/ oder an Geld 1480. fl. und zu Unterhaltung des Cannmer⸗ gerichts zu Speyer Jaͤhrlich/ nach der Er⸗ hoͤhung/ wie ich gefunden/ 500. fl. den Thaler zu. Kreutzer gerechnet. Ober⸗Eißfeld. On theils Ober⸗Neisfeld genannt D ein Bambergiſch Ort und Ampt. Ober⸗Scheinfeld. 9 Uch ein Bambergiſcher Marckt/ und Ampt. Ochenbruck. V In Nuͤrnbergiſcher Marckt/ zum Schloß Schwartzenbruck gehoͤrig/ welches Schloß vor dieſem herrlich/ und ſchoͤn gewe⸗ ſen; aber Anno 1552. von Marggraff Al⸗ brechten zu Brandenburg/ der Stadt Nuͤrn⸗ berg zu leyd/ abgebrannt worden iſt. ligt nahend Altorff. Ochſenfurth. MAMnegiſchen Kitzingſund Wuͤrtz⸗ *l burg/ dem Waſſer nach drey kleine Meil von Wuͤrtzburg/und 2 von Ulffenheim/ gele⸗ genſein Biſchofflich Wuͤrtzburgiſche Stadt und Ampt/ allda ſich Anno 1632. der Koͤnig auß Schweden befunden hat. Es ligen da herumb beruffene Ort am Maͤyn/als/ Haidingsfeld/ oberhalb Wuͤrtz⸗ burg/ und gegen uͤber Eifelſtadt/ oder Eybel⸗ ſtadt/ ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein/ da guter Wein waͤchſt. Daruͤber ligt Sommerhau⸗ ſen/ und gegen uͤber Winterhauſen/ zween ſchoͤne umbmauerte Maͤrckt/ wie Sltaͤdtlein/ den Herren von Lympurg gehoͤrig: und gegen Orenfurt uͤber ligt Sultzfeld. Dnoltzbach/ Ohnſpach/ An⸗ ſpach/ Onoldina. St ein Marggraͤffiſch Brandenburgi⸗ ſche Reſidentz⸗Stadt/ und Schloß/ beym Wald/ und 5. Meilen von Nuͤrnberg gele⸗ gen/ ſo/ ſampt Kornbach/ Anno 1331. die Burggrafſen zu Nuͤrnberg/ Johannes, und Albertus, von einem Graffen von Oettin⸗ en/ umb z tauſend Pfund Heller erkaufft aben; darzu hernach andere benachtbarte Ort/ als der Graff von Dornberg An. 1387. ohne Kinder geſtorben/ kommen; wie Li- mnæus de jurc publ. lib. 5. cap. 7. num. 93. ſchreibet/ als deme die Fuͤrſtl. Brandenburgi⸗ ſche Sachẽ in dieſem Lande wol bekandt ſeyn. Franciſcus Irenicus(ſo den Namen dieſer Stadt vom Waͤſſerlein Onoltzſpach/ ſo bey ihr voruͤber lauffe/ herfuͤhret) lib. 11. Ex G. Beſchreibung und Wolffg. Lazius lib. 7. migrart. fol. 314. ſagen/ daß dieſe Stadt vorhin unter der Graffen von Dornberg/ Leouſperg/ und Lun⸗ gau/ Herrſchafft gehoͤrt habe/ von denen ſie durch Kauff an das Burggrafthumb Nuͤrn⸗ berg kommen ſeye. In einer Nuͤrnbergiſchen geſchriebenen Chronic/ und ſonſten in einer uns zukommenen Verzeichnuß/ ſtehen 10033 Pfund Helier/ und darbey das Jahr 1336. Item/ die Wort; ſeye deren von Oettingen geweſen/ ꝛc. Beſagter Irenicus meldet/ S. Humbertus hab allhie die Kirch erbauet/ ſeye auch allda geſtorben. Sonſten iſt ein Bene⸗ dictiner⸗Cloſter zu 8. Gumberto allhie ange⸗ ordnet/ hernach aber ſolches in ein Weltlich Stifft verwandelt worden/ von deme Bru- ſchius cap. 9. de Epiſcopat. p. 159. 3u leſen. Von dieſem 8. Gumprechts⸗Stifft deſſen Fundation und Auffnehmen/ ſchreibt D. Veit Eraſinus Hoßmann wie ſolches un Jahr 1612. zu Oonltzbach in Druck bracht worden/ alſo: Diß uralte 5. Gumprechts⸗ Stuifft/ in der Fuͤrſtlichen Hauptſtadt zu Ouoltzbach/ ſol Anfangs nur ein Capelle geweſen ſeyn/ ſo man zu dendreyen Hoͤffen/ wie dieſelbe noch in den Vorſtaͤdten vorhan⸗ den/ geheiſſen: Hernach aber neben andern Stifften in dieſer Lands⸗Art/ als Feucht⸗ wang/ Heriden/ Wuͤrtzburg/ Solnhofen/ von Carolo Magno, circa annum Chrilti 800. herkommen ſeyn/ als derſelb in dieſer Landsapt ſich auffgehalten/ die Altmühl Schiffreich machen/ und in die Thonau fuͤh⸗ ren wollen/ wie die Graͤben bey Kaͤhlheim V noch vorhanden. In einer alten Membrana aber/ ſo mir vor dieſem zu handen komen iſt/ befinde ich/ daß die prima fundario 8. Gum- perto, deß Koͤniglichen Stamens in Franck⸗ reich/ zugeſchrieben/ und er /S8. Gumpertus⸗ Antiſtes& Confeſſor, pontificali authori- tate mirificarus, genennet wird/ deſſen in ſei⸗ nem Reſponſorio alſo gedacht wird: Bea⸗ tiſſimus Chriſti Confeſſor Gumpertus, in accepta talentorum diſpoſitione ſolici- tus, in croganda tritici menſura benevolus, in Domini fui. gaudio, ſupra multa conſti- tui meruit, quoniam’in paucis fidelis fuit, &. In welchem Jahr er aber geſtorben/ iſt keine Nachrichtung vorhanden/ auſſer daß man in einem alten Stifftbuch findet/ wie er den 1. Mertz verſchiedẽ ſtehet aber kein Jahr dabey/ und als Anno 1165. den 3z. Novembris die Kirch und 8. Gumprechts Altar vom Bi⸗ ſchoff Herold von Wuͤrtzburg im erſten Jahr ſeines Biſtumbs geweyhet/ ſeynd ſeine Reli- quiæ in einen ſteinern Sarck geleget/ her⸗ nacher — etan 6 n nind ſtein Fn 3 ubert toallhieang 5 hs 3 hes inein Wllch 2 von demne h t 178. zu leſn 8 ift deſen nen ſchr eiht9. 9 1 n lches n hi in Dauck und e S. Gunprachtes en Haupfſen z 3 nur ein Cavele eendrehen Hofen orſtaͤdten vorhan⸗ aber nebenander Art/ als duh urg/ Solahofe Ha annum Chri derſelb in dieſr n, die Altmü die Thonau fu⸗ nbey Kaͤhlhein Uten Membram nden komen iſ ndatio 5. Gum- nens in Franck §. Gumpertus, ificali authort- d deſſen inſti ht wird: Ber Gumpertus; lin ſitione folici ſura benevolis- a molta-on nti. lcis Hdeli fulb ergeſin porben'c en aulſi di ch uor wie 5 kanJahr —y—y——— — — 8 69. RR A Rrd S e And 1 ee,g gs 1 h 0 S G nn n 1 K” Ahe 4 8, 45 1 ſſe., 4 A—.— 2 1 V c, „„Cs, c, 2r, 7 K e r eNe E 1IEIIIT LLIIIIMR N 8 A 8 u 4 N U — 8 —— 4 4 ununI 8 ☛☚ 8 S X NNSS 8=— 8— Das G&4lo. Dez WVeuban, J. —— ,— ————— — N, 19,69 6 66 9 6 89,-, G 9„ 8 ſf dſae whſ 5, 60&,8 Sn. 6%(4 d 1 11, 6ug, eN 3 a e Rescedh tet Kahn e ge 1 4 ) N 68 N 1e,e e. h 1h iſ 8„, We T ghjſes 9, heeaA Si s„Whl n hut aa gn. 17e2 i 17 3 Se e 8 X HA X 3 3 9 LEA ₰— F — 4 R — 1M ARch. f 1 sn Ker, A——— S See EERRETRREcRrde - N 8 Vrrion— N TLLl VW VUVffe TTRETrIn W WE A u —— 6 2 8 G N. 8 — 1b—— 22 — r 5 6* 2 4 3=——=———-——= Jan au Gema dern hen ſtenle Gl vor el fu n ehi ſoun on na Re⸗ ſtian der unn den Ben bu Man den 4 Ta bein en. voenn han Eimn ſtſſ nane eßveo Lont ernr dan E une Dec Aa Kerß 4. zun an ddanl h 4 t Son wim auf den aſth 6 2 16. denn all Ar urtſſ 3 80 8in nacher aber bey dem Erſten Decano Gorti- boldo Anno 1195e1 5. Julii erhabt uͤnd cano⸗ niſirt worden/ wie der ſteinerne Sarck un Chor auf dem hohen Altarſals man un Jahr 1510. das gantze Stifft in und auſſen reno⸗ virt/ noch vorhanden geweſt/ und die Rcli- quiæ, neben zweyen alten Briefflein darinn gefunden worden. Weiter: Auff dieſem Stifft ſind auch allezeit 19. Canonicat und Prebenden geweſt/ darunter der Herr De⸗ chant/ Scholaſticus, Cantor& Cuſtos, wie auff allen Stifften herkommenſihr beſondere Eyds⸗Pflicht gehabt. So haben auch folgẽ⸗ de Geiſtliche/ dem Dechant und Capitel ge⸗ horſam zu ſeyn/ſchwere müſſenſalsder Pfar⸗ rer zu Onoltzbach/ Sachſen/ Peters Aur ach Tettelſaw/ Weyhenzell/ Sorſt/ Schalck⸗ hauſen/ Neunkirchen/ Wernſpach: Item der Caplan zu Brotzwinden und Imnieldorff. Die Pfarren/ Inſingen/ Lohr/ Hauſſen/ Weidelbach/ Wickelshoffen/ haben zu der Probſtey gehoͤret. Ferner: Die ſtattliche Stifftung der Ritter⸗Bruderſchafft der Jungfrauen Marien zum Schwanen/ ins. Georgen Capellen bey dem Stifft allhier/ dergleichen bald keine zufinden/ dann 11. Fur⸗ ſten/ 10. Graffen/ 4. Herren/ 69. Ritter/114. vom Adel/ 1. Prieſter/ 13. Fuͤrſtin/ 1. Gra⸗ fin/4. Freyin/ und 105. A deliche Weibs⸗Per⸗ ſonen/ von An. 1472. biß 1554. da bald her⸗ nach die Reformation vorgangen/ darzu ge⸗ ſtifftet haben /) hat ihren Anfang genonimen unter Herrn Marggraff Friederichen von Brandenburg/ Churfurſtẽ/ den man ſonſten Marchionem dentibus terreis genanunt/ ſo An. 1471. aim Tage s. Scholaſticæ, 10. Februarii, verſtorben. Den Altar in der Capellen/ ſo noch vorhanden/ hat Marggraff Albrecht/ Churfurſt/ ſonſten Achilles Germanicus ge⸗ nannt/ deß vorigen Bruder/ machen laſſen. Bißher ermeldter Doct. Hoßmann. Es wer⸗ den in dem Geiſtlichen/ zu Onoltzbach gerech⸗ net/ das Dechanat Leutershauſen/ Langenzẽ/ Beyersdorff/ Uffenheim/ Dechanat und farr zu Wiltzburg/ oder Weinmersheim. s wird allhie das Land⸗ und Hoffgericht ge⸗ halten. Anno 1549. ſeyu allda am Tage Simonis Judæ, zwiſchen 10. 11. und 12. Uh⸗ ren/ 3. Sonnen/ ſamt etlichen Regenbogen/ wie wir auffgezeichnet finden/ geſehen wor⸗ den/ ſo faſt biß auff ein Uhr geſtanden. Wie es Anno 1634. im Sommer mit der Pluͤn⸗ derung allhie ergangen/ davon ſiehe die Franckfurtiſche Relarion, am S0. Blat. Von 5. Gumberti Stifft allhie ſchreibt Bruſchius in ſeinen Anal, Sucv. alſo: Hen- deß Franckenlands/ ꝛc. 79 ricus Comes, Rotenburgo-Tuberanus Anno 995. Epiſcopus Herbipol. factus,& ob brevitatem ſtaturæ Hezzelinus, vel Haintz- lin, iſt eſt, parvus Henricus, dictus, funda- vit Onoltzbachii magnificum 8. Gumberti Cœnobium Benedict. poſtea factum Ca- nonicarum ſecularium Collegium. Es wird in dieſer Stadt der Jahrmarckt den Sonmtag Keminiſcere, nach der Kinder⸗ lehr/ umb 12. Uhr ein gantze ſtund lang ein⸗ — tag Oculi gleicher Geſtait und Zeit/ wiede⸗ rumb außgelaͤutet: Und welcher in ſolcher Zeit/ ſo wol in der Stadt/ als Vorſtaͤdten/ eine Wehr entbloͤſet/ einen andern damit zu beſchaͤdigen/ oder jemmand Biutriſſig zu ſchla⸗ gen/ derſelbe hat die lincke Hand/ oder 50. fl. zuſampt der Wehr/ den Burgermeiſtern und Rath/ allhie verfallen; es waͤre dann/ daß einer eine Nothwehr thun muͤſte; wie Hr. Limnæus tom. 4. de Jur. publ. pag. 827. ſeq. berichtet; der auch pag. 634. leqq. was allerley Handwercker/ un Ohnſpachiſchen Lande/ fuͤr Meiſterſtuück machen muͤſſen/ ver⸗ meldet. Dieſer Zeit haͤlt allhie Hoff/ Herr Marggraff Albrecht von Brandenburg/ ſo An. 16 20. den 18. Septembris gebohren wor⸗ den/ und von dero erſten Frauen Gemahlin/ Frauen Henrica Ludovica, Hertzogiu von Wuͤrtenberg/ Muͤmpelgartiſchẽ Lini/(ſo den 24. Auguſti, alten Calenders/ An. 1650 dieſe Welt geſegnet /) noch ein Fraͤulein/ Namens Albertina Ludovica, Anno 46. den 23. Maji, gebohren; und von der andern Frauen Gemahlin/ Herrn Graffens Ioachim Ern⸗ ſten zu Oetingen Frauen Tochter/ wenigſt einen jungen Herrn/ in Leben haben ſolle; von deſſen Fuͤrſtlichen Gnaden Reichs⸗An⸗ ſchlag oben im Eingang dieſes Tractats/ ge⸗ ſagt worden iſt Anno 1631. fande der Gene- ral, Graff von Tylli, allhie ein reiches Zeug⸗ hauß vor ſich/ auß welchem er/ was/ und viel ihm beliebig/ mitgenommen/ auch eme groſſe Menge Pferde vom Land da angetrof⸗ fen; wie Bog. Ph. Kemnitz/ in erſten Theil deß Koͤniglichen Schwediſchen in Teutſch⸗ landigefuͤhrten Kriegs/ lib. 3. tol. 42. berich⸗ tet. Der Italianiſche Graff Bilaccioni mel⸗ det lib. 2. hiſtor. p. 178. alſo: Si dilataronoi ſuoi(nemllich deß Tylli) al Marcheſaro di Hanſpach, di dove riportarono ricca pre- da. Fu detto, che non perdonaſſero æ'ſe- polchri, havendo levato da uno d'eſſi un cintiglio di Diamanti, ſepolto con il cada- vere dell ultimo Marcheſe. Deß Jahrs V 34. im Sommer/ ſolle dieſe Stadt/ durch die L 2 Kaͤyſe⸗ gelaͤutet/ und dann uͤber 8. Tage/ am Sonn⸗ ligt. Das Diploma fundationis, ac do- 80 Beſchreibung Kaͤyſeriſchen außgepluͤndert worden ſeyn; wie man geſchrieben. Siehe aber oben Kreg⸗ lingen. Und ſagt ehegedachter Kemnitzius, im 2. Theil/ es haͤtte damaln der Koͤnig in Ungaru/ das Fuͤrſtenthumb Anſpach in ſe- queſtration genoimen/ und die Huldigung von den Unterthauen auffnehmenlaſſe. Da⸗ her an der Pluͤnderunggezweiffelt wird. Deringen/ Oeringa. At den Namen von dem Fluß Ora gleich H wie auch die Landſchafft heruinb davon Origovia, oder das Orgoͤu geheiſſen wird; wie Cruſius part. 2z. Annal. Suev. fol. 195. ſchreibet. Iſt ein Graͤffliche Hohenlohiſche Stadt/ Schloß und gememes Ampt/ an den Graͤntzen deß Francken⸗und Wuͤrtenberger⸗ Lands/ wie auch andere der Herren Grafen von Hohenlohe Oerter/ gelegen. Das Stifft hat von Kaͤyſers Conradi II. Mutter/ der Adelheit/ ſeinen Aufang Anno 1037. bekont⸗ men; als die hernach Graff Herman von Ho⸗ henlohe geheuratet hat/ und allhie begraben cationis, hat Magerus de Advocatia arma- ta, cap. 5. n. 39. fol. 1F50. und iſt von ſolchem Stifft/ allda die Graffen von Ho⸗ henlohe ihre Begraͤbnuß haben/ beſugter Cru- ſius d. part. z. lib. 6. c. 8.& part. 3. lib. 1. c. 12. &Xlib. 5. c. I.& lib. 9. c. 12. zu leſen; der auch an obgedachtem 195. Blat ſagt/ daß ſol⸗ che Stiffts⸗Kirchen/ vor alters/ auſſer deß Staͤdtleins Oeringen/ ſo man jetzt die Alte Stadt pennet/ gelegen geweſen. Hernach haben veel! auch vornehme Leuthe/ bey ſol⸗ chem Stifft Haͤuſer gebauet/ und endlich die⸗ ſelbe mit einer Mauer umbgeben/ daß es eine beſondere Stadt worden/ und ſeye der Rath und Gericht/ auß Alt⸗Oeringen gewichen/ und habe ſich in dieſe neue Stadt begeben; daher ſie auch ihre Geſchlechter bekommen habe. Von hochwolgedachten Herren Gra⸗ fen von Hohenlohe(die ſich mit vielen vor⸗ nehmen Haͤuſern in Teutſchland befreundet/ auch auß ihnen viel Biſchoffe worden ſeyn) Urſprung/ ꝛc. ſtehe/ ihn/ den Cruſium, part. 2. lib. 6. cap. 8. Und Lazium, lib. 8. Mi- grat. Gent. cap. 3 4. Ornbau/ Ohrenbau. Vn theils Arnbau genanntſein Aichſtaͤt⸗ tiſch Staͤdtlein und Ampt/ an der Alt⸗ muͤlſeine Stunde von Altenried/ uñ 6. Stund gehens von Nürnberg/(wie die Franckfur⸗ ter Fruͤhlings⸗Kelarion deß Jahrs 49. berichtet) gelegen. Anno 1633. nahmen die Weyinariſchen Ohrenbau mit Liſt ein. Her⸗ nach waͤrd Johann von Werth/ bey dieſem Ort zertrennt/ daß der Seinen in z00. auf der Wahlſtatt niedergehauen/ r00. gefangen/ (Kemnitzius fagt/ uͤber 200.) und er ſelbſten verwundet worden; wie Georgius Engelſuͤß/ ein Frauck von Creglingen/ im Weymari⸗ ſchen Feldzug/ am 5. Blat/ ſchreibet. Anno 1649. un Weinnonat/ iſt allhie das Schwe⸗ diſche Kriegsvolck ankonnnen. In dem tomo 6. Theatri Europæi ſtehet hievon die⸗ ſes:den⸗1. October/ logirte die Schwedi⸗ ſche Armee zu Waſſertruͤdingen; den 23. war das Hauptquartier zu Arnebau. Die Frantzoͤſiſche Armee gieng auf Feuchtwang allda die beede Generaln/ Wraͤngel und Tu⸗ renne/ den 8. zuſannnen kommen/ und dar⸗ auff den 29. diß Octobris/ zu Arnbau/ ein⸗ ander valedicirt; nachdem/ den 27. zuvor/ ihnen der Friedensſchluß zu Muͤnſter/ ange⸗ zeigt worden war. Und ſeyn die Frantzoſen/ den 30. nach Rotenburg an der Tauder/ die Schwediſchen gegen Nuͤrnberg auffgebro⸗ chen. Den 5. 15. Novembris, reiſte Wran⸗ gelvon Nuͤrnberg wieder ab. Den 6. diß/ ward das Hauptquartier im Flecken Grund⸗ lach/ anderthalb Meil von Nuͤrnberg/ gegen Forchheim. Und haben die Schwediſchen da herumb allenthalbenuͤbel gehauſet; und ward im Franckenland/ hin und wieder/ die Schwediſche Armee; die Frantzoͤſiſche aber in Schwaben/ und benachbarten Craiſen/ einquartirt. Oſtheim. D Pſes Namens ſeynd unterſchiedliche Orth un Franckenland: Als 1 1. Oſtheim vor der Roͤhn/ an der Stray/ bey Fladungen/ gelegen; welches Staͤdtlein/ und das dabey ligende Schloß Liechtenberg/ Hertzog Johann Ern⸗ ſten zu Sachſen/ Eyſenach/ gehoͤrt hat: nach deſſen Abſterben es an Hertzog Wilhelmen zu Sachſen⸗Weyniar/ ſampt dem Ampt/ kommen iſt. Anno 1641.lagen die Schwedi⸗ ſchen allhie/ und zwungen die Oſtheimer/ das veſte obgedachte Hauß Maßfeld zu provian⸗ tiren. 2. Oſtheim am Mayn/ eine Car⸗ thauß; davon im Text/ p. 5⁶. 3. Oſtheim/ am Haßberg/ ein groß Dorff/ zwiſchen Hoffheim(ins gemein Hoffingen genannt/ ſo ein Staͤdtlein /) und Koͤnigsberg. Kraut⸗ herrich haufge fſee dunn 7 E i A” A lein ils En dir Rit 8 g (43 en gel E Drth n ffEl Wan welch den uzw ben vrden da enſein vin ſlche zu üch e en tſchen Em uanger gi Prach tc ſeu Ji di:zu 6, bmn mhuh bey d 1 unden, 4 Türtz 3* Schn daſtit iſt allhie dasSc Pei ſtehet ſäänn logirte die Schw ertruͤdingen; den er zu Arnebau. A dng auf Feuchtwan n Wrangeludd en kommen undden nis zu Arnban n. dem(denz⸗. Füber 6 zu Münſteange d ſeyudie Franzoln Jan der Tauter de duͤrnberg aufffebro, mmbris, beiſt Wran⸗ der ab. Dens diß er im Flecken Gund⸗ on Nürnberg gegen en die Schwediſchen uͤbel gehauſet; und hin und wieden di ie Frantzöͤſſche abr aahbauten Cralſen m. nd unterſchiedliche ind: Als r der Roͤhn/ an der gelegen; welches heligende Schloß zog Johann Eru⸗ gehorthat: nach erzog Wilhelnen anpt dem Amp agen die Schuedi die Hſtheiner das aßfeld zuploblaln⸗ — Maynſeine Car⸗ 56. am Haßberg en khein ins geienn nStädtleinf)un Kraute herrlich Seinsheimiſch Dorff/ nacher See⸗ hauß gehoͤrig/ davon etwas im Text/ pag. 7. ZI jetzt Graͤfflich Schwartzenbergiſch. Und ann 5. Goll⸗Oſtheim/ an den Waſ⸗ ſer Gollach. Wie von dieſen Orten ein guter Freund/ verwichenes Jahr/ Vericht gethan hat. Cs iſt auch ein Oſtheim in der Wette⸗ rau/ zwiſchen Windeck/ und Roßdorff. Perneck. NAlhend Himmels⸗Cron/ Culmhachiſch. Pfarrdorff. EIn Wuͤrtzburgiſch Vogtey. Pfedelbach. Sohloß und Ilecken/ ein viertel Stund von Oeringen/ und vier Stund von Hailbronn gelegen; Herren Graff Ludwig Eberharden von Hohenlohe Reſidentz. Pleinfeld. 9 Nder Rednitz/ nahend Syalt/ Biſchoff⸗ lich Aichſtaͤttiſch/ o theils ein Staͤdt⸗ lein/ theils ein Marckflecken nennen. Proſoltzheim. EIn Wuͤrtzburgiſch Staͤdtleinund Ampt. Raͤdelſtorff. Der Rittelſtorff/ 2. Meilen von Bam⸗ erg. Raigelſperg/ Reichelſperg. En Orth/ und Herrſchafft/ ſo durch Graff Eberhards von Koͤnigſtein Ge⸗ mahlin, welche die letzte von Weinſperg ge⸗ weſen/ umb zwey und fuͤnfftzigtauſend f. ver⸗ kaufft worden. Machet/ heutigs Tags/ mit Roͤtingen/ ein Wuͤrtzburgiſch Ampt/ und vertritt ſolche Herrſchafft der Herr Biſchoff Monatlich einfach/ gegen dem Reich/ und Fraͤnckiſchen Craiſe/ init 8. Guͤlden. Zum Camumergericht gibt dieſe Herrſchafft Rai⸗ gelſperg/ nach dem erhoͤchten Anſchlag/ wie ich geleſen/ Jaͤhrlich 11. fl. 42. kr. 5. heller/ den Thaler zu 69. kr. gerait/ ligtzwiſchen Riet/ ſo ein nahmhaffter Fleck/ und Aab/ ſo vor dieſem bey der Graff⸗und Herren⸗Banck ſich befunden/ und Monatlich 28. fl. geben/ deß Franckenlands/ ꝛc. 851 4. Kraut⸗Oſtheim/ en Frey⸗ graͤffiſches Staͤdtlein. Zu deß Bruſchũ Zei⸗ tenjumbs Jahr 1542. war Hauptmann auf dem Rauenkulm Bilibald von Wirßberg/ ein gelehrter/ und der Rechten erfahrner E⸗ delmann. Riiichelſchwang. E In geweſies ſchoͤnes Schloß/ ſo ein Nuͤrnbergiſch Kind/ Namens Roſen⸗ berger/ der da commendirt gehabt/ An. 1633. wegen ſeines gefangenen Weibs/ auffgeben/ und bey den Bayriſchen geblieben/ die ſol⸗ ches/ ſampt dem Dorff/ hernach in die A⸗ ſchen gelegt haben: wie Kemniræzius berich⸗ tet. Es muß aber ſolches Schloß wieder zu⸗ gerichtet worden ſeyn. Dann alſo ſchreibet Er Kemnitz anderswo: olan lag mit ſeinen Crabaten hinter Furt/ und that der Stadt Nuͤrnberg(im Seprembri Anno; 4.) uicht geringen Schaden. Unter ſeinen favor hat der Commendant auffm Rotenberge ſich⸗ deß Schloſſes Reichelſchwang/ daran der Stadt/ wegen des Paſſes/ und der Zufuhr/ auß ihren Aempternein merckliches gelegen/ bemaͤchtiget. Als lolan auffgebrochen/ machte ſich Oberſter Haßvert auß Nuͤrn⸗ berg wieder darvor/ eroberte es auch den 12. Sept. auff Gnad/ und Ungnad/ und ward mit Nuͤrnbergiſchem Volck wieder beſetzt: Er aberſempfieng gleich anfangs einen ge⸗ faͤhrlichen Schuß: davon Erzu Lauffen ge⸗ ſtorben. Iſt daher das/ ſo in unſerm Text fol. 27. einkonunen/ auß dieſenn Bericht zu coxrigiren. Reiffenberg. Schloß und Ampt/ Bambergiſch. Neineck/ Rineck. EIn Schloß/ und Slaͤdtlein/ nahend Hammelburg/ Procelden/ und Gmund an der Sal/ gelegen: davon oben bey Lohr bericht veühehen. Den 21. Auguſti Anno 1643: iſt uns/ von einem beglaubren Ort/ folgende Beſchreibung zukommen; Rhy⸗ neck/ Rhyeneck/ oder Rheineck/ iſt ein fein Staͤdtlein/ oder/ wil man ſagenein fein ver⸗ ſchloſſen Marcktflecken(oppidum) faſt/ wie Windecken im Hanauiſchen/ mit einer Ring⸗ mauer unigeben/ und mit einem Vorſtaͤdt⸗ lein verſehen. Hat auff dem Berg ein fein ſo zetzt Wuͤrtzburg vertritt. Raukulm. BEy Schnabelwaid/ Eſchenbach/ und Schloß/ Chur⸗Maͤyntz zugehoͤrig. ſt ſon theils Hanauiſch/ theus Rewu Auſt dem Schloß wohnt ein Maͤyntziſcher Keller/ Neuſtaͤtlein/ ein Culmbach⸗Marg⸗ und im Staͤdtlein ein Hanauiſcher Ampt⸗ mann. Hargen Weinwachs/ Keldbann 3 und 82 Beſchreibung und Viehezucht/ auch Waldung/ Wieß⸗ wachs/ und ein Waſſer dran: die Sinn ge⸗ nandt. Ligt ein halbe Meyl vom Maͤyn/ fuͤnff Meyl von Wuͤrtzburg/ und 9. Meyl von Hanau/ graͤntzt ans Wuͤrtzburgiſche/ Chur⸗Munyntziſche/ und Francken. Biß hie⸗ her gedachter Bericht. In einem neulich erlangten Bericht ſiehet von dieſem Ort alſo: Rineck ligt nicht an der Saal(wie im beruͤhrten Text geſagt wird /) ſondern an der Sinn. Anno 1641. bega⸗ ben ſich die Gil de Haſiſchen/ſo auß Schwein⸗ furt gezogen waren/ neben des Oberſten de la Poſſe, Voͤlckern/ fuͤr das Schloß Rineck: Er/ der Obriſt/ wurd darvor von ſeinem ey⸗ genen N. N. den 12. 22. Marti, unwiſſend erſchoſſen/ den 16. 26. Maji/ gieng das Schloß durch Accord uͤber. Biß hieher dieſer Bericht. Anno 1643.im Monat Jen⸗ ner/ kamen die Frautzoͤſiſche/ Weymariſche und Heſſiſche Voͤlcker/erſtlich auff Biſchofs⸗ heim und Hammelsburg an der Strey/ be⸗ maͤchtigten ſich Reineck/ Heydenfeld/ Rot⸗ tenfels nnd andere Ort: Lauttenbach/ Zel⸗ lingen/ Leutten und andere pluͤnderten ſie: Koͤnigshofen an der Tauber ward von ihnen erſtiegen:ſie lagen zu Mergenheim/ Roͤttin⸗ gen/ Eyb/ Uffenheim Neckers⸗Ullin/ und daherumb; wie Engelſuͤß/ im Weymari⸗ ſchen Feldzug/ berichtet. Es ſchreibet Herr Limnæus, tom. 4. de I. publ. p. 532. daß von dem Churfuͤrſtlichen Maͤyntziſchen Ab⸗ geordneten/ auff dem Fraͤnckiſchen Craißtag zu Bamberg/ Anno 1646. den 31. Januarii Alten Calenders/ Klagweis angebracht wor⸗ den/ obwoln Anno 1559. nach toͤdtlichem Abgang der Grafen von Reineck/ dieſe Graf⸗ ſchafft alſo zergaͤntzet worden/ daß den Bis⸗ thumb Wuͤrtzburg das Ampt Schoͤnrein/ mit den Doͤrffern Hoffſtett/ Halßbach Moſſenbuch/ und Erlenbrunnen: den Gra⸗ fen von Erbach auch das Ort Wildenſee/ zukommen ſſo haͤtte doch Maͤyntz/ vor den ů⸗ brigen Theil/ ſo es von dero Herrſchafft Ry⸗ neck erlangt und innen gehabt/ biß anhero die voͤllige Reichs⸗und Creiß⸗Anlagen/ getra⸗ gen und entrichtet. Waͤre alſo ſein Suchen, Wuͤrtzburg und Erbach/ auffzuerlegen/ daß ſie/ nach proportion ihrer innhabenden Theil/ kuͤnfftig die Anlagen tragen huͤlffen; daß alſo die Maͤyntziſche quota geringert/ und ſonſten Refuſio des Maͤyntziſchen biß anhero geſchehenen Uberſchuſſes/ in Ent⸗ richtung voͤlliger Anlagen/ von gedachten Wurtzburgiſchen/ und Erbachiſchen Theilen erſtattet werden moͤchte: deßwegen er dann ſeinem Herrn Principalen conditionem in- debiti vorbehalten haben wolte. Vor Jah⸗ ren war der Anſchlag dieſer Grafſchafft Mo⸗ natlich 2. zu Roß/und 10. zu Fuß: wie da⸗ von/ und den Herren Innhabern dieſer Graf⸗ ſchafft/ auß eines deß Reichs wolerfahrnen Herrns Kelarion, in der Continuation mei⸗ nes Itinerarii Germaniæ, cap. I. pag. 21. Bericht geſchiehet: Wie wol Herr Doctor Wurffbain nur 2. zu Roß/ und 5. zu Fuß/ oder an Geld 44. fl. und zur Cammer Jaͤhr⸗ lich 16. fl.(nemlich ordinarie: Dann/ nach dem erhoͤchten Anſchlag es/ wie ich ge⸗ funden/ 26. flor. 42. kreutzer 5. Heller) ſetzet: weilen vielleicht ſeithero deß 1602. Jahrs/ der alten Anſchlag geringert worden ſeyn mag; wegen daß Hanau und Iſenburg/ wie in ge⸗ meldter Relation de Anno 1602. geſagt wird/ ſtrittig geweſen/ und es damaln allbe⸗ reit mit der Bezahlung deß gantz alten An⸗ ſchlags/ angeſtanden ſeyn ſolle. Welches ich dann/ als dieſer Sachen nicht genugſam be⸗ richtet/ dahin geſtellt ſeyn laſſe. In der Anno 1650. zu Nüruberg/ wegen der Schwedi⸗ ſchen Satistaction-Gelder/ gemachten Repar- tion, ſeyn fuür Chur⸗Maͤyntz/ wegen Reineck 5676. und fuͤr Erbach 1072. fl. einkommen/ ſo zuſammen/ auff 133½. Monat gerechnet/ 6748. fl. machte; ſo weder mit der gedach⸗ ten Reichs⸗Pfennigmeiſteriſchen/ noch der Wurffbainiſchen Kelarion, uͤbereinſtinnnet; es waͤre dann/ daß/ wie in den Namen/ alſo auch in den Zahlen der Schrifft⸗Setzer ſich etwan verſtoſſen haͤtte. Wuͤrtzburg wird/ wegen Reineck/ gar nicht gedacht. Retzelſtorff. Errn Jodoco Chriſtophoro Kreſſen von Kreſſenſtein/ ꝛc. der Stadt Nuͤrn⸗ berg vornehmen Rathsverwantẽ und Scho⸗ larchen/ ꝛc. gehoͤrig; deſſen einer Sohn/ Herr Marx Chriſtoff Kreß/ zu Kreſſenſtein, zur E⸗ hefrauen Cacharinam Beſſererin von Tal⸗ fingen/ des vonnehmen Adelichen Geſchlechts der Herren Beſſerer zu Ullm/ hat. Umbs Jahr Chriſti 880. hat einer in Boͤheim/ Na⸗ mens Krzes gelebt/ ſo deß Hertzogen Hoſtivitz (oder Hoſtiwit) Kriegs⸗Obriſter geweſen/ Anno 883. das Land⸗Guth am Egerfluß Krzeſtein zu bauen angefangen. Siehe Ha- gecium(oder Wencesl. Hageck) in ſeiuer Boͤhmiſchen Chronic. Anno 1198. haben die Kreſſen Kaͤyſer Henrichen den Sechſten/ von Nuͤrnberg/ nach Thonauwerd/ mit 9. Pferden/ begleitet. Anno 1270. hat Herol- dus Ktzze, gelebt. Anno 1291. hat Frie⸗ derich Poral Naaut ſ2 brg acN ſceki 3 mncm Me! lüitet m Eniete u) tauſln d dratt Ä niher n n Erafftt g nn b Holff? R erg g 1 Sldlen al ggfene tnphan„ tuede?. itiSi 59 iter ur da iandet zu Gbatm. N rih u de ingeltn ieſ pmrerm ſen 3 ne ktf c ſſſe mnCeh Reſ ng ar. aſuun hen Artcr g1 mon ſif migte im menhe zch ind es damalnalbb deß gantz alten An⸗ on ſölle. Welckeich nnicht genugſambe i laſſe. Inder Auno pegen der Scwede /gemachten Repa. mutz/wegen Reuuch 372. fl. einkonnnen, . Monat gerechnet der mit der gedach iſteriſchen/ noch de om üͤbereinſtinunet inden Namen/ glo Ccrifft⸗ Setztt ſih Wuͤrtzburg wud gedacht. Vrff. ſtophoro Kreſſen der Stadt Nuͤrn⸗ wanté und Scho⸗ einer Sohn/ Herr reſſenſtein zurE⸗ ſſererin von Tal⸗ clichen Geſchlechts m/ hat. Unls rin Boͤheim N⸗ dertzogen Hoſtyvih Obriſter geweſn uth am Egarftuß mngen. Sih li deß Franckenlands/ ꝛc. 83 derich Kreß/ der aͤltere/ den alten Burgſtall zu Crafftshoff/ gebauet/ und ſolchen nach ſeiner Voraͤltern Namen auch den Kreſſenſtein ge⸗ nannt/ ſo jetzo Herr Johann Wilhelin Kreß/ deß aͤltern/ oder Geheimen⸗Raths/ in Nuͤrn⸗ berg/ ꝛc. wie ich geleſen; wie auch das Kreſſi⸗ ſche Pidei-Commiſs, oder die Eckbehauſung/ auffm Obſtmarckt/ zu beſagtem Nuͤrnberg, beſitzet: welche deß obgedachten PFriderici Enickel/ auch Friederich genannt/ Anno 1370. erkaufft. Und hat gemeldter Friederich Kreß/ der aͤltere/ von deme die Crafftshoͤferiſche Li⸗ ni herſtammet/ auch 8. Georgen⸗Kirch zu Crafftshoff geſtifftet/ darinn ſeme Nachkom⸗ men ihr Erb⸗Begraͤbnuß haben: welches Dorff ein Meilwegs von der Stadt Nuͤrn⸗ berg gelegen iſt. Die hohe Obrigkeit und Wlldbahn allda gehoͤrt dem Herrn Marg⸗ grafen von Brandenburg: der Zehend§. Stephans⸗Probſtey zu Bamberg: und die Steuer E. E. Rath zu Nuͤrnberg. Zu dem be⸗ ſagtẽ Schloß Kreſſenſtein gehoͤren die meiſten Guͤter zu gedachtem Crafftshoff: das uͤbrige iſt andern Burgern/ und dem Wald⸗Ampt Sebaldi in Nuͤrnberg/ umbs Jahr 1641. wie ich gefunden/ zuſtaͤndig geweſen. Son⸗ ſten gehoͤrt dieſem vornehmen Geſchlecht der Herren Kreſſen auch der Sitz Neunhoff. Remlingen. En Marcktfleck/ bey Pirckenfeld/ ſampt 2. Schloͤſſern/ und eines Herrn Grafen von Caſtel Reſidentz 2. Meilen von Wuͤrtz⸗ burg gelegen. Es ſeyn dieſe Graffen/ ſo der Augſpurgiſchen Conteſſion zugethan/ alten Herkommens/ die das Cloſter Vogelsburg am Maͤyn geſtifftet und erbauet haben. Ih⸗ rer ligen viel im Cloſter Eborach/ theils auch im Cloſter Schwartzach am Maͤyn/ begra⸗ ben. Sie ſeyn eines aͤndern Geſchlechts/ als die Grafen von Caſtel in der Obern Pfaltz/ ſo numnehr abgeſtorben/ und von denen D. Wiguleus Hund/ im Bayeriſchen Stamen⸗ buch/ parr. 1. fol. 44. zu leſen/ geweſt ſeyn. Das eine Schloß allhie zu Remlingen iſt durch Feuer/ uͤbel zugerichtet worden. Was folgends Anno 16 32. den 11. Julii, ihnen/ den Reuſſenberg. EIn Wuͤrtzburgiſcher Marckt. Rheau. Eßn herrlich groß Marggraͤffiſch Culm⸗ bachiſch Dorff/ deſſen Bruſchius gedenckt/ und daß es 2. Meylen vom Fichtelberg lige/ ſagen thut: So vielleicht anderer Rhebau ſeyn wird. 1e Riedt. En Meil von Ohrnbau/ nahend Herrie⸗ den/ und 4. Meil von Schwabach ge⸗ legen/ ein Biſchofflich Aichſtattiſcher/ oder/ wie man berichtet/ der Zeit abgebrandter Maͤrckt. Rimpar/ Reinpar. En Marckt/ und Wuͤrtzburgiſche Vog⸗ Riegelsberg. EIn Wuͤrtzburgiſch Ampt. b Ritſchenhauſen. Ampt. Romhilden. (.Jgt nahend Hilperhauſen/ und ein Meil T von der Wuͤrtzburgiſchen Veſtung Koͤ⸗ nigshofen/ hat ein Stifftskirchen/ und ein Schloß/ darauff etwan ein Graͤfflich Hen⸗ nebergiſche Hoffhaltung geweſen: wie auch auff dem nicht weit von hier gelegenen Hauß Hartenberg. Es ſchreibet Cyriacus Spangenberg in ſeiner Hennebergiſchen Chronic/ lib. 4. c. 26. Berthold der 9. Graff und Fuͤrſt zu Henneberg/ auff Romhild/ der Anno 1549. ohne Kinder geſtorben/ die Herr⸗ ſchafft Romhild/ſeiner Gemahlin Brudern/ Graff Hanß Georgen zu Manßfeld/ und deſſen Bruͤdern/ bey ſeinem Leben verkaufft/ welche hernach dieſelbe(und alſo auch dieſe Stadt) mit den Hertzogen zu Sachſen fuͤr das Cloſter Oldersleben/ bey der Sachſen⸗ Herren Grafen/ von dem Friedlaͤndiſchen burg/ vertauſcht/ und etlich Geld zugenom⸗ Volck/ vor Schaden geſchehen/ das iſt part. 2. Theatri Europæi fol. 544. zu leſen. Es iſt auch ein anders Remling/ oder Remlingen/ an der Roͤhnſ in dieſem Lan⸗ de/ ſo ein Wuͤrtzburgiſch Staͤdtlein und Ampt. Retleß. men haben. Iſt folgends zur C oburgiſchen Pfleg gezogen/ und der Zeit Furſtlich Alten⸗ burgiſch; wird aber im Fraͤnckiſchen Craiß/ oder gegen denſelben vertreten. Was dieſer Ort in dem jetzigen Krieg außgeſtanden/ da⸗ von findet ſich wenig auffgezeichnet. Anno 1641. hatte der Schwediſch Oberſte Rein⸗ hold von Roſen allhie ſein Hauptquartier. E“ Staͤdtlein/ und b Anno 1642. haben die Erfurter/ umb den 10. Martii EZ Staͤdtlein/ und Wuͤrtzburgiſches ——— 84 Beſchreibung Martii/ dieſes Staͤdtlein/ darinn damals Wahliſches Volck gelegen/ uͤberfallen/ Viehe/ und Pferde/ zum theil abgenommen. Nahend Roͤmhild ligt das Dorff Track⸗ ſtadt/ allda es ein Ganerben⸗Gericht hat/ von deme Wehnerus in pract. Obſervat. p. 198. zu leſen. Es ſolle ſolches alle Quatem⸗ ber/ von wegen aller Ganerben/ gehalten werden. In der Nuͤrnbergiſchen Anno 1650. gemachten Repartition, ſtehen wegen Hen⸗ neberg/ Romſchild/ fuͤr 13 3 ½. Monat Roͤ⸗ merzug 20292. fl. nehmlich 7476. fl. wegen deß Hauſes Sachſen/ 10146. fl. wegen Co⸗ burg/ und 2670. fl. wegen Wuͤrtzburg. Roſtal. IEy Cadelsburg/ Krottenbach/ und Buch⸗Schwabach/ wann man von Nuͤrnberg gen Onoltzbach und Heilsbronn reiſet/ ein wenig auff der Seiten gelegenſein Dorff/ und daſelbſt eine herrliche Kirch/ in welcher die Monumenta Hertzog Ernſts auß Bayern)/ und ſeiner Gemahlin/ der H. Er⸗ belgard/ Pfaltzgraͤffin bey Rhein/ und der H. Tunigund Schweſter, als der Stiffte⸗ rin/ wie wir leſen/ zu ſehen: und unter ſolcher Pfarr⸗Kirch noch ein andere unter der Er⸗ den/ ſo ingleichem wol zu beſichtigen ſeyn ſolle. 2 Rot. EIn Marggraͤffiſch Ohnſpachiſch Staͤdt⸗ lein/ Schloß/ und Ampt/ 4. oder. Meyl von Nuͤrnberg/ gegen Weiſſen⸗ burg werts/ am Waͤſſerlein Rot/ ſo da⸗ ſelbſten in die Rednitz komumt/ nahend Hil⸗ poltſtein/ gelegen. Iſt zimlich veſt: wiewol das Staͤdtlein ſchlecht gebaut/ und nur eine Kirch/ aber zwey Vorſtaͤdtlein/ bey beyden Thoren hat. Das Schloß iſt viereckicht/ und ligt an der Seiten/ da man nach Weiſ⸗ ſenburg wil/ darinn ein ſchoͤner Saal/ und feine Gemach/ 2. Gaden hoch ſeyn. Dieſen Ort macht inſonderheit die Freyung/ ſo da iſt/ beruͤhmbt. In dieſem Krieg hat er auch leyden/ und herhalten muͤſſen. Rotach. 9 N der Rota/ ein Staͤdtlein und beſon⸗ V V Rotenberg. E wehthafftes Berghaußin der Herr⸗ ſchafft gleiches Namens/ nahend Nurn⸗ berg gelegen/ hat ſeine Fuͤrſtl. Regalien) iſt von etlichen UIhr⸗Adelichen Geſchlechtern Anno 1478. von weiland Herrn Otto Pfaltzgraffen bey Rhein/ Hertzogen in Vayern erkaufft/ und bey damals noch un⸗ verfaſten Reichs⸗Landfrieden zu einemunter ihm gemeinſchafftlichen Gan⸗ Erben⸗Hauß mit beſondern Burgfrieden 8⸗Artickeln auff⸗ gerichtet/ darbey abſonderlich diponirt wor⸗ den/ daß ſolches Hauß und Herrſchafft durch einen auß ihrem Mittel erwehlten Burg⸗ graffen auch Baumeiſter und Erkornen/ re⸗ giert und verwahrt werde ſolle. Uber ſolches Hauß hat die Cron Boͤhmen die Ober/ das Hauß Chur⸗Pfaltz aber die Affter⸗Lehen⸗ und Schutz⸗Herrſchafft. Vid. Wehner in Pract. Obſerv. voc. Gauerben/ C. 2. P. 1971 Dieſes Rotenberg/ und veſte Gauerben⸗ Hauß/ oder gemein Adelich Berg⸗Schloß/ hat gute zeit eine Käͤyſerl. und Chur⸗Baye⸗ riſche Beſatzung im vorigen Krieg gehabt. Swe 8½ 4 4 5 Notenburg/ an der Tauber. CſSIn vornehme Reichs⸗Stadt/ ſo vor⸗ hin eigene Grafen/und Hertzogen/ge⸗ ☛) habt hat. Von den Alten zwarſdle von den Sicambris, und demerſten Hertzog in Francken Gencbaldo, und deß erſten Ehriſtlichen Hertzogen Gosberti II. daſelbſt Brudern/ Cuniberto, oder Gumprechten demerſten Grafen zu Rotenburg/ biß auff Vernerum,(ſo eutweder beſagten Gunn⸗ prechten Ur⸗Enckel/ oder auß Kaͤyſer Carls deß Groſſen Geſchlecht erbohren; doch aber mit Bluts⸗Freundſchafft den vorigen Gra⸗ fen zugethan geweſen/ und der dein letzten Sicambriſchen Grafen Ratulpho ſuccedirt/ und umbs Jahr 897. Hertzog in Francken worden/ auch die ihme angefallene Graff⸗ ſchafft Rotenburg bekomen habenſolle) her⸗ geführet werden/ hat man keinen gründli⸗ chen Bꝛweiß/ darauff man ſich ſicher zuver⸗ ders Ampt/ nach Coburggehorig/ ſo der laſſen haͤtte: Gleich wie auch noch ungewiß Zeit Furſtl. Saͤchſiſch⸗Altenburgiſch iſt. Rotenbauer. Nachſt an Wuͤrtzburg/ der Edlen von No. Wolffskehl Sitz. Rotenberg. EIn Wurtzburgiſches Staͤdtlein. iſt/ ob Pharamundus, Marcomiri deß An⸗ dern Sohn/ das Schloß/ oder die Burg/ Anno Chriſti 418. oder 19. zu Rotenburg/ wider die Schwaben/ erbauet/ darzu Anno 515 auch die Stadt/ oder derſelben Erweite⸗ rung/ kommen ſeyn ſolte/ wie danngle iches Bedencken auch mit Duͤnckelsbuͤhel /ſo wider — — 1 V — A , d 23 ,.. S ſhes O, S K 55 5 1 1l 5.H⸗ 2 6 6*5 Al 5s 11S5* s 2 1½ 7 1 V 4 9— „ 4 Babau in der aneneng nd A den eFürſtt Ragal Rhein He erhegen, 4 nd bey dan nnalenegu w dfrieden ueinen emne den Gan⸗C Erben riedens⸗Art anckänu onderlichc)dutponirſohy Fund Herrſchaffdan ittel erwehlten P riſter und Erkorme tumn 8 derde ſolle. Uberſe c Boͤhmen die Ober Re aber die Aff ter i z f Vid. Wiehnera Bauerbene G. 1 und veſte Ganerben⸗ Lurie Berg Schloß jferl. und Cha lniid — daige Krieg gehe ubure Tanber. Reichs⸗St tadt, de gfen und Hertzogennſe zon den Alten zwardt und den rerſten Herto ldo, und deß 8 n Gosberti II. daſabe e joder Gumprechte Jotenburg biß alf eder beſagten G Gum der auß Kaͤhſer Calb erbohren; doch gbe abe ifft den vorigen Gra nn i dem le tu je auch inedum oten ndu e e al 9 7 8 Ié K SS —— Il ee 4 W 9 1 ☛— rnen Wolr Herrn Pit gen, Her „ 4 Wolaebo * — ₰ n ³4 7 2 — ³ M 1We' 1 4 B Rn M —9—]————— C· Feawen C loster. Rõoder thor. D. Par⸗ 3 Henser Liech L 2 5 2—. e Alte Barg. E S, 8 „ „ u Hh E 5⸗. Ladiltburn G Manck osder N. Wornſ th urn. e 3— — ee— 4441LLLL44LL 6 8 nbꝛurg m ODe:· Sahber. - MreegffeefefeefenffeerfffffF „ 4 ifſte. lluL 5 5 8„ 895 5 8 3712A5 3 4 NM S ANE ————————— —— —— — — anmii 11 168, en 7 accher tr aichen te zas wrn and i deßß dö ſtan Gi dd d ſc f zu Rn ge⸗ re aber hage k, R We g 4 deß Franckenlands/ ꝛc. 85 die Francken/ ven den Sch waben: und Schweinfurt/ ven den Francken wider die Thuͤringer/ wie man fuͤrglot/ erbauet worden ſeyn ſollen/ vorfaͤllt. In gleichem/ undnicht weniger gezweiffelt wird/ obeben vorzeiten die Rotenburger jovem, und Dianam, und nicht vielmehr andere der Heydniſchen Teut⸗ ſchen Abgoͤtter augebetet: ehe ſie auff deß H. Chiliani Predigten/ zu obgedachtes Gos- berti II. Zeiten/ den Chriſtlichen Glauben angenommen haben ſollen. Folgends wird Kaͤyſers Arnolphi Sohn Conradus, ein Hertzog in Francken/ Heſſen/ und der Wet⸗ terau/ Kaͤyſers Conradi deß erſten Vatter/ geſetzt: und von deſſen andern Kindern ge⸗ ſagt/ daß ſie/ wegen viel ihres Geſchlechts/ und daß das Hertzogthumb/ wegender uͤber⸗ maͤſſigen Schenckungen/ in Abgang gera⸗ thẽ/nur Grafen zu Rotenburg ſich zu ſchreibẽ angefangẽ; auß denen im JahrChriſti 10983. Einhardus/ der letzte Graff zu Rotenburg/ zum Biſchoff zu Wuͤrtzburg erwehlet wor⸗ den/ und geſtorben Anno 1114. und ſeye alſo hiemit das mannlich Fraͤnckiſche Gebluͤt der Hertzogen zu Francken abgangen/ und das Land Kaͤyſer Heinrichen dem Vierdten heim⸗ gefallen; und habe ſein Sohn/ Kaͤyſer Hein⸗ rich der Fuͤnffte/ die Grafſchafft Rotenburg/ mit dem Hertzogthumb Francken/ ſeiner Schweſter Sohn/ Conrado III. Hertzogen zu Schwabenſgeſchenckt/ deme es aber Kay⸗ ſer Lotharius genomumen/ und dem Biſchoff zu Wuͤrtzdurg Erlango, geben; wiewol/ nach ſein deß Kaͤyſers Tod/ gedachter Conradus der Dritte/ es wieder bekommen/ und auff ſei⸗ nen Sohn Friederichen gebracht;den hernach ſein Vetter/ Kaͤyſer Friederich der Erſte/ auch ein Hertzog in Schwaben/ wellen beſag⸗ ter Hertzog Friederich in Schwaben und Francken/ der reiche Rotenburger genannt/ keine mannliche Leibs⸗„Erben hinterlaſſen/ Anno 1168.geerbt/ der folgends das Hertzog⸗ thum dem Biſchoff zu Wuͤrtzburg uͤberge⸗ ben/ welcher ihme auch ein bloß Schwerdt/ zum Zeichen deß wiederzugeſtellten Hertzog⸗ thums zu Francken das erſtemal/ vortragen laſſen; und von ſolcher Zeit an/ ſich die Bi⸗ ſchoffe deß Hertzogthums zu Francken aller⸗ erſt recht angemaſſet; und folgends Biſchoff Gottfried von Limpurg ſich amerſten Bi⸗ ſchoffen zu Wuͤrtzburg/ und Hertzogen zu Francken/geſchrieben; die Graffſchafft Ro⸗ tenburg aber vorermeldter Kaͤyſer Fridericus Barbaroſſa, auß ſondern Gnaden/ und tra⸗ gender Affection zu dem Fuͤrſten⸗Staͤdtlein Rotenburg, wegen ſeiner geliebten Herrn V ai ni ande Ralt;däbin verordnet wordẽ Vettern/ zu dem Roͤmiſchen Reich/ mit ſon⸗ dern Begnadungen/ gegeben und verehret/ und ewig dabey zu bleibe verordnet: daß alſo Franckenland ſeine Weltliche Hertzogenlvon Gencbaldo an/ auß dem Fraͤnckiſchen/ 790. und auß dem Schwaͤbiſchen Gebluͤt 52. Jahr lang/ gehabt habe. Siehe unten Wurtzburg. Es fuͤhrten die alten Grafen zu Rotenburg/ in ihrem Wappen/ oben uffm Schild/ ei⸗ ne weiſſe Tauben/ mit außgeſpannten Fluͤ⸗ geln/ zwiſchen zweyen Buͤffelhoͤrnern/ un⸗ ten/ in einem blauen Schild/ ein verguͤldten Loͤwenkopff/ mit zweyen gelben Sporn zwerchs auß dem Mundgehend; die Helm⸗ decke war gelb/ und roth/ welches Wappen das Stifft Comberg/ weiln es die Grafen von Rotenburg geſtifftet/ noch heut zu Tag fuͤh⸗ ret. Man hat ſie auch die Herren von der Tau⸗ ben/ oder Columba, das iſt/ von dem Waſ⸗ ſer/ ſo hernacher von den Inwohnern die Tauber genannt worden/ geheiſſen. Die Stadt Rotenburgaber hat je/ und allwegen/ ein rothe Burg/ mit zweyen rothen Thuͤrn⸗ lein/ oder Zinnen/ in einem weiſſen Schild/ zum Wappen gehabt/ deſſen ſie ſich noch heu⸗ tiges Tags in ihrem Secret⸗Inſigel gebrau⸗ chet. Als nun/ wie vorgemeldt/ Rotenburg dem Reich uͤbergeben worden/ haben die Roͤ⸗ miſche Kaͤyſer/ und Koͤnig/ damit die Stadt deſto beſſer in Gehorſam behalten/ und von den Benachbarten/ als ein neuer Reichs⸗ Stand/ deſto minder beleydigt/ und bedrangt werden moͤchte/ auff die alte Fuͤrſtl. Burg/ und Schloß/ ihres gefallens/ Burggraffen/ als Kaͤyſerliche Anwaͤld/ und Preſidenten/ geſetzt/ und verordnet/ in maſſen dann Regi- naldus, gedachten Kaͤyſer Friederichs mit dem rothen Bart Sohn /der erſte Burggraff erweſed ueſchenſten eute Conradus, auch beſagten Kaͤyſers Sohn/ gefolget/ der im Wald/ Luſſart genannt/ inen und kein Leibs⸗Erben uͤberlaſſen. Der dritte Burggraff war Walther/ ein Graff von Limpurg/ deſſen Gemahlin ein Hertzogin zu Teck geweſen. Der 4. war Herman von Hornburg/ Ritter/ ein Stiffter deß Barfuͤſ⸗ ſer⸗Cloſters/ lebte uunbs Jahr 1280. uñ wur⸗ de deß H. Roͤm. Reichs Schultheiß genannt. Der 5. war Leupolt von Weltingen/ deß H. Roͤm. Reichs Putigal genannt. Der s. und letzte/ ſo viel man Nachrichtung hat/ iſt gewe⸗ ſen Otro, ein Graff von Fluͤgellaw. Und hat alſo diß Burggraffthuin bey 150. Jahren ge⸗ waͤhret/ biß es An. 1352. der Stadt uͤberge⸗ ben/ und von Roͤmiſchen Kaͤyſern/ und Koͤ⸗ ſeyn. 86 Beſchreibung ſeyn. Dieſe Preſidenten/ und deß Reichs⸗ Anwaͤld/ haben/ zu unterſchiedlichen Zeiten ihre beſondere Namen gehabt/ als/ x. wurden ſie Burggraffen genannt; darnach Reichs⸗ Schultheiſſẽ/ Reichs⸗Butigal/ Reichs⸗oder Land⸗Richter/ Reichs⸗Pfander/ Reichs⸗ Amptmaͤner. Und waren alle dapffere/ und Rittermaͤſſige Perſonen/ ſo zum wenigſten Adelſtands/ und dem H. Reich ohne Mittel unterworffen/ und Lehenbar waren; darun⸗ ter geweſen die Edle Herren von Endtſe/ die Grafen von Hohenlohe/ die Herꝛenzu Bꝛaun⸗ eck/ die Scheucken von Limpurg/ die Land⸗ grafen zu Leuchtenberg; die Kuchemneiſter! zu Seldeneck/ und Nortenberg/ ꝛc. Als aber um Jahr 13 56. an S. Lucas Tag/ umb Veſper⸗ zeit/ die alte Burg/ durch ein groſſes Erdbi⸗ dem ſſehr zerſchuttert ward/ hat die Stadt bey Kaͤyſer Carlen dem Vierdten/ ſo viel erhal⸗ ten/ daß ihr ſolche alte Burg abzubrechen er⸗ laubt worden. Da dann zugleich/ mit der jeglicher inſonderheit/ die Steuer/ und Bethe geben/ immaſſen man den vorigen Kaͤyſern/ und Koͤnigen/ geben hat/ das iſt/ daß ſie nicht weiters daruͤber ſollen beſchweret werden. Itemſes ſol kein Frembder keinen Innheimi⸗ ſchen/ oder Burger/ umb was Sachen das ſey/ zu einem Duello, oder Kampff außfor⸗ dern. Item/ ſollen alle Kauff⸗ und Handels⸗ Leute/ und ſonſten alle und jede/ ſo die drey gefreyte Jahr⸗Marckt beſuchen/ in zu⸗ und abreiſen/ ein Meilwegs von der Stadt deß Reichs⸗Schutz/ Schirm/ und ſtarck Geleyt haben. Item/ ſollen der Stadt Weg/ Straſ⸗ ſen/und Weyd/ nach alter Gewonheit/ ohne maͤnniglichs Eintrag/ und Hinderniß/ ge⸗ braucht werden. 1 Es hat aber die Stadt Rotenburg den Na⸗ men nicht von den rothen Ziegeln/ oder Schil⸗ ten: dann ſonſten andere Staͤdt auch alſo muͤſten genennet werden; ſondern von den dreyen Burgern/ die der Enden/ als eine die Burg/ auch deß Burggraffthums Namen Engelburg jenſeit der Tauber auff den Berg: 86 1 9 auffgehoben worden; das Officium und Ampt aber nicht. Danndie jenigen/ ſo vor⸗ zeiten Burggraffen genannt wordenſjetzt deß Reichs Richter geheiſſen/ und haben gleich⸗ maͤſſigen Gewalt/ als zuvor die Burggraffen gehabt. Anno 1407. hat Koͤnig Wentzel den wuͤſten Thurn in der Veſten/ vor der Stadt die ander auff dem Berg hinter dem Spital/ der Eſſigtrug genannt: und die Mittelſte vor der Stadt/ die rothe Burg genannt/ geſtan⸗ den. Und weil dißCaſtell/ oder Burg/ mit der Stadt umbfangẽ/ hat dahero auch die Stadt den Namen(und ohne zweiffel/ auch obge⸗ dachtes Wappen) bekommen/ und behalten 3 Rotenburg/ der Stadt uͤbergeben. An. 1425. Alſo/ daß ſie/ neben Luͤtzelburg/ Magden⸗ hat Kaͤyſer Sigmund der Stadt/ und ihren Nachkommen ermeldten Thurn/ ſampt den Mauren daranſuͤbergeben/ denſelben Thurn/ und Mauren abzuhebẽ/ niederzubrechen/ und gaͤntzlich von dannen zu raumen/ welchesge⸗ ſchehen/ und allein der Thurn ſtehen blieben. Im Jahr 1274 hat Kaͤyſer Rudolph der Er⸗ ſte die Burger von Rotenburgin ſein/ und deß Reichs ewigen Schutz und Schirm/ genom⸗ men/ und ſie ſonderlich begnadet/ daß ein je⸗ der der zu einem Burger zu klagen hat/ ſolche Klag vor ihrem Stadt⸗Richter thun/ deſſen Außſpruch geleben/ und vor keinen frembden Richter ziehen: Item/ daß das Landgericht zu Rotenburg/ nach alter/ und bewaͤhrter Ge⸗ wonheit/ wie es bißhero gehalten/ auch hinfuͤ⸗ ro gehalten werden ſoll. Item/ da jemand/ durch ermeldtes Landgerichts Acht/ die Stadt Rotenburg verboten wuͤrde/ ſol dieſelbe Acht dem Kaͤyſerl. oder Koͤnigl. Hof verkuͤndet/ in die memorialia eingeſchrieben/ und durch Kaͤyſerl. und Koͤnigl. Gnad nicht wieder dar⸗ auß gelaſſen werden/ er werde dann zuvor/ eben an dem Ort/ da er geaͤchtet worden/ der Acht entlediget. Item; daß alle Burger/ und Innwohner der Stadt Rotenburg/ und ein burg/ und Altenburg/ unter die vier Burgen deß Roͤm. Reichs gezehlet worden. Dieſe Stadt iſt ſonſten ſehr luſtig/ hat ein geſunden und temperirten Lufft/ und ligt auf einer Sei⸗ ten gegen Niedergang/ da die Burg geſtan⸗ den/ ſehr hoch auff einem Berg/ darunter im Thal das Waſſer/ die Tauber genannt/ ge⸗ gen Mitternacht fleußt/ und zu Wertheim in den Maͤyn kommt. Auff der andern Seiten, gegen Auffgang/ hat es ein ſchoͤn ebenes Bau⸗ feld/ und iſt/ von den Gnaden Gottes/ der Boden umb die Stadt gantz fruchtbar/ der Wein/ Getraͤid/ Obs/ und dergleichen/ reich⸗ lich gibt; daß man ſelten der Stadt Getraͤld zufuͤhren doͤrffen; ſondern ſie noch andern hat mittheilen koͤnnen. Es iſt dieſe Stadt erſtlich gar eng geweſen/ als vom Burg⸗Thor an/ biß an S. Johanns⸗Thor/(ſo nun weggebro⸗ chen iſt;) von dannen den alten Stadtgraben hinauff/ biß zum Buͤttelhauß: fuͤrters biß zum Weiſſen⸗Thurn/ von dannen biß zum Thurn hinterin Teutſchen Hauß/ ſo abge⸗ hoben. Und dann fuͤrters biß wieder zum Burg⸗Thor/ doch das Frauen⸗Cleſter nut eingeſchloſſen. Im Jahr 1204. haben Bur⸗ germeiſter/ und Rath allhie/ zu ſunderüiher Zier merte Thun twuan thha: Glun 1 CII In V erl i Am. th 14 T”n Tame ſt. Cam xr Fönmn g. aunn S Gm A fian zſe diihn ber Jenn k ü nn 16o Snr dah mnaig rnbe ut aR Vun itte m e ollen beſcn wwere⸗ „ bder kannnJußen nbmas tmn d andere Staͤdt aaug g ad In vonda der Enden/ ale einen Ta uber auff den⸗Ban verg hinter den Srin nt: und die Mittelſied 6 Burg genannt geſten aſtelloder Burginm at daheroauch dueSi ne zweiffel ſauch ba⸗ dkonnnen und behatan Lutzelburg/ Made unter die vier Burgen ezehlet worden. Di luſcig hat ein geſind t und ligt aufeineri g/ da die Burg geſte dem Berg/ darunterin ie Tauber genannt Ft und zu Wertheini Auffder andern Sain seinſchoͤn ebenes Bau Guaden Gottes/d dt gantz fruchtbar d 6 und dergleichen/ni tten der Stadt Geut ern ſie uoch anderuni iſt dieſe Stadt eeſtich vom Burg⸗Therin vor/(o nun weggele den alten Stadtgrchen ttelhauß: furtal i von dannen bißzan chen Hauß/ ſochg arters biß wieder zun un en⸗Cleſrnn dei 8 haben Bah⸗ ahr ⸗ p, ſo derlicher allhie/ zuſon Jid deß Franckenlands/ ꝛc. Zierd/ und Wolfahrt der Stadt/ die Mau⸗ ren beſſer hinauß geruckt; Nemlich vonn Jo⸗ hanns⸗Thor an/ biß an den Siberthurn/ von dannen biß an das Roͤderthor/ ferners biß an das Galgenthor/ und von daunen biß an das Klingenthor; und An. 1408. die Stadt vom Siebersthurn/ biß ans Cobozeller/ und Spi⸗ talthor/ erweitert. Und ſeynd in der Ring⸗ mauer folgende Thurn begriffen/ als 1. der euſſer/ und innere Burgthurn/ am Thor. Todtengraͤbers⸗Thurn/ Cloſter⸗Thurn/ Straff⸗Thurn ander Ecken. 2. Klingen⸗ thurn am Thor. 8. Wolffgangs⸗Kirch/ und die neue Paſtey/ Anno 1592. erbauet. Klin⸗ gemoder Fuͤrbringers⸗Thuͤrnlein. Darne⸗ ben Pulverthurn. Der Henckersthurn. Kum⸗ mereckthurn. 3. Galgenthurn am Thor. Thomasthurn. Weibersthurn. 4. Roͤders⸗ thurn am Thor. Hochennersthurn. Faul⸗ thurn. Schwebelthurn/ Ruckeſſer genannt. Groß⸗und Klein⸗Stern. 5. Spital⸗Thurn an dem Thor. Die Paſtey allda Anno 1547. erbauet. Der Wißbader⸗ und der Hunds⸗ Thurn. Kalck⸗Thurn. Fiſch⸗und Kahlen⸗ thurn. 6. Cobozellerthurn oberhalb dem Thor. Weiß⸗Thuͤrnleins. Heintzlesthurn. Taubenthuͤrnlein/ im Johannſer⸗Hof. Keß⸗ Cammer in der Hell. Der Thurn bey deß Furbringers Scheuren im Eck. Demnach auch die Stadt/ ihrer Hoͤhe halber/ ſonderlich in duͤrren Jahren/ Mangel an Waſſer ge⸗ habt/ als haben die lieben Alten auch dieſen Mangel ergaͤntzt/ und den Herterich/ oder 8. Georgen⸗Brunnen/ An. 1446. in die Stadt fuͤhren laſſen/ welcher im folgenden Jahr in einen hoͤltzern Kaſten geleitet worden; aber An. 1491. in einen ſteinern erſtmalsgangen; und An. 1608. der jetzige Kaſten von harten Steinen dahin geſetzt wordẽ. Haͤlt 12 86. Ey⸗ mer Nuͤrnberger Eichſthut 107. Fuder 2. Ey⸗ mer. An Rotenburger Eich aber 107 1. und zwey drittheil Eymer/ thut 89. Fuder 5. Ey⸗ merꝛ. und ein drittheil Maß. Iſt acht Schuh hoch/ und 13. Schuh tieff. Den Caſten hat Michel Schenisberger Steinmetz; die Saͤul aber/ und das Bild/ Chriſtoff Koͤrner/ ge⸗ hauẽ. Im Jahr 1509. als man noch Mangel an Waſſer hatte/ und empfande/ hat man den Klingenbrunnen in die Stadt fuͤhren laſſen/ und dem Teutſchen Orden die Goͤtzen⸗Muͤh⸗ len/zu einem Brunnenhauß/ abgekaufft. Der ſteigt nun 1400. Schuh hoch/ vom Thalden Berg hinauff/ biß auff den Klingen⸗Thuru/ und faͤllt in einen Kupffern Kaſten/ von dan⸗ nen theilt er ſich in zween Hauptbruñen. Der erſte ſtehet auff der Capellen/ der ander auff 87 dem Viehemarckt. Sonſten ſeynd in der Stadt/ als auffin Bloͤnlein(deſſen Kaſten/ ſammt dem Vogen/ und Trog/ Anno 1607. gemacht worden;) Item in der Kl inggaſſen/ beym ſchwartzen Adler/ und bey dein Klin⸗ gen⸗Thor; Item an der Johaniter⸗Kirchen/ auch ſpringende Bronnen/ und 29. gemeiune Schoͤpffbrunnen/ ohne was die Burger in ihren Haͤuſern haben/ deren eine groſſe An⸗ zahl iſt. Ii Jahr 1373. hatE. E Nath/und etliche alte erbare Geſchlechter/ auch andere Gottsfoͤrchtige Leut/ 8. Jacobs Pſarrkirchẽ angefangen zu bauen. Sie hat 12. Saͤulen/ ſo dengantzen ſchweren Bau tragen; darnebẽ zween hohe Kirch⸗Thuͤrn/ ſo 90. Ellen hoch/ oben durchſichtig/ und mit Gaͤngen gezieret ſeyn. Soiſt der Obere Chor 24. Ellen hoch. Im Jahr 1453. hat man an dem hintern Chor ſjetzt die Borkirchen genannt/ den erſten Stein gelegt/ und iſt man init ſolchen Gebaͤu Anno 1471. fertig worden. Auf demMilch⸗ Marckt ſtehet eine Capellen/ im Ja hrChriſti 1404. vom Herren Peter Creglingern/ dem aͤltern/ Burgern zu Rotenburg/ zu ehren der Heil. Jungfrauen Maria geſtifftet. Iſt zu⸗ vor die alte Judenſchul der Enden geſtanden/ und das Seel⸗Hauß/ oder die elende Herberg/ der Juden Tantz⸗Hauß geweſen: welches Seel⸗Hauß mit 2. Stuben/ Kuͤchen/ und andern nothduͤrfftigen Dingen/ darinn arme Leut/ die deſſen begehren/ auffein par Naͤch/ beherbergt werden verſehen/ und wird denſel⸗ bigen Saltz/ Holtz/ und Liecht/ mitgetheilt/ die Bett/ und Bettladen/ ſollen die Pfleger zus. Jacob erhalten. 8. Wolffgangs⸗Kirchen vor dem Klingenthor hat groſſen Ablaß; und ſtehet ob der Kirchenthuͤr: Roͤmiſcher Ablaß auff dem Chriſtag/ Oſtertag/ Pfingſtag/ Dienſtag nach Bartholomei/§. Wolff⸗ gang/ Aller Heiligen/ unſer Frauen Conce- ptionis, Annunciationis, jegliches Feſt 1240. Tag. Auff den Tag der Kirchweyh 2480. Tag/ durch das gantze Jahr/ alle Tag 40. Tag. Am Dienſtag Bartholomæi kom⸗ men Jaͤhrlich die Schaͤfer auffz. Meilwegs im Umberayß zu Rotenburg zuſammen/ ge⸗ hen in der Proceſſion in dieſe Kirchen// zur Predigt/ von dañen in ihr Wirthshauß zum guͤldenen Lamm/ als ihr ſonderbare Herberg/ machen ſich luſtig/ und froͤlich/ tantzen dar⸗ nach auff dem Marckt etliche Stunde/ und darff kein Handwercksburſch/ ohne Erlaub⸗ nuß/ mit ihnen tantzen/ ſonſten wird er in den obgedachten Roͤhrkaſten/ den Herterich ge⸗ worffen. Es haben die Juden/ wie obange⸗ deutet/ guch allhie ihre Synagogen/ Kirchen/ M 2 Kirch⸗ 88 Beſchreibung Kirchhof/ und Tantz⸗Hauß gehabt/ davon der Kirchhof/ in der Stadt/ und die Juden⸗ gaſſen noch den Namen hat/ und behaͤlt; und werden 4. Grabſchrifften im neuen Korn⸗ hauß eingemauert geleſen. Dabey zu mer⸗ cken/ daß der Teutſchen Juden Jahr⸗Rech⸗ nung/ vom Anfang der Welt/ biß auff das 1619. Jahr/ macht 5379. Jahr. Als ſie die Juden Anno 1397 wegen vorgehabter Ver⸗ rahterey/ wie man ihnen zugemeſſen/ auß Ro⸗ tenburg/ am Charfreytag/ verjagt/ und ver⸗ brennt worden/ hat man darauf den Kirchhof zu der Burger Begraͤbnuß gebraucht/ die Capellen eingenommenund zur reinen Ma⸗ ria genannt. Dieſer Kirchhof/ und Capellen/ ſeyn Annor 520. als die Juden abermals/ auf beſchehene Auffkuͤndigung/ außziehen muͤſ⸗ ſen/ geweyhet; die Capellen aber hernach in Baͤuriſchen Auffruhr zu Grund niederge⸗ riſſen/ und verwuͤſtet worden. Den Kirchhof/ oder Gotts⸗Acker/ hat man vor das Roͤ⸗ derthor hinauß transferirt/ umbmauret/ und ein Kirchlein darein gebauet/ zu den Leichpredigten/ welcher/ ſampt dem Kirch⸗ lein/ den 16. Julii Anno 1562. iſt einge⸗ weyhet worden. Im Jahr 1274. hat Kaͤyſer Rudolph der Erſte der Stadt Rotenburg die Freyheit ge⸗ geben/ drey Jahrmaͤrckt zu halten; als Dien⸗ ſtags nach Oſtern/ und nach Pfingſten: Item auff s. Jacobs⸗Tag/ und ſollen alle und jede/ ſo ſelbige beſuchen/ zu/ und von den⸗ ſelben/ auff ein Meilwegs/ ein Kaͤyſerl. und deß H. Reichs ſtarckes Geleyt haben. Anno 1282. den 6. Juniiſhat hoͤchſtgemeldter Kaͤy⸗ ſer Rudolphus, den Jahrmarckt/ ſo die Kürchweyh genennt wird/ und vorzeiten bey den Franciſcanern gehalten worden/14. Tag nach Pfingſten acht Tag lang zuhalten/ ge⸗ freyet/ alſo/ daß alle Handelsleut/ ſo den Marckt beſuchen/ fuͤr ſich/ ihre Haab/ und Guͤter/ ein frey/ ſtarck/ ſicher Geleit haben/ und gleich anderer Frey⸗und Reichs⸗Staͤdt Meſſen/ privilegirt ſeyn ſollen. Anno 1331. und 1340. hat Kaͤyſer Ludwig die Andreas⸗ Meßſund Niclas⸗Marckt/ zu halten vergoͤñt/ alſo daß ſie den Abend anfangen/ acht Tag/ waͤhren/ auch mit allen Rechten/ und Gna⸗ denals andere ihre Jahrmaͤrckt/ befreyetſeyn ſollen. An. 1370. hat Kaͤyſer Carl der Vierdte der Stadt vergoͤñt/ den 8. Lorentzen⸗Marckt/ der vor dieſer Zeit zu Gebſattel/ in der langen Gaſſen/ als man von 8. Lenhard dahin rei⸗ tet/ bey dein Igelſpach gehalten worden/ in der Stadt zu haben/ als dardurch viel Ulbel verhutei wuͤrde/ auch ſolches dem Reich/ und der Stadt nuͤtzlicher/ und friedlicher waͤre: weil ſonderlich einsmals/ wegen eines/ an einem Burger/ ergangenen Mords/ ein Aufflauff entſtanden war. Anno 1406. hat Kaͤyſer Rupertus den Bartholomei⸗ ſol/ wie andere Meſſen/ und Jahrmaͤrekt/ befreyet. Das Regiment betreffende/ obwoln all⸗ bereit in Anno 1230. dieſe Stadt ihre Bur⸗ germeiſter gehabt/ ſo hatten ſie doch auff die von den Reich vorgeſetzte Land⸗Richter zu ſehen/ biß vom Kaͤyſer Carolo IV. ſolch Landgericht/ mit aller Zugehoͤr/ der Stadt uͤbergeben worden/ und ſie alſo voͤlligen Ge⸗ walt/ in Geiſt⸗und Weltlichen/ in Burger⸗ und Peinlichen Sachen/ gleich andern Reichs⸗Staͤdten/ erlangt/ und biß dahero ex⸗ ercirt. Und beſtehet der innere Rath von 16. Perſonen/ ſo aus dem euſſern Rath erkieſt; und unter denſelben fuͤnff zu innern⸗Burger⸗ meiſtern erwehlet werden/ deren zween ſolch Ampt/ einer von Walpurgis biß Leonhardi der ander von dar an/ biß wieder Walpurgis/ verwalten; deren jedem ein euſſerer Burger⸗ meiſter, auß dem euſſern Rath/ zugeſellet wird. Es werden auch auß dem innern Rath zween Steurer/ ein Baumeiſter/ und ein Richter erwehlet/ denen auß dem euſſern Rath auch einer zugegeben wird; und ſind die jenige Perſonenſin Handlung ihrer eyge⸗ nen/ oder ihrer Freund Sachen/ unb ihres intereſſe willen/ beym Rath außzutretten ſchuldig. Der Sachwalter ſelbſten/ er ſey Klaͤger/ oder Antworter/ der Anherr/ der Vatter/ der Sohn/ das Enckle/ der Bru⸗ der/ Vatters Bruder/ von eines Vatters Schweſter wegen; Bruders/ und Schwe⸗ ſter Sohn/ der Schweher/ von Leuth wegen/ die ſein Sohn oder Tochter haben. Von ei⸗ nes ſolchen Schwehers/ Bruders/ oder Schweſter wegen/ der Eydam/ oder Toch⸗ ter⸗Mann. Schwager/ der eines Vatters/ oder eines Mutter Schweſter hat. Schwa⸗ ger/ der eines Schweſter hat. Von eines Schwagers wegẽ/ der eines Weibs Schwe⸗ ſter hat. Endlich ein Pfleger/ oder Vor⸗ mund. So von zemands wegen ichts fuͤrge⸗ legt/ gehandelt/ oder gefragt wird/ es ſey in Rechtsſpruͤchen/ Aemptern/ oder anderm/ ſo ſollen alle deſſelben Zunahmens/ die deſ⸗ ſelben Geſchlechts ſind/ außtretten/ und nichts darinn handeln. Sollen auch in beyde Raͤth nicht gewehlet werden/ Vatter und Sohn nicht zween Bruͤder. Sonſten moͤ⸗ gen wohl darein gewehlet werden /zween di nach⸗ Marckt/ daß er/ biß auff Egidii Tag waͤhren nachk 80 ſuin dd Außt he aene den iem 3 ld w ait d mns. hör he ud; 90. teine laln ſau ſs ugo ſerot hin⸗ Am lſind. me. aupt un meben zon jezw uE urel 11 hen un ſal rſonen unh der S hn. e Sta ght let un Im varter. Lum werckſ eam Verer R ſf ckzube Gdr pzuwo. 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Von ei her eines Weibs Schn iin Pfieger/ oder dn ands wegenichts i r gefragt wird/ ſn auptern oder aldin Zunahluens/ de m ind außtketten h In. Sollenauchinbe . et werden 5 Bruͤdel. S„„ do ehlet werden zie naͤ deß Franckenlands/ ꝛc. naͤchſten Schwaͤger/ und zwey Geſchwi⸗ ſtrigt Kind/ aber nicht mehr/ derſelben Sipp. Auß gedachtem innern Rath werden 2. Pfle⸗ gere uͤber den Spital/ und beyde Cloͤſter; J⸗ tein die Landvoͤgt in Goi/(Goͤw/ Gau) und Zwerchmair:(uͤber die in der Stadt gehoͤrige Flecken/ Doͤrffer/ ꝛc.) ſampt dem Kriges⸗und Wildbannsherrn: Item Vormunds Ver⸗ hoͤrer/ und Meelwag Herren/ genommen. Den Steinern/ und Schiedern/ werden et⸗ liche auß dem euſſern Rath/ und der Burger⸗ ſchafft zugeordnet. Und beſtehet ſolcher euſ⸗ ſer Rath in 40. Erbaren/ redlichen/ und un⸗ verleumbdten Perſonen/ darauß ein inner Rath ergaͤntzet wird. Nach dieſen beyden Raͤhten ſind 40. erbare Perſonen/ die nennet man Hauptleuth/ und Genannte/ darumb/ weil ſie/ neben dem euſſern Rath/ bey Nacht⸗ zeiten/ je zween/ und zween/ die Stadt⸗thor/ und Mauren/ auch die Wachten/ beſuchen/ umbgehen/ und erforſchen: und wird mit die⸗ ſen Perſonen der euſſere Rath ergaͤntzet. Und weilen der Stadt Thor ſechs ſeyn/ ſo iſt da⸗ hero die Stadt auch in ſechs Wachten auß⸗ getheilet/ und hat ſo viel Wachtbieter/ und Thorwarter. Deßgleichen hat ein jedes Handwerck ſeine geſchworne Meiſter: denen ein innerer Rathsherr zugegeben/ die Mei⸗ ſterſtuck zu beſichtigen/ und ihren Zunffttaͤ⸗ gen beyzuwohnen. So ſeyn auch ſondere Perſonen verordnet/ zum Fleiſch beſchauen/ und Bierſchaͤtzen: Item Gewicht/ Maaß/ Ellen/ Wuͤrtz/ geſaltzen Fiſch/ Oel/ Un⸗ ſchlit/ Gold/ und Silber/ Zinn/ Kalck/ und Meel/ auch allerhand Viehe/ zubeſichtigen. Wasobangeregtes Landgericht betrifft/ ſo dieſe Stadtſvon unerdencklichen Jahren ey⸗ gen/ beſonders/ und dem Wuͤrtzburgiſchen Landgericht/ mit nichten unterworffen ge⸗ habt/ ſo iſt ſolches unter dem freyen Him⸗ melſauff der alten Burg(wie dann noch An⸗ zeigungen/und der alte Richterſtuhl/ heuti⸗ ges Tags/ vorhanden) offentlich gehalten worden: wie dann auch die Hertzogen zu Francken allhie/ als in ihrer aͤlteſten/ und Hauptſtadt/ Hof gehalten/ und Hertzog Conradder Dritte einen Thurnier allda an⸗ geſtellet hat. Und ſolches Landgericht ſolle ſich erſtrecket haben/ ſo weit das Biſtumb Wuͤrtzburg gehet/ und als weit die vier Waͤl⸗ de/ der Thuͤringer/ Boͤheimiſch/ Schwartz⸗ waͤld/ und die Schoͤrnitz/ oder Odenwald/ begriffen ſeyn/ und muſte der Land⸗Richter ſolches mit gulden Sporen beſitzen. Was zu Rotenburg denckwuͤrdig zu ſe⸗ hen/ deſſen iſt in vorgehendem zum theil An⸗ 89 deutung beſchehen; und erhellet das uͤbrige auß der Stadt Abbildung. Allein iſt die groſ⸗ ſe Gluͤckſeeligkeit/ und der Uber fluß/ deren Nicolaus Reuſnerus, in der fleiſſigen Be⸗ ſchreibung dieſer Stadt/ gedenckt/ bey dieſen betruͤbten Kriegszeiten langſt nicht mehr vor handen: ſondern es hat Rotenburg viel Wi⸗ derwaͤrtigkeiten/ und groſſe Drangſalen/ in vorigen Jahren/ außſtehen muͤſſen/ wie be⸗ richtet worden iſt. Der Mangel aber an gu⸗ tem Trinckwaſſer/ davon auch er/ Reuſne- rus, Meldung thut/ iſt allbereit/ wie oben ge⸗ ſagt/erſetzt worden: wiewol man ſagt/ wann es duͤrre heiſe Jahr gebe/ daß man allda mehr nach Waſſer/ als Wein/ zu ſchreyen habe. Es hat allhie ein ſchoͤnes Rathhauß/ und iſt der Rath der Augſpurgiſchen Confeſſion/ wie auch die gantze Stadt/ und ihre Unter⸗ thanen auſſerhalb derſelben(deren vor dieſenꝛ Krieg viel geweſen)zugethan/ alſo/ dz obwoln im Johanniter⸗Hof eine Kirche/ doch in der⸗ ſelben/ wie auch in dem Teutſchen Hauß/ ſo beyde nur ihre Verwalter haben kein offent⸗ lich Exercitium iſt. Der Stadt Monatli⸗ cher Einfacher Reichs⸗Anſchlag zum Roͤ⸗ mer⸗oder Tuͤrckenzugſiſt 10. 3zu Roß/65. zu Fuß/ oder 380. Gulden. Es ſeyn offt Zuſam⸗ menkunfften allhie angeſtellt worden; auch anders mehr vorgangẽ/ davon wir aber/ auſ⸗ ſer deß obigen/ keinen Bericht empfangen; finden auch ſonſten der Zeit wenig davon/ als daß dieſe Stadt Anno 1406. und 7. vom Burggraffen zu Nuͤrnberg vergebens bela⸗ gert worden ſeyn ſolle: Itein/ daß An. 1631. nach der Leipziger Schlacht/ erſtlich die Schweden dieſe Stadt eingenommen/ her⸗ nach im Octobri/ der General Graff von Tilly/ nebenſt dem Hertzogen von Lothrin⸗ gen/ Generaln von Pappenheim/ und an⸗ dern Generals⸗Perſonen/ mit vielem Volck belagert/ beſchoſſen/ und endlich/ als ſich die⸗ ſelbe auff Gnad ergeben/ und ein Fußfall ge⸗ thau/ und ihr ein ſtarcke Summma Geldsauf⸗ erlegt worden/ occupirt; gleichwol die Haͤu⸗ ſer/ auſſer denen/ ſo auff dem Marckt geſtan⸗ den/ die Soldaten gepluͤndert; hernach Anno 32. auß Forcht/ verlaſſen: und darauff aber⸗ mahls die Schwediſchen ſich deren bentaͤch⸗ tiget haben: aber ſolche Anno; 4. nach der Noͤrdlinger Schlacht/ wieder von den Kaͤy⸗ ſeriſchen mit Accord erobert wordemda dann abermals ein zimlich Stuck Geld ſpringen/ und die Stadt jederweilen Kaͤyſerliche Guar⸗ niſonen halten/ auch Winterquartier geben muͤſſen/ und iſt es ſonderlich Anno 45. hart da geſtanden. Anno 1645. haben die Frantzo⸗ M ſen — ſen Rotenburg aufſgefordert/ beſchoſſen/ und nach ſchlechtem Widerſtand/(weil nur 200. Chur⸗Bagyriſche/ von Creutziſchen Trago⸗ ner⸗Regünent/ darinnen gelegen) auff Guad und Ungnad erobert/ die Tragoner unterge⸗ ſtellt/ und ihren Obriſt⸗Lieutenant in Arreſt genommen/ und die Stadt mit Franzoͤſi⸗ ſchen Voͤlckern beſetzt. Als folgends das Frautzoͤſiſche Kriegsheer wieder uͤber Rhein gangen/ſo haben die Bayriſchen dieſe Stadt/ wit Accord/ wieder bekommen. Dieſer Stadt Reichs⸗Anſchlag iſt Mo⸗ natlich an Geld zů80. Gulden/und zu Unter⸗ haltung deß Cammer⸗Gerichts/ Jahrlich/ ordinaric 9o. cum augmento aber 150. fl. den Thaler zu 60. kr. zu rechnen. In der Be⸗ ſchreibung dieſer Stadt/ die Herr Limnæus tom. 4. de J. publ. p. 200. ſeqq. ſetzet/ ſtehet/ unter andern/ daß der ſtatus Reipublicæ, auß der Ariſtocratia, und Democratia, ver⸗ miſcht ſeye; doch alſo/ daß die Ariſtocratia den Vorzug habe; gleichwol die vornehm⸗ ſten/ oder der Innere Rath/ von den Buͤr⸗ gern deß euſſern Rathserwehlt; und/ zu An⸗ hoͤrung der Stadt⸗Rechnung/ auch etliche von der Burgerſchafft beruffen werden; und der euſſere Rath Macht hat/ auch ihme obligt/ ſich um das Leben/ Sirten/ und Regunent/ deß Innern Raths zu erkundigenſund ſolchen zu reformiren. So wird ein Burgermei⸗ ſter deß Euſſern/ einem Burgermeiſter deß Innern Raths/ zugegeben; und ſitzen auch ſonſten von der Burgerſchafft etliche bey den vornehmſten Aemptern. Der Bur⸗ germeiſter deß euſſern Rathsfragterſtlich den regierenden Burgermeiſter/ umb ſeine Mey⸗ nung/ undſo fort andie andern Herren deß Innern Raths; Er aber ſaget ſeine Mey⸗ nung nicht. Uber das/ ſo ſchweeret der In⸗ nere/ dem Euſſern/ und hergegen der Euſſere/ dem Innern Rath/ Jaͤhrlich. Es koͤnnen all⸗ hie auch Frembde/ Rathsherꝛen/ und Burger⸗ meiſter werden. Es waͤhret aber eines Bur⸗ germeiſters Ampt ein halbes Jahr; und be⸗ ſtehet der Ordinari/ oder Innere/ und rechte Rath/ von 1s. Perſonen; darunter 5. Bur⸗ germeiſter ſeyn; bey welchen der groͤſte Ge⸗ walt in der Stadt iſt. Im Euſſern Rath ſitzen 40. von der Gemeind/ und andern Buͤrgern/ ſo die gantze Stadt repræſentiren. In Sa⸗ chen/ daran viel gelegen/ iſt/ der Ordentliche/ oder Innerliche Rath/ verbunden/ den Auß⸗ ſchuß von der Burgerſchafft/ und die jenige/ ſo ſolche vertretten/ zuſammen zu beruffen/ und ſie umb ibren Conſens, oder Einwilli⸗ gung/zu erſuchen. Und ſo viel auß wolehrn⸗ 90 Beſchreibung ernannten Herrn Limnæo, der auch p. 307. ſeqq. unterſchiedliche dieſer Stadt privile- gia, und ſtaruta, ſetzet; davon/ und der Be⸗ tellungs deß Raths/ auch andern Sachen⸗ Item/ der Stadt Gebieth/ und dergleichen/ auch imobberuͤhrtem unſerm Text/ und was ſie vor Jahrenfuͤr Herren gehabt/ und ihren Geſchichten/ zu leſen iſt. Anno 1585. als ein ſtarcke Peſtilentz allhie ſich erregt/ und etlich hundert Perſonen hinweg genomen/ iſt nicht eiiger unter allen Schuͤlern/ deren auff die 500. damaln geweſen/ daran geſtorben; wie M. Georg. Albertus, in des D. Jacob Kil⸗ lingers Leichpredigt meldet. Anno 1631. als im Octobri, der Herr General/ Graff von Tilly/ Rotenburg einbekommen/ ward der Printz von Pfaltzburg/ deß Hertzogen von Lothringen Feldmarſchall/ in die Stadt ge⸗ legt. Daß aber Graff Bilaccioni lib. 2. hiſtor. p. 178. alſo ſchreibet: Tilli andò, e preſe Rottemburgo, la diede à ſacco, e poi la condannò al tero,& al fuoco&c. das iſt nicht geſchehen. Dann ob es wol ohne Pluͤnderung nicht gar abgangen;ſo hat man doch mit Feuer/ und Schwerdt/ als dieſer Graffſchreibet/ da nicht gewuͤtet: wie Herr Johan⸗Georg Styrtzel/ von Augſpurg/ wolverdienter Burgermeiſter allhie zu Ro⸗ tenburgund hochgelehrter Herr/ mich/ vor Jahren/ muͤndlich allhie/ in Uli/ berichtet hat. Anno 34. haben Strozzi, und Joan de Werrh, vor dieſer Stadt nichts außgericht. Aber/ nach der Noͤrdlinger Schlacht/ ero⸗ berte der Herr General Piccolomini, den 8. Septembris, ſie niit accord. Was dabey Kemnitzius, in z. Theil vom Schwediſchen Krieg/ am 548. b. erinnert/ und berich⸗ tet/ mag man bey ihme ſelbſten leſen; und die der Sachen Wiſſenſchafft haben/ davon urtheilen. Rotenfels. M Maͤyn/ beym Speshart/ zwiſchen Lor und Wertheim/ nahend Neuſtadt gelegen/ ſo Wuͤrtzburgiſch/ wie Bruſchius c. 9. de Epiſcopat: Germ. p. 170. ſchreibt. Anno 1631. nach der Leipziger Schlacht/ hat dieſen Ort der Koͤnig in Schweden ein⸗ genommen; Hat ein Ampt. Roͤting/ Roͤtingen. En Wuͤrtzburgiſch Ampt und Staͤdt⸗ lein an der Tauber/ bey Waldmans⸗ hofen/ Weickersheim/ und Bibera/ am Bernheimer⸗Wald gelegen. Saltz⸗ AAE üä= ſſ N Men s .— ulan u 3 8 Wiſein 4 41 2 79 4 “ — — —— — -— —— mllld 1535. g— ᷣ— ich erregt unden— eggenokun ſin S 38 derenuft= 4.I. b Aran geſtorhen. hhufhau⸗ Le d[eeeel AA.E= 4 ſiete e WMn- munmnnnnunnnnnnpnn Gnn WM W 4 Jacob L n, nh ſt/ de, ,,en, J,.,, —, 11,1 10 1 , 6 -, c,„cf,cc,, e n, h W,)ſh,, „MY V. geldet. Arro tür Genera Graftn ekommen wadn deß Herzogmun ale inde Stodg aff Bilacciom li reibet: Tiu auch la diede à ſaco) 0, X al fuoco l Dannob eswolann agangen;ſohatnw Schwerdt /als din tgewütet: wie hi el/ von Augpen meiſter allhie zuc ter Herr/ mich w 2in Uun bericnt Strozzi, Und ſomd dt nichts außgernt ager Schlacht oh Piccolomini, è! cord. Was diih [vom Schwedlcht innert/ und bern eſelbſten leſen u chafft habenſtan AASe S N 5 2 9 9- ſ A 3 8 S B S/ 771) N S . Wanuniyt, eene rS aeedA 1* Derntt 2 uauden- N T 8 88 ,12 fels. zpeshart/ zwit nahend Muſia giſch wie Bruccu cm. p. wchit Leipziger Schlate gin Schweden” upt. dötingell. Anpt und Sh z Bnnan '” 5— und Bibena legen. leg Saͤl ——— ——— G N ala 9 H en? 3 Inper 5Co 1 7. 7 3, ciadef n dt un IEn ſta N num E lt a Alariid uuor 1 rtVite t, 4 1 41 Ract nodl 1 bica,m liter 1 gure AMalb ſin Ste Dim gzuſt —2 7⁵ Arct aß Ca faiſice zuande hot Ri hat Vlſch deß Franckenlands/ ꝛc. Saltzburg. N* der Sala/ ein Schloß und Ganerben⸗ Hauß /den Voiten von Saltzburg gehd⸗ rig/ davon Wehner. in pract. obſ. voc. Gau⸗ erben/ c. 2. p. 198. alſo ſchreibt: Alind ex- emplum eſt in arce Salisborgo, Saltzburg ad Salam, in Franconia Orientali, ubi ctiam Imperatoris Conradi. qui cognomen Sali- ci adeptus eſt, regia olim,& lex Salica pri- muùm lata eſt à Wœremundo, ejusque Con- filiariis quatuor, qui in ipſa lege nominan- tur Vifogaſt, Arogaſt, Salegaſt, Vindogaſt. Itaque arx hodie eſt etiam domus Ganer- bica, fimiliter ſuum habius Burggavium& fuaregalia. Es iſt auch ein anders Saltzburg in die⸗ ſem Lande/ Stadt und Ampt/ dem Stifft Wuͤrtzburg zuſtaͤndig. Salßforſt. (In Wuͤrtzburgiſcher Marckt/ und Schloß. Munſterus ſchreibt auß Egin- hardo, daß Carolus M. durch den Maͤyn/ und die Saal auff dasGejaͤgd zu dem Saltz⸗ forſt/ und zu andern Waͤldengeſchiffet ſey. C A ſer da ein ſteinerne Bruck gehet/ Schalkau/ Schalcken. EJuStaͤdtlein in der Coburgiſchen Pfleg/! oder Landlein/ ſo jetzt Fuͤrſtl. Saͤchſiſch Altenburgiſch iſſt. Scheßlitz. Wo Meilen von Bamderg und ſelbigem 88 Stifft gehoͤrig/ nahend Ebelsfeld/ Arolfs⸗ ſtam/ Kaltenhauß/ Stain/ Krogelſtadel und Waterdorff gelegen/ ein Staͤdtlein/ Ampt und Schloß/ ſo ſeinen beſondern Nanten hat. An. 1395. hat Biſchoff Lamprecht zu Bam⸗ berg das Spital allhie geſtifftet und gebau⸗ et/ wie in der kleinen Bambergiſchen Calen⸗ der⸗Chronieſtehet. Schillingsfuͤrſt. En anſehenliches Berg⸗Schloß/ und Graͤffl. Hoheulohiſche Reſidentz/ dar⸗ unter im Flecken Franckna der Fluß eut⸗ ſpringt/ ſo von dem Naͤchſten Dorff Wer⸗ nitz/ dahin er laufft/ den Namen Wernitz bekonunt. Es ligt Schillingsfuͤrſt nahend Feuchtwang/ und gehoͤret Herrn Georg Friederichen deß Jungern/ Graffen von Ho⸗ henlohe/ Erben zu. Anno 165 4. den 1. Janua- Kundorff(daſelbſt auch ru, wie ich geleſen/ waren/ von der Graͤfflich Hohenlohiſchen Schillingsfuͤrſtlichen Lini in Leben/ folgende Herren Graven/ Frauen/ und Fraͤulein; als 1. Herr Georg Adolph. 91 2. Wilhelmn Heinrich. 3. Chriſtian. 4. Joa⸗ chim Albrecht. 5 Ernſt Otto. 6. Ludwig Guſtaff. 7. Frau Maria Juliana/ Marg⸗ graͤfin von Baden/ und Hochberg/ Landgraͤ⸗ finzu Suſenburg/ Graͤfin zu Sponheim/ und Eberſtein/ Frau zu Roͤtelen/ Badenwei⸗ ler/ Lohr/ Mahlberg: gebohrne Graͤ fin von Hohenlohe/ und Frau zu Langenburg. 8. Frau Eliſabeth Dorothea/ verwittibte Graͤ⸗ fin von Erbach. 9. Erneſtina Sophia/ ver⸗ maäͤhlte Graͤfin von Solins. 10. Fraͤnlein Philippina Salbina. 11. Charlotta Chri- ſtiana, und 12. Fraͤulein Louyſa: deren aller Frau Mutter/ die Hochgebohrne Graͤfin und Frau/ Frau Dorothea Sophia/ verwit⸗ tibte Graͤfin von Hohenlohe/ und Frau zu Langenburg/ gebohrne Graͤfin von Solins/ Muͤntzenberg/ Wudenfelß/ und Sonnewald/ damals auch noch gelebt hat. Schirting. In Marckt 2. Meyſen von Wonſidel gelegen/ halb Marggraͤffiſch/ und halb griſch/ an der Reslau/ uͤber welcher Waſ⸗ wie Bru- E ſchius, voin Fichtelberg/ berichtet. Schleuſingen. tadt/ und Schloß/ in der Graffſchafft Henneberg/ an zweyen Waͤſſerlein/ de⸗ ren das eine die Schleuß/ das ander die Nahe genaumt wird/ gelegen. Iſtein Kaͤyſeriſch Lenemaber dem Chur⸗ und Fuͤrſtlichen Hauß Sachſen insgeſampt gehoͤrig. Hat eine Commenda, oder Comptury/ Johanniter Ordens. Das Geiſtliche Conſiſtorium, und die gute Schul allda/ hat der letzte Gefuͤr⸗ ſte Graff von Henneberg/ Georg Ernſt/ Anno 1577. eroͤffnet. Und haben vorhin die Fuͤrſten von Henneberg allhie Hof gehalten; iſt auch beſagter letzte Furſt/ ſo Anno 1583. den 22. Decembris geſtorben/ allhie begraben das Fuͤrſtliche Wappen/ und Pittſchafft /ʒer⸗ ſchlagen/ und ins Grab geworffen worden. Und hat hoͤchſtgedachtes Chur⸗und Fuͤrſtli⸗ ches Hauß Sachſen dieſe Fuͤrſtliche Graff⸗ ſchafft(ſo Saltz/ Silber/ und Goldberg⸗ werck/ und etliche Decanos, als allhie zu Schleuſingen/ Themar an der Schleuß/ ein Johaũiter Com⸗ ptuc) Northeim/ Watingen/ Ober⸗Maß⸗ ſeld/ und Hantungen hat; und dahin auch Mainungen/ Braitungen/ Sulla/ das veſte Schloß Maßfeld/ und viel andere Ort mehr gehoͤrig ſeyn/ wegen eines ſonderbarẽ Pacts/ welchen die Hertzogen von Suhiene hohunn Friede⸗ 92 Beſchreibung Triederich der Ander/ Johann Wilhelmſund feld/ Kundorff: die Fuͤrſtliche Schloͤſſer/ zu Johann Friederich der Dritte /mit den Fuͤr⸗ ſten Wilhelmo Vll.(ſo erſt zur Zeit des In⸗ terims zur Auſpurgiſchen Confeſſion ſich be⸗ kannt /) und ſeinen Soͤhnen/ Georgio Er- neſto und Poppone, zu Henneberg/ Anno 1554.un Herbſtmonat/ wegen dersucceſſion iim Coburgiſchen Lande/ und Fuͤrſtlichen Graffſchafft Henneberg/ auffgericht/ be⸗ konnnen/ auſſer etlichen Stuck/ als das Schloß Mainburg/ ꝛc. ſo Wuͤrtzburg/ als Lehenherꝛzund was der Landgraff in Heſſen/ als Schmalkalden/ꝛc. davon gebracht haben; wie in der Hennebergiſchen Chronic Cyriaci Spangenbergs/ und beym Limnæo de Jure publico lib. 4. c. 8. n. 174: zu leſen. Siehe auch oben den Eingang dieſes Tractats. Ob⸗ gedachte Stadt Schleuſingen hat in dem Krieg/ zwiſchen Bercoldo von Henneberg/ und Graff Walthern von Barby/ An. 1304. viel außſtehen muͤſſen; Iſt auch Anno 1353. gantz ausgebronnen/ wie Dreſſerus ſchreibet. Der von Friedland hat dieſen Ort An. 1632. im Herbſt erobert. Was ſonſten Schleuſin⸗ gen(allda es vor dieſem ein gute Buchdrucke⸗ rey gehabt hat) in dieſem Krieg außſtehen muͤſſen; davon finden wir wenig auffgezeich⸗ net. Siehe gleichwol/was ſich allhie Anno 1641. zugetragen/ in dem 4. Theil deß Thea- tri Europæi, fol. 643. a. Ein Meilwegs unter Schleuſing/ neben dei Einfluß der Schleuß in die Werra/ hat Anno 1131. Gundebaldus Graff zu Henne⸗ berg/ in dem Dorff Weſer/ das vornehme Pramonſtratenſer⸗Cloſter Veſſern ange⸗ fangen/ ſo Biſchoff Otro zu Bauiberg ver⸗ mehret/ und angeordnet/ und Abbt Heinrich zu Fulda/ den Grund/ darauffes gebauet wordenaber tauſch⸗weiſe darzu geben: Graf Wilhelm der Fuͤnffte diß Namens hat es mit einer Herrlichen Geſellſchafft von Adelichen Rittern anſehenlich gemacht/ und der Heil. Jungfrauen Marir/ und andern Heiligen/ inſonderheit aber 8. Chriſtophoro, im Jahr 1480. geeignet/ ſo Pabſt Sixtus IV. beſtattigt hat; wie Chr. Brouverus lib. 3. antiq. Ful- denſ cap. 12 ſchreibet. Es ligen in gedachtem Cloſter viel Graffen von Henneberg. Von welchem Cloſter inſonderheit deß Spangen⸗ bergs Hennebergiſche Chronic zu leſen iſt. Es hat Einer/ ſo aus dieſem Lande buͤr⸗ tig/ Anno 1648-berichtet/ daß in dieſer Fuͤrſt⸗ lichen Graffſchafft zehen unterſchiedliche Aempter/ und inſonderheit allda/ Schleu⸗ ſingen/ Sula/ Ilmenau/ Meinungen/ The⸗ mar/ Waſungen/ Kalten⸗Northein/ Maß⸗ V Frauen⸗Herren⸗und Alt⸗Breitungen; das alte verwuͤſte Henneberger Schloß mitten im Wald:der alte hohe Landsberg:das Chur⸗ fuͤrſtliche Saͤchſiſche mitten im Wald gele⸗ gene/ ſchoͤne/ und veſte Jagthauß/ die To⸗ denwart/ Cloſter Veſſera/ und Rora/ be⸗ ruͤhmt ſeyen. Es finde ſich/ ſagt Er ferner/ in dieſem Lande/ der Hauptfluß Werꝛa/ auch andere Waſſer/ groſſe und tleine Teich: Zu Meinungen/ und daſelvſt herumb/ wachſe viel/ aber geringer Wein: zu Ilmenau hab es ſtattliche Bergwerck/ von Kupffer/ Eiſen/ Stahl, Zinn/ und Silber; und ſeye die⸗ ſe gantze Graffſchafft/ neben der Stadt Schmalkalden/ mit dem auch dazu gehoͤri⸗ gen groſſen Thuͤringer Tannen⸗wald: wie mit einer dicken Mauren/ gleichſam umbzaͤu⸗ net/ und eingefaſt. Den Reichs Anſchlag findeſt du oben im Eingang dieſes Anhangs: und abſonderlich von Romihilden/ bey ſelbi⸗ ger Stadt. Bey den Nuͤrnbergiſchen ange⸗ ſtellten Friedens Execurions-Tractaten/ iſt Anno 150.in der Repartition, wegen Hen⸗ neberg Schleuſingen/ fuͤr 13 32 Monat Roͤ⸗ mer zug/ geſetzt worden/ 27234 fl.daran das Hauß Sachſen 21894. Wurtzburg 2136. und Heſſen⸗Caſſel z2⁰4. fl. zu bezahlen ge⸗ habt. Sonſten iſt in Neulichkeit berichtet worden/ daß die Schleuß bey Schleuſingen hinlauffe/ und nicht weit vom Cloſter Veſſer in die Werre komme. Veſſer aber ſey nicht weit vom Themer: waͤren deßwegen auch hierin die Landkarten unrecht. So konime auch nicht die Nahe/ ſo von dem Dorff Hin⸗ dernahe auff Schleuſingen laufft/ in die Werre/ ſondern in die Schleuß. Es ſeyn zu Schleuſingen zu beſichtigen das Schloß und Luſthauß daran: Itent die Kirch und Fuͤrſtliche Land⸗Schul. Obgedachte Stadt und Ampt Schmalden wird nunmehr/ nachdem es Heſſen⸗Caſſel zuerkaũt worden/ wieder zum Fraͤnckiſchen Craiß gezogen: wie dann der Landgraff zu Caſſel/ auff dem Fraͤnckiſchen Craißtag zu Bamberg/ Anno 1651. den 3. 13. Febr. auch ſeinen Geſandten gehabt hat: Selbiger Stadt Beſchreibung aber iſt in der Togographia Haſſiæ zu fin⸗ den. Schhluͤſſelau. Nn theils auch Schluſſelberg genannt/ O ein durch die Frey⸗Herren von Schluͤſ⸗ ſelberg geſtifftes Ciſtertzer Adelich Nonnen⸗ Cloſter/ am Waſſer Ebrach/ und 2. Meilen von der Stadt Bamberg gelegen. 1 Schmach⸗ = cht — „*☛ N ul u „ ab 2 wach 12 hieve ) 5ch „Fi lein! ar abern h S Si⸗ ein un S Sin jund: S Fin klein u Ee lus in nich in Pri Dia ſoer S d der G ſo ſchreib Ban irg/ un Schr al/ B0 d*e vwald goon Jbiethg S el denSta an erg Ban Sc CE iirsauß Aih Burggra ſen Nan v rutr S herkoun dme jetigeng un⸗ tgeweſen .ah ſtraſſen riner fana benn Ah Reg and ig glgen.— n waden. 4p deerre anm gehabt. he . laſſauten ein ſchen Kah un wadden. daehr d im Vald g Zagthauß, die / ſt herunbu oi Jtnelmn h er pfenG dd ſeye di neben der Sin FAuch dazugehan annen⸗wald: w. heeichamunbiin Reichs Anſca ig dieſes Anhanne uhuden bey ilh ubergiſchen aug as-Tractaten rion, wegen Han 13 32 Monat R. 7234 fl darandee Wurtzburg 29, fl zu bezahlen rulichteit berignn bey Schleuſingn an Coſter Viſi ſer aber ſey nich n deßwegen auch cht. So konune nden Dorffhin n laufft/ in bleuß. Es ſen gen das Schli I die Kirch un gedachte Stal wird nunmehr erkaüt worden aiß gezogenrn aſſel/ auff dal aunberg/ Amd einen Geſäldeen dt Beſchreibung a Haſic zu fu U. ſlberg genan rrenvon Schli ldelich Nomnel hund⸗. Mile legen. Schmad deß Franckenlands/ ꝛc. Schmachtenberg. Santſeiß und Ampt/ ſo in einer Ver⸗ zeichnuß unter die Wuͤrtzburgiſche; in einer andern aber unter die Bambergiſche ſampt Schwachtenberg/ geſetzt wird. Ha⸗ ben ſonſten hievon keinen Bericht. Schneckenwerdt. Stäͤdllin und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch/ wie abermals in einer Verzeichnuß ſte⸗ het. . Schoͤnbach. Scaͤdtlein und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch. Schoͤnbrunn. Schloß und Ampt/ Bambergiſch. Schoͤnramnuä. Taͤdtlein und Ampt/ Wurtzburgiſch. Cruſius in ſeiner Schwaͤbiſchen Chro⸗ nicſſetzet ein Priorat in der Wuͤrtzburgiſchen Dicæces, ſo er Schoͤnrain nennet/ und ſagt/ daß es in der Graffſchafft Reineck gelegen ſey. Er ſchreibt auch/ daß Wolffram von Bebenburg/ umbs Jahr 1157. das Cloſter Schoͤnthal/ Bernhardiner⸗Ordens/ in dem Odenwald an der Jagſt im Wuͤrtzbur⸗ giſchen Gebieth geſtifftet habe. Schorges. Wiſchen Stadt⸗Steinbach/ und Kupf⸗ ₰ ferberg/ Bambergiſch. Schwabach. St eines auß den vier Haupt⸗Aemptern J deß Burggraffthumbs Nuͤrnberg/ und olle der Nam von den Schwaͤbiſchen Her-] allel gehören/ als Schwabach Heroltberg/ munduris herkommen. Das Slaͤdtlein iſt vor dem jetzigen Krieg fein erbaut/ und wol bewohnt geweſen: weiln ſolches auff der Reichsſtraſſen/ und nur zwo Meylen von Nuͤrnberg/ an dem Waſſer gleiches Na⸗ mens gelegen: Iſt aber ſeithero uͤbel ver⸗ derbt worden. Eshaben/ vor alters/ dieſen Ort/ die Herren von Grundlach vom Reich innen gehabt: hernach iſter an die Graffen von Naſſau konnnen/ unddenſelben von den Roͤmiſchen Kaͤyſern/ Pfandſchillingsweiſe verſetzt worden: von welchen ihn die Burg⸗ graffen von Nuͤrnberg/ auß Kaͤyſerlicher Zulaſſung/ Anno 1364. an ſich geloͤſt/ und zu einem ewigen Reichs⸗Lehen vom Kaͤyſer Carolo IV. erlangt: wie in der Reviſion⸗ Sach/ zwiſchen Brandenburg und Nuͤrn⸗ bergſam 78. Blat/ von Nuͤruberg/ geſetzt 93 worden. Und daher gehoͤrt dieſes Staͤdtlein und Ampt Schwabach/ noch dem Hauſe Brandenburgſund der Zeit in die Regierung Ohnſpach. Das Loͤſegeld umb Schwabach/ Camerſtein/ und Kornberg/ ſolle 19. tauſend Pfund geweſt ſeyn: wie wir an einem Ort finden: wiewol ein Nuͤrnbergiſche Chronic/ fuͤr Schwabach/ und Cameerſtein/ allein 15400. Pfund Heller ſetzet: auch ſo viel ein andere Verzeichnuß hat. Anno 1632. den 22. Martii/ kam der Koͤnig auß Schweden auch hieher. Herr Limnæus ſchreibet tom. 4. pag. 831. ſeq. erſtlich/ auß Herrn Doct. Wurffbains Relationen/ es habe Schwa⸗ bach/ vor Alters/ zu der Nürnbergiſchen Reichsvogtey gehoͤrt/ und ſey/ uͤber eine Zeit an die Hertzogen von Schwaben/ fol⸗ gends im Jahr 1126. an das Cloſter Ebrach/ dann Anno 1278. abermals zum Reich; fol⸗ gends an die Grafen zu Grundlach/ und zu andern Zeiten/ an die Grafen zu Naſſau/ ſo wol auch/ von denſelben/ Anno 1364. mit ſampt dem darbey gelegenen Ampt Cam⸗ merſtein/ und Kuͤeburg/ mit Kaͤyſers Ca- roli IV. Vorwiſſen/ und Einwilligung/ an die Burggrafen von Nuͤrnberg kommen. Hernacher aber meldet wolgedachter Herr Limnæus alſo: mihi conſtat ex lect. antiq. monumentorum, daß Anno 1299. oder 1305. von Alberto, Roͤm. Kaͤyſ. und Ludo- vico IV. Imp. dem von Naſſau/ die Burg zu Camerſtein/ und die Hoffmarck daſelbſt/ die Hoffmarck zu Schwabach/ zu Altorff/ zu Heroltzberg/ ꝛc. verſetzt worden: vom Kaͤyſer Carolo IV.(Annorz 43.) Johanni Comiti Naſl. verliehen ſeine Kaͤyſer⸗und deß Reichs Burg/ von Camnnerſtein/ mit allen den Maͤrckten/ und Doͤrffern/ ſo darzu Kornburg/ Altorff/ zu rechten Erblehen/ ſo mit Bewilligung der Churfuͤrſten geſche⸗ hen: Hernach Anno 1364. Graff Johann von Naſſau/ Herr zu Hadamar/ ſeine Ve⸗ ſten Camerſtein/ und ſeinen Marck Schwa⸗ bach/ und Kornburg/ cum appert. Friederi⸗ chen Burggrafen zu Nuͤrnberg/ verkaufft habe/ umb 1 5400. Pf. Heller/ den Kaͤyſ. Carl damit belehnet/ und daß ſo wol der Kauff/ als die Belehnung/ von den Churfuͤrſten gut geheiſſen worden ſey. Der Abbt von Eberach ſoll Jaͤhrlich zum neuen Jahr/ dem Amptmann zu Schwabach zween Creutz⸗ Kaͤſe/ einen guten Leckkuchen/ zween Sporn/ einen ſchober Strohe/ und der Ampt⸗ maͤnnin einen Beutel geben. N Schwan⸗ — NNVBVVV2 94 Beſchreibung Schwanberg. S idllein⸗ und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch; davon obgedachter Wehnerus, an er⸗ wehntem 198. Blat/ alſo ſchreibet: Olim etiam Schwanberg in Franconia ain Stei⸗ gerwald/ prope Iphoven/& Kitzingen/ fuir Ganerbinatus, Chron. Herbipol. f. 3. quam arcem Epiſcopus Herbipoleniis nuper à No- bilibus de Wenckheim, emtionis titulo, fibi ſoli propriam fecit. Schwartzach. EIn Staͤdtlein und Ampt/ am Maͤyn/ zwiſchen Kitzing/ und Volckach gele⸗ gen/ ſo in dem Krieg der Grafen von Caſtell/ mit demſelben/ und den Abbten deß ſtattli⸗ chen Cloſters Muͤnſter⸗Schwartzach(ſo bey einer viertheil Meyl Wegs vom Staͤdtlein gelegen)) Anno r2 82. außgebronnen iſt. P. M. Wehnerus in pract. Obſervat. ſchreihet P. 661. Col. I. alſo: Zu Northeim/ da das Gottshauß/ und Cloſter Schwatzach die! Vogtheyligkeit/ und die Stadt Schwar⸗ tzuch/ hoc eſt, der B. zu W. und G. zu C. die Zent hat/ iſt man den Ubelthaͤter vor dreyen Tagen nicht zu lieffern ſchuldig. Sed ſi delinquens intra d. tres dies, vel etiam in via dum ducitur zur Zent/ noch biß zum klei⸗ nen Bruͤcklein/ zwiſchen Geroltzhauſen/ und Sommerach/ cum adyverſario ſich vergli⸗ che/ waͤre er ea propter der Zent entfallen/ und ibidem unſtraffbar. So er aber uͤber das Bruͤcklein/ ſo iſt er Zentfaͤllig. Biß hie⸗ her Wehnerus. Es iſt das gedachte Cloſter/ zun Zeiten Kaͤyſers Ludovici Pii, vomn Gra⸗ fen Reginguado von Rotenburg geſtifftet worden; wie Bruſchius de Epiſcopatibus Germaniæ neldet. Und wird ſolches/ ſampt dem Staͤdtlein/ ins Stifft Wuͤrtzburg ge⸗ zogen. In einem unlaͤngſten uͤberkommenen Be⸗ richt/ ſtehet alſo: Es ſeyn unterſchiedlich Schwartzach/ als/ Ober⸗Schwartzach/ ein Dorff oder Flecken/ darinn ein ſchon Ampthauß. unter andern Guͤtern/ auch Ober⸗Schwar⸗ tzach/ zum Mannlehen machen: dahero es nachmals dem Stifft Wuͤrtzburg heunge⸗ fallen. Bey dieſem Dorff iſt ein Wildbad/ darauß entſpringt ein Bach/ oder Waſſer⸗ lein/ ſo einen ſuccum lapideſcentem unt ſich fuͤhret/ bey Bimbach und Bruͤnn/ hin/ und bey Stadt⸗Schwartzach in den Mayn fleuſt. Heiſt auch Schwartzach: iſt aber ein anders/ als das im Nuͤrnbergiſchen Gebiet: welches bey Feucht hinfleuſt/ und in die Red⸗ nitz laufft. 1 2. Stadel⸗Schwartzach/ ein Dorff/ ins Cloſter Schwartzach gehoͤrig. 3. Stadt⸗Schwartzach. M 4. Cloſter/ oder Muͤnſter Schwartzach/ ſo Anno Chriſti 815. von Maingutho und ſeiner Gemahlin Arminia fundicet worden. Siehe die Wuͤrtzburgiſche Chonick. Bru- ſchius de Monaſter. Germ. fol. 145. nen⸗ net Ihn Megingaudum, Ducem Oſtro- francorum,& Comitem Rotenburg. ad Tubarum: Sie aber Imam, oder Imi- nam, Genebaldi, Regis Francorum, fili- am. Biß hieher dieſer Bericht. Siehe von den beyden letzten Schwartzach/ als dem Staͤdtlein/ am Mayn: und der bey einer Viertel Meil Megs darvon gelegenen Moͤnchs⸗Abbtey/ Muͤnſter⸗Schwartzach/ unſern Text/ pag. 54. Sonſten gedenckt auch einer eines Schwartzach/ ſo Er einen Graͤfflichen micht weit von dem Fuͤrſtlichen Hennebergiſchen Schloß/ und Flecken Kuͤn⸗ dorff gelegenen Sitz nennet. Schwarktznberg. Scohloß und Stammhauß der Herren Graffen von Schwartzenberg in Fran⸗ cken/ nahend Schwartzach/ Schluͤſſelfeld (ſo ein Wuͤrtzburgiſches Skaͤdtlein/ und Ampt /) und Scheinfeld/ gelegen. Von dem Urſprung hoch⸗wolgedachter Herren Grafen/ vom Herren Einkinger von Seinß⸗ heim(welchen Kaͤyſer Sigiimundus Anno 1417. zum Freyherren zu Schwartzenberg Dieſes iſt/ vor dieſem/ Cuntzen von Thuͤng⸗ gemacht hat) iſt Thraſybulus Lepta, in hi- feld eigen geweſen: Weiln Er aber wegen ſtorica expoſitione de Gcorgio Ludovico à der Niclaushaͤuſer⸗Wallfahrt/ ſoein Bau⸗ Scinsheim, ſonderlich lib. 5. zu leſen. An⸗ cker Anno 1476. angeſtifftet/ deß gemeinen Poͤfels/ ſo den gefangenen Baucker/ außm Schloß zu Wuͤrtzburg/ wieder ledig haben wolten/ Hauptmann geweſen(von dieſen Haͤndeln lieſe Friſii Würtzburgiſche Chro⸗ nick/ und Spangenbergs Hennebergiſche/ lib. z. c. 36, p. 238. ſeq.) muſte Er hernach/ no 1566. ſeynd ſie vom Kaͤyſer Maximili- no II. zu Graffen zu Schwartzenberg/ und Herren auff Hohen⸗Landſperg/ gemacht worden. Veſagter Lepta ſchreibet d. lib. 5. fol. 372. daß ſie/ die Graffen von Schwar⸗ tzenberg/ mit ihren Vettern/ denen von Seinsheun/ Anno 1588. einen Pact oder Verei⸗ — — ffffffffffffimffffffrmss V b Pſ Rnn ſſſſ 5 3 ' Wnaann ac,=*— 8 REN 7 Ml 1l 1 1l 4 Ia— un 6 In 29 3 Dn e 5, p 1 1 3 P 1III ES A — = 2 — — — Mf d, deh g AT. d ein Daffr ner Schwanch dn Maingurbo w da tuncret worg he Chonick. h m. kol. 1 m 4, Ducem On m Kotenbarg 1 mam, oder lm. s Francorum, fl Zericht. Sühedon vartzach/ als dan und der bey ein⸗ darvon gelegenn ler„Schwartzat Sonſten godench rtzach/ ſo Erainn eon dein Fürſtlicn und Flecken Kin⸗ t. nberg. dauß der Hertn zenberg in Fran h„Schluͤſſelfih Slaͤdtlein/ und gelegen. Vol edachter Herreh nger von Seinſt giſmundus Ahho Schwartzenl lus Lepta, in li rgio Ludovico4 S— — taͤh nl vartzenberg ſperg/ gemach ◻ d rü 4„ F ls a 3 ⸗ Ma K . Z. = — JTIe (EI In 4 W Pihcchl,, W „7pa1,⸗hr, 7l9 Din’nppen, 2 Vn, F. To hans Kirch Vnſa⸗ Frawen Kieck. . Spital zum H Geist. 4. J. Kilans Kirch. das Rahthars. G6 das Tedg hauis. Aas Feelhaass vnd—— 2 Gotnke,— ‿‿ᷣ 3„ 3 3„ jH. Fiſcher thor. 8. S R7, banck⸗ 16. Gumnaſe 9. die Lanlu.„ 7, Jo. Sptkal Mähl- 2 der Burger I Seua, ⸗nen 79 T. Achenn Schllch euat Z. Ohber Ihox. 20 R en e 13. Mubl thor. 27. clar Steinu e. . Brucken zhor. 2 ——— — ——' t lrrm l. EEEEi Lm 1In HE E Gunmm —— 1 ffffſffſſſpwlVTNTTTlU — S ) N 1 - 4 4 4 *☛ A 2 7 94 8 1 1 h 8 = 8 1 7 free 4 7J, 4 1 A 4 NWWN 5 N 8 8 1 12 ) ſ *ꝗ 4 4 14 * 1 be V 1 1 8. N —— LG lcg gn 1 eeee ——— vLELMMANV AANGmʒpm-IIIII ALc4 u- Dp —— 11— Io ann Herman RV N delnnealtt. N 8 · — — 9t neu — — — K— — 36 N f Am gm 3 N A S 4* 9 EEEEE A AIHIEHINeIeun M 21 4 Ler , 4 , E Addddldld- Wn To hans Käct.. de. Hie Aap, ] 2 2 6. Te E e eſer cha. Trees, Seiſ Kiuc. Id. D. H 2lschen Fhurn. affees huen. 65 S&pital 20 24 Dz2 E7 n llle K pſo en weinfurk. 115 ALLI 1 —= 8 uK K —“]ü]ü:ꝛ ⁰tÿää —ÿ——j— 8 2aachzsch Nof. 7. Daa May 2 en . Frauws en Liech. 4. Das Huu kthor r, uts e 2. 45„ 37 a 2— 24 Nætiſe PD S&c lauien Rad 1 ——— — N 1, ſſͤ adeanae 1 G A— 3 — 110. 1 , 3 an ſſſ 4 G G Aͤ£ D 1—. KMd wlll- U LLLI. MllII ULII 1iETEIIIEIERILfIIILIIIIIHIHLIII AA/ .——————————— *————=————————Z—x—x—⸗—————,.———.— ₰ 3 ——— eeerrͤrrdͤͤͤẽéęęéꝛéẽõpͤé—ꝑ C⸗ 3(. G. 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Vereinigung/ dergeſtalt auffgerichtet ha⸗ ben/ daß forthin die von Schwartzenberg den Namen der Herren von Seinsheim/ ne⸗ ben dem ihrem/ fuͤhren/ die Lehen auſſer bey⸗ der Geſchlecht nicht verauſſern/ und daß ein Geſchlecht/ dem andern/ auff den erfolgten Abgang deß einen/ ſuccediren ſolle. Schweinfurt. Eß H. Reichs Stadt Schweinfurt am Manyn/ iſt nach Munſteri Zeug⸗ nuß faſt mitten im Franckenland und we⸗ gen Weinwachs/ guten Ackerbaues/ Wie⸗ ſen/ Waldungen und Gehoͤltz/ an einem fruchtbaren Boden gelegen. Hat den Na⸗ men von der Schwaben Durchzug/ und heiſſet ſo viel als Schwabenfurth Trajectus Suevorum, denn Cornclius Tacitus bezeu⸗ get/ wie zu Zeiten Kaͤyſers Tiberii, die Schwaben auß Sachſen und von der Elb in Rhæriam, das iſt/ ins Rieß gezogen. Dannenhero zugleich das Alter dieſer Stadt vermercket wer den mag: Sintemal wo ſie ſo alt iſt als jetzt bedeuter ihr Name/und nemb⸗ lich/ wie wol glaͤublich/ ſie zu bauen ſchon angefangen worden iſt/ als an dem Ort der Furth von den Schwaben genommen/ ſo er⸗ gibt ſichs/ daß dieſe Stadt uͤber die 1600. Jahr alt ſeyn muͤſſe. Wiewol AndreasGolt⸗ meyer beweiſen wil/ daß ſie noch umb 257. Jahr aͤlter/ und nemblich 217. Jahr vor Chriſti Geburt von denen durch die Schwe⸗ den auß Ponnnern in das Stifft Muͤnſter und fürters an Mayn getriebene Schwa⸗ beuzuerbauen angefangen worden ſey. Daß aber dieſe Stadt heutiges Tages nicht mehr an dem Ott ſtehe/ dahin ſie jetztberuͤhr⸗ ter maſſen erſtmals/ nemlichvon Kiliansberg am Mayn⸗ ſtrohm beſſer hinauffwerts zum Bach unter dem Petersberg/ die Peteꝛ: Stirn genannt/ erbauet geweſen: Sonderneinen Buͤchſenſchuß davon den Maͤyn herab auff einer andern und neuen Hoffſtatt ſteheſiſt ge⸗ wiß/ wie auch dieſes kundbar/ daß man den vorigen zum theil gepflaſteꝛten Ort noch heu⸗ tiges Tages die alte Stadt heiſſe/ wiewol auſ⸗ ſer unterſchiedlicher allda noch befindlicher Veſtigien ſonſten keine Haͤuſer oder andere Geban mehr daſelbſt vorhanden/ ſondern al⸗ les voll Weinberg gepflantzet iſt. Beydes die Zeit und Urſach dieſer Ver⸗ aͤnderungen mag man von dem alten Henne⸗ bergiſchen Chroniſten und Cantzlern M. Se- baſtian Glaſſern vernehmen. Der Stadt 95 Schweinfurth(ſchreibet derſelbe) gieng es im Jahr 1253.(andere und faſt die mehrere ſetzen/1254.) elend gar genug/ darumb ſie auch nach ſelbiger Zeit Schweinfurth im E⸗ lend genennet worden/ denn ſie durch Krieg zwiſchen Henneberg und Wuͤrtzburg erobert und zu Grund verderbet wurde. Zu und nach Kaͤyſers Caroli Magni Zeiten/ da Teutſch⸗ land mehrers angefangen gebauet und be⸗ wohnt zu werden/ und ſolchem nach Fuͤr⸗ ſtenthumb/ Land/ Leuthe und Staͤdte von Roͤnniſchen Kaͤyſern/ den Fuͤrſten und Herren zu Lehenoder ſouſten gegeben worden/ iſt ſie den Grafen von Henneberg geweſen/ biß auf Graf Heinreich den fuͤnfften diß Namens/ nach welches und ſeiner Frau Mutter Heilæ Abſterben An. 1017.(derer zum Leibgeding von ihrem Gemahl Graff Bertholden die Stadt vorhero gemachet worden /) hat ſte Kaͤyſer Heinrich II. einem Herrn/ Namens Otten/ den man darnach gſeichfals Marg⸗ grafen von Schweinfurth genannt/ darumb uͤbergeben/ weil wider ihn letzlich Graf Hen⸗ rich Krieg gefuͤhret/ auß Fuͤrgeben/ daß ſeine treue Dienſte nicht waͤren erkannt worden. Kaͤyſ. Henrich der III.hat hernach bemeldten Marggrafen Otto von Schweinfurth/ auch zum Hertzogen zu Schwaben genmacht/ bey deſſen Erben die Stadt geblieben biß auffs Jahr 1112. allda/ nach Abſterben Eberhart/ deß 20. Biſchoffs zu Aychſtatt/ der noch ein Marggraf zu Schweinfurth geweſẽ/ ſie dem Reich heimgefallen/ und wurde gleichwo! dei ſuccedirenden Biſchoff darfuͤr Grettur gen in der Obern⸗Pfaltz eingethan und zuge eignet/ von welcher Zeit hero biß auf heutigen Tag Schweinfurth niemand als unmittel⸗ bar dem Reich allein zugethan verbleiben, auch ſonſten neben der Reichs⸗Immedletalt mit andern anſehnlichen Immunitaͤten/ Regalien und Freyheiten begabet und wol verſehẽ iſt/ dann ob ſie woln/ als auß war haf⸗ tem Bericht D. Synapii Munſterus vermel⸗ det/ eine lange und groſſe Beſchwerung von Kaͤyſern und Koͤnigen umb das Jahr Ehriſti 305. und nachgehends in deme gehabt/ daß ſie hoch verſetzet worden/ und Pfandweiß in frembder Hand eben lang geſchwebet/ iſt ſie doch allweg bey dem Reich bliebẽ/ und durch ihre treue ſelbſt Wiederloͤſung Anno 1396. nicht allein auß den Verſatzungen wieder loß kommen/ ſondern hat daher zu andern/ ſo altẽ als neuen vielen Freyheiten/ wie obgemeldt auch dieſes ſonderbare Kaͤyſerliche und Koͤni⸗ gliche Privilegium erlanget/ daß die Stadt von dein Heil. Reich in Ewigkeit nicht mehr N 2 verſe⸗ RmmAA— 96 Beſchreibung verſetzet /üͤbergeben/ verwechſeltſauch von eie wie auch Anno 1570. das Rahthauß zierlich/ nes Roͤnuſchen Kahſers Koͤniges und deß Reichs wegen umb Schulden oder andern Sachen willen nicht Pfandbar noch von je⸗ mand augegriffen werden/ wie auch darbene⸗ ben inſonderheit dieſe Freyheit und Macht haben ſolle/ ſo offt es deroſelben vonnoͤthen zu ſeyn beduͤncken thut/ einen Vogt oder ge⸗ freyten Richter/ auß ihrem Rath oder Bur⸗ gerſchafft zu erwehlen ſolchen auch ihrer Nothdurfft und Gelegenheit nach wieder zu urlaubeu und zu entſetzen. Wegen frembder Kriege hat beydes die al⸗ te und neue Stadt jezuweilen mehr unſchul⸗ dig erlitten/ weder hier in kuͤrtze mag gedacht/ zoch der Schaden ſo bald wieder erſetzet werden. Abilenus und Lungyvvitzius in ihren durch den Druck außgelaſſenen Hiſto⸗ riſchen Wercken berichten in dem zu viel/ daß die Stadt den 2. Octobris Anno 1631. da ſie von Guſtavo Adolpho dem Koͤnig in Schweden eingenonnnen worden/ demſel⸗ ben auchſ ſolle haben huldigen dnriſdin Durchs Jahr lang werden allda s. Nieder⸗ lag und ſo viel Jahrmaͤrckt wechſelsweiß ge⸗ halten/ darunter ſonderlich der auff S. Elita- bethæ Tagſals eine Meßvermoͤg Kaͤyſers Sigiſmundi de dato Conſtantz an S. Valenti- ni Tag Anno Chriſti 1415. ertheilten Privi- legii, auff 17. Tage lang zu halten gefreyet iſt, welche zu Friedenszeiten wegen Be⸗ quemlichkeit deß Waſſers und Landes/ auß Heſſen/ Thuͤringen/ Sachſen/ Voitland und Henneberg/ wie auch unterſchiedlichen und faſt den mehrern Benachbarten/ auch an⸗ dern vornehmen Fraͤnckiſchen und Schwaͤ⸗ biſchen Staͤdten/ vor dieſem ſtarck beſuchet/ und ſo woln dahero/ als durch der Innwoh⸗ ner Handlung/ Wein und Ackerbau/ davon ſie ſich denn meinſt nehren/die Stadt zimlich wieder erbauet worden/ ungeachtet ſie erſt Anno 1554. den 13. Junij in Krieg zwiſchen Marggraff Abrecht/ dem Juͤngern von Brandenburg/und den Fraͤnckiſchen Bund⸗ Statten bevorab den Biſchoffen zu Bam⸗ berg/ Wuͤrtzburg und der Stadt Nuͤrnberg/ wiewoln vermoͤg deren auff deme in nechſt darauff gefolgten 1§ 5 5. Jahr zu Augſpurg gehaltenen groſſen Reichstag von damaliger Roͤmiſcher Kaͤyſerlichen Majeſt. Carolo V. wie auch andern zuvorhero bey waͤhrender Belagerung allergnaͤdigſt ert heilten in offe⸗ nem Druck ſtehender Zeugnuſſen/ gantz un⸗ ſchuldiger weiß zu Grund denlratn gewe⸗ ſen: Inſonderheit iſt neben der Bruͤcken uͦ⸗ ber den Maͤyn die Schul/ das Zeughauß/ dann die Muͤhle mit 15. Gaͤngen dergeſtalt wol aaſdaß dergleichenan Maͤynſtrom nicht viel zu ſehen. Und wenn einen Ort billich mehrers die Leuthe/ als die Gebaͤuzie⸗ ren/ ſo moͤgen Conradus Celtes, der erſte Teutſche Poet/ Johannes Cuſpinianus reyer Kaͤyſer Hiſtoricus und Bibliocheca- rius, Henricus Sallmuth Profeſſor und Su- Perintendens zu Leipzig 8 dann Andreas Grundlerus und Jol nannes Syn- apius beyde der Artzeney Doctores, Ch ur'und Fuͤrſtliche Profeffores und Archiatri, dieſer Stadt wolzum Lob dienen/ ſintenial anderer zuge⸗ ſchweigen/ dieſe vortreffliche Maͤnner/ als Schweinfurther Stadtkinder/ und zwar Grundlerus deß in und auſſer Teutſchland ihrer Kunſt underudition halb ſehr beruͤhmb⸗ teſten Weibs/ Olympiæ Fulviæ Moratæ Ehemann geweſen/ mit deren er auch ſo lang zu Schweinfurt gewohnet/ biß im obgemeld⸗ ten Marggraͤffiſchen Krieg und leidigem Braundverderben ſie beyde von dannen gen Heydelberg vertrieben worden/ allda Sie in Griegiſch⸗ und Lateiniſcher Sprach/ ſowoln als Er publice und privatim profitiret, und zwar hat man eben auß dieſer Olympia Schrifften/ E Epiſtolen und Carminibus an⸗- ders mehrers nder Stadt Schweinfurth zuvernehmen/ unnothig auch unnuͤtzlich/ al⸗ les anhero zu bringen; Allein ſtehet noch zu deroſelben ſonderbahren und hoͤhern Lob zu gedencken/ daß zu Schweinfurth apenric der allererſte Rel gion-I jeden zwiſchen dem Kaͤyſer und den Proreſtirenden Staͤnden welche dazumal 7. Fuͤrſten und 24. Staͤdte wareu/ unttelſt Albrechten Ertz⸗Biſchoffen und Chur⸗Fuͤrſten zu Ahüpte und Ludwig Pfaltzgrafens am Rhein Chur⸗ Futftemauſß den Anno 1532. imAprilid daſelb⸗ gehaltenen Conyvent getroffen/ verglichen/ und ſo bal⸗ den darauff den 25. Auguſti vom Kaͤyſer durch oͤffentliche Mandat zu Nuͤrnberg be⸗ ſtaͤttiget worden/ wie beym Schleidano, Hortled. und Tom. 5. Isleb. Luth. zu ſe⸗ hen/ ꝛc. Dieſer Bericht iſt uns von vertrauter Hand connnunicirt worden. Siehe von deme/ ſo geſagt/ auſſer obange⸗ zogenen Scribenten, Cyriacum Spangen⸗ berg/ lib. 2. cap. 34. der Dinnehepai ſchen/ und cap. 300. der Mansf feldiſchen Chronic; die Braunſchweigiſche Chronic Buntingi, und Meibomi fol. 331. ſcqq. Crufium, üb. 1I. part. 3. Annal. Suev. cap. 28. Thrafy- bulum Leptam, im Leben Herrn Graf Lud⸗ wigen Iſ der d Iſtemn ache 5 ds die Lei uto 8 dec Wen Lu he 183 u He⸗ Jokandes di deß 1 und nuſt 3 ¹ und A. udition halbſ ſſe hrh be 5 Olympir Pul unie ue ſen mitderna rrſi ditgawohnat bißeanhgn aftiſchen Kuig un eoben ſie bendevon drn e tiibbenwolden aldes nd iddeeinſcherEmmſlr eund Ptivatin 1pr ohtia, nan eben auß dieſer l Um Epiſtolen lnd Cuun dinben . bundi Stad tSchwii unnöthig auc vnüͤt ru ingen; Alanſſcheruen nderbahren und höherm 9ß i6 uSn urth eimm ligion. Ine zwiſc M den etirenden Sti mnal⸗. Firſte und z4 E ſſtAlbu 1 ſtenzu Mynt undbe SamRh heunhlu⸗ Fanfine 1 dgſelbſtgebai ffen/ ve— en udl 6 ſc ul — dEl 27. ſiche dazu Nirnbun ui de be zm Schlecu. 2 T0m. 5. Kleb. Lurg 2 ſogeſagt 15s⸗ b Uin„C ri cu um Srähie boe er H wuunie Rr.— fädiſch dn Chro k de dar Tumte 5 nal 1 leV. nim vmin — — chwann — —————y———— 19E 5 eerul 591= le a s 129) bdr uu d auc E tucke ttef de G d'C geſte . unna „. 9 1. 3. 7 vat d ct.( Anie 1ei Nan vr mEin NoS ſaten d dtder nne altU dn kutſche ſtu dodie Aoh ig/ we dnn t] all 1. Sder mn derr mol arinne d wediſc zrr vorden Al. Bla⸗ 1 aber d 2 5' 5 Sche unm dnauß ſagr aichſan der ind ie Wgerme w tantz 9 R 6.98 1 A erren; un enbur⸗ Lrabe — chwe 3 d Zeito in gund 4 Unte deß Franckenlands/ ꝛc. Wwigen von Seinsheim lib. 2. fol. 13 4. Dreſ- ſerum in ſeinem Staͤdtbuch/ Abraham Sauern in Thceatro parvo Urbium(der deß in Anno 1296. allhie gehaltenen Thurnirs ſo der 16. in der Ordnung ſolle geweſt ſeyn/ auch gedencket) pag. 197. ſeqq́. und den Au- torem von den Reich⸗Vogteyen/ ſo viel ob⸗ gedachte gefreyte Richter anbelangt/ am 138. Blat. Limnæum de Jure publ. lib. 7. cap. 47. num. z. 4. 5.& Wchnerum in Obſer- vat. pract. Chriſtoph. Brouuerus lib. 4. Antiqu. Fuldenſ. p. 361. ſchreibet/ daß deß beſagten Marggraf Albrechts Schatz in ob⸗ vermeltem Einfall)mit aufgangen/und von den Soldaten ſchaͤndlich gepluͤndert worden ſeyen. Anno 1631. den 1. Octobris, bekam dieſe Stadt der Koͤnig auß Schweden in ſei⸗ nen Gewalt. Und hat ſie hernach noch viel in dieſem Teutſchen Krieg außgeſtanden. Und iſt folgends die meiſte Zeit/ eine Kaͤyſerliche Beſatzung/ weilen der Ort zimlich feſt/ und verwahrt/ allhie gelegen: den 13. Aprilis 1647. als der Kaͤyſerliche General⸗Wacht⸗ meiſter Herr Graff von Ladron das Com- mando darinnen gehabtſiſt ſolche Stadt von den Schwediſchen innerhalb wenig Tagen erobert worden. Thceatri Europær5. Theil am 13 36. Blat. Was aber am Ende/ wegen Marggraff Albrechts Schatz ſtehet/ das widerſpricht ein unlaͤngſten auß Schweinfurth uͤberkomme⸗ ner Bericht/ und ſagt: daß nicht deß gedach⸗ ten Marggraff Albrechts Schatz/ ſondern der Fuldiſche/ an 00. Kelchen/ koſtbarlich ein⸗ gefaſten Reliquien, ſchoͤnen Kirchen⸗Zierat uñ Kleidern/ſo Snach chweinfurth geflehnet worden/ durch den Raub und Pluͤnderung/ auch mit fortgangen. Sonſten wird ver⸗ meldet/ daß die kuͤnſtliche Bruͤck allhie/ ſo zwar nicht ſteinern/ ſondern Hoͤltzern/ inſon⸗ derheit zu ſehen ſey; und daß dieſe Stadt mitten im Franckenland gelegen/ daſelbſt der aͤlteſte im Rath allezeit der Reichs⸗Vogt/ und weil er Praſiden im Stadtgerichte/ ſo ſey er gleichſam befreyet/ den Rath zubeſu⸗ chen/ oder in denſelben zu gehen. Vor ihnie ſeyn Burgermeiſter und Rathallhie in der er⸗ ſten Inſtantz zu verklagen/ welcher etliche Rathsherren und Schoͤffen von Nuͤrnberg und Rotenburg an der Tauber zuſich nimbt; die Buͤrger aber muͤſſen vor dem Stadt⸗Ge⸗ richt zu Schweinfurth geſuchet werden. Sie giebt der Zeit Monatlich zum Reich einfach 4. 3u Roß/und 25. zu Fuß/ oder an Geld 148. fl. und zu Unterhaltung deß Cammer⸗Ge⸗ 97 richts zu Speyer/ Jaͤhrlich/ wie ich geleſen/ nach dem erhoͤchten Anſchlag/ 33. fl. 21. Kr. 4. Heller. Was der Schwediſche Hiſtori⸗ enſchreiber von der Eroberung dieſer Stadt/ den 5. Octobris, Anno 1634. durch die Kaͤy⸗ ſeriſchen beſchehen/ berichtet/ das mag miaan bey ihme im 2. Theil vom Schwediſchen Krieg/ t. 581. a. ſelber geleſen. Als folgends im Jahr 1647. den 14. Aprilis, Alten Calen⸗ ders/ der Kaͤyſerliche General- Wachtmeiſter und geweſener Commendanr allhie/ein Graff von Ladron den Schweden dieſe Stadt wie⸗ der auffgeben/ ſo iſt ſte hernach beſſer verwah⸗ ret und befeſtiget worden. 4 Schweiningen. Nahed Staͤtten/ Guntzenhauſen/ und der Altmull/ beym Hanenkam gelegen/ ein ſchoͤn veſt Schloß/ und Flecken/ vorhin dem Koͤniglich Daͤniſchen General/ Johann Philips Fuchſen/ ꝛc.(der in der Schlacht/ bey dem Schloß Luder/ oder Luther/ im Au⸗ guſto/ Anno 16 26. mit dem Kaͤyſerlichen Ge⸗ neraln/ Graffen von Tilly/ gehalten/ blieben iſt) jetzt Herrn Marggraffen von Branden⸗ burg/ zu Onoltzbach/ gehoͤrig/ als durch die Herren Vormunder) von dem/ wegen Ki⸗ tzingen/ heimgegebnen Geld/ wie berichtet wird/ zur Marggrafſſchafft erkaufft. 8 9„ Selb Tadt und Ampt/ Marggraͤffiſch Culm⸗ bachiſch. Bruſchius, in Beſchreibung deß Fichtelbergs/ nennet Selb im Jahr 1542. nach einen namhafften Marckt/ dardurch die Selb flieſſe /)im Selberwald. Senftenberg. Schloß und Ampt/ Bambergiſch. Seßlach/ oder Seßlich Scaͤdtlein und Ampt/ Wuͤrtzburgiſch. Sindringen. Taͤdtlein und Ampt/ bey Oeringen/ am Kocher/ und Kochenthal/ gelegen. Ge⸗ hoͤrt Herrn Graff Ludwig Eberharden von Hohenlohe/zu Pfedelbach hofhaltend. Hat vor dieſem ein Stifft darinn gehabt. Es ſte⸗ het in den Herbſt⸗Relation deß Jahrs 145. am 14. Blat/ daß in beſagtem Ampt Sin⸗ dringen der Kocherfluß 4. Stund lang gantz ſtill/ auch im Anfang deſſen das Waſſer faſt einer Ellen hoch gleich an ſich geſtanden theils Orten gantz außgetrucknet/ daß man trockenen Fuſie durchgehen/ auch die Muͤh⸗ 3 len d 98 Beſchreibung len deßwegen nicht lauffen koͤnnen; hernach dieſes/ oder ein anders Spalt /geweſen; da⸗ aber ſeye dieſer Fluß auß der Erden wieder⸗ von haben wir keinen gewiſſen Bericht er⸗ umb zugequollen/ und außgefuͤllet worden. V fahren koͤnnen. Solenhofen. V Speckfeld. Der Cellas. Solæ, an der Altmuͤll/ ein EIn Lympurgiſch Berg⸗Schloß/ und Cloſter/ Marggraͤffiſch Ohnſpachiſch/ Reſidentz/ am Staigerwald. Hat darun⸗ davon Brouverus lib. z. cap. 13. Autiqu.] ter einen groſſen Flecken/ Marckt Amers⸗ Fuldenſ. zu leſen: welcher die gantze Gegend/ heim/ von theils Engersheim/ genannt/ da die wo dieſes Cloſter gelegen/ das Schwalefeld/ Poſt von Wuͤrtzburg/auff Nuͤrnberg/ nicht Sualefeldiam, und Sualeveldonum, nennet/ weit fuͤruͤber gehen muß. Ihr/ der Herren daſelbſten Wunebaldus, und ſeine Schweſter Semperfreyen von Lympurg rechtes Stam⸗ Walpurgis, ſich auffgehalten. Siehe auch/ hauß Lymburg/ ein vierthel Stund von was Grerſerus lib. z2. de Epiſcop. Eyſtettenſ. Schwaͤbiſchen Hall/ auff einem Berg gele⸗ cap. 4. von dem Abt 8. Sola, und dieſem Clo⸗ gen/ iſt nunmehr ein Steinhauffe/ wiewol ſter/ ſchreibet: deme/ daß es die Lutheraner noch da ein Baurenhof auff dem Berge. Der haben ſollen/ nicht gefallen thut. Auß den ob⸗ Marcktfleckdurunter gehoͤrt beſagter Reichs⸗ erwehnten Scribenten iſt zu erſehen/ daß ſol⸗ Stadt Hall/ und heiſt Unter⸗Lympurg: ches Cloſter/ durch Freygebigkeit Kaͤyſer wird jetzt fuͤr ein Halliſche Vorſtadt gerech⸗ Caroli M. und auß Bitt Solæ, deß Heil. net; hat aber ihren eigenen Pfarrer. Am Bonifaci Juͤngers/ geſtifftet worden/ und Stadt⸗Thor zu beſagtem Hail/ dar⸗ umbs Jahr 1487. unter die Biſchoͤfflich durch man nach Unter⸗Lympurg gehet Aichſtaͤttiſche Geiſtliche Inſpection/ oder ſtehet inn Stein dieſe alte Schrifft gehauen: Sprengel /gerathen:da es zuvor ſeine Proͤbſt/ Gemeiner Nutz ließ mich vorzeiten vermau⸗ auß Fulda/ als welchem Stifft es vorhin/ ren; Derſelb mich jetzund ließ wieder oͤffnen/ in Geiſtlichem/ unterworffen war/ empfan⸗ und erbauen. Dann eszwiſchen hochwolge⸗ gen hatte. dachten Herren, und der Stadt vorzeiten Hiervon iſt auch inſonderheit Raderus viel Strittigkeiten gegeben hat. vol. z. Bavaric fanctæ, pag. 82. ſeq. in Was ſonſten in der An. 1649. bey deuen dem Leben deß Heiligen Solæ, eines Enge⸗ Friedens⸗Executions-Tractaten/ zu Nuͤrn⸗ laͤndiſchen Prieſters/ von deme dieſer im bergſuͤbergebnen Verzeichnuß der noch nicht Schwalsfeld/ oder Schwanenfeld/ gelege⸗ reſtituirten Ort/ deß Centgerichts halber zu ner Ort den Namenfuͤhret/ zu leſen; da er im/ Sommer⸗und IWinterhauſen: Iten/ we⸗ Beſchluß/ am 83. Blat/ dieſes mit anhenget: gen deß Dorffs Weſtheim/ und Lindelbach/ Quid actum ſit cum ſacris B. Solæ Reli- einkommen/ mag man ſelbſten darinn aufſu⸗ quiis, aut quo devenerint, poſtquam beati chen: weil ich vermuthe/ die Sach verglichen viri cellam, ſeu curiam, Lucherus inva- worden ſeyn werde. Cs geben die ſamptliche ſit, diripuit.& expilavit, mihi incomper- Herren von Limpurg/ Semperfreyen/ mo⸗ tum eſt. natlich dinfuih 11 zum Neichemnednnn⸗ — 9„ mergericht aber jaͤhrlich ordinarie 32. fl. nach — Sonnenberg. Ieerten Auſchlag aber/ wie ich finde E Ju Staͤdtle in in der Coburgiſchen Pfleg/ ʒ3 fl. 25. kr. 2. hell. den Thaler zu 69. kr. ge⸗ davonobe nbey Coburg geſagt worden. rechnet. Daran gibt die Speckfeldiſche/ oder Spalt/ Spalten. Suntheuniſche Lini 2. zu Roß/ 7. zu Fuß/ Wiſchen Weiſſenburg/ und Onoltzbach/ oder r fi. und die Galldorffiſche². zu Roß⸗ J ein Staͤdtlein/ und Ampt/ dem Stifft 0. zu Fuß oder 64. fior. Zu Uluterhaltung Iichſtaͤtt gehoͤrig/ davon Bruſchius de Epi- deß CTaunmergerichts gibt jede Lini den hal⸗ ſcopat. German. cap. 10. pag. 189. b.& ben Theil.„ p. 193. b. zu leſen. In einer geſchriebenen Staffelſtein. Verzeichnuß ſtehet/ daß Anno 1290. der SIn Biſchofflich Bambergiſches Staͤdt⸗ Burggraff von Nuͤrnberg die Kirche zu lein an der Radach/ nahend Ebelsfeld/ Spalt gebauet/ und ſampt den Chor⸗Her⸗ Stublang/ Lanckhein/ Lichtenfels/ Kun⸗ ren Teutſchen Ordens geſtifftet/ und ihnen ſtadt/ Reckendorff/ Ritelsdorff und Pau⸗ die Veſtung Winſperg/ mit dero Zugeho⸗ nach/ welches Anno 1641. die Weymari⸗ rungen geben/ und ſeiner Soͤhndrey in den ſchenbeſetzt haben. Vorhero/um Jahr 1633. Teutſchen Oroen gethan habe. Ob es nun haben die Buͤrger allhie ſampt den Solda⸗ ten/ —————— tn v e m ment2 de prn hi ehn unern C wielte dal Städd erd gauucta vor eher dD N ſtad bergen zen; ſſch 9 Ons Sein gaaͤt oß un 5* en de inenn Zerze harra on) it in K Pfit deller E E loß un in ichtet dafmt ſſer L grain zu N Da rkeit barae Nttin derge weppe vnien Vricun ühli e St dufen Kah lch m tgang Nm iff Gen Geun nd Ger dermt das Pug zr beſch E werſerl 8 Ktteniſh Um„und line Sth He⸗ eneral nn lg, S, annStaggen 61 d en Flecken Nös U Engereh. MAlchtg ür Kabre 1n unnd gehen 9 ſau Müenderg, 3 Rämug. A R enveneyupun nen alunten gehört bäagräe ein Sallerw Anker m 6 1 alliſche Vrrſiat 3 Vren eigenenpfarn tziu beſagtem Hal⸗ nach Unter,Lnumn indieſe alte Schrift ke utz ließ mich dorzeitmaene dich jetzund leßwidrinr Danneszwiſchenhoem. enl und der St ven ſeiten gegebenht. tcnin der An. 16 9 beh cutions-Tractaten zugh nen Verzeichnußder ode et/ deß Centgerichts o d Winterhanſen: Jrur s Weſtheim und Ludehe nag manſſlbſten darinnar vermuthe die Sachveni verde. Cégebendie ſaume umpurg/ Semperfrevae hus f zum Reic Zand⸗ der jaͤhrlich ordinarie zaf Auſchlagaber/ wieictt „hallden Thaler zusg gbtdieSpeckfebdſch te Lini zu Roß7 g ddie Galdorffiſchte i„ r6 for. I0 Unahe gerictsgibt jde Cn dn 3 Anno 154** r audum att dre Albie ſauwr dne, Aübie amhun o rget deß Frauckenlands/ ꝛc. 90 ten/ vom jungen Pappenheimiſchen Regi⸗ ſtephen/ demn letzten von Roſenberg gantz ab⸗ ment/ ſich dem Schwediſchen General Ma⸗ Jorn/ Wilhelin Kalckhun/ genannt Lohauſen/ und Herrn Claus Conrad Zorn von Bulach/ widerſetzt: daher die Thor perardirt/ und das Staͤdtlein erobert/ und den 28. Januar. preiß gemacht worden iſt. Steinach. Nlhend Bruckenau/ Biſchoffsheim/ Neuſtadt/ und der Graffſchafft Henne⸗ berg gelegen/ Stadt und Ampt Bamber⸗ giſch. Stadt Seinach/ Clumbachiſch/ Marg⸗ graͤffiſch. Stauff. Chloß und Ampt/ Ohnſpachiſch: vor⸗ zeiten deren von Seckendorff: wiewol in einer Verzeichnuß ſtehet/ Burggraff Jo⸗ hannes von Nuͤrnberg hab ſolchen Ort An. 1353. vom Kaͤyſer Carolo IV. umb 1600. Pfund Heller erkaufft. Stauffenberg. Stohloß und Ampt/ Bambergiſch. Es berichtet Herr O. Leonhard Wurffbain/ daß Kaͤyſer Ludwig der Vierdte/ dem Burg⸗ graffen zu Nuͤrnberg/ Priderico II. zur Danckbarkeit/ daß er ſich auff der Vehwiſen/ bey Alt⸗Oettingen/ ſo wol gehaltẽ/ und neben dem Schweppermann/ den Sieg erhalten/ und Fridericum Pulchrum fangen helffen/ obbeſagtes Stauff geſchenckt/ und daniit/ auß einem Kaͤyſerlichen Gut/ ein Burggraͤf⸗ lich Ampt gemacht habe. Anno 1541. hat Marggraff Georg von Brandeburg/ dem Gericht/ und Gemeind zu Stauff ein Wap⸗ pen geben/ das Herr Limnæus tom. 4. de J. publ. p. 831. beſchreibet. Stetten S zweylerley/ Ober⸗ und Unter. Ober⸗ Stetteniſt ein Marckt/ der Stadt Ro⸗ tenburg: und Nieder⸗Stetten/ ein Staͤdt⸗ lein und Schloß/ Halderberg genannt, dem Herrn Generaln/ und Graffen von Hatzfeld gehoͤrig: ſo vorhin Roſenbergiſch geweſen/ und zwey Meilen von Rotenburg gelegen iſt. Es iſt. Ihr Grafflichen Excell. auch der Fleck/ und ſchoͤn Schloß/ Waldmanshofen/ bey Roͤtingen/ zuſtaͤndig, ſo ingleichem Roſen⸗ bergiſch geweſen. Dann dieſes vornehme Adeliche Geſchlecht/ ſo viel Guͤter in Fran⸗ cken gehabt/ im Jahr 1632. mit Albrecht Chri⸗ geſtorben; und ſeyn die WuͤrtzburgiſcheLehen hochwolgedachtem Herrn Grafen von Hatz⸗ feld/ wie berichtet wird/ verehret worden: der auch die Roſenbergiſche Guͤter gegen der Un⸗ tern⸗Pfaltz gelegen/ als das Stanumhauß Roſenberg/ den Marcktflecken Schupff/ oder Schupff/ bey Boxberg(davon der Schuͤpffergrund bey Mergethenn/ Koͤnigs⸗ hofen und Lauden/ oder die Roſenbergiſche Doͤrffer daſelbſt herumb den Namen/ und ein anders als das Hohenlohiſche Schuͤpff iſt) wie geſchrieben worden/ bekommen: Die uͤbrige Roſenbergiſche Guͤter aber/ ſo nicht Lehen/ ſondern eigenthuͤmblich geweſen/ der Herr Biſchoff zu Wuͤrtzburg umb eine ſtar⸗ cke Summa Gelds/ Anno 1640., von dem Roſenbergiſchen Erben erkaufft haben ſol. Sula/ Sulla/ Suhl. Ode Stadt Sull/ am/ oder allernaͤchſt vor dem Thuringer Wald /in der Graf⸗ ſchafft Henneberg/ und ein groſſe Meil von Schleuſingen gelegen; allda die neuerbaute Kirch wol zu ſehen iſt/ ſo von theils unrecht Saulg genannt wird. Iſt ein Staͤdtlein/ da viel Eiſen⸗Ertz/ beſonders auff dem Dell⸗ berg/ und Domberg/ und auff dem Netz/ wie einer ſagt/ zu finden. Iſt jetzt verbrannt. Es ſeynd vor dieſem viel tauſend Mußque⸗ ten/ und anders Buͤchſenwerck/ da gemacht worden: deßwegen dann dieſer Ort beruͤhmt iſt. Das Waͤſſerlein wird die Haſel genannt/ ſo in die Werre laufft. Sultzdorff. EIn Wuͤrtzburgiſch Ampt und Marckt. Teiſchnitz. Ene Bambergiſche Stadt/ Schloß und Anmpt. Themar/ Themer. EIn Hennebergiſchſjetzt Chur⸗und Fuͤrſt⸗ lich Saͤchſiſches Staͤdtlein/ da es ein Decanat hat. Ligt an der Werr/ darein die Schleuß beym Cloſter Veſſer komumt. Theris/ oder Tharis. EIn Benedictiner Cloſter/ Wuͤrtzburger Biſtthums/faſt bey; Meilen/ den Maͤyn hinab/ von Bamberg gelegen. Gabr. Bu⸗ celin. Thierſtein. Soohloß und Ampt/ Culmbachiſch/ wie man berichtet. Caſpar Bruſchius in Beſchrei⸗ 100 Beſchreibung Beſchreibung deß Fiechtelbergs/ hat ein Thiersheim/ davon er am 52. Blat im Jahr 1542. alſo ſchreibet: Thiersheim ein Marckt/ Rarggraffen Albrechts von Brandenburg/ an dein Littersbach/ eine halbe Meil von Artz⸗ berg/ auff halben Weg zwiſchen Eger/ und Wunſidel gelegen. In dieſem Marckt wird jaͤhrlich ein unzehlich Menge der Kugeln/ danut die Kinder ſpielen: Item/ der groſſen Kugeln/ ſo man aus den Buͤchſen ſcheuſſet/ auß einem zaͤhen/ und feiſten Erdreich(wel⸗ ches die Einwohner deß Flecken Schmerſtein nennen/ und es umb den Flecken allenthalben herumb außgraben) von allen Einwohnern alten und jungen Leuten gemacht/ die werden darnach vom Feuer gehaͤrtet/ und mit viel Waͤgen gen Nuͤrnbergſund wiederumb von dannen/ durch gantzes Teutſch⸗und Welſch⸗ land gefuͤhret. Es haben auch gemeldten Fleckens Einwohner/ neben dem Ackerbau/ kein andere Handthierung/ der ſie ſich erhal⸗ ten/ oder ernehren. Thuͤngen. Chloß/ und Flecken 2 ½ Meilen von Wuͤrtzburg/ an der Wehrengelegen/ und dem Adelichen Geſchlecht von Thuͤn⸗ gen/ oder/ wie es vor Alters genennet worden/ von Tuͤgenden/ gehoͤrig/ und der Augſpurgi⸗ ſchen Conteſſion zu gethan: wiewol das Ju⸗ lier⸗Spital zu Wuͤrtzburg jetzo auch den vierdten Theil daran hat. Das Schloß/ oder die Burg/ ſo auſſer dem Flecken ligt/ iſt wol zu ſehen/ ſonderlich das Wuͤrtzburgiſche Theil. Es hat auch ein feines Schloß im Dorff/ſo denen von Thuͤngen/ zu Bonnlan⸗ den /gehoͤrig; wie ein neulich mir zukomme⸗ ner Bericht meldet. Trimberg. EIn ſehr groſſes Würtzburgiſches Ampt. Tundorff. En Burggraffthumb/ auf die 2. ſtarcke Meilen von Schweinfurt gelegen/ und dem Adelichen Geſchlecht von Schaumburg gehoͤrig. Welches der Zeit Juncker Georg Dieterich von Schaumburg verweſen ſoll: wie Hahn Petrus Francus auß Gleuſſen/ deß 54. Jahrs/ berichtet hat. Velden. En Nuͤrnbergiſches Staͤdtlein/ nahend Auerbach und Vilſeck/ bey der Obern⸗ Pfaltz/ dahin auch dieſer Ort vorzeiten ge⸗ hoͤrthat. Iſt Anno 1627. den 19. Maij/ von beyden Herren Marggrafen von Bran⸗ — — V denburg/ Hans Georgen/ und Hanſen/ Ge⸗ bruͤder/ ſo wol deren/ als dem Sachſen⸗Lau⸗ enburgiſchen Volck/ zu Roß und Fuß mit Ernſt angefallen worden/ muſten aber ohne Verrichtung/ mit Verluſt vieler Soldaten/ wiederum abziehen; weil E. E. Hochweiſen Raths der Stadt Nuͤrnberg Pfleger allda nebens der Burgerſchafft/ ſich dapffer weh⸗ rete. Es ſeyn allhie/ die Kirchen/ das Rath⸗ hauß/ Pfleghauß/ Pfarrhauß/ das Richter⸗ Thor/ Muͤhl⸗Thor und Waſſer⸗Thor/ ne⸗ ben etlichen Thuͤrnen/ von einem Wanders⸗ mannin acht zunehmen. Anno 1632. hat Velden der damals geweſte Kaͤyſerliche Ge⸗ neral-Wachtmeiſter/ Herr Gallas, einge⸗ nommen. Anno 1634. eroberte dieſen Ort der Bayriſche General Wahl mit Ge⸗ walt. Uffenheim. Non theils Offenheim/ und dem gemei⸗ D neu Volct Uffini genannt/ ligt 2. Mei⸗ lenvon Kitzingen, zwiſchen Ochſenfurt und Winßheim/ an der Gollach/ ein Staͤdtlein und Schloß/ ſo Graf Gerlach von Hohen⸗ lohe Anno 1368. den Burggrafen von Nuͤrn⸗ berg verkaufft hat; wie in einer Nuͤrnbergi⸗ ſchen Chronic ſiehet; wiewol eine andere Verzeichnuß das 1318. Jahr ſetzet/ und be⸗ richtet/ daß ſolcher Kauff uunb 24000. Un⸗ gariſche Gulden geſchehen ſey. Eine ande⸗ re geſchriebene Verzeichnuß hat/ als Chur⸗ Fuͤrſt Friederich Pfaltzgraf/ der Sieghaffte/ Hertzog Ludwigen in Bayern/ wider Marg⸗ graff Albrechten von Brandenburg/ beyge⸗ ſtanden/ daß er das Schloß Minfeld/ und die Stadt⸗Offen⸗oder Uffenheim in Francken; Item Camerſtein/ Hohenthau/ Tettlerſau Winßbach undandere Ort mehr; und ſein Vitzdom zu Amberg/ Neuſtatt am Eulmeñ die Stadt Weiſſenſtatt/ Widemberg und an⸗ dere Staͤdtlein und Schloͤſſer/ gewonnen; und die/ wie auch ein hundert Doͤrffer/ und Weyler/ von Grund aus verbrannt habe. Der Zeit gehoͤrt dieſer Ort unter die Marg⸗ graͤffiſche Ohnſpachiſche Regierung. Anno 1632. im Julio, ward dieſes Staͤttlein von den Schwediſchen erobert; und wird/ ſon⸗ ders Zweiffels/ ſeithero noch mehrers aus⸗ geſtanden haben. Vilſeck. D eſes an der Vils/und inder Lands Ge⸗ — legenheit/ ſo man die O ber⸗Pfaltz nen⸗ net/ ſich befindend Staͤdtlein und Schloß/ gehoͤrt dem Stifft Bumberg/ an welches 72 Lallhiedie Kräneß V auß Pfc ſertenſeg Krarund⸗ Viſſta rde dürnen don enmn m Vane zunchmen a aa e unals Sgeweſte Kanſe ſäti meiſter, Herr Gallg, 9 Anno 1634 eroberte R 1d iſche Genetil? Dilme Uffenhein. Ofnteim/ um n tUffmi genannt igt gen, zwiſchen chninee ander Gola ſcnen te ſo Graf Gerlachvon hir s den Burggraf nfenvench that; wiein einer Nurt eſiehet; wieweol ene c das 1Ir8. Jahrſetet wh lſcher Kauff unb 240cal en geſchehenſey. Emch Verzeichnußhan t) asc ch Pfaltgraf der Sinze vigenin Bayern wider hn ren von Brandenburg te rdas Schloß Mafabd o ſoder Ufenheimin Fennn ſtein Hohenthau d eitna —. dere Ott mehte mc nber Nuſtatt ttantni nert t Wödenbengie n und Stöſir umn um 1. lundert D rund aus velb aumma— et dieſer Ott unle trdie J 4 Waticd he Regie ſerung ward dieſes Sta ünn, vorbert un actnqntwis 0— 8— 8 7——2 8. A 8—— 8 S— 2 2 2 . X— Sf f„ W— ₰—= X=— 8— S 5—). *— ᷣ„AL— 2— we 35 S 5) 3 8 8 5— 6—— 0 4 d— 8 1[— 1= 4—— — 8 L 4 4= 8 ☛ Mee, 1* ʒ ſ A V——— SSNN 5——— 6 ◻‿ 4——„—= 2— 82 S r. S———— = 4———u ₰ g A-—————— 4 S AE—„ 6— 6.— 2 d ☛ N S 99 90 82 1 1 G 8 1 84 8 A b ᷣ S b 3 b *₰ 5 8 .. X85 8 + ‿. 1 8 8 ,S 1 ½ 3 † 5 ☛‿ XASA8 .8 D 8 8 4 ½ d 8 M M W WW 1 i03 54 1,5½ ¾ 8 S 8 4 8 h 8 3 S8 b S A G d 66 r. 5= 5 e5 1 S 4. 8 ſ — 8 2— 2,e d 3 4, 1. 9 b . N 4 17ed g aand 1409 6 22 29 5 ſi 3 mc 1 Fawe dach ſol un b Stwaſch rm ſcrobert 1 uaſt Swpollen. Iſ peena whin 1. lhrirten zud u Martio dn Bayriſch dem 4. hann 34. ſeq. d Meylen von ſche Mußque neriſchen ver lein verlaſſen Melabwert nn aber kouunen/ ver nuarüiüberfa gehenmuſten Hambachin niſchen viel el Roß/ und F Obriſte Tru auch daſelbſt Amberg/ 2.2 vefolget wor 4 4. Janug welcher Ort o ſein OQuavtir nehmen muſte ſagtes Hauba macht. Esgil En Cobun ſiſch Altenl — En ofir Graffen v bauethaben. deß Franckenlands/ ec. vor etlich hundert Jahren ſolle konunen ſeyn. Ligt zwiſchen Herßſpruck und Weiden/ und nicht ſonders weit von Auerbach und Sultz⸗ bach/ ſo im Jenner deß 1634. Jahrs/ die Schwediſchen/ durch auffhauung der Pfor⸗ ten /erobert; obwoln ein Feaderich/ mit 40. Ambergiſchen Mußquetirern/ ſich wehren wollen. Iſt folgends wieder gewonnen/ und hernach in Januario Anno 1641. von den Unirten zu Grund ruinirt; aber bald darauf im Martio/ Stadt und Schloß/ wieder von den Bayriſchen eingenommen worden. In dem 4. Tomo Theatri Furopæi ſtehet/ fol. 634. ſeq. daß zu Vilſſeck/ bey druthalb Meylen von Eſchenbach/ in 150. Bayri⸗ ſche Mußqueturer gelegen/ die nach der Ban⸗ neriſchen vernomnenem Einfall/ das Staͤdt⸗ lein verlaſſen/ und ſich nach Hambach/ ein Meylabwerts der Vilß davon gelegen/ reti⸗ rirt/ die aber Koͤnigsmarck/ ſo unach Vilſeck konunen/ verkundſchafft/ und den 3. 13. Ja⸗ nuarii uͤberfallen/ die ſich heraus ins Feld be⸗ geben muſten/ und daruͤber das Stadtlein Hambach in Brand gerathen/ undder Bay⸗ riſchen viel erlegt/ und zwar die meiſten zu Roß/ und Fuß gefangen/ und beyde Herren Obriſte Truckmuͤller/ und Kolb) die ſich auch daſelbſt befanden/ biß an die Stadt Amberg/ 2. Meilen von Hambach gelegen/ ℳ verfolget worden. General Banner iſt den 4. 14. Januarii auch nach Vilſeck komunen/ welcher Ort ſo uͤbel zugerichtet war/ daß er nehmen muſte. In gleichem ward auch be⸗ ſagtes Hambach zu einem ruinirten Ort ge⸗ Umbſtatt. En Coburgiſch: jetzt Fuͤrſtlich Saͤch⸗ AaAolhhtr Pogelburg. En Eloſter am Mayn/ ſo die Herren! bauet haben. Volckach. A Schweinfurth gelegen! ein Wuͤrtzbur⸗ Thraſybulus Lepta ſchreibet in dem Leben Herrn G. L. von Seinsheim/ im 1. Buch/ amtz6. und Oſtheim/ Herr Erkinger von Seinsheim/ ein Carthauß erbauet/ und ſolchen Flecken ſein Quartier im Schloͤßlein Altenweyler mnacht. Es gibt daherumb Eiſenhaͤmmer. ſiſch Altenburgiſches Staͤdtlein. Graffen von Caſtell geſtifftet und er⸗ M Manyn) zwiſchen Kitzingen und giſch Staͤdtlein/ und Ampt. folgenden Blat/ daß gegen uͤber/ im Flecken V 101 Anno 1414. darzu geben habe. Was den be⸗ ſagten Fluß Mayn anbelangt/ ſo der fuͤr⸗ nembſte in dieſem Lande/ ſo iſt oben im Ein⸗ gang etwas von ihme geſagt worden. Und wird ſolcher von Theils Mogonus, Moga- nus; von andern aber/ und zwar beſſer/ Mœ- nus Lateiniſch/und Griechiſch Maes genant welches Wort/ der Zahl nach/ 365. neinlich ſo viel Tage/ als im Jahr ſeyn/machet. Da⸗ her Philippus Melanchton geſchrieben hat: Diſcite præcipue Solis motumque viasque. Vos, quibus eſt Patrium Francica terra ſolum: Namque dies totus quot traxerit ambitus anu, Id Fluvu veſlri vox buné nota ſonat. Es iſt vorzeiten der Francken und Alleman⸗ ner Graͤntze geweſen/ in welchem man Per⸗ len finden ſolle. Munſterus, in der Tafel deß Franckenlands/ ſagt/ der Mayn habe zween Urſpruͤng an der Gegne deß Fichtelbergs: der eine heiſſe der weiſſe Mayn/ rinne von Gefreß auff Stein: der ander der rothe/ ſo bey Perneck/ am Anſtoß deß Boͤhmerlands/ entſpringe: der weiß/ und rothe Mayn kom⸗ men zuſammen zwiſchen Stein/ und Roͤ⸗ ting: flieſſe demnach der gantze Maynſdurch viel Kruͤmmenunter Bamberg/ auff Hatz⸗ furt/ Schweinfurth/ Kitzing/ Wuͤrtzburg/ Gemuͤnd/ Miltenburg/ Franckfurt/ und ge⸗ gen Mayntz uͤber in den Rhein. Wachenrodt. M Arckt/ Schloß/ und Ampt/ Bam⸗ bergiſch. Waißman/ oder Weißman. Tadt und Ampt/ dem Biſtum Bam⸗ berg gehoͤrig. Inder kleinen Bamber⸗ giſchen Calender⸗Chronic ſtehet/ daß Anno 1243. der letzte Hertzog von Meran/ Otto, durch ſeinen Hoffmeiſter/ in ſeinem eygenen Schloß Nieſten(ſo noch ein Bambergiſch/ Schloß/ und Ampt) ermordet worden/ welcher Hertzog/ in ermeldtem Jahr/ vor ſeiner Entleibung/ den mehrertheil ſeiner (Guͤter/ und das beſagte Schloß Nieſten (oder Niſten/) ober Waißmaͤyn gelegen dem Stifft Bamberg/ durch ein Teſtament verſchafft habe. Indem s. Theil deß Thea- tri Europæi, wird eines Bambergiſchen Schloſſes/ ſo Anno 1648. den 1. 11. April. die Frantzoſen verbrant haͤtten/ gedacht/ ſo aber nicht Wachenrodt/ ſondern Wallerodt daſelbſt genannt wird. Anno 1633. den 12. Martii/ nahm Hertzog Bernhard von O Sach⸗ 102 Sachſen obgedachte Stadt/ oder Staͤdtlein Waiſiman/ darob beſagtes Schloß Nieſten (darinn der letzte Hertzog von Meran Anno 1248. ermordet worden)gelegen/ ein/ und Auno 1641. beſatzten die hinterlaſſene Voͤl⸗ cker/ ſo nach ihm die Weymariſche genannt worden, daſſelbe. Waldenburg. Der Waldenberg/ Stadtlein/ und Schloß/ nahend Oeringen/ und z. Stund von Schwaͤbiſchen⸗Hall/ und dar⸗ zwiſchen das Cloſter Gnadenthal/ gelegen/ welches Waldenburg/ ſo der Zeit Herren Graff Philip Heinrichs von Hohenlohe Re⸗ ſidentz/ wegen der traurigen Faßnacht in An. 1570. bekandt; davon beyn Cruſio part. 3. Annal. Suev. Ilib. 12. cap. 16. zu leſen iſt. Es liegen beyde/ Schloß und Staͤdtlein/ beyſammen auff dei Verg/ ſo ſehr veſt/ und wann man oben das Waſſer haben koͤnteſie fuͤr gleichſam unuͤberwindlich gehalten wuͤr⸗ den. Im Schloß hat es eine Ciſtern: ſonſten holet/ und traͤget man das Waſſer von unten hinauff. Cruſius ſagt/ es gehoͤre das eine Meil wegs von Hall gelegene Nonnen⸗Clo⸗ ſter Gnadenthal hieher nach Waldenburg. Wartenfels. Waldenfels/ anderthalb Meil oberhalb Culmbach gelegen; Allda 1549. deß Mart. Cruſii Vatter Pfarrer geweſen. Waſingen/ Waſiengen. AN der Werra ein Meil von Meinin⸗ 82 gen/zur Graffſchafft Henneberg gehoͤri⸗ ges Staͤdtlein/ und Schloß/ allda ein Deca- nus iſt. Waſſertrudingen. Der Waſſertruchedingen/ oder Tru⸗ hendingen/ Drucheding im Rieß/ an! dem Waſſer Wernitz/ und 4. Meylen von Onoltzbach gelegen/ ſo/ vorzeiten/ den Gra⸗ fen von Hohen⸗Truchendingenſſo ihre Herr⸗ ſchafft an der Wernitz gehabt/ gehoͤrt hat; nach deren Abſterben das mehrertheil davon an die Burggraffen zu Nuͤrnberg/ und das uͤbrige an das Cloſter Lanckheim kommen/ da ſie auch ihr Begraͤbnuß gehabt; wie Cyria⸗ cus Spangenberg in der Hennebergiſchen Chronic lib. 3. cap. 5. ſchreibet. Graff Ernſt von Hohen⸗Truchedingen/ hat An. 958. das reiche Benedictiner Cloſter Anhuſen/ nicht Beſchreibung weit vondieſer Stadt gelegen/ geſtifftet/ als Bruſchius de Epiſcopat. Germaniæ, und Cruſius part. 2. Annal. lib. 4. fol. 128. berich⸗ ten. Hat hernach unter die Marggraͤffiſch Brandenburgiſche Regierung zu Ohnſpach gehoͤet; deren auch beſagte Stadt zuſtaͤndig iſt/ als welche Fridericus IV. Burggraffzu Nuͤrnberg/ Anno 1361.(al. 1370.) von den Graffen von Hohenlohe/ umb 33. tauſend Pfund Heller erkaufft hat; wie bey dem Li. mnæo lib. 5. de Jure publ. cap. 7. num. 12. ſtehet. Ein geſchriebene Verzeichnuß ſetzet ein weil 1300. Pfund Heller/ ein weil 3z. tauſend Pfundt/ zu 120 Nuͤrnberger 1. Pf. und auch das 1361. Jahr. Esiſt dieſe Stadt von dem Graffen von Oettingen umb 19000. Pf. Heller kaͤuff⸗ lich an Hohenlohe kommen; und hat hernach Anno 1371. ſolche Burggraff Friederich/ von Gerlach und Gottfrieden von Hohen⸗ lohe erkaufft; wie Limn. tom. 4. p. 833. be⸗ richtet. Anno 1648. im Martio befanden ſich allhie die Frantzoͤſe und Schwediſche Voͤlcker/ hernach aber den 21. Octobr. wie⸗ der die Schwediſchen. Wehrneck. Nder Wehren/ davon dieſes Dorff und 2 Schloß auch den Namen. Iſt/ zuſampt ExN Schloß und Dorff der Edlen von ſeinem Ampt/ Wuͤrtzburgiſch/ ſonſten an⸗ derthalbe Meilen von Schweinfurt ge⸗ legen.. Weickersheim. Scadt und Schloß an der Tauberſſo vor dieſem dem Herrn Graffen Georg Frie⸗ derichen von Hohenlohe gehoͤrt hat: aber/ im naͤchſten Teutſchen Krieg/ dem Teutſchen Meiſterthumb gegeben worden: wiewol in dem Anno 1648. publicirten General Reichs⸗Frieden vorſehen worden/ daß die Herrſchafft Weickersheim; wie auch das Cloſter Scheffersheim/ Hohenlohe wieder bekommen ſolle. Ins gemein wird gedach⸗ tes Nonnen⸗Cloſter Schefftersheim genant/ ſo bey Weickersheim/ und auch an der Tau⸗ ber gelegen; welches Kaͤyſer Conradi III. Sohn/ Hertzog Friederich zu Rotenburg in Francken erbauet hat; wie Cruſius in ſeiner Schwaͤbiſchen Chronic berichtet. Anno 16 45. nahmen die Frantzoͤſiſchen und Wey⸗ mariſchen Voͤlcker/ Roͤtingen/ Eyp/ Uffen⸗ heim/ Kreglingen/ dieſes Weickersheim/ Meinbernheun und Kaltenbergſtetten ein und belegten ſie: Zu Mergetheim war das Haupt⸗Quartir. Siehe unſern Text/ p. 8.a. und ch das I 361 N' ſt. deeSundn, ndunb 190n, p mrmhetoumniun ſiche Jang uff ruad und Got aufft; wie Limn. tom. Anno 164§. un An die die Frantzoöͤſ.„und S Oc lermac baberded A Schwediſchen Wehrneck rS Vo ehren da Wondicſes) loßauchden amn h unpt/ Würzburnigſſe e Maln ven Säun Weickershein. tund Schleßande dar em dem Herrn Grafenor von Hohenlohe gehort he ten Tzutſchen Kuegdnd Hunb gegeben woden ne no 15648. publierli, rieden vorſchen worden ft Watkrctem we ceffersheim /Hohenl aſolle. Jusgenenue en-Cle vſrSchefftere henne icker dan a 7 dem K 3 eh nar 45 tt; Wani iin chen Chroui beutnt 39 ſ d fn nen Fra antzoͤſiſch 8 Volcker Näungn enn eg lingen dieſes ain V eem und Kitmirn⸗ ſie Zu Magtum aft BiteunnN n Se wNen ☛ alden K m 1 8 6 P Ke de ³‿ S 4 —— —— 7 8 8 E 1—. 3 e 2 Apee A — ——— 8 3 ‿ — —— —— ſrlen I 9 59 1IEIILii⸗ . 1f t. ¹ d d4 1 19 11 ſ, KNN 1¹ MWnn 4 1eeeKubn 79 ₰ e K —— ½ —— AN —* J 1 = ℳA. Das Geafl. Sckloß. C. he⸗ euiſs er Murn. F Ste eit hof. H emulle. B. Di Kirck. E. Kirch kaf. G. Wember⸗. hoß e Whhng. h h dd 97 — M E n 4 1 Nau 6½ N S S — — 2 S&ſpiger u ——— — e 85 Abbildtung vnd is Hrundtrißd der Staut Weiſſe i lent rg 13. im Nortgaw wie ſolche von den Heund ir Bau vntet n Commaaito Herat Gen: 85 zrineiher Freuheren vonn Fernemont Pelägert vnd eroͤbert worden, den 1. Eebr: 16 45. 1 33 reree i s 2 lk 1⁰ T 1 1 enAhee Ce —— e ¹ 1 * 1 1 1 1 1 —= —.————— ; ¹ 1 — 4. — JufaffsTeafe ſfeecfernfeepof— ſ d 6 — ¹ 19 — 11 Dare 1 B. Wilsbuͦiger tlor ùnd Korwerek. C. Inſar luelen Frailert fhor Blocl, 2daderder Brucken undt mur liutera D. F DPer tfurn do die Sckæe'ediſcla mit leſtærneageſtumen uber dams F.&. Andreæ oder Varkirch. G. Der&primende See. H. Der Frcidli. I. Der cheröocker. K. Der Sclaibeler. L. Der Gündtsthdurn wodas bock fuck don12 Santunlang gfran N. Kag: Aꝑproclien. O. Hach: Batterier P Kac: Bresha. L Chair Ba Redutten R. Chu Baus: Approhen S. Chus Ba: Eatter ten. T clua Bai; Brescha V Voruackten« r Kau ſerlicten a Chur Bau. I Der Scluwediſclaen alſcluut X 7— 7„ 3 een altæs uerfallanes raulelm. Hariris guclalm Rellttber don Blæfeldke. Eng: fẽcit v. Die Loh muiufal mit einer reddtte t. Pau Blockluuds im qraben . Andere Batterion Kau: ünd Chuc Ba: orr Welcluen dic- Fancçken der Statt genomnuei Woraern 2. Eiferne thiir leun 7, daurch man um Widker ſo Aà‿ vnren as uiui, 3 3. Aus gang der Sclubediſchen in ihr uerdor te Wercke.„ Zosch waſer graben uor dem SiSe ſe F. 2iwer uunger umbdies otatt. 6. Ein udsger, rbun iurrib déc dorie 7. Der tunff eckigte thucrn. 8. EtZLdu Jamm durch den ra, benſs das eaſer adfhalten. 9. Stéinerne Brucken viterm veg nacteer Elinger. Jo. Diæ wieſeri nach denm geluurg. 31. Das Hzuſell ſo di Srtawedan ange ziindes. . 3Z. Die.&cies mAuer 5 3. Comimandurte uolæker ſ hætten Starmer ſoen. 8 deß Franckenlands/ ꝛc. und daſelbſt auch von dem Hennebergi⸗ ſchen Staͤdtlein und Schloß Waſungen/ auder Werra. Weiſſenburg am Nordgoͤu. D Jeſe Reichs⸗Stadt/ ſo vorzeiten ein — weil der Burggrafen zu Nuͤrnberg Pfandſchilling geweſen: aber Anno 1360. von ihnen/ der Verſatzung halber/ wieder loß geſprochen worden/ liegt 5. Meil von Tho⸗ nauwerth/ undan der Altmuͤhl. Kaͤyſer Carl der Groſſe hat Anno 793. von dem Fluß Regnitz/ oder Reduitz/ in dieſen Fluß Aitmuͤhl/ Alcimoniam,(ſo zu Kehlheim in Bayern in die Thonau faͤllt zu graben anfa⸗ hen laſſen/ damit man auß dem Rhein in den Maͤyu /auß dieſem in die Rednitz/ von ſolcher in die Altmühl/ und aufderſelben in die Tho⸗ nau ſchiffen koͤnte: daran er aber durch ſtaͤ⸗ tige Regen und Feuchte der Erden/ verhindeꝛt worden/ wie auß den Hiſtorien bekandt iſt. Es hat allhie zu Weiſſenburg eine Reichs⸗ Pfleg/ welche mit der Reichs⸗Pfleg zu Tho⸗ nau⸗oder Schwaͤbiſchen⸗Werdt/ etwann zugleich mit einander beyde von Roͤmiſchen Kaͤyſern verſetzt/ hernechſt aber wieder von einander geſondert worden ſeynd. Und hat es benantlich mit der Reichs⸗Pfleg zu Weiſ⸗ ſenburg eine ſolche Gelegenheit(wie der Ver⸗ faſſer deß Diſcurß/ ob die alten Reichs⸗Vog⸗ teyen dieſer Zeit bey den Reichs⸗Staͤdten wied angerichtet werden ſollen/ am 3 1. Blat meldet) daß viel Doͤrffer ohnfern von der Stadt/ jedoch auſſer derſelben Marckung ge⸗ legen/ welche man die Koͤnigliche Doͤrffer nennet/ mit aller Obrigkeit/ hohen und nie⸗ dern Gerichten/ Lunbgeld/ ꝛc. auch mit Guͤl⸗ ten von Haber/ ꝛc.(in andern Flecken/ ſo den Benachbartẽ zuſtaͤndig ſeyndſgefallend) dar⸗ eingehöͤren: Erſcheinet beneben auß denen daruͤber beſagten documentis ſo viel/ daß ſol⸗ che Reichs⸗Pfleg/oder dero Verwalter/auch etwas Gerechtigkeiten in der Stadt gehabt/ und daſelbſt gewohnet haben muͤſſen: was aber ſolche Jarageweſen/ iſt nunmehr etwas unlauter und zweiffelhafftig: Indem ein Interims⸗Vertrag(zwiſchen den Staͤdten Weiſſenburg und Schwaͤbiſchen⸗Werdt;) durch die von Augſpurg und Nurnberg/ An⸗ no 1537. wegen Sonderung beyder Pflegen/ erhandelt) mit ſich bringt/ daß der Stadt Weiſſenburg Richter⸗Ampt/ oder deſſen Be⸗ ſetzung/ in die Pfleg daſelbſten gehoͤrig ſcye: 103 Entgegen beweiſen Burgermeiſter und Rath der Stadt Weiſſenburg/ mit vernunfftigen Gruͤnden und etlichen Documentis; daß ſolch Richter Ampt nicht der Reichs⸗Pfeg/ ſondern gemeiner Stadt zuſtehe/ und daß be⸗ vorab der Blutbann in der Stadt/ und dero Marckung/ ihnen jederzeit gebuͤhret: Der Reichs⸗Pfleger aber ſelbigen in den 4 Koͤni⸗ glichen Doͤrffern gehabt: Dahero noch heut zu Tag zwey digna meri Imperi, deren eines der Reichs⸗Pfleg/ das andere der Stadt diene/ vor Augen ſtehenſꝛc. Deme ſey nun aber wie ihm wolle/ ſo iſt dieſe der Stadt Weiſſenburg Reichs⸗Pfleg/ welche ſie in die 96. Jahr Pfandweiß inngehabt/ Anno 1629. (al. 1628. Siehe oben den Eingang dieſes Tractats) abgeloͤſt/ und Herrn Biſchoffs zu Aichſtatt/ Fuͤrſtlichen Gnaden /Admini ſtrations-weiſe eingehaͤndiget/ zwiſchen dero und der Stadt/ folgends ein Proviſtonal⸗ Vergleich/ deß Richter⸗Ampts halber/ auff⸗ gerichtet worden. Darob gleichwol ſo viel zu verſpuͤren/ daß die Reichs⸗Pfleg/ ohn/ oder mit dem Richter⸗Ampt/ nicht ſo viel befug⸗ ſame habe/ als anderer Slaͤdte Reichs⸗Voͤg⸗ te ſonſt vor Jahren gehabt. Und geben ſon⸗ derlich der alten Reichs⸗Pfleger Revers/ ſo ſie der Stadt zugiter geben nuͤſſen/ſo viel zu erkennen/ daß/ wann ſie zu einem Burger zu ſprechen gehabt/ ſie deßwegen in der Stadt/ nach derſelben Geſetz/ Recht/ und Gewohn⸗ heit/ das Recht ſuchen; auch mit Abtret⸗ oder Continuirung ſolchen Pfleg⸗Ampts ſich nacher der Burger Willen und Heiſſen/ verhalten muͤſſen. Und ſo viel ſagt hie von der angezogene Autor. Der monatliche ein⸗ fache Anſchlag zum Roͤmerzug/ iſt dieſer Stadt/ 3. zu Roß/ 15. 3u Fuß/ oder 100. fl. Hat aber in dieſem Teutſchen Krieg/ von bey⸗ den kriegenden Partheyen/ ſonderlich Anno 1632. den 28. Maiz/ nicht wenig von den Bayriſchen außgeſtanden; wie hievon im 2. Theil deß Theatri Europæi, am 567. Blat/ der andern Edition, und darunter die⸗ ſes zu leſen/ daß damalen auch die drey Thor verbrannt worden ſeyn. In jetztgedachten Thcatri 5. Theils 1278. Blat wird vermel⸗ det/ daß dieſe Stadt/ als ſolche mit einem Re⸗ giment Schwediſcher Soldaten unter dem Obriſten Lieutenant Adam Weyern beſetzt Arweſeh⸗ von den Kaͤyſeriſchen und Chur⸗ Bayriſchen den 23. Januarij 1647. erobert/ und ihr Zeit wehrender Belaͤgerung mitEin⸗ werffung vieler Granaten/ Feuer⸗ Ballen/ und gluͤender Kugeln/ an Haͤuſern und Sta⸗ deln groſſer Lähiden zugefuͤget worden. Zu nechſt 104 Beſchreibung Zu nechſt ob dieſer Stadt ligt die Beſtung Wölsburg/ auf einem hohen Felſigen Berg/ da vor Zeiten Kaͤyſer Carolus M. eben an dem Ork/ wo ſein Vater/ Koͤnig Pipinus, ſo ſich hierunib mit der Jagt erluſtigte/ S. Nico⸗ lai Eapell gebauet/ das Benedictiner⸗Clo⸗ ſter Wildsburg/ bey Regierung deß andern Biſchoffs zu Aichſtatt/ Gerochi, geſtifftet hat/ wie G. Bruſchius de Epiſcop. Germ. c. 10. pag. 181. ſchrelbet. Marggraf Georg Friederich von Brandenburg/ hat hernach dieſe jetzige Veſtung mit 5. Paſteyen zu er⸗ bauen angefangen ſ ſo allhie ihre Caſamgten undfuͤrgelegte Fluͤgel/ und auf den drey Pa⸗ ſteyen gegen der Straß/ wo man hinauf faͤh⸗ ret/ auch ſeine Cavalliers gehabt/ alles von de/ nach dem erhöͤchten Anſchlag/ Jaͤhrlich, 41. Gulden/ 42. Kreutzer/ 5. Heller/ den Thaler zu s9. Kreutzern gerechnet. Hat ein Reichs⸗Pfleg/ darinn 4. Doͤrffer/ Kaldorff/ Peterbuch/ Biburg und Wengen/ mit aller Ober⸗ und Nider⸗Obrigkeit/ mit Steuren und Umbgeld/ ꝛc. ohnſtreitig gehoͤren/ in die auch etliche Habergulten/ auß andern Herrſchufften/ gelieffert werden. Solche Reichs⸗Pfleg hat die Stadt 90. Jahr innen gehabt/ biß dieſe Pfandſchafft Anno 1629. vom Biſchoff von Aichſtaͤtt gehling abgelöſt worden. Es iſt aber in der Anno 1649. den 11. 21. Junij, zu Nuͤrnberg/ bey dem ange⸗ ſtellten Executions-Convent, uͤbergebnen Verzeichnuß/ mit einktommen/ der Stadt hartem ſpitzigen Stein/ ſo auß dem Zwinger oder Graben/ mit groſſer Muͤhe und Arbeit/ außgebrochen/ und die Wehren/ und andere innere Gebaͤu alſo rauher damit aufgebauet worden; darumb Anfangs etliches Gebaͤu nicht gern beſtand haben wolte/ man ſich auch deſorgt hat/ daß im Fall der Noth ein Buͤchſenmeiſter allda nicht gern ſich gebrau⸗ chen laſſen moͤchte/ weilen die Wehren und Schußloͤcher alle nur von neuen ſpitzigen Steinen gemacht/ und darzwiſchennitt alleꝛ⸗ ley kleinem Gebroͤck außgefuͤllt/ daß dann von einem rechten ſtarcken Schuß innwen⸗ dig den Soldaten vielmehr von genelten Steinen Schaden zugefuͤgt wuͤrde/ als von dem Schuß/ oder Kugel ſelbſten. Es iſt dieſes Wuͤltzburg dem General Grafen von Tilly/ von der Regierung zu Ohnſpach(da⸗ hin/ durch Guntzenhauſen/ 5. Meil gerechnet werden /) umbs Ende deß 16 31. Jahrs/üͤber⸗ geben worden/ der 300. Soldaten darein ge⸗ legt. Und iſt ſolche Veſtung dem Herrn Marggrafen An. 1642. noch nicht reſtituirt geweſen; wie man damalen im Julio berich⸗ tet hat. Anno 1634. den 11.Octobris, hat das Feuer darinn groſſen Schaden gethan/ und ſollen die inwendigen Gebaͤu noch nicht reparirt worden ſeyn/ ſondern nur das Ge⸗ maͤuer da ſtehen. Hat einen einigen Brun⸗ nen/ ſo ſelbiges mal auch in der Brunſt ver⸗ ſchuͤttet worden ſeyn ſolle. Der Welſche Graf Gualdus beſchreibet ſie/ im Jahr 1647. alſo: Vaiſſemburg piaz- za oltre il Danubio, vicina a Vilsbourg, cinta dadue recinti di mura antiche, ma torti, ajutata d' alcune fortificationi moder- ne&c. Was dieſe Stadt Monatlich zum Reich zu contriduiren/ das ſtehet im beſag⸗ ten Text: Zu Unterhaltung deß Cammer⸗ Gerichts zu Speyer/ gibt ſie/ wie ich fin⸗ Weiſſenburg/ die von Herrn Biſchoff zu Aichſtatt innhabende Reichs⸗Pfleg ſeit An⸗ n0 29. zu reſtituiren/ nicht allein die bloſſe Vogteylichkeit/ wie der Herr Biſchoff gegen erlegten Pfand⸗Schillingeſzu thun gewillt⸗ ſondern auch die prætendirte Lands⸗ Fuͤrſt⸗ liche Obrigkeit daruͤber fahren zu laſſen. Wasdarauff erfolgt ſeyn mag/ iſt mir un⸗ wiſſend. Anno 1634. hat ſich dieſe Stadt/ den 21. Decembris, wegen lang nußgeſtan⸗ denen Hungers/ den Kaͤyſerlichen mit Ac⸗ cord ergeben. Weiſſeneck. Enn Bambergiſch Schloß/ Pfleg⸗ und Land⸗Gericht. Weiſſenfeld. En klein Staͤdtlein des Biſchoffs von Bamberg/ an der Weiſſent/ oder Wiſent/ beym Wald Grogelſtadel gelegen/ Joham nis Hanfeæ, geweſten Biſchoffs zu Wien/ eines gelehrten Mannes Vatterland/ wie Bruſchius vom Fichtelberg ſchreibet. Theils lnennens Weiſchenfeld/ und ſagen/ es habe ein Schloß und Ampt/ und ſeye ein anders/ als Weiſchenfeld/ ſo auch Bambergiſch. Weiſſenſtatt/ Weiſtatt. D Jeſts Staͤdtlein beſchreibet Bruſchius p. 13. handelt auch davon p. 10. ſolle ins gemein Weiſtatt genannt werden. Es ſagt aber gemeldter Bruſchius an gedachten Or⸗ ten der Beſchreibung deß Vichtelbergs/ al⸗ ſo: Weiſſenſtatt/ nur ein Meyl Wegs vom Vichtelberg gelegen/ iſt Doctor Johann Schoffels/ eines gelehrten Juriſtens zu Leipzig Heymat. Iſteinkleines Staͤdtlein/ daran die Eger gehet/ und liget dieſes Staͤdt⸗ lein an der lincken Seiten deß Fluß/ iſt mit . unzeh⸗ itngnſc Kreuther,; 66 = — ichſtatt gehi ernberg beg 12mf onvent, r intonnmen Teji orn Herrn 5ffn Raics, P g „ W* b Wnn—— 7 nicht alei Gu er Herr Biß feimn illingezutht Wolh.S — tencitte Cal Sirh S uber fahren uſfſt. X ſeynmag: is N 4. hat ſichdi) nhſ W vegen kang Fim I Kaͤhſerich K g. XS enek. f Schloß 1* * ul 82 8 ‿ 83 A4 9 enfeld. in des Biſ. Weiſſent od 2 ie radel gelegg ſia „Bicofss u 22 —-. ———— 7 7 2 2 2,. A, 9 S. — 7 1 4 9„ 17 —= 57- 3 2/ 5 —=— en 22. 72„2 7chn, =jjum, h!-. ſchc,, ,c —2— S ¹ 9 ſchch, A, 271, 5 — mii 771,;, 7 5 7., ,s, ,, —/ 1 7 7 3, 2 72 ₰ —. 1 1 9 1 4 2 7 7 p, 8 ☛/... 3. 7 S„11 1 4(,„4 7 2 h 8 — 1 41 1 7 5,„ e fh, 8 I 77/ 4 1/. f. Ser. 1 1 7 1 7* 8. 1. 1 1/ 7 ſp M⸗ 5* 17 17/. 4 4 2 7,4, 3 8 k berg ſchreid und ſage und ſeyes uuch Bam Wii beſchreibel hdavonpt unt werdel us n g eß Vichl ein Mel 7 7 2* M 2 N n XN 7 7, —4— »— nn 11 , M „g 5 N S —— N MM e 5 52 ungehl ruffen tieſten ſteint b boger b men! etwa debu von Br lein ln ben die Pft Cl W bae 60& deß Franckenlands/ ꝛc. unzehlicher Menge edler guter Fiſche weit be⸗ ruffen. Die Eger hat allda ein zimlichen tieffen/ doch ſo gar engen Graben/ daß ein ſteine Brucken/ nur eines einigen Schwib⸗ bogens daruͤber geſchloſſen/ denſelben zuſamn⸗ men haͤlt. Lber dem Staͤdtlein Weiſtatt/ ſo etwañ deß Abts von Waldſaſſenjjetzt Bran⸗ deburgiſch/ ligt ein alt Schloß/ ein wenig von der Eger/ Waldſtein/ genannt/ etwann der Edelleuth von Sparneck/ jetzt auch Brandeburgiſch. Unter gemeldtem Staͤdt⸗ lein nimbt die Eger in ſich den Puckenbach. Und dieſes auß den Bruſchio. Ein geſchrie⸗ bene uns zukommene Verzeichnuß ſagt/ daß die Burggraffen zu Nuͤrnberg Anno 1348. Weiſſenſtatt/ und Rudolffſtein/ umb 2200. Pfund Heller erkaufft/ welche zuvor dem Cloſter Waldſaſſen zu gehoͤrt haͤtten. Esiſt Weiſſenſtatt jetzt ein Marggraͤffiſch Culm⸗ bachiſch Ampt. Wendelſtein. En Marckt an der Rednitz/ davon die drey viertheil dem Spital zu Nuͤrnberg/ mit aller Herrlichkeit und Rechten gehoͤrig ſeyn. Als Anno 163 5. den 10. Januar. etliche Kaͤyſerliche Voͤlcker vom Nuͤrnbergiſchen thun/ was der Autor von den Reichs⸗Vog⸗ Cloſter Engethal/ da ſie Nachtquartier ge⸗ ſucht/ durch der Stadt Leuthe allda abgetrie⸗ ben worden/ ſo hat ſie darauff der Nuͤrnber⸗ giſche Commendant zu Altorff/ Major Salle/ allhie zu Wendelſtein uͤberfallen/ ſie zertrennt/ viel derſelben niedergehauen/ und unterſchiedliche Gefangene bekommen. Werffling. A¹ da ſich An. 1632. der Koͤnig in Schwe⸗ den befunden/ wie in einer Relation ſte⸗ b Habe ſonſt keinen Bericht von dieſem rt. Wernitz. EN der Stadt Rotenburg gehoͤriges Dorff; darvon der Wernitz⸗Fluß/ der im Flecken Francken entſpringt/ und von dannen hieher laufft/ oder vielleicht das Dorff von dem Fluß den Namen fuͤhret. Es ſtehet in einer geſchriebenen Verzeichnuß/ daß die Burggraffen zu Nuͤrnberg ein Wer⸗ nitz von denen vonOrlamund um 40. Marck Silbers erkaufft haben. Selbiger Ort aber wie wir berichtet werden/ heiſſet nicht Wer⸗ nitz/ ſondern IZwernitz. Wertheim. AN der Tauber/ ſo allda in den Mayn v faͤllt. Iſt ein Stadt und Schloß/ den V gleichen ſei beſs Ki und genoſſen werde) 3 105 Herren Graffen von Loͤwenſtein/ Herren zu Wertheim/ Rochenfort/ Scharffeneck/ und Breyberg; und vor dieſem den Grafen von Stolberg/ gehoͤrig; ſo Graff Lud⸗ wig von Loͤwenſtein/ mit einer Graͤffin von Stolberg/ die ein Erbin zu dieſer Graff⸗ ſchafft geweſen/ erheurathethat. Die alte Graffen von Wertheim ſeyn/ mit Graff Michgeln dem letzten/ in demn vorigen ſeculo abgeſtorben/ und iſt die Herrſchafft an Graff Ludwigen von Stolberg/ und Koͤnigſtein/ und/ nach deſſen Tode/ an ſeine Tochter⸗ Manner/ die Graffen zu Manderſcheid/ und deſagten Graffen von Loͤwenſtein/ ſo die Frau Amam gehabt/ kommen: von deſſen Erbs⸗und Stammens Pact/ in continua- tione Itinerarii Germaniæ fol. 484. auch von andern dieſer Herren Graffen von Loͤ⸗ wenſtein/zu Wertheim/ Herrſchafften/ und Sachen/ ihren Gerechtigkeiten, und derglei⸗ chen/ und was ſich etwann allhie zu Wert⸗ heim begeben; Item von ihr der Herren Graffen Herkommen/in dem leinerario ſelb⸗ ſten/ fol. z20. und dann von ihrem Antheil au der Veſtung Breyberg/ unten im An⸗ hang/ weitlaͤufftig zu leſen; und darzu zu teyen/ am 1⁰5. Blat/ auß Magero de Ad- vocatia armata; dieſer aber auß dem Wert⸗ heimiſchen Gegenbericht contra Wuͤrtz⸗ burg ſchreibet; daß nemblich wolgedachte Herren Graffen zu Wertheun ſagen/ daß ſie in dem Cloſter Brumbach/ als Schutzher⸗ ren/ wann die Abtey ledig ſtehet/ das Recht der Schluͤſſel haben/ mnit dieſer beſitzlichen Gerechtigkeit/ daß wann ein Abbt der Ends mit todt abgehet/ ein Graff von Wertheimb ſelbſt/ oder durch die Seinige/ das Cloſter 1 die Schluſſel/ und auch was dem Abbt zu⸗ ſtaͤndig geweſen/ in ſeine Verwahrung ge⸗ nommnen/ und ſo lang/ biß durch die Conventualen ein anderer Abbt einmuͤthig⸗ uich erwehlt worden/ behalten hab. Es iſt die Stadt Wertheim(davon die Grafſchafft, welche gegen Orient an das Biſtumb Wuͤrtz⸗ burg/ gegen Mittag an die Graffſchafft Ho⸗ henlohe/ und die Pfaltz; gegen Abend an den Odenwald; und gegen Mitternacht an den Speſſart ſtoſſet/(ſiehe oben den Eingang) den Namenfuͤhret/ ein wolgelegener guter Ort/ da ſich die Unterthanen vor dieſein wol genehrt; ſo aber ihren Herren die insgeſampt/ allhie/ wann ſie wollen/ wohnen koͤnnen/ als denen mit einander die Guter Vermoͤg obge⸗ dachten pacti gentiliri, gehoͤren/ von ihnen zu mit 106 Beſchreibung mit der Leibeigenſchafft vorhinzugethan ge⸗ weſen: vonder aber die Burger zu Wert⸗ heun/ durch die Anweſende Herren Grgffen/ (davon einer ſich der Zeit im Hertzogthumb Wuͤrtenberg auffhaͤlt/ und ſich unlaͤngſten in die andere Ehe/mit Herrn Johann Friede⸗ rich Freyherrens von Teuffenbach/ ꝛc. Fr. Tocher begeben/ und noch der Augſpurgi⸗ ſchen Confeſſion zugethan iſt) Anno 1632. gantz befreyet worden ſeyn: wie zwar Abeli- nus, in Hiſtoriſcher Chronicken Continua⸗ tion/ oder part. 2. Theatri Europæi fol. 534b. ſchreibet: wir aber/ weilen einer der Herren Graffen/ Johunn Dieterich der aͤlter⸗ dama⸗ len abweſend geweſen/ ob ſolcher folgends auch darein conſentirt/ und obes ſeines Theils bey gedachter Befreyung verbliebenſkein an⸗ dere Wiſſenſchafft ſeithero erlangt haben. Sonſten aber ſolle die Stadt noch der Aug⸗ ſpurgiſchen Confeſſion zugethan ſeyn: ob⸗ woln beſagter Herr Graff Johañ Dieterich/ ſo nachgehender Zeit das Ditectorium allhie ſolle gehuhrt haben/ und erſt Anno 1644. den sMarti geſtorben ſich zur Roͤmiſch⸗Catho⸗ Herren Soͤhne/ Herr Ferdinand Carl/ und Herr Johann Ditterich der Juͤnger/ ſich Graffen zu Loͤwenſtein/ Wertheim Roche- fort, und Montagu, Ober Herren zu Chaſſe- pierre, Herren zu Scharpffeneck/ Breuberg/ Herbemont, und Neuf-Chaſtcau, ſchreiben. Ob ihres Herren Vatern Bruder Herr Wolffgang Ernſt Graf zu Loͤwenſtein/ ꝛc. ſo auch todt, Erben hinterlaſſen/ iſt uns un⸗ bewuſt; aber hochwolgedachter Herr Graf im Wuͤrtenbergerland/ hat derſelben/ wie be⸗ richtet wird) etliche. Es ruͤhren das Stammhauß/ Schloß und Stadt der Graffſchafft Wertheim/ mit denen perrinentien; Herrſchafften/ Ehren/ und Lehenſchafften/ Nutzungen/ Rentenſund zugehoͤrigen von der Cron Boͤheim zuLehen/ facher Reichs Anſchlag/ wegen dieſer Graf⸗ ſchafft Wertheim/ in Franckenſiſt 5. zu Roß und 25 3u Fuß/ und zu Unterhaltung deß Cammer⸗Gerichts/ Jaͤhrlich ordmarié 48. cum augmento aber/ wie ich gefunden/ 30. fl den Thaler zu 69⸗ kr. gerechnet. Nachdem deß Jahrs 1648. die Käͤyſeriſchen/ den?. Januarii, Biſchoffshein an der Tauber/ mit etlichen Stuͤcken/ eroͤffnet/ ſeynd ſie auch der beſagten Stadt Wertheim/ aber nicht deß Schloſſes/ Meiſter worden. Wideern. EN Schloß und Dorff an der Jagſt/ den Ganerben zuſtandig. Wieſſenbrunn. In Oorff/ in das Ampt Caſtell gehoͤrig/ = welches zwar diellbelthaͤter anderwerts zur Straff lieffern muß/ allein hat es/ auß al⸗ ter Gewohnheit/ und Herkommen/ dieſes Recht/ daß deſſen Einwohner einen Dieb nicht außlieffern doͤrffen; ſondern ihn aneinen Baum auffhencken moͤgen/ und wann men .„ 4 4 4. heg er 41, vi p 8 ſi 1 hn liſchen Religion begeben/ rünnerendon ſolches verrichten wilſmuͤſſen alleEinwohner daſelbſtenan den Strick greiffen; wie Herr Limnæus tom. 4 de J. publ. pag. 833. ſchrei⸗ bet. Siehe auch von der ſonderbahren Ge⸗ wonheit/ bey theils Francken/ in Auffknuͤpf⸗ fung der Diebe/ den Camerarium cent. Bor. ſucciſ. cap. 76. p. 348. uud Speidel. in Nota- bil. voc. Schwerdt/ p. 836. ſeq. Winsbach/ Winsbaccum. (&In Marggraͤfl. Ohnſpachiſches Staͤdt⸗ lein/ ſampt einem Schloß/ und zugehoͤri⸗ gem Ampt/ davon in einer geſchriebenen Ver⸗ zeichniß alſo ſtehet. Anno 1292. hat Burg⸗ graf Friederich von Nuͤrnberg Winsbach erkaufft von den Herren von Heideckſo erſt⸗ lich der Grafen von Oettingen geweſen/ wel⸗ che ſelbiges den Herren von Dornberg ver⸗ kaufft haben/ deren einer hernach ſolches ei⸗ ſchreibet Herr Limnæus tom. 4. de Jur. publ. in addit. ad lib. 3. In der Anno 1649⸗ zu nem Herrn von Heideck/ mit ſeiner Tochter zum Brautſchatz geben hat. Limnæus ſagt/ Nurnberg uͤbergebenen Verzeichniß der noch tom. 4. de J. publ. p. 833. alſo: Winsbaccum nicht reſtituirten Ort/ iſt einkommen daß caltrum, goppidum. Friderico(Burggr Herr Graf Friedrich Ludwig vonLoͤwenſtein! Norimb.) donatione accreviſſe reperio (ſo der Augſpurgiſchen Conteſſion) begehre/ Anno 1292. Menſe Aprili. Anno 1604. ratione deß halben Theils der Grafſchafft 20. Maji, obtinuit à Marchi zi, ir Wertheim/ von dem Catholiſchen Grafen/ neſio leiedini iünlvon Ne ehee Herrn Ferdinand Carl von Loͤwenſtein/ re⸗ ſtit. Charchaus, Gruͤnau/ der 3. Doͤrffer/ Wildbach. Reichersheim/ Naſſig/ und Doͤrlersberg/ ꝛc. EN Wuͤrtzburgiße bach. n und und dz auch ſonſt alles zur helfft pro indiviſo ind Grafſchafft beſeſſen werde. Ihr/ d'Her⸗ Berzeichniſ ren Grafen von Loͤwenſtein/ Monatlich ein⸗ Verzeichniß ſtehet. Ampt/ wie in einer Wuͤrtzburgiſchen Wild⸗ cchau) Wauma düe 1t Wdern Fund Daffanne rIi 1 9. uſtaͤndig Dieſſendrunn in das An ptCaſe nardüüllhrt delthate li ernmuß alnnzen 5 u9 und Herte kommen 1 eſſen Einwoßnnr en m en dorffenzſe ſenentnen cucken moͤgen/ undwenn ten wihm Ufnchees ir den Strick g⸗ Ren wehr meh de pubi.p 048 Be uch von der ſonabah habſeng the eils Francken inAufh 15 den Camerar lum cent h p. 48. u eicel. u N verdt P. 836. lc. ich N insbaccur gräf Ohnſoachiſches Ei dranemSchlſtd Guye von meiner geſchriebenane ſtehet. Anno nos. hate ich von Nurnberg Wine den Her. e diit evon Oet enngengewſin en Herrenvol4 Dornberg deren einer her raacſltt on Heidect nit ſeined d ſcahg ben hat. Limnæl 833. alſo: Nus ur 4* ppi aum, rideric i 5 dadodr gockey Ie 5 e Aprüli 4no K- ſ a4 Machiche ſach 1” 1” 3 118[4ʃ⁴ L — ach irtburgiſes Eiil wie in einer Piutba u ſtehet. P —— — 2 g5V eſtt dun — wie ſl lwoo49. —— — — — —— — eef 4 1on—. A 1 5 g 5 8 2 6 8 7 ☛ 3 Bl A. 2 Geoße Baſtions mit eæ den gefule- B. Heitte qeoße Hhnuuie Dem einen ein eaden beuſtuehz, du andee mut ofnen Caſemulen) un G. Beau- hauſe H. Commend anfen hauſe I. Alte ſaa ä ea reqen dęſcmlet wiet M. Foldaten u ohnaungen vnder Egalee E †. 2 1 ——— æòæ 6 A 1 T X 9 777 NANNN 7— 5 T X NX— = 27 7 2 3 ₰ A S ) S 5 B „ 7 N 8 Se 5 77 5 I 7, Vj K K dD A VNA àu „ d S j 8——— 3* 1 N d N „ 8 8 1 8 d„ ) N AN W 4 6 8 3 2 Siee J 7 on auff- h wori 2 e‿- en- L. Teic ons. Baſtꝛ 1 7* lue B F. ca De⸗ fut 1 O. qange au Oꝛe 3 elanne. b Tieffe⸗ eꝛ 0 2 Fle hende u Ihezen. N. Poaten tluien — 27- ein Cauallae. C. 2 Kle E „ N urg 2 d e,. alt, 86b ge ſtaande on ab Fe Zz 1 K. nie 2 2 2 he Anno j64 — Jeu D. ꝛ2ch fh aulete Ba em 2 1— 1. — 22—————y—— 5—= 71— 7; Uir, 5 3——— 4 6 P 3.. 4 S S 1 1— A dr, ☛— „T G* II ſſſſßs ‿ A*½ v — emmee— 2* 7 7„ 7 24.———— 7A 7 4 4487/ 8— 74—* 8 —— 9 — 4 Jl , X N R S ⁴ 75 7 Si X deß Franckenlands/ ꝛc. 107 G Wildberg. EIn Wuͤntzburgiſcher Marckt/ und Ampt/ darinn das Dorff Saal/ bey welchem/ nicht weit von Koͤnigshofen/ die Fraͤnckiſche Saal entſpringt/ und endlich nachdein ſie folgende Waſſer/ wie ſie einer nennet/ nemlich/ Mittz/ Stray/ Brent/ Roͤhn/ Lauer/ Aſchach/ Tub/ Schunder/ und Sinn/ zu ſich genonunen/ bey Gemuͤnden/ in den Maͤyn fleuſt. Wildenfels. Je Aben Cronach/ der Edlen von Wil⸗ E denfels Sitz. Es hat auch die Stadt Nuͤrnberg ein Schloß dieſes Namens. Wiltzburg. En auff einem hohen felſigten Berg/ ob der Stadt Weiſſenburg/ gelegenes/ veſtes und Marggraͤfflich Ohnſpachiſches Schloß. Als Anno 1634. nach Provian⸗ tirung der gedachten Veſtung/ in Hor⸗ nung/ die VBayriſchen wieder nach Ingolſtat gewolt/ hat ihnen Landgraf Johaũ von Heſ⸗ ſen auffgepaſt/ daß ſie in 600. Todte auffm Platz/ 1100. Gefangene/ und darunter zween Obriſten/ Haßlang/ und Schnetter/ neben andern vielen Officiren/ 2. Stuͤcken Ge⸗ ſchuͤtz/ und 4. Standarten/ den Schwediſchen hinterlaſſen muͤſſen. Hernach/ den 11. Octob. zu Abend/ umb halb 6. Uhr/ iſt eine unverſe⸗ ne Bruuſt in dieſer Veſtung/ auß deß Com⸗ mendanten Quartier/ entſtanden/ dadurch der gantze innere Bau in die Aſchen gelegt/ die Proviant meiſt verbrannt/ und der Pulver⸗Thurn/ mit dem Thor kuͤnnnerlich errettet worden. Kemnitz, paft. 2. de bello Suecico, lib. 2. Winßheim/ Windoheim. D eſ Reichs⸗Stadt ligt an der Aiſch/ nahend Uffenheim/ auff einem guten Boden/ da herumb es aucheinen ſtattlichen Weinwachs hat/ von deme theils deß Na⸗ mens Ulrſprung herfuͤhren. Wer ſie erbauet und zum Reich gebracht/ haben wir nicht er⸗ fahren koͤnnen. Anno 1412. ward ſie vom Kaͤyſer Sigiſinund/ den Burggraf Friede⸗ richen von Nuͤrnberg verſetzt/ dem haben die Burger allhie Jaͤhrlich 400. Gulden fuͤr die Steuer geben/ und ſich darnach ſeibſt loͤſen muͤſſen/ damit ſie beym Reich geblieben ſeyn. Haben feine Privilegia, die Limnæus de Jure publ. lib. 7. c. 55. ſetzet. Und werden allhie allein die Schmachſachen/ ſo unter Bur⸗ germeiſter und Rath allda/ auch ihren Bur⸗ gern/ und Zugehoͤrigen/ ſich zutragen/ vor ih⸗ rem allda weſenden Reichs⸗und Ober⸗Vogt/ ſummarièę, præclusâà appellationis viAâ, eroͤr⸗ rert; Aber nichts deſtoweniger er/ der Rath/ zu einem Mit⸗Richter/ auß Kaͤyſers Caro- li V. An. 15 56. ertheiltem Privilegio zugelas⸗ ſen; wie auß Wehnero, der Autor deß Diſ⸗ curß von den Reichsvogtheyẽ/ am 13 8. Blat/ ſchreibet. Beſagter Reichs⸗Vogt wird von theils auch der Ober⸗Richter genannt/ deſſen Ampt beſtaͤndig iſt. Im Euſſern Rath ſeyn 12. und um Innern auch ſo viel/ und darunter 5. Burgermeiſter. Ihr/ der Stadt/ monatlich einfacher Reichs⸗Anſchlag iſt 4. 3zu Roß/ und 30. zu Fuß/ oder 168. fl. wiewol beſagter Wehnerus nur 149. fl. ſetzet. Und iſt der Rath/ und die Burgerſchaft/ der Evangeliſch Lutheriſchen Religion zugethan: allda auch kein Teutſch⸗Hauß/ aber wol ein reformirtes Cloſter/ darinn gleichwol keine Kirche mehr ſeyn ſolle. Sonſten iſt da ein feine Pfarrkirch/ auch im Spital eine Kirch/ und eine Capellen; ein feiner Gotts⸗Acker/ aber keine Kirch dar⸗ auf; Item ein feine Schul/ darauß etwann gelehrte Leut kommen ſeyn. Es iſt dieſe Stadt etwas veſt/ welcher auch der gar nahend da⸗ bey gelegene Berg keinen Schaden thun ſolle. Anno 1428. im Huſſitenkrieg/ iſt die Stadt erweitert/ und der euſſere Graben/ und Ring⸗ mauer/ gebauet worden/ wie bey dem Sauer in ſeinem Stadtbuͤchlein zu leſen. Ligt ſonſt gar eben/ daher es da einen ſtattlichen Feld⸗ bau. Man hat vor dem jetzigen Teutſchẽ Krieg auff die 800. Burger allhie gezehlet/ der Zeit ſollen deren noch ein wenig mehr/ als die Helfte/ da ſeyn. Dann auch dieſe Staot in dieſem Krieg viel außgeſtanden/ wiewol ſie keinen ſonderbaren Ernſt erwartet hat; in⸗ maſſen dann ſie ſich Anno 1631. im ſpaten Herbſt/ gegen die Kaͤyſeriſche/ und Bayri⸗ ſche; und An. 1632. im Seprembr. gegen die Schwediſchen/ bey Zeiten bequembt/ auch ſich nachmals/ ſo viel moͤglich in die Laͤuffte geſchicket hat. In gedachtem 32. Jahr iſt der Koͤnig auß Schweden ſelbſten mit groſſer Macht allhie angelangt; bey welchem da⸗ mals deß Gian Becquerey, groſſem Chant deß Kaͤyſerthumbs Chrimnitz/ Großfuͤrſten der Ezircaſten/ und Procoper/ Tartarn/ Bot⸗ ſchafft/ Audientz gehabt hat. In der Anno 1650. zu Nuͤrnberg gema⸗ ten Repartition, wegen der Schwediſchen Satis- — 108 Beſchreibung Satisfaction-Gelder/ ſeyn dieſer Stadt/ fuͤr umb Wunſidel in der Beckler Art genannt 1333. Monat; zugerechnet worden 22428. worden. Das Staͤdtlein Wunſidel iſt von Guͤlden; welches juſt die oberwehnte 168. fl. Zinbergwercks wegen(ſo ſich dazumal reich⸗ fuͤr einen Monat/ bringet. Zu Unterhaltung lich da erzeigt/ aber doch bald wiederum fiele) deß Kaͤyſerlichen Cammergerichts gibt dieſe von Burggraff Friederichen zu bauen ange⸗ Stadt Jaͤhrlich ordinariè d0. fl. nach der Er⸗ fangen worden im Jahr nach Chriſti Geburt hoͤhung aber/ wie ich finde 133. fl. 21. kr. 5.] 1328. Privilegia, und Freyheit/ gab Kaͤyſer Heller/ den Thaler zu 9. kr. gerechnet. Anno Ludwig der Beyer darzu. Dieſes Staͤdtlein 1634. nach der Noͤrdlinger Schlacht/ hielte iſt Anno Domini 1462. von den Huſſern ſie der Obriſte Freyberger ein zeitlang bloc⸗(die ſich ſchier halb Teutſchland dazumal un⸗ quirt; die er doch wieder verlaſſen. Aber her⸗ terſtanden zu pochen)hefftig belagert wordẽ/ nach/ den 20. Octobr. beinaͤchtigte ſich der gleich an S. Georgen Tag. Aber die Burger Freyherr von Suis derſelben/ als/ wegen der wehreten ſich unter ihrem Hauptmann Joſt Granaten/ der Rath den Comnmendantenzu Schirulinger genannt/ einem ſtattlichen accordiren/ wie zwar Kemnitz berichtet/ ge. Edelmann/ ſo mannlich und tapffer/ daß die zwungen haben ſolle. Anno 1548. den 3. 13. Huſſern mit Schanden vor dei Slaͤdtlein Martii/ ubergaben die Chur⸗Bayriſchen die.(welches dennoch mit zimlichen Mauren/ ſe Stadt den Schwediſchen/ ſo ſie angegrif⸗ und Graben/ bewahrt iſt) nunſten abziehen. fen hatten/ auf Gnad und Ungnad:deßwegen Eben in dieſem Jahr iſt das ſchoͤne Kirchlein dannſzu Guͤntzburg/ dem geweſten Commen⸗ auff S. Catharmen Berg/(dabey es groſſe danten der Kopff abgeſchlagen worden; wie Stein/ wie zimliche Huͤtten/ die rund wie in Tomo 6. Thceatri Europ. ſtehet. 9 Apffel ſind/ darauß ein ſo gutes Waſſer aaſe fleuſt/ daß ſich etliche Krancken/ wie einer Wo nde I. ſchreibt/ geſund daran trincken) ſo gegendem Dß iſt ein Marggraͤffiſch Brandenbur⸗ Staͤdtlein über ligt/ in S. Catharinen Ehr giſche nach Culn bach/ der Bayreut ge⸗ gebauet worden;als welche die Burger in ob⸗ hoͤrige Stadt/ weyland Doctoris Matthiæ gedachter Belaͤgerung um Huͤlff angeruffen/ Anomai, geweſen Kectoris der Adelichen und geglaubt/ daß ſie ihnen auch geholffen Landſchafft Schul zu Lintz, ſel. Vaterland. haͤtte. In dieſem Kirchlein iſt auff dem hohen Gaſper Bruſchius gennts Wunſtdel/ und Altar die Hiſtoria der H. Jungfrauen Ca⸗ ſchreibet/ vom Vichtelberg/ von dieſem Ort tharinen auffs ſchoͤnſte und kuͤnſtlichſte ge⸗ pag. 49. ſed. alſo: Wunſidel iſt ein Staͤdt⸗ mahlet/ dieſer Tafeln hab ich mich nie genug lein an der Reßlau/ einem faſt Fiſchreichen ſehen koͤnnen/ ſo ſchoͤne/ liebliche holdſelige/ Fluß 3. Meilen vom Vichtelberg/3. Meil von und lebendige Bild hat ſie: wird zu Wunſi⸗ Eger/und 3. vom Hoff gelegen. Man nennet del von einem Erſamien Rath bewahret. Das es die Stadt mit den Marbelſteinen Mauren Staͤdtlein hat nichts von ſonderlichem Ge⸗ und Thuͤrnen; darumb daß die Stein/ ſo all⸗ bau/ denn ein herrlich und reich Spital/ wel⸗ da gebrochen werden/ dem Marbel nicht faſt ches geſtifft/ und gebauet/ Anno Domini unaͤhnlich ſeyn/ ſo ſie gepoliert werden. Das 1467. von einem der Stadt Burger/ Sig⸗ Schloß zu Wunſidel(ehe das Stadtlein zu mund Wann geuanut. Dieſer hat ein Weidb/ bauen angefangen worden) ſtunde den Edel⸗ Barbara genannt/ war ein Venedigerin/ der leuten von Bockſpurg/ oder/ wie etliche wol, Alchimey hoch erfahren/ kont das Silber und len/ von Vogtsberg/ zu. Dieweil aber diß Gold vom Zumſcheiden; uͤberkamdamit un⸗ nicht gute Haußhalter waren/ oder das Gut zehliche groſſe Reichthum. Als er das Spital ſonſt hingieng/ wie es war hergangen/(denn geſtifftet/ iſt er ein Burger zu Eger geweſt/ auch diß ein Raubſchloß vor Zeiten geweſt daher er/ ſeytemal er kein Kind haͤtte/ die Her⸗ iſt/ muſten das Schloß(welcher ihr einiger ren von Eger zu Schutzherren übern Spital Sitz war) Armuth halben verkauffen. Es machtegab denen ein groſſe Summa Gelds/ kauffts aber um 70.alte Boͤheimiſche Schock davon geben die von Eger alle Jahr ins Spi⸗ Burggraff Friederich zu Nuͤrnberg/ von tal gen Wunſidel 400. und 10. Goltguͤlden Eberharten/ Henrichen/ und Ludwigen/ Ge zulnterhaltung zwoͤlff ehrlicher armer alten bruͤdern von Bockſperg/als man zehlt Anno und unvermoͤglichen Maͤnner/ und dreyer Domini 1321. Die Bockſperger ſeyn her⸗ Prieſter. Bey gemeldtem Spitaliſt ein faſt nach ſo ari worden/ daß ſie ſich haben ihrer ſchoͤnes Kirchlein/ hat gemeldter Wann auch Reuterey/ und wie man ſagt/ auß dem Steig⸗ gebauet/ darinn hangt noch heutiges Tags reiff nehren muͤſſen. Daher iſt das Laͤndlein ein Taͤffelein/ darauff beyde des Stiffters/ und undS werdel Bruſch Verka C ap. 7 3 ſidelſa im So Herbſ Friel hram Roſel zwey torff davo 9. lange vond darg ſeber bun Teu 109. leu;, ſond tige ma dici len/ den,. das aben F. Odel Tho In. hente pf 1 mde ſtoſ nen. deyhe aG arzu. Dieſs Kiſ .( d ‿ 162. vol 4 Otadde Hot delnl Stait t zünüiche dr kt iſt) muſtengb Xetellahjich lſt dasſchöngche Berg/ dabe ch — 8 8 A Ahesguiſ Hunm die nndw uß einſögares Vnſt eKlancken wiecne krincken) ogegudan in S. Catharinen Er eiche di Burgeinc Junn Hülffangenufen eihnen auchgehaffn Nlein ſt auffdemtehe * H. Jungftauen en ite und küͤnſtichſteg hab ch mich ie gen liebliche/ hodſn t ſie: wird zu Waui Rath bewahret D von ſonderlichem G. mndreich Spital/ we auet/ Anno Domil dtadt Burger Sig 7-. o: IMWeil Diſſer hatein Wi rein Venedigerinſ kont das Slber ruͤberkamdanntn, n Aser das Spit rger zuxEger gewe Kindhatteſdieh Herrenübern Shll roſſe Sununa Gi er ale Jahellbe, und 1c. Guhnin fehrlicher duma 1 Maͤnner und n te Splial ſſt el A deß Franckenlands/ ꝛc. und Stiffterin/ Abconterfeyung geſehen/ ꝛc. werden/ ꝛc. Unddieſes auß dem gedachten Bruſchio. Siehe aber auch von obgedachtem Verkauff Limnæum de Jure publico lib 5. Cap. 7. numn. 121. Anno 1632. ward Won⸗ ſidelſanpt Hochberg/ von den Bayriſchen/ im Sonnner/ außgepluͤndert; hernach im Herbſt⸗Monat, ſampt Ruͤbnitz/ von dem Frielaͤndiſch«und Gallaſſiſchen Volck/ in branntgeſteckt. Anno 16 40. hat der Oberſte Roſen viel Proviant⸗Fuhren/ und darbey zweytauſend Crabaten/ bey Wonſidel ange⸗ torffen/ ſie in die Enge getrieben/ und gar viel davon niedergemacht. Was obgedachtem Fichtelberg anbe⸗ langt/ und welches uͤberauß hohes Gebuͤrg von den Fichtenbaͤumen/ ſo hin und wieder darauf wachſen/ den Namen; So haben den⸗ ſeben Munſterus, in ſeiner Weltbeſchrei⸗ bung lib. 5. cap. 46 3. Matthæus Quade in Teutſcher Nation Herrlichkeit/ cap. 6. pag. ſchen Staͤdtlein. 109 Stuͤck/ Hoͤrner/ Seyten/ und gleichſam Glieder/ die ſich in mancherley Land außthei⸗ len/ daß man diß kaum kan/ oder mag erzeh⸗ len/ unter denen ſind doch dieſe Nachfolgen⸗ de die fürnembſteDie Loßburg/ oder Luchs⸗ burgſeiner unuͤber windlichen/ wunderbarli⸗ chen und erſchrecklichen Hoͤhe/ bey Wonſi⸗ del. 2. Die Coſſein/ darauß ein Flußlein/ auch die Coſſein genannt/ entſpringet/ wel⸗ ches bey Rebitz/ dein Egriſchen Marckt/ ſich in dieſe Trebnitz ergeuſt. 3. Der Schwartz⸗ berg/ mit mancherley Metall faſt beruͤhmbt nahend bey Kemet einem Ober⸗ Pfaältzi⸗ 4. Der Oelberg. 5. Die Floͤtz. 6. Der Berg zum Rotenfurt. 7. Der Geiersberg/ undb welchen die warm⸗ und kalte Steinach flieſſen. 8. Sanct Con⸗ radsberg/ bey Wonſidel. 9. Die hohe Metz/ der Kuͤmenberg/ der Schifferſtein/ der Plattenberg/ die Farenleuten/ der Nußhart der Schneberg/ oder Schloßberg/ welcher ſo 109. Georgius Loyfius in pervig. Mercur.] hoch iſt/ daß man auch uͤber das gantze Jahr ſeu, de Peregrinat. Obſervat. 176. und in⸗ ſonderheit obgedachter Bruſchius, in einem eigenen Buchleiu davon Anno 1542. ge⸗ macht/ und E. E. Rath der Stadt Eger de⸗ dicirt/ beſchrieben; auß welchem letzten/ wei⸗ len ſolcher Tractat nicht in jedermans Han⸗ den/ wir nachfolgendes/ Extractsweiſe/ wie das Obere/ hieher bringen wollen. Es ſagt aber Bruſch/ unter anderm/ alſo: Der Fichtelberg ligt in der alten Nariſcen Land/ oder in Norckau/ welches Land zwiſchen der Thonau/ Elb und Maͤyn/ gelegen/ und an Bamberg/ Nuͤrnberg/ Coburg/ graͤn⸗ tzen thut/ und jetzt in das Voitland/ die Ober⸗ Pfaltz/ das Eger⸗Laͤndlein/ das Gebuͤrg/ und in der Peckler Art/ ꝛc. getheilet wird. Es ſtoſſt dieſer Berg gegen Aufgang der Son⸗ nen an Boͤhmenſgegen Niedergang anFran⸗ cken/ gegen Mittag an die Ober⸗Pfaltz und Bayern/ gegen Mitternacht an Voitland und Thuͤringen: Strecket etliche Stuck/ als Hoͤrner/ oder Aeſt/ auch biß an den Boͤh⸗ mer⸗Wald hinan. Daher er auch von etli⸗ chen nut unrecht ein Marckſtein/ oder Grentz Teutſchlandes gegen Boͤhmen iſt genen⸗ net worden. Kein Roͤmiſcher/ oder alter Scribent/ gedenckt dieſes Bergs/ dieweil die Roͤmer mit ihren Kriegs⸗Waffen in dieſes Schnee droben findet. Bey obgenannten Bergen ligt auch die Heyd/ein Berg/ darauß die Eſer entſpringt. 10. Der Mittelberg/ nahend bey Kemmat gelegen. Dagegen ſtoſſen der Lußelmayn/ die Kaltebuch/ der Zweiffelſtein/ der Enſidel/ der Peielſtein und viel andere groſſe Rucken und Glieder mehr. Dieſe Berge ſehnd alle mit Holtz auffs dickeſt bewachſen. Die Leuth hierumb ſeyn from getreu/ freuuolich/ aber doch faſt grob/ baͤuriſch/ hart und ſtarck Volck/ das Hitz und Froſt/ ja alle Muͤhe und Arbeit wol leyden und ertragen mag. Oben auff dem Fichtel⸗ berg iſt(wie man ſagt) ein Fiſchreicher/ und unglaubiger tieffer See/zu dein man auch/ ſouderlich aber im Sommer/ von Sumpfs wegen nicht kommen kan. Dieſer See iſt eine Graͤntz zwiſchen der Obern⸗Pfaltz und dem Marggraͤfiſchen Land/ zwiſchen welcher Furſten/ Anno 1535. der Graͤntz halben ein Vergleich getroffen worden. Mit Gold/ Silber/ Eiſen/ und in Summa allerley der beſten Metallenmit Schweffel und Quecr⸗ ſilber, auch Perlen/ iſt dieſer unſer Berg/ und gantz herumb ligende Gegend und Land⸗ ſchaft/ allen andern Laͤndern und Gegenden/ Teutſchen Landes weit fuͤr zuziehen/ welches auch den weit von uns gelegenen Voͤlckern/ Land nicht kommmen ſeyn. Conradus Celtes, als Wahlen/ Venedigern, Spaniern/ unſe⸗ und ich mit ihme/ halten darfur/ daß er ſey ein rer Land Kundſchafft/ gantz wißlich und Theil deß Schwartzenwalds. Umb Weiſ⸗ ſenſtatt iſt die Gegend am hoͤchſten/ darumb auch da geſunde Art gantzen Teutſchlandes iſt. Es hat aber offtgenaunter Berg ſo viel kundig iſt; die ſich etwaun auch vernehmen laſſen/ daß man am/ und um den Fichtel⸗ berg/ offt eine Kuh werffe mit einem Stein/ der beſſer ſeye/ dann die Kuhe. Es hat dieſes P Gebuͤrg IIO Gebuͤrg auch ſo viel ſchöner Brunnen/ Quellbaͤchlein/ helle/ lautere und Fiſchreiche/ ja auch Goldfindige Fluͤß/ daß ſie auch von den Einwohnern nicht moͤgen/ oder koͤnnen gezehlet werden. Die fuͤrnembſteu aber/ und berumbſten ſeyn dieſe vier/ die Eger/ der Maͤyn, die Nab und die Saal. Dieſe/ als Hauptleuthe der andern vielfaͤltigen/ die auch die andern in ſich trincken/ entſpringen durch wunderbarliche Gottes/ und der Natur Schickung/ zum theil auß dem See/ vondem ich auch droben geſagt/ der in der Hoͤhe deß Fichtelbergs iſt: Zum theil aber auß deß ge⸗ nannten Gebuͤrgs Armen/ Aeſten/ oder Glie⸗ dern. Und nachdem ſie gemach die Eger herab ſteigen/ und fallen/ kommen ſie fuͤr viel ſchoͤne Stadt/ Staͤdtlein/ Maͤrckt/ Schloͤſ⸗ ſer/ Cloͤſter und Hoͤrffer/ durch ſchoͤne frucht⸗ bare Felder und Thal/ lauffen endlich gegen den vier Winckeln der Welt/ muit unzehlichen Fluͤſſen/ zuvor gemehret/ ja auch gar Schif⸗ reich gemacht. Die Eger laufft gegen Auf⸗ gang der Sonnen ins Land Boͤhmen. Der Maͤynlaufft gegen Nidergang/ durchs Land zu Francken/ ꝛc. Die Nab fleuſſet gegen Mittag/ durch die Ober⸗Pfaltz in das Land zu Bayern Faͤllt oberhalb Regenſpurg bey einem Cloſter/ Prifenning genannt/ in die Thonau. Die Saal wandert gegen Mit⸗ ternacht/ durchs Voitland/ Thuͤringen und Sachſen/ergeuſt fich bey Gottes⸗Gnad/ ei⸗ uem maͤchtigen Cloſter/ drey Meil von Mag⸗ denburg gelegen/ in die Elb/ ꝛc. Biß hie⸗ her Bruſchius. Andere thun darzu/ daß die obgedachte Hoͤrner/ die/ ſo herunnb wohnen/ Wurtzel deß Fichtelbergs nennen. Und ſol⸗ che Wurtzel ſeyen auch alle Berge bey Clum⸗ bach/ und der jenige darauff die Veſtung Blaſſenburg ſtehe. UInten am Fichtelberg/ zu Reichenbach/ in einem Dorff/ ſeye die Graͤntz zwiſchen dem Marggrafthumb und der Obern⸗Pfaltz/ allda der Marckſtein mit⸗ ten in eines Webers Hauß ſtehe/ deſſen Stu⸗ be auff Chur⸗Pfaltz Grund; die Kammer aber auff deß Marggrafen von Branden⸗ burg/ zu Culmbach/ Boden; ſo fern anders der jetzige Teutſche Krieg ſolches Hauß uͤbrig gelaſſen hat. Von den Kaͤſern Ludovico IV. und Carolo IV. haben die Burggraffen zu Nuͤrnberg die Macht erlangt/ eine veſte Stadt zu Wonſiedel/ Bergel/ Roſtal/ Ka⸗ tzendorff/ Muſchem Item zwiſchen die zwo Veſten/ Rauhen⸗Culm/ und Schlech⸗ ten⸗Culm zu er⸗ bauen. Beſchreibung Wipfeld. EI Wuͤrtzburgiſcher Marckt am Maͤyn. Wirtzburg/ Wuͤrtzburg Herbipolis. Ie Alten haben dieſe an dem Maͤyn — ſchoͤn gelegene und beruͤmbte Stadt Wuͤrtzburg/ Beda Wirceburg, Sigebertus Wirtiburgum, und Wirtziburgum, der Jud Benjamin Wirtzburg, Trichemius Pœpolin, und Marcopolin, die meiſten/ Herbipolin genannt. Theils vermeynen/ ſie ſeye deß Ptolomæi Artaunum. Die den Namen mit einem U/ und Wuͤrtzburg; ſchreiben/ die wollen ſolchen von dem Kraut/ oder Gewuͤrtz; oder aber von den Moſt/ deſ⸗ ſen viel auff dem Schloßberg/ und andern Bergen herumb waͤchſt/ und auch von ctli⸗ chen Wuͤrtz geheiſſen wird/ herfuͤhren; deren Meynung aber deßwegen von theils ver⸗ worffen wird; weilen da kein Gewuͤrtz/ noch Wein/ vorzeiten gewachſen/ ſondern dieſe Gelegenheit ein dicker Wald und Forſt/ ge⸗ weſen iſt. Unter den Wendiſchen Voͤlckern werden auch die Wilzi/ oder Lutici, gelefen/ von welchen Helmoldus, in ſeiner Chronic 1. Buch/ aun 2. Capit. und 6. Blat/ ſchrei⸗ bet/ daß ſie ſolchen Namen von ihrer Dapf⸗ ferkeit/ als waũ man ſagen wolte/ Das ſeynd Leuth/ fuͤhren. Weil dann dieſelbe Nacion der Fraucken ſtaͤtige Feind geweſen/ ſo ver⸗ meynen theils/ daß Wirtzburg erſtlich von ihnen Wiltzburg moͤchte ſeyn genannt wor⸗ den; wiewol ſolches nur eine Muthmaſ⸗ ſung. Andere wollen/ es werde die Stadt ihren Namen vielleicht von deß Schloſſes entweder erſten/ oder doch deſſelben vorneh⸗ men Herren einem/ welcher Wiricus, oder Wircus, oder Wirſus geheiſſen/ bekommen haben; dergleichen vorzeiten nicht unge⸗ wohnt geweſen; auch viel Schloͤſſer und Staͤdte/ nach den Menſchen genannt worden ſeyn. Und findet man bey den Alten ge⸗ brauchlicher/ und oͤffter/ Wirceburgum, Wirtzburg/als Wuͤrtzburg geſchrieben. UInd iſt Burg für ſich ein Teutſches Wort. Der erſte Teutſche gekroͤnte bocr, Conradus Gel- tes, nennet ſie Erebipolin von Erebo, eis nei Abgott/ von welchem man doch ſonſten nichts/ daß ihn die alten Teutſchen da vereh⸗ ret haben ſolten/ finden thut. Der gemeine halb Griechiſch⸗und Lateiniſche Name/ Herbipolis wird meiſtentheils deßwegen be⸗ haltẽ/ damit man nicht eine Neuerung zu ſu⸗ chen —— =A dypfed drxgiſcher Mau ſ l raber vondnAoßd Schloßberg und an achſt undaucrun u wird herfäüten a wegen von tzeis h endaan Genän ewachſn ſinme er Wald und Frr Wanifüe Tin Bi ſoderlitca gi laus, in ſeiner Crun pit. und 6. Vlat ſihe Namen von ihrer De ſagen wolte Dasſnn deil dann dieſelbe Nan Feind geweſen oh Wirtzbueg erſtüchun ſchte ſeyn genannt we 3 nur eine Muan en/ eswerde die Sh icht von deß Schoſt doch deſſelben von velcher Wuicus, K geheiſſen bekomm vorzeiten nicht u ch viel Schöſſerm ichen genanntwan an bey den Atan fter/ Wirceborgm. Burggeſchrbenl ceutſches Worl. I ePoct, Conracdlb èe polin von Leee chemmmdochſnd en Teuruernde e en put. Der genke” thut. ze Num HLateinſche Ne „yrbeils deßwvegenn, Knhledengnd tanne Naal htan deß Franckenlands/ ꝛc. 1I1 chen verdacht werde: wleivol er bey etlichen nuꝛeine Verwirꝛung machet/ welche vermey⸗ nen Wirceburgum, und Herbipolis, ſeyen zweyerley: als wie wir finden/ daß Cham⸗ perius, ſonſten ein gelehrter Mann/ lib. 2. de Mirabilibus Mundi, zwey Biſthumer in Teutſchland/ nemblich Wirceburgenſem, und Herbipogenenſem, dem Ertz⸗Bi⸗ ſchoff von Maͤyntz unterworffen/ geſetzt hat. Wie dañ auch einer leichtlich auß den Ramẽ Straßburg/ und Argenria, daß es zwo Staͤdte waͤren/ verfuͤhret werden koͤnte. Dañ ſolche nicht einerley Bedeutung haben. Und ſo viel von dem Nahmendder/ wañ man ſich deſſen/ wie deß obigen/ mißbrauchen wolte/ auch Herbopolis, Herbæpolis, Wit- copolis, Wiricopolis, gebẽ werden koͤnte. Wz nu den Erbauer anbelangt/ ſo hat man hie⸗ von nichts gewiſſes/als daß man darfuͤr haͤlt/ das Schloß ſeye laͤngſt vor der Stadt ge⸗ ſtanden/ dieweil in dem Leben S. Burchardi ſolches Alt⸗Wirceburg/ die Stadt aber Neu⸗ Wirceburg genannt wird. Andreas Gold⸗ mayer in Hiſtoriſcher/ Aſtronomiſcher und Aſtrologiſcher Beſchreivung der Stadt Waͤrtzburg ſaget/ cap. 1. p. 1. alſo: Wuͤrtz⸗ burg erbauet in demn Jahr der Welt 3782. im 3. Jahr vor Chriſti Geburt/ im 42. Jahr der Regierung Kaͤyſers Auguſti, im 26. Jahr der Regierung Franci, deß 17. Fraͤn⸗ ckiſchen Koͤnigs/ den 27. Hornung/ umb Ir⸗ Uhr 33. Minuten vor Mittag/ unter der Ho⸗ he deß Poli 49. Grad/ 45. Minuten. Und dieſes ſagt Goldmayer. Trithemius, und Irenicus, vermeynen/ es ſeye die Stadt von dem erſten Hertzogen im Mayngoͤw/ dem Gencbaldo, im Jahr Chriſti z26. erbauet worden. Beda, ſo lange Zeit erſt hernach ge⸗ lebt/ nennets pagum, unter welchem Worter aber/ ſonders zweiffels/ ein Goͤw/ Gebiet/ oder Graffſchafft/ verſtehen wird/ wie bey den alten Scribenten nicht ungewohnt iſt: die auch das Neu heiſſen ſo neulich verbeſ⸗ ſert/ vermehret/ und ergroͤſſert worden. Wie dann dieſe Stadt/ nachdeme das Biſtumb allhie angerichtet/ und folgender Zeit/ erſt al⸗ ſo zugenommen hat. Obgedachter Gold⸗ mayer ſetzet die erſte Hertzogen allhie in dieſer Ordnung 1. Genebaldus, geſtorben Anno Chriſti 376. 2. Dagobertus. 3. Clodius. 4. Marcomirus. 5. Pharamundus, hernach zum Koͤnig in Franckreich erwehlt. 6. Mar⸗ comirus II. deß beſagten Pharamundi Bru⸗ der. 7. Priamus. 8. Genebaldus II. 9. Sü⸗ ne/ welcher Sundheim am Mayn erſtlich erbauet haben ſolle. 10. Ludovicus, Koͤnigs Clodi in Franckreich Sohn/ als Vormund deß folgenden 11. Hertzogs in Oſt⸗Francten/ des Luitmeyers deß obgedachten Hertzogs Suͤne Sohn. 12. Hugwaldder erſte Chriſt⸗ liche Hertzog in Francken. 13. Helenus, oder Helmreich. 14. Gottfried. 15. Genebaldus 11I. 16. Luitmeyer/ ſo Anno s 38. ohne Kinder geſtorben. 17. Aripertus, deß vo⸗ rigen Bruders/ Hertzog Ludwigen/ Sohn. 18. Ludwig III. deß vorigen/ ſo ohne Leibs⸗Erben geſtorben/ Bruders⸗Sohn/ ſo mehr Heydniſch/ als Chriſtlich/ geweſen. 19. Gosbertus I. 20. Gosbertus II. Anno 721. geſtorben;(welchen theils erſt zum er⸗ ſten Chriſtlichen Hertzog machen) 21. Ocho, oder Hethanus, ſo An. 740. ohne Mannliche Leibs⸗Erben geſtorben/ und alſd der letzte Hertzog dieſes Stammes geweſen/ hinter⸗ laſſende ein einige Terhker Rmadn genannt. 22 Pipinus, ſo nach abſterben beſagten He- thani, auff Caroli Martelli, Groß⸗Hofmei⸗ ſtern in Frauckreich/ ſeines Vatern Befoͤr⸗ derung/ durch Koͤnig Theodoricum„ mit dem Hertzogthumb Oſt⸗Francken belehnet woͤrden/ ſo der Fraͤulein Immen die Burg Wuͤrtzburg gelaſſen/ er aber gemeinlich zu Franckfurt ain Maͤyn Hof gehalten. 23. Bur⸗ ckardus, Biſchoff allhie/ deme beſagter Pi⸗ Pinus nunnehr Koͤnig in Franckreich/ auch das Hertzogthumb Francken An. 752. Uber⸗ geben; wiewol auch andere Fuͤrſten/ Grafen, Marggrafen/ zu Rotenburg/ Kochberg/ jetzund Camberg/ Bamberg/ Schweinfurt Wormbs/ Limpurg/ ꝛc. geweſen/ und fuͤr ſich blieben ſeyn. Und dieſes ſchreibt abermals Goldmayer. Wir kommen nun wieder auf die Stadt Wuͤrtzburg/ welche in der Ebhne ligt/ mit fruchtbaren Hugeln/ ſchoͤnen Gaͤr⸗ ten/ luſtigen Auen/ und ſtattl ichem Wein⸗ wachs umbgeben iſt. Man haͤlt insgemein dreyerley Veinwachs am Rhein/ und dem Maͤyn luͤber welchen allhie ein ſteinerne Bruck gehet fuͤr die beſte/ nembl ich Bacha⸗ rach am Rhein/ Klingenberg am Maͤyn/ und Wuͤrtzburg am Stein: welches ein ſonder⸗ barer Ort iſt/ allda der beſte Wein umb Wuͤktzburg wachſen thut: wiewol es in den Buͤcheln nahend Wormbs/ Itẽ um Maͤyutz uñ andernOrten am Rheinſtrom/ und an der Tauber/ im Franckenland/ auch herrliche Wein gibt. Es ſeynd viel Bruͤnne in dieſer Stadt/ welche vor dem fetzigen Teutſchen Krieg gar Volckreich geweſen; dieweilauch der Lufft allda gar gut ſeyn ſolle:und die Hof⸗ haltung/ ſo wol auch die hohe Schul/ den In⸗ wohnern ihre Nahrung vermehren thut. P ⸗2 Son⸗ —— 112 Sonſten obwoln die Stadt mit Graͤben Mauren/ Thuͤrnen/ und Bollwercken/ wol verwahret iſt; So kan ſie doch/ der Berg hal⸗ ber/ vor groſſen Gewalt/ in die Harr ſich nicht halten. Der Biſchoffiſt ihr Herr in Geiſt⸗ und Weltlichem. Es hat gleichwol auch die Stadt ihren Magiſtrat: und werden dieſe unterſchiedliche Gericht allhie gezehlet/ als/ das Cantzley⸗Gericht/ Hoff⸗ und Ritter⸗ mann Lehen⸗Gericht/ das Land⸗Gericht deß Hertzogthumbs zu Francken; das Brucken⸗ Gericht/ Stadt⸗Gericht/ Keller⸗Gericht der Thum⸗Herren im Bruderhof zu Wuͤrtz⸗ burg/ ꝛc und gibt es anſehnliche Burgers⸗ und andere Haͤuſer allda/ deßwegen auch all⸗ hie etliche Reichstaͤge/ von den Kaͤyſern Pri- dcrico I.& II. und Othone IV. ſeyn gehal⸗ ten worden. Von Kirchen ſeyn inſonderheit zu ſehen/ 1. Der Thumboder die Biſchoff⸗ liche Kirche/ darinn die Biſchoͤffe ihre Be⸗ graͤbnuß haben:wiewol das Eingeweidin die Schloßkirchen: und das Hertz in dem Clo⸗ ſter Eborach/ Eberach/ oder Ebrorau/(ſo An. 1126. zu bauen angefangen wordenyjin ei⸗ ner hierzu verordneten Capellen begraben wird. Manſchleuſt ſolches Hertzein ineinen bleyinen Sarck/ legts auf einen Wagenthut einen alten getreuen Diener dazu/ und laͤſts mit vier Pferden dahin führen. Der Wa⸗ gen/und Pferde bleiben in Cloſter: Herge⸗ gen wird der beſagte Diener/ in demſelben/ Beſchreibung ſein lebenlang/ wie ein Convent⸗Bruder/ ge⸗ halten. Neben gedachtem Thumb/ iſt das Meue⸗Muͤnſter/ oder Neben⸗Stifft/ ſo einen Probſt hat, und daſelbſt vorzeiten/ wie nian/ aber ungewiß/ vorgibt/ der Tempel Dianæ ſolle geſtanden ſeyn. 2. 8. Burckards⸗Stifft uͤber dem Waſſer. 3. 8. Jacobs⸗Cloſter/ allda Johannes Trithemius erſt in ſeinem Alter/ da er das Cloſter Sponheim verlaſſen/ Abt worden iſt. 4. Das Carmeliten⸗Clo⸗ ſter. 5.S. Marx⸗Cloſter. 6. Auguſtiner⸗ Eloſter. 7. Prediger⸗Cloſter. 8. Der Jeſuiter Kirch/ und Collegium, alla/ vor dem jetzigen Krieg/ ein anſehnliche Biblio⸗ teck war. Sie ſeyn/ zun Zeiten Biſchoff Friederichs von Wirsberg hieher kommen/ wie in deß Herren von Seinsheimb Lebens⸗ Beſchreibung lib. 5. fol. 306. davon ein meh⸗ rers zu leſen.9. Das Teutſche Hauß. 10. Die Carthauß. 11. Barfüſſer⸗Cloſter. 12. Ca⸗ puciner Cloſter. 13. Das Burger⸗Spi⸗ tal/(welches groß/ und ſchier einem kleinen Staͤdtlein zuvergleichen /) und viel andere Eloͤſter/ Kirchen/ Spitaͤl/ und Gottshaͤuſer Siffts⸗Haug allhie gedacht worden iſt. Bey der hohen Schul/oder Univcrnitaͤt allda/ iſt aucheine eygene mit groſſer Kunſt erbaute Kirche/ von welcher in deß Adr. Romani Staͤdtbuch/ oder Parvo Theatro Urbium, zu leſen. Es iſt dieſe hohe Schul erſtlich Anno 1403. wie theils wollen/ eingeführet worden; wiewol andere ſolche vielaͤlter ma⸗ chen: und Nicolaus Serarius lib. 5. Rer. Mogunt. p. 368. ſchreibet/ daß der Chur⸗ Fuͤrſt/ und Ertz⸗Biſchoff zu Maͤyntz Johan- nes, ein Graff von Naſſau/ dieſelbe Anno 1398. wegen der Burger zu Wuͤrtzburg viel⸗ faͤltigen Unruhen/ von hinnen auff Erffurt transferirt: aber Biſchoff Julius zu Wuͤrtz⸗ burgſin dem vorigen ſeculo,(Anno 1589.) wieder allhie eingefuͤhrt habe: deren erſten Anfang Gaſpar Bruſchius, in der Chrono- logia Monaſteriorum, laͤcherlich von S. Gallen und Kempten herfuͤhre; Er wolle dann /ſagt er Lerarius, deß Worts Acadcmiæ, und ſelbiger Ort/ ſehr mißbrauchen. Es meldet Daniel Eremita, in einer Epiſtel/ die er von ſeiner Teutſchen Reyſe Anuo 1609. geſchrieben/ daß gedachter Biſchoff Julius 150. Kirchen/ in ſeinem Gebiet/ erbauet/ und ſein Stipendiaten⸗Hauß/ oder Seminarium, mit ſolchen ſtattlichen Einkommen verſehen habe/ daß hundert Studenten der Heiligen Schrifft/ und 25. vom Adel/ ſo allhie ſtudi⸗ rens halber ſich befinden/ genugſame Unter⸗ haltung haben. Auſſerhalb der Stadt/ liget [das anſehnliche und veſte Biſchoͤffliche Schloß/ auff dem Berg/(der von deß Her⸗ tzogs Hetani, der heiligen Jungfrauen Marien zu Ehren erbauten Kirchen allda der Frauenberg genannt wird/ und der weit von andern Bergen die ihme gar nicht ſchaͤd⸗ lich ſeyn koͤnnen/ abgeſondert iſt /) und auff einem ſehr hohen Felſen/ ſo mit ſtarcken Run⸗ deln/ Schantzen/ Lauff⸗und andern Graͤben/ uͤber die Maſſen kuͤnſtlich und wol verſehen/ und auffs herrlichſte gebauet. Inwendig iſt es mit den ſtattlichſten Zunmern/ Saͤulen und dergleichen/ praͤchtig gezieret. Hat ei⸗ nen anſehnlichen Marſtall/ gewaltiges Zeughauß/ und einen groſſentieffen Keller/ mit vieler Arbeit und Muͤhe/ in den Berg ge⸗ macht/ in welchem ſehr groſſe und weile Weinfaͤſſer, ſo mit eyſernen Raͤiffen/ von 300. und mehr Pfunden/ in den vorigen Zei⸗ ten/ umbgeben geweſen) und villeicht noch/ auß welchen man den Frembdendie beſte und aͤltiſte Wein/ vor dieſem/zu koſten geben hat. Es haben ſich zu Wuͤrtzburg viel Sachen zu⸗ mehr: wie dann oben im Eingang auch deß getragen/ von denen Munſterus in Coſino- gta- aſſau Knat 16 gerzu Värtblrpwe Wurtburgu en hinnen auß E! 3 Goff ſuluus in ſa Def. lus zu Wir leculo, anno 1ſgg zrt habe: dee aſ ud, in der Chronn, 1⸗ lächerlih vwn, Jherführe, Er dal deß Wortz zuaenin er mißbrauchen. G. a, in einer Eriil en Reyſe Auro9 achter Viſchoff ll m Gebiet erbauet o auß/ oder demnaum, Einkommen derſe Studenten der Haiimn n Pelſſo allhle ſah en/ genugſamellnen erhalb der Stadt lie d veſte Viſchoffi erg/ der vondeßche helngen Jungftaun bauten Kuchenald ntwird/ undderme teihmmne gar nichtſch ondert it/)unda ſo mit ſtarcken Nu und andern Grite lich und wolwt gebauet. Ima en Zanmern Sült Stig gezieret. Hu 1 — — eruls 10 Nlunſterus 9r deß Franckenlands/ ꝛc. 113 graphiia; Brunncrus part. 3. Annal. Boico- rumn pag. 13 2. 134.& 611. und andere zu le⸗ ſen ſeyn. Zwiſchen den Biſchoͤffen und der Burgerſchafft allda/ hat es offt Zwietracht geben/ ſo auch/ zu ſampt den Bauren/ das Schloß unterſchiedlichmal geſtuͤrmet; aber allwegen vergebens haben abziehen muͤſſen. Anno 1623. vor/ und hernach/ hat man all⸗ hie/ wider die Zauberer/ Unholten und Hexen/ ſcharff procedirt/ deren ſehr viel/ und darun⸗ ter auch Knaben/ von 11. 10⁰. 9. und 3. Jah⸗ ren/ verbrennt worden ſeyn. Anno 1629. den 17. 27. Julij, iſt ein groſſes Ungewitter allhie geweſen/ und hat dus Waſſer ſehr groſ⸗ ſen Schaden gethan. Anno 1631. hat der Koͤnig auß Schweden/ nachdem er den 5. Octobris die Stadt einbekommen/ auch hier⸗ auf den 8. diß/ Alten Calenders/ das gedach⸗ te Schloß mit Sturm erobert/ darinn er ei⸗ nen groſſen Schatz/ ueben vielem Proviant/ Nunition/ in die dreyßig Stuck Geſchuͤtz/ ſtattlichen Pferden/ und an Wein/ auff viel Jahr lang/ einen Vorrath gefunden haben ſolle. Es ſeyn in ſolchem Sturm in die 1500. Soldaten/ ſampt dem Außſchuß/ und etlich und 20. Moͤnche/ in der Furi, wie im 2. Theil deß Theatri Europæi fol. 433. zu leſen/ nie⸗ der gemacht worden. Den 3. 18. Januarij Anno 1635. haben dieſes Schloß die Bi⸗ ſchofflichen/ mit Accord wieder erobert. Die Stadt hat gleichwol hernach auch noch An⸗ ſtoͤß etlichemal gehabt: wiewol keine rechte Belaͤgerung/ nachdem ihr Herr ſie in vori⸗ gen Jahren wieder bekommen/ da voꝛgenom⸗ men worden iſt. Was das Biſtumb allhie anbelangt/ davon oben allbereit etwas Meldung geſche⸗ hen/ ſo iſt bekandt/ daß die Schotten zwar ein Volck/ aber zweyerley Schottland iſt: Das Alte und eygentlicheſo Irrland genaũt wird: und das Neuere/ oder das Mitternaͤchtiſche Brittannien. Auß beyden ſeyn viel Lehrer deß Worts Gottes zu uns kommen/ welche man ins gemein Schotten geheiſſen hat. Un⸗ ter denen dann auch S. Kilianus geweſen/ der von Adelichen Eltern in Irrland erzeuget worden/ und ſich nach Teutſchland begeben: und nachdem er in dz Franckenland gelangt/ und ſich in der Stadt Wuͤrtzburg/ mit dem Prieſter Colomanno, und dem Leviten/ oder Diacòno, Totnano(wie ſie in den Alten ge⸗ ſchriebenen Buͤchern ſtehen; wiewol ſie theils anders nennen/ und daß ihrer mehr geweſt ſeyen/ ſagen) auffzuhalten/ ihme vorgenom⸗ men/ den Hertzog Gosbertum(der auch Gochbertus, und Gozbertus, deß aͤltern ten Hertzogs Gosberti(ſo gleichſam deß Koͤnigs Theodorici, oder Dieterichs in Hetani Sohn/ und Ruodis Enickel/ genen⸗ net wird) in der Chriſtlichen Lehr unterrich⸗ tet/ und auch darauff getauffet hat. Beſag⸗ Franckreich Statthalter allhie geweſen) Ge⸗ mahlin Geila, oder Giſila, oder Geilana, ſo vorhin ſein/ deß Hertzogs/ verſtorbenen Bruders/ Eheweib geweſen/ hat/ als eine Heydin/ dahin getrachtet/ wie ſie 8. Kilia- num, und ſeine Geſellen/ moͤchte umbbrin⸗ gen laſſen/ weil er S. Kilian/ dem Hertzog die Eheſcheidung gerathen; hat auch nicht geruhet/ biß ſie/ in Abweſenheit deß Hertzo⸗ gen/ ſolches zu weg gerichtet. Als Gosber- tus auß dem Krieg wieder heimb gelangt/ iſt die Sache wunderbarlich an den Tag komen/ indem beydes die Geila, und die zween Hen⸗ ckersbuben elendiglich umbkommen; aber vor ihrem Tode den Todtſchlag bekamit ha⸗ ben: Darauff auch Gosbertus, von ſeinen Knechten/ umbgebracht/ und ſein Sohn He- tanus, welcher ihme hat ſuccedirt/ und das Chriſtenthumb außbreiten helffen/ von dem Volck im Land verjagt/ und auß ſeinem Fuͤr⸗ ſtenthumb verſtoſſen worden ſeyn ſolle. Sie⸗ he/ was beſſer oben von dieſem Hertzoge auß dem Goldmayer geſagt worden: dann/ was die Hiſtorien der alten Zeiten aubetrifft/ ſolche ſelten bey allen Scribenten gleiches Innhalts zu finden ſeyn. Es iſt aber zu mercten/ daß S. Kilianus zweyminl hieher gelangt iſt/ und zwar das andermal Anno 687. als er von Romzuruͤck zoge. Das Jahr ſeiner Mar⸗ ter wird in den Wuͤrtzburgiſchen Jahr⸗Buͤ⸗ chern/ Item in ſeiner Grabſchrifft/ und in der Hiſtori von S. Burckart/ des 689. ge⸗ ſetzt; und iſt noch vor dem jetzigen Krieg ein Evangeli⸗Buch im Domb allhie verhanden geweſen/ deſſen ſich die heiligen Maͤrtyrer ſol⸗ len gebraucht haben. Bey die 2. Jahr nach ſolcher Marter/ nemblich Anno 741. iſt das Biſtumb allhie angerichtet/ und gedachter Burckhardus zum erſten Biſchoff/ von dem heiligen Bonifacio, hieher verordnet worden; deſſen Leben Egvvaldus beſchrieben hat. Die⸗ ſer hat den heilgen Kilian/und ſeine Geſellen an den Ort/ da ihr Begraͤbnuß noch allhie zu Wuͤrtzburg gewieſen wird/ zuſaminen legen laſſen: denen zu Ehren umbs Jahr 1513. D. Engelhard Funck/ deß Neuen⸗Muͤnſters Dechaͤnt allda/folgende Verß(ſo theils dem Heil. Burchharden ſelber zuſchreiben:) ge⸗ macht hat: E ſunt, Her bipolis, qui te, docuere, Magiſtri. Qud verum coleres relligione Deum. 3 Impia 114 Impia quos tandem’ juſſit Geilana necari, Celavitque ſub bunc corpora cæſa locum. Ne turpi, ſine laude, ſitu de foſſa jacerent Corpora, Burcbhardus ſub monumenta locat. Welche Vers nicht/ wie Bruſchius, und an⸗ dere/ wollen/ in der Guufft/ und bey ihrem der Maͤrtyrer Grab/ ſondern vor dein Eingang deßCapitel⸗Orts ſtehen/ welcher zwar an der Kirchen des gedachten Neuen⸗Muͤnſters: aber in dem Ober⸗Theil deß Baus/ auff der Mittnaͤchtiſchen Seiten der beſagten Grufft iſt. Gemeldter Burckhardus ſolle 50. Jahr allhie Biſchoff geweſt ſeyn/ wie er dann erſt Anno 791. geſtorben. Ihme ſoll deß ob⸗ gedachten letzten Fraͤnckiſchen Hertzogen all⸗ hie/ deß Hettani Tochter/ Immina, ein H. Jungfrau/ das Wuͤrtzburgiſche Schloß /mit den Guͤtern/ und allem Einkommen/ geben haben, wie in ſeinem Leben ſtehet. Sebaſtia- nus Munſterus ziehet Laurentünn Frieſſen einen gebornen Francken/ an/ der alſo ſchrei⸗ be: Do Carolus Magnus den Biſtunb uͤber⸗ geben hat das Hertzogthumb zu Francken/ ſoltu bey dem Hertzogthumb verſton/ die Stadt Wirtzburg/ und andere Staͤdt/ und die gantze Herrſchafft/ ſo Heranus, der letzte Hertzog/ hat in ſeiner Beſitzung gehabt. Dannes ſeynd auch zu derſelbigen Zeit in die⸗ ſem Franckenland geweſen/ viel Hertzogen/ Grafen und Herren/ zu Rotenburg an der Tauber/ zu Camberg/ Bamberg/ Schwein⸗ furt/ Limburg/ ꝛc. von denen entſprungen ſind/ die Friederichen/ Eberharden/ Ottones, Popones, Conraden/ Henrichen/ und viel andere Fuͤrſten/ wie die Hiſtorien anzeigen. Aber es ward keiner Hertzog genannt/ dann der/ ſo zu Wormbs/ und Limburg/ ſein Wohnnng haͤkt. Jedoch haͤtt der Biſchoff allen Gewalt/ und Jurisdiction zu urtheilen uͤber die ligende Guͤter/ uͤber Brand/ Lehen/ Leuth/ und Blut/ durch das Franckenland/ deßhalben man auch dein Biſchoff fuͤrtraͤgt ein Schwerdt/ damit anzuzeigen/ daß er nicht allein einen Geiſtlichen/ ſondern auch Weltlichen Gewult hab/ wie dann ein Verß⸗ lein darvon vor Zeiten gemacht alſo lautend: erbipoli⸗ ſola judicat enſe& ſtola. Biß hieher Munſterus Bruſchius in ſeinem Tractat von den Biſtumen in Teutſchland/ meldet/ daß ſolches Verßlein in deß Bi⸗ ſchoffs Weltlichen Inſigel ſtehe; und daß der Biſchoff/ wann er den Gottesdienſt beym Altar verrichte/ allezeit ein bloſſes Schwerdt neben ſich ligen habe/ damit ſein voͤlliger Gewalt uͤber Tod/ und Leben/ im Beſchreibung Hertzogthumb Francken/ angedeutet werde. 1 Chriſtoph. Beſoldus ſchreibet de Ordine Equeſtri libero, am 11. Blat/ daß an den Biſchoff zu Wuͤrtzburg die vollſtaͤndige Ge⸗ rechtigkeit/ deß Fraͤnckiſchen Hertzogthumbs niemals/ ſondern nur der Nahm/ und Titul/ als wie an die Ertzhertzogen von Oeſterreich der Titul/ Hertzoge in Schwaben/ kommen ſeye. Er ſagt auch/ daß die Marggraffen von Brandenburg die Biſchoͤffe allhie nicht Her⸗ tzoge in Francken nennen/ ꝛc. Der Auror deß Diſcurß von den Reichs⸗ Vogteyen mel⸗ det/ daß die Geiſtliche die Wildbahns⸗ und Forſt⸗Gerechtigkeiten nicht gehabt/ welche das Biſtumb Wuͤrtzburg auf dem Staiger⸗ wald erſt Anno 1025. von Kaͤyſer Heinri⸗ chen dem andern erlangt habe. Deßwegen aber wir uns in keinen Streit einlaſſen; ſon⸗ dern allein anderer Meynungen hievon ha⸗ ben erzehlen wollen; als wie auch oben bey Rotenburg an der Tauber beſchehen; da⸗ ſelbſt etlicher Hertzogen/ ſo nach beſagtem Hetano ſich Hertzogen in Francken geſchrie⸗ ben/ gedacht worden iſt. Heutiges Tags ha⸗ ben die meyſten Biſchoͤffe in Teutſchland/ neben dem Geiſtlichen/ auch den Weltlichen Gewalt. Wir wollen zum Beſchluß/ wegen deß hieoben ſtehenden/ noch allein dieſes thun; daß obgedachter Brufchiss p. 162. fa-⸗ get/ daß Biſchoff Ehrlongus, ein Graf von Calu/ ſo Ammo 1122. geſtorben/am erſten ein Schwerdt in dem Wappen gefuͤhrt/ und ihm ein Schwerdt fuͤrtragen laſſen: Item/ daß der 56. Biſchoff/ Godfried von Lim⸗ purg/ ſo Anno 1455. geſtorben/ ſichamer⸗ ſten einen Hertzogen in Francken geſchrieben habe. In der Braunſchweigiſchen Chronic ſtehet amn 126. Blat/ alſo: Im Anfang deß 1128. Jahrs hat Kaͤyſer Luther die Weyh⸗ nachten zu Wuͤrtzburg gefeyret/ Graf Eme⸗ rich von Leiningen daſelbſt zum Biſchoff beſtaͤtiget/ Hertzog Conrad von Schwabeu/ ſeinem Feinde/ das Land Francken genom⸗ men/ und es wider an das Stifft Wuͤrtz⸗ burg gegeben/ dem es vorhin Kaͤyſer Hein⸗ rich der Fuͤnffte entwendet/ und ſeiner Schwe⸗ ſter Sohn/ Hertzogen Conrad zu Schwa⸗ ben/ geſchencket hatte. Siehe abermals oben Rotenburg. Ferners/ ſo meldet Cytiacus Spangenbergin der Hennebergiſchen Chro⸗ nic /lib. 1. c. 4. tol. 39. es habe obgedachter Koͤnig Pipinus dieſem Stifft den Grafen von Henneberg zum Marſchalck/ den Grafen von Rhyneck zum Truchſeß/ den zu Caſtel zum Schencken) und den von Wertheim zum Caͤmerer erblich zugeordnet. Thraſy bu⸗ lus Leprameldet in derdedens⸗ Beſchreinns Herrn mn Streit einaſen ſene u Meynungen 8 z als wieg dch obe 4 Tant ber beid ene! Wen/ ſo nügin ſen in Fraucken ſhr niſt. Heut tigeo Tasſy ſchoffe in dun 3 en/ auch den Waltitn m zum Beſchlaſſnene den/ noch all ud hter Braſchun 6e hrlongus, ein Grafter geſtorbenſameinn Wappen Rfüh 9 irtragen laſſen du f Godfried von 5 geſtorben ſich 3 nn Francken geſchrew unamagnd— alſ: Inanar dd ayſer Luther de Vn rggefeyret Grafn daſelbſt zun Bſt conrod von be eer en Conrad z Scr Siehe abemlei 1 re ſo nundag vind gſtnen es habeohge bgedete— Suudur Gra fnd 6 — * ℳ⁴ — 4 — ☛ —xi ——i ——=y——— ——— † 1 — 5 S ☛₰ᷣ ☛ — — — Colleoi um der — di5 — rEmönn —-— 88 G . .. 8 ffffffffffffffffffff —— ỹffffffffffff fff V U ffff f M—ç—ü———ꝛrꝛrꝛrn—:õmrooõ———õ ————————— ————————— — 8T, 6 1Ä'. 4 ½* 4 ue SMo chenſchuel b 8 zu MWürtz burg iſfſſſſſſſſäct 2 mcn g wgh rm T I prn mfrRAng- Tn FRgn ſ ſſſſg 1 1 MTlühelTdlall glichng‚ Mclaheg Geädſsglven 3 1ſſ———— 8 4 burg W pital urtz N Ja ₰3 . ,2 4 L 1. 1. L 1. 1 1 ₰ A ane 1' 8 Mdae 4. 1 1. 1 1. 1 een 1 KA bree na- 1l 3 1 ſi — P G.— k IIIITLen 1444,41182, 4 Phjh 9— ⸗ H L L deß Franckenlands/ ec. Herrn Georg Ludwigen von Seinsheim/ am 112. daß ein Einigung zwiſchen den zweyen Stifftern Bamberg und Wuͤrtz⸗ burg/ einander in Feindes Gefahr beyzuſte⸗ hen/ ſeye. Sonſten findet ſich auch dieſes/ daß im Stifft Wuͤrtzburg die Inlaͤndiſche deſſelben Glaubiger/ in der Bezahlung/ den Außlaͤndiſchen vorgehen. Was nun endlichen die Succeſſion der Bi⸗ ſchoͤffe allhie anbelangt/ ſo wird ſolche alſo geſetzt. 1. Obgedachter Bruckhardus. 2. Maͤyngut. 3. Wernhilff. 4. Luitrich. 5. Heilward. 6. Wolffgaͤr. 7. Humprecht/ oder Humwerth. 3. Gottwalt/ unter wel⸗ chem Anno 852. den 5. Junii) einerſchreck⸗ liches Wetter allhie geweſen/ dadurch der Thumb zu S. Salvator entzuͤndet worden/ und mit allem Ornat/ Buͤchern/ Glocken/ biß auf den Grund abgebronnen ſeyn. 9. Arndt. 10. Rudolff. 11. Dietho/ oder Die⸗ trich. 12. Burckhardus II. 13. Poppo I. un⸗ ter welchem Kaͤyſer Otto einen Reichs⸗Tag allhie gehalten. 14. Poppo. II. ein Burggraf zu Wuͤtzburg/ deß vorigen Vetter. 15. Hu- go. 16. Bernhard ein Graf von Rotenburg an der Tauber. 17. Heinrich auch ein Graf von Rotenburg/ welcher zu Ohnſpach ein herrlich Benedictiner⸗Cloſter gebauet/ das heut ein Stifft iſt. 18. Maͤynhard auch ein Graf von Rotenburg 19. Bruno Anno 1033. erwehlet/ mit deme ſich Anno 1045. den 20. Maji/der bekante Fall zu Beſenboig/ gegen Ips in Oeſterreich uͤber/ begeben/ da⸗ ſelbſt er auch den 2. Maji geſtorben. 20. A⸗ delbert/ oder Adelbero. 21. Maͤynhard. 22. Emmenhard/ oder Aynhard/ ein Graf von Rotenburg. 23. Rupertus. 24. Erlang/ ein Graf von Kulb Anno 1105. erwehlt/ der An- no 1122. den 25. Decembris geſtorben. Von dem iſt oben auch geſagt worden. 25. Ruͤcker/ ein Graf von Veringen. 26. Hetzel/ ein Graf von Leiningen. 27. Emerich auch ein Graf von Leiningen. 28. Siegfried/ ſo An- no 1153-an der Peſt geſtorben. 29. Geb⸗ hard ein Graf von Henneberg/ unter deſſen Regierung Pfaltzgraf Hermann das Clo⸗ ſter Bildenhauſen geſtifftet. z0. Heinrich Graf von Berge. 31. Herold/ unter wel⸗ chem Anno 1165. und 66. zween Reichstaͤge allhie ſeyn gehalten worden. 32. Reinhard Anno 1172. erwehlt/ Anno 1182. zu Roni ge⸗ ſtorben. 33. Gottfried/ ſo Anno 1190. zu An⸗ tiochig an der Peſt geſtorben. 34. Heinrich von Babenberg. 35. Gottfried der Ander/ ein Graf von Hohenlohe. 36. Conrad/ der Anno 1203. den 3. Decembris, von zween 115 Rittern/ vor der Kirchen zu Wuͤrtzburg er⸗ mordet worden. 37. Heinrich von Kaͤſe. 38. Otto. 39. Dieterich von Hohenburg/ Anno 1223. erwehlet/ Anno 25. geſtorben: unter deſſen Regierung/ Maͤyntz und Wuͤrtz⸗ burg/ wider einander gekriegt/ einander eine Schlacht zwiſchen Mattſtatt/ und Heiden⸗ feld gelieffert/ da beyderſeits viel Volcks auff dem Platz geblieben. 40. Herman/ ſo Anno 12 50. geſtorben/ und viel mit der Stadt Wuͤrtzburg zu kriegen hatte. 41. Hi⸗ ring/ oder Irung/ Herr von Reinſtein. 42. Conrad/ ein Graff von Trümberg. 4z. Berchtold von Sternenberg/ der Anno 12 87. geſtorben. Zu ſeiner Zeit/ im Jahr 1285. entſtunde ein groſſe Auffruhr zu Wuͤrtzburg/ zwiſchen der Stadt/ und den Geiſtlichen daſelbſt; alſo/ daß der Kaͤyſer Rudolff/ mit allen Fuͤrſten/ genug zu thun bekom⸗ men)/ ſolche Unruhe wider zu ſtillen. 44. Mangolt/ ein Truchſeß von Neuenburg. 45. Andteas/ ein Freyherr von Gundel⸗ fingen. 46. Gottfried der Dritte/ ein Graff von Hohenlohe. 47. Wolffram von Grumbach/ Anno 1333. den 6. Julij geſtorben. 48. Herman II. ein Freyherr von Lichtenberg auß dem Elſaß. 49. Otto von Wolffskele. 50. Albertus, ein Graff von Hohenberg/ ſo hernach Biſchoff zu Freyſing worden. 51. Albertus, ein Graf von Hohenlohe/ ſtarb Anno 1372. 52. Gerhard/ ein Graf von Schwartzenburg/ Kaͤyſer Guͤnthers leiblicher Bruder. Im Jahr 1384. erhub ſich eine Auffruhr zu Wuͤrtzburg wider den Biſchoff, welche in der Zahl die 17. und groͤſte geweſen. 53. Johannes von Egloffſtein. 5½3. Johann von Bruno/ Anno 1412. erwehlet/ wider welchen ſich die Stadt Wuͤrtzburg auch auff⸗ gelehnet/ dieſelbe belagerte er un Jahr 1435. mochte ſie aber nicht erobern: Jedoch ſchlug er die Burger bey Zell. 55. Sigmund Hertzog auß Sachſen/ Anno 1441. er⸗ wehlt. 56. Gottfried von Limpurg/ Sem⸗ perfrey/ ward Anno 44. Biſchoff/ als der vorige ſolches aufgabe. Iſt Anno 1455. ge⸗ ſtorben. 57. Johann von Grumbach)/ Anno 1466. geſtorben. 58. Rudolff/ der letzte Scherenberger/ ſo 29. Jahr wol regirt/ und den Titul deß andern Stiffters erlanget hat. 59. Lorentz deß Geſchlechts von Bi⸗ bra/ Anno 149 5. erwehlt/ Anno 1519. ge⸗ ſtorben. 60. Conrad von Thuͤngen/ ſtarb Anno 1540. 61. Conrad von Bibra/ſtarb Anno 44. 4ꝙ2. Melchior Zobell/ ſo mit V Marggraf Albrechten einen ſchweren Krieg gefuͤhrt/ —— —— 116 Beſchreibung gefuͤhrt/ und endlich/ als er auß der Stadt Wuͤrtzburg/ umb den Mittag/ hinauf in ſein Reſidentz⸗Schloß/ ſich begeben wolte/ Anno 59. umbgebracht worden iſt; wie hin und wieder in den Buͤchern hievon zu leſen; ſon⸗ derlich aber thut Thraſybulus Lepta, in der Lebensbeſchreibung Herrn GeorgLudwigen von Seinsheinb/ lib. 2. fol. 142². feqq. wie es mit dieſes Biſchoffs/ nuff des von Grum⸗ bach Anſtifftung/ erfolgten Tod zugangen/ weitlauffig/ und umbſtaͤndlich erzehlen. 63. Friederich von Wirtzberg/ Anno 1573. ge⸗ ſtorben. Bey deſſen Regierung/ im Jahr 1563. den 2. Octobris/ die Stadt Wirtzburg von dem von Grumbach uͤberfallen/ und ge⸗ pluͤndert worden. 64. Julius Echter von Meſpelbrunn; der die jenigen/ ſo ſich vom Bapſtumb abgeſondert hatten/ im Jahr und Staͤdten in Teutſchland/ part. 4.&z. Iſag. Hiſtor. und den Erſten und Zweyten Theil Itinerarii Germaniæ; ingleichen auch die Topographiam Franconiæ, pag. 62. feq—. daſelbſt auch/ pag. 65. von dem Titel/ Hertzog in Francken/ gehandelt wird; davon Doctor Leonhart Wurffbain/ in ſeiner z. Relarion, was/ ſeithero Caro- li M. Zeiten/ zu⸗ und von dem Reich kom⸗ men/ und biß auf dato dabey verblie benſp. 17. ſeqq. unter anderm/ alſo meldet: Weil Bi⸗ ſchoff Burcartus zu Wuͤrtzburg/ beym Bapſt Zacharia erhalten/ daß der Frantzoͤſiſche Koͤ⸗ nig Childcricus Anno 750. in das Cloſter S. Emerani nuch Regenſpurg verwieſen/ und hergegen Pipinus, Caroli M. Vater/ zum Koͤnige gemacht worden; So hat er Pipi- nus Anno 752. dem Biſchoff zu Wuͤrtz⸗ 1586⸗mit Gewalt auß ſeinem Stifft vertrie⸗ burg/ das/ iunb dieſelbe Zeit/ durch Abſchei⸗ ben. Seiner wird oben in Beſchreibung der Stadt Wirtzburg/ bey der hohen Schul allda gedacht. Er hat den herrlichen Spi⸗ tal ſo nach ihm genennet wird/ Anno 1580. geſtifftet und erbauet. Stunde dem Bi⸗ ſtumb vor 44. Jahr/ und ſtarb Anno 1617. den 3z. Septembris/ neuen Calenders. 65. Johann Gottfried von Aſchhauſen/ ſo auch Biſchoff zu Bamberg geweſen/ und Anno 1622. den 19.29. Chriſtmonats/ zu Regen⸗ ſpurg geſtorben iſt. 66. Philippus Adol⸗ phus von Ehrenberg. 67. Pranciſcus von Hatzfeld/ Anno 1631. den 16. 26. Julii erwehlet/ ward hernach auch Biſchoff zu Bannberg/ und ſtarb zu Wuͤrtzburg Anno 1642. den 30. Julii/und wand daſelbſt begra⸗ V ben. 68. Johann Philippus von Schoͤn⸗ born eines vornehmen Geſchlechts am Rheinſtrom/ welcher dabenebenſt den 9. 19. Noveinbr. 1647. zum Ertz⸗Biſchoffen zu Mayntz/ deß H. Roͤm. Reichs Ertz⸗Cantz⸗ lern durch Germamen/ und Churfuͤrſten er⸗ wehlet worden Siehe von dei/ was bißhero von Wirtzburg geſagt worden/ auſſer dem oben allbereit beruhmten Scribenten/ auch Jacobum schopperum, in Teutſchlands Beſchreibung/ fol. 754. S. Kiliani, Franco- niæ Apoſtoli geſta, von Nicolao Serario Auno 1798. allhie in 4. zum Truck verferti⸗ den deß letzten Hertzogen Hettani, oder Ot- ronis, der Cron Franckreich heimbgefallenes Land zu Oſt⸗Francken/zu ewigen Zeiten/auf einem damals zu Franckfurt gehaltenen Reichs⸗Tag/ unt ſampt dem Schloß Carls⸗ burg/ und der Stadt Carlſtatt/ uͤberlaſſen/ und ihme/ als einen angehenden Fuͤrſten in Francken/ die Graffen zu Henneberg zunn Marſchalck; die von Reineck zum Truch⸗ ſeß/ die von Caſtelzum Schencken/ und die von Wertheimb zum Kaͤmmeererſerblich zu⸗ geordnet. Dabey es auch/ biß auff die Zei⸗ ten Henrici V. Roͤmiſchen Kaͤyſers/ de Anno Chriſti 1116-verblieben iſt/ umb wel⸗ che Zeit er es dem damaligen Biſchoff zu Wuͤrtzburg/ mit Namen Prlango,(umb deß willener ſich fuͤr den damaligen Bapſt/ mit Namen Paſchale, wider ihn hat gebrau⸗ chen laſſen) genonunen/ und ſeiner Schwe⸗ ſter Agnetis, mit Friderico von Hohen⸗ ſtauffen/ und Hertzogen zu Schwaben/ er⸗ zeugten Sohn/ mit Namen Cunrado, her⸗ nach Roͤmiſchen Kaͤyſer/ deß Namens dem Dritten/ verliehen hat. Derentwegen es auch auf deſſelben/ ohne hinieꝛlaſſung Mann⸗ licher Leibs⸗Erben/ Anno 1152. zu Bamberg erfolgtes Abſterben/ bey ſeines Brudern Pri- derici Sohn/ Priderico Barbaroſſa, her⸗ nach Roͤmiſcher Kaͤyſer/ viel Muͤhe und Ar⸗ get; Limnæum de Jure publ. lib. 6. cap. 3. beit/ gebraucht hat/ biß das Biſtumb Wuͤrtz⸗ num. 45. Cruſum parr. z. I. 7. Annal. c. 4. J. J. Speideli Notabilia Iit. W. voc. Wirtz⸗ burg/ P. Matrh. Wehnerum in Pract. Ob- ſerv. voc. Gericht(der auch vom Gnaden⸗ Jahr/ Anno 1163. allhie angerichtet/ p. 238. zu leſen) Dreſſerum von den Biſchoͤffen/ burg/ mit dem Land zu Francken/ de Anno 1168. wiederunnb belehnet worden iſt. Da⸗ bey es auch/ biß ungefehrlich auf das 1460. Jahr verblieben iſt: da Marggraf Albrecht von Braͤndenburg/ Chur⸗Finſt/ cogno- mento Achilles German. auff das Anno 1459. ———— pobl chion gun 114 polen pugr odern Stat hat lich Nnſen burg Raß ¼ 13728” mer en Und hera geren geſchh niſce ſeine Can 9 wenm 1 Aun iche getra Dact Turs 31% 4 1 Bder Fang' 3 2750., in d T Bichg hr „Iſcaf 12 in ad 38 Su 8 all; 100. reich heunig aas zudigen 1a laf ranckfäut„Gn t dein Sch Pas grlſfatt, raſin ngehenden 1an Ju Dennd a Reineck zaſ u Schenctè x u- dämnnerer 1e3 uch biß al 5 z ſchen Kal a blieben ſt] ⸗ naligen BAfu ten Erlang alh damalige— vſt der ihn hq Etan und ſeine= w erico volj he du Schwe c en Cum— ho deß Nan erd Derentt ls nieꝛlaſſan nn 115z. zuJ Al eines Brh k Barbacd hel vie Muhl m A „Biſtunt= u rancken Ino tworden! De ich aufdh er „, 1 Narggraf Zech r Fllſt auff dd 1459. von Pio II. Pont. erhaltenes Privile- gium, ſich Hertzog in Francken hat ſchrei⸗ ben wollen/ daß er endlich/ auff Frideri- ci III. Imp. Befelch/ denſelben Titul hat muͤſſen fahren laſſen. Biß hieher Doctor Wurffbain. Was aber hiebey/ wegen deß obernannten Kaͤyſers Cunradi III. Sohn/ Hertzog Friedrichs in Schwaben und Fran⸗ cken/ ſo Anno 1168. ohne Mannliche Leibs⸗ Erben geſtorben: und ſonſten auch guter Meynung(dann irren Menſchlich iſt) zu erinnern waͤre/ das findet ſich in der Be⸗ ſchreibung Rotenburg an der Tauber/ un⸗ ſers vorhin gedruckten Textes der Topo- graphiæ Franconiæ fol. 37. a. Und bey an⸗ dern. Sonſten ſagt Ehrngedachter Herr Doctor Wurffbain in dem 6. Theil der er⸗ wehnten 3. Relation, am 196. Blat/ daß man dem Biſchoff von Wuͤrtzburg/ den Titul Francken der gleichwol allezeit in dem Reichs⸗Abſchied de Anno 1654. dem⸗ ſelben gegeben wird /) ſtrittig mache. Und ſchreibet Limnæus, in addit. ad lib. 3. de]. publ. p. 325. tom. 4. alſd: Non ſoluùm Mar- chiones Brandeburgenſes; verùm etiam Mo- guntinus, Saxo,& Bambergeniis, Herbi- polenſis titulum Ducis Franconiæ op- pugnant. Siehe obberuͤhrten unſern Text/ oder die vorhin gedruckte Beſchreibung der Stadt und Biſchthumbs Wuͤrtzburg. Es hat der Herr Biſchoff/ wegen unterſchied⸗ licher Guͤter/ auch unterſchiedliche Reichs⸗ Auſchlaͤg. Wegen deß Biſchthumbs Wuͤrtz⸗ burg/ gibt er alle Monat/ einfach/ 45. zu Roß/ und 208. zu Fuß/ oder an Geld/ 1372. fl. und zu Unterhaltung deß Cam⸗ mer⸗Gerichts/ Jaͤhrlich ordinarie 250. fl. und cum augmento, 41 6. fl. 4². Kreu⸗ tzer 2. Heller/(den Thaler zu 69. Kreutzer gerechnet:) wie ich ſolches einsmals/ in einer geſchriebenen Verzeichnuß aller deß H. Roͤ⸗ miſchen Reichs Staͤnden/ was ein jeder zu ſeiner Angebuͤhr/zu der Kaͤyſerlichen Majeſt. Cammer⸗Gericht ordinariè,& cum aug- mento, jaͤhrlich geben muß/ geleſen; die Auno 1576. Doctor Johann Veſt/ Kaͤyſer⸗ licher Fiſcal/ im Auguſto, alſo zuſummen getragen haben ſolle. Sonſten hat Herr Doctor Wilhelm Beckers/ in ſeiner ſynopſi uris Imperii Romano-Germanici auich die Gebuͤhr zum hochgedachten Cammer⸗ Gericht/ Anno 1567. verordnet; nemlich den alten/ und erhoͤchten Anſchlag. Ferner gibt hochgedachter Herr Biſchoff wegen der deß Jahrs 1604. von der Stadt Schwein⸗ furt/ bekommen zweyer fuͤrnehmen/ und deß Franckenlands/ ꝛc 117 bey Schweinfurt gelegenen Reichs⸗Doͤrf⸗ fer/ Gochsheim und Senfeld/ oder Sen⸗ denfeld(ſo/ wie Doctor Wurffbain/ in obangezogener 3. Relation 6. Theil/ pag. 199. berichtet/ vor viel hundert Jahren bey dem Heiligen Roͤmiſchen Reich/ ohne alle Mittel beſtanden) z. Mann zu Fuß/ oder 20. Gulden Monatlich/ ſo an der wolgedach⸗ ten Stadt Anſchlag abgehen. Werden ohne Zweiffel/ die Mayndoͤrffer ſeyn; de⸗ ren in der Nuͤrnbergiſchen Repartition de Anno 16503. gedacht wird. Item/ wegen ſeines Antheils an Henneberg Romhilden; davon oben im Eingang dieſes Anhangs: Item/ wegen Raigelſperg, oder Reichel⸗ ſperg; davon auch oben/ in ſelbigen Orts Beſchreibung. Es hat auch dieſes Stifft/ wegen der Probſtey Chomberg vorhin ge⸗ ben/ 1. zu Roß/ und 1. zu Fuß: nach dem aber ſolches/ contra Fiſcalem, in puncto ex- emptionis, obgeſiget/ iſt dieſer Anſchlag gefallen. Siehe/ im uͤbrigen/ Wehne- rum, in pract. J. Obſervat. p. m. 251. Und ſo viel fuͤr dißmal/ von dieſem hohen Stifft. Was das S. Jacobs⸗Cloſter in Wuͤrtz⸗ burg anbelangt/ ſo iſt der erſte Abbt in ſol⸗ chem S. Macarius, vorhin ein Moͤnch zu Re⸗ genſpurg/ geweſen/ der Anno 115z. geſtor⸗ ben/ und auß Irrland; wie auch der vierte Abbt/ Gregorius, kommen iſt. johannes Trichemius, der uuff die Letzte auch alloa Abbt/ und begraben worden/ hat eine eigne Chronick von dieſem Cloſter hinterlaſſen. Nachdem Anno 1631. der Koͤnig auß Schweden Stadt und Schloß erobert/ hat hernach Anno 34. den 11.Octobris, der Obri⸗ ſte Hans Goͤtz/ die Stadt uͤberrumpelt/ und die Schwediſche Gnarniſon darinn mehren⸗ theils niedergemacht. Aber das Sloß hat ſich noch lang gehalten/ biß nachdem ſolches 14. Wochen blocquirt, und belagert gewe⸗ ſen/ auch Mangel an Holtz darinn erſchie⸗ nen/ und die Peſt unter den Soldaten einge⸗ riſſen/ daſſelbe endlich den. Januarii/ fol⸗ genden 35. Jahrs/ der junge Graf von Thurn/ mit Accord uͤbergeben hat; und der Fe hhoedſſihen Außzug den 8. diß geſchehen iſt. Witſtatt. BoEy Roſenberg ein Dorff. OQ Zabel⸗ Zabelſtein. EIn Wuͤrtzburgiſches Staͤdtlein. In dem 6. Theil Theatri Europæi ſtehet/ daß die Schloͤſſer Mainburg/ und Zabel⸗ ſtein/ umb Schweinfurt herumb/ und Wuͤrtzburg/ Anno 1647. ſich an die Chur⸗ 118 Beſchreibung deß Franckenlands/ ꝛc. Bayriſchen ergeben haͤtten/ daſelbſt auch deß Fleckens Hoburg/ vier Meyl von Nuͤrn⸗ berg gelegen/ gedacht wirvd. Zeil. EIn Bambergiſche Stadt und Anpt. Namen⸗ Adelsl Adolt Achſe Achſt Aſch Aeexh At⸗ At⸗G Atten Aten Aeem Ator⸗ Anb Ans Auht Au Amn Arm An Tolf Arbe, Ach NMac Aob, Aubz Auers Aura Aurg Aut Aoch Dach Bam ——,.——— —. 2, S ee ee ee e ee e e e e e —————. Kamen⸗ — AERERRRREERERRREERRERnnnn Regiſter Der Landſchafften/ Goͤw/ Thaͤler/ Staͤdte/ Staͤdtlein/ Flecken/ Dorffer/ Cloͤſter/ Schloͤſſer/ Waſſer⸗Fluͤſſe/ Berge/ Waͤl⸗ der/ ꝛc. ſo in dieſem Tractat von dem Franckenland, und dem hoch⸗ loͤblichſten Fraͤnckiſchen Craiſe, ꝛc. zu finden. 4 Ab, 8f. D Abenberg, 17. Abenſperg,. Abſtatt, 1ſ. Adelshauſen, 7. Adolthein, 1ſ. Aichfeld, 7. Aichſtatt, ſiehe Aychſtatt. Aiſch, ein Fluß, 3. deſſen Urſprung, ibid. wo er in die Rednitz fallt, ibid. Alexheim, 17. Alt⸗Breitingen, 92. Alt⸗Sittenbach, 21. Altenberg, 20. Altenſtein, 20. Altmuͤhl, 3. 78. Altorff, eine hohe Schul, 4. 3. 20. 71. Amberg, 6. Amsberg, 17. Anhuſen, ein Cloſter, 102. Anſpach, ſiehe Onoltzbach. Arnberg, 7. Arnoldſtein, g. Arnſtein, 4. p. 21. Arolffſtein, 91. Artzberg, 6. 21. Aſchach, y. Aſpach, f. Aub, oder Ayb,. 22. 62. Aubzu, 4. Auersberg, y. 22. Aura, f. 6. 22. Aurach, ein Fl. 4. Aurbach, 4. Aychſtadt, 5. 6. 15. worvon ſie ihren Namen habe. ibid. was darinnen zu ſehen. ibid. 16. Innwohner Sitten. ibid. Bachfeld, 22. Bamberg, ein Stifft, 4. wie viel es Aempter babe,„. daſelbſt waͤchſt Sußholtz, 8. wo⸗ her ſie ihren Namen, 22. was daſelbſt zu ſe⸗ hen, 23. was fuͤr denckwuͤrdige Sachen ſich daſelbſt zugetragen. ibid. Biſchoͤffe daſelbſt. 25. 26. deſſen Reichs⸗Anſchlag, 27. Bantz, 28. ein Benedictiner Cloſter,. Bartenſtein, 7.. Baunach ein Fluß, 4. wo er in den Mann faͤllt, bid. ein Ort, ſ. g. 29. Bayreuth, 6. wem es zugehoͤrt, 28. Bayersdorff,. 29. Braitungen, 91. Bechhofen, 2. Berching, 6. 29. Bergel, 110. Bergen, ein Cloſter, 17. Berggrieß, s. Berneck,. Berengrieſe, z0. Bernhauſen, z0. Betzenſtein, 8 Biber⸗Ern, 4. Biberſtein, 6. Bibra, 30. 90. Bildhauſen, Bildenhauſen, f. Bildenreut, 3o. Bimbach, 954. Birckenfeld, z0. Biſchoffsheim,. 9. 30. 40. 82. Blanckſtetten, 6. Blaſſenburg, eine Veſtung, 4. 32. 39. Bleyberg, y. Blumenthal,&.&. Bodenſtein,. z0. Bottenleuben,. 22. Brait, z0. Brauneck, 31. Breuberg, eine Veſtung, 47. 31. Breiburg, 48. Breitbrunn, 31. Breitingen, 31. Brichſenſtatt, 6. 31. Brig, 40. Bromberg, f. Brotzwinden, 79. Broſſoltzheim, ſ. Bruckta, 6. Brumbach, ſ. 32. Buchenbach, 32. Bullingshauſen, 7. Blunheim, 2. Q 2 Blun⸗ Blunreit, ein Cloſter, 3. Bruͤnen, 4. S. Burcard, ein Stifft, ſ. Burck⸗Erbach, f. Burck⸗Unſtadt, ſ. Burg, G. Burg⸗Bernheim, 32. Burg⸗Ebrach, 32. Burg⸗Haßlach, 32. Burg⸗Unſtadt, z2. Burgſtadt, 32. Buͤtthart, f. Cadelsburg,. 33. 94. Cammerſtein, 6. z33. 93. Carlſtadt, 7. 33. Caſtel, 6. 7. 33. Cella S. Solæ, 983. Chomburg, z33. Cloſter⸗Schwartzach, 94. Coburg, 4. 33. iſt eine aus den aͤlteſten Staͤd⸗ ten im Franckenland, 34. Furſtlich Colle- gium daſelbſt, 36. Connlberg, 6. Comberg, 33. S. Conradsberg, 109. Cornburg, 6. Coſſein, 109. Cottenheim, 8. Cranach, ein Fluß, 38. Craylßheim, 4. 6. Siehe Kraylßheim. Creglingen, 4. 7. Creuſſen, 6. Cronach, ein Fluß, 4. eine Veſtung,. z8. Cron⸗Weiſſenburg, 6. 62. Culmbach, 6. 38. Cuntzelſau, 7. D. Dachsbach, s. 39. Dachſtatt, 40. Dalnſtein,. Dallau, 6. 61, Danhauſen, 6. 17. Derdingen, 7. Dettelbach, J. 39. Deutzbach, 4. Dickelhauſen, eine Carthauß, g. Dieting, 6. Diſtelhauſen, 40. Dollnſtein, 17. 40. Dornheim, 2. Doͤttingen, 7. Duͤnckelſpuhel,.&2. Duringſtatt, 5. 40. Duͤrrenzimmern, 7. E. Ebelsfeld, 9 1. Regiſter. — Ebenhauſen, f. Ebermanſtatt,. Ebern, f. 20. Ebersberg, p. Ebertsbrun, 7.. Ebrach, ein dreyfacher Fluß, 4. ein Cloſter, f. Eckoltsheim, c. Eger, ein Fluß, 110. Ehe, ein Fl. 4. Ehegrund, ibid. Ehrenburg, eine Veſtung, 37. Eichenreut, y. Einſiedel, 109. Eißfeld, 37.- Ellingen, 62. Elpersheim, 7. Elſpe, 40. Ellingen, z1. Eltmann, ſ. Elwangen, 54. Emskirchen, 4. Engelthal, ein Cloſter, 2. Entzdorff, p. Erbach, eine Graffſchafft, 4. 3. Erlach, 2. Erlang, 4. 6. Erlenbrunn, 22. Eſchenbach, 6. 62. Eſer, ein Fluß, 109. Eyb, 82. Eyburg, 6. Eyp, 102. §, Farenleuten, 109. Farnbach, 4. Feldenſtein, p. Feuchtwang,(. 40. 78. Feurbach, 7. [Fichtelberg, 109. Firnsberg, 40. und Ampt, J. 40. Flammersbach, 40. Flötz, 109. Flugelau, F4. Forchheim, eine Veſtung, 4. 40, iſt ſehr alt, 41. und ein fruchtbarer Ort, ibid. Forchheim, ein Stifft, 5. Forchtenberg, 7. Forſt, 79. Feantke Urſprung, 9. 10. derſelben Namen. 1b1d. Franckenlands Beſchreibung, und Gren⸗ tzen. 3. Fluſſe, ibid. ſeq. Handels⸗Staͤd⸗ te, 4. Füͤrſtenthuͤmer, ibid. Walder. ibig. Hohe⸗Schuſen. ibid. Stiffter und Cloͤſter,. Aempter. ibid. Graff⸗ und Fladungen, ein Fluß, 4. 40. eine Stadt, übid. ranck 8 4 ranck 8 ſ Frauen Fnuen Fauen Frauen Freude Fulda/ zuda, Fürſten Furkh, Fürten Gola tr Goll⸗ 1 Golo Goßn. Goſte f Goßt. Gott Graf Gran r Buſſ Bred öntt. üny 4.8, o. eineſ/ und Herrſchafften, 7. Reichs⸗Staͤdte, 8. freye Reichs⸗Ritterſchafft, 2. 14. erſte Regenten, 2. Franckenberg, 4. Franckenhauſen, 40. Franckfurt, 62.. Fraͤnckiſcher Craͤyß, wie viel Fuͤrſtenthuͤmer er in ſich halte, 4. ade d, 48. rauenberg, ein Schloß, 4. 102. Frauen⸗Breitingen, 92. Frauenrath, f. Freudenberg, f. 8. Falda, ein Fluß, 4. Fulda, ein Stifft, ibid. Fuͤrſtenau, 4. Zürth 4. 42. Furtenberg, ſ. G. Gackſtatt, 7. Gaildorff, g. 42. Gaiſelwind, 8. S. Gangolff, ein Stifft, g. Gebuͤrg, 3. Gefel, 58. Gefreß,. 42. Geiersberg, 109. Geltersheim, 42. Gemuͤnd, f. 9. 4;3. Genghoffen,(. 62. S. Georgen⸗Capell, 79. Gerabron, 74. Gereut, 7. Gerlachsheim, f. Geroltzhoffen,. 43. Gerßfeld, 40. Geyern, 7. Gich, ſ. 43. Gleuſſen, 43. Gnodſtatt, /z. Gold⸗Cronach,. 43. Golhoffen, 4. 3. Gollach, ein Fluß, 4. deſſen Urſprung, ibid. wo er in die Tauber fleuſt, ibid. Goll⸗Oſtheim, 81. Goloßheim, 4. Goßmanſtein, 43. Goſtenhoff, 66. 67,. Goßweinſtein, g. Gottszell, 43. Grafenwerd, 64. Graſſeltzheim, 8. Greding,. 17. 44. Grettingen, 95. Grevenberg, 8. 44. Regiſter. Grieffen, p. Groß⸗Heubach, 42. Grumbach, 39. 44. Gruͤnau, 44. Grundlach, 44. Grunsfeld, 44. S. Gumberti-Stifft, 79. Gundelsheim, 16. 44. Guntzenhauſen, 6. 44. 5 Haag, f. Haidenfeld, 7. Hailsprun, ein Gymnaſium, 4. 4, Halßbach, 22. Halburg, 4. Halſtadt, 45. Haltenbergſtaͤdten,&s. Hambach, 101. Hamelburg, 22. Hamelsburg, an der Strey, 22. Hanau, 4. Hanenkam, 97. Haͤmtungen, 45. 91. Hardtheim, 4. Hartenberg, 23. Hartneidſtein, 45. Haſenried, ein Cloſter, 1. Haßfurt, 45. Haug, ein Stifft, 45. Hauſen, f. 79. Hauſſeck 8. (Haylbrunn, 6. 49.&*. Hebing,. Heidenfeld, 45. Heidenheim, 48. Heidingsfeld, 46. Peiligenthal, 46. Heimbach, 7. Heldburg, 37.. Helmeritz, 46. Hehehalen⸗ 8 ſii 6 enneberg, eine Fuͤrſtliche Graffſchafft,„. Herbſthauſen, z. 7. aüde afſchaft, 7 erols⸗Berg, 47. Herrn⸗Breitungen, 92. Herrieden, 6. 46. 78. wenn es mit Maupen umbgeben worden, 47. Herßpruck, 4. 3, 47. Hertzogen⸗Aurach, 4, 5. 48. Heubach, 3. 48. Heuchelheim,&r. Heyd, 109. Heydenfeld, p. 82. Heydenheim, 7. Hetzfeld, 46. Hilburg, 37. Hilperhauſen, 4. 39. 44. A)„Kℳ Hilpoltſtein, 2. 48. Hilſpach, 6. 61. Hiltruff, 48. Himmels⸗Cron, 42. 21. Himmelpforten, f. Hindernahe, 92. Hochbach, 7. Hochfeld, 4. ſ. Hoͤchſtadt, 429. Hoff, 6. 49. Hoffſtatt, 17. 32. Hohenberg, ſ. 6. Hohe Metz, 109. Hoheneck, ſ. 49. Hohenlandſperg, 9. Haheniehes 3 Graffſchafft, wird in zwo Lini ilet, 7. Hohenſtein, 8. Hohentruͤdingen, 6. ſo⸗ Hohenwergheim, ſo. Holfeld, ſo. Hollach, 4. Hollenbach, 7. Holſtatt, ſ. Holnſtein, 29. Holtzkirchen, 5. ſo. Homberg,. ſo. Homburg, ſo. Hopferſtatt, 62. Horneck, 6. 62. Hutenheim, 6.&r⸗ J. S. Jacob, ein Stifft, F. Jagsberg, 4. p. fo. 1 Jagſt, ein Fl. 4. Jagſthauſen, Fo. Fffingheim, 3. mbach, eine Cart Ilmenau, Fo. thau, k. Ilshofen, f1. Immeldorff„ 79. Ingelfingen, 4. 7. Fo, Inſingen, 79. S. Johann, F. Iphofen/ 5. 30. 70. 8 Iiſch, e Fluß, 3. woer in den Mayn lau Itſchgrund, 22. Juchſen, Fo. Kaͤlheim, 78. Kaltebuch, 109. Kaltenhauß9 1. Kalten⸗Northeim, 92, en fft. Regiſter. Lahm, Sr. 5 Lanckheim, ſ. 72. Landeck, 7. 5ſ. Kalten⸗Sontheim, s. Kauewenihe 45 Katzendorff, 110. Kemich, ein Fl. 4. Kemmet, 109. Kinding,. Finhauſen, 62. irchberg, 4. fr. Kirchdorff, 4. 4 Kirchhauſen, g. Kirchlautern, r. Kirchenleimitz, 6. Kintz, ein Fl. 4. Kiſſingen, g. fr. Kitzingen, 4. 5. yr. Klein⸗Amberg, 72. Klein⸗Heubach, 48. Klingenberg, p. Kochendorff. 4. Locher⸗ 4. nigsberg, 37. 72. Koͤnigshofen, 4.„. 72. Krauhond, 4 1I.a 2: Si. Kraut⸗Oſtheim, 8. 31. Krglingen, 53. 102. rempen, ein Fluß, 4. Kreuſen, in Juß; 1 Kreilßheim, ſs. Kreßberg, 59. Kreſſenſtein, 83. Krogelſtadel, 91. Krottenbach, 24. Kuͤeburg, 53. (Kuͤenberg, f. Kuͤmenberg, 10⁰9. Kuͤndorff, 55. 9r. 92. Kuͤnſels⸗Ab, Kuͤnſels⸗Au, 4. 75. (Kunſtatt, 7. Kupffenburg, f. gſ. Kupfferzell, 7. Kyrnbach, c. 61. L, dandebeig⸗ 92. Langenberg, 4. 7. fo,. Langenburg, 7. 104 17 Langenfeld, 4. Langensfels, /ſ. Langenheim, 55. Langenzenn, 4. 7. Fs. Lauda,. 40. 56. Laudenbach, ſé. Lauenſtein, 6. ſe, Laudenbach, ſé. Lauff, 4. 8. ſ6. Laurin⸗ during gutenb Lauter, Aauterbe Lonfelo E Leol Lugaſt Lauten Lauters geenfel Leechter gechten giechten Lmpun obenſ ohr, loner doͤnfel Toßbu luchsl Ludwin Luſſart. Lätzelt Lymib Mack Mai Mait Man: Mi Mlt Mau Ma Lauringen, 7. Lautenbach, 57. 22. Lauter, ein Fluß, 4. Lauterbach, 77. Leonfels, 7. S. Leonhard, f. Leugaſt, 77. Leuten, 6. 77. 82. Leutershauſen, 77. Leyenfelß,. 77. Liechtenau, eine Veſtung, 4.8.57. Liechtenberg, 6. 58. 30. Lichtenfelß, 4. 5. ſ9. Limpurgiſche Herrſchafften, 2. Lopenſtein,„8.— Lohr, 3. 78. 79. Lonerſtadt, z. Loͤnfeld, 8. Loßburg„ 109. Luchsburg, 109. Ludwig⸗Schorgaſt, p. 59. Luſſart, ein Wald, 25. Lutzelmayn, 109. Lymburg, 98. mM. Mackelohe, s. Maidbrunn, f. Mainberg, y. Mainbernheim, 6. Mainingen, 4. 7. 79. 91. Malburg,. 1 Marckbrait, 8. 30. Marck⸗Dorff, 75. Marck⸗Leugaſt, ſ. 77. Marck⸗ Oſtheim, f. Marck⸗Schorgaſt, 59. Marckelsheim, 59. Maresfeld, 7. 55. Maria⸗Burckhauſen, J. Marienſtein, 17. 55. Marolffſtein, H. Maßfeld, ſo. 51. 92. Mayn, ein Fluß, 3. hat zween Urſpruͤnge und Mumnen„ibid. wo er in den Rhein faͤllt, 1b1d. Mayntz, 4. 62. Meinard, 7. Meinbernheim, Meynbernen,. 59. 62. 102. Meiningen, 79. 5. Mellerſtadt, 6. 60.. Mergentheim, Mergenthal, 60. 22. iſt der Hochmeiſter deß Teutſchen Ordens Ordi⸗ nari⸗Reſidentz, 61. wie ſie auff einander gefolget, ibid. Monatlicher einfacher Reichs⸗ Anſchlag dieſes Meiſterthums, 3. 61. Meſſingen, 1. b Regiſter. Meynberg, ꝛ. Meynert, 62. Michelbach, 62. Michelſtatt, 62. Miltenburg, 101. Minnerſtatt,&z. Mittelberg, 109. Moöͤnchroͤth„ 63. Moͤnchsberg, 63. Mornsheim, 63. Moßbach, 4. Moßbrunn, ein Cloſter, 17. 8. Moſſenbuch, 82. Mubling, ein Fluß, 4. duͤlhauſen, 63. Muͤnerſtatt, F.. 63. Muͤnſter⸗Schwartzach, ein Cloſter, 93. 94. Muſchem, 110. N. Nahe, ein Fluß, 4. 110. Naſafels, s. Naſſau, 7. Naſſenfels, 63. Necker, ein Fluß, 4. Neckers⸗Ulm,. 6z. 63. 22. Neſſern, 5. Neuburg,. Neudeck,.&z. Neuenburg, 64. Neuenhauß, f. 6. 37. C1. 6;3. Neuenſtadt, 4. 7. 64. Neuſtadt an der Aiſch, g.&4. Neuſtadt an der Krempe, 64. Neuſtadt an der Saal,. 64. Neuſtaͤdtlein, 6. 31. 64. Neuenſtein, 7. 64. Neuenkirchen,„. 64. 79. Nieder⸗Altach,. Niſten, 5. 101. Nortalben, y. 64. Northeim, 8. 64. 91. Nuͤrnberg, 4. 8. iſt eine von den Außſchreiben⸗ den Staͤdten, ibid. hat unterſcheedliche Aempter auff dem Land, ibid. 62. 6. wann ſie erbauet worden, 6. wie viel ſie Gaſſen habe, 66. iſt ſehr volckreich, 67. hat deß Reichs Kleynodien und beruͤhmte Reliquien in Verwahrung, 67. ihre Privilegien, ss. ihr Wappen, ibid. Reichs⸗Anſchlag, ibid. Regiment, ib. 69. was daſelbſt zu ſehen, 70. wird don Luthero und Philippo Melanchtone gelob, 71. Weltliche Gebaͤu darinnen, 72. ſeq. was fuͤr denckwuͤrdige Sachen ſich allda begeben, 74. deren Patricii oder Geſchlechter⸗ 77. Bibliothec, ibUiͤdxu. 9Q4 Nuß⸗ Nußbaum, 33. Nußhart, 109. O. Ober⸗Allentheim, 7. Oberbach„ 6. Ober⸗Eilsfeld, y. Ober⸗Eißfeld, 78. Ober⸗Euſentzheim, 7. Ober⸗Hochſtadt, J. Ober⸗Maßfeld, 51. Ober⸗Meſſing, g. Ober⸗Nießfeld, g. Ober⸗Saltza, 64. Ober⸗Scheinfeld, g. 78. Ober⸗Stray, 4. Ober⸗Schwartzach, 54. Ober⸗Zeckelsheim, 53. Oberzell, ein Cloſter, 5. Oberzenn, 4. Obernbrait, 5z, Obern⸗Sontheim, 8. Ochenbruck, 78. Ochingen, s. Ochſenfurt, 78. Ochſenfutter⸗Goͤu, hat Mangel an Holtz, 4. Odenwald, 8. Oelberg, 109. Oeringen, 7. 8o. Oettingen, 6. 62. Ohrenbau,. 80. Ohnſpach, oder Onoltzbach,«. 73. 79. Oſterno, 80. Oſtheim, ein Carthauß, g. 20. Oſtheim, vor der Roͤhn, ein Staͤdtlein, 20. 101. Ottenwald, 4. Oxenfurt, 21. P. Pantaffel, p. Paue Heidnißfeld, g. egnitz, ein Fl. 4. wo er in die Rednitz komme, bid. wie viel er Muͤhl⸗Raͤder treibe,«s. Pegnitz, ein Ort, 4. 8. Peilſtein, 109. erchingen, 29. Perneck, 81. 101. Peters⸗Aurach, 79. Pfarrdorff, 21. Pfedelbach, 7. gr. Piber, ein Fluß, 4. Pillnreut, z0. irckenfeld, 83. Plattenberg, 109, einfeld, 81. Plofelden, 54. Regiſter. Plumgoͤu, 62. Pottenſtein, 30. Poſchbaur,(. 62. Pelerff 5. Preſſat, 64. Prifenning, ein Cloſter, 110. Proſoltzheim, 21. Pruck 7 4. Putlach, ein Fl. 4. O. Quinctiana-Caſtra, yr. R. Naͤbel, F. Radach, ein Fluß, 4. Radelſtorff, L1. Raigelſperg, 21. Raitenbach, é. Ranckelum, 64. Rattingen, 62. Raukulm, 81. Ravenkulm,. 110. Rebdorff, ein Cloſter, 19. Rebitz, 109. Reder, ein Fl. 4. Rednitz, ein Fluß, 3. wo er in den Maͤyn faͤllt, ibid. 41 Regenſpurg, 6. 62. Regnitz, S. Rednitz. Reichs freye Ritterſchafft in Francken, iſt in ſechs Oerter getheilet, 2. Reichelsberg,. 21. Reichenbach, 110. Reichelſchwang, 31. Reicheneck, 3. Reichspfleg,&. Reiffenberg, g. 23. Reineck, 21. Reinpar, Rinpar, 7. 23. Remdingen, 5. Remlingen, 7. 2. 83. Retlaß, 93. Revenbuch, 17. Reuſſenberg, 33. Retzelſtorff, 82. Rheau„ 83. [Rhoͤn, ein Fluß, 4. Riedt„ 33. Riegelsberg, 83. Reineck, 8. 8 I. 82. „Ritſchenhauſen, 83. Ritter⸗Bruͤderſchafft, der Jungfrau Marien zum Schwanen, in S. Georgen⸗Capell, wann ſie ihren Anfang genommen, 79. Goͤckin⸗ Schle ſ Schle ſe Schli Schooß, Sleu Shlüſß Shläfſ Ile, 19, voerin d Taſ n Irana aiſ tAun e 3. Geo ren genomſ e bt Roͤckingen. 7. Roöhmhild, 7. 83. Roͤhn, 8. Rora, 92. Roßdorff, d1. Roſenberg, ein Schloß, 4. Roßfeld, 74. Roſtal, 34. 110. Rotach, 37. 84. Roth, 7. 34. Rotenbauer, 34. Rotenberg, eine Veſtung, 4. 84. Rotenberg, ein Staͤdtlein, 34. Rotenburg an der Tauber, 34. deren Wappen, 87. woher ſie ihren Namen, 86. ihr Regi⸗ ment, 28. was daſelbſt denckwuͤrdig zu ſe⸗ hen, 39. ihr Monatlicher Reichs⸗Anſchlag. ibid. 90. Rotenfels/ 5. 8. 82. 90. Rotenfurt, 109. Rolenſtein,. Rottingen, F. 82. 90. 102. Ruͤdenhaufen, 7. Ryneck, eine Graffſchafft, 32. ihr Monatlicher Reichs⸗Anſchlag. ibid. S. Saala, ein Fluß, 3. 110. Sachſen, 72. Salburg, 78. Saͤlig⸗Porten, ein Benedictiner⸗Cloſter, 17. Salmberg, f. Saltzburg, 91. Saltzforſt, 9 1. Sandſee, 6. Schalcken, 22. 91. Schalckau, 37. 91. Schalckhauſen, 79. Schantzſtein, 6. Schaumburg, 22. Schweinfeld, 8. Scheßlitz, J. 91. Schifferſtein, 109. Schillingsfuͤrſt, 7. 91. Schirting, 91. Schlechten⸗Culm, 110. Schleuſingen, 4. 7. 71. 92. was daſelbſt zu ſehen, 9 2„ Schlieſſelau, y. Schloßberg, 1⁰9, Schleuß/ 4. Schluͤſſelau, 92. Schluͤſſelfeld, ſ. Regiſter. Schmachtenberg, 93. Schmalden, 52. Schmalkalden, 4. 7. 92. Schmidelfeld, 8. Schnabelwald, 4. 64. Schnatzenbach, 8. Schneckenwerdt, 93. Schoͤfftersheim, 7. Schoͤnbach, 7. 53. Schoͤnberg, 6. 23. Schoͤnbrunn, f. 53. Schoͤnrain, ſ. 8. 32. 93. Schoͤnthal, ein Cloſter, 4. 93. Schorges, 93. Schortzberg, 7. Schuͤttern, ſ. Schwabach, ein Fl. 4. Schwabach, ein Stadt, 6. 93. Schwalingen, 7. Schwanberg, 2. 94. Schwandt, 6. Schwartzach,. 94. Schwartzberg, 109. Schwartzenberg, eine Graffſchafft und Ampt, 3. 24. Schweinberg, ſ. Schweinfurt, 4. 8. 97. woher ſie ihren Namen habe. ibid. ihr Reichs⸗Anſchlag,„5. Schweiningen, 55. Seehauß, 8. Seinßheim, 8. Selb, 6. 97- Selbitz, 58. Selgenſtadt, 39. Senfftenberg, 7. 57. Seßlach,. 97. Sickershauſen, 73. Sindringen, 7. Solenhofen, 78. 98. Sommerhauſen, 8. Sonnenberg, 37. 78. Spalt, 17. 98. Speckfeld, 8. 98. Speinshart, ſ. Speßhardt, 4. Speyer, 6. 6². Spittal, ein Stifft,. Stadel⸗Schwartzach, 54. Stadt⸗Schwartzach, 94. Staffelſtein, /2. Stain, 91. Stainbach, 7. Stalberg,. Stauff, 6. Stauffenberg, y. 99. S. Steffen, ein Stifft, p. Steffansberg, 7. Stefft, Fz. Steiger⸗ Steigerwald, 4. 8. Stein am Rhein, ein Cloſter, ſ. Steinach, J. 99. 103. Stellberg, 40. Stierberg, 8. Stetten, 95. Stockerode, s. Stockſperg, 6. 62. Sraßfihe ſ. treitberg, s. Strey, ein Fl. 4. wo er in die Saal faͤllt. ibla. Stupffelbrunn, 4. Stupferich,. 61. Sula, 92. 99. Suhl, 7. 99. Sugenheim, 4. Sulla, 91. Sultz, ein Fluß, 23, Sultzburg, 29. Sultzdorff, 59. Sultzfeld, zo.— Synn, ein Fluß, wo er in den Maͤyn ſaͤllt, 9. T. Taberfeld, 3. Tauber, ein Fluß, 3. deſſen Urſprung. ibid. wo er in den Maͤynfaͤllet. ibid. Teiſchnitz, 99. Tervis, f. Tettelbach, 39. Tettelſau, 79.. Teutſch⸗Meiſterthum, deſſen Guͤter und Bal⸗ leyen, s. Teuſchnitz, g. Themar, 91. 92. 99. S. Theodorus, ein Cloſter, g. Theres, 59. Theres, ein Cloſter, g. Thierſtein, 99. Thonauwerd, 6.&. Thuͤngen, 100. Thuͤringerwald, 4. Thuͤrſtein,&. Tieffenthal, 7. Todtenwart, 92. Trackſtatt, 84. Trieffenſtein, z. Triesdorff, 7. 100, Trimberg,. 100. Tundorff, 100, U. Vaingen,.&z. Velden, 8. 100. Veldkirch, p. Veſſern, ein Praͤmonſtradenſer⸗Cloſter, 52⸗ Regiſter. Uffenheim, 6. 82. 100. BVillach,. Vils, ein Fluß, 101. Vilseck, J. 100. Virnſperg, 6. 62. Ulm, 6. 62. Ulſenheim, 4. Ulſtadt, 4. 8. Umſtadt, 101. Umerſtadt, 37. Unter⸗Allentheim, 7. Unter⸗Lainbach, 8. Unter⸗Stanbach, 7. Unter⸗Zell, 5. Vogelsburg‚ein Cloſter, 83, 10. Volckach, J. z9. 101. W. Wachenrod, g. z. 101. Waiſchenfeld, ſ. Warsman, ſ. 101. Waldberg, 7. Waldenburg, 102. Waldmanshofen, 90. Waldſtein, ein Schloß, 105. Wallenfelß, f. Warberg, f. 6. Wartberg, 17. Wartenfels, 102. Waſſungen, 7. 92. 102. Waſſertruͤding, 6. 102. Waterdorff, 9t. Watingen, 91. Wechterswuͤnckel, ein Cloſter„. ehrneck, 102. Wehrt, 66. Weichenheim, 3. Weickersheim, 7. 62. 90, 102. Weidelbach, 79. Weingarten, 6. 62. Weinheim,(. 62. Weiſeneck, J. 104. Weiſſenbrunn, 22. Weiſſenburg am Nordgau, 3. natlicher Anſchlag, ibid. Weiſſenſtadt, 6. 104. Weiſſenfeld, 104. Weltzen, 2. Wendelſtein, 105. Werdeck, ſa. Werdenfels, 17. Weren, ein Fl. 4. ein Ort, 2, Werenfels, 6. Werffling, 105. Werneck, 4. 5. 43. Wernsbach, 79. Wernetz, ein Fl. 4. Wernitz, ein Dorff, 109. Werra, ein Fluß, 5a. 103, ihr. Mo⸗ We „ ——— k⸗ Wertheim, 7. 10ſ. Weſer, 3. 92. Weſſerndorff, 8. Wehhenzell, 79. Wickelshofen, 79. Widern, 106. Wieſenbrunn, 7. 106. Wildbach, 106. Wildberg, 107. Wildenfels, ein Schloß, 8. 107. Wildenholtz, 7. V Wildenſee, 32. 83. 10. Willibaldsberg, 16. ’ Wilmersdorff, 4. Wiltberg, ſ. Wiltzburg, eine Veſtung, 4. 104. 107. Windeck, 81. 101 Windiſch⸗Gerſten, f. — Windsheim, 8. 107. Windſpach,. Wineda,. 62. Winsbach, 106. Winterhauſen, 8. 7 Wipfeld, 110. Regiſter. Wiſent, ein Fluß, 4. Wohnſes„ 6. Wonſidel, 6. 91. 108. 110. Wuͤrtzburg, 4. das Stifft iſt reicher und maͤchli⸗ ger als Bamberg,. deſſen Nebenſtiffter, und Clöſter, ibid. 6. 6z. 78. Hertzogen, 110. Succeſſion der Biſchöffe, 115. Wuͤrtzburg die Stadt, woher ſie ihren Namen, 110. unterſchiedliche Gerichte daſelbſt, 112 was fuͤr Kirchen und Cloͤſter darinnen, ibal. Wyrſperg, Fſ. 5. Zabelſtein/ F. 118. Zellingen, 22. Zenn, ein Fluß, 4. wo er in die Rednitz fleuſt, ibid. Zenngrund, 4. Zeſchingen, 6. 62. Ziegenbach, 7. Ziel, 5. 118. Zieldorff, 4. Zweiffelſtein, 109. 4. 1 E N D E. oſter,. 00, 102, au, 8. 1— 11 lbid. — Bericht an den Buchbinder/ in der Topographia Franconiæ. No. 1. Land⸗Carte von Franckenland⸗ 2. Aichſtaͤtt. 3. Altorff. 4. Bamberg. 5. Breuberg. 6. Coburg. 7. Blaſſenburg. 8. Forchheim. 9. Geroldshofen. 10. Herßbruck. 1I. Kitzingen. 12. Haßfurt, Kraͤglingen, Lauff. 13. Langenberg. 14. Lichtenau. 15. Lohr. 16. Maynberg. 17. Mergentheim. 18. Eltman, Necker⸗Ulm, Roͤthlingen. 19. Neuſtadt an der Ayſch. 20. Nuͤrnberg in Grund. 4 21. mit den Vorſtaͤdten und Auſſenwercken. 22.„Nürnberg in Proſpect, 2. Kupffer. 23 24. Das Rathhauß daſelbſt. 4 25. Item die Fleiſchbruͤcke. 26. Onoltzbach. 27. Rotenberg.„ 28. Rotenburg an der Tauber. 29. Schillingenfuͤrſt, Sonnenberg. 30. Schwartzenburg. 31. Schweinfurt in Grund. 32. in Proſpect.— 33. St. Johannis⸗Kirch daſelbſt. 34. Schwaningen. 35. Veldten. 36. Waldenburg. 37. Weiſſenburg. 38. Wertheim. 39. Wiltzburg. 40. Windsheim. 41.„ Wuͤrtzburg in Proſpect, 2. Kupffer. 42 48. 4 Das Fuͤrſtl. Schloß/ ſampt der Bruͤcken daſelbſt, 44 3 2. Kupffer. 45. Die andere Seiten des Schloſſes. 46. Das Collegium zu Wuͤrtzburg. b 47. Der Julier Sspital. Wohin er die beygelegte Kupffern hefften ſoll, 100 10³⁴ 103 105 107 110 11² nehes iee ll 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Centimetres Blue Cyan Green VellowW Red Magenta White 3/Color Black