—— N SS./1- Oden und Lieder von Uz, Kleiſt, Hagedorn und andren mit Melodieen beym Clavier zu ſingen Johaun Friedrich Reichardt, Koöͤnigl. Preuß. Enpelimeiſter. ſſſſſſſſſf. ☛ Zum Beſten der Soangelſchen Schulanſtalt zu Grotkau in Schleſen berausgegeben. ——————— 2*— 4—— Gratkau, 1782.. im Verlag und auf Koſten der Evang. Schulanſt, und bey h ihr und beh Gottlieb Ldwe in Vreßa 68 nwan †— A. 1 8 1. 1 G „ 1 4 1 — 4 1 1 — 4 3* *. 4— 1 H 42 1 8 V ₰— CA 3 NSS 8 mnar 3 8.. L 8 ₰ iessen I ls „ 4 ———... 4 Vorbericht. er„ s X᷑, 6 s iſt doch nicht gut, daß wir unſre aͤltern wackern Dichter ſo ungeſungen laſſen. Ich dorn mit neuen Melodieen gebe. Freilich haben ſie oft nicht das gewaͤhlte, edle— oft auch nur eckle— im Ausdruck, was der ſo genannte gute Geſchmack von jedem Gedicht fordern will. Warum ſolls aber nicht lieber Geſchicht als Gedicht ſeyn? Ich meyne, es ſey doch immer herz⸗ licher das Lied, das uns ſo einen Lebensmoment des guten deutſchen Mannes, ders hinwarf, treu darſtellt, als das gefeilteſte Gedicht nach griechiſcher oder roͤmiſcher Manier geſchnitzelt: und lieber will ich doch mit Vater Hagedorn, dem wahren, die Ufer von Hamburgs Elbe ſin⸗ gen, an denen er ſo ſuͤß ruhte, haͤtt' auch ich gleich nie da ſuͤß geruht, als mit einem Nach⸗ traber der Alten den Acheron, wo weder er, noch ich, noch je ein Weſen meines Gleichen Lie⸗ bes und Gutes genoß. Jene Vernachlaͤßigung des einzeln Ausdrucks hat, wenn das Ganze nur trift und wirkt, noch ſeinen beſondern, wiewohl einſeitigen Nutzen fuͤr den Tonkuͤnſtler. Nur in ſolchen Liedern kan der Komponiſt, dem Wahrheit uͤber alles geht, tortgiehend. melodiſch ſeyn und ſich mit dem Eindruck des Ganzen begnuͤgen. Dieß denk es ſind meiſtens liebe herzliche Lieder, die ich hier von UIz, Kleiſt und Hage⸗ 5 Dieß iſt der Grund warum dieſe Melodieen von meinen bisher herausgekommenen Lie⸗ derſammlungen merklich abgehen. Nicht daß ich ſie nach jener Bemerkung vorſetzlich melodi⸗ ſcher gemacht haͤtte, ſondern aus der Leichtigkeit mit der mir bey Uzens und Hagedorns Lie⸗ dern Melodieen zufloſſen, die auch fuͤr ſich ſang⸗ und ſpielbare Melodieen ſind, zog ich jene Bemerkung. Einige dieſer Melodieen hab' ich auch ſchon vor Jahren aufgeſchrieben. Und wer hieraus die Bemerkung zieht, daß junge Tonkuͤnſtler, ſeitdem der Theatergeſang ſo allgemein geworden, in ihren fruͤhern Arbeiten immer mehr das haben, was der Kuͤnſtler Melodie nennt, als in den Arbeiten ſpaͤterer Zeit, da ſie ſchon mehr uͤber das wahre Weſen der Kunſt nachge⸗ forſcht und ihr Gefuͤhl ſtaͤrker und groͤßer geworden— der wird keine unfruchtbare Bemer⸗ kung machen. 1 Schluͤßlich wuͤnſch' ich dieſer Liederſammlung viel Kaͤufer, weil ſie zum Beſten einer gu⸗ ten Armenſchulanſtalt gedruckt wird, die ein guter Mann mit Eifer und Fleiß ſtiftete und noch forthilfſt. Berlin, im April 1782. . en 8 Reichardt. ——— Philli Mit inniger Ruͤhrung.— s an Damon. 94. 9 2— 1—— 3 ————— 5——yy—— 3 12. 7—— A 4 Ja, liebſter Da⸗ mon, ich bin uͤ⸗. ⸗ den! ich fühl s dei Ja, liebſter Da⸗ mon, ich bin uͤ⸗ ber wun den! ich fuͤhl, ich fuͤhl itzt was dein Herz em⸗pfun⸗ —= 2—— 2———— ——————— ..-— 2 3 1—„— — öä—— m ————e ☛——— —,—=e—j B——— ——— A den; mich— zwingt die Dau⸗er dei⸗ ner ſtar⸗ken Lie ⸗ be zur e ⸗gen⸗lie ⸗ be. +. ,=ele Pbe— ——G“ — 5—— P 3——, g—— 2—, 8 S. liebſter Damon, ich bin uͤberwunden! Ich floh und weinte, warf am Bach mich nide, Ich fuͤhl, ich fuͤhl itzt was dein Herz empfunden; Ein heftig Feuer drang durch meine Glieder. Mich zwingt die Dauer deiner ſtarken Liebe Auf ewig werden dieſe Flammen waͤhren, Zur Gegenliebe. Die mich verzehren. Als ich die Hand juͤngſt, die dein Auge deckte, Komm, treuſter Damon, den ich mir erwaͤble! Vorwitzig fortriß; Himmel! was erweckte 4 Auf meinen Lippen ſchwebt mir ſchon die Seele, 35 Dein ſchoͤues Auge, naß von ſtillen Schmerzen, Um durch die deinen, unter tauſend Kuͤſſen, In meinem Herzen. n dich zu fließen. Kleiſt. Reichardts Oden und Lieder. A — — — q 1 1 1 t 8——— rüͤhr⸗ te! 8 — 11 — . 3 81 5 r 1 eirireen —— . 1 4. — g 8 9— 9— —e daß Weh — 8 mich ihr Leib be — — ſanft, Klee 38 — 4 — ſchlaft— im Klee, 7 hr⸗te! 1 4 2 2 8 — — — waͤr' ich doch der be ihr Leib 2 -3☛‿ — ☛ —--g- = ——— —, — in den Hain mich fuͤhr⸗ te! dort —,g9-.-g —— Galathee. 5—— 5— —— 8 — ̈ Schmerz, der 8— 2. —— Klee, ——-— — g— — ‿„ ter —— SF- ——— 4 ☛ +— — — 42 Be⸗ gluͤck ⸗ 2 7 waͤr ich doch der — — b 18 VU — — — - Etwas langſam.—— H 4. 272 B — G ö I n— —.. 4☛ 52.S V 1*¾ 8 4* 1L. 2 3 1. A 1 b „ſ za 3 4* E“ Ses 2 3 4 XE 2 e„ a—e 5 G4. 11 2 1 2 25 E. — AN E O6AN A3 8 AA 222* 70 8+ S ierEei lenedu 0 2 2 2 4— 2 8 h e 1. 1 AA e ⁵ enn 8 e e 2 . 6 4. 4 1. 2 I 18 4— 4.4 58 2*† 8 8 83 I 8* 2 f dr [ 5 BA.4— fen V 1 4 5... Hui 6G 36 L. AE 3 II* 8 i. 8„* Län 8 A 24 4 8 36— A,,. 4 5. / 89 8L—3 Eö.. 3 8 2 1 41 1 1 V r △ ⸗ 58. 2 22 ⸗ A A. 4. f 8 2 6.88 ½ Sd Sdo 8 1 L5 2 33 ſff „, 2 8 ae 1 5 9 inn 1.0 42* s. een AI— re 2 1 1] 4 †* 44 4 17 u 1 — 1.— 1 Geel A e — 2 4 —n L. 8.—. 1 I. 4* rs do. An. A/ 4* 2 1 2 2 4 1 d, fl. 44 L , s ILS[VWeA s 8e v p · 424] 4 8 1 1 E 11 11i 5+† 4 A e o 5 5* 4 8 I: 225 4 4 8 ————*—————— ——,—— Etwas lebhafter. —₰ᷣ —— — 85 2◻☛ 4— 1 ₰ℳ9. —+ J 5 le⸗ gen auf Klee,— der da wo ſie lag mich will, o welch ein ih⸗ ren Leib be⸗ r Gluͤck! —- 4 — 5 2 — 4 4 —2 S 88 2 ,* —— * — „ .5 — E ,— E. — 1 tre⸗ten ſchoͤ⸗ nen Spu⸗ren er ⸗ freu⸗ten Beeten die will, 0 welch ein Gluͤck! o welch ein Gluͤck! auf den — — 83* 14 4 — — 2, — V — —— 1 2 + — L — — + — — — 2 —H-— b ——. — —— 4 4 —, — ₰ — 14— — ᷣ * ☚ 4 †+% 60 3 8 8 9 — 122 4 == ·ſʒxE —— 4 0 — — 43 4 — 2 — E — 18 U welch— ein welch— ein Gluͤck! 1 . = . 1 A —— 4 2 2 5d rs Sa. 63 8 11 36 249 5 n nn! 1 He 44 Ha, Ren 1 1 4 11 3 44Q 1 4 11 111 41 „oe 1 L 1 1 1 1 44 al 5 i **.. Reichardes Oden und Lieder. —— Lebhaft.„„4 bjaß—N 4.—— ———— Madchen, ler⸗net A⸗ morn ken⸗nen! — = .1 r 1 4— 4 —— S 6 ·————— ſeht ihr feu⸗er ⸗ vol⸗le Bli⸗cke, voll Zerſtreuung, vol⸗ler 3 ce: das 1 A⸗ mor, zwei⸗felt nicht! —————— Macee, lernet Amorn kennen! Kuͤnſtlich weis er liebzukoſen: Laͤßt der Schalk ſich Freundſchaft nennen, Seine Lippen duͤften Roſen Seht ihm ins Geſicht! Wenn er mit euch ſpricht.— Seht ihr feuervolle Blicke, Seht ihr ihn urploͤtzlich wuͤthen, Voll Zerſtreuung, voller Tuͤcke: Anfangs bitten, dann gebieten: Das iſt Amor, zweifelt nicht! Das iſt Amor, zweifelt nicht! Wenn er als ein Proteus lauert, Koͤmmt er ohne Pfeil und Bogen, 6 Und bald lacht, bald wieder trauert, Wie die Unſchuld ſelbſt, geflogen, Und gar klaͤglich ſpricht; Seht ihm ins Geſicht! Heute lauft und morgen ſchleichet, Seht ihr ihn bey Scherz und Spielen uUnd ſich keine Stunde gleiche:— Nach dem Buſen luͤſtern ſchielen: Das it Auns. zweifelt nicht! 2 Das iſt Amor! traut ihm nicht! 4 48„ 1 uz. d„ —— Ja will, vom Weine kerzufot, die Luſt der Erde beſingen, Ihr Schönen, eure gefaͤhrliche euſt. Den Fruͤhling, welcher anitzt, durch Fiorens! Haͤnde bekrͤnzet, Siegprangend unſre Gefilde beherrſcht! 2. 3 Nu halb durchs junge Geſtraͤuche bedeckt. A Fangt an! ich gluͤhe bereits: fangt an, bobdelge Saiten! Entzuͤckt der Echo begieriges Ohr! Toͤnt ſanft durchs ruhige Thal! Da lauſchen furchtſame Nymphen, Wer 8 1— XX S Feurig.--- ₰ ͤAI1 d 55-. 8 g. 8 ——— ————y—— S—— 3 5 8* 4 Ich vlll, vom Pein be ⸗ rauſcht, die Luſt der Er⸗de be ſ ⸗ gen, ihr Schoͤ⸗nen, eu⸗re ge⸗ fäͤhr⸗li⸗che 12.—.*—— —— 5, 5 2 2— 5 e ———=— A— R AN 61— N A 1 3— 4 — 8 4-4A 4. 2 8 ₰*— 5 A+ 1 4*— 424 8 —.———— 5-, ee 95———9 ——— . ed e f fe 7 Kon ke. F. 9 Luſt,— den Fruͤh⸗ ling, wel⸗cher an⸗ itzt, durch Flo⸗ reas Haͤn⸗de be ⸗ kraͤn⸗ zet, ſieg⸗ pran⸗gend un⸗ſre Ge⸗ 1 —= eoeee,. o- 48—— 2— ———= ————— 4 82 3.—— et—“.- 9. 1— 2 9 ſil⸗ de be⸗ herrſcht! e b 1 2—=. — 8— 1— Wer tzunmt vom Huͤgel herab, voll wßrecheranmu Dem Glanz die froͤhliche Stirne beſtrahlt, Den Philomele begruͤßt? Ihm duͤften fruͤhe Violen; Ihm gruͤnt der Erde beſchatteter Schoos. Wunſch meiner Muſe! du koͤmmſt! O Fruͤhling, Wonne Dionens, — Du koͤmmſt, vom feurigen Amor umarmt; Und Amors muthige Fauſt ſchwingt ſiegbegierige Pfeile: Die ſtolzen Sterblichen huldigen ihnn. Ein Schwarm der Freuden ereilt vor dir muthwillige Waſt⸗ In Taͤnzen, welche die Floͤte belebt: Vor dir ſcherzt Hebe dahin: es lachen lauere Luͤfte Dich, Kind der Sonne, gefaͤlliger an. Durchzeuch nieht laͤnger, o Rord, verheerend unſre Gefilde! Entfleuch nach ewigem Eiſe zuruͤck: Weil nun der ſchoͤnre Lenz, den Zephyrs Fittige kuͤhlen, Siegprangend unſte Gefilde beherrſcht! 1 Sie blühn, vom Thaue heperkt, und Anmuth lachet in ahlen, Es lacht die ganze ſmaragdene Flur, In deren Arme ſo oft, bey friſcher Baͤche Geſchwaͤtze, Der Schlaf mein williges Auge beſchleicht. Berg, Thal und Aue beſaͤt der Blumen praͤchtige Menge; Voll Stolz auf ihre beliebte Geſtalt, Buͤckt ſich doch jede daſelbſt vor dir, du Blume Lyaens, Die ſuͤßem Scherze geheiliget iſt! —* Schmück it mein fuferes Snart Wann du mich, Roſe, bekraͤnzeſt, Und Bachus meine Geſaͤnge beſeelt, Flieht ſchnell mein trauriger Ernſt; dann klingt die Laute bejaubernd In meiner Muſe geſchaͤftigen Hand. Sie ſelbſt auch werde bekraͤnzt, die nicht mehr s Laute: Denn itzt,(willkommen, o liebliche Zeit!) Erwacht der frohe Geſang, und jed'’ entſchlafene Zyther Iſt auf erhabene Toͤne bedacht. Und auch die ganze Natur fuͤhlt ſich aufs neue begeiſtert, Da ſich die Sonne der Erde genaht;. Und jedes froſtige Thal, ſo Wald, als gruͤne Gebirge Sind reg und alle Gefilde belebt. Drum iſt die Stille geflohn, verbannt in traurige Wuͤſten; Der Laͤrm regiert im heiligen Hain: Bald rauſcht ein froͤhlicher Hirſch, der ſich im Fluſſe gehadet Durch friſch gethaute Gebuͤſche zuruͤck Bald toͤnt durchs duͤſtre Revier die Brunſt unbäͤndiger Grarden⸗ Wie girrt die zaͤrtere Taube ſo ſanft! Wie ſeufzt, vom Laube bedeckt, Pandions einſame Tochter, 8 Wann kaum die naͤchtliche Stille beginnt! Denn alles fuͤhlet anitzt des Fruͤhlings maͤchtige Triebe: Wie hat der Liebe gefuͤrchteter Arm, Was nun die waͤrmere Luft und Meer und E Erde bewohnet, Nur dich nicht, ſtolze Dorinde, beſtegt! Doch Amor baͤndige dich! Er koͤmmt zum Kampfe geruͤſtet, Und hat die blutige Sehne geſpannt. Wie will ich ſeine Gewalt, bey frohem Weine, beſingen, Wenn du Aiſt ſeine Triumphe gemehrt! uz. eÄ. „ Die Wolluſt. Lebhaft öer 73 nicht geſchwinde g 4. 14 ‿Ä 14 4— 2—— 1.— ‿—— —— 2 Hier im— Gen⸗ ſtraͤuch, an Flo⸗ rens wei ⸗ chen Bu⸗ ſen, die Bal ⸗ ſam haucht, ge⸗ Er ⸗ wart— ich ſie, die goͤtt⸗lich⸗ ſte— der Mu⸗ſen, die ſich— im Buſch vor —,——.—.,——- S—e—, [=. 2 1———— E— — 5——————— ,— 5 4 V SANSN N ₰ ₰q— ₰½ 12& ₰ 1- 1 5.—— E— 1ue—— — b— ‿—e 2*— ——.——=—— 5 11 ‧—. 3 I ru⸗ hig vun 8 ge ⸗ ſerc,) Sie koͤmmt, ſie koͤmmt! ich hoͤ⸗ re ſchon von wei⸗ ten, in mei⸗nem Wunſch ver ⸗ ſteckt.——. 7 1 Waunſſch 5 W ſt e. 2,.... ;·;é;-———— —— 2———— S —ſ ———ä V L—— 7— A—— 3 V 3 ſtil ⸗« lerxr Luft,. die Stimme guͤld⸗ner Sai⸗ ten. —— ———— kuas — L*——————.—- M 82 P— Her im Geſtraͤuch, an Florens weichen Buſrn, Ihr Sterblichen, die ihr dem Schickſal ſtuchet, Die Balſam haucht, geruhig hingeſtreckt, Wenn eurem Arm gewuͤnſchte Ruhe flieht, Erwart ich ſie, die goͤttlichſte der Muſen, Und ihr umſonſt ſie unter Dornen ſuchet, Die ſich im Buſch vor meinem Wunſch verſteckt. Wohin euch oft ein finſtrer Weiſe zieht! Sie koͤmmt, ſie koͤmmt! ich hoͤre ſchon von weiten, Was qualt ihr euch? die holde Wolluſt winket, In ſtiller uuft, die Stimme guͤldner Saiten. Und beut euch an, was euch ſo ſchatzbar dunken: Die „ ——G —— f., Die Wolluſt nicht, die auch der Poͤbel kennet; Der viehiſch raſ't, nicht ſich vernuͤnftig freut; Von Lieb und Wein, umkraͤnzt mit Epheu, brennet, Und Lieb und Wein durch Uebermaaß entweiht! Nein! die zugleich Natur und Weisheit preiſen; Der Weisheit Kind, die Koͤniginn der Weiſen! Ich ſehe ſie, und Morgenroſen ſchmuͤcken Ddiie heitre Stirn und glaͤnzen um ihr Haupt; Wie ruhig ſtralt aus ihren ſuͤßen Blicken Die reine Luſt, die kein Verhaͤngniß raubt! Durch ſie wird ſelbſt Lycaus zahm gemachet, Die hinter ihr mit einer Muſe lachet. Die Freude ſchwingt um ſie die guͤldnen Fluͤgel Zu aller Zeit, auch wann das Gluͤck entflieht. So oͤde ſcheint kein duͤrrverbrannter Huͤgel, Vo nicht fuͤr ſie noch manche Blume bluͤht: Und rings umher ſchwatzt unter Laub und Zweigen Ein ſanfter Weſt und rauhe Stuͤrme ſchweigen. Wie ſollte dir nicht alles dienen müſſen, Du, die allein die Sterblichen begluͤckt! Gefeſſelt liegt, o Goͤttinn, dir zu Fuͤßen Der bleiche Gram, der ſchwache Seelen druͤckt. Du baͤndigeſt die hungrigen Begierden, Die ohne dich verderblich herrſchen wuͤrden. Wie wann der Suͤd ſein ſchwarz Gefieder ſchuͤttert, Und auf der See ſich als Tyrann erhebt: Der Ocean bis an den Grund erzittert, Und weiß beſchaͤumt hoch in die Luͤfte ſtrebt; Indem kein Stern die bange Nacht erheitert, Verirret ſich das kranke Schiff und ſcheitert: So wuͤthen auch die zuͤgelloſen Triebe, Die uns Natur mitleidig eingeſenkt. Sie brechen los; und Recht und Menſchenliebe, Was heilig iſt, wird unbereut gekraͤnkt Nicht ungeſtraft! der Frevelthaten Menge Beſtraft in uns ein Richter voller Strenge. Die Furien, in deren blut'gen Haͤnden M Stets fuͤrchterlich die Donnerpeitſche brauſt, Verfolgen ihn, wenn zwiſchen Marmorwaͤnden Der Luͤſte Sklav erraubtes Gut verſchmauſt; Sein Aug entſchlaft: ſein wachſendes Gewiſſen Stoͤrt ſeinen Schlaf mit gelber Nattern Biſſen. Unſelig Gluͤck! o ungeliebtes Leben! Dergleichen Quaal bezahlt kein Schatz der Welt. Der Weiſe muß nach aͤchten Freuden ſtreben, Die Klugheit würzt und Reue nicht vergallt. Bin ich geſund am Leib und am Gemuͤthe; So dank ich froh des Himmels milder Guͤte. 2 Da die Natur nur weniges verlangt! Ich werde ſatt und kann mit Freuden lachen, Obgleich mein Tiſch nicht fuͤrſtenmaͤßig prangt. Muß edler Wein, den Blut und Seele fuͤhlen, Den eklen Durſt allein aus Golde kuͤhlen? Wie thoͤricht iſts, ſich vieles noͤthig machen, Gold giebt das Gluͤck, und giebt es auch den Thoren: Die Weisheit lehrt auch ſchimmernd Gold verſchmaͤhn Und froͤhlich ſeyn, wann die das Gluͤck erkohren, Sich unvergnuͤgt in ſeinem Schooße blaͤhn. Das wahre Gluͤck iſt nicht was Thoren meynen: Sey in der That, was tauſend andre ſcheinen. b Reichardts Oden und Lieder. Az, ——yü 0 b b I Panna Der Morgen. roͤhli b — BA2 1 8ſ ———*—==——— 4.—e 8 d 6———=———— V 3 N— „——— 5—— F——8— „ 5— 6 Auf! auf! weil ſchon Au⸗ ro⸗ ra lacht; ihr 1 t; ihr Gat⸗ten jun⸗ zanen! r uf 7 jun⸗ger Schoͤ⸗nen! Ihr muͤßt nun-mehr, nach fau⸗ ler Nacht, dem . 8 d ₰ 8— n rine 1 4.4 1 4 1 . 4 M 1122 d= 4 2. 8 8 2————— 1——— 4. 9——— 8 g-. . oooöoſͤſſſ 3E 5 5 Gott der E⸗. ne b 3 4 44 froh⸗nen. Er⸗ neu⸗ert den ver⸗ lieb⸗ ten Zwiſt, der ſuͤſ⸗ ſer als die Ein⸗ tracht iſt, nach ———,— Seo 2„. 2„.. 7 — 1 A 5. 2—e —ꝑꝙᷓ 2 4 1—— 22—+— g⸗— 2—.—,— 1 1 f f— A V 4 3 ar H—,— ——.,—— ³———— an 3—=e— be der ſich Al⸗ te ſeh ⸗ nen. b— 2 be ,—, S 15— ,— 1——— ———I———— Arr! auf! weil ſchon Aurora lacht; Ihr Gatten junger Schoͤnen! Ihr muͤßt nunmehr, nach fauler Nacht, Dem Gott der Ehe froͤhnen. Erneuert den verliebten Zwiſt, Der ſuͤßer als die Eintracht iſt, Nach der ſich Alte ſehnen. Iſts moͤglich, daß, geweckt von Luſt, Ein Gatte nicht erwache? Daß eine nahe Lilienbruſt Ihn nicht geſchaͤftig mache? Indeß ſchwebt um der Gattinn Haupt Der Morgentraum, mit Mohn umlaubt; Ihr traͤumt von eitel Rache. Dort wo Cytherens waches Kind Den Schlaf vom Bette ſcheuchet; Dort rauſchts, wie dann ein Morgenwind Bethautes Laub durchſtreichet; Dort lauſcht auch meine Muſe nun, Die, wie die Maͤdchen alle thun, Verliebte gern beſchleichet. Der Vorhang weicht: welch reizend Weib! Ich ſehe Venus liegen, And leichten Flor den Marmorleib Verraͤtheriſch umfliegen. Wie ſucht ihr Blick, der kriegriſch gluͤht, Wie ſucht er, wann der Streit verzieht, Streit, Gegner und Vergnuͤgen! Du itzo noch verliebtes Paar,— Was mangelt deinem Gluͤcke? Ich werde ſelbſt entzuͤckt, gewahr, Daß Hymen auch entzuͤcke. Die Muſe ſieht hinweg und weicht: Doch manchmal und verſtohlen ſchleicht Ein halber Blick zuruͤcke. uz. * 12 b An Chloen. Etwas langſam und ſehnend.„— 8 b b—— 8———— 5 e„ · E„„ e — 3 x 4—* 1 719 8 3-.— 2 1 a 2 ¹ 1 Weis Chlo ⸗ ⸗ e meit ge⸗ heim— Ver lan ⸗ gen? ver ⸗ rieth mein . Ler— 3 G —————B .—— 2 1= e 2— —, 2——— 5——,— 2-ke— G Au ⸗ ge mich— viel ⸗ leicht, das nach— den Ko fn 5 —g--o--g--g— e. g 2 8 4 S1——— man b—.. e Te eee eeeee e e9—, 8—— 2—— 2 b b ¹— 1 1 1 O. 1 4 ☛s nn.—— 7 8—— 9— 9 2 2 9— 9 28 2— 1 F— — 5— 5— 8 83 3 4 S Wan⸗ gen durch man ⸗ chen lUm ⸗ weg lu⸗ ⸗ ſtern ſchleicht? 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Ich aber ſteh und ſtampf und gluͤhe, Und flieh im Geiſte bin zu ihr, Und ſehe mit verlorner Muͤhe Mich unſtaͤt, aber immer hier: Die blauen Augen frey auf mich, Aus welchen Amor mich beſtreitet, Der ſtets aus ihnen ſiegend wich. Ich kann die Grazien darinnden Ein ſchmeichelnd Laͤcheln bilden ſehn: Ich kann vielleicht ihr Herz gewinnen; Und dieſe Hoffnung iſt zu ſchoͤu! Oft blitzen von Gefahr begleitet Kein Schnee gleicht ihres Armes Weiße, Der vor dem Fenſter in der Luft, Mit einem ungewohnten Fleiße, So ſinnreich meiner Sehnſucht ruft! Nun ſchaut ſie ruͤckwaͤrts, doch geſtrecket, Bis ſich die volle Bruſt empoͤrt, Und halb entwiſcht, und, unverdecket, Auch eines Cato Ruhe ſtoͤrt. Weil, bis mich Gluͤck und Freundſchaft retten, Die oft ein langer Schlaf befaͤllt; Mich hier mit diamantnen Ketten Das Schickſal angefeſſelt haͤlt. 14 Die Zufriedenhei Mit Ernſt und Waͤrme. 4..„ e e ———,—.—N 8—5 2 8 P 8—— 3 9—5-e— 1 1 — 92——— I ——AAAA=h, 8— ] 2— 14 V V 8 5 9„ 9 9 0 Dein Geiſt wird ſich zu kei ⸗ ⸗ ner Zeit— in fei⸗ger Un⸗ ge ⸗ duld— ver⸗ lie⸗ ren, wenn f———. 1 e——ee b—————— „———— ͤ 4 4—— 4 S’ 8 8 8 5-g A 8--,-e, ſbſdbdbodöbböobdͤſdͤbſſ —ha 2— 2—— 7 4—— G d ſ E———+ ——y—,—4——— 9Q du der Weisheit folgſt,— die, oh⸗ ne fehl zu fuͤh⸗ren, mit Ro⸗ſen je⸗ den Pfad be⸗ ſtreut, mit †— 2 2—6e—,— AE— 2— H— ——,————— 2— — 3 2—— 2 9-— b— KNSPS d. 4 g.* C 2 P-=SSE—— FH———— g— ₰— 32 — 15 REN,, Ro⸗ ſen je ⸗ den Pfad be⸗ ſtreut. ——,—— 2— E 1 1* nn 1.— L 4 1aIg ———— —55* Dan Geiſt wird ſich zu keiner Zeit Schikt nicht des Himmels Tyranney: In feiger Ungeduld verlieren, Von ihm koͤmmt unſer wenigſt Leiden. Wenn du der Weisheit folgſt, die, ohne fehl zu fuͤhren, Kein Zuſtand iſt ſo hart: ein Chor der ſtillen Freuden Mit Roſen jeden Pfad beſtreut. Geſellt ſich ihm mitleidig bey. 5 ————0ͤͤͤöͤͤͤͤoͤſͤ p 15 Schilt unſre thoͤrigte Begier, 3 Sieh hin, wo keine Pracht gebricht! Die auch bey nahen Quellen ſchmachtet. Man gaͤhnt auch mitten im Gepraͤnge: Vergnuͤgen beut ſich an: umſonſt! es wird verachtet; Der Nektar Jupiters, der Speiſen ekle Menge, Nur was uns flieht, verfolgen wir. Die feſſeln Scherz und Freude nicht. Zu ekel ſind wir, uns zur Pein:— Die Freude, des lyaͤus Kind, Wir laſſen Weſt und Sommer weichen, Entflieht unruhigen Pallaſten, Und wollen, wann ſie fliehn, in ſchattigten Geſtraͤuchen, Und ſchwaͤrmt zur Huͤtten hin, die nur gewaͤhlten Gaͤſt ken, Und murmelnd Waſſer froͤhlich ſeyn. MAur dir, o Freundſchaft, heilig ſind. Der warme Fruͤhling koͤmmt zuruͤck: Fleußt nicht fuͤr ſie der Reben Blut, Dann braucht ein Weiſer ihn bey Zeiten. Die Chios edle Berge ſchwarzen? Er laͤßt Vernunft allein die blinden Wuͤnſche leiten, Auch Bachus unſers Rheins floͤßt in zufriedne Herzen Vergnuͤgt auch ohne ſchimmernd Gluͤck. Vertraulichkeit und guten Muth. Weil ich nicht praͤchtig ſchmauſen kann, Wo Bachus lacht, wer bleibt betruͤbt? Soll ich nicht froͤhlich ſchmauſen koͤnnen? 1 Der Gott begeiſtert aller Buſen, Will Flora, fuͤr mein Haar, mir holde Roſen goͤnnen; kind laͤßt den Satyr loß und ruft den muntern Muſen Was geht der Fuͤrſten Pracht mich an? Und Amorn, der die Muſen liebt; Was hilfts zur Luſt, wenn ihre Wand und Lieder der Zufriedenheit Sich in gewirktes Gold verhuͤllet, Ertoͤnen aus dem freyen Munde: Und ein Bedientenſchwarm die Marmorfaͤle fuͤllet Bis nach durchſcherzter Nacht die kuͤhle Morgenſtunde Mit guͤlduen Schuͤſſeln in der Hand? 84 Die Schatten und den Schmaus zerſtreut. 4 4— uz. D 2 16 Der verliebte Bauer. 8 Lebhaf 5„ 4 1. 3„. 4. 4 AH 6——————— 4 4☛‿— 2 V ——————— —Aa— 4 1— 4— 8.—:————— V Ruͤhmt mir des Schulzens Toch⸗ter nicht. Nein! Sagt nur, ſie i reich.„. 8. ch 3„. Im gan⸗zen Dorf iſt kein Ge⸗ ſicht der flin⸗ken Han⸗ne gleich. Das Menſch ge⸗ faͤllt, auch un⸗ge⸗putzt; ich 1 4.—————. 4—2 ————— ſ S 9——— 5— 7=. bE 82==——— ———.— — 3 1 Aee Seſ 4 —— e——————,—, 3¹——,— e.— E 9*— 9—e n— 2— ———, e 18 tI d d v„ 1— 2 1 7 t 1 H 17 4 1. 5 d ſag es oh⸗ ne Scheu: trotz mancher, die in Flit⸗tern ſtutzt! ſie ſey auch, wer ſie ſey. 521——— 2.—=.— 6——= ——,— 4— 3. 3 ¹ 6.S. Rahmt mir des Schulzens Tochter nicht. IpFr wißt wie wir im Roſenmond 2 Nein! Sagt nur, ſie iſt rrich. Die Meyen hier gepflanzt; Im ganzen Dorf iſt kein Geſicht Da ward der Fuͤße nicht geſchont, . Der ſlinken Hanne gleich. Da hat ſichs gnug getanzt. Das Menſch gefaͤllt, auch ungeputzt; Des Schaffers Tenne knarrte recht, Ich ſag es ohne Scheu: Wir ſchaͤkerten uns ſatt, 8 Sat mancher, die in Flittern ſtutzt! Der Huͤfner, Heins und Hanns der Knecht, Sie t ſey auch, wer ſie ſey. Und Hartwig aus der Stadt .„.—„., Wie frey und weiß iſt ihre Sein, Den Vorreihn, Nüthl ließ man ihr: Und roth und friſch ihr Mund! Flugs rief ſie mich herbey. b Wie glatt der Haarzopf meiner Dirn, Beym Element! wie flogen wir. Und ihre Bruſt wie rund! Nach Kilians Schallmey! Ihr Aug iſt ſchwarz wie reifer Schlee; Wann Hanne nur in Schaukeln ſchwebt, 4 Schier komm ich auf den Wahn, Wie muthig ſteigt ihr Schwung! Wann ich ihr lang ins Auge ſeh, Und wann ſie ſich im Tanzen hebt, Sie hat mirs angethan. Wie ſchoͤn iſt jeder Sprung! Allein Allein beym Kehraus glitſchte ſie; Doch ich ergriff ſie ſtracks: Und dafuͤr ſah ich auch ein Knie, Das war ſo weiß als Wachs. Des Pfarrers Muthe ſchimpft' aus Neid Und zwackte mich gar an. Ich ſprach: Menſch, laß mich ungeheit, Und kneip den Leyermann. Mein Liebchen gieng mit mir ins Feld: Ich half ihr uͤbern Zaun. Da hab ich mich nicht mehr verſtellt, Sie war bey guter Laun. Wir lagerten uns drauf ins Gras, Wie Nachbarskinder thun: Doch ich empfand, ich weis nicht was, Das ließ mich gar nicht ruhn. Guug, daß ſie mich ihr Bͤſſhen hieß, Mir Hand und Guſchel reicht, Und mir ein ſaftig Schmaͤtzgen ließ, Dem auch der Moſt nicht gleicht; Ihr ſchmuzelt? Denket was ihr wollt. Glaubt, daß ſie euch nur neckt, Und daß ihr nicht erfahren ſollt, Was Hannens Mieder deckt. Reichardts Oden und Lieder. — Die Edelfrau iſt zart und fein; Kein Menſch iſt wohl ſo ſchoͤn. Sollt ich nur ihr Leibeigner ſeyn, Den Dienſt wollt ich verſehn! Ihr, die ihr gern was neues wißt, Das euch die Ohren kraut; Hoͤrt, was ihr alle wiſſen muͤßt: Sie iſt ſchon meine Braut. Der Herr Magiſter merkt ſchon was: Bring ich den Decem hin, So fragt er mich ohn Unterlaß, Ob ich verplempert bin? Und wann ſie in die Kirche tritt, So ſingt er, glaubt es mir, Noch weniger als ſonſten mit, Und ſchielt und gafft nach ihr. Die Hochzeit ſoll auch bald geſchehn, Noch vor der Aerndtezeit. Da ſollt ihr manchen Luftſprung ſehn, Der Leib und Seel erfreut. Die ganze Dorfſchaft komme mir, Sie ſoll willkommen ſeyn: Und ich verſprech euch Kirmiß hier, Und guten Firnewein. v. Hagedorn. —— 17 1 —— 4 ————— ———— 18 Der Morgen. vDͤͤ ———ZZ&&K&& ————,¹-+——+—ö——— 2 uns lockt die Nor get. de ſa Buſchund Aatb, A Un 0 ie Nor⸗gen⸗ ro ⸗ the in uſch un ald,...— 3 Wo ſchon der Hir⸗ten Flo⸗te ins Land er ⸗ ſchalle„* Die Ler⸗che ſteigt und ſchwirret, von Luſt er⸗ 3——,—————— —— 9——— „ 40 ð— 1— 1 1. 5 1— 7 ℳ 5— — NB 2. 19 NI —=— ee— —— 1 3 4 8, regt. Die Tau⸗ be lacht und gir⸗ ret, die Wach⸗tel ſchlagt. „. 7—— —=———. 4— 2 3*— 5 U lockt die Morgenroͤthe Der Huͤgel weiße Buͤrde, Doch Phyllis Herz erbebet In Buſch und Wald, Der Schaafe Zucht Bey dieſer Luſt; Wo ſchon der Hirten Floͤte Draͤngt ſich aus Stall und Huͤrde Nur Zaͤrtlichkeit belebet Ins Land erſchallt. Mit froher Flucht. Die ſanfte Bruſt.» Die Lerche ſteigt und ſchwirret, Seht, wie der Mann der Heerde Laß uns die Thaͤler ſuchen, I Von Luſt erregt. ee.:. Den Morgen fuͤhlt, 3 Geliebtes Kind, Die Taube lacht und girret, Und auf der friſchen Erde Wo wir von Berg und Buchen— Die Wachtel ſchlaͤgt. Den Buhler ſpielt! Umſchloſſen ſind. Die Huͤgel und die Weide Der Jaͤger macht ſchon rege Erkenne dich, im Bilde V Stehn aufgehellt, Und hetzt das Reh, Von jener Flur! Und Fruchtbarkeit und Freude Durch blutbetriefte Wege, Sey ſtets, wie dies Gefilde, Bebluͤmt das Feld. Durch Buſch und Klee. Schoͤn durch Natur; Der Schmelz der gruͤnen Flaͤchen Sein Hifthorn giebt das Zeichen; Erwuͤnſchter als der Morgen, Glanzt voller Pracht, Man eilt herbey: Hold wie ſein Stral; Und von den klaren Baͤchen Gleich ſchallt aus allen Straͤuchen So frey von Stolz und Sorgen Entweicht die Nacht. Das Jagdgeſchrey. Wie dieſes Thal. —. v. Hagedorn, ——— ——— Nutzen der Zaͤrtlichkeiten. Etwas lebhaft. A 8 A 4 ie N —— 2 8—&— 2 3——⸗—— 53— O, 5—, 4 1 e e. e 5 Unmuth und Be⸗ ſchwer⸗den wuͤrden uns auf Er ⸗ den un⸗er⸗ traͤglich wer⸗ den, un⸗ver⸗geßlich ſeyn! eeeee e e X—— 8———— E 8 80 V t 5 VU F—. 17 1— 8 4.—. 223—— ꝙ‿—. 8———— ₰ℳ. 3 —— 8 za⸗ E—e=„ ——————— 1 1 4— L.—„— 1 3— T— 4 82„— 1 koͤnnten nicht,zu Zei ⸗ ten, treu⸗e Zaͤrt⸗lich⸗ kei⸗ ten den Verdruß be⸗ ſtrei⸗ ten, und das Herz er⸗ freun. 2 S= 2 E= e po„— E— Bk——*——— ———=—=S== t 8— — Uu und Beſchwerden Laͤchekt, muntr e Schoͤnen, Land und Volk regieren, Wuͤrden uns auf Erden Unertraͤglich werden, Unvergeßlich ſeyn! Koͤnnten nicht, zu Zeiten, Treue Zartlichkeiten Den Verdruß beſtreiten, Und das Herz erfreun. Maͤchtigen und Reichen Willl kein Schaͤfer gleichen; Ihrer Vorzugszeichen Lacht der Hirten Zuuft. Unfern Ernſt zu hoͤhnen; Singt in ſuͤßen Toͤnen; Jeder Ton entzůckt! Buͤrden, die dem Leben Quaal und Schwermuth geben, Kann ein Scherz oft heben: Auch ein Scherz begluͤckt! Ganze Heere fuͤhren, Sich mit Purpur zieren, Hemmt die Sorgen nie. Seht der Hirten Freuden, Die auf ſichern Weiden Große nicht beneiden, Wie veronigt ſind die! Eintracht, Spiel und Scherzen Schuͤtzen ihre Herzen Vor den eitlen Schmerzen Stolzer Unvernunft. v. Hagedern 20 An den verlohrnen Slaf. 1 8 S Langſam. 5 8R K. euſ 1:-eeee 8. 4* 2 e e be 2⸗ Se ———————— Wo d 9 hin, du Troͤ⸗ſter in Be⸗ Uede, mein jündner SAniof Du haſt- mich oft- an Waſſern utd an An dem ich ſonſt die Groͤſ⸗ſe⸗ ſten der Er⸗de weit uͤ⸗ber ⸗ traf. 4 4—.— g—... g. g ——2 5—OOe⸗——½— 5— ——— ☛‿— 4 8—— ee— ü3ee g„„.& Get 99 Je. 8 SE g=— e, e e,* — — ◻ Buͤſchen ſanft uͤ⸗ber⸗eilt, und konn⸗ teſt mich mit beß⸗rer Raſt er⸗ fri⸗ ſchen, als mir vor⸗itzt der weiche Pfuͤhl er⸗ theilt.*. 2 2 ——— 3 9 90——— ,—-— ———. 89 1 — † d— 3— 1 1—+ — 3 W. biſt du hin, du Troͤſter i in Beſchwerde, Allein bedeckt vom himmliſchen Gewoͤlbe Wie ſaͤuſelten die Luͤßte ſo gelinde Mein guͤldner Schlaf? Schlief ich dann ein. Zu jener Ruh! 4 An dem ich ſonſt die Groͤßeſten der Erde Die ſtolze Thems, die Saal und Hambur gs Elbe Wie ſpielten mir die Wellen und die Winde Weit uͤbertraf. Kann Zeuginn ſeyn. Den Schlummer zu! Du haſt mich oft an Wuſſern und an Buͤſchen Dort hab ich oft, in laͤngſtvergruͤnten Jahren, Mich ſtoͤhrte nicht der Ehrfurcht reger Kummer Sanft uͤbereilt, Mich hingelegt, Der vielen droht; Und konnteſt mich mit beßrer Raſt erfriſchen, Und hoffnungsreich, in Sorgen unerfahren, Ich war, vertieft im angenehmſten Schlummer, Als mir voritzt der peiche Pfuͤhl ertheilt. 1 Der freyen Nuh um ihren Strand gepflegt. Fuͤr alle Welt, nur nicht für Fbylis, todt. Sie eilte dort, in jugendlichen Traͤumen W Mein alter Freund, mein Schlaf, erſcheine wieder! Mir immer nach; Wie wuͤnſch ich dich! Bald in der Flur, bald unter hohen Baͤumen, Du Sohn der Nacht, o breite dein Geſieder Bald an dem Bach. Auch uͤber mich! . DOſft ſtolz im Putz, oft leicht im Schaferkleide 1 Du haſt mich ſonſt an Waſſern und an Buͤſchen Mitt offner Bruſt. Sanft uͤbereilt, Stets laͤchelnd hold im ſieberfluß der Freude, And konnteſt mich mit beßrer Raſt erfriſchen, Schoͤn v von Geſtalt, noch ſchöͤner durch die enunk. Als mir voritzt der weiche Pfuͤhl ertheilt. v. Hagedorn. Der Wein b 21 Froh. 8ö 1 41 b — 8——— 1 8 —— 1 N8 1A 2 A 4— 4 4 G- d 6.— G6—. 1 ———— 2 g 8 9— ———— trd 3“ 5 l Aus den Re⸗ben fleußt das Le⸗ ben: das iſt of⸗ fen⸗ bar. Ihr, der Trau ben Ken⸗ ner, b 4—o A AA 1 ee — E———— —————— 1——— 44 1 7 1„ 8 ———— —— 5 2——— 42r — 3„—,——— T l„. wein⸗ge⸗ lehr⸗te Maͤn⸗ ner! macht dieß Sprichwort wahr. ee„— ————— 4 4 3 2—— q 4 Als den Reben Ueberzogen Fleußt das Leben:. Regenbogen Das iſt offenbar. Gleich das Firmament: Ihr, der Trauben Kenner, So ward deiner Freude Weingelehrte Maͤnner! Mehr als Augenweide, Macht dieß Sprichwort wahr. Ihr ward Wein gegoͤnnt. Niemals gluͤhten Deinetwegen Rechabiten, Kam der Segen, Edler Moſt, von dir! Wuchs der beſte Wein. Aber, Weinerfinder, Nach den Waſſerfluthen Noah, deine Kinder Konnte nichts den Guten 4 Zechten ſo wie wir. Groͤßern Troſt verleihn. 1 v. Hagedorn. 1 Reichardts Oden und Lieder. F Im Baͤnkelſaͤngerton. 1 V ————=.——— 1I V Pf H-h—— 5ö= h be= beee=eeeeee e V V d—V— 4—= V 3 4 1 A 1 ü 335 F 4 Herr Joſt iſt todt, der rei⸗che Mann: waͤr er nicht reich ge⸗ we⸗ ſen; wir wuͤrden, falls ich rathen kann, auf b —— S— — ———————— Sb—— 2 S—=— —. B. b 1. 1—— 1 44 4 3 1 4 —— 88 ½————————S ———— e* ——.—=——————— Ett ☛9 8 3 b—— b 1 t. 1. 4 ihn kein Carmen le⸗ ſen. Sein hoch⸗er ⸗ leuch⸗te ⸗ ee Pa ⸗ pa bfag oft ſelbſt zu wie-gen; die tu⸗ gend⸗ 4 ee S h a.——————e p————— —n S— 1————E—H——— eSAe—e SS —S-=————=— 3 ö“ b b— 1—— 5——,—„———518. 8—— 2 ——= V 5—.—— E 3. V vol⸗ le Frau Ma⸗ ma er ⸗ zog ihn mit Ver⸗ gnuͤ⸗gen.„ —,—— S 4 1 4 ¹— 4 — —5——..———— 1 —— 4 g—— g— — 5— 2— 3— D S. Herr Joſt iſt todt, der reiche Mann: Waͤr er nicht reich geweſen; Wir wuͤrden, falls ich rathen kann, Auf ihn kein Carmen leſen. Sein hocherleuchteter Papa Pflag ihn oft ſelbſt zu wiegen; Die tugendvolle Frau Mama Erzog ihn mit Vergnuͤgen. Er war ein rechter Springinsfeld Im erſten bunten Kleide, Und ward daher der jungen Welt, Und auch der Muhmen Freude. Nur ſieben Jahre war er alt, Da wußt er faſt zu leſen; 1 Und hieraus ſieht ein jeder bald, Wie klug das Kind geweſen. Man hielte ſeiner Jugend zart Wohl zehn Informatores; Die lehrten ihn, nach mancher Art, Die Sprachen und die Mores. Es lernte Joſt ohn Unterlaß, Daß ihm der Kopf faſt rauchte: Kein Mutterkind ſtudierte das, Was es zu wiſſen brauchte. Da d Da eilt er mit der jungen Magd In manche Claſſen eben, Und fuͤhrte mit ihr, unverzagt, Ein exemplariſch Leben. Er glich dem edlen Gartenklee, Der zeitig aufwaͤrts ſteiget, Und nicht der traͤgen Aloe, Die ſpaͤte Bluͤthen zeiget. Doch weil er viel zu ſinnreich war, Um nur gelehrt zu werden; So riß ihn bald der Aeltern Paar Aus allen Schulbeſchwerden. Sie ſagten: Sohn! Seyd unſer Troſt! Vermehrt, was wir erworben! Dann ſeyd ihr nicht der erſte Joſt, Der reich und ſtolz verſtorben. Scogleich vergieng ihm aller Dunſt Lateinſcher alten Spruͤche, Er faßte durch die Rechenkunſt Die allerſchwerſten Bruͤche. O! Einmal Eins! Dich ſah er ein, So wie ein rechter Falke. Durch Handlung wirſt du gluͤcklich ſeyn, Verkuͤndigt ihm Herr Halke. Als Trauermann folgt ſein Herr Sohn dit ellenlangem Flohre; und vor ihm ſingt die Schule ſchon In dem gewohnten Chore. Johannes Halke hatte Recht: Wer prophezeiht behender? Die ihr mir etwa widerſprecht, Leſt den Naturkalender! Seht, ſeht auf unſern Ehrenmann, Den wir ſo ſchoͤn begraben; Wer ſonſt kein Beyſpiel haben kann, Wird es an dieſem haben! 3 Der Wohlerblaßte gieng auch, traun! Auf nicht zu lange Reiſen; Theils, um die Fremde zu beſchaun, Theils, um ſich ihr zu weiſen. In Frankreich war er ein Baron, In Holland, Herr van Joſten, Und zeigte ſeines Vaters Sohn In Suͤden, Weſten, Oſten. Er kannte wirklich weit und breit Geheime Staatsintrigues, Und wußte ganz genau die Zeit Des dreyßigjaͤhrgen Krieges. Herr Joſt bewies als Knabe ſchon Bey vier Zuſammenkuͤnften, Der Sechſte Karl ſey nicht ein Sohn Vom Kaiſer Karl dem Fuͤnften. Er kam zuruͤck und ließ ſcch ſehn, Wo man ihn ſehen ſollte. Nun hieß er jedem klug und ſchon, Der ihn ſo nennen wolle. Doch rieth man ihm mit gutem Fug Den ritterlichen Degen, Den er an ſeiner Seite trug, Nur Sonntags anzulegen. Das Werk der Handlung wohlgemuth Ward nun von ihm begriffen. Ihm traͤumte nur von Geld und Gut, Von Frachten und von Schiffen. Gelehrte ſucht' er weiter nicht, Als etwa bey Proceſſe; Sonſt macht' er ihnen ein Geſicht, Als wollt' er alle freſſen. Der Reichentſchlafne wollte drauf Sich doppelt reich durch Ehen, Ja ſich und ſeinen Lebenslauf In aͤchten Erben ſehen. Madame ſtarb ihm ploͤtzlich ab, Eh er die andre freyte: Die dritte, die ſein Geld ihm gab, Beerdiget ihn heute. Der ſchwarzen Maͤntel lange Zahl Begleitet ihn bey Paaren: Er ſtirbt doch nur ein einzigmal, Die Koſten zu erſparen. v. Hagedern. Lebhaft. u eo o—.. a⸗. — e eͤ eeeeeeeeeeeee e e —ä— b Der Nachti⸗gall reizen⸗de Lie ⸗ der er⸗ toͤnen und locken ſchon wie⸗ der die froͤhlichſten Stunden uns Jahr.— Nun V 1— 1 2 7 öä NN— —ee„— ——=—,—— „ †* 4 4*— 8 A 4„ 4 1 ◻. 44 L 1 2 4 2—. 1 — ,,— a 8—s 44 ſ r* f 4 ſin⸗get die ſtei⸗gen⸗de Ler ⸗ cbhe, nun klappern die rei⸗ſen⸗den Stoͤr ⸗che, nun ſchwatzet der gaukeln⸗de Staar. ——————S— 8.——,—— g——S —— 0—— 9—-g-—--g A,. 3— gr ——.— —— E 3 4 1 f P De Nachtigall reizende Lieder Wie munter ſind Schaͤfer und Heerde! Wie gleichet doch Zephyr der Floren! Nun heben ſich Binſen und Keime,. Ertoͤnen und locken ſchon wieder Wie lieblich bebluͤmt ſich die Erde! Sie haben ſich weislich erkohren, Nun kleiden die Blaͤtter die Baͤume, Die froͤhlichſten Stunden ins Jahr. Wie lebhaft iſt itzo die Welt! Sie waͤhlen den Wechſel zur Pflicht. Nun ſchwindet des Winters Geſtalt; Nun ſinget die ſteigende Lerche, Die Tauben verdoppeln die Kuͤſſe, Er flattert um Sproſſen und Garben; Nun rauſchen lebendige Quellen Nun klappern die reiſenden Stoͤrche, Der Entrich beſuchet die Fluͤſſe, Sie liebet unzaͤhlige Farben; Und traͤnken mit ſpielenden Wellen Nun ſchwatzet der gaukelnde Staar. Der luſtige Sperling ſein Feld. Und Eiferſucht trennet ſie nicht. Die Triften, den Anger, den Wald. I. Wie buhleriſch, wie ſo gelinde un ſtellt ſich die Dorfſchaft in Reihen, Nicht froͤhlicher, weidlicher, kuͤhner Erwaͤrmen die weſtlichen Winde Nun rufen euch eure Schallmeyen, Schwang vormals der braune Sabiner Das Ufer, den Huͤgel, die Gruft! Ihr ſtampfenden Taͤnzer! hervor. Mit maͤnnlicher Freyheit den Huth. Die jugendlich ſcherzende Liebe Ihr ſpringet auf gruͤnender Wieſe, O reizet die Staͤdte zum Neide, Empfindet die Reizung der Triebe, Der Bauerknecht hebet die Lieſe 1 Ihr Doͤrfer voll huͤpfender Freude! Empfindet die ſchmeichelnde Luft. In hurtiger Wendung empor. Was gleichet dem Landvolk an Muth? v. Hagedorn. —— Ulln ln Deizt hly rnaimb e. Maͤnnlich froh.„. --— ————————— W „ 5————,— Freund! ver⸗ ſaͤu⸗me nicht zu le⸗ ben; denn die Jah⸗ re fliehn, und es wird der Saft der Re⸗ ben. 8-—. . O.„„ e —————ſ — 5———— 5— E— ——,—— 427 3 uns nicht lan⸗ge bluͤhn. —5.. —— —— . 1 2 5 Frand verſaͤume nicht zu leben; Moslerwein, der Sorgenbecher Denn die Jahre fliehn, Schafft geſundes Blut, Und es wird der Saft der Reben Trink aus dem bekraͤnzten Becher Uns nicht lange bluͤhn. Gluͤck und frohen Muth. Lach der Aerzt' und ihrer Raͤnke! So!— Noch eins!— Siehſt du Lyaͤen Tod und Krankheit laurt, Und die Freude nun? Wenn man bey dem Froſchgetraͤnke Bald wirſt du auch Amorn ſehen 4 3. Seine Zeit vertraurt. Und auf Roſen ruhn. ..— v. Aleiſt. y— O—— Reichardts Oden und Lieder. 26 b T r — — — — Q☚ ö“ ———————= 2——4—— — s.———&„— 8 5——— 3— 3 8 4. 4ℳ— 1 3 —. Wei⸗ ſer Da⸗mon, deſ⸗ ſen Haupt Lor⸗beer um und um be ⸗ laubt, ſoll dir Gram und Miß⸗ver⸗ .—*—,--g teN—ä,— Seeeee —————————— ————H—————— 8 ————-———— — ꝗMä’—= 3—— 2 2 3 1 1111— A43————, 5ere.————— 9 gnuͤ⸗gen e⸗ wig Stirn und Wange pfluͤ⸗gen? d g-. g- öL“ V 4 g— lir X— 3— 5— 411 L— 4*— b Wei⸗ Damon, deſſen Haupt Wie der Glanz vom dunkeln Licht Wiß, in deiner Jahre Zahl Du ſchwimmſt in der Zeiten Raum, Lorbeer um und um belaubt, Schwach aus Todtengruͤften bricht: Rechnet dir der Tod einmal, Wie auf Stroͤmen leichter Schaum: Soll dir Gram und Mißvergnuͤgen So blinkt deine truͤbe Seele Nebſt den freudenvollen Tagen, Kannſt du nicht ſo ſchnell zur Erden, Ewig Stirn und Wange pfluͤgen? Aus des Leihes Trauerhoͤhle. Auch die Tage voll von Plagen! Wie der Schaum zu Waſſer werden? Sieh mich an, wie mir das Haupt Zehnmal fuͤll ich ſchon mein GZlas Jhuͤr und Teppich tanzt um mich, Epheuſtrauch und Roſ' umlaubt, Mit Lyaͤens edlem Naß; Erd und Himmel drehet ſich. Und wie mir die Tropfen gleiten, Noch reizt mich ſein goldnes Blinken, O wie ſelig! welch Vergnuͤgen! Wegen Kuͤrze dieſer Zeiten. Und die Freude waͤchſt im Trinken. Evan hilf! ich muß erliegen! Naiv. *——————,— 3—3* ö— e 4 7——,—* Dich auch ſo grauſam ab⸗ zu⸗ bre⸗chen! Nicht wahr, mein Bluͤmchen, koͤnntſt du ſpre⸗chen, du würdeſt ſa ⸗ gen: thu es 8 41 4 4 1——— 4. 1 4- S —— 94 1—*—— ————— See. 38 — eeeeese eefe eeeeeee ———— ves— ypy;— 82„—I 8 1— nicht! Al⸗ lein ver⸗ gieb mir ar⸗men Kna⸗ ben, ich thu es nur, um Troſt zu ha⸗ben, ge⸗wiß! aus Muthwill thu ichs nicht. 8 — 1.——„. Se i wer de d,„. — —— s—y 9 2 3 Das auch ſo grauſam abzubrechen! Ich hab ein Maͤdchen, o wir liebten Daß ſie mich einſt noch ſollte kraͤnken, Nicht wahr, mein Bluͤmchen, koͤnntſt du ſprechen, Uns ſonſt ſo herzlich! wir betruͤbten Wie haͤtt ich ſo was koͤnnen denken! Du wuͤrdeſt ſagen: thu es nicht! Uns niemals, weder ich noch ſie! Von ihr! und doch hat ſies gethau! Allein vergieb mir armen Knaben; Den Tag, als ich einſt bey ihr ſpielte, Ach, jedem Steine moͤcht ichs klagen: Ich thu es nur, um Troſt zu haben Und ſie mich da mit Zweigen kuͤhlte, Ich wollt ihr neulich etwas ſagen; Gewiß! aus Muthwill thu ichs nicht. Den ſchoͤnen Tag vergeß ich nie!- Da ſah ſie mich nicht einmal an! Gott! kann mich Lottchen ſo betruͤben! Mein Lottchen kann mich nicht mehr lieben!- Und wuͤßt ich wirklich nur, warum?— Ich habe ſchon ſo viel geweinet, So viel gefragt; allein, wie's ſcheinet, So kuͤmmert ſie ſich wenig drum! Komm, komm, ich will dich zu ihr tragen, Mein Bluͤmchen, und ihr flehend ſagen: Sieh, Lotte, hier,— Vergiß mein nicht!— Und will ſie dich von mir nicht nehmen, So will ich mich zu Tode graͤmen! Gott, oben, der vergißt mich nicht! ———————uu‧‧ Die Sicherheit in der Flucht. 8*— 22„—. ———— A——— Mein Thyr⸗ſis! duͤrft ich dir doch ſa⸗ gen, war⸗ um ich dich ſo ſchuͤchtern flieh; du wuͤr⸗deſt —— 1 2 1 2.—*— 9——59 1 g. 1+— 4—. ₰ 1 —— b 2 2-— be Ae ee, be e ee— — H—— N△— 2—— ‿— 1 3.—. 3————— 4 ☛———— 9b ee Eg— — b— ⸗— O— 6 nicht voll Wehmuth kla⸗ gen: ich waͤ⸗ re hart, und fuͤhl⸗te nie. Ach Thyr⸗ſis! grauſam ge⸗ gen 8 e,„+. V 40— E 2 —=———— — 68 2—— 1*—,g- F- 1 , 1— e, eeefffhrbee— mich, flieh ich, aus Lie⸗ be flieh ch dich! ,S 1 1 4. 2, o 3 — 1—— 8 9— 4 9 41 —— Mens Thyrſis! duͤrft ich dir doch ſagen, Oft ſitz ich in verſchwiegnen Buͤſchen, Ja, Thyrſis, willſt du nichts begehren, Warum ich dich ſo ſchuͤchtern flieh; Und ſeufze: Thyrſis, waͤrſt du da! Als dieß mein zaͤrtlich Herz allein, Du wuͤrdeſt nicht voll Wehmuth klag: Es rauſcht ein Weſtwind in den Buͤſchen, So will ich, ſchoͤner Juͤngling, ſchwoͤren: Ich waͤre hart, und fuͤhlte nie. Ich flieh, und glaube, du biſt da. 1 Mein zaͤrtlich Herz bleibt ewig dein. Ach, Thyrſis! grauſam gegen michh Auch Haß nicht, grauſam gegen mich Doch Himmel! wenn du mehr wirſt flehn, Flieh ich, aus riebe flieh ich dich! Flieh ich, aus Liebe flieh ich dich! Vas werd ich dir nicht zugeſtehn! 8 1 Cyriſche Xlumenleſe. —VA— 3 Reichardts Oden und Lieder. — EEECEmſQſQ————————— Q„9— 3 Braͤutigamslied. 29 MNiit Entzuͤcken. ÄAA reh ee,, *———yͤ—A—,— 2„.——„— — 3—e So ſe⸗ lig, ſe⸗ lig, war ich nie! ich be„ be, ſin⸗ ke, wei ⸗ nel ſie iſt die — — 8 1—— 85— 5— 8 4 2 98 G 3— — 2 ———=·—— 2———— bt —-—n 0. 7* 8 Mei⸗ ne, ſie, o ſie! O Gott! ſie iſt die Mei ⸗ nel K ————— =„ 9 7 2———— 14— S. ſelig, ſelig war ich nie! V Ihr Engelherz und Engelblick, Weß Seele nie dein Odem rief Ich bebe, ſinke, weine! und all ihr tauſendholdes Vom Tod ins Wonneleben, Sie iſt die Meine, ſie, o ſie! Was acht ich alles Erdengluͤck, Schwebt unterm Himmel tief, o tief! O Gott! ſie iſt die Meine! Was Millionen Goldess Vermag nicht aufzuſchweben! So lieb ich ſie, ſo liebt ſie mich! O Liebe, deine Lebenskraft Er ſpottet dein, verkennet dich, Nicht feuriger und reiner Macht gar vom Tod geneſen, und bleibt ein Sklav der Sinnen!— Umarmen ſelbſt die Engel ſich! Und Paradieſes Welt erſchaft D laß die traͤge Naupe ſich Wie ich, ſo liebet keiner! Dein Hauch, o Wunderweſen! In ihre Faͤden ſpinnen! 149* u 1* E. G. ————ÿñññ ͦ ͥQ᷑Nͥ̊hN"N— 30 Gluͤck der—2 e e. Lebhaft und innig.„ 7 ‿ 5 h f—,. e 4——— 1.— 4 e ———ſſſ“ 1——— 45 V—e ee Dein, o Herz, auf e⸗ wig ddein, ſoll der En⸗gel Got⸗tes ſeyn! Ach! ich faß' es, 8 1—,g- ——9-—g,— 3—,.—9——— 9— e—. 8— 9— 2————,— 7 [ 3——— 4.—— 1 2— 4 2 4 ———*— S— faßz es kaum, halt's fuͤr Taͤu⸗ſchung nur und Traum! halt's fuͤr Taͤu ſchung nur und Traum! 6 —H-— —,— g— —— e. o ee— feee—— ———————— 1 4 4 8— Dean, o Herz, auf ewig dein, Ach! ihr Thraͤnen, ſtuͤrzet hin, Kuͤß, o Engel, kuͤſſe mich! Soll der Engel Gottes ſeyn! Dankt der Wonnegeberinn! Engel werd ich auch durch dich! Ach! ich faß' es, faß' es kaum, Holde, nimm die Thranen an, O! an dieſer Lieben Bruſt Hall's fuͤr Taͤuſchung nur und Traum! Wenn der Mund nicht danken kann! Stuͤrb ich gern vor Liebesluſt! Dieſer Arm umfaßte ſie! Freud' und Leben koͤmmt mit dir; Dein, o Wonnenreiche, dein Dieſe Haͤnde druckte ſie, Golden lacht die Schoͤpfung mir; Soll dieß ganze Leben ſeyn! Kuͤßte mich mit heißem Mund, Jeder Tag mit Heil geziert, Jedes Troͤpfchen meiner Zeit That mein Gluͤck mir ſtammelnd kund! Wird von dir mir zugefuͤhrt! Sey nur dir, nur dir geweiht! ECcSheilt ſie nicht mein Herz mit dir, Kuͤß, o Holde, küſſe mich! Schmecke keine Freude mir! ESturb ich, Engel, doch fuͤr dich! Naht dir je ein Kummer ſich, Gpott, wie dank' ich, dank' ich dir! O ſo leg ihn Gott auf mich! Welch ein Maͤdchen gabſt du mir! — Miller. Sanft und geruͤhrt. b —— 5——— 2E— e — tb-h e—— AN—P 2— 4— 4—e kt 35 Dein* ⸗ ben, Be⸗ ſte! gleich' im Bil⸗ de dem Ba⸗che, der ſtets hei⸗ ter fließt, und, durch ein H————— 8„— 53 8— — A 4 5 2 1 —,-—, e„ 5. =eeeeeeeeeeeeeeeeeeee— ————-⸗---——--=—B= —— 8— 8———— V tr3— V ſchoͤsnes Lenz⸗ ge ⸗ fil⸗de, ſich ru⸗ hig in das Meer er ⸗ gießt, ſich ru⸗hig in das Meer er⸗ gießt. 2 e ee——— 7— 1+.—— —== A Dan Leben, Beſte! gleich' im Bilde Hier kuͤhlt ein Schatten ihn; dort blinket Dem Bache, der ſtets heiter fließt, Auf ihm der Sonne Stralenbild; Und, durch ein ſchoͤnes Lenzgefilde, Und wenn ihn hier die Blume trinket, Sich ruhig in das Meer ergießt. Erquickt er Heerde dort und Wild. Hier fallen Bluͤthen auf ihn nieder, So ende, nie getruͤbt von Leiden, Dort wallt er ſanft auf Kieſeln hin; Dein edles Leben ſpaͤt den Laufſf, Es toͤnen uͤber ihm die Lieder Und ein kryſtallnes Meer von Frenden Der holden Fruͤhlingsſaͤngerinn. Im Paradieſe nehm es auf! . ————— Philaidens Abſchied a D., der ewig um mich trauert, Nicht allein, nicht unbedauert, Juͤngling, ſeufzeſt du! Ach! wenn meiner Seele ſchauert, Luͤget meine Stirne Ruh. Deines naſſen Blickes Flehen Will ich, darf ich nicht verſtehtn. Aber zuͤrne nicht! Was ich fuͤhle, zu geſtehen, Unterſagt mir meine Pflicht. O! wie fern von Reu und Leide, Wie die Laͤmmchen auf der Weide, Spielten ich und du! Jeder Tag rief uns zur Freude, Jede Nacht zur ſanften Ruh! Ewig ſind wir nun geſchieden- 8 Damon, liebſt du Philaiden, Fleuch ihr Angeſicht! Nimm ihr nicht der Tage Frieden Und der Naͤchte Schlummer nicht. 4 ☛ 8 3 n Damon. b &△ 3 f ge ̃ dr ‿. —————— —eeee 3 3 2 N— ⁸₰ 7. † AE— Du, der e⸗ wig um mich trau⸗ert, nicht al ⸗ lein, nicht un⸗ be ⸗ dau⸗ ert, Iing⸗ling, Leee„ ſſͤſͤſͤſͤſſſͤſͤſſ“— —BA 10. A. 1„4..4 2. ——— 2g——+— 3——— 2—————.——— S 2———— 4 San ar——— „2 1 - zeſt du! Ach! wenn mei⸗ ner See⸗ le ſchau⸗ ert, lüͤ ⸗ get mei⸗ ne Stir⸗ne Ruh. . 33. 3„— 5 „ 9 4, e,„ —— 2— 1 2*— 2 4e—2+—⁹³ ,-³— 2— A S— 8— ———.—. Freund! ſchweif aus mit deinen Blicken! Laß dich die Natur entzuͤcken, Die dir ſonſt gelacht! Ach! ſie wird auch mich begluͤcken, Wenn ſie dich erſt gluͤcklich macht. aͤchle, trauter Juͤngling, wieder! Sieh, beym Gruſſe froher Lieder Steigt die Sonn' empor; Truͤbe ſank ſie geſtern nieder, P. Serello geht ſie heut hervor. Cyriſche Blumenleſe. Morgenlied eines Juͤnglings. Sehnend. „ AM 5 R.—* 3 ——— ſſ“— ———————=——, ——=—,——„——— 9-— 4 4 S 2— ͤ= 1„ 3—— b 7 8 Wenn Au⸗ ro⸗ra fruͤh mich gruͤßt, mich mit Ro⸗ſen⸗lip⸗ pen kuͤßt, ſcheuchet oft ihr Stra⸗len⸗ ſaum von des 8 1 9=—s— 2 =SbB——,— E— 5———— —=— b b=k„— 2 2e g-.- V 2——————— d e en⸗— 1——— 5 3 3 Ple Lpde 8— 3 5— 3—xX— X—— f— 9 Bet⸗ tes wei⸗chen Pflaum ei⸗ nen klei⸗nen ſuͤ⸗ ßen Traum. Find ich dann mein Bett⸗chen leer, ach denn 3 ——— 8₰„&———— 1 5——— 1-—— 85 —— ö e e eee e ——— 9⸗ 2— 4 V b— 5 wird mein Herz ſo ſchwer und ich gaͤb' Au⸗ ro⸗ rens Gruß, gaͤ⸗ be jeg⸗ chen Ge ⸗ nuß gern fuͤr 3,— 4———5 2 2——,„ 2— ſ—— e, o- 8 1 ⁸ „„ eeebe—e ———, n— — E 8 N—+*. 8 b ün N 7 1182 4 ei⸗ nes Wei⸗bes Kuß, gern fuͤr ei⸗ nes Wei⸗bes Kuß. Keopold Sriedrich, Graf zu Stollberg. 1. —„ ——— g e—— 8 U 1 8 ℳ——— 1 1— Reichardts Gden und Lieder. 4 5 Brunnenlied. -,e- PO=e-E—e-—. ——— g-g,— eeeg † —,*———— H-=-——-f e ₰ ₰—»— 4— 54— So-E=EESg— ——— — 7 W 1 — Laßt nun al⸗les ſtehn und lie⸗gen, wie es liegt und ſteht! plau⸗dre, wer am Pult ge⸗ ſchwiegen, - 2 pofß— 4— 4—— 4.— 1.&— 4 ————— B——— 0— f&.— ᷣᷣ— A e,+☛ 8—„ efs, 92—5 8 ———+ 8————S†———— —— g,——, 2—,Os 9, 4+4— e η—ά 1 n AN feAS ,2—p— es————— ler —+„— beeSze Sce deteritae 2e— c tan⸗ ze, wer ge⸗ naͤht! denn nun gilt's, wer auf's Ver⸗ gnuͤ⸗ gen ſich von al⸗ len am he⸗ ſten ver⸗ ſteht. =po-— e- ———S*———— E———— 6 ₰— 2 L N„—— Ls nun alles ſtehn und liegen, Nicht von Krieg und Lug und Truge Wie es liegt und ſteht! Soll die Rede ſeyn. Plaudre, wer am Pult geſchwiegen, Scherzet! denn der wahre Kluge Tanze, wer genaͤhtt!M. Scherzt nicht bloß beym Wein; Denn nun gilt's, wer auf's Vergnuͤgen Auch bey ſeinem Waſſerkruge Sich von allen am beſten verſteht. Floͤßt er Traurigen Froͤhlichkeit ein. Von Geſchaͤften ſind wir alle Mit der Freude knuͤpft von neuen 4 Durch die Cur befreyt. Einen feſten Bund; Sorgt nun noch, daß boͤſe Galle Denn die Aerzte prophezeyhen Keine Freund' entzweyt, Daß der Grillen Schwarm, beym Schalle Suͤßer Lieder, ſich hurtig zerſtreut! Euch durch meinen Mund: Wer ſich wird am mehrſten freuen, Wird von allen am erſten geſund! Goekingk. Voll warmer Zaͤrtlichkeit.. 4 8 X+ 3 Seh e e ————— Ae — 8* 6 9 2 2 ◻—————— 2 8 6— 9— 5„ A 1 Ich gieng im Mon⸗den ⸗ ſchim⸗mer mit Ly⸗ da Hand in Hand; ach ich ver⸗geſ⸗ſe nim⸗mer, was —— — 4 5 38e— 4— 2 bb 58—— 8 2 eee eh, wcdserie V — 3 N b — 4 4*— 4—— ————*— — 1———E——*— e V da mein Herz em ⸗ pfand! — 6⸗„—„——— ——————— 84 1 ——— —— b-t— 0— ch gieng im Mondenſchimmer Auf ihren Augen ſchwebte Sie ſchwieg— doch eine Thraͤne. Mit Lyda Hand in Hand; Des Mondes Silberſchein; Bebt ihr im Auge hell; Ach ich vergeſſe nimmer,— Auf ihren Lippen bebte Der Mond ſchwamm auf der Thraͤne, 5 Was da mein Herz empfand 1. Sein ſanfter Stral ſo rein! Wie auf dem Wieſenquell. Bald ſchien die Nacht mir lauer Der Liebe Thraͤnen bebten Ich ſchwieg— und ſah die Thräne, Als ich vorher ſie fand;. Aus ihrem Aug hervor Sie meynt, ich ſaͤh ſie nicht! 4 Bald eilten kalte Schauer Und leiſe Seufzer ſchwebten Der Mond ſchwamm mit der Thraͤne 84 Aus mir in ihre Hand. 4 Hinauf zu Lidas Ohr. Hinnab in ihr Geſicht. Da ſchwanden Mond und Erde Nur Lyda blieb 1 Ich werde Vor meinem Angeſ cht!— So ſelig wieder nicht. §. C. Gr. zu Stollberg. — 8 ———— — ꝗ u- äzꝛʒᷓłxnmn Jagendlich aufs neu Sah ich ihn, den May, Rege Freude ſchwebte Ueber der Natur, Auf der gruͤnen Flur, Die ſein milder Hauch belebte. Dem entzuͤckten Ohr Sang der Voͤgel Chor Freude, Luſt und Liebe; Wuͤrmchen ohne Maas Wimmelten im Gras, Voll von Kuß und voll von Liebe. Roſen kraͤnzten ihn, Im Voruͤberziehn Weheten die Weſte, Lief das zarte Gruͤn Wellengleich um ihn, Zitterten der Baͤume Aeſte. Fruͤhlingsfrohʒh. 18 4.. A ————— 8 Ju⸗ gend⸗lich aufs neu ſah ich ihn, den May, re⸗ ge Freu⸗de ſchweb⸗te uͤ⸗ ber der Na⸗ tur,. ee.-— S————, 8 3 8 f— L 4 r 4 4 K8 V 4 8 4 R8— N e— b —— 2——— 8 4 5 d.= 8 auf der gruͤ⸗nen Flur, die ſein mil⸗ der Hauch be⸗ leb ⸗te. 4— 4.. 2— —1— 42— 9⸗— 5 1 19 2 24 — 1 2 3 8 g. E 3 27 T— 12 4—-— Stolzer Blumen Chor Trug ſein Haupt empor, Balſamveilchen bluͤhten In der Buͤſche Nacht, Ohne Glanz und Pracht, Die die Stillen nie verriethen. In des Juͤnglings Herz Floß der Liebe Schmerz, Und des Maͤdchens Wangen, Ihren holden Mund, Klein und ſuͤß und rund, Faͤrbte zaͤrtliches Verlangen. Deutſcher Merkur,. Lied eines reiſenden Handwerkspurſchen. 37 — A— —— 1— 1 1—*=———.——,— ,— ——⸗—= 9————— — i———— 2 2 9———— S 4——————— 8 5 Mit fro⸗hem Muth und hei⸗term Sinn mar⸗ſchir' ich durch die Welt, und freu⸗e mich, daß mirs dar⸗ in ſo 3 3 4 1 5 A———— V — 4— 1.— 4 1 F—— 12—,— b 4—4 1 ———— 5 4——= err⸗lich wohl ge⸗ fäͤllt; 1—— 6 -—S Me twbem Muth und heiterm Sinn Ja! mancher Koͤnig gaͤbe wohl Marſchir' ich durch die Welt, Sein beſtes Kleinod hin, Und freue mich, daß mirs darin Waͤrs ihm, wie mir, ums Herz ſo wohl 8 So herrlich wohl gefaͤllt; Und haͤtt' er meinen Sinn. und daß ich niemals aͤngſtiglich Bey Arbeit find ich Unterhalt 8 Bedenke: wie wirds gehn? Genug in jeder Stadt; Und daß ich weiß, Gott ſorgt fuͤr mich/ Auf Reiſen ſitz ich oft im Wald Sein Wille wird geſchehn. Und eß an Brod mich ſatt; Ich habe weder Geld noch Gut, Und ſinge dem Preiß, Ehr und Dank, Noch einen eignen Heerd; Der mir den Biſſen gab, Dafuͤr hab ich den frohen Muth, Und geh dann weiter meinen Gang V Und der iſt Kronen werth. Mit meinem Wanderſtab.„ G .. 0 0 17 b .— 3— — ie. —.,— Reichardts Oden und Lieder. K ð8—ÿ— * — 8* —— 1 4 1E BX . 1] A&— 1* 1* 2, a* 4. 2 faen 34 3 4 ¹ 1 8 8 88 4.4 V 5 7 & 1 1 I 5 11 A -eseen n — As 2 8 a- 8 △ 1 8 8 A. EI 1 2N*. b 5 5 NS5 1 4 A 5 4 . 5 A— S2— 1 ſ. 3„ 8 2* 2 —, 8◻ 8 K ☛ 8 601 .— 3 8 83— 8 i A& 4 8 2 4 8 4 f ſ 4 2„ eT* 3 ,)„* 11 4 54 1. 1 2 1 8 1½—, 1 112 Al — 1. 3 8 A e 2.. 4 X 4 — 6 3 1II 414 4 —— 1+ 1 F2 de BAse ſksſſſſ 4 N 3wll a 1 d. 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O nur .„ — nur be ⸗ gluͤckt, nur be ⸗ gluͤckt, — 9— 4 be, — — nur —8- ee ree d 2 Lie⸗be Lie⸗be 2 -, — ,— 7— 3— 2 — —, — — — — — 1 ——— — — —— 4 —2 5— —— ——— ————— 84 r 3— 5 Sannn AIAe .. ⸗ A 1 1 6 8 ½ en 5 in. 1I 8 4 ½ 7 Sl 8* 5 s 2 d SE.9„ ⸗ 2 B d f 4ʃ 4 2A L en 12 8+ ‚ 82 S 1 2— 5 S 2 14 2 24+ = I 4 1 1— e d e. 2 38 en 4 4 4 o, r 8 -1 ſſ 5„ 2.. 4*. 89 77 ᷣ 4,. e *„. hi AIA S 8 4 577 i A* 45 ₰☛ꝙ 1 14 ⸗ N, 2 1 O0S eA e. 8*8 844—. —. ˙— 1 3 1 4 8 4 ſiijs 2 4 Ae 8* 3 5 4 IAA 1 8 es n 7 A N—. 3 3 1 111 ſe—* 2. 1— b A C, e S I ⸗ ſſd Tieiniiinl en 1*. ir 1 1, s 8 74 †— A SeA a, Seastn. /’„ 15 55 5. 2£. 2 2A 1„. 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E N D C. 9 2 8 8—— 8— Verzeichniß der Oden und Lieder. —= 2 &ꝓ* Auf, auf! weil ſchon Aurora lacht Seite 10 Aus den Reben. 21 Begluͤckter Schmerz 2 Dein Geiſt wird ſich zu keiner Zeit 14 Dein Leben, Beſte! gleich im Bilde 31 Dein, o Herz, auf ewig dein 30 Der Nachtigall reizende Lieder 24 Dich auch ſo grauſam abzubrechen 27 Du der ewig um mich trauert 32 Freund! verſaͤume nicht zu leben 25 Herr Joſt iſt todt, der reiche Mann 22 Hier im Geſtraͤuch, an Florens weichen Buſen 8 Ja, liebſter Damon, ich bin uͤberwunden Ich gieng im Mondenſchimmer— 35 Ich will vom Weine berauſcht 6 Jugendlich aufs neu Laßt nun alles ſtehn und liegen Maͤdchen, lernet Amorn kennen Mein Thyrſis! duͤrft ich dir doch ſagen Mit frohem Muth und heiterm Sinn O nur Liebe, Liebe nur begluͤckt Ruͤhmt mir des Schulzen Tochter nicht So ſelig, ſelig war ich nie Unmuth und Beſchwerde Uns lockt die Morgenroͤthe Weiſer Damon, deſſen Haupt Weiß Chloe mein geheim Verlungen Wenn Aurora fruͤh mich gruͤßt Wo biſt du hin, du Troͤſter in Beſchwerde Seite 36 34 —* — . 84 8 1 4 · 4 1 1